# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56aee0ef-e5a6-5e77-89e7-f3e257a3ca1a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.11.2010 B-6791/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6791-2009_2010-11-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6791/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz), 
Eva Schneeberger und Ronald Flury; 
Gerichtsschreiber Michael Barnikol.

Prof. Dr. A._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Tomas Poledna und 
Rechtsanwalt lic. iur. Philipp do Canto, 
Bellerivestrasse 241, Postfach 865, 8034 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössisches Departement des Innern EDI,
Inselgasse 1, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung der Gleichwertigkeit einer Weiterbildung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6791/2009

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer erwarb im Jahr 1987 sein Diplom als Arzt. Von 
1989  bis  1990  absolvierte  er  an  der  Universität  Zürich  einen  Post-
graduiertenkurs in experimenteller Medizin und Biologie. In den Jahren 
1990  und  1991  war  er  am  Aufbau  eines  molekulargenetischen 
Routinelabors  beteiligt  und  leitete  dieses  im  Nebenamt.  Am 
31. Mai 1994 erwarb er den Titel "Facharzt FMH für innere Medizin". 
Von  1994  bis  1996  arbeitete  er  als  Postdoktorand  an  einem 
Forschungsprojekt an der University of Texas (Southwestern Medical 
Center)  in  Dallas  im  Departement  für  molekulare  Genetik.  In  den 
Jahren  1996  bis  1999  war  er  Laborleiter  im  molekulargenetischen 
Routinelabor am Universitätsspital Basel. Am 7. Februar 2007 erwarb 
er den Titel eines Professors für innere Medizin. Er leitet seit 1999 ein 
Privatlabor für molekulargenetische Analysen.

B.
Im  Rahmen  der  Übergangsfrist  zur  Revision  des  Weiterbildungs-
reglements des FAMH beantragte er  beim Schweizerischen Verband 
der  Leiter  medizinisch-analytischer  Laboratorien  (FAMH),  ihm  auf-
grund  übergangsrechtlicher  Bestimmungen  des  Weiterbildungsregle-
ments  des FAMH den Titel  als  Spezialist  für  medizinisch-genetische 
Analytik FAMH unter Berücksichtigung seiner praktischen Erfahrung zu 
verleihen. Der Antrag wurde am 6. März 2002 vom FAMH abgelehnt.

C.
Mit Schreiben vom 19. Juni 2007 beantragte er, die von ihm seit 1989 
absolvierte  Weiterbildung  sei  mit  der  Weiterbildung  für 
medizinisch-genetische Analytik FAMH als gleichwertig anzuerkennen. 
Das Eidgenössische Departement des Innern EDI (Vorinstanz) lehnte 
das Anerkennungsgesuch mit Verfügung vom 29. September 2009 ab. 
Es  führte  zur  Begründung  an,  der  Beschwerdeführer  verfüge  über 
keinen  Titel,  der  als  gleichwertig  mit  dem Titel  des  Spezialisten  für  
medizinisch-genetische Analytik FAMH anerkannt werden könne. Aus 
den  von  ihm  eingereichten  Gesuchsunterlagen  ergäben  sich  keine 
Hinweise  dafür,  dass  er  im  In-  oder  Ausland  eine  Weiterbildung  in  
labormedizinischer Analytik abgeschlossen habe.

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D.
Gegen  diese  Verfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  am 
29. Oktober 2009  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Er 
beantragt,  den  Entscheid  der  Vorinstanz  vom  29. September 2009 
aufzuheben  und  seine  Weiterbildung  als  gleichwertig  mit  einem 
Weiterbildungstitel  als  Spezialist  für  medizinisch-genetische  Analytik 
FAMH anzuerkennen. Zur Begründung macht er insbesondere geltend, 
er  weise  einen  ausserordentlich  hohen  Leistungsausweis  auf  dem 
Gebiet  der  medizinisch-genetischen Analytik  aus und sei  als  Pionier 
im Bereich der medizinischen Genetik anzusehen. Zudem verfüge er 
über  mindestens  gleichwertige  formelle  Weiterbildungsausweise.  Da 
seit dem 1. April 2007 ausschliesslich FAMH-Titelinhaber die Funktion 
eines Laborleiters ausüben dürften, wirke sich das Titelerfordernis in 
rechts-  und  verfassungswidriger  Weise  als  Berufszugangsschranke 
aus. Ein Wissenschaftler wie der Beschwerdeführer, der durch seine 
Grundlagenarbeit auf dem Gebiet der Molekulargenetik zur Schaffung 
des  Weiterbildungstitels  beigetragen  habe,  dürfe  nicht  von  der 
Gleichwertigkeitsanerkennung ausgeschlossen werden.

E.
Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2009 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  führt  an,  der  umfangreiche 
Nachweis  des  Beschwerdeführers  an  Praxiserfahrung,  Lehrtätigkeit, 
wissenschaftlichen  Publikationen  und  Vorträgen  sowie  wissenschaft-
lichem Transfer werde nicht  bestritten. Keine seiner  Aktivitäten habe 
jedoch zu einem gleichwertigen formellen Weiterbildungstitel  geführt. 
Auch könne der Beschwerdeführer nicht nachweisen, dass er die An-
forderungen eines Weiterbildungstitels des FAMH erfülle. Eine Besitz-
standswahrung  für  "Pioniere"  auf  dem  Gebiet  der  medizinischen 
Genetik sei  in  der einschlägigen Verordnung aus gesundheitspolizei-
lichen Gründen nicht vorgesehen. 

F.
Mit Replik vom 2. März 2010 und Duplik vom 14. April 2010 halten die 
Parteien  vollumfänglich  an  ihren  Anträgen  und  an  ihrem Vorbringen 
fest.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 29. September 2009 stellt eine Ver-
fügung  im  Sinne  von  Art. 5  des  Bundesgesetzes  über  das  Ver-
waltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. 
Nach  Art. 31  und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005 (VGG,  SR 173.32)  i.V.m. Art. 5  und 44 VwVG können 
Verfügungen  der  Vorinstanz  mit  Beschwerde  beim  Bundesver-
waltungsgericht  angefochten  werden.  Der  Beschwerdeführer  ist  als 
Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese berührt. Er hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  der  Aufhebung  oder  Änderung  dieser 
Verfügung  und  ist  daher  zur  Beschwerdeführung  legitimiert 
(Art. 48 Abs. 1  VwVG).  Eingabefrist  und  -form  sind  gewahrt  (Art. 50 
und 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt 
(Art. 63 Abs. 4 VwVG)  und  es  liegt  eine  rechtsgültige  Vollmacht  der 
Rechtsvertreter  vor.  Auch  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen 
sind  erfüllt  (Art. 47  ff.  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  daher  einzu-
treten.

2.

2.1 Wer  zytogenetische  oder  molekulargenetische  Untersuchungen 
durchführen will,  benötigt  eine  Bewilligung  der  zuständigen  Bundes-
stelle  (Art. 8  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  genetische  Unter-
suchungen beim Menschen vom 8. Oktober 2004, GUMG, SR 810.12). 
Gestützt  auf  Art. 8  Abs. 2  und  3  Bst. b,  12  Abs. 4  sowie  35  Abs. 1 
GUMG enthält die Verordnung über genetische Untersuchungen beim 
Menschen  vom  14. Februar 2007  (AS  2007  651,  2008  6021) 
detaillierte Bestimmungen über die Voraussetzungen für die Erteilung 
einer solchen Bewilligung. Die Bewilligung zur Durchführung zyto- oder 
molekulargenetischer Untersuchungen beim Menschen erhält gemäss 
Art. 5 GUMV ein Laboratorium, das eine verantwortliche Laborleiterin 
bzw. einen Laborleiter bezeichnet, die oder der die unmittelbare Auf-
sicht  ausübt  und sich über die Qualifikation nach Art.  6 GUMV aus-
weisen kann, des Weiteren über Laborpersonal verfügt, das sich über 
die Qualifikation nach Art. 7 GUMV ausweisen kann und schliesslich 
die  betrieblichen  Voraussetzungen  nach  Art. 8  GUMV  erfüllt.  Die 
Laborleiterin oder der Laborleiter selber muss über einen bestimmten 
Weiterbildungstitel verfügen (Art. 6 Abs. 1 GUMV). Ein solcher Titel ist 
insbesondere der Titel "Spezialist für medizinisch-genetische Analytik 
FAMH"  (Art. 6  Abs. 1  Bst. a  GUMV).  Anstelle  der  Titel  nach  Art. 6 

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Abs. 1 GUMV kann ein gleichwertiger Titel  anerkannt werden (Art. 6 
Abs. 3  S. 1  GUMV).  Das  Eidgenössische  Departement  des  Innern 
(EDI, Vorinstanz) entscheidet  über die Gleichwertigkeit  (Art. 6 Abs. 3 
S. 2 GUMV).

2.2 Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften 
(SAMW)  hat  das  "Reglement  und  Weiterbildungsprogramm  zum 
Spezialisten  für  labormedizinische  Analytik  FAMH"  erlassen  (nach-
folgend: FAMH-Reglement,  in  Kraft  seit  1. März 2001,  modifiziert  am 
1. Juli 2006).  Dieses  Reglement  und  Weiterbildungsprogramm  um-
schreibt die verschiedenen Titelformen, die für den Erwerb dieser Titel 
erforderlichen  Voraussetzungen,  die  Weiterbildung  im  Einzelnen  und 
die Modalitäten der Titelverleihung und -führung (vgl. Präambel Abs. 2 
und  3  des  FAMH-Reglements).  Die  praktische  Durchführung  und 
Überwachung der Weiterbildung, wie auch die Titelverleihung, werden 
darin  dem  Schweizerischen  Verband  der  Leiter  medizinisch-ana-
lytischer Laboratorien (FAMH) übertragen. 

Der  FAMH  ist  ein  Verein  im  Sinne  von  Art.  60  ff.  ZGB  (Art. 1  der 
Statuten des FAMH vom 19. Juni 1986 in der revidierten Fassung vom 
10. Mai 2007). Er verleiht auf Vorschlag des Fachausschusses FAMH 
gemäss Richtlinien der SAMW das Diplom "Spezialistin/Spezialist für 
labormedizinische Analytik FAMH" (Art. 20 Abs. 4 Bst. b der Statuten 
des FAMH). Dem Fachausschuss des FAMH obliegt  gemäss Ziff. 1.2 
des FAMH-Reglements unter anderem die Evaluation der Kandidaten 
im  Rahmen  der  Eintrittsprüfung  (Ziff. 6.1),  die  Beurteilung  von  An-
fragen  der  Kandidaten  zur  individuellen  Ausgestaltung  ihrer  Weiter-
bildung und die Koordination der Kurse des Tronc commun (Ziff. 4.4), 
die Durchführung der Schlussprüfungen (Ziff. 6.2), die Verleihung des 
Weiterbildungstitels  (Ziff. 7.1)  sowie  die  Ausstellung  von Äquivalenz-
bestätigungen für Kandidaten, die ihre Aus- und Weiterbildung im Aus-
land  absolviert  haben  (Ziff. 2.4).  Das  FAMH-Reglement  sieht  einen 
fünfjährigen  pluridisziplinären  Weiterbildungslehrgang  in  labor-
medizinischer Analytik in den Fachgebieten hämatologische Analytik, 
klinische Chemie,  klinische Immunologie,  medizinische Mikrobiologie 
und  medizinisch-genetische  Laboranalytik  vor,  der  gemäss  Ziff. 2.1 
des  FAMH-Reglements  zur  Titelbezeichnung  "Spezialist  für  labor-
medizinische  Analytik  FAMH"  führt.  In  jedem  der  fünf  Laborfach-
gebieten  kann  indessen  auch  ein  monodisziplinärer  Weiterbildungs-
gang  absolviert  werden,  welcher  mindestens  drei  Jahre  dauert.  Der 
monodisziplinäre Weiterbildungsgang in medizinisch-genetischer Ana-

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lytik führt  zur Titelbezeichnung "Spezialist  für medizinisch-genetische 
Analytik  FAMH"  (Ziff. 2.2  FAMH-Reglement).  Die  monodisziplinäre 
Weiterbildung  in  einem  Fachgebiet  ist  dann  reglementskonform  ab-
geschlossen, wenn der Kandidat anhand der Eintragungen im Weiter-
bildungsprotokoll nachweisen kann, dass er in Weiterbildungsstätten, 
welche gemäss Ziff. 4.1 und 4.2 für die Weiterbildung anerkannt sind, 
sämtliche  gemeinsamen  und  fachspezifischen  Lernziele  erfüllt  (An-
hang I und II), den gesamten Tronc commun absolviert (Ziff.  4.4) sowie 
die Schlussprüfung bestanden hat (Ziff. 2.2 FAMH-Reglement). Ziff. 8 
des  FAMH-Reglements  enthält  Übergangsbestimmungen.  Ziff. 8.1 
regelt  unter  anderem  die  Modalitäten  der  Verleihung  des  Titels 
"Spezialist  für  medizinische-genetische  Analytik  FAMH"  an  ver-
antwortliche  Laborspezialisten  zugelassener  medizinisch-genetischer 
Laboratorien, die sich am 1. März 2000 bereits in der Praxis befanden. 
Die  Bestimmung  lautet  wie  folgt:  "Der  Antragsteller  muss  als  ver-
antwortlicher  Laborspezialist  einem  gemäss  KVG  zugelassenen 
medizinisch-genetischen  Labor  oder  den  Teilbereichen  Zytogenetik 
oder  Molekulargenetik  vorstehen  und  sich  zudem über  eine  Weiter-
bildung  gemäss  den  Bedingungen  des  Weiterbildungsprogramms  in 
medizinisch-genetischer  Laboranalytik  ausweisen,  wobei  2  Jahre 
praktischer  Haupttätigkeit  als  1  Jahr  Weiterbildung  angerechnet 
werden können. Er muss weder die im Weiterbildungsprogramm vor-
gesehene  Eintrittsprüfung  nachholen,  noch  die  Schlussprüfung  ab-
solvieren, es sei denn, der Fachausschuss FAMH verlange dies. Die 
Anträge müssen bis zum 31.12.2001 eingereicht werden."

3.

3.1 Das Kriterium der  "Gleichwertigkeit"  in  Art. 6  Abs. 3 S. 1 GUMV 
stellt  einen  unbestimmten  Rechtsbegriff  dar.  Ein  unbestimmter 
Rechtsbegriff liegt vor, wenn der Rechtssatz die Voraussetzungen der 
Rechtsfolge  oder  die  Rechtsfolge  selbst  in  offener,  unbestimmter 
Weise umschreibt (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All-
gemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006, 
Rz. 445). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bildet dessen 
Auslegung und Anwendung eine Rechtsfrage, die grundsätzlich ohne 
Beschränkung der richterlichen Kognition zu überprüfen ist (vgl. BGE 
127 II 184 E. 5a, BGE 119 Ib 33 E. 3b; OLIVER ZIBUNG/ELIAS HOFSTETTER, 
in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG, 
Zürich/Basel/Genf  2009,  Art. 49  N 19).  Nach  konstanter  Praxis  und 
Lehrmeinung ist bei der Überprüfung der Auslegung und Anwendung 

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von  unbestimmten  Rechtsbegriffen  jedoch  Zurückhaltung  auszuüben 
und der  Behörde ist  dann ein  gewisser  Beurteilungsspielraum zuzu-
gestehen,  wenn  diese  den  Verhältnissen  der  Streitsache  in  tatsäch-
licher Hinsicht näher steht als die Beschwerdeinstanz. Der Richter hat 
so lange nicht einzugreifen, als die Auslegung der Verwaltungsbehörde 
als vertretbar erscheint  (vgl. BGE 127 II  184 E. 5a,  BGE 125 II  225 
E. 4a;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-2175/2006  vom 
16. Februar  2007  E. 3.1  und  B-2182/2006  vom  4. Juni 2007  E. 3; 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.  Rz. 446c  f.,  mit  Hinweisen;  auch 
ZIBUNG/HOFSTETTER, a.a.O., Art. 49 N 19). Unbestimmtheit für sich allein 
hat  nicht  zwingend  zur  Folge,  dass  die  Verwaltung  über  einen  Be-
urteilungsspielraum verfügt. Wesentlich ist, ob im Einzelfall besondere, 
namentlich  technische  oder  örtliche  Gegebenheiten  zu  berück-
sichtigen  sind,  in  welchen  sich  die  Verwaltungsbehörde  besser  aus-
kennt oder in denen sie einen grösseren Handlungsspielraum benötigt 
als die richterliche Behörde. Ein Beurteilungsspielraum der Verwaltung 
ist  zudem  bei  der  Würdigung  der  tatsächlichen  Verhältnisse  zu 
respektieren, soweit Umstände massgeblich sind, hinsichtlich derer die 
Verwaltungsbehörden  über  einen  besseren  Gesamtüberblick  und 
damit über eine grössere Vergleichsbasis verfügen (vgl. BGE 119 Ib 33 
E. 3b).

3.2 Um die Gleichwertigkeit  zweier  Weiterbildungstitel  bestimmen zu 
können, muss die verfügende Instanz die Inhalte der Weiterbildungs-
gänge,  welche  die  Vermittlung  medizinischer  Fachkenntnisse  und 
Praxiserfahrung  betreffen,  miteinander  vergleichen  und  eine  ent-
sprechende  Gesamtwürdigung  vornehmen.  Es  genügt  nicht,  die 
Identität bzw. Deckungsgleichheit der jeweiligen Weiterbildungen fest-
zustellen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-342/2008 vom 
23. Juni 2009, E. 4.4.1). Die Prüfung der Gleichwertigkeit betrifft daher 
in  hohem Masse  fachtechnische  Fragen  im Zusammenhang mit  der 
Weiterbildung in  medizinisch-genetischer  Analytik. Der  Vorinstanz ist 
deshalb bei  deren Beantwortung ein gewisser  Beurteilungsspielraum 
zuzubilligen. Zur Konkretisierung ihres Beurteilungsspielraums bei der 
Prüfung  der  Gleichwertigkeit  von  Titeln  des  FAMH  und  anderen 
Weiterbildungstiteln  hat  die  Vorinstanz  "Anforderungen  an  die 
praktische  Arbeitstätigkeit  im  Rahmen  der  Anerkennung  der  Gleich-
wertigkeit einer labormedizinischen Weiterbildung nach Art.  42 Abs. 3 
und Art. 43 KLV" (im Folgenden: "Anforderungen des EDI") entwickelt. 
Bei diesen Anforderungen des EDI handelt  es sich dem Inhalt nach, 
wie  bei  Merkblättern  oder  Kreisschreiben,  um  eine  Verwaltungsver-

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ordnung.  Ihre  Hauptfunktion  besteht  darin,  eine  einheitliche  und 
rechtsgleiche  Verwaltungspraxis  –  vor  allem im Ermessensbereich  – 
zu gewährleisten. Auch sind sie in der Regel Ausdruck des Wissens 
und  der  Erfahrung  einer  Fachstelle  (vgl.  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  B-342/2008  vom  23. Juni 2009,  E. 4.5.1).  Die  An-
forderungen des EDI nehmen Bezug auf Art. 42 Abs. 3 und Art. 43 der 
Verordnung des EDI vom 29. September 1995 über Leistungen in der 
obligatorischen  Krankenpflegeversicherung  (Kranken-
pflege-Leistungsverordnung, KLV, SR 832.112.31). Art. 42 Abs. 3 KLV 
hat einen ähnlichen Regelungsgehalt wie der hier einschlägige Art.  6 
Abs. 3  GUMV.  Diese  Norm  betrifft  ebenfalls  die  Anerkennung  von 
Weiterbildungen als gleichwertig mit den Weiterbildungen des FAMH. 
Die  Anforderungen  des  EDI  können  daher  von  der  Vorinstanz  (ggf. 
entsprechend)  angewendet  werden,  wenn  sie  die  Gleichwertigkeit 
einer Weiterbildung nach Art. 6 Abs. 3 GUMV prüft. 

4.
Die  Vorinstanz  macht  in  der  angefochtenen  Verfügung  geltend,  der 
Beschwerdeführer  habe  keine  formelle  Weiterbildung  absolviert  und 
keinen  entsprechenden  Titel  erworben.  Eine  langjährige,  praktische 
Tätigkeit  könne  den  erfolgreichen  Abschluss  eines  Weiterbildungs-
gangs nicht  ersetzen. Zu prüfen ist  daher, ob der Beschwerdeführer 
über  einen  Weiterbildungstitel  verfügt,  auf  dessen  Grundlage  eine 
Gleichwertigkeitsprüfung  im  Sinne  von  Art. 6  GUMV  vorgenommen 
und  allenfalls  auch  die  vom  Beschwerdeführer  nachgewiesene 
praktische Erfahrung berücksichtigt werden kann.

4.1 Fraglich ist  zunächst,  was unter einem Titel im Sinne vom Art. 6 
GUMV zu verstehen ist. Weder die GUMV noch das GUMG enthalten 
eine  Definition  für  diesen  Rechtsbegriff.  Indessen  definiert  Art.  12 
Abs. 1  der  Weiterbildungsordnung  der  Verbindung  der  Schweizer 
Ärztinnen und Ärzte (FMH) vom 21. Juni 2000 (WBO FMH) den Begriff 
des  Facharzttitels.  Gemäss  dieser  Vorschrift  ist  ein  Facharzttitel  die 
Bestätigung  für  eine  abgeschlossene,  strukturierte  und  kontrollierte 
Weiterbildung in einem Fachgebiet der klinischen oder nicht-klinischen 
Medizin.  Bei  der  FMH  handelt  es  sich  um  eine  private  Träger-
organisation, die ebenso wie der FAMH Weiterbildungstitel verleiht. Die 
FMH  und  andere  Trägerorganisationen  erlassen  standesrechtliche 
Weiterbildungsnormen,  die  vom  Bund  unter  bestimmten  Voraus-
setzungen  akkreditiert  werden  (Art. 12  ff.  des  Bundesgesetzes  vom 
19. Dezember 1877  betreffend  die  Freizügigkeit  des  Medizinal-

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personals  in  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  [FMPG,  BS  4 
291; AS 2000 1891 Ziff. III  1,  2002 701 Ziff. I  3,  2006 2197 Anhang 
Ziff. 88], bzw. Art. 22 ff. des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über 
die universitären Medizinalberufe, SR 811.11 [Medizinalberufegesetz, 
MedBG]). Die Normen sind privatrechtlicher Natur und beruhen nicht 
auf  einer  formellen  gesetzlichen  Delegation  öffentlich-rechtlicher 
Rechtsetzungskompetenzen. Aufgrund der Akkreditierung werden sie 
jedoch  dem öffentlichen Recht  des  Bundes gleichgestellt  (vgl. Urteil  
des  EVG K  163/03  vom  27. März 2006  E. 5.1;  VPB  68.29  E. 2.2.2; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-7895/2007  vom 
23. Oktober 2009  E. 2).  Es  spricht  deshalb  nichts  dagegen,  die 
Definition des Art. 12 Abs. 1 WBO FMH auch auf die Weiterbildungs-
titel des FAMH entsprechend anzuwenden.

4.1.1 Sowohl  das  Bundesverwaltungsgericht  als  auch  das  Bundes-
gericht haben Grundsätze zur Frage entwickelt, welche Anforderungen 
an  eine  Weiterbildung  zu  stellen  sind,  damit  diese  in  eine  Gleich-
wertigkeitsprüfung  einbezogen  werden  kann. Eine  Gleichwertigkeits-
prüfung kann demnach nur durchgeführt  werden, wenn ein formeller 
Weiterbildungsgang  ganz  oder  zumindest  teilweise  absolviert  wurde 
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-342/2008 E. 3.2.5 sowie 
das Urteil des EVG K 88/04, E. 4.2.3 f., welches eine vollständig ab-
geschlossene Weiterbildung verlangt). Es muss sich hierbei  um eine 
Weiterbildung  im  Sinne  eines nach klaren  Regeln  organisierten,  mit 
dem  Erwerb  eines  Zertifikats  seinen  Abschluss  findenden  Lernens 
handeln  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  C 672/2009  vom 
25. November 2009, E. 3.3.1).

4.1.2 Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass es sich bei den 
Weiterbildungstiteln  des  FAMH im  Gegensatz  zu  den  von  der  FMH 
verliehenen Facharzttiteln nicht um eidgenössische Weiterbildungstitel, 
die nach den Vorgaben eines akkreditierten Weiterbildungsprogramms 
erteilt  werden,  handelt  (vgl.  Urteil  des  EVG  K  163/03  vom 
27. März 2006,  E. 5.1).  Vielmehr  stellen  sie  Lehrgänge  einer  Privat-
organisation  dar,  für  deren  erfolgreichen  Abschluss  eine  Be-
scheinigung ausgestellt  wird. Der Schweizerische Verband der Leiter 
medizinisch-analytischer  Laboratorien  ist  ein  Verein  im  Sinne  von 
Art. 60 ff. ZGB (vgl. oben E. 2.2). Er verleiht nach erfolgreichem Ab-
schluss  der  Weiterbildung  dem  Kandidaten  den  entsprechenden 
FAMH-Titel  und  händigt  ihm  eine  Diplomurkunde  aus  (Ziff. 7.1 
FAMH-Reglement).  Diese  Bescheinigung  dient  als  Nachweis  be-

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sonderer  Qualifikationen,  weshalb  das  Gesetz  an  ihren  Erwerb  be-
stimmte Rechtsfolgen  knüpft.  Dementsprechend  dürfen  an  ein  Zerti -
fikat,  was dessen  Gleichwertigkeit  mit  einem Weiterbildungstitel  des 
FAMH betrifft, in formeller Hinsicht keine übertriebenen Anforderungen 
gestellt  werden. Sofern der Beschwerdeführer über ein Zertifikat ver-
fügt,  das  unter  ähnlichen  Voraussetzungen erteilt  wird,  wie  ein  Titel  
des  FAMH,  kann  auf  dieser  Grundlage  ohne  Weiteres  eine  Gleich-
wertigkeitsprüfung durchgeführt werden. Damit ein Weiterbildungstitel 
mit einem Titel des FAMH nach Art. 6 Abs. 3 GUMV verglichen werden 
kann,  muss  es  sich  bei  diesem  Titel  somit  insbesondere  nicht  um 
einen  Weiterbildungstitel,  der  nach  Absolvierung  einer  staatlich 
akkreditierten  Weiterbildung  verliehen  wird,  handeln.  Vielmehr  sind 
grundsätzlich alle Zertifikate anderer privater oder öffentlich-rechtlicher 
Organisationen im In- oder Ausland, insbesondere von Universitäten, 
in die Gleichwertigkeitsprüfung einzubeziehen.

4.1.3 Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  das  Vorliegen 
eines Weiterbildungstitels im Sinne von Art. 6 GUMV voraussetzt, dass 
erstens  ein  strukturierter  und  kontrollierter  Weiterbildungsgang  auf 
dem  Gebiet  der  klinischen  oder  nicht-klinischen  Medizin  ab-
geschlossen  wurde,  und  zweitens  die  Organisation,  welche  die 
Weiterbildung durchführt, eine entsprechende Bestätigung ausgestellt  
hat. Bei der Weiterbildung muss es sich um einen Lehrgang im Sinne 
eines nach klaren Regeln organisierten, mit dem Erwerb eines Zerti-
fikats  seinen Abschluss findenden Lernens handeln. Hingegen muss 
der  Titel  nicht  zwingend  nach  den  Vorgaben  eines  akkreditierten 
Weiterbildungsprogramms erteilt werden, da es sich bei den Titeln des 
FAMH ebenfalls nicht um derartige Weiterbildungstitel handelt.

4.2 Zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer absolvierten Weiter-
bildungen diese Voraussetzungen erfüllen. 

4.2.1 Der  Beschwerdeführer  hat  an  der  Universität  Basel  und  der 
University  of  Texas  jeweils  eine  medizinische  Postgraduierten-  bzw. 
Postdoktorandenausbildung absolviert. Diese universitären Lehrgänge 
bauen  auf  einem bereits  absolvierten  Medizinstudium bzw. Doktorat 
auf,  weshalb  sie  inhaltlich  die  Weiterbildung  bereits  ausgebildeter 
Fachpersonen betreffen. Auch enthalten sie einen erheblichen Praxis-
anteil.  Die  Lehrgänge  wurden  nach  Massgabe  detaillierter  und 
strukturierter  Ausbildungsprogramme  absolviert,  welche  vom  Be-
schwerdeführer  vorgelegt  wurden.  Für  den  Abschluss  dieser  Lehr-

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gänge  wurden  ihm  von  der  Universität  Basel  und  der  University  of 
Texas  entsprechende  Zertifikate  erteilt  (vgl.  jeweils  Beilage  27  zur 
Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. März 2010 sowie Beilagen 5 
und  10  der  Beschwerdeschrift).  Der  Beschwerdeführer  hat  somit 
Weiterbildungen im Sinne eines strukturierten und nach klaren Regeln 
organisierten  Lernens  abgeschlossen  und  hierfür  jeweils  Be-
scheinigungen  erhalten.  Die  Weiterbildungen  wurden  in 
experimenteller  Biologie  und  Medizin  sowie  Molekulargenetik  ab-
solviert,  weshalb  man  nicht  von  vornherein  davon  ausgehen  kann, 
ihnen fehle in fachlicher Hinsicht jeglicher Bezug zur Weiterbildung als 
Spezialist  für  medizinisch-genetische Analytik. Die vom Beschwerde-
führer  absolvierten  Postdoktoranden-  bzw.  Postgraduiertenaus-
bildungen können deshalb durchaus gemäss Art. 6 Abs. 3 S. 1 GUMV 
auf ihre Gleichwertigkeit mit einem in Art.  6 Abs. 1 GUMV angeführten 
Titel überprüft werden.

4.2.2 Der Beschwerdeführer  verfügt  ferner  über  den Weiterbildungs-
titel  "Facharzt  FMH  für  innere  Medizin"  sowie  über  einen  Titel  als 
Professor  für  innere  Medizin.  Bei  dem  von  der  FMH  verliehenen 
Facharzttitel  handelt  es  sich  um einen  Weiterbildungstitel,  der  nach 
den  Vorgaben  eines  akkreditierten  Weiterbildungsprogramms  erteilt 
wird  (vgl.  oben  E. 4.1.2).  Er  erfüllt  ohne  Weiteres  die  genannten 
Voraussetzungen  an  einen  Titel  im  Sinne  von  Art.  6  Abs. 1  GUMV. 
Indessen wurden sowohl der Facharzttitel als auch der Professorentitel 
in innerer Medizin und somit auf einem völlig anderen Fachgebiet als 
jenem  der  Molekulargenetik  bzw.  medizinisch-genetischen  Analytik 
erworben.  Es  erscheint  somit  noch  vertretbar,  dass  die  Vorinstanz 
ohne weitere Begründung von der Prüfung der Gleichwertigkeit dieser 
Diplome abgesehen hat. 

4.2.3 Entgegen  der  Ansicht  der  Vorinstanz verfügt  der  Beschwerde-
führer  somit  keineswegs  ausschliesslich  über  berufliche  Erfahrung, 
welche  für  sich  betrachtet  allein  nicht  ausreicht,  um  eine  Gleich-
wertigkeitsprüfung  vorzunehmen  und  gestützt  darauf  diese  Praxis-
erfahrung als mit einem Weiterbildungstitel gleichwertig anzuerkennen. 
Vielmehr kann er  den Abschluss mehrerer Weiterbildungsgänge und 
entsprechende  Bescheinigungen  vorweisen,  anhand  derer  eine 
Prüfung der  Gleichwertigkeit  im Sinne von Art. 6  Abs. 3 S. 1  GUMV 
vorgenommen werden kann.

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4.3 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weiterhin  unstreitig  über  umfang-
reiche  Praxiserfahrungen  als  Leiter  eines  Labors  für 
molekulargenetische Analysen und kann sowohl Forschungs- als auch 
Lehrtätigkeiten sowie wissenschaftlichen Publikationen in erheblichem 
Umfang nachweisen. Er  macht  deshalb  geltend,  die  Gleichwertigkeit 
seiner Weiterbildung sei allein schon aufgrund seiner praktischen Er-
fahrung und seiner wissenschaftlichen Arbeit festzustellen.

4.3.1 Sowohl  das  Bundesverwaltungsgericht  als  auch  das  Eid-
genössische  Versicherungsgericht  (als  Sozialversicherungsabteilung 
des  Bundesgerichts)  haben  sich  mehrfach  mit  der  Frage,  unter 
welchen Voraussetzungen eine Weiterbildung oder allenfalls berufliche 
oder  sonstige  praktische  Erfahrung  als  mit  einer  Weiterbildung  des 
FAMH gleichwertig  anerkannt  werden kann,  auseinandergesetzt. Die 
Rechtsprechung geht davon aus, dass praktische oder berufliche Er-
fahrung allein nicht genüge, um eine Gleichwertigkeitsprüfung vorzu-
nehmen  und  gestützt  darauf  diese  Praxiserfahrung  als  mit  einem 
Weiterbildungstitel  gleichwertig  anzuerkennen (vgl. Urteil  des EVG K 
88/04 E. 3.2.3 f.). Eine nachgewiesene praktische Tätigkeit könne in-
dessen bei der Prüfung der Gleichwertigkeit nicht gänzlich ausser Acht  
gelassen  werden.  Nach  den  Übergangsbestimmungen  des 
FAMH-Reglements  (Ziff.  8.1  FAMH-Reglement)  werde  innerhalb  be-
stimmter  Grenzen  eine  praktische  Tätigkeit  als  Weiterbildung  an-
gerechnet.  Ohne  dass  das  Reglement  eine  abschliessende  Über-
gangsordnung  enthalte,  könnten  nach  diesen  Vorschriften  unter  be-
stimmten Voraussetzungen jeweils zwei Jahre praktischer Haupttätig-
keit als ein Jahr Weiterbildung angerechnet werden. Dies zeige, dass 
nach dem System der Regelungen des FAMH in Bezug auf den Aus-
bildungsstand und die  Fachkenntnisse eine Weiterbildungszeit  durch 
eine Zeit  praktischer Tätigkeit  kompensiert  werden könne. In diesem 
Rahmen sei somit Gleichwertigkeit anzunehmen (vgl. Urteil des EVG K 
163/03  vom 27. März 2006  [teilweise  publiziert,  in:  BGE  133  V  33], 
E. 9.4;  Urteil  des  Bundesgerichts  C 672/2009  vom 
25. November 2009, E. 3.1). Die Vorinstanz habe bei ihrem Entscheid 
sämtliche  eingereichten  Diplome,  Prüfungs-  und  Arbeitszeugnisse, 
Referenzen,  die  berufliche  Erfahrung,  wissenschaftliche  Aktivitäten 
und Publikationen zu berücksichtigen. Dabei  rechtfertige  es sich,  im 
Sinne einer einheitlichen Praxis für den Nachweis der fachlichen Be-
fähigung von den Richtlinien des FAMH auszugehen (vgl. Urteil  des 
Bundesgerichts C 672/2009 vom 25. November 2009, E. 3.1). 

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4.3.2 Anzumerken  ist  diesbezüglich,  dass  im  vorliegenden  Fall  die 
Anrechnung  praktischer  Tätigkeiten  gestützt  auf  Ziff. 8.1  des 
FAMH-Reglements  nicht  in  Betracht  käme,  weil  die  Übergangsfrist 
bereits abgelaufen ist. Die Anrechnung praktischer Tätigkeit  ist  nach 
dieser  Vorschrift  nur  möglich,  wenn bis  zum 31. Dezember 2001  ein 
entsprechender Antrag eingereicht wurde (Ziff. 8.1 FAMH-Reglement). 
Einen  solchen  Antrag  hatte  der  Beschwerdeführer  innerhalb  der 
Übergangsfrist gestellt und er wurde vom FAMH abgelehnt. Der FAMH 
könnte wegen des Ablaufs der Übergangsfrist auch nicht erneut über 
ein  entsprechendes  Gesuch  des  Beschwerdeführers  befinden. 
Deshalb  kann  die  vom  Beschwerdeführer  ausserhalb  einer 
Weiterbildung  erworbene  fachliche  und  praktische  Erfahrung  nicht 
unmittelbar  aufgrund  der  übergangsrechtlichen  Bestimmungen  des 
FAMH-Reglements Berücksichtigung finden.

4.3.3 Die Vorinstanz hat indessen gestützt auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung,  die  davon ausgeht,  dass  praktische Arbeitstätigkeit 
bei  der  Prüfung  der  Gleichwertigkeit  nicht  gänzlich  ausser  Acht  ge-
lassen  werden  könne,  die  Anforderungen  des  EDI  erlassen.  Diese 
Verwaltungsverordnung  konkretisiert  den  Beurteilungsspielraum  der 
Vorinstanz bei der Prüfung der Gleichwertigkeit von Titeln des FAMH 
und anderen Weiterbildungstiteln  und gewährleistet  auf  diese  Weise 
eine einheitliche und rechtsgleiche Verwaltungspraxis (vgl. E. 3.2). Die 
aktuellste  Fassung  der  Anforderungen  des  EDI  datiert  vom 
13. März 2007 und gilt daher ausserhalb des zeitlichen Rahmens der 
Übergangsvorschriften des FAMH-Reglements. Die Anforderungen des 
EDI  enthalten  zudem  keine  Zeitbeschränkungen  bzw.  Übergangs-
fristen und knüpfen nicht an die Vorschriften des FAMH-Reglements, 
sondern an jene der KLV, welche die Prüfung der Gleichwertigkeit be-
treffen, an. Sie sind auf den vorliegenden Fall zumindest entsprechend 
anwendbar (E. 3.2). Nach den Anforderungen des EDI ist  praktische 
Arbeitstätigkeit  selbst  dann  noch  zu  berücksichtigen,  wenn  ein  Ge-
suchsteller eine schweizerische oder ausländische Weiterbildung nicht 
abgeschlossen hat, ihre formellen Anforderungen aber zu 75% erfüllt 
(Ziff. 2.1 und 2.3 der Anforderungen des EDI). Hat ein Gesuchsteller 
eine  ausländische  Weiterbildung,  die  nicht  als  gleichwertig  zu  be-
trachten  ist,  vollständig  absolviert,  so  kann  eine  fehlende  Weiter-
bildung in zeitlicher und inhaltlicher Hinsicht im Vergleich zu den An-
forderungen gemäss FAMH-Reglement  durch praktische Arbeitstätig-
keit  von  doppelt  so  langer  Dauer  ersetzt  werden  (Ziff. 2.2  der  An-
forderungen  des  EDI).  Somit  besteht  eine  genügende  rechtliche 

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Grundlage,  um  Praxiserfahrung  des  Beschwerdeführers  zu  berück-
sichtigen, falls die von ihm absolvierten Weiterbildungen im Vergleich 
zu den Weiterbildungen des FAMH Defizite aufweisen.

4.3.4 Zu  berücksichtigen  ist  in  diesem  Zusammenhang  allerdings, 
dass  der  Beschwerdeführer  während  der  Übergangsfrist  die  An-
rechnung  seiner  Berufspraxis  beim  FAMH beantragt  hat  und  dieser 
Antrag  am  6. März 2002  vom  FAMH  abgelehnt  wurde.  Die  Fest-
stellungen  des  FAMH,  der  diesbezüglich  über  weitreichende  Fach-
kenntnisse  verfügt,  sind  bei  der  Entscheidung  darüber,  ob  und  in 
welchem  Umfang  die  Praxiserfahrung  des  Beschwerdeführers  aus-
reicht,  allfällige Defizite der von ihm absolvierten Weiterbildungen zu 
kompensieren,  angemessen  zu  würdigen  (vgl.  nachfolgend  E. 4.6). 
Vorliegend kann die Frage, in welchem Umfang praktische Erfahrung 
des  Beschwerdeführers  im  Hinblick  auf  eine  Anerkennung  seiner 
Weiterbildung  zu  berücksichtigen  ist,  aber  letztlich  offen  gelassen 
werden.  Sie  stellt  sich  im  Zusammenhang  der  Prüfung  der  Gleich-
wertigkeit einer Weiterbildung gemäss Art. 6 Abs. 3 S. 1 GUMV. Eine 
solche  Gleichwertigkeitsprüfung  hat  die  Vorinstanz  jedoch  nicht  vor-
genommen. Auch das Bundesverwaltungsgericht sieht vorliegend von 
einer solchen Prüfung ab, weil es damit in unzulässiger Weise in den 
Beurteilungsspielraum  der  Vorinstanz  eingreifen  würde  (vgl.  nach-
folgend  E. 5.3.3  und  6).  Die  Frage,  ob  und  in  welchem  Umfang 
Praxiserfahrung des Beschwerdeführers  zu  berücksichtigen ist,  stellt 
sich  somit  erst  im  Rahmen  einer  allfälligen  erneuten  Sachent-
scheidung durch die Vorinstanz.

4.4 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung an, die vom 
Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen zeigten "keine im In- oder 
Ausland abgeschlossene Weiterbildung in labormedizinischer Analytik 
auf". Diese Feststellung lässt  darauf  schliessen,  dass die Vorinstanz 
möglicherweise  der  Ansicht  ist,  die  vom  Beschwerdeführer  ab-
solvierten  Weiterbildungen  könnten  allein  schon  deshalb  keiner 
Gleichwertigkeitsprüfung  unterzogen  werden,  weil  sie  in  fachlicher 
Hinsicht  keinen  Bezug  zum  Titel  als  Spezialist  für 
medizinisch-genetische  Analytik  hätten.  Indessen  wäre  diese  Frage 
gerade im Rahmen einer Gleichwertigkeitsprüfung zu klären gewesen. 
Dass  die  Weiterbildungen  des  Beschwerdeführers  keine  inhaltlichen 
Bezüge  zur  Weiterbildung  als  Spezialist  für  medizinisch-genetische 
Analytik aufweisen, ist allenfalls hinsichtlich seiner Titel auf dem Ge-
biet  der  inneren  Medizin,  keineswegs  aber  im  Hinblick  auf  die  in 

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experimenteller  Medizin und Biologie  sowie molekularer  Genetik  ab-
geschlossenen Weiterbildungsgänge evident  (E. 4.2.1  f.). Es ist  Auf-
gabe  der  Vorinstanz  zu  untersuchen,  ob  die  vom Beschwerdeführer 
absolvierten Weiterbildungen – insbesondere jene in  experimenteller 
Medizin und Biologie sowie  molekularer  Genetik  – in  fachlicher  Hin-
sicht  Ähnlichkeiten  mit  einer  Weiterbildung  als  Spezialist  für 
medizinisch-genetische  Analytik  FAMH  haben.  Entsprechende  Aus-
führungen, welche die Annahme der Vorinstanz stützen könnten, sind 
in der angefochtenen Verfügung jedoch nicht enthalten.

4.5 Die  Vorinstanz  bringt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 
23. Dezember 2009 vor, die Anerkennung von Titeln des FAMH sei auf 
die Anerkennung ausländischer  Titel  ausgerichtet. Dafür,  dass   aus-
schliesslich ausländische Titel gemäss Art. 6 Abs. 3 GUMV anerkannt 
werden können, lässt sich jedoch im Wortlaut der Norm keine Stütze 
finden. Die Vorschrift sieht die Anerkennung "gleichwertiger Titel" vor 
und  unterscheidet  nicht  zwischen  inländischen  und  ausländischen 
Weiterbildungstiteln.  Auch  sprechen  weder  gesetzessystematische 
noch teleologische Gründe für eine solche Einschränkung.

4.6 Weiterhin  bringt  die  Vorinstanz  vor,  der  Beschwerdeführer  habe 
beim FAMH ein  Gesuch  um Verleihung  des  Titels  als  Spezialist  für 
medizinisch-genetische Analytik gestellt und sich auf übergangsrecht-
liche  Bestimmungen  (vgl.  oben  E. 2.2)  berufen,  die  es  einem 
Kandidaten erlauben, aufgrund nachgewiesener praktischer Erfahrung 
von  bestimmten  Erfordernissen  der  Weiterbildung  dispensiert  zu 
werden. Der  Antrag sei  am 6. März 2002 abgelehnt  worden und der 
Beschwerdeführer  habe  hiergegen  keine  Rechtsmittel  eingelegt.  Er 
könne  nicht  nachweisen,  seit  diesem Zeitpunkt  Weiterbildungen  ab-
solviert  zu haben, die für eine Gleichwertigkeitsprüfung relevant sein 
könnten.

4.6.1 Die  von  ihr  vorgebrachten  Umstände  hindern  die  Vorinstanz 
keineswegs,  über  die  Gleichwertigkeit  der  Weiterbildungen  zu  ent-
scheiden,  die der  Beschwerdeführer  vor diesem Zeitpunkt  absolviert 
hat. Insbesondere hat der FAMH nicht bereits ganz oder teilweise mit  
Rechtskraft  über  den  Streitgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens 
entschieden. Wie  bereits  dargelegt,  handelt  es  sich  beim FAMH um 
eine rein private Organisation, der keine hoheitlichen Befugnisse, ins-
besondere keine Rechtssetzungskompetenzen (vgl. E. 4.1 und 4.1.2) 
übertragen wurden. Der  FAMH stützte sich auf  sein eigenes Weiter-

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bildungsreglement, welches nach dem Gesagten nicht als öffentliches 
Recht  des  Bundes anzusehen ist  (vgl. E. 4.1.2). Es erscheint  schon 
aus  diesem Grund  zweifelhaft,  ob  die  Ablehnung  des  Gesuchs  des 
Beschwerdeführers  vom  6. März 2002  eine  der  Rechtskraft  fähige 
Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellt  (vgl. zum Verfügungs-
begriff   FELIX UHLMANN,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxis-
kommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009,  Art. 5 N 22 ff., 68 ff., und 
zur  Rechtskraft  einer  Verfügung  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 
2006,  Rz. 990 ff.). Jedenfalls  ist  aber  der  Streitgegenstand des vor-
liegenden  Verfahrens  nicht  mit  dem  Gegenstand  des  Gesuchs 
identisch,  über  welches  der  FAMH  seinerzeit  entschieden  hat. 
Während es vorliegend um die Anerkennung einer Weiterbildung geht, 
hatte  der  FAMH  im  Jahr  2002  darüber  entschieden,  ob  der  Be-
schwerdeführer  aufgrund  nachgewiesener  praktischer  Erfahrung  von 
bestimmten  Erfordernissen  eines  Weiterbildungsgangs  ausnahms-
weise  befreit  werden  und  ihm  unter  Anrechnung  dieser  Praxis-
erfahrung der FAMH-Titel verliehen werden kann.  Der FAMH musste 
sich  dabei  nicht  mit  der  Frage auseinandersetzen,  ob eine vom Be-
schwerdeführer absolvierte Weiterbildung mit einer Weiterbildung des 
FAMH gleichwertig  ist  und ob diesbezüglich Berufspraxis zu berück-
sichtigen ist. Die Vorinstanz kann somit durchaus mit entsprechender 
Begründung  von  den  Erwägungen  des  Entscheids  des  FAMH  ab-
weichen. 

4.6.2 Sofern  der  FAMH im Rahmen  seines  Entscheids  aber  bereits 
Feststellungen  getroffen  hat,  welche  für  die  Entscheidung  des  vor-
liegenden Rechtsstreits möglicherweise relevant sind, kann und muss 
die Vorinstanz allerdings die Einschätzung des FAMH als Beweismittel 
–  etwa  im  Sinne  einer  privaten  Expertise  –  heranziehen  und  im 
Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung entsprechend würdigen. Dies ist 
indessen  weder  in  der  angefochtenen  Verfügung  noch  während  des 
Rechtsmittelverfahrens  erfolgt.  Die  Vorinstanz  erwähnt  zwar  die  Ab-
lehnung des Antrags des Beschwerdeführers durch den FAMH, setzt 
sich  jedoch  ansonsten  nicht  mit  den  Erwägungen  des  FAMH  aus-
einander. Weder hat sie dargelegt, was die Gründe für die Ablehnung 
des Gesuchs durch den FAMH waren,  noch hat  sie  rechtsgenüglich 
begründet, weshalb sie der Einschätzung des FAMH folgt.

4.6.3 Im Ergebnis kann somit der Umstand, dass der FAMH im Jahr 
2002 ein Gesuch des Beschwerdeführers um Verleihung des Titels als 

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Spezialist  für  medizinisch-genetische  Analytik  abgelehnt  hat,  die 
Prüfung der Gleichwertigkeit der Weiterbildungstitel des Beschwerde-
führers  nicht  ersetzen.  Aus  dem Entscheid  des  FAMH  können  sich 
allenfalls  Anhaltspunkte  darüber  ergeben,  ob  die  Berufspraxis  des 
Beschwerdeführers  im  Hinblick  auf  das  Curriculum  des  Weiter-
bildungsgangs des FAMH für Spezialisten für medizinisch-genetische 
Analytik  relevant  ist.  Diesbezügliche  Ausführungen  fehlen  jedoch  im 
angefochtenen Entscheid.

5.
Insgesamt  lässt  sich  somit  festhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
mehrere  Weiterbildungen  abgeschlossen  und  hierfür  entsprechende 
Zertifikate  erhalten  hat.  Zudem kann  er  unbestritten  in  erheblichem 
Umfang  relevante  Praxiserfahrung,  Publikationen  sowie  Lehr-  und 
Forschungstätigkeiten nachweisen. Zumindest die Gleichwertigkeit der 
für  den  Abschluss  der  Postgraduierten-  und  Postdoktorandenaus-
bildungen  erworbenen  Diplome  in  experimenteller  Biologie  und  in 
Molekulargenetik  erscheint  in  fachlicher  Hinsicht  nicht  völlig  fern-
liegend. Allfällige Defizite einer ganz oder teilweise abgeschlossenen 
Weiterbildung können zudem bis zu einem gewissen Grad durch den 
Nachweis  praktischer  Erfahrung  ausgeglichen  werden.  Deshalb  be-
stand für  die Vorinstanz ein genügender Anlass zu prüfen,  ob diese 
Abschlüsse mit einem der in Art. 6 Abs. 1 GUMV genannten Weiter-
bildungstitel gleichwertig sind. 

5.1 Hierzu  hätte  sie  die  Weiterbildungsordnungen  der  vom  Be-
schwerdeführer  absolvierten  Weiterbildungsgänge  mit  der  Weiter-
bildungsordnung  der  FAMH  vergleichen  und  im  Rahmen  einer 
Gesamtwürdigung prüfen müssen, ob die vom Beschwerdeführer ab-
geschlossenen  Weiterbildungen  – gegebenenfalls  unter  Berück-
sichtigung  seiner  Praxiserfahrung  –  insgesamt  im  Hinblick  auf  die 
Dauer, den Inhalt und die Struktur mit der Weiterbildung als Spezialist  
für medizinisch-genetische Analytik vergleichbar sind. 

5.2 Indessen hat sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
auf  die  Feststellung beschränkt,  der  Beschwerdeführer  verfüge  über 
keinen  formellen  Weiterbildungstitel.  Mit  der  Frage,  ob  die  vom Be-
schwerdeführer abgeschlossenen Weiterbildungen und postgraduellen 
universitären  Lehrgänge  mit  der  Weiterbildung  zum Spezialisten  für 
medizinisch-genetische Analytik FAMH gleichwertig sind, hat sie sich 
jedoch überhaupt nicht  auseinandergesetzt. Sie hat  somit  von ihrem 

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Beurteilungsspielraum noch  nicht  einmal  ansatzweise  Gebrauch  ge-
macht.

5.3 Darin könnte zugleich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des 
Beschwerdeführers zu erblicken sein.

5.3.1 Gemäss  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
und Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 
Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits 
stellt  es  ein  persönlichkeitsbezogenes  Mitwirkungsrecht  beim Erlass 
eines  Entscheids  dar,  welcher  in  die  Rechtsstellung  des  Einzelnen 
eingreift (vgl. BGE 127 I 54 E. 2b, BGE 126 I 15 E. 2a/aa, BGE 122 I 
53 E. 4a, je mit weiteren Hinweisen). Der Umfang des rechtlichen Ge-
hörs  bestimmt  sich  bei  Verfahren  in  Bundesverwaltungssachen,  die 
durch Verfügung oder auf Beschwerde hin zu erledigen sind, nach den 
Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes (vgl. BGE 117 Ib 
481 E. 5a.aa,  mit  Hinweisen,  und  BGE 106  Ia  4  E. 2b.aa;  BERNHARD 
WALDMANN/JÖRG BICKEL,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxis-
kommentar  VwVG,  Zürich/Basel/Genf  2009,  Art. 29  N 50).  Art. 29 
VwVG bildet  die  Grundnorm der  Gehörsrechte,  die  in  weiteren  Vor-
schriften konkretisiert werden. Inhalt und Umfang des rechtlichen Ge-
hörs ergeben sich daher regelmässig erst aus den Bestimmungen zu 
den einzelnen Teilgehalten wie jene zur Prüfung der Parteivorbringen 
(Art. 32 VwVG) und zur Begründung der Verfügung (Art. 35 VwVG; vgl. 
WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 29 N 2). Unter der Marginalie "Prüfung der 
Parteivorbringen"  bestimmt  Art. 32  Abs. 1  VwVG,  dass  die  Behörde 
alle  erheblichen  und  rechtzeitigen  Vorbringen  der  Parteien  würdigt, 
bevor sie verfügt  (sog. Pflicht  zur Berücksichtigung). Als Korrelat zur 
behördlichen Berücksichtigungspflicht beinhaltet Art. 32 VwVG für die 
Betroffenen  einen  Anspruch  auf  Berücksichtigung  ihrer  Vorbringen 
(sog. Recht auf Berücksichtigung; vgl. WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 32 
N 1  ff.  mit  Hinweis  auf  BGE  99  V  188;  vgl.  dazu  auch  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998, N 325). Unter die behördliche Be-
rücksichtigungspflicht  fallen  zum  einen  die  sog.  Sachbehauptungen 
und eingereichten Beweismittel,  zum anderen die rechtlichen Partei-
vorbringen  wie  Rechtsbegehren,  Einwendungen  und  Einreden  (vgl. 
WALDMANN/BICKEL,  a.a.O.,  Art. 32  N 7).  Der  Anspruch  auf  Berück-
sichtigung gebietet, dass die Behörde die Vorbringen der Betroffenen 
auch  tatsächlich  hört,  sorgfältig  und  ernsthaft  prüft  und  in  der  Ent-

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scheidfindung  berücksichtigt  (vgl.  WALDMANN/BICKEL,  a.a.O.,  Art. 32  N 
18, mit Hinweis auf BGE 129 I 232 E. 3.2; BGE 112 Ia 107 E. 2b). Ob 
die  Behörde  ihrer  Berücksichtigungspflicht  im  Einzelfall  tatsächlich 
nachgekommen ist, d.h. sämtliche relevanten Vorbringen sorgfältig und 
ernsthaft  geprüft  hat,  lässt  sich  in  der  Praxis  kaum feststellen.  Als  
Surrogat  des  Berücksichtigungsanspruchs  fungiert  deshalb  der  An-
spruch  auf  hinreichende  Verfügungsbegründung  gemäss  Art. 35 
VwVG. Ob nämlich im konkreten Fall das Vorgehen der Behörde den 
Anforderungen von Art. 32 VwVG genügt,  lässt sich regelmässig nur 
anhand  der  Verfügungsbegründung  beurteilen  (vgl.  WALDMANN/BICKEL, 
a.a.O., Art. 32 N 21, mit Hinweis auf BGE 117 Ib 481 E. 6b/bb; PATRICK 
SUTTER,  in:   Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  VwVG,  Kommentar  zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, 
Art. 32 N 2). Die Begründung muss so abgefasst  sein,  dass der Be-
troffene sie gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist  nur 
möglich,  wenn sowohl  er  als  auch die Rechtsmittelinstanz sich  über 
die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn 
müssen  wenigstens  kurz  die  Überlegungen  genannt  werden,  von 
denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihre Verfügung 
stützt (vgl.  WALDMANN/BICKEL,  a.a.O., N 21, mit Hinweis auf BGE 129 I 
232  E.  3.2,  BGE  126  I  97  E.  2b,  BGE  112  Ia  107  E.  2b;  LORENZ 
KNEUBÜHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Art. 35 N 6 ff.).

5.3.2 Der  Beschwerdeführer  nimmt  in  seinem  Gesuch   vom 
19. Juni 2007 (Beilage 1 der Vorakten) ausdrücklich Bezug auf die von 
ihm erfolgreich absolvierten Lehrgänge und auf seine Praxiserfahrung. 
Dennoch  hat  sich  die  Vorinstanz  mit  der  Frage,  ob  diese  Weiter-
bildungen  –  allenfalls  unter  ergänzender  Berücksichtigung  seiner 
praktischen  Erfahrung  –  insgesamt  mit  einer  Weiterbildung  als 
Spezialist  für  medizinisch-genetische  Analytik  gleichwertig  sind, 
inhaltlich  nicht  auseinandergesetzt,  obwohl  sie  hierzu  in  Anbetracht 
der  Sach-  und  Rechtslage  verpflichtet  war  (vgl.  oben  E. 5  ff.).  Eine 
Stellungnahme des FAMH hat sie diesbezüglich nicht eingeholt und ihr 
offenbar vorliegende Erwägungen des FAMH, welche für eine allfällige 
Berücksichtigung  der  Praxiserfahrung  des  Beschwerdeführers  mög-
licherweise relevant sein könnten, nicht gewürdigt (vgl. oben E. 4.6.2). 
Weder  für  den  Beschwerdeführer  noch  für  das  Bundesverwaltungs-
gericht  ist  deshalb  nachvollziehbar,  aus  welchen  Gründen  die  Vor-
instanz  davon  ausgeht,  seine  Diplome  seien  nicht  als  vollwertige 
Weiterbildungstitel  zu  betrachten  und  die  von  ihm  absolvierten 
Weiterbildungsgänge  seien  von  vornherein  nicht  als  einer  Weiter-

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bildung  des  FAMH  gleichwertig  anzusehen.  Die  angefochtene  Ver-
fügung wird damit weder der Prüfungs- bzw. Berücksichtigungspflicht 
(Art. 32 VwVG) noch der Begründungspflicht (Art. 35 VwVG) gerecht. 
Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit gegeben.

5.3.3 Ausnahmsweise  kann  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs 
unter  bestimmten  engen  Voraussetzungen  im  Rechtsmittelverfahren 
geheilt  werden,  wenn  die  unterlassene  Verfahrenshandlung  im 
Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird und das rechtliche Gehör vom 
Betroffenen  nachträglich  voll  wahrgenommen  werden  kann  (vgl. 
WALDMANN/BICKEL,  a.a.O.,  Art. 29  N  108  ff.,  mit  Hinweisen).  Eine  Ver-
letzung  des  rechtlichen  Gehörs  kann  nur  geheilt  werden,  wenn  der 
Rechtsmittelbehörde dieselbe Kognition zukommt wie der Vorinstanz. 
Des Weiteren darf die Verletzung nicht zu schwer wiegen, um geheilt  
werden  zu können. Ausserdem ist  zu  berücksichtigen,  dass  die  von 
der Verletzung betroffene Partei  durch eine Heilung im Rechtsmittel -
verfahren eines Instanzenzugs verlustig geht. Bedarf die Sache einer 
schnellen  Erledigung,  beispielsweise  zur  Verhinderung  eines 
wachsenden  Schadens,  können  die  Anhörungsrechte  im  Rechts-
mittelverfahren  nachträglich  gewährt  werden.  Besteht  diese  Gefahr 
jedoch  nicht,  so  ist  die  Rechtssache in  der  Regel  mit  verbindlichen 
Weisungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Von einer Rückweisung 
der  Sache  zur  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  im  Sinne  einer 
Heilung des Mangels ist allerdings selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit 
die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu un-
nötigen  Verzögerungen  führen  würde,  die  mit  dem  gleichgestellten 
Interesse der  betroffenen  Partei  an  einer  beförderlichen  Beurteilung 
der  Sache  nicht  zu  vereinbaren  wären.  Ein  formalistischer  Leerlauf 
liegt insbesondere dann vor, wenn die Vorinstanz mit  grösster Wahr-
scheinlichkeit nach erneuter Wahrung der Gehörsrechte wieder gleich 
entscheiden  würde  (vgl.  zu  alldem  die  Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  B-7107/2009  vom  15. Februar 2010,  E. 4.2.1  und 
B-2705/2010  vom  28. September 2010,  E. 3.4 f.;  jeweils  mit  Hin-
weisen).

Die Vorinstanz hat sich mit dem Begehren des Beschwerdeführers in 
materieller  Hinsicht  überhaupt  nicht  auseinandergesetzt,  was  als 
schwerwiegende  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  einzustufen  ist. 
Hinzu kommt,  dass die Vorinstanz über  einen Beurteilungsspielraum 
verfügt, in welchen einzugreifen nicht Sache des Bundesverwaltungs-

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gerichts ist. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Beurteilungsspiel -
raum  der  Vorinstanz  zu  respektieren  und  kann  seine  Erwägungen 
daher insoweit nicht an die Stelle der fehlenden Begründung der Vor-
instanz  setzen  (vgl.  nachfolgend  E. 6).  Da  der  Vorinstanz  somit  die 
Gelegenheit zu geben ist, von ihrem Beurteilungsspielraum Gebrauch 
zu machen, würde eine Rückweisung der Streitsache nicht zu einem 
formalistischen  Leerlauf  führen. Die  Vorinstanz  hat  ihren  Entscheid 
auch  im  Rechtsmittelverfahren  nicht  nachvollziehbar  begründet.  Die 
versäumte  Verfahrenshandlung  wurde  daher  nicht  nachgeholt  und 
kann auch durch den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts nicht 
ersetzt  werden. Eine Heilung der  Verletzung des rechtlichen Gehörs 
kommt folglich nicht in Betracht.

6.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  somit  als  rechtsfehlerhaft 
und ist  aufzuheben. Fraglich  ist  aber,  ob insofern  kassatorisch oder 
reformatorisch zu entscheiden ist. Hebt das Bundesverwaltungsgericht 
eine  rechtsfehlerhafte  Verfügung  auf,  entscheidet  es  in  der  Sache 
selbst oder weist diese ausnahmsweise mit  verbindlichen Weisungen 
an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Als reformatorisches 
Rechtsmittel  gestattet  die  Beschwerde der  Rechtsmittelinstanz,  über 
die  Kassation  hinaus  in  der  Sache  selbst  abschliessend  zu  ent-
scheiden,  also  das  streitige  Rechtsverhältnis  zu  regeln.  Damit  wird 
prozessökonomisch das Verfahren abgekürzt,  indem sich nicht noch-
mals die Vorinstanz und allenfalls erneut  die Rechtsmittelinstanz mit 
der Sache befassen müssen. Wenn es um Fragen geht, die besondere 
Sachkenntnis  erfordern  oder  wenn  weitere  Tatsachen  festzustellen 
sind, ist es jedoch in der Regel nicht Sache des Bundesverwaltungs-
gerichts,  als  erste  Instanz  in  einem Fachbereich  zu  entscheiden,  in 
dem  ein  erheblicher  Beurteilungsspielraum  der  fachkundigeren  Vor-
instanz  zu  respektieren  ist  (vgl.  BGE 131  V  407  E. 2.1.1;  PHILIPPE 
WEISSENBERGER in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger 
[Hrsg.],  Zürich  2009,  Art. 61  N 15 ff.  sowie  FRITZ GYGI,  Bundesver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 232 f, mit weiteren Hin-
weisen). Diese Konstellation ist im vorliegenden Fall gegeben, da die 
Vorinstanz bei der Prüfung der Gleichwertigkeit der Weiterbildungstitel 
einen  Beurteilungsspielraum  hat  (vgl.  oben  E. 3.2).  Es  ist  in  erster 
Linie  Sache  der  Vorinstanz  abzuwägen,  ob  der  Inhalt  der  vom Be-
schwerdeführer absolvierten Weiterbildungen mit der Weiterbildung als 
Spezialist  für  medizinisch-genetische Analytik  FAMH vergleichbar  ist 
und  ob  seine  Berufserfahrung  berücksichtigt  werden  kann,  um  all-

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fällige Lücken  seiner Weiterbildung zu schliessen. Hinzu kommt, dass, 
wie  ausgeführt,  die  Vorinstanz  ihrer  Begründungspflicht  nur  un-
genügend  nachgekommen  ist  (vgl.  oben  E. 5.3.2).  Da  sich  das 
Bundesverwaltungsgericht  bei  einer  allfälligen  Würdigung  demnach 
nicht auf eine umfassende Begründung bzw. Evaluation des Gesuchs 
durch  die  Vorinstanz stützen könnte,  kann ein  Sachentscheid  schon 
aufgrund  mangelnder  Entscheidgrundlagen  nicht  gefällt  werden. Die 
Vorinstanz  hat  weder  in  der  angefochtenen  Verfügung  noch  in  ihrer 
Vernehmlassung  vom  23. Dezember 2009  Ausführungen  gemacht, 
welche  dem  Bundesverwaltungsgericht  als  Grundlage  für  eine 
reformatorische  Entscheidung  dienen  könnten.  Somit  erscheint  es 
auch unter Berücksichtigung verfahrensökonomischer Gesichtspunkte 
gerechtfertigt,  kassatorisch zu entscheiden,  damit  die Vorinstanz die 
Möglichkeit  hat,  umfassend  von  ihrem  Beurteilungsspielraum  Ge-
brauch zu machen.

7.
Zusammenfassend  ergibt  sich  somit,  dass  die  Beschwerde 
kassatorisch gutzuheissen und die Streitsache an die Vorinstanz als 
zuständige  Fach-  und  Verfügungsinstanz  zurückzuweisen  ist,  damit 
diese die Sache  gestützt auf das massgebende Recht  unter dem zu-
treffenden rechtlichen Blickwinkel überprüfe und alsdann erneut über 
das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  entscheide  (Art. 61  Abs. 1 
VwVG).  Damit  ist  indessen  nichts  über  die  materiellen  Erfolgsaus-
sichten des zu beurteilenden Gesuchs gesagt. Wie bereits dargelegt 
(vgl. E. 4.3.4), kann vorliegend auch dahinstehen, in welchem Umfang 
die praktische und fachliche Erfahrung des Beschwerdeführers, die er 
ausserhalb  seiner  Weiterbildung erworben hat,  bei  der  Anerkennung 
seiner Weiterbildungen berücksichtigt werden kann. Diese Fragen sind 
von der Vorinstanz in einer neu zu erlassenden Verfügung im Rahmen 
der  Gleichwertigkeitsprüfung  nach  Art. 6  Abs. 3  S. 1  GUMV  zu  be-
urteilen.

8.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  gilt  der  Beschwerdeführer  als 
obsiegende  Partei.  Die  Verfahrenskosten  sind  in  der  Regel  von  der 
unterliegenden  Partei  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Keine  Ver-
fahrenskosten werden Vorinstanzen auferlegt  (Art. 63  Abs. 2 VwVG). 
Somit sind keine Verfahrenskosten zu erheben. Der vom Beschwerde-
führer  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 1'000.– ist  ihm  zurückzu-
erstatten.

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9.
Obsiegende  Parteien  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung 
für  die  ihnen  erwachsenen  notwendigen  Kosten  (Art. 7  Abs. 1  des 
Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Die 
Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige 
weitere  notwendige  Auslagen  der  Partei  (Art. 8  VGKE).  Der  Be-
schwerdeführer ist im vorliegenden Verfahren anwaltlich vertreten. Ihm 
ist  daher  eine  Parteientschädigung  für  die  ihm  entstandenen  not-
wendigen  Kosten  zuzusprechen.  Da  der  Rechtsvertreter  keine 
Kostennote eingereicht hat, ist  die Parteientschädigung aufgrund der 
Akten  festzusetzen  (Art. 14  Abs. 2  Satz 2  VGKE).  Eine  Parteient-
schädigung in  der  Höhe von Fr. 5'000.– (inkl. MWST und Auslagen) 
erscheint als angemessen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 29. September 2009  wird  aufgehoben. Die  Streitsache  wird  zur 
Neubeurteilung  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2.
Es werden keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– nach Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.– 
(inkl. MWST) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-
formular);

- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stephan Breitenmoser Michael Barnikol

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tage  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 11. November 2010

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