# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dda17b34-587e-500c-9de0-eaa67b30cda9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.06.2014 200 2013 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-14_2014-06-20.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 18. Dezember 2014 abgewiesen (9C_603/2014).

200 13 14 BV
SCP/ABE/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Juni 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Advokaten B.________ und X.________
Klägerin

gegen

Vorsorgestiftung VSAO
Kollerweg 32, Postfach 389, 3000 Bern 6
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beklagte

betreffend Klage vom 10. Januar 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2014, BV/13/14, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1949 geborene, … Staatsangehörige Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________, war von August bis Oktober 2001 bei der Klinik E.________ 
als … angestellt. Er war bei der der Vorsorgestiftung VSAO (VSAO bzw. 
Beklagte) berufsvorsorgeversichert (Antwortbeilage [act. II] 2, S. 8; act. II 5 
f.). Per 1. November 2001 (Dienstaustritt) übertrug die VSAO die Freizügig-
keitsleistung auf ein bei ihr geführtes Freizügigkeitskonto (act. II 2, S. 9).

Am x. Januar 2003 schloss Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, in 
… die Ehe mit der 1962 geborenen, … Staatsangehörigen A.________, 
vormals Y.________ (Klagebeilage [act. I und IA] act. I 5; act. II 11). 

Am xx. Januar 2003 meldete sich Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________, bei der Einwohnergemeinde ab (act. II 13). Gleichentags stell-
te er bei der VSAO ein Gesuch um Barauszahlung der Freizügigkeitsleis-
tung infolge Wegzugs ins Ausland (act. II 12). Ebenfalls am xx. Januar 
2003 wurde ihm von der VSAO ein Check über Fr. 81‘251.35 ausgestellt 
(act. II 18); die Auszahlung erfolgte am xx. Januar 2003 (act. II 19 f.).

Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, verstarb am x. Februar 2003 
in … (act. I 1). Jahre später machte A.________ gegenüber der VSAO Hin-
terbliebenenansprüche geltend; jene verneinte ihre Leistungspflicht mit 
Schreiben vom 5. September 2011 (act. II 23 ff.).

B. 

Am 10. Januar 2013 erhob A.________ (Klägerin), vertreten durch die Ad-
vokaten B.________ und X.________, Klage gegen die VSAO mit folgen-
den Rechtsbegehren: 

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin rückwirkend ab 1. März 2003 eine 
Ehegattenrente zuzüglich Zins zu 5% seit Klageeinreichung zu bezahlen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2014, BV/13/14, Seite 3

2. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Fr. 110‘000.-- (am x. 
Februar 2003 vorhandenes Freizügigkeitskapital ihres verstorbenen Eheman-
nes) zuzüglich Zins zu 5% seit Klageeinreichung zu bezahlen.

3. Unter o/e Kostenfolge.

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, der verstorbene 
Ehemann der Klägerin habe bei Anstellungsunterbrüchen immer eine Stel-
lenunterbruchsversicherung bei der Beklagten abgeschlossen. Auch nach 
dem Dienstaustritt Ende Oktober 2001 habe er die Risikoversicherung im 
Rahmen einer Stellenunterbruchsversicherung weiterführen wollen; damit 
stehe der Klägerin eine Ehegattenrente zu. Zur Begründung des Eventual-
antrags wird ausgeführt, die Auszahlung der Freizügigkeitsleistung sei 
rechtswidrig gewesen, weil die Klägerin nicht um Zustimmung ersucht wor-
den sei (S. 6). Indem die Beklagte trotz des „offenkundigen Bestehens ei-
ner Ehe“ auf die Unterschrift der Klägerin verzichtet habe, habe sie ihre 
Sorgfaltspflicht grob verletzt und sei deshalb schadenersatzpflichtig (S. 9). 

Mit Klageantwort vom 25. März 2013 beantragt die Beklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt C.________, die kostenfällige Abweisung der Klage. 
Zum einen bestreitet die Beklagte, dass das Vorsorgeverhältnis zwischen 
ihr und Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, im Zeitpunkt des To-
des noch bestanden hat; insbesondere sei keine Unterbruchsversicherung 
abgeschlossen worden (S. 4 f.). Zum anderen wird geltend gemacht, die 
Klägerin habe das Freizügigkeitsguthaben ihres verstorbenen Ehemannes 
mit dessen Einverständnis im Januar 2003 „einkassiert“; der Check sei 
durch Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, an die Klägerin über-
tragen worden (S. 9). Sodann seien weder die Beklagte noch die schweize-
rischen Behörden über die (Wieder-)Verheiratung am x. Januar 2003 in 
Kenntnis gesetzt worden (S. 6); vielmehr habe der Ehemann die Beklagte 
über den Zivilstand getäuscht (S. 14).

Aufforderungsgemäss nahm die Klägerin in der Replik vom 4. Juli 2013 
Stellung zur Klageantwort. Zudem stellt sie diverse Beweisanträge: die Be-
klagte sei zu verpflichten, Unterlagen einzureichen und Parameter ihres 
elektronischen Verwaltungssystems zu erläutern. In materieller Hinsicht 
wird bestritten, dass die Klägerin den Check für sich selbst oder zuhanden 
ihres Ehemannes „einkassiert“ habe; das Geld sei ihrem Ehemann aus-
gehändigt worden (S. 14 f.).

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Am 21. November 2013 ersuchte der Instruktionsrichter die Klinik 
E.________ um Zustellung von Unterlagen und Beantwortung von Fragen. 
Gleichentags orientierte er die Parteien über die Beweiserhebung. Zudem 
gab der Instruktionsrichter ihnen vorläufige Überlegungen zur Sach- und 
Rechtslage bekannt und forderte sie auf, weitere Unterlagen einzureichen 
sowie Auskünfte zu erteilen. Soweit den Beweisanträgen der Klägerin da-
mit nicht entsprochen wurde, wies der Instruktionsrichter jene ab (prozess-
leitende Verfügung vom 21. November 2013).

Am 3. Dezember 2013 reichte die Beklagte die verlangten Unterlagen ein 
(act. II 39 ff.) und beantwortete die gestellten Fragen.

Mit Schreiben vom 10. Dezember 2013 ersuchte der Instruktionsrichter das 
Bundesamt für Migration (BFM) um Auskünfte betreffend den Aufenthaltss-
tatus und den registrierten Zivilstand des Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________. Dem kam das BFM am 12. Dezember 2013 nach. 

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 10. Dezember 
2013) reichte die Beklagte am 19. Dezember 2013 diverse „Vergleichs-
dokumente“ ein (act. II 41 ff.). 

Am 23. Januar 2014 stellte die Klinik E.________ das Personaldossier von 
Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, zu (in den Gerichtsakten).

Von der gewährten Gelegenheit zu Schlussbemerkungen machten beide 
Parteien Gebrauch. Die Beklagte beantragt mit Eingabe vom 28. Januar 
2014 nach wie vor die Klageabweisung; ausserdem seien allfällige Ge-
richtskosten der Klägerin aufzuerlegen und jene sei zu verurteilen, der Be-
klagten die Anwaltskosten zu ersetzen. Die Klägerin erneuerte am 13. März 
2014 die gestellten Beweisanträge. Am 14. März 2014 wurden die 
Schlussbemerkungen wechselseitig ausgetauscht; gleichzeitig verfügte der 
Instruktionsrichter, dass kein weiteres Beweisverfahren durchgeführt wer-
de.

Am 25. März 2014 ging dem Gericht ein Schreiben der Staatsanwaltschaft 
des Kantons Bern betreffend ein Strafverfahren gegen den Rechtsvertreter 
der Beklagten wegen Ehrverletzung zum Nachteil der Klägerin zu. Glei-

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chentags liess der Instruktionsrichter dem Staatsanwalt Auszugskopien aus 
dem Gerichtsdossier zukommen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 10. Januar 2013 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die 
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 
1982 [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes über 
die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21] und 
Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 [GSOG; 
BSG 161.1]). Die Beklagte hat Sitz in Bern, womit das angerufene Gericht 
zur Behandlung der Klage auch örtlich zuständig ist (Art. 73 Abs. 3 BVG). 
Auf die formgerechte (Art. 32 VRPG) Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Klägerin gegenüber der 
Beklagten auf Ausrichtung einer Witwenrente seit März 2003 zuzüglich Zins 
und eventualiter der Anspruch auf (nochmalige) Auszahlung des Freizügig-
keitskapitals ihres verstorbenen Ehemannes.

1.3 Aufgrund des im Recht der beruflichen Vorsorge auf kantonaler 
Ebene vorgeschriebenen Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand 
einzig aus den Rechtsbegehren der Klage. Innerhalb des Streitgegenstan-
des ist das Gericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxime nicht an die 
Begehren der Parteien gebunden (BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26; vgl. Art. 92 
Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220). Die 
Klägerin gründet ihre Ansprüche im Wesentlichen auf Sachverhalte, die 
sich in den Jahren 2001 (Arbeitsverhältnis Klinik E.________) und 2003 
(Auszahlung Austrittsleistung; Hinschied Ehemann) zugetragen haben. 
Somit sind die zu jenen Zeiten geltenden materiellrechtlichen Bestimmun-
gen anwendbar.

2.2 Ein Anspruch auf Hinterlassenenleistungen besteht u.a., wenn der 
Verstorbene im Zeitpunkt des Todes versichert war (Art. 18 lit. a BVG [in 
der seit 1. Januar 2003 gültigen Fassung]).

2.2.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 BVG (in der bis 31. Dezember 2004 gültig 
gewesenen Fassung) hat die Witwe Anspruch auf eine Witwenrente, wenn 
sie beim Tod des Ehegatten für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder 
aufkommen muss (lit. a) oder das 45. Altersjahr zurückgelegt hat und die 
Ehe mindestens fünf Jahre gedauert hat (lit. b). Nach Abs. 2 dieser Be-
stimmung hat die Witwe Anspruch auf eine einmalige Abfindung in Höhe 
von drei Jahresrenten, wenn sie keine dieser Voraussetzungen erfüllt.

2.2.2 Ziff. 5.3.2.1 des Reglements der Beklagten (in der vom 1. Januar bis 
31. Dezember 2001 gültig gewesenen und – aufgrund des zuletzt im Jahr 
2001 bestandenen Arbeitsverhältnisses – vorliegend anwendbaren Fas-
sung [act. II 40; vgl. act. II 7, Ziff. 9.3 sowie prozessleitende Verfügung vom 
21. November 2013, Ziff. 5. b]) lautet wie folgt: 

Ehegattenrenten vor Erreichen des Rücktrittsalters

Stirbt eine verheiratete versicherte Person, so hat der überlebende Ehe-
gatte, unabhängig von Alter, Ehedauer und Zahl der Kinder, Anspruch auf 
eine Rente ab dem Monatsersten nach dem Todestag, frühestens jedoch 
nach Beendigung der Lohnfortzahlung der versicherten Person. Die Rente 
wird ausbezahlt bis zum Ende des Monats, in dessen Verlauf der überle-
bende Ehegatte stirbt oder wieder heiratet. Die Höhe der Rente beträgt 
maximal 40 % des versicherten Lohnes.

Der überlebende Ehegatte verliert den Rentenanspruch, falls er sich wie-
der verheiratet. In diesem Fall erhält er eine einmalige Abfindung in der 

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Höhe von drei Jahresrenten. Mit der Auszahlung der Abfindung erlöschen 
sämtliche Ansprüche gegenüber der Stiftung.

2.3 Versicherte, welche die Vorsorgeeinrichtung verlassen, bevor ein 
Vorsorgefall eintritt (Freizügigkeitsfall), haben Anspruch auf eine Austritts-
leistung (Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit in der 
beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 17. De-
zember 1993 [FZG; SR 831.42]; vgl. Ziff. 5.5 des Reglements [act. II 40]).

2.3.1 Gemäss Art. 5 Abs. 1 FZG (in der vom 1. Juni 2002 bis 31. Dezem-
ber 2004 gültig gewesenen Fassung) können Versicherte die Barauszah-
lung der Austrittsleistung verlangen, wenn sie die Schweiz endgültig ver-
lassen (lit. a), eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und der obli-
gatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstehen (lit. b) oder die 
Austrittsleistung weniger als ihr Jahresbeitrag beträgt (lit. c). Nach Abs. 2 
dieser Bestimmung ist die Barauszahlung an verheiratete Anspruchsbe-
rechtigte nur zulässig, wenn der Ehegatte schriftlich zustimmt. Kann die 
Zustimmung nicht eingeholt werden oder wird sie ohne triftigen Grund ver-
weigert, so kann das Gericht angerufen werden (Abs. 3).

2.3.2 Ziff. 5.5.3 des Reglements der Beklagten (act. II 40) statuiert – mit 
weitestgehend identischem Wortlaut wie Art. 5 Abs. 1 und 2 FZG (in der 
vom 1. Juni 2002 bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung; vgl. 
E. 2.3.1 hiervor) – die gleichen Barauszahlungsvoraussetzungen wie die 
gesetzlich vorgesehenen. 

3.

Ein Anspruch auf Hinterlassenenleistungen (Ehegattenrente) setzt voraus, 
dass der verstorbene Ehemann der Klägerin im Zeitpunkt seines Todes 
(x. Februar 2003 [act. I 1]) bei der Beklagten versichert war (E. 2.2 hiervor). 
Damit ist vorab zu prüfen, ob im massgebenden Zeitpunkt ein Versiche-
rungsverhältnis vorlag. 

Unbestritten ist, dass Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, am 
x. Februar 2003 in der Schweiz in keinem Arbeitsverhältnis stand. Weiter 
ist unbestritten, dass er bis 31. Oktober 2001 (Dienstaustritt Klinik 

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E.________ [act. II 6]) – bei der Beklagten berufsvorsorgeversichert war 
resp. dass für die Risiken Tod und Invalidität bis Ende November 2001 
Versicherungsdeckung bestand (Art. 10 Abs. 3 BVG). Hingegen bestehen 
unterschiedliche Auffassungen darüber, ob im Anschluss an den Austritt 
aus der Klinik E.________ eine sog. Stellenunterbruchsversicherung abge-
schlossen worden ist. Während die Klägerin zumindest eine entsprechende 
Antragstellung geltend macht, bestreitet die Beklagte, dass Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, einen Antrag gestellt hatte resp. dass 
ein Versicherungsvertrag abgeschlossen worden war. 

3.1 Die Stellenunterbruchsversicherung bezweckt die Risikoversiche-
rung für bei der Beklagten versicherte Personen, die für eine beschränkte 
Zeit die Aufnahmebedingungen nicht mehr (vollständig) erfüllen (vgl. Ziff. 
6.1 des Reglements [act. II 40]).

Dem (undatierten) „Merkblatt Unterbruchsversicherung“ (act. II 8) ist u.a. 
Folgendes zu entnehmen: 

Zweck

Die Unterbruchsversicherung bezweckt die Risikoversicherung für die bei 
der Stiftung versicherten Personen unter 50 Jahren, welche für eine be-
schränkte Zeit die Aufnahmebedingungen bei der Stiftung nicht mehr oder 
nicht mehr vollständig erfüllen. Der Abschluss dieser Versicherung ist frei-
willig.

Beginn und Dauer der Versicherung

Die Unterbruchsversicherung beginnt einen Tag nach Arbeitsvertragsende 
und kann für längstens zwei Jahre abgeschlossen werden. Aufnahmean-
träge, eingereicht zwei Monate oder später nach Arbeitsvertragsende, 
werden nicht mehr behandelt. Eine rückwirkende Aufnahme ist ausge-
schlossen.

[…] 

3.2 Da die Klägerin aus dem Abschluss einer Stellenunterbruchsversi-
cherung Rechte ableitet, ist sie hierfür beweisbelastet (vgl. BGE 121 V 204 
E. 6a S. 208). Den Beweis will sie mit dem angeblich für ihren Ehegatten 
„typischen Häkchen“ (Klage, S. 10) auf der Dienstaustrittsmeldung vom 
4. Januar 2002 (act. II 6) erbringen. Auf diesem Austrittsformular ist auf den 
von den Parteien eingereichten Exemplaren links neben dem Ankreuzfeld 
bei Ziffer 3 („Die Risikoversicherung wird im Rahmen einer Stellenunter-
bruchsversicherung auf eigene Rechnung weitergeführt. Das entsprechen-

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de Formular wird Ihnen zugestellt“) ein handschriftliches Zeichen „SS“ an-
gebracht (act. I 13; act. II 6, 39). Die Klägerin macht unter Verweis auf die 
von ihr eingereichten „Schriftproben“ (act. I 17) geltend, das fragliche Zei-
chen sei ein für ihren verstorbenen Ehemann typisch gewesenes
Häkchen mit der Bedeutung „Soll Sein“ (Replik, S. 8). 

Demgegenüber führte die Beklagte aus, der entsprechende Randvermerk 
stamme nicht von Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, sondern sei 
das interne Kürzel einer ihrer Sachbearbeiterinnen (Klageantwort, S. 5). 
Auf Aufforderung hin (prozessleitende Verfügung vom 21. November 2013) 
gab die Beklagte sodann bekannt, das Kürzel „SS“ sei der damals für die 
Unterbruchsversicherungen zuständig gewesenen Sachbearbeiterin 
F.________ zugeordnet gewesen (Eingabe vom 3. Dezember 2013).

3.2.1 Nachdem der Instruktionsrichter erwogen hatte, dass es ohne weite-
res möglich sein sollte, den von der Beklagten geltend gemachten Sach-
verhalt („SS“ als interner Weiterleitungsvermerk) mit „Vergleichs-
dokumenten“ zu untermauern (prozessleitende Verfügung vom 10. Dezem-
ber 2013), reichte die Beklagte am 19. Dezember 2013 diverse 
Dienstaustrittsmeldungen (jeweils im Original) betreffend andere Versicher-
te ins Recht (act. II 41 ff.). Auch jene Austrittsformulare enthalten allesamt 
exakt denselben Randvermerk „SS“. Keines dieser Vergleichsdokumente 
befand sich jedoch je im Herrschaftsbereich des Dr. med. D.________ sel., 
geb. Z.________; vielmehr gingen die fraglichen Austrittsformulare jeweils 
vom Arbeitgeber (Spital o.ä.) der versicherten Personen an die Beklagte. 
Damit ist belegt, dass der umstrittene Randvermerk „SS“ nicht von Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, stammt. Erstellt ist zudem, dass dieser 
Randvermerk – entsprechend der Sachverhaltsdarstellung der Beklagten – 
zur Weiterleitung der Dienstaustrittsmeldung an die für diese Stellenunter-
bruchsversicherung zuständig gewesene Sachbearbeiterin der Beklagten 
diente. Denn auf dem Exemplar der Dienstaustrittsmeldung vom 4. Januar 
2002, welches sich im von der Klinik E.________ zugestellten Personal-
dossier von Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, befindet (in den 
Gerichtsakten), ist (noch) kein solcher Vermerk „SS“ angebracht. 

Die Behauptung der Klägerin, beim Vermerk „SS“ handle es sich um ein für 
ihren verstorbenen Ehemann typisch gewesenes Häkchen bzw. er habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2014, BV/13/14, Seite 10

damit eine Willensäusserung zum Abschluss einer Unterbruchsversiche-
rung bekundet, ist damit widerlegt.

3.2.2 Lediglich der Vollständigkeit halber ist nachfolgend aufzuzeigen, 
dass das von der Klägerin erfundene Beweiskonstrukt auch aus anderen 
Gründen nicht verfängt:

Die ins Recht gelegten „Schriftproben“ (act. I 17) ihres verstorbenen Ehe-
mannes resp. die geltend gemachten typografischen Merkmale im Schrift-
bild („ein S mit Strich drüber + drunter“ [act. I 17, 2. Seite]) vermögen nicht 
zu belegen, dass die Buchstabenfolge „SS“ von Dr. med. D.________ sel., 
geb. Z.________, gewohnheitsmässig an Stelle eines Häkchens oder An-
kreuzzeichens verwendet worden sein soll. Denn die Unterlagen enthalten 
kein einziges Anschauungsbeispiel für die Verwendung des Zeichens „SS“ 
als Häkchen. Abgesehen davon geht aus den edierten Akten der Klinik 
E.________ hervor, dass Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, den 
Buchstaben „S“ – entgegen den Ausführungen der Klägerin – ohne soge-
nannte Serifen (Ausläufe, Abschlussstriche) verwendet hatte (vgl. z.B. … 
[Personalbogen Klinik E.________; in den Gerichtsakten]).

Dass Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, Prämien für eine Unter-
bruchsversicherung bezahlt oder eine entsprechende Police erhalten hätte, 
ist nicht aktenkundig. Entsprechendes vermag die Klägerin auch nicht mit 
dem hier erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(BGE 126 V 353 E. 5b S. 360) darzulegen. Insbesondere ihre Ausführun-
gen in der Eingabe vom 4. Juli 2013, wonach „denkbar“ sei, dass die Prä-
mien vom Kapitalertrag bezahlt resp. damit verrechnet worden seien (S. 7), 
erfüllen die beweisrechtlichen Anforderungen nicht. Vielmehr geht aus den 
Klagebeilagen hervor, dass ab dem 31. Oktober 2001 (Austritt Klinik 
E.________) keine (Risiko-)Beiträge mehr geleistet worden waren (act. I 4). 
Ausserdem erhielt Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, per 1. No-
vember 2001 einen neuen Versicherungsausweis, woraus klar ersichtlich 
ist, dass die Freizügigkeitsleistung nach dem Dienstaustritt auf einem Frei-
zügigkeitskonto parkiert wurde (act. II 2, S. 9).

Schliesslich setzt eine Barauszahlung des Freizügigkeitskapitals das Aus-
scheiden aus der Beklagten voraus (Ziff. 5.5 Reglement [act. II 40]; vgl. 

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auch act. II 22, Ziff. 6.4). Mit der Auszahlung im Januar 2003 (act. II 19) 
hätte somit im Todeszeitpunkt (x. Februar 2003) – selbst bei Annahme ei-
ner zuvor abgeschlossenen Risikoversicherung – kein Versicherungsschutz 
mehr bestanden. 

Die weiteren Vorbringen der Klägerin ändern daran nichts. Insbesondere 
kann aus dem technischen Ausweis vom 7. Januar 2002 (act. II 10, S. 2 
[„Mutationsart: 73 Austritt Transfer“]) nicht geschlossen werden, es sei 
nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (31. Oktober 2001) ein Eintritt in 
die Unterbruchsversicherung erfolgt (Replik, S. 2). Nicht stichhaltig sind 
ferner die von ihr geäusserten Vermutungen betreffend eine nachträgliche 
Abänderung von Dokumenten durch die Beklagte (Replik, S. 2 f.).

Auch was die Klägerin im Rahmen der Schlussbemerkungen vorträgt, ist 
unbehelflich. Denn selbst wenn die – im Klageverfahren unbewiesen ge-
bliebene (vgl. Schlussbemerkungen der Beklagten, S. 3) – Behauptung 
betreffend den Abschluss einer Unterbruchsversicherung im Jahr 1996 (vgl. 
act. IA 1) zuträfe, wäre eine solche mit dem erneuten Eintritt in ein aktives 
Versicherungsverhältnis (vgl. act. II 2) dahingefallen. Insoweit war auch 
ihrem Beweisantrag (Schlussbemerkungen vom 13. März 2013, Ziff. 1) 
nicht weiter nachzukommen. Sie geht überdies auch fehl in der Annahme, 
es müsse ein möglicher Versicherungsabschluss mit Sicherheit ausge-
schlossen werden können, trägt doch sie die Folgen der Beweislosigkeit 
(vgl. E. 3.2 hiervor; BGE 138 V 218 E. 6 S. 222).

3.2.3 Nach dem Dargelegten ist nicht erstellt, dass Dr. med. D.________ 
sel., geb. Z.________, im Zeitpunkt seines Todes (x. Februar 2003) bei der 
Beklagten (risiko-)versichert war. Die Hauptvoraussetzung für eine Ausrich-
tung einer Witwenrente (vgl. Ziff. 5.3.2 des Reglements [act. II 40]) ist damit 
nicht erfüllt.

Unter diesen Umständen braucht nicht näher geprüft zu werden, wie es 
sich mit dem (undatierten) „Merkblatt Unterbruchsversicherung“ (act. II 8) 
verhält, das im Vergleich zur massgebenden Bestimmung des hier an-
wendbaren Reglements (act. II 40) zusätzliche (formelle und materielle) 
Voraussetzungen für den Abschluss einer Stellenunterbruchsversicherung 
stipuliert, die im vorliegenden Fall (ebenfalls) nicht erfüllt gewesen wären 

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(Einreichung des Aufnahmeantrages spätestens 2 Monate nach Arbeitsver-
tragesende [vgl. aber act. II 13]; Alter unter 50 Jahren [vgl. aber act. I 6]).

3.3 Mangels erstellter Versicherteneigenschaft von Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, am x. Februar 2003 hat die Klägerin 
keinen Anspruch auf Rentenleistungen durch die Beklagte. Ihr Hauptbe-
gehren ist abzuweisen. 

4.

Zu prüfen bleibt das Eventualbegehren auf nochmalige Auszahlung des 
Freizügigkeitskapitals des verstorbenen Ehemannes der Klägerin. 

4.1 Dass die schriftliche Zustimmung des Ehegatten ein Formerforder-
nis für die Barauszahlung der Austrittsleistung an verheiratete Versicherte 
darstellt, ist zu Recht unstreitig (vgl. E. 2.3.1 f. hiervor). Ebenso unbestritten 
ist, dass auch die Barauszahlung von einem Freizügigkeitskonto der schrift-
lichen Zustimmung des Ehegatten bedarf (Art. 14 der Verordnung über die 
Freizügigkeit in der beruflichen Alters- Hinterlassenen- und Invalidenvor-
sorge vom 3. Oktober 1994 [FZV; SR 831.425] i.V.m. Art. 5 FZG). Ferner 
steht fest, dass hier – im Vorfeld der Checkausstellung durch die Beklagte 
(act. II 18) – keine schriftliche Zustimmung der Klägerin vorlag. Dissens 
besteht hinsichtlich der Frage, ob die während der Ehe erfolgte Barauszah-
lung der Freizügigkeitsleistung des Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________, rechtmässig war.

4.2 Die Folgen einer unrechtmässig geleisteten Barauszahlung sind im 
Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Nach der Rechtsprechung kann die 
Vorsorgeeinrichtung im Falle von Art. 5 Abs. 2 FZG der trotz Fehlens einer 
Zustimmung mit befreiender Wirkung leisten, sofern sie nachweist, dass sie 
kein Verschulden trägt; andernfalls riskiert sie, dem geschädigten Ehegat-
ten ein zweites Mal leisten zu müssen (BGE 133 V 205 E. 4.3 S. 209, 130 
V 103 E. 3.2 S. 108; vgl. THOMAS GEISER/CHRISTOPH SENTI in SCHNEI-
DER/GEISER/GÄCHTER [Hrsg.], Handkommentar zum BVG und FZG, 2010, 
Art. 5 FZG N. 56 ff.; ALAIN SIEGFRIED/SUAT SERT, Das Erfordernis der Zu-
stimmung zur Auszahlung von Vorsorgeleistungen aus der beruflichen Vor-

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sorge und der Säule 3a, HAVE 2008, S. 16 f.; Mitteilungen des Bundesam-
tes für Sozialversicherungen [BSV] über die berufliche Vorsorge Nr. 74 vom 
30. April 2004, Ziff. 441).

4.3 Die Beklagte macht geltend, sie habe vom Bestehen der Ehe zwi-
schen Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, und der Klägerin keine 
Kenntnis gehabt. Vielmehr sei sie von ihrem ehemaligen Versicherungs-
nehmer bewusst über den Zivilstand getäuscht worden. Deshalb sei die 
Nichteinholung einer Zustimmung der Klägerin zur Barauszahlung nicht in 
Verletzung einer Sorgfaltspflicht erfolgt.

4.3.1 Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, war bei der Einwoh-
nerkontrolle seiner letzten Wohngemeinde (Wohnsitz vom 1. Oktober 2001 
bis xx. Januar 2003 [act. II 13]) und somit auch im zentralen Ausländerre-
gister, welches hinsichtlich der Änderung der Personalien gestützt auf die 
Meldungen der Kantone und Gemeinden geführt worden war (vgl. Art. 4 
Abs. 1 lit. l der Verordnung über das Zentrale Ausländerregister [ZAR-
Verordnung; in Kraft gewesen bis 29. Mai 2006; AS 1994 2860], vgl. pro-
zessleitende Verfügung vom 20. Dezember 2013, Ziff. 1 lit. d]) resp. neu im 
zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) mit Scheidungsdatum 
vom xx.xx.1997 als „geschieden“ registriert (Schreiben des BFM vom 12. 
Dezember 2013 [in den Gerichtsakten]; act. II 14]). Folglich hat als erstellt 
zu gelten, dass er die schweizerischen Behörden über die Wiederverheira-
tung am x. Januar 2003 im Ausland (act. I 5) nicht orientiert hatte.

Im Verwaltungssystem der Beklagten war er noch als „verheiratet“ erfasst 
(Klageantwort S. 6). Dies ist ohne weiteres nachvollziehbar. Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, war erstmals im Jahr 1992 bei der Be-
klagten vorsorgeversichert (act. I 4). Mit Wirkung ab dem xx.xx.1996 ist er 
bei ihr mit „verheiratet“ erfasst (Klageantwort, S. 6). Nach den Unter-
brüchen in den Jahren 1996-1999 wurde im Zusammenhang mit der erneu-
ten Aufnahme bei der Beklagten im Jahr 1999 (act. I 4) vom damaligen 
Arbeitgeber zwar angegeben, Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, 
sei (inzwischen) geschieden (act. II 9). Im System der Beklagten figurierte 
er – offenbar aufgrund einer versehentlich unterlassenen Mutation (vgl. 
Klageantwort, S. 6) – jedoch weiterhin als „verheiratet“ (vgl. act. II 10). Dr. 
med. D.________ sel., geb. Z.________, hätte diesen Fehler bemerken 

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müssen. Nachdem die technischen Ausweise jeweils den falschen Zivil-
stand (verheiratet) enthielten (act. II 10), hätte er bei der Beklagten vorstel-
lig werden resp. die Korrektur des falschen Zivilstandes verlangen müssen. 
Spätestens als Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, im Zusam-
menhang mit dem Gesuch um Barauszahlung eine Bescheinigung der 
Wohnsitzgemeinde (act. II 13) mit dem falsch vermerkten Zivilstand (ge-
schieden) einholte, hätte er diese Ungereimtheit klären müssen. Indem er 
jedoch weder die schweizerischen Behörden noch die Beklagte auf die 
erneute Eheschliessung am x. Januar 2003 aufmerksam machte, in frühe-
ren Jahren keine Korrektur des unkorrekt vermerkten Zivilstandes (act. II 
10) verlangte und schliesslich der Beklagten eine amtliche Bescheinigung 
mit offensichtlich falschen Angaben einreichte (act. II 13), kann nicht in gu-
ten Treuen behauptet werden, er sei seinen Informationspflichten nachge-
kommen.

Auch die Sachverhaltsdarstellung der Klägerin, dass ihr verstorbener Ehe-
mann auf dem Barauszahlungsgesuch (act. II 12) den Vermerk „verh.“ an-
gebracht habe (Klage, S. 4, 9; Replik, S. 10), hat nicht die überwiegende 
Wahrscheinlichkeit für sich: Dr. med. D.________ sel., geb. Z.________, 
hätte sich in Widersprüche verstrickt, wenn er (am xx. Januar 2003 [act. II 
12]) geltend gemacht hätte, er sei verheiratet, und gleichzeitig (ebenfalls 
am xx. Januar 2003 [act. II 13]) mit der Bescheinigung der Einwohnerkon-
trolle den Zivilstand „geschieden“ nachwies. Plausibler ist, dass der Ver-
merk „verh.“ von einem Mitarbeiter der Beklagten angebracht worden war 
(vgl. Klageantwort, S. 8), war ihr ehemaliger Versicherungsnehmer im Ver-
waltungssystem doch – wie erwähnt – nach wie vor mit „verheiratet“ regis-
triert.

Die Klägerin vermochte damit ihre Behauptung, die Beklagte sei über die 
am x. Januar 2003 in … geschlossene Heirat in Kenntnis gesetzt worden, 
nicht zu belegen. Auch die Folgen dieser Beweislosigkeit hat sie zu tragen 
(vgl. E. 3.2.2 hiervor).

4.3.2 Wenn beim Barauszahlungsgrund der Aufnahme einer selbstständi-
gen Erwerbstätigkeit zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht ausreicht, dass die 
Vorsorgeeinrichtung sich bei der AHV-Ausgleichskasse erkundigt, ob der 
Vorsorgenehmer (tatsächlich) als Selbstständigerwerbender registriert ist 

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(BGE 130 V 103 E. 3.2 S. 108), muss dies analog betreffend den Zivilstand 
gelten: Der Beklagten wurde eine amtliche Bescheinigung der Einwohner-
kontrolle mit der Angabe „geschieden“ vorgelegt. Von der Korrektheit dieser 
behördlichen Angaben durfte sie ohne weiteres ausgehen und folglich so-
wohl auf weitere Abklärungen zum Zivilstand als auch auf die Einholung 
einer Zustimmung zur Barauszahlung der Klägerin – von deren Existenz 
die Beklagte nichts wissen konnte – verzichten. Dass sich Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, wieder verheiratet hatte, konnte sie 
unter diesen Umständen nicht wissen oder annehmen. Verdachtsmomente 
im Sinne der Rechtsprechung, welche weitere Abklärungen nahe gelegt 
hätten (vgl. THOMAS GEISER/CHRISTOPH SENTI a.a.O., Art. 5 FZG Nr. 66 f.) 
lagen hier nicht vor. Mithin kann der Beklagten keine Verletzung der Sorg-
faltspflicht vorgeworfen werden.

4.4 Die Barauszahlung erfolgte durch eine Checkeinlösung. Der von der 
Beklagten am xx. Januar 2003 ausgestellte Check über Fr. 81‘251.35 (act. 
II 18) wurde am xx. Januar 2003 eingelöst („bezahlt“ [act. II 19a, Rückseite 
des Checks]). Die Belastung auf dem Konto der Beklagten bei der Bank 
G.________ erfolgte am xx. Januar 2003 (act. II 19). Gemäss Auskunft der 
Bank G.________ sei der Check von der Bank H.________ eingereicht und 
„dementsprechend auch bei denen auf ein Konto gutgeschrieben oder bar 
ausbezahlt“ worden. Der Check sei von Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________, an A.________ „weitergegeben“ worden, weshalb davon aus-
zugehen sei, dass sie das Geld für den Check bekommen habe (act. II 
19a).

Auf der Rückseite des fraglichen Checks ist folgender Vermerk angebracht:

Für mich an die Order von Frau Y.________

sig. Z.________

Weiter enthält der Check (Rückseite) folgende Angaben:

Order:

Bank H.________

sig. Y.________

4.4.1 Die Klägerin macht geltend, das Geld sei nicht ihr, sondern ihrem 
Ehemann ausbezahlt worden. Die Auszahlung durch die Bank H.________ 

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sei – ohne das Vorhandensein des Gegenwertes der Bank G.________ 
(Bezogene) – möglich gewesen, weil die Klägerin den Check mit einem 
Blankoindossament unterzeichnet habe. Dies habe erlaubt, den Check 
über das auf sie lautende Konto bei der Bank H.________ zu verbuchen, 
welches lediglich als Verrechnungskonto gedient habe. Der Geldbetrag sei 
weder auf ihr Konto überwiesen noch an sie bar ausbezahlt worden (Re-
plik, S. 14).

In der schriftlichen „Zeugenaussage“ vom 28. Juni 2013 (act. IA 3) bestätig-
te Herr I.________, Mitarbeiter der Bank H.________ – ein ehemaliger 
Arbeitskollege der Klägerin – dass er den Check über das auf die Klägerin 
lautende Konto verbucht habe. Den Barwert habe aber ihr Ehemann erhal-
ten. 

4.4.2 Die Klägerin geht fehl, wenn sie sich sinngemäss auf den Stand-
punkt stellt, beim Check habe es sich um ein Inhaberpapier gehandelt (Re-
plik, S. 14 [„Inhabercheck“]). Der fragliche Check war zweifelsohne ein Or-
drepapier: Die Beklagte hat den Check zahlbar „an Z.________“ gestellt; 
dass sie keinen ausdrücklichen Vermerk „an Ordre“ angebracht hat, scha-
det nicht (vgl. Art. 1105 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts 
[OR; SR 220]). Mit der expliziten Angabe des Nehmers lag jedenfalls kein 
Inhaberpapier vor (Art. 1105 Abs. 3 OR). Der Klägerin kann auch nicht ge-
folgt werden, wenn sie geltend macht, Dr. med. D.________ sel., geb. 
Z.________, habe mit seiner Unterschrift auf der Rückseite des Checks 
(lediglich) den Erhalt des Betrages quittiert (Replik, S. 14). Vielmehr hat er 
mit seiner Unterschrift die Übergabe des Ordrepapiers an die Klägerin („Für 
mich an die Order von Frau Y.________“ [act. II 19a]) vollzogen. Die In-
dossamentenkette ist – entgegen der Ansicht in der Replik (S. 15) – denn 
auch ohne weiteres klar und vollständig.

4.4.3 Via das Indossament erhielt die Klägerin die Berechtigung am 
Check. Darüber hinaus wurde der Betrag von Fr. 81‘251.35 unbestrittener-
massen auf ihrem (Verrechnungs-)Konto gutgeschrieben; damit konnte sie 
darüber verfügen. Indem sie den Check auf der Rückseite signierte, hielt 
sie ihn nachweislich in den Händen. Als … (Replik, S. 16) musste sie bei 
der gebotenen Sorgfalt aufgrund der Nennung der Bezogenen („Vorsorge-
stiftung VSAO“) um die Herkunft des Geldes und den Auszahlungsgrund 

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wissen (zum Ganzen vgl. bereits prozessleitende Verfügung vom 21. No-
vember 2013, Ziff. 1 lit. n ff.). Es wäre ihr offen gestanden, durch Rücküber-
tragung des Checks ihre Zustimmung zur Barauszahlung zu verweigern. 
Wie die Beklagte zu Recht vorbringt, ist im Umstand, dass sie eine Auszah-
lung zuliess, ein Einverständnis zu erblicken (Schlussbemerkungen vom 
28. Januar 2014, S. 8). Die Frage, weshalb sowohl die Klägerin als auch ihr 
Ehemann im Rahmen der Indossierung mit ihren jeweiligen früheren Fami-
liennamen firmierten (vgl. Schlussbemerkungen der Beklagten, S. 8) kann 
offen bleiben. Dass sich die Klägerin nicht mehr erinnern kann, ihren Ehe-
mann über die Bedeutung des Checks befragt oder die Vorderseite des 
Checks eingesehen zu haben (Replik, S. 21) ist nicht entscheidend, über-
zeugt jedoch – insbesondere aufgrund ihrer früheren Tätigkeit bei einer 
Bank – nicht.

4.5 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die Klägerin im Rahmen der 
Indossierung und Auszahlung des Checks die volle wirtschaftliche Berech-
tigung am Freizügigkeitsguthaben ihres Ehemannes erhalten hatte. Im 
Lichte dieser Erkenntnisse erfolgte die Klageerhebung in der rechtsmiss-
bräuchlichen Absicht, das Freizügigkeitsguthaben des Dr. med. 
D.________ sel., geb. Z.________, nochmals ausbezahlt zu erhalten. Dies 
führt zur direkten Abweisung der Klage, auch im Sinne des Eventualbegeh-
rens. 

5.

5.1 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG soll das Verfahren vor dem kantonalen 
Gericht in der Regel kostenlos sein. Allerdings gilt auch ohne ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage als allgemeiner Grundsatz des Bundessozialversi-
cherungsrechts, dass diese Kostenfreiheit im Falle mutwilliger oder leicht-
sinniger Prozessführung eingeschränkt werden kann (BGE 124 V 285 E. 3a 
S. 287).

5.1.1 Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung kann vorliegen, wenn 
die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie 
weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrich-
tig ist. Mutwillige Prozessführung kann auch etwa angenommen werden, 

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wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. Mit-
wirkungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der Rekursbehörde an ei-
ner offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält (BGE 124 V 285 E. 4b 
S. 288, 112 V 333 E. 5a S. 334; SVR 2007 IV Nr. 19 S. 69 E. 2.2).

5.1.2 Die Klägerin hat dem Gericht – ihr nachweislich bekannte – Um-
stände im Zusammenhang mit der Barauszahlung (Indossierung des 
Checks, Zurverfügungstellung ihres Bankkontos) verschwiegen. In der Kla-
ge (S. 5) wurde gar ausgeführt „Die Klägerin war über die Barauszahlung 
der Freizügigkeitsleistung ihres Ehemannes nicht informiert“. Erst nachdem 
die Beklagte den Check samt Indossamentenkette eingereicht hatte (act. II 
19a), räumte sie ein, darauf ein „Blankoindossament unterzeichnet“ zu ha-
ben (Replik, S. 14). Ausserdem hielt die anwaltlich vertretene Klägerin an 
ihrer Sachverhaltsdarstellung betreffend die Unterbruchsversicherung aus-
drücklich fest (Schlussbemerkungen vom 13. März 2014, Ziff. 1), obwohl 
die Beweiserhebung ergeben hatte, dass der Vermerk „SS“ auf der 
Dienstaustrittsmeldung (act. II 6, 39) nicht von ihrem verstorbenen Ehe-
mann stammt (vgl. prozessleitende Verfügungen vom 20. Dezember 2013 
und 28. Januar 2014). Wie dargelegt, erweist sich die Klageerhebung als 
mutwillig bzw. gar als rechtsmissbräuchlich, weshalb die Klägerin kosten-
pflichtig ist. Da sie vor der Urteilsfällung darauf hingewiesen worden war, 
dass sich die Klage als rechtsmissbräuchlich erweist, wenn die Beweislage 
nicht entkräftet wird (prozessleitende Verfügung vom 28. März 2013), was 
ihr in der Folge nicht gelang (vgl. Verfügungen vom 20. Dezember 2013 
[Ziff. 1 lit. c] und vom 28. Januar 2014 [Ziff. 1]), sind ihr die gesamten Ver-
fahrenskosten, festgesetzt auf Fr. 3'000.--, aufzuerlegen (d.h. nicht nur die-
jenigen, die auch dann angefallen wären, wenn die Klage nach einem ent-
sprechenden Hinweis des Instruktionsrichters zurückgezogen worden wä-
re). 

5.2 Das BVG regelt nicht, ob und unter welchen Voraussetzungen ein 
Anspruch auf Parteientschädigung besteht. Das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht (EVG; heute Bundesgericht) hat festgestellt, dass der Grund-
satz, wonach obsiegende Sozialversicherungsträger keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der versicherten Person haben, auch 
im erstinstanzlichen Verfahren der beruflichen Vorsorge gilt (BGE 126 V 

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143 E. 4b S. 150). Im kantonalen Verfahren obsiegende Sozialversicherer, 
die anwaltlich oder sonst wie qualifiziert vertreten sind, haben jedoch An-
spruch auf Parteientschädigung, wenn die Prozessführung der Gegenpartei 
als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist. Aufgrund der rechtsmiss-
bräuchlichen und damit mutwilligen Klageerhebung hat die Klägerin die 
obsiegende, anwaltlich vertretene Beklagte zu entschädigen.

Mit Kostennote vom 28. Januar 2014 macht Rechtsanwalt C.________ ein 
Honorar von Fr. 7‘553.10 (inkl. Auslagen und MWSt.) geltend. Dies er-
scheint zwar an der oberen Grenze des noch Angemessenen. Unter 
Berücksichtigung der gesamten Umstände – namentlich auch mit Blick auf 
die mehr als dreimal so hohe Kostennoten der zwei Rechtsvertreter der 
Klägerin (Fr. 25‘201.80 [Fr. 21‘406.70 + Fr. 3‘795.10]) sowie angesichts des 
von klägerischer Seite trotz Kenntnis der Ergebnisse der Beweiserhebung 
(vgl. prozessleitende Verfügungen vom 21. November, 10. und 20. Dezem-
ber 2013, 28. Januar und 14. März 2014) generierten unnötigen Zusatz-
aufwands und Festhaltens an der Klage – besteht indessen kein Anlass zur 
Kürzung. Folglich ist die Parteientschädigung auf ein Honorar von 
Fr. 6‘860.-- (24.5 Stunden à Fr. 280.--), Auslagen von Fr. 133.60 und 
Mehrwertsteuer von Fr. 559.50 (8% auf Fr. 6‘993.60), total Fr. 7‘553.10, 
festzusetzen.

6.

6.1 Die Behörden und Angestellten des Kantons und der Gemeinden 
sind zur Mitteilung an die Staatsanwaltschaft verpflichtet, wenn ihnen in 
ihrer amtlichen Tätigkeit konkrete Verdachtsgründe für ein von Amtes
wegen zu verfolgendes Verbrechen bekannt werden (Art. 302 Abs. 2 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO; SR 
312.0] i.V.m. Art. 48 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur 
Jugendstrafprozessordnung vom 11. Juni 2009 [EG ZSJ; BSG 271.1]).

6.2 Das Verhalten der Klägerin ist möglicherweise strafrechtlich 
relevant. Sie verschwieg dem Gericht (ihr nachweislich bekannte) Umstän-
de wie die Check-Indossierung (act. II 19a) und die Auszahlungsabwick-

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lung über ihr eigenes Bankkonto. Ferner ist nicht auszuschliessen, dass 
Behauptungen wie diejenige betreffend das Häkchen „SS“ im Rahmen ei-
nes Lügenkonstrukts erfolgten. Die allenfalls in Frage kommende Straftat 
(Betrug; Art. 146 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 
311.0]) wird mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht, 
weshalb der Sachverhalt durch Zustellung des Urteils der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Bern-Mittelland, von Amtes wegen 
und unabhängig vom hängigen Strafverfahren gegen den Rechtsvertreter 
der Beklagten wegen Ehrverletzung zum Nachteil der Klägerin zur Kenntnis 
zu bringen ist (vgl. bereits prozessleitende Verfügung vom 28. März 2013).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Klägerin werden Verfahrenskosten von Fr. 3’000.-- zur Bezahlung 
auferlegt.

3. Die Klägerin hat der Beklagten die Parteikosten, gerichtlich bestimmt 
auf Fr. 7‘553.10 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Advokaten B.________ und X.________ z.H. der Klägerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beklagten (samt Kopie des 

Schreibens der Klägerin vom 14. März 2014)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14
- Staatsanwaltschaft des Kantons Bern (R)
- Staatsanwaltschaft des Kantons Bern (R)

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Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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