# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adb246b9-6f8d-5b2c-bbc4-e43b30999b10
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-11-25
**Language:** de
**Title:** kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen; somatisch uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit; Burnout-Syndrom stellt kein rechtserheblicher Gesundheitsschaden dar (BGE 9C_81/2021)
**Docket/Reference:** IV.2020.00341
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2020.00341.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2020.00341
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiber Brügger
Urteil
vom
25. November 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1984,
erwarb im Jahr 2006 das Diplom als Jurist an der Universität
Y.___
(
Urk.
5/4/1) und im Jahr 2010 das Diplom als Sachbearbeiter Export bei der Business
S
chule
Z.___
(
Urk.
5/4/2). Ab dem Jahr 2007 war er an verschiedenen Orten
,
vor allem im Vertragswesen (
Contract
Management) und im IT-Bereich
,
erwerbstätig und bezog während unterschiedlichen Phasen auch Leistungen der Arbeitslosen
ver
sicherung (vgl. IK-Auszug vom 2
9.
November 2018,
Urk.
5/8
,
sowie diverse Lohn
ausweise und Abrechnungen der Arbeitslosenversicherung,
Urk.
5/4/3-29
).
Zuletzt hatte er vom 2
0.
November bis zum 2
2.
Dezember 2017 bei der
A.___
Ltd. (
Urk.
5
/4/3) eine Arbeitsstelle
. S
either übt er kei
ne Erwerbs
tätigkeit mehr aus,
ist
als
Hausmann
tätig
und bezieht Leistungen der Sozialhilfe
(
Urk.
5/
5
/
4+
7).
Am 22.
Novem
ber 2018 (Eingangsdatum) me
ldete
er
sich
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/
5
). Die Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte die Arzt
berichte von
Dr.
med.
B.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 2
6.
Dezember 2018 (
Urk.
5/11) und von
Dr.
med.
C.___
, FMH Innere Medizin und Rheuma
tologie, vom
6.
Juli 2019 (
Urk.
5/24/1-6, unter Beilage diverser weiterer Arztbe
richte,
Urk.
5/24/7-16) ein. Mit Vorbescheid vom 1
7.
Juli 2019 stellte die IV-
Stelle
X.___
die Abweisung seines Leistungs
begehrens in Aussicht (
Urk.
5/26
). Dagegen erhob
er
am
5.
September 2019 Einwand (
Urk.
5/27). Mit Verfügung 2
3.
April 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehre
n ab (
Urk.
2)
.
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X.___
am
2
2.
Mai 2020 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen
(
Urk.
1)
.
Die Be
schwerde
gegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2
9.
Juni 2020 um Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
4), was dem Beschwerdeführer am
7.
Juli 2020 mit
geteilt wurde (
Urk.
6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung vom 2
3.
April 2020 (
Urk.
2) aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass beim Beschwerdeführer keine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliege, welche eine langdauernde und erhebliche Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit begründe. Die psychischen Beeinträchtigungen seien mit entsprechender Psychotherapie gut behandelbar und deshalb nicht von langdauerndem Charakter. Gemäss den Angaben des Hausarztes lägen sodann keine körperlichen Einschränkungen vor, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führen würden. In der Beschwerdeantwort vom 2
9.
Juni 2020 (
Urk.
4) hielt die Beschwerde
gegn
erin ausserdem fest,
dass ein Burn
out-Syndrom
gemäss ICD-Klassifikation zu den Problemen verbunden mit Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung gehöre. Die beim Beschwerdeführer gestellte Diagnose beinhalte Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Diese Zusatzdiagnosen hätten als invalidi
tätsfremd zu gelten und dürften bei der invalidenversicherungsrechtlichen Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit keinen Eingang finden. Bezüglich der somatischen Diagnosen sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, da die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers keine grösseren körperlichen Be
lastungen mit sich bringe.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, es lägen bei ihm gesund
heitliche Beeinträchtigungen vor, welche die Ausübung seiner angestammten und einer ähnlichen Tätigkeit ausschliesse. Infolge mehrerer Burnouts sei die Leis
tungsfähigkeit seines Gehirns eingeschränkt. Er könne qualitativ und quantitativ nicht mehr die erforderlichen Arbeitsleistungen erbringen. Er habe keine Stress
resistenz, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, Druckbeständigkeit,
Belastbarkeit usw. Vielmehr leide er seit Jahren unter einer chronischen Depres
sion, Reizbar
keit, Energielosigkeit, bedrücktem Zustand, plötzlichen unerwarteten Angstzu
ständen, Belastungsstörungen, Kraftlosigkeit, Panikattacken, Blackouts in Stress
situationen usw. Ausserdem habe er aufgrund einer
Perthes
-Erkrankung
im Jahr 1989 die Hüfte rechts operieren müssen. Sein Körper habe sich mit der Zeit schief gestellt und es hätten sich diverse Deformierungen gebildet. Sein Körper klemme regelmässig so stark, dass ihm nur ein
Osteopath
mit mehreren Behandlungen helfen könne. Es würden sich an fast allen Körperteilen Verklemmungen bilden
und die Blockaden seien wegen Bewegungsein
schränkungen und starken
Schmer
zen schlecht ertragbar. E
r könne höchsten 10 bis 20 Minuten am Arbeitstisch sitzen. Danach sei sein Körper verklemmt und
er
gerate auch sofort in einen psychisch instabilen emotionalen Zustand. Ohne Dritthilfe könne er die Block
aden nicht lösen und die verschriebenen Medikamente würden seinen Blutdruck
derart ansteigen lassen, dass er in einen Angstzustand gerate und sich nur noch bewegungslos fla
ch auf den Boden legen könne. E
r habe alles Mögliche unter
nommen, um sich beruflich wieder einzugliedern. Dies sei aber nicht möglich gewesen und seit März 2018
sei er zu 100
%
arbeitsunfähig. Die Ausübung einer Erwerbstätigkeit sei
ihm
nicht mehr möglich (
Urk.
1).
3.
3.1
Laut dem Arztbericht
der behandelnden Psychiaterin
Dr.
B.___
vom 26. Dezember 2018 (
Urk.
5/11)
bestehen beim Beschwerdeführer Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73) mit
Ausge
branntsein
(Burnout-Syndrom) und Verdacht auf akzentuierte Persönlich
keits
züge (affektiv/narzisstisch). Der Beschwerdeführer sei
Dr.
B.___
durch den Haus
arzt zugewiesen worden. Laut seinen Angaben habe der Beschwerdeführer bereits zwei Mal ein Burnout gehabt (2011 und 2015) und er sei auch seit dem 16. Lebens
jahr immer wieder depressiv gewesen. Seit Herbst 2017 leide er an zunehmender Erschöpfung. Er
klage
über Erschöpfung, Antriebsschwäche, Reiz
bar
keit, Anspannung, Ängstlichkeit und psychosomatische Beschwerden (Kopf
weh, Bauchweh, Durchfall).
Die organische Abklärung durch den Hausarzt habe unauffällige Befunde gezeigt. Die von
ihr
erhobenen Befunde seien weit
gehend
unauffällig. Die Grundstimmung des Beschwerdeführer
s
sei ausge
glichen, er äuss
ere aber eine Desillusionierung b
ezüglich der Menschheit und ein
Grund
misstrauen. Er ziehe sich ins Familienleben zurück und orientiere sich an diesem. Er gebe eine schnelle Reizbarkeit an, vor allem im Kontakt mit Mitmen
schen. In der Konsultation sei aber keine Reizbarkeit spürbar. Es gebe eine Störung der Vitalgefühle mit Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Insuffizienz
gefühlen. Vor allem bei der Erledigung von administrativen Angelegenheiten fühle sich der Beschwer
deführer schnell überfordert. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Wiederauf
nahme der angestammten Tätigkeit eher wenig wahr
scheinlich bzw. die Prognose sei eher ungünstig. Gegenwärtig übe der Beschwerdeführer keine berufliche Tätig
keit mehr aus. Angaben über die berufliche Situation lägen
ihr
nicht vor. Der Beschwerdeführer sei in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt durch eine verminderte und psychische Belastbarkeit.
In welchem Umfang ihm eine ange
passte Tätigkeit zumutbar wäre, könne nicht eingeschätzt werden. Angesichts der hohen beruflichen Qualifikation sei die Prognose eher ungünstig. Der Beschwer
de
führer sei der Überzeugung, dass die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit auch in Zukunft für ihn nicht mehr möglich sei.
3.2
Gemäss dem Arztbericht des Hausarztes
Dr.
C.___
vom
6.
Juli
2019 (
Urk.
5
/24/1-6) besteht aus somatischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, allenfalls sei der Beschwerdeführer wegen einer Depression in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Ohne Auswirkung auf d
ie Arbeitsfähigkeit bestehe ein
behandelbarer Morbus Scheuermann. Der Beschwerdeführer komme ca. einmal pro Monat zu einer Konsultation in die Praxis. Aufgrund seiner
eige
nen
Angaben sei er seit dem 2
9.
März 2018 als arbeitsunfähig zu betrachten. Zuletzt sei er arbeitslos gewesen, weshalb ihm hypothetisch für alle Arbeiten eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden sei. Es habe sich über mehrere Jahre hin
weg eine zunehmende Anpassungsstörung und eine Unmöglichkeit, im täglichen Leben zu bestehen, entwickelt. Es bestünden beim Beschwerdeführer keine soma
tischen und physischen Defekte. Zur psychischen Situation sei die behandelnde Psychiaterin zu befragen.
Da der Beschwerdeführer arbeitslos sei, könne keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine aktuelle Erwerbstätigkeit abgegeben werden. Somatische Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit bestün
den nicht. Der Beschwerdeführer verfüge auch über Ressourcen, um sich wieder ins Erwerbsleben eingliedern zu können.
Die bisherige Tätigkeit habe er aus psy
chischen und finanziellen Gründen aufge
geben. Eine leidensangepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer 8-9 Stunden pro Tag ausüben. Die Prognose sei unsicher. Die Gesamtsituation stehe einer Eingliederung im Weg. In der Haus
haltsführung bestehe keine Einschränkung.
4.
4.
1
Gemäss der Einschätzung des Hausarztes
Dr.
C.___
liegt beim Beschwerdeführer keine somatische Gesundheitsbeeinträchtigung vor, welche zu einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. Die vorhandenen Beeinträchtigungen erweisen sich als behandelbar,
Überweisungen an Spezialärzte musste
Dr.
C.___
nur wenige vornehmen und es waren keine längerdauernden Behandlungen not
wendig. Beispielhaft ist hierzu anzumerken, dass der Beschwerde
führer wegen einer am
2.
März 2019 erlittenen Fingerquetschung
Dig
. V links von
Dr.
C.___
am 2
9.
Mai 2019 ins Kantonsspital
D.___
überwiesen wurde. Laut dessen Bericht vom
6.
Juni 2019 (
Urk.
5/29/7
) präsentierte sich der Beschwerdeführer in gutem Allgemein- und Ernährungszustand und war voll orientiert. Eine Behand
lung des Problems am Finger konn
t
e
letztlich aber nicht vorgenommen werden, weil der Beschwerdeführer sich aggressiv verhielt und die Notfallstatio
n schliess
lich wieder verliess. Der Leidensdruck war beim Beschwerdeführer mithin nicht
allzu hoch.
4.2
Was die psychischen Beeinträchtigungen anbelangt, so ist festzuhalten, dass e
in Burnout bei Personen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen in psycho
sozia
len Belastungssituationen auftreten
kann
. Burnout wird zwar unter dem Diag
nose-Code ICD-10 Z73.0 aufgeführt, es entspricht aber keiner Erkrankung im
Sinne der anerkannten internationalen Klassifikationssysteme. Bei den sogenann
ten
Z-Kodierungen handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheits
zustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheits
wesens führen. Die Kate
gorien Z00-Z999 sind jedoch für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als „Diagnosen“ oder „Probleme“ angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Ein Burnout als solches fällt somit nicht unter den Begriff des rechtserheb
lichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bun
desgerichts 8C_302/2011 vom 20.
Septem
ber 2011 E. 2.3, vgl. auch Urteile 9C_645/2015 vom
3.
Februar 2016 E. 4.1 und 9C_894/2015 vom 2
5.
April 2016 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.3
Die von
Dr.
B.___
gestellte Diagnose «Schwierigkeiten bei der Lebens
bewäl
tigung (ICD-10 Z73) mit
Ausgebranntsein
(Burnout-Syndrom)
und Verdacht auf akzentuierte Persönlich
keitszüge (affektiv/narzisstisch)
»
stellt im Sinne der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung als Diagnose aus der Z-Kategorie des ICD-10-Systems kein rechtserheblicher Gesundheitsschaden dar.
Dr.
B.___
hält zwar einen Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge (affektiv/nar
zisstisch) fest, eine unter die F-Kategorie des ICD-Systems fallende Persön
lich
keitsstörung liegt beim Beschwerdeführer aber nicht vor.
Ausserdem erweisen sich die Probleme als behandelbar.
Aus der Erwerbsbiographie des Beschwerde
führers ergibt sich, dass er zwar wiederholt Mühe hatte, sich an seinem jeweiligen Arbeitsplatz einzuordnen und den gestellten Anforderungen vollumfänglich ge
recht zu werden. Dabei
scheint
er
aber
primär an seinen eigenen Anforderungen
und nicht
an denjenigen des Arbeitgebers gescheitert
zu sein
. Zumindest ein Teil der Arbeitsverhältnisse wurden jedenfalls nicht durch den Arbeitgeber wegen ungenügender Leistungen des Beschwerdeführers aufgelöst, sondern weil der Be
schwerdeführer selber die Arbeitsstelle kündigte (vgl.
Urk.
5/10/3
, Urk. 5/24/15-16
).
Der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit steht in erster Linie die Über
zeugung des Beschwerdeführers im Weg, dass dies für ihn nicht mehr möglich ist.
Es ist dem Beschwerdeführer aber
zumutbar, eine entsprechende Willensan
strengung aufzubringen und
wieder eine Erwerbs
tätigkeit in seinem angestam
mten Tätigkeitsgebiet aufzunehmen.
4.4
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausgewiesen war. Bei fehlender Invalidi
tät besteht kein Anspruch auf Leistu
ngen der Invalidenversicherung
. Die ange
fochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten;
der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstBrügger