# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79623de1-3a4f-50d0-bd61-1d369786a4e9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.08.2010 UV 2009/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-51_2010-08-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 25.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2010
Art. 6 UVG. Fallabschluss zu früh erfolgt. Parallel waren noch neurologische 
Abklärungen am Laufen und Therapiemöglichkeiten unausgeschöpft. 
Rückweisung zu weiteren Abklärungen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2010, UV 
2009/51).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 25. August 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Bürgi, Haus zur alten Dorfbank, 

9313 Muolen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1966 geborene S.___ war einerseits für die A.___ als Allrounder auf Abruf und 

andererseits für die B.___ als Aussendienstmitarbeiter tätig und dadurch jeweils bei der 

Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 12. September 2005 aus ca. 

2m Höhe von einem Stapler fiel (Suva-act. 2). Auf Grund einer im Spital Flawil 

diagnostizierten Pilontibialfraktur rechts mit Aussenknöchelfraktur Typ Weber C, einem 

Abriss des hinteren Volkmann'schen Dreiecks, einer Innenknöchelfraktur und einem 

knöchernen Abriss der Syndesmose wurden gleichentags eine Osteosynthese an der 

Fibula sowie verschiedene Verschraubungen durchgeführt (Suva-act. 7, 11). Am 28. 

Oktober 2005 wurden ihm die Stellschrauben ambulant wieder entfernt (Suva-act. 13). 

Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht.

A.b   Eine am 23. März 2006 in der Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

durchgeführte Elektromyographie (EMG) und eine Elektroneurographie (ENG) ergaben 

eine isolierte Läsion des Nervus tibialis, jedoch keine Hinweise für eine Läsion des 

Nervus ischiadicus oder eine Radikulopathie (Suva-act. 32). Röntgenaufnahmen des 

Röntgeninstituts Dr. med. C.___ vom 27. März 2006 zeigten in der Fibula und der 

distalen Tibia lateralis Pseudarthrosen ohne Nachweis eines Durchbaus in beiden 

Frakturen sowie eine regelrechte Stellung der ossären Strukturen; eine generalisierte 

Osteopenie sei wahrscheinlich (Suva-act. 36).

A.c   Infolge einer Schwellung über dem oberen Sprunggelenk und Schmerzen im 

Gelenk sowie der medialen Fusssohle nach einer Gehstrecke von 100m bzw. einer 

störenden Krallenstellung der rechten Grosszehe (Suva-act. 65) wurde der Versicherte 

in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG abgeklärt. Dr. med. D.___, 

Leitender Arzt, diagnostizierte einen Morbus Sudeck (= CRPS) bei Nervenläsion und 

leichter Fehlstellung, hielt jedoch fest, dass die Inkongruenz im Gelenk bei Weitem 

nicht so gross sei, dass sie diese Schmerzen erklären könne. Im Vordergrund sah er 

die Nervenproblematik (Suva-act. 71). Auch PD Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und 

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Handchirurgie, untersuchte den Versicherten. Er äusserte sich kritisch hinsichtlich einer 

Rekonstruktion im Bereich des oberen Sprunggelenks (Suva-act. 84). Dieser Meinung 

schlossen sich die Ärzte der Schulthess Klinik nach Untersuchungen vom 7. Dezember 

2006 an. Sie befanden weitergehende rehabilitative Massnahmen als 

erfolgsversprechender als zusätzliche invasive Interventionen (Suva-act. 92).

A.d   Inzwischen hatte der Suva-Psychiater Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin APPM, nach 

einer Besprechung mit dem Versicherten vom 14. November 2006 bei diesem ein 

klinisch erhebliches ängstlich-depressives Syndrom festgestellt, klassifikatorisch am 

ehesten einer Anpassungsstörung entsprechend (Suva-act. 89). Gemäss dem Bericht 

des Ambulatoriums für Sozialpsychiatrie vom 8. Mai 2007, das der Versicherte seit dem 

31. Oktober 2006 in Abständen von vier Wochen zur integrativ psychiatrischen/

psychotherapeutischen Betreuung aufsuchte, wurde eine inadäquate 

Krankheitsbewältigung im Sinn einer depressiven Entwicklung sowie eine Zunahme der 

Schmerzsymptomatik festgehalten (Suva-act. 108).

A.e   Gestützt auf die Untersuchung vom 29. Juni 2007 diagnostizierten die Ärzte des 

Palliativzentrums des KSSG eine chronifizierte langdauernde Schmerzstörung sowie 

ein reaktiv ängstlich depressives Syndrom (Suva-act. 116). Mit ärztlicher Beurteilung 

vom 21. August 2007 erachtete Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, eine 

Verbesserung der Situation aus orthopädisch-chirurgischer Sicht als nicht erkennbar 

(Suva-act. 119). Im Bericht vom 14. Dezember 2007 ging Dr. med. H.___, Facharzt für 

Neurologie, weiterhin vom Bestehen einer klinischen und elektrophysiologischen 

Defektsymptomatik im Sprunggelenk mit atropher Parese der kleinen Fussmuskulatur, 

insbesondere der vom Nervus tibialis versorgten Fussmuskulatur aus (Suva-act. 138).

A.f    Mit orthopädischer und neurologischer Beurteilung vom 9. Januar 2008 bzw. 

1. Februar 2008 nahmen die Versicherungsmediziner der Suva Dr. med. I.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Facharzt Manuelle Medizin SAMM, und Dr. med. 

J.___, Facharzt für Neurologie FMH und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

zur Frage der Unfallkausalität der festgestellten Befunde Stellung und hielten eine 

Zumutbarkeitsbeurteilung in Bezug auf die Unfallfolgen fest (Suva-act. 140, 141). 

Gestützt auf den Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. med. K.___, 

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Assistenzärztin am Ambulatorium für Sozialpsychiatrie, vom 12. März 2008 befand Dr. 

med. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, aus 

versicherungspsychiatrischer Sicht sei der Endzustand noch nicht erreicht (Suva-

act. 150). Am 13. Juni 2008 teilte die Suva dem Versicherten mit, es sei auf Grund der 

ärztlichen Abklärungen davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand durch 

weitere Behandlungen nicht mehr wesentlich und nachhaltig verbessern lasse, weshalb 

die Heilkosten- und Taggeldleistungen auf Ende Monat eingestellt würden (Suva-

act. 159).

A.g   Mit Verfügung vom 3. Juli 2008 sprach die Suva dem Versicherten auf Grund 

eines versicherten Verdiensts von Fr. 49'507.-- ab 1. Juli 2008 eine Invalidenrente 

gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 13% zu (Suva-act. 166).

B.       

B.a   Die gegen diese Verfügung am 25. August 2008 erhobene Einsprache wies die 

Suva mit Einspracheentscheid vom 16. April 2009 ab (Suva-act. 189).

B.b   Zuvor hatte der versicherungsmedizinische Dienst der Suva im März 2009 zur 

Beurteilung des Integritätsschadens eine klinisch-neurophysiologische 

Verlaufsuntersuchung verlangt (Suva-act. 187). Diese gab der Suva-Case Manager 

nach Rücksprache mit dem Rechtsvertreter des Versicherten am 20. April 2009 bei der 

Klinik für Neurologie des KSSG in Auftrag. Es sollte geklärt werden, ob sich die 

festgestellten peripheren Nervenschäden zurückgebildet hätten, ob sie gleichgeblieben 

seien oder ob sie sich verschlechtert hätten (Suva-act. 187, 190).

C.       

C.a   Mit Beschwerde vom 18. Mai 2009 beantragt Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Bürgi, 

Muolen, für den Versicherten sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 16. April 2009 sowie die Zusprache einer Invalidenrente gestützt auf einen 

Invaliditätsgrad von mehr als 13%. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zudem sei dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den 

unterzeichneten Rechtsanwalt zu bewilligen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

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zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung bringt der Rechtsvertreter vor, 

dass die fachspezifischen und erforderlichen medizinischen Abklärungen nicht 

abgeschlossen seien, da die Beschwerdegegnerin noch eine neurologische 

Untersuchung in Auftrag gegeben habe. Diese sei auch für die abschliessende 

Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit entscheidend. Im Weiteren sei der 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall zu 

bejahen bzw. es sei in Anbetracht der sich widersprechenden ärztlichen Feststellungen 

ein Gutachten zur Frage der Unfallkausalität in Auftrag zu geben.

C.b   Auf Antrag der Beschwerdegegnerin vom 10. Juni 2009 sistierte das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen das Verfahren am 19. Juni 2009 bis zum 

Vorliegen des Berichts über die neurologischen Abklärungen des Kantonsspitals St. 

Gallen (KSSG) sowie eines von der IV-Stelle bei der Klinik Teufen in Auftrag gegebenen 

Gutachtens (act. G 3, 4). Zwischenzeitlich hatte das KSSG seine 

Untersuchungsbefunde im Bericht vom 11. Juni 2009 dokumentiert (Suva-act. 193). Mit 

Gutachten vom 11. Juli und 10. August 2009 nahmen auch Dr. med. M.___, Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, Klinik Teufen AG, und Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH N.___, 

Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, aus psychiatrischer bzw. 

rheumatologischer Sicht zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers Stellung 

(Suva-act. 195). Am 3. September 2009 wurde die Sistierung daher aufgehoben (act. 

G 6).

C.c   Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, dass die 

Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. J.___ und Dr. I.___ überzeuge und sie deshalb der 

Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht zu Grunde gelegt worden sei. Im 

Weiteren hätten die vom Case Manager veranlassten neurologischen Untersuchungen 

eine zwischenzeitliche Verbesserung der unfallbedingten Schädigung des Nervus 

tibialis ergeben. Für die geklagten Rückenschmerzen, welche ins rechte Bein 

ausstrahlen würden, sowie für die (ebenfalls unfallfremde) Hypästhesie habe jedoch 

kein organisches Substrat objektiviert werden können. In Bezug auf die psychischen 

Störungen sei der Kausalzusammenhang bereits auf Grund der fehlenden Adäquanz zu 

verneinen.

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C.d   Am 5. Oktober 2009 bewilligte der Präsident des Versicherungsgerichts das 

Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch 

Rechtsanwalt Dr. Bürgi (act. G 11).

C.e   Mit Replik vom 12. November 2009 (act. G 14) hielt der Beschwerdeführer an 

seinen Anträgen fest. Am 7. Dezember 2009 reichte er dem Gericht den Bericht von 

Dr. H.___ vom 26. November 2009 ein. Mit Duplik vom 16. Dezember 2009 (act. G 20) 

bekräftigte auch die Beschwerdegegnerin ihre Anträge.

C.f    Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als 

die verfügte Invalidenrente hat. Dabei steht im Vordergrund, ob die gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers medizinisch genügend abgeklärt und die 

Unfallkausalität für die Ermittlung des Invaliditätsgrads richtig beurteilt worden sind. 

Nicht beanstandet wurde dagegen der Einkommensvergleich als solcher. Vorweg ist 

nachfolgend zuerst jedoch die Frage zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt der Rentenfestlegung (1. Juli 2008) noch eine Behandlungsbedürftigkeit 

bestand oder die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem medizinischen Endzustand 

ausging.

1.2    Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen 

Einspracheentscheids (hier 16. April 2009) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 4 

E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit Hinweis). Berichte, welche nach diesem Zeitpunkt 

datieren, sind zu berücksichtigen, sofern sie Rückschlüsse in Bezug auf die im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung bestehende Situation erlauben (BGE 121 V 366 E. 

1b, 99 V 102, je mit Hinweisen). Soweit Berichte über nachträgliche Veränderungen als 

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Folge einer Operation oder weiterer medizinischer Behandlungen eingereicht werden, 

wäre daher im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht auf sie abzustellen. Sie 

könnten allenfalls zu einer Revision Anlass geben. Da die im Anschluss an den 

Einspracheentscheid vom 16. April 2009 durch das KSSG dokumentierten 

neurologischen Abklärungsergebnisse (Suva-act. 192, 193), die von der IV-Stelle 

veranlassten Gutachten vom 11. Juli und 10. August 2009 (Suva-act. 195) und der 

Bericht von Dr. H.___ vom 26. November 2009 (act. G 18.1) auch Aussagen enthalten, 

welche auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Einspracheentscheids schliessen 

lassen, und es angesichts der vorliegend ebenfalls zu prüfenden Frage des Erreichens 

des medizinischen Endzustands gerechtfertigt erscheint, auch nach dem genannten 

Zeitpunkt eingetretene Umstände in die Gesamtwürdigung einzubeziehen, spricht 

nichts gegen ihre Berücksichtigung.

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin hat die Bestimmungen über die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) sowie die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen des 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und 

dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen) im 

Einspracheentscheid vom 16. April 2009 zutreffend dargelegt (vgl. Erwägung 1). 

Gleiches gilt in Bezug auf die Ausführungen über den Beweiswert von Arztberichten 

und Gutachten (vgl. Erwägung 2; vgl. hierzu im Übrigen auch BGE 135 V 465). Darauf 

ist zu verweisen.

2.2    Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1; 123 V 43 E. 2a, je mit Hinweisen). 

Wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss auch der 

Wegfall eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den 

bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Weil es sich dabei um eine 

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anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 

beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 

Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dabei muss jedoch nicht etwa 

der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie 

vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder 

degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 329 E. 3b). Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt.

2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen. An die Beweiswürdigung sind jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (RKUV 1997 Nr. 

U 281 S. 281 E. 1a).

3.        

3.1    Der Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung entsteht nach Art. 19 

Abs. 1 UVG, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

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Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 

Taggeldleistungen dahin. Vorliegend bestand nach Dr. H.___ gestützt auf die 

Untersuchungen vom 30. Oktober 2007 weiterhin eine Defektsymptomatik im rechten 

Sprunggelenk. Er ging von einer isolierten Schädigung des Nervus tibialis aus, am 

ehesten in Höhe des proximalen Sprunggelenks, Malleolus medialis mit chronisch 

neurogenen Veränderungen im Sinn einer Defektheilung. Im Vergleich zum 

elektrophysiologischen Befund des KSSG vom März 2006 zeige sich nun eine 

verbesserte Reinnervation der kleinen Fussmuskulatur, am ehesten im Sinn eines 

abgeschlossenen Prozesses, mit Zeichen der recht guten Reinnervation (Suva-

act. 138). Der Versicherungsmediziner Dr. I.___ beurteilte den Fall am 9. Januar 2008 

aus orthopädischer Sicht gestützt auf die vorangegangenen Abklärungen sowie die am 

7. November 2007 vom Case Manager der Suva getätigten Fotografien des rechten 

Fusses in verschiedenen Stellungen. Er befand, dass auf der Basis einer 

osteosynthetisch versorgten, nun jedoch in leichter Fehlstellung verheilten Pilontibial- 

und lateralen Malleolarfraktur eine mässige OSG-Funktionseinschränkung und eine 

radiologisch deutliche Inkongruenz im OSG mit beginnender medialer Arthrose und 

Überlastungsanzeichen mit entsprechenden Bewegungs- und Belastungsschmerzen 

verblieben waren, die lokal auf Grund dieses Befunds objektiviert seien (Suva-act. 140). 

Weitere Behandlungsmöglichkeiten erwähnte er keine (vgl. Suva-act. 140). Der Suva-

Neurologe Dr. J.___ leitete am 1. Februar 2008 aus den vorliegenden klinisch-

neurologischen und klinisch-neurophysiologischen Untersuchungsergebnissen ab, 

dass eine unfallbedingte Schädigung des Nervus tibialis mit Läsionsort in Höhe des 

Malleolus medialis wahrscheinlich sei. Die typische Befundkonstellation für ein 

Tarsaltunnelsyndrom sei demgegenüber in keinem der vorliegenden Arztberichte 

dokumentiert. Falls Ende 2005 ein atypisches Tarsaltunnelsyndrom rechts manifest 

geworden wäre (wofür keine sicheren Hinweise vorlägen), könnte dies ebenfalls als 

indirekte Unfallfolge gesehen werden. Auf Grund der nachvollziehbaren Begründung 

von Dr. H.___, es sei bei einer axonalen Schädigung des Nervus tibialis ein 

Reinnervationsprozess im Bereich der plantaren kleinen Fussmuskulatur anzunehmen, 

könne geschlossen werden, dass es bezüglich distaler Anteile des Nervus tibialis zu 

einer Neuroapraxie oder höchstens zu einer Axonotmesis gekommen sei, nicht aber zu 

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einer Neurotmesis. Da keine andere Ursache als der Unfall vom 12. September 2005 

und die nachfolgend notwendigen Operationen für eine solche Schädigung zu eruieren 

sei, könne aus neurologischer Sicht die Unfallkausalität mit Wahrscheinlichkeit 

angenommen werden. Die von Dr. H.___ beschriebene Flexionsstellung der fünf Zehen 

des rechten Fusses könne als Folge dieses peripheren Nervenschadens aufgefasst 

werden, im Sinn einer sekundären Kontraktur von ligamentären Strukturen 

plantarseitig. Die darüber hinaus in den verschiedenen Arztberichten beschriebenen 

auffälligen Befunde, wie z.B. eine "Hypopathie des gesamten Fusses im sensiblen 

Versorgungsgebiet sowohl des Nervus peroneus, als auch des Nervus tibialis rechts, 

einer Verkürzung des Musculus flexor hallucis longus oder einer eingeschränkten 

Sprunggelenksbeweglichkeit" könnten jedoch nicht mit Wahrscheinlichkeit als 

neurologische Unfallfolgen eingeschätzt werden. Darüber hinaus liessen die Berichte 

an eine funktionelle (psychisch bedingte) Schmerzverarbeitungsstörung und eine 

Symptomausweitung denken. Zudem könne auf Grund der in den Arztberichten 

dargelegten Symptome und Befundbeschreibungen aus neurologischer Sicht ein CRPS 

II nicht mit Wahrscheinlichkeit diagnostiziert werden. Da in den Befunden jeweils nur 

einzelne diagnostische Kriterien positiv beschrieben worden seien, könne im 

Zusammenhang mit dem Unfall höchstens der Verdacht auf ein CRPS II gestellt 

werden. Aus neurologischer Sicht sah Dr. J.___ kein Erfordernis für weitere 

diagnostische Massnahmen zur Abklärung der Unfallfolgen. Therapeutisch sei 

bezüglich der teilweise in Regeneration befindlichen peripheren Nervus tibialis-

Schädigung rechts keine Therapie vorstellbar, die zu einer Restitutio ad integrum 

führen könnte. Im Rahmen einer interdisziplinären Schmerzbehandlung sei auch eine 

kontinuierliche Mitbehandlung mit Medikamenten gegen neuropathische Schmerzen 

zur Beschwerdelinderung anzuwenden. Die beschriebenen Verkürzungen von 

ligamentären Strukturen im Bereich der Fusssohle, möglicherweise aber auch im 

Bereich des Sprunggelenks könnte mit physiotherapeutischen Massnahmen 

angegangen werden. Hinsichtlich des Integritätsschadens auf neurologischem Gebiet 

werde eine Schätzung nach Vorlage der noch anzufordernden Berichte über die 

zwischenzeitliche Schmerztherapie (und allfälliger weiterer medizinischer 

Untersuchungen und Behandlungen) erfolgen können (Suva-act. 141).

3.2    Gestützt auf seine Untersuchung vom 4. September 2008 hielt Dr. med. O.___, 

Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), die Beschwerden 

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primär als durch die Läsion des Nervus tibialis und den Morbus Sudeck bedingt. 

Wahrscheinlich habe sich auch eine beginnende Arthrose des OSG bei Inkongruenz 

ausgebildet. Letztlich scheine der Beschwerdeführer aber auch an einer 

Schmerzstörung zu leiden, weshalb ein operatives Vorgehen nicht ratsam sei. Die 

Frage der Höhe einer Integritätsentschädigung sowie einer allfälligen Rente sollte seiner 

Meinung nach im Rahmen eines interdisziplinären Gutachtens beantwortet werden 

(Suva-act.178). Am 7. Januar 2009 stellte Dr. E.___ gestützt auf die Akten sowie eigene 

Untersuchungsbefunde fest, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin bezüglich 

dem "medizinischen Zustand" kaum mit der Beurteilung der Klinik St. Gallen (wohl des 

KSSG) im Einklang stehe. Die Beurteilung von Dr. I.___ in Bezug auf die zumutbaren 

Tätigkeiten würde die Läsion des Nervus tibialis und die Fehlstellung des Fusses und 

dessen Grosszehe nicht genügend in Betracht ziehen, sei viel zu optimistisch bzw. 

irreführend. Im Vergleich zu den Berichten von Anfang 2008 von Dr. J.___ und Dr. I.___ 

falle heute die Gangart auf, die eindeutig schlechter als im Jahr 2006 sei, als er den 

Beschwerdeführer zum ersten Mal gesehen habe. Diese scheine in Relation mit der 

zunehmenden Kontraktur in Plantarflexion des Fusses und des Grosszehens zu stehen. 

Diese Fehlstellung wie auch die Neigung zum Hinken hätten eindeutig zugenommen. 

Es stehe fest, dass nun eine Arthrose vorliege, eine Schädigung eines Nervs an einer 

beweglichen Stelle und eine Kontraktur, welche die Gangart des Patienten eindeutig 

behindere. Theoretisch sei dagegen eine Arthrodese des OSG mit Korrektur der 

Fussstellung und gleichzeitiger Korrektur der Grosszehen-Fehlstellung vorzuschlagen. 

Allerdings spreche die Tatsache dagegen, dass die Schmerzen seit über zwei Jahren 

andauern würden und die Fixation zentral möglich sei. Somit könne nicht behauptet 

werden, dass die Sanierung sicher zu einer Verbesserung des Zustands führe. 

Schliesslich bestritt Dr. E.___, dass die Berechnung der Rentenhöhe korrekt erfolgt sei, 

da dabei von einer normalen Fussanatomie und -stellung ausgegangen worden sei. Mit 

der heutigen Veränderung sei eine normale Gehfähigkeit sicherlich ausgeschlossen 

(Suva-act. 181).

3.3    Im Bericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom 11. Juni 2009 hielt Oberarzt 

Dr. med. P.___ eine deutliche Befundbesserung mit Amplitudenzunahme im Bereich 

des distalen Nervus tibialis rechts mit weiterhin bestehendem axonalem 

Substanzverlust von ca. 75% fest. Formal handle es sich um einen gebesserten 

Nervenbefund. Zusätzlich zeige sich im Bereich des rechtsseitigen Nervus peroneus 

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eine leichte Amplitudenminderung in den Vorbefunden, welche im Rahmen einer 

vorbestehenden Nervus peroneus Läsion gewertet werden könne. Formal bestünden 

keine klaren autonomen Störungen mit signifikanter Temperaturdifferenz der 

Hautoberfläche an beiden Unterschenkeln. Da der Beschwerdeführer jedoch über ein 

unterschiedliches Temperaturverhalten beider Extremitäten berichte, müsse 

angenommen werden, dass wahrscheinlich ein Residualzustand nach CRPS Typ II bei 

adäquater Nervenverletzung im Bereich des rechten Unterschenkels und Fusses 

bestehe (Suva-act. 193). Schliesslich fänden sich keine elektrophysiologischen 

Hinweise für die Läsion des Nervus ischiadicus oder eine Radikulopathie im Bereich L5 

rechts als Ursache der ausgeweiteten Sensibilitätsstörungen der Lumbalgien (Suva-

act. 192). Dr. H.___ beurteilte den Zustand des Beschwerdeführers sodann noch einmal 

mit Untersuchung vom 18. November 2009 im Sinn einer Zusatzexpertise zu derjenigen 

des KSSG. Bezogen auf den KSSG-Bericht vom 11. Juni 2009 befand er, dass eine 

Restfunktion des Nervus tibialis von 25% wirklich nicht als "gut" bezeichnet werden 

könne. Weiter hielt er fest, es bestehe aktuell ein ähnlicher, jedoch progredienter 

neurologischer Befund, wie er ihn bereits im Oktober 2007 erhoben habe. Letztendlich 

bestehe beim Beschwerdeführer ein neuropathisches Schmerzsyndrom im Bereich des 

rechten Beines, vorwiegend im Fussbereich bei Status nach Sprunggelenksfraktur mit 

Aussenknöchelfraktur. Des Weiteren zeige sich eine periphere Nervenschädigung 

vorwiegend des Nervus tibialis rechts. Der Nerv sei zwar in seiner Kontinuität erhalten, 

jedoch bestehe auch hier eine hochgradige axonale Schädigung. Problematisch sei 

weiterhin die Neuropathie mit neuropathischen Schmerzen, in chronifizierter Form mit 

hierdurch bedingter Fehlinnervation des rechten Fusses. Letztendlich bestehe auch ein 

pathologisches Gangbild, welches im Verlauf zu lumbovertebralen Beschwerden führen 

werde. Zur Behandlung des chronifizierten neuropathischen Schmerzsyndroms sollte 

nochmals ein Therapieversuch mit Saroten 25mg und Lyrica erfolgen. Zwar gehe er 

letztendlich von einer Defektheilung aus, dennoch sollte eine Linderung der 

neuropathischen Schmerzen zu erreichen sein und ein Arbeitsversuch mit einer 

Arbeitsbelastung von wahrscheinlich eher grenzwertigen 50% fortgeführt werden. Von 

neurologischer Seite her sehe er eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50% (act. G 18.1).

3.4    Dr. N.___ führte in ihrem Gutachten die vorangegangenen Untersuchungsbefunde 

und Diagnosen zwar detailliert und ausführlich auf, hielt sich in Bezug auf die eigenen 

Befunde der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 29. Juni 2009 sowie der 

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ganzheitlichen Beurteilung aber relativ knapp. In rheumatologischer Hinsicht sah sie 

keine die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit mindernde Diagnosen, sondern 

attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepassten 

Tätigkeiten (Suva-act. 195).

3.5    Weder zum Bericht von Dr. H.___ noch zur Verlaufsbeurteilung der Klinik für 

Neurologie des KSSG, zur Beurteilung von Dr. E.___ oder zum interdisziplinären IV-

Gutachten bezog der medizinische Dienst der Beschwerdegegnerin Stellung. Lediglich 

in der Beschwerdeantwort vom 17. September 2009 wurde durch den Rechtsdienst 

der Beschwerdegegnerin auf den neurologischen Bericht des KSSG verwiesen und 

gestützt darauf geltend gemacht, dass hinsichtlich der Schädigung des Nervus tibialis 

eine deutliche Verbesserung eingetreten sei und für die unfallfremden 

Rückenbeschwerden und die Hypästhesie des rechten Beines kein organisches 

Substrat habe objektiviert werden können. Vielmehr sei auf eine Symptom- und eine 

Schmerzausweitung geschlossen worden, welche psychischen Ursprungs seien. 

Bezüglich der Beurteilung von Dr. H.___ vom 7. Dezember 2009 verlangte sie sodann 

die prozessuale Nichtberücksichtigung, da jene Ausführungen auf Untersuchungen 

vom 18. November 2009 beruhen würden und nach dem Einspracheentscheid 

eingetretene Veränderungen nicht Prozessthema sein könnten. - Dies vermag 

vorliegend jedoch, wie schon in Erwägung 1.2 ausgeführt, nicht zu überzeugen.

3.6    Angesichts der auf den Unfall zurückzuführenden somatisch bedingten 

Einschränkungen befand Dr. I.___ sämtliche Arbeiten, die langes Stehen, mittlere oder 

längere Gehstrecken, häufiges Treppen- und Leiternsteigen und Heben und Tragen von 

Lasten über 10kg in häufigem Ausmass beinhalten würden, für den Beschwerdeführer 

nicht mehr zumutbar. Eine diese Einschränkungen berücksichtigende Tätigkeit hielt er 

jedoch ganztags für möglich und zumutbar (Suva-act. 140). Auch Dr. J.___ sah aus 

neurologischer Sicht Tätigkeiten, die eine längere Gehbelastung, insbesondere mit 

Tragen von Lasten beinhalte, zukünftig nur sehr eingeschränkt als vorstellbar. Im 

Weiteren werde der Zehenstand rechtsseitig dauerhaft erheblich eingeschränkt bleiben. 

Daher sei eine ganztägige, überwiegend sitzende Tätigkeit mit zwischenzeitlichen 

kurzen Gehstrecken mit den neurologischen Unfallfolgen vereinbar (Suva-act. 141). Dr. 

N.___ befand mit Verweis auf diese Berichte, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung 

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detailliert sei und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in ausgezeichneter Weise 

beschreibe, weshalb sie ihr nichts mehr anzufügen hatte (vgl. Suva-act. 193).

3.7    Aus den Akten ergibt sich, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch nicht alle 

Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren. So sah Dr. J.___ - abgesehen von der 

peripheren Nervus tibialis-Schädigung, welche keiner Therapie zugänglich sei - die 

Möglichkeit die peripher-neuropathischen Beschwerden des Beschwerdeführers im 

Rahmen einer interdisziplinären Schmerzbehandlung und die Verkürzungen der 

ligamentären Strukturen im Bereich der Fusssohle sowie möglicherweise auch im 

Bereich des Sprunggelenks mittels physiotherapeutischer Massnahmen anzugehen 

(Suva-act. 141 S. 5). Dr. H.___ empfahl zur Behandlung der chronifizierten 

neuropathischen Schmerzen ebenfalls eine Medikationstherapie und ging dabei von 

einer guten Beschwerdelinderung aus (act. G 18.1). Schliesslich hielt auch Dr. N.___ 

fest, dass bisher noch nie eine konsequente medikamentöse Schmerztherapie nach 

dem Dreistufenschema der Behandlung chronischer Schmerzen durchgeführt worden 

sei, weshalb eine wichtige Therapie-Option noch nicht ausgeschöpft worden sei. 

Ausserdem kenne der Beschwerdeführer keine gymnastischen Übungen, um seine 

Beschwerden zu lindern, sollte solche aber noch erlernen (Suva-act. 195). Damit 

konnte im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass von der Fortführung einer 

medikamentösen, schmerz- und physiotherapeutischen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mehr erwartet werden 

konnte. Demzufolge ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Fall zu früh 

abgeschlossen hat.

4.        

4.1    Im Weiteren zeigen diese medizinischen Akten Widersprüche und Unklarheiten 

auf, die auch durch die IV-Begutachtung nicht geklärt worden sind. So kritisierte 

Dr. E.___ mit Bericht vom 7. Januar 2009 die Ausführungen von Dr. I.___ in Bezug auf 

die zumutbaren Tätigkeiten als viel zu optimistisch. Ausserdem hätten die Fehlstellung 

sowie die Neigung zum Hinken nach seinem Befund eindeutig zugenommen. Des 

Weiteren widersprach auch Dr. H.___ in der Beurteilung vom 26. November 2009 dem 

KSSG-Bericht vom Juni 2009, indem er die dort als eher positiv dargestellte 

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Restfunktion des Nervus tibialis von 25% bedeutend schlechter beurteilte und zudem 

eine Progredienz festhielt. Da der medizinische Laie hieraus aber keine Schlüsse zu 

ziehen befugt ist, hätte die Beschwerdegegnerin zumindest ihren medizinischen Dienst 

bzw. allenfalls eine externe Fachperson zur Klärung einschalten müssen.

4.2    Ebenfalls unklar ist die Aktenlage hinsichtlich des Vorliegens eines komplexen 

regionalen Schmerzsyndroms (CRPS). Synonym verwendete Bezeichnungen dieser 

Gesundheitsstörung sind insbesondere Morbus Sudeck, sympathische 

Reflexdystrophie sowie Algodystrophie. Das CRPS ist dadurch gekennzeichnet, dass 

es nach äusserer Einwirkung (z.B. Traumen, Operationen und Entzündungen) über 

längere Sicht zu einer Dystrophie und Atrophie von Gliedmassen kommt. Als 

Symptome treten Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Schmerzen 

und schliesslich Funktionseinschränkungen auf (vgl. Wikipedia - Komplexes regionales 

Schmerzsyndrom; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 

1859; MSD-Manual, Urban & Fischer, 2000, S. 1664). Am 14. Juli 2006 wies Dr. D.___ 

auf eine deutlich leicht livid-rötliche Verfärbung des Fusses hin und entnahm den 

Röntgenbildern eine leichte Inkongruenz im OSG, Pseudarthrosen Volkmann und 

Fibula sowie fleckenförmige Entkalkungen. Er befand, dass es sich dabei im Moment 

um einen Morbus Sudeck handle, der zuerst therapiert werden müsse (Suva-act. 71). 

Auch Dr. med. Q.___, Röntgeninstitut und MR-Zentrum Dres. C.___, R.___, T.___, hielt 

am 16. Oktober 2007 fest, die fleckförmige Osteopenie lasse sich als Hinweis auf einen 

Morbus Sudeck abgrenzen (Suva-act. 127). Laut Bericht von Dr. med. U.___, Chefarzt 

des Zentrums für Fusschirurgie der Schulthess Klinik, vom 7. Dezember 2006 stand die 

Läsion des Tibialisnervs zwar in einem wichtigen Zusammenhang mit den geklagten 

Schmerzen. Er schloss aber auch eine Residualsymptomatik des Morbus Sudeck nicht 

aus (Suva-act. 92). Am 9. Juli 2007 konnten in der Neurochirurgie des KSSG keine 

Verfärbung, Schwellung oder vermehrtes Schwitzen und nur leicht atrophisch 

erscheinende Hautverhältnisse festgestellt werden (Suva-act. 117). Im Vergleich zu den 

Voruntersuchungen zeigten die Röntgenbilder vom 16. Oktober 2007 eine rückläufige 

fleckförmige gelenknahe Osteopenie und keine Morbus Sudeck-Zeichen mehr (Suva-

act. 128). Demgegenüber ergab sich im gleichentags durchgeführten 3-Phasen-

Teilkörperskelettszintigramm eine deutlich verzögerte Durchblutung des rechten 

Unterschenkels und Fusses, was gemäss dem auswertenden Arzt als Hinweis für einen 

Morbus Sudeck im Stadium der Athrophie gedeutet wurde (Suva-act. 129). Gestützt 

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auf diese Arztberichte folgerte Dr. J.___, dass aus neurologischer Sicht ein CRPS II 

nicht mit Wahrscheinlichkeit diagnostiziert werden könne, da jeweils nur einzelne 

diagnostische Kriterien positiv beschrieben worden seien. Daher könne höchstens der 

Verdacht auf einen CRPS II gestellt werden. Im neuesten Bericht von Dr. H.___ vom 26. 

November 2009 wurde demgegenüber ein "Status nach CRPS" und im IV-Gutachten 

vom 11. Juli 2009 ein "Status nach CRPS Typ II" (hier jedoch nur als 

Differentialdiagnose aufgeführt) ohne weitergehende Ausführungen erwähnt. Der 

Morbus Sudeck zeichnet sich durch ein sehr heterogenes Krankheitsbild mit 

unterschiedlicher Ausprägung verschiedener Symptome aus. So können neben den 

genannten Beschwerden organischer Natur auch psychische Symptome (Depressivität, 

Ängstlichkeit, Somatisierungstendenz, Aggressionshemmung und emotionale Labilität) 

gehäuft auftreten. Die psychischen Symptome sind nachweislich Folge und nicht 

Ursache der Erkrankung (www.dr-gumpert.de/html/morbus_sudeck.html, Abfrage vom 

9. September 2010). Nachdem also die Würdigung der gesamten Umstände betreffend 

das Vorliegen eines CRPS bzw. Morbus Sudeck eine Aktenlage aufzeigt, welche als 

unklar zu bezeichnen ist, erscheint es gerechtfertigt, auch diesbezüglich nochmals eine 

Beurteilung durch den ärztlichen Dienst der Beschwerdegegnerin einzuverlangen. Dies 

insbesondere auch mit Blick auf die Adäquanzbeurteilung allfälliger psychischer 

Unfallfolgen. Treten nämlich in Folge eines nachgewiesenen Morbus Sudeck bzw. 

eines CRPS sekundäre psychische Störungen hinzu, ist zu beachten, dass die Eignung, 

eine psychische Fehlentwicklung auszulösen, einem Morbus Sudeck grundsätzlich 

zugebilligt werden muss und sich insofern das Erfordernis einer Begutachtung ergibt 

(vgl. dazu E. Wehking: Das komplexe regionale Schmerzsyndrom [CRPS] in 

Abgrenzung psychogener Störungen, in: Versicherungsmedizin 59 [2007] Heft 1; Urteil 

des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 27. Juli 2007 i/S G.V. [2006/89] 

und vom 18. Oktober 2005 i/S K.M. [UV 2005/28]). Hinzu kommt, dass exzessive 

Dauerschmerzen, verstärkt durch Bewegung und Berührung, gerade ein typisches 

Symptom eines Morbus Sudeck darstellen und die Behandlung eines solchen oft 

langwierig und für den Patienten frustrierend, weil therapierefraktär ist (vgl. dazu Alfred 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 695).

4.3    Auf Grund der ebenfalls geklagten lumbalen Beschwerden erfolgte am 16. August 

2007 ein MRI der Wirbelsäule (Th12-S2). Dieses ergab pansegmentale Discopathien in 

den Segmenten L4-S1 mit geringen ventralen Osteochondrosen, geringgradig 

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ausgeprägte bilaterale Spondylarthrosen, im Segment L4/5 und noch geringer 

ausgeprägt im Segment L5/S1 den Duralschlauch lediglich flach einengende 

Diskushernien sowie ein Wirbelkörperhämangiom in L2. Für eine 

Nervenwurzelkompression fehlte ein Nachweis (Suva-act. 139). Dr. H.___ wies darauf 

hin, dass sich auf Grund der (Fuss-)Schmerzen und der Fehlbelastung zunehmend 

lumbovertebrale Beschwerden aber auch zervikale Beschwerden ausbilden würden. Er 

diagnostizierte dementsprechend eine sekundäre Beschwerdesymptomatik mit 

lumbovertebralem Schmerzsyndrom, Verspannungen und Schmerzen im HWS-Bereich 

sowie eingeschränkter Dorsalflexion rechter Fuss mit Grosszehenheberparese rechts 

(Suva-act. 138). Demgegenüber waren laut Dr. J.___ sämtliche Beschwerden im 

Bereich der Wirbelsäule (HWS, BWS, LWS) aus neurologischer Sicht nicht in einen 

wahrscheinlichen Kausalzusammenhang mit neurologischen Unfallfolgen zu bringen. 

Beschwerden im Lumbalbereich und möglicherweise auch radikuläre (d.h. 

nervenwurzelabhängige) Schmerzen bis in den Fussbereich könnten mit degenerativen 

(krankheitsbedingten) Veränderungen, wie sie in der Bildgebung der LWS erkennbar 

seien, erklärt werden (Suva-act. 141). Auch Dr. P.___ hielt fest, dass keine Anzeichen 

einer Läsion des Nervus ischiadicus oder eine Radikulopathie im Bereich der lumbalen 

Radices weder klinisch noch elektrophysiologisch hätten verifiziert werden können, 

weshalb kein klinisch-neurologisches Korrelat für die beklagten, in das rechte Bein 

ausstrahlenden Rückenschmerzen und zirkulär begrenzte Hypästhesie des rechten 

Beines inklusiv Gesässregion bestünden. Postuliert werden müsse hier eine Symptom- 

und Schmerzausweitung im Rahmen des erlittenen Traumas (Suva-act. 193 S. 4). 

Dr. I.___ befand das Lumbovertebralsyndrom aus orthopädischer Sicht als auf 

mehrsegmentalen Bandscheibendegenerationen mit Entwässerung insbesondere L4/5 

und L5/S1 basierend, mit subligamentärer kleiner Diskushernie L4/5 ohne 

Beeinträchtigung von Spinalkanal oder Nervenwurzeln sowie den als Nebenbefund den 

Wirbelkörper L2 ausfüllenden Tumor (differentialdiagnostisch am ehesten ein 

Hämangiom oder Lipom) als unfallfremd und krankhaft wie auch durch den Unfall nicht 

verschlimmert (Suva-act. 149). Zwar liegen hier keine ärztlichen Beurteilungen vor, 

welche von einer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

vorhandenen Unfallkausalität der bisher geklagten Beschwerden im Bereich der 

Wirbelsäule ausgehen. Offen und daher abzuklären bleibt dennoch, inwiefern bzw. in 

welchem Ausmass das pathologische Gangbild beim Beschwerdeführer allenfalls 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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schon heute zu lumbovertebralen Beschwerden geführt hat, wie von Dr. H.___ 

wiederum im Bericht vom 26. November 2009 in Aussicht gestellt wurde (vgl. act. G 

18.1).

4.4    Auf Grund dieser offenen Fragen wird die Beschwerdegegnerin in medizinischer 

Hinsicht nach deren Klärung auch nochmals zur Höhe der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

in angepasster Tätigkeit Stellung beziehen müssen. Nachdem Dr. H.___ in seinem 

jüngsten Bericht zwar bereits eine Einschätzung in Höhe von 50% festhielt (vgl. act. G 

18.1), dabei aber nicht zwischen den angestammten und möglichen angepassten 

Tätigkeiten unterschieden hat, wird darauf nicht weiter abzustellen sein. Die 

Beschwerdegegnerin wird sich aber allenfalls die Frage stellen müssen, ob in die neue 

Beurteilung auch einfliessen soll, dass sich der Beschwerdeführer bisher weigerte, sich 

auf bestimmte Therapieformen einzulassen, sei es u.a. auf das vom Palliativzentrum 

des KSSG vorgeschlagene Schmerzcoaching (vgl. Suva-act. 136) oder eine stationäre 

Rehabilitation zur medikamentösen Einstellung (vgl. Suva-act. 136, 137).

4.5    Nicht zu überzeugen vermögen hingegen die Vorbehalte des Beschwerdeführers 

hinsichtlich bestimmter Feststellungen im rheumatologischen Gutachten von Dr. N.___ 

vom 11. Juli 2009. Hierzu ist festzuhalten, dass ihre Feststellung, gewisse 

Medikamenteneinnahmen seien durch Laborwerte nicht nachweisbar, weder 

nachweislich durch den Hausarzt widerlegt, noch die Angabe des Beschwerdeführers, 

selber eine halbe Stunde Auto fahren zu können (Suva-act. 195, Teilgutachten vom 11. 

Juli 2009 Ziff. 3.2), falsch wiedergegeben wurden. Auch dass es sich beim 

Beschwerdeführer um einen "kräftigen" Mann handle, steht nicht im Widerspruch zu 

seinem schlanken Körperbau, besitzt er gemäss Bioimpedanz-Analyse doch immerhin 

eine beträchtlich über dem Normwert (40%) liegende Muskelmasse von 56.4% (Suva-

act. 195 Ziff. 6).

5.        

Ausgewiesen sind beim Beschwerdeführer auch psychische Beeinträchtigungen. Ab 

31. Oktober 2006 ging er monatlich und ab Januar 2008 in Abständen von vierzehn 

Tagen zu Dr. K.___ bzw. später zu Dr. med. V.___ (Suva-act. 183, RAD vom 

10. Dezember 2008) zur psychotherapeutischen Behandlung. Mit Bericht vom 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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14. November 2006 hielt Dr. F.___ fest, der Beschwerdeführer zeige als psychische 

Reaktion auf die aus dem Unfall resultierenden Belastungen ein klinisch erheblich 

ängstlich-depressives Syndrom, klassifikatorisch am ehesten einer Anpassungsstörung 

entsprechend (Suva-act. 89). Am 8. Mai 2007 diagnostizierte Dr. K.___ eine inadäquate 

Krankheitsbewältigung im Sinn einer depressiven Entwicklung und einer Zunahme der 

Schmerzsymptomatik (Suva-act. 108, 149). Laut Gutachten von Dr. M.___ leidet der 

Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig eine 

mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F 33.11), sowie an einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4) mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bzw. einer Einschränkung derselben um 50% (Suva-act. 195, 

Gutachten vom 10. August 2009 Ziff. 9.1.1, 9.2.3). Hier wird sodann nach Durchführung 

der weiteren somatischen Abklärungen zu prüfen sein, ob diese psychischen 

Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 12. September 2005 in einem adäquat-

kausalen Zusammenhang stehen. Der Entscheid über die Notwendigkeit einer erneuten 

psychologischen Abklärung allenfalls im Sinn einer interdisziplinären Begutachtung 

wird vom medizinischen Dienst zu fällen sein.

6.        

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass insgesamt von einer unstimmigen 

Aktenlage und nicht vom Vorliegen schlüssiger Beweisgrundlagen auszugehen ist. 

Nachdem jedoch bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit ärztlicher Feststellungen 

ergänzende Abklärungen erforderlich machen (vgl. E. 3.3), ist die Angelegenheit zur 

Stellungnahme des medizinischen Dienstes und allfälligen Veranlassung einer erneuten 

Begutachtung des Beschwerdeführers hinsichtlich andauernder somatischer 

Unfallrestfolgen, allenfalls auch bezüglich sekundärer psychischer 

Gesundheitsstörungen, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Anschluss an 

die Prüfung der kausalen Unfallrestfolgen wird die Beschwerdegegnerin auch deren 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und den Bedarf an 

weiteren zweckmässigen Heilbehandlungen bzw. die Erfüllung der 

Anspruchsvoraussetzungen der unfallversicherungsrechtlichen 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld bzw. allenfalls die mittlerweise 

eingetretene Rentenfrage) zu prüfen haben.

7.        

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Auf Grund dieser Ausführungen ist die Beschwerde vom 18. Mai 2009 dahingehend 

gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. April 

2009 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinn der Erwägungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben 

(Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde 

führende Partei hingegen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt 

auch die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen 

(BGE 127 V 234 E. 2b/bb). Angesichts der Schwierigkeit des Falles sowie der Art und 

des Umfangs der Bemühungen erscheint eine Parteientschädigung, wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, von Fr. 3'500.-- einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer angemessen. Bei diesem Prozessausgang wird das Gesuch des 

Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 16. April 2009 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer zu erbringen.

4.       Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung wird als gegenstandslos 

abgeschrieben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2010
	Art. 6 UVG. Fallabschluss zu früh erfolgt. Parallel waren noch neurologische Abklärungen am Laufen und Therapiemöglichkeiten unausgeschöpft. Rückweisung zu weiteren Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2010, UV 2009/51).

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