# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34ad31b9-9d50-5167-9dee-c446ee60ef99
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.04.2012 810 11 331 (810 2011 331)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-331_2012-04-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 18. April 2012 (810 11 331) 

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Bruno Gutzwiller, Kantonsrichter Beat  

Walther, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Eleonor Gyr 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advo-
kat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung  

(RRB Nr. 1245 vom 06. September 2011) 
 
 
 

 

A.  Der 1973 geborene mazedonische Staatsangehörige A.____ stellte am 17. Mai 2005 in 
der Schweiz einen Asylantrag, auf den mit Verfügung des Bundesamtes für Migration (BFM) 
vom 1. Juli 2005 nicht eingetreten wurde. A.____ wurde per 1. Juli 2005 aus der Schweiz weg-
gewiesen. Daraufhin tauchte er unter und hielt sich illegal in der Schweiz auf. 
 

 
 
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Am 13. Dezember 2005 wurde A.____ wegen Verursachens eines Verkehrsunfalls durch das 
Untersuchungsrichteramt B.____ zu einer Busse von CHF 280.00 verurteilt.  
 
Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. Mai 2006 wurde A.____ der qualifizierten 
Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe 
(Betäubungsmittelgesetz, BetmG) vom 3. Oktober 1951 und der mehrfachen Widerhandlung 
gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) vom 
26. März 1931 zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 18 Monaten (Probezeit 2 
Jahre) sowie einem bedingt vollziehbaren Verweis aus dem Gebiet der Schweiz für die Dauer 
von 8 Jahren verurteilt.  
 
A.____ heiratete am 30. März 2006 während der Untersuchungshaft die Schweizerin C.____, 
geboren 1978, die einen minderjährigen Sohn mit in die Ehe brachte.  
 
Am 11. Dezember 2006 erhielt A.____ durch das Amt für Migration (AfM) eine Aufenthaltsbewil-
ligung zum Verbleib bei der Ehefrau. Gleichentags wurde er durch das AfM verwarnt und darauf 
hingewiesen, dass er mit dem Widerruf oder der Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilli-
gung rechnen müsse, sollte er erneut verurteilt werden oder nicht gewillt sein, sich in die hier 
geltende Ordnung einzufügen. Die Aufenthaltsbewilligung von A.____ wurde letztmals am 
30. März 2010 bis zum 29. März 2011 verlängert.  
 
Im April 2007 machte die Mutter von C.____ das AfM darauf aufmerksam, dass die Ehe zwi-
schen A.____ und ihrer Tochter eine Scheinehe sei. Daraufhin veranlasste das AfM Abklärun-
gen über die mögliche Scheinehe.  
 
Mit Schreiben vom 21. Juni 2007 gewährte das AfM dem Ehepaar das rechtliche Gehör betref-
fend des Vorwurfs der Scheinehe sowie einer allfälligen Wegweisung. Nach weiteren Hinweisen 
von der Mutter der Ehefrau wurden erneut Abklärungen bezüglich der Ernsthaftigkeit der Bezie-
hung zwischen A.____ und C.____ durchgeführt. Der Vorwurf der Scheinehe habe jedoch nicht 
erhärtet werden können.  
 
A.____ wurde mit Urteil des Untersuchungsrichteramts B.____ vom 1. September 2009 wegen 
einer groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Ziff. 2 Strassenverkehrsgesetz (SVG) 
vom 19. Dezember 1958 zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 90.00 
(Probezeit 3 Jahre) sowie einer Busse von CHF 700.00 verurteilt.  
 
Mit Strafbefehl vom 28. Januar 2010 verurteilte das Bezirksamt D.____ A.____ wegen grober 
Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Ziff. 2 SVG (Überschreiten der signalisierten 
Höchstgeschwindigkeit um 38 km/h) zu einer unbedingten Geldstrafe von CHF 1'500.00 und 
einer Busse von CHF 100.00. Zudem widerrief das Bezirksamt D.____ die aufgeschobene 
Geldstrafe des Untersuchungsrichteramts B.____, wodurch diese Geldstrafe zur Zahlung fällig 
wurde.  
 

 
 
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Am 29. April 2010 teilte C.____ dem AfM telefonisch mit, dass sie und A.____ ab sofort ge-
trennt seien und er aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei. Mit Schreiben vom Juli 
2010 teilte die Mutter von C.____ dem AfM mit, dass A.____ vor zwei bis drei Monaten aus der 
gemeinsamen Wohnung mit ihrer Tochter ausgezogen sei. 
 
In der Folge wurde am 30. November 2010 C.____ bezüglich der Trennung von A.____ das 
rechtliche Gehör gewährt und durch das AfM angehört. A.____, vertreten durch Dr. Nicolas 
Roulet, Advokat, dieser substituiert durch Ahmad Sharif, nahm mit Schreiben vom 2. März 2011 
Stellung zum beabsichtigten Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und der damit drohenden 
Wegweisung.  
 
Mit Verfügung des AfM vom 19. April 2011 wurde A.____ die Verlängerung seiner Aufenthalts-
bewilligung verweigert und er wurde angewiesen, die Schweiz bis spätestens 20. Mai 2011 zu 
verlassen. Begründet wurde dies im Wesentlichen damit, dass ein Widerrufsgrund vorliege, da 
A.____ von seiner Ehefrau getrennt lebe, erneut straffällig geworden und nicht erfolgreich integ-
riert sei. Es sei zudem rechtsmissbräuchlich, wenn A.____ sich kurze Zeit nach letztmaliger 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von seiner Ehefrau trenne und dann behaupte, es 
würden noch reelle Chancen einer Wiederaufnahme des Zusammenlebens bestehen.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, dieser sub-
stituiert durch Nora Bertschi, mit Eingabe vom 28. April 2011 Beschwerde beim Regierungsrat 
des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Beantragt wurde, es sei die Verfügung des AfM 
vollumfänglich aufzuheben, dementsprechend sei A.____ weiterhin der Aufenthalt im Kanton 
Basel-Landschaft zu bewilligen und eventualiter sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung 
im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Alles unter o/e-Kostenfolge. In 
der Beschwerdebegründung vom 31. Mai 2011 wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass 
entgegen der Meinung der Vorinstanz kein Widerrufsgrund vorliegen würde, da die begangenen 
Delikte gegen die Strassenverkehrsordnung keine erheblichen Verstösse gegen die öffentliche 
Ordnung im Sinne des Gesetzes darstellen würden. Es seien Bagatellfälle und auch schon im 
Strafregister verzeichnet gewesen, als A.____ das letzte Mal die Aufenthaltsbewilligung verlän-
gert wurde. Dass diesen Vorfällen nun ein derartiges Gewicht zukomme und A.____ deswegen 
eine fehlende Integration attestiert werde, sei widersprüchlich. Ausserdem seien die Vorausset-
zungen für einen Aufenthalt in der Schweiz nach Art. 50 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005 gegeben, da A.____ eine 
mehr als dreijährige Ehe geführt habe, in der Schweiz gut integriert sei, gut Deutsch spreche 
und sich wirtschaftlich integriert habe. Zudem habe A.____ seine offenen Betreibungen redu-
ziert und sein Bruder sowie weitere Verwandte würden in der Schweiz leben. Demnach sei ihm 
eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu gewähren.  
 
Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 1245 vom 6. September 2011 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab. Im Wesentlichen wurde ausgeführt, dass mit der Trennung von der Ehefrau und 
der Auflösung der Familiengemeinschaft eine Bedingung seiner Aufenthaltsbewilligung wegge-
fallen sei und somit kein Anspruch mehr auf Verlängerung bestehe. Durch die Verurteilungen zu 
einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten sowie zwei groben Verkehrsregelverstössen nach 

 
 
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Art. 90 Ziff. 2 SVG seien die Widerrufsgründe der längerfristigen Freiheitsstrafe und des wie-
derholten und erheblichen Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gegeben. 
Die Nichtverlängerung sei zudem verhältnismässig, da die persönlichen Interessen von A.____ 
die öffentlichen Interessen an der Durchsetzung einer restriktiven Politik gegenüber dem Auf-
enthalt und der Einwanderung von Ausländern nicht zu überwiegen vermögen. Er habe 33 Jah-
re seines Lebens in seinem Heimatland verbracht und dort würden zudem seine drei Kinder, 
seine Exfrau, sein Vater sowie eine Schwester leben. Ausserdem liege keine persönliche Not-
lage vor, die einen Härtefall rechtfertigen würde. Dies sei von ihm auch nicht geltend gemacht 
worden.  
 
C. Mit Beschwerde vom 19. September 2011 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), beantragte A.____, vertreten 
durch Dr. Nicolas Roulet, dieser substituiert durch Andreas Keller, der Entscheid des Regie-
rungsrates sei vollumfänglich aufzuheben und dementsprechend dem Beschwerdeführer eine 
Aufenthaltsbewilligung im Kanton Basel-Landschaft zu erteilen. Eventualiter sei die Angelegen-
heit im Sinne der Erwägungen zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Al-
les unter o/e-Kostenfolge. In der Beschwerdebegründung vom 21. November 2011 wurde aus-
geführt, dass der Beschwerdeführer nach wie vor eine intensive und freundschaftliche Bezie-
hung zu C.____ pflege und zu deren Sohn ein Vater-Sohn-Verhältnis entstanden sei. Laufende 
Betreibungen seien zwischenzeitlich gelöscht worden und die Verlustscheine hätten reduziert 
werden können. Entgegen der Annahme des Regierungsrates liege kein Widerrufsgrund vor. 
Die beiden Delikte gegen die Strassenverkehrsordnung könne man nicht als erhebliche Ver-
stösse gegen die öffentliche Ordnung bezeichnen und würden nicht für sich alleine gegen eine 
grundsätzliche Integration des Beschwerdeführers sprechen. Der Beschwerdeführer sei gut 
integriert, er verstehe und spreche die Deutsche Sprache sehr gut und arbeite seit über drei 
Jahren. Bezüglich der Freiheitsstrafe liege beim Kriterium der langjährigen Freiheitsstrafe die 
Grenze im Minimum bei einem Jahr; das stelle aber keinen festen Wert dar. Bei der 1., resp. 2. 
Jahresgrenze handle es sich nicht um fixe Werte, es müssten alle Umstände mit in Betracht 
gezogen werden. Das Delikt liege ausserdem sechs Jahre zurück und der Beschwerdeführer 
habe früheren kriminellen Tätigkeiten den Rücken gekehrt. Zudem sei die Nichtverlängerung 
gestützt auf einen Widerrufsgrund nach Art. 62 AuG unverhältnismässig. Das AfM habe in der 
Vergangenheit trotz Wissen um die Verstösse gegen die rechtsstaatliche Ordnung, die entwe-
der schon lange her oder in ihrer Schwere nicht erheblich seien, die Aufenthaltsbewilligung ver-
längert.  
 
Mit Vernehmlassung vom 14. Dezember 2011 beantragte der Regierungsrat die Abweisung der 
Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Es wurde an den Ausführungen des angefochtenen Ent-
scheids festgehalten und zusätzlich ausgeführt, dass das AfM in der Vergangenheit trotz der 
18-monatigen Freiheitsstrafe sowie den Verkehrsdelikten dem Beschwerdeführer eine Aufent-
haltsbewilligung erteilt habe, weil dieser zu diesem Zeitpunkt noch mit seiner Ehefrau zusam-
men gewohnt habe. Durch die Trennung sei dieser Grund für den Aufenthalt in der Schweiz 
weggefallen. Zudem sei der Begriff der längerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b AuG 
nicht vom Einzelfall abhängig, sondern liege immer dann vor, wenn ein Ausländer oder eine 
Ausländerin zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde. Dies sei vorlie-

 
 
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gend der Fall. Zudem seien die Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung keineswegs 
Bagatelldelikte. Der Beschwerdeführer habe wiederholt und erheblich gegen das Strassenver-
kehrsgesetz verstossen und damit gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der 
Schweiz. Zusätzlich würden gegen den Beschwerdeführer Verlustscheine vorliegen, was auch 
ein Widerrufsgrund darstelle. Ein eventueller Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung nach der Härtefallregelung sei damit ebenfalls erloschen.  
 
D. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Beschwerdeführer mit seinem 
Rechtsvertreter sowie ein Vertreter des Regierungsrates teil. Die Parteien halten an ihren 
Rechtsbegehren fest. Auf die Aussagen der Auskunftspersonen und die Vorbringen der Partei-
en wird - soweit erforderlich - in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- 
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand gemäss § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbe-
stand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden An-
gelegenheit gegeben. Als Adressat ist der Beschwerdeführer sodann vom angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung. 
Da im Übrigen auch die weiteren formellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Be-
schwerde eingetreten werden. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen –  abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO, e contrario). 
 
3. § 16 Abs. 2 VPO statuiert den Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung von Am-
tes wegen. Das Gericht ist somit verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt von sich aus 
den richtigen Rechtssatz anzuwenden. Dies bedeutet, dass es einerseits überprüfen muss, ob 
es zu Verfahrensfehlern gekommen ist und andererseits, ob das richtige Recht inhaltlich richtig 
angewendet worden ist, d.h. die an sich gültigen, zutreffenden Rechtssätze richtig ausgelegt, 
konkretisiert und auf den Sachverhalt bezogen worden sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEIN-
RICH KOLLER/CHRISTINA KISS, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bun-
des, Basel und Frankfurt am Main 1996, Rz. 1034 ff.). Gemäss § 12 Abs. 1 VPO hat das Ge-
richt sodann von Amtes wegen die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen festzustellen. Es 
ist jedoch nicht verpflichtet, von sich aus über die tatsächlichen Vorbringen der Parteien hinaus 
den Sachverhalt vollständig neu zu erforschen. Es kann sich somit in der Regel damit begnü-
gen, die Stichhaltigkeit der Vorbringen zu überprüfen. Der Untersuchungsgrundsatz bringt es 

 
 
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daher mit sich, dass das Gericht den ihm vorgelegten Sachverhalt berichtigen oder ergänzen 
kann. Es muss ihn aber nicht weiter erforschen, wenn keine besonderen Umstände dies nahe 
legen (RHINOW/KOLLER/KISS, a.a.O., Rz. 1300; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, Rz. 268 ff.). 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(vgl. Art. 10 und 11 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet gemäss Art. 18 ff. 
AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem Ausland – über die Zu-
lassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Er-
teilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es 
sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (vgl. BGE 133 I 189 
E. 2.3; MARC SPESCHA in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 
2. Auflage, Zürich 2009, Art. 3 AuG, N 1 ff.; PETER UEBERSAX in: UEBERSAX/RUDIN/HUGI 
YAR/GEISER [Hrsg,], Ausländerrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechtsstellung von Aus-
länderinnen und Ausländern in der Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
4.2 Ein gesetzlicher Anspruch einer ausländischen Person auf Anwesenheit in der Schweiz 
liegt gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG insbesondere dann vor, wenn diese mit einer Schweizerin oder 
einem Schweizer verheiratet ist und mit dieser Person zusammenwohnt. Das Erfordernis des 
Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend ge-
macht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (vgl. Art. 49 AuG). Als wichtige 
Gründe gelten gemäss Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
(VZAE) vom 24. Oktober 2007 berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung 
wegen erheblicher familiärer Probleme. Bei anhaltendem Getrenntleben, das heisst über eine 
Dauer von sechs bis zwölf Monaten hinaus, ist aufgrund der Aussagen der Ehegatten, der ehe-
lichen Kontakte und der weiteren Umstände zu eruieren, ob die Trennung definitiv und die Fa-
miliengemeinschaft als aufgelöst zu betrachten ist (vgl. SPESCHA, a.a.O., Art. 49 AuG, N 3). 
 
4.3 Nach Auflösung der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf 
Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 AuG allerdings wei-
ter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche In-
tegration vorliegt (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz erforderlich machen (lit. b). Art. 50 AuG kommt erst zur Anwendung, wenn mindestens 
faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diese ist im 
Regelfall dann gegeben, wenn sich die Eheleute definitiv getrennt haben und keine ernsthafte 
Aussicht mehr besteht, dass sie sich wieder vereinigen könnten, wobei zusätzlich der Ehewille 
erloschen erscheinen muss. Für die Annahme einer Auflösung der Ehegemeinschaft ist somit 
weder eine eheschutzrichterliche oder gerichtliche Trennung noch eine Scheidung der Ehegat-
ten erforderlich (vgl. SPESCHA, a.a.O., Art. 50 AuG, N 1). Ausschlaggebendes Kriterium ist der 
Zeitpunkt, ab dem der Ehewille entfällt und nicht die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft. Es 
kann aufgrund moderner Lebensformen, beruflichen Überlegungen oder ehelichen Schwierig-
keiten vorübergehend oder dauernd auf ein Zusammenleben verzichtet werden (vgl. CARONI 

 
 
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MARTINA, in CARONI/GÄCHTER/TURNHERR [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG), Bern 2010, Art. 50 AuG, N 16).  
 
5.1 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Maze-
donien keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen 
Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer heiratete am 30. März 2006 die Schweizerin C.____. Gemäss 
übereinstimmenden Aussagen der Ehegatten trennten sie sich am 29. April 2010, worauf der 
Beschwerdeführer aus der gemeinsamen Wohnung auszog. Das eheliche Zusammenleben 
dauerte demzufolge ca. vier Jahre und einen Monat. Nach Aussagen des Ehepaares fand im 
September 2010 ein Eheschutzverfahren statt. Mit unadressiertem Schreiben vom 28. Februar 
2011 betonte C.____, dass ein erneutes Zusammenkommen und Zusammenwohnen nicht aus-
geschlossen sei. Sie schrieb, dass sie seit Ende August, Anfang September wieder sehr engen, 
regelmässigen Kontakt mit dem Beschwerdeführer habe und sie sich wieder näher gekommen 
seien. In Rücksicht auf ihren Sohn, der den Beschwerdeführer als seinen Vater betrachte und 
für den die Trennung alles andere als einfach gewesen sei, möchten sie jedoch nichts überstür-
zen. Sie betrachte ihren Mann als ihre Familie und der Gedanke, dass er zurück nach Mazedo-
nien gehen müsste, sei für sie unerträglich.  
 
5.3 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung haben der Beschwerdeführer und C.____ 
übereinstimmend ausgesagt, dass sie sich mehrmals die Woche treffen würden und glaubwür-
dig dargetan, dass sie nach wie vor an ein erneutes Zusammenkommen glauben würden. 
C.____ merkte an, dass sie sich mit einem erneuten Zusammenziehen Zeit lassen wollen, aus 
Rücksicht auf ihren Sohn. Dieser habe unter der letzten Trennung sehr gelitten und sie würde 
ihm gerne eine allfällige Wiederholung ersparen. Ausserdem haben sie und der Beschwerde-
führer das Scheidungsverfahren bereits zurückziehen wollen, haben dies aber nicht getan, um 
sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, dies geschehe nur wegen dem laufenden ausländerrecht-
lichen Verfahren. Beide haben bestritten, in einer neue Beziehung zu leben. Der Rechtsvertre-
ter des Beschwerdeführers führte aus, dass vom Gesetzgeber zwar kein "living apart together" 
angedacht worden sei, diese Form der Ehe dennoch berücksichtigt werden müsse, wenn sie 
wie im hier vorliegenden Fall die bessere Lösung für die Familiengemeinschaft darstelle. Man 
dürfe nicht stur davon ausgehen, dass eine Ehe nicht mehr gelebt werde, nur weil das Ehepaar 
räumlich getrennt wohne. Der Beschwerdeführer und C.____ würden sich mehrmals die Woche 
treffen und es herrsche reger Kontakt.  
 
6. Aufgrund der obgenannten Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau so-
wie der diesbezüglich unklaren Aktenlage konnte das Kantonsgericht anlässlich der heutigen 
Parteiverhandlung nicht abschliessend feststellen, ob die Ehe als definitiv gescheitert und die 
Familiengemeinschaft als aufgelöst zu betrachten ist, zumal die Parteien übereinstimmend aus-
gesagt haben, dass ein erneutes Zusammenkommen möglich sei und wieder reger Kontakt 
herrsche, resp. der Ehewille noch vorhanden sei. Von dem Erfordernis des Zusammenwohnens 
gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG kann nach Art. 49 AuG abgesehen werden, wenn wichtige Gründe 
geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft noch besteht (vgl. E.4.2 hiervor). Bei 

 
 
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anhaltendem Getrenntleben, das heisst über sechs bis zwölf Monate hinaus, ist zu eruieren ob 
die Trennung definitiv und die Familiengemeinschaft als aufgelöst zu betrachten ist. Der Be-
schwerdeführer und seine Ehefrau wohnen seit April 2010 nicht mehr in einem gemeinsamen 
Haushalt. Hierzu führen sie jedoch aus, dass getrenntes Wohnen zur Zeit die geeignete Form 
für ihre Familiengemeinschaft sei, ein erneutes Zusammenwohnen wolle nicht überstürzt wer-
den, vor allem in Rücksicht auf den Sohn der Ehefrau, dem ein hin und her erspart werden sol-
le. Dies beeinträchtige jedoch die Beziehung zwischen den Eheleuten nicht, da sie sich trotz 
räumlicher Trennung häufig treffen und den regelmässigen Kontakt zueinander suchen würden. 
Das Kantonsgericht hat zu entscheiden, ob eine Anspruchsgrundlage für eine Aufenthaltsbewil-
ligung vorhanden ist. Aufgrund des Ausgeführten ist ein solcher Entscheid zum heutigen Zeit-
punkt nicht möglich, da unklar ist, ob die Familiengemeinschaft, resp. der Ehewille weiterhin 
besteht. Demzufolge wird das Amt für Migration angewiesen, den Sachverhalt dahingehend 
abzuklären.  
 
7.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden gemäss § 20 Abs. 3 VPO in der Re-
gel der unterliegenden Partei auferlegt, wobei den Vorinstanzen – abgesehen von hier nicht 
vorliegenden Ausnahmen – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Demzufolge werden im 
vorliegenden Verfahren keine Kosten erhoben. 
 
7.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer wird für den Beizug des Anwalts eine Parteient-
schädigung entsprechend einem Stundenaufwand des Rechtsvertreters von 8 Stunden zu dem 
in der Honorarnote ausgewiesenen Stundenansatz von CHF 250.00 und einem Stundenauf-
wand des Volontärs von 11.5 Stunden à CHF 150.00 sowie Auslagen in der Höhe von 
CHF 356.30 von insgesamt CHF 4'357.50 (inkl. 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten des Regierungs-
rates zugesprochen (vgl. § 21 Abs. 1 VPO).  
 
7.3 Zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens wird die Angelegenheit 
an den Regierungsrat zurückgewiesen.  
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Angelegenheit im Sinne der 

Erwägungen an das Amt für Migration Basel-Landschaft zurückgewie-
sen.  

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 2'100 wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer-

deführer für das Verfahren vor Kantonsgericht eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von CHF 4'357.50 (inkl. Auslagen und 8 % Mehr-
wertsteuer) auszurichten. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.