# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a48982c5-c816-5639-871a-fc0f1d84ea35
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 18.08.2003 BK 2003 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2003-30_2003-08-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 18. August 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 03 30

Entscheid
Beschwerdekammer

Vizepräsident Bochsler, Kantonsrichter Heinz-Bommer und Rehli, Aktuarin ad hoc 
Honegger Droll.

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Bernhard Meier, 
Ankerstrasse 53, 8004 Zürich,

gegen

die Einstellungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 20. Juni 
2003, mitgeteilt am 27. Juni 2003, in Sachen gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Widerhandlung gegen das Lotteriegesetz (Kostenüberbindung)

hat sich ergeben:

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A. Am 22. Oktober 2002 stellte X. einen Antrag auf Teilnahme am System 
"Games without frontiers". Der Spieleinsatz auf dem Teilnahme-Antrag ist als Kauf-
preis zu € 200,00 zuzüglich Bearbeitungsgebühr zu € 49,50 pro PIN 2 definiert. X. 
kaufte neun Stück. Mit Datum vom 27. November 2002 erstatte die Kantonspolizei 
F. gegen X. Anzeige wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz betreffen die 
Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten (Lotteriegesetz) beziehungsweise der 
dazugehörigen Verordnung. 

Am 17. Januar 2003 wurde X. von der Kantonspolizei Graubünden zu seiner 
Teilnahme am System "Games without frontiers" befragt. Er erklärte, am Spiel teil-
genommen und zwei Bekannte angefragt zu haben, ob sie auch am System mitma-
chen wollten. 

B. Mit Strafmandat des Kreispräsidenten Maienfeld vom 18. Februar 
2003, mitgeteilt am 24. Februar 2003, wurde X. des Verstosses gegen Art. 38 des 
Lotteriegesetzes schuldig gesprochen und er wurde mit einer Busse von Fr. 300.-- 
bestraft. Überdies wurde er verpflichtet, die Verfahrenskosten, welche aus den Ge-
bühren der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 50.-- und denjenigen des Kreis-
amtes Maienfeld von Fr. 180.-- bestehen, zu tragen.

C. Gegen das Strafmandat erhob X. am 25. Februar 2003 Einsprache. 
Nach Ergänzung der Strafuntersuchung stellte der Bezirksgerichtspräsident Land-
quart mit Verfügung vom 20. Juni 2003, mitgeteilt am 27. Juni 2003, die Strafunter-
suchung gegen X. wegen Verstosses gegen das Lotteriegesetz ein. Dabei wurden 
ihm die Kosten des Kreisamtes Maienfeld, bestehend aus den Gebühren der Staats-
anwaltschaft Graubünden von Fr. 50.-- und denjenigen des Kreisamtes Maienfeld 
von Fr. 180.--, total Fr. 260.--, sowie die Untersuchungskosten des Bezirksamtes 
Landquart, bestehend aus den Untersuchungskosten von Fr. 640.-- und den Bar-
auslagen von Fr. 60.--, total Fr. 700.--, vollumfänglich auferlegt.

D. Mit Datum vom 18. Juli 2003 liess X. gegen das Kostendekret des Be-
zirksgerichtspräsidiums Landquart strafrechtliche Beschwerde bei der Beschwerde-
kammer des Kantonsgerichts Graubünden erheben mit dem Begehren, er sei von 
der Kostentragungspflicht zu befreien und es sei ihm für das Verfahren vor der Vor-
instanz eine billige Entschädigung zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschä-
digungsfolge zu Lasten des Kantons Graubünden.

Mit Schreiben vom 08. August 2003 verzichtete das Bezirksgerichtspräsi-
dium Landquart ausdrücklich auf die Einreichung einer Vernehmlassung und es be-

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antragte unter Hinweis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Auf die Begründung der Anträge sowie auf die Erwägungen in der angefoch-
tenen Verfügung wird, soweit erforderlich, im folgenden eingegangen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. Gegen Untersuchungshandlungen und gegen Ablehnungs- und Ein-
stellungsverfügungen des Kreispräsidenten und des Bezirksgerichtspräsidenten 
kann bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes Beschwerde geführt wer-
den (Art. 176a StPO). Zur Beschwerdeführung ist dabei berechtigt, wer durch den 
angefochtenen Entscheid berührt ist (zu dessen Gegenstand in einem besonders 
nahen Verhältnis steht) und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung gel-
tend macht (Art. 139 Abs. 1 Satz 1 StPO). Beschwerdelegitimiert ist jeder, der von 
einem Kostenentscheid unmittelbar betroffen ist. Beschwerdeführer im vorliegen-
den Fall ist X., der von der Vorinstanz zur Tragung sämtlicher Untersuchungsge-
bühren und -kosten verpflichtet worden ist. Der Beschwerdeführer ist durch die Kos-
tenauflage in seinen rechtlich geschützten Interessen berührt. Auf die im übrigen 
frist- und formgerecht eingereichte Kostenbeschwerde ist daher einzutreten.

2. Das Bezirksgerichtspräsidium Landquart hat das gegen den Be-
schwerdeführer wegen Verstosses gegen das Lotteriegesetz eröffnete und geführte 
Strafuntersuchungsverfahren eingestellt. Gleichwohl wurden ihm sämtliche Kosten 
der Staatsanwaltschaft, des Strafmandats- und des gerichtlichen Untersuchungs-
verfahrens auferlegt. Die Kostenauflage wird damit begründet, dass der Beschwer-
deführer im polizeilichen Ermittlungsverfahren ausgesagt habe, das Lotteriesystem 
zwei Bekannten empfohlen zu haben, womit er die Strafuntersuchung veranlasst 
habe. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass er 
an einem legalen Spiel teilgenommen und er ferner keine Teilnehmer geworben 
habe. Die Untersuchungsbehörde habe sich nie eingehend mit der Frage befasst, 
ob das fragliche Spiel nach dem Schneeballsystem verlaufe oder ob ein nicht straf-
bares Gewinnerwartungssystem vorliege. Selbst wenn das Spiel als verbotene Lot-
terie zu qualifizieren wäre, sei allein das Einlegen in die Lotterie straffrei. Strafbar 
sei einzig das Werben eines Teilnehmers. Er habe jedoch keine Werbung betrieben. 
Er habe bereits vor Erlass des Strafmandates daran festgehalten, dass er das Spiel 
nicht weiterempfohlen habe. Es hätte schon vor Kreisamt zu einer Einstellung der 
Untersuchung kommen müssen.

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3. Thema des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob 
das Bezirksgerichtspräsidium Landquart dem Beschwerdeführer sämtliche Unter-
suchungsgebühren und -kosten auferlegen durfte. Bei Einstellung einer Strafunter-
suchung ist es nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dem Angeschuldigten Kosten 
aufzuerlegen. Art. 156 StPO bestimmt, dass die Kosten bei Ablehnung oder Einstel-
lung der Untersuchung dem Angeschuldigten ganz oder teilweise überbunden wer-
den können, wenn er durch ein verwerfliches oder leichtfertiges Benehmen das Ver-
fahren verschuldet oder dessen Durchführung erschwert hat. Unter den gleichen 
Voraussetzungen kann dem Angeschuldigten im Falle der Einstellung des Verfah-
rens eine Entschädigung verweigert werden (Art. 161 Abs. 1 StPO). Art. 156 StPO 
liegt der Gedanke zugrunde, dass nicht der Staat und damit nicht der einzelne Bür-
ger als Steuerzahler für Verfahrenskosten aufkommen muss, die von einem Ange-
schuldigten durch vorwerfbares Verhalten verursacht worden sind (BGE 107 Ia 
167). Nach der neueren, gegenüber den früher herrschenden Anschauungen ein-
schränkenden Praxis des Bundesgerichtes ist dazu ein unter zivilrechtlichen Ge-
sichtspunkten vorwerfbares Verhalten notwendig, also ein gegen rechtlich vorge-
schriebene oder ungeschriebene Verhaltensnormen klar verstossendes Verhalten, 
welches eine pflichtgemäss handelnde Strafverfolgungsbehörde zur Einleitung ei-
nes Strafverfahrens veranlasste, oder ein Verhalten, welches in entsprechender 
Weise zu einer Erschwerung eines Verfahrens führte (PGK 2000 Nr. 36 mit Hinwei-
sen). Es handelt sich um eine zivilrechtlichen Grundsätzen gemäss Art. 41 OR 
(Schaden, Widerrechtlichkeit, Verschulden, adäquater Kausalzusammenhang) an-
genäherte Haftung für ein widerrechtliches und vorwerfbares Verhalten im Sinne 
eines prozessualen Verschuldens (BGE 116 Ia 162). Dieses schuldhafte Benehmen 
ist dann gegeben, wenn es von dem unter den gegebenen Verhältnissen als ange-
bracht geltenden Durchschnittsverhalten abweicht (Willy Padrutt, Kommentar zur 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, Chur 1996, S. 395), wobei eine 
bloss leichte Fahrlässigkeit genügt (ZR 96 Nr. 62 S. 158). Das Verschulden wiegt 
dabei um so schwerer, je grösser das Ausmass der Abweichung vom Durchschnitts-
verhalten ist (BGE 116 Ia 170). Die Kostenauflage setzt ferner voraus, dass das 
schuldhafte Verhalten die adäquate Ursache für die Einleitung oder Erschwerung 
des Strafverfahrens war. Dies trifft dann zu, wenn das gegen geschriebene oder 
ungeschriebene kommunale, kantonale oder eidgenössische Verhaltensnormen, 
welche direkt oder indirekt Schädigungen untersagen beziehungsweise ein Schädi-
gungen vermeidendes Verhalten vorschreiben, klar verstossende Benehmen des 
Angeschuldigten nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Le-
benserfahrung geeignet war, für sich alleine oder zusammen mit anderen Umstän-
den den Verdacht einer strafbaren Handlung zu erwecken und damit Anlass zur 

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Eröffnung eines Strafverfahrens zu geben oder die Durchführung des im Gange be-
findlichen Strafprozesses zu erschweren (vgl. ZR 96 1997 S. 158 ff.). Die Kosten-
belastung darf nicht weitergehen, als der Kausalzusammenhang zwischen dem vor-
geworfenen, fehlerhaften Verhalten und den kostenverursachenden behördlichen 
Handlungen reicht (BGE 116 Ia 162, BGE 109 Ia 163; Willy Padrutt, a.a.O., N 2.1.2 
zu Art. 156 StPO). 

4. Art. 1 Abs. 1 des Lotteriegesetzes verbietet Lotterien. Gemäss Art. 1 
Abs. 2 gilt jede Veranstaltung als Lotterie, bei der gegen Leistung eines Einsatzes 
oder bei Abschluss eines Rechtsgeschäftes ein vermögensrechtlicher Vorteil als 
Gewinn in Aussicht gestellt wird, über dessen Erwerbung, Grösse oder Beschaffen-
heit planmässig durch Ziehung von Losen oder Nummern oder durch ein ähnliches 
auf Zufall gestelltes Mittel entschieden wird. Gemäss Art. 43 der Verordnung zum 
Lotteriegesetz sind den Lotterien alle Veranstaltungen, bei denen das Schneeball-
system (Lawinen-, Hydra-, Gella- oder Multiplexsystem) zur Anwendung kommt, 
gleichgestellt. Eine solche Veranstaltung liegt vor, wenn die Lieferung von Waren, 
die Ausrichtung von Prämien oder andere Leistungen zu Bedingungen in Aussicht 
gestellt werden, die für die Gegenpartei des Veranstalters nur dann einen Vorteil 
bedeuten, wenn es ihr gelingt, weitere Personen zum Abschluss gleicher Geschäfte 
zu veranlassen (Art. 43 Ziff. 1 LV). Ebenso sind Preisausschreiben und Wettbe-
werbe jeder Art den Lotterien gleichgestellt, an denen nur nach Leistung eines Ein-
satzes oder nach Abschluss eines Rechtsgeschäftes teilgenommen werden kann 
und bei denen der Erwerb oder die Höhe der ausgesetzten Gewinne wesentlich vom 
Zufall oder von Umständen abhängig ist, die der Teilnehmer nicht kennt (Art. 43 Ziff. 
2 LV). Untersagt sind gemäss Art. 4 Lotteriegesetz die Ausgabe und die Durch-
führung einer durch dieses Gesetz verbotenen Lotterie. Die Durchführung einer Lot-
terie umfasst die dem Lotteriezweck dienenden Handlungen, wie die Ankündigung 
oder Bekanntmachung einer Lotterie, die Ausgabe der Lose, die Empfehlung, das 
Feilbieten, die Vermittlung und den Verkauf von Losen, Coupons oder Ziehungslis-
ten, die Losziehung, die Ausrichtung der Gewinne, die Verwendung des Ertrages. 
Gemäss Art. 38 Lotteriegesetz macht sich strafbar, wer eine durch dieses Gesetz 
verbotene Lotterie ausgibt oder durchführt (Abs. 1). Straffrei ist das Einlegen in eine 
Lotterie (Abs. 2). Veranstaltungen nach dem Schneeballsystem, wie sie in Art. 43 
Ziff. 1 LV umschrieben werden, sind als lotterieähnliche Unternehmungen im Sinne 
von Art. 56 Abs. 2 Lotteriegesetz zu qualifizieren, deren Durchführung gemäss Art. 
38 Lotteriegesetz strafbar ist.

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a) Wohl unterscheidet sich eine Veranstaltung nach dem Schneeballsystem 
von ihrer Anlage her in tatsächlicher Hinsicht wesentlich von einer Lotterie im ei-
gentlichen Sinne, bei welcher über Erwerb und Höhe der gegen Leistung eines Ein-
satzes in Aussicht gestellten Gewinne etwa durch Losziehung entschieden wird. 
Massgebend ist indessen allein, dass die vier Merkmale einer Lotterie gemäss Art. 
1 Abs. 2 Lotteriegesetz - Leistung eines Einsatzes oder Abschluss eines Rechtsge-
schäftes, Gewinnaussicht, Planmässigkeit und Zufall - in ähnlicher Weise gegeben 
sind wie bei einer Lotterie (vgl. BGE 123 IV 228 ff. mit weiteren Hinweisen). Den 
Teilnehmern am "games without frontiers" werden unter www.gameswf.de neben 
hohen Bargewinnen zusätzlich die Teilnahme an dem Immobilienquiz Money-Poly 
in Aussicht gestellt. Für die Teilnahme ist der Erwerb von mindestens einem soge-
nannten Pin 2 zu € 200,00 zuzüglich Bearbeitungsgebühr erforderlich. Gemäss der 
auf Internet einsehbaren Spielerklärung und dem im Antragsformular auf Teilnahme 
am Spiel enthaltenen Risikohinweis erlöschen mit dem Spielende alle Ansprüche 
der Teilnehmer gegenüber dem Veranstalter. Es ist nicht bestritten, dass der Be-
schwerdeführer einen Einsatz mit dem Kauf der Pin's leisten musste und ihm ein 
Gewinn in Aussicht gestellt wurde. Auch das Vorliegen des Merkmals der Planmäs-
sigkeit wird durch den Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abrede gestellt, nachdem 
für den Veranstalter jegliches Spielrisiko ausgeschlossen ist. Planmässigkeit im lot-
terierechtlichen Sinne liegt nämlich nicht nur dann vor, wenn ein Veranstalter sein 
Spielrisiko aufgrund mathematischer Berechnungen für sich ausschliesst. Entschei-
dend ist allein, dass der Veranstalter sein Risiko ausschliesst (vgl. BGE 123 IV 228 
ff. mit weiteren Hinweisen). Bei einer Veranstaltung nach dem Schneeballsystem 
trägt der Veranstalter schon nach der Konzeption einer solchen Unternehmung kein 
Risiko; dieses tragen allein die Teilnehmer, denen es gelingen muss, weitere Per-
sonen zum Abschluss gleicher Geschäfte zu veranlassen. Auch das aleatorische 
Element ist bei Veranstaltungen nach dem Schneeballsystem gegeben. Solche Ver-
anstaltungen führen rasch zu einer Marktsättigung beziehungsweise Marktveren-
gung mit der Folge, dass später hinzukommende Teilnehmer bei aller Beharrlichkeit 
und allem Geschick es zunehmend schwerer haben, ihrerseits weitere Teilnehmer 
anzuwerben, so dass ihr Vorteil wesentlich vom Zufall abhängt. Das Schneeballsys-
tem ist auf Marktverengung angelegt; der Zufall ist ihm immanent. Genau um einen 
solches Schneeballsystem handelt es sich beim "games without frontiers". Das 
Spiel respektive der Aufstieg innerhalb eines sogenannten Reihenhauses - der er-
worbene Pin wird zunächst im Fundament des Reihenhauses plaziert - ist nur so-
lange möglich, als neue Teilnehmer einsteigen. In der Spielerklärung wird denn 
auch ausdrücklich festgehalten, dass das Spiel solange laufe wie im Rechenzen-
trum neue Teilnehmer registriert werden. Auch unter dem auf dem Antragsformular 

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auf Teilnahme angebrachten Risikohinweis wird darauf hingewiesen, dass der Teil-
nehmer mit einem Teil- oder Totalverlust des eingesetzten Kapitals rechnen müsse. 
Diese Wahrscheinlichkeit werde umso grösser je länger das Spiel dauere, denn je 
grösser die Anzahl der Teilnehmer werde, desto eher sei mit einem Spielende zu 
rechnen. Dies besagt nichts anderes als, dass je länger das Spiel dauert, umso 
schwieriger wird es, neue Teilnehmer zu finden. Ohne neue Teilnehmer kann das 
Spiel jedoch nicht weitergeführt werden. Mithin ist es entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers sehr wohl wesentlich vom Zufall abhängig, ob ein Gewinn erzielt 
werden kann. Der Gewinn ist offensichtlich davon abhängig, dass genügend neue 
Teilnehmer weitere sogenannte Pin's erwerben. Über diese Tatsache vermag auch 
nicht die durch den Beschwerdeführer abgegebene Erklärung, dass er keine weite-
ren Teilnehmer für das Spiel anwerben werde, hinweg zu täuschen. Diese Erklärung 
hat zum einen keinen eigentlichen Schuldcharakter und sie beschränkt sich ferner 
lediglich auf die Aussage, dass keine weiteren Teilnehmer unter Benutzung des 
Werbekonzepts der Vertriebsgesellschaft angeworben werden. Das Werben von 
neuen Mitspielern wird also weder rechtswirksam noch grundsätzlich ausgeschlos-
sen. Dies ergibt sich auch daraus, dass auf der Rückseite des Antragsformulars auf 
Teilnahme am Spiel anzugeben ist, von welcher Person mit welcher Haus Nummer, 
mithin von welchem Mitspieler, das Spiel empfohlen worden ist. Gemäss seiner vor 
der Kantonspolizei gemachten Aussage wurde dem Beschwerdeführer das Spiel 
ebenfalls von einem Mitspieler empfohlen. Selbst wenn der Teilnehmer rechtsver-
bindlich keine neuen Mitspieler anwerben dürfte, wäre das Spiel als Veranstaltung 
im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 LV zu qualifizieren. Der Erklärungsinhalt würde nämlich 
einzig dazu dienen, die Gesetzesbestimmung von Art. 43 Ziff. 1 LV respektive das 
Verbot von Veranstaltungen nach dem Schneeballsystem zu umgehen. Es ist offen-
sichtlich, dass der Fortbestand des Spiels respektive das Realisieren eines Gewin-
nes von der Teilnahme neuer Mitspieler abhängig ist. Art. 43 Ziff. 1 LV ist nach 
seinem Sinn und Zweck auf jeden Fall auf das vorliegende Spiel anwendbar. Die 
Vorinstanzen haben zu Recht erkannt, dass der Beschwerdeführer an einem ver-
botenen Lotteriespiel teilgenommen hat.

b) Anlässlich der Einvernahme durch die Kantonspolizei Graubünden vom 
17. Januar 2003 erklärte der Beschwerdeführer auf den Vorhalt, ob er nach der 
Unterzeichnung des Teilnahme-Antrages das Schneeballsystem weiterempfohlen 
und/oder weitere Spieler angeworben habe, dass ihm A. gesagt habe, dass er das 
System noch einigen Personen weiterempfehlen müsse. Je mehr Personen er an-
werben könne, desto besser sei dies. Er habe B. aus D. und C. aus E. gefragt, ob 
sie auch an diesem System mitmachen wollen. Die beiden hätten ihn nur ausgelacht 

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und hätten nicht teilgenommen. Am Schluss der Einvernahme fügte der Beschwer-
deführer noch bei, dass er froh sei, dass die ganze Sache aufgeflogen sei und er 
nicht noch mehr Geld verloren habe. Er bestätigte ferner, dass seine Aussagen der 
Wahrheit entsprächen und das Protokoll richtig abgefasst sei. Auf die Aufforderung 
des Kreispräsidenten Maienfeld sich zum Vorhalt, gegen das Lotteriegesetz ver-
stossen zu haben, vernehmen zu lassen, machte der Beschwerdeführer schriftlich 
lediglich geltend, an einem legalen Spiel teilgenommen zu haben (Kreisamt act. 7). 
Erst in seiner Einsprache gegen das Strafmandat des Kreispräsidenten Maienfeld 
vom 25. Februar 2003 führte der Beschwerdeführer aus, keine Werbung betrieben 
zu haben, sondern lediglich mit dem Gedanken gespielt zu haben, das Spiel zu 
empfehlen. Der Beschwerdeführer gab auf diesbezügliches Befragen durch den Be-
zirksgerichtspräsidenten zu Protokoll, er habe die Aussage, dass er das Spiel weiter 
empfohlen habe, gemacht, weil er von der einvernehmenden Kantonspolizistin 
mehrmals gefragt worden sei. Damit sie Ruhe gebe, habe er die zwei erwähnten 
Namen angegeben. Mit Schreiben vom 15. April 2003 an den Bezirksgerichtspräsi-
denten Landquart hielt der Beschwerdeführer nochmals fest, dass einzig der Ge-
danke, mit einem Kollegen über das Spiel zu sprechen, nicht strafbar sei. In einer 
Klammerbemerkung fügte er an, er sei bei seiner Aussage auf dem Polizeiposten 
wohl zu ehrlich gewesen. Die polizeiliche Einvernahme sei nicht fair abgelaufen, 
denn seine Gedanken seien als vollzogene Tat formuliert worden, was nicht den 
Tatsachen entspreche. Im Rahmen der bezirksgerichtlichen Ergänzung des Unter-
suchungsverfahrens verneinten die als Zeugen befragten B. und C., dass ihnen der 
Beschwerdeführer ein Lotteriespiel namens "games without frontiers" empfohlen 
habe. 

c) Wie oben aufgezeigt worden ist, hat der Beschwerdeführer an einem 
nach dem Lotteriegesetz verbotenen Spiel teilgenommen. Durch seine Teilnahme 
an einem verbotenen Spiel hat er Anlass zur Eröffnung der Strafuntersuchung ge-
geben, welche zum Zwecke hatte abzuklären, ob er lediglich in die verbotene Lot-
terie eingelegt hat oder ob er sich eine verbotene Durchführungshandlung im Sinne 
von Art. 4 Lotteriegesetz zu Schulden kommen lassen hat. Dazu im polizeilichen 
Ermittlungsverfahren befragt, sagte er gemäss Protokoll aus, dass er das Spiel zwei 
bekannten Personen empfohlen habe. Am Ende der Einvernahme gab der Be-
schwerdeführer an, dass seine Aussagen der Wahrheit entsprächen, und er 
bestätigte, dass das Protokoll korrekt abgefasst sei. Das Protokoll ist vom Be-
schwerdeführer dementsprechend vorbehaltlos unterzeichnet worden. In seiner 
Vernehmlassung an das Kreisamt Maienfeld zum Vorhalt, sich der Übertretung 
gemäss Art. 38 Lotteriegesetz schuldig gemacht zu haben, machte er dann lediglich 

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gelten, dass er an einem legalen Spiel teilgenommen habe. Entgegen seinen Aus-
führungen berief sich der Beschwerdeführer erst in seiner Einsprache gegen das 
Strafmandat darauf, lediglich mit dem Gedanken gespielt zu haben, das Spiel wei-
terzuempfehlen, dies in der Folge aber unterlassen zu haben. Seine Behauptung, 
seine vor der Kantonspolizei deponierte Aussage sei falsch protokolliert worden, ist 
als Schutzbehauptung zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer wurde gegen Ende 
der polizeilichen Einvernahme darauf hingewiesen, dass er in dieser Sache zur An-
zeige gebracht werde, was er zur Kenntnis nahm. Unmittelbar darauf, im Bewusst-
sein der Tragweite seiner Aussage hat der Beschwerdeführer das Protokoll gelesen 
und gleichwohl ausdrücklich bestätigt, dass seine Aussagen richtig abgefasst seien. 
Dafür, dass es sich um eine Schutzbehauptung handelt, spricht ferner, dass er an-
lässlich der Einvernahme vor dem Bezirksgerichtspräsidium Landquart, also nach 
Erhebung der Einsprache bestätigte, dass er die Aussage, das Spiel empfohlen zu 
haben, tatsächlich gemacht habe. Als Erklärung für sein Aussageverhalten gab er 
an, dass er mehrfach dazu befragt worden sei und er Ruhe haben wollte. Er er-
wähnte in keiner Art und Weise, dass seine Aussage falsch protokolliert worden sei. 
Erst im auf die bezirksgerichtliche Einvernahme folgenden Schreiben vom 15. April 
2003 machte der Beschwerdeführer geltend, seine Aussage sei falsch wiedergege-
ben worden. Bei diesem Hintergrund ist es durchaus gerechtfertigt, davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Kantonspolizei Graubünden 
tatsächlich ausgesagt hat, das Spiel zwei namentlich genannten Personen empfoh-
len zu haben. Durch seine falsche Aussage hat er den Erlass des ihn schuldig spre-
chenden Strafmandates verursacht, da für die Strafbarkeit die Empfehlung einer 
verbotenen Lotterie genügt. Der Beschwerdeführer zeichnet ebenso für die nachfol-
gende Ergänzung der Strafuntersuchung verantwortlich. Diese wurde allein deshalb 
notwendig, weil sich der Beschwerdeführer im polizeilichen Ermittlungsverfahren 
fehlerhaft verhielt und er überdies seine Aussage nicht rechtzeitig korrigierte. Er er-
wähnte erst in der gegen das Strafmandat gerichteten Einsprache, dass er lediglich 
mit dem Gedanken gespielt hatte, dass Spiel zu empfehlen. Durch sein wahrheits-
widriges Aussageverhalten hat der Beschwerdeführer das Strafverfahren unnötig 
erschwert und in die Länge gezogen. Das gegen prozessuale Verhaltensnormen 
klar verstossendes Benehmen gereicht dem Beschwerdeführer zum Verschulden. 
Er hatte keine Veranlassung zur Aussage, das Spiel empfohlen zu haben, wenn er 
es in Tat und Wahrheit gar nicht getan hatte. Es durfte von ihm erwartet werden, 
dass er unter den gegebenen Verhältnissen - im Rahmen eines polizeilichen Ermitt-
lungsverfahrens - korrekt aussagte. Sein Aussageverhalten weicht von dem unter 
den gegebenen Verhältnissen als angebracht geltenden Durchschnittsverhalten ab 
und gereicht ihm damit zum Verschulden. Soweit durch ein solches, gegen prozes-

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suale Verhaltensnormen klar verstossendes Benehmen Kosten entstehen, können 
sie dem Beschuldigten auferlegt werden.

Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer durch sein Verhalten sowie 
seine fehlerhafte Aussage Anlass zur Eröffnung und Verlängerung des Strafunter-
suchungsverfahrens gegeben, womit sein Verhalten zweifellos kausal für die Ent-
stehung der Untersuchungskosten war. Sein Verhalten qualifiziert sich des weiteren 
als schuldhaft und widerrechtlich, womit neben dem Schaden die weiteren Voraus-
setzungen für die Kostenauferlegung gegeben sind. Der Beschwerdeführer hat 
dementsprechend die gesamten Kosten der Strafuntersuchung zu tragen und kei-
nen Anspruch auf eine Entschädigung.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwer-
deverfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

3. Mitteilung an:

__________

Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: