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**Case Identifier:** 74a4766b-c891-5a32-84c9-6df12b5b60e4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.02.2012 725 11 375 / 32 (725 2011 375 / 32)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-375---32_2012-02-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

vom 2. Februar 2012 (725 11 375 / 32) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Weiterführende Heilbehandlung nach Erreichen des gesundeitlichen Endzustands 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Michael Guex, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner  
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, 
Advokat, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung 
AG, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1968 geborene A.____ ist als Mitarbeiterin der B.____ bei der Concordia Schweize-
rische Kranken- und Unfallversicherung AG (Concordia) obligatorisch für Betriebs- und Nichtbe-
triebsunfälle versichert. Am 8. März 2006 erlitt die Versicherte beim Skifahren einen Unfall und 
zog sich dabei am linken Knie eine Ruptur des vorderen Kreuzbands zu. Nach einer operativen 
Kreuzbandersatzplastik war sie zunächst bis 19. März 2006 vollständig und vom 20. März 2006 
bis 14. Juni 2006 zu 50% arbeitsunfähig. Seit 1. September 2008 besteht wieder eine volle Ar-
beitsfähigkeit.  
 
B. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse stellte die Concordia mit Verfügung 
vom 23. März 2011 die Versicherungsleistungen per 31. Dezember 2010 mit der Begründung 

 
 
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ein, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung in Form von medizinischen und the-
rapeutischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu 
erwarten sei. Eine am 18. April 2011 hiergegen erhobene Einsprache der Versicherten wies die 
Concordia mit Entscheid vom 20. September 2011 ab, soweit darauf eingetreten wurde. Zur 
Begründung hielt sie zusammenfassend fest, dass die der Erhaltung des Gesundheitszustan-
des dienenden Massnahmen gemäss vertrauensärztlicher Beurteilung nicht zu Lasten der Un-
fallversicherung gehen würden. Daran ändere auch nichts, dass die Versicherte nicht persönlich 
durch den Vertrauensarzt untersucht worden sei. Auf den Antrag der Versicherten auf Ausrich-
tung einer Integritätsentschädigung trat die Concordia mit der Begründung nicht ein, dass sie 
nur für die Beurteilung des Anspruchs auf kurzfristige Leistungen zuständig sei. Für die Prüfung 
von Langzeitleistungen sei die C.____ AG AG zuständig. 
 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Heinrich Schärrer, am 
17. Oktober 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 
20. September 2011 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr Heilbehandlungen im Sin-
ne von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit sowie eine Integritätsent-
schädigung auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung der 
medizinischen Verhältnisse an die Concordia zurückzuweisen. Zur Begründung liess sie zu-
sammenfassend geltend machen, dass das fragliche Fitnesstraining gemäss Beurteilung des 
Hausarztes zum Erhalt der bestehenden Arbeitsfähigkeit notwendig sei. Zudem sei sie in ihrer 
Beweglichkeit eingeschränkt, weshalb ein Anspruch auf Integritätsentschädigung zu prüfen sei. 
Aus einem allfälligen Zusammenarbeitsvertrag der Concordia mit der C.____ AG dürfe ihr kein 
Nachteil erwachsen.  
 
D. Die Concordia schloss mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2011 auf Abweisung der 
Beschwerde. Für eine Leistungspflicht für den status quo erhaltender Heilbehandlungen über 
den Renten ausschliessenden Fallabschluss hinaus bestehe gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 
kein Raum. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung sei die Beschwerdegegnerin von Geset-
zes wegen nicht zu deren Ausrichtung befugt. 
 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Münchenstein, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-

 
 
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handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde der Versicherten ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Pflegeleistungen sind solange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 erster und zweiter Satz UVG e contra-
rio). Erachtet der Unfallversicherer diese Voraussetzung nicht mehr als gegeben oder hält er 
eine laufende oder wieder beantragte Behandlung für unzweckmässig, kann er deren Fortset-
zung gestützt auf Art. 48 Abs. 1 UVG ablehnen (vgl. BGE 128 V 171 E. 1b). Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 
UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität 
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfä-
higkeit (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
 
2.2 Kann von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des  
unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden und laufen auch 
keine Eingliederungsmassnahmen der IV mehr, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung 
der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente 
sowie auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (vgl. BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 
E. 4.1). Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll eine Heil-
behandlung - wie auch die in den Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen - nach 
Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen 
gewährt werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen 
Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur 
Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder 
zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Er-
werbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwischen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG 
nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An sei-
ne Stelle tritt alsdann der obligatorische Krankenpflegeversicherer (vgl. BGE 134 V 114 f. 
E. 4.2).  
 
2.3 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Das Bundesgericht hat in 
BGE 134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mit Blick darauf, dass die soziale 
Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, 
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfall-
bedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes 
"namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Bes-
serung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würden nicht genügen 
(vgl. BGE 134 V 115 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Nun gilt es allerdings zu beachten, dass 

 
 
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diese Rechtsprechung auf Fälle zugeschnitten ist, in denen das Unfallereignis zu einer länger 
andauernden ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person geführt hat. 
Sie lässt sich deshalb nicht unbesehen auf sog. Bagatellunfälle, bei denen von Anfang an gar 
keine Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, oder auf Unfälle, bei denen trotz anhaltender unfallbe-
dingter Gesundheitsbeeinträchtigungen bereits nach kurzer Zeit wieder eine volle Arbeitsfähig-
keit besteht, übertragen. In diesen Fällen kann dem Aspekt der Arbeitsfähigkeit für die Beurtei-
lung der Frage, wann der Versicherer den Fall abschliessen darf, keine Bedeutung zukommen,  
ansonsten der Unfallversicherer den Fallabschluss sofort oder nach sehr kurzer Zeit herbeifüh-
ren könnte und so trotz anhaltender unfallbedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen keine Be-
handlungskosten (mehr) übernehmen müsste. Der Zeitpunkt des Fallabschlusses muss in jenen 
Fällen deshalb ausschliesslich nach Massgabe der noch zu erwartenden Besserung der unfall-
bedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen bestimmt werden und es ist anhand der medizini-
schen Akten zu prüfen, ob noch von einer namhaften Progredienz des Heilungsprozesses aus-
gegangen werden kann oder ob ein stabilisierter Gesundheitszustand vorliegt, der nicht mehr 
namhaft verbessert werden kann. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes ist es, den Ge-
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit 
Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 
S. 113 E. 3a). 
 
4. Die Concordia stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Endzustands auf den 
Bericht von Dr. D.____, FMH Allgemeine Medizin, vom 18. Dezember 2010, wonach der End-
zustand erreicht und der Unfallabschluss zu prüfen sei. Diese Beurteilung deckt sich mit der 

 
 
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vertrauensärztlichen Beurteilung von Dr. E.____ vom 23. Dezember 2010, der zufolge keine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erreicht werden könne und auch kei-
ne Optimierung der Beweglichkeit mehr möglich sei. Die Beweglichkeit und der Muskelaufbau 
würden vielmehr stagnieren. Der medizinische Endzustand sei daher erreicht. Zumal die Versi-
cherte bereits im Januar 2009 beschwerdefrei war (vgl. Bericht des F.____ vom 20. Januar 
2009), erhellt, dass mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) ab 
Ende Dezember 2010 von einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen  keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden konnte. Aufgrund der Tatsache, dass die 
Versicherte ihre Arbeit im September 2008 wieder vollumfänglich aufgenommen und seither 
keine Arbeitsunfähigkeit mehr zu verzeichnen hatte (vgl. Arztbericht von Dr. D.____ vom 
18. Dezember 2010, ad Ziffer 2), steht zudem fest, dass derzeit keine unfallbedingte Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit resultiert. Ein allfälliger Rentenanspruch ist somit ausgeschlossen 
(vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Zwischen den Parteien deshalb zu Recht nicht mehr bestritten ist, 
dass der gesundheitliche Endzustand erreicht ist und die Versicherte keinen Renten begrün-
denden Invaliditätsgrad aufweist (vgl. oben, Erwägung 2.2 f.). 
 
5. Zur Diskussion steht hingegen, ob sich ein Anspruch auf eine weiterführende Heilbe-
handlung auf Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG stützen kann, da die Beschwerdeführerin unzweifelhaft 
weder an einer Berufskrankheit (lit. a) oder an einem Rückfall beziehungsweise an Spätfolgen 
(lit. b) leidet, noch vollständig erwerbsunfähig ist (lit. d). 
 
5.1 Nach Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG werden nach Festsetzung der Invalidenrente Pflegeleis-
tungen und Kostenvergütungen für Heilbehandlung, Hilfsmittel, Sachschäden und Reise-, 
Transport- sowie Rettungskosten gewährt, wenn die Rentenbezügerin zur Erhaltung ihrer 
verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege bedarf. Nach dem Wort-
laut setzt diese Regelung einen Rentenanspruch voraus. Am Erfordernis der beeinträchtigten 
Erwerbsfähigkeit wird ebenso in der Literatur und in der Rechtsprechung festgehalten 
(vgl. ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 382 ff., 
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche 
Abteilung] U 12/04 vom 28. Juli 2004 E. 3.2, Urteil des Bundesgerichts 8C_695/2007 vom 
20. März 2009 E. 3.1 f.). In einem erst kürzlich ergangenen Urteil hat das Bundesgericht seine 
bisherige Rechtsprechung zu Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG bestätigt und ausgeführt, dass sich die 
fragliche Bestimmung gemäss dem Wortlaut des Gesetzes eindeutig auf Personen beziehe, die 
bereits eine Rente beziehen, hingegen weiterhin erwerbsfähig seien, also einen IV-Grad zwi-
schen 10% und weniger als 100% aufweisen (vgl. für vollständig Erwerbsunfähige Art. 21 Abs. 
1 lit. d UVG). Zum gleichen Ergebnis führe die Konsultation der Lehre und der Rechtsprechung. 
Für eine Interpretation von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wonach eine Leistungspflicht des Unfall-
versicherers für eine den status quo erhaltende Heilbehandlung über den Renten ausschlies-
senden Fallabschluss hinaus gegeben ist, bestehe somit kein Raum. Wirksame, zweckmässige 
und wirtschaftliche Heilbehandlungen habe diesfalls vielmehr die obligatorische Krankenversi-
cherung zu gewähren. Vorbehalten bleibt einzig ein Anspruch auf weitere Heilbehandlung ge-
mäss Art. 11 UVV in Verbindung mit Art. 10 UVG wegen eines Rückfalls oder wegen Spätfolgen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2011, 8C_191/2011, E. 5). 
 

 
 
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5.2 Da die Versicherte derzeit keine unfallbedingte Invalidität aufweist, ist ein Anspruch auf 
Heilbehandlungsmassnahmen im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG zu verneinen. Nachdem 
die Voraussetzungen, unter welchen ein Anspruch auf Heilbehandlung im Rahmen des Art. 21 
UVG besteht, abschliessend umschrieben sind (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Un-
fallverscherung vom 18. August 1976, S. 191 f.), besteht unabhängig von der medizinischen 
Situation - mithin auch unabhängig von der Frage, ob die Erwerbsfähigkeit der Versicherten 
durch medizinische Vorkehren verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt wer-
den kann - so oder anders kein Raum für eine analoge Anwendung dieser Norm auf Versicherte 
ohne Rentenanspruch. Im vorliegenden Fall mag es aus Sicht der Beschwerdeführerin unbe-
friedigend sein, dass sie - im Vergleich zu Versicherten, die einen nur geringfügigen, aber den-
noch Renten begründenden IV-Grad aufweisen und damit Anspruch auf Heilbehandlungen für 
den Erhalt ihrer Restarbeitsfähigkeit besitzen - trotz vollständiger Arbeitsfähigkeit keinen sol-
chen Anspruch hat. Diese zwingende gesetzliche Regelung ist jedoch insoweit nachvollziehbar, 
als eine Zusprechung von Heilbehandlungen ohne Rente allenfalls zur Folge haben würde, 
dass das Schadendossier jeweils über Jahre hinweg offengehalten werden müsste, obschon 
keine oder nur sporadische Leistungen für Heilbehandlungen zu erbringen wären. Diese für die 
Versicherten unbefriedigende Regelung ist mithin sachlich begründet und kann demnach auch 
nicht als unechte Lücke qualifiziert werden. Für allenfalls notwendige Heilbehandlungen hat 
vielmehr der Krankenversicherer aufzukommen. Die strittige Leistungseinstellung der Concordia 
für Heilbehandlungen nach Erreichen des medizinischen Endzustandes ist vorliegend somit 
rechtmässig. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.  
 
6.1 Es verbleibt, den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung zu 
prüfen. Als anerkannte Krankenkasse kann die Concordia gemäss Art. 70 Abs. 2 UVG nur die 
Versicherung der Heilbehandlung einschliesslich Sachschäden, der Reise-, Transport- und Ret-
tungskosten sowie des Taggeldes durchführen. Für die übrigen, langfristigen Leistungen, ins-
besondere also für die Renten und die Integritäts- sowie Hilflosenentschädigungen, muss sie 
mit einem Versicherer, der diese Leistungen zu erbringen befugt ist, die Zusammenarbeit ver-
einbaren. Diese Regelung hängt mit dem Finanzierungssystem der Krankenkassen zusammen, 
welche nach dem Umlageverfahren finanziert werden und deshalb grundsätzlich keine langfris-
tigen Leistungen gewähren dürfen. Andernfalls bestünde im Falle einer Auflösung keine Ge-
währ, dass die fälligen Renten weiterhin bezahlt werden könnten, da mangels Vorfinanzierung 
keine entsprechenden Mittel verfügbar wären. Zu beachten ist, dass die SUVA nicht befugt ist, 
solche Zusammenarbeitsverträge mit den Krankenkassen abzuschliessen. Die Krankenkassen 
haben ihre Verträge daher entweder mit einer privaten Versicherungseinrichtung oder mit einer 
öffentlichen Unfallversicherungskasse zu vereinbaren (vgl. Art. 68 Abs. 1 UVG). Die versicherte 
Person hat diesfalls je ein Versicherungsverhältnis mit ihrer Krankenkasse für kurzfristige Leis-
tungen einerseits und mit einem anderen Versicherer für langfristige Leistungen andererseits. 
Dabei soll eine enge gegenseitige Zusammenarbeit zwischen Krankenkasse und dem Versiche-
rer angestrebt werden, die vor allem darauf ausgerichtet ist zu verhindern, dass den Versicher-
ten aus der Aufteilung bzw. Aufspaltung des Versicherungsverhältnisses auf zwei Versiche-
rungsträger Nachteile erwachsen (vgl. BBl 1976 III S. 141 ff.; ALFRED MAURER, Schweizerisches 
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 56 f.).  
 
6.2 Die Concordia ist in ihrem Einspracheentscheid vom 20. September 2011 auf das ent-
sprechende Begehren der Versicherten nicht eingetreten. Dies ist nicht zu beanstanden. Dem 

 
 
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massgebenden Zusammenarbeitsvertrag zwischen Concordia und C.____ AG vom 21. Februar 
bzw. 5. April 2002 ist zu entnehmen, dass die C.____ AG für die langfristigen Leistungen, ins-
besondere für die strittige Integritätsentschädigung, gegenüber den Versicherten direkt haftet. 
Die C.____ AG richtet diese Leistungen deshalb direkt an die Anspruchsberechtigten aus und 
erlässt die dafür notwendigen Verfügungen. Allfällige Rechtsstreitigkeiten mit den Versicherten 
werden von der C.____ AG deshalb auch in eigenem Namen und auf eigene Rechnung geführt 
(vgl. Art. 1, 3 und Art. 5 lit. d des Zusammenarbeitsvertrags). Diese Vereinbarung entspricht der 
erwähnten Aufteilung des Versicherungsverhältnisses und erweist sich als rechtmässig 
(vgl. oben, Erwägung 6.1). Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin für ihren Anspruch 
auf eine allfällige Integritätsentschädigung vorliegend direkt an die C.____ AG zu wenden hat, 
ergibt sich nicht nur aus Art. 70 Abs. 2 UVG, sondern ebenso aus Art. 43 ATSG. Dieser Be-
stimmung zufolge hat der (jeweilige) Versicherungsträger die Begehren der Versicherten zu 
prüfen und die entsprechenden Abklärungen von Amtes wegen selbst vorzunehmen. Die Prü-
fung und Ausrichtung langfristiger Leistungen direkt durch den Krankenversicherer würde mithin 
den gesetzlich statuierten Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch den je-
weils zuständigen Versicherers unterlaufen. Bei einem aufgeteilten Versicherungsverhältnis 
handelt es sich versicherungsrechtlich zudem weder um eine Rück- noch um eine Mitversiche-
rung (vgl. MAURER, a.a.O., S. 133 f. sowie S. 57 Fn. 50). Dem im Unfallversicherungsbereich 
tätigen Krankenversicherer ist es somit verwehrt, an Stelle der für langfristige Leistungen zu-
ständigen Versicherungseinrichtung zu befinden. Soweit die Beschwerdeführerin geltend 
macht, durch ein aufgeteiltes Versicherungsverhältnis einen Nachteil zu erleiden, ist ihr entge-
gen zu halten, dass die Vereinbarung zwischen Concordia und C.____ AG dieser Gefahr genü-
gend Rechnung trägt. So liegt die Schadenabwicklung in erster Linie bei der Concordia. Die 
Versicherte muss sich im Schadenfall nicht an eine zweite Einrichtung, sondern einzig an die 
Concordia richten, da die Beschwerdegegnerin ihrerseits einer entsprechenden Weiterleitungs-
pflicht an die C.____ AG unterliegt, sobald erkennbar wird, dass jene leistungspflichtig werden 
könnte (vgl. Art. 5 des Zusammenarbeitsvertrags). Dieser Verpflichtung aber ist die Concordia 
mit Schreiben vom 8. Februar 2011 bereits nachgekommen (vgl. Beilage A 35 der Beschwer-
degegnerin). Hinsichtlich der Geltendmachung von langfristigen Leistungen nach UVG endet 
der Anspruch der Versicherten gegenüber ihrer Krankenkasse somit damit, dass die Concordia 
den Schadenfall an die C.____ AG zu melden hat. Ein allenfalls verbleibender Nachteil prakti-
scher Natur entspricht dem vom Gesetz vorgesehenen Dualismus und findet sein Korrelat dar-
in, dass es dem Versicherungsnehmer letztlich freigestellt ist, eine aufgeteilte Versicherung 
gemäss Art. 70 Abs. 2 UVG zu wählen, wovon infolge allenfalls günstigerer Prämien letztlich 
auch die versicherten Personen wiederum profitieren dürften. In diesem Zusammenhang ist 
denn auch zu ergänzen, dass Arbeitgeber, deren Arbeitnehmer bei einer Krankenkasse gegen 
Unfall versichert sind, einzig mit der Krankenkasse abzurechnen haben (vgl. Art. 116 Abs. 2 der 
Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982). Diese Vorschrift dient eben-
so der Vermeidung von Nachteilen gegenüber den Versicherten. Damit aber muss es sein Be-
wenden damit haben, dass allfällige Nachteile, wie sie die Beschwerdegegnerin im Übrigen 
nicht näher substantiiert hat, in Kauf zu nehmen sind. Diese in der Praxis durch einen noch so 
engen Zusammenarbeitsvertrag vollständig zu eliminieren, ist systemisch weder möglich noch 
von Gesetzes wegen vorgesehen. Die Versicherte hat sich somit im Hinblick auf die Geltend-
machung eines allfälligen Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung an die C.____ AG zu 
halten. Dies führt auch in diesem Punkt zur Abweisung der Beschwerde. 
 

 
 
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7. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Pro-
zessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  http://www.bl.ch/kantonsgericht