# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfef206c-ee12-504b-a4b6-ed7cd8639778
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.12.2012 RR.2012.260
**Docket/Reference:** RR.2012.260
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2012-260_2012-12-12

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).

Entscheid vom 12. Dezember 2012 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A., 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS LU-

ZERN, OBERSTAATSANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an  

Österreich 

 

Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter  

(Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2012.260 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass  

 

- die Staatsanwaltschaft Wien (Österreich) gegen A. und Weitere wegen 

schweren Betrugs ermittelt (act. 1.2); 

- in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Wien mit Rechtshilfeer-

suchen vom 19. Juli 2012 die Oberstaatsanwaltschaft Luzern um Befra-

gung des Beschwerdeführers ersuchte; 

- die Oberstaatsanwaltschaft Luzern mit Eintretensverfügung- und Zwi-

schenverfügung vom 30. Oktober 2012 die Befragung anordnete und 

hierbei die Anwesenheit von österreichischen Beamten zuliess (act. 1.2, 

Dispositiv Ziffern 2 und 3);  

- dagegen A. am 13. November 2012 bei der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob, mit welcher in der Hauptsache 

ein Aussageverweigerungsrecht in Anspruch genommen wird (act. 1); 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. November 2012 eingeladen 

wurde, bis zum 26. November 2012 einen Kostenvorschuss von 

Fr. 3'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei 

Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 3); er zudem in 

Anwendung von Art. 52 Abs. 2 VwVG aufgefordert wurde, bis zum glei-

chen Datum die Begründung der Beschwerde zu ergänzen, ansonsten 

auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (act. 3); 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der schweizerischen Post über-

geben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden 

ist (Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG [SR 173.71]);  

- schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tage der Frist der Behörde 

eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben werden müssen (Art. 21 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b 

StBOG); 

- der Beschwerdeführer bis dato weder den verlangten Kostenvorschuss 

bezahlt, noch die Begründung der Beschwerde ergänzt hat; 

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG sowie Art. 52 

Abs. 3 VwVG);  

- 3 - 

 

 

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be-

rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 

des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigun-

gen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung 

gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG); die Ge-

richtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist. 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 12. Dezember 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A., 

- Staatsanwaltschaft Kanton Luzern, Oberstaatsanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 93 Abs. 2 BGG).