# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 757ce18b-bd93-5a85-ad26-9e6d17e700cc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.12.2012 UE120081
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE120081_2012-12-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE120081-O/U/but 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. M. Bertschi sowie die Gerichtsschreiberin 

Dr. C. Schoder 

 

Beschluss vom 20. Dezember 2012 
 

in Sachen 

 

A._____ S.A,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Nichtanhandnahme einer Untersuchung   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft III des Kantons Zürich vom 20. März 2012, C-2/2010/145 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die A._____ S.A. (nachfolgend: A._____), eine Gesellschaft mit Sitz in 

B._____ [Staat] und einer c/o-Adresse bei einem Finanzinstitut in C._____ 

[Stadt in der Schweiz], erstattete gegen D._____, E._____ und F._____ am 

23. Juli 2010 Strafanzeige wegen Betrug. Den Beschuldigten wird vorgewor-

fen, dem Direktor der A._____, G._____, vorgegaukelt zu haben, dass es 

sich beim H._____ um ein wertvolles Produkt handle. Aufgrund der Vorspie-

gelung dieser falschen Tatsache habe die A._____, vertreten durch 

G._____, von der I._____ Ltd. (nachfolgend: I._____), einer von den drei 

Beschuldigten kontrollierten Unternehmung mit Sitz in J._____ [Stadt in 

O._____], 500,48 Gramm H._____ gekauft und dafür USD 7'502'500.00 be-

zahlt. 

2. Mit Verfügung vom 20. März 2012 (Urk. 3/1) nahm die Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich, Abteilung Wirtschaftsdelikte, die Strafuntersuchung ge-

gen die drei Beschuldigten nicht anhand. Zur Begründung führte sie aus, Zü-

rich komme als Gerichtsstand nicht in Frage. Ausserdem fehle es am für den 

Betrugstatbestand erforderlichen Merkmal der Arglist, da die Anzeigeerstat-

terin nicht die minimalste Vorsicht habe walten lassen und am geltend ge-

machten Schaden mitverantwortlich sei.  

3. Mit Eingabe vom 10. April 2012 (Urk. 2) erhob A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons 

Zürich Beschwerde mit dem Antrag, die Nichtanhandnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft vom 20. März 2012 sei aufzuheben, und es sei dieser 

aufzugeben, gegen D._____, E._____ und F._____ ein Strafverfahren zu 

eröffnen und durchzuführen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten der Staatskasse.  

- 3 - 

4. Nach Fristerstreckung (Urk. 10) nahm die Staatsanwaltschaft mit Eingabe 

vom 5. Juli 2012 (Urk. 13) Stellung mit dem Antrag, die Beschwerde sei ab-

zuweisen. 

5. Die Beschwerdeführerin reichte, ebenfalls nach Fristerstreckung (Urk. 15), 

unter Aufrechterhaltung ihrer Anträge am 28. September 2012 eine Replik 

ins Recht (Urk. 20). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 16. 

Oktober 2012 (Urk. 25) auf eine weitere Stellungnahme. 

II. 

1. Die Beschwerdevoraussetzungen sind insgesamt erfüllt und geben zu kei-

nen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Die Staatsanwaltschaft (Urk. 3/1) vertritt den Standpunkt, die zur Anzeige 

gebrachte Straftat sei nicht in Zürich, sondern in J._____ ausgeführt worden. 

Selbst unter der Annahme, dass der Vertrag zwischen der A._____, vertre-

ten durch G._____, und der I._____ über den Kauf des H._____ von Seiten 

G._____s in Zürich unterzeichnet worden wäre, was nicht mit Sicherheit 

feststehe, so reichte dies nicht aus, um einen Zürcher Gerichtsstand zu be-

gründen, da der Vertragsschluss das letzte Element einer Kette diverser 

Täuschungshandlungen gewesen sei. Der Ort des Deliktserfolgs - der Ort 

der Bereicherung oder der Ort der Entreicherung - befinde sich ebenfalls 

nicht in der Schweiz, sondern in J._____ (Sitz der I._____, Ort der Bereiche-

rung) oder in B._____ (Sitz der Anzeigeerstatterin, Ort der Entreicherung) 

resp. auf den K._____ (Sitz der Darlehensgeberin, Ort der Entreicherung). 

Die Überweisung des Kaufpreises von einer Schweizer Bank aus sei neben-

sächlich und stelle ebenfalls keinen genügenden Anknüpfungspunkt für die 

Begründung eines Zürcher Gerichtsstands dar. Zudem habe die A._____ am 

30. August 2010 eine Strafanzeige bei den Behörden in J._____ eingereicht. 

- 4 - 

Auch aus diesem Grund bestehe kein Raum mehr für ein Schweizer Straf-

verfahren. 

2.2 Die Beschwerdeführerin (Urk. 2) wendet ein, dass die betrügerischen Ma-

chenschaften nicht nur in J._____, sondern auch in Zürich stattgefunden 

hätten. G._____ als Vertreter der A._____ habe sich mit den Beschuldigten 

zur Vorbereitung des Geschäfts regelmässig in Zürich getroffen. Auch sei 

der Kaufgegenstand im … in … [Zürich] gelagert, von der Käuferschaft in 

Zürich geprüft und dort auch an sie übergeben worden. Zürich sei deshalb 

als Handlungsort des Betrugs zu betrachten und die örtliche Zuständigkeit 

der Staatsanwaltschaft III zu bejahen (Urk. 2 S. 8-13). Auch der Erfolg der 

Straftat sei in Zürich eingetreten. Die L._____ Inc., eine auf den K._____ re-

gistrierte Gesellschaft, sei zur Finanzierung des Geschäfts als Darlehensge-

berin eingeschaltet, der Darlehensvertrag zwischen ihr und der A._____ in 

C._____ abgeschlossen und die Geldüberweisung von einem Konto bei der 

M._____ AG, Zürich, über die N._____, Zürich, an die I._____ überwiesen 

worden (Urk. 2 S. 14-15). Ausserdem sei in O._____ [Staat] noch kein offizi-

elles Strafverfahren eröffnet worden, sondern es seien lediglich polizeiliche 

Abklärungen im Gange. In Anbetracht des enormen finanziellen Schadens 

der Beschwerdeführerin und im Interesse der Aufdeckung von Korruption 

und Amtsmissbrauch bestehe ein grosses Interesse an der Durchführung 

eines Strafverfahrens in der Schweiz. Die Schweizer Strafverfolgungsbehör-

den seien aufgrund dieser überwiegenden privaten und öffentlichen Interes-

sen gehalten, die Strafuntersuchung gegen die Beschuldigten anhand zu 

nehmen (Urk. 2 S. 15-17).  

 In der Replik (Urk. 20 S. 17) erklärt die Beschwerdeführerin, die … Strafver-

folgungsbehörden [des Staates O._____] hätten mittlerweile entschieden, 

das Strafverfahren nicht anhand zu nehmen. 

3. Die Gerichtsstandsregeln nach Art. 31 ff. StPO betreffen die örtliche Zustän-

digkeit der schweizerischen Strafverfolgungsbehörden und Gerichte. Sie 

sind nur unter der Voraussetzung anwendbar, dass der Schweiz im konkre-

ten Fall Strafgewalt zukommt (URS BARTETZKO, in: Basler Kommentar zur 

- 5 - 

StPO, 2011, Rz. 3 zu Art. 31). Zu prüfen ist deshalb vorab die Reichweite 

der schweizerischen Strafgewalt, das heisst der Befugnis der Schweiz, eine 

Handlung als verboten zu qualifizieren und Verstösse dagegen unter An-

wendung der schweizerischen Strafgesetze zu ahnden. 

 Die Entscheidung über den Umfang der Strafgewalt steht - innerhalb der 

vom Völkerrecht gezogenen Grenzen - jedem Staat selbst zu (JOSÉ HURTA-

DO POZO, Droit pénal, partie générale, 2008, Rz. 171; ROBERT ZIMMERMANN, 

La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 2. Aufl., 2009, Rz. 

564). Im schweizerischen Recht sind Art. 3-7 StGB massgeblich. Diese 

Bestimmungen regeln nicht nur den Anwendungsbereich des Gesetzes, 

sondern umschreiben gleichzeitig auch, in welchen Fällen die Schweiz 

Strafhoheit beansprucht und sich zur Verfolgung und Bestrafung eines Ver-

haltens als zuständig erklärt (vgl. BGE 117 IV 369 E. 4e betreffend Art. 3-7 

StGB in der bis zum 31. Dezember 2006 geltenden Fassung). 

 Die Staatsanwaltschaft prüfte im vorliegenden Fall, ob die schweizerische 

Strafgewalt auf das Territorialitätsprinzip (Art. 3 StGB) abgestützt werden 

kann. 

6.  

4.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 StGB ist diesem Gesetz unterworfen, wer in der 

Schweiz ein Verbrechen oder Vergehen begeht. Ein Verbrechen oder Ver-

gehen gilt nach Art. 8 Abs. 1 StGB als da begangen, wo der Täter es aus-

führt oder pflichtwidrig untätig bleibt, und - bei Erfolgsdelikten - da, wo der 

Erfolg eingetreten ist. Ein Betrug (Art. 146 StGB) gilt als dort ausgeführt, wo 

der Täter jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsa-

chen oder unter Ausnützung eines Irrtums zu einem Verhalten bestimmt, 

das den sich Irrenden oder einen Dritten am Vermögen schädigt (BGE 122 

IV 162 E. 4a; GIUSEP NAY/MARC THOMMEN, in: Basler Kommentar zum StGB, 

2. Aufl., N. 9 zu Art. 340 [aufgehoben mit Wirkung seit 1. Januar 2011]). Bei 

schriftlichen Täuschungshandlungen (Briefe, Fax, E-Mail) liegt der Ausfüh-

rungsort dort, wo der Täter die Schrift geschrieben und versandt hat (vgl. 

- 6 - 

Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2009.33 vom 5. Februar 2010 E. 2.5 

mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist der Erfolg der betrügerischen 

Handlung oder Unterlassung jeweils dort anzusiedeln, wo der Vermögens-

schaden eintrat (BGE 125 IV 177 E. 2a; 124 IV 241 E. 4c; 109 IV 1 E. 3c; 

Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2012.30 E. 3.2 und BG.2012.3 E. 

3.2), oder dort, wo die Bereicherung erfolgte (BGE 117 Ib 210 E. 3b/cc; 109 

IV 1 E. 3). Bei einer juristischen Person ist als Ort des Erfolgseintritts der Ort 

des Geschäftssitzes der Hauptniederlassung anzunehmen (Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BG.2012.30 E. 3.2; NAY/THOMMEN, a.a.O., N. 13 zu Art. 

340 StGB). Ein Teil der Lehre vertritt - im Hinblick auf die Gewährleistung 

einer wirksamen Bekämpfung der zunehmenden grenzüberschreitenden 

Wirtschaftskriminalität - die Ansicht, dass auch der Ort der Irrtumserregung 

und der Ort der Vermögensverfügung als Erfolgsorte im Sinn von Art. 8 

StGB gelten und zuständigkeitsbegründend sein sollten, wenn Irrtum, Ver-

mögensdisposition und Vermögensschaden örtlich auseinanderfallen (so 

CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, Handlungs- und Erfolgsort beim grenzüber-

schreitenden Betrug, in: Festschrift für Niklaus Schmid, 2001, S. 155, mit 

weiteren Hinweisen). 

 Das Bundesgericht hat sich mit dieser Lehrmeinung bis anhin noch nicht 

auseinandergesetzt. Es erachtet es aber als geboten, auch in Fällen ohne 

engen Bezug zur Schweiz die schweizerische Zuständigkeit zu bejahen, um 

im internationalen Verhältnis negative Kompetenzkonflikte zu vermeiden. 

Nach der Praxis genügt deshalb bereits eine bloss teilweise Ausführung der 

Tat auf schweizerischem Gebiet, um eine Zuständigkeit zu begründen. Als 

Ausführung der Tat gilt jedes einzelne tatbestandsmässige Verhalten, das 

über den Entschluss zur Tat und über blosse Vorbereitungshandlungen hin-

ausgeht (BGE 119 IV 250 E. 3c; ferner Urteile des Bundesgerichts 

6B_251/2012 vom 2. Oktober 2012 E. 1.3; 6B_74/2011 vom 13. September 

2011 E. 2.3; 6B_178/2011 vom 20. Juni 2011 E. 3; URSULA CASSANI, Die 

Anwendbarkeit des schweizerischen Strafrechts auf internationale Wirt-

schaftsdelikte, in: ZStrR 1996 S. 237 ff.). Sind beim Betrug mehrere Täu-

schungshandlungen erforderlich, so können sich demnach unter Umständen 

- 7 - 

mehrere Ausführungsorte der gleichen Tat und somit die Zuständigkeit von 

zwei oder mehreren Staaten ergeben (vgl. auch SCHWARZENEGGER, a.a.O., 

S. 153). Bei Mittäterschaft begründet inländisches Handeln eines Beteiligten 

einen Ausführungsort für alle anderen (Urteil des Bundesgerichts 

6B_49/2010 vom 19. August 2010 E. 3). Gleichermassen bewirkt der Erfolg 

jedes Mittäters einen Anknüpfungspunkt für alle anderen (PETER POPP/PAT-

RIZIA LEVANTE, in: Basler Kommentar zum StGB, 2. Aufl., N. 13 zu Art. 8). Als 

Erfolgs- und damit Begehungsort im Sinn von Art. 8 Abs. 1 StGB genügt 

namentlich, wenn im Ausland ertrogene Gelder auf einem Schweizer Bank-

konto gutgeschrieben werden (BGE 133 IV 171 E. 6.3 mit Hinweis auf PAO-

LO BERNASCONI, Grenzüberschreitende Wirtschaftskriminalität, in: SJZ 

83/1987 S. 77 f.). 

 Wie das Bundesgericht allerdings einschränkend hinzufügt, bleibt selbst bei 

einer weiten Auslegung und Anwendung von Art. 8 StGB ein Anknüpfungs-

punkt im Sinne dieser Bestimmung zur Begründung der schweizerischen 

Zuständigkeit unabdingbar (BGE 133 IV 171 E. 6.3).  

4.2  

4.2.1 Laut Staatsanwaltschaft fanden die täuschenden Handlungen der Beschul-

digten 1-3 in J._____ [Stadt in O._____] (Urk. 3/1 S. 2) resp. per E-Mail und 

Fax von J._____ aus (Urk. 13 S. 3) statt. Als täuschende Handlungen nennt 

die Staatsanwaltschaft die Darstellung der I._____ als staatlichen Betrieb, 

obwohl es sich um eine private, von D._____ beherrschte Firma handle; die 

Anmietung entsprechender Räumlichkeiten in einem Staatsgebäude; die 

hohe Reputation der Beschuldigten (vor allem von D._____) als Experte für 

... [Sorte von H._____s] in O._____ [Staat]; die Vorspiegelung eines existie-

renden Marktes und eines hohen Marktwertes des H._____ durch Weiterlei-

tung konkreter Kaufofferten; sowie die Zusicherung eines Exklusivkauf-

rechts.  

 Wie die Durchsicht der Strafanzeige (Urk. 12/1/1) und der dazu eingereich-

ten Beilagen (Urk. 12/1/2-100) ergibt, bestehen etliche Anhaltspunkte dafür, 

- 8 - 

dass die von der Staatsanwaltschaft genannten Täuschungshandlungen in 

J._____ oder von J._____ aus stattfanden. 

 Gemäss den Schilderungen der Beschwerdeführerin habe G._____ in seiner 

Eigenschaft als ihr Direktor im Vorfeld des Vertragsabschlusses ver-

schiedentlich mit dem Beschuldigten D._____ zu tun gehabt (Urk. 12/1/1 S. 

12). G._____ habe seit Anfang 2007 mit den Beschuldigten ständig korres-

pondiert, was zu einem Vertrauensverhältnis geführt habe (Urk. 12/1/1 S. 

19). Die I._____ sei als staatliches Unternehmen dargestellt worden (vgl. 

dazu auch die Ausführungen in Urk. 20 S. 4-6). D._____ sei es gewesen, 

der das Geschäft mit der Beschwerdeführerin vorbereitet habe. Zusammen 

mit den beiden anderen Beschuldigten habe er G._____ davon überzeugt, 

dass es für das H._____ viele Kaufinteressenten gebe, der Beschwerdefüh-

rerin aber das Alleinbezugsrecht eingeräumt werde (Urk. 12/1/1 S. 12; vgl. 

auch die Ergänzungen in Urk. 12/2/6 S. 10 ff.). 

 Als Beleg nennt die Beschwerdeführerin eine E-Mail von E._____ an 

G._____ (Urk. 12/1/20). Diese E-Mail enthält "…" (Ländercode für O._____ 

[Staat]) als top-level-domain. Dieser Umstand lässt es als wahrscheinlich er-

scheinen, dass der Absender (zumindest meistens) von O._____ [Staat] aus 

seine Geschäfte betreibt. 

 Laut weiteren Ausführungen in der Strafanzeige sei G._____ wahrheitswid-

rig zugesichert worden, dass die I._____ der einzige konzessionierte Expor-

teur von H._____ aus O._____ [Staat] sei (Urk. 12/1/1 S. 13). Der Be-

schwerdeführerin seien zahlreiche fiktive Offerten von Kaufinteressenten 

"weitergeleitet" worden (Urk. 12/1/1 S. 13). Die Beschuldigten hätten der Be-

schwerdeführerin dadurch einen nicht existierenden Markt vorgegaukelt. 

Dies ergebe sich beispielsweise aus einem an G._____ gerichteten Schrei-

ben D._____s vom 11. April 2008 (Urk. 12/1/1 S. 14). 

 In der Fusszeile dieses Schreibens (Urk. 12/1/24) ist J._____ als Ort der Ab-

sendung aufgeführt. Aufgrund des Umstands, dass die Beschuldigten in 

J._____ wohnhaft (Urk. 12/1/1 S. 7) und dort über die I._____ sowie weitere 

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Firmen geschäftstätig sind, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass 

die der Beschwerdeführerin zwecks Täuschung zugestellten fiktiven Kaufof-

ferten (Urk. 12/1/32-100) von J._____ aus versandt wurden. 

 Wenn auch nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann, dass alle Täu-

schungshandlungen in J._____ ausgeführt wurden, so ergeben sich anhand 

der Strafanzeige und den dazu eingereichten Beilagen zumindest nicht ge-

nügend Anhaltspunkte dafür, dass Zürich oder ein anderer Ort in der 

Schweiz als Ausführungsort in Frage kommen könnte. 

4.2.2 Die Beschwerdeführerin wendet in der Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 8-13) 

ein, die Vertragsverhandlungen über das Kaufgeschäft mit dem H._____ 

hätten in Zürich stattgefunden. Die Beschuldigten hätten sich mit G._____ 

regelmässig in Zürich getroffen. Diese Treffen hätten massgeblich zum er-

folgreichen Aufbau des Lügengebäudes beigetragen. Zürich sei deshalb ne-

ben J._____ ebenfalls Ausführungsort des Betrugs. Als Beleg ihrer Behaup-

tung reichte die Beschwerdeführerin diverse Rechnungen Zürcher Hotels, 

Zugtickets, eine E-Mail von E._____ betreffend ein geplantes Treffen in Zü-

rich sowie eine Kopie des Reisepasses von G._____ ins Recht, woraus er-

sichtlich sei, dass dieser sich in der relevanten Zeitspanne der Tatausfüh-

rung nicht in O._____ [Staat] aufgehalten habe. Laut Beschwerdeführerin 

kann deshalb nur Zürich als Ort der Vertragsverhandlungen in Frage kom-

men. 

 Wie ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), reicht eine bloss teilweise Ausführung 

der Tat auf Schweizer Gebiet zur Begründung einer schweizerischen Zu-

ständigkeit aus und sind beim grenzüberschreitenden Betrug mehrere Orte 

der Tatbegehung denkbar. Indessen sind im vorliegenden Fall die diesbe-

züglichen Ausführungen in der Beschwerde und die dazu eingereichten Be-

lege nicht stichhaltig. Daraus ergeben sich nicht genügend Anhaltspunkte, 

dass die Vertragsverhandlungen tatsächlich in Zürich stattgefunden haben. 

 Wie die Staatsanwaltschaft (Urk. 13 S. 3) zu Recht einwendet, stammen le-

diglich zwei der eingereichten Hotelrechnungen (Urk. 3/3/17: Rechnungen 

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vom 8. März 2007 und vom 4. April 2007) aus dem Zeitraum vor Abschluss 

des vom 25. April 2007 datierenden Hauptvertrages. Diesen beiden Rech-

nungen ist nicht zu entnehmen, dass G._____, wie behauptet, neben der ei-

genen auch die Hotelrechnung für einen der Beschuldigten beglich. Die ins 

Recht gelegten Zugtickets (Urk. 3/3/17, 3/3/18b, 3/3/18c, 3/3/18d) stammen 

bis auf ein einziges (Urk. 3/3/17) ebenfalls aus der Zeit nach Abschluss des 

Hauptvertrages und lassen nicht erkennen, wer - G._____ oder eine Dritt-

person - sie benutzte. Die den Beschuldigten E._____ betreffenden Hotel-

rechnungen stammen aus den Zeiträumen vom 8. bis 18. August 2007, vom 

20. bis 21. August 2007, vom 23. bis 25. August 2007, vom 29. bis 30. Au-

gust 2007 und vom 11. bis 12. September 2007 (Urk. 3/3/18). In Anbetracht 

dessen, dass die Zusatzverträge (Urk. 3/3/21 und Urk. 3/3/22) wesentlich 

später abgeschlossen wurden, nämlich am 4. Juni 2008 und am 8. Juli 2008, 

ist nicht anzunehmen, dass der Aufenthalt von E._____ in Zürich mit diesen 

Vertragszusätzen in irgendeinem Zusammenhang stand, sondern dass es 

bei den Treffen um andere Geschäfte (bspw. den Vertrag über Kupferpulver 

vom 13. September 2007, vgl. Urk. 3/3/18b) ging. Die Beschwerdeführerin 

räumt denn auch in allgemein gehaltener Formulierung ein, dass G._____ 

und E._____ bei den während den besagten Zeiträumen in Zürich erfolgten 

Treffen "geschäftlichen Tätigkeiten" nachgingen (vgl. Urk. 2 S. 9). Die nach-

geschobenen Ausführungen in der Replik (Urk. 13 S. 10-14), wonach es sich 

beim Vertrag vom 25. April 2007 lediglich um eine Absichtserklärung gehan-

delt habe und vielmehr die Verträge vom 4. Juni und 8. Juli 2008 als Haupt-

verträge zu betrachten seien, weshalb der massgebliche Zeitraum zur Be-

gehung der Täuschungshandlungen bis Juli 2008 gedauert habe, sind nicht 

glaubhaft. 

 Im E-Mail von E._____ an G._____ (Urk. 3/3/19), welches bloss einen einzi-

gen Tag vor Abschluss des Hauptvertrages vom 25. April 2007 versandt 

wurde und sich bereits aus diesem Grund nicht auf das Geschäft mit 

H._____ beziehen konnte, wurde nicht nur ein geplantes Meeting in Zürich, 

sondern auch eines in P._____ [Staat in Europa] erwähnt. 

- 11 - 

 Aus dem Umstand, dass G._____ im Jahr 2007 nicht nach O._____ [Staat] 

einreiste (vgl. Urk. 3/3/23: Passkopie), lässt sich entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin nicht ableiten, dass die Vertragsverhandlungen betref-

fend H._____ tatsächlich in Zürich stattfanden. Ebenso gut wäre möglich, 

dass die Verhandlungen andernorts durchgeführt wurden. Wie den Beilagen 

zur Strafanzeige entnommen werden kann, wurde etwa in … [Ortschaft] 

(und nicht in Zürich) vereinbart, dass der Beschuldigte E._____ zum Präsi-

denten der Beschwerdeführerin ernannt werde und 25 % der Aktien erwer-

ben solle (Urk. 12/1/1 S. 13 und Urk. 12/1/22-23). 

 Sowohl der Hauptvertrag vom 25. April 2007 als auch die beiden Zusatzver-

träge vom 4. Juni 2008 und vom 8. Juli 2008 wurden unter Abwesenden ge-

schlossen. Dies ergibt sich bezüglich des Hauptvertrags aus den Angaben 

der Beschwerdeführerin selbst (Urk. 2 S. 10 Rz. 21) und bezüglich der Zu-

satzverträge aus den Stempeln neben der Unterschrift der Beschuldigten 

(Urk. 3/3/21 und Urk. 3/3/22; vgl. dazu auch die Ausführungen der Staats-

anwaltschaft, Urk. 13 S. 4). Wo G._____ die Verträge unterschrieb - die 

Staatsanwaltschaft (Urk. 13 S. 4) nimmt aufgrund von Hinweisen in den Ak-

ten an, dass G._____ den Hauptvertrag in … oder … [Städte in P._____] 

und die Zusatzverträge in C._____ unterzeichnete - ist unerheblich, da es 

bei der Bestimmung des Ausführungsortes nicht auf die Handlungen des 

Getäuschten, sondern die Handlungen der Täter ankommt. 

 Aus den Beschwerdebeilagen ergeben sich somit ebenfalls keine genügend 

klaren Anhaltspunkte, dass Zürich als Handlungsort der Beschuldigten in 

Frage kommen könnte. 

4.2.3 Die Beschwerdeführerin sieht einen weiteren Anknüpfungspunkt zur Be-

gründung der schweizerischen Zuständigkeit darin, dass die Beschuldigten 

das H._____ in die Schweiz gebracht, im ... Zürich gelagert und ihr in Zürich 

übergeben hätten.  

 Wie dargelegt (vgl. E. 3.2 hiervor), erfasst der Begehungsort im Sinn von 

Art. 8 StGB die täuschenden Handlungen seitens der Täter. Die Lagerung 

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des Kaufgegenstandes in Zürich ist keine für die Täuschung erforderliche 

Handlung. Gleiches gilt für die Übergabe des Kaufgegenstandes an die Be-

schwerdeführerin. Der Ort der Lagerung und der Übergabe des Kaufgegen-

standes sind im vorliegenden Zusammenhang nicht bedeutsam. 

4.2.4 Als Anknüpfungspunkt ist laut Beschwerdeführerin auch der Ort des Irrtums 

und der Vermögensdisposition in Betracht zu ziehen. 

 Selbst wenn - wie ein Teil der Lehre befürwortet - der Ort des Irrtums als Er-

folgsort im Sinn von Art. 8 Abs. 1 StGB angenommen würde, so gibt es kei-

ne genügenden Anhaltspunkte dafür, dass sich G._____ auf schweizeri-

schem Territorium täuschen liess. Wie gesagt wurde ein Teil der Täu-

schungshandlungen in J._____ durchgeführt (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Dafür, 

dass die Vertragsverhandlungen als Teil des Lügengebäudes, wie behaup-

tet, in Zürich stattfanden, gibt es zu wenig Hinweise (vgl. E. 3.3.2 hiervor). 

Die Beschwerdeführerin stellt explizit in Abrede, dass G._____ die Verträge 

mit der I._____ in C._____ unterschrieb (Urk. 20 S. 12). Aus diesem Grund 

gibt es auch nicht genügend Anhaltspunkte dafür, dass sich G._____ als Di-

rektor der Beschwerdeführerin auf schweizerischem Territorium täuschen 

liess. 

 Einzig der Ort der Vermögensdisposition, das heisst der Ort, wo die Be-

schwerdeführerin resp. der für sie handelnde G._____ den Darlehensvertrag 

zur Finanzierung des Geschäfts mit der I._____ einging, liegt in der 

Schweiz, nämlich in C._____ (vgl. Urk. 3/3/37). Dieser Ort ist nicht identisch 

mit dem Ort des Eintritts des Vermögensschadens, welcher sich am Sitz der 

Beschwerdeführerin in B._____ (Ort der Vergrösserung der Passiven) befin-

det. Nach der u.a. von SCHWARZENEGGER vertretenen Lehrmeinung käme 

C._____ als Anknüpfungspunkt zwar in Frage (vgl. E. 3.2 hiervor). Dieser 

Ort erscheint im Zusammenhang der Geschehensabläufe jedoch als derart 

nebensächlich und zufällig, dass es sich sachlich nicht rechtfertigen würde, 

einzig aufgrund dieses Ortes die Zuständigkeit der Schweizer Behörden zur 

Strafverfolgung zu bejahen (vgl. in diesem Sinn auch BGE 124 IV 241 E. 4d, 

wonach ein blosser "point de rattachement passager choisi pour les opérati-

- 13 - 

ons concernées" zur Begründung der schweizerischen Zuständigkeit nicht 

ausreicht). 

4.2.5 Schliesslich sieht die Beschwerdeführerin einen Anknüpfungspunkt darin, 

dass die zur Finanzierung des Geschäfts zwischengeschaltete L._____ Inc. 

das der Beschwerdeführerin gewährte Darlehen von einem Konto der 

M._____ AG, Zürich, über die N._____, Zürich, an die I._____ überweisen 

liess. 

 Die Staatsanwaltschaft verneinte zu Recht, dass bereits die Überweisung 

des Kaufpreises von einem Konto der Darlehensgeberin bei einer Bank mit 

Sitz in Zürich auf ein ausländisches Konto der I._____ zuständigkeitsbe-

gründend sein kann. Der Vermögensschaden trat in B._____ ein (Sitz der 

Beschwerdeführerin, Vergrösserung der Passiven durch die Darlehens-

schuld), die Bereicherung in J._____ (Sitz der I._____). Der Schweizer Sitz 

einer die Abwicklung des Kaufgeschäfts eingeschalteten Bank, die lediglich 

eine Geldüberweisung auf Anordnung eines Finanzintermediärs ausführt, ist 

nicht ausreichend, um eine schweizerische Zuständigkeit zu begründen. 

4.2.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die mutmasslich begangene Straf-

tat wahrscheinlich an mehreren Orten stattfand. Jedoch gibt es nicht genü-

gend Hinweise auf schweizerisches Staatsgebiet als Ausführungsort. Der 

Ort des Eintritts des Vermögensschadens ist B._____, der Erfolgsort der Be-

reicherung O._____ [Staat]. Wo der Irrtum eintrat, ist nicht feststellbar. Der 

Ort der Vermögensdisposition - soweit dieser Ort als Erfolgsort überhaupt 

anerkannt wird - erscheint im Gesamtkontext derart untergeordnet, dass er 

nicht zuständigkeitsbegründend sein kann. Somit ist ein Anknüpfungspunkt 

im Sinn von Art. 8 Abs. 1 StGB gestützt auf das Territorialprinzip (Art. 3 

StGB) nicht gegeben.  

7. Als Nächstes ist zu prüfen, ob die Zuständigkeit der Schweiz auf eine ande-

re Bestimmung abgestützt werden kann. Art. 4 StGB (Verbrechen oder Ver-

gehen im Ausland gegen den Staat) und Art. 5 (Straftaten gegen Unmündige 

im Ausland) kommen von vornherein nicht in Betracht. Eine Zuständigkeit 

- 14 - 

kraft staatsvertraglicher Verpflichtung (Art. 6 StGB) kommt für den Tatbe-

stand des Betrugs mangels eines entsprechenden Abkommens ebenfalls 

nicht in Betracht. Weder Täter noch Opfer sind schweizerische Staatsange-

hörige resp. haben den Sitz in der Schweiz, weshalb eine Zuständigkeit ge-

stützt auf das aktive oder passive Personalitätsprinzip (Art. 7 Abs. 1 StGB) 

ebenfalls wegfällt. Ebenso wenig kann die Zuständigkeit der Schweiz auf 

Art. 7 Abs. 2 StGB abgestützt werden. Zum einen befinden sich die Be-

schuldigten mutmasslich in O._____ [Staat], weshalb Art. 7 Abs. 2 lit. a 

StGB nicht einschlägig ist. Zum andern wird ihnen kein Delikt gegen die in-

ternationale Rechtsgemeinschaft im Sinn von Art. 264 ff. StGB vorgeworfen, 

weshalb auch eine Zuständigkeit gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. b StGB nicht in 

Betracht kommt. 

8.  

6.1 Zu prüfen bleibt, ob sich eine Zuständigkeit der Schweiz zur Strafverfolgung 

der Beschuldigten aus dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 

15. November 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminali-

tät (SR 0.311.54) ergibt. Sowohl die Schweiz als auch O._____ [Staat] ha-

ben diesen Staatsvertrag ratifiziert. Für die Schweiz trat er am 26. November 

2006 in Kraft, für O._____ [Staat] am tt.mm.jjjj. Der Vertrag war somit in bei-

den Staaten geltendes Recht, als die zur Anzeige gebrachten Täuschungs-

handlungen mutmasslich begangen wurden. 

6.2 Das Übereinkommen bezweckt die Bekämpfung der grenzüberschreitenden 

organisierten Kriminalität (vgl. Art. 1). Es findet Anwendung auf die Verhü-

tung, Untersuchung und strafrechtliche Verfolgung von Straftaten im Sinne 

des Übereinkommens, wenn die Straftat grenzüberschreitender Natur ist 

und begangen wird von einer organisierten kriminellen Gruppe von drei oder 

mehr Personen, die eine gewisse Zeit lang besteht und gemeinsam mit dem 

Ziel vorgeht, eine oder mehrere Straftaten im Sinne des Übereinkommens 

zu begehen, um sich unmittelbar oder mittelbar einen finanziellen oder sons-

tigen materiellen Vorteil zu verschaffen (vgl. Art. 2 lit. a und Art. 3 Abs. 1 des 

Übereinkommens). Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, die Beteiligung an 

- 15 - 

einer organisierten kriminellen Gruppe (Art. 5), Geldwäscherei (Art. 6), Kor-

ruption (Art. 8) und die Behinderung der Justiz (Art. 23) auf ihrem Staatsge-

biet unter Strafe zu stellen. Jeder Vertragsstaat ist sodann verpflichtet, die 

genannten Straftaten (Art. 5, 6, 8 und 23 des Übereinkommens) seiner Ge-

richtsbarkeit zu unterwerfen, wenn die Straftat auf seinem Hoheitsgebiet, an 

Bord eines Schiffes, das zur Tatzeit seine Flagge führt, oder eines Luftfahr-

zeugs, das zur Tatzeit nach seinem Recht eingetragen ist, begangen wird 

(Art. 15 Abs. 1 des Übereinkommens). Darüber hinaus steht es jedem Ver-

tragsstaat frei, seine Gerichtsbarkeit nach Massgabe von Art. 15 Abs. 2-6 

des Übereinkommens auszudehnen. Bezüglich Auslandtaten kann jeder 

Vertragsstaat seine Zuständigkeit über die Straftaten dieses Übereinkom-

mens begründen, wenn die verdächtige Person sich in seinem Hoheitsgebiet 

befindet und er sie nicht ausliefert (Art. 15 Abs. 4 des Übereinkommens). 

Die Begründung der Zuständigkeit ist in den Fällen von Art. 15 Abs. 2-6 des 

Übereinkommens rein fakultativ (vgl. Botschaft des Bundesrates über die 

Genehmigung des UNO-Übereinkommens gegen die grenzüberschreitende 

Kriminalität, des Zusatzprotokolls zur Verhinderung und Bestrafung des 

Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, und des 

Zusatzprotokolls gegen die Schlepperei auf dem Land-, See- und Luftweg 

vom 26. Oktober 2005, 6693 ff., 6731). 

6.3 Nach Art. 6 Abs. 1 StGB ist diesem Gesetz unterworfen, wer im Ausland ein 

Verbrechen oder Vergehen begeht, zu dessen Verfolgung sich die Schweiz 

durch ein internationales Abkommen verpflichtet hat, wenn die Tat auch am 

Begehungsort strafbar ist oder der Begehungsort keiner Strafgewalt unter-

liegt (lit. a) und der Täter sich in der Schweiz befindet und nicht an das Aus-

land ausgeliefert wird (lit. b). Aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt 

sich, dass eine Zuständigkeit der Schweiz nur bei Abkommen mit einer aus-

drücklichen Pflicht zur Verfolgung von Auslandtaten in Betracht kommt 

(POPP/LEVANTE, a.a.O., N. 5 zu Art. 6 StPO; URSULA CASSANI, La lutte contre 

la corruption, vouloir, c'est pouvoir?, in URSULA CASSANI/ANNE HÉRITIER 

LACHAT, Lutte contre la corruption - The never ending story, 2011, 33 ff., 41). 

- 16 - 

 Wie dargelegt, ist gemäss UNO-Abkommen die Ausdehnung der Zuständig-

keit bei Auslandtaten im Bereich der organisierten Kriminalität fakultativ. Die 

Schweiz hat sich völkerrechtlich nicht dazu verpflichtet, ihre Zuständigkeit 

auf Auslandtaten zu erstrecken. Hinzu kommt, dass sich keiner der Be-

schuldigten in der Schweiz befindet. Demnach lässt sich eine Zuständigkeit 

der Schweiz auch nicht auf Art. 6 Abs. 1 StGB abstützen. 

9. Nach dem Gesagten ist die Schweiz weder zur Strafverfolgung wegen Be-

trug noch wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation zuständig. 

Die Regeln über den Gerichtsstand (Art. 31 ff. StPO) kommen folglich nicht 

zur Anwendung. Die Prüfung der Frage, ob eine allfällige Strafverfolgung 

durch die … Behörden [des Staates O._____] oder die Mitverantwortung des 

Opfers der Eröffnung eines Strafverfahrens entgegenstehen, kann offen 

bleiben. 

4. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegründet und ist abzuwei-

sen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Gerichtsgebühren zu 

tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diese sind in Anwendung von § 17 der Ge-

bührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 auf Fr. 3'000.-- 

festzusetzen. Die Zusprechung einer Entschädigung an die Beschuldigten, 

die über das vorliegende Verfahren nicht orientiert sind, fällt ausser Betracht. 

Da G._____ ein Sicherheitsrisiko für seine Person geltend machte (vgl. Urk. 

12/2/3) und infolgedessen die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten die 

Nichtanhandnahmeverfügung nicht mitteilte, wird von einer Mitteilung dieses 

Beschlusses an die Beschuldigten ebenfalls abgesehen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.-- festgesetzt und der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. 

- 17 - 

3. Dieser Beschluss wird den Beschuldigten nicht mitgeteilt. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und die 
Beschwerdeführerin (gegen Gerichtsurkunde); 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Rücksendung der 
Akten C-2/2010/145 (gegen Empfangsschein). 

10. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, beim 
Bundesgerichte (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsge-

setzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdele-

gitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach 

den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Zürich, 20. Dezember 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Dr. C. Schoder 
 
 
 

	Beschluss vom 20. Dezember 2012
	
	Erwägungen:
	I.

	1. Die A._____ S.A. (nachfolgend: A._____), eine Gesellschaft mit Sitz in B._____ [Staat] und einer c/o-Adresse bei einem Finanzinstitut in C._____ [Stadt in der Schweiz], erstattete gegen D._____, E._____ und F._____ am 23. Juli 2010 Strafanzeige weg...
	2. Mit Verfügung vom 20. März 2012 (Urk. 3/1) nahm die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, Abteilung Wirtschaftsdelikte, die Strafuntersuchung gegen die drei Beschuldigten nicht anhand. Zur Begründung führte sie aus, Zürich komme als Gerichtsst...
	3. Mit Eingabe vom 10. April 2012 (Urk. 2) erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich Beschwerde mit dem Antrag, die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. März 2012 s...
	4. Nach Fristerstreckung (Urk. 10) nahm die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 5. Juli 2012 (Urk. 13) Stellung mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen.
	5. Die Beschwerdeführerin reichte, ebenfalls nach Fristerstreckung (Urk. 15), unter Aufrechterhaltung ihrer Anträge am 28. September 2012 eine Replik ins Recht (Urk. 20). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 16. Oktober 2012 (Urk. 25) au...
	II.
	1. Die Beschwerdevoraussetzungen sind insgesamt erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
	2.
	2.1 Die Staatsanwaltschaft (Urk. 3/1) vertritt den Standpunkt, die zur Anzeige gebrachte Straftat sei nicht in Zürich, sondern in J._____ ausgeführt worden. Selbst unter der Annahme, dass der Vertrag zwischen der A._____, vertreten durch G._____, und ...
	2.2 Die Beschwerdeführerin (Urk. 2) wendet ein, dass die betrügerischen Machenschaften nicht nur in J._____, sondern auch in Zürich stattgefunden hätten. G._____ als Vertreter der A._____ habe sich mit den Beschuldigten zur Vorbereitung des Geschäfts ...
	In der Replik (Urk. 20 S. 17) erklärt die Beschwerdeführerin, die … Strafverfolgungsbehörden [des Staates O._____] hätten mittlerweile entschieden, das Strafverfahren nicht anhand zu nehmen.
	3. Die Gerichtsstandsregeln nach Art. 31 ff. StPO betreffen die örtliche Zuständigkeit der schweizerischen Strafverfolgungsbehörden und Gerichte. Sie sind nur unter der Voraussetzung anwendbar, dass der Schweiz im konkreten Fall Strafgewalt zukommt (U...
	Die Entscheidung über den Umfang der Strafgewalt steht - innerhalb der vom Völkerrecht gezogenen Grenzen - jedem Staat selbst zu (José Hurtado Pozo, Droit pénal, partie générale, 2008, Rz. 171; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internation...
	Die Staatsanwaltschaft prüfte im vorliegenden Fall, ob die schweizerische Strafgewalt auf das Territorialitätsprinzip (Art. 3 StGB) abgestützt werden kann.
	6.
	4.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 StGB ist diesem Gesetz unterworfen, wer in der Schweiz ein Verbrechen oder Vergehen begeht. Ein Verbrechen oder Vergehen gilt nach Art. 8 Abs. 1 StGB als da begangen, wo der Täter es ausführt oder pflichtwidrig untätig bleibt,...
	Das Bundesgericht hat sich mit dieser Lehrmeinung bis anhin noch nicht auseinandergesetzt. Es erachtet es aber als geboten, auch in Fällen ohne engen Bezug zur Schweiz die schweizerische Zuständigkeit zu bejahen, um im internationalen Verhältnis nega...
	Wie das Bundesgericht allerdings einschränkend hinzufügt, bleibt selbst bei einer weiten Auslegung und Anwendung von Art. 8 StGB ein Anknüpfungspunkt im Sinne dieser Bestimmung zur Begründung der schweizerischen Zuständigkeit unabdingbar (BGE 133 IV ...
	4.2
	4.2.1 Laut Staatsanwaltschaft fanden die täuschenden Handlungen der Beschuldigten 1-3 in J._____ [Stadt in O._____] (Urk. 3/1 S. 2) resp. per E-Mail und Fax von J._____ aus (Urk. 13 S. 3) statt. Als täuschende Handlungen nennt die Staatsanwaltschaft d...
	Wie die Durchsicht der Strafanzeige (Urk. 12/1/1) und der dazu eingereichten Beilagen (Urk. 12/1/2-100) ergibt, bestehen etliche Anhaltspunkte dafür, dass die von der Staatsanwaltschaft genannten Täuschungshandlungen in J._____ oder von J._____ aus s...
	Gemäss den Schilderungen der Beschwerdeführerin habe G._____ in seiner Eigenschaft als ihr Direktor im Vorfeld des Vertragsabschlusses verschiedentlich mit dem Beschuldigten D._____ zu tun gehabt (Urk. 12/1/1 S. 12). G._____ habe seit Anfang 2007 mit...
	Als Beleg nennt die Beschwerdeführerin eine E-Mail von E._____ an G._____ (Urk. 12/1/20). Diese E-Mail enthält "…" (Ländercode für O._____ [Staat]) als top-level-domain. Dieser Umstand lässt es als wahrscheinlich erscheinen, dass der Absender (zumind...
	Laut weiteren Ausführungen in der Strafanzeige sei G._____ wahrheitswidrig zugesichert worden, dass die I._____ der einzige konzessionierte Exporteur von H._____ aus O._____ [Staat] sei (Urk. 12/1/1 S. 13). Der Beschwerdeführerin seien zahlreiche fik...
	In der Fusszeile dieses Schreibens (Urk. 12/1/24) ist J._____ als Ort der Absendung aufgeführt. Aufgrund des Umstands, dass die Beschuldigten in J._____ wohnhaft (Urk. 12/1/1 S. 7) und dort über die I._____ sowie weitere Firmen geschäftstätig sind, b...
	Wenn auch nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann, dass alle Täuschungshandlungen in J._____ ausgeführt wurden, so ergeben sich anhand der Strafanzeige und den dazu eingereichten Beilagen zumindest nicht genügend Anhaltspunkte dafür, dass Züric...
	4.2.2 Die Beschwerdeführerin wendet in der Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 8-13) ein, die Vertragsverhandlungen über das Kaufgeschäft mit dem H._____ hätten in Zürich stattgefunden. Die Beschuldigten hätten sich mit G._____ regelmässig in Zürich getroffe...
	Wie ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), reicht eine bloss teilweise Ausführung der Tat auf Schweizer Gebiet zur Begründung einer schweizerischen Zuständigkeit aus und sind beim grenzüberschreitenden Betrug mehrere Orte der Tatbegehung denkbar. Indessen...
	Wie die Staatsanwaltschaft (Urk. 13 S. 3) zu Recht einwendet, stammen lediglich zwei der eingereichten Hotelrechnungen (Urk. 3/3/17: Rechnungen vom 8. März 2007 und vom 4. April 2007) aus dem Zeitraum vor Abschluss des vom 25. April 2007 datierenden ...
	Im E-Mail von E._____ an G._____ (Urk. 3/3/19), welches bloss einen einzigen Tag vor Abschluss des Hauptvertrages vom 25. April 2007 versandt wurde und sich bereits aus diesem Grund nicht auf das Geschäft mit H._____ beziehen konnte, wurde nicht nur ...
	Aus dem Umstand, dass G._____ im Jahr 2007 nicht nach O._____ [Staat] einreiste (vgl. Urk. 3/3/23: Passkopie), lässt sich entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht ableiten, dass die Vertragsverhandlungen betreffend H._____ tatsächlich in Zür...
	Sowohl der Hauptvertrag vom 25. April 2007 als auch die beiden Zusatzverträge vom 4. Juni 2008 und vom 8. Juli 2008 wurden unter Abwesenden geschlossen. Dies ergibt sich bezüglich des Hauptvertrags aus den Angaben der Beschwerdeführerin selbst (Urk. ...
	Aus den Beschwerdebeilagen ergeben sich somit ebenfalls keine genügend klaren Anhaltspunkte, dass Zürich als Handlungsort der Beschuldigten in Frage kommen könnte.
	4.2.3 Die Beschwerdeführerin sieht einen weiteren Anknüpfungspunkt zur Begründung der schweizerischen Zuständigkeit darin, dass die Beschuldigten das H._____ in die Schweiz gebracht, im ... Zürich gelagert und ihr in Zürich übergeben hätten.
	Wie dargelegt (vgl. E. 3.2 hiervor), erfasst der Begehungsort im Sinn von Art. 8 StGB die täuschenden Handlungen seitens der Täter. Die Lagerung des Kaufgegenstandes in Zürich ist keine für die Täuschung erforderliche Handlung. Gleiches gilt für die ...
	4.2.4 Als Anknüpfungspunkt ist laut Beschwerdeführerin auch der Ort des Irrtums und der Vermögensdisposition in Betracht zu ziehen.
	Selbst wenn - wie ein Teil der Lehre befürwortet - der Ort des Irrtums als Erfolgsort im Sinn von Art. 8 Abs. 1 StGB angenommen würde, so gibt es keine genügenden Anhaltspunkte dafür, dass sich G._____ auf schweizerischem Territorium täuschen liess. ...
	Einzig der Ort der Vermögensdisposition, das heisst der Ort, wo die Beschwerdeführerin resp. der für sie handelnde G._____ den Darlehensvertrag zur Finanzierung des Geschäfts mit der I._____ einging, liegt in der Schweiz, nämlich in C._____ (vgl. Urk...
	4.2.5 Schliesslich sieht die Beschwerdeführerin einen Anknüpfungspunkt darin, dass die zur Finanzierung des Geschäfts zwischengeschaltete L._____ Inc. das der Beschwerdeführerin gewährte Darlehen von einem Konto der M._____ AG, Zürich, über die N.____...
	Die Staatsanwaltschaft verneinte zu Recht, dass bereits die Überweisung des Kaufpreises von einem Konto der Darlehensgeberin bei einer Bank mit Sitz in Zürich auf ein ausländisches Konto der I._____ zuständigkeitsbegründend sein kann. Der Vermögenssc...
	4.2.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die mutmasslich begangene Straftat wahrscheinlich an mehreren Orten stattfand. Jedoch gibt es nicht genügend Hinweise auf schweizerisches Staatsgebiet als Ausführungsort. Der Ort des Eintritts des Vermögens...
	7. Als Nächstes ist zu prüfen, ob die Zuständigkeit der Schweiz auf eine andere Bestimmung abgestützt werden kann. Art. 4 StGB (Verbrechen oder Vergehen im Ausland gegen den Staat) und Art. 5 (Straftaten gegen Unmündige im Ausland) kommen von vornhere...
	8.
	6.1 Zu prüfen bleibt, ob sich eine Zuständigkeit der Schweiz zur Strafverfolgung der Beschuldigten aus dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 15. November 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität (SR 0.311.54) ergibt. Sowohl...
	6.2 Das Übereinkommen bezweckt die Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität (vgl. Art. 1). Es findet Anwendung auf die Verhütung, Untersuchung und strafrechtliche Verfolgung von Straftaten im Sinne des Übereinkommens, wenn die S...
	6.3 Nach Art. 6 Abs. 1 StGB ist diesem Gesetz unterworfen, wer im Ausland ein Verbrechen oder Vergehen begeht, zu dessen Verfolgung sich die Schweiz durch ein internationales Abkommen verpflichtet hat, wenn die Tat auch am Begehungsort strafbar ist od...
	Wie dargelegt, ist gemäss UNO-Abkommen die Ausdehnung der Zuständigkeit bei Auslandtaten im Bereich der organisierten Kriminalität fakultativ. Die Schweiz hat sich völkerrechtlich nicht dazu verpflichtet, ihre Zuständigkeit auf Auslandtaten zu erstre...
	9. Nach dem Gesagten ist die Schweiz weder zur Strafverfolgung wegen Betrug noch wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation zuständig. Die Regeln über den Gerichtsstand (Art. 31 ff. StPO) kommen folglich nicht zur Anwendung. Die Prüfung der F...
	4. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegründet und ist abzuweisen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Gerichtsgebühren zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diese sind in Anwendung von § 17 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom ...
	Da G._____ ein Sicherheitsrisiko für seine Person geltend machte (vgl. Urk. 12/2/3) und infolgedessen die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten die Nichtanhandnahmeverfügung nicht mitteilte, wird von einer Mitteilung dieses Beschlusses an die Beschuldi...
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Dieser Beschluss wird den Beschuldigten nicht mitgeteilt.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und die Beschwerdeführerin (gegen Gerichtsurkunde);
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Rücksendung der Akten C-2/2010/145 (gegen Empfangsschein).

	10. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, beim Bundesgerichte (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen ...