# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a9df3de-034b-593f-b07d-1e6deebeb0d3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 02.05.2022 110 2021 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-95_2022-05-02.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 110/2021/95

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 2. Mai 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

Frau F.________
Beschwerdegegnerin 1

Herrn G.________
Beschwerdegegner 2

beide vertreten durch Frau Rechtsanwältin H.________ 

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Biglen, Gemeindeverwaltung, Hohle 19, 
3507 Biglen 

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Biglen vom 6. Mai 2021 
(Gemeinde Nr. 603-21-2019; Umnutzung Garage in Pferdestall, Erstellung Allwetterplatz) sowie 
die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 27. April 2020 
(G.-Nr. 2019.JGK.7026)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner (nachfolgend 
Beschwerdegegnerschaft) sind Eigentümer des Grundstücks Biglen Grundbuchblatt 
Nr. L.________1. Dieses liegt K.________ in der Landwirtschaftszone. Auf dem Grundstück 
befinden sich drei Gebäude mit folgenden Adressen: B.________ Nr. M.________ ist das 
Wohnhaus, B.________ Nr. N.________ ein ehemaliger Schopf und B.________ Nr. O.________ 

1 Im Folgenden Parzelle Nr. L.________.

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eine ehemalige Garage. Im Jahr 2013 wurde das Wohnhaus B.________ Nr. M.________ 
komplett abgebrochen und wiederaufgebaut. Das Gebäude B.________ Nr. N.________ wurde 
zeitgleich zu einem Stall mit zwei Pferdeboxen und einer Schafsbox umgenutzt und umgebaut. 
Das Gebäude B.________ Nr. O.________ wurde im November/Dezember 2016 von der 
Beschwerdegegnerschaft ebenfalls in einen Pferdestall umgenutzt und umgebaut. Auf der 
Parzelle Nr. L.________ direkt angrenzend an das Gebäude B.________ Nr. N.________ auf der 
südlichen Seite befinden sich die dauernd zugänglichen Stallausläufe der beiden Pferdeboxen 
des Stalles im Gebäude B.________ Nr. N.________ mit einer Grösse von je ungefähr 27 m2.2 
Weiter befinden sich ebenfalls auf der Parzelle Nr. L.________ rückseitig direkt angrenzend an 
den Pferdestall im Gebäude B.________ Nr. O.________ ebenfalls für jede der beiden 
eingebauten Pferdeboxen ein dauernd zugänglicher Stallauslauf mit einer Grösse von je 
17.97 m2.3 Diese sind sodann mit dem leicht nordwestlich abgesetzt des Gebäudes B.________ 
Nr. O.________ liegenden Allwetterplatz mit einer Grösse von 197.12 m2 direkt verbunden. 
Letzterer wurde ebenfalls im November/Dezember 2016 zusammen mit der Umnutzung des 
Gebäudes B.________ Nr. O.________ erstellt und verfügt zusätzlich von der geteerten Strasse 
direkt über einen gekiesten Zugang.4

Die Gemeinde hat die Umnutzung des Gebäudes B.________ Nr. N.________ sowie den Neubau 
des Wohnhauses B.________ Nr. M.________ mit Bauentscheid vom 7. März 2013 bewilligt.5 
Das AGR erteilte dannzumal die erforderliche Bewilligung für das Bauen in der 
Landwirtschaftszone für das Vorhaben gestützt auf Art. 24c RPG6. Die Umnutzung des Gebäudes 
B.________ Nr. O.________ sowie die Erstellung des Allwetterplatzes Ende 2016 sind nicht 
rechtskräftig bewilligt. Die Grundstücke Biglen Grundbuchblatt Nrn. E.________ und I.________ 
des Beschwerdeführers grenzen südwestseitig bzw. ostseitig an die Parzelle Nr. L.________ der 
Beschwerdegegnerschaft.

2. Mit Schreiben vom 8. Mai 2019 forderte die Gemeinde Biglen die Beschwerdegegnerschaft 
auf mündliche Hinweise seitens des Beschwerdeführers auf, zur Umnutzung des Gebäude 
B.________ Nr. O.________ in einen Pferdestall und die Erstellung eines Allwetterplatzes 
Stellung zu beziehen. Mit Schreiben vom 10. Juni 2019 liess sich die Beschwerdegegnerschaft 
hierzu vernehmen und bestätigte grundsätzlich die Umnutzung des Gebäudes B.________ 
Nr. O.________ und die Erstellung des Allwetterplatzes ohne Baubewilligung. Am 18. Juli 2019 
fand vor Ort ein Augenschein statt, an welchem die Gemeinde und die Beschwerdegegnerschaft 
anwesend waren.7 Im Rahmen des damit implizit eröffneten und geführten baupolizeilichen 
Verfahrens reichte die Beschwerdegegnerschaft am 16. Oktober 2019 ein nachträgliches 
Baugesuch für die Umnutzung der Garage im Gebäude B.________ Nr. O.________ in einen 
Pferdestall und die Erstellung eines Allwetterplatzes für den Pferdeauslauf ein.8 Dagegen erhob 
der Beschwerdeführer am 29. November 2019 fristgerecht Einsprache und Rechtsverwahrung.9 

3. Mit Verfügung vom 27. April 2020 (G.-Nr. 2019.JGK.7026) erteilte das AGR dem 
Bauvorhaben die Ausnahmebewilligung nach Art. 24e RPG i.V.m. Art. 42b RPV10. Gestützt auf 
diese positive Verfügung des AGR erteilte die Gemeinde Biglen mit Gesamtentscheid vom 6. Mai 
2021 die nachträgliche Baubewilligung für das Vorhaben.

2 Vgl. den Plan Nr. 06/11/04 im Baugesuch Biglen 603-01-2013, «Grundriss / Schnitt A-A / Fassaden», Mst. 1:100, 
vom 28. November 2021, rev. 20. Dezember 2012; Vorakten, pag. 179.
3 Vgl. die Baupläne im Baugesuch Biglen 603-21-2019, Vorakten, pag. 011 ff., insbesondere pag. 013.
4 Vgl. Fotos in den Vorakten pag. 152 und 156 sowie die Darstellung in Google Earth.
5 Baubewilligungsverfahren Biglen Nr. 603-01-2013.
6 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
7 Vgl. die Aktennotiz vom 18. Juli 2019, Vorakten, pag. 151 ff.
8 Vgl. Vorakten, pag. 018 ff.
9 Vgl. Vorakten, pag. 130 ff.
10 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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4. Gegen diesen Gesamtentscheid reichte der Beschwerdeführer am 4. Juni 2021 Beschwerde 
bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er stellt folgende 
Rechtsbegehren:

«1. Es sei der Entscheid des Gemeinderatsausschusses Bau Biglen vom 6. Mai 2021 aufzuheben und dem 
nachträglichen Baugesuch der Beschwerdegegner vom 15. Oktober 2019 der Bauabschlag zu erteilen, 
unter gleichzeitiger Verpflichtung der Beschwerdegegner zur Wiederherstellung des gesetzmässigen 
Zustands.

2. Eventualiter sei der Entscheid des Gemeinderatsausschusses Bau Biglen vom 6. Mai 2021 aufzuheben 
und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
- Unter Kosten und Entschädigungsfolge - »

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,11 führte den 
Schriftwechsel durch und holte die Vorakten ein. In ihrem Schreiben vom 7. Juli 2021 verzichtet 
die Gemeinde auf eine Stellungnahme zum Verfahren und verwies auf ihren Gesamtentscheid 
vom 6. Mai 2021. Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021 beantragt die Beschwerdegegnerschaft 
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. Mit Stellungnahme vom 8. Juli 2021 beantragt das AGR ebenfalls die 
Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 28. Juli 2021 weitere 
Beilagen zu ihrer Beschwerdeantwort ein.

6. Mit Instruktionsverfügung vom 12. August 2021 teilte das Rechtsamt den 
Verfahrensbeteiligten mit, nach einer ersten summarischen Prüfung der Akten entspreche das 
vorliegende Bauvorhaben nicht den bundesrechtlichen Vorgaben des Raumplanungsrechts und 
sei in vorliegender Form allenfalls nicht bewilligungsfähig. 

In der von Amtes wegen eingeholten Stellungnahme vom 2. September 2021 entgegnet das AGR, 
das vorliegend interessierende Bauvorhaben entspreche seiner Ansicht nach den 
bundesrechtlichen Vorgaben des Raumplanungsrechts. 

7. Die Parteien erhielten sodann Gelegenheit, sich zur summarischen Einschätzung des 
Rechtsamts und der Stellungnahme des AGR zu äussern. Die Beschwerdegegnerschaft hält in 
ihrer Stellungnahme vom 24. September 2021 an den in der Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021 
gestellten Begehren fest und ersucht um Revision der vorläufigen Einschätzung des Rechtsamts. 
Der Beschwerdeführer stimmt demgegenüber in seiner Eingabe vom 11. Oktober 2021 der 
summarischen Einschätzung des Rechtsamts zu. 

8. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

11 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und 
Verkehrsdirektion (Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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a) Der Entscheid der Gemeinde Biglen ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 1 
KoG12, die Verfügung des AGR ist eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. 
Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Beschwerde 
nach Art. 40 Abs. 1 BauG13 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer hat sich im vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und 
ist mit seiner Einsprache nicht durchgedrungen. Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert. 
Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. Der Parteivertreter des 
Beschwerdeführers und die Parteivertreterin der Beschwerdegegnerschaft sind gehörig 
bevollmächtigt und damit zur Vertretung ihrer jeweiligen Mandantschaft legitimiert.

2. Streitgegenstand

Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht mit 
dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.14 

Der angefochtene Gesamtentscheid der Vorinstanz vom 6. Mai 2021 beinhaltet die Bewilligung 
der Umnutzung des Gebäudes B.________ Nr. O.________ in einen Pferdestall mitsamt den 
permanent zugänglichen Stallausläufen sowie die Bewilligung des erstellten Allwetterplatzes 
mitsamt dessen Zugang. Demgegenüber wurde im Rahmen des vorinstanzlichen Bauentscheids 
die Situation des Gebäudes B.________ Nr. N.________ nicht beurteilt. Die Rüge des 
Beschwerdeführers, in den Pferdeboxen des Gebäudes B.________ Nr. N.________ dürften 
keine fremden Pferde gehalten werden und es sei die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands anzuordnen, liegt demnach ausserhalb des vorliegenden Anfechtungsobjekts. Auf die 
Beschwerde ist in diesem Punkt somit nicht einzutreten. Ob und wenn ja, inwiefern, die Haltung 
von fremden oder eigenen Pferden im Gebäude B.________ Nr. N.________ vorliegendes 
Bauvorhaben beeinflusst, ist an entsprechender Stelle nachfolgend auszuführen. Ebenfalls 
ausserhalb des Streitgegenstands liegen die vom Beschwerdeführer gerügten Weidezäune. Auf 
seine diesbezüglich erhobenen Rügen ist ebenfalls nicht einzutreten. 

3. Ungenügende Sachverhaltsfeststellung

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht vollumfänglich 
festgestellt. Es sei nicht richtig, dass die Beschwerdegegnerschaft nur über vier Pferdeboxen – 
zwei bewilligte und zwei unbewilligte – verfüge. Vielmehr verfüge die Beschwerdegegnerschaft im 
Gebäude B.________ Nr. N.________ über drei bewilligte und im Gebäude B.________ 
Nr. O.________ über zwei unbewilligte und damit insgesamt über fünf Pferdeboxen. Darin würden 
insgesamt fünf Pferde, drei eigene und zwei fremde gehalten. 

12 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
13 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
14 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.

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Die Beschwerdegegnerschaft führt hierzu aus, es handle sich zwar effektiv um fünf Pferde. Dies 
sei jedoch ohne Einfluss auf vorliegendes Vorhaben. Die Anzahl Tiere liege unter der für die 
hobbymässige Tierhaltung erlaubten Zahl von bis zu sechs Pferden pro Haushalt, und die 
Auslaufgrösse würde sich bei der Abstützung auf fünf Pferde anstatt deren vier ohnehin nur 
vergrössern.
Aus den Akten geht nicht klar hervor, wie viele Tiere bzw. Pferde die Beschwerdegegnerschaft 
insgesamt besitzt bzw. betreut. Aus der baubewilligten Umnutzung des Gebäudes B.________ 
Nr. N.________ (Bauentscheid der Gemeinde Biglen Nr. 603-01-2013 vom 7. März 201315) ist 
ersichtlich, dass zwei Pferdeboxen und eine Schafsbox für 8-10 Tiere bewilligt wurden.16 Die 
Beurteilung des Gebäudes B.________ Nr. N.________ liegt wie gesehen ausserhalb des 
Streitgegenstands (vgl. Erwägung 2 vorangehend). Ohnehin stellt die Frage der Anzahl 
gehaltenen Tiere in einem bewilligten Stall eine baupolizeiliche Frage dar, für welche die 
Gemeinde als Baupolizeibehörde zuständig ist. Folglich und auch gestützt auf die nachfolgenden 
Ausführungen kann diese Frage und auch die genaue Anzahl der gehaltenen Equiden insgesamt 
(konkret, ob vier oder fünf) vorliegend offengelassen werden. Damit erübrigt sich auch der vom 
Beschwerdeführer beantragte Augenschein. Diese Beweismassnahme wird demnach 
abgewiesen.

4. Zonenkonformität der Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone 

a) Gemäss Art. 16abis RPG können unter gewissen Voraussetzungen – insbesondere das 
Bestehen eines landwirtschaftlichen Gewerbes im Sinne des BGBB17 – Bauten und Anlagen für die 
Haltung von Pferden in der Landwirtschaftszone als zonenkonform gelten. Bauten und Anlagen für 
die Freizeitlandwirtschaft sind demgegenüber in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform 

b) Zwischen den Parteien und dem AGR sowie der Gemeinde ist unbestritten, dass die 
Beschwerdegegnerschaft kein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des BGBB führt. Bei der 
Pferdehaltung der Beschwerdegegnerschaft kann es sich demnach nicht um eine zonenkonforme 
Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone handeln.18 Art. 16abis RPG ist folglich für vorliegendes 
Beschwerdeverfahren unbeachtlich. Vielmehr ist im Folgenden von einer hobbymässigen 
Tierhaltung auszugehen, für welche Art. 24e RPG ausserhalb der Bauzonen unter bestimmten 
Voraussetzungen Ausnahmen von der Zonenkonformität vorsieht. 

5. Hobbymässige Tierhaltung: Verhältnis zur Wohnnutzung

a) Gemäss Art. 24e Abs. 1 RPG werden bauliche Massnahmen in unbewohnten Gebäuden 
oder Gebäudeteilen, die in ihrer Substanz erhalten sind, bewilligt, wenn sie Bewohnerinnen und 
Bewohnern einer nahe gelegenen Wohnbaute zur hobbymässigen Tierhaltung dienen und eine 
tierfreundliche Haltung gewährleisten. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten. Er legt namentlich 
fest, in welchem Verhältnis die Änderungsmöglichkeiten nach diesem Artikel zu denjenigen nach 
Art. 24c und nach Art. 24d Abs. 1 RPG stehen (Art. 24e Abs. 6 RPG). Die hobbymässige 
Tierhaltung gilt nach den entsprechenden Festlegungen des Bundesrats in Art. 42b Abs. 1 RPV 
als Erweiterung der Wohnnutzung der nahegelegenen Wohnbaute. Gemäss Art. 42b Abs. 2 RPV 
ist sie an allfällige Möglichkeiten der Erweiterung nach Art. 42 Abs. 3 RPV anzurechnen. Art. 42 
Abs. 3 Bst. a und b RPV bestimmt für die Erweiterungsmöglichkeiten feste quantitative 

15 Vgl. Vorakten pag. 163.
16 Bewilligter Plan «Grundriss», Massstab 1:100 vom 20. Dezember 2012, Vorakten pag. 179.
17 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11).
18 Vgl. die Beschwerde vom 4. Juni 2021, C.1 Rz. 1 sowie C.2; vgl. die Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021, Art. 2 
Rz. 1 und Art. 3 Rz. 5; vgl. die Verfügung des AGR vom 27. April 2020, Erwägungen.

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Obergrenzen, bei deren Überschreiten die Identität der Baute in jedem Fall als nicht mehr gewahrt 
gilt: Innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens darf die anrechenbare Bruttogeschossfläche 
(BGF) nicht um mehr als 60 % erweitert werden, wobei das Anbringen einer Aussenisolation als 
Erweiterung innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens gilt (Art. 42 Abs. 3 Bst. a RPV). Unter 
den Voraussetzungen von Art. 24c Abs. 4 RPG kann eine Erweiterung ausserhalb des 
bestehenden Gebäudevolumens erfolgen; die gesamte Erweiterung darf in diesem Fall sowohl 
bezüglich der anrechenbaren Bruttogeschossfläche als auch bezüglich der Gesamtfläche 
(Summe von anrechenbarer Bruttogeschossfläche und Brutto-Nebenfläche [BNF]) weder 30 % 
noch 100 m2 überschreiten; die Erweiterungen innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens 
werden nur halb angerechnet (Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV).

Die «Wegleitung Pferd und Raumplanung» des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) erläutert 
das geltende Recht für die Pferdehaltung. Gemäss dieser Wegleitung beinhaltet Art. 24e RPG 
eine abschliessende Regelung, welche auch für die (hobbymässige) Pferdehaltung gilt.19 Für die 
Anrechnung an die Erweiterungsmöglichkeiten nach Art. 42 Abs. 3 RPV gelten Stallungen, Futter- 
und Einstreulager sowie Räume für Sättel und Pferdegeschirr als Nebenflächen.20 Diese sind an 
die Erweiterungsmöglichkeiten direkt, d.h. in Zahlen an die absolute und relative Grenze der 
Erweiterungsmöglichkeiten von Art. 42 Abs. 3 RPV anzurechnen. Die Flächen der Aussenanlagen 
brauchen demgegenüber als offene Bauteile nicht fix angerechnet zu werden. Sie können so 
berücksichtigt werden, dass die zulässige Erweiterung angemessen reduziert wird.21 Sind die 
Erweiterungsmöglichkeiten der nahe gelegenen Wohnbaute nach Art. 42 Abs. 3 RPV vollständig 
ausgeschöpft, kann ein späteres Baugesuch für die hobbymässige Tierhaltung nicht mehr bewilligt 
werden.22 

Nach dem Gesagten ist vorab zu prüfen, ob eine Erweiterung der Wohnbaute B.________ 
Nr. M.________ durch vorliegendes Bauvorhaben – die Umnutzung des Gebäudes B.________ 
Nr. O.________ in einen Pferdestall und die Erstellung eines Allwetterplatzes – überhaupt noch 
möglich ist. Sind die gesetzlichen Erweiterungsmöglichkeiten von Art. 42 Abs. 3 RPV bereits mit 
dem Bauvorhaben aus dem Jahr 2013 ausgeschöpft worden, ist vorliegendes Bauvorhaben nicht 
bewilligungsfähig. 

b) Im vorinstanzlichen Verfahren war die Frage des Erweiterungspotentials unter den 
Verfahrensbeteiligten bereits umstritten. Der Beschwerdeführer und damalige Einsprecher 
bemängelte in seiner Stellungnahme vom 26. Juni 2020 im vorinstanzlichen Verfahren23, aus dem 
Baugesuch gehe nicht hervor, inwieweit eine Erweiterung der Wohnbaute B.________ 
Nr. M.________ noch zulässig sei. Die Gemeinde Biglen hielt im Bauentscheid vom 6. Mai 2021 
hierzu fest, das Bauvorhaben sei durch das AGR geprüft worden. Dieses habe der Umnutzung 
zugestimmt, weshalb der Einsprachepunkt unbegründet sei. Das AGR äusserte sich im 
vorinstanzlichen Baubewilligungsverfahren zu dieser Frage der Erweiterungsmöglichkeiten bzw. 
deren Ausschöpfung jedoch nicht.24 

Das Rechtsamt hielt in seiner Instruktionsverfügung vom 12. August 2021 nach einer 
summarischen Prüfung fest, vorliegendes Baugesuch sei womöglich nicht bewilligungsfähig. Mit 

19 Wegleitung Pferd und Raumplanung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) vom Juli 2015 (Wegleitung 
Pferd und Raumplanung), (abrufbar unter <https://www.are.admin.ch/are/de/home.html> Rubriken Medien & 
Publikationen / Raumplanungsrecht), S. 15.
20 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 18 Ziff. 2.
21 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 18 Ziff. 2.
22 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 18 Ziff. 2; vgl. auch Rudolf Muggli in Aemisegger / Moor / Ruch / 
Tschannen (Hrsg.), Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich / Basel / Genf 2017, Kommentar 
zu Art. 24e, Art. 24e N. 13. 
23 Vgl. Vorakten pag. 130.
24 Vgl. die Verfügung des AGR vom 27. April 2020, Vorakten pag. 021 ff.

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dem Bauvorhaben werden die Möglichkeiten der Erweiterung der ehemaligen 
Landwirtschaftlichen Wohnbaute, B.________ Nr. M.________, mutmasslich überschritten. Es 
führte zusammengefasst aus, das vorliegende Bauvorhaben sei dem Gebäude B.________ 
Nr. M.________ als nahe gelegene Wohnbaute im Sinne von Art. 24e Abs. 1 RPG zuzurechnen 
und demnach an die Erweiterung dieser Wohnbaute nach Art. 42 Abs. 3 RPV anzurechnen. 
Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen würden die Erweiterungsmöglichkeiten der erwähnten 
Wohnbaute bereits als ausgeschöpft und das vorliegende Bauvorhaben demnach nicht 
bewilligungsfähig erscheinen. Das Rechtsamt stützte sich dabei insbesondere auf die Verfügung 
des AGR vom 23. Januar 201325 zum ursprünglichen Bauvorhaben der Beschwerdegegnerschaft 
betreffend das Wohngebäude B.________ Nr. M.________ und dem ehemaligen Schopf im 
Gebäude B.________ Nr. N.________ (vgl. oben Ziffer I. 1. zum Sachverhalt). Darin hielt das 
AGR fest, das Wiederaufbauprojekt stelle hinsichtlich der Veränderung des Aussenraums sowie 
vom Erscheinungsbild sowie vom zulässigen Erweiterungsmass der zonenwidrig genutzten 
Fläche her einen Grenzfall von Art. 24c RPG dar. Als Hinweis fügte es fettgedruckt an: «Mit 
diesem Vorhaben sind die Um- und Ausbaumöglichkeiten von Art. 24c RPG ausgeschöpft. 
Künftige Um-und Ausbauten im Rahmen von Art. 24c RPG sind somit ausgeschlossen.»

Das AGR äusserte sich auf Anfrage des Rechtsamts zu dessen summarischen Einschätzung mit 
Eingabe vom 2. September 2021 dahingehend, dass es sich beim Gebäude B.________ 
Nr. O.________ um eine altrechtlich bestehende Doppelgarage, mithin um bestehende 
Nebennutzfläche handle. Der Einbau der Pferdeboxen sei eine Nutzungsänderung, welche keinen 
Einfluss auf die bestehende Nebennutzfläche habe. Diese bestehe und werde durch den Einbau 
der Pferdeboxen nicht erweitert. Lediglich der (Nutzungs-) Zweck ändere. Damit liege keine 
Überschreitung der gesetzlichen Erweiterungsmöglichkeiten von Art. 42 Abs. 3 RPG [recte: RPV] 
vor. Zum Hinweis in der Verfügung vom 23. Januar 201326 macht das AGR geltend, es habe sich 
dabei auf die Ausbaumöglichkeiten der Bruttogeschossfläche im Rahmen von Art. 24c RPG 
bezogen. Die Berechnung zeige, dass die gesetzlichen Erweiterungsmöglichkeiten der 
Bruttogeschossfläche («Wohnfläche») zweifelsfrei ausgeschöpft seien. Gleichzeitig habe sich die 
bestehende Nebennutzfläche von 475 m2 auf 332 m2 reduziert und sei demnach nicht 
ausgeschöpft. Auch die Nebennutzfläche könne (innerhalb des bestehenden Volumens) um 60 % 
erweitert werden; jedoch könne dabei insgesamt 200 m2 (neue 
Bruttogeschossfläche/Nebennutzfläche) nicht überschritten werden. 

Die Beschwerdegegnerschaft geht in ihrer Eingabe vom 24. September 2021 ebenfalls davon aus, 
dass die vorliegend umstrittene Pferdehaltung als Erweiterung der Wohnnutzung der 
nahegelegenen Wohnbaute gelte und sie an die allfällige Möglichkeit der Erweiterung nach 
Art. 24c RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 3 RPV anzurechnen sei. Ebenfalls richtig sei, dass Stallungen, 
Futter- und Einstreulager sowie Räume für Sättel und Pferdegeschirr als Nebenfläche – gleich wie 
Garagen, Abstellräume o.ä. – gelten würden. Diese seien folglich an die absolute und relative 
Grenze der Erweiterungsmöglichkeiten der Nutzungskategorie «Nebenfläche» anzurechnen. Eine 
Umnutzung von Nebenfläche einer Art in Nebenflächen einer anderen Art führe aber zu keiner 
Erweiterung der genutzten Fläche insgesamt. Auch rechtlich habe dies keine Erweiterung zur 
Folge, solange die geänderte Nutzung nicht neu unter die Definition der Bruttogeschossfläche 
falle. Das Vorhaben führe demnach nicht zu einer Erweiterung der Nebennutzfläche und damit 
auch zu keiner Überschreitung der gesetzlichen Erweiterungsmöglichkeiten von 
Art. 42 Abs. 3 RPV. 

25 Vgl. Vorakten, pag. 171 f.; vgl. insgesamt das Baubewilligungsverfahren der Gemeinde Biglen Nr. 603-01-2013 mit 
dem Gesamtentscheid der Gemeinde Biglen vom 7. März 2013 bezüglich Abbruch und Wiederaufbau Kleinbauernhaus      
B.________Nr. M und die Umnutzung des Schopfs B.________Nr. N in Pferde- und Schafstall.
26 Vgl. Vorakten, pag. 171 f.

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Der Beschwerdeführer bemerkt in seiner Eingabe vom 11. Oktober 2021, das AGR habe beim 
Bauvorhaben im Jahr 2013 klar festgehalten, die Um- und Ausbaumöglichkeiten von Art. 24c RPG 
seien ausgeschöpft und künftige Um- und Ausbauten seien somit ausgeschlossen. Zudem habe 
die Umnutzung des Gebäudes Nr. O.________ von einer Doppelgarage in einen Pferdestall sehr 
wohl einen Einfluss auf die bestehende Nebennutzfläche. Der rechtlich durch Art. 24c RPG 
geschützte Besitzstand der Doppelgarage als Nebennutzfläche sei durch die Umnutzung 
aufgegeben und die Zonenwidrigkeit verstärkt worden. Die neu geschaffene, zonenwidrig 
genutzte, (Nebennutz-) Fläche sei – da nicht altrechtlich – nicht mehr in ihrem Bestand geschützt. 
Die Umnutzung der Doppelgarage in einen Pferdestall mit Auslauf führe damit zu einer 
Erweiterung der vorbestehenden Nebennutzfläche. Da im Jahr 2013 die zahlenmässige Um- und 
Ausbaumöglichkeiten von Art. 24c RPG bereits ausgeschöpft worden seien, könne diese 
Erweiterung nicht nachträglich bewilligt werden. 

c) Umstritten und in einem ersten Schritt zu prüfen ist, ob die Umnutzung des Gebäudes 
B.________ Nr. M.________ von einer Doppelgarage in einen Pferdestall als Erweiterung der 
Nebennutzfläche der nahegelegenen Wohnbaute gilt. Der Wortlaut der gesetzlichen Grundlagen 
in Art. 42b Abs. 1 und 2 RPV ist klar: Die Umnutzung der Doppelgarage in einen Pferdestall ist als 
Erweiterung der Wohnnutzung der nahe gelegenen Wohnbaute anzurechnen. Gleiches geht 
ebenso klar aus der Wegleitung «Pferd und Raumplanung» hervor. Diese konkretisiert weiter, 
dass die umgenutzte Fläche künftig als Nebenfläche gilt.27 Ohne diese Anrechnung verliert die 
umgenutzte Baute die funktionale Beziehung zur nahe gelegenen Wohnbaute im Sinne von 
Art. 24e Abs. 1 RPG.28 Zudem dürfte sich die Anwendung der raumplanerischen 
Ausnahmeregelung von Art. 24e RPG in aller Regel wie in vorliegendem Fall auf die Umnutzung 
freistehender Schöpfe (vgl. Gebäude B.________ Nr. N.________), Garagen (vgl. Gebäude 
B.________ Nr. O.________) oder anderweitigen Nebennutzflächen beschränken. Insofern wird 
immer Nebennutzfläche in Nebennutzfläche umgenutzt. Erfolgte in diesen Fällen entsprechend 
der Interpretation des AGR und der Beschwerdegegnerschaft keine Anrechnung, würde Art. 42b 
Abs. 1 und 2 RPV seinem Sinn entleert.

Nebst dem klaren Wortlaut der genannten Bestimmungen sprechen somit weitere Gründe für die 
Anrechnung des in einen Pferdestall umgenutzten Gebäudes B.________ Nr. O.________ an die 
Erweiterungsmöglichkeiten der nahe gelegenen Wohnbaute im Gebäude B.________ 
Nr. M.________. Die konträren Meinungen des AGR und der Beschwerdegegnerschaft sind 
demgegenüber nicht näher begründet und vermögen nicht zu überzeugen. Durch die gesetzliche 
Verknüpfung in Art. 42b Abs. 1 und 2 RPV findet somit eine rechtliche Vergrösserung der 
Nebennutzfläche der nahegelegenen Wohnbaute statt und zwar unabhängig davon, ob die 
Nebennutzfläche des umgenutzten Gebäudes auch effektiv erhöht wird. Insoweit liegt auch bei 
der reinen Umnutzung von bestehender Nebennutzfläche in Nebennutzfläche für die 
hobbymässige Tierhaltung ohne bauliche Erweiterung eine Erhöhung der Nebennutzfläche der 
nahegelegenen Wohnbaute vor, welche es zu berücksichtigen gilt.

d) Gesamthaft bestand vor dem Abriss und Neubau des Gebäudes B.________ 
Nr. M.________ sowie der Umnutzung des Gebäudes B.________ Nr. N.________ im Jahr 2013 
gemäss den Berechnungen des damaligen Architekten eine Bruttogeschossfläche von 190.06 m2 
und eine Nebennutzfläche von 472.67 m2.29 In der Summe der ehemals vorhandenen 
Nebennutzfläche von 472.67 m2 wurde der ehemalige Schopf im Gebäude B.________ 
Nr. N.________ nicht miteinberechnet.30 Beim Bauvorhaben im Jahr 2013 wurde gemäss den 

27 Vgl. Wegleitung «Pferd und Raumplanung», a.a.O., S. 18 Ziff. 2.
28 Vgl. Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24e N. 13, mit Hinweisen.
29 Vgl. die Vorakten des Baubewilligungsverfahrens Biglen Nr. 603-01-2013, pag. 204.
30 Vgl. die Vorakten des Baubewilligungsverfahrens Biglen Nr. 603-01-2013, pag. 204.

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Berechnungen des damaligen Architekten gesamthaft neu eine Bruttogeschossfläche von 
304.94 m2 sowie eine Nebennutzfläche von 332.09 m2, mithin eine Gesamtfläche von 637.03 m2, 
verbaut.31 In diesen Zahlen nicht einberechnet wurde die Anrechnung der Fläche des in einen 
Stall umgenutzten Schopfs im Gebäude B.________ Nr. N.________ an die 
Erweiterungsmöglichkeiten der Wohnbaute im Gebäude B.________ Nr. M.________. Dies geht 
aus den damaligen Berechnungen eindeutig hervor. Eine Anrechnung wäre jedoch gemäss dem 
damals geltenden Recht ebenfalls als Nebennutzfläche vorzunehmen gewesen und zwar 
unabhängig davon, ob die Bewilligung für die Umnutzung gestützt auf Art. 24c oder Art. 24 
Abs. 1bis aRPG 200732, erfolgte.33 Mit anderen Worten ist der Grundriss des umgenutzten Schopfs 
im Gebäude B.________ Nr. N.________ zumindest ohne die fix anzurechnenden 
Aussenanlagen (die beiden Pferdeboxen verfügen je über einen permanenten Auslauf von 
ungefähr 27 m2)34 und damit eine Fläche von 73,M.________ m2 an die 
Erweiterungsmöglichkeiten der nahe gelegenen Wohnbaute im Gebäude B.________ 
Nr. M.________ anzurechnen. Somit sind durch die Anrechnung der umgenutzten Fläche im 
Gebäude B.________ Nr. N.________ weitere 73.M.________ m2 Nebennutzfläche an 
Erweiterungsmöglichkeiten der nahegelegenen Wohnbaute ausgeschöpft. Gesamthaft ist 
demnach im Folgenden davon auszugehen, dass beim Bauvorhaben im Jahr 2013 insgesamt 
405.8 m2 Nebennutzfläche verbaut wurde. Zusammen mit der verbauten Bruttogeschossfläche 
von 304.94 m2 führt dies zu einer 2013 verbauten Gesamtfläche von 710.74 m2. Damit nahm durch 
das Bauvorhaben im Jahr 2013 die Gesamtfläche insgesamt um 47.99 m2 zu. Dies liegt noch unter 
der absoluten Grenze von 100 m2 gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV, zumal die Erweiterungen 
innerhalb des Gebäudevolumens nur halb anzurechnen waren. Die relative Grenze von 30 % 
gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV war bezüglich der Zunahme Gesamtfläche ebenfalls 
eingehalten. Bezüglich der Bruttogeschossfläche ist hier anzumerken, dass mit einer Zunahme 
von 114.88 m2 und damit 60.44 % sowohl die relative Grenze gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. a RPV 
von 60 % sowie die relative Grenze gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV von 30 % leicht 
überschritten waren. Trotzdem erteilte das AGR dem Vorhaben die Bewilligung nach Art. 24c 
RPG. Mit anderen Worten war die Erweiterungsmöglichkeit nach Art. 24c RPG bezüglich der 
Bruttogeschossfläche mit dem Vorhaben im Jahr 2013 offensichtlich ausgeschöpft, wie es das 
AGR zutreffend auch in seiner Stellungnahme vom 2. September 2021 in vorliegendem 
Beschwerdeverfahren präzisiert. Für die Nebennutzfläche ist jedoch zu differenzieren. Insofern 
ging die summarische Einschätzung des Rechtsamts vom 12. August 2021 von falschen 
Tatsachen («vollständige Ausschöpfung der Erweiterungsmöglichkeiten») aus. 

Den vorliegenden Bauplänen ist zu entnehmen, dass bei der Umnutzung der Doppelgarage in 
einen Pferdestall keine Vergrösserung des Grundrisses des Gebäudes B.________ 
Nr. O.________ vorgenommen wurde,35 mithin liegt keine physische Erweiterung der 
Nebennutzfläche beim Gebäude Nr. O.________ zum Vorzustand vor.36 Damit wurde insgesamt 
eine Fläche von 43.12 m2 (7.7 m * 5.6 m) innerhalb des Gebäudes umgenutzt.37 Diese ist nun 
rechtlich an die Erweiterungsmöglichkeiten der nahe gelegenen Wohnbaute im Gebäude 

31 Vgl. die Vorakten des Baubewilligungsverfahrens Biglen Nr. 603-01-2013, pag. 205.
32 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG, SR 700) in der bis 30. April 
2014 gültigen Fassung (aRPG 2007; AS 2007 S. 3637). 
33 Vgl. die damals geltende Wegleitung Pferd und Raumplanung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) vom 
Oktober 2011 (Wegleitung Pferd und Raumplanung; Version 2011), Ziffer 2.2.6, S. 16.
34 Vgl. den Plan Nr. 06/11/04 im Baugesuch Biglen 603-01-2013, «Grundriss / Schnitt A-A / Fassaden», Mst. 1:100, 
vom 28. November 2021, rev. 20. Dezember 2012; Vorakten, pag. 179.
35 Vgl. Situationsplan, Mst. 1:500, vom 15. Oktober 2019 sowie Planskizze Mst. 1:50, vom 15. Oktober 2019; Vorakten, 
pag. 011 und 013.
36 Nicht berücksichtigt sind hier die Aussenanlagen (Allwetterplatz und Stallausläufe). Vgl. hierzu nachfolgend 
Erwägung 7).
37 Vgl. Situationsplan, Mst. 1:500, vom 15. Oktober 2019 sowie Planskizze Mst. 1:50, vom 15. Oktober 2019; Vorakten, 
pag. 011 und 013.

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B.________ Nr. M.________ als Nebennutzfläche anzurechnen (vgl. Erwägung 5c). Das führt zu 
einer Nebennutzfläche neu nach Umbau 2013 und 2016 (vorliegendes Bauprojekt) zusammen 
von gesamthaft 448.92 m2 (332.09 m2 gemäss Berechnung des ehemaligen Architekten beim 
Umbau im Jahr 2013 plus die fixe Anrechnung der Grundfläche der umgenutzten Gebäude 
B.________ Nr. N.________ von 73.M.________ m2 und B.________ Nr. O.________ von 
43.12 m2). Gestützt auf diese Zahlen steht demnach fest, dass die Bruttogeschossfläche durch 
die Umnutzung des Gebäudes B.________ Nr. O.________ nicht erhöht, mithin die Berechnung 
gemäss Art. 42 Abs. 3 Bst. a RPV durch vorliegendes Bauprojekt nicht beeinflusst wird und immer 
noch als eingehalten gemäss der Baubewilligung vom 7. März 2013 gilt. Durch die Umnutzung 
des Gebäudes B.________ Nr. O.________ erfährt jedoch die Nebennutzfläche der nahe 
gelegenen Wohnbaute durch Anrechnung (siehe oben) eine Erhöhung, was zu einer 
Gesamtfläche im Sinne von Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV von 753.86 m2 führt (Bruttogeschossfläche 
304.94 m2 plus Nebennutzfläche von total 448.92 m2). Stellt man dieser Gesamtfläche die 
ehemalige bestehende Gesamtfläche von 662.75 m2 gegenüber, ergibt dies eine zusätzliche 
Gesamtfläche von 91.11 m2. Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV ist damit bezüglich der Gesamtfläche 
immer noch eingehalten, sowohl was die absolute Grenze von 100 m2 wie auch die relative Grenze 
von 30 % (Zunahme der Gesamtfläche um 13.75 %) betrifft. 

Zu bedenken gilt, dass in dieser Rechnung die Erweiterung beim Umbau 2013 komplett und nicht 
– sofern sie innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens erfolgte – nur zur Hälfte gemäss 
Art. 42 Abs. 3 Bst. b letzter Satz RPV angerechnet ist. Dies verdeutlicht das rein mathematisch 
noch vorhandene Erweiterungspotential der Wohnbaute B.________ Nr. M.________. Jedenfalls 
ist bei einer Umnutzung eines Drittgebäudes in eine hobbymässige Tierhaltung die rechtlich 
anrechenbare Nebenfläche als solche ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens der nahe 
gelegenen Wohnbaute anzusehen. In der oben ausgeführten Berechnung ist dies so erfolgt. Rein 
rechnerisch sind die Erweiterungsmöglichkeiten für Nebennutzfläche der nahe gelegenen 
Wohnbaute im Gebäude B.________ Nr. M.________ eingehalten, auch wenn die beiden 
umgenutzten Drittgebäude B.________ Nr. N.________ und Nr. O.________ als ausserhalb des 
vorbestehenden Gebäudevolumens der nahe gelegenen Wohnbaute beurteilt werden, mithin die 
umgenutzten Gebäudeflächen vollständig an das Erweiterungspotential angerechnet werden.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die rechnerischen Erweiterungsmöglichkeiten der 
ehemaligen Wohnbaute B.________ Nr. M.________ mit dem Bauvorhaben im Jahr 2013 
entgegen der summarischen Einschätzung des Rechtsamts vom 12. August 2021 nicht vollständig 
ausgeschöpft waren. Vielmehr besteht rein rechnerisch Raum für die Umnutzung des Gebäudes 
B.________ Nr. O.________ und die damit verbundene Anrechnung als Nebennutzfläche an die 
nahe gelegene Wohnbaute im Gebäude B.________ Nr. M.________. Art. 42 Abs. 3 RPV ist 
eingehalten. Daran vermag auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, der geschützte 
Besitzstand der Doppelgarage sei durch die Umnutzung aufgegeben und die Zonenwidrigkeit 
verstärkt worden, etwas zu ändern. Art. 24e RPG ermöglicht gerade diese Umnutzung, sofern – 
wie vorliegend nun festgestellt – das Erweiterungspotential der nahgelegenen Wohnbaute dies 
zulässt. 

e)  Der Beschwerdeführer bringt in seiner Stellungnahme vom 11. Oktober 2021 zudem vor, 
eine teilweise und massvolle Erweiterung sei (nur) soweit zulässig, als die Identität der 
altrechtlichen Baute oder Anlage einschliesslich der vom Bauwilligen beinflussbaren Umgebung 
in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibe (Art. 42 Abs. 1 RPV). Ausserhalb dieses Rahmens liege 
eine vollständige Änderung vor, denn es entstehe etwas Neues, das allenfalls nach Art. 24, 24d 
oder 24e RPG bewilligt werden könne. Durch die vorliegende Umnutzung der ehemaligen 
Doppelgarage in einen Pferdestall gehe die Identität verloren. Die heutige Nutzung führe auch zu 
wesentlichen neuen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt. Rein 
exemplarisch seien hier die Entwässerung des Stalls sowie Lärm- und Geruchsemissionen 

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11/23

erwähnt. Wenn und soweit der von Art. 24c RPG geforderte Identitätsbegriff vorliegend nicht 
schon aufgrund der zahlenmässigen Grenzen verletzt sei, sei er es spätestens bei genauerer 
Betrachtung der «Wesensgleichheit». 

Art. 42b Abs. 1 und 2 RPV verweisen lediglich auf Art. 42 Abs. 3 RPV und nicht auf Art. 24c RPG 
und Art. 42 RPV als ganzes Konstrukt. Die Identität einer Baute oder Anlage einschliesslich ihrer 
Umgebung muss gemäss Art. 42 Abs. 1 RPV in den wesentlichen Zügen gewahrt bleiben. Diese 
Voraussetzung dürfte beim Ausnahmetatbestand für hobbymässige Tierhaltung gemäss 
Art. 24e RPG i.V.m. 42b RPV selten bis nie erfüllt sein, werden doch für die Tierhaltung bauliche 
Massnahmen an unbewohnten Gebäuden und auch eher grosszügige Aussenanlagen explizit 
gestattet, mithin entsteht etwas «Neues». Die Wesensgleichheit einzig auf das betreffende 
Umnutzungsobjekt beschränkt, scheint beim Tatbestand von Art. 24e RPG und der Umnutzung in 
hobbymässige Tierhaltung demnach nie eingehalten. Wie erwähnt, beschränkt sich der 
gesetzliche Verweis auf Art. 42 Abs. 3 RPV. Art. 42 Abs. 1 RPV kommt hier somit gar nicht in 
diesem Sinne zur Anwendung, wie es der Beschwerdeführer vorsieht. Eine andere Sichtweise 
verhinderte nach dem Gesagten die Anwendung des Ausnahmetatbestandes von Art. 24e RPG 
in den allermeisten Fällen. Selbst bei der Sichtweise des Beschwerdeführers wäre jedoch nicht 
das umgenutzte Gebäude B.________ Nr. O.________ für sich alleine zu beurteilen. Die Art. 24e 
RPG und Art. 42b RPV grenzen die Erweiterungsmöglichkeiten der nahegelegenen Wohnbaute 
ein und nicht die Umnutzungsmöglichkeit des unbewohnten (Neben-)Gebäudes. Ausgangspunkt 
für die Frage der Wesensgleichheit wäre somit auch bei dieser Betrachtungsweise immer die 
geänderte altrechtliche Baute nach Art. 24c RPG bzw. Art. 42 RPV einschliesslich seiner 
Umgebung. Zu Vergleichen wäre mithin das Wohnhaus im Gebäude B.________ Nr. M.________ 
einschliesslich seiner Umgebung, u.a. der Schopf im Gebäude B.________ Nr. N.________ und 
die Garage im Gebäude B.________ Nr. O.________, mit dem Erscheinungsbild dieses 
Wohnhauses einschliesslich der Umgebung im Zustand nach der Umnutzung inkl. Umbau des 
Gebäudes B.________ Nr. O.________. Auch bei dieser Betrachtung erscheint die Identität 
vorliegend jedoch gewahrt.

Daneben ist es dem Tatbestand von Art. 24e RPG inhärent, dass bei der Umnutzung in 
hobbymässige Tierhaltung mit dieser verbundene Emissionen entstehen. Würde man die 
Umnutzung gestützt darauf verhindern, verlöre Art. 24e RPG seine Daseinsberechtigung, da in 
jedem Fall bei einer Umnutzung zu Tierhaltung Emissionen und damit Auswirkungen entstehen, 
welche vorher nicht vorhanden waren. Dies ist einer der wesentlichen Unterschiede vom 
Ausnahmetatbestand in Art. 24e RPG zu demjenigen in Art. 24a RPG. Stehen der 
hobbymässigen Tierhaltung mit ihren Emissionen im konkreten Einzelfall überwiegende 
Interessen entgegen, ist dies im Rahmen der Interessenabwägung gemäss Art. 24e Abs. 5 RPG 
i.V.m. Art. 24d Abs. 3 RPG zu beurteilen (vgl. Erwägung 9). 

Es steht damit fest, dass die Identität im Sinne von Art. 42 Abs. 1 RPV der nahegelegenen 
Wohnbaute beim Tatbestand von Art. 24e RPG nicht in gleichem Masse wie beim Tatbestand von 
Art. 24c RPG Anwendung finden kann. Vielmehr tangiert die Umnutzung eines Drittgebäudes 
gemäss Art. 24e RPG gestützt auf die Verweisnormen in Art. 42b Abs. 1 und 2 RPV die Identität 
der nahe gelegenen Wohnbaute so lange nicht, als deren rechnerischen 
Erweiterungsmöglichkeiten von Art. 42 Abs. 3 RPV nicht ausgeschöpft sind. Auch der 
Beschwerdeführer selber scheint implizit von dieser Interpretation auszugehen. Indem er festhält, 
was ausserhalb des Rahmens von Art. 42 Abs. 1 RPV liege, könne allenfalls nach Art. 24e RPG 
bewilligt werden, bestätigt er die Sonderregelung im Ausnahmetatbestand für die hobbymässige 
Tierhaltung. 

f) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Erweiterungsmöglichkeiten der 
nahegelegenen Wohnbaute im Gebäude B.________ Nr. M.________ eine Umnutzung des 

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Gebäudes B.________ Nr. O.________ in eine hobbymässige Tierhaltung gemäss Art. 24e RPG 
nicht ausschliessen. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers sind nach dem 
Gesagten unbegründet.

6. Hobbymässige Tierhaltung: Eigentum und Anzahl der Tiere 

a) Die hobbymässige Tierhaltung ist eine Freizeitbeschäftigung, die sich von der 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung nach Art. 16 RPG hauptsächlich dadurch unterscheidet, 
dass keine Absicht besteht, systematisch ein nennenswertes landwirtschaftliches Einkommen zu 
erzielen. Von der hobbymässigen Tierhaltung abzugrenzen ist deshalb insbesondere die auf die 
Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtete gewerbliche Tierhaltung (z.B. 
Pferdepension).38 Im Rahmen der hobbymässigen Tierhaltung dürfen keine fremden Tiere 
(Pensionstiere) gehalten werden.39 Es dürfen zudem nur so viele Tiere gehalten werden, wie die 
Tierhalterin oder der Tierhalter selber betreuen kann.40 Das heisst, der Aufwand für die 
Tierbetreuung muss durch den Hobbytierhalter bzw. die Hobbyhalterin eigenhändig, ohne 
Zuhilfenahme von Dritten, bewältigt werden können.41 Im Kanton Bern sind gemäss Praxis des für 
die Prüfung und Erteilung von Ausnahmen nach Art. 24e RPG zuständigen AGR pro Haushalt 
maximal sechs Pferde im Rahmen der hobbymässigen Tierhaltung zulässig.42

b) Der Beschwerdeführer moniert, die Beschwerdegegnerschaft erfülle die Voraussetzungen 
für eine hobbymässige Tierhaltung nicht, da sie zu viele und auch fremde Tiere halten würde. Die 
Parteien und auch das AGR sowie die Gemeinde Biglen sind sich insofern einig, dass im Gebäude 
B.________ Nr. O.________ keine fremden Pferde unterzubringen sind. Unstimmigkeiten gibt es 
demgegenüber bezüglich der Frage, ob im Gebäude B.________ Nr. N.________ auch fremde 
Tiere gehalten werden dürfen. Die Beschwerdegegnerschaft bejaht dies, da das Gebäude 
B.________ Nr. N.________ unter der Ägide von Art. 24c RPG bewilligt worden sei und nicht 
gemäss Art. 24d Abs. 1bis aRPG 2007. 

c) Im Gebäude B.________ Nr. N.________ sind zwei Pferdeboxen und eine Schafsbox 
rechtskräftig bewilligt.43 Im vorliegend zu bewilligenden Bauvorhaben im Gebäude 
B.________ Nr. O.________ befinden sich zwei weitere Pferdeboxen. Insgesamt bestehen 
demnach vier Pferdeboxen und eine Schafsbox, welche der nahegelegenen Wohnbaute im 
Gebäude B.________ Nr. M.________ zuzuordnen sind. Gemäss übereinstimmenden 
Parteivorbringen haltet die Beschwerdegegnerschaft fünf Pferde, wobei nicht alle in ihrem Eigentum 
stehen.44

d) Die Umnutzung des Schopfs im Gebäude B.________ Nr. N.________ wurde 2013 
baubewilligt und bildet nicht Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. 
Erwägung 2). Für vorliegendes Beschwerdeverfahren, mithin die Frage, ob im Gebäude 
Nr. O.________ die Voraussetzungen für eine hobbymässige Tierhaltung eingehalten sind, sind die 
Eigentumsverhältnisse der im Gebäude B.________ Nr. N.________ gehaltenen Tiere ohnehin 
irrelevant. Darüber hinaus entspricht es bei Bewilligungen nach Art. 24e RPG dem gängigen 
Vorgehen, das Eigentum der Tiere nicht präventiv zu überprüfen, sondern eine entsprechende 
Bedingung in die Baubewilligung aufzunehmen. Letztere fällt dahin, wenn eine Voraussetzung – z.B. 

38 Muggli, a.a.O., Art. 24e N. 11; Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 15 Ziff. 1.1.
39 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 15 Ziff.1.2.
40 Art. 42b Abs. 3 RPV.
41 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 15 Ziff. 1.4 und S. 16 Ziff. 1.5; Muggli, a.a.O., Art. 24e N. 11.
42 Vgl. Verfügung des AGR vom 27. April 2020, Vorakten, pag. 022.
43 Vgl. Baubewilligung vom 7. März 2013, Vorakten, pag. 163 ff.
44 Vgl. die Beschwerde vom 4. Juni 2021, Rz. B.3 sowie die Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021, Rz. 7.

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das Eigentum an den Tieren – nicht mehr erfüllt ist (Art. 42b Abs. 7 RPV). Die Gemeinde Biglen 
versah in vorliegendem Fall eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens im angefochtenen 
Bauentscheid vom 6. Mai 2021 diese Bedingung mit dem Zusatz, der Nachweis des Eigentums sei 
innerhalb von drei Monaten ab Rechtskraft der Baubewilligung schriftlich zu erbringen. Der 
Nachweis seitens der Beschwerdegegnerschaft liegt zwar im Beschwerdeverfahren nicht vor. Wie 
das AGR zutreffend schildert, ist die Überprüfung des Eigentums der im Gebäude B.________ 
Nr. O.________ gehaltenen Tiere jedoch eine baupolizeiliche Aufgabe und obliegt der Gemeinde.45 
Mit anderen Worten ist das Eigentum der beiden im Gebäude B.________ Nr. O.________ 
gehaltenen Tiere nicht zwingende Voraussetzung für das Erteilen der vorliegenden Baubewilligung. 
Vielmehr erlischt diese Baubewilligung, wenn fremde Tiere im Gebäude B.________ 
Nr. O.________ gehalten werden. Die Gemeinde Biglen handelte demnach nachvollziehbar und die 
Baubewilligung vom 6. Mai 2021 ist diesbezüglich nicht zu beanstanden. Nach dem Gesagten ist 
der Beschwerdeführer mit seinen Argumenten gegen die hobbymässige Tierhaltung der 
Beschwerdegegnerschaft – soweit die Baubewilligung für das Gebäude B.________ 
Nr. O.________ betreffend – nicht zu hören. Sollte die Gemeinde als zuständige Baupolizeibehörde 
feststellen, dass fremde Pferde im Gebäude B.________ Nr. O.________ gehalten würden, läge 
sodann ein baurechtswidriger Zustand vor (Wegfall der Baubewilligung), welchem baupolizeilich zu 
begegnen ist. 

Nicht näher zu beurteilen ist unter Verweis auf das soeben Ausgeführte sodann der Vorwurf des 
Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerschaft versuche das Recht zu umgehen, indem sie 
vordergründig Eigentum an den beiden fremden Pferden in ihren Ställen erwerben, diese jedoch 
hintergründig nach wie vor als «Quasi-Pensionspferde» gehalten würden. Entweder werden im 
Gebäude Nr. O.________ eigene Tiere der Beschwerdegegnerschaft gehalten, oder die erteile 
Baubewilligung fällt dahin, mit entsprechenden baupolizeilichen Konsequenzen. 

e) Die angegebene Anzahl von fünf Pferden der Beschwerdegegnerschaft entspricht nicht den 
baubewilligten Pferdeboxen in den Gebäuden B.________ Nrn. N.________ und O.________. 
Baubewilligt wurden im Jahr 2013 zwei Pferdeboxen und eine Schafsbox. Eine Umnutzung der 
Schafsbox in eine Pferdebox ist den Akten nicht zu entnehmen. Mutmasslich fehlt es für ein fünftes 
Pferd an einem baubewilligten Stallplatz, was jedoch eine baupolizeiliche Frage darstellt und nicht 
in vorliegendem Beschwerdeverfahren erstmals aufzugreifen ist. Ohnehin betrifft dieser Punkt das 
in vorliegendem Beschwerdeverfahren nicht zu beurteilende Gebäude B.________ 
Nr. N.________ (vgl. Erwägung 2 vorangehend). 

Im Baubewilligungsverfahren ist grundsätzlich vom baubewilligten Zustand, mithin Platz für vier 
Pferde, auszugehen. Die Anzahl von vier Pferden liegt offensichtlich noch im Bereich von Art. 42b 
Abs. 3 RPV. Darüber sind sich alle Beteiligten in vorliegendem Beschwerdeverfahren einig. 
Nichtsdestotrotz steht auch die Anzahl von fünf Pferden der Baubewilligung der beiden 
Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ nicht entgegen, besteht im Kanton Bern 
doch eine konstante Praxis, dass sechs Pferde noch durch einen Haushalt alleine betreut werden 
können, mithin Art. 42b Abs. 3 RPV eingehalten ist. Der Beschwerdeführer geht in diesem Punkt 
fehl, wenn er gestützt auf das Bundesgerichtsurteil 1C_347/2017 eine bundesweite Obergrenze 
von vier Pferden vorbringt. Das Bundesgericht hat im genannten Urteil einzig eine kantonale 
Auslegung von Art. 42b Abs. 3 RPV, wonach eine Anzahl von vier Pferden ein zulässiges Kriterium 
zur Abgrenzung der hobbymässigen Tierhaltung von einer gewerblichen Tätigkeit darstelle, als 
sachgerecht und im kantonalen Ermessensspielraum liegend beurteilt.46 Im Übrigen besteht 

45 Vgl. Stellungnahme des AGR vom 8. Juli 2021.
46 Vgl. BGer 1C_347/2017, E. 4.4.1. Zur Anzahl der Tiere bei hobbymässiger Tierhaltung und im Ergebnis die Anzahl 
offenlassend, Karine Markstein Schmidiger, in BlAR 3/2020 S. 179, «Pferd und Raumplanung», dort S. 193, Ziffer 2 
Bst. c. 

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vorliegend kein Anlass, an der Betreuungskapazität der Beschwerdegegnerschaft in zeitlicher 
Hinsicht zu zweifeln. Sie bringen vor, beide nur Teilzeit (zusammen nicht mehr als 100 %) zu 
arbeiten und die restliche Zeit für die Pflege der Tiere einzusetzen.47 

Ebenfalls nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers lässt sich dem Merkblatt «Planung und Bau 
von Ställen und Anlagen der Hobbytierhaltung der Koordination Nordwestschweiz Landwirtschaft 
/ Umweltschutz»48 entnehmen. Darin wird einzig über die zu treffenden 
Gewässerschutzmassnahmen bei Hobbytierhaltung informiert und keine Aussagen zu deren 
Zulässigkeit aus raumplanungs- und baurechtlicher Sicht getätigt. Im Übrigen beschränkt das 
Merkblatt die Haltung von Pferden auf vier Tiere pro Stall und nicht pro Grundstück, Haushalt oder 
Ähnlichem. Die Gewässerschutzbewilligung für vorliegendes Bauprojekt, welches Platz für zwei 
Pferde umfasst, liegt denn auch vor und ist nicht zu beanstanden.49

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Anzahl hobbymässig gehaltener Pferde von vier oder 
auch fünf vorliegend Art. 42b Abs. 3 RPV nicht verletzt und einer Bewilligung des Vorhabens im 
Gebäude B.________ Nr. O.________ nicht entgegensteht. 

f) Insoweit der Beschwerdeführer die Voraussetzungen der hobbymässigen Tierhaltung rügt, ist 
seine Beschwerde nach dem Gesagten unbegründet und folglich abzuweisen.

7. Aussenanlagen (Allwetterplatz, Stallausläufe)

a) Für die hobbymässige Tierhaltung in der Landwirtschaftszone dürfen generell keine neuen 
Bauten und Anlagen erstellt werden. Eine Ausnahme gilt für Aussenanlagen, die für eine 
tiergerechte Haltung notwendig sind (Art. 24e Abs. 2 RPG). Als solche gelten Anlagen, die weder 
überdacht noch umwandet sind, namentlich Allwetterausläufe, Mistlager oder Zäune 
(Art. 42b Abs. 5 RPV). Nicht darunter fallen insbesondere Anlagen, die ausschliesslich der 
hobbymässigen Beschäftigung mit den Tieren dienen, wie Reit- oder Übungsplätze. Gemeint sind 
damit Anlagen, die nicht der Haltung bzw. dem Auslauf der Tiere, sondern der Nutzung der Tiere 
dienen, wie beispielsweise Anlagen zum Reiten, Fahren oder Longieren mit Pferden.50 

Der von der Beschwerdegegnerschaft neu erstellte Allwetterplatz und die direkt an die beiden 
Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ angrenzenden Stallausläufe stellen neue 
Bauten bzw. Anlagen dar. Sie erfüllen offensichtlich die Kriterien für eine Ausnahme als 
Aussenanlagen einer hobbymässigen Tierhaltung in der Landwirtschaftszone im Sinne von 
Art. 24e Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42b Abs. 5 RPV. Die entsprechenden vorinstanzlichen 
Feststellungen sind auch nicht bestritten. Zwischen den Parteien sind demgegenüber die 
abgesetzte Lage des Allwetterplatzes von den beiden Ställen in den Gebäuden B.________ 
Nr. N.________ und O.________ sowie die Grösse der Auslaufmöglichkeiten umstritten.

b) Der Allwetterauslauf darf nur aus zwingenden Gründen abgesetzt vom Stall errichtet werden 
(Art. 42b Abs. 6 erster Satz RPV), d.h. er muss grundsätzlich unmittelbar an den Stall angrenzen. 
Die Wegleitung «Pferd und Raumplanung» nennt als Beispiel eines zwingenden Grundes eine 
starke Hangneigung, welche einen unmittelbaren Anschluss des Allwetterauslaufes an den Stall 
nicht realisieren lässt.51

47 Vgl. Vorakten, pag. 125.
48 Abrufbar unter: https://www.bvd.be.ch/de/start/themen/wasser/abwasserentsorgung/abwasserentsorgung-im-
laendlichen-raum.html (zuletzt besucht 31. März 2022).
49 Vgl. die Gewässerschutzbewilligung vom 14. November 2019, Vorakten, pag. 046 ff.
50 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 16 Ziff. 1.7. Vgl. Muggli, a.a.O., Art. 24e N. 16.
51 Vgl. die Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 17 Ziff. 1.71.

https://www.bvd.be.ch/de/start/themen/wasser/abwasserentsorgung/abwasserentsorgung-im-laendlichen-raum.html
https://www.bvd.be.ch/de/start/themen/wasser/abwasserentsorgung/abwasserentsorgung-im-laendlichen-raum.html

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Vorab ist festzuhalten, dass beide Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ über je 
einen direkt anschliessenden Stallauslauf von 17.97 m2 verfügen.52 Der erstellte Allwetterplatz mit 
einer Grösse von 197.12 m2 seinerseits kann aufgrund der vorbestehenden Verhältnisse auf der 
Parzelle Nr. L.________ mit den vom Wohnhaus B.________ Nr. M.________ abgesetzten 
Pferdeställen in den Gebäuden B.________ Nrn. N.________ und O.________, welche ihrerseits 
durch die Erschliessungsstrasse getrennt sind, nicht direkt an beide Pferdeställe anschliessen. 
Die Beschwerdegegnerschaft macht geltend, der Allwetterplatz sei aufgrund eines natürlichen 
Hochplateaus und damit zur Vermeidung von Terrainaufschüttung am jetzigen Platz leicht 
abgesetzt vom Gebäude B.________ Nr. O.________ erstellt worden. Die Hangneigung auf der 
Parzelle Biglen Nr. L.________ ist den einschlägigen Kartendiensten im Internet (z.B. swisstopo 
des Bundesamts für Landestopografie) eindeutig zu entnehmen. Auch auf den am 
vorinstanzlichen Augenschein aufgenommenen Fotos ist die Hanglage ersichtlich. Auf dem Foto 
des Allwetterplatzes lässt sich das von der Beschwerdegegnerschaft vorgebrachte, natürliche 
Hochplateau, erkennen.53 Nach dem Gesagten und auch im Hinblick auf die, bei jeder der vier 
Pferdeboxen in den Gebäuden B.________ Nrn. N.________ und O.________ vorhandenen, 
direkten Auslaufmöglichkeiten überzeugt die minime Absetzung des Allwetterplatzes vom Stall im 
Gebäude B.________ Nr. O.________ mit einer ungefähren Distanz zum permanenten 
Stallauslauf von elf bzw. zum Stallgebäude von 15 m.54 Dass die Distanzen im Situationsplan vom 
2. September 201955 und auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren von der 
Beschwerdegegnerschaft56 etwas kleiner und damit falsch angegeben wurden, vermag nichts an 
der Einschätzung zu ändern. 

c) Die zulässige Fläche des Allwetterauslaufes bestimmt sich auch bei hobbymässiger 
Pferdehaltung entsprechend den Vorgaben für einen Allwetterauslauf bei zonenkonformer 
Pferdehaltung gemäss Art. 16abis RPG nach der Tierschutzgesetzgebung (Art. 42b Abs. 6 RPV 
zweiter Satz i.V.m. Art. 34b Abs. 3 Bst. b RPV). Nach Art. 61 Abs. 2 der TSchV57 muss die 
Auslauffläche für Equiden die Mindestabmessungen nach Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 3 TschV 
aufweisen. Wenn möglich sind die Flächen nach Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 4 TschV zur Verfügung 
zu stellen. Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 3 TschV unterscheidet bei den Mindestvorgaben für die 
Auslauffläche pro Tier einerseits, ob die Fläche permanent vom Stall aus zugänglich ist oder nicht 
an den Stall angrenzt. Andererseits beeinflusst die Widerristhöhe der Equiden die notwendige 
Mindestfläche. Die tierschutzrechtlich empfohlene Fläche liegt dabei für alle Tiere unabhängig der 
Widerristhöhe bei 150 m2 Auslauffläche pro Tier und bildet gleichzeitig das baurechtliche 
Maximum (Art. 34b Abs. 3 Bst. b zweiter Satz RPV). Soweit der Allwetterauslauf die Mindestfläche 
gemäss Tierschutzgesetzgebung überschreitet, muss die Bodenbefestigung zudem ohne grossen 
Aufwand wieder entfernt werden können (Art. 34b Abs. 3 Bst. b erster Satz RPV).

Der Allwetterplatz umfasst gemäss baubewilligtem Situationsplan vom 15. Oktober 201958 eine 
Fläche von 197.12 m2. Die permanent vom Stall aus zugängliche Auslauffläche beträgt gemäss 
baubewilligtem Plan vom 15. Oktober 201959 je Pferdebox im Gebäude B.________ 
Nr. O.________ 17.97 m2. Die kumulierte Gesamtauslauffläche beträgt demnach 233.06 m2 
(2*17.97 m2 + 197.12 m2) und liegt unter dem baurechtlichen Maximum von 300 m2 (zwei Equiden 
à 150 m2). Selbst wenn die Fläche des Verbindungsweges der permanenten Auslauffläche zum 

52 Vgl. Bauplan vom 15. Oktober 2019, Vorakten pag. 013.
53 Vgl. Vorakten, pag. 152 und 156.
54 Vgl. entsprechende Messungen im Geoportal des Kantons Bern und auf Google Maps.
55 Vgl. Vorakten, pag. 011.
56 Vgl. die Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021, Art. 5 Rz. 9.
57 Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV, SR 455.1).
58 Vgl. Vorakten, pag. 011.
59 Vgl. Vorakten, pag. 013.

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Allwetterplatz entsprechend dem Vorbringen des Beschwerdeführers und gemäss seiner 
[plausiblen] Annahme mit 28 m2 hinzugerechnet würde,60 ist das baurechtliche Maximum von 
300 m2 an Auslauffläche für zwei Equiden im Stall des Gebäudes B.________ Nr. O.________ 
mit einer Totalfläche von 261.06 m2 nicht überschritten. 

Je nach Widerristhöhe der gehaltenen Equiden sind mindestens 60 m2 (2*12 m2 + 2*18 m2) bis 
mindestens 120 m2 (2*24 m2 + 2*36 m2) Auslauffläche erforderlich.61 Dieses tierschutzrechtlich 
erforderliche Mindestmass an Auslauffläche wird damit in vorliegendem Fall aufgrund des 
Allwetterplatzes überschritten. Folglich muss gemäss Art. 34b Abs. 3 Bst. b RPV die 
Bodenbefestigung des Allwetterplatzes ohne grossen Aufwand wieder entfernt werden können. 
Der Beschwerdeführer moniert, im Baugesuch sei nicht ersichtlich, mit welchen Materialien der 
Allwetterplatz ausgestattet sei. Auf den Fotos des im vorinstanzlichen Verfahrens durchgeführten 
Augenscheins ist jedoch ersichtlich, dass der Allwetterplatz mit Sand bedeckt ist, was die 
Beschwerdegegnerschaft im Beschwerdeverfahren bestätigte.62 Sand gilt zusammen mit 
Schotter, Kies, Mergel, Schnitzel, Geotextilien oder Gitterplatten im Allgemeinen als ohne grossen 
Aufwand entfernbar. Bei Verwendung dieser Materialien ist ein baurechtliches Überschreiten der 
tierschutzrechtlich erforderlichen Mindestfläche zulässig.63 Damit gelten nicht nur der 
Allwetterplatz sondern auch der aus Kies bestehende Verbindungsweg als leicht entfernbar und 
lassen eine Überschreitung des tierschutzrechtlichen Minimums an Auslauffläche gemäss 
Art. 34b Abs. 3 Bst. b RPV zu. 

Die Berechnungen führen somit zur Schlussfolgerung, dass der Allwetterplatz wie im Grundsatz 
auch die permanenten Stallausläufe des Gebäudes B.________ Nr. O.________ (vgl. sogleich 
Erwägung 7d) zu Recht baubewilligt wurden. Zu erwähnen bleibt, dass das AGR und diesem 
folgend auch die Gemeinde Biglen das baurechtliche Maximum des Allwetterplatzes auf 350 m2 
festlegen. Sie stützen sich dabei auf die Auslauffläche für vier Equiden [Gebäude B.________ 
Nr. N.________ einbezogen] ab, welche sich aber reduziere, da die Auslauffläche im Kulturland 
liege.64 Eine solche Reduktion ist den gesetzlichen Grundlagen nicht zu entnehmen und weder 
vom AGR noch der Gemeinde Biglen näher begründet. Die vorinstanzlichen Berechnungen lassen 
sich nicht nachvollziehen.65 Entsprechend stützt sich die BVD auf die obgenannten 
Berechnungen, welche sich auf den geltenden gesetzlichen Grundlagen und den Ausführungen 
in der Wegleitung Pferd und Raumplanung des ARE abstützen. 

d) Die Berechnungen zeigen auch, dass die permanent vom Stall aus zugänglichen 
Auslauffläche der beiden Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ mit einer Fläche 
von je 17.97 m2 die Mindestfläche der Tierschutzgesetzgebung lediglich für Equiden bis zu einer 
Widerristhöhe von 148 cm erfüllen. Ab einer Widerristhöhe von 148 cm verlangt die 
Tierschutzgesetzgebung eine Mindestfläche für den permanent vom Stall aus zugänglichen 
Auslauf von 20 m2. Ab einer Widerristhöhe von 162 cm sind 24 m2 verlangt.66 

Der Beschwerdeführer macht denn auch geltend, mangels Kenntnis der Widerristhöhe der 
gehaltenen Pferde seitens der Beschwerdegegnerschaft könne nicht abschliessend beurteilt 
werden, ob die permanent vom Stall zugängliche Auslauffläche dem tierschutzrechtlichen 
Minimum entspreche. Die Beschwerdegegnerschaft bringt hierzu vor, die Auslauffläche umfasse 

60 Vgl. Beschwerde vom 4. Juni 2021, Ziffer C4 Rz. 6.
61 Vgl. Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 3 zur TschV.
62 Vgl. Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021, Art. 5 Rz. 6.
63 Vgl. Wegleitung Pferd und Raumplanung, S. 8, Ziffer 1.2.2 Bst. a. 
64 Vgl. Bauentscheid der Gemeinde Biglen vom 6. Mai 2021, vgl. Stellungnahme des AGR vom 8. Juli 2021.
65 So auch der Beschwerdeführer, vgl. Beschwerde vom 4. Juni 2021, Ziffer C4 Rz. 2, und die 
Beschwerdegegnerschaft, Beschwerdeantwort vom 8 Juli 2021, Art. 5 Rz. 2.
66 Vgl. Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 3 zur TschV.

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den Liege-, Fress- und Laufbereich und müsse nur zu 50 % ungedeckt sein. Folglich sei die Fläche 
der Pferdeboxen von 13.86 m2 dem nicht überdachten Auslauf von 17.97 m2 hinzuzurechnen. Die 
Gesamtfläche von 31.83 m2 erfülle die tierfreundliche Haltung unabhängig der Widerristhöhe.67 
Die Beschwerdegegnerschaft stützt sich dabei auf die Bestimmungen der DZV68 ab. 

Die baurechtlichen Verweisnormen der RPV führen offensichtlich zur Tierschutzverordnung und 
deren Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 3 für die Berechnung der Mindest- und Maximalflächen des 
Auslaufs (vgl. Art. 42b Abs. 6 RPV zweiter Satz i.V.m. Art. 34b Abs. 3 Bst. b RPV). Der von der 
Beschwerdegegnerschaft bemühte Verweis auf die DZV ist gemäss Art. 42b Abs. 4 RPV auf 
«Einrichtungen in den Gebäuden» beschränkt und betrifft zudem nur Begebenheiten, wo das 
Bundesrecht über die Tierschutzgesetzgebung hinausgehende Anforderungen an eine 
tierschutzfreundliche Haltung festlegt. Die von der Beschwerdegegnerschaft genannten 
Anforderungen der DZV liegen einerseits unter dem tierschutzrechtlichen Minimum. Andererseits 
geht es vorliegend um Auslauffläche und nicht um Einrichtungen im Gebäude selber. Für die 
baurechtlichen Anforderungen an die permanent zugängliche Auslauffläche ist demnach nicht auf 
die DZV abzustützen. Mit anderen Worten dürfen in den beiden Pferdeboxen im Gebäude 
B.________ Nr. O.________ keine Equiden mit einer Widerristhöhe über 148 cm gehalten 
werden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers steht dies der Bewilligungsfähigkeit des 
Vorhabens jedoch nicht entgegen. Vielmehr ist mittels einer Auflage, welche im Bauentscheid der 
Gemeinde Biglen vom 6. Mai 2021 fehlte, diese Einschränkung bezüglich der Grösse der zu 
haltenden Equiden in vorliegendem Entscheid festzulegen. Damit ist auch bei einer künftigen 
Änderung des Tierbestandes die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Mindestbestimmungen 
baurechtlich sichergestellt.

e) Zur Nutzung des Allwetterplatzes ist Folgendes anzufügen: Die zulässigen Aussenanlagen 
wie Allwetterausläufe können zusätzlich für die hobbymässige Beschäftigung mit den Tieren 
genutzt werden, soweit damit keine baulichen Änderungen verbunden sind und keine neuen 
Auswirkungen auf Raum und Umwelt entstehen.69 Hierbei handelt es sich um eine Doppelnutzung 
der Aussenanlagen, einerseits für die tierfreundliche Haltung und andererseits für die Nutzung der 
Tiere.70 Der Bodenaufbau und die äussere Gestaltung der Aussenanlage sind dabei auf die 
primäre Funktion des Allwetterauslaufs (Gehege für die freie Bewegung im Freien) und nicht auf 
die Nutzung der Pferde durch den Menschen auszurichten.71 Da die Betreuung der Tiere durch 
den Hobbytierhalter selbst erfolgen muss, darf konsequenterweise auch ein Allwetterplatz 
zusätzlich für die hobbymässige Beschäftigung mit den Tieren, beispielsweise zum Reiten, nur 
von ihm selbst genutzt werden (Privatnutzung). Eine Nutzung als Reitplatz im eigentlichen Sinne, 
der dem Reitunterricht oder ähnlichen entgeltlichen Angeboten für Drittpersonen und allenfalls 
Drittpferde dient, ist als gewerblich anzusehen und daher unzulässig. Zusammengefasst bedeutet 
dies für die Nutzung eines Allwetterplatzes, dass der Hobbytierhalter nur eigene Pferde darauf 
bewegen und den Platz nur hobbymässig nutzen darf. Der Allwetterplatz muss zudem auch als 
Auslauf genutzt werden, eine ausschliessliche Nutzung zur Beschäftigung mit den Pferden, auch 
wenn hobbymässig, ist unzulässig.

f) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Baubewilligung für die Aussenauslaufflächen 
zu Recht erteilt worden ist. Die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 4. Juni 2021 erweist sich 

67 Vgl. Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2021, Art. 6 Rz. 1). 
68 Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013 (Direktzahlungsverordnung, 
DZV, SR 910.13).
69 Art. 24e Abs. 3 RPG.
70 Muggli, a.a.O., Art. 24e N. 19.
71 Wegleitung Pferd und Raumplanung, a.a.O., S. 17 Ziff. 1.71; Bericht der Kommission für Umwelt, Raumplanung und 
Energie des Nationalrates zur Parlamentarischen Initiative "Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone", Bundesblatt 
(BBl) Nr. 27 vom 3. Juli 2012 6589 ff., S. 6599.

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diesbezüglich als unbegründet und ist abzuweisen. Die Nutzung der Bauten und Anlagen ist 
jedoch im obgenannten Sinn mittels Auflage einzuschränken. 

8.  Tierfreundliche Haltung: Masse der Pferdeboxen 

a) Eine Ausnahmebewilligung für die hobbymässige Tierhaltung setzt eine tierfreundliche 
Haltung voraus (Art. 24e Abs. 1 RPG).72 Dazu gehört nebst ausreichender Auslauffläche auch 
eine genügende Innenfläche und Raumhöhe des Stalles bzw. der einzelnen Pferdebox. Die 
einschlägigen baurechtlichen Bestimmungen verweisen auch hierfür auf das Tierschutzrecht.73 
Entgegen der Ansicht der Gemeinde Biglen im angefochtenen Bauentscheid vom 6. Mai 2021 ist 
dies nicht eine rein tierschutzrechtliche Angelegenheit, für deren Vollzug der Veterinärdienst 
zuständig sei. Vielmehr handelt es sich auch hier um baurechtliche Minimalanforderungen für 
Bauten der hobbymässigen Tierhaltung in der Landwirtschaftszone. 

Anhang 1 Tabelle 7 Ziffern 1 und 2 TSchV bestimmen diese baurechtlichen Mindestanforderungen 
an die Fläche und Raumhöhe einer Pferdebox, welche sich an der Widerristhöhe der Equiden 
orientieren. Die Anforderung an die Mindestfläche bewegt sich je nach Widerristhöhe der Tiere 
zwischen 5.5 und 12 m2, diejenige für die Mindesthöhe zwischen 1.8 und 2.5 m. Für Equiden mit 
einer Widerristhöhe von 134 cm und höher ist unter gewissen Umständen ein etwas geringerer 
Toleranzwert ausreichend. Am 1. September 2008 bestehende Stallungen, welche den 
Toleranzwert einhalten, müssen demnach nicht angepasst werden. 

b) Die Fläche der beiden Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ beträgt 
gemäss dem baubewilligten Plan vom 15. Oktober 201974 jeweils 13.86 m2 (3.6 m * 3.85 m). Die 
Fläche liegt demnach unabhängig der Widerristhöhe der Pferde der Beschwerdegegnerschaft 
über dem tierschutzrechtlichen Minimum von 12 m2 für die grössten Equiden und ist nicht zu 
beanstanden. 

Bezüglich Raumhöhe erfüllt das Gebäude B.________ Nr. O.________ nicht gänzlich das 
tierschutzrechtliche Minimum von 2.5 m Höhe für die grössten Equiden (> 162 cm). Die Parteien 
gehen beim Pferdestall im Gebäude B.________ Nr. O.________ übereinstimmend von einer 
minimalen Raumhöhe von 2.4 m aus. Dem Bauplan vom 15. Oktober 2019, welcher ein Schnitt 
des Gebäudes B.________ Nr. O.________ darstellt, ist jedoch eher eine minimale Raumhöhe 
von 2.3 m zu entnehmen.75 Für Equiden mit einer Widerristhöhe < 162 cm ist die Raumhöhe damit 
mit mindestens 2.3 m genügend. Der Beschwerdeführer bringt vor, mangels Kenntnis der 
Widerristhöhe der gehaltenen Pferde könne das Vorhaben nicht abschliessend beurteilt und die 
Baubewilligung damit nicht erteilt werden. Die Beschwerdegegnerschaft stellt sich demgegenüber 
auf den Standpunkt, sie profitiere vom tieferen Toleranzwert von 2.2 m Raumhöhe für die grössten 
Equiden (> 162 cm), da das Gebäude B.________ Nr. O.________ vor dem 1. September 2008 
errichtet worden sei. Weiter bringt die Beschwerdegegnerschaft vor, es würde lediglich ein ca. 
55 cm breiter Streifen die minimale Raumhöhe von 2.5 m nicht erreichen, was ca. 2 m2 Fläche je 
Pferdebox entspreche. Die tierschutzrechtlichen Bestimmungen seien selbst bei der für sie 
nachteiligen Auffassung [gemeint ist Nichtanwendung des Toleranzwertes] und unter Abzug 
dieses Streifens auch so für sämtliche Equiden unabhängig der Widerristhöhe eingehalten. 

72 Vgl. Erwägungen 5a und 7a.
73 Vgl. Art. 24e Abs. 1 RPG und Art. 42b Abs. 4 RPV.
74 Vgl. Vorakten, pag. 013.
75 Vgl. Vorakten, pag. 014.

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Gestützt auf die wegen der beschränkten Grösse der permanent vom Stall aus zugänglichen 
Aussenfläche notwendigen Auflage beschränkt sich vorliegend die Nutzung der Pferdeboxen im 
Gebäude B.________ Nr. O.________ ohnehin auf Equiden mit einer Widerristhöhe < 148 cm. 
Aufgrund dieser unter Erwägung 7d gemachten Feststellung, kann vorliegend die Frage der 
genügenden Raumhöhe für Equiden sämtlicher Widerristhöhen offengelassen werden. Die 
vorhandene Raumhöhe von mindestens 2.3 m reicht für Equiden mit einer Widerristhöhe < 148 cm 
offensichtlich aus (Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 2 TSchV). Damit kann auch offengelassen werden, 
ob ein vor dem 1. September 2008 erstelltes Gebäude als vor diesem Datum erstellte Stallung im 
Sinne der tierschutzrechtlichen Toleranzvorschrift gemäss Anhang 1 Tabelle 7 Ziffer 12 und 22 
TSchV gelten kann, wenn die Umnutzung zum Stall nach diesem Datum erfolgte.

c) Zusammenfassend ist mit Verweis auf die Auflage bezüglich der Nutzungseinschränkung 
des Pferdestalles im Gebäude B.________ Nr. O.________ für Equiden mit einer Widerristhöhe 
unter 148 cm die Baubewilligung zu Recht erteilt worden. Die Beschwerde des Beschwerdeführers 
erweist sich demnach in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen.

9. Voraussetzungen von Art. 24d Abs. 3 RPG: Insbesondere Mehrbelastung der 
Erschliessungsstrasse, Vereinbarkeit mit dem Landschaftsschutzgebiet, Verletzung des 
Kulturlandschutzes 

a) Gemäss Art. 24e Abs. 5 RPG dürfen Bewilligungen nach diesem Artikel nur erteilt werden, 
wenn die Voraussetzungen von Art. 24d Abs. 3 RPG erfüllt sind. Nach Art. 24d Abs. 3 Bst. a RPG 
darf die Baute oder Anlage für den bisherigen Zweck nicht mehr benötigt werden, muss für die 
vorgesehene Nutzung geeignet sein und darf keine Ersatzbaute zur Folge haben, welche nicht 
notwendig ist. Weiter muss die äussere Erscheinung und die bauliche Grundstruktur im 
Wesentlichen unverändert bleiben (Art. 24d Abs. 3 Bst. b RPG) und die erteilte Baubewilligung 
darf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des umliegenden Grundstücks nicht gefährden 
(Art. 24d Abs. 3 Bst. d RPG).

Die Garage im Gebäude B.________ Nr. O.________ wird von der Beschwerdegegnerschaft 
offensichtlich nicht mehr als Garage gebraucht, haben sie die Umnutzung zum Pferdestall doch 
bereits vorgenommen. Die Umnutzung der Garage erfolgte auch ohne eine Ersatzgarage oder 
Ähnliches zu bauen. Die vorgenommene Umnutzung und die obgenannten Berechnungen 
bezüglich der tiergerechten Haltung verdeutlichen, dass das Gebäude B.________ 
Nr. O.________ für die vorgesehene Nutzung als Pferdestall (mit gewissen Einschränkungen, vgl. 
die entsprechenden Auflagen) geeignet ist. Gemäss den Akten wurden an der Grundstruktur des 
Gebäudes B.________ Nr. O.________ keine baulichen Massnahmen vorgenommen, die Mauern 
und das Dach erfahren keine Verschiebung oder Ähnliches. Die eingebauten Türen für die 
Pferdeboxen sowie das Schiebetor ändern daran nichts. Vielmehr sind die vorgenommenen 
baulichen Massnahmen und auch die erstellten Aussenanlagen für die Umnutzung einer Garage 
in einen Pferdestall gestützt auf Art. 24e RPG systeminhärent. Das äussere Erscheinungsbild des 
Gebäudes B.________ Nr. O.________ wird dadurch nicht in unzulässiger Weise verändert. 
Letztlich ist eine Gefährdung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung des umliegenden 
Grundstücks durch vorliegendes Bauvorhaben nicht ersichtlich.

b) Nach Art. 24d Abs. 3 Bst. c RPG darf höchstens eine geringfügige Erweiterung der 
bestehenden Erschliessung notwendig sein. 

Vorliegendes Bauvorhaben verändert die Erschliessung nicht. Es ist keine bauliche Erweiterung 
der Erschliessungstrasse notwendig. Ein allenfalls leichter Mehrverkehr durch anfallende Fahrten, 
z.B. für die Leerung des Mistplatzes oder die Zufuhr des Pferdefutters, wie es der 

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Beschwerdeführer vorbringt76, fällt nicht ins Gesicht und ist vernachlässigbar. Da im Gebäude 
B.________ Nr. O.________ keine fremden Pferde gehalten werden dürfen, sind die vom 
Beschwerdeführer vorgebrachten täglichen Anfahrten durch Drittpersonen für die Nutzung ihrer 
Pferde rechtlich ausgeschlossen und unbeachtlich für die Frage der genügenden Erschliessung. 
Die bestehende Erschliessung genügt demnach, da das Bauvorhaben keine wesentliche 
Mehrbelastung mit sich bringt (Art. 5 Abs. 1 Bst. b BauV77). Die Erschliessungssituation steht 
folglich anders als der Beschwerdeführer vorbringt, vorliegendem Bauvorhaben nicht im Sinne 
von Art. 24e Abs. 5 i.V.m. Art. 24d Abs. 3 Bst. c RPG entgegen.

c) Dem Bauvorhaben dürfen letztlich keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 
(Art. 24d Abs. 3 Bst. e RPG).

Die Parzelle Nr. L.________ liegt im kommunalen Landschaftsschutzgebiet gemäss 
Art. 531 GBR78 und besteht – die bestehenden Gebäude B.________ Nrn. M.________, 
N.________ und O.________ ausgenommen – aus landwirtschaftlicher Nutzfläche im Sinne von 
Art. 8a BauG, nicht aber aus Fruchtfolgefläche gemäss Art. 8b BauG.79 Der Beschwerdeführer 
bringt in seiner Beschwerde den Kulturlandschutz sowie das kommunale Landschaftsschutzgebiet 
als dem Bauvorhaben entgegenstehende Interessen vor.

Art. 8a Abs. 1 BauG schützt die landwirtschaftliche Nutzfläche. Dieser Schutz gilt nicht absolut. 
Gemäss Art. 8a Abs. 2 BauG dürfen sie für Einzonungen oder für andere bodenverändernde 
Nutzungen – was das Erstellen eines Allwetterplatzes ohne weiteres darstellt – beansprucht 
werden, wenn der damit verfolgte Zweck ohne die Beanspruchung von landwirtschaftlicher 
Nutzfläche nicht sinnvoll erreicht werden kann (Art. 8a Abs. 2 Bst. a BauG). Dieses Erfordernis ist 
vorliegend offensichtlich erfüllt, kann eine Aussenanlage zu einer hobbymässigen Tierhaltung in 
der Landwirtschaftszone sinnvollerweise nur in unmittelbarer Nähe des umgenutzten Gebäudes 
für die Tierhaltung erfolgen. Ist dabei landwirtschaftliche Nutzfläche betroffen und würde dies die 
Beanspruchung entsprechender Fläche verunmöglichen, könnte keine Aussenanlagen für eine 
tierfreundliche Haltung im Sinne der baurechtlichen Vorschriften von Art. 24e RPG i.V.m. 
Art. 42b RPV gebaut werden, mithin könnte der verfolgte Zweck der hobbymässigen Tierhaltung 
nicht sinnvoll umgesetzt werden. Auch Art. 8a Abs. 2 Bst. b BauG steht vorliegend dem 
Allwetterplatz nicht entgegen. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum Pferdestall im Gebäude 
B.________ Nr. O.________ gleich neben der Erschliessungstrasse. Zusammen mit dem 
Wohnhaus im Gebäude B.________ Nr. M.________ besteht eine kompakte Anordnung, so dass 
die beanspruchte Fläche optimal genutzt wird. Im Übrigen ist der Beschwerdegegnerschaft 
zuzustimmen, dass vorliegende Beanspruchung innerhalb der Bagatellgrenze von < 300 m2 
Kulturland liegt. Die Anforderungen gemäss Art. 11c, 11d, 11f und 11g Abs. 1 und 2 BauV gelten 
demnach nicht (Art. 11b Abs. 2 BauV).

Gemäss Art. 531 GBR bezwecken die Landschaftsschutzgebiete die Erhaltung besonders 
empfindlicher und wertvoller Landschaften, Naherholungsgebiete, Aussichtlagen und Ortsränder 
(Abs. 1). Bauten, Anlagen und Terrainveränderungen sind zugelassen, wenn sie für die 
landwirtschaftliche Bewirtschaftung notwendig sind, zur Revitalisierung der Landschaft beitragen 
und sich in das Landschaftsbild einfügen. Nicht zugelassen sind Aufforstungen, Baumschulen und 
Gärtnereien (Abs. 2). Waldränder sind zu pflegen, wobei gestufte Bestände mit dichtem Schluss 
anzustreben sind (Abs. 3). Die Kommentierung im GBR verdeutlicht, der Schutzzweck ist die 
Landschaftsästhetik, die Schönheit und Eigenart wird u.a. geprägt durch die Topografie und durch 

76 Vgl. Beschwerde vom 4. Juni 2021, Ziffer C7 Rz. 1.
77 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).
78 Baureglement der Einwohnergemeinde Biglen vom 26. Juni 2009.
79 Vgl. Zonenplan der Gemeinde Biglen und die Hinweiskarte Kulturland im Geoportal des Kantons Bern.

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empfindliche Landschaftselemente wie Einzelbäume, Baumgruppen und Obstbaumgärten. 
Unverträglich mit dem Landschaftsschutzgebiet sind u.a. Abbau- und Ablagerungsgebiete, 
bodenunabhängige Produktion in Gewächshäusern, Sport- und Freizeitanlagen sowie 
Freileitungen und Antennen.

Den Gemeinden kommt aufgrund ihrer Autonomie bei der Auslegung und Anwendung von 
eigenen, selbständigen Normen ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Soweit eine Gemeinde 
die betreffende Norm rechtlich vertretbar ausgelegt hat, darf eine Rechtsmittelinstanz sie daher 
nicht anders auslegen.80 Bei Art. 531 GBR handelt es sich um eine solche eigene, selbständige 
Norm der Gemeinde Biglen. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Gemeinde Biglen Art. 531 so 
versteht, dass alle nicht in Art. 531 Abs. 2 GBR sowie im dazugehörigen Kommentar aufgelisteten 
Bauten und Anlagen, grundsätzlich im Landschaftsschutzgebiet möglich sind.81 Es besteht kein 
rechtlicher Anlass, die kommunale Bestimmung von Art. 531 GBR anders und strenger als die 
Gemeinde Biglen auszulegen. Ihr Normverständnis ist vertretbar und nicht zu beanstanden. 
Weiter hat die Gemeinde Biglen die Anlage der Beschwerdegegnerschaft nicht als Sport- und 
Freizeitanlage im Sinne des Kommentars von Art. 531 GBR eingestuft. Gemäss der Gemeinde 
Biglen sei das Bauvorhaben mit den Schutzbestimmungen des GBR vereinbar und es habe keine 
wesentlichen Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet. 

Es liegt in der Natur der Sache, dass hobbymässige Tierhaltung sich auf die Freizeit der Tierhalter 
beschränkt, dürfen doch gerade keine fremden Tiere untergebracht werden. Auch ist die 
Benutzung des Allwetterplatzes durch beliebige Drittpersonen ausgeschlossen (nur 
Privatnutzung, vgl. Erwägung 7e). Damit unterscheidet sich das vorliegende Bauvorhaben von 
einer öffentlich zugänglichen Sport- und Freizeitanlage. Die vom Beschwerdeführer 
vorgenommene Einordnung der hobbymässigen Tierhaltung als Freizeitanlage i.S. des 
Kommentars zu Art. 531 Abs. 2 GBR verfängt demnach nicht. Seine Interpretation von Art. 531 
GBR liefe sodann auf ein faktisches Verbot hobbymässiger Tierhaltung in der Landwirtschaftszone 
gemäss dem bundesrechtlichen Ausnahmetatbestand von Art. 24e RPG in der kommunalen 
Landschaftsschutzzone hinaus. Ohne die Möglichkeit von Aussenanlagen kann keine tiergerechte 
Haltung gewährt werden, was wiederum Voraussetzung für die Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24e RPG ist. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers 
ist die vorinstanzliche Einstufung der vorliegenden Anlage nicht als Sport- und Freizeitanlage 
damit vertretbar. Mit anderen Worten ist einhergehend mit der Gemeinde Biglen der Zweck des 
Landschaftsschutzgebietes durch vorliegendes Vorhaben nicht tangiert. Die von der Gemeinde 
Biglen erteilte baurechtliche Ausnahme für das Bauen im Landschaftsschutzgebiet gestützt auf 
Art. 26 BauG ist demnach nicht erforderlich. Vielmehr nahm die Gemeinde Biglen damit eine 
Vermischung der Auslegung ihrer Gemeindevorschrift mit der Prüfung einer baurechtlichen 
Ausnahme gestützt auf Art. 26 BauG vor, was an der Bewilligungsfähigkeit vorliegendem 
Vorhaben jedoch nichts ändert. Das weitergehende Vorbringen des Beschwerdeführers, das 
Vorhaben erfülle die Voraussetzungen von Art. 531 Abs. 2 GBR nicht, verfangen nicht. Vielmehr 
ergeben sich durch die Umnutzung der Garage in einen Pferdestall ohne baulichen Massnahmen 
keine neuen Auswirkungen auf die Umgebung und das Landschaftsbild. Die erstellten 
Aussenanlagen fügen sich sodann gut in die Umgebung der drei Gebäude B.________ 
Nrn. M.________, N.________ und O.________ ein. Entsprechend den bundesrechtlichen 
Anforderungen ist der Allwetterplatz denn auch mit leicht entfernbarem Material (Sand) erstellt. 
Damit ist festzuhalten, dass keine überwiegenden Interessen dem vorliegenden Bauvorhaben, 

80 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 5 
mit Hinweisen.
81 Vgl. Protokollauszug der Sitzung des Gemeinderats der Einwohnergemeinde Biglen vom 13. Februar 2020, 
Vorakten, pag. 032 f. 

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auch nicht der kantonale Kulturlandschutz bzw. der kommunale Landschaftsschutz, 
entgegenstehen.

d) Nach dem Gesagten erfüllt vorliegendes Bauvorhaben die Voraussetzungen von 
Art. 24d Abs. 3 RPG. Die Beschwerde des Beschwerdeführers erweist sich demnach in diesem 
Punkt als unbegründet und ist abzuweisen. 

10. Zusammenfassung, Auflage und Kosten

a) Die Beschwerde des Beschwerdeführers erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet 
und ist abzuweisen. Der Gesamtentscheid vom 6. Mai 2021 der Gemeinde Biglen ist grundsätzlich 
zu bestätigen. Er ist von Amtes wegen inhaltlich mit folgender Auflage im Sinne der Erwägung 7d 
zu ergänzen: 

Die Nutzung der beiden Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ ist auf Equiden mit einer 
Widerristhöhe bis maximal 148 cm beschränkt. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG82). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV83). 

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei zudem die Parteikosten zu ersetzen, sofern 
nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

Wie oben erwähnt, unterliegt der Beschwerdeführer und hat demnach der 
Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten zu ersetzen. Die Kostennote der Rechtsvertreterin der 
Beschwerdegegnerschaft gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Der Beschwerdeführer hat der 
Beschwerdegegnerschaft demnach die Parteikosten von CHF 6206.15 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Gesamtentscheid der Gemeinde Biglen vom 6. Mai 2021 wird bestätigt und mit folgender 
Auflage ergänzt: 

Die Nutzung der beiden Pferdeboxen im Gebäude B.________ Nr. O.________ ist auf Equiden mit 
einer Widerristhöhe bis 148 cm beschränkt. 

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.– werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist. 

82 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
83 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten im Betrag von 
CHF 6206.15 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Frau Rechtsanwältin H.________, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Biglen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat
Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.

Beilage: 
Kopie des Situationsplanes vom 15. Oktober 2019, eingegangen bei der Gemeindeverwaltung am 
16. Oktober 2019