# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cb1f992-fee6-5f4b-bc63-0684ddbcaef6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.11.2025 100 2022 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-9_2025-11-04.pdf

## Full Text

100.2022.9/10U
HAT/STS/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. November 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli,
Verwaltungsrichter Stohner, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Straub

A.________
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundesssteuer; 
Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit ab 2018 (Entscheide der 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 7. Dezember 2021; 
100 21 106/107, 200 21 69)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist eine am 14. Dezember 2018 errichtete Stiftung im Sinn von 
Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) mit Sitz in 
Bern; sie bezweckt vorab den Schutz von Mensch und Natur. Stifter ist der 
gleichnamige Verein mit Sitz in …, der mit Verfügung der Steuerverwaltung 
des Kantons Waadt vom 17. April 2000 wegen Gemeinnützigkeit für die 
Kantons- und Gemeindesteuern (Gewinn- und Kapitalsteuer sowie 
Erbschafts- und Schenkungssteuer) und für die direkte Bundessteuer 
(Gewinnsteuer) von der Steuerpflicht befreit wurde. Mit Schreiben vom 
25. April 2019 teilte die Steuerverwaltung des Kantons Bern der A.________ 
mit, die Steuerbefreiung des Vereins A.________ aus dem Kanton Waadt 
gehe nicht automatisch auf die Stiftung über, und bat sie, für eine allfällige 
Steuerbefreiung das entsprechende Gesuchsformular auszufüllen sowie die 
erforderlichen Unterlagen nachzureichen. Das in der Folge eingereichte 
Gesuch vom 12. November 2019 um Befreiung von der Steuerpflicht wegen 
Gemeinnützigkeit wies die Steuerverwaltung am 28. Oktober 2020 ab. Die 
hiergegen erhobenen Einsprachen blieben erfolglos (Entscheide vom 
10.2.2021).

B.

Am 5. März 2021 erhob die A.________ Rekurs (im Bereich der kantonalen 
Gewinn- und Kapitalsteuer sowie im Bereich der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer) und Beschwerde (im Bereich der direkten Bundessteuer 
[Gewinnsteuer]) bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). 
Die StRK wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 7. Dezember 2021 ab.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 7. Januar 2022 hat die A.________ 
sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten 

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Bundessteuer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, die 
angefochtenen Entscheide der StRK sowie die Einspracheentscheide vom 
10. Februar 2021 seien aufzuheben und sie sei von der Steuerpflicht zu 
befreien.

Mit Verfügung vom 11. Januar 2022 hat der Abteilungspräsident die Verfah-
ren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundes-
steuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
18. Januar 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2022 die Abwei-
sung der Beschwerden.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Das Verwaltungsgericht hat die Angelegenheit am 4. November 2025 öffent-
lich beraten und entschieden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug 
der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführerin 
hat am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, 
ist durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 

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Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind einge-
halten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerden ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bilden 
die Entscheide der StRK vom 7. Dezember 2021; diese haben die Einspra-
cheentscheide vom 10. Februar 2021 ersetzt, die ihrerseits an die Stelle der 
Verfügungen vom 28. Oktober 2020 getreten sind (sog. Devolutiveffekt der 
Beschwerde; vgl. BVR 2022 S. 515 E. 1.7). Soweit die Beschwerdeführerin 
auch die Aufhebung der Einspracheentscheide beantragt, ist daher auf die 
Beschwerden nicht einzutreten (vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, in Herzog/
Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 
N. 26 i.V.m. Art. 72 N. 18, Art. 84 N. 19).

1.3 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um zwei verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Die beiden Entscheide können aber in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des 
kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, rechtfer-
tigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommuna-
ler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.4 Da die Streitigkeit von grundsätzlicher Bedeutung ist, urteilt das Ver-
waltungsgericht in Fünferbesetzung (Art. 56 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

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2.

Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, die von der Steuerverwaltung 
des Kantons Waadt mit Verfügung vom 17. April 2000 gewährte Steuerbe-
freiung wegen Gemeinnützigkeit gelte in der gesamten Schweiz auch nach 
der «Umwandlung» des Vereins in eine Stiftung und der «Verlegung» des 
statutarischen Sitzes in den Kanton Bern.

2.1 Zunächst ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass die Um-
wandlung eines Vereins in eine Stiftung rechtlich nicht vorgesehen ist (vgl. 
Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 54 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 2003 
über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung [Fusions-
gesetz, FusG] im Umkehrschluss). Vereine haben aber die Möglichkeit, ihr 
Vermögen oder Teile davon auf eine neu errichtete Stiftung zu übertragen 
(Vermögensübertragung, Art. 181 des Schweizerischen Obligationenrechts 
[OR; SR 220] bzw. Art. 69 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Bst. b FusG). Dabei muss der 
Verein nicht zwingend liquidiert werden (vgl. zum Ganzen Schönenberg/
Schnurbein, Transformation vom Verein in eine Stiftung: Juristische und be-
triebswirtschaftliche Folgen, in Jusletter vom 7.9.2009 Rz. 24 f.). Beim Ver-
ein und der neu errichteten Stiftung kann es sich also von vornherein nicht 
um dieselbe juristische Person und damit auch nicht um dasselbe Steuersub-
jekt handeln. So war der Verein «A.________» denn auch gemäss Stif-
tungsurkunde vom 14. Dezember 2018 der Stifter der (neu errichteten) Be-
schwerdeführerin (vgl. Beschwerdebeilage 3, act. 1C). Der Verein wurde so-
weit ersichtlich bis heute nicht liquidiert, zumal er im Unternehmens-Identifi-
kationsnummer-Register (UID-Register, zuletzt geprüft am 18.9.2025, ein-
sehbar unter: <www.uid.admin.ch>, zuletzt besucht am 4.11.2025) nach wie 
vor als «aktiv» geführt wird. Die Beschwerdeführerin war demnach nicht Ad-
ressatin der am 17. April 2000 von der Steuerverwaltung des Kantons Waadt 
verfügten Steuerbefreiung und es liegt keine blosse Sitzverlegung in den 
Kanton Bern vor. Strittig ist somit entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin nicht die Aufhebung einer bestehenden Steuerbefreiung, sondern 
die erstmalige Prüfung einer Steuerbefreiung der neu errichteten Stiftung 
wegen Gemeinnützigkeit.

2.2 Hinzu kommt, dass – selbst wenn, wie von der Beschwerdeführerin 
behauptet, eine Sitzverlegung in den Kanton Bern vorliegen würde – ohnehin 

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ein Wechsel der kantonalen Steuerhoheit gegeben wäre. Die in einem ande-
ren Kanton gewährte Steuerbefreiung verliert in einem solchen Fall ihre Gel-
tung, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. angefochtene Entschei-
de E. 2.2.2). Angesichts der mit der Steuererhebungskompetenz der Kan-
tone einhergehenden Handlungs- und Gestaltungsspielräume wäre die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern selbst dann nicht an die Einschätzung 
der waadtländischen Behörden gebunden, wenn von einer Sitzverlegung ei-
ner bestehenden juristischen Person auszugehen wäre (vgl. Adriano Maran-
telli, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuer-
recht, DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 2 N. 14; Reich/Beusch, in Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, StHG, 4. Aufl. 2022, 
Art. 2 N. 2). Im Übrigen würde das Fortbestehen der in einem anderen Kan-
ton gewährten Steuerbefreiung deren Überprüfung durch die Steuerverwal-
tung am neuen Sitz nicht entgegenstehen: Der Entscheid über eine Steuer-
befreiung gilt (formell) lediglich für die konkret betroffene Steuerperiode und 
die Frage, ob eine juristische Person die Voraussetzungen für eine Steuer-
befreiung erfüllt, kann unabhängig vom Vorliegen neuer Tatsachen und Be-
weismittel für jede Steuerperiode neu geprüft werden (VGE 2022/315/316 
vom 27.12.2023 E. 3.1 mit Hinweis auf Art. 19 der Verordnung vom 18. Ok-
tober 2000 über die Steuerbefreiung juristischer Personen [SBV; BSG 
661.261]).

2.3 Nach dem Gesagten liegt hier nicht die Aufhebung einer bestehen-
den (ausserkantonalen) Steuerbefreiung im Streit, sondern die erstmalige 
Steuerbefreiung der Beschwerdeführerin ab deren Errichtung Ende 2018 
(vgl. hierzu angefochtene Entscheide E. 2.2 und 2.3). Die nicht weiter be-
gründete Behauptung, es sei unverhältnismässig, die «Aufhebung der Steu-
erbefreiung rückwirkend auf den Tag der Sitzverlegung nach Bern» festzu-
setzen (Beschwerden Ziff. 22.9 a.E.), zielt angesichts dieser Erwägungen ins 
Leere. Von vornherein nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwer-
deführerin sodann aus dem aktenkundigen Schreiben der Steuerverwaltung 
an einen gemeinnützigen Verein mit Sitz im Kanton Freiburg zur steuerlichen 
Absetzbarkeit von privaten Spenden (vgl. Vorakten StV [act. 3B] pag. 65): Es 
geht in diesem Schreiben weder um eine Sitzverlegung in den Kanton Bern 
noch um eine allfällige Umwandlung in eine andere juristische Person oder 

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eine Übertragung von Vermögen auf eine Stiftung (vgl. Beschwerden 
Ziff. 22.5).

3.

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin wegen Gemeinnüt-
zigkeit von der Steuerpflicht zu befreien ist.

3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG sind juristi-
sche Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, für 
den Gewinn und das Kapital, die ausschliesslich und unwiderruflich diesen 
Zwecken gewidmet sind, von der Steuerpflicht befreit, wobei unternehmeri-
sche Zwecke grundsätzlich nicht gemeinnützig sind (vgl. auch Art. 23 Abs. 1 
Bst. f des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). 
Juristische Personen, die zum Zeitpunkt der Zuwendung die Voraussetzun-
gen einer Steuerbefreiung erfüllen, sind auch von der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer befreit (Art. 6 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. November 
1999 über die Erbschafts- und Schenkungssteuer [ESchG; BSG 662.1]). 
Hinzu kommt, dass steuerpflichtige Privatpersonen von ihrem steuerbaren 
Einkommen jene freiwilligen Leistungen (Spenden) zum Abzug bringen kön-
nen, die sie juristischen Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf 
öffentliche oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht 
befreit sind, haben zukommen lassen (Art. 38a Bst. a StG; Art. 33a DBG; vgl. 
auch Art. 9 Abs. 2 Bst. i StHG).

3.2 Eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit setzt voraus, dass die 
Tätigkeit der juristischen Person im Interesse der Allgemeinheit liegt und un-
eigennützig erfolgt. Die Steuerbefreiung ist nur möglich, wenn eine solche 
Tätigkeit nicht bloss statutarisch festgeschrieben ist, sondern die steuerbe-
freite Zwecksetzung auch tatsächlich verfolgt und verwirklicht wird (Art. 12 
Abs. 1 SBV; BGE 147 II 287 E. 5.2 [Pra 111/2022 Nr. 2], 146 II 359 E. 5.1 
[Pra 110/2021 Nr. 14]; BVR 2012 S. 443 E. 5.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_251/2012 und 2C_252/2012 vom 17.8.2012]; Greter/Greter, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

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DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 56 N. 27 f., auch zum Folgenden; Peter Locher, 
Kommentar zum DBG, II. Teil, 2. Aufl. 2022, Art. 56 N. 92, 95 ff., 113; 
Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl. 2023, 
Art. 56 N. 50). Weiter müssen die Statuten vorsehen, dass bei Auflösung der 
juristischen Person Gewinn und Kapital zwingend einer anderen wegen Ge-
meinnützigkeit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person 
mit Sitz in der Schweiz zukommen (vgl. Art. 12 Abs. 2 SBV; BVR 2001 S. 106 
E. 7; in Bezug auf die direkte Bundessteuer etwa Peter Locher, a.a.O., 
Art. 56 N. 97).

3.3 Nicht jede Tätigkeit, die im Dienst der Allgemeinheit erbracht wird und 
in irgendeiner Weise auf die wirtschaftliche oder soziale Förderung einzelner 
Bevölkerungskreise gerichtet ist, liegt im Allgemeininteresse. Die verfolgten 
Zwecke müssen aus gesellschaftlicher Sicht als fördernswert erachtet wer-
den. Als fördernswert gelten etwa die soziale Fürsorge, Kunst und Wissen-
schaft, Unterricht, Menschenrechte, Natur-, Heimat- und Tierschutz sowie 
die Entwicklungszusammenarbeit. Aus dem Erfordernis des Allgemeininte-
resses wird weiter abgeleitet, dass der Kreis der Destinatäre, denen die För-
derung bzw. die Unterstützung zukommt, grundsätzlich offen sein muss, weil 
bei einer Beschränkung des Destinatärkreises unter Umständen eine mit den 
Anforderungen an eine solidarische Handlungsweise nicht vereinbare Grup-
peninteressenlage geschaffen wird. Werden Interessen vorgegebener Grup-
pen durch Angehörige dieser Gruppen selber verfolgt, fehlt oftmals die Un-
eigennützigkeit (vgl. BGE 147 II 287 E. 5.2 [Pra 111/2022 Nr. 2]; BVR 2012 
S. 443 E. 4.2 [bestätigt durch BGer 2C_251/2012 und 2C_252/2012 vom 
17.8.2012]; VGE 2011/193/194 vom 26.4.2013 E. 2.2; Greter/Greter, a.a.O., 
Art. 56 DBG N. 29 ff.; Peter Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2. Aufl. 
2022, Art. 56 N. 100 ff.; vgl. auch das Kreisschreiben Nr. 12 der Eidgenössi-
schen Steuerverwaltung vom 8.7.1994, in ASA 63 S. 130 ff. [nachfolgend: 
KS Nr. 12 EStV], Ziff. II/3). Rechtsprechung und Lehre verneinen aus diesen 
Gründen die Gemeinnützigkeit von politischen Organisationen oder Par-
teien, weil deren Tätigkeit auf die Verfolgung der Interessen ihrer Mitglieder 
gerichtet ist (vgl. BGer 9C_430/2024 vom 31.3.2025 E. 4, 2C_835/2016 vom 
21.3.2017 E. 2.2.4, 2C_77/2007 vom 2.4.2009, in StR 64/2009 S. 487 E. 3.2; 
vgl. auch BGer 2A.647/2005 vom 7.6.2007, in StR 62/2007 S. 648 E. 3.3; 
Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 102; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 

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Art. 56 N. 70; Andrea Opel, Besteuerung von Non Profit-Organisationen, 
2024, S. 46). Dementsprechend gilt eine politische Tätigkeit – sei sie partei-
politischer oder allgemeiner Art – in ständiger Rechtsprechung nicht als ge-
meinnützig im steuerrechtlichen Sinn (so bereits BGer 14.3.1962, in ASA 32 
S. 291 E. 1 a.E.; ferner BVR 1988 S. 442 E. 3). 

3.4 Die steuerbefreite Aktivität muss ausschliesslich auf gemeinnützige 
Zwecke ausgerichtet sein. Verfolgt eine juristische Person daneben auch an-
dere Zwecke, kann unter Umständen eine teilweise Steuerbefreiung infrage 
kommen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Mittel, für welche Steuerbefrei-
ung verlangt wird, rechnungsmässig klar vom übrigen Vermögen und Ein-
kommen ausgeschieden sind (vgl. BVR 2008 S. 320 E. 4; BGE 146 II 359 
E. 5.2 [Pra 110/2021 Nr. 14] mit Hinweisen; BGer 2C_82/2021 vom 
8.12.2021 E. 4.4; Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 96; Greter/Greter, a.a.O., 
Art. 56 DBG N. 27; KS Nr. 12 EStV, Ziff. II/5). Eine gemeinnützige Tätigkeit 
muss aus selbstlosen, altruistischen Motiven ausgeübt werden (Greter/Gre-
ter, a.a.O., Art. 56 DBG N. 31): Gemeinnützigkeit ist nur gegeben, wenn mit 
den Leistungen an Dritte erhebliche personelle oder finanzielle Opfer er-
bracht werden, wenn also der Leistung keine Gegenleistung gegenübersteht 
(BVR 2012 S. 443 E. 5.5.1 [bestätigt durch BGer 2C_251/2012 und 
2C_252/2012 vom 17.8.2012]; BGer 2C_385/2020 vom 25.6.2020 E. 4.2.3, 
2C_835/2016 vom 21.3.2017 E. 2.3; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 
Art. 56 N. 72). 

3.5 Während eine politische Tätigkeit von Organisationen seit jeher als 
nicht gemeinnützig gilt (vgl. vorne E. 3.3 a.E.), ist eine Steuerbefreiung für 
Organisationen, die einen gemeinnützigen Zweck verfolgen, aber sich dabei 
auch politisch positionieren, nicht von vornherein ausgeschlossen. Voraus-
setzung für eine Steuerbefreiung ist diesfalls, dass der Zweck der Organisa-
tion anerkannt gemeinnützig ist, tatsächlich verfolgt wird (vorne E. 3.2) und 
die Organisation dabei nicht umhinkommt, politisch Stellung zu beziehen; es 
muss insofern ein direkter und genügend enger Zusammenhang zwischen 
der gemeinnützigen und der politischen Tätigkeit bestehen, als die Organi-
sation sich einzig im Rahmen ihres üblichen Tätigwerdens zur Erreichung 
ihres gemeinnützigen Zwecks politisch betätigt (vgl. auch Andrea Opel, 
a.a.O., S. 100 f.). Verfolgt die Organisation hingegen neben Zielen im Allge-

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meininteresse direkt auch solche politischer Natur, ist ihre Aktivität nicht aus-
schliesslich auf gemeinnützige Zwecke ausgerichtet und kann sie deshalb 
nicht wegen Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht befreit werden (vgl. hin-
ten E. 4.1 sowie – präzisierend – 5.2). Dabei ist von einer (eigennützigen) 
politischen Tätigkeit nicht bereits dann auszugehen, wenn die öffentliche 
Meinungsbildung beeinflusst bzw. die Öffentlichkeit im Sinn der Organisation 
über gewisse Themen informiert wird. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob ein 
solches Tätigwerden der (besseren) Respektierung des geltenden Rechts 
dient und unter Verwendung von bestehenden rechtlichen Möglichkeiten ge-
schieht (also im Rahmen der Rechtsanwendung erfolgt), oder ob es eine 
Veränderung des geltenden Rechts in eine bestimmte Richtung initiieren 
oder verhindern soll (also die Rechtsetzung betrifft). Als politisch erscheinen 
Tätigkeiten, die selber eine Änderung der Rechtsordnung erreichen oder 
eine beschlossene Änderung rückgängig machen oder verhindern sollen. In 
dem Sinn ist – entgegen der Beschwerdeführerin – grundsätzlich auch eine 
Tätigkeit als politisch zu bezeichnen, die auf eine Erweiterung des Land-
schafts- und Naturschutz(recht)es ausgerichtet ist, obschon gerade Natur-, 
Heimat- und Tierschutz anerkanntermassen im Allgemeininteresse liegen. 
Umgekehrt ist der Einsatz für die Einhaltung bzw. Durchsetzung von beste-
henden Regelungen in einem Bereich, der aus gesellschaftlicher Sicht för-
dernswert erscheint, gerade auch mittels Verbandsbeschwerderecht mit 
einer gemeinnützigen Zwecksetzung vereinbar.

3.6 Die Steuerbehörde trägt grundsätzlich die Beweislast für steuer-
begründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person für 
steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen (BGE 146 II 6 E. 4.2; 
BVR 2017 S. 529 [VGE 2016/340 vom 9.8.2017] nicht publ. E. 6.2, 2011 
S. 241 E. 4.1). Wie die StRK zutreffend erwogen hat, folgt daraus, dass die 
Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung 
bei der steuerpflichtigen Person liegt (angefochtene Entscheide E. 4.5 mit 
Hinweis auf BGer 2C_835/2016 vom 21.3.2017 E. 2.5).

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4.

Im Folgenden gilt es zu klären, ob die Beschwerdeführerin aufgrund der dar-
gestellten Grundsätze wegen Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht zu be-
freien ist. Dass der von ihr verfolgte Landschafts- und Naturschutz (vgl. hin-
ten E. 4.3) grundsätzlich als fördernswerter Tätigkeitsbereich gilt und damit 
im Interesse der Allgemeinheit liegt, wird von keiner Seite in Frage gestellt. 
Strittig ist hingegen, wieweit die Aktivitäten der Beschwerdeführerin tatsäch-
lich auf diesen gemeinnützigen Zweck ausgerichtet sind. Uneinigkeit besteht 
zwischen den Verfahrensbeteiligten namentlich hinsichtlich der Abgrenzung 
von gemeinnütziger Tätigkeit und der Verfolgung politischer Ziele.

4.1 Die StRK geht in den angefochtenen Entscheiden davon aus, Ge-
meinnützigkeit sei zu bejahen, solange sich eine juristische Person überwie-
gend Zwecken widme, die im Allgemeininteresse liegen. Eine Steuerbefrei-
ung bleibe auch dann möglich, wenn für die Erreichung eines gemeinnützi-
gen Zwecks politische Mittel eingesetzt würden, falls die (allfällige) Beein-
flussung der Öffentlichkeit bloss eine Konsequenz des verfolgten, im Allge-
meininteresse liegenden Zwecks sei. Allerdings dürfe der politischen Betäti-
gung kein zentrales Gewicht zukommen (E. 4.4). Die Auffassung, wonach 
auch bloss überwiegend gemeinnützig tätige Organisationen (gänzlich) von 
der Steuerpflicht zu befreien sind, trifft indes nicht zu: Bereits der Gesetzes-
wortlaut hält klar fest, dass der Gewinn bzw. das Kapital «ausschliesslich 
und unwiderruflich» dem gemeinnützigen Zweck gewidmet sein muss 
(Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG; Art. 56 Bst. g DBG; Art. 23 Abs. 1 Bst. f StHG). 
Dies kann nicht anders verstanden werden, als dass die Aktivitäten der juris-
tischen Person ausschliesslich auf das Wohl Dritter ausgerichtet sein müs-
sen, damit eine gänzliche Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit bean-
sprucht werden kann (Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 96). Eine gemischte 
Zwecksetzung reicht angesichts dieser Formulierung nicht aus (vorne E. 3.4; 
vgl. auch hinten E. 5.2 und 5.5). Anlass hierfür bildet der Umstand, dass sich 
die Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an juristische Personen, die wegen 
Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht befreit sind (vgl. Art. 38a Bst. a StG 
bzw. Art. 33a DBG; Art. 9 Abs. 2 Bst. i StHG), nur dann rechtfertigt, wenn 
gewährleistet ist, dass die entsprechenden Mittel tatsächlich dem die Ab-
zugsfähigkeit rechtfertigenden gemeinnützigen Zweck zufliessen und nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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zur Verfolgung anderer Ziele verwendet werden (vgl. hierzu BVR 2008 
S. 320 E. 4.1). Vor dem Hintergrund dieser strengen Trennung genügt es 
nicht, wenn gemeinnützige Zwecke überwiegen, sondern ist erforderlich, 
dass die fragliche juristische Person ausschliesslich solche Zwecke verfolgt 
(vgl. zum Ganzen VGE 2022/315/316 vom 27.12.2023 E. 5.1). Entscheidend 
ist also nicht, ob eine allfällige (genuine) politische Tätigkeit der Beschwer-
deführerin überwiegt (was die StRK in E. 5.2 der angefochtenen Entscheide 
bejaht), sondern ob die Beschwerdeführerin die Voraussetzung der Aus-
schliesslichkeit erfüllt oder mit ihren finanziellen Mitteln neben gemeinnützi-
gen auch eigentliche politische Zwecke verfolgt. Dabei ist das Kriterium der 
Ausschliesslichkeit der Mittelverwendung grundsätzlich streng zu handha-
ben, wie dies etwa auch für die steuerbefreiten Einrichtungen der beruflichen 
Vorsorge gilt, deren Mittel «ausschliesslich» der Personalvorsorge dienen 
müssen (Art. 83 Abs. 1 Bst. e StG; Art. 56 Bst. e DBG) und bei denen jede 
Zweckverfolgung ausserhalb des Vorsorgebereichs – sei sie auch noch so 
untergeordnet – strikte verboten ist (vgl. Greter/Greter, a.a.O., Art. 56 DBG 
N. 16; vgl. aber hinten E. 5.2).

4.2 Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Entscheiden erwogen, ent-
gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin folge aus dem Umstand, 
dass dieser die Berechtigung zur Verbandsbeschwerde eingeräumt worden 
sei (vgl. Art. 1 und Anhang Ziff. 9 der Verordnung vom 27. Juni 1990 über 
die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und 
Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen [VBO; 
SR 814.076]), nicht automatisch die Gemeinnützigkeit im steuerrechtlichen 
Sinn. Vielmehr sei zu untersuchen, ob die Gesamtheit der Tätigkeiten der 
Beschwerdeführerin im Allgemeininteresse liege (E. 5.1). Dabei zeige sich, 
dass das Lancieren von Initiativen und Referenden einen grossen Teil aus-
mache, und die Beschwerdeführerin damit massgeblich Einfluss auf politi-
sche Prozesse nehme. Solche Tätigkeiten seien politisch und würden nicht 
dem Allgemeininteresse dienen, da sie von politisch anders Gesinnten als 
(dem Allgemeininteresse zuwiderlaufende) Sonderzwecke betrachtet wür-
den. Dies werde am Beispiel der von der Beschwerdeführerin lancierten 
[…]initiative deutlich: Zwar habe auch die Gegnerschaft der Initiative einen 
gewissen Regelungsbedarf […] anerkannt; die erforderlichen Massnahmen 
zur Behebung der Problematik seien jedoch umstritten gewesen. Es habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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sich beim von der Beschwerdeführerin angestrebten Vorgehen objektiv 
betrachtet lediglich um eine von mehreren denkbaren Lösungen gehandelt, 
und zwar um diejenige, die deren subjektiven Vorstellungen am besten 
entsprochen habe (E. 5.2 f.). Die als politisch einzustufenden Tätigkeiten der 
Beschwerdeführerin würden insgesamt überwiegen, sodass sie als 
politische Organisation zu qualifizieren sei, deren Ziel es sei, ihre eigenen 
Wertvorstellungen durchzusetzen. Damit verfolge sie Sonderinteressen, was 
einer Steuerbefreiung entgegenstehe.

4.3 Die Beschwerdeführerin bezweckt gemäss Stiftungsurkunde den 
Schutz des Menschen und der Natur sowie das Gestalten und Erhalten le-
bensfreundlicher Städte und Siedlungen. Sie macht geltend, ihre Tätigkeit 
bestehe hauptsächlich in der Wahrnehmung ihres Verbandsbeschwerde-
rechts; dies sei nicht mit der Tätigkeit einer politischen Organisation oder 
Partei vergleichbar. Im Gegensatz zu einer solchen habe sie keine Mitglieder 
und strebe nicht nach «umfassende[r] Macht im Staate». Die Verfolgung ih-
res statutarischen Zwecks habe als gemeinnützig zu gelten. Die Vorinstanz 
erachte die Lancierung von Initiativen und die Ausübung des Verbandsbe-
schwerderechts fälschlicherweise als nicht gemeinnützig. Diese Einschät-
zung überrasche, da der Kanton Bern selbst politische Parteien von der 
Steuerpflicht befreie. Das Engagement der Beschwerdeführerin diene dem 
Umwelt- und Naturschutz und liege damit im Allgemeininteresse. Entschei-
dend sei insofern, dass sie die Meinungsbildung der Bevölkerung nur zum 
Zweck der Förderung des Heimat-, Natur- und Tierschutzes beeinflussen 
wolle. Mit welchen Mitteln sie das Gemeinwohl fördere, sei für die Frage der 
Gemeinnützigkeit unerheblich. Es genüge, dass die verfolgten Zwecke ge-
sellschaftlich fördernswert seien. Die angefochtenen Entscheide würden so-
dann in ihrer Auswirkung einen «weitere[n] Versuch zur Abschaffung des 
Verbandsbeschwerderechts in Umweltsachen» bzw. einen «Versuch einer 
widerrechtlichen Hinderung der erfolgreichen Tätigkeit» der Beschwerdefüh-
rerin darstellen. Einer angesehenen Umweltschutzorganisation wie ihr den 
Status der Gemeinnützigkeit «abzuerkennen», verletze die Meinungsäusse-
rungsfreiheit (Art. 16 der Bundesverfassung [BV; SR 101] bzw. Art. 10 der 
Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]) und ver-
stosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), da andere Um-
weltschutzorganisationen, die «in etwa die gleiche Tätigkeit» ausüben wür-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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den, im Kanton Bern steuerbefreit seien. Ausserdem seien die Versamm-
lungs- und Vereinigungsfreiheit (Art. 22 f. BV bzw. Art. 11 EMRK), das Diskri-
minierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV bzw. Art. 14 EMRK), der Persönlichkeits-
schutz (Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK) und das Recht auf ein faires Verfahren 
(Art. 29 BV bzw. Art. 6 EMRK) verletzt.

5.

Mit diesen Ausführungen bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, zumindest 
in gewissem Mass politische Tätigkeiten auszuüben, geht aber davon aus, 
diese seien angesichts ihres Stiftungszwecks (und so, wie ihre übrigen Tätig-
keiten) ebenfalls als gemeinnützig zu qualifizieren. 

5.1 Die Beschwerdeführerin hat zur Dokumentation ihrer Aktivitäten die 
Tätigkeitsberichte 2018-2020 eingereicht (act. 1C Beilagen 4-6). Daraus 
geht hervor, dass sie zahlreiche Beschwerdeverfahren führt, namentlich ge-
gen (grosse) Bauprojekte, Windparks und Kiesgruben. Sie nimmt damit das 
ihr zustehende (bzw. ursprünglich ihrem Stifter gewährte) Verbandsbe-
schwerderecht wahr und vertritt in den betreffenden Verfahren Anliegen des 
Landschafts- und Naturschutzes. Diese Tätigkeit gilt unbestrittenermassen 
als gemeinnützig, zumal damit im Allgemeininteresse liegende Zwecke ver-
folgt werden und keine politische Einflussnahme erfolgt; das Handeln bleibt 
im Rahmen des geltenden Rechts und dient dessen korrekter Anwendung 
(vgl. vorne E. 3.3 und 3.5). Gleichzeitig verfolgt die Beschwerdeführerin aber 
auch in erheblichem Umfang Aktivitäten, die nicht ohne weiteres als unei-
gennützig bezeichnet werden können: Gemäss Tätigkeitsbericht 2018 hat 
sie in besagtem Jahr beispielsweise Unterschriften für eine kantonale Peti-
tion gegen die Entwicklung von Windparkprojekten gesammelt und diese 
beim Grossen Rat des Kantons Waadt eingereicht, verschiedene Nutzungs- 
und Teilnutzungspläne sowie Überbauungsordnungen (ÜO) angefochten 
und eine Kampagne gegen die Durchführung von Olympischen Winterspie-
len 2026 im Wallis unterstützt (act. 1C Beilage 4). Im Jahr 2019 hat sie wie-
derum zahlreiche Nutzungs- und Teilnutzungspläne sowie ÜO angefochten, 
und etwa auch beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft ein Ge-
such eingereicht, um ein Teilgebiet der Gemeinde … (BL) unter Naturschutz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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zu stellen (und damit zwei konkrete sowie allfällige zukünftige Planungen zu 
verhindern; vgl. Tätigkeitsbericht 2019, act. 1C Beilage 5). Im Jahr 2020 hat 
sie unter anderem erneut Nutzungspläne angefochten und das Referendum 
ergriffen gegen die Revision des Jagdgesetzes (vgl. Tätigkeitsbericht 2020, 
act. 1C Beilage 6). 

5.2 Soweit der Einsatz der Beschwerdeführerin die Einhaltung bzw. 
Durchsetzung der bestehenden Regelungen im Bereich von Natur- und Hei-
matschutz bezweckt und damit im Rahmen der Rechtsanwendung erfolgt, 
liegt ihre Tätigkeit im Allgemeininteresse und ist als gemeinnützig zu qualifi-
zieren. Tätigkeiten, die proaktiv auf eine Änderung der Rechtsordnung ge-
richtet sind, sind demgegenüber in der Regel selbst dann als politisch zu 
werten, wenn sie eine Erweiterung des Umwelt- bzw. Natur- und Land-
schaftsschutzes anstreben. Damit noch ein ausschliesslich gemeinnütziger 
Zweck und nicht bereits eine gemischte Zwecksetzung vorliegt, müssen sol-
che politische Betätigungen die Ausnahme bleiben und im Rahmen des üb-
lichen Tätigwerdens der Organisation erfolgen; es muss insofern ein direkter 
und genügend enger Zusammenhang zwischen der gemeinnützigen und der 
(ausnahmsweisen) politischen Tätigkeit bestehen, als sich die Organisation 
einzig im Rahmen ihres üblichen, auf richtige Anwendung und Durchsetzung 
geltenden Rechts ausgerichteten Tätigwerdens zur Erreichung ihres ge-
meinnützigen Zwecks politisch betätigt (vorne E. 3.5). Wird mit Blick auf den 
gemeinnützigen Zweck der Organisation eine gewisse politische Tätigkeit im 
dargestellten Sinn zugelassen, muss konsequenterweise auch beim Krite-
rium der Ausschliesslichkeit der Mittelverwendung (vorne E. 4.1) ein gewis-
ser Spielraum bestehen: Diese Voraussetzung gilt für gemeinnützige Orga-
nisationen so lange als erfüllt, als ihr politisches Engagement projektbezo-
gen bleibt und lediglich einen untergeordneten Mitteleinsatz ohne wesent-
liche Bedeutung für ihr Budget bedingt (vgl. auch VGE 2022/20/21 vom 
4.11.2025 E. 4.2). Dies mag allenfalls in Bezug auf die von der Beschwerde-
führerin angefochtenen Nutzungspläne und ÜO gerade noch zutreffen. Die-
ses Engagement ist, soweit es nicht ohnehin in Wahrnehmung besonderer 
Beschwerdebefugnisse erfolgt und daher nicht als politisch erscheint, jeden-
falls vergleichbar mit der Ausübung des Verbandsbeschwerderechts und gilt 
– soweit es zum Zweck des Umwelt- bzw. Natur- und Landschaftsschutzes 
geschieht – ebenso als gemeinnützig (vgl. auch VGE 2022/20/21 vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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4.11.2025 E. 4.2.1). Demgegenüber kann jedenfalls die im Kanton Waadt 
gegen die Entwicklung von Windparkprojekten eingereichte Petition nicht 
mehr als im Allgemeininteresse liegend bezeichnet werden: Sie richtete sich 
nicht gegen ein spezifisches Projekt, sondern bezog sich auf ein grosses 
Gebiet mit erheblichem Windkraftpotenzial, und wollte aktuelle und künftige 
politische Entscheidungen im Bereich der Windenergie gleichermassen be-
einflussen. Die Legislative (insbesondere der Grosse Rat des Kantons 
Waadt) wurde in der Petition namentlich aufgefordert, auf jegliche Windpark-
projekte zu verzichten, jegliche taugliche Massnahme zum Schutz des be-
troffenen Gebiets zu ergreifen und die kantonale Planung entsprechend an-
zupassen (vgl. Petition […], eingereicht beim Grossen Rat des Kantons 
Waadt am … 2018, einsehbar unter <www.vd.ch>, Rubriken […]). Es 
handelte sich hierbei mithin um ein klar politisches Engagement der Be-
schwerdeführerin, das ihre Rolle als gemeinnützige Organisation im Bereich 
von Natur- und Landschaftsschutz sprengt. Gleiches gilt für die von der Be-
schwerdeführerin unterstützte Kampagne gegen die Durchführung von 
Olympischen Winterspielen 2026 im Wallis (act. 1C Beilage 4). Auch das von 
ihr im Jahr 2020 gegen das Jagdgesetz ergriffene Referendum ist als politi-
sche Tätigkeit einzustufen, sollte damit doch eine parlamentarisch beschlos-
sene Änderung der Rechtsordnung verhindert und so direkt in den Gesetz-
gebungsprozess eingegriffen werden. Die Verfolgung solcher (eminent) po-
litischen Anliegen liegt nicht im Interesse der Allgemeinheit, sondern bloss in 
jenem des befürwortenden Teils der Bevölkerung. Hinzu kommt, dass sie 
auch nicht zwingend der Sichtweise jener Personen entspricht, die sich wie 
die Beschwerdeführerin für Natur- und Heimatschutz engagieren und diese 
mit ihren Spendengeldern unterstützen wollen. Gerade bei Abstimmungen 
über Gesetzesvorlagen, die in aller Regel zahlreiche Normen umfassen und 
unterschiedliche Lebensbereiche beschlagen, lässt sich häufig gar nicht klar 
bestimmen, welche politische Haltung dem gemeinnützigen Zweck eher ent-
spricht. Selbst Abstimmungsvorlagen, die den Landschafts- und Naturschutz 
direkt betreffen, enthalten regelmässig sowohl Bestimmungen, die diesen 
Zwecken dienen, als auch solche, die gegenläufige Interessen verfolgen. Ob 
für den Landschafts- und Naturschutz insgesamt eine Verbesserung der 
Rechtslage resultiert oder nicht und wie allfällige Zielkonflikte zu bewerten 
sind, lässt sich grundsätzlich nicht objektiv und allgemeingültig entscheiden, 
sondern hängt jeweils stark von persönlichen Wertungen ab. Darum kann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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gewöhnlich nicht verbindlich beurteilt werden, ob sich eine juristische Person 
mit ihrem Engagement für oder gegen ein Gesetzgebungsprojekt im Ein-
klang mit ihrer gemeinnützigen Zweckbestimmung positioniert. Das geschil-
derte politische Tätigwerden der Beschwerdeführerin ist deshalb nicht ge-
meinnützig im Sinn von Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG. Es 
verhält sich insofern gleich wie beim Sammeln von Unterschriften für eine 
Volksinitiative, was nach höchstrichterlicher Rechtsprechung – unabhängig 
vom angestrebten Ziel – als eigennützige Förderung der eigenen politischen 
Ansichten gilt (BGer 9C_430/2024 vom 31.3.2025 E. 5.3). 

5.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschwerdeführerin in 
massgeblichem Umfang politische Tätigkeiten ausübt, die nicht mehr als 
dem Allgemeininteresse des Umwelt- bzw. Natur- und Landschaftsschutzes 
dienend bezeichnet werden können und bei denen praktisch ausgeschlos-
sen ist, dass sie lediglich einen unbedeutenden bzw. untergeordneten Mittel-
einsatz mit sich bringen. Sie betreibt dabei teilweise einen erheblichen Auf-
wand und positioniert sich prominent in der Öffentlichkeit (namentlich mittels 
Unterschriftensammlungen, Gesetzesreferenden und [vormals durch den 
Stifter] Lancieren von Initiativen). Da die Beschwerdeführerin auch als Stif-
tung ein klares politisches Engagement aufweist (vgl. E. 5.2 hiervor) und sich 
bewusst entsprechend betätigen will (vorne E. 4.3), ist nicht näher zu prüfen, 
ob ihr die (eminente) politische Tätigkeit des gleichnamigen Vereins als Vor-
gängerorganisation bzw. Stifter zuzurechnen ist. Allerdings nimmt die Be-
schwerdeführerin für sich in Anspruch, die Rechtsnachfolgerin ihres Stifters 
bzw. dieselbe juristische Person zu sein und lediglich ihren Sitz in den Kan-
ton Bern verlegt zu haben. Nach diesem Verständnis wäre ihr ohne weiteres 
auch die politische Tätigkeit des gleichnamigen Vereins – namentlich die 
Lancierung der […]initiative – zuzurechnen. So oder anders hat sich in der 
Art der Aktivitäten soweit ersichtlich seither nichts geändert und führt die 
Stiftung dieselben bzw. gleichartige Aktivitäten aus wie der Verein, sodass 
mangels anderweitiger Vorbringen davon auszugehen ist, dass die 
Beschwerdeführerin ebenso (bzw. in ihrem Verständnis weiterhin) in erheb-
lichem Mass politisch tätig ist und bleiben will. Sie hat damit sowohl bei den 
kantonalen Steuern (Gewinn- und Kapitalsteuer sowie Erbschafts- und 
Schenkungssteuer) als auch bei der direkten Bundessteuer (Gewinnsteuer) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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keinen Anspruch auf Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit gestützt auf 
Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG bzw. Art. 56 Bst. g DBG. 

5.4 Nichts an diesem Ergebnis ändert der Hinweis der Beschwerdefüh-
rerin auf die Stellungnahme, die der Bundesrat zur am 24. September 2020 
im Ständerat eingereichten Motion 20.4162 abgegeben hat (vgl. Beschwer-
den Ziff. 14). Die Motion – die in der Folge zwar vom Ständerat angenom-
men, aber vom Nationalrat abgelehnt worden ist – wollte die Eidgenössi-
schen Steuerverwaltung (ESTV) verpflichten, die von den Kantonen für Ge-
meinnützigkeit gewährten Steuerbefreiungen regelmässig zu überprüfen 
und, falls die gesetzlichen Voraussetzungen nicht (mehr) erfüllt sind, zu wi-
derrufen. Der Bundesrat beantragte die Ablehnung der Motion und äusserte 
dabei die Auffassung, eine Steuerbefreiung sei dann «zu verneinen, wenn 
eine Institution politische Ziele verfolgt, nicht aber, wenn für die Erreichung 
eines gemeinnützigen Zweckes politische Mittel eingesetzt werden». Diese 
(ohnehin unverbindliche) Meinungsäusserung der Regierung lässt die stän-
dige bundesgerichtliche Rechtsprechung ausser Acht, wonach einer politi-
schen Tätigkeit die Gemeinnützigkeit unabhängig von der Art der angestreb-
ten Ziele abgeht (vorne E. 3.3 a.E.). Weiter lässt sie sich kaum mit der ge-
setzlichen Voraussetzung der Ausschliesslichkeit des Mitteleinsatzes zu-
gunsten einer gemeinnützigen Zielsetzung vereinbaren (vorne E. 3.5). Auch 
wenn gemeinnützige Organisationen im Bereich ihrer Zielsetzungen politisch 
Stellung beziehen dürfen, ist es grundsätzlich unzulässig, steuerbefreite Mit-
tel für politische Zwecke einzusetzen. Gegen die entsprechende Verpflich-
tung verstösst eine steuerbefreite Organisation, die grössere Aufwendungen 
für die Lancierung oder Unterstützung von politischen Vorstössen macht. 
Dass Verstösse gegen die Ausschliesslichkeit der Mittelverwendung nicht 
hinzunehmen sind, wurde im Rahmen der parlamentarischen Diskussion der 
Motion 20.4162 nicht in Frage gestellt, aber die dahingehenden Kontrollen 
sollten nicht der ESTV obliegen, sondern in der Zuständigkeit der kantonalen 
Steuerverwaltungen verbleiben (vgl. AB 2021 S 553 ff., N 2490 ff.; zur Praxis 
in den verschiedenen Kantonen vgl. Andrea Opel, Umfrage zur Steuerbefrei-
ungspraxis, StR 80/2025 S. 611 ff., 615).

5.5 Mit Blick auf den Einsatz der Beschwerdeführerin zur Einhaltung bzw. 
Durchsetzung der bestehenden Regelungen im Bereich von Natur- und Hei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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matschutz, der als Tätigkeit im Allgemeininteresse und damit als gemeinnüt-
zig erscheint (vorne E. 5.2), könnte immerhin eine teilweise Steuerbefreiung 
in Frage kommen. Eine gemischte Zwecksetzung mit teilweise gemeinnützi-
gen und teilweise politischen Zielen könnte wohl – wie dies hinsichtlich von 
juristischen Personen, die teilweise gemeinnützige und teilweise Kultuszwe-
cke verfolgen, in Lehre und Rechtsprechung anerkannt ist – bei einer Steuer-
befreiung berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Abzugsfähigkeit von Zu-
wendungen gemäss Art. 38a Bst. a StG bzw. Art. 33a DBG ist aber grund-
sätzlich für jeden dieser Zwecke ein separater Rechtsträger zu schaffen 
(vgl. BVR 2008 S. 320 E. 4; BGE 146 II 359 E. 5.2 [Pra 110/2021 Nr. 14] mit 
Hinweisen; BGer 2C_82/2021 vom 8.12.2021 E. 4.4; Peter Locher, a.a.O., 
Art. 56 N. 96 und N. 129; Greter/Greter, a.a.O., Art. 56 DBG N. 27 und N. 41; 
KS Nr. 12 EStV, Ziff. II/5 und III/4; ferner Praxishinweise der Schweizeri-
schen Steuerkonferenz [SSK] vom 18.1.2008 betreffend Steuerbefreiung ju-
ristischer Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke oder Kultus-
zwecke verfolgen/Abzugsfähigkeit von Zuwendungen [einsehbar unter: 
<www.steuerkonferenz.ch>, Rubriken «Dokumente/Merkblätter und Praxis-
hinweise/Steuerbefreiung»; nachfolgend: Praxishinweise SSK], Ziff. 11). Der 
Forderung nach getrennten Rechtsträgern liegt die Überlegung zugrunde, 
dass die Abzugsfähigkeit von Zuwendungen nur dann gerechtfertigt ist, 
wenn gewährleistet ist, dass diese tatsächlich dem die Abzugsfähigkeit 
rechtfertigenden Zweck zufliessen und nicht zu anderen Zwecken (hier sol-
chen politischer Natur) verwendet werden. Werden bestimmte Tätigkeiten 
durch nach Zwecken getrennte Rechtsträger ausgeübt, besteht eher Ge-
währ, dass die einem wegen Gemeinnützigkeit steuerbefreiten Rechtsträger 
gespendeten Mittel auch tatsächlich nur für gemeinnützige und damit den 
steuerlichen Abzug der Spende rechtfertigende Zwecke verwendet werden. 
Im Grunde handelt es sich bei Schaffung getrennter Rechtsträger im Ergeb-
nis nicht mehr um einen Fall gemischter Zwecksetzung, sondern um mehre-
re, vom selben Personenkreis beherrschte Organisationen mit verschiede-
ner, aber je einheitlicher Zwecksetzung (BVR 2008 S. 320 E. 4.1; vgl. dazu 
auch die am 19.12.2024 von Nationalrat Beat Walti eingereichte Motion 
24.4514 «Stärkung der Gemeinnützigkeit steuerbefreiter Organisationen», 
einsehbar unter: <www.parlament.ch>, Rubriken «Ratsbetrieb/Suche Curia 
Vista/Geschäftsnummer: 24.4514»). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
Seite 20

6.

Nach dem Gesagten hält der Rechtskontrolle stand, dass die StRK die ab-
schlägigen Entscheide der Steuerverwaltung geschützt und der Beschwer-
deführerin die Steuerbefreiung verweigert hat. Daran ändert nichts, was die 
Beschwerdeführerin sonst noch vorträgt: Der Einwand, mit den angefochte-
nen Entscheiden werde versucht, das Verbandsbeschwerderecht in Umwelt-
sachen abzuschaffen oder die Beschwerdeführerin (oder andere Nichtregie-
rungsorganisationen) an einer erfolgreichen Tätigkeit zu hindern, ist abwe-
gig. Die vorliegende Streitigkeit betrifft nicht die Zulässigkeit der ausgeübten 
Aktivitäten, sondern lediglich die Frage, ob die Beschwerdeführerin hierfür 
von der allgemeinen Steuerpflicht befreit werden soll. Die Verweigerung der 
Steuerbefreiung bedeutet sodann nicht, dass sich die Beschwerdeführerin 
nicht (mehr) frei äussern und Einfluss auf die politische Meinungsbildung 
nehmen dürfte, sondern stellt lediglich klar, dass sie für diese Aktivitäten 
nicht von der Steuerpflicht entbunden werden kann. Das Recht auf freie Mei-
nungsäusserung (Art. 16 BV bzw. Art. 10 EMRK) ist nicht betroffen, zumal 
nicht ersichtlich ist, dass sich die Beschwerdeführerin mangels Steuerbefrei-
ung nicht mehr frei äussern könnte. Inwieweit die angefochtenen Entscheide 
das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), die Versammlungs- und Ver-
einigungsfreiheit (Art. 22 f. BV bzw. Art. 11 EMRK), das Diskriminierungsver-
bot (Art. 8 Abs. 2 BV bzw. Art. 14 EMRK), das Recht auf Achtung des Privat‑ 
und Familienlebens (Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK) berühren oder das Recht 
auf ein faires Verfahren (Art. 29 BV bzw. Art. 6 EMRK) verletzen sollen, ist 
nicht ersichtlich und wird in den Beschwerden auch nicht näher begründet. 
Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten aus 
dem Umstand abzuleiten, dass der Kanton Bern politische Parteien, die hier 
tätig sind, grundsätzlich von der Steuerpflicht befreit (vgl. Art. 83 Abs. 1 
Bst. m StG; vgl. auch Art. 16 SBV). Diesen wird die Steuerbefreiung gerade 
nicht wegen Gemeinnützigkeit gewährt; vielmehr beruht sie auf einem ge-
sonderten Befreiungstatbestand, dem andere Wertungen des Gesetzgebers 
zugrunde liegen (vgl. zur ähnlichen Regelung des Kantons Zürich Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl. 
2021, § 61 N. 72 und 85 ff.; vgl. auch Danielle Yersin, Le statut fiscal des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
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partis politiques, de leurs membres et sympathisants, in ASA 58 S. 97 ff., 
107).

7.

Die Beschwerden erweisen sich als unbegründet und sind abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang der Verfahren wird die unterliegende Beschwerdeführerin 
kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3, Art. 104 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 1 Bst. a 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern wird ab-
gewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer wird abgewiesen, 
soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von insgesamt Fr. 4'000.--, werden der Beschwerdefüh-
rerin auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.9/10U, 
Seite 22

- Beschwerdeführerin 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.