# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20c36786-12f8-5e63-8841-de1650decd14
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.08.2017 100 2017 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-74_2017-08-02.pdf

## Full Text

100.2017.74U
HER/BLO/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. August 2017

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Blum

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Thun
Direktion Sicherheit, Einwohnerdienste, Hofstettenstrasse 14, Postfach 145, 
3602 Thun

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Aufhebung der Wohngemeinschaft bei eingetragener Partnerschaft 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
6. Februar 2017; 2016.POM.591)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.08.2017, Nr. 100.2017.74U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der kosovarische Staatsangehörige A.________ (geb. … 1985) hielt sich 
vom 1. Mai 2009 bis 31. Mai 2010 illegal in der Schweiz auf. Am 4. Juni 
2010 wurde er nach Kosovo ausgeschafft und das Bundesamt für Migration 
(BFM, heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) erliess ein bis zum 
31. Mai 2016 gültiges Einreiseverbot. Am 15. Dezember 2010 ersuchte 
A.________ die Schweizerische Botschaft in Kosovo um Erteilung eines 
Visums für den langfristigen Aufenthalt zwecks Vorbereitung der 
Eintragung der Partnerschaft mit dem Schweizer Bürger B.________. 
Nachdem das SEM das Einreiseverbot ausgesetzt hatte, reiste A.________ 
am 21. April 2011 in die Schweiz ein. Am 10. Mai 2011 wurde die 
Partnerschaft zwischen ihm und B.________ eingetragen. In der Folge 
wurde das Einreiseverbot durch das SEM aufgehoben und A.________ im 
Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, welche letztmals bis 
zum 9. Mai 2016 verlängert wurde. Am 1. Oktober 2015 gab das Paar den 
gemeinsamen Haushalt auf. Mit Verfügung vom 23. September 2016 ver-
weigerte die Einwohnergemeinde (EG) Thun, Abteilung Sicherheit (Migrati-
onsdienst), A.________ die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 21. Oktober 2016 Be-
schwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 
Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 6. Februar 2017 ab und 
setzte A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 20. März 2017 an.

C.

Hiergegen hat A.________ am 9. März 2017 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Er beantragt, es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu 

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verlängern, womit sinngemäss auch die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids anbegehrt ist. Mit Eingabe vom 17. April 2017 hat er um Ertei-
lung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 16. Mai 2017 die Abweisung 
der Beschwerde. Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
enthält sie sich eines Antrags. Die EG Thun hat auf eine Stellungnahme 
verzichtet.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Aufgrund der Akten 
ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

2.1 Der Beschwerdeführer wurde in …/Kosovo geboren und ist im 
Besitz eines bis zum 14. Juni 2020 gültigen Reisepasses der Republik Ko-

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sovo (Akten POM pag. 20). Von Mai 2009 bis Mai 2010 hielt er sich illegal 
in der Schweiz auf (Akten EG Thun pag. 105). Am 31. Mai 2010 wurde der 
Beschwerdeführer polizeilich angehalten und angesichts seines rechtswid-
rigen Aufenthalts in Ausschaffungshaft versetzt. Am 1. Juni 2010 verfügte 
das damalige BFM ein bis 31. Mai 2016 gültiges und für das gesamte Ge-
biet der Schengen-Staaten wirkendes Einreiseverbot. Die Ausschaffung 
wurde am 4. Juni 2010 vollzogen (Akten EG Thun pag. 2, 23, 25 ff.).

2.2 Am 15. Dezember 2010 reichte der Beschwerdeführer bei der 
Schweizerischen Botschaft in Kosovo zwecks Vorbereitung der Eintragung 
der Partnerschaft mit dem Schweizer B.________ einen Antrag um 
Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt ein (Akten EG Thun 
pag. 7 ff.). Mit Suspensionsverfügung vom 30. März 2011 setzte das BFM 
das Einreiseverbot für drei Monate aus, woraufhin der Beschwerdeführer 
am 21. April 2011 in die Schweiz einreiste (Akten EG Thun pag. 76 f., 103). 
Die Partnerschaft mit B.________ wurde am 10. Mai 2011 in Thun ein-
getragen (Akten EG Thun pag. 93 ff.). In der Folge wurde das Einreisever-
bot am 10. Juni 2011 durch das BFM aufgehoben und dem Beschwerde-
führer im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, die letztmals 
bis zum 9. Mai 2016 verlängert wurde (Akten EG Thun pag. 118, 126 und 
151). Per 1. Oktober 2015 hob das Paar seinen gemeinsamen Haushalt auf 
und der Beschwerdeführer zog von … nach Thun (Akten EG Thun 
pag. 152, 178 und 182).

2.3 Zwischen Juni 2013 und Oktober 2015 arbeitete der Beschwer-
deführer jeweils temporär für ein paar Monate (Anstellungsdauer maximal 
4 Monate) bei fünf verschiedenen Unternehmen im Baugewerbe (Akten EG 
Thun pag. 185). Von April 2016 bis September 2016 war er in einem 70 %-
Pensum bei der C.________ GmbH als Maler/Gipser und Allrounder 
angestellt; diese Anstellung wurde gekündigt (vgl. Arbeitsvertrag [act. 4A]; 
Akten POM pag. 18). Zwischen November 2015 und April 2016 bezog der 
Beschwerdeführer erstmals Sozialhilfe in der Höhe von Netto Fr. 5ʹ123.-- 
(Akten EG Thun pag. 162). Seit 1. Oktober 2016 ist er erneut auf 
Unterstützung angewiesen; die seither aufgelaufenen Sozialhilfeleistungen 
haben sich per 13. April 2017 auf Fr. 18ʹ191.05 belaufen (Bescheinigung 
Sozialhilfe EG Thun [act. 4A]). Im Betreibungsregister des Betreibungsamts 

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Oberland ist der Beschwerdeführer mit elf Betreibungen über insgesamt 
Fr. 32ʹ111.65 registriert (Akten EG Thun pag. 209). Mit Strafbefehl vom 
30. Oktober 2015 wurde der Beschwerdeführer wegen Urkundenfälschung 
und Betrugs (beides mehrfach begangen im März 2015) für schuldig erklärt 
und zu einer bedingten Geldstrafe von 28 Tagessätzen à Fr. 90.-- bei einer 
Probezeit von drei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 630.-- verurteilt 
(Akten EG Thun pag. 147 und 211). Weiter ist ein Strafbefehl vom 
24. Februar 2011 wegen Widerhandlungen gegen die Auslän-
dergesetzgebung durch Verletzung der Einreisebestimmungen, rechtswid-
rigen Aufenthalts sowie Verletzung der An- und Abmeldepflichten akten-
kundig (Akten EG Thun pag. 105).

3.

3.1 Nach Art. 52 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) gelten die Bestimmungen 
des 7. Kapitels über ausländische Ehegatten für die eingetragene Partner-
schaft gleichgeschlechtlicher Paare sinngemäss. Art. 42 Abs. 1 AuG ver-
mittelt ausländischen Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern ei-
nen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, 
wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammen-
wohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe gel-
tend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 
AuG i.V.m. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Nach Art. 50 Abs. 1 
AuG besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung nach gescheiterter Ehe verselbständigt weiter, wenn die Ehe-
gemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche 
Integration vorliegt (Bst. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen 
weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Bst. b). – Der Be-
schwerdeführer und sein Partner haben sich per Anfang Oktober 2015 ge-
trennt (vgl. vorne E. 2.2). Der Beschwerdeführer hält in seiner Beschwerde 
auch fest, er sei «vollends allein» (Beschwerde S. 1). Er macht daher zu 
Recht keinen Bewilligungsanspruch mehr gestützt auf Art. 42 AuG geltend 
(anders noch im Verfahren vor der POM).

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3.2 Der Beschwerdeführer beruft sich indes sinngemäss auf Art. 50 
Abs. 1 Bst. a AuG (Beschwerde S. 1 f.). – Es ist unbestritten, dass die Le-
bensgemeinschaft des Beschwerdeführers in der Schweiz länger als drei 
Jahre gedauert hat. In Frage steht aber, ob er sich erfolgreich in die hiesi-
gen Verhältnisse hat integrieren können. Nach Auffassung der Vorinstanz 
trifft dies nicht zu (angefochtener Entscheid E. 3d).

3.2.1 Eine erfolgreiche Integration im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
liegt vor, wenn die ausländische Person namentlich die rechtsstaatliche 
Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert, den Willen zur 
Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gespro-
chenen Landessprache bekundet und sich mit den Lebensbedingungen in 
der Schweiz auseinandersetzt (Art. 77 Abs. 4 VZAE; Art. 4 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und Aus-
länder [VIntA; SR 142.205]). Massgebend sind etwa die Dauer der Anwe-
senheit, die persönlichen Beziehungen zur Schweiz (insbesondere wenn 
Kinder vorhanden sind), die berufliche Situation, das persönliche Verhalten 
und die Sprachkenntnisse. Daneben sind weitere positive und negative 
Indikatoren für den Integrationsgrad zu beachten. Negativ ins Gewicht fal-
len etwa Schulden oder der Verstoss gegen grundlegende gesellschaftliche 
Werte. Positiv zu werten sind beispielsweise ein geordnetes Familienleben 
oder die soziale Teilhabe. Bei einer ausländischen Person, die in der 
Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanzi-
ell unabhängig war, sich korrekt verhält und die örtliche Sprache be-
herrscht, bedarf es deshalb ernsthafter Umstände, um eine erfolgreiche 
Integration zu verneinen. Geringfügige Strafen schliessen eine gelungene 
Integration nicht notwendigerweise aus. Umgekehrt ergibt sich aus dem 
Umstand, dass die ausländische Person sich strafrechtlich nichts zuschul-
den hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gewährleistet 
erscheint, für sich allein noch keine erfolgreiche Integration. Entscheidend 
ist letztlich eine Gesamtwürdigung der konkreten Umstände. Die zuständi-
gen Behörden verfügen dabei über einen grossen Ermessensspielraum 
(vgl. BGE 140 II 345 [BGer 2C_14/2014 vom 27.8.2014] nicht publ. E. 4.6.1 
[Pra 104/2015 Nr. 75]; BGer 2C_970/2016 vom 6.3.2017 E. 3.1 und 3.2, 
2C_283/2016 vom 23.12.2016 E. 4.2; VGE 2016/147 vom 2.6.2017 E. 3.2 
[noch nicht rechtskräftig], 2013/231 vom 11.8.2014 E. 4.2.1 [bestätigt durch 

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BGer 2C_795/2014 vom 30.3.2015]; Peter Uebersax, Einreise und Anwe-
senheit, in Uebersax et al. [Hrsg.], Handbücher für die Anwaltspraxis, Band 
VIII, Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 7.120).

3.2.2 Die Vorinstanz hat dargelegt, die Aufenthaltsdauer des Beschwer-
deführers sei praxisgemäss als nicht lang zu qualifizieren (angefochtener 
Entscheid E. 3d). Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich einwendet, 
er halte sich seit mehr als acht Jahren in der Schweiz auf (Beschwerde 
S. 2), verkennt er, dass er einerseits von Mai 2009 bis 2010 illegal hier ge-
wesen ist (vgl. vorne E. 2.1) und andererseits sein Aufenthalt seit dem 
23. September 2016 nur auf der aufschiebenden Wirkung der Rechtsmittel 
beruht. Es entspricht ständiger Praxis, jene Zeiten, in denen die Auslände-
rin bzw. der Ausländer illegal hier ist oder bloss vorläufig toleriert wird, nicht 
besonders zu gewichten (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.3 ff., 137 II 1 E. 4.3; 
BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2015/289 vom 22.6.2016 E. 5.4 [bestätigt 
durch BGer 2C_661/2016 vom 9.11.2016]). Der Aufenthalt des Beschwer-
deführers in der Schweiz ist damit jedenfalls nicht lang. Weiter hielt die 
POM fest, der Beschwerdeführer verfüge höchstens über elementare 
Deutschkenntnisse, auch wenn er nach der Einreise um den Erwerb der 
deutschen Sprache bemüht gewesen sei. Dies bestreitet der Beschwerde-
führer nicht; er bestätigt, er «spreche die deutsche Sprache nur gebro-
chen» (Beschwerde S. 1).

3.2.3 Sodann gelangte die POM zum Schluss, der Beschwerdeführer 
könne beruflich und wirtschaftlich nicht als integriert gelten. Ihm sei es nicht 
gelungen, auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Während seines 
fünfjährigen Aufenthalts sei er nur 13 Monate erwerbstätig gewesen und 
müsse seit November 2015 mit einem Unterbruch von sechs Monaten von 
der Sozialhilfe unterstützt werden (angefochtener Entscheid E. 3d). Der 
Beschwerdeführer bringt vor, er habe so viel gearbeitet, wie sich ihm, der 
über keine Ausbildung in der Schweiz verfüge, die Möglichkeit geboten 
habe (Beschwerde S. 1). Dies trifft wohl zwar zu, ändert aber nichts daran, 
dass er sich nicht vollumfänglich selbst erhalten kann, zumal viele Perso-
nen ohne schweizerische Ausbildung (auch im Niedriglohnbereich) hier er-
werbstätig sind. Überdies ist, wie die POM zu Recht bemerkt, weder aus 
den Akten ersichtlich noch hat der Beschwerdeführer dargelegt, was er 

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unternommen hat, um seine berufliche und wirtschaftliche Situation zu ver-
bessern. Das Total der Unterstützungsleistungen der öffentlichen Hand 
belief sich im April dieses Jahres auf über Fr. 20ʹ000.-- (vgl. vorne E. 2.3). 
Dass er eine Festanstellung konkret in Aussicht oder im Verlauf des ver-
waltungsgerichtlichen Verfahrens angetreten hätte, bringt er nicht vor. Nicht 
zu beanstanden ist weiter die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwer-
deführer sei erheblich verschuldet. Innert kurzer Zeit hat er Schulden von 
mehreren Zehntausend Franken angehäuft (vgl. vorne E. 2.3). Sein Vor-
bringen, er wolle seine Schulden auf ehrliche Art zurückzahlen und seine 
Lasten begleichen (Beschwerde S. 1 und 2), hilft ihm nicht. Auch vor Ver-
waltungsgericht hat er keinen Nachweis erbracht, wonach er die Schulden-
tilgung in Angriff genommen hätte. Mit der Vorinstanz ist daher zu schlies-
sen, dass er aufgrund seiner Situation aktuell nicht in der Lage ist, seine 
Schulden zu tilgen.

3.2.4 Des Weiteren hat die Vorinstanz erwogen, der Beschwerdeführer 
habe keine engen sozialen Beziehungen zur Schweiz, selbst wenn eine 
gewisse Vernetzung vorliege. Dies stelle jedoch keine besondere Integrati-
onsleistung dar, weshalb nicht auf intensive private Bindungen geschlossen 
werden könne, deren Abbruch bei einer Ausreise aus der Schweiz zu einer 
eigentlichen Entwurzelung führen würde. Zudem bestehe der Freundes-
kreis des Beschwerdeführers vorwiegend aus kosovarischen Landsleuten, 
was ebenfalls gegen dessen Integration spreche (angefochtener Entscheid 
E. 3d). Dem widerspricht der Beschwerdeführer nicht. Der blosse Hinweis, 
er lebe hier und er habe seine Kollegen sowie Freunde in der Schweiz (Be-
schwerde S. 1), vermag die Würdigung der POM, er sei sozial nicht beson-
ders integriert, nicht in Zweifel zu ziehen. Schliesslich ist der Beschwerde-
führer strafrechtlich in Erscheinung getreten (vgl. vorne E. 2.3).

3.2.5 Bei dieser Sachlage erweist sich die Einschätzung der POM, der 
Beschwerdeführer sei nicht erfolgreich integriert, nicht als rechtsfehlerhaft. 
Die Vorinstanz hat demnach einen Anspruch auf Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG zu Recht verneint.

3.3 Die Vorinstanz hat weiter das Vorliegen von wichtigen Gründen im 
Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG (sog. nachehelicher Härtefall) verneint 
(angefochtener Entscheid E. 4b).

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3.3.1 Der nacheheliche Härtefall setzt voraus, dass wichtige persönliche 
Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG den weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz erforderlich machen. Diese Bestimmung bezweckt die Vermei-
dung schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen Gemein-
schaft. Wichtige persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG 
namentlich vorliegen, wenn die ausländische Person Opfer ehelicher Ge-
walt wurde, die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder (alterna-
tiv oder kombiniert) die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark 
gefährdet erscheint (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 E. 5.3 
[Pra 99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger persönlicher 
Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben (vgl. 
BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.; s. auch BGE 141 II 169 
E. 5.2.2). Zu beachten bleibt indes, dass der Gesetzgeber für einen nach-
ehelichen Härtefall eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das 
Privat- und Familienleben der ausländischen Person voraussetzt (vgl. 
BGE 140 II 289 E. 3.6.1, 139 II 393 E. 6, 138 II 393 E. 3.1; BVR 2010 
S. 481 E. 5.1.3). Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden 
keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich der Anspruch 
auf weiteren Verbleib nicht begründen, wenn die erneute Integration im 
Herkunftsland keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1; 
BGer 2C_154/2016 vom 3.10.2016 E. 2.2; vgl. auch BGE 137 II 345 
E. 3.2.3).

3.3.2 Die POM hat erwogen, der Beschwerdeführer sei in der Schweiz 
nur unterdurchschnittlich integriert. Er kam erst im Alter von 26 Jahren in 
die Schweiz und habe nur kurze Zeit hier verbracht. Mit den Verhältnissen 
in Kosovo sei er nach wie vor gut vertraut, sein gesellschaftliches Leben in 
der Schweiz habe primär mit Landsleuten stattgefunden und er sei ferien-
halber mehrfach nach Kosovo gereist. Ihm sei es daher zumutbar, in sein 
Heimatland zurückzukehren (angefochtener Entscheid E. 4b). Dem setzt 
der Beschwerdeführer nichts Substantiiertes entgegen. Die Trennung von 
seinem Partner, der Tod seiner Stiefeltern im Jahr 2015 und der frühe Ver-
lust seiner leiblichen Eltern im Jugoslawienkrieg (Beschwerde S. 1) vermö-
gen für sich genommen noch keinen Härtefall zu begründen. Der Be-
schwerdeführer hat den Grossteil seines bisherigen Lebens in Kosovo ver-
bracht; er pflegt hauptsächlich Beziehungen zu kosovarischen Staatsange-

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hörigen (Akten EG Thun pag. 178) und reist regelmässig in seine Heimat 
(zuletzt vom 23.6.2017-15.7.2017), weshalb er mit den dortigen Verhält-
nissen weiterhin bestens vertraut sein dürfte (act. 10 und 10A; Akten POM 
pag. 21 ff.; Akten EG Thun pag. 172 ff., 223 ff.). In Kosovo hat er zumindest 
noch andere Verwandte; mit ihnen hat er die Weihnachtszeit 2016/17 ver-
bracht (vgl. Visumsgesuch 9.12.2016 für die Zeit vom 16.12.2016-
10.1.2017, Akten POM pag. 21). Die Feststellung der POM, eine Rückkehr 
in sein Heimatland sei zumutbar, ist folglich nicht zu beanstanden. Von be-
sonderen engen Bindungen zur Schweiz kann, angesichts der mangelnden 
Integration des Beschwerdeführers (vgl. vorne E. 3.2), ebenfalls nicht ge-
sprochen werden. Er sagt selber, er kenne die schweizerische Kultur nicht 
gut (vgl. Beschwerde S. 1).

3.3.3 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
wichtige persönliche Gründe im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 
AuG verneint hat.

3.4 Weitere Gründe, die ein Aufenthaltsrecht vermitteln könnten, sind 
weder geltend gemacht noch ersichtlich. Die Vorinstanz hat somit einen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Verlängerung seines Aufenthalts in 
der Schweiz zu Recht verneint.

4.

Die Vorinstanz hat auch eine ermessensweise Bewilligungsverlängerung 
verweigert (angefochtener Entscheid E. 5). Dass die Verweigerung der Er-
messensbewilligung rechtsfehlerhaft wäre, wird vom Beschwerdeführer 
nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Die POM hat die kon-
kreten Umstände des Einzelfalls gewürdigt und zutreffend festgehalten, 
weder die Aufenthaltsdauer noch der Grad der dabei erlangten Integration 
würden für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz sprechen. Zudem 
handle es sich beim Beschwerdeführer nicht um eine qualifizierte Arbeits-
kraft, weshalb aus wirtschaftlicher und arbeitsmarktrechtlicher Hinsicht 
keine gewichtigen Gründe für eine Bewilligungsverlängerung sprächen. 
Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer nach wie vor mit seiner Heimat 

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vertraut und sind seine Rückkehr- und Integrationsmöglichkeiten intakt. Vor 
diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz im Licht der massgebenden ber-
nischen Verwaltungsjustizpraxis zulässigerweise schliessen, dass die öf-
fentlichen Interessen an der Durchsetzung der im AuG vorgezeichneten 
restriktiven Migrationspolitik die privaten Interessen an einem Verbleib des 
Beschwerdeführers in der Schweiz überwiegen (vgl. BVR 2015 S. 105 
E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3 f.).

5.

Die Beschwerde erweist sich nach dem Erwogenen als offensichtlich unbe-
gründet und ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche 
Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1]). 

Da die vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisge-
mäss eine neue festzulegen.

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer kostenpflichtig; entschädigungspflichtige Parteikosten sind 
keine angefallen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 
VRPG). Der Beschwerdeführer hat indes für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.

6.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess 
ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, 
das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 

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sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; 
BGE 142 III 138 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum ber-
nischen VRPG, 1997, Art. 111 N. 12).

6.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache von vorn-
herein als aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Entscheid unter zutreffender Wiedergabe der massgeblichen 
Praxis einlässlich begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Mass-
nahme rechtmässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im oberinstanzlichen Verfahren berücksichtigt werden (vgl. 
BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Dagegen bringt der Beschwerde-
führer nichts Substantiiertes vor. Wie bereits vor der POM verweist er ein-
zig darauf, dass die Trennung überraschend für ihn war, Kollegen und 
Freunde hier lebten und er in Kosovo keine Existenz habe, ohne sich je-
doch mit den vorinstanzlichen Erwägungen zur Integration oder dem nach-
ehelichen Härtefall in einer Weise auseinanderzusetzen, welche die strittige 
Massnahme rechtlich in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte. Bei 
dieser Sachlage kann nicht gesagt werden, dass im Zeitpunkt der Ge-
suchseinreichung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren sich die Gewinn- 
und Verlustaussichten ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfü-
gig kleiner waren als diese. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist 
daher abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

6.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im En-
dentscheid befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb keine Gele-
genheit hatte, sein Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens zu-
rückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 
im Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 
S. 437 E. 7.9).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.08.2017, Nr. 100.2017.74U, 
Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 15. September 2017.

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-
wiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Thun
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die 
Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.08.2017, Nr. 100.2017.74U, 
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