# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e0923e8-a86e-5b01-b620-632414f943c8
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-30
**Language:** de
**Title:** Rentenberechnung
**Docket/Reference:** IV.2014.00875
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00875.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00875
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiberin Bachmann
Urteil
vom
30. Oktober 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
v
ertreten durch Y.___
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom 2
2.
Juli 2014 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
X.___
mit Wirkung ab 1. September 2012 eine ganze Rente der Invali
denversicherung in Höhe von
monatlich
Fr.
1‘160.
--
zu
(ab 1. Januar 2013: 1‘170.
--
pro Monat; vgl.
Urk.
2
).
2.
Dagegen lässt
X.___
, vertreten durch ihren Vater
Y.___
, hierorts mit Eingabe vom 6.
September 2014 Beschwerde erheben und sinngemäss die Ausrichtung einer
betraglich
höheren Invalidenr
ente beantragen (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
13.
Oktober 2014
beantragt die IV-Stelle die
Abwei
sung der Beschwerde (Urk.
7).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Zwischen den Parteien
ist
unstreitig, dass die Beschwerdeführerin
, welche
im Jahr 2011
an einer
katatonen
Schizophrenie
erkrankte
,
ab
1.
September 2012
Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Streitig und zu prüfen ist hingegen die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Rente
betraglich
zutreffend
festgesetzt
hat. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, dass
der Rentenberechnung
gemäss
der angefochtenen Verfügung
ein zu tiefes massge
bendes durchschnittliches
Jahreseinkommen (in Höhe von Fr. 5‘616.--)
zu
grunde liege.
Dieses sei
auf der Grundlage eines Jahreseinkommens als Juristin mit einem Bachelor Abschluss in Rechtswissenschaften
zu bemessen
(
Urk.
1).
2.
2.1
Gemäss Art. 36
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 32
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) sind für die Berechnung der ordentlichen Invalidenrenten die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG)
un
d
dessen Ausführungs
bestimmungen
, namentlich Art. 50-53
bis
AHVV,
sinngemäss anwendbar.
2.2
Nach Art. 29
bis
Abs.
1 AHVG werden für die Rentenberechnung Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der
renten
berechtigten
Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Alters
jahres und dem 31. Dezember vor E
intritt des Versicherungsfalles
berücksich
tigt. Die Rente wird nach Massgabe des durchschnittlichen Jahreseinkommens berechnet, welches sich aus den Erwerbseinkommen, den
Erziehungsgutschrif
ten
und den Betreuungsgutschriften zusammensetzt (Art. 29
quater
AHVG).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin
ist
1987
geboren und
studierte
von
Septem
ber
2007 bis
Mai
2011
an der Universität
Z.___
Jura bi
s zum Abschluss Bachelor
of
Law
(Urk. 8/4
)
. Alsdann
war sie
von September 2012 bis Januar 2014
an der
A.___
als Studentin der Architektur eingeschrieben
(Urk.
1, vgl
.
auch Urk
.
3/3
).
Weiter ist aus
den Akten
ersichtlich, dass
die Beschwerdeführerin
seit
dem Jahr
2005 in geringem Umfang verschiedenen Erwerbstätigkeiten nachging und bei der AHV teilweise auch Beiträge
als Nichterwerbstätige
ge
leis
tet hat
(
IK-Auszug
, Urk. 8/8
)
.
3.2
Wenn die Beschwerdeführerin geltend machen lässt, bei der Berechnung der ihr zugesprochenen
ganzen
Invalidenrente sei das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen
aufgrund
de
s
Verdienst
es
zu
bestimmen
, welchen
sie
als Ju
ristin mit einem Bachelor Abschluss
erziel
en würde
,
kann ihr nicht gefolgt wer
den. Sie
verkennt, dass
bei der Rentenberechnung
– anders als
im Rahmen der Invaliditätsbemessung
bei der Ermittlung des
Valideneinkommen
s
– nicht auf
das
im Gesundheitsfall
hypothetisch erzielbare Erwerbseinkommen
abzustellen ist.
Vielmehr richtet sich
die Berechnung
d
er
Höhe der
Invalidenrente
n
ach AHV
-
rechtlichen Grundsätzen
, weshalb
vorliegend
für das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen
entscheidend
ist
,
auf
welchen
Erwerbsein
kommen
die Beschwerdeführerin
bei der AHV
Beiträge geleistet hat
(vgl. E. 2
hievor
)
;
weshalb
bei der (kinderlosen) Beschwerdeführerin Erziehungs- oder
Be
treuungsgutschriften
anzurechnen wären, ist nicht ersichtlich
.
3.3
Die
Beschwerdeführerin
war
im
für die Rentenberechnung
massgeblichen Zeit
raum (
zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres
[1. Januar 2008]
und dem 31. Dezember vor E
intritt des Versicherungsfalles
[31. Dezember 2011]
)
hauptsächlich Studentin
.
Gleichzeitig
hat sie in den fraglichen Jahren
teilweise
E
rwerbse
inkünfte erzielt
(vgl. wiederum IK-Auszug
Urk.
8/8
)
.
W
ie er
wähnt,
bilden
daher
diese Einkommen
(zusammen mit den auf Einkommen um
gerechneten Nichte
r
werbstätigenbeiträge
n gemäss Art. 29
quinquies
Abs.
2
AHVG
)
die
Grundlage für die Berechnung
der Invalidenrente
, weshalb die Verwaltung zu Recht nicht auf ein hypothetisches Einkommen abgestellt hat.
Dass d
as
(ausschliesslich
) beanstandete
massgebende
durchschnittliche
Jahrese
inkommen
nicht höher ausfällt
(
und deutlich
unter dem
W
ert
von
Fr. 13‘920.
— [
im Jahr 2011/12 bzw.
Fr.
14‘040.-- im Jahr 2013
]
liegt
,
bis zu welchem
massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen
Anspruch
auf
die vorliegend verfügte mi
nimale
ganze Vollr
ente besteht
; vgl. Rententabellen 2011
und 2013
des Bun
desamtes für Sozialversicherungen BSV,
jeweils
S.
18)
,
ist darauf zurückzufüh
ren, dass die
Beschwerdeführerin
- da hauptsächlich Studentin -
im massgeben
den Zeitraum
nur geringfügige jährliche
Erwerbsein
k
ommen
erzielt
hat
.
Dass
alsdann
die
Rentenberechnung aus anderen Gründen im Ergebnis
unzutreffend sein könnte
,
ist
zudem
aufgrund der Akten nicht ersichtlich und wird auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Namentlich hat die Verwaltung der Beschwerdeführerin eine vollständige Beitragsdauer angerechnet und dem
gemäss eine Vollrente zugesprochen, was nach Lage der Akten zutreffend und nicht zu beanstanden ist.
3.4
Zusammenfassend
vermögen die Vorbringen in der Beschwerde die Richtigkeit der errechneten
Rente
nicht in Frage zu stellen und ergeben sich auch aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte
dar
auf
, dass diese
im Ergebnis unrichtig wäre
, weshalb die
Beschwerde abzuweisen
ist.
Anzumerken ist, dass die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin
vom 13.
Oktober 2014 (
Urk.
7) an der Sache vorbei
geht
, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist
.
4.
Da es um
Bewilligung oder Verweigerung von IV
-Leistungen geht, ist das Verfah
ren kostenpflichtig
(Art. 69
Abs.
1
bis
IVG)
.
Die Kosten
sind
vorliegend auf Fr.
200.
--
zu bemessen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
200
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Y.___
, unter Beilage des Doppels von
Urk.
7
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubBachmann