# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d47c6536-86b3-5cce-a997-a1b6b637ec5d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.05.2022 725 21 303 / 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-303---108_2022-05-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 12. Mai 2022 (725 21 303 / 108) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und 
den im Vordergrund stehenden psychischen Beschwerden (sogenannte Psycho-Praxis) 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber i.V. Egzon Rexhaj 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
Birsigstrasse 34, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1978 geborene A.____ war bei der B.____ AG als Bodenleger angestellt und auf-
grund dieses Anstellungsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 8. August 2019 erlitt 
er in X.____ auf der Rückfahrt in die Schweiz als schlafender Beifahrer einen Autounfall. Sein 
Bruder fuhr auf der Autobahn mit 130 km/h einem Lieferwagen auf. Hierbei erlitt A.____ eine 
Distorsion der Halswirbelsäule (HWS-Distorsion), eine nicht dislozierte Querfraktur des Corpus 

 

 
 
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sterni, eine Knochenfissur der 2. Rippe links, eine Schulterkontusion links sowie eine Hüftkontu-
sion links. Zu den somatischen Beschwerden kamen psychische Unfallfolgen im Sinne einer 
akuten Belastungsreaktion mit in der Folge Anteilen einer posttraumatischen Belastungsstörung 
hinzu. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Ge-
stützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen vom 15. April 2020 und vom 24. November 2020 teilte 
die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. April 2021 mit, dass die noch bestehenden 
Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien und der Status quo sine erreicht worden sei. Des-
halb werde der Fall per 9. Mai 2021 abgeschlossen und die Versicherungsleistungen würden ab 
diesem Zeitpunkt eingestellt. Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid 
vom 14. September 2021 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Ste-
phan Bläsi, am 23. September 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Beschwerdegegnerin sei un-
ter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 14. September 2021 zu verpflichten, ihm über den 
9. Mai 2021 die gesetzlichen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Ferner sei ihm die 
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. 
 
C. Die Suva schloss mit Vernehmlassung vom 12. November 2021 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 12. Mai 2022 bewilligte das Kantonsgericht dem Versicherten die 
unentgeltliche Verbeiständung mit Stephan Bläsi als Rechtsvertreter. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erho-
bene – Beschwerde vom 23. September 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 9. Mai 2021 hinaus Anspruch auf 
Leistungen der Unfallversicherung hat. 

 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 
Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen 
Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge 
des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist.  
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
2.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen dem ver-
sicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden auch ein adäquater Kausalzusammen-
hang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Er-
folges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der 
erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechts-
frage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist 
(BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
2.5 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 111 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Liegen keine organisch (hinrei-
chend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfol-
gen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit 

 

 
 
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Hinweisen): Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, einen äqui-
valenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen 
eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge 
das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so 
ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 
ff. modifizierten Grundsätze zu prüfen (sog. Schleudertrauma-Praxis). Liegt kein Unfall mit einem 
Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach 
einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanz-
beurteilung der psychischen Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickel-
ten Kriterien (sog. Psycho-Praxis) zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen 
mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung 
zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 
V 367 E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychi-
scher Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körper-
lichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 
6c/aa).  
 
3.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte (Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person, Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen schädi-
gendem Ereignis und gesundheitlicher Störung) bedarf es verlässlicher medizinischer Entschei-
dungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversi-
cherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie 
alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweis-
mittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 
351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob die-
ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
3.2 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hinweisen; 
vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). 
 

 

 
 
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3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen und Ärzten darf und soll gemäss 
Bundesgericht der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hin-
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati-
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 
 
3.4 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt ebenfalls nicht 
derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge 
Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
4. Der strittigen Angelegenheit liegen im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten ärzt-
lichen Unterlagen zu Grunde: 
 
4.1 Dem Austrittsbericht des Spitals D.____ vom 10. August 2019 lässt sich entnehmen, 
dass der Versicherte beim Autounfall eine HWS-Distorsion zweiten Grades, eine Hüftkontusion 
links sowie eine Rippenkontusion links erlitten hat. Die Röntgenbilder der Hüfte und der Rippen 
seien unauffällig gewesen. Die craniale Computertomographie (CT) habe eine Fraktur der Hals-
wirbelkörper ausschliessen können und sei unauffällig gewesen. 
 
4.2 Im Rahmen eines von Dr. med. E.____, FMH Radiologie, am 26. August 2019 durchge-
führten CT des Sternums wurde eine nicht dislozierte Querfraktur des Corpus sterni im kranialen 
Anteil festgestellt. Im Bereich der Fraktur sei es zur einer geringen Knochenresorption ohne Nach-
weis einer Kallusbildung gekommen. Die übrigen ossären Strukturen von Corpus und Manubrium 
sterni sowie die angrenzenden Rippen seien unauffällig gewesen. 
 
4.3 Im Bericht der Magnetresonanztomographie (MRT) des Hüftgelenks links vom 24. Sep-
tember 2019 hielt Dr. med. F.____, FMH Radiologie, fest, dass man auf den MRT-Bildern eine 
unauffällige Darstellung des knöchernen Beckenrings und der Hüfte links ohne Kontusionszonen 
oder okkulte Frakturen vorgefunden habe. Der Gelenksknorpel im Hüftgelenk linksseitig zeige 
sich zudem regelrecht und das Labrum zeige keine relevanten Einrisse. Ferner würden Ergüsse 
oder posttraumatische Alterationen fehlen. 
 
4.4 Am 15. Oktober 2019 erfolgte eine MRT-Untersuchung der Halswirbelsäule. Im entspre-
chenden Bericht vom gleichen Tag führte Dr. med. G.____, Fachärztin der Radiologie, aus, dass 
man keinen Nachweis ossärer Traumafolgen gefunden habe. Ferner lägen keine höhergradigen 
spinalen oder neuroforaminalen Stenosen vor. Jedoch hätten sich multisegmentale breitbasige 
Diskusprotusionen mit leichter diskogener Enge des Neuroforamens im Segment HWK 5/6 links 
und Kontakt zur C6-Wurzel links gezeigt. 
 
4.5 Dem MRT-Bericht der Brust- und Lendenwirbelsäule von Dr. med. H.____, FMH Radio-
logie und Nuklearmedizin, vom 1. November 2019 lässt sich entnehmen, dass die Querfraktur 

 

 
 
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des Corpus sterni zwischenzeitlich verheilt sei. Es habe sich jedoch eine Knochenfissur im poste-
rioren Anteil der linken 2. Rippe gezeigt. Ferner seien leichte Diskopathien auf Höhe Brustwirbel-
körper 7/8 und deutliche Diskopathien auf Höhe Lendenwirbelkörper 4/5 sowie LWK 5/SWK 1 
sichtbar gewesen. Auf Höhe LWK 5/ SWK 1 sei zudem ein Knochenmarksödem der Grenzplatten 
auf der rechten Seite im Sinne einer Modik-1-Osteochondrose sichtbar gewesen. Frakturen an 
der Wirbelsäule habe es keine gegeben. 
 
4.6 Gemäss MRT-Bericht des Schultergelenks links von Dr. med. I.____, FMH Radiologie, 
vom 19. November 2019 seien bei degenerativen Veränderungen des AC-Gelenks und begin-
nender Impingement-Konstellation auf der bisher noch unauffälligen Supraspinatusmuskulatur 
keine erkennbaren posttraumatischen Veränderungen auszumachen gewesen. 
 
4.7 Dr. med. J.____, FMH Neurologie, äusserte sich am 9. Dezember 2019 dahingehend, 
dass als Folge des Unfalls beim Patienten weiterhin persistierende Kopfschmerzen bestünden 
(chronischer Spannungskopfschmerz). Derartige Kopfschmerzen könnten nach HWS-
Distorsionen längere Zeit anhalten. Die Intensität und die Frequenz bilde sich im Allgemeinen 
aber im Laufe der Zeit zurück. Daneben bestehe noch eine chronische Zervikalgie mit Ausstrah-
lung zur linken Schulter. Jedoch würden sich weder anamnestisch noch klinisch Hinweise für ein 
radikuläres Geschehen finden lassen. Die Kribbelparästhesien im Bereich des linken Armes wür-
den einem neurogenen Thoracic outlet-Syndrom entsprechen. Im MRT der Halswirbelsäule seien 
jedenfalls keine Wurzelkompressionen nachweisbar. Daneben bestünden noch intermittierende 
Lumbalgien sowie Schmerzen des lumbo-thorakalen Übergangs. Die Hüftschmerzen seien auch 
dem lumbalen Bereich zuzuordnen, wobei die Ursache am ehesten eine traumatisierte Spon-
dylarthrose bei degenerativen Veränderungen der unteren beiden lumbalen Etagen sei. Auch hier 
würden sich weder anamnestisch noch klinisch, aber auch nicht kernspintomographisch Hinweise 
für eine radikuläre Symptomatik finden lassen. Daneben bestehe wahrscheinlich auch eine post-
traumatische Belastungsstörung, wobei bereits eine psychotherapeutische Behandlung erfolge. 
Hinsichtlich der beklagten leichten kognitiven Störungen empfehle er, den Verlauf abzuwarten. 
Die Prognose sei als gut zu bezeichnen. 
 
4.8 Dr. med. K.____, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, gab im Arztbericht vom 19. 
Dezember 2019 als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom 
(F32.11) und einen Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) an. Der Ver-
sicherte leide unter Schlafstörungen, Albträumen und unter deutlichen Konzentrationsstörungen. 
Er habe grosse Angst um seine Kinder, fühle sich seit dem Unfall äusserst verletzlich und denke 
viel über den Tod nach. Er zeige sich sehr emotional, sehr belastet und verzweifelt bei der Vor-
stellung, was ihnen allen hätte passieren können. Gemäss Schilderung des Versicherten habe 
es beim Unfall einen Moment gegeben, wo er und seine Frau versucht hätten, die achtjährige 
Tochter aufzuwecken und dabei schreckliche Panik gehabt hätten, dass diese gestorben sein 
könnte. Dieser Zustand habe ungefähr eine Minute lang angedauert und sei nahezu unerträglich 
für ihn gewesen. Ferner habe er auch ein schlechtes Gewissen, weil er aktuell nicht arbeite und 
seine Frau ganz alleine den Haushalt führe und die Kinder versorge. Letztlich habe er noch die 
Angst, dass seine Schmerzen in Arm, Brust und Hüfte nie mehr verschwinden könnten. 
 

 

 
 
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4.9 Dem Austrittsbericht der Klinik L.____ vom 3. Januar 2020 lässt sich entnehmen, dass 
beim Austritt weiterhin eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule (end-
gradig), linksbetonte Schulter- und Nackenbeschwerden mit Spannungskopfschmerz, bewe-
gungsabhängige Schulterschmerzen links und iliosakrale Beschwerden linksseitig bestanden 
hätten. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet wor-
den, welche teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen sei. Das Ausmass der de-
monstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen 
Befunden der klinischen und bildgebenden Untersuchungen sowie den erhobenen somatischen 
Diagnosen nur ungenügend erklären. Der Versicherte habe ein auffälliges 
Schmerz- und Leistungsverhalten gezeigt und die Beobachtungen bei den Leistungstests 
hätten auf eine erhebliche Symptomausweitung hingewiesen. Die festgestellte psychische Stö-
rung begründe aktuell keine arbeitsrelevante Leistungsminderung. Aufgrund des wiederholten 
Hantierens von schweren Lasten sei die angestammte Tätigkeit momentan nicht zumutbar, je-
doch stehe mittel- bis langfristig einer Rückkehr nichts im Wege, zumal von keinerlei verletzungs-
bedingten Dauerfolgen auszugehen sei. Leichte bis mittelschwere Arbeiten seien schon jetzt 
ganztags möglich (spezielle Einschränkung: keine länger andauernden Tätigkeiten über Brust-
höhe). 
 
4.10 Dr. med. M.____, FMH Anästhesiologie, hielt im Arztbericht vom 27. Januar 2020 als 
Diagnosen fest: einen Status nach Auffahrunfall bei hoher Geschwindigkeit (130 km/h), eine Kno-
chenfissur der 2. Rippe links, eine Bandscheibenprotrusion links auf Höhe C5/6 mit möglicher 
Radikulopathie, eine Bandscheibendegeneration auf Höhe L4/5 und L5/S1 mit breitbasiger Band-
scheibenprotrusion und mässiger Ligamentum flavum Hyperplasie (dadurch Möglichkeit der Be-
drängung der Wurzel L4-S1 beidseits im Angulus), multiple Kontusionen, Schmerzen im linken 
Schultergürtel (AC-Gelenksarthrose und Einschränkung des Raumes für die Supraspinatussehne 
ohne Läsion) sowie einen okzipitalen Kopfschmerz links. In psychiatrischer Hinsicht stelle sich 
die Frage, ob eine posttraumatische Belastungsstörung, eine chronische Depression oder eine 
akute Depression vorliege, welche eine entsprechende Einschränkung der Belastbarkeit bewir-
ken würden. Hinsichtlich der Therapie hielt er fest, dass der psychologische Bereich wahrschein-
lich deutlich zu berücksichtigen sei. 
 
4.11 Der Kreisarzt Dr. med. N.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, verfasste am 15. April 
2020 eine versicherungsmedizinische Beurteilung des Falles. Darin führte er in Bezug auf die 
somatischen Beschwerden aus, dass in der Bildgebung von Schädel, Hals-, Brust- und Lenden-
wirbelsäule, Thorax, Becken links, Schulter links und Hüfte links als einzige strukturelle unfallkau-
sale Läsionen eine Corpus sterni Fraktur und eine Fissur der 2. Rippe links sichtbar geworden 
sei. Die Fraktur des Corpus sterni sei gemäss MRT-Bericht vom 1. November 2019 zwischen-
zeitlich verheilt. Aber auch die Fissur sei gemäss Dr. Müller mittlerweile verheilt, sodass bei den 
strukturellen Unfallfolgen keine namhafte Verbesserung durch eine weitere Behandlung zu er-
warten sei. Was die Schulter-, Rücken- und Hüftbeschwerden (allesamt links) anbelange, so sei 
es lediglich zu Kontusionen bzw. zu einer Distorsion gekommen. Ohne Nachweis von unfallkau-
salen strukturellen Läsionen seien solche Verletzungen nach zwei bis drei Monaten als folgenlos 
verheilt zu qualifizieren. 
 

 

 
 
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4.12 Im Austrittsbericht der Klinik O.____ vom 25. September 2020 wurden von Dr. med. 
P.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, folgende Diagnosen festgehalten: Anpassungsstörung 
mit Angst und depressiver Reaktion nach Unfallereignis vom 8. August 2019 (ICD-10 F43.28), 
akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73), chronische Insomnie, mittelschweres (in Rücken-
lage schweres) obstruktives Schlafapnoesyndrom, Vitamin B12-Mangel, Status nach Operation 
der Glandula parotis rechts vor 25 Jahren, mikrozytäre hypochrome Anämie unklarer Ätiologie 
und ein Status nach Hochgeschwindigkeits-Auffahrunfall am 8. August 2019. Insgesamt sei es 
während des Aufenthaltes zu einer Besserung der psychischen Gesundheit gekommen. Der Pa-
tient habe während des Aufenthalts über Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen berichtet. 
Klinisch hätten sich im Rücken und in der Schulter keine funktionellen Einschränkungen gezeigt. 
Muskelaufbautraining sowie Anspannungsmassnahmen inklusive Massagen hätten zu einer Bes-
serung der Nackenbeschwerden geführt. 
 
4.13 In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 24. November 2020 schrieb Dr. med. Q.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, dass die psychische Problematik mit Symptomen einer 
posttraumatischen Belastungsstörung von Beginn an bestanden habe. Jedoch habe zuerst die 
somatische Situation diagnostisch geklärt werden müssen. Ein Überwiegen der psychischen Be-
schwerden über die somatischen lasse sich ab Ende Januar 2020 festhalten. Im Arztbericht von 
Dr. M.____ vom 27. Januar 2020 halte dieser fest, dass der psychologische Bereich bei den 
Unfallfolgen wahrscheinlich deutlich zu berücksichtigen sei. Gemäss Dr. Q.____ sei eine eigen-
ständige sekundäre psychische Störung zu verneinen. Zwar zeige die gesamte psychische 
Symptomatik eine somatoforme Komponente, aber diese könne psychiatrisch-diagnostisch nicht 
als anhaltende somatoforme Schmerzstörung qualifiziert werden. Auch der Austrittsbericht der 
Klinik O.____ vom 25. September 2020 lasse keinen anderen Schluss zu. So werde darin fest-
gehalten, dass die psychische Gesamtsymptomatik rückläufig gewesen sei. Im Weiteren werde 
nachvollziehbar keine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, wohl aber eine affek-
tive Störung (Depressivität) beschrieben, wie auch eine somatoforme Komponente. Es bleibe zu 
erwähnen, dass ein obsruktives Schlafapnoesyndrom auch psychische Folgen wie Depressivität 
nach sich ziehen oder solche verstärken könne. Die von der Klinik O.____ diagnostizierte psychi-
sche Restsymptomatik in Form einer Anpassungsstörung habe aus psychiatrischer Sicht keinen 
relevanten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Damit sei im Kontext des UVG keine relevante 
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 
 
4.14 Der behandelnde Psychotherapeut R.____ diagnostizierte im Bericht vom 18. Juni 2021 
eine posttraumatische Belastungsstörung. Bereits Dr. K.____ habe eine mittelgradige depressive 
Episode diagnostiziert. Seiner Ansicht nach sei ein klarer kausaler Zusammenhang zwischen 
diesen Beschwerden und dem Unfall gegeben. Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der psychischen 
Störung als sehr gering zu bezeichnen. 
 

5. Die Suva stützte sich bei der Beurteilung der umstrittenen medizinischen Fragen in ers-
ter Linie auf die Beurteilungen ihrer Kreisärzte Dr. Q.____ vom 24. November 2020 und 
Dr. N.____ vom 15. April 2020. Wie in Erwägung 3.4 hiervor ausgeführt, sind an versicherungs-
interne Beurteilungen wie die vorliegenden kreisärztlichen Stellungnahmen strenge Anforderun-

 

 
 
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gen zu stellen und bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche Zweifel liegen indessen nicht vor. Die kreisärztli-
chen Beurteilungen sind schlüssig und nachvollziehbar, stimmen grösstenteils mit den übrigen 
bei den Akten liegenden medizinischen Einschätzungen überein und vermögen in Bezug auf die 
strittigen Fragen zu überzeugen. 
 
6.1 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu verste-
hen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 
der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Trifft dies 
nicht mehr zu und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorüberge-
henden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder 
eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen, 134 V 109 
E. 4.1). 
 
6.2 Die Suva ging per 9. Mai 2021 davon aus, dass von einer weiteren Behandlung der 
Unfallfolgen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Dies 
ist nicht zu beanstanden. Dr. N.____ legt in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 15. April 2020 
schlüssig dar, weshalb aus somatischer unfallkausaler Sicht von einem Endzustand auszugehen 
ist. Die strukturellen unfallkausalen Läsionen und Kontusionen sind verheilt. Was die Beschwer-
den in der Lumbalregion betrifft, so sind diese als degenerativ bedingt zu bezeichnen. Der Kreis-
arzt Dr. N.____ kam schliesslich zum Schluss, dass eine weiterführende Behandlung den Ge-
sundheitszustand nicht verbessern könnte. Überdies ist festzustellen, dass aus somatischer Sicht 
in einer leidensangepassten Tätigkeit seit 3. Januar 2020 keine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit mehr besteht. Dass die Suva den Fall per 9. Mai 2021 in Prüfung der Adäquanz abschloss, 
ist nach der medizinischen Aktenlage folglich nicht zu beanstanden.  
 
7.1 In Bezug auf die vom Beschwerdeführer weiterhin beklagten Beeinträchtigungen ver-
neinte die Beschwerdegegnerin einen Kausalzusammenhang. Aufgrund des bildgebenden Ma-
terials und der ärztlichen Berichte ist davon auszugehen, dass organisch ausgewiesene struktu-
relle Unfallfolgen lediglich am Corpus sterni und an der 2. Rippe links ausgewiesen sind. Weder 
im bildgebenden Material der Schulter noch in demjenigen der Hüfte und des Rückens lassen 
sich, abgesehen von Kontusionen (welche innerhalb von zwei bis drei Monaten als geheilt gelten), 
strukturelle unfallkausale Beeinträchtigungen finden. Gegenteiliges wird denn auch von den be-
handelnden Ärzten nicht behauptet. Bezüglich der Querfraktur des Corpus sterni ist zu bemerken, 
dass diese seit dem MRT-Bericht von Dr. H.____ vom 1. November 2019 als konsolidiert gilt. 
Aber auch die Fissur der 2. Rippe links gilt gemäss schlüssiger und nachvollziehbarer kreisärzt-
licher Beurteilung von Dr. N.____ vom 15. April 2020 als ausgeheilt. Im Weiteren sind die Be-
schwerden an der Lendenwirbelsäule offensichtlich degenerativer Natur. Dies lässt sich dem 
MRT-Bericht von Dr. H.____ vom 1. November 2019 sowie dem Arztbericht von Dr. M.____ vom 
27. Januar 2020 entnehmen. Die Beschwerden an der Halswirbelsäule werden im Rahmen der 

 

 
 
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Adäquanzprüfung zu beurteilen sein. Dem Gesagten entsprechend geht hervor, dass beim Ver-
sicherten im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 9. Mai 2021 keine somatischen Unfallfolgen 
mehr bestanden.  
 
7.2 Der Beschwerdeführer hat anlässlich des Unfalls vom 8. August 2019 unbestrittener-
massen eine HWS-Distorsion erlitten und die entsprechenden typischen Beschwerden beklagt. 
Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung standen jedoch nicht mehr HWS-distorsionstypische Be-
schwerden im Vordergrund, sondern eine psychische Problematik. Dabei ist nicht ausschlagge-
bend, ob eine posttraumatische Belastungsstörung vorlag. Vorliegend ist eindeutig, dass die psy-
chische Problematik schon bald nach dem Unfall eine vorherrschende Rolle einnahm und auch 
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung zentral war. Schon wenige Monate nach dem Unfall schrieb 
der behandelnde Arzt Dr. M.____ in seinem medizinischen Bericht vom 27. Januar 2020, dass 
der psychische Bereich bei den Unfallfolgen wahrscheinlich deutlich zu berücksichtigen sei. Dies 
wird denn auch in der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. Q.____ vom 24. November 2020 bestä-
tigt. Bei dieser Ausgangslage ist eine Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis des Bundesge-
richts vorzunehmen (vgl. dazu E. 2.5). 
 
7.3 Danach setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un-
fallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall vo-
raus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbs-
unfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 
E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wo-
bei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung der Unfälle in drei 
Gruppen zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle ander-
seits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6). Während 
bei leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne wei-
teres verneint werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter 
Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher 
Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adä-
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu 
bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. 
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein 
adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantwor-
ten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 
Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamt-
würdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 
115 V 133 E. 6c/aa) zu nennen: 
 

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
 die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-

rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

 

 
 
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 körperliche Dauerschmerzen; 
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 
 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erfor-
derlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als 
Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. 
Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen 
mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um ei-
nen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen 
ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise 
erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalls zusammen 
mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusam-
menhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicher-
weise die psychische Fehlreaktion mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb). 
 
7.4  Im angefochtenen Einspracheentscheid gelangte die Beschwerdegegnerin zur Auffas-
sung, dass vorliegend von einem mittelschweren Unfallereignis auszugehen ist. Sie liess dabei 
offen, ob es den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen oder den 
mittelschweren Unfällen im eigentlichen Sinn zuzuordnen ist, weil die Adäquanzkriterien ohnehin 
alle verneint wurden. Gestützt auf die aktenkundigen Angaben ist dem Unfall eine gewisse Hef-
tigkeit nicht abzusprechen. Der Unfall hat im rollenden Verkehr auf der Autobahn bei hoher Ge-
schwindigkeit stattgefunden. Ferner sind auf den Fotoaufnahmen der Unfallfahrzeuge erhebliche 
Schäden ersichtlich. Auch der Airbag des Beifahrers wurde ausgelöst. Es fehlt jedoch eine Un-
fallanalyse und somit auch der Wert der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-
v). Ob eine Zuordnung im mittleren Bereich im eigentlichen Sinn möglich wäre, kann infolge der 
nachfolgenden Erwägungen aber offen gelassen werden. 
 
7.4.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderer Eindrück-
lichkeit des Unfalls kann nach Auffassung des Kantonsgerichts nicht bejaht werden. Dem Unfall 
ist angesichts der Umstände durchaus eine gewisse Schwere gegeben. So befanden sich noch 
weitere Familienangehörige (Bruder, Frau und drei Töchter) während des Unfalles im Auto, die 
sich ebenfalls Verletzungen zugezogen haben. Ferner gab es einen Moment, wo der Versicherte 
Todesangst um seine achtjährige bewusstlose Tochter hatte, was die Gefühlswelt betreffend si-
cherlich als ein intensives Erlebnis zu qualifizieren ist. Zu beachten ist dabei allerdings, dass ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine alleinige allfällige Todesangst um Familienange-
hörige nicht ausreicht, um dieses Kriterium zu bejahen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. 
August 2019 8C_212/2019 E. 4.3.3). Zudem ist den meisten mittelschweren Unfällen eine ge-
wisse Eindrücklichkeit eigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008 8C_39/2008 

 

 
 
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E. 5.2). Auch wenn eine gewisse Eindrücklichkeit vorliegt, kann das Kriterium der besonderen 
Eindrücklichkeit vorliegend nicht bejaht werden.  
 
7.4.2 Ebenfalls zu verneinen ist das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlit-
tenen Verletzungen. Beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verlet-
zungen ist insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 
auszulösen, zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2012 
8C_435/2011 E. 4.2.7). Neben einer HWS-Distorsion erlitt der Versicherte Kontusionen (an 
Schulter und Hüfte), eine Corpus sterni Fraktur sowie eine Knochenfissur in der 2. Rippe links. 
Die Brüche wurden konservativ behandelt und galten schon bald nach dem Unfall als konsolidiert. 
Auch die Kontusionen gelten als geheilt. Im Weiteren stand, wie hiervor unter Erwägung 7.2 dis-
kutiert, schon früh die psychische Problematik im Vordergrund. Dementsprechend vermögen die 
erlittenen Verletzungen dieses Kriterium nicht zu erfüllen. 
 
7.4.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung setzt eine län-
ger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Beschwer-
den voraus (BGE 140 V 356 E. 5.6.2 mit Hinweisen), wobei dies nicht allein nach einem zeitlichen 
Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie 
der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist (Urteile 
des Bundesgerichts vom 19. Februar 2020 8C_518/2019 E. 4.4.4, und vom 11. November 2019 
8C_473/2019 E. 5.4). Abklärungsmassnahmen haben nicht die Qualität einer regelmässigen, 
zielgerichteten Behandlung (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2019, 8C_647/2018, E. 
5.3). Auch dieses Kriterium ist nicht erfüllt, denn die nun seit längerem stattfindende Behandlung 
der psychischen Problematik ist nicht zu berücksichtigen. Sodann hat die Beschwerdegegnerin 
zu Recht darauf verwiesen, dass die Behandlung der somatischen Beschwerden sich auf Physi-
otherapie beschränkt hat, was für eine Bejahung dieses Kriteriums nicht ausreicht. 
 
7.4.4 Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über 
den gesamten Zeitraum hinweg andauernde Beschwerden vorlagen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Juni 2018 8C_803/2017 E. 3.5.1 mit Hinweisen). Wie hiervor unter Erwägung 7.1 disku-
tiert, verheilten die erlittenen Brüche am Corpus sterni und an der 2. Rippe links mittels konser-
vativer Behandlung komplikationslos. Auch die Kontusionen galten innert zwei bis drei Monaten 
als geheilt. Die noch vorhandenen somatischen Beschwerden sind als nicht unfallkausal zu qua-
lifizieren, weshalb auch dieses Kriterium nicht erfüllt ist. 
 
7.4.5 Ferner ist das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung auch nicht erfüllt, da keine solche 
aus den Akten ersichtlich ist. 
 
7.4.6 Zur Bejahung des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen 
Komplikationen bedarf es besonderer Umstände und Komplikationen, die die Heilung beeinträch-
tigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2009 8C_698/2008 E. 4.6 mit Hinweis). 
Solche sind anhand der vorliegenden Aktenlage nicht ersichtlich; auch dieses Kriterium ist des-
halb zu verneinen. 

 

 
 
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7.4.7 Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit be-
zieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. Juni 2018 8C_803/2017 E. 3.7). Gemäss dem Austrittsbericht der Klinik L.____ 
vom 3. Januar 2020 lag in der angestammten Tätigkeit weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
vor. Mittel- bis langfristig würde jedoch einer Rückkehr im angestammten Beruf grundsätzlich 
nichts im Wege stehen, da von keinerlei verletzungsbedingten Dauerfolgen auszugehen sei. Bei 
einer leidensangepassten Tätigkeit sei von einer vollen Arbeitstätigkeit auszugehen. Dem Ge-
sagten entsprechend wurde dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht schon rund vier Mo-
nate nach dem Unfall eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert. 
Das Kriterium ist demzufolge nicht erfüllt. 
 
7.4.8 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass keines der von der Rechtsprechung für 
die Bejahung der Adäquanz verlangten Kriterien erfüllt ist. 
 
8.   Aus dem Gesagten folgt, dass die Suva den adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen den im Zeitpunkt des Fallabschlusses vorhandenen psychischen Gesundheitsbeeinträch-
tigungen des Versicherten und dem am 8. August 2019 erlittenen Unfall in Anwendung der soge-
nannten Psycho-Praxis zu Recht verneint hat. Der Einspracheentscheid vom 14. September 2021 
ist bei diesem Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 
 
9.1  Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
 
9.2  Dem Prozessausgang entsprechend wird dem Beschwerdeführer keine Parteientschä-
digung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). Da dem Beschwerdeführer jedoch mit Verfügung vom 
12. Mai 2022 die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, 
ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers hat die Festlegung des Honorars nach Ermessen beantragt. In Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie der erbrachten Bemühungen erscheint es angemessen, 
einen Zeitaufwand von insgesamt sechs Stunden zu entschädigen und zudem Auslagen von pau-
schal Fr. 30.-- zu ersetzen. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb ein Honorar 
in der Höhe von Fr. 1'322.40 (6 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 30.-- sowie 7.7% 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
9.3  Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 
1322.40 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-
kasse ausgerichtet. 

 

Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 20. Juli 2022 Beschwerde ans Bundes-
gericht, Sozialrechtliche Abteilungen, erhoben (siehe nach Vorliegen des Urteils des Bundesge-
richts: Verfahrensnummer 8C_451/2022).  
 
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