# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 945187ca-17dc-564d-a8c5-356770148719
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2010 E-5638/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5638-2010_2010-08-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5638/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay.

A._______, eigenen Angaben zufolge
geboren (...),
Gambia,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 15. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5638/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 1. Mai 2010 in der Schweiz ein Asyl-
gesuch  stellte,  zu  dem er  am 11. Mai  2010 im  Empfangs-  und  Ver-
fahrenszentrum Chiasso befragt wurde,

dass  er  dabei  geltend  machte,  (...)  und  über  (...),  in  die  Schweiz 
gereist  zu sein und das Heimatland verlassen zu haben, weil  er ein 
(...) gewesen sei, (...) gekümmert habe,

dass er einige Zeit vor der Ausreise wegen eines von ihm verursachten 
Brands Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt habe,

dass der zuständige BFM-Sachbearbeiter dem Beschwerdeführer bei 
der Befragung zur Kenntnis brachte,  dass aufgrund der Nichtabgabe 
von  Identitätspapieren,  der  unglaubhaften  Schilderung  der  Reise-
umstände und aufgrund eines ärztlichen Gutachtens (radiologische Al-
tersanalyse des Handknochens vom 3. Mai 2010) von seiner Volljährig-
keit ausgegangen und sein Asylgesuch entsprechend behandelt  wer-
de,

dass der Beschwerdeführer bei der mündlichen Anhörung angab, sich 
vor der Einreise in die Schweiz (...)  in Italien aufgehalten zu haben, 
dort  erkennungsdienstlich  erfasst  worden  zu  sein  und  erfolglos  ein 
Asylverfahren durchlaufen zu haben, 

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Juli 2010 – eröffnet am 29. Juli  
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
den Beschwerdeführer nach Italien wegwies,

dass es zur Begründung seiner Verfügung ausführte, gestützt auf die 
einschlägigen  staatsvertraglichen  Bestimmungen  (Abkommen  vom 
26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren 
zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in 
einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dub-
lin-Assoziierungsabkommen,  SR  0.142.392.68];  Verordnung  [EG] 
Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kri-
terien  und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats,  der  für  die 
Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 

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gestellten  Asylantrags  zuständig  ist  [Dublin-II-VO];  Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/2003  der  Kommission  vom  2. September  2003  mit  Durch-
führungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates 
[DVO Dublin]) sei Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig, 

dass  das  BFM  weiter  ausführte,  gestützt  auf  die  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  und  die  übereinstimmende  Registrierung  in  der 
daktyloskopischen Datenbank EURODAC habe es am 19. Mai 2010 an 
Italien ein Ersuchen um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers im 
Sinn von Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO gestellt, aufgrund der Tat-
sache,  dass  Italien  innert  der  vorgesehenen  Frist  nicht  geantwortet 
habe, sei von dessen Zustimmung auszugehen und eine Rückführung 
habe – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung 
– bis spätestens 3. Dezember 2010 zu erfolgen, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs zur voraussichtlichen Zuständigkeit Italiens zur Durchführung 
seines Asylgesuchs lediglich erklärt habe, er habe in Italien weder ein 
Zuhause noch einen Ausweis und könne dort nicht zur Schule gehen,

dass er ausserdem die angebliche Minderjährigkeit nicht habe glaub-
haft machen können,

dass der Vollzug nach Italien zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit einer beim BFM eingereichten Eingabe 
vom 30. Juli 2010 (Poststempel) gegen diesen Entscheid "Einsprache" 
erhob  und  die  mutmassliche  Beschwerde  am  9.  August  2010  zu-
ständigkeitshalber  an  das  Bundesverwaltungsgericht  überweisen 
wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht  am 9. August  2010 den Vollzug 
der angefochtenen Verfügung mittels vorsorglicher Massnahme provi-
sorisch aussetzte, 

dass  der  Instruktionsrichter  den  Beschwerdeführer  mit  Zwischenver-
fügung vom 13. August 2010 zur Verbesserung des Rechtsmittels auf-
forderte  und der  Rekurrent  am 18. August  2010 fristgerecht  die Be-
schwerdebegründung nachreichte,

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dass  er  in  dieser  Eingabe  die  Anträge  stellte,  der  Nichteintretens-
entscheid  des BFM sei  unter  Kosten-  und Entschädigungsfolge voll-
umfänglich  aufzuheben  und  die  Akten  seien  zum Eintreten  auf  das 
Asylgesuch  und  zum  neuen  Entscheid  darüber  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege beantragte,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  im  Asylbereich  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968  über 
das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und mit Eingang der Beschwerdeverbesserung 
auch  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass zunächst zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht von der Un-
glaubhaftigkeit  der geltend gemachten Minderjährigkeit  ausgegangen 
ist,

dass gemäss Rechtsprechung eine asylsuchende Person die objektive 
Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der Be-
weislosigkeit  trägt und diese Beweislastregel sich zuungunsten einer 
asylsuchenden  Person  auswirkt,  wenn  die  Behauptung  der  Minder-
jährigkeit  tatsächlich unbewiesen bleibt,  das heisst,  wenn weder der 
asylsuchenden  Person  der  Nachweis  gelingt,  dass  sie  weniger  als 
18 Jahre  alt  ist,  noch  der  Behörde,  dass  sie  18-jährig  oder  älter  ist 
(vgl.  zum Ganzen  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30),

dass  die  Erwägungen,  mit  denen  das  BFM  die  Glaubhaftigkeit  der 
Minderjährigkeit  des  Beschwerdeführers  verneint  hat,  in  der  Be-
schwerde mit keinem Wort bestritten werden,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  sich  unter  diesen  Umständen 
angesichts  der  Nichtabgabe  irgendwelcher  Identitätspapiere  ohne 
überzeugende  Begründung,  der  kaum substanziierten  Angaben  des 
Beschwerdeführers  zu  den  familiären  Verhältnissen  und  der  wenig 
plausiblen Schilderung seiner Reiseumstände der Auffassung der Vor-
instanz anschliesst, 

dass die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers damit nicht glaubhaft 
gemacht worden ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

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dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  der  vorherige  Aufenthalt  in  Italien  vom  Beschwerdeführer  be-
stätigt  wird,  er  in  der  Beschwerde  hingegen  auf  schlechte  Lebens-
bedingungen  (Unterkunft,  Verpflegung,  Arbeit)  in  diesem  Land  hin-
weist,

dass vorliegend Italien gemäss den einschlägigen Bestimmungen des 
Dubliner-Vertragswerks für die Behandlung des Asylgesuchs des Be-
schwerdeführers zuständig ist,

dass  die  vom Beschwerdeführer  geäusserten  Vorbehalte  gegenüber 
den Aufenthaltsbedingungen in Italien an dieser Feststellung nichts zu 
ändern vermögen,

dass das Bundesverwaltungsgericht sich in letzter Zeit in zahlreichen 
Urteilen zu dieser Thematik geäussert hat (vgl. etwa das Urteil E-2902/ 
2010 vom 11. Mai 2010 mit weiteren Hinweisen),

dass  das  Gericht  dabei  jeweils  festgestellt  hat,  dass  sich  Asyl -
suchende in Italien zwar beispielsweise bei der Unterkunft, der Suche 
nach Arbeit und dem Zugang zu medizinischer Infrastruktur durchaus 
gewissen Schwierigkeiten ausgesetzt sehen könnten,

dass Dublin-Rückkehrende betreffend Unterbringung von den italieni-
schen  Behörden  jedoch  bevorzugt  behandelt  und  sich  –  neben  den 
staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private  Hilfsorganisationen 
der  Betreuung  von Asylsuchenden  und  Flüchtlingen  annehmen wür-
den,

dass die  Organisation  "Arci  con Fraternità"  seit  dem 1. Januar  2009 
die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino (Rom) organi-
siere und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbiete,

dass an dieser Stelle einerseits festzuhalten ist, dass Italien Signatar -
staat  des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-

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ter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Be-
handlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  ist  und keine konkreten  Hin-
weise dafür  bestehen,  dieses  Land  werde sich  im vorliegenden  Fall 
nicht  an die aus diesen Übereinkommen resultierenden Verpflichtun-
gen halten,

dass  andererseits  auch  auf  die  spezifischen  völkerrechtlichen  Ver-
pflichtungen Italiens bezüglich der Betreuung von Asylsuchenden ver-
wiesen  werden  kann,  namentlich  die  EU-Richtlinie  2003/9/EG  vom 
27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme 
von Asylbewerbern in den Mitgliedstaaten, zu deren Durchsetzung die 
EU-Länder auch entsprechende Rechtsmittel  vorzusehen haben (vgl. 
Art. 21 der sogenannten Aufnahmerichtlinie),

dass  unter  diesen  Umständen  entgegen  der  Auffassung  des  Be-
schwerdeführers keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, 
er  würde  im  Fall  einer  Rückkehr  nach  Italien  in  eine  existenz-
bedrohende Notlage geraten,

dass den Akten somit insgesamt keine Gründe zu entnehmen sind, die 
einer Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des Asylgesuchs ent-
gegenstehen könnten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend keine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung erteilt  wurde 
und auch kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Be-
stimmungen steht und demnach zu bestätigen ist, 

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens  –  bei  dem es  sich  um ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt für Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass eine entsprechende Beurteilung soweit  notwendig vielmehr  be-
reits im Rahmen der Prüfung des Selbsteintritts stattfinden muss,

dass in diesem Sinn das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Ita-
lien zu Recht für zulässig, zumutbar und möglich erklärt hat,

dass an diesen Feststellungen auch nichts  zu ändern vermag,  dass 
der  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz  offenbar  bereits  eine  Arbeits-
stelle als Leichtbaumonteur gefunden hat,  was er mit  einem Arbeits-
vertrag dokumentiert,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  mit  dem vorliegenden  Entscheid  in  der  Sache  der  Antrag  auf 
Verzicht einer Kostenvorschusserhebung gegenstandslos wird, 

dass  das in der Beschwerde gestellte Gesuch um unentgeltliche Pro-
zessführung im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosig-
keit der Rechtsbegehren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinn 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-
gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Eveline Chastonay

Versand: 

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