# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 340cf826-c0d2-5550-aabc-acbb59a4e70e
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 15.02.2021 (publiziert) 60/2012/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_60-2012-27_2021-02-15.pdf

## Full Text

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Art. 2 WaG, Art. 2 WaG/SH. Waldfeststellung; verwilderte Parkanlage 
(OGE 60/2012/27 vom 2. November 2012) 

 

Veröffentlichung im Amtsbericht 

 

 Damit eine Bestockung als Garten-, Grün- oder Parkanlage nach Art. 2 
Abs. 3 WaG angesehen werden kann, muss es sich um einen eigens angeleg-

ten Bestand handeln. Wird eine Parkanlage vernachlässigt und verwildert sie 

daher, so kann sie ihre Parkeigenschaft im Laufe der Zeit verlieren und 

Waldqualität annehmen. Parkanlagen sind so lange als Nichtwald anzusehen, 

wie sie in Würdigung aller Umstände als Parkanlage erkennbar sind und von 

Wald hinreichend unterschieden werden können (E. 3d/aa). 

 

 Eine im Eigentum der Gemeinde X. stehende Grünanlage mit öffent-
lichem Spielplatz und Hundeversäuberungsanlage (GB Nr. aaa), die sich auf 
einem Landspickel zwischen einer Bahnlinie und einer Hauptstrasse befindet, 
wurde im Inventar der zu schützenden Landschaftsbilder sowie Natur- und 
Baudenkmäler der Gemeinde als «Baumgruppe und Bäume ausserhalb des 
Waldes» bezeichnet. Bei einer Teilrevision des Zonenplans wurde das Grund-
stück der Freihaltezone zugeordnet. 2010 stellte die Baugenossenschaft Y. ein 
Baugesuch für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Einstellhalle auf 
dem benachbarten Grundstück GB Nr. bbb. Im hierauf durchgeführten Wald-
feststellungsverfahren stellte das Kantonsforstamt Schaffhausen fest, dass auf 
dem Landspickel zwischen der Bahnlinie und der Hauptstrasse Wald bestehe. 
Den hiegegen erhobenen Rekurs des Bahnunternehmens wies der Regierungs-
rat ab. Das Bahnunternehmen erhob hierauf Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
ans Obergericht. Dieses kam zum Schluss, dass es sich nicht um Wald, son-
dern um eine (verwilderte) Parkanlage handle, und hiess die Beschwerde gut. 

 

Aus den Erwägungen: 

 

 3.–  b)  Das Kantonsforstamt führte in seiner Verfügung vom 19. No-
vember 2010 aus, bei den 24 lebenden Bäumen und den 33 Stöcken handle es 
sich mit Ausnahme eines Haselstrauchs um Waldbäume im Sinn der Gesetz-
gebung. Aufgrund der Baumarten und des Alters bzw. der Anzahl Jahrringe 
bei den Stöcken seien die Voraussetzungen für Wald erfüllt. Die Bestockung 
überschreite auch die für Waldqualität erforderlichen Mindestmasse. Seien 
wie im vorliegenden Fall die Mindestkriterien bezüglich Vegetation, Fläche, 

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Breite und Alter erfüllt, dürfe grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass 
die Waldfunktionen ebenfalls erfüllt seien. Vorliegend stehe vor allem die 
Wohlfahrtsfunktion, d.h. die Verfügbarkeit der Bestockung als Erholungs-
raum für Menschen und Lebensraum für frei lebende Tiere sowie die filternde 
Wirkung des Waldes vor schädlichen Umwelteinflüssen im Vordergrund.  

 Es stelle sich allerdings die Frage, ob es sich bei der Bestockung um  
einen selbständigen Parkwald, d.h. um Wald im Sinn des Waldgesetzes, oder 
aber bloss um eine Parkanlage handle, welche nicht als Wald gelte. … 

 Die fragliche Bestockung sei durch das Kantonsforstamt am 1. Oktober 
2010 aufgenommen worden. Die Aufnahme habe sich aus Gründen der Ver-
hältnismässigkeit auf die Bäume und Stöcke im südlichen Randbereich der 
Bestockung beschränkt. Aufgrund dieses Bestockungsplans sei es möglich, 
sich ein Bild über die Bestockung vor 37 Jahren, im Jahr 1973, zu machen. 
Damals hätten auf dem südlichen Teil der Parzelle GB Nr. aaa eine über  
80-jährige Eiche und zahlreiche, bis 20-jährige Laubbäume gestockt. Auf 
Parzelle GB Nr. bbb hätten vier über 70-jährige Eichen und zahlreiche Laub-
bäume mit Alter bis ca. 35 Jahren gestockt. Auf der Parzelle GB Nr. ccc hät-
ten eine über 80-jährige Eiche und zahlreiche bis 20-jährige Laubbäume ge-
stockt. Auf der fraglichen Fläche habe es somit sechs ältere Eichen und zahl-
reiche Laubbäume, mehrheitlich jünger als 20 Jahre, gegeben. Über die Ent-
wicklung der Bestockung im fraglichen Bereich gäben Luftbilder Auskunft. 
Auf einem Luftbild aus dem Jahr 2005 sei eine dichte Bestockung mit zum 
Teil grosskronigen Bäumen erkennbar. Dies belege, dass sich die 1973 vor-
handenen Bäume über Jahrzehnte ungehindert hätten entwickeln können. 
Wenn auf einer Fläche über Jahrzehnte die Landschafts- und Grünpflege ver-
nachlässigt werde und dadurch das Einwachsen von Bäumen ermöglicht wer-
de, liege keine Grünanlage vor, sondern es handle sich wie im vorliegenden 
Fall um Wald. 

 Garten-, Grün- und Parkanlagen zeichneten sich oft, aber nicht zwin-
gend, auch dadurch aus, dass sie typische Parkelemente wie Wege, Mäuer-
chen, Brunnen und Bänke enthielten. Im vorliegenden Fall sei der schmale 
Weg im nördlichen Teil seitlich mit Steinplatten eingefasst. Beim Aufstieg 
befinde sich auf der linken Seite ein kleiner, mit Kalksteinen eingefasster 
Brunnen mit Wasseranschluss. Auf der Höhe sei ein bekiester Platz mit zwei 
Sitzbänken und einem Abfallkübel. Im südlichen Teil sei eine kleine Teil-
fläche als Versäuberungsplatz für Hunde mit einem Holzzaun umgeben. Die 
vorhandenen, spärlichen Einrichtungen und deren Zustand deuteten nicht auf 
einen willentlichen und nachhaltigen Unterhalt als Grünanlage hin. Auch 
wenn Parkelemente für die Unterscheidung von Grünanlagen und Parkwald 
nicht ausschlaggebend seien, führe im vorliegenden Fall die Berücksichtigung 
von Parkelementen nicht zu einem anderen Ergebnis.  

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 … 

 c)  Als Wald gilt jede Fläche, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern 
bestockt ist und Waldfunktionen erfüllen kann. Entstehung, Nutzungsart und 
Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend (Art. 2 Abs. 1 WaG1). Die 
Fläche muss in quantitativer Hinsicht mindestens 800 m2 Fläche mit Ein-
schluss eines 2 m breiten Waldsaums, 12 m Breite mit Einschluss eines je 2 m 
breiten Waldsaums und auf Einwuchsflächen ein Alter der Bestockung von 
20 Jahren aufweisen (Art. 2 Abs. 4 WaG i.V.m. Art. 2 WaG/SH2). Nicht als 
Wald gelten isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Alleen, Garten-, 
Grün- und Parkanlagen, Baumkulturen, die auf offenem Land zur kurzfristi-
gen Nutzung angelegt worden sind, sowie Bäume und Sträucher auf Ein-
richtungen zur Stauhaltung und in deren unmittelbarem Vorgelände (Art. 2 
Abs. 3 WaG). Weitere Ausnahmen, insbesondere solche zugunsten von Bahn-
grundstücken, sieht das Waldgesetz nicht vor. 

 Stichdatum für die Beurteilung der Bestockung ist das Datum des erst-
instanzlichen Waldfeststellungsentscheids, mithin der 19. November 2010.3 
Aus dem Bestockungsplan des Kantonsforstamts vom 1. Oktober 2010 und 
den Luftbildern der Jahre 2005, 2008 und 2010 wird ersichtlich, dass die 
quantitativen Waldkriterien erfüllt sind. Es kann sich daher nachfolgend nur 
noch fragen, ob es sich beim umstrittenen Gehölz um eine bundesrechtlich 
nicht als Wald zu qualifizierende «Garten-, Grün- oder Parkanlage» handelt. 

 d)  aa)  Damit eine Bestockung als Garten-, Grün- oder Parkanlage nach 
Art. 2 Abs. 3 WaG angesehen werden kann, muss es sich um einen eigens an-
gelegten Bestand handeln. Das Anlegen einer Bestockung schliesst stets ein 
willentliches, gestalterisches Handeln oder zumindest ein willentliches Dul-
den einer aufkommenden Bestockung zu bestimmten Zwecken und mit be-
stimmtem Bezug zur Umgebung mit ein. Solche Baumbestände bezwecken 
die Verschönerung des gestalteten Raums oder dienen der Erholung, nicht der 
forstlichen Nutzung. Das Willenselement kann bei Grünanlagen bereits als er-
füllt betrachtet werden, wenn der Grundeigentümer natürlich aufkommenden 
Waldwuchs bewusst duldet, das heisst in seine Arealplanung mit einbezieht. 
Die Gestaltung der Grünanlage muss einen Bezug zur Umgebung aufweisen, 
indem sie das Gebiet gezielt aufwertet. Sie muss einer planerischen Vor-
stellung entsprechen und Verschönerungs- oder Erholungszwecken dienen. 
Die Anforderungen sind allerdings nicht sehr hoch anzusetzen. Dennoch muss 
ein gezieltes Gestalten mit Bezug zur Umgebung vorausgesetzt werden und 
auch feststellbar sein. Ist auf einer Parzelle bloss die Landpflege vernachläs-
                                              
1  Bundesgesetz über den Wald vom 4. Oktober 1991 (Waldgesetz, WaG, SR 921.0). 
2  Kantonales Waldgesetz vom 17. Februar 1997 (WaG/SH, SHR 921.100). 
3  BGer 1A.274/2004 vom 18. Januar 2006, E. 3.2. 

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sigt und dadurch das Einwachsen von Waldbäumen ermöglicht worden, so 
liegt keine Grünanlage vor.4 

 Parkanlagen im Besonderen dienen ausschliesslich der Erholung und 
nicht der Holznutzung. Häufig bestehen sie aus Baum- und Straucharten, die 
sich vom einheimischen regionalen Baumwuchs unterscheiden. Sie sind nach 
gartenbaulichen Gesichtspunkten gestaltet, nach gärtnerischen Gesichts-
punkten gepflegt und weisen oft für Gärten und Pärke typische Gestaltungs-
elemente wie Wege, Mäuerchen, Bänke etc. auf. Angesichts der Entwicklung 
des modernen Gartenbaus in Richtung naturnaher Anlagen kann aber für die 
Annahme einer Gartenanlage nicht verlangt werden, dass Parkbäume und ty-
pische bauliche Anlagen kumulativ vorhanden sein müssen. In jedem Einzel-
fall muss eine Gesamtwürdigung der Verhältnisse vorgenommen werden.5 

 Wird eine Parkanlage vernachlässigt und verwildert sie daher, so kann 
sie ihre Parkeigenschaft im Laufe der Zeit verlieren und Waldqualität an-
nehmen. Aus dem Sinn von Art. 2 Abs. 3 WaG, dem Grundeigentümer die 
Möglichkeit vorzubehalten, auf seinem Land zu reinen Erholungszwecken 
Baumgruppen anzupflanzen, ohne befürchten zu müssen, in der Verfügungs-
freiheit über sein Land eingeschränkt zu werden, darf der Verlust der Park-
eigenschaft nicht leichthin angenommen werden. Eine verwilderte Anlage 
verliert ihre Parkeigenschaft nicht, wenn sie nach wie vor Erholungsfunktion 
hat. Parkanlagen sind so lange als Nichtwald anzusehen, wie sie in Würdi-
gung aller Umstände als Parkanlage erkennbar sind und von Wald hin-
reichend unterschieden werden können. Ein jahrzehntelanger ungehinderter 
Verwaldungsprozess kann allerdings eine ehemalige Parkanlage in Wald um-
wandeln, sofern die Waldbestockung die frühere Bepflanzung vollständig do-
miniert.6 

 bb)  Das fragliche Gehölz befindet sich östlich der Eisenbahnlinie und ist 
im Übrigen von Siedlungsgebiet umgeben. Gemäss den Nachforschungen der 
Gemeinde war das Grundstück GB Nr. aaa bis Ende des 2. Weltkriegs stark 
bewachsen und verwildert. Nach 1945 tätigte die Gemeinde Investitionen, um 
aus dem verwilderten Areal einen Park als Erholungsgebiet für die Bevölke-
rung zu schaffen. In dieser Zeit wurden die in Serpentinen angelegten und 
teilweise mit Stellriemen eingefassten Kieswege, Treppen, Sitzbänke und der 

                                              
4  BGE 124 II 90 ff., E. 4; BGer 1C_242/2007 vom 11. Juni 2008, E. 2.3; BGer 1A.141/2001 

vom 20. März 2002, E. 3.2. 
5  Stefan M. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Zürich 1994, 

S. 77 f.; BGer 1A.274/2004 vom 18. Januar 2006, E. 2.2; BGer 1A.30/2004 vom 11. August 
2004, E. 3.2.2; BGE 113 Ib 356, E. 4c. 

6  Jaissle, S. 78; RRB AG vom 30. August 1976, ZBl 1977 S. 127; BGer 1A.208/2001 vom 
16. Juli 2002, E. 3.2. 

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Brunnen sowie ein Spielplatz auf der Anhöhe erstellt. Diese Anlage ist auch 
auf einem von der Beschwerdeführerin eingereichten Plan vom 12. Dezember 
1952 ersichtlich. Damals verlief die Grenze zwischen den Grundstücken 
GB Nr. aaa und bbb noch weiter südlich, so dass die Parkanlage auch einen 
Teil des heutigen Grundstücks GB Nr. bbb umfasste. Gemäss den Ausführun-
gen des Bauamts stockten im Jahr 1973 auf der fraglichen Fläche sechs über 
70- bis 80-jährige Eichen sowie zahlreiche bis 20-jährige Laubbäume. Dies 
bedeutet, dass bereits 1945 auf dem südlichen Bereich des Grundstücks 
GB Nr. aaa eine Gruppe von Eichen stand. Diese waren zwar wohl auf natür-
liche Art eingewachsen, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die-
se an einem prominenten Ort stehende Baumgruppe in die Parkgestaltung 
einbezogen wurde. Ursprünglich (ab 1945) befand sich somit auf dem Grund-
stück GB Nr. aaa eine Parkanlage und nicht ein Parkwald, welcher ebenfalls 
Parkelemente wie Wege und Bänke aufweisen kann.7 Die Gemeinde X. hat 
im Übrigen am …weg eine weitgehend analoge Grünanlage, welche aber in 
den letzten Jahren intensiver unterhalten wurde. Auch dies zeigt, dass die 
Gemeinde der Bevölkerung verschiedene kleinere Parkanlagen zur Verfügung 
stellen wollte. 

 Wie bereits ausgeführt, ist die fragliche Fläche heute so stark über-
wachsen, dass die quantitativen Waldkriterien erfüllt sind. Nachfolgend ist zu 
prüfen, ob die fragliche Parkanlage unter Würdigung aller Umstände noch als 
Parkanlage erkennbar ist und von Wald hinreichend unterschieden werden 
kann.8 

 Am Augenschein vom 5. September 2012 machte die Anlage auf Grund-
stück GB Nr. aaa einen vernachlässigten Eindruck. Zwar wird das Grundstück 
von der Gemeinde nach wie vor gepflegt, allerdings aus finanziellen Gründen 
nicht intensiv. Ein bis zwei Mal pro Jahr werden die Wege und der Kiesplatz 
auf der Anhöhe gemäht, und die seitliche Vegetation wird zurückgeschnitten. 
Die Granittreppe beim südlichen Eingang war bis vor kurzem mit Brom-
beeren und Gras überwachsen. Sie tritt aber auch heute noch als Eingangs-
portal zum Park in Erscheinung. Auch der grosszügig angelegte Kiesplatz auf 
der Anhöhe macht nach wie vor einen hellen, lichtdurchfluteten Eindruck. 
Auf dem Kiesplatz befinden sich auch noch zwei benützbare Bänke und ein 
Abfalleimer. Der Brunnen ist noch sichtbar; vom Spielplatz ist nur noch die 
Umfassung des Sandhaufens erkennbar. Zur …strasse und zum Nachbar-
grundstück GB Nr. bbb hin ist das Grundstück GB Nr. aaa eingezäunt. Heute 
kommen vor allem Leute mit Hunden in die Anlage.  

                                              
7  BGer 1A.208/2001 vom 16. Juli 2002, E. 3.4. 
8  Vorne E. 3d/aa. 

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 Insgesamt ist die Anlage auf Grundstück GB Nr. aaa heute zwar ver-
nachlässigt, sie wird aber noch gepflegt. Die wesentlichen Parkelemente wie 
Wege, Sitzbänke und Abfalleimer sind noch gut erkennbar und benutzbar. 
Die Anlage dient auch nach wie vor Erholungszwecken. Unter Würdigung 
aller Umstände war daher 2010 und ist auch heute noch nicht von Wald aus-
zugehen.9 Gemäss Ausführungen des Kantonsforstamts umfassen die Be-
stockungen auf den Grundstücken GB Nr. bbb und ccc zusammen ca. 670 m2. 
Diese Fläche ist zu klein, um für sich allein Wald bilden zu können. 

 Damit ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtenen Entscheide 
sind aufzuheben und es ist festzustellen, dass auf den Grundstücken 
GB Nrn. aaa, bbb und ccc kein Wald besteht. Der Vollständigkeit halber sei 
darauf hingewiesen, dass dieser Feststellung keine dauernde Wirkung zu-
kommt. Es handelt sich lediglich um eine Momentaufnahme einer weiterhin 
wachsenden Vegetation.10 

 

                                              
9  Beispiele für vollständig verwaldete Parkanlagen: BGer 1A.274/2004 vom 18. Januar 2006, 

E. 3.2 (Schloss Hünenberg, barockes Boskett); BGer 1A.207/1996 vom 25. Februar 1997, ZBl 
1998 S. 125 (ehemalige Parkanlage in Industriezone); Jaissle, S. 78 (Schloss Tagstein). Bei-
spiel für eine noch nicht vollständig verwilderte Grünanlage: BGer 1A.141/2001 vom 
20. März 2002, E. 4.4 (Modelleisenbahn in Grünanlage). 

10  Jaissle, S. 84.