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**Case Identifier:** 945cee4b-12d3-5570-a050-e7d0da442497
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.07.2023 200 2023 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-173_2023-07-17.pdf

## Full Text

200 23 173 IV
A.________
FUE/SCC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Juli 2023

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Februar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im November 2017 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
an und nannte als Leiden eine Depression, Arthrose und Schulterschmer-
zen (Akten der IVB [act. II] 2). Die IVB liess die Versicherte durch die 
C.________ GmbH orthopädisch-psychiatrisch begutachten (Expertisen 
vom 15. November 2018, act. II 58.1, und 12. Dezember 2018, act. II 57.1) 
und veranlasste einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (act. II 63). Im 
Rahmen des Vorbescheidverfahrens holte die IVB sodann Stellungnahmen 
des psychiatrischen Gutachters (act. II 74) sowie des Bereichs Abklärun-
gen (act. II 76) ein, nahm Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; act. II 117 ff.) und verneinte mit Verfügung vom 12. August 
2020 den Anspruch auf eine Rente (act. II 120). Mit Urteil vom 22. Februar 
2021 (IV/2020/690) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die 
dagegen erhobene Beschwerde teilweise gut, hob die angefochtene Verfü-
gung auf und sprach eine vom 1. Mai bis 30. September 2018 befristete 
Dreiviertelsrente zu. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit darauf 
einzutreten war (act. II 130). Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess 
das Bundesgericht (BGer) mit Entscheid vom 7. Juni 2021 (8C_233/2021) 
teilweise gut, hob den VGE IV/2020/690 den Rentenanspruch ab dem 
1. Oktober 2018 betreffend auf und wies die Sache zur Prüfung des An-
spruchs auf berufliche Massnahmen und zu neuer Verfügung an die Ver-
waltung zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (act. II 143).

B.

Mit Schreiben vom 16. Juli 2021 forderte die IVB die Versicherte zur Mitwir-
kung bei den beruflichen Eingliederungsmassnahmen auf unter Hinweis auf 
die Folgen im Unterlassungsfall (act. II 147). Die gestützt auf einen Delega-
tionsauftrag (act. II 149) handelnde IV-Stelle …. leitete sodann eine Ab-
klärungsmassnahme in der Stiftung D.________, E.________, in die Wege 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 3

(act. II 160). Die mit der Versicherten vereinbarte Besichtigung des 
E.________ am 24. November 2021 wurde abgebrochen (act. II 161), wor-
auf die IVB die Abweisung des Gesuchs um beruflichen Massnahmen in 
Aussicht stellte (act. II 162, 168). In der Folge liess die IVB die Versicherte 
durch Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
untersuchen (psychiatrisches Verlaufsgutachten vom 20. September 2022 
[act. II 189.1]). Mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2022 stellte die IVB bei 
einem Invaliditätsgrad von 12 % die Aufhebung der Rente in Aussicht (act. 
II 194) und verneinte mit Verfügung vom 18. Oktober 2022 den Anspruch 
auf berufliche Massnahmen (act. II 195). Mit Verfügung vom 14. Februar 
2023 hob die IVB die Dreiviertelsrente rückwirkend per 1. Januar 2022 auf, 
verzichtete jedoch auf eine Rückforderung (act. II 211).  

Die gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2022 (betreffend berufliche 
Massnahmen; act. II 195) erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern mit Urteil vom heutigen Tag ab (IV/2022/690).

C.

Mit Eingabe vom 13. März 2023 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. B.________, gegen die Verfügung vom 14. Februar 
2023 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Sie bean-
tragt das Folgende:

1. Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 14. Februar 
2023 sei aufzuheben.

2. Die IV-Rente der Beschwerdeführerin sei nicht per 1. Januar 2022 
rückwirkend aufzuheben, sondern weiterhin auszurichten.

3. Ein Replikrecht sei der Beschwerdeführerin einzuräumen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2023 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Februar 2023 
(act. II 211). Streitig und zu prüfen ist die Rentenaufhebung per 1. Januar 
2022 nach Beendigung der beruflichen Massnahmen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert 
die angefochtene Verfügung vom 14. Februar 2023 (act. II 211) nach dem 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020. Indessen ist die Recht-
mässigkeit der Rentenaufhebung bei einer versicherten Person umstritten, 
welche am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr bereits vollendet hatte, wes-
halb die Prüfung nach den bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (fort-
an aArt.) erfolgt (Übergangsbestimmungen zur WEIV lit. c).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 

3.

3.1 Mit BGer 8C_233/2021, E. 3.5 (act. II 143/7 f.) erfolgte eine Rück-
weisung an die Verwaltung, damit sie allfällige berufliche Eingliederungs-
massnahmen vornehme und anschliessend über die revisionsweise Aufhe-
bung des Rentenspruchs neu verfüge. In der Folge hielt die Beschwerde-
gegnerin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 16. Juli 2021 zur Mit-
wirkung bei den beruflichen Eingliederungsmassnahmen an und wies sie 
auf die Folgen im Unterlassungsfall hin (act. II 147). Sodann ist erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Besichtigung des 
E.________ vom 24. November 2021 insofern nicht kooperierte, als sie 
nicht auf die Fragen der Eingliederungsfachpersonen reagierte bzw. im 
Verlauf mitteilte, sie wolle nach Hause. Aufgrund ihres Verhaltens (Hyper-
ventilieren, Würgen, Angabe von Schmerzen) wurde schliesslich eine Am-
bulanz beigezogen (act. II 161/3). Daraufhin verneinte die Beschwerdegeg-
nerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen (act. II 195).

Was die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrifft, stellte das angeru-
fene Gericht mit VGE IV/2020/690, E. 4.3.5 (act. II 130/18) fest, dass die 
Beschwerdeführerin seit Juli 2018 in einer angepassten Tätigkeit bei voller 
Stundenpräsenz 85 % arbeitsfähig ist (act. II 130/18). Dabei stützte es sich 
– was die erhobenen Befunde und die gestellten Diagnosen betrifft – auf 
die orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der C.________ vom 15. No-
vember und 12. Dezember 2018 (act. II 57.1-58.1), worin im psychiatri-
schen Teilgutachten explizit festgehalten wurde, einer sofortigen berufli-
chen Eingliederung stünden keine medizinischen Hinderungsgründe ent-
gegen (act. II 58.1/25 in fine). Diese Feststellungen wurden vom BGer nicht 
beanstandet (act. II 143/7 E. 3.4). 

3.2 Bei dieser Ausgangslage ging die Beschwerdegegnerin davon aus, 
dass die am 24. November 2021 begonnene Massnahme der Beschwerde-

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führerin medizinisch zumutbar war, was die Beschwerdeführerin bestreitet. 
Wie im Verfahren IV/2022/690 bringt sie auch hier vor (Beschwerde S. 7 ff. 
Ziff. 15 ff., S. 9 Ziff. 19), seit den orthopädisch-psychiatrischen Gutachten 
der C.________ vom 15. November und 12. Dezember 2018 (act. II 57.1-
58.1) habe sich die psychische Situation erheblich verschlechtert. Sie sei 
aufgrund einer akuten psychischen Dekompensation am 24. November 
2021 (d.h. am Termin der Besichtigung des E.________) medizinisch-
objektiv gar nicht in der Lage gewesen, Eingliederungsmassnahmen be-
ginnen zu können. Mithin bestreitet sie die Rechtmässigkeit des Abschlus-
ses der Eingliederungsmassnahmen (Verfügung vom 18. Oktober 2022 
[act. II 195]) und damit einhergehend ebenfalls die hier umstrittene Renten-
aufhebung (angefochtene Verfügung vom 14. Februar 2023 [act. II 211]). 

Mit Urteil vom heutigen Tag betreffend Anspruch auf berufliche Massnah-
men (IV/2022/690) erkennt das angerufene Gericht, dass gestützt auf das 
beweiskräftige psychiatrische Verlaufsgutachten von Dr. med. F.________ 
vom 20. September 2022 seit der Begutachtung im Jahr 2018 weder dia-
gnostisch, befundmässig noch bezogen auf die funktionellen Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit eine wesentliche Änderung eingetreten ist 
(IV/2022/690 E. 3.4). Entsprechend den dortigen Feststellungen des Ge-
richts ist erstellt, dass in psychiatrischer Hinsicht seit der Begutachtung 
vom 15. November 2018 keine Verschlechterung eingetreten ist. Die Be-
schwerdeführerin wäre in der Lage und verpflichtet gewesen, bei der beruf-
lichen Eingliederung mitzuwirken. Ihr Verhalten gründete auf fehlender 
Mitwirkungsbereitschaft bzw. auf subjektiver Krankheitsüberzeugung. Unter 
diesen Umständen hat die Verwaltung – nach korrekt durchgeführtem 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren – den Anspruch auf berufliche Massnah-
men aufgrund fehlender Mitwirkung bzw. fehlender subjektiver Eingliede-
rungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu Recht verneint (IV/2020/690, 
E. 3.5). Mit dem rechtmässigen Abschluss der vom Bundesgericht ange-
ordneten beruflichen Eingliederungsmassnahmen war die Verwaltung be-
fugt, über die revisionsweise Aufhebung des Rentenanspruchs zu verfügen 
(Entscheid des BGer 8C_233/2021, E. 3.5 i.f. [act. II 143/7 f.]). 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, wegen den Folgen 
einer Verletzung an zwei Fingern der rechten Hand vom .. August 2021 (im 

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Zusammenhang mit einem Streit mit …..) und verschlimmerten Beschwer-
den im Schultergelenkbereich hätte die Beschwerdegegnerin nicht nur eine 
psychiatrische, sondern eine interdisziplinäre Verlaufsbegutachtung anord-
nen müssen, zumal die Begutachtung in somatischer Hinsicht vor mehr als 
drei Jahren erfolgt sei (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 12, S. 9 Ziff. 20 ff., S. 16 
Ziff. 33). Mithin ist nachfolgend zu prüfen, ob aufgrund der Akten Anhalts-
punkte für eine erhebliche Änderung in somatischer Hinsicht ausgewiesen 
sind.

3.3.1 Gemäss Bericht des Spitals G.________ vom 8. August 2021 ergab 
die radiologische Bildgebung (Röntgen Hand rechts und links) keine Frak-
turen oder Fehlstellungen, die Schmerzen seien am ehesten auf Prellungen 
zurückzuführen (act. II 187/4 ff.).

3.3.2 Im Bericht vom 28. Januar 2022 diagnostizierten die Ärzte des Spi-
tals G.________ eine posttraumatische Tendovaginitis stenosans A1-
Ringband an Dig. III und V rechts. Sie führten an, die Beschwerden seien 
klinisch nur sehr schwach ausgeprägt, weshalb empfohlen werde, noch 
abzuwarten. Bei Zunahme der Beschwerden könne eine erneute Kortiso-
ninfiltration durchgeführt werden (act. II 187/2 ff.).

3.3.3 Der Hausarzt med. prakt. H.________, Praktischer Arzt, diagnosti-
zierte im Bericht vom 25. August 2022 initial multiple Kontusionen (Hände 
rechtsbetont und Sakrumregion), im Verlauf posttraumatische Tendovagini-
tis stenosans A1-Ringband Dig. III und V rechts. Die Patientin sei am ... 
August 2021 Opfer häuslicher Gewalt durch …. im Hotel I.________, ge-
worden. Bei dieser psychisch schwer vorbelasteten Patientin sei es auch 
zu erheblichen Angstzuständen und emotionalen Krisen ("Nervenzusam-
menbruch") gekommen. Wegen der effektiv schon länger anhaltenden ob-
jektiven Bedrohungssituation habe die Patientin ausserdem in den Folgen-
wochen nach der Tätlichkeit viele Unannehmlichkeiten wie z.B. kurzzeitige 
Unterbringung in verschiedenen Hotelzimmern akzeptieren müssen (act. II 
201/27).

3.3.4 Im Aktenbericht vom 3. Februar 2023 diagnostizierte RAD-Arzt Dr. 
med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, das Folgende (act. II 210 S. 1): 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 9

1. Rechtsseitige posttraumatische Tendovaginitis stenosans A1-Ringband 
der Finger 3 und 5 
- St. n. Ringbandspaltung am 08.08.2022 

2. Schulterschmerzen rechts nach zweimaliger Operation mit Rotatoren-
manschettennaht, subakromialer Dekompression, AC-Gelenksresektion 
und später Re-Ruptur der Supraspinatussehne 

3. Schulterschmerzen bei Impingement linke Schulter, AC-Gelenks-
arthrose, subtotaler Supraspinatussehnenruptur und degenerativen 
Veränderungen von Subscapularis- und Infraspinatussehne 

4. Schweres Obstruktives Schlafapnoesyndrom

Der RAD-Arzt führte aus, hinsichtlich der Beschwerden der rechten Hand 
werde ein Bericht der Handchirurgischen Ambulanz des Spitals 
G.________ vorgelegt. Hierin werde eine sehr gute Funktion der Hand bei 
klinisch nur sehr schwach ausgeprägten Beschwerden beschrieben. Weite-
re Therapien in Form von Kortisoninjektionen seien von der Ambulanz im 
Falle von Beschwerden angeboten worden. Am 12. April 2022 sei eine wei-
tere Infiltration und wegen nur sehr limitiertem Effekt am 8. August 2022 
eine Ringbandspaltung durchgeführt worden. Der Bericht beschreibe weiter 
einen offensichtlich intraoperativen Befund, welcher inhaltlich aufzeige, 
dass durch die Operation ein freies Sehnengleiten erreicht worden sei. Ein 
versicherungsmedizinischer Einfluss auf das Zumutbarkeitsprofil liege nicht 
vor. Untersuchungsberichte, welche neue medizinische Aspekte zum beid-
seitigen Schulterleiden zu objektivieren in der Lage wären, seien nicht vor-
gelegt worden. In Bezug auf die Schulterbeschwerden sei bereits, bei ob-
jektivierten und erheblichen degenerativen Schäden mit ausgeprägten 
Schmerzen und Funktionseinschränkungen beider Schultern, ein orthopä-
disches Zumutbarkeitsprofil erstellt worden. Dieses sei weiterhin gültig und 
berücksichtige die bereits damalig ausgeprägt vorhandenen und zukünftig 
zu erwartenden degenerativen Einflüsse. Der Bewertung des Gutachters, 
dass der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht 
die Behandlung mit einem CPAP Gerät auferlegt werden könne, sei zuzu-
stimmen. Bei adäquater Behandlung liege kein versicherungsmedizinischer 
Einfluss auf das bestehende Zumutbarkeitsprofil vor (act. II 210 S. 2-3). 

3.3.5 Gestützt auf die Sprechstunde vom 27. März 2023 führte Dr. med. 
K.________ (im Medizinalberuferegister ohne Facharzttitel verzeichnet), 
Leitende Ärztin Handchirurgie, Spital L.________ AG, im Bericht vom 
10. April 2023 aus, die Patientin gebe an, dass sie wieder ähnliche Be-
schwerden habe im Bereich des Kleinfingers bei Status nach A1 Ringband-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 10

spaltung. Hier könne sie den Finger nicht in die Hand reinnehmen, ansons-
ten würde dieser blockieren. Ähnliche Beschwerden habe sie nun auch neu 
im Daumen. Der Ringfinger, welcher beim letzten Mal infiltriert worden sei, 
sei nun beschwerdefrei. Am Daumen bestehe hier ein Krankheitsfall, keine 
posttraumatischen Beschwerden. Hier müsse eine Infiltration oder eine 
Ringbandspaltung durchgeführt werden. Am Kleinfinger scheine es sich um 
ein Rezidiv zu handeln oder eine unvollständige Durchtrennung. Die Pati-
entin möchte eine definitive Lösung, sodass eine Operation geplant werde 
für den 4. April 2023 in Lokalanästhesie. Danach dürfe die Patientin von 
Anfang an funktionell bewegen, Schonung sei bis zur gesicherten Wund-
heilung vorzunehmen (act. II 217). 

Gemäss Operationsbericht erfolgte am 4. April 2023 eine A1 Ringbandspal-
tung Dig. V, insbesondere im distalen Anteil, hier inkomplette Spaltung so-
wie A1 Ringbandspaltung Dig. I Hand rechts (act. II 219).

3.3.6 In der Aktenbeurteilung vom 21. April 2023 hielt Dr. med. 
J.________ fest, bei dem vorgenommenen handchirurgischen Routineein-
griff sei nur eine kurzzeitige passagere Einschränkung der Handfunktion im 
Rahmen der Rekonvaleszenz zu erwarten. In somatischer Hinsicht könne 
daher am fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschaden festgehalten 
werden (act. II 221/2).

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 11

3.4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Aus den Berichten des Spitals G.________ vom 8. August 2021 und 
vom 28. Januar 2022 (act. II 187/2 ff.) sowie dem Bericht des med. prakt. 
H.________ vom 25. August 2022 zuhanden des Rechtsvertreters der Be-
schwerdeführerin (act. II 201/27) und von Dr. med. K.________ vom 4. und 
10. April 2023 (act. II 217, 219) ergeben sich keine Hinweise für eine län-
gerdauernde, d.h. mindestens drei Monate dauernde Arbeitsunfähigkeit 
(Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]) bezüglich der Beschwerden an der rech-
ten Hand. Nach dem Streit mit …. lagen gemäss der Erstbehandlung vom 
8. August 2021 im Spital G.________ keine Frakturen oder Fehlstellungen 
vor, sondern die Schmerzen waren auf Prellungen zurückzuführen (act. II 
187/4 ff.). Aufgrund der Beschwerden an zwei Fingern der rechten Hand 
erfolgten Kortisoninfiltrationen (act. II 187/2 ff., 210) und mehrmals eine 
operative A1-Ringbandspaltung (act. II 210, 217, 219). Gestützt auf die 
nachvollziehbaren und überzeugenden Stellungnahmen des RAD-Arztes 
Dr. med. J.________ vom 3. Februar 2023 (act. II 210) und vom 21. April 
2023 (act. II 221) ist sodann davon auszugehen, dass die dokumentierten 
Eingriffe (A1 Ringbandspaltungen vom 8. August und 4. April 2022, der 
letzte Eingriff erfolgte ohnehin ausserhalb des zeitlich massgeblichen Beur-
teilungszeitraums) keinen Einfluss auf das Zumutbarkeitsprofil und lediglich 
kurzzeitige Arbeitsunfähigkeiten im Rahmen der Rekonvaleszenz zur Folge 
hatten (vgl. act. II 221/2). Gestützt auf die schlüssige Beurteilung des Dr. 
med. J.________ vom 3. Februar 2023 ist zudem erstellt, dass keine Be-
richte, die eine erhebliche und längerdauernde Verschlechterung im Schul-
tergelenkbereich postulierten, vorliegen und dass sich das Zumutbar-
keitsprofil auch in orthopädischer Hinsicht nicht verändert hat (act. II 210/3). 

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Damit ist der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt (Be-
schwerde S. 19 Ziff. 37) und auf weitere Beweiserhebungen ist in antizipier-
ter Beweiswürdigung zu verzichten (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.6 Nach dem Dargelegten liegt weder eine psychiatrische (vgl. auch 
VGE IV/2022/690) noch eine somatische Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes seit der Begutachtung im Jahr 2018 vor. 

4.

4.1 Mit VGE IV/2020/690, E. 8, sprach das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der Beschwerdeführe-
rin befristet vom 1. Mai bis 30. September 2018 eine Dreiviertelsrente zu 
(act. II 130/24). Die Dreiviertelsrente wurde ab 1. Oktober 2018 (vgl. 
Art. 88a Abs. 1 IVV) aufgehoben, da ab Juli 2018 mit der Verbesserung des 
psychischen Zustandsbildes einen Revisionsgrund vorlag 
(VGE IV/2020/690, E. 6.6 [act. II 130/21]), was das Bundesgericht mit Ent-
scheid 8C_233/2021, E. 3.4 (act. II 143/7), nicht beanstandete. Gestützt auf 
das voll beweiswertige Verlaufsgutachten von Dr. med. F.________ vom 
20. September 2022 (act. II 189.1/111) ist weiter erstellt, dass der psychi-
sche Gesundheitszustand seither weitgehend unverändert ist (vgl. auch 
VGE IV/2022/690, E. 3.4) und auch in somatischer Hinsicht liegen gemäss 
schlüssiger Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. J.________ vom 3. 
Februar 2023 keine wesentlichen Veränderungen vor (E. 3.5 hiervor). Da-
mit ist erstellt, dass mit Verbesserung des psychischen Gesundheitszu-
standes ab Juli 2018 im Vergleich zum gesundheitlichen Zustand, wie er 
der (befristeten) Zusprache der Dreiviertelsrente zugrunde gelegen hatte, 
ein Revisionsgrund eingetreten ist.

Die Beschwerdegegnerin nahm die vom Bundesgericht (BGer 
8C_233/2021, E. 3.5 [act. II 143/7 f.]) verlangten beruflichen Eingliede-
rungsbemühungen in nicht zu beanstandender Weise an die Hand (act. II 
147, 161); zufolge der Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die Be-
schwerdeführerin konnten diese jedoch nicht mit einer Eingliederung, son-
dern nur mit dem (von der Beschwerdeführerin zu vertretenden) erfolglosen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 13

Abschluss beendet werden (Verfügung vom 18. Dezember 2022 [vgl. act. II 
195]). Dieser Abschluss ist nicht zu beanstanden, was das angerufene Ge-
richt mit Urteil vom heutigen Tag bestätigt (VGE IV/2022/690, E. 3.5).

Damit ist nun die für Versicherte mit Alter über 55 Jahren höchstrichterlich 
verlangte Eingliederungsunterstützung vor Aufhebung einer Rente erfolgt 
(vgl. BGer 8C_233/2021, E. 3.5 [act. II 143/7]) und die Beschwerdegegne-
rin hat die Rente bei einer an sich bereits seit Juli 2018 bestehenden 
85%igen Arbeitsfähigkeit (VGE IV/2020/690, E. 4.3.5 [act. II 130/18]) zu 
Recht revidiert. An den bereits in VGE IV/2020/690 festgehaltenen erwerb-
lichen Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert: Der Einkommensver-
gleich (a.a.O. E. 6.6.1 ff. [act. II 130/21]) sowie die Einschränkung im Auf-
gabenbereich (a.a.O. E. 7 [act. II 130/22 ff.]) gelten weiterhin, weshalb ein 
Invaliditätsgrad von 12 % besteht (act. II 211/2; vgl. auch VGE IV/2020/690, 
E. 8 [act. II 130/24]) und die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 
Rente mehr hat.

4.2 Mit BGer 8C_233/2021 (act. II 143) wurde die Rentenzusprache 
(Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2018 [vgl. act. II 130/25]) rechtskräftig. Das 
BGer hob die Befristung der Rente bis 30. September 2018 insoweit auf, 
als es vor der Umsetzung der durch die gesundheitliche Verbesserung ge-
botenen Revision die Prüfung von Eingliederungsmassnahmen für geboten 
erachtete (BGer 8C_233/2021, E. 3.5 [act. II 143/7 f.]). Damit wurde die 
Rentenzusprache zur unbefristeten und die Revision frühestens auf den 
Zeitpunkt des Abschlusses der beruflichen Massnahmen möglich, wie 
wenn diese von Anbeginn weg durchgeführt worden wären. Wird in solchen 
Fällen die berufliche Massnahme abgeschlossen, so kann (frühestens) 
gleichzeitig auch die Rentenrevision erfolgen. Die entsprechende Revisi-
onsverfügung folgt den allgemeinen Grundsätzen der Rentenrevision, wes-
halb die Rentenaufhebung frühestens auf das Ende des der Verfügung 
folgenden Monats umgesetzt werden kann (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV). 
Nichts daran ändert, wenn die beruflichen Massnahmen zufolge Verletzung 
der Mitwirkungspflicht erfolglos abgeschlossen werden.

In Abweichung der angefochtenen Verfügung vom 14. Februar 2023, mit 
welcher die Beschwerdegegnerin die Rente zwar rückwirkend per 1. Januar 
2022 einstellte, indes ausdrücklich auf eine Rückforderung verzichtete, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 14

womit die Rentenaufhebung de facto erst per Ende Februar 2023 angeord-
net wurde, besteht mithin auch noch für den Monat März 2023 der bisheri-
ge Rentenanspruch.

4.3 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 14. Februar 2023 dahingehend abzuändern, 
als die Dreiviertelsrente per 1. April 2023 aufzuheben ist. Im Übrigen ist die 
Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei einem Obsiegen im geringfügigen Ausmass durch die Beschwerdefüh-
rerin werden die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, der 
Beschwerdeführerin zu Fr. 600.-- (¾ von Fr. 800.--) zur Bezahlung aufer-
legt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen. 
Die restlichen Verfahrenskosten von Fr. 200.-- hat die Beschwerdegegnerin 
zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

5.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 
Mit Kostennote vom 4. Mai 2023 machte Rechtsanwalt lic. iur. B.________ 
eine Parteientschädigung von Fr. 2'542.10 (Fr. 2'291.60 zuzüglich Spesen 
von Fr. 68.75 und MWST von Fr. 181.75) geltend, was nicht zu beanstan-
den ist. Davon hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ¼, 
d.h. Fr. 635.50 (inkl. Auslagen und MWST), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, IV/23/173, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 14. Februar 2023 dahingehend abge-
ändert, als die Dreiviertelsrente per 1. April 2023 aufgehoben wird. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten, festgelegt auf Fr. 800.--, werden der Beschwer-
degegnerin zu Fr. 200.-- zur Bezahlung auferlegt. Die übrigen Verfah-
renskosten werden der Beschwerdeführerin zu Fr. 600.-- auferlegt und 
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- entnommen. Die Re-
stanz von Fr. 200.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die reduzierten 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 635.50 (inkl. Auslagen und 
MWST), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.