# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fab89084-e922-59aa-b63c-d1d81493d8a3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.06.2024 LB240014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB240014_2024-06-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB240014-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss vom 17. Juni 2024

in Sachen

A._____ S.r.l., 
Beklagte und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._____

gegen

B._____, 
Kläger und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____

betreffend Forderung (Zuständigkeit)

Berufung gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen im 
ordentlichen Verfahren vom 27. März 2024 (CG230006-G)

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Rechtsbegehren:

des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 5/2 S. 2):

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 69 960 Euro zu be-
zahlen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger auf den Betrag von 
69 960 Euro 5 % Verzugszinse p. a. seit dem 12. Mai 2021 zu be-
zahlen.

3. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger auf den 
Betrag von 69 960 Euro 5 % Verzugszinse p. a. seit dem 30. März 
2020 zu bezahlen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Be-
klagte, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7,7 %."

Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen im ordentlichen Verfahren 
vom 27. März 2024:

(Urk. 2 S. 24 f. = Urk. 5/31 S. 24 f.)

1. Auf die Klage wird eingetreten.

2. Der Beklagten wird eine nicht erstreckbare Frist von 15 Tagen ab Zustellung 

des vorliegenden Beschlusses angesetzt, um die schriftliche Klageantwort im 

Doppel einzureichen.

[…]

3. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen werden mit dem Endentscheid ver-

legt.

4. (Schriftliche Mitteilung) 

5. (Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage)

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Berufungsanträge:

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 27):

"[Die Beklagte] beantragt unter Übernahme der Gerichtskosten und Aus-
lagen, dass das Obergericht des Kantons Zürich:

Auf vorläufige Weise
l. Erklärt die vorliegende Berufung für zulässig;
ll. Lässt die vorliegende Berufung zu;
III. Stellt die aufschiebende Wirkung fest, die sich aus der Berufung 

gemäß Art. 315 ZPO ergibt;
Hauptsächlich
lV. Ändert den Beschluss vom 27. März 2024 (Bezirksgericht MEILEN) 

dahingehend ab, dass es die Schweizer Gerichte, insbesondere 
das Bezirksgericht MEILEN (bzw. das Friedensrichteramt 
C._____), für unzuständig erklärt, um über das Verfahren zu ent-
scheiden, das mit Klage vom 30. Januar 2023 (bzw. mit Schlich-
tungsantrag vom 2. Mai 2022) von B._____ gegen A._____ S.R.L. 
eingereicht wurde;

V. Erklärt daher die Klage vom 30. Januar 2023 (bzw. den Schlich-
tungsantrag vom 2. Mai 2022) von B._____ gegen A._____ S.R.L. 
für unzulässig;

Vl. Erklärt, bzw. stellt die Nichtigkeit der Klagebewilligung fest, die von 
Friedensrichteramt C._____ in der vorliegenden Sache 
(CC230006-G, bzw. CV.2O22.OOO2O) erteilt wurde;

Subsidiär
Vll. Hebt den Beschluss vom 27. März 2024 (Bezirksgericht MEILEN) 

auf und verweist die Sache an die Vorinstanz zurück, um eine neue 
Entscheidung im Sinne der Erwägungen zu treffen;

Mehr subsidiär
Vlll. Hebt den Beschluss vom 27. März 2O24 (Bezirksgericht MEILEN) 

auf und verweist die Sache zur weiteren Untersuchung an die un-
tere Behörde zurück."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Der Kläger und Berufungsbeklagte (fortan Kläger) ist ein Schweizer Kunst-

sammler mit Wohnsitz in C._____ ZH und Verwaltungsratspräsident eines bekann-

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ten Schweizer Medienunternehmens, der B'._____ AG. Bei der Beklagten und Be-

rufungsklägerin (fortan Beklagte) handelt es sich um ein italienisches Auktionshaus 

mit Sitz in D._____, Italien. Am 17. März 2020 ersteigerte der Kläger von der Be-

klagten im Rahmen einer Internetauktion zwei Kunstwerke. Weil im weiteren Ver-

lauf Zweifel an deren Echtheit aufkamen, erhob der Kläger mit Eingabe vom 30. Ja-

nuar 2023 und unter Beilage der Klagebewilligung vom 11. Oktober 2022 (Urk. 5/1) 

bei der Vorinstanz Klage gegen die Beklagte mit den eingangs aufgeführten 

Rechtsbegehren (Urk. 5/2). Mit Eingabe vom 21. Februar 2023 erhob die Beklagte 

die Einrede der internationalen bzw. örtlichen Unzuständigkeit und beantragte, es 

sei auf die Klage nicht einzutreten (Urk. 5/11). In der Folge beschränkte die Vorin-

stanz das Verfahren mit Verfügung vom 6. April 2023 auf diese Frage (Urk. 5/13). 

Der weitere Prozessverlauf vor Vorinstanz kann den Erwägungen des angefochte-

nen Entscheids entnommen werden (Urk. 2 E. II). Am 27. März 2024 fällte die Vor-

instanz den oben wiedergegebenen Beschluss (Urk. 2). 

2. Dagegen erhob die Beklagte am 19. April 2024 rechtzeitig (vgl. Art. 311 Abs. 1 

ZPO und Urk. 5/32/2) Berufung mit den oben aufgeführten Begehren (Urk. 1 S. 27). 

Mit Präsidialverfügung vom 23. April 2024 wurde auf das Gesuch der Beklagten um 

Feststellung der aufschiebenden Wirkung nicht eingetreten (Urk. 4). Die vorinstanz-

lichen Akten wurden beigezogen (Urk. 5/1–37). Den mit Verfügung vom 26. April 

2024 einverlangten Kostenvorschuss (Urk. 6) leistete die Beklagte innert erstreck-

ter Frist (Urk. 8; Urk. 9). Mit Eingabe vom 3. Juni 2024 ersuchte die Beklagte um 

eine Fristverlängerung, um eine Bestätigung der Zahlung des Kostenvorschusses 

zu erhalten (Urk. 19), woraufhin ihr mit Telefonat vom 4. Juni 2024 der Eingang des 

Kostenvorschusses bestätigt wurde (Prot. II S. 5).

3. Da sich die Berufung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offen-

sichtlich unbegründet erweist, kann auf weitere prozessuale Anordnungen verzich-

tet werden (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). 

II. Prozessuales

1.1. Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

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fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis über die Streit-

sache, d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-

schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; 

BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-

gründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrach-

ten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von 

Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungs-

kläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumen-

tativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf 

die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitun-

gen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend 

gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere 

Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 141 III 569 

E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). 

Das vorinstanzliche Verfahren wird nicht einfach fortgeführt oder gar wiederholt, 

sondern der Entscheid des Erstgerichts aufgrund von erhobenen Beanstandungen 

überprüft. Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderun-

gen genügenden Weise beanstandet wird, braucht die Rechtsmittelinstanz – zu-

mindest, solange ein Mangel nicht geradezu offensichtlich ist – nicht zu überprüfen 

(BGE 144 III 394 E. 4.1.4). 

1.2. Soweit die Beklagte in Ziffer II. 1 der Berufungsschrift (Urk. 1 S. 4 f.) einzig 

aus dem vorinstanzlichen Entscheid zitiert, ohne konkrete Beanstandungen zu er-

heben, ist hierauf nach dem Dargelegten nicht weiter einzugehen. Dasselbe gilt für 

ihre Ausführungen in den Ziffern II. 2.1–2.4 (Urk. 1 S. 6–11), in welchen sie aus-

schliesslich theoretische Ausführungen zum Begriff des Verbrauchers macht, ohne 

einen konkreten Bezug zum vorinstanzlichen Entscheid herzustellen. Ebenfalls un-

beachtlich ist die Erklärung, wonach alle in der Berufungsschrift angeführten Ele-

mente im vorinstanzlichen Verfahren belegt worden seien und daher auf diese ver-

wiesen werde (Urk. 1 Ziff. II S. 3 letzter Absatz); dies erfüllt die dargelegten Anfor-

derungen an die Berufungsschrift nicht.

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2.1. Die Beklagte rügt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs. So sei die Vor-

instanz mit ihrer lakonischen, summarischen oder gar oberflächlichen Argumenta-

tion im Entscheid vom 27. März 2024 der Begründungspflicht nicht nachgekommen 

(Urk. 1 Ziffer II. 2.5 S. 12). 

2.2. Die Vorinstanz führte in über 15 Seiten eingehend aus, weshalb die Voraus-

setzungen des Verbrauchervertrags nach Art. 15 Abs. 1 lit. c LugÜ erfüllt seien und 

die Verbraucherschutzgerichtsstände gemäss Art. 16 Abs. 1 LugÜ Anwendung fän-

den (Urk. 2 S. 5–20). Dem aus dem Gehörsanspruch fliessenden Anspruch auf 

Begründung des Entscheids wurde damit entgegen der Ansicht der Beklagten Ge-

nüge getan. Sie war denn auch ohne Weiteres in der Lage, den Entscheid sachge-

recht anzufechten. Der Vorwurf der Gehörsverletzung ist somit offensichtlich unbe-

gründet. Davon zu unterscheiden sind die Motive der Begründung, welche nicht 

das rechtliche Gehör, sondern die richtige Rechtsanwendung beschlagen (dazu 

nachfolgende Erwägungen).

III. Beurteilung der Berufung

1. Verbrauchereigenschaft des Klägers

1.1. Die Vorinstanz bejahte die Verbrauchereigenschaft des Klägers im Sinne von 

Art. 15 LugÜ zusammengefasst mit der Begründung, dass dieser das Bietformular 

persönlich handschriftlich unter Angabe seines eigenen Namens, Geburtsdatums, 

seiner privaten Handynummer und seiner privaten Wohnadresse in C._____ aus-

gefüllt habe, in der Folge die Gebote persönlich telefonisch abgegeben, die Zahlung 

der Kunstwerke über sein Privatkonto abgewickelt, diese als solche seiner Privat-

sammlung versichert und in seinem Namen unter Angabe seiner Privatadresse in 

die Schweiz eingeführt habe. Aufgrund all dieser Indizien sei davon auszugehen, 

dass der Kläger die streitgegenständlichen Kunstwerke zu seinem privaten Ge-

brauch und nicht für berufliche oder gewerbliche Zwecke erworben habe (Urk. 2 

S. 14). 

1.2. Die Beklagte moniert, die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie die 

anderen Indizien, die ebenso wichtig seien und darauf hinausliefen, dass der Kläger 

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in der Konstellation der vorliegenden nicht als Konsument im Sinne von Art. 15 

LugÜ betrachtet werden könne, nicht berücksichtigt habe. Diese Indizien seien hin-

reichend belegt worden und dennoch im angefochtenen Entscheid nicht ausführlich 

behandelt worden (Urk. 1 Ziffer II. 3.1.b). Mit dieser Rüge kommt die Beklagte ihrer 

Begründungspflicht (oben E. II. 1.1) nicht ausreichend nach. So unterlässt sie es 

aufzuzeigen, welche Indizien sie genau meint, wo sie diese vor Vorinstanz belegt 

hat und weshalb deren Berücksichtigung zu einem anderen Ergebnis hätte führen 

müssen. 

1.3. Die weiteren Ausführungen der Beklagten in der Berufungsschrift (Urk. 1) zur 

Verbrauchereigenschaft des Klägers wurden sodann nahezu wortgleich aus ihren 

vorinstanzlichen Eingaben vom 29. März 2023 (Urk. 5/11) und 14. Juli 2023 

(Urk. 5/25) übernommen:

Urk. 1 Ziffer II. 3.1.c.i = Urk. 5/11 Rz. 2

Urk. 1 Ziffer II. 3.1.c.ii, iii, iv = Urk. 5/11 Rz. 4, 4.1, 4.4.1, 4.4.2, 4.4.3

Urk. 1 Ziffer II. 3.1.d.i, ii, iii = Urk. 5/25 Rz. 2.1, 2.2, 2.3

Urk. 1 Ziffer II. 3.1.e.i, ii, iii, iv = Urk. 5/11 Rz. 4.2, 4.3, 4.3.1, 4.3.2, 4.3.3, 4.4.4

Urk. 1 Ziffer II. 3.1.f.i, ii, iii, = Urk. 5/25 Rz. 2.5, 2.6

Urk. 1 Ziffer II. 3.3 = Urk. 5/25 Rz. 2.8, 2.9

Urk. 1 Ziffer II. 3.4 = Urk. 5/11 Rz. 5

Dabei nimmt sie überhaupt keinen Bezug auf die Erwägungen der Vorinstanz und 

setzt sich mit diesen nicht auseinander, sondern trägt einzig nochmals ihre vor Vor-

instanz vorgebrachte Argumentationslinie vor. Dies genügt den oben (E. II. 1.1) 

beschriebenen Begründungsanforderungen nicht. Auf ihre diesbezüglichen Aus-

führungen ist daher nicht weiter einzugehen.

2. Ausrichtung der Tätigkeit der Beklagten auf die Schweiz

2.1. Die Vorinstanz erwog, der Kläger führe zahlreiche Anhaltspunkte im Sinne der 

Rechtsprechung ins Feld, welche in ihrer Gesamtheit dafür sprächen, dass die Be-

klagte ihre Tätigkeit (auch) auf die Schweiz ausgerichtet habe: Zusammengefasst 

seien dies der internationale Charakter des von der Beklagten betriebenen Kunst-

auktionshandels, die Angabe von internationalen Vorwahlen zu Telefonnummern 

auf der Website, die Verwendung der englischen Sprache auf der Website, mithin 

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einer anderen Sprache als der im Niederlassungsstaat der Beklagten verwendeten 

und im internationalen Verkehr etablierten, sowie insbesondere die Zusammenar-

beit der Beklagten mit Multiplikatordienstleister, welche (registrierte) Interessierte 

gezielt mittels E-Mail über anstehende Auktionen benachrichtigen und diesen über 

deren Websites teilweise direkte Gebotsabgaben ermöglichten. All diese Indizien 

erlaubten dem Gericht die Feststellung, dass sich die Tätigkeit der Beklagten im 

Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c LugÜ (auch) auf den Wohnsitzstaat des Klägers, die 

Schweiz, ausgerichtet habe. Diese Ausrichtung habe denn auch in einem sachli-

chen Zusammenhang mit dem Vertragsschluss gestanden (Urk. 2 S. 19 f.).

2.2. Auch die Ausführungen der Beklagten in der Berufungsschrift zur Ausrichtung 

ihrer Tätigkeit auf die Schweiz (Urk. 1 Ziffer II. 3.2) wurden tel quel aus ihrer vor-

instanzlichen Eingabe vom 14. Juli 2023 übernommen (Urk. 5/27 Rz. 2.7). Eine 

konkreter Bezug zum vorinstanzlichen Entscheid lässt sich einzig in ihrem Vorbrin-

gen finden, sie habe ihre Tätigkeit entgegen der Feststellung der Vorinstanz nie 

speziell auf die Schweiz ausgerichtet. Nur weil sie eine internationale Vorwahl auf 

ihrer Telefonnummer angegeben habe bzw. angebe oder gar Englisch auf ihrer 

Webseite verwende, bedeute dies nicht, dass sie ihre Aktivität auf die Schweiz aus-

gerichtet habe (Urk. 1 Ziffer II. 3.2 Absatz 3).

Diesbezüglich verkennt die Beklagte jedoch, dass die Vorinstanz die Ausrichtung 

der Beklagten auf die Schweiz nicht nur aufgrund der Abrufbarkeit der Webseite 

auf Englisch sowie der internationalen Vorwahl (+39) bejahte. So hielt sie im dar-

auffolgenden Abschnitt fest, dass das Statement der Beklagten auf ihrer Website 

ein weiteres starkes Indiz darstelle. Es laute übersetzt: "Seit den ersten Jahren des 

Bestehens des D._____ Sitzes in der Via E._____, war die Strategie des Auktions-

hauses klar: sich auf spezialisierte Auktionen fokussieren […] und gleichzeitig ver-

suchen, den eigenen Markt zu internationalisieren." Eindeutiger könne der Wille, 

die eigene Tätigkeit international auszurichten, kaum zum Ausdruck gebracht wer-

den – so die Vorinstanz weiter. In dieselbe Richtung weise der Umstand, dass die 

Beklagte mit F._____ eigens jemanden angestellt habe, der für den Export von Wa-

ren zuständig sei, wie der auf der Website erwähnten Berufsbezeichnung "Re-

sponsabile Operations Spedizioni-Esportazioni" ("Veranwortliche Operationen 

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Transporte-Exporte") zu entnehmen sei. Dadurch entstehe der Eindruck, die Be-

klagte habe auch für grenzüberschreitende Transaktionen die notwendige Exper-

tise, wodurch sich internationales Klientel angesprochen fühlen dürfte, was zwei-

felsohne der Intention der Beklagten entspreche (Urk. 2 S. 18). Auch müsse sich 

die Beklagte einerseits entgegenhalten lassen, dass auf ihrer Website keine 

Disclaimer zu finden seien, welche einen indiziellen Anhaltspunkt dafür liefern wür-

den, dass sie ihre Aktivitäten nicht auf die Schweiz habe ausrichten wollen. Ande-

rerseits habe sich die Beklagte ihre Zusammenarbeit mit den Multiplikatordienst-

leistern entgegenhalten zu lassen, auf deren Websites sie die Auktion vom 

17. März 2020 aktenkundig habe bewerben lassen. Der Kläger sei über eine 

E-Mail-Benachrichtigung von G._____ auf die Beklagte und die beiden Kunstwerke 

aufmerksam geworden, was von der Beklagten nicht bestritten werde. Er sei folglich 

Adressat einer gezielten, letztlich der Beklagten zuzurechnenden Direktwerbung 

gewesen, welche darauf ausgerichtet gewesen sei, den Kläger mit Wohnsitz aus-

serhalb von Italien dazu zu bewegen, mit der Beklagten Kontakt aufzunehmen und 

letztlich auf die Kunstwerke zu bieten. Ebendies sei in der Folge geschehen, wes-

halb auch der sachliche Zusammenhang, wie ihn das Bundesgericht fordere, ge-

geben sei (Urk. 2 S. 18 f.).

Auf diese Erwägungen geht die Beklagte in ihrer Berufungsschrift (Urk. 1) mit kei-

nem Wort ein. Es hat daher auch betreffend die Ausrichtung der Tätigkeit der Be-

klagten auf die Schweiz bei den vorinstanzlichen Feststellungen zu bleiben. 

3. Ergebnis

Der Beklagten gelingt es nach dem Ausgeführten nicht, aufzuzeigen, dass die Vor-

instanz zu Unrecht von der Verbrauchereigenschaft des Klägers sowie der Ausrich-

tung der Tätigkeit der Beklagten auf die Schweiz ausging. Die Erwägungen der 

Vorinstanz zu den übrigen Voraussetzungen des Verbrauchervertrags nach Art. 15 

Abs. 1 lit. c LugÜ werden von der Beklagten nicht beanstandet. Damit sind sämtli-

che Voraussetzungen erfüllt. 

Soweit die Beklagte erneut (vgl. Urk. 5/11 Rz. 5 Absatz 6) behauptet, der Kläger 

habe mit der Unterzeichnung des Bietformulars die Zuständigkeit der D._____ Ge-

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richte akzeptiert (Urk. 1 Ziffer II. 3.4 Absatz 6), ohne sich mit den diesbezüglichen 

– zutreffenden – Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 2 S. 21 f.) auseinanderzusetz-

ten, ist auch hierauf nicht weiter einzugehen. 

Die Berufung der Beklagten erweist sich damit als offensichtlich unbegründet, wes-

halb sie abzuweisen ist, soweit auf sie einzutreten ist, und die Dispositiv-Ziffern 1 

und 3 des Beschlusses des Bezirksgerichts Meilen vom 27. März 2024 sind zu be-

stätigen.

Nachdem die Vorinstanz der Beklagten mit Schreiben vom 5. April 2024 mitgeteilt 

hatte, die Berufung habe aufschiebende Wirkung und würde die Frist zur Erstattung 

der Klageantwort somit "unterbrechen" (Urk. 5/34), und auch mit Präsidialverfügung 

vom 23. April 2024 darauf hingewiesen wurde, dass der Berufung von Gesetzes 

wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Urk. 4), wird die Vorinstanz der Beklag-

ten die Frist zur Beantwortung der Klage neu anzusetzen haben.

IV. 

1. Das Berufungsverfahren beschlägt eine vermögensrechtliche Streitigkeit mit 

einem Streitwert von Fr. 68'575.–. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in An-

wendung von § 12 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 und Abs. 2 der Gerichtsge-

bührenverordnung des Obergerichts auf Fr. 3'500.– festzusetzen. Die Kosten sind 

ausgangsgemäss der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem 

von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.– (Urk. 9) zu verrechnen 

(Art. 111 Abs. 1 ZPO).

2. Parteientschädigungen sind für das Berufungsverfahren keine zuzusprechen; 

der Beklagten zufolge ihres Unterliegens, dem Kläger mangels relevanter Umtriebe 

(vgl. Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO).

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Es wird beschlossen:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird, und die 

Dispositiv-Ziffern 1 und 3 des Beschlusses des Bezirksgerichts Meilen vom 

27. März 2024 werden bestätigt.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'500.– festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beklagten 

auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss von Fr. 3'500.– verrechnet. 

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage des Dop-

pels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 68'575.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

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Zürich, 17. Juni 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
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