# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 372956df-2296-58ff-a5d5-ae5d534e9d28
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 29.03.2017 810 16 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-54_2017-03-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 29. März 2017 (810 16 54) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Erlöschen der Niederlassungsbewilligung 

 

 
 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl,  
Gerichtsschreiberin Irmgard Mostert Meier 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dieter Roth, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Niederlassungsbewilligung  

(RRB Nr. 142 vom 2. Februar 2015, recte 2016) 
 
 
 
 
A. Die indische Staatsangehörige A.____ wurde 1986 in der Schweiz geboren. Ihre Eltern 
B.____ und C.____ (beide indische Staatsangehörige) leben seit 1982 bzw. 1986 in der 
Schweiz. Bis 1990 lebte A.____ bei den Eltern in der Schweiz. Von 1990 bis 2002 lebte A.____ 
in ihrer Heimat Indien, wo sie die gesamte Schulzeit in einem Internat absolvierte. 
 

 

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B. Nach Abschluss der Schule ersuchten die Eltern von A.____ um eine Einreisebewilli-
gung für ihre Tochter mit der Begründung, sie solle bei ihnen in der Schweiz bleiben, die deut-
sche Sprache lernen und eine Weiterbildung machen. Am 25. März 2002 reiste A.____ in die 
Schweiz ein und erhielt in der Folge eine Niederlassungsbewilligung. 
 
C. Im August 2007 verliess A.____ ohne Abmeldung und ohne Gesuch um Aufrechterhal-
tung der Niederlassungsbewilligung die Schweiz, um in Indien bis März 2012 Medizin zu studie-
ren und von September 2012 bis November 2013 in Indien ein Medizinpraktikum zu absolvie-
ren. Während dieser Zeit besuchte sie mehrmals ihre Eltern in der Schweiz, wobei sie jeweils 
gemäss eigenen Angaben nie länger als sechs Monate der Schweiz fernblieb. 
 
D. Am 10. Mai 2014 stellte A.____ beim Amt für Migration (AfM) ein Gesuch um Aufrecht-
erhaltung der Niederlassungsbewilligung für drei Jahre, um sich in Indien zur Fachärztin für All-
gemeine Medizin weiterbilden zu können. 
 
E. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs stellte das AfM am 23. Juni 2015 fest, dass 
die Niederlassungsbewilligung von A.____ seit 28. Juli 2007 erloschen sei und ihr keine neue 
Aufenthaltsbewilligung erteilt werden könne. 
 
F. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Dieter Roth, Advokat, am 3. Juli 2015 Be-
schwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat), welcher die Be-
schwerde mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 142 vom 2. Februar 2015 (recte: 2016) ab-
wies. 
 
G. Gegen den Regierungsratsbeschluss erhob A.____, weiterhin vertreten durch Dieter 
Roth, Advokat, am 15. Februar 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des 
Regierungsratsbeschlusses Nr. 142 vom 2. Februar 2016 und die ordentliche Verlängerung der 
Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführerin unter o/e-Kostenfolge. 
 
H. In der Vernehmlassung vom 8. März 2016 beantragt der Regierungsrat die Abweisung 
der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
I. Mit Eingabe vom 25. August 2016 zeigte die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht 
die Anmeldung zum Ehevorbereitungsgespräch vom 30. August 2016 für die geplante Heirat 
mit dem Schweizer Bürger D.____ an. In der Folge sistierte das Kantonsgericht mit Verfügung 
vom 30. August 2016 das Beschwerdeverfahren. 
 
J. Mit Eingabe vom 28. November 2016 reichte die Beschwerdeführerin einen Auszug 
aus dem Eheregister ein, aus dem sich ergab, dass sie am 16. September 2016 in E.____, 
Kanton Luzern, den Schweizer Bürger D.____ geheiratet hat und beantragte, ihr sei eventualiter 
anstelle der Niederlassungsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familien-
nachzugs zu erteilen. 
 

 

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K. Mit Präsidialverfügung vom 5. Dezember 2016 wurde die Sistierung des Verfahrens 
aufgehoben und der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand gemäss § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbe-
stand vorliegt und die übrigen formellen Voraussetzungen – vorbehältlich der nachfolgenden 
Erwägung 1.2 – erfüllt sind, kann insoweit auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
1.2 Soweit die Beschwerdeführerin im ergänzten Rechtsbegehren vom 28. November 
2016 eventualiter beantragt, ihr sei aufgrund der während des hängigen Beschwerdeverfahrens 
vor Kantonsgericht erfolgten Heirat mit einem Schweizer Bürger anstelle der Niederlassungs-
bewilligung eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zu erteilen, kann 
mangels Zuständigkeit des Kantonsgerichts darauf nicht eingetreten werden. Für die Entgegen-
nahme von Gesuchen um Familiennachzug sowie für die erstinstanzliche Beurteilung derselben 
sind die jeweiligen kantonalen Migrationsbehörden und nicht das Kantonsgericht zuständig. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Wei-
teren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1 Streitgegenstand bildet einzig die Frage, ob die Vorinstanzen aufgrund des Ausland-
aufenthalts der Beschwerdeführerin in Indien zu Recht vom Erlöschen ihrer Niederlassungsbe-
willigung ausgegangen sind. 
 
3.2 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Beschwerde-
führerin im Juli 2007 ihren Wohnsitz objektiv betrachtet nach Indien verlegt habe. Sie habe sich 
vom 28. Juli 2007 (Ausreise aus der Schweiz und Aufnahme des Medizinstudiums in Indien) bis 
am 12. Oktober 2014 (erstmalige Rückkehr in die Schweiz nach der Aufnahme des weiterfüh-
renden Studiums in Allgemeiner Medizin) während mehr als sieben Jahren zu Studienzwecken 
in Indien aufgehalten. Während dieser Zeit habe sie im Rahmen von 17 Besuchen insgesamt 
zwar 354 Tage in der Schweiz bei ihren Eltern in F.____ verbracht (vgl. Aufstellung des AfM 
S. 119). Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin insbesondere die prägenden Lebensjahre 
der Adoleszenz (also die obligatorische Schulzeit durchgehend von 1990 bis 2002) sowie die 
gesamte bisherige berufliche Ausbildung nicht in der Schweiz, sondern im Herkunftsland der 
Eltern zugebracht habe, zeige, dass sie im Herkunftsland ihrer Eltern verwurzelt sei. Auch sei 

 

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zu beachten, dass sie die Schweiz als 21-Jährige zu Studienzwecken verlassen habe, d.h. in 
einem Alter, in dem die Eltern erfahrungsgemäss nicht mehr die wichtigsten und auch nicht 
mehr die einzigen Bezugspersonen seien. Daher habe die Beschwerdeführerin während der 
Studienzeit ihren Lebensmittelpunkt trotz der regelmässigen Besuche nicht in der Schweiz bei 
ihren Eltern, sondern in Indien gehabt. Deshalb hätten die periodischen Aufenthalte bei den 
Eltern, die unbestrittenermassen jeweils innerhalb von sechs Monaten stattgefunden hätten, die 
sechsmonatige Erlöschensfrist von Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AuG nicht zu unterbrechen vermocht, 
weshalb die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführerin erloschen sei. Des Weiteren 
sei das Aufrechterhaltungsgesuch vom 10. Mai 2014 klar zu spät eingereicht worden. 
 
3.3 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, sie habe die Schweiz nie länger als sechs 
Monate verlassen, weshalb ihre Niederlassungsbewilligung nicht erloschen sei. Sie sei in ihrem 
Vertrauen auf das gesetzmässige Verhalten zu schützen. Sie habe ihren gesetzlichen Wohnsitz 
bei ihren Eltern in der Schweiz beibehalten und nur vorübergehend eine Ausbildung in Indien 
besucht, ohne je länger als sechs Monate von der Schweiz weggeblieben zu sein. In Indien 
habe sie über flüchtige Studienbekanntschaften hinaus kein eigentliches Sozialleben begründet, 
und sie habe auch ihren Lebensmittelpunkt nicht nach Indien verlegt. Zwar habe sie in der 
Schweiz neben ihren Eltern und deren persönlichem Umfeld keine besonders grosse Anzahl 
Bekannter, aber ihr Lebensmittelpunkt befinde sich klar in der Schweiz, da sie hier viele Jahre 
verbracht und die Schweiz jeweils nur für wenige Monate verlassen habe. Schon zum Zeitpunkt 
der Studienaufnahme habe es ihrem klaren Willen entsprochen, in der Schweiz zu wohnen und 
hier ihre Berufstätigkeit auszuüben, um in der Nähe ihrer Eltern zu sein. Als Einzelkind werde 
sie zunehmend für ihre Eltern sorgen müssen, wenn diese alt und gebrechlich würden. Des 
Weiteren könne im Zeitalter der Globalisierung und der permanenten Mobilität nicht erwartet 
werden, dass sie mehr als die im Gesetz verlangte Sechsmonatsgrenze einhalte. Eine zu 
strenge Anwendung der sechsmonatigen Erlöschensfrist würde dazu führen, dass junge Nie-
dergelassene, im Gegensatz zu Schweizer Bürgern, nie eine Ausbildung im Ausland absolvie-
ren könnten, ohne ihr Bleiberecht im eigentlichen Wohnsitzland zu verwirken. Sie habe ihren 
Fähigkeiten und finanziellen Möglichkeiten entsprechend einen optimalen Ausbildungsab-
schluss angestrebt, um danach in der Schweiz gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. 
Mit ihrer Ausbildung und ihren guten Sprachkenntnissen in Deutsch und Französisch erfülle sie 
die Voraussetzungen, sich in der Schweiz als Fachkraft etablieren zu können. 
 
4. Verlässt eine ausländische Person die Schweiz ohne Abmeldung, erlischt deren Nie-
derlassungsbewilligung nach sechs Monaten (Art. 61 Abs. 2 erster Satz des Bundesgesetzes 
über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 16. Dezember 2005). Auf Gesuch hin kann 
die Niederlassungsbewilligung während vier Jahren aufrechterhalten werden (Art. 61 Abs. 2 
Satz 2 AuG), wobei das Gesuch gemäss Art. 79 Abs. 2 der Verordnung über Zulassung, Auf-
enthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 vor Ablauf der sechsmonatigen Frist 
eingereicht werden muss. Art. 61 Abs. 2 AuG entspricht in Bezug auf die Niederlassungsbewil-
ligung dem früheren Art. 9 Abs. 3 lit. c des aufgehobenen Bundesgesetzes über Aufenthalt und 
Niederlassung der Ausländer (ANAG) vom 26. März 1931, weshalb die dazu ergangene Recht-
sprechung massgebend bleibt. Danach erlischt die Niederlassungsbewilligung, wenn sich ein 
Ausländer während sechs aufeinanderfolgenden Monaten ununterbrochen im Ausland aufhält, 

 

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wobei es weder auf die Motive der Landesabwesenheit noch auf die Absichten des Betroffenen 
ankommt. Die sechsmonatige Frist wird zudem durch vorübergehende Besuchs-, Tourismus- 
oder Geschäftsaufenthalte in der Schweiz nicht unterbrochen (Art. 79 Abs. 1 VZAE). Somit er-
lischt die Niederlassungsbewilligung wegen Aufenthaltsunterbruchs auch dann, wenn die aus-
ländische Person während eines grösseren Zeitraums landesabwesend ist, jeweils vor Ablauf 
von sechs Monaten für beschränkte Zeit in die Schweiz zurückkehrt, dies aber bloss zu Be-
suchszwecken tut. Bei solchen Verhältnissen werden nicht etwa die (verschiedenen) Ausreise-
zeitpunkte, sondern vielmehr die Frage nach dem Lebensmittelpunkt zum ausschlaggebenden 
Kriterium (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2C_405/2015 vom 23. Oktober 2015, 
E. 2.2, mit Hinweisen). Die Niederlassungsbewilligung soll es der ausländischen Person ermög-
lichen, dauerhaft zusammen mit ihrer Familie in der Schweiz zu wohnen und sich in die hiesige 
Gesellschaft zu integrieren. Sie bezweckt indessen nicht, ihr eine Anwesenheitsberechtigung 
und Arbeitserlaubnis einzuräumen, auf die sie sich nötigenfalls eines Tages berufen kann. Aus 
diesen Gründen sind hinsichtlich der Dauer des Studiums bzw. Schulbesuchs im Ausland ge-
wisse Grenzen zu setzen, wobei die Umstände des Einzelfalles angemessen zu berücksichti-
gen sind (Urteile des Bundesgerichts 2C_400/2015 vom 31. Mai 2016 E. 6.2; 2C_609/2011 vom 
3. April 2012 E. 3.4). Überschreitet der Auslandsaufenthalt die Dauer von sechs Monaten, er-
lischt die Niederlassungsbewilligung von Gesetzes wegen, d.h. automatisch, ohne dass die 
Ausländerbehörde eine entsprechende Verfügung erlassen müsste (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 2C_491/2013 vom 29. Mai 2013 E. 2). 
 
5.1 Die in der Schweiz geborene Beschwerdeführerin verliess die Schweiz 1990 im Alter 
von vier Jahren und kehrte in ihr Heimatland Indien zurück, wo sie die Grundschulen besuchte. 
Im März 2002 kam sie im Rahmen des Familiennachzugs zurück zu ihren Eltern in die Schweiz 
und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Von September 2002 bis Juni 2004 besuchte sie 
die G.____ Schule in H.____ sowie Deutsch- bzw. Französischkurse. Damit erfolgte keine um-
fassende Schulbildung in der Schweiz mit einer Vermittlung der sprachlichen Fähigkeiten. In der 
Schweiz hat die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben eine Lehrstelle gesucht, aber kei-
ne gefunden. Daraufhin verliess die mittlerweile volljährige Beschwerdeführerin am 28. Juli 
2007 die Schweiz wieder und reiste nach Indien, um dort von August 2007 bis März 2012 Medi-
zin zu studieren. Im Anschluss daran absolvierte sie, nach wie vor in Indien, von September 
2012 bis November 2013 ein Praktikum. Während der gesamten Studienzeit kehrte sie regel-
mässig in die Schweiz zurück, um während der Ferien ihre Eltern zu besuchen. Am 10. Mai 
2014 stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um Aufrechterhaltung ihrer Niederlassungsbe-
willigung für die Dauer von drei Jahren. Zur Begründung führte sie aus, dass sie nach dem Ab-
schluss ihres Medizinstudiums im Fach Allgemeine Medizin in Indien weiterstudieren wolle. Die 
Beschwerdeführerin verbrachte somit, nachdem sie bereits während den prägenden Kindheits- 
und Jugendjahren in Indien gelebt hatte, auch die gesamte Studienzeit – mit Ausnahme von 
Besuchsaufenthalten in der Schweiz – in Indien. Bei einem derart langen Heimataufenthalt zu 
Ausbildungszwecken ist von einem Lebensmittelpunkt im Ausbildungs- bzw. Herkunftsland aus-
zugehen und dies selbst dann, wenn die Eltern dauernd in der Schweiz leben und sie regel-
mässig besucht werden. Daran ändert auch nichts, wenn die Beschwerdeführerin ausführt, in 
Indien nur flüchtige Studienbekanntschaften geschlossen zu haben. Sie hat mit der Aufnahme 
des langjährigen Studiums ihren Lebensmittelpunkt in Indien begründet. Neben der siebenjähri-

 

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gen Dauer des Studiums im Ausland fällt hierbei zusätzlich ins Gewicht, dass die Beschwerde-
führerin im Zeitpunkt des Studienbeginns bereits volljährig war und sich in einem Alter befand, 
in welchem gemeinhin eine weitgehende Selbstständigkeit erreicht wird. Soweit die Beschwer-
deführerin im Übrigen einwendet, junge Niedergelassene könnten im Ausland keine Ausbildung 
absolvieren, ohne ihr Bleiberecht in der Schweiz zu verwirken, ist sie daran zu erinnern, dass 
die Möglichkeit bestanden hätte, rechtzeitig ein Gesuch zu stellen, um die Niederlassungsbewil-
ligung während vier Jahren aufrecht zu erhalten. Die Beschwerdeführerin hat es indes unterlas-
sen, das AfM über die Aufnahme des langfristigen Studienaufenthalts in Indien zu informieren 
bzw. rechtzeitig, d.h. spätestens innerhalb der sechsmonatigen Erlöschensfrist nach dem erst-
maligen Verlassen der Schweiz einen Antrag auf Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilli-
gung zu stellen. Einen entsprechenden Antrag hat sie erst im Mai 2014 und somit klar zu spät 
beim AfM gestellt. Damit hat die Beschwerdeführerin es dem AfM auch verunmöglicht, sie auf 
die nun eingetretene gesetzliche Folge, das Erlöschen ihrer Niederlassungsbewilligung, auf-
merksam zu machen.  
 
5.2 Dem Dargelegten zufolge haben die Vorinstanzen zu Recht festgestellt, dass die Nie-
derlassungsbewilligung der Beschwerdeführerin erloschen ist, was zur Abweisung der Be-
schwerde führt, soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
6. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- zu verrechnen. Der zu viel geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. Nach § 21 
Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts 
bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zuge-
sprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 
VPO). Die Parteikosten sind demzufolge wettzuschlagen. 
 
 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2'100.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin zu-
rückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin