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**Case Identifier:** a99e1b2f-1485-5003-a10d-7b1cabb64e5b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 C-835/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-835-2007_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-835/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  0 1 .  J u l i  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Vito Valenti, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

A._______,
vertreten durch Frau Advokatin Karin Wüthrich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Rentenrevision, Verfügung vom 20. November 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-835/2007

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1960 geborene französische Staatsangehörige A._______ 
war in den Jahren 1978 bis 2000 als Grenzgänger in der Schweiz er-
werbstätig  und  entrichtete  dabei  obligatorische  Beiträge  an  die 
Schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(act.  8).  Zuletzt  arbeitete  er  als  Umschlagsmitarbeiter  bei  der 
B._______ AG. Im September 2001 unterzog er sich einer Diskusher-
nienoperation im Bereich HW4/5 (act. 12, S. 2).

Mit Gesuch vom 8. Oktober 2001, eingegangen am 11. Oktober 2001 
bei der IV-Stelle Basel-Stadt, meldete sich der in Frankreich wohnhafte 
Versicherte zum Bezug von Leistungen der schweizerischen Invaliden-
versicherung an (act.  1,  S. 1-7). Im Anmeldeformular  gab er  an,  an 
Nacken- und Rückenschmerzen zu leiden, seit dem 17. April 2001 sei 
er arbeitsunfähig. 

Zur Prüfung des Leistungsgesuchs zog die IV-Stelle Basel-Stadt unter 
anderem folgende Unterlagen bei: 
- Formular Fragebogen Arbeitgeber, datiert vom 17. Oktober 2001 (act. 6);

- Spitalbericht; Hôpital Civil, Y._______, vom 4. Oktober 2001 (act. 9);

- neurologisch/neurochirurgisches Gutachten von Dr. med. C._______ vom 29. April 

2002 (act. 12);

- psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._______, FMH Kinder- und Jugendpsy-

chiatrie/-psychotherapie, vom 18. Juni 2002 (act. 14).

Mit  Verfügung  vom  22. Oktober  2002  wurde  dem  Versicherten  eine 
ganze  Invalidenrente  mit  Wirkung  ab  1. April  2002  zugesprochen, 
nebst einer Kinderrente (act. 21, S. 2-3). 

B.
Die IV-Stelle Basel-Stadt eröffnete am 4. Oktober 2005 ein Rentenrevi-
sionsverfahren (act. 23, S. 1-2). Zur Abklärung der medizinischen Ver-
hältnisse holte die Verwaltung den vom Versicherten ausgefüllten Fra-
gebogen "Revision der Invalidenrente", datiert vom 17. Oktober 2005, 
einen  ärztlichen  Verlaufsbericht  von  Dr.  E._______,  Hausarzt,  vom 
27. Mai  2006  (act.  25)  und  einen  ärztlichen  Bericht  von  Dr.  med. 
F._______, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, des regionalärztli-
chen Dienstes W._______ (RAD), vom 29. September 2006 ein (act. 
29). 

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Gestützt  auf  den Bericht  von Dr. F._______,  wonach aus psychiatri-
scher Sicht für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wieder volle Arbeitsfä-
higkeit  bestehe, teilte die IV-Stelle Basel-Stadt  dem Versicherten mit 
Vorbescheid vom 1. November 2006 mit, dass die Invalidenrente ein-
gestellt  werden müsse (act. 32). Am 9. November  2006 erklärte  der 
Versicherte, dass er mit dem Vorbescheid nicht einverstanden sei und 
machte eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend. 
Er beantragte die nochmalige Überprüfung des medizinischen Sach-
verhalts und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (act. 33, S. 1). Als Be-
weismittel legte er einen Arztbericht von Dr. G.._______, Neurologin, 
vom  8. November  2006  (act.  33,  S.  2-3),  ärztliche  Atteste  von  Dr. 
E._______  vom 27. Mai  2006  (act.  33,  S. 5)  und  vom 8. November 
2006 (act. 33, S. 4, nicht entzifferbar) sowie einen Bericht des Centre 
de  Traumatologie  et  orthopédie,  X._______,  vom  7. Mai  2002  ins 
Recht  (act.  33,  S.  6-7).  Der  zur  Stellungnahme  aufgeforderte  Dr. 
F._______, RAD W._______, führte insbesondere in Berücksichtigung 
des Berichts von Dr. G._______ am 22. November 2006 aus, die von 
Dr. G._______  geschilderten  Kopf-,  Nacken-  und  Rückenschmerzen 
seien von Dr. med. C._______, Neurologie und Neurochirurgie, im Gut-
achten vom 29. April  2002 bereits  abgeklärt  und der Versicherte  als 
voll  arbeitsfähig  beurteilt  worden. Aufgrund  der  Anamnese liege  be-
züglich dieser Schmerzen ein weitgehend gleich bleibender Gesund-
heitszustand vor. Eine Gesundheitsverschlechterung sei  nicht  plausi-
bel  belegt  worden.  Neurologische  Ausfälle  würden  auch  von  Dr. 
G._______ explizit verneint. Die von Dr. G._______ zur Schmerzlinde-
rung vorgeschlagene stationäre Rehabilitation widerspreche sich nicht 
mit der davor und danach bestehenden Arbeitsfähigkeit (act. 36). 

Mit  Eingaben vom 22. November 2006 und vom 14. Dezember 2006 
liess  der  Versicherte  einen  weiteren  Arztbericht  von  Dr.  E._______ 
vom 17. November 2006 (act. 37, S. 1-2) und einen radiologischen Be-
fundbericht von Dr. H._______, vom 12. Dezember 2006 (act. 40, S. 2) 
einreichen.

Mit vom 20. November 2006 datierter Verfügung wurde dem Versicher-
ten  die  Einstellung  der  Invalidenrente  bei  einem ermittelten  Invalidi-
tätsgrad von 0% mitgeteilt. Zur Begründung führte die IV-Stelle  aus, 
die im Rahmen der Rentenrevision durchgeführten medizinischen Ab-
klärungen  sowie  die  Untersuchung  des  regionalärztlichen  Dienstes 
vom 15. September 2006 hätten ergeben, dass eine relevante Verbes-
serung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die zumutbare 

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Arbeitsfähigkeit  vorliege. Aus gesamtmedizinischer  Sicht  sei  deshalb 
eine  100%-ige  Hilfsarbeiter-Tätigkeit  –  wie  die  zuletzt  ausgeübte  – 
wieder zumutbar. Einer allfälligen Beschwerde entzog die IV-Stelle die 
aufschiebende Wirkung (act. 47, S. 2-5). 

C.
Mit  Datum vom 30. Januar  2007  liess  der  Versicherte  (nachfolgend: 
Beschwerdeführer),  vertreten  durch  Rechsanwältin  K.  Wüthrich,  Be-
schwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  einreichen  und  folgende 
Anträge stellen:
1. Es sei die Verfügung vom 20. November 2006 aufzuheben.

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren. 

3. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung über den 31. Dezember 2006 hinaus eine 

Invalidenrente auf der Basis von mindestens 50% auszurichten.

4. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Dem Beschwerdeführer  sei  die  unentgeltliche  Prozessführung unter  Beiordnung 

der unterzeichnenden Anwältin zu gewähren.

In materieller Hinsicht liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen rü-
gen,  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  sei  nicht  genügend  abgeklärt 
worden, da zu Unrecht nur auf den Bericht des RAD abgestellt worden 
sei. Dr. F._______ habe eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus neu-
rologischer  Hinsicht  vorgenommen.  Die  komplexen  körperlichen  Be-
schwerden  bedürften  jedoch  unbedingt  einer  fachärztlichen  Beurtei-
lung,  weshalb  eine  rheumatologische  Abklärung  angezeigt  sei.  Dr. 
C._______,  der  in  seinem  Gutachten  vom  29. April  2002  von  einer 
75%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei, habe ebenfalls die Durch-
führung einer solchen Abklärung empfohlen. Zudem stehe der Bericht 
von Dr. F._______ im Widerspruch zu den Einschätzungen des behan-
delnden  Psychiaters  Dr.  med.  I._______.  Ob  der  Bericht  vom 
15./29. Juni 2006 überhaupt eine geeignete Grundlage für die Beurtei-
lung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit bilde, werde bestritten, zumal 
nicht  ausgeschlossen werden könne,  dass  Kommunikationsprobleme 
bestanden hätten, da der Beschwerdeführer nur über sehr rudimentäre 
Deutschkenntnisse verfüge. Was die Untersuchung vom 15. Septem-
ber 2006 betreffe, werde eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gel-
tend  gemacht,  da  es  dem Bruder  des  Beschwerdeführers  untersagt 
worden  sei,  an  der  fraglichen  Untersuchung  als  Dolmetscher  teilzu-
nehmen. Des Weiteren beantragte er bei  der Berechnung des Invali-
deneinkommens, in Berücksichtigung der seit bald sechs Jahren dau-
ernden Arbeitsunfähigkeit,  der sprachlichen Probleme und der Tatsa-
che,  dass  er  bei  der  Ausübung  einer  Tätigkeit  vermehrt  Pausen 

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einlegen müsse, einen leidensbedingten Abzug von 25% auf den LSE-
Tabellenlöhnen.  Der  Beschwerde  war  unter  anderem  ein  ärztliches 
Zeugnis von Dr. I._______, Psychiater, vom 13. Januar 2007 beigelegt 
(BVGer act. 1, Beilage 3).

D.
Mit Eingabe vom 23. März 2007 liess der Beschwerdeführer zur Prü-
fung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege verschiedene Bele-
ge einreichen (BVGer act. 3). 

E.
Am 16. April  2007 reichte der Beschwerdeführer dem Bundesverwal-
tungsgericht unaufgefordert  einen weiteren ärztlichen Bericht von Dr. 
I._______ vom 12. März 2007 ein (BVGer act. 5). 

F.
Am 16. April  2007 beantragte die  Vorinstanz die Abweisung der  Be-
schwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Zur Begrün-
dung verwies sie auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 
3. April 2007. Diese führte im Wesentlichen aus, aufgrund einer ausrei-
chenden medizinischen Abklärung und den in sich schlüssigen Befun-
de lasse sich kein Grund erkennen, dem Antrag auf Wiederherstellung 
der aufschiebenden Wirkung stattzugeben. Dr. F._______ sei in seiner 
umfassenden und gut nachvollziehbaren Untersuchung zum Ergebnis 
gelangt, dass aus psychiatrischer Sicht keinerlei Einschränkungen für 
die  zuletzt  ausgeübte  Hilfstätigkeit  attestiert  werden könne,  weshalb 
keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorliege. Daran ändere auch die im Jahr 
2002 vom behandelnden Psychiater Dr. D._______ diagnostizierte An-
passungsstörung mit hypochondrischer Symptomatik nichts. Die regio-
nalärztliche Untersuchung habe sich mit den vorbestehenden Berich-
ten auseinandergesetzt,  im Speziellen  auch mit  demjenigen  von Dr. 
D._______. Bezüglich  der  Anpassungsstörung  und  der  hypochondri-
schen Symptomatik  sei  eine weitgehende Remission und somit  eine 
Besserung eingetreten. Im Weiteren werde auch Stellung zur somati-
schen  Diagnose  des  neurologischen  Gutachtens  von Dr. C._______ 
(April 2002) genommen, wonach aufgrund der berichteten Beschwer-
den  keine  richtungsgebende  Änderung  ausgewiesen  werden  könne. 
Demnach könne von einer gesamtmedizinischen (psychiatrisch/neuro-
logisch)  vollen  Arbeitsfähigkeit  ausgegangen  werden,  weshalb  kein 
Anspruch auf eine erneute Abklärung bestehe (BVGer act. 6). 

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G.
In seiner Replik vom 1. Juni 2007 liess der Beschwerdeführer im We-
sentlichen  an  seinen  Anträgen  und  bereits  in  der  Beschwerde  ge-
machten  Ausführungen  festhalten.  Einerseits  sei  sein  Anspruch  auf 
rechtliches Gehör verletzt, andererseits sei der rechtserhebliche Sach-
verhalt  nicht  genügend abgeklärt  worden. Neu liess er  ein ärztliches 
Zeugnis von Dr. med. E._______ vom 21. Mai 2007 und das ausgefüll-
te  Formular  "Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  mit  Beilagen 
einreichen (BVGer act. 9).

H.
Mit Verfügung vom 8. Juni 2007 lud die Instruktionsrichterin die Vorins-
tanz zur Einreichung einer Duplik ein und ersuchte sie gleichzeitig, die 
erforderlichen  Beweismittel  betreffend  den  Zustellungszeitpunkt  der 
vom 20. November 2006 datierten Verfügung zu den Akten zu geben 
(BVGer act. 10).

I.
Mit Duplik vom 4. Juli 2007 übermittelte die IV-Stelle den Zustellungs-
nachweis bezüglich der angefochtenen Verfügung und bemerkte, der 
Datumsstempel vom 20. November 2006 auf der Verfügung sei falsch 
gewesen,  die  angefochtene  Verfügung  datiere  vom  20. Dezember 
2006. Zudem beantragte die IV-Stelle erneut  die Abweisung der Be-
schwerde und verwies auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt 
vom 2. Juli 2007. Diese führte sinngemäss aus, von einer Verletzung 
des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der RAD-Untersuchung 
könne keine Rede sein, da der Beschwerdeführer in der Einladung zur 
ärztlichen Untersuchung darauf hingewiesen worden sei, dass er sich 
selber um eine Übersetzungshilfe kümmern müsse, falls er eine solche 
als notwendig erachte. Dies sei offenbar nicht der Fall gewesen sei. In 
diesem Zusammenhang sei auf die ausführliche Anamnese-Erhebung 
von Dr. F._______ (act. 29, S. 2) zu verweisen (BVGer act. 11).

J.
Mit  Verfügung  vom 11. Juli  2007  wurde  der  Schriftenwechsel  abge-
schlossen. 

K.
Mit Zwischenverfügung vom 16. März 2009 wies die Instruktionsrichte-
rin  das  Gesuch  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung 
betreffend die angefochtene Verfügung (Datumsstempel 20. November 
2006) ab und forderte den Beschwerdeführer gleichzeitig auf, betref-

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fend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege die Steuerveranlagungen 
2006/2007 sowie Nachweise betreffend Sozialleistungen einzureichen 
(BVGer act. 13). Diese Verfügung wuchs unangefochten in Rechtskraft.

L.
Innert  Frist reichte der Beschwerdeführer die geforderten Unterlagen 
ein (BVGer act. 15, 17, 18).

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist seit dem 1. Januar 2007 zuständig 
für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),  sofern kein Ausnahmetatbestand er-
füllt  ist  (Art. 31 und Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni  2005 
über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, 
SR 173.32]). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Zulässig sind Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. 
Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von 
Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zuständig für die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde. 

1.1 Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im Sinn von Art. 5 
VwVG, durch die der Beschwerdeführer besonders berührt ist und an 
deren Aufhebung oder Änderung er ein schutzwürdiges Interesse hat 
(Art.  48  Abs.  1  VwVG;  vgl.  auch  Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG, SR 830.1]). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.

1.2 Mit Duplik vom 4. Juli 2007 übermittelte die Vorinstanz den Zustel-
lungsnachweis bezüglich der angefochtenen Verfügung und wies dar-
auf hin, das Stempeldatum 20. November 2006 auf der angefochtenen 
Verfügung sei falsch gewesen. Die Verfügung mit Datumsstempel vom 
20. November 2006 wurde am 22. Dezember 2006 der Post übergeben 

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und dem Beschwerdeführer gemäss Zustellungsnachweis am 29. De-
zember 2006 zugestellt. Da für den Beginn des Fristenlaufs die Zustel-
lung der Verfügung massgebend ist, erwächst dem Beschwerdeführer 
durch  die  gemäss  Vorinstanz  falsche  Datierung  der  angefochtenen 
Verfügung  kein  Rechtsnachteil.  In  Berücksichtigung  des  Fristenstill-
stands vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar wurde die Beschwer-
de vom 30. Januar  2007 frist-  und formgerecht  eingereicht  (Art. 22a 
Bst. c  i.V.m. Art. 50  Abs. 1,  Art.  52 Abs. 1  VwVG; vgl. auch Art.  60 
ATSG), weshalb auf sie einzutreten ist.

2.
Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch kei-
ne  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG an-
wendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG 
anwendbar,  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  des 
Bundes dies vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen 
des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) an-
wendbar,  soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom 
ATSG vorsieht.

2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

3.
Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht eine Verletzung des 
rechtlichen  Gehörs  im  Rahmen  des  Verwaltungsverfahrens  geltend. 
Dem Bruder des Beschwerdeführers sei es untersagt worden, an der 
Untersuchung vom 15. September 2006 als Dolmetscher teilzunehmen 
(BVGer act. 1, S. 7).

3.1 Das rechtliche Gehör umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnah-
me am Verfahren  und  auf  Einflussnahme auf  den  Prozess  der  Ent-
scheidfindung. In diesem Sinn dient es einerseits der Sachabklärung, 
stellt  andererseits  aber  auch  ein  persönlichkeitsbezogenens  Mitwir-
kungsrecht  beim Erlass von Verfügungen dar,  welche in  die Rechts-
stellung des Einzelnen eingreifen (BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 121 V 
150 E. 4a;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren und Ver-

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waltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998,  Rz. 292 ff.). 
Beim Anspruch auf Übersetzung handelt es sich um einen Teilgehalt 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommen-
tar, Zürich Basel Genf 2009, Art. 42 Rz. 11). 

3.2 Vorliegend ist dem Einladungsschreiben vom 27. Juli 2006 zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer darauf hingewiesen worden ist, 
dass  die  medizinische  Untersuchung  in  deutscher  Sprache  geführt 
werde und er sich bei Übersetzungsbedarf von einer Person begleiten 
lassen soll, die in seine Sprache übersetzen könne (act. 26, S.1). 

Im Gutachten von Dr. F._______ vom 29. September 2006 ist festge-
halten, dass der Beschwerdeführer zunächst den Eindruck vermittelte, 
als ob er  kein deutsches Wort  verstehen würde. Nachdem ihm dann 
ein neuer Termin mit Dolmetscher angeboten worden sei, habe es sich 
gezeigt, dass er problemlos Deutsch verstehe, und er habe auf Fran-
zösisch geantwortet. Das Gespräch habe somit halb in Deutsch halb in 
Französisch  stattgefunden,  was  für  die  Kommunikation  ausreichend 
gewesen sei (act. 29, S. 4). 

Da der Beschwerdeführer einerseits im Einladungsschreiben auf eine 
allfällige  Übersetzungsmöglichkeit  aufmerksam  gemacht  worden  ist, 
ihm andererseits anlässlich der Untersuchung vorgeschlagen worden 
ist, die Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt in Anwesenheit ei-
nes Dolmetschers durchzuführen, kann nicht von einer Verletzung des 
rechtlichen  Gehörs  gesprochen werden. Beizufügen  bleibt,  dass  ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein Anspruch auf die An-
wesenheit einer Begleitperson anlässlich einer Begutachtung besteht 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts I 991/06 vom 7. August 2007 E. 3 und 
Urteil des Bundesgerichts I 42/06 vom 26. Juni 2007 E. 4.3). 

4.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist die revisionsweise 
Einstellung der ganzen Invalidenrente. 

4.1 Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfah-
ren anwendbar sind.

4.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 

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130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbe-
stimmungen. 

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2,  BGE 130 V 
329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem 
Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach 
den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE130 V 445).

4.3 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates 
der Europäischen Union, so dass vorliegend die folgenden Erlasse an-
wendbar sind: das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über 
die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, nachfol-
gend FZA, SR 0.142.112.681), sein Anhang II, die Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme 
der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie de-
ren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft  zu- und ab-
wandern (nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71; SR 0.831.109.268.1) 
sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 
über  die  Durchführung  der  Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (nachfol-
gend: Verordnung Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11) (vgl. Art. 80a IVG). 

Das Freizügigkeitsabkommen setzt  die  verschiedenen bis  dahin  gel-
tenden bilateralen Abkommen zwischen der  Schweizerischen Eidge-
nossenschaft  und  den  einzelnen  Mitgliedstaaten  der  Europäischen 
Union  insoweit  aus,  als  darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird 
(Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozi-
alen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung al-
ler Mitgliedstaaten der Vertragsstaaten zu gewährleisten. 

4.4 Gemäss Art. 40 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgängern die 
IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätig-
keit  ausübt,  zur  Entgegennahme und Prüfung  der  Anmeldungen zu-
ständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der 
Anmeldung  ihren  ordentlichen  Wohnsitz  noch  in  der  benachbarten 
Grenzzone haben und der Gesundheitszustand auf die Zeit ihrer Tätig-
keit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IV-
Stelle für Versicherte im Ausland erlassen. Gemäss Abs. 3 dieser Be-

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stimmung bleibt die einmal begründete Zuständigkeit der IV-Stelle im 
Verlaufe des Verfahrens erhalten.

Da der Beschwerdeführer ehemaliger Grenzgänger ist  und nach wie 
vor seinen ordentlichen Wohnsitz in der benachbarten Grenzzone hat, 
ist  die IV-Stelle Basel-Stadt zu Recht für die Durchführung des Ren-
tenrevisionsverfahren und die IV-Stelle für Versicherte im Ausland für 
den Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig. 

5.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesge-
richts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tatsächli-
chen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung 
massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen, vgl. auch  THOMAS 
LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3.  Auflage,  Bern 
2003, S. 489 Rz. 20). 

Im Rentenrevisionsverfahren ist  nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung als zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruch-
serheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige 
Verfügung  massgeblich,  welche  auf  einer  materiellen  Prüfung  des 
Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung,  Be-
weiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). Der rechts-
erhebliche Sachverhalt wird somit in zeitlicher Hinsicht durch die Verfü-
gung der Vorinstanz vom 22. Oktober 2002 (act. 20, S. 2) als Referenz-
punkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invali-
ditätsgrades  einerseits  und  die  angefochtene  Verfügung  vom 
20. November 2006 (act. 47, S. 2) andererseits bestimmt. Es wird da-
her  zu  prüfen  sein,  ob  zwischen  dem  22.  Oktober  2002  und  dem 
20. November 2006 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des Ge-
sundheitszustands eingetreten ist. 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwen-
dung,  die bei  Erlass der Verfügung vom 20. November 2006 in Kraft 
gestanden sind. Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG vom 
21. März 2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
21. Mai  2003  (SR  831.201;  4.  IV-Revision,  AS  2003  3837  bzw. AS 
2003 3859) in Kraft getreten. Somit sind vorliegend für die Prüfung des 
geltend gemachten Anspruchs diese Fassungen des IVG und der IVV 
anwendbar. Für die Zeit vor Inkrafttreten der genannten Erlasse richtet 

Seite 11

C-835/2007

sich  ein allfälliger  Anspruch nach altem Recht. Die Änderungen des 
IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV-
Revision,  AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155,  in  Kraft  seit  1. Januar 
2008) sind hingegen nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid 
vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist.

Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verordnung 
vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Die entsprechen-
den Bestimmungen sind anwendbar auf  Sachverhalte,  die  sich nach 
dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Nicht anwendbar sind hinge-
gen die Änderungen des ATSG vom 6. Oktober 2006 und der ATSV 
vom 28. September  2007  (5.  IVG-Revision,  AS  2007  5129  bzw. AS 
2007  5155,  in  Kraft  seit  1. Januar  2008),  da  der  angefochtene  Ent-
scheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen 
ist (vgl. auch KIESER, a.a.O., Art. 82 Rz. 5).

Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit 
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 
Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der In-
validenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizeri-
sche Bundesgericht (vormals: Eidgenössisches Versicherungsgericht) 
erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefi-
nitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchst-
richterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-
krafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung 
ergibt,  weshalb  die  hierzu  entwickelte  Rechtsprechung übernommen 
und weitergeführt  werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3). Auch die 
Normierung des Art. 16 ATSG führt  nicht  zu einer  Modifizierung der 
bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Ver-
sicherten,  welche weiterhin nach der  allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 
zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 
V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b).

5.1 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invali-
dität"  nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern  nach der 
Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu erzielen  (BGE 110 V 273 E. 4a, 
BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betäti-
gen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im 

Seite 12

C-835/2007

angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen.

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die 
Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat. 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis am 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

5.2 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2007 gültig ge-
wesenen  Fassung)  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%, 
auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der Invalidität  von mindes-
tens 60%, auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% und auf  eine Viertelsrente bei einem solchen von mindes-
tens 40%. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Fassung) werden Renten, die einem Invalidi-
tätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  ab 
1. Juni 2002 für Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige 
von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, welche Anspruch 
auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäi-
schen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach der Rechtsprechung des 
Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis 
am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht eine blosse 

Seite 13

C-835/2007

Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine besondere Anspruchsvorausset-
zung dar (BGE 121 V 264 E. 5).

5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 16 ATSG). 

5.4 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbe-
zügerin erheblich ändert. Art. 88a Abs. 2 IVV führt dazu aus, dass bei 
einer  Verschlechterung  der  Erwerbsfähigkeit  die  anspruchsbeeinflus-
sende Änderung zu berücksichtigen ist,  sobald sie ohne wesentliche 
Unterbrechung  drei  Monate  angedauert  hat.  Bei  einer  Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit  oder der Fähigkeit,  sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit oder des inva-
liditätsbedingten Betreuungsaufwandes ist die anspruchsbeeinflussen-
de Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von 
dem Zeitpunkt  an  zu  berücksichtigen,  in  dem angenommen werden 
kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in je-
dem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre-
chung drei  Monate angedauert  hat  und voraussichtlich weiterhin an-
dauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV).

5.5 Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversiche-
rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein 
in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi-
cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be-
rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, BGE 113 V 22 E. 
4a, BGE 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. 
am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem  Aus-
mass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutba-
rer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Ar-
beitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat 
sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwei-

Seite 14

C-835/2007

sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er sei-
ne Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

5.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – 
und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b.cc). 

6.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und die Ar-
beitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  seit  der  rentenzusprechenden 
Verfügung vom 22. Oktober  2002 und der  renteneinstellenden Verfü-
gung vom 20. November 2006 massgeblich verändert hat. 

6.1 Der  Beschwerdeführer  rügt  eine  ungenügende  Feststellung  des 
Sachverhalts; insbesondere habe es die Verwaltung unterlassen, eine 
rheumatologische Abklärung vorzunehmen.

Grundlage  für  die  Zusprechung einer  ganzen Rente  mit  Wirkung ab 
dem 1. April  2002 waren in erster  Linie das von der IV-Stelle Basel-
Stadt  eingeholte  neurologisch/neurochirurgische  Gutachten  von  Dr. 
med. C._______, Neurologie und Neurochirurgie, vom 29. April  2002 
(act. 12) einerseits und das auf Anregung des medizinischen Dienstes 
der  IV-Stelle  Basel-Stadt erstellte  psychiatrische  Gutachten  von  Dr. 
med.  D._______,  FMH  Kinder-  und  Jugendpsychiatrie/-psycho-
therapie, vom 18. Juni 2002 (act. 14) andererseits.

Dr. C._______ führte in seinem Gutachten vom 29. April 2002 als Dia-
gnose Status nach ACIF-Operation HW4/5 vom 11. September 2001 
auf. Aufgrund der neurologischen Untersuchung bestehe keine Beein-
trächtigung  der  Arbeitsfähigkeit.  Bezüglich  der  psychisch-geistigen 
Ebene sei es schwer, eine Prognose abzugeben, der Explorand habe 
keinen Beruf erlernt und bis anhin nur Hilfsarbeiten erledigt. Auffallend 
sei eine Aggravationstendenz. Die normale Trophik, der normale Tonus 
und auch die gut ausgebildete Kraft an den oberen und unteren Extre-
mitäten sprächen für eine volle Einsatzmöglichkeit in einem geeigne-

Seite 15

C-835/2007

ten  Beruf.  Erschwerend  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  dem 
29. März  2001  zu  100%  krank  geschrieben  sei.  Zusammenfassend 
kam Dr. C._______ zum Schluss,  dass sich aus rein neurologischer 
und  wirbelsäulenspezifischer  sowie  neurochirurgischer  Sicht  keine 
Hinweise  auf  eine  Nervenwurzelkompression  oder  eine  radikuläre 
Symptomatik  ergäben.  Der  normale  Neurostatus  werde  auch  unter-
mauert durch die bildgebenden Verfahren. Dr C._______ ging von ei-
ner mindestens 75%-igen Arbeitsfähigkeit aus. Aufgrund der auffallen-
den  Körpersprache  sowie  der  Aggravationstendenz  empfahl  er,  den 
Beschwerdeführer rheumatologisch und psychiatrisch abzuklären (act. 
12).

Dr. D._______ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 18. Juni 2002 
eine leichte intellektuelle Minderbegabung (jedoch zu geringfügig, um 
die ICD-10 Kriterien zu erfüllen), eine einfach strukturierte, rigide, un-
selbständige Persönlichkeit, sowie eine Anpassungsstörung mit hypo-
chondrischer Symptomatik. Das Schmerzerleben wurde vom Gutachter 
als  glaubwürdig  beurteilt.  Unklar  sei  jedoch,  welcher  Anteil  des 
Schmerzerlebens  auf  eine  somatische  Pathologie  zurückgehe.  Eine 
Eingliederung sei ohne zusätzliche Hilfe allfälliger somatisch-medizini-
scher  Massnahmen nicht  zu  erreichen. Zurzeit  liege keine nennens-
werte Arbeitsfähigkeit vor (act. 14).

6.2 Im Rahmen des Revisionsverfahrens holte die IV-Stellen folgende 
Unterlagen ein:

Im Formular "Fragebogen für die Revision der Invalidenrente", datiert 
vom 17. Oktober 2005, bezeichnete der Beschwerdeführer seinen Ge-
sundheitszustand als unverändert. Bei der Verrichtung von Haushalts-
arbeiten sowie bei Fortbewegungen ausserhalb seiner Wohngemeinde 
sei er auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen (act. 23, S. 1-2).

Dr. E._______, behandelnder Arzt,  listete in seinem Kurzbericht vom 
27. Mai 2006 folgende Leiden auf: Nackenschmerzen, Bluthochdruck, 
Gedächtnisverlust,  Lumbalgie,  Kribbeln in der rechten Hand. Zur Ar-
beitsfähigkeit äusserte sich Dr. E._______ in seinem Bericht nicht (act. 
25, S.1). 

Dr.  F._______  Facharzt  Psychiatrie/Psychotherpie,  des  RAD 
W._______, hielt in seinem ausführlichen Bericht vom 29. September 
2006 gestützt auf eine psychiatrische Untersuchung vom 15. Septem-
ber 2006 fest: Die von Dr. D._______ festgestellte leichte intellektuelle 

Seite 16

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Minderbegabung begründe seiner Ansicht nach keine Arbeitsunfähig-
keit. Bezüglich der im Gutachten vom 18. Juni  2002 diagnostizierten 
Anpassungsstörung  mit  hypochondrischer  Symptomatik  fänden  sich 
allenfalls einzelne psychische Symptome wie Tagesmüdigkeit und eine 
ab und an auftretende Lebensunlust. Hinweise für eine relevante de-
pressive  Störung  fehlten.  Eine  psychiatrische  Diagnose  gemäss 
ICD-10 liege somit nicht vor. Bezüglich der Anpassungsstörung mit hy-
pochondrischer Symptomatik habe seit 2002 eine weitgehende Remis-
sion  bzw. richtungsgebende  Besserung  stattgefunden.  Zu  bemerken 
sei des Weiteren, dass Dr. D._______ hinsichtlich der von ihm erwähn-
ten einfach strukturierten, rigiden Persönlichkeit explizit keine Persön-
lichkeitsstörung diagnostiziert  habe. Somit  sei  der Beschwerdeführer 
aus  rein  psychiatrischer  Sicht  für  die  zuletzt  ausgeübte  Hilfstätigkeit 
voll arbeitsfähig. Bezüglich der somatischen Diagnosen habe sich auf-
grund der berichteten Beschwerden keine Änderung ergeben. Diesbe-
züglich  könne  weiterhin  auf  das  Gutachten  von  Dr. C._______  vom 
29. April  2002  abgestellt  werden.  Hinsichtlich  der  im  Verlaufsbericht 
von Dr. E._______ abweichenden Beurteilung würden dieselben Be-
schwerden  aufgeführt  wie  bereits  im  Gutachten  von Dr. C._______. 
Diese hätten sich nicht richtungsgebend verändert. Zudem mache Dr. 
E._______ keine Angaben über die Arbeitsfähigkeit. Ebenfalls begrün-
de weder die zusätzlich angeführte arterielle Hypertonie noch der Ge-
dächtnisverlust,  der nicht  objektiviert  werden könne, eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit. Dr. F._______ kam zum Schluss, dass die 
gesamtmedizinische  Arbeitsfähigkeit  in  neurologisch/psychiatrischer 
Hinsicht gegenwärtig nicht eingeschränkt sei (act. 29). 

6.2.1 Ausserdem finden sich in den Akten für die im zu überprüfenden 
Zeitraum folgende relevante medizinische Arztberichte: einen Bericht 
von Dr. G._______,  Neurologin,  vom 8. November  2006  (act.  33,  S. 
2-3),  einen  Kurzbericht  von  Dr. E._______  vom 17. November  2006 
(act. 37, S. 2). 

Dr. G._______  erklärte,  wie  bereits  in  den  Jahren  2001/2002  lägen 
chronische Folgebeschwerden im Bereich C7-C8-D1 rechts ohne aktu-
elle Denervierung vor. Im Bereich der Wirbelsäule und des Muskelge-
webes bestünden weitgehend mehrstufige  Kontrakturen,  der  Nacken 
sei  beschränkt  beweglich,  Schmerzen  strahlten  bis  in  die  unteren 
Gliedmassen aus, was auf eine mögliche Fibromyalgie hinweise. Zur 
Schmerzlinderung und um eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes zu vermeiden empfahl Dr. G._______ stationäre Rehabilitati-

Seite 17

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onsmassnahmen. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sie sich nicht (act. 33, 
S. 2-3).

Dr. E._______  befand  in  Übereinstimmung mit  Dr. G._______,  dass 
sich der Gesundheitszustand seit 2002 nicht verbessert habe. Zur Ar-
beitsfähigkeit  äusserte  sich  Dr.  E._______  nicht  (vgl.  Bericht  vom 
17. November 2006, act. 37, S. 2).

Der insbesondere zum Bericht von Dr. G._______ wiederum zur Stel-
lungnahme aufgeforderte Dr. F._______ äusserte sich am 22. Novem-
ber 2006 dahingehend, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen seien unbestritten und sowohl 
von Dr. C._______ im Gutachten vom 29. April 2002 als auch anläss-
lich  der  RAD Untersuchung  vom 15. September  2006  berücksichtigt 
worden. Bezüglich dieser Schmerzen liege jedoch ein weitgehend glei-
cher  Gesundheitszustand  vor. Diesbezüglich  sei  den  Akten  auch  zu 
entnehmen, dass der Versicherte die Schmerzmedikation seit längerer 
Zeit in unveränderter Dosis einnehme. Eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes werde nicht glaubhaft belegt. Die zur Schmerzlin-
derung  von  Dr. G._______  vorgeschlagene  stationäre  Rehabilitation 
widerspreche sich nicht mit der davor und danach weiter bestehenden 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Hilfstätigkeit (act. 36, S. 2).

6.2.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens  liess  der  Beschwerde-
führer  ein  ärztliches  Zeugnis  von  Dr.  I._______,  Psychiater,  vom 
13. Januar 2007 und vom 12. März 2007 einreichen. 

Dr. I._______ führte im Bericht vom 13. Januar 2007 im Wesentlichen 
aus, aufgrund seiner schwierigen sozialen Stellung – der Beschwerde-
führer lebe zurückgezogen, pflege wenig Interessen – seien Angstzu-
stände und depressive Verstimmungen feststellbar (BVGer act. 1, Bei-
lage 3). Dem Bericht vom 12. März 2007 ist zu entnehmen, dass eine 
Verschlechterung des psychischen Zustandes feststellbar sei. Es liege 
eine leichte verminderte Intelligenz vor, in der Verrichtung alltäglicher 
Dinge sei  der  Beschwerdeführer  eingeschränkt  und habe Schwierig-
keiten sich selbstständig zu bewegen. In Anbetracht dieser Umstände 
bestehe eine 100%- ige Arbeitsunfähigkeit (BVGer act. 5).

6.3 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me-
dizinischen Unterlagen – wie auch alle anderen Beweismittel  – nach 
dem Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung,  d. h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-

Seite 18

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gen. Dies bedeutet,  dass alle  Beweismittel  objektiv  zu prüfen sind – 
unabhängig davon, von wem sie stammen – und danach zu entschei-
den ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Ge-
richt  bei  einander  widersprechenden  medizinischen  Berichten  den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi-
gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 
E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 

Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kommt Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüs-
sig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei 
sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsa-
che allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Ver-
sicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und 
auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 
welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 
begründet erscheinen lassen. Die Vorinstanz und somit auch ihr medizini-
scher  Dienst  ist  als  gesetzesvollziehendes  Organ  zur  Objektivität  ver-
pflichtet (BGE 125 V 351 E. 3b/ee und BGE 122 V 160 E. 1c).

6.3.1 Die ganze Rente wurde dem Beschwerdeführer gestützt auf die 
psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit  durch Dr. D._______ ge-
währt (E. 6.1). Die Vorinstanz hatte zur Feststellung einer den Invalidi-
tätsgrad  beeinflussenden  Veränderung  der  gesundheitlichen  Beein-
trächtigung eine psychiatrische Abklärung in Auftrag gegeben und auf 
den  psychiatrischen  Untersuchungsbericht  von  Dr.  F._______,  RAD 
W._______, vom 29. September 2006 (E. 6.2) abgestellt, wonach der 
Beschwerdeführer  für  die  zuletzt  ausgeübte  Hilfstätigkeit  wieder  voll 
arbeitsfähig  sei.  Das  Gutachten  von  Dr. F._______  beruht  auf  einer 
persönlichen Untersuchung,  ist  in  Kenntnis  der  Vorakten abgegeben 
worden und ist in der Darlegung der Zusammenhänge sowie der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtend. Die Schlussfolgerun-

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gen von Dr. F._______ sind hinreichend begründet und die Beurteilung 
der  gesundheitlichen  Situation  des  Beschwerdeführers  ist  durchaus 
einleuchtend und nachvollziehbar. Ebenfalls finden sich in den Akten 
keine Hinweise für eine somatische Beeinträchtigung in rentenrelevan-
tem Ausmass, so dass kein Anlass bestand, zusätzlich zur psychiatri-
schen Beurteilung noch eine rheumatologische Untersuchung durch-
zuführen. 

6.3.2 Die  vom Beschwerdeführer  eingebrachten  Arztberichte  vermö-
gen diese Beurteilung hingegen nicht in Frage zu stellen, wonach eine 
Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist und in einer 
Hilfstätigkeit  wieder  eine  100%-ige  Arbeitsfähigkeit  besteht.  In  den 
ärztlichen Berichten werden vor allem Diagnosen aufgeführt  und die 
angebliche Arbeitsunfähigkeit wird in keiner Weise begründet, so dass 
diesen nur wenig Aussagekraft zukommt. Die vagen Hinweise auf das 
Bestehen einer Fibromyalgie vermögen daran nichts zu ändern, sind 
doch vorliegend die von der Rechtsprechung entwickelten Vorausset-
zungen  für  die  invalidenversicherungsrechtliche  Berücksichtigung  ei-
ner derartigen Gesundheitsstörung nicht erfüllt (vgl. BGE 131 V 49 E. 
1.2, BGE 130 V 352). Ebenfalls kann aufgrund der ärztlichen Stellung-
nahmen  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Beschwerdeführer 
durchaus in der Lage ist, seine Schmerzen mit entsprechenden Mass-
nahmen und einer zumutbaren Willensanstrengung zu überwinden.

In Bezug auf die Berichte von Hausärzten ist darauf hinzuweisen, dass 
das  Gericht  der  Erfahrungstatsache  Rechnung  tragen  darf  und  soll, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragrechtliche Vertrauens-
stellung  in  Zweifelsfällen  eher  zu  Gunsten  ihrer  Klienten  aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 

6.4 Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass im hier 
massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 20. Novem-
ber  2006  und  der  letzten  materiellen  Rentenprüfung  am  22. Oktober 
2002 eine rentenrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands ein-
getreten ist und der Beschwerdeführer gemäss dem im Sozialversiche-
rungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit in einer Hilfstätigkeit wieder zu 100% arbeitsfähig ist (BGE 126 V 
353 E. 5b). 

6.5 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, ihm hätte ein 
leidensbedingter Abzug von 25% gewährt werden müssen. 

Seite 20

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6.5.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist ein Abzug von 
maximal 25% vom Tabellenlohn in Berücksichtigung aller in Betracht 
kommenden Merkmale zulässig (BGE 129 V 472 E. 4.2.3). Neben der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung können insbesondere das Alter, die 
Dauer der Betriebszugehörigkeit, die Nationalität oder Aufenthaltskate-
gorie sowie der Beschäftigungsgrad die Lohnhöhe beeinflussen (BGE 
126 V 75 E. 5a). Der Abzug soll indessen nicht schematisch, sondern 
bezogen auf den Einzelfall  vorgenommen werden (BGE 126 V 75 E. 
5a/bb). 

In  Berücksichtung  des  Umstandes,  dass  der  Beschwerdeführer  im 
heutigen Zeitpunkt  knapp 49-jährig,  seit  ca. 9 Jahren nicht  mehr er-
werbstätig ist,  und während vier  Jahren eine Invalidenrente bezogen 
hat,  rechtfertigt  sich  ein  leidensbedingter  Abzug  von  10%.  Auf  die 
Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  kann  jedoch  verzichtet 
werden, da der Beschwerdeführer selbst bei  einem leidensbedingten 
Abzug von 10% keine rentenrelevante Einkommenseinbusse erleidet. 
Beizufügen ist, dass die Vorinstanz das Invalideneinkommen zu Guns-
ten des Beschwerdeführers dem Valideneinkommen angepasst hat, da 
das vom Beschwerdeführer zuletzt erzielte Einkommen unter den ta-
bellarischen Durchschnittslöhnen lag. 

6.6 Ergänzend  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  es  aus  heutiger  Sicht 
zwar eher  schwer  nachvollziehbar,  jedoch nicht  zweifellos falsch ist, 
dass  dem  Beschwerdeführer  aufgrund  des  Gutachtens  von  Dr. 
D._______ mit Verfügung vom 1. April 2002 eine ganze Invalidenrente 
zugesprochen worden ist (vgl. hiezu SVR 2008 IV Nr. 5 zum Urteil des 
Bundesgerichts I  138/2007 vom 25. Juni 2007; Urteil  des Bundesge-
richts I 817/05 vom 5. Februar 2005 E. 3.2). Die Voraussetzungen für 
eine  Wiedererwägung mit  substituierter  Begründung  gemäss Art.  53 
Abs. 2 ATSG sind daher nicht gegeben. 

6.7 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  die  Invali-
denrente des Beschwerdeführers zu Recht eingestellt  hat, weshalb die 
angefochtene Verfügung vom 20. November 2006 zu bestätigen und die 
Beschwerde abzuweisen ist.

7.
Zu befinden bleibt noch über das Gesuch des Beschwerdeführers um 
unentgeltliche Rechtspflege.

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C-835/2007

7.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtlos 
erscheinen,  auf  Antrag von der Bezahlung der  Verfahrenskosten be-
freit werden. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung kann der Partei ein An-
walt bestellt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. 

7.2 Eine Person ist  bedürftig,  wenn sie nicht  in  der Lage ist,  für die 
Prozesskosten  aufzukommen,  ohne  dass  sie  Mittel  beanspruchen 
müsste,  die  zur  Deckung des Grundbedarfs  für  sie  und ihre  Familie 
notwendig sind (BGE 128 I  225 E. 2.5.1, 127 I 202 E. 3b). Aufgrund 
der eingereichten Unterlagen ist die Bedürftigkeit des Beschwerdefüh-
rers ausgewiesen. Er ist ohne Beeinträchtigung der für seinen Unter-
halt erforderlichen finanziellen Mittel nicht in der Lage, die Prozesskos-
ten zu bestreiten. 

Prozessbegehren  sind  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts 
als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten (ex ante be-
trachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, 122 I 5 E. 4a) beträchtlich geringer sind 
als  die  Verlustgefahren  und  deshalb  kaum  als  ernsthaft  bezeichnet 
werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtlos, wenn 
sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage hal-
ten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist,  ob 
eine Partei,  die  über die nötigen Mittel  verfügt,  sich  bei  vernünftiger 
Überlegung zur Einlegung des Rechtsmittels entschliessen oder aber 
davon absehen würde,  soll  doch eine Partei  einen Prozess,  den sie 
auf  eigene Rechnung und Gefahr  nicht  führen würde,  nicht  deshalb 
anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 
mit Hinweis). Aufgrund der eingereichten Unterlagen kann das Begeh-
ren  des  Beschwerdeführers  vor  diesem  Hintergrund  nicht  als  aus-
sichtslos bezeichnet werden, weshalb auf die Erhebung von Gerichts-
kosten zu verzichten ist. Zudem war die Vertretung angesichts der sich 
stellenden  Sachverhalts-  und  Rechtsfragen  geboten,  weshalb  auch 
das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung unter Beiordnung von 
Rechtsanwältin K. Wüthrich gutzuheissen ist. 

7.3 Die Entschädigung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
wird  mangels  Einreichung  einer  Kostennote  unter  Berücksichtigung 
des  gebotenen  und  aktenkundigen  Anwaltsaufwands  auf  pauschal 
Fr. 1'800.--  (inkl. Auslagen)  festgesetzt  (Art.  65  VwVG in  Verbindung 
mit Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

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SR 173.320.2]). Darauf hinzuweisen ist, dass die Mehrwertsteuer nur 
für  Dienstleistungen  geschuldet  ist,  die  im  Inland  gegen  Entgelt  er-
bracht werden, nicht jedoch im vorliegenden Fall,  in dem die Dienst-
leistung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Wohnsitz im 
Ausland erbracht  worden ist  (Art. 5  Bst. b des Bundesgesetzes vom 
2. September  1999  über  die  Mehrwertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz, 
MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG 
und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). 

Es wird ausdrücklich auf Art. 65 Abs. 4 VwVG aufmerksam gemacht, 
wonach die begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leiten ha-
ben wird, wenn sie später dazu im Stande ist.

7.4 Die  Vorinstanz  als  obsiegende  Partei  hat  keinen  Anspruch  auf 
eine Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
In Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege werden 
keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechts-
anwältin K. Wüthrich für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 1'800.-- aus-
gerichtet. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
- die Personalstiftung J._______ (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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