# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d38f5b47-f80a-5bc2-950a-2dc8fc980ed2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2025 C-4423/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4423-2021_2025-03-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4423/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richterin Caroline Gehring, 

Richterin Caroline Bissegger, 

Gerichtsschreiberin Fiona Schneider. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),  

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Alters -und Hinterlassenenversicherung, Altersrente,  

Einspracheentscheid der SAK vom 8. September 2021. 

 

 

 

C-4423/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin), geb. 

(…) 1957, ist deutsche Staatsangehörige, seit 1984 mit einem deutschen 

Staatsangehörigen verheiratet und hat ihren Wohnsitz in Deutschland. Die 

Versicherte war von Juli 2003 bis Juni 2020 in der Schweiz wohnhaft sowie 

von 2007 bis 2012 in der Schweiz erwerbstätig und leistete Beiträge an die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; Akten der 

Schweizerischen Ausgleichskasse [SAK-act.] 2, 3, 5 S. 6, 7, 9, 10 S. 2 f., 

13). 

A.b Mit zwei Verfügungen vom 21. Juni 2021 sprach die Schweizerische 

Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) der Versicherten 

vom 1. bis 31. Mai 2021 eine ordentliche Altersrente in der Höhe von 

Fr. 527.– und ab 1. Juni 2021 eine solche von Fr. 797.– zu (SAK-act. 15, 

16).  

A.c Gegen diese Verfügungen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 

26. Juli 2021 Einsprache und beanstandete, dass sich die Rentenvoraus-

berechnung auf 27 Beitragsjahre stütze, während die Verfügung nur 17 

Beitragsjahre enthalte. Der Unterschied betrage genau 10 Jahre, in wel-

chen die Versicherte und ihr Ehemann für einen Schweizer Arbeitgeber im 

Ausland tätig, jedoch in der Schweiz versichert gewesen seien (vgl. SAK-

act. 22). 

A.d Im Rahmen des Einspracheverfahrens wurde der Versicherten Gele-

genheit gegeben, Lohnabrechnungen und Arbeitsbestätigungen einzu-

reichen und den Arbeitgeber zu bezeichnen (SAK-act. 24). In ihrer entspre-

chenden Eingabe vom 25. August 2021 führte die Versicherte sinngemäss 

aus, dass lediglich ihr Ehemann für eine Schweizer Organisation gearbeitet 

habe (SAK-act. 26 S. 1). 

A.e Mit Einspracheentscheid vom 8. September 2021 wies die SAK die 

Einsprache ab (SAK-act. 28). Zur diesbezüglichen Begründung führte die 

SAK insbesondere aus, dass die Versicherte in den Jahren 1991 bis 2003 

in Indien gewesen sei und diese Periode nicht als Beitragszeit angerechnet 

werden könne, da die Bedingungen für eine Versicherteneigenschaft nicht 

erfüllt gewesen seien. Zudem besässen die Resultate einer prognosti-

schen Rentenvorausberechnung keinerlei verbindlichen Charakter im Hin-

blick auf die definitive Rentenberechnung.  

C-4423/2021 

Seite 3 

B.  

B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. Ok-

tober 2021 (Eingang 6. Oktober 2021) Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Zur Begründung führte sie insbesondere aus, dass in der an-

gefochtenen Verfügung die Jahre, welche sie mit ihrem im Schweizeri-

schen Entwicklungsdienst tätigen Ehemann in Indien verbracht habe, nicht 

berücksichtigt seien. Weiter stellte sie den Antrag, die Einspracheverfü-

gung der SAK so lange auszusetzen, bis sie Einsicht in die im Bundesar-

chiv lagernde Personalakte ihres Ehemannes habe nehmen und damit 

Klarheit über den Verbleib ihrer AHV-Registrierung habe schaffen können 

(Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1). 

B.b Das Bundesverwaltungsgericht sistierte in der Folge das Beschwerde-

verfahren mit Zwischenverfügung vom 13. Oktober 2021 bis zum Vorliegen 

der Abklärungsergebnisse (BVGer-act. 3). 

B.c Auf entsprechende Anfrage vom 24. Februar 2022 (BVGer-act. 4) hin 

teilte die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 6. März 2022 

(BVGer-act. 5) mit, dass sich die Klärung der Angelegenheit verzögere, 

und ersuchte um weitere vier Wochen Zeit für die Abklärungen. 

B.d In seinem Schreiben vom 11. März 2022 (BVGer-act. 6) setzte der zu-

ständige Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin Frist bis zum 25. April 

2022 für die Mitteilung der Abklärungsergebnisse. Mit Schreiben vom 

20. April 2022 antwortete die Beschwerdeführerin, dass sie beim Bun-

desarchiv noch keine Einsicht habe nehmen können, da es Probleme beim 

elektronischen Zugang gegeben habe. Sie arbeite an einer Lösung. Sie 

schlage deshalb vor, dass die Angelegenheit in den Akten des Bundesver-

waltungsgerichts geschlossen werde. Sie gehe davon aus, dass, falls sich 

relevante Änderungen in der Versicherungshistorie ergeben würden, diese 

von der AHV honoriert würden (BVGer-act. 8). 

B.e In der Folge wurde mit Zwischenverfügung vom 27. April 2022 die 

Sistierung des Verfahrens aufgehoben und die Beschwerdeschrift der Vo-

rinstanz zur Stellungnahme zugestellt (BVGer-act. 9). Diese beantragte 

mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2022 die Abweisung der Beschwerde 

(BVGer-act. 11 und 12). 

B.f In ihrer Eingabe vom 24. Mai 2022 (BVGer-act. 13) teilte die Beschwer-

deführerin mit, dass sie die erforderlichen Unterlagen beim Bundesarchiv 

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Seite 4 

habe bestellen können und sie das Bundesverwaltungsgericht nach Ein-

sichtnahme über das Ergebnis unterrichten werde.  

B.g Nachdem sich die Beschwerdeführerin nicht mehr vernehmen liess, 

wurde ihr mit Instruktionsverfügung vom 27. Juli 2022 die Vernehmlassung 

der Vorinstanz weitergeleitet und der Schriftenwechsel abgeschlossen 

(BVGer-act.14). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 85bis Abs. 1 AHVG 

[SR 831.10]). Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Ein-

spracheentscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Aufhebung, weshalb sie zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 60 Abs. 1 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

Einspracheentscheid vom 8. September 2021, mit welchem die Vorinstanz 

ihre Verfügungen vom 21. Juni 2021 bestätigt hat. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige und wohnt in 

Deutschland (SAK-act. 2, 3). Es liegt somit ein grenzüberschreitender 

Sachverhalt mit Bezug zur EU vor (vgl. dazu BGE 145 V 231 E. 7.1; 143 V 

354 E. 4; 143 V 81 E. 8.1). Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen 

vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Ge-

meinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss 

Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) 

und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Ja-

nuar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehun-

gen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Soweit 

das FZA – wie hier (vgl. insbesondere Art. 52 Abs. 4 i.V.m. Anhang VIII 

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Teil 1 «Schweiz» der Verordnung [EG] Nr. 883/2004) – keine abweichen-

den Bestimmungen vorsieht, erfolgt mangels einer einschlägigen gemein-

schafts- bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Prüfung des Anspruchs 

auf Leistungen der AHV nach schweizerischem Recht (vgl. anstelle vieler: 

BGE 141 V 246 E. 2.2 mit Hinweisen). 

3.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung hatten (BGE 146 V 364 E. 7.1; BGE 130 V 329 

E. 2.3). Die Beschwerdeführerin hat das für die Entstehung des Anspruchs 

auf eine Altersrente erforderliche Alter von 64 Jahren (vgl. aArt. 21 Abs. 1 

Bst. b AHVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung) im 

April 2021 erreicht. Im Wesentlichen strittig ist die Frage, ob die Beschwer-

deführerin die Versicherteneigenschaften während ihres Auslandaufenthal-

tes erfüllte. Massgebend sind somit diejenigen Normen, welche in diesem 

Zeitraum in Kraft standen (vgl. BGE 140 V 154 E. 7.1; Urteil des BVGer  

C-967/2010 vom 4. September 2012 E. 2.2). 

4.  

Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, dass in der Renten-

verfügung die Jahre 1991 bis 2001, welche die Beschwerdeführerin mit ih-

rem Ehemann im Schweizerischen Entwicklungsdienst in Indien verbracht 

habe, nicht enthalten seien. Bei Stellenantritt ihres Ehemannes habe sie 

über dessen Arbeitgeberorganisation eine Registrierung bzw. Anmeldung 

unterschrieben, welche die Sicherstellung ihrer Rentenansprüche bei der 

AHV über ihren Ehemann geregelt habe, obwohl sie weder in der Schweiz 

wohnhaft noch bei der Arbeitgeberorganisation ihres Ehemannes ange-

stellt gewesen sei. Diese Registrierung bzw. Anmeldung sei bei der AHV 

nicht vorhanden. Eine Rentenvorausberechnung der Ausgleichskasse 

B._______ beinhalte jedoch die Jahre des Auslandaufenthaltes (BVGer-

act. 1). Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen aus, 

dass Resultate einer prognostischen Rentenvorausberechnung keinerlei 

verbindlichen Charakter besitzen würden (BVGer-act. 11). 

4.1 Bezüglich der Dauer des Auslandaufenthaltes finden sich in den Akten 

unterschiedliche Angaben der Beschwerdeführerin: Während der Beginn 

des Aufenthalts jeweils mit 1991 angegeben wird, variieren ihre Angaben 

zu dessen Beendigung zwischen 1999, 2001, 2002 und 2003 (SAK-act. 22, 

26 S. 1 und 3; BVGer-act. 1). Aus dem Auszug der individuellen Konten der 

Ehegatten ergibt sich, dass dem Ehemann der Beschwerdeführerin von 

Mai 1991 bis April 1999 sowie ab März 2002 Beitragsleistungen 

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gutgeschrieben wurden, während dies bei der Beschwerdeführerin erst ab 

Juli 2003 der Fall war. Zwischen Mai 1999 und Februar 2002 sind beim 

Ehemann keine Beiträge vermerkt (SAK-act. 17 S. 4, 7). Nachfolgend ist 

somit zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin die Versicherteneigenschaften 

von Mai 1991 bis April 1999 bzw. von März 2002 bis zur Einreise in die 

Schweiz im Juli 2003 (SAK-act. 7) erfüllte. 

4.2  

4.2.1 Gemäss aArt. 1 Abs. 1 AHVG (in der bis 31. Dezember 1996 gültig 

gewesenen Fassung) waren natürliche Personen mit Wohnsitz (Bst. a) 

oder Erwerbstätigkeit (Bst. b) in der Schweiz sowie Schweizer Bürger, die 

im Ausland für einen Arbeitgeber in der Schweiz tätig waren und von die-

sem entlöhnt wurden (Bst. c), obligatorisch versichert. Gestützt auf Art. 4 

Abs. 2 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und der Bundesrepublik Deutschland über Soziale Sicherheit vom 25. Feb-

ruar 1964 (SR 0.831.109.136.1; in der Fassung gemäss Art. 1 Ziff. 4 des 

Zweiten Zusatzabkommens vom 2. März 1989, SR 0.831.109.136.122 [in 

Kraft seit 1. April 1990], nachfolgend: bilaterales Abkommen mit Deutsch-

land) waren auch deutsche Staatsangehörige obligatorisch nach aArt. 1 

Abs. 1 Bst. c AHVG versichert, wenn sie von einem Arbeitgeber mit Sitz in 

der Schweiz entlöhnt und in einem Drittland beschäftigt wurden, mit dem 

die Schweiz kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hatte 

(vgl. BGE 112 V 337 E. 7d; BGE 106 V 65 E. 3a). Zum massgeblichen 

Zeitpunkt lag kein Sozialversicherungsabkommen zwischen der Schweiz 

und der Republik Indien vor (vgl. Abkommen zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der Republik Indien über soziale Sicherheit 

vom 3. September 2009 [SR 0.831.109.423.1], in Kraft seit 29. Januar 

2011). Im Rahmen der 10. AHV-Revision wurde aArt. 1 Abs. 1 Bst. c AHVG 

dahingehend geändert, dass nur noch Schweizer Bürger bzw. ihnen durch 

Sozialversicherungsabkommen gleichgestellte Ausländer, welche im Aus-

land im Dienst der Eidgenossenschaft oder vom Bundesrat bezeichneter 

Institutionen tätig waren, dem Versicherungsobligatorium unterstanden 

(vgl. vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2000 gültig gewesene Fas-

sung; vgl. auch Botschaft zur 10. AHV-Revision [BBl 1990 II 1, S. 77]). Da-

bei galt für Personen, die nach dem bisherigen aArt. 1 Abs. 1 Bst. c AHVG 

versichert gewesen waren und den Arbeitgeber nicht wechselten, weiterhin 

altes Recht, sofern sie nicht erklärten, dass sie nach dem neuen Recht 

behandelt werden wollten (vgl. Bst. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der 

Änderung vom 7. Oktober 1994 [10. AHV-Revision]). Zudem konnten nach 

aArt. 1 Abs. 3 AHVG (in der vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2000 

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Seite 7 

gültig gewesenen Fassung) Personen, die für einen Arbeitgeber in der 

Schweiz im Ausland tätig waren und von ihm entlöhnt wurden, im Einver-

nehmen mit dem Arbeitgeber die Versicherung weiterführen.  

4.2.2 Nachdem die Beschwerdeführerin während ihres Auslandaufenthal-

tes weder Wohnsitz in der Schweiz hatte noch einer Erwerbstätigkeit nach-

ging (SAK-act. 2, 26 S. 1) und nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

weder bei einem nach aArt. 1 Abs. 3 AHVG noch bei einem nach aArt. 1 

Abs. 1 Bst. c AHVG versicherten Ehemann eine Ausdehnung der Versi-

cherteneigenschaft auf seine Ehefrau erfolgte – und zwar weder in der bis 

31. Dezember 1996 noch in der bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen 

Fassung –, erfüllte die Beschwerdeführerin die Anforderungen an eine Ver-

sicherungsunterstellung nicht. Zeiten, in welchen die (nicht der freiwilligen 

Versicherung beigetretene) Ehefrau mit ihrem Ehemann Wohnsitz im Aus-

land hatte und dieser nach Massgabe der obgenannten Artikel versichert 

war, können demnach nicht als Beitragsjahre berücksichtigt werden (vgl. 

BGE 126 V 217 E. 1d und 3). 

4.3  

4.3.1 Gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. c AHVG in der seit 1. Januar 2001 gelten-

den Fassung (seit 1. Januar 2003: Art. 1a Abs. 4 AHVG) können im Ausland 

wohnhafte nicht erwerbstätige Ehegatten von erwerbstätigen Personen, 

die nach Art. 1 Abs. 1 Bst. c AHVG, Art. 1 Abs. 3 Bst. a AHVG oder auf 

Grund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung versichert sind, der Versi-

cherung beitreten.  

4.3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes we-

gen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im 

Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversi-

cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die 

Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdi-

gen (BGE 138 V 218 E. 6 m. H. auf 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2). 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 

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Seite 8 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversi-

cherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zu-

sammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversiche-

rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur 

insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 

Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte. Die Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich 

als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf-

grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumin-

dest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 

(BGE 138 V 218 E. 6; Urteil des BGer 8C_448/2010 vom 19. November 

2010 E. 4.1).  

4.3.3 Nach Art. 141 Abs. 3 AHVV kann bei Eintritt des Versicherungsfalles 

die Berichtigung von Eintragungen im individuellen Konto nur verlangt wer-

den, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis 

erbracht wird. Dies gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollstän-

dige Eintragungen im individuellen Konto, wie beispielsweise die Nichtre-

gistrierung tatsächlich geleisteter Zahlungen (BGE 117 V 261 E. 3a).  

4.3.4 Selbst wenn der Ehemann der Beschwerdeführerin zwischen März 

2002 und Juli 2003 aufgrund von Art. 1 Abs. 1 Bst. c bzw. von Art. 1 Abs. 3 

Bst. a AHVG oder aufgrund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung versi-

chert gewesen sein sollte – was sich aus den Akten nicht eruieren lässt – 

hätte die Beschwerdeführerin ihren Versicherungsbeitritt schriftlich erklä-

ren müssen (Art. 5j AHVV [SR 831.101]). Eine entsprechende Beitrittser-

klärung findet sich jedoch weder in den Akten der Vorinstanz, noch ver-

mochte die Beschwerdeführerin eine solche im Rahmen des Beschwerde-

verfahrens beizubringen. Die Beschwerdeführerin hat demnach die Folgen 

der Beweislosigkeit zu tragen. 

4.4 Im Weiteren erfüllte die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für 

einen Beitritt zur freiwilligen Versicherung während der fraglichen Zeit-

spanne – unabhängig vom Fehlen der notwendigen Beitrittserklärung (vgl. 

Art. 8 Abs. 1 der Verordnung über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenversicherung [VFV, SR 831.111]) – nicht. So beschränkte 

aArt. 2 AHVG in allen bis 31. März 2001 gültig gewesenen Fassungen den 

Beitritt auf Schweizer Staatsangehörige (Abs. 1); eine Ausweitung des Bei-

trittsrechts auf deutsche Staatsangehörige war im bilateralen Abkommen 

mit Deutschland ausdrücklich nicht vorgesehen (vgl. Schlussprotokoll 

Ziff. 7 Bst. a, wonach Art. 4 des Abkommens für die schweizerischen 

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Rechtsvorschriften über den Beitritt zur freiwilligen Versicherung der im 

Ausland niedergelassenen Schweizer Bürger nicht gilt; vgl. auch BGE 112 

V 89 E. 2b in fine). Zudem erlaubt die seit 1. April 2001 geltende Fassung 

von Art. 2 Abs. 1 AHVG den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Eu-

ropäischen Gemeinschaft den Beitritt zur freiwilligen Versicherung u.a. nur 

dann, wenn sie unmittelbar vorher während mindestens fünf aufeinander 

folgenden Jahren obligatorisch versichert waren.  

5.  

5.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich weiter auf den Inhalt der Renten-

vorausberechnung vom 24. Juni 2019 der Ausgleichskasse des Kantons 

B._______ (SAK-act. 26 S. 2 ff.), welche eine Beitragsdauer von 27 Jahren 

errechnete. 

5.2 Nach dem in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben 

kann eine unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, un-

ter gewissen Umständen Rechtswirkungen entfalten. Voraussetzung dafür 

ist, dass: a) es sich um eine vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt; 

b) die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegen-

heit bezieht; c) die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, hierfür 

zuständig war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zustän-

dig betrachten durfte; d) der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht 

ohne weiteres hat erkennen können; e) der Bürger im Vertrauen hierauf 

nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen getroffen hat; 

f) die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im 

Zeitpunkt der Auskunftserteilung; g) das Interesse an der richtigen Durch-

setzung des objektiven Rechts dasjenige des Vertrauensschutzes nicht 

überwiegt. Diese Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. Urteil 

des BGer 9C_296/2020 vom 4. September 2020 m.H.). 

5.3 In ihrem Antrag vom 18. Juni 2019 zur Erstellung einer Vorausberech-

nung (BVGer-act. 12 Beilage 3) führt die Beschwerdeführerin unter dem 

Titel «Wohnsitz und Erwerbstätigkeit im Ausland» (Ziff. 5), in einem ersten 

Feld, einen ausländischen Wohnsitz vom 2. April 1957 bis 1. März 1984 

auf. Ein weiteres Feld, in welchem ein weiterer Auslandaufenthalt hätte de-

klariert werden können, blieb leer. Weitere Zeiträume mit Wohnsitz aus-

serhalb der Schweiz, insbesondere den mehrjährigen Aufenthalt in Indien, 

lässt sie unerwähnt. Dies trotz des Hinweises im Formular, wonach für die 

möglichst genaue Abklärung der schweizerischen Beitragszeiten Auskunft 

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Seite 10 

über die genaue Dauer der Erwerbstätigkeit und des Aufenthalts im Aus-

land notwendig sei.  

5.4 In der Rentenvorausberechnung (SAK-act. 26 S. 2) wird unter dem Ti-

tel «Verbindlichkeit» ausgeführt, dass bei der Berechnung auf die aktuellen 

persönlichen Verhältnisse sowie die aktuell gültigen gesetzlichen Bestim-

mungen abgestellt werde, wobei eine diesbezügliche Änderung einen we-

sentlichen Einfluss auf den Rentenanspruch und die Rentenhöhe haben 

könne. Eine verbindliche Berechnung der AHV-(IV-)Rente könne deshalb 

erst bei Eintritt des Versicherungsfalles vorgenommen werden. Entspre-

chend hätten die gemachten Ausführungen nur einen hinweisenden Cha-

rakter und seien daher für die Ausgleichskasse nicht verbindlich. Die von 

der antragstellenden Person gemachten Angaben und eingereichten Un-

terlagen seien durch die Ausgleichskasse nicht auf deren Richtigkeit zu 

überprüfen. Bezüglich der Beitragsdauer wird ausdrücklich darauf verwie-

sen, dass sich die Berechnung auf die der Ausgleichskasse zur Verfügung 

stehenden Angaben stütze.  

5.5 Mangels der Selbstdeklaration eines Auslandaufenthaltes in Indien für 

die Rentenvorausberechnung wurde für den beanstandeten Zeitraum nur 

von den deklarierten Wohnsitzen ausgegangen. Angesichts der unvollstän-

dig gebliebenen Angaben der Beschwerdeführerin, sowie aufgrund des 

klaren Wortlauts der Rentenvorausberechnung ergibt sich, dass die obge-

nannten Anforderungen an eine unrichtige behördliche Auskunft, welche 

Rechtswirkung entfalten kann, nicht erfüllt sind. Folglich kann die Be-

schwerdeführerin aus diesem Dokument nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

6.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin während ih-

res Auslandaufenthaltes in Indien die Versicherungseigenschaften weder 

im Rahmen der obligatorischen noch der freiwilligen Versicherung erfüllte, 

weshalb ihr in diesem Zeitraum keine Beitragsjahre anzurechnen sind. Zu-

dem kann die Beschwerdeführerin aus dem Grundsatz von Treu und Glau-

ben nichts für sich ableiten. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

7.1 Das Verfahren ist kostenlos (vgl. Art. 85bis Abs. 2 AHVG).  

7.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

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Seite 11 

Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die obsiegende Vo-

rinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David Weiss Fiona Schneider 

 

 

  

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Seite 13 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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