# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b898ecda-fa8a-56df-824b-a79ebf4508b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.09.2017 725 17 98 / 256
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-98---256_2017-09-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom  21. September 2017 (725 17 98 / 256) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Rückfall und ursprünglichem 

Unfallereignis 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Nadja Wenger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundes-
gasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen  

 

 

 

A. Die 1958 geborene A.____ war ab August 1995 als Köchin im Teilzeitpensum bei der 

B.____ angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungs-

gesellschaft AG (Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Am 8. Juni 1998 erlitt A.____ einen Unfall, als sie beim Wegheben einer schweren 

Pfanne unglücklich auftrat und sich ihr linkes oberes Sprunggelenk (OSG) verstauchte. Bereits 

zuvor hatte sie an ihrem rechten Fuss mit Unfallereignis vom 22. Oktober 1996 eine Zerrung 

 

 
 
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erlitten.  Die Mobiliar erbrachte nach Eingang der Unfallmeldung vom 10. Juni 1998 die gesetz-

lichen Leistungen. 

 

B. Mit Vorbescheid der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 26. September 2001 wurde 

A.____ aufgrund von Rückenleiden eine ganze IV-Rente ab dem 1. November 2000 zugespro-

chen.  

 

C. Am 15. Dezember 2003 liess A.____ der Mobiliar durch ihren Hausarzt einen Rückfall 

zum Unfall vom 8. Juni 1998 melden, wobei sie zunehmende Beschwerden seit dem Supina-

tionstrauma im linken OSG geltend machte. In der Folge holte die Mobiliar ein Gutachten bei 

Dr. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie, ein und erbrachte gestützt darauf die gesetzlichen 

Leistungen weiterhin. Nach einer am 4. Januar 2007 erteilten Kostengutsprache für die Anpas-

sung von Schuheinlagen erbrachte die Mobiliar über Jahre keine Leistungen mehr, bis sie 

schliesslich am 19. Oktober 2012 nochmals Kosten für Winterschuhe übernahm.  

 

D. Am 22. August 2013 wurde A.____ im Spital D.____ erneut wegen Beschwerden im 

Bereich des linken Fusses vorstellig. Infolge  diverser medizinischer Abklärungen und Behand-

lungen teilte A.____ der Mobiliar anhand des Fragebogens für Rückfälle am 10. April 2014 mit, 

ihre unfallbedingten Restbeschwerden seien nie ganz abgeklungen. Sie leide unter Fuss- und 

Sprunggelenkschmerzen. In der Folge holte die Mobiliar verschiedene ärztliche Berichte und 

eine vertrauensärztliche Beurteilung sowie ein Gutachten bei Dr. E.____, FMH Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein. Gestützt auf dessen Gutachten 

vom 22. September 2015 lehnte die Mobiliar schliesslich mit Verfügung vom 2. Oktober 2015 

ihre Leistungspflicht ab. Als Begründung führte sie aus, dass die Beschwerden nicht überwie-

gend wahrscheinlich auf den Unfall im Jahre 1998 zurückzuführen seien. Eine von der Versi-

cherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Mobiliar mit Einspracheent-

scheid vom 21. Februar 2017 ab.  

 

E. Dagegen erhob A.____ am 16. März 2017 Beschwerde bei der Mobiliar, worauf Letztere 

die Beschwerde gestützt auf Art. 30 ATSG an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 

Sozialversicherungsrecht, (Kantonsgericht) weitergeleitet hat. A.____ beantragte sinngemäss, 

es seien ihr in Aufhebung des Einspracheentscheids die ihr zustehenden Leistungen auszurich-

ten. In ihrer knappen Begründung führte sie aus, die Untersuchung im Dezember 2016 bei Prof. 

Dr. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe 

ergeben, dass ihr Fuss habe operiert werden müssen. Dies sei auf den Unfall im Jahre 1998 

zurückzuführen. A.____ reichte dem Gericht unter anderem eine Kopie des Operationsberichts 

vom 22. Februar 2017 ein.  

 

F. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Mai 2017 beantragte die Mobiliar die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.  

 

G. Das Kantonsgericht hat die IV-Akten beigezogen und gewährte den Parteien mit jeweili-

gen Schreiben vom 22. Mai 2017 die Möglichkeit zur Stellungnahme. 

 

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H. Mit Eingabe vom 13. Juli 2017 verzichtete A.____, vertreten durch Raffaella Biaggi, Ad-

vokatin, auf eine Replik. Auch die Mobiliar verzichtete mit Schreiben vom 17. August 2017 auf 

eine weitere Stellungnahme. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-

scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-

liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 

Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 

und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 

als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-

spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 

zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-

gerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 16. März 2017 ist demnach einzutreten. 

  

2. Streitig und zu beurteilen ist die Leistungspflicht der Unfallversicherung insbesondere 

in Form einer Kostenübernahme für die Behandlung der ab August 2013 geltend gemachten 

Beschwerden am linken Fuss. Es stellt sich somit die Frage, ob die Beschwerden im Sinne  

eines Rückfalls auf das Unfallereignis vom 8. Juni 1998 zurückgeführt werden können. 

 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-

rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-

len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-

lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 

sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-

fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-

sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG).  

 

2.2 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 

1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 

und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 

V 456 E. 4b, 118 V 293 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern 

einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise 

sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, 

die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schlies-

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sen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (Kranken- und Unfallversicherung - 

Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 293 

E. 2c mit Hinweisen).  

 

3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 

dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-

unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 129 V 177 E. 3.1, 134 V 109 E. 2.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-

menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-

dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-

che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 

anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-

trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 

die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 177 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Wird 

durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, ent-

fällt die Leistungspflicht der Unfallversicherung erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-

schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank-

hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 

oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaf-

ten Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), er-

reicht ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.1 mit Hinweisen). Ob 

zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die 

Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 

nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-

dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 

3.2 Da ein Rückfall begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliesst (vgl. E. 2.2 

hiervor), kann er eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den 

erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 327 E. 2; BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen). Dabei gilt es klarzustellen, dass der Unfall-

versicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf der Anerkennung des natür-

lichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden kann, weil die unfallkausalen 

Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt vielmehr der versicherten Person, das 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und 

dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 

dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind 

an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

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1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versi-

cherten Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3; RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).  

 

4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie insbesondere der Feststellung natürli-

cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde re-

gelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 

stellen sind (BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 

medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel – unabhängig, von wem 

sie stammen – objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterla-

gen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 

es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-

menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 

E. 3a).  

 

4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-

menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 

auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-

cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 

Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-

achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-

sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.5 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  

 

5.1 Die Beschwerdeführerin erlitt am 8. Juni 1998 eine starke Verstauchung am linken 

Fuss gemäss Unfallmeldung des Hausarztes, Dr. G.____, Praktischer Arzt, vom 10. Juni 1998. 

In seinem Arztzeugnis vom 25. Juni 1998 diagnostizierte Dr. G.____ eine Zerrung des Ligamen-

tum fibulo-talare anterius links und eine konsolidierte Thromophlebitis bei Verdacht auf eine 

tiefe Venenthrombose. Im CT-Bericht des linken OSG vom 8. Juli 1998 konnte keine knöcherne 

Verletzung nachgewiesen werden. Es bestehe jedoch eine deutliche Ergussbildung im Sehnen-

fach der Peronäussehne und eine Verdickung der Sehne am Hinterrand des Aussenknöchels. 

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Als Nebenbefund liege eine kleine Corticalisinsel am Calcaneushinterrand vor. Der Befund pas-

se zu einer Peritendinose/Peritendinitis der Peronäussehne links. Im MRI-Bericht vom 4. August 

1998 wurde die erhebliche Flüssigkeitsansammlung im gemeinsamen Sehnenscheidenfach der 

langen und kurzen Peronäussehne dorsal vom Aussenknöchel bestätigt. Der Befund passe zu 

einer Sehnenscheidenentzündung. Zeichen für eine Sehnenläsion, insbesondere einer Sehnen-

ruptur, bestünden keine. Im Übrigen lägen normale Verhältnisse im Bereich des Fusses vor.  

 

5.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin rund fünf Jahre keine Leistungen mehr erbracht 

hatte, liess die Beschwerdeführerin am 15. Dezember 2003 durch Dr. G.____ einen Rückfall 

vermelden. Dieser gab als Diagnose an, es bestünden Varusdeformitäten am Fuss beidseits, 

links mehr als rechts. Zudem liege ein Status nach OSG-Supinationstrauma links am 8. Juni 

1998 vor. Zur Abklärung ihrer Leistungspflicht holte die Beschwerdegegnerin daraufhin ein Gut-

achten bei Dr. C.____ ein. In seinem Gutachten vom 20. September 2004 stellte Dr. C.____ im 

Rahmen der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis 

vom 8. Juni 1998 und den beklagten Beschwerden fest, dass der Aufklapp- und Zuklapp-

schmerz lateral am linken oberen Sprunggelenk und die diskrete Druckdolenz entlang der  

Peronealsehne überwiegend wahrscheinliche Unfallfolgen seien. Die Situation im Chopart-

Gelenk mit dem vermuteten Morbus Köhler sei dagegen höchstens eine mögliche Folge des 

Unfallereignisses. Daraufhin richtete die Beschwerdegegnerin weiterhin Leistungen aus. Letzt-

mals erteilte sie am 4. Januar 2007 eine Kostengutsprache für eine Schuheinlage und über-

nahm schliesslich am 19. Oktober 2012 nochmals die Kosten für Winterschuhe. 

 

5.3 Rund 15 Jahre nach dem Unfallereignis wurde schliesslich am 22. August 2013 die 

Behandlung des linken Fusses im Spital H.____ erneut aufgenommen. Die behandelnden Ärzte 

berichteten von einem komplexen Beschwerdebild. Prof. Dr. F.____ diagnostizierte in seinem 

Bericht vom 12. Juni 2014 eine komplexe Fussdeformität mit Spitzfussvarus, eine Tibialis poste-

rior Sehnen-Insuffizienz Grad I, einen Verdacht auf ein abgelaufenes Müller-Weiss-Syndrom bei 

Status nach konservativ behandelter Achillessehnenruptur links 1986, erneute Schmerzen der 

Achillessehne wechselhaft seit 1998, eine Plantarfasciitis und eine Transfermetatarsalgie II-IV.  

 

5.4 Die Beschwerdegegnerin holte zur Beurteilung der Unfallkausalität der ab August 2013 

erneut behandelten Beschwerden am linken Fuss ein Gutachten bei Dr. E.____ ein. Dieser  

diagnostizierte in seinem Gutachten vom 22. September 2015 ein chronifiziertes multilokuläres 

Schmerzsyndrom bei Status nach Distorsion des Sprunggelenks rechts 1996 und Status nach 

Distorsion des Sprunggelenks links 1998, eine mögliche chronische Peritendinitis der Peroneal-

sehnen links mit konstitutioneller Prädisposition und komplexen, wenn auch nicht gravierenden 

Fehlstellungen im Rück- und Mittelfuss sowie einen Hinweis auf Verdeutlichung/Aggravation mit 

Diskrepanz der subjektiven Beschwerden im Vergleich zu den objektivierbaren Befunden an 

den unteren Extremitäten, verschiedenen aktenkundigen Schmerzproblemen und Verdacht auf 

Rentenbegehrlichkeit. Hinsichtlich der Unfallkausalität stellte Dr. E.____ fest, dass keine we-

sentliche Pathologie am Sprunggelenk vorliegen würde und die erkennbaren Veränderungen 

einer konstitutionellen Prädisposition entsprächen, welche das geklagte Beschwerdebild als 

Folge des letztendlich banalen Misstritts von 1998 nicht annähernd erklärbar oder nachvollzieh-

bar machen würden. Es seien keine objektivierbaren Befunde aktenkundig, welche als Verlet-

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zungsfolge erkennbar wären. Der Status quo sine sei allerspätestens ein Jahr nach dem Unfall-

ereignis eingetreten.  

 

6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des vorliegend strittigen me-

dizinischen Sachverhalts auf die Ergebnisse, zu denen Dr. E.____ in seiner Beurteilung vom 

22. September 2015 gelangt ist. Sie ging demzufolge davon aus, dass ein Kausalzusammen-

hang zwischen den ab August 2013 erneut behandelten Beschwerden am linken Fuss und dem 

Unfallereignis vom 8. Juni 1998 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Dieses Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist nicht 

zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.1 und 4.2 hiervor), ist den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Fachpersonen, die aufgrund eingehen-

der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 

bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-

gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Dr. E.____ 

vom 22. September 2015 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist für die streiti-

gen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die ge-

klagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizini-

schen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzun-

gen auseinander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Hinsichtlich der Beurtei-

lung der strittigen Kausalitätsfrage führt Dr. E.____ in nachvollziehbarer Weise aus, dass bei 

der Beschwerdeführerin eine konstitutionelle Prädisposition vorliegt und sich ihr Gesundheits-

zustand auch ohne den Misstritt spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis eingestellt hätte. 

Überzeugend ist auch der Hinweis des Gutachters auf die während Jahren ausgebliebene Be-

handlung. Dieser Umstand spricht ebenfalls klar gegen die Annahme, dass die ab August 2013 

erneut behandelten linksseitigen Fussbeschwerden auf das Unfallereignis vom 8. Juni 1998 

zurückzuführen sind. Ein solcher Kausalzusammenhang ist jedenfalls – darin ist der Beschwer-

degegnerin beizupflichten – nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit erstellt. 

 

6.2 Was die Versicherte in ihrer kurzen Beschwerdebegründung vorbringt, führt zu keiner 

anderen Beurteilung der strittigen Kausalitätsfrage.  

 

6.2.1 Die Versicherte bringt vor, dass die im Februar 2017 durchgeführte Operation am lin-

ken Fuss aufgrund des Unfallereignisses vom 8. Juni 1998 notwendig wurde. Sie verweist unter 

anderem auf den Operationsbericht des Spitals D.____ vom 22. Februar 2017. In besagtem 

Bericht wurde eine Sekundärarthrose bei Müller-Weiss-Syndrom am Talonaviculargelenk links 

diagnostiziert. Es lägen ein typischer Rückfussvalgus sowie eine Bajonettstellung des Mittelfus-

ses vor. Die Schmerzen seien vor allem im Bereich der Arthrose, weshalb eine Indikation zur 

Arthrodese (Gelenkversteifung) bestünde. Anlässlich des operativen Eingriffes vom 21. Februar 

2017 wurde das Talonaviculargelenk links versteift.   

 

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6.2.2 Der Operationsbericht vom 22. Februar 2017 ruft keine Zweifel an der Schlüssigkeit 

des Gutachtens von Dr. E.____ hervor. Es sind keinerlei Widersprüche ersichtlich. Inwiefern 

das Gutachten von Dr. E.____ ungenügend sein soll, wird von der Beschwerdeführerin indes-

sen auch gar nicht näher begründet. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass bereits 

Dr. C.____ in seinem Gutachten vom 20. September 2004 festgestellt hatte, dass die Be-

schwerden im Bereich des Chopart-Gelenkes nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal 

seien. Diese Feststellung ist insofern von Bedeutung, als das Talonaviculargelenk, welches mit 

der Operation vom 21. Februar 2017 versteift wurde, der mediale Teil des Chopart-Gelenkes 

bildet. Damit wird bestätigt, dass mit dem operativen Eingriff eine nicht überwiegend wahr-

scheinlich unfallkausale Beschwerde behandelt wurde. Insgesamt vermögen somit weder der 

Operationsbericht vom 22. Februar 2017 noch die unsubstantiierte Behauptung der Beschwer-

deführerin das Gutachten von Dr. E.____ und die darin beurteilte Kausalitätsfrage in Zweifel zu 

ziehen. 

 

6.3 Auch die übrigen aktenkundigen Arztberichte stehen nicht im Widerspruch zu den Ein-

schätzungen von Dr. E.____. Einzig die Beurteilungen der Hausärzte Dr. G.____ und 

Dr. I.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, weichen davon ab und bejahen den Kausalzu-

sammenhang zwischen den Sprunggelenkbeschwerden und dem Unfallereignis vom 8. Juni 

1998. So kam Dr. I.____ im Bericht vom 15. Mai 2014 zum Schluss, es bestünde eine chronisch 

erhebliche, unfallbedingte Verkürzung der Achillessehne, welche zu Schmerzen und Fehlbelas-

tungen führe. Dr. G.____ berichtete am 7. Februar 2015, die Beschwerdeführerin würde nach 

wie vor an den Folgen des Ereignisses vom 8. Juni 1998 leiden. Die für die Rückfallmeldung im 

April 2014 verantwortlichen Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als un-

fallbedingt zu betrachten. Diese abweichenden Einschätzungen der Hausärzte sind nicht geeig-

net, das Gutachten von Dr. E.____ in Frage zu stellen. Zum einen geniesst das Gutachten des 

externen Facharztes einen höheren Beweiswert. Und zum anderen hat sich Dr. E.____ in sei-

ner Beurteilung insbesondere mit der Diagnose der verkürzten Achillessehne eingehend ausei-

nandergesetzt und kam zum Schluss, dass diese beim Ereignis 1998 nicht verletzt worden sei. 

Insgesamt vermögen die Beurteilungen von Dr. I.____ und Dr. G.____ keine erheblichen Zwei-

fel an der Beweiskraft des Gutachtens von Dr. E.____ und die von der Beschwerdegegnerin 

daraus gezogenen Schlüsse hervorzurufen. 

 

7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die Beschwerdegegnerin in Bezug 

auf den ab 22. August 2013 geltend gemachten Rückfall der Versicherten zu Recht eine Leis-

tungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung verneint hat. Der angefochtene Ein-

spracheentscheid vom 21. Februar 2017 ist demnach nicht zu beanstanden, was zur Abwei-

sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

 

8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 

Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 

erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-

gen. 

 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 

 

Mitteilung an Parteien 

  Bundesamt für Gesundheit 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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