# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4acc966d-b5ff-5fc7-a32b-c3f4a4f79ea7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.12.2023 SB210463
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210463_2023-12-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB210463-O/U/jv

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. S. Volken, 

Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet

Urteil vom 18. Dezember 2023

in Sachen

A._____,
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. HSG D. Zogg,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfache Veruntreuung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 
vom 2. Juli 2021 (DG200050)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 11. März 2020 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 00101001 ff.). 

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 137 S. 133 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bun-

desgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in Verbindung 

mit Art. 3 Abs. 1 lit. b. UWG 

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 27 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 28, 71, 75, 104, 127 und 162,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 28 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 1, 2, 3, 7, 11, 20, 33, 37, 39, 45, 48, 53, 63, 64, 65, 67, 

72, 85, 86, 100, 109, 125, 128, 133, 141, 142, 148, 152, 153 und 170,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 29 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 8, 12, 30, 49, 68, 73, 81, 82, 95, 96, 107, 108, 110, 111, 

116, 120, 122, 131, 132, 134, 143, 146, 149, 165, 171 und 172,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 30 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 9, 15, 21, 22, 31, 34, 35, 36, 40, 41, 42, 43, 50, 51, 70, 

74, 78, 90, 92, 97, 101, 102, 112, 117, 121, 135, 139, 145, 150, 151, 155, 156, 157, 

158, 159, 160, 173, 174, 175 und 180,

 gemäss dem in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 38 aufgeführten Vertragsabschluss mit 

der Anlegerin mit der Ziffer 56,

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 39 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 54, 55 und 61, 

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 40 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 66, 89, 144 und 169,

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 41 aufgeführten Vertragsabschlüssen mit 

den Anlegern mit den Ziffern 29, 76, 87, 88, 105, 106, 163 und 164 sowie

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 gemäss dem in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 43 aufgeführten Vertragsabschluss mit 

der Anlegerin mit der Ziffer 16

wird eingestellt.

2. Der Beschuldigte ist schuldig

 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB,

 der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB,

 der mehrfachen Bevorzugung eines Gläubigers im Sinne von Art. 167 StGB in Ver-

bindung mit Art. 29 StGB,

 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB in Ver-

bindung mit Art. 29 StGB,

 der Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 FINMAG in Verbindung mit 

Art. 46 Abs. 1 lit. a BankG (unbefugte Entgegennahme von Publikumseinlagen),

 des unlauteren Wettbewerbs im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in Verbindung mit Art. 3 

Abs. 1 lit. b UWG sowie

 des Missachtens von Verfügungen im Sinne von Art. 48 FINMAG.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, einer Geldstrafe von 

360 Tagessätzen zu CHF 240 sowie einer Busse von CHF 600. 

4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Pro-

bezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von drei Tagen.

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 B._____ Schadenersatz von 

CHF 70'000 zuzüglich 5 % Zins ab dem 13. Juni 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die 

Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen.

7. Der Privatkläger 2 C._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg ver-

wiesen.

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8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 15'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen:

CHF 1'400.00   Gebühr Beschwerdeverfahren UH200187-O;

CHF 120'000.00   Gebühr für das Vorverfahren;

CHF 168.80   Entschädigung Zeuge;

CHF 56'736.40   amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

10. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen als amtliche Ver-

teidigerin des Beschuldigten mit CHF 56'736.40 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) aus 

der Gerichtskasse entschädigt.

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

12. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 B._____ eine Prozessentschädigung 

von CHF 29'420 zuzüglich MwSt. und 5 % Zins ab dem 23. Juni 2021 zu bezahlen.

13. (Mitteilungen)

14. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 7 f.)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 172 S. 2; Urk. 139 S. 2)

1. Es seien die Dispositivziffern 2, 3, 4 und 5 des angefochtenen Urteils aufzu-

heben und A._____ von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Eventualiter sei A._____ wegen fahrlässiger Begehung einer Tätigkeit ohne 

Bewilligung schuldig zu sprechen und hierfür mit einer Busse von 

CHF 3'000.00 zu bestrafen. 

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3. Subeventualiter sei im Falle der teilweisen oder gänzlichen Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils die Strafzumessung zu überprüfen und A._____ mit 

maximal einer bedingt auszusprechenden Freiheitsstrafe von 2 Jahren, einer 

bedingt auszusprechenden Geldstrafe von maximal 270 Tagessätzen à 

CHF 240.00 sowie einer Busse von CHF 600.00 zu bestrafen.

4. Es seien die Dispositivziffern 6 und 12 des angefochtenen Urteils aufzu-

heben und es seien sämtliche Zivilforderungen der Privatklägerin 1 B._____ 

abzuweisen bzw. auf den Zivilweg zu verweisen. 

5. Es sei die Dispositivziffer 9 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es 

seien die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens auf die 

Staatskasse zu nehmen, eventualiter seien A._____ die Kosten lediglich im 

Umfang von 10% aufzuerlegen. 

6. Es sei in Abänderung von Dispositivziffer 11 des angefochtenen Urteils auf 

das Nachforderungsrecht für die Kosten der amtlichen Verteidigung zu ver-

zichten. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien sodann auf die Staatskasse zu 

nehmen und die amtliche Verteidigung angemessen zu entschädigen. 

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 143; schriftlich)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils

c) Der Privatklägerschaft B._____:

(Urk. 174 S. 1)

1. Die Berufung des Beschuldigten sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, die Privatklägerin für die notwendigen 

Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Berufungsverfahren mit 

CHF 18'117.75 zu entschädigen.

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Erwägungen:

I. Prozessuales

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

2. Juli 2021 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss diverser Delikte 

schuldig gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren sowie einer 

Geldstrafe und einer Busse bestraft. Freiheitsstrafe und Busse wurden vollziehbar 

erklärt, der Vollzug der Geldstrafe bedingt aufgeschoben. Betreffend diverse An-

klagepunkte zum Tatvorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das UWG 

wurde das Verfahren eingestellt (Urk. 137 S. 133 ff.). Gegen diesen Entscheid liess 

der Beschuldigte durch seine amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 12. Juli 2021 

innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 130). Die 

Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der 

Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 139). Die Anklagebehörde hat mit 

Eingabe vom 13. Oktober 2021 innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung 

verzichtet wird (Urk. 143; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Die durch die Ver-

teidigung im Berufungsverfahren gestellten Beweisergänzungsanträge wurden mit 

Präsidialverfügung vom 8. Dezember 2021 begründet abgewiesen (Art. 389 Abs. 3 

StPO; Urk. 139; Urk. 153). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Berufungser-

klärung teilweise beschränkt (Urk. 139; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde 

beantragt die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 143; Prot. II S. 8). 

2. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten 

– die vorinstanzliche Einstellung des Verfahrens betreffend diverse Anklagepunkte 

zum Tatvorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das UWG (Urteilsdispositiv-

Ziff. 1) 

– die vorinstanzliche Regelung betreffend das Schadenersatzbegehren des Privat-

klägers 2 C._____ (Urteilsdispositiv-Ziff. 7)

– die vorinstanzliche Festsetzung der Kosten des Verfahrens (Urteilsdispositiv-

Ziff. 8) sowie 

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– die vorinstanzliche Festsetzung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 10).

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO).

Gemäss ständiger Praxis hat sich das Gericht nicht mit sämtlichen, sondern ledig-

lich mit den wesentlichen Punkten der Parteibehauptungen auseinander zu setzen 

(Entscheid des Bundesgerichts 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E.1.5.2. mit 

Verweisen). 

II. Schuldpunkt

1.1.1. In der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 11. März 2020 wird unter An-

klagepunkt A und dem Titel "Ausgangslage" in den Ziffern 1 bis 19 zusammenge-

fasst geschildert, was folgt und durch die Verteidigung bereits im Hauptverfahren 

(Urk. 127 S. 4) – mit einer Ausnahme – ausdrücklich als zutreffend anerkannt wird 

(Urk. 00101004 bis 00101008):

Der Beschuldigte liess am tt.mm.2012 die Firma D1._____ AG (D1._____) gründen 

und gründete im mm.2013 die Firma D2._____ AG (D2._____) sowie am 

tt.mm.2015 die Firma D3._____ (D3._____). Er verfolgte das Geschäftsmodell, 

durch das Zusammenspiel seiner genannten Firmen Dienstleistungen im Finanz-

sektor an Banken und private Anleger anzubieten. Die Finanzierung des Aufbaus 

dieses Geschäftsmodells sollte dadurch erzielt werden, dass einer grossen Zahl 

von privaten Anlegern Aktien der genannten Firmen des Beschuldigten verkauft 

wurden respektive die Anleger dem Beschuldigten Darlehen gewährten. Konkret 

liess der Beschuldigte sich von den Anlegern zwischen 2011 und 2015 gestützt auf 

die abgeschlossenen Aktienkauf- und Darlehensverträge über CHF 6'111'000 aus-

zahlen. Aus zwei Kapitalerhöhungen bei der D1._____ und einer Kapitalerhöhung 

bei der D2._____ in den Jahren 2014 bis 2016 flossen ihm weiter über CHF 1,2 

Mio. zu. Die drei Firmen des Beschuldigten, deren Mehrheitsaktionär und faktisch 

verantwortliches Organ er war, wurden nie über einen Testbetrieb hinaus operativ 

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tätig (vgl. auch die zutreffende Zusammenfassung in den Erwägungen des ange-

fochtenen Entscheides; Urk. 137 S. 13-16). 

1.1.2. Gemäss weiterer Darstellung in der Anklageschrift habe der Beschuldigte 

von den aus Aktienverkäufen und Darlehen eingenommenen rund CHF 6,1 Mio. 

rund CHF 3,47 Mio. für eigene, private Zwecke verwendet; betreffend die Kapital-

erhöhungen habe er Barbezüge von rund CHF 70'000 für eigene, private Zwecke 

getätigt; sodann habe er im Rahmen des Testbetriebs rund CHF 111'000 für 

eigene, private Zwecke verwendet. Diese Darstellung wird durch die Verteidigung 

vorab dahingehend pauschal bestritten, der Beschuldigte habe "nicht diverse 

namhafte Beträge, die den Gesellschaften zugestanden hätten, für eigene Zwecke 

verwendet" (Urk. 127 S. 4). Das massgebliche, grundsätzliche Quantitativ, dass der 

Beschuldigte von den Aktienkäufern und Darleihern über CHF 6 Mio. entgegen ge-

nommen und davon über CHF 3 Mio. für eigene Zwecke verwendet hat, wird jedoch 

durch Beschuldigten und Verteidigung nicht bestritten (Urk. 127 S. 6 RZ 16 e con-

trario; vgl. Urk. 172 S. 10 f.; Urk. 137 S. 43 mit Verweis auf Urk. 50101104 und S. 

27 mit Verweis auf Urk. 50101020 ff.). 

1.2.1. Unter Anklagepunkt B und dem Titel "Kapitalbeschaffung über Darlehen, 

wandelbare Darlehen und Aktienverkäufe mit und ohne Rückkaufsgarantie" schil-

dert die Anklagebehörde ein deliktisches Vorgehen des Beschuldigten, welches sie 

rechtlich als Vergehen gegen Art. 23 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 lit b UWG qualifiziert. Wie 

vorstehend erwogen interessieren von den inkriminierten Rechtsgeschäften mit 73 

privaten Anlegern unter diesem Titel vorliegend aus verjährungsrechtlichen Grün-

den nur noch jene, welche nach dem 31. Dezember 2013 erfolgt sind (vgl. Urk. 137 

S. 12 f.).

Die Vorinstanz listet zwar ausführlich – und grundsätzlich zutreffend – auf, welche 

Anklagepunkte nicht mehr relevant sind (Urk. 137 S. 12 f.). Zu korrigieren ist vorab 

einzig, dass die Anklageziffern 38, 39 und 40 den Anklagepunkt B III (korrekt im 

Urteilsdispositiv) und nicht (wie in den Erwägungen umschrieben) den Anklage-

punkt B II betreffen.

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Jedoch unterlässt es die Vorinstanz dann sowohl bei der Sachverhaltserstellung 

wie bei der rechtlichen Würdigung detailliert anzuführen, betreffend welche An-

klagepunkte sie den massgeblichen Tatbestand als erfüllt erachtet. Einzig bei der 

Strafzumessung wird dann pauschal erwogen, "die übrig gebliebene Deliktssumme 

bei 60 Verträgen liege bei CHF 2'732'700" (Urk. 137 S. 120 f.). 

1.2.2. Nach Ausschluss der Ziffern, welche Geschäfte vor dem 1. Januar 2014 be-

treffen, verbleiben gemäss den Anklagepunkten B II Ziff. 30 (4, 13, 14, 17, 23, 38, 

44, 46, 58, 77, 79, 91, 93, 94, 98, 99, 114, 118, 119, 123, 126, 129, 130, 136, 137, 

140, 147, 154, 166, 167, 177, 179) und 31 (69, 83, 84, 115, 124, 176) sowie B III 

Ziff. 40 (5, 10, 19, 24, 25, 26, 27, 47, 59, 60, 62, 80, 103, 161, 168), 42 (32, 52, 

113), 43 (6, 138, 178) und 44 (18) in der Tat 60 zur Beurteilung relevante Geschäfte.

1.3. Was die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unter dem Titel "Sachver-

haltserstellung" erwägt, ist zwar sehr ausführlich aber wenig übersichtlich: Vorab 

werden die Aussagen des Beschuldigten, so er denn überhaupt solche gemacht 

hat, ausführlichst wiedergegen, auch solche, welchen eigentlich kaum Relevanz 

zukommt. Dies wird vermengt mit Zitaten schriftlicher Vereinbarungen, jedoch auch 

solchen, welche gar nicht zu Anklagevorwürfen geführt haben. Im Rahmen der 

Wiedergabe erfolgt dann teilweise auch gleich eine – allerdings halbherzige – 

Würdigung der Aussagen des Beschuldigten (Urk. 137 S. 25-43). Dies alles, um 

dann zum Schluss zu kommen, es bestünden über die Interpretationen der je-

weiligen Vertragsinhalte zwischen dem Beschuldigten und der Staatsanwaltschaft 

"keine nennenswerten Differenzen". Der Beschuldigte bestreite "lediglich", dass die 

erhaltenen Gelder zwingend in seine Gesellschaften hätten fliessen müssen 

(Urk. 137 S. 27). Diese Differenz zu den sich aus den massgeblichen Verträgen für 

den Beschuldigten ergebenden Verpflichtungen ist nicht nur "nennenswert", 

sondern für den vorliegenden Fall geradezu fundamental. 

1.4.1. Die Anklagebehörde erhob den Tatvorwurf des Vergehens gegen Art. 23 

i.V.m. Art. 3 Abs. 1 lit b UWG betreffend sämtliche inkriminierten Rechtsgeschäfte 

– und somit auch betreffend die heute noch zur Beurteilung verbleibenden 60 – 

dahingehend, der Beschuldigte habe gegenüber den privaten Anlegern über die 

Verwendung der eingenommenen Gelder systematisch schriftlich und mündlich 

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irreführende Angaben gemacht (Urk. 125 S. 4-6). Unter Verzicht auf das "Vorlesen 

dutzender Textpassagen" und "Verweis auf die detaillierte Anklage" wurde im 

Hauptverfahren argumentiert, die Angaben des Beschuldigten in den Verträgen 

zusammen mit seinen übrigen schriftlichen und mündlichen Angaben in Briefen,   

E-Mails, Aktionärsbriefen, bei regelmässigen Telefonaten, Versammlungen und 

Hausbesuchen, an Generalversammlungen und Präsentationen seines Geschäfts-

modells, verbunden mit dem Vorzeigen einer Unternehmensbewertung, seien ge-

eignet gewesen, beim Durchschnittadressaten den Eindruck zu erwecken, dass die 

einbezahlten Gelder vollständig zur Umsetzung des Geschäftsmodells und für den 

Aufbau der Gesellschaften des Beschuldigten verwendet würden (Urk. 125 S. 4 f.). 

Die Vorinstanz hat dazu in der Folge erwogen, der Beschuldigte habe "Akquise 

durch persönliche Kontakte" betrieben und "regelmässig an den Generalversamm-

lungen über den Stand der Entwicklungen seines Geschäftsmodells informiert" 

(Urk. 137 S. 69 f.). 

1.4.2. Die Verteidigung ging an der Hauptverhandlung sowie an der Berufungsver-

handlung nicht auf einzelne Geschäftsabschlüsse ein, sondern machte pauschal 

geltend, es gäbe in den Aktienkaufverträgen keine irreführenden Angaben; der Ver-

wendungszweck des Kaufpreises werde nicht umschrieben. Auch in den Dar-

lehensverträgen sei einzig der Beschuldigte, seien jedoch nicht seine Firmen als 

Darlehensnehmer angeführt und die Einzahlungen seien auf sein Privatkonto oder 

bar an den Beschuldigten geleistet worden, was den Darleihern das Recht des Be-

schuldigten zur freien Verfügung indiziert habe (Urk. 127 S. 4 ff.; Urk. 172 S. 4 ff.). 

1.4.3. In Anklagepunkt C werden dem Beschuldigten insgesamt 11 Veruntreuungen 

vorgeworfen, begangen gegen 7 Darleiher, dahingehend, dass der Beschuldigte 

die Darlehenssummen entgegen dem vereinbarten Verwendungszweck ausge-

geben habe. Sämtliche betroffenen Darleiher (mit Ausnahme von E._____) wurden 

in der Untersuchung als Zeugen (B._____ als Auskunftsperson) befragt.

Die gemäss Anklage nach dem 1. Januar 2014 begangenen (9) Veruntreuungen 

sind ebenfalls unter dem Tatvorwurf der UWG-Vergehen gemäss Anklagepunkt B 

zu prüfen [vgl. Anklagepunkte B III Ziff. 40 (5, 19, 47, 62, 80, 103), 43 (6, 138) und 

44 (18)]. Da die Anklagebehörde (wie auch die Vorinstanz) wie vorstehend erwogen 

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geltend macht, der Beschuldigte habe die UWG-relevanten Irreführungen durch ein 

Zusammenspiel von schriftlichen und mündlichen Angaben begangen, ist – auch 

und wesentlich – von Bedeutung, wie allfällige mündliche Aussagen des Beschul-

digten durch die Adressaten geschildert werden. Dazu kann einzig auf formelle 

Befragungen der entsprechenden Personen abgestellt werden. Schriftlich beant-

wortete Standard-Formulare, wie sie vorliegend durch die Untersuchungsbehörde 

flächendeckend verschickt wurden, genügen nicht, da der Beschuldigte dies-

bezüglich seine Mitwirkungsrechte nicht wahrnehmen konnte (vgl. Art. 147 StPO; 

BSK StPO, HÄRING, Art. 145 N 11 mit Verweisen; vgl. die in der Akturierung mit 7 

beginnenden Ordner mit der Aufschrift "Korrespondenz Geschädigte"). Wenn die 

Vorinstanz erwägt, es seien "aus prozessökonomischen Gründen" nicht alle 

Geschädigten zu befragen (Urk. 137 S. 80), ist dies strafprozessual nicht haltbar, 

ausser der Beschuldigte würde ein ausnahmslos stereotypes Tatvorgehen an-

erkennen oder ein solches wäre erstellt. Solches behauptet nun aber nicht einmal 

die Anklagebehörde, wenn sie eben gerade ein Zusammenspiel von schriftlichen 

wie auch mündlichen, also möglicherweise sehr individuellen Angaben als für eine 

tatbestandsmässige Irreführung relevant erachtet. Die Vorinstanz ist dem – wie 

zitiert – gefolgt. Die Verteidigung verzichtet auch nicht auf eine Einvernahme der 

schriftlich Befragten, sondern verlangt diese im Gegenteil – punktuell – ausdrück-

lich (Urk. 139 S. 2; Urk. 170 S. 1 f.). 

Sodann verweist die Verteidigung zur Entlastung auch auf schriftliche Angaben 

mehrerer Personen, wonach diese ihre Gelder dem Beschuldigten auch zur pri-

vaten Verwendung zur Verfügung gestellt hätten (Urk. 127 S. 7 mit zutreffenden 

Aktenverweisen). Die Vorinstanz hat dazu erwogen, selbst wenn die offerierten 

Zeugen aussagen würden, dass sie dem Beschuldigten die Gelder auch für die 

Verwendung privater Zwecke anvertraut hätten, würde das nichts daran ändern, 

dass der Beschuldigte eine abstrakte Gefahr für die Irreführung der Kunden ge-

mäss UWG geschaffen hat (Urk. 137 S. 73 und S. 80). Dies ist – im Ergebnis mit 

der Verteidigung (vgl. Urk. 172 S. 9) – unhaltbar: Die Vorinstanz kann nicht an-

tizipierend ausschliessen, dass es entsprechende mündliche, die schriftlichen Ver-

einbarungen ergänzende Abreden zwischen dem Beschuldigten und Investoren 

gegeben hat, was irreführende Angaben des Beschuldigten über den Verwen-

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dungszweck diesfalls ausschliessen würde. Dies auch dann nicht, wenn gewisse 

Personen in ihren retournierten Formularen kürzest angegeben haben, es habe 

keine mündlichen Abreden gegeben.

Sollte sich betreffend die Veruntreuungsvorwürfe ergeben, dass der Beschuldigte 

entgegen den schriftlichen und mündlichen Vereinbarungen mit den Darleihern 

Darlehensbeträge zweckentfremdet hat, wäre dies auch relevant für den Tatvorwurf 

der irreführenden Angaben im Sinne des UWG. Daher ist die Prüfung der Tatvor-

würfe gemäss Anklagepunkt C vorzuziehen.

1.5. Zum Theoretischen zu den Tatbeständen der Veruntreuung nach Art. 138 

StGB und des unlauteren Wettbewerbs nach Art. 23 und 3 UWG wird auf das Ent-

sprechende im angefochtenen Entscheid verwiesen (Urk. 137 S. 103 bis 106).

2.1.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und E._____ am 

25. August 2011 einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte E._____ 

dem Beschuldigten CHF 120'000. Der Beschuldigte verbrauchte die CHF 120'000 

für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.1.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ verwende 

(Urk. 00101024). Die Vorinstanz stellt zu dieser Frage eine Beweiswürdigung an 

und erwägt, das Darlehen E._____s hätte für die Gründung der D1._____ verwen-

det werden sollen. Die Verwendung des Geldes für private Zwecke des Beschul-

digten sei definitiv nicht im Sinne der Investorin gewesen (Urk. 137 S. 81). In einer 

späteren rechtlichen Würdigung hat die Vorinstanz dann zum Theoretischen richtig 

zitiert, Darlehen würden üblicherweise nicht mit einer Werterhaltungspflicht des 

Darlehensnehmers einhergehen. Jedoch könnten gemäss ständiger bundesge-

richtlicher Rechtsprechung durchaus auch Darlehen veruntreut werden. Dies sei 

vor allem dann der Fall, wenn ein Darlehen mit der Bedingung gewährt wird, das 

Geld in bestimmter Weise zu verwenden. Ob eine Werterhaltungspflicht bestehe, 

müsse im Einzelfall geprüft werden. Nur bei Bestehen einer Werterhaltungspflicht 

könne ein Darlehen Objekt einer Veruntreuung sein (Urk. 137 S. 105 mit Verweisen 

auf Lehre und Praxis).

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Vorab: Für die Auslegung – auch – eines privatrechtlichen Vertrags ist in erster 

Linie auf den übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien abzustellen (sog. 

subjektive Vertragsauslegung). Die subjektive Vertragsauslegung bezieht sich auf 

den Willen der Vertragsparteien im Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Lässt sich ein 

übereinstimmender Parteiwille nicht feststellen, ist der Vertrag so auszulegen, wie 

er nach dem Vertrauensgrundsatz verstanden werden durfte und musste (sog. ob-

jektive Vertragsauslegung). Die objektive Vertragsauslegung ergibt sich nicht allein 

aus dem Wortlaut, sondern kann sich namentlich auch aus dem verfolgten Ziel, der 

Interessenlage der Parteien oder aus den Gesamtumständen ergeben (vgl. 

BGE 144 V 84 E. 6.2.1). Was die Parteien beim Vertragsabschluss gewusst, ge-

wollt oder tatsächlich verstanden haben, ist eine Tatfrage. Die tatsächliche Er-

mittlung des subjektiven Parteiwillens beruht auf einer Beweiswürdigung. Die Ver-

tragsauslegung nach dem Vertrauensgrundsatz ist hingegen eine Rechtsfrage 

(BGE 148 V 70 S. 75).

2.1.3. Die von ihr selber – zu Recht – postulierte, notwendige Prüfung im Einzelfall, 

ob bei den fraglichen Darlehen für den Beschuldigten eine Werterhaltungspflicht 

bestanden hat, unterlässt die Vorinstanz dann jedoch komplett und beurteilt diese 

pauschal (Urk. 137 S. 106). 

2.1.4. Was die Darleiherin am 25. August 2011 genau gewollt hat, bleibt entgegen 

der Anklagebehörde und der Vorinstanz offen: Sie wurde im gesamten Verfahren 

nicht befragt. Die Anklagebehörde verwies an der Hauptverhandlung auf die Aus-

sagen der Geschädigten, wonach "klar gewesen sei, dass die Darlehensgelder für 

den Aufbau des Geschäftsmodells verwendet werden sollten und sie niemals Geld 

gegeben hätten, wenn sie gewusst hätten, dass der Beschuldigte es privat verbrau-

chen würde" (Urk. 125 S. 7). Betreffend E._____ gibt es jedoch entgegen der An-

klagebehörde keine derartigen Aussagen, die belastend prozessual verwertbar wä-

ren. E._____ hat einzig im Formular der Anklagebehörde schriftlich kürzest ver-

merkt, das Darlehen hätte "projektbezogen, siehe Strafanzeige" verwendet werden 

sollen (Urk. 70101176).

Wohl lässt die Formulierung im Darlehensvertrag, dass dem Beschuldigten mit 

Blick auf die Gründung einer Aktiengesellschaft eine Überbrückungsfinanzierung 

- 14 -

gewährt wird, stark vermuten, dass die Firmengründung eben gerade mit dem Geld 

der Darleiherin finanziert werden sollte. Eine geradezu zwingende Interpretation ist 

dies jedoch nicht: Ebenso gut hätte dem Beschuldigten mit einem Darlehen finan-

ziell Luft verschafft werden können, um die geplante Firmengründung mit allfälligen 

anderweitigen, dadurch frei werdenden Mitteln durchzuführen. Mangels jedwelcher 

Angaben der Darleiherin zu den Absprachen, die zum Vertrag vom 25. August 2011 

geführt haben, ist zugunsten des Beschuldigten nicht von einer vereinbarten 

zwingenden Verwendung des Darlehens für die Gründung der D1._____ und damit 

einer Werterhaltungspflicht des Beschuldigten aufzugehen. 

2.2.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und E._____ am 19. Septem-

ber 2014 einen – weiteren – Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte 

E._____ dem Beschuldigten insgesamt CHF 230'000. Der Beschuldigte ver-

brauchte davon rund CHF 126'540 für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklage-

sachverhalt unbestritten. 

2.2.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber be-

standen, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ oder die Gründung 

der D3._____ verwende (Urk. 00101026). Die Vorinstanz hat erwogen, die Um-

schreibung des Projekts D1._____/D3._____ im Vertrag zeige "den engen – wenn 

nicht ausschliesslichen – Konnex mit der Gewährung des Darlehens". Der Sach-

verhalt sei erstellt (Urk. 137 S. 82). 

2.2.3. Hier gilt das bereits vorstehend zur Darleiherin E._____ Erwogene: Es gibt 

keinerlei Angaben von ihr zum Zustandekommen des Vertrags. Der Vertragstext 

nimmt zwar Bezug zum Projekt D1._____/D3._____, bleibt jedoch interpretations-

bedürftig: Das Projekt soll vorangetrieben werden. Selbst der Anklagevorwurf bleibt 

unbestimmt: Der Beschuldigte hätte das Darlehen für die D1._____ oder dann für 

die Gründung der D3._____ einsetzen sollen. Der grösste Teil des Geldes wurde 

ja tatsächlich auf das Konto der D1._____ überwiesen und zumindest rund die 

Hälfte des Gesamtbetrages wurden auch nicht für private Belange ausgegeben. 

Ohne entsprechende Aussagen der Darleiherin und nur gestützt auf den einzig vor-

liegenden, nicht eindeutigen schriftlichen Vertragsinhalt ist für den Beschuldigten 

- 15 -

weder qualitativ noch quantitativ eine Werterhaltungspflicht rechtsgenügend anzu-

nehmen.

Somit ist der Beschuldigte vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung betreffend 

zwei Darlehensverträge mit der Darleiherin E._____ freizusprechen. 

2.3.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und F._____ am 25. Septem-

ber 2013 einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte F._____ dem Be-

schuldigten insgesamt CHF 450'000. Der Beschuldigte verbrauchte davon rund 

CHF 205'860 für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.3.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber be-

standen, dass der Beschuldigte das Darlehen für die laufenden Kosten der 

D1._____ und die Gründung der D2._____ verwende (Urk. 00101028). Die 

Vorinstanz hat erwogen, die Formulierung des Vertrags mache deutlich, dass das 

Darlehen ausschliesslich für die Umsetzung der Geschäftsstrategie und nicht für 

private Verbindlichkeiten verwendet werden sollte. So habe auch die Anlegerin als 

Zeugin ausgesagt (Urk. 137 S. 84). 

2.3.3. Beides trifft zu: Der Vertragsinhalt ist denkbar klar: Mit dem Darlehen soll der 

Aufbau eines neuen Unternehmens im Finanzbereich unterstützt werden. Das Dar-

lehen wird vom Darlehensnehmer [...] für die Umsetzung der Strategie, insbe-

sondere der Gründung der D2._____ und den operationellen Kosten der D1._____ 

verwendet. Die Verteidigung verweist auf die Vertragsklausel "Verwendung unter 

anderem für die Strategieumsetzung", was ja gerade auch zu anderweitiger 

Verwendung berechtigt habe (Urk. 127 S. 14; Urk. 172 S. 12). Die Vorinstanz hat 

dies zu Recht verworfen (Urk. 137 S. 84). Entscheidend sind allerdings die 

Aussagen der Geschädigten, wie sie sie als Zeugin deponiert hat: Anschaulich und 

überzeugend hat sie geschildert, dass der Beschuldigte immer verschiedene 

Gründe für Geldbedarf gehabt habe, um seine Projekte aufzubauen, aber nie, dass 

er das Geld für sich brauche. Sie hätte ihm nie Geld für seine eigenen Bedürfnisse 

gegeben (Urk. 50501005 f.).

- 16 -

2.3.4. Gestützt auf die überzeugenden Aussagen der Geschädigten und angesichts 

der klaren Vertragsformulierung war eine ausschliessliche Verwendung des Dar-

lehens für Belange der D1._____ und der D2._____ vereinbart. Entsprechend wies 

der Beschuldigte eine Werterhaltungspflicht auf, gegen welche er im Umfang von 

CHF 205'860 verstossen hat. Daher hat er diesbezüglich den Tatbestand von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB erfüllt. 

2.4.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und F._____ am 10. Ja-

nuar 2015 einen – weiteren – Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte 

F._____ dem Beschuldigten insgesamt CHF 500'000. Der Beschuldigte ver-

brauchte davon rund CHF 294'000 für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesach-

verhalt unbestritten. 

2.4.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber be-

standen, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ oder die Gründung 

der D3._____ verwende (Urk. 00101030). Die Vorinstanz hat erwogen, gemäss 

Vertragsformulierung sei der Grund für die Darlehensgewährung dermassen eng 

mit der Umsetzung der Geschäftsidee verzahnt, dass von einer Berechtigung des 

Beschuldigten zur Verwendung für private Zwecke keine Rede sein könne (Urk. 

137 S. 85). 

2.4.3. Dies trifft zu: Der Vertrag nimmt vorab Bezug auf den früheren Vertrag vom 

25. September 2013, in welchem der Aufbau eines Finanzunternehmens vereinbart 

wurde. Mit dem aktuellen Darlehen soll dieses Projekt vorangetrieben werden und 

es soll ein … Finanzinstitut gegründet werden. Die Zweckbindung des Darlehens 

ergibt sich somit schon sehr klar aus dem Vertragstext. Hinzu kommen wiederum 

die Aussagen der Geschädigten als Zeugin, wonach nach Darstellung des Beschul-

digten immer alles Geld in die Firmen hätte fliessen sollen, sie ihm nie etwas wis-

sentlich und willentlich zur privaten Verwendung gegeben hätte und sie auch nie 

bewusst auf ein Privatkonto des Beschuldigten eingezahlt habe (Urk. 50501001 ff.). 

Wenn die Verteidigung sinngemäss immerhin eine teilweise Zweckgebundenheit 

anerkennt (Urk. 127 S. 15), hätte auch ein allfälliger, behaupteterweise noch zu ak-

zeptierender "Freibetrag zur eigenen Verwendung" niemals rund 60% des Darle-

- 17 -

hens betragen dürfen, sondern marginal (und damit vorliegend vernachlässigbar) 

ausfallen müssen!

Daher hat der Beschuldigte auch hier den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 

und 2 StGB erfüllt. 

2.5.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und F._____ schliesslich am 

17. April 2015 einen – weiteren – Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte 

F._____ dem Beschuldigten CHF 30'000. Der Beschuldigte verbrauchte den ge-

samten Betrag für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.5.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ verwende 

(Urk. 00101032). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Darle-

hens ergäbe sich zwar nicht direkt aus dem Vertragstext, jedoch aus dem Gesamt-

kontext (Urk. 137 S. 85 f.). 

2.5.3. Die Geschädigte hat als Zeugin den konkreten Darlehenszweck nicht in 

Erinnerung rufen können (Urk. 50501017). Mit der Verteidigung ergibt sich dieser 

auch nicht aus der Vertragsformulierung (Urk. 127 S. 16 mit Verweis). Die Geschä-

digte konnte sich – wohl infolge Zeitablaufs und nachvollziehbar – auch bei den 

bereits behandelten Darlehen, bei welchen sich die Zweckbestimmung aus dem 

Vertragstext ergibt, nicht durchwegs an den jeweils genauen Darlehensgrund er-

innern. Entscheidend ist jedoch vielmehr, dass sie konstant und zu sämtlichen 

Geldhingaben (unter verschiedenen Titeln) überzeugend ausgesagt hat, diese 

seien immer und ausnahmslos zur Verwendung für das Geschäftsmodell und nicht 

für den Beschuldigten persönlich vereinbart gewesen. Zum konkreten Darlehen 

vom 17. April 2015 lieferte sie auch spontan eine plausible Erklärung: Infolge der 

kurzen Laufzeit gehe sie davon aus, dass es sich um eine Überbrückungs-

finanzierung gehandelt habe; das habe es beim Beschuldigten oft geheissen 

(Urk. 50501017). Insgesamt besteht mit Anklagebehörde und Vorinstanz und ent-

gegen der Verteidigung kein relevanter Zweifel, dass auch betreffend dieses Dar-

lehen von einem Konsens der Parteien zur ausschliesslichen Verwendung für die 

Firmen des Beschuldigten bestand. Somit hat der Beschuldigte seine diesbezüg-

- 18 -

liche Werterhaltungspflicht – in vollem Umfang – verletzt und dadurch einmal mehr 

den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB erfüllt. 

2.6.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und B._____ am 29. April 2014 

einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte B._____ dem Beschuldigten 

CHF 50'000. Der Beschuldigte verbrauchte den gesamten Betrag für eigene Zwe-

cke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. Die Verteidigung beantragte 

anlässlich der Berufungsverhandlung, das Plädoyer des Privatklägervertreters von 

B._____ aus dem Recht zu weisen, da es in Missachtung der Strafprozessordnung 

und nur zur reinen Stimmungsmache erstellt worden sei (vgl. Prot. II S. 21). 

B._____ hat sich auch im Strafpunkt als Privatklägerin konstituiert und es steht 

ihrem Vertreter daher auch frei, sich zum Schuldpunkt zu äussern. Aus diesem 

Grund ist der Antrag der Verteidigerin unbegründet und das Plädoyer des 

Privatklägervertreters nicht aus dem Recht zu weisen. 

2.6.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D2._____ verwende 

(Urk. 00101034). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Dar-

lehens ergäbe sich zwar nicht direkt aus dem Vertragstext, jedoch aus den ent-

sprechenden Aussagen der Geschädigten als Zeugin (recte: Auskunftsperson; 

Urk. 137 S. 86). 

2.6.3. Die Geschädigte hat als Auskunftsperson klar und unmissverständlich aus-

gesagt, der Beschuldigte habe ihr dargelegt, aus welchen – ausschliesslich ge-

schäftlichen – Gründen, er das besagte Darlehen benötige. Er habe behauptet, das 

Geld in die D2._____ einzahlen zu wollen, um den Gelddurchfluss gewährleisten 

zu können. Ihrer Überzeugung nach sei dies ein Darlehen an die D2._____ "und 

nichts Anderes" gewesen. Wenn der Beschuldigte ihr nicht gesagt und dargelegt 

hätte, dass das Geld an die D2._____ gehe, hätte sie ihm nie Geld gegeben 

(Urk. 50201015 und 50201021). Die Aussagen der Auskunftsperson B._____ wir-

ken in jeder Hinsicht überzeugend. Hinzu kommt, dass sich das durch sie geschil-

derte Vorgehen des Beschuldigten in allen Details mit demjenigen gegenüber der 

Geschädigten und Zeugin F._____ bei ihrem letzten Darlehen deckt: Die im Ver-

tragstext unbegründeten, relativ kurzfristigen Darlehen wurden den Darleihern ge-

- 19 -

genüber mündlich mit dem Bedarf zu finanzieller Überbrückung einer der Firmen 

des Beschuldigten begründet. Somit ist das Vorgehen des Beschuldigten beim Er-

wirken von Darlehen durchaus als stereotyp zu bezeichnen.  

Mit der Anklage war somit auch betreffend das Darlehen B._____ ein Konsens zur 

gebundenen Verwendung für das Geschäftsmodell vorhanden; der Beschuldigte 

hat folglich – einmal mehr – seine diesbezügliche Werterhaltungspflicht – in vollem 

Umfang – verletzt und dadurch einmal mehr den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 

Abs. 1 und 2 StGB erfüllt. 

2.7.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und G._____ am 27. Juli 2014 

einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte G._____ dem Beschuldigten 

CHF 100'000. Der Beschuldigte verbrauchte davon rund CHF 29'380 für eigene 

Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt – mit einer marginalen Einschränkung 

– unbestritten. 

2.7.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ verwende 

(Urk. 00101036). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Dar-

lehens ergäbe sich sowohl aus dem Vertragstext wie aus den entsprechenden Aus-

sagen der Geschädigten als Zeugin (Urk. 137 S. 87). 

2.7.3. Wiederum ist beides korrekt: Die ausführliche Darstellung einer Geschäfts-

idee in einem Darlehensvertrag lässt zwingend darauf schliessen, dass das Dar-

lehen eben gerade zur Realisierung dieser Geschäftsidee verwendet werden soll. 

Dies bestätigte die Geschädigte als Zeugin in aller Deutlichkeit: Es sei bei diesem 

Darlehen um das Projekt gegangen; sie wolle explizit betonen, dass sie in das 

Projekt investiert habe und nicht in den Beschuldigten. Immer in der Annahme, dass 

das Projekt Früchte trage; das Geld sei "sicher nicht für ihn privat" bestimmt ge-

wesen (Urk. 50701013). 

Wenn die Verteidigung den aktenkundigen Bezügen teilweise den privaten Verwen-

dungszweck abspricht (Urk. 127 S. 18), bleibt dies absolut unsubstantiiert und es 

wird seitens des Beschuldigten in keiner Weise dargetan, inwieweit die fraglichen 

- 20 -

Bezüge zugunsten der D1._____ verwendet worden sein sollen. Ob die Bezüge im 

Casino H._____ stattfanden, oder dann einfach dort verspielt wurden, ist sodann 

sattsam irrelevant. 

Mit der Anklage war somit auch betreffend das Darlehen G._____ ein Konsens zur 

gebundenen Verwendung für das Geschäftsmodell vorhanden; der Beschuldigte 

hat folglich seine diesbezügliche Werterhaltungspflicht – in Umfang rund eines 

Drittels des Darlehens – verletzt und dadurch einmal mehr den Tatbestand von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB erfüllt. 

2.8.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und I._____ am 7. April 2015 

einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte I._____ dem Beschuldigten 

insgesamt CHF 100'000. Der Beschuldigte verbrauchte den gesamten Betrag für 

eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.8.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber be-

standen, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____ oder die D3._____ 

verwende (Urk. 00101037). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit 

des Darlehens ergäbe sich sowohl aus dem Vertragstext wie aus den entsprechen-

den Aussagen des Geschädigten als Zeuge (Urk. 137 S. 88 f.). 

2.8.3. Wiederum ist beides korrekt: Aus dem Text des Darlehensvertrags ergibt sich 

klar, dass das Projekt D1._____ vorangetrieben werden soll, unter anderem mit der 

geplanten Gründung der D3._____. Der Geschädigte sagte als Zeuge aus, das 

Geld sei nicht für den Beschuldigten persönlich, sondern für die Firmen gewesen, 

wie diese im Vertrag umschrieben würden (Urk. 50801006). 

Mit der Anklage war somit auch betreffend das Darlehen I._____ ein Konsens zur 

gebundenen Verwendung für das Geschäftsmodell vorhanden; der Beschuldigte 

hat folglich seine diesbezügliche Werterhaltungspflicht in vollem Umfang verletzt 

und dadurch einmal mehr den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB 

erfüllt. 

2.9.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und J._____ am 3. Juni 2015 

einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte I._____ dem Beschuldigten 

- 21 -

insgesamt CHF 10'000. Der Beschuldigte verbrauchte davon rund CHF 8'400 für 

eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.9.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber be-

standen, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____, die D2._____ oder 

die D3._____ verwende, konkret für Programmierarbeiten für das Projekt 

(Urk. 00101038). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Darle-

hens ergäbe sich aus den entsprechenden Aussagen des Geschädigten als Zeuge 

(Urk. 137 S. 89). 

2.9.3. Als Zeuge hat der Geschädigte J._____ unmissverständlich ausgesagt, das 

Darlehen hätte in die Firma gehen sollen und sei nicht für private Auslagen des 

Beschuldigten gewesen (Urk. 50301005). Es sind keinerlei Gründe ersichtlich, wes-

halb diese Aussage nicht überzeugen sollte. 

Der Hinweis der Verteidigung, der Geschädigte habe in einem Schreiben das Dar-

lehen als "persönlich" an den Beschuldigten bezeichnet, entlastet diesen sodann 

nicht (Urk. 127 S. 20): Die Geschädigten haben als Zeugen durchwegs ausgesagt, 

der Beschuldigte habe ihnen jeweils weissgemacht, dass er für die Darlehen per-

sönlich hafte. Diese Aussage sollte die Geschädigten in Sicherheit wiegen und 

hatte keinen Bezug zum Konsens einer gebundenen Verwendung der Darlehens-

summe für das Geschäftsmodell.

Letzterer war somit gegeben; der Beschuldigte hat folglich seine diesbezügliche 

Werterhaltungspflicht in Umfang von CHF 8'400 verletzt und dadurch einmal mehr 

den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB erfüllt. 

2.10.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und K._____ am 

11. Juni 2015 einen Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte K._____ dem 

Beschuldigten insgesamt CHF 20'000. Der Beschuldigte verbrauchte die gesamte 

Summe für eigene Zwecke. Soweit ist der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.10.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für die D1._____, konkret für ein 

Call-Center in Ab._____ [Region in Europa] zur Kundenakquisition, verwendet 

- 22 -

(Urk. 00101039). Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Darle-

hens ergäbe sich aus den entsprechenden Aussagen des Geschädigten als Zeuge 

(Urk. 137 S. 89). 

2.10.3. Als Zeuge hat der Geschädigte K._____ unmissverständlich ausgesagt, der 

Beschuldigte habe ihn um dieses Darlehen mit der ganz konkreten Begründung, 

für das Geschäftsmodell ein Call-Center in Ab._____ eröffnen zu wollen, 

angebettelt, ja eigentlich fast genötigt, da sonst das Projekt in die Hosen gehe 

(Urk. 50601010). Es sind keinerlei Gründe ersichtlich, weshalb diese sehr erlebt 

wirkende Aussage nicht überzeugen sollte. 

Mit der Anklage war somit auch betreffend das erste Darlehen K._____ ein Kon-

sens zur gebundenen Verwendung für das Geschäftsmodell vorhanden; der Be-

schuldigte hat folglich seine diesbezügliche Werterhaltungspflicht in vollem Umfang 

verletzt und dadurch einmal mehr den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 

StGB erfüllt. 

2.11.1. Gemäss Anklage schlossen der Beschuldigte und K._____ schliesslich am 

7. September 2015 einen weiteren Darlehensvertrag ab. Gestützt auf diesen zahlte 

K._____ dem Beschuldigten insgesamt CHF 50'000. Es ist nicht aktenkundig, dass 

der Beschuldigte diese Summe seinen Firmen hätte zufliessen lassen. Soweit ist 

der Anklagesachverhalt unbestritten. 

2.11.2. Die Anklage behauptet, zwischen den Parteien habe Konsens darüber 

bestanden, dass der Beschuldigte das Darlehen für seine Firmen verwendet. Wenn 

die Anklagebehörde zum Darlehensvertrag vom 7. September 2015 wiederum das 

Call-Center in Ab._____ anführt, ist dies ein offensichtlicher Kopierfehler in der An-

klageschrift (Urk. 00101041; vgl. Urk. 00101039 zum Vertrag vom 11. Juni 2015). 

Die Vorinstanz hat erwogen, die Zweckgebundenheit des Darlehens ergäbe sich 

sowohl aus dem Vertragstext wie aus den entsprechenden Aussagen des Geschä-

digten als Zeuge (Urk. 137 S. 90 f.). 

2.11.3. Im Vertragstext des Darlehensvertrags wird nicht nur das Geschäfts- und 

Firmenmodell des Beschuldigten umschrieben, sondern auch festgehalten, dass 

- 23 -

– unter Beteiligung des Darleihers – dem Projekt D1._____ geholfen und dieses 

vorangetrieben werden soll. Dies gibt klar den Konnex zwischen Darlehenssumme 

und dem Verwendungszweck zugunsten des Projekts D1._____ wieder. Der Ge-

schädigte hat dies als Zeuge überzeugend bestätigt: Die Absicht des Darlehens, 

der Verwendungszweck, sei im Vertrag festgehalten, nämlich dass das Geld in die 

D1._____ fliessen soll (Urk. 50601013). 

Die Verteidigung hat im Hauptverfahren geltend gemacht, nur weil die Gelder nicht 

bei der D1._____ verbucht worden seien, heisse dies nicht, dass sie nicht doch 

allenfalls teilweise für die D1._____ oder die D3._____ verwendet worden seien 

(Urk. 127 S. 22). Darüber ist die Vorinstanz hinweggegangen (Urk. 137 S. 91). Der 

Beschuldigte hat auf konkrete Frage, wofür er die CHF 50'000 gemäss dem mass-

geblichen Darlehen verwendet habe, freimütig geantwortet, er wisse es nicht 

(Urk. 50101101). Eine auch nur teilweise Verwendung der Gelder für die Firmen, 

wie die Verteidigung sie als Hypothese in den Raum stellen will, wird durch den 

Beschuldigten selber somit nicht einmal ansatzweise und schon gar nicht substan-

tiiert behauptet, ist also auszuschliessen. 

Mit der Anklage war somit auch betreffend das zweite Darlehen K._____ ein Kon-

sens zur gebundenen Verwendung für das Geschäftsmodell vorhanden; der Be-

schuldigte hat folglich seine diesbezügliche Werterhaltungspflicht in vollem Umfang 

verletzt und dadurch einmal mehr den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 

StGB erfüllt. 

2.12. Insgesamt hat der Beschuldigte die ihm anvertrauten Darlehen der Geschä-

digten B._____ und J._____, K._____, I._____, F._____ und G._____ im erstellten 

Umfang wissentlich und willentlich unrechtmässig verwendet. Diesbezüglich ist der 

angefochtene vorinstanzliche Schuldspruch der mehrfachen Veruntreuung zu be-

stätigen. 

Betreffend die beiden Darlehen von E._____ besteht zwar ein erheblicher Tatver-

dacht, in Ermangelung einer aktenkundigen Äusserung E._____s zum strittigen 

vereinbarten Verwendungszweck ist der Beschuldigte jedoch bezüglich Anklage-

punkt C.I. freizusprechen. 

- 24 -

3.1. Betreffend 9 Darlehensvereinbarungen, welche Sachverhalte nach dem 

1. Januar 2014 betreffen, wurde Veruntreuung angeklagt. Betreffend 8 Punkte hat 

eine Verurteilung zu erfolgen. Dort hat der Beschuldigte gegenüber den Darleihern 

Angaben zum Verwendungszweck der Darlehenssummen gemacht, welche sich 

als falsch erwiesen haben, da der Beschuldigte die Darlehen abredewidrig ver-

wendete und aufgrund des stereotypen Vorgehens des Beschuldigten bei der Geld-

beschaffung auch davon auszugehen ist, dass er diese Absicht bereits beim Ab-

schluss der Darlehensverträge hegte. In diesen 8 Fällen ist somit auch ohne 

Weiteres – und entgegen der Verteidigung – davon auszugehen, dass er über die 

Verwendung der eingenommenen Gelder systematisch irreführende Angaben 

gemacht hat. Diese irreführenden Angaben waren von einer Qualität, welche nicht 

nur bei den konkreten Darleihern, sondern auch bei jedem Durchschnitts-

adressaten eine falsche Vorstellung über die Verwendung der Gelder auszulösen 

vermochte respektive dies vermocht hätte.

Es betrifft dies die Anklagepunkte B III Ziff. 40 (5, 19, 47, 80, 103), Ziff. 43 (6, 138) 

und Ziff. 44 (18).

3.2. Die folgenden weiteren, heute noch zur Beurteilung verbleibenden UWG-

Anklagepunkte betreffen Personen, welche als Zeugen respektive als Auskunfts-

person einvernommen wurden und konstant ausgesagt haben, sie hätten dem Be-

schuldigten Geld gegeben immer und einzig gestützt auf dessen Beteuerungen, 

dass dieses vollumfänglich in sein Geschäftsmodell investiert werde: 

B II Ziff. 30 (4, 17, 46, 79, 136, 137) und Ziff. 31 (83, 84) sowie B III Ziff. 42 (32).

Wie dies bereits bei der Beurteilung der Veruntreuungsvorwürfe vorstehend er-

wogen wurde, sind die entsprechenden Aussagen dieser Personen in jeder Hin-

sicht überzeugend. Demnach ist auch in diesen Fällen davon auszugehen, dass 

der Beschuldigte über die Verwendung der eingenommenen Gelder systematisch 

irreführende Angaben gemacht hat. 

3.3. An diesem Ergebnis würde auch die von der Verteidigung beantragte Befra-

gung der Geschädigten L._____, M._____, N._____, O._____, P._____ und 

- 25 -

Q._____ als Zeugen (Urk. 170 S. 2) nichts zu ändern vermögen: Vorliegend sind 

die Angaben der konkreten Anzeigeerstatter in Bezug auf die durch den Beschul-

digten ihnen gegenüber gemachten Äusserungen von Relevanz. In Bezug auf Ers-

tere konnte vorstehend aufgezeigt werden, dass der Beschuldigte ihnen gegenüber 

falsche Angaben zum Verwendungszweck der Gelder gemacht hat und auch davon 

ausgegangen werden kann, dass er über die Verwendung der eingenommenen 

Gelder systematisch irreführende Angaben gemacht hat (vgl. vorstehend Ziff. 3.1.). 

Ob die von der Verteidigung aufgeführten Personen allenfalls gegenteilige Aus-

sagen machen, spielt insofern keine Rolle, als es sich bei ihnen auch nicht um die 

Anzeigeerstatter handelt. Es ist immer möglich, dass der Beschuldigte anderen 

Personen andere Angaben gemacht hat. Der Beweisantrag ist nach dem Gesagten 

abzuweisen.   

Auch erweist sich die Befragung von R._____ als Zeuge als nicht notwendig (vgl. 

Urk. 170 S. 2): Wie mehrmals ausgeführt, wird dem Beschuldigten vorgeworfen, 

durch ein Zusammenspiel von schriftlichen wie auch mündlichen Angaben UWG-

relevante Irreführungen begangen zu haben. R._____ war bei den jeweiligen 

Gesprächen zwischen dem Beschuldigten und den Geschädigten nicht anwesend 

gewesen, weshalb er zum Inhalt der mündlichen Aussagen des Beschuldigten auch 

keine relevanten Angaben machen kann. Der Beweisantrag ist entsprechend eben-

falls abzuweisen. 

3.4. Betreffend alle weiteren, heute noch zu beurteilenden UWG-Anklagepunkte 

gibt es in den Akten keine formellen und entsprechend zulasten des Beschuldigten 

verwertbaren mündlichen Aussagen der betroffenen Investoren. Wie bereits vor-

stehend erwogen, vermögen die Auskünfte, welche auf vorgedruckten Formularen 

der Anklagebehörde als sogenannte schriftliche Berichte eingingen, den straf-

prozessualen Voraussetzungen an ein belastendes Beweismittel nicht zu genügen. 

Die Verteidigung hat wie bereits erwogen zu Recht darauf verwiesen, dass einzelne 

Anleger in ihren schriftlichen Berichten auch angeführt haben, sie hätten das Geld 

dem Beschuldigten "persönlich" gegeben. Durch alleiniges Abstellen auf die inter-

pretationsbedürftigen schriftlichen Vertragsinhalte lässt sich der Tatbeweis entge-

gen der Vorinstanz nicht rechtsgenügend führen (Urk. 137 S. 69-80). Der Tat-

- 26 -

vorwurf der Anklage, der Beschuldigte habe (kombiniert: schriftlich und mündlich) 

systematisch irreführende Angaben abgegeben, bleibt in diesen Punkten somit 

bestritten und nicht rechtsgenügend erstellt, weshalb dort konsequenterweise ein 

Freispruch zu ergehen hat. 

Es betrifft dies die Anklagepunkte B II Ziff. 30 (13, 14, 23, 38, 44, 58, 77, 91, 93, 

94, 98, 99, 114, 118, 119, 123, 126, 129, 130, 140, 147, 154, 166, 167, 177, 179) 

und 31 (69, 115, 124, 176) sowie B III Ziff. 40 (10, 24, 25, 26, 27, 59, 60, 62, 161, 

168), 42 (52, 113) und 43 (178). 

4.1. In Anklagepunkt D wirft die Anklage dem Beschuldigten vor, zwischen 

Mai 2011 und September 2015 zur Umsetzung seiner Geschäftsidee mit den Fir-

men D1._____, D2._____ und D3._____ von insgesamt 28 Personen mittels Dar-

lehensverträgen und Aktienverkäufen mit Rückkaufsgarantie insgesamt rund 

CHF 3,03 Mio. entgegen genommen zu haben, ohne für diese Geschäftstätigkeit, 

die gewerbsmässige Entgegennahme von Publikumsgeldern, über eine Bankbewil-

ligung der FINMA verfügt zu haben (Urk. 00101042 f.). 

4.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid mit korrekter Begründung ent-

schieden, dass entgegen der Argumentation der Verteidigung (Urk. 127 S. 3; vgl. 

auch Urk. 172 S. 3 f. und S. 17) sämtliche FINMA-Tatvorwürfe nicht verjährt sind, 

da mit der Anklagebehörde von einer Handlungseinheit auszugehen ist (Urk. 125 

S. 10) und die letzte Tat weniger als sieben Jahre vor Ausfällung des angefochte-

nen Entscheides erfolgte (Urk. 137 S. 13 mit Verweisen; Urteil des Bundesstraf-

gerichts vom 12. Oktober 2017, SK.2016.3, E.3.6; vgl. Art. 97 Abs. 3 StGB). 

4.3. Abgesehen von der Verjährungseinrede bestreitet die Verteidigung das einge-

klagte Quantitativ nicht (Urk. 127 S. 22 f.). Sie macht einzig geltend, der Beschul-

digte habe sich dahingehend geirrt, dass er gewisse Geldgeber als institutionelle 

Anleger und ihre Einlagen damit nicht als Publikumseinlagen betrachtet habe 

(Urk. 127 S. 23; Urk. 172 S. 17 f.). Mit der Vorinstanz ist dies eine offensichtliche 

Schutzbehauptung: Keiner der Anleger wies auch nur ansatzweise die dafür ver-

langte professionelle Bewirtschaftung seines Finanzbereichs auf (Urk. 137 S. 108 

mit Verweisen). Auch die anlässlich der Berufungsverhandlung wiederholte Be-

- 27 -

hauptung der Verteidigung, der Beschuldigte habe gemeint, Aktienkaufverträge mit 

Rückkaufgarantie würden nicht als Publikumseinlagen gelten (Urk. 127 S. 23; 

Urk. 172 S. 17 f.), mit welcher sich die Vorinstanz nicht auseinander gesetzt hat 

(Urk. 137 S. 108 f.), überzeugt nicht: Mehrere Geschädigte haben als Zeugen 

ausgesagt, der Beschuldigte habe sie in FINMA- und Bankengesetz-Belangen 

instruiert (Urk. 50201016; 50701017). Der Beschuldigte war in solchen Fragen 

somit bestens versiert und hat sich nicht irrtümlich, sondern vielmehr vorsätzlich 

und geplant über die einschlägige FINMA- und BankG-Vorschrift hinweggesetzt. 

Der Beschuldigte selber sagte dazu auch lapidar aus, er habe gedacht, er sei unter 

der massgeblichen Obergrenze von 20 Anlegern geblieben (Urk. 50101041). 

Entsprechend ist der angefochtene Schuldspruch der Vorinstanz zu bestätigen.

5.1. In Anklagepunkt E wird dem Beschuldigten vorgeworfen, in Missachtung der 

Verfügung der FINMA vom 3. Dezember 2015 weiterhin Rechtshandlungen für die 

D1._____ vorgenommen zu haben, indem er Rechnungen für die D1._____ begli-

chen habe (Urk. 00101044). 

5.2. Zum Theoretischen wird auf die entsprechende Erwägung im angefochtenen 

Entscheid verwiesen (Urk. 137 S. 109). Die Verteidigung bestreitet den Anklage-

sachverhalt nicht und macht einzig geltend, der Beschuldigte habe als Privatperson 

und aus seinem Privatvermögen gehandelt (Urk. 127 S. 24; Urk. 172 S. 19). Dies 

ist mit der Vorinstanz unbehelflich: Der Beschuldigte beglich als Organ der 

D1._____ Verpflichtungen der D1._____, was ihm untersagt war (Urk. 137 S. 110). 

Dies hat der Beschuldigte selber auch unumwunden zugegeben (Urk. 50101041). 

Inwiefern er sodann generell zwischen Geldern der Firmen und seinen eigenen 

– eben nicht – unterschied, ist hinlänglich aktenkundig. Wenn die Verteidigung vor-

bringt, dass wenn die Ehefrau des Beschuldigten in Kenntnis der FINMA-Verfügung 

die in Frage stehenden Zahlungen zugunsten der Gesellschaft beglichen hätte, sie 

sich nicht wegen Missachtung einer FINMA-Verfügung schuldig gemacht hätte 

(Urk. 172 S. 20), ist ihr zwar zuzustimmen, doch übersieht die Verteidigung, dass 

die Ehefrau des Beschuldigten keine Organstellung in der D1._____ innehatte. 

- 28 -

Die Verteidigung beantragte sodann anlässlich der Berufungsverhandlung, Zugang 

zum E-Mail-Server der D1._____ bzw. zu sämtlichen E-Mails auf dem Server der 

D1._____ zu erhalten, da sich der Beschuldigte sicher sei, dass er beim Untersu-

chungsbeauftragten um Einwilligung für die Rechtshandlungen ersucht habe 

(Urk. 170 S. 3). Der Beweisantrag der Verteidigung bleibt unsubstanziiert. Sie er-

wähnt nicht, wo sich die betreffenden Server befinden sollen. Ferner macht die Ver-

teidigung auch nicht geltend, der Beschuldigte habe eine Einwilligung durch den 

Untersuchungsbeauftragten erhalten. Der Beweisantrag ist nach dem Gesagten 

abzuweisen. 

Der angefochtene Schuldspruch ist zu bestätigen. 

6.1. In Anklagepunkt F wird dem Beschuldigten vorgeworfen, ab Frühjahr 2015 bis 

zum 3. Dezember 2015 pflichtwidrig die Buchhaltung der D1._____ nicht ordnungs-

gemäss geführt zu haben (Urk. 00101045 f.). 

6.2. Der Beschuldigte gab unumwunden zu, "als die FINMA kam, ist keine 

Buchhaltung vorgelegen" (Urk. 50101042). Dies ist insoweit unbestritten. Die Ver-

teidigung behauptet nicht, der Beschuldigte sei seinen Pflichten zur Buchführung 

im Jahr 2015 (oder bis Mai 2016) nachgekommen. Vielmehr wird geltend gemacht, 

er habe sich darauf verlassen, dass die bisher dafür verantwortliche Firma 

S._____ AG sich auch im Jahr 2015 der ordnungsgemässen Buchhaltung an-

nehme. Es sei nicht erstellt, dass die S._____ AG dem Beschuldigten tatsächlich 

angedroht habe, infolge Honorarrückständen die Buchhaltungsführung auszu-

setzen (Urk. 127 S. 24-26; Urk. 172 S. 22 f.). In diesem Zusammenhang be-

antragte die Verteidigung die Befragung von Herr T._____ und Frau U._____ der 

S._____ AG als Zeugen (Urk. 170 S. 4). Bereits die Vorinstanz hat das Vorbringen 

der Verteidigung zu Recht verworfen: Mit Schreiben vom 21. Januar 2016 teilte die 

S._____ der FINMA mit, sie habe mit dem Beschuldigten im Frühjahr 2015 ver-

einbart, dass mit der Weiterführung der Buchhaltung zugewartet werde, bis die 

offenen Rechnungen beglichen würden (Urk. 20502322 = 40308057). Auf ent-

sprechenden Vorhalt hat der Beschuldigte persönlich diese Kontaktnahme der 

S._____ nicht etwa bestritten, sondern einfach behauptet, sich nicht an die Vor-

gänge im Frühjahr 2015 zu erinnern (Urk. 50101043). Vor diesem Hintergrund kann 

- 29 -

entgegen der Verteidigung als erstellt erachtet werden, dass der Beschuldigte sich 

entgegen der Argumentation der Verteidigung eben gerade nicht darauf verlassen 

konnte, dass die S._____ die Buchhaltung auch im Jahr 2015 weiterführen würde. 

Mit der Staatsanwaltschaft (vgl. Prot. II S. 17) geht es sodann nicht darum, dass 

die Buchhaltung erst im Mai des darauffolgenden Jahres (im Jahr 2016) hätte 

fertiggestellt werden müssen (so die Verteidigung, Urk. 172 S. 22 f.), sondern um 

die Pflicht des Beschuldigten zur Sicherstellung einer stets aktuell nachgeführten 

Buchhaltung, welche vorliegend unbestrittenermassen nicht vorlag. Dies gilt umso 

mehr, als sich die D1._____ in einer besorgniserregenden finanziellen Lage 

befand. Da der Beschuldigte selber wusste, dass die Rechnungen der S._____ 

unbezahlt blieben, hat er das diesfalls angedrohte Unterlassen der Buchführung 

zumindest in Kauf genommen. 

Auch dieser angefochtene Schuldspruch der Vorinstanz ist zu bestätigen und der 

von der Verteidigung erwähnte Beweisantrag abzuweisen.

7.1. In Anklagepunkt G wird dem Beschuldigten vorgeworfen, ungetreue Ge-

schäftsbesorgung gegenüber seiner Firma D2._____ begangen zu haben. Er habe 

aus einem Testbetrieb seines Geschäftsmodells von akquirierten Spielern via die 

zwischengeschaltete Firma V._____ insgesamt CHF 322'046.03 bar ausbezahlt er-

halten. Die Anklagebehörde geht davon aus, der Beschuldigte wäre verpflichtet 

gewesen, diese rund CHF 322'000 der D2._____ weiterzuleiten. Er habe dies 

jedoch im Umfang von CHF 111'008.03 nicht getan. Diese, mutmasslich deliktisch 

zurückbehaltene, Summe errechnet die Anklagebehörde wie folgt: 

Der Beschuldigte habe der D2._____ CHF 520'448 überwiesen. Davon hätten 

CHF 180'000 (E._____) und CHF 160'000 sowie CHF 45'000 (beide F._____) aus 

zweckgebundenen Darlehen gestammt. Der Anteil der Einzahlung von 

CHF 520'448, welcher aus Bareinnahmen aus dem Testbetrieb gestammt habe, 

habe also lediglich CHF 135'448 ausgemacht. Somit hätte der Beschuldigte der 

D2._____ die Differenz zwischen CHF 322'046.03 und 135'448, also rund 

CHF 186'600, zukommen lassen müssen. Er habe davon jedoch lediglich rund 

CHF 75'600 mit seinem Guthaben gegenüber der D2._____ verrechnet, weshalb 

er die D2._____ um die Differenz von rund CHF 111'000 entreichert habe 

- 30 -

(Urk. 00101047 bis 00101049). Die Vorinstanz hat dies als erstellt erachtet (Urk. 

137 S. 97 f.).

7.2. Diese Rechnung der Anklagebehörde lässt sich schon aus folgendem Grund 

nicht erstellen: Wie vorstehend erwogen wurde, ist nicht rechtsgenügend erstellt, 

dass der Beschuldigte von E._____ zweckgebundene Darlehen erhalten hat. Somit 

kann an dieser Stelle nicht gefolgert werden, jener Teil der Einzahlung des Beschul-

digten von CHF 522'448, dessen Herkunft die Anklagebehörde E._____ zurechnet 

(CHF 180'000), könne dem Beschuldigten nicht betreffend D2._____ entlastend als 

Einzahlung der Einnahmen aus dem Testbetrieb angerechnet werden. Die ge-

nauen Umstände können und müssen dabei offen bleiben. Jedenfalls übersteigt 

jener Teil der Einzahlung, welchen die Anklagebehörde dem Beschuldigten unbe-

gründet zur Entlastung versagen will, mit CHF 180'000 den mutmasslichen Delikts-

betrag von rund CHF 111'000.

Folglich ist der Beschuldigte vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäfts-

besorgung in Anklagepunkt G freizusprechen. Insofern erübrigt sich auch der von 

der Verteidigung gestellte Beweisantrag und ist entsprechend abzuweisen (vgl. 

Urk. 170 S. 3).

8.1. Unter Anklagepunkt H wirft die Anklagebehörde dem Beschuldigten stark zu-

sammengefasst vor, er habe vom Betrag von CHF 386'000, welcher bei der 

D2._____ als Folge einer Kapitalerhöhung einging, zum Schaden der D2._____ 

unberechtigt insgesamt CHF 126'293.25 für eigene Zwecke bezogen 

(Urk. 00101050-54). Dadurch habe er sich einerseits der ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung und andererseits der Gläubigerbevorzugung schuldig gemacht. 

8.2. Dass der Beschuldigte zwischen Januar und Mitte Juni 2016 Barabhebungen 

über rund CHF 69'970 tätigte, bestreitet er selber gar nicht (Urk. 50101114; 

Urk. 127 S. 29). Die Verteidigung behauptete vor Vorinstanz und auch anlässlich 

der Berufungsverhandlung, das Lohnguthaben des Beschuldigten habe rund 

CHF 266'670 und damit mehr als die in der Rangrücktrittsvereinbarung genannten 

rund CHF 239'870 betragen, weshalb der Beschuldigte rund CHF 26'800 habe 

beziehen dürfen (Urk. 127 S. 29; Urk. 172 S. 25). Die Vorinstanz hat sich mit dem 

- 31 -

Einwand nicht auseinandergesetzt (Urk. 137 S. 99 ff.; S. 112-114). In der Tat weist 

der Beschuldigte gemäss Bilanz per 31.12.2015 ein Guthaben von CHF 266'677 

aus (Urk. 41001146). Allerdings war für die Bezüge zwischen Januar und Mitte 

Juni 2016 die Rangrücktrittsvereinbarung vom 6. November 2015 über rund 

CHF 249'900 (Urk. 41001027 f.) und nicht jene vom Juni 2016 über rund 

CHF 239'870 (Urk. 41001144 f.) massgeblich, weshalb der Beschuldigte lediglich 

rund CHF 16'770 beziehen durfte. 

Der Einwand der Verteidigung, diese Barbezüge seien allenfalls teilweise für 

Geschäftsbelange ausgegeben worden (Urk. 127 S. 29 f.), blieb bis zur Berufungs-

verhandlung unsubstanziiert und hat auch der Beschuldigte selber Solches mit-

nichten behauptet, sondern dazu vielmehr einfach die Aussage verweigert 

(Urk. 50101114). Anlässlich der Berufungsverhandlung machte die Verteidigung 

jedoch mit Hinweis auf die von der Vorinstanz beigezogenen Konkursakten des 

Konkursamtes Höfe substanziiert geltend, dass Barbezüge in der Höhe von rund 

CHF 43'000 für geschäftliche Aufwände (namentlich die Miete und das Honorar von 

R._____) verwendet worden seien (Urk. 172 S. 26). Dies blieb von der Staats-

anwaltschaft unbestritten bzw. wurde von ihr sinngemäss teilweise anerkannt (vgl. 

Prot. II S. 18, wo die Staatsanwaltschaft ausführt, der Beschuldigte habe das Geld 

zumindest "teilweise" zu seinem persönlichen Vorteil verwendet). Nach dem Ge-

sagten ist zugunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass rund CHF 43'000 

der Gelder für geschäftliche Belange verwendet wurden.

Eine unbehelfliche Schutzbehauptung ist mit der Vorinstanz jedoch die Darstellung 

des Beschuldigten und seiner Verteidigung, der Beschuldigte habe sich zum Bezug 

von Lohn berechtigt glauben dürfen, bis die vorgesehene Kapitalerhöhung in vollem 

Umfang von CHF 750'000 erfolgt sei (Urk. 127 S. 30; Urk. 50101039 f.; Urk. 137 

S. 100; 172 S. 27). Die Rangrücktrittsvereinbarung datiert vom 6. November 2015 

(Urk. 41001027 f.). Der Beschuldigte hat sodann im Aktionärsbrief vom 15. Fe-

bruar 2016 auf Lohnansprüche verzichtet, bis eine Klarheit seitens der FINMA vor-

liegt und das Projekt selbsttragend ist (Urk. 20203198). Eine Abhängigkeit des 

Lohnverzichts vom Abschluss der geplanten Kapitalerhöhung ist offensichtlich 

nachträglich konstruiert, da der Beschuldigte sich schlicht nicht an den Lohnver-

- 32 -

zicht gehalten hat und zwar belegtermassen auch schon vor dem Datum, gemäss 

welchem die volle Kapitalerhöhung hätte erfolgt sein müssen (Urk. 20203201: 

10. März 2016). 

8.3. Somit hat der Beschuldigte tatsächlich durch Barbezüge zwischen Januar und 

Mitte Juni 2016 die D2._____ unter Verweis auf die vorstehenden Erwägungen im 

Umfang von rund CHF 10'000 (CHF 26'970 minus CHF 16'770) geschädigt und 

sich selber als Gläubiger unrechtmässig bevorzugt. Gleiches gilt für die Überwei-

sung und den Barbezug je von Anfang Juli 2016 im Umfang von total CHF 56'325, 

welche klar als Lohnbezüge eingestanden werden (Urk. 50101039). Hiezu mass-

geblich ist die Rangrücktrittserklärung vom 15. Juni 2016 (Urk. 41001144 f.). Der 

diesbezüglich einzig erhobene Einwand, der Beschuldigte sei nicht an Rang-

rücktrittsvereinbarung und Lohnverzicht gebunden gewesen, da die geplante 

Kapitalerhöhung nicht vollumfänglich erfolgt sei (Urk. 127 S. 30; Urk. 172 S. 27), 

wurde bereits vorstehend als Schutzbehauptung verworfen.  

8.4. Damit sind auch die beiden angefochtenen Schuldsprüche betreffend Anklage-

punkt H (mit der genannten Einschränkung im Umfang) zu bestätigen. Der Delikts-

betrag beläuft sich auf rund CHF 66'000. Zum Rechtlichen wird auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (Urk. 137 S. 112-114).

9.1. In Anklagepunkt I wird dem Beschuldigten schliesslich vorgeworfen, ab Anfang 

2016 bis zur Konkurseröffnung die Bücher der D2._____ nicht ordnungsgemäss 

geführt respektive für eine ordnungsgemäss Buchführung durch externe Dritte ge-

sorgt zu haben (Urk. 00101055). 

9.2. Dass die Buchführung der D2._____ im massgeblichen Zeitraum ordnungsge-

mäss erfolgt sei, behaupten auch Beschuldigter und Verteidigung nicht (Urk. 127 

S. 31 ff.; Urk. 50101038).

9.3. Die mit der Buchführung beauftragte Firma W._____ legte gemäss Anklage-

schrift am 11. Juli 2016 das Mandat nieder. Bis zu diesem Zeitpunkt durfte der Be-

schuldigte davon ausgehen, dass die Firma W._____ sich zumindest um die Buch-

führung zu kümmern versucht; so hat diese doch weniger als einen Monat vor 

- 33 -

Mandatsniederlegung auch mit dem Beschuldigten noch eine Kontaktnahme ange-

strebt und – worauf die Verteidigung zu Recht hinweist – es fand auch eine Sitzung 

mit dem Beschuldigten statt (Urk. 40202510). Ob und allenfalls wann dem Beschul-

digten zur Kenntnis gebracht wurde, dass die W._____ AG die Buchführung der 

D2._____ nicht mehr wahrzunehmen gedenkt, ergibt sich weder aus der Anklage-

schrift noch aus den Akten: Die W._____ selbst verlässt sich diesbezüglich auf ihre 

Zeiterfassungsliste (Urk. 40202505 und 40201510). Eine Mitteilung an den Be-

schuldigten ergibt sich daraus nicht und ist wohl auch nicht erfolgt. Sodann war der 

Beschuldigte seit Anfang Februar 2016 nicht mehr offizieller Verwaltungsrat und 

seit Anfang Juni 2016 auch nicht mehr offizieller Geschäftsführer (Urk. 137 S. 102 

mit Verweisen). Selbst wenn dem Beschuldigten vorgehalten wird, dass er weiter-

hin als faktischer Geschäftsführer tätig war, verfügte die D2._____ seit dem Abgang 

des Beschuldigten aus seinen offiziellen Positionen auch über einen formellen Ver-

waltungsrat (R._____), welchen der Beschuldigte in der Verantwortung für die 

Buchführung gesehen haben will (Urk. 50101038). Die Vorinstanz hat eine fakti-

sche Verwaltungsrats- und Geschäftsführer-Tätigkeit des Beschuldigten bis zur 

Konkurseröffnung über die D2._____ selber als nicht erstellt erachtet (Urk. 137 S. 

102). 

9.4. Vor dem Hintergrund all dessen lässt sich ein ausreichend detaillierter und 

belegter Tatvorwurf, inwieweit der Beschuldigte im Jahr 2016 seine Pflichten zur 

Buchführung der D2._____ strafrechtlich relevant vernachlässigt habe, nicht mehr 

aufrecht erhalten. 

Demnach ist der Beschuldigte in diesem Punkt freizusprechen. Insofern ist auch 

die von der Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte Be-

fragung von Herrn AA._____ von der W._____ AG als Zeuge nicht notwendig und 

der Beweisantrag entsprechend abzuweisen (Urk. 170 S. 4). 

10. Demnach ist der Beschuldigte wie folgt schuldig zu sprechen: 

➢der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB 

(Anklagepunkte C.II. bis C.VII.)

- 34 -

Vom Vorwurf der Veruntreuung in Anklagepunkt C.I. (E._____) ist der Be-

schuldigte freizusprechen.

➢der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 und 3 StGB (Anklagepunkt H),

Vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in Anklage-

punkt G ist der Beschuldigte freizusprechen.

➢der mehrfachen Bevorzugung eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB in Ver-

bindung mit Art. 29 StGB (Anklagepunkt H),

➢der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB in Verbindung 

mit Art. 29 StGB (Anklagepunkt F),

Vom Vorwurf der Unterlassung der Buchführung in Anklagepunkt I ist der 

Beschuldigte freizusprechen.

➢der Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 FINMAG in Ver-

bindung mit Art. 46 Abs. 1 lit. a. BankG (unbefugte Entgegennahme von Pu-

blikumseinlagen)(Anklagepunkt D),

➢des unlauteren Wettbewerbs im Sinne von Art. 23 UWG in Verbindung mit 

Art. 3 Abs. 1 lit. b. UWG (Anklagepunkte B II Ziff. 30 (4, 17, 46, 79, 136, 137) 

und Ziff. 31 (83, 84) sowie B III Ziff. 40 (5, 19, 47, 80, 103), Ziff. 42 (32), 

Ziff. 43 (6, 138) und Ziff. 44 (18).

Vom Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs in den Anklagepunkten B II 

Ziff. 30 (13, 14, 23, 38, 44, 58, 77, 91, 93, 94, 98, 99, 114, 118, 119, 123, 

126, 129, 130, 140, 147, 154, 166, 167, 177, 179) und Ziff. 31 (69, 115, 124, 

176) sowie B III Ziff. 40 (10, 24, 25, 26, 27, 59, 60, 62, 161, 168), Ziff. 42 (52, 

113) und Ziff. 43 (178) ist der Beschuldigte freizusprechen.

➢des mehrfachen Missachtens von Verfügungen im Sinne von Art. 48 FINMAG 

(Anklagepunkt E).

- 35 -

III. Sanktion

1.1. Zu den theoretischen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung wird 

vorab auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen 

(Urk. 137 S. 115-118). 

1.2. Die Vorinstanz hat zu Recht die mehrfache Veruntreuung als schwerstes zu 

beurteilendes Delikt erkannt (Urk. 137 S. 118). 

Zur Tatkomponente reduziert sich die objektive Tatschwere gegenüber der grund-

sätzlich richtigen Beurteilung der Vorinstanz um die Tatvorwürfe gemäss Anklage-

punkt C.I. (E._____). Nichtsdestotrotz ging der Beschuldigte mit der Vorinstanz 

professionell vor; er kontaktierte gezielt Personen, die er aus früheren 

Investitionsgeschäften als ihm gewogen kannte. Einmal am Haken hängende In-

vestoren wurden anschliessend mit einer Mischung aus Versprechungen und 

Druck zu weiteren – vermeintlichen – Investitionen motiviert. Der Deliktszeitraum 

der insgesamt 9 Veruntreuungen zog sich über 2 Jahre hin und die Deliktssumme 

beläuft sich auf rund CHF 786'000. Die objektive Tatschwere wiegt somit in der Tat 

erheblich. Wenn die Vorinstanz dem Beschuldigten zur subjektiven Tatschwere zu 

Gute hält, er habe – wie auch die Verteidigung argumentierte (vgl. Urk. 172 S. 31) – 

zumindest anfänglich an seine Geschäftsidee geglaubt (Urk. 137 S. 119), ist nicht 

ersichtlich, inwiefern dies den Beschuldigten entlasten sollte hinsichtlich des Tat-

vorwurfs, Gelder der Investoren für eigene (und im Übrigen nicht existentielle, 

sondern vielmehr Luxus-) Bedürfnisse abgezweigt zu haben. Der Beschuldigte hat 

sich schlicht mit egoistischem Motiv an den Investoren deliktisch bereichert. Die 

subjektive Tatschwere wiegt somit keinesfalls leichter als die objektive. Wenn die 

Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatkomponente der schwersten Tat aus-

gehend von einem erheblichen Verschulden eine Einsatzstrafe von 22 Monaten 

Freiheitsstrafe bemessen hat, ist dies auch bei Wegfall der Tatvorwürfe betreffend 

E._____ immer noch angemessen. 

1.3. Zur Abgeltung zweier qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgungen hat 

die  Vorinstanz erwogen, diese wären – für sich allein beurteilt – mit 15 Monaten 

Freiheitsstrafe zu sanktionieren (Urk. 137 S. 120). Vorab ist der Beschuldigte im 

- 36 -

entsprechenden Anklagepunkt G freizusprechen. Betreffend Anklagepunkt H hat 

der Beschuldigte seine Firma D2._____ im Umfang von rund CHF 66'000 

geschädigt. Das Motiv ist wiederum klar persönliche Bereicherung, also egoistisch. 

Dafür wäre der Beschuldigte mit 8 Monaten Freiheitsstrafe respektive 

240 Tagessätzen Geldstrafe zu bestrafen.

1.4. In Abgeltung der Vergehen gegen das UWG hat die Vorinstanz ausgehend von 

einem erheblichen bis mittelschweren Verschulden – bei alleiniger Betrachtung – 

eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten gesehen. Dabei ging die Vorinstanz – nach 

Wegfall der verjährten Anklagepunkte – noch von 60 Fällen irreführender Angaben 

gegenüber den Investoren aus (Urk. 137 S. 120 f.). Wie erwogen, verbleiben davon 

aktuell noch 17 Anklagepunkte. Diese betreffen sodann samt und sonders Betrof-

fene, welche durch den Beschuldigten auch durch Veruntreuungen geschädigt wur-

den. Rund die Hälfte der UWG-Vergehen sind sogar identisch mit den Ver-

untreuungen. Das Verschulden des Beschuldigten stellt sich somit gegenüber der 

vorinstanzlichen Beurteilung weit geringer dar. Ausgehend von einem Strafrahmen 

bis zu drei Jahren wären die verbleibenden Vergehen mit rund 8 Monaten Freiheits-

strafe respektive 240 Tagessätzen Geldstrafe zu ahnden.

1.5. Die Vorinstanz hat vorab auf BGE 144 IV 313 E.1.1.; 217 E.3 verwiesen, 

wonach bei der Beurteilung mehrerer Straftaten für jede Straftat die Strafart zu be-

stimmen ist. Anschliessend hat die Vorinstanz die im Tatzeitraum geltende Version 

von Art. 34 Abs. 1 StGB (i.V.m. Art. 2 Abs. 2 StGB) gegenüber der aktuell gelten-

den als lex mitior erkannt, weil bei der Möglichkeit der Ausfällung einer Geldstrafe 

bis 360 Tagessätze (und nicht nur 180 Tagessätze) bei diversen Delikten noch 

Geldstrafe als Strafart bestimmt werden kann. 

Somit resultieren für die qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung und die UWG-

Vergehen Geldstrafen von je 240 Tagessätzen. Wohl hat das Bundesgericht auch 

schon erwogen, dass im Falle vieler Einzeltaten, die zeitlich sowie sachlich eng 

miteinander verknüpft sind und eine blosse Geldstrafe bei keinem der in einem 

engen Zusammenhang stehenden Delikte geeignet ist, in genügendem Masse 

präventiv auf den Täter einzuwirken, die Einzeltaten ausnahmsweise vorab zu einer 

- 37 -

Gesamtstrafe zusammengefasst und gestützt darauf die Strafart festgelegt werden 

kann (vgl. dazu BGer. 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022, E. 2.4.2 und 2.6, m.w.H.).

Die Vorinstanz hat jedoch erwogen, dass die qualifizierte ungetreue Geschäfts-

besorgung und die UWG-Vergehen in keinem sachlichen Zusammenhang zu den 

Veruntreuungen stünden (Urk. 137 S. 123). Angesichts der Tatsache, dass der Be-

schuldigte ein letztlich fiktives Investitionsmodell aufbaute, um sich daran persön-

lich zu bereichern, und dazu – ausgehend von einem einheitlichen Motiv – mehrere 

rechtlich unterschiedlich zu beurteilende Kniffe anwandte, ist die zitierte Erwägung 

der Vorinstanz durchaus diskutabel, jedoch letztlich zu übernehmen. 

1.6. In der Folge hat die Vorinstanz für die Unterlassung der Buchführung für die 

Firmen D1._____ und D2._____ eine Geldstrafe von 270 Tagessätzen bemessen. 

Vom entsprechenden Tatvorwurf in Anklagepunkt I ist der Beschuldigte heute frei-

zusprechen. Wohl ist die Einschätzung der Vorinstanz, es habe sich nicht um eine 

blosse Nachlässigkeit gehandelt, sondern der Beschuldigte habe dadurch mög-

lichst unauffällig und unkontrolliert Geld einnehmen und für eigene Bedürfnisse 

ausgeben wollen, zutreffend (Urk. 137 S. 121). Dennoch ist insgesamt keine Gelds-

trafe von mehr als 90 Tagessätzen angebracht.  

1.7. Weiter hat die Vorinstanz für die Tätigkeit ohne bankenrechtliche Bewilligung 

eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen bemessen (Urk. 137 S. 122). Dies ist ange-

sichts der langen Deliktsdauer von Mai 2011 bis September 2015 und des grossen 

Umfangs der unzulässigen Geschäftstätigkeit des Beschuldigten keinesfalls über-

höht. 

1.8. Sodann hat die Vorinstanz für die Gläubigerbevorzugung eine Geldstrafe 

von 90 Tagessätzen bemessen. Dabei erwähnt sie lediglich Lohnbezüge von 

rund  CHF 56'000. In Tat und Wahrheit betrug die Deliktssumme jedoch rund 

CHF 66'000. Die Geldstrafe ist daher keinesfalls zu tief, sondern vielmehr eher zu 

milde. 

1.9. Somit resultiert eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen als schwerste Tat, 

welche um die folgenden Geldstrafen zu erhöhen ist: 240 Tagessätze (asperiert 

- 38 -

200 Tagessätze); 90 Tagessätze (asperiert 70 Tagessätze); 180 Tagessätze (as-

periert 150 Tagessätze) und 90 Tagessätze (asperiert 70 Tagessätze). Somit ist 

nach der Beurteilung der Tatkomponente eine Geldstrafe von 730 Tagessätzen zu 

bemessen. 

2.1. Mit den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zur Täterkomponente wirkt 

sich diese auf die nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessenen Einsatz-

strafen weder erhöhend noch senkend aus (Urk. 137 S. 124 f.). Anlässlich der Be-

rufungsverhandlung wurde zur Täterkomponente nichts mehr aktualisiert, zumal 

der Beschuldigte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte (vgl. 

Urk. 171 S. 1-2).

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten und sein Werdegang wiegen 

strafzumessungsneutral. Obwohl der Beschuldigte hohe Beträge im Kasino ver-

spielt hat, wurde – zu Recht – nie geltend gemacht, er habe im Sinne einer Spiel-

sucht einem Drang zum Glücksspiel nachgegeben. Eine gesteigerte Strafempfind-

lichkeit weist er nicht auf. Ein positives Nachtatverhalten in Form eines auch den 

inneren Sachverhalt betreffenden Geständnisses, von Einsicht oder gar Reue kann 

er nicht für sich reklamieren. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots wurde 

von der Verteidigung erstmals an der Berufungsverhandlung geltend gemacht, je-

doch in keiner Weise substanziiert (Urk. 172 S. 33). So sind keine übermässigen 

Stillstände ersichtlich und musste der erste Termin für die Berufungsverhandlung, 

wie die Verteidigung selbst erwähnt, aufgrund des schlechten Gesundheitszustan-

des des Beschuldigten verschoben werden. Ferner handelt es sich vorliegend um 

einen komplexen und umfangreichen Fall, welcher eine entsprechende Vorberei-

tungszeit erforderlich machte. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ist nicht 

gegeben. Ebenso wenig kann ein allfälliges Wohlverhalten des Beschuldigten 

während der Verfahrensdauer strafmindernd berücksichtigt werden (vgl. Urk. 172 

S. 30). Das Unterlassen von weiterer Delinquenz kann erwartet werden und ist nicht 

als besondere Leistung zu würdigen. Eine Strafminderung kommt auch unter die-

sem Punkt nicht in Frage. 

2.2. Somit ist eine Freiheitsstrafe von 22 Monaten auszufällen. 

- 39 -

2.3. Die bundesgerichtliche Vorgabe, wonach mehrere Geldstrafen in eine Ge-

samtstrafe zusammenzufassen sind, diese jedoch den oberen Strafrahmen (hier 

wie gesehen altrechtlich 360 Tagessätze) nicht übersteigen darf, die (diesfalls 

naheliegende) Bildung einer Freiheitsstrafe untersagt ist und vielmehr "bei mehr-

fach begangener leichter Kriminalität ein unbilliges Ergebnis hinzunehmen ist" 

(BGE 144 IV 217 S. 237), führt nun zum schon grotesken Resultat, dass lediglich 

eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen ausgefällt werden kann – und dem Beschul-

digten somit faktisch die Hälfte der eigentlich angemessenen Strafe erlassen wer-

den muss. 

Daran ändert für den vorliegenden Fall auch die Präzisierung im Urteil 6B_93/2022 

vom 24. November 2022 nichts, da in concreto die mehreren, mit – nach wie vor 

zwingend – je einer Geldstrafe zu sanktionierenden Delikte keine "mehrfache und 

kontinuierliche gleichartige Delinquenz" darstellen (E.1.3.5.), die zu einer verschul-

densadäquaten Freiheitsstrafe zusammengefasst werden könnten. Auch hat der 

Beschuldigte nicht wie im zitierten Bundesgerichtsentscheid ein sehr hoch einzu-

stufendes Rechtsgut wie das Kindeswohl verletzt (vgl. E.1.4.7.), weshalb es bei der 

bundesgerichtlichen Qualifikation "eher leichter Kriminalität" zu bleiben hat. Dass 

die somit nach wie vor zwingend auszusprechende Geldstrafe dem Verschulden 

des Beschuldigten insgesamt angemessen wäre, kann nicht ernsthaft behauptet 

werden (obwohl das Verschulden gemäss Bundesgericht die Wahl der Strafart 

"systemimmanent" beeinflussen soll; E.1.3.8.).

2.4. Die Tagessatzhöhe der Geldstrafe ist mangels Angaben des Beschuldigten zu 

seinen Ökonomika (vgl. Urk. 171 S. 1-2) auf CHF 240 festzusetzen, was auch von 

ihm und der Verteidigung so akzeptiert wird (Art. 34 Abs. 2 StGB; Urk. 172 S. 33).

2.5. Für das Missachten von Verfügungen im Sinne des FINMAG hat die Vorinstanz 

bei noch leichtem Verschulden des Beschuldigten eine Busse von CHF 600 aus-

gesprochen, was angesichts eines Strafrahmens bis CHF 100'000 Busse (Art. 48 

FINMAG) mit Sicherheit nicht zu hoch, jedoch zu bestätigen ist; ebenso die Fest-

setzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen (Urk. 137 S. 127; Art. 106 StGB). 

- 40 -

3.1. Der Beschuldigte ist Ersttäter (Urk. 138). Seit der letzten, vorliegend inkrimi-

nierten Straftat ist er kriminalrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Daher 

sind Freiheits- und Geldstrafe bedingt aufzuschieben unter Ansetzung der gesetz-

lich minimalen Probezeit von 2 Jahren (Art. 42 Abs. 1 und Art. 44 Abs. 1 StGB). 

3.2. Die Busse ist zu vollziehen (Art. 42 Abs. 1 StGB e contrario). 

IV. Zivilanspruch

Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Regelung des Zivilanspruchs von B._____ 

ohne Weiteres zu bestätigen (Urk. 137 S. 129). Für die beiden Zahlungen der Pri-

vatklägerin an den Beschuldigten über CHF 50'000 und CHF 20'000, für welche die 

Vorinstanz den Beschuldigten zur Rückerstattung verpflichtet hat, ist er aus Delikt 

zu verpflichten und sie betreffen ferner Anklageziffern, in welchen auch heute ein 

Schuldspruch erfolgt (B II Ziff. 30 (46) und B III Ziff. 40 (47), da der Beschuldigte 

Darlehen abredewidrig verwendet respektive irreführende Angaben gemacht hat. 

V. Kosten und Entschädigung

1.1. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchung und des 

Hauptverfahrens mit Verweis auf Art. 426 StPO vollumfänglich auferlegt (Urk. 137 

S. 130). Wohl wird der Beschuldigte auch im Berufungsverfahren in zahlreichen 

Anklagepunkten schuldig gesprochen. In einer namhaften Zahl von Anklage-

punkten erfolgen allerdings auch Einstellungen respektive Freisprüche. Daher sind 

dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens, exklu-

sive die Kosten seiner amtlichen Verteidigung, zu 4/5 aufzuerlegen und zu einem 

Fünftel auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 StPO). Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sind im Umfang von 4/5 einstweilen und im Umfang eines Fünftels 

definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung betreffend 4/5 ist 

vorzubehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

1.2. Die vorinstanzliche Verpflichtung des Beschuldigten zur Leistung einer 

Prozessentschädigung an die Privatklägerin B._____ ist ausgangsgemäss zu be-

stätigen (Urk. 137 S. 132).

- 41 -

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf CHF 10'000 festzu-

setzen. 

2.2. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Anträgen mehr-

heitlich. Ausgangsgemäss sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive 

die Kosten der amtlichen Verteidigung, zu 4/5 aufzuerlegen und im verbleibenden 

Fünftel auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 StPO). Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung im Berufungsverfahren sind im Umfang von 4/5 einstweilen und im 

Umfang eines Fünftels definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforde-

rung betreffend 4/5 ist vorzubehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

2.3. Die amtliche Verteidigung macht für das Berufungsverfahren eine Ent-

schädigung von CHF 20'854.95 (inkl. Barauslagen und MwSt., exkl. Berufungs-

verhandlung) geltend (Urk. 173/3). Der Aufwand ist ausgewiesen und angemessen. 

Es rechtfertigt sich der Verteidigung zusammen mit der Berufungsverhandlung eine 

Entschädigung von CHF 22'000 zuzusprechen. 

2.4. Sodann macht der Privatklägervertreter der Privatklägerin B._____ eine Par-

teientschädigung in der Höhe von CHF 18'117.75 (inkl. Barauslagen, MwSt. und 

Berufungsverhandlung) geltend (Urk. 175/1). Dieser geltend gemachte Aufwand 

erweist sich aus folgenden Gründen als zu hoch: So wurde an der Berufungsver-

handlung der Strafpunkt von der Staatsanwaltschaft vertreten. Auch in Anbetracht 

der Höhe der Zivilforderung der Privatklägerin von CHF 70'000 (vgl. Urk. 174 S. 11) 

– welche im Übrigen im Quantitativ vom Beschuldigten nicht bestritten wurde (vgl. 

Urk. 172 S. 34) –, als auch angesichts des Umfangs des Plädoyers des Privatklä-

gervertreters von rund 12 Seiten und der nicht sehr komplexen Fragestellungen in 

Bezug auf die Privatklägerin B._____, rechtfertigt sich der geltend gemachte Auf-

wand nicht. Nach dem Gesagten ist die Prozessentschädigung auf CHF 4'000 fest-

- 42 -

zusetzen. Der Beschuldigte ist demnach zu verpflichten, der Privatklägerin B._____ 

eine Prozessentschädigung in der Höhe von CHF 4'000 zu bezahlen.  

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 2. Juli 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das 

Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in 

Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 lit. b. UWG 

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 27 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 28, 71, 75, 104, 127 und 162,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 28 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 1, 2, 3, 7, 11, 20, 33, 37, 39, 45, 48, 53, 63, 

64, 65, 67, 72, 85, 86, 100, 109, 125, 128, 133, 141, 142, 148, 152, 153 und 170,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 29 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 8, 12, 30, 49, 68, 73, 81, 82, 95, 96, 107, 

108, 110, 111, 116, 120, 122, 131, 132, 134, 143, 146, 149, 165, 171 und 172,

 gemäss den in Anklagepunkt B II. unter Ziff. 30 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 9, 15, 21, 22, 31, 34, 35, 36, 40, 41, 42, 43, 

50, 51, 70, 74, 78, 90, 92, 97, 101, 102, 112, 117, 121, 135, 139, 145, 150, 151, 

155, 156, 157, 158, 159, 160, 173, 174, 175 und 180,

 gemäss dem in Anklagepunkt BIII. unter Ziff. 38 aufgeführten Vertragsabschluss 

mit der Anlegerin mit der Ziffer 56,

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 39 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 54, 55 und 61, 

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 40 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 66, 89, 144 und 169,

- 43 -

 gemäss den in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 41 aufgeführten Vertragsabschlüs-

sen mit den Anlegern mit den Ziffern 29, 76, 87, 88, 105, 106, 163 und 164 sowie

 gemäss dem in Anklagepunkt B III. unter Ziff. 43 aufgeführten Vertragsabschluss 

mit der Anlegerin mit der Ziffer 16

wird eingestellt.

2.-6. (…)

7. Der Privatkläger 2 C._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg 

verwiesen.

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 15'000.00; die weiteren Auslagen betragen:

CHF 1'400.00  Gebühr Beschwerdeverfahren UH200187-O;

CHF 120'000.00  Gebühr für das Vorverfahren;

CHF 168.80  Entschädigung Zeuge;

CHF 56'736.40  amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

9. (…)

10. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen als amtli-

che Verteidigerin des Beschuldigten mit CHF 56'736.40 (inkl. Mehrwertsteuer und Bar-

auslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.

11.-12. (…)

13. (Mitteilungen)

14. (Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

- 44 -

 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 

StGB (Anklagepunkte C.II. bis C.VII.)

Vom Vorwurf der Veruntreuung in Anklagepunkt C.I. (E._____) wird der 

Beschuldigte freigesprochen.

 der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 und 3 StGB (Anklagepunkt H),

Vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in Ankla-

gepunkt G wird der Beschuldigte freigesprochen.

 der mehrfachen Bevorzugung eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB in 

Verbindung mit Art. 29 StGB (Anklagepunkt H),

 der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB in Verbin-

dung mit Art. 29 StGB (Anklagepunkt F),

Vom Vorwurf der Unterlassung der Buchführung in Anklagepunkt I wird 

der Beschuldigte freigesprochen.

 der Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 FINMAG in 

Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 lit. a. BankG (unbefugte Entgegennahme 

von Publikumseinlagen) (Anklagepunkt D),

 des unlauteren Wettbewerbs im Sinne von Art. 23 UWG in Verbindung mit 

Art. 3 Abs. 1 lit. b. UWG (Anklagepunkte B II Ziff. 30 (4, 17, 46, 79, 136, 

137) und Ziff. 31 (83, 84) sowie B III Ziff. 40 (5, 19, 47, 80, 103), Ziff. 42 

(32), Ziff. 43 (6, 138) und Ziff. 44 (18).

Vom Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs in den Anklagepunkten B II 

Ziff. 30 (13, 14, 23, 38, 44, 58, 77, 91, 93, 94, 98, 99, 114, 118, 119, 123, 

126, 129, 130, 140, 147, 154, 166, 167, 177, 179) und Ziff. 31 (69, 115, 

124, 176) sowie B III Ziff. 40 (10, 24, 25, 26, 27, 59, 60, 62, 161, 168), 

Ziff. 42 (52, 113) und Ziff. 43 (178) wird der Beschuldigte freigesprochen.

- 45 -

 des mehrfachen Missachtens von Verfügungen im Sinne von Art. 48 

FINMAG (Anklagepunkt E).

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer 

Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu Fr. 240.– und einer Busse von Fr.  600.– 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz 

von Fr. 70'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 13. Juni 2016 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen.

6. Die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens, exklusive die Kosten 

seiner amtlichen Verteidigung, werden zu 4/5 dem Beschuldigten auferlegt 

und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung werden im Umfang von 4/5 einstweilen und im Umfang 

eines Fünftels definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Eine Rückforderung 

betreffend 4/5 bleibt vorbehalten. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 10'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 22'000.–   amtliche Verteidigung

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 4/5 auferlegt und zu einem 

Fünftel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung werden im Umfang von 4/5 einstweilen und zu einem Fünftel definitiv 

auf die Gerichtskasse genommen. Betreffend 4/5 bleibt eine Rückforderung 

vorbehalten.

- 46 -

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für die 

anwaltliche Vertretung im Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung 

von Fr. 4'000.– zu bezahlen.

10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (übergeben)
 die Vertretung der Privatklägerin 1 im Doppel für sich und die Privat-

klägerschaft (übergeben)
 die Privatklägerschaft 3 (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO) 

(versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 
 die Vertretung der Privatklägerin 1 im Doppel für sich und die Privat-

klägerschaft
 Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 
 die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA
 die Bundesanwaltschaft 
 das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung 

WBF

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

- 47 -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 18. Dezember 2023

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw A. Jacomet

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam ge-

macht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie 

die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheits-

strafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 

Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.