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**Case Identifier:** 7b1bc427-0aff-5673-92e2-6d2a6773fcd8
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 13.05.2024 VBE.2024.169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-169_2024-05-13.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.169 / sb / ss  
Art. 70 

 

 

Urteil vom 13. Mai 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichterin Peterhans  

Gerichtsschreiber Berner  

 

 
   

Beschwerdefüh-

rer  

 A._____  

 

 
   

Beschwerdegeg-

nerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 19. Februar 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1969 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 11. August 2022 

bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (Rente, berufliche 

Massnahmen) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die Be-

schwerdegegnerin klärte daraufhin die gesundheitliche sowie erwerbliche 

Situation ab. Gestützt auf eine Beurteilung ihres internen Regionalen Ärzt-

lichen Dienstes (RAD) stellte sie dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid 

vom 18. April 2023 bei einem Invaliditätsgrad von 9 % die Abweisung des 

Leistungsbegehrens betreffend Invalidenrente in Aussicht. Unter Berück-

sichtigung der dagegen am 12. Mai 2023 erhobenen Einwände entschied 

die Beschwerdegegnerin schliesslich mit Verfügung vom 19. Februar 2024 

ihrem Vorbescheid entsprechend.  

 

2. 

2.1. 

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

19. März 2024 fristgerecht Beschwerde und beantragte sinngemäss im 

Wesentlichen deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Invaliden-

rente für einen ungenannten Zeitraum. Gleichzeitig ersuchte er zudem um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit weiteren Eingaben vom 

26. und 28. März, vom 8., 11., 15., 18., 23., 27. und 30. April sowie vom 

13. Mai 2024 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seiner Be-

schwerde und deren Begründung fest. 

 

2.2. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 4. April 2024 wurde das Gesuch 

des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege 

für die Gerichtskosten bewilligt und von der Einforderung eines Kostenvor-

schusses abgesehen. 

 

2.3. 

Mit Vernehmlassung vom 19. April 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.4. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 30. April 2024 wurde die beruf-

liche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers zum Verfahren beigela-

den und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt, worauf diese mit 

Eingabe vom 3. Mai 2024 verzichtete.  

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente mit Verfügung 

vom 19. Februar 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 121) zu Recht ver-

neint hat. 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zu-

mutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder ver-

bessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). 

 

2.1.2. 

Invalidität gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 7 f. ATSG bedeutet im All-

gemeinen den durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Er-

werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 

[IVG], 4. Aufl. 2022, N. 123 zu Art. 4 IVG mit Hinweis auf BGE 130 V 343 

E. 3.2.1 S. 346). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztli-

chen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel-

che Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können 

(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen).  

 

2.2.2. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232 und 125 V 351 E. 3a S. 352). Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-

lungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 und 

122 V 157 E. 1c S. 160 f.). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf 

bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 

die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b S. 352). 

 

2.2.3. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 und 122 V 157 

E. 1c S. 160). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinter-

nen Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-

gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 

465 E. 4.4 S. 469 und 122 V 157 E. 1d S. 162). 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 19. Februar 

2024 in medizinischer Hinsicht auf eine Stellungnahme von RAD-Arzt 

Dr. med. B._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates, vom 15. Dezember 2023. Dieser ist – gleich 

wie bereits der Aktennotiz von RAD-Arzt Dr. med. B._____ vom 24. No-

vember 2022 (VB 64) – zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit 

insgesamt drei in den Jahren 1987, 1995 und 2011 ausserhalb der Schweiz 

durchgeführten Neurinom-Enukleationen des N. medianus rechts über un-

veränderliche Beschwerden in beiden Händen klage. Aus versicherungs-

medizinischer Sicht könne im Wesentlichen gestützt auf einen Bericht vom 

20. November 2022 von Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, über 

eine vertrauensärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers vom 

15. November 2022 für die Krankentaggeldversicherung – und in Abwei-

chung von der mit Aktennotiz vom 24. November 2022 noch attestierten 

Arbeitsfähigkeit von "wenigstens 75 %" in einer angepassten Tätigkeit – 

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von einer vollen Arbeitsfähigkeit zumindest für angepasste Tätigkeiten aus-

gegangen werden, zumal den weiteren medizinischen Akten keine objekti-

vierbaren Befunde zur Begründung einer über die von Dr. med. C._____ 

attestierten Einschränkungen hinausgehenden Limitierungen zu entneh-

men seien (VB 120, S. 3 ff.).  

 

3.1.2. 

Der von Dr. med. B._____ referenzierten und auf einer persönlichen Unter-

suchung des Beschwerdeführers basierenden Beurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 20. November 2022 ist zusammengefasst zu entnehmen, 

dass eine MRI-Untersuchung der rechten Hand vom 24. Juni 2022 (vgl. den 

Bericht gleichen Datums von Dr. med. D._____, Fachärztin für Radiologie, 

Kantonsspital E._____, in VB 30, S. 4 f.) erwartbare postoperative Verän-

derungen des N. medianus mit multiplen zystischen Veränderungen im 

Verlauf gezeigt habe. Hinweise auf ein Neurinomrezidiv bestünden nicht. 

An der linken Hand habe bis auf ein praktisch gar nicht tastbares Knötchen 

im Bereich der kontralateralen Hand kein pathologischer Befund objektiviert 

werden können. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich mehrfach 

massive Inkonsistenzen gezeigt. So stimme das für die rechte Hand ange-

gebenen sensible Störungsmuster nicht mit einer Schädigung des N. me-

dianus überein. Vielmehr würde es eine Affektion des N. radialis nahe le-

gen, wofür indes keine klinischen Hinweise bestünden. Die vom Beschwer-

deführer angegebene Art des Schmerzes würde zudem nicht für ein neu-

ropathisches Schmerzbild sprechen. Die motorischen Funktionen seien in 

erheblich suboptimaler Darstellung kraftlos dargeboten worden, ohne dass 

hierfür erklärende objektive Befunde feststellbar seien. Trotz dieser de-

monstrierten Einschränkungen habe der Beschwerdeführer ohne erkenn-

bare Beeinträchtigung der feinmotorischen und koordinativen Funktionen 

speziell auch der rechten Hand sehr rasch seine mitgebrachten Dokumente 

zu sortieren und die ihm wichtige erscheinenden Aktenstücke herauszusu-

chen vermocht. Entsprechend habe denn auch keine Umfangminderung an 

der Hand- oder Unterarmmuskulatur festgestellt werden können. Die sei-

tengleichen Umfangmessungen würden gegen einen Mindergebrauch der 

rechten Hand sprechen. Trotz der beklagten massiven Beschwerden an 

der rechten Hand habe sich das Handgelenk unter Ablenkung wiederholt 

und in verschiedenen Untersuchungssituationen sehr gut und auch länger 

anhaltend bis an die Endposition extendieren lassen, ohne dass ein 

Schmerzausdrucksverhalten oder gar eine Schmerzabwehrreaktion habe 

ausgelöst werden können. Gleiches gelte für eine intensive Beugung des 

Handgelenks, die Ulnarabduktion und die Radialabduktion. Schliesslich sei 

trotz der angegebenen intensiven Schmerzen nie eine entsprechende 

(bspw. analgetische oder physiotherapeutische) Behandlung aufgenom-

men worden. Insgesamt seien die vom Beschwerdeführer angegebenen 

Beschwerden objektiv nicht (vollständig) nachvollziehbar. Es sei – unter 

Beachtung einer Gewichtslimite von 5 kg für die rechte Hand – von einer 

 - 6 - 

 

 

vollen Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auszugehen (VB 67, 

S. 176 ff.).  

 

3.2. 

3.2.1. 

Die Einschätzung von Dr. med. C._____, auf welcher die Beurteilung von 

Dr. med. B._____ basiert, ist aufgrund der nach Lage der Akten fehlenden 

Hinweise für die Gewährung der im Rahmen von Art. 44 ATSG geltenden 

Mitwirkungs- und Parteirechte (vgl. hierzu statt vieler BGE 139 V 349) 

durch die Krankentaggeldversicherung als versicherungsinterne Beurtei-

lung zu qualifizieren (vgl. statt vieler SVR 2023 IV Nr. 12 S. 36, 8C_23/2022 

und 8C_51/2022 E. 4.2.2, sowie Urteile des Bundesgerichts 8C_131/2022 

vom 27. Juni 2022 E. 3.2.2, 9C_580/2018 vom 14. November 2018 E. 4.1 

und 8C_682/2017 vom 14. Februar 2018 E. 5). Inhaltlich erweist sie sich 

als umfassend, ist in ihren Folgerungen schlüssig begründet und berück-

sichtigt die massgebenden Beschwerden ebenso wie sämtliche relevanten 

Vorakten (vgl. vorne E. 2.2.2.). Sie stimmt ferner mit der Beurteilung des 

behandelnden Arztes Dr. med. F._____, Facharzt für Orthopädische Chi-

rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie seit 2023 zu-

sätzlich für Handchirurgie, Kantonsspitals E._____, überein, welcher be-

reits im Juli 2022 unter Beachtung einer Gewichtslimite von 5 kg für die 

rechte Hand eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit at-

testierte (vgl. das Arztzeugnis vom 6. Juli 2022 in VB 58 sowie den Bericht 

vom 19. August 2022 in VB 47, S. 8 f.) und zudem gegenüber dem Be-

schwerdeführer am 10. Oktober 2022 angegeben hat, es könne ausgehend 

von den Ergebnissen der MRI-Untersuchung vom 24. Juni 2022 (vgl. den 

Bericht gleichen Datums von Dr. med. D._____ in VB 30, S. 4 f.) sowie mit 

Blick auf die nicht wesentlich eingeschränkte Handfunktion kein Arbeitsun-

fähigkeitszeugnis mehr ausgestellt werden (VB 59, S. 1). Auch 

Prof. Dr. med. G._____, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Äs-

thetische Chirurgie sowie für Handchirurgie, und die Assistenzärztin 

Dr. med. H._____, Universitätsspital I._____, hielten in ihrem Bericht vom 

1. November 2022 fest, der Beschwerdeführer könne die Hand sowie das 

Handgelenk sehr gut bewegen und habe ohne sichtbare Einschränkungen 

seine Jacke ausziehen und Dokumente aus einer Tasche entnehmen so-

wie sortieren können (VB 67, S. 182). Schliesslich interpretieren auch 

Dr. med. D._____ in ihrem Bericht vom 24. Juni 2022 (VB 30, S. 4 f.), 

Dr. med. F._____ in seinem Bericht vom 13. Juli 2022 (VB 28, S. 5 f.) und 

Dr. med. J._____, Facharzt für Neurologie, in seinem Bericht vom 14. Ok-

tober 2022 (VB 52, S. 2 ff.) die Ergebnisse der MRI-Untersuchung vom 

24. Juni 2022 gleich wie Dr. med. C._____. Den weiteren (in zeitlicher Hin-

sicht hier relevanten) medizinischen Akten (Berichte des Kantonsspitals 

E._____ vom 20. April [VB 28, S. 13 f.], vom 9. Mai [VB 28, S. 7 f.], vom 

3. [VB 47, S. 16 f.], vom 6. [VB 10, S. 29 f.], sowie vom 18. August 2022 

[VB 28, S. 3 f.] und vom 30. Oktober 2023 [VB 114, S. 7 f.] sowie Bericht 

des Universitätsspitals I._____ vom 26. August [VB 34, S. 2 ff.]) und im 

 - 7 - 

 

 

Speziellen dem Bericht von Dr. med. F._____ vom 18. August 2022 über 

eine sonographische Untersuchung der linken Hand vom Vortag (VB 28, 

S. 3 f.), dem Bericht vom 22. September 2022 von Dr. med. K._____, Fach-

ärztin für Handchirurgie, Universitätsspital I._____, über eine sonographi-

sche Untersuchung beider Hände vom 14. September 2022 (VB 47, 

S. 26 f.) und dem Bericht von Dr. med. J._____ vom 14. Oktober 2022 

(VB 52, S. 2 ff.) sind – gleich wie den zahlreichen aktenkundigen unbegrün-

deten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen und Rezepten – ebenfalls keine der 

Einschätzung von Dr. med. C._____ widersprechende fachärztlichen Beur-

teilungen zu entnehmen. Dies gilt auch für den nicht fachmedizinischen Be-

richt von Dr. med. M._____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 

5. Dezember 2022 (VB 66, S. 1 ff.), welchem keine objektiven klinischen 

Befunde zu entnehmen sind und der folglich bezüglich der Handbeschwer-

den einzig auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zu beru-

hen scheint.  

 

3.2.2. 

Auch die späteren Berichte von Dr. med. J._____ vom 8. Mai (VB 106) und 

vom 6. September 2023 (VB 110, S. 2 ff.) sind nicht geeignet, Zweifel an 

der Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 20. November 2022 und der 

darauf gestützten Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. B._____ vom 

15. Dezember 2023 zu begründen. So gibt Dr. med. J._____ – nachdem er 

am 8. Februar 2023 noch eine unveränderte gesundheitliche Situation des 

Beschwerdeführers beschrieben (VB 96) und auch am 8. Mai 2023 wiede-

rum "keine neuen Aspekte" festgehalten hat – für die in diesen beiden Be-

richten im Widerspruch zu seinem Bericht vom 14. Oktober 2022 (VB 52, 

S. 2 ff.) nunmehr attestierte Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten 

keine Begründung an. Eine solche ergibt sich denn auch nicht aus der am 

30. Juni 2023 durchgeführten neuerlichen MRI-Untersuchung beider Hand-

gelenke (vgl. hierzu den Bericht gleichen Datums von Dr. med. L._____, 

Facharzt für Nuklearmedizin sowie für Radiologie, in VB 111, S. 2 ff.), zu-

mal die dort beschriebene Grössenprogredienz einer Verdickung am 

N. medianus gemäss Dr. med. B._____ im Rahmen des Messfehlerbe-

reichs liege (vgl. dessen Stellungnahme vom 15. Dezember 2023 in 

VB 120, S. 4). Es wurde ferner durch Dr. med. L._____ lediglich ein Ver-

gleich mit einer Voruntersuchung aus dem Jahr 2018 (vgl. VB 48, S. 20) 

und nicht (auch) mit dem Befund der MRI-Untersuchung vom 24. Juni 2022 

vorgenommen, so dass eine bildgebend objektivierte Veränderung des Ge-

sundheitszustands des Beschwerdeführers seit der (unter anderem) auf die 

MRI-Untersuchung vom 24. Juni 2022 gestützten Beurteilung durch 

Dr. med. C._____ und Dr. med. F._____ nicht ausgewiesen ist. Zu beach-

ten ist weiter, dass einzig allfällige bildgebend nachgewiesene (pathologi-

sche) Befunde für sich allein rechtsprechungsgemäss den Schluss auf eine 

Arbeitsunfähigkeit nicht zulassen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_512/2021 vom 10. Juli 2022 E. 6.2, 9C_78/2017 vom 26. Januar 2018 

E. 5.3 und 9C_793/2016 3. März 2017 E. 4.1.2). Zudem ist aufgrund des 

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Umstands, dass Dr. med. J._____ – welcher sich in keinem seiner Berichte 

mit den von Dr. med. C._____ festgestellten zahlreichen Inkonsistenzen 

auseinandersetzt – dem Beschwerdeführer beim Erstellen von dessen auf 

dem Briefpapier von Dr. med. J._____ abgefassten Einwand vom 12. Mai 

2023 nach Lage der Akten behilflich war (vgl. VB 106, S. 1), anzunehmen, 

dass sich Dr. med. J._____ in einem Umfang mit den Interessen des Be-

schwerdeführers identifiziert, welcher über das normale Mass hinausgeht, 

das bei einem behandelnden Arzt zu erwarten ist. Es hat ein eigentlicher 

Rollenwechsel vom behandelnden Arzt zum Parteivertreter stattgefunden 

(vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 8C_635/2022 vom 16. Feb-

ruar 2023 E. 4.8, 8C_549/2021 vom 7. Januar 2022 E. 7.2 und 8C_79/2018 

vom 6. Juni 2018 E. 4.2).  

 

3.3. 

Zusammengefasst bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 

20. November 2022 und der darauf gestützten Stellungnahme von RAD-

Arzt Dr. med. B._____ vom 15. Dezember 2023. Diese sind damit als be-

weiskräftig anzusehen, zumal den weiteren medizinischen Akten (vgl. die 

Berichte des Kantonsspitals E._____ vom 9. Februar [VB 27, S. 2 f.] und 

vom 1. August 2022 [VB 28, S. 9 f.] sowie des Universitätsspitals I._____ 

vom 4. Februar [VB 67, S. 190 ff.], vom 25. Juli [VB 25, S. 2 f.] und vom 

1. November 2022 [VB 60, S. 1 f.] sowie die mit Eingabe des Beschwerde-

führers vom 28. März 2024 verurkundeten Berichte des Universitätsspitals 

I._____ vom 26. September 2022, vom 23. Juni, vom 22. August, sowie 

vom 28. Dezember 2023 und den Bericht von Dr. med. N._____, Fachärz-

tin für Dermatologie und Venerologie, vom 15. Dezember 2023) keine Hin-

weise auf ein relevantes dermatologisches (so auch der Beschwerdeführer 

auf S. 3 seiner Eingabe vom 28. März 2024) oder sonstiges Krankheitsbild 

zu entnehmen sind. Aus den weiteren Eingaben des Beschwerdeführers 

gehen keine für die sich hier stellenden sachverhaltlich-medizinischen Fra-

gen relevante Informationen hervor. Es ist damit auf die Schlussfolgerung 

von RAD-Arzt Dr. med. B._____ vom 15. Dezember 2023 abzustellen (vgl. 

hierzu vorne E. 2.2.3.), wonach zumindest in einer angepassten Tätigkeit 

eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. Daran vermag auch nichts zu ändern, 

dass der Beschwerdeführer eine den Vorgaben von Dr. med. C._____ an-

gepasste Schontätigkeit bei seiner damaligen Arbeitgeberin nicht antrat 

(vgl. VB 67, S. 73 und S. 61) und dass er ein Arbeitstraining (vgl. die Zu-

sprache der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2023 in VB 75) nach we-

nigen Stunden abbrach (vgl. den Abschlussbericht Integration vom 9. Ja-

nuar 2023 in VB 85), denn für die hierfür vom Beschwerdeführer angege-

benen gesundheitlichen Einschränkungen bestehen nach dem Dargeleg-

ten keine objektiven medizinischen Gründe. Es ist vielmehr aufgrund der 

Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers (vgl. bspw. dessen Anga-

ben gegenüber der Beschwerdegegnerin vom 6. Dezember 2022 in VB 65, 

gegenüber Dr. med. C._____ in VB 67, S. 176 und S. 180, oder gegenüber 

 - 9 - 

 

 

der Krankentaggeldversicherung vom 5. und 29. August 2022 in VB 67, 

S. 96 und S. 61 f.) ohne Weiteres vom Fehlen einer subjektiven Eingliede-

rungsfähigkeit auszugehen. 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

In ihrer Verfügung vom 19. Februar 2024 nahm die Beschwerdegegnerin 

im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrads für das Jahr 2021 in An-

wendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (vgl. 

Art. 16 ATSG) gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers vom 29. August 2022 (vgl. VB 26) ein Valideneinkom-

men von Fr. 53'950.00 an. Das Invalideneinkommen bemass sie gestützt 

auf die Tabellenlöhne der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

des Jahres 2020 des Bundesamtes für Statistik (BFS), Tabelle TA1, Kom-

petenzniveau 1, Männer, Total, und unter Berücksichtigung der betriebsüb-

lichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie der Nominallohn-

entwicklung der Jahre 2020 bis 2021 und einer Arbeitsfähigkeit von 75 % 

mit Fr. 48'992.00. Gestützt auf diese Vergleichseinkommen errechnete die 

Beschwerdegegnerin einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 

9 % (VB 121, S. 2). 

 

4.1.2. 

Diese Feststellungen der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der aus invali-

denversicherungsrechtlicher Sicht bestehenden erwerblichen Auswirkun-

gen des Gesundheitsschadens respektive der massgebenden Grundlagen 

zur Festsetzung der Vergleichseinkommen werden vom Beschwerdeführer 

nicht in Frage gestellt und sind grundsätzlich ausweislich der Akten auch 

nicht zu beanstanden, weshalb im Wesentlichen auf diesbezügliche Weite-

rungen zu verzichten ist. Zu ergänzen ist lediglich, dass in einer angepass-

ten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit und nicht bloss eine solche von 

75 % besteht (vgl. vorne E. 3.3.) und dass die Vergleichseinkommen ge-

stützt auf die am 24. April 2023 veröffentlichen entsprechenden statisti-

schen Erhebungen an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2022 an-

zupassen gewesen wären (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297 mit Verweis 

unter anderem auf BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 S. 190; vgl. ferner SVR 2022 

IV Nr. 23 S. 73, 8C_202/2021 E. 6.2.1 f., und SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 

8C_132/2020 E. 4.2.1, sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_414/2017 vom 

21. September 2017 E. 4.2). Auf eine Neufestsetzung des Invaliditätsgrads 

ist indes zu verzichten, würde doch insbesondere unter Berücksichtigung 

einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit offenkundig kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 % oder mehr (vgl. vorne 

E. 2.1.1.) resultieren. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin einen Inva-

lidenrentenanspruch des Beschwerdeführers – unabhängig von der Frage 

der Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen – jedenfalls zu 

Recht verneint.  

 - 10 - 

 

 

4.2. 

Bei diesem Ergebnis verbleibt auf die vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte "finanzielle Entschädigung" wegen "psychischer Belastungen" (Be-

schwerde, S. 1) einzugehen: Soweit damit nicht die Zusprache einer Par-

teientschädigung anbegehrt wird (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3.), fehlt es 

diesem Antrag offenkundig an einem Anfechtungsgegenstand im Sinne 

von Art. 56 Abs. 1 ATSG, hat die Beschwerdegegnerin mit der hier ange-

fochtenen Verfügung vom 19. Februar 2024 doch einzig über einen allfälli-

gen Invalidenrentenanspruch des Beschwerdeführers entschieden. Ob der 

Beschwerdeführer mit dem fraglichen Antrag weitere beziehungsweise an-

dere Leistungen nach IVG oder einem anderen Gesetz, Verantwortlich-

keitsansprüche gemäss Art. 78 ATSG oder Sonstiges geltend machen will, 

braucht damit nicht weiter differenziert zu werden und kann folglich offen 

bleiben. Auf die Beschwerde ist in diesem Umfang jedenfalls nicht einzu-

treten (vgl. zum Ganzen BGE 134 V 418 E. 5.2.1 S. 426 und 131 V 164 

E. 2.1 S. 164 f.). Zu ergänzen verbleibt lediglich, dass das Versicherungs-

gericht für eine "Klage" aus einem Behandlungsauftrag respektive aus ei-

nem Arzt-Patient-Verhältnis (Beschwerde, S. 1) sachlich nicht zuständig 

ist, weshalb auf die Beschwerde in diesem Umfang ebenfalls nicht einzu-

treten ist. Die anscheinende Wahrnehmung des Beschwerdeführers 

schliesslich, wonach ein strafbares Verhalten seitens des Kantonsspitals 

E._____ respektive von dort tätigen Ärzten oder von RAD-Arzt Dr. med. 

B._____ vorliegen könnte, ist zudem nicht mit der vom Gesetz für die Be-

gründung einer Meldepflicht verlangten Kenntnis des Gerichts über das 

Vorliegen eines Verbrechens oder schweren Vergehens gleichzusetzen 

(vgl. § 34 Abs. 1 EG StPO). Die Abklärung eines allfälligen strafrechtlich 

relevanten Verhaltens wäre ohnehin Sache der Strafverfolgungsbehörden 

(vgl. Art. 15 ff. StPO).  

 

4.3. 

Der Antrag des Beschwerdeführers gemäss Eingaben vom 8., 18. und 

23. April sowie vom 13. Mai 2024 um Anordnung vorsorglicher Massnah-

men wird mit Ausfällung des vorliegenden Urteils gegenstandslos.  

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da diesem die unentgeltliche 

 - 11 - 

 

 

Rechtspflege für die Verfahrenskosten bewilligt wurde, sind die Kosten 

einstweilen lediglich vorzumerken.  

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

5.4. 

Es wird ausdrücklich auf Art. 123 ZPO verwiesen, wonach eine Partei, der 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung der vor-

gemerkten Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege werden sie 

einstweilen vorgemerkt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG).  

 - 12 - 

 

 

   

Aarau, 13. Mai 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Berner