# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29ed8790-2606-54da-acd1-b81cb1191a02
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.08.2021 IV 2019/274
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-274_2021-08-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/274

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2022

Entscheiddatum: 25.08.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2021
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter 
Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine/Innere 
Medizin, Neurologie, ORL-Rhino-Laryngologie und Psychiatrie). Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. 
August 2021, IV 2019/274).

Entscheid vom 25. August 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb

Geschäftsnr.

IV 2019/274

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bruno A. Hubatka, Advokatur Hubatka, 

Obere Bahnhofstrasse 24, Postfach 637, 9501 Wil,

gegen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.

A.___ meldete sich erstmals im Mai 2009 wegen Panikattacken und Schwindel bei der 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 4 f.). Er gab 

an, eine Berufsausbildung als B.___ absolviert zu haben. Am 18. August 2009 

berichtete Dr. phil. C.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, Klinik für 

Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), die von ihr durchgeführte 

neuropsychologische Untersuchung habe leichte bis mittelschwere und schwerst 

gestörte Befunde ergeben. Die Anstrengungsbereitschaft des Versicherten sei aus 

neuropsychologischer Sicht als auffällig bzw. nicht genügend gegeben zu bewerten 

gewesen (IV-act. 32). Am 4. August 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 

er keinen Anspruch mehr auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe, da er durch 

das RAV optimal betreut werde (IV-act. 60). Am 18. Oktober 2010 notierte der RAD-

Arzt Dr. med. D.___, der Versicherte sei sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Betriebshandwerker als auch in einer adaptierten Tätigkeit in einem 100% Pensum zu 

80% leistungsfähig (IV-act. 66). Das Rentengesuch wurde am 14. Januar 2011 bei 

einem Invaliditätsgrad von 20% abgewiesen (IV-act. 70).

B.  

Am 5. September 2014 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 75). Er gab an, wegen einer rezidivierenden depressiven Episode 

und einer Panikstörung seit dem 1. August 2014 und bis auf weiteres voll 

arbeitsunfähig zu sein. Zuletzt habe er zu 100% als Automonteur/Allrounder in einer 

Garage gearbeitet. Med. pract. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

berichtete der IV-Stelle am 16. September 2014 (IV-act. 81), der Versicherte leide an 

einem Asperger-Syndrom (ICD-10: F84.5), DD oder zusätzlich an einer narzisstischen 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Persönlichkeitsstörung (F60.80), an einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig leichtgradige depressive Episode (F30.0), und an einer Panikstörung 

(F41.0). Die Arbeitsfähigkeit sei auch in einer angepassten Tätigkeit zu 20% 

eingeschränkt. Mit einer Verfügung vom 12. November 2014 (IV-act. 89) trat die IV-

Stelle nicht auf das Leistungsbegehren ein. Am 27. November 2014 erhob der 

Versicherte Beschwerde gegen die Nichteintretensverfügung vom 12. November 2014 

(vgl. IV-act. 93). Daraufhin widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung (IV-act. 

115). Das Versicherungsgericht schrieb das Beschwerdeverfahren in der Folge am 19. 

Februar 2015 ab (IV 2014/554, IV-act. 121).

Am 22. September 2016 erstattete Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, ein monodisziplinäres Gutachten (IV-act. 181-1 ff.). Er gab keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an. Als Diagnose ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

remittiert (ICD-10: F33.4). Er führte unter anderem aus (IV-act. 181-51), Dr. C.___ habe 

in ihrem Bericht vom 18. August 2009 konkrete Angaben zur Leistungsfähigkeit 

gemacht. Bei einer ungenügenden Anstrengungsbereitschaft hätte Dr. C.___ aber 

lediglich die Aussage machen können, dass sie anhand der neuropsychologischen 

Abklärung keine Aussage zur neuropsychologischen Leistungsfähigkeiten des 

Versicherten machen könne. Aussagen über eine allfällige Persönlichkeitsstörung fielen 

nicht in den Bereich einer neuropsychologischen Abklärung. Dr. E.___ sei nicht klar 

gewesen, woran der Versicherte leide; er hätte daher nicht zur Arbeitsfähigkeit Stellung 

nehmen dürfen. Weiter gab Dr. F.___ an, die neuropsychologische Untersuchung vom 

11. August 2016 durch Dr. phil. G.___, Neuropsychologe (IV-act. 181-69 ff.), habe eine 

leichte bis mässige Hirnfunktionsstörung ergeben. Weshalb diese Auffälligkeiten 

bestünden, sei jedoch nicht klar. Dr. G.___ habe insgesamt keine sehr hohen 

Anforderungen an eine ideal adaptierte Tätigkeit gestellt. Mit den 

neuropsychologischen Auffälligkeiten liessen sich auch deshalb keine Einschränkungen 

begründen, weil diese nicht klar einer psychischen Störung zugeordnet werden 

könnten. Dr. F.___ führte sowohl für die angestammte sowie für adaptierte Tätigkeiten 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit an. Der RAD-Psychiater Dr. med. H.___ hielt am 29. 

September 2016 fest, auf das Gutachten von Dr. F.___ könne abgestellt werden (IV-

act. 182).

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Mit einer Verfügung vom 3. Januar 2017 (IV-act. 190) wies die IV-Stelle das 

Gesuch um berufliche Eingliederungsmassnahmen ab. Mit einem Vorbescheid vom 12. 

Januar 2017 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des 

Rentenbegehrens an (IV-act. 193).

B.c. 

Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2017 betreffend die Abweisung des 

Begehrens um berufliche Massnahmen liess der Versicherte am 6. Februar 2017 beim 

Versicherungsgericht des Kantons St.Gallen Beschwerde erheben (IV-act. 200). Am 17. 

Februar 2017 liess der Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid vom 12. Januar 

2017 betreffend die Invalidenrente erheben (IV-act. 199). Er legte eine Kopie der 

Beschwerdeschrift gegen die Abweisungsverfügung betreffend die beruflichen 

Massnahmen bei. Er führte aus, die in der Beschwerdeschrift genannten Äusserungen 

seien auch für das Rentenverfahren integral. Solange seine Arbeitsversuche nicht 

abgeschlossen seien, könne auch nicht über die Invalidität befunden werden. Am 9. 

März 2017 zog die IV-Stelle den Vorbescheid vom 12. Januar 2017 mit dem Hinweis 

zurück (IV-act. 204), eine erneute Prüfung des Rentenanspruchs werde nach Abschluss 

des laufenden Beschwerdeverfahrens betreffend die beruflichen Massnahmen erfolgen.

B.d. 

Am 18. Dezember 2017 hiess das Versicherungsgericht die Beschwerde gegen die 

Verfügung vom 3. Januar 2017 teilweise gut; es hob die angefochtene Verfügung auf 

und wies die Sache zur weiteren Abklärung und zur anschliessenden Neuverfügung im 

Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurück (IV 2017/61; IV-act. 215). Es erwog, dass 

die von Dr. F.___ gestellte Diagnose und die daraus abgeleitete 

Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht den erforderlichen Beweisgrad erreichten, da Dr. 

F.___ sich kaum mit dem auffälligen Verhalten und der schlechten Arbeitsleistung des 

Versicherten im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen und mit der 

verzerrten Selbstwahrnehmung auseinandergesetzt bzw. diese zu würdigen versucht 

habe. Ausserdem habe Dr. phil. G.___ eine leichte bis mässige Hirnfunktionsstörung 

festgestellt, welche Dr. F.___ nicht habe erklären können. Eine somatische, 

insbesondere wohl neurologische (Kopf- und Ohrendruck, allfällige weitere somatische 

Symptome) Abklärung und eine anschliessende erneute psychiatrische Begutachtung 

seien unerlässlich. Dabei sei sicherzustellen, dass dem noch zu beauftragenden 

psychiatrischen Gutachter die Berichte über die (teil-)stationären psychiatrischen 

B.e. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Hospitalisationen und, sofern möglich, die Krankengeschichte der vorbehandelnden 

Psychiaterin vorlägen.

Am 13. März 2018 gab die Psychiatrie I.___ gegenüber der IV-Stelle an (IV-act. 

226), für den Aufenthalt vom 2. bis 6. Juni 2014 sei aufgrund der Kürze der Behandlung 

kein Austrittsbericht erstellt worden. Dem Schreiben lagen ein Austrittsbericht der 

Krisenintervention vom 6. August 2014 (IV-act. 225) und ein Austrittsbericht der 

Tagesklinik vom 11. November 2014 bei (IV-act. 224-2 ff.). Der Versicherte war vom 2. 

bis 31. Juli 2014 in der Krisenintervention hospitalisiert gewesen. Die Ärzte hatten als 

Diagnose eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0), anamnestisch 

mit rezidivierend depressiven Episoden und einer Panikstörung, angegeben. Der 

tagesklinische Aufenthalt hatte vom 30. Juli bis zum 9. Oktober 2014 gedauert. Die 

Ärztinnen hatten die Verdachtsdiagnose ADHS im Erwachsenenalter (F90.1) gestellt.

B.f. 

Das Spital J.___ hatte am 7. März 2018 gegenüber der Hausärztin Dr. med. K.___ 

berichtet (IV-act. 228), dass beim Beschwerdeführer am 26. Februar 2018 eine 

laparoskopische Cholezystektomie vorgenommen worden sei. Dr. K.___ führte in ihrem 

Bericht vom 3. April 2018 aus (IV-act. 232), aus somatischer Sicht sei der Versicherte in 

seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt.

B.g. 

Med. pract. E.___ berichtete am 10. April 2018 (IV-act. 235), der Versicherte leide 

an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, einer rezidivierenden depressiven 

Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode, und einer nicht näher 

bezeichneten organischen oder symptomatischen psychischen Störung, und an 

verschiedenen neuropsychologischen Defiziten (neuropsychologische Untersuchung 

von Dr. phil. G.___). Er hielt fest, dass die Kombination aus den neuropsychologischen 

Defiziten und der narzisstischen Persönlichkeitsstörung dazu führe, dass der 

Versicherte immer wieder Fehler mache, diese aber nur teilweise oder nicht einsehe. 

Wenn er sich kritisiert fühle oder eine Reizüberflutung auftrete, werde er relativ rasch 

innerlich angespannt, unruhig und nervös, was zu zwischenmenschlichen Problemen 

führen könne. Die zwischenmenschlichen Probleme könnten dann eine depressive 

Episode auslösen oder eine bestehende depressive Episode aufrechterhalten. Der 

Versicherte sei in einer angepassten Tätigkeit noch zu maximal 50% arbeitsfähig. 

Eventuell könne die Arbeitsfähigkeit langfristig gesteigert werden; eine Beurteilung, 

B.h. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

welche Arbeiten dem Versicherte noch mit welchem Arbeitspensum zumutbar seien, 

könnte am besten anhand von Arbeitsversuchen vorgenommen werden. Der RAD-

Psychiater Dr. H.___ notierte am 18. Mai 2018 (IV-act. 241-2 f.), die Ausführungen von 

med. pract. E.___ seien weitschweifig und wenig substanziell fassbar, was keine valide 

Einschätzung ermögliche. Auch sei die zeitliche Einschränkung des Arbeitspensums 

unzureichend begründet worden. Aufgrund des Entscheids des Versicherungsgerichts 

müsse ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere 

Medizin, Neurologie, ORL und Psychiatrie eingeholt werden.

Am 2. Juli 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, zur Kärung der 

Leistungsansprüche sei eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung notwendig 

(IV-act. 238). Der Rechtsvertreter antwortete am 16. Juli 2018 (IV-act. 239), er habe 

keine Ergänzungsfragen. Er führte aber aus, dass sich der Versicherte "krankhaft" 

persönlich überschätze und seine Selbstwahrnehmung völlig verzerrt sei. Deshalb habe 

der Versicherte in der Vergangenheit an verschiedenen Arbeitsplätzen Probleme 

gehabt. Eine Stellungnahme der Gutachter hierzu wäre zu begrüssen.

B.i. 

Am 15. August 2018 informierte die IV-Stelle den Versicherten über die 

Begutachtungsstelle (PMEDA AG) und die Personalien der Gutachter (IV-act. 246). Sie 

räumte dem Versicherten die Gelegenheit ein, triftige Einwendungen gegen die 

Gutachter einzureichen. Am 25. Oktober 2018 teilte der Rechtsvertreter der IV-Stelle 

mit (IV-act. 251), der Versicherte habe nach Ablauf der Frist erfahren, dass gegen die 

PMEDA AG offenbar ein Strafverfahren wegen unsauberer Gutachterpraxis laufe. Der 

Versicherte habe damit jegliches Vertrauen in die Gutachter verloren und ziehe daher 

seine Zustimmung zu den Gutachtern zurück. Die Begutachtung werde er aber 

aufgrund seiner Mitwirkungspflicht dennoch fortsetzen.

B.j. 

Die PMEDA AG erstattete am 23. Januar 2019 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-

act. 257). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4), und eine 

Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01) an. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit gaben sie u.a. eine psychische und Verhaltensstörung durch 

Benzodiazepine: Abhängigkeitssyndrom (F13.2) an (vgl. für die vollständige 

Diagnoseliste: IV-act. 257-8 f.). Der allgemein-internistische Gutachter Dr. med. L.___ 

B.k. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

hielt fest, in seinem Fachgebiet hätten sich aufgrund der Akten, der Anamnese und der 

Befunderhebung keine Hinweise auf Funktions- oder Fähigkeitsstörungen oder 

Einschränkungen der Ressourcen des Versicherten ergeben. Inkonsistenzen hätten 

sich nicht gezeigt. Aus internistischer Sicht sei der Versicherte daher in der bisherigen 

Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig. Der neurologische Gutachter Dr. med. M.___ 

erklärte, dass der neurologische Befund bis auf eine angegebene Überempfindlichkeit 

nach einem Trauma am rechten Ringfinger regelrecht gewesen sei. Für einen peripher-

vestibulären oder zentralen Schwindel ergebe sich anamnestisch und klinisch kein 

Anhalt. Am ehesten sei von einem ungerichteten psychogenen oder phobischen 

Schwindel auszugehen. Für eine namhafte kognitive Störung habe sich kein 

ausreichender Anhalt ergeben. Die Auffassung sei jedoch möglicherweise gestört 

gewesen. Angesichts des leitlinienwidrigen Benzodiazepin-Konsums 

(Langzeitverordnung, keine erkennbare Indikation) sei eine kognitive Beeinträchtigung 

auch in diesem Kontext denkbar. Ohne eine Entgiftung und Entwöhnung von 

Benzodiazepinen lasse sich eine nicht-reversible kognitive Beeinträchtigung nicht 

abgrenzen. Hinweise für eine Epilepsie seien nicht vorhanden. Der "Kopfdruck" 

entspreche am ehesten einem episodischen Spannungskopfschmerz, welcher in der 

Regel einfach behandelbar sei. Für einen symptomatischen Kopfschmerz ergebe sich 

kein Anhalt. Auch aus neurologischer Sicht bestehe daher keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Die ORL-Sachverständige Prof. Dr. med. N.___ führte aus, aktuell 

bestünden keine Hinweise für eine Arbeitsunfähigkeit. Der psychiatrische Gutachter Dr. 

med. O.___ notierte, dass der Versicherte bei der psychiatrischen Untersuchung keine 

Zeichen mnestischer oder konzentrativer Defizite gezeigt habe. Die Auffassungsgabe 

und die geistige Spannkraft seien nicht beeinträchtigt gewesen und der Versicherte 

habe während der ausführlichen Exploration keine Zeichen einer vorzeitigen 

Ermüdbarkeit gezeigt. Die Stimmung sei situationsadäquat unauffällig und die affektive 

Modulationsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt gewesen. Der Antrieb sei normal 

gewesen. Psychomotorisch sei der Versicherte ruhig gewesen und habe keine Zeichen 

einer vegetativen Anspannung gezeigt. Das formale Denken sei leicht beschleunigt 

gewesen. Es bestünden gelegentlich auftretende Panikattacken sowie Zukunfts- und 

Existenzängste. Die vom Versicherten geschilderten agoraphoben Ängste hätten eine 

wenig handlungsleitende Konsequenz und seien offenbar durchaus überwindbar. 

Hinweise für Halluzinationen, Wahnerleben, Ich-Störungen und eine hirnorganische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wesensänderung seien nicht vorhanden. Interaktiv hätten sich Hinweise für eine 

narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung mit einer erhöhten Kränkbarkeit und einem 

verstärkten Bedeutungserleben gefunden, die jedoch nicht die Intensität einer 

manifesten Persönlichkeitsstörung erreichten. Obwohl es in der Vergangenheit 

aufgrund eines problematischen Interaktionsverhaltens des Versicherten offenbar 

mehrfach Probleme am Arbeitsplatz gegeben habe, sei der Versicherte dennoch in der 

Lage gewesen, seine Lehre erfolgreich abzuschliessen und über viele Jahre hinweg 

einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen. Die hier also durchaus 

aufscheinende Sozialkompetenz spreche gegen eine manifeste Persönlichkeitsstörung, 

die per definitionem bereits seit dem Jugend- bzw. dem frühen Erwachsenenalter 

bestehen und entsprechende Probleme zur Folge gehabt haben müsste. Ausserdem 

lebe der Versicherte bereits seit etwa vier Jahren in einer stabilen und fürsorglich 

erlebten Partnerschaft, was zusätzlich für soziale Kompetenzen spreche und auch mit 

einem aktenkundig diskutierten Asperger-Syndrom nicht ohne Weiteres zu vereinbaren 

sei. Aufgrund des psychopathologischen Untersuchungsbefundes, der 

Verhaltensbeobachtung sowie der Angaben zur Alltagsgestaltung lasse sich eine die 

qualitativen Aspekte überschreitende Minderung der Arbeitsfähigkeit nicht begründen. 

Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte in der Lage, zumindest Arbeiten mit 

einfachen Ansprüchen an die geistige und psychische Belastbarkeit, an die 

Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit sowie an die geistige Flexibilität, die 

idealerweise gut strukturiert und planbar sowie ohne besondere Ansprüche an die 

soziale Interaktionsfähigkeit und Konfliktfähigkeit gestaltet sein sollten, zu 100% zu 

verrichten. Für die Vergangenheit sei davon auszugehen, dass es aufgrund einer 

höhergradigen Depressivität vorübergehend Zeiten der Arbeitsunfähigkeit gegeben 

habe. Angesichts der gut bekannten, potenziell depressiogenen Wirkung der gemäss 

den Angaben des Versicherten seit Jahren eingenommenen Benzodiazepin-Medikation 

sei eine schrittweise Reduktion dieser Medikation mit dem Ziel einer kompletten 

Abstinenz unter suchttherapeutischer Supervision zu empfehlen. Das Labor sei jedoch 

im Urinscreening für Benzodiazepine negativ gewesen, was wiederum Zweifel an den 

anamnestischen Angaben (2.5 mg Temesta zur Nacht bzw. nach Bedarf [IV-act. 

257-169]; 5 mg Temesta zur Nacht [IV-act. 257-44]; 2.5-5 mg zur Nacht seit Januar 

2018 [IV-act. 257-84]), auch hinsichtlich der reklamierten Ausprägung der 

Beschwerden, begründe. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung kamen die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gutachter zum Schluss, dass in der bisherigen Tätigkeit wie auch in einer angepassten 

Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Gutachter hielten 

ausserdem fest, dass die IV-Stelle keine neuropsychologische Begutachtung in Auftrag 

gegeben habe, eine solche grundsätzlich (angesichts der aktenkundig miterwogenen 

kognitiven Beeinträchtigung) jedoch als sinnvoll erscheine. Ohne stabile Abstinenz sei 

jedoch keine verlässliche, von einem Benzodiazepin-Effekt abgrenzbare Beurteilung 

möglich. Zu empfehlen sei also eine neuropsychologische Zusatzbegutachtung unter 

dokumentierten Abstinenz-Bedingungen, um die Diagnostik abschliessend verlässlich 

zu komplettieren. Der RAD-Psychiater Dr. H.___ notierte am 1. Februar 2019, dass auf 

das ausführliche und umfassende polydisziplinäre Gutachten der PMEDA AG aus 

medizinischer Sicht abgestellt werden müsse (IV-act. 263).

Mit einem Vorbescheid vom 8. Februar 2019 (IV-act. 266) stellte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung seines Gesuchs um berufliche Eingliederungsmassnahmen 

in Aussicht. Zur Begründung hielt sie fest, dass gemäss ihren Abklärungen und unter 

Berücksichtigung des Gutachtens kein Gesundheitsschaden mit einer relevanten 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Dagegen liess der Versicherte am 13. 

März 2019 einwenden (IV-act. 270), dass offenbar noch mindestens ein Strafverfahren 

gegen die PMEDA AG wegen fahrlässig unrichtig erstellter Gutachten laufe. Das 

Gutachten sei bereits deshalb in Frage zu stellen. Zudem sei der Hinweis des RAD im 

Zeitpunkt der Einleitung eines Gutachtens, dass der behandelnde Psychiater 

unschlüssige, langfädige Berichte verfasse, unzulässig gewesen. Des Weiteren seien 

die Differenzen zwischen der Beurteilung des behandelnden Psychiaters und den 

Gutachtern nicht diskutiert worden. Ein Mitarbeiter der Abteilung Recht der IV-Stelle 

hielt in einer Stellungnahme vom 1. April 2019 bezüglich der formellen Einwände des 

Versicherten gegen das Gutachten fest (IV-act. 272), dass gemäss der Sendung 

Kassensturz vom 16. Oktober 2018 gegen Dr. med. P.___, Chefarzt der PMEDA AG, 

eine Strafuntersuchung eingeleitet worden sei. Dr. P.___ sei bei der Begutachtung des 

Versicherten nicht beteiligt gewesen, weshalb es von vornherein keinen Grund gebe, 

das PMEDA-Gutachten aus formellen Gründen in Zweifel zu ziehen. Im Übrigen gelte 

gegenüber Dr. P.___ die Unschuldsvermutung. Der RAD habe bezüglich des Berichts 

von med. pract. E.___ einzig wiederholt, was bereits das Versicherungsgericht 

verbindlich und aktenkundig festgestellt habe. Eine unzulässige Vorbeeinflussung der 

B.l. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

PMEDA AG durch den RAD sei nicht erkennbar. Der RAD-Psychiater Dr. H.___ setzte 

sich in seiner Stellungnahme vom 5. April 2019 mit den medizinischen Einwänden des 

Rechtsvertreters auseinander (IV-act. 273). Er führte aus, dass akzentuierte 

Persönlichkeitszüge keine Diagnose im Sinne einer Erkrankung darstellten. Es stelle 

deshalb formal-medizinisch keinen Mangel dar, wenn der Gutachter diese 

beschreibenden Elemente erwähne, aber nicht in die Diagnoseliste aufnehme. Der 

psychiatrische Gutachter habe sich detailliert mit den vom psychiatrischen Behandler 

angeführten diagnostischen Eventualitäten auseinandergesetzt. Es könne jedoch nicht 

sein, dass sich die Gutachter immer wieder mit bereits aufwändig geklärten Fragen 

auseinandersetzen müssten. Der psychiatrische Gutachter habe auch die 

Adaptionskriterien beschrieben. Insbesondere weil sich der psychiatrische Gutachter 

ausführlich zu den akzentuierten Persönlichkeitsanteilen geäussert habe, müsse davon 

ausgegangen werden, dass er sie weder übersehen noch unbeachtet gelassen habe, 

sondern aufgrund seiner fachlichen Analyse letztlich davon ausgegangen sei, dass 

diese nicht Eingang in die Diagnose fänden. Zusammenfassend seien die Einwände 

des Rechtsvertreters aus fachlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Mit einer Verfügung 

vom 11. April 2019 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen wie angekündigt ab (IV-act. 274). Zum Einwand hielt sie 

fest, dass zwar gegenwärtig ein Strafverfahren gegen Dr. P.___ laufe, dieser aber an 

der Begutachtung des Versicherten nicht beteiligt gewesen sei. Das psychiatrische 

Teilgutachten stelle aus medizinischer Sicht eine klare und umfassende Beurteilung 

dar.

Der Versicherte liess am 28. Mai 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. 

April 2019 betreffend berufliche Massnahmen erheben (IV-act. 285). Er beantragte die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen. Zur Begründung machte er geltend, dass das laufende 

Strafverfahren gegen die PMEDA AG Grund genug sei, das Gutachten in formeller 

Hinsicht in Frage zu stellen. Der Aufbau des Gutachtens sei fragwürdig, weil alle vier 

Gutachter denselben Text zur Vorgeschichte herangezogen hätten. Daher sei nicht 

nachgewiesen, dass die Vorakten auch von allen Gutachtern studiert worden seien. 

Ausserdem sei der sich wiederholende "Vorspann" unvollständig und teilweise auch 

aktenwidrig: Zum Beispiel habe der Versicherte die Stelle bei den R.___ nicht 

B.m. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aufgegeben, sondern sei vorzeitig aus dem Arbeitsversuch entlassen worden. Beim 

Hinweis, der behandelnde Arzt verfasse unschlüssige, langfädige Berichte, habe es 

sich um eine letztlich suggestive Vorbeeinflussung der Gutachter gehandelt. Die IV-

Stelle habe sich im Vorbescheidsverfahren gar nicht mit den Einwänden 

auseinandergesetzt. Die faktische Unfähigkeit des Beschwerdeführers, sich an einem 

Arbeitsplatz (ohne weiteres) zu integrieren, sei bei der Begutachtung nicht 

berücksichtigt worden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass keine Berichte von 

ehemaligen Arbeitgebern eingeholt worden seien. Weiter hätten sich die Gutachter 

nicht mit den Diagnosen des behandelnden Psychiaters auseinandergesetzt. Obwohl 

die Laborbefunde den Temesta-Missbrauch nicht nachgewiesen hätten, habe der 

psychiatrische Gutachter einen Missbrauch von Medikamenten diagnostiziert. Die 

Tatsache, dass der Versicherte nicht (mehr) in einer Partnerschaft lebe, sei ausser Acht 

gelassen worden. Auch seien die neuropsychologischen Defizite, die bei einer früheren 

Untersuchung festgestellt worden seien, vom psychiatrischen Gutachter nicht beurteilt 

worden. Dass der Versicherte bei Belastungen nicht nur depressive Symptome 

entwickle, sondern auch Ängste und Panikattacken habe, sei im Gutachten zwar 

erwähnt worden, eine Diagnose sei jedoch nicht gestellt worden. Der Rechtsvertreter 

hielt abschliessend fest, dass ein neues Gutachten zu erstellen sei.

Die IV-Stelle beantragte am 9. Juli 2019 die Abweisung der Beschwerde vom 28. 

Mai 2019 gegen die Abweisungsverfügung vom 11. April 2019 betreffend die 

beruflichen Massnahmen (IV-act. 293). Zur Begründung führte sie aus, es sei 

aktenkundig, dass der Versicherte den Arbeitsversuch abgebrochen habe. Im Übrigen 

sei nicht erkennbar, inwiefern dies Auswirkungen auf die gutachterliche 

Diagnosestellung und die Arbeitsfähigkeitsschätzung gehabt haben sollte. Bezüglich 

der anderen Rügen verwies die IV-Stelle auf die Stellungnahme der Abteilung Recht 

vom 1. April 2019 und die Stellungnahme des RAD vom 5. April 2019. Demnach sei 

vollumfänglich auf das schlüssige PMEDA-Gutachten abzustellen. Die IV-Stelle verwies 

schliesslich noch auf ihre Ausführungen in Ziff. III./2. der Beschwerdeantwort vom 10. 

April 2017 im Verfahren IV 2017/61 (IV-act. 207), wonach die an einem Arbeitsplatz 

gezeigte Leistung für die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht relevant sei; die 

Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich medizinisch-theoretisch zu bestimmen.

B.n. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.  

Bereits am 1. Juli 2019 hatte die IV-Stelle dem Versicherten mit einem 

Vorbescheid die Abweisung des Rentenbegehrens aufgrund des errechneten IV-Grads 

von 0% angekündigt (IV-act. 290). Sie hatte ausgeführt, sie sei gestützt auf das 

PMEDA-Gutachten zum Schluss gekommen, dass kein Gesundheitsschaden mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Am 9. September 2019 erhob der 

Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid vom 1. Juli 2019 und beantragte 

mindestens die Zusprache einer halben IV-Rente. Eventualiter machte er die Sistierung 

des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheid des Versicherungsgerichtes im 

Verfahren betreffend die beruflichen Massnahmen geltend (IV-act. 295). In der 

Begründung verwies er insbesondere auf die bereits eingereichten Stellungnahmen/

Meinungsäusserungen im Verfahren betreffend die beruflichen Massnahmen. Am 12. 

September 2019 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt die Abweisung des 

Rentenbegehrens (IV-act. 296). Sie führte aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass 

kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Deshalb komme der Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" nicht zum Zug, so dass das Verfahren nicht zu sistieren sei.

B.o. 

Am 14. Oktober 2019 liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 12. September 2019 erheben (act. G 1). Er beantragte die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und die Zusprache mindestens einer halben Invalidenrente. 

In der Begründung brachte er im Wesentlichen das Gleiche vor wie bereits in der gegen 

die Verfügung betreffend berufliche Massnahmen vom 11. April 2019 erhobenen 

Beschwerde vom 28. Mai 2019 (vgl. vorstehend Bst. B.m). Ergänzend führte er lediglich 

aus, dass der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich 

unzutreffend sei. Das Erzielen eines Bruttomonatslohns von Fr. 5'125.00 sei mit der 

Ausbildung des Beschwerdeführers wenig realistisch. Fr. 4'500.00 dürften realistisch 

sein. Auf dem Arbeitsmarkt selbst dürfte der Beschwerdeführer Fr. 2'000.-- erzielen.

C.a. 

Am 25. November 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung verwies sie auf die Beschwerdeantwort vom 9. 

Juli 2019 im Verfahren IV 2019/137 betreffend berufliche Massnahmen (IV 2019/137, 

IV-act. 293).

C.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

D.  

Am 4. Dezember 2019 verzichtete der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer 

Replik (act. G 6). Weiter ersuchte er um die Vereinigung der beiden ihn betreffenden 

Verfahren IV 2019/137 und IV 2019/274. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 10. 

Dezember 2019 teilte das Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer mit (act. G 7), 

dass sie keine Notwendigkeit sehe, die beiden Verfahren zu vereinigen. Das Verfahren 

betreffend berufliche Massnahmen (IV 2019/137) werde − wie grundsätzlich alle 

Eingliederungsfälle − vorgezogen. Das Rentenverfahren (IV 2019/274) werde im 

normalen Verlauf erledigt.

C.c. 

Im Beschwerdeverfahren betreffend die beruflichen Massnahmen (IV 2019/137) 

fragte das Gericht am 12. Dezember 2019 den RAD-Psychiater Dr. H.___ an, ob 

gestützt auf das Gutachten der PMEDA AG eine neuropsychologische 

Zusatzbegutachtung (unter den von den Gutachtern angegebenen Abstinenz-

Bedingungen) notwendig gewesen wäre (IV 2019/137, act. G 9). Dr. H.___ antwortete 

am 10. Januar 2020 (IV 2019/137, act. G 10), weil bereits eine neuropsychologische 

Untersuchung vorliege, seien weitere Abklärungen zu den aktenkundig und 

anamnestisch erwähnten kognitiven Einschränkungen zur Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit nicht notwendig gewesen. Dr. phil. G.___ habe Kriterien formuliert, 

unter denen die Ausübung beruflicher Tätigkeiten möglich seien. Diese Kriterien 

entsprächen der bisherigen Tätigkeit als Automonteur. Die Gutachter der PMEDA AG 

hätten zwar eine neuropsychologische Untersuchung vorgeschlagen, ihre 

abschliessende Beurteilung aber nicht vom Ergebnis einer neuerlichen 

neuropsychologischen Untersuchung abhängig gemacht. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers erklärte am 3. Februar 2020 (IV 2019/137, act. G 12), dass nur mit 

einer erneuten neuropsychologischen Untersuchung abgeklärt werden könne, welche 

qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit aus den neuropsychologischen 

Defiziten resultierten. Zudem sei die Untersuchung von Dr. phil. G.___ nach über 

dreieinhalb Jahren zu wiederholen. Des Weiteren gehe es auch um das 

Zusammenwirken der neuropsychologischen Defizite mit den anderen Diagnosen. Das 

Hauptproblem des Beschwerdeführers im Berufsleben sei nämlich vor allem die 

narzisstische Persönlichkeitsstörung. Deshalb müssten Berichte von früheren 

Arbeitgebern eingeholt werden, um zu erfahren, wie sich der Beschwerdeführer dort 

D.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegenüber anderen Menschen verhalten habe. Nur längere Arbeitsversuche würden 

das effektive Defizit des Beschwerdeführers aufzeigen.

Am 5. Mai 2020 wies das Versicherungsgericht die Beschwerde betreffend die 

beruflichen Massnahmen (IV 2019/137) ab. In seiner Begründung führte es aus, dass 

die Einholung von Berichten von früheren Arbeitgebern in antizipierter 

Beweiswürdigung unterbleiben könne (Erw. 2). In den Akten liege nämlich ein 

Schlussbericht des dem Beschwerdeführer zur Seite gestellten Coachs der Q.___ AG 

vom 12. April 2016 (IV 2019/137, IV-act. 173), in welchem die 

Persönlichkeitseigenheiten des Beschwerdeführers und seine Schwierigkeiten im 

zwischenmenschlichen Bereich deutlich zum Ausdruck kämen. Welche zusätzlichen 

Erkenntnisse Aussagen von früheren Arbeitgebern bringen könnten, sei nicht 

ersichtlich. Zwar seien die im Rahmen von Arbeitsversuchen oder im Rahmen eines 

Anstellungsverhältnisses gemachten Beobachtungen in die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit miteinzubeziehen. Einen direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

könnten diese Beobachtungen jedoch nicht haben, da das gezeigte Verhalten 

wesentlich durch Faktoren wie die Motivation und die Willenskraft einer versicherten 

Person mitbestimmt werde, da das Verhalten einer versicherten Person, bei der 

zumindest Hinweise auf eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung gefunden 

worden seien, erheblich vom Arbeitsumfeld abhänge und da die Aussagen bzw. die 

Wahrnehmungen von (ehemaligen) Vorgesetzten sehr subjektiv seien. Bezüglich der 

Einwände zum Gutachten der PMEDA AG führte das Gericht aus, dass 

rechtsprechungsgemäss die für eine Gutachterstelle tätigen Personen, nicht jedoch die 

Gutachterstelle als solche befangen sein könnten (mit Verweis auf Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Dezember 2015, 8C_599/2014 E. 3.3 und Urteil vom 30. März 

2017, 9C_19/2017 E 5.1). Gegen die PMEDA AG und P.___ laufe mindestens eine 

Strafuntersuchung wegen falschen ärztlichen Zeugnissen (mit Verweis auf www.srf.ch/

news/schweiz/gutachten-fuer-versicherungen-gutachter-schreibt-falsches-arztzeugnis-

rente-weg, abgerufen am 10. März 2020). P.___, der Leiter der PMEDA AG, sei am 

Gutachten vom 23. Januar 2019 nicht als Gutachter beteiligt gewesen. Gegen die am 

Gutachten beteiligten Sachverständigen habe der Beschwerdeführer keine konkreten 

Befangenheitsgründe geltend gemacht. Der Beschwerdeführer habe ausgeführt, dass 

die Gutachter durch den Hinweis des RAD, der behandelnde Psychiater verfasse 

D.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

unschlüssige, langfädige Berichte, vorbeeinflusst gewesen seien. Der RAD-Psychiater 

Dr. H.___ habe in seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2018 (IV 2019/137, IV-act. 242) 

unter anderem festgehalten, dass die Ausführungen des behandelnden Psychiaters 

weitschweifig und wenig substanziell fassbar gewesen seien, was bereits der 

Vorgutachter Dr. F.___ erwähnt und was bemerkenswerterweise auch im Gerichtsurteil 

Eingang gefunden habe. Um eine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeben 

zu können, müssten die Gutachter über die gesamten Vorakten verfügen, welche oft 

sich widersprechende ärztliche Beurteilungen der Leistungsfähigkeit der versicherten 

Person und kritische Stellungnahmen des RAD zu Berichten von behandelnden Ärzten 

enthielten. Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs sei zentral, dass die involvierten 

Fachpersonen, insbesondere die Gutachter, ihre Meinung frei und unabhängig äussern 

könnten (mit Verweis auf Art. 59 Abs. 2  Satz 3 IVG). Es sei die Aufgabe der 

Gutachter, die im Recht liegenden medizinischen Beurteilungen anhand ihrer eigenen 

Untersuchungen und Beobachtungen unabhängig und kritisch zu würdigen und 

gegebenenfalls zu einer anderen Einschätzung zu gelangen. Der Rechtsvertreter habe 

den Gutachtern sinngemäss unterstellt, unfähig zu sein, die Einschätzung und die 

Angaben des behandelnden Psychiaters objektiv zu würdigen. Das sei ein schwerer 

Vorwurf, der vom Rechtsvertreter durch nichts belegt worden sei. Im Übrigen habe der 

RAD-Arzt lediglich zusammengefasst die Worte des Versicherungsgerichts in dessen 

Entscheid vom 18. Dezember 2017 wiedergegeben. Damit seien keine Gründe 

vorhanden, die den Verdacht der Befangenheit und damit der Voreingenommenheit der 

Gutachter zu wecken vermöchten (Erw. 4.4). Der Einwand, dass der Gutachtensaufbau 

fragwürdig sei, weil alle Sachverständigen standardmässig denselben Text zur 

Vorgeschichte abgedruckt hätten, sei ebenfalls nicht stichhaltig (Erw. 4.5). Die 

Gutachter seien nicht verpflichtet, die Vorakten selber zusammenzufassen, zumal dies 

auch nicht effizient wäre. Auch individuell erstellte Aktenauszüge stellten noch keinen 

Beweis dafür dar, dass der Gutachter die Vorakten studiert habe. Hier weise nichts 

darauf hin, dass die einzelnen Gutachter das von der Beschwerdegegnerin 

zusammengestellte Aktendossier nicht in allen Teilen gründlich geprüft und damit die 

Anforderungen an eine medizinische Begutachtung in krasser Weise missachtet hätten. 

Auch der Vorspann im Gutachten erwecke keine Zweifel am Gutachten (Erw. 4.6), denn 

bei der Frage, ob der Arbeitsversuch von der Beschwerdegegnerin oder dem 

Beschwerdeführer abgebrochen worden sei, handle es sich nicht um ein 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

entscheidrelevantes Sachverhaltselement. Entscheidend sei vielmehr, dass die 

Gutachter über das Verhalten und die ungenügenden Leistungen des 

Beschwerdeführers im Rahmen des Arbeitsversuchs informiert gewesen seien, was der 

Fall gewesen sei (mit Verweis auf den Schlussbericht der Q.___ AG vom 12. April 2016). 

Auch der Vorwurf, dass der psychiatrische Sachverständige sich nicht mit den von 

med. pract. E.___ gestellten Diagnosen auseinandergesetzt habe, sei nicht 

gerechtfertigt. Im Gegenteil überzeuge die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters, 

dass der Beschwerdeführer weder an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung noch 

an einem namhaften Asperger-Syndrom, an einem klinisch relevanten 

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder an einer gegenwärtig mittelgradigen depressiven 

Störung leide (vgl. Erw. 4.7 mit weiteren Hinweisen). Für die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

sei im Weiteren nicht relevant, ob beim Beschwerdeführer eine Benzodiazepin-

Abhängigkeit vorliege oder nicht, denn auch wenn er an einer solchen leiden würde, 

hätte sie gemäss den Gutachtern keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im 

erlernten Beruf als B.___; der neurologische Gutachter habe nämlich keine namhafte 

kognitive Störung erwähnt und der psychiatrische Gutachter habe keine Störung der 

Kognition festgestellt (Erw. 4.8). Der psychiatrische Gutachter habe, entgegen der 

Behauptung des Beschwerdeführers, die Diagnose einer Agoraphobie mit Panikstörung 

angegeben, diese jedoch als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingestuft (Erw. 

4.9). Eine erneute neuropsychologische Untersuchung würde keine weiteren 

Erkenntnisse hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liefern (Erw. 

4.10), denn es liege bereits eine neuropsychologische Untersuchung (von Dr. phil. 

G.___ vom 11. August 2016) vor und die Gutachter der PMEDA AG hätten ihre 

abschliessende Beurteilung nicht vom Ergebnis einer neuerlichen 

neuropsychologischen Untersuchung abhängig gemacht. Die Gutachter der PMEDA 

AG hätten keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben, wenn weitere Abklärungen 

(insbesondere eine erneute neuropsychologische Untersuchung) notwendig gewesen 

wären, um die Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit festlegen zu können. Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer 

sowohl aus psychiatrischer als auch aus somatischer Sicht in seiner angestammten 

Tätigkeit voll arbeitsfähig. Da der Beschwerdeführer weder invalid noch von einer 

Invalidität bedroht sei (Art. 8 Abs. 1 IVG), habe er keinen Anspruch auf berufliche 

Eingliederungsmassnahmen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 12. September 

2019 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 0% 

verneint. Strittig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat den Beweisantrag gestellt, dass auch 

Berichte von früheren Arbeitgebern eingeholt werden müssten, um zu erfahren, wie 

sich der Beschwerdeführer dort gegenüber anderen Menschen verhalten habe. Bei den 

Akten liegt ein Schlussbericht des dem Beschwerdeführer zur Seite gestellten Coach 

der Q.___ AG vom 12. April 2016 (IV-act. 173), in welchem die 

Persönlichkeitseigenheiten des Beschwerdeführers und dessen Schwierigkeiten im 

zwischenmenschlichen Bereich deutlich zum Ausdruck kommen. Welche zusätzlichen 

Erkenntnisse Aussagen von früheren Arbeitgebern bringen könnten, ist nicht 

ersichtlich. Zwar sind die im Rahmen von Arbeitsversuchen oder im Rahmen eines 

Anstellungsverhältnisses gemachten Beobachtungen in die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit miteinzubeziehen. Einen direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

können diese Beobachtungen jedoch nicht haben: Erstens wird das im Rahmen eines 

Arbeitsverhältnisses oder Arbeitsversuchs gezeigte Verhalten wesentlich durch 

Faktoren wie die Motivation und die Willenskraft einer versicherten Person 

mitbestimmt. Zweitens dürfte das Verhalten einer versicherten Person, bei welcher sich 

zumindest Hinweise für eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung finden (IV-

act. 257-175), erheblich vom jeweiligen Arbeitsumfeld abhängen. Und drittens handelt 

es sich bei den Aussagen respektive Wahrnehmungen von (ehemaligen) Vorgesetzten 

um stark subjektiv geprägte Aussagen. Die Verhaltensbeobachtungen im Rahmen 

eines Arbeitsversuchs oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses vermögen demnach 

kaum etwas über die Arbeitsleistung auszusagen, die einer versicherten Person aus 

medizinisch-theoretischer Sicht objektiv betrachtet noch zumutbar ist. Der 

Beweisantrag des Rechtsvertreters, dass Berichte von früheren Arbeitgebern über das 

Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber anderen Menschen einzuholen seien, ist 

deshalb, wie bereits im Beschwerdeentscheid betreffend berufliche Massnahmen 

festgehalten worden ist (IV 2019/137, Erw. 2), in antizipierender Beweiswürdigung 

abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Eine versicherte Person hat laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, wenn sie 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach dem Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität 

wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu 

jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben 

wäre.

3.1. 

Der IV-Grad wird anhand eines Vergleichs des zumutbarerweise erzielbaren 

Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen ermittelt (Art. 16 ATSG). Der Renten­

anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). Anspruch auf eine 

Rente haben Versicherte, die unter anderem während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind 

(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG).

3.2. 

Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde­

führerin in der angestammten Tätigkeit sowie in einer optimal adaptierten Tätigkeit mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Zur Klärung der 

verbleibenden Arbeitsfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 

durch die PMEDA AG begutachten lassen. Nachfolgend gilt es daher zu prüfen, ob 

dem Gutachten der PMEDA AG voller Beweiswert zukommt, d.h., ob es die 

Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt.

3.3. 

Wie das Versicherungsgericht bereits im Urteil vom 5. Mai 2020 im Verfahren IV 

2019/137 betreffend die beruflichen Massnahmen ausgeführt hatte (vgl. im Sachverhalt 

Bst. D.b), überzeugt das PMEDA AG Gutachten aus den folgenden Gründen:

3.4. 

Der Beschwerdeführer hat Zweifel an der Fähigkeit bzw. Objektivität der 

Gutachterstelle moniert. Er hat ausgeführt, dass nach seinen Informationen gegen die 

Gutachterstelle mindestens ein Strafverfahren wegen fahrlässig unrichtig erstellter 

3.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gutachten laufe. Rechtsprechungsgemäss können die für eine Gutachterstelle tätigen 

Personen, nicht jedoch die Gutachterstelle als solche, befangen sein (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Dezember 2015, 8C_599/2014 E. 3.3; vgl. Urteil vom 30. März 

2017, 9C_19/2017 E 5.1, vgl. Urteil vom 12. April 2017 8C_106/2017). Gemäss einem 

Beitrag des Kassensturzes vom 16. Oktober 2018 läuft gegen die PMEDA AG und 

P.___ mindestens eine Strafuntersuchung wegen falschen ärztlichen Zeugnissen 

(www.srf.ch/news/schweiz/ gutachten-fuer-versicherungen-gutachter-schreibt-

falsches-arztzeugnis-rente-weg, abgerufen am 20. Mai 2021). P.___, der Leiter der 

PMEDA AG, ist am Gutachten vom 23. Januar 2019 nicht als Gutachter beteiligt 

gewesen. Gegen die am Gutachten beteiligten Sachverständigen hat der 

Beschwerdeführer keine konkreten Befangenheitsgründe geltend gemacht. Sein 

Rechtsvertreter hat allerdings argumentiert, dass die Gutachter durch den Hinweis des 

RAD, der behandelnde Psychiater fasse unschlüssige, langfädige Berichte, 

vorbeeinflusst worden seien. Der RAD-Psychiater Dr. H.___ hat in seiner Stellungnahme 

vom 18. Mai 2018 (IV-act. 241) unter anderem festgehalten, dass die Ausführungen des 

behandelnden Psychiaters weitschweifig und wenig substanziell fassbar seien, was 

bereits der Vorgutachter Dr. F.___ erwähnt und bemerkenswerterweise auch im 

Gerichtsurteil Eingang gefunden habe. Um eine überzeugende 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben zu können, müssen die Gutachter über die 

gesamten Vorakten verfügen. Diese beinhalten oft sich widersprechende ärztliche 

Beurteilungen der Leistungsfähigkeit der versicherten Person und kritische 

Stellungnahmen des RAD zu Berichten von behandelnden Ärzten. Für die Beurteilung 

des Leistungsanspruchs ist zentral, dass die involvierten Fachpersonen, insbesondere 

die Gutachter, ihre Meinung frei und unabhängig äussern können (vgl. Art. 59 Abs. 2

Satz 3 IVG). Es ist die Aufgabe der Gutachter, die im Recht liegenden medizinischen 

Beurteilungen anhand ihrer eigenen Untersuchungen und Beobachtungen unabhängig 

und kritisch zu würdigen und gegebenenfalls zu einer anderen Einschätzung zu 

gelangen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat den Gutachtern sinngemäss 

unterstellt, unfähig zu sein, die Einschätzung und die Angaben des behandelnden 

Psychiaters objektiv zu würdigen. Dies stellt ein schwerer Vorwurf dar, der vom 

Rechtsvertreter durch nichts belegt worden ist. Im Übrigen hat der RAD-Arzt lediglich 

zusammengefasst die Worte des Versicherungsgerichts in dessen Entscheid vom 18. 

Dezember 2017 (IV 2017/61) wiedergegeben. Das Gericht hatte die Ausführungen des 

behandelnden Psychiaters damals als "sehr weitschweifig, teils vage und unklar und 

sich wiederholend" bezeichnet (Erw. 4.5). Zusammengefasst liegen keine Gründe vor, 

die den Verdacht der Befangenheit und damit der Voreingenommenheit der Gutachter 

zu wecken vermöchten.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Weiter hat der Beschwerdeführer eingewendet, der Aufbau des PMEDA-

Gutachtens sei fragwürdig, weil alle vier beteiligten Sachverständigen standardmässig 

denselben Text zur Vorgeschichte abgedruckt hätten. Dadurch sei nicht nachgewiesen, 

dass die Vorakten von allen Gutachtern studiert worden seien. Die einzelnen Gutachter 

sind nicht verpflichtet, die Vorakten selber zusammenzufassen. Dies wäre auch nicht 

effizient. Abgesehen davon sind auch individuell erstellte Aktenauszüge kein Beweis 

dafür, dass die Gutachter die Vorakten studiert haben. Im vorliegenden Fall weist nichts 

darauf hin, dass die einzelnen Gutachter das von der Beschwerdegegnerin 

zusammengestellte Aktendossier nicht in allen Teilen gründlich geprüft und damit die 

Anforderungen an eine medizinische Begutachtung in krasser Weise missachtet hätten 

(vgl. IV-act. 257-16/57/101/140). Der Einwand des Rechtsvertreters ist somit nicht 

stichhaltig.

3.4.2. 

Der Beschwerdeführer hat daneben vorgebracht, dass der "Vorspann" des 

Gutachtens (gemeint wohl Ziff. 3 der interdisziplinären Gesamtbeurteilung, IV-act. 

257-2-ff.) unvollständig und teilweise auch aktenwidrig sei. Zum Beispiel sei 

festgehalten worden, der Beschwerdeführer habe die Stelle bei den R.___ aufgegeben, 

dabei sei der Beschwerdeführer "vorzeitig entlassen" worden. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers hat nicht dargelegt, welche entscheidrelevanten Informationen 

nicht im "Vorspann" enthalten sein sollen. Beim "Vorspann" handelt es sich denn auch 

lediglich um eine Wiedergabe der von der Beschwerdegegnerin erstellte 

Zusammenfassung des Kontexts des Auftrags, die naturgemäss nicht den gesamten 

Sachverhalt wiedergeben kann. Die Gutachterstelle ist von der Beschwerdegegnerin 

dazu angehalten worden, diesen Teil ins Gutachten zu übernehmen resp. 

hineinzukopieren (vgl. IV-act. 242-1, 243-2). Tatsächlich hat die Beschwerdegegnerin in 

der Zusammenfassung des Kontexts des Auftrags aktenwidrig festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer den Arbeitsversuch abgebrochen habe (IV-act. 257-2, IV-act. 

165-3). Den Gutachtern hat jedoch der Schlussbericht der Q.___ AG vom 12. April 2016 

(IV-act. 173) vorgelegen, woraus hervorgeht, dass der Beschwerdeführer den 

Arbeitsversuch nicht von sich aus abgebrochen hatte. Abgesehen davon handelt es 

sich bei der Frage, ob der Arbeitsversuch von der Beschwerdegegnerin oder dem 

Beschwerdeführer abgebrochen worden ist, nicht um ein entscheidrelevantes 

Sachverhaltselement. Entscheidend ist vielmehr, dass die Gutachter über das 

Verhalten und die ungenügenden Leistungen des Beschwerdeführers im Rahmen des 

Arbeitsversuchs informiert gewesen sind. Dies ist aufgrund der Kenntnis des 

Schlussberichts der Q.___ AG vom 12. April 2016 der Fall gewesen. Der Fehler im 

3.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

"Vorspann" des Gutachtens ist somit nicht geeignet, Zweifel an der gutachterlichen 

Beurteilung zu wecken.

Inhaltlich hat der Rechtsvertreter kritisiert, dass der psychiatrische Gutachter 

sich nicht mit den Diagnosen des behandelnden Psychiaters med. pract. E.___ 

auseinandergesetzt habe. Die Gutachter haben in der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung unter der Fallführung des psychiatrischen Gutachters (IV-act. 

257-6) korrekt festgehalten, dass med. pract. E.___ die Diagnosen eines Asperger-

Syndroms und einer ADHS zuletzt (vgl. Bericht vom 10. April 2018; IV-act. 235) nicht 

mehr gestellt habe. Bezüglich der Diagnose einer (narzisstischen) 

Persönlichkeitsstörung haben sie festgehalten, dass med. pract. E.___ diese Diagnose 

lediglich mit der Ausprägung von Persönlichkeitseigenheiten des Beschwerdeführers 

begründet habe. Die Biographie und die weitere psychiatrische Exploration deuteten 

jedoch nicht auf eine in der Kindheit oder Jugend begonnene psychische und mit 

erheblichen negativen sozialen Folgen störende Auffälligkeit hin, worauf die ICD-10-

Definition abstelle (IV-act. 257-6/9). Der psychiatrische Gutachter der PMEDA AG hat 

im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung Hinweise für eine narzisstische 

Persönlichkeitsakzentuierung mit einer erhöhten Kränkbarkeit und einem verstärkten 

Bedeutungserleben gefunden, die jedoch nicht die Intensität einer manifesten 

Persönlichkeitsstörung erreichten. Zwar habe es in der Vergangenheit aufgrund eines 

problematischen Interaktionsverhaltens des Beschwerdeführers offenbar mehrfach 

Probleme am Arbeitsplatz gegeben. Dennoch sei der Beschwerdeführer in der Lage 

gewesen, seine Lehre erfolgreich abzuschliessen und über viele Jahre hinweg einer 

regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen. Die hier also durchaus aufscheinende 

Sozialkompetenz spreche gegen eine manifeste Persönlichkeitsstörung. Ausserdem 

lebe der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben bereits seit etwa vier Jahren in 

einer stabilen und fürsorglich erlebten Partnerschaft, was zusätzlich für soziale 

Kompetenzen spreche und auch mit einem (sozialmedizinisch relevanten) aktenkundig 

diskutierten Asperger-Syndrom nicht ohne weiteres zu vereinbaren sei. So seien weder 

die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung, eines namhaften Asperger-

Syndroms noch eines klinisch relevanten Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit hinreichend erfüllt. Der Vorwurf des 

Rechtsvertreters, der psychiatrische Gutachter habe ausser Acht gelassen, dass der 

Beschwerdeführer nicht (mehr) in einer Partnerschaft lebe, ist nicht nachvollziehbar. 

Der Gutachter hat sich zum Beziehungsende nicht äussern können, da die 

Partnerschaft im Zeitpunkt der Begutachtung gemäss den Angaben des 

Beschwerdeführers noch bestanden hatte. Die Trennung ändert auch nichts daran, 

3.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dass der Beschwerdeführer in der Lage gewesen ist, während etwa vier Jahren eine 

Partnerschaft zu führen. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der psychiatrische 

Gutachter eingehend und verständlich begründet hat, weshalb die diagnostischen 

Kriterien einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung entgegen der Beurteilung des 

behandelnden Psychiaters nicht erfüllt sind (vgl. IV-act. 257-175). Des Weiteren hat er 

sich auch zum auffälligen Verhalten des Beschwerdeführers im Rahmen des 

Arbeitsversuchs geäussert und das Vorliegen eines namhaften Asperger-Syndroms 

und eines klinisch relevanten Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms verneint. Der 

psychiatrische Gutachter hat auch die von med. pract. E.___ angegebene Diagnose 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive 

Episode, aktuell nicht bestätigen können. Er ist jedoch davon ausgegangen, dass in der 

Vergangenheit vorübergehende Phasen höhergradiger Depressivität bestanden haben 

(vgl. IV-act. 257-181). Die Diagnose einer rezidivierend depressiven Störung, 

gegenwärtig remittiert, erscheint angesichts des vom psychiatrischen Gutachter 

erhobenen psychopathologischen Befundes als begründet: Der Gutachter hat keine 

Zeichen mnestischer oder konzentrativer Defizite, keine Beeinträchtigung der 

Auffassungsgabe und der geistigen Spannkraft, keine Zeichen einer vorzeitigen 

Ermüdbarkeit und keine Beeinträchtigung der affektiven Modulationsfähigkeit erheben 

können. Der Stimmung sei situationsadäquat unauffällig und der Antrieb normal 

gewesen. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch ruhig gewesen und habe keine 

Zeichen einer vegetativen Anspannung gezeigt. Einzig das formale Denken sei leicht 

beschleunigt gewesen (IV-act. 257-175). Der Vorwurf des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, der psychiatrische Gutachter habe sich nicht mit den von med. 

pract. E.___ gestellten Diagnosen auseinandergesetzt, ist somit nicht gerechtfertigt. Im 

Gegenteil überzeugt die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters, dass der 

Beschwerdeführer weder an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung noch an einem 

namhaften Asperger-Syndrom, an einem klinisch relevanten 

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder an einer gegenwärtig mittelgradigen depressiven 

Störung leidet.

Med. pract. E.___ hat als Diagnose ausserdem eine nicht näher bezeichnete 

organische oder symptomatische psychische Störung, verschiedene 

neuropsychologische Defizite, erwähnt. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

haben die Gutachter festgehalten, dass die im Rahmen der Begutachtung im MRI des 

Gehirns vom 8. November 2018 dargestellte Läsion eine kognitive Störung nicht 

eigenständig zu belegen vermöge (IV-act. 257-7). Der neurologische Gutachter hat 

zwar eine leicht verminderte Auffassung für möglich gehalten (IV-act. 257-88). Für eine 

3.4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

namhafte kognitive Störung hat er jedoch keinen ausreichenden Anhalt gesehen. 

Allerdings hat er eine kognitive Beeinträchtigung im Rahmen des leitlinienwidrigen 

Benzodiazepin-Konsums (Langzeitverordnung, keine erkennbare Indikation) als 

denkbar erachtet (IV-act. 257-91). Der psychiatrische Gutachter hat demgegenüber 

keine Störung der Kognition feststellen können (IV-act. 257-7). Er hat als Diagnose 

ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aber eine psychische und Verhaltensstörung 

durch Benzodiazepine: Abhängigkeitssyndrom, angegeben. Diese Diagnose hat er 

gestützt auf die Anamnese und die Angaben des Beschwerdeführers gestellt. Obwohl 

er sich offenbar bewusst gewesen ist, dass der aktuelle Laborbefund, welcher keine 

Benzodiazepine im Urin gezeigt hat, Zweifel an den anamnestischen Angaben 

begründet hat (IV-act. 257-176), hat er an dieser Diagnose festgehalten. Zwar erscheint 

die Diagnose einer Benzodiazepin-Abhängigkeit angesichts der negativen 

Laborbefunde aus der Sicht eines medizinischen Laien etwas widersprüchlich. Für die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ist es jedoch nicht relevant, ob nun tatsächlich eine 

Benzodiazepin-Abhängigkeit vorliegt oder nicht, denn auch wenn der 

Beschwerdeführer an einer solchen leiden würde, hätte sie gemäss den Gutachtern 

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf als B.___.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat weiter geltend gemacht, dass 

die Ängste und Panikattacken im Gutachten zwar erwähnt, aber nicht in die 

Diagnoseliste aufgenommen worden seien. Diese Behauptung ist falsch, denn der 

psychiatrische Gutachter hat als Diagnose eine Agoraphobie mit Panikstörung 

angegeben. Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat er jedoch mit der − insbesondere 

auch angesichts des Aktivitätenniveaus des Beschwerdeführers (IV-act. 257-170 f.) − 

überzeugenden Begründung, dass die Ängste wenig handlungsleitende Konsequenz 

hätten und offenbar durchaus überwindbar seien, verneint. Zu kritisieren ist das 

psychiatrische Teilgutachten der PMEDA AG insoweit, als daraus nicht hervorgeht, wie 

sich eine Panikattacke beim Beschwerdeführer äussert. Damit bleibt unklar, ob der 

Gutachter einfach die Angabe des Beschwerdeführers, er leide an Panikattacken, 

übernommen hat, oder ob er die Diagnose durch gezieltes Nachfragen der Symptome 

hergeleitet hat. Im Übrigen hat der behandelnde Psychiater med. pract. E.___ im 

Bericht vom 10. April 2018 (IV-act. 235) keine Angst- oder Panikstörung erwähnt.

3.4.6. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat schliesslich noch moniert, dass 

eine erneute neuropsychologische Untersuchung hätte durchgeführt werden müssen. 

Die Gutachter der PMEDA AG haben in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

festgehalten, dass eine neuropsychologische Begutachtung (angesichts der 

aktenkundig miterwogenen kognitiven Beeinträchtigung) grundsätzlich sinnvoll 

3.4.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erscheine, um die Diagnostik abschliessend verlässlich zu vervollständigen. Eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung haben sie trotzdem abgegeben. Das Gericht hatte den 

RAD-Psychiater Dr. H.___ im Verfahren IV 2019/137 betreffend die beruflichen 

Massnahmen am 12. Dezember 2019 angefragt (IV 2019/137, act. G 9), ob eine 

neuropsychologische Zusatzbegutachtung tatsächlich nicht notwendig gewesen sei. 

Der RAD-Arzt hatte am 10. Januar 2020 zusammengefasst geantwortet (IV 2019/137, 

act. G 10), dass die aktenkundig und anamnestisch erwähnten kognitiven 

Einschränkungen zwar weiter abgeklärt werden könnten, dies zur Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit jedoch nicht notwendig sei, insbesondere weil bereits eine 

neuropsychologische Untersuchung (von Dr. phil. G.___ vom 11. August 2016) vorliege. 

Eine neuerliche neuropsychologische Beurteilung könnte aber auch deshalb nichts an 

der Gesamtbeurteilung ändern, weil die Gutachter der PMEDA AG ihre abschliessende 

Beurteilung nicht vom Ergebnis einer weiteren neuropsychologischen Untersuchung 

abhängig gemacht hätten. Die Antwort des RAD-Psychiaters überzeugt. Die Gutachter 

der PMEDA AG hätten keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben, wenn weitere 

Abklärungen (insbesondere eine erneute neuropsychologische Untersuchung) 

notwendig gewesen wären, um die Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit festlegen zu können. Die Aussage der Gutachter ist 

so zu interpretieren, dass eine neuropsychologische Zusatzbegutachtung zwecks 

abschliessender Diagnostik für die zukünftige therapeutische Behandlung zwar sinnvoll 

wäre. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter eine weitere 

neuropsychologische Untersuchung jedoch nicht als notwendig erachtet. Demnach ist 

in antizipierender Beweiswürdigung davon auszugehen, dass eine erneute 

neuropsychologische Abklärung keine weiteren Erkenntnisse hinsichtlich der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bringen würde.

Der psychiatrische Gutachter der PMEDA AG ist zum Schluss gekommen, dass 

der erlernte Beruf als B.___ den von ihm aufgestellten Adaptionskriterien entspreche 

(siehe Erw. 3.4.5) und dem Beschwerdeführer zu 100% zumutbar sei. Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugt angesichts der vom psychiatrischen Gutachter 

erhobenen geringen pathologischen Befunde und den daraus abgeleiteten 

psychiatrischen Diagnosen (siehe Erw. 3.4.4-3.4.6). Zusammenfassend ist festzuhalten, 

dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in der angestammten Tätigkeit 

als B.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit uneingeschränkt arbeitsfähig ist.

3.4.8. 

Die Gutachter der PMEDA AG und die Hausärztin Dr. K.___ (Bericht vom 3. April 

2018; IV-Act. 232) sind sich einig darüber, dass der Beschwerdeführer aus somatischer 

Sicht voll arbeitsfähig ist. Anlässlich der Begutachtung hat der Beschwerdeführer 

3.4.9. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die 

Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- ist dem unterliegenden Beschwerdeführer 

aufzuerlegen. Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung; das entsprechende Begehren ist abzuweisen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

angegeben, dass er körperlich beschwerdefrei sei (IV-act. 257-35) respektive dass die 

Ursache der somatischen Beschwerden psychisch bedingt sei (IV-act. 257-43). Auch 

im Beschwerdeverfahren sind nur die psychischen Beschwerden und die kognitiven 

Defizite ein Thema gewesen. Demnach ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.

Insgesamt sind die Einwände des Rechtsvertreters damit nicht geeignet, Zweifel 

an der Überzeugungskraft des PMEDA-Gutachtens zu wecken, wonach der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als B.___ voll arbeitsfähig sei. Die 

vom psychiatrischen Gutachter erwähnten einzelnen Phasen der Arbeitsunfähigkeit 

aufgrund einer höhergradigen Depressivität (IV-act. 257-181) begründen keine 

langandauernde Erwerbsunfähigkeit (im Sinne von Art. 8 ATSG), womit auch das 

sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht erfüllt ist. Der psychiatrische 

Sachverständige hat ausgeführt, dass in der Vergangenheit nie eine dauerhafte 

Minderung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Der Beschwerdeführer ist daher aus 

polydisziplinärer Sicht in der angestammten Tätigkeit als B.___ mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu 100% arbeitsfähig. Da der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit nicht eingeschränkt ist, entsteht ihm durch seine 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine Erwerbseinbusse. Der IV-Grad beträgt 

folglich 0%; die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine IV-Rente verneint. Dementsprechend ist die Beschwerde 

abzuweisen.

3.5. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/26

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3. Das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung wird abgewiesen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2021
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine/Innere Medizin, Neurologie, ORL-Rhino-Laryngologie und Psychiatrie). Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2021, IV 2019/274).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T02:31:53+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen