# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 171d154c-3d8f-5420-a772-c136a183ea38
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 03.07.2014 110 2013 368
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2013-368_2014-07-03.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION

Das Verwaltungsgericht hat die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2014/226 vom 16.3.2016). Das Bundesgericht hat die Beschwerde 

gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts abgewiesen (BGE 1C_173/2016 vom 23.5.2017)

RA Nr. 110/2013/368 Bern, 3. Juli 2014

in der Beschwerdesache zwischen

den Beschwerdeführenden 1 - 48 

alle vertreten durch Herrn Fürsprecher A.________

und

B.________ 
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Fürsprecher C.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Seeland, Amthaus, Postfach, 3270 Aarberg

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Erlach, Gemeindeverwaltung, 
Amthausgasse 10, 3235 Erlach

Amt für Berner Wirtschaft (beco), Immissionsschutz, Laupenstrasse 22, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Seeland vom 13. August 2013 
(Mobilfunkanlage)

2

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 2. Oktober 2012 bei der Gemeinde Erlach ein 

Baugesuch ein für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Erlach Grundbuchblatt 

E.________. Die Parzelle liegt in der Gewerbezone sowie im Uferschutzplan Nr. 2 (Sektor 

C) nach SFG1. Die Stadt Erlach ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der 

Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) aufgeführt. Die geplante Antenne liegt in der 

vom ISOS als Umgebungszone XI mit Erhaltungsziel b bezeichneten Fläche. In der Nähe 

der geplanten Mobilfunkanlage befindet sich das im Bundesinventar für Landschaften und 

Naturdenkmäler (BLN) aufgenommene Objekt Nr. 1301 "St. Petersinsel-Heideweg". Auch 

dieses ist von nationaler Bedeutung. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die 

Beschwerdeführenden Einsprache. 

Das beco reichte am 30. Oktober 2012 einen Amtsbericht und am 3. Mai 2013 eine 

Stellungnahme zur Einsprache der Beschwerdeführenden ein. Nachdem die 

Beschwerdegegnerin am 1. Juli 2013 ein überarbeitetes Standortdatenblatt eingereicht 

hatte, äusserte sich das beco mit Schreiben vom 23. Juli 2013 zu diesem angepassten 

Standortdatenblatt. Die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder 

(OLK) äusserte sich im Bericht vom 15. Mai 2013 zum Vorhaben. Mit Gesamtentscheid 

vom 13. August 2013 erteilte das Regierungsstatthalteramt Seeland die Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 13. September 2013 Beschwerde 

bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie stellen 

folgende Anträge: 
„1. Das Baugesuch sei abzuschlagen.

 2. Es sei die Stellungnahme der Eidg. Kommission für Natur- und Heimatschutz (ENHK), eventuell 

ein umfassenderes Gutachten der OLK, unter Ausstandnahme der Verfasser der 

Kurzstellungnahme, zum Projekt einzuholen.

 3. Die Einhaltung der Grenzwerte gemäss NISV sei durch einen unabhängigen Experten zu 

überprüfen. Eventuell sei die vom BECO als Auflage geforderte Nachkontrolle für die OMEN 2, 3, 

4, 5, 7 und 9 aufzuerlegen.

 4. Es seien Alternativstandorte für die Anlage zu evaluieren, wobei das Projekt auf die für die 

örtliche Versorgung notwendige Sendeleistung zu redimensionieren sei.“ 

1 Gesetz vom 6. Juni 1982 über See- und Flussufer (See- und Flussufergesetz, SFG; BSG 704.1).

3

Dabei machen sie insbesondere geltend, das Vorhaben bewirke einen erheblichen Eingriff 

in das geschützte Orts- und Landschaftsbild, welcher von der Vorinstanz ungenügend 

überprüft worden sei. Weiter sei die Leistung der projektierten Anlage für die Bedürfnisse 

von Erlach überdimensioniert und es habe nur eine ungenügende Standortevaluation 

stattgefunden. 

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den 

Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Schreiben vom 26. September 2013 

beantragt das Regierungsstatthalteramt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten sei. Das beco macht in seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2013 

Ausführungen zu den Vorbringen der Beschwerdeführenden und stellt fest, im Bereich des 

Schutzes vor nichtionisierender Strahlung würden sich aus der Beschwerde keine neuen 

Erkenntnisse ergeben, die zu einer anderen Beurteilung führten als im Amtsbericht vom 30. 

Oktober 2012 und dem Bestätigungsbrief vom 23. Juli 2013 zum neuen Standortdatenblatt. 

Damit erübrige es sich auch, eine zusätzliche Stellungnahme eines weiteren Experten 

einzuholen. Die Gemeinde stellt mit Stellungnahme vom 14. Oktober 2013 ebenfalls den 

Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. Oktober 

2013 eine Beschwerdeantwort ein und beantragt darin die Abweisung der Beschwerde, 

soweit darauf eingetreten werden könne. 

4. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2013 stellte das Rechtsamt der BVE die Akten der 

Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) zu und ersuchte diese um 

Mitteilung, ob sie in dieser Sache eine fakultative (Art. 8 NHG3) oder eine obligatorische 

(Art. 7 Abs. 2 NHG) Begutachtung durchführen wolle oder ob sie auf eine Begutachtung 

verzichte. Die ENHK teilte mit Schreiben vom 13. November 2013 mit, sie habe 

beschlossen, das Baugesuch näher zu prüfen und eine Beurteilung abzugeben. Ob es sich 

dabei um eine fakultative Begutachtung nach Art. 8 NHG oder um ein Gutachten nach 

Art. 7 NHG handle, könne erst gestützt auf die vertiefe Analyse des Vorhabens und dessen 

Auswirkungen auf das Ortsbild von nationaler Bedeutung bzw. auf das BLN-Objekt 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191).
3 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).

4

Nr.  1301 festgelegt werden. Als Grundlage für die Beurteilung sei ein Augenschein einer 

Delegation der Kommission in Anwesenheit der Parteien erforderlich. Dieser Augenschein 

fand am 16. Dezember 2013 statt. 

5. Nachdem die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit hatten, zum Protokoll des 

Augenscheins Stellung zu nehmen und das Rechtsamt der BVE sämtliche, noch nicht 

zugestellten Unterlagen der ENHK aushändigte, reichte diese ihr Gutachten am 1. Mai 

2014 ein. Darin wies sie darauf hin, dass aufgrund der schlechten Witterung am 

Augenschein die Fernwirkung der geplanten Antenne nicht beurteilt werden konnte und 

eine Delegation der ENHK daher am 7. Januar 2014 den von den Beschwerdeführenden 

vorgeschlagenen Rundgang zur Beurteilung der Fernwirkung der geplanten Anlage bei 

optimalen Wetterbedingungen vervollständigte. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich 

zum ENHK-Gutachten zu äussern. 

6. Am 8. Mai 2014 hat schliesslich das Rechtsamt der BVE vor Ort weitere Fotos zur 

Vervollständigung der Akten gemacht. Diese Fotodokumentation inklusive Übersicht der 

Fotostandorte wurde zu den Akten genommen und den Verfahrensbeteiligten mit 

Verfügung vom 16. Mai 2014 zugestellt.  Die Parteien erhielten nochmals Gelegenheit zur 

Stellungnahme. Davon machten sowohl die Beschwerdeführenden als auch die 

Beschwerdegegnerin Gebrauch (jeweils mit Eingabe vom 10. Juni 2014).

7. Auf die Rechtsschriften, das ENHK-Gutachten, das Ergebnis des Augenscheins 

sowie die Fotodokumentation wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

5

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG4. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann 

er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide 

können nach Art. 40 Abs. 1 BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen 

den Gesamtentscheid zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer 

Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit 

Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden haben sich am Einspracheverfahren 

beteiligt und sind mit ihrer Einsprache im Baubewilligungsverfahren nicht durchgedrungen. 

Die Liegenschaften der Beschwerdeführenden befinden sich gemäss den 

unwidersprochenen Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid alle innerhalb des 

Perimeters für die Einsprache- und Beschwerdelegitimation (626.10 Meter6). Sie haben 

damit ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 

sind zur Beschwerdeführung legitimiert.

 

Die Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist eingereicht worden (Art. 40 Abs. 1 BauG). 

Sie enthält einen Antrag und eine Begründung (Art. 32 Abs. 2 VRPG7). Auf die Beschwerde 

ist somit einzutreten.

2. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden führen aus, sie hätten bereits in ihrer Einsprache auf eine 

von der Firma D.________ vor ca. zehn Jahren am praktisch gleichen Standort geplante 

4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).
6 Standortdatenblatt vom 24.6.2013, Revision: 1.9, Ziffer 6, in den Vorakten.
7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

6

Mobilfunkantenne hingewiesen, welche von der BVE und vom Verwaltungsgericht als 

ortsbildwidrig eingestuft worden sei.8 Trotzdem seien diese Entscheide im angefochtenen 

Entscheid mit keinem Wort erwähnt worden. Da der vorliegend zu beurteilende Standort 

nur wenige Meter neben dem damaligen Standort der D.________-Antenne liege, hätte die 

Vorinstanz zur Wahrung des rechtlichen Gehörs im Sinne der Begründungspflicht 

zumindest erläutern müssen, worin sich die Auswirkung des heutigen Projekts vom 

damaligen bezüglich Ortsbildschutz unterscheide. Das rechtliche Gehör gebiete, auf 

wichtige Argumente einer Einsprache in der Begründung des Entscheids einzugehen. 

Eine Verfügung muss die Tatsachen, Rechtssätze und Gründe enthalten, auf die sie sich 

stützt (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die 

Betroffenen den Entscheid sachgerecht anfechten können. Deshalb muss die Behörde 

mindestens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf 

die sie ihren Entscheid stützt. Sie muss sich dabei nicht ausdrücklich mit jeder Behauptung 

zum Sachverhalt und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen. Vielmehr kann sie 

sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken.9

Die Vorinstanz erläutert im angefochtenen Entscheid auf gut drei Seiten, wieso das 

umstrittene Vorhaben aus ihrer Sicht zu bewilligen ist. Dabei geht sie auf die 

verschiedenen Rügen der Einsprechenden ein und begründet dabei, weshalb diese 

abzuweisen sind. Aus diesen Ausführungen ergeben sich die Überlegungen, von denen 

sich die Vorinstanz hat leiten lassen. Damit waren die Beschwerdeführenden in der Lage, 

die Baubewilligung sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz war nicht verpflichtet, auf den 

von den Beschwerdeführenden erwähnten Fall einer nicht bewilligten D.________-Antenne 

in unmittelbarer Nähe einzugehen, da diese von den Dimensionen her mit der vorliegenden 

Antenne nicht vergleichbar war (vgl. E. 6b). Die Vorinstanz ist deshalb ihrer 

Begründungspflicht nachgekommen und es liegt keine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör vor.

b) Die Beschwerdeführenden rügen weiter, das Regierungsstatthalteramt habe im 

vorinstanzlichen Entscheid nicht begründet, wieso es auf den von ihnen beantragten 

Augenschein verzichtet habe. Der Augenschein sei ein wichtiger Beweisantrag, wenn es 

darum gehe, ästhetische Wirkungen eines Projekts auf die Umgebung zu beurteilen. Die 

8 Urteil BVE vom 15. Oktober 2002 (RA Nr. 11095-02 B1) und VGE 21569U vom 20. Januar 2004.
9 BGE 134 I 83 E. 4.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 6 ff.

7

Ablehnung dieses Beweisantrags sei nur mit einer nachvollziehbaren Begründung möglich. 

Ebenso habe die Vorinstanz nur unzureichend begründet, wieso sie auf eine Konsultation 

der ENHK verzichtet habe.

Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Sie bestimmen Art und 

Umfang der Ermittlungen, ohne an die Beweisanträge der Parteien gebunden zu sein 

(Art. 18 VRPG). Dass die Vorinstanz vorliegend auf einen Augenschein verzichtet hat, 

erscheint zwar fragwürdig, da die ästhetische Beurteilung der Antenne zentral ist. Sie war 

jedoch nicht verpflichtet, die Ablehnung dieses Beweisantrags im Entscheid näher zu 

begründen, blieb doch eine sachgerechte Anfechtung der Baubewilligung trotzdem 

möglich. Eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs ist 

auch nicht darin zu erblicken, dass die Vorinstanz – wenn auch zu Unrecht (vgl. E. 3) – im 

vorinstanzlichen Entscheid zum Ergebnis kam, das Einholen eines Gutachtens der ENHK 

erscheine vorliegend als unverhältnismässig und unnötig. 

3. Beizug der ENHK

a) Die Beschwerdeführenden beantragen die Einholung eines Gutachtens der ENHK. 

Ein solches sei aufgrund der Schwere des Eingriffs notwendig. Der Kurzbericht der OLK 

vom 15. Mai 2013 genüge den Anforderungen an eine seriöse Begutachtung nicht. 

Das Regierungsstatthalteramt kam im vorinstanzlichen Entscheid zum Schluss, das 

Einholen eines Gutachtens der ENHK erscheine vorliegend als unverhältnismässig und 

unnötig. Auch die Beschwerdegegnerin erachtet den Einbezug der ENHK am hier 

interessierenden Standort (nur Erhaltungsziel b) als unnötig. In den Erläuterungen zum 

ISOS werde denn auch nicht zwingend in jedem Fall die Einholung eines Gutachtens der 

ENHK gefordert; es werde lediglich die Beratung durch die Denkmalpflege, die offizielle 

Fachinstanzen oder andere Fachleute als zweckmässig bezeichnet. Diesen Anforderungen 

genüge die von der Vorinstanz angerufene OLK ohne Weiteres.  

b) Die Erteilung der Baubewilligung für die Mobilfunkanlage ist eine Bundesaufgabe im 

Sinne von Art. 2 NHG.10 Das NHG und dessen Ausführungserlasse finden somit direkte 

10 vgl. BGE 131 II 545.

8

Anwendung. Eine Begutachtung durch die ENHK ist obligatorisch, wenn ein Objekt, das in 

einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt werden 

kann oder sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen stellen. In diesem Fall 

verfasst die Kommission zuhanden der Entscheidbehörde ein Gutachten, in dem sie 

angibt, ob das Objekt ungeschmälert zu erhalten oder wie es zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 

NHG).11 Nach Art. 8 NHG kann die Kommission in wichtigen Fällen auch von sich aus in 

jedem Stadium des Verfahrens ein Gutachten über die Schonung oder ungeschmälerte 

Erhaltung von Objekten abgeben (fakultative Begutachtung).

c) Eine Begutachtung durch die ENHK hat obligatorisch zu erfolgen, wenn eine 

erhebliche Beeinträchtigung des Inventars nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden 

kann.12 Die geplante Antenne liegt in dem durch das ISOS geschützten Gebiet 

(Umgebungszone XI mit Erhaltungsziel b). Sie ist zudem bloss ca. 350 m von der 

Oberstadt von Erlach und dem Schloss (Gebiet 1, Erhaltungsziel A) sowie ca. 300 m von 

der unteren Altstadt (Gebiet 2, Erhaltungsziel A) entfernt. Bereits aufgrund dieser Nähe ist 

von einer obligatorischen Begutachtungspflicht durch die Fachbehörde des Bundes 

auszugehen. Auch die ENHK ging von einer obligatorischen Begutachtung aus, gab sie ihr 

Gutachten doch gestützt auf Art. 7 NHG ab.13 Das Regierungsstatthalteramt hätte daher 

bereits im vorinstanzlichen Verfahren ein Gutachten durch die ENHK einholen müssen; die 

Rüge wurde von den Beschwerdeführenden zu Recht vorgebracht. 

d) Ein Verfahrensmangel kann im Rechtsmittelverfahren „geheilt“ werden, sofern die 

obere Instanz dieselbe Überprüfungsbefugnis hat wie die verfügende Behörde, den 

Beschwerdeführenden daraus kein Nachteil erwächst und es sich nicht um eine besonders 

schwere Verletzung der Parteirechte handelt.14 Gemäss Art. 40 Abs. 3 BauG kommt der 

BVE als Beschwerdeinstanz die volle Überprüfungsbefugnis zu. Die ENHK hat im 

Beschwerdeverfahren ein Gutachten eingereicht; die Beschwerdeführenden hatten 

Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeführenden konnten damit ihre 

Rechte im Beschwerdeverfahren vollumfänglich wahrnehmen; ihnen ist durch den 

11 Vgl. auch BGE 127 II 273 E. 4a.
12 So auch Leimbacher, Kommentar NHG, Art. 7, N. 5.
13 Gutachten ENHK vom 1. April 2014, S. 1.
14 BGE 129 I 129 E. 2.2.3, 126 I 68 E. 2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., N. 16 zu Art. 21 VRPG.

9

Verfahrensmangel kein materieller Nachteil entstanden. Der im Baubewilligungsverfahren 

begangene Verfahrensmangel ist jedoch bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.15

4. Ortsbildschutz: Ausgangslage

a) Die Beschwerdegegnerin plant den Bau einer freistehenden GSM900/UMTS2100-

Mobilfunkanlage auf der Parzelle Erlach Grundbuchblatt E.________ am H.________weg 

in der Gewerbezone. In der Gewerbezone beträgt die maximale Gebäudehöhe 8 m (Art. 

217 GBR16). Allerdings sind auf reine Mastenkonstruktionen (z.B. Antennen, Skilifte, 

Materialtransportanlagen), die keine gebäudeähnlichen Bauteile aufweisen, die 

Vorschriften über die Gebäudehöhe nicht anwendbar.17 

Gemäss Baueingabeplan18 soll die Anlage direkt neben dem bestehenden 

Gebäudekomplex der I.________ auf dessen nördlichen Seite zu stehen kommen. Sie 

weist eine Höhe von 18.01 m auf und überragt das angrenzende Werft-Gebäude ab 

Dachtraufe um rund 13 m. Der Durchmesser des Mastes soll an der Basis 50 cm betragen 

und sich gegen oben nach und nach bis auf 25 cm verkleinern. Ab einer Höhe von 16.5 m 

sind zwei UMTS/GSM-Antennenpanels (1.33 x 0.26 x 0.15 m, kumulierte maximale 

Sendeleistung von jeweils 2000 W) geplant. Der Gesamtdurchmesser beträgt in diesem 

Bereich rund 1 m. Richtfunkantennen sind keine vorgesehen. Die Technikkabine soll im 

Werft-Gebäude untergebracht werden. 

b) Die Beschwerdeführenden rügen, die geplante Antenne verletze das national 

geschützte Ortsbild von Erlach. Zu beachten sei auch der Schutz des benachbarten BLN-

Objekts 1301 (" St. Petersinsel-Heideweg "). Das Vorhaben bewirke einen erheblichen 

Eingriff in das geschützte Orts- und Landschaftsbild. Die Antenne komme praktisch am 

selben Standort zu stehen wie ein Antennenprojekt der Firma D.________, welches von 

der BVE und vom Verwaltungsgericht als ortsbildwidrig eingestuft worden sei. Mit einer 

Höhe von 18 m werde das Gewerbegebäude stark überragt und die geschützten 

Sichtverbindungen in ästhetischer Weise empfindlich gestört. Die Sicht von der 

Schlossterrasse oder vom Kirchhügel zeige, dass die Antenne einen völlig neuen Akzent 

15 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 16 mit Hinweisen.
16 Baureglement der Gemeinde Erlach vom 16. August 2011, genehmigt durch das AGR am 11. April 2012.
17 BSIG Nr.: 7/721.0/10.1, Ziffer 2.12.
18 Baueingabeplan Erlach Ost, Plan Nr. 3-94062B vom 24.6.2013, Stempel Regierungsstatthalteramt vom 
13. August 2013.

10

setzen und das Orts- und Landschaftsbild erheblich verändern würde. Die Störung des 

Landschaftsbildes werde durch die angrenzenden Doppelkiefern, deren Bestand nicht 

geschützt sei, nur unmerklich gemildert. Weiter fehle es an der Notwendigkeit, eine derart 

grosse und leistungsfähige Antenne an diesem Standort zu erstellen. Mit der geplanten 

GSM-Leistung von 1'600 Watt und der Aufrüstung auf UMTS werde das Projekt für die 

lokale Versorgung völlig überdimensioniert. Vorliegend sei eine Güterabwägung nach den 

strengen Kriterien von Art. 6 Abs. 2 NHG vorzunehmen. Die Interessen an einer qualitativ 

guten Versorgung mit Mobifunk seien gewichtig, aber ein Vorrang des 

Versorgungsauftrags gegenüber anderen aus der Bundesverfassung abgeleiteten 

öffentlichen Interessen ergebe sich nicht. Das geschützte Ortsbild dürfe nur geschmälert 

werden, wenn die Antenne mit dieser Höhe im ISOS-Gebiet für die Versorgung des 

Gebiets unabdingbar sei. Nach einer eingeholten Fachmeinung könne vor-aussichtlich mit 

einer halbierten Sendeleistung eine ausreichende Versorgung Erlachs sichergestellt 

werden. Damit sei es unter Einhaltung der Grenzwerte am umstrittenen Standort möglich, 

die Masthöhe auf 10 m zu reduzieren. 

Das Regierungsstatthalteramt stützte sich im Entscheid auf einen Bericht der OLK vom 

15. Mai 2013. Die Fachbehörde kam darin zum Ergebnis, dass die Lage der Antenne an 

einer Halle der Bootswerft für das bestehende Orts- und Landschaftsbild keine 

massgebende Beeinträchtigung darstelle. Auch die Gemeinde folgt in ihrer Stellungnahme 

vom 14. Oktober 2013 dieser Ansicht. Sie führt aus, am gewählten Standort würden sich 

bereits gewerblich-industrielle Bauten befinden, welche das optische Erscheinungsbild 

prägten. Die Mobilfunkanlage führe daher trotz der Höhe von 18 m zu keiner wesentlichen, 

zusätzlichen Beeinträchtigung des Ortsbilds. Die Beschwerdegegnerin schliesslich führt in 

der Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 aus, trotz der Zugehörigkeit der betroffenen 

Parzelle zur Umgebungszone XI des ISOS (mit Erhaltungsziel b) würden weder die 

umliegenden Gebäude noch die unmittelbare Umgebung einen besonderen Schutz 

geniessen. Durch die Anlehnung der Antennenanlage an die grosse Halle der Werftanlage 

mit ihrem industriellen Charakter werde eine verträgliche Einbindung in das bestehende 

Ortsbild geschaffen. Den Beschwerdeführenden sei weiter entgegenzuhalten, dass sie die 

prekäre Versorgungsituation in Erlach bewusst kleinreden würden. Die Anlage sei in der 

geplanten Höhe von 18 m und mit den vorgesehenen Antennen notwendig, um die 

Versorgung des Städtchens sicherzustellen. Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, 

dass ursprünglich aus technischen Gründen eine Antennenanlage mit einer Masthöhe von 

23 m geplant gewesen sei. Nach Gesprächen mit der Gemeinde sei diese Höhe auf 18 m 

11

reduziert worden. Eine weitere Reduktion der Höhe sei aus technischen Gründen nicht 

sinnvoll und würde zu keiner Senkung der elektromagnetischen Strahlung führen.

c) Gemäss Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten und Anlagen Landschaften sowie Orts- 

und Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Diese Vorschrift stellt die „ästhetische 

Generalklausel“ im Sinne eines Beeinträchtigungsverbots dar; eine Beeinträchtigung ist 

gegeben, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, 

der erheblich stört. Für „Aussenantennen und dergleichen“ enthält Art. 17 Abs. 1 BauV19 

eine Spezialnorm: Aussenanlagen für Radio- und Fernsehempfang sowie für Funkzwecke 

und dergleichen sind möglichst unauffällig zu gestalten und anzubringen; sie dürfen die 

Landschaft und das Ortsbild nicht beeinträchtigen. Schutzobjekt des Ortsbild- und 

Landschaftsschutzes ist der Aussenraum, soweit er von einem allgemein begangenen 

Standort aus als Einheit wirkt und als solche erfassbar ist. Eine Beeinträchtigung ist 

gegeben, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, 

der erheblich stört.20 

Darüber hinaus sind die Gemeinden befugt, eigene Ästhetikvorschriften zu erlassen, die 

über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 Abs. 3 BauG und Art. 17 

Abs. 1 letzter Satz BauV). Solche müssen aber, um eine selbständige Bedeutung zu 

haben, konkreter gefasst sein als die kantonalen. Die Gemeinde Erlach legt in Art. 411 

Abs. 1 GBR fest, dass die Gestaltung von Bauten und Anlagen eine gute Gesamtwirkung 

in der Umgebung zu gewährleisten hat. In Absatz 2 dieser Bestimmung wird aufgeführt, 

welche Kriterien bei der Beurteilung der guten Gesamtwirkung insbesondere zu 

berücksichtigen sind. Zu beachten ist weiter, dass sich der Standort der geplanten 

Antennenanlage im Sektor C des Uferschutzplans Nr. 221 befindet. Im Gebiet dieses 

Uferschutzplans kommt der Umgebungsgestaltung und der Erhaltung eines 

geschlossenen, strauchreichen Waldrandes gemäss Art. 654 Abs. 2 GBR grosse 

Bedeutung zu. Der Charakter der ufernahen Landschaft soll gestärkt werden.

Art. 542 GBR (Interessenabwägung bei Standorten von Mobilfunkanlagen) war im 

Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs (27. Juni 2012) noch nicht in Kraft, da der 

19 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1). 
20 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, 

Art. 9/10 N. 13 f.
21 Uferschutzplan Nr. 2 vom 22. Juni 2011, genehmigt durch das AGR am 11. April 2012.

12

Genehmigungsentscheid des AGR bezüglich dieser Bestimmung angefochten wurde und 

erst mit Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion vom 14. Mai 2013 in 

angepasster Form in Kraft trat. Gemäss Art. 36 Abs. 1 BauG sind Bauvorhaben nach dem 

zur Zeit der Einreichung des Baugesuchs geltenden Recht zu beurteilen. Wenn jedoch zu 

diesem Zeitpunkt eine Änderung der geltenden Nutzungsordnung öffentlich aufliegt, muss 

der Gesuchsteller die aufgelegten Vorschriften, falls sie in Kraft treten, gegen sich gelten 

lassen. In diesem Fall ist das Baubewilligungsverfahren einzustellen, bis feststeht, ob und 

mit welchem Inhalt das vorgesehene Recht Geltung erlangt (Art. 36 Abs. 2 BauG).22 

Vorliegend lag Art. 542 GBR im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs bereits 

öffentlich auf. Es ist allerdings fraglich, ob Art. 36 Abs. 2 BauG zur Anwendung gelangt, da 

das Verfahren nicht bis zur Inkraftsetzung der Bestimmung in angepasster Form sistiert 

wurde. Ob die Bestimmung auf den vorliegenden Fall Anwendung findet, kann letztlich 

offen bleiben, da die darin statuierte Interessenabwägung und Evaluation von 

Alternativstandorten bei der Erstellung von Mobilfunkanlagen auch vom NHG verlangt wird 

und damit vorliegend sowieso geprüft werden musste (vgl. E. 4d und E. 6f bis 6h).

d) Da es sich bei der Baubewilligung für die Mobilfunkanlage – wie erwähnt (E. 3b) – um 

eine Bundesaufgabe handelt, ist das NHG direkt anwendbar. Art. 4 NHG unterscheidet bei 

den zu schützenden Landschaften und Kulturstätten Objekte von nationaler und solche von 

regionaler oder lokaler Bedeutung. Das ISOS und das BLN gelten als Inventare des 

Bundes von Objekten mit nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 5 NHG (vgl. Art. 1 

VISOS23 und Art. 1 Abs. 1 VBLN24). Die darin enthaltenen Objekte unterstehen dem 

verstärkten Schutz von Art. 6 NHG.25

Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes 

wird dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls 

aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die 

grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6. Abs. 1 NHG) Laut Art. 6 Abs. 2 NHG darf ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare bei Erfüllung einer 

22 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 36 N. 3a.
23 Verordnung vom 9. September 1981 über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 
(VISOS, SR 451.12).
24 Verordnung vom 10. August 1977 über das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (VBLN, 
SR 451.11.
25 vgl. Peter Keller, Natur- und Landschaftsschutzgebiete - Museen oder Selbstbedienungsläden, in: 
Umweltrecht in der Praxis (URP) 1996, S. 698 ff.

13

Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder 

höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen. Es müssen 

somit alle bedeutsamen Interessen ermittelt, beurteilt, gewichtet und im Entscheid 

möglichst umfassend berücksichtigt werden.26 Zur Beurteilung der Problematik der 

ungeschmälerten Erhaltung eines schützenswerten Objekts von nationaler Bedeutung ist 

dabei von der jeweiligen Umschreibung des Schutzgehalts auszugehen.27

5. Ortsbildschutz: Schutzziele ISOS/BLN und Beurteilung durch ENHK

a) Erlach wird im ISOS wie folgt charakterisiert: "Mittelalterliches Landstädtchen in 

malerischer Lage am oberen Ende des Bielersees. Aussergewöhnlich ursprünglich 

erhaltene Oberstadt mit Schloss, am Hangfuss ehemalige Vorstadt und heutiges 

Ortszentrum. Dazwischen Rebberg am See, überbauter Strandboden, Campingplatz und 

Hafen." Besonders bemerkenswert sind laut ISOS das Ortsbild und die Landschaft 

prägende Schloss mit der aussergewöhnlich ursprünglich erhaltenen Oberstadt mit den 

beiden Häuserreihen und dem gepflästerten Gassenbelag.  Das Gebiet wird im ISOS als 

Gebiet 1 bezeichnet (Erhaltungsziel A). Unterhalb von Schloss, Altstadt und Markt zieht 

sich das "Städtchen" den Hangfuss entlang. Die Untere Altstadt ist das heutige 

Ortszentrum und wird im ISOS als Gebiet G2 bezeichnet (Erhaltungsziel A). Im Beschrieb 

werden die geschlossene Gesamtwirkung, die klar durch die Häuserreihen definierten 

Gassenräume sowie die homogenen, nur punktuell durch neue Eingriffe beeinträchtigten 

Gassen herausgestrichen. 

An das Gebiet G2 schliesst sich am Ost- und Südrand der Unterstadt die Umgebungszone 

VI (Erhaltungsziel a) und danach die Umgebungszone XI (Erhaltungsziel b) an, in welcher 

die umstrittene Antenne erstellt werden soll. Der Uferstreifen schliesslich wird im ISOS als 

Umgebungsrichtung VIII bezeichnet (Erhaltungsziel a). Gemäss ISOS steht die offene 

Bauweise der Umgebungen in der Ebene in krassem Gegensatz zur geschlossenen 

Bebauung der alten Stadtteile. Besonders in der Zufahrt von Vinelz her wirkt der 

Ortsbildvordergrund durch Einfamilienhäuser, schräggestellte Wohnblöcke und 

grossvolumige Gewerbebauten in zunehmender Weise gestört. 

26 Leimbacher, Kommentar NHG, Art. 6 NHG N. 22 f..
27 BGE 127 II 273 E. 4c.

14

Wegen der eindrücklichen Lage am oberen Ende des Bielersees und zu Füssen des 

Jolimont kommen dem Ort besondere Lagequalitäten zu. Hervorgehoben werden u.a. die 

geschlossene Silhouette des Schlosses und der hochgelegenen Altstadt gegen den See 

und den Rebberg hin sowie der intensive wechselseitige Sichtbezug des Ortes mit dem 

Heideweg und der St. Petersinsel. Die starke optische Verbindung zwischen der Ober- und 

der Unterstadt über den Schlossrebberg hinweg führt zu besonderen räumlichen 

Qualitäten. Durch die klare Ablesbarkeit der baulichen Entwicklungsphasen, durch das 

siedlungstypologisch interessante Nebeneinander von Schloss, Oberstadt, Markt und 

Unterstadt, durch die bemerkenswert frühen Laubengänge und durch die gesamthaft 

überdurchschnittlich wertvolle Bausubstanz des Mittelalters, des Barocks und des 19. 

Jahrhunderts erhält Erlach im ISOS auch die Höchstqualifikation bezüglich der 

architekturhistorischen Qualitäten.

Zu dem in der Nähe befindlichen BLN-Objekt Nr. 1301 " St. Petersinsel-Heideweg ", 

dessen Perimeter die ganze St. Petersinsel umfasst, wird einzig festgehalten, dass es sich 

um eine durch den Aufenthalt von J. J. Rousseau berühmt gewordene Landschaft von 

hervorragendem Schönheitswert mit vielfaltiger Vogelwelt handle.

b) Die geplante Antenne soll auf dem Strandboden, im ISOS der Umgebungszone XI 

zugeordnet, zu stehen kommen. Dieses Gebiet wird mit dem Erhaltungsziel b qualifiziert, 

und wird von der ENHK in ihrem Gutachten vom 1. April 2014 wie folgt umschrieben (S. 3): 

Es handelt sich "um einen empfindlichen, häufig überbauten Teil des Ortsbildes, dessen für 

die angrenzenden Ortsbildteile wesentlichen Eigenschaften zu erhalten sind. […] Die 

Umgebungszone XI ist grösstenteils mit Einfamilienhäusern locker überbaut. Mit der 

Bootswerft N.________ befinden sich aber auch Gewerbebauten in dieser 

Umgebungszone XI".

Nach Ansicht der ENHK in ihrem Gutachten vom 1. April 2014 überzeugt die bauliche 

Gestaltung des Strandbodens aus raumplanerischer und architektonischer Sicht nicht (S. 

6). Er sei ungeordnet überbaut und wirke durch Einfamilienhäuser und grossvolumige 

Gewerbebauten uneinheitlich und gestört. Die Bootswerft am H.________weg trage 

wesentlich zu dieser Uneinheitlichkeit bei. Bei den Gewerbebauten bestehe aufgrund ihres 

Volumens und ihrer eintönigen, rein auf technische Funktionalität ausgerichteten 

Architektur keine architektonisch-gestalterische Verbindung mit den Einfamilienhäusern auf 

dem Strandboden. 

15

c) Die ENHK formulierte aufgrund des ISOS für den vom Vorhaben betroffenen Teil des 

Ortsbildes die folgenden Schutzziele:
- Ungeschmälerte Erhaltung aller Bauten, Anlageteile und Freiräume, die für die Ablesbarkeit der 

historischen Entwickung des Ortsbildes bedeutsam sind;

- Ungeschmälerte Erhaltung der charakteristischen Silhouette der Oberen Altstadt mit dem 

Schloss sowie der Unteren Altstadt mit ihrer geschlossenen Gesamtwirkung;

- Ungeschmälerte Erhaltung der Freiräume zwischen Schloss und Unterer Altstadt 

(Schlossrebberg);

- Ungeschmälerte Erhaltung des Uferstreifens (Umgebungsrichtung VIII);

- Erhalten der bestehenden Freiräume auf dem Strandboden (Umgebungszone XI);

- Ungeschmälerte Erhaltung des intensiven wechselseitigen Sichtbezugs des Ortes mit dem 

Heideweg und der St. Petersinsel.

d) Für die Abklärung der Frage, ob es sich bei der geplanten Mobilfunkanlage um eine 

Beeinträchtigung des ISOS-Objektes handelt, legte die ENHK die Blickrichtungen fest, 

welche für die Erlebbarkeit des Ortsbildes und dessen Entstehungsgeschichte von 

Bedeutung sind. Sie ging dabei von der heutigen Situation aus und stellte fest, beim 

Augenschein einer Delegation der ENHK am 7. Januar 2014 seien insbesondere die 

Blickrichtungen des von den Beschwerdeführenden vorgeschlagenen Rundgangs bei der 

Beurteilung der Fernwirkung der geplanten Anlage berücksichtigt worden. Zudem sei die 

Beurteilung des Vorhabens ohne Berücksichtigung der abdeckenden Wirkung des 

zweikronigen Nadelbaumes, der sich in unmittelbarer Nähe der geplanten Anlage befinde, 

erfolgt. Folgende Standorte seien für die Beurteilung des Vorhabens von Bedeutung:
- "Seeuferweg auf der Höhe der Hafenanlage der Bootswerft O.________: Auf dem Fussweg, 

der dem Seeufer entlangführt und gemäss Aussagen am Augenschein im Sommer stark 

frequentiert ist, wäre der geplante Masten dort sichtbar, wo der nördlich des 

Gebäudekomplexes der Bootswerft O.________ entlangführende Weg auf den Fussweg am 

Seeufer trifft, sowie von der Brücke aus, die den Kanal, der von der Bootswerft in den Bielersee 

führt, überquert. Zwar würde die Antennenanlage von diesem Standort aus gut sichtbar sein 

und den Jolimont und seine von diesem Standort aus oberste Baumreihe überragen. Der Blick 

auf die Obere Altstadt und das Schloss würde jedoch nicht eingeschränkt, da der vom 

Seeuferweg wahrnehmbare Abstand zwischen Antenne und Schloss genügend gross ist, um 

die Eigenständigkeit der Schlossansicht zu gewährleisten. Dies wäre auch ohne die Präsenz 

des prägnanten Nadelbaumes auf der nördlichen Seite des Werftgebäudes der Fall. Auf den 

übrigen Streckenabschnitten des Seeuferweges ist die Antenne kaum sichtbar: Im Sommer 

wird die Sicht durch dichtes Gehölz und durch Laubbäume versperrt. Im Winter lässt sich die 

16

Antenne in der Vielzahl der vertikalen Elemente der Werftanlage wie Masten, im Wasser 

verankerte Pfähle und Stützpfeiler sowie der Bäume nicht ausmachen. Ein Antennenmast mit 

einer Höhe von 18 m würde sich mit der Gesamtheit der bereits vorhandenen vertikalen 

Elemente vermischen und würde so nicht in Erscheinung treten.

- Aussichtsplattform im See, nordöstlich der Hafenanlage der Bootswerft O.________: Der 

schmale Weg, der vom Fussweg entlang der Hafenanlage der Bootswerft Richtung Nordosten 

abzweigt, führt zu einer erhöhten, auf den See ausgerichteten Aussichtsplattform, die eine 

uneingeschränkte Rundsicht bietet. Der Blick von dieser Aussichtsplattform zurück in Richtung 

des geplanten Antennenstandorts – eine Blickrichtung, die für die Besuchenden dieser 

Aussichtsplattform wohl nur von untergeordneter Bedeutung ist – wird von einer Vielzahl von 

Laubbäumen verdeckt, so dass der Blick auf die Antenne verunmöglicht wird. Da sich der Wald 

sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung fortsetzt, gibt es von der Seeseite her 

keinen Standort, von dem aus die Antennenanlage einsehbar ist.

- Südlich der Kreuzung H.________/F.________/Heidenweg: Von der Kreuzung 

H.________/F.________/Heidenweg dem H.________weg folgend wäre die geplante 

Antennenanlage sichtbar, sobald die sich auf der linken Strassenseite befindende Baugruppe, 

zu der das Restaurant Du Port gehört, den Blick auf die im Chaletstil erbauten Häuser 

H.________weg 25 bis 33 freigibt. Allerdings tritt sie kaum als Einzelelement in Erscheinung, 

sondern wird Teil des Riegels gegen den See, bestehend aus den Häusern im Chaletstil, den 

dahinter liegenden modernen Gewerbebauten und der Baumreihe am See.

- Märit 4: Der Platz beim Übergang zur Unteren Altstadt, südlich der Primarschule am Märit 4, 

bietet einen Blick auf einen Teil der Häuser der Unterstadt am Hangfuss. Der Antennenmast 

wäre von diesem Standort aus in der Ferne sichtbar, da er vor dem dunklen Hintergrund des 

Hügelzugs auf der gegenüberliegenden Seeseite als weisses Element erscheinen würde. Der 

Blick wird allerdings durch die Vielzahl der Häuser aus verschiedenen Epochen sowie durch 

vertikale Elemente wie Kamine und Strassenlaternen abgelenkt, so dass die Antennenanlage in 

der Ferne optisch nicht ins Gewicht fällt.

- Schloss Erlach: Die Terrasse beim Schloss Erlach erlaubt einen weiten Blick über den 

Bielersee. Die das Seeufer säumende Baumreihe grenzt das Städtchen Erlach gegen den See 

hin ab. Sie bildet einen lückenlosen Abschluss, bestehend aus einer Vielzahl filigraner 

Verästelungen, die den See wie ein Gewebe vom Städtchen trennt. Die geplante Antenne 

käme vor diesem Hintergrund zu stehen und wäre von der Terrasse des Schlosses aus 

sichtbar, würde diesen Hintergrund jedoch nicht überragen, sondern als Teil der miteinander 

verwobenen Strukturen wahrgenommen.

- Jolimontstrasse, südlich Oberi Gruesse: Von diesem Standort aus wäre die Antenne sichtbar. 

Doch auch von hier aus vermischt sie sich visuell mit der das Städtchen gegen den See hin 

abschliessenden Baumreihe.

- Manuelweg, südlich von Underi Gruesse: Von diesem Standort aus ist die Antennenanlage 

sichtbar. Die modernen Gewerbebauten der Bootswerft O.________ und des Gebäudes am 

17

H.________weg 35 werden von der mittelalterlich geprägten Dachlandschaft beinahe verdeckt. 

Deren klare horizontale Linie wird von der Antennenanlage als Senkrechte deutlich überragt, 

wodurch die Antennenanlage als Fremdelement die charakteristische Silhouette der 

Dachlandschaft durchbricht."

e) Die ENHK kommt zum Schluss die Prüfung der wesentlichen Bezüge, dass durch 

den Bau der Antenne mit der vorgesehenen Höhe von 18 m die oben definierten 

Schutzziele, abgesehen von der Forderung nach der ungeschmälerten Erhaltung der 

charakteristischen Silhouette der Unteren Altstadt, kaum beeinträchtigt werden. Die 

besonderen Lagequalitäten, begründet mit der geschlossenen Silhouette des Schlosses 

und der hochgelegenen Altstadt sowie dem intensiven wechselseitigen Sichtbezug 

zwischen Erlach und der St. Petersinsel, würden durch das Vorhaben zudem nicht 

zusätzlich geschmälert: Die Ansicht vom Seeuferweg oder von der St. Petersinsel auf die 

Obere Altstadt mit dem Schloss werde nicht zusätzlich beeinträchtigt, da sie auch ohne das 

Vorhaben durch Schiffsmasten und Bäume eingeschränkt werde. Umgekehrt bleibe der 

Blick vom Schloss auf den Bielersee weiterhin frei. In dem Panorama, das sich den 

Betrachtenden auf der Schlossterrasse biete, sei die aus der Ferne erkennbare Antenne 

nur ein verschwindend kleines Element, welches sich im Gewirr der Baumäste verliere. Die 

freie Sicht auf die St. Petersinsel werde somit vom geplanten Vorhaben aus keinem 

Blickwinkel beeinträchtigt.

Nur beim Standort Märit 4 und beim Standort Manuelweg, südlich von Underi Gruesse, 

wäre die Antenne nach den Ausführungen der ENHK derart sichtbar, dass sie sich vom 

Hintergrund abhebt. Beim Märit 4 sei sie bei heller Farbgebung ohne weiteres erkennbar. 

Weil die Antenne mit ihren 18 m Höhe den Hügelzug auf der gegenüberliegenden Seeseite 

optisch nicht überragen könne, würde eine dunkle Farbgebung ihre Auffälligkeit stark 

reduzieren. Beim Manuelweg wäre die Antenne nach Einschätzung der ENHK in störender 

Weise sichtbar und würde das Schutzziel mit der Forderung nach der ungeschmälerten 

Erhaltung der charakteristischen Silhouette der Unteren Altstadt beeinträchtigen, was 

neben den bereits bestehenden Eingriffen in das Ortsbild von Erlach eine leichte 

zusätzliche Beeinträchtigung darstellen würde. Auch hier würde aber eine dunkle 

Farbgebung die farbliche Einpassung der Antennenanlage in die dichten, sich vor dem See 

dunkel abhebenden Laubbäume unterstützen.

Der Strandboden erscheint der Kommission als Standort für die Mobilfunkantenne als 

geeignet, solange die Anlage nicht als freistehendes Einzelelement in Erscheinung tritt. 

18

Eine an der Bootswerft angebrachte Antenne sei in ihrer Eigenschaft als rein technisches 

Element zudem optisch in diesen bereits bestehenden Fremdkörper integriert und wirke 

nicht als zusätzliches, eigenständiges und störendes Fremdelement. Mit einer dunklen 

Farbgebung liesse sich die Antenne zudem in den aus Laubbäumen bestehenden, die 

Kleinstadt Erlach zum See hin abschliessenden Hintergrund eingliedern.

f) Insgesamt kommt die ENHK zum Schluss, dass eine Antenne von höchstens 18 m 

zu einer leichten zusätzlichen Beeinträchtigung des Ortsbildes von nationaler Bedeutung 

führt. Im Sinne der grösstmöglichen Schonung erachtet es die Kommission als sinnvoll zu 

prüfen, ob eine Reduktion der Anlage von 18 m auf 15 m von der Abdeckung her ebenfalls 

möglich wäre, da dadurch die Beeinträchtigung weiter reduziert werden könnte. Zudem 

beantragt sie, für die Anlage eine dunkle, matte Farbe zu wählen.

6. Ortsbildschutz: Leichte Beeinträchtigung und Interessenabwägung

a) Eine Mobilfunkanlage lässt sich unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht ohne 

weiteres mit Gebäuden vergleichen. Zum einen ist das Erscheinungsbild einer 

Mobilfunkanlage vorwiegend durch die technischen Gegebenheiten bedingt. Die 

Gestaltungsmöglichkeiten sind daher gering. Ausserdem besteht die Besonderheit, dass 

Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer Funktion in der Regel gut sichtbar sind, womit ihnen 

praktisch an jedem Standort von vornherein etwas Störendes anhaftet. Dies allein vermag 

jedoch nicht ohne weiteres einen Bauabschlag zu rechtfertigen, ansonsten ein 

flächendeckendes Mobilfunkantennenverbot resultieren würde.28 Ein Bauabschlag aus 

ästhetischen Gründen kommt bei Mobilfunkantennen praktisch nur in Frage, wenn der 

beeinträchtigten Umgebung, Silhouette oder Horizontlinie erhöhte Schutzwürdigkeit 

zukommt.29

b) Das sorgfältig verfasste Gutachten der ENHK ist vollständig und überzeugt auch 

sachlich. Die umstrittene Antenne mit einer Höhe von 18 m überragt das angrenzende 

Gebäude der Bootswerft P.________ ab Dachtraufe um rund 13 m. Es sind lediglich zwei 

Antennenpanels und keine Richtfunkantennen vorgesehen, damit wirkt die Antenne auch 

28 VGE 100.2010.66 vom 16. August 2010, E. 2.3, VGE 233330 vom 31. März 2009, E. 3.3, VGE 22852 vom 
8. November 2007, E. 7.4.
29 VGE 22095/22101/22102 vom 24. Oktober 2006 E. 4.7.3.

19

im obersten Bereich nicht sehr voluminös. Die hier umstrittene Antenne ist mit diesen 

Dimensionen deutlich bescheidener als die von den Beschwerdeführenden erwähnte 

D.________-Antenne auf der Nachbarsparzelle (Parzelle Erlach Grundbuchblatt 

Q.________ welche vor gut zehn Jahren sowohl von der BVE als auch vom 

Verwaltungsgericht als ortsbildunverträglich eingestuft wurde.30 Letztere wies eine Höhe 

von 25 m auf und sah neben je einer Reihe UMTS- und GSM-Antennen auch noch 

mehrere Richtfunkantennen vor31. Aufgrund dieser unterschiedlichen Ausgangslage 

können die beiden Antennenanlagen nicht verglichen werden und es lassen sich aus den 

damaligen Entscheiden keine Rückschlüsse auf die vorliegend zu beurteilende Antenne 

ziehen. 

Die unmittelbare Umgebung der Antenne (Strandboden) ist weiter von mässiger 

raumplanerischer und architektonischer Qualität, wie dies sowohl in den Erläuterungen des 

ISOS festgehalten als auch von der ENHK ausgeführt wird. Die ENHK legt zudem 

überzeugend dar, dass die besonderen Lagequalitäten, begründet mit der geschlossenen 

Silhouette des Schlosses und der hochgelegenen Altstadt sowie dem intensiven 

wechselseitigen Sichtbezug zwischen Erlach und der St. Petersinsel, durch das Vorhaben 

nicht zusätzlich geschmälert werden. Die zu den Akten genommenen Fotos vom 8. Mai 

2014 bestätigen den Eindruck der Kommission, wonach die Ansicht vom Seeuferweg auf 

die Obere Altstadt mit dem Schloss nicht zusätzlich beeinträchtigt wird, da sie auch ohne 

das Vorhaben durch Schiffsmasten und Bäume eingeschränkt ist (vgl. Fotos Standort 3, 4 

und 5). Zwar ist die Antenne vom Seeuferweg teilweise gut sichtbar und überragt von 

diesem Standort den Jolimont im Hintergrund (vorab bei der kleinen Brücke über dem 

Kanal sowie bei der Einmündung des Wegs entlang der Bootswerft auf den Seeuferweg, 

vgl. Fotos Standort 3 und 4).  Es zeigt sich aber, dass von diesen Standorten aus die 

Antenne den Blick auf die Obere Altstadt und das Schloss nicht einschränkt. Wie die 

Kommission richtig feststellt, ist der vom Seeuferweg wahrnehmbare Abstand zwischen 

Antenne und Schloss genügend gross, um die Eigenständigkeit der Schlossansicht zu 

gewährleisten. Ebenso wenig wird die Blickrichtung vom Schloss auf den See und die St. 

Petersinsel durch das Vorhaben beeinträchtigt. Von der Schlossterrasse aus (vgl. Foto 

Standort 8) ist die Antenne zwar in der Ferne erkennbar, sie überragt aber die 

30 Urteil BVE vom 15. Oktober 2002 (RA Nr. 11095-02 B1) und VGE 21569U vom 20. Januar 2004.
31 Das Verwaltungsgericht konnte damals offen lassen, ob die im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
angekündigte Projektänderung, nach welcher weniger Antennen und nur eine Richtfunkantenne vorgesehen 
gewesen  wären, hätte berücksichtigt werden müssen, da die Antenne aufgrund der unveränderten Höhe 
ohnehin nicht bewilligungsfähig war.  

20

dahinterliegenden Bäume nicht und stellt daher ein Element dar, welches nicht als störend 

wahrgenommen wird. 

c) Die Sichtbarkeit der geplanten Antenne kann zusätzlich minimiert werden, wenn –

entsprechend der Empfehlung der ENHK – eine dunkle, matte Farbe gewählt wird. Im 

Sinne der grösstmöglichen Schonung erscheint dies sinnvoll, so dass der Entscheid mit 

einer entsprechenden Auflage ergänzt wird (vgl. III. Entscheid, Ziff. 1 Bst. a). Mit dieser 

farblichen Einpassung der Antennenanlage in die dichten, sich vor dem See dunkel 

abhebenden Laubbäume gelingt eine unauffällige Einordnung. Dies hat zur Folge, dass 

sich die Antenne mit Sicht von der Oberen Altstadt und damit auch vom Standort Märit 4, 

vom Schloss sowie von der Jolimontstrasse und vom Manuelweg visuell mit der das 

Städtchen gegen den See hin abschliessenden Baumreihe vermischt und damit aus dieser 

Distanz kaum mehr erkennbar ist (vgl. Fotos Standort 7 bis 10). Wie die ENHK richtig 

feststellt, überragt die geplante Antenne vom Standort Manuelweg, südlich von Underi 

Gruesse, die Silhouette der Unteren Altstadt deutlich (vgl. insbesondere gezoomtes Foto 

Standort 10). Allerdings bleibt sie auch hier unter den Baumwipfeln der dahinterliegenden 

Bäume und wird daher, mit der zusätzlichen farblichen Einpassung, kaum als störend 

wahrgenommen. Die Beeinträchtigung der charakteristischen Silhouette der Unteren 

Altstadt als Teil des geschützten Ortsbildes ist damit nur noch als sehr geringfügig 

einzustufen.

d) Die projektierte Antenne mit einer Höhe von 18 m hat damit einzig vom Standort 

Manuelweg, südlich von Underi Gruesse, mit Blick Richtung See eine leichte 

Beeinträchtigung des geschützten Ortsbildes zur Folge, indem sie die charakteristische 

Silhouette der Dachlandschaft der Unteren Altstadt durchbricht. Allerdings ist diese in 

Berücksichtigung der neuen Auflage zur farblichen Einpassung als nur noch minimal 

einzustufen. 

Da die Antenne vom Städtchen her blickend die dahinter liegende Baumreihe nicht 

überragt und nicht im direkten Sichtfeld Richtung St. Petersinsel liegt, kann schliesslich ein 

Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1301 " St. Petersinsel-Heideweg ", dessen Perimeter die 

ganze St. Petersinsel umfasst, ausgeschlossen werden.

e) Mit der Aufnahme eines Objekts in ein Inventar des Bundes ist kein absolutes 

Veränderungsverbot verbunden. Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung ist 

21

aber nur zugelassen, wenn der Eingriff unter dem Grundsatz der grösstmöglichen 

Schonung erfolgt. Leichte Eingriffe sind zulässig, wenn sie im Rahmen einer 

Interessenabwägung gerechtfertigt erscheinen. In jedem Fall ist dafür zu sorgen, dass der 

Eingriff in das Schutzobjekt im Sinne der grösstmöglichen Schonung soweit möglich 

minimiert wird.32 

f) Es gilt somit, eine Abwägung zwischen den Interessen des Ortsbildschutzes und den 

Interessen an einer qualitativ guten Versorgung mit Mobilfunkdiensten vorzunehmen. 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach dem Rückbau der Antenne auf dem Postgebäude 

(Liegenschaft "im Städtchen 6", Parzelle Nr. 963) in der Stadt eine Versorgungslücke 

entstand, welcher dazu führte, dass sich zahlreiche Einwohner mittels 

Unterschriftensammlung beschwerten und dass ein Provisorium am H.________weg nötig 

wurde.33 Dies wird auch von den Beschwerdeführenden nicht bestritten (vgl. S. 9 

Beschwerde). Das Provisorium, nur mit einer GSM-Antenne ausgerüstet, soll nun durch die 

hier umstrittene Antenne ersetzt werden. Dass dabei neben dem GSM-Standard auch 

UMTS angeboten werden soll, entspricht den heutigen Bedürfnissen einer schnellen 

Datenübertragung und damit den Erfordernissen an eine qualitativ ausreichende 

Versorgung. In Anbetracht des Umstands, dass der Eingriff in das geschützte Ortsbild von 

Erlach nur noch als minimal einzustufen ist (vgl. E. 6 c/d), überwiegen die Interessen an 

einer leistungsfähigen und ausreichenden Mobilfunkversorgung.   

g) Im Rahmen dieser Interessenabwägung ist – entsprechend den Ausführungen der 

ENHK – auch zu prüfen, ob im Sinne der grösstmöglichen Schonung eine Reduktion der 

Anlage von 18 m auf 15 m möglich wäre. Allerdings wäre der Nutzen dieser Massnahme 

aus Sicht des Ortsbildschutzes sehr bescheiden. So machen die Fotos vom kritisierten 

Standort "Manuelweg, südlich von Underi Gruesse" (vgl. Fotodokumentation vom 8. Mai 

2014, Foto Standort 10) deutlich, dass auch bei einer Reduktion der Masthöhe um 3 m die 

Silhouette der Dachlandschaft der unteren Altstadt weiterhin klar überschritten bleibt. In 

Anbetracht der verlangten farblichen Anpassung und der Tatsache, dass auch die 

projektierte Antenne mit einer Höhe von 18 m nicht über die dahinterliegenden Bäume ragt, 

ist der Gewinn einer drei Meter kleineren Antenne in ästhetischer Hinsicht nahezu 

32 Seitz/Zimmermann, Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz NHG: Bundesgerichtliche 
Rechtsprechung 1997.2007, in URP/DEP 2008 103, S. 128 f mit Hinweis auf BGer. 1A.151/2002 vom 
22.1.2003, E. 4.1.
33 Vgl. Schreiben Gemeinderat Erlach an das Rechtsamt der BVE vom 29. November 2011, Vorakten, Beilage 
zur Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 1. Februar 2013.

22

vernachlässigbar. Dieser unbedeutenden ästhetischen Verbesserung steht eine deutliche 

Leistungseinbusse der Antenne aufgrund des Höhenverlusts gegenüber, da bei reduzierter 

Höhe die Einhaltung der Anlagegrenzwerte (AGW) an den relevanten Orten mit 

empfindlicher Nutzung (OMEN) nur noch gewährleistet werden kann, wenn die 

Sendeleistung reduziert wird. Dabei kann offen bleiben, wie stark diese Leistungseinbusse 

effektiv ist und welchen Einfluss diese auf die Versorgung des Städtchens Erlach hat. 

Entscheidend ist einzig, dass eine weniger hohe Antenne unbestrittenermassen zu einer 

Reduktion der Sendeleistung und des Abdeckungsperimeters führt und damit die dadurch 

entstandenen Nachteile aus Sicht der Mobilfunkabdeckung in keinem Verhältnis stehen zu 

dem geringfügigen positiven Effekt aus Sicht des Ortsbildschutzes. 

Damit ist festzustellen, dass die Interessen an einer besseren Mobilfunkversorgung mit 

einer 18 m hohen Antennenanlage den äusserst geringfügigen Interessen an einer 

Reduktion der Antennenhöhe auf 15 m aus ästhetischer Sicht klar überwiegen.

h) Schliesslich verlangen die Interessenabwägung und der Grundsatz der 

grösstmöglichen Schonung des geschützten Objekts eine Prüfung von 

Alternativstandorten. Es stellt sich die Frage, ob realistische Alternativstandorte in Frage 

kommen, welche sich im Vergleich zum geplanten Standort aus Sicht des Ortsbildschutzes 

als vorteilhafter erweisen. Die Beschwerdeführenden sind der Ansicht, Alternativstandorte 

seien nur ungenügend geprüft worden. 

Eine rechtsgenügliche Prüfung verlangt dabei "keinen strikten Beweis dafür, dass 

überhaupt kein geeigneter Alternativstandort vorhanden ist. Denn ein solcher Beweis wäre 

kaum je zu erbringen, da sich grundsätzlich jeder Standort mit dem Argument in Frage 

stellen lässt, dass sich ein noch besserer finden liesse. Erforderlich, aber auch hinreichend 

ist, dass konkrete, realistische Alternativstandorte aufgrund einer umfassenden 

Interessenabwägung weniger geeignet erscheinen als der gewählte Standort.“34 Dabei ist 

auch hier zu berücksichtigen, dass die Antenne am vorgesehenen Standort nur einen sehr 

geringfügigen Eingriff in das geschützte Ortsbild von Erlach darstellt (vgl. E. 6 c/d). Weiter 

ist zu beachten, dass die ENHK den Strandboden mit den Gewerbebauten aufgrund seiner 

mässigen architektonischen und raumplanerischen Qualität als Standort für die 

Mobilfunkantenne grundsätzlich als geeignet erachtet.

34 VGE 100.2009.446 vom 17. November 2011, E. 2.6.

23

Gemäss Ausführungen der Beschwerdegegnerin sind zusammen mit der Gemeinde 

Alternativstandorte gesucht worden, welche eine Versorgung von Erlach ebenfalls 

sicherstellen könnten. Es hätten sich zwei Standorte ergeben.35 Im vorinstanzlichen 

Verfahren prüfte die OLK diese beiden Standorte, einerseits den geplanten Standort und 

andererseits ein Alternativstandort auf dem Gebäude der Firma S.________ am 

F.________ 7. Dabei sprach sie sich klar für den geplanten Standort aus.36 Sie führte aus, 

dass es sich beim Gebäude der Firma S.________ um ein grosses Verwaltungs- und 

Fabrikationsgebäude handle, welches inselartig in der näheren, heterogenen Bebauung in 

Erscheinung trete. Daraus resultiere eine starke städtebauliche Präsenz der Baute, welche 

ausserdem im Blickfeld der nahen Altstadt liege. Die Nähe zur Altstadt und die prominente 

Lage dieses Standorts würden kritisch beurteilt. Die BVE sieht keinen Anlass, von diesen 

überzeugenden Ausführungen abzuweichen. 

Die Beschwerdeführenden bringen vor, aus Sicht der Versorgung des Städtchens sei es 

unverständlich, weshalb nicht auch Alternativstandorte beim Schiffshafen oder beim 

Tennisplatz näher geprüft worden seien. Gemäss den Ausführungen in der Stellungnahme 

vom 14. Oktober 2013 erachtet die Gemeinde diese Standorte aus ästhetischer Sicht als 

heikler, da sie von den Aussichtsstandorten beim Schloss oder von der Jolimontstrasse her 

im direkten Sichtfeld Richtung Heidenweg/St. Petersinsel liegen würden. Dies ist plausibel. 

Die Standorte liegen im Vergleich zum geplanten Standort näher bei der St. Petersinsel. 

Aus Sicht des von der ENHK auf Grundlage des ISOS definierten Schutzziels 

"Ungeschmälerte Erhaltung des intensiven wechselseitigen Sichtbezugs des Ortes mit dem 

Heideweg und der St. Petersinsel" würden diese Standorte damit schlechter abschneiden. 

Dazu kommt, dass sich der Tennisplatz  gemäss ISOS in der Umgebungsrichtung VIII mit 

Erhaltungsziel a (Uferzone) befindet und dieser Standort damit ein höheres Erhaltungsziel 

aufweist. Eine Antenne im Bereich des Schiffshafens würde schliesslich exponierter 

auftreten, da der Baumbestand am Seeufer nicht so dicht ist wie am geplanten Standort. 

Die weiteren, von den Beschwerdeführenden erwähnten Alternativstandorte (geplantes 

Feuerwehrmagazin bei der Gärtnerei T.________, Schützenhaus bei bestehender 

Antenne) sind aufgrund der grösseren Distanz zum Städtchen hinsichtlich der Abdeckung 

des beabsichtigten Gebiets deutlich nachteilhafter und kommen daher – in 

35 Protokoll Augenschein vom 18. Dezember 2013 S. 7 f., Votum G.________.
36 Bericht OLK "Ersatzstandort Mobilfunkantenne in Erlach" vom 24. Januar 2012, in den Beschwerdeakten.

24

Berücksichtigung des minimalen Eingriffs der Antenne in das Ortsbild beim geplanten 

Standort – als valable Alternativstandorte bereits aus diesem Grund nicht in Frage. 

i) Zusammenfassend kann die gemäss ENHK leichte zusätzliche Beeinträchtigung des 

geschützten Ortsbildes von Erlach durch die projektierte Antenne mit einer Höhe von 18 m 

mittels Aufnahme einer Auflage zur farblichen Anpassung zusätzlich reduziert werden und 

ist damit nur noch als minimal zu bezeichnen. Im Rahmen der vorzunehmenden 

Interessenabwägung überwiegen die Interessen an einer qualitativ guten Versorgung mit 

Mobilfunkdiensten den nur geringfügig tangierten Interessen des Ortsbildschutzes. Eine 

Prüfung von Alternativstandorten ist erfolgt. Mögliche Alternativstandorte, welche besser 

geeignet erscheinen als der gewählte Standort, sind nicht erkennbar. Das umstrittene 

Vorhaben ist damit vereinbar mit den Vorgaben von Art. 6 NHG und des ISOS und steht 

auch in Einklang mit Art. 542 GBR und den Gestaltungsvorschriften des kantonalen und 

kommunalen Rechts.

7. Grenzwerte/OMEN

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, gemäss technischem Datenblatt könne der 

elektrische Neigungswinkel in einem Bereich von 0° bis -14° eingestellt bzw. variiert 

werden. Die Swisscom habe ausgeführt, dass sie den Neigungswinkel neu von -14° auf -

12° einstelle. Die Vorinstanz aber habe nicht vorgegeben, wie der vertikale Neigungswinkel 

eingestellt werden müsse. Es sei auch kein Hinweis auf ein Qualitätssicherungssystem 

sichtbar. Damit bleibe unklar, was in der Betriebsphase geschehe. Da der mögliche 

vertikale Sendungswinkel (-14°) den Grenzwert bei OMEN 9 und unter Umständen bei 

OMEN 6 verletze, sei das Projekt nicht zu bewilligen, wenn nicht sichergestellt sei, dass 

während des Betriebs der Anlage maximal ein vertikaler Sendewinkel von -12° eingestellt 

werden könne. Dieser Sendewinkel sei zumindest in Form einer verbindlichen Auflage zu 

limitieren, was von der Vorinstanz unterlassen worden sei. 

Den Ausführungen des beco in der Stellungnahme vom 8. Oktober 2013 folgend ist der 

reduzierte maximale Neigungswinkel der Antenne 1_SC09  (-12°) im Standortdatenblatt 

korrekt eingetragen und verbindlich. Um zu verhindern, dass die vertikalen Neigungswinkel 

ferngesteuert weiter nach unten gestellt werden, werden die Mobilfunkanlagen mit einer 

Überwachungssoftware betrieben. Auf Seite 5 des Standortdatenblattes findet sich der 

25

Hinweis auf dieses Qualitätssicherungssystem (QS-System). Das Bundesgericht und das 

Verwaltungsgericht haben mehrfach bestätigt, dass dieses QS-System den Anforderungen 

an eine wirksame Kontrolle der bewilligten Sendeleistung und an die Einhaltung der 

immissionsrechtlichen Grenzwerte genügt.37 Demnach dürfen Anlagen bewilligt werden, 

auch wenn die im Standortdatenblatt deklarierte Strahlungsleistung der Antennen nicht der 

maximal möglichen Leistung entspricht.38 Die BVE sieht keinen Anlass für eine andere 

Beurteilung. Eine Auflage im Entscheid, wie sie von den Beschwerdeführenden verlangt 

wird, ist damit nicht notwendig. 

b) Die Beschwerdeführenden zweifeln bei diversen OMEN die Einhaltung der 

Grenzwerte an (vgl. nachfolgend) und fordern diesbezüglich den Beizug bzw. eine 

Stellungahme eines unabhängigen Experten. 

Für die Beantwortung der Frage, ob die Grenzwerte eingehalten sind, ist für die BVE die 

technische Beurteilung des beco, der kantonalen Fachbehörde für nichtionisierende 

Strahlung, massgebend. Das beco überprüfte sowohl im Baubewilligungs- als auch im 

Beschwerdeverfahren die von der Beschwerdegegnerin gemachten Angaben im 

Standortdatenblatt. Nach dem Standortdatenblatt beträgt die Strahlung am 

höchstbelasteten Ort für den kurzfristigen Aufenthalt (OKA) 5.26 V/m; sie schöpft den 

Immissionsgrenzwert lediglich zu 10.3 % aus. An den drei höchstbelasteten Orten mit 

empfindlicher Nutzung (OMEN Nr. 3, 7 und 9) erreicht die elektrische Feldstärke Werte von 

4.92, 4.38 und 4.83 V/m, womit der Anlagegrenzwert von 5 V/m ebenfalls unterschritten 

wird. Das beco hat diese Berechnungen als korrekt befunden und dementsprechend die 

Anlage zur Bewilligung empfohlen.39 Die BVE sieht keine Veranlassung, die technische 

Beurteilung der kantonalen Fachbehörde in Zweifel zu ziehen. Auf das Einholen einer 

Stellungnahme eines Experten kann daher verzichtet werden.  

c) Nach Ansicht der Beschwerdeführenden hätte beim OMEN 6 als korrekter Messpunkt 

der Raum im ersten Obergeschoss des Gebäudes gewählt werden müssen. Daher werde 

der Grenzwert bei einem elektrischen Neigungswinkel von -14° sehr deutlich überschritten 

und auch bei einem Neigungswinkel von -12° sei eine Überschreitung zu erwarten. Auch 

37 Statt vieler: BGer 1C_440/2010 vom 8. März 2011 E. 4.3 mit Hinweisen, 1C_118/2010 vom 20. Oktober 
2010, 1C_282/2008 vom 7. April 2009, 1C_45/2009 vom 6. Juli 2009 E. 2.3, 1C_316/2007 vom 30. April 
2008 E. 7.; VGE in BVR 2007 S. 126 E. 5.5.5 f.; VGE 22852 vom 8. November 2007.

38 BGer 1A.6/2007 vom 6. September 2007, E. 5.1.
39 Amtsbericht vom 30. Oktober 2012 und Schreiben vom 23. Juli 2013 zum angepassten Standortdatenblatt.

26

wenn vorhandene Werk- oder Büroräume aktuell nicht genutzt würden, seien sie als OMEN 

anzusehen, wenn eine Wiederinbetriebnahme jederzeit möglich sei. Gemäss den 

Ausführungen des beco hat sich die im ursprünglichen Standortdatenblatt angenommene 

Höhe des Berechnungspunktes im 1. OG nach einer Begehung vor Ort, auch innerhalb des 

Gebäudes, als falsch erwiesen. Die Lage des OMEN 6 sei richtigerweise 1.5 m ab Boden 

(in der Werkstatt); darüber befinde sich nur eine Lagerraum. Es besteht keinen Anlass, an 

diesen Aussagen der Fachbehörde zu zweifeln, zumal diese die Situation vor Ort geprüft 

hat. Wie das beco richtig ausführt, gilt ein Lagerraum gemäss Vollzugsempfehlung zur 

NISV nicht als OMEN40. Im Falle einer Umnutzung des Lagerraums müsste der dadurch 

neu entstandene OMEN neu überprüft werden (vgl. Auflage D7 im Amtsbericht des beco 

vom 30. Oktober 2012). Der Anlagegrenzwert (AGW) ist schliesslich beim OMEN 6 gemäss 

Standortdatenblatt mit 3.75 V/m deutlich unterschritten. 

d) Betreffend OMEN 8 rügen die Beschwerdeführenden, wegen des Wellblechdachs 

und den Wohnräumen mit Fensterfront sei nicht eine Gebäudedämpfung von 5 dB, 

sondern eine solche von 0 dB einzusetzen. Bei diesem OMEN beträgt die elektrische 

Feldstärke der Anlage gemäss Standortdatenblatt bloss 2.54 V/m. Da gemäss beco selbst 

bei einer Gebäudedämpfung von 0 dB der AGW eingehalten wird, kann offen bleiben, 

welche Gebäudedämpfung massgebend ist. 

e) Bei den OMEN 4 und 5 kritisieren die Beschwerdeführenden die Höhe des 

Messpunkts. Die im Standortdatenblatt angenommene Höhe von 3.51 m bzw. 3.28 m für 

die Wohnräume im ersten OG würden nicht den Tatsachen entsprechen. Realistisch sei 

vermutlich eine Höhe von 4 bis 4.5 m, wobei sich der berechnete Punkt bei OMEN 5 in 

Hauptstrahlrichtung an der Südostfassade befinden müsse. Auch bei weiteren 

Messpunkten bezweifeln die Beschwerdeführenden die Höhenangaben der Messpunkte 

und verlangen eine Überprüfung (vorab OMEN 3 und OMEN 9). Das beco entgegnet, die 

entsprechenden Höhen würden mit einem Tachymeter (mit Lasermessung und 

elektronischer Datenerfassung) vor Ort zentimetergenau ermittelt. Auch seine Beurteilung 

vor Ort lasse die entsprechenden Höhenangaben als plausibel erscheinen. Der Standpunkt 

der Beschwerdeführenden basiert auf blossen Vermutungen; damit vermögen sie die mit 

technischen Hilfsmitteln vorgenommene und aus Sicht der Fachbehörde plausible 

Höhenbemessung im Standortdatenblatt nicht zu entkräften. Wie das beco ausführt, ist 

40 BUWAL, Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, Bern 2002, S. 15.

27

schliesslich bei der Berechnung eines OMEN in einem Gebäude nicht immer die nähere 

Fassadenseite zur Antenne hin diejenige mit dem höchsten Wert. Selbst bei einer 

Berechnung mit 0 dB für die horizontale und vertikale Richtungsdämpfung bei OMEN 5 und 

6 sei der AGW noch eingehalten. Auch hier sieht die BVE keinen Anlass, diese 

Ausführungen anzuzweifeln.

f) Die Beschwerdeführenden sind zudem der Ansicht, auch bei den Gebäuden auf den 

Parzellen J.________ und K.________ seien erhebliche Feldstärken zu erwarten, die 

rechnerisch überprüft werden sollten. Den Ausführungen des beco folgend kann bei diesen 

Punkten eine Überschreitung der AGW ausgeschlossen werden: Die Parzelle 

Nr. J.________ liegt genau zwischen den beiden Hauptstrahlrichtungen, wo eine 

Überschreitung der AGW gemäss den Erfahrungen des beco ausgeschlossen werden 

kann. Bei der Parzelle Nr. K.________ kommt das beco zum Schluss, dass der Wert der 

elektrischen Feldstärke deutlich unterhalb des AGW liege, wenn man die horizontale und 

vertikale Richtungsdämpfung mit 0 dB berechne (worst-case Betrachtung). Schon rein 

aufgrund der Distanz dieser Parzelle zur Antenne erscheint diese Aussage der 

Fachbehörde glaubhaft. Ein Indiz dafür mag auch der unmittelbar neben der Parzelle Nr. 

K.________ liegende OMEN 7 sein. Dieser Messpunkt befindet sich etwas näher bei der 

projektierten Antenne und etwa in gleicher Entfernung von der Hauptstrahlrichtung wie das 

Gebäude auf der Parzelle Nr. K.________. Er weist eine errechnete Feldstärke von 4.38 

V/m aus. Die Beschwerdeführenden vermögen die nachvollziehbaren Aussagen des beco 

mit ihren pauschalen Ausführungen nicht in Frage zu stellen.

g) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde bezüglich der Rügen, die 

Grenzwerte seien überschritten, als nicht stichhaltig.

h) Mit Fachbericht vom 30. Oktober 2012 verlangte das beco eine Abnahmemessung 

für die OMEN 5, 7 und 10 (Auflage D8). Der Amtsbericht ist integrierender Bestandteil des 

Gesamtentscheids des Regierungsstatthalteramts vom 13. August 2013 (Entscheid Ziffer 

1.2). Die Beschwerdeführenden verlangen in ihrer Beschwerde zusätzlich eine 

Nachkontrolle bei den OMEN 2, 3, 4, 6 und 9. 

Die Strahlung im Baubewilligungsverfahren kann nur berechnet, nicht aber gemessen 

werden. Die Prognoserechnung kann daher nicht alle Feinheiten der Strahlenausbreitung 

berücksichtigen. Aus diesem Grund muss nach der Inbetriebnahme der Anlage eine 

28

Abnahmemessung durchgeführt werden, wenn gemäss rechnerischer Prognose der 

Anlagegrenzwert an einem OMEN zu 80 % erreicht wird. In begründeten Fällen kann die 

Behörde diese Schwelle auch niedriger ansetzen41. 

Das beco ordnet bei den OMEN 5, 7 und 10 eine Abnahmemessung an. Die 80%-Schwelle 

wird gemäss den Angaben im Standortdatenblatt zudem bei den OMEN 2, 3, 4 und 9 

überschritten. Das beco führt in seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2013 zwar aus, die 

80 %-Schwelle sei als Richtwert zu betrachten und unter Berücksichtigung der realen 

Situation eines OMEN vor Ort und der Erfahrung aus unzähligen Abnahmemessungen 

werde in begründeten Fällen von diesem Richtwert abgewichen. Die Fachstelle begründet 

jedoch vorliegend nicht konkret, wieso bei den erwähnten OMEN keine Abnahmemessung 

angeordnet wurde, obwohl die 80 %-Schwelle überschritten wird. Unter diesen Umständen 

ist es angezeigt, diese Abnahmemessung auch noch bei den OMEN 2, 3, 4 und 9 

anzuordnen.

8. Zusammenfassung und Kosten

a) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführenden zu Recht vorbringen, 

die Vorinstanz hätte ein Gutachten bei der ENHK einholen müssen. Dieser 

Verfahrensmangel konnte aber im Beschwerdeverfahren geheilt werden. Weiter wird der 

Entscheid mit zwei Auflagen ergänzt (vgl. III. Entscheid, Ziffer. 1). Ansonsten erweisen sich 

die Rügen der Beschwerdeführenden als unbegründet und der vorinstanzliche Entscheid 

wird bestätigt.

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache 

wird eine Pauschalgebühr von Fr. 200.00 bis Fr. 4'000.00 je Beschwerde erhoben (Art. 19 

Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV42). Die Pauschale wird vorliegend festgelegt auf insgesamt 

Fr. 3'000.00. Für den Augenschein vom 16. Dezember 2013 wird in Anwendung von Art. 20 

41 Siehe dazu Ziff. 2.1.8 der Vollzugsempfehlung zur NISV.
42 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

29

Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von Fr. 500.00 erhoben. Die Kosten des 

Beschwerdeverfahrens betragen somit Fr. 3’500.00.

c) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 

prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen 

Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei 

diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden grundsätzlich. Zu 

berücksichtigen ist jedoch, dass aufgrund ihrer Beschwerde der vorinstanzliche Entscheid 

mit zwei Auflagen ergänzt wird (Farbgebung der Antenne, Abnahmemessung weiterer 

OMEN). Zudem sind sie mit ihrem Verfahrensantrag durchgedrungen, wonach ein ENHK-

Gutachten einzuholen sei. In diesen untergeordneten Punkten gelten die 

Beschwerdeführenden als obsiegend. Die Beschwerdegegnerin bestritt in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 die Notwendigkeit eines ENHK-Gutachtens. 

Damit gilt sie nicht nur diesbezüglich als unterliegend, sondern auch hinsichtlich der 

Auflage zur Farbgebung, welche aufgrund des ENHK-Gutachtens aufgenommen wird. 

Schliesslich bestritt sie auch die Notwendigkeit der hier zusätzlich angeordneten 

Nachkontrollen, so dass sie auch diesbezüglich als unterliegend gilt. Somit rechtfertigt es 

sich, den Beschwerdeführenden vier Fünftel der Verfahrenskosten, ausmachend Fr. 

2'800.00, anzulasten. Die Beschwerdegegnerin hat einen Fünftel der Verfahrenskosten, 

ausmachend Fr. 700.00, zu tragen.

d) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern 

nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung 

oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 

gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Wie bereits ausgeführt unterliegen die 

Beschwerdeführenden zu vier Fünfteln und die Beschwerdegegnerin zu einem Fünftel. Die 

Beschwerdegegnerin hat daher den Beschwerdeführenden einen Fünftel, die 

Beschwerdeführenden der Beschwerdegegnerin vier Fünftel der jeweiligen Parteikosten zu 

ersetzen. 

Die Kostennote des Anwaltes der Beschwerdeführenden gibt zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat somit den Beschwerdeführenden Parteikosten im 

Umfang von Fr. 1'222.45 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

30

Die Kostennote der Beschwerdegegnerin gibt grundsätzlich ebenfalls zu keinen 

Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin ist jedoch mehrwertsteuerpflichtig43 und 

kann somit die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer 

eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. Ihr fällt daher betreffend 

Mehrwertsteuer kein Aufwand an und eine Abgeltung der Mehrwertsteuer käme einer mit 

Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren Überentschädigung gleich. 

Nach neuer Praxis des Verwaltungsgerichts ist deshalb die in der Kostennote des 

Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin aufgeführte Mehrwerteuer bei der Bestimmung 

des Parteikostenersatzes nicht zu berücksichtigen.44 Die Beschwerdeführenden haben 

somit der Beschwerdegegnerin Parteikosten im Umfang von Fr. 4'491.20 zu ersetzen

43 Siehe Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>.
44 VGE 2013/137 vom 26. Mai 2014, E. 6.

31

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als der Gesamtentscheid des 

Regierungsstatthalteramtes Seeland vom 13. August 2013 mit den folgenden 

Auflagen ergänzt wird: 

a) Für die Antenne ist eine dunkle, matte Farbe zu wählen.

b) Folgende OMEN gemäss Standortdatenblatt vom 24. Juni 2013 (Revision: 1.9) 

müssen in die Abnahmemessung einbezogen werden: 2, 3, 4, 5, 7, 9, 10. Diese 

Aufzählung ersetzt die entsprechende Anordnung im Fachbericht 

Immissionsschutz des beco vom 30. Oktober 2012 (Auflage D8).

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und der Gesamtentscheid des 

Regierungsstatthalteramtes Seeland vom 13. August 2013 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 3'500.00 werden zu vier Fünfteln, ausmachend 

Fr. 2'800.00, den Beschwerdeführenden und zu einem Fünftel, ausmachend 

Fr. 700.00, der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Die 

Beschwerdeführenden haften solidarisch für den von ihnen geschuldeten Betrag. 

Separate Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 

erwachsen ist.

3. a) Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin die Parteikosten im 

Betrag von Fr. Fr. 4'491.20  zu ersetzen. Die Beschwerdeführenden haften 

solidarisch für den gesamten Betrag.

b) Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im 

Betrag von 1'222.45 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

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IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher A.________, als Gerichtsurkunde

- Herrn Fürsprecher C.________, als Gerichtsurkunde

- Regierungsstatthalteramt Seeland, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Erlach, Gemeindeverwaltung, 

eingeschrieben

- Amt für Berner Wirtschaft (beco), Immissionsschutz, zur Kenntnis

- Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission, zur Kenntnis 

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer, 

Regierungspräsidentin