# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8de5cc2e-f9d5-5753-a08e-2f96e0b5b509
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.09.2023 725 19 41 / 204 (725 2019 41 / 204)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-41---204_2023-09-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. September 2023 (725 19 41 / 204) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Wegfall unfallbedingter Einschränkungen nach wiederholter Schulterluxation; Gerichts-

gutachten. Kostenauferlegung. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Schmid, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, Rechtsdienst, General Guisan-Strasse 
40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin, vertreten 
durch Dr. Kathrin Hässig, Rechtsanwältin, Anwaltsbüro Lätsch + Häs-
sig, Dorfstrasse 18, Postfach 138, 8630 Rüti ZH 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1987 geborene A.____ war bei der B.____ GmbH als Coiffeuse angestellt und in 
dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG (Axa) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie sich am 5. August 2011 beim Abstauben eines 
Regals an der rechten Schulter verletzte und sich dabei die Schulter luxierte. Nachdem die Ver-
sicherte am 10. Oktober 2011 ihre volle Arbeitsfähigkeit wiedererlangt hatte, teilte ihr die Axa am 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

29. November 2011 mit, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor-
liege und kein Leistungsanspruch aus der obligatorischen Unfallversicherung bestehe. Diese 
Leistungsablehnung erwuchs in Rechtskraft.  
 
B. Am 26. Februar 2012 erlitt die Versicherte einen Sturz, als sie auf einem nicht fixierten 
Teppich ausrutschte und sich dabei eine erneute Luxation der rechten Schulter zuzog. Bei per-
sistierenden Beschwerden und eingeschränkter Schulterbeweglichkeit erfolgten in der Folge di-
verse arthroskopische Eingriffe und die Axa erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form von 
Heilbehandlungen und Taggeldern. Im weiteren Verlauf holte die Axa im Rahmen der Abklärung 
der medizinischen Verhältnisse bei der C.____ ein polydisziplinäres Gutachten vom 10. Septem-
ber 2017 zur Frage der Unfallkausalität der anhaltenden Beschwerden ein und stellte gestützt 
darauf mit Verfügung vom 25. Januar 2018 ihre Leistungen rückwirkend per 1. November 2017 
ein. Im Rahmen des nachfolgenden Einspracheverfahrens holte sie zusätzlich ein umfassendes 
Aktengutachten ihres Vertrauensarztes Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 27. 
November 2018 ein und wies die Einsprache der Versicherten mit Entscheid vom 27. Dezember 
2018 mit der Begründung ab, dass die Unfallkausalität bezogen auf das Ereignis vom 26. Februar 
2012 zu verneinen sei, da die objektivierbaren Befunde auf das bereits im August 2011 erlittene 
Ereignis zurückzuführen seien, das zweite Ereignis vom 26. Februar 2012 hingegen zu keinen 
strukturellen Zusatzschädigungen geführt habe. 
 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Schmid, am 
1. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Axa zu verpflichten, ihr die 
gesetzlichen Leistungen über Ende Oktober 2017 hinaus zu erbringen, wobei in verfahrensrecht-
licher Hinsicht eine öffentliche Parteiverhandlung durchzuführen sei. Zur Begründung liess sie 
zusammenfassend vorbringen, die Bildgebung und diverse Arztberichte würden bestätigen, dass 
das Unfallereignis vom 26. Februar 2012 zu objektivierbaren Folgen geführt habe. Die von der 
Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten der C.____ und von Dr. D.____ widersprächen sich 
sowohl in der Beurteilung der Kausalität als auch in der Beurteilung der Unfallqualifikation der 
beiden erlittenen Ereignisse aus den Jahren 2011 und 2012. Der Beweis, dass die aktuellen Be-
schwerden ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen würden, sei nicht erbracht wor-
den. Für den Fall, dass die Beschwerde nicht gutgeheissen würde, sei ein neutrales medizini-
sches Gutachten bei einem ausgewiesenen Schulterspezialisten einzuholen.  

 
D. Die Axa, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Kathrin Hässig, schloss mit Vernehmlas-
sung vom 9. April 2019 auf Abweisung der Beschwerde. Aufgrund der medizinischen Akten sei 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass das Unfaller-
eignis vom 26. Februar 2012 keine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes hervor-
gerufen habe. Im Zeitpunkt der Begutachtung durch die C._____ hätten keine somatischen Be-
schwerden mehr objektiviert werden können. 

 
E. Nachdem das Kantonsgericht in der Folge am 11. April 2019 die in der Sache ergange-
nen Akten der Invalidenversicherung beigezogen und die Beschwerdegegnerin hierzu am 13. Mai 
2019 Stellung bezogen hatte, hielt die Beschwerdeführerin mit Replik vom 11. Mai 2018 (recte: 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

11. Juni 2019) an ihren Rechtsbegehren fest. Ebenso hielt sie am Antrag auf Einholung einer 
medizinischen Expertise sowie an der Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung gestützt 
auf Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
28. November 1974 fest. 

 
F. Anlässlich der antragsgemäss durchgeführten Parteiverhandlung vom 7. November 
2019 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren Rechtsbegehren fest. Dabei gelangte 
das Kantonsgericht zur Auffassung, dass den Gutachten der C._____ und von Dr. D._____ keine 
ausschlaggebende Beweislast zukomme. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizi-
nischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden würden, seien die Abklä-
rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht beweiskräftig genug. Damit präsentiere 
sich der massgebende medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, weshalb der Fall 
ausgestellt und zur abschliessenden Klärung der medizinischen Sachlage ein Gerichtsgutachten 
bei PD Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie, Spez. Schulter- und Ellenbogenchirurgie, 
in Auftrag gegeben werde.  

 
G. Während die Beschwerdeführerin das in der Folge am Kantonsgericht eingegangene 
Gerichtsgutachten von Dr. E._____ vom 6. August 2020 als beweiskräftig erachtet und gestützt 
darauf mit Stellungnahme vom 5. Oktober 2020 an ihren Rechtsbegehren festgehalten hat, 
schloss die Axa mit Eingabe vom 2. November 2020 weiterhin auf Abweisung der Beschwerde. 
Zur Begründung machte sie zusammengefasst geltend, dass das Gerichtsgutachten von 
Dr. E._____ mangelhaft und ohne Beweiswert sei. 

 
H. Anlässlich seiner zweiten Urteilsberatung vom 29. April 2021 gelangte das Kantonsge-
richt zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde gestützt auf die vor-
handene medizinische Aktenlage weiterhin nicht möglich sei. Das Gerichtsgutachten von 
Dr. E._____ sei ohne Beweiswert, da es sich nicht mit der Beurteilung von Dr. D._____ ausei-
nandergesetzt habe und damit in einem zentralen Punkt unvollständig ausgefallen sei. Da Zweifel 
an der Sorgfalt des Gerichtsgutachters bestünden, sei keine Ergänzung bei Dr. E._____, sondern 
eine erneute gerichtliche Begutachtung anzuordnen. Das Kantonsgericht hat den Fall deshalb 
erneut ausgestellt und die Parteien aufgefordert, sich auf einen neuen Gerichtsgutachter zu eini-
gen. Nachdem eine Einigung nicht zu Stande gekommen und der erste durch das Gericht vorge-
schlagene Gutachter von der Axa begründet abgelehnt worden war, hat das Kantonsgericht 
schliesslich am 28. Dezember 2021 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie, mit der er-
neuten Begutachtung der Beschwerdeführerin beauftragt. Dessen Gerichtsgutachten erging am 
24. Oktober 2022. 

 
I. Mit Stellungnahme vom 29. November 2022 hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass der 
Gerichtsgutachter bestätige, dass im Zeitpunkt der angefochtenen Leistungseinstellung per Ende 
Oktober 2017 keine Befunde mehr vorgelegen hätten, welche überwiegend wahrscheinlich auf 
das Ereignis vom 26. Februar 2012 zurückgeführt werden könnten. Der Endzustand sei Ende 
Oktober 2017 erreicht gewesen und die Operation im Dezember 2017 demnach keine überwie-
gend wahrscheinliche Folge der erlittenen Schulterluxation. Die Leistungseinstellung sei daher 
zu Recht per Ende Oktober 2017 erfolgt und die Beschwerde sei abzuweisen. Die Beschwerde-
führerin reichte mit Eingabe vom 30. Januar 2023 eine Stellungnahme von Prof. Dr. E._____ vom 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

24. Januar 2023 zum Gerichtsgutachten von Dr. F._____ ein und beantragte gestützt darauf wei-
terhin die Gutheissung ihrer Beschwerde. Nachdem das Gerichtsgutachten von Dr. F._____ er-
geben habe, dass die Beurteilung von Dr. D._____ nicht zielführend gewesen und das Gerichts-
gutachten von Prof. Dr. E._____ nur wegen der fehlenden Auseinandersetzung mit der Beurtei-
lung von Dr. D._____ verworfen worden sei, erweise sich das Gerichtsgutachten von Prof. Dr. 
E._____ weiterhin als beweistauglich. Prof. Dr. E._____ zeige auf, dass das Gerichtsgutachten 
von Dr. F._____ insofern mangelhaft ausfalle, als es zu Unrecht von einer degenerativen Genese 
der Bizepsproblematik mit einer SLAP-Läsion ausgehe. Sollte dennoch die Beweistauglichkeit 
des Gerichtsgutachtens von Dr. F._____ bejaht werden, so lägen im Ergebnis zwei gleichwertige 
beweiskräftige Gerichtsgutachten vor, die sich bezüglich Unfallkausalität widersprächen, so dass 
von einer Beweislosigkeit auszugehen sei, die sich zu Ungunsten der beweisbelasteten Be-
schwerdegegnerin auswirke. Eventualiter sei eine ergänzende Auskunft zur Frage einzuholen, 
ob auf der Magnetresonanzaufnahme (MRI) vom 2. März 2012 eine SLAP-Läsion ersichtlich sei. 
 
J. Mit Stellungnahme vom 13. März 2023 liess die Beschwerdegegnerin die Abweisung 
dieser Anträge beantragen. Gestützt auf das überzeugende Gerichtsgutachter von Dr. F._____ 
sei die Beschwerde vielmehr abzuweisen. Mit Eingabe vom 14. April 2023 hat sich die Beschwer-
deführerin schliesslich noch einmal zur Sache geäussert und dabei an ihrem bisher vertretenen 
Standpunkt und an ihren Rechtsbegehren festgehalten.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene 
Beschwerde vom 1. Februar 2019 ist somit einzutreten. 
 
2. Materiell zu prüfen ist, ob die Axa ihre Leistungen zu Recht per Ende Oktober 2017 
eingestellt hat. Umstritten ist dabei insbesondere, ob die Beschwerden an der rechten Schulter 
der Versicherten mit dem am 26. Februar 2012 erlittenen Unfallereignis über Ende Oktober 2017 
hinaus in einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen. 
 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen über die Unfallversicherung (UVG) sowie der Verordnung über die Unfallversi-
cherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, 
die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden jedoch 
nach bisherigem Recht ausgerichtet (Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So verhält 
es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend noch auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug zu nehmen ist. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt namentlich voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt daher, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds 
genügt mithin eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des 
obligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest und ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also ausschliesslich 
nur noch auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor-
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist 
(Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 
206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallver-
sicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss 
indes nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es 
darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsscha-
den mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist 
allein, ob jegliche unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 
verloren haben und dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
2.5 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante (Gesundheitszustand, wie er vor dem 
Unfall vorlag, bzw. wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf früher oder später auch 
ohne Unfall eingestellt hätte) entfällt jegliche (Teil-)Ursächlichkeit für noch bestehende Beschwer-
den (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange allerdings der Status quo sine vel ante noch nicht 
wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben 
den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch 
die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt dem Gesagten zufolge (oben, Er-
wägung 2.4) selbst dann, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrie-
renden Ursachen zum stark überwiegenden Teil eine Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet, 
dass die versicherte Person unter Umständen Anspruch auf einen operativen Eingriff mit an-
schliessender zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest 
mitverursachten Beschwerden diente und dabei nicht gesagt werden kann, die Operation sei im 
selben Zeitpunkt auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend 
wahrscheinlich notwendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 
8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt mit anderen Worten voraus, dass der Unfall und der Vorzustand 
derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens 
zu sprechen ist. Beide Ursachen sind in einem solchen Fall für den gleichen Schaden kausal. 
Keine gemeinsame Verursachung liegt jedoch vor, und Art. 36 UVG ist dann nicht anwendbar, 
wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so 
etwa wenn der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die 
Krankheitsbilder gerade nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a). Mit Art. 36 UVG wird das 
Kausalitätsprinzip mit anderen Worten teilweise durchbrochen. Der Unfallversicherer hat diesfalls 
für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ohne Einschränkung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenver-
ursachung vor, kann deshalb auch keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen er-
folgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 
 
2.6 Der Unfallversicherer hat grundsätzlich die Möglichkeit, seine durch Ausrichtung von 
Heilbehandlungen und Taggeld einmal anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro 
futuro ohne die Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen 
Revision mit der Begründung wieder einzustellen, dass bei richtiger Betrachtung kein versichertes 
Ereignis vorliege oder der Kausalzusammenhang zwischen dem erlittenen Unfallereignis und 
dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden gar nie bestanden habe oder mittlerweile da-
hingefallen sei (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2020, 8C_319/2020, E. 6.5). Nur 
wenn er seine bisherigen Leistungen zurückfordert, muss er den Rückkommenstitel der pro-
zessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen. Lässt er die seiner Ansicht nach bisher 
zu Unrecht ausgerichteten Leistungen jedoch stehen und verzichtet er auf deren Rückforderung, 
bildet der Streitgegenstand nur die zukünftige Leistungseinstellung (BGE 130 V 380 E 2.3.1).  
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
 

3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ins-
besondere im Zusammenhang mit den Gerichtsgutachten führte das Bundesgericht aus, dass 
das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen medizinischer Experten 
abweicht, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, 
um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch genauer zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). 
Demnach lässt es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten nicht zu, ein Gerichtsgutachten nur deshalb in Frage zu stellen, weil andere Ärz-
tinnen und Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 
denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnde Ärzte-
schaft wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte be-
nennt, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 
Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Reinen Aktengutachten 
kann nur dann ein voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es 
im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; nicht publizierte Erwägung 5b des Urteils BGE 
114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 
2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere 
dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch 
bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammen-
hang und das Ausmass der Behinderung unterschiedlich bewertet werden (HANS KIND, So ent-
steht ein medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen 
der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizeri-
schen Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 
52). 
 
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf die Beurteilungen im C._____-
Gutachten vom 10. September 2017 und das von ihr in der Folge eingeholte Aktengutachten ihres 
Vertrauensarztes Dr. D._____ vom 27. November 2018. Anlässlich der antragsgemäss durchge-
führten Parteiverhandlung vom 7. November 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, 
dass den Einschätzungen in diesen medizinischen Expertisen keine ausschlaggebende Beweis-
kraft zukommt. Hintergrund bildete einerseits der Umstand, dass sich die beiden Gutachten wi-
dersprachen und Dr. D._____ die Interpretation des begutachtenden Orthopäden der C._____ 
als nicht schlüssig bezeichnet hatte (Aktengutachten Dr. D._____ vom 27. November 2018, Akt 
M71 der Axa, ad Ziffer 2 f.). So hatte Dr. D._____ insbesondere festgehalten, dass die Interpre-
tation des begutachtenden Orthopäden der C._____ weder in Bezug auf die Anamnese noch in 
Bezug auf das klinische Bild schlüssig sei (Akt M71 der Axa, ad Fragen des Versicherers, ab-
schliessende Antwort auf Fragen 2 und 4). Weiter ging aus seinen Ausführungen hervor, dass 
die Defizite in der bisherigen Sachverhaltsabklärung durch die C._____ derart gross seien, dass 
eine erweiterte diagnostische Expertise von Nöten sein werde (a.a.O., letzte Seite). Hinzu trat, 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dass das C._____-Gutachten auch aus sich heraus nicht zu überzeugen vermochte. Fraglich war 
in diesem Zusammenhang insbesondere, weshalb sich die C._____-Gutachter über Gebühr mit 
der Rechtsfrage auseinandergesetzt hatten, ob das initial erlittene Ereignis vom 26. Februar 2012 
überhaupt einen Unfall im Rechtssinne dargestellt habe. Die Auseinandersetzung der C._____ 
mit dieser nicht den medizinischen Experten obliegenden Rechtsfrage erweckte deshalb gene-
relle Zweifel an der Unvoreingenommenheit der C._____-Gutachter. Weil auch die übrigen bei 
den Akten liegenden medizinischen Berichte einschliesslich das Aktengutachten von Dr. D._____ 
keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bildeten, waren die Abklärungsergebnisse aus dem 
Verwaltungsverfahren damit nicht beweiskräftig genug, weshalb zur abschliessenden Klärung der 
medizinischen Sachlage ein Gerichtsgutachten bei Dr. E._____ in Auftrag gegeben wurde. 
 
4.2 Im Rahmen seiner zweiten Urteilsberatung vom 29. April 2021 gelangte das Kantonsge-
richt allerdings zum Schluss, dass ebenso wenig auf das Gerichtsgutachten von Dr. E._____ vom 
6. August 2020 abgestellt werden könne. Hintergrund dieses Beschlusses bildete der Umstand, 
dass dieses Gutachten den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein Gerichtsgutachten 
klarerweise nicht entsprach. Als mangelhaft erwies sich insbesondere die Tatsache, dass sich 
das Gerichtsgutachten von Dr. E._____ nicht zum Aktengutachten von Dr. D._____ vom 27. No-
vember 2018 geäussert hatte, obschon dieses Aktengutachten einerseits eingehend in den 
Rechtsschriften der Parteien diskutiert und andererseits auch im Ausstellungsbeschluss des Ge-
richts vom 7. November 2019 ausdrücklich erwähnt worden war. Zumal im Fragenkatalog an den 
Gerichtsgutachter explizit eine Stellungnahme zu allenfalls divergierenden Diagnosen und Mei-
nungen anderer Ärzte oder Institutionen verlangt worden war, liess sich dieser schwerwiegende 
Mangel auch durch eine ergänzende Nachfrage bei Dr. E._____ nicht beheben. Nachdem sich 
Dr. E._____ weder mit dem Aktengutachten von Dr. D._____ auseinandergesetzt noch dieses im 
Aktenverzeichnis überhaupt aufgeführt hatte, erwies sich sein Gutachten vom 6. August 2020 
mithin nicht nur in einem zentralen Punkt als unvollständig, sondern erweckte grundsätzliche 
Zweifel an der Sorgfalt des gutachterlichen Vorgehens. Eine Abklärung der gesundheitlichen Ver-
hältnisse mittels eines erneuten monodisziplinären Gerichtsgutachtens erwies sich deshalb als 
unerlässlich. 
 
4.3 Damit steht nunmehr das Gerichtsgutachten von Dr. F._____ vom 24. Oktober 2022 im 
Zentrum der medizinischen Beurteilung. Der begutachtende Facharzt für orthopädische Chirur-
gie, Spezialist für Schulter- und Ellbogenchirurgie am Salemspital in Bern, diagnostiziert in die-
sem Gutachten chronische Schmerzen bei einer Restkapsulitis sowie eine skapuläre Dyskinesie 
Typ II nach Kibler bei Status nach Bizepstenotomie und Tenodese bei degenerativer postero-
superiorer SLAP-Läsion Typ II B, dies bei Status nach rezidivierenden Schulterluxationen am  
5. August 2011 und am 26. Februar 2012 mit hochgradigem Verdacht auf eine Subscapularis-
Partialruptur Typ Lafosse III. Zusammen mit Dr. E._____ und Dr. D._____ vertritt Dr. F._____ die 
Auffassung, dass die Versicherte bereits im August 2011 eine traumatische Schulterluxation er-
litten habe. Mit Dr. E._____ stimmt er überein, dass auch die Luxation 2012 traumatischer Natur 
gewesen sei. Nach den Operationen 2012 und 2014 habe sich die Versicherte bezüglich ihrer 
Schulter-Beweglichkeit zunächst erholt. Erst nach der Operation 2017 habe die definitive Ab-
wärtsspirale begonnen. Die in der Folge intraoperativ festgestellte postero-superiore SLAP-
Läsion Typ II B sei jedoch nur eine mögliche Folge der Schulterluxationen der Jahre 2011 und 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2012, da sie zuvor weder in den bildgebenden MRI noch in den operativen Bildern gesehen oder 
beschrieben worden sei. Auch beschreibe der Operateur anlässlich der Arthroskopie im Septem-
ber 2014 eine gute Verankerung der Bizepssehne. Diese Auffassung könne im Arthroskopiebild 
bestätigt werden. Wenn der Operateur sodann auch im Operationsbericht aus dem Jahr 2017 
beschreibe, dass es sich um eine degenerative Veränderung handle, entspreche diese Interpre-
tation ausserdem der Literatur, wonach eine traumatische SLAP-Läsion vorwiegend nur bei 
SLAP-Läsionen Typ II A gesehen würde. Möglicherweise sei die beschriebene postero-superiore 
Läsion eine Folge der gestörten Gelenkskinematik bei muskulärer Dysbalance und bei Status 
nach zwei arthroskopischen Schulteroperationen. Dies sei vermutlich die Argumentation von 
Dr. E._____, der die Operation 2017 als Trauma-Folge interpretiere. Die Indikation der 2017 vor-
genommenen Operation erweise sich jedoch als nicht nachvollziehbar. Die Bizepssehne sei erst-
mals am 13. Januar 2014 als schmerzhaft erwähnt worden. In der Folge hätten sich immer wieder 
abwechselnd schmerzlose und schmerzhafte Bizepsuntersuchungen finden lassen. Am 21. Juli 
2016 schreibe der Behandler, dass der Sulcus bicipitalis indolent und die Beweglichkeit gut ge-
wesen seien. Am 4. August 2016 lese man in den weiteren Unterlagen, dass die Versicherte 
täglich über starke Schmerzen geklagt habe. Zudem hätten alle konservativen und operativen 
Massnahmen versagt. Dieser Verlauf hätte auch deshalb nachdenklich stimmen müssen, weil 
dem Behandler aufgefallen sei, dass es der Versicherten nach einem zunächst postoperativ gu-
ten Verlauf mit der Aufnahme der Arbeit als Coiffeuse in der Folge wieder schlechter gegangen 
sei. Per Ende Oktober 2017 gebe es jedoch keine Befunde mehr, die überwiegend wahrscheinlich 
zumindest teilweise in einem Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 26. Februar 2012 
stünden. Die Bizepsproblematik mit postero-superiorer SLAP-Läsion Typ II B sei degenerativ und 
keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Ereignisses vom Februar 2012 oder des Ereignis-
ses vom August 2011. Weder bei den MRI-Untersuchungen noch bei den Operationen 2012 und 
2014 sei eine SLAP-Läsion sichtbar geworden. Eine kleinste SLAP-Läsion sei erst 2017 beschrie-
ben worden. Unfallfremd sei auch die Skoliose mit skapulärer Dyskinesie Typ II nach Kibler, die 
möglicherweise durch die Ereignisse im August 2011 und Februar 2012 verstärkt worden sei. Die 
persistierende Einschränkung der Schulterbeweglichkeit sei erst seit der Operation 2017 vorhan-
den, wobei die damals operierte Bizepspathologie degenerativer Natur sei. Der Endzustand be-
züglich der beiden Ereignisse und der beiden Operationen 2012 und 2014 sei per Ende Oktober 
2017 erreicht gewesen. Die Operation im Dezember 2017 sei daher nur noch eine mögliche Folge 
der durchlebten Schulterluxationen gewesen. Operationsindikation im Dezember 2017 sei die 
SLAP-Läsion gewesen, die überwiegend wahrscheinlich degenerativer Genese sei. Im ange-
stammten Beruf als Coiffeuse bleibe die Versicherte dauernd arbeitsunfähig. Für die Schulter 
nicht belastende Tätigkeiten könne in der aktuellen Situation eine mindestens 20%-ige Arbeitsfä-
higkeit attestiert werden, bei welcher eine Arbeit über der Horizontalen oder mit ausgestreckten 
Armen aber nicht mehr möglich sei. Gewichte im Umfang von fünf bis sieben Kilogramm könnten 
körpernah bis auf Tischhöhe gehoben werden. Der aktuelle Zustand könne durch eine operative 
Therapie wohl kaum weiter verbessert werden. Vorteilhaft seien ausschliesslich konservative, 
mehrere Disziplinen einbindende Therapien. Im Zusammenhang mit den ihm von der Beschwer-
degegnerin unterbreiteten Zusatzfragen führte Dr. F._____ schliesslich aus, dass auch die krani-
ale Subscapularis-Ruptur im MRI 2019 keine Folge der erlittenen Schulterluxationen sei. Der 
Subscapularis sei im MRI 2012 nach der zweiten Luxation noch intakt gewesen. Es sei möglich, 
dass die Ruptur des kranialen Subscapularis für einen Teil der Arbeitsunfähigkeit verantwortlich 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gewesen sei. Weitere bildgebende Pathologien würden sich aber nicht finden lassen. Die Aus-
prägung der aktuellen Funktionsstörung könne nicht nur anatomisch-orthopädische Ursachen ha-
ben. Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses hätten keine überwiegend wahrscheinlich unfallkausa-
len objektivierbaren bildgebenden Befunde mehr bestanden. Von einer weiteren Operation werde 
abgeraten. 
 
5.1 Das zitierte Gerichtsgutachten von Dr. F._____ erfüllt alle rechtsprechungsgemässen 
Voraussetzungen an eine beweiskräftige Gerichtsexpertise. Dessen gerichtliche Begutachtung 
weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt 
wird (oben, E. 3.3 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend. Die Schlussfolgerungen des 
Gerichtsgutachters sind nunmehr in Kenntnis sämtlicher relevanten Vorakten abgegeben worden 
und beruhen auf allseitigen und detaillierten Untersuchungen der Versicherten sowie auch auf 
einer umfassenden Interpretation aller massgebenden Bildgebungen. Die Explorationsergeb-
nisse berücksichtigen die geklagten Beschwerden und leuchten in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge insbesondere auch hinsichtlich der im Längsverlauf präsentierten Bi-
zepsproblematik ein. Der Gerichtsgutachter vermag dabei schlüssig zu begründen, dass diese 
Bizepsproblematik mit postero-superiorer SLAP-Läsion Typ II B keine überwiegend wahrschein-
liche Folge des Ereignisses vom Februar 2012 oder des Ereignisses vom August 2011 darstellt, 
weil weder bei den MRI-Untersuchungen noch anlässlich der operativen Eingriffe in den Jahren 
2012 und 2014 eine SLAP-Läsion sichtbar geworden war, sondern eine sehr kleine SLAP-Läsion 
überhaupt erst im Jahr 2017 beschrieben wurde. Diese Einschätzung deckt sich mit der Feststel-
lung, dass der Operateur anlässlich der Arthroskopie im September 2014 noch eine gute Veran-
kerung der Bizepssehne festgestellt habe, was auch durch den Gerichtsgutachter durch eine ei-
gene Analyse des entsprechenden Arthroskopiebildes bestätigt werden kann. Wenn Dr. F._____ 
weiter ausführt, dass auch die kraniale Subscapularis-Ruptur im MRI 2019 keine Folge der Schul-
terluxationen sei, weil der Subscapularis im MRI 2012 nach der zweiten Luxation noch intakt 
gewesen sei und weitere bildgebende Pathologien sich nicht finden liessen, erweist es sich mithin 
als schlüssig, dass per Ende Oktober 2017 keine Befunde mehr vorgelegen haben, die überwie-
gend wahrscheinlich zumindest teilweise in einem Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 26. 
Februar 2012 stehen. Die abschliessende Einschätzung des Gerichtsgutachters, dass im Zeit-
punkt des von der Beschwerdegegnerin per Ende Oktober 2017 verfügten Fallabschlusses keine 
überwiegend wahrscheinlich unfallkausalen Befunde mehr bestanden haben, welche auf das im 
Februar 2012 erlittene Ereignis zurückzuführen wären, ist demnach überzeugend ausgefallen.  
 
5.2 Wie oben ausgeführt, weicht das Gericht bei einem Gerichtsgutachten nicht ohne zwin-
gende Gründe von der Einschätzung medizinischer Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fach-
kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt me-
dizinisch besonders präzise zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im vorliegenden Fall 
keine vor. Massgebend ist, ob das fragliche Gutachten den rechtsprechungsgemässen Kriterien 
zufolge (oben, Erwägung 3.3) überzeugend ausgefallen ist. Dies ist hier der Fall. Während sich 
die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 29. November 2022 den Ausführungen von 
Dr. F._____ angeschlossen hat, äussert die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 30. Januar 
2023 gestützt auf eine neuerliche Stellungnahme von Prof. Dr. E._____ vom 24. Januar 2023 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

indessen Zweifel am Beweiswert des Gerichtsgutachtens von Dr. F._____. In dieser Stellung-
nahme führt Prof. Dr. E._____ aus, dass abweichend zur Beurteilung von Dr. F._____ eine 
schmerzhafte Bizepssehne durch den behandelnden Operateur bereits im Oktober 2012 be-
schrieben worden sei. Eine Bizepssehnentendinopathie sei in der Regel zwar ein krankhaft de-
generativer Prozess, der aber auch durch eine traumatische SLAP-Läsion ausgelöst werden 
könne. Auf dem MRI vom Dezember 2012 sei eine SLAP-Läsion zwar nicht klar erkennbar, 
ebenso wenig sei sie aber klar auszuschliessen. Auf den Arthroskopiebildern zeige sich der Ver-
dacht auf eine leichtgradige SLAP-Läsion. Andererseits beschreibe der Behandler, dass die Bi-
zepssehne einen normalen Verlauf habe und sich eine stabile Verankerung am Glenoid zeige, 
was gegen eine SLAP-Läsion spreche. Es stelle sich also die Frage, was beweisführender sei. 
Bei dem vorliegenden Trauma-Mechanismus sei es zu einer Abscherung der Verankerung der 
langen Bizepssehne gekommen und damit zu einer SLAP-Läsion. Aufgrund des jungen Alters 
der Versicherten könne somit eine traumatische SLAP-Läsion postuliert werden. Im Zusammen-
hang mit der Beurteilung von Dr. F._____, wonach sich bildgebend keine Auffälligkeiten an der 
Bizepssehne zeigen würden, sei festzuhalten, dass die Bizepssehne schlecht darstellbar sei. 
Was sodann die Problematik einer Frozen Shoulder betreffe, werde deren Nachweisbarkeit durch 
Dr. F._____ bildmorphologisch ausgeschlossen. Eine Frozen Shoulder sei aber eine klinische 
Diagnose. Dr. F._____ beschreibe in seinem Gerichtsgutachten ein verkleinertes Kapselvolumen. 
Dies weise auf eine Frozen Shoulder–Problematik hin. Damit habe wahrscheinlich eine Frozen 
Shoulder-Problematik bestanden, welche sich im Verlauf gebessert habe und sich nach der Ope-
ration 2017 erneut gebildet habe. Abschliessend führt Prof. Dr. E._____ aus, dass er bei seiner 
Aussage bleibe, wonach es bei der Rezidiv-Luxation im Februar 2012 zu einer dauerhaften und 
fortwährenden Verschlimmerung der Schulter-Problematik gekommen sei. 
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin wendet im Zusammenhang mit dieser Stellungnahme von 
Prof. Dr. E._____ vom 24. Januar 2023 zunächst ein, dass Prof. Dr. E._____ im vorliegenden 
Verfahren in unzulässiger Weise sowohl als Gerichtsgutachter als auch als Parteigutachter auf-
getreten sei. Dieser Einwand ist berechtigt. Prof. Dr. E._____ ist seitens des Gerichts mit Be-
schluss vom 7. November 2019 als Gutachter eingesetzt worden. In dieser Eigenschaft war und 
blieb er als Gerichtsexperte zur Objektivität verpflichtet und hatte im Kontakt mit den Parteien und 
ihren Rechtsvertretungen zweifellos auch weiterhin auf eine strikte Gleichbehandlung zu achten, 
da seine Unabhängigkeit und Unparteilichkeit auch nach Erlass seines Gerichtsgutachtens ge-
währleistet sein muss (ALFRED BÜHLER, Die Stellung von Experten in der Gerichtsverfassung – 
insbesondere im Spannungsfeld zwischen Gericht und Anwaltschaft, in: SJZ 105/2009, S. 329 
ff.). Mit seinem nachträglich einseitigen Kontakt mit dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
im Rahmen seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2023 hat Prof. Dr. E._____ nun aber einen 
geradezu eklatanten Rollenwechsel vorgenommen und sich damit dem Verdacht ausgesetzt, ein-
seitig beeinflusst worden zu sein. Mit Blick darauf, dass bereits ein relativ geringfügiger Anlass 
genügt, um berechtigtes Misstrauen in die Unparteilichkeit eines Gerichtsexperten zu begründen, 
gilt dies im vorliegenden Fall umso mehr, weil die Stellungnahme von Prof. Dr. E._____ auf einer 
Nachfrage durch die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin vom 30. November 2022 beruht, 
welche sich nicht in den Akten befindet. Es lässt sich demnach nicht beurteilen, ob und inwiefern 
allenfalls suggestive Fragestellungen den Gerichtsgutachter beeinflusst haben könnten. Dass der 
Rechtsvertreter der Versicherten inhaltlich bereits eine gewisse Richtung vorgegeben haben 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

muss, geht immerhin aus der einleitenden Antwort von Prof. Dr. E._____ hervor, wonach sich Dr. 
F._____, «wie von Ihnen korrekt erwähnt», in grossen Teilen an die eigenen gutachterlichen 
Schlussfolgerungen halte. Auch wenn das Kantonsgericht mit Beschluss vom 29. April 2021 zum 
Schluss gekommen ist, dass seinem Gutachten kein Beweiswert zukommt, war Prof. Dr. E._____ 
jedenfalls in keiner Weise frei, im gleichen Verfahren nachträglich als Parteigutachter aufzutreten. 
Die dadurch entstandene Interessenkollision ist offensichtlich und muss zur Unverwertbarkeit sei-
ner neuerlichen Einschätzung führen. Doch auch in inhaltlicher Hinsicht ist die fragliche Stellung-
nahme von Prof. Dr. E._____ nicht schlüssig, sondern macht seinen vollzogenen Rollenwechsel 
im Gegenteil deutlich. So vermag er plötzlich – entgegen der Beurteilung von Dr. F._____ – eine 
traumatische SLAP-Läsion in der Bildgebung zu erkennen, obwohl er in seinem eigenen Gerichts-
gutachten vom 6. August 2020 wörtlich noch ausgeführt hatte, dass auch nach Durchsicht der 
initialen Arthro-MRI durch den Gutachter «nicht klar von einer SLAP-Läsion geredet werden» 
könne (a.a.O., Beantwortung des Fragenkatalogs, ad 1 und 7). Letztlich in Übereinstimmung mit 
der Einschätzung nunmehr von Dr. F._____ hat Prof. Dr. E._____ vielmehr schon damals fest-
gehalten, dass es sich nach Durchsicht der Arthro-MRI aus den Jahren 2012, 2014, 2016 und 
2017 an der Bizepssehne der Versicherte «eher um einen progredienten degenerativen Befund 
als um eine traumatische SLAP-Läsion» handle. Diese Auffassung hatte er an gleicher Stelle mit 
seiner Aussage bekräftigt, dass auch in den Operationsberichten vor Dezember 2017 weder eine 
SLAP-Läsion beschrieben noch eine solche auf den intraoperativen Bildern dargestellt worden 
sei. Zusammenfassend ist er deshalb ursprünglich in seinem Gerichtsgutachten zum Schluss 
gekommen, dass eine allfällige SLAP-Läsion nicht klar zu erkennen und eher degenerativ bedingt 
sei (a.a.O., vgl. Folgeseite). Damit setzt sich Prof. Dr. E._____ mit den Ausführungen in seiner 
neuerlichen Stellungnahme vom 24. Januar 2023 auch inhaltlich in einen offensichtlichen Wider-
spruch zu seiner früheren Beurteilung. Seine entsprechenden Erläuterungen sind deshalb in ma-
terieller Hinsicht ebenso wenig geeignet, den Beweiswert des Gerichtsgutachtens von 
Dr. F._____ in Zweifel zu ziehen. Daran vermag namentlich nichts zu ändern, dass Dr. F._____ 
davon ausgeht, dass die Bizepssehne erstmals erst im Januar 2014 als schmerzhaft erwähnt 
worden sei (Gerichtsgutachten von Dr. F._____, S. 57). Zumal Dr. F._____ in seiner Funktion als 
Gerichtsgutachter explizit festgehalten hat, dass der Behandler in den beiden MRI der Jahre 2011 
und 2012 auch keinen Labrumriss feststellen konnte (Gerichtsgutachten von Dr. F._____ vom 
24. Oktober 2022, S. 62, Antwort ad Frage 14), erübrigen sich bei dieser Aktenlage allfällige 
Weiterungen, und es ist in antizipierter Beweiswürdigung auch der Beweisantrag der Beschwer-
deführerin auf Einholung einer ergänzenden Meinungsäusserung betreffend das MRI vom 
2. März 2012 abzuweisen.  
 

5.4 Die Beschwerdeführerin lässt mit Stellungnahme vom 30. Januar 2023 sodann gegen das 
Gerichtsgutachten von Dr. F._____ einwenden, dass der Gerichtsgutachter zwar vorbehaltlos nur 
von einer Zustandsverschlimmerung spreche, andererseits aber auch festhalte, dass er die Frage 
nach dem Zeitpunkt des Eintritts des Status quo ante vel sine nicht beantworten könne. Zur Frage 
nach der Verschlimmerung eines Vorzustandes durch den Unfall hat Dr. F._____ in seinem Ge-
richtsgutachten ausgeführt, dass das Unfallereignis vom 26. Februar 2012 radiologisch nicht zu 
zusätzlichen strukturellen Veränderungen, jedoch zu einer Retraumatisierung in Form eines Kno-
chenmarködems im Humeruskopf geführt habe. In diesem Sinn habe das Ereignis zu einer Ver-

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schlimmerung des Vorzustandes nach erlittener Luxation vom 5. August 2011 geführt mit persis-
tierender Angst vor Reluxation (a.a.O., S. 59, ad Ziffer 3.3). Entgegen der von der Beschwerde-
führerin vertretenen Auffassung geht aus dieser Formulierung klar hervor, dass die erwähnte Zu-
standsverschlimmerung nur vorübergehender Natur war. Hintergrund bildet der Umstand, dass 
eine Retraumatisierung ohne strukturelle Veränderung stets nur vorübergehender Natur sein 
kann. Wenn Dr. F._____ auf die Frage, wann der Status quo ante vel sine eingetreten sei, festhält, 
dass er diese Frage nicht beantworten könne, so bedeutet dies bloss, dass er den genauen Zeit-
punkt vor Ende Oktober 2017 nicht im Detail festmachen kann. Mit Blick auf seine Antworten zum 
Endzustand und zur Kausalität (Gerichtsgutachten, S. 58 f., ad Ziffer 2 und 4.1) kann jedoch nicht 
davon gesprochen werden, dass dieser Zeitpunkt per Ende Oktober 2017 noch nicht eingetreten 
war. Was schliesslich die Antwort von Dr. F._____ auf die Frage angeht, wann der Status quo 
ante vel sine erreicht würde, falls er noch nicht eingetreten wäre, so ist seine Antwort tatsächlich 
insofern verwirrend, weil Dr. F._____ angibt, dass auch diese Frage nicht beantwortet werden 
könne. Zutreffend wäre vielmehr die Angabe gewesen, dass die Antwort entfallen müsse, weil 
der Endzustand bereits Ende Oktober 2017 erreicht worden ist. Diese Unzulänglichkeit alleine 
aber vermag den grundsätzlichen Beweiswert des Gerichtsgutachtens von Dr. F._____ nicht zu 
erschüttern. 
 

6. Zusammenfassend kommt dem Gerichtsgutachten von Dr. F._____ voller Beweiswert 
zu. Damit ist davon auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin Ende Oktober 2017 mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit keine unfallbedingten Einschränkungen mehr vorgelegen haben, 
welche auf das versicherte Ereignis vom 26. Februar 2012 zurückzuführen gewesen wären. Die 
Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen demnach zu Recht per 1. November 2017 eingestellt. 
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 
 
7.1 Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kos-
tenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichts-
kosten auferlegen. Da das UVG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwillig 
noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). In der Folge hat das Bundesgericht 
präzisierende Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten eines Ge-
richtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es erwog, es 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwal-
tung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich in folgenden 
Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, akten-
mässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen durch ob-
jektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der medizini-
schen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Expertise 
abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht er-
fülle. Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffas-
sung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen Ex-
pertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens 
an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund 
der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; zum Ganzen: BGE 139 V 496 
E. 4.4 mit Hinweisen). 
 
7.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 7. November 
2019 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Akten-
lage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass sich das von der Beschwerdegeg-
nerin eingeholte Gutachten der C._____ vom 10. September 2017 und das von ihr in der Folge 
eingeholte Aktengutachten ihres Vertrauensarztes Dr. D._____ vom 27. November 2018 sowohl 
in der Beurteilung der Kausalität als auch in der Beurteilung der Unfallqualifikation der beiden 
erlittenen Ereignisse aus den Jahren 2011 und 2012 widersprochen haben. Dr. D._____ hatte 
bereits dazumal unmissverständlich festgehalten, dass die Interpretation des begutachtenden 
Orthopäden der C._____ weder in Bezug auf die Anamnese noch in Bezug auf das klinische Bild 
schlüssig sei (Akt M71 der Axa, ad Fragen des Versicherers, abschliessende Antwort auf Fragen 
2 und 4). Weiter geht aus seinen Ausführungen hervor, dass die Defizite in der bisherigen Sach-
verhaltsabklärung durch die C._____ derart gross seien, dass eine erweiterte diagnostische Ex-
pertise von Nöten sein werde (a.a.O., letzte Seite). Auch das nunmehr vorliegende Gerichtsgut-
achten von Dr. F._____ vom 26. Oktober 2022 zeigt auf, dass die dazumal festgestellten Unzu-
länglichkeiten keine verlässliche Entscheidungsgrundlage gebildet haben. So hat der Gerichts-
gutachter festgestellt, dass die C._____-Gutachter die erlittenen Ereignisse in den Jahren 2011 
und 2012 fälschlicherweise nicht als auslösende Schadenereignisse bezeichnet haben. Ebenfalls 
als falsch hat Dr. F._____ die Aussage der C._____ kritisiert, dass eine Hill’Sachs-Läsion sowie 
eine Hpyerlaxität gegeben seien. Betrachtet man die detaillierte Auseinandersetzung des Ge-
richtsgutachters mit dem ursprünglich von der Axa in Auftrag gegebenen Gutachten der C._____, 
bestätigt sich, dass dieses Verwaltungsgutachten in keiner Weise den rechtsprechungsgemäss 
erforderlichen Kriterien an ein überzeugendes Verwaltungsgutachten genügen konnte. Gleichzei-
tig boten auch die übrigen, bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen einschliesslich des 
Aktengutachtens von Dr. D._____ keine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Waren die Abklä-
rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren demnach letztlich nicht beweiskräftig genug und 
war der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG dazumal nur 
ungenügend abgeklärt worden, erwies sich die Einholung des Gerichtsgutachtens von Dr. 
F._____ keinesfalls als unnötig, sondern vielmehr als unerlässlich. Die Kosten dieses Gerichts-
gutachtens, welche sich gemäss der eingereichten Rechnung von Dr. F._____ vom 24. Oktober 
2022 im Umfang von Fr. 14'300.— und gemäss der Rechnung der G._____ AG vom 11. August 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2022 für die Bilduntersuchungen in der Höhe von Fr. 596.10 auf insgesamt Fr. 14'896.10 belau-
fen, sind demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Anders verhält es sich hinsichtlich der 
Kosten für das letztlich untaugliche Gerichtsgutachten von Dr. E._____ vom 6. August 2020. Der 
Aufwand für dessen Erstellung im Umfang von Fr. 16'950.— (Rechnung von Dr. E._____ vom 7. 
August 2020) ist in analoger Anwendung von Art. 45 Abs. 1 ATSG auf die Gerichtskasse zu neh-
men. 
 
7.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellte man vorliegend einzig auf den Prozessausgang 
ab, so stünde der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei keine Parteientschädigung zu. 
Nun gilt es allerdings zu beachten, dass bereits das damalige Eidgenössische Versicherungsge-
richt (EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen) in ständiger Rechtsprechung 
im Rahmen der bundesrechtlichen Vorschriften über die Parteientschädigung im kantonalen Be-
schwerdeverfahren das Verursacherprinzip anerkannt hat. Danach hat unnötige Kosten zu be-
zahlen, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 373 E. 2b, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
15. Juli 2016, 8C_349/2016, E. 4). Dementsprechend kann keine Parteientschädigung beanspru-
chen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen muss, er habe es 
wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht selber zu verantworten, dass ein unnötiger Prozess ge-
führt worden sei (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit 
zahlreichen Hinweisen). Umgekehrt kann das Verursacherprinzip aber auch dazu führen, dass 
die Verwaltungsbehörde einer unterliegenden Partei die Parteikosten zu ersetzen hat, wenn sie 
das Verfahren durch einen Fehler veranlasst oder wenn sie der Beschwerde führenden Partei – 
unter damaliger Optik – zumindest berechtigten Anlass zur Ergreifung des Rechtsmittels gegeben 
hat (vgl. zum Ganzen: MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Verwal-
tungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). Diese unter anderem im Rahmen von alt Art. 108 
Abs. 1 lit. g UVG entwickelten Grundsätze zum Anspruch auf Parteientschädigung im kantonalen 
Beschwerdeverfahren haben unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung und sind dem-
nach auch für die Auslegung von Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG massgebend (SVR 2004 ALV Nr. 8 
E. 3.1). 
 
7.3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
2. September 2020 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das 
unzulängliche Gutachten der C._____ vom 10. September 2017. Anlässlich der Urteilsberatung 
vom 7. November 2019 entschied das Kantonsgericht, den Fall auszustellen und zur Klärung des 
medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Der damalige Beschluss 
des Kantonsgerichts macht deutlich, dass die Erhebung der Beschwerde durch den Versicherten 
jedenfalls insoweit begründet war, als er darin in zutreffender Weise die vorinstanzliche Abklärung 
und Würdigung des medizinischen Sachverhalts beanstandete und die Anordnung weiterer me-
dizinischer Abklärungen beantragte (oben, Erwägung 4.1 f.). Dies wiederum zeigt, dass die Ver-
sicherte – unter damaliger Optik – ausreichende Veranlassung hatte, den Einspracheentscheid 
der Beschwerdegegnerin vom 27. Dezember 2018 beim Kantonsgericht anzufechten. Vor diesem 
Hintergrund rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin für die von ihrem Rechtsvertreter für den 
Zeitraum bis und mit zur Urteilsberatung des Kantonsgerichts vom 7. November 2019 erbrachten 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

notwendigen Bemühungen eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin zuzusprechen. Für diese Lösung spricht letztlich auch der Umstand, dass die Versi-
cherte in gleicher Weise Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin gehabt hätte, wenn das Kantonsgericht bereits anlässlich seiner Urteilsbe-
ratung vom 7. November 2019 den Fall nicht ausgestellt und in der Folge ein Gerichtsgutachten 
in Auftrag gegeben, sondern stattdessen den angefochtenen Einspracheentscheid aufgehoben 
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwer-
degegnerin zurückgewiesen hätte. Bei dieser Vorgehensweise des Gerichts gilt nämlich nach 
ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Beschwerde führende Person als vollständig 
obsiegende Partei, welche gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf eine umfassende Parteient-
schädigung zu Lasten des betroffenen Sozialversicherers besitzt (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, 
BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen).  
 
7.3.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 21. April 
2023 bis und mit zur Urteilsberatung vom 7. November 2019 einen Zeitaufwand von 33 1/3 Stun-
den und Auslagen von Fr. 349.90 geltend gemacht, was sich unter Berücksichtigung des doppel-
ten Schriftenwechsels und der bereits dem angefochtenen Einspracheentscheid zu Grunde ge-
legenen medizinischen Aktenlage insbesondere in Form des Gutachtens der C._____ vom 10. 
September 2017 und dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Aktengutachten ihres Ver-
trauensarztes Dr. D._____ vom 27. November 2018 als angemessen erweist. Diese Bemühun-
gen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist deshalb für die im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren bis zur Urteilsberatung vom 7. November 2019 erbrachten 
Bemühungen ihres Rechtsvertreters eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 9'350.95 (33,33 Stunden à Fr. 250.— + Auslagen von Fr. 349.90 zuzüglich 7,7 % Mehrwert-
steuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die nach der Urteilsberatung vom 
7. November 2019 angefallenen ausserordentlichen Kosten sind indessen dem Prozessausgang 
entsprechend wettzuschlagen. 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Kosten für das gerichtliche Gutachten von Dr. med. F._____ vom 
24. Oktober 2022 in der Höhe von Fr. 14’300.— sowie die Kosten für die 
Bilduntersuchungen der G.____ AG vom 11. August 2022 in der Höhe 
von Fr. 596.10 werden der AXA Versicherungen AG auferlegt.  

 4. Die Kosten für das gerichtliche Gutachten von Dr. med. E._____ vom 6. 
August 2020 in der Höhe von Fr. 16'950.— gehen zu Lasten der Ge-
richtskasse. 

 5. Die AXA Versicherungen AG hat der Beschwerdeführerin eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr.  9'350.95 (inkl. Auslagen 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) auszurichten. 

Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen.