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**Case Identifier:** 8c60a301-ac74-5277-9737-e6f4e35b4c6c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.03.2012 725 2011 298 (725 11 298)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2011-298_2012-03-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  29. März 2012 (725 11 298) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherungsrecht 

 

 

Invalidenrente; Vorbestehender Gesundheitsschaden; Ermittlung des Invalideneinkom-

mens mittels DAP; Parallelisierung des Minderverdienstes 

 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Michael Guex, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Eduard Schoch, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 28, 4143 Dornach 
1 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 

 

A. Die 1963 geborene A.____ war als Hilfsarbeiterin für die Firma B.____ AG in C.____ 
tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ge-
gen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 23. April 2009 stürzte sie 
beim Überqueren der Strasse über das Trottoir und fiel mit beiden Händen auf den Boden. Die 
in der Folge durchgeführten neurographischen Untersuchungen bestätigten ein mässig ausge-

 
 
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prägtes Cartpaltunnelsyndrom (CTS) rechts. Nachdem die Schmerzen nach der Aufnahme ei-
ner hälftigen Arbeitsfähigkeit wieder zugenommen hatten, fand Mitte März 2010 ein operativer 
Eingriff in Form einer Neurolyse am rechten Handgelenk statt. Eine zunächst wieder in vollem 
Umfang erreichte Arbeitsfähigkeit musste in der Folge wegen erneuter Schmerzen im rechten 
Unterarm ab Mitte Mai 2010 auf 50% reduziert werden.  
 
B. Am 8. Oktober 2010 kündigte die B.____ AG das Arbeitsverhältnis der Versicherten 
per Ende 2010. Nach einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 11. Oktober 2010 
sprach die SUVA der Versicherten mit Verfügung vom 18. Februar 2011 eine Invalidenrente in 
der Höhe von 10% zu und verneinte einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Eine 
hiergegen mündlich erhobene Einsprache auf Zusprache einer Invalidenrente von 50% wies die 
SUVA mit Entscheid vom 4. Juli 2011 ab. Sie begründete dies im Wesentlichen damit, dass in 
erwerblicher Hinsicht aus dem Vergleich zwischen Validen- und Invalideneinkommen eine 
Lohneinbusse von Fr. 4'966.-- resultiere, was einen IV-Grad von 10% ergebe. Zumal ein solcher 
auch nicht geltend gemacht worden sei, sei gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung im Übri-
gen auch kein erheblicher Integritätsschaden gegeben. Mit Vorbescheid vom 15. August 2011 
sprach die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft der Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 2010 
eine ganze und ab 1. September 2010 bis Ende Februar 2011 eine halbe IV-Rente zu. 
 
C. Gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 4. Juli 2011 erhob die Versicherte, 
vertreten durch Eduard Schoch, Rechtsanwalt, frist- und formgerecht Beschwerde am Kantons-
gericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
und beantragte, der Einspracheentscheid vom 4. Juli 2011 sei aufzuheben und die SUVA sei 
anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt erneut abzuklären. Zur Begründung wurde im We-
sentlichen geltend gemacht, dass der Kreisarzt die übrigen Arztberichte zu wenig berücksichtigt 
habe und bis dato keine umfassende Untersuchung der Beschwerdeführerin erfolgt sei.  
 
D. Die SUVA, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, schloss mit Vernehm-
lassung vom 18. November 2011 auf Abweisung der Beschwerde. Zusammenfassend wurde 
geltend gemacht, dass der Kreisarztbericht von Dr. D.____ den bundesgerichtlichen Vorgaben 
an einen beweistauglichen Bericht vollauf genüge und demnach von einer vollen Arbeitsfähig-
keit betreffend leichte Tätigkeiten ohne Vibration, ohne Stück- und Zeitakkord, unter Meidung 
von Nässe, Kälte und Zugluft bei leichter bis manchmal mittelschwerer Arbeit auszugehen sei, 
wobei schwerere Arbeiten sowie dauernd mittelschwere Arbeiten zu unterlassen seien. Gestützt 
auf diese Zumutbarkeitsbeurteilung sei der Invalidenlohn auf Fr. 44'894.-- festzusetzen, wonach 
in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 49'860.-- eine Invalidenrente von 
10% resultiere. Weitere medizinische Abklärungen seien überflüssig, da keine neuen Erkennt-
nisse zu erwarten seien.  
 
E. Mit Eingabe vom 30. Dezember 2011 verzichtete die Beschwerdeführerin auf eine Stel-
lungnahme zu den zum Verfahren beigezogenen IV-Akten. Am 19. Januar 2012 reichte der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin diverse Unterlagen betreffend die finanzielle Situation 
der Beschwerdeführerin sowie seine Honorarnote ein. Die SUVA reichte am 8. Februar 2012 
ihre Stellungnahme betreffend die zum Verfahren beigezogenen IV-Akten ein. Auf die weiteren 

 
 
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Vorbringen der Parteien ist - soweit erforderlich - in den nachfolgenden Erwägungen einzuge-
hen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
des Kantons Basel-Landschaft als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich 
und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2  In Bezug auf die Integritätsentschädigung ist der vorinstanzliche Einspracheentscheid 
in Teilrechtskraft erwachsen, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. BGE 119 V 347). Die 
Parteien sind sich sodann einig, dass die Beschwerdeführerin für die verbleibenden Folgen des 
Unfallereignisses vom 23. April 2009 mit Wirkung ab 1. März 2011 Anspruch auf eine Invaliden-
rente aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. Strittig ist deren Höhe: Während die 
SUVA in ihrer Verfügung vom 18. Februar 2011, welche sie mit Einspracheentscheid vom 
4. Juli 2011 bestätigt hat, der  Versicherten eine Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsun-
fähigkeitsgrad von 10% zugesprochen hat, beantragt die Versicherte beschwerdeweise die er-
neute Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Insoweit ist auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, 
Integritätseinbusse) ein natürlicher (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater 
(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht.  
 
2.2  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG 
auf die Unfallversicherung anwendbar sind, die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchti-
gung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

 
 
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auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Art. 16 ATSG hält 
schliesslich fest, dass die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten 
anhand eines Einkommensvergleichs zu erfolgen hat. Wie das Eidgenössische Versicherungs-
gericht (EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aufgezeigt 
hat, brachte das ATSG hinsichtlich der unfallversicherungsrechtlichen Invaliditätsbemessung 
keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen 
Normenlage. Die im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der 
Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG) entsprechen ebenso wie die 
Vorschrift über die Bestimmung des Invaliditätsgrades (bei erwerbstätigen Versicherten; Art. 16 
ATSG) den bisherigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten 
Begriffen und Grundsätzen. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb 
weiterhin massgebend (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungs-
praxis [RKUV] 2004 Nr. U 529 S. 573 ff. E. 1.2-1.4; Urteil K. des EVG vom 28. Juli 2004, 
U 12/04, E. 1.2). 
 
2.3 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin 
ist zu prüfen, in welchem Ausmass sie unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba-
re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 

 
2.4 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde 
somit auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berich-
tes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversiche-
rungsgericht demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizi-
nische Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in sol-

 
 
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chen Fällen jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, 
dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts, 
I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). Zu ergän-
zen ist, dass einem reinen Aktengutachten durchaus voller Beweiswert zukommen kann, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines 
an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts I. Sozi-
alrechtliche Abteilung, vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2; vgl. auch Urteile U 181/06 
vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind 
insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen 
Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber das Ausmass einer Behinderung verschieden 
bewertet wird. Diesfalls kann in einem Aktengutachten sehr wohl das Für und Wider der ver-
schiedenen Meinungen abgewogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine be-
stimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (vgl. HANS KIND, So entsteht ein medizinisches 
Gutachten, in: RENÉ SCHAFFHAUSER/FRANZ SCHLAURI [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen 
Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für 
Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
2.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichen-
des vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blos-
se Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 
S. 189 f. E. 2c). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen 
die notwendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle 
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozi-
alversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im 
Zweifel zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen be-
steht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind 
(vgl. ZAK 1983 S. 259). 
 
3.1 Die SUVA stützte sich bei der Zumutbarkeitsbeurteilung auf den kreisärztlichen Unter-
suchungsbericht von Dr. D.____ vom 11. November 2010. Dieser diagnostizierte bei der Versi-
cherten einen Status nach fraglicher distaler Radiusfraktur rechts, ein rechts mässiges und links 
leichtes CTS sowie einen Status nach Neurolyse des Nervus medianus carpales im rechten 
Handgelenkssegment. Unfallfremd bestünde ein Status nach CTS rechts und nach Carpaltun-
nelspaltung am 23. Februar 2009. Bezüglich des rechten Handgelenks bestünde Konkordanz. 

 
 
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Die Beschwerden am linken Handgelenk sowie an der Hals- und Lendenwirbelsäule seien hin-
gegen unfallfremd. Trotz operativer Revision des rechten Carpalkanals im März 2010 zeige sich 
im Vergleich mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 1. Oktober 2009 eine identische Situati-
on. Aus objektiver Sicht sei die Schmerzsymptomatik an der rechten Hand etwas geringer. Die 
Versicherte sei darüber aufgeklärt worden, dass einerseits eine Zumutbarkeit in unfallkausaler 
Hinsicht und andererseits eine Zumutbarkeit unter Berücksichtigung der unfallfremden Leiden 
erstellt werde. Aus rein medizinischer Sicht sei zweifelsfrei ein Endzustand eingetreten. Eine 
erneute, objektivierbar neurologische Schädigung des rechten Carpalkanals könne nicht festge-
stellt werden. Es lägen vielmehr Residuen der erfolgten Eingriffe mit erneuten Vernarbungen 
vor, sodass von weiteren operativen Interventionen am rechten Carpalkanal aktuell abgesehen 
werden sollte. Zumutbar seien der Versicherten in Bezug auf das rechte Handgelenk ganztags 
leichte Tätigkeiten ohne Vibration, ohne Stück- und Zeitakkord, unter Meidung von Nässe, Kälte 
und Zugluft bei leichter bis manchmal knapp mittelschwerer Arbeit. Schwere manuelle Arbeiten 
sowie dauernd mittelschwere Tätigkeiten seien zu unterlassen.  
 

3.2 Im Weiteren sind folgende medizinische Unterlagen von Relevanz zu berücksichtigen: 
 

3.2.1 Gemäss Arztbericht von Dr. E.____, FMH Innere Medizin, vom 11. November 2011 
seien bei der Versicherten mit Auswirkung auf deren Arbeitsfähigkeit ein progredientes zervi-
kalbetontes Panvertebralsyndrom, eine Diskushernie C3/4 bei ausgeprägten degenerativen 
Veränderungen, Diskusprotusionen L3-5 sowie ein seit dem Jahre 2010 bestehendes Ausfall-
syndrom S1 zu diagnostizieren. Im Weiteren bestünden mittelschwere bis schwere depressive 
Episoden, ein rezidivierendes Hyperventilationssyndrom seit 2011, eine chronische somatofor-
me Schmerzstörung seit 2010, ein Status nach CTS-Operation rechts mit persistierenden Rest-
symptomen sowie ein Status nach Radiusfraktur rechts seit Unfalldatum vom 23. April 2009. 
Die Ursache der Arbeitsunfähigkeit sei krankheitsbedingt. An körperlichen, geistigen und psy-
chischen Einschränkungen bestünde ein chronisch-generalisiertes Schmerzsyndrom, welches 
sowohl durch organisch nachweisbare Veränderungen als auch durch psychosomatische Fak-
toren verursacht sei. Auch die notwendige Opiat-Therapie schränke die Leistungsfähigkeit 
massgebend ein. Den grössten negativen Einfluss übe die psychische Problematik aus. Die 
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 
bzw. einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne derzeit bzw. mittelfristig nicht gerechnet wer-
den. 
 
3.2.2 Mit Arztbericht vom 13. September 2011 diagnostizierte Dr. F.____, Leitender Arzt 
Neurologie des Kantonsspitals G.____, ein panvertebrales Schmerzsyndrom bei degenerativen 
Veränderungen lumbal, eine mittelschwere depressive Episode, eine intermittierende CK-
Erhöhung unklarer Ätiologie, ein Gewichtsverlust unklarer Ätiologie sowie ein Vitamin 
D-Mangel. In anamnestischer Hinsicht wurde festgehalten, dass Anfang des Jahres auf der 
rechten Seite ein CTS operiert worden sei, wobei bisher keine Besserung eingetreten sei. Die 
Versicherte habe seit Jahresanfang ebenso linksseitige Beschwerden mit beinahe täglichen 
Problemen, zudem auch Taubheitsgefühle links mehr als rechts. In der Beurteilung hätten sich 
keine manifesten Paresen gezeigt, die mit einer Myopathie vereinbar gewesen wären. Aufgrund 
der beklagten und zunehmenden Beschwerden im Sinne eines CTS rechts mehr als links sei 

 
 
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eine erneute Untersuchung durchgeführt worden, wobei sich jedoch mit Ausnahme eines resi-
duellen sensomotorischen, leichtgradigen CTS rechts insgesamt Normalbefunde gezeigt hätten. 
Die beklagten Beschwerden hätten somit nicht objektiviert werden können. Insgesamt sei am 
Wahrscheinlichsten von einer nicht organischen, sondern depressiven Genese auszugehen.  
 
3.2.3 Gemäss kreisärztlicher Notiz von Dr. D.____ vom 5. August 2010 seien die neuerdings 
behandlungsbedürftigen HWS-Beschwerden nicht auf das Unfallereignis vom 23. April 2009 
zurückzuführen, sondern stünden eher im Zusammenhang mit einem Autounfall in Portugal aus 
dem Jahre 2002. Die nach wie vor behandlungsbedürftigen Handgelenksbeschwerden auf der 
rechten Seite stünden jedoch mindestens wahrscheinlich noch im Zusammenhang mit dem Un-
fall vom 23. April 2009, demgegenüber jene am linken Handgelenk nie unfallkausal gewesen 
seien. 
 
3.2.4 Mit Bericht vom 30. Juli 2010 diagnostizierte Dr. E.____ einen Status nach posttrauma-
tisch verstärktem CTS rechts mit gutem postoperativem Resultat, ein leichtes CTS links, chroni-
sche, teilweise konstitutionell begünstigte Ketten-Tendomyopathien der rechten mehr als der 
linken oberen Extremität sowie ein Zervikalsyndrom mit Diskushernien. Die Carpaltunnel-
Symptomatik rechts habe sich seit der letzten Dekompression deutlich gebessert. Links sei sie 
weiterhin belastungsabhängig vorhanden, aber nicht posttraumatischer Natur. Seit Juni 2010 
bestünden vermehrt Nackenschmerzen und Schwierigkeiten, die Arme zu heben.  
 
3.2.5 Gemäss Untersuchungsbericht von Dr. H.____, FMH für Neurologie, vom 22. Juni 
2010 bestehe ein neurografisch mässig ausgeprägtes CTS links, welche im Vergleich zur Vor-
untersuchung vom 14. Dezember 2009 keine wesentliche Veränderung zeige. Im Weiteren sei 
ein Status nach CTS rechts am 23. Februar 2009 und im März 2010, ein Status nach Radius-
fraktur rechts am 23. April 2009 sowie eine vorwiegend tendomyogen bedingte Cervikobrachi-
algie beidseits zu erheben. Bei anamnestisch zunehmenden CTS-Beschwerden am linken 
Handgelenk sei eine chirurgische Mitbeurteilung empfehlenswert.  
 
3.2.6 Gemäss ärztlichem Zwischenbericht von Dr. E.____ vom 28. Mai 2010 seien ein Status 
nach Radiusfraktur rechts sowie sekundäre Kettentendinosen der rechten oberen Extremität 
sowie ein posttraumatisch verstärktes CTS zu diagnostizieren. Nach erfolgter Operation des 
CTS-Rezidivs rechts sei es vorübergehend zu einer deutlichen Besserung und zu einer voll-
ständigen Wiederaufnahme der Arbeit am 3. Mai 2010 gekommen. Seit dem 12. Mai 2010 seien 
wieder deutliche Schmerzen im rechten Unterarm sowie vor allem neu auch links durch Über-
lastung aufgetreten. 
 
3.2.7 Gemäss Operationsbericht von Dr. I.____, J.____ Klinik, vom 15. März 2010 sei die 
Patientin bereits am 2. Februar 2009 wegen eines CTS rechts operiert worden. Am 23. April 
2009 sei sie über einen Trottoirrand gestolpert und habe sich eine Radiusfissur rechts zugezo-
gen. Wegen persistierenden Schmerzen habe Dr. H.____ am 8. Juli 2009 ein CTS-Rezidiv pos-
tuliert. Die Kontrolluntersuchung am 14. Dezember 2009 habe keinerlei Erholungstendenz des 
Nervus medianus gezeigt, weshalb nunmehr operativ revidiert werden sollte.  
 

 
 
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3.2.8 Dem ärztlichen Zwischenbericht von Dr. E.____ vom 7. August 2009 zufolge sei ein 
Verdacht auf einen Morbus Sudeck bei Status nach distaler Radiusfraktur rechts zu diagnosti-
zieren. Zuletzt seien vor allem Schmerzen im rechten Daumenballen sowie ein mässiges Ödem 
in jenem Bereich beklagt worden. Das Handgelenk selbst habe zuletzt eine gute Funktion ge-
zeigt. Im Handlungsverlauf würden auch unfallfremde Faktoren mitspielen. Es sei ein Verdacht 
auf ein CTS-Rezidiv rechts zu erheben, weshalb ein handchirurgisches sowie neurologisches 
Konsilium empfohlen werde. Seit 19. Juni 2009 sei die Arbeit wieder im Umfang von 50% auf-
genommen worden. Ein bleibender Nachteil sei eher nicht zu erwarten.  
 
3.2.9 Gemäss Untersuchungsbericht von Dr. H.____ vom 8. Juli 2009 sei bereits am 2. Feb-
ruar 2009 ein mässig ausgeprägtes CTS rechts nachgewiesen worden, welches am 23. Februar 
2009 operiert worden sei. Nach der Operation sei das Einschlafgefühl in den Fingern der rech-
ten Hand verschwunden, hingegen habe die Patientin noch an Schmerzen im volarseitigen 
Handgelenk und in den Fingern gelitten. Am 23. April 2009 sei sie gestützt und habe sich eine 
distale Radiusfraktur rechts zugezogen. Die neurographischen Befunde würden weiterhin ein 
mässig ausgeprägtes CTS rechts bestätigen. Die motorischen und sensiblen neurographischen 
Parameter des Nervus ulnaris seien im distalen Abschnitt rechts jedoch normal. Im Vergleich 
zur neurographischen Voruntersuchung vom 2. Februar 2009 sei es zu keiner Befundverbesse-
rung gekommen. Auf Grund der anamnestischen Angaben könnte es sich durchaus um ein 
CTS-Rezidiv rechts handeln.  
 
3.2.10 Dem Untersuchungsbericht von Dr. H.____ vom 2. Februar 2009 ist zu entnehmen, 
dass die Versicherte seit Oktober 2008 unter rechtsbetonten Handgelenksschmerzen beidseits 
leide. Nachtsüber würden die Finger einschlafen. Wegen Schmerzen im Bereich des rechten 
Armes sei die Patientin bereits im Jahre 2002 neurologisch abgeklärt worden. Die neurographi-
schen Befunde würden ein beidseitig bestehendes CTS bestätigen, welches rechts mässig und 
links leicht ausgeprägt sei. Möglicherweise liege zusätzlich eine arthrogene oder tendinogene 
Handgelenksaffektion vor. Aufgrund der seit Oktober 2008 bestehenden Beschwerden infolge 
des CTS sei eine chirurgische Mitbeurteilung nach operativer Dekompression zumindest des 
Nervus medianus rechts empfehlenswert. 
 

3.3 Was zunächst die mit Ausnahme der rechten Handgelenkschmerzen beklagten, übri-
gen Beschwerden der Versicherten betrifft, ist festzustellen, dass diese mit Blick auf das fragli-
che Unfallereignis vom 23. April 2009 allesamt unfallfremder Natur sind. Dem Bericht von 
Dr. E.____ vom 30. Juli 2010 ist zu entnehmen, dass die belastungsabhängige Carpaltunnel-
symptomatik am linken Handgelenk gerade nicht posttraumatischer Natur ist. Nichts anderes 
gilt hinsichtlich der geklagten Rückenbeschwerden, welche dem neuerlichen Arztbericht von 
Dr. E.____ vom 11. November 2011 zufolge auf degenerative Veränderungen und auf ein erst 
seit dem Jahre 2010 bestehendes Ausfallsyndrom zurückzuführen sind. Ebenso führt der Neu-
rologe Dr. F.____ in seinem Bericht vom 13. September 2011 das diagnostizierte Panvertebral-
syndrom auf degenerative und somit krankheitsbedingte Veränderungen im Lumbalbereich zu-
rück. Damit korrespondiert schliesslich die Aussage des behandelnden Hausarztes der Versi-
cherten, wonach die Ursache der Arbeitsunfähigkeit der Versicherten mit Ausnahme der Be-
schwerden infolge des Status nach unfallbedingter Radiusfraktur am rechten Handgelenk letzt-

 
 
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lich krankheitsbedingt ist (vgl. Arztbericht von Dr. E.____. vom 11. November 2011). Die kreis-
ärztliche Beurteilung von Dr. D.____ vom 5. August 2010, wonach weder die HWS-
Beschwerden noch die Beschwerden am linken Handgelenk auf das fragliche Unfallereignis 
vom 23. April 2009 zurückgeführt werden können, deckt sich mithin mit den übrigen, medizini-
schen Akten und erweist sich somit als schlüssig. 
 

3.4 In Bezug auf die geklagten Beschwerden am rechten Handgelenk gehen die Parteien 
demgegenüber übereinstimmend davon aus, dass diese - jedenfalls teilweise - in einem natürli-
chen und mithin auch adäquaten Kausalzusammenhang mit dem fraglichen Unfallereignis vom 
23. April 2009 stehen. Uneinigkeit besteht hinsichtlich der der Beschwerdeführerin in diesem 
Zusammenhang noch verbleibenden Erwerbsfähigkeit. Die SUVA stützte sich bei der Beurtei-
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf die kreisärztliche 
Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ vom 11. November 2010. Sie ging davon aus, dass 
der Versicherten unter Berücksichtigung der unfallfremden Leiden weiterhin eine leichte bis 
manchmal knapp mittelschwere Tätigkeit ganztags ohne Vibration, ohne Stück- und Zeitakkord 
und unter Meidung von Nässe, Kälte sowie Zugluft zumutbar sei. Diese Beurteilung ist nicht zu 
beanstanden.  
 
3.4.1 Vorab ist festzustellen, dass die Versicherte bereits schon vor dem fraglichen Unfaller-
eignis vom 23. April 2009 an einem mässig ausgeprägten CTS rechts gelitten und sie nach ei-
nem diesbezüglich ebenfalls noch vor dem Sturz vom 23. April 2009 erfolgten operativen Ein-
griff im Februar 2009 ebenfalls bereits Schmerzen im volarseitigen Handgelenk und in den Fin-
gern beklagt hatte (vgl. Untersuchungsberichte von Dr. H.____ vom 2. Februar 2009 sowie vom 
8. Juli 2009). Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass die kurze Zeit nach dem Unfall durchge-
führte, neurologische Untersuchung weiterhin ein mässiges CTS rechts bestätigt hat (vgl. Un-
tersuchungsbericht von Dr. H.____ vom 8. Juli 2009), wie es bereits vor dem Unfall vom 
23. April 2009 vorgelegen hatte. Zumal anlässlich dieser Untersuchung keine abnormalen neu-
rographischen Befunde erhoben werden konnten, wäre in rein diagnostischer Hinsicht diesbe-
züglich gar von einem Wiedererreichen des Status quo ante auszugehen. Infolge der jedoch 
zunächst verdachtsweise erhobenen und in der Folge bestätigten Diagnose eines auf den Sturz 
vom 23. April 2009 zurückzuführenden CTS-Rezidivs (vgl. ärztlicher Zwischenbericht von 
Dr. E.____ vom 7. August 2009 sowie insbesondere Operationsbericht von Dr. I.____ vom 
15. März 2010) ist letztlich nicht zu beanstanden, dass die SUVA die entsprechende Unfallkau-
salität unter Ausscheidung der vorbestehenden und mithin unfallfremden Leiden am rechten 
Handgelenk schliesslich anerkannt hat (vgl. ebenso kreisärztliche Notiz von Dr. D.____ vom 
5. August 2010, wonach die rechten Handgelenksbeschwerden weiterhin behandlungsbedürftig 
seien).  
 
3.4.2 Als zutreffend erweist sich bei dieser Sachlage jedoch ebenso der Umstand, dass im 
Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung im November 2010 keine erneute, objektivierbare 
Schädigung des rechten Carpalkanals mehr festgestellt werden konnte, sondern vielmehr nur 
noch Residuen der erfolgten operativen Eingriffe vorgelegen haben. Soweit die Beschwerdefüh-
rerin vorbringen lässt, die Feststellungen des Kreisarztes Dr. D.____ würden jene der übrigen 
Ärzte nur ungenügend berücksichtigen, kann ihr deshalb nicht beigepflichtet werden. Dem so-

 
 
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eben Gesagten zufolge ist just aufgrund der übrigen medizinischen Akten zweifelsohne ausge-
wiesen, dass am rechten Handgelenk ein vorbestehender und mithin unfallfremder Status eben-
falls nach CTS bestanden hatte (vgl. kreisärztlicher Untersuchungsbericht von Dr. D.____ vom 
11. November 2010 sowie Untersuchungsbericht von Dr. H.____ vom 2. Februar 2009). Nichts 
anderes ergibt sich aus der Diagnose des Hausarztes, wonach lediglich ein posttraumatisch 
verstärktes CTS zu diagnostizieren sei (vgl. ärztlicher Zwischenbericht von Dr. E.____ vom 
28. Mai 2010) und geht letztlich auch aus dem Operationsbericht von Dr. I.____ vom 15. März 
2010 hervor, wonach die Kontrolluntersuchung vom 14. Dezember 2009 keinerlei Erholungs-
tendenz des rechten Carpalkanals gezeigt habe. Entgegen der von der Beschwerdeführerin 
vertretenen Auffassung kann auch nicht davon gesprochen werden, die Mühe beim Greifen 
bzw. beim Halten von Gegenständen sei ausschliesslich auf das fragliche Unfallereignis zu-
rückzuführen. So kann bereits dem Untersuchungsbericht von Dr. H.____ vom 2. Februar 2009 
entnommen werden, dass die Finger der Versicherten einschlafen würden und sich die CTS-
Beschwerden im Bereich des rechten Armes schon im Oktober 2008 manifestiert hatten. Ent-
sprechend kann gerade nicht gesagt werden, der Kreisarzt habe bei der Beurteilung der noch 
verbleibenden Restarbeitsfähigkeit - immer mit Blick auf die CTS-Symptomatik der Versicherten 
am rechten Handgelenk - eine allenfalls unzutreffende Ausscheidung unfallkausaler und unfall-
fremder Beschwerden vorgenommen. Auch besteht kein Anlass, die mittlerweile weit zurücklie-
gende Verdachtsdiagnose eines Morbus Sudeck weiter abzuklären (vgl. ärztlicher Zwischenbe-
richt von Dr. E.____ vom 7. August 2009). Zum einen war sich der Kreisarzt bei der Beurteilung 
der der Versicherten noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit über die entsprechende Verdachts-
diagnose im Klaren. Zum anderen kann den Aussagen sämtlicher im Übrigen beteiligten Ärzte 
keinerlei Bestätigung einer solchen Diagnose entnommen werden.  
 
3.4.3 Der Kreisarzt hat die Versicherte in Kenntnis aller medizinischen Akten eingehend un-
tersucht (vgl. kreisärztliche Untersuchung von Dr. D.____ vom 11. November 2010, ad akten-
mässiger Verlauf). Die daraus resultierende, medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsbeurteilung 
des Kreisarztes ist daher schlüssig und erweist sich mit der übrigen Aktenlage als kongruent. 
Sie ergibt in ihrer Gesamtheit ein umfassendes und schlüssiges Bild über den Gesundheitszu-
stand der Versicherten. In Übereinstimmung mit der von der Vorinstanz vorgenommenen Ein-
schätzung ist deshalb davon auszugehen, dass ihr unter Ausscheidung der unfallfremden Lei-
den weiterhin eine leichte bis manchmal knapp mittelschwere Tätigkeit ganztags ohne Vibrati-
on, ohne Stück- und Zeitakkord und unter Meidung von Nässe, Kälte sowie Zugluft zumutbar 
ist. 
  
3.5 Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht, Beweisanträge zu stellen, und 
- als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses 
verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die 
Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweis-
würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele-
vanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein be-
antragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach 
konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 
E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Diese zu Art. 4 der alten Bundesverfassung der 

 
 
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Schweizerischen Eidgenossenschaft (aBV) vom 29. Mai 1874 ergangene Rechtsprechung gilt 
auch unter der Herrschaft des Art. 29 Abs. 2 der nunmehr geltenden Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahl-
reichen Hinweisen). Entgegen des von der Beschwerdeführerin vertretenen Standpunkts lassen 
wie soeben erwähnt die vorliegenden medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Versicherten aber zu. Auf zusätzliche medizinische Ab-
klärungen kann unter diesen Umständen verzichtet werden. 
 
4.1 Gemäss Art. 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades von einer ausge-
glichenen Arbeitsmarktlage auszugehen. Bei diesem Begriff, der im Gesetz nicht umschrieben 
wird, handelt es sich rechtsprechungsgemäss um einen theoretischen und abstrakten Begriff, 
der dazu dient, die Leistungsbereiche der Invaliden- bzw. der Unfallversicherung von jenem der 
Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein gewisses Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen. Andererseits bezeichnet 
er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen 
hält, und zwar bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen 
als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Letzteres gilt auch im Bereich der un- und an-
gelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich 
im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein Renten ausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht 
(BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b; Urteil I. des EVG vom 17. Dezember 2002, 
I 601/01, E. 4.3). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, 
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 
sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich verwerten 
könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen wür-
den (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Das restliche erwerbliche Leistungsvermögen hat sich mit 
anderen Worten in einem fiktiven Arbeitsmarkt zu bewähren, der definitionsgemäss unter ande-
rem konjunkturell ausgeglichen ist (Urteil I. des EVG vom 17. Dezember 2002, I 601/01, E. 4.3; 
RUDOLF RÜEDI, Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeits-
grundsatz bei der Invaliditätsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: RENÉ 
SCHAFFHAUSER/ FRANZ SCHLAURI [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 35). In seinem Urteil D. vom 3. Juni 2004 (I 252/03), E. 2.2.3, hat das EVG 
ausdrücklich bekräftigt, dass an diesem rein hypothetischen Charakter des ausgeglichenen Ar-
beitsmarktes festzuhalten ist. Dabei geht es, wie das EVG weiter betont hat, nicht um reale, 
geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Beschäftigungsmög-
lichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur her, jedoch abstrahiert von den konjunk-
turellen Verhältnissen, umfasst (Urteil C. des EVG vom 16. Juli 2003, I 758/02, E. 3.3).  
 
4.2 Der Versicherten stehen - trotz ihrer funktionellen Einschränkungen bezogen auf 
grundsätzlich nur leichte Arbeiten ohne Vibration, ohne Stück- und Zeitakkord und unter Mei-
dung von Nässe, Kälte sowie Zugluft - auf einem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
genügend leichte Hilfs-, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten offen, so dass nicht von reali-
tätsfremden und mithin von unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegan-
gen wird. Die ihr noch zumutbare Tätigkeit ist vorliegend insbesondere nicht nur in so einge-

 
 
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schränkter Form möglich, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur 
unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt 
werden kann (Urteil O. des EVG vom 22. November 2006, U 303/06, E. 7.2.2; ZAK 1989 S. 322 
Erw. 4a). Wird der massgebenden kreisärztlichen Beurteilung zufolge von einer vollständigen 
Verweistätigkeit mit beiden Händen ausgegangen, ist die noch verbleibende Leistungsfähigkeit 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vielmehr ohne Probleme weiterhin verwertbar. In diesem 
Zusammenhang ist denn auch darauf hinzuweisen, dass der Arbeitsmarkt in den letzten zehn 
bis fünfzehn Jahren zwar durchaus gewissen strukturellen Anpassungen und Änderungen un-
terworfen war. Er hat sich in den letzten Jahren aber eher dahingehend entwickelt, dass in In-
dustrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse 
durch Maschinen verrichtet werden, während den körperlich weniger belastenden Bedienungs- 
und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt. Wie sich schliess-
lich auch aus der von der SUVA angegebenen Gesamtzahl der auf Grund der Behinderung der 
Beschwerdeführerin in Frage kommenden DAP ergibt, stehen der Versicherten sowohl in die-
sen Bereichen als auch im Dienstleistungssektor genügend Stellen offen (RUDOLF RÜEDI, 
a.a.O., S. 42 f. mit Hinweisen auf ZAK 1991 S. 320 E. 3b und 1989 S. 321 E. 4a). 
 

5.1 Wie bereits erwähnt (E. 2.2 hiervor), hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Gemäss Art. 16 ATSG wird 
dazu das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom-
mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts sind für den Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im 
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend (BGE 129 V 222, 128 V 174). Vor-
liegend ist der Versicherten die Invalidenrente, deren Höhe strittig ist, mit Wirkung ab 1. März 
2011 zugesprochen worden. Dem Einkommensvergleich sind demnach die in  diesem Zeitpunkt 
gegebenen Einkommensverhältnisse zu Grunde zu legen.  

 

5.2 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden 
hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommens-
ermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den 
die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Ur-
teil I. des EVG vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorlie-
gend ist die SUVA zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin ohne unfallbe-
dingte Gesundheitsbeeinträchtigung weiterhin als Hilfsarbeiterin bei der B.____ AG tätig gewe-
sen wäre. Laut deren Auskunft vom 29. November 2010 (SUVA-Akt Nr. 77 inkl. Lohnbuchaus-
zug) hätte die Versicherte dabei im Jahr 2011 ein Jahresgehalt von brutto Fr. 49'860.-- 

 
 
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(Fr. 4'155.-- x 12) erzielt. Dieser Betrag ist im Einkommensvergleich somit als Validenlohn zu 
berücksichtigen. Wie erwähnt (E. 5.1 hievor) sind dem Einkommensvergleich die Einkommens-
verhältnisse im Jahre 2011 (Rentenbeginn: 1. März 2011) zu Grunde zu legen. Die Auskünfte 
der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin betreffen das Jahr 2011. Eine Nominal-
lohnanpassung kann somit unterbleiben. 

 

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin seit der Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses im 
Oktober 2010 infolge ihrer unfallbedingten Absenzen keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenom-
men. Beim Einkommensvergleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalideneinkommen 
auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) oder die so genannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b 
mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412).  
 

5.3.1 Im Entscheid 129 V 472 ff. hat sich das EVG ausführlich mit der Invaliditätsbemessung 
aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA geschaffenen Dokumentation 
von Arbeitsplätzen (DAP) befasst und festgestellt, dass die für die Invaliditätsbemessung he-
rangezogenen DAP-Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher 
nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben wer-
den, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um 
Sonder- oder Ausnahmefälle handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens 
fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet 
werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf Grund der ge-
gebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeits-
plätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils 
verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichen-
de Überprüfung des dem Unfallversicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Er-
messens ermöglicht. Sind die erwähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann 
nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch die Urtei-
le W. vom 14. Oktober 2003, U 347/00, E. 2.3.1 und S. vom 20. Oktober 2003, U 392/00, 
E. 5.2.2).  

 

5.3.2 Vorliegend hat die SUVA das Invalideneinkommen aufgrund der DAP ermittelt und 
hierzu im Verwaltungsverfahren insgesamt fünf DAP-Blätter aufgelegt. Gestützt auf die darin 
enthaltenen Lohnangaben hat sie infolge eines unterdurchschnittlichen Valideneinkommens das 
massgebende Invalideneinkommen anhand der jeweils ausgewiesenen Minimallöhne mit 
Fr. 44'494.-- pro Jahr beziffert. Darüber hinaus hat sie Angaben über die Gesamtzahl der auf 
Grund der gegebenen Behinderung der Beschwerdeführerin in Frage kommenden dokumentier-
ten Arbeitsplätze (insgesamt 83 DAP), über den dabei erzielbaren Höchstlohn (Fr. 70'612.--), 
über den Tiefstlohn (Fr. 40'559.--) sowie über den Durchschnittslohn der dem verwendeten Be-
hinderungsprofil entsprechenden Gruppe (Fr. 51'995.--) gemacht (SUVA-Akte 84). Die daraus 
resultierende Berechnung des Invalideneinkommens durch die Vorinstanz ist nicht zu bean-

 
 
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standen, zumal die herangezogene Grundlage lediglich anhand der ausgewiesenen Minimal-
löhne zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausfällt. Wie die SUVA bereits in ihrer dem ange-
fochtenen Einspracheentscheid vorangehenden Verfügung vom 18. Februar 2011 festgehalten 
hat, resultiert aus einem Vergleich des vormals erzielten Valideneinkommens in Höhe von 
Fr. 49'860.-- (vgl. oben, Erwägung 5.2) mit dem Durchschnittslohn der dem verwendeten Be-
hinderungsprofil entsprechenden DAP-Gruppe in Höhe von Fr. 51'559.-- ein Minderverdienst im 
Umfang von lediglich 4,1% (Minderverdienst von Fr. 2'135.-- dividiert durch durchschnittliches 
Invalideneinkommen nach DAP im Umfang von Fr. 51'995.--). Ein solcher Minderverdienst ist 
jedoch nur in jenem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung die Er-
heblichkeitsgrenze von 5% übersteigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_652/2008 vom 8. Mai 
2009, E. 6.1.2). Auch wenn vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, dass die Versicherte als 
Gesunde einen Soziallohn bezogen oder sich mit einem geringeren Einkommen als üblich ein-
verstanden erklärt hat, liegt mithin eine Abweichung vor, die mangels Erreichens der rechtspre-
chungsgemäss anerkannten Massgeblichkeitsgrenze von mindestens 5% beim Einkommens-
vergleich nicht zwingend hätte korrigierend berücksichtigt werden müssen. Mangels Erreichens 
der Erheblichkeitsgrenze einer Invalidität von 10% (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG) wäre diesfalls - wie 
die SUVA in Erwägung 4 ihres Einspracheentscheids vom 4. Juli 2011 deshalb zu Recht fest-
gehalten hat - eine Renten relevante Erwerbseinbusse nicht ausgewiesen und gar die Ableh-
nung eines Rentenanspruchs zu schützen gewesen. Festzuhalten ist jedoch auch, dass bei der 
Bestimmung des Invaliditätsgrads bezüglich der einzelnen Faktoren ein Ermessenspielraum der 
Vorinstanz besteht, in welches das Gericht nicht ohne Not eingreift (vgl. BGE 126 V 81 E. 6; 
Urteil des EVG C. vom 17. November 2003 [U 75/01] E. 5.3.2). Im Lichte der Angemessen-
heitskontrolle ist die Berücksichtigung eines Minderverdienstes unter den konkreten Umständen 
deshalb letztlich nicht zu beanstanden.  
 
Eine nähere Betrachtung der fünf von der SUVA aufgelegten DAP-Blätter zeigt schliesslich, 
dass die darin beschriebenen Tätigkeiten alle grundsätzlich körperlich leicht sind. Den jeweili-
gen Arbeitsplatzbeschrieben ist gemeinsam, dass im Wesentlichen jeweils nur Kleinteile zu be-
händigen sind und das Heben und Tragen von Lasten bis maximal fünf Kilogramm vorausset-
zen. Die soweit gemäss DAP ausgewiesenen Beschäftigungsmöglichkeiten entsprechen daher 
dem massgebenden ärztlichen Zumutbarkeitsprofil. Zumal die Beschwerdeführerin keine Ein-
wendungen hiergegen vorbringen lässt, kann an dieser Stelle auf die zutreffenden Erwägungen 
der Vorinstanz in deren Vernehmlassung verwiesen werden. Auf den von der SUVA herange-
zogenen DAP-Lohnvergleich kann jedenfalls abgestellt werden. Da für die Vornahme des Ein-
kommensvergleichs die Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. März 2011 mass-
gebend sind (vgl. oben, Erwägung 5.1), ist das soweit berechnete Invalideneinkommen letztlich 
im Umfang von 0,9% an die Nominallohnentwicklung anzupassen. Damit resultiert ein jährliches 
Invalideneinkommen von Fr. 44'894.-- (Fr. 44'494.-- x 1,009). 
 

5.4 Setzt man das Invalideneinkommen von Fr. 44'894.-- dem oben erwähnten Validenein-
kommen von Fr. 49'860.-- gegenüber, ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 4'966.--, wes-
halb rein rechnerisch ein Invaliditätsgrad der Versicherten von 9,95% resultiert. Rechtspre-
chungsgemäss ist ein exakt ermittelter Invaliditätsgrad nach den Regeln der Mathematik auf die 
nächste ganze Prozentzahl auf- oder abzurunden (BGE 130 V 121 ff.). Damit ergibt sich ein 

 
 
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Invaliditätsgrad von 10%. Im Übrigen hat die SUVA den Rentenbeginn auf den 1. März 2011 
festgesetzt, was sich im Lichte der massgebenden Bestimmung von Art. 19 Abs. 1 UVG als 
korrekt erweist und von der Beschwerdeführerin denn auch zu Recht nicht in Frage gestellt 
worden ist. Soweit darauf einzutreten ist, ist die Beschwerde bei diesem Ergebnis deshalb ab-
zuweisen. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen, wobei die Beschwerdeführerin 
die unentgeltliche Verbeiständung beantragt hat. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der 
Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher 
Rechtsbeistand bewilligt. Gemäss Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im 
kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aus-
sichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder 
doch geboten ist (Urteil des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 
100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zü-
rich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben. Den 
eingereichten Unterlagen ist zu entnehmen, dass dem monatlichen Einkommen der Familie der 
Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 7'070.-- (Lohn Ehemann: Fr. 5'250.-- inkl. 13. Monats-
lohn; Ersatzeinkommen Beschwerdeführerin: Fr. 1'400.-; Anteil Lehrlingslohn Tochter:             
Fr. 300.--; Prämienverbilligung approximativ Tochter: Fr. 120.--) Ausgaben in Höhe von           
Fr. 7'775.-- gegenüber stehen. Diese setzen sich zusammen aus dem Grundbetrag für die gan-
ze Familie im Umfang von Fr. 3'335.-- (inkl. 15% Zuschlag), den Wohnkosten von Fr. 1'740.--, 
den Prämien für die obligatorische Krankenversicherung der Familie im Umfang von Fr. 900.--, 
den anteilsmässigen Kosten für ein Automobil mit Kompetenzcharakter im Umfang von           
Fr. 300.--, den durchschnittlichen, monatlichen Kosten für die U-Abonnemente der Kinder und 
den Mittagstisch in Höhe von Fr. 200.--, den ausgewiesenen Schulden aus Kreditgeschäften im 
Umfang von Fr. 950.-- (Fr. 865.-- + Fr. 85.--) sowie aus den monatlich anfallenden Steuern  in 
der Höhe von Fr. 300.--. Damit resultiert eine monatliche Unterdeckung von rund Fr. 700.--. Die 
Familie der Beschwerdeführerin verfügt den eingereichten Bankbelegen zufolge schliesslich 
über keinerlei massgebendes Vermögen. Deren Mittellosigkeit ist damit erstellt. Eine offensicht-
lich aussichtslose Prozessführung liegt keine vor. Der Beschwerdeführerin ist deshalb die un-
entgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen. Dieser weist in seiner Ho-
norarnote vom 19. Januar 2012 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand 
von 7 3/4 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von insgesamt Fr. 72.50 aus, was umfangmäs-
sig nicht zu beanstanden ist. Es ist ihm deshalb für seine Bemühungen gesamthaft ein Honorar 
von Fr. 1'584.90 (7 3/4 Stunden à Fr. 180.-- und Auslagen von Fr. 72.50 zuzüglich 8 % Mehr-
wertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'584.90 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.