# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2fb58d4-0e8c-5857-a062-4b44b6af1534
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.09.2015 ZK1 2015 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-28_2015-09-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 4. September 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 25 17. September 2015
ZK1 15 28

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Schnyder
RichterInnen Michael Dürst und Brunner
Aktuarin Thöny

In den zivilrechtlichen Berufungen

des X._____, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechts-
anwalt lic. iur. Fabrizio Visinoni, Via dal Bagn 3, 7500 St. Moritz,

sowie

der Y._____, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechts-
anwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Masanserstrasse 35, 7001 Chur,

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Inn vom 23. Januar 2015, mit-
geteilt am 4. Februar 2015, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ und Y._____ heirateten am _____1993 vor dem Zivilstandsamt 
O.1_____. Aus dieser Ehe gingen die Kinder A._____, geboren am _____1995, 
B._____, geboren am _____1997, und C._____, geboren am _____2003, hervor.

B. Am 25. April 2013 liess Y._____ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Inn 
ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie 
beantragte, die Tochter C._____ sei unter die Obhut der Mutter und die Kinder 
A._____ und B._____ seien unter die Obhut des Vaters zu stellen, wobei jeweils 
ein Besuchs- und Ferienrecht gemäss Gerichtspraxis einzuräumen sei. Des Wei-
teren sei X._____ zu verpflichten, einen Unterhaltsbeitrag für die Tochter C._____ 
von monatlich Fr. 2'000.-- zuzüglich Kinderzulagen und für die Ehefrau von monat-
lich Fr. 13'000.-- zu bezahlen. Ausserdem sei er zu verpflichten, der Gesuchstel-
lerin einen Betrag von Fr. 50'000.--, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Er-
messen, subeventualiter in Anrechnung an die güterrechtliche Auseinanderset-
zung, zur Verfügung zu halten. X._____ beantragte in seiner Stellungnahme vom 
13. Juni 2013 die Abweisung des Gesuchs von Y._____ sowie die Obhut über 
sämtliche Kinder unter Einräumung eines üblichen Besuchs- und Ferienrechts für 
die Mutter. Ausserdem sei er zu verpflichten, der Ehefrau einen monatlichen Un-
terhaltsbeitrag von Fr. 4'400.-- zu bezahlen. Überdies sei die Gütertrennung anzu-
ordnen. Mit Entscheid vom 22. Januar 2014, mitgeteilt am 24. Januar 2014, stellte 
der Einzelrichter des Bezirksgerichts Inn unter anderem die Tochter C._____ unter 
die Obhut der Mutter und den Sohn B._____ unter die Obhut des Vaters, wobei 
jeweils ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt wurde. Des Weiteren wurde 
X._____ verpflichtet, an den Unterhalt seiner Ehefrau und der Tochter C._____ 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 7'513.-- netto zu bezahlen. Gegen 
diesen Entscheid liess Y._____ mit Eingabe vom 6. Februar 2014 beim Kantons-
gericht von Graubünden Berufung erheben. Dieses erhöhte mit Urteil vom 22. Mai 
2014 (ZK1 14 14) unter anderem den von X._____ monatlich zu leistenden Unter-
haltsbeitrag auf Fr. 10'000.-- (Fr. 8'000.-- für die Ehefrau, Fr. 2'000.-- für C._____ 
zuzüglich allfällige Kinderzulagen).

C. Am 15. Juli 2014 liess X._____ beim Bezirksgericht Inn ein Gesuch um (su-
perprovisorischen) Erlass von Eheschutzmassnahmen stellen, worin er die soforti-
ge Einstellung seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Ehefrau und die Re-
duktion des Unterhaltsbeitrags für seine Tochter C._____ auf Fr. 1'500.-- bean-
tragte. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn wies das Gesuch um superproviso-
rische Anordnung der Eheschutzmassnahmen mit Entscheid vom 16./17. Juli 2014 

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ab. Noch während laufendem Schriftenwechsel liess X._____ am 5. August 2014 
ein weiteres Gesuch um superprovisorischen Erlass von Eheschutzmassnahmen 
einreichen, worin er die Zuteilung der Obhut über die Tochter C._____ und die 
Verpflichtung von Y._____ zur Zahlung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags in 
Höhe von Fr. 1'500.-- sowie zur Einschulung von C._____ in O.3_____ beantrag-
te. Mit Schreiben vom 6. August 2014 teilte Y._____ dem Bezirksgericht Inn mit, 
dass ihre Tochter C._____ ab 18. August 2014 definitiv in O.3_____ zur Schule 
gehen werde.

D. Zusammen mit ihrer Stellungnahme zu den zwei Gesuchen des Ehemanns 
liess Y._____ am 18. August 2014 ihrerseits ein Gesuch um superprovisorischen 
Erlass von Eheschutzmassnahmen einreichen, worin sie Verfügungsbeschrän-
kungen hinsichtlich mehrerer, im Eigentum des Ehemannes stehender Grundstü-
cke sowie seiner Aktien der D._____AG beantragte. Dieses Gesuch wurde vom 
Einzelrichter am Bezirksgericht Inn mit Entscheid vom 20./21. August 2014 gutge-
heissen. 

E. Am 26. September 2014 liess X._____ beim Bezirksgericht Inn ein weiteres 
Gesuch um superprovisorischen Erlass von vorsorglichen Massnahmen stellen, 
worin er die Ermächtigung, mit seinen Kindern eine Ferienreise nach Südafrika zu 
machen sowie die Aushändigung von deren Reisepässe beantragte. Dieses Ge-
such wurde mit Entscheid vom 29. September 2014 gutgeheissen.

F. Mit Schreiben vom 3. November 2014 beantragte die Beiständin der Toch-
ter C._____ die Sistierung der Dienstagsbesuche sowie die Verlängerung der 
vierzehntäglichen Besuchswochenenden auf Freitag, 19.00 Uhr, bis Sonntag 
19.00 Uhr.

G. Nach Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels sowie einer mündli-
chen Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn mit Ent-
scheid vom 23. Januar 2015, mitgeteilt am 4. Februar 2015, wie folgt:

"1. Das Gericht nimmt Vormerk, dass die Verfahren Proz. Nr. 135-2014-
105, 135-2014-121 und 135-2014-168 nach dem Willen der Parteien 
zusammengelegt werden. 

2. Es wird festgestellt, dass die Obhut über die Tochter C._____ bei der 
Mutter, Y._____, verbleibt.

3. X._____ wird verpflichtet, an Y._____ für sie und die Tochter C._____ 
rückwirkend ab 15. Juli 2014 einen im Voraus zu zahlenden monatli-
chen Unterhaltsbeitrag von netto CHF 1'500.00 für die Tochter 
C._____ und netto CHF 4'435.00 für Y._____, total somit monatlich 

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netto CHF 5'935.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher Kinderzulagen zu 
bezahlen.

4. Es wird festgestellt, dass die Abänderung des Besuchsrechts zwi-
schen dem Ehemann und C._____ derart erfolgt, dass anstatt der bis-
herigen Regelung, wonach C._____ jeden Dienstagabend von 18:00 
bis 21:00 Uhr und alle vierzehn Tage das Wochenende von Samstag 
09:00 Uhr bis Sonntag 21:00 Uhr, beim Vater und den Geschwistern in 
O.2_____ verbringt, neu C._____ alle vierzehn Tage von Freitagabend 
18:00 Uhr bis Sonntag 20:00 Uhr beim Vater und den Geschwistern in 
O.2_____ verbringt. Die Besuche am Dienstagabend fallen wegen des 
Stundenplans von C._____ bis auf weiteres dahin.

5. Es wird festgestellt, dass die beim Grundbuchamt Maloja, Plazza da 
Scoula 10, 75000 St. Moritz, auf dem Grundstück Parzelle Nr. _____, 
Plan_____, Wohnhaus Assek-Nr. _____, Garage Assek-Nr. _____, mit 
272 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung in der Gemeinde 
E._____, superprovisorisch vorgenommene Anmerkung der Verfü-
gungsbeschränkung gemäss Art. 178 ZGB bis auf weiteres aufrecht 
erhalten wird.

6. Es wird festgestellt, dass das gegenüber X._____ superprovisorisch 
ergangene Verbot unter gleichzeitiger Androhung der Überweisung an 
das Strafgericht im Zuwiderhandlungsfalle gemäss Art. 292 StGB, über 
die sich heute in seinem Eigentum befindlichen Aktien der D._____AG 
mit Sitz an der _____strasse, O.1_____, zu verfügen, ohne vorherige 
beglaubigte unterschriftliche Zustimmung von Y._____, insbesondere 
das Eigentum daran zu übertragen, beschränkte dingliche Rechte dar-
an einzuräumen oder diesbezüglich obligatorische Rechtsgeschäfte 
abzuschliessen, bis auf weiteres aufrecht erhalten wird.

7. X._____ hat alle in seinem Eigentum stehenden Aktien, Aktienzertifika-
te usw. der D._____AG, beim Bezirksgericht Inn zu hinterlegen.

8. Es wird festgestellt, dass das gegenüber den verantwortlichen Orga-
nen der D._____AG superprovisorisch ausgesprochene Verbot, unter 
gleichzeitiger Androhung der Überweisung an das Strafgericht im Zu-
widerhandlungsfalle gemäss Art. 292 StGB, Erwerber von Aktien der 
D._____AG oder von beschränkten dinglichen Rechten daran (wie z.B. 
Nutzniesser, Pfandgläubiger usw.), welchen X._____ in Missachtung 
dieser Vermögenssperre Eigentum oder beschränkte dingliche Rechte 
übertragen hat, ins Aktienbuch einzutragen, bis auf weiteres aufrecht 
erhalten wird.

9. X._____ wird verpflichtet, Y._____ einen Anwaltskostenvorschuss von 
CHF 10'800.00 inkl. MWST zu bezahlen.

10. Die Anträge betreffend Wohnsitz/Einschulung von C._____ in 
O.3_____, und Ferien von C._____ in Südafrika werden wegen Ge-
genstandslosigkeit, diejenigen betreffend Obhut von C._____ und 
Abänderung des Besuchsrechts von C._____ und X._____ werden 
wegen Vergleichs als erledigt abgeschrieben. Auf die übrigen Anträge 
wird nicht eingetreten resp. diese werden abgewiesen.

11. Die Gerichtskosten der Verfahren Proz. Nrn. 135-2014-105 / 135-
2014-121 / 135-2014-168 in Höhe von CHF 6'000.00 gehen je hälftig 
zu Lasten der gesuchstellenden und gesuchsgegnerischen Partei. Der 

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Betrag in Höhe von jeweils CHF 3'000.00 ist von der jeweiligen Partei 
innert 30 Tagen mittels beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen. 

12. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

13. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid). 

14. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

15. (Mitteilung)."

H. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 16. Februar 2015 
beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung erheben, wobei er das folgende 
Rechtsbegehren stellte:

"1. In Gutheissung der Berufung seien die Dispositiv-Ziffern 3., 9. und 11. 
aufzuheben.

2. X._____ sei zu verpflichten, der Tochter C._____ rückwirkend ab dem 
15. Juli 2014 monatlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag von CHF 
1'500.-- zuzüglich gesetzlicher und oder vertraglicher Kinderzulagen zu 
bezahlen und es sei festzustellen, dass ab dem 15. Juli 2014 an 
Y._____ kein Unterhalt geschuldet ist. 

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, auch für das vor-
instanzliche Verfahren."

Mit Berufungsantwort vom 5. März 2015 stellte Y._____ zunächst den Antrag, es 
seien die beiden Berufungsverfahren ZK1 15 25 und ZK1 15 28 zusammenzule-
gen. In materieller Hinsicht liess sie die Abweisung der Berufung sowie die Ver-
pflichtung des Berufungsklägers zur Leistung eines Anwaltskostenvorschusses 
von Fr. 5'400.-- beantragen.

I. Mit Eingabe vom 16. Februar 2015 liess auch Y._____ beim Kantonsgericht 
von Graubünden Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Inn vom 23. 
Januar 2015 erheben, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:

"1. Es seien die Dispositiv-Ziffern:
• 3,
• 11,
• 12,

des angefochtenen Entscheides aufzuheben und durch die folgende 
Neuregelung zu ersetzen:

2. Neuregelung:

3. Das Gesuch des Berufungsbeklagten vom 15.07.2014 um Aufhe-
bung des Unterhaltsbeitrages für die Berufungsklägerin sowie um 
Herabsetzung des Unterhaltsbeitrages für die Tochter C._____ 
wird abgewiesen.

Die Gerichtskosten der Verfahren Proz.-Nrn. 135-2014-105 / 135-
2014-121 / 135-2014-168 in Höhe von Fr. 6'000.00 gehen zu Las-
ten des Berufungsbeklagten.

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12. Der Berufungsbeklagte hat die Berufungsklägerin für die Verfahren 
Proz.-Nrn. 135-2014-105 / 135-2014-121 / 135-2014-168 ausser-
amtlich gesamthaft mit Fr. 14'653.95 (inklusive Spesen und MwSt.) 
zu entschädigen.

3. Gerichts- und Anwaltskostenbevorschussung

Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 
das vorliegende Berufungsverfahren einen Anwaltskostenvorschuss 
von Fr. 5'400.00 (inklusive MwSt.) zu bezahlen und allfällige Gerichts-
kostenvorschüsse für die Berufungsklägerin zu übernehmen / zu be-
zahlen.

4. Kostenfolgen

Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beru-
fungsbeklagten für das Berufungsverfahren."

Gleichzeitig mit der Berufung liess Y._____ ein Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege stellen (ERZ 15 49).

J. Mit Berufungsantwort vom 5. März 2015 liess X._____ die vollumfängliche 
Abweisung der Berufung beantragen. Des Weiteren seien auch der beantragte 
Kostenvorschuss für das Berufungsverfahrens von Fr. 5'400.-- sowie die Mithaf-
tung für die allfälligen Gerichtskostenvorschüsse abzuweisen.

K. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. März 2015 ordnete der Vorsitzende 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts die Zusammenlegung beider Berufungs-
verfahren (ZK1 15 25 und ZK1 15 28) an. In Gutheissung der entsprechenden An-
träge beider Parteien wurden zudem sämtliche Akten aus Händen der Vorinstanz 
sowie sämtliche Verfahrensakten des Eheschutzverfahrens der Jahre 2013 und 
2014 beigezogen. Im Weiteren wurden in teilweiser Gutheissung der entspre-
chenden Beweisanträge von X._____ verschiedene Unterlagen zur Edition einver-
langt. Des Weiteren teilte der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit, dass kein weite-
rer Schriftenwechsel vorgesehen sei und dass über das Gesuch von Y._____ be-
treffend Gerichts- und Anwaltskostenbevorschussung sowie um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege (ERZ 15 49) nach Eingang der edierten Akten ent-
schieden werde.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten zum Schutze der ehelichen Ge-
meinschaft ergehen im summarischen Verfahren (vgl. Art. 271 lit. a ZPO in Ver-
bindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Dagegen kann gemäss Art. 308 
Abs. 1 lit. a ZPO Berufung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO an das Kantonsgericht 
von Graubünden erhoben werden. Zuständig für die Beurteilung von solchen Be-
rufungen ist die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts (Art. 6 lit. a der Verordnung 
über das Kantonsgericht, KGV, BR 173.100). Die Berufung ist innert 10 Tagen seit 
Zustellung des begründeten Entscheids schriftlich und begründet einzureichen, 
wobei der angefochtene Entscheid beizulegen ist (Art. 311 in Verbindung mit 
Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der angefochtene Entscheid wurde den Parteien am 4. Fe-
bruar 2015 schriftlich mitgeteilt und traf am 5. Februar 2015 bei den Rechtsvertre-
tern der Parteien ein. Die 10-tägige Berufungsfrist begann somit am 6. Februar 
2015 zu laufen und endete am 16. Februar 2015. Die Eingabe sowohl von 
X._____ wie auch diejenige von Y._____ datieren beide vom 16. Februar 2015 
und erfolgten demzufolge fristgerecht. Auf die Berufungen ist daher einzutreten.

2. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bilden neben den Ver-
fahrenskosten (Ziff. 11-12 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids) lediglich 
die Höhe des von X._____ an seine Ehefrau sowie seine Tochter C._____ zu zah-
lenden Unterhaltsbeitrages (Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids) 
sowie die Verpflichtung von X._____ zur Bezahlung eines Anwaltskostenvor-
schusses (Ziff. 9 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids). Nicht angefoch-
ten wurden demgegenüber die Obhutszuteilung betreffend die Tochter C._____, 
die Besuchs- und Ferienrechtsregelung sowie die X._____ auferlegten Verfü-
gungsbeschränkungen. 

3. Verändern sich die Verhältnisse, so passt das Gericht auf Begehren eines 
Ehegatten die Massnahmen an oder hebt sie auf, wenn ihr Grund weggefallen ist 
(Art. 179 Abs. 1 ZGB). Nach der Rechtsprechung setzt eine Abänderung von Ehe-
schutzmassnahmen voraus, dass seit der Rechtskraft des Urteils - namentlich im 
Bereich der Einkommensverhältnisse - eine wesentliche und dauerhafte Verände-
rung eingetreten ist oder dass sich die tatsächlichen Feststellungen, die dem 
Massnahmeentscheid zugrunde lagen, nachträglich als unrichtig erwiesen haben. 
Ein Ehegatte kann die Änderung ausserdem auch dann verlangen, wenn sich der 
Entscheid als nicht gerechtfertigt erweist, weil dem Massnahmerichter wesentliche 
Tatsachen nicht bekannt waren. Andernfalls steht die formelle Rechtskraft des 

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Eheschutzentscheides einer Abänderung entgegen. Eine Abänderung ist ferner 
ausgeschlossen, wenn die vermeintlich neue Sachlage durch eigenmächtiges, 
widerrechtliches, mithin rechtsmissbräuchliches Verhalten herbeigeführt worden 
ist (Urteil 5P.473/2006 vom 19. Dezember 2006 E. 3, Zusammenfassung in 
FamPra.ch 2007 S. 373, bestätigt in Urteil 5A_101/2013 vom 25. Juli 2013 E. 3.1 
mit Hinweis). Bei alledem gilt es zu berücksichtigen, dass es im Eheschutzverfah-
ren genügt, die behaupteten Tatsachen glaubhaft zu machen (Urteil 5A_555/2013 
vom 29. Oktober 2013, E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteil 5A_661/2011 vom 10. Fe-
bruar 2012 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 127 III 474 E. 2b/bb S. 478; siehe auch 
BGE 118 II 376 E. 3 S. 377). Im Unterhaltspunkt ist darauf abzustellen, ob die 
massgebenden Berechnungsgrundlagen - Einkommen und Existenzminima der 
Parteien - seit Eintritt der formellen Rechtskraft des abzuändernden Eheschut-
zentscheids eine Veränderung erfahren haben. Ein Grund für die Abänderung im 
Unterhaltspunkt ist insbesondere die Reduktion des Einkommens auf der einen 
und/oder die Erhöhung desselben auf der anderen Seite, wobei die Anforderungen 
an die Erheblichkeit und Dauer geringer sind als für die Abänderung nachehelicher 
Unterhaltsbeiträge nach Art. 129 ZGB, denn Eheschutzmassnahmen haben provi-
sorischen Charakter, sind auf eine kürzere Zeitspanne ausgerichtet und können 
grundsätzlich unbeschränkt nach oben und unten wieder abgeändert werden 
(Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, Band II/1/2, Bern 1999, N. 10 zu 
Art. 179 ZGB; ZK1 13 18/19). Art. 179 Abs. 1 ZGB spricht denn auch (nur) von 
veränderten Verhältnissen, ohne das Kriterium der Erheblichkeit und Dauerhaftig-
keit (anders als Art. 129 Abs. 1 ZGB) aufzuführen. Eine Reduktion des Einkom-
mens um 20% mit gleichzeitiger Erhöhung des Einkommens auf der Gegenseite 
muss jedenfalls als eine im Rahmen von Art. 179 Abs. 1 ZGB zu beachtende Ver-
änderung gelten. Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob sich die finanziellen Ver-
hältnisse insbesondere von X._____ derart verändert haben, dass eine Anpas-
sung der Unterhaltsbeiträge erforderlich erscheint.

4. Mit Urteil des Kantonsgerichts vom 22. Mai 2014 (ZK1 14 14) wurde 
X._____ verpflichtet, Y._____ mit Beginn ab 14. Mai 2013 für sich und ihre Toch-
ter C._____ einen monatlichen, pränumerando je auf den Ersten des betreffenden 
Monats zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 10'000.-- (Fr. 8'000.-- für die 
Ehefrau, Fr. 2'000.-- für C._____ zuzüglich allfällige Kinderzulagen) zu bezahlen. 
Dieser Berechnung lag der Umstand zugrunde, dass X._____ mit seinen damali-
gen zwei Einzelfirmen Restaurant F._____ und G._____ in den Jahren 2009 bis 
2011 einen durchschnittlichen Reingewinn von Fr. 20'373.-- pro Monat erwirtschaf-
tete. Zusammen mit den monatlich aus Nebenerwerb erzielten Fr. 1'200.-- ergab 

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dies ein durchschnittliches monatliches Einkommen von Fr. 21'573.--. Im Abände-
rungsverfahren vor Vorinstanz machte X._____ im Wesentlichen geltend, sein 
Einkommen aus selbständiger Tätigkeit habe sich in den Jahren 2011-2013 bei 
rund Fr. 15'000.-- pro Monat bewegt. Anfang Juli 2014 habe er sodann seine Ein-
zelunternehmungen in eine Aktiengesellschaft überführt, um den administrativen 
Aufwand zu vereinfachen. Aufgrund der Umsatzzahlen Januar 2014 bis Juni 2014 
sei ein Monatslohn von netto Fr. 8'366.15 inkl. Anteil 13. Monatslohn vorgesehen. 
Hinzukommen würden die Einkommen aus den Tätigkeiten als Schulrat und Rich-
ter in Höhe von rund Fr. 1'200.-- pro Monat. Die vom Kantonsgericht festgelegten 
Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 10'000.-- würden damit weit über seiner wirt-
schaftlichen Leistungsfähigkeit liegen. Y._____ beantragte demgegenüber, das 
Begehren sei abzuweisen, da der Ehemann die Verminderung seines Einkom-
mens selber verschuldet habe. Des Weiteren sei auch der Gewinn der Aktienge-
sellschaft zu bestimmen und in die Leistungsfähigkeit miteinzubeziehen, ungeach-
tet dessen, ob dieser Gewinn dem Geschäft entnommen oder reinvestiert werde. 
In Bezug auf das Einkommen des Ehemanns bejahte die Vorinstanz einen Abän-
derungsgrund, indem es unter Berücksichtigung der Gewinne der Jahre 2011-
2013 ein monatliches Einkommen aus selbständiger Tätigkeit in Höhe von 
14'968.-- zuzüglich Fr. 1'200.-- aus Nebenerwerb, total somit Fr. 16'168.-- ermittel-
te. 

a) In seiner Berufung hält X._____ zunächst fest, bei der Festlegung der Un-
terhaltsbeiträge sei grundsätzlich auf die aktuelle Einkommenssituation abzustel-
len. Die Vorinstanz habe zu Recht festgestellt, dass die Umsatzzahlen in der Gas-
tronomie als rückläufig zu bezeichnen seien. Zudem habe das Problem des 
Wechselkurses zum Euro in den letzten Wochen seit der Aufhebung des Mindest-
kurses die Situation noch verschärft. Sein Betrieb sei davon besonders betroffen, 
da der Grossteil der Klientele des Restaurants aus Italien stamme. Ebenso habe 
der Fischhandel, welcher zur Hauptsache von der Lieferung an Gastronomiebe-
triebe im Engadin lebe, starke Umsatzeinbussen erfahren müssen. Er habe trotz 
des erschwerten Wirtschaftsumfelds insgesamt einen Nettolohn von Fr. 110'000.-- 
pro Jahr erwirtschaftet, was nur dank eines grossen persönlichen Einsatzes mög-
lich sei. Hinzu kämen noch Fr. 8'200.-- aus öffentlichen Ämtern. Dass sich die Ein-
kommenssituation in Zukunft deutlich bessern werde, könne aufgrund der Lage 
der schweizerischen Tourismusbranche nicht erwartet werden. Hinzu komme 
noch, dass seine Bank die Finanzierungsbedingungen negativ angepasst habe, 
was zu einer deutlichen Mehrbelastung der D._____AG und damit indirekt für ihn 
führe. Die Zinslast sei ab dem Jahr 2015 von 2.23% auf 3.625% erhöht worden, 

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was insgesamt rund Fr. 20'000.-- mehr Zinsen pro Jahr ausmache. Zudem sei 
auch die Amortisationssumme erhöht worden. Allein die Bankkosten hätten sich 
um Fr. 54'000.-- pro Jahr erhöht. Diese seien von der AG zu tragen, was zu einem 
tieferen Gewinn führe. Aufgrund dieser Umstände könne ihm nicht vorgeworfen 
werden, er habe die Einkommensreduktion selbst verschuldet oder würde absicht-
lich ein tieferes Einkommen erwirtschaften. Seine Leistungsfähigkeit betrage Fr. 
9'808.-- pro Monat. Die Berücksichtigung der rückwirkend erzielten Einkommen sei 
nicht sachgerecht und unzulässig, zumal in das Existenzminimum eingegriffen 
würde.

b) Das Einkommen ist grundsätzlich aufgrund der aktuellen Einkommenssitua-
tion zu bestimmen. Bei unregelmässigem oder erheblich schwankendem Einkom-
men ist auf den Durchschnittswert einer genügend langen Vergleichsperiode, in 
der Regel mehrerer Jahre, abzustellen (vgl. Jann Six, Eheschutz, 2. Auflage, Bern 
2014 N. 2.136 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 5A_37/2011 vom 
2. Juli 2012). Ist ein Ehegatte Allein- oder Mehrheitsaktionär einer Aktiengesell-
schaft und zugleich bei dieser angestellt, ist das Einkommen analog der Vorge-
hensweise bei Selbständigerwerbenden zu berechnen, wenn der bezogene Lohn 
auffallend tief ausfällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5P.235/2001 vom 20. No-
vember 2001 E. 4c). Eine Aufrechnung ist nur dann entbehrlich, wenn ein unan-
gemessen tiefer Lohn mit einer entsprechend höheren Gewinnauszahlung, die als 
Einkommen zu berücksichtigen ist, kompensiert wird (vgl. zum Ganzen Jann Six, 
a.a.O., N. 2.140). X._____ beantragt, es sei einzig auf sein aktuelles Netto-
Einkommen von Fr. 8'366.15, welches er sich durch seine Aktiengesellschaft aus-
zahlen lässt, abzustellen. Diese Vorgehensweise wäre nach dem vorstehend Aus-
geführten jedoch nicht sachgerecht. Gemäss eigenen Ausführungen von X._____ 
(vgl. vorinstanzliche Akten, Gesuch vom 15. Juli 2014 S. 4) betrug sein Einkom-
men aus selbständiger Erwerbstätigkeit in den Jahren 2011 - 2013 durchschnittlich 
Fr. 14'968.--. Dass sich dieses Einkommen nach dem Zusammenschluss der zwei 
Einzelfirmen zu einer Aktiengesellschaft, welcher wirtschaftliche Vorteile einbrin-
gen sollte, innerhalb nur weniger Monate fast halbiert haben soll, ist nicht nach-
vollziehbar. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass die H._____AG 
weitere Gewinne erzielt, welche X._____ als Aktionär zustehen und damit an sein 
Einkommen anzurechnen sind. Bereits aus diesem Grund erscheint die Vorge-
hensweise der Vorinstanz, das Einkommen anhand der Jahresabschlüsse der 
vergangenen Jahre zu ermitteln, als gerechtfertigt. Kommt hinzu, dass der aktuelle 
Lohn, den sich X._____ durch die H._____AG ausbezahlen lässt, auf eigenen 
Schätzungen aus dem ersten Halbjahr 2014 beruht und es sich somit lediglich um 

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Hochrechnungen handelt. Wie bereits im Urteil ZK1 14 14 ausgeführt wurde, sind 
provisorische Zahlen nicht zu berücksichtigen, zumal es sich dabei um reine Par-
teibehauptungen handelt, die keine definitiven Schlüsse zulassen (vgl. hierzu auch 
Urteil des Bundesgerichts 5A_452/2010 vom 23. August 2010 E. 2.1). Überdies 
kann X._____, da er für die Aktiengesellschaft einzelzeichnungsberechtigt ist, die 
Höhe seines auszubezahlenden Lohns selber festlegen, was sich auch daran 
zeigt, dass er seinen eigenen Arbeitsvertrag sowohl als Arbeitgeber wie auch als 
Arbeitnehmer unterschrieben hat. Nachfolgend ist somit für die Ermittlung des 
massgeblichen Einkommens einzig auf die Zeit vor Überführung der beiden Ein-
zelfirmen in die H._____AG abzustellen.

c) Im Zusammenhang mit der Einkommensberechnung der Vorinstanz macht 
Y._____ geltend, die Jahresabschlüsse 2013 der G._____ und des Restaurants 
F._____ seien nicht zu berücksichtigen, da diese zum Zeitpunkt des Urteils des 
Kantonsgerichts bereits bekannt gewesen seien und demzufolge damals als echte 
Nova im Verfahren mit Untersuchungsmaxime hätten vorgelegt werden können. 
Das Abänderungsverfahren dürfe nicht dazu missbraucht werden, nach der Art 
einer Wiedererwägung dieselben Entscheidgrundlagen nach Ablauf der Rechts-
mittelfristen erneut prüfen zu lassen. Doch auch die Berücksichtigung der Ab-
schlüsse des Jahres 2013 würde zu keiner Abänderung führen. Aufgrund der er-
heblichen Einkommensschwankungen sei auf eine längere Vergleichsperiode als 
bloss drei Jahre abzustellen, um das Durchschnittseinkommen zu ermitteln. Die-
ser Auffassung ist nicht zu folgen. Eheschutzmassnahmen sind provisorischer Na-
tur und besitzen nur beschränkte materielle Rechtskraft. Insofern besteht der 
Grundsatz der Abänderlichkeit, wobei Art. 179 ZGB regelt, unter welchen Umstän-
den Eheschutzmassnahmen aufgehoben, abgeändert oder ergänzt werden kön-
nen. Der Anpassungsentscheid wirkt dabei in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge 
grundsätzlich nur für die Zukunft (vgl. Roland Fankhauser/Sarah Guillod in: An-
drea Büchler/Dominique Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar ZGB, Basel 2012, N. 1 
und 6 zu Art. 179 mit weiteren Hinweisen). Insofern ist ausgeschlossen, dass das 
Abänderungsverfahren dazu missbraucht wird, den früheren Entscheid auch nach 
Ablauf der Rechtsmittelfrist einer direkten Überprüfung zu unterziehen. Vielmehr 
hat - losgelöst vom ersten Entscheid - eine partielle Neuberechnung der Exis-
tenzminima und der Einkommen zu erfolgen, wobei der Unterhaltsbeitrag nur dann 
angepasst wird, wenn sich die finanziellen Verhältnisse seit dem letzten Entscheid 
erheblich und dauerhaft verändert haben (vgl. Jann Six, a.a.O., N. 4.06 ff.). Inso-
fern sind - wie auch die Vorinstanz entschieden hat - die Abschlüsse des Jahres 
2013 im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen. Diese wurden im Übrigen im 

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ersten Eheschutzverfahren noch gar nicht berücksichtigt, weil zum Urteilszeitpunkt 
noch keine definitiven Zahlen vorlagen. Was die Dauer der Vergleichsperiode an-
belangt, so gilt es zu beachten, dass diese umso länger zu bemessen ist, je höher 
die Einkommensschwankungen ausgefallen sind. Auffällige, das heisst besonders 
gute oder besonders schlechte Abschlüsse können unter Umständen ausser Be-
tracht bleiben. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, fiel der Reingewinn in 
den letzten Jahren wie folgt aus:  

Jahr Reingewinn 
Restaurant F._____

Reingewinn G._____ Total

2011 CHF 226'020.50 CHF -29'605.70 CHF 196'414.30

2012 CHF 244'524.95 CHF -86'487.37 CHF 158'037.58

2013 CHF 193'163.74 CHF   -8'766.79 CHF 184'396.65

Damit wurde im Jahre 2011 als bestem Jahr rund 24% mehr Gewinn erzielt als im 
Jahre 2012 als schlechtestem Jahr. Im Vergleich dazu lag dieser Wert noch im 
ersten Eheschutzverfahren bei rund 47% (2012: Fr. 158'037.58; 2010: 335'649.--), 
weshalb es sich damals rechtfertigte, die Vergleichsperiode um ein Jahr zu ver-
längern und auch noch den Jahresabschluss 2009 miteinzubeziehen. Bei einer 
Abweichung von lediglich 24% - wie sie sich für die Jahre 2011 bis 2013 darstellt - 
kann demgegenüber nicht mehr von erheblichen Einkommensschwankungen ge-
sprochen werden, weshalb eine Vergleichsperiode von drei Jahren als angemes-
sen erscheint. Insofern ist die Vorgehensweise der Vorinstanz nicht zu beanstan-
den. 

d) Nach dem Gesagten ist somit den Ausführungen der Vorinstanz zu folgen 
und das monatliche Durchschnittseinkommen von X._____ aus seiner Haupter-
werbstätigkeit - basierend auf dem Reingewinn der Jahre 2011 bis 2013 - auf Fr. 
14'968.-- festzulegen. Diesem Betrag ist alsdann das Einkommen aus den öffentli-
chen Ämtern hinzuzurechnen. Die Vorinstanz ging - in Übereinstimmung mit den 
Ausführungen von X._____ in seinem Abänderungsgesuch - von Fr. 1'200.-- pro 
Monat aus. In seiner Berufung führte X._____ unter dieser Position jedoch nur Fr. 
682.-- auf. Mit Verfügung vom 17. März 2015 verlangte der Vorsitzende der I. Zi-
vilkammer die Steuererklärung 2014 zur Edition. Wie sich aus den zugehörigen 
Lohnausweisen ergibt, bezog X._____ im Jahr 2014 für seine Tätigkeit am Be-
zirksgericht Maloja ein Nettogehalt von Fr. 3'281.--, für seine Arbeit bei der Ge-
meinde E._____ Fr. 4'908.05 und für seine Tätigkeit bei der Gemeinde I._____ Fr. 
320.--. Dies ergibt ein Total von Fr. 8'509.05 und damit monatlich Fr. 709.10. 
Weshalb es zu dieser Einkommensreduktion kam und ob diese dauerhaft ist, führt 

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X._____ nicht näher aus. Damit kommt er seiner Behauptungslast nicht in genü-
gendem Masse nach, zumal die Wesentlichkeit und Dauerhaftigkeit der Verände-
rung wie auch der Umstand, dass diese nicht schuldhaft herbeigeführt wurde, 
glaubhaft zu machen sind. Fehlt es gänzlich an einer Begründung, kann darauf 
nicht näher eingegangen werden. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich, bei den 
Einnahmen aus den öffentlichen Ämtern auf den bisher angerechneten Wert, näm-
lich Fr. 1'200.-- pro Monat abzustellen. Dieser Betrag ist an das Einkommen aus 
der Haupterwerbstätigkeit von Fr. 14'968.-- anzurechnen. Damit stehen X._____ 
monatlich durchschnittlich Fr. 16'168.-- zur Verfügung. Dass sich seine Leistungs-
fähigkeit nicht im Bereich der geltend gemachten Fr. 9'808.-- pro Monat bewegt, 
zeigt sich auch daran, dass er erst im Januar 2015 einen neuen Hypothekarver-
trag über die Summe von Fr. 1'432'000.-- zu einem Hypothekarzins von 3.625% 
abgeschlossen hat, worauf sich die Bank bei einem so tiefen Einkommen wohl 
kaum eingelassen hätte.

5. Beim Bedarf des Ehemanns brachte die Vorinstanz die vormaligen Ausla-
gen für den Vorsorgeaufbau sowie die Vermögenssteuer in Abzug, wobei sie letz-
teres mit der Einbringung des Vermögens als Einlage in die Aktiengesellschaft 
begründete. Den Gesamtbedarf setzte sie auf Fr. 10'233.-- fest, womit nach Abzug 
des Einkommens ein Überschuss von Fr. 5'935.-- verbleibe, welcher für den Un-
terhalt der Ehefrau und der Tochter C._____ aufgewendet werden könne. Die 
Höhe des Grundbedarfs wurde von X._____ nicht beanstandet. Y._____ jedoch 
wendet dagegen ein, das Kantonsgericht habe aufgrund der sehr guten finanziel-
len Verhältnisse der Parteien die Grundbeträge aller fünf Familienmitglieder pau-
schal verdoppelt. Wenn sich die Einnahmen tatsächlich verringert hätten, könne 
auch kein erweiterter Grundbetrag mehr berücksichtigt werden. Werde der ermit-
telte Bedarf nicht mehr durch das veränderte Einkommen gedeckt, so müsse der 
pauschal verdoppelte Grundbetrag einer entsprechenden Kürzung unterzogen 
werden. Die Vorinstanz habe jedoch nur die Positionen Vorsorgeaufbau und Steu-
erlast gestrichen. Neben dem erweiterten Grundbedarf seien aber auch noch wei-
tere Positionen zu reduzieren respektive zu streichen. So würden beim Ehemann 
keine Fahrzeugkosten mehr anfallen, da die Fahrzeuge in die neu gegründete Ak-
tiengesellschaft überführt worden seien. Ebenfalls in die Aktiengesellschaft über-
führt worden sei die vormals eheliche Liegenschaft mitsamt der darauf lastenden 
Hypothek. Der Ehemann bewohne diese zwar weiterhin, bezahle aber der Aktien-
gesellschaft keine Miete, weshalb die entsprechenden Positionen (Miete und 
Schuldentilgung) vollständig zu streichen seien. Der Bedarf des Ehemanns sei 
somit um Fr. 3'122.-- zu kürzen.

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a) Wie bereits dargelegt, wurde das durchschnittliche Einkommen von 
X._____ mangels aktueller definitiver Zahlen anhand der Verhältnisse ermittelt, 
wie sie vor der Gründung der H._____AG vorlagen. Insofern erscheint es als ge-
rechtfertigt, auch bei der Ermittlung des Bedarfs auf diese Phase abzustellen. Dies 
gilt zunächst für die von der Vorinstanz berücksichtigten und von Y._____ bean-
standeten Wohnkosten von Fr. 1'100.--. Hierzu führt X._____ aus, die Liegen-
schaft gehöre zwar nunmehr der D._____AG, diese aber nicht zuletzt auch aus 
steuerrechtlichen Vorgaben für die Wohnung Miete verlangen müsse. Es würden 
ihm Wohnkosten von Fr. 2'000.-- inkl. Strom direkt von seinem Lohn in Abzug ge-
bracht. Zwar trifft es zu, dass X._____ gemäss Arbeitsvertrag vom 1. Juli 2014 Fr. 
2'000.-- für Mietkosten von seinem Einkommen abgezogen werden. Allerdings ist 
nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Mietkosten durch die Überführung der Lie-
genschaft in die neu gegründete Aktiengesellschaft beinahe verdoppelt haben sol-
len. Zum einen erfolgte die Gründung der Aktiengesellschaft - wie X._____ selbst 
darlegt - zum Zweck, Kosten zu senken und dadurch die finanzielle Situation zu 
verbessern. Dass dadurch nun aber unverschuldet eine Verschlechterung der 
Verhältnisse eingetreten sein soll, erscheint nicht glaubhaft. Zum anderen lassen 
sich die höheren Wohnkosten auch nicht mit schlechteren Finanzierungsbedin-
gungen begründen. Die Festlegung des Mietzinses (durch X._____ selbst) erfolgte 
bereits im Arbeitsvertrag vom 1. Juli 2014, während der neue Hypothekarvertrag 
vom 15. Januar 2015 datiert. Insofern können die geänderten Finanzierungsbe-
dingungen bei der Bestimmung der Wohnkosten nicht ursächlich gewesen sein. 
Es ist damit auf den bis anhin geltenden Betrag, nämlich Fr. 1'100.-- pro Monat, 
abzustellen. Auch bei den von Y._____ beanstandeten Fahrzeugkosten, welche 
aufgrund der Überführung der Fahrzeuge in die neu gegründete Aktiengesellschaft 
nicht mehr anfallen würden, ist auf die Verhältnisse vor Gründung der H._____AG 
abzustellen und X._____ die Auslagen für die Fahrzeuge anzurechnen. Gleiches 
hat dann konsequenterweise auch für den Vorsorgeaufbau zu gelten. Werden die 
finanziellen Verhältnisse aus der Zeit als Selbständigerwerbender herangezogen, 
sind X._____ im Gegenzug auch die Auslagen für den Vorsorgeaufbau von Fr. 
800.-- anzurechnen. Damit ergibt sich ein vorläufiger Bedarf des Ehemannes von 
Fr. 11'033.--. 

b) Aufgrund der sehr guten finanziellen Verhältnisse der Parteien wurde be-
reits im ersten Eheschutzverfahren zur Ermittlung des geschuldeten Unterhalts 
dem Grundsatz nach die einstufig-konkrete Methode angewendet. Um dem erhöh-
ten Lebensstandard der Parteien Rechnung zu tragen, wurde hilfsweise der 
Grundbetrag der Familienmitglieder verdoppelt. Y._____ beantragt mit ihrer Beru-

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fung nun eine Kürzung dieses Grundbetrags, sofern der ermittelte Bedarf durch 
das veränderte Einkommen nicht mehr gedeckt sei.

ba) Die Vorinstanz beliess es trotz reduziertem Einkommen bei den erweiterten 
Grundbeträgen. Zur Begründung führte sie aus, dass im Abänderungsverfahren 
lediglich die veränderten Bedarfspositionen angepasst werden dürften; eine 
vollständige Neuberechnung des Unterhalts sei nicht zulässig. Es sei daher fest-
zustellen, welche Bedarfsposten sich bei der bisherigen einstufigen Methode und 
Berechnung verändert hätten und wie sich diese im Verhältnis zum geringeren 
Einkommen des Ehemanns auswirken würden. In der Folge passte sie den Bedarf 
des Ehemannes an die neuen Verhältnisse an, indem sie eine geringere Steuer-
belastung anrechnete und die Rückstellungen für den Vorsorgeaufbau strich, und 
zog diesen vom aktualisierten Einkommen ab. Den verbleibenden Restbetrag von 
Fr. 5'935.-- sprach sie der Ehefrau zur (teilweisen) Deckung ihrer Lebenskosten 
zu, obwohl ihr Bedarf gemäss Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 
22. Mai 2014 (ZK1 14 14) bei Fr. 10'027.-- liegt. Folglich wirkte sich die Einkom-
mensverminderung lediglich auf Seiten der Ehefrau aus. Dies führt im konkreten 
Fall zu einem unbilligen Ergebnis.

bb) Die Anwendung der einstufig-konkreten Methode rechtfertigt sich nur dann, 
wenn finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, welche die Bildung von Ersparnissen 
ermöglichen. Erst dann können bei der Bedarfsermittlung Auslagen für eine an-
gemessene Lebensführung anerkannt werden, die bei durchschnittlichen wirt-
schaftlichen Verhältnissen keine Berücksichtigung fänden (vgl. Jann Six, a.a.O., 
N. 2.68 mit weiteren Hinweisen). Verringern sich die finanziellen Mittel ohne 
schuldhaftes Zutun der Parteien und lassen es die aktuellen Verhältnisse nicht 
mehr zu, den vor der Trennung gelebten hohen Standard weiterhin zu finanzieren, 
so erscheint es als angemessen, den Lebensstandard beider Parteien in Annähe-
rung an die Existenzminimumberechnung mit Überschussverteilung zu senken. 
Dies mit der Begründung, dass die eheliche Solidarität auch im Eheschutzverfah-
ren fortbesteht und beide Ehegatten gleichermassen Anspruch darauf haben, den 
bisherigen Lebensstandard so gut als möglich beibehalten zu können. Die unter-
haltsberechtigte Partei darf durch die Anwendung der einstufig-konkreten Methode 
nicht schlechter gestellt werden als mit der Bedarfsberechnung mit Überschussbe-
teiligung. Insbesondere wäre es stossend, wenn sich der unterhaltspflichtige Ehe-
gatte weiterhin den hohen Standard finanzieren könnte, der unterhaltsberechtigte 
Ehegatte jedoch nicht einmal mehr sein Existenzminimum gedeckt bekäme. 

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bc) Die Vorinstanz begründet die Beibehaltung der einstufig-konkreten Methode 
damit, dass im Abänderungsverfahren nur die veränderten Bedarfspositionen an-
gepasst werden dürften. Dies trifft gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung nicht zu. Ist die Voraussetzung der wesentlichen und dauerhaften Verände-
rung erfüllt, so setzt der Richter den Unterhaltsbeitrag in pflichtgemässer Ausü-
bung seines Ermessens neu fest. Hierzu sind auch die übrigen Berechnungsele-
mente, die dem abzuändernden Entscheid zugrunde lagen, auf den neuesten 
Stand zu bringen. Diese Aktualisierung setzt nicht voraus, dass die Anpassungen, 
die der Richter in den anderen Positionen vornimmt, ebenfalls den Tatbestand der 
Veränderung der Verhältnisse erfüllen. Die beschriebene Regel, die das Bundes-
gericht in seiner Praxis betreffend die Abänderung des nachehelichen Unterhalts 
entwickelt hat (vgl. BGE 138 III 289 E. 11.1.1 mit Hinweisen), gilt auch für die 
Abänderung von Eheschutzmassnahmen (Urteil des Bundesgerichts 5A_136/2014 
vom 5. November 2014 E. 3.2). Demzufolge ist nachstehend zu prüfen, ob es trotz 
vermindertem Einkommen weiterhin möglich ist, den bisherigen Lebensstandard 
beizubehalten oder ob es erforderlich ist, auf die zweistufige Methode zu wech-
seln.

c) Nach dem bisher Ausgeführten steht fest, dass X._____ entsprechend den 
Ausführungen der Vorinstanz ein durchschnittliches Monatseinkommen von 
Fr. 16'168.-- anzurechnen ist. Damit lässt sich der von der Vorinstanz unter An-
rechnung eines doppelten Grundbetrags ermittelte Bedarf der Familie in Höhe von 
Fr. 21'060.-- (X._____ mit B._____ und A._____ Fr. 11'033.--, Y._____ mit 
C._____ Fr. 10'027.--) nicht mehr decken. Mit anderen Worten reichen die Mittel 
nicht mehr aus, um den vormals sehr hohen Lebensstandard zu finanzieren. Das 
bedeutet, dass nicht mehr auf die bisherigen monatlichen Haushaltungskosten 
und damit die effektiven Ausgaben abgestellt werden kann. Vielmehr drängt sich 
unter diesen Umständen auf, die Lebenskosten anhand der zweistufigen Methode 
zu ermitteln, d.h. das Existenzminimum zu berechnen und dem Einkommen ge-
genüberzustellen. Bei der Ehefrau ist dabei von einem Grundbedarf von total 
Fr. 5'685.-- auszugehen. Dieser setzt sich zusammen aus dem Grundbetrag von 
Fr. 1'350.-- (für alleinerziehende Personen), dem Grundbetrag für die Tochter 
C._____ von Fr. 600.--, den Wohnkosten von Fr. 2'400.--, den Krankenkassen-
prämien für sich und C._____ von Fr. 635.-- und den mutmasslichen Steuern von 
Fr. 700.--. Das Existenzminimum von X._____ wurde gemäss Pfändungsurkunde 
des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell vom 12. Februar 2015 auf Fr. 7'800.-- 
festgelegt. Darin bereits enthalten ist der Unterhaltsbeitrag an die Tochter C._____ 
von Fr. 1'500.--, nicht eingerechnet sind demgegenüber die Steuern, welche 

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gemäss vorinstanzlicher Schätzung ebenfalls Fr. 1'500.-- pro Monat betragen dürf-
ten. Somit ist bei X._____ auf ein Existenzminimum von Fr. 7'800.-- abzustellen. 
Den Notbedarf beider Parteien vermag X._____ mit seinem Einkommen nach wie 
vor zu decken. Wird der Notbedarf der Parteien dem zur Verfügung stehenden 
Einkommen gegenübergestellt, verbleibt im konkreten Fall sogar ein Überschuss. 
Dieser ist, da die Kinder auf beide Ehegatten verteilt worden sind, je zur Hälfte auf 
beide Ehegatten aufzuteilen. Eine weitere Abstufung nach Anzahl Kindern ist 
gemäss Lehre nicht sachgerecht (vgl. Jann Six, a.a.O., N. 2.172). Dies ergibt fol-
gende Unterhaltsberechnung:

Ehemann Ehefrau Total
Einkommen Fr.  16'168.00 Fr.    0.00 Fr.  16'168.00
Grundbedarf (inkl. Steuern) Fr.    7'800.00 Fr.    5'685.00 Fr.  13'485.00
vorläufiger Überschuss Fr.    2'683.00

hälftiger Überschussanteil Fr.    1'341.50 Fr.    1'341.50
bereinigter Gesamtbedarf Fr.    9'141.50 Fr.    7'026.50 
abzgl. eigenes Einkommen Fr.  16'168.00 Fr.           0.00 
Unterhaltsbeitrag Fr.   -7'026.50 Fr.    7'026.50 

Es rechtfertigt sich somit, X._____ zu monatlichen Unterhaltsleistungen an seine 
Ehefrau und an die Tochter C._____ in Höhe von Fr. 7'026.-- zu verpflichten, wo-
bei Fr. 1'500.-- auf die Tochter und Fr. 5'526.-- auf Y._____ entfallen. Ihm selbst 
und seinen Kindern A._____ und B._____ verbleiben damit noch rund Fr. 9'141.-- 
zur Deckung ihrer Lebenskosten, womit auch kein Eingriff in das betreibungsrecht-
liche Existenzminimum vorliegt. Die Berufung von X._____ ist demzufolge in die-
sem Punkt abzuweisen, während die Berufung von Y._____ teilweise gutzuheis-
sen ist. Keine Änderungen ergeben sich demgegenüber hinsichtlich des Beginns 
der Unterhaltspflicht sowie der zusätzlichen Anrechnung der Kinder- und Ausbil-
dungszulagen.

d) Der von X._____ zu leistende Unterhaltsbeitrag liegt damit im Bereich des 
Einkommens, das er sich durch seine Aktiengesellschaft ausbezahlen lässt. In 
Anbetracht der konkreten Umstände ist auch ein gewisser (vorübergehender) 
Vermögensverzehr durchaus als zumutbar zu erachten. Zum einen ist nicht halt-
bar, dass X._____ infolge der Zusammenführung seiner beiden Einzelfirmen in 
eine Aktiengesellschaft ein erheblich tieferes Einkommen erzielt. Die Gründung 
der Aktiengesellschaft sollte klarerweise wirtschaftliche Vorteile bewirken, ansons-
ten darauf hätte verzichtet werden müssen. Zum anderen ist davon auszugehen, 
dass es am Ende des Geschäftsjahres zur Auszahlung von Dividenden kommen 
wird, welchen eine ähnliche Funktion wie Bonuszahlungen zukommt und die nach 

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konstanter Gerichtspraxis bei der Unterhaltsbemessung als Einkommen zu 
berücksichtigen sind. 

7. Die Vorinstanz verpflichtete X._____ in Ziffer 9 des Dispositivs, Y._____ 
einen Anwaltskostenvorschusses in Höhe von Fr. 10'800.-- zu bezahlen. Dagegen 
wendet X._____ ein, er und die Kinder A._____ und B._____ würden auf dem vom 
Betreibungsamt festgelegten Existenzminimum von Fr. 7'800.-- pro Monat leben. 
Einziges Aktivum, welches versilbert werden könnte, um den aufgelaufenen Un-
terhaltsverpflichtungen nachkommen zu können und wieder zu Liquidität zu kom-
men, sei das Haus in O.3_____. Die Liegenschaft sei aber von der Vorinstanz auf 
Antrag der Ehefrau mit einer Verfügungssperre belegt worden. Es stelle sich daher 
die berechtigte Frage, wie das Vermögen versilbert werden solle, wenn das Haus 
nicht verkauft werden dürfe. Insofern habe die Vorinstanz offensichtlich wider-
sprüchlich entschieden. Sollte die Ehefrau dem Verkauf des Hauses und dem 
Vorschlag des Ehemannes zustimmen, die Hälfte des zu erwartenden Gewinns 
von rund Fr. 380'000.-- unter Anrechnung auf die güterrechtlichen Ansprüche zu 
übernehmen, verfüge sie über genügend Mittel, ihre Anwaltskosten selbst zu tra-
gen. Zumindest sei erstellt, dass es ihm wirtschaftlich nicht besser gehe als der 
Ehefrau. Sie habe keinen Anspruch auf die Zusprechung eines Anwaltskostenvor-
schusses.

a) Aus den eherechtlichen Pflichten ergibt sich, dass der leistungsfähige Ehe-
gatte seinem bedürftigen Partner im Rahmen des Möglichen Prozesskostenvor-
schüsse leisten muss. Insofern ist der Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung 
nach ständiger Praxis subsidiär zur familienrechtlichen Unterstützungspflicht der 
Ehegatten. Damit soll sichergestellt werden, dass der Staat nicht einen Eheschei-
dungsprozess finanzieren muss, obwohl mindestens eine der Parteien über aus-
reichende finanzielle Mittel für die Prozesskosten verfügt. Wenn Gewissheit be-
steht, dass der Gesuchsteller in diesem Verfahren einen Prozesskostenvorschuss 
erhältlich machen kann, gilt er demnach nicht als bedürftig. Beim Prozesskosten-
vorschuss eines Ehegatten an den anderen handelt es sich um eine vorläufige 
Leistung; die definitive Regelung, welche Partei die Kosten tragen soll, hat im Ur-
teil zu erfolgen. Der Ehegatte, der den Vorschuss geleistet hat, hat grundsätzlich 
Anspruch auf Rückerstattung des Geleisteten oder dessen Anrechnung auf güter-
rechtliche und/oder zivilprozessuale Gegenforderungen des anderen Teils. 

b) Im konkreten Fall hat die Vorinstanz festgestellt, dass Y._____ ihr Vermö-
gen aufgebraucht habe, weshalb es ihr mangels vorhandener Substanz nicht mög-
lich sei, dieses zur Bestreitung der Prozess- und Anwaltskosten anzugreifen. Wie 

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sich jedoch aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, wird der Ehefrau ab 15. Juli 
2014 ein über ihr Existenzminimum hinausgehender Unterhaltsbeitrag zugespro-
chen, wobei ihr Anteil am erzielten Überschuss monatlich Fr. 1'341.50 beträgt. Mit 
diesem Betrag ist es ihr - auch unter Berücksichtigung eines angemessenen Not-
groschens - möglich, die Gerichts- und Anwaltskosten für das vorinstanzliche Ver-
fahren selbst zu bezahlen. Dies insbesondere deshalb, weil sie aufgrund der korri-
gierten Unterhaltsberechnung durch das Kantonsgericht mit einer Nachzahlung 
von X._____ rechnen kann. Was die Kosten für das Berufungsverfahren anbe-
langt, so hat Y._____ die Verpflichtung von X._____ zur Leistung eines Kosten-
vorschusses in Höhe von Fr. 5'400.-- beantragt. Gemäss herrschender Lehre und 
Rechtsprechung ist die Selbstfinanzierung zumutbar, sofern die Kosten für ein ein-
faches Verfahren innerhalb eines Jahres, für ein kostspieliges Verfahren innerhalb 
zwei Jahren ratenweise beglichen werden können (vgl. auch BGE 135 I 221 E. 5.1 
mit Hinweisen). Dies dürfte im konkreten Fall mit einem monatlichen Überschuss, 
der über Fr. 1'000.-- liegt, ohne weiteres möglich sein, zumal die Thematik im Be-
rufungsverfahren dieselbe ist wie im erstinstanzlichen Verfahren und der Aufwand 
demzufolge erheblich geringer ausfallen dürfte. Demzufolge ist das Gesuch von 
Y._____ abzuweisen.

c) In diesem Zusammenhang noch zu erwähnen ist, dass Y._____ in ihrer Be-
rufung ausführt, sie hätte Eigengut in Höhe von Fr. 100'000.-- in die sich im Allei-
neigentum von X._____ befindliche Liegenschaft in O.3_____ investiert. Ihr Güter-
rechtsanspruch im Zusammenhang mit diesem Aktivum belaufe sich im Minimum 
auf total Fr. 316'901.-- inkl. Mehrwertsteueranteil. Dieses Vermögen kann ihr zwar 
- da dessen Bestand und die Höhe erst in einem allfälligen Scheidungsverfahren 
bestimmt werden - nicht an das zur Ermittlung der Bedürftigkeit massgebliche 
Vermögen angerechnet werden. Dennoch kann es nicht gänzlich unberücksichtigt 
bleiben. X._____ hatte - wie Y._____ anerkennt - anerboten, diese Liegenschaft 
zu verkaufen und den Gewinn unter Anrechnung auf die güterrechtlichen An-
sprüche hälftig zu verteilen. Y._____ lehnte diesen Vorschlag jedoch ab, da ihre 
güterrechtliche Ersatzforderung - gemäss eigenen Aussagen - über den hälftigen 
Anteil am Verkaufserlös hinausgehen würde. Da die Liegenschaft auf ihren Antrag 
hin von der Vorinstanz mit einer Verfügungsbeschränkung im Sinne von Art. 178 
ZGB belegt wurde, ist ein Verkauf ohne ihre Zustimmung bis anhin ausgeschlos-
sen. Somit will Y._____ ihren Ehemann einerseits verpflichten, ihr die notwendi-
gen finanziellen Mittel zur Deckung der Verfahrenskosten vorzustrecken. Anderer-
seits verweigert sie aber die erforderliche Zustimmung zur Realisierung dieser Mit-
tel mit dem Verweis auf vermeintlich höhere güterrechtliche Ausgleichszahlungen. 

Seite  20 — 22

Dies obwohl ihr bewusst sein musste, dass über den Bestand von Ansprüchen 
aus Güterrecht nicht im Rahmen des Eheschutzverfahrens zu entscheiden ist, 
sondern diese Fragen Gegenstand eines allfälligen Scheidungsverfahrens sind. 
Vorliegend geht es einzig darum, die mutmasslich aus dem Verfahren erwachsen-
den Kosten vorläufig abzudecken. Hierfür bedarf es möglicherweise auch auf Sei-
ten von X._____ aufgrund fehlender liquider Mittel des Verkaufs der Liegenschaft 
in O.3_____. Diese ist tatsächlich vorhanden und - sofern Y._____ die Zustim-
mung zum Verkauf erteilt - an sich sofort verfügbar. Insofern erscheint es rechts-
missbräuchlich, wenn Y._____ einerseits einen Kostenvorschuss einfordert, aber 
andererseits die Zustimmung zur Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel 
nicht erteilt. Dies umso mehr, als der nach Deckung der Verfahrenskosten verblei-
bende Erlös gestützt auf Art. 178 ZGB sichergestellt werden könnte. Zum vorn-
herein kein Weigerungsgrund für einen Verkauf der Liegenschaft stellt sodann - 
wie die Y._____ anzunehmen scheint - die aktuelle Situation auf dem Immobilien-
markt im Oberengadin dar. 

d) Nach dem Gesagten steht fest, dass die Bedürftigkeit von Y._____ daher 
sowohl für das vorinstanzliche Verfahren wie auch für das vorliegende Berufungs-
verfahren zu verneinen ist. Dementsprechend ist die Berufung von X._____ in die-
sem Punkt gutzuheissen und das Gesuch von Y._____ um Zusprechung eines 
Prozess- und Anwaltskostenvorschusses für das vorliegende Berufungsverfahren 
abzuweisen. 

8. Bleibt die Beurteilung der vorinstanzlichen Kostenregelung sowie jener des 
Berufungsverfahrens unter Berücksichtigung des Ausgangs des Berufungsverfah-
rens.

a) Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine der Parteien vollständig 
obsiegt, werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt 
(Art. 106 Abs. 2 ZPO). Das Gericht kann in familienrechtlichen Verfahren von den 
Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen vertei-
len (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO).

b) Im vorinstanzlichen Verfahren ging es neben der Festlegung des Unter-
haltsanspruchs von Y._____ und der Tochter C._____ vorwiegend noch um die 
Errichtung von Verfügungsbeschränkungen gemäss Art. 178 ZGB sowie um die 
Erhebung des Gerichts- und Anwaltskostenvorschusses. Was den Unterhaltsan-
spruch anbelangt, so beantragte X._____ die Aufhebung des Unterhaltsanspruchs 

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der Ehefrau sowie die Herabsetzung des Unterhaltsbeitrages für die Tochter 
C._____ auf Fr. 1'500.--, während Y._____ an der bisherigen Regelung (Fr. 
8'000.-- für sich und Fr. 2'000.-- für C._____) festhielt. Unter Berücksichtigung des 
Ergebnisses des vorliegenden Berufungsverfahrens kann festgehalten werden, 
dass keine der Parteien mit ihrem Begehren vollumfänglich obsiegen konnte. 
Y._____ obsiegte bezüglich der Verfügungsbeschränkungen, unterlag jedoch be-
züglich des Gerichts- und Anwaltskostenvorschusses. Unter Hinweis auf den in 
familienrechtlichen Angelegenheiten bestehenden Ermessensspielraum rechtfer-
tigt es sich, es bei der vorinstanzlichen Kostenverteilung zu belassen und die Kos-
ten in Höhe von Fr. 6'000.-- den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Auch der 
Verzicht auf Zusprechung einer Parteientschädigung für das erstinstanzliche Ver-
fahren ist nicht zu beanstanden. 

c) Im Berufungsverfahren stellte X._____ analog zum vorinstanzlichen Verfah-
ren das Begehren, den Unterhaltsanspruch der Ehefrau aufzuheben sowie die den 
Unterhaltsbeitrag für die Tochter C._____ auf Fr. 1'500.-- herabzusetzen. Demge-
genüber beantragte Y._____ diesbezüglich die Abweisung der Berufung von 
X._____ und die Beibehaltung der von der Vorinstanz im ersten Eheschutzverfah-
ren festgelegten Unterhaltsbeiträge. Somit hat auch hier keine der Parteien 
vollständig obsiegt. Die Unterhaltspflicht von X._____ gegenüber seiner Ehefrau 
bleibt bestehen. Die Unterhaltsbeiträge wurden sogar gegenüber dem vorinstanz-
lichen Entscheid noch etwas erhöht, jedoch nicht auf das von Y._____ geforderte 
Mass. Diese unterlag zudem mit ihrem Antrag auf Zusprechung eines Prozess- 
und Anwaltskostenvorschusses. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten der beiden 
Berufungsverfahrens von insgesamt Fr. 5'000.-- den Parteien je zur Hälfte aufzu-
erlegen. Bei der Frage der aussergerichtlichen Entschädigung ist von denselben 
Überlegungen auszugehen, weshalb die aussergerichtlichen Kosten für das Beru-
fungsverfahren wettzuschlagen sind.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufungen von X._____ und Y._____ werden teilweise gutgeheissen 
und die Ziffern 3 und 9 des Entscheids des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Inn vom 23. Januar 2015 werden aufgehoben.

2. X._____ wird verpflichtet, an Y._____ für sie und die Tochter C._____ 
rückwirkend ab 15. Juli 2014 einen im Voraus zu zahlenden monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von netto Fr. 1'500.-- für die Tochter C._____ und netto 
Fr. 5'526.-- für Y._____, total somit monatlich netto Fr. 7'026.--, zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

3. Das Gesuch von Y._____ um Zusprechung eines Prozess- und Anwalts-
kostenvorschusses wird abgewiesen.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5'000.-- gehen je zur Hälfte zu 
Lasten von X._____ und Y._____. Die aussergerichtlichen Kosten für das 
Berufungsverfahren werden wettgeschlagen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: