# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19345868-27aa-5f2b-83a3-1d14b615f4b9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.01.2012 D-7554/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7554-2010_2012-01-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­7554/2010

U r t e i l   v om   2 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz),
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, 
Richter Pietro Angeli­Busi;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
Syrien,  
vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. September 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  reiste  Anfang  Januar  2009  mit  einem  gültigen 
Visum  über  den  Flughafen  B._______  in  die  Schweiz  ein.  Am  1.  April 
2009  ersuchten  die  dänischen  Behörden  das  BFM  gestützt  auf  das 
Dublin­Abkommen  um Übernahme  des  Beschwerdeführers,  der  am  10. 
Januar  2009  nach  Dänemark  weitergereist  war.  Am  23.  April  2009 
stimmte das BFM der Überstellung des Beschwerdeführers zu, woraufhin 
dieser  am  16.  Juni  2009  in  die  Schweiz  überführt  wurde,  wo  er  am 
gleichen Tag im Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ um 
Asyl  nachsuchte.  Dazu  wurde  er  am  19.  Juni  2009  durch  das  BFM  im 
EVZ  C._______  befragt  (Kurzbefragung)  und  am  29.  Juni  2009  am 
selben Ort angehört (Anhörung). 

Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  machte  der  Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  geltend,  er  sei  syrischer  Staatsangehöriger  kurdischer 
Ethnie und stamme aus der Provinz D._______.  Im Jahre 2006 habe er 
an  der  Universität  der  Stadt  E._______  (Provinz  E._______)  ein 
Agronomie­Studium  begonnen.  Während  seiner  Studienzeit  habe  er 
zusammen mit  drei  anderen  kurdischen  Studenten  in  einem  Zimmer  in 
der  Stadt  E._______  gewohnt.  Zwei  seiner  Mitbewohner  seien Mitglied 
bei der PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) beziehungsweise der Yekiti­Partei 
gewesen  und  hätten  unter  anderem  für  diese  Parteien  ab  und  zu 
Veranstaltungen  durchgeführt.  Er   habe  keiner  Partei  angehört,  habe 
seine beiden Zimmerkameraden  jedoch unterstützt,  indem er Flugblätter 
verteilt  habe  und  bei  der  Organisation  von  Newroz­Veranstaltungen 
mitgeholfen habe. Anfang März 2008 habe die Polizei  ihr gemeinsames 
Zimmer, in dem sich politisches Material befunden habe, durchsucht und 
seine zwei politisch aktiven Mitbewohner, die anwesend gewesen seien, 
festgenommen und in ein Gefängnis überführt. Er sei zu diesem Zeitpunkt 
an der Uni gewesen, wo er  vom Vermieter des Studentenzimmers über 
den  Vorfall  unterrichtet  worden  sei.  Er  sei  nicht  mehr  in  das  Zimmer 
zurückgekehrt,  sondern  er  habe  sich  anschliessend  in  die  Provinz 
D._______  begeben,  wo  er  sich  meistens  bei  seinem  Grossvater 
aufgehalten habe, da er befürchtet habe, ebenfalls verhaftet zu werden. 
Von seiner Familie habe er später erfahren, dass die Polizei Ende März 
2008  ihn  bei  seinen  Eltern  gesucht  habe.  Sie  hätten  ihre  Adresse 
hinterlegt und ausrichten lassen, er müsse sich melden. Da seine beiden 
Zimmerkollegen nicht aus dem Gefängnis entlassen worden seien und er 
befürchtet  habe,  von  den  syrischen  Behörden  ebenfalls  inhaftiert  zu 

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werden, habe er  sich durch einen Schlepper ein Visum  für die Schweiz 
organisiert und sei am 7. Januar 2009 unter Umgehung der Kontrollen im 
Flughafen von Damaskus nach B._______ geflogen, von wo er per Auto 
via Deutschland nach Dänemark gelangt  sei,  da man  ihm gesagt habe, 
es  sei  für  ihn  nach  einer  Einreise  mit  einem  gültigen  Visum  nicht 
vorteilhaft,  in  der  Schweiz  ein  Asylgesuch  einzureichen.  Bezüglich  der 
weiteren  Aussagen  des  Beschwerdeführers  wird  auf  die  Protokolle  bei 
den Akten verwiesen. 

B. 
Mit  Schreiben  vom  6.  Juli  2009  ersuchte  das  BFM  die  Schweizerische 
Vertretung in Damaskus um die Abklärung folgender Fragen:

1. Hat der Beschwerdeführer einen syrischen Pass?
2. Hat der Beschwerdeführer Syrien auf legalem Weg verlassen?
3. Kann bestätigt werden, dass der Beschwerdeführer von den syrischen 
Behörden gesucht wird?

C. 
In  der  Botschaftsantwort  vom  9.  September  2009  wurde  dem  BFM 
Folgendes mitgeteilt: Er sei Inhaber des syrischen Reisepasses Nr. (…), 
ausgestellt  in  D._______,  er  sei  am  7.  Januar  2009  aus  Syrien  in  die 
Schweiz ausgereist und werde in Syrien nicht gesucht.

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  9.  Oktober  2009  gewährte  das  BFM  dem 
Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  zum  Inhalt  der 
Botschaftsabklärung und setzte ihm Frist zur Stellungnahme bis zum 19. 
Oktober 2009.

E. 
In seiner Eingabe vom 18. Oktober 2009 stellte der Beschwerdeführer die 
Einreichung von Beweismitteln in Aussicht, die beweisen würden, dass er 
tatsächlich in Syrien gesucht werde. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2009 
setzte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  Frist  zur  Einreichung  dieser 
Beweismittel. 

F. 
Am  18.  November  2009  trafen  beim  BFM  kommentarlos  die  folgenden 
fremdsprachigen Dokumente  ein:  Die  Kopie  eines Studentenausweises, 
die Kopie eines Maturitätszeugnisses sowie die Kopie einer Namensliste 

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einer  Universität.  Auf  Aufforderung  des  BFM  hin  reichte  der 
Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Dezember 2009 deutschsprachige 
Übersetzungen dieser Dokumente zu den Akten. 

G. 
Mit  Schreiben  vom  19.  Januar  2010  verlangte  der  neu  mandatierte 
Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  vollumfängliche  Einsicht  in  die 
Verfahrensakten. 

H. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  21.  Januar   2010  lehnte  das  BFM  das 
Akteneinsichtsgesuch  gestützt  auf  Art.  27  Abs.  1  Bst.  c  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  ab,  da  die  Untersuchung 
noch nicht abgeschlossen sei.

I. 
Mit Verfügung vom 13. Juli 2010 forderte das BFM den Beschwerdeführer 
auf, bis zum 23. Juli 2010 bezüglich der eingereichten Namensliste einer 
syrischen Universität  verschiedene Fragen zu beantworten. Mit Eingabe 
vom 23. Juli 2010  liess der Beschwerdeführer dazu eine Stellungnahme 
einreichen. 

J. 
Mit Zwischenverfügung vom 9. September 2010 gewährte die Vorinstanz 
dem Beschwerdeführer Einsicht in die Verfahrensakten.

K. 
Die Vorinstanz stellte mit Verfügung vom 14. September 2010 – eröffnet 
am  22.  September  2010  –  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, und  lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig 
ordnete  das  BFM  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug an. 

Das  BFM  lehnte  das  Asylgesuch  im Wesentlichen mit  der  Begründung 
ab,  das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  er  werde  in  seiner  Heimat 
von  den  syrischen  Behörden  gesucht,  erweise  sich  aus  verschiedenen 
Gründen als unglaubhaft.  In erster Linie sei darauf hinzuweisen, dass er 
sich nach der geltend gemachten behördlichen Suche im März 2008 noch 
rund zehn Monate in seinem Heimatland aufgehalten habe, ohne weitere 
Probleme mit  den  syrischen Behörden  gehabt  zu  haben.  Er  gebe  zwar 
an,  sich  in  dieser  Zeit  in  seinem  Elternhaus  sowie  im  Haus  seines 

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Grossvaters  versteckt  zu  haben.  Es  sei  jedoch  als  realitätsfremd  zu 
bewerten,  dass  die  syrischen Behörden  ihn  dort  nicht  gefunden  hätten, 
hätten  sie  tatsächlich ein derartiges  Interesse an  seiner Person gehabt. 
Die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  seien  auch  deshalb  als 
unglaubhaft  zu  qualifizieren,  da  seine  Schilderungen  und  die 
Ausführungen in seinen Stellungnahmen verschiedene Widersprüche und 
Ungereimtheiten aufweisen würden. So habe der Beschwerdeführer, um 
zu  beweisen,  dass  er  von  den  syrischen  Behörden  gesucht  werde,  die 
Kopie einer Liste der Universität eingereicht, auf der sein Name vermerkt 
sei.  Dem  Dokument  sei  zu  entnehmen,  dass  alle  auf  der  Liste 
aufgeführten  Personen  wegen  Organisierens  von  Veranstaltungen  und 
Verursachens  von  "Chaos  und  Tumult  an  der  Universität"  der 
Disziplinarkommission zugewiesen würden. In seiner Stellungnahme vom 
23.  Juli  2010  habe  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  hierzu 
ausgeführt, sein Mandant sei an der Universität für die Sache der Kurden 
politisch  aktiv  gewesen  und  sei  deswegen  in  der  Folge  durch  die 
Disziplinarkommission  bestraft  worden.  Danach  sei  der 
Beschwerdeführer – wie die anderen Personen auf dieser Liste – von der 
syrischen Polizei gesucht worden. Wegen der Probleme aufgrund dieser 
"Verurteilung"  an  der  Universität  habe  der  Beschwerdeführer  daraufhin 
das Land verlassen müssen. Das Dokument sei ungefähr im Januar 2009 
erstellt worden. Diese Ausführungen widersprächen in grober Weise den 
Schilderungen  des  Beschwerdeführers  anlässlich  der  Befragungen. 
Vorab  sei  erstaunlich,  dass der Beschwerdeführer  diese Liste  zuvor nie 
erwähnt  habe,  wo  sie  doch  bereits  im  Januar  2009  erstellt  worden  sei. 
Weiter habe er weder in der Kurzbefragung noch anlässlich der Anhörung 
zu Protokoll gegeben, an der Universität politisch aktiv gewesen zu sein, 
was den Ausführungen des Rechtsvertreters  in  der Stellungnahme vom 
23.  Juli  2010  widerspreche.  Die  Angabe,  der  Beschwerdeführer  sei 
wegen  seiner  Aktivitäten  an  der  Universität  durch  die 
Disziplinarkommission  bestraft  worden  und  werde  seither  von  den 
syrischen Behörden  gesucht,  entspreche  ebenfalls  in  keiner Weise  den 
Aussagen des Beschwerdeführers im Rahmen seiner Befragungen, wo er 
noch  angegeben  habe,  nach  einer  Zimmerdurchsuchung  von  den 
Behörden  gesucht  worden  zu  sein.  Diese  "Verurteilung"  an  der 
Universität  habe der Beschwerdeführer  zuvor mit  keinem Wort  erwähnt. 
Auch  die  neue  Aussage  in  der  Stellungnahme,  die  Mitbewohner  des 
Beschwerdeführers seien nach diesen Vorfällen verhaftet worden, stehe 
im  Widerspruch  zu  den  bisherigen  Schilderungen  des 
Beschwerdeführers,  zumal  er  zuvor  zu  Protokoll  gegeben  habe,  die 
Mitbewohner  seien  nach  einer  Zimmerdurchsuchung  verhaftet  worden. 

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Aufgrund der vorangehenden Erwägungen sei somit davon auszugehen, 
dass  es  sich  bei  der  eingereichten  Liste  der  Universität  um  eine 
Fälschung  handle,  weswegen  dieses  Beweismittel  vom  Bundesamt 
gemäss Art. 10 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) einzuziehen sei. 

Nach  dem  Gesagten  erstaune  es  auch  nicht,  dass  gegen  den 
Beschwerdeführer gemäss den Abklärungen der Schweizer Vertretung in 
Damaskus  vom  9.  September  2010  in  Syrien  nichts  vorliege  und  er 
deshalb von den syrischen Behörden auch nicht gesucht werde. Zudem 
hätten  die  Botschaftsabklärungen  ergeben,  dass  der  Beschwerdeführer 
am 7. Januar 2009 mit einem gültigen Pass und einem Visum von Syrien 
in  die  Schweiz  geflogen  sei.  Die  Angabe  des  Beschwerdeführers,  sein 
Schlepper habe das Visum für die Schweiz organisiert, und er selber sei 
nie  persönlich  auf  die  Botschaft  gegangen,  müsse  als  tatsachenwidrig 
eingestuft  werden,  zumal  gemäss  gesicherter  Kenntnis  des  BFM 
Visagesuchsteller  immer  persönlich  auf  der  Schweizer  Botschaft  in 
Damaskus  vorsprechen  müssten  und  die  Vertretung  bei  der 
Visumserteilung  mit  keinen  Vermittlern  zusammenarbeite.  Auch  die 
Behauptung des Beschwerdeführers, er habe mithilfe seines Schleppers 
und  dessen  guten  Beziehungen  die  Kontrolle  bei  der  Ausreise  am 
Flughafen  von  Damaskus  umgehen  können,  erweise  sich  vor  dem 
Hintergrund der durchgeführten Botschaftsabklärung als tatsachenwidrig, 
da  seine  Ausreise  vom  Flughafen  Damaskus  gemäss  Botschaftsbericht 
durchaus  registriert  worden  sei.  Diese  legale  Ausreise  des 
Beschwerdeführers sei als gewichtiges  Indiz dafür zu werten, dass er  in 
Syrien  zum  Zeitpunkt  seiner  Ausreise  weder  gesucht  worden  sei  noch 
sich  in  begründeter  Weise  vor  asylrechtlich  relevanter  Verfolgung  zu 
fürchten gehabt habe. Aufgrund der vorangehenden Erwägungen könne 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt  im  vorliegenden  Fall  als  hinreichend 
erstellt betrachtet werden, weshalb dem Antrag des Rechtsvertreters auf 
Durchführung einer ergänzenden Anhörung zu dieser eingereichten Liste 
der Universität nicht staatzugeben sei. 

Der Beschwerdeführer bringe weiter vor, er befürchte, von den syrischen 
Behörden  aufgrund  seines  bisherigen  kulturellen  und  regimekritischen 
Engagements  für  die Sache  der Kurden  verfolgt  zu werden. Er  habe  in 
Syrien zwar keiner Partei angehört, seine Freunde seien jedoch politisch 
aktiv  gewesen  und  er  habe  diese  teilweise  auch  unterstützt,  indem  er 
beispielsweise  Flugblätter  verteilt  oder  bei  Newroz­Veranstaltungen 
mitgeholfen habe. Bekannterweise gingen die syrischen Behörden gegen 

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regimekritische Aktivitäten energisch vor. Nicht geahndet werde jedoch in 
aller  Regel  einfache  Regimekritik,  politische  Betätigung  oder  einfach 
Mitgliedschaft  in  einer  oppositionellen  Partei,  sofern  die  betreffende 
Person  nicht  durch  als  staatsgefährdend  zu  betrachtende  Aktivitäten 
auffalle.  Behördliche  Schikanen  und  Diskriminierung  gegenüber  Kurden 
seien bekannt, es liege jedoch keine Kollektivverfolgung von Kurden vor. 
Gemäss  den  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  habe  dieser  vor 
seiner Ausreise einige Male für seine Freunde Flugblätter verteilt und bei 
Newroz­Feiern  mitgeholfen,  weiter  habe  er  sich  aber  nicht  politisch 
betätigt.  Seinen  Aussagen  seien  somit  keine  Hinweise  darauf  zu 
entnehmen,  dass  er  sich  in  irgendeiner  Weise  regimekritisch  exponiert 
hätte  und  somit  sein Verhalten  als  gegen den  syrischen Staat  gerichtet 
hätte  aufgefasst  werden  können.  Die  Befürchtungen  des 
Beschwerdeführers,  bei  einer Rückkehr  nach Syrien  von  den Behörden 
verfolgt  zu  werden,  seien  daher  als  unbegründet  und  somit  als  nicht 
asylbeachtlich zu betrachten. Diese Einschätzung stehe  im Einklang mit 
den  Abklärungen  der  Vertretung  in  Damaskus,  wonach  der 
Beschwerdeführer  in  Syrien  nicht  gesucht  werde.  Die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  hielten  somit  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG sowie an die Flüchtlingseigenschaft 
gemäss  Art.  3  AsylG  nicht  stand.  Überdies  sei  der  Vollzug  der 
Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich zu bezeichnen. Für die 
weitere Begründung wird auf die vorinstanzliche Verfügung verwiesen. 

L. 
Mit  Beschwerde  vom  22.  Oktober  2010  (Poststempel)  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  liess  der  Beschwerdeführer  durch  seinen 
Rechtsvertreter die nachstehend aufgeführten Anträge stellen:

1. Dem Beschwerdeführer sei Einsicht  in die Akten A 28/1, A 19/17 und  
A 18/1 zu gewähren. 
2.  Eventualiter  sei  dem Beschwerdeführer  das  rechtliche Gehör  zu  den 
Akten A 28/1, A 19/17 und A 18/1 zu gewähren.
3.  Nach  der  Gewährung  der  Akteneinsicht  sei  dem  Beschwerdeführer 
eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer  Beschwerdeergänzung 
anzusetzen. 
4. Die Verfügung des BFM vom 14. September 2010 sei aufzuheben und 
die  Sache  dem  BFM  zur  vollständigen  und  richtigen  Abklärung  und 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen. 
5.  Eventualiter  sei  dem  Beschwerdeführer  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  Vorgehensweise  betreffend 
Botschaftsanfragen in Syrien darzulegen. 

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6.  Eventualiter  sei  dem  Beschwerdeführer  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  mitzuteilen,  ob  ihm  die  Vorgehensweise 
betreffend Botschaftsabklärung bekannt sei. 
7.  Eventualiter  sei  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2010 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren. 
8.  Eventualiter  sei  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2010 
aufzuheben  und  der  Beschwerdeführer  sei  als  Flüchtling  vorläufig 
aufzunehmen. 
9.  Eventualiter  sei  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2010 
aufzuheben und es sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs des 
Beschwerdeführers festzustellen. 
10.  Eventualiter  sei  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2010 
aufzuheben  und  es  sei  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
des Beschwerdeführers festzustellen. 
11.  Dem  unterzeichnenden  Anwalt  sei  vor  der  Gutheissung  der 
vorliegenden  Verwaltungsbeschwerde  eine  angemessene  Frist  zur 
Einreichung  einer  detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der 
Parteientschädigung einzuräumen. 
Auf die Begründung der Beschwerdebegehren wird, soweit wesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Mit  der  Rechtsmittelschrift  wurde  ein  Bericht  der  Schweizerischen 
Flüchtlingshilfe vom 8. September 2010 bezüglich der Zuverlässigkeit von 
Botschaftsabklärungen in Syrien zu den Akten gereicht. 

M. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  30.  November  2010  bestätigte  der 
Instruktionsrichter  des Bundesverwaltungsgerichts  die  Berechtigung  des 
Beschwerdeführers  zur  Anwesenheit  in  der  Schweiz  während  der 
Hängigkeit  des Verfahrens. Gleichzeitig wies  er  die  (Eventual­)  Anträge 
auf Akteneinsicht bezüglich der Aktenstücke A 28/1, A 19/17 und A 18/1 
sowie auf Gewährung des rechtlichen Gehörs betreffend dieser Akten ab 
und  gewährte  ihm  Einsicht  in  die  sich  im  Beweismittelumschlag  A  29 
befindlichen Beweismittel  inklusive Übersetzungen.  Zudem  gab  ihm  der 
Instruktionsrichter Gelegenheit, seine Beschwerde bis zum 15. Dezember 
2010 zu ergänzen. 

N. 
Innert  erstreckter  Frist  liess  der  Beschwerdeführer  durch  seinen 
Rechtsvertreter am 10. Januar 2011 eine Beschwerdeergänzung zu den 
Akten  reichen.  In  dieser  Eingabe  machte  der  Beschwerdeführer  unter 
anderem  geltend,  er  betätige  sich  exilpolitisch.  Diesbezüglich  reichte  er 
zwei Farbfotos zu den Akten. 

O. 
Mit  Eingaben  vom  25.  Januar  2011  sowie  9.  Februar  2011  gab  der 

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Beschwerdeführer  –  handelnd  durch  seinen  Rechtsvertreter  –  weitere 
Beweismittel zu den Akten. Insbesondere die Kopien von zwei angeblich 
von ihm verfassten Internetartikel (inklusive deutscher Übersetzungen).

P. 
Das  BFM  beantragte  in  seiner  Vernehmlassung  vom  17.  Februar  2011 
dem  Bundesverwaltungsgericht  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Die 
Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 24. Februar 2011 zur 
Kenntnisnahme zugestellt.

Q. 
Mit Eingaben vom 10. März 2011, 11. April 2011, 17. April 2011, 26. April 
2011, 14. Mai 2011, 24. Mai 2011, 31. Mai 2011, 7. Juni 2011, 29. Juni 
2011,  11.  Juli  2011,  5.  August  2011  und  8.  September  2011  liess  der 
Beschwerdeführer  eine  Vielzahl  von  Beweismittel  bezüglich  seiner 
exilpolitischen Tätigkeiten zu den Akten reichen.

R. 
Aufgrund  der  zahlreichen  Eingaben  des  Beschwerdeführers  gewährte 
das  Bundesverwaltungsgericht  der  Vorinstanz  mit  Verfügung  vom 
23. September 2011 erneut Gelegenheit, sich vernehmen zu lassen. 

S. 
Mit Eingabe vom 28. September 2011 liess der Beschwerdeführer weitere 
Beweismittel bezüglich seiner exilpolitischen Aktivitäten einreichen.

T. 
Mit Verfügung vom 10. Oktober 2011 zog das BFM seinen Entscheid vom 
14. September 2010 teilweise in Wiedererwägung. Zur Begründung führte 
es  hauptsächlich  aus,  angesichts  der  aktenkundigen  exilpolitischen 
Aktivitäten  erfülle  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft. 
Gemäss  Art.  53  AsylG  (recte:  Art.  54  AsylG)  sprächen  jedoch 
Ausschlussgründe gegen die Gewährung von Asyl. Das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers bleibe somit abgelehnt und in Anwendung von Art. 44 
Abs.  1  AsylG  sei  demnach  seine  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
anzuordnen. Der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat sei jedoch 
unzulässig.  Er  werde  daher  als  Flüchtling  vorläufig  aufgenommen.  Das 
BFM hob deshalb die Ziffern eins,  vier und  fünf der Verfügung vom 14. 
September  2010  auf,  stellte  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft erfülle und verfügte, dass die Wegweisung zurzeit 

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wegen Unzulässigkeit nicht vollzogen und der Vollzug zu Gunsten einer 
vorläufigen Aufnahme aufgeschoben werde.

U. 
Mit  Verfügung  vom  19.  Oktober  2011  stellte  der  Instruktionsrichter  des 
Bundesverwaltungsgerichts  fest,  das  BFM  habe  seinen  Entscheid  vom 
14.  September  2010 mit  Verfügung  vom  10.  Oktober  2011  teilweise  in 
Wiedererwägung  gezogen  und  den  Beschwerdeführer  als  Flüchtling 
anerkannt.  Die  Beschwerde  vom  22.  Oktober  2010  sei  bezüglich  der 
Anerkennung  als  Flüchtling  sowie  bezüglich  des  Vollzugs  der 
Wegweisung  gegenstandslos  geworden.  Dem  Beschwerdeführer  wurde 
deshalb  Frist  zur  Stellungnahme  eingeräumt,  ob  er  an  der  Beschwerde 
festhalte  oder  ob  er  diese  allenfalls  zurückziehe,  soweit  sie  nicht 
gegenstandslos geworden sei.

V. 
Mit  Schreiben  vom  3.  November  2011  liess  der  Beschwerdeführer 
mitteilen,  er  halte  an  der  Beschwerde  im  Asyl­  und Wegweisungspunkt 
fest. Der Eingabe lag eine Honorarnote bei. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). 

1.2. Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG ist im 
vorliegenden  Verfahren  nicht  gegeben,  so  dass  das 
Bundesverwaltungsgericht in der Sache endgültig entscheidet.

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1.3. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.4.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Mit Verfügung vom 10. Oktober 2011 zog das BFM seine Verfügung vom 
14.  September  2010  teilweise  in  Wiedererwägung,  sprach  dem 
Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  und  nahm  ihn  wegen 
Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  auf.  Da  der 
Beschwerdeführer  zufolge  subjektiver  Nachfluchtgründe  als  Flüchtling 
vorläufig  aufgenommen  wurde,  beschränkt  sich  das  vorliegende 
Beschwerdeverfahren  nur  noch  auf  die  Frage  seiner  Anerkennung  als 
Flüchtling  aufgrund  der  geltend  gemachten  Vorfluchtgründe,  die  Frage 
der Asylgewährung und auf die Wegweisung.

4. 
4.1.  In  der Beschwerde wird  gerügt,  die Vorinstanz habe das  rechtliche 
Gehör  respektive  das Akteneinsichtsrecht  verletzt  beziehungsweise  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  fehlerhaft  festgestellt.  Diese  Rügen  sind 
vorab  zu  prüfen,  da  sie  allenfalls  geeignet  wären,  eine  Kassation  der 
vorinstanzlichen  Verfügung  zu  bewirken  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  (vormaligen)  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK]  2004  Nr.  38  und  EMARK  1994  Nr.  1;  FRITZ  GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233, mit weiteren 
Hinweisen,  S.  287  und  297  f.;  ALFRED  KÖLZ/ISABELLE  HÄNER, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, S. 225, mit weiteren Hinweisen).

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4.2. Der Anspruch auf  rechtliches Gehör  (Art. 29 der Bundesverfassung 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV, 
SR 101];  Art.  29  VwVG)  beinhaltet  unter  anderem  die  behördliche 
Begründungspflicht, wie auch das Akteneinsichtsrecht, welches in Art. 26 
ff.  VwVG  geregelt  ist.  Letzteres  gilt  indessen  nicht  absolut  und  kann 
gemäss Art.  36 BV  eingeschränkt werden.  Art.  27 VwVG  i.V.m.  Art.  28 
VwVG  bilden  dabei  die  gesetzliche  Grundlage.  Im  Rahmen  der 
Verhältnismässigkeitsprüfung  hat  sich  die  Einschränkung  des 
Akteneinsichtsrechts  gemäss  Art. 27  Abs.  2  und  3  VwVG  auf  das 
Erforderliche  zu  beschränken.  Somit  kann  sich  bei  einem  gegebenen 
öffentlichen  Interesse  an  Geheimhaltung  als  Ergebnis  der 
Interessenabwägung  für  den  Betroffenen  ein  Anspruch  auf  partielle 
Einsichtsgewährung  ergeben.  Diese  mediatisierte  Akteneinsicht  kann 
durch  das  Vermitteln  des wesentlichen  Inhaltes  gewährt  werden.  Dabei 
müssen  die  zwingenden  Voraussetzungen  von  Art. 28  VwVG  beachtet 
werden:  Vertraulich  behandelte  Aktenstücke  dürfen  der  Behörde  zur 
Entscheidfindung dienen, wenn erstens die Behörde die Partei über den 
wesentlichen  Inhalt  mündlich  oder  schriftlich  in  Kenntnis  setzt  und 
zweitens  der  Partei  Gelegenheit  einräumt,  sich  dazu  zu  äussern  oder 
Gegenbeweismittel  zu  bezeichnen  (vgl.  BERNHARD  WALDMANN/JÜRG 
BICKEL  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG,  Praxiskommentar 
zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern/Freiburg 2009, 
N 1 f. zu Art. 29 VwVG).

4.3.  Bezüglich  der  geltend  gemachten  Verletzung  des 
Akteneinsichtsrechts  in  die  Akten  A  28/1,  A  19/17  und  A  18/1  ist 
festzuhalten, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung 
vom 30. November  2010  feststellte,  dass betreffend dieser Aktenstücke 
keine  Verletzung  des  Akteneinsichtsrechts  vorliege,  weswegen  es  die 
(Eventual­) Anträge auf Einsicht in diese Akten sowie auf Gewährung des 
rechtlichen  Gehörs  betreffend  dieser  Akten  abwies.  Da  das 
Bundesverwaltungsgericht  davon  ausging,  dass  dem  Beschwerdeführer 
noch  keine  Einsicht  in  die  sich  im  Beweismittelumschlag  A  29 
befindlichen Beweismittel  inklusive Übersetzungen gewährt worden war, 
räumte  es  in  der  gleichen  Verfügung  dem  Beschwerdeführer  jedoch 
Einsicht  in  diese  Dokumente  ein  und  gab  ihm  Gelegenheit,  seine 
Beschwerde bis  zum 15. Dezember  2010  zu ergänzen  (vgl.  vorstehend 
Bst. M.). Innert erstreckter Frist liess der Beschwerdeführer durch seinen 
Rechtsvertreter am 10. Januar 2011 eine Beschwerdeergänzung zu den 
Akten  reichen  (vgl.  vorstehend  Bst.  N).  Damit  kann  dieser 
Verfahrensmangel  als  geheilt  betrachtet werden,  zumal  die  festgestellte 

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Verletzung  des  Akteneinsichtsrechts  nicht  schwerwiegender  Natur  ist 
(vgl.  BVGE  2008/47  E.  3.3.4).  Der  Verfahrensmangel  wird  indessen  im 
Kosten­  und  Entschädigungspunkt  zu  berücksichtigen  sein  (vgl. 
nachfolgend E. 9).

4.4.  Hinsichtlich  der  Rüge  des  Beschwerdeführers  in  der 
Rechtsmittelschrift,  die  Vorinstanz  habe  den  Sachverhalt  mangelhaft 
abgeklärt,  da  sie  es  unterlassen  habe,  eine  ergänzende  Anhörung 
betreffend die eingereichten Beweismittel durchzuführen, wie er beantragt 
habe,  ist  festzuhalten, dass die Behörde nur dann verpflichtet  ist, die  ihr 
angebotenen  Beweise  abzunehmen,  wenn  diese  zur  Abklärung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  tauglich  erscheinen  (Art.  33  Abs.  1 
VwVG). Von der Abnahme beantragter Beweismittel  kann  insbesondere 
abgesehen  werden,  wenn  sie  eine  nicht  erhebliche  Tatsache  betreffen 
oder offensichtlich untauglich sind, etwa weil ihnen die Beweiseignung an 
sich abgeht oder – gerade umgekehrt – die betreffende Tatsache aus den 
Akten bereits genügend ersichtlich ist (antizipierte Beweiswürdigung: vgl. 
BVGE  2008/24  E.  7.2  S.  357;  ANDRÉ MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, S.  165 Rz.  3.144). Die Vorinstanz  konnte  die Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers  bereits  aufgrund  der  bestehenden  Akten  als 
unglaubhaft beziehungsweise als nicht asylrelevant beurteilen, zumal die 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  in  wesentlichen  Punkten 
widersprüchlich  sind  (dazu  nachfolgend  E.  5.7  ff.),  weshalb  sie  in 
antizipierter  Beweiswürdigung  darauf  verzichten  konnte,  den 
Beschwerdeführer  betreffend  die  eingereichten  Beweismittel  ergänzend 
anzuhören.  Bezüglich  der  Rüge,  die  Vorinstanz  habe  den  Sachverhalt 
mangelhaft  abgeklärt,  da  sie  es  in  der  Botschaftsanfrage  unterlassen 
habe,  Fragen  hinsichtlich  der  beiden  verhafteten  ehemaligen 
Mitbewohner  des  Beschwerdeführers  (F._______  und  G._______)  zu 
stellen,  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  diesbezügliche  Abklärungen  nicht 
geeignet  wären,  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
verifizieren,  zumal  eine  bestätigte  Inhaftierung  von  F._______  und 
G._______  nicht  bedeuten  würde,  dass  auch  der  Beschwerdeführer  in 
Syrien zum Zeitpunkt seiner Ausreise verfolgt wurde. Die Rüge, wonach 
die  Vorinstanz  den  Sachverhalt  unvollständig  abgeklärt  habe,  ist 
demzufolge unbegründet.

4.5. Soweit in der Rechtsmittelschrift gerügt wird, die Vorinstanz habe das 
rechtliche  Gehör  verletzt,  indem  sie  der  syrischen  Botschaft  unklare 
Fragen  ("wanted")  gestellt  und  nicht  offen  gelegt  habe,  wie 

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entsprechende  Abklärungen  vorgenommen  worden  seien,  ist  zu 
bemerken,  dass  entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers 
genügend  klar  ist,  was  mit  "wanted  by"  gemeint  ist,  weswegen  diese 
Fragestellung  keineswegs  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs 
darstellt.  Es  erübrigt  sich  deshalb,  weiter  darauf  einzugehen.  Bezüglich 
der  Rüge,  wonach  das  BFM  nicht  offen  gelegt  habe,  wie  die 
Botschaftsabklärungen  vorgenommen  worden  seien,  ist  festzustellen, 
dass  die  Behörde  gemäss  Art.  27  Abs.  1  Bstn.  a  und  b  VwVG  die 
Einsichtnahme in die Akten verweigern darf, wenn wesentliche öffentliche 
oder private Interessen die Geheimhaltung erfordern. Die Geheimhaltung 
der Quellen von Botschaftsauskünften ist offensichtlich und bedarf keiner 
weiteren Ausführungen  (vgl.  EMARK 1994  Nr. 1  E.  4c   S. 12). Sodann 
würde  die  Offenlegung  der  Arbeitsweise  beziehungsweise  der  Identität 
der  beigezogenen  Vertrauenspersonen  die  Abklärungen  in  künftigen 
Fällen  erschweren  beziehungsweise  verunmöglichen.  Es  besteht  somit 
keine Veranlassung, die Arbeitsweise bei Botschaftsabklärungen offen zu 
legen,  weshalb  die  Vorinstanz  auch  diesbezüglich  den  Anspruch  auf 
rechtliches  Gehör  nicht  verletzt  hat.  Der  Eventualantrag,  es  sei  dem 
Beschwerdeführer  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
Vorgehensweise betreffend Botschaftsanfragen  in Syrien darzulegen,  ist 
folglich  abzuweisen.  Hinsichtlich  des  Eventualantrags,  es  sei  dem 
Beschwerdeführer  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  mitzuteilen,  ob 
ihm die Vorgehensweise betreffend Botschaftsabklärung bekannt sei,  ist 
festzuhalten,  dass  dem  Bundesverwaltungsgericht  das  Vorgehen  bei 
Botschaftsabklärungen  in  ausreichendem Masse  bekannt  ist,  um  deren 
Zuverlässigkeit abschätzen zu können.

4.6. Hinsichtlich  der Rüge  in  der Beschwerde,  die Vorinstanz  habe  das 
rechtliche  Gehör  verletzt,  indem  sie  es  unterlassen  habe  zu  klären, 
weshalb  in  der  den  Beschwerdeführer  betreffenden  Botschaftsantwort 
nicht  zwischen  den  "syrischen  Behörden"  und  den  "Militärbehörden" 
unterschieden werde, wie das  in der Botschaftsantwort bezüglich N  (…) 
der  Fall  gewesen  sei,  sondern  lediglich  festgehalten  werde,  der 
Beschwerdeführer  werde  in  Syrien  nicht  gesucht,  ist  Folgendes 
festzuhalten:  Aufgrund  des  klaren  Wortlauts  der  Botschaftsantwort  und 
der grundsätzlichen Zuverlässigkeit von Botschaftsabklärungen  in Syrien 
durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer zum 
Zeitpunkt  seiner  Ausreise  in  Syrien  –  weder  von  den  zivilen  Behörden 
noch  den  Militärbehörden  –  gesucht  wird,  weswegen  sie  auch  nicht 
gehalten  war,  diesbezüglich  weitere  Abklärungen  vorzunehmen.  Dies 
insbesondere auch deshalb, da vorliegend kein hinreichender Anlass zur 

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Annahme besteht, die in jeder Hinsicht negativ verlaufenden Nachfragen 
betreffend die Person des Beschwerdeführers seien Folge von bewusster 
Fehlinformation  seitens  der  syrischen  Behörden  oder  mangelhafter 
Abklärung  durch  die  Botschaft.  An  der  Einschätzung  des 
Bundesverwaltungsgerichts,  wonach  die  betreffend  den 
Beschwerdeführer  durchgeführte  Botschaftsabklärung  zuverlässig  ist, 
vermögen  auch  die  diesbezüglichen  Ausführungen  in  der 
Rechtsmittelschrift  nichts  zu  ändern,  zumal  einzelne  wenige  fehlerhafte 
Botschaftsabklärungen  nicht  alle  Botschaftsabklärungen  als 
unzuverlässig erscheinen lassen können (vgl. dazu auch nachfolgend E. 
5.7).  Somit  ist  auch  in  dieser  Hinsicht  eine  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs  zu  verneinen.  Es  kann  ausgeschlossen werden,  dass  aus  dem 
Dossier  N  (…)  relevante  Erkenntnisse  für  das  vorliegende  Verfahren 
gewonnen  werden  können,  weswegen  darauf  verzichtet  werden  kann, 
dieses  Dossier  beizuziehen.  Der  diesbezügliche  Beweisantrag  ist 
demzufolge abzuweisen.  

4.7. Bezüglich der Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz 
seinen Anspruch auf rechtliches Gehörs massiv verletzt habe,  indem sie 
ihm  respektive  seinem  Rechtsvertreter  zu  spät  Akteneinsicht  in  die 
Anhörungsprotokolle  gewährt  habe,  ist  festzustellen,  dass  die  Behörde 
gemäss  Art.  27  Abs.  1  Bst.  c  VwVG  die  Einsichtnahme  in  die  Akten 
verweigern  darf,  wenn  das  Interesse  einer  noch  nicht  abgeschlossenen 
amtlichen Untersuchung es erfordert. Gemeint ist damit das Interesse an 
der  ungehinderten  und  unverfälschten  Ermittlung  des  tatsächlichen 
Sachverhalts  und  damit  an  der Wahrheitsfindung.  Mit  Untersuchung  ist 
hier  insbesondere  auch  die  Sachverhaltsfeststellung  im 
Verwaltungsverfahren  gemeint  (vgl.  STEPHAN  C.  BRUNNER  in: 
Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  VwVG,  Kommentar  zum  Bundesgesetz 
über  das Verwaltungsverfahren,  Zürich/St. Gallen 2008, N 36  ff.  zu Art. 
27  VwVG).  In  casu  bestand  bis  zum  Abschluss  der  Untersuchung  ein 
erhebliches  Interesse  an  der  ungehinderten  und  unverfälschten 
Ermittlung des tatsächlichen Sachverhalts, welches es rechtfertigte, dem 
Beschwerdeführer die Einsichtnahme in die Anhörungsprotokolle bis zum 
Abschluss  der  Sachverhaltsfeststellung  zu  verweigern.  Durch  die 
Gewährung  der  Einsichtnahme  in  die  Anhörungsprotokolle  vor  dem 
Abschluss  der  Untersuchung  wäre  es  dem  Beschwerdeführer 
beispielsweise möglich gewesen, seine Vorbringen in der Stellungnahme 
vom  23.  Juli  2010  an  seine  anlässlich  der  Befragungen  gemachten 
Aussagen  anzupassen.  Entgegen  der  Behauptung  in  der 
Rechtsmittelschrift  war  die  Vorinstanz  somit  berechtigt,  dem 

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Beschwerdeführer  die  Einsicht  in  die  Anhörungsprotokolle  erst  nach 
Abschluss  der  Sachverhaltsfeststellung  zu  gewähren,  was  sie  mit 
Zwischenverfügung  vom  9.  September  2010  auch  getan  hat.  Die 
Vorinstanz hat  folglich auch diesbezüglich den Anspruch auf  rechtliches 
Gehör nicht verletzt. 

4.8.  Hinsichtlich  der  Behauptung  in  der  Beschwerde,  es  liege  eine 
Verletzung der Begründungspflicht beziehungsweise des Anspruchs des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  vor,  da  die  Vorinstanz  es 
versäumt habe zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer im Militärdienst 
Probleme gehabt habe, ist darauf hinzuweisen, das sich das BFM bei der 
Begründung  ihrer  Verfügung  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen 
Gesichtspunkte  beschränken  durfte  und  nicht  gehalten  war,  sich 
ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen  Behauptung  auseinander  zu 
setzen.  Die  vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen 
erwähnten Probleme  im Militärdienst waren einerseits  zu wenig  intensiv 
andererseits weder  sachlich noch  zeitlich  kausal  für  seine Ausreise aus 
Syrien, somit mit Sicherheit nicht asylrelevant, weswegen die Vorinstanz 
auch nicht verpflichtet war, sich  in der angefochtenen Verfügung explizit 
zu  den  erwähnten  Problemen  im  Militärdienst  zu  äussern.  Die 
Behauptung  in  der  Beschwerde,  wonach  die  Behelligungen  des 
Beschwerdeführers  im  Militärdienst  mit  dessen  späteren  Problemen  in 
Zusammenhang  stünden,  vermag  nicht  zu  überzeugen.  Die  vom 
Beschwerdeführer  erhobene  Rüge,  die  Vorinstanz  habe  ihre 
Begründungspflicht  respektive  das  rechtliche  Gehör  verletzt,  ist  daher 
unbegründet.

4.9.  Schliesslich  ist  festzuhalten,  dass  vorliegend  –  entgegen  der 
Behauptung  in  der  Rechtsmittelschrift  –  der  Sachverhalt  aufgrund  der 
ausführlichen  Befragungen  des  Beschwerdeführers,  seiner  zahlreichen 
schriftlichen  Eingaben  und  der  Botschaftsabklärung  hinreichend  erstellt 
ist. 

4.10.  Nach  dem  Gesagten  besteht  daher  keine  Veranlassung  die 
Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2010  –  soweit  sie  durch  die 
Verfügung  des  BFM  vom  10.  Oktober  2011  nicht  aufgehoben  wurde – 
aus  formellen Gründen aufzuheben, weshalb der Antrag,  die Verfügung 
des BFM vom 14. September 2010 sei wegen Verletzung des rechtlichen 
Gehörs  und  wegen  mangelnder  Abklärung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts aufzuheben und die Sache dem BFM zur vollständigen und 

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Seite 17

richtigen Abklärung und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
und zur Neubeurteilung zurückzuweisen, abzuweisen ist. 

5. 
5.1. Es bleibt  im Folgenden zu prüfen, ob das BFM im vorliegenden Fall 
die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorfluchtgründe zu Recht 
als  unglaubhaft  beziehungsweise  nicht  asylrelevant  beurteilt  und 
demzufolge  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  zu  Recht 
abgewiesen hat.
 
5.2.  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

5.3.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7 
AsylG).

5.4. Die  Vorinstanz  hat  den  vom Beschwerdeführer  geltend  gemachten 
Asylvorbringen, wonach er von den syrischen Behörden gesucht werde, 
da diese bei der Durchsuchung seines Zimmers, das er mit drei anderen, 
teilweise  für  kurdische Parteien politisch aktiven Studenten geteilt  habe, 
Flugblätter  und  Parteimaterial  gefunden  hätten,  die  Glaubhaftigkeit 
abgesprochen. 

5.5.  Grundsätzlich  sind  Vorbringen  dann  glaubhaft  gemacht,  wenn  sie 
genügend substanziiert,  in  sich  schlüssig und plausibel  sind. Sie dürfen 
sich  nicht  in  vagen Schilderungen  erschöpfen,  in wesentlichen  Punkten 
nicht  widersprüchlich  sein,  der  inneren  Logik  entbehren  oder  den 
Tatsachen  oder  der  allgemeinen  Erfahrung  widersprechen.  Darüber 

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hinaus muss der Gesuchsteller  persönlich  glaubwürdig  erscheinen, was 
insbesondere  dann  nicht  der  Fall  ist,  wenn  er  wichtige  Tatsachen 
unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens 
Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt oder die 
nötige Mitwirkung am Verfahren verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet 
ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass 
und  lässt  durchaus  Raum  für  gewisse  Einwände  und  Zweifel  an  den 
Vorbringen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob die Gründe, welche 
für  die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen 
oder  nicht.  Dabei  ist  auf  eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  (vgl. 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­149/2011  vom  29.  November 
2011 E. 6.2).

5.6.  Vorab  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  den  Wortlaut 
sämtlicher Protokolle mit  seiner Unterschrift  bestätigte und sich deshalb 
seine  Aussagen  entgegenhalten  lassen  muss.  Im  Weiteren  ist  darauf 
hinzuweisen,  dass  den  Aussagen  einer  asylsuchenden  Person  im 
Empfangszentrum  zu  den  Asylgründen  angesichts  des  summarischen 
Charakters der Befragung für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit nur ein 
beschränkter Beweiswert  zukommt  (vgl. EMARK 2005 Nr.  7 E.  6.2.1 S. 
66  und  dort  zitierte,  weiterhin  gültige  Praxis).  Widersprüche  dürfen  nur 
dann herangezogen werden, wenn klare Aussagen im Empfangszentrum 
in  wesentlichen  Punkten  der  Asylbegründung  von  den  späteren 
Aussagen  in  der  Anhörung  beim  Kanton  oder  beim  BFM  diametral 
abweichen, oder wenn bestimmte Ereignisse oder Befürchtungen, welche 
später  als  zentrale  Asylgründe  genannt  werden,  nicht  bereits  in  der 
Befragung im Empfangszentrum zumindest ansatzweise erwähnt werden.

5.7.  In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  festzuhalten,  dass  die 
Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  in  wesentlichen  Punkten 
widersprüchlich ausgefallen sind. So gab er anlässlich der Kurzbefragung 
zu Protokoll, nach der Durchsuchung seines Studentenzimmers habe die 
Polizei  begonnen,  an  der  Universität  nach  ihm  zu  fragen,  weshalb  er 
ausgereist sei  (Akten BFM A 1/10, S. 5). Bei der Anhörung erwähnte er 
demgegenüber  nicht  mehr,  dass  die  Behörden  an  der  Universität  nach 
ihm  gesucht  hätten.  Er  machte  lediglich  geltend,  nach  der 
Zimmerdurchsuchung  habe  die  Polizei  bei  seinen  Eltern  in  D._______ 
nach ihm gefragt, sonst sei in den Monaten bis zu seiner Ausreise nichts 
mehr  vorgefallen  (A  12/16,  S.  7,  11  f.).  Die  Behauptung  in  der 
Beschwerde,  wonach  sich  der  Beschwerdeführer  diesbezüglich  nicht 
widersprüchlich  geäussert  habe,  ist  unzutreffend.  Zudem  führte  der 

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Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 23. Juli 2010 aus, er sei 
an der Universität  für die Sache der Kurden politisch aktiv gewesen und 
(deswegen)  in  der  Folge  von  der  Disziplinkommission  bestraft  worden. 
Anschliessend sei er – wie die anderen Personen auf der eingereichten 
Namensliste der Universität – von der syrischen Polizei gesucht worden. 
Die  zu  den  Akten  gereichte  Liste  beziehe  sich  auf  die  Gründe,  die mit 
seiner  Flucht  zusammenhingen.  Wegen  der  Probleme  aufgrund  dieser 
"Verurteilung"  an  der  Universität  habe  er  daraufhin  das  Land  verlassen 
müssen.  Diese  Ausführungen widersprechen  jedoch  den  Schilderungen 
des  Beschwerdeführers  anlässlich  der  Befragungen,  wo  er  diese 
"Verurteilung" an der Universität mit  keinem Wort erwähnte,  sondern zu 
Protokoll  gab,  nach  einer  Zimmerdurchsuchung,  bei  der  man  das 
politische  Material  seiner  Zimmergenossen  gefunden  habe,  von  den  
syrischen  Behörden  gesucht  worden  zu  sein  (A 1/10 S. 5 f., A 12/16, 
S. 7 ff.). Widersprüchlich  ist überdies die Aussage  in der Stellungnahme 
des  Beschwerdeführers  vom  23.  Juli  2010,  wonach  seine Mitbewohner 
nach  diesen  Vorfällen  –  gemeint  sind  die  Verurteilungen  an  der 
Universität  –  verhaftet  worden  seien,  zumal  er  anlässlich  der 
Befragungen geltend gemacht hatte, seine Mitbewohner seien nach einer 
Zimmerdurchsuchung,  bei  der man  politisches Material  gefunden  habe, 
verhaftet worden (A 1/10 S. 5 f., A 12/16, S. 7 ff.). Die Behauptung in der 
Rechtsmittelschrift,  wonach  die  "Verurteilungen"  an  der  Universität 
offenbar  die  Ursache  für  die  Durchsuchung  und  die  Verhaftungen 
gewesen  seien,  ist  als  nachgeschoben  und  damit  als  unglaubhaft  zu 
beurteilen,  da  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  eine 
solche Version nicht  geltend machte. Widersprüchlich  äusserte  sich der 
Beschwerdeführer  auch  hinsichtlich  seiner  politischen  Tätigkeit  an  der 
Universität. So sagte er anlässlich der Anhörung zuerst aus, er habe nicht 
nur  Flugblätter,  sondern  auch  andere  Dinge  verteilt  (A  12/16,  S.  11), 
während  er  kurz  darauf  vorbrachte,  er  habe  nur  Flugblätter  verteilt  (A 
12/16, S. 13). Angesprochen auf diese unterschiedlichen Aussagen war 
der Beschwerdeführer nicht  in der Lage, diesen Widerspruch aufzulösen 
(A 12/16 F129).

Bezüglich der eingereichten Namensliste der Universität  ist  festzuhalten, 
dass  es  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  der  Beschwerdeführer  diese 
Liste  nicht  bereits  bei  den  Befragungen  erwähnte,  zumal  sie  gemäss 
seinen Ausführungen in der Stellungnahme vom 23. Juli 2010 bereits im 
Januar  2009  erstellt  worden  sein  soll.  Überdies  ist  realitätsfremd,  dass 
der  Beschwerdeführer  im  Januar  2009  auf  eine  solche  Liste 
aufgenommen worden sein soll, obwohl er sich zuletzt  im März 2008 an 

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der Universität aufgehalten haben will. Zusammenfassend ist deshalb – in 
Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  und  unter  zusätzlichem  Hinweis 
darauf,  dass  es  nicht  nachvollziehbar  ist,  dass  eine  offizielle  Liste  kein 
Datum  aufweist  –  davon  auszugehen,  dass  es  sich  bei  dieser 
Namensliste  um  eine  Fälschung  handelt,  weshalb  das  BFM  diese  zu 
Recht  gestützt  auf  Art.  10  Abs.  4  AsylG  eingezogen  hat.  Die 
diesbezüglichen Vorbringen in der Rechtsmittelschrift sind nicht geeignet, 
an dieser Einschätzung etwas zu ändern. 

Der Umstand, dass die Botschaftsabklärung vom 9. September 2009 zum 
Ergebnis kam, dass der Beschwerdeführer von den syrischen Behörden 
nicht  gesucht  wird,  spricht  ebenfalls  gegen  die  behauptete  Verfolgung 
beziehungsweise  die  Suche  nach  seiner  Person  zum  Zeitpunkt  seiner 
Ausreise  aus  Syrien,  da  vorliegend  keine  Anhaltspunkte  bestehen  oder 
stichhaltige  Gründe  geltend  gemacht  werden,  aufgrund  derer  sich 
generelle  Zweifel  an  der  Zuverlässigkeit  der  Abklärungen  der 
Schweizerischen Vertretung in Damaskus ergeben könnten, weshalb die 
diesbezüglichen  Einwendungen  in  der  Beschwerde  das 
Abklärungsergebnis  nicht  umzustossen  vermögen. Es  ist  der Schweizer 
Botschaft  in  Syrien  über  Verbindungsleute  möglich,  eine  behördliche 
Suche  festzustellen  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­
7460/2010  vom  25.  November  2010  E.  5.6,  E­823/2009  vom  13.  März 
2009 E. 5.1). Dabei ist es nicht notwendig, die Verbindungsleute über den 
Kontext,  in dem die Fragen gestellt werden,  ins Bild zu setzen, weshalb 
eine  Gefährdung  von  Personen,  deren  Daten  erhoben  werden, 
weitestgehend  ausgeschlossen  werden  kann.  Erfahrungsgemäss  sind 
denn  auch  die  aus  Abklärungen  durch  die  Botschaft  in  Damaskus 
resultierenden Ergebnisse in aller Regel zuverlässig und korrekt, weshalb 
ihnen  im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 
40  des  Bundesgesetzes  vom  4.  Dezember  1947  über  den 
Bundeszivilprozess  [BZP, SR 273])  ein hoher Beweiswert  zu attestieren 
ist.

Auch  die  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  Syrien  am  7.  Januar 
2009  unter  Verwendung  seines  eigenen  Reisepasses  über  den  streng 
kontrollierten  Flughafen  von  Damaskus  auf  legalem  Weg  problemlos 
verlassen  konnte,  lässt  darauf  schliessen,  dass  er  von  den  syrischen 
Behörden  zum  Zeitpunkt  seiner  Ausreise  nichts  zu  befürchten  hatte. 
Seine Aussage anlässlich der Anhörung, wonach er mit der Hilfe seines 
Schleppers ohne die Kontrollpunkte zu passieren über den Flughafen von 
Damaskus  habe  ausreisen  können,  überzeugt  das Gericht  nicht,  zumal 

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es  einem  Schlepper  kaum  gelingen  dürfte,  alle  für  die  Sicherheit 
zuständigen  Personen  am  Flughafen  von  Damaskus  zu  bestechen. 
Abgesehen  davon  würden  tatsächlich  von  den  syrischen  Behörden 
gesuchte Personen die Ausreise über den streng kontrollierten Flughafen 
von Damaskus vermeiden, da dort das Risiko viel zu hoch wäre, von den 
Behörden gefasst zu werden. Die Behauptung  in der Rechtsmittelschrift, 
wonach  der  Beschwerdeführer  nicht  legal  über  den  Flughafen  von 
Damaskus ausgereist sei, ist nach dem Gesagten unglaubhaft.

Gegen  die  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerdeführers  spricht  ausserdem 
dessen  tatsachenwidrige  Behauptung,  er  sei  weder  zum Konsulat  noch 
zu einer Botschaft gegangen, um sein Visum für die Schweiz zu erhalten; 
er  habe es  sich  vielmehr  via einen Schlepper  organisiert  (A 12/16, F8). 
Gemäss  gesicherten  Kenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts 
müssen Visagesuchsteller immer persönlich auf der Schweizer Botschaft 
in Damaskus vorsprechen, zumal die Vertretung bei der Visaerteilung mit 
keinen Vermittlern zusammenarbeitet. 

5.8.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  wonach  er  von  den  syrischen  Behörden  gesucht 
werde, unglaubhaft sind.

6. 
6.1. Soweit der Beschwerdeführer überdies geltend macht, er befürchte, 
von  den  syrischen  Behörden  aufgrund  seiner  in  Syrien  ausgeübten 
politischen Aktivitäten gegen den syrischen Staat verfolgt zu werden,  ist 
festzuhalten, dass er gemäss seinen Aussagen in seiner Heimat lediglich 
in  bescheidenem  Ausmass  politisch  tätig  war.  Die  Befürchtungen  des 
Beschwerdeführers,  bei  einer Rückkehr  nach Syrien  von  den Behörden 
aufgrund  seiner  geltend  gemachten  früheren  in  Syrien  ausgeübten 
politischen  Aktivitäten  verfolgt  zu  werden,  sind  deshalb  –  wie  die 
Vorinstanz zu Recht  festgehalten hat – unbegründet und somit als nicht 
asylbeachtlich  zu  betrachten.  Dafür  spricht  auch  das  Ergebnis  der 
Botschaftsabklärung  vom  9.  September  2009,  wonach  der 
Beschwerdeführer von den syrischen Behörden nicht gesucht werde. 

6.2.  Nach  dem  Gesagten  ist  zu  schliessen,  dass  es  dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  für  den  Zeitpunkt  seiner  Ausreise 
aus Syrien eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG nachzuweisen oder 
glaubhaft  zu  machen.  Das  BFM  hat  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt.

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7. 
Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  fremdenpolizeiliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  hat  er  einen  Anspruch  auf  eine  solche 
(vgl. Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1; 
SR 142.311]). Die Vorinstanz hat gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG zu Recht 
die Wegweisung angeordnet (BVGE 2009/50 E. 9.). 

8. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung in 
Bezug auf die Frage der Anerkennung als Flüchtling aufgrund der geltend 
gemachten  Vorfluchtgründe,  die  Frage  der  Asylgewährung  und  der 
Wegweisung  Bundesrecht  nicht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 
AsylG).  Die  Beschwerde  ist  daher  –  soweit  nicht  gegenstandslos 
geworden – abzuweisen.

9. 
9.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dem Beschwerdeführer 
praxisgemäss  um  zwei  Drittel  reduzierte  Verfahrenskosten  in  der  Höhe 
von Fr. 200.– aufzuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 16 Abs. 1 Bst. a 
VGG  i.V.m.  Art.  2,  3  und  5  des  Reglements  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Februar 
2008  [VGKE,  SR  173.310.2]).  Wie  vorne  aufgezeigt  (vgl.  E.  4.3),  litt 
jedoch die angefochtene Verfügung im Zeitpunkt ihres Erlasses an einem 
Verfahrensmangel.  Dieser  Mangel  wurde  zwar  geheilt,  da  das 
Bundesverwaltungsgericht  dem  Beschwerdeführer  mit 
Zwischenverfügung  vom  30.  November  2010  bezüglich  dem 
Beweismittelumschlag  A  29  Akteneinsicht  sowie  die  Möglichkeit 
gewährte, seine Beschwerde zu ergänzen, und der Beschwerdeführer am 
10.  Januar 2011 eine Beschwerdeergänzung zu den Akten  reichte. Aus 
dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nur durch das Ergreifen eines 
Rechtsmittels  zu einem  rechtskonformen Entscheid gelangt  ist, darf  ihm 
jedoch kein  finanzieller Nachteil erwachsen, weshalb  in Anwendung von 
Art.  63  Abs.  1  in  fine  VwVG  i.V.m.  Art.  6  Bst.  b  VGKE  keine  Kosten 
aufzuerlegen sind. 

9.2.  Dem  Beschwerdeführer  ist  infolge  der  teilweisen 
Gegenstandslosigkeit sowie des geheilten Verfahrensmangels zu Lasten 
des BFM eine Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen 
Vertretungskosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 
1  und  2  sowie  Art.  15  VGKE),  welche  entsprechend  dem  Grad  des 

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Durchdringens  (zu  zwei  Dritteln)  um  einen  Drittel  zu  reduzieren  ist.  Mit 
Eingabe  vom 
3.  November  2011  reichte  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers 
eine Kostennote  zu den Akten. Diese wird als angemessen erachtet.  In 
Anwendung  von  Art.  10  VGKE  und  unter  Berücksichtigung  der 
massgebenden  Berechnungsfaktoren  (vgl.  Art.  8  f.  VGKE)  ist  das  BFM 
anzuweisen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 
3'003.40 (inkl. Auslagen und MWSt) auszurichten (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 
Art. 15 VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  –  soweit  nicht  gegenstandslos  geworden – 
abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine 
Parteientschädigung von Fr. Fr. 3'003.40 auszurichten. 

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

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