# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d1a1bb2-79d8-5868-9aa8-ebf690090e01
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.11.2025 715 25 276 (715 2025 276)
**Docket/Reference:** 715 25 276
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-25-276_2025-11-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 6. November 2025 (715 25 276) 

 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Der Beschwerdeführer wurde wegen Nichtbefolgens einer Weisung (verpasster Telefon-

termin) zu Recht für die Dauer von acht Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Arbeitsvermittlung, Bahnhofstrasse 32, 4133 Prat-
teln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 

 

A. Der 1981 geborene A.____ meldete sich am 14. Oktober 2023 beim zuständigen Arbeits-

vermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung sowie zum Bezug von Arbeitslosenentschädi-

gung ab 1. November 2023 an. Mit Verfügung vom 30. April 2025 stellte das RAV A.____ wegen 

Nichtbefolgens einer Weisung ab dem 16. April 2025 für die Dauer von acht Tagen in der An-

spruchsberechtigung ein. Zur Begründung machte das RAV geltend, der Versicherte sei mit 

Schreiben vom 24. Februar 2025 angewiesen worden, sich im Hinblick auf das telefonische Be-

ratungsgespräch am 15. April 2025 um 8:00 Uhr bereitzuhalten. Zum angekündigten Zeitpunkt 

 

 
 
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sei der Versicherte für das RAV telefonisch nicht erreichbar gewesen, weshalb von einem unent-

schuldigt verpassten Beratungstermin ausgegangen werden müsse. Ein rechtsgenüglicher Ent-

schuldigungsgrund für den verpassten telefonischen Beratungstermin sei nicht vorgebracht wor-

den. Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies das Kantonale Amt 

für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland (KIGA). Abteilung Arbeitsvermittlung, mit Ein-

spracheentscheid vom 7. Juli 2025 ab. 

 

B. Dagegen erhob A.____ am 2. August 2025 Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-

Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung 

des angefochtenen Einspracheentscheids. 

 

C. Mit Vernehmlassung vom 7. August 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-

sung der Beschwerde. 

 

D. Der Beschwerdeführer reichte mit undatierter Eingabe (Eingang: 14. August 2025) ein Do-

kument von B.____ Mobile ein, welches bestätigt, eingehende Anrufe auf die mobile Telefonnum-

mer des Beschwerdeführers würden nicht gespeichert. Lediglich die vom Beschwerdeführer ge-

tätigten Anrufe würden von B.____ Mobile protokolliert. 

 

E. Das Kantonsgericht teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. August 2025 mit, 

das eingereichte Dokument von B.____ Mobile sei nicht geeignet, um sein Vorbringen zu unter-

mauern. Der Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit, Beweismittel einzureichen, die nachweisen, 

dass er vom RAV am 15. April 2025 nicht angerufen worden sei. 

 

F. Mit undatierter Eingabe (Eingang: 19. August 2025) teilte der Beschwerdeführer mit, es 

sei ihm bewusst, dass das von ihm eingereichte Dokument von B.____ Mobile nicht als unmittel-

barer Beweis dafür gewertet werden könne, dass er am 15. April 2025 keinen Anruf vom RAV 

erhalten habe. Er habe dieses Dokument eingereicht, um seine Kooperationsbereitschaft zu zei-

gen und um zu belegen, dass er alles ihm Mögliche unternommen habe, um die Sachlage aufzu-

klären. 

 

 

Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-

cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-

liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 

2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 

und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Beurteilung der 

Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. Laut Art. 128 Abs. 2 

AVIV ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer 

kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsob-

jekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale 

 

 
 
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Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kan-

tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-

fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-

tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 

sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und 

fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-

versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 

durch Präsidialentscheid. Vorliegend wurde der Beschwerdeführer während acht Tagen in der 

Anspruchsberechtigung eingestellt. Die Akten enthalten keine Angaben zur Höhe des Taggeld-

ansatzes des Beschwerdeführers. Bei einer Einstelldauer von acht Tagen liegt der Streitwert je-

doch unter der genannten Schwelle von Fr. 20'000.--, weshalb die Angelegenheit präsidial zu 

entscheiden ist. 

 

2. Streitig und zu prüfen ist, ob das KIGA den Beschwerdeführer wegen Nichtbefolgens 

einer Weisung zu Recht für die Dauer von acht Tagen in der Anspruchsberechtigung einstellte. 

 

3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG muss die versicherte Person, die Versicherungsleis-

tungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare un-

ternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. 

BGE 114 V 285 E. 3, 111 V 239 E. 2a, 108 V 165 E. 2a). Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit 

zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes, und sie muss ihre Bemühun-

gen nachweisen können. Im Weiteren muss die versicherte Person eine vermittelte zumutbare 

Arbeit annehmen und sie hat auf Weisung der zuständigen Amtsstelle an arbeitsmarktlichen Mas-

snahmen teilzunehmen, die ihre Vermittlungsfähigkeit fördern (Art. 17 Abs. 3 lit. a AVIG). 

 

3.2 Zur Durchsetzung der verschiedenen in Art. 17 AVIG statuierten Pflichten der versicher-

ten Person, insbesondere der Schadenminderungspflicht, sieht Art. 30 AVIG bei Verhaltenswei-

sen, die sich negativ auf Eintritt oder Dauer der Leistungspflicht der Arbeitslosenversicherung 

auswirken, Sanktionen vor. Bei Verwirklichung eines der in Abs. 1 der genannten Bestimmung 

aufgezählten Tatbestände kann die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung für eine be-

stimmte Anzahl von Tagen ausgesetzt werden. So kann die versicherte Person in der Anspruchs-

berechtigung eingestellt werden, wenn sie die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zu-

ständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt oder eine 

arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht oder deren 

Durchführung oder Zweck durch ihr Verhalten beeinträchtigt oder verunmöglicht (Art. 30 Abs. 1 

lit. d AVIG). Das Instrument der Einstellung in der Anspruchsberechtigung hat die Funktion einer 

Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermei-

den oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhält-

nismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversi-

cherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, 

Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 882). 

 

 
 
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3.3 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-

fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 

ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA 

THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl., Basel 2021, N 999). Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. AURELIA JENNY/CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar 

ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2025, N 11 zu Art. 43; BGE 144 V 427 

E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderun-

gen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen mög-

lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 

E. 6 mit diversen Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder 

der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 

zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast 

nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, 

die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 

greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs-

grundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; 

Urteil 8C_643/2018 vom 4. Juli 2019 E. 6.1). 

 

4.1 Den Akten ist folgender entscheidrelevanter Sachverhalt zu entnehmen: Mit Schreiben 

vom 24. Februar 2025 (act. 95) wurde der Beschwerdeführer zum telefonischen Beratungsge-

spräch am 15. April 2025 um 8:00 Uhr eingeladen, wobei er im Schreiben unter anderem darauf 

hingewiesen wurde, dass er sicherstellen müsse, zu dieser Zeit telefonisch erreichbar zu sein. 

Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. April 2025 (act. 

60) auf, zum unentschuldigt verpassten telefonischen Beratungstermin Stellung zu nehmen. Mit 

E-Mail vom 24. April 2025 (act. 46) kam der Versicherte dieser Aufforderung nach. Er gab an, 

sein Telefon habe zum vereinbarten Termin nicht geklingelt. In der Folge erliess die Beschwer-

degegnerin am 30. April 2025 die dem vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid zu Grunde 

liegende Einstellungsverfügung. 

 

4.2 Der Beschwerdeführer wendet gegen die strittige Sanktion ein, der anlässlich des Ein-

spracheverfahrens eingereichte Auszug der Anrufliste seines Mobiltelefons (act. 37 f.) belege, 

dass am 15. April 2025 kein Anruf vom RAV bei ihm eingegangen sei. Es sei eindeutig, dass ihn 

die Anrufe des RAV-Beraters nicht erreicht hätten. Es könne nicht sein, dass ihm ein technischer 

Fehler im Telekommunikationssystem als Verschulden angelastet werde.  

 

4.3 Aus den Akten geht hervor, dass der RAV-Berater den Beschwerdeführer am 15. Ap-

ril 2025 um 8:16 Uhr, um 8:17 Uhr, um 9:08 Uhr und um 9:09 Uhr angerufen hat, ohne dass dabei 

ein Gespräch zustande gekommen wäre (Anrufdauer null Sekunden; act. 41). Der 

 

 
 
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Beschwerdeführer bestreitet nicht, über den telefonischen Termin vom 15. April 2025 um 

8:00 Uhr informiert gewesen zu sein. Somit wäre es am Beschwerdeführer gelegen, seinen RAV-

Berater am entsprechenden Tag zu kontaktieren, wenn er keinen Anruf erhalten hätte. Dies umso 

mehr, als der Termin vom 15. April 2025 vom RAV-Berater einen Tag zuvor mit E-Mail vom 

14. April 2025 bestätigt worden ist. Zwar hat der RAV-Berater ihm in der zuvor genannten E-Mail 

mitgeteilt, dass das Gespräch etwas später, um ca. 8:15 Uhr, stattfinden werde. Dies ändert je-

doch nichts daran, dass der Beschwerdeführer den RAV-Berater bei einem ausbleibenden Anruf 

umgehend hätte kontaktieren müssen. Weder die unbelegte Behauptung, es habe ein Fehler im 

Telekommunikationssystem vorgelegen, noch das Schreiben von B.____ Mobile (vgl. D. hiervor) 

– das im Übrigen unbestrittenermassen keinen Nachweis für einen unterbliebenen Anruf des 

RAV-Beraters erbringt – vermögen an den vorgenannten Tatsachen etwas zu ändern. Selbst 

wenn das Schreiben von B.____ Mobile bestätigen würde, dass am vereinbarten Termin kein 

Anruf vom RAV-Berater eingegangen ist, bleibt massgeblich, dass der Beschwerdeführer sich 

nicht mit dem RAV-Berater in Verbindung gesetzt hat, nachdem er – wie vom Beschwerdeführer 

vorgebracht – am besagten Tag keinen Anruf erhalten hatte. Eine solche Kontaktaufnahme wird 

vom Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht geltend gemacht. 

 

4.4 Aus dem vorstehend Ausgeführten folgt, dass seitens des Beschwerdeführers kein ent-

schuldbarer Grund für die Nichtbefolgung der Weisung vorliegt. Die Einstellung in der Anspruchs-

berechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG ist somit rechtens. 

 

5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Einstelldauer zu Recht auf acht Tage 

festgesetzt hat. 

 

5.2 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad 

des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG). 

Nach Art. 45 Abs. 3 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung abgestuft; sie dauert 

1-15 Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-60 Tage (lit. c) bei 

schwerem Verschulden. 

 

5.3 Die Beschwerdegegnerin stellte den Beschwerdeführer für acht Tage in der Anspruchs-

berechtigung ein, was einer Sanktion im mittleren Bereich des leichten Verschuldens entspricht 

(vgl. E. 5.2 hiervor). Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. Rz. D79 Ziff. 3.A/1 des "Einstellraster" 

des Seco in der AVIG-Praxis ALE [Stand: 1.07.2025], wonach beim erstmaligen Fernbleiben/Ver-

säumnis am Beratungsgespräch ohne entschuldbaren Grund zwischen fünf und acht Einstelltage 

zu verfügen sind). Mit der Anordnung einer achttägigen Einstellungsdauer übte das KIGA sein 

Ermessen in Würdigung aller Umstände, namentlich auch die Berücksichtigung einer bereits am 

5. Juli 2024 verfügten Einstellung in der Anspruchsberechtigung (act. 159), pflichtgemäss aus. 

Gegebenheiten, die eine abweichende Ermessensausübung als näherliegender erscheinen lies-

sen, sind jedenfalls nicht ersichtlich. 

 

6. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer 

zu Recht für die Dauer von acht Tagen in der Anspruchsberechtigung einstellte, weshalb die 

vorliegende Beschwerde abzuweisen ist. 

 

 
 
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7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-

teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-

ben.  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.