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**Case Identifier:** a2592002-e5ff-5175-b109-b55747371cd6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 05.06.2015 460 14 214
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-14-214_2015-06-05.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

5. Juni 2015 (460 14 214)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Qualifizierter Raub durch Offenbarung besonderer Gefährlichkeit etc. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt (Ref.), Richter 

Stephan Gass, Richterin Helena Hess, Richterin Barbara Jermann 
Richterich; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger  
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabtei-
lung, Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz  
Anklagebehörde und Berufungsklägerin 
 
A.____,  
vertreten durch Advokatin Kathrin Bichsel, Blumenrain 3, 
4001 Basel,  
Privatklägerin 

  
gegen 
 

 B.____,  
vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray, Steinentorstrasse 
13, Postfach 204, 4010 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
C.____,  
vertreten durch Advokat Dr. Luc Saner, Beim Goldenen Löwen 13, 
4052 Basel,  
Beschuldigter 

  
 

 
 
 

 
 
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 D.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Héritier, Holbeinstrasse 36, 
4051 Basel,  
Beschuldigter 
 

Gegenstand qualifizierter Raub durch Offenbarung besonderer Gefährlich-

keit etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
26. Mai 2014 

 
Sachverhalt 

  

A. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 26. Mai 2014 wurde Fol-
gendes entschieden: 
 
a) D.____ wurde des Raubes, des einfachen und gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfa-
chen Sachbeschädigung, der Nötigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Hehlerei, der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des mehrfachen Betäu-
bungsmittelkonsums schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren 
verurteilt, unter Anrechnung der vom 5. März 2012 bis zum 4. September 2012 ausgestande-
nen Untersuchungshaft von insgesamt 184 Tagen, sowie zu einer Busse von CHF 200.‒, wobei 
im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 
Tagen tritt (Ziffer I.1 des Urteilsdispositivs). Demgegenüber wurde D.____ von der Anklage des 
Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs im Fall 12 (Ziffer II.10 der An-
klage), von der Anklage des bandenmässigen Diebstahls gemäss Ziffer II. der Anklage, von der 
Anklage der Unterlassung der Nothilfe im Fall 27 (Ziffer V. der Anklage) sowie von der Anklage 
der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Fall 33 (Ziffer VI. der 
Anklage) freigesprochen. Zudem wurden die folgenden Verfahren eingestellt: betreffend Sach-
beschädigung und Hausfriedensbruch zum Nachteil des Restaurants E.____ im Fall 7 (Ziffer 
II.5 der Anklage), betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch im Fall 15 (Ziffer II.14 
der Anklage) sowie betreffend Sachbeschädigung im Fall 21 (Ziffer II.22 der Anklage) mangels 
Vorliegens eines gültigen Strafantrages; betreffend Betäubungsmittelkonsum, soweit begangen 
vor dem 26. Mai 2011, im Fall 33 (Ziffer VI. der Anklage) aufgrund des Eintritts der Verjährung 
gemäss Art. 329 Abs. 4 und Abs. 5 StPO (Ziffer I.2 des Urteilsdispositivs). Überdies bestimmte 
das Strafgericht, dass der Strafvollzug in Anwendung von Art. 57 Abs. 2 StGB aufgeschoben 
und gemäss Art. 60 StGB eine stationäre Suchtbehandlung angeordnet wird. Gleichzeitig wurde 
festgestellt, dass sich D.____ seit dem 4. September 2012 im vorzeitigen Vollzug dieser Mass-
nahme befindet (Ziffer I.3 des Urteilsdispositivs). Im Weiteren entschieden die Vorderrichter 
über die Beschlagnahme einzelner Gegenstände sowie über die gestellten Zivilforderungen 
(Ziffer I.4–5 des Urteilsdispositivs). Schliesslich bestimmte die Vorinstanz, dass die D.____ be-
treffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von 

 
 
 

 
 
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CHF 49‘436.05, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von CHF 1‘100.‒ und der Ge-
richtsgebühr von CHF 15‘000.‒, abzüglich des an diese Kosten anzurechnenden 
Verwertungserlöses, in Anwendung von Art. 425 StPO sowie § 4 Abs. 3 GebT zufolge Unein-
bringlichkeit zu Lasten des Staates gehen (Ziffer I.6 des Urteilsdispositivs). Zu guter Letzt setzte 
das Strafgericht die Kosten der amtlichen Verteidigung fest (Ziffer I.7 des Urteilsdispositivs). 
 
b) C.____ wurde des Raubes, des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Daten-
verarbeitungsanlage, der Nötigung, des Hausfriedensbruchs, der Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie der mehrfachen 
einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig gesprochen und zu einer teilbedingt voll-
ziehbaren Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren, davon 9 Monate unbedingt, unter Anrechnung der 
vom 10. April 2012 bis zum 29. Mai 2012 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 
50 Tagen, bei einer Probezeit von 2 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, sowie zu einer 
Busse von CHF 200.‒ verurteilt. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse wurde 
eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen ausgesprochen (Ziffer II.1 des Urteilsdispositivs). Dem-
gegenüber wurde C.____ von der Anklage der Unterlassung der Nothilfe im Fall 27 (Ziffer V. 
der Anklage) sowie der Anklage der Vergewaltigung und der Eventualanklage der sexuellen 
Belästigung gemäss Ziffer 1 der Zusatzanklage freigesprochen (Ziffer II.2 des Urteilsdisposi-
tivs). Zudem entschieden die Vorderrichter über die Beschlagnahme einzelner Gegenstände 
sowie über die angebrachten Zivilforderungen (Ziffer II.3–4 des Urteilsdispositivs). Im Weiteren 
bestimmte die Vorinstanz die C.____ betreffenden Verfahrenskosten. Diese bestehen aus den 
Kosten des Vorverfahrens von CHF 15‘540.‒, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts 
von CHF 750.‒ und der Gerichtsgebühr von CHF 10‘000.‒. Die das Verfahren gemäss der Zu-
satzanklage betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von 
CHF 5‘605.‒ sowie einem Drittel der Gerichtsgebühr, gingen infolge der Freisprüche in Anwen-
dung von Art. 426 Abs. 2 StPO zu Lasten des Staates. Die restlichen Verfahrenskosten, 
abzüglich des an diese Kosten anzurechnenden Verwertungserlöses, wurden C.____ in An-
wendung von Art. 426 Abs. 1 StPO auferlegt (Ziffer II.5 des Urteilsdispositivs). Schliesslich legte 
das Strafgericht die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der Vertretung der Privatklägerin 
A.____ fest (Ziffer II.6–7 des Urteilsdispositivs). 
 
c) B.____ wurde des Raubes, der Nötigung sowie des Hausfriedensbruchs schuldig erklärt und 
zu einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren verurteilt, unter Anrechnung der vom 18. März 2013 bis 
zum 26. Mai 2014 ausgestandenen Auslieferungs- und Untersuchungshaft von insgesamt 434 
Tagen (Ziffer III.1 des Urteilsdispositivs). Demgegenüber wurde B.____ von der Anklage der 
Unterlassung der Nothilfe im Fall 27 (Ziffer V. der Anklage) freigesprochen (Ziffer III.2 des Ur-
teilsdispositivs). Im Weiteren befand die Vorinstanz über die Anrechnung des beschlagnahmten 
Bargeldes (Ziffer III.3 des Urteilsdispositivs). Die B.____ betreffenden Verfahrenskosten, beste-
hend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 16‘982.10, den Kosten des 
Zwangsmassnahmengerichts von CHF 1‘700.‒ und der Gerichtsgebühr von CHF 5‘000.‒, gin-
gen in Anwendung von Art. 425 StPO sowie § 4 Abs. 3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu 

 
 
 

 
 
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Lasten des Staates (Ziffer III.4 des Urteilsdispositivs). Schliesslich legten die Vorderrichter das 
Honorar der amtlichen Verteidigung fest (Ziffer III.5 des Urteilsdispositivs). 
 
Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit 
erforderlich, in den Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen.  
 
B.  Weil der mitbeschuldigte E.____ trotz ordnungsgemässer Vorladung nicht zu der auf 
den 19. Mai 2014 bis zum 26. Mai 2014 angesetzten und dann auch durchgeführten erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung erschienen ist, wurde mit Beschluss des Strafgerichts vom 
26. Mai 2014 festgestellt, dass in Anwendung von Art. 366 Abs. 1 StPO eine neue Hauptver-
handlung betreffend E.____ angesetzt und dessen Verfahren gestützt auf Art. 30 StPO von 
jenem der drei übrigen Mitbeschuldigten abgetrennt werde. Für das strafgerichtliche Urteil vom 
23. September 2014 in Sachen E.____ und die von diesem hiergegen erhobene Berufung wird 
auf das separate kantonsgerichtliche Verfahren 460 14 239 verwiesen.  
 
C. Gegen das obgenannte Urteil des Strafgerichts vom 26. Mai 2014 haben die Staatsan-
waltschaft Basel-Landschaft mit Eingabe vom 3. Juni 2014 sowie der Beschuldigte B.____, 
vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray, mit Schreiben vom 10. Juni 2014 die Berufung 
angemeldet. Ebenfalls meldete die Privatklägerin A.____ mit Eingabe vom 6. Juni 2014 die Be-
rufung an, zog jedoch die Berufungsanmeldung mit Schreiben vom 3. Oktober 2014 wieder 
zurück. 
 
D. Die Staatsanwaltschaft stellte in ihrer Berufungserklärung vom 16. September 2014 fol-
gende Rechtsbegehren:  

   

 "1.   Es seien D.____, C.____ und B.____ des qualifizierten Raubes gemäss Art. 140 
Ziff. 4 StGB, ev. Art. 140 Ziff. 3 StGB, schuldig zu sprechen. 

   

 2.   D.____ sei des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls schuldig zu sprechen. 

   

 3.   D.____ sei zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, C.____ zu einer Freiheitsstrafe von 

5.5 Jahren sowie B.____ zu einer Freiheitsstrafe von 6.5 Jahren zu verurteilen." 

   

   
E. Demgegenüber liess der Beschuldigte B.____ in seiner Berufungserklärung vom 15. Sep-
tember 2014 Folgendes beantragen:  

   

 "1.   Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 26. Mai 2014 wird teilweise ange-

fochten. 

   

 2.   Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der Nötigung freizusprechen. 

 
 
 

 
 
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 3.   Die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren Freiheitsstrafe sei aufzu-

heben und der Berufungskläger sei zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten, mit 

bedingtem Strafvollzug, Probezeit 2 Jahre, zu verurteilen. 

   

 4.   Alles unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Staates, wobei dem Berufungskläger für 

das Berufungsverfahren die unentgeltliche Prozessführung mit Christoph Dumar-

theray als seinem amtlichen Verteidiger zu bewilligen sei." 

   

  

F. Mit ihren Eingaben vom 19. Dezember 2014 reichten sowohl B.____ wie auch die 
Staatsanwaltschaft ihre Berufungsbegründungen ein. 
 
G.  In ihren Berufungsantworten vom 9. Februar 2015 bzw. 10. Februar 2015 beantragten 
die Beschuldigten D.____, C.____ und B.____ jeweils, es sei die Berufung der Staatsanwalt-
schaft abzuweisen und das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich zu bestätigen, unter o/e-
Kostenfolge zu Lasten des Staates. 
 
Die Staatsanwaltschaft begehrte demgegenüber mit Berufungsantwort vom 10. Februar 2015 
ihrerseits, es sei die Berufung von B.____ vollumfänglich abzuweisen. 
 
H.  Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen der strafrechtlichen Abteilung 
des Kantonsgerichts betrifft, wurde mit Verfügung vom 6. November 2014 dem Beschuldigten 
B.____ die amtliche Verteidigung mit Advokat Christoph Dumartheray für das zweitinstanzliche 
Verfahren bewilligt. Ebenso wurde mit Verfügungen vom 28. November 2014 bzw. 29. Dezem-
ber 2014 dem Beschuldigten C.____ die amtliche Verteidigung mit Advokat Dr. Luc Saner und 
dem Beschuldigten D.____ die amtliche Verteidigung mit Rechtsanwalt Patrick Héritier für das 
Berufungsverfahren bewilligt. Mit Verfügung vom 6. März 2015 wurde überdies entschieden, 
dass die Verfahren 460 14 214 (Urteil des Strafgerichts vom 26. Mai 2014 betreffend die Be-
schuldigten D.____, C.____ und B.____) und 460 14 239 (Urteil des Strafgerichts vom 23. 
September 2014 betreffend den Beschuldigten E.____) zeitgleich und innerhalb derselben Be-
rufungsverhandlung beurteilt werden. Ferner wurde mit nämlicher Verfügung in Gutheissung 
des Beweisantrages des Beschuldigten B.____ in der Berufungsantwort vom 10. Februar 2015 
F.____ als Auskunftsperson zur Befragung vor das Kantonsgericht geladen. Mit gleicher Verfü-
gung wurde angeordnet, dass die Staatsanwaltschaft und die Beschuldigten D.____, C.____ 
und B.____ vor Kantonsgericht persönlich zu erscheinen haben. Schliesslich wurde mit Verfü-
gung vom 13. März 2015 festgestellt, dass von einer formellen Zusammenlegung der Verfahren 
460 14 214 und 460 14 239 abgesehen wird. 
 
I. Anlässlich der Verhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, vom 3.‒
5. Juni 2015 erscheinen D.____ mit seinem amtlichen Verteidiger Rechtsanwalt Patrick Héritier, 

 
 
 

 
 
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C.____ mit seinem amtlichen Verteidiger Advokat Dr. Luc Saner, B.____ mit seinem amtlichen 
Verteidiger Advokat Christoph Dumartheray, Advokat Hans Portmann als amtlicher Verteidiger 
von E.____, S.____ als Vertreterin der Staatsanwaltschaft sowie ein Dolmetscher für Franzö-
sisch. Zudem wird F.____ als Auskunftsperson befragt. E.____ bleibt der kantonsgerichtlichen 
Hauptverhandlung trotz ordnungsgemässer Vorladung fern. Sämtliche Beschuldigten halten an 
den bereits gestellten Anträgen fest.  
 
Demgegenüber stellt die Staatsanwaltschaft in Abänderung der schriftlich monierten Anträge 
vor den Schranken des Kantonsgerichts sinngemäss folgende Rechtsbegehren:  

   

  1.   Es seien D.____, C.____ und B.____ des qualifizierten Raubes gemäss Art. 140 
Ziff. 3 StGB schuldig zu sprechen. 

   

 2.   D.____ sei des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls schuldig zu sprechen. 
   

 3.   D.____ sei zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, C.____ zu einer Freiheitsstrafe von 
4 Jahren sowie B.____ zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren zu verurteilen. 

   

  

Auf die Aussagen der zur Person und zur Sache eingehend befragten Beschuldigten, diejeni-
gen der Auskunftsperson F.____ sowie auf die Plädoyers der amtlichen Verteidigungen und der 
Staatsanwaltschaft wird im Übrigen, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen einge-
gangen. 
 
 

Erwägungen 

 

 

I. Formelles 

 

[…] 
 

II.  Materielles 

 
A.  Allgemeines 

 
[…] 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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B.  Gegenstand des Berufungsverfahrens 

 
Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil nur in 
den angefochtenen Punkten. Es liegen in casu thematisch eingeschränkte Berufungen der 
Staatsanwaltschaft sowie des Beschuldigten B.____ vor. Demgegenüber haben die Beschuldig-
ten D.____ und C.____ weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben. Ebenso haben die 
Privatkläger keine Rechtsmittel ergriffen. 
 
Aufgrund der seitens der Berufungskläger eingereichten Rechtsschriften sowie der anlässlich 
der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung gehaltenen Parteivorträge zeigt sich, dass folgende 
Aspekte des vorinstanzlichen Urteils Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bilden: 
 
– der Schuldspruch bezüglich der drei Beschuldigten wegen Raubes, wobei die Staatsanwalt-

schaft hier eine Verurteilung wegen qualifizierten Raubes gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB 
betreffend Fall 27 (Ziffer V. der Anklage) beantragt; 
 

– der Schuldspruch von D.____ wegen gewerbsmässigen Diebstahls, wobei die Staatsan-
waltschaft bezüglich Ziffer II. der Anklage eine Verurteilung wegen gewerbs- und 
bandenmässigen Diebstahls begehrt;  
 

– der Schuldspruch von B.____ wegen Nötigung, wobei der Beschuldigte diesbezüglich einen 
Freispruch verlangt;  
 

– die Strafzumessung betreffend alle drei Beschuldigten.  
 
Dementsprechend ist vorab davon Vormerk zu nehmen, dass das vorinstanzliche Urteil vom 
26. Mai 2014 im übrigen Umfang in Rechtskraft erwachsen ist.  
 
 
C.  Die angefochtenen Punkte im Einzelnen 
 
1. Anklagefall 27 (Ziffer V. der Anklageschrift vom 9. Dezember 2013 bzw. der Erwei-

terung der Anklageschrift vom 20. Mai 2014; betrifft alle drei Beschuldigten) 

 
1.1  Qualifizierter Raub  

 
1.1.1 Art. 140 Ziffer 3 StGB  

 
a) Die Vorinstanz sprach die Beschuldigten wegen Raubes gemäss Art. 140 Ziffer 1 StGB 
schuldig. Der von ihr zugrunde gelegte Sachverhalt (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 60 ff.) ist vor-
liegend unbestritten und entsprechend ist auf diesen abzustellen. Das Strafgericht erwog 

 
 
 

 
 
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bezüglich den Qualifikationsgründen zusammengefasst, auch wenn aufgrund der relativ heim-
tückischen und skrupellosen Art der Tatbegehung, insbesondere des brutalen Fesselns und so 
Belassens des Opfers, ein erhebliches Verschulden zu erkennen sei, liege die bei der gebote-
nen restriktiven Auslegung geforderte massive Steigerung des Unrechts- und Schuldgehalts im 
Vergleich zum Grundtatbestand nur schon aufgrund der Schilderung der ausgeübten Gewalt 
durch das Opfer selber nicht vor. Die Gefährlichkeit des vorliegenden Raubes zum Nachteil von 
F.____ sei deshalb keineswegs als höher einzustufen, als wenn die Beschuldigten – was nach-
weislich nicht der Fall gewesen sei – eine richtige Schusswaffe mit sich geführt hätten. Dieser 
Vergleich mit dem Qualifikationstatbestand nach Art. 140 Ziffer 2 StGB, der einen geringeren 
Mindeststrafrahmen als die Qualifikation nach Art. 140 Ziffer 3 StGB vorsehe, zeige auf, dass 
die Letztere im vorliegenden Fall ausgeschlossen sei. Die Qualifikation des Raubes nach 
Art. 140 Ziffer 4 StGB lehnte das Strafgericht mit der Begründung ab, dass in casu keine kon-
krete Lebensgefahr vorgelegen habe und eine versuchte schwere Körperverletzung für die 
Annahme der versuchten Qualifikation nicht ausreiche. 
 
b) Nachdem die Beschuldigten gegen den Schuldspruch der Vorinstanz wegen Raubes gemäss 
Art. 140 Ziffer 1 StGB keine Berufung erhoben haben, gilt es nachfolgend aufgrund der Anträge 
der Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob das Verhalten der Beschuldigten als qualifizierter Raub 
gemäss Art. 140 Ziffer 3 bzw. Ziffer 4 StGB zu beurteilen ist, wobei die Staatsanwaltschaft be-
treffend Ziffer 4 anlässlich der Hauptverhandlung explizit auf einen Antrag verzichtete und 
nunmehr begehrte, die Beschuldigten seien in Abänderung des erstinstanzlichen Urteils des 
qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziffer 3 StGB schuldig zu erklären. Die Staatsan-
waltschaft stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, die Ausführungen des Strafgerichts 
zur Ablehnung des Qualifikationsgrundes gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB seien nicht überzeu-
gend. Das Strafgericht habe im angefochtenen Urteil selbst im Rahmen der Strafzumessung 
festgehalten, dass es sich um eine brutale, skrupellose, hinterhältige und in Überzahl begange-
ne Tat gehandelt habe, die zuvor sorgfältig geplant worden sei, womit es selbst darlege, dass 
praktisch alle qualifizierenden Kriterien gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB im vorliegenden Fall ge-
geben seien. Zudem sei es nur dem Zufall zu verdanken, dass deutlich gravierendere 
gesundheitliche Folgen für F.____ ausgeblieben seien. Wesentlich sei, dass die Beschuldigten 
ihrerseits alles dafür Notwendige getan und auch eine weit schwerere Verletzung offensichtlich 
zumindest in Kauf genommen hätten. 
 
c) Der Verteidiger des Beschuldigten D.____ stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, 
der Vorsatz sei – selbst falls der objektive Tatbestand einer der Qualifikationsmerkmale von 
Art. 140 StGB angenommen würde – vorbehältlich des Grundtatbestandes nicht gegeben. 
D.____ und C.____ hätten wiederholt und übereinstimmend ausgesagt, dass sie sich gegen 
das Mitführen einer Schusswaffe oder einer gefährlichen Waffe ausgesprochen hätten. Zudem 
führten sie aus, dass vereinbart worden sei, das Opfer nicht körperlich zu schädigen (weder mit 
Körpergewalt noch durch Verwendung eines gefährlichen Gegenstands). Beide seien von der 
Gewalteinsetzung durch den Mittäter B.____ überrascht worden. Dadurch sei offensichtlich, 

 
 
 

 
 
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dass weder die Zufügung von körperlicher Gewalt noch die Verwendung einer Waffe auch nur 
schon als Schlaginstrument vom gemeinsamen Tatentschluss getragen worden sei und D.____ 
nicht angerechnet werden könne.  
 
d) Der Verteidiger von C.____ macht im Wesentlichen bezüglich Art. 140 Ziffer 3 StGB geltend, 
bei der besonderen Gefährlichkeit seien in casu vor allem die Verletzungen und Schmerzen des 
Opfers zu beachten. Diese hätten nicht das Mass erreicht, dass man den Tätern eine die Tat 
qualifizierende besondere Gefährlichkeit zuschreiben könne, zumal der Heilungsverlauf prob-
lemlos gewesen sei.  
 
e) Schliesslich vertritt der Verteidiger des Beschuldigten B.____ zusammengefasst die Ansicht, 
es sei der Umstand zu berücksichtigen, dass die F.____ zugefügten Verletzungen einfache 
Körperverletzungen darstellten und somit bereits durch den Grundtatbestand konsumiert seien. 
Auch die Person des Opfers könne nicht die Annahme des qualifizierten Tatbestandes begrün-
den, wie dies die Staatsanwaltschaft geltend mache. Es könne nicht erschwerend sein oder gar 
eine besondere Gefährlichkeit begründen, wenn anstelle eines rechtschaffenen Durchschnitts-
bürgers die Täterschaft einen Drogenhändler beraubt habe. Das Sicherheitsgefühl eines 
Drogenhändlers sei nicht gleich schutzwürdig wie dasjenige eines normalen Bürgers, da sich 
ein Drogenhändler aus eigenem Antrieb in ein kriminelles Milieu begebe und sich ohne Not da-
mit verbundenen Gefahren aussetze, die sich im vorliegenden Fall verwirklicht hätten. Es liege 
somit keine im Vergleich zum Grundtatbestand des Raubes massive Steigerung des Unrechts- 
und Schuldgehalts vor, welche eine Verurteilung gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB rechtfertigen 
könnte. 
 
f) aa) Der "einfache" Raub ist gegeben, wenn der Täter mit Gewalt gegen eine Person oder 
unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen 
zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht (Art. 140 Ziffer 1 StGB). Für qua-
lifizierte Fälle sind drei Stufen der Strafschärfung vorgesehen. Die auf den Raub angedrohte 
Mindeststrafe wird zunächst auf ein Jahr Freiheitsstrafe angehoben, wenn der Täter "zum 
Zweck des Raubes eine Schusswaffe oder eine andere gefährliche Waffe mit sich führt" (Ziffer 
2). Eine weitere Erhöhung des Strafminimums, auf zwei Jahre Freiheitsstrafe, tritt beim beson-
ders gefährlichen Täter ein (Ziffer 3). Nochmals heraufgesetzt wird die Mindeststrafe, und zwar 
auf fünf Jahre Freiheitsstrafe, "wenn der Täter das Opfer in Lebensgefahr bringt, ihm eine 
schwere Körperverletzung zufügt oder es grausam behandelt" (Ziffer 4) (vgl. GÜNTER 
STRATENWERTH/GUIDO JENNY/FELIX BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 
7. Aufl. 2010, § 13 N 131 ff.).  
 
bb) Die Qualifikation gemäss Ziffer 3 von Art. 140 StGB erfasst die Taten, in denen der Täter 
seine besondere Gefährlichkeit durch die Art offenbart, wie er den Raub begeht. Ebenso wie bei 
Art. 139 Ziffer 3 StGB kommt es auch hier nicht auf Charaktereigenschaften des Täters und 
dessen Verhalten vor oder nach der Tat an, sondern allein auf die Art, in welcher der Raub be-

 
 
 

 
 
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gangen wird. Angesichts des hohen Strafminimums ist eine restriktive Auslegung geboten: Die 
Tat muss ihrem Unrechts- und Schuldgehalt nach besonders schwer wiegen, wobei sich dies 
alternativ aus der Höhe der erhofften Beute, dem planerischen und technischen Aufwand, der 
Notwendigkeit des Überwindens moralischer und technischer Hindernisse, der professionellen 
Vorbereitung der Tat sowie aus einem hartnäckigen, hinterlistigen und brutalen Vorgehen erge-
ben kann (vgl. BGE 109 IV 162 ff; 110 IV 79 = Pra. 1985 Nr. 18; BGE 116 IV 315 ff; 117 IV 137; 
GÜNTER STRATENWERTH/WOLFGANG WOHLERS, Handkommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 140 N 
10 mit zahlreichen Hinweisen). Die besondere Gefährlichkeit gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB 
wird in der Literatur als mittlere Gefährdungsstufe umschrieben, deren Gehalt durch Umkehr-
schluss aus den Ziffern 1, 2 und 4 zu gewinnen ist. Eine andere besondere Gefährlichkeit ist 
dann anzunehmen, wenn der Täter über das nach Ziffer 1 und 2 vorausgesetzte Mass der Ein-
wirkung auf einen Menschen hinausgeht, dabei aber das Opfer weder schwer verletzt, noch 
grausam behandelt. Damit fällt ein Täter etwa dann unter die qualifizierte Strafdrohung nach 
Art. 140 Ziffer StGB, wenn er anlässlich eines Raubes das Opfer oder einen Dritten erheblich 
verletzt, so dass die Schwelle für das Vorliegen einer schweren Körperverletzung knapp nicht 
erreicht wird, das Opfer oder einen Dritten mit einer ungesicherten und durchgeladenen 
Schusswaffe bedroht, ohne die Gefahr nötigenfalls verwirklichen zu wollen, oder wenn er dem 
Opfer oder einem Dritten erhebliche Schmerzen zufügt, ohne dass eine grausame Behandlung 
vorliegt (vgl. MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 
2013, Art. 140 N 100 ff.)  
 
cc) Zunächst spricht in casu für eine besondere Gefährlichkeit der Beschuldigten, dass der zu 
beurteilende Raub nicht auf der Strasse, sondern in den eigenen vier Wänden des Opfers, mit-
hin in seiner Privat- und Individualsphäre, stattgefunden hat. Der Überfall erfolgte zudem im 
Dunkeln und für F.____ völlig unerwartet sowie aus dem Hinterhalt. Die Beschuldigten hatten 
sich ihn als Opfer gezielt ausgesucht, weil sie davon ausgingen, dass er einen grösseren Geld-
betrag bei sich im Tresor aufbewahre und aufgrund seines Cannabishandels möglichweise 
nicht einmal die Polizei verständigen würde, damit sie unentdeckt bleiben könnten, was als 
ausgesprochen verwerflich zu qualifizieren ist. Der Umstand, dass das Opfer selbst im Drogen-
handel involviert war, kann keine die Beschuldigten entlastende Rolle spielen, denn dadurch 
ändert sich nichts am Anspruch auf strafrechtlichen Schutz. Des Weiteren erweist sich das Vor-
gehen der Beschuldigten als überaus brutal, dreist und skrupellos. Sie haben durch die 
Tatausführung eine ganz konkrete Gefahr für Leib und Leben des Opfers geschaffen, indem sie 
F.____ zu Dritt mit Sturmmasken verhüllt und mit Kabeln und Handschuhen ausgerüstet über-
wältigt und mit einem harten Gegenstand mehrfach auf den Kopf geschlagen und nach 
erfolgtem Raub blutend in Fesseln zurück gelassen haben, ohne irgendwelche Hilfe zu verstän-
digen. Die Beschuldigten haben dadurch in Kauf genommen, dass das Opfer mindestens die 
ganze Nacht lang mit seinen namhaften Verletzungen völlig alleine und hilflos auf dem Boden 
seiner Wohnung liegen bleibt. Dabei konnten die Beschuldigten insbesondere nicht wissen, in 
welchem gesundheitlichen Zustand sich das Opfer befand und ob es nicht sofortige ärztliche 
Versorgung nötig hatte. Damit unterscheidet sich der vorliegende Fall von der Konstellation, 

 
 
 

 
 
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dass Räuber ihr Opfer verletzt in einem besiedelten Gebiet auf der Strasse zurücklassen, da 
dort nach der allgemeinen Erfahrung davon ausgegangen werden kann, dass selbst bei Nacht 
irgendwann ein Passant auf den Verletzten stossen wird. Hier jedoch überliessen die Täter das 
von ihnen zuvor erheblich verletzte Opfer vollkommen seinem ungewissen Schicksal. Zwar 
lässt sich nach Auffassung der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts nicht nachwei-
sen, dass heftige Schläge gegen den Kopf vom Tatplan der Täter erfasst waren, aber die 
Überwältigung und Fesselung von F.____ muss zwingend so geplant gewesen sein und zwar 
unabhängig davon, ob sich dieser allenfalls wehren würde, ansonsten die Täter sicherlich keine 
Kabelbinder mitgenommen hätten. Bezüglich der Verletzungen von F.____ ist festzustellen, 
dass diese als ganz erheblich zu qualifizieren sind, obwohl die Schwelle zu einer schweren 
Körperverletzung noch nicht überschritten worden ist. Er erlitt vier klaffende Quetsch-Riss-
Wunden auf der Schädeldecke, eine davon 4,5 cm lang, diverse Schürfungen, einen Sehnen-
ausriss am linken Ringfinger sowie einen Muskelausriss mit einer Abrissfraktur an der rechten 
Schulter, welche eine Operation erforderlich machte. F.____ befand sich deswegen vier Tage 
im Spital und war vom 9. Januar 2012 bis mindestens 8. April 2012 zu 100% arbeitsunfähig, bis 
Ende Juli 2012 zu 50% arbeitsunfähig und bis Ende August 2012 zu 25% arbeitsunfähig. Es ist 
überdies nur dem Zufall zu verdanken, dass deutlich gravierendere gesundheitliche Folgen für 
das Opfer ausgeblieben sind. Bezüglich des planerischen und technischen Aufwands ist festzu-
stellen, dass die Beschuldigten die Tat über längere Zeit minutiös vorbereitet haben. So wurde 
der Tatort vorgängig 3–4 Mal rekognosziert und die Beschuldigten trafen sich in der Wohnung 
von E.____ zur konkreten Planung der Tat. Für ein professionelles und somit besonderes ge-
fährliches Vorgehen spricht zu guter Letzt, dass die Beute nach der Tat umgehend geteilt und 
gezielt ins Ausland und damit in Sicherheit verbracht wurde.  

dd) Im Ergebnis zeigt sich somit, dass praktisch sämtliche qualifizierenden Kriterien (Höhe der 
erhofften Beute, grosser planerischer und technischer Aufwand, Notwendigkeit des Überwin-
dens moralischer und technischer Hindernisse, professionelle Vorbereitung der Tat sowie 
hartnäckiges, hinterlistiges und brutales Vorgehen), die für eine besondere Gefährlichkeit der 
Täter sprechen, im vorliegenden Fall bei sämtlichen Beschuldigten gegeben sind.  

g) Bei dieser Sachlage sind die Beschuldigten in Gutheissung der Berufung der Staatsanwalt-
schaft wegen qualifiziertem Raub gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB schuldig zu sprechen.  

 
1.1.2 Art. 140 Ziffer 4 StGB  

 
a) Wie vorerwähnt verzichtete die Staatsanwältin in ihrem Parteivortrag vor den Schranken des 
Kantonsgerichts auf einen Antrag bezüglich eines versuchten qualifizierten Raubes im Sinne 
von Art. 140 Ziffer 4 StGB, da gemäss ihrer Ansicht vielmehr die vollendete Qualifikation ge-
mäss Art. 140 Ziffer 3 StGB gegeben sei.  
 

 
 
 

 
 
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b) Der Vollständigkeit halber sei zur in der Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft noch 
beantragten Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 4 StGB ausgeführt, dass deren Voraussetzun-
gen nach Auffassung der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts vorliegend nicht 
gegeben sind. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt der Versuch der qualifizier-
ten Tatbegehung zwar grundsätzlich in Betracht, wenn der qualifizierte Tatbestand gegenüber 
dem Grundtatbestand ein weiteres Rechtsgut schützt (BGE 124 lV 97), was hier der Fall wäre, 
denn bei Ziffer 4 ist in der in Frage kommenden Variante des Zufügens einer schweren Körper-
verletzung nebst dem Vermögen und der Handlungsfreiheit auch zusätzlich die körperliche 
Integrität geschütztes Rechtsgut (vgl. hierzu MARCEL ALEXANDER NIGGLI /CHRISTOF RIEDO, Bas-
ler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 140 N 13). Allerdings konnte in casu bezüglich des 
Sachverhalts nicht eruiert werden, welcher der drei Beschuldigten die gezielten Schläge gegen 
den Kopf von F.____ ausgeführt hat. Für die geplante Überwältigung von F.____ war zweifels-
ohne ein gewisses Mass an Gewalt notwendig (und somit von den Beschuldigten in Kauf 
genommen), jedoch ist deren geplante Art und Intensität nicht erstellt. Vorliegend kann gemäss 
dem strafprozessualen Grundsatz "in dubio pro reo" folgerichtig nicht davon ausgegangen wer-
den, dass Schläge gegen den Kopf, die zu lebensgefährlichen Verletzungen bzw. schweren 
Körperverletzungen führen können, vom gemeinsamen Tatplan und somit vom Vorsatz der an-
dern beiden Mittäter erfasst gewesen waren. Vielmehr ist diesbezüglich von einem Exzess 
eines einzelnen, nicht bestimmbaren Mittäters auszugehen. Somit ist festzustellen, dass sich 
nicht rechtsgenüglich nachweisen lässt, dass einer der Beschuldigten lebensgefährliche Verlet-
zungen bzw. eine schwere Körperverletzung effektiv in Kauf genommen hat. Dementsprechend 
scheitert der Versuch der qualifizierten Tatbegehung gemäss Art. 140 Ziffer 4 StGB bei allen 
drei Beschuldigten am subjektiven Tatbestand. 
 
Bei dieser Ausgangslage kann die Frage, in welchem Konkurrenzverhältnis eine versuchte 
Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 4 StGB, welche zwar einer höheren Strafandrohung, aber 
zugleich einer fakultativen Strafmilderung gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB untersteht, zu einer voll-
endeten Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB stünde, offengelassen werden. Allerdings 
sprächen vorliegend die generelle Überlegung, wonach das vollendete dem versuchten Delikt 
grundsätzlich vorgeht, sowie der Umstand, dass das effektive Tatgeschehen im vorliegenden 
Fall durch Art. 140 Ziffer 3 StGB insgesamt besser abgebildet wird, nach Auffassung der straf-
rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts eher für einen Vorrang der letztgenannten 
Bestimmung.  
 
c) Entsprechend dem Ausgeführten haben sich die Beschuldigten nicht des Versuchs der quali-
fizierten Tatbegehung gemäss Art. 140 Ziffer 4 StGB schuldig gemacht.  
 
1.2  Nötigung  

 
a) In seinem Urteil vom 26. Mai 2014 sprach das Strafgericht die Beschuldigten zusätzlich zum 
Raub auch wegen Nötigung schuldig und führte dazu aus, der Tatbestand des Raubes gemäss 

 
 
 

 
 
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Art. 140 StGB beziehe sich nicht auf die Entwendung von Drogen. Die zur Erreichung dieses 
täterischen Zieles gegenüber F.____ ausgeübte körperliche Gewalt könne durch eine Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nicht abgegolten werden. Weil die Beschuldigten 
ihrem Tatplan entsprechend ihre Gewalt (auch) deshalb ausgeübt hätten, um bei F.____ Ha-
schisch und Marihuana entwenden zu können, hätten D.____, C.____ und B.____ in 
Mittäterschaft auch den Tatbestand von Art. 181 StGB (direktvorsätzlich) erfüllt. 
 
b) Der Beschuldigte B.____ wendet sich gegen diesen Schuldspruch und bringt im Wesentlichen 
vor, die Verurteilung wegen Raubes umfasse auch diejenigen Nötigungshandlungen, welche auf 
die Wegnahme von Drogen gerichtet gewesen sein sollen. Eine zusätzliche Verurteilung wegen 
Nötigung sei deshalb nicht zulässig. Sämtliches eine Nötigung darstellende Verhalten werde 
durch den Raubtatbestand konsumiert. Die Staatsanwaltschaft beantragt demgegenüber die 
Abweisung der Berufung.  
 
c) Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch Gewalt 
oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit 
nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Als verkehrsunfähige Sachen gelten solche, 
deren Herstellung oder Besitz usw. gesetzlich verboten ist, insbesondere Betäubungsmittel, je-
denfalls sofern nicht ausnahmsweise eine gesetzliche Regelung Eigentum daran erlaubt, wie 
dies beispielsweise für eine Medizinalperson vorgesehen ist (vgl. ANDREAS DONATSCH, Delikte 
gegen den Einzelnen, 10. Aufl. 2013, § 5 S. 100). Dementsprechend ist bei Betäubungsmitteln – 
entgegen der Auffassung des Berufungsklägers – mangels Verkehrsfähigkeit ein Diebstahl bzw. 
ein Raub nicht möglich (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 
3. Aufl. 2013, vor Art. 137 N 52 ff.). In diesen Fällen eines Raubüberfalles konkurriert die Nöti-
gung echt mit dem Aneignungsdelikt (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 140 N 190 ff.).  
 
d) Bei dieser Rechtslage erweisen sich die Ausführungen der Vorinstanz betreffend der Nötigung 
vollumfänglich als zutreffend, weshalb in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO darauf verwiesen 
werden kann (Urteil der Vorinstanz, S. 27). Folgerichtig ist der Schuldspruch von B.____ hin-
sichtlich Art. 181 StGB in Abweisung seiner Berufung zu bestätigen. 
 
 
2. Anklagefälle 2–4, 6–15, 17–26 und 28–32 (Ziffer II. der Anklageschrift; betrifft 

D.____): Gewerbs- und teilweise bandenmässiger Diebstahl 

 

[…] 
  

 
 
 

 
 
 

 
 
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3. Strafzumessung 

 
3.1 Allgemeines 

 
 
a) Nach Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es 
berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf 
das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder 
Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweg-
gründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 
und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 
(Abs. 2). In Anwendung von Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geld-
strafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und 
höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig er-
scheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Hat 
der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige 
Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie 
angemessen (Art. 49 Abs. 1 StGB).  
 
b) Praxisgemäss hat das Gericht ausgehend von der objektiven Tatschwere das Verschulden 
zu bewerten. Es hat gestützt auf Art. 50 StGB – wonach das Gericht die für die Zumessung der 
Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten hat – im Urteil darzutun, wel-
che verschuldensmindernde und welche verschuldenserhöhende Gründe im konkreten Fall 
gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen (BGE 
136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die ver-
schiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht auf Umstände ausdrücklich 
eingehen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre – bei der Strafzumessung als 
nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet (BGer 6P.66/2006 vom 16. Februar 
2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es 
die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 136 IV 55, E. 5.6). Allerdings hat 
das Gericht das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatver-
schuldens im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen 
nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem zweiten 
Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des zur Ver-
fügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen.  
 
c) Im Falle einer verminderten Schuldfähigkeit ist diese bei der Strafzumessung im Rahmen der 
subjektiven Tatschwere zu berücksichtigen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist 
dabei keine lineare Reduktion nach einem bestimmten Tarif vorzunehmen. Eine leichte, mittel-
gradige oder schwere Herabsetzung der Zurechnungsfähigkeit führt daher nicht zwingend zu 
einer rein mathematischen Reduktion der Strafe um 25, 50 oder 75% (BGE 136 IV 55, E. 5.6, 

 
 
 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mit Hinweisen). Liegt eine verminderte Schuldfähigkeit vor, ist – gegebenenfalls aufgrund der 
tatsächlichen Feststellungen eines Gutachters – zu entscheiden, in welchem Umfange die 
Schuldfähigkeit des Täters in rechtlicher Hinsicht eingeschränkt ist und wie sich dies insgesamt 
auf die Einschätzung des Tatverschuldens auswirkt (BGE 136 IV 55, E. 5.7). 
 
d) Vorab ist anzumerken, dass auf diejenigen Rügen der Beschuldigten an der Strafzumessung, 
die sich auf formelle Einwände respektive auf eine unterschiedliche Würdigung des Sachver-
halts im Vergleich zur Vorinstanz beziehen, vorliegend nicht mehr einzugehen ist. Diese haben 
sich erübrigt, soweit das Kantonsgericht die betreffenden Einwände der Beschuldigten verwor-
fen hat. 
 
3.2  B.____  

 
a) Für den Fall der Verurteilung des Beschuldigten zu einem qualifizierten Raub gemäss 
Art. 140 Ziffer 3 StGB beantragt die Staatsanwaltschaft eine Erhöhung der vorinstanzlich aus-
gesprochenen Freiheitsstrafe auf 4 ½ Jahre. 
 
b) Mit der Berufung des Beschuldigten B.____ wird begehrt, es sei eine bedingte Freiheitsstrafe 
von 22 Monaten auszusprechen. Hinsichtlich der Strafzumessung macht der Beschuldigte gel-
tend, das Strafgericht habe sowohl bei der Beurteilung des Tatgeschehens als auch bei der 
Strafzumessung zu stark auf seine Vorstrafe aus dem Jahre 1994 abgestellt. Nur weil der Beru-
fungskläger vor über 20 Jahren einen Raub begangen habe, könne nicht gesagt werden, es sei 
unmöglich, dass er beim jetzt zu beurteilenden Raub nur Mitläufer gewesen sei. Auch bei der 
Strafzumessung dürften nicht spekulative Rückschlüsse auf die Verurteilung aus dem Jahre 
1994 gemacht werden, von der nur der Strafregistereintrag bekannt sei. Zudem liege die Verur-
teilung zu lange zurück, als dass es gerechtfertigt erscheine, diese bei der Strafzumessung 
noch zu beachten. Bei der Strafzumessung im vorliegenden Fall sei schliesslich zu berücksich-
tigen, im welchem Milieu sich die Tat ereignet habe und dass sich das Delikt nicht gegen einen 
zufälligerweise ausgewählten rechtschaffenen und unbescholtenen Bürger, sondern gegen eine 
Person gerichtet habe, welche nur wegen ihres Betäubungsmittelhandels überhaupt in den Fo-
kus der Täter geraten sei. Aufgrund all dieser Umstände sei die vom Strafgericht 
ausgesprochene Strafe deutlich zu senken.  
 
c) Wie aus den obigen Erwägungen erhellt, hat sich der Beschuldigte B.____ des qualifizierten 
Raubes, der Nötigung sowie des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht. Im Vergleich zur Straf-
zumessung der Vorinstanz gilt es im Berufungsverfahren zu berücksichtigen, dass der 
Beschuldigte wegen qualifizierten und nicht bloss einfachen Raubes schuldig zu sprechen ist.  
 
d) Der qualifizierte Raub, welcher vorliegend die schwerste Straftat darstellt, wird mit Freiheits-
strafe von mindestens zwei und höchstens zehn Jahren geahndet (Art. 140 Ziffer 3 StGB i.V.m. 
Art. 40 StGB). Bei den Strafschärfungsgründen ist derjenige der Deliktsmehrheit gemäss Art. 49 

 
 
 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

StGB zu berücksichtigen. Gemäss aktueller Bundesgerichtspraxis führen Strafschärfungs- oder 
Strafmilderungsgründe indessen nicht zu einer automatischen Erweiterung des Strafrahmens. 
Der ordentliche Strafrahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen 
und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde er-
scheint (BGE 136 IV 55, E. 5.8). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Für die auszufällende Strafe 
ist deshalb vom Strafrahmen des qualifizierten Raubes auszugehen, welcher eine Freiheitsstra-
fe von höchstens zehn Jahren vorsieht.  
 
e) Hinsichtlich der objektiven Tatschwere gilt es bei der Einsatzstrafe des qualifizierten Raubes 
gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB das Doppelverwertungsverbot zu beachten. Umstände, die 
schon Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes sind, dürfen nicht für die konkrete Strafzumes-
sungsentscheidung innerhalb des anzuwendenden gesetzlichen Strafrahmens berücksichtigt 
werden – weder zu Lasten noch zu Gunsten des Täters. Denn die Tatbestandserfüllung als sol-
che hat sich bereits im Eröffnen des gesetzlichen Strafrahmens niedergeschlagen und ist in 
ihrer Bedeutung für die Strafmassfindung insoweit verbraucht, sonst würde dem Täter der glei-
che Umstand zwei Mal zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Der Richter ist aber nicht 
gehindert zu berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender 
Tatumstand gegeben ist (vgl. HANS WIPRÄCHTIGER/STEFAN KELLER, Basler Kommentar StGB, 3. 
Aufl. 2013, Art. 47 N 102 samt Verweisen). Dies berücksichtigend ist hinsichtlich der Tatkompo-
nente bei der Einsatzstrafe für den Raub gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB festzuhalten, dass der 
qualifizierende Tatumstand der anderen besonderen Gefährlichkeit beim Beschuldigten B.____ 
im Vergleich zu andern Raubtaten in ausgeprägtem Ausmass vorliegt, was sich bedeutend ver-
schuldenserhöhend auswirkt. Mithin wurde festgestellt, dass praktisch sämtliche Kriterien, aus 
denen sich alternativ eine Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB ergeben (Höhe der er-
hofften Beute, grosser planerischer und technischer Aufwand, Notwendigkeit des Überwindens 
moralischer und technischer Hindernisse, professionelle Vorbereitung der Tat sowie hartnäcki-
ges, hinterlistiges und brutales Vorgehen) beim Beschuldigten B.____ erfüllt sind. Hinzu kommt, 
dass der Überfall zu Dritt in den eigenen vier Wänden des Opfers stattfand und dabei das ge-
fesselte Opfer unter Schmerzen seinem Schicksal überlassen wurde, was gesamthaft zu einer 
Straferhöhung zu führen hat. Zu keinem den Beschuldigten entlastenden Einfluss führt die Tat-
sache, dass das Opfer im Drogenhandel involviert war, zumal sich daraus eine naheliegende 
weitergehende Verwerflichkeit ergibt, da die Beschuldigten damit rechneten, dass der Raub 
aufgrund dieses Umstands gar nicht zur Anzeige gelangen würde. 
 
f) In einem nächsten Schritt ist eine Bewertung des subjektiven Verschuldens von B.____ vor-
zunehmen. Bei den subjektiven Tatkomponenten ist die Willensrichtung der Taten ebenfalls 
straferhöhend zu bewerten, zumal B.____ alle ihm anzulastenden Delikte direktvorsätzlich be-
gangen hat. Zudem liegen keine Anhaltspunkte vor, welche nahe legen würden, dass dem 
Beschuldigten bei der Begehung dieser Tat nicht volle Entscheidungsfreiheit zugekommen wä-
re. B.____ hat sich bewusst am Überfall auf F.____ beteiligt, um so für sich beziehungsweise 
einen Kollegen zu Geld zu kommen. Der Beschuldigte handelte nicht aus einer eigentlichen 

 
 
 

 
 
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wirtschaftlichen Not heraus, sondern liess sich aus rein finanziellen Überlegungen auf den qua-
lifizierten Raub ein. Insgesamt wird die objektive Tatschwere durch die subjektiven 
Komponenten nicht relativiert. Gestützt auf diese Erwägungen ist bezüglich des qualifizierten 
Raubes von einem schweren Verschulden auszugehen, was mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ 
Jahren zu sanktionieren ist.   
 
g) Diese Einsatzstrafe wäre aufgrund der Schuldsprüche bezüglich der Nötigung sowie des 
Hausfriedensbruchs zu erhöhen. Allerdings stehen diese weiteren Straftaten in einem unter 
zeitlichen, räumlichen und sachlichen Gesichtspunkten derart unmittelbaren und engen Konnex 
zum qualifizierten Raub, dass sie als offensichtlich untergeordneter Natur zu qualifizieren sind. 
Folgerichtig ist von einer zusätzlichen Straferhöhung abzusehen.  
 
h) All dies berücksichtigend ist das Gesamtverschulden des Beschuldigten als erheblich zu qua-
lifizieren. 
 
i) Hinsichtlich der Täterkomponente hat das Strafgericht das Vorleben und die persönlichen 
Verhältnisse des Beschuldigten B.____ im Strafurteil (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 148 f.; Art. 
82 Abs. 4 StPO) bis zum Urteilszeitpunkt zutreffend dargelegt und gewürdigt, worauf an dieser 
Stelle grundsätzlich zu verweisen ist. Im Rahmen der Täterkomponenten gilt es zunächst zu 
erwähnen, dass B.____ in Frankreich insbesondere wegen eines qualifizierten, also mit einer 
Waffe begangenen Raubes und damit einschlägig vorbestraft ist. Des Weiteren ist im selben 
Kontext zu beachten, dass sich aus dem Strafregisterauszug aus Frankreich (act. 189 f.) ergibt, 
dass B.____ damals eine Waffe mindestens dabei gehabt hat. Allerdings sind die in Frankreich 
begangenen Delikte vorliegend aufgrund des erheblichen Zeitablaufs und weil der Beschuldigte 
damals nur knapp über der Volljährigkeit war – anders als von den Vorderrichtern – nur in zu-
rückhaltendem Mass zu gewichten.  
 
Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung ergänzte der Beschuldigte zu seinen 
persönlichen und finanziellen Verhältnissen, dass er traurig sei im Gefängnis, da ihm seine Fa-
milie sehr fehle. Nach seiner Entlassung plane er, nach Italien zu gehen, um seine Papiere zu 
erneuern. Falls das nicht funktioniere, wolle er nach G.____ zurückkehren (vgl. Prot. KGer S. 
25). 
 
j) Zu den Täterkomponenten gehört auch das Nachtatverhalten eines Täters. Darunter fällt das 
Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren (wie zum Beispiel Reue, Einsicht und Strafemp-
findlichkeit, vgl. STEFAN TRECHSEL/HEIDI AFFOLTER-EIJSTEN, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 
Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 47 N 22 ff). Zum Nachtatverhalten hat die Vorinstanz zu 
Recht erwogen, dass bei B.____ weder von Reue und Einsicht noch von einer Geständigkeit im 
eigentlichen Sinne ausgegangen werden könne, zumal das vor Gericht gemachte Geständnis in 
einem Zeitpunkt erfolgt sei, in dem es das Verfahren nicht mehr massgeblich vereinfacht hat. 
Insofern ist diesbezüglich von einem sogenannt taktischen Geständnis auszugehen, weswegen 

 
 
 

 
 
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B.____ in diesem Kontext keine Strafminderung zugebilligt werden kann. Das Wohlverhalten 
seit der Tat stellt in der Regel keine besondere Leistung dar und ist daher als neutral zu werten 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_570/2010 vom 24. August 2010, E. 2.5, sowie 
6B_242/2008 vom 24. September 2008, E. 2.1.2). 
 
k) Es entspricht konstanter Rechtsprechung, dass Mittäter für denselben Sachverhalt grund-
sätzlich gleich zu behandeln sind und Abweichungen im Strafmass nach Art. 47 StGB 
besonders begründet werden müssen (Bundesgerichtsurteil vom 5. Mai 1998, Nr. 6S.106/1997, 
noch zu Art. 63 aStGB). Es ist jedoch offenkundig, dass Vergleiche von Strafurteilen sehr 
schwierig sind. Wie das Bundesgericht in einem Entscheid in Bestätigung seiner konstanten 
Rechtsprechung festgehalten hat (Urteil vom 22. August 2000, Nr. 6S.94/2000), führen der 
Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachrichter vom Gesetz bei der Strafzumessung 
eingeräumte weite Ermessensspielraum notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzge-
ber in Kauf genommenen Ungleichheit der Strafen. Unterschiedliche Gewichtungen der 
massgebenden Faktoren seien auch Folge der Unabhängigkeit des Richters, der weiten Straf-
rahmen, der freien Beweiswürdigung sowie des erheblichen Ermessens des Gerichts. In dieser 
Hinsicht sei zu beachten, dass sich selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle in zumessungsre-
levanten Punkten massgeblich unterscheiden. Die aus diesen Umständen resultierende 
Ungleichheit bei der Zumessung der Strafe reiche für sich allein nicht aus, um auf einen Miss-
brauch des Ermessens zu schliessen. Es sei nicht Sache des Bundesgerichts, für eine peinlich 
genaue Übereinstimmung einzelner Strafmasse zu sorgen. Es habe lediglich für eine korrekte 
Anwendung des Bundesrechts besorgt zu sein. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen 
Strafrahmens gestützt auf allen wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen 
Ermessens festgesetzt worden sei, seien Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb 
dieser Grenzen hinzunehmen (so eingehend BGE 123 150, E. 2a mit Verweisen). Nur eine auf-
fallend hohe Strafe eines Mittäters kann somit korrigiert werden (vgl. u.a. BGE 121 IV 205 ff.). 
 
l) Im vorliegenden Fallkomplex ist festzustellen, dass die Vorinstanz D.____ (mit einem Straf-
mass von 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe) und C.____ (mit einer teilbedingt vollziehbaren 
Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren, davon 9 Monaten unbedingt) im Vergleich zu B.____, welcher 
zu einer Freiheitsstrafe 3 ½ Jahren verurteilt wurde, ausserordentlich mild bestraft hat. Hierbei 
gilt es sich vor Augen zu führen, dass sowohl D.____ als auch C.____ nebst den mit B.____ 
begangenen Straftaten (Raub, Nötigung sowie Hausfriedensbruch) zusätzlich noch eine Viel-
zahl weiterer, teilweise ganz erheblicher Straftaten begingen (D.____: einfacher und 
gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, 
Hehlerei, mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehrfacher Be-
täubungsmittelkonsum; C.____: gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer 
Datenverarbeitungsanlage, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Missbrauch von 
Ausweisen und Schildern sowie mehrfache einfache Verletzung von Verkehrsregeln). Obwohl 
der Beschuldigte B.____ somit im Vergleich zu D.____ und C.____ mit deutlichem Abstand am 
wenigsten Delikte begangen hat, ist er schlussendlich im Ergebnis klarerweise am härtesten 

 
 
 

 
 
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bestraft worden, zumal er auch als einziger die Strafe effektiv im Gefängnis absitzen musste. 
Dementsprechend ist er der einzige, der zur kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung in Hand-
schellen aus dem vorzeitigen Strafvollzug erschienen ist, während sich seine Mittäter seit der 
Tat weitgehend in Freiheit befunden haben, sich in ihren beruflichen Positionen längst wieder 
etablierten und die B.____ verwehrte Gelegenheit nutzen konnten, sich sozial zu reintegrieren. 
Auch wenn sich dieser Umstand bezüglich D.____ mit dem im Berufungsverfahren nicht ange-
fochtenen Aufschub des Strafvollzugs zu Gunsten einer stationären Suchtbehandlung (vgl. 
hierzu die Erwägungen des Strafgerichts auf S. 153 ff.) und bezüglich C.____ mit seiner gerin-
geren Rolle im Rahmen der Ausführung des Raubes methodisch erklären lässt, verbleibt vom 
Ergebnis her im Urteil der Vorinstanz eine augenscheinliche und überaus stossende Diskrepanz 
im Strafenvergleich der Mittäter. Hierbei ist nicht zu übersehen, dass sich die dem Beschuldig-
ten D.____ attestierte Cannabissucht in casu gleich doppelt zu dessen Gunsten ausgewirkt hat, 
indem einerseits die Strafe aufgrund einer verminderten Schuldfähigkeit mittleren Ausmasses 
massiv reduziert und ihm zudem ein Aufschub des Strafvollzugs gewährt wurde. Dieses Miss-
verhältnis der Bestrafung der beiden Mittäter im Vergleich zu B.____ kann im 
Berufungsverfahren indessen nur beschränkt korrigiert werden, da die strafrechtliche Abteilung 
des Kantonsgerichts an den betreffenden Aufschub des Strafvollzugs (Ziffer I.3. des vorinstanz-
lichen Urteildispositivs) mangels Anfechtung im Berufungsverfahren gebunden ist. Diese 
Erwägungen stützen zusätzlich die Erkenntnis des Kantonsgerichts, wonach für den Beschul-
digten B.____ eine Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren auszusprechen ist, was im Ergebnis dazu 
führt, dass das von der Vorinstanz ausgesprochene Strafmass bestätigt wird, obschon ein 
Schuldspruch wegen qualifizierten statt einfachen Raubes erfolgt. Damit – sowie mit den nach-
folgend zu eruierenden Strafen der Mittäter – wird sichergestellt, dass die im vorliegenden 
Fallkomplex verhängten Sanktionen der verschiedenen Beschuldigten in einem angemessenen 
und ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Dies ist bei den von den Vorderrichtern be-
schlossenen Strafen offenkundig nicht der Fall, da die Strafen der Beschuldigten D.____ und 
C.____ in Relation zur Sanktion des Beschuldigten B.____ als geradezu unerträglich milde er-
scheinen.  
 
m) In Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten sowie im Quervergleich zu den Strafen 
der Mittäter (vgl. hierzu nachfolgend II.3.3 und 3.4) erscheint eine Freiheitsstrafe von 3 ½ Jah-
ren somit dem Verschulden und den persönlichen Umständen des Beschuldigten B.____ 
angemessen. Bei einer Strafe dieser Höhe ist die Gewährung des bedingten bzw. teilbedingten 
Strafvollzugs ausgeschlossen (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB sowie Art. 43 Abs. 1 StGB; weiterfüh-
rend ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 42 N 12 
und Art. 43 N 9; Urteil des Bundesgerichts 1B_165/2011 vom 19. Juli 2011, E. 2.2.2). 
 
 
3.3 D.____  

 

 
 
 

 
 
Seite 20   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

a) Betreffend D.____ beantragte die Staatsanwaltschaft anlässlich ihres Parteivortrages vor den 
Schranken des Kantonsgerichts aufgrund des zusätzlichen Qualifikationsgrundes der Banden-
mässigkeit bei den Diebstählen sowie des qualifizierten Raubes eine Freiheitsstrafe von 4 
Jahren und verwies im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen des Strafgerichts. 
 
b) Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten beantragte, es seien in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils vom 26. Mai 2014 die Berufungsanträge der Staatsanwaltschaft vollum-
fänglich abzuweisen. 
 
c) Wie aus den obigen Erwägungen erhellt, hat sich der Beschuldigte D.____ des qualifizierten 
Raubes, des einfachen und gewerbsmässigen sowie teilweise bandenmässigen Diebstahls, der 
mehrfachen Sachbeschädigung, der Nötigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Hehle-
rei, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des mehrfachen 
Betäubungsmittelkonsums schuldig gemacht. Im Vergleich zur Strafzumessung der Vorinstanz 
gilt es im Berufungsverfahren zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte wegen qualifizierten 
statt einfachen Raubes schuldig zu sprechen ist sowie dass der Diebstahl teilweise banden-
mässig begangen wurde.  
 
d) Der qualifizierte Raub, welcher vorliegend die schwerste Straftat darstellt, wird mit Freiheits-
strafe von mindestens zwei und höchstens zehn Jahren geahndet (Art. 140 Ziffer 3 StGB i.V.m. 
Art. 40 StGB). Bei den Strafschärfungsgründen ist derjenige der Deliktsmehrheit gemäss Art. 49 
StGB zu berücksichtigen. Für die auszufällende Strafe ist in casu vom ordentlichen Strafrahmen 
des qualifizierten Raubes auszugehen, welcher eine Freiheitsstrafe von höchstens zehn Jahren 
vorsieht (vgl. hierzu obenstehend II.B.3.2.). 
 
e) Hinsichtlich der objektiven Tatschwere gilt es bei der Einsatzstrafe des qualifizierten Raubes 
gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB das Doppelverwertungsverbot zu beachten (vgl. hierzu obenste-
hend II.C.3.2.). Dies berücksichtigend ist hinsichtlich der Tatkomponente bei der Einsatzstrafe 
für den Raub gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB festzuhalten, dass der qualifizierende Tatumstand 
der anderen besonderen Gefährlichkeit beim Beschuldigten D.____ im Vergleich zu andern 
Raubtaten in ausgeprägtem Ausmass vorliegt, was sich bedeutend verschuldenserhöhend 
auswirkt. Mithin wurde festgestellt, dass praktisch sämtliche Kriterien, aus denen sich alternativ 
eine Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB ergeben kann, beim Beschuldigten D.____ 
erfüllt sind. Hinzu kommt, dass der Überfall zu Dritt in den eigenen vier Wänden des Opfers 
stattfand und dabei das gefesselte Opfer unter Schmerzen seinem Schicksal überlassen wurde, 
was gesamthaft zu einer Straferhöhung zu führen hat. Ebenfalls eine Straferhöhung bewirkt, 
dass D.____ beim brutalen, skrupellosen, hinterhältigen und ausserdem in der Überzahl be-
gangenen sowie sorgfältig geplanten Raub zum Nachteil von F.____ (Fall 27 bzw. Ziffer V. der 
Anklageschrift resp. deren Erweiterung) nicht nur von Beginn weg freiwillig in massgeblicher 
Funktion mitgewirkt, sondern auch noch den eigenen (Halb-)Bruder in die Tat miteinbezogen 
hat.  

 
 
 

 
 
Seite 21   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
f) Vorliegend gilt es bezüglich der Bewertung des subjektiven Verschuldens betreffend D.____, 
welcher in den Tatzeitpunkten in sehr grossem Umfang Marihuana konsumiert hat, den Straf-
milderungsgrund der verminderten Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB zu beach-
beachten, welcher bei D.____ in Bezug auf alle ihm vorzuwerfenden Delikte in mittlerem Grade 
vorliegt. Diesbezüglich kann auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz (Urteil der Vo-
rinstanz, S. 136 ff.) sowie auf das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 10. April 2012 
(act. 345 ff.) verwiesen werden. Darüber hinausgehend gilt es bei den subjektiven Tatkompo-
nenten die Willensrichtung der Taten straferhöhend zu bewerten, zumal D.____ alle ihm 
anzulastenden Delikte direktvorsätzlich begangen hat. Der Beschuldigte handelte überdies nicht 
aus einer eigentlichen wirtschaftlichen Not heraus, sondern liess sich aus rein finanziellen Über-
legungen auf den qualifizierten Raub ein.  
 
g) Insgesamt wird die objektive Tatschwere durch die subjektiven Komponenten aufgrund des 
Strafmilderungsgrunds der verminderten Schuldfähigkeit bis zu einem gewissen Grad relativiert. 
Aufgrund dieser Strafmilderung ist statt von einem schweren lediglich von einem mittelschweren 
Verschulden auszugehen, was mit einer hypothetische Einsatzstrafe für diese schwerste Tat 
von 3 Jahren Freiheitsstrafe zu sanktionieren wäre. 
 
h) Aufgrund der zum qualifizierten Raub hinzutretenden Delikte ist die Einsatzstrafe deutlich zu 
erhöhen. Hierbei gilt es zu beachten, dass D.____ eine überaus grosse Anzahl von Einbrüchen 
(27 Fälle) begangen hat. Insgesamt 12 Diebstähle wurden hierbei bandenmässig verübt. Über-
dies sind ihm erhebliche Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz anzulasten. Als 
höchst verwerflich erscheint des Weiteren der vom Beschuldigten verübte Entreissdiebstahl 
zum Nachteil der 78-jährigen K.____, zumal der Beschuldigte schon zur Tatzeit (21. Januar 
2007) als Pflegeassistent in einem Altersheim gearbeitet hat. Zu berücksichtigen gilt es zu 
Gunsten des Beschuldigten, dass die von ihm begangene Nötigung und der Hausfriedensbruch 
im engen Konnex mit dem qualifizierten Raub stehen.  
 
i) All dies berücksichtigend ist das Gesamtverschulden des Beschuldigten – wiederum unter 
Berücksichtigung seiner verminderten Schuldfähigkeit – als mittelschwer zu qualifizieren. 
 
j) Hinsichtlich der Täterkomponente hat das Strafgericht das Vorleben und die persönlichen 
Verhältnisse des Beschuldigten D.____ im Strafurteil (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 141 f.; 
Art. 82 Abs. 4 StPO) bis zum Urteilszeitpunkt dargelegt und zutreffend als leicht mehrheitlich zu 
Lasten des Beschuldigten ins Gewicht fallend gewürdigt, worauf an dieser Stelle grundsätzlich 
zu verweisen ist. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung ergänzte der Beschul-
digte zu seinen persönlichen und finanziellen Verhältnissen, die von ihm absolvierten 
Massnahmen hätten ihm viel gebracht. Er ziehe eine positive Bilanz. Aktuell arbeite er im Al-
terszentrum H.____ in I.____ als L.____. Gegenwärtig absolviere er keine Therapien mehr (vgl. 
Prot. KGer S. 16 f.) 

 
 
 

 
 
Seite 22   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
k) Zum Nachtatverhalten von D.____ hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass er im Rahmen 
seines Geständnisses zum Teil Sachverhalte zugab, die ihm ansonsten nicht nachzuweisen 
gewesen wären, was positiv zu werten sei.  
 
l) Insgesamt, in Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten, erscheint eine Freiheitsstra-
fe von 5 Jahren dem Verschulden und den persönlichen Umständen des Beschuldigten 
angemessen. Eine Strafe in dieser Höhe erweist sich zudem auch im Quervergleich zu den Mit-
tätern als korrekt (vgl. hierzu II.3.2, n).  
 
m) Hinsichtlich der Übertretungsbusse von CHF 200.‒, des Aufschubs des Strafvollzugs in An-
wendung von Art. 57 Abs. 2 StGB und der Anordnung einer stationären Suchtbehandlung 
gelten die nicht angefochtenen Ausführungen der Vorderrichter (vgl. Urteil der Vorinstanz, 
S. 153 ff.).  
 
n) Zusammenfassend ist demnach die Freiheitsstrafe des Beschuldigten D.____ in teilweiser 
Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft von 3 ½ auf 5 Jahre zu erhöhen.  
 
3.4 C.____  

a) Zu guter Letzt ist die Strafzumessung hinsichtlich C.____ vorzunehmen. 

Betreffend C.____ beantragte die Staatsanwaltschaft anlässlich ihres Parteivortrages vor den 
Schranken des Kantonsgerichts für den eingetretenen Fall eines Schuldspruch hinsichtlich des 
Qualifikationsgrundes des Raubes gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB eine Freiheitsstrafe von 4 
Jahren und verwies im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen des Strafgerichts. 
 
b) Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten beantragt, es seien in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils vom 26. Mai 2014 die Berufungsanträge der Staatsanwaltschaft vollum-
fänglich abzuweisen. 
 
c) Wie aus den obigen Erwägungen erhellt, hat sich der Beschuldigte C.____ des qualifizierten 
Raubes, des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, 
der Nötigung, des Hausfriedensbruchs, der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie der mehrfachen einfachen Verletzung 
von Verkehrsregeln schuldig gemacht. Im Vergleich zur Strafzumessung der Vorinstanz gilt es 
im Berufungsverfahren zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte wegen qualifizierten und 
nicht bloss einfachen Raubes schuldig zu sprechen ist.  
 
d) Der qualifizierte Raub, welcher vorliegend die schwerste Straftat darstellt, wird mit Freiheits-
strafe von mindestens zwei und höchstens zehn Jahren geahndet (Art. 140 Ziffer 3 StGB i.V.m. 

 
 
 

 
 
Seite 23   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Art. 40 StGB). Für die auszufällende Strafe ist in casu vom ordentlichen Strafrahmen des quali-
fizierten Raubes auszugehen, welcher eine Freiheitsstrafe von höchstens zehn Jahren vorsieht 
(vgl. hierzu obenstehend II.B.3.2.). 
 
e) Hinsichtlich der objektiven Tatschwere gilt es bei der Einsatzstrafe des qualifizierten Raubes 
gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB wie bei den anderen Beschuldigten das Doppelverwertungsver-
bot zu beachten. Dies berücksichtigend ist hinsichtlich der Tatkomponente bei der Einsatzstrafe 
für den Raub gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB festzuhalten, dass der qualifizierende Tatumstand 
der anderen besonderen Gefährlichkeit beim Beschuldigten C.____ im Vergleich zu andern 
Raubtaten in ausgeprägtem Ausmass vorliegt, was sich bedeutend verschuldenserhöhend 
auswirkt. Mithin wurde festgestellt, dass praktisch sämtliche Kriterien, aus denen sich alternativ 
eine Qualifikation gemäss Art. 140 Ziffer 3 StGB ergeben kann, beim Beschuldigten erfüllt sind. 
Hinzu kommt, dass der Überfall zu Dritt in den eigenen vier Wänden des Opfers stattfand und 
dabei das gefesselte Opfer unter Schmerzen seinem Schicksal überlassen wurde, was gesamt-
haft zu einer Straferhöhung zu führen hat. Andererseits ist betreffend den rücksichtslosen und 
hinterhältigen Raub zum Nachteil von F.____ mit den Vorderrichtern zu beachten, dass sich 
C.____ den Tatplan, auch wenn er nicht in die ganze Planung involviert gewesen ist, dennoch 
angeeignet und bei dessen Umsetzung effektiv teilgenommen hat. Dies hat er freiwillig getan, 
auch wenn er diesbezüglich von seinem Halbbruder D.____ angefragt worden ist. Es ist davon 
auszugehen, dass C.____, nicht zuletzt auch aufgrund der sprachlichen Barriere zu B.____ bei 
der Tatausübung – abgesehen davon, dass er die Funktion des Fahrers bekleidet hat – keine 
tragende Rolle zugekommen ist. Insofern wiegt das objektive Tatverschulden von C.____ weni-
ger schwer als dasjenige seiner Mittäter.  
 
f) In einem nächsten Schritt ist eine Bewertung des subjektiven Verschuldens vorzunehmen. 
Die Willensrichtung der Taten ist straferhöhend zu bewerten, zumal C.____ alle ihm anzulas-
tenden Delikte direktvorsätzlich begangen hat. Die Vorinstanz attestierte C.____ eine gewisse 
finanzielle Drucksituation, sodass diesem bei der Begehung der Taten nicht volle Entschei-
dungsfreiheit zugekommen sei. Dies erscheint indessen als unzutreffend, da der Beschuldigte 
explizit aussagte, er habe das erbeutete Geld für Ausgang und elektronische Geräte, mithin für 
blosse luxuriöse Bedürfnisse, verwendet (vgl. act. 4781; Prot. KGer S. 21).  
 
g) Insgesamt wird die objektive Tatschwere durch die subjektiven Komponenten somit nicht 
relativiert. Unter diesen Umständen ist bezüglich des qualifizierten Raubes von einem mittel-
schweren Verschulden auszugehen, was mit einer hypothetische Einsatzstrafe für diese 
schwerste Tat von 2 ½ Jahren Freiheitsstrafe zu sanktionieren wäre. 
 
h) Aufgrund der zum qualifizierten Raub hinzutretenden Delikte (gewerbsmässiger betrügeri-
scher Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, Nötigung, Hausfriedensbruch, 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Missbrauch von Ausweisen und Schildern 
sowie mehrfache einfache Verletzung von Verkehrsregeln) ist die Einsatzstrafe spürbar zu er-

 
 
 

 
 
Seite 24   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

höhen. Hierbei gilt es insbesondere mit der Vorinstanz zu beachten, dass C.____ den ge-
werbsmässigen betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage zu Lasten einer 
ihm sehr nahe stehenden sowie hilfsbedürftigen älteren Frau begangen und damit ein ihm ent-
gegen gebrachtes Vertrauen in krasser und hinterhältiger Weise missbraucht hat. Zu berück-
berücksichtigen gilt es zu Gunsten des Beschuldigten, dass die von ihm begangene Nötigung 
und der Hausfriedensbruch im engen Konnex mit dem qualifizierten Raub stehen.  
 
i) Das Gesamtverschulden des Beschuldigten ist somit als mittelschwer zu qualifizieren. 
 
j) Hinsichtlich der Täterkomponente hat das Strafgericht das Vorleben und die persönlichen 
Verhältnisse des Beschuldigten C.____ im angefochtenen Strafurteil (vgl. Urteil der Vorinstanz, 
S. 145 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO) bis zum Urteilszeitpunkt zutreffend dargelegt und zu Recht als 
neutral gewürdigt, worauf an dieser Stelle grundsätzlich zu verweisen ist. Anlässlich der kan-
tonsgerichtlichen Hauptverhandlung ergänzte der Beschuldigte zu seinen persönlichen und 
finanziellen Verhältnissen, er arbeite immer noch bei der Firma I.____ in J.____ (vgl. Prot. KGer 
S. 19 ff.) 
 
k) Hinsichtlich der Geständigkeit, welche die Vorderrichter merklich zu Gunsten des Beschuldig-
ten C.____ werteten, gilt es zu beachten, dass diese erst nach erdrückender Beweislage erfolgt 
ist und der Beschuldigte hierbei zu Beginn noch versucht hat, seinen Tatbeitrag zu schmälern. 
Somit wirkt sich diese Geständigkeit nicht zu seinen Gunsten aus. Demgegenüber spricht für 
C.____ im vorliegenden Kontext, dass er mittels einer Lohnpfändung in der Lage war, die be-
stehenden Schulden um beachtliche CHF 18‘000.‒ zu reduzieren, wobei derzeit noch 
CHF 8‘000.‒ offen stehen. Dies wertet die strafrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts durch-
aus als Zeichen von Reue und Einsicht zu Gunsten des Beschuldigten. Im Rahmen der 
Strafzumessung gilt es zu Gunsten des Beschuldigten überdies zu beachten, dass ihm die Re-
sozialisierung weitgehend gelungen ist.  
 
l) Insgesamt, in Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten, erscheint eine Freiheitsstra-
fe von 3 Jahren dem Verschulden und den persönlichen Umständen des Beschuldigten C.____ 
angemessen. Hinzu tritt die nicht angefochtene Übertretungsbusse von CHF 200.‒. 
 
m) Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindes-
tens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, 
um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen. Der unbedingt vollziehbare 
Teil darf dabei die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB). Wenn und soweit 
dem Täter eine gute Legalprognose attestiert werden kann, verlangt Art. 42 StGB – der hier 
Anwendung findet –, dass zumindest ein Teil der Strafe aufgeschoben wird. Umgekehrt gilt, 
dass bei einer Schlechtprognose auch ein bloss teilweiser Aufschub der Strafe nicht gerechtfer-
tigt ist (BGE 134 IV 1, E. 5.3.1). Bei der Bemessung des vollziehbaren Teils der Strafe ist dem 
Verschulden sowie der Legalprognose Rechnung zu tragen. Das Verhältnis der Strafteile ist so 

 
 
 

 
 
Seite 25   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und 
dessen Einzeltatschuld andererseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die 
Prognose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser muss der auf Bewährung 
ausgesetzte Strafteil sein (BGE 134 IV 1, E. 5.6). Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe 
ganz oder teilweise auf, ist gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren 
anzuordnen. Die Bestimmung der Dauer der Probezeit richtet sich nicht nach der Schwere der 
Tat, sondern nach der Höhe der Rückfallgefahr, der Persönlichkeit und dem Charakter des Ver-
urteilten (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 44 N 
4).  
 
n) In objektiver Hinsicht sind die Voraussetzungen zur Gewährung des teilbedingten Strafvoll-
zuges gemäss Art. 43 StGB im vorliegenden Fall erfüllt, da der Beschuldigte zu einer 
Freiheitsstrafe zu verurteilen ist, die sich innerhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens befin-
det. C.____ hat sich – abgesehen von der im November 2013 begangenen (mehrfachen) SVG-
Übertretung – wohl verhalten. Er ist derzeit in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis tätig und 
scheint sowohl familiär als auch sozial integriert zu sein. Zudem ist er nicht vorbestraft. Unter 
diesen Umständen kann bei C.____ nicht von einer schlechten Prognose ausgegangen werden, 
weswegen für die mit dem vorliegenden Urteil auszufällende Freiheitsstrafe von 3 Jahren der 
teilbedingte Strafvollzug zu gewähren ist. Dabei erachtet es die strafrechtliche Abteilung des 
Kantonsgerichts als dem Verschulden des Letztgenannten angemessen, dass ein 12 Monate 
betragender Teil der auszufällenden Strafe als unbedingt vollziehbar angeordnet wird. Den be-
stehenden Bedenken bezüglich des zukünftigen Wohlverhaltens ist überdies dadurch 
Rechnung zu tragen, dass die Probezeit für den bedingt ausgesprochenen Strafteil auf 4 Jahre 
festgesetzt wird. 
 
o) Eine Strafe in dieser Höhe erweist sich zudem im Quervergleich zu den Mittätern als korrekt.  
 
p) Zusammenfassend ist die teilbedingt vollziehbare Freiheitsstrafe des Beschuldigten C.____ 
in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft von 2 ½ Jahren, davon 9 Mona-
ten unbedingt, auf 3 Jahre, davon 12 Monate unbedingt, zu erhöhen. 
  
III.  Kosten  

 

[…] 
  
  

 
 
 

 
 
Seite 26   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 26. Mai 2014, auszugswei-

se lautend:  
 

             "I. D.____ 
 

   1.   D.____ wird des Raubes, des einfachen und gewerbsmässigen 
Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, der Nötigung, 

des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Hehlerei, der mehrfa-

chen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie 

des mehrfachen Betäubungsmittelkonsums schuldig gesprochen 

und verurteilt, 

 

zu einer Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren,  

unter Anrechnung der vom 5. März 2012 bis zum 4. September 

2012 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 184 

Tagen, 

 

sowie zu einer Busse von Fr. 200.--, 

im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen, 

 

in Anwendung von Art. 140 Ziff. 1 StGB, Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 

StGB, Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 StGB, Art. 

160 Ziff. 1 StGB, Art. 19 Abs. 1 BetmG, Art. 19a Ziff. 1 BetmG, 

Art. 40 StGB, Art. 19 Abs. 2 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 

StGB sowie Art. 106 StGB. 

      
   2.   a) D.____ wird von der Anklage des Diebstahls, der Sachbe-

schädigung und des Hausfriedensbruchs im Fall 12 (Ziff. II.10 

der Anklage), von der Anklage des bandenmässigen Dieb-

stahls gemäss Ziff. II. der Anklage, von der Anklage der 

Unterlassung der Nothilfe im Fall 27 (Ziff. V. der Anklage) so-

wie von der Anklage der qualifizierten Widerhandlung gegen 

das Betäubungsmittelgesetz im Fall 33 (Ziff. VI. der Anklage) 

freigesprochen.  

 

b) Die Verfahren betreffend Sachbeschädigung und Hausfrie-

densbruch zum Nachteil des Restaurant E.____ im Fall 7 (Ziff. 

II.5 der Anklage), betreffend Sachbeschädigung und Hausfrie-

 
 
 

 
 
Seite 27   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

densbruch im Fall 15 (Ziff. II.14 der Anklage) sowie betreffend 

Sachbeschädigung im Fall 21 (Ziff. II.22 der Anklage) werden 

mangels Vorliegens eines gültigen Strafantrages, das Verfah-

ren betreffend Betäubungsmittelkonsum, soweit begangen vor 

dem 26. Mai 2011, im Fall 33 (Ziff. VI. der Anklage) wird auf-

grund des Eintritts der Verjährung gemäss Art. 329 Abs. 4 und 

Abs. 5 StPO eingestellt. 

      
   3.   Der Strafvollzug ist in Anwendung von Art. 57 Abs. 2 StGB aufge-

schoben und es wird gemäss Art. 60 StGB eine stationäre 

Suchtbehandlung angeordnet. Es wird festgestellt, dass sich 

D.____ seit dem 4. September 2012 im vorzeitigen Vollzug dieser 

Massnahme befindet (Art. 236 StPO i.V.m. Art. 220 Abs. 2 StPO). 

 
  II. C.____ 

 

   1.   C.____ wird des Raubes, des gewerbsmässigen betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, der Nötigung, des 

Hausfriedensbruchs, der Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz, des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern 

sowie der mehrfachen einfachen Verletzung von Verkehrsregeln 

schuldig gesprochen und verurteilt, 

 

zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 1/2 Jahren, 

davon 9 Monaten unbedingt, unter Anrechnung der vom 10. April 

2012 bis zum 29. Mai 2012 ausgestandenen Untersuchungshaft 

von insgesamt 50 Tagen, bei einer Probezeit von 2 Jahren für den 

bedingten Teil der Strafe,  

 

sowie zu einer Busse von Fr. 200.--, 

im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen, 

 

in Anwendung von Art. 140 Ziff. 1 StGB, Art. 147 Abs. 1 und Abs. 

2 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 StGB, Art. 19 Abs. 1 BetmG, alt 

Art. 97 Ziff. 1 SVG, Art. 90 Abs. 1 SVG, Art. 40 StGB, Art. 43 

StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 StGB 

sowie Art. 106 StGB. 

 

   2. C.____ wird von der Anklage der Unterlassung der Nothilfe im Fall 
27 (Ziff. V. der Anklage) sowie der Anklage der Vergewaltigung 

 
 
 

 
 
Seite 28   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

und der Eventualanklage der sexuellen Belästigung gemäss Ziff. 1 

der Zusatzanklage freigesprochen. 

 
 
 
 
  III. B.____  

 

   1.   B.____ wird des Raubes, der Nötigung sowie des Hausfriedens-
bruchs schuldig gesprochen und verurteilt, 

 

zu einer Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren, 

unter Anrechnung der vom 18. März 2013 bis zum 26. Mai 2014 

ausgestandenen Auslieferungs- und Untersuchungshaft von ins-

gesamt 434 Tagen, 

 

in Anwendung von Art. 140 Ziff. 1 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 

StGB, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB sowie Art. 51 StGB. 

 

   2. B.____ wird von der Anklage der Unterlassung der Nothilfe im Fall 
27 (Ziff. V. der Anklage) freigesprochen.“ 

 
   

wird in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft und 
in Abweisung der Berufung des Beschuldigten B.____ in den Ziffern I.1 
und I.2a, II.1 sowie III.1 wie folgt geändert: 

 

  I. D.____ 
 

   1.   D.____ wird des qualifizierten Raubes, des einfachen und ge-
werbsmässigen sowie teilweise bandenmässigen Diebstahls, 
der mehrfachen Sachbeschädigung, der Nötigung, des mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs, der Hehlerei, der mehrfachen 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des 
mehrfachen Betäubungsmittelkonsums schuldig gesprochen und 
verurteilt 
 
zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren,  
unter Anrechnung der vom 5. März 2012 bis zum 4. September 
2012 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 184 
Tagen, 

 
 
 

 
 
Seite 29   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
sowie zu einer Busse von Fr. 200.--, 
im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 
Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen, 
 
in Anwendung von Art. 140 Ziff. 3 StGB, Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 
und Ziff. 3 StGB, Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 
StGB, Art. 160 Ziff. 1 StGB, Art. 19 Abs. 1 BetmG, Art. 19a Ziff. 1 
BetmG, Art. 40 StGB, Art. 19 Abs. 2 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, 
Art. 51 StGB sowie Art. 106 StGB. 

      
   2.   a) D.____ wird von der Anklage des Diebstahls, der Sachbe-

schädigung und des Hausfriedensbruchs im Fall 12 (Ziff. II.10 
der Anklage), von der Anklage der Unterlassung der Nothilfe 
im Fall 27 (Ziff. V. der Anklage) sowie von der Anklage der 
qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz im Fall 33 (Ziff. VI. der Anklage) freigesprochen.  

 
  II. C.____ 

 
   1.   C.____ wird des qualifizierten Raubes, des gewerbsmässigen 

betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, der 
Nötigung, des Hausfriedensbruchs, der Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, des Missbrauchs von Ausweisen und 
Schildern sowie der mehrfachen einfachen Verletzung von Ver-
kehrsregeln schuldig gesprochen und verurteilt 
 
zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 3 Jah-
ren, davon 12 Monaten unbedingt, unter Anrechnung der vom 
10. April 2012 bis zum 29. Mai 2012 ausgestandenen Untersu-
chungshaft von insgesamt 50 Tagen, bei einer Probezeit von 
4 Jahren für den bedingten Teil der Strafe,  
 
sowie zu einer Busse von Fr. 200.--, 
im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 
Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen, 
 
in Anwendung von Art. 140 Ziff. 3 StGB, Art. 147 Abs. 1 und Abs. 
2 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 StGB, Art. 19 Abs. 1 BetmG, alt 
Art. 97 Ziff. 1 SVG, Art. 90 Abs. 1 SVG, Art. 40 StGB, Art. 43 
StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 StGB 

 
 
 

 
 
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sowie Art. 106 StGB. 
 
  III. B.____  

 
   1.   B.____ wird des qualifizierten Raubes, der Nötigung sowie des 

Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen und verurteilt 
 
zu einer Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren, 
unter Anrechnung der vom 18. März 2013 bis zum 26. Mai 2014 
ausgestandenen Auslieferungs- und Untersuchungshaft von ins-
gesamt 434 Tagen, 
 
in Anwendung von Art. 140 Ziff. 3 StGB, Art. 181 StGB, Art. 186 
StGB, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB sowie Art. 51 StGB. 
 

   
Im Übrigen wird das Urteil des Strafgerichts bestätigt. 
 

 II. a) Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 30‘000.‒, zuzüglich Auslagen von CHF 300.‒, werden wie folgt verlegt:  

  – D.____: CHF 10‘100.‒  
  – C.____: CHF 10‘100.‒  
  – B.____: CHF 6‘060.‒  
  – Staat:  CHF 4‘040.‒  
   

b) Dem amtlichen Verteidiger Rechtsanwalt Patrick Héritier wird für das Beru-
fungsverfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 4‘133.40 (inkl. Auslagen) 
zuzüglich 8% Mehrwertsteuer (CHF 330.65), somit insgesamt CHF 4‘464.05, 
aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte D.____ ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtli-
chen Verteidigung an den Kanton verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
 
c) Dem amtlichen Verteidiger Advokat Dr. Luc Saner wird für das Berufungs-
verfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 8‘100.‒ (inkl. Auslagen) zuzüglich 
8% Mehrwertsteuer (CHF 648.‒), somit insgesamt CHF 8‘748.‒, aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte C.____ ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtli-

 
 
 

 
 
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chen Verteidigung an den Kanton verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
 

d) Dem amtlichen Verteidiger Advokat Christoph Dumartheray wird für das 
Berufungsverfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 8'527.70 (inkl. Ausla-
gen) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer (CHF 682.20), somit insgesamt CHF 
9‘209.90, aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte B.____ ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtli-
chen Verteidigung an den Kanton im Umfang von drei Fünfteln verpflichtet, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a 
StPO). 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Marius Vogelsanger