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**Case Identifier:** 575f06ba-8322-590f-9857-2b5622901c2e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.09.2020 B 2020/80, B 2020/81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2020-80--B-2020-81_2020-09-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2020/80, B 2020/81

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.09.2020

Entscheiddatum: 17.09.2020

Entscheid Verwaltungsgericht, 17.09.2020
Steuerrecht. Aufrechnung von geldwerten Leistungen (Darlehen) einer GmbH 
an die Anteilseigner. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1) und Art. 20 Abs. 1 lit. 
c DBG (SR 642.11). Das Verwaltungsgericht erachtete Anhaltspunkte dafür, 
dass die Beschwerdegegner mit dem über mehrere Jahre erfolgten Zugang 
von Mitteln aus der GmbH geldwerte Vorteile im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. c 
DBG beziehungsweise Art. 33 Abs. 1 lit. c StG erlangt hätten, als gegeben. 
Für die Zeit vor dem Konkurs der Gesellschaft sei keine eindeutige 
Willensäusserung der Beschwerdegegner dokumentiert, dass sie die von 
ihnen bezogenen Mittel der Gesellschaft endgültig hätten entziehen wollen. 
Vielmehr hätten sie in der Steuerklärung 2017 nach wie vor ihre 
Kontokorrentschuld deklariert, woraus auf einen Rückzahlungswillen zu 
schliessen gewesen sei. Daher könne für die Besteuerung nur der Zeitpunkt 
massgebend sein, in welchem - trotz gegebenem Rückzahlungswillen - auf 
Seiten der Beschwerdegegner aufgrund ihrer Überschuldung tatsächlich 
nicht mehr mit einer Rückzahlung zu rechnen gewesen sei. Es sei unklar 
geblieben, in welchem Zeitpunkt und in welchem Betrag eine 
Rückzahlungsmöglichkeit der Beschwerdegegner aufgrund ihrer finanziellen 
Situation nicht mehr vorhanden gewesen sei bzw. in welchem Zeitpunkt die 
GmbH mit der Rückzahlung des Darlehens nicht mehr ernsthaft habe 
rechnen können. Allein die Deklarierung eines Nettoeinkommens von 
CHF 144'951 durch die Beschwerdegegner für das Jahr 2017 - wenige 
Monate vor Konkurseröffnung der GmbH - mache die 
Rückzahlungsmöglichkeit der nicht abgedeckten Kontokorrentschuld in 
dreifacher Höhe des deklarierten Nettoeinkommens noch nicht plausibel, 
zumal dieselbe Deklarierung auch ein Minus-Vermögen der 
Beschwerdegegner annähernd in Höhe der Kontokorrentschuld enthalte. 
Augenfällig und hier wesentlich sei auch, dass die Aktiven der Bilanz der 
GmbH per 30. September 2017 praktisch ausschliesslich (ca. 90 %) aus dem 
Kontokorrent-Ausstand der Beschwerdegegner bestanden hätten; über 
andere namhafte Werte habe die GmbH nicht verfügt. Hinzu komme, dass 

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der Kontokorrent-Ausstand 2017 trotz fehlender Absicherung kaum (d.h. mit 
ca. 0.2 % p.a) verzinst worden sei, was - neben der Höhe der 
Darlehenssumme im Verhältnis zu den Gesamtaktiven der GmbH - klar auf 
ein fiktives Darlehen hinweise. Von daher erscheine die Behauptung des 
Beschwerdeführers, dass sich die geldwerte Leistung an die 
Beschwerdegegner erst mit der Konkurseröffnung ihrer GmbH manifestiert 
habe, jedenfalls gestützt auf die dem Gericht vorliegenden Akten im 
Beschwerdeverfahren weder belegt noch plausibel. In Betracht falle weiter, 
dass die Beschwerdegegner das im Verlauf der Jahre aufgebaute 
Kontokorrentdarlehen soweit ersichtlich als Einkommen der jeweiligen 
Jahre verwendet haben dürften. Es sei in der geschilderten Situation nicht 
an den Beschwerdegegnern gewesen, das (fiktive) Darlehen für 2017 oder 
für frühere Jahre als Einkommenszufluss zu deklarieren, zumal für den 
Beschwerdeführer alle erforderlichen Daten offen zu Tage gelegen hätten. 
Trotz augenscheinlich fehlender Bonität der Beschwerdegegner für das 
Darlehen (welches für die GmbH ein ungesichertes Klumpenrisiko 
dargestellt habe) seien sie vom Beschwerdeführer für 2017 definitiv 
veranlagt, ohne dass ihnen das Darlehen oder auch nur ein Teil davon als 
Einkommen aufgerechnet worden wäre. Die finanzielle Situation in den 
Jahren vor 2017 sei nicht aktenmässig dokumentiert, weshalb hierzu keine 
Aussagen möglich seien. Abklärungsbedürftig geblieben sei damit der 
Zeitpunkt, in welchem aufgrund der - soweit ersichtlich seit Jahren - 
desolaten Finanzlage der Beschwerdegegner mit einer Rückzahlung der 
gegenüber der GmbH bestehenden Kontokorrentschuld (vollständig oder 
teilweise) nicht mehr zu rechnen gewesen sei. In jedem Fall könne der 
Kontokorrentausstand nicht einfach im Nachhinein im Jahr 2018 als Ganzes 
als Einkommen besteuert werden, ohne zuvor die Gegebenheiten im 
Einzelfall zu eruieren. Der vom Beschwerdeführer zu leistende Nachweis 
eines Einkommenszuflusses könne demgemäss für 2018 in der von ihm 
festgelegten Höhe gestützt auf die bestehende Aktenlage nicht als erbracht 
bzw. die Rechtmässigkeit der Taxierung des gesamten, über Jahre 
aufgebauten Darlehens als einkommenssteuerpflichtiger Leistungszufluss 
2018 nicht als belegt gelten. Der vorinstanzliche Rückweisungs-Entscheid 
lasse sich nicht beanstanden (Verwaltungsgericht, B 2020/80, B 2020/81). Die 
gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit 
Urteil vom 2. März 2021 gutgeheissen (Verfahren 2C_872/2020).

Entscheid vom 17. September 2020

Besetzung

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Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

A.__ und B.__,  

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2018) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2018)

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Das Ehepaar A.__ und B.__ wohnte bis 9. August 2017 in C.__/ZH und danach in D.__/

SG. B.__ war alleinige Gesellschafterin der F.__-GmbH, deren Sitz am 27. September 

2017 von C.__/ZH nach E.__ verlegt wurde. Beide Ehepartner waren in der F.__-GmbH 

tätig. Am 1. Oktober 2018 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet und das 

Konkursverfahren am 12. Oktober 2018 mangels Aktiven eingestellt. In der 

Steuererklärung 2018 deklarierten A.__ und B.__ ein steuerbares Einkommen von 

CHF 8'944 und ein steuerbares Vermögen von CHF 0. Die Steuerbehörde veranlagte 

das Ehepaar am 21. August 2019 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 mit 

einem steuerbaren Einkommen von CHF 512'000 und einem steuerbaren Vermögen 

von CHF 0 sowie für die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von 

CHF 306'900. Basierend auf einer Meldung des kantonalen Steueramtes vom 

5. Februar 2019 wurde eine geldwerte Leistung der F.__-GmbH von CHF 500'880 

infolge geschäftsmässig nicht begründeter Abschreibungen neu als Aktivdarlehen an 

die Eheleute A.__ und B.__ (simuliertes Darlehen) betrachtet und ihrem Einkommen 

2018 aufgerechnet. In der gegen diese Veranlagungen erhobenen Einsprache vom 19. 

September 2019 machten A.__ und B.__ geltend, dass die Darlehen der G.__ AG, der 

H.__ AG und einer Privatperson als Privateinlagen zu betrachten seien. Mit 

Einspracheentscheiden vom 4. Oktober 2019 hiess das kantonale Steueramt die 

teilweise Einsprache gut. Es veranlagte A.__ und B.__ für die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 459'200 und für 

die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 275'100 (act. G 

5/2/1 f.).

A.a. 

Die mit Eingabe vom 6. November 2019 von A.__ und B.__ gegen die 

Einspracheentscheide vom 4. Oktober 2019 erhobenen Rechtsmittel (Rekurs und 

Beschwerde; act. G 5/1) hiess die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. 

Gallen mit Entscheid vom 20. April 2020 gut, hob die Einspracheentscheide auf und 

wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zu neuer 

Entscheidung an das kantonale Steueramt zurück. Die amtlichen Kosten von je 

CHF 600 wurden dem Staat auferlegt (act. G 2).

A.b. 

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B.  

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Besteuerung 

des Einkommens und des Vermögens natürlicher Personen vereinheitlicht sind, 

erledigte die Vorin-stanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 

einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu 

Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern. Unter diesen 

Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen 

Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das 

Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer 

2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2). Die sachliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, 

sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, 

und die Eingabe vom 11. Mai 2020 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 

Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG).

Die Vorinstanz begründet ihren Nichteintretensantrag mit der Überlegung, dass die 

Gegen diesen Entscheid erhob das kantonale Steueramt am 11. Mai 2020 Beschwerde 

mit dem Antrag, der Entscheid vom 20. April 2020 sei aufzuheben und die 

Einspracheentscheide vom 4. Oktober 2019 seien zu bestätigen (act. G 1).

B.a. 

In der Vernehmlassung vom 13. Mai 2020 beantragte die Vorinstanz, auf die 

Beschwerde sei nicht einzutreten; eventuell sei sie abzuweisen. Zur Begründung 

verwies sie auf den angefochtenen Entscheid und äusserte sich ergänzend zur 

Beschwerde (act. G 4). Der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegner und die 

Beschwerdebeteiligte verzichteten stillschweigend auf eine Stellungnahme (act. G 7).

B.b. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

B.c. 

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Voraussetzungen für die Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids (Rückweisung zur 

Abklärung und Neuverfügung), wie er vorliegend zur Diskussion steht, nicht erfüllt seien 

(act. G 4). Nach der Rechtsprechung ist die Anfechtung eines Zwischenentscheides 

zulässig, wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 

herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 

weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (VerwGE B 2015/4 vom 30. Juni 2015 E. 

1). Für den Fall, dass sich vorliegend - im Rahmen der materiellen Prüfung - der vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte Leistungszufluss (Aufrechnung) bei den 

Beschwerdegegnern im Jahr 2018 als belegt erweisen sollte, liesse sich die 

Angelegenheit im Rahmen eines Endentscheids (ohne weitere Abklärungen und 

Neuverfügung) erledigen. Im Fall der Bestätigung der Abklärungsbedürftigkeit resultiert 

demgegenüber für den Beschwerdeführer ein entsprechender Abklärungsaufwand. Auf 

die Beschwerde ist somit einzutreten.

2.  

Materiell streitig ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht die bei 

den Beschwerdegegnern für das Jahr 2018 vorgenommene Aufrechnung von 

geldwerten Leistungen der F.__-GmbH von CHF 447'917 als nicht rechtmässig 

erachtete, die entsprechenden Entscheide des Beschwerdeführers aufhob und die 

Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an ihn 

zurückwies.

Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. c StG und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sind Erträge aus 

beweglichem Vermögen steuerbar, insbesondere geldwerte Vorteile aus Beteiligungen 

aller Art. Geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft an 

ihre Gesellschafter stellen verdeckte Gewinnausschüttungen dar, wenn sie nicht als 

Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende Gegenleistung des 

Gesellschafters erfolgen. Dem Beteiligten werden Leistungen erbracht, welche im 

normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht erbracht würden (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N. 88 und 95 

zu Art. 58 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2013, 

III. N. 111). Nach der Rechtsprechung müssen für die Annahme einer verdeckten 

Gewinnausschüttung die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: (1) Die 

Gesellschaft erbringt eine Leistung ohne entsprechende Gegenleistung, wodurch das 

Geschäftsergebnis gemindert wird. (2) Mit der Leistung wird ein Beteiligter oder eine 

diesem nahestehende Person oder Unternehmung begünstigt; ein der Gesellschaft 

2.1. 

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fernstehender Dritter hätte sie unter gleichen Bedingungen nicht erhalten; die Leistung 

ist also ungewöhnlich, mit einem sachgemässen Geschäftsgebaren nicht vereinbar. (3) 

Der Charakter der Leistung bzw. das Missverhältnis zwischen Leistung und 

Gegenleistung ist für die handelnden Gesellschaftsorgane erkennbar (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, a.a.O., III. N. 112). Für die Beweislastverteilung im Zusammenhang mit 

verdeckten Gewinnausschüttungen ist zu differenzieren: Ist streitig, ob einer Leistung 

der Gesellschaft überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten gegenübersteht, trägt 

die Gesellschaft die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung 

(Beweis der geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung). Wenn - bei 

Vorhandensein einer Gegenleistung an die Gesellschaft - umstritten ist, ob zwischen 

den gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und deshalb 

auf eine verdeckte Gewinnausschüttung zu schliessen ist, so ist - ausgehend von der 

natürlichen Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung - die 

Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweispflichtig (Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 109 zu Art. 58 DBG).

Soweit eine geldwerte Leistung einer Gesellschaft rechtskräftig festgestellt ist, erfolgt 

regelmässig eine entsprechende Aufrechnung beim Beteiligungsinhaber (BGer 

2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.6). Indes besteht kein eigentlicher 

Aufrechnungsautomatismus. Die von der Gesellschaft erbrachte geldwerte Leistung 

begründet zwar ein gewichtiges Indiz, das bei der Veranlagung des 

Beteiligungsinhabers zu berücksichtigen ist. Indes haben lediglich das 

Entscheiddispositiv des rechtskräftigen Entscheids bzw. die Steuerfaktoren der 

Gesellschaft an der Rechtskraft teil. Eine erneute rechtliche Beurteilung auf 

Aktionärsebene ist daher unerlässlich, zumal es sich bei Gesellschaft und 

Beteiligungsinhaber um zwei voneinander unabhängige Rechts- und Steuersubjekte 

handelt (BGer 2C_16/2015 a.a.O. E. 2.5.7 m.H.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter a.a.O., 

N. 147 zu Art. 20 DBG; GVP 2001 Nr. 27). In Abweichung von den üblichen Regeln 

über die Beweislast hat ein Beteiligungsinhaber, soweit er gleichzeitig Organ der 

Gesellschaft ist, Bestand und Höhe der von der Steuerverwaltung behaupteten 

geldwerten Leistung detailliert zu bestreiten. Unterlässt er eine Bestreitung oder 

beschränkt er sich auf pauschale Ausführungen, darf die Veranlagungsbehörde 

annehmen, die auf Gesellschaftsebene rechtskräftig veranlagte Aufrechnung sei dem 

Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso berechtigt (BGer 2C_16/2015 a.a.O. E. 2.5.8 

m.H.).

Die Beschwerdegegner deklarierten in der Steuererklärung 2017 gegenüber der F.__-

2.2. 

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GmbH eine Kontokorrentschuld von CHF 504'181 (act. G 5/6 II/16). Gemäss 

Jahresrechnung der Gesellschaft per 30. September 2018 betrug die Kontokorrent-

Schuld der Beschwerdegegner CHF 524'917 (vgl. act. G 5/6 I/17). Der über die F.__-

GmbH eröffnete Konkurs wurde am 12. Oktober 2018 mangels Aktiven eingestellt. In 

der Steuererklärung 2018 deklarierten die Beschwerdegegner gegenüber der per 28. 

Januar 2019 im Handelsregister gelöschten F.__-GmbH keine Schuld mehr (act. G 5/6 

I/76). Der Beschwerdeführer rechnete den Beschwerdegegnern die nicht mehr 

deklarierte Schuld in den Veranlagungsverfügungen vom 4. Oktober 2019 (act. G 5/6 I/

6 und I/9) als geldwerte Leistungen der (konkursiten) GmbH auf. Er leitete aus einer 

steueramtlichen Meldung vom 5. Februar 2019 ab, dass aufgrund geschäftsmässig 

nicht begründeter Abschreibung der (simulierten) Aktivdarlehen der Beschwerdegegner 

eine geldwerte Leistung von CHF 500'800 an die Beschwerdegegner erfolgt sei (act. G 

5/6 I/88).

Die Vorinstanz hielt hierzu im angefochtenen Entscheid fest, eine solche Meldung allein 

vermöge den Nachweis einer geldwerten Leistung nicht zu erbringen, zumal darin 

lediglich erwähnt werde, dass "im Rahmen der Veranlagung" der F.__-GmbH in 

Liquidation die erwähnte Leistung festgestellt worden sei. In den Akten sei nun aber 

keine entsprechende Veranlagung der F.__-GmbH zu finden, welche eine solche 

Leistung dokumentieren würde. Im Einspracheverfahren hätten die Beschwerdeführer 

verschiedene Akten zur F.__-GmbH (Bilanz und Erfolgsrechnung für den Zeitraum 1. 

Oktober 2017 bis 30. September 2018 sowie diverse Kontoblätter für den gleichen 

Zeitraum; act. G 5/6 I/18 f., I/20 ff.) eingereicht. Im vorinstanzlichen Verfahren hätten sie 

die Bilanz und die Erfolgsrechnung für den Zeitraum 1. Oktober 2016 bis 30. 

September 2017 (act. G 5/2/4) nachgereicht. Veranlagungen der F.__-GmbH fänden 

sich nicht bei den Akten. Soweit ersichtlich würden sich die in Frage stehenden 

Aufrechnungen geldwerter Leistungen aus den beiden Bilanzpositionen KK 

(Kontokorrent) A.__ und KK B.__, einem Mietdepot A.__ und drei Darlehen 

zusammensetzen (act. G 5/6 I/17). Abschreibungen seien aber in der Erfolgsrechnung 

per 30. September 2018 lediglich mit CHF 4'379.30 verbucht worden (act. G 5/6 I/18). 

Aus den Kontoblättern sei weiter ersichtlich, dass die Beschwerdeführer nicht nur 

Löhne von CHF 35'817.60 bzw. CHF 33'218 und Boni von CHF 7'000 aus der 

Gesellschaft bezogen hätten (act. G 5/6 I/38 f.), sondern dass sie auch regelmässig 

Privatbezüge aus der Gesellschaft getätigt und diese dem KK-Konto belastet hätten 

(act. G 5/6 I/26 f.). Im Geschäftsjahr 2018 hätten sich diese auf CHF 38'191.38 

belaufen. Der Bestand des KK-Kontos der Beschwerdeführerin sei von 

CHF 302'201.66 auf CHF 340'393.04 angestiegen und habe sich beim 

Beschwerdeführer von CHF 198'678.78 auf CHF 184'524.33 reduziert. Die Entnahme 

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von finanziellen Mitteln in erheblichem Umfang aus der F.__-GmbH sei unbestritten 

(act. G 5/8 Ziffer 3). Allerdings sei der vom Beschwerdeführer festgelegte Betrag von 

CHF 447'917 einzig aufgrund der steueramtlichen Meldung vollumfänglich im 

Steuerjahr 2018 aufgerechnet worden. Diese Aufrechnung sei anhand der vorliegenden 

Akten in dieser Höhe nicht nachvollziehbar. Namentlich fehle der Nachweis, dass eine 

Leistung dieser Höhe im Jahr 2018 zugeflossen sei. Allerdings bestünden klare 

Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführer mit dem regelmässigen Bezug von 

finanziellen Mitteln aus der F.__-GmbH geldwerte Vorteile (Art. 33 Abs. 1 lit. c StG, 

Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG) erlangt hätten. Der Sachverhalt sei daher weiter abzuklären 

(act. G 2).

Der Beschwerdeführer wendet ein, der Vorwurf der fehlenden Nachvollziehbarkeit der 

Aufrechnung erstaune, gehe doch bereits aus dem Einspracheentscheid die 

Berechnung hervor, welche sich auf die Einsprache, die Jahresrechnung der F.__-

GmbH per 30. September 2018 sowie die Konkurseinstellung mangels Aktiven stütze. 

Der Reinvermögenszugang aus der untergegangenen Kontokorrent-Schuld der 

Beschwerdegegner gehe aus dem Vergleich der Steuerakten 2017 und 2018 eindeutig 

hervor. Eine Ausnahme von der Besteuerung wäre als steuermindernde Tatsache von 

den Beschwerdegegnern nachzuweisen. Ihre Einwendung, dass ihre Schuld für die 

Gesellschaft nicht werthaltig gewesen sei, verfange nicht. Die Beschwerdegegner seien 

durch den Wegfall der Schuld wirtschaftlich bereichert (BGE 142 II 197). Es habe in 

jedem Fall eine volle Besteuerung des Reinvermögenszugangs zu erfolgen. Ebenso 

wenig vermöge die Einwendung zu überzeugen, die Besteuerung der geldwerten 

Leistung hätte in den vorangehenden Steuerperioden erfolgen sollen. Soweit die 

Kontokorrentschulden nicht als simuliertes Darlehen zu qualifizieren seien, erfolge der 

Reinvermögenszugang frühestens im Zeitpunkt, in welchem die Kontokorrentschuld 

untergegangen sei (vorliegend mit der Einstellung des Konkurses am 12. Oktober 

2018). Soweit die Schulden als simuliertes Darlehen zu qualifizieren seien, sei der 

Zeitpunkt der Realisation unter Würdigung der konkreten Umstände zu bestimmen. Die 

Simulation müsse auf klaren Indizien beruhen. Die Indizien würden sich in vielen Fällen 

erst dann zu einem Beweis verdichten, wenn der Anteilsinhaber den eindeutigen Willen 

äussere, die Mittel seiner Gesellschaft zu entziehen und den Behörden diese Absicht 

insbesondere dadurch erkennbar werde, dass die Gesellschaft das Darlehen als 

wertlos geworden abschreibe (BGE 138 II 57 E. 5, BGer 2C_443/2016 vom 11. Juli 

2017 E. 3.5.3). Die F.__-GmbH habe die Kontokorrentforderung bis zu ihrem Konkurs 

nicht abgeschrieben. Nachdem grundsätzlich nur auf Ebene der Gesellschaft die 

Abgrenzung zwischen echten und simulierten Darlehen gemacht werden könne, 

2.3. 

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3.  

komme der Veranlagung der juristischen Person für die Erfassung der geldwerten 

Leistung im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung des Anteilsinhabers eine 

"Leadfunktion" zu. Vorliegend habe sich die geldwerte Leistung erst mit der 

Konkurseröffnung manifestiert, weshalb auch die Besteuerung zu diesem Zeitpunkt zu 

erfolgen habe. In der Steuererklärung 2017 sei die Kontokorrentschuld nach wie vor 

deklariert worden, woraus grundsätzlich auf einen Rückzahlungswillen geschlossen 

werden müsse. Aus diesem Grund und aufgrund des für 2017 deklarierten 

Nettoeinkommens von CHF 144'951 sei zu diesem Zeitpunkt die Rückzahlung nicht 

definitiv ausgeschlossen gewesen. Eine frühere Besteuerung sei somit nicht geboten 

gewesen. Eine steueramtliche Meldung werde erst 50 Tage nach Eröffnung der 

unangefochten gebliebenen Veranlagung der juristischen Person abgesetzt. Die 

Beschwerdegegner hätten einen allfälligen Einkommenszufluss (geldwerte Leistung) 

bereits in früheren Jahren deklarieren müssen, hätten doch sie ihre finanziellen 

Verhältnisse und diejenigen der GmbH am besten gekannt. Es verstosse gegen Treu 

und Glauben, wenn sie nun rügen würden, dass der steuerliche Zugriff früher hätte 

erfolgen sollen (BGer 2C_461/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 3.2, 2C_442/2018 vom 

3. Juni 2019 E. 3.2.3; act. G 1).

Vorliegend bestätigt der Beschwerdeführer, dass der Veranlagung der juristischen 

Person für die Erfassung einer geldwerten Leistung im Rahmen der 

Einkommenssteuerveranlagung des Anteilsinhabers eine "Leadfunktion" zukomme und 

eine steueramtliche Meldung 50 Tage nach Eröffnung der unangefochten gebliebenen 

Veranlagung der juristischen Person abgesetzt werde (act. G 1 IV./2.2.2). Indes ist die 

in der steueramtlichen Meldung angeführte Veranlagung der F.__-GmbH für 2018 (act. 

G 5/6 I/88) in den vom Beschwerdeführer eingereichten Akten nach wie vor nicht 

enthalten. Lässt sich - wie vorliegend - eine Aufrechnung von geldwerten Leistungen 

nicht auf die rechtskräftige Veranlagung der juristischen Person stützen, hat die 

Steuerbehörde die geldwerte Leistung der Gesellschaft an die ihr nahestehende Person 

nachzuweisen (VerwGE B 2018/4 und 5 vom 15. März 2018 E. 4.2).

3.1. 

Eine verdeckte Gewinnausschüttung kann vorliegen, wenn die Gesellschaft dem 

Beteiligten ein Darlehen ohne angemessene Sicherheit, ohne klare 

Rückzahlungsverpflichtung oder ohne tatsächliche Rückzahlungsmöglichkeit gewährt 

(simuliertes Darlehen; Zigerlig/Oertli/Hofmann a.a.O., III. N. 116 mit Hinweisen). Dabei 

ist die finanzielle Situation des Anteilsinhabers im Zeitpunkt der Kreditgewährung

3.2. 

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massgebend, wobei spätere Entwicklungen nur insoweit in Betracht fallen, als sie zu 

diesem Zeitpunkt bereits absehbar waren. Hätte ein unabhängiger Dritter dem 

Anteilsinhaber zu diesem Zeitpunkt kein Darlehen gewährt oder dafür zumindest 

Sicherheiten verlangt, ist in der Darlehensgewährung eine verdeckte 

Gewinnausschüttung zu sehen. Weitere Kriterien für das Vorliegen einer verdeckten 

Gewinnausschüttung sind die Höhe der Darlehenssumme, die fehlende Bonität des 

Anteilsinhabers, die fehlende Begleichung der Darlehenszinsen bzw. Novation 

derselben in eine zusätzliche Schuld und die laufende Erhöhung der Schuldsumme 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter a.a.O., N. 119 f. zu Art. 58 DBG).

Die Frage des Vorliegens oder Nichtvorliegens eines simulierten Darlehens ist 

entscheidend für den Zeitpunkt, in dem ein "Darlehen" beim Steuerpflichtigen als 

Einkommen zu erfassen ist (so bereits VerwGE B 2001/170 vom 20. August 2002 E. 

4e). Beim Gesellschafter wird rechtsprechungsgemäss das Darlehen als verdeckte 

Gewinnausschüttung zu dem Zeitpunkt erfasst, in welchem er den klaren Willen 

äussert, die Mittel der Gesellschaft zu entziehen bzw. in welchem er mit der 

Rückzahlung nicht mehr rechnen muss. Dieser Zeitpunkt tritt mit der Genehmigung der 

Bilanz und der Erfolgsrechnung ein, in denen wiederum weder die zurückbehaltenen 

Einnahmen noch die entsprechenden Forderungen enthalten sind. Beim simulierten 

Darlehen fliesst die verdeckte Gewinnausschüttung jedoch grundsätzlich bereits mit 

der Darlehenshingabe zu. Gewährt indes eine Gesellschaft einem Anteilsinhaber - wie 

vorliegend - über Jahre hinweg Darlehen, so muss die verdeckte Gewinnausschüttung 

beim Anteilsinhaber nicht bereits bei der ersten Darlehenshingabe als steuerbare 

Einkunft erfasst werden. Die verdeckte Gewinnausschüttung kann auch erst dann 

zufliessen, wenn die Gesellschaft erst bei späteren Darlehenshingaben nicht mehr 

ernsthaft mit der Darlehensrückzahlung durch ihren Gesellschafter rechnen konnte, weil 

dieser z.B. in der Zwischenzeit überschuldet war (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter 

a.a.O., N. 73-76 zu Art. 41 DBG mit Hinweisen).

 3.3. 

Die Beschwerdegegner anerkannten im vorinstanzlichen Verfahren, dass ihre 

Nettoschulden gegenüber der Gesellschaft im Zeitpunkt des Konkurses (12. Oktober 

2018) CHF 447'917 betragen hätten und aufgrund des Konkurses gelöscht worden 

seien. Sie machten indes sinngemäss und zusammengefasst geltend, sie seien 

persönlich seit Jahren überschuldet gewesen. Ihre Schulden seien dementsprechend 

für die GmbH wertlos bzw. nicht einbringlich gewesen, weshalb der konkursbedingte 

3.3.1. 

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Wegfall der Schuld im Jahr 2018 bei ihnen keine wirtschaftliche Bereicherung habe 

bewirken können. Ausserdem hätte die Besteuerung des simulierten Darlehens 

angesichts ihrer bekanntermassen schlechten wirtschaftlichen Lage bereits in den 

vorangehenden Steuerperioden erfolgen müssen. Die geschäftsmässige Begründetheit 

der Abschreibung der Darlehen ergebe sich aus ihrer Uneinbringlichkeit bei ihnen. Ihre 

desolate Finanzlage und diejenige der GmbH seien transparent und erkennbar 

gewesen; Rückfragen durch die Steuerbehörde hinsichtlich der Zunahme der Darlehen 

im Zeitverlauf seien nie erfolgt. Aufrechnungen hätten (wenn überhaupt) schon in 

früheren Jahren erfolgen müssen. Eine Aufrechnung des gesamten Betrages im Jahr 

2018 sei periodenfremd (vgl. act. G 6/1 und 6/8). In der Steuererklärung 2018 

deklarierten die Beschwerdegegner denn auch die konkursbedingt weggefallenen 

Schulden nicht mehr (vgl. act. G 5/6 I/76 und vorangehende E. 2.2 erster Absatz).

Mit Blick auf die geschilderten Umstände bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdegegner mit dem über mehrere Jahre erfolgten Zugang von Mitteln aus der 

F.__-GmbH geldwerte Vorteile im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG beziehungsweise 

Art. 33 Abs. 1 lit. c StG erlangten. Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen 

Auffassung (act. G 1 S. 4 Ziffer 2.2.2 mit Rechtsprechungs-Hinweisen) ist für die Zeit 

vor dem Konkurs der Gesellschaft nach Lage der vorliegenden Akten keine eindeutige 

Willensäusserung der Beschwerdegegner dokumentiert, dass sie die von ihnen 

bezogenen Mittel der Gesellschaft endgültig entziehen wollten. Vielmehr deklarierten 

sie in der Steuerklärung 2017 nach wie vor ihre Kontokorrentschuld, woraus - auch 

nach der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung (act. 1 S. 5 Zeile 5) - auf einen 

Rückzahlungswillen zu schliessen war. Der Beschwerdeführer macht denn auch zu 

Recht nicht geltend, dass die GmbH das Darlehen (vor dem Konkurs) als wertlos 

abgeschrieben habe (vgl. BGE 138 II 57 E. 5, BGer 2C_443/2016 a.a.O. E. 5.2.3). Daher 

kann für die Besteuerung nur der Zeitpunkt massgebend sein, in welchem - trotz 

gegebenem Rückzahlungswillen - auf Seiten der Beschwerdegegner aufgrund ihrer 

Überschuldung tatsächlich nicht mehr mit einer Rückzahlung zu rechnen war. Mit Blick 

auf die von den Beschwerdegegnern bestätigten Umstände (vorstehende E. 3.2) blieb 

und bleibt unklar, in welchem Zeitpunkt und in welchem Betrag eine 

Rückzahlungsmöglichkeit der Beschwerdegegner aufgrund ihrer finanziellen Situation 

nicht mehr vorhanden war bzw. in welchem Zeitpunkt die GmbH mit der Rückzahlung 

des Darlehens nicht mehr ernsthaft rechnen konnte.  

3.3.2. 

Die von den Beschwerdegegnern angeführte und teilweise aus den Akten ersichtliche 

3.3.3. 

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langjährig schlechte Finanzsituation (Überschuldung) wird vom Beschwerdeführer als 

solche nicht in Abrede gestellt. Allein die Deklarierung eines Nettoeinkommens von 

CHF 144'951 durch die Beschwerdegegner für das Jahr 2017 - wenige Monate vor 

Konkurseröffnung der GmbH - macht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 

(act. G 1 S. 5) die Rückzahlungsmöglichkeit der nicht abgedeckten Kontokorrentschuld 

in dreifacher Höhe des deklarierten Nettoeinkommens noch nicht plausibel, zumal 

dieselbe Deklarierung auch ein Minus-Vermögen der Beschwerdegegner annähernd in 

Höhe der Kontokorrentschuld enthält (vgl. act. G 5/6 II/2 f.). Augenfällig und hier 

wesentlich ist auch, dass die Aktiven der Bilanz der GmbH per 30. September 2017 

praktisch ausschliesslich (ca. 90 %) aus dem Kontokorrent-Ausstand der 

Beschwerdegegner bestanden (act. G 5/2/4); über andere namhafte Werte verfügte die 

GmbH nicht. Hinzu kommt, dass der Kontokorrent-Ausstand 2017 trotz fehlender 

Absicherung kaum (d.h. mit ca. 0.2 % p.a) verzinst wurde (vgl. act. G 5/6 II/16), was - 

neben der Höhe der Darlehenssumme im Verhältnis zu den Gesamtaktiven der GmbH - 

klar auf ein fiktives Darlehen hinweist (vgl. vorangehende E. 3.2 erster Absatz). Von 

daher erscheint die Behauptung des Beschwerdeführers, dass sich die geldwerte 

Leistung an die Beschwerdegegner erst mit der Konkurseröffnung ihrer GmbH 

manifestiert habe (act. G 1 S. 4 f.), jedenfalls gestützt auf die dem Gericht vorliegenden 

Akten im Beschwerdeverfahren weder belegt noch plausibel.

In Betracht fällt weiter, dass die Beschwerdegegner das im Verlauf der Jahre 

aufgebaute Kontokorrentdarlehen soweit ersichtlich als Einkommen der jeweiligen 

Jahre verwendet haben dürften (vgl. BGE 138 II 57 E. 5.1.2). Entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers (act. G 1 S. 5 unten) war es in der geschilderten Situation nicht 

an den Beschwerdegegnern, das (fiktive) Darlehen für 2017 oder für frühere Jahre als 

Einkommenszufluss zu deklarieren, zumal für den Beschwerdeführer alle erforderlichen 

Daten offen zu Tage lagen. Zum Verweis des Beschwerdeführers auf BGer 

2C_461/2008 ist festzuhalten, dass gemäss Sachverhalt jenes Entscheids die 

Steuerbehörde auf das Anwachsen der Darlehensschuld insoweit reagiert hatte, als sie 

bei Überschreiten einer bestimmten betraglichen Grenze explizit den Vorbehalt 

anbrachte, dass allfällige Verluste auf der Forderung gegenüber dem Aktionär als 

geldwerte Leistung behandelt werden müssten (BGer 2C_461/2008 a.a.O. E. 3.2). An 

einer solchen Reaktion des Beschwerdeführers fehlte es vorliegend gerade, weshalb 

der Entscheid nicht einschlägig ist. Auch kann den Beschwerdegegnern ein 

treuwidriges Verhalten, wie es in dem vom Beschwerdeführer angeführten Entscheid 

zur Diskussion stand (a.a.O. E. 3.2.3), offensichtlich nicht unterstellt werden. Trotz 

augenscheinlich fehlender Bonität der Beschwerdegegner für das Darlehen (welches 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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4.  

für die GmbH ein ungesichertes Klumpenrisiko darstellte) wurden sie vom 

Beschwerdeführer für 2017 definitiv veranlagt, ohne dass ihnen das Darlehen oder 

auch nur ein Teil davon als Einkommen aufgerechnet worden wäre.

Die finanzielle Situation in den Jahren vor 2017 ist nicht aktenmässig dokumentiert, 

weshalb hierzu keine Aussagen möglich sind. Abklärungsbedürftig blieb damit wie 

dargelegt der Zeitpunkt, in welchem aufgrund der - soweit ersichtlich seit Jahren - 

desolaten Finanzlage der Beschwerdegegner mit einer Rückzahlung der gegenüber der 

GmbH bestehenden Kontokorrentschuld (vollständig oder teilweise) nicht mehr zu 

rechnen war. Erst wenn diese Umstände eruiert sind, lässt sich abschliessend 

entscheiden, ob - und wenn ja, in welchem Umfang - die Besteuerung des simulierten 

Darlehens aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Beschwerdegegner 

bereits in den vorangehenden Steuerperioden hätte erfolgen müssen. In jedem Fall 

kann der Kontokorrentausstand nicht einfach im Nachhinein im Jahr 2018 als Ganzes 

als Einkommen besteuert werden, ohne zuvor die Gegebenheiten im Einzelfall zu 

eruieren. Der vom Beschwerdeführer zu leistende Nachweis eines 

Einkommenszuflusses kann demgemäss für 2018 in der von ihm festgelegten Höhe

gestützt auf die bestehende Aktenlage nicht als erbracht bzw. die Rechtmässigkeit der 

Taxierung des gesamten, über Jahre aufgebauten Darlehens als 

einkommenssteuerpflichtiger Leistungszufluss 2018 nicht als belegt gelten. An der 

Abklärungsbedürftigkeit vermag der Verweis des Beschwerdeführers auf BGE 142 II 

197 (Forderungsverzicht einer Bank zugunsten einer Privatperson als steuerbares 

Einkommen der letzteren) sowie der von ihm ins Feld geführte (act. G 1 S. 4) Umstand 

der wirtschaftlichen Bereicherung der Beschwerdegegner durch den konkursbedingten 

Wegfall der Schuld nichts zu ändern, indem mit dieser Feststellung allein die Frage, ob 

bzw. und wenn ja in welchem Betrag sie im hier einzig streitigen Jahr 2018 

wirtschaftlich bereichert wurden, noch nicht geklärt ist. Bei diesen Gegebenheiten lässt 

sich der vorinstanzliche Rückweisungsentscheid nicht beanstanden.

Somit ist die Beschwerde unter Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids vom 20. 

April 2020 abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen 

Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 2'000 (B 2020/80: CHF 1'000; B 2020/81: CHF 1'000) erscheint angemessen (Art. 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2020/80 und B 2020/81 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde B 2020/80 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018 wird 

abgewiesen.

3.

Die Beschwerde B 2020/81 betreffend direkte Bundessteuer 2018 wird abgewiesen.

4.

Der Beschwerdeführer (Staat) bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 2'000 (B 2020/80: 

CHF 1'000; B 2020/82: CHF 1'000).

5.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

 

145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Auf die Erhebung der Kosten ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 98  VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, SR 172.021).

4.2. 
bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 17.09.2020
	Steuerrecht. Aufrechnung von geldwerten Leistungen (Darlehen) einer GmbH an die Anteilseigner. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1) und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG (SR 642.11). Das Verwaltungsgericht erachtete Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdegegner mit dem über mehrere Jahre erfolgten Zugang von Mitteln aus der GmbH geldwerte Vorteile im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG beziehungsweise Art. 33 Abs. 1 lit. c StG erlangt hätten, als gegeben. Für die Zeit vor dem Konkurs der Gesellschaft sei keine eindeutige Willensäusserung der Beschwerdegegner dokumentiert, dass sie die von ihnen bezogenen Mittel der Gesellschaft endgültig hätten entziehen wollen. Vielmehr hätten sie in der Steuerklärung 2017 nach wie vor ihre Kontokorrentschuld deklariert, woraus auf einen Rückzahlungswillen zu schliessen gewesen sei. Daher könne für die Besteuerung nur der Zeitpunkt massgebend sein, in welchem - trotz gegebenem Rückzahlungswillen - auf Seiten der Beschwerdegegner aufgrund ihrer Überschuldung tatsächlich nicht mehr mit einer Rückzahlung zu rechnen gewesen sei. Es sei unklar geblieben, in welchem Zeitpunkt und in welchem Betrag eine Rückzahlungsmöglichkeit der Beschwerdegegner aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht mehr vorhanden gewesen sei bzw. in welchem Zeitpunkt die GmbH mit der Rückzahlung des Darlehens nicht mehr ernsthaft habe rechnen können. Allein die Deklarierung eines Nettoeinkommens von CHF 144'951 durch die Beschwerdegegner für das Jahr 2017 - wenige Monate vor Konkurseröffnung der GmbH - mache die Rückzahlungsmöglichkeit der nicht abgedeckten Kontokorrentschuld in dreifacher Höhe des deklarierten Nettoeinkommens noch nicht plausibel, zumal dieselbe Deklarierung auch ein Minus-Vermögen der Beschwerdegegner annähernd in Höhe der Kontokorrentschuld enthalte. Augenfällig und hier wesentlich sei auch, dass die Aktiven der Bilanz der GmbH per 30. September 2017 praktisch ausschliesslich (ca. 90 %) aus dem Kontokorrent-Ausstand der Beschwerdegegner bestanden hätten; über andere namhafte Werte habe die GmbH nicht verfügt. Hinzu komme, dass

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	der Kontokorrent-Ausstand 2017 trotz fehlender Absicherung kaum (d.h. mit ca. 0.2 % p.a) verzinst worden sei, was - neben der Höhe der Darlehenssumme im Verhältnis zu den Gesamtaktiven der GmbH - klar auf ein fiktives Darlehen hinweise. Von daher erscheine die Behauptung des Beschwerdeführers, dass sich die geldwerte Leistung an die Beschwerdegegner erst mit der Konkurseröffnung ihrer GmbH manifestiert habe, jedenfalls gestützt auf die dem Gericht vorliegenden Akten im Beschwerdeverfahren weder belegt noch plausibel. In Betracht falle weiter, dass die Beschwerdegegner das im Verlauf der Jahre aufgebaute Kontokorrentdarlehen soweit ersichtlich als Einkommen der jeweiligen Jahre verwendet haben dürften. Es sei in der geschilderten Situation nicht an den Beschwerdegegnern gewesen, das (fiktive) Darlehen für 2017 oder für frühere Jahre als Einkommenszufluss zu deklarieren, zumal für den Beschwerdeführer alle erforderlichen Daten offen zu Tage gelegen hätten. Trotz augenscheinlich fehlender Bonität der Beschwerdegegner für das Darlehen (welches für die GmbH ein ungesichertes Klumpenrisiko dargestellt habe) seien sie vom Beschwerdeführer für 2017 definitiv veranlagt, ohne dass ihnen das Darlehen oder auch nur ein Teil davon als Einkommen aufgerechnet worden wäre. Die finanzielle Situation in den Jahren vor 2017 sei nicht aktenmässig dokumentiert, weshalb hierzu keine Aussagen möglich seien. Abklärungsbedürftig geblieben sei damit der Zeitpunkt, in welchem aufgrund der - soweit ersichtlich seit Jahren - desolaten Finanzlage der Beschwerdegegner mit einer Rückzahlung der gegenüber der GmbH bestehenden Kontokorrentschuld (vollständig oder teilweise) nicht mehr zu rechnen gewesen sei. In jedem Fall könne der Kontokorrentausstand nicht einfach im Nachhinein im Jahr 2018 als Ganzes als Einkommen besteuert werden, ohne zuvor die Gegebenheiten im Einzelfall zu eruieren. Der vom Beschwerdeführer zu leistende Nachweis eines Einkommenszuflusses könne demgemäss für 2018 in der von ihm festgelegten Höhe gestützt auf die bestehende Aktenlage nicht als erbracht bzw. die Rechtmässigkeit der Taxierung des gesamten, über Jahre aufgebauten Darlehens als einkommenssteuerpflichtiger Leistungszufluss 2018 nicht als belegt gelten. Der vorinstanzliche Rückweisungs-Entscheid lasse sich nicht beanstanden (Verwaltungsgericht, B 2020/80, B 2020/81). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 2. März 2021 gutgeheissen (Verfahren 2C_872/2020).

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