# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7c7b0fd-26ce-5b3f-8b7d-038ea3cda68f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.12.2014 100 2013 128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-128_2014-12-05.pdf

## Full Text

100.2013.128/129U
HAT/BCL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Büchi

A._____ GmbH
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2008 
(Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 19. März 2013; 
100 11 183, 200 11 144)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
129U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die A._____ GmbH bezweckt die Installation, den Unterhalt und die Wartung von 
Heizungsanlagen sowie den Handel mit Waren aller Art. Geschäftsführer und einziger 
Gesellschafter ist B.________. Am 4. August 2010 veranlagte die Steuerverwaltung 
des Kantons Bern (Steuerverwaltung) die A._____ GmbH für das Steuerjahr 2008 ge-
stützt auf die Ergebnisse einer am 10. Mai 2010 durchgeführten Buchprüfung. Sie 
bestimmte den steuerbaren Reingewinn sowohl bei den Kantons- und 
Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer auf Fr. 41'164.--. Die 
Abweichung gegenüber der Erfolgsrechnung der A._____ GmbH in der Höhe von 
insgesamt Fr. 25'635.-- beruhte im Wesentlichen auf einer Aufrechnung für eine 
Abschreibung auf dem (neu angeschafften) Fahrzeug Nissan Murano in der Höhe von 
Fr. 23'326.--. Die dagegen gerichteten Einsprachen wies die Steuerverwaltung ab (Ent-
scheide vom 16.2.2011).

B.

Am 17. März 2011 gelangte die A._____ GmbH mit Rekurs und Beschwerde an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK) und beantragte, die 
Einspracheentscheide seien aufzuheben und auf die Aufrechnung in der Höhe von 
Fr. 23'326.-- sei sowohl bei den Kantons- und Gemeindesteuern als auch bei der 
direkten Bundessteuer zu verzichten. Die Steuerverwaltung beantragte nebst der 
Abweisung der Rechtsmittel die zusätzliche Aufrechnung von geschäftsmässig nicht 
begründeten Auslagen für Benzin in der Höhe von Fr. 1'193.70, «übrigen Kosten» von 
Fr. 4'791.15 sowie Verkehrsbussen von Fr. 330.--. Die StRK wies Rekurs und Be-
schwerde am 19. März 2013 ab, nahm die von der Steuerverwaltung beantragten 
zusätzlichen Aufrechnungen beim steuerbaren Gewinn vor (sog. reformatio in peius) 
und wies die Sache zur Neufestsetzung der Steuerfaktoren an die Steuerverwaltung 
zurück. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
129U, Seite 3

C.

Am 19. April 2013 hat die A._____ GmbH Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen die 
Entscheide der StRK erhoben mit dem folgenden Rechtsbegehren: 

«Der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 21. März 2013 
sei aufzuheben, und es seien die Kosten für das Zweitfahrzeug (Nissan) als 
geschäftsmässig begründet zu anerkennen; dies unter Berücksichtigung und 
Ausscheidung eines Privatanteils gemäss geltender Praxis von 9.6% des 
Kaufpreises des Zweitfahrzeuges. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.»

Am 23. April 2013 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die Kantons- 
und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

Die StRK schliesst mit Beschwerdevernehmlassung vom 29. April 2013 auf Abweisung 
der Beschwerden. Die Steuerverwaltung verzichtet mit Eingabe vom 30. Mai 2013 auf 
eine Beschwerdeantwort.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. 
auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 
Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte 
Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 
2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Beim 
angefochtenen Rückweisungsentscheid handelt es sich um einen Endentscheid, 
verbleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; die Rück-
weisung dient nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des Angeordneten (vgl. statt 
vieler BGE 134 II 124 E. 1.3; für das kantonale Verfahren auch BVR 2012 S. 558, nicht 
publ. E. 1.2 [VGE 2011/324 vom 16.5.2012]). Die zusätzlichen Voraussetzungen von 
Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die Anfechtung von Zwischenentscheiden 
müssen daher nicht erfüllt sein. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
129U, Seite 4

Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, ist durch die angefochtenen Ent-
scheide besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf die form- und fristgerecht eingereichten 
Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der kantonalen Steuern als auch der direkten 
Bundessteuer angefochten, so muss das Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal 
es sich um verschiedene Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen 
zustehen und in getrennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die 
Entscheide in ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). – Vorliegend ist die geschäftsmässige Begründetheit von 
Aufwendungen umstritten. Da die massgeblichen Normen des kantonalen und 
eidgenössischen Rechts im Wesentlichen gleich lauten, rechtfertigt sich die 
gemeinsame Beurteilung hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer 
Steuern.

1.3 Die Gutheissung der Beschwerden würde sowohl bei den Kantons- und 
Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer zu einer Steuerersparnis von 
weniger als Fr. 20'000.-- führen, womit die Beurteilung in die einzelrichterliche 
Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2. 

Die Vorinstanz hat nicht nur die Nichtanerkennung der Abschreibungen auf dem 
Fahrzeug Nissan Murano in der Höhe von Fr. 23'326.-- geschützt, sondern zusätzlich, 
einem dahingehenden (sinngemässen) Antrag der Steuerverwaltung folgend (vgl. 
Eingabe vom 22.1.2013; act. 3A pag. 119, 118, 102 und 71), weitere Aufwendungen 
für die Fahrzeuge der Beschwerdeführerin als geschäftlich nicht begründet betrachtet 
und auf den mit der Jahresrechnung 2008 ausgewiesenen (steuerbaren) Gewinn 
aufgerechnet (vgl. hinten E. 4.2). Hierzu ist zunächst zu bemerken, dass die StRK 
offensichtlich übersehen hat, dass sie insoweit selber eine reformatio in peius vornimmt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
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und stattdessen fälschlicherweise davon ausging, eine Ermessenstaxation der 
Steuerverwaltung – auf offensichtliche Unrichtigkeit hin – zu überprüfen (vgl. Art. 174 
Abs. 2 und Art. 191 Abs. 3 StG; Art. 130 Abs. 2 und Art. 132 Abs. 3 DBG). Mit Blick auf 
den Ausgang des Verfahrens braucht allerdings nicht näher erörtert zu werden, 
inwiefern sich dieser Irrtum der Vorinstanz auf die Beurteilung von Rekurs und 
Beschwerde ausgewirkt hat. Weiter ist zu bemerken, dass im Rahmen dieser 
reformatio in peius unter anderem eine Aufrechnung in der Höhe von Fr. 204.35 vor-
genommen wurde, welche Auslagen für die Teilkaskoversicherung des Privatfahrzeugs 
des Geschäftsführers betrifft. Da die Beschwerdeführerin nur die steuerliche 
Behandlung des Zweitfahrzeugs rügt und diese Aufrechnung nicht beanstandet, sind 
die angefochtenen Entscheide insoweit unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 
Gleiches gilt bezüglich der Aufrechnung von Auslagen für Verkehrsbussen des 
Geschäftsführers in der Höhe von Fr. 330.--, welche die Beschwerdeführerin ebenfalls 
nicht angefochten hat (bezüglich derer sich die Vorinstanz allerdings der Vornahme 
einer reformatio in peius bewusst war; vgl. angefochtene Entscheide, E. 9). 

3.

Streitig und zu prüfen sind nach dem Gesagten die Aufrechnungen wegen verdeckter 
Gewinnausschüttung bzw. geschäftsmässig nicht begründeter Aufwendungen für 
Benzinkosten von Fr. 1'193.70, für «übrige Kosten» von Fr. 4'586.80 (Fr. 4'791.15 
abzüglich Fr. 204.35) und für die Abschreibung auf dem Fahrzeug Nissan Murano in 
der Höhe von Fr. 23'326.--.

3.1 Gegenstand der Gewinnsteuer ist der Reingewinn (Art. 85 Abs. 1 StG; Art. 57 
DBG; vgl. auch Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 
642.14]). Für die Bestimmung des Reingewinns von juristischen Personen ist vom 
Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahrs 
auszugehen (Art. 85 Abs. 2 Bst. a StG; Art. 58 Abs. 1 Bst. a DBG), womit das Prinzip 
der Massgeblichkeit der Handelsbilanz ausdrücklich festgeschrieben wird. Es besagt, 
dass Bilanz und Erfolgsrechnung Ausgangspunkt und Grundlage der steuerlichen Ge-
winnermittlung bilden, wenn bei ihrer Errichtung nicht gegen zwingende Bestimmungen 
des Handelsrechts verstossen wurde und sofern nicht spezielle steuerrechtliche 
Vorschriften für die Gewinnermittlung zu beachten sind (zum Ganzen BVR 2008 S. 181 

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E. 3.1; BGE 133 I 19 E. 6.3; BGer 2C_533/2012 und 2C_534/2012 vom 19.2.2013, 
E. 3.2.1, 2C_515/2010 vom 13.9.2011, in StE 2011 B 23.41 Nr. 5 E. 2, auch zum 
Folgenden). Während die Bewertungsvorschriften des Handelsrechts Höchst-
bewertungsvorschriften darstellen, die primär zum Schutz der Gläubigerschaft 
verhindern sollen, dass die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens zu günstig 
ausgewiesen wird, bezwecken die steuerrechtlichen Korrekturvorschriften, dass die 
Ertrags- und Vermögenslage entsprechend dem Grundsatz der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäss Art. 104 Abs. 1 der Verfassung des 
Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) nicht zu ungünstig präsentiert wird. Ausgehend vom handelsrechtlich korrekt 
ausgewiesenen Reingewinn kennt das Steuerrecht deshalb verschiedene Tatbestände, 
die zu solchen steuerlichen Erfolgskorrekturen führen. So werden zum ausgewiesenen 
Gewinn insbesondere alle vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung 
ausgeschiedenen Teile des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von 
geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet wurden, sowie sämtliche der 
Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträge hinzugerechnet (Art. 85 Abs. 2 Bst. b 
und c StG; Art. 58 Abs. 1 Bst. b und c DBG; vgl. zum Ganzen etwa VGE 2011/395/396 
vom 2.9.2013 E. 2.1). 

3.2 Der Begriff des geschäftsmässig begründeten bzw. nicht begründeten 
Aufwands wird im Gesetz zwar durch eine beispielhafte Aufzählung näher 
umschrieben, aber nicht abschliessend definiert (vgl. Art. 85 Abs. 2 Bst. b StG; Art. 58 
Abs. 1 Bst. b DBG). Es muss deshalb im Einzelfall unter Würdigung aller Umstände 
bestimmt werden, ob ein steuerlich abzugsfähiger Aufwand vorliegt. Die 
geschäftsmässige Begründetheit einer Aufwendung beurteilt sich anhand des 
unternehmerischen Zwecks. Eine Aufwendung ist grundsätzlich dann geschäftsmässig 
begründet, wenn sie mit dem Betrieb und dem mit diesem verfolgten Zweck der 
Gewinnerzielung in einem kausalen Zusammenhang steht (BGE 138 IV 47, nicht publ. 
E. 5.3 [6B_453/2011 vom 20.12.2011]; vgl. auch BGE 135 II 86 E. 3.1, 122 IV 25 
E. 2c). Nicht Voraussetzung bildet, dass eine Aufwendung tatsächlich erforderlich ist. 
Insbesondere erfolgt eine Aufrechnung nicht schon dann, wenn ungeschickt disponiert 
wird. Es genügt, dass eine Aufwendung in einem objektiven Zusammenhang zur 
Unternehmenstätigkeit steht, wobei die blosse Möglichkeit einer Gewinnerzielung 
ausreicht (vgl. VGE 2013/20/21 vom 15.5.2014, E. 3.3, 23012/23013 vom 12.6.2008, 
E. 3.1 [bestätigt durch BGer 2C_543/2008 vom 27.3.2009]; Brülisauer/Poltera, in 
Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 

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2. Aufl. 2008, Art. 58 DBG N. 47 ff.). Geschäftsmässig nicht begründet sind etwa 
Aufwendungen, die eine Aktiengesellschaft für den privaten Lebensaufwand der 
Aktionäre erbringt (BGE 138 IV 47, nicht publ. E. 5.3 [6B_453/2011 vom 20.12.2011]; 
VGE 2013/20/21 vom 15.5.2014, E. 3.3).

3.3 Die Steuerbehörde trägt grundsätzlich die Beweislast für steuerbegründende 
und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person für steueraufhebende oder 
-mindernde Tatsachen (vgl. BGE 138 II 57 E. 7.1, 133 II 153 E. 4.3, 121 II 257 
E. 4c/aa; BVR 2011 S. 241 E. 4.1, 2009 S. 465 E. 3 Ingress). Zu beachten ist dabei die 
Mitwirkungspflicht der steuerpflichtigen Person im System der gemischten Veranlagung 
(vgl. Art. 164 ff. StG; Art. 123 ff. DBG; Art. 41 ff. StHG). Der aus Art. 85 Abs. 2 Bst. a 
StG bzw. Art. 58 Abs. 1 lit. a DBG abgeleitete Grundsatz der Massgeblichkeit der 
Handelsbilanz kommt zum Tragen, wenn die steuerpflichtige Person sachliche Gründe 
bzw. genügende Tatsachen für die geschäftsmässige Begründetheit eines 
erfolgswirksam verbuchten Aufwandpostens anführen kann. Wer demgegenüber 
Zahlungen leistet, die weder buchhalterisch erfasst noch belegt sind, hat die Folgen 
einer solchen Beweislosigkeit zu tragen, d.h. seine Zahlungen werden als geldwerte 
Leistungen betrachtet (vgl. zum Ganzen BGer 2C_644/2013 vom 21.10.2013, E. 3.2 
mit Hinweisen; VGE 21866 vom 9.1.2007, in StE 2007 B 72.13.22 Nr. 47 E. 3.2; 
Brülisauer/Poltera, in Zweifel/Athanas, a.a.O., Art. 58 N. 90; Richner/Frei/Kauf-
mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Art. 58 N. 109). 

4.

Die Beschwerdeführerin war 2008 Eigentümerin eines Toyota Hiace, den sie im 
September 2008 durch einen Fiat Scudo ersetzte (nachfolgend: Erstfahrzeug) sowie 
eines Nissan Qashqai, den sie im Dezember 2008 durch einen Nissan Murano ersetzte 
(nachfolgend: Zweitfahrzeug). Das Erstfahrzeug hat einen grossen Laderaum und 
wurde mit Werkzeugen und Ersatzteilen ausgestattet. Das Zweitfahrzeug weist einen 
deutlich kleineren Laderaum auf, verfügt aber über Allradantrieb. Es wurde vom 
Geschäftsführer der Beschwerdeführerin auch privat benutzt, weshalb diese in ihrer 
Erfolgsrechnung einen (pauschalen) Privatanteil von Fr. 3'918.65 (vgl. Erfolgsrechnung 
2008, unpag. Vorakten Steuerverwaltung [in act. 3A]) bzw. Fr. 4'216.-- (vgl. 
Steuererklärung, Einlageblatt 14; act. 3A pag. 56) ausschied. 

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4.1 Wird ein Fahrzeug, das im Eigentum einer juristischen Person steht, von einer 
Anteilsinhaberin oder einem Anteilsinhaber auch privat benutzt, so ist dafür entweder 
ein pauschaler oder ein den effektiven Kosten entsprechender Betrag auszuscheiden, 
der keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand der juristischen Person darstellt 
(BGer 6B_755/2012 vom 4.7.2013, E. 2.4.1; vgl. auch Reich/Züger, in Zweifel/Athanas, 
a.a.O., Art. 27 N. 10; Wegleitung der Schweizerischen Steuerkonferenz [SSK] und der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung [ESTV] vom 20.1.2010 zum Ausfüllen des Lohn-
ausweises bzw. der Rentenbescheinigung [Wegleitung], N. 21 ff.; «Privatanteile 
Fahrzeugkosten», abrufbar unter: ˂www.taxinfo.sv.fin.be.ch˃; vgl. für die Handhabung 
bei Selbständigerwerbenden das Merkblatt N1/2007 der ESTV über die Bewertung der 
Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhaberinnen und 
Geschäftsinhabern, Ziff. 5 und die Zusatz-Wegleitung 2008 der Steuerverwaltung des 
Kantons Bern, Ziff. 6 Bst. d; vgl. betreffend die MWST das von 1.1.2008 bis 31.12.2009 
gültige Merkblatt Nr. 3 der ESTV betreffend Vereinfachungen bei 
Privatanteilen/Naturalbezügen/Personalverpflegung, Ziff. 2.1). Bei der pauschalen 
Methode sind jährlich 9.6 % des Kaufpreises (exkl. Mehrwertsteuer), mindestens aber 
Fr. 1'800.--, als Privatanteil auszuscheiden (VGE 2012/188/189 vom 4.3.2014, E. 3.4; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 58 N. 129, Art. 27 N. 8). Bei 
Leasingfahrzeugen tritt anstelle des Kaufpreises der im Leasingvertrag festgehaltene 
Barkaufpreis, eventuell der im Leasingvertrag angegebene Objektpreis (Wegleitung, 
a.a.O., N. 21). Grenzen für die Anwendung der Pauschalmethode sind bezüglich 
Luxusautos oder zu mehr als zur Hälfte privat genutzter Fahrzeuge zu ziehen (BGer 
2C_645/2012 und 2C_646/2012 vom 13.2.2013, E. 9; Merkblatt Nr. 3, a.a.O., Ziff. 2.1 
Bst. c). Die Erfassung effektiver Kosten der Privatnutzung eines Geschäftsfahrzeugs 
setzt das Führen eines Fahrtenbuchs voraus (vgl. BGer 6B_755/2012 vom 4.7.2013, 
E. 2.4.1, vgl. betreffend die MWST BGer 2A.406/2002 vom 31.3.2003, E. 3.5; 
Wegleitung, a.a.O., N. 23). Dabei ist jener Anteil an den gesamten Betriebskosten 
auszuscheiden, der der tatsächlichen privaten Nutzung des Fahrzeugs entspricht (vgl. 
«Privatanteile Fahrzeugkosten», a.a.O., Ziff. 2.1).

4.2 Die StRK schützte die von der Steuerverwaltung vorgenommene Aufrechnung 
der auf dem Zweitfahrzeug getätigten Abschreibung in der Höhe von Fr. 23'326.--. 
Zwar anerkannte sie, dass für die geschäftliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin ein 
Fahrzeug mit Allradantrieb «von Nutzen» sei; ein solches sei aber an maximal 20 
Tagen pro Jahr zwingend notwendig, weshalb die geschäftsmässige Begründetheit des 
Zweitfahrzeugs lediglich im Umfang von 20 Tagen, ausmachend 5.5 % des Gesamt-

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129U, Seite 9

aufwands, bejaht werde (angefochtene Entscheide, E. 7.2; vgl. auch hinten E. 4.4.1). 
Bei diesen Gegebenheiten sei die von der Steuerverwaltung nach pflichtgemässem 
Ermessen vorgenommene Aufrechnung nicht offensichtlich unrichtig und werde 
bestätigt (angefochtene Entscheide, E. 8.1). Dem Antrag der Steuerverwaltung folgend 
rechnete die StRK beim Gewinn der Beschwerdeführerin zusätzlich Benzinkosten von 
Fr. 1'193.70 und «übrige Kosten» von Fr. 4'791.15 auf (reformatio in peius), da diese 
ebenfalls nicht geschäftsmässig begründet seien (angefochtene Entscheide, E. 6 und 
7). – Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Aufwände im Zusammenhang mit dem 
Zweitfahrzeug seien geschäftsmässig begründet. Als Anbieterin von Heizungsservice-
Abonnements mit ganzjährigem 24-Stunden-Service müsse sie, wenn die Heizung 
einer Kundin oder eines Kunden ausgefallen sei, innert kürzester Zeit vor Ort sein, um 
den Defekt zu beheben. Diese Einsätze fielen oft im Winter bei erschwerten Strassen-
verhältnissen an und führten teilweise an entlegene Orte, was zwingend ein Fahrzeug 
mit Allradantrieb voraussetze. Das Erstfahrzeug verfüge nicht über Allradantrieb. Es 
diene der Beschwerdeführerin aufgrund seines grossen Laderaums mit umfangreicher 
Ausstattung an Werkzeugen und Ersatzteilen als «Werkstattfahrzeug» und werde für 
das Auswechseln von Heizungen sowie für umfassende Reparaturarbeiten eingesetzt. 
Solche Arbeiten fielen typischerweise im Sommer an. Für die Service-Dienstleistungen 
im Winter sei das Erstfahrzeug ungeeignet, weshalb die Beschwerdeführerin auf ein 
Zweitfahrzeug (mit Allradantrieb) angewiesen sei. Das Erstfahrzeug sei zudem für 
Beratungsgespräche bei potentiellen und bestehenden Kundinnen und Kunden sowie 
für Fahrten an Fachtagungen und Generalversammlungen der Fachverbände im In- 
und Ausland weniger gut geeignet. Schliesslich hätten die beiden Fahrzeuge eine 
gewisse Funktion als ganzjährige Ersatzfahrzeuge. Der privaten Nutzung des 
Zweitfahrzeugs durch den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin sei durch die 
Ausscheidung eines pauschalen Privatanteils von 9.6 % des Kaufpreises Rechnung zu 
tragen.

4.3 Die Beschwerdeführerin bringt mit diesen Ausführungen sachliche Gründe vor, 
weshalb das Zweitfahrzeug zur Ausübung ihrer geschäftlichen Tätigkeit und zur 
Verfolgung ihres Unternehmenszwecks nützlich ist. Es ist denn auch unbestritten, dass 
zur Gewährleistung eines 24-Stunden-Heizungsservices im Berner Oberland während 
der Wintermonate ein Fahrzeug mit Allradantrieb erforderlich sein kann (vgl. 
angefochtene Entscheide, E. 7.2). Weiter ist nachvollziehbar und der 
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer unternehmerischen Gestaltungsfreiheit (vorne 
E. 3.2) anheimgestellt, für kleinere Heizungsreparaturen, für die sie keine umfassende 

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Werkzeugausstattung benötigt oder für (längere) Fahrten zu Akquisitionsterminen oder 
an Geschäftsanlässe das Zweit- und nicht das Erstfahrzeug einzusetzen. Schliesslich 
scheint auch plausibel, dass die Möglichkeit, im Fall einer Fahrzeugpanne auf ein 
anderes Fahrzeug zurückgreifen zu können, von Vorteil ist. Insgesamt ist aufgrund der 
vorgebrachten Argumente davon auszugehen, dass das Zweitfahrzeug in einem hin-
reichenden objektiven Zusammenhang zur Gewinnerzielung der Beschwerdeführerin 
steht und seine Anschaffung mithin (grundsätzlich) geschäftsmässig begründet ist. 

4.4 Zu beantworten bleibt die Frage, in welchem Umfang die mit dem 
Zweitfahrzeug zusammenhängenden Aufwände in steuerrechtlicher Hinsicht 
gewinnschmälernd berücksichtigt werden können bzw. in welcher Höhe dem Gewinn 
der Beschwerdeführerin wegen der privaten Verwendung des Zweitfahrzeugs durch 
den Geschäftsführer ein Privatanteil aufzurechnen ist. 

4.4.1 StRK und Steuerverwaltung sind davon ausgegangen, dass das Zweitfahrzeug 
deutlich mehr als zur Hälfte privat genutzt worden sei und dass die effektiven Kosten 
mittels eines Fahrtenbuchs nachzuweisen seien, andernfalls sie nicht zum Abzug 
zugelassen werden können. Immerhin hat die StRK anhand der Tage, an denen die 
Beschwerdeführerin ihres Erachtens tatsächlich zwingend auf das Zweitfahrzeug 
angewiesen sei, eine geschäftsmässige Begründetheit im Umfang von 5.5 % ermittelt 
(vorne E. 4.2). Die tageweise Ausscheidung von geschäftsmässiger und privater 
Nutzung ist jedoch für die Aufteilung der Kosten eines Geschäftsfahrzeugs 
unsachgemäss, fallen doch sowohl die Anschaffungskosten (Abschreibungen) als auch 
die meisten wiederkehrenden Kosten (Versicherungen, Strassenverkehrssteuern, 
Wartungen etc.) nutzungsunabhängig an. Deshalb entspricht es gängiger Praxis, der 
privaten Nutzung des Geschäftsfahrzeugs mit einer jährlichen Pauschale von 9.6 % 
des Kaufpreises Rechnung zu tragen (vorne E. 4.1). Nach dieser pauschalen Methode 
ist auch die Beschwerdeführerin verfahren und hat in ihrer Erfolgsrechnung einen 
Privatanteil von Fr. 3'918.65 bzw. Fr. 4'216.-- ausgeschieden. Weshalb dieses 
Vorgehen nicht korrekt sein sollte, ist nicht ersichtlich: 

4.4.2 Weder Steuerverwaltung noch StRK begründen auf nachvollziehbare Art und 
Weise, wie sie zum Schluss gekommen sind, das Zweitfahrzeug der 
Beschwerdeführerin werde überwiegend von deren Geschäftsführer privat genutzt. In 
den angefochtenen Entscheiden wird insoweit einzig angeführt, «nach allgemeiner 
Lebenserfahrung» herrschten in der Schweiz maximal an zwanzig Tagen «derart 
prekäre Strassenverhältnisse […], dass die Benutzung eines Fahrzeugs mit 4x4-

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Antrieb zwingend» sei. Worauf sich diese Annahme stützt und weshalb sich daraus 
ergeben sollte, dass das Zweitfahrzeug an jenen Tagen, an denen sein Einsatz nicht 
unerlässlich war, privat anstatt geschäftlich genutzt wurde, wird nicht erläutert. Im 
Übrigen begnügt sich die Vorinstanz mit der Feststellung, die Beschwerdeführerin habe 
das Ausmass der geschäftlichen Nutzung des Zweitfahrzeugs nicht nachweisen 
können; bei der eingereichten Aufstellung vom 5. Februar 2013 über die gefahrenen 
Kilometer handle es sich um eine «reine Parteibehauptung», mit welcher der 
«erforderliche Gegenbeweis der geschäftlichen Begründetheit der fraglichen 
Aufwendungen» nicht erbracht werden könne. Dabei wird auch beanstandet, dass die 
Beschwerdeführerin in ihrer Buchhaltung nicht zwischen den Auslagen für das Erst- 
und für das Zweitfahrzeug unterschieden und für Letzteres kein Fahrtenbuch geführt 
habe (angefochtene Entscheide, E. 7.2). Die StRK übersieht dabei, dass die 
Beschwerdeführerin nach dem Dargelegten nur dann gehalten war, ein Fahrtenbuch zu 
führen und die Kosten nach Fahrzeugen getrennt zu erfassen, wenn das Zweitfahrzeug 
tatsächlich mehrheitlich vom Geschäftsführer privat genutzt wurde (vgl. vorne E. 4.1). 
Es geht nicht an, von ihr mittels Einreichens entsprechender Unterlagen den Nachweis 
zu verlangen, dass das Zweitfahrzeug nicht entsprechend eingesetzt wurde (vgl. zum 
Führen eines Fahrtenbuchs Ueli Manser/Otmar Sieber, Anwendung der MWST im 
Geschäftsalltag; Praktische Beispiele, in: ST 2005 Bd. 11 S. 930 ff., S. 932). 

4.4.3 Pauschalen dienen im Steuerveranlagungsverfahren, das ein Massenverfahren 
darstellt, bei dem praktikabilitäts- und veranlagungsökonomischen Aspekten Rechnung 
zu tragen ist, der Effizienzsteigerung und der Vereinfachung (BVR 2012 S. 545 E. 5.1; 
BGE 131 I 291 E. 3.2.2, 124 I 193 E. 3e; BGer 2P.36/1999 vom 3.11.2000, E. 2c). Im 
vorliegenden Zusammenhang soll die pauschale Methode zur Ermittlung des Privat-
anteils die Steuerpflichtigen und die Steuerverwaltung vom verhältnismässig grossen 
Aufwand entlasten, der mit der Erfassung bzw. Nachprüfung der tatsächlichen 
Nutzungsanteile eines Geschäftsfahrzeugs verbunden ist; es wäre deshalb sinnwidrig, 
wenn ein Fahrtenbuch geführt werden müsste, nur um nachweisen zu können, dass 
aufgrund einer mehrheitlich geschäftlichen Nutzung des Fahrzeugs die pauschale 
Berechnungsmethode beansprucht werden darf. Zwar vermögen Merkblätter und 
Wegleitungen, insbesondere die auf dem Internet publizierte Praxis der 
Steuerverwaltung «TaxInfo», im Einzelfall weder Rechte noch Pflichten der 
steuerpflichtigen Personen zu begründen, sie dienen aber dazu, die Rechtsanwendung 
voraussehbar und berechenbar zu machen und erhöhen daher die Rechtsgleichheit 
und -sicherheit (BVR 2012 S. 121 E. 4.1.2 f., 2010 S. 224 E. 3.2 [StE 2010 B 81.2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
129U, Seite 12

Nr. 2]; 20827 vom 14.6.2000, E. 2c; vgl. auch Beatrice Weber-Dürler, Neuere 
Entwicklung des Vertrauensschutzes, in: ZBl 103/2002 S. 294 ff.). Steuerpflichtige 
Personen dürfen deshalb davon ausgehen, dass die in Merkblättern und Wegleitungen 
publizierten Pauschalen Ausdruck der Praxis der Steuerbehörden sind und 
grundsätzlich auch in ihrem Fall Anwendung finden, ansonsten wird der den 
Pauschalen innewohnende pragmatische Zweckgedanke vereitelt (vgl. Daniel 
Aeschbach, in Klöti-Weber/Siegrist/Weber, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 
3. Aufl. 2009, § 40 N. 172f). 

4.4.4 Hat die Steuerverwaltung Zweifel an der überwiegenden geschäftsmässigen 
Nutzung eines Fahrzeugs und will deshalb die pauschale Methode zur Ermittlung des 
Privatanteils nicht (mehr) zulassen, sondern die effektiven Kosten anhand eines 
Fahrtenbuchs ausscheiden, kann sie anlässlich der Buchprüfung einen Hinweis zur 
künftigen Verbesserung geben (vgl. Protokoll für Buchprüfungen, Ziff. I./2., unpag. 
Vorakten Steuerverwaltung [in act. 3A]). Zwar ist die steuerpflichtige Unternehmung 
dadurch nicht formell gebunden, sie läuft jedoch Gefahr, dass ihre Buchhaltung fortan 
als nicht ordnungsgemäss betrachtet und steuerlich korrigiert wird (Marco Greter, Die 
Buchprüfung im Steuerverfahren, in: Festschrift für Ferdinand Zuppinger, 1989, 
S. 331 ff., 338 f.). Die Steuerverwaltung hat die pauschale Ermittlung des Anteils für die 
private Nutzung des Zweitfahrzeugs der Beschwerdeführerin in früheren Steuerjahren 
offenbar akzeptiert, hat sie sich doch vorliegend nicht auf frühere 
Verbesserungshinweise betreffend die Erfassung von privaten Fahrten mit dem 
Zweitfahrzeug berufen, sondern die Bücher im relevanten Bemessungsjahr als 
vollständig und ordnungsgemäss beurteilt (vgl. Veranlagungsverfügung vom 4.8.2010 
sowie Protokoll für Buchprüfungen Ziff. IV./2., unpag. Vorakten Steuerverwaltung [in 
act. 3A]). 

4.5 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass StRK und Steu-
erverwaltung die Aufrechnungen beim Gewinn der Beschwerdeführerin der 
Abschreibung in der Höhe von Fr. 23'326.--, der Benzinkosten von Fr. 1'193.70 und der 
«übrigen Kosten» im Umfang von Fr. 4'586.80 zu Unrecht vorgenommen haben. Der 
auszuscheidende Privatanteil für das Zweitfahrzeug beträgt 9.6 % von Fr. 43'921.30, 
ausmachend Fr. 4'216.40 (vgl. auch Einlageblatt 14 zur Steuererklärung, act. 3A 
pag. 56). Demgegenüber sind die Aufrechnungen für Teilkaskoversicherung 
(Fr. 204.35) und die Verkehrsbussen (Fr. 330.--) unangefochten in Rechtskraft erwach-
sen (vorne E. 2). Die Beschwerden erweisen sich somit als begründet; die 

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129U, Seite 13

angefochtenen Entscheide sind aufzuheben und die Sache ist zur Neuveranlagung im 
Sinn der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückzuweisen.

5.

5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht keine Kosten zu erheben (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Die obsiegende 
Beschwerdeführerin hat Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten (vgl. Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 
DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021]). Diese sind 
nach den Kriterien von Art. 41 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die 
Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) 
festzulegen. Gemäss Art. 11 Abs. 1 PKV beträgt das Honorar in Beschwerdeverfahren 
Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Partei-
kostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der 
Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). In seiner 
Kostennote vom 22. Juli 2014 macht der Vertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar 
von Fr. 15'984.-- (inkl. MWSt) geltend. Dieser Betrag ist deutlich übersetzt: Der 
Ausgang des Verfahrens ist für die Beschwerdeführerin nicht von erheblicher 
finanzieller Tragweite und dieses war weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht 
komplex oder aufwendig. Da nur ein einfacher Schriftenwechsel und kein 
Beweisverfahren durchgeführt wurden, beschränkte sich die Prozessführung 
(hauptsächlich) auf das Erarbeiten und Einreichen der Beschwerdeschrift. Der Partei-
kostenersatz ist mithin innerhalb des Rahmentarifs von Art. 11 Abs. 1 PKV auf einen 
Betrag von Fr. 4'000.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 300.-- festzusetzen. Weiter ist zu 
beachten, dass die Beschwerdeführerin mehrwertsteuerpflichtig ist (vgl. Unter-
nehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: <www.uid.admin.ch>) und 
deshalb die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer 
eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen kann. In solchen Fällen ist 
der Partei kein Aufwand für Mehrwertsteuer angefallen und deren Abgeltung käme 
einer Überentschädigung gleich. Deshalb ist nach neuer Praxis des 

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Verwaltungsgerichts bei der Bestimmung des Parteikostenersatzes die Mehrwertsteuer 
nicht zu berücksichtigen (BVR 2014 S. 484 E. 6).

5.2 Für die Verfahren vor der StRK sind keine Kosten zu erheben, da der Umstand, 
dass die Beschwerdeführerin die vorinstanzlichen Entscheide in zwei Nebenpunkten 
nicht angefochten hat (vgl. vorne E. 2. und 4.5), keine Kostenausscheidung rechtfertigt 
(Art. 200 Abs. 1 StG und Art. 144 Abs. 1 DBG sowie Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 2 
VRPG). Die Beschwerdeführerin hat zulasten des Kantons Bern (Steuerverwaltung) 
Anspruch auf Zusprechung einer Parteientschädigung (Art. 200 Abs. 4 StG; Art. 144 
Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 VwVG). Weil der StRK bezüglich der Höhe dieser 
Entschädigung ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt, ist die Sache zu deren 
Festsetzung praxisgemäss an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVR 2006 S. 440 
E. 6.3.4). 

6.

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) in der Regel 
als Zwischenentscheide, die nur unter den (zusätzlichen) Voraussetzungen von Art. 93 
Abs. 1 BGG mit dem in der Hauptsache offenstehenden Rechtsmittel selbständig 
angefochten werden können. Da die Rückweisung an die Steuerverwaltung jedoch nur 
noch der (rechnerischen) Umsetzung der Anordnungen des Verwaltungsgerichts dient, 
dürfte es sich vorliegend um einen Endentscheid im Sinn von Art. 90 BGG handeln 
(vgl. BGE 134 II 124 E. 1.3).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2008 wird 
gutgeheissen. Der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
19. März 2013 wird, soweit er nicht in Rechtskraft erwachsen ist, aufgehoben und 
die Sache wird zur Neuveranlagung der Beschwerdeführerin im Sinn der 
Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Bern zurückgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.12.2014, Nrn. 100.2013.128/
129U, Seite 15

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2008 wird gutgeheissen. Der 
Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 19. März 2013 wird, 
soweit er nicht in Rechtskraft erwachsen ist, aufgehoben und die Sache wird zur 
Neuveranlagung der Beschwerdeführerin im Sinn der Erwägungen an die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern zurückgewiesen.

3. a) Für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Kosten erhoben.

b) Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat der Beschwerdeführerin die 
Parteikosten für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 4'300.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. a) Für die Verfahren vor der Steuerrekurskommission werden keine Kosten 
erhoben.

b) Zur Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung in den Verfahren vor der 
Steuerrekurskommission wird die Sache vorab an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. Die Akten sind anschliessend an die Steuerverwaltung des 
Kantons Bern weiterzuleiten.

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.