# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc99c3ca-8695-5ef0-9559-f7adeee6bd04
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.12.2014 E-6611/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6611-2014_2014-12-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-6611/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  D e z e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Esther Karpathakis; 

Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

Afghanistan, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Asyl und Flüchtlingseigenschaft (ohne Wegweisungsvollzug); 

Verfügung des BFM vom 10. Oktober 2014 / N (…). 

 

 

E-6611/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Hazara schiitischen Glaubens 

aus der Gegend von B._______, eigenen Angaben zufolge – bzw. sei ihm 

das so von seinen Eltern erzählt worden (A7 S. 6, A20 S. 2 f.) – als Klein-

kind zusammen mit seiner Familie im Jahr 2000/2001 aus Afghanistan in 

den Iran gezogen sei, 

dass er im (…) 2011 nach C._______ (D._______ im Nordwesten Irans) 

gegangen sei, von wo aus er über die Türkei, Griechenland und Italien aus 

dem Iran ausgereist (A7 S. 6) und am 22. Februar 2012 in die Schweiz 

eingereist sei, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte (A7 S. 7), 

dass er am 7. März 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

E._______ summarisch zu seiner Person und seinem Reiseweg befragt 

und am 9. Mai 2014 eingehend zu seinen Asylgründen angehört wurde, 

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er habe Afghanistan mit 

seiner Familie aufgrund von Schwierigkeiten verlassen, welche sein Vater 

mit der Partei der Islamischen Einheit ("Hizb-e-Islami-Wahdat") und deren 

(…) F._______ gehabt habe (A20 S. 5), 

dass er sich im Iran illegal aufgehalten habe (A7 S. 5), und dass die irani-

schen Behörden im Jahr 2011 angekündigt hätten, der Beschwerdeführer 

müsse innert elf Monaten den Iran verlassen oder es drohe ihm eine Ge-

fängnisstrafe (A7 S. 8), 

dass der Beschwerdeführer im Oktober 2013 in der Schweiz eine iranische 

Staatsangehörige namens G._______ (N […]) religiös geheiratet habe 

(A20 S. 3),  

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

10. Oktober 2014 – eröffnet am 13. Oktober 2014 – ablehnte und die Weg-

weisung aus der Schweiz anordnete, welche indes aus Gründen der Un-

zumutbarkeit nicht zu vollziehen sei, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers würden nicht den Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 

SR 142.31) standhalten, so dass deren Asylrelevanz nicht geprüft werden 

müsse, 

E-6611/2014 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2014 (Post-

stempel: 12. November 2014) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, dass nach Auf-

hebung der Verfügung die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm 

Asyl zu gewähren sei; zudem sei ein Vollzugshindernis festzustellen und 

er vorläufig aufzunehmen, 

dass in prozessrechtlicher Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-

währen und auf eine Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei; 

eventualiter sei die aufschiebende Wirkung wieder herzustellen, 

dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontaktauf-

nahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates sowie jegli-

che Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen; eventualiter sei bei be-

reits erfolgter Datenweitergabe die beschwerdeführende Person darüber 

in einer separaten Verfügung zu informieren, 

dass er mit dieser Eingabe bekräftigte, dass seine Familie aus Afghanistan 

in den Iran geflohen sei, da der Vater Dokumente besitze, welche 

F._______ belasten würden; deshalb sei es für die Familie gefährlich nach 

Afghanistan zurückkehren,  

dass er indes auch im Iran in Gefahr sei, 

dass gemäss der Rechtsmittelschrift am (…) 2014 seine Tochter 

H._______ auf die Welt gekommen sei (welche indes im Zentralen Migra-

tionssystem [ZEMIS] nicht registriert ist), 

dass der Beschwerde je eine Kopie eines ärztlichen Attests von Dr. 

I._______ (Neurologe, Wien) vom (…) 2014 für Frau J._______ und einer 

selbstangefertigten Geburtsanzeige von H._______ beilag, 

dass sich im vorinstanzlichen Beweismittelcouvert (A13) Kopien von fol-

genden Unterlagen befinden: ein Wegweisungsentscheid der Islamischen 

Republik Iran (erlaubter Aufenthalt vom 23. August 2011 bis 21. Juli 2012; 

A20 S. 3 f.), eine Identitätskarte für heimatlose Afghanen (ausgestellt vom 

Innenministerium der Islamischen Republik Iran; A20 S. 4) und eine wei-

tere Identitätskarte (ausgestellt vom Innenministerium der Islamischen Re-

publik Iran; A20 S. 4), 

 

E-6611/2014 

Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrens-

gesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM ent-

scheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, 

vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 

vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung hat und da-

her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und 

Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter 

Vorbehalt nachfolgender Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts im Asylbereich 

und die zulässigen Rügen nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bzw. einer zweiten 

Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass auf das Eventualbegehren, es sei die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, da der Be-

E-6611/2014 

Seite 5 

schwerde vielmehr bereits von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), welche denn auch nicht entzogen 

worden ist, 

dass das BFM in seiner Verfügung vom 10. Oktober 2014 die Unzumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs feststellte und die Anwesenheit des Be-

schwerdeführers in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vor-

läufige Aufnahme regelte, weshalb auf das Begehren, es sei die Unmög-

lichkeit, die Unzumutbarkeit und die Unzulässigkeit des Wegweisungsvoll-

zugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, nicht einge-

treten wird, zumal gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts die Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung 

(Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) alternativer Natur sind 

(vgl. dazu BVGE 2009/51 E. 5.4 m.w.H.), 

dass folglich Gegenstand des vorliegenden Verfahrens lediglich die Frage 

bildet, ob der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihm 

Asyl zu gewähren ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das Bundesamt in seiner Verfügung vom 10. Oktober 2014 zunächst 

feststellte, dass weder die Identität noch die behauptete afghanische Her-

kunft des Beschwerdeführers feststehe, da die eingereichten Beweismittel 

E-6611/2014 

Seite 6 

einerseits im Iran ohne Weiteres unrechtmässig zu erwerben seien, wes-

halb deren Beweiswert als äusserst gering einzustufen sei; anderseits 

diese im Widerspruch zu den Aussagen stehen würden, 

dass der Beschwerdeführer zudem nicht in der Lage sei, Dari zu sprechen 

(A20 S. 10), obwohl er im Iran in einem afghanischen Umfeld aufgewach-

sen sei und die Mutter mit ihm immer Dari gesprochen habe (A20 S. 8), 

dass der Beschwerdeführer zunächst behauptet habe, die Familie habe 

Afghanistan verlassen, weil der Vater sich geweigert habe, sich in eine Fa-

milienangelegenheit einer paschtunischen Familie einzumischen (A7 

S. 7 f.); indes habe sich – wie der Beschwerdeführer später offenbarte – 

diese Gesichte so nicht zugetragen (A20 S. 7), 

dass die Familie vielmehr Afghanistan verlassen habe, weil der Vater für 

die Partei "Wahdat Eslami" (Partei der Islamischen Einheit) aktiv gewesen 

(A20 S. 5 und 9) und von einer tadschikischen Gruppe namens 

"K._______" verraten worden sei (A20 S. 9), weil er Beweise von Unge-

reimtheiten bzw. Untaten der genannten Partei habe (A20 S. 10 f.), 

dass der Name des Vaters, weil die Partei von F._______ – einer Persön-

lichkeit des (ehemaligen) Karzai-Regimes – geführt worden sei, deswegen 

auf einer Liquidationsliste stehe (A20 S. 9 ff.), 

dass der Beschwerdeführer die Divergenz zwischen diesen zwei Versionen 

von Ausreisegründen damit begründet habe, sie seien ihm erst kürzlich of-

fenbart worden (A20 S. 7), 

dass diese Begründung realitätsfremd und nicht nachvollziehbar sei, was 

Zweifel am Wahrheitsgehalt der Fluchtgründe auslöse, 

dass sich sogar der Verdacht aufdränge, die spätere Version sei nachge-

schoben worden, weil es damit für den Beschwerdeführer nicht möglich 

sei, sich zwecks aktuellen Heiratsbestrebungen an die hiesige afghanische 

Botschaft zu wenden, um afghanische Dokumente zu erhalten, 

dass unklar sei, ob der Beschwerdeführer in Afghanistan (A7 S. 3, A20 

S. 3) oder im Iran auf die Welt gekommen sei (A20 S. 4, 6 und 8), 

dass der Beschwerdeführer sich auch bezüglich der Wahrheit über die Aus-

reise aus Afghanistan in Widersprüche verwickelt habe, die er mit 15 oder 

16 Jahren erfahren habe (A20 S. 6) bzw. als er hinsichtlich seiner aktuellen 

E-6611/2014 

Seite 7 

Heiratsbestrebungen Kontakt mit seinen Eltern aufgenommen habe (A20 

S. 5 und 7 f.), 

dass der Beschwerdeführer zudem betreffend Fragen zu seinem Alltagle-

ben im Iran (z.B. zuletzt ausgeführte Tätigkeit, Aufenthaltsstatus) sich wi-

dersprechende Antworten gegeben habe, 

dass diese Ungereimtheiten allein den Schluss zulassen würden, die Vor-

bringen seien im Laufe des Verfahrens angepasst worden, 

dass die Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nach Art. 7 AsylG nicht er-

füllt seien, so dass die Asylrelevanz der Vorbringen nicht geprüft werden 

müsse, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen das Bundesverwaltungsgericht 

vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver-

fügung verweist, 

dass die Beschwerde den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Stichhalti-

ges entgegensetzt, sondern lediglich nochmals wiedergibt, weshalb der 

Beschwerdeführer und seine Familie in Afghanistan in grösster Gefahr 

seien, 

dass diese – auch mit den eingereichten Beweismitteln nicht belegbaren – 

Behauptungen die Einschätzung des BFM nicht umzustossen vermögen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4 m.w.H.; 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

E-6611/2014 

Seite 8 

dass Personendaten von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und 

Schutzbedürftigen dem Heimat- oder Herkunftsstaat nicht bekannt 

gegeben werden, wenn dadurch die betroffene Person oder ihre 

Angehörigen gefährdet würden; über ein Asylgesuch dürfen keine 

Angaben gemacht werden (Art. 97 Abs. 1 AsylG), 

dass jedoch die für die Organisation der Ausreise zuständige Behörde 

zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Wegweisungsverfügung 

notwendigen Reisepapiere mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat 

Kontakt aufnehmen kann, wenn in erster Instanz das Vorliegen der 

Flüchtlingseigenschaft verneint wurde (Art. 97 Abs. 2 AsylG), 

dass mit dem vorliegenden Endentscheid bestätigt wird, dass es sich 

beim Beschwerdeführer weder um einen Asylsuchenden, noch um einen 

anerkannten Flüchtling oder um einen Schutzbedürftigen handelt 

(Art. 97 Abs. 1 AsylG), 

dass folglich das Gesuch, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzu-

weisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Her-

kunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlas-

sen, durch das Ergehen des Endentscheids obsolet wird, 

dass aus den Akten nicht hervorgeht, dass den Behörden des Heimat-

staats bereits entsprechende Daten weitergegeben worden wären, wes-

halb auch der entsprechende Eventualantrag, den Beschwerdeführer dies-

bezüglich zu informieren, bei heutigem Aktenstand gegenstandslos ist, 

dass indessen das BFM anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer ent-spre-

chende Datenweitergaben zur Kenntnis zu bringen, falls sie erfolgt sein 

sollten, 

dass eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag 

hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird, sofern ihr Begeh-

ren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Beschwerde nach dem Gesagten von vornherein als aus-

sichtslos erwiesen hat, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, 

dass folglich auch der Antrag, ein amtlicher Rechtsbeistand sei zu bestel-

len, mangels Befreiung von der Bezahlung der Verfahrenskosten (Art. 110a 

Abs. 1 AsylG), abzuweisen ist,  

E-6611/2014 

Seite 9 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 1-3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6611/2014 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführer über eine allfällige Wei-

tergabe von Daten an den Heimatstaat zu informieren, falls eine sol-che 

erfolgt sein sollte. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen.  

4.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Patricia Petermann Loewe 

 

 

Versand: