# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61709427-2f94-54e0-80ef-88cbba784106
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.05.2014 UV 2013/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-29_2014-05-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2014

Entscheiddatum: 05.05.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2014
Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Weiterbeschäftigung des 
Versicherungsnehmers in reduziertem Pensum. Tatsächlich erzieltes 
Einkommen als Invalideneinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2014, UV 2013/29).Aufgehoben durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_448/2014.

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich

Entscheid vom 5. Mai 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Poststrasse 6, Postfach 239, 

9443 Widnau,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stefan Mattmann, Egli Mattmann Hehli 

Rechtsanwälte, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.      

A.a  Der 19__ geborene A.___ (nachfolgend: Versicherter) ist seit dem 1. Juni 1978 bei 

der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) berufstätig und war dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 31. Juli 1998 beim Wasserskifahren 

stürzte und dabei eine Schulterverletzung rechts mit einer Distorsion des rechten 

Schultergelenkes erlitt. Die Unfallmeldung erfolgte am 7. August 1998 (SUVA-act. II/50). 

Noch während der Arbeitsunfähigkeit kugelte sich der Versicherte am 7. August 1998 

beim Heben einer Kiste aus dem Auto die rechte Schulter aus (vgl. Unfallmeldung an 

die SUVA vom 25. August 1998; SUVA-act. I/119).

A.b  Der Versicherte war vor den Unfällen zu 50% als Chauffeur und zu 50% als 

Lagerist tätig gewesen, wobei er 25 kg schwere Säcke mit Brennstoffmaterial hatte 

abfüllen und herumtragen müssen. Nach den Unfällen vom 31. Juli 1998 und 7. August 

1998 konnte er nur noch für leichte körperliche Arbeiten eingesetzt werden.

A.c  Ab den Jahren 2009/2010 konnte der Versicherte auch für leichtere Arbeiten nicht 

mehr ganztags eingesetzt werden. Am 16. April 2010 erfolgte aufgrund der 

zunehmenden Schulterschmerzen rechts die Rückfallmeldung an die SUVA (SUVA-act. 

I/2).

A.d  Mit Verfügung vom 18. Juni 2011 sprach die SUVA dem Versicherten für die aus 

dem Unfall vom 7. August 1998 verbliebene Beeinträchtigung eine Invalidenrente auf 

der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 10% bei einem versicherten Jahresverdienst 

von Fr. 52'217.00 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 9'720.00 zu (SUVA-

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act. II/27). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 7. Juli 2011 Einsprache 

(SUVA-act. I/41). Mit Datum vom 13. September 2011 erliess die SUVA einen die 

Verfügung vom 18. Juni 2011 bestätigenden Einspracheentscheid (SUVA-act. I/56).

A.e  Gegen diesen Einspracheentscheid legte der Versicherte am 14. Oktober 2011 

Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ein (SUVA-act. I/62). 

Mit Schreiben vom 15. November 2011 teilte die SUVA dem Versicherungsgericht mit, 

dass der Einspracheentscheid vom 13. September 2011 aufgehoben und die Sache 

zwecks weiterer ärztlicher Abklärungen ins Verwaltungsverfahren zurückgenommen 

werde (SUVA-act. I/65). Gestützt darauf schrieb das Versicherungsgericht St. Gallen 

das Beschwerdeverfahren mit Entscheid vom 25. November 2011 ab (SUVA-act. I/67).

A.f   Mit Verfügung vom 31. Januar 2013 (SUVA-act. I/97) verneinte die SUVA den 

Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente, zudem forderte sie den im Zeitraum 

vom 1. März 2011 bis 31. Januar 2013 bezahlten Betrag von Fr. 8'006.30 zurück 

(SUVA-act. I/97). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 4. März 2013 

Einsprache (SUVA-act. I/100), worauf die SUVA am 21. März 2013 einen abweisenden 

Einspracheentscheid erliess (SUVA-act. I/107).

B.    

B.a  Mit Eingabe vom 24. April 2013 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechts­

anwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Widnau, gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 

21. März 2013 Beschwerde mit den Anträgen: Der Einspracheentscheid vom 21. März 

2013 sowie die Verfügung vom 31. Januar 2013 seien vollumfänglich aufzuheben und 

dem Beschwerdeführer sei eine SUVA-Rente in der Höhe von mindestens 10% 

zuzusprechen. Von jeglicher Rückforderung der ausbezahlten SUVA-Renten sei 

abzusehen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der SUVA. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, seit seinem Freizeitunfall im Jahr 

1998 weise der Beschwerdeführer nur noch eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit auf, 

weshalb er bei seiner Arbeitgeberin ausschliesslich noch für leichte körperliche 

Arbeiten habe eingesetzt werden können und daher nur noch bescheidenste 

Lohnerhöhungen erfolgt seien. Bei voller Gesundheit würde er einen bedeutend 

höheren Lohn erzielen. Ab den Jahren 2009/2010 habe er aufgrund der 

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Verletzungsfolgen auch für leichte Arbeiten nicht mehr ganztags eingesetzt werden 

können. Es werde ihm seit 2010 vom Bundessozialamt, Landesstelle Vorarlberg, eine 

Behindertenrente ausgerichtet. Auch in der Schweiz erhalte er ab dem 19. September 

2012 eine monatliche Rente der Invalidenversicherung von Fr. 858.00 auf der Basis 

eines Invaliditätsgrades von 50%. Er sei 62-jährig und müsse bis zur ordentlichen 

Pensionierung noch drei Jahre arbeiten. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen 

Arbeitnehmer müsse von einer Altersschwäche und insbesondere Altersgebrechlichkeit 

ausgegangen werden, sodass das vorgerückte Alter eine erhebliche Beeinträchtigung 

der Erwerbsfähigkeit darstelle, respektive sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirke. Durch 

die Reduktion der Arbeitstätigkeit auf aktuell 50% habe er nun viel weniger Schmerzen, 

insbesondere auch nachts. Die Arbeit als Chauffeur sei weiterhin möglich, das 

Abpacken der Säcke werde sicher nicht mehr gehen.

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stefan Mattmann, Luzern, die Beschwerde sei 

abzuweisen. Der Einspracheentscheid vom 21. März 2013 und die Verfügung vom

31. Januar 2013 seien zu bestätigen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

vorgebracht, dem Beschwerdeführer sei 1997 vor dem Unfall der gleiche Lohn 

ausbezahlt worden wie nach dem Unfall 1998. Vom Jahr 1998 bis zum Jahr 2006 sei 

der Lohn auf Fr. 4'100.00 erhöht worden und in den Folgejahren 2007 bis 2010 auf 

diesem Niveau geblieben. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass der 

Beschwerdeführer an der linken Schulter an einer unfallfremden rupturierten 

Supraspinatus-Sehne (AC-Gelenksarthrose) und an der rechten Schulter an einer 

unfallbedingten beträchtlichen Omarthrose leide. Im angefochtenen Entscheid habe die 

SUVA ein unterdurchschnittliches Valideneinkommen berücksichtigt. Ein Vergleich mit 

der Lohnstrukturerhebung 2010 beweise, dass dem Beschwerdeführer ein um 12.21% 

tieferes Einkommen ausbezahlt worden sei, als der durchschnittliche Lohn im 

Anforderungsniveau 4 für einfache und repetitive Tätigkeiten. Der Kreisarzt Dr. med. 

C.___ habe gestützt auf seine Untersuchung des Beschwerdeführers am 28. März 2012 

keine wesentliche Befundänderung hinsichtlich der Funktionalität der rechten Schulter 

im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom September 2010 festgestellt. 

Gemäss der Zumutbarkeitsbeurteilung sei der Beschwerdeführer in der Lage, leichte 

bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten körpernah bis 

Hüfthöhe ganztags auszuüben. Die SUVA habe das hypothetische Invalideneinkommen 

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korrekt nach den ins Recht gelegten DAP-Unterlagen ermittelt. Das Valideneinkommen 

sei um rund 12.21% unterdurchschnittlich gewesen. Unter Berücksichtigung des 

Erheblichkeitswertes von 5% sei daher das Invalideneinkommen um 7.21% reduziert 

worden. Der Vergleich des bereinigten mutmasslichen Invalidenlohnes von Fr. 

49'863.00 mit dem mutmasslichen Validenlohn von Fr. 53'300.00 ergebe einen 

Invaliditätsgrad von 6.45% und es bestehe daher kein Rentenanspruch.

B.c  Am 23. Juli 2013 reichte RA Fiechter für den Beschwerdeführer die Replik ein (act. 

G 11) und hielt an seinen Anträgen gemäss Ziffer 1, 2 und 4 der Beschwerdeschrift 

vom 24. April 2013 fest. Zur Begründung brachte er ergänzend vor, dass es sich bei 

dem nach dem Unfall ausbezahlten Lohn um einen Soziallohn handle, welcher nicht 

seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit entsprochen habe. Erst acht Jahre nach dem 

Unfall, im Jahr 2006, sei der Lohn im Umfang von Fr. 580.00 der Teuerung angepasst 

worden. Danach habe der Beschwerdeführer wiederum während mehr als sechs 

Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten. Dieser Umstand sei auf den unfallbedingten 

Gesundheitsschaden zurückzuführen. Ebenfalls habe die Arbeitgeberin im Jahr 2012 

aufgrund der SUVA-Rente, die der Beschwerdeführer erhalten habe, eine Lohnkürzung 

vorgenommen. Dadurch habe der Beschwerdeführer von der SUVA-Rente im Jahr 

2012 gar nicht profitieren können. Auch aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der 

langjährigen Tätigkeit bei seiner Arbeitgeberin seien die von der Beschwerdegegnerin 

ermittelten angepassten Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Auf die weiteren 

Ausführungen wird, sofern angezeigt, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

B.d  Mit Duplik vom 13. September 2013 (act. G 14) hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin an seinen Anträgen fest. Zur Begründung brachte er ergänzend 

vor, es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, welcher seit 1978 bei der 

Arbeitgeberin angestellt sei, aus freien Stücken mit einem unterdurchschnittlichen 

Einkommen zufrieden gewesen sei. Die langjährige unterbezahlte Tätigkeit bei der 

gleichen Arbeitgeberin rechtfertige im Übrigen keine Parallelisierung der Einkommen. 

Auf die weiteren Ausführungen wird, sofern angezeigt, im Rahmen der Erwägungen 

eingegangen.

B.e  Anlässlich der Sitzung vom 20. März 2014 beschloss das Versicherungsgericht, 

zwecks Ausräumung bestehender Unklarheiten bezüglich der Lohnbestätigungen der 

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Arbeitgeberin bei dieser eine telefonische Erkundigung vorzunehmen. Die 

entsprechende Telefonnotiz wurde den Parteien mit Schreiben vom 24. März 2014 zur 

Kenntnis zugestellt.

Erwägungen:

1.     

1.1   Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 21. März 2013 (act. G 1.1). Gemäss den gestellten Anträgen 

beantragt der Beschwerdeführer eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von mindestens 10%.

1.2   Mit Verfügung vom 18. Juni 2011 (SUVA-act. II/27) wurde dem Beschwerdeführer 

eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10% 

zugesprochen und ausbezahlt (SUVA-act. I/41). Die dagegen erhobene Einsprache 

wies die Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 13. September 2011 ab. Das darauf 

folgende Beschwerdeverfahren wurde durch das Versicherungsgericht, gestützt auf die 

Aufhebung des Einspracheentscheids und wegen der Rücknahme der Angelegenheit 

zu ergänzender Abklärung und Neubeurteilung durch die Vorinstanz, mit Entscheid 

vom 25. November 2011 (SUVA-act. I/67) abgeschrieben. Im Rahmen der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 28. März 2012 wurde auch die Integritätseinbusse 

einer erneuten Überprüfung unterzogen. In seinem Bericht hält Dr. C.___ fest, dass die 

eingetretenen Veränderungen keine Neubewertung der Integritätsentschädigung 

rechtfertigen würden (SUVA-act. I/75). Diese Einschätzung wurde dem 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. April 2012 mitgeteilt (SUVA-act. I/78) und in 

der Verfügung vom 31. Januar 2013 (SUVA-act. I/97) wurde festgehalten, dass die mit 

Verfügung vom 18. Juni 2011 (SUVA-act. II/27) zugesprochene 

Integritätsentschädigung nicht anders zu beurteilen sei. Mit Einsprache gegen die 

Verfügung vom 31. Januar 2013 (SUVA-act. I/97) sowie auch mit der Beschwerde 

gegen den Einspracheentscheid vom 21. März 2013 (act. G 6) stellte der 

Beschwerdeführer keine Anträge betreffend Integritätsentschädigung. Die 

Integritätsentschädigung ist somit nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Streitig und im 

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vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist einzig der Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Invalidenrente sowie deren Höhe.

2.     

2.1   Gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;

SR 832.20) hat ein Versicherter Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn er infolge eines 

Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beschreibt Invalidität 

als die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit bedeutet der durch die Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Bei der Bemessung des Invaliditätsgrades sind Art. 18 Abs. 2 

UVG i.V.m. Art. 16 ATSG anwendbar. Art. 20 Abs. 1 UVG zufolge beträgt die 

Invalidenrente bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes, bei Teilinvalidität 

wird sie entsprechend gekürzt.

2.2   Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a). Erachtet 

das Gericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen 

(RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

3.     

Nach seinen Unfällen vom 31. Juli 1998 und vom 7. August 1998 war der 

Beschwerdeführer wieder zu 100% bei seiner Arbeitgeberin tätig. Wegen immer stärker 

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auftretenden Schmerzen in der rechten Schulter erfolgte am 16. April 2010 eine 

Rückfallmeldung an die Beschwerdegegnerin (SUVA-act. I/2). Auf deren Veranlassung 

erfolgte am 7. September 2010 eine kreisärztliche Untersuchung. Aus dem 

Abschlussbericht von Dr. med. D.___ und Dr. med. E.___ (SUVA-act. II/24) ergibt sich, 

dass nach rezidivierenden traumatischen Schulterluxationen rechts eine ausgebildete 

arthrotische Veränderung im Glenohumeral- und im Acromioclaviculargelenk 

rechtsseitig, Impingementzeichen und daraus resultierende 

Bewegungseinschränkungen im rechten Schultergelenk und eine Verminderung der 

Kraft in der rechten oberen Extremität vorliegen. Ebenfalls enthält der kreisärztliche 

Bericht die Feststellung, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht 

körperlich leichte bis höchstens mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 

Gewichten körpernah bis Hüfthöhe zumutbar seien. Tätigkeiten über Schulterniveau 

seien nicht möglich, ebenso wenig Tätigkeiten, bei denen axiales Stossen erforderlich 

sei. Bei Beachtung dieser Einschränkungen sei eine Tätigkeit ganztags möglich (SUVA-

act. II/22). Das Vorliegen einer unfallkausalen Schädigung und einer daraus 

resultierenden, zumindest teilweise fortbestehenden Einschränkung der 

Erwerbsfähigkeit wird durch die Beschwerdegegnerin nicht bestritten und ergibt sich 

aus der medizinischen Aktenlage. Insbesondere führt auch Kreisarzt Dr. E.___ in seiner 

Feststellung zu Handen der Beschwerdegegnerin vom 4. August 2010 aus, dass der 

Rückfall zumindest wahrscheinlich auf das Ereignis vom 7. August 1998 

zurückzuführen sei (SUVA-act. II/19).

4.     

4.1   Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver­

sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

4.2   Die Rente der Invalidenversicherung stellt eine Erwerbsausfallleistung dar. 

Gedeckt ist dabei derjenige Erwerbsverlust, der durch die 

Gesundheitsbeeinträchtigung verursacht ist. Einbussen, die auf andere Gründe 

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zurückzuführen sind, sind bei der Bemessung des Invaliditätsgrades nicht zu 

berücksichtigen (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.1.). Übt der Versicherte nach dem Unfall 

weiterhin eine Erwerbstätigkeit aus, wie vorliegend, kann gemäss Rechtsprechung 

unter gewissen Umständen das tatsächlich erzielte Einkommen dem 

Invalideneinkommen gleichgesetzt werden. Hierzu wird vorausgesetzt, dass es sich um 

ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis handelt, das eine Bezugnahme auf den 

allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigt. Weiter muss der Versicherte eine Tätigkeit 

ausüben, bei der anzunehmen ist, dass er seine verbliebene Erwerbskraft in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft. Und schliesslich ist erforderlich, dass das 

Einkommen den Arbeitsleistungen entspricht, also keine Soziallohnkomponente 

enthalten ist (vgl. BGE 117 V 18 E. 2c aa). Der Beschwerdeführer ist seit 1978 bei 

seiner Arbeitgeberin angestellt und blieb auch trotz der Unfälle im Jahr 1998 und der 

damit einhergehenden Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit bei dieser tätig. Es ist 

somit ohne Zweifel von einem stabilen Arbeitsverhältnis auszugehen. Nur mit 

Zurückhaltung und nach sorgfältiger Abwägung sollte von einem Versicherten zudem 

verlangt werden, einen anderen (besser angepassten und entlöhnten) Arbeitsplatz zu 

suchen, wenn er eingegliedert ist (vgl. Peter Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen 

Unfallversicherung. Mit besonderer Berücksichtigung der älteren Arbeitnehmer, 

Freiburg 1995, S. 201 ff.). Aus der medizinischen Aktenlage ist ersichtlich, dass die 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der rezidivierenden traumatischen 

Schulterluxationen rechts sukzessive abnahm. Dadurch konnte der Beschwerdeführer 

seine bisherigen Tätigkeiten nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Dennoch gelang es, 

die Arbeiten an den jeweiligen Gesundheitszustand optimal anzupassen und die 

Arbeitgeberin ermöglichte es dem Beschwerdeführer, arbeitstätig zu bleiben. Damit 

wird die verbleibende Arbeitskraft des Beschwerdeführers bestmöglich verwertet. 

Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer bereits 62 Jahre alt ist 

und beinahe sein gesamtes Erwerbsleben für die Arbeitgeberin tätig war. Aus diesem 

Grund ist es ihm nicht zuzumuten, eine andere, allenfalls besser angepasste 

Arbeitsstelle zu suchen. Es rechtfertigt sich somit vorliegend, bei der Bestimmung des 

Invaliditätsgrades von den tatsächlichen Verhältnissen auszugehen.

5.       

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5.1   Das Invalideneinkommen ist demgemäss nach dem derzeit unter Ausschöpfung 

der verbliebenen Arbeitskraft tatsächlich erzielten Einkommen zu bestimmen. Die sich 

bei den Akten befindlichen Lohnangaben der Arbeitgeberin sind zum Teil 

widersprüchlich und auch die im Recht liegende Lohntabelle 2012 ist nicht schlüssig 

(act. G 11.2). Insbesondere ist als Arbeitspensum immer noch ein Beschäftigungsgrad 

von 100% angegeben, obwohl der Beschwerdeführer ausführte, seit dem Jahr 2010 

nur noch zu 50% bei seiner Arbeitgeberin tätig sein zu können. Aufgrund der 

bestehenden Unklarheiten, führte das Versicherungsgericht am 20. März 2014 ein 

Telefongespräch mit der Arbeitgeberin durch. Die entsprechende Telefonnotiz wurde 

den Parteien mit Schreiben vom 24. März 2014 zur Kenntnis zugestellt. Anlässlich 

dieses Telefongesprächs bestätigte die Arbeitgeberin, dass der Beschwerdeführer in 

den letzten vier Jahren bzw. seit 2010 nur noch zu einem Pensum von 50% als 

Chauffeur tätig gewesen sei, da er aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden 

nicht mehr körperlich habe arbeiten können. Aufgrund der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen könne sie ihm auch kein grösseres Pensum anbieten. Bei dem auf 

der Lohntabelle 2012 (act. G 11.2) aufgeführten Bruttolohn von Fr. 3'750.00 handle es 

sich um den Lohn für ein 100% Pensum. Hinzuzuzählen seien noch Spesen von 

monatlich Fr. 350.00. In der dem Beschwerdeführer noch zumutbaren 

Chauffeurtätigkeit mit einem Pensum von 50% verdiene dieser monatlich

Fr. 2'050.00 (inkl. Spesen). Diese Ausführungen der Arbeitgeberin stimmen auch mit 

den anlässlich eines Betriebsbesuches durch einen Aussendienstmitarbeiter der 

Beschwerdegegnerin am 9. Juni 2010 gemachten Angaben überein (vgl. SUVA-act. II/

2). Sie erscheinen zudem schlüssig und nachvollziehbar. Somit ist von einem durch 

den Beschwerdeführer unter Ausschöpfung der verbliebenen Erwerbskraft tatsächlich 

erzielbaren Einkommen von monatlich Fr. 2'050.00 (inkl. Spesen) auszugehen. Die in 

diesem Betrag enthaltenen Spesen von Fr. 175.00 sind bei der Berechnung des 

Invaliditätsgrades nicht zu berücksichtigen, zumal kein Hinweis darauf besteht, dass 

diese einen versteckten Lohnbestandteil darstellen. Für das Invalideneinkommen ist 

somit von einem monatlichen Einkommen von Fr. 1'875.00 auszugehen. Dies ergibt ein 

jährliches Invalideneinkommen von Fr. 24'375.00.

5.2   Wird vom tatsächlich erzielten Einkommen als Invalideneinkommen ausgegangen, 

ist diesem nicht das Einkommen gegenüberzustellen, das ohne 

Gesundheitsbeeinträchtigung bei vollständiger Ausschöpfung des wirtschaftlichen 

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Potentials zumutbarerweise hätte erzielt werden können, sondern dasjenige, das 

konkret erzielt worden wäre (vgl. BGE 135 V 58, E. 3.4.3). Es besteht damit kein Grund 

ein unterdurchschnittliches Valideneinkommen auf ein durchschnittliches 

hochzurechnen bzw. ein ermitteltes Invalideneinkommen entsprechend zu reduzieren. 

Das Valideneinkommen ist somit aufgrund der tatsächlichen Verdienstverhältnisse vor 

den Unfällen im Jahr 1998 zu bestimmen. Aus dem in den Akten liegenden Auszug aus 

dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK-Auszug; SUVA-act. I/88 S. 11) ist 

ersichtlich, dass das Einkommen des Beschwerdeführers starken Schwankungen 

unterlag. Aus diesem Grund ist es angezeigt, zur Bestimmung des vor den Unfällen 

erzielten Einkommens auf den Durchschnitt der Jahre 1993 bis 1997 abzustellen. 

Dieser betrug Fr. 43'866.00 (vgl. SUVA-act. I/88 S. 11). Es ist zudem davon 

auszugehen, dass ohne unfallbedingte gesundheitliche Beeinträchtigung eine jährliche 

Anpassung an den Nominallohnindex erfolgt wäre. Dies ergäbe für das Jahr 2012 einen 

jährlichen Verdienst von Fr. 52'794.00.  

5.3   Da der Beschwerdeführer weiterhin für seinen Arbeitgeber tätig sein wird und das 

dabei tatsächlich erzielte Einkommen als Invalideneinkommen Berücksichtigung findet, 

ist vorliegend kein Leidensabzug vorzunehmen.

5.4   Somit steht für den Einkommensvergleich einem Valideneinkommen von

Fr. 52'794.00 ein Invalideneinkommen von Fr. 24'375.00 gegenüber. Daraus resultiert 

ein Invaliditätsgrad von 53.8%.

6.     

6.1   Im Sinne der vorerwähnten Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 21. 

März 2013 insofern aufzuheben und die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als 

dem Beschwerdeführer die Ausrichtung einer Invalidenrente verweigert wird. Dem 

Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. März 2011 eine Rente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 53.8% zuzusprechen. Zur Abklärung des versicherten 

Verdienstes und zur Berechnung der Rentenleistungen ist die Streitsache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Rückforderung der für den Zeitraum vom 1. 

März 2011 bis zum 31. Januar 2013 bereits geleisteten Zahlungen von Fr. 8'006.30 

wird demgemäss hinfällig. 

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6.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g 

ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei hingegen Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen spricht in 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren gestützt auf Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) 

regelmässig eine pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.00 und 4'500.00 zu. 

Unter Berücksichtigung der Umstände erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 21. März 2013, soweit damit die Ausrichtung einer Invalidenrente verweigert 

wurde, aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. März 2011 eine 

Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 53.8% zugesprochen wird.

2.      Zur Abklärung des versicherten Verdienstes und zur Berechnung der Renten­

leistungen wird die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von pauschal Fr. 3'500.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2014
	Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Weiterbeschäftigung des Versicherungsnehmers in reduziertem Pensum. Tatsächlich erzieltes Einkommen als Invalideneinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2014, UV 2013/29).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_448/2014.

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