# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33c36ab6-ea7e-5038-bb66-573c69f6499d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-02-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.02.2023 D-918/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-918-2023_2023-02-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-918/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  F e b r u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;   

Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 10. Februar 2023 / N (…). 

 

 

D-918/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 17. Januar 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach.  

A.b Ein am 19. Januar 2023 durchgeführter Abgleich mit der europäischen 

Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit EURODAC) ergab, dass er unter 

anderem am (…) in Frankreich registriert worden war und dort ein Asylge-

such gestellt hatte. 

A.c Am 24. Januar 2023 beauftragte der Beschwerdeführer die Mitarbei-

tenden des Rechtsschutzes Region für Asylsuchende im BAZ Region 

B._______ mit der Wahrung seiner Rechte im Asylverfahren. 

A.d Im Rahmen des persönlichen Dublin-Gesprächs vom 25. Januar 2023 

gewährte das SEM dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu einer 

allfälligen Zuständigkeit Frankreichs respektive der damit zusammenhän-

genden Möglichkeit eines Nichteintretensentscheids verbunden mit einer 

Überstellung nach Frankreich. Dabei bestätigte der Beschwerdeführer, 

dass er unter anderem in Frankreich um Asyl nachgesucht habe. Sein Asyl-

gesuch sei jedoch abgelehnt worden. Er habe in keinem europäischen 

Land Papiere erhalten. Daher habe er sich entschieden, in die Schweiz zu 

kommen. Im Falle einer Überstellung nach Frankreich würde er dort weder 

eine Unterkunft noch anderweitige Unterstützung erhalten. Die Behörden 

würden ihn erneut wegschicken, und er würde auf der Strasse landen. 

Ohne Papiere könne er dort nicht leben und arbeiten. Nach seinem Ge-

sundheitszustand gefragt, gab er an, physisch sei er gesund, aber psy-

chisch gehe es ihm aufgrund seiner schwierigen Situation schlecht. Er 

wolle einfach normal leben und sich eine Zukunft aufbauen. 

A.e Am 26. Januar 2023 ersuchte das SEM die französischen Behörden 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 18 Abs. 1 

Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO).  

A.f Mit Schreiben vom 8. Februar 2023 stimmten die französischen Behör-

den dem Wiederaufnahmegesuch zu. 

D-918/2023 

Seite 3 

B.  

Mit Verfügung vom 10. Februar 2023 – eröffnet am 13. Februar 2023 – trat 

das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegwei-

sung aus der Schweiz nach Frankreich an und forderte ihn auf, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Ferner 

beauftragte es den Kanton B._______ mit dem Vollzug der Wegweisung, 

ordnete die Aushändigung der editionspflichtigen Akten an und stellte fest, 

einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu.  

C.  

Die zugewiesene Rechtsvertretung beendete am 13. Februar 2023 das 

Mandatsverhältnis mit dem Beschwerdeführer.  

D.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 16. Februar 2023 

(Datum Postaufgabe) beantragte der Beschwerdeführer, die vorinstanzli-

che Verfügung vom 10. Februar 2023 sei aufzuheben, und das SEM sei 

anzuweisen, sein Asylgesuch materiell zu prüfen. In prozessualer Hinsicht 

ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ausserdem bean-

tragte er, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Der Beschwerde lagen die angefochtene Verfügung (inkl. Empfangsbestä-

tigung sowie eine (bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte) 

Wegweisungsverfügung der französischen Behörden vom (…) (alles in Ko-

pie) bei.  

E.  

Am 17. Februar 2023 setzte die Instruktionsrichterin den Vollzug der Weg-

weisung per sofort einstweilen aus. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem 

Bundesverwaltungsgericht gleichentags in elektronischer Form vor 

(Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

  

D-918/2023 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden ge-

gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (Art. 105 und 108 Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 VwVG) 

ist einzutreten.  

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend 

aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur summa-

risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

4.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet. 

  

D-918/2023 

Seite 5 

 

5.  

5.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen 

Staates prüft das SEM die Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. 

Führt diese Prüfung zur Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die 

Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, tritt das SEM, nachdem der betref-

fende Mitgliedstaat einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt 

hat (respektive innert Frist auf die entsprechende Anfrage nicht geant-wor-

tet hat; vgl. Art. 22 Abs. 1 und 7 Dublin-III-VO), auf das Asylgesuch nicht 

ein (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 6.2). 

5.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den im Kapitel III dargelegten Kri-

terien (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. 

auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

6.  

6.1 Den Akten zufolge stellte der Beschwerdeführer im Verlauf der letzten 

Jahre in mehreren europäischen Ländern Asylgesuche, darunter auch in 

Frankreich. Die französischen Behörden erliessen in diesem Zusammen-

hang einen negativen Asylentscheid vom (…), einen Nichteintretensent-

scheid vom (…) (betreffend ein Wiedererwägungsgesuch) sowie eine Weg-

weisungsverfügung vom (…). Dem Wiederaufnahmeersuchen des SEM 

vom 26. Januar 2023 stimmten die zuständigen französischen Behörden 

mit Schreiben vom 8. Februar 2023 innert der massgeblichen Frist aus-

drücklich zu. Die grundsätzliche Zuständigkeit Frankreichs für die weitere 

Durchführung des Asyl- und namentlich des Wegweisungsverfahrens be-

treffend den Beschwerdeführer ist damit gegeben, was vom Beschwerde-

führer auch nicht bestritten wird. 

6.2 Im Lichte von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO ist sodann zu prüfen, ob es 

wesentliche Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Asylsuchende in Frankreich würden systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-

rechtecharta (entspricht Art. 3 EMRK) mit sich bringen würden. 

D-918/2023 

Seite 6 

6.2.1 Frankreich ist Signatarstaat der EMRK, der FoK sowie der FK, und 

es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es seinen diesbezüglichen 

völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt und insbesondere auch das 

Non-Refoulement-Gebot beachtet. Es darf ausserdem davon ausgegan-

gen werden, Frankreich anerkenne und schütze die Rechte, die sich für 

Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen Parlaments und 

des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für 

die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. 

Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz 

beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben. Ferner bestehen keine 

Gründe für die Annahme, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingun-

gen für Antragstellende in Frankreich würden systemische Schwachstellen 

im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen. 

6.2.2 An diesen Feststellungen vermögen auch die Vorbringen des Be-

schwerdeführers, er habe in Frankreich auf der Strasse leben müssen, und 

die französischen Behörden hätten ihn nach Afghanistan ausschaffen wol-

len, nichts zu ändern. Seine Aussagen betreffend die angeblich fehlende 

Unterbringung und Unterstützung in Frankreich sind unbelegt und überdies 

völlig unsubstanziiert ausgefallen, weshalb sie nicht geeignet sind, die An-

nahme zu widerlegen, dass sich Frankreich an die vorstehend erwähnten, 

einschlägigen Richtlinien hält und Asylsuchenden adäquate Unterstützung 

gewährt. Ferner ist festzustellen, dass die französischen Behörden das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers den Akten zufolge offenbar abgelehnt 

und die Wegweisung aus Frankreich verfügt haben. Die blosse Tatsache, 

dass ein Asylgesuch definitiv abgelehnt und die Wegweisung verfügt 

wurde, stellt jedoch noch keine Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips 

dar (BVGE 2017 VI/5 E. 8.5.3.3; Urteil des BVGer E-569/2020 vom 4. März 

2020), und es bestehen auch keine Hinweise darauf, dass das erwähnte 

französische Asyl- und Wegweisungsverfahren betreffend den Beschwer-

deführer nicht in rechtsstaatlich korrekter Weise und unter Beachtung der 

anwendbaren völkerrechtlichen Bestimmungen, namentlich auch des Non-

Refoulement-Gebots, durchgeführt worden sind.  

6.2.3 Nach dem Gesagten ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO nicht gerechtfertigt. 

6.3 Eine Anwendung der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-

VO respektive der – das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisieren-

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Seite 7 

den – Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. Au-

gust 1999 (AsylV 1, SR 142.311) ist aus nachfolgenden Gründen ebenfalls 

nicht angezeigt.  

6.3.1 Es gilt die Vermutung, dass Frankreich – als Dublin-Mitgliedstaat – 

bei der Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens die einschlä-

gigen völkerrechtlichen Verpflichtungen respektiert. Der Beschwerdeführer 

bringt nichts vor, was diese Vermutung widerlegen könnte. Soweit er in der 

Beschwerde geltend macht, er sei psychisch angeschlagen respektive 

«zerstört», ist festzustellen, dass er diese angebliche gesundheitliche Be-

einträchtigung den Akten zufolge im BAZ nicht gemeldet und nie um ärztli-

che Behandlung ersucht hat (vgl. dazu bereits die zutreffenden Ausführun-

gen des SEM auf S. 5 der angefochtenen Verfügung). Mangels anderweiti-

ger, konkreter Indizien ist daher davon auszugehen, dass keine derart 

schwerwiegende psychische Erkrankung vorliegt, dass von einer Überstel-

lung nach Frankreich abgesehen werden müsste. Im Übrigen wäre eine 

adäquate medizinische Behandlung bei Bedarf ohne weiteres auch in 

Frankreich erhältlich. Nach dem Gesagten sind keine Hinweise auf das Be-

stehen eines völkerrechtlichen Vollzugshindernisses im Sinne von Art. 3 

EMRK – welches zwingend zu einem Selbsteintritt führen müsste – ersicht-

lich.  

6.3.2 Bei der Anwendung der Kann-Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 

AsylV 1 verfügt das SEM über einen Ermessensspielraum (vgl. 

BVGE 2015/9 E. 7 f.). Vorliegend bestehen keine Hinweise auf eine nicht 

gesetzeskonforme Ausübung des Ermessens (Ermessensmissbrauch, 

Über- oder Unterschreitung des Ermessens). Bei dieser Sachlage enthält 

sich das Gericht in diesem Zusammenhang weiterer Äusserungen. 

6.4 Nach dem Gesagten bleibt Frankreich der für die Behandlung des Asyl-

gesuchs des Beschwerdeführers zuständige Mitgliedstaat gemäss Dublin-

III-VO.  

7.  

Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Da 

dieser nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlassungsbe-

willigung ist, wurde die Überstellung nach Frankreich in Anwendung von 

Art. 44 AsylG ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 32 Bst. a AsylV 1). 

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Seite 8 

8.  

Das Fehlen von Überstellungshindernissen ist bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG. Allfällige 

Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) sind da-

her nicht mehr separat zu prüfen (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.). 

9.  

Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.  

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren ist mit dem vorliegenden Urteil abge-

schlossen. Die Anträge, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

zu verzichten und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu er-

teilen, sind damit gegenstandslos geworden, und der am 17. Februar 2023 

angeordnete Vollzugsstopp fällt dahin. 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist ungeachtet der geltend gemachten prozessualen 

Bedürftigkeit abzuweisen, da sich die Beschwerdebegehren entsprechend 

den vorstehenden Erwägungen von vornherein als aussichtslos erwiesen 

haben.  

10.3 Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1‒3 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Anna Dürmüller Leibundgut