# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c195940a-96d9-5efe-b75b-a540801217cc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 20.05.2010 AA090132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA090132_2010-05-20.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich 

 
Kass.-Nr. AA090132/U/mum 

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, 

die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Matthias 

Brunner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Jürg-

Christian Hürlimann 

Zirkulationsbeschluss vom 20. Mai 2010 
 

 

in Sachen 

 

B,  

… 

Beklagter, Appellant und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

M,  

…,  

Kirchstr. 15, 8942 Oberrieden,  

Klägerin, Appellatin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Rechtsanwalt … 
 

 

betreffend  

Prozesskaution, etc.  

 

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des 

Obergerichts des Kantons Zürich vom 18. Juni 2009 (NF090002) 

 

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Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 

1. Mit Urteil vom 4. März 2009 hiess der Einzelrichter im beschleunigten Verfah-

ren am Bezirksgericht C eine Klage der Beschwerdegegnerin auf Feststellung 

nach Art. 85a SchKG, dass eine vom Beschwerdeführer in Betreibung gesetzte 

Schuld der Beschwerdegegnerin vollumfänglich beglichen wurde, gut (ER act. 16 

= OG act. 22). Dagegen erhob der Beschwerdeführer Berufung (ER act. 19). Da 

der Beschwerdeführer in der Berufungserklärung als Adresse lediglich "L*/GB" 

ohne nähere Bezeichnung anführte, war unklar, wo sich der Wohnsitz des Be-

schwerdeführers befand. Das Obergericht (II. Zivilkammer) setzte ihm deshalb mit 

Beschluss vom 20. Mai 2009 Frist an, um dem Gericht seinen heutigen Wohnsitz 

zu bezeichnen und seine Angaben durch Bestätigungen der entsprechenden örtli-

chen Behörden zu belegen. Bei Säumnis werde davon ausgegangen, der Be-

schwerdeführer verfüge nicht über einen Wohnsitz, namentlich weder in der 

Schweiz noch in Grossbritannien (OG act. 28). Nachdem seitens des Beschwer-

deführers keine entsprechende Erklärung eingegangen war, setzte ihm das Ober-

gericht mit Beschluss vom 18. Juni 2009, in Anwendung von § 73 Ziff. 1 ZPO Frist 

zur Leistung einer Prozesskaution von Fr. 14'000.-- an (OG act. 30 = KG act. 2a). 

Da dieser Beschluss keine Rechtsmittelbelehrung enthielt, ergänzte das Oberge-

richt diesen mit Beschluss vom 2. Juni 2009 mit einer solchen (OG act. 35 = KG 

act. 2b).  

Mit Eingabe vom 21. September 2009 erhob der Beschwerdeführer vorliegende 

Nichtigkeitsbeschwerde gegen den genannten Beschluss des Obergerichts vom 

18. Juni 2009 mit Ergänzung vom 2. Juli 2009 (KG act. 1). 

2. Mit Verfügung vom 25. September 2009 verlieh der Präsident des Kassations-

gerichts der Nichtigkeitsbeschwerde aufschiebende Wirkung und setzte dem Be-

schwerdeführer Frist an, um für das Kassationsverfahren eine Prozesskaution von 

Fr. 2'300.-- gemäss § 75 ZPO zu leisten (KG act. 8). Seitens der Beschwerde-

gegnerin wurde keine Beschwerdeantwort eingeholt. Das Obergericht verzichtet 

auf eine Vernehmlassung zur Nichtigkeitsbeschwerde (KG act. 10).  

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Der Beschwerdeführer ersuchte mit Eingabe vom 2. Oktober 2009 um Ergänzung 

der Verfügung vom 25. September 2009 mit einer Rechtsmittelbelehrung (KG act. 

11). Das Kassationsgericht teilte ihm mit Schreiben vom 5. Oktober 2009 mit, 

dass gegen die genannte Präsidialverfügung Einsprache an das Kassationsge-

richt (als Kollegialgericht) innert zehn Tagen von der schriftlichen Mitteilung an 

möglich sei (KG act. 12). 

Mit Eingabe vom 12. Oktober 2009 erhob der Beschwerdeführer Einsprache ge-

gen die Präsidialverfügung vom 25. September 2009 und stellte gleichzeitig ein 

Ausstandsbegehren gegen Kassationsgerichtspräsident Moritz Kuhn, den an der 

genannten Präsidialverfügung mitwirkenden juristischen Sekretär Jürg-Christian 

Hürlimann und den das Schreiben vom 5. Oktober 2009 unterzeichnenden juristi-

schen Sekretär Markus Nietlispach (KG act. 14). 

3. Das Kassationsgericht wies mit Beschluss vom 2. Dezember 2009 das Aus-

standsbegehren und die Einsprache ab. Es setzte dem Beschwerdeführer erneut 

eine Frist von zehn Tagen ab Mitteilung des Beschlusses an, um für das Kassati-

onsverfahren eine Prozesskaution von Fr. 2'300.-- zu leisten, unter der Andro-

hung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (KG act. 15). Ge-

gen diesen Beschluss erhob der Beschwerdeführer Beschwerde in Zivilsachen 

beim Bundesgericht. Dessen I. zivilrechtliche Abteilung trat mit Urteil vom 15. 

März 2010 auf die Beschwerde nicht ein (KG act. 18/4). 

Der Präsident des Kassationsgerichts setzte dem Beschwerdeführer mit Verfü-

gung vom 23. März 2010 eine letztmalige Frist zur Leistung der Prozesskaution 

von Fr. 2'300.-- an, wiederum unter der Androhung, dass im Säumnisfall auf die 

Beschwerde nicht eingetreten werde (KG act. 19). Die Kanzlei des Kassationsge-

richts versuchte zweimal, dem Beschwerdeführer diese Verfügung mit der Post 

zuzustellen. Beide Male holte der Beschwerdeführer die ihm avisierte Sendung 

nicht ab (vgl. KG act. 21/1 und 2). Eine gerichtliche Mitteilung gilt als zugestellt, 

wenn der Adressat die Zustellung schuldhaft verhindert (§ 187 Abs. 1 ZPO in Ver-

bindung mit § 179 Abs. 2 ZPO). Davon ist bei zweimaligem Nichtabholen einer 

Gerichtssendung auszugehen. Die Verfügung vom 23. März 2010 gilt somit als 

zugestellt. 

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Der Beschwerdeführer leistete die ihm auferlegte Prozesskaution nicht. Andro-

hungsgemäss und in Anwendung von § 80 Abs. 1 ZPO ist demnach auf die Nich-

tigkeitsbeschwerde nicht einzutreten. 

Damit entfällt die der Nichtigkeitsbeschwerde verliehene aufschiebende Wirkung. 

Es ist dem Beschwerdeführer die Frist zur Leistung der Prozesskaution für das 

Berufungsverfahren gemäss obergerichtlichem Beschluss vom 18. Juni 2009 neu 

anzusetzen. 

4. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Kassationsverfahrens, inklusive diejeni-

gen des Zwischenbeschlusses vom 2. Dezember 2009 betreffend Einsprache, 

aufzuerlegen (§ 64 Abs. 2 ZPO). Mangels erheblicher Umtriebe ist der Beschwer-

degegnerin für das Kassationsverfahren keine Prozessentschädigung zuzuspre-

chen. 

Beim vorliegenden Beschluss handelt es sich um einen Zwischenentscheid im 

Sinne von Art. 93 BGG. Demnach ist gegen ihn die Beschwerde in Zivilsachen 

gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 BGG ge-

nannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bun-

desgericht. 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung. 

2. Dem Beklagten wird eine Frist von 20 Tagen ab Zustellung dieses Be-

schlusses angesetzt, um für die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 

und eine allfällige Prozessentschädigung an die Gegenpartei bei der Ober-

gerichtskasse (Postkonto 80-10210-7) eine Prozesskaution von Fr. 14'000.-- 

zu leisten, unter der Androhung, dass sonst auf die Berufung nicht eingetre-

ten würde. 

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Bezüglich der Modalitäten der Kautionsleistung wird auf die entsprechenden 

Hinweise im obergerichtlichen Beschluss vom 18. Juni 2009 (Dispositiv Zif-

fer 1) verwiesen. 

3. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 

2'000.--. 

4. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. 

5. Der Beschwerdegegnerin wird für das Kassationsverfahren keine Prozess-

entschädigung zugesprochen. 

6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von 

Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine 

Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG 

an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. 

Der Streitwert beträgt 90'000.--. 

Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des 

Obergerichtes vom 18. Juni 2009 mit Beschwerde an das Bundesgericht 

neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 

BGG). 

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die II. Zivilkammer des Oberge-

richts des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein. 

______________________________________ 

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Der juristische Sekretär: 

 

 

 

	Zirkulationsbeschluss vom 20. Mai 2010
	Das Gericht hat in Erwägung gezogen:
	Das Gericht beschliesst: