# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 802adf63-71a2-5253-907d-b8f8326f2bc7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.06.2024 PF230059
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF230059_2024-06-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PF230059-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. E. Pahud und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw S. Ursprung

Beschluss vom 21. Juni 2024

in Sachen

A._____, 
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____-Str. …, 
a) C._____, 
b) D._____, 
c) E._____, 
d) F._____, 
e) G._____, 
f) H._____, 
g) I._____, 
h) J._____, 
Gesuchs- und Beschwerdegegnerin

vertreten durch E._____

betreffend Abberufung Verwaltung (Art. 712r ZGB) / 
Abnahme der Frist zur Verbesserung der Eingabe vom 6. September 2023

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Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im summarischen 
Verfahren des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. Oktober 2023 (ES230053)

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Erwägungen:

1.1 Mit diversen Eingaben, die erste datierend vom 6. September 2023, erhob 

die Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (fortan Beschwerdeführerin) Klage 

gegen die Gesuchs- und Beschwerdegegnerin (fortan Beschwerdegegnerin) beim 

Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Zürich (fortan 

Vorinstanz) und verlangte, es sei E._____ als Verwalter der Beschwerdegegnerin 

per sofort abzuberufen (act. 6/1; act. 6/2/1–34; act. 6/3; act. 6/4, alle in OGer ZH, 

Verfahren PF230056).

1.2 Mit Verfügung vom 18. September 2023 (act. 6/5) hielt die Vorinstanz fest, 

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin weitschweifig und in weiten Teilen un-

gebührlich sei und deshalb nicht den Anforderungen von Art. 132 Abs. 2 ZPO ent-

spreche, weshalb ihr die Eingabe retourniert und eine Frist von 10 Tagen ab Zu-

stellung der Verfügung angesetzt werde, um die Eingabe im Sinne der Erwägun-

gen zu verbessern, ansonsten die Eingabe als nicht erfolgt gelte.

Diese Verfügung wurde von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

10. Oktober 2023 mit Beschwerde angefochten (OGer ZH, Verfahren PF230056). 

Mit Eingabe vom 9. Oktober 2023 ersuchte die Beschwerdeführerin vor Vorin-

stanz um Erstreckung bzw. Wiederherstellung der Frist sowie um Ausstellen einer 

Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung (act. 6/9 = act. 4/2). Mit Verfügung der Vor-

instanz vom 11. Oktober 2023 wurde der Beschwerdeführerin die Frist zur Ver-

besserung der Eingabe einstweilen abgenommen (OGer ZH, Verfahren 

PF230056 act. 6/13 = act. 3 = act. 5 [Aktenexemplar]). 

2.1 Mit Eingabe vom 19. Oktober 2023 gelangte die Beschwerdeführerin innert 

Rechtsmittelfrist an die Kammer und stellte die folgenden Anträge (act. 2 und 

act. 4/2–3):

"1 - Die Verfügung von 11. Oktober 2023 sei für nichtig zu erklären 
und aufzuheben und die Sache sei der Vorinstanz für neue Beur-
teilung in der Sinne der Erwägung zurückzuweisen.

 2 -  Die Vorinstanz sei gerichtlich anzuweisen, mir unmissverständ-
lich mitzuteilen, welche konkrete Sätze der Vorinstanz stören und 
welche Sätze die Vorinstanz möchte die ich entfernen und aus-

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führlich zu begründen, worum diese Sätze entfernt werden müs-
sen sowie auch eine Verfügung mit Rechtsmittel zu erteilen, so-
dass ich die Möglichkeit habe, diesen Entscheid anzufechten.

 3- Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ge-
suchgegnerin."

2.2 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1–30, in Verfahren 

OGer ZH, PF230056). Der Eingang der Beschwerde wurde den Parteien ange-

zeigt (act. 7/1–2). Vom Einholen einer Beschwerdeantwort (Art. 322 ZPO) ist ab-

zusehen. Die Beschwerdeschrift (act. 2 und act. 4/2–3) ist der Beschwerdegegne-

rin mit diesem Entscheid zuzustellen. Das Verfahren ist spruchreif. 

3.1 Die angefochtene Verfügung, mit welcher der Beschwerdeführerin die Frist 

zur Verbesserung ihrer Eingabe abgenommen worden war, stellt einen prozess-

leitenden Entscheid dar. Ein solcher ist in den vom Gesetz ausdrücklich bestimm-

ten Fällen, oder wenn durch ihn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 

droht, mit dem Rechtsmittel der Beschwerde anfechtbar (Art. 319 lit. b ZPO Ziff. 1 

und 2 ZPO). Die Beschwerde gegen die Fristansetzung zur Verbesserung der 

Eingabe in Anwendung von Art. 132 Abs. 2 ZPO bzw. deren Abnahme ist im Ge-

setz nicht ausdrücklich vorgesehen. Die vorliegende Beschwerde ist daher nur zu-

lässig, wenn der Beschwerdeführerin infolge des angefochtenen Entscheides ein 

nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht, ansonsten auf die Beschwerde 

nicht einzutreten ist. Ein solcher Nachteil kann sowohl rechtlicher wie auch tat-

sächlicher Art sein (OGer ZH, PC210002 vom 22. Februar 2021, E. 3.2). Der Be-

griff des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist dabei restriktiv auszule-

gen. Dies zum einen, weil die betroffene Person in einem späteren Verfahrenssta-

dium immer noch die Möglichkeit hat, die prozessleitende Verfügung zusammen 

mit dem Entscheid anzufechten, und zum andern, weil die Verfahrensleitung pro-

zessleitende Verfügungen grundsätzlich abändern kann, wenn sich diese nach-

träglich als unzweckmässig herausstellen sollten (ZK ZPO-STAEHELIN, 3. Aufl. 

2016, Art. 124 ZPO N 6; KAUFMANN, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 124 

ZPO N 24). Die Beschwerde führende Partei hat den konkret in Aussicht stehen-

den Nachteil darzulegen und nachzuweisen, sofern er nicht offensichtlich ist 

(siehe dazu ZR 112/2013 Nr. 52 S. 198; BK ZPO-STERCHI, 2012, Art. 319 N 15).

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3.2 Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, ihr Gesuch um 

Abberufung der Verwaltung sei zu Unrecht zurückgesandt worden. In ihrem Ge-

such vom 9. Oktober 2023 habe sie eigentlich kein Gesuch um Fristerstreckung 

gestellt, sondern die Vorinstanz darum gebeten, ihr unmissverständlich mitzutei-

len, welche konkreten Sätze der Vorinstanz störten und welche Sätze die Vorin-

stanz entfernt haben möchte. Auf Grund dessen habe sie die Vorinstanz darum 

gebeten, ihr unverzüglich schriftlich mitzuteilen, welche konkreten Sätze sie stör-

ten, und ausführlich zu begründen, warum diese Sätze entfernt werden müssten. 

Sodann habe sie darum gebeten, ihr eine Verfügung mit Rechtsmittel(belehrung) 

zu erteilen, sodass sie die Möglichkeit habe, diesen Entscheid anzufechten. Es 

gebe allerdings keine Erwähnung dieses Gesuchs bzw. Antrags in der Verfügung 

vom 11. Oktober 2023. Damit sei ihr rechtliches Gehör verletzt worden (act. 2 

S. 11 f.). 

3.3 Die Beschwerdeführerin legt mit diesen Ausführungen nicht dar, worin ihr 

durch die vorinstanzliche Verfügung zur Zeit ein nicht leicht wiedergutzumachen-

der Nachteil entstünde (vgl. act. 2). Ein solcher ist auch nicht offensichtlich: So-

weit die Beschwerdeführerin Einwände gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 

18. September 2023 (act. 6/5) betreffend Zurückweisung des Gesuchs infolge 

Weitschweifigkeit und Ungebührlichkeit macht, ist sie auf das diesbezügliche Be-

schwerdeverfahren, OGer ZH, PF230059, zu verweisen. Die Vorinstanz musste 

sodann auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 9. Oktober 2023 um Präzi-

sierung der Begründung oder auf die Bitte der Anbringung einer Rechtsmittelbe-

lehrung nicht eingehen. Solche Einwände wären in einem Rechtsmittelverfahren 

gegen die ursprüngliche Verfügung bzw. in einem allfälligen Rechtsmittel oder 

Rechtsbehelf gegen den Endentscheid geltend zu machen. Zudem hat die Vorin-

stanz der Beschwerdeführerin die Frist zur Verbesserung ihrer Eingabe in der 

Verfügung vom 11. Oktober 2023 einstweilen abgenommen. Zur Zeit droht der 

Beschwerdeführerin damit kein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil.

3.4 Entsprechend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

3.5  Der Vollständigkeit halber bleibt festzuhalten, dass auf die weiteren, weit-

schweifigen, sich über mehr als 10 Seiten erstreckenden Ausführungen der Be-

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schwerdeführerin zur Abberufung der Verwaltung, welche mit der vorliegenden 

Verfügung nicht zusammenhängen, und auch auf weitere ungebührliche Ein-

wände gegen das vorinstanzliche Verfahren, namentlich zum angeblich strafrecht-

lich relevanten Verhalten von Mitgliedern der Vorinstanz, nicht weiter einzugehen 

ist, da sie nichts zur Sache tun. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin darauf hin-

zuweisen, dass insbesondere Sätze wie "Bezirksrichterin K._____ ist sehr brav 

und folgt die Anweisung von ihrer Schatzi RA L._____" (vgl. act. 2 S. 4) unge-

bührlich sind. Der entsprechende Teil der Eingabe wird infolgedessen als unge-

bührlich im Sinne von Art. 132 Abs. 2 ZPO behandelt und ohne weiteres nicht be-

rücksichtigt (ZK ZPO-STAEHELIN, a.a.O., Art. 132 N 3). Die Beschwerdeführerin 

wird ein letztes Mal auf die Ungebührlichkeit solcher Formulierungen hingewie-

sen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine ungebührliche Ein-

gabe ohne Ansetzung einer Nachfrist für unzulässig zu erklären, wenn eine be-

schwerdeführende Person in Kenntnis des Verbots ungebührlicher Rechtsschrif-

ten wiederholt dagegen verstösst (vgl. BGer, 5A_486/2011 vom 25. August 2011, 

E. 5.2 m.w.H.). Dies hat auch in Verfahren vor der Kammer seine Gültigkeit (vgl. 

OGer ZH, PS140224 vom 23. September 2014, E. 3.2). Sollte die Beschwerde-

führerin in künftigen Verfahren erneut ungebührliche Formulierungen verwenden, 

wird die gesamte Eingabe gestützt auf Art. 132 Abs. 3 ZPO ohne Ansetzung einer 

Nachfrist zurückgewiesen. 

3.7. Nach Art. 128 Abs. 1 ZPO wird, wer im Verfahren vor Gericht den Anstand 

verletzt oder den Geschäftsgang stört, mit einem Verweis oder einer Ordnungs-

busse bis zu 1'000 Franken bestraft, wobei eine Ordnungsbusse kumulativ zu 

Massnahmen nach 132 ZPO auferlegt werden kann (ZK ZPO-STAEHELIN, a.a.O., 

Art. 128 N 9). Die Auferlegung einer Ordnungsbusse wird vorliegend für den Wie-

derholungsfall von ungebührlichen Äusserungen in weiteren Rechtsmittelverfah-

ren explizit angedroht. 

4.1 Die Entscheidgebühr im Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von § 9 

Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 500.– festzusetzen. 

4.2 Die Beschwerdeführerin unterliegt und wird daher für das Beschwerdever-

fahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind keine 

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zuzusprechen, der Beschwerdeführerin nicht, weil sie unterliegt, der Beschwerde-

gegnerin nicht, da ihr keine Umtriebe entstanden sind, die zu entschädigen wä-

ren.

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und der 

Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage von Doppeln von act. 2 und 4, sowie unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, sowie an 

die Obergerichtskasse.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert wurde nicht 
ermittelt.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw S. Ursprung

versandt am:
24. Juni 2024