# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6ce9735-458a-5d5f-b7f0-08e4e2ba0f22
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1994 1255
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1994-1255_nodate.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Reqierunqsrates 1255

1. Verwaltungsverfahren

1255

Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz (Art. 
28 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren, bGS 143.5). Bestäti­
gung der Rechtsprechung.

Gemäss Art. 28 Abs. 1 VwVG entscheidet bei Aufhebung der ange­
fochtenen Verfügung in der Regel die Rekursbehörde in der Sache 
selbst. Ist der Sachverhalt von der Vorinstanz ungenügend abgeklärt 
oder ist die angefochtenen Verfügung unter Verletzung wesentlicher 
Verfahrensgrundsätze erlassen worden, kann die Rekursbehörde die 
Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückweisen (Abs. 2). 
Bei der Frage, ob die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist oder 
nicht, hat die Rekursinstanz ein erhebliches Ermessen. Weil mit der 
Rückweisung stets eine Verlängerung des Verfahrens verbunden ist, 
empfiehlt sich schon aus diesem Grund Zurückhaltung. Grundsätzlich 
ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung anstelle der 
Aufhebung eines Entscheides die Heilung eines Mangels der ungenü­
genden oder fehlenden Begründung möglich, wenn der betroffenen 
Partei daraus kein Nachteil erwächst (vgl. Rhinow/Krähenmann, 
Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 
1990, S. 288; Schär, Erläuterungen zum Gesetz über das Verwaltungs­
verfahren, N. 6/7 zu Art. 28). Da die Verglasung des Sitzplatzes und 
des Balkons im ersten Obergeschoss im vorliegenden Fall bereits er­
stellt ist, erleidet die Rekurrentin durch die Verzögerungen, die durch 
die Rückweisung entstehen, keinen wesentlichen Nachteil. Eine Rück­
weisung empfiehlt sich im übrigen vor allem bei Ermessensentschei­
den, namentlichen wenn die aufzuhebende Verfügung einer Gemein­
debehörde Ermessensfragen des kommunalen Rechts enthält. So ist 
eine Rückweisung z.B. dann geboten, wenn in einem Baubewilligungs­
verfahren neue oder geänderte Bauauflagen zu erlassen sind. Auf­

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A. Entscheide des Regierunqsrates 1255

grund obiger Ausführungen ist die Angelegenheit somit im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

RRB 4.1.1994

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