# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5823b2e7-030c-5003-90e0-736a391cff54
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.03.2014 D-1465/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1465-2014_2014-03-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1465/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  M ä r z  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger;   

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   Parteien 
 

A._______,  

geboren am (…), 

Kongo (Kinshasa),  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 25. Februar 2014 / N (…). 

 

 

D-1465/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, eigenen Angaben gemäss ein Mukongo mit 

letztem Wohnsitz in B._______, gab an, seine Heimat am 21. Mai 2013 

verlassen zu haben. Er gelangte am 10. Juni 2013 in die Schweiz, wo er 

gleichentags um Asyl nachsuchte. 

A.b Bei der Befragung zur Person (BzP), die am 24. Juni 2013 im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum Altstätten durchgeführt wurde, und der An-

hörung zu den Asylgründen vom 22. Juli 2013 machte der Beschwerde-

führer im Wesentlichen geltend, er sei am (…) in C._______ (D._______) 

geboren worden. Nachdem seine Eltern verstorben seien, als er zwei 

Jahre alt gewesen sei, sei er von einem Freund seines Vaters (Papa 

E._______) aufgenommen und nach B._______ gebracht worden, wo er 

bis zu seiner Ausreise gelebt habe. Papa E._______ sei im Jahr 2011 

verstorben; danach sei er von dessen Bruder, Papa F._______, aufge-

nommen worden. Während dieser auf einer Geschäftsreise gewesen sei, 

seien am 20. Mai 2013 drei Soldaten und drei Personen in Zivil in ihre 

Wohnung eingedrungen und hätten diese durchsucht. Sie hätten eine 

Waffe und in seinem Zimmer CD's und Videos über Massaker in Nord-

Kivu und Sitzungen von Oppositionsparteien gefunden. Man habe ihn und 

den Sohn von Papa G._______, H._______, beschuldigt, Mitglieder der 

Rebellengruppe M23 zu sein. H._______ und er seien geschlagen, ge-

fesselt und in ein Zeltlager gebracht worden, von wo aus ihnen die Flucht 

gelungen sei. Sie seien jedoch verfolgt und H._______ sei angeschossen 

worden. Er habe ihn zurücklassen müssen und sei zu einem Freund von 

Papa G._______ gegangen, der ihm gesagt habe, dieser sei nach Kongo 

Brazzaville geflohen. Am 21. Mai 2013 sei er nach Kongo Brazzaville ge-

reist und habe sich mit Papa G._______ getroffen. Dieser habe ihm ge-

sagt, er gehöre den Rebellen an. Da Papa G._______ und er von den 

Behörden gesucht worden seien und sie sich in Kongo Brazzaville nicht 

sicher gefühlt hätten, hätten sie gemeinsam weiterreisen wollen. Papa 

G._______ sei aber bei der Passkontrolle am Flughafen festgenommen 

worden. Der Beschwerdeführer gab eine Geburtsurkunde und einen 

Schülerausweis zu den Akten. 

A.c Bereits am 17. Juni 2013 führte ein vom BFM beauftragter Arzt beim 

Beschwerdeführer mittels Handröntgen eine Knochenaltersbestimmung 

durch. Das BFM gewährte ihm am 9. Dezember 2013 das rechtliche Ge-

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hör zum Ergebnis und der Beschwerdeführer reichte am 13. Dezember 

2013 eine Stellungnahme ein. 

B.  

Mit am folgenden Tag eröffneter Verfügung vom 25. Februar 2014 stellte 

das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Zugleich verfügte es seine Wegwei-

sung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.  

C.  

Der Beschwerdeführer beantragte mit Eingabe an das Bundesverwal-

tungsgericht vom 19. März 2014 die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung. Die Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen und es sei ihm Asyl 

zu gewähren. Eventualiter sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. 

Eventualiter sei die Sache zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver-

zichten und die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Der Be-

schwerde lag eine Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit des Beschwer-

deführers vom 14. März 2014 bei. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Be-

hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Aus-

lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende 

Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 

[AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 

vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne 

von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwal-

tungsgericht endgültig entscheidet. 

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Seite 4 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.3 Nicht einzutreten ist indessen auf den nicht weiter begründeten Even-

tualantrag, die Sache sei zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen, da das BFM die Vorbringen des Beschwerdeführers einer 

materiellen Prüfung unterzogen hat.  

2.  

2.1 Gemäss Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 

14. Dezember 2012 des Asylgesetzes gilt für die im Zeitpunkt des Inkraft-

tretens der Änderung vom 14. Dezember 2012 dieses Gesetzes hängigen 

Verfahren mit Ausnahme der Absätze 2–4 das neue Recht.  

2.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vor-

liegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summa-

risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

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fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 

AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1  

5.1.1 Das BFM begründete seinen Entscheid damit, dass der Beschwer-

deführer keine rechtsgenüglichen Dokumente, die die behauptete Minder-

jährigkeit belegen könnten, eingereicht habe. Es sei davon auszugehen, 

dass die Eintragungen in den eingereichten Dokumenten nicht verlässlich 

seien, da er selbst gesagt habe, es sei bei deren Ausstellung zu Unre-

gelmässigkeiten gekommen. Die Geburtsurkunde sei in B._______ und 

nicht in seinem Geburtsort ausgestellt worden. Er habe bei der BzP ge-

sagt, Papa E._______ habe die Dokumente ausstellen lassen. Die Ge-

burtsurkunde sei im August 2012 und der Schülerausweis im November 

2012 ausgestellt worden, er habe aber gesagt, Papa E._______ sei im 

Jahr 2011 verstorben. Aufgrund der Ungereimtheiten sei an seinen Anga-

ben zu Herkunft und Alter zu zweifeln. Die Knochenaltersbestimmung ha-

be ergeben, dass er mindestens 19 Jahre alt sei und seine Schwester, 

die sich auch in der Schweiz befinde, habe in ihrem Asylverfahren ange-

geben, er sei am (…) geboren worden. Aufgrund der Aktenlage sei davon 

auszugehen, dass er die Asylbehörden mit falschen Altersangaben zu 

täuschen versuche. Die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit und 

die Herkunft aus D._______ könnten demnach nicht geglaubt werden. 

5.1.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Verfolgung basierten auf 

Zufälligkeiten. Papa F._______ habe sich auf einer Geschäftsreise be-

funden, als man ihn habe festnehmen wollen. Seine Aussagen, weshalb 

er trotz Flucht seine Dokumente habe abgeben können, erschienen kon-

struiert. So habe er diese angeblich kurz vor seiner Festnahme bei einem 

Kollegen vergessen. Gerade am Tag, als er diese habe abholen wollen, 

sei er festgenommen worden. Zudem erscheine die geschilderte Flucht 

realitätsfremd. Er habe geltend gemacht, zusammen mit H._______ in ei-

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nem Zelt festgehalten worden zu sein. Nach einigen Stunden hätten sie 

sich zur Flucht entschlossen. Obwohl es sich um ein Armeecamp gehan-

delt habe, hätten sie sich vom Zelt entfernen können und seien erst auf 

der Flucht verfolgt worden. Es erscheine auch realitätsfremd, dass Papa 

G._______ auf dem Flughafen festgenommen worden sei, er jedoch 

problemlos habe ausreisen können, obwohl er auch gesucht worden sei.  

5.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, der Art und Weise, wie er 

die eingereichten Dokumente erhalten habe, werde im Entscheid zu viel 

Gewicht beigemessen. Tatsache sei, dass Papa G._______ die Geburts-

urkunde für ihn im Jahr 2012 besorgt habe. Er habe genaue Angaben zu 

seiner Festnahme und zu seiner Flucht gemacht. Dass er bei der Pass-

kontrolle im Gegensatz zu Papa G._______ nicht festgenommen worden 

sei, liege daran, dass er einen gefälschten Pass gehabt habe, weshalb 

man nicht bemerkt habe, um wen es sich bei ihm handle. Er habe in sei-

ner Heimat niemanden mehr, zu dem er gehen könne. Seine einzige na-

he Angehörige sei die in der Schweiz lebende Schwester. Er würde sich 

in der Schweiz gerne eine Existenz aufbauen. Hinsichtlich der Unklarheit 

über sein Alter, weise er darauf hin, dass das von seiner Schwester an-

gegebene Geburtsjahr (…) nicht ihn, sondern seinen älteren Bruder, 

I._______, betreffe. Er bitte darum, dass die Unklarheit bezüglich seines 

Alters im Anhörungsprotokoll seiner Schwester überprüft werde.  

6.  

6.1 Einleitend ist festzuhalten, dass die Identität des Beschwerdeführers 

nicht feststeht, da er bis heute keine rechtsgenüglichen Reise- oder Iden-

titätspapiere (vgl. Art. 1a Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) eingereicht hat. Seine Angaben 

zu Geburtsdatum und zum Lebenslauf sind – wie nachfolgend aufgezeigt 

wird – ungereimt und widersprüchlich. Angesichts dieser Ausgangslage 

ist hinsichtlich der Angabe des Beschwerdeführers, bei der in der 

Schweiz lebenden J._______ (N (…)) handle es sich um seine Schwes-

ter, ein Vorbehalt anzubringen.   

6.2 Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung hat das BFM 

den Ungereimtheiten zu der vom Beschwerdeführer behaupteten Minder-

jährigkeit keine übermässige Bedeutung beigemessen.  

6.2.1 Der Beschwerdeführer gab an, er sei am (…) in K._______ geboren 

worden (vgl. act. A7/15 S. 3), während der eingereichten Geburtsurkunde 

zu entnehmen ist, er sei an diesem Datum in B._______ geboren worden. 

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Er sagte aus, die von ihm eingereichten Dokumente (Geburtsurkunde, 

Schülerausweis) seien von Papa E._______ besorgt worden (vgl. act. 

A7/15 S. 3); da die Dokumente im August beziehungsweise November 

2012 ausgestellt wurden, Papa E._______ aber im Jahr 2011 verstorben 

sein soll (vgl. act. A7/15 S. 6), ist diese Aussage nicht glaubhaft. Bei der 

Erklärung in der Beschwerde, Papa F._______ habe ihm die Geburtskur-

kunde im Jahr 2012 besorgt, handelt es sich um eine nachträgliche An-

passung an den Sachverhalt. Unter den vorliegend geltend gemachten 

Umständen darf erwartet werden, dass jemand, der sich Dokumente be-

sorgen lässt, weiss, wer dies getan hat. Zudem erklärte der Beschwerde-

führer, er habe sich im August 2012 eine neue Geburtsurkunde ausstellen 

lassen, weil sie die Adresse geändert hätten (vgl. act. A7/15 S. 11); bei 

der BzP erklärte er indessen ebenso, er habe von 2011 bis zu seiner Aus-

reise am 21. Mai 2013 an derselben Adresse gewohnt (vgl. act. A7/15 S. 

5). 

6.2.2 Der Beschwerdeführer sagte aus, er sei zwei Jahre alt gewesen, als 

seine Eltern verstorben seien. Er sei von Papa E._______ nach 

B._______ mitgenommen worden, wo er zwölf Jahre lang die Schule be-

sucht habe. Im Alter von fünf Jahren habe er die Primarschule begonnen, 

im Mai 2013 habe er den Schulbesuch wegen seinen Problemen aufge-

ben müssen. Er habe drei Geschwister, wisse aber nicht, wo sie sich auf-

hielten. Er habe sie nach seiner Reise nach B._______ nie mehr gesehen 

(vgl. Protokoll der BzP). 

Die Schwester des Beschwerdeführers gab bei ihrer ersten Befragung 

vom 23. Juli 2001 an, sie habe bis am 17. Juli 2001 in K._______ gelebt. 

Seit ihre Eltern im Jahr 1995 verstorben seien, habe sie zusammen mit 

ihren Brüdern bei einem Pastor gelebt (vgl. N (…), act. A1/8 S. 1). Bei der 

Anhörung zu den Asylgründen gab sie an, ihr Bruder L._______ sei am 

(…) geboren worden, ihr Bruder M._______ am (…). Sie wiederholte, 

dass ihre Eltern 1995 verstorben seien und sagte, sie habe ihre Ge-

schwister letztmals am 17. Juli 2001 gesehen, bevor sie ihre Heimat ver-

lassen habe (vgl. N (…), act. A9/23 S. 2 f. und S. 22). 

Der vom Beschwerdeführer beantragte Vergleich der Aussagen seiner 

Schwester mit den seinigen ergibt somit weitere offensichtliche Unge-

reimtheiten. Er gab an, im Jahr (…) geboren zu sein, während sie über-

einstimmend sagte, ihre gemeinsamen Eltern seien bereits 1995 verstor-

ben. Er behauptete im Alter von zwei Jahren nach B._______ gebracht 

worden zu sein (was gemäss seinen Angaben somit 1998, nach den An-

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gaben seiner Schwester 1994 gewesen wäre), während sie angab, ihn im 

Juli 2001 letztmals in K._______ gesehen zu haben. Er machte geltend, 

er sei kurz nach dem Tod seiner Eltern von Papa E._______ mitgenom-

men und aufgezogen worden, während sie schilderte, ihre Geschwister 

und sie hätten mehrere Jahre lang bei einem Pastor in K._______ gelebt.  

Insofern der Beschwerdeführer behauptet, seine Schwester habe das 

Geburtsjahr (…) in Bezug auf seinen Bruder I._______ genannt, ist fest-

zuhalten, dass seine Schwester unmissverständlich angab, ihr Bruder 

L._______ (also der Beschwerdeführer; Anmerkung des Gerichts) sei am 

(…) geboren worden. Des Weiteren nannte sie einen Bruder namens 

M._______ – und nicht I._______ – der am (…) geboren worden sei. 

Die Schwester des Beschwerdeführers hatte anlässlich ihrer Befragungen 

im Jahr 2001 keinerlei Veranlassung, zum Todeszeitpunkt ihrer Eltern, zu 

ihrem und ihrer Geschwister Aufenthalt nach deren Tod und zu den Ge-

burtsdaten ihrer Geschwister unwahre Angaben zu machen. Der Be-

schwerdeführer hingegen hätte versucht sein können, sich als Minderjäh-

riger auszugeben, um von den Verfahrensgarantien für Minderjährige zu 

profitieren und einen Wegweisungsvollzug zu erschweren. 

6.2.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer 

angesichts der zahlreichen Ungereimtheiten und Widersprüche in seinen 

Aussagen sowie den Widersprüchen zu den Angaben seiner Schwester 

weder gelungen ist, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen noch, 

seine Lebensgeschichte überzeugend zu schildern. Aufgrund der gesam-

ten Aktenlage erscheint die Schlussfolgerung im Bericht zur Knochenal-

tersbestimmung des Beschwerdeführers vom 17. Juni 2013, das chrono-

logische Alter betrage 19 Jahre oder mehr, vorliegend als zutreffend. 

6.3 Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe aufgrund der Aktivitä-

ten von Papa G._______ für die Rebellen Schwierigkeiten gehabt. Da die 

Angaben des Beschwerdeführers, er sei im Alter von zwei Jahren vom 

Bruder von Papa G._______ nach B._______ mitgenommen worden, 

sich als unglaubhaft erwiesen haben, sind erhebliche Zweifel an der von 

ihm vorgebrachten Verfolgungsgeschichte anzubringen. Diese werde 

durch voneinander abweichende Aussagen des Beschwerdeführers be-

stärkt. So sagte er bei der BzP, seine Hände seien bei der Festnahme mit 

einem schwarzen Tuch zusammengebunden worden (vgl. act. A7/15 S. 

9). Bei der Anhörung gab er indessen an, er sei mit Handschellen gefes-

selt worden (vgl. act. A11/12 S. 7). Bei der BzP brachte er vor, sie hätten 

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nach ein paar Stunden aus dem Zelt, in dem sie festgehalten worden sei-

en, fliehen können. Nach einigen Metern habe er festgestellt, dass sie 

verfolgt würden; er habe Schüsse gehört und H._______ sei zu Boden 

gefallen (vgl. act. A7/15 S.10). Bei der Anhörung gab er an, H._______ 

habe ihm vorgeschlagen, sie sollten fliehen und er – der Beschwerdefüh-

rer – habe plötzlich den Moment dazu gesehen. Sie seien ziellos geflo-

hen, er habe gehört wie sie verfolgt worden seien; dann habe er Schüsse 

gehört, und H._______ sei am Boden gelegen und habe geblutet (vgl. 

act. A11/12 S. 3). Sie seien in der Abenddämmerung geflohen (vgl. act. 

A11/12 S. 5). Als sie am Ort, wo sie festgehalten worden seien, ange-

kommen seien, sei es schon Abend gewesen, sie seien lange im Zelt 

geblieben (vgl. act. A11/12 S. 6). 

Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer widersprüchliche Anga-

ben dazu machte, womit seine Hände bei der Festnahme gefesselt wor-

den seien, machte er auch zur angeblichen Flucht ungereimte Angaben. 

So gab er einerseits an, es sei Abend gewesen, als sie am Ort eingetrof-

fen seien, wo sie in ein Zelt gebracht worden seien, anderseits behaupte-

te er, sie seien einige Stunden beziehungsweise lange im Zelt gewesen, 

bevor sie geflohen seien, was nicht mit seiner Angabe, die Flucht habe 

sich in der Abenddämmerung – sie seien noch am gleichen Tag geflohen 

– zugetragen, übereinstimmen kann. Einerseits sagte er, er habe bereits 

nach einigen Metern Flucht festgestellt, dass sie verfolgt würden, ander-

seits gab er an, sie seien ziellos geflüchtet und er habe in der Ferne Sol-

daten reden gehört. Hätte er bereits nach einigen Metern Flucht bemerkt, 

dass sie verfolgt würden, wären ihnen die Soldaten auf den Fersen ge-

wesen und er hätte sie wohl kaum in der Ferne sprechen hören können. 

Schliesslich vermag nicht zu überzeugen, dass der Beschwerdeführer 

und H._______ nicht gefesselt in einem Zelt zurückgelassen worden wä-

ren, aus dem ihnen so einfach wie geschildert die Flucht hätte gelingen 

können, falls sie von den Behörden tatsächlich als Rebellen eingestuft 

worden wären. Der Beschwerdeführer gab weder an, dass der Ort, an 

dem sie festgehalten worden seien, umzäunt gewesen sei, noch dass sie 

bewacht worden seien. 

6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Verfolgungsvorbringen 

des Beschwerdeführers in Anbetracht der gesamten Aktenlage als über-

wiegend unglaubhaft erscheinen, weshalb es ihm nicht gelungen ist, 

Gründe nach Art. 3 AsylG nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die 

Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft sind 

demnach nicht erfüllt. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in 

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der Beschwerde im Einzelnen einzugehen, da sie an der Würdigung des 

vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Die Vorinstanz 

hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht und mit zutreffen-

der Begründung abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab, so verfügt es in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berück-

sichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie 

bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewei-

sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in 

den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 

Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-

zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-

genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überein-

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Seite 11 

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 

1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar-

auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden 

Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des 

Beschwerdeführers nach Kongo (Kinshasa) ist demnach unter dem As-

pekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung nach Kongo (Kinshasa) dort mit beachtlicher Wahrscheinlich-

keit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Be-

handlung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Ge-

richtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-

Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr 

("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer 

Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde 

(vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 

28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren 

Hinweisen). Dies ist ihm unter Hinweis auf die Erwägungen zum Asyl-

punkt nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in 

Kongo (Kinshasa) lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt 

nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der 

Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen 

Bestimmungen zulässig. 

8.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Ge-

fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die 

vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

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Seite 12 

8.4.1 In Kongo (Kinshasa) herrscht keine landesweite Bürgerkriegssitua-

tion und keine Situation allgemeiner Gewalt. Gleichwohl gilt die Rückkehr 

von Personen aus diesem Staat gemäss ständiger Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts nur als zumutbar, wenn sich der letzte Wohn-

sitz der betroffenen Person in der Hauptstadt Kinshasa oder einer ande-

ren, über einen Flughafen verfügenden Stadt im Westen des Landes be-

fand, oder wenn die Person in einer dieser Städte über ein gefestigtes 

Beziehungsnetz verfügt. Trotz Vorliegens dieser Kriterien erscheint der 

Vollzug der Wegweisung jedoch nach Prüfung und Abwägung der indivi-

duellen Umstände in aller Regel insbesondere auch dann als nicht zu-

mutbar, wenn eine zurückzuführende Person (kleine) Kinder in ihrer Be-

gleitung hat, für mehrere Kinder verantwortlich ist, sich bereits in fortge-

schrittenem Alter oder in einem schlechten gesundheitlichen Zustand be-

findet. Ebenso erachtet das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der 

Wegweisung einer alleinstehenden, über kein soziales oder familiäres 

Netz verfügenden Frau als grundsätzlich unzumutbar (vgl. statt vieler das 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-874/2013 vom 25. September 

2013 E. 5.3 mit weiteren Hinweisen). 

8.4.2 Die individuellen Wegweisungshindernisse sind zwar grundsätzlich 

von Amtes wegen zu prüfen. Diese Untersuchungspflicht findet jedoch 

nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der be-

schwerdeführenden Person, welche insbesondere die Pflicht umfasst, 

sich an der Feststellung des Sachverhalts zu beteiligen beziehungsweise 

mitzuwirken (Art. 8 AsylG); sie trägt im Übrigen auch die Substanziie-

rungslast (Art. 7 AsylG). Es kann nicht Sache der Asylbehörden sein, 

nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen. Vorliegend ist es 

den Asylbehörden nicht möglich, sich in voller Kenntnis der tatsächlichen 

persönlichen und familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers zur Zu-

mutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu äussern, da ihm insbesonde-

re nicht geglaubt werden kann, dass er in B._______, wo er sich mehrere 

Jahre lang aufgehalten habe und zur Schule gegangen sei, über kein Be-

ziehungsnetz mehr verfügt. 

8.4.3 Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe vor seiner Ausreise 

im Jahr 2013 viele Jahre in B._______ gelebt. Angesichts dieses Vorbrin-

gens ist davon auszugehen, dass er dort weiterhin zumindest über ein 

tragfähiges Beziehungsnetz im weiteren Sinne verfügt. Angesichts seiner 

unglaubhaften Angaben zum Lebenslauf steht nicht fest, über welche 

Schulbildung und berufliche Erfahrung er verfügt, es ist angesichts des 

Umstandes, dass er mehrere Jahre älter als von ihm angegeben ist, da-

D-1465/2014 

Seite 13 

von auszugehen, dass er über eine abgeschlossene Schulbildung und 

Berufserfahrung verfügt. Es müsste ihm demnach möglich sein, sich in 

seinem Heimatland eine Existenz aufzubauen. Den Akten können keine 

Anhaltspunkte dafür entnommen werden, dass er unter gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen leidet. 

8.4.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 

AuG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-

richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist unbesehen der ausgewiesenen Fürsorgeab-

hängigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen, da sich die Beschwerde 

als aussichtslos darstellte. 

10.3 Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses wird durch den vorliegenden direkten Entscheid in der Hauptsache 

gegenstandslos. 

D-1465/2014 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Hans Schürch Christoph Basler 

 

 

Versand: