# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c01588f5-6e2f-5f28-bcb4-0aa17cb58f44
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 17.11.2025 601 2025 131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2025-131_2025-11-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2025 131
601 2025 132

Urteil vom 17. November 2025

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Dominique Gross, Dina Beti 
Gerichtsschreiber: Pascal Tabara

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Sandro 
Stucki 

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz    

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt – Weigerung der Erteilung bzw. 
Verlängerung der EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung

Beschwerde vom 25. Juli 2025 (601 2025 131) gegen den Entscheid vom 
27. Juni 2025

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom gleichen Tag (601 2025 132)

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1977, tunesischer Abstammung und seit 2022 italienischer Staats-
angehöriger, ist seit 2015 verheiratet mit B.________, Schweizerbürgerin. Das Ehepaar hat drei 
gemeinsame Kinder, geboren 2014, 2016 und 2018. B.________ ist zudem die Mutter einer im Jahr 
2010 geborenen Tochter.

Im Jahr 2015 reiste das Ehepaar in die Schweiz ein und nahm Wohnsitz im Kanton Bern. Der 
Ehemann erhielt am 27. Juli 2015 eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen eines Familiennachzugs 
mit Erwerbstätigkeit (DO 63). Die Aufenthaltsbewilligung wurde in den folgenden Jahren jeweils um 
ein Jahr verlängert (DO 127, 141, 174, 264, 178). Nachdem er im Jahr 2022 die italienische 
Staatsangehörigkeit erlangt hat (DO 364), wurde die Aufenthaltsbewilligung in eine EU/EFTA-
Aufenthaltsbewilligung umgewandelt und bis am 10. August 2024 verlängert (DO 358bis).

Die Familie bezog in den Jahren 2015 bis 2024 Leistungen der Sozialhilfe im Umfang von 
CHF 511'871.- (DO 401). 

Mit Verfügung vom 13. Oktober 2016 hat die IV-Stelle des Kantons Bern einen Antrag von 
A.________ auf Leistungen der IV mangels einer massgebenden Invalidität abgewiesen und fest-
gehalten, eine angepasste Erwerbstätigkeit sei ihm möglich (DO 73 und 149). Mit Verfügung vom 
15. April 2020 wurde ein zweiter Antrag auf Leistungen der IV ebenfalls abgelehnt (DO 192). Auf 
einen weiteren Antrag auf Leistungen der IV wurde mit Verfügung vom 22. Februar 2021 nicht 
eingetreten (DO 200).

Nachdem die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun verschiedene Massnahmen 
zugunsten der Kinder – insbesondere eine Erziehungsbeistandschaft – angeordnet hatte, teilten die 
Eltern der KESB Thun mit, sie seien mit den Kindern im Februar 2024 nach Tunesien gereist und 
ohne sie zurückgekehrt. Im April 2024 zogen A.________ und B.________ in den Kanton Freiburg. 
Im September 2024 teilten sie dem Friedensgericht des Sensebezirks mit, sie würden die Kinder 
erst wieder in die Schweiz bringen, wenn ihre Fremdplatzierung nicht mehr erwogen werde. Mit 
Entscheid vom 6. März 2025 schloss die KESB Thun das Kindesschutzverfahren ohne Anordnung 
von Kindesschutzmassnahmen ab.

B. Im April 2024 stellte A.________ beim Amt für Bevölkerung und Migration (BMA) ein Gesuch 
um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung im Kanton Freiburg (DO 366). Das BMA forderte ihn 
mit Schreiben vom 23. Mai und 18 Juni 2024 auf, verschiedene Informationen und Dokumente 
einzureichen. Mit Eingabe vom 1. Juli 2024 erhielt das BMA gewisse Dokumente. Mit Schreiben vom 
29. Oktober 2024 teilte es dem Gesuchsteller mit, es beabsichtige, den EU/EFTA-Aufenthaltstitel 
nicht zu erneuern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. Am 30. Januar 2025 reichte der Betroffene 
eine Stellungnahme ein und beantragte die unentgeltliche Rechtspflege, welche ihm mit Verfügung 
vom 5. März 2025 verweigert wurde.

Mit Verfügung vom 27. Juni 2025 verweigerte das BMA dem Betroffenen die Erteilung bzw. 
Verlängerung der EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung und forderte ihn auf, die Schweiz spätestens 
nach 30 Tagen nach Erhalt der Verfügung zu verlassen. Zur Begründung seines Entscheids hielt 
das BMA fest, dass A.________ seit seiner Einreise nie eine Erwerbstätigkeit ausgeübt, kein 
entsprechendes Einkommen erzielt und zudem materielle Leistungen der Sozialhilfe bezogen habe, 
so dass er sich nicht auf ein Freizügigkeitsrecht berufen könne. Das BMA fügt überdies hinzu, dass 

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alle Gesuche um Leistungen der zuständigen IV-Stelle abgelehnt wurden, weil eine massgebende 
Arbeitsunfähigkeit nicht anerkannt wurde, und dass der Betroffene sich nicht um seine sprachliche 
Integration bemüht habe. Das BMA hielt zudem fest, dass trotz langer Anwesenheit in der Schweiz 
und Ehe mit einer Schweizerbürgerin keine Gründe vorhanden seien, welche für die Erteilung der 
Aufenthaltsbewilligung sprechen würden, und der Betroffene einen engen Kontakt mit seiner Familie 
in Tunesien pflege, wo sich auch seine Kinder befinden würden.

C. Mit Eingabe vom 25. Juli 2025 erhebt A.________ Beschwerde (601 2025 131) beim 
Kantonsgericht gegen die Verfügung vom 27. Juni 2025. Er schliesst auf Verlängerung seines 
Aufenthaltstitels, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Eventualiter beantragt er die 
Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz. Er stellt zudem ein Gesuch (601 2025 132) um 
unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren, unter Zuweisung seines Rechtsvertreters 
als amtlicher Rechtsbeistand. Er macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, denn das 
BMA sei auf seine Ausführungen ungenügend eingegangen. Materiell bringt er vor, es könne von 
den Zulassungsbedingungen abgewichen werden, um besonders schwerwiegenden Einzelfällen 
Rechnung zu tragen, was bei ihm der Fall sei. Er lebe seit 10 Jahren in der Schweiz, sei mit einer 
Schweizerbürgerin verheiratet und seine Kinder hätten alle die Schweizer Staatsangehörigkeit. Er 
habe die öffentliche Sicherheit und Ordnung stets gewahrt und habe keine Einträge im Strafregister. 
Er spreche überdies fliessend französisch und italienisch und man könne ihm die mangelnde 
Kenntnis der deutschen Sprache nicht anlasten. Zudem lebe er seit 2015 mit seiner Ehefrau im 
gemeinsamen Haushalt und habe somit einen Rechtsanspruch auf die Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung. Die Kinder hätten sie nur nach Tunesien gebracht, um die ungerechtfertigte 
Einschulung in spezielle Schulen zu vermeiden. Sie hätten selbstverständlich die Absicht, die Kinder 
in die Schweiz zurückzuholen. Schliesslich sei die angefochtene Verfügung offensichtlich 
unverhältnismässig und selbst ein erheblicher Bezug von Sozialhilfe genüge nicht für den Widerruf 
der Aufenthaltsbewilligung, wenn starke private und familiäre Interessen bestünden.

Die Vorinstanz verweist mit Eingabe vom 12. August 2025 auf die angefochtene Verfügung und 
beantragt sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.

Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 114 Abs. 1 Bst. 
a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1] 
in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 13. November 2007 zum 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [AGAIG; SGF 
114.22.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die 
Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG).

Unter diesen Aspekten ist die Beschwerde somit zulässig.

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2.

Der Beschwerdeführer hat im April 2024 mit seiner Ehefrau im Kanton Freiburg Wohnsitz 
genommen. Aus den Akten ergibt sich allerdings, dass er seit dem 15. Juli 2025 wieder im Kanton 
Bern wohnt und dort einen Antrag auf Kantonswechsel gestellt hat (DO 582 und 588).

2.1. EU/EFTA-Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen gelten für das ganze Gebiet der 
Schweiz. Staatsangehörige der EU/EFTA und ihre Familienangehörigen benötigen keine neue 
Bewilligung, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt in einen anderen Kanton verlegen. Sie müssen nur 
bei der Anmeldung am neuen Wohnort den Ausländerausweis vorlegen (Art. 7 Bst. b des Abkommen 
vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der 
Europäischen Gemeinschaft (nunmehr der Europäischen Union) und ihren Mitgliedstaaten 
andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681); Weisungen 
des Staatssekretariates für Migration SEM zur Verordnung vom 22. Mai 2002 über die Einführung 
des freien Personenverkehrs [VFP; SR 142.203; Weisungen VFP], Ziff. 4.4.1).

Wenn vor dem Kantonswechsel ein Widerruf der Bewilligung verfügt worden ist, wird der neue 
Wohnkanton darüber informiert. Das Gleiche gilt, wenn die Verlängerung oder Erneuerung der 
Bewilligung verweigert wird. Sobald der Entscheid rechtskräftig ist, ist der neue Wohnkanton für den 
Vollzug der Fernhalte- und Entfernungsmassnahmen zuständig (Art. 25 VFP; Weisungen VFP, Ziff. 
4.4.1).

Aus den erwähnten Bestimmungen ergibt sich, dass die Behörden des Kantons, in dem der Gesuch-
steller bei Einreichung des Gesuchs um Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung 
Wohnsitz hat, zuständig bleiben, um über das Gesuch definitiv zu entscheiden, wenn der Gesuch-
steller seinen Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegt. Erst gegebenenfalls notwendige Fernhalte- 
und Entfernungsmassnahmen fallen in die Zuständigkeit des neuen Wohnsitzkantons (Art. 25 VFP 
a contrario). 

2.2. Der Beschwerdeführer erhielt am 27. Juli 2015 eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Bern. 
Diese wurde in den folgenden Jahren jeweils erneuert und zuletzt in eine EU/EFTA-Aufenthalts-
bewilligung umgewandelt und bis am 10. August 2024 verlängert. Im April 2024 zogen der 
Beschwerdeführer und seine Ehefrau vom Kanton Bern in den Kanton Freiburg. Der Beschwerde-
führer stellte zeitgerecht (Art. 15 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE; SR 142.201]) ein Gesuch um Erteilung einer 
Niederlassungsbewilligung und sinngemäss eventualiter um Verlängerung seiner Aufenthalts-
bewilligung im Kanton Freiburg. 

Mit der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2025 beschloss die Vorinstanz, seine Aufenthalts-
bewilligung nicht zu verlängern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. In der Zwischenzeit hat der 
Beschwerdeführer allerdings seinen Wohnsitz wieder in den Kanton Bern verlegt. Wie dargelegt, 
bleiben die Behörden des Kantons, in dem der Gesuchsteller bei Einreichung des Gesuchs um 
Erteilung oder Verlängerung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung Wohnsitz hat, mithin 
die Behörden des Kantons Freiburg, zuständig, um über das Gesuch definitiv zu entscheiden. Nur 
die Entfernungsmassnahmen sind daraufhin vom neuen Wohnsitzkanton Bern anzuordnen.

Das Kantonsgericht Freiburg ist daher für die Behandlung der Beschwerde auch örtlich zuständig. 
Auf die Beschwere ist einzutreten.

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3.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Rüge der 
Unangemessenheit ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 78 Abs. 2 VRG).

4.

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs, denn 
die Vorinstanz sei in der angefochtenen Verfügung in keiner Weise auf seine Ausführungen 
eingegangen.

4.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 
1999 (BV; SR 101) verlangt, dass die Behörde das rechtserhebliche Vorbringen der Parteien 
tatsächlich hört, ernsthaft prüft und bei der Entscheidfindung angemessen berücksichtigt. Daraus 
folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist nicht erforderlich, dass 
sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 
ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte 
beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 
von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 146 II 335 
E. 5.1; 142 II 49 E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).

4.2. Vorliegend werden im vorinstanzlichen Entscheid die relevanten Faktoren kurz, aber 
genügend festgestellt und gewürdigt. Insbesondere nannte die Vorinstanz in der Begründung die 
anzuwendenden Gesetzesbestimmungen und die wesentlichen Überlegungen, von denen sie sich 
leiten liess und auf die sie ihren Entscheid stützte. Der Beschwerdeführer konnte sich über die 
Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und diesen sachgerecht anfechten, weshalb er den 
Anforderungen an die Begründungspflicht genügt.

5.

Vorliegend ist in materieller Hinsicht streitig, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers 
um Erteilung bzw. Verlängerung einer EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung zu Recht abgewiesen hat.

5.1. Als Staatsbürger von Italien kann sich der Beschwerdeführer auf das Freizügigkeits-
abkommen berufen, soweit er dessen Voraussetzungen erfüllt, was materiellrechtlich hiernach 
geprüft wird (BGE 131 II 329 E. 3.1).

Auf Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ihre Familienangehörigen 
ist das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über 
die Integration (AIG; SR 142.20) somit nur insofern anwendbar, als das FZA keine abweichenden 
Bestimmungen enthält oder dieses Gesetz günstigere Bestimmungen vorsieht (Art. 2 Abs. 2 AIG).

5.2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA erhält ein Arbeitnehmer, der Staatsangehöriger einer 
Vertragspartei ist und mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaates ein Arbeitsverhältnis mit einer 
Dauer von mindestens einem Jahr eingeht, eine Aufenthaltserlaubnis mit einer Gültigkeitsdauer von 
fünf Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis (EU/EFTA-B-Bewilligung). 
Diese wird automatisch um mindestens fünf Jahre verlängert. Bei der ersten Verlängerung kann die 

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Gültigkeitsdauer beschränkt werden, wenn der Inhaber seit mehr als zwölf aufeinanderfolgenden 
Monaten unfreiwillig arbeitslos ist; die Dauer der Bewilligungsverlängerung darf ein Jahr nicht 
unterschreiten. Nach Art. 6 Abs. 6 Anhang I FZA darf dem Arbeitnehmer eine gültige Aufenthalts-
bewilligung nicht allein deshalb entzogen werden, weil er keine Beschäftigung mehr hat, entweder, 
weil er infolge von Krankheit oder Unfall vorübergehend arbeitsunfähig oder unfreiwillig arbeitslos 
geworden ist, falls das zuständige Arbeitsamt dies ordnungsgemäss bestätigt.

Die Staatsangehörigen einer Vertragspartei haben gemäss Art. 4 Abs. 1 Anhang I FZA nach 
Beendigung ihrer Erwerbstätigkeit ein Recht auf Verbleib im Hoheitsgebiet der anderen 
Vertragspartei. Ein Verbleiberecht infolge Arbeitsunfähigkeit setzt eine vorgängige Arbeitnehmer-
eigenschaft voraus. Zudem ist erforderlich, dass der Arbeitnehmer die Beschäftigung im Lohn- oder 
Gehaltsverhältnis aufgrund der Arbeitsunfähigkeit aufgegeben hat; nur dann rechtfertigt es sich, 
seine Rechte als Wanderarbeitnehmer über das Dahinfallen des Arbeitnehmerstatus hinaus 
fortbestehen zu lassen (BGE 147 II 35 E. 3.3 mit Hinweisen). In Auslegung dieser Bestimmung hat 
das Bundesgericht festgehalten, dass bei der Beurteilung der dauernden Arbeitsunfähigkeit in der 
Regel auf die Abklärungen und die Beurteilung der zuständigen IV-Stelle abzustellen sei (BGE 146 
II 89 E. 4.5 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat zudem klargestellt, dass eine von der IV-Stelle 
attestierte Fähigkeit zur Ausübung einer angepassten Tätigkeit der Annahme einer dauernden 
Arbeitsunfähigkeit entgegensteht (BGE 151 II 277 E. 6.2 mit Hinweisen).

5.3. Vorliegend hat die Vorinstanz festgehalten, dass der Beschwerdeführer seit seiner Einreise 
am 18. Juli 2015 nie eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat. Diese Feststellung der Vorinstanz wird vom 
Beschwerdeführer nicht bestritten. Er macht allerdings geltend, er leide seit 2007 unter stetigen 
Schmerzen, was ihm verunmögliche, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es sei ihm jedoch trotz 
offensichtlich schwerwiegender gesundheitlicher Gebrechen keine IV-Rente zugesprochen worden.

Die zuständige IV-Stelle hat bereits im Oktober 2016 festgehalten, dass in einer angepassten 
Tätigkeit ("activité légère à mi-lourde avec changement de position ou principalement en position 
assise") eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung bestehe. Aufgrund der durchgeführten 
Berechnung wurde ein Invaliditätsgrad von 10% festgehalten. Die IV-Stelle ist überdies auf weitere 
Gesuche mangels Glaubhaftmachung neuer Erkenntnisse nicht eingetreten.

Die Tatsache, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer die Fähigkeit zur Ausübung einer 
angepassten Tätigkeit attestiert, steht der Annahme einer dauernden Arbeitsunfähigkeit entgegen. 
Der Beschwerdeführer hat niemals einen freizügigkeitsrechtlichen Status als unselbständig 
erwerbstätige Person besessen und ist auch nicht als Arbeitnehmer in die Schweiz eingereist, 
sondern als Drittstaatsangehöriger im Familiennachzug durch die Heirat mit einer Schweizer 
Staatsbürgerin. Er macht auch nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass er die Voraussetzungen 
für ein anderes freizügigkeitsrechtliches Aufenthaltsrecht erfüllen würde. Unter diesen 
Voraussetzungen ist das Freizügigkeitsabkommen auf den Beschwerdeführer nicht anwendbar.

6.

Es ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer sich auf eine Bestimmung des AIG berufen kann, 
um einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung geltend zu machen.

6.1. Laut Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten (…) von Schweizerinnen und 
Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 
diesen zusammenwohnen. Weiter sieht Art. 51 Abs. 1 Bst. b AIG vor, dass Ansprüche nach Art. 42 
AIG namentlich dann erlöschen, wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 AIG vorliegen. Diese 

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Bestimmung sieht in Abs. 1 Bst. c vor, dass die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden kann, 
wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen hat, 
dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist.

Zur Beurteilung, ob eine Person dauerhaft auf Sozialhilfe im Sinne des Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG 
angewiesen ist, ist die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht in die Beurteilung 
miteinzubeziehen. Ein Bewilligungswiderruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe 
finanzielle Fürsorgeleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in 
Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird. Vorausgesetzt ist, dass konkret die Gefahr einer 
fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genügen 
nicht. Massgeblich ist die Höhe der ausgerichteten Beträge und die prognostische Beurteilung, ob 
mit einer Ablösung von der Sozialhilfe (noch) gerechnet werden kann. Nach der Rechtsprechung 
kann bereits ein Betrag von CHF 50'000.- als erheblich gelten (Urteil BGer 2C_716/2021 vom 
18. Mai 2022 E. 2.2.1, mit Hinweisen).

6.2. Vorliegend wurden der Beschwerdeführer und seine Familie seit ihrer Einreise in die Schweiz 
unterstützt. Die Familie bezog in den Jahren 2015 bis 2024 Leistungen des Sozialdienstes der Stadt 
Thun im Umfang von CHF 511'871.- (DO 401). Während ihrer Wohnsitznahme im Kanton Freiburg 
erhielten der Beschwerdeführer und seine Ehefrau zudem materielle Hilfe vom Sozialdienst Sense-
Unterland. Sie wurden in diesem Zusammenhang von der Polizeirichterin des Sensebezirks mit 
Urteil vom 7. Juli 2025 des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder 
der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a StGB, begangen im Mai und Juni 2024, schuldig gesprochen, 
weil sie dem Sozialhilfedienst nicht mitgeteilt hatten, dass ihre Kinder in Tunesien weilen. Sie wurden 
zudem wegen der Übertretung des kantonalen Sozialhilfegesetzes vom 14. November 1991 (SHG; 
SGF 831.0.1), begangen von Juli 2024 bis Januar 2025, schuldig gesprochen, weil sie den für die 
Bezahlung des Mietzinses ihrer Wohnung erhaltenen Betrag zweckwidrig für andere Auslagen 
verwendet hatten. Zudem ist der Beschwerdeführer wie erwähnt seit seiner Einreise in die Schweiz 
nie einer Arbeitstätigkeit nachgegangen. Nachdem er sich trotz den gegenteiligen Feststellungen 
der IV-Stelle weiterhin auf schwerwiegende gesundheitliche Gebrechen beruft, ist zudem davon 
auszugehen, dass er auch weiterhin keine Arbeitstätigkeit aufzunehmen beabsichtigt.

Aufgrund dieser Vorgaben ist offensichtlich von einer fortgesetzten und erheblichen 
Fürsorgeabhängigkeit auszugehen und festzuhalten, dass der Anspruch auf Familiennachzug nach 
Art. 42 Abs. 1 AIG in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 Bst. b AIG und Art. 63 AIG Abs. 1 Bst. c AIG 
prima facie erloschen ist.

7.

Nachdem ein Widerrufsgrund vorliegt, ist landes- wie konventionsrechtlich zu prüfen, ob die damit 
verbundene aufenthaltsbeendende Massnahme verhältnismässig ist (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 Abs. 
1 AIG; Art. 8 Ziff. 2 EMRK).

7.1. Gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV hat jede Person Anspruch auf Achtung 
ihres Privat- und Familienlebens. Art. 8 Ziff. 1 EMRK verschafft – wie Art. 13 Abs. 1 BV – praxis-
gemäss keinen Anspruch auf Einreise und Anwesenheit oder auf einen bestimmten Aufenthaltstitel 
im Land (BGE 149 I 66 E. 4.2). Unter Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK (Achtung des Privatlebens) 
kann allerdings nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig 
davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, 
dass es für die Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich freilich 

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anders verhalten und die Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 149 I 66 E. 4.3, 144 I 266 E. 
3.9).

7.2. Tangiert eine ausländerrechtliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme den 
Schutzbereich von Art. 8 EMRK, ist diese Massnahme nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK rechtfertigungs-
bedürftig. Dazu ist eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen und das Interesse der 
betroffenen Person, im Land zu verbleiben, den entgegenstehenden Interessen gegenüberzustellen. 
Bei dieser Interessenabwägung steht den nationalen Behörden ein gewisser Beurteilungsspielraum 
zu (BGE 144 I 266 E. 3.7 mit Hinweisen).

Erforderlich ist eine umfassende Interessenabwägung zwischen dem in Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG 
positivrechtlich verankerten öffentlichen Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme und 
dem gegenüberstehenden privaten Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in 
der Schweiz. Massgebliche Kriterien für die Interessenabwägung sind insbesondere die Dauer der 
Anwesenheit, der Grad der Integration, die familiären Verhältnisse, die Wieder-
eingliederungschancen im Herkunftsstaat sowie die Ursachen der Sozialhilfeabhängigkeit und die 
Schwere des Verschuldens an dieser Abhängigkeit (BGE 144 I 266 E. 3.7). Zu beachten ist auch 
der Schutz der Kindesinteressen, möglichst mit beiden Elternteilen gemeinsam aufwachsen zu 
können und nicht von ihnen getrennt zu werden. Keines dieser Elemente ist für sich allein 
ausschlaggebend; erforderlich ist eine Würdigung der gesamten Umstände im Einzelfall (Urteil BGer 
2C_464/2023 vom 27. August 2024 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Für die Frage, ob der 
Beschwerdeführer seine Sozialhilfeabhängigkeit (teilweise) selbst verschuldet hat oder durch 
Krankheit an der Arbeitsaufnahme gehindert wurde, ist der gesamte Zeitraum des Sozialhilfebezugs 
zu betrachten (Urteil BGer 2C_1018/2016 vom 22. Mai 2017 E. 6.3.2).

7.3. Mit Blick auf die konkreten Umstände des Sozialhilfebezugs – insbesondere die hohe Summe 
der Bezüge – ist vorliegend von einem erheblichen öffentlichen Interesse an der Aufenthalts-
beendigung des Beschwerdeführers auszugehen. 

Der Beschwerdeführer ist seit seiner Einreise in die Schweiz nie einer Arbeitstätigkeit nachgegangen 
und wurde von der Sozialhilfe unterstützt. So bezog die Familie in den Jahren 2015 bis 2024 
Leistungen des Sozialdienstes der Stadt Thun im Umfang von CHF 511'871.-. Die zuständige IV-
Stelle hat zudem bereits im Oktober 2016 festgehalten, dass in einer angepassten Tätigkeit eine 
volle Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung bestehe. Obwohl dem Beschwerdeführer seit 
diesem Datum bekannt ist, dass er keinen Anspruch auf eine IV-Rente hat, hat er sich nie darum 
bemüht, eine angepasste Arbeitstätigkeit zu übernehmen. Auch die von ihm ins Recht gelegten 
Bewerbungen lassen nicht den Schluss zu, dass er sich ernsthaft um eine Stelle bemühte. Nachdem 
er sich trotz den gegenteiligen Feststellungen der IV-Stelle weiterhin auf schwerwiegende 
gesundheitliche Gebrechen beruft, welche jedoch medizinisch nicht belegt sind, ist zudem davon 
auszugehen, dass er auch weiterhin keine Arbeitstätigkeit aufzunehmen beabsichtigt. Es ist somit 
festzuhalten, dass er seine Sozialhilfeabhängigkeit zum grössten Teil selbst verschuldet hat. Unter 
diesen Vorgaben ist offensichtlich, dass seine wirtschaftliche Integration trotz einer zehnjährigen 
Anwesenheit in der Schweiz vollständig gescheitert ist. Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer 
aufgrund der Schreiben der Migrationsbehörden im Zusammenhang mit den Verlängerungen seiner 
Aufenthaltsbewilligung seit rund zehn Jahren bewusst sein musste, dass die fortgesetzte 
Sozialhilfeabhängigkeit eines Tages die Beendigung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die 
Wegweisung zur Folge haben könnte.

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Der Beschwerdeführer ist in Tunesien geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen und hat 
dort mindestens bis zu seinem 30. Lebensjahr gelebt. Gemäss eigenen Angaben leben seine Eltern 
nach wie vor in Tunesien. Gesundheitliche Einschränkungen, die gegen eine Rückreise nach 
Tunesien sprechen würden, sind nicht bekannt und ergeben sich insbesondere auch nicht aus den 
Entscheiden hinsichtlich einer IV-Rente. Einer Wiedereingliederung in diesem Land steht somit 
nichts entgegen. 

Soweit die familiären Interessen des Beschwerdeführers betroffen sind, ist hervorzuheben, dass 
seine drei Kinder seit Februar 2024 bei seinen Familienmitgliedern in Tunesien leben. Sollte die 
Ehefrau des Beschwerdeführers ihm nicht nach Tunesien folgen wollen, besteht die Möglichkeit, den 
Kontakt inskünftig mittels Ferienaufenthalte sowie der modernen Kommunikationsmittel zu pflegen. 
Gesamthaft betrachtet ist den Ehegatten eine örtliche Trennung zumutbar, bzw. ist es der Ehefrau 
zumutbar, mit dem Beschwerdeführer nach Tunesien zu reisen bzw. umzuziehen. Schliesslich ist 
hervorzuheben, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2022 die italienische Staatsangehörigkeit 
besitzt, so dass den Ehegatten gegebenenfalls auch die Möglichkeit offensteht, in diesem Land 
Wohnsitz zu nehmen. 

7.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung das private Interesse des Beschwerdeführers am weiteren Verbleib in der 
Schweiz überwiegt, und sich die Abweisung des Gesuchs um Verlängerung der EU/EFTA-
Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz als verhältnismässig erweisen. 

8.

8.1. Von den Zulassungsvoraussetzungen kann zudem laut Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG abgewichen 
werden, um schwerwiegenden persönlichen Härtefällen Rechnung zu tragen. Gemäss der 
konstanten Rechtsprechung zu Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG sind die Kriterien für die Anerkennung eines 
schwerwiegenden persönlichen Härtefalls restriktiv auszulegen. Demzufolge darf ein 
schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne des Gesetzes nicht leichthin angenommen 
werden. Erforderlich ist vielmehr, dass sich die ausländische Person in einer Notlage befindet. Das 
bedeutet, dass ihre Lebens- und Existenzbedingungen, gemessen am durchschnittlichen Schicksal 
von ausländischen Personen, in gesteigertem Mass infrage gestellt sind bzw. die Verweigerung 
einer Aufenthaltsbewilligung für sie mit schweren Nachteilen verbunden wäre (Urteil BGer 
2C_334/2022 vom 24. November 2022 E. 6.2 mit Hinweisen).

8.2. Vorliegend ist auch unter dem Gesichtspunkt des schwerwiegenden persönlichen Härtefalls 
festzuhalten, dass die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung für den Beschwerdeführer keine 
derart schwerwiegenden Nachteile beinhaltet, dass die geforderte Intensität erreicht würde. 
Insbesondere sind in der Schweiz keine vertieften sozialen Beziehungen im ausserfamiliären 
Bereich erkennbar. Wenngleich die Interessen an einem Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz von einem gewissen Gewicht sind, können sie angesichts der konkreten Umstände somit 
nicht als besonders schwerwiegend bezeichnet werden.

9.

Die Vorinstanz hat daher mit dem angefochtenen Entscheid ihr Ermessen weder missbraucht noch 
überschritten und auch kein Recht verletzt. Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass sie das Gesuch 
des Beschwerdeführers um Verlängerung der EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung zu Recht 
abgewiesen und auch dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat. Der Entscheid 
vom 27. Juni 2025 ist somit zu bestätigen, und die Beschwerde (601 2025 131) ist abzuweisen.

Kantonsgericht KG
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10.

Der Beschwerdeführer beantragt für das Verfahren vor dem Kantonsgericht die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung des ausgewählten Anwalts als unentgeltlichen 
Rechtsbeistand (601 2025 132).

10.1. Nach Art. 142 Abs. 1 VRG hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht genügend 
Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen Lebensunterhalts für sich oder seine Familie 
die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können. Die unentgeltliche Rechtspflege wird nach Art. 
142 Abs. 2 VRG nicht gewährt, wenn das Verfahren für eine vernünftige Prozesspartei von 
vornherein aussichtslos erscheint. Dabei sind jene Begehren als aussichtslos anzusehen, bei denen 
die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als 
ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich 
Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer 
sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 139 III 475 E. 2.2; Urteil KG 
FR 603 2014 184 vom 10. Dezember 2014 E. 7b).

10.2. Vorliegend muss aufgrund der erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit und nach dem 
Vorgesagten geschlossen werden, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Verlängerung der 
EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung offensichtlich nicht erfüllt sind. Zudem erweist sich die 
Wegweisung ohne weiteres als gerechtfertigt. Die Beschwerde muss damit als offensichtlich 
aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um Gewährung der vollständigen unentgeltlichen 
Rechtspflege ist daher abzuweisen.

11.

Auf die Erhebung von Gerichtskosten für den unterliegenden Beschwerdeführer wird aufgrund der 
jahrelangen Sozialhilfeabhängigkeit ausnahmsweise verzichtet (Art. 129 VRG).

Es ist keine Parteientschädigung geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf der Folgeseite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (601 2025 131) wird abgewiesen und der Entscheid vom 27. Juni 2025 
bestätigt.

II. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (601 2025 132) wird 
abgewiesen.

III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

IV. Es ist keine Parteientschädigung geschuldet.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden.

Freiburg, 17. November 2025/dbe

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber