# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2eb68752-bfc0-53ad-8375-aa083ea9c09b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2017 C-3892/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3892-2015_2017-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3892/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, 

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Simona Risi. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Francisco José Vazquez Bürger,  

Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch; 

Verfügung IVSTA vom 6. Mai 2015. 

 

 

 

C-3892/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer oder Versicherter) wurde am 

(…) 1954 geboren und ist spanischer Staatsangehöriger. Von 1972 bis 

1974 und von 1985 bis 1994 war er in der Schweiz erwerbstätig, zuletzt bei 

der B._______ AG (Bauunternehmen), (…). Danach kehrte er in seinen 

Heimatstaat zurück und war dort als Maurer tätig. Am 25. Januar 2013 

stürzte er zu Hause aus einer Höhe von 2 Metern und erlitt ein thorako-

abdominales Trauma (Vorakten [nachfolgend IV-act.] 1/1-6, 2, 8, 17/5 f., 

25-27, 29,). 

B.  

B.a Am 27. Mai 2014 meldete sich der Versicherte über den spanischen 

Versicherungsträger bei der IVSTA zum Bezug von Leistungen der Schwei-

zerischen Invalidenversicherung an (IV-act. 2). Im Laufe des Verfahrens 

wurden die Formulare E 204, E 205, E 207 und E 213 (IV-act. 1 f., 4 f.), 60 

medizinische Berichte, Untersuchungsergebnisse und Laborbefunde aus 

den Jahren 2012-2014 (IV-act. 3, 13-24), sowie die ausgefüllten Arbeitneh-

mer- und Arbeitgeberfragebögen (IV-act. 25-27) zu den Akten gereicht. 

B.b Mit Stellungnahmen vom 29. Oktober 2014 und 30. Dezember 2014 

(IV-act. 30, 37) äusserte sich der medizinische Dienst der IVSTA zu den 

medizinischen Akten.  

B.c Mit Vorbescheid vom 28. Januar 2015 (IV-act. 38a) teilte die Vorinstanz 

dem Versicherten mit, bei einer aufgrund der medizinischen Einschränkun-

gen zu erwartenden Erwerbseinbusse von 80% ab dem 25. Januar 2013 

und von 35% ab dem 1. Mai 2013 bestehe kein Anspruch auf eine Rente.  

B.d Der Versicherte erhob mit Eingabe vom 19. Februar 2015 Einwand (IV-

act. 39) und machte am 1. April 2015 ergänzende Ausführungen (IV-act. 

43). In diesem Zusammenhang reichte er sieben weitere Arztberichte und 

Untersuchungsergebnisse ein (IV-act. 46-52). 

B.e Nach Einholung einer Stellungnahme des medizinischen Diensts vom 

29. April 2015 (IV-act. 54) wies die IVSTA das Rentengesuch mit einer im 

Wesentlichen dem Vorbescheid entsprechenden Verfügung vom 6. Mai 

2015 (IV-act. 55) ab. 

C.  

Gegen die rentenabweisende Verfügung liess der Beschwerdeführer am 

C-3892/2015 

Seite 3 

16. Juni 2015 durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht erheben (act. im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: act.] 

1). Er beantragt, es sei ihm, rückwirkend zum Antragszeitpunkt (unter Be-

rücksichtigung der gesetzlichen Wartefristbestimmungen), eine Invaliden-

rente zuzusprechen, eventualiter sei die vorinstanzliche Verfügung aufzu-

heben und es sei eine pluridisziplinäre Sachaufklärung durchzuführen und 

alsdann neu zu verfügen. 

 

Zum Beweis seiner Vorbringen reichte er einen medizinischen Bericht der 

Clinica de Neumologia C._______ vom 27. März 2015 ein. 

 

D.  

Mit Verfügung vom 24. Juni 2015 (act. 3) setzte das Bundesverwaltungs-

gericht dem Beschwerdeführer Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschus-

ses von Fr. 400.- an. Der Beschwerdeführer leistete fristgerecht eine Zah-

lung von Fr. 408.- (act. 6).  

 

E.  

Mit ihrer Vernehmlassung vom 17. Juli 2015 (act. 5) beantragte die Vor-

instanz die Abweisung der Beschwerde und verwies auf die beigelegte 

Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 11. Juli 2015. 

 

F.  

Der Beschwerdeführer reichte am 28. August 2015 eine Replik ein (act. 

11). 

 

G.  

Die Vorinstanz verzichtete am 24. September 2015 auf eine materielle 

Duplik (act. 13). 

 

H.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

 

C-3892/2015 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). 

 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gestützt auf Art. 3 Bst. dbis VwVG findet dieses Gesetz in Sozialversiche-

rungssachen jedoch keine Anwendung, soweit das Bundesgesetz vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG für die 

Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) zutrifft, soweit das IVG 

nicht ausdrücklich davon abweicht.  

 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 60 

ATSG und Art. 50 Abs. 1 sowie 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der ange-

fochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 

ATSG). Damit ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind. Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist 

auf die Beschwerde einzutreten.  

 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger und hat sei-

nen Wohnsitz in Spanien, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mit-

gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) 

sowie die gemäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) 

des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 

2004 sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, anwendbar sind. Ge-

mäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koor-

diniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Ver-

tragsstaaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – das FZA und die 

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Seite 5 

gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine 

abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des 

Verfahrens und die Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schwei-

zerischen Rechtsordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4; Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind – besondere übergangsrechtliche Regelun-

gen vorbehalten – jene materiellen Rechtssätze massgeblich, die bei der 

Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 

(vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Der Leistungsanspruch ist für die Zeit vor 

einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 

nach den neuen Normen zu beurteilen (vgl. BGE 130 V 445). Vorliegend 

sind das IVG, die IVV (SR 831.201) und das ATSG gemäss der 5. IV-Revi-

sion (in Kraft seit 1. Januar 2008; AS 2007 5129) und der IV-Revision 6a 

(in Kraft seit 1. Januar 2012; AS 2011 5659) zu beachten. Die 5. IV-Revi-

sion brachte für die Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderun-

gen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass 

die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin mas-

sgebend ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2656/2015 vom 

24. Februar 2016 E. 3.4 m.H.).  

2.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung (hier: 6. Mai 

2015) eingetretenen Sachverhalt ab. Tatsachen, die jenen Sachverhalt 

seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver-

fügung sein (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 sowie BGE 121 V 362 E. 1b je 

m.H.). Der mit der Beschwerde erstmals eingereichte medizinische Bericht 

der Clinica de Neumologia C._______ (Beilage zu act. 1) datiert vom 

27. März 2015 und damit vor der angefochtenen Verfügung, weshalb er im 

Beschwerdeverfahren zu würdigen ist. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft im vorliegenden Verfahren die 

Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des 

Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit 

(Art. 49 VwVG). 

3.2 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung vom 6. Mai 2015, mit welcher die Vorinstanz einen Anspruch 

http://links.weblaw.ch/BGE-132-V-215
http://links.weblaw.ch/BGE-132-V-215
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362

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Seite 6 

des Beschwerdeführers auf Rente unter Feststellung eines Invaliditäts-

grads von 35% verneinte. Strittig und zu prüfen ist insbesondere, ob der 

rechtserhebliche medizinische Sachverhalt durch die vorliegenden ärztli-

chen Berichte richtig und vollständig erstellt ist. 

4.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat.  

 

4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha-

ben. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind Viertelsrenten je-

doch entgegen Art. 29 Abs. 4 IVG exportierbar (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 

3.1). 

 

4.3 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein. Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die 

Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungs-

grundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfügung über die in 

Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZIN-

GER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialver-

sicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-Kafka/Rumo-Jungo 

[Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 413 f.). 

Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zu-

ständigen) IV-Stelle (Art. 54 - 56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g 

IVG). 

 

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.  

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Seite 7 

4.4.1 Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 

beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 

unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erhe-

ben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sach-

verständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Ge-

richt nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arzt-

person hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Viel-

mehr nimmt sie zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schät-

zung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 

Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die 

juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person 

noch zugemutet werden (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195 f. m. H.). 

4.4.2 Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Dies bedeutet, dass der Sozialver-

sicherungsrichter alle Beweismittel objektiv zu prüfen und danach zu ent-

scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 

des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Der Beweiswert eines ärztlichen 

Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-

send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-

schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgege-

ben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 

in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 137 V 210 E. 6.2.2, 134 V 231 

E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).  

4.4.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur 

Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs 

zur Verfügung. Sie setzen dabei insbesondere die für die Invalidenversi-

cherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit 

der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im 

Aufgabenbereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 

IVV).  

4.4.4 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 

entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-

gen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person beige-

brachten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksich-

tigen. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann 

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nicht abgestellt werden, und es sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-

men, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüs-

sigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und E. 4.7 S. 471). In einem solchen Fall wird das Gericht entweder ein 

Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträ-

ger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4-4.6 S. 469-471). 

4.5 Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dieser Grad übersteigt einerseits die 

Annahme einer blossen Möglichkeit bzw. einer Hypothese und liegt ande-

rerseits unter demjenigen der strikten Annahme der zu beweisenden Tat-

sache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der begründe-

ten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (UELI KIE-

SER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 43 Rz. 50; THOMAS LOCHER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70, Rz. 58 ff.). 

5.  

Im Verfügungszeitpunkt lagen zusammengefasst im Wesentlichen die fol-

genden, chronologisch darzustellenden medizinischen Akten vor: 

5.1 Bereits kurz vor dem Unfall vom 25. Januar 2013 stellte sich der Be-

schwerdeführer mehrfach bei verschiedenen Ärzten vor. 

 

5.1.1 In ihrem Bericht vom 3. September 2012 (IV-act. 13; 15/10 f., vgl. 

auch IV-act. 14) hielt Dr. D._______ (Complexo Hospitalario E._______) 

fest, der Versicherte habe sich mit Schwindel und EKG-Veränderungen 

vorgestellt; in der Nacht leide er an präkordialen Schmerzen. Eine Rönt-

genaufnahme des Thorax ergab keine akute pleuropulmonale Erkrankung. 

Dem Versicherten wurden eine Wiederholung des EKG beim Hausarzt und 

eine möglichst baldige Untersuchung durch einen Kardiologen empfohlen. 

5.1.2 Dr. F._______ und Dr. G._______ berichteten am 3. Dezember 2012 

(IV-act. 15/5, 15/12, 50/2, vgl. auch IV-act. 15/4, 15/8, 15/15 f., 15/19 ff.) 

über eine Einweisung des Versicherten aus der externen Abteilung wegen 

Schmerzen aufgrund von gemischter Angina.  

5.1.3 Aus den weiteren Akten (vgl. IV-act. 15/13 f., 15/17, 15/23, 15/43, 

15/44 f.) ergibt sich ein Spitalaufenthalt vom 3. bis 11. Dezember 2012.  

Dr. H._______ (Complexo Hospitalario E._______) hielt im Entlassungs-

bericht vom 11. Dezember 2012 (IV-act. 15/1 f.; vgl. auch IV-act. 15/6, 

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Seite 9 

15/18, 15/32 ff.) fest, der Patient habe vor drei Monaten drei bis vier Episo-

den mit Druckgefühl im Thorax von kurzer Dauer bei der Arbeit erlebt. Da-

nach sei er bis zwei Tage vor der Einweisung asymptomatisch gewesen; 

seitdem verspüre er wieder schlecht definierbare Schmerzen im Thorax 

während den Morgenstunden, die nach 5 Minuten spontan abklingen wür-

den. Das EKG zeige eine Veränderung der Repolarisierung vom Typ sub-

epikardialer Ischämie inferior und lateral respektive eine Veränderung der 

diastolischen Erschlaffung. Diagnostiziert wurde trotz negativem Ischämie-

Erkennungstest eine ischämische Herzkrankheit bei kontrolliertem Angor 

sowie eine Hypercholesterinämie. Eine normale Lebensführung sei (unter 

Einnahme von Medikamenten) möglich, sofern intensive Anstrengungen 

vermieden würden.  

5.1.4 Am 6. Januar 2013 stellte sich der Versicherte nach zwei Episoden 

mit Schmerzen in der Brust von einer Minute inklusive Schwindel erneut im 

Complexo Hospitalario E._______ vor. Dem diesbezüglichen Bericht samt 

EKG-Befund (IV-act. 15/24, IV-act. 16) ist zu entnehmen, die Schmerzen 

seien nicht-koronaren Ursprungs. 

5.2 Am 25. Januar 2013 wurde der Versicherte nach einem Sturz aus einer 

Höhe von 2 Metern in den Complexo Hospitalario E._______ eingeliefert. 

5.2.1 Bis zum 31. Januar 2013 wurde er stationär auf der Anästhesieabtei-

lung behandelt (vgl. IV-act. 17/4, 17/14 ff., 17/21 f., 17/23, 17/25, 17/28 f., 

17/31, 17/37, 17/38 ff., 17/59, 17/60 ff.). Dr. I._______ diagnostizierte ein 

thorakoabdominales Trauma rechts mit Pneumothorax und berichtete über 

den Spitalaufenthalt am 31. Januar 2013 (IV-act 17/5 f., 17/72 f.) dahinge-

hend, dass eine Röntgenaufnahme des Thorax mehrere Rippenfrakturen 

gezeigt habe. Zur Entwicklung führte sie aus, der Zustand sei hämodyna-

misch stabil ohne Anzeichen von Blutungen. Das Setzen eines Epiduralka-

theters gegen die Thoraxschmerzen habe gute Ergebnisse gebracht. Die 

Atmung habe sich gut entwickelt, es sei eine Physiotherapie mit Anreizung 

durchgeführt worden. Zur Beurteilung der Verlagerung der 9. Rippe rechts-

seitig wurde ein Kontroll-CT beantragt. Aufgrund des stabilen Zustands 

wurde der Versicherte zur weiteren Behandlung aus der Abteilung entlas-

sen. 

5.2.2 Bis zum 11. Februar 2013 hielt sich der Versicherte weiterhin im Com-

plexo Hospitalario E._______ auf (vgl. IV-act. 17/7 ff., 17/11 ff., 17/18 ff., 

17/24, 17/26 f., 17/30, 17/32 f., 17/34).  

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Seite 10 

Am 4. Februar 2013 führte Dr. J._______ eine radiologische Untersuchung 

(kontrastmittelgestütztes CT von Thorax und Abdomen) durch (IV-act. 

17/35 f.) und berichtete, die rechtsseitige Thoraxverletzung am 25. Januar 

2013 habe Frakturen der Rippen 6-7-8-9 rechtsseitig posterior und lateral 

nach sich gezogen, mit Verlagerungen der Rippen 7, 8 und 9, letztere mit 

Kontakt zum Zwerchfell, aber ohne Läsion der Leber. Die Untersuchung 

zeige zentrierte Mediastinum-Strukturen. Es würden Kalkablagerungen an 

der thorakalen und abdominalen Aorta, am Ursprung der Arteria mesente-

rica superior hypodens bestehen. Es seien keine Adenopathien bedeuten-

der Grösse im Mediastinum oder Hilum erkennbar. Der Durchmesser der 

Lungenarterien sei normal und im zentralen Bereich durchlässig. Es be-

stehe eine erhöhte Densität im rechten unteren Lungenflügel, vermutlich 

assoziiert mit dem passiven Kollaps, Differenzialdiagnose zwischen Lun-

genkontusion und passivem Lungenkollaps, laminarer Lungenkollaps im 

linken unteren Lappen. Der linke Pleuraraum sei frei, es bestehe eine mäs-

sige Flüssigkeitsmenge im rechten Pleuraraum, assoziiert mit Pneumotho-

rax. In Bezug auf die Untersuchung vom 25. Januar 2013 zeige sich eine 

leichte Verschlechterung des Pneumothorax bei Auflösung des subkutanen 

Emphysems. Die rechtsseitigen Mehrfachfrakturen der Rippen (sechster 

bis zehnter Rippenbogen) seien mit der Absenkung der Rippenbögen 7-9, 

assoziiert. Es zeige sich weiter eine linear dichte Erscheinung im 8. Zwi-

schenrippenraum, vermutlich Knochensplitter. Im Lebersegment IV be-

stehe eine kleine hypodense, perivesikuläre Läsion, ansonsten sei die Le-

ber ohne Befund.  

5.2.3 Mit Entlassungsbericht vom 11. Februar 2013 (IV-act. 17/1 f.) bestä-

tigte Dr. K._______ die Berichte von Dr. I._______ und Dr. J._______ und 

führte ergänzend aus, am 5. Februar 2013 sei beim Versicherten operativ 

ein Thoraxschlauch eingesetzt worden, der eine Reexpansion der Lunge 

bewirkt habe. Die Therapie bestehe in relativer Ruhigstellung sowie der 

Einnahme von Schmerzmitteln bei Bedarf.  

5.3 Zur Abklärung respektive zum Ausschluss einer allfälligen ischämi-

schen Herzkrankheit nahm Dr. L._______ (Complexo Hospitalario 

E._______) am 21. Oktober 2013 eine diagnostische Katheterisierung vor 

(IV-act. 19). Zum aktuellen Befund hielt er fest, nach diversen Episoden 

thorakaler Schmerzen in Bewegung und Ruhe von aytpischem koronaren 

Charakter zeige das EKG einen Sinusrhythmus, T-Welle negativ, das 

Echokardiogramm zeige eine normale Größe und Kontraktilität. Angiogra-

phisch würden normale Koronararterien ohne Stenose bestehen. Gemäss 

SPECT stelle sich die Frage einer Ischämie im unteren Teil. 

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Seite 11 

5.4 Eine Untersuchung der Schluckfunktion der Speiseröhre durch Dr. 

M._______ (Complexo Hospitalario E._______) am 3. Dezember 2013 (IV-

act. 21) ergab einen Reflux, keine Hiatushernie und einen Magen von nor-

maler Grösse und Morphologie mit guter Entleerung.  

5.5 Dr. N._______ (Complexo Hospitalario E._______) berichtete am 

29. Dezember 2013 über die Entlassung des Versicherten aus der Notauf-

nahme (IV-act. 22, vgl. auch IV-act. 23). Dieser sei am 11. Oktober 2013 

wegen unspezifischer Thoraxschmerzen (krampfartige Schmerzen in der 

rechten Seite mit pleuristischen und manchmal neuropathischen Merkma-

len, die sich wie ein Muskelkrampf anfühlen und seit dem Unfall im Januar 

auftreten) und Veränderung der Leberwerte in der Notaufnahme untersucht 

worden. Nun sei er erneut zur Untersuchung (körperliche Untersuchung, 

EKG, Röntgen, Labor) gekommen, weil die Schmerzen in den letzten 3 

Tagen zugenommen hätten. Der Patient sei für die Analgesie und die 

Durchführung eines CT des Thorax aufgenommen worden, was allerdings 

wegen fehlender vorrangiger Priorität verweigert worden sei. Er bleibe wei-

ter asymptomatisch, die Schmerzen würden durch Analgetika kontrolliert. 

Die (im Labor ersichtliche) Veränderung der Leberwerte gehe einher mit 

dem Beginn der Atorvastatin-Therapie, die daher abgeschlossen werde. Es 

wurde beschlossen, den Patienten nach Hause zu entlassen und die CT-

Untersuchung ambulant durchzuführen. Im Übrigen wurde empfohlen, eine 

Analysekontrolle mit hepatischem und lipämischem Profil innerhalb eines 

Monats durchzuführen und die Wiederaufnahme einer anderen Statin-Be-

handlung abzuwägen. 

5.6 Ein Ultraschall von Abdomen und Becken vom 20. März 2014 ergab 

gemäss Radiologiebericht des Complexo Hospitalario E._______ (IV-act. 

24) hinsichtlich der Leber eine normale Grösse und Morphologie; Pa-

renchym mit leicht erhöhter, diffuser Echogenität, assoziiert mit Leberver-

fettung. Perivesikulär war eine vorbestehende hypoechogene Läsion er-

kennbar. Gallenblase, Pankreas, Bauchaorta, Milz und Nieren zeigten sich 

unauffällig. In den Höhlungen des Becken-/Bauchbereichs fand sich keine 

freie Flüssigkeit. Die Prostata sei vergrössert mit einem Volumen von etwa 

39cm3. 

5.7 Am 27. März 2014 berichtete Dr. O._______ (Facharzt für Traumatolo-

gie und Orthopädie; IV-act. 48), der Patient leide an starken Schmerzen 

und funktionalen Einschränkungen, welche die Hals-, Lenden- und Brust-

wirbelsäule, Hände, Schultern und Knie betreffen würden. Die chronischen 

C-3892/2015 

Seite 12 

Gelenkschmerzen führten zu erheblichen Einschränkungen bei allen Akti-

vitäten, die eine gewisse, wenn auch nur mittelmässige Anstrengung erfor-

dern, wie Neigungen des Körpers, Tragen von Lasten usw. Die durchge-

führten Untersuchungen liessen den Schluss zu, dass sein Zustand mit der 

Tätigkeit auf dem Bau vollständig und dauerhaft unvereinbar sei. Ursache 

dafür seien folgende Erkrankungen: 

 Schwere Espondylarthrose aller Lendenwirbel L3-L4, L4-L5 und L5-S1; Die 

Bandscheiben und posterioren Wirbelfacetten seien stark degenerativ verän-

dert, mit folgenden Konsequenzen: 

-  Mehrfache Foraminalstenose aller Wirbelkörper 

-  Mehrfache radikuläre Kompression 

-  Stenose der zugehörigen Foramina 

-  Umfassende Stenose des Rückenmarkkanals, die 

   Ursache der Rückenmarkskompression ist. 

- Einfaches Gehen über längere Dauer führt abgesehen von 

Schmerzen aufgrund der medullären und radikulären Kompression 

zu einem Taubheitsgefühl in beiden Beinen 

-  Starke Hyperlordosierung der LWS, die zu einer weiteren 

Verschlechterung aller oben beschriebenen Symptome führt 

-  Fortgeschrittene degenerative Läsion der Bandscheiben und 

Wirbelfacetten in der gesamten HWS 

 Degenerative Gelenkerkrankungen in beiden Schultern. Das Subakrominal-

syndrom verursacht Schmerzen und führt zu einer Einschränkung beim Heben 

beider Arme. Der Patient leidet an Schultergelenksarthrose. 

 Schwere Nachwirkungen einer schlimmen Thoraxverletzung nach einem Sturz 

aus zwei Metern Höhe, der rechtsseitig zu mehreren Frakturen der Rippen (6-

10) und Rippenbögen, Pleuraergüssen, Emphysem und Atelektase führte. 

 Koronare Herzkrankheit mit einer Episode, die 2012 zur Einweisung in die 

CHUO führte. 

 Gelenkerkrankung im rechten Sprunggelenk und in den Knien infolge von 

Chondromalazie (beide Kniescheiben betroffen) 

 

5.8 Ein CT-Scan vom 4. Juni 2014 zeigte gemäss dem Bericht von 

Dr. P._______ (Complexo Hospitalario E._______; IV-act. 3, 34) wie jener 

vom 17. Januar 2014 multiple Rippenfrakturen rechts in der Phase der 

Konsolidierung. Beim siebten Rippenbogen zeige sich ein grober Fraktur-

kallus, mit dem Bild einer pleuralen Fibrose. Auf der anderen Seite bei der 

neunten Rippe habe sich der Kallus nicht gut gebildet, die Trennung der 

Fragmente bleibe bestehen, es zeige sich eine Pseudomasse mit einem 

Bronchogramm. Die Ärztin äusserte den Verdacht auf abgerundete post-

traumatische Atelektase. Radiologisch existiere keine Veränderung im Ver-

gleich zur Untersuchung vom Januar 2014. 

C-3892/2015 

Seite 13 

5.9 Mit Formular E 213 (ausführlicher ärztlicher Bericht; IV-act. 4) berich-

tete Dr. Q._______ zu Handen des spanischen Versicherungsträgers 

R._______ am 10. Juni 2014 über ihre Untersuchung des Versicherten 

vom 30. Mai 2014. Dabei zeigte sich folgender Befund:  

 Husten ohne Auswurf, Dyspnoe beim Auskleiden, Abnahme des Geräuschs im 

rechten Hemothorax, Tastschmerz Brustwandspitze links, kein Tastschmerz 

rechts 

 Nabelbruch 

 Wirbelsäule und obere Gliedmassen ausreichend mobil 

 Untere Gliedmassen: Einschränkung der Innenrotation der rechten Hüfte, dis-

kret schmerzhaft 

 Sonstige Untersuchungen: Spirometrie (Messung Lungen-/Atmenvolumen) 

3.6.2014: leichte Behinderung 

 

Dr. Q._______ diagnostizierte Rippenschmerzen nach Thoraxtrauma mit 

mehreren Rippenfrakturen, Pseudoarthrose und posttraumatische Atelek-

tase. Den Krankheitsverlauf bezeichnete sie als unsicher. Die körperliche 

Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt. Zur Arbeitsfähigkeit führte sie aus, der 

Versicherte könne noch in Vollzeit leichte Arbeiten mit wechselnder Körper-

haltung ohne Nässe, Kälte, Rauch/Gase/Dämpfe, Häufiges Bücken/He-

ben/Tragen von Lasten, Klettern oder Steigen, Absturzgefahr ausführen. 

Bildschirmarbeit könne mangels Ausbildung nicht verrichtet werden. Die 

Einsatzbeschränkung bestehe auf Dauer seit 2014. Die Leistungsfähigkeit 

könne durch medizinische und/oder berufliche Rehabilitation verbessert 

werden (vgl. IV-act. 4/8 ff. [Ziff. 9-11]). 

5.10 Ein weiteres CT vom 24. November 2014 ergab gemäss dem Bericht 

von S._______ (Complexo Hospitalario E._______, Abteilung 

Schmerztherapie; IV-act. 50/1) den bekannten Befund und keine radiologi-

schen Veränderungen gegenüber der Untersuchung im Januar 2014. Di-

agnostiziert wurden posttraumatische Thoraxschmerzen. Zur Behandlung 

wurden Medikamente verschrieben und eine Rippenblockade durchführt. 

Eine Kontrolle vom 4. Dezember 2014 zeigte (IV-act. 50/1) eine Schmerz-

linderung um weniger als 50%, wobei der Patient die Notfallmedikation nur 

einmal eingenommen habe. Es wurde eine zweite Rippenblockade durch-

geführt. Die Kontrolle vom 17. Dezember 2014 zeigte eine fast vollständige 

Schmerzlinderung über 7 Tage, wobei die Schmerzen anschliessend mit 

derselben Intensität zurückgekehrt seien. Ultraschallgeführt wurde eine 

dritte Rippenblockade vorgenommen (IV-act. 50/1). Am 11. Februar 2015 

persisitierten Kostalschmerzen der Rippen 7-9; die Untersuchung durch 

Dr. S._______ (Complexo Hospitalario E._______, Entlassungsbericht 

C-3892/2015 

Seite 14 

ambulante Chirurgie) ergab eine Intercostalneuralgie T7-T9 (IV-act. 51). 

Am 23. März 2015 wurde berichtet, der Patient stelle insgesamt eine er-

hebliche Besserung fest, er leide nun jedoch an Husten (IV-act. 50/1). 

5.11 Am 16. März 2015 berichtete Dr. T._______ (Complexo Hospitalario 

U._______) über eine weitere Untersuchung des Versicherten (IV-act. 49). 

Er hielt insbesondere fest, es würden Schmerzen in der rechten Brust-

korbhälfte bestehen. Das PET-CT habe eine pulmonale Opazität gezeigt, 

vermutlich benachbartes interstitielles Infiltrat und hiliusmediastinale A-

denopathien mit leicht pathologischem Hypermetabolismus, der trotz er-

heblicher Aktivität, was auf eine Tumor-Pathologie hindeuten könnte, an-

gesichts der radiologischen Merkmale und der Intensität der Aktivität als 

wichtige Differenzialdiagnose auf eine inflammatorische Erkrankung hin-

deute. Der PAAF-Test sei negativ für Malignität ausgefallen. Dem Patienten 

sei der chirurgische Eingriff zu diagnostischen Zwecken vorgestellt worden, 

vorzugsweise jedoch konservatives Behandlungsschema. Ein erneutes 

Thorax-CT zur Entwicklungskontrolle stehe aus.  

5.12 Mit Bericht vom 30. März 2015 (IV-act. 46 f.) führte V._______ (Kardi-

ologe) aus, seit dem Trauma im Bereich von Thorax und Abdomen zeige 

der Patient Episoden von Thoraxschmerzen ohne Zusammenhang mit Be-

lastung und Atemnot bei geringen Anstrengungen. Die körperliche Unter-

suchung, das EKG und das Echokardiogramm zeigten keinen Befund. Das 

Belastungsechokardiogramm (Belastung mit Hilfe eines Laufbands nach 

dem Bruce-Protokoll) – durchgeführt mit kardioaktiver Medikation – rief 

beim Patienten nach eineinhalb Minuten eine Atemnot ohne Angina hervor, 

die sich derart verstärkte, dass die Übung nach 2:24 Minuten abgebrochen 

werden musste. Die Maximallast betrug 4,6 METs, die Basis-Maximal-TAS 

140/170, die Herzfrequenz basal/maximal 76/190. Arrhythmien zeigten 

sich keine. Der Test sei klinisch und elektronisch negativ für koronare Is-

chämie; der Patient erreiche 119% der theoretisch maximalen Herzfre-

quenz für sein Alter. Es bestehe eine schwache funktionale Kapazität auf-

grund von sehr einschränkender Atemnot bei Belastung durch leichte Ar-

beiten. Zum klinischen Befund hielt V._______ Folgendes fest: Verletzun-

gen im Bereich von Thorax und Abdomen durch einen Sturz sowie rechts-

seitig mehrere Rippenfrakturen und möglicherweise eine runde Atelektase 

mit Alternativbefund organisiertes Hämatom. Chronische ischämische 

Herzkrankheit. Die Koronararterien sind angiografisch normal und weisen 

keine Stenosen auf. Aktuelle klinische Anzeichen von Atemnot bei Anstren-

C-3892/2015 

Seite 15 

gungen mit respiratorischem Ursprung. Normale allgemeine und segmen-

tale linksventrikuläre Funktion. Belastungsechokardiogramm klinisch und 

elektronisch negativ für koronare Ischämie. 

5.13 Der medizinische Dienst der IVSTA (Dr. W._______, FMH médecine 

interne générale) äusserte sich mit Stellungnahmen vom 29. Oktober 2014 

(IV-act. 30), 30. Dezember 2014 (IV-act. 37) und 29. April 2015 (IV-act. 54) 

zum medizinischen Sachverhalt. 

Er hielt im Wesentlichen fest, die durchgeführten Untersuchungen zeigten 

im EKG eine Repolarisationsstörung, die Ergometrie sei aber klinisch und 

elektrisch negativ. Die Echokardiografie zeige eine gute systolische Funk-

tion mit eingeschränkter dyastolischer Relaxation. Die Koronarografie vom 

21. Oktober 2013 habe angiografisch normale Koronararterien ohne Ste-

nose gezeigt. Die durch Dr. V._______ (IV-act. 46 f.) durchgeführte neue 

Echokradiografie sei normal mit einem FE von 65%, der Belastungstest sei 

klinisch und elektrisch negativ. Die Dyspnoe sei klar als nicht kardiologisch 

bedingt beschrieben worden. Die Schlussfolgerung des Vorhandenseins 

einer kardiopathischen chronischen Ischämie sei in keinster Weise bewie-

sen, weder durch die aktuellen Untersuchungen noch durch frühere.  

Die Entwicklung infolge des Unfalls vom 25. Januar 2013 sei günstig ver-

laufen. Es zeigten sich Restschmerzen aufgrund der womöglich unvoll-

ständigen Heilung der Fraktur des 9. Rippenbogens. Mehr als ein Jahr 

nach dem Unfall sei es unwahrscheinlich, dass diese noch komplett heilen 

werde. Die subjektiven Schmerzen seien dennoch objektiv betrachtet 

höchstens teilweise erklärbar. Dr. O._______ attestiere eine definitive Ar-

beitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und andere Aktivitäten mit 

ähnlichen physischen Anforderungen (IV-act. 48). Die diffusen degenerati-

ven Erkrankungen, die er anführe, seien nirgendwo sonst dokumentiert o-

der auf den Röntgenaufnahmen ersichtlich. Es gebe keine detaillierte klini-

sche Untersuchung und der Bericht sei nicht sehr glaubhaft. Der prinzipi-

elle Grund für die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit sei aber das Thoraxtrauma. Die Untersuchungen und die Folgen 

des Traumas bestätigten die Pseudoarthrose von einer oder mehreren 

nicht stabilisierten Rippen. Eine Lungenopazität werde interpretiert als ein 

Entzündungsinfiltrat oder ein organisiertes Hämatom. Eine Behandlung mit 

Radiofrequenztherapie werde ausgeführt, ein Eingriff werde durch den Pa-

tienten abgelehnt. Die osteoartikuläre Erkrankung rechtfertige gemäss 

dem spanischen Orthopäden eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

C-3892/2015 

Seite 16 

und allen schweren Tätigkeiten. Eine Arbeitsunfähigkeit in einer leichten 

Tätigkeit sei nicht festgestellt worden. 

In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 80% 

seit dem 25. Januar 2013 und in einer angepassten Tätigkeit (Tragen von 

Lasten bis max. 8kg, keine schweren Arbeiten) eine solche von 0% seit 

dem 1. Mai 2013 (drei Monate nach dem Unfall). Zumutbar sei etwa die 

Arbeit als nicht qualifizierter Arbeiter/Hilfsarbeiter in einem/r Werk/Fab-

rik/Produktionsstätte (Industrie); Parkwächter/Museumswächter (Dienst-

leistungen); Einkäufer (Grosshandel); Reparateur von Kleingeräten/Haus-

haltsartikeln, Kassierer (Detailhandel); sowie das Registrieren/Klassie-

ren/Archivieren oder die Tätigkeit als Rezeptionist, Telefonvermittler/Tele-

fonist oder Datenerfasser (einfache Tätigkeiten in der Verwaltung/im Bü-

robereich ohne spezielle Qualifikation) (vgl. IV-act. 37/4). 

5.14 Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdeführer zusätzlich ei-

nen Bericht der Clinica de Neumologia C._______ vom 27. März 2015 zu 

den Akten (BVGer-act. 1; vgl. zur Massgeblichkeit dieses Berichts E. 3.3). 

Darin wird insbesondere festgehalten, der Patient klage weiterhin über 

Schmerzen in der rechten Thoraxhälfte, die nach Empfehlung der 

Schmerzklinik eine Behandlung mit starken Schmerzmitten (darunter Tra-

madol) erfordern würden. Darüber hinaus klage er über chronischen Hus-

ten, der nach dem Unfall stärker geworden sei, sowie über Atemnot bei 

kleinen bis mittleren Anstrengungen. Die körperliche Untersuchung ergab 

einen Blutdruck von 140/90 sowie eine zweifelhafte Herabsetzung der 

Atemgeräusche auf beiden Thoraxhälften. Die Röntgenaufnahme zeigte 

die bekannten Rippenfrakturen. Zum Schluss werden die Diagnosen Tho-

raxverletzung, rechtsseitig mehrere konsolidierte Rippenfrakturen, wahr-

scheinlicher Fibrothorax rechtsseitig und/oder Lungenhämatom gestellt. Im 

Übrigen wird dem Patienten empfohlen, das Schmerzmittel Tramadol ab-

zusetzen und die Schmerzen stattdessen mit anderen, weniger starken 

Schmerzmitteln zu lindern und die antihypertensive Medikation Rampiril 

durch ein anderes antihypertensives Arzneimittel zu ersetzen, bei dem kein 

Husten als Nebenwirkung auftritt. 

5.15 Die Vorinstanz schliesst gestützt auf die genannten Unterlagen auf 

eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maurer von 

80%. Die Arbeitsfähigkeit in einer die Funktionseinschränkungen berück-

sichtigenden Tätigkeit betrage hingegen 0% mit einer Verminderung der 

Erwerbsfähigkeit von 80% seit dem 25. Januar 2013 und 35% seit dem 

1. Mai 2013. Daher bestehe im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen 

C-3892/2015 

Seite 17 

keine Invalidität. Die behauptete kardiologische Gesundheitsbeeinträchti-

gung sei objektiv nicht belegt. Das osteoartikuläre Leiden rechtfertige ge-

mäss dem Bericht von Dr. O._______ (vgl. IV-act. 48) eine Arbeitsunfähig-

keit für die angestammte Tätigkeit und jede andere mittelschwere bis 

schwere Arbeit, begründe aber keine Arbeitsunfähigkeit für körperlich 

leichte Arbeiten (mit gelegentlichem Tragen von Lasten bis maximal 8kg), 

welche vollzeitig zumutbar bleiben würden. Die von Dr. O._______ disku-

tierten degenerativen Veränderungen des Bewegungsapparates würden 

keine darüber hinausgehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedin-

gen. 

6.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft nachfolgend, ob die Vorinstanz den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig erhoben hat. 

6.1 Der Beschwerdeführer moniert im Wesentlichen, die Untersuchung 

durch den spanischen Versicherungsträger sei unbrauchbar. Zum einen sei 

keine pluridisziplinäre Begutachtung durchgeführt worden, zum anderen 

habe die spanische Amtsärztin die Begutachtung nicht sorgfältig und kor-

rekt durchgeführt. Trotz der mangelhaften Untersuchung habe sich der me-

dizinische Dienst auf den Bericht gemäss Formular E 213 fokussiert (IV-

act. 4), in welchem nur ein Teil der Erkrankungen und Gesundheitsein-

schränkungen genannt würden. Auch in seiner Stellungnahme vom 30. De-

zember 2014 habe der medizinische Dienst lediglich mehrfache Rippen-

frakturen und Pseudoarthrose festgestellt (IV-act. 37), obgleich das fachor-

thopädische Gutachten von Dr. O._______ (IV-act. 48) und das kardiologi-

sche Gutachten von Dr. V._______ (IV-act. 46 f.) vorliegen würden, die alle 

Anforderungen an den Beweiswert erfüllten. Darin werde festgestellt, dass 

er nicht imstande sei, irgendeine Tätigkeiten mit einer gewissen Effektivität 

und einem Minimum an wirtschaftlichem Wert auszuüben, respektive dass 

eine sehr niedrige Arbeitsbelastungsfähigkeit bestehe. Die in diesen Gut-

achten gestellten Diagnosen zweifle der medizinische Dienst an, ohne sei-

nen Einwand nachvollziehbar zu begründen. Daher sei zur vollständigen 

Sachverhaltsfestellung in der Schweiz eine pluridisziplinäre Begutachtung 

durch Spezialisten der Orthopädie, Kardiologie und Pneumologie durchzu-

führen. 

6.2 Die Vorinstanz macht demgegenüber geltend, die vorhandenen medi-

zinischen Unterlagen genügten für die Beurteilung; eine polydisziplinäre 

Untersuchung des Patienten in der Schweiz sei nicht nötig. Der Sachver-

halt sei hinreichend abgeklärt.  

C-3892/2015 

Seite 18 

Bezüglich der in zahlreichen Berichten immer wieder übernommenen Di-

agnose einer koronaren beziehungsweise ischämischen Herzkrankheit lä-

gen keinerlei Befunde vor, die eine solche beweisen würden, respektive sei 

aufgrund der vorgenommenen Untersuchungen bis zu diesem Zeitpunkt 

eine koronare Herzkrankheit ausgeschlossen. Diese Diagnose falle als Er-

klärung der Atemnot sowie einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausser 

Betracht. Entscheidend für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Ver-

sicherten seien die als Unfallfolge zu betrachtenden bewegungsabhängi-

gen Brustwandschmerzen. Die geklagte Atemnot sei angesichts der nor-

malen Befunde der Herzuntersuchungen sowie der normalen Lungenfunk-

tionsprüfung anlässlich der Untersuchung in der Clinica de Neumologia 

C._______ vom 27. März 2015 ebenfalls als schmerzbedingt anzusehen 

(vgl. Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 11. Juli 2015 

[Dr. X._______, FMH Innere Medizin], Beilage zu act. 5).  

6.3 Gestützt auf die Untersuchungspflicht hat die IVSTA den Sachverhalt 

vollständig und richtig festzustellen (vgl. vorne E. 4.3 f.). Zur Beurteilung 

des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers stützt sie sich auf die aus-

ländischen Arztberichte, insbesondere das Formular E 213, und auf die Ak-

tenberichte des medizinischen Diensts.  

6.3.1 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 

Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-

gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind, und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-

lichkeit der Beurteilung als objektiv begründet erscheinen lassen (BGE 122 

V 157 E. 1c; 123 V 331 E. 1c; zur Beweiskraft von Stellungnahmen der 

RAD vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Aus den Akten ergeben sich betreffend 

den vorliegenden Fall keinerlei Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Ob-

jektivität oder Unparteilichkeit von des medizinischen Diensts.  

6.3.2 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungs-

interne Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweis-

würdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei 

auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. 

C-3892/2015 

Seite 19 

vorne E. 4.4.4). Ein Aktenbericht ist zulässig, wenn die Akten ein vollstän-

diges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos 

vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild zu verschaffen. Mithin hat sich 

ein Aktengutachten auf beweiskräftige Arztberichte abzustützen (vgl. etwa 

Urteile des Bundesgerichts 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3, 

9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1). Vorliegend stützte der Arzt des 

medizinischen Diensts seine Einschätzung ohne Vornahme einer eigenen 

Untersuchung auf die medizinischen Berichte der behandelnden spani-

schen Ärzte sowie den Formularbericht E 213. Entscheidend ist somit, ob 

es ihm diese Akten erlaubten, sich ein umfassendes Bild der gestellten Di-

agnosen, der gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkun-

gen auf die Arbeitsfähigkeit zu machen, und ob seine Schlussfolgerungen 

nachvollziehbar und schlüssig sind.  

6.3.3 Aus den in E. 5 dargestellten medizinischen Akten ergibt sich, dass 

beim Beschwerdeführer für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit ortho-

pädische, pneumologische und (potenziell) kardiologische Leiden im Vor-

dergrund stehen. Treffen verschiedene (anspruchsrelevante) Gesundheits-

beeinträchtigungen zusammen, ist in der Regel eine interdisziplinäre Un-

tersuchung durchzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_168/2008 

vom 11. August 2008 E. 6.2.2), und der Grad der Arbeitsunfähigkeit ist 

grundsätzlich in einer sämtliche Behinderungen umfassenden medizini-

schen Gesamtbeurteilung zu bestimmen (vgl. das Urteil des Bundesge-

richts 9C_948/2012 vom 22. Juli 2013 E. 4.3). In den Akten befindet sich 

jedoch keine in diesem Sinn zuverlässige und schlüssige interdisziplinäre 

Begutachtung des Beschwerdeführers, auf die sich der medizinische 

Dienst der Vorinstanz hätte stützen können. 

6.3.4 Der Formularbericht E 213 der spanischen Amtsärztin Dr. Q._______ 

vom 10. Juni 2014 (IV-act. 4) beruht auf eigenen Untersuchungen, ist für 

die streitigen Belange aber nicht umfassend und nimmt nicht ausführlich 

Bezug auf die Vorakten (Anamnese). Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung reichen knappe Formularberichte allenfalls aus, wenn sie – im 

Sinne einer Verlaufsbeurteilung – eine auf klarem Fundament beruhende 

frühere Einschätzung bestätigen. Gleiches gilt, wenn die gestellten Diag-

nosen keine weiteren Fragen aufwerfen, insbesondere keine exakte Ab-

schätzung der funktionellen Folgen notwendig machen (vgl. das Urteil des 

Bundesgerichts 9C_952/2011 vom 7. November 2012 E. 2.3). Vorliegend 

C-3892/2015 

Seite 20 

geht es jedoch um eine erstmalige Klärung des Rentenanspruchs mit un-

eingeschränktem Untersuchungsgrundsatz. Schliesslich ist auch nicht er-

sichtlich, über welche Spezialisierung die spanische Amtsärztin verfügt und 

mit welchen medizinischen Massnahmen die Leistungsfähigkeit verbessert 

werden könnte (vgl. IV-act. 4/8). Der Formularbericht E 213 entspricht da-

her nicht den Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten, weshalb 

ihm für sich allein kein hinreichender Beweiswert zukommt. Dennoch kann 

er zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und 

dessen Auswirkungen herangezogen werden. 

6.3.5 Aus den übrigen Rapporten der spanischen Ärzte ergibt sich Folgen-

des: 

6.3.5.1 Die kardiale Situation des Beschwerdeführers ist – wie der RAD im 

Ergebnis zu Recht feststellt – durch die wiederholten kardiologischen Ab-

klärungen hinreichend erstellt.  

Zwar wurde nach Feststellung von EKG-Veränderungen und gemischter 

Angina trotz negativem Ischämie-Erkennungstests bereits am 11. Dezem-

ber 2012 eine ischämische Herzkrankheit diagnostiziert (vgl. IV-act. 15/1 

f.). Dr. L._______beschrieb am 21. Oktober 2013 ein unauffälliges EKG 

und Echokardiogramm, hielt jedoch fest, es stelle sich die Frage einer Is-

chämie im unteren Teil (IV-act. 19). Der Kardiologe Dr. V._______ sah im 

EKG, Echokardiogramm und bei der körperlichen Untersuchung keinen 

Befund und stellte fest, das Belastungsechokardiogramm sei negativ für 

koronare Ischämie. Indes beschrieb er eine schwache funktionale Kapazi-

tät des Beschwerdeführers aufgrund einer stark einschränkenden Atemnot 

ohne Angina bereits bei leichten Arbeiten. In der Befundauflistung diagnos-

tizierte er eine chronische ischämische Herzkrankheit (IV-act. 46).  

Rechtsprechungsgemäss sind invalidenversicherungsrechtlich nicht die 

gestellten Diagnosen, sondern die fachärztlich erhobenen Befunde mass-

gebend. Anhand der zahlreichen fachärztlichen Untersuchungen des Be-

schwerdeführers konnte für eine angepasste Tätigkeit kein relevantes, die 

Arbeitsfähigkeit einschränkendes Herzleiden objektiviert werden. Bis zum 

massgeblichen Verfügungszeitpunkt ist aufgrund der fachärztlichen spani-

schen Berichte einwandfrei erstellt, dass der Beschwerdeführer, obwohl 

2012 einiges für ein Herzleiden sprach (vgl. IV-act. 13, 15), weder an einer 

anfangs vermuteten koronaren Herzkrankheit (vgl. IV-act. 46) noch an kli-

nisch relevanten Herzrhythmusstörungen respektive einer Herzinsuffizienz 

C-3892/2015 

Seite 21 

leidet. Wie der RAD richtig feststellte, ist die echokardiographisch be-

stimmte EF (Auswurffraktion; Pumpleistung des Herzens) von 65% völlig 

normal (vgl. etwa: Neue Normen für die Quantifizierung der Herzhöhlen – 

Update 2015, abrufbar unter <https://www.wuerzburger-aerzte-akade-

mie.de/neuer-normwerte-fuer-die-quantifizierung-der-herzhoehlen-up-

date-2015/>, besucht am 12. September 2017) und schränkt die Ausübung 

von körperlich leichten Tätigkeiten in keiner Weise ein. 

6.3.5.2 Der Beschwerdeführer hat ein Thoraxtrauma mit Rippenserien-

bruch erlitten. Bei Gesundheitsschäden im Bereich der Orthopädie ist nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Diagnose des Funktions-

ausfalles (Funktionsdiagnose), d.h. eine qualitative und quantitative Ana-

lyse der Funktionsstörung des Bewegungsapparates und seiner Folgen für 

die versicherte Person von zentraler Bedeutung (vgl. das Urteil des Bun-

desgerichts 9C_335/2015 E. 4.2.2). Die orthopädischen Berichte der spa-

nischen Ärzte, insbesondere auch jener des orthopädischen Facharztes 

Dr. O._______ (IV-act. 48), äussern sich nur zurückhaltend zu den funktio-

nalen Einschränkungen des Beschwerdeführers infolge des Thoraxtrau-

mas. So hält Dr. O._______ zwar fest, der Patient leide an funktionalen 

Einschränkungen der Hals-, Lenden- und Brustwirbelsäule, der Hände, 

Schultern und Knie und die chronischen Gelenkschmerzen führten zu er-

heblichen Einschränkungen bei allen Aktivitäten mit zumindest mittelmäs-

siger Anstrengung. Der Bericht legt aber weder die vorgenommenen Un-

tersuchungen und deren Ergebnisse dar noch werden medizinische Zu-

sammenhänge dargelegt und eine nachvollziehbare Beurteilung vorge-

nommen. Den orthopädischen Berichten gemein ist jedoch, dass eine Ar-

beitsunfähigkeit nur für Tätigkeiten mit ähnlichen körperlichen Anforderun-

gen wie auf dem Bau angenommen wird. Angepasste leichte Tätigkeiten 

sind hingegen selbst nach der Einschätzung von Dr. O._______ ohne Ein-

schränkung zumutbar. 

6.3.5.3  Kein zuverlässiger Schluss möglich ist hingegen betreffend die 

Auswirkung des persistierenden bewegungsabhängigen Thoraxwand-

schmerzes mit Dyspnoe auf die funktionelle Leistungsfähigkeit respektive 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Nicht genügend abgeklärt 

sind insbesondere der Ursprung, das Ausmass und die Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit der starken Atemnot. Die aktuelle Spirometrie ergab 

Werte im Bereich der normalen Grenzen (BVGer-act. 1), während im For-

mularbericht E 213 vom Juni 2014 – 9 Monate früher – noch eine leichte 

Behinderung festgestellt wurde. Neben der kardiologischen Einschätzung 

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durch Dr. V._______, der von einem respiratorischen Ursprung auszuge-

hen scheint, diagnostizieren mehrere Ärzte eine Atelektase (vgl. insbeson-

dere IV-act. 3, 4, 48), alternativ einen Fibrothorax oder ein Lungenhäma-

tom (vgl. BVGer-act. 1); Dr. T._______ stellte die Differenzialdiagnose einer 

inflammatorischen Erkrankung (IV-act. 49). Aus pneumologischer Hinsicht 

besteht aufgrund widersprüchlicher respektive ungenügender Befundlage 

weiterer Abklärungsbedarf. Insbesondere ist abzuklären, ob alle Rippen-

frakturen konsolidiert sind und ob die Rippendefektheilung aus medizini-

scher Sicht die geklagten Thoraxschmerzen und die geklagte Atemnot bei 

Anstrengung zu erklären vermag. Im Weiteren ist nicht klar, ob der wahr-

scheinliche Fibrothorax rechtsseitig und/oder das Lungenhämatom aus 

medizinischer Sicht die geklagte Atemnot bei Anstrengung erklärt. Die dies-

bezüglichen medizinischen Befunde und deren Auswirkungen auf die Ar-

beitsfähigkeit sind nicht rechtsgenüglich erhoben. Das Gericht kann jeden-

falls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass 

dem Beschwerdeführer – wie auch immer die weiteren Abklärungsergeb-

nisse ausfallen werden – eine leichte angepasste Tätigkeit vollschichtig zu-

mutbar ist. 

6.3.6 Im Rahmen einer Gesamtschau ergibt sich gestützt auf die vorhan-

denen medizinischen Berichte kein umfassendes Bild der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers. Nach dem Gesagten fehlt es an eingehenden klini-

schen Erhebungen des Gesundheitszustands in pneumologischer Hinsicht 

inklusive der Ermittlung von sich daraus ergebenden funktionellen Ein-

schränkungen. Im Lichte der eingangs erwähnten Grundsätze zum Be-

weiswert von Aktenbeurteilungen versicherungsinterner Ärzte kann dem-

zufolge nicht vollumfänglich auf die Einschätzung des medizinischen 

Diensts abgestellt werden. 

6.4 Zusammenfassend ist aufgrund der vorhandenen medizinischen Be-

richte der medizinische Sachverhalt in pneumologischer Hinsicht nicht 

rechtsgenüglich erstellt. Damit kann durch das Bundesverwaltungsgericht 

nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit (vgl. vorne E. 4.5 mit Hinweisen) beurteilt werden, ob der Be-

schwerdeführer seit dem 1. Mai 2013 in einer leichten Verweisungstätigkeit 

vollumfänglich arbeitsfähig ist. Unter diesen Umständen hätte sich die     

Vorinstanz nicht mit Aktenbeurteilungen des medizinischen Diensts begnü-

gen dürfen, sondern mit Blick auf die unklare Aktenlage weitere Abklärun-

gen tätigen müssen. Indem sie dies unterlassen hat, hat sie den Untersu-

chungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. 

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Seite 23 

6.5 Da die angefochtene Verfügung gestützt auf eine unvollständige Sach-

verhaltsabklärung ergangen ist, ist die Sache in Anwendung von Art. 61 

Abs. 1 VwVG zur Vornahme der notwendigen medizinischen Abklärungen 

gemäss den Anforderungen der schweizerischen Rechtsprechung und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese Rückweisung an 

die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Demnach bleibt eine Rück-

weisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der notwendigen Erhebung 

einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist (BGE 137 V 210 

E. 4.4.1 ff.). Die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung litte 

empfindlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht, so das Bundes-

gericht, wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass 

ihre Arbeit in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialversiche-

rungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung un-

terliege. Im Rahmen der de lege lata gegebenen Organisation dränge es 

sich vielmehr auf, das drohende Defizit dort durch gerichtliche Expertisen 

auszugleichen, wo die Gerichte bei der Würdigung des Administrativgut-

achtens im Kontext der gesamten Aktenlage zum Schluss kommen, wei-

tere Abklärungen seien notwendig (BGE 137 V 210 E. 4.2).  

Vorliegend erscheint eine Rückweisung der Streitsache an die IVSTA im 

Lichte der dargelegten Rechtsprechung ausnahmsweise möglich, da kein 

umfassendes, von der Vorinstanz eingeholtes Administrativgutachten vor-

liegt und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt auf die vor-

liegenden Akten nicht abschliessend beurteilt werden kann. Würde eine 

derart mangelhafte Sachverhaltsabklärung respektive -würdigung durch 

Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren korrigiert, 

bestünde die Gefahr der unerwünschten Verlagerung der den Durchfüh-

rungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht, den rechtserheblichen 

Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ab-

zuklären, auf das Gericht. Die IVSTA wird in der Schweiz ein neutrales Gut-

achten bei einer medizinischen Fachperson der Pneumologie und einem 

Spezialisten für Thoraxverletzungen/Thoraxchirurgie einzuholen haben. 

Die beauftragten Sachverständigen sind letztverantwortlich einerseits für 

die fachliche Güte und die Vollständigkeit der interdisziplinär erstellten Ent-

scheidungsgrundlage, anderseits aber auch für eine wirtschaftliche Abklä-

rung (BGE 139 V 349 E. 3.2 f.). Vor der erneuten Entscheidfällung wird das 

einzuholende Gutachten durch einen versicherungsinternen Facharzt zu 

würdigen sein, um die Restarbeitsfähigkeit zu ermitteln. Schliesslich wird 

die Vorinstanz abzuklären haben, ob die verbleibende Arbeitsfähigkeit ver-

wertbar ist. Dazu sind die persönlichen und beruflichen Gegebenheiten 

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den objektiven Anforderungen eines ausgeglichenen Arbeitsmarkts gegen-

über zu stellen. In diesem Zusammenhang werden etwa das Alter, die Be-

rufsbildung, die Dauer und das Profil der Tätigkeit als Maurer sowie die 

Restarbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit (inkl. damit zusammenhängen-

der Einschränkungen) zu berücksichtigen sein (vgl. etwa das Urteil des 

Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 3.2). 

Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder der Erhebung anderer 

Beweismassnahmen ist daher abzusehen.  

6.6 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwä-

gungen zur Durchführung weiterer Abklärungen und anschliessendem Er-

lass eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.  

 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Par-

tei gilt (BGE 137 V 210 E. 7.1), sind im vorliegenden Fall dem Beschwer-

deführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der geleistete Verfahrens-

kostenvorschuss von Fr. 408.- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls 

keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Der obsiegende und vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 

Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Ent-

schädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). 

Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und ak-

tenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig-

keit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens (vgl. Art. 9 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 10 Abs. 2 VGKE) ist eine Parteientschädigung von Fr. 2‘000.- gerecht-

fertigt (inkl. Auslagen, exkl. Mehrwertsteuer [vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 

2009 (SR 641.20) sowie Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE]).  

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Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 6. Mai 2015 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägun-

gen zur Vornahme ergänzender Abklärungen und zum Erlass einer neuen 

Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 408.- wird diesem nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2‘000.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Simona Risi 

  

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Seite 26 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist 

in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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