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**Case Identifier:** 24aff168-7448-53d4-b3d1-0e2047d0b02d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.09.2020 UV 2019/31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-31_2020-09-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/31

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 26.04.2021

Entscheiddatum: 10.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2020
Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 UVV: Unfallbegriff nicht erfüllt. Da die SLAP-
Läsion Typ 1 vorliegend keinen durch die Unfallversicherung versicherten 
Schaden darstellt (weder geht sie auf ein Unfallereignis im Rechtssinne 
zurück noch stellt sie gemäss Bundesgericht eine unfallähnliche 
Körperschädigung dar), können auch potentielle Folgeschäden dieser 
Läsion nicht als versichert gelten. Mit anderen Worten sind die 
Sehnenläsionen i.S.v. Art. 9 Abs. 2 UVV eben gerade eindeutig auf Krankheit 
zurückzuführen, wenn sie durch die SLAP-Läsion und die dadurch bewirkte 
Instabilität entstanden sind. Für die Entstehung der Sehnenläsionen stehen 
zwar auch noch andere Erklärungsansätze im Raum, welche jedoch die 
Läsionen ebenfalls auf einen degenerativen Prozess zurückführen. Folglich 
sind die Sehnenläsionen als eindeutig krankhaft zu werten, sei dies im 
Rahmen eines durch die SLAP-Läsion einsetzenden Veränderungsprozesses 
oder im Rahmen eines anderen degenerativen Prozesses, sodass eine 
Leistungspflicht aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung entfällt. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 10. September 2020, UV 2019/31).

Entscheid vom 10. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2019/31

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Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Werner Ritter, Ritter Advokatur, 

Bahnhofstrasse 24, Postfach 142, 9443 Widnau,

gegen

AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der Firma B.___ als Mitarbeiter 

Sicherheitsdienst angestellt und dadurch bei der AXA Winterthur Versicherungen AG 

(nachfolgend: AXA) unfallversichert, als er am 2. Juni 2016 an einem 

Ordnungsdiensttraining teilnahm. Mit Bagatellunfallmeldung UVG vom 29. September 

2016 liess er der AXA melden, dass er sich aufgrund persistierender Schmerzen nach 

einer Schulterverletzung im Training nun in ärztliche Behandlung begeben habe (act. G 

5.1-A1). In einer Arthro-MRT-Untersuchung der Schulter links vom 10. Oktober 2016 

zeigte sich gemäss dem untersuchenden Radiologen ein auf mindestens 5 mm mässig 

bis mittelgradig eingeengter Subakromialraum, ein leichter Reizzustand der Bursa 

subdeltoidea und subakromiale, eine mässige Ansatztendinose der 

Supraspinatussehne sowie eine leichte Ansatztendinose der Subscapularissehne. Die 

übrigen Arthro-MRT-Befunde des linken Schultergelenkes bezeichnete der Radiologe 

A.a. 

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als normal (act. G 5.2-M1). In einem Bericht vom 14. Oktober 2016 hielt der 

erstbehandelnde Arzt (vgl. act. G 5.1-A2) med. pract. C.___ fest, dass der Versicherte 

einen Unfall bei einer Übung zur Fixation geltend gemacht habe. Dabei sei ein Kollege 

unsanft gewesen, wobei es beim Versicherten im ventralen Schulter- und Brustbereich 

zu Schmerzen gekommen sei. Seitdem bestünden persistierende Schmerzen. Der 

Versicherte könne beispielsweise bestimmte Hantelübungen und Liegestützen nicht 

mehr machen und auch im Schlaf schmerze es ihn manchmal. Als Diagnose nannte 

med. pract. C.___ eine Distorsion der linken Schulter mit einer konsekutiven Bursitis 

subacromialis und subdeltoidea. Weiter hielt er fest, dass der Versicherte nach einer 

Serie Physiotherapie wahrscheinlich zu Hause alleine weiter trainieren werde. Sofern 

keine weiteren Beschwerden zu einer erneuten Konsultation führten, gehe er von einem 

Behandlungsabschluss nach Beendigung der Physiotherapie aus (act. G 5.2-M2). Am 

16. Oktober 2016 machte der Versicherte in einem Fragebogen der AXA nähere 

Angaben zum Hergang des Ereignisses vom 2. Juni 2016, wobei er unter anderem 

erwähnte, dass es sich nach der Fixation durch den Trainingskollegen für ihn wie eine 

leichte Überdehnung im Schulter-, Bizeps- und Brustbereich angefühlt habe. Ausser 

einem Ziehen sei nach einem ersten Schmerz fast kein weiterer zu spüren gewesen, 

weshalb er das Training ganz normal fortgesetzt habe. Die Schulter habe dabei leicht 

geschmerzt und es habe ihn bei grösserer Bewegung etwas gezwickt. Ausserdem sei 

sein Bizeps leicht angeschwollen gewesen, wobei er sich nach und nach kraftlos und 

nach innen wie lose angefühlt habe (act. G 5.1-A2). Die AXA kam in der Folge für die 

Kosten der Heilbehandlung in der Form der Physiotherapie auf (vgl. act. G 5.1-A3 und 

A4). In einem Telefonat vom 28. Februar 2017 teilte der Versicherte der AXA mit, dass 

er demnächst die dritte Serie Physiotherapie beginnen werde, da die Schulter noch 

immer nicht in Ordnung sei (act. G 5.1-A3). Am 2. März 2017 gab eine Mitarbeiterin der 

Praxis H.___ die Auskunft, dass der Versicherte zuletzt am 15. Dezember 2016 bei 

ihnen in Behandlung gewesen sei und damals nochmals eine Serie Physiotherapie 

verschrieben worden sei (act. G 5.1-A4).

Am 25. Mai 2018 begab sich der Versicherte aufgrund belastungsabhängiger, 

teilweise inzwischen auch in Ruhe auftretender Beschwerden zu Dr. med. D.___, 

Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, in Behandlung. Als 

Befunde erhob dieser seitengleiche Schulterkonturen bei einer sichtbaren 

A.b. 

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Umfangminderung des Bizeps, ein seitengleiches Bewegungsausmass mit leichter 

rechtsseitiger Blockade bei der endgradigen Flexion ohne Schmerzangabe, eine 

seitengleich kräftige Rotatorenmanschette, einen linkseitig positiven Bizepstest sowie 

ein indolentes AC-Gelenk. Die MRT-Bilder vom 10. Oktober 2016 interpretierte er 

dahingehend, dass diese bereits ein sublabrales Foramen, differentialdiagnostisch eine 

Bizepsanker-Läsion (SLAP-Läsion) gezeigt hätten. Aufgrund der klinischen 

Untersuchung äusserte er den Verdacht auf eine SLAP-Läsion und empfahl zur 

Verifizierung die Durchführung einer erneuten MRT-Untersuchung (act. G 5.2-M12). Im 

MRT-Untersuchungsbericht vom 31. Mai 2018 nannte der untersuchende Radiologe in 

seiner Beurteilung eine partielle Ruptur der gelenkseitigen vorderen Fasern der 

Supraspinatussehne (DD: posttraumatisch?) mit Ausbildung einer Lücke, den Nachweis 

einer Läsion des superioren Labrums sowie Hinweise auf eine intraartikuläre Tendinose 

der langen Bizepssehne (act. G 5.2-M11). In einer Sprechstunde vom 14. Juni 2018 

stellte Dr. D.___ die Diagnose einer posttraumatischen SLAP-Läsion mit Impingement 

und sekundärer Läsion der Supraspinatussehne links. Weiter hielt er fest, dass der 

Versicherte seit dem Trauma niemals beschwerdefrei gewesen sei und bei hoher 

körperlicher Belastung im Beruf regelmässig intensiv trainiert habe, um die 

Beschwerden zu mindern. Leider sei der Verlauf frustran gewesen. Bildgebend zeigten 

sich progrediente Veränderungen nach einer anzunehmenden, traumatischen SLAP-

Läsion, nun zusätzlich eine Läsion der Supraspinatussehne, wobei sämtliche 

Schädigungen einer operativen Intervention bedürften. Da im Beruf ein erhöhtes 

Rupturrisiko bestehe, sei der Eingriff möglichst rasch durchzuführen. Ab dem 14. Juni 

2018 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.2-M9 und M12). Am 19. Juni 

2018 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin auf das Ereignis vom 2. Juni 2016 

zurückgehende Risse in der Schulter und am Oberarm links und eine ab dem 14. Juni 

2018 bestehende Arbeitsunfähigkeit melden (act. G 5.1-A6). Gleichentags stellte die 

Klinik I.___ ein Kostengutsprachegesuch für eine Schulterarthroskopie, 

Bizepstenodese, Rotatorenmanschettenrekonstruktion sowie Acromioplastik links 

(act. G 5.2-M3). In einem Arztzeugnis UVG vom 26. Juni 2018 hielt med. pract. C.___ 

fest, dass der Versicherte sich am 16. Juni 2018 bei ihm vorgestellt habe. Med. pract. 

C.___ hatte im Wesentlichen dieselben Befunde und Diagnosen wie Dr. D.___ genannt. 

Weiter bestätigte er, dass ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen, der Versicherte seit 

dem 14. Juni 2018 zu 100 % arbeitsunfähig sei und auf den 26. Juni 2018 eine 

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Operation geplant sei (act. G 5.2-M5). Am 26. Juni 2018 führte Dr. D.___ bei der 

Diagnose eines schweren, posttraumatischen Impingements mit veralteter SLAP-

Läsion und subtotaler Bizepsruptur sowie Ruptur der Supraspinatussehne linke 

Schulter eine Schulterarthroskopie mit intraartikulärem Débridement, eine subakromiale 

Bursektomie mit Acromioplastik und eine mini-open Rekonstruktion des Supraspinatus 

mit Bizepstenodese links durch (act. G 5.2-M8). In einem Bericht zu Händen der AXA 

vom 28. Juni 2018 hielt Dr. D.___ fest, dass es durch die lange andauernde Instabilität 

mit grosser Wahrscheinlichkeit sekundär zu der in der letzten MRT dargestellten Läsion 

der Supraspinatussehne gekommen sei. Die SLAP-Läsion sei aufgrund der ebenfalls 

progredienten Schädigung der Bizepssehne nicht mehr rekonstruierbar gewesen 

(act. G 5.2-M6). In einer Aktenbeurteilung vom 2. August 2018 kam Dr. med. E.___, 

Spezialarzt für Allgemein- und Unfallchirurgie, beratender Arzt der AXA, zum Schluss, 

dass der als stark eingeengte Subakromialraum und die als Tendinose beschriebenen 

Befunde der langen Bizepssehne und am Supraspinatusansatz mit weit überwiegender 

bis an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Unfallfolgen, sondern als 

chronische Irritationsfolge und als erhebliches unfallfremdes subakromiales 

Impingement zu interpretieren seien. Da von einem distorsiellen Ereignis ohne 

bildgebend und operativ ereigniskausalem morphologisch fassbarem Korrelat 

auszugehen sei, sei das Erreichen des Status quo ante nach vier bis sechs Wochen 

anzunehmen (act. G 5.2-M14). In einem Schreiben vom 16. Juli 2018 teilte die AXA 

dem Versicherten mit, der interne medizinische Dienst sei zum Schluss gelangt, dass 

die geltend gemachten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 

einem Zusammenhang zum Ereignis vom 2. Juni 2016 stünden (act. G 5.1-A7). 

Anlässlich eines Telefonats vom 19. Juli 2018 informierte der Versicherte die AXA 

darüber, dass man im Jahr 2016 nur die Schulter, nicht aber den Bizeps untersucht 

habe. Erst Dr. D.___ habe festgestellt, dass es sich um einen Bizepsabriss handle 

(act. G 5.1-A8). Mit Verfügung vom 12. September 2018 stellte die AXA mit Verweis auf 

die Beurteilung ihres medizinischen Dienstes die Versicherungsleistungen per 14. Juli 

2016 ein und verzichtete auf die Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen 

(act. G 5.1-A13).

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt

Dr. iur. W. Ritter, am 15. Oktober 2018 Einsprache (act. G 5.1-A16). Dieser legte er eine 

A.c. 

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B.  

E-Mail von Prof. Dr. med. F.___, Orthopädie FMH, vom 11. Oktober 2018 bei. Prof. 

F.___ hatte dahingehend Stellung genommen, dass das Unfallereignis zweifelsfrei 

geeignet gewesen sei, den von der AXA angenommenen Vorschaden richtungsgebend 

zu verschlechtern, wobei Dr. D.___ und er auch den Vorschaden als unfallverursacht 

ansähen (act. G 5.1-A16, Beilage 1). Mit einer Eingabe vom 12. November 2018 liess 

der Versicherte der AXA eine ärztliche Beurteilung von Dr. D.___ vom 22. Oktober 2018 

zur Frage der Unfallkausalität zukommen (act. G 5.1-A20; act. G 5.2-M18).

Am 19. Februar 2019 legte die AXA den Versicherungsfall ihrem beratenden Arzt 

Dr. med. G.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie, vor (act. G 5.2-M21/1). In seiner 

Aktenbeurteilung vom 25. Februar 2019 kam Dr. G.___ zum Schluss, dass keine der 

geltend gemachten Schädigungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2. Juni 2016 zurückzuführen sei und 

keine Listendiagnose vorliege (act. G 5.2-M21).

A.d. 

Mit Einspracheentscheid vom 12. März 2019 wies die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache des Versicherten ab. Zur Begründung führte sie an, dass das Ereignis vom 

2. Juni 2016 den Unfallbegriff gar nicht erfülle und auch keine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliege. Selbst wenn aber der Unfallbegriff bejaht würde, seien die 

vorliegenden Beschwerden spätestens ab dem 15. Juli 2016 nicht mehr mit dem 

geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 2. 

Juni 2016 zurückzuführen (act. G 5.1-A26).

A.e. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der noch immer durch Rechtsanwalt 

Ritter vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. April 2019 

Beschwerde. Mit dieser beantragte er, der Einspracheentscheid der AXA (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 12. März 2019 betreffend das Ereignis vom 2. Juni 2016 sei 

aufzuheben, sein Anspruch auf Versicherungsleistungen aus dem Unfall vom 2. Juni 

2016 sei gutzuheissen und es seien ihm die geschuldeten Versicherungsleistungen zu 

erbringen; es seien ihm insbesondere seine Lohneinbusse gegenüber den 

Unfalltaggeldern von Fr. ___ brutto bzw. Fr. ___ netto und die selbstgetragenen 

Unfallkosten von Fr. 1'443.10 zu vergüten, wobei die Forderung nach Massgabe der 

gesetzlichen Bestimmungen zu verzinsen sei; alles unter Kosten- und 

B.a. 

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Erwägungen

1.  

2.

Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 12. September 2018 ihre 

Leistungen zunächst wegen eines aus ihrer Sicht dahingefallenen 

Kausalzusammenhangs per 14. Juli 2016 eingestellt (act. G 5.1-A13). Im 

angefochtenen Einspracheentscheid hat sie ihre Leistungseinstellung zusätzlich auch 

Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Weiter sei davon Vormerk zu 

nehmen, dass er sich die Geltendmachung weiteren, künftigen Schadens aus dem 

Unfallereignis vom 2. Juni 2016 ausdrücklich vorbehalte. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Zustellung der vollständigen Akten des 

vorinstanzlichen Verfahrens sowie die Einholung einer externen, unabhängigen 

Expertise zur Kausalität, zur genauen Diagnose und zu den medizinischen Folgen des 

Unfalls vom 2. Juni 2016 bei einem vom Gericht zu bestimmenden Gutachter (act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Juni 

2019 die Abweisung der Beschwerde vom 12. April 2019 (act. G 5).

B.b. 

In seiner Replik vom 8. November 2019 hielt der Beschwerdeführer an den in

der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest (act. G 15).

B.c. 

In einem Schreiben vom 12. Dezember 2019 erneuerte die Beschwerdegegnerin 

ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Erstattung einer 

ausführlichen Duplik (act. G 17).

B.d. 

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine über den 14. 

Juli 2016 hinausgehende Leistungspflicht für das ihr gemeldete Ereignis vom 2. Juni 

2016 zu Recht verneint hat.

1.1. 

Da der Beschwerdeführer in seinen beiden Schadenmeldungen (act. G 5.1-A1 und 

A6) seine Schulterbeschwerden auf das Ereignis vom 2. Juni 2016 zurückführt, 

kommen vorliegend die bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zur Anwendung 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen vom 25. September 2015 zur Änderung des 

UVG; vgl. ferner BGE 146 V 54 E. 2.3).

1.2. 

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damit begründet, dass es sich beim Ereignis vom 2. Juni 2016 gar nicht um ein 

Unfallereignis im Rechtssinne gehandelt habe und keine unfallähnlichen 

Körperschädigungen festgestellt worden seien (act. G 5.1-A26).

3.  

Zunächst zu prüfen ist somit, ob es sich beim Ereignis vom 2. Juni 2016 um einen 

Unfall im Rechtssinne gehandelt hat.

3.1. 

Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er 

– nach einem objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (BGE 134 V 76 E. 4.1 und 129 V 404 E. 2.1; je 

mit Hinweisen). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit ist entwickelt worden, um 

die "tausendfältigen kleinen und kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche 

gänzlich unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas 

Besonderem Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden. 

Das Merkmal des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen 

Vorfall (BGE 134 V 77 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Gemäss der Rechtsprechung kann das 

Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 

bzw. des äusseren Faktors erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand 

den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst 

hat (BGE 130 V 118 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 

8C_783/2013, E. 4.2; je mit Hinweisen). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die 

versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn 

sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder 

auszuführen versucht (Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, 

E. 4.2 mit Hinweis). Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche 

äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper 

und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein 

ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 118 E. 2.1).

3.2. 

Bei Sportverletzungen ohne besonderes Vorkommnis fehlt es gemäss der 

Rechtsprechung am Merkmal der Ungewöhnlichkeit (BGE 130 V 117 E. 2.2; Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 5.1). Ein Unfall im Rechtssinne ist 

3.3. 

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4.  

bei sportlichen Tätigkeiten grundsätzlich nur dann anzunehmen, wenn die sportliche 

Übung anders verläuft als geplant. Verwirklicht sich hingegen das in einer sportlichen 

Übung inhärente Risiko einer Verletzung, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Auch 

wenn eine Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber noch in der 

Spannweite des Üblichen des betreffenden Sportes bewegt, ist ein Unfallereignis zu 

verneinen (Urteile des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2003, U 322/02, E. 4.4, und vom 

9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 5.1).

In der Unfallmeldung UVG vom 29. September 2016 ist ausgeführt worden, dass 

sich der Beschwerdeführer während dem Ordnungsdiensttraining bei einer Fixation an 

der Schulter verletzt habe. Da die Schmerzen nicht aufgehört hätten, habe er sich in 

ärztliche Behandlung begeben (act. G 5.1-A 1). Diese Beschreibung sagt nichts über 

die Ungewöhnlichkeit des Ereignisses vom 2. Juni 2016 aus. In einem Fragebogen hat 

der

Beschwerdeführer am 16. Oktober 2016 jedoch angegeben, dass er im Rahmen des 

Selbstverteidigungstrainings diverse Haltegriffe und Fixationen am Boden trainiert 

habe, teilweise mit einem Schlagstock. Dabei sei einer der Trainingskollegen beim 

Ansetzen eines Hebels und der weiteren Fixation unbeabsichtigt zu hektisch und zu 

hart vorgegangen. Ein ungewöhnlicher Vorfall habe sich aber nicht ereignet. Es bestehe 

nun einmal ein gewisses Risiko, dass man sich beim Ausüben von Selbstverteidigung 

etwas zerre, verstauche oder prelle (act. G 5.1-A2; vgl. dazu passend auch act. G 5.2-

M2). Aus dieser Schilderung geht hervor, dass sich beim Training, bei dem sich der 

Beschwerdeführer nach seinen Angaben verletzt hat, nichts Ungewöhnliches ereignet 

hat. Das Risiko, dass einer der Trainingskollegen Fixationen versehentlich etwas zu 

hektisch ausführt, ist nach den plausiblen Angaben des Beschwerdeführers als ein dem 

Selbstverteidigungstraining inhärentes Risiko aufzufassen. Folglich fehlt es am 

Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit, sodass die Beschwerdegegnerin ein 

Unfallereignis nachträglich zu Recht verneint hat.

3.4. 

Weiter zu prüfen ist nun, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund einer 

unfallähnlichen Körperschädigung gleichwohl eine Leistungspflicht für das Ereignis 

vom 2. Juni 2016 getroffen hat. Aufgrund der in Art. 6 Abs. 2 UVG enthaltenen 

Delegation hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) eine Liste von unfallähnlichen 

Körperschädigungen erstellt, die auch ohne ungewöhnliche Einwirkung den Unfällen 

gleichzustellen sind (vgl. BGE 114 V 300 E. 3). Mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit 

müssen gemäss der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV jedoch sämtliche 

4.1. 

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Unfallbegriffsmerkmale erfüllt sein, namentlich muss auch ein äusserer Faktor gegeben 

sein. Ein solcher kann grundsätzlich angenommen werden, wenn sich das 

unfallähnliche Geschehen in einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage abspielt, ihm 

mithin ein erhöhtes Gefährdungspotential innewohnt (BGE 129 V 467 ff. E. 2.2, 4.1 und 

4.2.2). Von einer solchen gesteigerten Gefahrenlage kann bei einem 

Selbstverteidigungstraining ausgegangen werden. Aufgrund der heftig oder ruckartig 

ausgeführten Fixation im Rahmen des Trainings kann ein äusserer Faktor vorliegend 

bejaht werden. Auch ist die Schädigung laut Angaben des Beschwerdeführers plötzlich 

eingetreten und sie ist unbeabsichtigt erfolgt. Die Unfallbegriffsmerkmale sind mit 

Ausnahme des Merkmals der Ungewöhnlichkeit somit erfüllt. Zu prüfen bleibt nun, ob 

eine Listenverletzung vorliegt.

Der untersuchende Radiologe hat in seiner Beurteilung der MRT-Befunde vom 10. 

Oktober 2016 einen eingeengten Subakromialraum, einen leichten Reizzustand der 

Bursa subdeltoidea und subakromiale, eine mässige Ansatztendinose der 

Supraspinatussehne sowie eine leichte Ansatztendinose der Subscapularissehne 

genannt (act. G 5.2-M1). Basierend auf diesen Befunden sowie der Ereignisschilderung 

des Beschwerdeführers (vgl. act. G 5.2-M2: "Anamnese") diagnostizierte med. pract. 

C.___ in seinem Bericht vom 14. Oktober 2016 eine Distorsion der linken Schulter mit 

einer konsekutiven Bursitis subacromialis und subdeltoidea (act. G 5.2-M2). Dabei 

handelt es sich um keine Listendiagnosen. Erst in der MRT-Untersuchung vom 31. Mai 

2018 hat sich gemäss dem untersuchenden Radiologen unter anderem eine partielle 

Ruptur der gelenkseitigen vorderen Fasern der Supraspinatussehne gezeigt, was 

grundsätzlich einer Listendiagnose i.S.v. Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV entspricht (vgl. act. G 

5.2-M11). Als Diagnose im Operationsbericht hat Dr. D.___ schliesslich ein schweres, 

posttraumatisches Impingement mit veralteter SLAP-Läsion und subtotaler 

Bizepsruptur sowie Supraspinatussehnenruptur links genannt (act. G 5.2-M8; 

vgl. ferner act. G 5.2-M5 und M 7). Bei einer Impingementproblematik handelt es sich 

offensichtlich um keine Listendiagnose i.S.v. Art. 9 Abs. Abs. 2 UVV. Die SLAP-Läsion 

hat Dr. D.___ zwar auf das Ereignis vom 2. Juni 2016 zurückgeführt. Er hat ausgeführt, 

dass die MRT-Bilder vom Oktober 2016 bereits ein sublabrales Foramen, 

differentialdiagnostisch eine SLAP-Läsion gezeigt hätten (act. G 5.2-M13; vgl. dazu 

auch die Stellungnahme von Prof. F.___ in act. G 5.1-A16, Beilage 1). Gemäss MRT-

Untersuchung der Schulter links vom 31. Mai 2018 hat es sich allerdings um eine 

SLAP-Läsion vom Typ 1 gehandelt (vgl. act. G 5.2- M11). Eine solche zählt gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zu den unfallähnlichen Körperschädigungen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 8C_835/2013, E. 4.2 und 4.3; 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/uvg/uks/uks-ab-01012017/#c57577, 

4.2. 

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besucht am 21. August 2020). Denn Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV umfasst 

rechtsprechungsgemäss lediglich Sehnenrisse, nicht jedoch andere Sehnenläsionen 

oder Schädigungen des umliegenden Sehnenapparates (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. August 2015, 8C_245/2015, E. 2; BGE 114 V 301 E. 5c). Selbst wenn also die 

SLAP-Läsion, wie von Dr. D.___ angenommen, in irgendeinem Zusammenhang zum 

Ereignis vom 2. Juni 2016 stehen würde, stellt sie keine Listendiagnose i.S.v. Art. 9 

Abs. 2 UVV dar und kann somit nicht als unfallähnliche Körperschädigung betrachtet 

werden. Im Übrigen gibt es auch Indizien für eine degenerative Entstehung der SLAP-

Läsion. Im MRT-Untersuchungsbericht vom 31. Mai 2018 ist von einer Degeneration 

des Labrums gesprochen worden (act. G 5.2-M11), worauf auch Dr. G.___ hingewiesen 

hat (act. G 5.2-M21). Ausserdem hat Dr. G.___ ausgeführt, dass SLAP-Läsionen bereits 

in der Alterskategorie des Beschwerdeführers auf degenerativer Basis entstünden, 

speziell unter dem Aspekt einer 15-jährigen Kampf- und Kraftsportexposition (act. G 

5.2-M21 S. 7). Nach dem Gesagten kommen also als unfallähnliche 

Körperschädigungen nur noch die Sehnenrisse an der Supraspinatussehne und 

Bizepssehne in Betracht. Zu prüfen ist nun, ob diese Sehnenrisse eindeutig auf eine 

Erkrankung zurückzuführen sind (vgl. Art. 9 Abs. 2 UVV).

Dr. D.___ hat die Läsionen an der Supraspinatussehne sowie die subtotale Ruptur 

der Bizepssehne als Folgen der SLAP-Läsion beschrieben. In seinem Bericht vom 22. 

Oktober 2018 hat er ausgeführt, dass sich ihm in seiner Untersuchung eine 

Symptomatik von Seiten der Bizepssehne gezeigt habe, die zur SLAP-Läsion gepasst 

habe. Bei einer Instabilität des Bizepsankers komme es nach längerer Zeitdauer auch 

zu einer Schädigung der Sehne selbst mit typischer Instabilität (act. G 5.2-M18). Im 

Arztzeugnis UVG vom 28. Juni 2018 hat Dr. D.___ festgehalten, dass es durch die 

lange andauernde Instabilität mit grosser Wahrscheinlichkeit sekundär zur in der letzten 

MRT dargestellten Supraspinatussehnenläsion gekommen sei (act. G 5.2-M6). Dazu 

passend hatte er bereits am 14. Juni 2018 ausgeführt, dass sich progrediente 

Veränderungen nach anzunehmender, traumatischer SLAP-Läsion zeigten (act. G 5.2-

M13). Aufgrund der stattgehabten Unfallverletzung seien erhebliche, sekundäre 

Gelenkschäden eingetreten (act. G 5.2-M4). Angesichts der Ausführungen von Dr. 

D.___ kann nicht behauptet werden, das Ereignis vom 2. Juni 2016 habe die 

Sehnenläsionen direkt herbeigeführt. In der MRT-Untersuchung der linken Schulter 

vom 10. Oktober 2016 sind denn auch keine Sehnenläsionen nachgewiesen worden 

(vgl. act. G 5.2-M1). Dr. D.___ geht vielmehr von sekundären Folgeschäden aus, die auf 

eine seines Erachtens traumatische SLAP-Läsion zurückzuführen sind. Da die SLAP-

Läsion jedoch keinen durch die Unfallversicherung versicherten Schaden darstellt 

(weder geht sie auf ein Unfallereignis im Rechtssinne zurück noch stellt sie eine 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

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5.  

Entscheid

unfallähnliche Körperschädigung dar; vgl. E. 3.4 und 4.3), können auch potentielle 

Folgeschäden dieser Läsion nicht als versichert gelten. Mit anderen Worten sind die 

Sehnenläsionen i.S.v. Art. 9 Abs. 2 UVV eben gerade eindeutig auf Krankheit 

zurückzuführen, wenn sie, wie von Dr. D.___ angenommen, durch die SLAP-Läsion und 

die dadurch bewirkte Instabilität entstanden sind. Dr. G.___ hat für die Entstehung der 

Sehnenrisse zwar noch andere Erklärungsansätze als Dr. D.___, führt die Läsionen 

jedoch ebenfalls auf eine degenerative Problematik zurück. So hat Dr. G.___ 

beispielsweise auf einen mechanischen Effekt der ausgeprägten AC-Arthrose 

hingewiesen, der gemäss dem MRT-Untersuchungsbericht die Supraspinatussehne 

eindelle (vgl. act. G 5.2-M21 S. 6 f.). Weiter hat er ausgeführt, dass es sich bei den 

degenerativen Schädigungen der Schulter primär um intrinsische trophische Störungen 

handle, die sich durchaus primär zu asymptomatischen Sehnendefekten entwickeln 

würden und dann bei einer noch im physiologischen Bereich einwirkenden Belastung 

manifest werden könnten. Die seitens der behandelnden Ärzte geltend gemachte 

frühere Beschwerdefreiheit sei somit kein Argument, um eine traumatisches Genese 

der degenerativen Veränderungen plausibel zu machen, zumal der Beschwerdeführer 

über 15 Jahre Kraft- und Kampfsport ausgeübt habe. Im morphologischen 

Schadensbild von Oktober 2016 seien überdies bereits degenerative Veränderungen 

nachgewiesen worden (act. G 5.2-M21 S. 7 f.). Nach dem Gesagten sind die 

Sehnenläsionen als eindeutig krankheitsbedingt zu werten, sei dies im Rahmen eines 

durch die SLAP-Läsion einsetzenden Veränderungsprozesses oder im Rahmen eines 

anderen degenerativen Prozesses, sodass eine Leistungspflicht aufgrund einer 

unfallähnlichen Körperschädigung entfällt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin für das Ereignis 

vom 2. Juni 2016 keine Leistungspflicht getroffen hat. Folglich ist die von ihr per 14. 

Juli 2016 vorgenommene Leistungseinstellung nicht zu beanstanden, da sie auf die 

Rückforderung der über den 14. Juli 2016 hinaus erbrachten Versicherungsleistungen 

ausdrücklich verzichtet hat (vgl. dazu BGE 130 V 381 ff. E. 2). Die Beschwerde ist somit 

abzuweisen.

5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine 

Parteientschädigung fällt bei diesem Verfahrensausgang ausser Betracht.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2020
	Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 UVV: Unfallbegriff nicht erfüllt. Da die SLAP-Läsion Typ 1 vorliegend keinen durch die Unfallversicherung versicherten Schaden darstellt (weder geht sie auf ein Unfallereignis im Rechtssinne zurück noch stellt sie gemäss Bundesgericht eine unfallähnliche Körperschädigung dar), können auch potentielle Folgeschäden dieser Läsion nicht als versichert gelten. Mit anderen Worten sind die Sehnenläsionen i.S.v. Art. 9 Abs. 2 UVV eben gerade eindeutig auf Krankheit zurückzuführen, wenn sie durch die SLAP-Läsion und die dadurch bewirkte Instabilität entstanden sind. Für die Entstehung der Sehnenläsionen stehen zwar auch noch andere Erklärungsansätze im Raum, welche jedoch die Läsionen ebenfalls auf einen degenerativen Prozess zurückführen. Folglich sind die Sehnenläsionen als eindeutig krankhaft zu werten, sei dies im Rahmen eines durch die SLAP-Läsion einsetzenden Veränderungsprozesses oder im Rahmen eines anderen degenerativen Prozesses, sodass eine Leistungspflicht aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung entfällt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2020, UV 2019/31).

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