# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 131525d2-c4ac-53b6-ad5c-4d48ede66a71
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-12-22
**Language:** de
**Title:** Leistungseinstellung rechtens; natürlicher Kausalzusammenhang dahingefallen (Kniebeschwerden) bzw. nicht rechtsgenüglich erstellt (Handbeschwerden).
**Docket/Reference:** UV.2015.00091
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2015.00091.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2015.00091
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Buchter
Urteil
vom
22. Dezember 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf
Sintzel
Krapf Lang Rechtsanwälte
Löwenstrasse 54, Postfach, 8021 Zürich
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz
Postfach, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X.___
war
im Rahmen des Arbeitsver
hält
nisses mit der Y.___
AG (vormals
Z.___
AG) als
Küchenver
antwortlicher
im
A.___
Konferenzgebäude
tätig
und
dadurch bei der Zürich
Versicherungs-Gesellschaft AG
gegen die Folgen von Unfällen versi
chert
, als er am
12. Oktober 2011
bei der Arbeit über ein Rad eines Rolltisches stol
perte und
daraufhin Schmerzen am
rechten Knie
verspürte
(
Bagatellunfall
mel
dung
vom 18. Oktober 2011
, Urk. 7/Z1).
Am 20. Dezembe
r 2011 unterzog er sich im Sees
pital
A.___
einer Knie-Arthroskopie rechts und
Teilmeniskekto
mie
medial (Operation
sbericht vom selben Datum, Urk. 7/ZM3
), in deren Folge er seine bisherige Tät
igkeit nicht mehr voll
aufnahm
und das Arbeitsverhältnis p
er 31. Dezember 2013
auf
ge
löst
wurd
e
.
Gestützt auf das von ihr
in Auftrag gegebene
Gutachten
von
Dr. med.
B.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, vom 28. Januar 2014 (Urk. 7/ZM2
4)
und dessen ergänzende
Stellungnahmen vom 4. März und 26. Mai 2014
(
Urk. 7/ZM25, Urk. 7/ZM27) stellte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG mi
t
Verfügung v
om 17. Juni 2014 (Urk. 7/Z113)
die
Taggeldleistungen per 10. Janu
ar 2012 und die
Heilbehandlungsleistungen per 20. April 2014 ein
.
Gleich
zeitig
verneinte
sie
einen
Anspruch des Versicherten auf eine Invaliden
rente
und
eine Integritätsentschädigung.
Auf
dessen
Einsprache vom 20. Juni 2014 (Urk. 7/Z115)
hin anerkannte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG mit Entscheid vom 20. April 2015 (Urk. 2) einen Taggeldanspruch bis 31. De
zember 2012
unter
dem
Hinweis, effektiv
seien
bis zu
m
25. November 2013
Tag
gel
der
zur Auszahlung gelangt
(vgl. Urk. 2 S. 2 und
4)
. Im Übrigen hielt sie an ih
rem Entscheid fest.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
20. April 2015
erhob der Versicherte
, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf,
am
13. Mai 2015
Beschwerde
mit folgendem Rechtsbegehren
(Urk. 1 S. 2)
:
1.
Der Einspracheentscheid der Zürich Versicherung, obligatorische Unfall
ver
sicherung, vom 20. April 2015 sei aufzuheben, und es seien dem Be
schwerdeführer die folgenden Leistungen auszurichten:
a)
Das Taggeld sei dem Beschwerdeführer bis am 20. April 2014 auszu
richten.
b)
Mit Wirkung ab dem 21. April 2014 sei dem Beschwerdeführer eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 23 % auszurichten.
c)
Dem Einsprecher sei eine Integritätsentschädigung von 5 % auszu
rich
ten.
2.
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da
mit sie weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht vornehme und hernach über die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers neu ent
scheide.
3.
Unter Entschädigungsfolgen (zzgl.
MWSt.
) zu Lasten der
Beschwerde
gegne
rin
.
4.
Dem Beschwerdeführer sei für das Beschwerdeverfahren die unentgeltli
che
Verbeiständung
zu gewähren und ihm in der Person des Unter
zeich
nenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben.
Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG schloss
mit
Beschwerdeantwort vom 19. Juni 2015 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am 1. Ju
l
i 2015 (Urk. 14) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Ver
fügung vom 12. Februar 2014 einen Rentenanspruch gestützt auf einen
Invali
ditätsgrad
von 13 %. Die dagegen am 12. März 2014 erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom heutigen Datum abgewiesen (Pro
zess-Nr. IV.2014.00298).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
li
cher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Per
son beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hin
weisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des
Bundesgerichts U 172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheits
scha
dens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit n
achgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzu
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992
Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bun
des
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.
1
Die
Beschwerdegegnerin
ging
gestützt auf die gutachterliche Einschätzung von Dr.
B.___
davon aus (Urk. 2
S. 3 ff.
, Urk. 6
S. 2 ff.
)
, das Ereignis vom 12. Okto
ber 2011
habe lediglich
zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der
vorbe
steh
enden
Knieprob
lematik geführt
.
Ende Dezember 2012 sei der Sta
tus quo sine erreicht gewesen und demzufolge die Kausalität weggefallen
, so dass die Ein
stellung der Taggeldleistungen auf dieses Datum hin
vorzunehmen
sei
. Ef
fektiv habe sie jedoch bis zum 25. November 2013 Taggelder
ausbezahlt
und bis zum 20. April 2014 die Kosten der Heilbehandlung übernommen.
Wei
tere Leis
tungen stünden dem Beschwerdeführer nicht zu.
2.2
Dem hielt der
Beschwerdeführer
im Wesentlichen entgegen
(U
rk. 1 S. 5 ff.), das
Gutachten von Dr.
B.___
leide an offensichtlichen Widersprüchen und
könne
daher
nicht verwert
et werden
.
Der
erlittene Meniskusriss sei nachweislich
be
reits am 14. Oktober 2011
vorhanden gewesen und
gelte
gemäss Art.
9 Abs.
2
der Ver
ordnung über die Unfallversicherung (UVV)
ex lege als unfallbedingt.
Da seit dem Unfall vom 12. Oktober 2011 keine volle Arbeitsfähigkeit
mehr erreicht
wor
den sei
,
stehe ihm
bei fehlendem medizinischem Endzustand bis zum 20. April 2014 ein Taggeld entsprechend seiner Arbeitsunfähigkeit
zu
. Sodann
habe er
aufgrund
der als
Unfallrestfolge
zurückgebliebenen
verminderte
n
Be
last
barkeit
respektive der mässigen Arthrose
des
rechten
Knies
Anspruch auf
eine Rente
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 23 % mit Wirkung ab 21. April 2014 sowie auf eine Integritätsentschädigung für einen
Integritäts
schaden
von 5 %. Hinsichtlich der beim Unfall ebenfalls verletzten rechten Hand habe die Beschwerdegegnerin keine
rlei
Abklärungen getroffen. Allenfalls ergebe sich aus den Handbeschwerden eine längere Dauer der
Taggeldberechti
gung
sowie eine höhere Rente und/oder Integritätsentschädigung.
3.
3.1
A
m 14. Oktober 2011
wurde auf Veranlassung des am selben Tag konsultierten
Dr. med.
C.___
, Orthopädische Chirurgie FMH, mit der
Indikation
„Kli
nisch positives Meniskuszeichen, aber auch Druckschmerz über dem medialen
Seiten
band
ohne aktuellen Unfall. Meniskusläsion?“ ein MRI des rechten Knies
ange
fertigt
.
Die Beurteilung des zuständigen Radiologen lautete folgendermas
sen (Urk. 7/ZM2): „Verkleinerter und vor allem im
Hinterhorn
irregulär
beran
deter
medialer Meniskus bei Status nach
Teilmeniskektomie
mit aktuell Ver
dacht auf kleinen horizontalen und radiären Riss im
Hinterhorn
. Wenig
Chondropathie
ven
tral am medialen
Femurkondylus
und
retropatellär
medial. Kein
signifi
kann
ter
Gelenkserguss. Intaktes vorderes und hinteres Kreuzband. Normale
Seitenbän
der
.
“
3.2
3.2.1
A
m 25. Oktober und 19. Dezember 2011
erfolgten
zwei weitere Konsultationen
bei Dr.
C.___
,
anlässlich welchen
weiterhin
keine
Arbeitsunfähigkeit
at
testiert wurde
(Urk. 7/ZM7).
Schliesslich
führte
der genannte Facharzt
a
m 20. Dezember 2011
im See
s
pital
A.___
eine Kniearthroskopie rechts und
Teilmeniskektomie
medial durch
, wo
bei er p
ostoperativ
die Verdachtsdiagnose einer medialen Meniskusläsion rechts stellte (
Operationsbericht vom selben
Tag, Urk. 7/ZM3)
.
3.2.2
Im
ersten ärztlichen Zeugnis vom 12. Januar 2012
zuhanden der
Beschwerde
geg
nerin
(Urk. 7/ZM1)
ging
Dr.
C.___
–
unter Hinweis auf die
Knie
arthro
s
kopie
vom 20. Dezember 2011
– diagnostisch
von einer medialen
Meniskus
läsion
aus (S. 1 unten). Er vermerkte, dass am 13. März 1997 bei einer
Knie
arthros
kopie
rechts das
Hinterhorn
des medialen Meniskus teilweise reseziert worden und der Beschwerdeführer im Anschluss daran bis zum 12. Oktober 2011 prak
tisch beschwerdefrei gewesen sei (S. 2 Ziff. 3b).
A
nlässlich der Kon
sultation vo
m 19. Dezember 2011
habe
dieser
sodann angegeben,
dass er
seit dem Unfall – bei welchem er sich mit der Hand festgehalten habe – auch an Schmerzen an der
rechten Hand
leide
, welche vor allem im Rahmen seiner Ar
beit als Koch beim Schneiden mit einem Messer aufträten.
Dr.
C.___
führte aus,
dass er
am genannten Datum
am rechten Daumen
ulnarseitig
eine Verdickung sowie einen Druckschmerz
befundet
habe und di
e
gleichentags durchgeführte
Röntgenunter
suchung
im Wesentlichen unauffällig geblieben
sei
(S. 1 Ziff. 2 und Ziff. 3a)
.
D
as Schlusszeugnis
könne voraussichtlich
in den nächsten sechs bis acht Wochen
ausgestellt werden
(S. 2 Ziff. 8).
3.2.3
Im
Bericht an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 18. Dezember 2012 (Urk. 7/ZM
19
)
stellte Dr.
C.___
folgende
Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Mittelgradig ausgeprägte Gonarthrose bei
-
Kniearthroskopie rechts mit
Teilmeniskektomie
am Restmeniskus me
dial 20. Dezember 2011
(vorderes Kreuzband und laterales Komparti
ment schön erhalten, aber Furche zentral in der
Trochlea
)
-
Kniearthroskopie beidseits mit Teilresektion medialer Meniskus rechts und links 13. März 1997
-
Resektion grosser Korbhenkel medial Knie links am 6. September 1996 nach Kniekontusion/Distorsion links am 8. Juli 1996
-
Spondylolisthesis
L5 (6 mm bei
Spondylolyse
)
Er
führte aus (S. 1 f. Ziff. 1.4), die Knieoperationen seien immer in Folge eines Unfallereignisses durchgeführt worden. Der Beschwerdeführer habe bereits
an
lässlich
der
Erstk
onsultation (30. Juli 1996
, vgl. S. 1 Ziff. 1.2
) an beidseitigen Kniebeschwerden
und zunehmend
auch
an Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine
gelitten.
Dr.
C.___
berichtete unter anderem von einer Rönt
gen
untersuchung des rechten Knies vom 7. Oktober 2011 und
hielt fest,
er habe dem Beschwerdeführer schon seit Jahren geraten
, sich nach anderen
Berufs
mög
lichkeiten
umzusehen
.
3.2.
4
Dr.
C.___
bescheinigte
dem Beschwerdeführer
für die Tätigkeit als Koch
folgende
Arbeitsunfähigkeiten
: 1
00 %
vom
20. Dezember 2011
bis 8. Januar 2012,
50 %
vom
9. Januar
bis 3. Juni 2012,
30 %
vom
4. Juni 2012
bis 10
. Dezem
ber 2012 (Urk. 7/ZM7-
9
).
Unter Berücksichtigung einer
Spondylolyse
attestierte
er
sodann
ab 11. Dezember 2012
eine
anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 50 %
, unterbrochen durch eine solche von
40 %
in der
Zeit vom 8. April bis 18. August 2013 (Urk. 7/ZM
2
6
; vgl. auch Urk. 7/ZM18 und Urk. 7/ZM19 S. 3 Ziff. 1.6 f.
).
3.
3
Wegen belastungsabhängiger Schmerzen in der rechten Handwurzel wurde am 17. Mai 2013 auf Veranlassung des Dr.
C.___
ein
Arthro
-MRI
des rechten Handgelenks
erstellt
.
Der
verantwortliche
Radiologe schloss
in seinem Bericht
vom
19. Mai 2013
(
Urk. 7/ZM14)
insbesondere
auf einen
Riss an der
ulnaren
In
sertion des Diskus
triangularis
.
Zusätzlich
bestünden ein
bedeutungsarmer schlitzförmiger Einriss im zentralen radialen Abs
chnitt des
Discus
triangularis
und ein
Riss im dorsalen Abschnitt des Ligamentum
Iunotriquetrale
.
3.4
Im Bericht vom
1. November 2013 (Urk. 7/ZM20) wiederholte
Dr.
C.___
die am 18. Dezember 2012 gestellte Diagnose
einer mittelgradig
ausgeprägten Gon
arthrose
(S. 1 Ziff. 1) und führte aus, die
se
und
die von ihm festgestellte ungüns
tige anatomische Achse resultierten aus den vorhergehenden Unfällen (S. 2 Ziff. 5).
3.
5
3.
5
.1
Dr. med.
B.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH,
untersuchte den Be
schwerdeführer am 20. Januar 2014 im Auftrag der
Beschwerdegegnerin
und stellte in seinem
Gutachten
vom 28. Januar 2014 (Urk. 7/ZM24)
folgende
Dia
gnosen (S.
9
Ziff. 4
):
-
L
eichte Knorpelschädigung medial
femorotibial
beidseits bei Zustand nach medialer Meniskusschädigung beidseits 1996/97, zweimaliger me
dialer Teilmeniskusentfernung links 1996/97 und erstmaliger
Teilmenis
kusentfernung
medial rechts
1997
-
Redistorsion
rechtes Kniegelenk mit Restmeniskusschädigung medial
am
11.
(richtig: 12.) Oktober
2011 und erweiterter medialer
Teilmenis
kus
entfernung
vom
20.
Dezember
2011
-
Verdacht auf relevante Rest-M
eniskusschädigung rechts medial
-
M
uskuläre
s
Rehabilitationsdefizit rechts
Er
führte insbesondere aus
(S. 9 ff.
Ziff.
5.1),
d
ie Knievorgeschichte rechts, aber auch links, reich
e
14
Jahre zurück, wobei
Brückensymptome
– aufgrund der Schil
derungen im Sinne einer wahrscheinlichen Restmeniskusschädigung mit Auswirkungen auf die Sportfähigkeit –
anhaltend registrierbar
gewesen
seien.
Nach dem Ereignis
vom
12.
Oktober 2011
sei
d
er
Beschwerdeführer
noch mehr als zwei Monate berufsfähig
gewesen
, wenngleich
auch mit bedarfsgerechter medi
kamentöser Unterstützung. Im MRI
vom 14.
Oktober
2011 finde man
die
Indikation, dass kl
inisch positive Meniskuszeichen,
aber auch Druckschmer
zen über dem medialen Seitenband
auffindbar gewesen
seien
. Es
werde
er
staun
li
cherweise davon geschrieben,
dass kein Unfall stattgefunden habe. Es
sei
ledig
lich ein Verdacht auf
eine kleinere horizontale und radiäre Ri
ssbildung ge
äussert
worden
. Die
Rearth
roskopie
vom 20.
Dezember
201
1
unter dem Ver
dacht auf eine mediale Meniskusläsion
ha
be
in erster Linie gezeigt, dass eine gewisse Restmeniskusschädigung
vorgelegen habe
, wobei die Frage nicht be
antwortet werden
könne
, ob es
sich um eine relevante Zusatzverletzung nach dem
besag
ten
Ereignis
handle
. Leider
sei
die Bilddokumentation anlässlich der
Rearthros
kopie
nic
ht vorliegend, mutmasslich aufg
rund der vorliegenden Be
richter
stat
tung
sei
aber auch keine
solche
erfolgt. Der Knorpel am medialen
Femur
con
dylus
sei
nur aufgeraut angetroffen worden (
Chondromalazie
I), der mediale Meniskus
sei
am Übergang
vom
Corpus zum
Hinterh
o
rn
horizontal et
was auf
gespalten
gewesen
, bei
der
Tasthakenprüfung peripher stabil
und nicht
ein
dring
bar
. Die
Synovitis
sei nur
mässiggradig
gewesen. Somit
habe
weder
vom klinischen Erscheinungsbild
noch vom morpho
l
ogis
c
hen
Befund im MRI und bei der Arthroskopie zwischen Vorzustand
nach früherer
Teilmenis
k
ektomie
und frischer Zusatzverletzung unterschieden
werden
können
. Dies deck
e
sich mit der Erfahrung, dass die Befunderhebung
selbst im MRI s
ehr oft Schwierig
keiten bereite,
wenn bereits
früher einmal eine
arthroskopische
Tei
l
menis
kus
ent
fer
nung
erfolgt
sei
.
Die Indizien spr
ä
chen somit eher für
das Fehlen einer
rele
van
te
n
Zusatzschädi
gung
am Restmeniskus beim Ereignis vom 1
2.
0
ktober
201
1.
Die dürftige Dokumentationslage
erschwer
e
die Beantwortung der
Frage stark.
Es überwiege die Wahrscheinlichkeit
, dass es sich beim Ereignis
vom
12. Oktober
2011
nicht um eine relevante intraartikuläre Zusatzverletzung
ge
handelt
habe
. Sollte dennoch ein kleiner Zusatzriss zustande gekommen
sein, hätte man auf
g
rund des
arthroskopischen
Verbesserungspotentials
mit einem wesentlich besse
ren klinischen Verlauf nach erfolgtem Eingriff
rechnen müssen (S. 9 f.)
Dr.
B.___
hielt
weiter
fest
,
t
raumabiologisch
gesehen dürfte der Sturz in der Kü
che nach Stolpern über ein
Tischrad
nicht einer erheblichen Gewalteinwir
kung entsprochen haben. Der
Be
schwerdeführer
habe
nicht einen sofortigen
Fä
hig
keitsverlust
erlitten
, sondern
weiter
gearbeitet
. Im MRI
sei
zwei Tage nach dem Ereignis
kein Gelenkerguss nachweisbar
gewesen
und
der Beschwerdefüh
rer habe
auch nie über ein erheb
lich geschwollenes Kniegelenk
berichtet
. Über den klinischen Zwischenverlauf bis zur Arthroskopie
seien
leider keine Angaben vor
handen. Bei der Arthrosko
pie und auch im MRI
sei
übereinstimmend festge
halten
worden
, dass keine we
sentliche Knorpelschädigung, speziell am
Femur
condylus
, vorgelegen ha
be
. Die
retropatelläre
Knorpelaufrauung
und -faserung
gelte
in diesem Stadium nicht zwingend als klinisch relevante Schädigung. Dies deck
e
sich auch mit dem kli
nischen und radiologischen Befund zum Zeitpunkt der guta
chterlichen Unter
suchung (S. 10 f.).
Die Frage, ob die geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch auf die unfallfremden Ursachen zu
rückzuführen seien (Erreichen des „
S
tatus quo sine" oder „
S
tatus quo ante"), sei
– so Dr.
B.___
–
schwierig zu beantworten, da unklar bleib
e
, was
beim
Ereignis vom
12. Oktober
2011 überhaupt geschehen
sei
.
Sehr wahrscheinlich
sei
es le
dig
lich zu einer Knieprellung oder/und zu einer leichten Distorsion gekommen, was innert zwei bis drei Monaten hätte ausheilen können. Klinisch
sei
der Sta
tus quo ante bis heute nicht erreicht
worden
, was eigentlich eher mit
unfall
fremden
Faktoren zusammenhängen müsste.
Es
fehle
der log
ische Zusammen
hang zwi
schen dem,
was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit passiert
sei,
und dem nach
folgenden Heilungsverlauf (S. 12
Ziff. 5.2/b
).
Dr.
B.___
erachtete eine
qualifizierte
physiotherapeutische Rehabilitation (ma
nuelle
Triggerpunkttechnik
, Dehnungs- und Kräftigungsübungen) während zwei bis
drei Monaten, jeweils zwei- bis dreimal wöchentlich, als erfolgversprechend (S. 13 Ziff. 6a).
In der bisherigen Tätigkeit als Koch habe in der Heilphase wäh
rend zwei Monaten ab dem Unfalldatum (12. Oktober 2011) eine vorüber
gehende
Arbeitsunfähigkeit
vorgelegen (S. 14 Ziff. 7b).
Der Beschwerdeführer sei aufgrund der Unfallfolgen in seiner Integrität nicht dauernd und erheblich ein
geschränkt
(S. 15 Ziff. 9).
3.
5
.2
Ergänzend führte Dr.
B.___
am 4. März 2014 aus
(Urk. 7/
ZM25
)
, bezüglich des Ereignisses vom 12. Oktober 2011 könne
man
nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit davon
ausgehen
, dass
die
aktuellen Schädigungen Unfallfolgen
darstellten
(S. 1 Ziff. 1)
.
Die vorhandenen Akten
sprächen nicht
für eine we
sent
liche Verschlimmerung
des pathologischen Vorzustandes
. Insbesondere könne man
nicht
von einer posttraumatischen Arthrose wegen des Ereignisses vom
1
2.
Oktober
2011
sprechen
(S. 2 Ziff. 2)
.
Die Wahrscheinlichkeit sei höher, dass es sich um eine vorübergehende Verschlimmerung gehandelt habe (S. 2 Ziff. 3).
Bei konsequen
t
durchgeführter Rehabilitation gemäss Aussagen im Gut
achten könne man damit rechnen, dass
d
er
Status quo sine
in zirka drei Mona
ten erreicht sein könne. Zumindest sollte man unter den gemachten Erfahrun
gen zu einer verbindlicheren Aussage fähig sein. Das gelte auch für den Status quo ante
(S
.
3 Ziff. 5).
3.
5
.3
Nach
einer
von der Beschwerdegegnerin veranlassten
Nachkontrolle
berichtete
Dr.
B.___
am 26. Mai 2014
(Urk. 7/
ZM27
)
von einer gegenüber
der
Erstunter
suchung
vom Januar
im Wesentlichen unveränderten Situation. Unter Berück
sich
tigung der Verzögerungen
in der postoperativen Rehabilitation würde er
den Status quo sine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens auf Ende 2012 ansetzen.
4.
4.1
Es steht aufgrund der Akten fest und ist unbestritten, das
s
beim Beschwerde
führer
zum Zeitpunkt des
Ereignisses
vom 12. Oktober 2011 bezüglich beider Kniegelenke, insbesondere aber hinsichtlich des rechten Knies
, ein
erheblicher
Vorzustand vorhanden war.
So
war
bereits 1997 eine (auch) rechtssei
tige Kniearthroskopie mit Teilresektion des medialen Meniskus
durchgeführt worden, in deren Folge der Beschwerdeführer
–
wie
am 20. Januar 2014
gegen
über Dr.
B.___
angegeben
(vgl. Gutachten S. 6)
–
(jedenfalls)
bei
sportlichen Ak
tivi
tä
ten,
nament
lich
beim Jogging und Schlittschuhlaufen sowie generell bei unkon
trol
lier
ten Bewegungen
,
eingeschränkt war.
Im Widerspruch dazu hatte er
indes
am
15. Februar 2013 (Urk. 7/Z38 S. 5 Mitte)
gegenüber der
Schadenin
spektorin
der
Beschwerdegegnerin
noch
bekundet, er
sei vor dem Vorfall vom 12. Oktober 2011
von Seiten der
Knie
trotz der früheren Ereignisse
nicht ein
ge
schränkt
gewesen
.
Aktenmässig d
okumentiert
ist
allerdings
, dass am 7. Okto
ber 2011
– mithin fünf
Tage vor dem
hier
in Frage stehenden
Vorfall
–
auf Veran
lassung von Dr.
C.___
eine Röntgenuntersuchung des rechten Knies durchgeführt wurde und
dieser
dem Beschwerdeführer
insbesondere
we
gen der
Knie
proble
matik
„schon seit Jahren“ eine berufliche Neu
orientier
ung nahegelegt hatte (
vgl. E. 3.2.3 hiervor
)
.
Damit steht fest, dass
der
Beschwerde
führer
bereits
vor dem Ereignis vom 12. Oktober 2011
am rechten Knie
an
ein
em
namhafte
n
Gesund
heitsschaden
litt
, welcher fachärztlich behandlungs
- und
abklärungs
be
dürftig
war.
Auch die
Formulierung im
M
RI-Bericht vom 14. Oktober 2011
,
wo
nach der Beschwer
deführer ein klinisch positives Meniskuszeichen aufweise, aber auch Druck
schmerz über dem medialen Seitenband
„
ohne aktuellen Unfall“ ver
zeichne
(vgl. E.
3.1
hiervor), lässt sich
zumindest
in diesem Sinne interpre
tieren.
4.
2
Das am 12. Oktober 2011 stattgehabte
und der Beschwerdegegnerin mit
Ba
ga
tellunfall
-M
eldung
vom 18. Oktober 2011 (Urk. 7/Z1) angezeigte Ereignis mit Stolpern über ein Rad eines Rolltisches
führte
initial
unstreitig
nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit
(vgl. E. 3.2.1 und 3.2.4 hiervor)
. Eine solche bestand erst im Nachgang zum operativen
Eingriff vom 20. Dezember 201
1.
Im
Operations
be
richt
vom selben Datum ging Dr.
C.___
– wie
bereits der am 14. Okto
ber 2011 mit dem Beschwerdeführer befasste Radiologe (
vgl. E. 3.1 hiervor
)
–
ledig
lich
von einem Verdacht auf mediale Meniskusläsion rechts aus (
vgl. E. 3.2.1 hiervor
)
, was der Beschwerdeführer in seiner Argumentati
on verkannte (Urk. 1 S. 5 Ziff.
19)
. Nicht
nachvollziehbar
ist, was den behandelnden Facharzt veran
lasste, i
n seine
m ersten ärztlichen Zeugnis zuhanden der
Beschwerdegeg
nerin
vom 12. Januar 2012 (
vgl. E. 3.2.2 hiervor
) nicht mehr
nur
von eine
r
Ver
dacht
sdiagnose
auszugehen.
Weiterführende Abklärungen, aufgrund deren sich der Verdacht erhärtet haben könnte, sind jedenfalls nicht aktenkundig.
4.3
Auch wenn sich
in den gutachterlichen Ausführungen
von Dr.
B.___
–
mög
licher
weise infolge eines
Fehlverständnisses
unfallversicherungsrechtlicher Be
griffe
–
zuweilen
widersprüchliche
Aussagen finden,
stellt seine Expertise ins
gesamt dennoch eine tragfähige Grundlage zur Beantwortung der strittigen
Kausalitätsf
rage dar.
Ausschlaggebend
ist dabei
in erster Linie
die Erkenntnis, dass eine durch das
Geschehnis
vom 12. Oktober 2011 verursachte relevante (Zusatz-)Verletzung
d
es rechten Knies nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
(BGE
126 V 353 E. 5b mit Hinweisen
)
er
stellt ist
(vgl. E. 3.
5
.1 hiervor)
.
Insbesondere
ist
mit Blick auf die unfallnahe me
dizinische Aktenlage, welche lediglich von einer
entsprechenden
Verdachts
diagnose
spricht, das Vorliegen einer
(am 12. Oktober 2011
erlittenen
)
rechts
seitigen Meniskusläsion nicht hinreichend gesichert
(vgl. E. 4.1 hiervor)
. Eine solche Verletzung hätte
im Rahmen des operativen Eingriffes
vom 20. Dezember 2011 festgestellt
und
im Operationsbericht
entsprechend dokumentiert
werden müssen.
N
ach unbestritten gebliebener Feststellung
von
Dr.
B.___
ging das Ereignis
vom 12. Oktober 2011
denn auch nicht mit einer er
heblichen
Gewalt
ein
wirkung einher.
Angesichts
der
bis in die 90er
Jahre zurückreichenden Krankengeschichte und
des fehlenden
Nachweis
es
einer am 12. Oktober 2011 erlittenen Verletzung
i
st
vielmehr davon auszugehen, dass das
fragliche
Ereignis im äussersten Fall ge
eig
net gewesen sein könnte, die vorbestehende rechtsseitige Knieproblematik vorübergehend zu verschlimmern.
Eine richtunggebende Verschlimmerung ist durch die Akten nicht belegt. Dabei ist es – soweit die geltend gemachten Be
schwerden am rechten Knie überhaupt ursächlich dem Ereignis vom 12. Okto
ber 2011
(und nicht dem unbestrittenermassen vorhandenen Vorzustand) zuge
schrie
ben werden können
– nicht zu beanstanden, dass der Status quo sine als (spätestens) am 31. Dezember 2012 erreicht betrachtet wurde.
Im Übrigen
zahlte
die Beschwer
degegnerin gemäss unbestritten
gebliebener Darstellung bis
zum
25. November 2013
Taggelder aus
und
erbrachte
Heilbehandlungsleistungen bis
zum
20. April 201
4.
Begründete Anhaltspunkte
, welche eine Terminierung des Status quo sine auf einen späteren Zeitpunkt als sachlich gerechtfertigt erschei
nen liessen,
sind anhand der Akten nicht greifbar
und wurden auch vom Be
schwerdeführer nicht benannt.
Entsprechend ist nicht ersichtlich, inwiefern
von Seiten der rechtsseitigen Kniebeschwerden
eine darüber hinausgehende
Leis
tungspflicht
der Beschwerdegegnerin
bestehen
soll
te
.
5.
5.1
Uneins sind sich die Parteien
sodann
in der Frage
nach dem Vorliegen von
unfall
kausalen
Beschwerden an der rechten Hand.
5.2
D
er Beschwerdeführer
brachte im vorliegenden Verfahren
vor
, er sei
beim Ereig
nis vom
12. Oktober 2011 auch auf die rechte Hand gefallen und habe sich
da
bei
eine Verletzung
derselben
zugezogen, welche allenfalls einen weitergehen
den Leistungsanspruch
gegenüber der Beschwerdegegnerin
begründe und letz
tere generell ausser Acht gelassen habe (Urk. 1 S. 9 f. Ziff. 47-50).
5.3
Diesem
Standpunkt ist entgegenzuhalten,
dass in der Bagatellunfall-Meldung vom 18. Oktober 2011 (Urk. 7/Z1
Ziff. 6 und 9
)
als betroffener Körperteil
bloss
das rechte
K
nie genannt und der
Ereignishergang wie folgt beschrieben
wurde
(Ziff. 6): „Der Mitarbeiter ist über ein
Tischrad
gestolpert und hat sich am Knie verletzt“.
A
ngeblich seit dem Unfall persistierend
e Beschwerden an der rechten Hand
wurden erstmals am 19. Dezember 2011 gegenüber Dr.
C.___
ge
äussert
, wobei die Röntgenuntersuchung vom selben Datum im Wesentlichen unauffällig war
und insbesondere keinen Anhalt für eine unfallbedingte Verlet
zung ergab
(ärztliches Zeugnis von Dr.
C.___
vom 12. Januar 2012
,
Urk. 7/ZM1 S. 1).
Mit Blick darauf
, dass
das Ereignis vom 12. Oktober 2011
zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Monate zurücklag und der Beschwerdeführer
an
lässlich der beim genannten Facharzt
erfolgten Konsultationen vom 14. und 25. Oktober 2011
offensichtlich nicht über entsprechende Beschwerden geklagt hatte, erscheint eine Mitbeteiligung der rechten Hand am besagten Ereignis ni
cht als überwiegend wahrscheinlich. Hinweise, welche einen gegenteiligen Schluss zuliessen, sind in den Akten nicht auszumachen und wurden auch vom Beschwerdeführer nicht dargetan. Dementsprechend hat die
Beschwerdegegne
rin
ihre diesbezügliche Leistungspflicht mangels Unfallkausalität zu Recht ver
neint. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist ein Zusammenhang zwischen der in der Bildgebung vom 17. Mai 2013 zur Darstellung gebrachten Läsion des Diskus
triangularis
(vgl. E. 3.3 hiervor) und dem mehr als
anderthalb
Jahre zuvor stattgehabten Ereignis vom 12. Oktober 2011 nicht erstellt, zumal anlässlich des Gesprächs mit der Schadeninspektorin der Beschwerdegegnerin vom 14. Februar 2013 (Urk. 7/Z38) keine entsprechende Beeinträchtigung er
wähnt wurde. Davon abgesehen ist aufgrund der Akten nicht anzunehmen, dass von Seiten der rechten Hand eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestand. Entgegen de
m
beschwerdeführerischen
Standpunkt
besteht
diesbezüglich
kein weiterer Abklärungsbedarf
.
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin eine weiter
gehende Leistungspflicht zu Recht verneinte und es mit den erbrachten Leistun
gen sein Bewenden ha
ben muss
.
Dementsprechend
ist
der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom
20. April 2015 (Urk. 2)
nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7
.
7
.1
Mit
seiner
Beschwerde
vom 13. Mai 2015 (Urk.
1 S.
2 Rechtsbegehren Ziff. 4 und S. 10 Ziff. 51
)
ersuchte
der
Beschwerdeführer
unter Auflage eines
Bank
konto
auszuges
(Urk. 3)
sowie
Nachreichung von zusätzlichen Angaben und Belegen zur prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 9-13)
um Bestellung eines unent
gelt
lichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf, Zü
rich, für das vorli
e
gende Verfahren
.
D
a d
ie Voraussetzungen
für die unentgeltliche
Rechtsvertretung gemäss § 16 Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt
sind, ist
dem Gesuch des Beschwerdeführers
stattzugeben
und
Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf
entsprechend
dem
Ausgang des Verfahrens aus der Gerichts
kasse zu entschädigen
.
7
.2
T
rotz
der gerichtlichen
Aufforderung
vom 1. Juli 2015
(Urk.
14 S. 2
)
reichte
Rechts
anwalt Dr. Markus Krapf
keine Honorarnote ein
, weshalb die Entschädi
gung für die unentgeltliche Rechtsvertretung androhungsgemäss von Amtes wegen festzusetzen ist
(§
8 in Verbindung mit §
7 Abs.
2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem
Sozialversicherungs
ge
richt
,
GebV
SVGer
).
Unter Berücksichtigung der
massgeblichen Kriterien (vgl. § 34 Abs.
3
GSVGer
und §
8 in Verbindung mit §
7 Abs.
1
GebV
SVGer
) sowie der Tatsache, dass Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf den Beschwerdeführer bereits im
Einsprache
verfahren vertreten hat, ihm die Akten demzufolge bekannt waren und die Beschwerdeschrift in weiten Teilen der Einsprache vom
20. Juni 2014 (Urk. 7
/
Z115
) entspricht,
wobei die Ausführungen zur
Leistungspflicht der
Be
schwerde
geg
ne
rin
unter dem Aspekt einer unfallähnlichen Körperschädigung
gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV
für die strittige Leistungseinstellung
bedeu
tungslos
sind, ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf bei Anwendung des gerichtsü
blichen Stundenansatzes von Fr.
220.-- (zu
züglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 1‘600.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
7
.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet
ist
,
sobald
er dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst:
In Bewilligung des Gesuches vom 13. Mai 2015 wird dem Beschwerdeführer
Rechts
anwalt
Dr. Markus Krapf
, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das
vorliegende Verfahren bestellt
.
Sodann erkennt das Gericht:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf, Zürich,
wird mit Fr. 1‘600
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf
-
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubBuchter