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**Case Identifier:** f1ca646b-97a6-56f9-b4c5-32b883a2ed28
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.02.2024 IV 2022/141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2022-141_2024-02-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2022/141

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.07.2024

Entscheiddatum: 05.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG Der medizinische 
Sachverhalt ist nicht vollständig abgeklärt, das Gutachten lässt Einzelfragen 
offen. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung zu weiteren 
Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 5. Februar 2024, IV 2022/141).

Entscheid vom 5. Februar 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam 

Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2022/141

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) arbeitete seit 1992 als Bierbrauer (Angaben 

Arbeitgeberin vom 19. November 2012, Fragebogen für Arbeitgebende, IV-act. 9), als 

er am 18. Dezember 2011 einen Unfall mit TFCC-Läsion (Triangular fibrocartilage 

complex) des rechten Handgelenks erlitt (Arztzeugnis UVG vom 4. Mai 2012, 

Fremdakten, act. 1-38). Diese wurde am 12. September 2012 operativ behandelt 

(Operationsbericht, Fremdakten, act. 1-14 f.; Austrittsbericht Klinik für Hand-, 

Plastische- und Wiederherstellungschirurgie vom 21. November 2012, Fremdakten 

act. 3-15 f.).

A.a. 

Der Versicherte meldete sich am 24. Oktober 2012 bei der IV zum Leistungsbezug 

an (IV-act. 1). In der Folge wurden ihm Eingliederungsmassnahmen zugesprochen 

(Arbeitsplatzabklärung vom 28. August 2013, IV-act. 35, und Arbeitsplatzerhalt mit 

Jobcoaching und vereinbarter Steigerung des Pensums von 80 % auf 100 %, 

Eingliederungsplan vom 28. August 2013, IV-act. 33, Mitteilung vom 12. September 

2013, IV-act. 37).

A.b. 

Am 13. Dezember 2013 rutschte der Versicherte aus und fiel auf die linke Schulter, 

wobei er sich an dieser unter anderem eine Luxation mit reverser Hill-Sachs'scher 

Humeruskopfläsion und eine Teilruptur der Subscapularissehne zuzog (Arztzeugnis 

UVG vom 14. Januar 2014, Fremdakten, act. 25-1; MRT-Befund vom 16. Dezember 

2013, Fremdakten, act. 25-2).

A.c. 

Vom 23. September 2014 bis 28. Oktober 2014 unterzog sich der Versicherte einer 

stationären Therapie in der Rehaklinik Bellikon, wo ihm in angepassten Tätigkeiten eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert wurde (Austrittsbericht vom 28. Oktober 2014, IV-

A.d. 

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act. 81-44 ff.). Später wurde er wegen einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes 

(Gewichtsabnahme), einer bis schwergradigen Depression sowie wegen seinen 

somatischen Beschwerden abgeklärt bzw. behandelt (s. dazu MRI-Befund LWS vom 

2. Dezember 2014, IV-act. 50-26; Bericht konsiliarische Untersuchung Dr. med. B.___, 

Facharzt für Neurochirurgie, vom 16. Dezember 2014, IV-act. 50-28; Bericht Dr. med. 

C.___, Facharzt für Rheumatologie, vom 25. Februar 2015, IV-act. 50-19 ff.; Bericht 

Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin, vom 26. Februar 2015, IV-act. 50-16 ff.; 

Austrittsbericht Klinik für Allgemeinmedizin des Kantonsspitals St. Gallen [KSSG], vom 

26. März 2015, IV-act. 50-6 f.). Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, hielt in 

seinem Arztbericht vom 31. März 2015 fest, der Versicherte sei wegen 

Rückenschmerzen schon länger zu 100 % arbeitsunfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei 

allenfalls halbtags zumutbar. Er empfehle eine psychosomatische Reha (IV-

act. 50-2 ff.). Diese wurde vom 14. Juli 2015 bis 15. August 2015 in der Klinik F.___ 

durchgeführt, wobei (verkürzt wiedergegeben) eine mittelgradige depressive Episode 

(ICD-10: F32.11), der Verdacht auf eine funktionelle Gangstörung (ICD-10: F45.9), der 

Verdacht auf eine dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10: F44.4), eine progrediente 

funktionelle Gangstörung (laut MRT vom Mai 2015 ohne Korrelat), sowie ein 

chronisches Schmerzsyndrom erhoben und die schwierige Situation mit Trennung von 

der langjährigen Freundin und Kündigung der langjährigen Stelle thematisiert wurden 

(Austrittsbericht Psychosomatik vom 21. September 2015, IV-act. 64).

Zur psychiatrischen Weiterbehandlung war der Versicherte ab 21. August 2015 in 

ambulanter Psychotherapie bei Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie. Dieser berichtete am 24. September 2015 über eine schwere bzw. 

später mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.2) sowie Abhängigkeitssyndrome 

bezüglich Sedativa oder Hypnotika (ICD-10: F13.3) sowie Opioiden (ICD-10: F11.2; IV-

act. 81-25 ff.). Er attestierte ab Behandlungsbeginn eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für 

jegliche Tätigkeiten, die er vorrangig mit selbst für Laien erkennbaren orthopädischen 

Problemen begründete (Berichte vom 24. September 2015, IV-act. 81-25 ff. und vom 

6. Februar 2016, IV-act. 81-2 ff.).

A.e. 

Am 6. September 2016 wurde an der linken Schulter eine arthroskopische 

subacromiale Dekompression und Kapselstraffung durchgeführt (Entlassbrief 

Praxisklinik Dr. H.___ vom 8. September 2016, IV-act. 92). Anlässlich eines 

A.f. 

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Assessmentgesprächs vom 6. April 2017 fiel der Versicherte durch einen extrem 

angeschlagenen Eindruck, starkes Hinken, eine gebückte Körperhaltung und massives 

Husten auf (IV-act. 123-3). Bei einer beruflichen Abklärung vom 8. Mai 2017 bis 

4. August 2017 in der I.___ (Mitteilung vom 19. Mai 2017, IV-act. 133) erreichte der 

Versicherte eine tägliche Präsenzzeit von 4,5 Stunden und einen Leistungsgrad von 

etwa 50 %. Eine Arbeit auf dem allgemeinen Markt erachtete die Projektleitung als 

nicht möglich (IV-act. 141-3).

In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre (Innere Medizin, 

Pneumologie, Orthopädie, Psychiatrie) Begutachtung, welche dem 

Begutachtungszentrum (BEGAZ) BL zugeteilt wurde. Die Gutachter diagnostizierten als 

die Arbeitsfähigkeit einschränkend anamnestisch ein Chlorasthma, einen chronischen 

oder intermittierenden Husten unklarer Ätiologie, eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), ein chronisches Schmerzsyndrom der linken Schulter 

mit Funktionsstörung, ein anamnestisch progredientes Schmerzsyndrom der Hüften bei 

bildgebend beidseitiger Coxarthrose und ausgeprägter Funktionsstörung, ein 

chronisches lumbal betontes Panvertebralsyndrom mit bildgebend multisegmentaler 

Veränderungen sowie ein intermittierendes Schmerzsyndrom der Kniegelenke bei 

bildgebend beginnender Gonarthrose. Als ohne Folgen für die Arbeitsfähigkeit 

beurteilten sie die Folgen des Unfalles vom 18. Dezember 2011 bei Status nach 

Ulnaverkürzungsosteotomie am 19. November 2012 und Metallentfernung am 

17. Dezember 2013 (vgl. IV-act. 173-9 f.). Die Gutachter kamen zum Schluss, die 

bisherige Tätigkeit als Bierbrauer sei dem Versicherten aufgrund der schmerzhaften 

Bewegungseinschränkung der linken Schulter und der arthrotischen bzw. 

degenerativen Veränderungen nicht mehr zuzumuten. Diese Einschätzung gehe zurück 

auf die Schulterverletzung im Dezember 2013 und spätestens auf die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in Bellikon im Oktober 2014. Eine adaptierte Tätigkeit sei dem 

Versicherten aus orthopädischer Sicht weitgehend vollschichtig möglich. 

Schmerzbedingt bestehe seit 2014 eine Einschränkung des Rendements von 30 % (IV 

173-12 ff.). Der RAD befand, auf das Gutachten könne abgestellt werden 

(Stellungnahme vom 30. August 2018, IV-act. 182).

A.g. 

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Der Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall am 19. September 2018 ab, da 

sich der Versicherte nicht in der Lage sah, an beruflichen Massnahmen teilzunehmen 

(IV-act. 185-3; IV-act. 186; Mitteilung vom 20. September 2018, IV-act. 188).

A.h. 

Die IV-Stelle aktualisierte den medizinischen Sachverhalt (pneumologische 

Standortbestimmung vom 5. November 2018, IV-act. 214-3 ff.; Bericht Orthopädie 

J.___ vom 16. Januar 2020, IV-act. 221-2 ff.; Bericht Dr. med. K.___, Facharzt für 

Dermatologie, vom 10. Februar 2021, IV-act. 221-5; Bericht Dr. med. L.___, Facharzt 

für Neurologie, vom 28. Oktober 2019, IV-act. 221-10; Berichte Dr. med. M.___, 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 4. Oktober 2019, IV-

act. 221-13 f., und vom 24. August 2021, IV-act. 233).

A.i. 

Mit Vorbescheid vom 14. Juli 2021 stellte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt 

auf die gutachterlich attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit und einen errechneten 

Invaliditätsgrad von 41 % die Zusprache einer Viertelsrente ab 1. April 2013 in Aussicht 

(IV-act. 228).

A.j. 

Aufgrund einer von Dr. M.___ angegebenen Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes holte die IV-Stelle beim BEGAZ ein Verlaufsgutachten ein (vgl. 

RAD-Stellungnahme vom 31. August 2021, IV-act. 234). Als Erkrankungen mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), ein CRC (Chronic Refractory Cough), ein somatisches 

Hustensyndrom, ein kontrolliertes Asthma bronchiale, eine schwere Coxarthrose bds., 

eine femoropatellärbetonte Pangonarthrose, eine fortgeschrittene Omarthrose links 

(adominant) und ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei multietageren 

degenerativen LWS-Veränderungen. Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

beurteilten sie die Folgen des Sturzes mit subtotaler Ruptur des TFCC am 

18. Dezember 2011 (IV-act. 286-10 f.). Sie befanden, die bisherige Tätigkeit als 

Mitarbeiter in einer Brauerei sei dem Versicherten in Übereinstimmung mit dem 

Vorgutachten seit dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2013 nicht mehr möglich. In 

einer angepassten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht von einer 30%igen 

Arbeitsunfähigkeit ab Oktober 2014 auszugehen. Im Anschluss an die operative 

Schulterstabilisierung vom 6. September 2016 sei bis maximal drei Monate 

postoperativ von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszugehen (Gutachten vom 

A.k. 

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B.  

26. April 2022, Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie, Pneumologie, IV-

act. 286). Der RAD erachtete das Gutachten für beweistauglich (Stellungnahme vom 

4. Mai 2022, IV-act. 289).

Mit Vorbescheid vom 18. Mai 2022 ersetzte die IV-Stelle den Vorbescheid vom 

14. Juli 2021 (IV-act. 228) und gewährte dem Versicherten am 18. Mai 2022 das 

rechtliche Gehör zur vorgesehenen Zusprache einer Viertelsrente ab 1. April 2013 

(Invaliditätsgrad 41 %, IV-act. 291).

A.l. 

Mit Verfügungen vom 11. Juli 2022 (betreffend den laufenden Anspruch ab 

1. August 2022; IV-act. 296) und vom 4. August 2022 (betreffend den rückwirkenden 

Anspruch vom 1. April 2013 bis 31. Juli 2022; IV-act. 301) entschied die IV-Stelle 

gemäss Vorbescheid.

A.m. 

Mit Beschwerde vom 9. September 2022 beantragt der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law K. Herzog, die 

Verfügungen vom 11. Juli 2022 und vom 4. August 2022 seien unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben und ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 

Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen oder die Angelegenheit zur 

Durchführung weiterer Abklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zur Begründung lässt der Beschwerdeführer 

geltend machen, die Beschwerdegegnerin habe nicht berücksichtigt, dass zufolge 

seines psychosomatisch bedingten Hustens eine volle Arbeitsunfähigkeit im ersten 

Arbeitsmarkt bestehe (act. G 1 S. 14 f.). Der orthopädische Teilgutachter habe im 

Gutachten 2018 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bereits wegen der durch multiple 

degenerative Gelenksveränderungen bedingten Einschränkungen attestiert. Obwohl 

sich diese inzwischen deutlich verschlechtert hätten, sei ihm im orthopädischen 

Verlaufsgutachten in adaptierten Tätigkeiten jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert worden, was nicht schlüssig sei (act. G 1 S. 15). Aus psychiatrischer Sicht 

habe spätestens ab März 2015 und nicht erst ab August 2015 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Zudem wäre diese auch in adaptierten Tätigkeiten zu 

berücksichtigen (act. G 1 S. 15).

B.a. 

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Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 22. November 

2022, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab Oktober 2015 bis Ende März 

2016 Anspruch auf eine ganze IV-Rente habe. Im Übrigen sei die Beschwerde 

abzuweisen. Sie bringt im Wesentlichen vor, der pneumologische Gutachter Dr. N.___ 

halte nachvollziehbar fest, dass der vom Beschwerdeführer gezeigte Dauerhusten 

medizinisch nicht erklärbar und konsistent sei, weshalb von einem gewollten 

demonstrativen Charakter und einer Aggravation auszugehen sei. Der 

Beschwerdeführer rüge zu Recht, dass im orthopädischen Verlaufsgutachten der 

Hinweis auf eine Einschränkung des Rendements um 30 % fehle. Allerdings werde die 

30%ige Einschränkung im Konsens festgehalten. Daraus ergebe sich implizit, dass sich 

der Gesundheitszustand in orthopädischer Sicht zwischen dem Erstgutachten und dem 

Verlaufsgutachten nicht relevant verändert habe. Demnach sei der Einwand des 

Beschwerdeführers letztlich nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer sei vom 14. Juli 

2015 bis 23. August 2015 stationär in der Klinik F.___ behandelt worden. Demnach 

habe aus psychiatrischer Sicht bereits ab 14. Juli 2015 und nicht erst ab 1. August 

2015 bis Ende Dezember 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb der 

Beschwerdeführer ab Oktober 2015 bis Ende März 2016 Anspruch auf eine ganze 

Rente habe. Die Gutachter hätten die geltend gemachten Beschwerden ausführlich und 

widerspruchsfrei abgeklärt, weshalb vorbehältlich der dargelegten Korrektur darauf 

abzustellen sei. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt (act. G 6).

B.b. 

Mit Replik vom 27. Januar 2023 bringt der Beschwerdeführer vor, die 

Hustensymptomatik bestehe nicht erst seit dem Jahr 2013, sondern bereits seit dem 

Unfall im Jahre 2011. Mit diesem Unfall hätten die psychosozialen Belastungen 

begonnen. Er habe auf die Trennung von der langjährigen Lebenspartnerin und die 

Kündigung mit starkem Gewichtsverlust, einer Gangstörung, vermehrtem Husten und 

einem als epileptischen Anfall interpretierten Zusammenbruch reagiert. Da über alle 

Jahre keine organische Ursache für den Husten gefunden worden sei, sei eine 

somatoforme Ursache überwiegend wahrscheinlich. In Nachachtung der 

gutachterlichen Empfehlungen habe er vom 28. Oktober 2022 bis 14. November 2022 

eine stationäre Rehabilitation in der Hochgebirgsklinik O.___ durchgeführt. Gemäss 

Austrittsbericht vom 26. April 2022 (act. G 10.1) sei bei Eintritt eine ausgeprägte und 

bei Austritt eine mittelgradige depressive Symptomatik festgestellt worden, welche sich 

B.c. 

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Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.  

nur sehr zögerlich verbessert habe. Es habe tagsüber ein stark anhaltender Husten 

bestanden, der erst nachts persistiert (gemeint wohl: sistiert) habe. Die Klinik sei von 

einer ungünstigen Prognose bei einem Funktionsniveau von 41 % bis 50 % 

ausgegangen. Sie bestätige folglich den anhaltenden Husten und gehe von einer 

somatoformen Funktionsstörung aus. Weiter beantragt der Beschwerdeführer die 

Edition der Tonaufnahmen der Begutachtung zum Nachweis, dass der Husten fast 

ununterbrochen angehalten habe und in allen Untersuchungen in ähnlichem Ausmass 

vorhanden gewesen sei. Die Gutachter hätten festgehalten, dass das Ausmass des 

Hustens mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden und invalidisierend sei. Sie 

liessen jedoch den Umfang der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit offen. Unter 

Berücksichtigung der erheblichen Gelenk- und Rückenbeschwerden sowie der seit 

mehreren Jahren bestehenden depressiven Erkrankung sei eine Arbeitsunfähigkeit von 

nur 30 % nicht nachvollziehbar. Vielmehr sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit im 

ersten Arbeitsmarkt auszugehen (act. G 10).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 12).B.d. 

Die Beschwerdegegnerin hat mit Verfügung vom 11. Juli 2022 über den laufenden 

Rentenanspruch ab 1. August 2022 (IV-act. 296) und mit Verfügung vom 4. August 

2022 über den rückwirkenden Rentenanspruch ab 1. April 2013 (IV-act. 301) in zwei 

separaten und zeitlich auseinanderliegenden Verfügungen entschieden. Dabei handelt 

es sich um ein einziges bzw. einheitliches Rechtsverhältnis, über welches in einem 

gemeinsamen Entscheid zu befinden wäre (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.3). Da sich 

vorliegend der im Verfügungszeitpunkt massgebliche Sachverhalt im Zeitraum 

zwischen den Verfügungen (11. Juli 2022 bis 4. August 2022) nicht verändert hat und 

beide Verfügungen fristgerecht angefochten wurden, ist ohne Weiteres das gesamte 

Rechtsverhältnis (Rentenanspruch ab 1. April 2013) überprüfbar und zu beurteilen.

1.1. 

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2.  

Aufgrund der Anmeldung am 24. Oktober 2012 besteht ein allfälliger 

Rentenanspruch erst ab 1. April 2013 (Ablauf der Frist gemäss Art. 29 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung IVG; SR 831.20]). Zu prüfen ist, ob zu 

diesem Zeitpunkt auch das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG abgelaufen war. 

Zwar attestierten die Gutachter dem Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit erst seit der Schulterverletzung im Dezember 2013 

bzw. spätestens seit der Einschätzung durch die Rehaklinik Bellikon im Oktober 2014 

(IV-act. 173-12; IV-act. 286-13). Indes war der Beschwerdeführer (zumindest) in der 

angestammten Tätigkeit bereits ab 20. Dezember 2011 zu 100 %, ab 20. Februar 2012 

zu 50 %, ab 30. Mai zu 25 % und ab 14. September 2012 wiederum zu 100 % 

arbeitsunfähig geschrieben (IV-act. 45-2), weshalb das Wartejahr bereits am 

19. Dezember 2012 erfüllt war.

1.2. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des IVG und der IVV (Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich 

zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands (BGE 144 V 213 E. 4.3.1) 

bzw. im Zeitpunkt der Entstehung des zu beurteilenden Rentenanspruchs (vgl. auch 

Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9101) 

Geltung haben. Die angefochtenen Verfügungen datieren vom 11. Juli 2022 und vom 

4. August 2022 betreffend ein ab 1. April 2013 entstandenen Rentenanspruch (E. 1.2). 

Demnach sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 

anwendbar und werden nachfolgend in dieser Fassung zitiert.

1.3. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/19

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Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

2.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

2.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

2.4. 

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3. Medizinische Grundlage bilden die BEGAZ-Gutachten vom 26. April 2022 (IV-

act. 286) und vom 15. August 2018 (IV-act. 173). Deren Beweistauglichkeit ist 

umstritten.

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

2.5. 

Die Gutachter befragten den Beschwerdeführer anlässlich beider Begutachtungen 

umfassend (für das Gutachten vom 15. August 2018: IV-act. 174-6 ff.; IV-act. 175-4 ff.; 

IV-act. 176-9 ff.; IV-act. 174-4 ff.; für das Verlaufsgutachten vom 26. April 2022: IV-

act. 280-6 ff.; IV-act. 281-4 ff.; IV-act. 282-7 ff.; IV-act. 287-6 ff.). Dabei gab dieser im 

Rahmen der Begutachtung Schmerzen im Bereich der linken Schulter, der Leisten und 

im lumbalen Bereich an (IV-act. 176-10 f.). Im Rahmen der Verlaufsbegutachtung 

beklagte er, er könne sich kaum mehr bewegen, alles tue weh. Gehen sei soweit noch 

ordentlich möglich, Liegen und Sitzen seien wegen Hüft- und Knieschmerzen aber 

eingeschränkt (IV-act. 280-6). Die Beschwerden bzw. Schmerzen am Rücken, der 

linken Schulter, der Knie und der Hüfte würden laufend schlimmer und hätten seit der 

letzten Begutachtung deutlich zugenommen (IV-act. 280-7; IV-act. 281-4; IV-

act. 282-8; IV-act. 287-7). Treppensteigen sei infolge der mannigfaltigen Beschwerden 

sehr mühsam. Spazieren sei maximal 8-10 Min. möglich, Sitzen 15 Min., dann 

entwickle er Schmerzen im Bereiche der Hüftgelenke rechtsbetont und der Kniegelenke 

(IV-act. 280-8). Die Befundaufnahme erfolgte in üblicher Art und Weise (für das 

Gutachten: IV-act. 174-10 ff.; IV-act. 175-10 ff.; IV-act. 176-13 ff.; IV-act. 177-5 f.; für 

das Verlaufsgutachten: IV-act. 280-1 ff.; IV-act. 281-9 ff.; wobei eine regelrechte 

pneumologische und internistische Untersuchung aufgrund des Hustens des 

Beschwerdeführers und der Coronaschutzmassnahmen nicht möglich war; vgl. IV-

act. 282-11 f.; IV-act. 287-10). Die Diagnosestellung und medizinische Beurteilung 

erfolgten unter Berücksichtigung der relevanten Vorakten (für das Gutachten: IV-

act. 175-13; IV-act. 176-18 f.; IV-act. 1276-6; für das Verlaufsgutachten: IV-

act. 280-3 ff., 17; IV-act. 281-4, 12; IV-act. 282-4 ff., 13 f.; IV-act. 287-6).

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/19

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 3.2. 

Der Beschwerdeführer fiel bereits in der Begutachtung 2018 durch massivste 

Hustenanfälle auf. Er schilderte, seit 2011 bzw. den beiden Unfällen darunter zu leiden, 

das Auftreten sei belastungsabhängig (IV-act. 173-8; IV-act. 177-4). Abklärungen durch 

Dr. med. P.___, Facharzt für Pneumologie, waren im Jahr 2017 hinsichtlich einer 

organischen Ursache für den Husten ergebnislos geblieben (IV-act. 268). Die Gutachter 

hielten fest, dass das gezeigte Ausmass der Hustenbeschwerden weder für den 

Beschwerdeführer noch für die Umgebung über längere Zeit tolerierbar wäre. Das 

gezeigte Ausmass sei nicht konsistent. Sie fanden Inkonsistenzen im Auftreten des 

Hustens (IV-act. 173-11; IV-act. 177-5, 7) und führten aus, aufgrund der aufgezeigten 

Inkonsistenzen / Plausibilitätsbeurteilungen sei das Ausmass (der Auswirkungen) der 

Hustenbeschwerden auf die Arbeitsfähigkeit kaum beurteilbar (IV-act. 173-12). 

Gesichert sei die qualitative Einschränkung für jegliche Tätigkeit (angestammt und 

adaptiert) mit Exposition von Reizstoffen und bei tiefen Temperaturen. Eine Beurteilung 

der zeitlichen Arbeitsfähigkeit sei erst nach medizinischen Massnahmen möglich. Diese 

umfassten eine pulmonale Aufarbeitung (eine solche benötige mehrere Wochen Zeit, 

was in der Begutachtungssituation aktuell nicht möglich gewesen sei). Es fehlten 

jegliche Therapie, eine Diagnosestellung mit differenzialdiagnostischer Beurteilung, 

eine Verlaufskontrolle sowie Berichte des Hausarztes und der Fachärzte zu diesem 

Thema. Rein theoretisch müsste jedoch ein Patient mit chronischem Husten eine Arbeit 

ohne Publikumskontakt und ohne langzeitigem Mitarbeiterkontakt indoor und outdoor 

unter Berücksichtigung der qualitativen Einschränkungen im vollen Zeitumfang 

absolvieren können (IV-act. 177-7).

3.2.1. 

Die geforderten Abklärungen fanden in der Folge nicht statt. Die behandelnde 

Pneumologin Dr. med. Q.___ berichtete am 5. November 2018, es liege eine 

ausserordentlich starke psychische Überlagerung vor (IV-act. 214-4). Anlässlich der 

Verlaufsbegutachtung traten die Hustenattacken sowohl hinsichtlich Frequenz als auch 

bezüglich Intensität inkonsistent auf (IV-act. 282-15; IV-act. 287-7, 11). Der 

psychiatrische Gutachter konnte eine psychologische Ursache des Hustens nicht 

bestätigen. Er hielt fest, es bestehe keine Persönlichkeitsstörung und der Husten sei ab 

dem Jahr 2013 dokumentiert, mithin vor dem Auftreten der psychosozialen 

Belastungen durch Verlust der Arbeitsstelle und Trennung der Partnerschaft (IV-

act. 281-12; IV-act. 286-14).

3.2.2. 

Im Verlaufsgutachten diagnostizierte der pneumologische Gutachter als die 

Arbeitsfähigkeit beeinflussend ein CRC (Chronic Refractory Cough), ein somatisches 

3.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/19

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Hustensyndrom sowie ein kontrolliertes Asthma bronchiale (IV-act. 282-12). Zur 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit hielt er fest, die Beurteilung des Gutachtens 

vom Juli 2018 gelte weiterhin. Eine Beurteilung der zeitlichen Arbeitsfähigkeit sei nach 

medizinischen Massnahmen möglich (IV-act. 282-15 f.). Der Experte schlug eine 

psychosomatische und pneumologische Abklärung in milbenfreier Höhenlage und eine 

weitere differenzialdiagnostische Aufarbeitung vor (GOR mit Endoskopie, lmpedanz-

pH-Metrie und Ösophagus-Manometrie, Therapieversuch über 60 - 90 Tage mit 

hochdosierten PPI 2 x täglich, Computertomographie des Thorax und Bronchoskopie; 

IV-act. 282-16).

Vom 28. Oktober 2022 bis 24. November 2022 erfolgte ein stationärer Aufenthalt 

in der Abteilung Psychosomatik der Hochgebirgsklinik O.___, wo dem 

Beschwerdeführer eine somatoforme autonome Funktionsstörung des 

Atmungssystems und eine gegenwärtig mittelgradige depressive Episode diagnostiziert 

wurden. Subjektiv konnte keine Verbesserung erreicht werden, objektiv waren dezente 

Stabilisierungsfortschritte im physischen Bereich feststellbar. Die festgelegten Ziele 

wurden nicht erreicht (Austrittsbericht Hochgebirgsklinik O.___ vom 20. Dezember 

2022, act. G 10.1). Der mit Replik eingereichte Bericht enthält keine Aussage zur 

quantitativen Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht.

3.2.4. 

Die zusätzlich im Gutachten geforderten medizinischen Massnahmen erscheinen 

für das mit medizinischen Laien besetzte Gericht bisher nicht durchgeführt worden zu 

sein. Es handelt sich entgegen des Wortlauts bzw. der Art der Wiedergabe im 

Gutachten (im Verlaufsgutachten unter medizinische Massnahmen und Therapie mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mit der Frage: "Kann die Arbeitsfähigkeit noch 

durch medizinische Massnahmen relevant verbessert werden?" aufgeführt; IV-act. 

282-16) auch nicht ausschliesslich um Massnahmen zur allfälligen Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, sondern diese sind zur abschliessenden 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht notwendig. Ob die vom 

Gutachter aufgeführten Massnahmen nun mit dem stationären Aufenthalt in O.___ 

erfüllt wurden oder überhaupt sinnvoll sind, ist für das Gericht nicht ohne Weiteres 

erkennbar. Jedenfalls fehlt bisher eine abschliessende Beurteilung der zeitlichen 

Arbeitsfähigkeit in diesem Teilbereich. An dieser Sachlage würde auch der vom 

Beschwerdeführer beantragte Beizug der Tonaufnahmen der Begutachtung nichts 

ändern, da das Gericht dadurch nicht in die Lage versetzt würde, eine medizinisch-

theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aus 

pneumologischer Sicht vorzunehmen. Deshalb ist der Beweisantrag in antizipierter 

Beweiswürdigung abzulehnen. Überdies konnte der Gutachter die geplante 

3.2.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/19

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Lungenfunktionsprüfung sowie eine klinische Untersuchung der Lunge (reguläre 

Auskulation und Feststellung der physikalischen Befunde) gar nicht durchführen (IV-

act. 282-11 f.) und hielt explizit fest, dass eine Bewertung der zeitlichen Arbeitsfähigkeit 

nach den medizinischen Massnahmen möglich sei (IV-act. 282-15 f.). Festzuhalten ist, 

dass im pneumologischen Bereich der medizinische Sachverhalt noch nicht vollständig 

erhoben und abgeklärt und damit der Untersuchungsgrundsatz verletzt wurde. 

Dementsprechend ist die Sache zur Vornahme von weiteren Abklärungen – evtl. auch 

die Erhebung von fremdanamnestischen Angaben – an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

 3.3. 

Überdies erscheinen auch die Einschätzungen aus orthopädischer und 

psychiatrischer Sicht nicht schlüssig.

3.3.1. 

Im Gutachten aus dem Jahr 2018 wurden als Leiden mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom der linken Schulter mit 

Funktionsstörung bei bildgebend festgestellter Omarthrose, ein progredientes 

Schmerzsyndrom der Hüfte mit ausgeprägter Funktionsstörung bei bildgebend 

beidseitiger Coxarthrose, ein chronisches lumbal betontes Panvertebralsyndrom bei 

bildgebend degenerativen multisegmentalen Veränderungen sowie ein 

intermittierendes Schmerzsyndrom der Kniegelenke bei bildgebend beginnender 

medianer Gonarthrose links diagnostiziert (IV-act. 176-17). Anlässlich der 

Verlaufsbegutachtung erhob der orthopädische Verlaufsgutachter eine schwere 

Coxarthrose beidseits, eine femoropatellär betonte Pangonarthrose beidseits, eine 

fortgeschrittene Omarthrose links sowie ein chronisches lumbospondylogenes 

Syndrom bei multietageren degenerativen LWS-Veränderungen (IV-act. 280-16). 

Sowohl im Erst- als auch im Verlaufsgutachten hielten die Gutachter fest, seit dem 

Reha-Aufenthalt in Bellikon im Oktober 2014 seien dem Beschwerdeführer adaptierte 

Tätigkeiten weitgehend vollschichtig möglich (IV-act. 176-20; IV-act. 280-19). Im 

Erstgutachten hielt der Sachverständige indes zusätzlich fest, schmerzbedingt müsse 

seit 2014 von einer Einschränkung des Rendements von 30 % ausgegangen werden 

zwecks Einlegen von kurzen Erholungspausen bei multiplen degenerativen 

Gelenksveränderungen (IV-act. 176-20). Eine Erklärung, weshalb die Einschränkung 

des Rendements nicht mehr bestehe, findet sich im Verlaufsgutachten nicht.

3.3.2. 

Bildgebend nachgewiesen haben sich die degenerativen bzw. arthrotischen 

Befunde im Zeitraum zwischen den Gutachten verschlimmert. Diese zeigten im 

Zeitpunkt der Erstbegutachtung arthrotische Veränderungen in der linken Schulter, 

3.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/19

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degenerative Veränderungen im rechten Handgelenk, der LWS 

(Facettengelenksdegeneration, Spondylarthrosen, Osteochondrosen, Diskopathien und 

Spondylosen ohne Nervenwurzelkompression im Bereich L2 bis L5), grosse 

osteophytische Ausziehungen am Femurkopf bds. sowie eine chronische Synovitis, 

eine mässig fortgeschrittene Arthrose und chondropathische Veränderungen im linken 

Knie (IV-act. 176-16 f.), während sich im Vorfeld der Verlaufsbegutachtung beidseitig 

eine schwere Coxarthrose mit "grotesken" Osteophyten und deformiertem Femurkopf 

links, eine Gonarthrose sowie Osteophyten an den Kniegelenken sowie im Bereich der 

linken Schulter eine Omarthrose, ausgeprägte Osteophyten, eine Gelenksinkongruenz 

und eine Partialläsion der Rotatorenmanschette darstellen liessen (IV-act. 280-14 f., 

17). Zwar sind für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht die Diagnosen bzw. 

bildgebenden Befunde massgebend, sondern das Ausmass der objektivierbaren 

funktionellen Einschränkungen, denn weder aus der Diagnose noch aus der 

Bildgebung lässt sich auf das Ausmass der versicherungsrechtlich relevanten 

Beschwerden schliessen. Jedoch ergaben die klinischen Befunde im Vergleich eine 

stärkere Einschränkung der Beweglichkeit der Hüfte (IV-act. 176-15 vs. IV-act. 280-12). 

An der linken Schulter war gemäss Verlaufsgutachten die Muskelkraft drastisch 

eingeschränkt (IV-act. 280-12, 15, 17), während im Vorgutachten von einer gegenüber 

der rechten Seite eingeschränkten Beweglichkeit und von einem um einen cm 

geringeren Armumfang berichtet wurde (IV-act. 176-15). Am rechten Knie konnte neu 

ein deutliches femeropatelläres Krepetieren festgestellt werden (IV-act. 176-15 vs. IV-

act. 280-12). An dieser Stelle ist auch zu vermerken, dass es gemäss Bericht von 

Dr. M.___ vom 24. August 2021 seit seiner Untersuchung vom 4. Oktober 2019 durch 

einen Sturz bedingt zu einer Traumatisierung der Omarthrose links gekommen sei (IV-

act. 221-13), weshalb vermehrte Schmerzen zumindest möglich erscheinen. Die 

beklagten tieflumbalen Rückenschmerzen liessen sich gemäss Verlaufsgutachten 

teilweise auf die degenerativen LWS-Veränderungen zurückführen, wobei im 

Spontanverhalten die Beweglichkeit der LWS nicht relevant eingeschränkt erschien (IV-

act. 280-18). Im orthopädischen Verlaufsgutachten ist deshalb nicht schlüssig beurteilt 

worden, weshalb bei der Erstbegutachtung eine 70%ige und bei der 

Verlaufsbegutachtung eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

attestiert wurde, zumal sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für eine organische 

Verbesserung der Befunde, sondern eher für eine Zunahme der arthrotisch bedingten 

Beschwerden ergeben.

Im Verlaufsgutachten wurde allerdings im Konsens insgesamt nach wie vor eine 

30%ige Leistungseinbusse attestiert, jedoch nicht mehr aus orthopädischer, sondern 

3.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/19

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aus psychiatrischer Sicht aufgrund der Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) bzw. mittelgradigen Beeinträchtigungen bei der 

Anwendung fachlicher Kompetenzen und der Durchhaltefähigkeit begründet (IV-

act. 281-11, 13 f.). Die psychiatrische Diagnose wurde bereits im Erstgutachten gestellt 

(IV-act. 175-12) und erfolgte im Verlaufsgutachten unter dem Vorbehalt, dass die 

Schmerzen im Bereich beider Knie, beider Hüften, des lumbalen Rückens, beider 

Schulter und des Kopfes nicht ausreichend durch somatische Befunde zu erklären 

seien (IV-act. 281-16). Dass dem so wäre, ist dem Gutachten allerdings nicht zu 

entnehmen. Vielmehr leuchtet in Anbetracht der beschriebenen orthopädischen 

Befunde gerade nicht ein, dass die Schmerzen nunmehr nicht mehr somatisch 

erklärbar sein sollten. Die Gutachter verweisen diesbezüglich lediglich auf die 

eingehende Konsensbesprechung (IV-act. 286-13). Die Gutachter beantworten somit 

nicht schlüssig, weshalb somatischerseits neu von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit auszugehen ist, obschon sie im Vorgutachten bei noch 

weniger ausgeprägten Befunden noch von einer Einschränkung von 30 % 

ausgegangen sind bzw. weshalb nun aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 

30 % in einer adaptierten Tätigkeit bestehen soll.

Die psychiatrische Gutachterin attestierte im Erstgutachten in Übereinstimmung 

mit dem behandelnden Psychiater Dr. G.___ (Arztbericht vom 24. September 2015, IV-

act. 81-25 ff.) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von August 2015 bis Dezember 2015 

(IV-act. 175-15). Diese wurde in der Konsensbeurteilung nicht berücksichtigt (IV-

act. 173-12 ff.). Wie die Beschwerdegegnerin zudem zu Recht festgestellt hat, lag eine 

psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bereits ab Eintritt in die Klinik F.___ am 

14. Juli 2015 vor. Überdies wurde schon zuvor, nämlich bereits vom 9. bis 20. März 

2015 aufgrund eines stark schmerzreduziertem Allgemeinzustandes mit deutlichem 

ungewolltem Gewichtsverlust von 12 bis 15 kg während den vorangegangenen 

Wochen ein Spitalaufenthalt notwendig, anlässlich dessen als Reservemedikation 

Morphin rezipiert wurde (Bericht Klinik für Allgemeine Innere Medizin des 

Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 26. März 2015, IV-act. 50-6 ff.). Dr. E.___ 

berichtete am 31. März 2015, der Beschwerdeführer sei aufgrund von 

Rückenschmerzen und einer Depression schon längere Zeit zu 100 % arbeitsunfähig 

(IV-act. 50). Seitens der Schmerzklinik wurde im Verlaufsbericht vom 4. Dezember 2015 

aufgeführt, im Laufe der Wochen sei es, bei auch bestehenden massiven Belastungen, 

zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptomatik gekommen (schlechtere 

Körperhaltung, massiv kürzere Gehstrecke und eminenter Alltagsbelastung mit 

Haushalt und Einkäufen). Zudem habe der Beschwerdeführer bei der letzten 

Konsultation im Oktober über rezidivierende Synkopen bzw. Schwächeanfälle 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/19

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4.

Zusammenfassend ergibt sich, dass der medizinische Sachverhalt hinsichtlich des 

Hustens und bezüglich des retrospektiven Verlaufs der Arbeitsfähigkeit bis zum Jahr 

2016 noch nicht spruchreif ist. Ausserdem fehlt eine schlüssige Erklärung für die 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten um 30 % aus 

orthopädischer oder psychiatrischer Sicht. Das Verfahren ist daher – entsprechend 

dem Eventualantrag des Beschwerdeführers – zu weiteren Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

berichtet. Aktuell sei er in einer leichten Tätigkeit maximal 30 % arbeitsfähig (IV-

act. 76). Der RAD ging gestützt darauf von einer steigerbaren Arbeitsfähigkeit von 30 % 

aus (Stellungnahme vom 22. Januar 2016, IV-act. 78). Dr. med. R.___, Leitender Arzt 

Traumatologie Stadtspital S.___, hielt im Bericht vom 25. Januar 2016 fest, der 

Allgemeinzustand des Beschwerdeführers habe sich deutlich verbessert. Er lasse 

jedoch den geplanten arthroskopischen Schultereingriff jedoch noch nicht zu, es seien 

drei Monate abzuwarten (Fremdakten, act. 232). Die RAD-Ärztin schloss daraus, dass 

noch kein Eingliederungspotential vorliege (Stellungnahme vom 14. März 2016, IV-

act. 85). Im Verlaufsbericht vom 27. Mai 2016 führte Dr. R.___ aus, selbst für eine 

Teilarbeitsfähigkeit in einer sehr leichten, wahrscheinlich nur sitzenden Tätigkeit, sei die 

Prognose sehr schlecht (IV-act. 90-2 ff.). Die Gutachter bestätigten im Anschluss an die 

Schulteroperation vom 6. September 2016 (Entlassbrief vom 8. September 2016, IV-

act. 92) eine Arbeitsunfähigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 6 bis 8 Wochen. Die RAD-

Ärztin sah aufgrund des noch instabilen Gesundheitszustandes für die kommenden drei 

Monate noch kein Eingliederungspotential (Stellungnahme vom 25. Januar 2017, IV-

act. 107). Im Gutachten vom 15. August 2018 wurde festgehalten, rückwirkend sei ab 

Oktober 2014 (Zeitpunkt der Einschätzung der Rehaklinik Bellikon) von einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % (durchgehend) auszugehen. Dabei setzten sich die Gutachter 

nicht mit einer aufgrund der angeführten Berichte möglichen Verschlechterung des 

Gesundheitszustands nach dem Aufenthalt in Bellikon auseinander.

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/19

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5.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die angefochtenen 

Verfügungen vom 11. Juli 2022 und vom 4. August 2022 sind aufzuheben und die 

Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinn der Erwägungen sowie zu 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles 

Obsiegen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Demnach hat die Beschwerdegegnerin die gesamten 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.

5.1. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Demnach hat der obsiegende Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

hat eine Kostennote über Fr. 8'282.13 eingereicht (act. G 13.1). Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Für Beschwerdeverfahren betreffend 

Streitsachen in der Invalidenversicherung spricht das Versicherungsgericht in der Regel 

CHF 4'000 zu. Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das 

Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der 

Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der 

Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes 

[sGS 963.7, AnwG]). Die eingereichte Kostennote stellt lediglich eines der 

verschiedenen Bemessungskriterien dar. Zudem ist zu beachten, dass die 

Parteientschädigung nach bundesgerichtlicher Praxis nicht sämtliche erforderlichen 

Kosten decken, sondern nur einen Teil des nötigen Prozessaufwands muss (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_58/2019 vom 31. Dezember 2019 E. 3.4). Der von der 

Rechtsvertreterin geltend gemachte Zeitaufwand ist angesichts der im vorliegenden 

Fall nicht übermässig schwierigen Rechtsfragen zu hoch. Mit Blick auf die in 

vergleichbaren Fällen zugesprochenen Entschädigungen, der eher langen zu 

beurteilenden Anspruchsdauer und der damit verbunden etwas überdurchschnittlichen 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen vom 11. Juli 2022 

und vom 4. August 2022 aufgehoben und das Verfahren zu weiteren Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom 

Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Aktenmenge erscheint eine leicht höhere Parteientschädigung als in den üblichen 

durchschnittlichen Fällen von Fr. 4'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG Der medizinische Sachverhalt ist nicht vollständig abgeklärt, das Gutachten lässt Einzelfragen offen. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung zu weiteren Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2024, IV 2022/141).

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		2026-01-28T05:33:15+0100
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