# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e79e55db-1ac8-5170-8177-8a545d882cf0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 28.04.2016 SB150112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150112_2016-04-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150112-O/U 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, lic. iur. Burger und Ersatz-

oberrichter lic. iur. Ernst sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur.  

Heuberger Golta 

Urteil vom 28. April 2016 

 

in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  

Anklägerin, Erstberufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte 

 

sowie 

 
A._____ AG,  

Verfahrensbeteiligte und Drittberufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
1. B._____,  

2. C._____,  

3. D._____,  
4. E._____,  

Beschuldigte und Zweitberufungskläger 

 

5. F._____,  

Beschuldigter, Erstberufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger 

 

- 2 - 

 

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ 

2 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____ 

3 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y3._____ 

4 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y4._____ 

5 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y5._____ und Rechtsanwältin lic. iur. 

Y6._____ 

 
betreffend mehrfachen Betrug etc.   

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 

20. November 2014 (DG140002-L) 

 

- 3 - 

Inhaltsverzeichnis: 

I. Prozessgeschichte S. 16 
II. Prozessuales S. 17 
III. Schuldpunkt S. 22 
 1. Teil 1 (verjährungsbereinigt): B._____, C._____: Transaktionen vom 

24. August 2001 (Anklageziffer II Phase 1b) und zwischen 29. November 
2001 und 6. Februar 2003 (Anklageziffer III Phase 2) 

S. 22 

 1.1. Anklagevorwurf (verjährungsbereinigt) S. 22 
 1.2. Standpunkt des Beschuldigten B._____ S. 26 
 1.3. Standpunkt des Beschuldigten C._____ S. 31 
 1.4. Sachverhaltserstellung S. 35 
   1.4.1. Anklageziffer II (Phase 1b, B._____ als Angestellter der G._____), 

Transaktionen vom 24. August 2001 
S. 35 

    A. Verwiesene Kapitel in Anklageziffer I (Phase 1a) S. 36 
     a) Ziff. I. 2.2. a): H._____: Tätigkeit von I._____ und Zuständigkeiten S. 36 
     b) Ziff. I. 2.2. b): SMI-Depot der L._____ und M._____ bei der K._____ S. 36 
     c) Ziff. I. 2.2. c): Handel via G._____ Zürich / Konditionen H._____ / Leis-

tungsumfang G._____ 
S. 37 

     d) Ziff. I. 2.2. d): Funktion/Aufgabenbereich von B._____ bei der G._____ / 
Verhältnis zu I._____ 

S. 44 

     e) Ziff. I. 2.2. e): Funktion/Aufgabenbereich von C._____, G._____ S. 46 
     f) Ziff. I. 2.3. a): Auftragserteilung durch I._____ S. 46 
     g) Ziff. I. 2.3. b): Orderausführung / Warehousing / G._____-interne Verbu-

chung 
S. 46 

     h) Ziff. I. 2.3. c): Festsetzung des Abrechnungspreises durch B._____ S. 46 
     i) Ziff. I. 2.8.: Persönliche Bereicherung durch B._____ S. 54 
     j) Ziff. I. 2.9.: Persönliche Bereicherung durch C._____ S. 54 
    B. Verwiesene Kapitel in Anklageziffer III (Phase 2, B._____ als Ange-

stellter der A._____), Transaktionen zwischen 29. November 2001 
und 6. Februar 2003 

S. 55 

     a) Ziff. III. 2.3. e) und f): Eintrag des durch B._____ festgesetzten Kurses auf 
der Handelsfiche / Verbuchung gestützt auf die auf den Handelsfichen 
festgestellten Kurse im Mid Office der Bank 

S. 55 

     b) Ziff. III. 2.3. g): Abrechnung der Transaktionen gegenüber der H._____ S. 56 
     c) Ziff. III. 2.3. h), i) und j): Settlementinstruktion der G._____ an die J._____ 

AG / Bestätigungsschreiben ("Faxabrechnung") / Settlementauftrag der 
H._____ an die K._____ / Settlement via J._____ AG 

S. 57 

     d) Ziff. III. 2.4.: Arglist S. 58 
     e) Ziff. III. 2.5. und 2.6.: Irrtum und Vermögensdisposition S. 58 
    C. Anklageziffer II (Phase 1b), Sachverhalt gemäss Ziff. 2 (Betrug) S. 61 
     a) Ziff. II. 2. a): Grundlagen S. 61 
     b) Ziff. II. 2. b): Täuschungsvorsatz / Änderung Vorgehen / Bereicherungsab-

sicht 
S. 61 

     c) Ziff. II. 2. c): Schaden S. 70 
    D. Anklageziffer II (Phase 1b), Sachverhalt gemäss Ziff. 3 (Urkundenfäl-

schung) 
S. 70 

- 4 - 

   1.4.2. Anklageziffer III (Phase 2), Transaktionen zwischen 29. November 
2001 und 6. Februar 2003 

S. 72 

    A. Betrug S. 72 
     a) Ziff. III. 2.1.: Vorsatz und Bereicherungsabsicht S. 72 
     b) Ziff. III. 2.2. a) - c): H._____: Tätigkeit von I._____ und Zuständigkeiten / 

SMI-Depot der L._____ und M._____ bei der K._____ / Wechsel von 
B._____ zur A._____ / Funktion und Aufgabenbereich 

S. 72 

     c) Ziff. III. 2.2. d): Vertragliche (schriftliche) Grundlagen (H._____ / A._____ 
und G._____ / A._____) 

S. 73 

     d) Ziff. III. 2.2. e): Handel via G._____ in Zürich / Leistungsumfang A._____ / 
Leistungsumfang G._____ 

S. 74 

     e) Ziff. III. 2.2. f): Funktion und Aufgabenbereich von C._____ S. 76 
     f) Ziff. III. 2.2. g) und h): Funktion und Aufgabenbereich von D._____ / Über-

gang der Betreuung des Kunden H._____ von C._____ zu D._____ 
S. 77 

     g) Ziff. III 2.3. a): Übergang Phase 1 zu Phase 2: Konditionen H._____ / Ret-
rozessionsvereinbarung 

S. 77 

     h) Ziff. III. 2.3. b): Auftragserteilung durch I._____ (Zeitpunkt / Inhalt) S. 85 
     i) Ziff. III. 2.3. c): Orderausführung / Warehousing / G._____-interne Verbu-

chungen 
S. 85 

     j) Ziff. III. 2.3. d): Festsetzung des Abrechnungspreises durch B._____ S. 86  
     k) Ziff. III. 2.3. e)-j): Eintrag des durch B._____ festgesetzten Kurses auf der 

Handelsfiche / Verbuchung gestützt auf die auf den Handelsfichen festge-
haltenen Kurse im Mid Office / Abrechnung gegenüber der H._____ / Sett-
lementinstruktion der G._____ an die J._____ AG / Bestätigungsschreiben 
("Faxabrechnung") / Settlementauftrag der H._____ an die K._____ / Sett-
lement via J._____ AG 

S. 93 

     l) Ziff. III. 2.3. k): G._____ interne Weiterverbuchung / Zahlungsauftrag Ret-
rozession 

S. 93 

     m) Ziff. III. 2.4.: Arglist S. 94 
     n) Ziff. III. 2.5. und 2.6.: Irrtum und Vermögensdisposition S. 94 
     o) Ziff. III. 2.7.: Vermögensschaden / Bereicherung G._____ / Bereicherung 

A._____ / persönliche Bereicherung B._____ 
S. 95 

     p) Ziff. III. 2.8.: Persönliche Bereicherung von C._____ S. 96 
     q) Ziff. III. 2.10.: Gewerbsmässigkeit (B._____) S. 97 
     r) Ziff. III. 2.11. a): Erkenntnissituation C._____ S. 97 
    B. Ziff. III. 3. Urkundenfälschung S. 99 
    C. Ziff. I. 2.1 und III. 2.1:Vorsatz und Bereicherungsabsicht S. 100 
 2. Teil 2: F._____, E._____ S. 102 
 2.1. Anklagevorwurf S. 102 
   2.1.1. gegenüber F._____ S. 102 
   2.1.2. gegenüber E._____ S. 104 
 2.2. Standpunkt des Beschuldigten F._____ S. 105 
 2.3. Standpunkt des Beschuldigten E._____ S. 111 
 2.4. Sachverhaltserstellung S. 111 
   2.4.1. Ziff. 2.1. a): Funktion und Aufgabenbereich von F._____ S. 115 
   2.4.2. Ziff. 2.1. b): Funktion und Aufgabenbereich von E._____ / Begleitung 

Vertragserstellung G._____ - A._____ im Oktober bzw. November 
2001 

S. 118 

   2.4.3. Ziff. 2.3.: Transaktion vom 8. November 2002 (Nr. 192, Verkauf von 
3'893'628 G2._____) 

S. 119 

- 5 - 

     a) Ziff. 2.3. a): Platzierung der Order, Handel, Verbuchung etc. S. 119 
     b) Ziff. 2.3. b): Kontaktaufnahme von D._____ mit F._____ und E._____ S. 120 
   2.4.4. Ziff. 2.7. a): Erkenntnis- und Willenssituation F._____ S. 146 
   2.4.5. Ziff. 2.7. b): Erkenntnis- und Willenssituation E._____ S. 153 
IV. Rechtliche Würdigung S. 159 
 1. B._____ S. Fehler! 

Textmarke 
nicht 
definiert. 

 2. C._____ S. Fehler! 
Textmarke 
nicht 
definiert. 

 3. E._____ S. Fehler! 
Textmarke 
nicht 
definiert. 

V. Strafzumessung und Vollzug S. 176 
 1. Allgemeines S. 176 
 2. Konkrete Strafzumessung betreffend B._____ S. 178 
VI. Einziehung / Ersatzforderung / Beschlagnahme S. 195 
VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen S. 206 
 1. Erstinstanzliche Kostenfolgen betreffend die von den Beschuldigten ge-

meinsam verursachten Kosten (erstinstanzliche Gerichtsgebühr, Gebühr 
Anklagebehörde, Kosten Kantonspolizei, Auslagen Untersuchung) 

S. 206 

 2. Kostenfolgen des Berufungsverfahrens S. 209 
 3. Kosten der amtlichen Verteidigung von B._____ und von E._____ für das 

gesamte Verfahren (Untersuchung, erstinstanzliches Verfahren und Beru-
fungsverfahren) 

S. 211 

 4. Entschädigungsfolgen für das gesamte Verfahren (Untersuchung, erstin-
stanzliches Verfahren und Berufungsverfahren 

S. 212 

 5. Genugtuungsbegehren von F._____ S. 215 

 

- 6 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich ist diesem Urteil 

beigeheftet (Urk. 003001). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Das Verfahren wird in Bezug auf Teil 1 der Anklage, Anklageziffer I., für den 

Zeitraum von 22. Mai 2000 bis und mit 25. September 2000 (Transaktionen 

Nr. 1-79 in Phase 1a gemäss Anhang zur Anklage) hinsichtlich des gegen-

über dem Beschuldigten B._____ erhobenen Vorwurfs des mehrfachen Be-

trugs im Sinne Art. 146 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfäl-

schung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB eingestellt. 

2. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

- des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (hinsicht-

lich Teil 1 der Anklage, Anklageziffern I. und II., Phasen 1a [ab Trans-

aktion Nr. 80] und 1b), 

- des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB 

(hinsichtlich Teil 1 der Anklage, Anklageziffer III., Phase 2) sowie 

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 

StGB (hinsichtlich Teil 1 der Anklage, Anklageziffern I.-III., Phasen 1a 

[ab Transaktion Nr. 80], 1b und 2). 

3. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zum mehrfachen Betrug im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich Teil 1 der 

Anklage, Anklageziffern I.-III., Phasen 1a [ab Transaktion Nr. 80], 1b 

und 2 [bis Transaktion Nr. 187]), 

- 7 - 

- der Gehilfenschaft zur mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich 

Teil 1 der Anklage, Anklageziffern I.-III., Phasen 1a [ab Transaktion 

Nr. 80], 1b und 2 [bis Transaktion Nr. 187]) 

4. Der Beschuldigte D._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zum mehrfachen Betrug im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich Teil 1 der 

Anklage, Anklageziffer III., Phase 2 [ab Transaktion Nr. 188]) sowie 

- der Gehilfenschaft zur mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich 

Teil 1 de Anklage, Anklageziffer III., Phase 2 [ab Transaktion 

Nr. 188]). 

5. Der Beschuldigte E._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich Teil 2 der Anklage) sowie 

- der Gehilfenschaft zur Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB (hinsichtlich Teil 2 der 

Anklage). 

6. Der Beschuldigte F._____ ist nicht schuldig und wird vom Vorwurf des mehr-

fachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (eventualiter in Verbin-

dung mit Art. 11 StGB) sowie der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne 

von Art. 251 Ziff. 1 StGB (eventualiter in Verbindung mit Art. 11 StGB) frei-

gesprochen. 

7. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe als Zu-

satzstrafe zu der mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

22. August 2014 ausgefällten Strafe. 

Es wird davon Vormerk genommen, dass dem Beschuldigten B._____ die 

erstandene Haft von 65 Tagen (15. Dezember 2010 bis 17. Februar 2011) 

- 8 - 

bereits an die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

22. August 2014 ausgesprochene Freiheitsstrafe angerechnet wurde. 

8. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 

300 Tagessätzen zu CHF 360. 

9. Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 

180 Tagessätzen zu CHF 250. 

10. Der Beschuldigte E._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 240 Ta-

gessätzen zu CHF 330, wovon 45 Tagessätze als durch Haft geleistet gel-

ten. 

11. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird vollzogen. 

12. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

13. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten D._____ wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

14. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten E._____ wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

15. Der Beschuldigte B._____ wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den 

nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil 

CHF 300'000 zu bezahlen. 

16. Die Dritteinziehungsbetroffene A._____ AG wird verpflichtet, dem Staat als 

Ersatz für den nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermö-

gensvorteil CHF 1'474'187 zu bezahlen. 

17. Es wird davon Vormerk genommen, dass mit Urteil des Obergerichts des 

Kantons Zürich vom 22. August 2014 über die Sperre der Konten und De-

pots des Beschuldigten B._____ bei der G._____ (G._____-Privatkonto Nr. 

1; G._____-Depot Nr. 2) und bei der N._____ AG (N._____-Privatkonto 3; 

- 9 - 

N._____-Privatkonto 4; N._____-Wertschriftendepot 5) sowie über die Ver-

wendung der dort befindlichen Vermögenswerte bereits rechtskräftig ent-

schieden wurde. 

Auf den Antrag der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Verwendung der 

Vermögenswerte auf den genannten Konten und Depots im vorliegenden 

Verfahren wird nicht eingetreten. 

18. Es wird davon Vormerk genommen, dass mit Urteil des Obergerichts des 

Kantons Zürich vom 22. August 2014 über die Grundbuchsperre sowie die 

Verwendung eines allfälligen Verwertungserlöses betreffend die im Eigen-

tum des Beschuldigten B._____ und von B1._____ stehende Liegenschaft 

… [Adresse] bereits rechtskräftig entschieden wurde. 

Auf den Antrag der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Verwendung des 

Verwertungserlöses der genannten Liegenschaft im vorliegenden Verfahren 

wird nicht eingetreten. 

19. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Grundbuchsperre der Liegen-

schaft des Ehepaares B._____ in Frankreich, "Château …", … [Adresse], 

aufgehoben wurde (act. 135). Der Beschuldigte B._____ ist berechtigt, die 

genannte Liegenschaft freihändig zu verkaufen. 

Der Beschuldigte B._____ wird verpflichtet, den Erlös aus dem Verkauf der 

obgenannten Liegenschaft, abzüglich der aus dem Verkauf anfallenden Kos-

ten, auf das Konto IBAN CH… bei der Zürcher Kantonalbank zu überweisen 

und den Vertrag über den Verkauf der genannten Liegenschaft dem Gericht 

zu den Akten zu reichen. Damit fällt die Beschlagnahme der Hälfte der Lie-

genschaft dahin. 

Die Kasse des Bezirksgerichtes Zürich wird angewiesen, nach Eingang des 

Erlöses, die Hälfte davon an die Ehefrau des Beschuldigten B._____, 

B1._____, … [Adresse], zu überweisen. Die andere Hälfte wird vorab zur 

Deckung der dem Beschuldigten B._____ auferlegten Verfahrenskosten 

(einschliesslich Kosten seiner amtlichen Verteidigung) herangezogen und im 

- 10 - 

Umfang eines allfälligen Überschusses zur Bezahlung der dem Beschuldig-

ten B._____ auferlegten Ersatzforderung verwendet.  

20. Die nachfolgend aufgeführten, beschlagnahmten Gegenstände und Unterla-

gen (act. 013003 ff.) – welche nach Eintritt der Rechtskraft im Verfahren 

DG110297 an die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, Untersuchung 

Nr. B-3/2010/149, überwiesen werden – werden nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils den jeweiligen Inhabern innert einer Frist von 6 Monaten auf 

erstes Verlangen herausgegeben: 

- die Unterlagen mit der HC-Nr. 1/1, 1/3 - 1/11, 1/13 - 1/17 gemäss der 

Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 013028) an I._____; 

- die Gegenstände mit der HC-Nr. 2/1 - 2/3, 2/14 - 2/17, 2/20 - 2/37, 

2/39, 2/45 - 2/52, 2/55 - 2/56, 2/62 - 2/64, 2/66 - 2/69, 2/71, 2/73 - 

2/119, 2/222 - 2/229, 2/233 - 2/248, 2/250 - 2/258, 2/270 - 2/279, 

2/301 - 2/307 gemäss der Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahme-

gut" (act. 013028) an die L._____ (HC-Nr. 2/302 - 2/307 in Verstoss 

geraten); 

- die Gegenstände mit der HC-Nr. 3/1 - 3/23, 3/29 - 3/33 gemäss der 

Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 013028) an 

B._____; 

- die Unterlagen und Datenträger mit der HC-Nr. 4/1 - 4/97 gemäss der 

Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 013028) an die 

O._____ AG; 

- die Gegenstände mit der HC-Nr. 10/1, 10/7 - 10/8, 10/22 - 10/29 und 

10/52 - 10/53 gemäss der Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahme-

gut" (act. 013028) an P._____ (HC-Nr. 10/2 - 10/6 und 10/9 - 10/21 in 

Verstoss geraten [act. 013002]); 

- die Gegenstände mit der HC-Nr. 11/2, 11/12, 11/21 - 11/22, 11/1.60, 

11/1.64, 11/1.66 - 11/1.76 - 11/1.108, 11/2.1 - 11/2.4, 11/2.6, 11/2.11 

- 11/2.16, 11/3.1, 11/3.9 - 11.3.14, 11/3.17 - 11/3.18, 11/3.22, 11/3.30 

- 11/3.34, 11/3.42 - 11/3.46, 11/4.4 - 11/4.7, 11/4.23, 11/4.25 - 

- 11 - 

11/4.28, 11/4.40 - 11/4.43, 11/4.45, 11/4.47 und 11/4.51 - 11/4.81 

gemäss der Liste "Gesamtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 

013028) an die A._____ AG (HC-Nr. 11/23, 11/34 - 11/36, 11/39 - 

11/40, 11/1.78 und 11/2.9 in Verstoss geraten; HC-Nr. 11/3.47 und 

11/3.48 bereits an die Eigentümerin zurück [act. 013002]); 

- die Unterlagen mit der HC-Nr. 13/187 - 13/189 gemäss der Liste "Ge-

samtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 013028) an die Q._____ AG; 

- die Gegenstände mit der HC-Nr. 14/1 - 14/8 und 14/10 - 14/26, 14/29 

- 14/33, 14/38 - 14/39, 14/41 - 14/42, 14/44 - 14/75 gemäss der Liste 

"Gesamtübersicht Beschlagnahmegut" (act. 013028) an die Q._____ 

AG (HC-Nr. 14/9, 14/40 und 14/43 in Verstoss geraten [act. 013004]). 

Nach unbenutztem Ablauf der Frist werden die beschlagnahmten Gegen-

stände und Unterlagen der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

21. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 60'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 114'460.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 40.00   individuelle Kosten Untersuchung F._____ 

Fr. 3'920.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 3'571.45   Auslagen Untersuchung  

Fr. 33'091.10   amtliche Verteidigung E._____ (Akontozahlung erfolgt) 

Fr. 52'552.35   amtliche Verteidigung E._____ (weitere Kosten) 

Fr. 61'993.60   amtliche Verteidigung B._____ 

Fr. 91'867.50   erbetene Verteidigung F._____ 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

22. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens sowie die gemeinsam verursachten 

Kosten der Untersuchung (CHF 114'460) – ausgenommen diejenigen der 

amtlichen Verteidigung – werden dem Beschuldigten B._____ zu 1/2 und 

den Beschuldigten C._____, D._____ und E._____ je zu 1/8 auferlegt. 

- 12 - 

23. Der Anteil des Beschuldigten F._____ von 1/8 der Gerichtsgebühr sowie die 

übrigen Kosten - so auch sein Anteil von 1/8 der gemeinsam verursachten 

Untersuchungskosten sowie zusätzlich ein individueller Anteil von CHF 40 - 

werden auf die Gerichtskasse genommen.  

24. Die Kosten der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten B._____ und 

E._____ werden je auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt ei-

ne Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

25. Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ wird für die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten B._____ mit CHF 61'993.60 (inkl. MWST) aus der Gerichtskasse 

entschädigt. 

26. Rechtsanwalt Dr. iur. Y4._____ wird für die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten E._____ mit CHF 85'643.45 (inkl. MWST) aus der Gerichtskasse 

entschädigt, wobei er bereits zwei Akontozahlungen von total 

CHF 33'091.10 erhalten hat. 

27. Dem Beschuldigten F._____ wird eine Prozessentschädigung von 

CHF 91'867.50 (inkl. MWST) für die anwaltliche Verteidigung aus der Ge-

richtskasse zugesprochen. Die weitergehenden Ansprüche werden 

abgewiesen. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____: 

(Urk. 267 S. 1 und Urk. 262 S. 1) 

1. Das Verfahren gegen B._____ sei bezüglich Phase 1a der Anklage 

zufolge Eintritts der Verfolgungsverjährung einzustellen. 

2. B._____ sei im Übrigen vollumfänglich freizusprechen. 

- 13 - 

3. Es sei keine Ersatzforderung anzuordnen. Der Verkauferlös der 

Liegenschaft Chateau … sei B._____ freizugeben, ebenso sei die 

Sperre der Säule 3b aufzuheben. 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten C._____:  

Prozessualer Antrag (Urk. 269 S. 2): 

Es sei das Strafverfahren gegen den Beschuldigten 2 betreffend 

Sachverhalte, die sich vor dem 5. April 2001 ereignet haben (Transaktionen 

1-151) infolge Eintritts der Verfolgungsverjährung einzustellen. 

Materielle Anträge (Urk. 270 S. 2): 

1. Es sei der Beschuldigte 2 von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Es seien dem Beschuldigten 2 keine Kosten aufzuerlegen. 

3. Es sei dem Beschuldigten 2 eine angemessene Genugtuung sowie 

eine angemessene Entschädigung zuzusprechen. 

4. Es seien die Verteidigungskosten für das gesamte Verfahren auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

c) Der Verteidigung des Beschuldigten E._____: 

(Urk. 273 S. 2) 

1. E._____ sei vollumfänglich freizusprechen; 

2. E._____ sei für die Untersuchungshaft angemessen zu entschädigen; 

3. E._____ sei für den während der Untersuchung erlittenen 

Verdienstausfall angemessen zu entschädigen; 

4. Die Kosten für die amtliche Verteidigung seien auf die Staatskasse zu 

nehmen. 

- 14 - 

d) Der Staatsanwaltschaft betreffend den Beschuldigten F._____:  

(Urk. 275 S. 1) 

1. F._____ sei des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 

(eventualiter i.V.m. Art. 11 StGB) sowie der mehrfachen 

Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (eventualiter in 

Verbindung mit Art. 11 StGB) schuldig zu sprechen. 

2. F._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten zu bestrafen. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung 

einer Probezeit von 2 Jahren. 

4. F._____ seien die Kosten aufzuerlegen. 

e) Der Verteidigung der Verfahrensbeteiligten A._____ AG:  

(Urk. 277 S. 1) 

1. Es sei Ziffer 16 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts vom 

20. November 2014 aufzuheben. 

2. Die A._____ AG sei nicht zur Bezahlung einer Ersatzforderung an den 

Staat zu verurteilen. 

3. Eventualiter sei lediglich auf eine teilweise Einziehung zu erkennen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

Anschlussberufungsanträge: 

f) Der Verteidigung des Beschuldigten F._____: 

(Urk. 276 S. 1) 

1. F._____ sei vollumfänglich freizusprechen. 

2. Eventualiter sei das Verfahren in sämtlichen Anklagepunkten 

einzustellen. 

- 15 - 

3. Der F._____ betreffende Anteil an den Untersuchungs- und 

erstinstanzlichen Gerichtskosten sei auf die Staatskasse zu nehmen. 

4. F._____ sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 27 für die erbetene 

Verteidigung im Untersuchungs- und im erstinstanzlichen 

Gerichtsverfahren – gemäss Erstinstanz 340,25 Stunden – mit 

CHF 350.00/h (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Staatskasse zu 

entschädigen (Anschlussberufung.). 

5. F._____ sei für die durch die widerrechtlich eingeleitete 

Strafuntersuchung erlittene schwere Verletzung in seinen persönlichen 

Verhältnissen eine angemessene Genugtuung aus der Staatskasse 

zuzusprechen (Anschlussberufung). 

6. F._____ sei für Umtriebe im Berufungsverfahren für den gemäss 

Leistungsjournal ausgewiesenen Aufwand von CHF 350.00, zuzüglich 

8 % Mehrwertsteuer, sowie für die Kosten des Gutachtens 

Prof. R._____ aus der Staatskasse zu entschädigen. 

 

- 16 - 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

1.  Das Bezirksgericht Zürich, 9. Abteilung, fällte am 20. November 2014 im 

Verfahren gegen die Beschuldigten B._____, C._____, D._____, E._____ und 

F._____ das obgenannte Urteil (Urk. 211 S. 225 ff.). 

2.  Die Beschuldigten B._____, C._____, D._____ und E._____ meldeten da-

gegen fristgerecht die Berufung an (Urk. 197-199 und Urk. 204), ebenso die 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (Urk. 203) und die Einziehungsbetroffe-

ne A._____ AG (Urk. 201). Nach Erhalt des begründeten Entscheids liessen die 

Beschuldigten B._____, C._____ und E._____ sowie die Einziehungsbetroffene 

A._____ AG innert Frist die Berufungserklärungen im Sinne von Art. 399 Abs. 3 

StPO einreichen (Urk. 213, 214, 215/1 und 217). Die Staatsanwaltschaft reichte 

ihre Berufungserklärung mit Eingabe von 13. Februar 2015 ebenfalls fristgerecht 

ein und beschränkte diese auf den vorinstanzlichen Freispruch betreffend den 

Beschuldigten F._____ und die diesbezüglichen Nebenfolgen (Urk. 212). F._____ 

liess daraufhin Anschlussberufung im Sinne von Art. 401 StPO erklären 

(Urk. 233). Der Beschuldigte D._____ liess hingegen innert Frist keine Beru-

fungserklärung einreichen. Er liess dem Gericht mit Schreiben vom 2. März 2015 

mitteilen, dass er auf eine Berufung "verzichte" (Urk. 216). Damit gilt die Berufung 

von D._____ als zurückgezogen. Von diesem Rückzug ist vorab mit Beschluss 

Vormerk zu nehmen. 

3.  Hinsichtlich des Verfahrensgangs im Vorverfahren und im vorinstanzlichen 

Verfahren bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils kann auf die korrekte Dar-

stellung im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 211 S. 7-14). 

4.  Anlässlich der Berufungsverhandlung liessen die Parteien die eingangs er-

wähnten Anträge stellen. 

- 17 - 

II.  Prozessuales 

0.  Der Beschuldigte B._____ hat das vorinstanzliche Urteil, soweit es ihn be-

trifft, vollumfänglich angefochten (Urk. 213), ebenso die Beschuldigten C._____ 

(Urk. 214) und E._____ (Urk. 217). Die Staatsanwaltschaft beschränkte ihre Beru-

fung wie erwähnt auf den Freispruch für den Beschuldigten F._____ und die dies-

bezüglichen Nebenfolgen (Urk. 212). Die Einziehungsbetroffene A._____ AG be-

antragte, es sei Ziffer 16 des vorinstanzlichen Dispositivs aufzuheben, mithin sei 

die A._____ AG nicht zur Bezahlung einer Ersatzforderung an den Staat zu verur-

teilen, eventualiter sei lediglich auf eine teilweise Einziehung zu erkennen 

(Urk. 215/1). Der Beschuldigte F._____ liess im Rahmen seiner Anschlussberu-

fung die Dispositivziffer 27 (Prozessentschädigung) anfechten, wobei er aus-

schliesslich den zugesprochenen Stundenansatz von Fr. 250.– beanstanden und 

stattdessen einen solchen von Fr. 350.– beantragen liess. Ausserdem liess 

F._____ die Zusprechung einer angemessenen Genugtuung beantragen 

(Urk. 233).  

1.  Damit wurden die Berufungen teilweise beschränkt (Urk. 399 Abs. 4 StPO). 

Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des 

angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Nicht angefochten 

blieben der Schuldspruch und das Strafmass betreffend D._____ (Dispositivziffern 

4, 9 und 13). Ebenso blieben die Dispositivziffern 17 (Vormerknahme der bereits 

rechtskräftigen Entscheidung über die Sperre der Konten bzw. Depots des Be-

schuldigten B._____ bei der G._____ und bei der N._____ sowie über die Ver-

wendung der dort befindlichen Vermögenswerte), 18 (Vormerknahme der bereits 

rechtskräftigen Entscheidung über die Grundbuchsperre sowie die Verwendung 

eines allfälligen Verwertungserlöses betreffend die im Eigentum des Beschuldig-

ten B._____ und von B1._____ stehenden Liegenschaft … [Adresse]) und 20 

(Anordnung der Herausgabe diverser Gegenstände an die jeweiligen Inhaber) 

unangefochten. 

- 18 - 

Es ist somit mittels Beschluss festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil im 

Umfang der oben genannten nicht angefochtenen Punkte in Rechtskraft erwach-

sen ist. 

2.  Im Rahmen der Berufungserklärung liess die Einziehungsbetroffene 

A._____ AG den Beweisantrag stellen, es sei – insbesondere durch Einholung ei-

nes Sachverständigengutachtens – Beweis darüber zu erheben, dass die 

A._____ AG per 31. Dezember 2002 überschuldet war und bis (mindestens) am 

16. Mai 2003 saniert wurde (Urk. 215/1). Zur Begründung liess sie ausführen, die 

damalige Überschuldung der Einziehungsbetroffenen sei für die Beurteilung der 

Einziehungsforderung von zentraler Bedeutung, da die mittels Ersatzforderung 

zur Einziehung beantragten Vermögenswerte im Rahmen dieser Überschuldung 

ersatzlos untergegangen seien. Die Einziehungsbetroffene habe deshalb bereits 

mit ihrem Beweisantrag vom 28. Mai 2014 entsprechende Dokumente einge-

reicht, die ihre damalige Überschuldung beweisen würden. Die Vorinstanz habe 

sich jedoch im Rahmen der Beweiswürdigung nicht weiter mit diesen Dokumenten 

auseinandergesetzt (Urk. 215/1). Auf diesen erneut gestellten Beweisantrag ist im 

Falle eines Schuldspruches bei der Behandlung der Voraussetzungen für eine Er-

satzforderung näher einzugehen (vgl. unten Erw. VI. Ziff. 9 bzw. S. 203 ff.). 

3.  Während des Vorverfahrens ist die neue eidgenössische Strafprozessord-

nung (StPO) am 1. Januar 2011 in Kraft getreten. Gemäss deren Art. 448 Abs. 1 

StPO werden Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängig sind, 

grundsätzlich nach neuem Recht fortgeführt. Verfahrenshandlungen, die wie vor-

liegend zum Teil vor Inkrafttreten dieses Gesetzes angeordnet oder durchgeführt 

worden sind, behalten aber ihre Gültigkeit (Art. 448 Abs. 2 StPO). 

4.  Gemäss den aktuell geltenden Verjährungsregeln verjährt die Strafverfol-

gung in 15 Jahren, wenn die Taten – wie die vorliegend inkriminierten – mit einer 

Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind (Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB). 

Diese Regelung gilt jedoch erst seit 1. Oktober 2002 und war bis Ende 2006 in 

Art. 70 aStGB geregelt. Die den Beschuldigten vorgeworfenen Taten erfolgten 

gemäss Anklageschrift im Zeitraum vom 22. Mai 2000 bis 6. Februar 2003 und 

fanden damit mehrheitlich unter dem Geltungsbereich des alten Verjährungs-

- 19 - 

rechts statt. Gemäss der Übergangsbestimmung von Art. 389 StGB ist für Taten 

vor dem 1. Oktober 2002 jeweils das neue Recht nur anwendbar, wenn es milder 

als das alte Recht ist. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Die vorliegend zu beurtei-

lenden Delikte verjähren zwar nach altem Recht absolut ebenfalls nach 15 Jah-

ren, die relative Verjährung tritt allerdings bereits nach 10 Jahren ein (Art. 70 

Satz 2 aStGB). Letztere wird durch eine gegen den Täter gerichtete Untersu-

chungshandlung oder Verfügung unterbrochen (Art. 72 Ziff. 2 Abs. 1 aStGB) und 

beginnt dann neu zu laufen, bis die absolute Verjährung eintritt. Nach altem Ver-

jährungsrecht muss überdies innert der absoluten Verjährungsfrist ein rechtskräf-

tiges Urteil ergangen sein, damit die Verfolgungsverjährung nicht mehr eintritt, 

während nach neuem Recht nach einem erstinstanzlichen Urteil keine Verfol-

gungsverjährung mehr eintreten kann. Im Folgenden ist daher nach altem Recht 

zu prüfen, ob die vor dem 1. Oktober 2002 stattgefundenen Taten bereits verjährt 

sind bzw. ob die relative Verjährungsfrist rechtzeitig unterbrochen wurde. 

  Die Staatsanwaltschaft ging vorliegend davon aus, dass die Verjäh-

rungsfrist von Art. 70 Abs. 2 aStGB gegenüber dem Beschuldigten B._____ mit 

dem von ihr gegenüber der Kantonspolizei Zürich erteilten dringenden Ermitt-

lungsauftrag vom 18. März 2010 "in Sachen gegen B._____ und I._____" unter-

brochen worden sei (Urk. 011134). Entsprechend erhob sie B._____ gegenüber 

bezüglich aller Transaktionen ab 22. Mai 2000 Anklage. Gegenüber C._____, so 

die Staatsanwaltschaft, sei die Verfolgungsverjährung mit der gegenüber der 

G._____ erlassenen Editionsverfügung vom 11. Oktober 2010 unterbrochen wor-

den, weshalb die Sachverhalte bis und mit den Transaktionen vom 25. September 

2000 (Transaktionen Nr. 1-79) verjährt seien. 

  Die Verteidigung des Beschuldigten B._____ stellte sich hingegen auf 

den Standpunkt, dass gegen B._____ erst am 10. Dezember 2010 eine Strafun-

tersuchung betreffend Vermögensdelikte eröffnet worden sei. Davor sei gegen ihn 

wegen Bestechens bzw. Vorteilsgewährung zum Nachteil der L._____ in einem 

anderen Verfahren ermittelt worden. Demnach seien zum Zeitpunkt der Verfah-

renseröffnung die unter dem Titel "Phase 1a" eingeklagten Transaktionen vom 

22. Mai bis 27. November 2000 verjährt (Urk. 155). 

- 20 - 

  Die erste aktenkundige, von der Strafverfolgungsbehörde nach aussen 

hin kommunizierte Untersuchungshandlung, welche über den damals im Vorder-

grund stehenden und schliesslich separat verfolgten Bestechungsverdacht hin-

ausging, war die von der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich gegenüber der 

G._____ erlassene Editionsverfügung vom 11. Oktober 2010, in welcher die 

G._____ aufgefordert wurde, eine Liste der ab 1. Januar 2000 im Auftrag der …-

Verwaltung des Kantons Zürich, Abteilung H._____ (nachfolgend H._____), für 

die L._____ getätigten Handelstransaktionen mit sämtlichen Daten und den Na-

men der mit den Transaktionen befassten Mitarbeitern auszuhändigen 

(Urk. 17700001 f.). Die Verfügung äusserte gegenüber der G._____ ausdrücklich 

den Verdacht, dass in ihrem Geschäftsbetrieb "überhöhte und nicht marktkonfor-

me Transaktionskosten in Rechnung gestellt wurden". Zu beachten ist jedoch, 

dass sich der Verdacht überhöhter und nicht marktkonformer Transaktionskosten 

nur auf diejenigen Transaktionen beschränkte, welche von der O._____ AG als 

externe Vermögensverwalterin für die L._____ getätigt worden waren. Solche 

Transaktionen fanden jedoch erst ab März 2003 statt und bilden nicht Gegen-

stand der vorliegenden Anklage. Der Name der O._____ AG taucht dementspre-

chend auch nirgends in der vorliegenden Anklageschrift auf (vgl. Urk. 03001 und 

Urk. 050715.220). Hinsichtlich früherer Transaktionen, also während der Zeit, als 

der Beschuldigte B._____ Mitarbeiter der Bank G._____ (nachfolgend G._____) 

bzw. der G._____ Group war (bis 31. Oktober 2001), bzw. während seiner Tätig-

keit bei der A._____ AG vom 1. November 2001 bis März 2003, wurde weder ein 

Verdacht geäussert, noch wurden entsprechende Transaktionslisten einverlangt. 

Einverlangt wurde zwar eine Transaktionsliste der Handelstransaktionen, welche 

die G._____ für die L._____ für den Zeitraum, als B._____ Mitarbeiter der 

G._____ war, "frühestens" ab 1. Januar 2000, getätigt hatte. Diese Editionsverfü-

gung betraf jedoch nur den Verdacht des "Front Runnings", wie aus den Erwä-

gungen der Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

11. Oktober 2010 unzweifelhaft hervorgeht (Urk. 17700001). Sogar wenn ein 

"Front Running" strafrechtlich überhaupt relevant gewesen wäre, bestand diesbe-

züglich aber weder zeitlich noch inhaltlich ein Zusammenhang mit dem Vorwurf 

überhöhter und nicht marktkonformer Transaktionskosten. Ausschliesslich für die-

- 21 - 

sen Vorwurf wurde denn auch eine separate Liste sämtlicher Handelstransaktio-

nen, welche die O._____ AG seit Aufnahme der Geschäftsbeziehung ("Februar 

2003" [recte: März 2003]) für die L._____ getätigt hatte, eingefordert 

(Urk. 17700002, Dispositivziffer 3 Abs. 2 der Editionsverfügung). Somit wurde mit 

der genannten Editionsverfügung vom 11. Oktober 2010 die Verfolgungsverjäh-

rung betreffend die vorliegend zu beurteilenden Delikte nicht unterbrochen. 

  Erst mit der Editionsverfügung vom 14. Dezember 2010 wurde von Seiten 

der Staatsanwaltschaft gegenüber der G._____ und nach Ablauf des Mitteilungs-

verbotes auch gegenüber den Beschuldigten B._____ und D._____ kundgetan, 

dass bezüglich Tathandlungen ermittelt wurde, welche schliesslich in die vorlie-

gende Anklage einflossen. Es betraf dies den Verdacht, dass D._____ im ge-

meinsamen Zusammenwirken mit B._____ zum Nachteil der L._____ im Zeitraum 

vom 20. November 2001 bis 1. Januar 2003 in mehreren Fällen in Verletzung der 

ihm obliegenden Treue- und Sorgfaltspflichten und in Verletzung des Grundsatzes 

von "Best Execution" Aktientransaktionen zu nicht marktgerechten Preisen bzw. 

Konditionen abgewickelt habe (Urk. 17700520). Mit dieser dem Fortgang des vor-

liegenden Verfahrens dienenden Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 14. Dezember 2010 wurde daher gegenüber B._____ und 

D._____ die Verfolgungsverjährung unterbrochen. 

  Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass bezüglich der von B._____ 

innerhalb des Zeitraums vom 22. Mai 2000 bis 27. November 2000 in Auftrag ge-

gebenen Transaktionen, welche den im Anhang der Anklageschrift aufgeführten 

Transaktionen Nr. 1 - 151 entsprechen, die Verjährung eingetreten ist. Das Ver-

fahren bezüglich der dem Beschuldigten B._____ in Anklageziffer I. (Phase 1a) im 

Zeitraum vom 22. Mai 2000 bis und mit 27. November 2000 vorgeworfenen 

Transaktionen (Nr. 1 - 151 gemäss Anhang zur Anklageschrift) ist deshalb ge-

stützt auf Art. 329 Abs. 5 StPO einzustellen. 

  Dem Beschuldigten C._____ wird in der Anklageschrift vorgeworfen, ab 

dem 16. Oktober 2000 an den strafrechtlich relevanten Transaktionen beteiligt 

gewesen zu sein. Auch hinsichtlich C._____ stellt die Editionsverfügung vom 

11. Oktober 2010 gemäss den vorstehenden Ausführungen keine verjährungsun-

- 22 - 

terbrechende Untersuchungshandlung dar. Gleiches gilt in seinem Fall auch für 

die Editionsverfügung vom 14. Dezember 2010, zumal er zu diesem Zeitpunkt 

noch nicht als Tatverdächtiger aufgeführt wurde. Stattdessen ist seine Verhaftung 

am 23. März 2011 (Urk. 755006) als erste die Verjährung unterbrechende Unter-

suchungshandlung zu qualifizieren. Daraus ergibt sich, dass bezüglich der Trans-

aktionen vom 16. Oktober bis 27. November 2000, welche den im Anhang der 

Anklageschrift aufgeführten Transaktionen Nr. 80 - 151 entsprechen, die Verjäh-

rung eingetreten ist. Das Verfahren bezüglich der dem Beschuldigten C._____ in 

Anklageziffer I. (Phase 1a) im Zeitraum vom 16. Oktober 2000 bis und mit 27. No-

vember 2000 vorgeworfenen Transaktionen (Nr. 80 - 151 gemäss Anhang zur 

Anklageschrift) ist deshalb gestützt auf Art. 329 Abs. 5 StPO einzustellen. 

 

III. Schuldpunkt 

1.   Teil 1 (verjährungsbereinigt): B._____, C._____: Transaktionen vom 

24. August 2001 (Anklageziffer II. Phase 1b) und zwischen 29. November 

2001 und 6. Februar 2003 (Anklageziffer III. Phase 2) 

   Anklagevorwurf (verjährungsbereinigt) 

Als Folge der eingetretenen Verjährung der den Beschuldigten B._____ und 

C._____ in Anklageziffer I. (Phase 1a) im Zeitraum vom 22. Mai 2000 bis und mit 

27. November 2000 bzw. vom 16. Oktober 2000 bis und mit 27. November 2000 

vorgeworfenen Transaktionen (Nr. 1-151 gemäss Anhang zur Anklageschrift) ist 

für die vorliegende Beurteilung der Beschuldigten B._____ und C._____ nur noch 

der Anklagevorwurf gemäss Anklageziffer II. (Phase 1b) und derjenige gemäss 

Anklageziffer III. (Phase 2) von Relevanz. Zu untersuchen bleiben somit die 

Transaktionen vom 24. August 2001 (Nr. 152-155 gemäss Anhang zur Anklage) 

und diejenigen zwischen 29. November 2001 und 6. Februar 2003 (Nr. 156-196 

gemäss Anhang zur Anklage).  

In terminologischer Hinsicht ist vorauszuschicken, dass die L._____ nach ihrer 

Gründung per 1. Januar 1926 nach aussen als L1._____ und später als L._____ 

- 23 - 

auftrat. Gemäss Stiftungsurkunde lautet ihre formelle Bezeichnung heute 

"L._____ … des Kantons Zürich". Nach aussen tritt sie seit 2014 aber als L._____ 

auf, wobei diesen drei Buchstaben keine Bedeutung mehr zugeordnet ist. 

Die Anklage wirft den Beschuldigten B._____ und C._____ (wobei bezüglich 

C._____ nur die Transaktionen Nr. 152-187 relevant sind) im Wesentlichen vor, 

bei den genannten Transaktionen die im Auftrag der H._____ ausgeführten Akti-

engeschäfte zum Nachteil der L._____ und des Reservefonds der M._____ 

(nachfolgend M._____) zu anderen als den effektiv an der Börse erzielten Kursen 

abgerechnet zu haben, in der Absicht, damit die G._____ und indirekt via Bonus-

zahlungen auch sich selber zu bereichern. Dabei seien sie wie folgt vorgegangen: 

B._____ habe in der Phase 1b am 24. August 2001 als Mitarbeiter der G._____ 

und später in der Phase 2 (vom 29. November 2001 bis 6. Februar 2003) als Mit-

arbeiter einer externen Vermögensverwalterin der G._____, der A._____ AG 

(nachfolgend A._____), die Handelsaufträge der H._____ von I._____ zur best-

möglichen und interessewahrenden Ausführung ("IW") entgegengenommen und 

diese an C._____ (Transaktionen 152-155 und 156-187) und später an D._____ 

(Transaktionen 188-196), welche beide bei der G._____ in der Geschäftseinheit 

G1._____ (nachfolgend G1._____) als "Sales-Person" für die Entgegennahme 

und Ausführung bzw. Weiterleitung und Kontrolle von Börsenaufträgen zuständig 

gewesen seien, zur Ausführung weitergeleitet mit der Anweisung, die Aufträge 

über mehrere Börsentage zu handeln. C._____ (und später D._____) hätten die 

Aufträge in der Folge via das Börsenhandelssystem instruktionsgemäss über 

mehrere Tage in zahlreichen Teilausführungen entweder selber ausgeführt oder 

sie entsprechend durch die zuständigen Händler der G1._____ ausführen lassen, 

wobei die im Zuge der Orderausführung über mehrere Tage in zahlreichen Teil-

ausführungen gekauften bzw. verkauften Titel jeweils zu den effektiv erzielten 

Preisen auf einem Handelsdepot (EB-Depot) der G._____ verbucht und dort bis 

zur vollständigen Ausführung des Auftrages zwischengelagert worden seien (sog. 

"Warehousing"). Nach der vollständigen Ausführung des Auftrages habe C._____ 

(und später D._____) B._____ in der Regel noch am selben Tag den im Handel 

bei der Ausführung der Order effektiv erzielten Durchschnittskurs mitgeteilt, wo-

rauf sich B._____ bei C._____ (und später bei D._____) über die aktuellen Ta-

- 24 - 

geshöchst- bzw. Tagestiefstkurse und den "Volume Weighted Average Price" 

(den volumengewichteten Durchschnittskurs aller in der konkreten Handelsperio-

de durch sämtliche Marktteilnehmer getätigten Transaktionen in einem gehandel-

ten Titel; nachfolgend VWAP) informiert habe und ihnen einen vom effektiv erziel-

ten Durchschnittskurs zu Ungunsten der L._____ bzw. M._____ geringfügig ab-

weichenden Kurs genannt habe, um diesen gegenüber der H._____ abrechnen 

zu lassen. C._____ (und D._____) hätten die ihnen von B._____ genannten Ab-

rechnungskurse in der Folge handschriftlich auf den jeweiligen Handelsfichen im 

dafür vorgesehenen Feld "Titelkurs" eingetragen und durch das Mid Office ent-

sprechend im Datenverarbeitungssystem der Bank erfassen lassen. Gestützt auf 

diese eingegebenen Daten seien sodann im Backoffice der Bank automatisch 

Wertschriftenabrechnungen der Transaktionen erstellt und der H._____ per Post 

zugestellt worden. In diesen Wertschriftenabrechnungen sei jeweils der von 

B._____ bestimmte Abrechnungskurs und der Preis der gesamten Transaktion 

"netto" abgerechnet worden, dies im Gegensatz zu den früheren von der Anklage 

erfassten (jedoch verjährten) Transaktionen (Nr. 1-151) vom 22. Mai 2000 bis 27. 

November 2000, bei denen die vereinbarte Kommission von 0,08 % separat aus-

gewiesen worden war. Zudem hätten C._____ (und später auch D._____) jeweils 

umgehend nach der erfolgten Verbuchung der Transaktion im Mid Office eine Be-

stätigung zuhanden von I._____ an die H._____ gefaxt ("Faxabrechnung 

G._____" gemäss Anhang zur Anklageschrift) mit dem Hinweis, dass es sich 

hierbei um die genauen Daten der ausgeführten Aufträge handeln würde. Aus den 

Faxabrechnungen sei jeweils das Abschlussdatum einer Transaktion, die Anzahl 

gehandelter Titel und der durch B._____ bestimmte und durch C._____ (bzw. 

D._____) auf der Handelsfiche eingetragene und im Mid Office erfasste Abrech-

nungskurs ersichtlich gewesen. Nebst den zu leistenden Abgaben sei entspre-

chend den Wertschriftenabrechnungen bis zum 27. November 2000 (Phase 1a) 

auch die Höhe der vereinbarten Kommission von 0,08 % aufgeführt gewesen, 

während ab dem 24. August 2001 (Phasen 1b und 2) – mithin in den vorliegend 

relevanten Phasen – die Geschäfte nur noch "netto" abgerechnet worden seien, 

so dass die Kommission in den Kurs der gehandelten Titel eingerechnet und nicht 

mehr separat ausgewiesen worden sei. Durch die entsprechenden Abrechnungen 

- 25 - 

hätten B._____ und C._____ (bzw. D._____) bewirkt, dass sich die H._____ bzw. 

deren Mitarbeiter über die an der Börse effektiv erzielten Preise getäuscht und 

gestützt darauf der K._____ noch am selben Tag entsprechende Instruktionen für 

die Abwicklung (sog. "Settlement") der Transaktionen erteilt hätten. In der Folge 

sei es im Rahmen des Settlements der Transaktionen zu entsprechenden vermö-

gensschädigenden Dispositionen zu Lasten der durch sie betreuten Portfolios der 

L._____ bzw. M._____ gekommen (Urk. 003001).  

B._____ und C._____ seien am 24. August 2001 (Phase 1b) vier Mal auf die be-

schriebene Art und Weise vorgegangen und hätten dadurch unter Berücksichti-

gung einer auf die tatsächlich erzielten Kurse berechneten und geschuldeten 

Kommission von 0,08 % in den Portfolios der L._____ und der M._____ einen 

Schaden von Fr. 105'352.65 (Phase 1b) verursacht. Im gleichen Umfang sei die 

G._____ in der Geschäftseinheit G1._____ durch die als Handelsertrag bzw. als 

Kommissionen angefallenen Erträge unrechtmässig bereichert worden, wobei 

sich der für die Bank erwirtschaftete Ertrag aus den Transaktionen auch positiv 

auf die Höhe der Boni von B._____ und C._____ ausgewirkt habe (Urk. 003001 

S. 7-25). 

In der anklagerelevanten Phase 2 vom 29. November 2001 bis 6. Februar 2003 

sei B._____ zusammen mit C._____ (bzw. später mit D._____) insgesamt 41 Mal 

auf die beschriebene Art und Weise vorgegangen (Transaktionen Nr. 156-196). 

Dadurch sei unter Berücksichtigung einer auf die tatsächlich erzielten Kurse be-

rechneten und geschuldeten Kommission von 0,08 % in den Portfolios der 

L._____ und der M._____ ein Schaden von insgesamt Fr. 4'949'948.80 entstan-

den. Der Beschuldigte C._____ sei aufgrund seiner Beteiligung bis am 22. Febru-

ar 2002 (Transaktionen Nr. 156-187) für einen Schadensanteil von insgesamt 

Fr. 432'959.90 mitverantwortlich gewesen (D._____, gegen den der Schuldspruch 

der Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen ist, sei wegen seiner Beteiligung zwi-

schen dem 28. Oktober 2002 und dem 6. Februar 2003 [Transaktionen Nr. 188-

196] für einen Schadensanteil von Fr. 4'516'988.85 mitverantwortlich). Auf der 

anderen Seite sei der G._____ durch das in der Anklage beschriebene Verhalten 

von B._____ und C._____ bzw. D._____ in der Phase 2 ein unrechtmässiger Er-

- 26 - 

trag von Fr. 4'949'948.80 angefallen, aus welchem die G._____ der A._____ Ret-

rozessionszahlungen im Umfang von insgesamt Fr. 2'287'991.55 ausbezahlt ha-

be. Zudem habe sich der bei der Bank verbliebene Ertrag von Fr. 2'661'957.25 

auch positiv auf die Höhe der Boni von C._____ (und D._____) ausgewirkt, wäh-

rend B._____ gestützt auf eine am 6. November 2002 mit P._____ und S._____ 

vereinbarte Vertragsergänzung im Betrag von Fr. 813'804.55 an den der A._____ 

ausbezahlten Retrozessionen partizipiert und sich unrechtmässig bereichert habe, 

so dass der A._____ nach der Zahlung dieser Beträge noch ein nicht gerechtfer-

tigter Ertrag von Fr. 1'474'187 verlieben sei (Urk. 003001 S. 25-51). 

Dadurch habe sich der Beschuldigte B._____ des mehrfachen Betrugs im Sinne 

von Art. 146 Abs. 1 StGB (Phasen 1a und 1b), des gewerbsmässigen Betrugs im 

Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB (Phase 2) und der mehrfachen Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht, während sich der 

Beschuldigte C._____ (und auch der Beschuldigte D._____) dadurch des mehrfa-

chen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB und der mehrfachen Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht habe (Urk. 003001 

S. 52). 

   Standpunkt des Beschuldigten B._____ 

Die Vorinstanz fasste die Aussagen und Stellungnahmen des Beschuldigten 

B._____ im Vorverfahren und in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung zutref-

fend zusammen. Auf die entsprechenden Ausführungen in den vorinstanzlichen 

Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Urk. 211 S. 25-30: Art. 82 Abs. 4 

StPO). Die nachfolgenden Ausführungen dienen lediglich der Rekapitulation. – Im 

Wesentlichen liess der Beschuldigte B._____ bestreiten, dass es während der 

anklagerelevanten Zeitspanne, mithin der vorliegend nicht mehr relevanten Pha-

se 1a sowie der Phase 1b, nicht zutreffe, dass die Geschäftsbeziehung zur 

H._____ und die Erträge aus den eingeklagten Transaktionen von Relevanz für 

die Festsetzung seines Bonus gewesen sei. In dieser Zeit sei er für die operative 

Leitung von "T._____" verantwortlich und in das Projekt "PFS" (Personal Financial 

Services) eingebunden gewesen, und zwar mit einer wöchentlichen Arbeitsbelas-

tung von 60 bis 70 Arbeitsstunden. Dementsprechend sei auch sein Salär im frag-

- 27 - 

lichen Zeitraum ausschliesslich von seinem Vorgesetzten U._____ innerhalb der 

G._____ Group festgesetzt worden. Von Relevanz seien dabei ausschliesslich 

seine Leistungen als Leiter "T._____" und Mitglied des Projektleitungsteams 

"PFS" gewesen, zumal seinem Vorgesetzten U._____ gemäss dessen Zeugen-

aussage seine (B._____s) Nebentätigkeit bezüglich der zur Diskussion stehenden 

Transaktionen gar nicht bekannt gewesen sei. Abgesehen davon sei ihm, 

B._____, für das Jahr 2001 gar kein Bonus ausbezahlt worden, da er die Bank vor 

Jahresende verlassen habe. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft über eine 

von ihm angestrebte persönliche Bereicherung im Zusammenhang mit den einge-

klagten Transaktionen sei somit falsch und aktenwidrig (Urk. 167 S. 5 ff.). 

Er, B._____, sei für die L._____ nicht der eigentliche Kundenverantwortliche bei 

der G._____ gewesen, sondern er sei im Sinne einer eigentlichen "Relais-Station" 

in die Transaktionen eingebunden gewesen. Bei ihm seien die Aufträge einge-

gangen, und er habe diese zur Abwicklung an die Sales-Abteilung des Private 

Banking weitergeleitet. Dies habe er getan, ohne eigenen Zugriff auf das System 

der Business Unit Private Banking zu haben, und insbesondere auch, ohne 

Kenntnis über die durch das Private Banking erstellten internen und für die 

L._____ bestimmten Abrechnungen zu haben (Urk. 167 S. 8 f.). Zudem sei darauf 

hinzuweisen, dass die L._____ damals einziger institutioneller Kunde des "…-

Desk" (der die externen Vermögensverwalter […] betreuenden Abteilung) des Pri-

vate Bankings gewesen sei. Die institutionellen Kunden seien ansonsten Direkt-

kunden und nicht beim …-Desk angesiedelt gewesen. Das Abrechnungssystem 

des Private Banking sei jedoch offensichtlich nur für Kommissionsgeschäfte aus-

gelegt gewesen. Aus den bei den Akten liegenden, unzähligen Transaktionsab-

rechnungen werde deutlich, dass die praktizierten Nettogeschäfte bzw. Handels-

geschäfte schlecht mit den zur Verfügung gestandenen Formularen und Daten-

masken vereinbar gewesen seien (Urk. 167 S. 9). Ausserdem hätten institutionel-

le Kunden wie die H._____ im relevanten Zeitraum letztlich nur die Performance 

ihrer Depots in den Vordergrund gestellt und die durch die Börsengeschäfte ent-

standenen Kosten nicht separat ausgewiesen, sondern in den Auftrag integriert 

haben wollen. Dementsprechend seien von diesen institutionellen Kunden Netto-

Abrechnungen erwartet worden. Auch hätten die Aufträge der L._____ aufgrund 

- 28 - 

deren Grösse zu massiven Kursschwankungen führen können, weshalb die Vor-

gabe gelautet habe, die grösseren Aufträge verteilt über mehrere Tage oder gar 

Wochen zu handeln. Die zur Diskussion stehenden Transaktionen seien zudem in 

der Zeit des Platzens der Technoblase und dem damit verbundenen Beginn einer 

länger anhaltenden Börsenkrise erfolgt. In diesem Umfeld sei es von grösster 

Wichtigkeit gewesen, diskret und unauffällig im Markt aufzutreten (Urk. 167 

S. 9 f.). 

Was den Kommissionssatz anbelange, habe er, B._____, bereits in der Untersu-

chung klargestellt, dass nie von einem Courtagesatz von 0,08 % die Rede gewe-

sen sei und ein solcher Satz schon gar nicht zwischen ihm und I._____ mündlich 

vereinbart gewesen sei, zumal ihm dazu von vorneherein die Kompetenz gefehlt 

habe. Vielmehr seien eigentliche Netto-Geschäfte vereinbart gewesen, bei wel-

chen die Kosten und insbesondere die Kommission oder Courtage der Bank in 

den Preis eingerechnet worden seien. Entsprechend habe es sich für ihn auch 

nicht um Kommissionsgeschäfte gehandelt. Die Staatsanwaltschaft habe von Be-

ginn der Einvernahmen an praktisch jeden Befragten durch Suggestivfragen und 

ständiges Drängen davon zu überzeugen versucht, dass zwischen der G._____ 

und der L._____ ein Kommissionssatz von 0,08 % des Handelsbetrages verein-

bart worden sei. Die fragliche Eintragung von 0,08 % unter der Rubrik "Kommissi-

onen in Prozent" auf einer Vielzahl von Handelsfichen in der ersten Phase könne 

er sich nur so erklären, dass das …-Desk mit einem entsprechenden Satz von 

8 Basispunkten intern entschädigt worden sei. Abgesehen davon habe er sich 

weder mit den Handelsfichen befasst, noch habe er diese zu Gesicht bekommen. 

Bei der Kommission, welche in der Maske mit der Bezeichnung "Kommission 

0,08 %" umschrieben sei, finde sich folgender Vermerk an die Mitarbeiter: "Es 

wird ziemlich sicher eine spezielle Kommission abgemacht. Diese unbedingt im 

Settlement Text angeben" (Urk. 167 S. 11 ff.). 

Zudem könne aus seiner Sicht keine Rede von unrichtigen Angaben in den Fax- 

und Wertschriftenabrechnungen sein, denn beide bestätigten letztlich das, was 

netto abgerechnet worden sei. Wie die Staatsanwaltschaft in der Untersuchung 

zutreffend festgestellt habe, seien die Abrechnungen über weite Strecken nicht 

- 29 - 

verständlich. Dies könne aber keinesfalls dahingehend qualifiziert werden, dass 

unwahre Angaben vorgelegt worden seien. Und erst recht könnten die über Jahre 

erfolgten Unzulänglichkeiten keinesfalls ihm, B._____, angelastet werden 

(Urk. 167 S. 17 f.). 

Betreffend die anklagegegenständliche Phase 2 habe er, B._____, bereits in der 

Untersuchung klargestellt, dass die G._____ und nicht er die Formulierung und 

Ausarbeitung der Retrozessionsvereinbarung vom 5. November 2001 vorgenom-

men habe. Bezeichnenderweise sei er zum Zeitpunkt der Erstellung und des Ver-

sands der Offerte für die Retrozessionsvereinbarung, nämlich am 5. November 

2001, nicht mehr bei der G._____ angestellt, sondern bereits für die A._____ tätig 

gewesen. Vor diesem Hintergrund erscheine es etwas "allzu billig", wenn die 

Staatsanwaltschaft die Retrozessionsvereinbarung zwischen der G._____ und der 

A._____ nun einfach ihm in die Schuhe schieben wolle, zumal die L._____ diese 

Retrozessionsvereinbarung nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern sich damit 

ausdrücklich einverstanden erklärt habe (Urk. 167 S. 28 ff). Auch nach seinem 

Wechsel zur A._____ sei zwischen den Parteien kein fester Kommissionsatz von 

0,08 % auf dem Handelsbetrag vereinbart gewesen und praktiziert worden. Es 

seien vielmehr regelmässig Netto-Geschäfte abgewickelt worden. Die angespro-

chene Retrozessionsvereinbarung gemäss Offerte vom 5. November 2001, wel-

cher die L._____ ausdrücklich zugestimmt habe, habe die Formulierung enthal-

ten: "Für net trades mit Handelsgewinn vergüten wir Ihnen vierteljährlich 50 % des 

Nettohandelsertrages…". Vor diesem Hintergrund erscheine es eigenartig, dass 

die Staatsanwaltschaft – wie sie dies in allen Einvernahmen in suggestiver Weise 

jedem Befragten eingehämmert habe – von einem vereinbarten Kommissionssatz 

von 0,08 % ausgehen wolle. Auch wäre eine fixe Kommission von 0,08 % für die 

G._____ nicht kostendeckend gewesen. Bereits für kleinere Tickets hätten jeweils 

marktübliche Konditionen von 0,1 bis 0,2 % bestanden. Auch könne der Umstand, 

dass in der fraglichen Retrozessionsvereinbarung von "straight trades mit generel-

ler Ticket Fee von 8 bp" die Rede sei, nicht allen Verantwortlichen der L._____ 

die Sicht auf den übrigen Teil der Retrozessionsvereinbarung versperrt und sie 

letztlich in ihrem falschen Eindruck bekräftigt haben. Es sei lebensfremd zu be-

haupten, dass I._____ und die übrigen Mitarbeiter der für das Controlling zustän-

- 30 - 

digen Q._____ zufolge dem fraglichen Passus in der Retrozessionsvereinbarung 

über Jahre hinweg nicht realisiert hätten, dass Netto-Abrechnungen erfolgt seien. 

Die Unklarheiten im Zusammenhang mit den Netto-Geschäften könnten doch 

nicht einfach dazu führen, dass der Kerngehalt der Retrozessionsvereinbarung 

einfach ausgeblendet werde, wie dies die Staatsanwaltschaft mache, weil er nicht 

in ihre Argumentationslinie passe (Urk. 167 S. 31 ff.).  

Auch im Zusammenhang mit den Transaktionen der Phase 2 sei vorab auf die un-

tauglichen Strukturen im Private Banking der G._____ für die Abwicklung der 

L._____-Transaktionen hinzuweisen. Das Abrechnungssystem des Private Ban-

king sei nicht auf die vereinbarten Netto- bzw. Handelsgeschäfte ausgelegt gewe-

sen. Der Umstand, dass mit der Retrozessionsvereinbarung zwischen der 

G._____ und der A._____ zusätzlich Unklarheiten und Probleme entstanden sei-

en, habe schliesslich zu verschiedenen Unzulänglichkeiten geführt, für welche die 

G._____ letztlich die Verantwortung übernommen und die Privatklägerschaft dafür 

vollumfänglich entschädigt habe (Urk. 167 S. 36).  

Zudem sei nochmals klarzustellen, dass aufgrund der ausgewiesenen, schriftlich 

dokumentierten Vereinbarung für alle Transaktionen, welche nicht wie die "kleine-

ren Tickets" direkt ins Börsensystem eingegeben und nicht manuell hätten bear-

beitet werden müssen, Handelsgeschäfte vereinbart gewesen seien. Allen Betei-

ligten sei bekannt und bewusst gewesen, dass keine Kommissionsgeschäfte mit 

vereinbarten 8 Basispunkten abgemacht gewesen seien (Urk. 167 S. 36 f.). 

Was er, B._____, mit dem Verkauf der G._____ Namenaktien zu tun gehabt ha-

be, ergebe sich aus der von ihm handschriftlich verfassten Aktennotiz vom 

11. November 2002, in welcher er den am 29. Oktober 2002 erhaltenen Auftrag 

für den möglichst sofortigen Verkauf der G._____ Namenaktien zu einem Preis 

zwischen Fr. 25 und Fr. 27 festgehalten habe sowie auch seinen Antrag, bei ei-

nem Verkauf in den nächsten zwei bis drei Wochen ein Ziel von Fr. 25 bis Fr. 27 

anzustreben. Er habe in der Aktennotiz die Kursbewegungen in der fraglichen 

Phase aufgezeichnet und auch die "Abrechnung [CHF] 28.38 netto Courtage" so-

wie einen Tageskurswert per Abrechnungsdatum 11. November 2002 von 

Fr. 26.40 und einen Durchschnittskurs von Fr. 28.50 festgehalten. Aus dieser vor 

- 31 - 

mehr als zwölf Jahren verfassten Aktennotiz ergebe sich, dass nicht von einem 

Kommissionsgeschäft mit 8 Basispunkten habe die Rede sein können, und dass 

es sich für ihn um ein Handelsgeschäft gehandelt habe, welches auf jeden Fall 

habe netto abgerechnet werden müssen (Urk. 167 S. 37). 

Aus den Angaben in der Fax- und Wertschriftenabrechnung ergebe sich überdies, 

dass alle Beteiligten, insbesondere auch die Verantwortlichen der L._____ und 

der Q._____, von einem Netto-Geschäft ausgegangen seien, da die Kommission 

in den Preis einberechnet, also eben "netto Courtage" abgerechnet worden sei. 

Da sich die verkauften Namenaktien im Depot der K._____ befunden hätten und 

die G._____ die fraglichen Verkäufe teilweise über das Nostro und teilweise leer 

habe verkaufen müssen, sei die G._____ mit diesem Vorgehen in jedem Fall auch 

ein gewisses Risiko eingegangen. Dementsprechend sei das Geschäft in der Fol-

ge auch gegenüber der L._____ abgerechnet worden. Dass diese aufgrund der 

Abrechnungen irrigerweise angenommen habe, dass es sich beim kommunizier-

ten Kurswert um den effektiv erzielten Preis handeln würde, davon könne nicht im 

Ernst die Rede sein. Ungeachtet des Umstandes, dass bei dieser Transaktion 

letztlich ein unanständiger Gewinn realisiert und hälftig mit der A._____ über die 

Retrozessionsvereinbarung geteilt worden sei, sei für alle Beteiligten, insbesonde-

re auch für die Verantwortlichen der L._____, klar gewesen, dass kein Kommissi-

onsgeschäft mit 8 Basispunkten abgerechnet worden sei (Urk. 167 S. 38). 

   Standpunkt des Beschuldigten C._____ 

Die Vorinstanz fasste die Aussagen und Stellungnahmen des Beschuldigten 

C._____ im Vorverfahren und in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung zutref-

fend zusammen. Auf die entsprechenden Ausführungen in den vorinstanzlichen 

Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Urk. 211 S. 30-37: Art. 82 Abs. 4 

StPO). Die nachfolgenden Ausführungen dienen lediglich der Rekapitulation. – Im 

Wesentlichen liess C._____ geltend machen, er habe im anklagerelevanten Zeit-

raum eine subordinierte Stellung innegehabt und sei von seinen Vorgesetzten klar 

instruiert und eng geführt und überwacht worden. Er sei damals ein junger Ak-

tienhändler gewesen, welcher auf der untersten Charge der Bank gestanden sei. 

Es sei nicht in seinem Verantwortungsbereich gewesen, anzurechnende Kosten 

- 32 - 

wie Courtagen, Gebühren, Finanzierungs- und Borrowingkosten etc. festzulegen. 

Er, C._____, habe seit je in Hierarchien funktioniert, die Autorität von Vorgesetz-

ten habe er stets anerkannt und das Befolgen von Anweisungen verinnerlicht 

(Urk. 169 S. 16 f.). Er habe in sämtlichen anklagerelevanten Phasen gemäss den 

Instruktionen seiner Führung die Anweisungen von B._____ befolgt. Er, C._____, 

habe lediglich seinen engen Aufgabenbereich weisungsgemäss erfüllt. Er habe 

damals weder Kenntnis von einem Tatentschluss des Beschuldigten B._____ ge-

habt, noch habe er einen solchen mitgetragen. Es sei ihm gar nicht freigestanden, 

Anweisungen von Vorgesetzten nicht auszuführen. Er sei subordiniert gewesen, 

und es habe nicht an ihm gelegen, die erhaltenen Instruktionen zu hinterfragen. 

Es könne auch sein, dass er damals im April 2000 gerade wegen seiner Unerfah-

renheit und Jugend für die Betreuung der L._____- und M._____-Orders ausge-

wählt worden sei (Urk. 169 S. 18 f.). Er habe in guten Treuen auf seine Instruktio-

nen vertrauen und davon ausgehen können, dass die der Bank gutgeschriebenen 

Erträge gerechtfertigt gewesen seien (Urk. 169 S. 20).  

Es treffe nicht zu, dass I._____ mit der G._____ bzw. mit B._____ mündlich einen 

fixen Kommissionssatz von 0,08 % vereinbart habe (Urk. 169 S. 21). Er, C._____, 

habe zwar bei den Transaktionen in der Phase 1a jeweils eine Kommission von 

0,08 % auf den Abrechnungspreisen zu vermerken gehabt. Er sei indes dahinge-

hend instruiert worden, dass jeweils zusätzlich zur angegebenen Kommission 

Kosten und Gebühren nach Anweisung von B._____ mit dem Preis verrechnet 

würden. Er verweise diesbezüglich auf die von B._____ verfasste E-Mail vom 

4. September 2000, in welcher dieser erkläre, dass er vom Kaufpreis Abzüge ma-

chen müsse, da die Käufe von der Bank vorfinanziert würden, und dass dies so 

mit dem Kunden abgesprochen sei. Er, C._____, habe folglich von einer entspre-

chenden Abmachung zwischen der G._____ und dem Kunden ausgehen können. 

Eine Courtage von 0,08 % sei auch nicht kostendeckend gewesen, zumal für die 

G._____ vorliegend auch keine Depot-Gebühren angefallen seien, da die 

K._____ und nicht die G._____ die Depotbank gewesen sei (Urk. 169 S. 23). Die 

anklagegegenständlichen Aufträge seien in der Regel auch sehr gross gewesen 

und hätten sorgfältig "gewarehoused" werden müssen. Sie seien teilweise über 

Monate gehandelt und abgearbeitet worden. Bei Käufen habe der Kaufpreis je-

- 33 - 

weils von der Bank vorgeschossen werden müssen, bei Verkäufen hätten die ver-

kauften Titel entweder aus Eigenbeständen der Bank oder bei Kunden ausgelie-

hen werden müssen, weshalb jeweils ein beträchtlicher Mehraufwand und Zu-

satzkosten angefallen seien. Er sei davon ausgegangen, dass mit den 0,08 % le-

diglich seine Arbeit abgegolten worden sei und der zusätzlich vom Handelsbetrag 

abgezogene Betrag für übrige Kosten, Honorare, Gebühren angefallen sei 

(Urk. 169 S. 24). Er habe in der Phase 1a instruktionsgemäss einen Kommissi-

onssatz von 0,08 % auf den Fichen vermerkt. Dieser Kommissionssatz sei von 

B._____ bestimmt und ihm, C._____, diktiert worden. Der Kommissionssatz sei 

aus bankinternen Gründen auf den Fichen vermerkt worden und habe der bankin-

ternen Ertragsaufteilung zwischen der Handelsabteilung und dem …-Desk ge-

dient, denn in der Phase 1a sei der Ertrag der Kommission von 0,08 % einem 

Konto des …-Desk verbucht worden; die übrigen Erträge seien auf einem Han-

delskonto verbucht worden (Urk. 169 S. 30). 

Er, C._____, habe jeweils auf Anweisung von B._____ den Abrechnungskurs in 

die Fiche eingetragen, welcher die Grundlage für den Abrechnungsbetrag gebildet 

und entgegen der Anklageschrift keine unwahre Angabe dargestellt habe. Für den 

Kunden sei letztlich auch nur der Abrechnungspreis von Bedeutung gewesen, 

was I._____ in der Untersuchung bestätigt habe. Aber auch schon allein die An-

merkung "ausserbörslich" auf den Wertschriftenabrechnungen in der Phase 1a 

hätte für die H._____ ein ausreichender Hinweis sein müssen, dass es sich beim 

aufgeführten Abrechnungspreis nicht um den Börsenpreis handelte (Urk. 169 

S. 29 f.). Die Abrechnungen der G._____ hätten lediglich das Abrechnungsdatum 

sowie den Abrechnungskurs bzw. -preis der G._____ gegenüber dem Kunden 

enthalten. Die Abrechnungsinformationen seien indes keine unwahren Angaben 

gewesen, zumal für den Kunden letztlich der Abrechnungspreis relevant gewesen 

sei (Urk. 169 S. 31).  

Ausserdem sei belegt, dass B._____ und I._____ seit der gemeinsamen Studien-

zeit eng befreundet gewesen seien und bereits vor der anklagerelevanten Zeit ei-

ne langjährige Geschäftsbeziehung gepflegt hätten. Aufgrund dieses engen per-

sönlichen und geschäftlichen Vertrauensverhältnisses zwischen B._____ und 

- 34 - 

I._____ sei entgegen der Anklageschrift davon auszugehen, dass die beiden zu-

sammengewirkt hätten und I._____ von Anfang an von der Preisgestaltung durch 

B._____ gewusst bzw. diese zumindest gebilligt habe (Urk. 169 S. 13). Er, 

C._____, sei von seiner Führung auch dahingehend instruiert worden, dass die 

Preisgestaltung durch B._____ gegenüber dem Kunden offengelegt und mit die-

sem so abgesprochen worden sei. Darauf habe er sich denn auch verlassen dür-

fen. Auch habe er davon ausgehen können und müssen, dass die H._____ über 

ein professionelles Controlling verfüge, was auch der Fall gewesen sei. Es sei für 

die Kontrollstelle ohne Weiteres möglich gewesen, bei der G._____ sämtliche 

Handelsunterlagen zu verlangen und die Transaktionen nachzurechnen. Eine 

Kontrolle der Warehouse-Transaktionen wäre daher ohne Weiteres möglich ge-

wesen (Urk. 169 S. 33). Es treffe daher nicht zu, dass I._____ bzw. die H._____ 

diesbezüglich getäuscht worden sei (Urk. 169 S. 34). 

Zudem sei festzuhalten, dass er, C._____, durch die Transaktionen der L._____ 

und der M._____ nicht persönlich bereichert worden sei. Zwar habe er eine Bo-

nuszahlung erhalten, diese sei ihm indes unabhängig vom angeklagten Sachver-

halt ausbezahlt worden. Seine Boni hätten sich seit Antritt seiner Stelle in Zürich 

in einem für einen guten Mitarbeiter damals üblichen Rahmen gesteigert. Er habe 

sich stets bemüht, ein engagierter und loyaler Mitarbeiter der G._____ zu sein. 

Auch sei seine Laufbahn bei der G._____ aufgrund der Ausführung der anklage-

gegenständlichen Orders damals nicht beeinflusst worden, sei diese doch ohne 

markante Sprünge verlaufen. Es sei daher "in dubio pro reo" nicht von einem per-

sönlichen Profit seinerseits auszugehen (Urk. 169 S. 37 f.).  

Abgesehen davon bestreite er, die Transaktionen Nr. 154 und 155 in der anklage-

relevanten Phase 1b überhaupt ausgeführt bzw. betreut zu haben. Auch sei da-

von auszugehen, dass er in der anklagerelevanten Phase 2 die Transaktionen 

Nr. 161 und 182 nicht bearbeitet habe, da die betreffenden Handelsfichen nicht 

aktenkundig seien (Urk. 169 S. 38, 40 und 42). 

- 35 - 

   Sachverhaltserstellung 

  Anklageziffer II (Phase 1b), Transaktionen vom 24. August 2001 

Der Anklagesachverhalt betreffend die Transaktionen vom 24. August 2001 (An-

klageziffer II [Phase 1b]) enthält Elemente, wie sie den eingeklagten verjährten 

Transaktionen der Phase 1a (Anklageziffer I [Phase 1a] der Anklage) und denje-

nigen der Phase 2 (Anklageziffer III) der Anklage eigen sind. In der Anklagezif-

fer II (Phase 1b) wird entsprechend auf die betreffenden Anklageziffern verwiesen 

(Urk. 003001 S. 24 oben). Es betrifft dies für die Anklageziffer I folgende Kapitel: 

Ziff. 2.1 (Vorsatz und Bereicherungsabsicht), Ziff. 2.2 (Grundlagen), Ziff. 2.3 lit. a) 

- c) (Täuschungshandlungen/Ablauf: Auftragserteilung durch I._____; Orderaus-

führung / Warehousing / G._____ interne Verbuchung; Festsetzung des Abrech-

nungspreises durch B._____), Ziff. 2.8 (Persönliche Bereicherung B._____) und 

Ziff. 2.9 (Persönliche Bereicherung C._____). Für die Anklageziffer III betrifft die 

Verweisung die folgenden Kapitel: Ziff. 2.3 lit. e) - j) (Täuschungshandlun-

gen/Ablauf: Eintrag des durch B._____ festgesetzten Kurses auf der Handels-

fiche; Verbuchung der Transaktionen gestützt auf die auf den Handelsfichen fest-

gehaltenen Kurse im Mid Office der Bank; Abrechnung der Transaktionen gegen-

über der H._____; Settlementinstruktion der G._____ an die J._____ AG; Bestäti-

gungsschreiben ("Faxabrechnung"); Settlementauftrag der H._____ an die 

K._____ /Settlement via J._____ AG), Ziff. 2.4 (Arglist ohne Punkt 1), Ziff. 2.5 (Irr-

tum) und Ziff. 2.6 (Vermögensdisposition). Somit ist zunächst zu prüfen, ob die 

Anklagepunkte, auf welche in der Anklageziffer II verwiesen wird, rechtsgenügend 

erstellt werden können. Vorab ist festzuhalten, dass auf das Kapitel I 2.1 mit dem 

Titel "Vorsatz und Bereicherungsabsicht" erst im Rahmen der weiteren Sachver-

haltserstellung näher einzugehen ist, da es hier um den Nachweis von inneren 

Tatsachen geht, welche einen erstellten äusseren Sachverhalt voraussetzt. 

- 36 - 

A. Verwiesene Kapitel in Anklageziffer I (Phase 1a) 

a) Anklageziffer I. 2.2 (Grundlagen) lit. a): H._____ bzw. Tätigkeit von I._____ 

und Zuständigkeiten 

Die unter diesem Kapitel gemachten Ausführungen in der Anklageschrift zur 

H._____ sind unbestritten und stimmen mit der Aktenlage überein. Insbesondere 

ergibt sich aus den Richtlinien der Finanzdirektion über die Anlage der Vermö-

genswerte der L1._____ des Kantons Zürich vom 21. Januar 1998 bzw. vom 

15. Oktober 2001 (Urk. 1020046 und 1020063), dem Verwaltungsratsbeschluss 

der M._____ vom 28. August 2000 (Urk. 18500013, 18500011 und 18500024) 

sowie dem Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich 

vom 23. Juli 2003 (Urk. 10200121), dass die H._____ während der gesamten an-

klagerelevanten Zeit für die Verwaltung des Vermögens der L._____ und der 

M._____ verantwortlich war. Der Stellenbeschreibung "Chef …-Verwaltung" der 

Finanzdirektion vom 31. März 1999 bzw. 8. April 1999 ist zu entnehmen, dass 

I._____ als Chef …-Verwaltung während der gesamten anklagerelevanten Zeit 

die Führungs- und Fachverantwortung für die operative Bewirtschaftung der Kapi-

talanlagen der L._____ und der M._____ trug (Urk. 10200105 ff.). 

b) Anklageziffer I. 2.2. lit. b): SMI-Depot der L._____ und M._____ bei der 

K._____ 

Die in diesem Kapitel der Anklage gemachten Ausführungen zum Aktenportfolio 

der L._____ bzw. der M._____ sowie zu den Anlagerichtlinien der Finanzdirektion 

sind aufgrund der Transaktionsunterlagen der K._____ und der Richtlinien der Fi-

nanzdirektion über die Anlagen der Vermögenswerte der L._____ 

(Urk. 10200054, Ziff. II.2.10.1) bzw. der Anlagerichtlinien der M._____ erstellt. Im 

Übrigen blieben die diesbezüglichen Ausführungen unbestritten, weshalb der in 

der Anklage umschriebene Sachverhalt erstellt ist. 

- 37 - 

c) Anklageziffer I. 2.2 lit. c): Handel via G._____ in Zürich / Konditionen 

H._____ / Leistungsumfang G._____ 

aa)  I._____ sagte anlässlich der Einvernahme vom 5. April 2012 aus, dass er 

die Orders für Indexanpassungen der SMI-Portfolios aus Effizienzgründen nicht 

auf verschiedene Banken verteilt habe. Er bestätigte, die Aufträge der G._____ 

erteilt zu haben, weil er dort die günstigsten Kondition erhalten und überdies über 

eine Ansprechperson verfügt habe, welcher er vertraut habe (Urk. 062048 Nr. 12 

und 14 f.). Auch anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 3. Juli 2012 er-

klärte I._____, dass er die SMI-Transaktionen jeweils bei der G._____ getätigt 

habe, weil er Herrn B._____ gekannt habe und vor allem, weil er beim Kanton 

noch andere Aufgaben zu wahren gehabt habe. Er habe sich effizient organisie-

ren müssen (Urk. 070017 S. 14). Diese Aussage wird gestützt durch ein bei der 

L._____ sichergestelltes Schreiben an die Finanzdirektion des Kantons Zürich 

vom 20. September 1999, worin I._____ erklärte, dass Transaktionen für die in-

dexierten inländischen Aktienportfolios der L._____ und der M._____ bereits zum 

damaligen Zeitpunkt seit rund vier Jahren ausschliesslich über die G1._____ 

(Kontaktperson: B._____) abgewickelt würden mit der Begründung, dass 

B._____, welcher ein Studienkollege von ihm (I._____) sei, seit Jahren die Anla-

gephilosophie der L._____ kenne, die Ausführungen stets korrekt erfolgt seien 

und die Zusammensetzung des SMI-Indexes der L._____ über die G1._____ lau-

fend überwacht werde (Urk. 050682 S. 2 f.). Da die diesbezüglichen Aussagen 

von I._____ plausibel, konstant und widerspruchsfrei sind und sich mit der übrigen 

Aktenlage decken, ist ohne Weiteres darauf abzustellen. 

Es ist demnach rechtsgenügend erstellt, dass I._____ seit spätestens Januar 

1997 und während des gesamten noch anklagerelevanten Zeitraums (24. August 

2001 bis 6. Februar 2003) die Kauf- und Verkaufsaufträge für die bei der K._____ 

geführten SMI-Depots der L._____ und der M._____ jeweils durch die G._____ in 

der Geschäftseinheit G1._____ ausführen liess und dass die Geschäftsbeziehung 

der H._____ zur G._____ wegen der persönlichen Beziehung von I._____ zu 

dessen Studienkollegen und Freund B._____ zustande gekommen war und auf 

- 38 - 

der vermeintlich sehr kostengünstigen und professionellen Dienstleistung der 

Bank beruhte. 

bb)  Entgegen dem Anklagevorwurf bestritten B._____ und C._____ anlässlich 

ihrer Schlusseinvernahmen, an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung wie auch 

in der Berufungsverhandlung, dass es sich bei den verfahrensgegenständlichen 

Transaktionen um Kommissionsgeschäfte gehandelt habe und dass zwischen der 

G._____ und der H._____ eine fixe Courtage von 0,08 % vereinbart gewesen sei 

(Urk. 063118 S. 9 f.; Urk. 167 S. 11 ff. [AC]; Urk. 169 S. 22 und 24 [DDM]; 

Urk. 063732.3 N 1885 und Urk. 172 S. 27 f. [TS]).  

cc)   Die Vorinstanz erachtete es als erstellt, dass zwischen der H._____ und der 

G._____ während des gesamten anklagerelevanten Zeitraums ein unabhängig 

vom gehandelten Volumen geltender Kommissionssatz von 0,08 % auf den Han-

delsbetrag mündlich vereinbart war (vgl. Urk. 211 S. 40 ff., 42).  

dd)  Es liegt keine schriftliche Vereinbarung zwischen der H._____ und der 

G._____ über die Konditionen bei den Akten. Gemäss den damaligen Richtlinien 

der G._____ galt im anklagerelevanten Zeitraum für Aktientransaktionen mit ei-

nem Volumen von mehr als Fr. 1 Mio. für institutionelle Kunden grundsätzlich ein 

Kommissionssatz von 0,1 % (Urk. 10400127 ff.), was den Beschuldigten B._____ 

und C._____ gemäss eigenen Angaben bekannt war und was gemäss ihren 

übereinstimmenden ursprünglichen Angaben damals marktüblich gewesen sei 

(Urk. 063112 Nr. 35 [B._____]; Urk. 063910 Nr. 114 [C._____]; Urk. 063730 

Nr. 53 ff. und 171 [D._____]). In Abweichung zur marktüblichen Kommission ist in 

den von der G._____ edierten und jeweils von C._____ handschriftlich ausgefüll-

ten Handelsfichen aus dem Jahre 2000 stets unter dem Titel "Kommissionen in 

%" der Wert 0,08 aufgeführt (vgl. die Urkunden gemäss Spalte "Handelsfiche 

G._____" im Anhang zur Anklageschrift). Dass es sich dabei – wie die Verteidiger 

geltend machten – lediglich um einen bankinternen Vermerk im Zusammenhang 

mit der Entschädigung des …-Desk gehandelt haben soll, ist zu verneinen, zumal 

auch den Wertschriftenabrechnungen der G._____ aus dem Jahre 2000 und der 

von der G._____ edierten Liste sämtlicher ab 22. Mai 2000 für die L._____ und 

die M._____ getätigten Handelstransaktionen zu entnehmen ist, dass die 

- 39 - 

G._____ im Zeitraum vom 22. Mai 2000 bis 27. November 2000 unabhängig vom 

gehandelten Volumen stets einen Kommissionssatz von 0,08 % auf den Handels-

ertrag in Rechnung stellte (Urk. 17700782-17700783; Urkunden gemäss Spalte 

"Wertschriftenabrechnung G._____" im Anhang zur Anklage). Es ist daher mit der 

Vorinstanz davon auszugehen, dass damals zwischen der H._____ und der 

G._____ ein unabhängig vom gehandelten Volumen geltender Kommissionssatz 

von 0,08 % auf den Handelsbetrag vereinbart war. Jedenfalls wurde dieser Kom-

missionssatz durch die G._____ nach aussen hin, d.h. gegenüber der H._____, 

kundgetan und von dieser akzeptiert. Somit kann zumindest von einer stillschwei-

genden Vereinbarung ausgegangen werden. 

ee)  Anlässlich der im vorliegenden Zusammenhang relevanten Transaktionen 

vom 24. August 2001 und auch bei den späteren Transaktionen wurde die der 

L._____ und M._____ jeweils verrechnete Kommission infolge von Netto-

Abrechnungen nicht mehr separat ausgewiesen, sondern direkt in den Kurs ein-

berechnet, weshalb in den Handelsfichen und in den Abrechnung unter dem Titel 

"Kommission" jeweils kein Betrag mehr aufgeführt wurde. Dabei handelte es sich 

jedoch einzig um eine Änderung der Art und Weise der Abrechnung. Mit der Ver-

einbarung von Handelsgeschäften, mit welchen ein Handelsertrag bzw. Verlust 

erzielt wurde, hatte dies nichts zu tun. Die Vereinbarung von Netto-Geschäften 

hatte keinen Einfluss auf die Konditionen der Transaktionen. I._____ führte in der 

Einvernahme vom 5. April 2012 denn auch aus, dass er bzw. seine Mitarbeiter 

stets der Meinung gewesen seien, dass es sich bei dem durch die G._____ auf 

der Faxabrechnung kommunizierten Netto-Preis um den an der Börse erzielten 

Durchschnittskurs zuzüglich bzw. abzüglich einer Courtage von 0,08 % gehandelt 

habe (Urk. 062048 Nr. 67). Für eine mündlich vereinbarte und auch weiterhin bei 

Netto-Abrechnungen geltende Courtage von 0,08 % spricht überdies eine bei der 

O._____ AG sichergestellte Auflistung der am 5. Dezember 2001 getätigten 

Transaktionen für das SMI-Portfolio der M._____, auf welcher B._____ hand-

schriftlich festhielt: "netto-Courtage ~ 0,08 %" (Urk. 10400110). Das Gleiche gilt 

auch für das von V._____ erstellte "Manual" vom 8. Juni 2000 bzw. vom 

19. November 2002, in welchem steht: "Es wird ziemlich sicher eine spezielle 

Kommission abgemacht. Diese unbedingt im Settlement Text angeben", wobei im 

- 40 - 

darunter aufgeführten "Screen Shot" unter dem Titel "Settlements" festgehalten 

wurde: "Bitte mit Kommission 0,08 % abrechnen" (Urk. 050715.85 und 

10012159). I._____ konnte sich zwar anfänglich nicht mehr konkret an eine dies-

bezügliche Vereinbarung mit B._____ sowie an die genaue Höhe der jeweils von 

der G._____ verrechneten Courtage erinnern, was angesichts der bis dahin ver-

gangenen langen Zeitspanne von mehr als zehn Jahren durchaus nachvollziehbar 

ist. Auf Vorhalt einer Abrechnung der G._____ aus dem Jahr 2000 bestätigte er 

jedoch die damals verrechnete Courtage von 0,08 % und meinte, er gehe davon 

aus, dass dies mit der G._____ so ausgehandelt worden sei. Ein Grund dafür sei 

womöglich gewesen, dass die H._____ grössere Volumen über die Bank platziert 

habe. Dies sei eine Art Discount gegenüber einer marktüblichen Courtage gewe-

sen (Urk. 062048 Nr. 4 ff. und 12). Ausserdem bestätigte er wiederholt, dass er 

nach dem Wechsel von B._____ zur A._____ "schwer" davon ausgegangen sei, 

dass die G._____ bei den SMI-Transaktionen der L._____ und M._____ weiterhin 

eine Courtage von 0,08 % in Rechnung stellen würde, und dass sich diesbezüg-

lich im Vergleich zu früher grundsätzlich nichts ändern würde. Für die L._____ 

und M._____ habe durch den Wechsel von B._____ zur A._____ nichts teurer 

werden sollen als vorher, alles andere wäre nach Ansicht von I._____ ja "wider-

sinnig" gewesen (Urk. 062048 Nr. 18, 67 und 85). I._____ bestätigte diese Aus-

sagen anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 3. Juli 2012 (Urk. 070017 

S. 10 f., 14, 17 f. und 21). Die Aussagen von I._____ sind konstant und wider-

spruchsfrei und werden zudem durch die genannten Akten sowie durch die Aus-

sagen von W._____ (Chef der Bereiches Unabhängige Vermögensverwalter […]) 

untermauert, welcher anlässlich der Einvernahme vom 16. Februar 2011 in Bezug 

auf den Wechsel von B._____ zur A._____ ebenfalls von gleichbleibenden Kondi-

tionen für die L._____, insbesondere von einem unveränderten Kommissionssatz 

von 0,08 %, sprach (Urk. 063880 Nr. 146/148). Die Aussagen von I._____ sind 

daher als glaubhaft zu werten. Es ist deshalb rechtsgenügend erstellt, dass zwi-

schen der H._____ und der G._____ während des gesamten anklagerelevanten 

Zeitraums ein unabhängig vom gehandelten Volumen geltender Kommissionssatz 

von 0,08 % auf den Handelsbetrag mündlich vereinbart war, was neben B._____ 

auch C._____ gewusst haben musste, da Letzterer während der Phase 1a den 

- 41 - 

entsprechenden Kommissionssatz jeweils eigenhändig auf den Handelsfichen 

eingetragen hatte (Urkunden gemäss Spalte "Handelsfiche G._____" im Anhang 

der Anklage; z.B. Urk. 17702951; vgl. dazu Urk. 063910 Nr. 117 ff. und 144; 

Urk. 063911 Nr. 125 f.). Auch hatte er, nachdem ab dem 23. August 2001 nur 

noch netto abgerechnet wurde, keinen Anlass, um von anderen Konditionen aus-

zugehen. Zudem räumte er selber ein, dass er damals davon ausgegangen sei, 

dass mit der Kommission von 0,08 % jeweils seine Arbeit abgegolten worden sei 

(Urk. 063911 S. 9; Urk. 063912 Nr. 9; Urk. 169 S. 24). Überdies kannte er – wie 

nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird – die Retrozessionsvereinbarung vom 

5. November 2001, in welcher im Zusammenhang mit "straight trades" von einer 

generellen Kommission von 0,08 % die Rede war. Allerdings ist bereits an dieser 

Stelle festzuhalten, dass in der genannten Vereinbarung neben "straight trades" 

auch "net trades" erwähnt sind, bei denen "50 % des Nettohandelsertrages inkl. 

MwSt (Nettohandelsertrag = Handelsertrag abzüglich Finanzierungskosten, Bor-

rowing und allfällige Risikoprämien)" zu vergüten seien (Urk. 050605 bzw. 

11100002). Welche Bedeutung diese Vereinbarung und deren Kenntnis für 

C._____ hatte, ist weiter unten bei der Behandlung der Anklageziffer III. 2.3. lit. d) 

zu erörtern (vgl. unten Erw. 1.4.2. A. lit.  j). 

ff)  Zu Art und Umfang der Leistung der G._____ bei den in Frage stehenden 

Transaktionen statuiert die Anklage, dass sich die Leistung der G._____ auf die 

Berechnung der notwendigen SMI-Anpassungen (mittels Eingabe in einer Excel-

Datei) und die Entgegennahme, die Ausführung, die Abrechnung und das Settle-

ment der Börsenaufträge der H._____ beschränkt habe. Die G._____ habe alle 

eingeklagten Transaktionen als Kommissionärin an der Schweizer Börse (SIX 

Swiss Exchange, nachfolgend SIX) in eigenem Namen und für Rechnung der 

L._____ bzw. M._____ ausgeführt. Bei keiner Transaktion habe die G._____ wäh-

rend der Ausführung der Order ein Kursrisiko getragen. Dieses sei zu jedem Zeit-

punkt bei der L._____ bzw. M._____ gelegen, was alle Beschuldigten gewusst 

hätten (Urk. 003001 S. 11). Diese Darstellung wird vom Beschuldigten B._____ 

bestritten. In der Schlusseinvernahme machte er geltend, dass es sich bei den 

fraglichen Transaktionen nicht um Kommissionsgeschäfte, sondern um Handels-

geschäfte gehandelt habe (Urk. 063118 S. 10). Auch anlässlich der vorinstanzli-

- 42 - 

chen Hauptverhandlung sowie in der Berufungsverhandlung liess er durch seinen 

Verteidiger vorbringen, dass eigentliche "Netto-Geschäfte" vereinbart gewesen 

seien, mithin Aktienhandelsgeschäfte, bei denen die Kosten und insbesondere die 

Kommission oder Courtage der Bank in den Preis eingerechnet worden sei. Ent-

sprechend habe es sich für ihn nicht um Kommissionsgeschäfte gehandelt 

(Urk. 167 S. 12). Diese Aussagen, welche am Ende des Vorverfahrens bzw. in 

der vorinstanzlichen Hauptverhandlung erstmals so erfolgten, stehen im Gegen-

satz zu den früheren Aussagen des Beschuldigten B._____. Anlässlich der 

Hafteinvernahme vom 15. Dezember 2010 sagte er im Zusammenhang mit den 

anklagegegenständlichen "Warehouse-Geschäften" selber aus, dass das Risiko 

schlussendlich beim Kunden gelegen sei (Urk. 063112 Nr. 67; Urk. 355101). Er 

glaube kaum, dass die G._____ ein Kursrisiko getragen habe (Urk. 063112 

Nr. 94). Auch gegenüber dem Haftrichter erklärte er, dass am Schluss der Kunde 

das Risiko trage, ausser man garantiere dem Kunden einen fixen Übernahme-

preis (Urk. 355101). Dies bedeutet, dass die G._____ demnach die Transaktionen 

als Kommissionärin in eigenem Namen und auf Rechnung der L._____ bzw. der 

M._____ ausführte, ohne dabei ein Kursrisiko zu tragen. Diese früheren Aussa-

gen von B._____ decken sich mit den Aussagen von D._____ anlässlich der 

Hafteinvernahme vom 15. Dezember 2010, welcher auf die Frage, ob die Bank 

bei einem "Warehouse-Geschäft" ein Kursrisiko trage, meinte: "Nein, überhaupt 

nicht" (Urk. 063730 Nr. 112). Zudem verneinte er auf Vorhalt der anklagegegen-

ständlichen Transaktion vom 8. bzw. 11. November 2002, dass die Bank hierbei 

ein Kursrisiko getragen habe (Urk. 063730 Nr. 240 und 244). Und anlässlich der 

Einvernahme vom 25. März 2011 bestätigte er, dass es bei den Transaktionen im 

Zusammenhang mit der A._____ jeweils kein Risiko gegeben habe (Urk. 063731 

Nr. 58). Auch der Beschuldigte F._____ antwortete auf die Frage, wer damals bei 

der Transaktion das Kursrisiko getragen habe: "Ich würde sagen der Kunde" 

(Urk. 063850 Nr. 86 f.). Der Beschuldigte E._____ führte diesbezüglich anlässlich 

der Einvernahme vom 21. Dezember 2010 ebenfalls aus, dass bei interessewah-

rend auszuführenden Transaktionen eigentlich der Kunde das ganze Kursrisiko 

übernehme. Zudem bestätigte er bezüglich der Transaktion vom 8. bzw. 11. No-

vember 2002 (Transaktion Nr. 192), dass vorgängig zur Transaktion kein fixer 

- 43 - 

Übernahmepreis vereinbart worden sei, man habe es offen gelassen 

(Urk. 063760 Nr. 235, 272 f.), was ebenfalls ein Kursrisiko auf Seiten der Bank 

ausschliesst. Auch sahen die weiteren einvernommenen Führungskräfte der 

G._____, insbesondere AA._____ ("Head …"), W._____ (Chef der Abteilung Un-

abhängige Vermögensverwalter […]) und AB._____ ("Head of …") das Kursrisiko 

bei den verfahrensgegenständlichen Transaktionen jeweils beim Kunden und 

nicht bei der Bank (Urk. 063790 Nr. 287 [AA._____], Urk. 063880 Nr. 159 

[W._____], Urk. 063820 Nr. 197 f. und Urk. 070015 S. 10 f. [AB._____]). Abgese-

hen davon spricht auch die Tatsache, dass jeweils eine Kommission in Rechnung 

gestellt wurde, eindeutig dafür, dass es sich um ein Kommissionsgeschäft handel-

te. Entsprechend ist auch der Vermerk "Netto Kommission Schweiz" in den Wert-

schriftenabrechnungen während der Phase 2 zu deuten. Dazu kommt, dass die 

diesbezüglichen Ausführungen des Beschuldigten B._____ anlässlich der 

Schlusseinvernahme vom 3. Oktober 2012, wonach es sich bei den besagten 

Transaktionen um Handelsgeschäfte gehandelt habe, welche wegen der Vertei-

lung der Orders über einen längeren Zeitraum nicht an der Schweizer Börse (SIX) 

hätten ausgeführt werden können (Urk. 063118 S. 10), absolut keinen Sinn erge-

ben. Insbesondere ist nicht einzusehen, weshalb "Warehouse-Geschäfte" angeb-

lich nur ausserbörslich ausgeführt werden können sollen, zumal die Gründe für 

die Ausführung einer Transaktion über mehrere Tage, wie insbesondere der mög-

liche Einfluss einer grösseren Transaktion auf den Kursverlauf ("market impact"), 

eben gerade nur dann einen Sinn ergeben, wenn die Transaktionen auch an der 

Börse bzw. auf dem Markt gehandelt werden. Zudem musste sich die H._____ bei 

einer grösseren Transaktion ja auch nur dann Sorgen um einen möglichen nega-

tiven Einfluss auf den Kursverlauf machen, wenn das Kursrisiko bei der Ausfüh-

rung auf Seiten der L._____ oder der M._____ lag und es sich somit um ein nor-

males Kommissionsgeschäft handelte. Mit der Vorinstanz sind somit die Aussa-

gen von B._____ anlässlich der Schlusseinvernahme, der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung und in der Berufungsverhandlung als reine Schutzbehauptun-

gen zu werten. 

Aufgrund dieser eindeutigen Akten- und Beweislage ist somit rechtgenügend er-

stellt, dass die G._____ in Übereinstimmung mit der Anklageziffer I. 2.2 lit. c) alle 

- 44 - 

verfahrensgegenständlichen Transaktionen als Kommissionärin an der Schweizer 

Börse (SIX) in eigenem Namen und auf Rechnung der L._____ bzw. der M._____ 

ausführte, ohne dabei ein Kursrisiko zu tragen. Die Leistung der G._____ be-

schränkte sich somit jeweils auf die Berechnung der notwendigen SMI-

Anpassungen und die Entgegennahme, die Ausführung, die Abrechnung und das 

Settlement der Börsenaufträge der H._____. 

d) Anklageziffer I. 2.2 lit. d): Funktion und Aufgabenbereich von B._____ bei 

der G._____ / Verhältnis zu I._____ 

Die Vorinstanz hat diesen Anklagepunkt im Wesentlichen zu Recht als erstellt er-

achtet. Auf die zutreffenden Ausführungen in den vorinstanzlichen Erwägungen 

kann vorab verwiesen werden (Urk. 211 S. 45-48; Art. 82 Abs. 4 StPO). Zum en-

gen Freundschaftsverhältnis zwischen B._____ und I._____ (vgl. Urk. 003001 

S. 12) hat die Vorinstanz keine Ausführungen gemacht; dieses Faktum ist aber 

unbestritten (vgl. Befragung zur Person in der Berufungsverhandlung; Prot. II 

S. 50). Hervorzuheben ist, dass der Beschuldigte B._____ anlässlich der 

Schlusseinvernahme vom 3. Oktober 2012 zwar geltend machte, er habe wäh-

rend der anklagerelevanten Periode nie die Kundenverantwortung für die L._____ 

innerhalb der G._____ gehabt (Urk. 063118 S. 9 ff.). Diese Darstellung erscheint 

jedoch aufgrund des Untersuchungsergebnisses unzutreffend. B._____ trat bis zu 

seinem Wechsel zur A._____ als der für die Geschäftsbeziehung der G._____ zur 

H._____ verantwortliche Mitarbeiter der G._____ auf, und zwar sowohl nach aus-

sen gegenüber der H._____ als auch innerhalb der G._____. Dies ergibt sich aus 

mehreren klaren Indizien: So geht aus einem bei der O._____ AG sichergestellten 

E-Mail vom 28. Mai 2000 hervor, dass B._____ gegenüber AC._____, damals 

"Head of …" bei G1._____, erklärte, für die H._____ habe der Kundenbetreuer 

nicht gewechselt; dies sei nach wie vor er, B._____, selber. Ausserdem kündigte 

er an, sich in diesem Jahr weitere Aufträge der H._____ "unter den Nagel reissen" 

zu wollen, obwohl die betreffenden Erträge in der G1._____ oder evtl. in der 

G3._____ anfallen würden, jedoch sicher nicht bei ihm (Urk. 050942). Bei den Ak-

ten liegt ausserdem eine von B._____ verfasste Aufstellung von sämtlichen im 

Auftrag der H._____ getätigten Transaktionen im Jahre 2000 und die daraus bei 

- 45 - 

der G._____ resultierenden Erträge, deren Summe er als "Ertrag B._____" be-

zeichnete (Urk. 10400078). Mit E-Mail vom 26. Mai 2000 beschwerte es sich bei 

AC._____ wegen 18 falschen Abrechnungen für die H._____. Das Mail beginnt 

mit den folgenden zwei Sätzen: "Seit Jahren betreue ich die H._____. Der Kunde 

hat noch nie irgendwelche Beanstandungen gehabt". Aufgrund der fehlerhaften 

Abrechnungen verlangte B._____ für die Zukunft, dass sämtliche Aufträge nach 

der Abrechnung von C._____ auf ihre Richtigkeit zu überprüfen seien, dass die 

Aufträge mit Priorität zu behandeln und noch am selben Tag abzurechnen seien 

und dass die Fax-Avisierung und die Kopien der Einzelabrechnungen jeweils vor-

gängig mit ihm abzusprechen seien (Urk. 050941). Aus diesen Anweisungen geht 

klar hervor, dass B._____ faktisch nach wie vor die H._____ betreute und sehr 

wohl wirksame Anweisungen in diesem Zusammenhang gab, auch wenn die be-

troffenen Personen formell anscheinend nicht mehr in der Hierarchielinie von 

B._____ arbeiteten. Auch C._____ sagte anlässlich der Konfrontationseinver-

nahme vom 19. Juni 2012 aus, dass er mit der ersten Auftragserteilung durch 

Herrn B._____ instruiert worden sei und dass dieser nach seinem Empfinden der 

oberste Chef gewesen sei (Urk. 070016 S. 8 f.). Auf den bankinternen Handels-

fichen trug C._____ unter dem Titel "Anlageberater" denn auch stets "B._____" 

ein (vgl. Urk. 17702871). Überdies sagte auch AD._____, damals "Head …" bei 

der G1._____, am 25. Juni 2012 aus, dass B._____ damals den Kunden L._____ 

betreut habe bzw. dafür zuständig gewesen sei (Urk. 077016 Nr. 57). Dies ergibt 

sich auch aus der bei der G._____ erhobenen Anleitung zur Bearbeitung der 

Transaktionen der H._____ vom 8. Juni 2000, wonach die H._____ von B._____ 

betreut werde (Urk. 10012157).  

Aufgrund dieser Aktenlage ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass 

B._____ trotz seines G._____-internen Wechsels zur G._____-Group per 1. Ja-

nuar 2000 während der anklagerelevanten Phase 1 stets der für die Geschäftsbe-

ziehung der G._____ zur H._____ verantwortliche Mitarbeiter der Bank war und 

entsprechend auch weisungsbefugt war, bis er die Bank per 1. November 2001 

für eine Neuanstellung als "Chief Investment Officer" bei der A._____ verliess 

(Urk. 17700079, 11100024). Dafür spricht nicht zuletzt auch die Tatsache, dass 

B._____ mit seinem Wechsel zur A._____ die H._____ als Kundin "mitnahm" und 

- 46 - 

fortan als Mitarbeiter einer externen Vermögensverwalterin der G._____ für die 

Kundin H._____ tätig war. Hierzu wird in den Kapiteln zur Anklageziffer III (Pha-

se 2) näher einzugehen sein (vgl. unten S. 72 ff.). Der Sachverhalt unter Anklage-

ziffer I. 2.2 lit. d) ist somit rechtsgenügend erstellt. 

e) Anklageziffer I. 2.2 lit. e): Funktion und Aufgabenbereich von C._____ bei 

der der G._____ 

Die Darstellung der Funktion und des Aufgabenbereiches von C._____ in der An-

klageschrift wurde von diesem nicht in Abrede gestellt (Urk. 063912 S. 5 f.). Die 

Vorinstanz hat im Übrigen zutreffende Ausführungen zu dieser Anklageziffer ge-

macht. Auf ihre entsprechenden Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen wer-

den (Urk. 211 S. 48). Die Anklageziffer I. 2.2 lit. e) ist somit erstellt. 

f) Anklageziffer I. 2.3 (Täuschungshandlungen/Ablauf) lit. a): Auftragserteilung 

durch I._____ 

Die Darstellung der Auftragserteilung durch I._____ erachtete die Vorinstanz auf-

grund der übereinstimmenden Aussagen von I._____ und B._____ zu Recht als 

erstellt. Auf die entsprechenden Ausführungen in den vorinstanzlichen Erwägun-

gen kann verwiesen werden (Urk. 211 S. 48 f.). Die Anklageziffer I. 2.3 lit. a) ist 

somit ebenfalls rechtsgenügend erstellt. 

g) Anklageziffer I. 2.3 lit. b): Orderausführung / Warehousing / G._____ interne 

Verbuchung 

Auch den unter dieser Anklageziffer zu den obgenannten Themen dargestellten 

Sachverhalt erachtete die Vorinstanz zu Recht als erstellt. Auf die entsprechen-

den Ausführungen in ihren Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen werden 

(Urk. 211 S. 49). 

h) Anklageziffer I. 2.3 lit. c): Festsetzung des Abrechnungspreises durch 

B._____ 

Der zentrale Vorwurf gegenüber dem Beschuldigten B._____ besteht darin, dass 

er abweichend vom jeweils erzielten Marktpreis zum Nachteil der L._____ bzw. 

- 47 - 

der M._____ abweichende Abrechnungspreise selber festgelegt habe. Dieser 

Vorwurf basiert einerseits auf den Aussagen von C._____, aber auch auf den von 

der G._____ aus ihrem Archiv zu den Akten gegebenen Aufstellungen zu den be-

treffenden Transaktionen. Ausserdem liegen von B._____ selber erstellte Listen 

bei den Akten, welche die Anklagevorwürfe stützen. Obwohl die Transaktionen 

vor dem 24. August 2001 verjährt sind, erscheint es zum besseren Verständnis 

der relevanten Vorgänge angezeigt, bereits das Vorgehen der Beschuldigten 

B._____ und C._____ vor diesem Datum zu beleuchten, zumal eine Kontinuität 

der Vorgehensweise festgestellt werden kann.  

aa)  Die Vorinstanz hat die Aussagen von C._____ und B._____ zutreffend wie-

dergegeben bzw. zusammengefasst. Um unnötige Wiederholungen zu vermei-

den, kann auf die entsprechenden Ausführungen in den vorinstanzlichen Erwä-

gungen verwiesen werden (Urk. 211 S. 50-53).  

bb)  Die Aussagen von C._____ in der Einvernahme vom 23. März 2011 sind be-

züglich der Preisfestsetzung durch B._____ konstant und stimmig. So schilderte 

er, wie er nach der vollständigen Ausführung der jeweiligen Transaktionen 

B._____ über die im Handel tatsächlich erzielten Durchschnittskurse informiert 

habe (Urk. 063910 Nr. 297 und 332; Urk. 063911 Nr. 78 f.; Urk. 070016 S. 9). An-

lässlich der Konfrontationseinvernahme vom 19. Juni 2012 führte er in Anwesen-

heit von B._____, E._____, D._____ und F._____ aus, dass er B._____ am Ab-

rechnungstag jeweils den erzielten Durchschnittskurs, die Höchst- und Tiefstkurse 

der Handelsperiode sowie den VWAP, d.h. den umsatzgewichteten Durch-

schnittspreis, genannt habe (Urk. 070016 S. 9). Diese Aussagen werden unter-

mauert durch zwei bei der O._____ AG sichergestellte E-Mails von C._____ an 

B._____ mit Datum vom 22. Mai 2000 und vom 5. Juli 2000, in welchen C._____ 

B._____ über die einzelnen Teilausführungen und die erzielten Durchschnittskur-

se mehrerer Transaktionen informierte (Urk. 10400021 f.; Urk. 10400023 f.). Zu-

dem wurde bei der O._____ AG eine Liste mit den im Auftrag der H._____ für die 

M._____ ausgeführten Transaktionen vom 5. Dezember 2001 sichergestellt, auf 

welcher B._____ handschriftlich zu jeder Transaktion den tatsächlich erzielten 

und den gegenüber der M._____ abgerechneten Kurs festhielt (Urk. 10400110). 

- 48 - 

B._____ kannte demnach den bei den Transaktionen tatsächlich erzielten Kurs. 

C._____ erklärte überdies anlässlich der Einvernahme vom 23. März 2011 auf 

Vorhalt von zwei Handelsfichen und der Differenz zwischen dem effektiv an der 

Börse erzielten und dem darin eingetragenen bzw. abgerechneten Preis, dass er 

auf Weisung von B._____ auf den Fichen einen anderen als den effektiv bei die-

ser Transaktion erzielten Durchschnittspreis geschrieben habe (Urk. 063910 

Nr. 159). B._____ habe immer den Preis festgesetzt, zu welchem er habe ab-

rechnen müssen (Urk. 063910 Nr. 206 und 335 ff.). C._____ machte diese Aus-

sagen, nachdem er auf die konkrete Frage, ob er auf Weisung von B._____ Kurs-

schnitte gemachte habe, ausgewichen war, indem er geltend machte, es sei 

schon sehr lange her, und er habe damals gemacht, was ihm gesagt worden sei. 

Er wolle sich in diesem Zusammenhang "der Aussage enthalten". Erst nach ei-

nem kurzen Unterbruch der Einvernahme und dem von C._____ gewünschten 

Beizug eines Taschenrechners rang er sich dazu durch, die genannten Aussagen 

zu machen (Urk. 063910 Nr. 156 ff.). Zudem anerkannte er, dass diese Preise je-

weils von den bei der Ausführung an der Börse erzielten Kursen zu Ungunsten 

der L._____ und der M._____ abgewichen seien (Urk. 063910 Nr. 232). Er sei 

nach ausgeführter Transaktion jeweils von B._____ gefragt worden, welche 

Höchst- und Tiefstkurse gehandelt worden seien und wie viel der VWAP für die 

Handelsperiode betragen habe. Nach Konsultation dieser Zahlen habe ihn 

B._____ jeweils angewiesen, zu welchem Preis er gegenüber dem Kunden abzu-

rechnen habe. B._____ habe ihm den Preis diktiert, und er habe gemacht, was 

man ihm gesagt habe, und jeweils zu dem Preis abgerechnet, welchen B._____ 

ihm genannt habe (Urk. 063910 Nr. 292 und 295; vgl. auch Nr. 223, 230 ff., 285, 

288 f., 301, 335, 354 und 374). Das Mid Office habe dann die Informationen von 

den handschriftlich ausgefüllten Handelsfichen ins Datenverarbeitungssystem der 

Bank eingetragen (Urk. 063910 Nr. 147 f