# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a32aa2b-4da5-5dca-9034-f15670c3605f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.06.2021 UV 2020/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-20_2021-06-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.03.2022

Entscheiddatum: 02.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021
Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 16 ATSG. Schlüssige ärztliche Beurteilung betreffend 
Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer Tätigkeiten. Bestimmung des 
Invaliditätsgrads mittels LSE. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2021, UV 2020/20).

Entscheid vom 2. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Karin Huber-

Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2020/20

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 2006 bei der heutigen B.___ AG 

(nachfolgend: Arbeitgeberin), Zweigniederlassung .___ (vgl. Internet-Auszug aus dem 

Handelsregister betreffend diese beiden AGs, abgerufen am 5. Mai 2021), als 

Baufacharbeiter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) unter anderem für die Folgen von Unfällen versichert, 

als er am 9. September 2015 aus drei Metern Höhe von einer Leiter fiel und sich eine 

Tibiakopffraktur (Schatzker VI) rechts zuzog (Suva-act. 1 und 12). Laut 

Operationsbericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: Orthopädie KSSG) 

wurde am 11. September 2015 ein temporärer Fixateur externe knieübergreifend rechts 

angelegt zur Frakturstabilisierung mit zusätzlicher Weichteilkonditionierung (Suva-act. 

9). Am 22. September 2015 wurde dieser wieder abgenommen und zur definitiven 

Versorgung eine "Open Reduction and internal Fixation" (ORIF) proximale Tibia rechts 

mit einer NCB Platte vorgenommen (Suva-act. 4). Die Suva sprach dem Versicherten 

am 5. Oktober 2015 für die Folgen des Berufsunfalls die gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 6).

A.a. 

 Laut Bericht der Orthopädie KSSG vom 28. Dezember 2015 beklagte der 

Versicherte drei Monate postoperativ praktisch keine Schmerzen mehr und nahm auch 

keine Schmerzmedikation ein. Er mobilisierte weiterhin an zwei Unterarmgehstöcken 

mit maximaler Teilbelastung von 65 kg. Die zuständigen Ärzte rieten ihm, bei erlaubter 

A.b. 

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Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden zu mobilisieren und zu belasten 

(Suva-act. 21 S. 2 f.).

Am 28. Januar 2016 fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und einem 

Aussendienstmitarbeiter der Suva statt. Dabei erklärte der Versicherte, er wolle wenn 

immer möglich wieder als Maurer arbeiten. Er hoffe, dass sich seine schwere 

Unterschenkelverletzung wieder ganz erholen werde (Suva-act. 22). Auf Empfehlung 

der Suva meldete der Versicherte sich am 1. Februar 2016 bei der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (vgl. Suva-act. 22 S. 2 und 25).

A.c. 

Am 23. März 2016 teilte die Orthopädie KSSG der Suva auf deren Nachfrage (vgl. 

Suva-act. 24 und 28) hin mit, dass ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt zum 

aktuellen Zeitpunkt sinnvoll sei. Der Versicherte sei seit Mitte Februar 2016 voll mobil 

ohne Stockentlastung. Er nehme noch Analgesie bei Bedarf. Die aktuelle 

Beschwerdesymptomatik mit schneller Ermüdung im Oberschenkel rechts beim 

Treppenlaufen und Instabilitätsgefühl sei mit dem muskulären Defizit zu erklären (Suva-

act. 40 S. 1; vgl. auch Sprechstundenbericht vom 23. März 2016 in Suva-act. 40 S. 3 

f.). Vom 3. Mai bis 7. Juni 2016 absolvierte der Versicherte einen Aufenthalt in der 

Rehaklinik Bellikon. Laut Austrittsbericht vom 8. Juni 2016 konnte keine wesentliche 

Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden. Die körperliche 

Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit hätten beim Training auf einem mässigen Niveau 

leicht gesteigert werden können. Bezüglich der Beweglichkeit des rechten Kniegelenks 

habe insgesamt eine gewisse Verbesserung erreicht werden können. Das Gangbild 

habe leicht verbessert werden können. Die Probleme beim Austritt zeigten sich in 

belastungs- und bewegungsverstärkten Schmerzen am Knie rechts, einem Druckgefühl 

über dem oberen Sprunggelenk und dem Kniegelenk rechts, einem hinkenden 

Gangbild rechts, einer eingeschränkten Beweglichkeit des rechten Knies und einer 

muskulären Insuffizienz und reduzierten Koordination des rechten Beins und Knies 

(Suva-act. 52 S. 1 f.). Die Tätigkeit als Bauarbeiter/Maurer sei dem Versicherten nicht 

mehr zumutbar. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit (aktuell ohne 

Tätigkeiten auf unebenem Gelände, ohne Zwangshaltungen, ohne Leitersteigen und 

ohne häufiges oder längerdauerndes Treppensteigen) sei er ganztags arbeitsfähig 

(Suva-act. 52 S. 2).

A.d. 

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Am 25. Juli 2016 informierte die Suva die Arbeitgeberin über das von der 

Rehaklinik Bellikon festgelegte Zumutbarkeitsprofil und ersuchte um Prüfung einer 

möglichen Wiedereingliederung des Versicherten (Suva-act. 59 S. 1).

A.e. 

Laut Sprechstundenbericht der Orthopädie KSSG vom 19. September 2016 

beklagte der Versicherte anlässlich der gleichentags erfolgten Kontrolle 

belastungsabhängige Schmerzen am medialen Kniegelenk rechts sowie 

wetterabhängige Schmerzen und teils Schmerzen in Ruhe im Bereich der Platte. Beim 

Röntgen zeigten sich eine beginnende mediale Gonarthrose, eine unveränderte Lage 

des Osteosynthesematerials und eine vollständige Konsolidation der Tibia- und 

Fibulafraktur (Suva-act. 79 S. 1). Am 25. Oktober 2016 fanden in der Orthopädie KSSG 

eine diagnostische Kniearthroskopie rechts und eine Osteosynthesematerialentfernung 

Tibia rechts statt (Suva-act. 90 S. 1; vgl. auch Operationsbericht in Suva-act. 94). Drei 

Monate postoperativ schilderte der Versicherte einen sehr guten Verlauf (Bericht der 

Orthopädie KSSG vom 24. Januar 2017; Suva-act. 100).

A.f. 

Am 3. März 2017 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung des Versicherten 

bei med. prakt. C.___, Fachärztin für Chirurgie und Kreisärztin der Suva, statt. Diese 

erhob gemäss Bericht vom 6./10. März 2017 die Diagnosen Tibiakopffraktur (Schatzker 

VI) und Fibulaschaftfraktur rechts, aktuell belastungsabhängig progrediente 

Restbeschwerden bei Verdacht auf beginnende Gonarthrose (Suva-act. 111 S. 4). Der 

Versicherte gebe belastungsabhängige Restbeschwerden und ein unsicheres Gangbild 

sowie ein dauerhaftes Schonhinken rechts an. Objektiv zeige sich ein reizloses 

Kniegelenk ohne Schwellung, Erguss oder Überwärmung. Es bestehe ein leichtes 

Extensionsdefizit und eine eingeschränkte Flexion. Im Grunde genommen sei dies für 

die erlittene Verletzung ein respektables Ergebnis (Suva-act. 111 S. 4). Dem 

Versicherten sei die Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar, in adaptierten 

Tätigkeiten bestehe jedoch eine ganztägige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 111 S. 5). Den 

Integritätsschaden schätzte med. prakt. C.___ auf 20 %. Gesamthaft dürfe unter 

Berücksichtigung der zu erwartenden Verschlimmerung bereits zum aktuellen Zeitpunkt 

der Satz der Knietotalprothese angenommen werden (Suva-act. 112).

A.g. 

Am 24. März 2017 fand eine Besprechung zwischen dem Versicherten, der Suva 

und der Arbeitgeberin statt. Dabei erwähnte die Arbeitgeberin eine Chance auf eine 

A.h. 

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Tätigkeit im Magazin in .___ (Suva-act. 118 und 119). Am 8. Mai 2017 besichtigte der 

für den Versicherten zuständige Case Manager der Suva die Zimmerei der 

Arbeitgeberin in .___ (Suva-act. 128), erstellte Fotos (Suva-act. 129) und beschrieb in 

der Folge das Anforderungsprofil: Stehende/gehende Tätigkeit; Sitzen sei eigentlich nur 

in der Pause möglich; die meisten Teile beim Sortieren seien 5 bis 10 kg schwer, selten 

15 kg; beim Entnageln von Schalttafeln müsse der Versicherte diese ca. 13 kg 

schweren Tafeln herumtragen, auf einen Holzbock legen, entnageln und danach auf 

einer Palette stapeln; selten müsse er auch auf Leitern steigen, um Material an den 

Deckenkran zu befestigen; später wäre auch ein Gabelstaplereinsatz möglich (Suva-

act. 130 S. 1). Kreisarzt Dr. med. D.___ verneinte am 11. Mai 2017 gestützt auf die 

jüngsten Röntgenaufnahmen die Frage, ob zwingende Gründe gegen einen 

Arbeitsversuch in der Zimmerei sprächen (Suva-act. 130 S. 2).

Am 15. Mai 2017 startete der Versicherte den Arbeitsversuch (Suva-act. 132). 

Anlässlich einer Besprechung vom 6. Juni 2017 berichtete er, dass er nach dem 

Arbeitstag das Bein zu Hause für mehrere Stunden hochlagern und kühlen müsse, bis 

sich das Knie beruhige (Suva-act. 139).

A.i. 

Am 13. Juli 2017 wurde in der Orthopädie KSSG das rechte Sprunggelenk des 

Versicherten untersucht. Dabei wurde der Verdacht auf Überlastung des oberen 

Sprunggelenks mit/bei posttraumatischer Valgusdeformität des rechten Knies gestellt 

(Suva-act. 146). Eine MRT des rechten Sprunggelenks vom 20. Juli 2017 zeigte 

gemäss Bericht der Orthopädie KSSG vom 21. Juli 2017 ein schmales Basset-

Ligament mit im Übrigen normalem Kernspintomogramm. Die berichtenden Ärzte 

beurteilten die beim Versicherten bestehenden Schmerzen im Bereich des 

anterolateralen rechten Sprunggelenks als klinisch nicht 100%ig mit den MRI-Bildern 

korrelierend. Es werde eine diagnostisch/therapeutische Infiltration vorgenommen und 

eine physiotherapeutische Übungsbehandlung empfohlen (Suva-act. 149 S. 2 f.; vgl. 

auch MRI-Bericht vom 20. Juli 2017 in Suva-act. 152).

A.j. 

Am 7. August 2017 legte die Suva das Dossier erneut der Kreisärztin vor, da der 

Versicherte nach mehrwöchigem Arbeitsversuch im Magazin schildere, dass er stetige 

Schmerzen habe und eine Steigerung des Pensums auf ganztags als unmöglich 

einstufe (Suva-act. 154 S. 1 f.). Med. prakt. C.___ beurteilte die Situation gleichentags 

A.k. 

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dahingehend, dass die Tätigkeit/Belastung grenzwertig sei. Von einer zusätzlichen 

Schädigung des Kniegelenks sei nicht unbedingt auszugehen. Medizinisch sei die 

frühere Zumutbarkeitsbeurteilung weiterhin gültig und in einer wechselbelastenden 

Tätigkeit wäre sicher eine volle Präsenz zumutbar. Der Versicherte könne die Tätigkeit 

gehend-stehend auch halbtags nur knapp und unter zunehmenden Beschwerden 

ausüben. Wahrscheinlich sei dies über .___ Jahre (bis zur Pensionierung mit 60) nicht 

wirklich zumutbar (Suva-act. 154 S. 3).

Am 15. August 2017 schlug die Arbeitgeberin vor, noch einen Arbeitsversuch in der 

Holzhalle zu machen (Suva-act. 156). Der Versicherte berichtete am 25. September 

2017, dass auch die Tätigkeit in der Holzhalle gehend/stehend sei (Suva-act. 163).

A.l. 

Laut Untersuchungsbericht der Orthopädie KSSG vom 19. Oktober 2017 habe 

der Versicherte nach zwischenzeitlich durchgeführter Infiltration des rechten oberen 

Sprunggelenks keine Verbesserung der Beschwerden verspürt (Suva-act. 165).

A.m. 

Am 23. November 2017 berichteten die zuständigen Berufs- und Laufbahnberater 

der Rehaklinik Bellikon, der Versicherte habe am 22. März 2017 die Sprechstunde 

berufliche Eingliederung besucht. In der Folge sei ein Arbeitsversuch bei der 

Arbeitgeberin abgewartet worden. Der Versicherte habe die Arbeit im Magazin zu 

einem reduzierten Pensum aufgenommen. Nach dem Rentenentscheid und dem 

Vorliegen eines neuen Arbeitsvertrags werde der Versicherte festlegen, ob er sich bei 

der Arbeitslosenversicherung anmelde und für die verbleibenden Stellenprozente auf 

Arbeitssuche gehe oder ob er sich finanziell mit dem reduzierten Arbeitspensum und 

einer kleinen Teilrente arrangieren könne. Somit werde der berufsberaterische Auftrag 

abgeschlossen (Suva-act. 166).

A.n. 

Die Orthopädie KSSG notierte am 30. November 2017 nach erneuter Infiltration 

des oberen Sprunggelenks, diese habe nur ein mässiges und kurzzeitiges Ansprechen 

gezeigt. Möglich sei ein Einfluss des Basset-Ligamentes auf die Beschwerden im Fuss. 

Sonst scheine die Schmerzgenese eher multifaktoriell. Ein gewisses Sinus tarsi-

Syndrom sei möglich (Suva-act. 168 S. 2 f.).

A.o. 

Am 19. April 2018 notierte Dr. med. E.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) 

im Rahmen des IV-Verfahrens, die mit der Arbeitgeberin vereinbarte Tätigkeit im Lager 

A.p. 

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sei unter Abstützung auf die medizinischen Unterlagen nicht als adaptiert anzusehen. 

Sie sei wohl sehr stark ausgerichtet auf eine gehende/stehende Tätigkeit (IV-act. 50-2 f. 

in IV 2019/19).

Per 1. Mai 2018 schlossen der Versicherte und die damalige B.___ AG F.___ 

(heute: G.___ AG; vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend diese 

Gesellschaft, abgerufen am 5. Mai 2021) einen Arbeitsvertrag als "Mitarbeiter im 

Werkhof und in der Zimmerei .___" mit 50 %-Pensum ab (Suva-act. 212 S. 2).

A.q. 

Am 23. Mai 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf 

berufliche Massnahmen bestehe (Suva-act. 182). Mit Vorbescheid vom 29. Juni 2018 

verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad von 17 % einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Suva-act. 183 S. 2 ff.; vgl. auch entsprechende Verfügung vom 4. 

Dezember 2018 in Suva-act. 202 S. 2 ff.).

A.r. 

Am 9. Juli 2018 berichtete Prof. Dr. med. H.___, Orthopädie J.___, über einen 

Sprechstundenbesuch des Versicherten vom 18. Juni 2018. Dabei äusserte er den 

Verdacht auf ein CRPS nach komplexer Tibiakopffraktur Schatzker VI rechts. Der 

Versicherte klage über eine belastungsabhängige Schmerzsymptomatik im Bereich des 

rechten Knies und Unterschenkels. In Ruhe habe er wenig Beschwerden, es würde 

aber immer ein Druckgefühl vorliegen. Er könne maximal während 20 - 30 Minuten 

gehen. Prof. H.___ hielt unter dem Titel Befund fest, die körperliche Untersuchung 

zeige im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom März 2017 keine 

Unterschiede. Auf explizites Nachfragen gebe der Versicherte eine veränderte 

Gefühlsempfindung im Vergleich zur Gegenseite im Bereich des gesamten linken 

Beines an. Dies sei nicht dermatombezogen. Angesichts des Frakturausmasses bei 

nun sicher konsolidierter ossärer Situation vermute er das Vorliegen einer 

posttraumatischen Neuropathie bzw. eines CRPS als Ursache für die Beschwerden. 

Eine Anmeldung zur neurophysiologischen Untersuchung im Muskelzentrum sei 

veranlasst worden (Suva-act. 184). Am 17. August 2018 besuchte der Versicherte das 

Muskelzentrum am KSSG (nachfolgend: Muskelzentrum KSSG). Dem Bericht vom 22. 

August 2018 sind die Diagnosen chronifiziertes Schmerzsyndrom nach Tibiakopf-

Fraktur rechts, axonale Schädigung des Nervus (N.) peroneus links sowie arterielle 

Hypertonie zu entnehmen (Suva-act. 185 S. 1). Als Leitsymptom liessen sich seit einer 

A.s. 

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Tibiakopf-Fraktur bestehende belastungsabhängige Knie- und 

Sprunggelenksschmerzen mit teilweise sensiblen Missempfindungen und 

Taubheitsgefühlen am lateralen Unterschenkel eruieren. Klinisch neurologisch finde 

sich kein Hinweis auf das Vorliegen eines CRPS bei fehlenden vasomotorischen, 

sudomotorischen und weiteren über die Verletzungsfolge hinausgehenden trophischen 

Störungen. Auch elektrophysiologisch finde sich keine relevante Schädigung der 

grossen myelinisierenden Fasern der rechten unteren Extremität bis auf eine axonale 

Schädigung des N. peroneus superficialis rechts, am ehesten auch als 

Verletzungsfolge zu interpretieren. Es liege auch ein sensibles Defizit am lateralen 

Unterschenkel vor, welches am ehesten postoperativ bedingt sei. Nebenbefundlich 

habe sich eine schwere axonale Schädigung des N. peroneus links gefunden, welche 

mit hoher Wahrscheinlichkeit berufsbedingt sei. Diesbezüglich sei der Patient 

asymptomatisch (Suva-act. 185 S. 2 f.; vgl. auch Bericht in Suva-act. 199 S. 2 f.). Am 4. 

September 2018 konsultierte der Versicherte erneut Prof. H.___. Dem Bericht vom 5. 

September 2018 ist die Diagnose posttraumatisches chronifiziertes Schmerzsyndrom 

bei axonaler Läsion des N. peroneus superficialis rechts zu entnehmen (Suva-act. 186 

S. 1). Die Ursache für die Beschwerden sei durch die posttraumatische Läsion des N. 

peroneus superficialis erklärbar. Prognostisch sehe er drei Jahre nach dem Unfall eine 

weitere Verbesserung der sensiblen Neuropathie sehr kritisch (Suva-act. 186 S. 2).

Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, hielt am 11. 

September 2018 fest, die neu festgestellte Nervenschädigung betreffe die linke Seite, 

die nicht unfallkausal geschädigt worden und auch im Muskelzentrum KSSG als nicht 

unfallkausal beurteilt worden sei. Dagegen sei hinsichtlich des unfallkausalen 

Gesundheitsschadens von Prof. H.___ und vom Muskelzentrum der Befund bestätigt 

worden, wie er Grundlage der kreisärztlichen Beurteilung vom März 2017 gebildet habe 

(Suva-act. 187 S. 1).

A.t. 

Das Muskelzentrum KSSG verfasste am 19. Februar 2019 eine Zusammenfassung 

der Befunde und der entsprechenden Klinik des Versicherten: Betreffend der 

motorischen Nerven zeige sich nach Stimulation des N. peroneus links eine axonale 

Schädigung des Nervs. Diesbezüglich sei der Versicherte im August 2018 

asymptomatisch gewesen. Rechtsseitig finde sich nach Stimulation des motorischen 

Anteils des Nervus peroneus ein Normalbefund. Jedoch sei auf der rechten Seite die 

A.u. 

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B.  

C.  

Stimulation des sensiblen Anteils des Nervs geschädigt. Hier liege auch ein sensibles 

Defizit am lateralen Unterschenkel ab unterhalb der Operationsnarbe rechts vor (Suva-

act. 206).

Kreisarzt Dr. I.___ nahm am 27. Februar 2019 dahingehend Stellung, dass durch 

Prof. H.___ der gleichbleibende, nicht massgeblich verschlimmerte Unfallschaden von 

einem unabhängigen Facharzt bestätigt worden sei. Deshalb seien keine neuen oder 

zusätzlichen Erkenntnisse von einer erneuten Begutachtung zu erwarten. Auch habe 

sich die Zumutbarkeit nicht verändert, diese sei bereits am 3. März 2017 korrekt 

beurteilt worden. Der neu festgestellte rein sensible Peroneusschaden rechts führe zu 

einer Erhöhung der Integritätsentschädigung von 20 % auf 25 % (Suva-act. 207 S. 2).

A.v. 

Mit Verfügung vom 22. Mai 2019 sprach die Suva dem Versicherten bei einer 

errechneten Erwerbsunfähigkeit von 25 % eine Invalidenrente in diesem Umfang ab 1. 

Mai 2018 sowie eine Integritätsentschädigung von 25 % zu (Suva-act. 215).

A.w. 

Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. Gallen, für 

den Versicherten am 21. Juni 2019 Einsprache und beantragte die Zusprache einer 

Rente von 50 % (eventualiter 40 %). Es sei ein Gutachten betreffend Leistungsfähigkeit 

einzuholen (Suva-act. 221 S. 1 ff.).

B.a. 

Mit Entscheid vom 5. Februar 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

225).

B.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Beschwerdeführer am 9. März 2020 

durch Rechtsanwalt Pedergnana Beschwerde beim hiesigen Gericht erheben und unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge beantragen, es sei ihm eine Rente von 50 % 

auszurichten. Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten zur Leistungsfähigkeit 

einzuholen (act. G1).

C.a. 

Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerdeantwort 

vom 29. April 2020 die Abweisung der Beschwerde. Sodann kam sie zum Schluss, 

dass dem Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid fälschlicherweise ein Abzug 

C.b. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

vom Tabellenlohn gewährt worden sei. Bei korrekter Berechnung ergebe sich ein 

Invaliditätsgrad von bloss 16 %, weshalb sich eine reformatio in peius aufdränge (act. 

G3).

Mit Replik vom 31. August 2020 liess der Beschwerdeführer an den Anträgen 

gemäss Beschwerde festhalten (act. G11) und auch die Beschwerdegegnerin hielt mit 

Duplik vom 29. September 2020 an ihren Anträgen gemäss Beschwerdeantwort fest 

(act. G13).

C.c. 

Mit Schreiben vom 24. Februar 2021 unterrichtete das Gericht die Parteien über 

den Beizug der Akten der IV-Stelle (aus dem Verfahren IV 2019/19) und gewährte ihnen 

eine Frist zur Einsicht in diese Akten und zur allfälligen Stellungnahme (act. G15). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete am 3. März 2021 auf eine Stellungnahme (act. G16) 

und der Beschwerdeführer liess die Frist unbenutzt verstreichen (vgl. act. G17).  

C.d. 

Mit Urteil vom heutigen Tag wurde die Beschwerde betreffend Rentenleistungen 

der IV abgewiesen (act. G18 in IV 2019/19).

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.1. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/17

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2.  

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Zunächst gilt es zu prüfen, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der angefochtene 

Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

kreisärztlichen Beurteilungen von med. prakt. C.___ vom 6./10. März 2017 und von Dr. 

I.___ vom 27. Februar 2019 (Suva-act. 111 und 207). Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers macht in diesem Zusammenhang geltend, die Beurteilung von 

med. prakt. C.___ berücksichtige die Einschränkung aufgrund der Schmerzen nicht. Sie 

äussere sich nicht einmal dazu. Da der Schmerz auf einen im Untersuchungszeitpunkt 

noch nicht bekannten Nervenschaden zurückzuführen sei, könne nicht auf diese 

Beurteilung abgestellt werden (act. G1 Ziff. 12). Die Begründung der 

Beschwerdegegnerin, durch den Nervenschaden habe sich an der Beurteilung nichts 

geändert, stehe im Widerspruch zum Umstand, dass diese die 

Integritätsentschädigung aufgrund des Nervenschadens um 5 % erhöht habe (act. G1 

2.1. 

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Ziff. 13). Zweifel an der ganzen Beurteilung durch die Kreisärzte bestünden 

insbesondere, weil Dr. I.___ den Beschwerdeführer gar nicht untersucht habe. Er rede 

einfach nach, was med. prakt. C.___ schon gesagt habe, halte aber fest, dass der 

Schaden grösser sei als von dieser veranschlagt (act. G1 Ziff. 22). Wenn aber der 

Schaden grösser sei als med. prakt. C.___ ihn festgestellt habe, bestünden Zweifel, ob 

die Einschätzung der Leistungsfähigkeit korrekt festgehalten worden sei (act. G1 Ziff. 

23).

Med. prakt. C.___ diagnostizierte nach Durchsicht der Akten (vgl. Suva-act. 111 S. 

1 f.) und nach eigener Untersuchung des Beschwerdeführers vom 3. März 2017 (vgl. 

Suva-act. 111 S. 2 f.) belastungsabhängig progrediente Restbeschwerden der rechten 

unteren Extremität bei Verdacht auf eine beginnende Gonarthrose nach dem Leitersturz 

vom 9. September 2015 (Suva-act. 111 S. 4). Das Zumutbarkeitsprofil umschrieb sie 

folgendermassen: Leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ganztags, am 

sinnvollsten wechselbelastend, ohne Schläge und Vibrationen auf die rechte untere 

Extremität und ohne dauerhaftes Bedienen von Pedalen mit rechts. Zwangshaltungen 

der unteren Extremität wie Kauern, Kriechen und Hocken seien nicht zumutbar (Suva-

act. 111 S. 5). Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von med. prakt. C.___ wurde lege artis 

unter Würdigung der Vorakten erstellt. Sie befasst sich mit den geklagten Beschwerden 

und beruht auf einer umfassenden Untersuchung mit entsprechender Befunderhebung 

(vgl. Suva-act. 111 S. 3 ff.). Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass im 

Untersuchungszeitpunkt objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden 

wären, womit grundsätzlich auf die versicherungsinterne fachärztliche Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden kann (vgl. dazu vorstehende Erwägung 1.2). 

Dass die vom Muskelzentrum KSSG am 17. August 2018 erhobene (Suva-act. 185 S. 1) 

Diagnose der Schädigung des N. peroneus an diesem Zumutbarkeitsprofil nichts zu 

ändern vermag - wie dies Kreisarzt Dr. I.___ am 11. September 2018 und am 27. 

Februar 2019 festhielt (Suva-act. 187 und 207) - leuchtet ein, zumal Schmerzen und 

Belastungs- und Bewegungsbeschränkungen des rechten Beins im Zumutbarkeitsprofil 

von med. prakt. C.___ berücksichtigt worden sind. Der behandelnde orthopädische 

Chirurg Prof. H.___ konnte anlässlich der Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 

18. Juni und 4. September 2018 keine Unterschiede zu den von med. prakt. C.___ am 

3. März 2017 erhobenen Befunden feststellen (Suva-act. 184 und 186, je S. 1). Die von 

ihm erwähnte veränderte Gefühlsempfindung des gesamten linken Beines wäre - falls 

es sich tatsächlich um das linke Bein handeln sollte - nicht unfallbedingt (vgl. hierzu 

Suva-act. 185 S. 2 f.). Sollte er eigentlich das rechte Bein gemeint haben, so ist eine 

diffus verminderte Sensibilität der rechten unteren Extremität bereits von med. prakt. 

C.___ festgestellt worden (Suva-act. 111 S. 3; vgl. diesbezügliches Vorbringen des 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

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Beschwerdeführers in act. G1 Ziff. 19). Es ist nicht ersichtlich, inwieweit beim 

vorgenannten Zumutbarkeitsprofil den Beeinträchtigungen und Schmerzen am rechten 

Bein nicht umfassend Rechnung getragen worden wäre, und es leuchtet ein, dass bei 

Einhaltung der Adaptionskriterien eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen sollte. Hieran 

vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die Beschwerdegegnerin nach dem 

diagnostischen Bekanntwerden des Nervenschadens die dem Beschwerdeführer 

zugesprochene Integritätsentschädigung von 20 % auf 25 % erhöhte, zumal damit der 

entstandene Integritätsschaden, und nicht die verlorene Erwerbsfähigkeit entschädigt 

wird. Es liegen keinerlei ärztliche Einschätzungen im Recht, welche auch nur geringe 

Zweifel am von med. prakt. C.___ beschriebenen und von Dr. I.___ bestätigten 

Zumutbarkeitsprofil erwecken würden. Es ist korrekt, dass es sich weder bei med. 

prakt. C.___ noch bei Dr. I.___ um Neurologen oder Schmerzmediziner handelt (vgl. 

Vorbringen in act. G11 Ziff. 8). Dr. I.___ lag jedoch die fachärztliche Einschätzung des 

Muskelzentrums KSSG vor und er hat deren Befunde gewürdigt (vgl. Suva-act. 187 S. 

1 sowie Suva-act. 207). Dass er zum Schluss kam, die von den Neurologen erhobenen 

Befunde und Diagnosen vermöchten nichts am Zumutbarkeitsprofil zu ändern, 

erscheint wie gesagt überzeugend. Dass der Beschwerdeführer seine 

Restarbeitsfähigkeit lediglich zu 50 % verwertet, kann ebenfalls keine Zweifel an der 

Überzeugungskraft der kreisärztlichen Beurteilung wecken. Vielmehr ist entgegen der 

Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. act. G1 Ziff. 11) nicht davon auszugehen, dass es 

sich bei der von ihm seit dem 1. Mai 2018 ausgeübten, gehend/stehend zu 

verrichtenden Tätigkeit (vgl. Suva-act. 130 S. 1 sowie 163) um eine leidensangepasste 

Tätigkeit handelt. Denn eine gehend/stehend zu verrichtende Arbeit entspricht ja genau 

nicht dem Zumutbarkeitsprofil einer leichten, selten mittelschweren, 

wechselbelastenden (d.h. auch teilweise im Sitzen zu verrichtenden) Tätigkeit (vgl. 

Suva-act. 154 S. 3 sowie IV-act. 50-2 in IV 2019/19).

Insgesamt kommen bei der Durchsicht der kreisärztlichen Beurteilung und der 

übrigen Akten keinerlei Zweifel an der Einschätzung von med. prakt. C.___ und Dr. I.___ 

auf und der Beschwerdeführer vermag auch keine solchen zu erwecken. Es ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das kreisärztliche 

Zumutbarkeitsprofil die in Frage stehende Gesundheitsschädigung bzw. die damit 

verbundenen Beschwerden und ihre praktischen Auswirkungen umfassend 

berücksichtigt. Folglich ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit, 

entsprechend den Adaptionskriterien von med. prakt. C.___ (vgl. E. 2.2), voll 

arbeitsfähig. Ergänzende medizinische Abklärungen, insbesondere die vom 

Beschwerdeführer beantragte Begutachtung (vgl. act. G1 Ziff. 24), sind also nicht 

erforderlich.

2.3. 

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3.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 1.1) der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

Ein Rentenanspruch kann frühestens entstehen, wenn unter anderem allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Da die 

Eingliederungsmassnahmen der IV vorliegend mit Mitteilung vom 23. Mai 2018 

abgeschlossen wurden resp. ein Anspruch darauf zu diesem Zeitpunkt verneint wurde 

(vgl. Suva-act. 182), liegt der frühestmögliche Rentenbeginn im Mai 2018 und es sind 

im Folgenden die Einkommenszahlen des Jahres 2018 zu berücksichtigen.

3.1. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 

Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit an seiner Arbeitsstelle als Maurer verblieben wäre, 

ist die Beschwerdegegnerin richtigerweise vom dem von der Arbeitgeberin 

angegebenen hypothetischen Einkommen von Fr. 80'080.-- im Jahr 2017 (Suva-act. 

117 S. 1) ausgegangen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Jahr 

2018 von 0.5 % (vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex Männer, 2011-2019, 

Tabelle T1.1.10) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 80'480.40.

3.2. 

Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen. 

Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht der Beizug von 

Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund. Nur unter besonderen 

Voraussetzungen wird das Invalideneinkommen dem nach Eintritt der gesundheitlichen 

Einbusse noch erzielten Einkommen gleichgesetzt. Dabei wird kumulativ vorausgesetzt, 

dass ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis den Bezug auf den allgemeinen 

Arbeitsmarkt erübrigt, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit zumutbar voll 

ausgeschöpft wird und dass nicht ein Soziallohn ausgerichtet wird (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Art. 16 N 66 ff.). Diese Voraussetzungen sind beim 

Beschwerdeführer nicht erfüllt, zumal die von ihm ausgeübte Tätigkeit nicht 

leidensadaptiert ist und er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpft 

(vgl. vorstehend E. 2.2). Aus diesem Grund hat die Beschwerdegegnerin zur 

Bestimmung des Invalideneinkommens zu Recht auf die statistischen 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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durchschnittlichen Löhne gemäss den Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes 

für Statistik von 2016 zurückgegriffen. Sie rechnete anhand des statistischen 

Zentralwerts der Hilfsarbeiterlöhne aller Branchen als Basis für das 

Invalideneinkommen nominallohnbereinigt (0.4 % im Jahr 2017 und 0.5 % im Jahr 

2018) mit Fr. 67'405.95 (vgl. Suva-act. 215 S. 3 sowie Bundesamt für Statistik, 

Nominallohnindex Männer, 2011-2019, Tabelle T1.1.10).

Zu prüfen bleibt, ob vom obgenannten Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. 

Ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa 

leidensbedingte Einschränkung, Alter und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige 

Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des 

Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der Abzug vom Tabellenlohn ist 

grundsätzlich ein Ermessensentscheid des Sozialversicherungsträgers. Das kantonale 

Versicherungsgericht als Rechtsmittelinstanz greift in das Ermessen des 

Sozialversicherungsträgers nur bei triftigen Gründen ein; es muss sich dabei auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6; Marco Weiss, Der Abzug vom 

Tabellenlohn gemäss der Lohnstrukturerhebung, in: Haftung und Versicherung HAVE 

2020, S. 262 f.). Die Beschwerdegegnerin gewährte in der Verfügung vom 22. Mai 

2019, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020, einen 

Tabellenlohnabzug von 10 % (Suva-act. 215 und 225). In der Beschwerdeantwort 

erklärt sie, dieser Abzug sei zu Unrecht erfolgt, da keine Anhaltspunkte dafür vorliegen 

würden, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 

Tätigkeit von 100 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten könnte. Folglich sei eine reformatio in 

peius angezeigt, da der Invaliditätsgrad ohne Berücksichtigung eines Abzugs nur 16 % 

betrage (act. G3 Ziff. III/4.4). Die Beschwerdegegnerin begründete die Höhe des 

gewährten 10%igen leidensbedingten Abzugs nicht, war jedoch bei der 

Rentenzusprache der Ansicht, dass dieser gerechtfertigt ist. Wie Kreisärztin med. prakt. 

C.___ in ihrem Bericht vom 6./10. März 2017 festhielt und Dr. I.___ am 11. September 

2018 und 27. Februar 2019 bestätigte, ist dem Beschwerdeführer seine angestammte 

Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar. Zumutbar sind ihm jedoch leichte bis selten 

mittelschwere Tätigkeiten ganztags, am sinnvollsten wechselbelastend, ohne Schläge 

und Vibrationen auf die rechte untere Extremität, ohne dauerhaftes Bedienen von 

Pedalen mit rechts. Zwangshaltungen für die untere Extremität wie Kauern, Kriechen 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

und Hocken sind ihm nicht zumutbar (Suva-act. 111 S. 5, 187 und 207). Beim im 

Rentenzusprachezeitpunkt __-jährigen Beschwerdeführer, welcher über keinen 

Lehrabschluss verfügt (IV-act. 1-5 in IV 2019/19), seit 1997 für die gleiche Arbeitgeberin 

(bis 2006: K.___ AG, welche an die B.___ AG F.___ übertragen worden ist; vgl. IV-act. 7 

sowie 9 in IV 2019/19 sowie Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend die 

K.___ AG [in Liquidation], abgerufen am 5. Mai 2021) tätig war, die vorgenannten 

Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit hinzunehmen hat, während er bis zum 

Unfallzeitpunkt körperlich schwere Arbeiten ausführte, kann jedenfalls nicht gesagt 

werden, dass die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. 

Damit ist von einem 10%igen Abzug vom Tabellenlohn auszugehen ist. Gründe für 

einen höheren Abzug sind nicht ersichtlich, aber auch die zur Diskussion gestellte 

reformatio in peius ist folglich nicht angezeigt. Dies auch unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass nach der Rechtsprechung von der Möglichkeit einer reformatio in 

peius zurückhaltend Gebrauch zu machen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. 

August 2007, H 161/06, E. 5.6; vgl. dazu auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 

2020, N 166 zu Art. 61).

Aus der Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von Fr. 60’665.35 mit dem 

Valideneinkommen von Fr. 80'480.40 resultiert eine Erwerbseinbusse von 25 % und 

folglich der von der Beschwerdegegnerin bereits gewährte Anspruch auf eine 

Invalidenrente von 25 %. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

3.5. 

Im Sinne der vorherstehenden Erwägungen ist der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 nicht zu beanstanden und die dagegen 

erhobene Beschwerde abzuweisen.

4.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

4.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021
	Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 16 ATSG. Schlüssige ärztliche Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer Tätigkeiten. Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels LSE. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2021, UV 2020/20).

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