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**Case Identifier:** 007fd3eb-c29b-5f1c-9f29-0f320034fbe0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.10.2025 UV 2024/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-45_2025-10-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/45

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.12.2025

Entscheiddatum: 27.10.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2025
Art. 10, Art. 16 und Art. 19 UVG Die Beschwerdegegnerin hat den 
Fallabschluss zu früh vorgenommen, der medizinische Endzustand war noch 
nicht erreicht. Taggeldanspruch bis zur Zumutbarkeit des Berufswechsels 
sowie der entsprechenden Mitteilung durch die Beschwerdegegnerin, 
Heilbehandlungsanspruch bis zum medizinischen Endzustand. Abweisung 
der Rente bei einem Invaliditätsgrad von 8 % rechtens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2025, UV 
2024/45).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 27. Oktober 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Karin  
Kobelt  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/45 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner  
Anwälte AG, Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/45 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. August 2014 als Mechapraktiker (heutige 
Berufsbezeichnung: Produktionsmechaniker; nachfolgend: Mechaniker) für die B.___ AG tätig und über 

dieses Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) für die Folgen von 

Nichtberufsunfällen versichert, als er am 20. Oktober 2019 als Lenker eines PKWs in C.___ einen 

Autounfall erlitt (Suva-act. 2). Er wurde ins Spital D.__ gebracht, von wo er gleichentags ins 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) repatriiert wurde (Suva-act. 9-2). Am 28. Oktober 2019 wurde der 
Versicherte im KSSG bei der Diagnose Flexionsverletzung Brustwirbelkörper (BWK) 9/10 bei Autounfall 

mit Schädelhirntrauma (SHT) Grad 1 ohne intrakranielle Traumafolgen sowie Lungenkontusion rechts 

mittels einer dorsalen perkutanen Instrumentierung Thorakalsegment (Th)9-11 mit Reposition der 

Fraktur operativ versorgt (Suva-act. 3).  

A.b Am 17. April 2020 meldete der Versicherte sich unter Hinweis auf die Unfallfolgen und eine bis 
mindestens 19. Mai 2020 dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit bei der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Suva-act. 38).  

A.c Der Versicherte nahm am 25. Mai 2020 seine Arbeitstätigkeit bei der B.___ AG mit 50%igem 
Pensum wieder auf (Suva-act. 55-1).  

A.d […]. 

A.e Nach einer Besprechung mit der B.___ AG und der Suva am 17. Juli 2020 erhöhte der Versicherte 
sein Arbeitspensum auf 100 % (Suva-act. 59). 

A.f Die Suva verfügte am 21. Juli 2020 aufgrund des Vorliegens eines Z.___ die Kürzung der dem 
Versicherten zustehenden Geldleistungen um 60 % (Suva-act. 52). 

A.g Die IV verneinte mit Mitteilung vom 2. Oktober 2020 sowohl einen Anspruch auf berufliche 
Massnahmen als auch auf Rentenleistungen, da der Versicherte seine Arbeit zwischenzeitlich wieder 

im ursprünglichen Rahmen habe aufnehmen können (Suva-act. 61). 

A.h Mit Rückfallmeldung vom 5. Oktober 2021 teilte die B.___ AG der Suva mit, dass der Versicherte 
seit 28. September 2021 wegen Rückenschmerzen die Arbeit ausgesetzt habe (Suva-act. 71). Am 8. 

Dezember 2021 unterzog sich der Versicherte am KSSG aufgrund einer Schraubenlockerung beidseits 

einer Re-Spondylodese TH9/10 mit Beckenkammentnahme linksseitig sowie Segmentfreigabe Th10/11 

(Suva-act. 86). Vom 23. Februar bis 5. April 2022 absolvierte der Versicherte einen 

Rehabilitationsaufenthalt in der Rehaklinik Bellikon (RKB; Suva-act. 112). Mit Schreiben vom 12. Mai 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2022 löste die B.___ AG das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten aufgrund seiner Arbeitsunfähigkeit 

per 31. Juli 2022 auf (Suva-act. 122). 

A.i Am 18. Mai 2022 holte der Versicherte in der Klinik F.___ eine Zweitmeinung hinsichtlich seiner 
persistierenden Thorakolumbalgie ein (Suva-act. 124). 

A.j Der Versicherte meldete sich per 1. August 2022 bei der Arbeitslosenversicherung an (IV-act. 41-
3). 

A.k Am 19. August 2022 wurde im KSSG das komplette Spondylodesematerial entfernt (Suva-act. 
143).  

A.l Mit am 28. November 2022 ausgefülltem Formular meldete der Versicherte sich neuerlich bei der 
IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 31). 

A.m Dr. med. G.___ von der Versicherungsmedizin notierte am 1. Dezember 2022, nach 
durchgeführter Osteosynthesematerialentfernung (OSME) am 19. August 2022 sei zunächst noch die 

Wirkung der im September 2022 verordneten Physiotherapie inkl. MTT abzuwarten, um den 

unfallkausalen stabilen Zustand voraussichtlich im März 2023 festzulegen (Suva-act. 161). 

A.n Da der Versicherte auch nach der OSME weiterhin über belastungsabhängige Schmerzen klagte, 
wurde am 13. Februar 2023 eine Skelettszintigraphie durchgeführt. Diese zeigte eine metabolisch 

moderat aktive Impression BWK 10 mit Keilwirbelbildung und Höhenminderung der Vorderkante und 

konsekutiver Hyperkyphose, eine diskrete Retrolisthesis BWK 10 gegenüber BWK 9 mit leichter 
Einengung des Spinalkanals und keine relevante Aktivierung der Facettengelenke. Die vom 

Versicherten beklagten muskelkaterartigen Schmerzen im Bereich der BWS, welche insbesondere 

nach langem Stehen oder am Folgetag nach Training, auftreten würden, könnten nicht abschliessend 

geklärt werden. Vorstellbar sei, dass durch die Hyperkyphose der BWS ein Reizzustand im betroffenen 

Abschnitt entstehe, forciert zusätzlich durch das intensive Krafttraining (Suva-act. 168, 169 und 173). 

A.o Versicherungsmediziner Dr. G.___ erstattete am 29. März 2023 eine Aktenbeurteilung. Ihm 
zufolge seien thorakolumbale Restbeschwerden bei einem Kyphosewinkel in Frakturhöhe von knapp 

30° verblieben, welche die mit dem letzten Untersuchungsbericht des KSSG vom 24. Februar 2023 

geschilderten Beschwerden gut zu erklären vermöchten. Mit der vom KSSG vorgeschlagenen 

weiterführenden medizinischen Trainingstherapie (MTT) auf niedrigem Niveau sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nur noch eine marginale Verbesserung der geschilderten Restbeschwerden zu 

erreichen, welche auf das Belastbarkeitsprofil keinen Einfluss habe. Der Versicherte könne leichte bis 

manchmal mittelschwere körperliche Tätigkeiten (15 Kilogramm [kg]) ohne 

Wirbelsäulenzwangshaltungen vollschichtig ganztags ausüben, optimalerweise im ausgewogenen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen. Ferner werde empfohlen, die aktuell durchgeführte MTT bis 

Ende 2023 zu übernehmen und gegebenenfalls im Folgejahr die Beteiligung am Fitness-Abo zu prüfen 

(Suva-act. 175-4 f.). Den Integritätsschaden schätzte Dr. G.___ beim Kyphosewinkel von knapp 30° 

und mässigem bis geringem Dauerschmerz, bei Belastung verstärkt, auf 15 % (Suva-act. 176). 

A.p Mit Verfügung vom 3. April 2023 sprach die Suva dem Versicherten eine auf einem 
Integritätsschaden von 15 % beruhende Integritätsentschädigung zu (Suva-act. 178). 

A.q Am 12. April 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass laut Versicherungsmedizin mit 
weiteren medizinischen Behandlungen keine wesentliche Verbesserung mehr erreicht werden könne. 

Deshalb würden die Heilkostenleistungen per 13. April 2023 eingestellt. Gleichzeitig informierte sie den 

Versicherten über seine 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten sowie das von Dr. G.___ 

festgelegte Belastungsprofil (Suva-act. 186). 

A.r Dr. med. H.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierte am 27. April 2023, unter der 
Annahme, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit als Mechaniker körperlich belastend sei, sei davon 

auszugehen, dass diese dem Beschwerdeführer auf Dauer nicht mehr zuzumuten sei, und dies weit 

über 20 % liegend. Weiter hielt er fest, aufgrund des Heilverlaufs der Unfallfolgen könnten leichte bis 

mittelschwere körperliche Tätigkeiten (bis 15 kg) ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen vollschichtig 

ganztags ausgeübt werden, optimalerweise im ausgewogenen Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen 

(IV-act. 62). 

B.  

B.a Der Versicherte teilte der Suva am 28. April 2023 mit, dass er mit ihrer Verfügung nicht 
einverstanden sei. Seinem Arzt zufolge sei seine Wirbelsäule um 15° verkrümmt, was wahrscheinlich 

zu seinen Schmerzen führe. Im August 2023 habe er einen weiteren Untersuchungstermin, und wenn 

er dann immer noch Schmerzen habe, werde er höchstwahrscheinlich operiert werden müssen, um die 

Schmerzen zu lindern (Suva-act. 194). Am 1. Mai 2023 unterzeichnete der Versicherte diese 

Einsprache (Suva-act. 197). 

B.b Am 1. Mai 2023 nahm der Versicherte eine 50%ige Arbeitstätigkeit für die I.___ GmbH 
(nachfolgend: Arbeitgeberin), als Mechaniker auf (Suva-act. 209).  

B.c Mit Verfügung vom 16. Mai 2023 verneinte die Suva bei einem Invaliditätsgrad von 8 % einen 
Rentenanspruch des Versicherten (Suva-act. 208). 

B.d Am 19. Juni 2023 liess der Versicherte durch Rechtsanwalt MLaw M. Walder Einsprache erheben 
und beantragen, die Verfügung vom 16. Mai 2023 sei aufzuheben und ihm seien die ihm zustehenden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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gesetzlichen Leistungen über den 13. April 2023 (Heilungskosten) bzw. den 15. Oktober 2022 (Taggeld) 

hinaus auszurichten. Eventualiter sei der Fallabschluss vorzunehmen, jedoch sei in Abänderung der 

Verfügung vom 16. Mai 2023 eine Rente von mindestens 13 % zuzusprechen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (Suva-act. 214). 

B.e Die IV sprach dem Versicherten mit Mitteilung vom 2. November 2023 Massnahmen zum 
Arbeitsplatzerhalt zu (Suva-act. 225). Die Arbeitgeberin meldete der Suva am 22. November 2023 einen 

Rückfall zum Unfall vom ___ mit vom 16. bis 18. November 2023 bestehender 100%iger 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 226 i.V.m. 227). 

B.f Am 2. und 13. Februar 2024 konsultierte der Versicherte das Schmerzzentrum des KSSG (Suva-
act. 250 und 251).  

B.g Mit Entscheid vom 28. Mai 2024 wies die Suva die Einsprachen gegen die Verfügungen vom 3. 
April und 16. Mai 2023 ab (Suva-act. 240).  

B.h Am 27. Juni 2024 wurde der Versicherte von Dr. med. J.___, Facharzt für Gehirn- und 
Nervenchirurgie (vormals in der Orthopädie am KSSG tätig), untersucht. Dabei wurde eine Fusion BWK 

11/12 diskutiert (Suva-act. 245). 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Mai 2024 liess der Versicherte (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), nach wie vor vertreten durch Rechtsanwalt Walder, am 1. Juli 2024 Beschwerde 
erheben mit den folgenden Anträgen: „1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

28. Mai 2024 aufzuheben und Herrn A.___ die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen aus [dem 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung; SR 832.20] UVG über den 13. April 2023 (Heilungskosten) 

bzw. den 15. Oktober 2022 (Taggelder) hinaus auszurichten. 2. Eventualiter sei die Angelegenheit 

zwecks Aktualisierung der medizinischen Sachlage und zur Einholung eines versicherungsexternen 

Gutachtens nach Art. 44 [des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts; SR 830.1] ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 3. 

Subeventualiter sei in Abänderung des Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 28. Mai 

2024 eine Rente von mindestens 13 % zuzusprechen. 4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche 

Prozessführung und die unentgeltliche Prozessverbeiständung zu gewähren. Als unentgeltlicher 

Prozessbeistand sei der unterzeichnende Rechtsanwalt zu bewilligen. 5. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der [Suva; nachfolgend:] Beschwerdegegnerin.“ (act. G1). 

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2024 die Abweisung 
der Beschwerde (act. G4). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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C.c Am 19. September 2024 teilte die Präsidentin des Versicherungsgerichts Rechtsanwalt Walder 
mit, dass der Beschwerdeführer mangels Bedürftigkeit keinen Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung habe. Ohne ausdrücklichen Gegenbericht werde davon ausgegangen, dass am 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht festgehalten werde (act. G8). Da innert der 

angesetzten Frist keine Rückmeldung erfolgte, setzte das Versicherungsgericht Rechtsanwalt Walder 
am 15. Oktober 2024 Frist zur Replik an (act. G9). Replicando liess der Beschwerdeführer am 

14. November 2024 erklären, laut Dr. J.___ sei derzeit keine erneute Operation geplant. Dieser erachte 

die Belastungsgrenze von 15 kg als zu hoch und empfehle eine Limite von 5 kg. Damit seien nur leichte 

wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Er verzichtete darüber hinaus auf die Einreichung einer 

Replik (act. G10). 

C.d Mit Schreiben vom 21. November 2024 schloss das Versicherungsgericht den Schriftenwechsel 
(act. G11). Mit Schreiben vom 27. März 2025 gelangte es an Rechtsanwalt Walder und ersuchte ihn 

um Auskunft, ob der Beschwerdeführer nach dem Schreiben vom 14. November 2024 Dr. J.___ oder 

einen anderen Facharzt konsultiert habe (act. G12). Am 15. Mai 2025 teilte Rechtsanwalt Walder dem 

Versicherungsgericht mit, der Beschwerdeführer sei in der Klinik F.___ von einem Assistenzarzt 

untersucht worden. Die Untersuchung habe jedoch bildgebend ein unverändertes Bild gezeigt und eine 

erneute Operation sei trotz der noch gleich vorhandenen Schmerzsymptomatik und der nach wie vor 

eingeschränkten Arbeitsfähigkeit nicht empfohlen worden, weshalb auf die Einreichung des Berichts 
verzichtet werde (act. G15; der Bericht vom 13. Mai 2025 findet sich in IV-act. 106). Dieses Schreiben 

wurde der Beschwerdegegnerin am 19. Mai 2025 zur Kenntnis gebracht (act. G16). 

C.e Gleichentags zog das Versicherungsgericht die Akten der IV bei (act. G17). Mit Schreiben vom 
27. Mai 2025 räumte es den Parteien die Möglichkeit ein, Einsicht in diese Akten zu nehmen und eine 

allfällige Stellungnahme abzugeben (act. G19). Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine 

Einsichtnahme (vgl. act. G19), die Beschwerdegegnerin verzichtete nach Einsichtnahme in die Akten 

auf eine Stellungnahme (act. G20 und G22). 

C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Erwägungen 
1.  

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die im Nachgang zum Unfall ___ 

erbrachten temporären Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 13. April 2023 einstellte 

und einen Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung verneinte. Nicht im Streit liegt 

demgegenüber die Höhe der gewährten Integritätsentschädigung. Insoweit die Beschwerdegegnerin 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vom Taggeldeinstellungsdatum am 3. April 2023 und der Beschwerdeführer vom 

Taggeldeinstellungsdatum am 15. Oktober 2022 ausgeht (vgl. Suva-act. 240-4 und act. G1), kann 

beiden nicht gefolgt werden. Mit der von der Beschwerdegegnerin erwähnten Verfügung vom 3. April 

2023 sprach sie dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung zu (Suva-act. 178). Die 

Verfügung beschränkt sich auf dieses Thema und enthält keinerlei Hinweis auf andere Leistungsarten. 
Dass die Beschwerdegegnerin nicht die Intention hatte, mit dieser Verfügung die vorübergehenden 

Leistungen einzustellen, zeigt ihr Schreiben vom 12. April 2023 (Suva-act. 186). Die 

Beschwerdegegnerin vergass wohl die Einstellung der Taggeldleistungen im Schreiben vom 12. April 

2023 explizit zu erwähnen. Aus dem Hinweis auf den Umstand, dass mit weiteren medizinischen 

Behandlungen keine wesentlichen Verbesserungen mehr erreicht werden könnten (vgl. hierzu Art. 19 

Abs. 1 UVG), und auf die vollschichtige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten, muss jedoch der 

Schluss gezogen werden, dass auch die Einstellung der Taggeldleistungen angezeigt werden sollte 

(Suva-act. 186). Die Beschwerdegegnerin machte denn auch ohne Weiteres die Taggeldleistungen 

zum Gegenstand des Einspracheverfahrens, womit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs 

geheilt worden wäre, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen. Eine Einstellung bereits per 15. 

Oktober 2022 war sodann ebenfalls nicht die Intention der Beschwerdegegnerin, anerkennt sie doch im 

Einspracheverfahren und im Beschwerdeverfahren einen hypothetisch darüber hinausgehenden 

Anspruch auf Taggeldleistungen, auch wenn sie den effektiven Anspruch mangels 
Arbeitsunfähigkeitsbelegen verneint sehen möchte (vgl. hierzu nachfolgend E. 4.5). Nach dem 

Gesagten ist sowohl für Heilbehandlungs- als auch für Taggeldleistungen vom Einstellungsdatum am 

13. April 2023 auszugehen. 

2.  

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so 
hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 Abs. 1 und 2 

ATSG). Die versicherte Person hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Nach Gesetz und Praxis ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf eine 
Invalidenrente abzuschliessen (sogenannter Fallabschluss), wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/24 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr 

erwartet werden kann (sogenannter medizinischer Endzustand; vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 

2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat sie Anspruch 
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).  

2.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter 

und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6). 

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat es als mit 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So weicht das 
Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der 

medizinischen Fachpersonen ab. Weiter darf es den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 

44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung genügenden Gutachten externer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/24 

Spezialärzte vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann sodann 

nicht abgestellt werden und es sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch nur geringe 

Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. Was schliesslich die Berichte von 

behandelnden Ärzten anbelangt, so sind diese zwar nicht von vornherein ohne Beweiswert, doch ist bei 
ihnen der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte wegen ihrer 

auftragsrechtlichen Stellung mitunter im Zweifelsfall eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

135 V 469 ff. E. 4.4 und 4.6, 125 V 351). Die Rechtsprechung erachtet sodann reine Aktengutachten 

als beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 

fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Ein medizinischer Aktenbericht ist 

beweistauglich, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen 

Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, 

damit der Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges 

Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2019, 8C_397/2019, E. 4.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 
(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). 

3.   

3.1 Der Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt der Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
anerkanntermassen noch unfallkausale Beeinträchtigungen in Form von thorakolumbalen 

Restbeschwerden (vgl. Suva-act. 175). Diese stellen jedoch den Fallabschluss nicht per se in Frage. 

Für den Anspruch auf weitere vorübergehende Leistungen wird rechtsprechungsgemäss 

vorausgesetzt, dass noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Das 

Kriterium beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Es bedarf dabei 

einer ins Gewicht fallenden Besserung durch die ärztliche Behandlung. Eine allfällige blosse 

Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung der 

Befindlichkeit oder dass die versicherte Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen 

nicht. Für den Abschluss der medizinischen Behandlung ist ein Dahinfallen jeglichen Bedarfs an 

Heilbehandlung somit nicht vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 
8C_306/2016, E. 5.3, mit weiteren Hinweisen; PHILIPP GEERTSEN, N 7 ff. zu Art. 19, in Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]). Zu würdigen sind 

in diesem Zusammenhang die im Recht liegenden medizinischen Berichte und Beurteilungen. 

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung in medizinischer Hinsicht auf 
die Aktenbeurteilung von Versicherungsmediziner Dr. G.___ (Suva-act. 240). Der Beschwerdeführer 

spricht dieser die Beweiskraft ab (act. G1).  

3.3 Dr. G.___ notierte am 29. März 2023, es seien thorakolumbale Restbeschwerden bei einem 
Kyphosewinkel in Frakturhöhe von knapp 30° verblieben, welche die mit dem letzten 

Untersuchungsbericht des KSSG geschilderten Beschwerden vom 21. Februar 2023 gut zu erklären 

vermöchten. Mit der vom KSSG vorgeschlagenen weiterführenden MTT auf niedrigerem Niveau sei mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur noch eine marginale Verbesserung der geschilderten 

Restbeschwerden zu erreichen, welche jedoch auf das Belastbarkeitsprofil keinen Einfluss habe. 

Dieses legte er folgendermassen fest: Leichte bis manchmal mittelschwere körperliche Tätigkeiten (15 

kg) ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen vollschichtig ganztags, optimalerweise in ausgewogenem 

Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen (Suva-act. 175-4 f.).  

3.4 Zur Widerlegung der Einschätzung von Dr. G.___, dass der medizinische Endzustand am 29. 
März 2023 erreicht gewesen sei, verweist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf den „neueren 

medizinischen Verlauf“ (act. G1 Rz. 1.3). Dieser wird in der Folge dargelegt (E. 3.4.1 bis 3.4.10). Bereits 

an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass für das vorliegende Verfahren der medizinische 
Sachverhalt relevant ist, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids am 28. 

Mai 2024 gezeigt hat (vgl. hierzu BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen) und Berichte jüngeren Datums 

deshalb lediglich insoweit Berücksichtigung finden dürfen, als sie für die medizinische Situation bis 28. 

Mai 2024 aussagekräftig sind.  

3.4.1 Am 19. August 2022 fand die letzte Operation in Form einer OSME statt (Suva-act. 143). Im 
Anschluss daran wurde der Beschwerdeführer bis 16. September 2022 arbeitsunfähig erklärt (Suva-

act. 165-2). Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 27. September 2022 wurde die Arbeitsunfähigkeit von 

den zuständigen Fachärzten bis 15. Oktober 2022 verlängert und notiert, klinisch zeige sich ein 

erfreulicher Verlauf, die Schmerzen seien regredient. Der Beschwerdeführer sei seit Mai 2022 

arbeitslos. Unter „Procedere“ wurde festgehalten, es könne nun mit der Physiotherapie sowie MTT 

gestartet werden. Eine erneute klinisch/radiologische Verlaufskontrolle werde in sechs Monaten geplant 

(Suva-act. 153-3).  

3.4.2 Da der Beschwerdeführer seinem Hausarzt über verstärkte Beschwerden berichtet hatte (Suva-
act. 238-3, Eintrag vom 10. Januar 2023), fand am 7. Februar 2023 eine vorgezogene Verlaufskontrolle 
am KSSG statt. Dabei zeigten Röntgenaufnahmen im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 27. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/24 

September 2022 unveränderte Stellungsverhältnisse ohne Nachsinterung der BWK 10 Fraktur, womit 

sich laut den berichtenden Ärztinnen und Ärzten radiologisch ein regelrechter Verlauf präsentierte. Der 

Beschwerdeführer berichtete über eine Besserung im Vergleich zu präoperativ. Er habe jedoch 

persistierend bei Bewegung und vor allem bei Belastung muskelkaterartige Schmerzen im Bereich des 

thorakolumbalen Übergangs mit Ausstrahlung in die Flanken beidseits. Klinisch habe der 
Beschwerdeführer persistierende belastungsabhängige Beschwerden geschildert. Zur weiteren 

Abklärung der klinisch geäusserten persistierenden belastungsabhängigen Beschwerden wurde die 

Durchführung eines SPECT-CT geplant (Suva-act. 168-2 f.). 

3.4.3 Letzteres fand am 13. Februar 2023 statt und zeigte eine metabolisch moderat aktive Impression 
BWK 10 mit Keilwirbelbildung und Höhenminderung der Vorderkante und konsekutiver Hyperkyphose, 

eine diskrete Retrolisthesis BWK 10 gegenüber BWK 9 mit leichter Einengung des Spinalkanals sowie 

keine relevante Aktivierung der Facettengelenke (Suva-act. 173-2). Anlässlich der Besprechung des 

SPECT-CT am 21. Februar 2023 berichtete der Beschwerdeführer nach wie vor über muskelkaterartige 

Schmerzen im Bereich der BWS, welche insbesondere nach langem Stehen oder am Folgetag nach 

MTT auftreten würden (Suva-act. 169-2). Bildmorphologisch (vgl. Bericht zum Röntgen vom 7. Februar 

2023 in Suva-act. 171) präsentierte sich eine zufriedenstellende Ossifikation im Segment BWK 10/11. 

Im Vergleich zu den Vorbildern vom September 2022 zeigte sich eine diskrete Höhenminderung des 

Bandscheibenfachs zwischen BWK 10 und 11 mit ca. 5° Zunahme der BWS-Kyphose. Entsprechend 
bestand laut der berichtenden Ärztin und dem berichtenden Arzt eine kompensatorische Hyperlordose 

von ca. 75° statt 60° im Bereich der LWS. Sie notierten weiter, im SPECT-CT zeige sich keine aktivierte 

Arthrose, was eine mögliche Differentialdiagnose gewesen wäre. Somit könnten sie die Beschwerden 

des Beschwerdeführers nicht abschliessend klären. Vorstellbar sei, dass durch die Hyperkyphose der 

BWS ein Reizzustand im betroffenen Abschnitt BWK 9 bis 11 entstehe, forciert zusätzlich durch das 

intensive Krafttraining 2 bis 3 Mal pro Woche mit anschliessenden Schmerzexazerbationen. Dem 

Beschwerdeführer sei deshalb empfohlen worden, das Training auf eine tiefere Intensität zu reduzieren, 

aber unbedingt fortzuführen. Er werde sich zusätzlich mit dem RAV in Verbindung setzen bezüglich 

einer adaptierten Stellensuche. Die nächste klinisch/radiologische Verlaufskontrolle werde im August 

2023 stattfinden (Suva-act. 169-3). 

3.4.4 Stattdessen fand die nächste Verlaufskontrolle im KSSG bereits am 13. Juni 2023 statt. Dem 
entsprechenden Bericht ist zu entnehmen, anamnestisch habe die Entfernung der Schrauben bei 

Belastung wenig gebracht, im Liegen sei es nun jedoch besser. Der Beschwerdeführer habe die Arbeit 

als Mechaniker wieder aufgenommen, er könne jedoch nicht mehr als 50 % leisten. Er habe auch schon 
versucht, ganztägig zu arbeiten, dies habe abends zu einer massiven Schmerzverstärkung geführt. Er 

beklage weiterhin persistierende Schmerzen im unteren Anteil des fusionierten 

Wirbelsäulenabschnittes. Klinisch bestehe hier eine deutliche Druckdolenz. Im SPECT-CT vom Februar 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/24 

2023 zeige sich ein gewisses Vakuumphänomen in den Facettengelenken BWK 11/12. Dies am 

ehesten im Rahmen der bestehenden Fusion oberhalb. Im Anschluss an die Sprechstunde sei eine 

Facettengelenksinfiltration BWK 11/12 erfolgt. Unmittelbar postoperativ habe der Beschwerdeführer 

eine deutliche Schmerzlinderung verspürt (Suva-act. 221 und IV-act. 81). 

3.4.5 Am 4. Juli 2023 stellte Dr. J.___ eine „Ärztliche Bescheinigung“ über eine seit 16. Oktober 2022 
bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit 

(Mechaniker) aus (Suva-act. 222). 

3.4.6 Anlässlich einer Verlaufsbesprechung im KSSG vom 21. September 2023 habe der 
Beschwerdeführer Dr. J.___ berichtet, dass die Beschwerden nach der Infiltration deutlich rückläufig 

gewesen seien. Wie zu erwarten sei dieser Effekt nach einer gewissen Zeit wieder verschwunden 

(Suva-act. 224-2). Es wurde die nochmalige Infiltration des Facettengelenks BWK 11/12 geplant. Falls 

es wiederum zu einem sehr guten Ansprechen kommen würde, wäre laut Dr. J.___ eine 

Radiofrequenzablation (RFA; medizinische Methode zur lokalen Zerstörung von Gewebe) in Betracht 

zu ziehen (Suva-act. 224-3). Die zweite Infiltration fand am 27. September 2023 statt (Suva-act. 229-

2). Im Rahmen der Besprechung nach stattgehabter Facettengelenksinfiltration am 9. November 2023 

notierte Dr. J.___ unter „Anamnese“, caudal von den fusionierten Segmenten BWK 9 bis 11 habe sich 

eine Facettengelenksarthrose entwickelt. Der Beschwerdeführer habe einen hohen Leidensdruck. Auf 

die Infiltration habe er jeweils während mindestens 3 Wochen äusserst gut angesprochen und sei in 
dieser Zeit nahezu beschwerdefrei gewesen. Unter „Procedere“ wurde festgehalten, der 

Beschwerdeführer wolle verständlicherweise eine erneute Spondylodese vermeiden. Dr. J.___ 

überwies ihn deshalb an das Schmerzzentrum des KSSG (nachfolgend: Schmerzzentrum) zur RFA der 

Rami mediales des Facettengelenks BWK 11/12 (Suva-act. 229-3). 

3.4.7 Der Beschwerdeführer konsultierte am 30. Januar 2024 erstmals das Schmerzzentrum. 
Anamnestisch persistierten nach Metallentfernung im August 2022 belastungsabhängige, vorwiegend 

nozizeptive, teilweise ausstrahlende, gürtelförmige Schmerzen entlang der unteren Rippen. Der 

Beschwerdeführer habe teilweise Mühe beim Atmen; teilweise sei der Schlaf durch Schmerzen gestört, 

z. B. könne er nicht lange auf der Seite schlafen. Fixe Schmerzmedikation nehme er keine. Die 

Schmerzen seien belastungsabhängig nach Bewegung jeweils am nächsten Tag vermehrt. Schweres 

Heben und Rotationsbewegungen des Brustkastens aggravierten die Beschwerden. Momentan gehe 

es ihm gut und die Schmerzen stünden nicht im Vordergrund. Er arbeite aktuell 50 % seit Mai 2023 als 

Mechaniker in einem kleinen Betrieb. Dort müsse er den ganzen Tag stehen oder laufen. Vorbeugen 

und Rotation verstärke die Schmerzen. Klinisch konnte die untersuchende Ärztin den Verdacht auf eine 
Anschlussdegeneration der BWK 11 und 12 bestätigen. Sie schlug dem Beschwerdeführer die 

diagnostische Blockade der facettengelenkversorgenden Äste BWK 11 und 12 vor, welche für den 13. 

Februar 2024 geplant wurde (Suva-act. 250-2). Anlässlich der an diesem Tag stattfindenden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/24 

Konsultation beklagte der Beschwerdeführer nur wenig Beschwerden wie Muskelkater. Gestern habe 

er starke Schmerzen auf der Arbeit gehabt und habe 2 Stunden Pause machen müssen. Heute gehe 

es ihm gut. Die Schmerzen könne er nicht auslösen. Teilweise habe er tagelang keine Beschwerden, 

dann kämen wieder Phasen mit Schmerzen. Insgesamt seien die Beschwerden immer mit schwerem 

Heben und Vorbeugen assoziiert. Die zuständige Oberärztin stellte eine frei bewegliche BWS fest; 
aktuell finde sich eine leichte, umschriebene Druckdolenz über paravertebraler Muskulatur links in 

Projektion auf das Facettengelenk Th11-12. Sie sah für die geplante diagnostische Blockade der das 

Facettengelenk versorgenden Äste aus BWK 11 und 12 aufgrund der annähernden Beschwerdefreiheit 

keine Indikation mehr. Der Beschwerdeführer werde sich bei erneuten, starken Beschwerden für die 

besprochene Infiltration melden. Es werde diesem empfohlen, die aktiven physiotherapeutischen 

Übungen zur Rumpf- und Beckenstabilisation weiterzuführen (Suva-act. 251). 

3.4.8 Am 27. Juni 2024 untersuchte Dr. J.___, neu Orthopädie K.___, den Beschwerdeführer. Er 
berichtete am 28. Juni 2024, dieser befinde sich seit Jahren in der Physiotherapie. Es bestünden 

hauptsächlich Schmerzen unterhalb des Operationsgebietes. Als strukturelle Ursache sei eine 

Facettengelenksarthrose BWK 11/12 bekannt. Diese sei zwei Mal positiv infiltriert worden. In der 

diagnostischen Phase sei der Patient komplett beschwerdefrei gewesen. Die therapeutische Phase 

habe jeweils nur wenige Wochen angehalten. Die Situation sei aktuell unverändert. Zusätzlich 

bestünden noch Schmerzen tieflumbal rechts. Der Arbeit als Mechaniker könne der Beschwerdeführer 
zu 50 % nachgehen. Immer wieder müssten Schmerzmittel eingenommen und liegende oder sitzende 

Pausen durchgeführt werden. Der Beschwerdeführer sei verständlicherweise mit der Situation nicht 

zufrieden. Sie hätten – wie bereits im Jahr 2023 – über eine Fusion BWK 11/12 gesprochen, der 

Beschwerdeführer erachte dies als mögliche Option, sei aber zurückhaltend. Nach erfolgter MRT-

Bildgebung werde der Beschwerdeführer sich erneut bei ihm vorstellen (Suva-act. 245-3).  

3.4.9 Rechtsanwalt Walder teilte dem Versicherungsgericht am 14. November 2024 mit, dass kein 
jüngerer Sprechstundenbericht seitens Dr. J.___ vorliege. Dieser habe ihm gegenüber angegeben, 

dass eine erneute Operation derzeit nicht geplant sei; die Belastungsgrenze von 15 kg sehe er als zu 

hoch an und würde eine Limite von 5 kg empfehlen (act. G10). 

3.4.10 Der nächste aktenkundige Arztbericht datiert erst vom 13. Mai 2025. Diesem zufolge besuchte 
der Beschwerdeführer am 6. Mai 2025 zur Einholung einer Zweitmeinung eine Sprechstunde in der 

Wirbelsäulenchirurgie des Klinik F.___. Eine Röntgenaufnahme der BWS zeigte im Vergleich zu einer 

Voruntersuchung vom 18. Mai 2022 stationäre Stellungsverhältnisse nach OSME mit insgesamt 

stationärer lokaler Kyphose BWK 9 bis 10 von 20.8° und ohne progrediente Sinterung von BWK 10. 
Rein bildmorphologisch präsentierte sich laut den berichtenden Ärzten ein erfreulicher postoperativer 

Verlauf. Die weiterhin bestehenden thorakalen Beschwerden seien ihnen zufolge durch die Bildgebung 

jedoch nicht vollständig erklärbar. Es zeige sich vor allem eine muskuläre Dysbalance sowie eine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/24 

chronische Fehlhaftung, welche die Schmerzentwicklung begünstigen dürften. Der Beschwerdeführer 

leide unter einer chronifizierten Schmerzproblematik. Ein chirurgisches Vorgehen erachteten die 

berichtenden Fachärzte aus aktueller Sicht nicht als zielführend. Sie empfahlen dem Beschwerdeführer, 

die körperliche Aktivität unter rückengerechten Bedingungen weiterhin konsequent fortzuführen (IV-act. 

106). Zu diesem Bericht erklärte Rechtsanwalt Walder dem Versicherungsgericht am 15. Mai 2025, der 
Beschwerdeführer sei in der Klinik F.___ von einem Assistenzarzt untersucht worden. Die 

Untersuchung habe bildgebend ein unverändertes Bild gezeigt und eine erneute Operation sei trotz der 

noch gleich vorhandenen Schmerzsymptomatik und der nach wie vor eingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

nicht empfohlen worden (act. G15). 

3.5 Zu prüfen ist, ob die soeben in E. 3.4 dargelegten medizinischen Berichte geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit von Dr. G.___s Aktenbeurteilung (vgl. dazu vorstehende E. 2.5) hinsichtlich des 

Erreichens des medizinischen Endzustandes (zur Arbeitsfähigkeitsschätzung und zum Belastungsprofil 

vgl. nachfolgende E. 4.2.1 und 4.2.2) aufkommen lassen. Dr. G.___ stützte sich bei seiner Einschätzung 

des Ende März 2023 erreichten medizinischen Endzustandes wesentlich auf das Resultat des SPECT-

CT vom 13. Februar 2023 und den Verlaufsbericht des KSSG vom 24. Februar 2023. Er hält jedoch in 

nicht erläuterter Abweichung von den berichtenden Fachpersonen ohne weitere Begründung fest, der 

Kypohosewinkel in Frakturhöhe von knapp 30° vermöge die im Bericht vom 24. Februar 2023 

geschilderten Beschwerden gut zu erklären, währenddem die behandelnde Ärztin und der behandelnde 
Arzt von noch nicht vollumfänglich erklärbaren Beschwerden ausgingen (vgl. vorstehende E. 3.3 und 

3.4.3). Mit der Bedeutung der vom Beschwerdeführer nach Trainingsreduktion erwarteten Rückmeldung 

an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt und jener der geplanten Verlaufskonsultation 

setzte er sich nicht auseinander. Hinsichtlich der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers 

scheint Dr. G.___ lediglich letztere berücksichtigt zu haben, zumal er sich zur Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit mit keinem Wort äusserte und einzig das Belastungsprofil für angepasste 

Tätigkeiten beschrieb (Suva-act. 175-4). Hieraus muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 

Schluss gezogen werden, dass Dr. G.___ sich mit der für die Festlegung des medizinischen 

Endzustandes unter anderem entscheidenden Frage der noch möglichen Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. vorstehende E. 3.1) gar nicht auseinandergesetzt 

hat. Aufgrund dieser Versäumnisse und Unvollständigkeiten bestehen mehr als nur geringe Zweifel an 

Dr. G.___s Einschätzung (vgl. vorstehende E. 2.5) und dieser ist der Beweiswert abzusprechen, 

weshalb nicht abschliessend darauf abgestellt werden kann. Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der 

Zeitpunkt des Eintritts des Endzustandes anhand der übrigen bei den Akten liegenden medizinischen 
Berichte dennoch bestätigt respektive festgelegt werden kann. 

4.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/24 

4.1 Für die Annahme des medizinischen Endzustandes ist entscheidend, ob mit Blick auf die weitere 
Behandlung aus prospektiver Sicht gestützt auf die zum Prüfungszeitpunkt vorhandenen medizinischen 

Akten (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2025, 8C_170/2015, E. 5.5) noch ein 

positives Resultat bzw. ein namhafter therapeutischer Fortschritt zu erwarten ist und diese nicht bloss 

der Stabilisierung des Erreichten sowie der Verbesserung der Befindlichkeit dient (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts vom 29. Januar 2020, 8C_614/2019, E 5.3, und 22. April 2020, 8C_183/2020, E. 4.3.2, 

je mit Hinweisen). Der Begriff der ärztlichen Behandlung setzt eine kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete Vorkehr 

voraus. Verlaufskontrollen, manualtherapeutische Behandlungen und vergleichbare Vorkehren erfüllen 

dieses Erfordernis nicht (KOSS UVG-GEERTSEN, N 7 zu Art. 19 mit Hinweisen). Die für den 

Rentenanspruch zu beachtende Voraussetzung des Abschlusses der ärztlichen Behandlung dient 

einerseits dem Grundsatz „(medizinische) Eingliederung vor Rente“ und gewährleistet anderseits eine 

medizinische Stabilität in der Ausrichtung der Rentenleistung (teilstabile Erwerbsunfähigkeit), damit die 

Invalidenrente nicht bereits nach kurzer Zeit aus medizinischen Gründen einer Anpassung unterzogen 

werden muss. Anders als in der Invalidenversicherung steht damit in der Unfallversicherung die 

Therapierbarkeit eines Leidens dem Invalidenrentenanspruch entgegen. Gerade bei Fällen, in denen 

eine rentenbegründende (teilstabile) Erwerbsunfähigkeit und damit ein Dauerschaden drohen, 

rechtfertigt sich in Nachachtung der Eingliederungspriorität und im Interesse der Prämienzahler keine 
restriktive Beurteilung der Frage, ob von einer ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands erwartet werden kann (KOSS UVG-GEERTSEN, N 6 zu Art. 19). 

4.2 In einem Schritt ist die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach der letzten 
Operation vom 19. August 2022 zu beleuchten.  

4.2.1 Dr. G.___ lässt in seiner Aktenbeurteilung vom 29. März 2023 eine Auseinandersetzung mit der 
angestammten und ab 1. Mai 2023 wieder teilzeitlich ausgeübten Tätigkeit als Mechaniker gänzlich 

vermissen. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte verwiesen den Beschwerdeführer in eine 

angepasste Tätigkeit und gehen folglich davon aus, dass ihm die angestammte Tätigkeit nicht mehr 

zumutbar ist, zumindest nicht mehr vollzeitlich (vgl. Suva-act. 169-3). Und auch der RAD hielt am 27. 

April 2023 fest, unter der Annahme, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit körperlich belastend sei, sei 

davon auszugehen, dass diese zuletzt ausgeübte Tätigkeit auf Dauer nicht mehr zuzumuten ist. Und 

dies weit über 20 % liegend. Um eine genaue Prozentangabe machen zu können, wäre aber eine 

genaue Beschreibung der Tätigkeit und der Belastung des Beschwerdeführers in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit unabdingbar (IV-act. 62-3). Die Beschwerdegegnerin scheint für die Tätigkeit als 
Mechaniker gar eine volle Unzumutbarkeit (vgl. Suva-act. 240-8 und -10 mit Hinweis auf Suva-act. 112; 

Suva-act. 240-8) und damit Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall zu sehen. Gleichzeitig spricht sie der vom 

behandelnden Orthopäden am 4. Juli 2023 für die Zeit ab 16. Oktober 2022 ausgestellten ärztlichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Bescheinigung einer weit unter dieser 100%igen Arbeitsunfähigkeit liegenden, lediglich 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit den Beweiswert ab. Dies mit der Begründung der rückwirkenden Bescheinigung 

einer Arbeitsunfähigkeit. Es geht jedoch klar aus den Berichten des KSSG aus den Jahren 2022 und 

2023 hervor, dass es nie die Intention von Dr. J.___ war, den Beschwerdeführer über den 16. Oktober 

2022 hinaus für eine andere als seine angestammte Tätigkeit arbeitsunfähig zu erklären. Dafür, dass 
anstatt der 50%igen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen 

wäre, spricht wiederum nichts. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei dieser Annahme auf einen 

Austrittsbericht der RKB vom 8. April 2022 und damit vor der OSME vom 19. August 2022, weshalb 

diese Einschätzung nicht aussagekräftiger sein kann als die Einschätzung der postoperativ 

behandelnden orthopädischen Fachärztinnen und Fachärzte. Nach dem Gesagten ist ab 16. Oktober 

2022 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen. 

4.2.2 Dr. G.___ schrieb dem Beschwerdeführer in seiner Aktenbeurteilung vom 29. März 2023 eine 
vollzeitliche Arbeitsfähigkeit für leichte bis manchmal mittelschwere körperliche Tätigkeiten (bis 15 kg) 

ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen, optimalerweise in ausgewogenem Wechsel von Gehen, Stehen 

und Sitzen, zu. Die uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten korreliert mit der 

Einschätzung der behandelnden Orthopädinnen und Orthopäden, welche den Beschwerdeführer ab 

Mitte Oktober 2022 in angepassten Tätigkeiten als 100 % arbeitsfähig qualifizierten (vgl. Suva-act. 222). 

Und auch der RAD teilt diese Einschätzung (vgl. IV-act. 62-2). Diese Beurteilung ist denn angesichts 
der auf den Rücken des Beschwerdeführers beschränkten Beschwerden auch nachvollziehbar. Soweit 

der Rechtsvertreter zum Beleg des Gegenteils die vom Beschwerdeführer ab 1. Mai 2023 mit 50%igem 

Pensum ausgeübte Tätigkeit als Mechaniker anführt, vermag dies keinerlei Zweifel an dieser 

Einschätzung aufzuwerfen, zumal diese Tätigkeit dem Beschwerdeführer wie vorstehend in E. 4.2.1 

ausgeführt nur mit eingeschränktem Pensum zumutbar ist, weil es sich eben nicht um eine Tätigkeit 

gemäss Belastbarkeitsprofil handelt. Mit Replik vom 14. November 2024 brachte Rechtsanwalt Walder 

hinsichtlich des Belastbarkeitsprofils vor, Dr. J.___ erachte die Belastungsgrenze von 15 kg als zu hoch, 

er empfehle eine Limite von 5 kg. Damit seien nur leichte wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar (act. 

G10). Da dieser Umstand lediglich das Adaptionsprofil beschlägt und zu keinen Zweifeln an der 

vollzeitlich zumutbaren Arbeitstätigkeit aufwirft, wird er nachfolgend im Rahmen des Abzugs vom 

Tabellenlohn abgehandelt (vgl. nachfolgende E. 5.4.4 ff.). Nach dem Gesagten ist ab 16. Oktober 2022 

von einer 100% Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen, wobei diese laut der 

Beschwerdegegnerin aus leichten bis manchmal mittelschweren körperlichen Tätigkeiten (bis 15 kg) 

ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen, optimalerweise in ausgewogenem Wechsel von Gehen, Stehen 
und Sitzen, und laut Beschwerdeführer aus leichten Tätigkeiten bis 5 kg besteht. 

4.3 Der Abschluss der medizinisch instabilen Schadensphase wäre am 13. April 2023 erreicht 
gewesen, wenn durch die weitere ärztliche Behandlung keine namhafte Besserung der zu diesem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Zeitpunkt bestehenden Arbeitsfähigkeit von 50 % mehr zu erwarten gewesen wäre (vgl. Art. 19 Abs. 1 

UVG). Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid an, dass der 

medizinische Abschluss eines Falles durch die Unfallversicherung einzig voraussetze, dass von 

weiteren ärztlichen Massnahmen keine namhafte Verbesserung mehr erwartet werden könne, nicht 

aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich sei. Das Gleiche gelte bei andauernden 
Schmerzen nach dem primären Behandlungsabschluss (Suva-act. 240-4). Den Zeitpunkt des primären 

Behandlungsabschlusses sahen die behandelnden Ärzte jedoch nicht bereits am 13. April 2023 als 

gekommen. Am 21. Februar 2023 gingen sie laut Bericht vom 24. Februar 2023 anlässlich der aufgrund 

verstärkter Schmerzen vorgezogenen Verlaufskontrolle noch davon aus, dass der Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers und seine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sich noch namhaft 

verbessern liessen. Es wurde dem Beschwerdeführer geraten, das Krafttraining auf eine tiefere 

Intensität zu reduzieren, um den Schmerzverlauf zu beobachten. Für den Fall der Schmerzpersistenz 

oder -exazerbation wurde er aufgefordert, mit dem KSSG in Verbindung zu treten; spätestens für August 

2023 wurde eine Verlaufsuntersuchung vereinbart (Suva-act. 169). Auch stand zu diesem Zeitpunkt 

noch eine Spondylodese im Raum, welcher der Beschwerdeführer jedoch in einem ersten Schritt die 

mildere Radiofrequenzablation vorzog (vgl. Suva-act. 229-3; vgl. dazu sogleich). Die Fachpersonen 

gingen sodann von noch nicht abschliessend geklärten Schmerzen aus, welchen sie jedoch noch keine 

Chronifizierung zuschrieben. Vielmehr gingen sie noch von einer Behandelbarkeit aus (Suva-act. 169-
3). Angesichts der echtzeitlichen medizinischen Dokumentation war Ende März 2023 prospektiv noch 

nicht von einem erreichten Endzustand auszugehen, zumal die behandelnden Ärzte – wie dargelegt – 

durchaus noch eine Besserung erwarteten. Da die durch die Trainingsreduktion erhoffte Verbesserung 

der Schmerzsituation und damit zusammenhängend der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

nicht eintrat, fand bereits am 13. Juni 2023 die nächste Untersuchung am KSSG statt. Dabei berichtete 

der Beschwerdeführer unter anderem, er habe versucht, ganztägig zu arbeiten, dies habe jedoch 

abends zu einer massiven Schmerzverstärkung geführt. An diesem Tag erfolgte die erste 

Facettengelenksinfiltration (Suva-act. 221), auf welche der Beschwerdeführer kurzfristig sehr gut 

ansprach. Am 27. September 2023 fand eine zweite Infiltration statt. Für den Fall eines nochmaligen 

guten Ansprechens empfahl Dr. J.___ dem Beschwerdeführer, am Schmerzzentrum eine 

Radiofrequenzablation der Rami mediales des Facettengelenks BWK 11 und 12 durchführen zu lassen 

(Suva-act. 229-3). Anlässlich der ersten Konsultation im Schmerzzentrum vom 30. Januar 2024 wurde 

eine diagnostische Infiltration der facettengelenkversorgenden Äste aus BWK 11 und 12 für den 

13. Februar 2024 vereinbart. Dies, weil der Beschwerdeführer am 30. Januar 2024 mit dem PKW 
angereist war und die Infiltration deshalb nicht an diesem Tag stattfinden konnte (Suva-act. 250-2). Am 

13. Februar 2024 präsentierte sich der Beschwerdeführer annährend schmerzfrei, weshalb die geplante 

Infiltration nicht durchgeführt wurde (Suva-act. 251). Zu diesem Zeitpunkt fand der 

Behandlungsabschluss statt.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.4 Nach dem Gesagten ist vorliegend vom Eintritt des medizinischen Endzustandes nicht am 13. 
April 2023, sondern am 13. Februar 2024 auszugehen. Angesichts der umfassenden medizinischen 

Dokumentation erübrigen sich die vom Beschwerdeführer beantragten weiteren medizinischen 

Abklärungen. Der von der Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2. 

November 2023 zugesprochene Arbeitsplatzerhalt (IV-act. 68) – und auch das ab 1. August 2024 
gewährte Arbeitstraining (IV-act. 89 und 99) – stehen dem „Fallabschluss“ nicht entgegen, da bereits 

eine volle Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit vorlag und folglich keine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit bzw. des Erwerbspotentials zu erwarten war. Als Zwischenfazit ist festzuhalten, dass 

die Einstellung der Heilbehandlungsleistungen per 13. April 2023 nicht rechtens war und erst per 13. 

Februar 2024 hätte erfolgen dürfen. Hinsichtlich der Taggeldleistungen bestehen jedoch noch zu 

klärende Fragen (vgl. nachfolgende E. 4.5). 

4.5 Das letzte Taggeld bezahlte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für den 15. Oktober 
2022. Dies laut Beschwerdegegnerin, weil lediglich bis zu diesem Zeitpunkt 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vorhanden gewesen seien (vgl. Vorbringen in Suva-act. 240 und act. G4). 

Es geht aus den Akten hervor, dass dem Beschwerdeführer für die Zeit nach dem 16. Oktober 2022 

echtzeitlich keine Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ausgestellt wurden. Dies mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit deshalb, weil er laut den behandelnden Fachpersonen des KSSG ab diesem 

Zeitpunkt in angepassten Tätigkeiten voll arbeitsfähig und auch arbeitssuchend war. Der 
Beschwerdeführer reichte der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang im Rahmen des 

Einspracheverfahrens eine ärztliche Bescheinigung von Dr. J.___ vom 4. Juli 2023 ein, laut welcher ab 

16. Oktober 2022 in der angestammten Tätigkeit als Mechaniker eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden habe (Suva-act. 222) und erklärte, dass er fälschlicherweise davon ausgegangen sei, 

aufgrund seiner Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung keinen Taggeldanspruch gegenüber der 

Beschwerdegegnerin mehr zu haben (Suva-act. 214-2), was plausibel ist. Die Beschwerdegegnerin 

scheint bei ihrer Argumentation zu übersehen, dass sie es unterlassen hat, vom Beschwerdeführer 

unter Ansetzung einer Frist zu fordern, eine angepasste Tätigkeit aufzunehmen, um die für den 

Taggeldanspruch relevante Arbeitsunfähigkeit nicht mehr nach Massgabe der bisherigen Tätigkeit 

bemessen zu müssen (vgl. KOSS UVG-MARKUS SCHMID, N 10 zu Art. 16 mit Hinweis; vgl. zur 

Arbeitsfähigkeit und zur Arbeitsfähigkeit bei langer Dauer Art. 6 ATSG). Auch wenn eine versicherte 

Person im Zeitpunkt der Beurteilung ihrer für den Taggeldanspruch massgebenden Arbeitsfähigkeit 

arbeitslos ist, ist die Arbeitsfähigkeit nicht nach Massgabe aller arbeitslosenversicherungsrechtlich 

zumutbaren Arbeiten zu bemessen. Vielmehr ist bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit von 
arbeitslosen Personen grundsätzlich auf die Auswirkungen des unfallbedingten Gesundheitsschadens 

im angestammten Beruf abzustellen. Die Arbeitsfähigkeit in einer neuen beruflichen Tätigkeit ist nur 

und erst dann massgebend, wenn die für einen Berufswechsel erforderlichen Voraussetzungen erfüllt 

sind (KOSS UVG-MARKUS SCHMID, N 10 zu Art. 16 mit Hinweis). Diese Voraussetzungen waren jedoch 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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19/24 

beim Beschwerdeführer am 15. Oktober 2022 noch nicht erfüllt, weshalb für den Taggeldanspruch ab 

15. Oktober 2022 weiterhin die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit relevant war. Folglich 

hatte der Beschwerdeführer auch über den 15. Oktober 2022 hinaus Anspruch auf Taggelder der 

Beschwerdegegnerin. Dieser Anspruch betrug gestützt auf die Bescheinigung des den 

Beschwerdeführer behandelnden Orthopäden ab der Rekonvaleszenz nach der OSME am 15. Oktober 
2022 50 %. Am 12. April 2023 teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer jedoch schriftlich 

mit, dass er aufgrund des Heilverlaufs der Unfallfolgen leichte bis manchmal mittelschwere körperliche 

Tätigkeiten ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen vollschichtig ganztags ausübten könnte (Suva-act. 

186). Da der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Monaten bei der 

Arbeitslosenversicherung zur Suche einer Arbeitsstelle mit vollzeitlichem Pensum angemeldet war und 

er somit bereits eine angemessene Anpassungszeit zur Stellensuche zur Verfügung hatte, ist ab dem 

Mitteilungszeitpunkt von einem zumutbaren Berufswechsel auszugehen, womit die Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten massgebend wurde. Angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in 

Verweistätigkeiten sowie des Umstandes der höheren Verdienstmöglichkeit in solchen Tätigkeiten (vgl. 

dazu nachfolgende E. 5.4) entfiel der Taggeldanspruch des Beschwerdeführers am 13. April 2023. 

Zusammenfassend besteht gegenüber der Beschwerdegegnerin – unter Berücksichtigung der 

Koordination mit der Arbeitslosenversicherung – ein über das bereits Gewährte hinausgehender 

Anspruch auf Taggelder vom 16. Oktober 2022 bis 12. April 2023 unter Berücksichtigung einer 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit.  

5.  

5.1 Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer ideal adaptierten Tätigkeit (vgl. 
vorstehende E. 4.2.1 und 4.2.2) ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu 

ermitteln (vgl. vorstehende E. 2.3). Der hypothetische Rentenbeginn liegt angesichts des vorstehend in 

E. 4.4 festgelegten Endzustandes im Februar 2024.  

5.2 Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen wie geringe Schulbildung, fehlende 
berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse oder beschränkte Anstellungsmöglichkeiten 

zufolge Saisonnierstatus ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezogen, ist diesem Umstand 

bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte 

dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommen begnügen 

wollte (BGE 135 V 297 E. 5.1 mit Hinweisen). Dies kommt erst dann in Frage, wenn – unter anderem – 

der tatsächlich erzielte Verdienst deutlich unter dem branchenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt (BGE 

135 V 297 E. 6.1.1 mit Hinweisen). Praxisgemäss wird diese so genannte Parallelisierung der 
Vergleichseinkommen entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende 

Heraufsetzung des effektiv erzielten Lohnes oder durch Abstellen auf statistische Werte oder aber auf 

Seiten des trotz Invalidität realisierbaren Verdienstes durch eine entsprechende Herabsetzung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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20/24 

statistischen Werts vorgenommen (BGE 135 V 297 E. 5.1). Den Erheblichkeitsgrenzwert der 

Abweichung des ohne Gesundheitsschaden effektiv erzielten Verdienstes vom branchenüblichen LSE-

Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen rechtfertigen kann, 

setzte das Bundesgericht auf 5 % fest (BGE 135 V 297 E. 6.1.2). Zur Vermeidung eines willkürlich 

erscheinenden, erheblichen sprunghaften Anstiegs des Invaliditätsgrads gleich um mehrere 
Prozentpunkte bei im Grenzbereich des 5%igen Erheblichkeitswerts liegenden Abweichungen befand 

es, dass jeweils nur in dem Umfang zu parallelisieren sei, in welchem die prozentuale Abweichung den 

Erheblichkeitswert von 5 % übersteige (BGE 135 V 297 E. 6.1.3). Massgeblich für die 

Einkommensparallelisierung ist das branchenspezifische Durchschnittseinkommen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts vom 22. September 2020, 9C_315/2020, E. 4.2 mit Verweis auf BGE 135 V 302 

E. 6.1.1, vom 2. September 2019, 9C_323/2019, E. 3.2.1, und vom 29. Oktober 2010, 9C_632/2010, 

E. 3.3.3).  

5.3 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund ihrer 
beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der 

unfallbedingten ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 

V 30 E. 3.3.2, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Der 
Beschwerdeführer war bis zum 31. Juli 2022 bei der B.___ AG angestellt, wo er von 2014 bis 2016 die 

Lehre absolvierte und im Anschluss als Mechaniker tätig war (IV-act. 48-2). Es bestehen keinerlei 

Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer ohne den Unfall vom ___ nicht weiterhin für die B.___ 

AG tätig gewesen wäre, weshalb mit den Parteien das dort erzielte Einkommen als Grundlage für die 

Festlegung des Valideneinkommens heranzuziehen ist. Gemäss der vom Beschwerdeführer 

unbestritten gebliebenen Berechnung der Beschwerdegegnerin hätte er dort laut den Angaben der 

B.___ AG im Jahr 2023 ein Einkommen von Fr. 63'204.05 erhalten (vgl. Suva-act. 240-9), welches unter 

hypothetischer Aufrechnung der Nominallohnentwicklung für Männer im Jahr 2024 von 1.7 % im 

Wirtschafszweig des verarbeitenden Gewerbes/der Herstellung von Waren (Tabelle T1.1.20) im 

Umfang von Fr. 64'278.50 (Fr. 63'204.05 x 1.7) als Valideneinkommen zu berücksichtigen ist. 

5.4  

5.4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person nach Eintritt 

der Invalidität steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 

Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Bundesgericht die Tabellenlöhne 

der schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) herangezogen werden 

(BGE 143 V 296 f. E. 2.2 und 135 V 301 E. 5.2). 

5.4.2 Eine versicherte Person muss sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der 
Invaliditätsbemessung auch diejenigen Einkünfte als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die sie 

auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte. 

Gemäss Bundesgericht schöpft die versicherte Person die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit nämlich 

grundsätzlich auch dann nicht in zumutbarer Weise voll aus, wenn sie auf dem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte (Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2019, 8C_631/2019, E. 6 mit Hinweisen). Auf diesem 

hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein Stellenwechsel auch dann zumutbar, wenn es für die versicherte 

Person aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt sehr schwierig 

oder gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu finden. Selbst wenn also die versicherte Person 

infolge günstiger Aussichten an der bisherigen Stelle von einem Berufs- oder Stellenwechsel absieht, 

kann sie gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erwarten, dass die Unfallversicherung 

für einen wegen des Verzichts auf zumutbare Einkünfte eingetretenen Minderverdienst aufkommt (vgl. 
zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts vom 8. November 2018, 8C_109/2018, E. 4.2, und vom 

18. Dezember 2019, 8C_631/2019, E. 6.1, je mit Hinweis).  

5.4.3 In Einklang mit dieser Rechtsprechung legte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen 
des Beschwerdeführers anhand des durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohnes gemäss LSE 2020 fest (Fr. 

67'196.55) und berücksichtigte aufgrund der Differenz des Valideneinkommens zum branchenüblichen 

Einkommen bei der Herstellung von Metallerzeugnissen unter Berücksichtigung der Rechtsprechung 

zur Parallelisierung (vgl. vorstehende E. 5.2) eine Reduktion von 3.2 % (Fr. 65'046.25). Auch diese 

beiden Vorgehensweisen werden vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet, weshalb von 

einem Einkommen von Fr. 65'046.25 auszugehen ist, welches der Nominallohnentwicklung für Männer 

im Jahr 2024 von 1.2 % anzupassen ist (vgl. Tabelle T1.93) und damit bei Fr. 65'826.80 zu liegen kommt 

(Fr. 65'046.25 x 1.2). Umstritten ist jedoch der von der Beschwerdegegnerin auf diesem Einkommen 

gewährte 10%ige Abzug (Suva-act. 240-10 f.). Dem Beschwerdeführer zufolge müsste dieser 

mindestens 15 % betragen (act. G.1 Rz. B2.2).  

5.4.4 Mit dem Tabellenlohnabzug (leidensbedingten Abzug) soll der Tatsache Rechnung getragen 
werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 

Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg verwerten kann. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat 

quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter 

Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der 

Abzug darf 25 % nicht übersteigen (vgl. anstelle vieler Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 
8C_58/2018, E. 3.1.1 mit Hinweisen).  

5.4.5 Das Bundesgericht führte in seiner jüngsten Rechtsprechung mehrfach aus, dass der Medianlohn 
der LSE teilweise auch von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielt werde (vgl. anstelle 

vieler Urteil des Bundesgerichts vom 5. August 2022, 8C_104/2022, E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 148 V 

174). Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist jedoch zu berücksichtigen, dass Menschen mit 

Behinderungen gegebenenfalls aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch bei 

Hilfsarbeitertätigkeiten auf tiefstem Kompetenzniveau gewisse Arbeiten nicht ausführen können und 

dass das Lohnniveau auch bei ihnen zumutbaren Tätigkeiten tiefer ist als bei gesunden Personen, was 

nach Ansicht des Parlaments im Rahmen der bisherigen Rechtslage bzw. Rechtsprechungspraxis zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens nicht genügend berücksichtigt wurde (Motion der Kommission für 

soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates [20.3377], «Invaliditätskonforme Tabellenlöhne 

bei der Berechnung des IV-Grads», der National- und Ständerat zugestimmt haben). Diesem Umstand 

ist mithin im Bereich der Unfallversicherung im Rahmen der individuellen Prüfung des leidensbedingten 
Abzugs, dem als Korrekturinstrument bei der Festsetzung eines möglichst konkreten 

Invalideneinkommens laut Bundesgericht überragende Bedeutung zukommt (BGE 148 V 174 E. 9.2.2 

und E. 9.2.3; vgl. auch die Urteile des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 9C_555/2022, E. 4.1, und 

vom 12. Januar 2023, 8C_623/2022, E. 5.2.1), unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des 

Einzelfalls ebenfalls ausreichend Rechnung zu tragen. 

5.4.6 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass unter Berücksichtigung sämtlicher 
konkreter Umstände des vorliegenden Falles – insbesondere des massgebenden Zumutbarkeitsprofils 

sowie des Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers – der gewährte Abzug von 10 % im Einklang mit 

der Rechtsprechung angemessen sei (Suva-act. 240-10). Andere zu berücksichtigende Faktoren 

werden vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich (vgl. Vorbringen 

in act. G1 Rz. B/2.2). Selbst wenn beim Zumutbarkeitsprofil von den vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers gestützt auf Dr. J.___s Einschätzung postulierten 5 statt 15 kg ausgegangen würde 

(vgl. act. G10), wäre dieser Einschränkung mit dem 10%igen Abzug Genüge getan, da für leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten der Abzug von 10 % als grosszügig erscheint. Folglich sind keine 
diesbezüglichen weiteren Abklärungen angezeigt. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände sowie 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erscheint vorliegend auch mit Blick auf den grossen 

Ermessensspielraum, welcher gemäss Bundesgericht dem Versicherungsträger zukommt und vom 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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23/24 

Versicherungsgericht zu berücksichtigen ist (BGE 144 V 153 E. 4.2.4), der von der 

Beschwerdegegnerin gewährte Abzug vom Tabellenlohn von 10 % angemessen. Jedenfalls hat die 

Beschwerdegegnerin ihr Ermessen nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt. 

5.4.7 Nach dem Gesagten resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 59'244.12 (Fr. 65'826.80 x 0.9). 

5.5 Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit, einem 
Valideneinkommen von Fr. 64'278.50.-- und einem Invalideneinkommen von zumindest Fr. 59'244.10 

ergibt sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von maximal rund 8 %, womit sich die 

Verneinung eines Rentenanspruchs als rechtens erweist. 

6.  

6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin 
gehalten, dem Beschwerdeführer unter Koordination mit der zuständigen Arbeitslosenkasse Taggelder 

bis 12. April 2023 nachzuzahlen und die Heilbehandlungsleistungen bis 12. Februar 2024 auszurichten. 

Hierfür wird die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen ist der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Mai 2024 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 

Beschwerde abzuweisen.  

6.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG).  

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- 

bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare 

Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) bei vollem Obsiegen angemessen. Da der Beschwerdeführer jedoch nur teilweise 

obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entsprechend dem Ausmass 

des Obsiegens (bezüglich Taggelder und Heilbehandlungsleistungen obsiegt der Beschwerdeführer 

teilweise, im Rentenpunkt unterliegt er) rechtfertigt sich vorliegend die Zusprache einer 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Demnach 

hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'000.-

- zu bezahlen.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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24/24 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Der angefochtene Einspracheentscheid wird im Sinne der Erwägungen insofern abgeändert und die 

Beschwerde dahingehend teilweise gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer Taggeldleistungen bis 

12. April 2023 und Heilkostenleistungen bis 12. Februar 2024 zugesprochen werden. Zur Festsetzung 

und Ausrichtung der Taggeld- und Heilkostenleistungen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 

3'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2025
	Art. 10, Art. 16 und Art. 19 UVG Die Beschwerdegegnerin hat den Fallabschluss zu früh vorgenommen, der medizinische Endzustand war noch nicht erreicht. Taggeldanspruch bis zur Zumutbarkeit des Berufswechsels sowie der entsprechenden Mitteilung durch die Beschwerdegegnerin, Heilbehandlungsanspruch bis zum medizinischen Endzustand. Abweisung der Rente bei einem Invaliditätsgrad von 8 % rechtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2025, UV 2024/45).

		2026-01-28T04:03:34+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen