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**Case Identifier:** ce1ed41d-f5de-5a6c-b69a-81e41636d6a8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.04.2024 100 2022 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-22_2024-04-05.pdf

## Full Text

100.2022.22U  publiziert in BVR 2024 S. 317
BUC/SBE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. April 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Streun 

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018; Vermögenssteuer 
(Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
7. Dezember 2021; 100 20 352) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ und B.________ wohnen in C.________ und sind im Kanton 
Bern unbeschränkt steuerpflichtig. Als Eigentümer bzw. Eigentümerin von 
Liegenschaften in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Zürich sind 
sie dort zudem beschränkt steuerpflichtig. Mit Verfügung vom 9. Juni 2020 
veranlagte sie die Steuerverwaltung des Kantons Bern für das Jahr 2018 auf 
ein steuerbares Vermögen von Fr. 13'427'289.-- (zum Satz von 
Fr.  14'256'149.--), wobei sich der Nettoertrag des im Kanton Bern steuerba-
ren Vermögens auf Fr. 340'681.-- und derjenige des in den Kantonen Appen-
zell Ausserrhoden und Zürich gelegenen Vermögens auf Fr. -617'842.-- be-
lief. Gestützt herauf bestimmte die Steuerverwaltung die geschuldete Ver-
mögenssteuer 2018 (Kanton, Gemeinde und Kirchgemeinde) auf 
Fr. 82'562.35 (einfache Steuer Fr. 16'783.30). Sie brachte dabei die sog. 
«Vermögenssteuerbremse» nicht zur Anwendung, weil der Steuerbetrag die 
Höchstbelastungsgrenze von 25 % des Vermögensertrags des im Kanton 
Bern steuerbaren Vermögens nicht überschreitet.

B.

Nach erfolglosem Einspracheverfahren gelangten A.________ und 
B.________ am 24. September 2020 an die Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern (StRK), welche den Rekurs mit Entscheid vom 7. Dezember 
2021 abwies.

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 7. Januar 2022 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen zusammen-
gefasst, der Entscheid der StRK sei aufzuheben und die Vermögenssteuer 
für das Steuerjahr 2018 sei unter Berücksichtigung des Gewinnungskosten-
überschusses der Liegenschaft im Kanton Zürich und unter Anwendung der 

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kantonalen Höchstbelastungsgrenze auf Fr. 32'224.80 festzusetzen. Even-
tuell sei die Sache zur Neubeurteilung und Ermittlung der geschuldeten Ver-
mögenssteuer an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Mit Vernehmlassung vom 26. Januar 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 
22. Februar 2022 schliessen die StRK und Steuerverwaltung auf Abweisung 
der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). Die 
Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Die grundsätzliche Bedeutung der sich stellenden Fragen rechtfertigt 
eine Beurteilung in Fünferbesetzung (Art. 56 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Die Beschwerdeführenden haben Wohnsitz im Kanton Bern und sind 
aufgrund persönlicher Zugehörigkeit hier unbeschränkt steuerpflichtig (Art. 4 

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Abs. 1 StG), wobei sich ihre Steuerpflicht aber nicht auf Geschäftsbetriebe, 
Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des Kantons Bern bzw. im Aus-
land erstreckt (Art. 7 Abs. 1 StG). Insoweit erfolgt die Steuerausscheidung 
im Verhältnis zu anderen Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen 
des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung 
(Art. 7 Abs. 4 Satz 1 StG). Die natürlichen Personen, die nur für einen Teil 
ihres Einkommens und Vermögens im Kanton Bern steuerpflichtig sind, ent-
richten die Steuer für die im Kanton Bern steuerbaren Werte nach dem Steu-
ersatz, der ihrem gesamten Einkommen bzw. Vermögen entspricht (Art. 8 
Abs. 1 StG; sog. Progressionsvorbehalt). Die Vermögenssteuer bemisst sich 
nach der Höhe des steuerbaren Vermögens, indem zunächst die einfache 
Steuer gemäss dem Tarif nach Art. 65 Abs. 1 StG bzw. bei beschränkt Steu-
erpflichtigen gemäss dem Steuersatz entsprechend ihrem Gesamtvermögen 
ermittelt und diese in einem zweiten Schritt mit den Anlagen von Kanton und 
Gemeinde multipliziert wird (vgl. Art. 2 Abs. 1 und 2 StG; Kästli/Bärtschi, in 
Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxiskommentar Berner Steuergesetz, 
Band 1, 2014, Art. 65 N. 3 und Art. 66 N. 1). Mit Art. 66 StG sieht der Kanton 
Bern eine Belastungsober- und -untergrenze für die Vermögenssteuer vor 
(sog. Vermögenssteuerbremse):

Art. 66 Höchstbelastung
1 Für steuerpflichtige Personen, deren Vermögenssteuer (Kantons-, Ge-

meinde- und Kirchensteuern) 25 Prozent des Vermögensertrags des im 
Kanton Bern steuerbaren Vermögens übersteigt, ermässigt sich die Ver-
mögenssteuer auf diesen Betrag, höchstens jedoch auf 2,4 Promille des 
steuerbaren Vermögens. 

2.2 Das Verwaltungsgericht hat sich bereits mehrfach mit der Begren-
zungsregelung nach Art. 66 StG befasst. Dabei hat es zunächst geklärt, dass 
die Reduktion gestützt auf Art. 66 Abs. 1 StG nicht nur bei unbeschränkt, 
sondern auch bei beschränkt steuerpflichtigen Personen zur Anwendung ge-
langt (BVR 2006 S. 71 E. 2; Kästli/Bärtschi, a.a.O., Art. 66 N. 4). Weiter hat 
es sich mit der Frage der Handhabung der Belastungsgrenze bei teilweiser 
Steuerpflicht auseinandergesetzt, jedoch noch zu Art. 66 aAbs. 1 StG in sei-
ner bis Ende 2015 gültigen Fassung (BAG 08-028 und 10-113), der die ge-
schuldete Vermögenssteuer auf 25 % des Vermögensertrags beschränkte, 
ohne sich zur Massgeblichkeit von ausserkantonalen Erträgen zu äussern 
(vgl. E. 2.3 hiernach). Angesichts der unbestimmten gesetzlichen Regelung 

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erachtete das Gericht verschiedene Methoden zur Ermittlung der 25 %-Be-
lastungsobergrenze für denkbar: Es hielt fest, die Vermögenssteuerbremse 
könne zunächst so gehandhabt werden, dass der steuerbare Ertrag auf der 
im Kanton Bern gelegenen Liegenschaft mit der Vermögenssteuer vergli-
chen werde, die im Kanton Bern grundsätzlich geschuldet wäre (Variante 1). 
Würden allein die im Kanton Bern steuerbaren Vermögenserträge mit der 
effektiv darauf geschuldeten Vermögenssteuer verglichen (und blieben mit-
hin die ausserkantonalen Faktoren unberücksichtigt), habe dies den Nach-
teil, dass Verzerrungen entstehen könnten, welche die Wirkungsweise der 
Vermögenssteuerbremse in Frage stellten: Sei entscheidend, welche Ver-
mögenswerte inner- und welche ausserhalb der Kantonsgrenze liegen, so 
könnte die Vermögenssteuerbremse auch zur Anwendung gelangen und zu 
einer Steuerermässigung führen, wo dies nicht angezeigt sei, weil insgesamt 
kein «unterdurchschnittlicher Ertrag» erwirtschaftet werde, oder aber umge-
kehrt nicht zum Tragen kommen, wo die Ermässigung unter Mitberücksich-
tigung der ausserkantonalen Verhältnisse an sich zu gewähren wäre, der 
beschränkte Blick auf die innerkantonalen Vermögensertragsverhältnisse 
dem aber entgegenstehe (vgl. BVR 2015 S. 406 E. 2.3, 3.2.2, 2006 S. 71 
E. 2.9). Eine andere Betrachtungsweise bestehe darin, nicht nur den Ertrag 
des im Kanton Bern gelegenen Vermögens mit der bernischen Vermögens-
steuer zu vergleichen, sondern den gesamten (inner- und ausserkantonalen) 
Vermögensertrag mit der gesamten (inner- und ausserkantonalen) Vermö-
genssteuerbelastung; die bernische Steuer wäre dann anteilmässig zu kür-
zen, falls die gesamte Vermögenssteuer 25 % des gesamten Vermögenser-
trags übersteige (Variante 2). Diese Methode hat das Verwaltungsgericht 
aus praktischen Gründen verworfen, da die Höhe der effektiven Steuerbe-
lastung in den anderen Kantonen in den allermeisten Fällen nicht bekannt 
sei (BVR 2015 S. 406 E. 2.3 und 3.2.2 a.E., 2006 S. 71 E. 3.1). Eine dritte 
Möglichkeit sah das Gericht darin, dass der gesamte, auch ausserkantonale, 
Vermögensertrag verglichen wird mit der hypothetischen bernischen Vermö-
genssteuer, die geschuldet wäre, wenn alles Vermögen im Kanton Bern läge 
(Variante 3). Mache die so berechnete Steuer mehr als 25 % des gesamten 
Vermögensertrags aus, sei die auf dem bernischen Vermögen geschuldete 
Steuer anteilmässig zu kürzen, wobei sie 2,5 Promille des im Kanton Bern 
steuerbaren Vermögens nicht unterschreiten dürfe. Diese dritte Variante er-
achtete das Verwaltungsgericht als die sachgerechteste und gab ihr gestützt 

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auf eine Auslegung des damals noch offen formulierten Art. 66 aAbs. 1 StG 
den Vorrang (BVR 2015 S. 406 E. 3.1, 3.2.2-3.2.6; vgl. auch BVR 2006 S. 71 
E. 3.1).

2.3 Mit Änderung des StG vom 9. September 2015 (Steuergesetzrevision 
2016, in Kraft seit 1.1.2016; BAG 16-012) hat der bernische Gesetzgeber die 
Regelung zur Vermögenssteuerbremse gemäss Art. 66 StG präzisiert: Zum 
einen erfolgte eine Präzisierung insoweit, als sich die Begrenzung der Ver-
mögenssteuer nebst den Kantons- und Gemeindesteuern neu auch auf die 
Kirchensteuer bezieht (vgl. Erläuterungen zur Steuergesetzrevision 2016 
S. 7, einsehbar unter: <www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo/display/taxinfo/
Steuergesetzrevision+2016>). Zum anderen änderte der Gesetzgeber die 
Regelung hinsichtlich des für die Begrenzung massgeblichen Vermögenser-
trags: Im Gegensatz zur früheren Regelung, welche die geschuldete Vermö-
genssteuer auf 25 % des Vermögensertrags beschränkte, ohne sich dazu zu 
äussern, ob zur Ermittlung dieser Grenze nur die im Kanton Bern steuerba-
ren Vermögenserträge massgebend sein sollen oder ob auch ausserkanto-
nale Vermögenserträge zu berücksichtigen sind (vgl. E. 2.2 hiervor), stellt 
der revidierte Art. 66 Abs. 1 StG nunmehr klar, dass die Vermögenssteuer 
auf «25 % des Vermögensertrags des im Kanton Bern steuerbaren Vermö-
gens» begrenzt werden soll. Begründet wurde diese Änderung insbesondere 
damit, dass es für eine Berücksichtigung der ausserkantonalen Werte an ei-
ner «sachlichen Begründung» fehle und die Vermögenssteuerbremse beim 
Vorliegen ausserkantonaler Erträge kaum mehr zum Tragen kommen würde. 
Die in anderen Kantonen oder im Ausland erzielten Renditen dürften keinen 
Einfluss auf die bernische Vermögenssteuer haben. Dies müsse auch gel-
ten, wenn ausserkantonales Vermögen eine tiefere Rendite abwerfe; die 
ausserhalb des Kantons Bern erzielte Rendite dürfe in diesen Fällen kein 
Grund für eine Herabsetzung der bernischen Vermögenssteuer sein (Vortrag 
Steuergesetzrevision 2016, in Tagblatt des Grossen Rates 2015, Beilage 8, 
S. 10 f. [nachfolgend: Vortrag Steuergesetzrevision]). Weiter sei die vom Ver-
waltungsgericht bestimmte Methode zur Vermeidung einer konfiskatorischen 
Besteuerung ungeeignet, da die Ermittlung einer hypothetischen Vermö-
genssteuer auf dem weltweiten Vermögen keine Rückschlüsse auf die tat-
sächliche Steuerbelastung in anderen Kantonen und im Ausland zulasse. 
Sie führe abgesehen davon zu einer starken Verkomplizierung. Schliesslich 

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verpflichte der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leis-
tungsfähigkeit das Gemeinwesen primär in Bezug auf die seiner eigenen 
Steuerhoheit unterliegenden Werte. Der Gesetzgeber wolle eine übermäs-
sige Besteuerung des bernischen Vermögens vermeiden, womit ausserkan-
tonale Werte keine Rolle spielten (vgl. Vortrag Steuergesetzrevision S. 11).

2.4 Die Steuerverwaltung hat die Beschwerdeführenden bei den Kan-
tons- und Gemeindesteuern 2018 auf ein steuerbares Vermögen von 
Fr. 13'427'289.-- veranlagt, was unter Berücksichtigung eines satzbestim-
menden Vermögens von Fr. 14'256'149.-- eine einfache Vermögenssteuer 
von Fr. 16'783.30 und einen geschuldeten Vermögenssteuerbetrag von 
Fr. 82'562.35 ergibt (vgl. Vorakten StV [act. 4B1] pag. 96, 99). Gemäss der 
hier massgeblichen neuen Fassung von Art. 66 Abs. 1 StG liegt dieser 
Betrag unter 25 % des im Kanton Bern angefallenen und für die Berechnung 
der Vermögenssteuerbremse massgeblichen Vermögensertrags von rund 
Fr. 340'681.-- (vgl. Vorakten StV [act. 4B1] pag. 94), ausmachend 
Fr. 85'170.25, weshalb die Höchstbelastungsgrenze nicht zum Tragen 
kommt (vgl. hinten E. 5.3.2).

3.

Strittig ist, ob die Vermögenssteuerbremse greifen muss, weil namentlich 
das Schlechterstellungsverbot (vgl. Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]) gebietet, das ausserkantonale Vermögen der Beschwerdefüh-
renden mitzuberücksichtigen, damit diese gleichbehandelt werden, wie wenn 
ihr Gesamtvermögen im Kanton zu besteuern wäre.

3.1 Die StRK gelangte im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass 
im Kanton Bern bei der Bemessung der Einkommenssteuer der Gewin-
nungskostenüberschuss aus der Liegenschaft im Kanton Zürich im Umfang 
des Nettovermögensertrags und des übrigen steuerbaren Einkommens gel-
tend gemacht werden könne. Wenn hier dennoch ein Gewinnungskosten-
überschuss stehen bleibe, so sei dies keine Folge der interkantonalen Steu-
erausscheidung, sondern auf das Fehlen genügenden Verrechnungssub-
strats zurückzuführen; ein Ausscheidungsverlust im Rahmen der interkanto-

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nalen Doppelbesteuerung liege nicht vor (E. 3.1). Weiter werde die wirt-
schaftliche Leistungsfähigkeit im Bereich der Vermögenssteuer – bei der das 
Vermögen selbst Steuerobjekt bilde – durch die Gewährung des Schulden-
abzugs sichergestellt. Indem die Schulden bei der Steuerbemessung vollum-
fänglich abgezogen worden seien, sei dem objektiven Nettoprinzip und dem 
Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hinrei-
chend Rechnung getragen. Soweit weitergehend (ergänzend) der Vermö-
gensertrag beachtlich sei, obliege es bei ungenügenden Erträgen auf in an-
deren Kantonen steuerbaren Vermögensanteilen den zuständigen Steuer-
hoheiten, eine konfiskatorische Besteuerung zu vermeiden (angefochtener 
Entscheid E. 3.2 ff.). Es liege auch keine verpönte Schlechterstellung vor. 
Art. 66 StG bezwecke die Begrenzung der Steuerbelastung auf bernischem 
Vermögen und stelle eine rein tarifliche Korrektur dar, deren Festlegung (wie 
alle Steuertarife) grundsätzlich in der Kompetenz der Kantone liege (Tarifau-
tonomie; E. 5.2, 6 und 8.2). Zwar käme im vorliegenden Fall, bei einer Be-
rücksichtigung des gesamten, auch ausserkantonalen Vermögensertrags 
bzw. –verlusts und des hypothetischen bernischen Steuerbetrags auf dem 
gesamten Vermögen Art. 66 StG zur Anwendung. Jedoch beruhe der Unter-
schied in der Besteuerung nicht auf einer andersartigen steuerlichen Be-
handlung der nur teilweise im Kanton Bern steuerpflichtigen Personen, son-
dern auf der rein zufälligen Verteilung der Höhe der Vermögenserträge. Ins-
besondere unterscheide die Höchstbelastungsbestimmung von Art. 66 StG 
nicht zwischen ansässigen und nur beschränkt Steuerpflichtigen, sondern 
sei danach stets und ausschliesslich das bernische Vermögen massgebend 
(E. 7.1). Durch die Beschränkung der Berechnungsgrundlage nach Art. 66 
StG auf das bernische Vermögen ergebe sich für bloss teilweise im Kanton 
Steuerpflichtige wie die Beschwerdeführenden somit keine generelle, das 
Schlechterstellungsverbot verletzende andersartige steuerliche Behandlung. 
Soweit – je nach der Höhe des Vermögensertrags auf inner- oder ausser-
kantonalem Vermögen – gemäss Art. 66 StG eine andere Besteuerung re-
sultiere, sei dies eine Folge der konkreten ausser- und innerkantonalen Ver-
mögensverteilung, welche einmal die ausschliesslich im Kanton Bern Steu-
erpflichtigen und ein andermal die teilweise Steuerpflichtigen begünstige. 
Die je nachdem unterschiedliche steuerliche Behandlung sei damit eine lo-
gische Folge territorial begrenzter staatlicher Hoheit, in der keine verbotene 
Schlechterstellung im Sinn von Art. 127 Abs. 3 BV begründet liege (E. 7.2 f.). 

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3.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die von der StRK bestä-
tigte Besteuerung des bernischen Vermögens verstosse gegen das verfas-
sungsrechtliche Schlechterstellungsverbot, das Verbot einer konfiskatori-
schen Besteuerung sowie das Leistungsfähigkeitsprinzip, indem über die 
Anwendung der Vermögenssteuerbremse nach Art. 66 StG allein anhand 
des bernischen bzw. unter Ausblendung des gesamtschweizerischen Ver-
mögensertrags entschieden worden sei. Läge ihr Vermögen ausschliesslich 
im Kanton Bern, hätten sie den (im Kanton Zürich angefallenen) Gewin-
nungskostenüberschuss von Fr. 619’243.-- zum Abzug bringen können und 
es wäre zu einer Besteuerung auf der Basis der Mindeststeuer von 2,4 ‰ 
des steuerbaren Vermögens gekommen, ausmachend Fr. 32'224.80. Die 
Regelung von Art. 66 StG bezwecke eine Vermögenssteuerentlastung bei 
jenen Steuerpflichtigen, deren Vermögen nur einen unterdurchschnittlichen 
Ertrag abwerfe. Dieser Zweck könne indes nur erreicht werden, wenn sämt-
liche Gewinnungskostenüberschüsse – und nicht nur jene, die aus im Kanton 
Bern gelegenen Liegenschaften stammten – berücksichtigt würden (Be-
schwerde Rz. 34 ff.). Eine unerwünschte übermässige Steuerbelastung 
lasse sich nur dann zuverlässig vermeiden, wenn das gesamte Vermögen 
und alle Vermögenserträge der steuerpflichtigen Person, insbesondere aber 
auch ausserkantonal erlittene Gewinnungskostenüberschüsse berücksich-
tigt würden (Rz. 43). Ferner erscheine widersprüchlich, für die Ermittlung der 
Höhe der Vermögenssteuer die ausserkantonalen Vermögenswerte satzbe-
stimmend zu berücksichtigen, im Rahmen der Vergleichsrechnung nach 
Art. 66 Abs. 1 StG jedoch allein auf die bernischen Verhältnisse abzustellen. 
Entgegen der Vorinstanz seien zudem die Voraussetzungen einer 
unzulässigen Schlechterstellung erfüllt: Eine andersartige steuerliche 
Behandlung liege darin begründet, dass in ihrem Fall – anders als bei einem 
rein innerkantonalen Sachverhalt – der aus der zürcherischen Liegenschaft 
resultierende Gewinnungskostenüberschuss bei der Berechnung der 
Vermögenssteuerbremse unberücksichtigt bleibe, was dazu führe, dass es 
bei ihnen nicht zu einer Besteuerung auf Basis der Mindeststeuer von 2,4 ‰ 
des im Kanton Bern steuerbaren Vermögens komme (Rz. 54 ff.). Die 
revidierte Regelung von Art. 66 Abs. 1 StG habe vorliegend offensichtlich 
eine Mehrbelastung im Vergleich zu ausschliesslich im Kanton 
Steuerpflichtigen zur Folge, für die es keinen sachlichen Grund gebe. Die 
Nichtberücksichtigung der ausserkantonalen Vermögensteile und deren 

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Erträge begründe somit eine unzulässige Schlechterstellung. Mit den im 
Kanton Bern zu besteuernden Vermögenswerten sei zwar Ertrag erzielt 
worden; eine mit dem Schlechterstellungsverbot sowie dem Leistungsfähig-
keitsprinzip in Einklang stehende Vermögensbesteuerung resultiere aber nur 
und erst, wenn nebst den inner- auch die ausserkantonalen (hier negativen) 
Vermögenserträge mitberücksichtigt würden. Unter dieser Voraussetzung 
gelange die Vermögenssteuerbremse zur Anwendung und sei die 
Vermögenssteuer auf den vorgesehenen Mindestbetrag von 2,4 ‰ zu 
reduzieren (Beschwerde Rz. 64 ff.; vgl. hinten E. 5.3.2).

3.3 Die Steuerverwaltung stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, 
mit Art. 66 StG solle einzig eine konfiskatorische Besteuerung des im Kanton 
Bern steuerbaren Vermögens verhindert werden. Um dies zu erreichen, ge-
nüge es, die Vermögenssteuer auf 25 % des Ertrags des im Kanton Bern zu 
besteuernden Vermögens zu begrenzen. Eine Mitberücksichtigung ausser-
kantonalen Vermögens und ausserkantonaler Vermögenserträge führe zu 
willkürlichen Ergebnissen, weil die effektive ausserkantonale Steuerbelas-
tung unberücksichtigt bleibe. Weiter könne es nicht Ziel der bernischen 
Höchstbelastungsvorschrift sein, eine konfiskatorische Besteuerung im an-
deren Kanton bzw. im Ausland zu vermeiden. Das dort steuerbare Vermögen 
und die daraus resultierenden Vermögenssteuern müssten bei der Besteue-
rung des bernischen Vermögens – abgesehen vom Progressionsvorbehalt – 
daher unbeachtlich bleiben.

4.

Die Beschwerdeführenden bestreiten nicht, dass die Vorinstanzen die Ver-
mögenssteuer gestützt auf Art. 66 Abs. 1 StG korrekt berechnet haben. Sie 
machen aber geltend, die Bemessung nach Massgabe dieser Bestimmung 
– d.h. unter Ausblendung der ausserkantonalen bzw. Beschränkung auf die 
bernischen Vermögens- und Ertragsverhältnisse – verletze in ihrem Fall 
insb. das Schlechterstellungsverbot (vgl. Art. 127 Abs. 3 BV; vgl. vorne 
E. 3.2). Damit rügen sie, Art. 66 Abs. 1 StG sei im konkreten Anwendungsfall 
verfassungswidrig bzw. gestützt auf eine akzessorische Normenkontrolle 
nicht anwendbar (Beschwerde Rz. 66 ff.).

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4.1 Art. 66 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) 
berechtigt und verpflichtet die Justizbehörden, die dem angefochtenen Ent-
scheid zugrundeliegenden kantonalen Erlasse auf ihre Rechts- und Verfas-
sungskonformität zu überprüfen (sog. konkrete [auch: akzessorische] Nor-
menkontrolle). Ergibt die vorfrageweise Prüfung, dass die fraglichen kanto-
nalen Erlasse höherrangigem Recht widersprechen, sind sie nicht anzuwen-
den und der gestützt auf sie ergangene Entscheid (Anwendungsakt) ist im 
Regelfall aufzuheben (BVR 2023 S. 51 E. 4.4 und 8.1, 2018 S. 289 E. 4.4, 
2014 S. 535 E. 2.1; VGE 2018/402 vom 30.9.2020 E. 3.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_910/2020 vom 28.7.2021]; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 66 N. 48 ff., Art. 80 
N. 39 f.). Justizbehörden sind alle kantonalen Organe, die auf Beschwerde 
(oder Klage) hin Rechtsstreitigkeiten entscheiden (Verwaltungsjustiztätig-
keit), wogegen verfügende Behörden (wie hier die Steuerverwaltung), offen-
kundige Fälle gegebenenfalls vorbehalten, keine Pflicht zur Normenkontrolle 
trifft (vgl. BVR 2023 S. 201 E. 4.2, 2014 S. 14 E. 3.1 mit Hinweisen). 

4.2 Die Kantone sind in der Ausgestaltung ihrer Steuerhoheit selbstän-
dig, soweit sie darin nicht durch ausdrückliche Vorschriften der Bundesver-
fassung oder allgemeine grundrechtliche Vorgaben beschränkt werden. Na-
mentlich haben sie die vom Bund gestützt auf Art. 129 BV erlassenen Best-
immungen zur Harmonisierung der direkten Steuern von Bund, Kantonen 
und Gemeinden u.a. in Bezug auf die subjektive Steuerpflicht sowie Gegen-
stand und zeitliche Bemessung der Steuern zu beachten (vgl. 
VGE 2020/118/119 vom 16.7.2021 E. 4.3; Blumenstein/Locher, System des 
schweizerischen Steuerrechts, 8. Aufl. 2023, S. 67 f.). Sache der Kantone 
bleibt demgegenüber insbesondere die Bestimmung der Steuertarife, Steu-
ersätze und Steuerfreibeträge (Art. 129 Abs. 2 Satz 2 BV, Art. 1 Abs. 3 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der di-
rekten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; Madeleine 
Simonek, in Basler Kommentar, 2015, Art. 129 BV N. 6; Reich/Beusch, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
StHG 4. Aufl. 2022, Vor Art. 1/2, N. 30, Art. 2 N. 15 f., Art. 1 N. 18, sowie 
Reich/Cavelti, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 11 N. 2, je auch zum Folgenden). Die 
Tarifhoheit im Sinn der Kompetenz, die Steuertarife zu erlassen, ist den 

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Kantonen somit auch im Bereich der horizontalen Steuerharmonisierung, zu 
dem die Vermögenssteuer zählt (vgl. Art. 13, 14 und 14a StHG), ausdrücklich 
vorbehalten. Die Kernfrage des «wie viel», die letztlich über die 
Belastungswirkung und die Höhe des Steuerertrags der kantonalen Steuern 
bestimmt, verbleibt damit im Kompetenzbereich der Kantone (Markus Reich, 
Steuerrecht, 3. Aufl. 2020 [nachfolgend: Steuerrecht], S. 56). Den Kantonen 
soll so eine gewisse Autonomie erhalten bleiben, wenn sie ihre 
Einnahmequellen bestimmen; sie dürfen ihre Steuertarife im Hinblick auf 
standortpolitische Vorteile ausgestalten, was insoweit zu einem Steuerwett-
bewerb führt (statt vieler BGE 133 I 206 E. 10.2; zur herausragenden Bedeu-
tung der kantonalen Tarifhoheit vgl. Olivier Margraf, Interkantonales Verfah-
rensrecht der direkten Steuern, Diss. Zürich 2023, S. 13; Markus Reich, Ver-
fassungsrechtliche Beurteilung der partiellen Steuerdegression, in ASA 74 
S. 689 ff. [nachfolgend: Steuerdegression], 693). 

4.3 Im Rahmen des ihnen zustehenden weiten Gestaltungsspielraums 
sind die Kantone allerdings bei der Tarifregelung nicht völlig frei, sie haben 
das übergeordnete Recht wie namentlich die verfassungsmässigen Rechte 
sowie die daraus abgeleiteten Besteuerungsgrundsätze nach Art. 127 BV zu 
beachten (vgl. etwa BGE 141 I 78 E. 9.2 f., 133 I 206 E. 5, 6.2 und 10.2 sowie 
11.3 [je in fine]; BGer 2C_1016/2019 vom 5.10.2021, in StR 76/2021 S. 856 
E. 8.4; Cavelti/Behnisch, in St. Galler Kommentar zur BV, 4. Aufl. 2023, 
Art. 129 N. 28; Reich/Beusch, a.a.O., Vor Art. 1/2 StHG N. 12; Felber/Duss, 
in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 27 N. 7 f.).

4.3.1 Die tarifliche Ausgestaltung der Vermögenssteuer muss insbeson-
dere mit der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) sowie dem daraus fliessenden 
Verbot einer konfiskatorischen Besteuerung vereinbar sein und dem Gebot 
der rechtsgleichen Behandlung genügen (Art. 8 Abs. 1 BV). Letzteres wird 
im Bereich der (direkten) Steuern durch die Grundsätze der Allgemeinheit 
und Gleichmässigkeit der Besteuerung sowie den Grundsatz der Besteue-
rung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit konkretisiert (Art. 127 
Abs. 2 BV). Der Grundsatz der Allgemeinheit der Besteuerung verlangt, dass 
alle Personen oder Personengruppen nach denselben gesetzlichen Regeln 
erfasst werden; Ausnahmen, für die kein sachlicher Grund besteht, sind un-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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zulässig. Nach dem Grundsatz der Gleichmässigkeit der Besteuerung sind 
Personen, die sich in gleichen Verhältnissen befinden, in derselben Weise 
mit Steuern zu belasten und müssen wesentliche Ungleichheiten in den tat-
sächlichen Verhältnissen zu entsprechend unterschiedlichen Steuerbelas-
tungen führen. Schliesslich besagt das Prinzip der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, dass die Steuerpflichtigen entsprechend 
ihrer Leistungsfähigkeit an die Steuerlasten beizutragen haben 
(BGE 147 I 16 E. 4.2.2 f. [Pra 109/2020 Nr. 116], 145 II 206 E. 2.4.2, 
144 II 313 E. 6.1 [Pra 108/2019 Nr. 38], 141 I 78 E. 9.1 f. [Pra 104/2015 
Nr. 101], 133 I 206 E. 6.1; VGE 2020/118/119 vom 16.7.2021 E. 3.4). Das 
schliesst auch aus, dass Steuerpflichtige für kantonsübergreifende 
Sachverhalte ungleich oder mehrfach belastet werden (sog. 
Doppelbesteuerung; vgl. Art. 127 Abs. 3 BV; BGE 137 I 145 E. 2.1). 

4.3.2 Der in Art. 127 Abs. 2 BV (wie auch in Art. 104 Abs. 1 KV) festgelegte 
Grundsatz der Bemessung der direkten Steuern nach der wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen bedeutet, dass jede Person nach 
Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel und der ihre Leistungsfä-
higkeit beeinflussenden persönlichen Verhältnisse zur Deckung des staatli-
chen Finanzbedarfs beitragen soll (BGE 147 I 16 E. 4.2.3 [Pra 109/2020 
Nr. 116], 145 II 206 E. 2.4.2, 144 II 313 E. 6.1 [Pra 108/2019 Nr. 38], 141 I 78 
E. 9.1 f. [Pra 104/2015 Nr. 101]; VGE 2018/227 vom 17.9.2019 E. 4.4.3 
[bestätigt durch BGer 2C_894/2019 vom 11.11.2019]). Dabei wird für die 
Vermögenssteuer angenommen, dass die Leistungsfähigkeit der Steuer-
pflichtigen mit zunehmender Bemessungsgrundlage steigt, d.h. dass die 
Höhe des Vermögens ähnlich wie die Höhe des Einkommens einen Grad-
messer für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit darstellen kann 
(BGE 143 I 73 E. 5.2 [Pra 107/2018 Nr. 40], 136 I 49 E. 6.2, 133 I 206 E. 8.3 
und 12). Inwieweit dies zutrifft, inwiefern also der Vermögensbestand als 
solcher Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gesehen werden 
kann, wird in der Lehre indes kritisch diskutiert (Markus Reich, Steuerrecht, 
S. 355 ff.; Reich/Beusch, a.a.O., Art. 2 StHG N. 14; Teuscher/Lobsiger, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
StHG, 4. Aufl. 2022, Vor Art. 13-14a N. 1 ff.; Andrea Opel, Zur Zulässigkeit 
von Reichensteuern, in StR 78/2023 S. 193 ff., 205 f.; Behnisch/Opel, 
Bemerkungen zu degressiven Steuertarifen [Besprechung von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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BGE 133 I 206], in ASA 76 S. 363 ff., 376 ff., 380; Rebecca In-Albon-
Sennrich, Die Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung der 
Kapitalgesellschaften und ihrer Anteilsinhaber unter besonderer 
Berücksichtigung der Teilbesteuerung, Diss. Luzern 2014, S. 130). 
Allgemein anerkannt ist allerdings, dass das Leistungsfähigkeitsprinzip 
Schutz vor einer exzessiven Besteuerung bietet und regelmässig bereits 
zum Tragen kommt, bevor die konfiskatorische (bzw. die Eigentumsgarantie 
verletzende) Besteuerung einsetzt (BGE 133 I 206 E. 8.2 mit Hinweisen). 
Eine exzessive Besteuerung beeinträchtigt den Leistungswillen und damit 
längerfristig die Leistungsfähigkeit, auch wenn noch kein konfiskatorischer 
Eingriff vorliegt. Wie bei der Einkommenssteuer ist auch bei der Ver-
mögenssteuer zu prüfen, ob die Steuerlast nicht als übermässig im Licht des 
Leistungsfähigkeitsprinzips anzusehen ist, wobei sich aber keine allgemeine 
genaue Grenze ziehen lässt (Markus Reich, Steuerrecht, S. 92; Andrea 
Opel, a.a.O., S. 200 und 209). In der Literatur wird die Meinung vertreten, 
dass die an Vermögenswerte anknüpfende Vermögenssteuer konzeptionell 
nur als nominelle Vermögenssteuer zu verstehen sei und deshalb die Mög-
lichkeit vorhanden sein müsse, sie aus den entsprechenden Vermögenser-
trägen zu bezahlen (vgl. Behnisch/Opel, a.a.O., S. 378 ff.; Adriano Marantelli, 
Berner Gedanken zur konfiskatorischen Besteuerung, in Kunz et al. [Hrsg.], 
Berner Gedanken zum Recht, Festgabe der Rechtswissenschaftlichen Fa-
kultät der Universität Bern für den Schweizerischen Juristentag, 2014, 
S. 255 f. mit Hinweisen; Felix Richner, Steuertarifliche Besonderheiten für 
natürliche Personen in der Schweiz, in ASA 77 S. 201 ff., 223 ff. sowie 228).

4.3.3 Nach dem aus Art. 127 Abs. 3 BV abgeleiteten Schlechterstellungs-
verbot darf ein Kanton ein Steuersubjekt grundsätzlich nicht deshalb stärker 
belasten, weil es nicht im vollen Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, son-
dern zufolge seiner territorialen Beziehung auch in einem anderen Kanton 
steuerpflichtig ist (vgl. BGE 140 I 114 E. 2.3.1, 138 I 297 E. 3.1, 137 I 145 
E. 2.2; BGer 2C_261/2021 vom 18.10.2021, in StR 77/2022 S. 58 und 
StE 2020 A 24.41.3 Nr. 3 E. 3.4, 2C_974/2019 vom 17.12.2020 E. 13.1). 
Personen, die in mehreren Kantonen steuerpflichtig sind, sollen die Vorteile 
und Nachteile der Steuersysteme jedes dieser Kantone soweit geniessen 
oder tragen, als sie seiner Steuerhoheit unterstehen (BGE 104 Ia 256 E. 4). 
Unter dem Vorbehalt, dass nicht ausnahmsweise rechtliche Unterscheidun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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gen zur Berücksichtigung von unterschiedlichen Verhältnissen geboten sind, 
schliesst das Schlechterstellungsverbot somit jede Belastung bzw. Verwei-
gerung von Steuervorteilen zuungunsten von Steuerpflichtigen mit ausser-
kantonalem Steuerdomizil aus, sofern sie nicht auch ausschliesslich inner-
kantonale Steuerpflichtige treffen würde (BGer 2C_761/2007 vom 
23.6.2008, in StE 2008 B 72.19 Nr. 9 E. 3.4.2; vgl. auch BGE 137 I 145 
E. 4.3.1). Umgekehrt bleibt eine andersartige Behandlung von Steuerpflich-
tigen in mehreren Kantonen zulässig, wenn sie sich sachlich begründen 
lässt, mithin ein angemessenes Mittel zur Erreichung eines gerechtfertigten 
Zweckes ist. Der sachliche Grund kann dabei durch die Tatsache der Steu-
erpflicht in mehreren Kantonen gegeben sein (Peter Mäusli-Allenspach, in 
Zweifel/Beusch/de Vries-Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 3 N. 42 f.). Die an-
dere bzw. stärkere Belastung kann sich auf die Steuerart, den Steuertarif 
oder die Berechnungsgrundlagen beziehen, wobei die Ungleichbehandlung 
sowohl die zeitliche wie auch die sachliche Bemessung betreffen kann (vgl. 
Peter Mäusli-Allenspach, a.a.O., § 3 N. 40). Eine Ungleichbehandlung mit 
Bezug auf den Steuertarif kann sich beispielsweise einstellen, wenn ein Kan-
ton den Satz für die Gewinnsteuer juristischer Personen mit Sitz ausserhalb 
des Kantons nur nach den kantonalen Faktoren bestimmt, während für die 
im Kanton Domizilierten die Gesamtfaktoren massgebend sind (vgl. 
BGer 6.7.1960, in ASA 30 S. 239 E. 2).

4.4 Ob ein Steuergesetz den vorgenannten verfassungsrechtlichen An-
forderungen genügt, kann nicht aufgrund formaler Kriterien entschieden wer-
den, sondern fällt letztlich mit der Frage zusammen, ob das Gesetz gerecht 
ist. Gerechtigkeit ist jedoch ein relativer Begriff, der sich mit politischen, so-
zialen und wirtschaftlichen Verhältnissen wandelt (statt vieler BGE 147 I 16 
E. 4.2.4 [Pra 109/2020 Nr. 116], 145 II 206 E. 2.4.3). In diesem Zusammen-
hang gilt es zu vermeiden, die Einhaltung eines Verfassungsgrundsatzes nur 
isoliert zu betrachten, ohne die Pluralität der in der Verfassung enthaltenen 
Grundsätze zu berücksichtigen; diese sind nie ausnahmslos gültig und kön-
nen einander auch widersprechen. Es ist ein möglichst schonender Aus-
gleich der verschiedenen Verfassungs- und Grundrechtsinteressen zu su-
chen und sog. praktische Konkordanz herzustellen (vgl. BGE 140 II 157 
E. 7.2 [Pra 103/2014 Nr. 84], 139 I 16 E. 4.2.2; BGer 2C_735/2017 vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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6.2.2018, in StR 73/2018 S. 404, StE 2018 A 21.11 Nr. 54 und RDAF 2018 II 
S. 34 E. 7.2; Markus Reich, Steuerdegression, S. 710 f.; Giovanni Biaggini, 
Verfassungsauslegung, in Diggelmann/Hertig Randall/Schindler [Hrsg.], 
Verfassungsrecht der Schweiz, 2020, Bd. 1, S. 235 ff., 239 ff.; Matthias 
Kradolfer, Einheit und Konkordanz der Verfassung, in ZBl 2022 S. 4 ff., 
19 ff.). Aus demokratischer und rechtsstaatlicher Sicht obliegt es dem Steu-
ergesetzgeber (Art. 127 Abs. 1 BV) bzw. ist seinem Entscheid vorbehalten 
(Art. 164 Abs. 1 Bst. d BV; Art. 69 Abs. 4 Bst. b KV), das Steuersystem in 
den Grundzügen zu gestalten, bei Wertkonflikten zu entscheiden und die Be-
steuerungsgrundsätze in den wesentlichen Punkten so zu konkretisieren, 
dass das Abgaberecht die Kriterien der Klarheit, Berechenbarkeit und Si-
cherheit erfüllt. Der Gesetzgeber verfügt dabei über einen grossen Gestal-
tungsspielraum. An seine Entscheide sind die rechtsanwendenden und 
rechtsprechenden Behörden unabhängig davon gebunden, ob der Gesetz-
geber möglicherweise eine sachgerechtere Lösung als die im geltenden 
Recht enthaltene hätte treffen können (Art. 5 Abs. 1 BV; Art. 66 Abs. 2 KV; 
vgl. etwa BVR 2012 S. 252 E. 3.6). Sie müssen sich bei der (hier: akzesso-
rischen) Überprüfung der unvermeidlich nicht vollkommenen gesetzlichen 
Regelung Zurückhaltung auferlegen und dürfen grundsätzlich nicht (oder je-
denfalls nicht leichtfertig) von den vom Gesetzgeber erlassenen gesetzlichen 
Vorschriften abweichen (vgl. BGE 147 I 16 E. 4.2.4 [Pra 109/2020 Nr. 116], 
144 II 313 E. 6.1 [Pra 108/2019 Nr. 38], 140 II 157 E. 7.3 [Pra 103/2014 
Nr. 84]; BGer 2C_735/2017 vom 6.2.2018, in StR 73/2018 S. 404, StE 2018 
A 21.11 Nr. 54 und RDAF 2018 II S. 34 E. 7.3). Auch bei der Verfassungs-
gerichtsbarkeit durch akzessorische Normenkontrolle sind – wie überhaupt 
bei der Gesetzesauslegung und -korrektur bzw. Beurteilung der Ausfüllbar-
keit von Gesetzeslücken – die Schranken der richterlichen Rechtsfortbildung 
zu beachten (grundlegend Giovanni Biaggini, Verfassung und Richterrecht, 
Diss. Basel 1989, S. 194 ff., 289 ff., 327 f., 426 ff., 473 ff.; Thomas Gächter, 
Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, 2005, S. 353 ff., 414 f., 589 f.; vgl. 
auch etwa Heinrich Koller, in Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 1 BGG 
N. 15 ff.; vgl. zum Ganzen BVR 2023 S. 51 E. 4.4 mit Hinweis u.a. auf 
VGE 2020/118/119 vom 16.7.2021 E. 3.5; Markus Reich, Von der 
normativen Leistungsfähigkeit der verfassungsrechtlichen Steuererhebungs-
prinzipien, in Höhn/Vallender [Hrsg.], Steuerrecht im Rechtsstaat, 1990, 
S. 97 ff., 107 ff.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 17

4.5 Diese Zurückhaltung ist hier umso mehr geboten, als dem Gesetzge-
ber bei der Ausgestaltung der Vermögenssteuer – und erst recht bei der Nor-
mierung von deren Bemessung und Tarifierung – «erhebliche Freiräume» 
offenstehen (Teuscher/Lobsiger, a.a.O., Art. 13 StHG N. 5; Silvia Maria 
Senn, Die verfassungsrechtliche Verankerung von anerkannten Besteue-
rungsgrundsätzen, Diss. Zürich 1999, S. 126 und 182 f.) und es hier um die 
Überprüfung einer relativ jungen, vom kantonalen Gesetzgeber bewusst und 
klar getroffenen Steuertarifregelung geht (vgl. etwa BGE 133 I 206 E. 8.2). 
Art. 66 StG ist vor diesem Hintergrund in Konstellationen wie der strittigen 
grundsätzlich nur bei klarer und erheblicher, auch mit Blick auf das Prinzip 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht hinnehmbarer Missachtung des 
Schlechterstellungsverbots die Anwendung im Einzelfall zu versagen. 

5.

Fraglich ist hauptsächlich, ob Art. 66 StG zu einer mit Art. 127 Abs. 3 BV 
nicht zu vereinbarenden Schlechterstellung der Beschwerdeführenden führt. 
Die insoweit zu prüfende Verfassungsmässigkeit von Art. 66 StG ist im Rah-
men der akzessorischen Kontrolle nicht auf alle möglichen Konstellationen 
hin zu prüfen, sondern nur unter dem Gesichtswinkel des konkreten Falls 
(statt vieler BVR 2023 S. 51 E. 4.4).

5.1 Die Beschwerdeführenden haben ihr Hauptsteuerdomizil im Kanton 
Bern und sind in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Zürich aufgrund 
wirtschaftlicher Zugehörigkeit beschränkt steuerpflichtig (vorne Bst. A). In-
dem sie Beziehungen zu mehreren Kantonen unterhalten, unterstehen sie 
mehr als einer Steuerhoheit. Sie werden zudem – was die Besteuerung ihres 
Vermögens im Jahr 2018 betrifft – im vorerwähnten Ausmass mehr belastet 
bzw. schlechter gestellt, als sie es wären, wenn sie mit ihrem gesamten Ver-
mögen der Steuerhoheit des Kantons Bern unterstünden (vorne E. 3.1 und 
hinten E. 5.3.2). Zwar unterscheidet Art. 66 StG nicht allgemein zwischen im 
Kanton Bern ansässigen und hier nur beschränkt steuerpflichtigen Perso-
nen, wie die StRK zutreffend festhält (angefochtener Entscheid E. 6). Jedoch 
hat der Umstand, dass sowohl bei im Kanton Bern beschränkt als auch bei 
hier unbeschränkt Steuerpflichtigen für die Anwendung der Vermögenssteu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 18

erbegrenzung stets und ausschliesslich auf das bernische Vermögen abge-
stellt wird, grundsätzlich folgende Konsequenz: Hinsichtlich der Ersteren 
sind für die Anwendung der Vermögenssteuerbremse nur die bernischen 
Faktoren massgebend (und bleiben ausserkantonale Aspekte ausser Acht), 
während hinsichtlich der ausschliesslich der Steuerhoheit des Kantons Bern 
unterstehenden Personen jeweils die Gesamtfaktoren entscheidend sind. 
Die unterschiedliche Anknüpfung gründet damit insoweit einzig darauf, dass 
bei bloss wirtschaftlicher Zugehörigkeit ein Teil des Vermögens und eines 
allfälligen Ertrags ausserkantonal liegt bzw. anfällt. Art. 66 StG führt im zu 
beurteilenden Fall somit faktisch zu einer andersartigen steuerlichen Be-
handlung, die eine Mehrbelastung zur Folge hat, welche auf dem primären 
Umstand beruht, dass die Beschwerdeführenden mehr als einer Steuerho-
heit unterstehen.

5.2 Zu prüfen bleibt damit, ob diese andersartige steuerliche Behandlung 
sachlich zu rechtfertigen und zulässig ist.

5.2.1 Soweit das Vermögen Erträge abwirft, bewirkt die Vermögenssteuer, 
dass diese Erträge sowohl mit der Einkommens- als auch mit der Vermö-
genssteuer erfasst und damit zweimal besteuert werden (Felix Richner, 
a.a.O., S. 223 f.). Die Vermögenssteuer wirkt somit funktionell wie eine zu-
sätzliche Belastung des (sog. fundierten) Einkommens. Um sicherzustellen, 
dass einer steuerpflichtigen Person auch unter Berücksichtigung der Vermö-
genssteuer neben der Einkommenssteuer noch ein Teil des Vermögenser-
trags verbleibt, dieser also grundsätzlich nicht vollständig wegbesteuert wird, 
haben der Kanton Bern und verschiedene andere Kantone Obergrenzen bei 
der Vermögenssteuer eingeführt (vgl. Vortrag Steuergesetzrevision S. 10; 
Felix Richner, a.a.O., S. 226; für eine Übersicht über die Kantone mit Belas-
tungsgrenzen bei der Vermögenssteuer s. Steuermäppchen Schweiz, ein-
sehbar unter <www.estv.admin.ch>, Rubriken «Die EStV/Steuersystem 
Schweiz/Steuermäppchen»; vgl. auch etwa Blumenstein/Locher, a.a.O., 
S. 406 f.; Floran Ponce, Le bouclier fiscal: Ancrage constitutionnel, aperçu 
des différentes législations cantonales et jurisprudence, in StR 78/2023 
S. 530 ff.). Der bernische Gesetzgeber wollte mit der Beschränkung der Ver-
mögenssteuer jene Steuerpflichtigen entlasten, deren Vermögen einen «un-
terdurchschnittlichen Ertrag abwirft», so etwa «erfolgreiche Unternehmer, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 19

welche die Gewinne laufend in ihrer Gesellschaft reinvestieren und deshalb 
nur geringe Dividenden ausschütten können» (vgl. BVR 2015 S. 406 E. 3.2.2 
auch zum Folgenden; vgl. auch BVR 2006 S. 71 E. 2.6; Tagblatt des Grossen 
Rates 2015, S. 496 f. [u.a. Votum Haas, wonach Art. 66 StG «die Verhinde-
rung einer konfiskatorischen Besteuerung» bezweckt]). Zudem soll die Ver-
mögenssteuerbremse dem Kanton Bern einen Steuerwettbewerbsvorteil 
verschaffen (vgl. etwa Tagblatt des Grossen Rates 2015, S. 496 f. [u.a. Vo-
ten Blank und Haas, die Vermögenssteuerbremse als «Trumpf» bzw. «As-
set» des Kantons Bern im Steuerwettbewerb bezeichnend]). Mit der Neufas-
sung von Art. 66 StG hat sich der Grosse Rat nun zudem für eine Lösung 
entschieden, die bei der Anwendung der Höchstbelastungsvorschrift einzig 
die bernischen Verhältnisse berücksichtigt (vgl. vorne E. 2.3). Je nach Ver-
teilung der Vermögenswerte und -erträge ergeben sich hieraus in Bezug auf 
im Kanton Bern teilweise Steuerpflichtige unterschiedliche Auswirkungen: 
Wirft das im Kanton Bern gelegene Vermögen nur eine geringe Rendite ab, 
führt das Vorliegen (hoher) ausserkantonaler Erträge nicht mehr dazu, dass 
die Vermögenssteuerbremse nicht zum Tragen kommt, womit teilweise steu-
erpflichtige Personen bessergestellt werden als ausschliesslich im Kanton 
Bern Steuerpflichtige mit demselben Vermögen und Vermögensertrag. Um-
gekehrt führt eine tiefe (oder negative) ausserkantonale Rendite nicht mehr 
zu einer Herabsetzung der bernischen Vermögenssteuer (vgl. auch Vortrag 
Steuergesetzrevision S. 10 f.), so dass beschränkt Steuerpflichtige im Ge-
gensatz zu ausschliesslich im Kanton Bern Steuerpflichtigen von der Vermö-
genssteuerbremse nicht profitieren können. Die Beschränkung auf die Be-
trachtung allein des Ertrags des im Kanton Bern steuerbaren Vermögens 
wurde u.a. damit begründet, dass der Grundsatz der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit das Gemeinwesen primär mit Bezug auf 
die der eigenen Steuerhoheit unterliegenden Werte verpflichte. Die Ermitt-
lung einer hypothetischen Vermögenssteuer auf dem weltweiten Vermögen 
lasse im Übrigen keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Steuerbelastung 
in anderen Kantonen und im Ausland zu, weshalb die vom Verwaltungsge-
richt bestimmte Methode zur Vermeidung einer konfiskatorischen Besteue-
rung ungeeignet sei (vgl. zu dieser Variante 3 vorne E. 2.2; zum Ganzen 
vorne E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 20

5.2.2 Untersteht eine Person im Hinblick auf ihr Vermögen der Steuerho-
heit von zwei oder mehr Kantonen, verhält es sich in der Tat so, dass dem 
Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nur 
annäherungsweise Rechnung getragen wird, wenn für die Anwendbarkeit 
der Belastungsgrenze nicht auf die tatsächliche, sondern vorab aus prakti-
schen Gründen auf eine rein hypothetische Steuerbelastung entsprechend 
der bernischen abgestellt wird (Variante 3; vgl. hinten E. 5.3.2). Weiter ist 
richtig, dass bei geteilter Steuerhoheit die verschiedenen berechtigten Kan-
tone je zur Besteuerung der ihnen – aufgrund von Zuteilungsnormen – zu-
gewiesenen Einkommens- und Vermögensbestandteile zuständig sind (vgl. 
VGE 2021/47/48 vom 22.9.2021 E. 2.1; Peter Mäusli-Allenspach, a.a.O., § 4 
N. 2 ff.; vgl. auch vorne E. 2.1). Entsprechend kann und muss bei der Ver-
mögenssteuer eine allfällige Steuerreduktion nur bezüglich des vom jeweili-
gen Kanton besteuerten Substrats gewährt werden, ist es doch nicht Sache 
des einen Kantons, zugunsten anderer Kantone eine Reduktion des Steu-
erertrags auf sich zu nehmen, wenn jene keine entsprechende Steuerreduk-
tion gewähren. Darauf weist die Steuerverwaltung zutreffend hin (vgl. 
VGer AG 27.5.2008, in AGVE 2008 S. 98 E. 3.3.1 a.E.; vgl. auch vorne 
E. 4.5). Demgegenüber setzt eine Beurteilung nach Massgabe des Leis-
tungsfähigkeitsprinzips grundsätzlich eine Gesamtbetrachtung voraus: Die 
steuerliche Belastung zeigt sich letztlich nur im Gesamtbetrag der effektiv an 
die verschiedenen Gemeinwesen abzuliefernden Steuern (Markus Reich, 
Steuerrecht, S. 89; Urs Behnisch, in Basler Kommentar, 2015, Art. 127 
BV N. 29 Fn. 18; Andrea Opel, a.a.O., S. 199; vgl. auch Reich/Beusch, 
a.a.O., Art. 2 StHG N. 15 [«Steuermix»]). Dabei lässt sich eine unerwünschte 
übermässige Belastung mit der Vermögenssteuer nur dann zuverlässig 
ermitteln und beurteilen (sowie gegebenenfalls vermeiden), wenn das 
gesamte Vermögen und alle Vermögenserträge der steuerpflichtigen Person 
berücksichtigt werden (BVR 2015 S. 406 E. 3.2.2; zum Ganzen VGer AG 
27.5.2008, in AGVE 2008 S. 98 E. 3.3.1). Die Höchstbelastungsgrenze 
einzig unter Berücksichtigung der bernischen Verhältnisse anzuwenden, 
kann hingegen zu Verzerrungen führen (vorne E. 2.2, 5.2.1). Eine isolierte 
Betrachtung allein der bernischen Vermögenserträge vermag jedenfalls in 
Bezug auf Sachverhalte wie dem hier zu beurteilenden, bei dem knapp 95 % 
des Gesamtvermögens im Kanton Bern liegt und infolge ausserkantonaler 
Verluste insgesamt eine negative Rendite auf dem Gesamtvermögen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 21

resultiert, nicht besser zu gewährleisten, dass die Obergrenze greift, wenn 
sie es unter Leistungsfähigkeitsgesichtspunkten tun sollte. Die gesetzliche 
Eingrenzung auf die Vermögenserträge des im Kanton Bern steuerbaren 
Vermögens erweist sich nicht als geeignet, das mit der 
Vermögenssteuerbremse hauptsächlich verfolgte Ziel der 
Vermögenssteuerentlastung bei unterdurchschnittlichem Vermögensertrag 
zu fördern; ebenso wenig gebieten die vom Gesetzgeber mitangestrebte 
Verbesserung der Standortqualität oder die weiteren, hinter der 
Belastungsobergrenze stehenden Ziele eine derartige Eingrenzung. Die 
andersartige steuerliche Behandlung der in mehreren Kantonen Vermögens-
steuerpflichtigen gegenüber ausschliesslich im Kanton Bern Pflichtigen lässt 
sich folglich in Fällen wie dem vorliegenden sachlich nicht hinreichend recht-
fertigen. Das Erreichen des primären Regelungs- und Förderungsziels 
würde im Gegenteil grundsätzlich jedenfalls dann erfordern, dass das aus-
serkantonale Vermögen mitberücksichtigt wird, wenn – wie hier – erst 
dadurch manifest wird, dass die Vermögenserträge insgesamt negativ – und 
damit klar unterdurchschnittlich – sind (vgl. BVR 2016 S. 406 E. 3.2.2 und 
vorne E. 2.2).

5.3 Der somit festzustellende sachlich nicht genügend gerechtfertigte 
Einbruch in das Schlechterstellungsverbot heisst nun allerdings noch nicht, 
dass von Art. 66 StG abzuweichen ist bzw. entgegen der darin vorgesehenen 
Einschränkung ohne weiteres auch die ausserkantonalen (hier negativen) 
Vermögenserträge mitzuberücksichtigen sind mit der Folge, dass die Vermö-
genssteuer antragsgemäss – aber in Missachtung des Legalitätsprinzips – 
zu reduzieren wäre. Die Konsequenzen sind vielmehr im Licht des fallbezo-
gen zu ermittelnden spezifischen Gehalts des Schlechterstellungsverbots ei-
nerseits und des Legalitätsprinzips andererseits als hier hauptsächlich be-
rührte und zum Ausgleich zu bringende Verfassungswerte zu ermitteln (vgl. 
vorne E. 4.3 f.):

5.3.1 Das Legalitätsprinzip als «Eckpfeiler des demokratischen Gemeinwe-
sens» (Peter Locher, Grenzen der Rechtsfindung im Steuerrecht, Habil. Bern 
1983, S. 31) weist hier einen hochwertigen Gehalt auf, zumal ein junger 
Wertentscheid des ordentlichen (und demokratisch legitimierten) Gesetzge-
bers in Frage steht, den dieser klar und grundsätzlich im Bewusstsein um 

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die konkrete, durch publizierte Gerichtspraxis aufbereitete Problematik der 
Anwendung der Vermögenssteuerbremse bei beschränkter Steuerpflicht ge-
troffen hat (vgl. vorne E. 2.2 f.). Der besondere Gehalt rührt auch daher, dass 
das Legalitätsprinzip im Abgaberecht grundrechtlich gesichert ist bzw. den 
Status eines subjektiven Verfassungsrechts hat, so dass dessen Verletzung 
selbständig, unmittelbar gestützt auf Art. 127 Abs. 1 BV gerügt werden kann 
(BGE 145 II 206 E. 2.4.2, 142 II 197 E. 6.1, 136 I 142 E. 3.1; stellvertretend 
für die Lehre: Blumenstein/Locher, a.a.O., S. 19). Damit rechtfertigt sich 
umso mehr, grundsätzlich nur bei klarer und erheblicher, auch mit Blick auf 
das Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht hinnehmbarer Miss-
achtung des Schlechterstellungsverbots die 25 %-Belastungsgrenze 
– contra legem (d.h. im Widerspruch zum bewusst gegenteiligen Vorent-
scheid des Gesetzgebers in Art. 66 Abs. 1 StG) – so zu handhaben, dass 
auch ausserkantonale Vermögenserträge (ggf. entsprechend der Variante 3; 
vorne E. 2.2 f.) mitberücksichtigt werden (vgl. bereits vorne E. 4.4).

5.3.2 Das Schlechterstellungsverbot hat, wie das Leistungsfähigkeitsprin-
zip, ebenfalls den Charakter eines verfassungsmässigen Rechts mit subjek-
tivem Schutzanspruch (Grundrechtsschutz auch im Verbund mit Art. 8 und 9 
BV; statt vieler Markus Reich, Steuerrecht, S. 83; Blumenstein/Locher, 
a.a.O., S. 35 f., 124 ff., 128; vorne E. 4.3.1 ff.), womit ihm eine erhebliche 
Tragweite beizumessen ist. Zu dessen spezifischem Gehalt im vorliegenden 
Fall ergibt sich Folgendes:

– Um das vom Leistungsfähigkeitsprinzip getragene Hauptanliegen der 
Vermögenssteuerbremse optimal zu verwirklichen (wie vorangehend 
ausgeführt), müsste auf die effektive steuerliche Belastung auch in 
anderen Kantonen bzw. im Ausland abgestellt werden (so auch Vor-
trag Steuergesetzrevision S. 11 a.E. auch zum Folgenden), was sich 
indes in der Praxis als kaum realisierbar erweist (vgl. zu dieser Va-
riante 2 vorne E. 2.2). Bei der Prüfung, ob eine Schlechterstellung 
vorliegt, wird stattdessen ein Vergleich mit ausschliesslich im Kanton 
Bern Steuerpflichtigen vorgenommen (vorne E. 5.1). Damit wird aller-
dings (entsprechend der Variante 3) eine Besteuerung des ganzen 
Vermögens nach der bernischen Regelung unterstellt, was kaum je 
mit der effektiven steuerlichen Gesamtbelastung übereinstimmen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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dürfte. Ob bei gebotener Gesamtbetrachtung in der Tat eine Schlech-
terstellung resultiert, wenn die Vermögenssteuerbremse infolge 
Nichtberücksichtigung ausserkantonaler Werte nicht greift, hängt 
letztlich auch davon ab, ob die im Kanton Bern unterbliebene Reduk-
tion durch eine tiefere ausserkantonale Steuerbelastung kompensiert 
wird. Vor diesem Hintergrund kann deshalb auf eine verfassungs-
rechtlich inakzeptable Schlechterstellung nicht schon dann geschlos-
sen werden, wenn die Vermögenssteuerbremse nicht zum Tragen 
kommt, obschon im fraglichen Steuerjahr gleichzeitig auf ausserkan-
tonalem Vermögen Verluste (Gewinnungskostenüberschüsse) zu 
verzeichnen waren.

– Wird im Fall der Beschwerdeführenden der gesamte (d.h. inner- und 
ausserkantonale) Vermögensertrag verglichen mit einer hypotheti-
schen bernischen Vermögenssteuer, die sie schuldeten, wenn ihr ge-
samtes Vermögen im Kanton Bern läge, würde die 25 %-Belastungs-
grenze überschritten. Es würde die Mindeststeuer von 2,4 ‰ des 
steuerbaren Vermögens zur Anwendung gelangen und wäre die ef-
fektiv geschuldete bernische Vermögenssteuer entsprechend von 
Fr. 82'562.-- auf Fr. 32'225.-- zu reduzieren (vgl. vorne 3.2 und 5.1): 

Mit dieser Methode der Handhabung der 25 %-Belastungsgrenze wird 

dem Leistungsfähigkeitsprinzip zwar insofern Rechnung getragen, als 
auf die Gesamtvermögensrendite abgestellt wird. Allerdings wird auch 
hier nicht die tatsächliche Steuerbelastung herangezogen, womit dem 
Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 
nicht vollumfänglich, sondern bloss annäherungsweise entsprochen 

VGE 2022/22 BE AR ZH Total
Steuerbares Vermögen 13’427’289 94’678 734’182 14’256’149
Massgebender Vermögensertrag 340’681 1’400 -619’243 -277’162
Rendite 2.5 1.5 -84.3 -1.9
Satzbestimmendes Vermögen 14’256’149 14’256’149 14’256’149
Ordentliche Vermögenssteuer 82’562 87’659
Max. 25 % Vermögensertrag 85’170 350 0 0
Mind. 2,4 ‰ des steuerbaren 
Vermögens 32’225 227 1’762 34’214
Hypoth. Reduktion 61%
Geschuldete Vermögenssteuer

"nur Vermögensertrag Kt. Bern" 82’562
"Gesamtvermögensertrag" 32’225 99.3903

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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wird (vgl. E. 5.2 hiervor). Allerdings wird im konkreten Fall der Hauptbe-
standteil des Vermögens der Beschwerdeführenden durch den Kanton 
Bern besteuert: Die ordentlicherweise auf dem im Kanton Bern gelege-
nen Vermögen zu entrichtende Vermögenssteuer beträgt (wie gesehen) 
rund Fr. 82'562.--, während sich die Vermögenssteuer auf dem ausser-
kantonalen Vermögen nach den bernischen Tarifen berechnet auf 
Fr. 5'090.40 (einfache Steuer Fr. 1'034.95; berechnet gemäss Excel-
Tabelle der StV zur Berechnung der Vermögenssteuer, einsehbar unter: 
«www.sv.fin.be.ch», Rubriken «Themen/Steuern berechnen/
Privatperson/Vermögenssteuerbremse») belaufen würde. Auch wenn 
die effektive ausserkantonale Steuerbelastung nicht bekannt ist, zeigen 
diese Grössenverhältnisse auf, dass in der vorliegenden Konstellation 
eine Reduktion der Vermögenssteuer praktisch nur durch den Kanton 
Bern vorgenommen werden kann, da in den anderen beiden Kantonen 
gar nicht hinreichend Steuersubstrat anfällt, um eine steuerliche Entlas-
tung in der (gemäss der hilfsweisen Berechnung nach Variante 3) erfor-
derlichen Höhe, d.h. von Fr. 50'337.-- (Fr. 82'562.-- minus Fr. 32'225.--) 
entsprechend einer hypothetischen anteilmässigen Reduktion von 61 % 
(= Mindeststeuer von 2,4 ‰) vornehmen zu können.  

Die vorstehenden Ausführungen zeigen, dass im konkreten Fall unter Leis-
tungsfähigkeitsgesichtspunkten eine Entlastung auf der bernischen Vermö-
genssteuer angezeigt wäre bzw. eine Reduktion auf der Vermögenssteuer 
verwehrt wird, die ausserkantonal gar nicht «aufgefangen» werden kann. 
Eine hilfsweise Berechnung der Steuerreduktion unter Berücksichtigung 
auch der ausserkantonalen Vermögenserträge nach Variante 3 lässt auf eine 
massive steuerliche Mehrbelastung gegenüber allein im Kanton Bern Steu-
erpflichtigen schliessen, die hier 14,8 % des bernischen Vermögensertrags 
entspricht. Bei diesen Gegebenheiten hat der spezifische Gehalt des 
Schlechterstellungsverbots hier besonderes Gewicht (vgl. für einen anders 
gelagerten Fall VGE 2020/266 vom 5.4.2024). 

5.3.3 Mit dem Entscheid, über die Anwendung der Höchstbelastungs-
grenze einzig aufgrund der bernischen Verhältnisse zu befinden, hat der Ge-
setzgeber in Kauf genommen, dass bei beschränkt Steuerpflichtigen der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht in allen Fällen Rechnung getragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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werden kann. Es handelt sich bei der nun getroffenen Lösung zur Handha-
bung der Vermögenssteuerbremse wohl nicht um jene Regelung (unter an-
deren), die das mit dem Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit verfolgte Ziel bestmöglich verwirklicht, wobei es freilich 
– wie gesehen – die optimale und zugleich praktikable Lösung nicht gibt (vgl. 
vorne E. 2.2 und 5.2 f.). Die angesprochenen Ungereimtheiten lassen sich 
bei Personen, die in mehreren Kantonen (oder Staaten) mit unterschiedli-
chen Steuerbelastungen steuerpflichtig sind, nie ganz ausschliessen und 
sind bis zu einem gewissen Grad hinzunehmende Konsequenz der territorial 
begrenzten staatlichen Hoheit (zum Ganzen BVR 2006 S. 71 E. 2.9). Gerade 
im Massenfallrecht der Steuern kann der Gesetzgeber aus Gründen der Ver-
waltungsökonomie und der Praktikabilität zudem bis zu einem gewissen 
Grad Normen schaffen, welche auf leicht handhabbare Kriterien abstellen, 
selbst wenn dies einen gewissen Schematismus und Verlust an Einzelfallge-
rechtigkeit mit sich bringen kann (BVR 2018 S. 289 E. 4.4 mit Hinweisen; vgl. 
auch BVR 2014 S. 14 E. 4.1). Wenn die Norm der grossen Mehrzahl der 
Fälle gerecht zu werden vermag, so hält sie auch dann vor dem Schlechter-
stellungsverbot stand, wenn sie Grenzfälle wenig glücklich regelt, es sei 
denn, sie führe im Einzelfall zu einem unhaltbaren Ergebnis. Von einem sol-
chen Einzelfall ist hier (anders als in der mit VGE 2020/266 vom 5.4.2024 
beurteilten Konstellation) auszugehen: In der zu beurteilenden Fallkonstella-
tion – knapp 95 % des Gesamtvermögens liegen im Kanton Bern und werfen 
einen Ertrag ab, den der auf dem ausserkantonalen Vermögen erzielte Ver-
lust bei weitem «auffrisst» – wirkt sich die Regelung von Art. 66 Abs. 1 StG 
in einem Ausmass zuungunsten der Beschwerdeführenden aus, dass darin 
eine klar und deutlich gegen das Schlechterstellungsverbot verstossende 
Benachteiligung zu sehen ist, die mit Blick auf das Prinzip der Steuerbemes-
sung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit grundsätzlich nicht mehr 
hinnehmbar ist. 

5.4 Zusammenfassend führt Art. 66 Abs. 1 StG im vorliegenden Fall zu 
einer andersartigen steuerlichen Behandlung, die eine Mehrbelastung zur 
Folge hat, welche auf dem Umstand beruht, dass die Beschwerdeführenden 
mehr als einer Steuerhoheit unterstehen; dies lässt sich sachlich nicht genü-
gend rechtfertigen (vorne E. 5.1 f.). Eine hilfsweise Berechnung der Steuer-
reduktion unter Berücksichtigung auch der ausserkantonalen negativen Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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mögenserträge nach Variante 3 lässt darauf schliessen, dass diese Mehr-
belastung beträchtlich ist (konkret: Reduktion der effektiven [geschuldeten] 
Vermögenssteuer von Fr. 82'562.-- um Fr. 50'337.-- auf Fr. 32'225.--). Damit 
müsste es hier unter Leistungsfähigkeitsgesichtspunkten zu einer deutlichen 
Entlastung kommen. Eine solche kann dabei wie gesehen aus tatsächlichen 
Gründen nicht ausserkantonal, sondern allein im Rahmen der bernischen 
Vermögenssteuer erfolgen. Es liegt damit eine klare und erhebliche Miss-
achtung des Schlechterstellungsverbots vor. Die akzessorische Kontrolle 
von Art. 66 Abs. 1 StG führt zum Schluss, dass dieser Norm auch unter Be-
rücksichtigung der weiteren hier mitberührten Verfassungswerte wie v.a. des 
abgaberechtlichen Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 und Art. 127 Abs. 1 BV 
bzw. Art. 66 Abs. 2 KV) und der anderen Grundsätze nach Art. 127 Abs. 2 
und 3 BV (bzw. Art. 104 Abs. 1 KV) sowie der kantonalen Tarifhoheit 
(Art. 129 Abs. 2 BV; vgl. zum Ganzen vorne E. 4.2 f.; eine Missachtung des 
Verbots konfiskatorischer Besteuerung liegt allerdings nicht vor) im vorlie-
genden Fall – trotz der grundsätzlich gebotenen Zurückhaltung (vgl. vorne 
E. 4.4 f.) – die Anwendung zu versagen ist. Es bleibt zu klären, welche 
Rechtsfolgen an die festgestellte Verletzung des Schlechterstellungsverbots 
zu knüpfen sind (E. 6 hiernach). 

6.

6.1 Stellt die Verwaltungsjustizbehörde fest, dass die dem angefochte-
nen Entscheid zugrundeliegende Norm verfassungs- oder gesetzwidrig ist, 
hat dies im Regelfall zur Folge, dass der betreffende Anwendungsakt aufge-
hoben wird (vgl. BVR 2023 S. 51 E. 8.1; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 66 N. 48 
mit Hinweisen; vorne E. 4.1). Bei Vorliegen besonderer Gründe kann sich 
indes eine Ausnahme von der reinen Kassation des angefochtenen Anwen-
dungsakts rechtfertigen. Zu denken ist an den Fall, dass verschiedene Mög-
lichkeiten bestehen, eine Verfassungs- oder Gesetzwidrigkeit zu beheben, 
dass die vollständige oder teilweise Nichtanwendung der Norm zu neuen 
Rechtsungleichheiten oder anders gelagerter Verfassungswidrigkeit führen 
würde oder aber die blosse Nichtanwendung der Norm nicht geeignet ist, 
den verfassungs- oder gesetzeskonformen Zustand herzustellen. Es kann 
sich diesfalls als sachgerecht erweisen, den angefochtenen Entscheid auf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
Seite 27

zuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die im betreffenden Sach-
bereich zuständige Verwaltungs(justiz)behörde zurückzuweisen, damit 
diese aufgrund besseren Sachwissens die geeignete verfassungskonforme 
Wahl trifft. Ausnahmsweise kann sich eine richterliche Ersatzregelung recht-
fertigen, sofern der zu regelnde Sachverhalt als justiziabel erscheint. 
Schliesslich fällt unter bestimmten Voraussetzungen ein Appellentscheid in 
Betracht (vgl. BVR 2023 S. 51 E. 8.1 mit weiteren Hinweisen). 

6.2 Hier würde durch die Kassierung des angefochtenen Entscheids bzw. 
die Nichtanwendung von Art. 66 Abs. 1 StG die Schlechterstellung der Be-
schwerdeführenden nicht beseitigt und kann sich das Verwaltungsgericht 
nicht auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit der geprüften Norm oder den 
Appell an den Gesetzgeber beschränken. Vielmehr hat eine Rückweisung 
an die mit spezifischem Sachwissen ausgestattete Steuerverwaltung zu er-
folgen, damit diese entscheidet, wie den verfassungsrechtlichen Gesichts-
punkten bei der Veranlagung der Vermögenssteuer im vorliegenden Fall am 
besten Rechnung getragen werden kann. Nach dem Gesagten ist die Be-
schwerde somit dahin gutzuheissen, dass der angefochtene Entscheid auf-
zuheben und die Sache grundsätzlich zur neuen Veranlagung der Beschwer-
deführenden im Sinn der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückzu-
weisen ist.

7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens dringen die Beschwerdeführen-
den mit ihrem Rechtsmittel nur teilweise durch. Nach der Praxis des Verwal-
tungsgerichts ist im Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsiegen aus-
zugehen, sofern bei Vorliegen eines reformatorischen (Haupt-)Antrags ein 
Rückweisungsentscheid ergeht und die infolge Rückweisung vorzuneh-
mende Neubeurteilung – wie hier – noch zu einer vollständigen Gutheissung 
des Begehrens führen kann (BVR 2016 S. 222 E. 4.1). Die Beschwerdefüh-
renden sind damit als vollständig obsiegend zu betrachten und es sind für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keine Kosten zu erheben 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). Weiter haben die Be-
schwerdeführenden Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten durch den Kan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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ton Bern (Steuerverwaltung; Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 
Abs. 1 VRPG). Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 
17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikosten-
verordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt der Rahmentarif für das Honorar in 
Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis Fr. 11'800.-- pro Instanz. Innerhalb des 
Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache 
gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der 
Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Zum Parteikostenersatz 
gehören die notwendigen Auslagen (Art. 2 PKV), ersetzt werden aber nur die 
konkret angefallenen Aufwendungen und kein bereits im Voraus festgelegter 
fixer Prozentsatz des Honorars (BVR 2015 S. 15 [VGE 2012/422 vom 
10.2.2014] nicht publ. E. 6.2.3; vgl. auch VGE 2021/93/94 vom 27.1.2022 
E. 5.2). In seiner Kostennote vom 21./23. Februar 2024 macht der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführenden für das Verfahren vor dem Verwaltungs-
gericht ein Honorar von Fr. 10'426.70 geltend, bei einem Zeitaufwand von 
gut 37 Stunden, zuzüglich Auslagen von (pauschal 3 %) Fr. 312.80 und 
Fr. 826.95 MWSt (act. 8A). Dies erscheint mit Blick auf die Bemessungskri-
terien nach Art. 41 Abs. 3 KAG übersetzt: Auch wenn es mit der akzessori-
schen Kontrolle von Art. 66 Abs. 1 StG eine rechtlich anspruchsvolle Frage-
stellung zu erörtern galt, war die Angelegenheit und der Streitgegenstand 
doch sehr eingeschränkt und bot sachverhaltlich keine Schwierigkeiten. Der 
gebotene Zeitaufwand war auch deshalb nicht überdurchschnittlich, weil der 
Rechtsvertreter bereits aus dem vorinstanzlichen Verfahren mit der Sache 
vertraut war und sein Aufwand sich in der Erarbeitung der Beschwerdeschrift 
erschöpfte. Insbesondere wurde weder ein zweiter Schriftenwechsel noch 
ein Beweisverfahren durchgeführt. Nicht als überdurchschnittlich ist auch die 
Bedeutung der Streitsache einzuschätzen, so dass unter Berücksichtigung 
sämtlicher Umstände für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein Par-
teikostenersatz von Fr. 7'000.-- als angemessen erscheint (inkl. Auslagen, 
aber ohne MWSt). 

7.2 Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sind entsprechend dem 
Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens neu zu verlegen. Für das 
Verfahren vor der StRK sind somit ebenfalls keine Kosten zu erheben 
(Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 200 Abs. 1 sowie Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.04.2024, Nr. 100.2022.22U, 
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Abs. 2 VRPG) und haben die Beschwerdeführenden zulasten des Kantons 
Bern (Steuerverwaltung) Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 200 
Abs. 4 StG; Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 VwVG). Weil der StRK 
bezüglich der Höhe dieser Entschädigung ein erheblicher Ermessensspiel-
raum zukommt, ist die Sache zu deren Festsetzung praxisgemäss (vorab) 
an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVR 2006 S. 440 E. 6.3.4).

8. 

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) als Zwi-
schenentscheide. Sie können nur unter den (zusätzlichen) Voraussetzungen 
von Art. 93 Abs. 1 BGG mit dem in der Hauptsache offenstehenden Rechts-
mittel selbständig angefochten werden (statt vieler BGE 144 V 280 E. 1.2, 
140 V 282 E. 2, 134 II 124 E. 1.3).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steu-
errekurskommission des Kantons Bern vom 7. Dezember 2021 aufgeho-
ben und die Sache zur Neuveranlagung der Beschwerdeführenden im 
Sinn der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgewiesen wird.

2. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Verfahrens-
kosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- wird den 
Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurück-
erstattet. 

3. Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat den Beschwerdeführenden die 
Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 7'539.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

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4. Für das Verfahren vor der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
werden keine Kosten erhoben. Zur Festsetzung der Parteientschädigung 
in diesem Verfahren wird die Sache vorab an die Vorinstanz zurückge-
wiesen. Die Akten sind anschliessend gemäss Ziff. 1 des Dispositivs an 
die Steuerverwaltung des Kantons Bern weiterzuleiten.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 

Die Abteilungspräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.