# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31ac194a-253b-55f4-87a9-ddeede836423
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.01.2023 SB190334
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190334_2023-01-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB190334-O/U/ad 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Bertschi 

und Ersatzoberrichter lic. iur. Kessler sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Boese 

 

Urteil vom 4. Januar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

bis 19. Juli 2019 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____,  

ab 19. Juli 2019 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Ringger,  

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend gewerbsmässigen Betrug etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
6. Juni 2019 (DG180255) 

-  2  - 

Anklage:  

Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 14. Sep-

tember 2018 (Hauptanklage, Urk. 00000002 ff.) und vom 15. Januar 2019 (Nach-

tragsanklage, Urk. 25) sind diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 

StGB, 

− der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, 

− der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 in Verbindung 

mit Art. 29 StGB, 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB, 

− der Ausübung einer Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 44 

Abs. 1 FINMAG, 

− des vorsätzlichen Erteilens falscher Auskünfte im Sinne von Art. 45 

Abs. 1 FINMAG, 

− des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinter-

lassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 4 AHVG in Verbin-

dung mit Art. 29 StGB, 

− des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge im Sinne von Art. 76 Abs. 3 

BVG in Verbindung mit Art. 29 StGB, 

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 

Abs. 1 lit. b SVG. 

-  3  - 

2. Von den Vorwürfen der Misswirtschaft (Anklageziffer VIII.), des Vergehens 

gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG in Verbindung mit Art. 29 StGB sowie des 

Vergehens über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsor-

ge im Sinne von Art. 76 Abs. 2 BVG in Verbindung mit Art. 29 StGB (Nach-

tragsanklage vom 15. Januar 2019) wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Das Verfahren betreffend Anklageziffer II. (Geldwäscherei) wird insoweit 

eingestellt, als es sich auf Anklagepunkte vor dem 6. Juni 2012 bezieht. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 ¾ Jahren so-

wie mit einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu CHF 80.– als Zusatzstrafe 

zu der mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 14. März 2017 

ausgefällten Strafe von 17 Tagessätzen zu CHF 80.–. 

5. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

6. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

festgesetzt.  

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

24. Mai 2018 beschlagnahmten 3 Bundesordner mit Buchhaltungsunterla-

gen der B._____ AG 

- B._____ AG 2012 (Aktienbuch / Personalunterlagen / Diverses) 
- B._____ AG 2012 (Kassabuch September bis Dezember) 
- B._____ AG 2013 (Kassabuch Januar bis Dezember)  

werden C._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-

scheides zurückgegeben. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Juli 2014 bei-

gezogenen B._____ AG-Geschäftsakten samt Laptop werden der FINMA 

(Referenz G01035600; Kontakt: D._____; Eidgenössische Finanzmarktauf-

sicht FINMA, Laupenstr. 27, 3003 Bern) nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Entscheides zurückgegeben.  

-  4  - 

Nach Eintritt der Rechtskraft werden der FINMA zudem die Akten ihres Ver-

fahrens gegen die B._____ AG (sieben Bundesordner mit grünen Ordnerrü-

cken G01015090) zurückgegeben. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägern Scha-

denersatz in nachfolgender Höhe zu bezahlen: 

- E._____ (1), CHF 250'000.– zuzüglich 5% Zins seit 28. November 
2011; 

- F._____ (2), CHF 5'100.– zuzüglich 5% Zins seit 11. März 2011; 
- G._____ (3), CHF 15'000.– zuzüglich 5% Zins seit 20. Februar 2012; 
- H._____ (5), CHF 20'000.– zuzüglich 5% Zins seit 22. März 2011; 
- I._____ (6), CHF 66'000.– zuzüglich 5% Zins seit 17. Mai 2012; 
- J._____ (7), CHF 12'000.– zuzüglich 5% Zins seit 5. September 2011; 
- K._____ (8), CHF 12'000.–; 
- L._____ (9), CHF 14'000.– zuzüglich 5% Zins seit 12. Juni 2012; 
- M._____ (19), CHF 20'000.– zuzüglich 5% Zins seit 13. März 2011; 
- N._____ (11), CHF 15'000.–;  
- O._____ (13), CHF 46'000.– zuzüglich 5% Zins seit 16. August 2011; 
- P._____ (14), CHF 14'000.– zuzüglich 5% Zins seit 26. Juli 2012;  
- Q._____ (15), CHF 130'000.– zuzüglich 5% Zins seit 3. Februar 2013; 
- R._____ (16), CHF 187'000.– zuzüglich 5% Zins seit 24. Oktober 2011; 
- S._____ (17), CHF 20'000.– zuzüglich 5% Zins seit 4. April 2013; 
- T._____ (18), CHF 5'000.– zuzüglich 5% Zins seit 14. März 2011; 
- U._____ (19), CHF 36'000.– zuzüglich 5% Zins seit 25. Juli 2011; 
- V._____ (20), CHF 40'000.– zuzüglich 5% Zins vom 29. September 

2011 bis zum 13. Januar 2014; 
- W._____ (21), CHF 20'000.– zuzüglich 5% Zins vom 30. September 

2011 bis zum 13. Januar 2014; 
- AA._____ (23), CHF 49'000.– zuzüglich 5% Zins seit 30. Juni 2012; 
- AB._____ (24), CHF 15'831.90 zuzüglich 5% Zins seit 21. Januar 

2013; 
- AC._____ (25), CHF 14'000.– zuzüglich 5% Zins seit 18. Juli 2012; 
- AD._____ (26), CHF 21'000.– zuzüglich 5% Zins seit 26. Februar 2013; 
- AE._____ (27), CHF 50'000.– zuzüglich 5% Zins seit 13. März 2011; 
- AF._____ (28), CHF 160'000.–; 

-  5  - 

- AG._____ (29), CHF 21'000.– zuzüglich 5% Zins seit 19. September 
2012; 

- AH._____ (30), CHF 15'000.– zuzüglich 5% Zins seit 30. Oktober 
2012; 

- AI._____ (31), CHF 15'000.– zuzüglich 5% Zins seit 30. August 2011; 
- AJ._____ (32), CHF 64'000.– zuzüglich 5% Zins seit 24. Mai 2012; 
- AK._____ (33), CHF 25'000.– zuzüglich 5% Zins seit 10. April 2013; 
- AL._____ (34), EUR 14'000.– zuzüglich 5% Zins seit 28. Dezember 

2012; 
- AM._____ (35), CHF 14'000.–; 
- AN._____ (36), CHF 14'000.– zuzüglich 5% Zins seit 19. Dezember 

2012; 
- AO._____ (37), CHF 61'000.– zuzüglich 5% Zins seit 28. März 2012; 
- AP._____ (38), CHF 60'000.–; 
- AQ._____ (39), CHF 15'000.–; 
- AR._____ (40), CHF 12'000.– zuzüglich 5% Zins seit 31. August 2011; 
- AS._____ (41), EUR 8'000.– zuzüglich 5% Zins seit 31. März 2011; 
- AT._____ (42), CHF 12'000.– zuzüglich 5% Zins seit 12. Oktober 2011; 
- AU._____ (43), EUR 59'974.– zuzüglich 5% Zins seit 23. Januar 2013. 

Im allfälligen Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Die Schadenersatzbegehren der folgenden Privatkläger werden auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen: 

- AV._____ AG (4); 
- AW._____ (12); 
- BA._____ (44). 

11. Die Genugtuungsbegehren der folgenden Privatkläger werden auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen: 

- K._____ (8); 
- M._____ (10); 
- N._____ (11); 
- AW._____ (12); 
- P._____ (14); 

-  6  - 

- AE._____ (27); 
- AU._____ (43); 
- BA._____ (44). 

12. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 10'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

CHF 41'100.–   Gebühr Strafuntersuchung §4 GebStrV 

CHF 49'743.30   amtliche Verteidigung; 

CHF 225.40   Zeugenentschädigung; 

CHF 30.–   Auslagen Untersuchung. 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

14. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO.  

15. Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ wird für seine Bemühungen und Barausla-

gen als amtlicher Verteidiger mit CHF 49'743.30 (inkl. MwSt.) aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger E._____ (1) für das ge-

samte Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

CHF 11'255.30 zu bezahlen. 

17. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin BB._____ (22) für das 

gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 3'216.– zu bezah-

len,  

18. Auf die Entschädigungsbegehren der folgenden Privatkläger wird nicht ein-

getreten: 

-  7  - 

- Q._____ (15); 
- V._____ (20) und W._____ (21); 
- AF._____ (28). 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 92 S. 2 f.) 

1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 9. Juni 2019 aufzu-

heben und der Beschuldigte freizusprechen von den Vorwürfen 

a. des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 

Abs. 2 StGB, 

b. der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 

StGB, 

c. der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB, 

d. der Urkundenfälschung bzw. der Falschbeurkundung im Sinne 

von Art. 251 Ziff. 1 StGB, 

e. der Ausübung einer Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von 

Art. 44 Abs. 1 FINMAG, 

f. des Vergehens im Sinne von Art. 76 Abs. 3 BVG und teilweise 

des Vergehens im Sinne von Art. 87 Abs. 4 AHVG, 

g. des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im 

Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG. 

2. Betreffend das Vergehen im Sinne von Art. 87 Abs. 4 AHVG sei der 

Beschuldigte teilweise schuldig zu sprechen. 

3. Es sei die erhebliche Verletzung des Beschleunigungsgebots im vorlie-

genden Strafverfahren formell festzustellen. 

-  8  - 

4. Es sei auf das Ausfällen einer Strafe zu verzichten; eventualiter sei ei-

ne angemessene Geldstrafe auszufällen unter Gewährung des beding-

ten Strafvollzugs. 

5. Es seien die Zivilforderungen und beantragten Prozessentschädigun-

gen abzuweisen; eventualiter seien diese auf den Zivilweg zu verwei-

sen. 

6. Es seien die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich 

derjenigen der amtlichen Verteidigung, gemäss den vorstehenden An-

trägen neu festzusetzen und zu 19/20 auf die Staatskasse zu nehmen. 

Im Übrigen seien dem Beschuldigten die Verfahrenskosten vollumfäng-

lich zu erlassen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zulasten der Staats-

kasse. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich:  

(Urk. 101 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei anstelle des einfachen des mehrfachen vorsätzli-

chen Erteilens falscher Auskünfte im Sinne von Art. 45 Abs. 1 FINMAG 

schuldig zu sprechen. 

2. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen. 

_______________________________ 
 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

-  9  - 

Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 6. Juni 2019 wurde der 

Beschuldigte schuldig gesprochen des gewerbsmässigen Betrugs, der mehrfa-

chen Geldwäscherei, der Unterlassung der Buchführung, der Urkundenfälschung, 

der Ausübung einer Tätigkeit ohne Bewilligung, des vorsätzlichen Erteilens fal-

scher Auskünfte, des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung, des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die 

berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge sowie des Missbrauchs 

von Ausweisen und Schildern. Freigesprochen wurde er von den Vorwürfen der 

Misswirtschaft (Anklageziffer VIII. der Hauptanklage), des Vergehens gegen das 

Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und des Verge-

hens gegen die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Nach-

tragsanklage vom 15. Januar 2019). Das Verfahren wurde betreffend Anklagezif-

fer II. der Hauptanklage (Geldwäscherei) insoweit eingestellt, als es sich auf An-

klagepunkte vor dem 6. Juni 2012 bezieht. Der Beschuldigte wurde bestraft mit 

einer Freiheitsstrafe von 4 ¾ Jahren sowie mit einer Geldstrafe von 160 Tagess-

ätzen zu Fr. 80.– als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Obergerichtes des Kan-

tons Zürich vom 14. März 2017 ausgefällten Strafe von 17 Tagessätzen zu Fr. 

80.–. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben unter Ansetzung einer Pro-

bezeit von 3 Jahren. Es wurde über die Verwendung der beschlagnahmten Ge-

genstände und Unterlagen sowie die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren 

befunden (Urk. 55). 

Gegen das vorinstanzliche Urteil hat der Beschuldigte am 10. Juni 2019 fristge-

recht Berufung angemeldet (Urk. 46) und mit Eingabe vom 16. Juli 2019 die Beru-

fungserklärung eingereicht (Urk. 58). Er ficht das vorinstanzliche Urteil mit Aus-

nahme der Dispositiv-Ziffern 2 (Freisprüche) und 7 (Beschlagnahmungen) an und 

beantragt einen vollumfänglichen Freispruch unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten der Staatskasse. Die Staatsanwaltschaft hat innert angesetzter 

Frist Anschlussberufung erhoben, die Privatkläger 1-44 haben auf Anschlussberu-

fung verzichtet. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Schuldigsprechung wegen 

eines schweren Falls der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 StGB, 

Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3, da die Verjährung betreffend den qualifizierten 

Tatbestand noch nicht eingetreten sei, Schuldigsprechung wegen des mehrfa-

-  10  - 

chen Erteilens falscher Auskünfte und in teilweiser Aufhebung von Dispositiv-

Ziffer 2 Schuldigsprechung wegen Misswirtschaft. Ferner beantragte sie, der Be-

schuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren zu bestrafen (Urk. 66). 

In der schriftlichen Berufungsbegründung vom 31. August 2022 zog der Beschul-

digte die Berufung betreffend die Verurteilung wegen Erteilens falscher Auskünfte 

im Sinne von Art. 45 Abs. 1 FINMAG zurück (Urk. 92 S. 5). 

Die Staatsanwaltschaft teilte in ihrer Berufungsantwort und Begründung der An-

schlussberufung vom 31. Oktober 2022 (Urk. 101) mit, sie ziehe ihre Anschluss-

berufung bezüglich Geldwäscherei (Dispositiv-Ziffern 1 und 3), Misswirtschaft 

(Dispositiv-Ziffer 2) und Bemessung der Strafe (Dispositiv-Ziffer 4) zurück. Ihre 

Anschlussberufung beschränke sich nunmehr darauf, dass der Beschuldigte an-

stelle des einfachen des mehrfachen vorsätzlichen Erteilens falscher Auskünfte 

im Sinne von Art. 45 Abs. 1 FINMAG schuldig zu sprechen sei (Urk. 101).  

Da der Beschuldigte seine Berufung betreffend den Schuldspruch wegen Ertei-

lens falscher Auskünfte im Sinne von Art. 45 Abs. 1 FINMAG zurückgezogen hat, 

fällt auch die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft in diesem Punkt dahin 

(Art. 401 Abs. 3 StPO). Demzufolge ist der Schuldspruch in diesem Punkt (Dispo-

sitiv-Ziffer 1 Lemma 6) in Rechtskraft erwachsen. 

Aus vorstehenden Ausführungen geht hervor, dass das Urteil der Vorinstanz hin-

sichtlich der Dispositiv-Ziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen vorsätzlichen Er-

teilens falscher Auskünfte im Sinne von Art. 45 Abs. 1 FINMAG), 2 teilweise (Frei-

sprüche betreffend Nachtragsanklage vom 15. Januar 2019), 7 (Beschlagnah-

mungen), 8 (Rückgabe beigezogener Akten und Laptop an FINMA), 12 teilweise 

(ausgenommen Kosten der amtlichen Verteidigung) und 18 (Entschädigungsbe-

gehren der Privatkläger 15, 20, 21 und 28) in Rechtskraft erwachsen ist. In allen 

weiteren Punkten bildet es Gegenstand der Beurteilung im vorliegenden Verfah-

ren.  

Explizit ist darauf hinzuweisen, dass die Festlegung des Honorars für die amtliche 

Verteidigung (Dispositiv-Ziffer 15) ebenfalls im vorliegenden Verfahren zu prüfen 

-  11  - 

ist, nachdem die vom amtlichen Verteidiger dagegen erhobene Beschwerde von 

der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 

30. Oktober 2019 an die erkennende II. Strafkammer zur weiteren Behandlung im 

Berufungsverfahren überwiesen wurde (Urk. 73). 

2. Verfahrensgang 

Die vom Beschuldigten gestellten Beweisanträge auf Einvernahme von 45 na-

mentlich erwähnten Geschädigten als Zeugen/Auskunftspersonen wurden mit 

Präsidialverfügung vom 9. Juli 2021 einstweilen abgewiesen unter Hinweis da-

rauf, dass erst nach eingehender materieller Prüfung der Anklagevorwürfe ent-

schieden werden kann, ob die beantragten Einvernahmen notwendig erscheinen 

(Urk. 76). Auf die Beweisanträge ist daher im Rahmen nachfolgender materieller 

Erwägungen einzugehen. 

Die Parteien wurden zur Berufungsverhandlung auf den 26. August 2022 vorgela-

den (Urk. 79). Mit Eingabe vom 14. Juni 2022 liess der Beschuldigte mitteilen, 

dass er in der Berufungsverhandlung von seinem Recht auf Aussageverweige-

rung Gebrauch machen werde und ersuchte um Durchführung des schriftlichen 

Verfahrens (Urk. 83). Nachdem die Staatsanwaltschaft ihr Einverständnis mit der 

Durchführung des schriftlichen Verfahrens erklärt hatte (Urk. 84), wurde mit Be-

schluss vom 27. Juni 2022 die schriftliche Durchführung des Berufungsverfahrens 

angeordnet (Urk. 85). Mit Eingang der Anschlussberufungsantwort des Beschul-

digten vom 28. November 2022 (Urk. 106) ist der Schriftenwechsel abgeschlos-

sen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

II. Sachverhalt 

1. Anklagevorwürfe 

1.1. Wie bereits erwähnt, erfolgte bezüglich der Anklagevorwürfe der Nach-

tragsanklage der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 15. Januar 2019 

ein rechtskräftiger Freispruch des Beschuldigten. Gegenstand der Beurteilung im 

vorliegenden Berufungsverfahren bilden daher ausschliesslich die Anklagevorwür-

-  12  - 

fe gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

14. September 2018.  

1.2. Gewerbsmässiger Betrug und Geldwäscherei 

1.2.1. Betrugsvorwurf 

Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift kurz zusammengefasst vorgewor-

fen, er habe im Zeitraum von März 2011 bis Juli 2013 in seiner Funktion als Ver-

waltungsrat, Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär der Gesellschaft B._____ AG 

(nachfolgend B._____ AG) die im Anhang zur Anklageschrift aufgeführten 

53 Geschädigten durch wahrheitswidrige Angaben getäuscht. Er habe ihnen ge-

genüber angegeben, die B._____ AG sei ein erfolgreiches, weltweit agierendes 

Unternehmen, dessen Engagements in Transferrechte von Fussballspielern oft-

mals hohe Renditen abwerfe und welches gewinnbringend wirtschafte. Zudem 

habe der Beschuldigte versprochen, dass die B._____ AG die Aktien nach einer 

Laufzeit von 3 bzw. 3.5 Jahren zurückkaufen werde. Die B._____ AG habe jedoch 

über keine Fussballtransferrechte verfügt und keine Gewinne erwirtschaftet, viel-

mehr habe die Überschuldung der Gesellschaft ab 2011 aufgrund der Rückkauf-

versprechen bei gleichzeitig fehlenden Erträgen und privaten Bezügen ab den 

B._____ AG-Konten stetig zugenommen, und es sei ausgeschlossen gewesen, 

dass diese die Aktien nach 3 oder 3.5 Jahren hätte zurückkaufen können. Der 

Beschuldigte habe die Aktien mehrheitlich via die BC._____ verkauft, deren Mit-

arbeiter er bei Präsentationen, Schulungen und Treffen mittels Internetauftritt, 

Werbebroschüren und Vertragsunterlagen der B._____ AG getäuscht habe. Die 

BC._____-Mitarbeiter hätten ihrerseits unbewusst die Geschädigten in den Ver-

kaufsgesprächen mit den gleichen Mitteln getäuscht. Der Beschuldigte habe die 

durch die BC._____ vermittelten Geschädigten häufig persönlich kontaktiert, ei-

nem kleineren Teil der Geschädigten habe er die Aktien auch ohne Vermittlung 

durch die BC._____ verkauft. Insgesamt hätten die getäuschten Geschädigten Fr. 

2'348'926.70 und EUR 103'974.– überwiesen. Der Beschuldigte habe die von den 

Geschädigten überwiesenen Vermögenswerte laufend verwendet, um seine priva-

ten und geschäftlichen Kosten zu begleichen. Zum Erwerb eines Transferrechts 

und dergleichen sei es nie gekommen. In der Anklageschrift wird im Detail um-

-  13  - 

schrieben, welche wahrheitswidrigen Angaben sich in den Internetauftritten der 

B._____ AG und BD._____, in verschiedenen Broschüren und in den Aktien-

zeichnungsscheinen fanden, und ausgeführt, der Beschuldigte habe die identi-

schen wahrheitswidrigen Angaben auch mündlich gegenüber den Geschädigten 

und BC._____-Mitarbeitern gemacht. 

Der Beschuldigte habe sich besonderer Machenschaften bedient, indem er pro-

fessionelle Internetseiten betrieben, diverse Werbebroschüren und Vertragsunter-

lagen verwendet und die Aktien durch eine Vermittlerin vertrieben habe.  

1.2.2. Geldwäscherei 

Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, die durch die Betrugshandlungen er-

langten Vermögenswerte im Umfang von Fr. 1'246'810.75 und EUR 8'080.– bar 

bezogen zu haben. Durch die Barbezüge habe er die Sicherstellung, Beschlag-

nahme und Einziehung dieser Gelder durch die Strafverfolgungsbehörden er-

schwert. 

1.3. Unterlassung der Buchführung 

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe vom 1. Januar 2012 bis 26. August 

2013 als Verwaltungsrat und Geschäftsführer der B._____ AG unterlassen, die 

buchhaltungsrelevanten Unterlagen der B._____ AG systematisch und vollständig 

abzulegen bzw. ablegen zu lassen und stets eine aktuelle Buchhaltung zu führen 

bzw. führen zu lassen. Insbesondere habe er in diesem Zeitraum nicht alle Akti-

enkäufe mit Rückkaufsverpflichtung und nicht alle Kassatransaktionen dokumen-

tiert bzw. dokumentieren lassen. Die Vermögenssituation der B._____ AG sei da-

her nicht vollständig dokumentiert gewesen. 

1.4. Urkundenfälschung 

In diesem Anklagepunkt wird dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe ein Proto-

koll einer rechtswidrigen Generalversammlung der B._____ AG vom 29. Januar 

2013 unterzeichnet, welches die wahrheitswidrigen Angaben enthalten habe, 

dass das gesamte Aktienkapital anwesend sei und die Revisionsstelle gewählt 

-  14  - 

habe. Gleichentags habe er die rechtswidrige Bestellung der Revisionsstelle dem 

Handelsregister Zug gemeldet unter Beilage des von ihm unterzeichneten Proto-

kolls. 

1.5. Entgegennahme Publikumseinlagen 

Der Anklagevorwurf unter diesem Titel geht dahin, dass in den Aktienzeichnungs-

scheinen gemäss dem Anklagesachverhalt betreffend den Betrugsvorwurf der 

Rückkauf der Aktien nach einer Haltedauer von 3 bis 3.5 Jahren zugesichert wor-

den sei. Damit sei die B._____ AG gegenüber den Aktionären zur Rückzahlungs-

schuldnerin geworden und sei den entsprechenden Investitionen Einlagecharakter 

zugekommen. Die B._____ AG habe die Geschäftstätigkeit, im Rahmen welcher 

sie gewerbsmässig Gelder von Publikum entgegengenommen habe und dafür im 

Internet und in Werbebroschüren öffentlich Werbung gemacht und eine Vermittle-

rin eingesetzt habe, ohne die erforderliche Bankbewilligung der FINMA ausgeübt. 

 

1.6. Lohnabzüge 

Die Anklage wirft dem Beschuldigten weiter vor, er habe die im Zeitraum vom 

1. Januar 2012 bis 31. Juli 2013 betreffend die vier B._____ AG-Angestellten 

BE._____, BF._____, BG._____ und BH._____ vorgenommenen Lohnabzüge für 

die berufliche Vorsorge nicht vollständig an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG 

abgeliefert, sondern für die laufenden Kosten der B._____ AG und für persönliche 

Bedürfnisse verwendet, so dass Ende Juli 2013 eine offene Forderung zu Guns-

ten der Stiftung Auffangeinrichtung BVG von Fr. 5'503.22 und anfangs 2017 von 

Fr. 15'482.56 bestanden habe. Ebenfalls habe er die zur Weiterleitung an die 

Ausgleichskasse BI._____ abgezogenen Beträge nicht vollständig abgeliefert, 

sondern diese für die laufenden Kosten der B._____ AG und persönliche Bedürf-

nisse verwendet. Im August 2014 habe eine offene Forderung zu Gunsten der 

Ausgleichskasse BI._____ in der Höhe von Fr. 42'080.70 bestanden. 

1.7. Misswirtschaft 

-  15  - 

Unter diesem Titel wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 24. September 2008 

mit der AV._____ AG einen Werkvertrag betreffend Einbau einer Gelateria- 

Infrastruktur in der Liegenschaft BJ._____-Strasse 1 in BK._____ zu einem Preis 

von Fr. 21'400.– eingegangen zu sein, obwohl er offene Verlustscheine im Betrag 

von Fr. 63'238.45 und Lohnpfändungen gehabt habe. Bereits bei Abschluss des 

Vertrags habe der Beschuldigte die Absicht gehabt, die Gelateria unentgeltlich ei-

nem Dritten zu überlassen, was er in der Folge auch getan habe und damit der 

AV._____ AG Haftungssubstrat entzogen habe. 

1.8. Missbrauch Kontrollschilder 

Der entsprechende Anklagevorwurf lautet dahingehend, dass der Beschuldigte 

der Verfügung des Strassenverkehrsamtes BI._____ vom 26. August 2013 keine 

Folge geleistet habe, gemäss welcher er den Fahrzeugausweis und die Kontroll-

schilder betreffend den Personenwagen der Marke BMW, deren Halterin die 

B._____ AG war, innert einer Frist von 5 Tagen hätte abgeben oder dem Stras-

senverkehrsamt Fr. 418.– bezahlen müssen. Die B._____ AG habe die Kontroll-

schilder vom 5. bis 19. September 2013 widerrechtlich in ihrem Besitz gehabt. 

2. Standpunkte der Staatsanwaltschaft und des Beschuldigten 

2.1. Standpunkt der Staatsanwaltschaft 

Die Staatsanwaltschaft vertrat den Standpunkt, bei den dem Beschuldigten vor-

geworfenen Betrügen handle es sich um Seriendelikte, da er mittels Broschüren, 

Internetauftritten der B._____ AG, Aktienzeichnungsscheinen und Beizug einer 

Vermittlerin jeweils durch gleichartige falsche Angaben und Mittel getäuscht habe 

und nach demselben Handlungsmuster vorgegangen sei (Urk. 41 S. 3). Der Be-

schuldigte habe gegenüber den Geschädigten angegeben, dass die B._____ AG 

ein erfolgreiches, weltweit agierendes Unternehmen im Bereich von […] sei, wo-

bei es sich, wie das Ergebnis im Konkursverfahren zeige, um eine dreiste Lüge 

gehandelt habe. Der Buchhalter C._____ habe bestätigt, dass er nie Geld aus ei-

nem Transferabschluss verbucht habe, und der Scout BE._____ habe bestätigt, 

dass es nie zu einem Transferabschluss gekommen sei (Urk. 41 S. 2 f.).  

-  16  - 

Zum Vorwurf der Geldwäscherei führte sie aus, den Bankbelegen sei zu entneh-

men, dass der Beschuldigte insgesamt Fr. 1,246 Mio. und EUR 8'080.– bar bezo-

gen habe (Urk. 41 S. 4). 

Der Vorwurf der Unterlassung der Buchführung basiere auf dem Bericht des Un-

tersuchungsbeauftragten der FINMA, der zum Schluss gekommen sei, dass die 

Abschlüsse auf unvollständigen Unterlagen basieren und keine zuverlässigen 

Rückschlüsse auf die finanzielle Situation der B._____ AG zulassen, den Bilanzen 

2012 und 2013, deren Zahlen nicht mit den Ermittlungsergebnissen übereinstim-

men und den Aussagen von C._____, wonach er alle Buchhaltungsunterlagen, 

die er erhalten habe, auch verarbeitet habe (Urk. 41 S. 4). 

Hinsichtlich des Vorwurfs der Urkundenfälschung führte die Staatsanwaltschaft 

aus, ca. 50 Geschädigte, die ihrerseits Aktionäre der B._____ AG gewesen seien, 

hätten ausgesagt, dass sie nie eine Einladung zur Generalversammlung vom 29. 

Januar 2013 erhalten hätten. Der Beschuldigte habe unter Missachtung des 

Stimmrechts der Aktionäre eine ihm genehme Revisionsstelle wählen wollen (Urk. 

41 S. 5). 

Der Beschuldigte habe mittels Broschüren und Internetauftritten über die Ge-

schäftstätigkeit der B._____ AG informiert. Aufgrund der Aussagen der BC._____-

Mitarbeiter und der Geschädigten sei erstellt, dass der Beschuldigte die Aktien 

mehrheitlich via die BC._____ verkauft habe und dass die B._____ AG den Rück-

kauf der Aktien versprochen habe. Damit sei der Sachverhalt betreffend Entge-

gennahme von Publikumseinlagen erstellt (Urk. 41 S. 5).  

Ferner sei aufgrund der bei den Akten liegenden Belege das nicht vollständige 

Weiterleiten von Abzügen der Sozialversicherung und der beruflichen Vorsorge 

erstellt (Urk. 41 S. 6). 

Betreffend den Vorwurf der Misswirtschaft führte sie aus, da der Beschuldigte den 

Werkvertrag unter dem Namen A'._____ abgeschlossen habe, sei davon auszu-

gehen, dass er seine desolate finanzielle Situation gegenüber der AV._____ AG 

habe verheimlichen wollen. In den Buchhaltungsunterlagen der BL._____ AG fin-

-  17  - 

de sich kein Hinweis, dass die GmbH irgendjemanden für Elektroinstallationen 

entschädigt habe, weshalb davon auszugehen sei, dass der Beschuldigte die 

GmbH die Infrastruktur unentgeltlich habe nutzen lassen (Urk. 41 S. 7). 

Die Entzugsverfügung des Strassenverkehrsamts sei dem Beschuldigten am 

30. August 2013 zugestellt worden. Er hätte die Kontrollschilder demzufolge spä-

testens am 4. September 2013 abgeben müssen. Sie seien allerdings erst am 

19. September 2013 deponiert worden (Urk. 41 S. 7 f.). 

2.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Der Beschuldigte hat in allen mit ihm durchgeführten Einvernahmen im Vorverfah-

ren und anlässlich der Befragung vor Vorinstanz von seinem Aussageverweige-

rungsrecht Gebrauch gemacht.  

Der Standpunkt des Beschuldigten ergibt sich aus den Ausführungen seiner Ver-

teidigung vor Vorinstanz, an denen sie im Berufungsverfahren festhielt, und den-

jenigen in den Schriften im Berufungsverfahren. Ihre Argumentation ist nachfol-

gend kurz darzustellen.  

Die Verteidigung macht betreffend den Betrugsvorwurf geltend, die Vorausset-

zungen für einen Serienbetrug seien nicht erfüllt, es liege kein einheitliches Hand-

lungsmuster vor. Es reiche nicht aus, wenn in einzelnen Fällen gewisse Elemente 

des behaupteten Handlungsmusters erstellt werden können (Urk. 92 S. 8). 

In verschiedenen Fällen sei erstellt, dass der Beschuldigte den Anlegern offen 

mitgeteilt habe, dass es sich bei der B._____ AG um ein Start-up-Unternehmen 

handle (Urk. 43 S. 9 f.). Der Beschuldigte habe gegenüber der BC._____, insbe-

sondere deren Geschäftsführern BM._____ und BN._____, von Beginn weg mit-

geteilt, dass es sich bei der B._____ AG um eine Gesellschaft im Aufbau handle 

(Urk. 43 S. 10). Er habe sämtliche Investorengelder für den Geschäftsaufbau 

verwendet und nicht für irgendwelche privaten Zwecke (Urk. 92 S. 11).  

Bezüglich Internetauftritt und Hochglanzbroschüren liess der Beschuldigte geltend 

machen, diese würden offensichtliche Werbeaussagen und blumige Anpreisun-

-  18  - 

gen enthalten, was für den durchschnittlichen Leser sofort ersichtlich sei. Die ein-

zelnen Aussagen in den Prospekten seien zudem im Kern nicht falsch. Die 

B._____ AG habe sich international etablieren wollen und habe in der Schweiz 

und im Ausland nach potentiellen Beteiligungen an talentierten Fussballern ge-

sucht. Mit den Prospekten und Internetseiten lasse sich keine relevante und 

schon gar keine arglistige Täuschung herbeireden (Urk. 43 S. 12). Es sei darauf 

hinzuweisen, dass die Verfasser der einzelnen Texte nie nachweislich hätten eru-

iert werden können. Die BC._____ habe die meisten Broschüren selber in Eigen-

regie erstellt. Die Unschuldsvermutung verbiete die Annahme, der Beschuldigte 

sei der Urheber dieser Internetseiten und Broschüren (Urk. 92 S. 28).  

Die Verteidigung machte bezüglich der Aktienzeichnungsscheine geltend, die 

Staatsanwaltschaft übersehe, dass diese riesige Unterschiede im Inhalt und Wort-

laut aufweisen würden und es kein identisches Handlungsmuster gebe. Die aller-

wenigsten Zeichnungsscheine würden eine verbindliche Rückkaufsverpflichtung 

mit einem fixen Preis enthalten. Zahlreiche Zeichnungsscheine würden keine 

Rückkaufsverpflichtung enthalten. Gewisse Anleger hätten gar keinen Zeich-

nungsschein unterschrieben. Mit einzelnen Investoren habe die B._____ AG ganz 

spezifische Aktienkaufverträge abgeschlossen, welche ausdrückliche Hinweise 

auf die spekulativen Aspekte der Investition und die Möglichkeit eines Totalverlus-

tes aufgewiesen hätten. Andere Zeichnungsscheine würden nur die Möglichkeit 

eines Rückkaufs ansprechen ohne eine verbindliche Verpflichtung zu enthalten 

oder einen verbindlichen Rückkaufspreis festzulegen (Urk. 43 S. 13 f.).  

Hinsichtlich des Vorwurfs der Kettentäuschung liess der Beschuldigte geltend 

machen, die Anleger, welche direkt mit ihm zu tun gehabt hätten, hätten ausge-

sagt, es sei ihnen nichts in Bezug auf die Rückzahlung ihrer Investition verspro-

chen worden oder die Rückzahlung mit Rendite sei als Optimalfall dargestellt 

worden. Diese Anleger würden aussagen, es sei ihnen vollkommen bewusst ge-

wesen, dass die Anlage risikoreich sei (Urk. 43 S. 17 f.; Urk. 92 S. 12 und S. 15 

f.). Diejenigen Anleger, die über die BC._____-Vermittler angeworben worden 

seien, würden demgegenüber ganz andere (grösstenteils unverwertbare) Aussa-

gen machen, es sei die Rede von absoluter Sicherheit, 150 % sicher, 100 % Kapi-

-  19  - 

talschutz, hohen Gewinnversprechen etc. (Urk. 92 S. 12). Das Motiv sei klar, denn 

der Lohn der BC._____-Vermittler habe ausschliesslich in Provisionen von 30 % 

der Provisionssumme bestanden, sie hätten demzufolge kein Interesse daran ge-

habt, die Anleger korrekt über die Risiken der Investition aufzuklären, vielmehr da-

ran, möglichst viele B._____ AG-Aktien zu verkaufen (Urk. 43 S. 19; Urk. 92 S. 

17). Diese Diskrepanz zwischen der Risikoaufklärung durch den Beschuldigten 

und durch die BC._____-Vermittler erschüttere die Anklagetheorie des Serienbe-

truges (Urk. 92 S. 18).  

Die Theorie der Kettentäuschung falle in sich zusammen, wenn man beachte, 

dass der Beschuldigte nur die erste Schulung der BC._____-Verantwortlichen ge-

leitet habe, die weiteren Schulungen der BC._____-Vermittler von den Verant-

wortlichen der BC._____, BO._____, BP._____ und BM._____ durchgeführt wor-

den seien (Urk. 92 S. 19). Der Beschuldigte habe in seiner Präsentation klar und 

deutlich darauf hingewiesen, dass sich das Geschäftsmodell der B._____ AG im 

Aufbau befinde und die Investition mit Risiken verbunden sei. Es sei lebensfremd 

anzunehmen, dass der Beschuldigte im direkten Kontakt mit den Anlegern die Ri-

siken der Investition betont habe, bei der Schulung der BC._____-Vermittler da-

gegen plötzlich von absoluter Sicherheit und garantiertem Gewinn gesprochen 

hätte (Urk. 92 S. 19). Die Führungsriege der BC._____ habe daher schnell das 

Zepter übernommen und die Vermittler selber geschult. Dabei hätten BO._____, 

BP._____ und teilweise auch BM._____ innerhalb der BC._____ verbreitet, die 

Anlage sei absolut risikolos und werfe eine garantierte Rendite von 50 % ab (Urk. 

92 S. 20).  

Die BC._____-Verantwortlichen hätten die finanzielle Situation der B._____ AG 

sehr genau gekannt. Es sei unbestritten, dass der Beschuldigte BM._____, 

BN._____ und BO._____ die Abschlüsse der B._____ AG offengelegt habe 

(Urk. 43 S. 20). Für die Anleger seien nicht die Prospekte, Internetseiten, Zeich-

nungsscheine oder Angaben des Beschuldigten entscheidend gewesen, vielmehr 

seien die spezifischen Zusicherungen der BC._____-Vermittler und ihr Vertrauen 

in die Prüfung durch die BC._____ der Hauptgrund für ihre Investition gewesen. 

Der Beschuldigte habe nichts von den Versprechungen und Zusicherungen der 

-  20  - 

BC._____-Leute gewusst. Die Staatsanwaltschaft sei den Schutzbehauptungen 

der BC._____-Verantwortlichen aufgesessen und habe sich auf den Beschuldig-

ten eingeschossen. Die Beteuerungen der BC._____-Verantwortlichen, sie hätten 

den Anlegern einfach nur gutgläubig die Informationen des Beschuldigten weiter-

gegeben, seien völlig unglaubwürdig und klar abgesprochen. Nach Eingreifen der 

FINMA hätten sie die Zeit genutzt, sich im Detail abzusprechen, um ja nicht selber 

zur Verantwortung gezogen zu werden. BM._____ habe nach dem Einschreiten 

der FINMA alle Unterlagen der Vermittler eingezogen, um ja nicht selber zur Ver-

antwortung gezogen zu werden (Urk. 43 S. 23; Urk. 92 S. 12). BM._____, 

BN._____ und BO._____ hätten genau über die finanzielle Situation der B._____ 

AG und die Risiken Bescheid gewusst, hätten ja alle Abschlüsse der B._____ AG 

gesehen und als professionelle Finanz- und Versicherungsvermittler mit entspre-

chenden Bewilligungen der FINMA auch über das nötige Know-How verfügt, um 

die Abschlüsse korrekt interpretieren zu können. Trotzdem hätten sie allen Anle-

gern versichert, die BC._____ habe die B._____ AG auf Herz und Nieren geprüft 

und die Anlage sei todsicher. Die Theorie der Anklage, wonach die BC._____-

Verantwortlichen willenlose Tatwerkzeuge des Beschuldigten gewesen seien, sei 

widerlegt. Wenn überhaupt, seien die Vermittler von ihren eigenen Chefs ge-

täuscht worden, nicht vom Beschuldigen. Dieser habe die BC._____-

Verantwortlichen offen über seine Bemühungen, Transferrechte zu erwerben, in-

formiert, habe nie behauptet, er habe erfolgreich Transferrechte erwerben kön-

nen. Er habe vielmehr versucht, die notwendige Finanzierung für den Kauf der 

Transferrechte gewisser Spieler zusammen zu bekommen (Urk. 43 S. 23 f.). Er 

habe die BC._____ auch darüber informiert, wenn Verhandlungen gescheitert 

seien. Es dränge sich der Verdacht auf, dass die BC._____-Verantwortlichen in 

völliger Eigenregie alle möglichen und unmöglichen Behauptungen in die Welt 

gesetzt haben, um möglichst viele Abschlüsse und Provisionen zu generieren. Die 

BC._____-Vermittler der unteren Chargen hätten die Informationen über die an-

geblichen Spielerbeteiligungen nicht vom Beschuldigten erhalten, sondern von 

BM._____, BO._____ und BP._____ (Urk. 43 S. 24). Der Beschuldigte habe den 

BC._____-Verantwortlichen die finanziellen Verhältnisse der B._____ AG von Be-

ginn weg offengelegt und bei der einzigen Schulung, die er bei der BC._____ ge-

-  21  - 

geben habe, klar darauf hingewiesen, dass die B._____ AG ein Start-up sei und 

die Anleger auf die diesbezüglichen Risiken aufmerksam gemacht werden müss-

ten (Urk. 92 S. 39). Das von der BC._____-Spitze wider besseres Wissen verbrei-

tete Hauptverkaufsargument, dass die B._____ AG von mehreren Anwälten auf 

Herz und Nieren geprüft und als vollkommen sicher beurteilt worden sei, stamme 

nicht von ihm und könne auch nicht von ihm stammen (Urk. 92 S. 40). 

Der Beschuldigte liess weiter geltend machen, es liege keine Arglist vor, da den 

Anlegern ausserordentlich hohe Gewinne ohne jegliches Risiko versprochen wor-

den sein sollen. Dabei müssten auch bei einem völligen Laien die Alarmglocken 

läuten. Die allermeisten Anleger hätten dagegen keinerlei eigene Abklärungen ge-

tätigt und damit grundlegendste Vorsichtsmassnahmen in eklatanter Weise miss-

achtet (Urk. 43 S. 26; Urk. 92 S. 41). Hinsichtlich der 5-Tagesfrist sei festzuhalten, 

dass diese erst nach der Unterzeichnung des Vertrages laufe. Abklärungen treffe 

man jedoch vor der Unterzeichnung eines Vertrages. Deshalb könne es nicht 

sein, dass sich die Anleger durch diese Frist von Abklärungen hätten abhalten 

lassen, denn vor der Unterzeichnung hätten sie alle Zeit gehabt, um sich die not-

wendigen Informationen einzuholen (Urk. 92 S. 42). Ausserdem fehle es am Moti-

vationszusammenhang. Die allermeisten Anleger seien nicht verwertbar befragt 

worden, deshalb könne nur darüber spekuliert werden, ob und wenn ja, welche 

angeblichen Täuschungshandlungen, zu welchem Zeitpunkt, welche allfälligen Irr-

tümer ausgelöst haben könnten (Urk. 43 S. 28 f.). Wenn überhaupt, hätten die An-

leger in Bezug auf die von der BC._____ behauptete Überprüfung der B._____ 

AG und deren Ergebnis der absoluten Sicherheit und garantierten Rendite geirrt 

(Urk. 43 S. 29; Urk. 92 S. 47). Dieser für die Investition ausschlaggebende Irrtum 

beruhe nicht auf einer dem Beschuldigten vorgeworfenen Täuschungshandlung, 

sondern sei eine Eigenkreation vom BC._____-Chef BM._____ (Urk. 92 S. 47 f.). 

Zudem sei dieser Irrtum in der Anklageschrift nicht erwähnt (Urk. 92 S. 48). 

Auch der subjektive Tatbestand sei nicht erfüllt, denn der Beschuldigte habe die 

BC._____ gerade deshalb beauftragt, weil er auf deren Professionalität vertraut 

habe und habe sicherstellen wollen, dass Anleger korrekt über die Investition auf-

geklärt werden. Er habe nicht damit rechnen müssen, dass die BC._____ den An-

-  22  - 

legern wider besseres Wissen vorgeben werde, sie habe die Sicherheit der Anla-

ge mit mehreren Anwälten geprüft und die Investition sei absolut sicher und ga-

rantiert gewinnbringend (Urk. 92 S. 48). 

Da die Voraussetzungen für ein Seriendelikt nicht erfüllt seien, verbiete das An-

klageprinzip eine Verurteilung in jedem einzelnen Fall und für jeden einzelnen An-

leger unabhängig davon, ob verwertbare Aussagen vorliegen oder nicht. Eine 

Verurteilung wegen Betrugs im Einzelfall wäre deshalb von vornherein nur dann 

möglich, wenn die Anklageschrift für jeden einzelnen Anleger im Detail und unter 

Angabe der erforderlichen Motivationszusammenhänge aufzeigen würde, wann, 

wo und von welcher Person er in welcher Weise mit welchen Mitteln genau ge-

täuscht worden sei, und inwiefern diese Täuschung im konkreten Fall arglistig 

gewesen sein soll und welche Vermögensdisposition er aufgrund welcher irrigen 

Vorstellung getätigt habe. Vorliegend erfülle die Anklage diese Vorgabe für keinen 

einzigen Anleger. Das gescheiterte Konstrukt eines Serienbetrugs habe zur Fol-

ge, dass der vorgeworfene Sachverhalt nur oberflächlich und pauschal beschrie-

ben werde. In keinem einzigen Fall seien diejenigen Handlungen ausreichend 

präzise aufgeführt, welche den Betrugstatbestand erfüllen sollen. Ohne diese An-

gaben im Einzelfall sei eine Verteidigung gegen den völlig pauschalen Anklage-

vorwurf unmöglich  (Urk. 92 S. 52 f.). 

3. Beweismittel 

3.1. Sachverhaltserstellung betreffend Betrugsvorwurf 

3.1.1. Vorbemerkung 

Im Zusammenhang mit dem Betrugsvorwurf gegenüber den im Anhang A zur An-

klageschrift aufgeführten 53 Geschädigten ist vorweg festzuhalten, dass nur ins-

gesamt 10 Geschädigte unter Wahrung der Konfrontationsrechte des Beschuldig-

ten einvernommen wurden. Dies liegt darin begründet, dass sich die Staatsan-

waltschaft auf den Standpunkt stellt, es liege ein Seriendelikt vor. Sie begründete 

dies damit, dass der Beschuldigte mit Broschüren, Internetauftritten der B._____ 

AG, den Aktienzeichnungsscheinen und dem Beizug einer Vermittlerin jeweils 

-  23  - 

durch gleichartige falsche Angaben und Mittel getäuscht habe, jeweils nach dem 

gleichen Handlungsmuster vorgegangen sei. Er habe immer die gleichen Lügen 

aufgetischt indem er erzählt habe, bei der B._____ AG handle es sich um ein er-

folgreiches, weltweit agierendes Unternehmen, das vor allem mit Fussballtransfer-

rechten hohe Gewinne erziele (Prot. I S. 7 f.). Nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung dürfe das Gericht bei solchen Konstellationen die Tatbestandsmerk-

male des Betrugs, namentlich das Element der arglistigen Täuschung, zunächst 

in allgemeiner Weise für alle Einzelhandlungen gemeinsam prüfen. Der Beschul-

digte habe somit nicht mit allen Geschädigten konfrontiert werden müssen, um 

den Sachverhalt zu erstellen (Urk. 41 S. 3 f.). Die Staatsanwaltschaft habe ca. 10 

Geschädigte unter Wahrung des Konfrontationsrechts des Beschuldigten einver-

nommen, das seien ca. 20 % der Geschädigten, was nach der Rechtsprechung 

genüge (Prot. I S. 7 f.). 

Wie vorstehend dargelegt, machte der Beschuldigte demgegenüber geltend, die 

Anklage gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Voraussetzungen für ein Se-

riendelikt erfüllt seien.  

Die Vorinstanz führte dazu aus, das täuschende Verhalten des Beschuldigten sei 

bei allen Geschädigten im Wesentlichen nach demselben Handlungsmuster er-

folgt. Das Handlungsmuster, das der Beschuldigte seinen serienmässig begange-

nen Täuschungen zugrunde gelegt habe, sei aufgrund der vorhandenen Beweis-

mittel (Aussagen mehrerer Zeugen und Auskunftspersonen, Verkaufsbroschüren, 

Aktienzeichnungsscheine, Bankbelege und Quittungen), welche zum Nachteil des 

Beschuldigten verwertbar seien, nachgewiesen. Aus dem Umstand, dass nicht al-

le Geschädigten in Gegenwart des Beschuldigten befragt worden seien, könne 

dieser nichts zu seinen Gunsten herleiten. Es wäre in Verfahren mit Dutzenden 

oder gar Hunderten von Geschädigten nicht praktikabel und mit dem Beschleuni-

gungsgebot nicht vereinbar, wenn ausnahmslos jeder Geschädigte in Anwesen-

heit der beschuldigten Person und seiner Verteidigung einvernommen werden 

müsste. Es entspreche höchstrichterlicher Rechtsprechung, dass bei einem Se-

riendelikt die Erstellung des Sachverhalts nicht von der Befragung aller Geschä-

-  24  - 

digten als Zeugen oder Auskunftspersonen in Gegenwart des Beschuldigten ab-

hänge (Urk. 55 S. 58 f.). 

Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid 6B_466/2008 vom 15. Dezember 

2008 in Erwägung 3.3. festgehalten, bei einem serienmässigen Betrug handle der 

Täter häufig mehrfach nach demselben Muster, wobei das Handlungsmuster nicht 

auf ein konkretes Opfer, sondern auf eine ganze Opfergruppe angelegt sei. So-

weit die Einzelfälle in tatsächlicher Hinsicht gleichgelagert seien und sich bezüg-

lich Opfergesichtspunkten nicht wesentlich unterscheiden, dürfe das Gericht die 

Tatbestandsmerkmale des Betrugs, namentlich das Element der arglistigen Täu-

schung, in allgemeiner Weise für alle Einzelhandlungen gemeinsam prüfen. Eine 

einzelne fallbezogene Erörterung der einzelnen Merkmale müsse nur in denjeni-

gen Fällen erfolgen, die in deutlicher Weise vom üblichen Handlungsmuster ab-

weichen. Bei Seriendelikten mit einer unübersehbaren Anzahl von Geschädigten 

entfalle die Notwendigkeit der Prüfung der einzelnen Täuschungshandlungen, so-

fern sich diese schon aufgrund des gleichartigen Handlungsmusters für alle Opfer 

als arglistig erweisen. In solchen Fällen lässt es das Bundesgericht genügen, 

wenn nur eine bestimmte Anzahl Geschädigter als Zeugen oder sonst näher be-

fragt wurden und das anhand ihrer Aussagen überprüfte Handlungsmuster den 

Tatbestand des Betrugs erfüllt. Das Bundesgericht weist jedoch in diesem Ent-

scheid auch darauf hin, dass die Annahme eines Serienbetrugs nicht dazu führen 

dürfe, dass der Grundsatz in dubio pro reo unterlaufen werde. 

Nachfolgend sind zuerst die verwertbaren Aussagen der Mitarbeiter der BC._____ 

und der Geschädigten darzulegen und zu würdigen. Insbesondere ist zu prüfen, 

ob aufgrund der verwertbaren Aussagen die Voraussetzungen für die Annahme 

eines Seriendeliktes gegeben sind oder allenfalls im Sinne des Beweisantrages 

des Beschuldigten die Befragung weiterer Geschädigten unter Wahrung der Teil-

nahme- und Konfrontationsrechte des Beschuldigten erforderlich ist.  

3.1.2. Zusammenfassung der verwertbaren Aussagen von Zeugen und Aus-

kunftspersonen 

-  25  - 

a) Aussagen der bei der BC._____ tätigen Personen sowie des für die 

B._____ AG tätigen BE._____ 

aa) BO._____ war in der anklagerelevanten Zeit für die BC._____ als Vermitt-

ler tätig. Er sagte in der Befragung als Auskunftsperson vom 28. August 2016 

(Urk. 50201004 ff.) aus, seine Aufgabe bei der BC._____ sei das Vermitteln von 

Versicherungs- und Finanzprodukten gewesen (Urk. 50201008). Er bestätigte, 

dass es bei der BC._____ Schulungen betreffend die B._____ AG-Papiere gege-

ben habe, an denen man als Angestellter habe teilnehmen müssen. Diese hätten 

pro Quartal vielleicht einmal stattgefunden. Die Schulungen seien von BM._____, 

dem Beschuldigten und ihm durchgeführt worden. Er habe die Informationen, 

welche er an die Mitarbeiter der BC._____ weitergegeben habe, von BM._____ 

und dem Beschuldigten erhalten. Die Angaben, die er von der B._____ AG bzw. 

dem Beschuldigten erhalten habe, habe er nicht geprüft. Er hätte sich dies damals 

nicht zugetraut, aber er habe BM._____ mehrmals den Auftrag gegeben, die An-

gaben zu überprüfen (Urk. 41 S. 7). Er habe Verträge gesehen, die der Beschul-

digte vorher als Privatperson mit seinem eigenen Geld mit Fussballern und/oder 

Fussballclubs abgeschlossen habe. Er habe nie einen Vertrag gesehen bezüglich 

der Gelder, die sie hereingeholt hätten. Der Beschuldigte habe wegen des Spie-

lers namens BQ._____ schnell Geld benötigt, um diesen holen zu können. Sie 

hätten entsprechend die Aktien verkauft und das Geld hereingeholt. Es sei ihnen 

mündlich gesagt worden, das Geld sei zusammengekommen und der Spieler 

könne für die B._____ AG unter Vertrag genommen werden bzw. die Transfer-

rechte gesichert werden (Urk. 50201010). Neben BQ._____ seien als weitere 

Namen BR._____ und BS._____ genannt worden. Der Beschuldigte habe auch 

viele No-Names gehabt. Er habe immer gesagt, dass sein Scout ihm interessante 

Spieler gebracht habe und er dort investiert habe (Urk. 50201010). BO._____ be-

stätigte, dass er mit BM._____ und dem Beschuldigten an einem Tisch gesessen 

habe und BM._____ Druck gemacht habe, dass er die Bilan-

zen/Erfolgsrechnungen der B._____ AG sehen wolle, worauf der Beschuldigte 

diese auf den Tisch gelegt habe. Er (BO._____) habe nicht die Kompetenz ge-

habt, eine Bilanz zu bewerten, BM._____ habe dies gemacht (Urk. 50101011). 

Auf Vorhalt, dass man gewissen Kunden mitgeteilt habe, dass die B._____ AG 

-  26  - 

mit einem Anwalt von der BC._____ überprüft worden sei, erklärte BO._____, er 

habe dies gemäss Aussage von BM._____ so weitergegeben. Es seien sogar 

zwei voneinander unabhängige Anwälte gewesen (Urk. 50201011). Das habe 

BM._____ allen Mitarbeitern so mitgeteilt, dies sei intern so publiziert worden und 

von allen Verkäufern an die Kunden weitergeleitet worden (Urk. 50201012). Er er-

klärte ferner, dass die BC._____ im Versicherungsbusiness tätig sei und Finanz-

beratungen gemacht habe. Sie seien wegen Versicherungsvergleichen, nie extra 

wegen den B._____ AG-Aktien, zu den Kunden gegangen. Für die BC._____ sei-

en die B._____ AG-Aktien eine Alternative zu den herkömmlichen Anlagen gewe-

sen. Insgesamt seien ca. Fr. 1,9 Mio. von Kunden der BC._____ in die B._____ 

AG investiert worden (Urk. 50201012). Die BC._____ habe von der B._____ AG 

anfangs 30 %, dann 20 % und später 15 % des Investitionsvolumens als Provisi-

on erhalten (Urk. 50201014). BO._____ sagte ferner aus, dass der Beschuldigte 

auch Unterlagen abgegeben habe und zwar das Platzierungsprogramm B._____ 

AG, die BD._____-Broschüre und eine violette Hochglanzbroschüre B._____ AG 

(Urk. 50201019).  

bb) BM._____ wurde am 28. Juni 2016 als Auskunftsperson befragt 

(Urk. 50201045 ff.). Er war seit 2010 für die BC._____ tätig, seit 2012 oder 2013 

als Geschäftsführer. Er sagte aus, die B._____ AG habe Broschüren, Zeich-

nungsscheine und Formulare zu den Zeichnungsscheinen zur Verfügung gestellt. 

Für die B._____ AG-Sachen habe es spezifische Schulungen gegeben. An der 

ersten Schulung sei er glaublich anwesend gewesen. Er wisse nicht, ob Herr 

BP._____ oder Herr BO._____ diese Schulungen gemacht hätten. Er glaube, der 

Beschuldigte selber habe die erste Schulung durchgeführt, an welcher er das 

Produkt vorgestellt habe (Urk. 50201048). BM._____ bejahte, Verträge der 

B._____ AG mit Fussballern und/oder Fussballclubs gesehen zu haben, konnte 

jedoch keine Namen mehr nennen (Urk. 50201049). Die Broschüre hätten sie bei 

der BC._____ auf dem Bürodrucker gedruckt. Er bejahte, die Buchhaltung und Bi-

lanzen/Erfolgsrechnungen der B._____ AG gesehen zu haben. Er meinte, er sei 

dabei allein gewesen. Es sei aber auch möglich, dass BO._____ oder BP._____ 

dabei gewesen seien. Er habe das fachliche Know-how gehabt, um eine Bi-

lanz/Erfolgsrechnung zu lesen und zu verstehen. Über eine entsprechende Aus-

-  27  - 

bildung verfüge er zwar nicht, aber er habe sich dies mit den Jahren alles selber 

beigebracht (Urk. 50201050). Auf Vorhalt der Aussagen mehrerer Kunden, wo-

nach ihnen mitgeteilt worden sei, die B._____ AG sei von einem Anwalt der 

BC._____ überprüft worden, bestätigte er, dies sei überprüft worden, bevor sie 

damals ins Geschäft eingestiegen seien. Damals sei noch Herr BN._____ Ge-

schäftsführer gewesen, der diplomierter Buchhalter gewesen sei und recht gut 

drausgekommen sei. Er habe keine Aussage bezüglich eines Anwalts gemacht, 

jedoch gesagt, sie hätten die Bilanzen/ Erfolgsrechnungen überprüft (Urk. 

50201051).  

cc) O._____ sagte in der Einvernahme als Auskunftsperson vom 2. September 

2016 (Urk. 50301003 ff.) aus, er habe selber Fr. 56'000.– in B._____ AG-Aktien 

investiert (Urk. 50301003 f.). Bezüglich der Schulungen führte er aus, der Be-

schuldigte sei sicher auch mal bei der BC._____ gewesen und habe das Produkt 

vorgestellt. Der Beschuldigte habe immer erwähnt, wenn die B._____ AG Konkurs 

gehen würde, habe der Kunde kein Geld verloren, da er ja Lizenzen von Spielern 

oder Namenaktien erworben habe und der Kunde den direkten Anteil habe, wenn 

der Spieler weitervermittelt oder verkauft werde. Diese Sicherheit hätten sie von 

BM._____ nochmals bestätigt erhalten und dies mit gutem Gewissen an den 

Mann gebracht (Urk. 50301006). Er könne nicht mehr sagen, wie viele Schulun-

gen er insgesamt erhalten habe. In B._____ AG sei hauptsächlich 2011 und 2012 

geschult worden. Er würde sagen, der Beschuldigte habe zweimal selber ge-

schult. Der Beschuldigte habe Unterlagen abgegeben. Sie hätten eine Broschüre 

mit Spielernamen erhalten. Diese seien aber aus der Vergangenheit gewesen. In 

der aktuellen habe es keinen Spielernamen gehabt, was immer so erklärt worden 

sei, dass B._____ AG selber entscheide, in welchen Spieler investiert werde. Der 

Kunde habe diesen 3.5-Jahresvertrag und die Namenaktie sei um einen Franken 

gestiegen. Er habe Fr. 56'000.– investiert und es seien ihm 9333 Aktien überge-

ben worden. Nach 3.5 Jahren hätte man ihm Fr. 93'000.– zurückbezahlt. Er hätte 

also eine Rendite von 50 % erzielt. Ein Gewinn von 50 % in 3 Jahren wäre im ab-

soluten Risikobereich gewesen, das wisse er heute (Urk. 50301007). Sie hätten 

immer weiter erklärt, dass im worst case, wenn die Firma in Konkurs gehe, der 

Kunde sein Geld trotzdem nicht verloren habe, weil das Geld in einen Spieler in-

-  28  - 

vestiert sei und dieser irgendwann in Zukunft weitervermittelt bzw. verkauft werde 

(Urk. 50301007). Als BM._____ erfahren habe, dass er (O._____) Fr. 30'000.– 

der investierten Fr. 56'000.– über einen Kredit finanziert habe, den sein Vater 

aufgenommen habe, habe dieser ihm gesagt, er müsse sich keine Sorgen ma-

chen, er habe es ja geprüft (Urk. 50301009). Man habe den Kunden gesagt, dass 

die B._____ AG garantiere, das Zertifikat zurückzukaufen und dies die Sicherheit 

sei (Urk. 50301017). Dies hätten sie durch die Schulung erfahren. Es sei damals 

wohl grundsätzlich BO._____ gewesen, von dem diese Information gekommen 

sei. Er vermute, es sei von oben nach unten gegangen. Er wisse nicht, ob es von 

BM._____ gekommen sei oder direkt vom Beschuldigten (Urk. 50301018). Der 

Vermerk auf den Zeichnungsscheinen "Die B._____ AG gewährt, strengstens die 

Priorität zu bestreben, ihre veräusserten Namenaktien…" bedeute, dass sie es 

nicht garantieren, sondern sich Mühe geben würden, das zu machen (Urk. 

50301019). Die Broschüren hätten sie von B._____ AG erhalten (Urk. 50301020). 

dd) BE._____ wurde am 19. September 2016 als Zeuge befragt 

(Urk. 50401003 ff.). Er sagte aus, er sei von Januar 2012 bis Mitte Oktober 2013 

Angestellter der B._____ AG gewesen und habe als Scout gearbeitet. Seine Auf-

gabe habe darin bestanden, Spieler zu beobachten, in die man ein Investment 

machen könnte, und deren Potential einzuschätzen (Urk. 50401004). Ferner sei 

der Bruder des Beschuldigten, BH._____, bei der B._____ AG beschäftigt gewe-

sen und habe die Leitung gehabt. BG._____ sei für Grafik und Internet zuständig 

gewesen.  

Der Firmenzweck von B._____ AG/BD._____ sei gewesen, Investoren reinzuho-

len, um in Fussballspieler zu investieren. Bei einem Weiterverkauf eines Fussball-

spielers hätte die B._____ AG Gewinn gemacht aufgrund der Beteiligung am 

Fussballspieler und würde auch der Investor eine Rendite erhalten. Zu seiner Zeit 

habe es keine einzige Investition gegeben, er habe keinen einzigen Spieler bestä-

tigt (Urk. 50401005). Seines Wissens habe der Beschuldigte zu seiner Zeit keinen 

Spieler gekauft bzw. bezahlt.  

Der Beschuldigte habe gesagt, man müsse Gelder, die reinkämen, sofort vom 

Konto wegnehmen. Investorengelder dürften wegen des Zinses nicht auf dem 

-  29  - 

Konto bleiben, da die Firma mit den Investorengeldern keinen Gewinn erzielen 

dürfe. Der Beschuldigte habe deshalb die Gelder abgehoben. Er wisse aber nicht, 

was der Beschuldigte damit gemacht habe (Urk. 50401006). 

Das Investment bei der BT._____ sei nicht zustande gekommen, weil der Be-

schuldigte die erste Rate von Fr. 40'000.– oder Fr. 50'000.– nicht fristgerecht be-

zahlt habe (Urk. 50401007). Er habe den Kontakt mit der BT._____ bzw. mit de-

ren Sponsoring-Verantwortlichen hergestellt. Der Beschuldigte und er hätten die-

sen eingeladen zu sich in den BU._____. Der Verantwortliche habe ihnen gezeigt, 

wie ein Sponsoring-Paket für die BT._____ aussehe. Nach ein bis zwei weiteren 

Gesprächen sei die Vereinbarung zustande gekommen. Sie seien sogar im Juni 

oder Juli 2012 von der BT._____-Kommission eingeladen worden und hätten als 

Namenssponsor vor allen Vereinsfunktionären der BT._____ auftreten können. 

Der Name BD._____ sei auf einer Folie an die Wand projiziert worden (Urk. 

50401007). 

Sie seien viele Super League und Challenge Clubs angegangen. Beim FC 

BV._____ sei es recht konkret gewesen, bei anderen Clubs habe man Gespräche 

geführt, aber es habe nicht gepasst. BQ._____ vom FC BW._____ sei bei ihm nie 

ein Thema gewesen. Es wäre viel zu teuer gewesen, in diesen zu investieren. Bei 

BS._____ seien sie dran gewesen, hätten Verhandlungen mit dem Verein, dem 

FC CA._____, geführt. Der Beschuldigte und er seien in CA._____ gewesen und 

der Präsident CB._____ sei auch zu ihnen in die Büros im BU._____ gekommen 

(Urk. 50401007 f.). Es habe auch Kontakte zu CC._____ gegeben. Der Beschul-

digte habe diesen als Gesicht der BD._____ brauchen wollen, damit es so ausse-

he, als sei CC._____ auch dabei. Aus den Gesprächen zwischen ihm, dem Be-

schuldigten und CC._____ habe er gespürt, dass CC._____ nicht habe dabei sein 

wollen, nichts Schriftliches habe machen wollen. Der Beschuldigte habe einfach 

gemeint, wenn man einen Anlass für Investoren veranstalte, würde CC._____ 

dann auftauchen. CC._____ habe dies zwar nicht verneint, habe aber gefunden, 

man müsse es dann im Einzelfall anschauen. Es sei in seiner Zeit aber nie vorge-

kommen, dass CC._____ bei einem Zusammenzug der Investoren vorbeige-

schaut habe, weil es während der Zeit seiner Beschäftigung keinen solchen Zu-

-  30  - 

sammenzug gegeben habe (Urk. 50401009). Er habe mit mehreren Vereinen 

Verhandlungen betreffend eine mögliche prozentuale Beteiligung bei einem mög-

lichen Transfer geführt. Sie seien mit dem FC BW._____ zusammen gesessen. 

Der habe ein eigenes Budget von Fr. 80 Mio. und sei eine so grosse Macht, dass 

er eigentlich keine Fremdgelder brauche. CD._____ habe das Gleiche gesagt, sie 

hätten "voriges" Geld. Mit CE._____ habe er über ein paar Spieler ein paarmal 

Verhandlungen geführt. Diese hätten zu keiner Einigung geführt, weil sie sich be-

tragsmässig nicht hätten finden können. Mit CF._____ hätten sie noch Gespräche 

wegen Spielern gehabt, die seien offen gewesen für Investitionen. Auch mit 

CG._____ habe er mehrmals Gespräche geführt, es sei aber nie ein konkretes 

Angebot gemacht worden. Bei CH._____ sei Thema gewesen, dass man den 

Verein 100 % übernehmen könne, der Betrag sei mehr oder weniger bestimmt 

gewesen. Sie hätten sich auf Fr. 1 Mio. geeinigt. Der Beschuldigte habe gesagt, 

jetzt müsse er unbedingt das Geld zusammenbringen. Bei CA._____ wäre der 

Betrag Fr. 300'000.– oder Fr. 600'000.– gewesen. Er sei sich nicht mehr sicher, 

glaube aber, es seien Fr. 600'000.– gewesen, da wären sie dann noch an 

BS._____ beteiligt gewesen. Mit dem FC BV._____ und dem FC CI._____ seien 

auch Gespräche geführt worden (Urk. 50401012 ff.). 

Betreffend BVG habe der Beschuldigte ihn an C._____ verwiesen, welcher die 

Buchhaltung gemacht habe. Er habe dann C._____ kontaktiert (Urk. 50401010). 

dd) BP._____ wurde am 22. September 2016 als Auskunftsperson einver-

nommen (Urk. 50501003 ff.). Er arbeitete seit 2010 als Aussendienstmitarbeiter 

für die BC._____ (Urk. 50501007). Er besass Aktien der B._____ AG und sagte 

aus, er habe sich mit Fr. 20'000.– beteiligt, um den Kunden CJ._____ zufrieden 

zu stellen, der Fr. 50'000.– investiert habe. Den Rest hätten glaublich BO._____ 

oder ev. auch BM._____ privat bezahlt. Sie hätten dem Kunden eine Garantieer-

klärung gegeben. Herr O._____ habe privat dem Herrn CK._____ eine Garantie-

erklärung ausgestellt und Herr BM._____ an Herrn O._____. Als sie erfahren hät-

ten, dass etwas nicht gut laufe, habe BM._____ alle Unterlagen von ihnen einver-

langt mit der Begründung, er würde das alles managen. Es sei gesagt worden, 

-  31  - 

dass mit den Kunden eine Sammelklage gegen den Beschuldigten gemacht wer-

de (Urk. 50501006).  

Die Informationen für die Weitergabe an die Erwerber von B._____ AG-Aktien 

hätten die BC._____-Mitarbeiter vom Beschuldigten erhalten. Es habe Schulun-

gen gegeben, an denen der Beschuldigte das Produkt vorgestellt habe. Er wisse 

nicht mehr, wie viele Schulungen es gewesen seien, schätzungsweise fünf. Der 

Beschuldigte und BM._____ hätten BO._____ gefragt, ob er als langjähriger 

Fussballer Schulungen machen könne. Das habe er dann auch gemacht. 

Der Beschuldigte habe ihn (BP._____) einmal angerufen und erklärt, dass der FC 

CL._____ vor dem Konkurs stehe und man extrem günstig Fussballspieler kaufen 

könne. Das müsse im Sommer 2011 oder 2012 gewesen sein (Urk. 50501008). 

Sie hätten im Moment keine Kundengelder gewinnen können, daher sei nichts 

aus der CL._____-Sache geworden (Urk. 50501009). Er habe noch einen Spie-

lervertrag zwischen dem FC CA._____ und BS._____ gesehen, der damals bei 

CA._____ gespielt habe. Der Beschuldigte habe gesagt, er stehe kurz vor dem 

Deal, er könne die Transferrechte von BS._____ übernehmen. Bezüglich 

CL._____ sei die Information an die Kunden weitergegangen, seines Wissens ha-

be es keine Leute gegeben, die extra wegen dem investiert hätten (Urk. 

50501009 f.). Er habe auch ein Bild gesehen, auf dem der Beschuldigte mit dem 

Präsidenten des BT._____ eine Partnerschaft abgemacht habe als Hauptsponsor 

der League 1 Promotion (Urk. 50501010).   

Er habe nie Bilanzen oder Erfolgsrechnungen der B._____ AG gesehen. 

BM._____ habe das zweimal prüfen lassen, auch mit Juristen, und habe ihnen 

mitgeteilt, dass da eine saubere Buchhaltung und Geschäftsführung vorhanden 

sei. BM._____ habe ihm dies persönlich gesagt (Urk. 50501011). 

Von Kunden der BC._____ seien seines Wissens Fr. 1,0 bis 1,5 Mio. in B._____ 

AG-Aktien investiert worden (Urk. 50501012). Die Provision habe anfänglich 25 % 

bis 30 % betragen, anschliessend sei es weniger geworden. Die Provision sei 

hoch gewesen. Der Beschuldigte habe auf Nachfragen erklärt, das Geld stamme 

aus liquiden Mitteln, aus Reserven (Urk. 50501013). 

-  32  - 

Es habe für die Aktionäre nie eine Generalversammlung gegeben, der Beschul-

digte sei direkt bei den Kunden vorbeigegangen (Urk. 50501014). 

Der Beschuldigte habe ihnen immer versichert, auch unabhängig davon, ob es die 

B._____ AG noch gebe, würden die Kunden die Transferrechte persönlich über-

nehmen. Das habe der Beschuldigte sowohl ihm persönlich als auch an der Schu-

lung gesagt. Selbst wenn die Firma Konkurs gehen würde, würden die Kunden 

die Transferrechte behalten. Diese würden nicht in die Konkursmasse fallen 

(Urk. 50501015 f.). 

b) Aussagen von Geschädigten 

aa) I._____ wurde am 12. Dezember 2017 als Auskunftsperson befragt (Urk. 

50601001 ff.). Er sagte aus, er sei von CM._____ von der BC._____ im Zusam-

menhang mit einem Wechsel der Lebensversicherung beraten worden. Er habe 

beim Wechsel der Lebensversicherung Geld verloren und habe dies wieder her-

einholen wollen. CM._____ habe ihm die B._____ AG-Aktie angeboten und Fairfi-

nance-Vermittlerinformationen sowie die Broschüre "…" vorgelegt. Dann habe er 

mit BO._____ zu tun gehabt und es sei zum Aktienkauf gekommen im Betrag von 

Fr. 24'000.–. Man habe ihm mitgeteilt, es würde eine jährliche Generalversamm-

lung geben. Eine solche habe jedoch nie stattgefunden. Im Oktober 2012 habe 

sich der Beschuldigte bei ihm gemeldet, da keine GV stattgefunden habe und er 

(der Beschuldigte) es vorziehe, sich persönlich mit den Leuten zu treffen. Er habe 

ihm erklärt, einen Fussballer zu finanzieren, jedoch gebe es ein Problem mit des-

sen Lizenz, weshalb der Fussballer nicht in die Schweiz kommen könne. Dann 

habe der Beschuldigte ihm ein gutes Angebot gemacht, woraufhin er nochmals für 

Fr. 28'000.– Namenaktien gekauft und ein Zertifikat erhalten habe. Später habe 

der Beschuldigte ihn angerufen und mitgeteilt, dass die Banküberweisung nicht 

stattgefunden habe und er das Geld dringend brauche. Er sei persönlich auf die 

Bank gegangen, habe Fr. 14'000.– in bar abgehoben und dieses Geld am Abend 

dem Beschuldigten übergeben (Urk. 50601003). Das erste Geld sollte für einen 

Spieler vom FC BW._____ sein. Das zweite Mal, als er Geld vorgeschossen ha-

be, weil er sich im Tessin aufgehalten habe, sei für den FC CA._____ gewesen 

(Urk. 50601006). 

-  33  - 

Den Aktienzeichnungsschein habe er vor der Unterzeichnung gelesen. Er habe 

nicht alles hinterfragt, sondern Vertrauen in diese Leute gehabt. I._____ bestätig-

te, dass das Geld bei der zweiten Investition nicht umgehend überwiesen worden 

sei und seine Bank die Adresse des Beschuldigten dubios gefunden habe. Er ha-

be der Bankmitarbeiterin, die er kenne, gesagt, sie müsse überhaupt keine Angst 

haben, habe die Fr. 14'000.– abgehoben und sie angewiesen, die Fr. 28'000.– zu 

überweisen. Er habe absolutes Vertrauen gehabt (Urk. 50601007). 

Die bei den Akten liegende Grafik betreffend die Entwicklung der Fr. 24'000.–

müsse er beim ersten Investment von BO._____ erhalten haben. Sie besage, 

dass die Namenaktien jedes Jahr um einen Franken steigen sollten, das stehe 

auch irgendwo. Als er ein Jahr später wieder Aktien gekauft habe, seien diese 

auch um einen Franken teurer gewesen. Es sei ziemlich risikoreich gewesen. Er 

habe dann gefragt, was passiere, wenn sich der Fussballer verletze. Der Be-

schuldigte habe ihm erklärt, dass sie versichert seien. Er habe ihm zugesichert, 

dass mit seinem Geld nichts passiere. Sollte der Fussballer beispielsweise nicht 

verkauft werden innerhalb von 3 bis 3.5 Jahren, würde er das Geld zurückerhalten 

und könne es in einen anderen Spieler investieren. Man habe ihm auch einen 

Auszug aus dem Handelsregister gezeigt. Daraus habe man gesehen, dass die 

Firma intakt sei und keine Zahlungsschwierigkeiten habe (Urk. 50601004). 

Er habe Fr. 24'000.– und Fr. 28'000.– investiert und eine Vorauszahlung von 

Fr. 14'000.– geleistet. Für die Vorauszahlung habe er weder eine Aktie noch das 

Geld zurück erhalten (Urk. 50601005). 

Auf die Frage, ob ihm gesagt worden sei, seit wann die B._____ AG im Fussball-

transfer tätig sei, antwortete I._____, das sei nicht gesagt worden, soviel er wisse 

(Urk. 50601005). 

Auf die Frage, ob ihm erklärt worden sei, was im Falle eines Konkurses passiere, 

erklärte er, er habe wahrscheinlich nie danach gefragt, für ihn sei wichtig gewe-

sen, was passiere, wenn ein Spieler sich verletze (Urk. 50601006). 

-  34  - 

bb) K._____ wurde am 12. Dezember 2017 als Auskunftsperson einvernom-

men (Urk. 50701001 ff.). Er sagte aus, er habe den Beschuldigten über BM._____ 

kennen gelernt. Es habe ein Gespräch zwischen ihm, dem Beschuldigten und 

BM._____ stattgefunden. Er nehme an, dass der Beschuldigte die zwei Broschü-

ren zum Gespräch mitgenommen habe. Es sei darum gegangen, Namenaktien zu 

kaufen und an Transfererlösen zu verdienen. Der Beschuldigte habe an diesem 

Gespräch die Investitionsmöglichkeiten vorgestellt (Urk. 50701003). 

Auf die Frage, ob ihm etwas betreffend Rückkauf der Aktien erklärt worden sei, 

sagte K._____ aus, das Einzige, was er sich aufgeschrieben habe, sei, dass man 

3.5 Jahre warten müsse. Er habe auch damals nicht ganz genau gewusst, wie 

das Ganze ablaufe, ob man 3.5 Jahre warte, bis der Spieler weiterverkauft werde 

(Urk. 50701004). Das Zertifikat sei nicht erläutert worden, die Broschüre habe 

man zusammen überflogen. Alles sei auf Vertrauensbasis erfolgt. Er habe noch 

im Hinterkopf, dass man zumindest das Anfangsinvestment zurückerhalten sollte, 

falls der Spielerverkauf nicht klappe (Urk. 50701004). 

BM._____ sei seine Vertrauensperson gewesen. Sie hätten im gleichen Ge-

schäftshaus gearbeitet, er habe auch eine Lebensversicherung bei ihm abge-

schlossen und ihn vor dem Investment ein bis zwei Jahre gekannt  

(Urk. 50701004 f.). 

Er habe Fr. 12'000.– investiert und das Geld BM._____ in bar übergeben. Das 

Geld sei für eine Namenaktie für einen Fussballspieler aus CG._____ gewesen, 

so genau könne er das nicht mehr sagen, schlussendlich sei es für das Zertifikat 

gewesen. Er glaube, man habe ihm bezüglich der Gewinne gesagt, dass die Ak-

tien von Fr. 6.– später für Fr. 9.– verkauft werden könnten. Er könne sich nicht er-

innern, ob gesagt worden sei, seit wann die B._____ AG im Transfermarkt mitmi-

sche, er glaube eher nicht (Urk. 50701005). Auf die Frage, was ihm betreffend 

das Risiko des Investments erklärt worden sei, antwortete K._____, er glaube, es 

sei so gewesen, dass man den Transfererlös bekomme, wenn der Spieler nach 

3.5 Jahren verkauft werde. Könne der Spieler nicht innert der 3.5 Jahren verkauft 

werden, bekomme man das investierte Geld zurück. Es sei nicht erklärt worden, 

was im Falle des Konkurses der B._____ AG passiere (Urk. 50701006).  

-  35  - 

Auf die Frage, ob das Vertrauen zu BM._____ oder das Auftreten des Beschuldig-

ten für ihn entscheidend gewesen sei, antwortete K._____, es sei von beidem ein 

bisschen gewesen. Es sei ein Geschäft, das man mit einer fremden Person nicht 

einfach so abschliessen würde (Urk. 50701008). 

cc) AD._____ wurde am 12. Dezember 2017 als Auskunftsperson befragt (Urk. 

50801001 ff.). Er sagte aus, er sei im Zusammenhang mit der Krankenkasse von 

der BC._____ kontaktiert und beraten worden. Im Anschluss an die Beratung ha-

be ihm O'._____ (recte: O._____) angeboten, ihn über Geldanlagen zu beraten. 

Es sei um verschiedene Anlagen, Goldinvestitionen, B._____ AG und noch etwas 

Drittes gegangen. O._____ habe ihm erklärt, die B._____ AG handle mit Fussball-

transferrechten. Wenn man Namenaktien kaufe und diese nach 3.5 Jahren wieder 

verkaufe, würde der Aktienpreis jedes Jahr um einen Franken steigen. Das klinge 

etwas komisch, er habe nachgefragt, worin der Sinn bestehe, dass die Aktie jedes 

Jahr um einen Franken steige. Er habe keine schlüssige Antwort bekommen und 

sei skeptisch gewesen. Zuerst habe er abgelehnt und keinen unmittelbaren Ent-

scheid fällen wollen (Urk. 50801002 f.). O._____ habe ihm, da er auf Nachfrage 

hin immer noch skeptisch gewesen sei, angeboten, die Sache anschauen zu ge-

hen. Zusammen mit O._____ sei er zur B._____ AG gegangen und habe den Be-

schuldigten getroffen. Dieser habe ihm erklärt, wie alles funktioniere und habe ihm 

gezeigt, dass O._____ auch bereits investiert habe. Anschliessend sei er immer 

noch nicht wahnsinnig überzeugt gewesen. Er habe die Sache mit Familie und 

Kollegen diskutiert. Er habe auch den Internetauftritt der B._____ AG angeschaut. 

Es habe auf der Homepage Fotos gehabt von diversen Fussballspielern und dem 

Beschuldigten, von CC._____ und von CN._____ in den Büroräumlichkeiten der 

B._____ AG. Zu jenem Zeitpunkt sei ihm bewusst gewesen, dass es sich um ei-

nen Betrug handeln könnte. Die Fotos hätten ihn jedoch beruhigt, dass es doch 

funktionieren könnte, und er sei der Meinung gewesen, dass die BC._____ es 

wissen müsste, wenn es sich um einen Betrug handeln würde. Dies habe ihm ei-

ne gewisse Sicherheit gegeben und er habe sich entschieden, zu investieren. Er 

habe daraufhin 3000 Namenaktien zu Fr. 7.– investiert, also Fr. 21'000.–. Er habe 

das Geld per Banküberweisung bezahlt (Urk. 50801003 f.). Er habe nie ein be-

sonders gutes Gefühl gehabt, habe sich aber durchringen können, das Invest-

-  36  - 

ment zu tätigen. Als er mit O._____ und dem Beschuldigten gesprochen habe, sei 

das Gefühl besser gewesen, weil sie ihn darin bestärkt hätten, dass es eine gute 

Sache sei. Wenn er wieder alleine darüber nachgedacht habe, habe er gedacht, 

es sei schon seltsam, aber er habe es nicht wahrhaben wollen (Urk. 50801007). 

Auf die Frage, was ihm der Beschuldigte erläutert habe, sagte AD._____ aus, 

dieser habe erzählt, dass die B._____ AG Fussballtransferrechte besitze. Wenn 

die Fussballer wertvoller werden würden, würden auch die Werte der Transfer-

rechte steigen. Wenn sie verkauft würden, könnten sie auch davon profitieren 

bzw. würde die B._____ AG viel Geld verdienen (Urk. 50801004). 

Es sei die ganze Zeit darum gegangen, dass die B._____ AG Transferrechte kau-

fe und verkaufe. Er habe den Handelsregisterauszug angeschaut und gesehen, 

dass die Firma seit 1995 bestehe und der Beschuldigte erst seit ein oder zwei 

Jahren eingetragen sei. Im Gespräch sei auch angesprochen worden, dass man 

seit einer Ewigkeit im Geschäft sei (Urk. 50801005 f.).  

Bezüglich des Rückkaufs der Aktien sei ihm nur erklärt worden, dass das nach 

3.5 Jahren der Fall sein sollte, mehr ins Detail sei man nicht gegangen 

(Urk. 50801006). Zum Risiko des Investments habe O._____ gesagt, dieses sei 

praktisch nicht vorhanden, sie hätten verschiedene Beteiligungen an diversen 

Spielern, so dass das Risiko diversifiziert sei und der Ausfall eines Spielers kom-

pensiert werden könne. Er habe auch im Gespräch in den Büroräumen der 

B._____ AG nach dem Risiko gefragt. Betreffend den Fall eines Konkurses sei 

ihm gesagt worden, dass dann immer noch die Transferrechte da seien, die einen 

Wert hätten (Urk. 50801006). Das habe er zu jenem Zeitpunkt geglaubt, vielleicht 

auch leichtgläubig geglaubt (Urk. 50801008). 

Es habe nie eine GV der Aktiengesellschaft stattgefunden (Urk. 50801007). 

dd) AF._____ wurde am 13. Dezember 2017 als Auskunftsperson befragt 

(Urk. 50901001 ff.). Er sagte aus, der Kontakt zur B._____ AG sei durch den 

BC._____-Vermittler CO._____ hergestellt worden. Er habe zuerst in CP._____ 

investiert gehabt. Diese Investition sei langsam bergab gegangen. Es sei ihm von 

-  37  - 

CO._____ geraten worden, das Geld von CP._____ wegzunehmen und in 

B._____ AG zu investieren. Dieser habe ihm zu Hause ein Dossier mit Fussball-

spielern gezeigt und erklärt, wie das Ganze ablaufe und die Werte steigen wür-

den. Weil CO._____ keine Zeichnungsberechtigung gehabt habe, sei BO._____ 

dazugekommen. Es habe ein Treffen mit BO._____ gegeben und er sei einmal in 

den Büroräumlichkeiten der B._____ AG gewesen. Dort habe man ihm Unterla-

gen gezeigt, wie das Ganze gehandhabt werde, und Fotos mit dem Beschuldig-

ten, von unterzeichneten Trikots und von Fussballern (Urk. 50901004). Danach 

sei er in CQ._____ bei der Aushebung gewesen, als BO._____ ihn angerufen und 

ihm gesagt habe, es pressiere. Weil die Zeit für eine Banküberweisung nicht mehr 

gereicht habe, sei er von BO._____ abgeholt worden. Er habe das Geld in bar 

abheben müssen und es dem Beschuldigten in einer öffentlichen Parkgarage ge-

gen Quittung übergeben. Er habe Fr. 100'000.– übergeben (Urk. 50901003 f.). 

Danach habe man ihm geraten, weitere Fr. 60'000.– zu diversifizieren und in wei-

tere Spieler anzulegen. Entweder die Fr. 100'000.– oder die Fr. 60'000.– seien für 

einen konkreten Spieler namens BQ'._____ oder BQ''._____ vom FC BW._____ 

gewesen. Die Fr. 60'000.– habe er per Bank überwiesen (Urk. 50901005). Der 

Beschuldigte habe ihm einmal am Telefon gesagt, dass er in CA._____ Transfer-

rechte erwerben könne (Urk. 50901006). Seine Vorstellung sei gewesen, dass die 

B._____ AG wirklich Lizenzberechtigungen für Spieler- und Medienrechte habe. 

Sie hätten auch noch gesagt, dass das Logo BD._____ auf den Trikots gedruckt 

werde (Urk. 50901006). 

Sie hätten ihm immer erklärt, sie müssten die Aktien wieder zurückkaufen, nur so 

funktioniere ihr Geschäftsmodell. Sie hätten eine limitierte Anzahl Aktien. Er sei 

sich nicht mehr sicher, wer dies gesagt habe. Der Rückkauf hätte 3.5 Jahre nach 

dem Kauf der Aktien stattfinden sollen. Er habe die Aktien für Fr. 7.– gekauft und 

hätte sie für Fr. 10.– wieder verkaufen können. (Urk. 50901005 f.). CO._____ ha-

be gesagt, dass es ein kleines Risiko sei, weil die B._____ AG die Aktien auch zu-

rückkaufen müsse. 

-  38  - 

Er sei nie zu einer GV der B._____ AG eingeladen worden. Seines Wissens sei 

nie etwas darüber gesagt worden, was im Falle eines Konkurses geschehe 

(Urk. 50901007). 

Ihm sei nicht bekannt, seit wann die B._____ AG mit Spielerrechten handle. Ent-

weder sei ihm dies nicht gesagt worden oder er habe es vergessen (Urk. 

50901007). 

Auf die Frage, was für ihn entscheidend dafür gewesen sei, dass er sich für die 

Investition in B._____ AG entschieden habe, erklärte AF._____, dass CO._____ 

ein Kollege von ihm gewesen sei und er zuerst in CP._____ investiert gehabt ha-

be, was seriös gewesen sei. Er habe ihm (CO._____) vertraut. Man habe ihm ge-

sagt, dass der Beschuldigte ein Kollege sei, er wisse nicht mehr von wem. 

Dadurch habe er ein gutes Gefühl gehabt, dass es eine gute Sache sei, wenn die 

sich kennen würden (Urk. 50901008).  

ee) AR._____ wurde am 13. Dezember 2017 als Auskunftsperson befragt (Urk. 

51001001 ff.). Er sagte aus, er habe im Jahre 2011 mit der BC._____ für eine Fi-

nanzberatung Kontakt aufgenommen. BO._____ habe von der Möglichkeit er-

zählt, in Sport oder Sportler zu investieren. Es habe zwei Investitionsmodelle ge-

geben: Beim Pool-Modell sei eine Rendite von ca. 6-8 % garantiert worden, beim 

anderen Modell habe man direkt in einen Sportler investiert, was zwar mit einem 

höheren Risiko verbunden gewesen sei, aber auch einen potentiell höheren Ge-

winn ermöglicht habe. Es sei konkret erklärt worden, sie hätten ein grosses Talent 

beim BW._____, sie würden auch in diesen Spieler investieren. Er habe sich aus 

einem persönlichen Impuls heraus für die zweite Version entschieden. Er sei be-

geisterter Fussballer und die Begeisterung der jungen Leute habe ihn angesteckt. 

Er habe Fr. 13'000.– oder Fr. 12'000.– investiert. Der mögliche Gewinn sei bei 

dem von ihm gewählten Modell völlig offen gewesen und hätte sich entsprechend 

seinem prozentualen Anteil an der Beschaffung des Spielers berechnet 

(Urk. 51001006). 

Er habe einmal mit dem Beschuldigten Kontakt gehabt. Dieser habe ihn zu sich 

ins Büro eingeladen. Dort habe der Beschuldigte ihm einige ausgefüllte Investiti-

-  39  - 

onsformulare gezeigt. Mindestens eines habe einen sehr hohen Betrag von mind. 

Fr. 1 Mio. enthalten. Der Beschuldigte habe von ihm wissen wollen, ob er weiter 

investieren wolle. Er habe bereits zu diesem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl gehabt 

und gefragt, ob er sein Geld herausnehmen könne. Der Beschuldigte habe ihm 

versichert, dass er das Geld jederzeit herausnehmen könne. Er habe in der Folge 

jedoch keinen konkreten Auftrag gegeben, das Geld herauszunehmen 

(Urk. 510010004). 

Bezüglich Rückkauf der Aktien sei ihm nichts Konkretes erklärt worden 

(Urk. 510010005). 

Hinsichtlich des Risikos sei er darauf hingewiesen worden, dass man selber kei-

nen Gewinn machen könne, wenn man wie er in einen konkreten Spieler investie-

re und dieser nicht mit Gewinn weiterverkauft werden könne (Urk. 51001007). 

Was im Falle eines Konkurses der B._____ AG geschehe, sei kein Thema gewe-

sen (Urk. 51001007). 

Er sei nie zu einer GV der B._____ AG eingeladen worden (Urk. 51001007). 

Auf die Frage, was ihn schlussendlich dazu bewogen habe, die Investition zu täti-

gen, erklärte AR._____, es sei ein Impulsentscheid gewesen. Der Enthusiasmus 

der jungen Leute (BO._____ und CM._____) habe ihn angesteckt. Diese hätten 

ihm gesagt, sie würden selber investieren, wenn sie das Geld dazu hätten 

(Urk. 51001007). Sie hätten ihn aber auch auf das Risiko hingewiesen. Er habe 

vorher noch nie Geld investiert. AR._____ bestätigte seine Aussage anlässlich 

der polizeilichen Einvernahme, wonach das schon riskant gewesen sei und ihm 

dies bewusst gewesen sei (Urk. 51001008). 

ff) R._____ wurde am 22. Februar 2018 als Auskunftsperson einvernommen 

(Urk. 51101001 ff.). Sie führte aus, sie hätten ursprünglich die Krankenkasse und 

Versicherungen überprüfen lassen wollen. Von DH._____ sei ihnen die BC._____ 

vorgeschlagen worden. Eine Frau CR._____ sei bei ihnen voreigekommen, habe 

die Versicherungen geregelt und gesagt, sie mache auch Finanzberatung. Sie 

habe diese Anlage empfohlen und erklärt, diese sei sicher, es könne nichts pas-

-  40  - 

sieren. Sie hätten auch selbst Geld in dieser Anlage. Die Firma existiere seit 1996 

oder 1998. Sodann seien Herr BM._____ und der Beschuldigte miteinander be-

freundet. Herr BM._____ würde seine Hand für den Beschuldigten ins Feuer le-

gen. Fussball sei die sicherste Branche, wie die Musikbranche. Frau CR._____ 

habe einen […] Spieler namens BQ._____ vorgeschlagen, der bei BW._____ 

spielen sollte. Der letzte Spieler den sie gehabt hätten, habe sehr viel Geld einge-

bracht. Sie hätten dann investiert. Später habe Frau CR._____ wieder angerufen 

und gesagt, es bestehe die Möglichkeit in einen … [Landesteil der Schweiz] Ver-

ein zu investieren, der Konkurs gegangen sei. Es bestehe die Möglichkeit, diese 

Spieler zu erwerben bzw. sich daran zu beteiligen, wenn diese Spieler wieder ei-

nen Club finden würden. Auch das hätten sie gemacht. Dann habe die BC._____, 

vermutlich Frau CR._____, gesagt, man könne den … [BQ._____] nicht transfe-

rieren, da es Visumprobleme gebe und er verletzungsbedingt länger nicht habe 

spielen können. Sie hätten mehrmals gefragt, ob das Geld noch sicher sei. Herr 

BM._____ habe ihnen das versichert, er sei für die Buchhaltung tätig. Zudem sei 

er in der Stellvertretung des Kaders und in der Geschäftsleitung. Dann habe auch 

das mit dem Club nicht geklappt. Sie seien vom Beschuldigten ins Geschäft ein-

geladen worden. Dort sei ihnen nochmals alles erklärt worden. Es sei gesagt wor-

den, sie hätten einen neuen Spieler vom Tessin, dieser sei auch super. Der Be-

schuldigte habe ihnen gezeigt, wie sich der Gewinn entwickeln solle, und habe 

ihnen den Vertrag mit dem Tessiner Spieler präsentiert. Er habe gesagt, es werde 

irgendwann einmal eine Versammlung der Aktionäre geben. Weiter habe er ihnen 

den Hinterausgang gezeigt, den ein berühmter Fussballer immer verwende, wenn 

er bei ihnen sei (Urk. 51101003 f.). 

Sie habe dreimal Geld zugunsten der B._____ AG überwiesen: Einmal für den … 

[BQ._____], einmal für den … [Landesteil der Schweiz] Club und einmal für die 

Aktien, insgesamt Fr. 187'000.– (Urk. 51101004). 

Die Broschüre und ein Säulendiagramm habe sie vom Beschuldigen am gemein-

samen Treffen bekommen. Dies sei nach den Geldüberweisungen gewesen. 

Dass die B._____ AG ein erfolgreiches, weltweit agierendes Unternehmen sei, sei 

ihr durch Frau CR._____ mündlich erzählt worden. Ebenso habe sie ihr erklärt, 

-  41  - 

dass der Erwerb von Sportlerlizenzen von erfahrenen und professionellen Coa-

ches und Sportmanagern durchgeführt werde (Urk. 51101005). 

Hinsichtlich des Rückkaufs habe die BC._____ von 3 Jahren gesprochen. Sie hät-

ten aber immer gesagt, wenn das Geld vorher benötigt werde, würde es auch da-

für eine Lösung geben. Betreffend den möglichen Gewinn sei bei den Namenak-

tien Fr. 1.– pro Jahr versprochen worden. Sie habe für Fr. 6.– Aktien gekauft und 

hätte diese nach 3 Jahren für Fr. 9.– zurück verkaufen können. Bezüglich des … 

Spielers [BQ._____] und der Spieler des … [Landesteil der Schweiz] Clubs sei 

nichts Konkretes betreffend den Gewinn gesagt worden (Urk. 51101006). 

Auf die Frage, weshalb sie knapp Fr. 200'000.– investiert habe, erklärte R._____, 

sie habe primär mit der BC._____ Kontakt gehabt. Diese habe bis zu diesem 

Zeitpunkt einen guten Job gemacht. Der Hauptgrund sei gewesen, dass ihnen 

versichert worden sei, dass es sicher sei und die BC._____ bis dahin gute Arbeit 

geleistet habe (Urk. 51101007). 

gg) CS._____ wurde am 22. Februar 2018 als Zeuge einvernommen 

(Urk. 51201001 ff.). Er sagte aus, den Beschuldigten über einen Bekannten, bei 

dem er auch etwas angelegt habe, kennengelernt zu haben. Der Beschuldigte 

habe ihm ein Investment vorgestellt, sei hell begeistert gewesen und habe ihn 

mitgerissen. Er habe vier- bis fünfmal Geld überwiesen, wahrscheinlich insgesamt 

ca. Fr. 100'000.– (Urk. 51201004). Das Geld sei für das Kaufen von Fussballern 

oder Teilbeteiligungen an ihnen gedacht gewesen. Der Beschuldigte habe ihm 

Listen in Fussballzeitungen gezeigt, in denen gestanden habe, für wieviel ein 

Spieler gekauft und verkauft worden sei. Die Firma habe seriös ausgeschaut 

(Urk. 51201004).  

Er habe in konkrete Fussballspieler investiert, wisse die Namen aber nicht mehr. 

Der Beschuldigte habe ihm das aufgeschrieben (Urk. 51201004). 

Man habe über den Rückkauf der Aktien gesprochen. Der Beschuldigte habe ihm 

gesagt, es könne einmal einer nicht klappen, aber dann gebe es ja wieder andere 

Fussballer schliesslich habe er mehrere Spieler. Es sei wie bei einer Aktie: Wenn 

-  42  - 

man eine Aktie kaufe, könne man sich über den Gewinn auch nicht sicher sein 

(Urk. 51201006). 

Auf die Frage, ob der Beschuldigte ihm gesagt habe, mit wem er zusammenarbei-

te, Scouts, Trainer oder Spieler, erklärte CS._____, der Beschuldigte habe nur 

gesagt, dass er eine Menge Leute kenne. Ferner antwortete der Zeuge auf die 

Frage, ob der Beschuldigte gesagt habe, wie lange er bereits in diesem Fussball-

business mit Transferrechten tätig sei, die Firma sei neu gewesen. Der Beschul-

digte habe das neu aufgebaut, so habe er das auf jeden Fall mitbekommen. Der 

Beschuldigte habe schon einmal gesagt, sie hätten wieder einen verkauft  

oder transferiert, das habe er schon zwei- bis dreimal gesagt (Urk. 51201006). 

hh) CT._____ wurde am 23. Februar 2018 als Zeugin einvernommen (Urk. 

51301001 ff.). Sie war im Zeitpunkt ihrer Einvernahme mit dem Beschuldigten be-

freundet. Sie führte im Zusammenhang mit den von ihr getätigten Investitionen in 

die B._____ AG aus, sie habe zuerst mit CU._____ Kontakt gehabt. Dieser habe 

sie angerufen und von diesen Investitionen erzählt. Sie habe das Gefühl gehabt, 

das sei eine gute Sache. CU._____ habe sie dann an den Beschuldigten weiter-

verwiesen. Es sei um Fussballspieler gegangen. Sie habe gewusst, dass es risi-

koreich gewesen sei. Sie wisse nicht mehr, wie viele Male sie Überweisungen ge-

tätigt habe, könne auch den Betrag nicht mehr nennen. Auf Vorhalt einer E-Mail 

vom 17. Juli 2015 an CV._____ bestätigte sie jedoch, in den Jahren 2011 und 

2013 in vier Malen insgesamt Fr. 144'000.– zugunsten der B._____ AG überwie-

sen zu haben. Es habe sich um Investitionen in Fussballspieler gehandelt. Sie 

könne sich aber nicht mehr erinnern, ob dies für einen konkreten Fussballspieler 

gewesen sei und ob ihr Unterlagen zum Investment ausgehändigt worden seien. 

Sie habe eine Bestätigung für die bezahlten Beträge erhalten (Urk. 51301003). 

Betreffend den möglichen Gewinn habe man ihr gesagt, es komme darauf an, wie 

der Spieler verkauft werde. Auf Vorhalt einer früheren Aussage, wonach ihr 8 % 

Zins versprochen worden sei, erklärte CT._____, das nicht mehr zu wissen und 

sich nicht mehr an eine abgemachte Rückforderung zu erinnern (Urk. 51301004). 

-  43  - 

Sie denke, das Investment wäre sicher gewesen, wenn die FINMA nicht reinge-

pfuscht hätte (Urk. 51301004). 

Sie wisse nicht mehr, ob sie jemals an eine GV der B._____ AG eingeladen wor-

den sei (Urk. 51301004 f.). 

Sie habe gewusst, dass die B._____ AG mit Fussballtransferrechten geschäfte, 

könne sich aber nicht erinnern, ob ihr gesagt worden sei, seit wann die Gesell-

schaft das tue. Sie wisse nicht, ob es sich bei der B._____ AG um ein Start-up-

Unternehmen gehandelt habe, sie habe sich nicht darum gekümmert. (Urk. 

51301005). 

ii) CW._____ wurde am 23. Februar 2018 als Zeugin einvernommen 

(Urk. 5140101 ff.). Sie sagte aus, ihr damaliger Vermögensverwalter habe sie zur 

B._____ AG gebracht. Er habe ihr gesagt, es sei eine sichere Sache und dass 

man eine ziemlich hohe Rendite, konkret etwa 20 %, erhalten werde. Den Be-

schuldigten habe sie durch ihren Vermögensverwalter kennengelernt. Der Be-

schuldigte sei zwei- bis dreimal bei ihr zu Hause gewesen und habe das Ganze 

vorgestellt. Sie könne sich nicht erinnern wie, was und wann (Urk. 51401004). Der 

Beschuldigte habe das mit den 20 % Gewinn gesagt. Sie habe zweimal investiert, 

einmal Fr. 80'000.– und einmal Fr. 50'000.–. Das Geld sei für die Investition in ei-

nen Fussballverein gedacht gewesen, sie wisse nicht mehr welchen. Sie habe 

keine Broschüre oder Diagramme erhalten und könne sich auch nicht an Broschü-

ren mit dem Titel B._____ AG oder mit einem Fussballpokal darauf erinnern 

(Urk. 51401004). Sie sei sich nicht mehr sicher, ob etwas betreffend Rückkauf der 

Aktien zugesichert worden sei. Sie glaube, es habe mal geheissen, nach einem 

Jahr (Urk. 51401005). Auf die Frage, was bezüglich Sicherheit des Investments 

gesagt worden sei, antwortete CW._____, es habe einfach geheissen, dass es 

eine sichere Anlage sei (Urk. 51401006). 

3.1.3. Würdigung der Aussagen  

a) Die Geschädigten CS._____, CT._____ und CW._____ haben sich nicht 

als Privatkläger konstituiert und wurden deshalb als Zeugen einvernommen. Der 

-  44  - 

vorstehenden Zusammenfassung ihrer Aussagen ist zu entnehmen, dass sie den 

Beschuldigten betreffend den Betrugsvorwurf nicht belasten. Den Zeugen 

CS._____ und CT._____ ist gemeinsam, dass sie anders als die anderen ver-

wertbar befragten Geschädigten nicht über die BC._____ mit der B._____ AG in 

Kontakt kamen, vielmehr ausschliesslich über den Beschuldigten zur Investition in 

die B._____ AG motiviert wurden. CW._____ konnte s ich nicht mehr an den Na-

men des Vermögensverwalters und der Firma, für die er tätig war, erinnern. 

CS._____ erklärte, der Beschuldigte habe ihm gesagt, dass die Firma neu sei und 

man sich über den Gewinn nicht sicher sein könne. CT._____ sagte aus, sie wis-

se nicht, ob es sich um ein Start-up-Unternehmen gehandelt habe und sie könne 

sich nicht mehr an ein Zinsversprechen oder die Vereinbarung einer Rückforde-

rung erinnern. Den Aussagen der Zeugin CW._____ sind ebenfalls keine Belas-

tungen im Sinne der Anklage zu entnehmen. 

Der Anklagesachverhalt im Zusammenhang mit dem Betrugsvorwurf lässt sich 

somit nicht auf die Aussagen dieser drei Zeugen stützen. Nachfolgend ist daher 

auf die Aussagen der sieben Privatkläger (inklusive O._____, der gleichzeitig An-

gestellter der BC._____ war) einzugehen. 

b) Aussagenwürdigung Privatkläger 

Die sieben Privatkläger, deren Aussagen verwertbar sind, haben alle namhafte 

Beträge investiert und aufgrund der erlittenen Verluste ein bedeutendes Interesse 

am Ausgang des Verfahrens. Bei keiner dieser Personen liegen jedoch Hinweise 

dafür vor, dass ihre allgemeine Glaubwürdigkeit eingeschränkt sein könnte. Alle 

sieben Personen haben in ihren Aussagen klar unterschieden, an was sie sich 

noch zuverlässig erinnern konnten und in welchen Punkten ihre Erinnerung nicht 

mehr sicher war. Ihr Aussageverhalten wirkt authentisch. Sie weisen ein ganz un-

terschiedliches Alter und einen anderen Bildungsstand auf. Gemeinsam ist ihnen, 

dass sie als Kunden der BC._____ (bzw. O._____ als Angestellter der BC._____) 

durch deren Vermittlung zur Investition in die B._____ AG kamen. Grundsätzlich 

spricht nichts gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Darstellung. Nachfolgend sind ihre 

Aussagen je einzeln auf ihre Glaubhaftigkeit zu prüfen. 

-  45  - 

aa) Die Aussagen von I._____ erscheinen als glaubhaft. Es fällt auf, dass er 

auch Umstände erwähnte, die seine Position schwächen könnten. Namentlich 

führte er aus, seine Bank habe die zweite Überweisung nicht umgehend vorge-

nommen, da sie die Adresse des Beschuldigten dubios gefunden habe 

(Urk. 50601007). Er erwähnte auch, dass die Grafik, die er von BO._____ erhal-

ten habe, besage, dass die Aktien jedes Jahr um einen Franken steigen sollten, 

beim zweiten Kauf seien die Aktien dann auch einen Franken teurer gewesen. Er 

erwähnte, das sei ziemlich risikoreich gewesen, aber der Beschuldigte habe ihm 

zugesichert, dass mit seinem Geld nichts passiere und er dieses zurückerhalte, 

wenn ein Fussballer nicht verkauft werde innerhalb der 3 bis 3.5 Jahren. Gestützt 

auf seine glaubhaften Aussagen ist erstellt, dass ihm der Beschuldigte die Rück-

zahlung nach drei bis dreieinhalb Jahren zusicherte. Nicht erstellen lässt sich auf-

grund der Aussagen von I._____, dass ihm gesagt worden sei, wie lange die 

B._____ AG im Fussballtransfer tätig sei und was im Falle eines Konkurses ge-

schehen würde. Seinen Aussagen ist klar zu entnehmen, dass er Vertrauen in die 

Kontaktpersonen der BC._____ und den Beschuldigten hatte. Er sprach sogar 

von absolutem Vertrauen. Worauf dieses Vertrauen konkret gründete, wurde vom 

Privatkläger nicht dargelegt. Nicht erstellt ist, dass sein Entschluss zu den Investi-

tionen auf falschen Angaben betreffend die Dauer der Tätigkeit der B._____ AG 

im Bereich Fussballtransfer und auf Angaben betreffend die Situation bei Konkurs 

der Gesellschaft beruhte. Der Privatkläger führte lediglich aus, es sei ihm ein 

Auszug aus dem Handelsregister gezeigt worden, aus dem hervorgegangen sei, 

dass die Firma intakt sei, sich nicht in Zahlungsschwierigkeiten befinde 

(Urk. 50601004). Gestützt darauf lässt sich jedoch der Anklagevorwurf, dass den 

Geschädigten vorgegaukelt worden sei, dass die B._____ AG gewinnbringend 

wirtschafte und ein erfolgreiches, weltweit agierendes Unternehmen sei, nicht er-

stellen.  

bb) Betreffend K._____ gelten die gleichen Überlegungen wie betreffend 

I._____. Auch er betonte, alles sei auf Vertrauensbasis erfolgt, BM._____ sei sei-

ne Vertrauensperson gewesen. Er habe bei ihm eine Lebensversicherung abge-

schlossen (Urk. 50701004 f.). Es habe sich um ein Geschäft gehandelt, das man 

mit einer fremden Person nicht einfach so abschliessen würde (Urk. 50701008). 

-  46  - 

Er sagte aus, er habe noch im Hinterkopf, dass man zumindest das Anfangsin-

vestment zurückerhalten sollte, falls ein Spielerverkauf nicht klappe (Urk. 

50701004). Er glaube, man habe ihm bezüglich der Gewinne gesagt, dass die Ak-

tien von Fr. 6.– später für Fr. 9.– verkauft werden könnten. Er habe sich aufge-

schrieben, dass man 3.5 Jahre warten müsse. Wie I._____ verneinte auch er, 

dass ihm erklärt worden sei, was im Falle eines Konkurses der B._____ AG pas-

siere (Urk. 50701006). Ebenso erklärte K._____, er könne sich nicht erinnern, ob 

gesagt worden sei, seit wann die B._____ AG im Transfermarkt mitmische 

(Urk. 50701005).   

cc) Auch die Aussagen von AD._____ sind glaubhaft. Er sagte differenziert 

und selbstkritisch aus. So gab er an, er habe nach der ersten Beratung von 

O'._____ (recte: O._____) ein Investment abgelehnt, da es ihm komisch vorge-

kommen sei, dass die Namenaktie in jedem Jahr um einen Franken steige und 

ihm O._____ keine schlüssige Erklärung dafür habe geben können 

(Urk. 50801002 f.). Auch nach einem Besuch bei der B._____ AG und einem Tref-

fen mit dem Beschuldigten, der ihm die Funktionsweise erklärt habe, sei er immer 

noch nicht wahnsinnig überzeugt gewesen. Es sei ihm bewusst gewesen, dass es 

sich um einen Betrug handeln könnte. Es seien ihm Fotos auf der Homepage der 

B._____ AG gezeigt worden mit diversen Fussballspielern und dem Beschuldig-

ten, von CC._____ und von CN._____ in den Büroräumlichkeiten der B._____ 

AG. Diese Fotos hätten ihn beruhigt und er sei der Meinung gewesen, dass die 

BC._____ wissen müsste, wenn es sich um einen Betrug handeln würde. Obwohl 

er kein besonders gutes Gefühl gehabt habe, habe er sich durchringen können, 

das Investment zu tätigen (Urk. 50801007). Damit bringt auch dieser Privatkläger, 

wie bereits bei I._____ und K._____ ausgeführt, zum Ausdruck, dass ein wichtiger 

Aspekt bei seiner Entscheidung der Umstand war, dass er Vertrauen in die 

BC._____ hatte. Für die Glaubhaftigkeit seiner Aussage spricht auch, dass er ein-

räumte, die Wertsteigerung um einen Franken pro Jahr habe ihn hellhörig werden 

lassen. Dass der Privatkläger authentisch diese gegen seine Position sprechen-

de, selbstkritische Angabe machte, lässt auch seine Aussage glaubhaft erschei-

nen, wonach im Gespräch erwähnt worden sei, dass man seit einer Ewigkeit im 

Geschäft sei. Er habe den Handelsregisterauszug angeschaut und gesehen, dass 

-  47  - 

die Firma seit 1995 eingetragen sei. Bezüglich des Risikos des Investments habe 

ihm O._____ gesagt, dieses sei praktisch nicht vorhanden, denn sie hätten ver-

schiedene Beteiligungen an diversen Spielern, so dass das Risiko diversifiziert sei 

und der Ausfall eines Spielers kompensiert werden könne (Urk. 50801006). Der 

Beschuldigte habe ihm erzählt, dass die B._____ AG Fussballtransferrechte be-

sitze. Gestützt auf die glaubhaften Aussagen von AD._____ ist erstellt, dass ihm 

wahrheitswidrig mitgeteilt wurde, dass verschiedene Beteiligungen an Spielern 

bestanden und die B._____ AG seit einer Ewigkeit im Geschäft sei. Ferner ist er-

stellt, dass der Privatkläger den Verdacht hatte, dass es sich um einen Betrug 

handeln könnte, er diesen Verdacht aufgrund des Vertrauens in die BC._____ 

und nach Einsicht in die Fotos auf der Webseite der B._____ AG beiseiteschob 

und sich zum Investment entschied. 

dd) Übereinstimmend mit den Aussagen der Privatkläger I._____ und K._____ 

erklärte auch AF._____, dass ihm nicht bekannt sei, seit wann die B._____ AG 

mit Spielerrechten handle, ferner sei ihm nie etwas darüber gesagt worden, was 

im Falle eines Konkurses geschehe. Auch er kam wie die Privatkläger I._____, 

K._____ und AD._____ über die BC._____ in Kontakt zur B._____ AG und sein 

Vertrauen in die BC._____ bzw. deren Vermittler CO._____ war für ihn entschei-

dend für die Investition (Urk. 50901008). AF._____ erklärte ferner, er sei davon 

ausgegangen, dass die B._____ AG wirklich Lizenzberechtigungen für Spieler- 

und Medienrechte habe. Er habe die ersten Fr. 100'000.– in bar übergeben müs-

sen, weil BO._____ ihn angerufen und gesagt habe, es pressiere und die Zeit rei-

che nicht für eine Banküberweisung. Eine seiner beiden Investitionen sei für einen 

Spieler BQ'._____ oder BQ''._____ gewesen, die zweite Investition von 

Fr. 60'000.– habe er getätigt, da ihm geraten worden sei, zu diversifizieren und in 

weitere Spieler anzulegen. Die Aussagen von AF._____ erscheinen als glaubhaft. 

Insbesondere seine lebensnahe, detaillierte Schilderung darüber, wie er in 

CQ._____ bei der Aushebung abgeholt wurde, um Fr. 100'000.– abzuheben und 

bar zu übergeben, stützt die Glaubhaftigkeit seiner Aussage. Es ist daher erstellt, 

dass dem Privatkläger wahrheitswidrig vorgemacht wurde, dass sein Geld tat-

sächlich in Spieler investiert werde, zumal ihm nach der ersten Investition zur 

Diversifizierung in weitere Spieler geraten wurde. Wie den anderen Privatklägern 

-  48  - 

wurde ihm erklärt, dass 3.5 Jahre nach dem Kauf der Aktien ein Rückkauf statt-

finden solle, wobei er die Aktie, die er für Fr. 7.– gekauft habe, für Fr. 10.– wieder 

verkaufen könne und die B._____ AG die Aktien auch zurückkaufen müsse. 

ee) AR._____ schilderte als einziger der verwertbar einvernommenen Privat-

kläger, dass ihm zwei Investitionsmodelle vorgestellt worden seien, ein Pool-

Mod