# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c134aaf2-0f07-5756-8d87-bc2616a4d5ca
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 28.08.2025 BZ 2025 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-87_2025-08-28.pdf

## Full Text

20250807_141859_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 87

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 28. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________, 
vertreten durch D.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. E.________ des Betreibungsamtes Zug
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 8. Juli 2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 8. Juli 2025 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf Antrag 
der C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung Nr. E.________ des 
Betreibungsamtes Zug über die A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) den Konkurs 
(Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten gemäss der vorinstanzlichen Vorladung: 
CHF 6'930.05). Zur Begründung hielt der Einzelrichter im Wesentlichen fest, die Parteien 
seien auf den 8. Juli 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien 
aber nicht erschienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören las-
sen, weshalb der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin 
sei als Kommanditgesellschaft im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der 
Konkursbetreibung. Im vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkur-
seröffnung erfüllt, weshalb über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und 
Art. 251 ZPO der Konkurs zu eröffnen sei (EK 2025 415).

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 11. Juli 2025 Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Zug ein und beantragte, der Entscheid des Kantonsgerichts Zug 
vom 8. Juli 2025 über die Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. E.________ des Betrei-
bungsamtes Zug sei aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu ihren Lasten.

3. Mit Verfügung vom 14. Juli 2025 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung des 
Obergerichts der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung zu.

4. Während die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung verzichtete, hielt die Beschwerdegegnerin 
in der Eingabe vom 16. Juli 2025 fest, sofern der geschuldete Betrag zu ihren Gunsten bei 
der Gerichtskasse hinterlegt worden sei, habe sie kein Interesse an der Aufrechterhaltung 
des Konkurses. Sollte der Betrag nicht hinterlegt worden sein, sei die Beschwerde abzuwei-
sen. Dazu liess sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. Juli 2025 vernehmen.

Erwägungen

1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe sich am 29. Juni 2025 beim Betreibungsamt 
Zug über den ausstehenden Forderungsbetrag in der Betreibung Nr. E.________ erkundigt. 
Das Betreibungsamt habe ihr per E-Mail vom 30. Juni 2025 mitgeteilt, der gesamte Betrag 
inkl. Gerichtskosten belaufe sich auf CHF 6'964.85, und sie solle diesen an die Gerichtskas-
se des Kantons Zug überweisen. Am 2. Juli 2025 – und somit sechs Tage vor der Konkurs-
verhandlung – habe sie den Betrag von CHF 6'964.85 unter Angabe der Verfahrensnummer 
EK 2025 415 auf das Konto der Gerichtskasse des Kantons Zug bezahlt. Sie habe damit vor 
der Konkurseröffnung vom 8. Juli 2025 die in der richterlichen Vorladung genannte Schuld 
von CHF 6'930.05 beglichen. Es sei daher nicht nötig, dass sie ihre Zahlungsfähigkeit glaub-
haft mache.

2. Gemäss Art. 174 Abs. 1 SchKG kann ein Entscheid des Konkursgerichts innert zehn Tagen 
mit Beschwerde nach der ZPO angefochten werden, wobei die Parteien uneingeschränkt 
neue Tatsachen geltend machen können, wenn sie vor dem erstinstanzlichen Entscheid ent-
standen sind. Inhaltlich können diese unechten Noven alle für das Konkursbegehren pro-

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zessrelevanten Tatsachen und Beweismittel umfassen. Dazu gehört insbesondere, dass die 
Forderung des Gläubigers schon vor der Konkurseröffnung nebst Zinsen und Kosten bezahlt 
wurde, was nach Art. 172 Ziff. 3 SchKG zur Abweisung des Konkursbegehrens geführt hätte, 
wenn es dem Konkursgericht bekannt gewesen wäre. Unechte Noven sind zwingend inner-
halb der Beschwerdefrist vorzubringen. Weist der Schuldner im Beschwerdeverfahren nach, 
dass er die offene Schuld bereits vor der Konkurseröffnung bezahlt hat oder eine Stundung 
der Schuld vorliegt, prüft die Beschwerdeinstanz die Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht 
(vgl. Giroud/Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 19 ff. m.H.). 

3. Tilgen im Sinne von Art. 172 SchKG bedeutet Tilgung nach den Vorschriften des Obligatio-
nenrechts, also gemäss Art. 74 ff. und 85 ff. OR. Tilgung kann nur an die betreibende Gläu-
bigerin (bei Art. 190 SchKG an die Gläubigerin, die das Konkurseröffnungsgesuch gestellt 
hat), an das Betreibungsamt, das für die Gläubigerin die betriebene Schuld einzutreiben hat 
(Art. 12 SchKG), sowie an das Konkursgericht zuhanden der Gläubigerin erfolgen (Giroud/ 
Theus Simoni, a.a.O., Art. 172 SchKG N 18 m.H.). Die Beschwerdeführerin hat mit der am 
2. Juni 2025 erfolgten Überweisung von CHF 6'964.85 auf das Konto der Gerichtskasse des 
Kantons Zug unter Angabe der Betreibungsnummer sowie der vorinstanzlichen Verfahrens-
nummer (act. 1/11) die Schuld inkl. Zinsen und Kosten gegenüber der Beschwerdegegnerin 
vor der Konkurseröffnung mehr als beglichen. So beläuft sich die offene Forderung entgegen 
den Angaben der Vorinstanz in der Vorladung nicht auf CHF 6'930.05, sondern auf 
CHF 6'730.05, nachdem die vorinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 200.00 nicht von der 
Beschwerdegegnerin bezogen, sondern im angefochtenen Entscheid der Beschwerdeführe-
rin auferlegt und in deren Konkursverfahren zur Kollokation angemeldet wurden. Die 
vollständige Tilgung der Schuld kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren als sogenanntes 
unechtes Novum berücksichtigt werden. Mit dem Nachweis, dass die Beschwerdeführerin die 
offene Schuld bereits vor der Konkurseröffnung bezahlt hat, braucht ihre Zahlungsfähigkeit 
nicht geprüft zu werden. Somit sind die Voraussetzungen für die Aufhebung des Konkurses 
erfüllt. Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid über die Konkur-
seröffnung aufzuheben. 

4. Trotz Gutheissung der Beschwerde hat die Beschwerdeführerin die Kosten des erstinstanzli-
chen Verfahrens zu tragen. Sie hat es versäumt, den Konkursrichter über die Zahlung der 
Forderung an die Gerichtskasse zugunsten der Beschwerdegegnerin zu informieren. Dem 
Konkursrichter kann daher nicht vorgeworfen werden, dass er am 8. Juli 2025 den Konkurs 
über die Beschwerdeführerin eröffnet hat. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen 
für die Aufhebung des Konkursdekrets erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachge-
wiesen und damit auch dieses Verfahren verursacht. Sie hat demzufolge auch für die da-
durch verursachten Kosten einzustehen. Desgleichen hat sie die dem Konkursamt bisher 
entstandenen Kosten verursacht und muss ebenfalls hierfür aufkommen. Hingegen hat sie 
die Beschwerdegegnerin bereits mangels eines entsprechenden Antrags für das vorliegende 
Verfahren nicht zu entschädigen. 

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht 
Zug vom 8. Juli 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Beschwerdegegnerin wird 
abgewiesen.

2.1 Der Beschwerdeführerin werden die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 200.00 und die Entscheidgebühr von 600.00 für das Beschwerdeverfahren auferlegt. 

2.2 Die Entscheidgebühr von CHF 600.00 wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 1'800.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'200.00 wird an das Konkursamt Zug 
überwiesen, das – nach Abzug seiner eigenen aufgelaufenen Kosten – einen allfälligen 
Überschuss der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten hat.

3. Die Gerichtskasse wird angewiesen, von den hinterlegten CHF 6'964.85 den Betrag von 
CHF 6'730.05 an die Beschwerdegegnerin zu überweisen und CHF 34.80 an die Beschwer-
deführerin zurückzuerstatten. Der verbleibende Betrag von CHF 200.00 wird zur Deckung 
der erstinstanzlichen Gerichtskosten verwendet.

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien 
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EK 2025 415)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Zug (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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