# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18870605-5e14-5b35-9568-6c8e776e85e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.05.2025 B-486/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-486-2025_2025-05-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
  

 

 

  

 

 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 25 60 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-486/2025 

 

 
  

 Z w i s c h e n e n t s c h e i d  

v o m  2 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Marc Steiner (Vorsitz), 

Richter Francesco Brentani, Richter Christian Winiger,  

Gerichtsschreiberin Iryna Sauca. 

  In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 A._______ AG,  

vertreten durch Rechtsanwalt 

Christophe Raimondi, LL.M., Notar, 

Barandun AG, 

Bahnhofstrasse 29, Postfach, 6302 Zug,  

Beschwerdeführerin,  

  

  gegen 

  
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL,  

Fellerstrasse 21, 3003 Bern,    

Vergabestelle,  

 

1. X._______ AG,  

2. Y._______ AG,  

3. Z._______ AG,  

Beschwerdegegnerinnen,  

 

  
Gegenstand 

 Öffentliches Beschaffungswesen – Zuschlag betreffend das 

Projekt "(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 

2024-2029, Los 3" (SIMAP-Meldungsnummer 1442115; 

Projekt-ID 281150), 

 

 

 

B-486/2025 

Seite 3 

stellt das Bundesverwaltungsgericht fest: 

A.  

Am 17. Mai 2024 schrieb das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL; 

im Folgenden: Vergabestelle) für die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(ESTV) als Bedarfsstelle auf der Internetplattform SIMAP (Informa-

tionssystem über das öffentliche Beschaffungswesen der Schweiz) unter 

dem Projekttitel "(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 

2024-2029" einen Dienstleistungsauftrag im offenen Verfahren aus 

(SIMAP-Meldungsnummer: 1419629). 

Mit der gegenständlichen Ausschreibung, klassifiziert unter der CPV-

Nummer "72000000 – IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, 

Internet und Hilfestellung", wurden in vier spezifizierten Arbeitsgebieten 

bzw. Losen (ICT-Architektur, Projektleitung inkl. PMO, Business Analyse 

und Prozessmanagement) jeweils drei Auftragnehmer pro Los gesucht, 

welche die beschriebenen Leistungen über die Dauer eines Rahmen-

vertrages vom 4. Quartal 2024 bis zum 4. Quartal 2029 (60 Monate nach 

Vertragsunterzeichnung) nach Bedarf erbringen können. Mit den 

Zuschlagsempfängerinnen wird jeweils ein Rahmenvertrag abgeschlos-

sen, der als Basis zum Abruf von konkreten, projektbezogenen und 

verbindlichen Leistungen mittels Einzelverträgen dient (Ziff. 2.1 der 

Zuschlagspublikation).  

Dabei enthielt die Ausschreibung für das Los 1 "ICT-Architektur" ein 

maximales Kostendach von Fr. 3'000'000.–, das Los 2 "Projektleitung inkl. 

PMO" ein maximales Kostendach von Fr. 6'000'000.–, das Los 3 "Business 

Analyse" ein maximales Kostendach von Fr. 7'000'000.– und das Los 4 

"Prozessmanagement" ein maximales Kostendach von Fr. 4'000'000.– 

exkl. MwST, was ein Gesamtauftragsvolumen von Fr. 20'000’000.– ergibt. 

Alle Rahmenverträge pro Los können vor Ablauf um maximal weitere drei 

Jahre verlängert werden, sofern das auf www.simap.ch publizierte 

Vergabevolumen in CHF exkl. MWST des betreffenden Loses bis zum 

Datum des Vertragsendes noch nicht ausgeschöpft ist (Ziff. 2.4 der 

Ausschreibung). 

B.  

In der Folge gingen für das streitgegenständliche Los 3 fristgerecht 

27 Offerten ein, von denen alle evaluiert wurden. Darunter befand sich 

diejenige der A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin) und 

diejenigen der drei Zuschlagempfängerinnen 

B-486/2025 

Seite 4 

X._______AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerin 1), Y._______ AG (im 

Folgenden: Beschwerdegegnerin 2) und Z._______ AG (im Folgenden: 

Beschwerdegegnerin 3). 

C.  

Am 23. Dezember 2024 erteilte die Vergabestelle der Beschwerde-

gegnerin 1, der Beschwerdegegnerin 2 und der Beschwerdegegnerin 3 

den Zuschlag betreffend das Los 3 für das Projekt "(24054) 605 IKT 

Unterstützung Digitalisierung ESTV 2024-2029", welcher am 

31. Dezember 2024 auf der Internetplattform simap.ch (Meldungsnummer 

1442115) publiziert wurde. 

D.  

Anlässlich des Debriefings vom 3. Januar 2025 erteilte die Vergabestelle 

der Beschwerdeführerin ergänzende Auskünfte, insbesondere zur 

Evaluation und zur Begründung des Zuschlags.  

E.  

Mit Eingabe vom 20. Januar 2025 reichte die Beschwerdeführerin gegen 

die am 31. Dezember 2024 publizierte Verfügung der Vergabestelle 

betreffend den Zuschlag für Los 3 im Beschaffungsverfahren 

"(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 2024-2029" 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.  

Dabei stellte die Beschwerdeführerin insbesondere folgende 

Rechtsbegehren unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Vergabestelle bzw. der Beschwerdegegnerinnen: 

1. Es sei die Zuschlagsverfügung, welche am oder um den 23. Dezember 

2024 im Projekt «(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 

2024- 2029», Los 3, Business Analyse» erlassen wurde, aufzuheben und 
der Beschwerdeführerin der Zuschlag zu erteilen. 

2. Eventualiter sei die Zuschlagsverfügung, welche am oder um den 

23. Dezember 2024 im Projekt «(24054) 605 IKT Unterstützung 

Digitalisierung ESTV 2024-2029, Los 3, Business Analyse» erlassen wurde, 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin (meint: Vergabestelle) 

anzuweisen, der Beschwerdeführerin den Zuschlag zu erteilen. 

3. Subeventualiter sei die Zuschlagsverfügung, welche am oder um den 

23. Dezember 2024 im Projekt «(24054) 605 IKT Unterstützung 

Digitalisierung ESTV 2024-2029, Los 3, Business Analyse» erlassen wurde, 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, das Submissions-

verfahren im Sinne der Erwägungen erneut durchzuführen. 

B-486/2025 

Seite 5 

PROZESSUALE ANTRÄGE: 

4. Es sei der Beschwerdegegnerin, ohne deren Anhörung, mittels 

superprovisorischer Verfügung zu verbieten, den streitgegenständlichen 

Submissionsvertrag abzuschliessen oder entstehen zu lassen, dahingehende 

Vorkehrungen zu treffen oder faktische Erfüllungshandlungen anzuregen 

oder entgegenzunehmen bis über das Gesuch über die aufschiebende 

Wirkung entschieden ist. 

5. Es sei der Beschwerdeführerin noch vor der Fällung des 

Zwischenentscheides über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

Gelegenheit einzuräumen, sich zur (allfälligen) Stellungnahme der Beschwer-

degegnerin sowie zur (allfälligen) Stellungnahme der Mitbeteiligten/ 

Zuschlagsempfängerin vernehmen zu lassen. 

6. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

7. Es sei der Beschwerdeführerin im gesetzlich zulässigen Umfang, 

nötigenfalls unter Abdeckung einzelner der Geheimhaltung würdiger 

Passagen, vollumfänglich Einsicht in sämtliche die Vorbereitung und die 

Durchführung des streitbetroffenen Submissionsverfahrens betreffenden 

Akten der Beschwerdegegnerin zu gewähren; insbesondere seien der 

Beschwerdeführerin sämtliche Akten, welche Aufschluss über die Bewertung 

des Zuschlagskriteriums ZK02A geben, namentlich das Protokoll oder die 

Aktennotiz der Beschwerdegegnerin über deren Versuche die 

Referenzperson 1 und Referenzperson 2 zur angeblich ungültigen Referenz 

«Unterstützung Business Analyse und Business Requirement 

Engineering […]» via Telefon, E-Mail oder sonst wie zu kontaktieren, zu 

öffnen. 

8. [Antrag auf Beachtung von Art. 28 VwVG] 

F.  

Dabei führt die Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Beschwerde 

unter anderem aus, dass ihrem Debriefing zu entnehmen gewesen sei, 

dass nur zwei von ihren drei eingereichten Referenzen als von der 

Vergabestelle gültig anerkannt worden seien, da weder die angegebene 

Referenzperson noch deren Stellvertretung trotz mehrmaligen 

Kontaktversuchen erreichbar gewesen seien. 

Zudem rügt sie vor allem die Tatsache, dass eine behördeninterne, 

demselben Departement wie die Vergabestelle zugeordnete Referenz 

mangels Erreichbarkeit der Referenzpersonen als nicht gültig eingestuft 

worden sei. 

B-486/2025 

Seite 6 

Ausserdem führt sie aus, dass ihr nicht bekannt sei, welche Bemühungen 

die Vergabestelle tatsächlich unternommen habe, um die Referenzperson 

zu erreichen, und die Ungültigerklärung nicht nachvollziehen könne, da 

bisher diese Referenzpersonen in anderen Vergabeverfahren problemlos 

hätten kontaktiert werden können.  

Des Weiteren führt die Beschwerdeführerin aus, wären die Referenz-

personen bezüglich der streitgegenständlichen Referenz kontaktiert 

worden, hätte sie beim Zuschlagskriterium ZK02A bei drei gültigen 

Kundenreferenzen mit 100 % der maximal möglichen Punkte, also 1'500 

Punkten, bewertet werden müssen und wäre damit – punktgleich mit 9'053 

Punkten – mit der Beschwerdegegnerin 3 auf dem 3. Platz gelandet. Damit 

hätte sie ihrer Auffassung nach einen der drei Zuschläge erhalten, während 

die Beschwerdegegnerin 1 dadurch mit 178 Punkten weniger als die 

Beschwerdeführerin nur den 4. Platz belegen würde und damit keinen 

Zuschlag erhalten hätte. 

Zusammenfassend gehe sie – in der Annahme, dass die Vergabestelle 

keine oder zumindest keine hinreichenden Bemühungen unternommen 

habe, die beiden Referenzpersonen zu kontaktieren – davon aus, dass ihre 

streitgegenständliche Referenz betreffend Leistungen für das BIT in 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von der Vergabestelle zu 

Unrecht als "ungültig" mangels Erreichbarkeit der Referenzperson und 

deren Stellvertretung eingestuft worden sei. 

G.  

In der Folge erteilte das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 

24. Januar 2025 superprovisorisch die aufschiebende Wirkung im 

Beschwerdeverfahren betreffend das Los 3. 

H.  

Im gleichen Projekt mit der Projekt-ID 281150 ist zudem eine weitere 

Beschwerde betreffend den Zuschlag für das Los 1 beim Bundesver-

waltungsgericht unter der Verfahrensnummer B-296/2025 hängig. 

I.  

Mit Verfügung vom 6. Februar 2025 wurde der Verzicht der Beschwerde-

gegnerin 1 auf die Ausübung von Parteienrechten mit Eingabe vom 

5. Februar 2025 festgehalten. 

J.  

Mit Stellungnahme vom 20. Februar 2025 zu den prozessualen Anträgen 

B-486/2025 

Seite 7 

der Beschwerdeführerin reichte die Vergabestelle innert erstreckter Frist 

die Vorakten in drei Versionen ein und stellte folgenden Rechtsbegehren:  

Anträge 

1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Sowie prozessual: 

3. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen. 

4. Eventualiter sei als vorsorgliche Massnahme der vorläufige 

Leistungsbezug für laufende oder dringliche Projekte bis zum Entscheid in 

der Hauptsache zu gestatten. 

5. Die Akten der Vergabestelle seien der Beschwerdeführerin und den 

Beschwerdegegnerinnen antragsgemäss geschwärzt weiterzuleiten. 

K.  

Die Vergabestelle beantragt prozessual vor allem, das Gesuch um 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen, insbesondere da von 

einer negativen Hauptsachenprognose auszugehen sei, und eventualiter 

die Abweisung des Antrags auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

wegen Dringlichkeit. 

Zudem stellt die Vergabestelle einen Antrag auf vorläufigen 

Leistungsbezug, wobei sie allerdings keine Höhe der vorläufig zu 

beziehenden Leistungen angab und daher zu ersuchen war, umgehend 

einen Höchstbetrag anzugeben, den sie mit Stellungnahme vom 

27. Februar 2025 auf Fr. 500'000.– bezifferte (siehe dazu Buchstabe P 

hiernach).  

Zur Begründung ihrer Anträge führt die Vergabestelle im Wesentlichen aus, 

dass das Evaluationsteam im Rahmen der Prüfung der 

streitgegenständlichen Referenz der Beschwerdeführerin versucht habe, 

die Referenzperson bzw. Stellvertretung am 9., 11. und 12. Sep-

tember 2024 durch Telefonanruf zu kontaktieren, um die Referenz zu 

verifizieren. Allerdings habe in der Initialevaluation mehrfach kein Kontakt 

hergestellt werden können. Deshalb sei die streitgegenständliche Referenz 

als nicht verifizierbar und damit als ungültig bewertet worden. 

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Seite 8 

Ausserdem führt sie begründend an, dass aus der Nachevaluation am 

31. Januar 2025 – also nach Beschwerdeeingang – bei der 

Referenzperson 2 und am 5. Februar 2025 bei der Referenzperson 1 

hervorgehe, dass diese Kontaktpersonen ungeeignet gewesen wären, die 

dem Anforderungskatalog im Detail zu entnehmenden Auskünfte zu 

erteilen, da die Referenzperson 2 die Minimalanforderungen nicht bzw. 

mindestens nicht komplett dem ihr vorliegenden Referenzformular 

entnehmen könne und sowieso nur Ferienvertretung der Referenzperson 1 

gewesen sei, die selbst wiederum die im Anforderungskatalog 

vorgesehene Bewertung der Arbeitsqualität nicht vornehmen könne, da sie 

nur für die Verteilung externer Mitarbeiter auf Projekte zuständig gewesen 

sei. 

Sie führt zudem aus, dass Anbieter grundsätzlich verpflichtet seien, ihre 

Offerten – inkl. verlangter Referenzangaben – vollständig und korrekt 

einzureichen. Vergabestellen seien insbesondere nicht verpflichtet, weitere 

Abklärungen zu Referenzpersonen zu unternehmen oder Recherchen über 

das Internet bzw. verwaltungsintern anzustellen. 

Daher komme die Vergabestelle zusammenfassend zum Schluss, dass die 

Beurteilung des Evaluationsteams im Ergebnis nicht zu beanstanden sei, 

da das streitgegenständliche Referenzprojekt (meint: wegen fehlender 

Eignung der angegebenen Referenzpersonen) im verlangten Detaillie-

rungsgrad nicht habe verifiziert werden können, und dass dies unabhängig 

davon gelte, ob dem Evaluationsteam ursprünglich eine Verletzung der 

Untersuchungsmaxime durch nicht hinreichende Kontaktversuche 

vorzuwerfen sei. 

L.  

Neben der Abweisung des Antrags auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung wegen überwiegender öffentlicher Interessen beantragt die 

Vergabestelle im Sinne eines Eventualbegehrens einen sogenannten 

Vorabbezug, soweit sie die in Frage stehenden IT-Leistungen teilweise 

bereits für die Dauer des Verfahrens von den Zuschlagsempfängerinnen 

beziehen will. 

Dazu führt sie begründend aus, dass sie mit den ausgeschriebenen IT-

Leistungen die IT laufend anpassen müsse, aber insbesondere zur 

Umsetzung verschiedener Gesetzesänderungen (Wechsel Wohneigen-

tumsbesteuerung, Berufskostenpauschale, Erstreckung Verlustver-

rechnung, Transparenz wirtschaftlich Berechtigter, Individualbesteuerung, 

B-486/2025 

Seite 9 

Automatischer Informationsaustausch) auf Jahresbeginn 2026, weshalb 

ein partieller Vorabbezug angemessen erscheine. Eine verzögerte 

Umsetzung der genannten Projekte hätte nicht nur Nachteile für die 

nationale Steuererhebung, sondern auch gravierende Auswirkungen auf 

die internationale Zusammenarbeit in Steuersachen. 

M.  

Mit Verfügung vom 24. Februar 2025 wurde der Beschwerdeführerin 

Gelegenheit zur Erstattung einer Replik in Aussicht gestellt, insbesondere 

mit Blick auf den Antrag der Vergabestelle, während der Dauer des 

Verfahrens die nachgefragten Leistungen teilweise bei den Zuschlags-

empfängerinnen zu beziehen. 

N.  

Mit Eingabe vom 25. Februar 2025 stellte die Beschwerdeführerin den 

Antrag, es seien die Verfahrensakten bzw. Beilagen zur Eingabe der 

Vergabestelle vom 20. Februar 2025 der Beschwerdegegnerin 1 nicht 

zuzustellen, welchem aufgrund des Verzichts der Beschwerdegegnerin 1 

auf Geltendmachung von Parteienrechten zu entsprechen war. 

Zudem macht die Beschwerdeführerin insbesondere geltend, dass sie 

bloss den Zuschlag an die Beschwerdegegnerin 1 angreife, womit den 

Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 keine Eingaben zuzustellen seien. Auch 

diesem Begehren wurde einstweilen stattgegeben. 

O.  

Mit Verfügung vom 26. Februar 2025 erhielt die Beschwerdeführerin 

einstweilen einen Auszug (namentlich Beilagen 17b und 21b-30) der für sie 

durch die Vergabestelle bestimmten geschwärzten Version der Vorakten. 

Zudem wurde der Beschwerdeführerin freigestellt, eine Replik zu den 

prozessualen Anträgen der Vergabestellte einzureichen. 

Währenddessen wurden die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerin 1 

um Stellungnahme zur Offenlegung der Bewertung der Offerte der 

Beschwerdegegnerin 1 ersucht. 

P.  

Mit Eingabe vom 27. Februar 2025 reichte die Vergabestelle eine 

Stellungnahme zur Bewertung der Offerte der Beschwerdegegnerin 1 ein. 

Ausserdem reichte sie eine Korrektur der geschwärzten Fassung des 

Evaluationsberichts (Aktenstück 22) für die Beschwerdeführerin nach, 

unter Offenlegung der Gesamtpunktezahl der Beschwerdegegnerin 1. Wie 

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Seite 10 

bereits unter Buchstabe K. hiervor festgestellt, bezifferte sie zudem ihr 

Vorabbezugsgesuch mit Fr. 500'000.– bis 30. Juni 2025.  

Q.  

Mit Verfügung vom 7. März 2025 wurde sodann festgehalten, dass die 

Beschwerdegegnerin 1 ihre Zustimmung zur Offenlegung ihrer Bewertung 

für die Zuschlagskriterien ZK02A und ZK02B unter Abdeckung des 

offerierten Stundensatzes nach instruktionsrichterlicher Nachfrage erteilt 

hat. Nachdem sich die Vergabestelle in ihrer Eingabe vom 10. März 2025 

dazu ebenfalls nicht widersetzte, wurde das Aktenstück 22b gemäss dem 

gerichtlichen Offenlegungsvorschlag mit Verfügung vom 10. März 2025 der 

Beschwerdeführerin zugestellt. 

R.  

Mit Eingabe vom 7. März 2025 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik 

zu den prozessualen Anträgen der Vergabestelle ein, in der sie unter 

anderem rügt, dass sowohl die Dringlichkeit der Beschaffung als auch das 

Ersuchen um Vorabbezug generell und insbesondere in Bezug auf die 

Herleitung des Höchstbetrags nicht hinreichend begründet sei. Zudem 

stellt sie den Antrag, eventualiter sei der vorläufige Leistungsbezug auf die 

Beschwerdegegnerin 2 und Beschwerdegegnerin 3 einzugrenzen. 

S.  

Am 14. März 2025 gab die Vergabestelle bekannt, dass sie im Sinne der 

Prozessökonomie auf eine Duplik verzichte. Daher konnte der 

Schriftenwechsel zum Zwischenverfahren betreffend die Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung mit Verfügung vom 17. März 2025 geschlossen 

werden. 

T.  

Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 26. März 2025 

erlaubte das Bundesverwaltungsgericht der Vergabestelle, bis zum 

rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens, längstens aber bis 

zum 30. Juni 2025 die dringenden IT-Dienstleistungen im Umfang von 

Fr. 250'000.– (exkl. MWST) zu beziehen. 

U.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen.  

 

B-486/2025 

Seite 11 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Auf das mit Ausschreibung des Dienstleistungsauftrags mit dem 

Projekttitel "(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 2024-

2029" (SIMAP-Meldungsnummer 1419629) am 20. Januar 2025 einge-

leitete Verfahren kommt das totalrevidierte Bundesgesetz über das 

öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) zur Anwendung 

(Art. 62 BöB; Zwischenentscheid des BVGer B-3238/2021 vom 

18. Oktober 2021, auszugsweise publiziert als BVGE 2021 IV/6, E. 1 

"Google / Public Cloud"). 

1.2 Gegen Verfügungen betreffend den Zuschlag in Vergabeverfahren 

steht die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht offen 

(Art. 52 Abs. 1 i.V.m. Art. 53 Abs. 1 Bst. e BöB). Das Bundesverwaltungs-

gericht entscheidet auch über Gesuche um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung (Art. 52 Abs. 2 i.V.m. Art. 54 Abs. 2 BöB).  

1.3 Über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung im 

Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags entscheidet das Bundes-

verwaltungsgericht gemäss ständiger Praxis in Dreierbesetzung 

(Zwischenentscheid des BVGer B-4086/2018 vom 30. August 2018 E. 2.2 

"Produkte zur Innenreinigung II"; vgl. dazu auch GALLI/MOSER/LANG/ 

STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, 

Rz. 1340 mit Hinweisen). 

1.4 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sind die 

Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) massgebend, soweit das BöB 

und das Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht vom 

17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) nichts 

anderes bestimmen (Art. 55 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss 

Art. 56 Abs. 3 BöB kann die Unangemessenheit vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nicht gerügt werden. 

2.  

2.1 Nach Art. 1 BöB findet das Gesetz auf die Vergabe öffentlicher Aufträge 

durch unterstellte Auftraggeberinnen innerhalb und ausserhalb des 

Staatsvertragsbereichs Anwendung. Der subjektive Geltungsbereich ist 

Gegenstand von Art. 4 BöB und der objektive von Art. 8 f. BöB, wobei 

B-486/2025 

Seite 12 

Art. 8 BöB eine Legaldefinition der öffentlichen Beschaffung enthält. Die 

Ausnahmen zum Geltungsbereich sind in Art. 10 BöB geregelt. 

2.2 Innerhalb des Anwendungsbereichs des Gesetzes definiert Art. 52 BöB 

die Voraussetzungen für den Rechtsschutz. Dabei werden der 

Rechtsschutz innerhalb des Staatsvertragsbereichs und derjenige, der ab 

den Rechtsschutzschwellenwerten gemäss Art. 52 Abs. 1 BöB ausserhalb 

des Staatsvertragsbereichs gilt, unterschieden. Ein Begehren um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung ist indessen nur im Staatsvertragsbereich 

zulässig (Art. 52 Abs. 2 BöB). Demnach gilt im Staatsvertragsbereich wie 

nach altem Recht Primärrechtsschutz, wogegen für die neu 

rechtsschutzunterstellten Vergaben nur Sekundärrechtsschutz zur 

Verfügung steht (Botschaft zur Totalrevision des BöB vom 

15. Februar 2017, BBl 2017 1851 ff., [im Folgenden: Botschaft BöB], 

S. 1977 zu Art. 52 Abs. 2 BöB; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid 

des BVGer B-3374/2023 vom 28. August 2023 E. 2.2 "Widerruf SBB"). 

2.3 Als Bundesamt ist die Vergabestelle Teil der allgemeinen 

Bundesverwaltung und untersteht damit dem BöB (Art. 4 Abs. 1 Bst. a BöB 

i.V.m. Art. 2 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 

21. März 1997 [RVOG; SR 172.010]). 

2.4 Die Vergabestelle hat die vorliegende Beschaffung als 

Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben (vgl. Ziffer 1.8 der Ausschreibung). 

Ein solcher fällt gemäss Art. 8 Abs. 4 BöB in den Staatsvertragsbereich, 

soweit er von Annex 5 GPA 2012 bzw. Anhang 3 zu Art. 8 Abs. 4 BöB erfasst 

wird. Massgebend ist insoweit die zentrale Produkteklassifikation der 

Vereinten Nationen (CPCprov; BVGE 2011/17 E. 5.2.2 "Personal-

verleih").  

Die Vergabestelle führt in Ziffer 2.4 der Ausschreibung die Common 

Procurement Vocabulary-Referenznummer (CPV-Nummer),  nämlich 

"72000000 – IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und 

Hilfestellung" auf. Diese IT-Dienstleistungen können prima facie der 

Gruppe 84 Datenverarbeitung und verbundene Dienstleistungen 

("Telecommunications, broadcasting and information supply services") der 

prov. CPC zugeordnet werden. Demnach fallen die Dienstleistungen prima 

facie in den sachlichen Anwendungsbereich des BöB (vgl. Urteil des BVGer 

B-3797/2015 vom 13. April 2016, auszugsweise amtlich publiziert als 

BVGE 2017 IV/4, E. 1.6 "Publicom"; vgl. zum Ganzen MARTIN BEYELER, 

B-486/2025 

Seite 13 

Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, 2012, Rz. 1050, 1059 und 

1131 ff.).  

Im Übrigen wird seitens der Vergabestelle nicht geltend gemacht, die 

vorliegende Beschaffung falle nicht in den Staatsvertragsbereich. 

2.5 Der Schwellenwert für Beschaffungen von Dienstleistungen durch eine 

Auftraggeberin nach Art. 4 Abs. 1 BöB beträgt Fr. 230'000.– 

(Ziff. 1.1 Anhang 4 zum BöB). Vorliegend erhielt das Los 3 "Business 

Analyse" ein maximales Kostendach von Fr. 7'000'000 (exkl. MwSt). Damit 

ist der für Dienstleistungen geltende Schwellenwert deutlich überschritten, 

weshalb die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht nach den für 

den Staatsvertragsbereich geltenden Regeln zulässig ist (Art. 8 Abs. 4 BöB 

i.V.m. Anhang 4 Ziff. 1.1 zum BöB sowie Art. 52 Abs. 1 Bst. a i.V.m. 

Art. 52 Abs. 2 BöB). 

2.6 Eine Ausnahme vom Geltungsbereich im Sinne von Art. 10 BöB liegt 

nicht vor. Auch handelt es sich beim vorliegenden Auftrag nicht um eine 

öffentliche Beschaffung gemäss Anhang 5 Ziff. 1 Bst. c und d BöB, bei 

welcher kein Rechtsschutz besteht (Art. 52 Abs. 5 BöB). 

2.7 Nach dem Gesagten liegt eine gemäss Art. 53 Abs. 1 BöB anfechtbare 

Verfügung vor und die in Frage stehende Vergabe fällt prima facie sowohl 

in den Anwendungsbereich des BöB als auch in den Staatsvertrags-

bereich. Entsprechend ist das Bundesverwaltungsgericht für die 

Beurteilung der vorliegenden Streitsache prima facie zuständig. 

Ausserdem ist das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

zulässig (Art. 52 Abs. 2 i.V.m. 54 Abs. 2 BöB). 

3.  

3.1 Gegenstand des vorliegenden Zwischenentscheids bildet der Antrag 

auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Im Unterschied zu 

Art. 55 Abs. 1 VwVG sieht Art. 54 Abs. 1 BöB vor, dass der Beschwerde 

von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukommt. Demnach 

kann diese vom Bundesverwaltungsgericht nur auf Gesuch hin erteilt 

werden (Art. 54 Abs. 2 BöB). 

3.2 Das revidierte BöB nennt die Kriterien, welche für die Frage der 

Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu 

berücksichtigen sind: Das Bundesverwaltungsgericht kann einer 

Beschwerde bei einem Auftrag im Staatsvertragsbereich auf Gesuch hin 

B-486/2025 

Seite 14 

die aufschiebende Wirkung gewähren, wenn die Beschwerde als 

ausreichend begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen 

Interessen entgegenstehen (Art. 54 Abs. 2 BöB).  

Gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts zum aBöB können die 

Grundsätze übernommen werden, die Rechtsprechung und Lehre zur 

Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist anhand einer 

Interessenabwägung zu prüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige 

Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die 

gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3; 

Zwischenentscheide des BVGer B-3374/2023 vom 28. August 2023 E. 3.2 

"Widerruf SBB"; B-4959/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.2 "Weichenschleif-

maschinen"; B-6837/2010 vom 16. November 2010 E. 2.1 m.H. "Lüftung 

Belchentunnel"). Dass der Gesetzgeber im BöB den Suspensiveffekt in 

Abweichung zum VwVG nicht von Gesetzes wegen gewährte, zeigt, dass 

er sich der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war 

und eine individuelle Prüfung dieser Frage als notwendig erachtete, nicht 

aber, dass er diesen nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum 

Ganzen den Zwischenentscheid des BVGer B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, 

auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 2.1 m.H. "Microsoft"; 

Zwischenentscheid des BVGer B-3580/2021 vom 30. November 2021 E. 4 

"Identity and Access Management"). In der Botschaft zum BöB (BBl 2017 

1851 ff., insb. S. 1981 f.) wird festgehalten, dass weder nach altem noch 

nach neuem Recht ein automatischer Suspensiveffekt vorgesehen ist, und 

im Übrigen auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

verwiesen.  

3.3 Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung vor, so ist 

im Sinne einer prima facie-Würdigung der materiellen Rechtslage in einem 

ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon 

auszugehen ist, dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist. Ist 

dies der Fall, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu 

gewähren. Dasselbe gilt für den Fall, dass auf die Beschwerde aller 

Voraussicht nach nicht eingetreten werden kann (Zwischenentscheide des 

BVGer B-3374/2023 vom 28. August 2023 E. 3.3 "Widerruf SBB" und  

B-5293/2015 vom 4. November 2015 E. 3.1 "E-Mail-Service für 

Ratsmitglieder").  

Werden der Beschwerde hingegen Erfolgschancen zuerkannt oder 

bestehen darüber Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende 

Wirkung aufgrund der erwähnten Interessenabwägung zu befinden. In die 

B-486/2025 

Seite 15 

Abwägung einzubeziehen sind nach der ständigen Praxis der 

Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungs-

wesen (BRK), die sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid 

BVGE 2007/13 "Vermessung Durchmesserlinie" (E. 2.2) im Grundsatz zu 

eigen gemacht hat, einerseits die Interessen der Beschwerdeführerin an 

der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei 

zugleich ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Gewährung 

effektiven Rechtsschutzes besteht (Zwischenentscheid des BVGer  

B-6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2 "Hörgeräte"). Diesen gegenüber 

stehen die öffentlichen Interessen, die die Vergabestelle wahrzunehmen 

hat. So wird in der Botschaft zum BöB namentlich festgehalten, gegen den 

automatischen Suspensiveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen 

und erheblichen Mehrkosten (Botschaft BöB, BBl 2017 1851 ff., insb. 

S. 1982; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des BVGer  

B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 

E. 2.1 "Microsoft"). Entsprechend hält das Bundesgericht im Rahmen der 

Auslegung von Art. 17 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das 

öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB 1994/2001) 

– heute Art. 54 Abs. 2 der revidierten IVöB vom 15. November 2019 – fest, 

dass dem öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung 

des Vergabeentscheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zukommt 

(Urteil des BGer 2P.103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1 m.H.; in diesem 

Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3 "Prestations de planification à 

Grolley/FR"). Auch allfällige Interessen Dritter, namentlich der übrigen an 

einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Praxis 

zu berücksichtigen. Ausgangspunkt muss dabei – insbesondere auch in 

Anbetracht der Zielsetzung von Art. XVIII Ziff. 1 und Ziff. 7 Bst. a GPA 

2012 – die Gewährung eines effektiven Rechtsschutzes und die Verhinde-

rung von Zuständen sein, welche das Rechtsmittel illusorisch werden 

lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2 mit Hinweisen "Vermessung Durchmesser-

linie"; BVGE 2017 IV/3 E. 3.3 "Mobile Warnanlagen"; Zwischenentscheid 

des BVGer B-4959/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.2 "Weichenschleifmaschi-

nen"; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1341).  

4.  

4.1 Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist nicht nur ab-

zuweisen, wenn sich die Beschwerde materiell als offensichtlich 

unbegründet erweist. Vielmehr dringt die Beschwerdeführerin mit ihren 

prozessualen Anträgen auch dann von vornherein nicht durch, wenn auf 

die Beschwerde prima facie aller Voraussicht nach mangels Legitimation 

B-486/2025 

Seite 16 

nicht eingetreten werden kann (Zwischenentscheide des BVGer  

B-5488/2021 vom 29. Juli 2022 E. 5.1 "Tunnelfunkanlagen I" und  

B-3580/2021 vom 30. November 2021 E. 4 "Identity and Access 

Management"; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1342 mit 

Hinweisen).  

4.2 Das BöB enthält keine spezielle submissionsrechtliche Regelung zur 

Beschwerdelegitimation, weshalb diese nach dem allgemeinen 

Verfahrensrecht des Bundes zu beurteilen ist (Art. 55 BöB bzw. 

Art. 37 VGG in Verbindung mit Art. 48 VwVG; BGE 137 II 313 E. 3.2 

"Microsoft"). Danach ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der 

Vergabestelle am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG) 

und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat 

(Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). Der unterlegene Anbieter ist zur Beschwerde 

an das Bundesverwaltungsgericht nur legitimiert, wenn er eine reelle 

Chance hat, den Zuschlag selber zu erhalten (BGE 141 II 14 E. 4 ff. "Monte 

Ceneri"). 

4.3 Im vorliegenden Fall beantragt die im siebten Rang platzierte 

Beschwerdeführerin, es sei die Zuschlagsverfügung vom 23. Dezember 

2024, publiziert am 31. Dezember 2024, aufzuheben und ihr der Zuschlag 

zu erteilen. Begründend führt sie an, dass sie den Zuschlag lediglich nicht 

erhalten habe, weil eine ihrer drei Referenzen für das Zuschlagskriterium 

ZK02A zu Unrecht nicht zugelassen worden sei bzw. mit 0 Punkten wegen 

Ungültigkeit bewertet worden sei.  

4.4 Die Vergabestelle stellt die Legitimation der Beschwerdeführerin im 

vorliegenden Fall nicht in Frage (Vernehmlassung, Rz. 4).  

4.5 Würde der Argumentation der Beschwerdeführerin gefolgt und die 

Evaluation sowie der Zuschlag im Sinne ihrer Rügen – unter Bewertung 

der strittigen Referenz und den vollen 1'500 Punkten unter ZK02A – 

erfolgen, dann wäre einer der drei Zuschläge der Beschwerdeführerin mit 

9'803 Punkten zu erteilen. Damit würde zugleich der Zuschlag an die bisher 

mit 9'625 Punkten drittplatzierte Beschwerdegegnerin 1 entfallen.  

4.6 Nach dem Gesagten ist daher prima facie davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin nicht nur formell beschwert, sondern auch zur 

Erhebung der Beschwerde legitimiert ist. 

B-486/2025 

Seite 17 

4.7 Im Übrigen wurde die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht 

(Art. 56 Abs. 1 BöB und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Ebenso wurde der 

Kostenvorschuss fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

4.8 Zusammenfassend ist prima facie davon auszugehen, dass die 

Eintretensvoraussetzungen gegeben sind. 

5.   

5.1 Im vorliegenden Fall rügt die Beschwerdeführerin in materieller 

Hinsicht die fehlerhafte Bewertung ihres eigenen Angebots durch die 

Vergabestelle in Bezug auf ihr Referenzobjekt betreffend Leistungen für 

das BIT im Rahmen der Ermittlung des vorteilhaftesten Angebots. Die 

Vergabestelle hat die Zuschlagskriterien für das in Frage stehende Los 3 

wie folgt definiert (vgl. act.2 Pflichtenheft, S. 8): 

 

Daraus ergibt sich, dass die beiden die Referenzangaben betreffenden 

Kriterien ZK02A und ZK02B mit insgesamt 35 Prozent gewichtet werden. 

Die Beschwerdeführerin macht vor allem geltend, die Ungültigerklärung 

der in Frage stehenden Referenz wegen erfolglos gebliebener 

Kontaktierung der Referenzpersonen sei rechtswidrig (vgl. E. 5.2 

hiernach). Ausserdem nimmt die Beschwerdeführerin Bezug auf die von 

der Vergabestelle im Rahmen ihrer Stellungnahme zu den prozessualen 

Anträgen formulierte, auf eine Nachevaluation gestützte Begründung, 

wonach aufgrund der fehlenden Eignung der Referenzpersonen in Bezug 

auf die notwendigen Auskünfte von der Ungültigkeit der Referenz 

auszugehen sei. Damit kann nach Auffassung der Vergabestelle letztlich 

offen bleiben, ob die Kontaktversuche der Vergabestelle im Rahmen der 

ursprünglichen Evaluation hinreichend gewesen sind. Die Beschwerde-

B-486/2025 

Seite 18 

führerin bestreitet sachverhaltlich die fehlende Eignung der Referenz-

personen (vgl. E. 6 hiernach). 

Die Beschwerdeführerin rügt die Ungültigkeitserklärung der streitgegen-

ständlichen Projektreferenz explizit unter dem ersten der beiden 

Zuschlagskriterien zu den Referenzen, nämlich ZK02A "Erfahrung mit 

Aufträgen in der öffentlichen Verwaltung, Referenzformulare (schriftliches 

Angebot)". Dies vor dem Hintergrund, dass sie unter dem ZK02A nur 750 

von 1500 Punkten erhalten hat, wogegen ihr unter dem ZK02B die 

Maximalpunktzahl zuerkannt worden ist (Beschwerde, Rz. 26).  

Die Evaluationsmethode wird in Bezug auf dieses Zuschlagskriterium wie 

folgt beschrieben (Seite 10 des Anforderungskataloges Los 3 [act.7]):  

 

Zusätzlich zu den von der Beschwerdeführerin formulierten Rügen wird von 

Amtes wegen mit Blick auf das Transparenzgebot zu prüfen sein, ob es für 

die Beurteilung des Vorgehens der Vergabestelle relevant ist, dass die 

Bewertung für ZK02A (im Gegensatz zu ZK02B) gemäss dem 

Anforderungskatalog auf Grundlage des schriftlichen Angebots bzw. der 

schriftlich eingereichten Formulare erfolgen soll und nicht aufgrund der 

eingeholten Referenzauskünfte. Dasselbe gilt für die Frage, in welchem 

B-486/2025 

Seite 19 

Kontext die allenfalls fehlende Erreichbarkeit der Referenzpersonen 

relevant ist (vgl. E. 7 hiernach). 

5.2 Die Beschwerdeführerin bringt dabei im Zusammenhang mit dem 

Zuschlagskriterium ZK02A "Erfahrung Anbieter mit Aufträgen in der 

öffentlichen Verwaltung / Referenzformulare" vor, dass die Vergabestelle 

zu Unrecht ihre Referenz vom Projekt "Unterstützung Business Analyse 

und Business Requirement Engineering […]" des Bundesamtes für 

Informatik (BIT) als nicht gültig eingestuft habe (Beschwerde, Rz. 24 ff).  

Die Beschwerdeführerin führt aus, dass aus dem Anforderungskatalog 

hervorgehe, dass 100 % der maximal möglichen Punktezahl für ZK02A 

derjenige erhalte, der drei gültige Kundenreferenzen anbiete. Bei 

mindestens einer gültigen Kundenreferenz erhalte der Anbietende 50 % 

der maximal möglichen Punktezahl, sonst 0 Punkte. Die Ungültigerklärung 

einer der drei eingereichten Referenzen, namentlich der Referenz des BIT, 

für ZK02A, führte laut der Beschwerdeführerin dazu, dass sie statt der 

maximalen Punkte von 1'500 nur 750 Punkte erhalten habe 

(Beschwerde, Rz. 26).  

5.3  

5.3.1 In diesem Zusammenhang führt die Beschwerdeführerin aus, die 

Vergabestelle habe in ihrem Debriefing vom 3. Januar 2025 mitgeteilt, dass 

die gegenständliche Referenz als ungültig erklärt werden musste, da die 

Referenzperson sowie ihre Stellvertretung mehrfach nicht erreichbar 

gewesen seien und die Referenz somit nicht habe überprüft werden 

können (Beschwerde, Rz. 26). 

Die Beschwerdeführerin macht in Rz. 24 ihrer Beschwerde geltend, dass 

sie für ihre eingereichten Referenzen das Referenzformular der 

Vergabestelle verwendet und vollständig ausgefüllt habe. Besonders bei 

der streitgegenständlichen Referenz BIT seien für beide Kontaktpersonen 

sämtliche geforderte Informationen, d.h. Namen, Funktion, direkte 

Telefonnummer und E-Mail-Adresse, angegeben worden (Beschwerde 

Rz. 24 und 27). Zudem lägen die die bei Bundesreferenzen erforderlichen 

schriftlichen "Bereiterklärungen" der jeweiligen Referenzpersonen vor 

(Beschwerde, Rz. 24). 

Dementsprechend sei für die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar, 

dass beide Referenzpersonen mehrfach über keinen der angegebenen 

Kommunikationskanäle erreichbar gewesen seien (Beschwerde, Rz. 28 ff. 

B-486/2025 

Seite 20 

und Rz. 31). Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte die 

Vergabestelle, da sie die Nennung einer E-Mail-Adresse zusätzlich zur 

Telefonnummer verlangt habe, diese – sollte die Referenzperson unter der 

angegebenen Nummer nicht erreichbar gewesen sein – nach Treu und 

Glauben in Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht die Referenzpersonen 

zumindest einmal auch unter der angegebenen E-Mail-Adresse 

kontaktieren müssen (Beschwerde Rz. 50 mit Hinweis auf den Entscheid 

VD.2018.236 des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 

10. Mai 2019 E. 2.2.5). In dieser Situation könne die Vergabestelle die 

fehlende Referenzauskunft nicht dem Anbieter anlasten 

(Beschwerde Rz. 51 mit Hinweis auf den Entscheid VB. 2022.00276 des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 8. September 2022). 

5.3.2 Die Beschwerdeführerin macht sachverhaltlich ergänzend geltend, 

dass dieselben Referenzpersonen bei anderen Vergabeverfahren bisher 

problemlos kontaktiert worden seien (Beschwerde, Rz. 31). Der 

Beschwerdeführerin sei zudem bekannt, dass die Referenzpersonen, 

wenn ein Hinterlassen einer Bitte um Rückruf notwendig werden sollte, sich 

bisher immer zeitnah zurückgemeldet haben. Insbesondere aufgrund 

dieser guten Erreichbarkeit habe die Beschwerdeführerin die Referenz-

personen auch ausgewählt (Beschwerde, Rz. 31).  

5.3.3 Dementsprechend rügt die Beschwerdeführerin auch im 

vorliegenden Verfahren, dass – in der Annahme, dass die Vergabestelle 

keine oder keine hinreichenden Bemühungen unternommen hat, um die 

beiden Referenzpersonen zu kontaktieren – ihre Referenz BIT zum ZK02A 

in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu Unrecht von der 

Vergabestelle als "ungültig" mangels Erreichbarkeit der Referenzpersonen 

eingestuft worden sei (Beschwerde, Rz. 52). Vor diesem Hintergrund 

erwarte die Beschwerdeführerin auch die Nachreichung einer Aktennotiz 

oder eines Protokolls seitens der Vergabestelle, in dem die 

Kontaktbemühungen dokumentiert seien (Beschwerde, Rz. 29 f. und 

Rz. 49). 

5.3.4 Des Weiteren hebt die Beschwerdeführerin hervor, dass im 

vorliegenden Fall nicht die Referenz eines privaten Unternehmens bzw. 

einer Privatperson in Frage stehe. Vielmehr handle es sich bei der nicht 

beachteten Referenz um Mitarbeiter des Bundesamtes für Informatik (BIT), 

welches – wie die Vergabestelle selbst – Teil des Eidgenössischen 

Finanzdepartements (EFD) sei (Beschwerde, Rz. 54 f.). Die 

Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass sich die Vergabestelle in 

B-486/2025 

Seite 21 

einer solchen Konstellation behördenintern bewege und deswegen ein 

erweiterter Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung komme. Im Rahmen 

desselben müsse sich die Vergabestelle dafür verwenden, dass die im 

selben Departement tätigen Referenzpersonen auf allfällige Anfragen der 

Vergabestelle reagieren. Eine allfällige Verweigerung der Auskünfte der 

Referenzpersonen behördenintern im Rahmen der verwaltungsinternen 

Koordination sei der Vergabestelle (und nicht der Beschwerdeführerin) 

anzurechnen (Beschwerde, Rz. 55). 

5.4  

5.4.1 Die Vergabestelle beantragt demgegenüber in ihrer Vernehmlassung 

vom 20. Februar 2025, das Gesuch um aufschiebende Wirkung sei 

abzuweisen, insbesondere da von einer negativen Hauptsachenprognose 

auszugehen sei. 

Sie weist vorab darauf hin, dass die beiden Zuschlagskriterien ZK02A 

"Erfahrung mit Aufträgen in der öffentlichen Verwaltung/Referenz-

formulare" und ZK02B "Erfahrung mit Aufträgen in der öffentlichen 

Verwaltung / Referenzauskünfte" – obwohl die Beschwerdeführerin nur ihre 

Bewertung unter dem Kriterium ZK02A rügt – strukturell miteinander 

verknüpft seien (vgl. E. 6.1.1 und E. 7.2.4 hiernach). 

5.4.2 Die Vergabestelle führt zur materiellen Begründung im Wesentlichen 

aus, dass das Evaluationsteam im Rahmen der Prüfung der 

gegenständlichen Referenz der Beschwerdeführerin versucht habe, die 

Referenzpersonen am 9., 11. und 12. September 2024 durch Telefonanruf 

zu kontaktieren, um die Referenz zu verifizieren. Da allerdings mehrfach 

kein Kontakt habe hergestellt werden können, sei die streitgegenständliche 

Referenz als nicht verifizierbar und damit als ungültig bewertet worden. 

 

5.4.3 Die Vergabestelle vertritt in ihrer Vernehmlassung die Auffassung, 

dass Anbieter grundsätzlich verpflichtet seien, ihre Offerten – inkl. 

verlangter Referenzangaben – vollständig und korrekt einzureichen. 

Vergabestellen seien insbesondere nicht verpflichtet, weitere Abklärungen 

zu Referenzpersonen zu unternehmen oder Recherchen über das Internet 

bzw. verwaltungsintern anzustellen (Vernehmlassung, Rz. III/B/5.2 mit 

Hinweisen auf CLAUDIA SCHNEIDER HEUSI, Referenzen, Labels, Zertifikate, 

in: ZUFFEREY/BEYELER/SCHERLER [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2016, 

S. 410 m.w.H., sowie das Urteil des BVGer B-5501/2019 vom 26. Februar 

2020 E.4.3.3.1 "Centro Sportivo Tenero").  

B-486/2025 

Seite 22 

5.4.4 Die Vergabestelle führt an, dass zwar eine Nachforschung mit Blick 

auf die im Verwaltungsverfahren geltende Untersuchungsmaxime 

(Art. 12 VwVG) nicht ausgeschlossen sei, aber im Beschaffungsverfahren 

unter Wahrung der Gleichbehandlung der Anbieter erfolgen müsse 

(Art. 2 Bst. c BöB). Im gegenständlichen Los 3 sei mit 27 eine 

grundsätzlich hohe Zahl an Offerten eingegangen. die sich allerdings auch 

auf den Evaluationsaufwand ausgewirkt habe. Die ESTV habe sich 

deshalb ermessensweise für eine durchgehend strengere Handhabung 

entschieden und bei fehlenden bzw. falschen Referenzkontakten 

grundsätzlich nicht nachgefragt. 

5.4.5 Auf das Argument der Vergabestelle, wonach die seitens der 

Beschwerdeführerin angebotenen Referenzpersonen sowieso ungeeignet 

gewesen seien, womit offen bleiben könne, ob die Bemühungen zur 

Herstellung des Kontakts mit denselben hinreichend gewesen seien, ist 

später einzugehen (vgl. E. 6 hiernach). 

5.5 Mit Replik vom 7. März 2025 macht die Beschwerdeführerin geltend, 

dass aus der Vernehmlassung der Vergabestelle vom 20. Februar 2025 zur 

aufschiebenden Wirkung hervorgehe, dass die Vergabestelle lediglich drei 

telefonische Kontaktversuche unternommen habe. Dabei seien alle drei 

Kontaktversuche innert derselben Kalenderwoche sowie einmal an zwei 

aufeinanderfolgenden Tagen erfolgt. Für die Beschwerdeführerin geht 

daraus und der Tatsache, dass sich die Vergabestelle nach der 

Beschwerdeeinreichung zu einer Nachevaluation – und zwar noch vor 

Einreichung ihrer Stellungnahme – veranlasst gesehen habe, hervor, dass 

die Kontaktversuche ungenügend gewesen sind. Die Beschwerdeführerin 

hebt hervor, bei der Nachevaluation sei die zweite Referenzperson bereits 

beim ersten telefonischen Versuch erreicht worden; mit der 

Hauptreferenzperson habe zudem innerhalb weniger Tage ein Skype-

Termin vereinbart werden können. Für die Beschwerdeführerin geht daraus 

hervor, dass offensichtlich eine Vergabebeschwerde notwendig gewesen 

ist, damit die Vergabestelle eine Evaluation der streitgegenständlichen 

Referenz vornehme. Dabei unterstreicht sie, dass die Vergabestelle nach 

den ersten unzureichenden Kontaktversuchen im September 2024 noch 

bis Dezember 2024 Zeit gehabt habe, um ihren Pflichten nachzukommen 

und ihre Referenz sauber zu evaluieren.  

 

 

B-486/2025 

Seite 23 

5.6  

5.6.1 Die Vergabestelle prüft die Angebote der geeigneten Anbieter anhand 

leistungsbezogener Zuschlagskriterien (Art. 29 Abs. 1 BöB). Gemäss 

Art. 40 Abs. 1 BöB werden die Angebote, sofern die Eignungskriterien und 

die technischen Spezifikationen erfüllt sind, nach Massgabe der 

Zuschlagskriterien objektiv, einheitlich und nachvollziehbar geprüft und 

bewertet. Die Zuschlagskriterien konkretisieren den Begriff des 

vorteilhaftesten Angebots (Art. 41 BöB). Dieses wird ermittelt, indem die 

Vergabestelle neben Preis und Qualität einer Leistung insbesondere 

Kriterien wie Zweckmässigkeit, Termine, technischer Wert, Wirtschaft-

lichkeit, Lebenszykluskosten, Ästhetik und Nachhaltigkeit etc. berück-

sichtigt. Dabei ist es unter gewissen Voraussetzungen auch zulässig, 

Referenzauskünfte nicht nur als Eignungsnachweis einzufordern, sondern 

auch im Rahmen der Ermittlung des vorteilhaftesten Angebots zu bewerten 

(vgl. zur Prüfung der Mehreignung generell etwa den Zwischenentscheid 

des BVGer B-5341/2024 vom 19. Dezember 2024 E. 5.4.2.2 

"Kleiderlogistik" und zu Referenzen insbesondere etwa das Urteil des 

BVGer B-5501/2019 vom 26. Februar 2020 E. 4.2.1 "Centro Sportivo 

Tenero"). Die Vergabebehörde hat daher für jedes Beschaffungsgeschäft 

einen Katalog von Zuschlagskriterien festzulegen (GALLI/MOSER/LANG/ 

STEINER, a.a.O., Rz. 831). Bei den Zuschlagskriterien handelt es sich um 

Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und 

die ein Abwägen des wirtschaftlichen Werts ermöglichen; man spricht 

diesbezüglich auch von der relativen Natur der Zuschlagskriterien (vgl. 

ELISABETH LANG, Der Grundsatz der Transparenz im öffentlichen 

Beschaffungsrecht, Festschrift 100 Jahre Aargauischer Anwaltsverband, 

2005, S. 124).  

5.6.2 Die im Rahmen der Ausschreibung formulierten Eignungs- und 

Zuschlagskriterien sind so auszulegen und anzuwenden, wie sie von den 

Anbietern in guten Treuen verstanden werden konnten und mussten. Auf 

den subjektiven Willen der Vergabestelle bzw. der dort tätigen Personen 

kommt es nicht an (vgl. BGE 141 II 14 E. 7.1 "Monte Ceneri"; Urteil des 

BGer 2C_1101/2012 vom 24. Januar 2013 E. 2.4.1 "Leitsystem und 

Netzwerk A9"; Urteil des BVGer B-1606/2020 vom 11. Februar 2022 

E. 7.5.3.2 "Mediamonitoring ETH-Bereich II"; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 

a.a.O., Rz. 566 ff. und Rz. 867).  

5.6.3 Bei der Auswahl und Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien 

verfügt die Vergabebehörde über einen breiten Ermessensspielraum, in 

B-486/2025 

Seite 24 

welchen das Bundesverwaltungsgericht nur unter qualifizierten 

Voraussetzungen eingreift (Urteile des BVGer B-4288/2014 vom 

25. März 2015 E. 4.2 “Strombeschaffung für die Post“, B-6742/2011 vom 

2. September 2013 E. 2.2 “6-Streifen-Ausbau Härkingen-Wiggertal“ und  

B-6082/2011 vom 8. Mai 2012 E. 2.2 “Kontrollsystem LSVA“). Im Rahmen 

der Offertbewertung nach Art. 40 Abs. 1 BöB kommt der Vergabestelle 

ebenfalls ein grosser Ermessensspielraum zu, in welchen das 

Bundesverwaltungsgericht nicht eingreift. Eine Korrektur der Noten- bzw. 

Punktgebung kommt daher nur in Betracht, soweit sich diese nicht nur als 

unangemessen, sondern vielmehr als rechtsfehlerhaft erweist 

(Art. 56 Abs. 3 BöB; vgl. Zwischenentscheide des BVGer B-6762/2011 

vom 26. Januar 2012 E. 4.1 “Nachträge für die Systematische Sammlung 

des Bundesrechts“ und B-4621/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 6.3 mit 

Hinweisen “GIS-Software für Rail Geo System“; GALLI/MOSER/LANG/ 

STEINER, a.a.O., Rz. 1388).  

5.6.4 Das Verfahren der öffentlichen Beschaffung richtet sich nach den 

allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege, 

soweit das BöB nichts anderes bestimmt (Art. 55 BöB). Im 

Vergabeverfahren gilt nach Art. 12 VwVG der Untersuchungsgrundsatz 

(BGE 143 II 425 E. 5.1 mit Hinweisen "Publicom", 139 II 489 E. 3.2 

"Mehreignung"; vgl. zum Ganzen ELISABETH LANG, in: Trüeb [Hrsg.], 

Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht [im Folgenden: 

BöB-Kommentar], 2020, Rz. 8 zu Art. 55 BöB). Im Rahmen des Untersu-

chungsgrundsatzes sind von der Vergabestelle die rechtserheblichen 

Tatsachen abzuklären, also jene faktischen Entscheidgrundlagen, die für 

die Regelung des in Frage stehenden Rechtsverhältnisses relevant sind 

(BGE 143 II 425 E. 5.1 mit Hinweisen "Publicom"). Die Untersuchungs-

pflicht der Vergabebehörde wird indes ergänzt durch die Mitwirkungs-

pflichten der Parteien nach Art. 13 VwVG. In einem Verfahren, das sie 

durch ihre Begehren einleiten, sind Parteien gemäss 

Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an der Feststellung des 

Sachverhalts mitzuwirken (BGE 143 II 425 E. 5.1 mit Hinweisen 

"Publicom"). Das Einreichen einer Offerte kann im Ergebnis als der 

Einleitung durch eigenes Begehren ähnlich beurteilt werden. Die dadurch 

begründete Mitwirkungspflicht erstreckt sich insbesondere auf Tatsachen, 

die eine Partei besser kennt als die Behörde und die diese ohne Mitwirkung 

der Betroffenen gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben 

kann (BGE 143 II 425 E. 5.1 mit Hinweisen "Publicom").  

B-486/2025 

Seite 25 

5.6.5 In Bezug auf Referenzauskünfte hat das Bundesgericht allgemein 

festgehalten, es obliege grundsätzlich der Anbieterin sicherzustellen, dass 

die von ihr genannten Referenzpersonen zur Erteilung von Auskünften 

bereit und berechtigt sind. Diese Obliegenheit bildet Ausfluss der 

verwaltungsrechtlichen Mitwirkungspflicht (Urteil 2C_257/2016 vom 

16. September 2015 E. 1.2.3 "Stoffhandtuchrollen BS"). Die Behörde ist 

nicht verpflichtet, von Amtes wegen mangelhaft oder unvollständig 

eingereichte Unterlagen oder Angaben zu vervollständigen 

(BGE 139 II 495 E. 3.2 "Mehreignung" mit Hinweis auf MANUELA GEBERT, 

Stolpersteine im Beschaffungsablauf, in: Aktuelles Vergaberecht 2010, 

S. 364 ff.; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Rz. 573). Dies betrifft primär 

die Situation, dass die Vergabestelle eine Referenz materiell als nicht 

genügend beurteilt, und dann, gestützt etwa auf ein Bestandteil der Offerte 

bildendes Personalblatt, weitere Abklärungen trifft und auf diese Weise 

etwa eine andere Referenz prüft (Zwischenentscheid des BVGer  

B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.3 "Bauauftrag N3/68 

Linthebene"). Darauf bezieht sich auch die Aussage, wonach insoweit die 

Gleichbehandlung der Nachfrage beim Anbieter Grenzen setzt (CLAUDIA 

SCHNEIDER HEUSI, Referenzen, Labels, Zertifikate, in: Aktuelles 

Vergaberecht 2016, S. 393 ff., insb. S. 409). 

5.6.6 In Bezug auf die Angaben betreffend Referenzpersonen im 

Besonderen hat etwa das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt 

festgehalten, dass es Sache der Anbietenden ist, sich vorgängig zu 

vergewissern, dass die verlangte Referenz mittels der von ihnen 

angebotenen Referenzauskünfte erbracht werden kann. Die 

Vergabebehörde sei auch nicht nach Treu und Glauben verpflichtet, nach 

neunmalig erfolglosen Anfragen der angegebenen Referenzpersonen 

mittels den genannten Kontaktdaten bei der Beschwerdeführerin 

nachzufragen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben 

(Urteil VD.2018.236 vom 10. Mai 2019 E. 2.2.3 mit Hinweis auf die 

allenfalls anders lautende Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts mit 

Zwischenentscheid B-6160/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 7.8 

"Laborneubau ETH Basel"). Das Verwaltungsgericht Zürich hat festgestellt, 

dass es nicht genüge, wenn sich die Vergabestelle lediglich an eine 

allgemeine Firmenmailadresse einer Anbieterin wende, wenn diese eine 

spezifische Telefonnummer und Mailadresse angegeben habe 

(Urteil VB.2022.00276 des Verwaltungsgerichts Zürich vom 8. September 

2022 E. 4.3). Das Bundesverwaltungsgericht hat wiederum mit Urteil vom 

26. Februar 2020 festgehalten, dass die Vergabestelle sich nicht mit dem 

Hinweis des Arbeitgebers der Referenzperson begnügen dürfe, wonach 

B-486/2025 

Seite 26 

diese in Pension gegangen sei (Urteil des BVGer B-5501/2019 vom 

26. Februar 2020 E. 4 "Centro Sportivo Tenero" mit Hinweisen auf die 

kantonale Rechtsprechung insb. in E. 4.3.6).  

5.7  

5.7.1 Es kann vorliegend anhand der Notizen auf Seite 61 im 

Evaluationsraster für Los 3 (act. 21) festgestellt werden, dass die 

Vergabestelle bei den in Frage stehenden Referenzpersonen des 

Referenzprojektes Nr. 1 der Beschwerdeführerin drei telefonische 

Anrufversuche am 9., 11. und 12. September 2024 unternahm, bei denen 

sie laut Notiz "niemanden erreichen" konnte. Es wurde nicht festgehalten, 

ob beide oder nur eine Referenzperson bei diesen Kontaktversuchen nicht 

erreicht wurde. 

5.7.2 Angesichts dieser Ausgangslage ist zum vorliegenden Fall 

festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen sowohl 

eine direkte Telefonnummer als auch eine direkte Mailadresse der 

Referenzpersonen in Beilage 3c "Referenzen der Unternehmung" ihres 

Angebots angegeben hat. Deshalb erweist sich die Rüge der 

Beschwerdeführerin, wonach die Vergabestelle mit elektronischer 

Mitteilung hätte nachhaken müssen, als nicht offensichtlich unbegründet. 

Dafür spricht insbesondere das in E. 5.6.6 hiervor zitierte Urteil 

VB.2022.00276 des Verwaltungsgerichts Zürich vom 8. September 2022. 

Damit ist im vorliegenden Zusammenhang nicht näher darauf einzugehen, 

wie nahe zeitlich die Telefonanrufe beieinanderliegen dürfen, um die 

Unerreichbarkeit der Referenzperson anzunehmen. Dasselbe gilt für die 

Frage, ob es innerhalb desselben Departements eine gesteigerte 

Anforderung gibt in Bezug auf den Versuch, die Referenzpersonen zu 

erreichen. Jedenfalls ist generell festzuhalten, dass die grosse Anzahl 

eingegangener Offerten nicht dazu führen darf, dass der sich aus dem 

Untersuchungsgrundsatz ergebende Mindeststandard in Bezug auf das 

Kontaktieren von Referenzpersonen unterschritten wird.  

6.  

6.1 Als Reaktion auf die neue Argumentation der Vergabestelle im Rahmen 

ihrer Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen der 

Beschwerdeführerin macht Letztere in ihrer Replik geltend, dass die 

Vergabestelle die Eignung der genannten Referenzpersonen, Auskunft zu 

B-486/2025 

Seite 27 

erteilen, falsch beurteilt habe. Auch mit diesem Argument könne die 

Ungültigkeit der in Frage stehenden Referenz nicht begründet werden. 

6.1.1 Zunächst merkt die Vergabestelle in ihrer Vernehmlassung vom 

20. Februar 2025 an, dass die Beschwerdeführerin zwar nur ihre 

Bewertung unter dem Kriterium ZK02A rüge, die beiden Zuschlagskriterien 

ZK02A und ZK02B aber strukturell miteinander verknüpft seien 

(vgl. E. 5.4.1 und E. 7.2.4). Neben der binär beurteilen Gültigkeit der 

einzelnen Referenzen (ZK02A) seien zusätzlich alle eingeholten (also 

gültigen) Referenzen um eine mehrstufig-diskrete Bewertung der 

Arbeitsqualität der Anbieterin gebeten (ZK02B). Sollte sich daher ergeben, 

dass tatsächlich eine zusätzliche Referenz im Rahmen des Kriteriums 

ZK02A als gültig anzuerkennen sei, müsse deshalb auch ZK02B 

neuevaluiert werden. 

6.1.2 Aufgrund dieser Ausgangslage habe die Vergabestelle nach 

Beschwerdeeingang eine Nachevaluation durchgeführt. Dabei habe sich 

ergeben, dass beide Referenzpersonen ungeeignet gewesen wären, die 

dem Anforderungskatalog im Detail zu entnehmenden Auskünfte zu 

erteilen. Die Referenzperson 2 könne die Minimalanforderungen nicht bzw. 

mindestens nicht komplett dem ihr vorliegenden Referenzformular 

entnehmen und sei sowieso nur Ferienvertretung der Referenzperson 1 

gewesen, die selbst wiederum die im Anforderungskatalog vorgesehene 

Bewertung der Arbeitsqualität nicht vornehmen könne, da sie nur für die 

Verteilung externer Mitarbeiter auf Projekte zuständig gewesen sei. 

6.1.3 Daraufhin habe die Vergabestelle eine E-Mail der 

Beschwerdeführerin vom 13. Februar 2025 erhalten, in welchem diese 

darauf hinweist, dass die Referenzperson 1 auf ergänzende Nachfrage hin 

bestätigt habe, dass sie drei von sechs Unterkriterien von ZK02B doch 

bewerten könne. 

6.1.4 Aufgrund der inkompatiblen Auskünfte habe die Vergabestelle 

vertiefte Erkundigungen über die Rolle der Referenzpersonen eingeholt 

und diese am 18. Februar 2025 auch der Beschwerdeführerin mitgeteilt. 

Aus diesen gehe hervor, dass die Referenzpersonen bloss die Angebote 

einholen und die Einsatzverträge für verschiedene Projekte, u.a. Business-

Analysen, abschliessen; die einzelnen Projekte würden dann ohne 

Beteiligung der Referenzpersonen abgewickelt. Die Referenzpersonen 

würden erst wieder herangezogen werden, sobald es zu erheblichen 

B-486/2025 

Seite 28 

Leistungsstörungen kommen würde, die einen Personalwechsel oder eine 

Vertragsauflösung- bzw. Verlängerung bedingen würden. 

6.1.5 Nach Ansicht der Vergabestelle lässt sich die Angabe einer falschen 

– weil nicht projektzuständigen – Referenzperson nicht durch die 

Zulassung "genereller" Auskünfte oder einer projekt-abstrahierten Auskunft 

über die Zusammenarbeit in der Referenzevaluation substituieren. Zudem 

würde die Zulassung einer solchen Substituierung für die hier 

gegenständliche Referenz gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz 

gegenüber den anderen Anbieterbewertungen verstossen. Das 

Evaluationsteam habe fehlende Auskunftsfähigkeit von Referenzpersonen 

in Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes für sämtliche Angebote 

in ZK02A berücksichtigt. Eine in ZK02A ungültige Referenz sei dann im 

Kriterium zur Bewertung der Arbeitsqualität ZK02B konsequent 

unberücksichtigt geblieben. Wäre stattdessen eine Referenz als gültig zu 

qualifizieren (also die Minimalanforderungen erfüllend), ohne dass die 

Referenzperson sich auch materiell über die Arbeitsqualität äussern könne, 

müsse diese Auskunft in ZK02B als unbewertbar bzw. mit Note 0 

eingetragen werden. Nach Ansicht der Vergabestelle würde ein Angebot 

mit Angabe nur teilweise nicht-auskunftsfähiger Referenzpersonen (nur zu 

den Minimalanforderungen des Projekts, nicht aber zur Arbeitsqualität) im 

Ergebnis ohne vernünftigen Grund schlechter bewertet, als ein 

Konkurrenzangebot mit Angabe gänzlich falscher Referenzpersonen 

(ungültige Referenz). 

6.1.6 Zudem verweist die Vergabestelle darauf, dass im vorliegenden 

Beschaffungsverfahren die Beschwerdeführerin aus dem 

Anforderungskatalog im Detail gewusst habe, dass einerseits die 

Referenzpersonen sicher angefragt würden und auch zu welchen 

Auskünften. Daher obliege es alleine der Beschwerdeführerin, zur 

Auskunftserteilung geeignete Personen zu benennen. 

6.1.7 Die Vergabestelle komme daher zusammenfassend zum Schluss, 

dass die Beurteilung des Evaluationsteams im Ergebnis nicht zu 

beanstanden sei, da das streitgegenständliche Referenzprojekt im 

dokumentierten und verlangten Detaillierungsgrad nicht habe verifiziert 

werden können, und dass dies unabhängig davon gelte, ob dem 

Evaluationsteam ursprünglich eine Verletzung der Untersuchungsmaxime 

durch nicht hinreichende Kontaktversuche vorzuwerfen sei. 

 

B-486/2025 

Seite 29 

6.2  

6.2.1 Mit Replik vom 7. März 2025 machte die Beschwerdeführerin geltend, 

dass aus der Vernehmlassung der Vergabestelle vom 20. Februar 2025 zur 

aufschiebenden Wirkung hervorgehe, dass diese nur um am Ergebnis der 

Submission nichts ändern zu müssen, neu behaupte, die gegenständliche 

Referenz sei "ungeeignet". Aufgrund dieses Vorgehens komme die 

Vergabestelle offenbar zum Schluss, dass die streitige Referenzauskunft 

nicht berücksichtigt werden könne oder aber berücksichtigt und bei 

entsprechender materieller Bewertung in ZK02B mit einer Null bewertet 

werden müsse. Der Auffassung der Beschwerdeführerin nach ist diese 

Schlussfolgerung alles andere als überzeugend, weshalb die Haupt-

sachenprognose noch immer positiv zugunsten der Beschwerdeführerin 

ausfallen müsse. 

6.2.2 Die Beschwerdeführerin führt aus, sie müsse sich den Umstand, dass 

die Vergabestelle ihren Abklärungspflichten mit Blick auf die BIT-Referenz 

der Beschwerdeführerin erst nach Einleitung des Beschwerdeverfahrens 

nachgekommen sei, an dieser Stelle nicht entgegenhalten lassen. Dies 

erst recht nicht, wenn das Ergebnis dieser Nachevaluation alles andere als 

gewiss sei. 

6.3 Eine Sachverhaltsdarstellung ist unrichtig, wenn der Verfügung ein 

falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise 

falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den 

Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. 

statt vieler: Urteil des BVGer B-3329/2024 vom 6. Januar 2025 E. 4.2; 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043). 

Aus Art. 12 VwVG ergibt sich, dass im Verwaltungsverfahren die Abklärung 

sowie die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts von zentraler 

Bedeutung sind. Die für die Entscheidfindung vorzunehmende 

Tatsachenfeststellung setzt ihrerseits voraus, dass die Sachlage korrekt 

und vollständig ermittelt worden ist (KRAUSKOPF/ EMMENEGGER/ BABEY, in: 

WALDMANN/WEISSENBERGER [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungs-

verfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Rz. 1 zu Art. 12 VwVG). 

6.4  

6.4.1 Jedenfalls gilt, dass das Bundesverwaltungsgericht wegen des im 

Beschwerdeverfahren ebenfalls geltenden Untersuchungsgrundsatzes 

B-486/2025 

Seite 30 

den relevanten Sachverhalt nicht allein gestützt auf die Abklärungen der 

Vergabestelle beurteilen darf. Dabei kann im vorliegenden Zusammenhang 

offen bleiben, inwieweit die Vergabestelle solche Abklärungen im 

Beschwerdeverfahren nachschieben darf. Dies gilt im vorliegenden Fall 

umso mehr, als die Beschwerdeführerin die Feststellungen der 

Vergabestelle replicando nach wie vor bestreitet. 

6.4.2 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 

Mail vom 13. Februar 2025 an die Vergabestelle vorbringt, dass die 

Referenzperson 1 nach selbstständiger Nachfrage durch die 

Beschwerdeführerin bestätigt habe, dass sie zumindest drei von sechs 

(im Anforderungskatalog festgehaltenen) Unterkriterien für die Bewertung 

der Erfahrung der Anbieterin mit öffentlichen Aufträgen doch bewerten 

könne (vgl. E. 6.1.3 hiervor). Aus der "Nachevaluation Los 3" (act. 27) geht 

hervor, dass die Referenzpersonen die Einwilligung, als Referenzpersonen 

zu fungieren, erteilt haben, wobei der Referenzperson 2 "dies zuerst nicht 

so bewusst gewesen sei" (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle, 

Rz. III/B/5.1 S. 5).  

6.4.3 Nach dem Gesagten kann sich das Gericht insoweit nicht auf die 

seitens der Beschwerdeführerin bestrittenen Feststellungen der 

Vergabestelle verlassen, sondern es wird in Bezug auf die Eignung der 

Referenzpersonen der Abnahme von Beweisen bedürfen. Damit erweist 

sich die Beschwerde auch in Bezug auf die Eignung der Referenzpersonen 

– immer unter der Annahme, dass die Ungültigkeit einer Referenz aufgrund 

dieser mangelnden Eignung auch im Rahmen von ZK02A (und nicht 

lediglich unter ZK02B) berücksichtigt werden darf – als nicht offensichtlich 

unbegründet.  

7.  

7.1  

7.1.1 Aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes und des Grundsatzes der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen kann das Bundesverwaltungsgericht 

den Sachverhalt sowie die Anwendung von Bundesrecht prüfen, auch ohne 

dass entsprechende Rügen der Beschwerde führenden Partei vorgebracht 

worden sind. Das Rügeprinzip kommt nur in abgeschwächter Form zur 

Anwendung (Urteil des BVGer B-312/2014 vom 14. August 2014 E. 2.2; 

MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 3. Aufl.2022, Rz. 1.55 und 2.165). Die Beschwerdeinstanz 

ist demnach berechtigt, auch Fragen nachzugehen, die von der 

B-486/2025 

Seite 31 

Beschwerdeführerin nicht ausdrücklich aufgeworfen wurden, zu deren 

Beantwortung jedoch aufgrund der Parteivorbringen in Kombination mit 

den Akten durchaus Anlass besteht (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 

Rz. 1380). 

7.1.2 Die im Rahmen der Ausschreibung formulierten Eignungs- und 

Zuschlagskriterien sind so auszulegen und anzuwenden, wie sie von den 

Anbietern in guten Treuen verstanden werden konnten und mussten. Auf 

den subjektiven Willen der Vergabestelle bzw. der dort tätigen Personen 

kommt es nicht an (vgl. BGE 141 II 14 E. 7.1 "Monte Ceneri"; 

vgl. E. 5.6.2 hiervor).  

7.1.3 Aus dem Transparenzgebot ergibt sich, dass der öffentliche 

Auftraggeber das Gesamtsystem von Zuschlags- und Unterkriterien samt 

der festgelegten Gewichtung für jedes Kriterium (Beurteilungsmatrix) 

bekannt zu geben hat (vgl. grundlegend das Urteil des BVGer B-891/2009 

vom 5. November 2009 E. 3.1 “Kurierdienst BAG I“ und zum Ganzen den 

Zwischenentscheid des BVGer B-7216/2014 vom 24. Februar 2015 E. 4.1 

mit Hinweisen “Casermettatunnel“; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 

Rz. 847). Die Vergabestelle ist grundsätzlich an die Ausschreibung und die 

Ausschreibungsunterlagen gebunden. Wenn sie bekannt gegebene 

Kriterien ausser Acht lässt, ihre Bedeutungsreihenfolge umstellt, andere 

Gewichtungen vornimmt oder Kriterien heranzieht, die sie nicht bekannt 

gegeben hat, handelt sie vergaberechtswidrig (vgl. dazu den 

Zwischenentscheid des BVGer B-2960/2014 vom 28. Oktober 2014 

E. 4.2.2 "Talgo" sowie das Urteil B-6837/2010 vom 15. März 2011, E. 3.1. ff. 

"Lüftung Belchentunnel"; siehe auch GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 

Rz. 848).  

7.2  

7.2.1 Aufgrund der Ausschreibungsunterlagen stellt sich unabhängig von 

den Rügen der Beschwerdeführerin die Frage, wie die Zuschlagskriterien 

ZK02A und ZK02B zu verstehen sind, wobei zunächst die Frage zu 

beantworten ist, ob die fehlende Erreichbarkeit oder die fehlende Eignung 

einer Referenzperson nach der bekannt gegebenen Bewertungsmethode 

unter dem ZK02A zu einem Abzug führen darf (vgl. zur Beschreibung der 

Bewertungsmethode für das ZK02A E. 5.1 f. hiervor mit Abbildung).  

7.2.2 Dazu ist zunächst festzuhalten, dass sich keines der 

Eignungskriterien auf Referenzen bezieht, sondern unter EK08 "nur" ein 

B-486/2025 

Seite 32 

Qualitätsmanagementsystem verlangt wird. Damit wird die ganze Prüfung 

der Referenzen im Sinne einer Mehreignung verstanden (vgl. dazu 

E. 5.6.1 hiervor). Ausserdem wird im Anforderungskatalog (act. 7) unter 

dem Titel "Zuschlagskriterien" (S. 10) festgehalten, dass die Bewertung für 

das ZK02A (im Gegensatz zu ZK02B) auf Grundlage des schriftlichen 

Angebots bzw. der schriftlich eingereichten Formulare erfolgen soll (“Die 

Referenzformulare des schriftlichen Angebots werden wie folgt bewertet:“). 

Dies geht auch aus der Spalte “Titel“ des Anforderungskatalogs für ZK02A 

auf S. 10 hervor (“Referenzformulare [schriftliches Angebot]“). Dabei 

handelt es sich hier in einem ersten Schritt in ZK02A um eine im Vergleich 

zum ZK02B weniger vertiefte Prüfung der Referenzprojekte in Bezug auf 

die Fragen, ob sie – wie verlangt – "in der öffentlichen Verwaltung" erbracht 

worden sind und eine "Business Analyse" zum Gegenstand haben, wobei 

nicht verlangt wurde, dass die Referenzen mit dem vorliegend 

ausgeschriebenen Projekt vergleichbar sind. Unter der Überschrift 

"Nachweis" wird im Anforderungskatalog darauf hingewiesen, dass "unklar 

beschriebene, unvollständige Kundenreferenzen, die nicht dem 

Aufgabenbereich zugewiesen werden können", als ungültig bewertet 

werden (vgl. zum Ganzen act. 7, Anforderungskatalog Los 3, S.10 f.; 

act. 12, Formular "Referenz der Unternehmung").  

7.2.3 Nach dem Gesagten ist ohne klare Ansage der Vergabestelle zum 

Vorgehen beim Bewerten von Referenzen im Rahmen von ZK02A in den 

Ausschreibungsunterlagen nicht davon auszugehen, dass die 

Erreichbarkeit und die Eignung der Referenzpersonen – als unter ZK02B 

für die qualitative Bewertung relevante Aspekte – im Rahmen von ZK02A 

eine Rolle spielen. Die Vergabestelle behauptet denn auch nicht, dass die 

Beschwerdeführerin – was prima facie für das ZK02A relevant wäre – 

weniger als drei Referenzen beschrieben hat oder dass die beschriebenen 

Referenzen die Bedingungen "in der öffentlichen Verwaltung" und 

"Business Analyse" nicht erfüllen. Ausserdem ist prima facie anzunehmen, 

dass die von der Beschwerdeführerin angegebenen Referenzpersonen 

ohne Weiteres in der Lage wären zu bestätigen, dass diese Bedingungen 

erfüllt sind. Damit ist prima facie eher davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin – nach der Begrifflichkeit der Vergabestelle – drei 

Kundenreferenzen eingereicht hat, die dem Aufgabenbereich zugewiesen 

werden können. Zum Vorgehen bei fehlender Eignung der 

Referenzpersonen oder fehlender Erreichbarkeit derselben werden unter 

ZK02A keine Aussagen gemacht. Dies spricht schon allein prima facie eher 

dafür, dass bei Hindernissen beim Einholen der Referenzen (fehlende 

Eignung der Referenzperson für die zu bewertenden Aussagen unter 

B-486/2025 

Seite 33 

ZK02B oder fehlende Erreichbarkeit) – mangels klarer diesbezüglicher 

Ausformulierung im Anforderungskatalog – keine Abzüge gemacht werden 

dürfen. 

7.2.4 Die Vergabestelle weist zutreffend darauf hin, dass die 

Zuschlagskriterien ZK02A und ZK02B als Teil desselben Konzepts zu 

verstehen sind. Diese sind – so die Vergabestelle – "strukturell miteinander 

verknüpft" (vgl. E. 5.4.1 und E. 6.1.1 hiervor). Damit ist nicht nur die 

Bewertungsmethode für jedes der Zuschlagskriterien separat unter 

Auslegung der Beschreibung der Vergabestelle zu ermitteln, sondern es 

sind insbesondere die Aussagen zu ZK02A und ZK02B systematisch 

auszulegen (Urteil des BGer 2C_1078/2019 vom 22. Juni 2021 E. 5.2.3 

"corso di formazione"; Zwischenentscheide des BVGer B-5500/2021 vom 

29. Juli 2022 E. 9.5.6 "Tunnelfunkanlagen II" und B-4959/2021 vom 

18. Mai 2022 E. 5.8.6 "Weichenschleifmaschinen").  

7.2.5 Die Bewertungsmethode und die Nachweise zum ZK02B betreffend 

die Bewertung der eingeholten Referenzauskünfte sind im 

Anforderungskatalog für Los 3 (act. 7, S. 11) wie folgt definiert: 

 

  

B-486/2025 

Seite 34 

7.2.6 Damit ist eine im Vergleich zu ZK02A deutlich vertieftere (und auch 

höher gewichtete) Prüfung der Referenzprojekte aufgrund substanzieller 

Aussagen der Referenzpersonen intendiert: 

"Die gemäss ZK02A schriftlich eingereichten Referenzen werden überprüft."  

Dabei ergibt "der Durchschnitt aller eingeholten Referenzauskünfte pro 

Anbieter" die Schlussbewertung unter dem Zuschlagskriterium ZK02B. Die 

einzelnen Referenzen werden mit bis zu 5 Punkten bewertet. Ausserdem 

wird unter dem Titel “Hinweis“ folgende Regel formuliert:  

"Sollten die angegebenen Personen für die Referenzauskunft mehrfach nicht 

erreichbar sein, so wird die betreffende Referenz im ZK02B mit 0 Punkten 

bewertet."  

Demgegenüber enthalten die Vorgaben zum ZK02A gemäss 

Anforderungskatalog – wie soeben festgestellt – keine Aussagen zu den 

Folgen fehlender Erreichbarkeit. Weder unter ZK02A noch unter ZK02B 

werden Anordnungen getroffen über das Vorgehen bei fehlender Eignung 

der Referenzpersonen.  

Sowohl die Auslegung dieses Hinweises unter ZK02B wie auch die 

systematische Auslegung der Aussagen der Vergabestellen zu beiden die 

Referenzen betreffenden Zuschlagskriterien sprechen prima facie dafür, 

dass jedenfalls bei fehlender Erreichbarkeit der Referenzpersonen 

allenfalls ein Punkteabzug unter dem ZK02B, mit Blick auf den Grundsatz 

der Bindung an die Ausschreibungsunterlagen indes eher kein 

Punkteabzug unter dem ZK02A zulässig ist.  

Prima facie könnte die Beschwerdeführerin daher statt der an sie 

vergebenen 750 Punkte die vollen 1500 Punkte erhalten, da sie nicht nur 

zwei, sondern drei nach den Anforderungen gemäss ZK02A gültige 

Kundenreferenzen vorlegt. Auch aus dem nachfolgend abgebildeten – den 

Anbieterinnen nicht zugänglichen – Evaluationsraster (act. 21; 

geschwärzter Screenshot der S. 45 zwecks besserer Darstellung des 

Rasters) ergibt sich, dass die Vergabestelle ZK02A und ZK02B nicht 

sauber trennt, indem sie den zu ZK02A gehörigen Hinweis auf das 

Vorgehen bei unklar beschriebenen Kundenreferenzen, die nicht dem 

B-486/2025 

Seite 35 

Aufgabenbereich zugewiesen werden können (vgl. Abbildung in E. 5.1 und 

E. 7.2.2 f. hiervor), unter ZK02B anführt. 

 

7.2.7 Die Vergabestelle weist in ihrer Stellungnahme (III/B/8.2 S. 7) darauf 

hin, dass sich die ihrerseits getroffenen Feststellungen im Rahmen der 

Bewertung auch dahingehend auswirken könnten, dass die in Frage 

stehende Referenz der Beschwerdeführerin unter dem ZK02B als 

"unbewertbar" bzw. mit der Note 0 eingetragen werden müsste. Fakt ist 

zunächst, dass dies die Vergabestelle nicht in dieser Form getan hat, 

sondern die Referenzen der Beschwerdeführerin mit der Maximalpunktzahl 

bewertet hat. Dies wohl mit Blick auf die Formulierung, dass der 

"Durchschnitt aller eingeholten Referenzauskünfte pro Anbieter" zu 

bewerten ist, wobei die Regel prima facie nicht einwandfrei kohärent ist mit 

dem Hinweis, wonach bei fehlender Erreichbarkeit der Referenzpersonen 

mit 0 Punkten zu bewerten ist.  

7.2.8 Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die Ausschreibungs-

unterlagen keinen Hinweis darauf enthalten, wie bei fehlender Eignung der 

Referenzpersonen vorzugehen ist. Und schliesslich stellt sich auch die 

B-486/2025 

Seite 36 

Frage, ob gemäss dem an die Vergabestelle gerichteten Mail der 

Beschwerdeführerin vom 13. Februar 2025 davon auszugehen ist, dass die 

Referenzperson drei von sechs Unterkriterien von ZK02B bewerten 

könnte. Unter dieser Voraussetzung könnte es sein, dass die 

Beschwerdeführerin zwei Punkte für die umstrittene Referenz erhält. Dies 

ergäbe im Durchschnitt einen Wert von 4 und somit weiterhin 100% der 

Punktzahl für ZK02B. Darauf ist jedoch im vorliegenden Zusammenhang 

nicht näher einzugehen. 

7.2.9 Zusammenfassend kann prima facie keineswegs ausgeschlossen 

werden kann, dass der strittige Punkteabzug unter ZK02A gegen das 

Transparenzprinzip verstösst. Das gilt auch unter der Annahme, dass die 

Vergabestelle den Punkteabzug erfolgreich nicht mehr mit fehlender 

Erreichbarkeit, sondern mit fehlender Eignung der Referenzpersonen 

begründet. Folglich würde die Beschwerdeführerin ein Gesamtergebnis 

von 9'803 Punkten erzielen und damit die Beschwerdegegnerin 1, 

namentlich die drittplatzierte Anbieterin X._______ AG, mit 9'625 Punkten, 

überrunden. Es ist prima facie auch nicht offensichtlich, dass der Verzicht 

auf einen Punktabzug unter dem ZK02A mit einem Punkteabzug unter dem 

ZK02B zulasten der Beschwerdeführerin kompensiert werden kann. Damit 

erweist sich die Beschwerde auch insoweit als nicht offensichtlich 

unbegründet.  

8.  

8.1  

8.1.1 Erweist sich eine Beschwerde prima facie als nicht offensichtlich 

unbegründet ist, so ist in einem nächsten Schritt abzuwägen, ob die 

Interessen der Vergabestelle – und der Zuschlagsempfängerinnen – an 

einer sofortigen Vollstreckung gewichtiger sind als das Interesse der 

Beschwerdeführerin, dass ihre Chance auf einen Zuschlag durch die 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung gewahrt werde 

(vgl. E. 3.3 hiervor).  

Dabei ist im vorliegenden Fall zu berücksichtigen, dass der Vergabestelle 

mit Verfügung vom 26. März 2025 für dringende Leistungen ein 

Vorabbezug im Umfang von 250'000 Franken bewilligt worden ist. 

8.1.2 Nicht jedes Beschleunigungsinteresse der Vergabestelle ist als so 

dringend einzustufen, dass es zur Abweisung der aufschiebenden Wirkung 

führen müsste. Vielmehr hat die Auftraggeberin den Umstand, dass gegen 

B-486/2025 

Seite 37 

den Zuschlag ein Rechtsmittel ergriffen werden kann, dem gegebenenfalls 

die aufschiebende Wirkung erteilt wird, bei sorgfältiger Disponierung 

bereits in ihre Planung einzubeziehen und die Termine, die eingehalten 

werden müssen, entsprechend anzusetzen. Beschaffungsgeschäfte samt 

Durchführung des eigentlichen Submissionsverfahrens und eines 

allfälligen Rechtsmittelverfahrens sind demnach nach Möglichkeit so 

langfristig zu planen, dass grundsätzlich keine Dringlichkeit eintreten kann 

(Urteil des BGer 2C_339/2010 vom 11. Juni 2010 E. 3.2; 

Zwischenentscheide des BVGer B-4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 5.3 

“Projektcontrollingsystem AlpTransit“ und B-891/2009 vom 23. März 2009 

E. 4.1 “Kurierdienst BAG I“). Aber auch eine selbstverschuldete 

Dringlichkeit kann nicht dazu führen, dass sich der Richter daran gehindert 

sieht, einer Beschwerde zur Vermeidung substantiiert dargelegter 

gravierender Folgen einer Verzögerung im Einzelfall nicht gleichwohl die 

aufschiebende Wirkung zu versagen (vgl. zum Ganzen 

GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1328 mit Hinweisen). Dabei 

ist es grundsätzlich Sache der Vergabestelle, allfällige gravierende Folgen 

einer Verzögerung, welche die Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung 

einer Beschwerde begründen sollen, substantiiert darzulegen 

(Zwischenentscheid des BVGer B-998/2014 vom 26. Oktober 2014 E. 7.2 

“Datentransport BIT“). 

8.1.3 Produkte oder Dienstleistungen, in Bezug auf welche dauernder oder 

regelmässiger Bedarf besteht, sind für die Vergabestelle oft unverzichtbar. 

Diesfalls drängt es sich auf, nicht in Bezug auf die ganze in Frage stehende 

Lieferung eine Interessenabwägung vorzunehmen, sondern mit Blick auf 

das Verhältnismässigkeitsgebot zu entscheiden, ob nicht vorsorglich eine 

den Gesamtumfang der Beschaffung nicht in ungebührlicher Weise 

präjudizierende Teilmenge zur Beschaffung freigegeben werden kann 

(Zwischenverfügungen des BVGer B-3644/2017 vom 23. August 2017 

"Tunnelorientierungsbeleuchtung" E. 6.8.1 und B-4637/2016 vom 

19. Oktober 2016 E. 10.3 "Tunnelreinigung Gotthard-Basistunnel"; 

vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1342). 

8.2  

8.2.1 Die Vergabestelle vertritt in ihrer Stellungnahme zu den prozessualen 

Anträgen der Beschwerdeführerin die Auffassung, dass überwiegende 

öffentliche Interessen gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

sprechen. Die in Frage stehenden IT-Leistungen für die Steuerverwaltung 

könnten nicht aufgeschoben werden. Die systemrelevanten Leistungen 

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Seite 38 

seien in Bezug auf die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der 

Steuerverwaltung und die internationale Zusammenarbeit in Steuersachen 

vor allem mit Blick auf die durch Gesetzesänderungen (Wechsel 

Wohneigentumsbesteuerung, Berufskostenpauschale, Erstreckung 

Verlustverrechnung, Transparenz wirtschaftlich Berechtigter, Individual-

besteuerung, Automatischer Informationsaustausch) durchzuführenden 

Anpassungen ab 2026 zwingend erforderlich. Es könne der Bedarfsstelle 

nicht vorgehalten werden, dass sich die Evaluation im Gesamtprojekt mit 

vier Losen aufgrund der unerwarteten Zahl von rund 80 Angeboten etwas 

verzögert habe (Stellungnahme, Rz. III/C/3.1). Der Beschwerdeführerin 

stehe wiederum nicht etwa ein Auftrag von über 7'000'000 Franken in 

Aussicht, sondern nur der Einbezug in einen Kreis von Anbietern, die sich 

um Einzelaufträge bewerben können (Stellungnahme, Rz. III/C/3.2). 

8.2.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet das überwiegende öffentliche 

Interesse der Vergabestelle aufgrund mangelnder Substantiierung, 

weshalb dem Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu 

entsprechen und insbesondere der Antrag auf Bewilligung eines 

Vorabbezugs abzulehnen sei (Replik, Rz. B/15 f.). Eine zu 

berücksichtigende Dringlichkeit sei nicht ersichtlich, auch weil die 

Vergabestelle sich für die Endentscheidung sechs Monate Zeit gelassen 

habe und damit eine selbstverschuldete Dringlichkeit vorliege 

(Replik, Rz. A/9.). Zudem impliziere der Titel des Beschaffungs-

gegenstandes "(24054) 605 IKT Unterstützung Digitalisierung ESTV 2024-

2029" eher eine unterstützende Funktion bei der Digitalisierung statt einer 

systemrelevanten Funktion. Eventualiter beantragt sie, den vorläufigen 

Leistungsbezug auf die Beschwerdegegnerin 2 und 3 einzugrenzen 

(Replik, Rz. B/21.). 

8.3  

8.3.1 Die Beschwerdeführerin macht im vorliegenden Fall zu Recht 

geltend, dass die Vergabestelle die gravierenden Folgen nicht hinreichend 

belegt und auch keine Detailberechnung zum – erst auf richterliche 

Instruktion hin nachgereichten – Höchstbetrag für den inzwischen teilweise 

bewilligten Vorabbezug angegeben hat (vgl. zur Substantiierungspflicht in 

Bezug auf die Dringlichkeit etwa den Zwischenentscheid B-5937/2020 vom 

26. Februar 2021 E. 9 "MÜLS Kerenzerbergtunnel I"). 

8.3.2 Indessen erscheint die Beurteilung der Vergabestelle, wonach der 

beantragte teilweise Vorabbezug in Bezug auf die Sicherung der 

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Seite 39 

Funktionsfähigkeit der Steuerverwaltung betreffend einzelne Gesetzes-

änderungen wie auch die zu sichernden "internationalen Beziehungen der 

Schweiz" dringlich und gewichtig ist, grundsätzlich nachvollziehbar. 

8.3.3 Damit können auch für den Fall, dass die Dringlichkeit – wie die 

Beschwerdeführerin behauptet – selbstverschuldet wäre, gravierende 

Folgen einer Verzögerung nicht ausser Acht gelassen werden 

(vgl. E. 8.1.5 hiervor). Indessen hat das Bundesverwaltungsgericht bereits 

in einschlägigen Präjudizien hervorgehoben, dass eine teilweise 

Dringlichkeit in Bezug auf einige Teilelemente der Leistung nicht dazu 

führen kann, dass in Bezug auf die ganze nachgefragte Leistung bzw. die 

ganze Laufzeit von mehrjährigen Rahmenverträgen die aufschiebende 

Wirkung entzogen wird (vgl. etwa den Zwischenentscheid des  

BVGer B-3644/2017 vom 23. August 2017, insb. E. 6.8.3 

"Tunnelorientierungsbeleuchtung").  

8.3.4 Daher kann den Anträgen der Vergabestelle jedenfalls nicht 

vollumfänglich entsprochen werden. Es kann ihr auch nicht dahingehend 

beigepflichtet werden, dass eine von mehreren Zuschlagsempfängerinnen 

eines Rahmenvertrages wegen der offenen Frage, wie viele Leistungen bei 

ihr tatsächlich bezogen werden, ein weniger gewichtiges Interesse an 

effektivem Rechtsschutz hat im Vergleich zu einer alleinigen Zuschlags-

empfängerin. 

8.3.5 Indessen hat das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung 

vom 26. März 2025 den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

im Ergebnis bereits teilweise abgewiesen, indem der Vergabestelle für die 

geschätzte Dauer des Verfahrens bzw. bis zum 30. Juni 2025 erlaubt 

worden ist, dringende IT- Leistungen (auch in bereits laufenden Projekten), 

wie sie in der am 31. Dezember 2024 publizierten Zuschlagsverfügung vom 

23. Dezember 2024 (SIMAP-Meldungsnummer 1442115; Los 3) definiert 

werden, im Umfang von höchstens Fr. 250'000.– (exkl. MWST) 

auszulösen. Dabei ist der Leistungsbezug bei der Beschwerdeführerin 2 

oder der Beschwerdeführerin 3 möglich, nicht aber bei der 

Beschwerdeführerin 1. 

8.3.6 In dieser Verfügung ist bereits festgehalten worden, dass die 

Vergabestelle bei dringendem Bedarf eine weitere Vorabbezugs-

bewilligung beantragen kann, womit ihrem Beschleunigungsinteresse 

hinreichend Rechnung getragen ist (vgl. zu Anordnungen für die Dauer des 

laufenden Beschwerdeverfahrens im Rahmen des Entscheids über die 

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Seite 40 

aufschiebende Wirkung etwa den Zwischenentscheid des BVGer 

B-1606/2020 vom 11. Juni 2020 E. 8.5 "Mediamonitoring ETH-Bereich II"). 

8.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass dem Gesuch um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung daher im dargestellten Sinne teilweise zu 

entsprechen ist.  

9.  

Die das Hauptverfahren betreffenden weiteren Instruktionen erfolgen mit 

separater Verfügung.  

10.  

Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenentscheides 

ist mit dem Entscheid in der Hauptsache zu befinden.   

B-486/2025 

Seite 41 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Gesuch um aufschiebende 

Wirkung wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 

2.  

Anordnungen betreffend den Schriftenwechsel im Hauptverfahren erfolgen 

mit separater Verfügung. 

3.  

Über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheids wird mit dem 

Entscheid in der Hauptsache befunden. 

4.  

Diese Verfügung geht an die Beschwerdeführerin, die Vergabestelle und 

die Beschwerdegegnerinnen. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Iryna Sauca 

 

  

B-486/2025 

Seite 42 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist 

ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen 

Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die 

beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 2. Mai 2025