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**Case Identifier:** 28268e24-e0e1-54d6-a374-e4fb3451fd10
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.02.2025 F-6078/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-6078-2024_2025-02-21.pdf

## Full Text

Das BGer ist mit Entscheid vom 

08.04.2025 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (1C_184/2025) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung VI 

F-6078/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Susanne Genner, Richterin Aileen Truttmann, 

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch MLaw Nicole Breitenmoser, Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
Gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung; 

Verfügung des SEM vom 21. August 2024 / K (…). 

 

 

 

F-6078/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer reiste am (...) illegal in die Schweiz ein. Glei-

chentags stellte er unter den Personalien B._______, geboren (...), 

C._______, ein Asylgesuch, auf welches das damalige Bundesamt für Mig-

ration (BFM; heute: SEM) mit Verfügung vom 21. Februar 2005 nicht ein-

trat. Gleichzeitig wies es ihn aus der Schweiz weg. In Ermangelung von 

Reisepapieren konnte die Wegweisung nicht vollzogen werden und er hielt 

sich in der Folge illegal in der Schweiz auf. In den Jahren (...) bis (...) wurde 

er wiederholt polizeilich aufgegriffen und in Ausschaffungshaft versetzt. Am 

(...) wurde er verhaftet und wegen illegalen Aufenthalts mit (Nennung 

Dauer) Haft bestraft (vgl. K act. 51/pag. 337 ff.). 

A.b Am (...) heiratete der Beschwerdeführer – nach Offenlegung seiner 

wahren Identität A._______, geboren (...), Staatsangehöriger von 

D._______ – während seiner Haft die Schweizer Bürgerin E._______ (geb. 

[...]; Ehefrau bzw. Ex-Ehefrau). Die Ehefrau brachte zwei Kinder 

(F._______ und G._______) in die Ehe. Während der Ehe wurde am (...) 

die gemeinsame Tochter H._______ geboren (vgl. K act. 1, 9, 24 pag. 

232 ff. und K 55 S. 2).  

A.c Gestützt auf die Ehe ersuchte der Beschwerdeführer am 8. September 

2016 um erleichterte Einbürgerung. Die damals in I._______ (Kanton 

J._______) wohnhaften Ehegatten unterzeichneten im Rahmen des Ein-

bürgerungsverfahrens am 24. April 2017 eine Erklärung, wonach sie in ei-

ner tatsächlichen, ungetrennten und stabilen ehelichen Gemeinschaft an 

derselben Adresse zusammenlebten und weder Trennungs- noch Schei-

dungsabsichten bestünden. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur 

Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich sei, wenn vor 

oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Tren-

nung oder Scheidung beantragt habe oder keine tatsächliche eheliche Ge-

meinschaft mehr bestehe, und dass die Verheimlichung solcher Umstände 

zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen könne. Gleichentags unter-

zeichnete der Beschwerdeführer auch die Erklärung betreffend Beachtung 

der Rechtsordnung (vgl. K act. 1). 

A.d Am 26. April 2017 wurde der Beschwerdeführer in Anwendung von 

Art. 27 des bis am 31. Dezember 2017 in Kraft stehenden Bürgerrechts-

gesetzes (aBüG, AS 1952 1087) eingebürgert. Dieser Entscheid erwuchs 

am 28. Mai 2017 in Rechtskraft. 

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Seite 3 

A.e Mit einem als "Bürgerrechtsklage" betitelten Schreiben an das SEM 

vom 12. Juli 2017 teilte die Ehefrau mit, sie sehe sich gezwungen, das Ver-

fahren zur Auflösung der Ehe einzuleiten. Auf Vorhalt habe ihr der Be-

schwerdeführer bestätigt, dass er in seiner Heimat Vater eines ausserehe-

lichen Sohnes sei. Dem Schreiben lagen mehrere datierte Facebook-Chat-

verläufe bei (vgl. K act. 2). Mit einem als "Bürgerrechtsklage Rückzug" be-

zeichneten Schreiben vom 25. Juli 2017 äusserte sich die Ehefrau dahin-

gehend, dass sie ihre gegen ihren Ehemann erhobene Klage vom 12. Juli 

2017 zurückziehen wolle (vgl. K act. 4). 

A.f Mit Schreiben vom 9. Januar 2018 informierte das (Nennung Migrati-

onsamt) das SEM darüber, dass der Beschwerdeführer die eheliche Woh-

nung per (Nennung Zeitpunkt) verlassen habe. Dem Schreiben lagen ver-

schiedene Unterlagen bei, so unter anderem ein von der Ehefrau verfass-

tes undatiertes Schreiben, worin sie den Beschwerdeführer beschuldigte, 

die Einbürgerung erschlichen zu haben (vgl. K act. 5). 

A.g Daraufhin tätigte das SEM am 21. Dezember 2018 bei der Einwohner-

kontrolle I._______ und beim Zivilstandsamt K._______ Abklärungen be-

treffend Zivilstand und Wohnort. Diese ergaben, dass im Einwohnerregister 

I._______ die freiwillige Trennung per (...) erfasst worden war und dass die 

Ehefrau am (...) beim Zivilstandsamt K._______ einen aktuellen Familien-

ausweis zwecks Scheidung angefordert hatte (vgl. K act. 9 und 10). 

A.h Nachdem am (...) das Eheschutzverfahren eingeleitet worden war (vgl. 

K act. 24 pag. 145 ff.), wurde mit Urteil vom (...) des (Nennung Gericht) die 

Ehe des Beschwerdeführers geschieden (vgl. K act. 24 pag. 269 ff.). 

A.i Am 25. Februar 2019 teilte das SEM dem Beschwerdeführer die Eröff-

nung des Verfahrens um Nichtigerklärung seiner erleichterten Einbürge-

rung mit und forderte ihn zur Stellungnahme auf. Mit Eingabe vom 29. Mai 

2019 reichte er seine Stellungnahme ein. Mit Schreiben vom 10. Dezember 

2020, 7. März 2022 und 26. Mai 2023 wurde er zu weiteren Stellungnah-

men aufgefordert. Mit Eingaben vom 10. Februar 2021, 25. März 2022 und 

28. September 2023 reichte der Beschwerdeführer seine jeweiligen Erklä-

rungen ein (vgl. K act. 13, 18, 22, 29, 31, 32, 42 und 50). 

A.j Die Ex-Ehefrau beantwortete ihrerseits nach vorinstanzlicher Aufforde-

rung mit Eingabe vom 3. August 2023 den Fragenkatalog des SEM zur 

weiteren Klärung des Sachverhalts (vgl. K act. 36, 47). 

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Seite 4 

A.k Am 6. August 2024 erklärte das (Nennung Migrationsamt) seine Zu-

stimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung gemäss 

Art. 41 Abs. 1 aBüG. 

B.  

Mit Verfügung vom 21. August 2024 – eröffnet am 26. August 2024 – er-

klärte die Vorinstanz die erleichterte Einbürgerung des Beschwerdeführers 

für nichtig und stellte gleichzeitig fest, die Nichtigkeit erstrecke sich auf alle 

Familienmitglieder, deren Schweizer Bürgerrecht auf der nichtig erklärten 

Einbürgerung beruhe. Ferner erhob sie eine Gebühr von Fr. 400.–. 

C.  

Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

25. September 2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Er 

beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und auf die 

Nichtigkeitserklärung zu verzichten beziehungsweise ihm die schweizeri-

sche Staatsbürgerschaft zu belassen. Eventualiter sei das Verfahren zur 

Neubeurteilung und weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Zustellung sämtli-

cher Akten (inkl. jener aus dem Asylverfahren) und um Einräumung einer 

Frist zur ergänzenden Begründung der Beschwerde; eventualiter sei ein 

zweiter Schriftenwechsel anzuordnen. 

D.  

In seiner Beschwerdeergänzung vom 2. Oktober 2024 hielt der Beschwer-

deführer an den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren, nicht je-

doch an den prozessualen Anträgen – die sich nach Zustellung der Asylak-

ten durch das SEM am 27. September 2024 erledigt hätten – fest. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 25. November 2024 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. 

F.  

Der Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 13. Januar 2025 auf 

eine Replik. 

 

 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Mit dem am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Bürgerrechtsgesetz vom 

20. Juni 2014 (BüG, SR 141.0) wurde der gleichnamige Erlass vom 

29. September 1952 aufgehoben (vgl. Art. 49 BüG i.V.m. Ziff. I seines An-

hangs; siehe ferner BGE 146 I 49 E. 2.1; Urteil des BGer 1C_431/2020 

vom 10. November 2020 E. 3.1). Gemäss der Übergangsbestimmung von 

Art. 50 Abs. 1 BüG richten sich Erwerb und Verlust des Schweizer Bürger-

rechts nach dem Recht, das bei Eintritt des massgebenden Tatbestandes 

in Kraft steht. Bezogen auf die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürge-

rung bedeutet dies, dass in materieller Hinsicht das zum Zeitpunkt der Un-

terzeichnung der Erklärung des Zusammenlebens beziehungsweise der 

Gewährung der Einbürgerung geltende Recht anzuwenden ist (Urteil des 

BGer 1C_574/2021 vom 27. April 2022 E. 2.4). Die vorliegende Streitsache 

ist somit nach dem alten Bürgerrechtsgesetz zu beurteilen (siehe Bst. A.c 

und A.d hiervor). 

2.  

2.1 Verfügungen des SEM über die Nichtigerklärung einer erleichterten 

Einbürgerung unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-

richt (vgl. Art. 51 Abs. 1 aBüG i.V.m. Art. 31 ff. VGG). 

2.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG).  

2.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 

zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

3.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren 

das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 

an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.). 

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Seite 6 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, der Entscheid der Vor-

instanz verletze den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 12 VwVG. Zudem 

liege eine einseitige Beweiswürdigung nach Art. 9 BV vor. 

4.2 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts kann nach Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden. Unrichtig ist 

die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und akten-

widriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt 

worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid we-

sentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. bspw. Urteil des 

BVGer F-6037/2022 vom 11. Mai 2023 E. 3.2 m.H.). 

Das SEM hat den rechtserheblichen Sachverhalt hinreichend abgeklärt. 

Dem Beschwerdeführer wie auch seiner Ex-Ehefrau räumte es im Verlaufe 

des Verfahrens wiederholt die Möglichkeit zur Aktualisierung des Sachver-

halts ein. Sodann prüfte es in seinem Entscheid den Bestand eines gegen-

seitigen, auf die Zukunft gerichteten Ehewillens im Zeitpunkt der Unter-

zeichnung der Erklärung betreffend eheliche Gemeinschaft sowie anläss-

lich des Einbürgerungsentscheids. Dabei nahm es Bezug auf die in einem 

Nichtigkeitsverfahren zu prüfenden Voraussetzungen sowie auf sämtliche 

Stellungnahmen und Verfahrensakten. Es ist nicht ersichtlich, in welcher 

Hinsicht konkrete weitere Abklärungen vorgenommen werden müssten. Es 

ist demnach keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes festzustel-

len. 

4.3 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welcher als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer 

Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 

wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 

2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Be-

hörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer 

Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist, 

dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausei-

nandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). 

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe eine einseitige 

Beweiswürdigung vorgenommen, indem sie den Angaben seiner Ex-Ehe-

frau vom August 2023 keine weitere Beachtung mehr geschenkt, sondern 

sich nur noch auf deren Schreiben vom Juli 2017 gestützt habe. Diesem 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35
http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35

F-6078/2024 

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Einwand kann nicht gefolgt werden. Aus der angefochtenen Verfügung 

geht ohne weiteres hervor, aus welchen Gründen die Vorinstanz die er-

leichterte Einbürgerung des Beschwerdeführers als nichtig erklärte. Die zur 

Anwendung gelangenden Rechtsgrundlagen wurden hierbei aufgeführt, 

mit etlichen Verweisen auf die Rechtsprechung. Allein der Umstand, dass 

das SEM aus sachlichen Gründen zu einer anderen Würdigung der Vor-

bringen und insbesondere einer anderen Einschätzung bezüglich des Be-

standes des Ehewillens im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Erklärung be-

treffend eheliche Gemeinschaft sowie anlässlich des Einbürgerungsent-

scheids gelangt als vom Beschwerdeführer erwartet, stellt keine Verletzung 

der Beweiswürdigungsregel dar. Dies betrifft vielmehr Aspekte der materi-

ellen Würdigung. Fragen im Zusammenhang mit der Beweiswürdigung bil-

den indes Gegenstand der nachfolgenden materiell-rechtlichen Prüfung. 

Im Übrigen hat das SEM die Hauptelemente seiner Argumentation in der 

Vernehmlassung nochmals erläutert und zum erhobenen Vorwurf der ein-

seitigen Beweiswürdigung einlässlich Stellung genommen. 

4.4 Die formellen Rügen erweisen sich als unbegründet. Es besteht keine 

Veranlassung, die Sache zur Neubeurteilung und weiterer Sachverhaltsab-

klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das diesbezügliche Eventual-

begehren (Rechtsbegehren Ziff. 2) ist abzuweisen.  

5.  

Strittig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die erleichterte Einbürgerung 

des Beschwerdeführers zu Recht für nichtig erklärte. 

5.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 aBüG kann eine ausländische Person nach der 

Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 

Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der Schweiz ge-

wohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher Ge-

meinschaft mit einem Schweizer Bürger lebt. In allgemeiner, für alle For-

men der erleichterten Einbürgerung geltender Weise setzt Art. 26 Abs. 1 

aBüG voraus, dass die ausländische Person in der Schweiz integriert ist 

(Bst. a), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die in-

nere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet (Bst. c). Sämtli-

che Einbürgerungsvoraussetzungen müssen sowohl bei Einreichung des 

Gesuchs als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt 

es im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen Gemein-

schaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden 

(BGE 140 II 65 E. 2.1 m.H.). 

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Seite 8 

5.2 Der Begriff der ehelichen Gemeinschaft bedeutet nach der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen einer Ehe. 

Verlangt wird vielmehr die tatsächliche Lebensgemeinschaft, getragen vom 

beidseitigen Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten. Mit Art. 27 

aBüG wollte der Gesetzgeber dem ausländischen Ehegatten eines 

Schweizer Bürgers die erleichterte Einbürgerung ermöglichen, um die Ein-

heit des Bürgerrechts der Ehegatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zu-

kunft zu fördern. Zweifel am Willen der Ehegatten, die eheliche Gemein-

schaft aufrecht zu erhalten, können sich dann ergeben, wenn kurze Zeit 

nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Schei-

dung eingeleitet wird oder während der Ehe ein aussereheliches Kind ge-

zeugt wird (Urteil des BVGer F-672/2017 vom 31. Juli 2018 E. 5.2 m.H.). 

6.  

6.1 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung des Heimatkan-

tons nichtig erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheim-

lichung erheblicher Tatsachen erschlichen, d.h. mit einem unlauteren und 

täuschenden Verhalten erwirkt wurde (Art. 41 Abs. 1 aBüG). Arglist im 

Sinne des strafrechtlichen Begriffs ist nicht erforderlich. Es genügt, wenn 

der Betroffene bewusst falsche Angaben macht beziehungsweise die mit 

dem Gesuch um erleichterte Einbürgerung befasste Behörde bewusst in 

einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es unter-

lassen zu haben, über eine erhebliche Tatsache zu informieren. Weiss die 

betroffene Person, dass die Voraussetzungen für die erleichterte Einbür-

gerung auch im Zeitpunkt der Verfügung vorliegen müssen, so hat sie die 

Behörde unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung der Verhält-

nisse zu orientieren, von der sie wissen muss, dass sie einer Einbürgerung 

entgegensteht. Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz von Treu 

und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht nach 

Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG (BGE 140 II 65 E. 2.2 m.H.). 

6.2 Die Möglichkeit der Nichtigerklärung geht durch Zeitablauf unter. Nach 

Art. 41 Abs. 1bis aBüG kann die Einbürgerung innert zwei Jahren, nachdem 

das SEM vom rechtserheblichen Sachverhalt Kenntnis erhalten hat, spä-

testens aber innert acht Jahren nach dem Erwerb des Schweizer Bürger-

rechts, nichtig erklärt werden. Nach jeder Untersuchungshandlung, die der 

eingebürgerten Person mitgeteilt wird, beginnt eine neue zweijährige Ver-

jährungsfrist zu laufen. Während eines Beschwerdeverfahrens stehen die 

Fristen still (Urteil F-672/2017 E. 7.1). 

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Seite 9 

Vorliegend sind die Fristen von Art. 41 aBüG eingehalten. Auch die Zustim-

mung des zuständigen Heimatkantons liegt vor. Die formellen Vorausset-

zungen für die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung sind somit 

erfüllt. 

7.  

7.1 Das Verfahren zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 

richtet sich nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes 

(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. cbis VwVG). Demnach obliegt es gemäss 

Art. 12 VwVG der Behörde, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. 

Sie hat zu untersuchen, ob der betroffenen Person die Täuschung über 

eine Einbürgerungsvoraussetzung vorgeworfen werden kann, wozu insbe-

sondere die Existenz eines beidseitig intakten und gelebten Ehewillens ge-

hört. Da die Nichtigerklärung in die Rechte der betroffenen Person eingreift, 

liegt die Beweislast bei der Behörde. Allerdings geht es in der Regel um 

innere, dem Kern der Privatsphäre zugehörige Sachverhalte, die der Be-

hörde nicht bekannt und einem Beweis naturgemäss kaum zugänglich 

sind. Sie können regelmässig nur indirekt durch Indizien erschlossen wer-

den. Die Behörde kann sich daher veranlasst sehen, von bekannten Tatsa-

chen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen. 

Dabei handelt es sich um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die auf Grund 

der Lebenserfahrung gezogen werden. Die betroffene Person ist verpflich-

tet, bei der Sachverhaltsabklärung mitzuwirken (BGE 135 II 161 E. 3 m.H.). 

7.2 Die natürliche Vermutung gehört zur freien Beweiswürdigung (vgl. 

Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP [SR 273]). Sie stellt eine Beweiserleichte-

rung dar, indem eine bereits vorhandene, aber nicht mit letzter Schlüssig-

keit mögliche Beweisführung unterstützt wird. Eine Umkehr der Beweislast 

hat sie nicht zur Folge. Wenn daher bestimmte Tatsachen – z.B. die Chro-

nologie der Ereignisse – die natürliche Vermutung begründen, dass die 

Ehe im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung beziehungsweise der Ein-

bürgerung nicht mehr intakt war, kann die betroffene Person diese Vermu-

tung durch Gegenbeweis entkräften (vgl. bspw. Urteil des BVGer F-

6214/2020 vom 17. Januar 2022 E. 6.2 m.H.). Es genügt zum Beweis, 

wenn sie einen Grund anführt, der es dem Gericht plausibel erscheinen 

lässt, dass sie die Behörde nicht getäuscht hat. Bei diesem Grund kann es 

sich um ein ausserordentliches, nach der erleichterten Einbürgerung ein-

getretenes Ereignis handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, 

oder die betroffene Person vermag glaubhaft darzulegen, dass sie die 

Ernsthaftigkeit der ehelichen Probleme zum Zeitpunkt der erleichterten 

Einbürgerung nicht erkannte (BGE 135 II 161 E. 3 m.H.). 

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Seite 10 

8.  

8.1 Die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid davon aus, der Be-

schwerdeführer habe den Nichtigkeitsgrund des Verheimlichens erhebli-

cher Tatsachen im Sinne von Art. 41 aBüG gesetzt. Angesichts der kurzen 

zeitlichen Verhältnisse greife die natürliche Vermutung, wonach die Ehe-

gatten sowohl während des Einbürgerungsverfahrens als auch im Zeit-

punkt der erleichterten Einbürgerung nicht mehr in stabilen und zukunfts-

gerichteten ehelichen Verhältnissen gelebt hätten; zudem habe der Wille 

für ein Aufrechterhalten der Ehe gefehlt. Der Beschwerdeführer habe seine 

Ex-Ehefrau hintergangen und ein Doppelleben geführt. Damit habe er das 

Scheitern seiner Ehe billigend in Kauf genommen, sollte sie jemals davon 

erfahren. Aufgrund seines Handelns sei die Ehe vordergründig stabil ge-

blieben, bis sie von seiner Untreue und seinem ausserhalb der Ehe gebo-

renen Sohn Kenntnis erhalten habe. Der Beschwerdeführer habe somit 

dem SEM gegenüber seine Mitwirkungspflicht grob verletzt. Der Einwand, 

ein Seitensprung stelle noch keinen Grund dar, um eine Beziehung zum 

Scheitern zu bringen, vermöge nicht zu überzeugen. In diesem Sinne sei 

auch das Vorbringen zu beurteilen, wonach die Ex-Ehefrau im Jahr (...) 

ebenfalls fremd gegangen sowie schwanger geworden sei und sie als Paar 

ihre Differenzen hätten beseitigen können. Überdies liessen sich in den 

Asylakten Hinweise darauf finden, dass der Beschwerdeführer und seine 

Ex-Ehefrau in den ersten fünf Jahren ihrer Beziehung – mithin in den Jah-

ren (...) bis (...) – keine feste Partnerschaft unterhalten hätten. Sodann sei 

weder ein erst nach der Einbürgerung eingetretenes, ausserordentliches 

Ereignis, welches das rasche Scheitern der Ehe ausgelöst hätte, noch eine 

anderweitige plausible Erklärung für den raschen Ereignisablauf ersicht-

lich. Mit der vorbehaltlosen Unterzeichnung der Erklärung am 24. April 

2017 habe der Beschwerdeführer den Eindruck einer mehrjährigen, intak-

ten ehelichen Gemeinschaft vermitteln wollen und damit dem SEM gegen-

über die wahren Gegebenheiten bewusst verschwiegen. Seine Ex-Ehefrau 

habe ferner die Erklärung nicht wahrheitsgetreu unterzeichnet, zumal sie 

bereits im März 2017 an seiner Ehrlichkeit gezweifelt und begonnen habe, 

seine Aktivitäten in den sozialen Medien zu kontrollieren. Daraus sei zu 

schliessen, dass für sie der Fortbestand der Ehe schon vor der Einbürge-

rung ungewiss gewesen sei und die Ehe somit nicht mehr die aus bürger-

rechtlicher Sicht notwendige Stabilität und Zukunftsgerichtetheit aufgewie-

sen habe. Überdies enthalte das Vorgehen des Beschwerdeführers plan-

mässige Aspekte, zumal er seinen Aufenthalt in der Schweiz nur dank der 

Heirat habe legalisieren können und gestützt auf die Ehe die Möglichkeit 

der erleichterten Einbürgerung in der Schweiz erhalten habe. 

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Seite 11 

8.2 In der Rechtsmitteleingabe bestreitet der Beschwerdeführer den von 

der Vorinstanz geltend gemachten Nichtigkeitsgrund. Die Folgerung der 

Vorinstanz, es sei fraglich, ob er und seine Ex-Ehefrau nach dem Kennen-

lernen bis zur Heirat ein Paar gewesen seien, sei spekulativ. Während der 

Beziehung sei es seitens seiner Ex-Ehefrau zu einem Seitensprung ge-

kommen, worauf sie mit Tochter A. schwanger geworden sei. Dies habe zu 

kurzfristigen Differenzen in der Beziehung geführt; sie hätten nach dem 

Vertrauensbruch jedoch wieder als Paar zusammengefunden. Ferner fän-

den sich in den Akten keine Anhaltspunkte, die die Behauptung der Vor-

instanz, er habe seine Ex-Ehefrau nur geheiratet, um das Schweizer Bür-

gerrecht zu erhalten, stützen würden. Zudem sei der Anstoss für die Heirat 

gemäss dem Schreiben seiner Ex-Ehefrau vom 3. August 2023 von ihr aus-

gegangen und das Einbürgerungsverfahren sei nicht vor dem Jahr 2016 

eingeleitet worden, was ebenfalls gegen diese Annahme spreche. Die 

These der Vorinstanz, wonach vorliegend die natürliche Vermutung greife, 

dass bereits während des Einbürgerungsverfahrens und im Zeitpunkt der 

erleichterten Einbürgerung keine stabile und zukunftsgerichtete Ehe mehr 

bestanden habe, lasse sich aufgrund der Akten nicht stützen. Der im (Nen-

nung Zeitpunkt) durchgeführte Hausbesuch der lokalen Polizeibehörde 

habe keine Anhaltspunkte zu Tage gebracht, die nicht auf eine stabile, ehe-

liche Gemeinschaft schliessen liessen. (Nennung Zeitpunkt) sei es zu Dif-

ferenzen in der Ehe gekommen, welche (Nennung Zeitpunkt) zu einem Po-

lizeieinsatz geführt hätten, worauf er zwecks Deeskalation der Situation die 

Wohnung verlassen habe. Dieses einschneidende Erlebnis habe bei ihm 

zum Zerfall des ehelichen Willens geführt, zumal die ehelichen Probleme 

nicht mehr im Dialog hätten geklärt werden können. Bis zu diesem Ereignis 

habe jedoch eine stabile und zukunftsgerichtete Ehe bestanden, was auch 

seine Ex-Ehefrau in ihrer Eingabe vom 3. August 2023 bestätigt habe. Da-

ran änderten ihre früheren Schreiben nichts. So habe sie im Schreiben vom 

12. Juli 2017 nicht ausgeführt, ab wann sie begonnen habe ihn zu kontrol-

lieren, nachdem sie im (Nennung Zeitpunkt) eine SMS von einer anderen 

Frau auf seinem Handy gesehen habe. Sie sei dazu auch nicht befragt 

worden, weshalb das SEM unbelegte Annahmen treffe, um darzulegen, 

dass seine Ex-Ehefrau die Erklärung wahrheitswidrig unterzeichnet habe. 

Weiter sei aktenmässig nicht erstellt, dass ihn seine Ex-Ehefrau bereits im 

(Nennung Zeitpunkt) auf die SMS angesprochen habe; vielmehr habe sie 

im Januar 2018 angegeben, dies sei erstmals im (Nennung Zeitpunkt) und 

damit nach Unterzeichnung der Erklärung gewesen. Dementsprechend 

habe es keine Konfrontation vor der Unterzeichnung der Erklärung gege-

ben und er habe nichts davon gewusst, dass seine Ex-Ehefrau die SMS 

entdeckt gehabt habe. Er habe daher in guten Treuen die Erklärung zum 

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Bestand der Ehe abgeben können. Sodann stelle die Tatsache, dass eine 

SMS einer anderen Frau ungute Gefühle verursache, noch kein gegen die 

Stabilität und Zukunftsgerichtetheit der Ehe gerichtetes Indiz dar. So sei 

das Eheleben wie gewohnt weitergeführt worden und seine Ex-Ehefrau 

habe die Erklärung freiwillig unterzeichnet, wobei sie selber nicht von einer 

instabilen Ehe ausgegangen sei. Es mute seltsam an, dass ihr die Vor-

instanz vorwerfe, die Erklärung nicht wahrheitsgetreu unterzeichnet zu ha-

ben, obwohl sie in ihrer Erklärung vom 3. August 2023 explizit klargestellt 

habe, dass die Ehe im (Nennung Zeitpunkt) noch stabil gewesen sei. Wei-

ter sei zu den eingereichten Chatverläufen zu bemerken, dass bei vielen 

Nachrichten nicht klar sei, von wann sie stammen würden. Es finde sich 

zwar auf den Ausdrucken handgeschriebene Daten, welche aber von sei-

ner Ex-Ehefrau angebracht worden seien. Ob die Chats effektiv von den 

festgehaltenen Daten stammen würden, sei von der Vorinstanz nicht über-

prüft worden. Weiter würden sich auf den Chat-Fotos Zeitangaben finden, 

die nahelegten, dass diese während dem eigentlichen Führen des Chats 

gemacht worden seien. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass seine Ex-

Ehefrau den Chat-Verlauf fotografiert habe, zumal er weder ein Interesse 

daran gehabt habe diesen Chat zu führen noch den Chatverlauf zu doku-

mentieren. Auch sei denkbar, dass sie über sein Profil den Chat vom (Nen-

nung Zeitpunkt) geführt habe, zumal sie das SEM am folgenden Tag dar-

über informiert habe. Weiter gehe aus dem angeblich am (Nennung Zeit-

punkt) geführten Chat mit dem Bild eines weiss gekleideten Kindes nicht 

hervor, dass es sich dabei um seinen ausserehelichen Sohn handle. Wahr-

scheinlich sei es ein anderes Kind, zumal der aussereheliche Sohn am (...) 

geboren und somit im (Nennung Zeitpunkt) bereits sieben Monate alt ge-

wesen sei. Dass er seinen Sohn aber in einem Chat als sechs Monate alt 

bezeichnen sollte, obwohl er bereits einen Monat älter gewesen sei, sei 

höchst unwahrscheinlich. Dies gelte umso mehr, als er dem SEM zufolge 

seinen Sohn "über einen gewissen Zeitraum aufwachsen" gesehen und 

eine "gewisse Vertrautheit" bestanden habe. Aufgrund der Nachrichten aus 

den Jahren (...) und (...) sei es sodann nicht möglich, die Stabilität und Zu-

kunftsgerichtetheit der Ehe im April/Mai 2017 zu beurteilen. Weiter könne 

aus der Chat-Nachricht vom (...) (das Jahr werde nicht genannt) und der 

Äusserung "sometimes talk with Wife nak" nicht geschlossen werden, dass 

er ein Doppelleben geführt habe. Er habe den ausserehelichen Sohn auch 

nicht anerkannt und somit an keinem offiziellen Verfahren mitgewirkt, in 

dessen Verlauf dem Sohn der Nachname (...) eingeräumt worden wäre. 

Der Sohn habe seinen Nachnamen – wie in der Stellungnahme vom 

22. März 2022 ausgeführt – deswegen erhalten, weil die Kindsmutter die-

sen bei der Geburt angegeben habe. Aus diesem Umstand könne somit 

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nichts zu seinen Lasten abgeleitet werden. Ferner hätten weder die Exis-

tenz des ausserehelichen Sohnes noch der Seitensprung seine Ex-Ehe-

frau damals veranlasst, ihn zu verlassen; sondern sie hätten die Ehe wei-

tergeführt. Sie habe denn auch das SEM am 25. Juli 2017 informiert, dass 

sie die "Bürgerrechtsklage" zurücknehme. Im August 2023 gab sie dem 

SEM sodann an, dass die Ehe bis im (Nennung Zeitpunkt) stabil gewesen 

sei. Es sei nicht korrekt, dass es zwischen ihnen bis im (Nennung Zeit-

punkt) zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sei. Wohl sei es zu 

Differenzen gekommen, die aber im Dialog hätten geklärt werden können. 

Die einzig heftige Diskussion habe am (Nennung Tag) stattgefunden, wel-

che in einem Einsatz der Polizei geendet habe. Dies sei sowohl für ihn als 

auch seine Ex-Ehefrau der entscheidende Moment gewesen, welcher den 

Zerfall des Willens zur ehelichen Gemeinschaft eingeleitet habe. Der Um-

stand, dass wenige Tage danach seine Ex-Ehefrau das Eheschutzverfah-

ren eingeleitet habe, veranschauliche dies deutlich. Zusammenfassend 

habe er seine Ex-Ehefrau weder hintergangen, noch Intrigen geschmiedet, 

noch ein Doppelleben geführt. Auch sei er weder bei der Heirat (welche 

nicht von ihm ausgegangen sei) noch bei der Einbürgerung planmässig 

vorgegangen. Vielmehr hätten sie als Ehepaar vor, während und nach dem 

Einbürgerungsverfahren eine stabile und zukunftsgerichtete Ehe geführt. 

Daran hätten der Seitensprung und sein aussereheliches Kind, von wel-

chem er erst nach Rechtskraft der Einbürgerung erfahren habe, nichts ge-

ändert. 

8.3 In seiner Vernehmlassung führte das SEM aus, der Beschwerdeführer 

habe mit der Einreichung seines Einbürgerungsgesuchs am 8. September 

2016 gleichentags – und zusammenmit seiner Ex-Ehefrau – die Erklärung 

betreffend eheliche Gemeinschaft unterzeichnet. Dadurch habe er bestä-

tigt, seit drei Jahren in einer tatsächlichen, stabilen und auf Dauer ausge-

richteten ehelicher Gemeinschaft zu leben, das Formular wahrheitsgemäss 

ausgefüllt und zur Kenntnis genommen zu haben, dass falsche Angaben 

zur Nichtigerklärung einer allfälligen Einbürgerung nach Art. 41 aBüG füh-

ren könnten. Er habe diese Erklärung im Wissen unterzeichnet, dass er im 

selben Jahr (mutmasslicher Zeitraum der Zeugung: [...] bis [...]) einen aus-

serehelichen intimen Kontakt gehabt habe. Dies habe er sowohl seiner Ex-

Ehefrau als auch dem SEM gegenüber verheimlicht. Während des Einbür-

gerungsverfahrens sei er am (Nennung Zeitpunkt) Vater eines ausserhalb 

der Ehe geborenen Sohnes geworden, was auf den vorerwähnten ausser-

ehelichen intimen Kontakt zurückzuführen gewesen sei; zudem trage das 

Kind seinen Nachnamen. Im (Nennung Zeitpunkt) habe seine Ex-Ehefrau 

von einer SMS des Beschwerdeführers erfahren, die er einer Frau in 

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Seite 14 

D._______ geschickt habe, worauf sie misstrauisch geworden sei. Am 

24. April 2017 hätten die Ehegatten erneut eine Erklärung betreffend ehe-

liche Gemeinschaft unterzeichnet, wobei er auch dieses Mal den ausser-

ehelichen Kontakt mit einer Frau in D._______ verheimlicht habe. Bei ei-

nem Misstrauen, der Ehegatte könne fremdgegangen sein, entstünden 

nach allgemeiner Lebenserfahrung bei der Mehrheit der betroffenen Per-

sonen Zweifel am Fortbestand oder zumindest an der Stabilität einer Ehe, 

weshalb das SEM in einer retrospektiven Betrachtung habe zum Schluss 

kommen dürfen, dass die Ex-Ehefrau diese Erklärung wahrheitswidrig un-

terzeichnet habe. Am 26. April 2017 (Rechtskraft am 28.05.2017) sei der 

Beschwerdeführer erleichtert eingebürgert worden, und am (Nennung Zeit-

punkt) habe er seiner Ex-Ehefrau die Existenz seines in D._______ leben-

den Sohnes gestanden. In ihrer vom 12. Juli 2017 datierenden Eingabe 

habe sie dem SEM gegenüber erklärt, dass er sie nach dieser Klarstellung 

ständig beleidige und vor den Kindern schreie. Am (Nennung Zeitpunkt), 

(Nennung Dauer) nach der rechtskräftigen Einbürgerung, sei es zu einem 

häuslichen Streit gekommen, der in einem Polizeieinsatz gegipfelt und zur 

definitiven Trennung des Paares geführt habe. Aufgrund dieses grob um-

rissenen Ereignisablaufs greife aus Sicht des SEM die natürliche Vermu-

tung ohne Weiteres, wonach die Ehe zum Einbürgerungszeitpunkt nur ver-

meintlich stabil gewesen sei. Er habe während des gesamten Einbürge-

rungsverfahrens und spätestens bei der Unterzeichnung der beiden Erklä-

rungen betreffend eheliche Gemeinschaft erhebliche Tatsachen verheim-

licht, weshalb er die erleichterte Einbürgerung erschlichen habe.  

 

Weiter habe die Ex-Ehefrau sinngemäss in drei ihrer vier Stellungnahmen 

überzeugend dargelegt, dass das ausserhalb der Ehe geborene Kind für 

sie zu einem Vertrauensverlust und zur definitiven Trennung nur (...) Mo-

nate nach der rechtskräftigen Einbürgerung geführt habe. Diese Aussage 

und ihre weiteren, detaillierten Schilderungen in den früheren Eingaben 

würden die natürliche Vermutung untermauern, dass die Ehe aufgrund des 

ausserhalb der Ehe stattgefundenen intimen Kontakts des Beschwerdefüh-

rers und spätestens beim Aufkommen von Zweifeln bei der Ex-Ehefrau im 

(Nennung Zeitpunkt) bereits zum Einbürgerungszeitpunkt nicht mehr stabil 

gewesen sei. Dass sie in ihrer letzten Eingabe vom 3. August 2023 angab, 

die Ehe sei bis im (Nennung Zeitpunkt) gut verlaufen, ändere an dieser 

Würdigung nichts. Überdies führte sie in dieser Stellungnahme an, sie ver-

möge sich nach so langer Zeit nicht mehr genau zu erinnern, wie sie das 

Familienleben in der Zeit zwischen der Einbürgerung und der Trennung 

gepflegt hätten. Weiter habe sie geltend gemacht, dass die Geschichte für 

sie der Vergangenheit angehöre und sie dankbar sei, dass sie und ihre 

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Seite 15 

Kinder ein stabiles Leben führen würden und der Beschwerdeführer ein 

gutes Verhältnis zu den Mädchen pflege. In ihrer letzten Stellungnahme 

habe sich die Ex-Ehefrau vermutlich sehr wohl noch an den Trennungs-

grund, nicht mehr aber an das genaue Datum, bis wann genau die Ehe gut 

verlaufen sei, erinnert. Es sei daher fraglich, weshalb das SEM ihren Aus-

führungen vom 3. August 2023 mehr Beachtung schenken sollte als den 

Aussagen, welche sie Jahre zuvor, als die Geschehnisse aktuell gewesen 

seien, abgegeben habe. 

9.  

9.1 In der angefochtenen Verfügung hielt die Vorinstanz fest, die zeitliche 

Abfolge untermaure die Vermutung, die Ehe des Beschwerdeführers sei 

zum Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung nicht mehr stabil und zu-

kunftsgerichtet gewesen. Hierbei stützte sie sich insbesondere auf die aus-

serhalb der Ehe stattgefundene Zeugung und Geburt des Sohnes 

L._______ sowie die kurze Zeitspanne zwischen Rechtskraft der erleich-

terten Einbürgerung am 28. Mai 2017 und den Trennungsabsichten der Ex-

Ehefrau, respektive der Einleitung eines Eheschutzverfahrens, der Einrei-

chung des gemeinsamen Scheidungsbegehrens und der rechtskräftigen 

Scheidung am 19. März 2019. 

9.2 Diese Schlussfolgerung der Vorinstanz ist im Ergebnis nicht zu bean-

standen. Zwischen der erleichterten Einbürgerung und der Trennung res-

pektive dem Gesuch um ein Eheschutzverfahren lagen nur (...) Monate 

(vgl. act. K 1 pag. 42 ff. und K 24 pag. 145 ff.). Die Scheidung wurde dann 

etwas mehr als 21 Monate nach Eintritt der Rechtskraft der erleichterten 

Einbürgerung respektive am 19. März 2019 vollzogen. Diese enge zeitliche 

Abfolge begründet ohne Weiteres die natürliche Vermutung, dass die Ehe 

zum Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung beziehungsweise der erleich-

terten Einbürgerung nicht (länger) intakt war und die Vorinstanz vom Be-

schwerdeführer über diese Umstände – sei es aktiv oder passiv – ge-

täuscht wurde. So gilt als kurze Zeitspanne für die Annahme der natürli-

chen Vermutung nach der Rechtsprechung ein Zeitraum von bis zu zwei 

Jahren (Urteile des BGer 1C_574/2021 vom 27. April 2022 E. 3.3 oder 

1C_466/2018 vom 15. Januar 2019 E. 5.3 m.H.). Aus den Akten ergeben 

sich denn auch keine Hinweise dafür, dass die Ehegatten in der Zeit nach 

der Trennung ernsthafte Versuche zur Rettung der Ehe unternommen hät-

ten (vgl. act. K47 pag.327). 

9.3 Damit stellt sich die Frage, ob ein erst nach der Einbürgerung eingetre-

tenes, ausserordentliches Ereignis zum Scheitern der Ehe geführt hat (vgl. 

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Seite 16 

E. 7.2) oder ob es dem Beschwerdeführer gelungen ist, einen Grund anzu-

führen, der es dem Gericht plausibel erscheinen liesse, dass er die Be-

hörde nicht getäuscht hat. So muss er glaubhaft darlegen können, dass er 

die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannte und aufrichtig an den 

Fortbestand der Ehe glaubte. 

9.4  

9.4.1 Die Beschwerdeführenden führen an, ihre einzige heftige Diskussion 

habe am (Nennung Zeitpunkt) stattgefunden, die in einem Polizeieinsatz 

geendet habe und für sie – im Sinne eines ausserordentlichen Ereignisses 

– zum Zerfall des Willens an der bis dahin stabilen ehelichen Gemeinschaft 

geführt habe. Bei der erwähnten Intervention der Polizei handelte es sich 

zweifellos um ein einschneidendes Ereignis. Allerdings ergeben sich aus 

den Akten – wie im Folgenden aufzuzeigen sein wird – konkrete Hinweise 

darauf, dass die Ehegemeinschaft bereits zum Zeitpunkt der Einbürgerung 

im bürgerrechtlichen Sinne instabil war, sodass nicht von einem ausseror-

dentlichen Ereignis ausgegangen werden kann.  

9.4.2 Der Beschwerdeführer vermag denn auch nicht aufzuzeigen, dass er 

die Ernsthaftigkeit der ehelichen Probleme zum Zeitpunkt der erleichterten 

Einbürgerung nicht erkannt hätte. Mit der vorbehaltlosen Unterzeichnung 

der Erklärung am 24. April 2017 wollte er den Eindruck einer mehrjährigen, 

intakten ehelichen Gemeinschaft vermitteln und verschwieg damit dem 

SEM – und auch seiner Ex-Ehefrau – gegenüber bewusst, dass er während 

des Einbürgerungsverfahrens am (Nennung Zeitpunkt) Vater eines ausser-

ehelichen Sohnes geworden war, dessen Mutter eine Staatsangehörige 

von D._______ ist. Dem Beschwerdeführer müsste bewusst gewesen sein, 

dass dieser Umstand zum Scheitern seiner Ehe führen könnte. Andernfalls 

hätte er diesen nicht verschwiegen und auf die wiederholten Konfrontatio-

nen mit seiner Ex-Ehefrau jeweils ausweichend geantwortet respektive die 

erhobenen Vorwürfe über längere Zeit abgestritten (vgl. K act. 2 pag. 45 f.). 

Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass er die Vorinstanz aktiv 

darüber getäuscht hat, dass bei der gemeinsamen Erklärung beziehungs-

weise der erleichterten Einbürgerung noch eine stabile und funktionierende 

Ehe vorliegen würde. Mithin muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, das 

SEM über eine erhebliche Tatsache nicht informiert zu haben. Die Einwen-

dungen des Beschwerdeführers lassen das Gericht nicht zu einer anderen 

Schlussfolgerung gelangen.  

 

In seiner Rechtsmitteleingabe erachtet er zunächst die Zweifel des SEM 

an einer tatsächlich bestehenden Partnerschaft nach dem Kennenlernen 

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Seite 17 

bis zur Heirat respektive im Zeitpunkt der Zeugung und Geburt (Nennung 

Zeitpunkt) der vorehelichen Tochter (...) als spekulativ. Mit seiner Argumen-

tation im Verlaufe des Verfahrens vermag er jedoch die Zweifel nicht auf-

zulösen. So gab er am (...) anlässlich einer polizeilichen Befragung an, er 

habe in den letzten drei Jahren – mithin seit der Einreise in die Schweiz – 

viele Freundinnen gehabt, wobei er den Namen der damals (seit einem 

halben Jahr) aktuellen Freundin anführte (vgl. K act. 51 pag. 441). Dabei 

handelte es sich jedoch nicht um den Namen seiner Ex-Ehefrau. Zudem 

führte er bei einer weiteren polizeilichen Befragung am (...) an, er schlafe 

nur zirka alle zehn Tage im Asylantenheim in M._______ und sei nicht viel 

dort, weil er eine Freundin in N._______ habe (vgl. K act. 51 pag. 409). Bei 

dieser Freundin handelte es sich ebenfalls nicht um seine Ex-Ehefrau. 

Diese Aussagen lassen darauf schliessen, dass er in den Jahren nach sei-

ner Einreise in die Schweiz ständig wechselnde Frauenbekanntschaften 

pflegte, weshalb es in der Tat als unwahrscheinlich erscheint, dass er zu-

sammen mit seiner Ex-Ehefrau im fraglichen Zeitraum ein festes Paar bil-

dete, das sich nach dem von ihm behaupteten "Seitensprung" seiner Ex-

Ehefrau und dem damit einhergehenden Vertrauensverlust wieder hätte 

finden müssen. Daran vermag der Umstand, dass er und seine Ex-Ehefrau 

sich übereinstimmenden Angaben zufolge bereits im Jahr (...) kennenge-

lernt hätten (vgl. K act. 47 pag. 327; K act. 50 pag. 332), nichts zu ändern. 

So beinhaltet diese Aussage als solche keine konkreten Anhaltspunkte für 

das Bestehen einer stabilen Partnerschaft. Zu keiner anderen Betrach-

tungsweise führt auch der Einwand, der im (Nennung Zeitpunkt) durchge-

führte Hausbesuch der lokalen Polizeibehörde habe keine Anhaltspunkte 

zu Tage gebracht, die nicht auf eine stabile eheliche Gemeinschaft schlies-

sen lassen würden. So basiert diese Schlussfolgerung auf einer subjekti-

ven Wahrnehmung des Polizeibeamten zum Bestand einer ehelichen Ge-

meinschaft im Rahmen einer Momentaufnahme anlässlich eines unange-

meldeten Hausbesuchs. Bei diesem Besuch wurden vorwiegend die In-

tegration des Beschwerdeführers in die schweizerischen Verhältnisse, die 

Grundkenntnisse zu den Schweizer Gegebenheiten und die Sprachkennt-

nisse beurteilt (vgl. K act. 1 pag. 19-24).  

 

Weiter vermag die Entgegnung, es habe bis zum Polizeieinsatz im (Nen-

nung Zeitpunkt) eine stabile und zukunftsgerichtete Ehe bestanden, was 

auch seine Ex-Ehefrau in ihrer Eingabe vom 3. August 2023 bestätigt habe, 

woran deren frühere Schreiben nichts änderten, nicht zu überzeugen. Das 

SEM hat in seiner Vernehmlassung in überzeugender und einlässlicher 

Weise dargelegt, inwiefern sich die in der besagten Eingabe vermerkten 

Angaben zu diesem Punkt widersprechen und dass die Ex-Ehefrau 

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Seite 18 

ausdrücklich anführte, sich aufgrund der verflossenen fünf Jahre nicht 

mehr genau daran erinnern zu können, wie sie und der Beschwerdeführer 

zwischen der Einbürgerung und der Trennung ihr Familienleben gestaltet 

hätten (vgl. K act. 47 pag. 327; Vernehmlassung SEM S. 3). Es ist daher in 

der Tat nicht einsichtig, weshalb den Ausführungen in der Stellungnahme 

vom 3. August 2023 mehr Gewicht beigemessen werden sollte, als derje-

nigen im Juli 2017, als die Ereignisse noch aktuell beziehungsweise die 

Erinnerungen an dieselben noch frisch gewesen waren.  

 

Dem weiteren Einwand des Beschwerdeführers, seine Ex-Ehefrau habe in 

ihrem Schreiben vom 12. Juli 2017 nicht ausgeführt, ab wann sie begonnen 

habe ihn zu kontrollieren, nachdem sie im (Nennung Zeitpunkt) eine SMS 

von einer anderen Frau auf seinem Handy gesehen habe, ist Folgendes 

entgegenzuhalten. Wohl gab sie darin kein exaktes Datum an, jedoch 

führte sie aus, sie sei ab diesem Zeitpunkt misstrauisch geworden und 

habe begonnen, ihn immer mehr zu kontrollieren. Diese Formulierung lässt 

ohne Weiteres den Schluss zu, dass die Ex-Ehefrau kurz nach Entdecken 

der SMS – mithin ab (...) – angefangen haben muss, die Aktivitäten ihres 

Mannes zu überprüfen. In diesem Zusammenhang erscheint die in der Ver-

nehmlassung geäusserte Annahme der Vorinstanz, gemäss welcher mit ei-

nem Misstrauen, der Ehegatte könne fremdgegangen sein, nach allgemei-

ner Lebenserfahrung bei der Mehrheit der betroffenen Personen Zweifel 

am Fortbestand oder zumindest an der Stabilität einer Ehe entstehen wür-

den, durchaus berechtigt. Die Ex-Ehefrau führte in ihrem Schreiben vom 

12. Juli 2017 denn auch aus, sie habe – nachdem sie ihren Mann immer 

mehr kontrolliert habe – leider in seinem Facebook einiges erfahren. Ins-

besondere führte sie in diesem Zusammenhang an, er habe im Jahr (...) 

mit einem Freund ausdrücklich diskutiert, wie er eine gute Frau in 

D._______ finden könne und plane, eine solche in (Nennung Dauer) zu 

heiraten (vgl. K act. 2 pag. 45 und 57). Soweit der Beschwerdeführer darauf 

hinweist, wonach es aktenmässig nicht erstellt sei, dass ihn seine Ex-Ehe-

frau bereits im (Nennung Zeitpunkt) auf die SMS angesprochen habe, zu-

mal sie im Januar 2018 angegeben habe, dies sei erstmals im (Nennung 

Zeitpunkt) und damit nach Unterzeichnung der Erklärung gewesen (vgl.  

K act. 5 pag. 66 f.), vermag dies nicht zu einer anderen Einschätzung zu 

führen. Aus den Akten ist zwar kein genaues Datum ersichtlich, wann ihn 

seine Ex-Ehefrau auf die SMS angesprochen habe, zumal sie im (Nennung 

Zeitpunkt) auf ein vom Beschwerdeführer per Chat an dessen Freund ver-

sendetes Baby-Foto reagierte. Jedoch ist aufgrund der obigen Erörterun-

gen auch unbesehen davon festzuhalten, dass die Ex-Ehefrau aufgrund 

des bei ihr entstandenen Misstrauens und der verstärkten Kontrollen die 

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Seite 19 

Erklärung zum Bestand einer intakten und stabilen Ehe nicht mehr in guten 

Treuen unterschreiben konnte, selbst wenn es vor diesem Zeitpunkt noch 

nicht zu einer Konfrontation mit dem Beschwerdeführer gekommen sein 

sollte. In diesem Zusammenhang ist immerhin anzuführen, dass sie den 

Beschwerdeführer mehrmals gebeten haben will, ihr die Wahrheit zu er-

zählen (vgl. K act. 2 pag. 46). Auch wenn sie diese Appelle zeitlich nicht 

verortet hat, lässt sich nicht ausschliessen, dass eine oder einzelne dieser 

Bitten noch vor der Unterzeichnung der Erklärung ausgesprochen worden 

sein könnten.  

 

Der Beschwerdeführer moniert sodann, es bei bezüglich der Chatverläufe 

bei vielen Nachrichten nicht klar, ob die Chats effektiv von den – von seiner 

Ex-Ehefrau – handschriftlich festgehaltenen Daten stammen würden; dies 

habe das SEM nicht überprüft. Dazu ist zunächst anzuführen, dass die 

Chats der Ex-Ehefrau zufolge (zumindest teilweise) gelöscht worden sein 

sollen (vgl. K act. 2 pag. 45; K act. 5 pag. 66). Sodann ist auch bei der 

lediglich handvermerkten Datierung aufgrund der Chronologie der Ereig-

nisse unschwer erkennbar, dass diese Chats aus dem besagten Zeitraum 

(...) stammen. Diese Erkenntnis wird auch dadurch gestützt, dass der Be-

schwerdeführer im Chat vom (...) das weiss gekleidete Kind als sechs Mo-

nate alt bezeichnet, was – entgegen der in der Beschwerde vertretenen 

Ansicht – praktisch auf den Tag genau dem tatsächlichen Alter seines aus-

serehelichen Sohnes und nicht einem Lebensalter von sieben Monaten 

entspricht. Zudem lässt die Formulierung des Beschwerdeführers im Chat 

"Ye he is a big boy now…lot of energy." – wie vom SEM zu Recht erwogen 

– den Rückschluss auf eine gewisse Vertrautheit zwischen ihm und seinem 

Sohn zu, ansonsten er diese Aussagen in dieser Form nicht hätte machen 

können (vgl. K act. 2 pag. 48; angefochtene Verfügung S. 8). Im Übrigen 

sind aus den Angaben der Ex-Ehefrau keine Anhaltspunkte erkennbar, 

dass sie den Chat vom (...) anstelle des Beschwerdeführers geführt hat, 

weshalb es sich bei der anderslautenden Meinung des Beschwerdeführers 

um eine blosse Mutmassung handeln dürfte (vgl. K act. 2 pag. 50).  

 

Auch aus dem Argument, dass weder die Existenz des ausserehelichen 

Sohnes noch der Seitensprung seine Ex-Ehefrau damals veranlasst hät-

ten, ihn zu verlassen, und sie das SEM am 25. Juli 2017 informiert habe, 

die "Bürgerrechtsklage" zurücknehmen zu wollen, kann der Beschwerde-

führer nichts zu seinen Gunsten herleiten. So beabsichtigte seine Ex-Ehe-

frau im Anschluss an sein Geständnis, in D._______ einen aussereheli-

chen Sohn zu haben, die gemeinsame Ehe aufzulösen (Schreiben vom 

12. Juli 2017; K act. 2). Dieses Verhalten steht in ausgeprägtem 

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Seite 20 

Widerspruch zu den Ausführungen im Brief vom 25. Juli 2017, wonach es 

sich dabei um falsche Intrigen sogenannter Freunde gehandelt habe. In 

diesem aus lediglich drei Sätzen bestehenden Brief wird auch nicht ansatz-

weise näher konkretisiert, welche Freunde aus welchem Grund gegen ih-

ren Mann und sie hätten intrigieren wollen. Auch wird darin weder erwähnt, 

dass der Beschwerdeführer sein Geständnis, Vater eines ausserehelichen 

Sohnes zu sein, zurückgezogen hätte, noch werden konkrete Argumente 

angeführt, welche den plötzlichen Sinneswandelt der Ex-Ehefrau nachvoll-

ziehbar zu erklären vermöchten. So war sie aufgrund der SMS und der 

Chat-Nachrichten selber zur Erkenntnis gelangt, dass ihr der Beschwerde-

führer wichtige Tatsachen verschwiegen haben dürfte. 

9.5 Insgesamt ist es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen, glaub-

haft aufzuzeigen, dass ein erst nach der Einbürgerung eingetretenes, aus-

serordentliches Ereignis zum Scheitern der Ehe geführt hätte, oder er die 

Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannt und aufrichtig an den Fort-

bestand der Ehe geglaubt hätte. Nach dem Gesagten ist die Schlussfolge-

rung der Vorinstanz, die eheliche Gemeinschaft sei zum Zeitpunkt der Ein-

bürgerung nicht mehr stabil gewesen, nicht zu beanstanden. Der Be-

schwerdeführer hat im Einbürgerungsverfahren für die Beurteilung wesent-

liche Umstände verschwiegen und dadurch die erleichterte Einbürgerung 

im Sinne von Art. 41 Abs. 1 aBüG erschlichen. Somit sind auch die materi-

ellen Voraussetzungen für die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürge-

rung als erfüllt anzusehen.  

10.  

Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte 

von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher ab-

zuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'200.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der am 18. Oktober 2024 in der gleichen Höhe geleistete 

Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe bezahlte Kostenvorschuss wird zu deren Be-

zahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

Versand: 

 

  

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Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: