# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6ca6f92-e571-5597-b01b-eb3903578d14
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 16.04.2025 KBE.2024.43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_005_KBE-2024-43_2025-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als obere 

betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde 

 

KBE.2024.43 
(BE.2024.10)  

 

 

Entscheid vom 16. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Roth  

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiber Stutz  

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____ GmbH,  

[…]  

vertreten durch lic. iur. Rudolf Studer, Rechtsanwalt,  

[…] 

 

 

Anfechtungs-

gegenstand 

 Entscheid des Bezirksgerichts Aarau vom 16. Oktober 2024 

 

 

in Sachen  Regionales Betreibungsamt Q._____ /  

Regionales Betreibungsamt R._____ 

 

 

 

Betreff  Zahlungsbefehl vom 1. Dezember 2023 (Betreibung Nr. aaa) / 

Konkursandrohung vom 3. Juli 2024 (Betreibung Nr. bbb) 

 

 

Gläubigerin: 

B._____,  

[…] 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

1.1. 

Das Regionale Betreibungsamt Q._____ stellte am 1. Dezember 2023 in 

der Betreibung Nr. aaa gegen die Beschwerdeführerin den Zahlungsbefehl 

aus und übergab diesen zur Zustellung der Schweizerischen Post. Diese 

konnte den Zahlungsbefehl nicht zustellen und retournierte ihn dem 

Regionalen Betreibungsamt Q._____, worauf der Weibel des 

Betreibungsamts am 18. Dezember 2023 und am 22. Januar 2024 

erfolglose Zustellversuche an der Geschäftsadresse der Beschwer-

deführerin unternahm. Auf dem Zahlungsbefehl wurde letztlich vermerkt, 

dass dieser am 1. Februar 2024 "[...] / GF" zugestellt werden konnte. 

 

1.2. 

Am 12. März 2024 stellte die Gläubigerin in der Betreibung Nr. aaa beim 

Regionalen Betreibungsamt Q._____ das Fortsetzungsbegehren. Das 

Regionale Betreibungsamt Q._____ stellte gleichentags die Konkurs-

androhung aus. Die Zustellversuche der Konkursandrohung zuerst durch 

die Post, dann durch den Weibel und schliesslich rechtshilfeweise durch 

ein Drittamt verliefen erfolglos. Mit Verfügung vom 27. Juni 2024 wies das 

Regionale Betreibungsamt Q._____ das Fortsetzungsbegehren zurück. 

 

1.3. 

Am 20. Juni 2024 erfolgte im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB die 

Publikation der mit Statutenänderung vom 22. Januar 2024 vorge-

nommenen Sitzverlegung der Beschwerdeführerin von Q._____ nach 

R._____. 

 

1.4. 

Am 1. Juli 2024 stellte die Gläubigerin beim Regionalen Betreibungsamt 

R._____ das Fortsetzungsbegehren betreffend die Betreibung Nr. aaa. 

Das Regionale Betreibungsamt R._____ stellte gleichentags die 

Konkursandrohung aus (neu unter der Betreibung Nr. bbb). Diese wurde 

der Beschwerdeführerin rechtshilfeweise durch das Betreibungsamt 

S._____ am 13. August 2024 zugestellt. 

 

2. 

2.1. 

Die Beschwerdeführerin erhob mit Eingabe vom 22. August 2024 beim 

Präsidium des Zivilgerichts des Bezirksgerichts Aarau als untere 

betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde Beschwerde mit den folgenden 

Anträgen:  

  

 - 3 - 

 

 

" 1. 
Es sei festzustellen, dass die Konkursandrohung des Regionalen 
Betreibungsamtes R._____ vom 3. Juli 2024 in der Betreibung Nr. bbb 
nichtig ist. 
 
Eventualiter 
 
Es sei die Konkursandrohung des Regionalen Betreibungsamtes R._____ 
vom 3. Juli 2024 in der Betreibung Nr. bbb aufzuheben. 
 
2. 
Der Zahlungsbefehl des Regionalen Betreibungsamtes Q._____ vom 
1. Dezember 2023 in der Betreibung Nr. aaa sei aufzuheben. 
 
Eventualiter 
 
Es sei festzustellen, dass die Zustellung des Zahlungsbefehls vom 
1. Dezember 2023 in der Betreibung Nr. aaa nicht gültig erfolgt ist 
(fehlerhafte Zustellung) und die Frist für die Erhebung des Rechts-
vorschlages erst mit Zustellung der Konkursandrohung am 13. August 
2024 ausgelöst wurde. 
 
3. 
Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass hiermit Rechtsvorschlag gegen 
den Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Q._____ vom 1. Dezember 
2023 in der Betreibung Nr. aaa erhoben wird. 
 
4. 
Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen. 
 
5. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten der 
Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Das Regionale Betreibungsamt R._____ reichte am 4. September 2024 

den Amtsbericht ein. 

 

2.3. 

Das Regionale Betreibungsamt Q._____ reichte am 6. September 2024 

den Amtsbericht ein. 

 

2.4. 

Am 12. September 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellung-

nahme ein. 

 

2.5. 

Die Präsidentin des Zivilgerichts des Bezirksgerichtes Aarau wies die 

Beschwerde mit Entscheid vom 16. Oktober 2024 ab. 

 

 - 4 - 

 

 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihr am 23. Oktober 2024 zugestellten Entscheid erhob die 

Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1. November 2024 bei der Schuld-

betreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts des Kantons 

Aargau als obere betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde Beschwerde mit 

den folgenden Anträgen: 

 

" 1. 
In Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid des Bezirksgerichts 
Aarau aufzuheben und es sei wie folgt neu zu entscheiden: 
 

a) 
Es sei festzustellen, dass die Konkursandrohung des Regionalen 
Betreibungsamtes R._____ vom 3. Juli 2024 in der Betreibung Nr. bbb 
nichtig ist. 
 
Eventualiter 
 
Es sei die Konkursandrohung des Regionalen Betreibungsamtes 
R._____ vom 3. Juli 2024 in der Betreibung Nr. bbb aufzuheben. 
 
b) 
Der Zahlungsbefehl des Regionalen Betreibungsamtes Q._____ vom 
1. Dezember 2023 in der Betreibung Nr. aaa sei aufzuheben. 
 
Eventualiter 
 
Es sei festzustellen, dass die Zustellung des Zahlungsbefehls vom 
1. Dezember 2023 in der Betreibung Nr. aaa nicht gültig erfolgt ist 
(fehlerhafte Zustellung) und die Frist für die Erhebung des 
Rechtsvorschlages erst mit Zustellung der Konkursandrohung am 
13. August 2024 ausgelöst wurde. 
 
c) 
Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass hiermit Rechtsvorschlag gegen 
den Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Q._____ vom 1. Dezember 
2023 in der Betreibung Nr. aaa erhoben wird. 
 
d) 
Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen. 

 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten der 
Beschwerdegegnerin." 

 

3.2. 

Das Regionale Betreibungsamt Q._____ reichte am 8. November 2024 den 

Amtsbericht ein. 

 

 - 5 - 

 

 

3.3. 

Die Vorinstanz verzichtete mit Eingabe vom 11. November 2024 auf eine 

Vernehmlassung. 

 

3.4. 

Die Beschwerdeführerin reichte am 28. November 2024 eine Stellung-

nahme ein. 

 

 
   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission zieht in Er- 

wägung: 

 

1. 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das 

Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung 

eines Betreibungs- oder Konkursamts bei der Aufsichtsbehörde wegen 

Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. 

Der Entscheid einer unteren Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter 

kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung an die obere kantonale Auf-

sichtsbehörde über die Betreibungsämter weitergezogen werden (Art. 18 

Abs. 1 SchKG). 

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz führte zur Begründung des angefochtenen Entscheids aus, 

die Beschwerdeführerin habe ihre Sitzverlegung erst am 20. Juni 2024 im 

Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB publiziert, weshalb das 

Regionale Betreibungsamt Q._____ im Dezember 2023 und im Januar 

2024 keine Kenntnis von der Verlegung des Unternehmenssitzes der 

Beschwerdeführerin nach R._____ gehabt habe. Dies erkläre, weshalb der 

Zahlungsbefehl an der bekannten Adresse nicht habe zugestellt werden 

können. Vorliegend sei dies jedoch nicht von Relevanz, weil die 

einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin, 

Frau C._____, gemäss Amtsbericht des Regionalen Betreibungsamts 

Q._____ am 1. Februar 2024 am Schalter erschienen sei, um den 

Zahlungsbefehl entgegenzunehmen. Das persönliche Erscheinen auf dem 

Betreibungsamt sei auch nach einer Sitzverlegung möglich und wohl 

aufgrund der hinterlegten Abholaufforderung erfolgt. Dass sich die 

Mitarbeiterin des Betreibungsamts nicht mehr an diese Übergabe erinnern 

könne, sei sodann nicht verwunderlich, stünden doch die Mitarbeiter täglich 

mit diversen unterschiedlichen Kunden in Kontakt. Das auf der Homepage 

der Beschwerdeführerin ersichtliche Porträtfoto von Frau C._____ vermöge 

ebenfalls nicht aufzuzeigen, weshalb diese mit ihrer Erscheinung 

besonders in Erinnerung bleiben und sich von der Masse abheben solle. 

Weiter sei auch nicht undenkbar, dass bei der Übergabe des Zahlungs-

befehls deren Name aufgrund einer Unachtsamkeit falsch notiert worden 

 - 6 - 

 

 

sei, insbesondere da es sich lediglich um eine Vertauschung der 

Buchstaben V und F handle. Aufgrund der Anmerkung "GF" sei glaubhaft 

dargelegt worden, dass die Funktion der abholenden Person im Zefix 

überprüft worden sei. Des Weiteren sei nicht ungewöhnlich, dass auf dem 

Zahlungsbefehl sowohl in der Rubrik "Zustellbescheinigung" sowie auch in 

der Rubrik "nicht zustellbar" ein Vermerk erfolgt sei. Dies sei damit zu 

erklären, dass jeweils die einzelnen Zustellversuche auf dem Zahlungs-

befehl vermerkt und somit auch die nicht erfolgreichen Zustellversuche 

weiterhin ersichtlich bleiben würden. Gemäss Amtsbericht des Regionalen 

Betreibungsamts Q._____ habe sich weiter das Telefongespräch vom 

18. März 2024 auf die Zustellung der Konkursandrohung bezogen. Die im 

Geschäftsfallprotokoll dokumentierte Verzögerung vom 23. April 2024 

habe sich somit ebenfalls auf die Konkursandrohung bezogen. Es könne 

sich aufgrund des Datums daher nicht um den vorliegend relevanten 

Zahlungsbefehl handeln. Die später aufgeführte Abweisung des Fort-

setzungsbegehrens sei aufgrund der offiziellen Sitzverlegung der 

Beschwerdeführerin erfolgt, was denn auch korrekt sei. Schliesslich 

würden auch erfahrenen Geschäftsleuten Fehler unterlaufen und es könne 

immer vorkommen, dass eine Frist verpasst werde. 

 

2.2. 

Die Beschwerdeführerin bringt beschwerdeweise im Wesentlichen vor, sie 

habe mit eidesstattlicher Erklärung vom 11. September 2024 erklärt, den 

Zahlungsbefehl am 1. Februar 2024 nicht auf dem Betreibungsamt 

Q._____ abgeholt zu haben und ihr sei dieser auch nicht auf anderem Weg 

zugestellt worden. Sie bestreite nach wie vor, dass ihr der Zahlungsbefehl 

in irgendeiner Form zugestellt worden sei. Gegenteiliges sei zu beweisen. 

Die Würdigung der Vorinstanz sei höchst fragwürdig, willkürlich und völlig 

einseitig zugunsten des Betreibungsamts vorgenommen worden. Die 

Zustellung des Zahlungsbefehls könne gerade nicht bewiesen werden. 

Entsprechend sei auch die Konkursandrohung des Regionalen 

Betreibungsamts R._____ zu Unrecht erfolgt. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdeführerin beantragt zunächst, es sei der Zahlungsbefehl des 

Regionalen Betreibungsamts Q._____ vom 1. Dezember 2023 auf-

zuheben, eventualiter sei festzustellen, dass die Zustellung des Zahlungs-

befehls nicht gültig erfolgt sei und die Frist für die Erhebung des Rechts-

vorschlages erst mit Zustellung der Konkursandrohung am 13. August 

2024 ausgelöst worden sei. 

 

3.2. 

Nach Art. 72 Abs. 1 SchKG erfolgt die Zustellung des Zahlungsbefehls 

durch den Betreibungsbeamten, einen Angestellten des Amts oder durch 

die Post. Das Betreibungsamt hat die Wahl, ob es die Zustellung selbst 

 - 7 - 

 

 

vornehmen oder die Post damit betrauen will (Urteil des Bundesgerichts 

5A_542/2014 vom 18. September 2014 E. 5.1.1; KARL WÜTHRICH/PETER 

SCHOCH, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 

Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 6 zu Art. 72 SchKG). Der Betriebene darf auch 

aufgefordert werden, den für ihn bestimmten Zahlungsbefehl auf dem 

Betreibungsamt abzuholen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine 

Mitteilung, dass die entsprechende Betreibungsurkunde für ihn bereitliege. 

Eine Pflicht des Betriebenen zur Entgegennahme auf dem Betreibungsamt 

besteht nicht (BGE 138 III 25 E. 2.1). 

 

Bei der Abgabe des Zahlungsbefehls hat der Überbringer auf beiden 

Ausfertigungen zu bescheinigen, an welchem Tag und an wen die 

Zustellung erfolgt ist (Art. 72 Abs. 2 SchKG). Die Zustellbescheinigung gilt 

als öffentliche Urkunde im Sinn von Art. 9 ZGB. Als solcher kommt einer 

formell korrekt zustande gekommenen Zustellbescheinigung für ihren 

Inhalt grundsätzlich volle Beweiskraft zu. Dies gilt, solange nicht 

nachgewiesen werden kann, dass die Zustellbescheinigung inhaltlich 

unrichtig ist. Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche Tatsachen-

vermutung, welche nur durch den Beweis des Gegenteils im Sinne eines 

Hauptbeweises entkräftet werden kann (Urteil des Bundesgerichts 

5A_1052/2021 vom 1. Juni 2022 E. 4 mit Hinweisen; vgl. zur Unter-

scheidung von Beweis des Gegenteils und Gegenbeweis BGE 120 II 393 

E. 4b). Der Beweis der unrichtigen Zustellbescheinigung ist an keine 

besondere Form gebunden und kann somit mit sämtlichen Beweismitteln 

geführt werden. Es ist jedoch nicht ausreichend, wenn bloss begründete 

Zweifel an der Richtigkeit des beurkundeten Inhalts erweckt werden 

können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_418/2017 vom 31. Januar 2018 

E. 3.2). 

 

3.3. 

Auf dem Zahlungsbefehl vom 1. Dezember 2023 in der Betreibung Nr. aaa 

(Beilage 4 zur Beschwerde vom 22. August 2024) ist unter der Rubrik 

"Zustellbescheinigung" die Option "An eine andere Person" angekreuzt und 

beim entsprechenden Feld "[...] / GF" notiert. Als Datum der Zustellung 

wurde der 1. Februar 2024 vermerkt. Die Zustellbescheinigung enthält 

schliesslich die Unterschrift der zustellenden Person. 

 

Gemäss Amtsbericht des Regionalen Betreibungsamts Q._____ vom 

6. September 2024 wurde der Zahlungsbefehl von D._____ ausgehändigt, 

bei der es sich um eine Angestellte des Betreibungsamts handeln dürfte 

(Gegenteiliges wurde von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht) 

und die daher zur Zustellung des Zahlungsbefehls berechtigt ist (Art. 72 

Abs. 1 SchKG). Mit der auf dem Zahlungsbefehl vermerkten Person "[...] / 

GF" ist offenkundig die Geschäftsführerin (GF) der Beschwerdeführerin 

C._____ gemeint (vgl. Handelsregisterauszug der Beschwerdeführerin; 

Beilage 2 zur Beschwerde vom 22. August 2024), die in dieser Funktion zur 

 - 8 - 

 

 

Entgegennahme eines Zahlungsbefehles für die Beschwerdeführerin 

berechtigt ist. Die Verwechslung zweier Buchstaben im vermerkten Namen 

vermag vorliegend jedenfalls keine konkreten Zweifel an der Identität der 

gemeinten Person zu begründen. Eine Pflicht, eine Kopie des Ausweises 

zu machen oder die Passnummer zu notieren, besteht nicht. Die 

Zustellbescheinigung enthält somit sowohl das Datum der Zustellung als 

auch die Person, an die sie erfolgt ist (vgl. Art. 72 Abs. 2 SchKG). In 

formeller Hinsicht entspricht die Zustellbescheinigung demnach den 

gesetzlichen Vorgaben. 

 

Da die Zustellbescheinigung als öffentliche Urkunde im Sinn von Art. 9 ZGB 

gilt und ihr als solche für ihren Inhalt grundsätzlich volle Beweiskraft 

zukommt, greift die gesetzliche Tatsachenvermutung der darin ver-

urkundeten Tatsache, womit der Beweis für die am 1. Februar 2024 erfolgte 

Zustellung des Zahlungsbefehls an die Beschwerdeführerin vollumfänglich 

erbracht ist. 

 

3.4. 

Nachdem vorliegend gestützt auf eine öffentliche Urkunde die gesetzliche 

Tatsachenvermutung der Zustellung greift, steht der Beschwerdeführerin 

der Beweis des Gegenteils im Sinne eines Hauptbeweises offen. 

 

Die von der Beschwerdeführerin mit Beschwerde vorgebrachten Aus-

führungen vermögen einen solchen indessen nicht zu erbringen. Eine 

durch eine Urkundsperson des Kantons Aargau notariell beurkundete, 

eidesstattliche Erklärung kann zwar als Beweis berücksichtigt werden, 

geniesst jedoch keine verstärkte Beweiskraft im Sinne von Art. 9 ZGB. Die 

notarielle Beurkundung bezieht sich zwangsläufig einzig auf die Tatsache, 

dass die Erklärung durch die erklärende Person verfasst wurde, nicht aber 

darauf, ob deren Inhalt verifiziert bzw. zutreffend ist (vgl. auch die 

entsprechende Beglaubigung durch die Urkundsperson des Kantons 

Aargau auf der eidesstattlichen Erklärung). Da vorliegend die erklärende 

Person eine Aussage über sich selbst tätigt bzw. die Wahrheit der eigenen 

Aussage beteuert, entspricht die eidesstattliche Erklärung im Wesentlichen 

einer blossen einseitigen Parteibehauptung. Diese Erklärung an und für 

sich vermag daher vorliegend nicht zweifelsfrei zu beweisen, dass keine 

Zustellung erfolgt ist. Gleiches gilt für die von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachte Tatsache, dass gemäss Geschäftsfallprotokoll unter der 

Rubrik "Aktivitäten" am 23. April 2024 der Eintrag "9026 Verzögerung 

Zustellung Zahlungsbefehl" vermerkt ist. Bei diesem Eintrag handelt es sich 

offenkundig um eine falsche Protokollierung bzw. um die Verwendung 

eines falschen Protokollcodes durch das Regionale Betreibungsamt 

Q._____. Denn das Regionale Betreibungsamt Q._____ verfügte zu 

diesem Zeitpunkt bereits längst über ein Exemplar des Zahlungsbefehls mit 

besagter Zustellbescheinigung, welches es am 28. Februar 2024 der 

Gläubigerin zustellte, woraufhin die Gläubigerin gestützt auf dieses 

 - 9 - 

 

 

Exemplar am 12. März 2024 das Fortsetzungsbegehren stellte und das 

Regionale Betreibungsamt Q._____ die Konkursandrohung ausstellte. Vor 

diesem Hintergrund ist nicht davon auszugehen, dass dasselbe Betrei-

bungsamt zeitgleich versucht hätte, noch ein anderes Exemplar des 

Zahlungsbefehls ohne Zustellbescheinigung zuzustellen und deshalb am 

23. April 2024 den Eintrag der Zustellverzögerung tatsächlich in Bezug auf 

den Zahlungsbefehl vorgenommen hätte. Das Regionale Betreibungsamt 

Q._____ führt denn auch in ihrem Amtsbericht vom 8. November 2024 aus, 

dass die im Geschäftsfallprotokoll angegebenen "Aktivitäten" interne 

Eintragungen für den Ablauf und die Kontrolle seien und dass für eine 

Verzögerung der Zustellung der Konkursandrohung keine separate 

"Aktivität" bestehe, weshalb die Aktivität "9026 Verzögerung Zustellung 

Zahlungsbefehl" verwendet werde. 

 

Auch die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin sind schliesslich nicht 

geeignet, den Beweis des Gegenteils zu erbringen. So ist insbesondere 

irrelevant, ob sich im Nachhinein noch Angestellte des Betreibungsamts 

konkret an die Zustellung erinnern. Denn die formell korrekt zustande 

gekommene Zustellbescheinigung als öffentliche Urkunde führt zur 

gesetzlichen Tatsachenvermutung, für welche es keiner weiteren Beweise 

bedarf. Dass sich jemand an etwas nicht erinnert, vermag nicht das 

Gegenteil der verurkundeten Tatsache zu beweisen.  

 

3.5. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die auf dem Zahlungsbefehl vom 

1. Dezember 2023 vermerkte Zustellbescheinigung, der zufolge der Zahl-

ungsbefehl am 1. Februar 2024 der Geschäftsführerin der Beschwerde-

führerin, C._____, zugestellt wurde, in formeller Hinsicht den gesetzlichen 

Vorgaben entspricht. Dadurch greift die gesetzliche Tatsachenvermutung 

der in der Zustellbescheinigung verurkundeten Tatsache, womit der Beweis 

für die am 1. Februar 2024 erfolgte Zustellung des Zahlungsbefehls an die 

Beschwerdeführerin vollumfänglich erbracht ist. Der Beschwerdeführerin 

gelingt mit ihren Vorbringen der ihr obliegende Beweis des Gegenteils 

nicht. 

 

Daraus folgt, dass die am 1. Februar 2024 erfolgte Zustellung des 

Zahlungsbefehls vom 1. Dezember 2023 die 10-tägige Frist zur Erhebung 

des Rechtsvorschlags auslöste (Art. 74 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerde 

erweist sich damit in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

4. 

Die Beschwerdeführerin beantragt weiter, es sei festzustellen, dass die 

Konkursandrohung des Regionalen Betreibungsamts R._____ vom 3. Juli 

2024 nichtig sei, eventualiter sei die Konkursandrohung aufzuheben. 

 

 - 10 - 

 

 

Der Beweis des Erhebens des Rechtsvorschlages und der Fristeinhaltung 

ist dem Schuldner auferlegt (BALTHASAR BESSENICH/STEFAN FINK, in: 

Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 

3. Aufl. 2021, N. 27 zu Art. 74 SchKG). Der Zahlungsbefehl vom 

1. Dezember 2023 wurde nach oben Gesagtem am 1. Februar 2024 

zugestellt. Die 10-tägige Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags endete 

somit am 12. Februar 2024. Der mit Beschwerde vom 22. August 2024 

erstmals erhobene Rechtsvorschlag der Beschwerdeführerin erfolgt 

dementsprechend verspätet. 

 

Nachdem in der vorliegenden Betreibung nicht fristgerecht Rechts-

vorschlag erhoben und am 3. Juli 2024 beim Regionalen Betreibungsamt 

R._____ das Fortsetzungsbegehren gestellt wurde, erfolgte die 

gleichentags ausgestellte und im Rechtshilfeverfahren durch das Betrei-

bungsamt S._____ am 13. August 2024 zugestellte Konkursandrohung 

rechtmässig. Die Beschwerde erweist sich damit auch in diesem Punkt als 

unbegründet und ist abzuweisen. 

 

5. 

Der Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin um Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung wird mit vorliegendem Entscheid gegenstandslos. 

 

6. 

Im Beschwerde- bzw. Weiterziehungsverfahren vor der kantonalen 

Aufsichtsbehörde sind ungeachtet des Ausgangs keine Verfahrenskosten 

zu erheben und keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 20a 

Abs. 2 Ziff. 5 SchKG i.V.m. Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV 

SchKG). 

 

 
   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-

gungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

  

 - 11 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG)  

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung des 

Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 2 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 16. April 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission  

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

Holliger Stutz