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**Case Identifier:** 06cb7bb3-892d-5530-ba88-fe290889939b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.12.2023 I 2022 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-74_2023-12-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 74

Entscheid vom 12. Dezember 2023 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Revision einer IV-Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1977, verheiratet, 3 Kinder ________) reiste 
1992 in die Schweiz ein, besuchte nach acht Jahren Grundschule in C.________ 
ein Jahr Realschule in D.________ und arbeitete ab April 1997 (vollzeit, ab 1995 
teilzeit bzw. im Stundenlohn, vgl. IV-act. 60-14/45) bei der E.________ AG als 
Maschinenführerin. Am 28. November 2000 erlitt sie einen Arbeitsunfall und mel-
dete sich infolgedessen aufgrund von Schulterproblemen am 2. Januar 2002 bei 
der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 2, 76; Suva-act. 1-3/60, 2-59/74).

B. In der Folge tätigte die IV-Stelle Abklärungen, u.a. wurde am 8. April 2003 
ein MEDAS-Gutachten erstellt (IV-act. 18). Mit Verfügung vom 7. Oktober 2003 
sprach die IV-Stelle A.________ bei einem IV-Grad von 50% eine halbe IV-Rente 
mit Wirkung ab 1. Februar 2002 zu (IV-act. 26). 

C. Am 25. November 2005 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision ein (IV-act. 
30). Mit Verfügung vom 3. September 2007 wies die IV-Stelle eine Erhöhung der 
Rente ab und bestätigte den Anspruch auf eine halbe IV-Rente (IV-act. 45). Eine 
weitere Rentenrevision wurde im Juni 2010 in die Wege geleitet (IV-act. 49). Am 
11. August 2011 erfolgte ein weiteres MEDAS-Gutachten (IV-act. 60). Auf Nach-
frage des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) reichte die MEDAS am 5. Janu-
ar 2012 eine ergänzende Beurteilung ein (IV-act. 66). Am 20. Juli 2012 erachtete 
die IV-Stelle eine berufliche Abklärung (BEFAS) als notwendig (IV-act. 74). 
Nachdem A.________ mitgeteilt hatte, dass sie im April 2012 ein Kind geboren 
habe, welches sie noch stille, zog die IV-Stelle den BEFAS-Auftrag zurück (IV-
act. 76). 

D. Mit Verfügung vom 2. Februar 2017 schloss die IV-Stelle das im Jahr 2010 
eingeleitete Revisionsverfahren ab und bestätigte weiterhin den Anspruch auf ei-
ne halbe IV-Rente. Gleichzeitig verfügte sie, umgehend eine eingliederungsorien-
tierte Revision einzuleiten (IV-act. 90). Ein am 13. März 2017 begonnenes Auf-
bautraining bei T.________ wurde aufgrund einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit 
ab 27. März 2017 per 14. Juni 2017 abgebrochen (IV-act. 99f.).

E. Nach weiteren Abklärungen - neben diversen Arztberichten u.a. Einholung 
einer BVM-Stellungnahme vom 21. Dezember 2020, eines polydisziplinären Gut-
achtens vom 28. April 2022 sowie ergänzenden Antworten vom 17. Juni 2022, 
eines weiteren Abklärungsberichtes vom 12. September 2022 (IV-act. 131, 158, 
163, 169) - leitete die IV-Stelle mit Schreiben vom 16. September 2022 das 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein. Damit teilte die IV-Stelle A.________ mit, 
dass gemäss Gutachten der U.________ vom 4. Mai 2022 im freien Arbeitsmarkt 

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eine Arbeitsfähigkeit von 85-90% bei uneingeschränkter zeitlicher Anwesenheit 
bestehe. Ein Eingliederungspotential sei somit klar ausgewiesen und es sei 
A.________ zumutbar an Eingliederungsmassnahmen zur schrittweisen Wieder-
eingliederung teilzunehmen. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht werde 
deshalb die Teilnahme an zielführenden Eingliederungsmassnahmen im Rahmen 
der vorliegenden versicherungsmedizinischen Beurteilung verlangt. A.________ 
wurde bis zum 14. Oktober 2022 Gelegenheit gegeben schriftlich mitzuteilen, ob 
sie bereit sei ernsthafte Anstrengungen zur Wiedereingliederung in den ersten 
Arbeitsmarkt mit Unterstützung der IV-Stelle zu unternehmen. Eine fehlende 
Rückmeldung, fehlende Bereitschaft oder ungenügende Mitwirkung im Rahmen 
der Wiedereingliederung habe zur Folge, dass die festgestellte Arbeitsfähigkeit 
bei der Invaliditätsbemessung angerechnet werde, was zur Aufhebung der Inva-
lidenrente führe (IV-act. 170).

F. Am 14. Oktober 2022 liess A.________ um Akteneinsicht ersuchen (IV-act. 
171). Nachdem in diesem Schreiben keine Stellung zur Eingliederung genom-
men wurde, gewährte die IV-Stelle A.________ mit Schreiben vom 17. Oktober 
2022 eine Fristerstreckung bis längstens 4. November 2022 (IV-act. 173). Eine 
weitere Stellungnahme durch A.________ erfolgte nicht.

G. Die IV-Stelle sah mit Vorbescheid vom 16. November 2022 vor, die bisheri-
ge halbe Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats 
aufzuheben (IV-act. 177). Dagegen liess A.________ am 28. November 2022 
Einwände erheben (IV-act. 180). Mit Verfügung vom 12. Dezember 2022 hob die 
IV-Stelle die bisherige halbe Rente von A.________ nach Zustellung der Verfü-
gung auf Ende des folgenden Monats auf (IV-act. 183).

H. Mit Eingabe vom 28. Dezember 2022 (= Datum der Postaufgabe) lässt 
A.________ gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2022 fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den fol-
genden Anträgen:

1. Die Verfügung vom 12.12.2022 sei aufzuheben.
2. Es sei der Beschwerdeführerin weiterhin eine halbe Invalidenrente 

zuzusprechen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

I. Mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2023 beantragt die IV-Stelle die Ab-
weisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 
6.10.2000). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20] vom 19.6.1959). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeits-
unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 
invalid sind (lit. c).

1.3 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des ATSG, der 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; 
SR 830.11 vom 11. September 2002), des IVG sowie der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201 vom 17. Januar 1961) in Kraft getreten. 
Die Revision umfasst u.a. eine Änderung der Bestimmung von Art. 17 Abs. 1 
ATSG. Mit dem Wegfall der Rentenstufen der IV wurde eine Neudefinition der 
Erheblichkeitsschwelle einer Änderung des Invaliditätsgrades erforderlich. An-
stelle der Verwendung des Begriffs der «Erheblichkeit» werden die revisionsaus-
lösenden Invaliditätsgradänderungen neu direkt im Gesetz aufgezählt. Der revi-
dierte Art. 17 Abs. 1 ATSG sieht nun – anknüpfend an die Rechtsprechung im 
Bereich der UV – dementsprechend vor, dass Invalidenrenten für die Zukunft er-
höht, herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn der Invaliditätsgrad der ren-

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tenbeziehenden Person sich um mindestens 5 Prozentpunkte ändert (lit. a) oder 
auf 100% erhöht (lit. b). Für den Bereich der IV, welche ja bereits ab einem Inva-
liditätsgrad von 70% eine ganze Rente vorsieht, ist lit. b allerdings bedeutungslos 
(vgl. Studhalter, Ausgewählte IV-Leistungen nach Inkrafttreten der WE IV samt 
einigen Koordinationsaspekten / I. - III., in: Beck/Décaillet/Rothenberger, 3. Ta-
gung zum Koordinationsrecht, HAVE 2022, S. 7).

Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Weite-
rentwicklung der IV) lit. b Abs. 1 bleibt der Rentenanspruch für Rentenbezügerin-
nen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung ent-
standen ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch 
nicht vollendet haben, solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 
17 Abs. 1 ATSG ändert. Dabei wird auf die revidierte Version von Art. 17 Abs. 1 
ATSG verwiesen. Daraus ergibt sich, dass für Bezügerinnen und Bezüger von 
IV-Leistungen, welche noch nicht 55-jährig sind, im Falle einer Rentenrevision 
grundsätzlich nach neuem Recht abzuklären ist, ob sich der Rentenanspruch än-
dert. In einem zweiten Schritt wäre dann über entsprechende Anpassungen zu 
entscheiden. Dies entspricht im Ergebnis der allgemeinen prozessualen Grund-
regel, wonach das anwendbare Recht durch den Zeitpunkt der Verfügung re-
spektive - sofern diese angefochten wird - den Zeitpunkt des Einspracheent-
scheides bestimmt wird (vgl. BGE 147 V 278 E. 2.1 m.H.; Urteil BGer 
9C_390/2021 vom 8.2.2022 E. 8.2.1). 

Dementsprechend ist die Rechtmässigkeit der Verfügung vom 12. Dezember 
2022 grundsätzlich nach neuem Recht zu prüfen. Im Ergebnis hat die Rechtsän-
derung jedoch keine Auswirkungen auf das vorliegende Verfahren. 

Die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Rentenrevision bleibt im 
Übrigen weiterhin anwendbar, da sich die Revision von Art. 17 Abs. 1 ATSG auf 
eine Neudefinition der Erheblichkeitsschwelle beschränkt.

1.4.1  Nach Art. 21 Abs. 4 ATSG können Leistungen des Sozialversicherers 
vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn sich die ver-
sicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbs-
leben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue 
Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus 
eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich 
gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Es ist ihr eine ange-
messene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmass-
nahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumut-
bar. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren von Art. 21 Abs. 4 ATSG bezweckt, 
dass die versicherte Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen soll, über 

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dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat 
(vgl. Urteil BGer 8C_667/2015 vom 6.9.2016 E. 5.2; Kieser, ATSG-Kommentar, 
4. Aufl., Rz. 147 zu Art. 21 ATSG).

1.4.2  Art. 43 Abs. 3 ATSG normiert, dass dann, wenn die versicherte Person, 
welche Leistungen beansprucht, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in un-
entschuldbarer Weise nicht nachkommt, der Versicherungsträger auf Grund der 
Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen 
kann. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfol-
gen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.

1.4.3  Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare 
unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu verrin-
gern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern. Die versicherte Person muss 
an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeits-
platzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben dienen, aktiv teilnehmen. 
Dies sind insbesondere Massnahmen der Frühintervention (Art. 7 Abs. 2 lit. a 
IVG), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung 
(Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG), Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG), 
medizinische Behandlungen nach Art. 25 KVG (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG) und 
Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbe-
zügern nach Art. 8a Abs. 2 IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG). Als zumutbar gilt jede 
Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen 
sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 
7a IVG).

1.4.4  Nach Art. 7b Abs. 1 IVG können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG 
gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach 
Art. 7 IVG (oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG) nicht nachgekommen ist. Die Leis-
tungen können in bestimmten Fällen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG 
auch ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden. 
Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle 
Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens 
der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).

1.4.5  Nach Art. 8a Abs. 1 IVG haben Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger 
Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern die Erwerbsfähigkeit 
voraussichtlich verbessert werden kann (lit. a) und die Massnahmen geeignet 
sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Massnahmen zur Wiedereingliederung 
sind Massnahmen nach Art. 8 Abs. 3 lit. abis-b und d IVG (Art. 8a Abs. 2 IVG). In-

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tegrationsmassnahmen können mehrmals zugesprochen werden und insgesamt 
länger als ein Jahr dauern (Art. 8a Abs. 3 IVG).

1.5 Die Invalidität bemisst sich rechtsprechungsgemäss nicht nach medizini-
schen, sondern nach wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbs-
unfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die 
versicherte Person in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die ver-
bliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 
109 V 25 E. 3d). Wer nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch 
nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 E. 1b).

1.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelieren 
die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung des 
Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung IVG, 4. Aufl., 
Zürich 2022, Art. 53-57 IVG N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 E. 1a).

1.7.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1 f.; BGE 
125 V 256 E. 4).

1.7.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 
157 E. 1c). 

1.7.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 
134 V 231 E. 5.1).

1.7.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und Arzt-
person im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt worden: 
Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschrei-
ben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksich-
tigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 
die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Auf-
gabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall Gerichte nicht kompetent sind (z.B. 
Urteil BGer 9C_437/2012 vom 6.11.2012 E. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der 
erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt 
der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Viel-
mehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 
Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage für die juristische Beurtei-
lung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (so die mit BGE 105 V 156 E. 1 begründete und in zahllosen Urteilen 
bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 E. 4).

1.7.5  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

1.8 Für die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Leiden definiert 
das strukturierte Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 systematisierte Indi-
katoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs-
faktoren einerseits und allfälliger Kompensationspotentiale (Ressourcen) ander-
seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen 
(vgl. BGE 143 V 409 bzw. BGE 143 V 418 betr. Anwendbarkeit des strukturierten 

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Beweisverfahrens auf depressive Störungen leicht bis mittelgradiger Natur bzw. 
grundsätzlich auf sämtliche psychischen Erkrankungen). Bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch 
die Organe der Rechtsanwendung in ihrer Einschätzung des Leistungsvermö-
gens an den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall 
gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). 

1.9 Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht er-
messensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak-
tisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteile BGer 9C_77/2015 vom 
27.3.2015 E. 5.4; 9C_78/2014 vom 18.3.2014 E. 4; I 676/05 vom 13.3.2006 E. 
2.4 mit Hinweisen).

1.10 Gelangt der Rechtsanwender nach der Beweiswürdigung zum Schluss, ein 
Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungsmedi-
zinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforderungen 
(E. 1.7.1 ff.), ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellungnahmen zur 
Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische Parallel-
überprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht statt-
finden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3; Urteil BGer 8C_260/2017 vom 1.12.2017 E. 
4.2.5 m.H.).

1.11 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (anti-
zipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Rz. 153; Urteil BGer 8C_424/2010 vom 
19.7.2010 E. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 E. 5.3).

2.1 Mit Verfügung vom 12. Dezember 2022 hat die Vorinstanz festgehalten, 
dass mit Verfügung vom 2. Februar 2017 die Weiterausrichtung der halben Ren-
te bestätigt worden sei. Aufgrund des durch das MEDAS-Gutachten attestierten 
Eingliederungspotentials sei eine eingliederungsorientierte Revision (EOR) ein-
geleitet worden. Mit Mitteilung vom 15. März 2017 (sic, vgl. auch IV-act. 94) sei 
für die Zeit vom 13. März 2017 bis 10. September 2017 ein Aufbautraining bei 
T.________ zugesprochen worden, welches per 14. Juni 2017 abgebrochen 
worden sei, weil sich die Beschwerdeführerin nicht in der Lage gefühlt habe, die 

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Massnahme fortzuführen. Gemäss den aktuellen Abklärungen (Gutachten 
U.________ vom 4. Mai 2022) bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Maschinis-
tin eine Arbeitsfähigkeit von 75% auf ein 100% Pensum bezogen. Die zeitliche 
Anwesenheit sei uneingeschränkt zu 8 Stunden zumutbar. In einer angepassten 
Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 85%. Die angepasste Tätigkeit bein-
halte eine Tätigkeit ohne die Notwendigkeit, Gewichte über 10 kg zu tragen, he-
ben zu müssen sowie vermehrt oberhalb der Horizontalen arbeiten zu müssen. 
Die Tätigkeit sollte zudem keine höheren Anforderungen an die zeitgerechte Er-
ledigung der Aufgaben unter Stress beinhalten und auch keine besonderen An-
forderungen an das Multitasking. Diese Einschätzung gelte ab Zeitpunkt der Be-
gutachtung. Aufgrund des hohen Eingliederungspotentials sei mittels Auflage zur 
Schadenminderung (Schreiben vom 16.9.2022) die Teilnahme an zielführenden 
Eingliederungsmassnahmen gefordert worden. Auf ihre Auflage sei innert ange-
setzter Frist keine Rückmeldung erfolgt, weshalb wie angekündigt auf die gutach-
terlich festgestellte Arbeitsfähigkeit für die Invaliditätsbemessung abgestellt wer-
de. Gemäss Abklärungsbericht vom 12. September 2022 werde die Beschwerde-
führerin zu 100% als Erwerbstätige beurteilt. Ohne gesundheitliche Einschrän-
kung könne gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 
2020, Tabelle TA1, Frauen, Kompetenzniveau 1, indexiert auf das Jahr 2021 ein 
jährliches Einkommen von Fr. 53'819.-- erzielt werden. In einer angepassten 
Tätigkeit werde ebenfalls auf die erwähnte Statistik abgestützt, bei einer Arbeits-
fähigkeit von 85% entspreche dies Fr. 45'746.15. Mit einem Invaliditätsgrad von 
15% bestehe kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Im Ein-
wand vom 29. November 2022 werde hauptsächlich auf den fehlenden Revisi-
onsgrund, bei nicht vorhandener gesundheitlicher Verbesserung, im Gesund-
heitszustand hingewiesen. 

Die Vorinstanz hat sich auf das Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2019 
(8C_163/2018) gestützt und festgehalten, dass sie im Mahn- und Bedenkzeitver-
fahren (Schreiben vom 16. September 2022) auf das vorhandene Eingliede-
rungspotential und die Konsequenzen bei fehlender Rückmeldung oder Bereit-
schaft hingewiesen habe. Zusätzlich sei im Schreiben vom 17. Oktober 2022 auf 
die noch nicht gemachte Rückmeldung hingewiesen und eine Fristverlängerung 
bis 4. November 2022 gewährt worden. Es sei somit kein Revisionsgrund 
gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG notwendig. Die Rente werde bei offensichtlich ho-
hem Eingliederungspotential wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht nach Art. 7 
IVG, auf Ende des der Verfügung folgenden Monats aufgehoben.

2.2 Die Beschwerdeführerin lässt mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 
28. Dezember 2022 beantragen, dass ihr weiterhin eine halbe Invalidenrente zu-

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zusprechen sei. Die Vorinstanz habe sich mit dem Vorliegen bzw. Nichtvorliegen 
eines Revisionsgrundes nach Art. 17 ATSG nicht befasst. Die Ansicht der Vorin-
stanz, wonach das Vorliegen eines Revisionsgrundes nach Art. 17 ATSG ent-
behrlich sei, könne nicht nachvollzogen werden. Aufgrund der im MEDAS-
Gutachten vom 11. August 2021 (recte: 2011) attestierten Arbeitsfähigkeit von 
60% liege zwar unbestritten ein Eingliederungspotential im Umfang der Restar-
beitsfähigkeit vor. Die Vorinstanz ziehe nun aber aus der vom Unterzeichneten 
bestrittenen Erhöhung der Arbeitsfähigkeit um 25% (85% Arbeitsfähigkeit in an-
gepasster Tätigkeit) den Schluss, dass diese erhöhte Arbeitsfähigkeit nun im 
Rahmen einer Eingliederung verwertet werden müsse, unabhängig davon ob 
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Anspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht, verbes-
sert habe. Die Vorinstanz verkenne dabei, dass erst bei Vorliegen einer gesund-
heitlichen Verbesserung, die erhöhte Arbeitsfähigkeit rechtliche Auswirkungen 
auf das Eingliederungspotential entfache. Habe sich der Gesundheitszustand 
nämlich nicht verbessert, so bleibe es beim (vorherigen) Eingliederungspotential, 
was in casu einer Restarbeitsfähigkeit von 60% entspreche. Es gehe nun nicht 
an, die Revisionsvoraussetzungen bzw. die Voraussetzung der Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes zu umgehen mit dem Argument, das das (bestrittene) 
erhöhte Eingliederungspotential trotz Mahn- und Bedenkzeitverfahren in ver-
schuldeter Weise von der Beschwerdeführerin nicht verwertet worden sei. Dem-
nach komme es entgegen den Ausführungen der Vorinstanz eben doch darauf 
an, ob diese die halbe Rente gestützt auf die Revisionsbestimmung von Art. 17 
ATSG habe einstellen dürfen oder nicht.

Im Übrigen macht die Beschwerdeführerin geltend, dass keine Verbesserung des 
Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 ATSG erfolgt sei.

3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die IV-Rente der Beschwerde-
führerin zu Recht aufgehoben hat.

3.1 Die Beschwerdeführerin meldete sich am 2. Januar 2002 mit Schulterpro-
blemen bei der Vorinstanz zum Leistungsbezug an (vgl. Ingress lit. A). Die Ren-
tenzusprache mit Verfügung vom 7. Oktober 2003 erfolgte nach Einholung eines 
Gutachtens der MEDAS S.________ vom 8. April 2003 sowie einer Haushalts-
abklärung vom 26. Mai 2003 bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% in der bisherigen 
wie angepassten Tätigkeit gestützt auf folgende Beurteilungen.

3.1.1  Im MEDAS-Gutachten vom 8. April 2003 - erstattet von Dr.med. 
F.________ (Chefarzt), Dr.med. G.________ (Gutachterin), Dr.med. H.________ 

12

(Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheuma-
erkrankungen) und Dr.med. I.________ (Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy-
chotherapie) - lauteten die Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zu-
mutbaren Arbeitsfähigkeit wie folgt (IV-act. 18-10f./22):

Residuen nach Arbeitsunfall am 28.11.2000 mit Zerrung der rechtsseitigen 
Nacken- und Schultermuskulatur und Kontusion der rechten Schulter dorsal:

Psychische Fehlverarbeitung/gemischt dissoziative Störung (Konversionsstörung) 
mit leichtgradiger Depressiver Verstimmung bei ängstlicher und selbstunsicherer 
Persönlichkeit

Chronische Schulter-Oberarmschmerzen rechts ohne somatisches Korrelat mit 
sekundärem tendomyotischem Zervikalsyndrom

In der bisherigen wie in jeder anderen Tätigkeit, ohne Lasten heben über 10 kg 
und ohne Arbeiten über Schulterebene, wurde die Beschwerdeführerin als zu 
50% arbeitsfähig beurteilt, wobei vor allem die psychopathologischen und wenig 
auch die rheumatologischen Befunde als limitierend angesehen wurden. Als 
Hausfrau wurde die Arbeitsfähigkeit auf 80% geschätzt.

3.1.2  Gegenüber dem Abklärungsdienst gab die Beschwerdeführerin gemäss 
Bericht vom 26. Mai 2003 an, trotz Geburt einer Tochter im Februar 2002 zu 
100% ausserhäuslich tätig zu sein. Sie habe gerne gearbeitet und es auch im 
Rahmen von arbeitsmarktlichen Massnahmen versucht, wobei sie lediglich zwei 
Stunden am Stück habe arbeiten können (IV-act. 21-7/7).

3.2 Mit Verfügung vom 3. September 2007 wurde eine Erhöhung der Invaliden-
rente verneint mit der Begründung, gemäss Stellungnahme des RAD (unter 
Berücksichtigung eines Arztberichtes des behandelnden Psychiaters Dr.med. 
J.________ [FMH Psychiatrie und Psychotherapie] vom 30.5.2007, welcher auf-
grund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Herbst 2006 eine 
erhöhte Arbeitsunfähigkeit attestierte, IV-act. 40-1ff./29) werde zum heutigen 
Zeitpunkt die gleiche Diagnose gestellt wie bei der primären Rentenprüfung. Eine 
rententangierende Verschlechterung im Gesundheitszustand sei nicht ausgewie-
sen. Es werde weiterhin auf das MEDAS-Gutachten vom 8. April 2003 abgestellt 
(IV-act. 45-1/3).

3.3 Mit Verfügung vom 2. Februar 2017 schloss die Vorinstanz das im Jahr 
2010 eingeleitete Revisionsverfahren ab und bestätigte weiterhin den Anspruch 
auf eine halbe IV-Rente (vgl. Ingress lit. D). Dabei erwog die Vorinstanz u.a., 
dass eine wiedererwägungsweise Überprüfung der Rentenzusprache im Sinne 
von Art. 53 Abs. 2 ATSG ausser Betracht falle. Zudem bestanden erhebliche 
Zweifel, ob eine erhebliche Änderung im Sinne von Art. 17 ATSG ausgewiesen 

13

war, weshalb das Revisionsverfahren (vorläufig) abgeschlossen und die halbe 
Rente (zumindest vorläufig) beibehalten wurde. Dabei wurde berücksichtigt, dass 
die im Gutachten gestellten psychiatrischen Diagnosen und die attestierte 40%-
ige Arbeitsunfähigkeit vom RAD als nicht schlüssig und nachvollziehbar beurteilt 
wurden; dass die deshalb vorgeschlagene ergänzende BEFAS-Abklärung wegen 
der Geburt des dritten Kindes nicht durchgeführt wurde; sowie dass das Gutach-
ten den Vorgaben an ein Gutachten nicht genügte, weil die Feststellung einer in-
validisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung nicht anhand eines strukturierten 
Beweisverfahrens erfolgte. Eine Herabsetzung bzw. Aufhebung der Rente erfor-
derte gemäss Vorinstanz somit weitere ergänzende und aufwändige Ab-
klärungsmassnahmen, weshalb die Vorinstanz prüfte, ob ausserhalb von Art. 17 
ATSG eine Überprüfung des Rentenanspruchs in Betracht kam, was sie gestützt 
auf Art. 7 Abs. 1 IVG, Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7b Abs. 3 IVG im Sinne einer 
eingliederungsorientierten Revision bejahte (IV-act. 90). 

Die Verfügung der Vorinstanz vom 2. Februar 2017 erfolgte gestützt auf folgen-
den Sachverhalt.

3.3.1  Im Gutachten der MEDAS S.________ vom 11. August 2011 - erstattet 
durch Dr.med. K.________ (Innere Medizin FMH, zertifizierter medizinischer 
Gutachter SIM), Dr.med. H.________, Dr.med. V.________ (Facharzt FMH 
Rheumatologie) und pract.med. W.________ (FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie) - wurden folgende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumut-
baren Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 60-24/45):

Dissoziative Bewegungsstörung mit teilweisem Verlust der Bewegungsfähigkeit 
ICD-10 F44.4
Chronifiziertes, therapierefraktäres Quadrantenschmerzsyndrom rechts
- Status nach Zerrung/ Kontusion der rechten Schulter am 28.11.2000 bei 

Arbeitsunfall
- Sekundäres tendomyotisches Zervikalsyndrom
- Schonungsbedingte leichte Atrophie der Armmuskulatur rechts sowie des M. 

supraspinatus rechts

Die zusammenfassende Beurteilung lautete wie folgt (IV-act. 60-21ff./45):

… ist mit Datum vom 08.04.2003 ein erstes Mal durch unsere MEDAS begutachtet 
worden. Die Versicherte litt damals an Residuen nach einem Arbeitsunfall am 
28.11.2000: Damals hatten sich ihre Haare in einer laufenden Maschine am 
Arbeitsplatz verfangen. Beim Versuch, sich zu befreien kam es zu einer Zerrung 
des M. trapezius und zu einer Kontusion der rechten Schulter.
Bei unserer Begutachtung stellten wir Residuen nach diesem Arbeitsunfall fest; 
unser Psychiater diagnostizierte damals eine psychische Fehlverarbeitung mit 
einer gemischten dissoziativen Störung (Konversionsstörung) mit leichtgradiger 
depressiver Verstimmung bei ängstlicher und selbstunsicherer Persönlichkeit.

14

Im Anschluss an unsere Begutachtung von 2003 kam es zu keiner entscheidenden 
Änderung der Situation und des Befindens. Nach wie vor litt die Versicherte unter 
Einschränkungen vor allem des rechten Armes und unter diversen Beschwerden. 
… setzte ihre Psychotherapie fort. Im Mai 2007 attestierte der behandelnde Psych-
iater eine mittelgradige, teilweise schwere depressive Episode, posttraumatisch 
bedingt, mit Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung. Bei … handle es 
sich um eine einfach strukturierte, ängstlich-selbstunsichere Persönlichkeit. Der 
Psychiater setzte die Arbeitsunfähigkeit mit 66.6 % an.
Im November 2007 erlitt die Versicherte im Rahmen einer heftigen Diskussion mit 
einer auch körperlichen Attacke des Kontrahenten gegen sie einen Sturz nach 
hinten, wobei sie eine Commotio cerebri erlitt. Seither verstärkten und 
chronifizierten sich die ohnehin schon seit längerer Zeit bestehenden 
Kopfschmerzen.
Am 08.05.2008 gebar … ihr zweites Kind.
Der federführende Gutachter fand bei der Erstuntersuchung am 04.04.2011 in … 
eine junge, sehr differenziert, Deutsch sprechende, intelligent argumentierende 
Frau. Es zeigte sich, dass sie ihre Familie gut im Griff hat. Glaubhaft legte die 
Versicherte dar, dass sie in der Heimat eine sehr gute Schülerin gewesen sei. 
Differenziert berichtete sie von ihrer früheren Arbeit bei der …. Im federführenden 
Gutachter entstand der Eindruck einer weitgehend gesunden, aktiven, adäquaten 
jungen Frau und Mutter. Zu erwähnen ist, dass … auch Auto fährt.
Unser Rheumatologe hält Folgendes fest:
Die eingehende aktuelle rheumatologische Untersuchung ergab ein deutliches 
oberes Quadrantenschmerzsyndrom rechts mit diffuser Druckdolenz des ganzen 
Hemikraniums rechts, der Halswirbelsäulen- und Schulterpartie rechts und des 
rechten proximalen Oberarmes sowie des oberen kranialen Drittels des 
rechtsseitigen Thorax. Die Halswirbelsäulenbeweglichkeit war nur leicht- bis 
mässiggradig eingeschränkt, etwas deutlicher zeigten sich Einschränkungen der 
Schulterbeweglichkeit rechts, wobei hinsichtlich letzterer diskrepant zur gezeigten 
Bewegungseinschränkung bei der gezielten Beweglichkeitsprüfung die Versicherte 
den Nacken- und Schürzengriff sehr gut durchführen konnte und in Bauchlage 
auch die Arme mit deutlich über 120° Arm-Abduktion beidseits über dem Bettrand 
hängen lassen konnte. Klinische Hinweise für eine zervikoradikuläre Reiz- oder 
Ausfallsymptomatik konnte ich nicht finden. Die leichte Umfangsdifferenz des 
rechten Ober- und Unterarmes sowie des M. supraspinatus rechts interpretiere ich 
als schonungsbedingt.
Die klinische Untersuchung hinterliess keine Verdachtsmomente hinsichtlich einer 
Schulterpathologie rechts oder einer Rotatorenmanschettenruptur. Diesbezüglich 
hatten ausgedehnte bildgebende Abklärungen der Halswirbelsäule und der rechten 
Schulter in den Jahren nach dem Unfallereignis von 2000 weitgehend 
altersentsprechend normale Befunde ergeben.
Gegenüber dem MEDAS-Gutachten vom 08.04.2003 kann ich von objektiver Seite 
her weder eine relevante Verbesserung noch eine Verschlechterung feststellen.
Hinsichtlich arbeitsrelevanter Problematik besteht eine Minderbelastbarkeit des 
Nackens und der rechten Schulter bezüglich körperlicher Schwerarbeit 
(Gewichtslimite 10 kg) und für Verrichtungen mit dem rechten Arm an bzw. über 
der Schulterhorizontalen.
Unser Psychiater hält Folgendes fest:

15

… ist eine 33-jährige Versicherte, die zwar ernst und phasenweise auch affektstarr 
wirkte, aber auch lachen konnte. Sie fokussierte ihre Beschwerden auf die 
Schmerzen, ohne dass diese während der Exploration nachvollzogen werden 
konnten.
Eine posttraumatische Belastungsstörung kann nicht nachgewiesen werden, die 
Kriterien sind nicht ausreichend erfüllt. Eine Depression kann im Gegensatz zum 
Bericht von Dr. J.________ vom 30.05.2007 ebenso wenig belegt werden wie eine 
Dysthymia. Hier hat es somit gegenüber dem psychiatrischen Konsilium der ME-
DAS vom 12.02.2003 eine leichte Verbesserung gegeben. Damals ist ebenso wie 
am 30.05.2007 durch den behandelnden Psychiater von einer ängstlich-unsicheren 
Primärpersönlichkeit geschrieben worden. Dies kann vor allem angesichts der kla-
ren Angaben der Versicherten heute nicht mehr nachvollzogen werden. Eher zeigt 
sich eine Versicherte, der es wichtig war und ist, alles besonders gut zu machen. 
Sie hat eine hohe Anpassungsfähigkeit. Sie ist sehr stolz auf das, was sie konnte, 
was sie machte und was sie auch heute noch weiss. Eher könnte eine 
narzisstische Kränkung vorliegen, durch das was ihr passiert ist und dessen 
Folgen. Eine Persönlichkeitsstörung liegt nicht vor, auch akzentuierte 
Persönlichkeitszüge sind eher nicht vorhanden.
Weiterhin auffällig sowohl bei der rheumatologischen Untersuchung wie auch jetzt 
im psychiatrischen Konsilium ist die eingeschränkte Beweglichkeit der rechten 
oberen Extremität. Diese wirkt insbesondere beim Erzählen vom Unfall noch 
auffälliger. Offenbar liegt unverändert die bereits 2003 festgestellte dissoziative 
Störung vor, heute allerdings mit klarem Schwerpunkt der Teilbewegungsstörung. 
Es sind hier keine Veränderungen oder Verbesserungen feststellbar.
Während der behandelnde Psychiater von einer einfach strukturierten 
Primärpersönlichkeit spricht schrieb Dr. med. L.________ am 06.11.2006 von einer 
Patientin mit recht intelligentem Eindruck; Letzteres ist auch mein Eindruck (und 
vor allem auch der Eindruck des federführenden Gutachters). Zu betonen ist noch 
der sehr stark ausgeprägte sekundäre Krankheitsgewinn; die Familie ist in 
ausserordentlichem Masse eingebunden.
Das Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen 
Erkrankungen kann bei der Versicherten wie folgt beurteilt werden: die Fähigkeit 
zur Anpassung an Regeln und Routinen ist gegeben. Die Fähigkeit zur Planung 
und Strukturierung von Aufgaben ist gegeben. Die Flexibilität und die 
Umstellungsfähigkeit sind leicht beeinträchtigt; die fachliche Kompetenz ist insofern 
eingeschränkt, als sie beim Denken an die Unfallmaschine Angst und Dissoziation 
entwickelt, also in diesem Bereich mittelmässig. Die Entscheidungs- und die 
Urteilsfähigkeit sind gegeben. Die Durchhaltefähigkeit ist aufgrund langer 
Arbeitsabstinenz mindestens leicht beeinträchtigt. Die Selbstbehauptungsfähigkeit 
und die Kontaktfähigkeit zu Dritten sowie die Gruppenfähigkeit und die Fähigkeit zu 
familiären bzw. intimen Beziehungen sind gegeben. Die Fähigkeit zu 
ausserberuflichen Aktivitäten ist leicht beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur 
Selbstversorgung und die Wegefähigkeit sind gegeben (insgesamt 5 Punkte von 
52). Der Gesamteindruck und das Mini-ICF-Rating ergeben eine minime 
Verbesserung insofern, als eine depressive Störung nicht mehr nachweisbar ist 
(die dissoziative Störung ist aber nach wie vor unverändert vorhanden). 
Dissoziative Störungen zeigen sowohl im Spontanverlauf wie auch unter 
geeigneter Psychotherapie oft eine deutliche Verbesserung bis Ausheilung. Bei … 
sollte unbedingt nochmals eine spezifische Psychotherapie durch eine 
Fachfrau/einen Fachmann mit Kenntnissen betreffend dissoziative Störungen 

16

durchgeführt werden. Hier sollen weit eher psychoedukative Teile und Einbezug 
der Familie berücksichtigt werden als Psychopharmaka. Es sollte weniger die 
Stimmung als die Bewegungsstörung das Ziel der Behandlung sein. Sehr sinnvoll 
wäre auch eine psychiatrische Ergotherapie, da hier mit psychiatrischem Wissen 
die Beweglichkeit auf verschiedene Art trainiert werden kann.
Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit kann aus psychiatrischer Sicht mit 
60 % eingeschätzt werden: („bisherige Tätigkeit" meint eine der ehemaligen Tätig-
keit vergleichbare Arbeit — ein Einstieg an den alten Arbeitsplatz erscheint wegen 
dadurch ausgelöster möglicher Ängste an Maschinen in der Nähe des Unfallortes 
nicht indiziert). Durch eine Psychotherapie kann die Arbeitsfähigkeit möglicherwei-
se deutlich gesteigert werden. Ich empfehle eine Revision aus reiner psychiatri-
scher Optik in etwa zwei Jahren.
(…)
Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit
Die Versicherte hat im Jahre 2000 bei der … einen Arbeitsunfall erlitten; es wurden 
ihr zunächst die Haare in eine Maschine gerissen, sie musste sich dann ruckartig 
befreien; dabei kam es zu den bis heute andauernden Schulter-
Nackenbeschwerden. Die damalige Arbeit war eine dokumentiert sehr leichte 
Tätigkeit. Aus reiner körperlicher Sicht (ohne Berücksichtigung der psychischen 
Einschränkungen) könnte sie diese Arbeit auch heute noch verrichten. Offenbar 
gibt es aber den Arbeitsplatz nicht mehr, und die Versicherte wäre auch am alten 
Arbeitsort - angesichts des doch relativ dramatisch ablaufenden Unfalls mit 
vermutlich schwerer Angst und nachheriger Entwicklung einer Konversionsstörung 
am falschen Platze. Es wäre nicht mehr zumutbar, an einen solchen Arbeitsplatz 
mit solchen Maschinen zu gehen.
Wir attestieren der Versicherten ganzheitlich eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in 
einer vergleichbaren Tätigkeit.
Als Hausfrau im eigenen Haushalt ist … zu 80 % arbeitsfähig - sie kann wegen der 
Behinderung des rechten Armes die ausgeprägten Schwerarbeiten im Haushalt 
nicht verrichten.
Arbeitsfähigkeit bei anderer Tätigkeit
Generell ist der Versicherten eine körperlich leichte, gelegentlich eine mittelschwe-
re Arbeit zu 60 % zumutbar (der Anteil mittelschwerer Arbeit darf 50 % nicht über-
steigen).

Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische 
oder berufliche Massnahmen
Medizinische Massnahmen
Möglicherweise kann durch medizinische Massnahmen die Arbeitsfähigkeit 
deutlich verbessert werden. Unser Psychiater schlägt dazu eine spezifische 
Psychotherapie vor. „Spezifisch" meint, dass die Versicherte durch einen 
Psychiater mit Erfahrung mit Konversionsstörungen behandelt werden sollte. 
Solche Konversionsstörungen bei jungen Frauen haben in der Regel eine gute 
Prognose. Bei der Versicherten liegt der auslösende Unfall allerdings schon über 
10 Jahre zurück, unser Eindruck ist aber der, dass bei ihr in letzter Zeit doch eine 
Besserung eingetreten ist, welche Hoffnung offen lässt (zum Beispiel ist die 
Depression, die 2007 offenbar noch mittelschweren bis schweren Grad hatte 
verschwunden).
Berufliche Massnahmen 

17

Entfallen.
Mutmasslicher Beginn der reduzierten Arbeitsfähigkeit
In körperlicher Hinsicht liegen heute die gleichen Einschränkungen vor wie schon 
bei unserer ersten Begutachtung 2003. Wie dargelegt wäre die Versicherte aus 
reiner körperlicher Optik in einer adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit 
voll arbeitsfähig.
Aus psychiatrischer Sicht scheint nach einem „psychischen Zwischentief" im Mai 
2007 nun eine deutliche Besserung eingetreten zu sein. Die Versicherte ist heute 
leicht höhergradig arbeitsfähig als bei unserer Begutachtung 2003. (Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von 50 % auf 60 %, mit weiterer Besse-
rungsoption).
Prognose
Wir rechnen mit einer langfristig guten Prognose. Es besteht die Hoffnung, dass 
durch eine „edukative" (nicht medikamentenbezogene!) Psychotherapie die Kon-
versionsstörung gebessert werden kann. Unser Psychiater schlägt die Aufnahme 
einer solchen Therapie und dann eine psychiatrische Beurteilung im Rahmen einer 
Revision in etwa zwei Jahren vor.

3.3.2  Aufgrund einer Rückfrage durch die Vorinstanz - nach der Beurteilung 
durch den RAD - erfolgten am 5. Januar 2012 ergänzende Ausführungen der 
MEDAS S.________ bzw. von Dr.med. K.________ und Dr.med. H.________, 
wobei bestätigt wurde, dass die dissoziative Bewegungsstörung die Hauptdia-
gnose sei und es sich um ein psychisches Leiden mit Krankheitswert mit Funkti-
onseinschränkung handle. Die Einschränkungen würden nicht im somatischen 
Bereich liegen. Bereits bei der ersten Begutachtung durch die MEDAS 
S.________ im Jahr 2003 habe der damals beurteilende Rheumatologe die Be-
schwerdeführerin in einer körperlich leichten und auch in einer mittelschweren 
Tätigkeit als arbeitsfähig erklärt. Auch der zum Gutachten 2011 beigezogene 
Rheumatologe sei auf die gleiche Beurteilung gekommen. Die Beschwerdeführe-
rin sei also aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht in der angestammten 
Tätigkeit gar nicht eingeschränkt und sei dies 2003 schon nicht mehr gewesen. 
Die "Befundinkonsistenzen" bei der vorliegenden dissoziativen Störung seien 
nicht "organische Diskrepanzen", sondern würden seelischen, unbewussten Blo-
ckaden entsprechen. Das sei gerade die Definition der Dissoziation - Desintegra-
tion zwischen Körper und Seele. Auch die "Symptomausweitung" sei ein Kardi-
nalsymptom der Dissoziation. Auch bei den ergänzenden Ausführungen zur 
psychiatrischen Begutachtung wurde mehrfach auf die allgemeine Definition ei-
ner Dissoziation verwiesen sowie bestätigt, was sich bereits der Begutachtung 
entnehmen lässt (IV-act. 66).

3.3.3  Gemäss RAD-Stellungnahme vom 20. Juni 2012 wurde die Ergänzung aus 
RAD-orthopädischer Sicht als nachvollziehbar beurteilt (IV-act. 71). Aus RAD-
psychiatrischer Sicht vom 13. Juli 2012 konnte auf das MEDAS-Gutachten vom 

18

11. August 2011 auch unter Berücksichtigung der Antworten auf die Rückfragen 
der Vorinstanz nicht abgestellt werden. Die diagnostische Beurteilung wurde als 
sehr wahrscheinlich falsch beurteilt und es sei nicht klar gewesen, welche funkti-
onellen Einschränkungen zu einer Arbeitsunfähigkeit von 40% führen sollten. 
Gemäss RAD-Psychiater sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in 
einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70% erreichen 
könnte (was im Team der MEDAS auch diskutiert worden sei). Wichtig seien eine 
gewisse Eingewöhnungszeit und ein verständnisvolles Umfeld. Nicht mehr zu-
mutbar sei die Arbeit an Maschinen, welche eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ma-
schine beim Unfall aufwiesen (entscheidend: rotierende Teile), sowie erheblicher 
Maschinenlärm. Zur Klärung der funktionellen Einschränkungen empfahl der 
RAD-Psychiater eine BEFAS-Abklärung, wobei psychiatrische Aspekte (Angst-
störung, Dissoziationen auf mentaler Ebene, Funktionsweise des rechten Arms 
bei postulierter Dissoziation) entscheidend seien, weshalb er eine Institution 
empfahl, wo ein psychiatrischer Facharzt involviert war.

In der psychiatrischen Stellungnahme wurde ebenfalls erwähnt, dass aufgrund 
der remittierten depressiven Symptomatik ein medizinischer Revisionsgrund be-
stehe.

Zudem wurde darauf hingewiesen, dass in den Akten mehrere deutliche Hinwei-
se darauf vorliegen würden, dass eine erhebliche Angstproblematik bestehe und 
Dr.med. I.________ im Gutachten im Jahr 2003 von einer gemischten dissoziati-
ven Störung ausgegangen sei, was im Gutachten vom 11. August 2011 unbeach-
tet geblieben sei (IV-act. 72-5f./6).

3.3.4  Auf die daraufhin im Juli 2012 in Auftrag gegebene BEFAS-Abklärung 
wurde in der Folge aufgrund der Geburt des dritten Kindes der Beschwerdeführe-
rin im April 2012 verzichtet (vgl. Ingress lit. C).

3.3.5  In der Beurteilung des Abklärungsberichtes vom 14. September 2012 wur-
de festgehalten, dass die Bemessung nach der gemischten Methode erfolge. Aus 
medizinischer Sicht sei die Beschwerdeführerin als Hausfrau im eigenen Haus-
halt zu 80% arbeitsfähig - sie könne wegen der Behinderung des rechten Armes 
die ausgeprägten Schwerarbeiten im Haushalt nicht verrichten. Unter Verweis 
auf die Schadenminderungspflicht wurde ausgeführt, dass es nicht nachvollzieh-
bar sei, dass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen ausser der 
Kinderbetreuung (inkl. Stillen) keine Haushaltsarbeiten verrichte. Der Ehemann 
habe sich 2009 als Einmann-Betrieb selbständig gemacht. Weil der Aufbau eines 
Geschäfts Zeit brauche und er noch kein Existenz sicherndes Einkommen erzie-
le, müsste die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu einem 80%-

19

Arbeitspensum erwerbstätig sein. Folglich müsse der Ehemann mehr Haushalts-
arbeiten übernehmen. Die Zeit sei vorhanden, da er keine volle Arbeitsauslas-
tung habe. Aus diesen Gründen falle der Invaliditätsgrad im Haushalt tief aus. 
Der Gesamtinvaliditätsgrad von 26% begründe keinen Anspruch mehr auf eine 
Invalidenrente. Die halbe IV-Rente sei aufzuheben (IV-act. 86-12f./13).

3.4 Mit Verfügung vom 2. Februar 2017 leitete die Vorinstanz eine eingliede-
rungsorientierte Revision ein (Ingress lit. D). 

3.4.1  Am 24. Januar 2017 bestätigte Dr.med. J.________, dass die Beschwer-
deführerin weiterhin in seiner Betreuung stehe und ihr Zustand seit Jahren un-
verändert sei. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50-60% (IV-act. 
89).

3.4.2 Ein am 13. März 2017 begonnenes (und bis 10.9.2017 geplantes) Aufbau-
training bei T.________ - mit dem Ziel der Steigerung der Anwesenheit von 20% 
auf 60% und der Leistungsfähigkeit auf 100%, der Angewöhnung an den Ar-
beitsprozess, der Teilnahme am Bewerbungscoaching und der Suche einer fes-
ten Anschlusslösung im 1. Arbeitsmarkt - wurde aufgrund einer 100%-igen Ar-
beitsunfähigkeit (aufgrund von Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit) ab 
27. März 2017 per 14. Juni 2017 abgebrochen. Der Einsatz wurde mit einem 
Pensum von 20% begonnen, mit Arbeitszeiten jeweils von Montag bis Donners-
tag (2 Stunden nachmittags) (IV-act. 91, 96, 99f.; Ingress lit. D). 

3.4.3 Am 9. Juni 2017 attestierte Dr.med. J.________ der Beschwerdeführerin 
weiterhin mindestens eine 75%-ige Arbeitsunfähigkeit, wobei eine Tagesklinische 
Behandlung vorgesehen sei (IV-act. 98). Aus dem Bericht vom 12. November 
2017 lassen sich (bei stationärem und verschlechtertem Gesundheitszustand) 
folgende Diagnosen und Beurteilungen entnehmen (IV-act. 103):

1. Depressive Episode mittleren/schweren Grades F 32.1, F32.2,
2. Somatisierungsstörung F 45.0.
3. Chronische Schmerzstörung F 45.41
4. Analgetika-Abhängigkeit F 13.2 + Analgetika-induzierter Kopfschmerz ICHD-3 

Beta 8.2.5,
Die Depression vermag die Arbeitsfähigkeit herabzusetzen, insbesondere, wenn 
sie in Kombination mit Somatisierungsstörung, Analgetika-Sucht und 
Schmerzstörung in Erscheinung tritt.
Die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht dürfte auf 60-75% geschätzt 
werden.
Seit Jahren Leibesschmerzen und vor allem hartnäckige Kopfschmerzen, 
ausgiebiger, langjähriger Analgetika-Gebrauch, heute würde der Kopfschmerz auf 
nichts mehr ansprechen. Ferner sei sie, ebenfalls seit Jahren, schlaflos. Sie habe 
Angst, alleine auf die Strasse zu gehen, da sie Schwindelattacken habe, 
insbesondere bei Drehbewegungen. Sie unternehme immer wieder 

20

Arbeitsversuche, sie gebe sich zwar Mühe, sei jedoch den Anforderungen nicht 
gewachsen. Die rechte Hand sei "kaputt". Es "happere" aber auch im Haushalt, sie 
bedürfe der Hilfe anderer, um Alltägliches zu bewältigen.
Psychopathologisch:
Gespräch mit Übersetzungshilfe. Allseits orientiert, Gedankengang formal 
geordnet, verlangsamt. Inhaltlich auf die multiplen Schmerzen und deren 
Therapieresistenz eingeengt, Affekt klagsam -jammerig. Antrieb vermindert. Gefühl 
des Nicht- mehr -weiter- könnens, Interessen-und Freudenverlust, pathologische 
Ermüdbarkeit, Schlafstörungen. Jahrelanger Analgetika-Überkonsum, heute 
Abhängigkeits-syndrom. Der MÜK (Medikamenten-Überkonsum-Kopfschmerz) ist 
in der Tat, mit neueren Analgetika, nicht behandelbar, im Gegenteil, die 
Schmerzen nehmen zu.
Deutliche Einbussen im Bereich sozialer Funktionen.
(…)
Bei mir dreiwöchentliche Sitzungen, teils psychoedukativ, teils kognitiv orientiert. 
Wellbutrin wurde nicht vertragen, Lyrica ebenso wenig. Aktuell Versuch mit Ana-
franil 75+ Mianserin 30. Prognose quo ad restitutionem mit grosser Zurückhaltung 
zu stellen.

3.4.4  Mit Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2018 hielt Dr.med. X.________ 
(FMH Allgemeine Innere Medizin) die geänderten Diagnosen: Ovarialzyste 
rechts, Operation im August 2018 sowie ein Oesophageales Bolusgefühl, 
Schluckbeschwerden sowie unverändert chronische Nackenschmerzen, Schwin-
del-Episoden und Asthemie (Synkopen) fest. Der Arbeitsunfähigkeitsverlauf sei 
unverändert, ein Arbeitsversuch habe vorzeitig beendet werden müssen, weil die 
Beschwerdeführerin wiederholt gestürzt sei. Aufgrund der Schwindelanfälle, wel-
che wiederholt zu Stürzen geführt hätten, sollte ein möglicher Arbeitsplatz keine 
Verletzungsquellen haben. Das Arbeiten an potentiell gefährlichen Maschinen sei 
zu vermeiden. Da die Beschwerdeführerin sich nicht in der Lage sehe, den 
Haushalt selbständig zu führen und auf starke Hilfe aus dem familiären Umfeld 
angewiesen sei, beurteilte Dr.med. X.________ die Wiedereingliederungsmög-
lichkeit als schwierig (IV-act. 108-1f./9).

3.4.5  Am 3. Juni 2019 teilte Dr.med. J.________ der Vorinstanz mit, dass die 
Beschwerdeführerin nicht mehr in seiner Behandlung stehe (IV-act. 111).

3.4.6  Am 17. Januar 2020 stellte die Vorinstanz Dr.med. X.________ Zusatzfra-
gen zu seinem Verlaufsbericht vom 10.12.2018 (IV-act. 117). Die Antworten vom 
22. Juni 2020 lauteten wie folgt (IV-act. 123-1/5):

Nackenschmerzen
1. Findet eine aktuelle orthopädische Behandlung statt?

Es findet eine regelmässige Physiotherapie statt.
2. Erfolgte eine Bildgebung? Wenn ja, wann und mit welchem Befund?

MRI der HWS 2002: keine Strukturellen Auffälligkeiten
Schwindel-Episoden

21

3. Erfolgte eine Objektivierung der Schwindelepisoden und eine 
Schwindelabklärung?
2002 erfolgte eine neurologische Beurteilung durch Dr. Y.________: Dort 
Diagnose orthostatischer Schwindel.

4. Erfolgte eine neurologische/HNO-Untersuchung?
Siehe unter 3.

5. Blutdruckmessungen?
Bei tiefnormalen Werten nicht regelmässig durchgeführt.

6. LZ-EGK?
In meinen Unterlagen keine Langzeit-EKG Untersuchung gefunden

7. Wie oft und in welchen Situationen treten die Schwindelepisoden auf?
Können gemäss Pat. Allgemein im Alltag auftreten, gehäuft bei raschem sich 
erheben. Mehrmals pro Woche

8. Wie oft kam es zu Sturzereignissen und wann zuletzt?
Mir bekannt letztmals im März 20

9. In welcher Form ist die Vers. dadurch in ihrem Alltag beeinträchtigt?
Verminderte Konzentrationsfähigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit. Arbeiten 
an kritischen Gerätschaften nicht möglich.

10. Was wurde bisher therapeutisch unternommen?
Physiotherapie

Synkopen
11. Wurde eine leitliniengerechte Synkopenabklärung durchgeführt? Mit welchen 

Ergebnissen?
Neurologische Beurteilung 2002

12. Wann hat die letzte Synkope stattgefunden?
Gemäss Pat. im März 20.

13. Besteht eine Fahrfähigkeit?
Bisher wurde keine Fahrunfähigkeit attestiert

14. Welche Beeinträchtigungen bestehen im Alltag?
Sh. oben

15. Welche Beeinträchtigungen bestehen bei einer Arbeitstätigkeit?
Arbeiten mit Maschinen, die eine Selbstgefährdung darstellen sollten 
vermieden werden. Vermeiden von zu langen Tätigkeiten im Stehen und 
vermeiden von Über-Kopf-Arbeiten sowie Tätigkeiten, die ein häufiges Bücken 
erfordern.

3.4.7 Eine BVM-Abklärung vom 21. Dezember 2020 ergab Diskrepanzen, welche 
nicht ohne weitere Abklärungen aufgelöst oder bestätigt werden könnten (IV-act. 
131-30/30).

3.4.8  Am 28. April 2022 erstattete U.________ das polydisziplinäre Gutachten 
von Dr.med. M.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin, Fallkoordinator), 
Dr.med. N.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie), Lic.phil. 
O.________ (Fachpsychologe Neuropsychologie FSP) und Prof. Dr.med. 
P.________ (FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates) mit folgender Konsensbeurteilung (IV-act. 158-17ff.137):

4.1.1 Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

22

Status nach Prellung, Ggf. Status nach Skapulafraktur (ICD-10 40.0; DD 
42.10)
- verdicktes mittleres glenohumerales Ligament
- muskuläre Dysbalance und zervikothorakale Dysfunktion
- Bursaseitige Insertionstendinopathie der Supraspinatussehne mit zusätzlich 

feinem, gelenkseitigem Einriss im Ansatz
- Kraniale Migration des Humeruskopfes 6 mm. Akromiohumeraler Abstand 10 

mm, ansonsten altersentsprechendes unauffälliges Röntgenbild.
- Downslope des Acromions (Typ II nach Bigliani) mit Zeichen einer leichten 

Bursitis subacromialis
- sekundäres tendomyotisches Zervikalsyndrom, Steilstehende HWS mit 

Spondylarthrose, Osteochondrose C5/6, ventrale Spondylophyten. Ansonsten 
altersentsprechendes unauffälliges Röntgenbild.

4.1.2 Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
1. Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.00)
2. Undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.41)
3. Verdacht auf Analgetikaübergebrauch (ICD-10 F 55.2)

Zu den funktionellen Auswirkungen der Befunde / Diagnosen lässt sich dem 
Gutachten entnehmen (IV-act. 158-19/137):

Aus polydisziplinärer Sicht bestehen als Folge der orthopädischen Diagnose sowie 
der im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung festgestellten 
Funktionseinschränkungen quantitative sowie leichte qualitative Einschränkungen 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

Des Weiteren hat sich das Gutachten mit den relevanten Persönlichkeitsaspek-
ten, mit den Belastungsfaktoren und Ressourcen und mit der Konsistenzprüfung 
auseinandergesetzt (IV-act. 158-18ff./137). Gegen eine Achse-II-Diagnose einer 
Persönlichkeitsstörung spreche die normal verlaufene Sozialisation mit früher vol-
ler Leistungsfähigkeit. Es bestehe sodann eine Belastungsfähigkeit in Bezug auf 
leichte und mittelschwere Arbeiten mit einer Gewichtsbelastung bis 10 kg, bis an 
und selten in der Horizontalen. Als Belastung seien die stark beeinträchtigend 
empfundenen Schmerzen zu erwähnen, zudem die Wirkung der eingesetzten 
Medikamente. Früher scheine die aus den Akten abgeleitete starke Überfürsorge 
durch die Familienangehörigen negativ auf die Funktionsfähigkeit zu wirken. Der 
berichtete Schwindel und die Einschränkungen im Nacken- und Schulterbereich 
seien subjektiv einschränkend. Im Rahmen der neuropsychologischen, 3 Stun-
den und 30 Minuten dauernden Exploration und Testuntersuchung sei lediglich 
eine leichte Schonhaltung beobachtet worden, die rechte Hand sei spontan ein-
gesetzt worden. Neuropsychologisch seien die Leistungen in der Visuokonstruk-
tion unauffällig gewesen, womit die Voraussetzung für eine praktisch handwerkli-
che Tätigkeit gegeben sei. Im Rahmen der Begutachtung habe keine eigentliche 
neuropsychologische Diagnose gestellt werden können. Trotzdem hätten sich 
Defizite ergeben. Schwankungen in den Bereichen der Aufmerksamkeit und des 
Antriebs würden sich beeinträchtigend auf andere Funktionen auswirken. Teils 

23

gebe es leichte Leistungsinkonsistenzen, welche sich mit Ermüdung, Schwan-
kungen im Antrieb und in der Aufmerksamkeit erklären liessen. Ätiologisch seien 
diese Defizite in dem Kontext der chronischen Schmerzstörung und dem Medi-
kamentenüberkonsum mit insbesondere den Analgetika-induzierten Kopfschmer-
zen einzuordnen. Aus psychiatrischer Sicht belastend sei die chronische somati-
sche Problematik mit Beschwerden, die sich bis heute trotz Behandlungen nicht 
gebessert hätten. Belastend, aber medizinisch nicht begründet sei auch die Dop-
pelbelastung als Hausfrau, Mutter und ausserhäuslich Erwerbstätige. Bezeich-
nenderweise habe die Explorandin nach dem Unfallereignis nicht mehr gearbei-
tet, zeitgleich sei auch die Familiengründung zusammen mit dem Ehemann er-
folgt. Die Explorandin habe aber Hilfe im Haushalt von den Eltern in der Nähe er-
halten, aber auch vom Ehemann. So hätte sie eigentlich ausserhäuslich arbeiten 
können, wenn sie die häusliche Tätigkeit und die ausserhäusliche Arbeit gut ein-
geteilt hätte. Die Explorandin erledige aber nicht einmal ihre häuslichen Aufga-
ben, stütze viel auf die Familie ab, erhalte viel Hilfe von der Familie, sie werde 
auch praktisch überall hin mit dem Auto gefahren. So könne ihr regressives Ver-
halten noch verstärkt werden. Hingegen bestünden auch Ressourcen mit einer 
guten ausserhäuslichen Berufserfahrung als Betriebsmitarbeiterin, Maschinen-
führerin. Die Lebenskapazität, die sich in der genauen Exploration der täglichen 
Aktivitäten zeige und im Mini-ICF-APP abbilden lasse, spreche für eine erhaltene 
psychische Funktion und gegen eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit aus psychia-
trischer Sicht.

Zur Gesamt-Arbeitsfähigkeit wurde zusammenfassend ausgeführt (IV-act. 158-
22/137):

Aus polydisziplinärer Sicht besteht für die angestammte berufliche Tätigkeit als 
Maschinenführerin eine 70-75%ige Arbeitsfähigkeit bei zeitgleich 
uneingeschränkter zeitlicher Anwesenheit. Für eine optimal adaptierte berufliche 
Verweistätigkeit kann von einer 85-90%igen Gesamtarbeitsfähigkeit ausgegangen 
werden.

Zu einer Rückfrage des RAD nahm die Gutachterstelle am 17. Juni 2022 Stellung 
(IV-act. 160, 163). Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2022 bejahte der RAD die Fra-
ge, ob auf die Beurteilung des vorstehend zitierten Gutachtens abgestützt wer-
den könne (IV-act. 166).

3.4.9 Am 12. September 2022 erfolgte ein weiterer Abklärungsbericht Haushalt 
(IV-act. 169). Darin wird u.a. festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 
Unfall im Jahr 2000 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen und in den Jah-
ren 2002, 2008 und 2012 Mutter geworden sei. Sie würde mit Ehemann und den 
drei Kindern in einer 6-Zimmer-Eigentumswohnung (2x 3.5-Zimmer zusammen-
gelegt) im Erdgeschoss leben, wobei die zweite Wohnung 2018 habe erworben 

24

werden können. Der Ehemann arbeite 100% als Vertrags-Lastwagenfahrer auf 
eigene Rechnung. Die Tochter habe das KV gemacht und arbeite ebenfalls 
100% und die beiden Söhne würden noch zur Schule gehen. Die Beschwerde-
führerin würde im Gesundheitsfall zu 100% arbeiten. 2001 sei ihre Bewerbung 
aufgrund ihrer Beschwerden abgelehnt worden. Eine Weiterbildung über die Vor-
instanz sei gemäss Beschwerdeführerin leider nicht zustande gekommen. Den 
Wiedereingliederungsversuch bei T.________ habe sie wegen Schwindel bereits 
nach fünf Tagen abbrechen müssen. Eine (angefragte) Anstellung als Verkäufe-
rin sei aufgrund ihrer Beschwerden nicht möglich gewesen. Sie möchte arbeiten, 
wisse aber nicht, was sie machen könnte mit ihren gesundheitlichen Einschrän-
kungen. Deshalb habe sie auch keine Bewerbungen vorzuweisen (IV-act. 169-
5f./11). Die Haushaltsarbeiten würden hauptsächlich durch den Ehemann und die 
Kinder ausgeführt (IV-act. 169-8ff./11).

4.1 Gemäss Botschaft zur 6. IV-Revision bzw. zur Einführung der eingliede-
rungsorientierten Rentenrevision bezweckt diese insbesondere eine Reduktion 
des Rentenbestandes mittels Wiedereingliederung. Dabei wurde das Eingliede-
rungspotential insbesondere bei rentenbeziehenden Personen vermutet, die bei 
gleich gebliebenem Sachverhalt aufgrund der strenger gewordenen Rentenzu-
sprechungspraxis heute keine Rente mehr erhalten würden bzw. nicht mehr im 
selben Umfang. Somit sei die Wiedereingliederung gemäss Art. 8a IVG insbe-
sondere für rentenbeziehende Personen vorgesehen, bei denen der Gesund-
heitszustand oder die erwerblichen Verhältnisse keine anspruchswesentliche 
Änderung erfahren hätten (BGE 145 V 2 E. 4.2.3.1 m.H.a. BBl 2010 1817 
S. 1840ff. und 1887). Des Weiteren lässt sich der Botschaft entnehmen, dass 
Eingliederungspotential auch bei rentenbeziehenden Personen vermutet werde, 
deren Gesundheitszustand Schwankungen unterliege (u.a. psychische Krankhei-
ten) und durch Einsatz von geeigneten Massnahmen voraussichtlich verbessert 
werden könne sowie bei jungen Personen, die andernfalls ein Leben lang von ei-
ner Rente abhängig sein werden (BBl 2010 1817 S. 1840).

4.2 Das eingliederungsorientierte Rentenrevisionsverfahren hat nach der Bot-
schaft wie folgt abzulaufen. Zeigt sich im Rentenrevisionsverfahren, dass weder 
eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes noch der erwerblichen 
Verhältnisse vorliegt, prüft die IV-Stelle, ob eine Verbesserung der Erwerbsfähig-
keit mit Hilfe von geeigneten Massnahmen voraussichtlich erreicht werden kann. 
In diesem Fall prüft die IV-Stelle mittels einer 2-fachen Triage die Wahrschein-
lichkeit eines Wiedereingliederungserfolges. In einem ersten Schritt klärt die IV-
Stelle ab, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sich vorhandene körperliche, 
geistige oder psychische Ressourcen mit Hilfe von Massnahmen in erwerblicher 

25

Hinsicht besser nutzen lassen als bisher angenommen. Anhaltspunkte können 
u.a. sein (BBl 2010 1817 S. 1843):

- Zustand einer rentenbeziehenden Person beginnt sich zu stabilisieren;

- Möglichkeit einer Angewöhnung und Anpassung an die gesundheitliche 
Beeinträchtigung;

- gemäss Arztbericht ist mittelfristig mit einer Verbesserung des 
Gesundheitszustandes zu rechnen;

Wenn die IV-Stelle zum Schluss kommt, dass Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass die Erwerbsfähigkeit mit geeigneten Massnahmen allenfalls verbessert 
werden kann, erfolgen in einem zweiten Schritt vertiefte Abklärungen, mit dem 
Ziel, eine möglichst präzise Aussage zu einer voraussichtlichen Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit machen zu können. Diese zweite Triage umfasst ein 
Assessment, mit dem die persönliche, medizinische, soziale und finanzielle Si-
tuation im Hinblick auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit abgeklärt wird. 
Allenfalls sind weitere Abklärungsmassnahmen, z.B. in einer BEFAS, vorzuse-
hen. Kommt die IV-Stelle gestützt auf das Assessment und allenfalls zusätzliche 
Abklärungsmassnahmen zum Schluss, dass die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich 
verbessert werden kann, wenn die Rentenbezügerin oder der Rentenbezüger mit 
geeigneten Massnahmen entsprechend gefördert wird, erarbeitet sie zusammen 
mit der betroffenen Person einen Eingliederungsplan. Dieser enthält zumindest 
Angaben zu Zielsetzung, Massnahmen und Zeitdauer der Massnahmen.

Integrationsmassnahmen können sodann gemäss Art. 8a Abs. 3 IVG mehrmals 
zugesprochen werden und insgesamt länger als ein Jahr dauern.

4.3 In BGE 145 V 2 hat das Bundesgericht die Art. 7 Abs. 2 lit. e und 8a IVG 
(beide in Kraft seit 1. Januar 2012) ausgelegt. Gemäss Erwägung 4.3.1 führen 
sämtliche Auslegungsmethoden einheitlich zum Schluss, dass Rentenbezügerin-
nen und -bezüger auch bei fehlendem Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 
Abs. 1 ATSG nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind, an zumutbaren 
Massnahmen aktiv teilzunehmen. Dies betrifft Personen mit ganzen und Teilren-
ten gleichermassen. Gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG geht es in einem umfas-
senden Sinn um die "Wiedereingliederung" mittels entsprechender Massnahmen. 
Mit Widerstand der einzelnen rentenbeziehenden Personen, welche sich mit ei-
nem Wiedereingliederungsplan der Verwaltung konfrontiert sehen, wurde bereits 
im Gesetzgebungsprozess gerechnet, weshalb eine klar verpflichtende Regelung 
beabsichtigt war. Zudem sollen flankierende Massnahmen - so neben der Wei-
terausrichtung der Rente bis zum Abschluss der Massnahmen auch der auf drei 
Jahre ab Entscheid der IV-Stelle begrenzte Anspruch auf Beratung und Beglei-
tung gemäss Art. 14quater Abs. 4 IVG (bisher Art. 8a Abs. 4 IVG, vgl. BBl 2017 

26

2535 S. 2648) - den Weg der "Eingliederung aus Rente" unterstützen. Der Ver-
pflichtung zur aktiven Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen wird durch die 
Sanktionierungsmöglichkeiten der Kürzung oder Verweigerung von Rentenleis-
tungen Nachdruck verliehen.

5.1.1 Im konkreten Fall hat die Vorinstanz bereits bei der im Jahr 2010 eingelei-
teten Rentenrevision Abklärungen, u.a. mit einer MEDAS-Begutachtung vom 
11. August 2011 sowie einer Haushaltsabklärung am 14. September 2012, vor-
genommen und ist damals insbesondere zum Ergebnis gekommen, dass das 
MEDAS-Gutachten nicht schlüssig ist und weitere Abklärungen erforderlich 
wären (auf welche infolge Mutterschaft zum damaligen Zeitpunkt verzichtet wur-
de, vgl. im Juli 2012 geplante BEFAS-Abklärung, Ingress lit. C, E. 3.3.4). Die Vor-
instanz ist deshalb mit Verfügung vom 2. Februar 2017 mangels rechtsgenügli-
cher Abklärung des Sachverhaltes nicht von einer erheblichen Änderung des 
Sachverhalts bzw. einer erheblichen Verbesserung oder Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im Sinne des (damals geltenden) 
Art. 17 ATSG ausgegangen. Bereits damals erkannte sie jedoch ein Eingliede-
rungspotential der Beschwerdeführerin, indem sie festhielt, dass sämtliche An-
wendungsfälle, bei welchen ein Eingliederungspotential vermutet werde (vgl. vor-
stehende E. 4.1, wie die strenger gewordene Rentenzusprache bei gleich geblie-
benem Sachverhalt, die Schwankungen beim Gesundheitszustand, u.a. bei psy-
chischen Krankheiten, sowie bei jungen Personen), bei der Beschwerdeführerin 
zutreffen würden. 

Vernehmlassend verwies die Vorinstanz zudem zum einen auf das MEDAS-
Gutachten vom 28. April 2022, wonach die Eingliederung bis anhin nur deshalb 
nicht möglich gewesen sei, weil bei der Beschwerdeführerin eine Selbstlimitie-
rung vorliege, da sie sich nicht bereit für eine ausserhäusliche Tätigkeit sehe. 
Zum andern verwies die Vorinstanz noch auf die Aussagen der Beschwerdefüh-
rerin gegenüber den MEDAS-Gutachtern, wonach sie gerne wieder arbeiten 
würde (jedoch nicht wisse, wann sie wieder anfangen könne). 

Zudem hält die Beschwerdeführerin vorliegend ausdrücklich fest, dass aufgrund 
der im MEDAS-Gutachten vom 11. August 2021 (recte: 2011) attestierten Ar-
beitsfähigkeit von 60% unbestritten ein Eingliederungspotential vorliegt (Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde vom 28.12.2022 S. 6 Rz. 17).

5.1.2 Die Vorinstanz hat damit den ersten Schritt des eingliederungsorientierten 
Rentenrevisionsverfahrens bereits mit Verfügung vom 2. Februar 2017 vorge-
nommen und bei der Beschwerdeführerin Eingliederungspotential erkannt. Diese 
Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen, weshalb vorliegend nicht 

27

weiter darauf einzugehen ist. Wie bereits ausgeführt, hat das Bundesgericht mit 
BGE 145 V 2 bestätigt, dass das Vorhandensein eines Revisionsgrundes im Sin-
ne von Art. 17 ATSG bei der eingliederungsorientierten Rentenrevision nicht vor-
ausgesetzt wird. Damit kann den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht ge-
folgt werden, wenn sie geltend macht, dass es im eingliederungsorientierten 
Rentenrevisionsverfahren grundsätzlich darauf ankommt, ob die Vorinstanz die 
Rente gestützt auf die Revisionsbestimmung von Art. 17 ATSG einstellen darf 
oder nicht. Derweil machen weder die Vorinstanz noch die Beschwerdeführerin 
eine rentenrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerde-
führerin geltend (vgl. indes nachfolgend E. 5.2.4). 

Vielmehr rügt die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz zu Unrecht von ihr die 
Verwertung einer Arbeitsfähigkeit von 85% in angepasster Tätigkeit verlange, 
unabhängig von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes. Die Ausführun-
gen der Beschwerdeführerin treffen insoweit zu, als die Erkennung des Einglie-
derungspotentials alleine noch keine Rentenkürzung oder -aufhebung gestattet. 
Vielmehr ist wie vorstehend (in E. 4.2) dargelegt in einem zweiten Schritt mit wei-
teren Abklärungen zu prüfen, ob die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert 
werden kann, wenn die Rentenbezügerin mit geeigneten Massnahmen entspre-
chend gefördert wird. Grundsätzlich soll erst die Teilnahme der versicherten Per-
son an zumutbaren Massnahmen zu einer Rentenrevisionsmöglichkeit führen 
(BGE 145 V 2 E. 4.2.4). Die Vorinstanz ist im konkreten Fall nach diesen Schrit-
ten vorgegangen. 

5.1.3 Das in der Folge am 13. März 2017 begonnene Aufbautraining bei 
T.________ wurde bereits nach wenigen Tagen Anwesenheit und infolge Krank-
heit wieder abgebrochen (vgl. Ingress lit. D). Die Beschwerdeführerin wurde da-
mals von dem sie behandelnden Psychiater zu 100% krankgeschrieben. Die Vor-
instanz tätigte daraufhin weitere Abklärungen, weshalb sie gestützt auf die Beur-
teilung des RAD vom 7. Januar 2021 zum Schluss gekommen ist, dass erneut 
die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens erforderlich ist. Dies zur Dia-
gnosesicherung und Stellungnahme zu möglichen Aktivitäten / Partizipation und 
bisher nicht möglichen Eingliederungsfähigkeit sowie u.a. auch, weil seit 2017 
keine psychiatrische Behandlung mehr durchgeführt werde (IV-act. 133).

Gestützt auf das daraufhin erstattete MEDAS-Gutachten vom 28. April 2022 bzw. 
auf die darin eruierte Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 85% 
bis 90% kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Erwerbsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin mit geeigneten Massnahmen verbessert werden könne, wes-
halb sie die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 16. September 2022 auffor-
derte, an Eingliederungsmassnahmen zur schrittweisen Wiedereingliederung im 

28

Rahmen der vorliegenden versicherungsmedizinischen Beurteilung teilzunehmen 
und damit das Mahn- und Bedenkzeitverfahren einleitete. Der Beschwerdeführe-
rin wurde bis zum 14. Oktober 2022 Gelegenheit gegeben, der Vorinstanz schrift-
lich mitzuteilen, ob sie bereit sei ernsthafte Anstrengungen zur Wiedereingliede-
rung in den ersten Arbeitsmarkt mit Unterstützung der IV zu unternehmen. Bei 
fehlender Rückmeldung, fehlender Bereitschaft oder ungenügender Mitwirkung 
im Rahmen der Wiedereingliederung wurde ihr die Anrechnung der festgestellten 
Arbeitsfähigkeit bei der Invaliditätsbemessung mit der Folge der Aufhebung der 
Invalidenrente in Aussicht gestellt (IV-act. 170). Mit Schreiben vom 17. Oktober 
2022 wurde der neu vertretenen Beschwerdeführerin mangels Rückmeldung die 
Frist bis 4. November 2022 erstreckt (IV-act. 173).

5.1.4 Wie bereits dargelegt, ist die Beschwerdeführerin grundsätzlich verpflichtet, 
an zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (vorstehende E. 4.3; 
BGE 145 V 2 E. 4.3.3.3). Nachdem sich die Beschwerdeführerin durch fehlende 
Mitteilung gänzlich verweigerte, ist das weitere Vorgehen der Vorinstanz 
grundsätzlich nicht zu beanstanden. Gemäss zitierter höchstrichterlicher Recht-
sprechung muss davon ausgegangen werden, dass die subjektive Eingliede-
rungsfähigkeit, also die Bereitschaft zur Durchführung der Massnahmen, nicht 
vorausgesetzt wird, obwohl die Eingliederungswirksamkeit bei deren Vorhanden-
sein zweifellos grösser ist.

5.2.1 Indes bestehen im konkreten Fall aus anderen Gründen Zweifel an der 
Richtigkeit der vorinstanzlichen Verfügung. So lässt sich aus den Akten entneh-
men, dass die Vorinstanz davon ausging, die Beschwerdeführerin sei seit 2017 
nicht mehr in psychiatrischer Behandlung gewesen. Indes führte letztere ge-
genüber dem Psychiater bei der MEDAS-Begutachtung aus, dass sie (im No-
vember 2021 bereits seit fast vier Jahren und somit seit 2017 nach der Pensio-
nierung ihres bisherigen behandelnden Psychiaters) bei Dr.med. Q.________ 
bzw. in der Praxis von Dr.med. R.________ in psychiatrischer Behandlung sei 
(vgl. IV-act. 158-118/137). Zwar ist der Beschwerdeführerin vorzuhalten, dass sie 
diese Änderung der Vorinstanz nicht meldete, was indes bei der Kostenauflage 
zu berücksichtigen ist (vgl. nachfolgende E. 6.1 ff.). Die Vorinstanz hat erst am 3. 
Juni 2019 Kenntnis davon erhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr Pa-
tientin von Dr.med. J.________ ist, in der Folge hat die Vorinstanz lediglich beim 
Hausarzt der Beschwerdeführerin nachgefragt, welcher offenbar keine Kenntnis 
von der weiteren psychiatrischen Behandlung der Beschwerdeführerin hatte (vgl. 
IV-act. 112). Damit sind in den Akten seit 2017 keinerlei Arztberichte des die Be-
schwerdeführerin behandelnden Psychiaters enthalten, weshalb es nicht über-

29

rascht, dass auch im psychiatrischen MEDAS-Gutachten nicht auf solche Berich-
te Bezug genommen wird.

5.2.2 Nicht nachvollziehbar ist hingegen, dass weder der psychiatrische MEDAS-
Gutachter noch die Vorinstanz nach den Ausführungen der Beschwerdeführerin 
bei den besagten Ärzten nachgefragt und einen Arztbericht eingeholt hat. 
Dr.med. N.________ (MEDAS-Gutachter Psychiatrie) hat vielmehr festgehalten, 
dass es im Verlauf zu einer Besserung gekommen sei, indem heute eine disso-
ziative Störung nicht mehr bestehe, mindestens seit 2017, seitdem diese in den 
Akten nicht mehr aufgeführt worden sei. Dabei ging Dr.med. N.________ weder 
darauf ein, noch wies er darauf hin, dass die Akten hierzu gegebenenfalls unvoll-
ständig sind und nahm die notwendigen Abklärungen auch nicht selbst vor. Die 
im Gutachten erwähnte Verbesserung des Gesundheitszustandes mangels dia-
gnostizierter dissoziativer Störung seit 2017 ist somit nicht nachvollziehbar, wes-
halb auch nicht ohne weiteres der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-
Gutachten gefolgt werden kann.

Störend ist sodann nicht nur, dass der Verlauf der dissoziativen Störung seit 
2017 unbekannt ist, sondern dass der Verlauf des gesamten psychischen Ge-
sundheitszustandes der Beschwerdeführerin und dessen Behandlung seit 2017 
nicht aktenkundig ist.

Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten stützt sich jedoch 
in der Folge die Einleitung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens durch die Vor-
instanz und die daraufhin erlassene und vorliegend angefochtene Verfügung.

Ohne Kenntnis sämtlicher aktuellen ärztlichen Beurteilungen lässt sich sodann 
auch nicht die Verhältnismässigkeit der Wiedereingliederung zweifellos beurtei-
len, da die persönliche Situation der Beschwerdeführerin nicht restlos geklärt ist 
(vgl. zum Erfordernis der Verhältnismässigkeit BGE 145 V 2 E. 5.3.1).

5.2.3 Damit beruht die Verfügung der Vorinstanz vom 12. Dezember 2022 bzw. 
bereits die Einleitung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens gestützt auf das ME-
DAS-Gutachten vom 28. April 2022 auf einem unvollständig abgeklärten Sach-
verhalt. Die Sache ist damit der Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die ergän-
zenden Sachverhaltsabklärungen vornehmen und der MEDAS-Gutachterstelle 
zur ergänzenden Stellungnahme bzw. erneuten Beurteilung (sowohl aus psychia-
trischer Sicht als auch im Konsens) auffordern kann. Eine Rückweisung an die 
Vorinstanz rechtfertigt sich deshalb, weil die Vorinstanz zum einen bereits im vor-
instanzlichen Verfahren hätte erkennen müssen, dass der Sachverhalt unvoll-
ständig abgeklärt ist. Zum andern ist das Ergebnis nach Ergänzung des Sach-
verhalts noch offen und hat die Vorinstanz schliesslich das Mahn- und Bedenk-

30

zeitverfahren erneut durchzuführen. Die Gutachterstelle hat sich unter Einbezug 
der aktuellen und ergänzten Akten erneut mit der Frage der Verbesserung bzw. 
Heilung zu befassen. Sodann hat die Gutachterstelle der Vollständigkeit halber 
auf das Vorbringen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der vorlie-
genden Beschwerde (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28.12.2022 S. 7 Rz. 
21) einzugehen, wonach das der undifferenzierten Somatisierungsstörung zu-
grunde liegende gutachterlich festgestellte Beschwerdebild dasselbe sei, wie das 
der festgestellten dissoziativen Bewegungsstörung zugrunde liegende gutachter-
lich festgestellte Beschwerdebild. Sodann macht der Rechtvertreter gestützt auf 
das Mini-ICF-Rating, wenn überhaupt von einer Veränderung des Gesundheits-
zustandes auszugehen sei, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
geltend, nachdem die Werte im Gutachten aus dem Jahr 2011 noch 5 Punkte 
und im Gutachten aus dem Jahr 2022 bereits 13 Punkte betragen hätten.

5.2.4 Nicht auszuschliessen ist, dass die ergänzenden Sachverhaltsabklärungen 
eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 
ATSG zu ergeben vermögen, zumal sich eine solche bereits jetzt aus dem psych-
iatrischen Teilgutachten (welches jedoch auf einem unvollständigen Sachverhalt 
beruht) insoweit entnehmen lässt, als eine Besserung des Gesundheitszustan-
des als sehr wahrscheinlich beurteilt wird, indem eine dissoziative Störung nicht 
mehr diagnostiziert werden kann. Der Vorinstanz würde diesfalls eine Prüfung 
von Art. 17 ATSG nach wie vor offen stehen, zumal eine solche Veränderung 
bisher nicht abschliessend verneint wurde bzw. verneint werden konnte. Dabei ist 
zu berücksichtigen, dass als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis 
zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche 
Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, die Verfügung vom 7. Oktober 
2003 und nicht diejenige vom 2. Februar 2017 dient. Lediglich die Verfügung vom 
7. Oktober 2003 beruht auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung ei-
nes Einkommensvergleichs (vgl. BGE 133 V 108). Bei der Verfügung vom 2. Fe-
bruar 2017 wurde die Frage betreffend erheblicher Verbesserung oder Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes mangels rechtsgenüglicher Abklärung 
des Sachverhaltes nicht abschliessend beurteilt (vgl. vorstehende E. 5.1.1). Zu 
beachten ist, dass auch bei Bejahung einer massgeblichen Verbesserung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gegebenenfalls Eingliederungs-
massnahmen zu prüfen sind (BGE 141 V 5; Urteil BGer 8C_80/2020 vom 
19.5.2020).

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6.1 Zu prüfen bleibt noch die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. 
Im Rechtsmittelverfahren hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

6.2 Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiterer Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten (wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung) als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, und zwar un-
abhängig davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt oder ob das entspre-
chende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wurde (vgl. u.a. Ur-
teil BGer 8C_78/2009 vom 31.8.2010, teilw. publ. in BGE 136 II 393ff. E. 12.1 
m.H. auf BGE 132 V 235 E. 6.1).

6.3.1 Das Verwaltungsgericht hat indes gestützt auf die §§ 71 ff. VRP und unter 
Rückgriff auf allgemeine prozessrechtliche Grundsätze in konstanter 
Rechtsprechung entschieden, dass die Nichtwahrnehmung der 
Mitwirkungsrechte oder gar der Mitwirkungspflichten durch die 
Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren dahingehend zu würdigen ist, 
dass ihr ungeachtet des Obsiegens keine Prozessentschädigung zugesprochen 
wird. Hat die Beschwerdeführerin durch ihr pflichtwidriges Verhalten im 
Verwaltungsverfahren die Beschwerde verursacht, so werden ihr i.d.R. die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens auferlegt. Dabei rechtfertigt es sich, trotz 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiterer Abklärung und neuem 
Entscheid von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen (vgl. zum 
Ganzen sinngemäss VGE I 2019 94 vom 10.2.2020 E. 1.2.3 ff. m.w.H.).

6.3.2 Dieses Vorgehen ist im Sozialversicherungsrecht und namentlich im IV-
Bereich aufgrund folgender Überlegungen besonders geboten. Der 
Leistungsanspruch ist grundsätzlich aufgrund jenes Sachverhalts 
(Gesundheitszustand, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit) zu beurteilen, wie er sich im 
Zeitpunkt des Verwaltungsentscheids präsentiert (VGE I 2019 94 vom 10.2.2020 
E. 1.2.4 m.w.H). Daraus ergibt sich die Verpflichtung der Versicherten, die ein IV-
Leistungsbegehren vor der Vorinstanz anhängig gemacht haben, dafür besorgt 
zu sein, dass Fakten, die für die Entscheidfindung wichtig sind und die der 
Verwaltung nur bekannt sein können, wenn sie von den Versicherten offenbart 
werden, umgehend der 
Vorinstanz zur Kenntnis gebracht werden.

6.4 Im konkreten Fall wechselte die Beschwerdeführerin gemäss eigenen 
Angaben spätestens im Jahr 2018 ihren behandelnden Psychiater (infolge 
Pensionierung ihres bisherigen Psychiaters), ohne dies der Vorinstanz zu 

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melden. Am 3. Dezember 2018 erhielt sie eine Kopie des Schreibens der 
Vorinstanz an Dr.med. J.________ betreffend die dritte Mahnung für die 
Zustellung eines Arztberichtes (IV-act. 107), wiederum ohne der Vorinstanz zu 
melden, inzwischen einen anderen psychiatrischen Behandler aufzusuchen. 
Dr.med. J.________ teilte der Vorinstanz am 3. Juni 2019 mit, dass die 
Beschwerdeführerin nicht mehr in seiner Behandlung stehe. Eine Rückfrage 
beim Hausarzt ergab keinen neuen psychiatrischen Behandler (vgl. vorstehende 
E. 5.2.1). Dieser Umstand führte u.a. dazu, dass die Vorinstanz ein (weiteres) 
polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gab (IV-act. 133). Dass die Vorinstanz 
davon ausging, dass die Beschwerdeführerin seit 2017 nicht mehr in 
psychiatrischer Behandlung ist, lässt sich sodann auch dem Gutachtenauftrag 
vom 7. Januar 2021 entnehmen, welcher der Beschwerdeführerin in Kopie 
ebenfalls zugestellt wurde (IV-act. 134-1/7, 135). Auch im Anschluss dessen hat 
die Beschwerdeführerin der Vorinstanz den Psychiaterwechsel nicht offengelegt. 
Erst im MEDAS-Gutachten vom 28. April 2022 hat die Beschwerdeführerin dies 
gegenüber dem Gutachter erwähnt. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich 
vorliegend, der Beschwerdeführerin ebenfalls Verfahrenskosten aufzuerlegen, 
nachdem die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und Rückweisung der 
Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung insbesondere dem Umstand 
geschuldet ist, dass die Vorinstanz vor Erhalt des Gutachtens keine Kenntnis von 
der weiteren psychiatrischen Behandlung der Beschwerdeführerin hatte. 
Nachdem die Vorinstanz spätestens mit Erhalt des Gutachtens Kenntnis von 
diesem Umstand hätte haben müssen und sie dennoch ohne weitere 
Sachverhaltsabklärungen verfügte, hat jedoch auch sie die Hälfte der 
Verfahrenskosten zu tragen.

6.5 Bei dieser Sachlage fällt es schliesslich ausser Betracht der beanwalteten 
Beschwerdeführerin zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 12. Dezember 
2022 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, 
damit sie im Sinne der Erwägungen (E. 5.2.1 ff.) die noch erforderlichen 
Abklärungen vornehmen und alsdann neu entscheiden kann.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und je zur Hälfte der Vorinstanz sowie der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrs-
mässig so umgesetzt, dass das Gericht den von der Beschwerdeführerin 
bezahlten Kostenvorschuss (Fr. 500.--) einbehält und die Vorinstanz der 
Beschwerdeführerin innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids 
Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. Dezember 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. Januar 2024