# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 363825d1-00ef-509f-a92a-28c0d2668772
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.01.2007 UV 2005/83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2005-83_2007-01-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2005/83

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 10.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2007
Art. 6 UVG; Art. 10 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 UVG. Leistungseinstellung im 
Fall einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung bei 
krankheitsbedingtem Vorzustand. Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs und Bestätigung der Leistungseinstellung rund zwei 
Jahre nach dem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 10. Januar 2007, UV 2005/83).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 10. Januar 2007

In Sachen

S.__

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Hauptstrasse 11a, 8280 

Kreuzlingen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Die 1950 geborene S.___ war bei der A.___ tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als sie am 7. April 2003 als Beifahrerin in einem Personenwagen 

anlässlich eines Auffahrunfalls eine HWS-Distorsion sowie Kontusion der rechten 

Schulter erlitt. Dr. med. B.___ bestätigte am 28. April und 26. Mai 2003 die 

Wiederaufnahme der Arbeit zu 50% ab 17. April 2003 und in der Folgezeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (Suva-act. 1, 2, 6, 10, 11, 39 und 48). Nach umfangreichen 

medizinischen Behandlungen und Abklärungen eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter 

der Versicherten mit Verfügung vom 20. Mai 2005, die jetzt noch geklagten 

Beschwerden seien als Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklärbar, da ein 

organisches Substrat im Sinn einer strukturellen Veränderung fehle. Zwischen den 

organisch nicht erklärbaren Beschwerden bzw. allfälligen psychischen Störungen und 

dem Unfall vom 7. April 2003 bestehe kein adäquater Kausalzusammenhang. Die 

Versicherungsleistungen würden daher mit dem 31. Mai 2005 eingestellt. Die 

Taggeldleistungen würden bis zu diesem Datum aufgrund einer 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit erbracht. Die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen 

(Invalidenrente, Integritätsentschädigung) seien nicht erfüllt (Suva-act. 83). Die gegen 

diese Verfügung vom Rechtsvertreter erhobene Einsprache vom 21. Juni 2005 (Suva-

act. 88) wies die Suva mit Einsprache-Entscheid vom 28. Juli 2005 ab. Eine gegen die 

Verfügung vom 20. Mai 2005 vorsorglich erhobene Einsprache (Suva-act. 84) hatte der 

Krankenversicherer Sanitas nach Einsicht in die Akten zurückgezogen (Suva-act. 89).

B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 28. Juli 2005 liess die Versicherte durch 

Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer, Kreuzlingen, mit Eingabe vom 31. Oktober 2005 

Beschwerde erheben mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben; die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei über den 31. Mai 2005 hinaus 

anzuerkennen; ihr seien über den 31. Mai 2005 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erbringen. Zur Begründung wurde unter anderem dargelegt, die Beschwerdegegnerin 

spule im angefochtenen Entscheid das Argumentarium aus der Schleudertrauma-

Rechtsprechung ab, ohne die Aktenlage, insbesondere das Gutachten von PD Dr. med. 

C.___ richtig zu berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin habe den Beweis einer 

leistungsaufhebenden Tatsache nicht erbracht. Der streitige Unfall gehöre der Gruppe 

der mittelschweren Ereignisse, an der Grenze zu den leichten, an. Vier der von der 

Rechtsprechung aufgestellten Adäquanzkriterien seien erfüllt. Beim Kriterium der 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung sei die Beurteilung verfrüht.

C.- In der Beschwerdeantwort vom 21. April 2006 beantragte Rechtsanwalt Dr. Eugen 

Mätzler, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und 

Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur Begründung verwies er auf die 

dortigen Ausführungen und legte unter anderem dar, gemäss den klaren Aussagen von 

PD Dr. C.___ könne von einer weiteren medizinischen Behandlung C.___ eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden noch erscheine eine solche 

notwendig, um eine Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Die Einstellung der 

Heilbehandlungen per Ende Mai 2005 sei damit zum vornherein nicht zu beanstanden. 

Hinsichtlich der bei einem Unfall im mittleren Bereich zu prüfenden Adäquanzkriterien 

sei dasjenige der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen entgegen 

der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht schon dann erfüllt, wenn eine Häufung 

der für ein HWS-Trauma charakteristischen Symptome aufgetreten sei. Andernfalls 

wäre dieses Element der Adäquanzprüfung immer gegeben. Die weiteren Kriterien 

seien nicht oder nur in geringem Ausmass (Dauerbeschwerden) erfüllt. Somit könne der 

Unfall vom 7. April 2003 nicht mehr als adäquate Ursache der aktuellen Beschwerden 

der Beschwerdeführerin angesehen werden.

D.- Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik. Die Parteien verzichteten auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

E.- Am 7. November 2006 reichte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. 

Gallen das vom Gericht angeforderte Gutachten der MEDAS vom 28. September 2006 

ein (act. G 21). Die Parteien äusserten sich dazu mit Eingaben vom 14. und 29. 

November 2006 (act. G 23, 24).

II.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.- Der erstbehandelnde Arzt Dr. B.___ bestätigte im Nachgang zum Unfall vom 7. April 

2003 eine HWS-Distorsion ohne Kopfanprall sowie eine eingeschränkte HWS-

Beweglichkeit und Schmerzen in der Schulter und im Nacken rechts (Suva-act. 1). Dr. 

med. D.___ hielt in der Beurteilung vom 1. Juli 2003 eine Osteochondrose C5/C6 mit 

Spondylose sowie minimale grenzwertige Instabilität C4/C5 ohne Hinweis für eine 

Instabilität C5/C6 fest. Der cranio-cervicale Übergang sei unauffällig. Ossär bestehe 

keine Pathologie (Suva-act. 13). Suva-Kreisarzt Dr. med. E.___ hielt im Bericht vom 1. 

Juli 2003 unter anderem fest, im Nachgang zur distorsionellen Schädigung der unteren 

HWS bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen und ohne Hinweis auf ossäre 

Läsionen oder neurologische Ausfälle hätten sich keine Hinweise auf eine Commotio 

cerebri bzw. mild traumatic brain injury ergeben; es würden die Kardinalsymptome des 

Bewusstseinsverlusts und/oder der Amnesie fehlen. Neben dem mässigen 

cervicobrachialen Syndrom rechts klage die Beschwerdeführerin über persistierende 

Konzentrations- bzw. Frischgedächtnisstörungen. Angesichts des protrahierten 

Verlaufs seien weitergehende Abklärungen indiziert: Erweiterte konventionelle 

Röntgenabklärung der HWS, craniocervikales MRI. Die degenerativen Veränderungen 

im Bereich der unteren HWS einerseits sowie die kombinierte Acceleration und 

Deceleration (die Letztere bei gedrehtem Kopf und ohne Wahrnehmung des 

bevorstehenden Aufpralls) seien wahrscheinliche Erklärungen für den protrahierten 

Verlauf (Suva-act. 14). Eine cranio-cerebrale Kernspintomographie vom 15. Juli 2003 

ergab gemäss Bericht der Klinik F.___ vom 16. Juli 2003 eine Streckfehlhaltung und 

leichtgradige Kyphosierung der HWS C4-C6 im Rahmen von degenerativen 

Veränderungen im Sinn von Bandscheibendehydratation, begleitet von 

Osteochondrose und dorsal akzentuierter Spondylosis deformans. Im weiteren wurde 

eine fortgeschrittene Uncovertebralarthrose C5/C6 sowie eine leichte 

Uncovertebralarthrose C4/C5 und C6/C7, eine minime linkskonvexe Skoliose im 

cervico-thorakalen Übergang und ansonsten ein normales übriges vertebrospinales 

Kernspintomogramm C0-Th5, insbesondere ohne Hinweise auf das Vorliegen 

posttraumatischer disco-ligamentärer Veränderungen, bestätigt (Suva-act. 21). Dr. phil. 

H.___, neuropsychologische Praxis, diagnostizierte am 16. September 2003 eine 

Belastungsminderung mit leichter kognitiver Funktionseinschränkung (Konzentration) 

bei Status nach HWS-Distorsionstrauma am 7. April 2003. Im Vordergrund der Befunde 

stünden Einschränkungen und Leistungsschwankungen im Bereich der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufmerksamkeit und Konzentration. In den anderen geprüften Funktionen lägen 

durchschnittliche Befunde vor. Die partiellen leichten Leistungsschwankungen im 

Gedächtnisbereich seien weitgehend durch die psychischen Reaktionen zu erklären. 

Die Befunde seien in ihrer Art mit einem Zustand nach HWS-Distorsionstrauma mit 

anhaltendener Beschwerdeproblematik vereinbar. Die von der Beschwerdeführerin 

berichteten Gedächtnisstörungen hätten sich in der Untersuchung nicht objektivieren 

lassen; die Gedächtnisfehlleistungen im Alltag entstünden wahrscheinlich eher 

konzentrationsbedingt. Unter Umständen könnte die Beschwerdeführerin von einem 

Hirnleistungstraining profitieren. Die Therapiemotivation/-ausdauer erscheine jedoch 

fraglich. Die psychische Verfassung der Patientin sei im Auge zu behalten (Suva-act. 

29). Dr. med. G.___, Fachärztin für Neurologie FMH, gelangte im Bericht vom 20. 

Februar 2004 zum Schluss, von den initial vorhandenen Gedächtnis- und 

Schlafstörungen habe sich die Patientin im Verlauf weitestgehend erholt. Bei der 

klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich eine schmerzhafte Einschränkung der 

HWS-Beweglichkeit sowie eine leicht verspannte und rechtsbetont druckdolente 

Nackenmuskulatur feststellen lassen. Radikuläre sensomotorische Ausfälle im Bereich 

der oberen Extremitäten hätten nicht bestanden. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

sei aus rein neurologischer Sicht schwierig. Eine verminderte Belastbarkeit sei zum Teil 

für längere Zeit für Patienten mit Status nach HWS-Distorsionstrauma bekannt. Häufig 

würden hierbei unbewusste psychische Faktoren eine nicht unerhebliche Rolle spielen 

und müssten bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden. Aus rein 

neurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit bei der Beschwerdeführerin nicht mehr als 

20% eingeschränkt (Suva-act. 42).

Im Zwischenbericht vom 22. Juni 2004 diagnostizierte Dr. B.___ eine chronische 

Belastungsstörung bei Status nach HWS-Distorsionstrauma (Suva-act. 48). PD Dr. 

C.___ berichtete im Nachgang zu einer Begutachtung der Beschwerdeführerin am 26. 

Januar 2005, in den neuropsychologischen Testungen, bisher zweimal und zuletzt im 

Rahmen dieser Begutachtung durchgeführt, seien Belastungsintoleranz und 

Konzentrationsprobleme im Einzelnen verifiziert worden. Gedächtnisprobleme im 

engeren Sinn seien keine gefunden worden. Aktuell seien die mentalen Defizite 

insgesamt als leicht bis mittelschwer eingestuft und die Arbeitsfähigkeit in den 

bisherigen Tätigkeiten als 30-50% reduziert eingeschätzt worden. In der klinisch-

neurologischen Untersuchung hätten sich aktuell keine objektiven Ausfälle gefunden; 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

lediglich endphasig habe die Patientin bei Bewegung in der Halswirbelsäule Schmerzen 

angegeben. Die radiologischen Abklärungen seien zusammen mit PD Dr. I.___ 

angeschaut worden. Aufgrund des zeitlichen Verlaufs bestehe zumindest ein 

mittelbarer Zusammenhang zwischen Unfall und Beschwerden. Das Beschwerdebild 

erscheine relativ typisch nach einem derartigen Trauma. So genannt funktionelle 

Beschwerden könnten davon nicht eindeutig abgegrenzt werden. Für eine milde 

traumatische Hirnverletzung bestünden keine klaren Hinweise. Das Beschwerdebild sei 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 7. April 2003 

zurückzuführen. Unfallbedingte und nicht unfallbedingte Beschwerden könnten kaum 

unterschieden werden. Das Krankheitsbild sei auffallend therapieresistent in Relation 

zum eher leichten bis mittelschweren Trauma. Dass unfallfremde Ursachen eine 

entscheidende Rolle spielen würden, könne er nicht weiter belegen. Eine gleichzeitige 

relevante psychische Störung könne nur äusserst vage vermutet werden. Für 

Büroarbeiten sehe er höchstens eine leichtgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

von 25%. Für körperlich anstrengende Arbeiten (Mahlzeiten-Zubereitung, Abwaschen/

Tisch-Decken, Einkaufen, Putzen/Aufräumen, Waschen/Bügeln, handwerkliche 

Tätigkeiten, Haustiere/Pflanzen/Garten) sei die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

zwischen 25 und 50%. Die Beeinträchtigung der Integrität liege bei 10% 

(belastungsabhängige Schmerzen und damit assoziiert neurokognitive Probleme). Eine 

Beeinträchtigung der geistigen Integrität liege nicht vor. Als Teilzeit-Reiki-Therapeutin 

bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit, C.___ bei Berücksichtigung der 

unfallbedingten Beschwerden organischer Genese noch bei Berücksichtigung des 

Beschwerdebildes. Als Teilzeit-Keramikmal-Kursleiterin sei die Beschwerdeführerin zu 

25 bis 50% eingeschränkt (Suva-act. 77). Im neuropsychologischen Teilgutachten vom 

10. Dezember 2004 wurde unter anderem zusätzlich festgehalten, aufgrund der 

unspezifischen kognitiven Funktionsstörungen mit Verschlechterung sei von einer vor 

allem schmerz- und psychisch bedingten kognitiven Leistungsstörung auszugehen. Ob 

andere Ursachen für die Verschlechterung bzw. die kognitive Leistungsminderung in 

Frage kommen würden, müsse aus medizinischer Sicht bestimmt werden. Wenn allein 

die kognitiven Störungen berücksichtigt würden, sei der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitszeit von 70% mit einem leistungsmässigen Umfang von 60-80% zumutbar. Die 

Prognose sei jedoch schlecht aufgrund der im Vordergrund stehenden 

Belastungsminderung (Suva-act. 76).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Im Juni 2006 wurde die Beschwerdeführerin in der MEDAS abgeklärt. Die Gutachter 

hielten im Bericht vom 28. September 2006 unter anderem fest, das neurologische 

Konsilium habe vollkommen normale Befunde ergeben. Aus psychiatrischer Sicht zeige 

es sich, dass die Beschwerdeführerin psychisch gesund sei. Es gebe keine 

psychiatrischen Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Aus 

neuropsychologischer Sicht ergäben sich vollkommen alters- und 

ausbildungsadäquate mentale Leistungen bei im Vordergrund stehender 

Schmerzproblematik und damit verbundener reduzierter Belastbarkeit. Einzig die 

somatisch-rheumatologische Sicht begründe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

An der Halswirbelsäule zeige sich ein rechtsbetontes Zervikalsyndrom bei 

degenerativen Veränderungen vor allem der Etagen C4/5 und C5/6. Ebenfalls könnten 

leichtgradige degenerative Veränderungen am rechten Schultergelenk dokumentiert 

werden. Diese Beschwerden würden zu einer 20%igen Einschränkung der vielfältigen 

Tätigkeiten der Beschwerdeführerin führen. Die Arbeitsfähigkeit betrage in der 

bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Administration des eigenen Geschäfts, als 

Reiki-Therpeutin oder Porzellan-Malerin 80%. Eine alternative Tätigkeit mit 

anderweitiger Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne nicht angegeben werden 

(Gutachten S. 13f). Im rheumatologischen Konsilium beantwortete Dr. med. K.___ 

Zusatzfragen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers dahingehend, dass er den 

unfallbedingten Anteil des heutigen Beschwerdebildes auf ca. 1/3 schätze (act. G 21).

2.- a) Ist ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung 

typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit in der 

Regel anzunehmen. Hiebei genügt es für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung 

eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e). 

Im Rahmen freier rechtlicher Beweiswürdigung haben die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auch solche medizinische Berichte zu würdigen, welche 

die Wahrscheinlichkeit der natürlichen Kausalität nicht allein vom sicheren Nachweis 

neurologischer Ausfälle oder entsprechender Befunde mit Bild gebenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Untersuchungsmethoden (Computertomogramme usw.) abhängig machen. 

Einzubeziehen sind in diesem Zusammenhang auch nichtärztliche Auskünfte über 

Leistung und Verhalten des Versicherten vor und nach dem Unfall (BGE 117 V 369 Erw. 

3e). Hingegen bilden auch bei Schleudertraumen der Halswirbelsäule zuallererst die 

medizinischen Fakten die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung. 

Die geklagten Beschwerden müssen medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zugeschrieben werden können, welche ihrerseits mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfall 

steht. Dass eine Teilursächlichkeit des Unfalls für eine Kausalitätsbejahung ausreicht, 

bedeutet nicht, dass blosse Klagen über diffuse Beschwerden für den Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs genügen (vgl. BGE 119 V 335 Erw. 2b; vgl. auch 

BGE 122 V 415). - Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung können bei 

einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule auch ohne nachweisbare pathologische 

bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob die im Anschluss an 

ein Schleudertrauma der HWS auftretenden Beschwerden medizinisch eher als 

organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, zumal diese 

Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich grosse 

Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EGG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 Erw. 5d aa). Diese für Schleudertraumata entwickelte Rechtsprechung 

ist auch anwendbar, wenn analoge Beschwerdebilder nach Distorsionen der HWS und 

Schädelhirntraumata auftreten (BGE 117 V 369 Erw. 7b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 

Erw. 2).

b) Im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen schilderte die 

Beschwerdeführerin das Unfallereignis vom 7. April 2003 am 2. Mai 2003 dahingehend, 

dass der nachfolgende Personenwagen ungebremst in das Heck des stehenden Autos 

gefahren sei, in welchem sie als Beifahrerin gesessen habe. Anschliessend sei das 

Auto in das vor ihnen stehende Fahrzeug geschoben worden. Ihre Sitzposition sei bei 

der Heckkollision gerade gewesen, mit nach vorne gerichtetem Kopf. Bei der 

anschliessenden Frontkollision sei sie mit gedrehtem Oberkörper und Kopf auf die linke 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Seite gesessen; sie habe nachschauen wollen, was mit der Enkeltochter geschehen 

sei. Sie sei bei der Heck- und Frontalkollision mit dem Hinterkopf an der Kopfstütze 

angeprallt. Ein Anprall anderer Körperteile habe nicht stattgefunden. Ein 

Bewusstseinsverlust sei nicht eingetreten. Sie sei C.___ auf die Heck- noch auf die 

Frontalkollision gefasst gewesen. Sie habe sofort Schmerzen in der HWS sowie in der 

linken Schulter und Brust verspürt. Innert Stunden nach dem Unfall sei sie verwirrt 

gewesen; es seien Schwindel und Brechreiz aufgetreten. Sie habe eine "unsichtbare 

Wand" vor dem Kopf sowie einen "schweren Kopf" gehabt. Innerhalb von drei Tagen 

nach dem Unfall seien Vergesslichkeit, Wortfindungs- sowie Gedächtnisstörungen 

aufgetreten. An äusserlich sichtbaren Verletzungen habe sich eine Blauverfärbung der 

Schulter links sowie im Brustbeinbereich ergeben. Frühere Nacken-, Kopf-, Schulter- 

und Rückenbeschwerden hätten nicht vorgelegen (Suva-act. 5). Am Fahrzeug, in 

welchem die Beschwerdeführerin beim Unfall sass, ergab sich Totalschaden (Suva-act. 

23). Eine biomechanische Kurzbeurteilung ergab gemäss Bericht vom 28. August 2003, 

dass das Fahrzeug durch die Heckkollision eine Geschwindigkeitsänderung in 

Vorwärtsrichtung erfuhr, die unterhalb oder knapp innerhalb des Bereichs von 10-15 

km/h gelegen habe. Die anschliessende Frontalkollision habe nochmals zu einer 

Geschwindigkeitsänderung geführt, die nun jedoch im Sinn einer Verlangsamung 

gewirkt und deutlich unterhalb eines Bereichs von 20-30 km/h gelegen habe. Die 

Insassen des Fahrzeug hätten sich relativ zu ihrem Fahrzeug erst geradlinig nach hinten 

(Heckkollision) und dann nach vorne (Frontalkollision) bewegt. Im Rahmen einer Triage 

würden die Betrachtungen auf die primäre Heckkollision beschränkt. Es würden aus 

technischer Sicht keine Angaben zur zeitlichen Abfolge zwischen Heck- und frontalem 

Stoss vorliegen. Aufgrund der Angabe aber, dass die Beschwerdeführerin bei der 

zweiten Kollision eine andere Haltung angenommen habe als bei der Heckkollision, 

müsse davon ausgegangen werden, dass die zweite Kollision deutlich nach dem 

kritischen Zeitraum, der bei weniger als einer halben Sekunde liege, erfolgt sei, somit 

also keine Zusatzbelastung der HWS im Sinne einer Resonanz aufgetreten sei. An 

biomechanischen Besonderheiten seien die degenerativen Veränderungen (an der 

HWS) zu berücksichtigen; es liege hier eine Abweichung vom Normalfall vor. Ein in den 

Akten erwähnter Hinweis, der Kopf sei zur Zeit der Kollision abgedreht gewesen, 

müsse hinsichtlich ihrer biomechanischen Relevanz immer vorab eingegrenzt werden. 

Da hier keine genaueren Angaben vorliegen würden, könne dieser Umstand nicht in die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Überlegungen miteinbezogen werden. Die anschliessend an das Ereignis bei der 

Beschwerdeführerin festgestellten, von der HWS ausgehenden Beschwerden und 

Befunde seien durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall eher nicht erklärbar. 

Aufgrund der Abweichungen vom Normalfall (Vorschaden, Alter) würden sie aber eher 

erklärbar. Im weiteren sei das längere Tragen eines Halskragens praktisch nie sinnvoll 

und wirke sich in den meisten Fällen sogar negativ auf die Heilung aus 

(Literaturangaben im Anhang). Es wäre nicht erstaunlich, wenn das lange Tragen des 

Halskragens - die Rede sei hier von zwei Wochen ganztags und noch länger nur 

stundenweise - die Heilung negativ beeinflusst hätte (Suva-act. 28).

c) Vorweg ist auf die im angefochtenen Entscheid (Erwägung 1) zutreffend 

wiedergegebene Unterscheidung der drei Kategorien gesundheitlicher 

Beeinträchtigungen auf körperlicher Ebene im Zusammenhang mit Schleudertraumen 

der HWS, dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzungen oder Schädel-Hirn-Traumen 

zu verweisen. Nach Lage der medizinischen Akten, insbesondere des Berichts der 

Klinik F.___ vom 16. Juli 2003 (Suva-act. 21) und des MEDAS-Gutachtens vom 28. 

September 2006, ist konkret mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu 

erachten, dass die von der Beschwerdeführerin aktuell angegebenen Beschwerden 

zwar klinisch fassbar sind, sich jedoch nicht auf eine objektivierbare organische 

Schädigung bzw. strukturelle Veränderung zurückführen lassen, die mit dem Unfall 

vom 7. April 2003 in Zusammenhang zu bringen wäre. Indessen sind nach Lage der 

Akten erhebliche degenerative (unfallunabhängige) Veränderungen im HWS-Bereich 

ausgewiesen. Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am 7. April 2003 

dem HWS-Schleudertrauma äquivalente Verletzungen erlitt und einzelne, zum 

typischen Beschwerdebild gehörende Beeinträchtigungen relativ unmittelbar nach dem 

Ereignis auftraten ("schwerer Kopf", Schwindel, Brechreiz, Gedächtnisstörungen). Den 

Eintritt eines Bewusstseinsverlustes verneinte die Beschwerdeführerin am 2. Mai 2003 

(Suva-act. 5). Vom Vorliegen einer Beschwerdehäufung ist somit auszugehen. Auch 

nach der neueren Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) muss nicht der 

gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer (natürlichen) Unfallkausalität 

ausgehen zu können.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.- a) Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzig verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378 Erw. 

3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann nach der Rechtsprechung 

der neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein Aussagewert zukommen 

(BGE 119 V 343 Erw. 3c). Hingegen vermag die Neuropsychologie, nach derzeitigem 

Wissensstand, es nicht, selbständig die Beurteilung der Genese abschliessend 

vorzunehmen (RKUV 2000, 316 Erw. 3). Nach B.P. Radanov (Über den Stellenwert der 

neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach Halswirbelsäulen-Distorsion, SZS 

1996, S. 471ff) sind psychologische Probleme (und die eingenommenen Medikamente) 

geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu beeinflussen (S. 477). Psychologische 

Probleme bzw. die Interrelation psychologischer und kognitiver Funktionen könnten die 

reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S. 475). - Dr. H.___ hielt am 16. September 

2003 fest, die partiellen Leistungsschwankungen im Gedächtnisbereich seien 

weitgehend durch die psychischen Reaktionen zu erklären (Suva-act. 29). Im 

Gutachten der Klinik L.___ vom 26. Januar 2005 wurden Belastungsintoleranz und 

Konzentrationsprobleme verifiziert, wohingegen sich Gedächtnisprobleme im engeren 

Sinn nicht finden liessen (Suva-act. 77). Das neuropsychologische Teilgutachten vom 

10. Dezem-ber 2004 bestätigte eine vor allem schmerz- und psychischbedingte 

kognitive Leistungsstörung (Suva-act. 76). Die MEDAS-Gutachter bestätigten in 

neuropsychologischer Hinsicht vollkommen alters- und ausbildungsadäquate mentale 

Leistungen bei im Vordergrund stehender Schmerzproblematik und damit verbundener 

reduzierter Belastbarkeit (act. G 21). Den neuropsychologischen Befunden, soweit 

solche zu bejahen sind, kann unter diesen Umständen bei der Kausalitätsbeurteilung 

kein selbständiger Aussagewert beigemessen werden.

Der Rheumatologe Dr. K.___ hielt im Konsiliarbericht zuhanden der MEDAS vom 21. 

September 2006 fest, die Beschwerden seien anfänglich mehrheitlich unfallbedingt 

gewesen, aber schätzungsweise zwei Jahre nach dem Unfall mehrheitlich in den 

Hintergrund getreten und durch die degenerativen Veränderungen verursacht worden. 

Die degenerativen Veränderungen seien vorbestehend und nicht unfallbedingt. Sie 

hätten bis zum Unfall vom 7. April 2003 kaum Anlass für eine Behandlung gegeben. Es 

handle sich um eine richtunggebende Verschlimmerung eines krankhaften, bis dato 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mehrheitlich asymptotischen Zustandes, wobei das heutige Beschwerdebild ca. 1/3 

unfallbedingt und 2/3 krankheitsbedingt sei (act. G 21). Auch Dr. C.___ hatte das 

Beschwerdebild aufgrund der Begutachtung vom 26. Januar 2005 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 7. April 2003 zurückgeführt (Suva-act. 77). Von 

daher lässt sich die natürliche (teilweise) Unfallkausalität hinsichtlich der HWS-

Probleme auch für die Zeit nach dem 31. Mai 2005 nicht in Abrede stellen. Unter 

diesen Umständen ist zu klären, inwieweit die von der Beschwerdeführerin angeführten 

Beschwerden ab dem erwähnten Zeitpunkt eine adäquat-kausale Folge des Unfalls 

darstellen. Die Beschwerdegegnerin legte die diesbezüglich von der Rechtsprechung 

aufgestellten Adäquanz-Voraussetzun-gen im angefochtenen Entscheid (Erwägung 

Ziffer 4) zutreffend dar; darauf kann verwiesen werden. Das Dahinfallen jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich hiebei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - der 

Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid 

zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 1992 S. 75 Erw. 4b).

b) Beim Ereignis vom 7. April 2003 ist unbestrittenermassen von einem mittelschweren 

Unfall auszugehen. Der Umstand, dass der Unfall zwei aufeinander folgende 

Kollisionen beinhaltete und sich im Fahrzeug auch das Enkelkind der 

Beschwerdeführerin befand, vermag eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische 

Begleitumstände nicht zu belegen (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in RUMO-

JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 

109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Wenn die 

Beschwerdeführerin hinsichtlich des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der 

Verletzung einwenden lässt, ihre HWS-Verletzung sei chronifiziert auf schlechtem 

Niveau mit bleibender Arbeitsunfähigkeit und damit zweifellos schwer im erwähnten 

Sinn (act. G 1 S. 10), so vermag dies nichts daran zu ändern, dass es sich bei der 

erlittenen HWS-Distorsion als solche nicht um eine Verletzung handelt, die durch ihre 

Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre, zumal nach der biomechanischen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kurzbeurteilung die Beschwerden im Normalfall (d.h. ohne Berücksichtigung des Alters 

und des gesundheitlichen Vorzustandes) durch das Unfallgeschehen eher nicht zu 

erklären gewesen wären (Suva-act. 28).

Die Beschwerdeführerin stand seit dem Unfall vom 7. April 2003 in mehr oder weniger 

regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer Behandlung (vgl. Beilagen zu Suva-act. 

72). Die therapeutischen Massnahmen bestanden bzw. bestehen nach ihren Angaben 

in Reiki-Entspannungstechnik (zwei- bis dreimal täglich) sowie osteopathischen, 

kraniosakralen und homöopathischen Therapien einschliesslich Akupunktur, ohne dass 

eine Besserung des Beschwerdebildes aufgetreten sei. Die MEDAS-Gutachter 

empfahlen bezüglich des Zervikalsyndroms phasenweise physikalische Massnahmen 

mit Wärmeapplikationen, detonisierende Massagen und aufbauender Gymnastik 

(MEDAS-Gutachten S. 6 und 15; act. G 21). Demgegenüber hatte PD Dr. C.___ im 

Gutachten vom 26. Januar 2005 festgehalten, er glaube nicht, dass nach dem 

bisherigen Verlauf mit Therapieresistenz noch ein entscheidender Fortschritt erwartet 

werden könne. Es falle eine sehr reservierte Haltung der Patientin therapeutischen 

Bemühungen gegenüber auf. Sie sei nicht bereit gewesen, wegen eines älteren 

Hundes, den sie betreuen müsse, eine angebotene stationäre Rehabilitation anzutreten 

(Suva-act. 77). Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist somit festzuhalten, 

dass die ärztliche bzw. therapeutische Behandlung im Zusammenhang mit dem HWS-

Distorsionstrauma nach Lage der Akten im streitigen Einstellungszeitpunkt zwar 

offenbar andauerte (Suva-act. 88 S. 10 sowie 91 S. 7), gemäss der Beurteilung von Dr. 

C.___ jedoch keinen Fortschritt mehr erwarten liess. Gegenüber dem MEDAS-

Konsiliararzt Dr. K.___ gab die Beschwerdeführerin am 14. Juni 2006 an, sie mache 

schon lange keine Therapie mehr. Das letzte, was sie versucht habe, sei Akupunktur 

gewesen (vgl. Bericht Dr. K.___ vom 21. September 2006, S. 2, in act. G 21). Nach der 

Rechtsprechung ist eine ärztliche Behandlung von zwei bis drei Jahren bei einem 

Schleudertrauma nicht ungewöhnlich (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 8. Februar 2005 i/S [U 314/04] Erw. 2.3). Die von den 

MEDAS-Gutachtern vorgeschlagenen, phasenweise unterstützenden Massnahmen 

genügen angesichts der geschilderten tatsächlichen Verhältnisse für sich allein nicht, 

um eine Weiterdauer der eigentlichen Behandlung (über den Einstellungszeitpunkt 

hinaus) bejahen zu können, zumal die Akupunktur-Behandlung nach Lage der Akten 

bereits am 27. Oktober 2004 abgeschlossen worden war (vgl. Suva-act. 72 Beilage). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Danach erfolgten wie erwähnt keine Therapien mehr, und bei der Beschwerdeführerin 

ist auch keine entsprechende Bereitschaft ausgewiesen. Die versicherte Person hat 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen für 

solange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Die 

MEDAS-Gutachter legten nicht dar, inwiefern aus den von ihnen vorgeschlagenen 

Massnahmen eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten wäre. 

Angesichts der reservierten Haltung der Beschwerdeführerin gegenüber weiteren 

Therapien und mit Blick auf die Beurteilung von PD Dr. C.___ war jedenfalls für die Zeit 

nach dem 31. Mai 2005 (Einstellungsdatum) die Ablehnung weiterer Heilbehandlung 

gerechtfertigt. In diesem Sinn sind unbestrittenermassen auch ein schwieriger 

Heilverlauf und erhebliche Komplikationen zu verneinen (act. G 1 S. 12).

Von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann nicht ausgegangen werden, auch wenn das 

Tragen eines Halskragens bei HWS-Distorsionstraumen nicht von allen Fachleuten 

empfohlen wird (vgl. dazu auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, 

a.a.O). Der Hausarzt Dr. B.___ hatte das Tragen des Schanzkragens für zwei bis drei 

Tage angeordnet (Suva-act. 2 Ziff. 7d), wohingegen die Beschwerdeführerin ihn 

während zwei Wochen ganztags und nachher noch stundenweise "zwecks Entlastung" 

trug (Suva-act. 6). Soweit diesbezüglich eine Fehlbehandlung vorlag, hat sich die 

Beschwerdeführerin diese selbst zuzuschreiben.

Der Hausarzt Dr. B.___ attestierte ab 17. April 2003 und für die Folgezeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (Suva-act. 6, 11, 39, 48). Die Neurologin Dr. G.___ bestätigte 

am 20. Februar 2004 eine Arbeitsunfähigkeit (aus neurologischer Sicht) von nicht mehr 

als 20% (Suva-act. 42), und PD Dr. C.___ am 26. Januar 2005 eine solche von 25% für 

Büroarbeiten sowie für körperlich anstrengende Arbeiten bzw. als Teilzeit-Keramikmal-

Kursleiterin von 25-50% (Suva-act. 77). Gemäss dem MEDAS-Gutachten beträgt die - 

ausschliesslich durch den rheumatologischen Befund eingeschränkte - Arbeitsfähigkeit 

(ab 3. August 2006; vgl. act. G 21 S. 15) in der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin in 

der Administration des eigenen Geschäfts, als Reiki-Therapeutin oder Porzellan-

Malerin 80%. Eine alternative Tätigkeit mit anderweitiger Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit könne nicht angegeben werden (Gutachten S. 13f). Der 

rheumatologische Konsiliarius Dr. K.___ schätzte den unfallbedingten Anteil des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

heutigen Beschwerdebildes wie erwähnt auf ca. 1/3, so dass daraus eine 

unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von gut 6% resultieren würde (act. G 21). Auch wenn 

die Teilarbeitsunfähigkeit (von 25 bis 50%) im streitigen Einstellungszeitpunkt rund zwei 

Jahre (und darüber hinaus) andauerte, kann mit Blick auf die Rechtsprechung (vgl. 

zusammenfassende Darstellung im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

vom 30. August 2001 [U 56/00] Erw. 3d) eine lang dauernde, erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit nicht bejaht werden, zumal der unfallbedingte Anteil für die 

Folgezeit, d.h. jedenfalls ab August 2006, mit 6% nur noch gering war. Was das 

Vorliegen von Dauerschmerzen betrifft, so lassen sich solche zwar nicht grundsätzlich 

in Abrede stellen, zumal die Beschwerdeführerin gegenüber den MEDAS-Gutachtern 

permanent vorhandene Schmerzen im Bereich des Nackens angegeben hatte (vgl. act. 

G 21 S. 9). Hingegen ist angesichts des erheblichen, krankheitsbedingten Befundes an 

der HWS nicht abgrenzbar, inwiefern Dauerschmerzen für die Zeit ab Juni 2005 noch 

auf unfallbedingte Umstände zurückführen sind. Dieses Kriterium kann daher nur in 

geringem Mass als erfüllt betrachtet werden. Da somit bezüglich des streitigen 

mittelschweren Unfalls ein Adäquanz-Kriterium lediglich in geringer Ausprägung als 

gegeben anzusehen ist, ist die adäquate Unfallkausalität der HWS-Beschwerden für die 

Zeit ab 1. Juni 2005 zu verneinen. Der angefochtene Entscheid lässt sich unter diesen 

Umständen nicht beanstanden.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2007
	Art. 6 UVG; Art. 10 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 UVG. Leistungseinstellung im Fall einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung bei krankheitsbedingtem Vorzustand. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs und Bestätigung der Leistungseinstellung rund zwei Jahre nach dem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Januar 2007, UV 2005/83).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T16:46:47+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen