# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91ca1563-581d-5550-bf68-bea99e1a4011
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 05.07.2021 460 20 266 (460 2020 266)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-20-266_2021-07-05.pdf

## Full Text

Seite 1  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
5. Juli 2021 (460 20 266) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Mehrfache Tierquälerei etc.  
 
 
 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  
Richter Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Bryan Smith  
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 

  
 

gegen 
 

 

 A.____, unbekannter Aufenthalt,  
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Gäumann,  
notavis gmbh, Amthausstrasse 4, 4143 Dornach,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 1 
 
B.____, unbekannter Aufenthalt,  
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Gäumann,  
notavis gmbh, Amthausstrasse 4, 4143 Dornach,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 2 
 
 

Gegenstand Mehrfache Tierquälerei etc. 
Berufungen gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-
Landschaft vom 27. August 2020  

 
 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) vom 
27. August 2020 wurden A.____ und B.____ jeweils der mehrfachen Tierquälerei, der mehrfa-
chen Missachtung von Vorschriften über die Tierhaltung sowie der Widerhandlung gegen das 
Tierseuchengesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 7 Mo-
naten bei einer Probezeit von 3 Jahren sowie zu einer Busse von CHF 2'000.– bzw. (als teilweise 
Zusatzstrafe zum Strafbefehl SB1 18 1040 der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 4. Sep-
tember 2018) von CHF 1'900.– verurteilt (Ziffern I.1 und II.1 des vorinstanzlichen Urteilsdisposi-
tivs). Auf den Widerruf von bedingt ausgesprochenen Vorstrafen wurde hinsichtlich beider Be-
schuldigten verzichtet (Ziffern I.2 und II.2 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs) und es wurden 
ihnen die Verfahrenskosten im Betrag von insgesamt CHF 4'900.– in solidarischer Haftbarkeit 
auferlegt (Ziffer III.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs).  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Par-
teien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegan-
gen. 
 
B. Gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Strafgerichts meldeten A.____ (nachfol-
gend: Berufungsklägerin 1) und B.____ (nachfolgend: Berufungsklägerin 2), vertreten durch 
Rechtsanwalt Christoph Gäumann, am 3. September 2020 Berufung an, worauf ihnen das be-
gründete Urteil am 14. November 2020 zugestellt wurde. 
 
C. Mit Berufungserklärungen vom 3. Dezember 2020 an das Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), begehrten die Berufungsklägerinnen 
einen Freispruch und mithin die vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils unter 
o/e Kostenfolge. Zugleich stellten sie die Beweisanträge, dass C.____ als Zeuge einzuverneh-
men und eine Parteibefragung durchzuführen sei.  

 
D. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 18. Dezember 2020 wurde festgestellt, dass die 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft), weder Antrag auf Nichteintreten auf die Berufungen noch Anschlussberufung erklärt hat. 
Den Berufungsklägerinnen wurde eine Frist zur Begründung ihrer Berufungserklärungen ange-
setzt.  
 
E. Am 26. Februar 2021 reichten die Berufungsklägerinnen innert erstreckter Frist eine Be-
gründung der Berufungserklärungen ein, worin sie an ihren Rechtsbegehren festhielten.  

 
F. Mit Berufungsantwort vom 4. Mai 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft, die Berufung 
sei unter o/e Kostenfolge abzuweisen und das Urteil des Strafgerichts vom 27. August 2020 voll-
umfänglich zu bestätigen. Weiter stellte sie das Rechtsbegehren, den Antrag auf Befragung des 
Zeugen C.____ abzuweisen.  
 

 
 
 

 
 
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G. Mit Verfügung vom 6. Mai 2021 wies das Kantonsgericht das Beweisbegehren der Be-
rufungsklägerinnen, es sei C.____ als Zeuge vor Kantonsgericht zu befragen, ab. Der Schriften-
wechsel wurde geschlossen und den Parteien eine Frist angesetzt, sich zur Durchführung eines 
schriftlichen Berufungsverfahrens zu äussern. 

 
H. Am 18. Mai 2021 teilten die Berufungsklägerinnen mit, dass sie mit der Durchführung 
des schriftlichen Verfahrens einverstanden seien. Die Staatsanwaltschaft erhob innert Frist keine 
Einwände gegen dieses prozessuale Vorgehen.  

 
I. Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 wurde das schriftliche Verfahren gestützt auf Art. 406 
Abs. 2 lit. a und b StPO angeordnet.  
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 
ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-
dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-
bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 
(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 
Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 
mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 
begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen.  
 
2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts vom 27. August 2020 angefochten, welches 
ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben vom 3. September 2020 (Berufungsan-
meldung) und 3. Dezember 2020 (Berufungserklärung) haben die Berufungsklägerinnen die 
Rechtsmittelfrist gewahrt und sind ihrer Erklärungspflicht nachgekommen. Als beschuldigte Per-
sonen haben sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung und Änderung des erstin-
stanzlichen Entscheides im Sinne ihrer Anträge. Sie machen sowohl Rechtsverletzungen als 
auch die falsche Feststellung des Sachverhalts geltend, was zulässige Rügegründe sind. Die 
Berufungen erfüllen sämtliche Formalien, so dass auf diese einzutreten ist. Die Zuständigkeit der 
Dreierkammer des Kantonsgerichts als Berufungsgericht ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO 
sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
(EG StPO, SGS 250).  
 
3. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 
nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Das Urteil des Strafgerichts 
vom 27. August 2020 wird vorliegend vollumfänglich angefochten. Die Berufungsklägerinnen be-
antragen einen Freispruch unter o/e Kostenfolge, weshalb das vorinstanzliche Urteil im Beru-
fungsverfahren umfassend zu überprüfen ist.  

 
 
 

 
 
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II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1. Bei der Würdigung des Sachverhalts hat das Gericht belastenden und entlastenden Um-
ständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Das Gesetz gebietet die sorgfältige und objektive 
Beweiswürdigung von Amtes wegen (Art. 6 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 StPO). Nach dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung hat das urteilende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner 
aus dem gesamten Verfahren gewonnenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter 
Prüfung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein 
Urteil unabhängig von der Anzahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache spre-
chen, und ohne Rücksicht auf die Art des Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Be-
weise; massgebend ist allein deren Stichhaltigkeit (RIEDO/FIOLKA/NIGGLI, Strafprozessrecht, 
2011, Rz. 234; HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 10 N 41 ff.). Die Überzeugung 
für das Vorliegen rechtlich erheblicher Tatsachen kann direkt oder indirekt gewonnen werden. 
Auch Indizien können einen für die Beweisführung bedeutsamen Schluss erlauben (vgl. BGE 102 
IV 29, E. 2.a).  
 
1.2. Gemäss dem in Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) und Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) kodifizierten Grundsatz "in dubio pro 
reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren 
Handlung Beschuldigte unschuldig ist. Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der 
tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschul-
digte Person günstigeren Sachlage aus. Der vorgenannte Grundsatz verpflichtet das Gericht, den 
Beschuldigten freizusprechen, wenn nach Würdigung aller vorhandenen Beweise erhebliche und 
unüberwindbare Zweifel an der Tatbestandsverwirklichung bestehen oder bestehen müssten 
(SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. A. 2017, N 235). Als 
Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime "in dubio pro reo", dass sich das Gericht nicht von 
der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, 
wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob 
sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden 
kann (BGE 138 V 74, E. 7). Wenn Zweifel daran bestehen, welche von mehreren in Betracht 
kommenden Sachverhaltsmöglichkeiten der Wahrheit entspricht, hat das Gericht seinem Urteil 
die für den Beschuldigten günstigste Sachverhaltsvariante zugrunde zu legen (WOHLERS, Zürcher 
Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 10 N 11; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., N 233). Eine Verurteilung 
darf nur ergehen, wenn das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass 
sämtliche Strafbarkeitsvoraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit 
gefordert. Demnach hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung An-
klagesachverhalt und Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt 
sind (TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 10 N 83 und Fn 268 zu N 83; BGer Ur-
teil 6B_850/2018 vom 1. November 2018, E. 1.1.2 und 1.3.1). Dem Sachgericht steht im Bereich 

 
 
 

 
 
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der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; BGE 129 
IV 6, E. 6.1).  
 
1.3. Bei der Abklärung des Wahrheitsgehalts von Aussagen hat sich in der Praxis die Me-
thode der Aussageanalyse durchgesetzt, welche darauf basiert, dass wahre und falsche Schilde-
rungen unterschiedliche geistige Leistungen erfordern (BGer Urteil 6B_375/2015 vom 29. Okto-
ber 2015 E. 2.2.2). Während die Wiedergabe eines tatsächlich erlebten Ereignisses kognitiv re-
lativ leicht fällt, ist es intellektuell schwieriger, eine Aussage über ein komplexes Handlungsge-
schehen ohne Erlebnishintergrund zu reproduzieren und über einen längeren Zeitraum hinweg 
konstant zu schildern (vgl. FERRARI, Erkenntnisse aus der Aussagepsychologie, in: plädoyer 4/09, 
S. 36; LUDEWIG/TAVOR/BAUMER, Wie können aussagepsychologische Erkenntnisse Richtern, 
Staatsanwälten und Anwälten helfen, in: AJP 11/2011, S. 1423). Im Rahmen der Beweiswürdi-
gung sind Aussagen demnach auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. Lügensignale hin zu analysie-
ren. Sie sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Realkennzeichen zu beurteilen, wobei 
zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individualität, Verflechtung), strukturellen 
Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfreiheit bzw. Homogenität) sowie 
Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden wird. Das Vorliegen von Rea-
litätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahrscheinlichkeit über erlebnis-
fundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskriterium für sich allein betrachtet 
meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren kann jedoch einen wesentlich 
höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wobei sie in der Regel in solchen 
mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter vorkommen als in solchen ohne 
(HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung der Glaubhaftigkeitskriterien anhand 
der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 
3. A. 2020, Art. 162 N 15). 
 
1.4. Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und die rechtliche Würdi-
gung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen (Art. 82 Abs. 4 
StPO). Die Möglichkeit der Verweisung entfällt allerdings, wenn im Rechtsmittelverfahren erheb-
liche Einwände vorgebracht werden, welche nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens 
bildeten (STOHNER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 82 N 9; BRÜSCHWEILER, Zürcher 
Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 82 N 9). 
 
2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

2.1. Den Berufungsklägerinnen wird mit Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 23. April 
2020 zusammengefasst vorgeworfen, dass sie in ihrem Haus gehaltene Tiere auf qualvolle Art 
getötet, zurückgelassen und vernachlässigt sowie Vorschriften über die Tierhaltung missachtet 
hätten. Es liege ein wissentliches und willentliches, arbeitsteiliges Zusammenwirken vor. Die Be-
rufungsklägerinnen hätten auf der Basis eines konkludenten, gemeinsamen Tatentschlusses ge-
handelt, wobei jede mit dem Verhalten der anderen einverstanden gewesen sei.  
 

 
 
 

 
 
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Anfangs August 2018 hätten die Berufungsklägerinnen ihr Domizil an der X.____strasse 56 in 
Y.____ verlassen und dort sieben Zebrafinken, acht Wellensittiche und drei Bartagamen zurück-
gelassen. Dabei hätten sie mindestens in Kauf genommen, dass für diese Tiere während ihrer 
Abwesenheit nicht genügend gesorgt sei und sie deshalb verhungern oder verdursten würden. 
Am 22. September 2018 sei ein Wellensittich tot auf einem Käfig gelegen. Die weiteren Wellen-
sittiche und Zebrafinken seien stark vernachlässigt gewesen. Das Wasser in ihren Käfigen sei 
verschmutzt oder abgestanden gewesen und Futterreste sowie Kot seien 10 cm hoch über dem 
Käfigboden gelegen. Zwei der drei Bartagamen seien am 22. September 2018 tot aufgefunden 
worden. Die Klimatechnik in ihren Terrarien sei ausgeschaltet gewesen und die Tiere hätten we-
der über Futter noch Wasser verfügt. Die zwei Bartagamen und ein Wellensittich seien aufgrund 
der Vernachlässigung ihrer elementarsten Bedürfnisse verhungert und verdurstet. Vier Wellen-
sittiche hätten sodann wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes eingeschläfert werden 
müssen. Diese Tiere hätten Tumore aufgewiesen, drei davon hätten überdies an Xantomathose 
und zwei an Ballengeschwüren gelitten.  
 
Die Berufungsklägerinnen hätten ihren Wohnort anfangs August 2018 verlassen und seien ab 
diesem Zeitpunkt in einem VW-Bus umhergereist. Dabei hätten sie ihre neun Hunde und eine 
Katze mitgeführt. Die Hunde hätten sie eventualiter zwischenzeitlich in Frankreich untergebracht 
und anschliessend wieder abgeholt. Die Tiere seien im VW-Bus in Boxen gehalten worden, wel-
che nicht die vorgeschriebenen Mindestgrössen aufgewiesen hätten. Die Hunde und die Katze 
seien mangels hinreichender Pflege vernachlässigt worden, zumal sie sich im Fahrzeug oder in 
vier Boxen ohne Liegematerial und Zugang zu Wasser hätten aufhalten müssen. Am 15. Oktober 
2018 hätten sich die Hunde teilweise in einem mageren Zustand präsentiert, und es seien bei 
ihnen unter anderem Zahnstein, lange Krallen, ein verfilztes Fell sowie verschiedene Entzündun-
gen festgestellt worden. Die Berufungsklägerinnen hätten die ihnen als Tierhalterinnen obliegen-
den Pflichten verletzt, indem sie nicht hinreichend für Nahrung und Wasser, eine angemessene 
Unterbringung sowie die notwendige Hygiene und eine tierärztliche Betreuung gesorgt hätten.  
 
Damit hätten sich die Berufungsklägerinnen im Ergebnis wegen mehrfacher Vergehen gegen das 
Tierschutzgesetz (TSchG, SR 455) strafbar gemacht. Ausserdem hätten sie am 7. August 2018 
die Haltung ihrer neun Hunde auf der Tierdatenbank "Amicus" zufolge Wegzugs ins Ausland für 
beendet erklärt. Durch Abmeldung ihrer Hunde trotz weiterbestehender Haltereigenschaft in der 
Schweiz hätten die Berufungsklägerinnen eine Übertretung des Tierseuchengesetzes (TSG, SR 
916) begangen.       
 
2.2. In seinem Urteil vom 27. August 2020 erwägt das Strafgericht im Wesentlichen, dass der 
Sachverhalt gemäss Anklage erstellt sei, während die Tatvorwürfe von den Berufungsklägerinnen 
weitgehend bestritten würden. Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen des Kan-
tons Basel-Landschaft (nachfolgend: ALV) habe am 22. September 2018 zusammen mit der Po-
lizei Basel-Landschaft eine Kontrolle am Wohnort der Berufungsklägerinnen durchgeführt. Dabei 
sei die in der Anklage geschilderte Situation angetroffen worden, was sich aus der Strafanzeige 
des ALV vom 6. Mai 2019 und der beiliegenden Fotodokumentation ergebe. Aus den Depositio-
nen der Berufungsklägerinnen sei zu schliessen, dass sie ihren Haushalt seit dem Jahr 2016 

 
 
 

 
 
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vernachlässigt und letztlich nicht mehr geführt hätten. Für die längere Dauer dieses Zustandes 
würden auch die Feststellungen des ALV anlässlich ihrer Besuche im Juli 2017 und 2018 spre-
chen. Insgesamt sei erstellt, dass die Zustände im Wohnhaus der Berufungsklägerinnen das Er-
gebnis jahrelanger, massiver Vernachlässigung der Haushaltführung seien (E. I.3.1 des vor-
instanzlichen Urteils).  
 
Die Berufungsklägerinnen würden für ihre panikartige Flucht aus der Liegenschaft verschiedene 
Motive nennen, doch könne hierfür einzig die behauptete Eskalation des Nachbarschaftsstreits 
als nachvollziehbarer Grund herangezogen werden. Beide Berufungsklägerinnen hätten diesbe-
züglich unter anderem eine Schussabgabe und Morddrohungen seitens eines Nachbarn geschil-
dert. Dass die Berufungsklägerinnen mit den Nachbarn im Streit gelegen seien, erscheine nicht 
unglaubhaft. In keiner Weise nachvollziehbar sei jedoch ihre Darstellung, wonach die Polizei im 
Falle einer Schussabgabe untätig geblieben und den angeblichen Opfern zur Flucht geraten 
habe. In einem E-Mail vom 7. August 2018 an das ALV hätten die Berufungsklägerinnen die 
Platzierung ihrer Hunde im Ausland damit begründet, dass keine Aussicht auf eine faire Kontrolle 
bestehe. Im Ergebnis könne nicht von einer akuten Bedrohungssituation ausgegangen werden, 
welche die Berufungsklägerinnen zum Verlassen ihres Wohnhauses bewogen habe. Die Beru-
fungsklägerinnen hätten sich wiederholt den Kontrollen des ALV entzogen, was aus den Akten 
hervorgehe. Ihre Behauptung, dass sie die Hunde im Ausland platziert hätten, sei nicht glaubhaft. 
Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Berufungsklägerinnen ihren Wohnort verlassen hätten, 
um ihre Hunde und die Katze weiter betreuen zu können. Die Tiere hätten sich gemäss Bericht 
der Veterinärklinik vom 13. Januar 2020 im August 2018 noch in einem grundsätzlich guten Zu-
stand befunden. Im Gegensatz dazu hätten die Hunde gemäss tierärztlicher Beurteilung vom 
17. Oktober 2018 in der Gesamtheit einen ungepflegten und verwahrlosten Eindruck gemacht. 
Damit sei erweisen, dass ihr Zustand nicht auf das Verhalten der Vorbesitzer zurückzuführen, 
sondern die Folge einer zeitnahen Haltung sei. Die bei der Beschlagnahmung der Tiere im Okto-
ber 2018 festgestellten Zustände hätten sich anschliessend mit angemessener Pflege auch weit-
gehend beseitigen lassen. Sodann habe der Zeuge C.____ ausgesagt, dass die Berufungsklä-
gerinnen zunächst im Wald und vermutlich im Auto gelebt und später eine Bleibe in einem ande-
ren Kanton gefunden hätten. Die Hunde seien immer bei ihnen im Auto gewesen, als der Zeuge 
die Berufungsklägerinnen gesehen habe. Die Aussagen, wonach die Berufungsklägerinnen ihre 
Hunde Anfang August 2018 bei einer Freundin in Frankreich platziert hätten, seien unter diesen 
Umständen als Schutzbehauptungen zu werten (E. I.3.2 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
Sowohl die Aussagen des Zeugen C.____ als auch das Zustandsbild der Käfige im September 
2018 würden gegen die Depositionen der Berufungsklägerinnen sprechen, wonach sie die im 
Wohnhaus zurückgelassenen Vögel und Bartagamen alle zwei bis drei Tage versorgt hätten. 
Auch seien die Ausführungen der Berufungsklägerinnen, dass die tot aufgefundenen Tiere eines 
natürlichen Todes gestorben seien, und sie deren Entsorgung aufgrund der Bedrohungssituation 
in der Nachbarschaft unterlassen hätten, als unglaubhaft zu bewerten. Im Ergebnis sei davon 
auszugehen, dass die Berufungsklägerinnen seit Anfang August 2018 bis Ende September 2018 
die Tiere in ihrem Wohnhaus nur gelegentlich gefüttert hätten, wobei hier in Übereinstimmung mit 
den Erwägungen des ALV in seiner Verfügung vom 19. November 2018 nicht darauf abgestellt 

 
 
 

 
 
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werden könne, dass die Tiere effektiv gepflegt und betreut worden seien. Vielmehr würden die 
Unordnung, die sehr schlechte Hygiene in den Zimmern und die schlimmen Zustände der Tier-
gehege eine hochgradige Vernachlässigung zeigen, welche bis zum Tod einiger Tiere geführt 
habe (E. I.3.3 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
Am 15. Oktober 2018 seien die Berufungsklägerinnen im Kanton Freiburg durch den Veterinär-
dienst und die Polizei kontrolliert worden. Dort sei hinsichtlich der Tierhaltung und des Gesund-
heitszustandes der neun Hunde die in der Anklageschrift geschilderte Situation angetroffen wor-
den. Die Berufungsklägerinnen hätten ihrerseits Erklärungen dafür abgegeben, weshalb sie auf 
eine zahnärztliche Behandlung und das Zurückschneiden der Krallen verzichtet hätten und wes-
halb einige der Hunde mager erschienen seien. Sie hätten vorgebracht, sich stets gut um ihre 
Hunde gekümmert zu haben. Sodann habe die Berufungsklägerin 1 den Vorwurf erhoben, dass 
eine Hündin nach der Beschlagnahme falsch behandelt worden sei. Aus der tierärztlichen Doku-
mentation, welche einen Zeitraum von mehreren Monaten abdecke, gehe hervor, dass keine 
Fehlbehandlung der Tiere erfolgt sei und alle neun Hunde in der Gesamtbetrachtung von den 
Berufungsklägerinnen nicht korrekt gehalten, sondern vernachlässigt worden seien. Sie hätten 
ihre Hunde und die Katze im VW-Bus nachweislich in Transportboxen gehalten, welche für diesen 
Zweck ungeeignet gewesen seien. Dieser Umstand sei ihnen auch bewusst gewesen. Betreffend 
die Ausstattung der Boxen sei erstellt und unbestritten, dass keine Liegematten und kein Wasser 
vorhanden gewesen seien. Selbst wenn behauptet würde, dass die Hunde in der Hitze lieber auf 
dem nackten Boden geschlafen oder die Liegematten zerrissen hätten, sei das Fehlen geeigne-
ten Liegematerials den Berufungsklägerinnen anzulasten. Andererseits lasse sich der Einwand 
der Berufungsklägerinnen, dass sie das Wasser kurz vor der Kontrolle zwecks Weiterfahrt weg-
geschüttet hätten, nicht entkräften (E. I.3.4 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
Für alle in der Anklageschrift erwähnten Tiere sei davon auszugehen, dass die Berufungskläge-
rinnen gleichberechtigte Halterinnen gewesen seien. Selbst wenn es zutreffen würde, dass ihre 
Hunde vorübergehend in Frankreich untergebracht worden seien, hätten die Berufungsklägerin-
nen damit ihre Haltereigenschaft nicht aufgegeben (E. II.1 des vorinstanzlichen Urteils). Es liege 
ein mittäterschaftliches Verhalten vor. Die Berufungsklägerinnen seien gegenüber den Behörden 
stets als Einheit aufgetreten und hätten gemeinschaftlich gehandelt. Beide würden jeweils von 
ihren gemeinsamen Tieren sprechen, um welche sie sich gesorgt hätten. Sodann seien die Be-
rufungsklägerinnen im relevanten Tatzeitraum vorwiegend zusammen unterwegs gewesen. Ihre 
Handlungen hätten auf einem gemeinsamen Willen beruht, und sie seien gleichermassen für die 
Tiere verantwortlich gewesen (E. II.2 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
Die Berufungsklägerinnen seien sich ihrer Verantwortung als Tierhalterinnen, der Notwendigkeit 
der Versorgung der Tiere sowie der Zustände im Wohnhaus bewusst gewesen. Sie hätten die 
Tiere nur sporadisch und für kurze Zeit aufgesucht und sich weder um eine Stellvertretung für die 
Pflege noch eine Fremdplatzierung der Tiere gekümmert, so dass sie die Folgen der Vernachläs-
sigung, bis hin zum Tod, in Kauf genommen hätten. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, sich der 
Tiere im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. e TSchG zu entledigen, doch seien die Tatbestände der 
Vernachlässigung (Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG) und der qualvollen Tötung (Art. 26 Abs. 1 lit. b 

 
 
 

 
 
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TSchG) erfüllt. Hinsichtlich der Hunde und der Katze, welche die Berufungsklägerinnen im VW-
Bus gehalten hätten, sei festzustellen, dass die Tiere nicht in tierschutzgerechten Unterkünften 
untergebracht worden seien, was den Tatbestand von Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG erfülle. Ausser-
dem sei aus dem Zustand der Tiere auf eine mangelnde Pflege zu schliessen. Die Berufungsklä-
gerinnen wären in der Lage gewesen, lange Krallen, Gewichtsverlust und akute Entzündungen 
zu beheben oder behandeln zu lassen. Folglich hätten sie ihre Hunde und die Katze zweitweise 
nicht artgerecht gehalten und die Hunde vernachlässigt. Dieser Umstand hätte ihnen als lang-
jährige Tierhalterinnen bewusst sein müssen. Sie hätten in ihrer Situation nicht loslassen können 
und die Hunde nicht anderweitig unterbringen und betreuen lassen wollen (E. II.3 des vorinstanz-
lichen Urteils).  
 
Schliesslich sei zu erwägen, dass die Berufungsklägerinnen trotz der Abmeldung ihrer Hunde 
nach wie vor Halter dieser Tiere gewesen seien. Eine kurzzeitige Fremdbetreuung habe die Hal-
tereigenschaft nicht aufgehoben. Folglich hätten die Berufungsklägerinnen, deren Lebensmittel-
punkt in der Schweiz gewesen sei, die Hunde gemäss Art. 30 Abs. 2 TSG auf sich registrieren 
müssen, was ihnen auch bewusst gewesen sei. Daher hätten sie sich der Widerhandlung gegen 
das Tierseuchengesetz (Art. 48 Abs. 1 lit. a TSG) schuldig gemacht (E. II.4 des vorinstanzlichen 
Urteils). 
 
2.3. In der Begründung ihrer Berufungserklärung vom 26. Februar 2021 machen die Beru-
fungsklägerinnen im Wesentlichen geltend, dass sie als äusserst tierliebende Menschen stets 
korrekt mit ihren Tieren umgegangen seien. Sie hätten vernachlässigte und meist auch kranke 
und alte Tiere bei sich aufgenommen, deren Aussehen durch ihr früheres Leben geprägt sei. Die 
Zustände im Wohnhaus der Berufungsklägerinnen seien unter anderem mit zwei Bränden, zwei 
Wasserschäden und mit jahrelangen, starken Belästigungen durch die Nachbarschaft zu erklä-
ren. Die Berufungsklägerinnen seien gelähmt und kraftlos gewesen, sie hätten den Haushalt ver-
nachlässigt und sich nur noch um ihre Tiere gekümmert. Schliesslich seien sie von der Nachbar-
schaft durch eine Schussabgabe in die Flucht getrieben worden. Die Polizei habe ihnen empfoh-
len, den Wohnort zu verlassen. Sie seien bei Freunden untergekommen und hätten sich abwech-
selnd von C.____ abholen und zu ihrem Haus begleiten lassen, wo sie die zurückgelassenen 
Tiere versorgt hätten. Sie seien alle zwei bis drei Tage zwecks Fütterung der Tiere ins Haus 
zurückgekehrt, hätten die Futterbehälter gewaschen und neu aufgefüllt. Am Boden der Käfige 
hätten sich keine Futterreste befunden, vielmehr hätten sie zur Sicherheit weiteres Vogelfutter 
direkt auf den Boden gestreut. Der Wellensittich und die beiden Bartagamen seien eines natürli-
chen Todes gestorben. Bei einigen Wellensittichen seien durch den Tierarzt kleine Geschwüre 
festgestellt worden, doch habe dieser ihnen gesagt, dass es nicht notwendig sei, diese Tiere 
einzuschläfern, zumal sie noch aktiv seien, keine Schmerzen anzeigen sowie fressen und trinken 
würden. Die Berufungsklägerinnen seien mit den Tieren regelmässig beim Tierarzt in der Kon-
trolle gewesen, was aus den Akten hervorgehe. Eines Tages sei ein Veterinär des Kantons auf-
getaucht und habe wutentbrannt herumgebrüllt. Er habe den Berufungsklägerinnen in Aussicht 
gestellt, er werde ihnen die Hunde wegnehmen. Durch diese massive Drohung hätten die Beru-
fungsklägerinnen Panik bekommen, dass ihnen die Tiere grundlos weggenommen würden. Im 

 
 
 

 
 
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Anschluss daran hätten sie die Hunde tierärztlich untersuchen lassen und die notwendigen Me-
dikamente beschafft, um sie dann im Ausland an einen Pflegeplatz zu verbringen. Nachdem fest-
gestanden habe, dass die Hunde sich dort wohlfühlen, hätten die Berufungsklägerinnen diese bei 
"Amicus" abgemeldet. Es sei für sie klar gewesen, dass sie wegen des Verhaltens des Nachbarn 
(Morddrohungen, Vergiftungsandrohungen, Säure-, Steinwurf-, Glasscherben- und Feuerwerks-
attacken) in ihrer Liegenschaft keine Hunde mehr hätten halten können. Die Drohungen und An-
griffe hätten bei den Berufungsklägerinnen Angstzustände und Panikattacken ausgelöst, so dass 
sie sich entschieden hätten, eine andere geeignete Liegenschaft mit grossem Garten und ohne 
Nachbarn zu suchen. Sie hätten die Hunde sehr vermisst und daher gemeinsam mit ihnen die 
Herbstferien verbracht. Sie hätten verschiedene Kurse und Trainings mit den Tieren absolviert, 
welche lediglich in den Trainingspausen, zur Fütterung und zum Schlafen in den Boxen gewesen 
seien. Anlässlich der Beschlagnahmung der Hunde durch das Veterinäramt Fribourg hätten die 
Berufungsklägerinnen die verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden der Tiere (Fellprob-
leme, Blasenentzündung, Narkosemittelallergie, Insektenstichallergie, Hüftgelenks-Dyslapsie, 
Augenentzündung, Rindfleischallergie, Hyperaktivität, zu weit nach vorne gewachsener Nerv in 
der Kralle, Ellenbogenluxation, leichter Bandscheibenvorfall) mitgeteilt. Die Berufungsklägerin-
nen hätten immer alles für ihre Hunde getan, damit es ihnen gut gehe (z.B. regelmässige Tierarzt- 
und Hundecoiffeur-Besuche, Welpen- und Junghundeschule, Mantrailing, Agility, Muskelaufbau, 
Treibball, Trüffelsuche, Schwimmen, Wanderungen). Auch die Theorieprüfung zur Tierpflegerin 
hätten beide Berufungsklägerinnen bestanden. Die Untersuchung der beschlagnahmten Hunde 
und deren Befunde seien absolut nicht nachvollziehbar. Die Behörden seien über die vorgenann-
ten, gesundheitlichen Probleme der Tiere informiert gewesen. Auch hätten sie von den Beru-
fungsklägerinnen die benötigten Medikamente sowie Futter erhalten. Offensichtlich habe das Ve-
terinäramt diese Informationen nicht berücksichtigt oder ignoriert. Einzelne Tiere seien seit Jah-
ren krank gewesen. Ihr Zustand habe sich dank der hingebungsvollen Pflege der Berufungsklä-
gerinnen nicht verschlechtert, sondern verbessert. Sie hätten die Tiere allesamt sehr gut gekannt 
und jeweils individuell trainiert, gefüttert und gepflegt. Es sei davon auszugehen, dass die Hunde 
unter ihrer Beschlagnahmung und Versetzung in ein Tierheim sehr gelitten hätten und deswegen 
in einem erbärmlichen Zustand in Basel angekommen seien (Ziff. II.3 der Berufungsbegründung). 
 
Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen erweise sich die Beweiswürdigung der Vorinstanz 
mehrfach als fehlerhaft. So seien die Klimatechnik und der Heizstein im Terrarium der Bartagame 
nicht ausgeschaltet gewesen. Die tot aufgefundenen Tiere seien vor der Flucht der Berufungs-
klägerinnen im August 2018 verstorben. Die Gehege der zurückgelassenen Tiere seien regel-
mässig geputzt worden. Auf das Lüften des Hauses sei verzichtet worden, um dem Nachbarn 
nicht zu zeigen, dass jemand zu Hause sei, doch sei die Frischluftzufuhr durch alte, undichte 
Fenster gewährleistet gewesen. Aus der Fotodokumentation sei ersichtlich, dass sich neues Fut-
ter und sauberes Wasser in den Käfigen befunden habe. Es treffe nicht zu, dass der Zustand der 
Liegenschaft das Ergebnis einer jahrelangen Vernachlässigung der Haushaltführung darstelle; 
vielmehr hätten die Berufungsklägerinnen zuvor einen aufgeräumten und sauberen Haushalt ge-
führt. Die Unordnung habe insbesondere von den Wasserschäden hergerührt. Die Berufungsklä-
gerinnen hätten den Namen des Nachbarn gegenüber der Polizei genannt und seien nach der 
Schussabgabe dem Rat der Polizei folgend geflüchtet. Es habe sich um eine akute Ausnahme-

 
 
 

 
 
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situation gehandelt, weshalb sie ihren Wohnort verlassen und eine Lösung für sämtliche Tiere 
gesucht hätten. Es treffe nicht zu, dass die Berufungsklägerinnen lediglich 10 Mal an ihren Woh-
nort gefahren seien, um die Tiere zu versorgen (Ziff. II.4 der Berufungsbegründung). 
 
Die Vorinstanz habe den Beweisantrag auf Befragung des Zeugen C.____ abgewiesen, womit 
sie das rechtliche Gehör der Berufungsklägerinnen verletzt habe. Der Zeuge C.____ habe an-
lässlich seiner Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft bestätigt, dass er die Berufungsklägerin-
nen mehrmals zu ihrem Haus gefahren habe. Das Strafgericht habe den Zeugen jedoch nicht 
erneut angehört, sondern seine Aussagen dahingehend interpretiert, dass die Berufungskläge-
rinnen die zurückgelassenen Tiere nur wenige Male aufgesucht hätten, um sie zu füttern. Dass 
sich der Zeuge nach einer derart langen Zeit sowie unter dem Eindruck der Einvernahme nicht 
mehr an die korrekte Anzahl Fahrten habe erinnern können, dürfe nicht zu Lasten der Berufungs-
klägerinnen ausgelegt werden. Zu diesem zentralen Punkt hätte eine neue Einvernahme erfolgen 
müssen (Ziff. II.5 der Berufungsbegründung). 
 
Weiter habe die Vorinstanz den Grundsatz "in dubio pro reo" missachtet, indem sie aus den Be-
weismitteln darauf geschlossen habe, dass die Tiere im Wohnhaus vernachlässigt worden seien. 
Es sei nicht erstellt, dass der Wellensittich und die Bartagamen keines natürlichen Todes gestor-
ben seien. In Bezug auf die angebliche Vernachlässigung der Hunde sei nachgewiesen, dass 
sich die Berufungsklägerinnen stets um die Tiere gekümmert hätten und mit ihnen regelmässig 
zum Tierarzt gegangen seien. Dass sich die Hunde bei der Beschlagnahmung teilweise nicht in 
einem guten Zustand befunden hätten, sei auf ihre Vorgeschichte zurückzuführen. Die Vorinstanz 
hätte diesbezüglich nicht allein auf den Bericht des bei der Beschlagnahmung beigezogenen 
Tierarztes abstellen dürfen (Ziff. II.6 der Berufungsbegründung). 
 
2.4. In ihrer Berufungsantwort vom 4. Mai 2021 bringt die Staatsanwaltschaft zusammenge-
fasst vor, dass die Vorinstanz den Sachverhalt richtig festgestellt und alle Beweise korrekt ge-
würdigt habe. Es würden keine unüberwindlichen Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen 
der angeklagten Taten bestehen. Es könne vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen im 
Urteil des Strafgerichts vom 27. August 2020 verwiesen werden. Durch den Verzicht auf eine 
erneute Befragung des Zeugen C.____ sei das rechtliche Gehör der Berufungsklägerinnen nicht 
verletzt worden. Der zentrale Punkt, wie oft und wann die Berufungsklägerinnen an ihren Wohnort 
gefahren worden seien, sei mit der Befragung im Vorverfahren hinreichend geklärt worden. Von 
einer erneuten Einvernahme seien keine neuen Erkenntnisse für das Strafverfahren zu erwarten.   
 
3. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

3.1. Die vorinstanzlichen Erwägungen in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt sind in Be-
rücksichtigung des vorliegenden Beweisergebnisses grundsätzlich als zutreffend zu bewerten. 
Sodann wiederholen die Berufungsklägerinnen in ihrer Berufungsbegründung im Wesentlichen 
die bereits vor dem Strafgericht vorgebrachten Argumente. Daher kann zunächst in Anwendung 

 
 
 

 
 
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von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die vorstehend (E. II.2.2) zusammengefassten Erwägungen des Ur-
teils vom 27. August 2020 verwiesen werden, soweit nachfolgend keine abweichende Einschät-
zung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung erfolgt.  
 
3.2. Die Berufungsklägerinnen machen vor Kantonsgericht geltend, dass sie die in ihrem 
Wohnhaus zurückgelassenen Tiere auch nach Verlassen der Liegenschaft im August 2018 hin-
reichend versorgt und gepflegt hätten. Die Zustände im Haus seien nicht die Folge einer jahre-
langen Vernachlässigung der Haushaltführung, sondern in erster Linie auf zwei Wasserschäden 
zurückzuführen. Diese Darstellung der Tatsachen widerspricht den in der Strafanzeige vom 
6. Mai 2019 geschilderten Feststellungen des ALV, welches am 22. September 2018 am Wohnort 
der Berufungsklägerinnen eine Kontrolle durchgeführt hat. Es bestehen keinerlei Anzeichen da-
für, dass dieser Strafanzeige unrichtig erhobene oder falsch dargestellte Tatsachen zu Grunde 
liegen. Sodann wurde der Zustand der Liegenschaft und der Tiergehege fotografisch einlässlich 
dokumentiert (vgl. act. 45 ff.). In allen Räumen stapeln sich Abfall, Textilien sowie Gegenstände 
für die Tierhaltung teilweise meterhoch und in einer Weise, dass die Wohnungseinrichtung weit-
gehend nicht mehr sichtbar oder zugänglich ist. Aus der Menge des in der Liegenschaft gelager-
ten Unrats muss geschlossen werden, dass die Berufungsklägerinnen ihren Abfall über Monate 
hinweg nicht mehr fachgerecht entsorgt haben. Sodann zeugen zahlreiche und grossflächige 
Spinnweben an den Wänden und Fenstern davon, dass die Wohnung während desselben Zeit-
raums nicht mehr gereinigt wurde. Der Boden der Käfige mit den noch lebenden Vögeln ist derart 
mit Kot, Federn und Futterresten bedeckt, dass eine Masse entstanden ist, welche aus den Käfi-
gen heraustritt und die Tische sowie Teile des Fussbodens überzieht. Das Terrarium der noch 
lebenden Bartagame präsentiert sich in einem stark verschmutzten Zustand, frisches Wasser 
oder Futter sind nicht ersichtlich. Gestützt auf die Feststellungen des ALV darf davon ausgegan-
gen werden, dass die Klimatechnik in diesem Terrarium nicht mehr eingeschaltet war. Auch be-
stehen für die Vogelkäfige keine Hinweise dafür, dass das Wasser regelmässig gewechselt 
wurde. Soweit das Futter in den Schalen aufgebraucht war, mussten die Vögel dasselbe vom 
Käfigboden holen, wo es sich mit Kot und Federn vermengt hatte. Angesichts der zeitlichen 
Dauer, die es benötigt, den vorgefundenen erbärmlichen Zustand herbeizuführen, kann in Über-
einstimmung mit der Vorinstanz nicht von einer kurzfristigen Entwicklung ausgegangen werden. 
Selbstredend lässt sich die Entstehung der vorgefundenen Situation auch nicht mit zwei Wasser-
schäden erklären. Angesichts dieser Feststellungen sind auch die Ausführungen der Berufungs-
klägerinnen, dass sie die Tiergehege bis zuletzt regelmässig gereinigt und die Tiere alle zwei bis 
drei Tage aufgesucht hätten, um ihnen frisches Wasser und Futter zu geben, als unglaubhaft zu 
bewerten.  
 
3.3. Sodann wird in der Berufungsbegründung vorgebracht, dass sich die Berufungskläge-
rinnen zum Zeitpunkt des Verlassens ihrer Liegenschaft im August 2018 in einem akuten Aus-
nahmezustand befunden hätten. Sie seien von ihrem Nachbarn terrorisiert und mit dem Tod be-
droht worden. Nachdem es zu einer Schussabgabe gekommen sei, hätten sie ihren Wohnort auf 
Anraten der Polizei verlassen. Mit der Vorinstanz ist diesbezüglich zu erwägen, dass es äusserst 
unglaubhaft erscheint, die Polizei würde im Falle des Verdachts eines versuchten Verletzungs- 
oder gar Tötungsdelikts keine weiteren Abklärungen tätigen, keinen Rapport zuhanden der 

 
 
 

 
 
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Staatsanwaltschaft verfassen und den potentiellen Opfern zur Flucht raten. Auch die weiteren, 
teilweise massiven Vorwürfe, welche gegen den Nachbarn erhoben werden, beschränken sich 
auf eine Aufzählung von Ereignissen, die weder substantiiert noch näher belegt sind. Vielmehr 
erweist sich die Beweiswürdigung der Vorinstanz, wonach die Berufungsklägerinnen mit ihrer 
persönlichen Situation und der Haushaltführung überfordert waren, es wegen der Unordnung um 
das Haus zu Spannungen mit den Nachbarn kam, die Berufungsklägerinnen eine Kontrolle des 
ALV vermeiden wollten, weil sie angesichts des Zustandes der Liegenschaft eine Beschlagnah-
mung ihrer Tiere befürchteten und daher letztlich mit den Hunden und der Katze ihren Wohnort 
verliessen, als zutreffend.  
 
3.4. Weiter rügen die Berufungsklägerinnen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die 
Vorinstanz auf eine erneute Einvernahme des von ihnen beantragten Zeugen C.____ verzichtet 
habe. Den entsprechenden Beweisantrag wiederholten die Berufungsklägerinnen im Verfahren 
vor Kantonsgericht. Indem sie mit Eingabe vom 18. Mai 2021 der Durchführung des schriftlichen 
Verfahrens zustimmten, haben sie freilich ihre Anträge auf persönliche Anhörung sowie Einver-
nahme des Zeugen C.____ vor der Rechtsmittelinstanz implizit zurückgezogen. Weiter ist mit 
Verweis auf die kantonsgerichtliche Verfügung vom 6. Mai 2021 zu erwägen, dass C.____ zum 
zeitlichen Ablauf und der Häufigkeit seines Fahrdienstes zugunsten der Berufungsklägerinnen im 
Vorverfahren durch die Staatsanwaltschaft einlässlich befragt wurde und dazu präzise Angaben 
machen konnte. Anlässlich seiner Einvernahme als Zeuge vom 15. April 2020 (act. 302.1 ff.), gab 
dieser zu Protokoll, er habe die Berufungsklägerinnen im Sommer 2018 einige Male zu deren 
Haus gefahren. Er habe diesen Fahrdienst nicht mehr als zehn Mal erbracht und nehme an, er 
habe achtmal die Berufungsklägerin 1 und zweimal die Berufungsklägerin 2 gefahren. Er habe 
jeweils im Auto gewartet, während die Berufungsklägerinnen zwischen geschätzten 5 und 30 Mi-
nuten im Haus gewesen seien. Die Berufungsklägerinnen bringen vor, es treffe nicht zu, dass sie 
mit C.____ lediglich 10 Mal an ihren Wohnort gefahren seien, um die Tiere zu versorgen. Es sei 
anzunehmen, dass sich C.____ angesichts des Zeitablaufs nicht mehr an die genaue Zahl der 
Fahrten erinnern könne. Angesichts des Umstandes, dass die Ereignisse nunmehr noch weiter 
zeitlich zurückliegen und die Berufungsklägerinnen vor den Schranken des Strafgerichts ausfüh-
ren, sie hätten sich im Nachgang zur Einvernahme vom 15. April 2020 mit C.____ besprochen 
(vgl. act. S 87), wären von seiner erneuten Befragung keine Erkenntnisse mit höherem Beweis-
wert zu erwarten. Folglich hat die Vorinstanz zu Recht auf die Aussagen anlässlich der Zeugen-
einvernahme vom 15. April 2020 abgestellt. Die entsprechenden Depositionen in Verbindung mit 
dem dokumentierten Zustand der Tiergehege sowie der Tatsache, dass sich die Berufungsklä-
gerinnen im Oktober 2018 im Kanton Freiburg aufhielten, lassen ihre Aussagen, wonach sie sich 
alle zwei bis drei Tage um die Tiere gekümmert hätten, als unglaubhaft erscheinen. Die vor-
instanzliche Beweiswürdigung ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.  
 
3.5. Die Berufungsklägerinnen bestreiten im Berufungsverfahren, dass eine Vernachlässi-
gung der Tiere zum Tod eines Wellensittichs und von zwei Bartagamen geführt habe. Es sei nicht 
erstellt, dass diese Tiere keines natürlichen Todes gestorben seien; das Strafgericht habe dies-
bezüglich den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Auch wenn eine bloss theoretische Möglich-

 
 
 

 
 
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keit existiert, dass die betreffenden Tiere altershalber gestorben sind, bestehen für das Kantons-
gericht in Berücksichtigung der tierärztlichen Stellungnahme vom 20. Mai 2019 (act. 235 f.) sowie 
der dokumentierten Tierhaltung keine ernst zu nehmenden Zweifel daran, dass eine Vernachläs-
sigung der elementarsten Bedürfnisse die unmittelbare und überwiegend wahrscheinliche Ursa-
che für das Versterben der tot aufgefundenen Tiere darstellt. Die Beweiswürdigung der Vor-
instanz erweist sich daher auch in diesem Punkt als zutreffend.  
 
3.6. In Bezug auf die Pflege und Haltung der Tiere im VW-Bus wird in der Berufungsbegrün-
dung vorgebracht, es sei auf die Vorgeschichte der Hunde zurückzuführen, dass sich diese bei 
ihrer Beschlagnahmung teilweise nicht in einem guten Zustand befunden hätten. Diesen Umstand 
habe das Strafgericht bei der Beweiswürdigung zu Unrecht ausser Acht gelassen. Gestützt auf 
die aktenkundigen, tierärztlichen Feststellungen (vgl. act. 125 ff.; 179 ff.; 375 ff.; Tierschutzakten, 
act. 82 [Beilage 8 zur Beschwerdebegründung vom 4. Februar 2018]) sowie die Berichte der Stif-
tung TBB Schweiz (act. 199 ff.) kann vorliegend mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, 
dass sich die Hunde sowohl in der Zeit vor dem Verlassen des Wohnortes der Berufungskläge-
rinnen als auch im Nachgang zur Beschlagnahmung und tierärztlichen Betreuung in einem er-
heblich besseren Allgemeinzustand präsentierten, als dies am 15. Oktober 2018 der Fall war. Es 
mag zutreffen, dass die Berufungsklägerinnen die Hunde teilweise aus schwierigen Situationen 
übernommen haben, doch kann die Vernachlässigung eines Tieres auch darin bestehen, dass 
man eine gebotene Behandlung unterlässt. Weiter ist erstellt und unbestritten, dass die Beru-
fungsklägerinnen am 7. August 2018 die Haltung ihrer neun Hunde auf der Tierdatenbank "Ami-
cus" zufolge Wegzugs ins Ausland für beendet erklärt und diese Tiere während mindestens 10 
Tagen in einem VW-Bus in Transportboxen gehalten haben (vgl. act. 119). Im Ergebnis kann den 
Erwägungen des Strafgerichts, wonach die Berufungsklägerinnen zwischen dem 8. August 2018 
und dem 15. Oktober 2018 ihre neun Hunde mindestens überwiegend betreut und dabei ihre 
grundlegenden Bedürfnisse hinsichtlich Pflege und Haltung vernachlässigt haben, gefolgt wer-
den.   
 
3.7.  In subjektiver Hinsicht ist die Vorinstanz zu Gunsten der Berufungsklägerinnen 
davon ausgegangen, dass sie mit ihrer Lebenssituation offensichtlich überfordert gewesen seien 
und generell ein Problem gehabt hätten, sich rechtzeitig von ihren Tieren zu trennen. Sie hätten 
sich der Tiere im Wohnhaus nicht entledigen wollen, doch hätten sie vor den Zuständen ihrer 
völlig unzureichenden Pflege die Augen verschlossen (E. I.3.3 des vorinstanzlichen Urteils). Vor 
dem Hintergrund dieser zutreffenden Erwägung geht das Strafgericht gleichwohl davon aus, dass 
die Berufungsklägerinnen den Tod der zurückgelassenen Tiere in Kauf genommen hätten. Dies-
bezüglich kommt das Berufungsgericht zu einer abweichenden Einschätzung. Aus der tierärztli-
chen Stellungnahme von Dr. med. vet. D.____ vom 13. Januar 2020 (act. 375 ff.) geht hervor, 
dass die Berufungsklägerinnen ihre Tiere in der Regel gemäss den Empfehlungen der Tierklinik 
hätten behandeln lassen. Auch hätten sie nie aufgrund von Kosten auf eine Behandlung verzich-
tet. Jedoch sei es ihnen oft schwergefallen, im richtigen Moment "loszulassen", und die Rat-
schläge zur Euthanasie bei weiterer Verschlechterung des Zustandes seien deshalb nicht befolgt 
worden. Sodann muss aufgrund des Zustandes der Liegenschaft sowie der Tiergehege geschlos-
sen werden, dass die Berufungsklägerinnen mit ihrer Lebenssituation generell stark überfordert 

 
 
 

 
 
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waren, was sich auch auf die Pflege und Betreuung ihrer Tiere ausgewirkt hat. Schliesslich zeigt 
das Verhalten der Berufungsklägerinnen in den Verfahren vor den Straf- und Tierschutzbehörden, 
dass sie die Verantwortung für ihre prekäre Lage und eine Gefährdung der Tiere externalisieren 
und ihre subjektive Wahrnehmung regelmässig den objektiven Gegebenheiten widerspricht. Aus 
den vorgenannten Umständen kann in Nachachtung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zu Guns-
ten der Berufungsklägerinnen geschlossen werden, dass sie in Verkennung des Sachverhalts 
nicht wahrgenommen haben, sie könnten mit ihrem Verhalten die in der Liegenschaft zurückge-
lassenen Tiere einem Todesrisiko aussetzten. Folglich geht das Kantonsgericht entgegen der 
Vorinstanz davon aus, dass die Berufungsklägerinnen den Tod der Tiere zufolge Vernachlässi-
gung nicht bewusst in Kauf genommen haben.   
 
4. Rechtliche Würdigung 

4.1.  
4.1.1. Den Tatbestand der Tierquälerei im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG erfüllt, wer ein 
Tier misshandelt, vernachlässigt, es unnötig überanstrengt oder dessen Würde in anderer Weise 
missachtet. Der Begriff des Vernachlässigens im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG ergibt sich 
indirekt aus Art. 6 Abs. 1 TSchG. Diese Norm verpflichtet eine Person, die ein Tier hält oder 
betreut, es angemessen zu nähren, zu pflegen und ihm die für sein Wohlergehen notwendige 
Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit nötig Unterkunft zu gewähren. Eine straf-
rechtlich relevante Vernachlässigung muss, wie die übrigen Tatbestandsvarianten der Bestim-
mung (Misshandlung, Überanstrengung), mit einer Missachtung der Würde des Tieres einherge-
hen, ansonsten nicht von einer Tierquälerei durch Vernachlässigung gesprochen werden kann. 
Von einer Missachtung der Würde ist auszugehen, wenn das Wohlergehen des Tieres beein-
trächtigt ist, weil Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst nicht vermieden werden (vgl. Art. 3 lit. 
a und b Ziff. 4 TSchG sowie Art. 4 Abs. 2 TSchG). Ob der Tatbestand der Tierquälerei durch 
Vernachlässigung erfüllt ist, beurteilt sich bei der unterlassenen Pflege eines kranken Tieres in 
erster Linie nach dem Krankheitsbild. Die Tierquälerei durch Vernachlässigung im Sinne von 
Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG ist nicht ein abstraktes Gefährdungsdelikt, sondern ein Erfolgsdelikt 
(BGer Urteil 6B_635/2012 vom 14. März 2013, E. 3). Wer ein Tier zufolge Vernachlässigung 
qualvoll sterben lässt, erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. b 
TSchG. Handelt der Täter dabei vorsätzlich, wird er mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe bestraft (Art. 26 Abs. 1 TSchG). Die fahrlässige Tatbegehung ist mit Geldstrafe bis zu 
180 Tagessätzen bedroht (Art. 26 Abs. 2 TSchG). Soweit Art. 26 TSchG nicht anwendbar ist, wird 
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a mit Busse bis zu CHF 20'000.– bestraft, wer vorsätzlich Vorschriften 
über die Tierhaltung missachtet. Bei Fahrlässigkeit ist die Strafe Busse bis zu CHF 10'000.– 
(Art. 28 Abs. 2 TSchG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB, SR 
311.0]). Sodann wird mit Busse bestraft, wer als Halter seinen Hund vorsätzlich nicht in einer 
zentralen Datenbank registrieren lässt. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Busse bis 
zu CHF 5'000.– (Art. 48 Abs. 1 lit. a TSG i.V.m. Art. 30 Abs. 2 TSG).  
 
4.1.2. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen 
ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf 

 
 
 

 
 
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nimmt. Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus 
pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 
die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen 
und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 2 und 3 StGB). Ein Ver-
halten ist sorgfaltswidrig und damit fahrlässig, wenn der Täter im Zeitpunkt der Tat aufgrund der 
Umstände sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten die damit bewirkte Gefährdung der Rechts-
güter des Opfers hätte erkennen können und müssen, und wenn er zugleich die Grenzen des 
erlaubten Risikos überschritten hat. Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, 
bestimmt sich das Mass der dabei zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschrif-
ten. Wurde die nach den Umständen geforderte Sorgfalt nicht aufgewendet, ist anhand der per-
sönlichen Verhältnisse zu überprüfen, ob neben der objektiven auch die subjektive Sorgfalts-
pflicht verletzt wurde. Es wird danach gefragt, was ein gewissenhafter und besonnener Mensch 
mit der Ausbildung und den individuellen Fähigkeiten der beschuldigten Person in der fraglichen 
Situation getan oder unterlassen hätte. Es kommt mithin auf die individuelle Voraussehbarkeit 
des Erfolgs an. Voraussetzung der Strafbarkeit ist ferner die Vermeidbarkeit des Erfolgs. Be-
herrschbar ist ein Geschehensablauf nur, wenn der Täter die Fähigkeit hat, das mit seinem Ver-
halten verbundene Risiko auszuschalten, sei es durch entsprechende Vorsichtsmassnahmen 
oder durch Unterlassen der riskanten Handlung. Auch hier kommt es auf die individuellen Fähig-
keiten des Täters an (BGer Urteil 6B_516/2009 vom 3. November 2009, E. 3.3.1). 
 
4.1.3.  Bei Fahrlässigkeitsdelikten müssen in der Anklageschrift sämtliche Umstände aufge-
führt werden, aus denen sich die Pflichtwidrigkeit des vorgeworfenen Verhaltens sowie die Vor-
hersehbarkeit und die Vermeidbarkeit des eingetretenen Erfolges ergeben sollen (BGE 116 Ia 
455, E. 3; BGE 120 IV 348 E. 3.c). Dies folgt aus dem Anklagegrundsatz, wonach die Anklage-
schrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens bestimmt (Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 Abs. 2 
und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Die dem Beschuldigten zur Last 
gelegten Delikte sind so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver 
Hinsicht genügend konkretisiert sind. Die beschuldigte Person muss aus der Anklage ersehen 
können, welcher konkreter Handlungen sie beschuldigt ist und wie ihr Verhalten rechtlich qualifi-
ziert wird, damit sie ihre Verteidigung richtig vorbereiten kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst 
an der Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (BGer Urteil 
6B_1452/2019 vom 25. September 2020, E. 1.2, m.w.H.). 
 
4.1.4. Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vor-
sätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Haupt-
beteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des kon-
kreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm 
steht oder fällt. Das blosse Wollen der Tat, der subjektive Wille allein, genügt zur Begründung 
von Mittäterschaft nicht. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen 
Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Mittäterschaft setzt unter anderem 
einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, wobei dieser nicht ausdrücklich bekundet werden 
muss. Es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht erforderlich, dass der 

 
 
 

 
 
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Mittäter bei der Entschlussfassung mitwirkt, sondern es reicht aus, dass er sich später den Vor-
satz seiner Mittäter zu eigen macht. Wenn die Rechtsprechung angenommen hat, Mittäterschaft 
könne auch darin liegen, dass einer der Teilnehmer massgeblich bei der Entschliessung oder 
Planung des Deliktes mitgewirkt hat, so darf daraus nicht geschlossen werden, Mittäterschaft sei 
ausschliesslich möglich, wenn die Tat im Voraus geplant und aufgrund eines vorher gefassten 
gemeinsamen Tatentschlusses ausgeführt wurde (BGE 120 IV 265, E. 2.c.aa; WOHLERS/ 
GODENZI/SCHLEGEL, Handkommentar StGB, 4. A. 2020, vor Art. 24 ff. N 5; FORSTER, Basler Kom-
mentar StGB, 4. A. 2019, vor Art. 24 N 13 ff.). Mittäterschaft setzt in subjektiver Hinsicht den Vor-
satz der Beteiligung an der Tat voraus. Ist ein solcher (Eventual-)Vorsatz nicht nachweisbar, bleibt 
nur die fahrlässige Täterschaft, welche überwiegend als "fahrlässige Nebentäterschaft" bezeich-
net wird. Soweit sich mehrere Personen sorgfaltswidrig verhalten und bei einem Erfolgsdelikt 
nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, welche Handlung oder Unterlassung für den Tater-
folg kausal war, wird für die strafbare Beteiligung an diesem kollektiven Fahrlässigkeitsdelikt der 
gemeinsame Beschluss einer sorgfaltswidrigen Handlung vorausgesetzt (FORSTER, a.a.O., N 21 
ff.; BGE 113 IV 58; BGE 143 IV 361).  
 
4.2. 
4.2.1. In Bezug auf den objektiven Tatbestand der angeklagten Vergehen gegen das Tier-
schutzgesetz kann zunächst auf die zutreffenden Erwägungen des vorinstanzlichen Urteils (E.II) 
verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die zahlreichen Verletzungen von Vorschriften über die 
Tierhaltung führen sowohl hinsichtlich der im Haus zurückgelassenen als auch der im VW-Bus 
gehaltenen Tiere in ihrer Gesamtheit zu einer Missachtung der Würde der Tiere, die mit Schmer-
zen oder Leiden verbunden ist, womit eine objektiv tatbestandsmässige Vernachlässigung 
(Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG) vorliegt. Bezüglich der verstorbenen Bartagamen und des verstorbe-
nen Wellensittichs ist von einer qualvollen Tötung zufolge Vernachlässigung im Sinne von 
Art. 26 Abs. 1 lit. b TSchG bzw. Art. 26 Abs. 2 TSchG auszugehen. Betreffend die vier nachträg-
lich euthanasierten Wellensittiche ist nebst der Vernachlässigung keine Tötung gegeben, zumal 
der Tod nicht unmittelbar durch ein Handeln oder Unterlassen der Berufungsklägerinnen herbei-
geführt wurde.  
 
4.2.2. Wie vorstehend (E. II.3.7) ausgeführt, geht das Kantonsgericht hinsichtlich der Tötung 
der Tiere in Abweichung der Vorinstanz nicht von einem eventualvorsätzlichen Verhalten im 
Sinne von Art. 12 Abs. 2 StGB aus. Es ist folglich zu prüfen, ob die Berufungsklägerinnen den 
Tatbestand der fahrlässigen Tierquälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 26 Abs. 2 TSchG 
erfüllt haben. Mit Blick auf das Anklageprinzip kann vorab festgestellt werden, dass die Anklage-
schrift vom 23. April 2020 den Berufungsklägerinnen in erster Linie ein mittäterschaftliches und 
eventualvorsätzliches Handeln vorwirft. Zugleich wird in der Anklage (S. 5) jedoch explizit festge-
halten, dass die Berufungsklägerinnen den ihnen als Tierhalterinnen obliegenden Pflichten nicht 
nachgekommen seien. Sie hätten den elementaren Bedürfnissen ihrer Tiere nach Nahrung und 
Wasser sowie einer angemessenen Unterbringung keine Rechnung getragen und ihre Pflichten 
verletzt, die Käfige und Terrarien tierschutzkonform auszustatten, kranken und verletzten Tieren 
die notwendige tierärztliche Betreuung zukommen zu lassen, sie ihrem Zustand entsprechend 
unterzubringen, zu pflegen oder zur Linderung unnötigen Leids töten zu lassen. Weiter werden 

 
 
 

 
 
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die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der Tierschutzverordnung, welche die entspre-
chenden Verhaltenspflichten normieren, aufgeführt. Sodann geht aus der Anklage hinreichend 
klar hervor, dass die Vernachlässigung und der daraus resultierende Tod der Tiere hätten ver-
mieden werden können, wenn die Berufungsklägerinnen den vorgenannten Pflichten nachge-
kommen wären. Die Vorhersehbarkeit des Versterbens der Tiere zufolge Vernachlässigung ergibt 
sich schliesslich aus dem Vorwurf des eventualvorsätzlichen Verhaltens. Damit konnten die Be-
rufungsklägerinnen auch für eine fahrlässige Tatbegehung aus der Anklage ersehen, welcher 
konkreter Handlungen sie beschuldigt sind. Die strafrechtlich vorzuwerfende Sorgfaltswidrigkeit 
ergibt sich vorliegend aus der mehrfachen Missachtung tierschutzrechtlicher Normen, wobei dies-
bezüglich auf die Erwägungen des Strafgerichts (E.II.3 des vorinstanzlichen Urteils) verwiesen 
werden kann. Weiter ist – wie der Vorderrichter ebenfalls zutreffend erwogen hat (vgl. E.II.1 und 
II.2b des vorinstanzlichen Urteils) – davon auszugehen, dass die Haltereigenschaft hinsichtlich 
aller Tiere über den gesamten angeklagten Zeitraum hinweg beiden Berufungsklägerinnen zu-
kam und sie stets als gemeinsame Halterinnen auftraten sowie gemeinschaftlich handelten. Zu-
mal beide Berufungsklägerinnen gleichermassen für das Wohl ihrer Tiere und die Einhaltung der 
tierschutzrechtlichen Normen verantwortlich waren, braucht die Figur des kollektiven Fahrlässig-
keitsdelikts nicht näher geprüft zu werden. Die Berufungsklägerinnen haben vorliegend als Tier-
halterinnen elementare Sorgfaltspflichten missachtet, indem sie in ihrer Liegenschaft sieben Zeb-
rafinken, acht Wellensittiche und drei Bartagamen zurückliessen, ohne diese Tiere in den Mona-
ten August bis Oktober 2018 regelmässig mit Futter und frischem Wasser zu versorgen. Ausser-
dem haben sie die Reinigung der Gehege der Vögel und Bartagamen während längerer Zeit ver-
nachlässigt, so dass die schlechten hygienischen Zustände ein gesundheitliches Risiko für die 
Tiere darstellten. Es war vorhersehbar, dass die Aufrechterhaltung dieser Situation über mehrere 
Monate hinweg letztlich zum Versterben der Tiere führen könnte. Hätten die Berufungsklägerin-
nen die Tiere regelmässig gefüttert und getränkt sowie die Gehege hinreichend sauber gehalten, 
wäre der Tod des Wellensittichs und von zwei Bartagamen mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit vermieden worden. Die Berufungsklägerinnen haben diese Umstände angesichts 
der allgemeinen Überforderung mit ihrer persönlichen Lebenssituation nicht erkannt, obschon sie 
sich als Tierhalterinnen mit theoretischen Kenntnissen in der Tierpflege der akuten Gefahrensi-
tuation und des Todesrisikos hätten bewusst sein müssen. Damit haben sie den Tatbestand der 
fahrlässigen Tierquälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 26 Abs. 2 TSchG erfüllt.  
 
4.2.3. In Bezug auf die Vernachlässigung gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG ist das Strafgericht 
zu Recht davon ausgegangen, dass den Berufungsklägerinnen ein mittäterschaftliches und min-
destens eventualvorsätzliches Verhalten vorzuwerfen ist (vgl. E. II.2 und II.3 des vorinstanzlichen 
Urteils). Als Tierhalterinnen mit theoretischen Kenntnissen in der Tierpflege waren ihnen die 
grundlegenden Bedürfnisse der Tiere hinsichtlich Fütterung, Pflege, medizinischer Betreuung so-
wie Unterbringung bekannt. Dennoch haben sie sich gemeinschaftlich dafür entschieden, die Vö-
gel und Bartagamen in der Liegenschaft zurück zu lassen, ihre neun Hunde sowie die Katze in 
einem VW-Bus zu halten und den Tieren dabei nicht die hinreichende Pflege und medizinische 
Versorgung zukommen zu lassen. Mit diesem Verhalten haben sie mehrfach Bestimmungen des 
Tierschutzgesetzes und der Tierschutzverordnung missachtet. Diese Zuwiderhandlungen gehen 
grundsätzlich im Tatbestand der Vernachlässigung gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG auf und 

 
 
 

 
 
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fallen daher nicht unter die subsidiäre Strafnorm von Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG. Eine Ausnahme 
gilt vorliegend einzig für die Haltung der neun Hunde sowie der Katze in Boxen, welche den Er-
fordernissen von Anhang 1, Tabellen 10 und 11 der Tierschutzverordnung (TSchV, SR 455.1) 
nicht entsprechen. Dieses Verhalten steht nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der 
Vernachlässigung, weshalb der vorinstanzliche Schuldspruch wegen mehrfacher Missachtung 
von Vorschriften über die Tierhaltung gemäss Art. 28 Abs. 1 lit a TSchG in diesem Punkt nicht zu 
beanstanden ist. Schliesslich kann hinsichtlich der Verletzung des TSG durch Abmeldung der 
Hunde in der Tierdatenbank auf die zutreffende E. II.4 des strafgerichtlichen Urteils verwiesen 
werden.  
 
4.3.  Im Ergebnis sind die vorinstanzlichen Schuldsprüche wegen mehrfacher Tierquälerei 
(Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG), mehrfacher Missachtung von Vorschriften über die Tierhaltung 
(Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG) sowie Widerhandlung gegen das Tierseuchengesetz (Art.  48 Abs. 1 
lit. a TSG) in Abweisung der Berufung zu bestätigen. In teilweiser Gutheissung der Berufung 
werden die Berufungsklägerinnen nunmehr der mehrfachen fahrlässigen Tierquälerei (Art. 26 
Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 26 Abs. 2 TSchG) schuldig erklärt, weshalb das vorinstanzliche Urteil in 
diesem Punkt aufzuheben und entsprechend abzuändern ist.  
 
5. Strafzumessung 

5.1. 
5.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung 
oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Be-
weggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 
und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 
(Abs. 2). Demgegenüber ist das Verschulden für die Wahl der Sanktionsart nicht von Relevanz. 
Massgebliche Kriterien bilden hier die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Täter und sein 
soziales Umfeld sowie die präventive Effizienz (BGE 134 IV 97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). 
 
5.1.2. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem 
eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in peius" muss 
sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren ge-
wichtet hat (vgl. BGer Urteil 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). 
 
5.1.3. Bei der Bestimmung des konkreten Verschulens wird praxisgemäss zwischen einer Tat- 
und einer Täterkomponente unterschieden (vgl. WIPRÄCHTIGER/KELLER, Basler Kommentar 
StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 86). Die Tatkomponente umfasst sowohl objektive wie subjektive 
Modalitäten des Delikts. Auf der objektiven Seite steht an erster Stelle das Ausmass des ver-
schuldeten Erfolges (Modalitäten der Tatbegehung). Bei der Schwere der Verletzung oder Ge-
fährdung des betroffenen Rechtsguts geht es um Rang und Ausmass der Beeinträchtigung sowie 

 
 
 

 
 
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um das Mass der Abweichung von einer allgemeinen Verhaltensnorm. Weiter ist die Verwerflich-
keit des Handelns zu werten. Was die subjektive Seite der Tat betrifft, ist die Willensrichtung, mit 
welcher der Täter gehandelt hat, von elementarer Bedeutung. Dabei stellt die massgebende In-
tensität des deliktischen Willens auf die Wiederholung und Dauer des strafbaren Verhaltens so-
wie die Hartnäckigkeit in der fortgeführten Delinquenz ab. Hierbei wird dem direkten Vorsatz 
grösseres Gewicht beigemessen als dem Eventualdolus. Die Beweggründe und Ziele des Täters 
sind dahingehend zu werten, dass die Delinquenz umso schwerer wiegt, je grösser das Missver-
hältnis zwischen dem vom Täter verfolgten und dem von ihm dafür aufgeopferten Interesse ist. 
So ist insbesondere egoistisches und rücksichtsloses Verhalten erschwerend zu berücksichtigen 
(vgl. WOHLERS/GODENZI/SCHLEGEL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 4. A., 
2020, Art. 47 N 7 ff., m.w.H.). Dem subjektiven Tatverschulden kommt bei der Strafzumessung 
eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55, E. 5.4). Die Täterkomponente umfasst das Vorle-
ben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, wo-
bei auch das Mass der Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden muss, ins 
Gewicht fällt. In Bezug auf das Vorleben sind praxisgemäss insbesondere die Vorstrafen des 
Täters von Belang. Für die persönlichen Verhältnisse sind die Situation des Täters im Zeitpunkt 
der Tat und seine Strafempfindlichkeit relevant. Unter die persönlichen Verhältnisse sind die Fak-
toren Alter, Gesundheitszustand, Vorbildung, Stellung im Beruf, intellektuelle Fähigkeiten, indivi-
duelle Widerstandskraft, besondere Pflichten, familiäre und sonstige persönliche Beziehungen, 
Nationalität, je nach Deliktsart auch sexuelle Neigungen oder politische Überzeugungen zu sub-
sumieren. Das Verhalten des Täters nach der Tat und im Strafverfahren ist zu beachten, soweit 
es nicht bereits im Zusammenhang mit einer Strafmilderung nach Art. 48 lit. d StGB berücksichtigt 
wurde. Als entlastende Umstände gelten hier insbesondere das Geständnis und die bereitwillige 
Mitwirkung bei den behördlichen Ermittlungen sowie das aufrichtige Bereuen der begangenen 
Straftat. Die Schwere des mit der Strafe zugefügten Übels kann auch von der persönlichen Situ-
ation des Verurteilten abhängen. So spielen beispielsweise Alter und Gesundheit eine Rolle für 
die Strafempfindlichkeit und können strafmindernd gewertet werden (vgl. WOHLERS/GODENZI/ 
SCHLEGEL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 4. A., 2020, Art. 47 N 13 ff., 
m.w.H.). Mit Blick auf die Strafempfindlichkeit und das Beschleunigungsgebot ist schliesslich zu 
berücksichtigen, dass eine lange Verfahrensdauer die Reduktion der Strafe rechtfertigen kann 
(vgl. BGE 143 IV 373, E. 1.3 und 1.4, m.w.H.). 
 
5.1.4. Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung die für die Zumessung 
der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Auch die Wahl der 
Sanktionsart ist zu begründen (vgl. BGer Urteil 6B_449/2011 vom 12. September 2011, E. 3.6.1).  
Das Gericht hat im Urteil darzulegen, welche verschuldensmindernden und welche verschuldens-
erhöhenden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des 
Tatverschuldens zu gelangen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, 
in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss 
nicht auf Umstände ausdrücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre 
– bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet (BGer 
Urteil 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen 
oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 

 
 
 

 
 
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136 IV 55, E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die 
Gesamteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer 
Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, 
sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden 
entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. Die so ermittelte 
Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponen-
ten verändert werden (BGE 136 IV 55, E. 5.7).  
 
5.1.5. Ausgangsbasis der Strafzumessung ist der Strafrahmen für die jeweiligen Delikte ge-
mäss den Bestimmungen des Besonderen Teils des StGB, wobei die für die einzelnen Strafarten 
vorgesehenen Minimal- und Maximalstrafen (vgl. Art. 34 ff. StGB) zu berücksichtigen sind. Nach 
der Konzeption des geltenden Sanktionenrechts stellt die Geldstrafe die Hauptsanktion dar. Frei-
heitsstrafen sollen nur dann verhängt werden, wenn der Staat keine anderen Mittel hat, die  
öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alter-
nativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen 
im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffe-
nen eingreift. Die Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe die weniger eingriffsintensive Sank-
tion und gilt somit als mildere Strafe (vgl. BGE 134 IV 97, E. 4.2.2, m.w.H.). Das Gericht kann 
statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn in Anbetracht der einschlägigen 
Vorstrafen des Täters und seiner Ungerührtheit gegenüber dem hiesigen Straf- und Vollzugssys-
tem davon auszugehen ist, dass nicht eine Geldstrafe, sondern nur eine Freiheitsstrafe als ange-
messene und zweckmässige Sanktion in Frage kommt (vgl. BGer Urteil 6B_782/2011 vom 
3. April 2012, E. 4.1). In diesen Fällen bedarf die Freiheitsstrafe von Gesetzes wegen einer nä-
heren Begründung (Art. 41 Abs. 2 StGB). Soweit eine Geldstrafe auszusprechen ist, sind nach 
Art. 34 StGB zunächst das Verschulden des Täters und die dem Verschulden entsprechende 
Anzahl Tagessätze zu bestimmen. In einem zweiten Schritt wird die Höhe des Tagessatzes fest-
gesetzt, wobei das Gericht diese aufgrund der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des 
Täters zum Zeitpunkt des Urteils bemisst. Der Gesamtbetrag der Geldstrafe ergibt sich aus der 
Multiplikation von Zahl und Höhe der Tagessätze. 
 
5.1.6. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 
gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und 
erhöht sie angemessen (Asperationsprinzip). Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten 
Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und es ist an das gesetzliche Höchstmass der Strafart 
gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Das Asperationsprinzip greift nur dort, wo mehrere gleichartige 
Strafen ausgesprochen werden. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen (BGE 138 
IV 120, E. 5.2, m.w.H.). Die Voraussetzungen für eine Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 
StGB sind folglich nur dann erfüllt, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Norm-
verstoss eine gleichartige Strafe ausfällen würde. Dass die anzuwendenden Strafbestimmungen 
abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht. Die Ausfällung einer Einheitsstrafe im Sinne 
einer Gesamtbetrachtung aller zu beurteilenden Delikte ist nicht möglich (BGE 144 IV 217, E. 2 
und E. 3). In einem ersten Schritt hat das Gericht, unter Einbezug aller straferhöhenden und straf-
mindernden Umstände, gedanklich eine Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen. In 

 
 
 

 
 
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einem zweiten Schritt hat es diese Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten zu einer 
Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei es ebenfalls den jeweiligen Umständen Rechnung zu tragen hat 
(BGer Urteil 6B_475/2011 vom 30. Januar 2012, E. 1.2, m.w.H.). Zur Bildung der Einsatzstrafe 
ist vom abstrakt schwersten Delikt auszugehen. Massgebend sind hierfür die Qualifikation als 
Verbrechen, Vergehen oder Übertretung sowie das Höchst- und das Mindestmass der angedroh-
ten Strafe (ACKERMANN, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 49 N 116, m.w.H.). Sofern für 
mehrere Delikte derselbe Strafrahmen gilt, erscheint es sinnvoll, von derjenigen Straftat auszu-
gehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (MATHYS, Leitfaden Strafzumes-
sung, 2. A. 2019, N 485). Das Gericht hat für jedes zu beurteilende Delikt das Strafmass und die 
Art der Strafe zu bestimmen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass jeder Strafart gebun-
den. Es kann eine Geldstrafe mithin nicht in eine Freiheitsstrafe umwandeln, weil die Höhe der 
ersteren zusammen mit einer weiteren hypothetischen Geldstrafe (für eine gleichzeitig zu beur-
teilende Tat) das in Art. 34 Abs. 1 StGB festgesetzte Höchstmass überschreitet. Erkennt das 
Gericht an Stelle einer Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe, hat es diese Wahl näher zu begründen 
(BGE 144 IV 217 E. 4.1 und E. 4.3; BGE 144 IV 313, E. 1). Bei der Bemessung der Gesamtstrafe 
müssen die einzelnen Straftaten innerhalb des (allenfalls erweiterten) Strafrahmens gesamthaft 
gewürdigt werden. Dabei sind namentlich das Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr 
Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbstständigkeit sowie die Gleichheit oder Ver-
schiedenheit der verletzten Rechtsgüter und die Begehungsweisen zu berücksichtigen. Der Ge-
samtschuldbeitrag des einzelnen Deliktes wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die 
Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (BGE 144 IV 217 
E. 3.5.4). Weil im Rahmen einer Gesamtstrafenbildung die Tat mit der abstrakt höchsten Straf-
androhung die Einsatzstrafe bildet, muss die Gesamtstrafe als erhöhte Einsatzstrafe einerseits 
die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststrafe für das schwerste Delikt (um mindestens eine 
Strafeinheit) überschreiten und darf andererseits nicht niedriger ausfallen als die höchste ver-
wirkte Einzelstrafe. Umgekehrt ist zu beachten, dass die fakultative Strafschärfung, d.h. die Mög-
lichkeit, das Höchstmass der angedrohten schwersten Strafe um maximal die Hälfte im Rahmen 
des gesetzlichen Höchstmasses zu erhöhen, dem Umstand Rechnung trägt, dass mehrere De-
likte gleichzeitig beurteilt werden. Sie kommt aber auch bei Tatmehrheit nur zur Anwendung, 
wenn aufgrund der Anzahl und Höhe der Einzelstrafen innerhalb des ordentlichen Strafrahmens 
der schwersten Tat keine schuldangemessene Strafe mehr ausgesprochen werden kann (BGE 
142 IV 265, E. 2.4.5, m.w.H.). 
 
5.1.7. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer 
anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der Täter 
nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden 
wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Diese Bestimmung will im Wesentlichen das in Art. 49 Abs. 1 StGB 
verankerte Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleisten. Der Täter, der 
mehrere gleichartige Strafen verwirkt hat, soll nach einem einheitlichen Prinzip der Strafschärfung 
beurteilt werden, unabhängig davon, ob die Verfahren getrennt durchgeführt werden oder nicht 
(BGE 142 IV 265, E. 2.3.1, m.w.H.). Sind Delikte zu beurteilen, die teils vor, teils nach einer 
rechtskräftigen früheren Verurteilung begangen wurden, so prüft das Gericht in einem ersten 
Schritt, ob für die vor dem Ersturteil begangenen Taten in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB 

 
 
 

 
 
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eine Zusatzstrafe zu bemessen ist, während in einem zweiten Schritt für die späteren Taten eine 
unabhängige Gesamt- oder Einzelstrafe festgesetzt werden muss. In einem dritten Schritt werden 
die Strafen für die vor dem Ersturteil begangenen Delikte und jene für die neuen Taten kumuliert 
(vgl. BGE 145 IV 1 [= Pra 12/2019, Nr. 137], E. 1). Auch in Fällen retrospektiver Konkurrenz ist 
analog zu Art. 49 Abs. 1 StGB zu beachten, dass die Bildung einer Gesamtstrafe nur bei gleich-
artigen Sanktionen in Betracht kommt, während ungleichartige Strafen kumulativ auszufällen 
sind. Sodann darf das Zweitgericht im Rahmen der Gesamtstrafenbildung nicht auf eine rechts-
kräftig ausgefällte Sanktion zurückkommen, indem es diese nachträglich abändert oder ver-
schärft. Die Zusatzstrafe ist die infolge Asperation mit der Grundstrafe des Ersturteils reduzierte 
Strafe für die neu zu beurteilenden Taten. Das Zweitgericht hat zunächst sämtliche Einzelstrafen 
für die von ihm neu zu beurteilenden Taten zu bemessen und benennen. Aus dem Urteil muss 
hervorgehen, welche Einzelstrafen für die verschiedenen Straftaten festgesetzt werden und wel-
che Strafzumessungsgründe für jede Einzelstrafe massgebend waren. Sind die Voraussetzungen 
für die Bildung einer Zusatzstrafe gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB gegeben, ist zu unterscheiden, ob 
die vom Erstgericht ausgefällte Grundstrafe oder die neu zu beurteilenden Delikte die abstrakt 
schwerste Straftat enthalten. Im ersten Fall ist die Grundstrafe aufgrund der Einzelstrafen der neu 
zu beurteilenden Delikte angemessen zu erhöhen. Anschliessend ist von der gedanklich gebilde-
ten Gesamtstrafe die Grundstrafe abzuziehen, was die Zusatzstrafe ergibt. Liegt umgekehrt der 
Einzel- oder Gesamtstrafe der neu zu beurteilenden Taten die schwerste Straftat zugrunde, ist 
diese um die Grundstrafe angemessen zu erhöhen. Die infolge Asperation eintretende Reduzie-
rung der rechtskräftigen Grundstrafe ist von der Strafe für die neu zu beurteilenden Delikte abzu-
ziehen und ergibt die Zusatzstrafe. Bilden die Grundstrafe und die Strafe für die neu zu beurtei-
lenden Delikte jeweils Gesamtstrafen, hat das Zweitgericht der beidseitig erfolgten Asperation bei 
der Bemessung der Zusatzstrafe Rechnung zu tragen (vgl. BGE 142 IV 265, E. 2, m.w.H.).  
 
5.2.  
5.2.1. Weil die Berufungsklägerinnen als Tierhalter gleichermassen für die Einhaltung der ge-
botenen Sorgfalt hinsichtlich Unterbringung, Betreuung und Pflege ihrer Tiere verantwortlich wa-
ren und in Bezug auf die vorsätzlich begangenen Delikte mittäterschaftlich handelten, kann die 
Strafzumessung mit Blick auf die Tatkomponenten vorliegend für beide Berufungsklägerinnen 
gemeinsam erfolgen. Es sind sowohl mehrere Vergehen (Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG, Art. 26 Abs. 
1 lit. b i.V.m. Art. 26 Abs. 2 TSchG) als auch mehrere Übertretungen (Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG, 
Art. 48 Abs. 1 lit. a TSG) zu beurteilen, weshalb mangels Gleichartigkeit der angedrohten Sank-
tionen jede Deliktskategorie separat zu beurteilen ist. Für die Vergehenstatbestände gemäss 
Art. 26 TSchG kann vorab festgehalten werden, dass weder das Verschulden hinsichtlich der 
einzelnen Delikte noch gewichtige spezialpräventive Gründe für das Ausfällen einer Freiheits-
strafe sprechen (vgl. Art. 41 StGB). Daher kann für diese Delikte in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 
StGB eine Gesamtstrafe gebildet werden, die in Form einer Geldstrafe zu vollziehen ist.  
 
5.2.2. Die Berufungsklägerin 1 wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
vom 12. Juni 2018 wegen Nichtabgabe von Ausweisen bzw. Kontrollschildern gemäss Art. 97 
Abs. 1 lit. a des Strassenverkehrsgesetzes (SVG, SR 741.01) zu einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu CHF 60.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer 

 
 
 

 
 
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Busse von CHF 300.– verurteilt. Die Berufungsklägerin 2 wurde mit Strafbefehl der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft vom 4. September 2018 wegen desselben Delikts zu einer bedingt voll-
ziehbaren Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu CHF 30.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie 
zu einer Busse von CHF 200.– verurteilt. Die Anklage bezieht sich vorliegend auf den Zeitraum 
vom 7. August 2018 bis zum 15. Oktober 2018. Für die Berufungsklägerin 2 liegt damit ein Fall 
von teilweiser, retrospektiver Konkurrenz vor. Die Abmeldung der Hunde erfolgte am 7. August 
2018 und mithin vor Eröffnung des vorgenannten Strafbefehls. Die Übertretung des Tierschutz-
gesetzes durch Verwendung zu kleiner Hundeboxen erfolgte dagegen spätestens am 5. Oktober 
2018 und daher nach dem Ersturteil. Was die weitere Verletzung von Bestimmungen des Tier-
schutzgesetzes betrifft, so ist davon auszugehen, dass sie in ihrer Gesamtheit die Schwelle zur 
Tierquälerei im Sinne von Art. 26 TSchG erst nach Eröffnung des Strafbefehls vom 4. September 
2018 überschritten haben, weshalb die damit zusammenhängenden Übertretungen vom Verge-
henstatbestand konsumiert werden. Für diese Delikte, deren Strafe kumulativ zu den Übertre-
tungsbussen hinzutritt, liegt daher kein Fall der retrospektiven Konkurrenz vor. Folglich ist für die 
Berufungsklägerin 2 die Busse betreffend Übertretung von Art. 48 Abs. 1 lit. a TSG als teilweise 
Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 4. September 2018 
zu bemessen.  
 
5.2.3. Das Vorsatzdelikt von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder Geldstrafe bedroht und wiegt damit abstrakt schwerer als das Fahrlässigkeitsdelikt im Sinne 
von Art. 26 Abs. 2 TschG, welches mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen sanktioniert wird. Weil 
die Berufungsklägerinnen mehrere Tiere über den identischen Zeitraum hinweg in gleicher Art 
und Weise vernachlässigten, ist es vorliegend nicht möglich, die Einsatzstrafe für eine konkrete 
Einzeltat festzulegen. Sie muss in solchen Konstellationen im Sinne einer Gesamtbetrachtung 
als Einheitsstrafe bemessen werden, weil sich innerhalb eines Handlungskomplexes die Beein-
trächtigung mehrerer Rechtsgüter wertungsmässig nicht aufschlüsseln lässt. Konkret wiegt die 
mehrfache Vernachlässigung der im Wohnhaus zurückgelassenen Tiere schwerer als jene der 
Hunde, welche vorübergehend im VW-Bus gehalten wurden. Folglich ist die Einsatzstrafe für ers-
tere, vorsätzliche Vernachlässigung zu bemessen. Die Berufungsklägerinnen fütterten und tränk-
ten die Vögel sowie die Bartagame während rund dreier Monate nur unzureichend, womit sie ihre 
elementaren Bedürfnisse nach Nahrung und Wasser arg vernachlässigten. Zugleich beliessen 
sie die Gehege in einem hygienisch derart bedenklichen Zustand, dass sie die Gesundheit der 
darin gehaltenen Tiere gefährdeten. In der Folge setzten sie die Vögel und die Bartagame über 
einen längeren Zeitraum hinweg dem hohen Risiko aus, an Hunger, Durst oder Krankheiten zu 
leiden und letztlich daran zu versterben. Dieses Verhalten spricht angesichts der Dauer des Zu-
standes sowie der Anzahl vernachlässigter Tiere für ein mittleres Verschulden. In subjektiver Hin-
sicht fällt dagegen strafmindernd ins Gewicht, dass die Berufungsklägerinnen die Tiere nicht 
gänzlich ihrem Schicksal überliessen, sondern sich wenigstens darum bemühten, sie sporadisch 
mit neuem Futter und Wasser zu versorgen. Weiter folgt aus der tierärztlichen Stellungnahme 
von Dr. med. vet. D.____ vom 13. Januar 2020 (act. 375 ff.), dass die Berufungsklägerinnen nie 
aufgrund von Kosten auf eine Behandlung verzichtet hätten, jedoch sei es ihnen oft schwergefal-
len, im richtigen Moment "loszulassen", und die Empfehlungen zur Euthanasie bei weiterer Ver-
schlechterung des Zustandes seien deshalb nicht befolgt worden. Daraus ist zu schliessen, dass 

 
 
 

 
 
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sich die Berufungsklägerinnen um die Pflege ihrer Tiere – wenn auch unzureichend – persönlich 
bemühten und das Ausmass des objektiven Taterfolgs angesichts ihrer allgemeinen Überforde-
rung mit der Lebenssituation sowie aus emotionalen Gründen nicht gänzlich erkannten. Die be-
wusste Missachtung von Vorschriften über die Tierhaltung geht vorliegend einher mit einer fal-
schen Einschätzung der daraus resultierenden Folgen. In Berücksichtigung des Umstandes, dass 
dem subjektiven Tatverschulden bei der Strafzumessung eine entscheidende Rolle zukommt, 
drängt sich im Ergebnis eine Sanktion im unteren Bereich des Strafrahmens auf. Das Gericht 
erachtet eine Einsatzstrafe von 100 Tagessätzen als verschuldensangemessen.   
 
5.2.4. Hinsichtlich der Vernachlässigung der Hunde wiegt das Verschulden der Berufungsklä-
gerinnen mit Blick auf die denkbaren Tatvarianten des Art. 26 Abs. 1 lit. a TschG sowohl in ob-
jektiver als auch in subjektiver Hinsicht leicht. Selbst wenn die mehrfache Verletzung von Vor-
schriften über die Pflege der Tiere in ihrer Gesamtheit objektiv als tatbestandsmässige Vernach-
lässigung zu werten ist, resultierten daraus keine schwerwiegenden Beeinträchtigungen bezüg-
lich der Würde und des Wohls der Tiere. In subjektiver Hinsicht kann zunächst auf das vorstehend 
(E. II.5.2.3) Ausgeführte verwiesen werden. Sodann ist in diesem Zusammenhang von Relevanz, 
dass laut tierärztlicher Stellungnahme vom 13. Januar 2020 (act. 375 ff.) die Zahnsteinentfernun-
gen bei zwei Hunden nicht durchgeführt worden seien, weil die Berufungsklägerinnen befürchtet 
hätten, die Tiere wegen des Narkoserisikos zu verlieren. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die 
Berufungsklägerinnen darlegen, weshalb gemäss ihrer – objektiv unzutreffenden – Einschätzung 
eine Behandlung oder Pflege der Hunde jeweils nicht geboten oder mit besonderen Risiken für 
das Tier verbunden gewesen sei. Das im Ergebnis leichte Verschulden spricht für eine Einzel-
strafe im Umfang von 30 Tagessätzen. Angesichts der Gleichartigkeit der Delikte sowie ihres 
inneren Zusammenhangs führt dies zu einer relativ geringen Asperation der Einsatzstrafe um 10 
Tagessätze.   
 
5.2.5. Die fahrlässige Tötung des Wellensittichs und der zwei Bartagamen zufolge Vernachläs-
sigung wiegt dagegen objektiv schwer. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Tiere 
verhungerten, verdursteten oder an den Folgen einer nicht behandelten Erkrankung starben. Da-
mit ist eine längere Leidenszeit verbunden, was für eine Sanktion im oberen Bereich des Straf-
rahmens von Art. 26 Abs. 2 TSchG spricht. In subjektiver Hinsicht fällt dagegen auch hier ins 
Gewicht, dass die Berufungsklägerinnen die Gefahr eines qualvollen Todes nicht erkannten und 
mithin unbewusst fahrlässig handelten. Im Ergebnis sprechen die Tatkomponenten im Lichte des 
hier massgeblichen Strafrahmens für eine Einzelstrafe von 120 Tagessätzen, was in Berücksich-
tigung der Gleichartigkeit der Delikte sowie ihres inneren Zusammenhangs eine Asperation der 
Einsatzstrafe um weitere 40 Tagessätze rechtfertigt.  
 
5.2.6. Die objektiven und subjektiven Verschuldenselemente von Art. 47 Abs. 2 StGB sowie 
die Tatmehrheit gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB führen somit zu einer Gesamtstrafe von 150 Ta-
gessätzen. Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse der Berufungsklägerinnen lassen 
keine weitergehenden Rückschlüsse auf das konkrete Tatverschulden zu. Insbesondere haben 
die Vorstrafen wegen Verletzung des SVG mangels eines sachlichen Zusammenhangs mit den 

 
 
 

 
 
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hier zu beurteilenden Delikten keine Relevanz für die Strafzumessung. Es bleibt damit beim vor-
genannten Strafmass einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen.   
 
5.2.7.  Die Bemessung der Tagessatzhöhe einer Geldstrafe erfolgt nach den persönlichen und 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters. Massgebend sind dabei das Einkommen und Vermö-
gen, der Lebensaufwand, allfällige Familien- und Unterstützungspflichten sowie das Existenzmi-
nimum. Die Höhe eines Tagessatzes darf höchstens CHF 3‘000.– betragen und eine Geldstrafe 
darf aufgrund ihrer Tagessatzhöhe nicht bloss symbolischen Charakter haben (vgl. BGE 135 IV 
180, E. 1.4). Art. 34 Abs. 2 StGB sieht grundsätzlich einen minimalen Tagessatz von CHF 30.– 
vor. Auszugehen ist vom durchschnittlichen Nettoeinkommen des Verurteilten, wobei auch künf-
tige Einkommensentwicklungen berücksichtigt werden dürfen, wenn sie konkret zu erwarten sind 
und unmittelbar bevorstehen. Zu berücksichtigen ist das Einkommen, welches dem Täter durch-
schnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen. Was 
gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, ist abzuziehen (vgl. BGE 
134 IV 60, E. 6.1).  
 
5.2.8. Die Berufungsklägerinnen geben an, dass sie eine Ausbildung zur Tierpflegerin absol-
vieren würden und qualifizierte Hundetrainerinnen seien. Weiter wird vorgebracht, dass die Be-
rufungsklägerinnen mit ihren Hunden eine Vielzahl von Aktivitäten und Trainings wahrnehmen 
würden (vgl. Begründung der Berufungserklärung, S. 11 ff.). Sodann bewohnten sie eine Liegen-
schaft, welche im Eigentum der Berufungsklägerin 1 steht und zu einem Preis von CHF 260'000.– 
bzw. CHF 210'000.– zum Verkauf ausgeschrieben wurde (vgl. act. S157, S167, S173 ff.). Die 
Berufungsklägerinnen haben ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht näher belegt 
(act. A3 ff.). Vor den Schranken der Vorinstanz haben sie ausgesagt, sie seien erwerbslos und 
würden von der Sozialhilfe leben (act. S65 ff.). Diese Depositionen stehen in einem gewissen 
Widerspruch zu der im Berufungsverfahren dargestellten Lebenssituation. Es muss davon aus-
gegangen werden, dass die Berufungsklägerinnen mindestens über ein monatliches Einkommen 
verfügen, mit welchem sie ihr Existenzminimum decken können. Aufgrund des Umstandes, dass 
sie zudem über Wohneigentum verfügen und in der Lage sind, Ausbildungen für sich sowie Akti-
vitäten für ihre Hunde zu finanzieren, ist der minimale Tagessatz von CHF 30.– ermessensweise 
auf CHF 40.– zu erhöhen. Die Geldstrafe beläuft sich damit jeweils auf insgesamt CHF 6'000.– 
(150 Tagessätze zu CHF 40.–). 
 
5.3. 
5.3.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer 
Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzu-
halten. Das Gericht hat also eine Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu stellen. 
Für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs genügt, dass keine Befürchtung besteht, der Tä-
ter werde sich in Zukunft nicht bewähren (vgl. BGE 134 IV 60, E. 7.2). Wurde der Täter jedoch 
innerhalb der letzten fünf Jahre zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als 
sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nach Art. 42 Abs. 2 StGB nur zulässig, wenn be-
sonders günstige Umstände vorliegen. Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder 

 
 
 

 
 
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teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren. Für die 
Dauer der Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen und Weisungen erteilen 
(Art. 44 Abs. 1 und 2 StGB).  
 
5.3.2. Die Berufungsklägerinnen wurden bislang nicht mit einer Freiheitsstrafe von über sechs 
Monaten sanktioniert und das vorliegende Strafmass lässt eine bedingte Sanktion zu. Es kann 
ihnen keine schlechte Prognose gestellt werden, weshalb der Vollzug der Geldstrafe aufzuschie-
ben ist. Angesichts der mehrfachen Deliktsbegehung sowie des Umstandes, dass die Berufungs-
klägerinnen während längerer Zeit mit ihrer Lebenssituation sowie der Pflege ihrer Tiere offen-
sichtlich überfordert waren, erscheint es vorliegend spezialpräventiv angezeigt, eine gegenüber 
dem Minimum erhöhte Probezeit von 3 Jahren festzusetzen.   
 
5.3.3. In Nachachtung von Art. 44 Abs. 3 StGB werden die Berufungsklägerinnen auf die 
Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: Weil die Vorausset-
zungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt sind, wird der Vollzug der Geld-
strafe unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben, so dass sie vorerst nicht 
bezahlt werden muss. Bewähren sich die Verurteilten bis zum Ablauf der Probezeit, müssen 
sie die Geldstrafe gemäss Art. 45 StGB nicht bezahlen, und die Vorstrafe ist im Strafregisteraus-
zug für Privatpersonen grundsätzlich nicht mehr ersichtlich (Art. 371 Abs. 3bis StGB). Begehen die 
Verurteilten während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen, so wird das mit dieser Straf-
tat befasste Gericht entscheiden, ob der bedingte Vollzug der Geldstrafe nachträglich widerrufen 
wird und damit die Geldstrafe endgültig bezahlt werden muss (Art. 46 Abs. 3 StGB). 
 
5.4. 
5.4.1. Schliesslich ist die Strafe für die Übertretungstatbestände gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a 
TSchG und Art. 48 Abs. 1 lit. a TSG zuzumessen. Zwischen einzelnen Bussen gelten wiederum 
sowohl das Asperationsprinzip als auch die Regeln der retrospektiven Konkurrenz (HEIM-
GARTNER, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 104 N 13). Busse und Ersatzfreiheitsstrafe 
sind, je nach den Verhältnissen des Täters, so zu bemessen, dass dieser die Strafe erleidet, die 
seinem Verschulden angemessen ist (Art. 106 Abs. 3 StGB). Die Bestimmung stellt klar, dass die 
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters ("je nach den Verhältnissen") auch für die Be- 
messung der Busse eine zentrale Rolle spielt, wenngleich hier das Gericht über ein grösseres 
Ermessen verfügt als im Tagessatzsystem (vgl. BGE 134 IV 60, Erw. 7.3.3). Bei Übertretungs-
bussen im Bereich der Massendelinquenz erscheint eine gewisse Schematisierung der Strafzu-
messung zulässig, wobei dem Risiko von Widersprüchen zu Art. 106 Abs. 3 StGB hinreichend 
Rechnung getragen werden muss (vgl. TRECHSEL/PIETH, Praxiskommentar StGB, 3. A. 2018, 
Art. 106 N 3). Sie darf sich insbesondere im Bereich der Massendelinquenz an den einschlägigen 
Strafzumessungsrichtlinien orientieren. Soweit eine Richtlinie dem konkreten Verschulden hinrei-
chend Rechnung trägt, kann sie als Richtwert für durchschnittliche wirtschaftliche Verhältnisse 
gelten. Reduktionen und Erhöhungen der Busse können aus Gründen der Spezialprävention und 
der Verhältnismässigkeit weniger weit gehen, als dies bei einer Anwendung des Tagessatzsys-
tems der Fall wäre. Der Grundsatz, dass eine Geldstrafe aufgrund der wirtschaftlichen Verhält-
nisse des Täters nicht bloss symbolischen Charakter haben darf (vgl. BGE 135 IV 180, Erw. 1.4), 

 
 
 

 
 
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ist auch bei der Bemessung einer Busse zu beachten. Bei knappen finanziellen Verhältnissen 
kann auch die Zahlungsfrist gemäss Art. 35 Abs. 1 StGB (welche nach Art. 106 Abs. 5 StGB auf 
Bussen sinngemäss anwendbar ist) berücksichtigt werden. Folglich darf bei der Bemessung einer 
Busse erwogen werden, inwieweit die beschuldigte Person wirtschaftlich in der Lage ist, diese 
innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu bezahlen. Gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das 
Gericht für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von 
mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten aus. Dem Gericht steht bei der Bemessung 
der Ersatzfreiheitsstrafe ein weiter Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 60, Erw. 7.3.3). Sie ist 
so festzusetzen, dass die beschuldigte Person im Falle der Nichtbezahlung der Busse eine Frei-
heitsbeschränkung erleidet, welche dem konkreten Verschulden angemessen ist.  
 
5.4.2. In Bezug auf die Übertretungstatbestände ist vorliegend ebenfalls zu erwägen, dass die 
Tatmehrheit innerhalb eines Handlungskomplexes im Sinne einer Gesamtbetrachtung zu würdi-
gen ist, zumal sich auch hier die einzelnen Rechtsgutsverletzungen nicht näher differenzieren 
lassen. Weil die Übertretung des Tierseuchengesetzes gemäss Art. 47 TSG eine Maximalbusse 
von CHF 40'000.– vorsieht, handelt es sich im Vergleich zu Art. 27 TSchG um das abstrakt 
schwerere Delikt. Hinsichtlich der Abmeldung der Hunde ist zu berücksichtigen, dass objektiv die 
Tatmehrheit und subjektiv das Motiv, die Tiere damit einer Kontrolle durch das ALV zu entziehen, 
für ein mittleres Verschulden sprechen. Angesichts der knappen finanziellen Verhältnisse der Be-
rufungsklägerinnen ist die Busse dennoch im untersten Bereich des Strafrahmens mit 
CHF  1'500.– festzusetzen. Für die Berufungsklägerin 2 ist weiter zu beachten, dass die Busse 
für die Übertretung des Tierseuchengesetzes in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB als Zusatz-
strafe zum Strafbefehl SB1 18 1040 der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 4. September 
2018 zu bemessen ist. Die Busse ist daher in Berücksichtigung ihrer Asperation mit der rechts-
kräftig ausgesprochenen Verbindungsbusse von CHF 200.– um CHF 100.– zu reduzieren. Die 
Zusatzstrafe beläuft sich damit auf CHF 1'400.–.  
 
5.4.3. Hinsichtlich der Verletzung von Vorschriften über die Tierhaltung gemäss Art. 27 TSchG 
ist straferhöhend ebenfalls die Tatmehrheit zu berücksichtigen. Aufgrund der relativ kurzen Dauer 
der Haltung der Hunde sowie der Katze im VW-Bus sowie des Umstandes, dass sich die Tiere 
tagsüber mehrheitlich im Freien aufhielten, erscheint hier eine Busse von CHF 500.– dem objek-
tiven und subjektiven Verschulden sowie den wirtschaftlichen Verhältnissen der Berufungskläge-
rinnen angemessen.  
 
5.4.4. Im Ergebnis ist daher für die Berufungsklägerin 1 eine Busse von CHF 2'000.– und für 
die Berufungsklägerin 2 (als teilweise Zusatzstrafe zum Strafbefehl SB1 18 1040 der Staatsan-
waltschaft Basel-Landschaft vom 4. September 2018) eine Busse von CHF 1'900.– auszufällen. 
Die verschuldensangemessenen Ersatzfreiheitsstrafen belaufen sich auf 20 Tage für die Beru-
fungsklägerin 1 und auf 19 Tage für die Berufungsklägerin 2.  
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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5.5. 
5.5.1. Gemäss Art. 46 Abs. 1 und 2 StGB lässt das Gericht eine frühere, bedingt oder teilbe-
dingt ausgesprochene Strafe vollziehen, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Verbre-
chen oder Vergehen begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er weitere Straftaten begehen 
wird. Ist nicht zu erwarten, dass weitere Straftaten begangen werden, so verzichtet das Gericht 
auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die 
Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern. Das zur Beurteilung des neuen Verbrechens 
oder Vergehens zuständige Gericht entscheidet auch über den Widerruf (Art. 363 Abs. 1 StPO 
i.V.m. Art. 46 Abs. 3 StGB).  
 
5.5.2. Weil beide Berufungsklägerinnen innerhalb der zweijährigen Probezeit der Strafbefehle 
der St