# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8be22ae1-6933-5d42-8ec6-fc2b13c4b475
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-02-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.02.2005 ZB 2005 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2005-10_2005-02-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 21. Februar 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 05 10

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Heinz-Bommer und Hubert 
Aktuarin ad hoc Marugg

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In der zivilrechtlichen Beschwerde

der A., Beklagte und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Guido Ranzi, Postfach 519, Quaderstrasse 5, 7001 Chur,

gegen

die Abschreibungsverfügung des Kreispräsidenten Rhäzüns vom 14. Januar 2005, 
mitgeteilt am 14. Januar 2005, in Sachen des B., Kläger und Beschwerdegegner, 
gegen die Beklagte und Beschwerdeführerin, 

betreffend aussergerichtliche Entschädigung,

hat sich ergeben:

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A. Am 14. März 2004 reichte B. beim Kreispräsidenten Rhäzüns als Ver-
mittler eine Klage gegen A. auf Abänderung der Ehescheidungskonvention vom 21. 
August 2000/04. September 2000 in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge ein. Zur Ver-
mittlungsverhandlung vom 02. April 2004 erschienen beide Parteien ohne Rechts-
vertreter. Anlässlich dieser Vermittlungsverhandlung konnte keine Einigung erzielt 
werden, weswegen man übereinkam, das Protokoll einstweilen offen zu halten. 
Nach Ablauf der 3-monatigen Offenhaltungsfrist stellte der Kläger nach einer ent-
sprechenden Rückfrage durch das Kreisamt Rhäzüns das Begehren, die Offenhal-
tungsfrist zu verlängern. Am 17. September 2004 meldete sich erstmals der beklag-
tische Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, per Telefon beim 
Kreispräsidenten Rhäzüns, und teilte diesem mit, er würde eine Verlängerung der 
Offenhaltungsfrist begrüssen. In Folge dessen wurde die Offenhaltungsfrist bis 
Ende November 2004 verlängert. Mit Schreiben vom 06. Dezember 2004 zog B. die 
vor dem Vermittleramt Rhäzüns hängig gemachte Klage vorbehaltlos zurück. Am 
10. Dezember 2004 reichte der beklagtische Rechtsvertreter auf entsprechende 
Aufforderung des Kreispräsidenten Rhäzüns eine detaillierte Honorarnote über den 
seit Auftragserteilung entstandenen Aufwand in der Höhe von Fr. 2'505.30 zuzüglich 
7,6% MWSt, total Fr. 2'695.70, ein.

B. Daraufhin erliess der Kreispräsident Rhäzüns als Vermittler am 14. Ja-
nuar 2005, mitgeteilt an demselben Tag, eine Abschreibungsverfügung/Kostende-
kret und erkannte wie folgt: 

„1. Die Klage wird infolge Rückzugs vom Protokoll abgeschrieben.

2. Die vermittleramtlichen Kosten von Fr. 400.00 sind durch den Kläger zu 
tragen. Es steht ihm frei, diese in Raten zu je mindestens Fr. 50.00 auf 
das Ende jeden Monats zu bezahlen; Fälligkeit der 1. Zahlung: 
30.01.05.

Beim Ausbleiben einer Teilzahlung ist die ganze Summe geschuldet.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilungen).“

Zur Begründung bezüglich der von der Beklagten beantragten aussergericht-
lichen Entschädigung führte der Kreispräsident Rhäzüns aus, gemäss Praxis des 
Kantonsgerichtes Graubünden könne der Vermittler nur über diejenigen ausserge-
richtlichen Kosten befinden, die anlässlich der Vermittlungsverhandlung direkt an-
gefallen seien. Über aussergerichtliche Kosten, die nach der Vermittlungsverhand-
lung entstanden seien, könne er nicht entscheiden. Demnach könne er vorliegend 
auf Grund der Tatsache, dass die Beklagte den ersten Kontakt mit ihrem Rechts-
vertreter erst am 16. September 2004, d.h. nach der am 02. April 2004 durchgeführ-

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ten Vermittlungsverhandlung, aufgenommen habe, nicht über die in der Folge ent-
standenen aussergerichtlichen Kosten entscheiden. 

C. Gegen dieses Kostendekret vom 14. Januar 2005 erhob A., vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, am 27. Januar 2005 Beschwerde an den 
Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

„1. Die angefochtene Verfügung sei insofern aufzuheben, als der Be-
schwerdeführerin keine ausseramtliche Entschädigung zulasten des 
Klägers, Herr B., Surava, zugesprochen wurde.

2. Der Beschwerdeführerin sei für das Verfahren beim Vermittleramt 
Rhäzüns eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 2'695.70 
zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Beschwerdeverfahren.“

Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, anlässlich der 
Vermittlungsverhandlung vor dem Kreispräsidenten Rhäzüns hätten die Parteien 
keine Einigung erzielen können, weshalb sie übereingekommen seien, das Proto-
koll einstweilen offen zu lassen. In der Folge sei aber auch nach der Vermittlungs-
verhandlung keine Einigung der Parteien zustandegekommen. Daraufhin habe die 
Beschwerdeführerin noch während der Offenhaltungsfrist am 16. September 2004 
Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi mit ihrer Interessenwahrung betraut. In Folge 
dessen sei es seitens des beklagtischen Rechtsvertreters verschiedentlich zu Auf-
wendungen gekommen, die in direktem Zusammenhang mit dem vom Kläger hän-
gig gemachten Abänderungsverfahren stehen würden. Insbesondere habe am 09. 
Oktober 2004 zwischen dem beklagtischen Rechtsvertreter und dem Kläger eine 
lange Besprechung stattgefunden, bei der es ausdrücklich um die Unterhaltsleistun-
gen gegangen sei. Entgegen der Aussage des Klägers sei das Besuchsrecht nicht 
Thema dieser Besprechung gewesen. Diese Thematik habe erst im Nachhinein an 
Bedeutung gewonnen, als der Kläger als Folge der Uneinigkeit über die Unterhalts-
leistungen begonnen habe, die Kinder und das Besuchsrecht zum Anlass zu neh-
men, seine geschiedene Ehefrau zu schikanieren. Die Auffassung des Kreispräsi-
denten Rhäzüns, dass der Vermittler nur über diejenigen Parteikosten befinden 
könne, die anlässlich der Vermittlungsverhandlung selbst angefallen seien, würde 
der in PKG 1977 Nr. 25 S. 92 publizierten Praxis des Kantonsgerichtes Graubünden 
widersprechen. In besagtem Entscheid erwäge das Kantonsgericht, es rechtfertige 
sich nicht, einzig die mit dem Vermittlungsverfahren direkt zusammenhängenden 
Kosten zu ersetzen. In Anbetracht dessen und auf Grund der Tatsache, dass der 
Kläger die Klage vorbehaltlos zurückgezogen habe, seien der Beschwerdegegnerin 
alle die ihr durch den Rechtsstreit verursachten und notwendigen Kosten zu erset-

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zen, wozu auch diejenigen ausseramtlichen Kosten zählen würden, die nach der 
eigentlichen Vermittlungsverhandlung entstanden sind. 

D. Mit Vernehmlassung vom 11. Februar 2005 beantragte der Kreisprä-
sident Rhäzüns sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde 
ausgeführt, auf Grund dessen, dass der Beschwerdeführerin in direktem Zusam-
menhang mit der Vermittlungsverhandlung keine aussergerichtlichen Kosten ent-
standen seien, und dass die Beschwerdeführerin nur Parteikosten, die nach der 
Vermittlungsverhandlung entstanden seien, geltend machen würde, sei das Vermitt-
leramt zur Überprüfung der geltend gemachten Kosten nicht zuständig. 

E. Mit Beschwerdeantwort vom 17. Februar 2005 stellte der Beschwer-
degegner den sinngemässen Antrag auf Abweisung der Beschwerde. In der Be-
gründung wurde dargelegt, dass der vom beklagtischen Rechtsvertreter in Rech-
nung gestellte Aufwand nicht im direkten Zusammenhang mit dem Vermittlungsbe-
gehren stehen würde. Zwar habe ein Gespräch zwischen dem Beschwerdegegner 
und dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin stattgefunden. Eigentliches Ge-
sprächsthema sei aber entgegen der Aussage des beklagtischen Rechtsvertreters 
nicht die Kürzung der Unterhaltsbeiträge gewesen, sondern die Beziehung des Be-
schwerdegegners zu seinen Kindern.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochte-
nen Kostendekret, wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 232 der Zivilprozessordnung (ZPO; BR 320.000) kann 
beim Kantonsgerichtsausschuss wegen Gesetzesverletzung Beschwerde geführt 
werden gegen nicht berufungsfähige Urteile sowie prozesserledigende Entscheide 
der Einzelrichter, des Bezirksgerichtsausschusses und des Bezirksgerichtes, ferner 
gegen Entscheide dieser Instanzen im Sinne von Art. 232 Ziffer 1 bis 8 ZPO. Die 
Aufzählung der Anwendungsfälle der Beschwerde in dieser Bestimmung ist jedoch 
nicht vollständig und hat daher nicht abschliessenden Charakter. Insbesondere ist 
die Aufzählung der anfechtbaren selbständigen Kostenentscheide in Ziffer 7 nicht 
abschliessend. Nach Art. 70 Abs. 1 ZPO hat der Kreispräsident einen selbständigen 
Kostenentscheid zu fällen, welcher ebenfalls als solcher im Sinne von Art. 232 Ziffer 
7 ZPO zu betrachten ist. Demnach ist vorliegend gegen den vom Kreispräsidenten 

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Rhäzüns als Vermittler erlassenen selbstständigen Kostenentscheid die Be-
schwerde an den Kantonsgerichtsausschuss gemäss Art. 232 Ziffer 7 ZPO gege-
ben. Sie ist schriftlich unter Beilage des angefochtenen Entscheides und der dem 
Beschwerdeführer schon erstatteten Beweisurkunden innert der peremptorischen 
Frist von 20 Tagen beim Kantonsgerichtspräsidenten einzureichen. In der Be-
schwerde ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids an-
gefochten und welche Abänderungen beantragt werden; neue Rechtbegehren und 
neue Beweismittel sind ausgeschlossen (Art. 233 ZPO). Auf die vorliegend frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.

b) Der Kantonsgerichtsausschuss prüft im Rahmen der Beschwerdean-
träge, ob der angefochtene Entscheid oder das diesem vorausgegangene Verfah-
ren Gesetzesbestimmungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage we-
sentlich sind (Art. 235 Abs. 1 ZPO). Die Feststellungen der Vorinstanz über tatsäch-
liche Verhältnisse sind für die Beschwerdeinstanz bindend, es sei denn, sie seien 
unter Verletzung von Beweisvorschriften zustande gekommen, erwiesen sich als 
willkürlich oder beruhten auf offensichtlichen Versehen (Art. 235 Abs. 2 ZPO). Bei 
Fragen des Ermessens greift der Kantonsgerichtsausschuss nur ein, wenn die Er-
messensbetätigung der Vorinstanz mit sachlichen Gründen nicht mehr vertretbar 
und somit willkürlich ist (vgl. PKG 1987 Nr. 17). Ist die Sache spruchreif, fällt der 
Kantonsgerichtsausschuss ohne weiteres den Entscheid selbst; andernfalls weist 
er die Sache an die Vorinstanz zurück (Art. 235 Abs. 3 ZPO). Demnach fällt der 
Kantonsgerichtsausschuss im vorliegenden Fall selbst einen Entscheid und prüft 
die Beschwerde mit der oben aufgeführten beschränkten Kognition.

2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Auffassung der Vorin-
stanz, der Vermittler könne nur über diejenigen aussergerichtlichen Kosten befin-
den, welche direkt anlässlich der Vermittlungsverhandlung angefallen seien, wider-
spreche der in PKG 1977 Nr. 25 publizierten kantonsgerichtlichen Rechtsprechung. 
In besagtem Entscheid erwäge der Kantonsgerichtsausschuss (allerdings noch zur 
alten ZPO), es rechtfertige sich nicht, einzig die mit der Vermittlungsverhandlung 
direkt zusammenhängenden Kosten zu ersetzen. Übertragen auf die geltende ZPO 
wird in PKG 1977 Nr. 25 gesagt, dass, obwohl im Gesetz nicht ausdrücklich gere-
gelt, bei einem Klagerückzug im Vermittlungsverfahren analog einem Klagerückzug 
in einem über das Vermittlungsverfahren hinaus gediehenen Prozess, die Kosten 
gemäss Art. 114 ZPO in Verbindung mit Art. 122 ZPO zu verlegen sind. Demnach 
muss der Kläger, der die Klage zurückgezogen hat, der Beklagtschaft auch im Ver-
mittlungsverfahren alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kos-

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ten ersetzen. Art. 70 Abs. 1 ZPO verlangt in keiner Weise, dass in Fällen eines 
Klagerückzugs im Vermittlungsverfahren von der in Art. 122 Abs. 2 ZPO enthaltenen 
Grundregel abgewichen wird, bestimmt er doch bloss, der Vermittler habe über die 
Zuteilung der amtlichen und ausseramtlichen Kosten zu befinden. Es drängt sich 
insbesondere nicht auf, die Bestimmung des Art. 76 Abs. 3 ZPO beizuziehen und 
einzig die mit der Vermittlungsverhandlung direkt zusammenhängenden Kosten zu 
ersetzen, handelt es sich doch bei ihr um eine Sondervorschrift für jene Fälle, da 
eine Partei zur Sühneverhandlung nicht erscheint. Demnach hätte der Kreispräsi-
dent Rhäzüns entgegen seiner Auffassung unter Berücksichtigung des Art. 70 Abs. 
1 ZPO und des wie oben ausgeführt auch im Vermittlungsverfahren geltenden Art. 
114 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 ZPO der Beklagtschaft alle ihr 
durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zusprechen müssen. Da-
bei hätte er, wie noch zu zeigen sein wird, auch diejenigen im Zusammenhang mit 
dem Vermittlungsbegehren stehenden, notwendigen Kosten ersetzen müssen, die 
nicht direkt mit der Vermittlungsverhandlung angefallen sind.

3. Um den Begriff der notwendigen und demnach entschädigungspflich-
tigen, mit dem Prozess im Zusammenhang stehenden ausseramtlichen Kosten ge-
nauer zu umschreiben, ist von den Bestimmungen der ZPO über das Verfahren vor 
dem Kreispräsidenten als Vermittler und namentlich vom Zweck der Vermittlung 
auszugehen. Ziel des Sühnverfahrens ist es, den Streit womöglich gütlich beizule-
gen (Art. 69 ZPO). Eine Schlichtung des Streites ist aber nur möglich, wenn beide 
Parteien in der Lage sind, bereits im Vermittlungsstadium über das Tatsächliche 
und Rechtliche des Streitfalles Auskunft zu geben. Dies erfordert auch auf Seiten 
der Beklagten eine umfassende Prüfung der Sach- und Rechtslage, was allenfalls 
durch einen Rechtsvertreter zu geschehen hat. Grundsätzlich zu entschädigen ist 
demnach, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, neben einem allfälligen Auf-
wand für die Teilnahme an der Vermittlungsverhandlung, auch namentlich derjenige 
für Abklärungen zur Sach- und Rechtslage, für die nötigen Instruktionsgespräche 
mit der Mandantschaft sowie für Korrespondenz und allfällige Rechtsschriften. Da-
bei ist zu beachten, dass solche Aufwände bis zum Schluss des Vermittlungsver-
fahrens durch Abschreibung, also auch während der Offenhaltung des Protokolls, 
entstehen können und berücksichtigt werden müssen. Allerdings ist von der begeh-
renden Partei zu beweisen, dass sämtliche in Rechnung gestellten Aufwände im 
direkten Zusammenhang mit dem vor dem Vermittler hängigen Verfahren stehen. 
Vorliegend ist aus den Akten durchaus ersichtlich, dass der von der Beschwerde-
führerin zugezogene Rechtsvertreter prozessbezogen tätig war, obwohl er zur Ver-
mittlungsverhandlung selber noch nicht beigezogen wurde. Insbesondere führte er 

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unbestrittenermassen während der Offenhaltungsfrist am 09. Oktober 2004 mit der 
Gegenpartei ein Gespräch. Dieses Gespräch wurde offensichtlich im Zusammen-
hang mit dem Vermittlungsbegehren – Kürzung der Unterhaltsbeiträge - geführt, 
zumal der Beschwerdegegner mit seinem Schreiben vom 06. Dezember 2004 dem 
Kreispräsidenten Rhäzüns mitteilte, die Auseinandersetzung mit dem beklagtischen 
Rechtsvertreter habe die Fronten bezüglich Kürzung der Unterhaltsbeiträge eher 
verhärtet. Dass anlässlich dieser Besprechung auch andere Punkte als die Kürzung 
der Unterhaltsbeiträge diskutiert bez. angeschnitten wurden, so insbesondere die 
Beziehung Vater-Kinder, spielt keine Rolle, da ein gewisser Konnex zum Vermitt-
lungsbegehren offensichtlich besteht. Zudem ist auch aus der Tatsache, dass sich 
gemäss Akten Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi am 17. September 2004 telepho-
nisch beim Kreispräsidenten Rhäzüns für die Offenlassung des Protokolls ausge-
sprochen hatte, ersichtlich, dass der beklagtische Rechtsanwalt während des Ver-
mittlungsverfahrens prozessbezogen tätig war. Steht nun fest, dass der beklagti-
sche Rechtsvertreter im direkten Zusammenhang mit dem Vermittlungsbegehren 
tätig war, hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich Anspruch auf eine ausserge-
richtliche Entschädigung. Weiter muss geprüft werden, ob die einzelnen in Rech-
nung gestellten Aufwände angemessen und notwendig waren.

4. In seiner Honorarnote stellt der beklagtische Rechtsvertreter einen To-
talaufwand von 11 Stunden à Fr. 220.00 zuzüglich Auslagen für Fotokopien, Porti 
und Telefon in der Höhe von Fr. 2'695.70 (inkl. MWSt) in Rechnung. Der Aufwand 
setzt sich aus verschiedenen Sammelpositionen zusammen, wobei der grösste Auf-
wand offensichtlich aufgrund zahlreicher Besprechungen und Telefonaten mit der 
Klientin entstanden ist. Alle diese geführten Besprechungen und Telefonate sind im 
Rahmen eines Vermittlungsverfahrens sicher nicht notwendig, zumal der beklagti-
sche Rechtsanwalt nicht darlegt, dass besondere Umstände bzw. besondere 
Schwierigkeiten des Vermittlungsverfahrens dieses Ausmass an Besprechungen 
und Telefonaten rechtfertigen würde. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, 
dass die eingehende Erörterung von Fragen, mit denen sich die Beklagte erst an-
lässlich des Hauptprozesses nach erfolgloser Vermittlung erschöpfend zu befassen 
haben würde, als unverhältnismässiger Prozessaufwand zu betrachten ist und nicht 
als absolut notwendig im Hinblick auf das Vermittlungsverfahren geltend gemacht 
werden kann. Folglich könnte sich die Beschwerdeführerin nicht darauf berufen, die 
aufgeführten Besprechungen und Telefonate seien im Hinblick auf einen allfälligen 
Prozess getätigt worden, und seien auf Grund dessen notwendig gewesen. Als nicht 
notwendig im Zusammenhang mit dem Vermittlungsbegehren erscheint zudem die 
am 08. Oktober 2004 getätigte Abklärung betreffend Alimentenbevorschussung. 

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Desgleichen steht der am 16. September 2004 aufgeführte Aufwand für das Verfas-
sen eines Gesuchs an ein Gericht offensichtlich nicht im Zusammenhang mit dem 
Vermittlungsbegehren, zumal Gegenteiliges nicht aus den Akten ersichtlich ist. Hin-
gegen erscheint die Verhandlung mit der Gegenpartei am 09. Oktober 2004 als not-
wendig und angemessen, zumal, wie bereits oben aufgeführt, diese Verhandlung 
offensichtlich im direkten Zusammenhang mit dem Vermittlungsbegehren geführt 
wurde. Auf Grund des soeben Ausgeführten, erscheint nach Ansicht des Kantons-
gerichtsausschusses der in Rechnung gestellte Totalaufwand von 11 Stunden als 
im Rahmen des Vermittlungsverfahrens überhöht. Nicht zu beanstanden ist hinge-
gen der gewählte Stundenansatz, da der eingereichten Honorarnote der gemäss 
Honorarordnung des bündnerischen Anwaltsverbandes festgelegte Normalansatz 
von Fr. 220.00 pro Stunde zugrunde liegt. Als ausgewiesen erscheint dem Kantons-
gerichtsausschuss ein Aufwand von pauschal Fr. 1'000.00 (inkl. Barauslagen und 
MWSt); die Beschwerde ist mithin in diesem Umfange teilweise gutzuheissen.

5. Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO können die Verfahrenskosten verhältnis-
mässig verteilt werden, wenn keine Partei vollständig obsiegt hat. Entsprechend 
dem Ausgang dieses Verfahrens erscheint eine Überbindung der Kosten je zur 
Hälfte zu Lasten der Parteien als angemessen. Die aussergerichtlichen Kosten für 
das Verfahren vor dem Kantonsgerichtsausschuss werden wettgeschlagen. 

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Beschwerdeführerin für 
das Vermittlungsverfahren vor dem Kreispräsidenten Rhäzüns eine ausser-
amtliche Entschädigung von Fr. 1'000.00 inkl. MWSt zugesprochen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von Fr. 600.00 zuzüglich 
einer Schreibgebühr von Fr. 135.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Par-
teien. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

3. Mitteilung an:

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Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin ad hoc: