# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9fc483f-e45a-5083-9e77-5e4638206569
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2009 C-349/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-349-2008_2009-08-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-349/2008/sce/ped
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richter Beat Weber und Hans Urech, 
Gerichtsschreiber Daniel Peyer.

X._______,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-349/2008

Sachverhalt:

A.
Der 1955 geborene X._______, deutscher Staatsangehöriger, arbeite-
te nach abgeschlossenem Studium des Bühnentanzes in den Jahren 
1979 bis 1989 in seinem erlernten Beruf am Stadttheater A._______, 
anschliessend  bis  1991  als  Redakteur  ebenfalls  in  A._______.  Ab 
1992 war er zuerst als Lehrer in B._______, ab 1994 ebendort als an-
gestellter Reiseleiter, ab 1998 schliesslich als freiberuflicher Reiselei-
ter  in  C._______  erwerbstätig.  Am  14. September  2004  erlitt 
X._______ in C._______ einen schweren Verkehrsunfall mit einem Po-
lytrauma, diversen Wirbelbrüchen sowie Brüchen des Schulterblattes, 
des  zweiten  rechten  Rippenbogens  und  des  Kahnbeines  des  linken 
Handgelenkes. Seit dem Datum des Unfalls hospitalisiert, kehrte er im 
Juni  2005  nach  Deutschland  zurück.  Im  Oktober  2005  wurde  in 
D._______ eine Pseudoarthrosensanierung am linken Kahnbein vor-
genommen.

Per 15. Dezember  2005  (Eingang)  wurde  X._______  über  die  Deut-
sche Rentenversicherung bei der Schweizerischen Invalidenversiche-
rung (IV) erstmals zum Leistungsbezug angemeldet. Im Verlaufe des 
Abklärungsverfahrens nahm er per 26. März 2007 eine Vollzeitarbeits-
tätigkeit bei der Y._______ auf (Arbeitgeberfragebogen vom 7. August 
2007). Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA holte in der Fol-
ge  diverse  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  ein  (vgl.  insbesondere 
den Bericht der Orthopädischen Spezialklinik C._______ vom 10. Juni 
2005, den Bericht des Hospitals D._______ vom 8. September 2005, 
den Operationsbericht desselben Hospitals vom 13. Oktober 2005 so-
wie den Bericht von Dr. med. E._______ vom 16. Oktober 2006). Auf 
der Grundlage dieser Akten erstellte Dr. med. F._______ am 21. Okto-
ber 2007 eine medizinische Stellungnahme. Gestützt darauf erliess die 
IVSTA am 31. Oktober  2007  einen  Vorbescheid,  in  welchem sie  die 
Abweisung eines Rentenanspruchs von X._______ mangels Invalidität 
in Aussicht stellte. Eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit  von min-
destens 40 % habe nicht während mindestens eines Jahres vorgele-
gen, es bestehe daher auch kein Rentenanspruch.

Am 15. November 2007 erhob X._______ verschiedene Einwände ge-
gen den genannten Vorbescheid. Mit  Datum vom 5. Dezember  2007 
stellte er der IVSTA zudem eine Kopie eines Bescheids des Landes-

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amtes für Gesundheit und Soziales Z._______, Versorgungsamt, vom 
16. November 2007 zu,  wonach bei ihm wegen verminderter  Wirbel-
säulenbelastbarkeit nach Unfall,  Depression, Migräne und Gebrauch-
seinschränkung der linken Hand ein Behinderungsgrad von 40 % vor-
liege. Die IVSTA verfügte am 18. Dezember 2007 gleichwohl, es liege 
keine rentenbegründende Invalidität vor und wies das Rentenbegehren 
des Leistungsansprechers ab.

B.
Mit Eingabe vom 18. Januar 2008 (Eingang) erhebt X._______ (nach-
folgend  Beschwerdeführer)  gegen  die  vorgenannte  Verfügung  Be-
schwerde und verlangt deren Aufhebung. Zur Begründung macht er im 
Wesentlichen geltend, eine Arbeitsunfähigkeit seinerseits sei auch für 
körperlich leichte Tätigkeiten entgegen der Ansicht der IVSTA seit Un-
falldatum nicht nur bis zum 10. Mai 2005, sondern mindestens bis Ok-
tober  2006  nachgewiesen.  Einer  Arbeitstätigkeit  könne  er  erst  sei 
26. März 2007 wieder nachgehen. Selbst im gegenwärtigen Zeitpunkt 
könne  er  diese  nur  unter  Einfluss  schmerzlindernder  Medikamente 
ausüben. Gleichzeitig stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege. Per 7. Februar 2008 reichte er diesbezügli-
che Unterlagen nach.

C.
Mit Vernehmlassung vom 26. März 2008 beantragt die IVSTA (nachfol-
gend Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde. Eine während min-
destens  eines  Jahres  anhaltende  Arbeitsunfähigkeit  habe nach dem 
Unfall vom 14. September 2004 nicht vorgelegen. Die Ausübung einer 
leichten Arbeitstätigkeit sei dem Beschwerdeführer nach weitgehender 
Abheilung der  Unfallfolgen ab 10. Juni 2005 wieder ganztägig zumut-
bar gewesen. In der Folgezeit habe nur noch zweimal eine kürzere, al-
lerdings bloss vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ein Ren-
tenanspruch bestehe somit nicht.

D.
Mit Replik vom 24. April 2008 sowie mit Duplik vom 2. Mai 2008 halten 
Beschwerdeführer bzw. Vorinstanz an ihren bereits gestellten Anträgen 
und der jeweils dazugehörigen Begründung fest.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Die Verfügung der Vorinstanz vom 18. Dezember 2007 stellt eine 
Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver-
fahren  vom 20. Dezember  1968  (VwVG,  SR 172.021)  dar. Das  Bun-
desverwaltungsgericht ist gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, die u.a. von den – den Departe-
menten unterstellten oder administrativ zugeordneten – Dienststellen 
der Bundesverwaltung erlassen werden (vgl. Art. 33 Bst. d VGG). Dar-
unter  fällt  die  vorliegende,  von  der  Vorinstanz  erlassene  Verfügung 
(vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung  vom  19. Juni  1959  [IVG,  SR 831.20]).  Das  Bundesverwal-
tungsgericht ist zur Behandlung der Streitsache zuständig, eine Aus-
nahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet. Nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e des Geschäftsreglements für das 
Bundesverwaltungsgericht vom 17. April 2008 (VGR, SR 173.320.1) ist 
die Verwaltungskommission des Gerichts als Leitungsorgan zuständig 
für die Anordnung der Aushilfe von Richtern und Richterinnen in ande-
ren Abteilungen. Die Verwaltungskommission hat an ihrer Sitzung vom 
12. Februar 2009 einer Aushilfe der Abteilung III im Bereich der Sozial-
versicherung  durch  die  Abteilung II  zugestimmt.  Der  Spruchkörper 
setzt sich demnach (neu) zusammen aus der Richterin Eva Schnee-
berger (Abteilung II), Beat Weber (Abteilung III) und Hans Urech (Ab-
teilung II).

1.3 Das Verfahren richtet  sich  nach dem VwVG, soweit  das  Verwal-
tungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Vor-
behalten bleiben für Verfahren in Sozialversicherungssachen gemäss 
Art. 3  Bst. dbis VwVG die  besonderen  Bestimmungen des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 
6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1).

1.4 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (vgl. 
Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als  Adressat  der  ange-
fochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer besonders berührt und 

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hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
(vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG).

1.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde einzutre-
ten ist.

2.
Zunächst  sind die  für  die materielle  Beurteilung der Streitsache we-
sentlichen  Rechtssätze  und  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  ent-
wickelten Grundsätze darzustellen.

2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaa-
tes  der  Europäischen  Gemeinschaft.  Vorliegend  ist  daher  das  am 
1. Juni 2002 in Kraft  getretene Abkommen zwischen der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen; FZA; SR 0.142.112.681), 
anzuwenden. Dieses hebt die verschiedenen bis dahin geltenden bila-
teralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und den einzelnen  Mitgliedsstaaten der  Europäischen Gemeinschaft 
insoweit  auf,  als  darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird  (Art. 20 
FZA). Soweit das Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
keine  abweichenden  Bestimmungen  vorsieht,  ist  mangels  einer  ein-
schlägigen gemeinschafts- bzw. abkommensrechtlichen Regelung die 
Ausgestaltung  des  Verfahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvor-
aussetzungen einer schweizerischen IV-Rente Sache der innerstaatli-
chen Rechtsordnung (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4 und E. 3.10). Daraus 
folgt,  dass  die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  den 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der 
Koordinierungsverordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  vom  14.  Juni  1971 
grundsätzlich  ausschliesslich  nach den für  schweizerische Staatsan-
gehörige geltenden (inländischen) Regeln zu beurteilen haben.

2.2 Nach den intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrecht-
licher  Hinsicht  diejenigen Rechtssätze massgebend,  welche im Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE  130  V  1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  diejenigen Rechtssätze massge-
bend,  die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachver-
halts  Geltung  haben  (BGE 130  V  329  E. 2.3). Nach der  Rechtspre-

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chung stellt  das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer 
Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 
streitigen  Verfügung  (hier:  18. Dezember  2007)  eingetretenen  Sach-
verhalt ab (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen).

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft getretene ATSG anwendbar. Bei den materiellen Bestimmungen 
des  IVG  und  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom 
17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist  sodann auf  die jeweilige Fas-
sung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen 
(4. IV-Revision; AS 2003 3837, 3859) abzustellen. Nicht zu berücksich-
tigen sind die durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, wel-
che am 1. Januar 2008 in Kraft  getreten sind (AS 2007 5129, 5155). 
Im Folgenden werden deshalb jeweils die ab 1. Januar 2004 bis Ende 
2007 gültigen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert.

2.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen IV hat, wer invalid 
im Sinne des Gesetzes ist (vgl. dazu sogleich E. 2.4 ff.) und als versi-
cherte Person – kumulativ – bei Eintritt der Invalidität bereits während 
mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die schweizerische Sozial-
versicherung (Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung) ge-
leistet hat (gesetzliche Mindestbeitragsdauer; vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in 
der hier anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). 
Letztere  Bedingung  ist  beim  Beschwerdeführer  zweifelsohne  erfüllt, 
übte er doch von 1979 bis 1991 eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 
aus und war während dieser Zeit  der obligatorischen Sozialversiche-
rung  unterstellt  und  dementsprechend  beitragspflichtig  (vgl.  Art. 1b 
IVG i.V.m. Art. 1a  Abs. 2  des  Bundesgesetzes  über  die  Alters-  und 
Hinterlassenenversicherung  vom  20. Dezember  1946  [AHVG,  SR 
831.10]).

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit infolge von Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder  Unfall  (vgl.  Art. 8  Abs. 1  ATSG i.V.m. Art. 4 
Abs. 1  IVG).  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust  der Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfä-
higkeit ist die durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

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bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenversi-
cherungsrechtlich  nicht  als  relevant  gelten  Einschränkungen  der  Er-
werbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen gu-
ten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwen-
den könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im ge-
samten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Scha-
denminderungspflicht ist ein dauernd in seiner Arbeitsfähigkeit einge-
schränkter Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit im ange-
stammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen 
und  anzunehmen,  soweit  sie  noch  möglich  und  zumutbar  erscheint 
(BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 2a). Diese Arbeitsmöglichkeit 
hat  sich der  Versicherte anrechnen zu lassen,  wobei  es unerheblich 
ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte bei einem IV-Grad 
von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe 
Rente  sowie  bei  mindestens  zu  40 %  auf  eine  Viertelsrente.  Nach 
Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der Fassung bis zum 31. Dezember 2007) wer-
den Renten, die einem IV-Grad von weniger als 50 % entsprechen, nur 
an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Auf-
enthalt  in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinba-
rungen – wie vorliegend das FZA – eine abweichende Regelung für 
die  Staatsangehörigen  eines  Mitgliedstaates  der  Europäischen  Ge-
meinschaft  vorsehen,  sofern  sie  in  einem Mitgliedstaat  der  Gemein-
schaft Wohnsitz haben (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

2.6 Nach Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der hier anwendbaren, bis zum 
31. Dezember  2007  gültigen  Fassung)  entsteht  der  Rentenanspruch 
frühestens zu dem Zeitpunkt,  in  dem der Versicherte während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 
40 % (im bisherigen Beruf) arbeitsunfähig gewesen ist.

2.7 Um den IV-Grad bemessen zu können, sind Verwaltung und Ge-
richt auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist  es, den Ge-
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-

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chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 
125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2). Verwaltung und Gericht haben 
die medizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweis-
würdigung wie alle anderen Beweismittel  ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet insbesondere für das Gericht, dass es alle Beweismittel, un-
abhängig,  von wem sie stammen, objektiv  zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Ein erhöhter Be-
weiswert kann Gutachten zukommen, welche für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklag-
ten  Beschwerden  berücksichtigen,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anam-
nese) abgegeben worden und in der Darlegung der Zusammenhänge 
sowie der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend sind 
(BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen).

2.8 Sozialversicherungsverfahren  und  -prozess  sind  vom  Untersu-
chungsgrundsatz beherrscht. Demnach haben die Verwaltung und das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Grundsatz gilt  in-
des  nicht  uneingeschränkt; er  findet  zum einen sein  Korrelat  in  den 
Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 
V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum andern umfasst die behördliche 
bzw. richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von ei-
ner Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur 
auf  den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegen-
stand) erheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder  anders  zu entscheiden ist  (vgl.  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungs-
rechtspflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen 
haben Behörden und Gerichte zusätzliche Abklärungen vorzunehmen 
oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder 
anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis).

2.9 Sodann hat das Gericht sein Urteil, sofern das Gesetz nichts Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit  zu  fällen.  Die  blosse  Möglichkeit  eines  bestimmten 

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Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat 
vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  er  von  allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 
BGE 126 V 363 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

3.
Der Beschwerdeführer rügt u.a.,  die von der Vorinstanz aufgeführten 
Gründe  zur  Abweisung  seines  Rentenbegehrens  seien  formal  nicht 
korrekt. Entgegen den Arztberichten werde ihm ab Mai 2005 eine volle 
Arbeitsfähigkeit unterstellt,  es würden unrichtige Daten und Angaben 
verwendet bzw. die ärztlichen Unterlagen allgemein falsch zitiert  und 
unzutreffend  ausgelegt.  Insbesondere  der  Bericht  von  Dr.  med. 
F._______, auf welchen sich die Vorinstanz stütze, enthalte zahlreiche 
Fehler, sei zudem unvollständig und beruhe nicht auf eigenen Abklä-
rungen.

Im Ergebnis kritisiert der Beschwerdeführer mit diesen Vorbringen, die 
Vorinstanz  habe  die  erhobenen Beweise  nicht  richtig  gewürdigt. Die 
Beanstandung  von  Gewichtung  und  Wertung  von  Beweismitteln  bzw. 
deren  aus  Sicht  des  Beschwerdeführers  nicht  korrekte  Interpretation 
stellt jedoch keine eigenständig zu behandelnde formelle Rüge dar, son-
dern vielmehr inhaltliche Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz. 
Darauf ist nicht an dieser Stelle, sondern sogleich anlässlich der materi-
ellen Überprüfung der angefochtenen Verfügung einzugehen.

4.
Zu prüfen ist, ob beim Beschwerdeführer ein Gesundheitsschaden vor-
liegt, der einen Rentenanspruch vermittelt. Streitig ist im Wesentlichen, 
ob der Beschwerdeführer das sog. Wartejahr aufweisen kann, d.h., ob 
er während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeits-
unfähig gewesen ist (vgl. oben E. 2.6).

4.1 Die Vorinstanz begründete ihre rentenabweisende Verfügung da-
mit, dass beim Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 14. September 
2004 keine andauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens einem Jahr 
bestanden habe. Ab Unfalldatum werde eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit zwar durchaus anerkannt. Ab dem Zeitpunkt der Erstellung des 
Berichts der Klinik C._______ am 10. Juni 2005 jedoch habe wieder 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt 
ausgeübten  Tätigkeit  als  Reiseleiter/-organisator,  mindestens  bezüg-
lich körperlich leichter Tätigkeiten (wie Organisation, Gästebetreuung, 

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leichte  Reisetätigkeit),  vorgelegen.  So  sei  nach  der  Rückkehr  nach 
Deutschland Ende Juni 2005 ein körperlich gut kompensierter Patient, 
der noch über Schmerzen bei Belastung und einseitiger Haltung ge-
klagt  habe,  von den Ärzten gesehen worden. Nach einer  komplikati-
onslosen Sanierung der Kahnbeinpseudoarthrose im Oktober 2005 sei 
denn auch bloss noch eine operationsbedingte Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 6. Dezember  2005  bescheinigt  worden,  in  der  Folge  nochmals 
eine  weitere  Arbeitsunfähigkeit  wegen  eines  akuten  HWS-Syndroms 
(vom 21. August bis zum 2. Oktober 2006). Eine rentenauslösende an-
dauernde Arbeitsunfähigkeit  des  Beschwerdeführers  von mindestens 
40 % während eines Jahres sei nicht nachgewiesen.

4.2 Der  Beschwerdeführer  ist  der  Ansicht,  er  sei  seit  seinem Unfall 
vom 14. September 2004 mindestens bis Anfang Oktober 2006 sowohl 
in der erlernten (Bühnentänzer) wie auch in der zuletzt ausgeübten Tä-
tigkeit (Reiseleiter) vollkommen arbeitsunfähig gewesen. Entgegen der 
Darstellung der Vorinstanz habe bei ihm diese Arbeitsunfähigkeit nicht 
bloss bis zum 10. Juni 2005, dem Datum der Erstellung des Berichts 
der  Klinik  C._______,  bestanden.  Er  erfülle  die  Leistungsvorausset-
zungen. Sinngemäss macht er damit geltend, er habe mindestens An-
spruch auf eine befristete IV-Rente.

4.3 Unbegründet  ist  das Vorbringen des Beschwerdeführers,  bei  der 
Bemessung der Arbeitsunfähigkeit  sei  nicht  auf  die Beeinträchtigung 
im zuletzt ausgeübten Beruf, sondern auf jene im ursprünglich erlern-
ten Beruf abzustellen. Zum Einen ist die gesundheitliche Beeinträchti-
gung im bisherigen Beruf massgebend für den Beginn der rentenaus-
lösenden Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG, nicht hin-
gegen für die Bemessung der Invalidität an sich. Hierfür ist bei länge-
rer  Dauer  die  Einschränkung  in  zumutbarer  Verweisungstätigkeit 
massgebend (vgl. oben E. 2.4). Zum Anderen ist als bisheriger Beruf 
im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG der zuletzt ausgeübte zu verstehen 
(vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2). Der  Beschwerdeführer  macht  nicht  gel-
tend, den ursprünglich erlernten Beruf wegen gesundheitlicher Beein-
trächtigungen aufgegeben zu haben,  solche Gründe sind  auch nicht 
ersichtlich. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Berufsumstellung 
aus invaliditätsfremden Motiven erfolgte. Daher ist hier die Reiseleiter-
tätigkeit  und  nicht  der  ursprünglich  erlernte  Beruf  als  Bühnentänzer 
(oder ein berufsverwandtes Metier) zu berücksichtigen.

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4.4 Sodann ist  dem sinngemässen Einwand des Beschwerdeführers, 
in Deutschland sei ihm ein 40 %iger Behinderungsgrad zuerkannt wor-
den, was in der Schweiz Berücksichtigung finden müsse, entgegenzu-
halten, dass sich auch nach Inkrafttreten des FZA der IV-Grad einzig 
nach schweizerischem Recht beurteilt. Ein ausländischer Invaliditäts-
bescheid  ist  nach  ständiger  Rechtsprechung  des  Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  (heute:  des  Schweizerischen  Bundesgerichts) 
nicht präjudizierend (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4).

4.5

4.5.1 Die Klinik  C._______ bestätigte im Bericht  vom 10. Juni  2005, 
die Entwicklung sei  nach einer  konservativen Behandlung zufrieden-
stellend verlaufen, der Beschwerdeführer bleibe jedoch bis zur Heilung 
des Kahnbeinbruches arbeitsunfähig, die Prognose sei „reserviert“. Im 
Befundbericht des Hospitals D._______ vom 8. September 2005 wur-
de festgehalten, die Frakturen seien abgeheilt, jedoch bestünden be-
lastungsabhängige Schmerzen im Bereich der LWS, des weitern Kurz-
atmigkeit. Die beim Unfall erlittene BWK-Fraktur sei in Fehlstellung ab-
geheilt, ein umfangreicher Eingriff sei möglich, sollte aber erst durch-
geführt werden, wenn die Beschwerden nicht mehr zu ertragen seien. 
Dr. med. E._______ bestätigte in seinem Bericht vom 14. September 
2005, der Beschwerdeführer werde wegen eines chronischen Leidens 
unter  Ängsten  und  Depressionen  behandelt.  Aufgrund  des  Unfalls 
habe er bei längerem einseitigem Sitzen und speziellen Belastungen 
Schmerzen, sei aber körperlich gut kompensiert. Im Operationsbericht 
des Hospitals D._______ vom 13. Oktober 2005 wurde vom unkompli-
zierten  Heilungsverlauf  betreffend  die  stattgefundene  Pseudoarthro-
sensanierung  am  Kahnbein  links  berichtet.  Das  (linke)  Handgelenk 
bleibe für acht Wochen ruhiggestellt. In einem weiteren Bericht von Dr. 
med. E._______ vom 20. Februar  2006 wurde –  unter  Bezugnahme 
auf zwei frühere Untersuchungen im Herbst 2005 – vermerkt, der Be-
schwerdeführer sei in psychisch stabilem Zustand gewesen, unter der 
Behandlung  mit  Sertalin  sei  es  ihm „einigermassen  gut“  gegangen. 
Nach  dem  Polytrauma  bzw. den  daraus  entstandenen  Verletzungen 
habe er bei einseitiger Haltung noch Schmerzen in verschiedenen Re-
gionen gehabt, deswegen sei er weiterhin arbeitsunfähig gewesen. Ak-
tenkundig  sind  weitere  Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen  des  Be-
schwerdeführers  wegen  eines  akuten  HWS-Syndroms  „nach  HWS-
Frakturen“ von Dr. med. G._______ für die Zeitspanne vom 21. August 
bis 2. Oktober 2006. In seiner Stellungnahme zuhanden des Sozialge-

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richts H._______ vom 16. Oktober 2006 gab Dr. med. E._______ fer-
ner an, ein pathologischer Befund bezüglich des psychologischen Sta-
tus sei beim Beschwerdeführer – anlässlich der zwei Untersuchungen 
im Herbst 2005 – nicht festgestellt worden. Der Beschwerdeführer sei 
damals  in  einem  subjektiv  wie  objektiv  zufriedenstellenden  Zustand 
gewesen,  habe  aber  aufgrund  der  Folgen  des  Polytraumas  noch 
Schmerzen bei längerer einseitiger Haltung und Belastung gehabt.

Dr. med. F._______ hielt demgegenüber in seiner Stellungnahme vom 
21. Oktober 2007 zuhanden der Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer 
weise einen Status nach Polytrauma aufgrund des Verkehrsunfalls mit 
mehreren Frakturen auf, zudem einen Status nach Clusterkopfschmer-
zen. In  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Reiseleiter  habe  ab  Unfalldatum 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden, anhaltend bis zum Da-
tum  der  Erstellung  des  Berichts  der  Klinik  C._______  vom  10. Mai 
(recte: 10. Juni) 2005. Seitdem bestehe weder für die bisherige noch 
für eine zumutbare angepasste Tätigkeit eine relevante Arbeitsunfähig-
keit.  Einschränkungen  seien  für  schwere  Arbeiten  (Gewichte  heben 
über 10-15 kg) vorhanden. Im Zeitpunkt der Berichtserstellung der Kli-
nik C._______ hätten Einschränkungen infolge der damals noch nicht 
abgeheilten  Kahnbeinbeschwerden  bestanden,  jedoch  bloss  bei  for-
cierter Bewegung der linken Hand. Leichte körperliche Arbeiten hätten 
aus medizinischer Sicht schon damals ausgeführt werden können. Die 
heutige  Einschränkung  resultiere  aufgrund  der  verminderten  Belast-
barkeit  des Rückens beim Heben von Lasten. Es bestehe unter  Be-
rücksichtigung der vorgenannten Einschränkung eine volle Arbeitsfä-
higkeit des Beschwerdeführers ab dem 10. Mai (recte: 10. Juni) 2005.

4.5.2 Die vom Beschwerdeführer  vorgebrachte Kritik  an der Beweis-
würdigung  der  Vorinstanz  und  damit  am  Bericht  des  Dr.  med. 
F._______ vom 21. Oktober 2007, auf welchen sich jene stützt, ist be-
rechtigt.

Dr. med. F._______ stellte im fraglichen Bericht wesentlich darauf ab, 
im Entlassungs-  bzw. Überweisungsbericht  der  Klinik  C._______  sei 
dem  Beschwerdeführer  eine  vollständige  Arbeitsfähigkeit  ab  Entlas-
sungsdatum 10. Mai  2005 (recte: 10. Juni 2005) bescheinigt worden. 
Richtig  ist  aber,  dass  dem  Beschwerdeführer  im  Bericht  der  Klinik 
C._______ vom 10. Juni 2005 eine vollständige Arbeitsun  fähigkeit bis 
zur Heilung des Kahnbeinbruches attestiert wurde. Dass dessen Fol-
gen  bis  zum  14. September  2005  in  rentenausschliessendem  Aus-

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mass abgeheilt wären, geht hingegen aus keinem der folgenden Arzt-
berichte hervor. Gegenteils war offensichtlich bereits im Herbst 2005 
eine weitere Operation erforderlich. In ihrer Diagnose führten die be-
handelnden Ärzte des Hospitals D._______ aus, aufgrund der erst se-
kundär  diagnostizierten  Kahnbeinpseudoarthrose  –  welche  im  März 
des Jahres 2005 bereits in C._______ ein erstes Mal operativ behan-
delt worden war – sei am 10. Oktober 2005 ein Sanierungseingriff mit 
Débridement,  Decortikation,  Implantation  eines  Spanes  und  von 
Schrauben und Drahtosteothese am Kahnbein links (mit Knochenent-
nahme vom linken Beckenkamm) durchgeführt worden. Nach dem Ein-
griff wurde das linke Handgelenk sodann während insgesamt acht Wo-
chen ruhiggestellt.

Angesichts  der  geschilderten medizinischen Umstände erscheint  die 
im Aktenbericht  von Dr. med. F._______ enthaltene Beurteilung,  der 
Beschwerdeführer sei ab 10. Mai [recte: 10. Juni] 2005 im angestamm-
ten Beruf als Reiseleiter oder in einer Verweistätigkeit wieder voll ar-
beitsfähig gewesen, als aktenwidrig und nicht nachvollziehbar. Auf die 
Beurteilung der deutschen Operateure in Bezug auf die Arbeitsfähig-
keitseinschätzung in der Zeit nach dem Eingriff im Oktober 2005 wird 
im fraglichen Bericht gar nicht eingegangen. Eine eigentliche Ausein-
andersetzung mit den dortigen Befunden und Schlussfolgerungen fin-
det somit überhaupt nicht statt, es wird demnach auch nicht dargetan, 
weshalb diesen nicht zu folgen sei. Insbesondere zu der von den ope-
rierenden Ärzten abgegebenen Beurteilung, die Ruhigstellung des lin-
ken Handgelenks des Beschwerdeführers erfolge für  insgesamt acht 
Wochen, wobei das daran anschliessende, weitere medizinische Vor-
gehen im Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht festzulegen sei, 
findet in der Stellungnahme von Dr. med. F._______ keine Erwähnung. 
Die deutschen Ärzte berichten aber übereinstimmend von persistieren-
den  Beeinträchtigungen  des  Beschwerdeführers  auch  nach  dem 
10. Juni  2005  mit  fortbestehender  Arbeitsunfähigkeit  bis  in  den  No-
vember 2005.

Unabhängig von der berechtigten Kritik des Beschwerdeführers an der 
Beweiswürdigung der Vorinstanz bezüglich des Berichts von Dr. med. 
F._______ fehlt in den Akten auch eine fundierte ärztliche Grundlage 
für die Beurteilung des Arbeitsunfähigkeitsverlaufs beim Beschwerde-
führer  ab  November  2005.  Teilweise  wurde  eine  Arbeitsunfähigkeit 
zwar bis in den Oktober 2006 hinein bestätigt, in den Akten finden sich 
diesbezüglich jedoch nur minimale ärztliche Bescheinigungen, zudem 

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einzig  für  die  Zeitspanne  vom 21. August  bis  zum 2. Oktober  2006, 
wobei  als Arbeitsunfähigkeitsgrund jeweils ein akutes HWS-Syndrom 
angegeben wurde. Aus den Berichten des Hospitals  D._______ vom 
15. November 2006 mit der Hauptdiagnose Migräneanfall, dem Bericht 
von Dr. med. E._______ vom 27. November 2006 betreffend Cluster-
kopfschmerzen und der Stellungnahme der Dres. med. I._______ vom 
23. Februar 2007 mit dem Hinweis auf den Zustand nach Polytrauma, 
Lumbalgien und Gelenksbeschwerden, lässt sich ebenfalls nicht genü-
gend  erschliessen,  wie  sich  die  Arbeitsunfähigkeit  des  Beschwerde-
führers ab November 2005 entwickelt hat. Erst in dem – für die schwei-
zerische IV nicht bindenden (vgl. oben E. 4.4) – deutschen Invaliditäts-
bescheid vom 16. November 2007 findet sich eine (zusammenfassen-
de) Erwähnung einer Funktionsbeeinträchtigung im Umfang von 40 % 
beim Beschwerdeführer. Als deren Ursachen werden eine verminderte 
Wirbelsäulenbelastbarkeit  nach Unfall,  eine  Depression,  Migräne so-
wie eine Gebrauchseinschränkung der linken Hand angegeben. Nicht 
ersichtlich bleibt aber, auf welche Beurteilung medizinischer Art  sich 
dieser Rentenbescheid stützt, diese befindet sich nicht in den Akten.

4.6 In Anbetracht dieser Umstände hat die Vorinstanz, indem sie ein-
zig gestützt auf den Bericht von Dr. med. F._______ eine Arbeitsunfä-
higkeit  des  Beschwerdeführers  über  den  10. Juni  2005  hinaus  und 
deshalb auch einen Rentenanspruch seinerseits mangels mindestens 
einjähriger  Arbeitsunfähigkeitsdauer  von  durchschnittlich  40 %  zum 
vornherein ausschloss, ihren Entscheid auf einen mangelhaft bzw. un-
vollständig  ermittelten  Sachverhalt  abgestützt.  Diese  Grundlage  ge-
nügt nicht als Beurteilungsfundament. Wie erwähnt bestehen demge-
genüber  vielmehr  ärztliche  Berichte,  die  eine  Arbeitsunfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  nach  dem  fraglichen  Datum  mit  gewisser  Wahr-
scheinlichkeit  für  eine  gewisse  Zeit  zu  begründen  vermögen  (bis  in 
den November 2005, wobei unklar bleibt, bis wann genau). Insgesamt 
ist damit seitens der Vorinstanz nicht schlüssig und nachvollziehbar er-
mittelt  worden,  inwieweit  und  für  wie  lange  beim  Beschwerdeführer 
nach dem 10. Juni 2005 mindestens bis zum Zeitpunkt, in welchem die 
Folgen der Handgelenksoperation vom 10. Oktober 2005 abgeheilt wa-
ren bzw. auch noch darüber hinaus, eine allenfalls invalidisierende Ar-
beitsunfähigkeit vorlag bzw. vorgelegen hatte. Anzumerken ist zudem, 
dass  zu  der  dem  Beschwerdeführer  ärztlich  attestierten  Depression 
bzw. zu deren allfälligen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit kei-
nerlei Stellungnahme der Vorinstanz vorhanden ist, eben so wenig hin-
sichtlich seiner im Orthopädie-Bericht vom 23. Februar 2007 genann-

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ten  Lumbalbeschwerden.  Angesichts  des  deutschen  Invaliditätsbe-
scheids vom 16. November 2007, in welchem u.a. die Gebrauchsein-
schränkung der linken Hand des Beschwerdeführers als invalidisieren-
de  Funktionsbeeinträchtigung  genannt  wurde,  ist  ausserdem  nicht 
auszuschliessen,  dass die Kahnbeinoperation vom 10. Oktober 2005 
nicht  derart  komplikationslos abheilte  wie noch im Operationsbericht 
angenommen worden  war. Auch  in  Bezug  auf  diese  Fragen  erweist 
sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  damit  als  lückenhaft  erstellt, 
weshalb auch hier weitere Abklärungen vonnöten sind.

Zusammenfassend  ist  damit  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  ihrer 
Untersuchungspflicht  in  Bezug auf  die leistungsbegründenden Tatsa-
chen nicht in genügendem Mass nachgekommen ist. Der rechtserheb-
liche Sachverhalt ist nicht schlüssig ermittelt worden. Dem Bundesver-
waltungsgericht ist es angesichts fehlender tatsächlicher Beurteilungs-
grundlagen nicht möglich, darüber zu entscheiden, ob der Beschwer-
deführer  während  mindestens  eines  Jahres  –  gerechnet  ab  dem 
14. September 2004 (Unfalldatum) – eine durchschnittliche Arbeitsun-
fähigkeit von 40 % im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG aufgewiesen 
hat und damit ebenfalls nicht, ob er deshalb Anspruch auf eine (allfäl-
lig befristete) IV-Rente in nicht bekanntem Ausmass hat.

Die Vorinstanz hat daher weitere Erhebungen bezüglich des Gesund-
heitszustandes des Beschwerdeführers bzw. der daraus resultierenden 
Beeinträchtigung seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ab dem 10. Juni 
2005 unter möglichst umfassender Ergänzung der vorhandenen Akten 
zu tätigen. Dabei wird sie nicht nur das jeweilige Ausmass von Arbeits- 
und Erwerbsfähigkeit, sondern auch deren jeweiligen weiteren Verlauf 
zu ermitteln haben. Vorzugsweise sind die erforderlichen Abklärungen 
durch Einholen von ärztlichen Berichten, in welchen sich die medizini-
schen Fachpersonen zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers in der fraglichen Zeitspanne äusserten, etwa mittels Stellung-
nahmen des deutschen Versicherers  bzw. direkter  Anfragen bei  den 
aus den Akten bekannten deutschen Ärzten, die den Beschwerdefüh-
rer in der relevanten Zeit behandelten, zu tätigen. Ob darüber hinaus 
auch eine allenfalls  retrospektive Begutachtung des Beschwerdefüh-
rers durch eine hiefür geeignete medizinische Institution durchzufüh-
ren sein wird, hängt davon ab, ob die zu beantwortenden Fragen be-
reits  durch die jetzt  vorgängig zu tätigenden sachverhaltlichen Erhe-
bungen geklärt werden können oder nicht.

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5.
Die Beschwerde erweist sich somit als begründet und ist teilweise gut-
zuheissen. Die Angelegenheit ist zur Vornahme weiterer Abklärungen 
im Sinne der vorstehenden Erwägung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen,  die  alsdann  über  den  Rentenanspruch  des  Beschwerdeführers 
nochmals verfügen wird.

6.
Weder  dem Beschwerdeführer  noch der  Vorinstanz  sind  Verfahrens-
kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).  Dem nicht an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführer, dem durch die Beschwerdefüh-
rung  keine notwendigen,  verhältnismässig  hohen  Kosten entstanden 
sind, steht ferner kein Anspruch auf eine Parteientschädigung zu (vgl. 
Art. 64 Abs. 1 VwVG). Bei diesem Verfahrensausgang erweist sich das 
von ihm gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als gegen-
standslos.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Verfügung der Vorin-
stanz vom 18. Dezember 2007 wird aufgehoben  und die Sache wird 
zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu 
anschliessender Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege 
wird als gegenstandslos abgeschrieben.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Eva Schneeberger Daniel Peyer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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