# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16b487f4-d23a-55ef-8012-5b7343a03b0f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240432-O1
**Docket/Reference:** SB240432-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240432-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240432-O/U/cwo

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

M. Knüsel und Oberrichter lic. iur. R. Faga sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch

Urteil vom 18. Februar 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigte und Berufungsklägerin

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Urkundenfälschung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

10. Abteilung - Einzelgericht, vom 8. April 2024 (GG230241)

-   2   -

Anklage:

Die  Anklageschrift  der  Staatsanwaltschaft  Zürich-Sihl  vom  22. November  2023 

(Urk. D1/10) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 24 S. 28 f.)

Das Gericht erkennt:

1.

Die Beschuldigte ist schuldig







der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB,

der Drohung im Sinne von Art. 180 StGB,

der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB.

2.

Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von 

Fr. 300.–. 

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

4.

Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5.

Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 7'800.– (inkl. MWST) aus der Gerichtskasse 

entschädigt.

6.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

3'000.–   Gebühr für das Vorverfahren,

7'800.–   amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

7.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt.

-   3   -

8.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

9.

(Mitteilungen)

10.

(Rechtsmittel) 

Berufungsanträge
(Prot. II S. 5)

a)

Der Beschuldigten:

(Prot. II S. 6 ff., sinngemäss)

1.

Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 8. April 2024 (GG230242-L) sei in 

folgenden Ziffern aufzuheben:

-

-

-

-

-

-

Ziff. 1 Alinea 2 und 3

Ziff. 2

Ziff. 3

Ziff. 4

Ziff. 7

Ziff. 8

2.

Die Berufungsklägerin sei vom Vorwurf der Drohung sowie der Beschimpfung 

von Schuld und Strafe freizusprechen.

3.

4.

Es sei für die Urkundenfälschung eine milde Strafe auszufällen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 29, sinngemäss)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

-   4   -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1.

Bezüglich  des  Verfahrensgangs  bis  zum  Vorliegen  des  vorinstanzlichen 

Urteils kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 24 S. 3).

2. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene, mündlich eröffnete Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 8. April 2024 liess die Beschuldigte 

mit Eingabe vom 16. April 2024 durch ihren amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt 

Dr. iur. X._____, fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 19). Nachdem das begrün-

dete Urteil den Parteien zugestellt worden war, erstattete der Verteidiger wiederum 

fristgerecht  mit  Eingabe  vom  23.  September  2024  die  Berufungserklärung 

(Urk. 26).

3. Mit  Präsidialverfügung  vom  4.  Oktober  2024  wurde  der  Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) unter Hinweis auf die Berufungser-

klärung der Beschuldigten Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum 

Antrag auf Nichteintreten auf die Berufung der Beschuldigten angesetzt (Urk. 27). 

4.

Die  Staatsanwaltschaft  verzichtete  innert  angesetzter  Frist  ausdrücklich  auf 

eine  Anschlussberufung  und  beantragte  die  Bestätigung  des  erstinstanzlichen 

Urteils (Urk. 29). 

5. Mit Präsidialverfügung vom 14. Oktober 2024 wurde der Beschuldigten Frist 

angesetzt, um zur Notwendigkeit einer amtlichen Verteidigung im Berufungsverfah-

ren Stellung zu nehmen (Urk. 30). Mit Eingabe vom 28. Oktober 2024 beantragte 

die  Beschuldigte,  es  sei  ihr  weiterhin  eine  amtliche  Verteidigung  zu  gewähren 

(Urk. 32).  Mit  Präsidialverfügung  vom  31.  Oktober  2024  wurde  Rechtsanwalt 

Dr. iur. X._____ aus seinem Mandat als amtlicher Verteidiger entlassen, da die Vor-

aussetzungen für eine solche Bestellung nicht mehr gegeben waren (Urk. 34). Mit 

Schreiben vom 13. November 2024 teilte er unter Einreichung seiner Honorarnote 

mit, dass er die Beschuldigte nicht erbeten verteidigen werde (Urk. 36-37).

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6.  Am 21. November 2024 wurde auf den 13. Februar 2025 zur Berufungsver-

handlung vorgeladen. Zu dieser erschien die Beschuldigte (Prot. II S. 5). Vorfragen 

waren anlässlich der Berufungsverhandlung keine zu entscheiden (Prot. II S. 7). Es 

wurden  –  abgesehen  von  der  Befragung  der  Beschuldigten  (Urk.  40)  –  keine 

Beweise abgenommen. Nach der Berufungsbegründung und dem Schlusswort der 

Beschuldigten verzichtete diese auf eine mündliche Urteilseröffnung und -erläute-

rung  (Art. 84  Abs. 3  StPO;  Prot.  II  S.  12).  Die  geheime  Beratung  fand  am 

18. Februar 2025 statt, das Urteil wurde ebenfalls am 18. Februar 2025 gefällt und 

im Dispositiv schriftlich eröffnet (Prot. II S. 13 ff.; Urk. 42-43).

1.

Anwendbares Recht

II.Prozessuales

Am 1. Januar 2024 traten die revidierten Bestimmungen der StPO in Kraft (AS 2023 

468; BBl 2019 6697). Der angefochtene Entscheid erging am 8. April 2024. Infol-

gedessen  ist  für  das  vorliegende  Rechtsmittelverfahren  das  neue  Prozessrecht 

massgebend (Art. 448 Abs. 1 StPO; Art. 453 Abs. 1 StPO e contrario).

2.

Umfang der Berufung

2.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-

bende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im Umfang 

der  Berufungsanträge  gehemmt,  während  die  von  der  Berufung  nicht  erfassten 

Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BSK StPO-Eugster, Art. 402 N 1 f.).

2.2. Die Beschuldigte hat die Berufung in ihrer Berufungserklärung auf Dispositiv-

Ziffer 1 (Schuldspruch), Ziffer 2 (Strafe), Ziffern 3-4 (Vollzug), Ziffern 7-8 (Kosten-

auflage) beschränkt (Urk. 26 S. 2). Anlässlich der Berufungsverhandlung schränkte 

die Beschuldigte sodann ihre Berufung insofern ein, als sie neu den Vorwurf der 

Urkundenfälschung anerkannte. Mithin ist Dispositiv-Ziffer 1 Alinea 1 im Berufungs-

verfahren nicht mehr angefochten (Prot. II S. 7). Überdies blieben die Dispositiv-

Ziffern  5-6  des  erstinstanzlichen  Urteils  vom  8.  April  2024  unangefochten.  Der 

Eintritt  der  Rechtkraft  ist  in  diesem  Umfang  vorab  festzustellen  (Art. 399  Abs. 3 

i.V.m. Art. 402 und 437 StPO). 

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2.3.

Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung des Ver-

schlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zur Disposition.

3.

Strafanträge/Privatklägerschaft

B._____, Geschädigter gemäss Dossier 2, hatte am 28. Februar 2023 gegen die 

Beschuldigte Strafantrag wegen Drohung und Beschimpfung gestellt (Urk. 2/3) und 

sich damit als Privatkläger konstituiert (Art. 118 Abs. 2 StPO). Mit Eingabe vom 23. 

März  2023  verzichtete  er  auf  die  Geltendmachung  von  Rechten  als  Privat-

klägerschaft (Urk. 1/4/3). 

4.

Allgemeines

4.1. Soweit  nachfolgend  auf  die  Erwägungen  der  Vorinstanz  im  angefochtenen 

Entscheid  verwiesen  wird,  erfolgt  dies  in  Anwendung  von  Art.  82  Abs. 4  StPO 

(vgl. dazu BGer 6B_570/2019 vom 23. September 2019, E. 4.2, m.w.H.), auch ohne 

dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.

4.2.  Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende Instanz 

nicht  mit  allen  Parteistandpunkten  einlässlich  auseinandersetzen  und  jedes  ein-

zelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7, m.H.). 

Die Berufungsinstanz kann sich somit in der Begründung auf die für ihren Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken.

III. Sachverhalt

A.

Ausgangslage

1.  Anklagevorwurf

Gemäss Dossier 2 soll die Beschuldigte am 27. Februar 2023, um ca. 14.00 Uhr 

bis 14.15 Uhr, an der C._____-strasse 1 in … Zürich im Rahmen der Besichtigung 

eines Mietobjektes den Geschädigten als "Dreck", "Abschaum", "Depp" sowie als 

"Quasimodo von Herrn D._____" bezeichnet haben. Durch diese Worte habe die 

Beschuldigte den Geschädigten in dessen Ehre verletzt, was sie bei ihrem bewuss-

ten Verhalten zumindest in Kauf genommen habe [sic!]. Nach dem Verlassen der 

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Liegenschaft habe sie dem Geschädigten gesagt, dass er an einem schlimmen Tod 

sterben werde, sie nichts Anderes mehr zu tun habe, als eben dafür zu sorgen, und 

dass er sie nicht unterschätzen solle und er auf seinem Totenbett als letztes an sie 

denken werde. Der Geschädigte habe diese Worte sehr ernst genommen und die 

Drohungen hätten ihn in grosse Angst versetzt, wobei er befürchtet habe, dass die 

Beschuldigte ihm schweres körperliches Übel antun könnte. Dies sei der Beschul-

digten bewusst gewesen bzw. sie habe dies zumindest in Kauf genommen (Urk. 

D1/10 S. 3).

2.

Standpunkt der Beschuldigten

2.1.  Die Beschuldigte anerkannte, dass es am 27. Februar 2023 anlässlich einer 

Besichtigung in der Liegenschaft an der C._____-strasse 1 in … Zürich zu einer 

Auseinandersetzung zwischen ihr und dem Geschädigten gekommen sei und sie 

diesen  dabei  als  "Quasimodo"  betitelt  habe  (Urk.  D1/2/1  F/A  18,  D1/2/3  F/A  10, 

Prot. I S. 10). Im Übrigen bestritt sie die Anklagevorwürfe betreffend Dossier 2. 

2.2. An der Berufungsverhandlung hielt die Beschuldigte an ihrem Standpunkt fest 

(Urk. 42 S. 3 ff.; Prot. II S. 8 ff.). 

3. Grundsätze der Beweiswürdigung

Die  Vorinstanz  legte  die  massgebenden  Grundsätze  der  Sachverhaltserstellung 

sowie die Beweiswürdigungsregeln (Urk. 24 S. 5 f. und S. 11) zutreffend dar, worauf 

zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verwiesen werden kann. Ergänzend ist 

festzuhalten, dass bei der Würdigung von Aussagen nicht einfach auf die Persön-

lichkeit oder allgemeine Glaubwürdigkeit von Aussagenden abgestellt werden darf. 

Massgebend ist vielmehr die Glaubhaftigkeit der konkreten, im Prozess relevanten 

Aussagen.  Dieser  Ansatz  wurde  vom  Bundesgericht  im  Urteil  6B_323/2021  vom 

11.  August  2021,  E.  2.3.3.,  bestätigt,  wonach  das  Konzept  einer  'allgemeinen 

Glaubwürdigkeit' in der Aussagepsychologie als wenig brauchbar bewertet wurde.

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4.

Beweismittel

4.1.  Die Vorinstanz hat die massgeblichen Beweismittel genannt (Urk. 24 S. 5 und 

S.  11).  Es  sind  dies  zum  einen  die  Aussagen  der  Beschuldigten  in  der  Untersu-

chung  (Urk.  D1/2/1-5;  Urk.  D2/4)  und  der  erstinstanzlichen  Hauptverhandlung 

(Prot. I S. 5 ff.). I Zum andern sind hinsichtlich Dossier 2 überdies Aussagen des 

Geschädigten (Urk.  D1/3/1) und der Zeugen D._____ (Urk. D1/3/2) und E._____ 

(Urk. D1/3/3) vorhanden. 

Hinzu  kommen  nunmehr  die  Aussagen  der  Beschuldigten  an  der  heutigen 

Berufungsverhandlung (Urk. 42; vgl. auch Prot. II S. 8 ff.).

4.2. Die  vorhandenen  Beweismittel  sind  mit  Verweis  auf  die  vorinstanzlichen 

Ausführungen uneingeschränkt verwertbar (Urk. 24 S. 5 und S. 11). 

B.

Beweiswürdigung

1.  Der Tatvorwurf wurde oben zusammengefasst (Erw. III.A.1.). 

2.

Die Vorinstanz hat die Aussagen der Beschuldigten, des Geschädigten und 

der Zeugen D._____ und E._____ im angefochtenen Urteil korrekt zusammenge-

fasst, worauf zu Vermeidung von Wiederholungen vorab zu verweisen ist (Urk. 24 

S. 11 ff.). In Würdigung dieser Aussagen kam die Vorinstanz zum Schluss, dass 

sich  der  Sachverhalt  gemäss  Dossier  2  im  Sinne  der  Anklage  erstellen  lasse 

(Urk. 24 S. 14 ff.). Auf die zutreffende Beweiswürdigung der Vorinstanz kann ver-

wiesen werden. Die folgenden Erwägungen sind nur wiederholender und teilweise 

ergänzender Natur.

3.1.  Die Beschuldigte anerkannte, dass es am 27. Februar 2023 anlässlich einer 

Besichtigung in der Liegenschaft an der C._____-strasse 1 in … Zürich zu einer 

Auseinandersetzung zwischen ihr und dem Geschädigten gekommen ist. Sie be-

stritt, den Geschädigten bedroht zu haben. Vielmehr habe sie an sein Gewissen 

appelliert,  schliesslich  sei  jemand  [ihr  Lebenspartner  F._____]  gestorben  (Urk. 

D1/2/1 F/A 17). Sodann gab sie zu Protokoll: "Ich weiss, dass ich gesagt habe, dass 

er wie Quasimodo wirkt und nicht Esmeralda sei oder so. Demütigen wollte ich ihn 

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aber nicht. An die anderen Äusserungen kann ich mich nicht erinnern, dass ich das 

gesagt habe. Aber ich hätte nie gedacht, dass diese drei sich so schlecht mir ge-

genüber verhalten. Und wegen dem anderen habe ich halt gesagt, dass ich Zeit 

habe, dem Ganzen nachzugehen. Aber bedroht habe ich sie nicht" (Urk. D1/2/1 F/A 

18). An der zweiten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme sagte die Beschuldigte 

aus, sie wolle den Geschädigten weder als Subjekt noch als Mensch sehen, son-

dern als Quasimodo. So habe sie ihn möglicherweise beleidigt, aber bedroht habe 

sie ihn nicht, denn: "Ich will ja Geld von ihm, da würde ich ihn sicher nicht umbrin-

gen. Das wäre ja blöd. Ich wollte das auch mit der Haftpflichtversicherung klären 

und Herr B._____ [der Geschädigte] hat ab da uns sieben bis acht Mal bedroht. Wir 

standen da wie Idioten, ich konnte mich wehren, aber Herr F._____ war ja krank" 

(Urk.  D1/2/3  F/A  6).  Wenn  der  Geschädigte  den  Quasimodo  als  Beschimpfung 

werte, dann akzeptiere sie das, aber bedroht habe sie ihn nicht. Hierzu ergänzte 

sie: "Ich will, dass er lange lebt und einen bösen Tod stirbt in dem Sinne, dass ihm 

der Teufel erscheint, aber nicht, dass ich ihn umbringe. Ich habe ihm gesagt, dass 

ich  es  öffentlich  mache  und  dass  er  seine  Flossen  von  mir  nehmen  soll"  (Urk. 

D1/2/3 F/A 10). 

3.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung machte die Beschuldigte vor dem Hin-

tergrund der mietrechtlichen Streitigkeit um die vorgenannten Räumlichkeiten viele 

weitschweifige Ausführungen und kam immer wieder auf die Schimmelproblematik 

zu sprechen, welche nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Betref-

fend die Tatvorwürfe der Beschimpfung anerkannte sie auch anlässlich der Beru-

fungsverhandlung, zum Geschädigten Quasimodo gesagt zu haben. Dies sei aber 

liebevoll  gemeint  gewesen.  Die  weiteren  Vorwürfe  betreffend  Beschimpfung  und 

Drohung bestritt sie weiterhin. Sie stellte klar, dass sie gesagt habe, "er vermiete 

Dreck"; was auf die vermietete Räumlichkeit bezogen gewesen sei. Sodann habe 

sie lediglich gesagt, er werde am Totenbett als Handwerker daran denken, was sie 

schon bei der Polizei so deponiert hat (vgl. Urk. D2/4 F/A 36). Im Übrigen sei sie es 

gewesen, welche von den Herren respektive von Herrn B._____ bedroht worden 

sei. Sie stellte sodann ihre Depositionen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft 

in den Kontext der Verhaftung und ihres Gefängnisaufenthaltes. Diese Erfahrung 

sei für sie sehr schlimm gewesen. Entsprechend könne auf ihre damaligen diesbe-

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züglichen  Depositionen,  sich  an  die  Äusserungen  (abgesehen  von  Quasimodo) 

nicht erinnern zu können (Urk. D1/2/1 F/A 18; Urk. D2/4 F/A 14), nicht abgestellt 

werden.  Sie  könne  –  entgegen  ihrer  diesbezüglichen  Angaben  unmittelbar  nach 

dem Vorfall bei der Polizei respektive rund eine Woche später bei der Staatsan-

waltschaft – ausschliessen, dass sie die ihr vorgeworfenen Kraftausdrücke gesagt 

habe (Urk. 42; Prot. II S. 8 ff.). 

4.1.  Der  Geschädigte  wurde  am  10.  August  2023  bei  der  Staatsanwaltschaft  als 

Zeuge einvernommen (Urk. D1/3/1) und gab zu Protokoll, dass ihn die Beschuldigte 

im  Rahmen  einer  Besichtigung  der  Kellerräume  mit  den  Worten  "Dreck",  "Ab-

schaum", "Depp", "Quasimodo" und "Arschloch" beschimpft habe. Sie (er und die 

späteren  Zeugen  D._____  und  E._____)  hätten  deshalb  die  Besichtigung  abge-

brochen und die Liegenschaft verlassen. Die Beschuldigte sei ihnen nachgelaufen 

und habe sie alle auf offener Strasse beschimpft und ihm gesagt, dass sie ihm das 

Leben  nehmen  werde,  wörtlich  (Urk.  D1/3/1  F/A  13,  15,  17  f.).  Er,  D._____  und 

E._____ seien danach in ein Café gegangen. Sie seien alle sehr verstört gewesen 

und  da  habe  er  auch  erstmals  Angst  gehabt,  weshalb  er  schliesslich  auch  zur 

Polizei  gegangen  sei.  Die  Worte  der  Beschuldigten  seien  deutlich  und  resolut 

gewesen. Deshalb habe er auch eine Zeit lang Angst gehabt (Urk. D1/3/1 F/A 14). 

Die  Beschuldigte  sei  wegen  der  Kündigung  der  Wohnung  in  die  Ecke  gedrängt 

worden. Die ganze Situation im Keller – wo man dem Vorwurf von Schimmel habe 

nachgehen  wollen  (Urk.  D1/3/1  F/A  20)  –  sei  in  keiner  Weise  lustig  gewesen, 

sondern sehr ernst (Urk. D 1/3/1 F/A 27 und 34). Die Angst habe sich bei ihm so 

manifestiert,  dass  er  die  Lage  nicht  habe  einschätzen  können  und  sich  unsicher 

gefühlt habe. Er habe zum Beispiel das erste Mal, seit er in Zürich lebe, seine Woh-

nung  von  innen  abgeschlossen.  Man  könne  sich  kaum  vorstellen,  wie  dies  sei, 

wenn einem so etwas ins Gesicht gesagt werde. Wenn man so etwas selbst erlebe, 

sei das etwas Anderes (Urk. D1/3/1 F/A 39). 

4.2. Der Geschädigte liefert nicht nur ein in sich stimmiges Bild, was das Verhalten 

und die damaligen Worte der Beschuldigten betrifft. Er schildert auch in nachvoll-

ziehbarer Weise seine Betroffenheit und Angst. Insgesamt wirken seine Aussagen 

erlebt und daher glaubhaft. Sein Verhalten nach der Begegnung (Aufsuchen eines 

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Cafés zum Besprechen des Erlebten; Anzeigeerstattung am Folgetag) bringt zum 

Ausdruck, dass ihn die Äusserungen der Beschuldigten sehr beschäftigt hatten. Ein 

Motiv für eine Falschbelastung liegt nicht vor, insbesondere verfolgt der Geschä-

digte keine finanziellen Interessen (vgl. Erw. II.3.).

5.1. Die belastenden Aussagen des Geschädigten finden in den Schilderungen des 

Zeugen D._____ Bestätigung. Der Zeuge D._____ war damals – wie der Geschä-

digte – im Unternehmen der Untervermieterin, der Kinderkrippen G._____ GmbH, 

tätig (Urk. D1/3/2 F/A 6). Sie hätten die Wohnung besichtigen wollen, weil zum ei-

nen keine Miete mehr bezahlt worden sei und zum anderen die Vermutung da ge-

wesen sei, dass die Beschuldigte dort wohne, was dort nicht gestattet gewesen sei, 

da  das  Objekt  an  Herrn  F._____  als  Gewerbeliegenschaft  vermietet  worden  sei. 

Bei der Besichtigung des Kellers sei die Beschuldigte sehr laut geworden und habe 

den Geschädigten und die G._____ beschuldigt, ihren Partner, Herrn F._____, er-

mordet zu haben. Er sei an schwarzem Schimmel gestorben und die Liegenschaft 

sei von ihnen [G._____] quasi mit dem schwarzen Schimmel übergeben worden. 

Die Beschuldigte habe geredet wie ein Maschinengewehr, sei sehr laut gewesen 

und hin- und hergesprungen. Er und die anderen beiden (der Geschädigte und der 

spätere Zeuge E._____) hätten immer wieder versucht, ihr vernünftig zu antworten. 

Als der Geschädigte irgendetwas – in normalem Ton – zur Beschuldigten gesagt 

habe,  sei  diese  völlig  ausgeflippt  und  habe  den  Geschädigten  aufs  Übelste  be-

schimpft.  Er  habe  in  Erinnerung,  dass  die  Beschuldigte  den  Geschädigten  mit 

"Dreck", "Sie sind Abschaum", "Depp" sowie als "Quasimodo von Herrn D._____" 

bezeichnet habe (Urk. D1/3/2, F/A 11 f.). In Bestätigung des Geschädigten schil-

derte der Zeuge auch die zweite Phase, als die Besichtigung abgebrochen worden 

sei.  Der  Zeuge  sagte  dazu:  "Wir  waren  alle  drei  völlig  auf  180  und  hatten  einen 

erhöhten Herzschlag und waren völlig irritiert ab dem Erlebten und durcheinander. 

Wie soll man auch sein, nach so einer schrägen Szene mit Geschrei, Beschuldi-

gungen und Tätlichkeiten". Die Beschuldigte sei ihnen völlig überraschend nachge-

laufen.  Dann  sei  ihr  Fokus  auf  dem  Geschädigten  gewesen  und  dann  sei  diese 

heftige Todesdrohung gekommen. Konkret sagte der Zeuge D._____: "Wenn ich 

mich richtig erinnere, ging es in die Richtung, dass sie dafür sorge, dass er einen 

elenden Tod sterben werde und auf einem Totenbett an sie denken werde. Unsere 

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Irritation von vorher wurde noch getoppt nach so einer harten Drohung." Sie seien 

dann ins Café nebenan gegangen, um sich zu sammeln und das Ganze ein biss-

chen zu verarbeiten. Die Drohung sei mit einer Ernsthaftigkeit und Vehemenz daher 

gekommen, wie er das noch nie erlebt habe (Urk. D1/3/2 F/A 11). 

5.2.  Auch  diese  Schilderungen  wirken  glaubhaft,  da  sie  einen  stimmigen  Ablauf 

beinhalten und von Emotionen geprägt sind, die für Erlebtes sprechen. Zudem sind 

die  Schilderungen  mit  den  Hintergrundthemen  der  Miete  und  des  Todes  des 

Mieters (Herr F._____) verknüpft, wie sie auch die Beschuldigte – als Gegenvor-

würfe – aufbrachte. 

6.  Der Zeuge E._____ nahm als Vertreter der Vermieterin/Verwalterin (H._____ 

AG) an der Besichtigung teil (Urk. D1/3/3 F/A 6 ff.). Er bestätigte, dass die Beschul-

digte den Geschädigten damals beschimpft und mit dem Tod bedroht habe, aber 

an den genauen Wortlaut vermochte er sich nicht mehr zu erinnern. Es sei sicher 

eine aufgeheizte Stimmung gewesen (Urk. D1/3/3 F/A 8). Er schilderte die Situation 

im  Keller  und  nach  dem  Verlassen  der  Liegenschaft  grundsätzlich  gleich  (Urk. 

D1/3/3 F/A 11 ff.). Der Vorfall habe ihn natürlich auch mitgenommen, das erlebe 

man ja nicht oft (Urk. D1/3/3 F/A 21). Damit findet die Darstellung des Geschädigten 

im Kern ebenfalls Bestätigung. 

7.  Mit  der  Vorinstanz  kann  zusammenfassend  festgehalten  werden,  dass  die 

Beschuldigte nur die Bezeichnung Quasimodo anerkannte, sie im Übrigen die Vor-

würfe pauschal bestritt und immer wieder die mietrechtliche Streitigkeit und den im 

Atelier vorhandenen Schimmel in den Vordergrund rückte (Urk. 24 S. 15). Ihre wort-

klauberischen  Erklärungen  zur  vorgeworfenen  Todesdrohung  (Totenbett/Teufel) 

überzeugen schon grundsätzlich nicht. Sie werden aber durch die klaren Schilde-

rungen  des  Geschädigten  (ebenfalls  als  Zeuge  einvernommen)  und  der  Zeugen 

widerlegt. Auch wenn diese sich nach dem Vorgefallenen gemeinsam besprachen, 

um sich zu sammeln, ist darin keine Absprache für spätere Aussagen zu erkennen. 

Einerseits ist diese Nachbesprechung nachvollziehbar, weil alle drei Zeugen von 

einem  für  sie  ausserordentlichen  Erlebnis  sprachen  ("Wir  waren  sehr  durch  den 

Wind",  so  selbst  der  am  wenigsten  betroffene  Zeuge  E._____,  vgl.  Urk.  D1/3/3 

F/A 28). Zudem schildern vor allem der Geschädigte und der Zeuge D._____ die 

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Ereignisse detailreich, geprägt von Emotionen und in einem stimmigem Ablauf. Die 

Schilderungen  decken  sich  inhaltlich  und  auch  mit  der  im  Kern  vom  Zeugen 

E._____  beschriebenen  Beschimpfung  und  der  Todesdrohung.  Entgegen  der 

Beschuldigten  bestehen  sodann  keine  Hinweise  für  ein  "abgekartetes  Spiel" 

zwischen dem Geschädigten und den Zeugen D._____ und E._____. Die erstma-

lige  Aussage  der  Beschuldigten  vor  Berufungsinstanz,  sie  könne  ausschliessen, 

die ihr vorgeworfenen Kraftausdrücke gesagt zu haben, muss vor dem Hintergrund 

ihrer früheren Depositionen, wo sie sich zeitnah zum Vorfall nicht mehr daran erin-

nern  wollte,  als  Schutzbehauptung  qualifiziert  werden.  Insbesondere  ist  darauf 

hinzuweisen,  dass  sie  zumindest  bei  der  staatsanwaltschaftlichen  Einvernahme 

vom  9. März  2023  nicht  mehr  in  Haft  war  und  deshalb  jedenfalls  da  die  von  ihr 

geltend gemachte haftbedingte Ausnahmesituation nicht mehr bestand.

8.

Damit  ist  mit  der  Vorinstanz  erstellt,  dass  die  Beschuldigte  am  27.  Februar 

2023  die  in  der  Anklageschrift  umschriebenen  Drohungen  und  Beschimpfungen 

gegen  den  Geschädigten  ausgestossen  hat.  Nachvollziehbar  und  aufgrund  der 

glaubhaften Aussagen des Geschädigten erstellt ist – entgegen den Vorbringen der 

Beschuldigten – weiter, dass dieser dadurch in grosse Angst versetzt wurde bzw. 

ernsthaft um die eigene körperliche Unversehrtheit fürchtete und ihn die Kraftaus-

drücke tatsächlich in seiner Ehre verletzten. 

IV. Rechtliche Würdigung

1.

Die Vorinstanz würdigte den erstellten Sachverhalt gemäss Dossier 2 zutref-

fend als Drohung im Sinne von Art. 180 (Abs. 1) StGB sowie als Beschimpfung im 

Sinne von Art. 177 StGB (Urk. 24 S. 18 f.). 

2.1. Der  Drohung  im  Sinne  von  Art.  180  Abs.  1  StGB  macht  sich  schuldig,  wer 

jemanden durch schwere Drohung in Angst oder Schrecken versetzt. Der objektive 

Tatbestand  setzt  voraus,  dass  der  Drohende  seinem  Opfer  ein  künftiges  Übel 

ankündigt oder in Aussicht stellt. Erforderlich ist ein Verhalten, das geeignet ist, die 

geschädigte Person in Angst oder Schrecken zu versetzen. Dabei ist ein objektiver 

Massstab  anzulegen,  wobei  in  der  Regel  auf  das  Empfinden  eines  vernünftigen 

Menschen  mit  einigermassen  normaler  psychischer  Belastbarkeit  abzustellen  ist 

-   14   -

(OGer ZH SB200131 vom 9. Juni 2020, S. 13). Vorausgesetzt wird weiter, dass die 

betroffene Person tatsächlich in Angst oder Schrecken versetzt wird, was sich im 

Verlust  des  Sicherheitsgefühls  des  Bedrohten  niederschlägt  (PK  StGB-Trech-

sel/Mona, Art. 180 N 3 m.w.H.; BSK StGB-Delnon/Rüdy, Art. 180 N 10; BGE 141 

IV 1). Tritt dieser tatbestandsmässige Erfolg nicht ein, kommt nur eine Verurteilung 

wegen versuchter Drohung in Betracht (BGer 6B_1282/2016 vom 14. September 

2017, E. 2.2). In subjektiver Hinsicht muss der Täter mit dem Vorsatz handeln, das 

Opfer  in  Angst  und  Schrecken  zu  versetzen  und  eine  dafür  objektiv  geeignete 

Drohung zu verwenden, wobei Eventualvorsatz genügt.

2.2.  Indem die Beschuldigte in ihrer sehr aufgebrachten Erregung zum Geschä-

digten  sagte,  dass  er  "an  einem  schlimmen  Tod  sterben  werde  und  sie  nichts 

anderes mehr zu tun hätte, als eben dafür zu sorgen, dass er sie nicht unterschät-

zen solle und dass er auf seinem Totenbett als letztes an sie denken werde", stellte 

sie ihm den Tod und damit den schwerstmöglichen Nachteil in Aussicht. Es ist sehr 

nachvollziehbar,  dass  sich  der  Geschädigte  deswegen  bedroht  und  jedenfalls  in 

seinem  Sicherheitsgefühl  beeinträchtigt  fühlte.  Unwesentlich  ist,  ob  die  Beschul-

digte ihre Drohung ernst meinte (BSK StGB-Delnon/Rüdy, Art. 180 N 18). Sie war 

– gerade im gegebenen Kontext, in welchem die Beschuldigte dem Geschädigten 

und  seinen  Begleitern  die  Schuld  am  Tod  ihres  Lebenspartners  gab  –  jedenfalls 

geeignet, jemanden in Angst zu versetzen, was sie vorliegend erstelltermassen auf-

grund der Vehemenz denn auch bewirkte und was die Beschuldigte wollte (wovon 

auch die Vorinstanz ausging; Urk. 24 S. 22). Der Tatbestand der Drohung im Sinne 

von Art. 180 Abs. 1 StGB ist daher in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt.

3.1.  Eine  Beschimpfung  im  Sinne  von  Art.  177  StGB  begeht,  wer  jemanden  in 

anderer  Weise  (als  durch  die  in  Art.  173  f.  StGB  genannten  Tatbestände)  durch 

Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift. 

3.2.  Gemäss erstelltem Sachverhalt betitelte die Beschuldigte den Geschädigten 

als "Dreck", "Abschaum", "Depp" sowie als "Quasimodo von Herrn D._____". Dass 

es  sich  bei  den  ersten  drei  Begriffen  um  ehrverletzende  Äusserungen  handelt, 

bedarf keiner weiteren Ausführungen. Damit ist der Tatbestand von Art. 177 StGB 

bereits  durch  die  drei  Kraftausdrücke  zweifelsfrei  erfüllt.  Die  Vorinstanz  wies  der 

-   15   -

Vollständigkeit  halber  in  Bezug  auf  die  Bezeichnung  "Quasimodo  von  Herrn 

D._____" darauf hin, dass Quasimodo allgemein als hässliche und körperlich de-

formierte literarische Figur bekannt sei. Es möge zwar zutreffen, dass Quasimodo 

nebst seinem missgestalteten Erscheinungsbild auch ehrenwerte Charaktereigen-

schaften aufweise, doch hätten diese für die Beschuldigte sicherlich nicht im Vor-

dergrund gestanden. Vielmehr sei vor dem Hintergrund der offenkundigen Wut ge-

genüber dem Geschädigten davon auszugehen, dass die Beschuldigte den Begriff 

Quasimodo  als  Schimpfwort  verwendete,  gab  sie  doch  in  ihrer  Einvernahme  an, 

dass sie den Geschädigten weder als Subjekt noch als Mensch, sondern als Qua-

simodo  sehe,  und  sie  den  Geschädigten  dadurch  möglicherweise  beleidigt  habe 

(vgl. Urk. D1/2/3 F/A 6). Dem ist zuzustimmen (Urk. 24 S. 18 f.), und die entspre-

chenden Erwägungen finden ihre Bestätigung in den folgenden Aussagen der Be-

schuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung: "Nein, ich wollte damit einfach 

klar machen, dass ich nicht so jemand bin, mit dem er einfach so umgehen kann. 

Ich weiss nicht, wie intelligent dieser Mensch ist. Ich möchte ihm nichts Böses, aber 

Quasimodo war auch ein bisschen liebevoll gemeint, nach dem Motto, wenn es bei 

dir da oben nicht ganz richtig ist, so wie du dich bis jetzt verhältst, kann ich nicht 

davon ausgehen, dass du weisst, was du tust." (Prot. II S. 10). Indem die Beschul-

digte den Begriff in dieser Form in den Kontext mit der Intelligenz des Geschädigten 

stellt und angesichts des Umstands, dass sie Quasimodo in einer Situation aus-

sprach, in welcher sie sich vom Geschädigten belästigt fühlte, aufgebracht war und 

ihrerseits ihm gegenüber auch andere unmissverständliche Kraftausdrücke fielen, 

wird deutlich, dass sie auch Quasimodo als Schimpfwort und in Beleidigungsab-

sicht verwendet hat. Damit erfüllt auch die Bezeichnung als Quasimodo den Tatbe-

stand von Art. 177 StGB, womit die Vorinstanz den Einwand der Verteidigung, es 

mangle hier am objektiven Tatbestand (Urk. 17 S. 11 f.), zu Recht verworfen hat. 

Subjektiv wollte die Beschuldigte den Geschädigten mit den Kraftausdrücken in sei-

ner Ehre verletzen. Die Äusserungen erfolgten in einem Redeschwall und sind ent-

sprechend als Tateinheit zu qualifizieren.

-   16   -

V. Sanktion und Vollzug

1.  Die Vorinstanz bestrafte die Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 150 Tages-

sätzen zu CHF 30.00, wovon 2 Tage als durch Haft erstanden angerechnet wurden, 

sowie mit einer (Verbindungs-)Busse von CHF 300.00 (Urk. 24, Dispositiv-Ziffer 2). 

Anlässlich  der  Berufungsverhandlung  beantragte  die  Beschuldigte  eine  milde 

Strafe für die von ihr anerkannte Urkundenfälschung (Prot. II S. 11). Die Staatsan-

waltschaft verlangt die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids (Urk. 29).

2.1.  Die  Vorinstanz  hat  die  theoretischen  Grundlagen  der  Strafzumessung  im 

angefochtenen Urteil korrekt dargelegt, weshalb zur Vermeidung von Wiederholun-

gen vorab darauf (Urk. 24 S. 19 ff.) und auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

hierzu  zu  verweisen  ist  (u.a.  BGE  136  IV  55  E.  5.4  ff.  mit  Hinweisen;  BGE  144 

IV 217 E. 3.5.1 ff.). Der Vorinstanz kann auch in der Anwendung dieser Grundsätze 

auf  den  konkreten  Fall  im  Sinne  der  nachfolgenden  Erwägungen  überwiegend 

beigepflichtet werden. 

2.2.  Zu  Recht  erachtete  die  Vorinstanz  die  Urkundenfälschung  im  Sinne  von 

Art. 251  Ziff.  1  StGB  als  schwerstes  Delikt  und  verneinte  ausserordentliche 

Umstände  für  ein  Verlassen  des  ordentlichen  Strafrahmens  (Urk.  24  S.  20).  In 

Bezug auf die Strafart steht im Berufungsverfahren – nebst einer allfälligen Verbin-

dungsbusse,  wie  sie  die  Vorinstanz  festgelegt  hat  –  aufgrund  des  Verschlechte-

rungsverbots nur noch eine Geldstrafe zur Disposition (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

2.3.  Zum  Fälschen  des  Betreibungsregisterauszugs  für  eine  Wohnungsbewer-

bung ist beim objektiven Tatverschulden zu bemerken, dass die Beschuldigte recht 

dilettantisch vorging. Die Fälschung wurde von der Adressatin denn auch sogleich 

bemerkt. Die Beschuldigte erhoffte sich einen Vorteil bei der Wohnungssuche und 

handelte mit direktem Vorsatz. Ihr Motiv war insofern rein egoistisch. Berücksichtigt 

man  allerdings  ihre  damaligen  schwierigen  Lebensumstände,  so  führt  dies  –  in 

Abweichung von der Vorinstanz – zu einem bloss leichten Verschulden. Dies recht-

fertigt eine hypothetische Einsatzstrafe von 60 Tagessätzen Geldstrafe. 

2.4.  Die Vorinstanz erachtete das Verschulden der Beschuldigten in Bezug auf die 

Drohung als insgesamt leicht (Urk. 24 S. 22). Sie wies zu Recht darauf hin, dass 

-   17   -

mit  der  Todesdrohung  das  höchste  Rechtsgut  –  das  Leben  –  im  Fokus  stand, 

andererseits die Äusserung spontan und im Rahmen der Auseinandersetzung um 

die mietrechtliche Streitigkeit erfolgte. Richtig ist auch, dass die Beschuldigte vor-

sätzlich handelte. Die von der Vorinstanz ermittelte Einzelstrafe von 60 Tagesätzen 

Geldstrafe erweist sich in der Gesamtbetrachtung bei einem leichten Verschulden 

als verschuldensadäquat.

2.5. Beim objektiven Tatverschulden der Beschimpfung ist zu beachten, dass die 

Beschuldigte dem Geschädigten die Kraftausdrücke "Dreck", "Abschaum", "Depp" 

sowie "Quasimodo" an den Kopf warf. Diese sind – tatbestandsmässig – erniedri-

gend und beleidigend, aber im Vergleich zu anderen denkbaren Beschimpfungen 

nicht als derart schwerwiegend zu qualifizieren, wie die Vorinstanz richtig schloss 

(Urk.  24  S.  22).  Das  Tatverschulden  in  objektiver  Hinsicht  als  leicht  zu  werten, 

erscheint  daher  angemessen.  Es  wird  durch  die  subjektive  Tatschwere  (vorsätz-

liches Handeln, Auseinandersetzung um die mietrechtliche Streitigkeit) nicht relati-

viert. Die von der Vorinstanz ermittelte Einzelstrafe von 20 Tagessätzen Geldstrafe 

erscheint angemessen.

2.6.  Die  Vorinstanz  gelangte  in  Anwendung  des  Asperationsprinzips  zu  einer 

Gesamtstrafe von 160 Tagesätzen (welche zufolge Verbindungsbusse hernach auf 

150  Tagessätze  reduziert  wurde;  Urk.  24  S.  25).  Sie  berücksichtigte  dabei  den 

engen  sachlichen  Zusammenhang  der  Delikte,  wozu  sie  auf  BGer  6B_466/2013 

vom 25 Juli 2013 E.2.3.4. verwies (Urk. 24 S. 23). Im Ergebnis (160 Tagesätze) 

entspricht die Rechnung der Vorinstanz allerdings fast einer Addition der von ihr 

ermittelten  Einzelstrafen  (170  Tagessätze)  und  wird  damit  den  Grundsätzen  der 

Gesamtstrafenbildung und der Asperation nicht gerecht. Angemessen erscheint es 

nunmehr,  die  hypothetische  Einsatzstrafe  von  60  Tagesätzen  Geldstrafe  um 

40 Tagessätze für die Drohung und um 10 Tagessätze für die Beschimpfung auf 

110 Tagessätze Geldstrafe zu erhöhen.

2.7. Zur  Täterkomponente  hat  die  Vorinstanz  das  Erforderliche  festgestellt  und 

namentlich  zu  Recht  darauf  hingewiesen,  dass  sich  diese  nicht  auf  die  auszu-

fällende Strafe auswirkt (Urk. 24 S. 24). Die Berufungsverhandlung hat nichts erge-

ben, was zu einer anderen Einschätzung führen würde. Das sehr späte Geständnis 

-   18   -

in Bezug auf die Urkundenfälschung erfolgte unter erdrückender Beweislage und 

zeugt weder von Einsicht noch aufrichtiger Reue (vgl. Prot. II S. 11). Es fällt ent-

sprechend nicht strafmindernd ins Gewicht.

2.8. Die Vorinstanz hat den Tagessatz aufgrund der damaligen persönlichen und 

wirtschaftlichen  Verhältnisse  der  Beschuldigten  auf  Fr.  30.00  festgelegt  (Urk.  24 

S. 25). Die Beschuldigte lebt in sehr engen finanziellen Verhältnissen und ist auf 

die Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen. Mit Verweis auf die Lehre erscheint 

es in der vorliegenden Konstellation angesichts der desolaten finanziellen Situation 

und der relativ hohen Anzahl ausgefällter Tagessätze angemessen, den Tagessatz 

auf  Fr.  10.00  zu  reduzieren,  um  ihrer  wirtschaftlichen  Belastbarkeit  gerecht  zu 

werden und der Gefahr der Entsozialisierung entgegenzuwirken (BSK StGB-Dolge, 

Art. 34 N 48; vgl. auch BGE 134 IV 60 E. 5 f.).

2.9. Demnach ist die Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu 

Fr. 10.00 zu bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft von zwei Tagen.

2.10.  Der  amtliche  Verteidiger  hatte  vor  Vorinstanz  beantragt,  trotz  vorliegender 

Schnittstellenproblematik auf eine Verbindungsbusse ausnahmeweise zu verzich-

ten.  Dies  begründete  er  mit  der  damaligen  absoluten  Ausnahmesituation,  in  der 

sich die Beschuldigte damals und auch im Zeitpunkt der Hauptverhandlung befun-

den habe (Urk. 17 S. 12 f.). Letzteres ist in Bezug auf den Tatzeitpunkt nachvoll-

ziehbar (vgl. auch Prot. I S. 10 f.). Zudem erscheint es – entgegen der Vorinstanz – 

auch nicht notwendig, durch eine Verbindungsbusse der Strafe zusätzlichen Nach-

druck zu verleihen (Urk. 24 S. 25). Vielmehr ist davon auszugehen, dass auch eine 

bedingte  Geldstrafe  sowie  die  von  der  Beschuldigten  zu  tragenden  Verfahrens-

kosten  in  casu  eine  genügende  Warnwirkung  zeigen,  weshalb  von  einer  Verbin-

dungsbusse abzusehen ist.

2.11. Im Einklang mit der Vorinstanz und unter Beachtung des Verschlechterungs-

verbots ist der Vollzug der Geldstrafe in Berücksichtigung der Ersttäterschaft der 

Beschuldigten  aufzuschieben,  unter  Ansetzung  einer  Probezeit  von  zwei  Jahren 

(Urk. 24 S. 26 f.). 

-   19   -

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1

Es  bleibt  bei  einem  vollumfänglichen  Schuldspruch.  Entsprechend  sind  die 

Kosten  der  Untersuchung  und  des  erstinstanzlichen  Gerichtsverfahrens  der 

Beschuldigten vollumfänglich aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Die vorinstanz-

liche Kostenauflage, inkl. Rückforderungsvorbehalt (Ziff. 7-8), ist daher zu bestäti-

gen.

2.

Die  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  praxisgemäss  auf 

CHF 3'000.00 festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 GebV 

OG).

3.

Im  Berufungsverfahren  unterliegt  die  Beschuldigte  mit  ihren  Anträgen  auf 

Freispruch betreffend Dossier 2 mit entsprechenden Kosten- und Entschädigungs-

folgen. Der Rückzug der Berufung betreffend Dossier 1 anlässlich der Berufungs-

verhandlung kommt sodann einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Da 

die Sanktion als Ganzes im Verhältnis zum erstinstanzlichen Urteil nunmehr etwas 

zu Gunsten der Beschuldigten ausfällt (tiefere Geldstrafe und Wegfall der Verbin-

dungsbusse), erscheint es gerechtfertigt, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit 

Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, zu 3/4 der Beschuldigten aufzu-

erlegen  und  zu  1/4  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen.  Die  Kosten  der  amtlichen 

Verteidigung sind zu 1/4 definitiv und zu 3/4 einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  Die  Rückzahlungspflicht  der  Beschuldigten  ist  gemäss  Art.  135  Abs.  4 

StPO im Umfang von 3/4 vorzubehalten.

4.

Der vormalige amtliche Verteidiger der Beschuldigten hat seine Aufwendun-

gen dargelegt (Urk. 37). Diese sind ausgewiesen. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ ist 

dementsprechend für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren mit Fr.  814.60 

aus der Gerichtskasse zu entschädigen (vgl. die bereits erfolgte Auszahlung vom 

14. November 2024 [Urk. 37 A]). 

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, 

vom 8. April 2024, wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

-   20   -

"Es wird erkannt:

1. 

Die Beschuldigte ist schuldig

der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB,

(…),

(…).







2.-4.- (…)

5.

Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 7'800.– (inkl. MWST) aus der Gerichts-

kasse entschädigt.

6.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

1'500.–

; die weiteren Kosten betragen:

Fr.

3'000.–

  Gebühr für das Vorverfahren,

Fr.

7'800.–

  amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

7.-8. (…)

9.

(Mitteilungen)

10.

(Rechtsmittel)"

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1.

Die Beschuldigte A._____ ist überdies schuldig





der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB sowie

der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB.

2.

Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu 

Fr. 10.00, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind.

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

-   21   -

4.

5.

Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 7 und 8) wird bestätigt.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

814.60

  vormalige  amtliche  Verteidigung  (inkl.  8,1%  MWSt; 
  bereits ausbezahlt)

6.

Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens,  mit  Ausnahme  der  Kosten  der 

vormaligen amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten zu 3/4 aufer-

legt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.

7.

Die  Kosten  der  amtlichen  Verteidigung  werden  zu  1/4  definitiv  und  zu  3/4 

einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  genommen.  Die  Rückzahlungspflicht  der 

Beschuldigten  bleibt  gemäss  Art.  135  Abs.  4  StPO  im  Umfang  von  3/4 

vorbehalten.

8.

Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an







die Beschuldigte (versandt)

den vormaligen amtlichen Verteidiger im Dispositiv-Auszug (Beschluss 
Ziff. 1 und Urteil Ziff. 5-7) (versandt)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an





die Beschuldigte 

die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an









die Vorinstanz

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 
DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"

das Migrationsamt des Kantons Zürich

9. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

-   22   -

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 18. Februar 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. M. Langmeier

MLaw A. Donatsch

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht 

bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe de-

finitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 

bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.