# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b8cd5c2-0ac8-51ca-8e68-a7d74581b840
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.11.2009 ZK1 2009 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-6_2009-11-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 02. November 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 6

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 13. September 2010 abgewiesen worden, soweit darauf einzutreten war).

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst
RichterInnen Präsident Brunner und Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuarin Duff Walser

In den zivilrechtlichen Berufungen

des X., Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Guido Hensch, Gotthardstrasse 21, 8027 Zürich, 

und

der Y., Beklagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Poststrasse 43, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 2. Dezember 2008, mitgeteilt am 4. 
Februar 2009, in Sachen des Klägers, Berufungsklägers und 
Anschlussberufungsbeklagten gegen die  Beklagte, Berufungsbeklagte und 
Anschlussberufungsklägerin,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X., geboren am 20. Mai 1959, und Y., geboren am 11. April 1957, 
heirateten am 30. Juli 1993 vor dem Zivilstandsamt C.. Aus der Ehe ging der Sohn 
S., geboren am 1. Februar 1995, hervor. 

Bis zur Trennung im Jahre 2005 lebte die Familie XY. in V..

 B. In einem von Y. am 25. Mai 2005 angestrengten Eheschutzverfahren 
vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Imboden wurde mit Verfügung vom 13. Juni 
2005 der gemeinsame Sohn S. unter die Obhut der Mutter gestellt, dem Vater ein 
Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt und die eheliche Wohnung in V. für die 
Dauer der Trennung Y. und dem Kind zur Benützung zugewiesen. Darüber hinaus 
wurde davon Vormerk genommen, dass die Mietkosten für die Familienwohnung 
in V. sowie jene für die Geschäftsräumlichkeiten der Ehefrau von total Fr. 2'177.60 
anstelle eines Unterhaltsbeitrages inklusive Kinderzulagen direkt vom Ehemann 
bezahlt werden und letzterer seiner Familie somit keinen weiteren Unterhalt 
schulde.

C. Auf Gesuch der Ehefrau änderte der Bezirksgerichtspräsident 
Imboden die Eheschutzverfügung vom 13. Juni 2005 ab und verpflichtete X. mit 
Verfügung vom 15. Mai 2006, seiner Familie ab 1. Mai 2006 für die effektive Dauer 
der Trennung monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'583.95 
(Fr. 800.-- für den Sohn S., Fr. 783.95 für Y.) zu entrichten (Ziff. 2) sowie 
rückwirkend ab 1. November 2005 bis April 2006 den Kapitalbetrag von Fr. 
4'778.40 zu bezahlen (Ziff. 4). Im Übrigen verfügte der Eheschutzrichter, dass die 
monatlichen Kosten für Wohnung und Büroraum weiterhin direkt vom Lohn des 
Ehemannes abgezogen werden sollten (Ziff. 3).

D. Ein dagegen gerichteter Rekurs des Ehemannes vom 7. Juni 2006 
hiess das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden mit Verfügung vom 6. 
Oktober 2006 teilweise gut. Es verpflichtete X., seiner Ehefrau und dem 
gemeinsamen Sohn S. ab 1. Mai 2006 bis und mit 31. Juli 2006 monatlich im 
Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'407.-- (Fr. 1'407.-- für die Ehefrau, 
Fr. 1'000.-- zuzüglich Kinderzulagen für S.) und ab 1. August 2006 für die weitere 
Dauer der Trennung Fr. 2'459.-- (Fr. 1'459.-- für die Ehefrau, Fr. 1'000.-- zuzüglich 
Kinderzulagen für S.) zu entrichten. Überdies wurde davon Vormerk genommen, 
dass die Mietkosten für die Wohnung und den Büroraum direkt von X. bezahlt und 
mit den festgelegten Unterhaltsbeiträgen in Verrechnung gebracht werden, womit 

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der zu überweisende Restbetrag vom 1. Mai 2006 bis 31. Juli 2006 Fr. 230.-- und 
ab 1. August 2006 Fr. 282.-- betrage.

E. In einem weiteren wiederum seitens der Ehefrau initiierten 
Eheschutzverfahren vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Imboden wurde X. mit 
Verfügung vom 19. März 2007 verpflichtet, der Ehefrau und dem gemeinsamen 
Sohn monatlich zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 117.-- ab 1. Dezember 2006 
bis 28. Februar 2007 sowie von Fr. 163.-- ab 1. März 2007 bis auf weiteres zu 
entrichten. Ferner nahm der Eheschutzrichter davon Vormerk, dass die Mietkosten 
für die Wohnung und den Büroraum von Y. weiterhin direkt von X. bezahlt werden.

F. Nach Ablauf der zweijährigen Trennungsfrist instanzierte X. am 10. 
März 2008 beim Vermittleramt C. die Scheidungsklage. Nachdem anlässlich der 
Sühneverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, bezog X. am 6. Mai 
2008 den Leitschein und reichte am 19. Mai 2008 beim Bezirksgericht Imboden 
die Prozesseingabe mit  folgenden Rechtsbegehren ein:

„1. Die Ehe der Parteien sei – gestützt auf die Norm von Art. 114 ZGB – 
zu scheiden.

2. Es seien - gestützt auf Art. 112 i.V. m. Art. 116 ZGB - die Nebenfolgen 
dieser Ehescheidung zu regeln.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“

Demgegenüber liess die Ehefrau in ihrer Prozessantwort vom 8. September 
2008 beantragen:

„1. Die am 31. Juli 1993 vor Zivilstandsamt C. geschlossene Ehe der 
Parteien sei zu scheiden.

2. Der gemeinsame Sohn S., geboren am 1. Februar 1995, sei unter die 
alleinige elterliche Sorge und Obhut der Mutter zu stellen.

3. Dem Kläger sei hinsichtlich seines Sohnes ein gerichtsübliches 
Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen.

4. Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt seines Sohnes jeweils 
im Voraus monatlich Fr. 1'000.-- zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. Dieser 
Unterhaltsbeitrag sei jedenfalls bis zur Mündigkeit des Kindes 
geschuldet, wobei ein weitergehender Anspruch nach Massgabe von 
Art. 277 Abs. 2 ZGB vorzubehalten sei.

5. Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau einen 
monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 
1'500.-- zu bezahlen. Dieser Unterhaltsbeitrag sei bis zum Erreichen 
des Pensionsalters der Ehefrau geschuldet.

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 hiervor seien gerichtsüblich 
zu indexieren.

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7. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien in güterrechtlicher 
Hinsicht bereits vollständig auseinandergesetzt sind.

8. Die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der beruflichen 
Vorsorge seien Datum Rechtskraft des Scheidungsurteils je hälftig zu 
teilen.

9. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge (zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer) zu 
Lasten des Klägers.“ 

In seiner Stellungnahme gemäss Art. 87 Abs. 2 ZPO vom 30. September 
2008 bestätigte der klägerische Rechtsvertreter seine Anträge in der 
Prozesseingabe.

Mit Beweisverfügung vom 2. Oktober 2008 wurde die Stellungnahme des 
Ehemannes aus dem Recht gewiesen, soweit sie den Rahmen von Art. 87 Abs. 2 
ZPO sprengt. 

G. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Imboden am 2. 
Dezember 2008 schlossen die Parteien aufgrund eines Vergleichsvorschlages 
des Bezirksgerichtspräsidenten eine Teilkonvention betreffend der 
Kinderzuteilung, des Kinderunterhalts und des Güterrechts. Mit Urteil vom 2. 
Dezember 2008, mitgeteilt am 4. Februar 2009, erkannte das Bezirksgericht 
Imboden schliesslich:

„1. Die am 30. Juli 1993 vor Zivilstandsamt C. geschlossene Ehe der   Y. 
und des X. wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden.

2. Der gemeinsame Sohn S., geboren am 1. Februar 1995, wird unter die 
alleinige elterliche Sorge der Mutter gestellt.

Dem Vater wird das Recht eingeräumt, seinen Sohn jeweils am ersten 
und dritten Wochenende eines jeden Monats zu besuchen bzw. zu sich 
auf Besuch zu nehmen und drei Wochen Ferien im Jahr mit ihm zu 
verbringen.

Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen 
können die Parteien das Besuchs- und Ferienrecht unter 
Berücksichtigung der Interessen des Kindes frei regeln.

3. X. wird verpflichtet, an den Unterhalt seines Sohnes S. einen 
monatlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 
zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu 
entrichten. Die Unterhaltspflicht dauert – vorbehältlich Art. 277 Abs. 2 
ZGB – bis zur Mündigkeit.

4. X. wird verpflichtet, Y. mit Wirkung ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis zu ihrem Eintritt ins Pensionsalter einen 
monatlich im Voraus zahlbaren nachehelichen Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 961.00 zu entrichten. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die 
Unterhaltspflicht.

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5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 hiervor werden an den 
Landesindex der Konsumentenpreise, Basis bei Rechtskraft des 
Scheidungsurteils, gebunden. Sie werden jährlich jeweils per 1. Januar 
aufgrund des Indexstandes des Monats November des Vorjahres dem 
veränderten Indexstand angepasst.

6. Für den Fall, dass der Mietzins von der Arbeitgeberin weiterhin zur 
Gänze (mithin im Betrage von Fr. 2'137.60) in Abzug gebracht wird, 
resultiert in Verrechnung mit den in Ziff. 3 und 4 hiervor genannten 
Unterhaltsbeiträgen zu Gunsten von X. ein Guthaben in Höhe von Fr. 
176.60 (Fr. 2'137.60 abzüglich Fr. 1'000.00 sowie abzüglich Fr. 
961.00). Diesfalls wird Y. verpflichtet, X. den genannten Betrag 
monatlich rückzuvergüten.

7. Der Schlüssel für die Aufteilung des Pensionskassenguthabens von X. 
bei der Pensionskasse der U.-Gruppe sowie des allfällig von Y. 
während der Ehe bei ihrer Freizügigkeitseinrichtung getätigten 
Vorbezuges wird auf je 50% festgelegt. Nach Eintritt der Rechtskraft 
des Entscheides über das Teilungsverhältnis erfolgt die Überweisung 
an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur 
Durchführung des weiteren Verfahrens.

8. Im Übrigen wird die anlässlich der Hauptverhandlung abgeschlossene 
Teil-Ehescheidungskonvention im Sinne von Art. 140 ZGB genehmigt.

9. (Kosten).

10. (Mitteilung).“

H. Dagegen liess X. mit Eingabe vom 23. Februar 2009 Berufung an 
das Kantonsgericht von Graubünden erklären. Seine Rechtsbegehren lauten:

„Ziffer vier des erstinstanzlichen Erkanntnis sei vollumfänglich aufzuheben; 
die Ziffern fünf und sechs - folgerichtig - anzupassen seien, mithin auch 
diese Ziffern die entsprechenden Abänderungen erfahren sollen. Alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten (und 
Appellatin).

Dem Appellanten sei auch für das Berufungsverfahren die vollumfängliche 
Rechtswohltat von UP/URB zuzugestehen.“

Mit Schreiben vom 6. März 2009 teilte die vorsitzende Richterin dem 
Berufungskläger mit, dass die Zuständigkeit zur Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 43 ZPO beim Einzelrichter liege, weshalb er ersucht 
werde, diesbezüglich ein separates Gesuch einschliesslich der erforderlichen 
Beilagen einzureichen. Am 4. Mai 2009 reichte X. daraufhin für das 
Berufungsverfahren vor Kantonsgericht ein separates Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ein, welches mit Verfügung vom 15. Mai 2009 (ERZ 09 107) 
gutgeheissen wurde. 

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I. Am 5. März 2009 liess Y. Anschlussberufung gegen das Urteil des 
Bezirksgerichts Imboden vom 2. Dezember 2008, mitgeteilt am 4. Februar 2009, 
erklären mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Die Berufung des X. vom 23. Februar 2009 sei vollumfänglich 
abzuweisen.

2. Ziffer 4 des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Imboden sei 
aufzuheben und X. sei zu verpflichten, an Y. mit Wirkung ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zu ihrem Eintritt ins Pensionsalter einen 
monatlich im Voraus zahlbaren nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'218.-- zu entrichten.

3. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer auf die 
ausseramtliche Entschädigung) zu Lasten des Berufungsklägers und 
Anschlussberufungsbeklagten.“

Gleichzeitig reichte Y. für das Berufungsverfahren vor Kantonsgericht ein 
Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ein, welchem mit 
Verfügung vom  26. März 2009 (ERZ 09 50) entsprochen wurde. 

Da die Berufungserklärung bereits eine Kurzbegründung enthielt, ordnete 
die vorsitzende Richterin mit Verfügung vom 23. April 2009 das schriftliche 
Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO an. Gleichzeitig setzte sie der 
berufungsklägerischen Partei Frist für die Ergänzung der Berufungsbegründung 
an, welche X. nach gewährter Fristerstreckung am 3. Juni 2009 beim 
Kantonsgericht einreichen liess. 

Ebenfalls innert erstreckter Frist reichte Y. am 14. Juli 2007 die 
Berufungsantwort ein.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die 
Erwägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Prozesserledigende Sachurteile der Bezirksgerichte bei 
Teileinigung oder Scheidung auf Klage können beim Kantonsgericht mit Berufung 
gemäss Art. 218 ff. ZPO angefochten werden (Art. 5h EGzZGB).

Beim angefochtenen Urteil des Bezirksgerichts Imboden handelt es sich um 
ein prozesserledigendes Sachurteil in einem Scheidungsverfahren auf Klage. Die 

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Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
vorliegenden Streitsache als Berufungsinstanz ist folglich gegeben.

b) Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit 
der schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge 
auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue 
Einreden, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). 

Die Berufung von X. vom 23. Februar 2009 gegen das Urteil des 
Bezirksgerichts Imboden vom 2. Dezember 2008, mitgeteilt am 4. Februar  2009, 
wurde frist- und formgerecht eingereicht, so dass darauf einzutreten ist.

c)  Der Berufungsbeklagte kann, wenn er nicht selbst auch Berufung 
eingelegt hat, innert der peremptorischen Frist von 10 Tagen seit Mitteilung der 
Berufungserklärung beim Präsidenten der ersten Instanz seine Anschlussberufung 
mit formulierten Anträgen einreichen (Art. 220 Abs. 1 ZPO). 

Die Mitteilung der Berufungserklärung an die Berufungsbeklagte erfolgte mit 
Schreiben des Bezirksgerichts Imboden vom 24. Februar 2009. Die von Edith   
Adelheid Kaholi-Schelbert am 5. März 2009 erhobene Anschlussberufung ist damit 
fristgerecht und darüber hinaus auch formgerecht erfolgt. Auf die 
Anschlussberufung ist folglich ebenfalls einzutreten.

2. Nach dem Wortlaut des in der Berufungserklärung (act. 01.1) 
formulierten Antrags verlangt X. lediglich die Aufhebung von Ziff. 4 des 
angefochtenen Urteils (unter entsprechender Anpassung der Ziff. 5 und 6), ohne 
dass explizit gesagt wird, in welchem Sinn der erstinstanzliche Entscheid 
abgeändert werden soll. In prozessualer Hinsicht stellt sich daher vorweg die 
Frage, ob vorliegend überhaupt ein genügender Berufungsantrag vorliegt. Durch 
die Verwendung des Attributes „vollumfänglich“ und die der Berufungserklärung 
beigefügte Kurzbegründung wird allerdings hinlänglich klar, dass der 
Berufungskläger die Verpflichtung zur Leistung von nachehelichem Unterhalt 
vollständig aufheben lassen will. In diesem Sinne wurde der Berufungsantrag 
denn auch von der Berufungsbeklagten verstanden (vgl. Berufungsantwort act. 15 
S. 3). Entsprechend ist diesbezüglich von einem genügenden Berufungsantrag 
auszugehen (vgl. PKG 1995 Nr. 15 Erw. 1 S. 69). 

3. In seiner Prozesseingabe vom 19. Mai 2008 (act. I./2) beantragte X., 
er sei zur Leistung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen für die Beklagte von Fr. 
1’000.-- bis  1. Februar 2013 und anschliessend Fr. 500.-- zu verpflichten. Mit 

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Stellungnahme vom 30. September 2008 (act. I./4) unterbreitete er sodann eine 
Bedarfsberechnung, hielt jedoch trotz des darin ermittelten Mankos und des 
Bestehens auf einer Berücksichtigung der sich aus der „neuen Familie“ 
ergebenden finanziellen Mehrbelastung an den Anträgen gemäss Prozesseingabe 
fest (vgl. act. I./4 S. 2 und S. 4 f.). Im Gegensatz zu seinem Antrag in der 
Berufungserklärung (act. 01.1), mit dem er die vollständige Aufhebung seiner 
nachehelichen Unterhaltspflicht gegenüber der Ehefrau anbegehrt, hat also der 
Berufungskläger in seinen vorinstanzlichen Rechtsschriften einen (abgestuften) 
Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau zugestanden. Entsprechend ist auch im 
angefochtenen Urteil die Bereitschaft des Ehemannes zur Bezahlung abgestufter 
Unterhaltsbeiträge von anfänglich Fr. 1'000.-- und in einer zweiten Phase noch Fr. 
500.-- vermerkt worden (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. I./8] S. 12 Erw. 5). Im 
Vergleich zum Verfahren vor Vorinstanz erweist sich der vorliegende 
Berufungsantrag folglich als neu, was gemäss Art. 138 Abs. 1 ZGB nur zulässig 
ist, wenn der neue Antrag durch neue Tatsachen oder Beweismittel veranlasst 
worden ist. Eine über das Bundesrecht hinausgehende Zulässigkeit der 
Klageänderung im Rechtsmittelverfahren kennt das bündnerische Recht nicht. 
Dieses konkretisiert das Bundesrecht lediglich insofern, als gemäss Art. 5d Abs. 2 
EGzZGB neue Anträge wie auch neue Tatsachen und Beweismittel bereits mit der 
Berufungserklärung zu stellen beziehungsweise darzulegen und – entgegen der 
Auffassung des Berufungsklägers (vgl. act. 01.1 S. 1) – zu begründen sind (vgl. 
PKG 2004 Nr. 1 Erw. 4.a. S. 8 f., Erw. 5.b. S. 11 sowie BGE 131 III 189). 

Gemäss der in der Berufungserklärung enthaltenen Kurzbegründung macht 
X. sinngemäss geltend, dass mit dem seiner Ehefrau zugesprochenen 
Unterhaltsbeitrag in sein durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
geschütztes Existenzminimum eingegriffen werde; mit dem ihm verbleibenden 
Einkommen von lediglich zirka Fr. 3'000.-- könne er seine neue, bald vierköpfige 
Familie mit Sicherheit nicht ernähren. Damit beruft er sich in zweierlei Hinsicht auf 
neue Tatsachen, nämlich einerseits auf die geplante Heirat der neuen 
Lebenspartnerin und die bevorstehende Geburt eines weiteren Kindes (weshalb 
ihm nicht bloss der Bedarf eines Einzelpersonenhaushalts angerechnet werden 
dürfe) und zum andern auf das Ungenügen des ihm verbleibenden Einkommens, 
welches sich aus der Unterhaltsverpflichtung für Ehefrau und Sohn insgesamt 
ergibt. Was Letzteres betrifft, liegt mit dem gemäss Teilkonvention vom 2. 
Dezember 2008 (act. I./8) vereinbarten Unterhaltsbeitrag für den Sohn S. in Höhe 
von Fr. 1'000.-- unbestreitbar eine neue Tatsache vor, welche den 
Berufungskläger berechtigt, den von ihm ursprünglich beantragten 

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Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau im Umfang der dem Sohn zugestandenen 
Erhöhung anzupassen. Dass der klägerische Rechtsvertreter gemäss Protokoll 
der Hauptverhandlung (act. I./7) vor der Vorinstanz auf eine solche Anpassung 
verzichtet zu haben scheint, vermag dem Berufungskläger dabei nicht zu schaden. 
Neue Tatsachen und Beweismittel können nämlich nach Art. 138 ZGB vorgebracht 
werden, unabhängig davon, ob es sich dabei um echte oder unechte Noven 
handelt. Es kommt nicht darauf an, ob die neuen Tatsachen und Beweismittel 
bereits vor Erlass des erstinstanzlichen Urteils existiert haben (unechte Noven) 
oder erst im Nachhinein (echte Noven) entstanden sind. Im Rechtsmittelverfahren 
in Scheidungssachen sind folglich von Bundesrechts wegen auch unechte Noven 
zulässig, welche an sich bereits im vorinstanzlichen Verfahren hätten eingebracht 
werden können (vgl. Christoph Leuenberger, in: Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 3. Aufl., Basel 2006 N 4 zu Art 138; Marcel 
Leuenberger, in: Schwenzer, FamKomm Scheidung, Bern 2005, N 6 zu Art. 138 
sowie PKG 2004 Nr. 1 Erw. 4.a S. 8). 

Was sodann die „neue Familie“ anbelangt, ist der Berufungsbegründung zu 
entnehmen (vgl. act. 11 S. 5), dass die Lebenspartnerin von X. eine Fehlgeburt 
erlitten hat. Diesbezüglich ist somit von vornherein keine neue Tatsache gegeben, 
welche den neuen Antrag des Berufungsklägers auf vollständige Aufhebung der 
nachehelichen Unterhaltspflicht zu begründen vermöchte. Aufrechterhalten bleibt 
allerdings die Behauptung des Berufungsklägers, dass er seine neue 
Lebenspartnerin zu heiraten beabsichtige. Insoweit liegt somit zweifelsohne eine 
neue Tatsachenbehauptung vor, womit von der Zulässigkeit des neuen Antrags 
um vollständige Aufhebung der nachehelichen Unterhaltspflicht auszugehen ist.

Ob die bevorstehende Heirat im vorliegenden Verfahren auch materiell zu 
berücksichtigen ist, bildet allerdings eine andere Frage, auf die jedoch weiter 
unten (vgl. Erw. 8. e. S. 18 f.) einzugehen sein wird.

4. Mit der schriftlichen Berufungsbegründung hat der Berufungskläger 
neu eine Verfügung der Gemeinde V. vom 4. Mai  2009 betreffend Ablehnung des 
Unterstützungsgesuches der neuen Lebenspartnerin (vgl. act.11.1) eingereicht.  

Wie oben dargelegt (vgl. Erw. 3 S. 8 f.), sind gemäss Art. 5d Abs. 2 
EGzZGB neue Anträge in der oberen kantonalen Instanz mit der 
Berufungserklärung zu stellen und kurz zu begründen. In der (schriftlichen oder 
mündlichen) Berufungsbegründung können daher keine neuen Tatsachen und 
Beweismittel mehr vorgebracht werden (vgl. zum Ganzen PKG 2004 Nr. 1 Erw. 

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4.a S. 8 f., Erw. 5.b. S. 11). Die mit der schriftlichen Berufungsbegründung neu 
eingelegte Urkunde ist folglich als verspätet im Sinne von Art. 5d Abs. 2 EGzZGB 
aus dem Recht zu weisen. 

5. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Berufungsverfahrens ist das 
Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 2. Dezember 2008, mitgeteilt am 4. 
Februar 2009, betreffend Ehescheidung, gegen welches der Ehemann - wie oben 
dargelegt - mit form- und fristgerechter Erklärung vom 23. Februar 2009 Berufung 
erheben liess. Dabei wird vom Berufungskläger einzig die Verpflichtung zur 
Leistung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrages von Fr. 961.-- (Ziff. 4 des 
Dispositivs) angefochten, wobei damit zusammenhängend auch eine Anpassung 
von Ziff. 5 (Indexklausel) und Ziff. 6 (bedingte Rückzahlungspflicht der Ehefrau bei 
Tilgung des Ehegatten- und Kindesunterhalts durch Abzug des Mietzinses vom 
Lohn des Ehemannes) verlangt wird. Die Ehefrau lässt ihrerseits mit fristgerechter 
Anschlussberufung vom 5. März 2009 ebenfalls die Aufhebung von Ziff. 4 des 
angefochtenen Urteils beantragen, wobei sie eine Erhöhung des nachehelichen 
Unterhaltsbeitrages auf Fr. 1'218.-- anbegehrt. Unangefochten bleiben 
demgegenüber die Zuteilung des Sohnes an die Mutter und das Besuchsrecht des 
Vaters (Ziff. 2), der  Schlüssel für die Aufteilung der Pensionskassenguthaben 
(Ziff. 7), die güterrechtliche Auseinandersetzung sowie die für den Sohn 
festgelegten Unterhaltsbeiträge. Gegenstand des vorliegenden 
Berufungsverfahrens bildet somit einzig die Frage, ob und wenn ja, in welcher 
Höhe Y. Anspruch auf nachehelichen Unterhalt besitzt. 

6. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den ihm gebührenden 
Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst 
aufzukommen, so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 
125 Abs. 1 ZGB). Der nacheheliche Unterhalt soll insbesondere den durch die 
Ehescheidung verursachten Veränderungen Rechnung tragen. Die Bestimmung 
konkretisiert die Prinzipien des sogenannten "clean break" und der nachehelichen 
Solidarität: Einerseits hat jeder Ehegatte – soweit immer möglich – für seinen 
Unterhalt selbst zu sorgen; das nacheheliche Unterhaltsrecht basiert in diesem 
Sinn auf dem Grundgedanken der Eigenversorgung der Ehegatten. Anderseits ist 
der eine Ehegatte zur Leistung von Geldbeiträgen an den andern verpflichtet, 
wenn dieser seine durch die Ehe allenfalls beeinträchtigte wirtschaftliche 
Selbstständigkeit nicht erreichen kann (vgl. dazu BGE 132 III 598 ff. Erw. 9.1 S. 
600; Urteil des Bundesgerichts vom 19. Oktober 2007 5C.53/2007 Erw. 3.1, mit 
weiteren Hinweisen).

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Was unter dem gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer 
angemessenen Altersvorsorge zu verstehen ist, bestimmen die Umstände des 
Einzelfalls. Massgebend beim Entscheid über einen nachehelichen 
Unterhaltsbeitrag sind die in Art. 125 Abs. 2 ZGB aufgezählten Kriterien. So sind 
die Dauer der Ehe, die von den Parteien während der Ehe vereinbarte 
Aufgabenteilung, die Lebensstellung während der Ehe, das Alter und die 
Gesundheit der Ehegatten, Einkommen und Vermögen, Umfang und Dauer der 
von den Ehegatten noch zu leistenden Betreuung der Kinder, die berufliche 
Ausbildung und die Erwerbsaussichten der Ehegatten, der mutmassliche Aufwand 
für die berufliche Eingliederung anspruchsberechtigter Personen sowie die 
Anwartschaften aus AHV und beruflicher oder privater Vorsorge, einschliesslich 
des voraussichtlichen Ergebnisses der Teilung der Austrittsleistungen zu 
berücksichtigen. Die erwähnten Kriterien sind sowohl für die Beantwortung der 
Frage, ob ein Unterhaltsanspruch besteht als auch zur Bestimmung von dessen 
Höhe und Dauer heranzuziehen. Aus dem Gesetzeswortlaut geht hervor, dass die 
Aufzählung in Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessender Natur ist, aber je nach 
Sachlage auch nicht alle der genannten Kriterien zu berücksichtigen sind (Thomas 
Sutter/Dieter Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 1999, 
N 76 f. zu Art. 125 ZGB). Die nacheheliche Unterhaltspflicht wird in Art. 125 ZGB 
offen umschrieben, so dass das Gericht entsprechend über einen weiten 
Ermessensspielraum verfügt (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136, Erw. 3.a S. 141 = Pra 
2001 Nr. 148).

7. Ausgehend von den oben dargelegten Grundsätzen und den 
Einwendungen der Parteien ist im Folgenden die vorinstanzliche Bemessung des 
nachehelichen Unterhalts zu überprüfen, wobei jedoch vorweg einige 
Bemerkungen zum vorinstanzlichen Urteil und Verfahren anzubringen sind.

a) Als erstes bleibt zu bemerken, dass sich sowohl in den äusserst 
knapp gehalten Rechtsschriften und entsprechend auch im vorinstanzlichen Urteil 
keinerlei Erwägungen zum ehelichen Standard und zur Rollenverteilung während 
der Ehe finden. So beschränkte sich der Rechtsvertreter des Ehemannes in seiner 
Prozesseingabe vom 19. Mai 2008 (act. I./2) praktisch auf einen Verweis auf das 
im Jahre 2005 geführte Eheschutzverfahren (vgl. act. II.3) sowie die Stellung 
seiner Anträge (bis 1. Februar 2013 monatlich Fr. 500.-- für den Sohn und Fr. 
1'000.-- für die Ehefrau, anschliessend bis 11. April 2020 noch monatlich Fr. 500.-- 
für die Frau) und unterbreitete schliesslich mit Stellungnahme vom 30. September 
2008 (act. I./4) unter Bestätigung seiner Anträge eine allerdings nur teilweise mit 
Urkunden belegte Bedarfsberechnung. Der Rechtsvertreter der Ehefrau 

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beantragte demgegenüber in der Prozessantwort (act. I./3) unter Verweis auf die 
im Oktober 2006 ergangene Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums betreffend 
Abänderung der Eheschutzmassnahmen (act. III./8) Unterhaltsbeiträge von Fr. 
1'500.-- für die Ehefrau bis zum Erreichen des Pensionsalters sowie Fr. 1'000.-- 
für den Sohn und nahm dabei immerhin eine aktuelle Bedarfsberechnung auf 
Basis eines gemeinsamen Haushalts des Ehemannes mit der neuen 
Lebenspartnerin und der aus dieser Beziehung hervorgegangenen Tochter vor. 
Zum ehelichen Standard, der während der Ehe gelebten Rollenteilung und dem 
beruflichen Werdegang der Ehefrau äusserte er sich aber ebenfalls mit keinem 
Wort. Dementsprechend fehlt es auch im angefochtenen Urteil an diesbezüglichen 
Ausführungen. In welchem Umfang und seit wann Y. vor der Trennung 
erwerbstätig war, ist demzufolge ebenso wenig bekannt wie die berufliche 
Ausbildung der Ehefrau. 

Aus den verschiedenen eheschutzrichterlichen Verfügungen geht aber 
immerhin hervor, dass Y. zu Beginn der Trennung eine selbständige 
Erwerbstätigkeit als Kinesiologin ausübte und dabei nach Abzug der 
Geschäftsunkosten und Versicherungen ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 
2'663.-- (act. II./3 S. 6) beziehungsweise Fr. 2'136.-- (act. III./8 S. 11 f.) erzielte. 
Überdies ist daraus zu entnehmen, dass die Ehefrau anfangs 2006 schwer 
erkrankte und deswegen ab 1. März 2006 Krankentaggelder in Höhe von rund Fr. 
4'000.-- (act. III./8 S. 12) respektive Fr. 3'204.-- (Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7 S. 
9) bezog, wobei damit aber auch die weiterhin laufenden Geschäftsunkosten etc. 
zu bezahlen waren. Ab März 2007 konnte Y. ihre Erwerbstätigkeit sodann 
zumindest in beschränktem Umfang wieder aufnehmen, ohne dass sich jedoch 
ihre Einkommenssituation dadurch nennenswert verbessert hätte (vgl. Proz. Nr. 
130-2006-191 act. I./7 S. 12/13). Ausgewiesen ist ferner, dass die Ehefrau wegen 
des Wegfalls der Krankentaggelder im Jahre 2008 vorübergehend von der 
Gemeinde V. öffentlich-rechtlich unterstützt werden musste (act.  III./19) und sie 
weiterhin nur beschränkt arbeitsfähig war (act. III./17 und act. III./22). 
Entsprechend ist die Vorinstanz hinsichtlich der Ehefrau für die Zukunft von einer 
50 - 60%-igen Arbeitsfähigkeit und einem erzielbaren Verdienst in Höhe des im 
letzten Eheschutzverfahren angerechneten Einkommens von Fr. 3'204.-- 
ausgegangen (vgl. vorinstanzliches Urteil act. I./8 S. 18), was im 
Berufungsverfahren weder vom Ehemann noch von der Gegenpartei beanstandet 
wird. Ebenfalls unbestritten bleibt sodann die vorinstanzliche Feststellung, dass 
die Ehe der Parteien als lebensprägend zu erachten ist, was mit Blick auf die 

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Dauer der Ehe von über zehn Jahren und die Tatsache, dass aus ihr ein Kind 
hervorgegangen ist, denn auch zutreffend erscheint.  

b) Was zudem die vorinstanzliche Bedarfsberechnung (vgl. Urteil act. 
I./8 S. 15 f.) betrifft, wird diese erst in Verbindung mit der dort erwähnten 
Eheschutzverfügung vom 19. März 2007 (Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7) 
nachvollziehbar. Die Vorinstanz hat zwar in ihren nachfolgenden Erwägungen 
gewisse Positionen des Bedarfs der Ehefrau erläutert. Der für den Ehemann 
berücksichtigte Bedarf wird hingegen mit keinem Wort kommentiert, obschon er 
wesentlich von den Parteistandpunkten abweicht. Folglich bleibt völlig im Dunkeln, 
inwieweit den vom Ehemann behaupteten zusätzlichen Familienlasten 
beziehungsweise den von der Ehefrau geltend gemachten Einsparungen zufolge 
des gemeinsamen Haushalts seitens der Vorinstanz Rechnung getragen wurde. 
Die genannte Eheschutzverfügung musste somit, da sie gemäss Aktenverzeichnis 
(act. 02./1) von der Vorinstanz nicht überwiesen wurde, nachträglich beigezogen 
werden. 

Daraus geht nun hervor, dass sich der von der Vorinstanz ermittelte Bedarf 
der Ehefrau in Höhe von Fr. 4'165.-- aus dem Grundbetrag für Alleinstehende mit 
Unterstützungspflichten von Fr. 1'250.--, den Wohnkosten von Fr. 1250.-- (Miete 
EFH [vgl. act. III./8 S. 12] abzüglich Fr. 500.-- gemäss Urteil act. I./8 S. 15), den 
Krankenkassenprämien von Fr. 479.-- (gemäss act. III./8 S. 13 zuzüglich 
Erhöhungen gemäss Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7 S. 10 und Urteil act. I./8 S. 
15), den Krankheitskosten von Fr. 142.-- (gemäss act. III./8 S. 13) und den 
Betreuungskosten für den Sohn von Fr. 100.-- (gemäss act. III./8 S. 14 abzüglich 
Fr. 200.-- gemäss Urteil act. I./8 S. 17 und act. III./9) sowie Fr. 15.-- bzw. Fr. 70.-- 
für die Hausrat/Haftpflichtversicherung und die Lebensversicherung.--, Fr. 120.-- 
für die Säule 3a und Fr. 200.-- für die Steuern (gemäss act. III./8 S. 13) 
zusammensetzt. Überdies wurden in der Bedarfsberechnung für die Ehefrau 
Geschäftsunkosten von Fr. 530.-- (gemäss Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7 S. 10) 
berücksichtigt. Dabei ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass mehrere der 
einzelnen Positionen - so die berücksichtigten Krankheits- und 
Versicherungskosten (vgl. act. II./20; act. III./14; act. III./16), die 
Krankenkassenprämien (vgl. act. III./12), die Beiträge für die Säule 3a (vgl. act. 
III./15) und die Geschäftsunkosten (vgl. act. III./18) - von den aktenmässig 
ausgewiesenen Beträgen abweichen. Es bleibt jedoch zu erwähnen, dass die 
Bedarfsberechnung für die Ehefrau im Berufungsverfahren von keiner Partei 
gerügt wird und daher trotz der festgestellten Abweichungen von den 
ausgewiesenen Kosten wohl darauf abzustellen ist. Dies gilt auch für den 

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Einbezug der Geschäftsunkosten, welche an sich nicht bei der 
Bedarfsberechnung, sondern bei der Bemessung des anrechenbaren 
Einkommens zu berücksichtigen wären, wobei dann allerdings klarzustellen ist, 
dass es sich beim Y. angerechneten Einkommen von Fr. 3'204.--entgegen der 
Bezeichnung im angefochtenen Urteil (vgl. act. I./8 S. 15 ) nicht um ihren 
Nettoverdienst, sondern um das Einkommen vor Abzug der im Bedarf 
berücksichtigten Unkosten handelt. Unter Ausklammerung dieser Unkosten beläuft 
sich der Bedarf der Ehefrau auf Fr. 3'635.-- (Fr. 4'165 ./. Fr. 530.--), welchem ein 
(hypothetischer) Nettoverdienst von Fr. 2'674.-- (Fr. 3'204.-- ./. Fr. 530.--) 
gegenüber steht. Damit hat die Vorinstanz der Ehefrau - trotz der zwischenzeitlich 
eingetretenen gesundheitlichen Probleme - ein um rund Fr. 500.-- höheres 
Einkommen angerechnet, als sie im Jahre 2005 mit ihrer selbständigen Tätigkeit 
als Kinesiologin erzielte (vgl. act. III./8 S. 11 f.). 

Betreffend den vorinstanzlich ermittelten Bedarf des Ehemanns von Fr. 
2'896.-- ergeben sich unter Beizug der Eheschutzverfügung vom 19. März 2007 
(Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7) sodann folgende Positionen: Grundbetrag für 
Alleinstehende von Fr. 1'100.--, Grundbetrag für die Tochter Fr. 250.-- (gemäss 
act. III./8 S. 9), Wohnkosten (ohne Garage [vgl. act. II.5]) von Fr. 909.-- (gemäss 
act. III./8 S. 10;), Krankenkassenprämien von Fr. 266.-- und Fr. 66.-- für X. 
(gemäss act. III./8 S. 11 zuzüglich Erhöhung gemäss Proz. Nr. 130-2006-191 act. 
I./7 S. 10) respektive seine Tochter (gemäss act. III./8 S. 9), Versicherungen Fr. 
15.--, Unterhalt für ein voreheliches Kind Fr. 90.-- und Steuern von Fr. 200.-- (alle 
gemäss act. III./8 S. 10). Während X. die Bedarfsberechnung für den Ehemann in 
verschiedener Hinsicht beanstandet (vgl. dazu nachfolgend Erw. 8 S. 15 ff.), wird 
diese indes seitens der Ehefrau, die im vorinstanzlichen Verfahren wegen des 
gemeinsamen Haushaltes des Ehemannes mit der Lebenspartnerin eine 
reduzierte Anrechnung der Grundbeträge und der Wohnkosten verlangt hatte (vgl. 
act. I./3 S. 7 und Plädoyer S. 5 ff.), im Berufungsverfahren nicht mehr bestritten. 
Ihrerseits wird lediglich eine Beteiligung am Einkommensüberschuss verlangt (vgl. 
act. 15 S. 5 f.), welcher die Vorinstanz gestützt auf BGE 134 III 245 vollständig 
dem Ehemann belassen hat. Darauf wird jedoch weiter unten (vgl. Erw. 9 S. 22 ff.) 
zurückzukommen sein. 

 c) Hinsichtlich der vorinstanzlichen Bedarfsermittlung bleibt 
schliesslich zu bemerken, dass die Bedarfsberechnung für die Ehefrau im 
schriftlichen Urteil und der daraus resultierende Unterhaltsbeitrag im Widerspruch 
zu den diesbezüglichen Angaben im Protokoll der vorinstanzlichen 
Hauptverhandlung stehen. So scheint die Vorinstanz den Unterhaltsbeitrag der 

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Ehefrau im Rahmen der Urteilsberatung ausgehend von einem Einkommen von 
Fr. 3'200.-- bei 50%-iger Arbeitsfähigkeit der Ehefrau und einem Bedarf von rund 
Fr. 4'300.-- pauschal auf Fr. 1'000.-- festgelegt zu haben (vgl. act. I./7). Dem 
Protokoll der Hauptverhandlung widersprechend findet sich indes im schriftlichen 
Urteil eine davon abweichende, auf einen Bedarf der Ehefrau von lediglich Fr. 
4'165.-- abstellende Bedarfsberechnung, aus welcher ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 
961.-- resultiert (vgl. Urteil act. I./8 S. 15). Wohl handelt es sich dabei um eine 
relativ geringfügige Differenz. Nichtsdestotrotz ist die Vorinstanz jedoch darauf 
hinzuweisen, dass solche Widersprüche zwischen dem Verhandlungsprotokoll und 
dem schriftlichen Urteil zu vermeiden sind. 

8. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil in einem ersten Schritt 
den Minimalbedarf jedes Ehegatten ermittelt und diesen dem gemeinsamen 
Einkommen der Ehegatten gegenüber gestellt. Den daraus resultierenden 
Überschuss in Höhe von Fr. 385.-- hat sie in der Folge unter Hinweis auf BGE 134 
III 145 f. vollständig dem Ehemann überlassen und der Ehefrau schliesslich einen 
bedarfsdeckenden Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 961.-- zugesprochen. 

a) Der Berufungskläger wendet dagegen ein, dass mit dem von der 
Vorinstanz festgelegten Unterhaltsbeitrag unzulässigerweise in sein durch die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung geschütztes Existenzminimum eingegriffen 
werde (vgl. Berufungserklärung act. 01.1 S. 2 und Berufungsbegründung act. 11 
S. 2 f.), und kritisiert damit zunächst die Berechnungsmethode der Vorinstanz. 
Konkret beanstandet er, dass die Vorinstanz den Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau 
aus der Differenz zwischen dem Minimalbedarf der Ehefrau und ihrem 
Erwerbseinkommen ermittelt hat, anstatt der Ehefrau lediglich den Überschuss 
zuzusprechen; mehr als der Überschuss könne gar nicht verteilt werden, 
ansonsten es aus logischen Gründen zu einem Eingriff in das Existenzminimum 
komme. 

Was der Berufungskläger gegen die Berechnungsmethode der Vorinstanz 
einwendet, erweist sich indessen in keiner Weise als nachvollziehbar. Bekanntlich 
wird die Methode der Bedarfsberechnung mit anschliessender Aufteilung des   
Überschusses von den Gerichten nach wie vor in einer Vielzahl von Fällen 
angewendet und es ist auch mit Blick auf den im konkreten Fall ausschliesslich 
dem Ehemann verbleibenden Überschuss nicht erkennbar, was an dieser 
Berechnungsweise willkürlich sein sollte. Dass der Unterhaltsbeitrag nicht auf den 
aus Einkommen und Bedarf beider Ehegatten berechneten Überschuss 
beschränkt sein kann, liegt im Übrigen wohl auf der Hand. Zu einem Eingriff ins 

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Existenzminimum des Unterhaltspflichtigen kann es logischerweise erst kommen, 
wenn mehr als der aus der Einzelrechnung resultierende Überschuss, das heisst 
die Differenz zwischen Bedarf und Einkommen des Unterhaltspflichtigen alleine 
zugesprochen würde. Ein solcher Eingriff liegt aber gemäss vorinstanzlicher 
Berechnung eben gerade nicht vor, weshalb der entsprechende Einwand des 
Berufungsklägers jeglicher Grundlage entbehrt. 

b) Soweit der Berufungskläger in Zusammenhang mit  seiner Kritik an 
der vorinstanzlichen Berechnung zudem darauf hinweist, dass sich die Ehefrau 
am 31. Juli 2003 zur Begründung des eigenen Geschäfts einen Betrag von Fr. 
128'530.20 aus der Pensionskasse habe auszahlen lassen, ist schlichtweg nicht 
ersichtlich, welche Relevanz dieser Barauszahlung für die Unterhaltsbemessung 
zukommen soll. Entsprechend wird dieser Einwand vom Berufungskläger denn 
auch nicht näher erläutert (vgl. Berufungsbegründung act. 11 S. 3 unten). 
Erwiesen ist jedenfalls, dass die Ehefrau laut Steuererklärung aktuell über kein 
nennenswertes Vermögen mehr verfügt (act. III./20). Von Bedeutung könnte die 
Barauszahlung höchstens unter dem Aspekt der Altersvorsorge der Ehefrau sein, 
welche entsprechend schlechter ausfallen dürfte. Daraus lässt sich aber mit 
Sicherheit nichts zu Gunsten des Berufungsklägers ableiten, womit sich auch 
dieser Einwand als unbegründet erweist. 

c) Dies gilt auch für die weitere Beanstandung des Berufungsklägers, 
wonach mit der Mündigkeit des gemeinsamen Sohnes S. am 1. Februar 2013 
ganz im Sinne des „clean break“ auch die nacheheliche Unterhaltspflicht 
aufgehoben oder zumindest reduziert werden müsste (vgl. Berufungsbegründung 
act. 11 S. 4 oben). Denn mit dieser Argumentation verkennt der Berufungskläger 
offensichtlich, dass der sogenannte „clean break“ bei einer lebensprägenden Ehe, 
wie sie vorliegend unbestrittenermassen gegeben ist, eben gerade nicht greift. 
Das nacheheliche Unterhaltsrecht basiert nämlich nicht bloss auf dem 
Grundgedanken der Eigenversorgung der Ehegatten, sondern auch auf der 
nachehelichen Solidarität und verpflichtet damit den einen Ehegatten zur Leistung 
von Geldbeiträgen an den andern, wenn dieser seine durch die Ehe allenfalls 
beeinträchtigte wirtschaftliche Selbstständigkeit nicht erreichen kann (vgl. dazu 
BGE 132 III 598 ff. Erw. 9.1 S. 600; Urteil des Bundesgerichts vom 19. Oktober 
2007 5C.53/2007 Erw. 3.1, mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der nachehelichen 
Solidarität kann die nacheheliche Unterhaltspflicht somit auch gemäss neuem 
Scheidungsrecht unbefristet bestehen, wenn die Eigenversorgungskapazität des 
unterhaltsberechtigten Ehegatten ungenügend ist (vgl. BGE 5A_288/2008 Erw. 
5.6; BGE 132 III 593 Erw. 7.2 S. 595 f.; ZF 2007 90 Erw. 2.h; ZF 2005 80 Erw. 5 

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und ZF 2001 23 Erw. 8 sowie Urs Gloor/Annette Spycher, in: Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N 21 zu Art. 125). Im Falle einer 
lebensprägenden Ehe steht also grundsätzlich ausser Frage, dass der Ehegatte, 
welcher für den ihm gebührenden Unterhalt nie mehr selbst aufzukommen 
vermag, einen dauernden Anspruch auf nachehelichen Unterhalt hat, wenn der 
andere Ehegatte über ausreichende Mittel verfügt (vgl. BGE 5A_288/2008 Erw. 
5.6 mit weiteren Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung). Wenn die 
Vorinstanz den festgesetzten Unterhaltsbeitrag der Berufungsbeklagten über das 
Mündigkeitsalter des gemeinsamen Sohnes hinaus bis zum ihrem Eintritt in die 
AHV-Berechtigung zugesprochen hat, ist dies folglich mit Blick auf den 
lebensprägenden Charakter der Ehe sowie angesichts der angeschlagenen 
Gesundheit von Y., ihres Alters und der damit einhergehenden reduzierten 
Eigenversorgungskapazität entgegen der Auffassung des Berufungsklägers nicht 
zu beanstanden.

d) Soweit der Berufungskläger seine Behauptung, die vorinstanzlich 
festgelegte Unterhaltsverpflichtung greife in sein Existenzminimum ein und 
verletze damit die bundesgerichtliche Rechtsprechung, im Weiteren mit einer 
Gegenüberstellung des ausbezahlten Lohnes von Fr. 3'130.-- und des von der 
Vorinstanz ermittelten (den Unterhaltsbeitrag für den Sohn enthaltenden) 
Notbedarfs von Fr.  3'896.-- zu stützen sucht (vgl. Berufungsbegründung act. 11 S. 
4), erweist sich seine Argumentation ebenso wenig als zielführend. Beim 
ausbezahlten Lohn ist nämlich bereits ein Mietzinsabzug von Fr. 2'137.60 
berücksichtigt (vgl. act. II./12), mit dem bis anhin der vorsorgliche Unterhalt für die 
Ehefrau und den Sohn getilgt wurde (Proz. Nr. 130-2006-191 act. I./7 S. 12 f.). Der 
vom Berufungskläger angestellte Vergleich liefe mithin auf eine doppelte 
Berücksichtigung der Unterhaltsbeiträge hinaus und erweist sich somit als 
fehlschlüssig, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Korrekterweise gilt es 
vielmehr festzustellen, dass der persönliche Bedarf des Berufungsklägers von Fr. 
2'896.-- (vgl. oben Erw. 7. b S. 14 f. sowie act. I./8 S. 15) durch den ausbezahlten 
Lohn in der Vergangenheit offensichtlich gedeckt war und bei einem von der 
Vorinstanz richtig festgestellten Nettoeinkommen von Fr. 5'242.-- exklusive 
Kinderzulagen (act. II./12: Bruttogehalt Fr. 5'700.--, Abzüge für Sozial-
/Vorsorgewerke etc. Fr. 864.40, Nettolohn Fr. 4'835.60 plus 13. plus Monatslohn 
pro rata) auch mit den von der Vorinstanz zugesprochenen Unterhaltsleistungen 
für die Ehefrau und den Sohn von insgesamt Fr. 1'961.--  gedeckt ist.

 e) Als Hauptargument macht der Ehemann sodann geltend, dass bei 
der Berechnung seines Bedarfs nicht bloss der Grundbetrag einer Einzelperson 

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angerechnet werden dürfe, sondern die neuen tatsächlichen Lebensumstände zu 
berücksichtigen seien und damit den gesamten Kosten seiner neuen Familie 
Rechnung zu tragen sei. Mit anderen Worten stellt sich X. auf den Standpunkt, 
dass das Konkubinatsverhältnis mit seiner neuen Lebenspartnerin bei der 
Bedarfsberechnung nicht als entlastender, sondern als bedarfserhöhender 
Umstand anzuerkennen sei (vgl. Berufungsbegründung act. 11 S. 4 f.).

Gemäss Art. 117 ZPO in Verbindung mit Art. 123 ZPO wird dem Urteil unter 
Vorbehalt rechtzeitiger Geltendmachung der Sachverhalt zugrunde gelegt, wie er 
in diesem Zeitpunkt besteht. Vorliegend ist daher in tatsächlicher Hinsicht davon 
auszugehen, dass noch keine Eheschliessung mit der neuen Lebenspartnerin 
stattgefunden hat. Dabei ist festzuhalten, dass zwischen nicht verheirateten 
Lebenspartnern keine gesetzlichen Unterhaltsansprüche bestehen (vgl. Art. 163 
Abs. 1 ZGB sowie Franz Hasenböhler/Andrea Opel, in: Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N 4 und 6 zu Art. 163 und BGE 130 III 765 
Erw. 2.4 sowie Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 15. Mai 2009 [ERZ 09 63] Erw. 2 c./cc). Dementsprechend besteht in 
unterhaltsrechtlicher Hinsicht keine Unterstützungspflicht des Berufungsklägers 
gegenüber seiner Lebenspartnerin. Dass im öffentlichen Unterstützungsrecht 
allenfalls eine andere Betrachtungsweise gilt, ist zivilrechtlich unbeachtlich. Soweit 
der Berufungskläger freiwillig für den Unterhalt der Lebenspartnerin aufkommt, 
muss dies folglich bei der Bedarfsermittlung ausser Betracht bleiben, zumal dem 
nachehelichen Unterhalt Vorrang zukommt (vgl. BGE 5C.170/2004 Erw. 3.1; 
Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997 N 08.103). 

Zu berücksichtigen sind dagegen gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung die sich aus dem gemeinsamen Haushalt ergebenden 
Einsparungen, indem zur Vermeidung faktischer Unterhaltsbeiträge an den 
Konkubinatspartner in der Regel nur die Hälfte der Kosten des gemeinsamen 
Haushalts anrechenbar ist (vgl. dazu BGE 5C.170/2004 Erw. 3.1 und 3.2; BGE 
5P.172/2002 Erw. 2.3.3, publ. in FamPra.ch 2002, S. 809 sowie ERZ 09 63 Erw. 
2.c/cc mit weiteren Hinweisen). Ob die hälftige Teilung der Haushaltskosten 
voraussetzt, dass der Konkubinatspartner seinerseits leistungsfähig ist, wie es in 
der Berufungsbegründung (act. 11 S. 5 oben) geltend gemacht wird, kann dabei 
im konkreten Fall offen gelassen werden. Die Vorinstanz hat nämlich von einer 
reduzierten Anrechnung der Haushaltskosten abgesehen und dem 
Berufungskläger den Grundbetrag eines Alleinstehenden sowie die vollen 
Mietkosten zugestanden (vgl. vorinstanzliches Urteil act. I./8 S. 15; Proz. Nr. 130-
2006-191 act. I./7 sowie act. II.5; act. III./8 S. 10 und oben Erw. 7.b S. 14 f.). Im 

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Ergebnis wurde daher seitens der Vorinstanz der mangelnden Leistungsfähigkeit 
der Lebenspartnerin Rechnung getragen. Eine weitergehende Berücksichtigung 
der tatsächlichen Situation, etwa im Sinne einer Anrechnung des Bedarfs eines 
Ehepaars, kann demgegenüber - wie ausgeführt - zufolge des Vorrangs des 
nachehelichen Unterhalts nicht in Frage kommen.  

Daran vermag auch die vom Berufungskläger geltend gemachte 
Heiratsabsicht nichts zu ändern. Zum einen ist nämlich - wie oben dargelegt - von 
den tatsächlichen Verhältnissen im Zeitpunkt der Urteilsfällung auszugehen, wobei 
der Berufungskläger und seine Lebenspartnerin zu diesem Zeitpunkt noch nicht 
verheiratet waren. Überdies hängt gemäss BGE 131 III 189 Erw. 2.7.4 die spätere 
Abänderung des Unterhaltsbeitrages nicht von der Vorhersehbarkeit einer 
Veränderung der Verhältnisse ab, sondern ausschliesslich davon, ob diese 
Veränderung bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrages bereits berücksichtigt 
wurde. Soweit der Bedarf der neuen Lebenspartnerin im vorliegenden Verfahren 
zufolge der zurzeit noch fehlenden rechtlichen Unterstützungspflicht 
ausgeklammert bleiben muss, bleibt somit im Falle einer späteren Heirat eine 
Abänderungsklage entgegen dem Einwand des Berufungsklägers ohne weiteres 
möglich.   

Der Berufungskläger vermag folglich auch in diesem Punkt mit seiner Kritik 
am vorinstanzlichen Urteil nicht durchzudringen.

f) Als zweites Hauptargument wendet sich der Berufungskläger 
schliesslich gegen die Nichtberücksichtigung des im Unterhaltsvertrag vom 21. Juli 
2008 (act. II./8 Ziff. 1) festgelegten Unterhaltsbeitrages von Fr. 720.-- für die mit 
seiner neuen Lebenspartnerin gezeugte Tochter A., geb. am 29. März 2006, und 
rügt in diesem Zusammenhang eine bundesrechtswidrige Ungleichbehandlung 
seiner Kinder (vgl. Berufungsbegründung act. 11 S. 6).

Nachdem im vorinstanzlichen Urteil der dem Ehemann angerechnete 
Bedarf - wie oben ausgeführt (vgl. Erw. 7.b) - nicht erläutert wurde, fehlt darin 
auch jede Begründung dafür, weshalb für den Unterhalt der Tochter A. nur gerade 
der betreibungsrechtliche Grundbetrag für ein Kind sowie die 
Krankenkassenprämien berücksichtigt wurden. Mit dem Abstellen auf den im 
Eheschutzverfahren anerkannten Bedarf (vgl. vorinstanzliches Urteil act. I./8 S. 15 
Erw. 5.d) hat die Vorinstanz einfach die in der Verfügung des 
Kantonsgerichtspräsidiums vom 6. Oktober 2006 (act. III./8) enthaltene 
Bedarfsberechnung übernommen. Darin war indessen beidseits, das heisst auch 

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für den im Haushalt der Ehefrau lebenden Sohn S., nur der betreibungsrechtliche 
Grundbetrag samt Krankenkassenprämien angerechnet worden (vgl. act. III./8 
Erw. 6. b S. 9 und 6.d S. 10 f., Erw. 7. e S. 13); mit der Teilung des sich aus der 
Gegenüberstellung von Gesamteinkommen und -bedarf ergebenden 
Überschusses (vgl. act. III./8 Erw. 8 S. 14 ff. und Erw. 9  S. 16 f.) profitierten 
sodann beide Kinder in gewissem Umfang von der höheren Leistungsfähigkeit des 
Berufungsklägers. Dieses Gleichgewicht hat die Vorinstanz nun aber mit der 
einseitigen Berücksichtigung des vereinbarten Unterhaltsbeitrages für den Sohn 
bei gleichzeitiger Beschränkung der anrechenbaren Leistungen für die Tochter auf 
das betreibungsrechtliche Minimum offensichtlich aufgegeben, was vom 
Berufungskläger zu Recht kritisiert wird. Ob dem Kindesunterhalt gegenüber dem 
nachehelichen Unterhalt generell Vorrang zukommt, hat das Bundesgericht bis 
anhin zwar offen gelassen (vgl.  BGE 5A_233/2009 Erw. 4; BGE 5C.278/2000 
Erw. 4.b sowie BGE 128 III 411 Erw. 3.2.2 S. 415). Dies wird aber von einem Teil 
der Lehre mit guten Gründen bejaht. So wird überzeugend dargelegt, dass sich 
allein diese Sichtweise mit dem generellen Vorrang des Kindeswohls nach Art. 3 
UNKRK vereinbaren lasse. Jeder Unterhaltsanspruch setze die Unmöglichkeit  
oder Unzumutbarkeit der Eigenvorsorge voraus, wobei dieser Unzumutbarkeit bei 
Kindern die normative Überlegung zu Grunde liege, dass letztere für ihren eigenen 
Unterhalt nicht aufkommen müssen, sondern sich voll dem Kindsein und ihrer 
Ausbildung widmen können. Demgegenüber haben Mündige dem Grundsatz nach 
für ihren Unterhalt selber aufzukommen, es sei denn, dass dies einer 
geschiedenen oder getrennt lebenden Person im Einzelfall nicht möglich ist. Die 
Unzumutbarkeit der Eigenvorsorge beruht mithin bei Mündigen im Vergleich zu 
Kindern auf einer abgeschwächteren Grundlage (vgl. Ingeborg Schwenzer, in: 
Schwenzer, FamKomm Scheidung, Bern 2005 N 27 zu Art. 125 und Stephan 
Wullschleger, in: Schwenzer, FamKomm Scheidung, Bern 2005 N 43 zu Art. 285 
je mit weiteren Hinweisen auf die Literatur). Vom Bundesgericht anerkannt ist 
sodann der Grundsatz, dass unterhaltsberechtigte Kinder unabhängig davon, ob 
sie im gleichen Haushalt leben und es sich dabei um eheliche oder aussereheliche 
Kinder handelt, im Verhältnis zu ihren objektiven Bedürfnissen finanziell gleich zu 
behandeln sind (vgl. BGE 126 III 353 Erw. 2 und BGE 127 III 68 Erw. 2 c sowie 
Stephan Wullschleger, a.a.O., N 58 zu Art. 285). In Anbetracht dessen kann es 
daher nicht angehen, den anrechenbaren Unterhalt für die Tochter A. auf das 
blosse Existenzminimum zu beschränken, wenn gleichzeitig ein Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 1'000.-- (zuzüglich Kinderzulagen) für den Sohn S. genehmigt wird. 
Vielmehr drängt sich die Anrechnung eines dem Unterhaltsvertrag 
entsprechenden Bedarfs auf. Der im Vertrag festgesetzte Unterhaltsbeitrag von Fr. 

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720.-- gilt zwar während des Zusammenlebens als durch Naturalleistungen getilgt 
(vgl. act. II./8 Ziff. 6), bringt aber zweifellos den den objektiven Bedürfnissen des 
vierjährigen Kindes angemessenen Unterhalt zum Ausdruck und entspricht von 
der altersgemässen Abstufung her auch dem für den 15-jährigen Sohn S. 
vereinbarten Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.--. Unter Berücksichtigung, dass im 
Unterhaltsbeitrag auch ein Anteil für die Wohnkosten enthalten ist, erscheint die 
Anrechnung eines Betrages von Fr. 550.-- für den Unterhalt von A. daher als 
gerechtfertigt. Damit erhöht sich der dem Berufungskläger zustehende 
familienrechtliche Notbedarf auf Fr. 3'020.-- (Grundbedarf Fr. 1'100.--, 
Wohnkosten Fr. 909.--, Krankenkasse Fr. 246.--, Haftpflicht Fr. 15.--, Steuern Fr. 
200.-- sowie Unterhalt A. Fr. 500.--) respektive unter Einbezug des 
Unterhaltsbeitrages für den Sohn auf Fr. 4'020.--. Auch mit diesem erhöhten 
Bedarf reicht das Einkommen des Berufungsklägers von Fr. 5'242.-- exklusive 
Kinderzulagen indessen immer noch aus, um den von der Vorinstanz festgelegten 
Unterhaltsbeitrag für die Berufungsbeklagte in Höhe von Fr. 961.-- zu bezahlen. 
Der Einwand fehlender Leistungsfähigkeit erweist sich damit ebenfalls als 
unbegründet, womit die Berufung von X. abzuweisen ist.

9. Mit der Anschlussberufung wendet sich Y. gegen die Zuweisung des 
gesamten in der vorinstanzlichen Bedarfsberechnung ermittelten Überschusses an 
den Berufungskläger (vgl. Berufungsantwort act. 15 S. 5). Konkret macht sie 
geltend, dass der von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang zitierte BGE 134 
III 145 ff. nach zahlreicher berechtigter Kritik in der Lehre auch vom Bundesgericht 
selbst relativiert worden sei. Das nach lebensprägender Ehe anzustrebende Ziel, 
den ehelichen Standard so weit wie möglich für beide Ehegatten weiterzuführen, 
könne in einer Grosszahl der Fälle mit der Teilung des Überschusses verwirklicht 
werden. Richtigerweise gelte es daher den von der Vorinstanz errechneten 
Überschuss zwischen den Ehegatten zu teilen, wobei eine Aufteilung von zwei 
Dritteln zu Gunsten der Ehefrau als Inhaberin der alleinigen elterlichen Sorge über 
den Sohn S. und einem Drittel zu Gunsten des Berufungsklägers angemessen 
erscheine.

Zutreffend ist, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen die Tragweite von 
BGE 134 III 145 ff. verkannt hat. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten 
Präzisierung durch BGE 134 III 577 ist nämlich klar, dass die Methode der 
Überschussteilung bei den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht von 
vornherein ausgeschlossen ist. Das Bundesgericht hat in BGE 134 III 577 f. wohl 
festgehalten, dass eine schematische Anwendung der Methode der hälftigen Üb-
erschussteilung klar abzulehnen sei, da eine solche mit Blick auf die mit der 

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Scheidung einhergehenden Veränderungen in der ökonomischen Situation zu 
unsachgemässen Ergebnissen führen würde. Dies heisst jedoch nicht – und 
insofern präzisiert das Bundesgericht seine Erwägungen in BGE 134 III 145 – 
dass  die Methode der hälftigen Überschussbeteiligung von vornherein nicht zur 
zahlenmässigen Konkretisierung des gebührenden Unterhalts und des allfällig 
geschuldeten nachehelichen Unterhaltsbeitrages herangezogen werden dürfte. 
Gerade bei langen, von klassischer Rollenverteilung geprägten Ehen im mittleren 
Einkommensbereich kann sie  - wie das Bundesgericht weiter ausdrücklich 
bestätigt - durchaus vernünftige Ergebnisse liefern und lassen sich insofern die in 
Art. 125 ZGB vorgegebenen Prinzipien rechnerisch adäquat umsetzen (vgl. zum 
Ganzen BGE 124 III 577 Erw. 3 S. 578 f. sowie Urteil der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 15. September 2009 [ZK1 09 22] Erw. 4. 
b/bb/bbb S. 12 f.). 

Nicht in Frage kommen kann hingegen eine Überschussteilung im 
Verhältnis 2:1 zugunsten der Berufungsbeklagten, da in beiden Haushalten ein 
unterhaltsberechtigtes Kind lebt und der Kindesunterhalt bereits in einem der 
Leistungsfähigkeit des Vaters entsprechenden Umfang beim Bedarf der Ehegatten 
berücksichtigt wurde. Nachdem der anrechenbare Bedarf des Berufungsklägers 
unter Berücksichtigung eines Betrages von Fr. 550.-- für den Unterhalt von A. auf 
Fr. 3'020.-- zu erhöhen ist (vgl. oben Erw. 8), steht zudem lediglich noch ein 
Überschuss von Fr. 261.-- (Fr. 5'242.-- ./. [Bedarf Fr. 3'020.-- + Unterhalt Ehefrau 
und Sohn Fr. 1'961.--]) zur Diskussion. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits 
die Bedarfsberechnung insofern zu Gunsten der Berufungsbeklagten ausgefallen 
ist, als ihr trotz der Reduktion von Fr. 500.-- (vgl. oben Erw. 7.b S. 14 sowie 
angefochtenes Urteil act. I./8 S. 15) mit Fr. 1'250.-- immer noch wesentlich höhere 
Wohnkosten als dem Berufungskläger (Fr. 909.-- [vgl. oben Erw. 7.b S. 15]) 
zugestanden wurden. Ausserdem wurde bei der Ehefrau ein gewisser 
Vorsorgebedarf eingerechnet (vgl. act. III./8 S. 13), welcher bei der Methode der 
Überschussteilung nicht zusätzlich im Bedarf zu berücksichtigen wäre. Darüber 
hinaus wird Y. während der ganzen Dauer der Unterhaltspflicht bis zu ihrer 
Pensionierung von der Anrechnung des Grundbetrages für einen 
Alleinerziehenden profitieren, obgleich der Sohn bereits in drei Jahren das 
Mündigkeitsalter erreicht haben wird. Bei dieser Sachlage erscheint es daher 
gerechtfertigt, von der Teilung des Überschusses von Fr. 261.-- abzusehen, womit 
der entsprechende Einwand von Y. unbegründet und die Anschlussberufung somit 
ebenfalls abzuweisen ist. 

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Der Vollständigkeit halber bleibt in diesem Zusammenhang überdies zu 
erwähnen, dass sich auch bei einer Bedarfsberechnung mit den neuen 
betreibungsrechtlichen Ansätzen keine Erhöhung des nachehelichen Unterhalts 
rechtfertigen würde. Bei einer Neuberechnung des Bedarfs der Ehefrau wäre 
nämlich zu berücksichtigen, dass die Betreuungskosten für den mittlerweile 15-
jährigen Sohn weggefallen beziehungsweise durch den recht grosszügig 
bemessenen Unterhaltsbeitrag für den Sohn gedeckt sein dürften.

10. Was schliesslich die im Verfahren ERZ 09 63 vor Kantonsgericht als 
vorsorgliche Massnahme angeordnete Schuldneranweisung anbelangt, bleibt 
festzuhalten, dass diese mit dem rechtskräftigen Abschluss des 
Berufungsverfahrens dahin fällt. Über eine erneute Anordnung wird auf 
entsprechendes Gesuch hin der Bezirksgerichtspräsident zu entscheiden haben 
(Art. 132 und Art. 291 ZGB in Verbindung mit Art. 8 Ziff. 6 EGzZGB).

11. Nachdem die vorinstanzliche Kostenregelung nicht angefochten 
wurde, bleibt vorliegend noch über die Kosten des Berufungsverfahrens zu 
befinden.

a) Nach Art. 223 ZPO in Verbindung mit Art. 122 ZPO wird der in einem 
zivilrechtlichen Verfahren unterliegende Teil in der Regel zur Übernahme 
sämtlicher Kosten des Verfahrens verpflichtet. Hat keine Partei vollständig obsiegt, 
können die Kosten verhältnismässig verteilt werden. Die unterliegende Partei wird 
zudem in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei alle ihr durch den 
Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil nicht 
ausschliesslich zu Gunsten einer Partei aus, können die aussergerichtlichen 
Kosten nach den gleichen Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt werden.

b) Währenddem der Berufungskläger die Verpflichtung zur Leistung von 
nachehelichem Unterhalt im Berufungsverfahren vollständig aufheben lassen 
wollte, forderte die Berufungsbeklagte mit ihrer Anschlussberufung die 
Zusprechung eines Unterhaltsbeitrages von Fr. 1'218.-- pro Monat. Die I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts hat der Ehefrau schliesslich einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 961.-- und damit rund 80% des von ihr geforderten 
Beitrages zugesprochen. Die Berufungsbeklagte ist demnach mit ihrem Begehren 
betragsmässig zu 4/5 durchgedrungen, währenddem der Berufungskläger in 
diesem Umfang unterliegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens 
rechtfertigt es sich daher, die Kosten des Berufungsverfahrens im Verhältnis des 
betragsmässigen Obsiegens und Unterliegens zu 1/5 der Berufungsbeklagten und 

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zu 4/5 dem Berufungskläger zu  überbinden, welcher Y. für das Verfahren vor 
Kantonsgericht zudem eine reduzierte Umtriebsentschädigung von Fr. 1'000.00 
inklusive 7,6 % Mehrwertsteuer zu bezahlen hat.

12. a) Am 4. Mai 2009 reichte X. für das Berufungsverfahren vor 
Kantonsgericht ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein. Dieses wurde mit 
Verfügung vom 15. Mai 2009 (ERZ 09 107) gutgeheissen. Die dem 
Berufungskläger auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens sowie die 
in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seines Rechtsbeistandes 
sind somit unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 45 Abs. 2 ZPO der 
Gemeinde V. in Rechnung zu stellen. Über die Höhe der Entschädigung des 
Rechtsbeistandes wird im Verfahren nach Art. 47 Abs. 4 ZPO entschieden. Der 
Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten wird unter Hinweis auf Ziff. 4 des 
Dispositivs der Verfügung vom 15. Mai 2009 aufgefordert, nach Abschluss des 
Berufungsverfahrens eine detaillierte und tarifgemässe Honorarnote einzureichen. 
Bei Nichteinhaltung dieser Frist wird der Aufwand nach pflichtgemässem 
Ermessen festgesetzt. 

b) Mit Verfügung vom 26. März 2009 (ERZ 09 50) wurde auch dem 
Gesuch von Y. um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 5. März 
2009 entsprochen. Die der Berufungsbeklagten auferlegten amtlichen Kosten des 
Berufungsverfahrens sind somit ebenfalls der Gemeinde V. in Rechnung zu 
stellen. Die Kosten der Rechtsvertretung der Berufungsbeklagten hat das 
kostenbelastete Gemeinwesen demgegenüber nur insoweit zu tragen, als diese 
durch die zugesprochene reduzierte Entschädigung von vornherein nicht gedeckt 
werden oder die zugesprochene Entschädigung sich als uneinbringlich erweist, sie 
also auch mit den Mitteln der Zwangsvollstreckung beim Berufungskläger nicht 
eingetrieben werden kann (vgl. Art. 47 Abs. 2 ZPO). Diesfalls ist die 
entsprechende Honorarnote zunächst bei der Vorsitzenden der  I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts zur Genehmigung einzureichen (Art. 47 Abs. 4 ZPO). 

c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe im Sinne von Art. 45 
Abs. 2 ZPO bleibt vorbehalten.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung und die Anschlussberufung werden abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 4'000.-- zuzüglich 
Schreibgebühren von Fr. 432.--, total somit Fr. 4’432.--, gehen zu 1/5 zu 
Lasten von Y., und zu 4/5 zu Lasten von X., welcher Y. mit Fr. 1'000.-- (inkl. 
MWSt) zu entschädigen hat.

3. a) Die X. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seiner Rechtsvertretung 
werden gestützt auf die mit Verfügung vom 15. Mai 2009 gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege der Gemeinde V. in Rechnung gestellt.

b) Die Y. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens werden 
gestützt auf die mit Verfügung  vom  26. März 2009 gewährte unentgeltliche 
Rechtspflege der Gemeinde V. in Rechnung gestellt.

Die unentgeltliche Rechtspflege kann von Y. überdies beansprucht werden 
für die Kosten der Rechtsvertretung im Berufungsverfahren, soweit sie 
durch die reduzierte Umtriebsentschädigung von vornherein nicht gedeckt 
sind, desgleichen, soweit Letztere sich als uneinbringlich erweist.

c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch das kostenbelastete 
Gemeinwesen im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO bleibt vorbehalten.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: