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**Case Identifier:** 4be3b740-cf49-5496-88e2-ffa2c3b89962
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.09.2014 200 2014 504
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-504_2014-09-09.pdf

## Full Text

200 14 504 UV
SCP/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. September 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

Helsana Unfall AG
Recht, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, UV/14/504, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) war über seine Arbeitgeberin bei der Helsana Unfall AG (fortan Helsa-
na bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er gemäss 
Bagatell-Unfallmeldung am 29. April 2013 beim Inlinehockey auf einer 
Kunsteisbahn in die Bande prallte und dabei eine Becken- und Hüftprellung 
erlitt (Akten der Helsana [act. IIA], 1; Akten des Versicherten [act. I], 3).

Am 17. Oktober 2013 orientierte der Versicherte seine Arbeitgeberin darü-
ber, dass er sich durch den besagten Aufprall zusätzlich einen Sehnenriss 
an der linken Schulter zugezogen habe (vgl. act. II 2), worauf die Helsana 
gestützt auf eine Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes vom 21. No-
vember 2013 (Akten der Helsana [act. II], 10) mit Verfügung vom 18. De-
zember 2013 (act. IIA 5) mangels eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem Ereignis und den linksseitigen Schulterbeschwerden 
eine diesbezügliche Leistungspflicht verneinte.

B.

Eine hiergegen seitens des Versicherten am 14. Januar 2014 vorsorglich 
erhobene (vgl. act. IIA 8) und am 10. Februar 2014 begründete (vgl. 
act. IIA 11) Einsprache wies die Helsana mit Entscheid vom 17. April 2014 
(act. IIA 14) ab.

C.

Mit Eingabe vom 26. Mai 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt C.________ von der B.________, Beschwerde und bean-
tragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien 
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen bzw. eventualiter sei die Sache 
zur weiteren medizinischen Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, UV/14/504, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Juni 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. April 
2014 (act. IIA 14). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen betreffend die Schulterbeschwerden 
links im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 29. April 2013. Ausserhalb 
des Anfechtungs- und Streitgegenstandes stehen dagegen Leistungsan-
sprüche bezüglich der Rücken- und Hüftbeschwerden.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-
chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 

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seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

3.

3.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass das Ereignis vom 
29. April 2013 die kumulativen Kriterien des Unfallbegriffs gemäss Legalde-
finition von Art. 4 ATSG erfüllte, wenngleich weder aus der Bagatell-
Unfallmeldung (act. I 3; act. IIA 1) noch den medizinischen Akten (act. II 1-
12) hervorgeht, ob die Körperbewegung durch einen Mit- oder Gegenspie-
ler «programmwidrig» beeinflusst wurde, es sich mithin um einen eigentli-
chen Bandencheck handelte (vgl. BGE 130 V 117). Es wurde jedoch eine 
sog. Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 
lit. f UVV diagnostiziert (vgl. act. II 6) und der geschilderte Hergang ist mit 
Blick auf die höchstrichterliche Kasuistik (vgl. bspw. Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 2.4) zumindest als 
objektiv feststellbarer, sinnfälliger Einfluss auf den Körper zu betrachten. 
Bei dieser Ausgangslage kann letztlich offen bleiben, ob das Ereignis vom 

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29. April 2013 als Unfall im Rechtssinne zu werten ist, da es jedenfalls ein 
äusseres Ereignis im Sinne der unfallähnlichen Körperschädigungen (vgl. 
E. 2.2 hievor) wäre.

3.2 Was die natürliche Unfallkausalität der Schulterproblematik anbe-
langt, lassen sich den Akten im Wesentlichen die folgenden Angaben ent-
nehmen:

3.2.1 Nach der Erstkonsultation im Notfall des Spitals D.________ (vgl. 
act. IIA 1 Ziff. 10), über welche kein Bericht vorliegt, wurde der Beschwer-
deführer von Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, nachbehandelt (vgl. 
act. II 3). Dieser veranlasste eine bildgebende Untersuchung der Lenden-
wirbelsäule (vgl. act. II 1), diagnostizierte eine Diskushernie auf Stufe L4/5 
und führte Infiltrationen im Lendenwirbelsäulenbereich durch (vgl. act. II 
2 f.). Im Bericht vom 29. Juli 2013 (act. II 4) gab er an, der Beschwerdefüh-
rer habe anlässlich der gleichentags durchgeführten Sprechstunde auch 
über «eigentlich für ihn stärker beeinträchtigende Schulterschmerzen links» 
geklagt. Diese seien «kurze Zeit nach dem Aufprall an der Bande im April» 
aufgetreten. 

3.2.2 Dr. med. E.________ überwies den Beschwerdeführer an den 
Schulterspezialisten Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, welcher im 
Konsiliarbericht vom 10. September 2013 (act. II 5) erklärte, der Beschwer-
deführer leide «[s]eit einem akuten Schmerzereignis beim Krafttraining» 
unter linksseitigen Schulterschmerzen. Er absolviere regelmässig ein Kraft-
training, einige Übungen seien nur noch mit Schmerzen möglich. Gestützt 
auf eine veranlasste MR-Arthrographie (vgl. act. II 6) diagnostizierte der 
Orthopäde im Bericht vom 2. Oktober 2013 (act. II 7) eine kleine Ruptur der 
Supraspinatussehne links und führte aus, gemäss den Angaben des Be-
schwerdeführers leide dieser seit Frühling 2013 unter progredienten 
Schmerzen in der linken Schulter. Er betreibe weiterhin Kraftsport und sei 
dort bei einigen Übungen eingeschränkt.

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3.2.3 Mit einer letzten Konsultation vom 14. Oktober 2013 schloss Dr. 
med. E.________ die Behandlung ab und vereinbarte mit dem Beschwer-
deführer eine Wiedervorstellung bei Bedarf (vgl. act. II 8, 12).

3.2.4 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, med. pract. 
G.________, gelangte in seiner Aktenbeurteilung vom 21. November 2013 
(act. II 10) zum Schluss, dass bezüglich der Schulterbeschwerden über-
wiegend wahrscheinlich keine Unfallkausalität vorliege. Es liege ein relativ 
kleiner Befund an der Supraspinatussehne vor, der Beschwerdeführer sei 
zudem 53jährig und damit in einem typischen Alter, in welchem solche 
bildgebenden Befunde nicht aussergewöhnlich seien und häufig auch sym-
ptomlos blieben oder nach durchgeführter konservativer Therapie sym-
ptomfrei werden könnten. Die Schulterproblematik sei zudem erst spät er-
wähnt worden und es bestehe keine überzeugende Brückensymptomatik. 

3.2.5 Am 3. Dezember 2013 berichtete Dr. med. F.________ über persis-
tierende nächtliche Beschwerden und eine deutliche Abduktionsschwäche. 
An einer transmuralen ventralen Ruptur der Supraspinatussehne sei nicht 
zu zweifeln. Trotz Physiotherapie könne der Beschwerdeführer diese Ver-
letzung nicht kompensieren, weshalb die Indikation zu einer arthroskopi-
schen Insertion der Sehne gegeben sei (vgl. act. II 11). Am 25. März 2014 
führte Dr. med. F.________ eine Reinsertion der Supraspinatussehne so-
wie eine Tenodese der langen Bizepssehne links durch. Gegenüber der 
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers vertrat er im Schreiben vom 
12. Mai 2014 (act. I 12) die Auffassung, dass die Schulterbeschwerden 
links mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 29. April 2013 stünden. Intraoperativ habe sich eine distale 
isolierte Ruptur der Supraspinatussehne ohne Nachweis von weiteren Lä-
sionen gezeigt. Zusätzlich hätten sich keine degenerativen Veränderungen 
im linken Schultergelenk gezeigt, womit die Beschwerden als unfallbedingt 
zu betrachten seien. 

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, UV/14/504, Seite 9

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in 
beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die 
verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer 
(RKUV 2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 
18. Dezember 2013 (act. IIA 5) sowie im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 17. April 2014 (act. II 14) in medizinischer Hinsicht auf 
die Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes vom 21. November 2013 
(act. II 10). Die Schlussfolgerungen von med. pract. G.________ überzeu-

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gen und sein Bericht erfüllt die höchstrichterlichen beweisrechtlichen An-
forderungen. Es leuchtet ein, dass insbesondere die lange Latenzzeit zwi-
schen dem inkriminierten Ereignis vom 29. April 2013 und der aufgetrete-
nen Symptomatologie gegen eine natürliche Unfallkausalität der linksseiti-
gen Schulterbeschwerden spricht. Zwar erscheint aufgrund der in den Ak-
ten teilweise widersprüchlichen anamnestischen Angaben vorderhand un-
klar, wann die Schulterproblematik erstmals auftrat. So soll sie einerseits 
kurze Zeit nach dem Aufprall an der Bande im April bzw. im Frühling 2013 
aufgetreten sein (vgl. act. II 4, 7), andererseits erst seit einem akuten 
Schmerzereignis beim Krafttraining bestanden haben (vgl. act. II 5). Jeden-
falls ist allseits unbestritten und gilt als erstellt, dass der Beschwerdeführer 
die Schulterbeschwerden erstmals gegenüber Dr. med. E.________ im 
Rahmen der Sprechstunde vom 29. Juli 2013 (vgl. act. II 4), mithin drei 
Monate nach der stattgehabten Becken- und Hüftkontusion, erwähnte. Dies 
lässt darauf schliessen, dass die Schulter erst damals symptomatisch wur-
de. Bei einer Supraspinatusläsion treten Schmerzen und funktionell eine 
Abduktionsschwäche im Seitenvergleich auf (vgl. GRIFKA/KRÄMER, Or-
thopädische Unfallchirurgie, 9. Aufl. 2013, S. 227. Ziff. 8.2). Es ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer diese Problematik anlässlich der 
initialen Behandlung der Rückenbeschwerden erwähnt hätte bzw. sie von 
den behandelnden Orthopäden im Rahmen der klinischen Untersuchung 
erkannt worden wäre, soweit sie tatsächlich bereits damals aufgetreten 
wäre. Nachvollziehbar ist im Weiteren, dass der beratende Arzt die empiri-
sche Tatsache mitberücksichtigte, dass derartige Befunde im Alter des Be-
schwerdeführers nicht aussergewöhnlich sind, und demgemäss nicht ohne 
weiteres auf eine Traumafolge geschlossen werden kann (vgl. BI-
SCHOFF/HEISEL/LOCHER [Hrsg.], Praxis der konservativen Orthopädie, 2007, 
S. 379; WIRTH/MUTSCHLER/KOHN/POHLEMANN [Hrsg.], Praxis der Orthopä-
die und Unfallchirurgie, 3. Aufl. 2014, S. 989; SCHILTENWOLF/HOLLO [Hrsg.], 
Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane, 6. Aufl. 2014, S. 732). 

Die beschwerdeweise vorgebrachte Kritik an der Beurteilung des beraten-
den Arztes der Beschwerdegegnerin verfängt nicht. Vorab vermag der Um-
stand, dass med. pract. G.________ der Verwaltung empfahl, weitere Ver-
laufsberichte von Dr. med. E.________ zu verlangen (vgl. act. II 10/2 Ziff. 2 
lit. c), den Beweiswert seiner Schlussfolgerung nicht zu schmälern. Dies 

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zumal Dr. med. E.________ die Behandlung bereits am 14. Oktober 2013 
abgeschlossen hatte (act. II 8, 12). Aufgrund der unzweideutigen Kausa-
litätsbeurteilung von med. pract. G.________ bestand für die Beschwerde-
gegnerin keine Veranlassung zusätzliche Sachverhaltserhebungen vorzu-
nehmen, vielmehr konnte sie in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162) direkt über den Leistungsanspruch verfügen, ohne 
damit die Untersuchungsmaxime (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verletzen 
(vgl. Beschwerde S. 6 lit. B Ziff. II Ziff. 8). Auch das Schreiben von Dr. med. 
F.________ vom 12. Mai 2014 (act. I 12) ist nicht geeignet, Zweifel an der 
Beweiskraft der Beurteilung von med. pract. G.________ zu begründen. Er 
bejahte die Unfallkausalität allein mit dem Argument, dass sich intraopera-
tiv keine weiteren Läsionen und keine degenerativen Veränderungen im 
linken Schultergelenk gezeigt hätten. Dies stellt keine schlüssige Begrün-
dung dar, zumal das Letztere den Feststellungen von Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Radiologie FMH, widerspricht, die unter Kon-
trastmitteleinsatz magnetresonanztomographisch eine leichte Arthrose am 
Akromioklavikulargelenk und damit eine degenerative Veränderung befun-
dete (vgl. act. II 6). 

Hinzu kommt, dass – entgegen der Argumentation in der Beschwerde (S. 6 
lit. B Ziff. II Ziff. 7) – gerade kein «heftiger Sturz» dokumentiert ist. Aus dem 
geschilderten Ereignishergang geht gar nicht hervor, dass die linke Schul-
ter überhaupt beteiligt gewesen bzw. kinetisch/biomechanisch belastet 
worden wäre (zu den möglichen Verletzungsmechanismen: vgl. ROM-
PE/ERLENKÄMPER, Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane, 
4. Aufl. 2004, vgl. S. 334). Die Darlegung in der Bagatell-Unfallmeldung 
(act. IIA 1; act. I 3) sowie im Arztbericht vom 23. Juni 2013 (act. II 3 [«mit 
dem Rücken gegen die Bande geprallt»]) lässt nahe legen, dass allein das 
Becken sowie die Hüfte kontusioniert wurden. Ein ursächlicher Zusammen-
hang zwischen dem Geschehnis vom 29. April 2013 und den später aufge-
tretenen Schulterbeschwerden lässt sich auch vor diesem Hintergrund nicht 
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) begründen. Vielmehr scheint die vom Schul-
terspezialisten Dr. med. F.________ erhobene Anamnese, wonach sich der 
Beschwerdeführer die Verletzung beim Krafttraining zugezogen habe (vgl. 
act.  II 5), plausibel, wovon offenbar auch die Beschwerdegegnerin ausgeht 

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(vgl. Beschwerdeantwort S. 3 f. Ziff. II Ziff. 6 f.). Soweit sachverhaltsmässig 
erstellt wäre, dass sich der Beschwerdeführer die Sehne im Rahmen die-
ses Trainings lädierte, könnte daraus aber ebenfalls nicht ohne weiteres 
auf eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin geschlossen werden. 
Abgesehen davon, dass ein Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen im 
Zusammenhang mit einem weiteren – zeitlich nicht näher definierten und 
bisher nicht gemeldeten (vgl. Art. 45 UVG, Art. 53 UVV) – Versicherungs-
ereignis vorliegend ausserhalb des Streitgegenstandes stünde, wäre der 
gesetzliche Unfallbegriff (vgl. E. 2.1 hievor) nicht erfüllt und läge wohl auch 
keine unfallähnliche Körperschädigung vor (vgl. E. 2.2 hievor). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhnlich-
keit ohne besondere Vorkommnis auch bei einer Sportverletzung zu ver-
neinen (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.2 S. 118) und allein ein plötzlich auftre-
tender Schmerz beim Krafttraining genügt grundsätzlich nicht als Nachweis 
für ein unfallähnliches Ereignis (vgl. KAISER/FERREIRO, in SZS 2014 S. 31 
mit Hinweis). 

3.5 Nach dem vorstehend Dargelegten verneinte die Beschwerdegeg-
nerin im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 29. April 2013 einen An-
spruch auf die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen betreffend die 
linksseitigen Schulterbeschwerden zu Recht, womit der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 17. April 2014 (act. IIA 14) nicht zu beanstanden ist. 
Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 26. Mai 2014 erweist sich folg-
lich als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, UV/14/504, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers 
- Helsana Unfall AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.