# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a8bcc7b-dcb1-5bbc-b670-c4639a66c678
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.03.2007 IV 2006/64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-64_2007-03-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/64

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 14.03.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2007
Art. 8 IVG. Rechtliche Wertung der Fibromyalgie in Analogie zur 
somatoformen Schmerzstörung: Voraussetzungen für eine ausnahmsweise 
anzunehmende Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung im 
Sinn von BGE 130 V 352 i.V.m. BGE 132 V 65 nicht erfüllt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2007, IV 
2006/64).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Entscheid vom 14. März 2007

In Sachen

K.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Mattias Dolder, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) K.___ meldete sich am 25. Februar 2004 zum Bezug einer Rente der 

Invalidenversicherung an (act. G 1.5/1.1 - 1.7). Ihr Hausarzt, Dr. med. A.___ 

diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. März 2004 unter anderem eine linksbetonte 

Fibromyalgie, den Verdacht auf eine somatoforme Störung sowie ein chronisches 

Panvertebralsyndrom mit Hohl-Rundrücken. Dies habe zu einer Arbeitsunfähigkeit von 

50 % ab 1999 geführt (act. G 1.5/7.1). Die letzte Arbeitgeberin der Versicherten, die 

C.___ AG gab an, die Versicherte habe ab 28. Oktober 1997 als Näherin gearbeitet und 

in einem 50 %-Pensum Fr. 1'700.-- im Monat verdient. Eine Umplatzierungsmöglichkeit 

bestehe nicht (act. G 1.5/8.1 - 8.2). Nachdem die IV-Stelle des Kantons St. Gallen noch 

weitere Arztberichte eingeholt hatte (Dr. D.___ vom 20. November und 27. Dezember 

2002 sowie Spital B.___ [Neurologie] vom 9. Januar 2004 [act. G 1.5/17.2 - 17.7 und 

20.1 -20.3]), ordnete sie am 15. Juni 2004 eine medizinische Abklärung im Zentrum 

E.___, F.___, an (act. G 1.5/24.1).

Im Gutachten vom 9. Juni 2005 stellte das Zentrum E.___ als Diagnosen mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom bei 

Fibromyalgie sowie Spannungskopfschmerzen fest. Weiter kam es zum Schluss, dass 

die angestammte Arbeit als Näherin nicht ideal, und deshalb maximal zu 50 % 

zumutbar sei. Eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselpositionen ohne 

Zwangspositionen sei aus rheumatologischer Sicht zu 70 %, nach einer 

Rekonditionierung sogar zu mehr Prozent möglich. Aus psychiatrischer Sicht sei sie 

voll arbeitsfähig (act. G 1.5/29.13).

b) Mit Stellungnahme vom 15. November 2005 stellte der RAD fest, dass eine 

Würdigung des Sachverhalts ergebe, dass die Schmerzstörung kein somatisches 

Korrelat aufweise und keine psychiatrisch diagnostizierte 

Schmerzverarbeitungsstörung vorliege. Deshalb liege aus versicherungsmedizinischer 

Sicht eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit vor (act. G 1.5/34.1 

- 34.2). Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle am 1. Dezember 2005 verfügungsweise 

einen Anspruch auf eine Rente (act. G 1.5/38.1 - 38.2).

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c) Mit Einsprache vom 27. Dezember 2005 und Ergänzung vom 26. Januar 2006 

beantragte der Rechtsvertreter der Versicherten, es sei ein interdisziplinäres Gutachten 

mit Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit zur Abklärung der 

Restarbeitsfähigkeit der Einsprecherin einzuholen. Sodann seien die der Einsprecherin 

zustehenden gesetzlichen Versicherungsleistungen nach durchgeführter Begutachtung 

neu festzusetzen (act. G 1.5/39 und 47). Mit Entscheid vom 17. März 2006 wies die IV-

Stelle die Einsprache ab, da eine Fibromyalgie bzw. eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung in der Regel keine Invalidität zur Folge habe, sondern mit einer 

zumutbaren Willens¬anstrengung überwunden werden könne. Zudem sei die 

Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig (act. G 1.5/50).

B.- a) Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 31. März 

2006 mit dem Antrag auf Rückweisung der Streitsache an die IV-Stelle. Diese sei 

sodann anzuweisen, das bereits einspracheweise verlangte Gutachten durchführen zu 

lassen und anschliessend die der Beschwerdeführerin zustehenden Leistungen neu zu 

beurteilen. Eventualiter sei der Beschwerdeführerin eine IV-Rente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 50 % zuzusprechen. Der Hausarzt attestiere der 

Beschwerdeführerin eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Es sei willkürlich, wenn die 

Beschwerdegegnerin dem Hausarzt einzig auf Grund seiner Vertrauensstellung die 

Unbefangenheit abspreche. Die Beschwerdegegnerin weiche aber auch vom 

Gutachten des Zentrums E.___ ab, wenn sie von einer 100 %-igen Arbeitsfähigkeit 

ausgehen. Das Gutachten gehe ausdrücklich unter Hinweis auf die rheumatologische 

Erkrankung der Beschwerdeführerin von einer Arbeitsfähigkeit für die bisherige 

Tätigkeit von maximal 50 % und für eine adaptierte Tätigkeit von einer solchen von 70 

% aus. Im Weiteren treffe nicht zu, dass bei der Beschwerdeführerin ein reines 

Schmerzsyndrom ohne somatisches und psychisches Korrelat vorliege (act. G 1).

b) Mit Beschwerdeantwort vom 7. April 2006 beantragt die Verwaltung Abweisung der 

Beschwerde. Nach der neueren Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts bewirke eine somatoforme Schmerzstörung bzw. eine 

Fibromyalgie keine Invalidität. Ausserdem sei diese gesundheitliche Beeinträchtigung 

oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar (EVGE vom 10. 

Februar 2006 [I 329/05] und EVGE vom 13. Februar 2006 [I 618/05]; act. G 3).

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c) Mit Replik vom 24. April 2006 macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

geltend, dass die von der Beschwerdegegnerin erwähnte Rechtsprechung des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts Fälle betroffen habe, in welchen lediglich eine 

somatoforme Schmerzstörung, nicht jedoch ein Fibromyalgie-Syndrom vorgelegen 

habe. Die genannte Rechtsprechung könne deshalb nicht unbesehen auf den 

vorliegenden Fall übertragen werden (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf 

eine Duplik (act. G 9).

d) Mit Eingabe vom 21. Februar 2007 reicht der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin ein Überweisungsschreiben von Dr. A.___ vom 21. Februar 2007 

ein, wonach dieser bei der Handchirurgie des Spitals B.___ eine konsiliarische 

Untersuchung wegen einer Rhizarthrose beantragt. Gleichzeitig attestiert der Hausarzt 

der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von "einigen Wochen" ab dem 12. 

Februar 2007 (act. G 14 und 14.1).

II.

1.- a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. 

Januar 2004 gültigen Fassung besteht ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 

Anspruch auf eine Viertel-, ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine 

halbe, ab 60 % auf eine Dreiviertel- und ab 70 % auf eine ganze Invalidenrente.

b) Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen 

Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind daher zunächst medizinische Grundlagen 

wesentlich. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in 

der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 Erw. 4). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf 

die Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken. Ob die versicherte 

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Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die 

Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich.

c) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Die Differenz entspricht der 

invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse oder - in Prozenten des Valideneinkommens 

ausgedrückt - dem Invaliditätsgrad.

2.- Vorliegend reduzierte die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum 

gesundheitsbedingt bereits Anfang der 1990er Jahre auf 50 % (vgl. act. G 1.5/29.3, 

29.7 und 29.9). Nachdem der RAD ursprünglich eine Abklärung auch der 

Haushaltstätigkeit anregte (act. G 1.5/21.1), ging die Beschwerdegegnerin nach 

Vorliegen des Gutachtens des Zentrums E.___ davon aus, dass die 

Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige anzusehen sei (act. G 1.5/30.1 und 36.1). 

Dies wird auch vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in seinen Rechtsschriften 

nicht in Frage gestellt. Es ist deshalb mit den Parteien davon auszugehen, dass der 

Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin nach der allgemeinen Methode zu bestimmen 

ist.

3.- a) Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. A.___, Facharzt für Innere 

Medizin, stellte in seinem Bericht vom 5. März 2004 als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit eine linksbetonte Fibromyalgie, ein linksbetontes sensibles 

Syndrom, den Verdacht auf eine somatoforme Störung und eine sensible dissoziative 

Störung, ein chronisches Panvertebralsyndrom mit Hol-Rundrücken, einer muskulären 

Dysbalance, Adipositas, Spannungskopfschmerzen sowie ein Cervicalsyndrom (act. G 

1.5/7.1). Ebenso stellte bereits Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin und 

Rheumatologie, in seinen Berichten vom 20. November 2002 und 27. Dezember 2002 

die Hauptdiagnosen eines chronischen Panvertebralsyndroms mit 

lumbospondylogener Komponente bei einem Hohl-Rundrücken, muskulären 

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Dysbalancen, Überlastung durch Adipositas mit Übergang in ein Fibromyalgiesyndrom 

(act. G 1.5/17.3 - 17.7). Ebenso ging schliesslich die Abteilung Neurologie des Spitals 

B.___ in ihrem Bericht vom 9. Januar 2004 von einem chronischen Schmerzsyndrom 

(ICD-10: R52.2) aus (act. G 1.5/20.1). Die Diagnosen dieser Ärzte stimmen 

grundsätzlich mit den Befunden des Zentrums E.___ überein, welches von einem 

chronischen generalisierten Schmerzsyndrom bei Fibromyalgie und 

Spannungskopfschmerzen ausgeht (act. G 1.5/29.11).

b) Die Diagnosen sind denn auch im vorliegenden Verfahren nicht bestritten (vgl. auch 

Erw. 3f). Umstritten sind dagegen die erwerblichen Auswirkungen der 

Gesundheitsstörung der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin geht davon 

aus, dass - gestützt auf die Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 

10. und 13. Februar 2006 (I 329/05 und I 618/05) - eine somatoforme Schmerzstörung 

bzw. eine Fibromyalgie nicht zu einer lang dauernden, zu einer Invalidität führenden 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe. Demgegenüber stellt sich der Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass das Gutachten des Zentrums E.___ 

insofern unvollständig sei, als darin keine neurologische Begutachtung und keine 

Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit zur Abklärung der Restarbeitsfähigkeit 

vorgenommen worden sei.

c) Die Beschwerdeführerin wurde im Rahmen des Gutachtens am 14. und 20. April 

2005 internistisch, rheumatologisch sowie psychiatrisch untersucht. Nebst den bereits 

genannten Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (chronisches generalisiertes 

Schmerzsyndrom bei Fibromyalgie und Spannungskopfschmerzen) stellt das 

Gutachten als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit jene einer 

Betathalassämie sowie eines Lipoms am Rücken. Zudem bestehe eine 

Belastungssituation am Arbeitsplatz. Das Gutachten äussert sich sodann zu den 

Arbeitsmöglichkeiten. Dabei wird im Konsilium von Dr. med. G.___, Facharzt für 

Rheumatologie, davon ausgegangen, dass die Arbeit als Näherin wegen der 

chronischen Nacken - und Kopfschmerzen durch die rein sitzende und vornüber 

gebeugte Haltung nicht ideal sei. Auf der anderen Seite fand der Rheumatologe aber 

keine klinische oder radiologische Hinweise für strukturelle Veränderungen an 

Gelenken oder Wirbelsäule. Für die Arbeit als Näherin ortete der Rheumatologe die 

Grenze der Arbeitsfähigkeit bei 50 %. In einer körperlich leichten und 

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wechselbelastenden Tätigkeit mit regelmässigem Wechsel der Köperpositionen sei von 

einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, nach einer Rekonditionierung sogar 

mehr. Allerdings sei der Erfolg einer solchen Rehabilitation fraglich. Dr. med. I.___, 

Fachärztin für Psychiatrie, geht in ihrem Konsilium davon aus, dass die Schmerzen 

zwar somatisch nachvollziehbar seien, eine eigentliche depressive (oder andere 

psychische) Symptomatik finde sich dagegen nicht. Sie geht deshalb von einer blanden 

Diagnose und dementsprechend von einer aus psychiatrischer Sicht 100 %-igen 

Arbeitsfähigkeit aus. In der von allen beteiligten Fachärzten gemeinsam erarbeiteten 

Konklusion wurde schliesslich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den 

Rheumatologen - nachdem sich sowohl aus internistischer als auch aus 

psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergab - als massgebend 

erklärt. Das Gutachten des Zentrums E.___ erfolgte in Kenntnis sowohl der Arztberichte 

von Dr. A.___, als auch jenen von Dr. D.___ und der Abteilungs für Neurologie des 

Spitals B.___. Ausserdem wurden die geklagten Beschwerden berücksichtigt (act. G 

1.5/29.1 - 29.21). Mithin erscheint das Gutachten für die streitigen Belange umfassend 

und beinhaltet begründete Schlussfolgerungen (vgl. EVGE vom 13. Februar 2006 [I 

618/05] Erw. 2.2.1, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 Erw. 3a). Nachdem sich alle mit der 

Sache befassten Ärzte über die Diagnosen grundsätzlich einig sind, besteht zumindest 

in medizinischer Hinsicht keine Notwendigkeit einer weiteren (neurologischen) 

Abklärung.

d) Gemäss der neueren Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

führt eine Fibromyalgie analog einer somatoformen Schmerzstörung nur dann zu einer 

Invalidität, wenn die willentliche Schmerzüberwindung und der Wiedereinstieg in den 

Arbeitsprozess ausnahmsweise nicht zumutbar sind. Dies ist bei mitwirkender, 

psychisch ausgewiesener Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, 

Ausprägung und Dauer oder aber bei Vorhandensein anderer qualifizierter, mit 

gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien der Fall. Zu diesen anderen Kriterien 

zählt das Eidgenössische Versicherungsgericht (1) chronische körperliche 

Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder 

progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener 

sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht 

mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber 

entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"] 

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oder schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent 

durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit 

unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 

Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigen¬anstrengung der 

versicherten Person (BGE 132 V 70, Erw. 4.2.1 und 4.2.2], BGE 130 V 354, Erw. 2.2.3).

Vorliegend kann bei der Beschwerdeführerin nicht von einer psychisch ausgewiesenen 

Komorbidität von erheblicher Schwere ausgegangen werden, ging doch die 

Psychiaterin von einer blanden Diagnose aus. Insbesondere fand sie keine depressive 

Symptomatik (act. G 1.5/29.11). Zwar mögen die Feststellungen dieser Ärztin knapp 

ausgefallen sein, indessen kann daraus nicht geschlossen werden, dass die 

Beurteilung der Fachärztin nicht zutreffend ist. So gab denn auch die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung selber keine psychischen 

Beschwerden an. Vielmehr gab sie an, abgesehen von ihren Schmerzen und den damit 

verbundenen Schlafstörungen mit dem Leben zufrieden zu sein (act. G 1.5/29.3). 

Weiter kann auch nicht vom Vorliegen anderer qualifizierter Kriterien ausgegangen 

werden. So förderte die rheumatologische Untersuchung - basierend auf anlässlich der 

Untersuchung erstellten Röntgenaufnahmen - keine relevanten somatischen Befunde 

zu Tage. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass Dr. D.___ früher erstellte 

Röntgenbilder etwas weiter gehend interpretierte, und etwa im Bereich der 

Lendenwirbelsäule eine deutliche Hyperlordose sowie eine leichte bis mässige 

Chondrose feststellte (act. G 1.5/17.7). Schliesslich bewirken auch die 

Begleit¬erkrankungen (Adipositas, Betathalassämie, Lipom) nach Einschätzung der 

begutachtenden Ärzte keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. G 1.5/29.12). 

Sodann dürfte der von der Beschwerdeführerin beschriebene soziale Rückzug die 

geforderte Schwere nicht erreichen. Zwar geht sie nach eigenen Angaben weniger 

spazieren und trifft sich weniger mit Bekannten (act. G 1.5/29.10). Weitere 

Ausführungen dazu werden von der Beschwerdeführerin nicht gemacht. Nachdem sie 

andererseits aber auch angibt, Freude an der Familie und Interessen zu haben sowie 

ihre Hobbys zu pflegen (act. G 1.5/29.10), kann nicht davon ausgegangen werden, 

dass der geltend gemachte Rückzug einen Grossteil ihres Lebens (in allen Belangen 

des Lebens) bestimmt und gleichsam zu einem apathischen Verharren in sozialer 

Isolierung führt (vgl. BGE 132 V 359, Erw. 3.3.2).

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Ferner bestehen keine Anhaltspunkte in den Akten für die Annahme eines 

ausgeprägten, therapeutisch nicht mehr angehbaren primären Krankheitsgewinns. 

Einen solchen schliesst auch die Beschwerdeführerin selber aus, möchte sie doch 

nach eigenen Angaben arbeiten (Beschwerdeschrift, S. 13). Schliesslich wiegt auch der 

Umstand, dass die Behandlungsergebnisse trotz durchgeführter Physiotherapie und 

Heimgymnastik (und allenfalls weiterer nach Empfehlung der Abteilung für 

Neurologieam Spital B.___ vorgenommenen Behandlungen [Schwimmen, Aqua-

Training, Entspannungsverfahren, Wärmeapplikationen, Saunagänge und Dampfbäder; 

act. G 1.5/20.2]) bei jeweils nur kurz anhaltendem Erfolg nicht wie erhofft ausfielen, 

nicht derart schwer, dass dies allein die Unzumutbarkeit einer Schmerzüberwindung 

rechtfertigen würde. So gehen auch die begutachtenden Ärzte nicht von einer 

grundsätzlichen Unüberwindbarkeit der Schmerzen aus. Das Gutachten erachtet die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht als unzumutbar oder unmöglich sondern lediglich als 

"nicht ideal" und attestiert der Beschwerdeführerin darin eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 

(act. G 1.5/29.12). Dies stimmt auch mit der Beurteilung des Hausarztes vom März 

2004 überein, welcher ebenfalls von einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit ausging (act. G 

1.5/7.1). Für eine körperlich leichte Tätigkeit wird der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitsfähigkeit von 70 % oder mehr attestiert. Ebenso sah Dr. D.___ im Dezember 

2002 keine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % (act. G 1.5/17.3).

e) Zusammenfassend ist somit keine Ausnahme vom Grundsatz, dass eine 

Fibromyalgie als solche nicht zu einer Invalidität führt, gegeben. Nachdem die 

Beschwerdeführerin diese Vermutung im vorliegenden Verfahren nicht umzustossen 

vermochte, sind auch keine weiteren Abklärungen der Restarbeitsfähigkeit 

vorzunehmen. Vielmehr ist in Übereinstimmung mit dem Gutachten davon auszugehen, 

dass es der Beschwerdeführerin möglich ist, in einer adaptierten Tätigkeit mindestens 

70 % eines Vollpensums zu arbeiten. Dies führt bei einem Valideneinkommen von Fr. 

41'743.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'300.-- (vgl. Berechnung der IV-

Stelle vom 24. August 2005 [act. G 1.5/31.1]) zu einem Invaliditätsgrad von maximal 37 

%.

f) Schliesslich macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in diesem Verfahren 

unter Hinweis auf ein Überweisungsschreiben von Dr. A.___ vom 21. Februar 2007 an 

die Handchirurgie des Spitals B.___ erstmals geltend, das Beschwerdebild der 

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Beschwerdeführerin habe sich insofern ausgeweitet, als der Hausarzt neu auch noch 

eine Rhizarthrose, Fersensporn sowie eine beginnende mediale Gonarthrose rechts bei 

diffusen Knieschmerzen diagnostiziert habe. Aus dieser Diagnosestellung gehe hervor, 

dass das Beschwerdebild der Beschwerdeführerin bisher nicht umfassend 

wiedergegeben worden sei, so dass nun eine weitergehende konsiliarische Beurteilung 

durch das Spital B.___ notwendig geworden sei. Dieser Umstand unterstreiche den 

Antrag der Beschwerdeführerin auf Rückweisung der Sache zur neuerlichen Abklärung 

(act. G 14 und 14.1).

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts sind in 

zeitlicher Hinsicht für die gerichtliche Beurteilung eines Falles grundsätzlich die 

tatsächlichen Verhältnisse beim Erlass des Einspracheentscheides massgebend. 

Tatsachen, die sich später verwirklichen, sind indessen insoweit zu berücksichtigen, als 

sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, 

die Beurteilung im Zeitpunkt des Einspracheentscheides zu beeinflussen (EVGE vom 

14. Dezember 2005 [I 413/05], Erw. 4.2.1; EVGE vom 9. November 2005 [I 312/05], 

Erw. 4.1; je mit Hinweis auf BGE 99 V 102).

Vorliegend ist davon auszugehen, dass es sich bei den geltend gemachten neuen 

Diagnosen nicht wie vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in seinem Schreiben 

vom 21. Februar 2007 suggeriert um einen bereits vorbestehenden Zustand handelt, 

der von der Verwaltung im Einspracheentscheid zu Unrecht nicht beurteilt worden 

wäre. Vielmehr ist - sofern zutreffend - von einer Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit Erlass des Einspracheentscheids 

auszugehen. Die Beschwerdeführerin wurde im Rahmen des Gutachtens des Zentrums 

E.___ unter anderem rheumatologisch abgeklärt, wobei sich keine entsprechenden 

Befunde erheben liessen (vgl. act. G 1.5/29.8). Auch der Hausarzt, welcher nun die 

neuen Diagnosen stellt, erwähnt diese vorliegend zum ersten Mal. Schliesslich ist auch 

auf Grund der grossen zeitlichen Distanz zwischen Erlass des Einspracheentscheids 

und der nun gestellten neuen Diagnosen (rund ein Jahr) nicht ohne Weiteres 

anzunehmen, dass die nun diagnostizierte Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes geeignet gewesen wäre, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

Erlasses des Einspracheentscheids zu beeinflussen. Mithin ist vorliegend nicht vom 

Grundsatz abzuweichen, dass der Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids die 

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zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfung des Sachverhalts bildet, und eine 

allfällige nachträgliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes in einem neuen 

Verfahren geltend zu machen ist.

4.- Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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