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**Case Identifier:** ce46027e-b651-5a06-8b98-c3805f179f20
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 29.05.2019 810 19 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-26_2019-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 29. Mai 2019 (810 19 26) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilgesetzbuch 

 

 

Nicht vorbehaltlose Erteilung der Willensvollstreckerbescheinigung 

 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin 
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  

 
 

Betreff Nicht vorbehaltlose Erteilung der Willensvollstreckerbescheinigung 
(RRB Nr. 58 vom 22. Januar 2019) 

 
 
 
 
 

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A. Am 14. Juli 2017 verfasste die am 17. August 2017 verstorbene B.____ eine öffentlich 
beurkundete letztwillige Verfügung, in welcher sie C.____ als Willensvollstrecker und die A.____ 
AG als Ersatzwillensvollstreckerin einsetzte.  
 
B. Gegen das Testament vom 14. Juli 2017 und die Auslieferung der Erbschaft erhob der 
Vermächtnisnehmer D.____, vertreten durch Dr. Robert R. Sigl, Rechtsanwalt in Basel, mit Ein-
gabe vom 25. September 2017 Einsprache beim Erbschaftsamt Basel-Landschaft (Erbschafts-
amt) und beantragte, es sei eine Erbschaftsverwaltung anzuordnen. Diesen Antrag begründete 
er damit, dass der eingesetzte Willensvollstrecker C.____ im Testament auch als Vermächtnis-
nehmer genannt sei, weshalb als Willensvollstreckerin die E.____ AG vorgeschlagen werde. 
 
C. Nachdem C.____ sein Mandat als Willensvollstrecker mit Schreiben vom 26. März 2018 
niedergelegt hatte, teilte die von der Erblasserin als Ersatzwillensvollstreckerin eingesetzte 
A.____ AG dem Erbschaftsamt fristgerecht die Annahme des Willensvollstreckermandats mit. 
Daraufhin stellte das Erbschaftsamt der A.____ AG am 3. April 2018 eine Willensvollstreckerbe-
scheinigung aus, auf welcher es vermerkte, dass gegen das Testament Einsprache erhoben wor-
den sei. 
 
D. Mit Schreiben vom 8. Mai 2018 ersuchte die A.____ AG das Erbschaftsamt um Ausstel-
lung einer vorbehaltlosen Willensvollstreckerbescheinigung. Sie macht im Wesentlichen geltend, 
dass die Erbteilung Sache des Willensvollstreckers sei.  
 

E. Am 28. Juni 2018 stellte das Erbschaftsamt eine neue Willensvollstreckerbescheinigung 
aus, auf welcher die erhobene Einsprache nach wie vor festgehalten und zusätzlich eine allfällige 
Anfechtung der letztwilligen Verfügung vorbehalten wurde. Daraufhin ersuchte die Ersatzwillens-
vollstreckerin das Erbschaftsamt mit Eingabe vom 19. Juli 2018 erneut um Ausstellung einer vor-
behaltlosen Willensvollstreckerbescheinigung.  
 

F. Die Zivilrechtsverwaltung der Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft teilte 
der A.____ AG mit Schreiben vom 30. Juli 2018 mit, dass die gewünschte Änderung der Willens-
vollstreckerbescheinigung nicht vorgenommen werde, und versah dieses Schreiben mit einer 
Rechtsmittelbelehrung.  
 
G. Dagegen erhob die A.____ AG mit Eingabe vom 21. August 2018 Beschwerde beim 
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) und beantragte die Ausstellung ei-
ner vorbehaltlosen Willensvollstreckerbescheinigung. Der Regierungsrat wies die Beschwerde 
mit Beschluss (RRB) Nr. 2019-58 vom 22. Januar 2019 ab.  
 

H. Gegen den RRB Nr. 2019-58 vom 22. Januar 2019 erhob die A.____ AG mit Eingabe 
vom 4. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), mit dem Antrag, es sei eine vorbehaltlose Willensvollstreckerbe-
scheinigung auszustellen. 
 

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I. Der Beschwerdegegner liess sich mit Eingabe vom 4. März 2019 vernehmen und 
schloss auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
J. Mit Verfügung vom 18. März 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde nach § 43 ff. 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 sind erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Demzufolge ist auf die vorliegende 
Beschwerde einzutreten.  
 
2. Bei der Beurteilung der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kognition des Kan-
tonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Ent-
scheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob der Beschwer-
degegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beurteilt wer-
den, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Überprüfung der 
Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob das Erbschaftsamt in der Willensvoll-
streckerbescheinigung zu Recht auf die Einsprache und eine allfällige Ungültigkeitsklage hinge-
wiesen hat oder ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ausstellung einer vorbehaltlosen Wil-
lensvollstreckerbescheinigung hat.  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass ihre Einsetzung als (Er-
satz )Willensvollstreckerin vorliegend unbestritten sei und deshalb darauf verzichtet werden 
könne, die Einsprache bzw. eine allfällige Ungültigkeitsklage auf der Willensvollstreckerbeschei-
nigung zu erwähnen. Wenn der Beschwerdegegner die Hinweise damit begründe, dass diese 
"aus Gründen der Transparenz im Interesse des Gutglaubensschutzes Dritter" erforderlich seien, 
könne ihm nicht gefolgt werden. Der angebrachte Vorbehalt diene nämlich nicht der Transparenz, 
sondern bewirke, dass die Willensvollstreckerbescheinigung wirkungslos werde, da Dritte sie 
nicht akzeptieren würden. Es fehlen die gesetzlichen Grundlagen für das Vorgehen des Erb-
schaftsamtes und demzufolge erweise sich dieses als unrechtmässig. Der vom Beschwerdegeg-
ner angerufene Leitentscheid des Bundesgerichts BGE 91 II 177 sei auf den vorliegenden Fall 
nicht anwendbar, weil dort eine strittige Willensvollstreckereinsetzung behandelt werde, was vor-
liegend nicht der Fall sei.  
 
4.2 Der Beschwerdegegner vertritt demgegenüber die Auffassung, dass für die Frage, ob es 
eines Hinweises auf der Willensvollstreckerbescheinigung bedürfe oder nicht, massgebend sei, 
ob die Gültigkeit des Testaments zweifelhaft sei. Nicht entscheidend sei dabei, ob die Willens-
vollstreckung als solche umstritten sei oder nicht. Gemäss Lehre und Rechtsprechung habe die 

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ausstellende Behörde eine Einsprache oder Ungültigkeitsklage auf der Willensvollstreckerbe-
scheinigung zu vermerken. Vorliegend habe auf die Erwähnung der Einsprache in der Willens-
vollstreckerbescheinigung nicht verzichtet werden können, weil die Einsprache nach dem Wech-
sel des Willensvollstreckers nicht zurückgezogen worden und der Antrag um Anordnung einer 
Erbschaftsverwaltung bestehen geblieben sei. Wenn die Beschwerdeführerin die Streichung der 
Einsprache auf der Willensvollstreckerbescheinigung verlange, verkenne sie, dass sich eine Ein-
sprache nach Art. 559 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 
1907 – wie dies vorliegend der Fall sei – nie gegen die Willensvollstreckerin oder deren Einset-
zung richte. Vielmehr werde mit einer Einsprache nach Art. 559 Abs. 1 ZGB das Recht des ein-
gesetzten Erben auf Erhalt der Erbenbescheinigung bestritten. Das Bestreitungsverfahren be-
ziehe sich somit auf die Ausstellung der Erbenbescheinigung und als Rechtsfolge trete die Ver-
hinderung der Auslieferung der Erbschaft an die Erben ein. Dadurch könne sich der Erbe vor 
Schaden aus einer vorzeitigen Auslieferung der Erbschaft schützen.  
 
5.1 Gemäss Art. 517 Abs. 1 ZGB kann der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung eine 
oder mehrere handlungsfähige Personen mit der Vollstreckung seines Willens beauftragen. Der 
Begriff Willensvollstrecker umschreibt die Person, die der Erblasser in einer Verfügung von Todes 
wegen als seine Vertrauensperson ernennt und beauftragt, den Nachlass zu verwalten und ge-
mäss den Bestimmungen der Verfügung von Todes wegen zu teilen sowie allfällige weitere, vom 
Erblasser auf seinen Todesfall hin getroffene Anordnungen sicherzustellen und durchzuführen 
(vgl. Art. 518 Abs. 2 ZGB; MARTIN KARRER/NEDIM PETER VOGT/DANIEL LEU, in: Geiser/Wolf 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6. Auflage, Basel 2019, N 2 zu Vor Art. 517 - 518 
ZGB; BERNHARD CHRIST/MARK EICHNER, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar zum Erbrecht, 
3. Auflage, Basel 2015, N 1 f. zu Art. 517 ZGB; HANS RAINER KÜNZLE, in: Breitschmid/Jungo 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Erbrecht, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 
2016, N 1 zu Art. 517 - 518 ZGB; KLAUS BÜRGI, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Stutz/Fankhauser 
[Hrsg.], ZGB Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2016, N 1 zu Art. 517 ZGB). Zweck der Willensvoll-
streckung ist in erster Linie die generelle Sicherstellung des schnellen und zuverlässigen Vollzugs 
der angeordneten Massnahmen, Vermächtnisse und Teilungsvorschriften (vgl. KARRER/
VOGT/LEU, a.a.O., N 3 zu Vor Art. 517 - 518 ZGB; CHRIST/EICHNER, a.a.O., N 3 f. zu Art. 517 
ZGB).  
 
5.2 Zulässig ist die Ernennung eines oder mehrerer Ersatzvollstrecker durch den Erblasser 
für den Fall, dass der erstgenannte Kandidat das Amt nicht übernehmen kann oder will bzw. vor 
Beendigung ausscheidet (vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 6 zu Art. 517 ZGB). Ernennbar sind 
handlungsfähige Personen, und zwar sowohl natürliche wie auch juristische Personen 
(vgl. KÜNZLE, a.a.O., N 5 zu Art. 517 - 518 ZGB; KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 7 zu Art. 517 ZGB). 
Die Ernennung ist von Amtes wegen mitzuteilen, d.h. die Mitteilung muss durch eine Behörde 
erfolgen. Die zuständige kantonale Behörde setzt dem Angefragten eine Frist von 14 Tagen 
(Art. 517 Abs. 2 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_701/2016 vom 6. April 2017 E. 4.1 KÜNZLE, 
a.a.O., N 10 zu Art. 517 - 518 ZGB). Bei nachträglichem Wegfall des Willensvollstreckers hat die 
Behörde im gleichen Verfahren den allfällig bezeichneten Ersatzvollstrecker zu benachrichtigen 
(vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 11 zu Art. 517 ZGB). Die Mitteilung muss auch dann erfolgen, 

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wenn der Behörde die letztwillige Verfügung ungültig oder anfechtbar erscheint oder wenn meh-
rere Verfügungen vorliegen und in einer jüngeren die frühere Ernennung eines Willensvollstre-
ckers widerrufen wird. Die Behörde hat keine Kognitionsbefugnis, ob die Einsetzung des Willens-
vollstreckers rechtsgültig ist oder nicht; dies ist Sache des ordentlichen Richters 
(vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 11 zu Art. 517 ZGB). Für die Ernennung des Willensvollstre-
ckers ist die behördliche Mitteilung nicht konstitutiv, da die Ernennung rechtsgültig durch Verfü-
gung von Todes wegen erfolgt; die deklaratorische behördliche Mitteilung setzt lediglich das ge-
setzliche Annahmeverfahren in Gang (vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 14 zu Art. 517 ZGB). Die 
Annahme ist auch dann gültig, wenn die letztwillige Verfügung als ungültig oder anfechtbar be-
trachtet werden kann (BGE 74 I 423; Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich vom 4. Juli 2018 
[SR.2017.00009] E. 3.2; KÜNZLE, a.a.O., N 14 zu Art. 517 - 518 ZGB). Durch die amtliche Mittei-
lung und Annahmeerklärung ist die Willensvollstrecker-Einsetzung gültig zustande gekommen 
und der Willensvollstrecker hat von Bundesrechts wegen unter anderem die Pflicht, sofort nach 
Annahme mit der Arbeit zu beginnen und diese auch bei möglicher Ungültigkeit des Testaments 
bzw. bereits laufendem Ungültigkeitsprozess solange fortzuführen, bis die Ungültigkeit des Tes-
taments gerichtlich festgestellt ist (vgl. BGE 91 II 17 E. 3; KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 16 zu 
Art. 518 ZGB). Die Rechte und Pflichten des Willensvollstreckers sind eingeschränkt, wenn dieser 
die potentielle oder effektive Ungültigkeit einer Verfügung von Todes wegen oder die Verletzung 
von Pflichtteilsrechten feststellt, wenn die Einsetzung der Stellung des Willensvollstreckers von 
einem Berechtigten angefochten ist, wenn eine Ungültigkeits- (Art. 519 ff. ZGB) oder Herabset-
zungsklage (Art. 522 ff. ZGB) eingereicht ist oder wenn die Aufnahme des öffentlichen Inventars 
(Art. 580 ff. ZGB) verlangt worden ist. Solange diese Unsicherheiten bestehen, darf der Willens-
vollstrecker die testamentarischen Anordnungen nicht unbesehen ausführen, sondern hat sich je 
nach den Umständen auf die wirklich notwendigen Verwaltungshandlungen zu beschränken und 
in der Regel auf Verfügungshandlungen zu verzichten (vgl. zum Ganzen: KARRER/VOGT/LEU, 
a.a.O., N 20 zu Art. 518 ZGB mit weiteren Hinweisen; CHRIST/EICHNER, a.a.O. N 28 zu Art. 517 
ZGB). Im vorliegenden Fall ist der erste Willensvollstrecker zurückgetreten, was jederzeit und 
ohne Angabe von Gründen möglich ist (vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 25 zu Art. 517 ZGB mit 
weiteren Hinweisen). In der Folge hat die (Ersatz-)Willensvollstreckerin die Annahme des Amtes 
erklärt und ersuchte um Ausstellung des Willensvollstreckerzeugnisses. 
 
5.3.1 Der Willensvollstrecker hat Anspruch auf ein sog. Willensvollstreckerzeugnis, d.h. auf 
eine behördliche Legitimationsurkunde über seine Stellung (BGE 91 II 177 E. 1). Das Zeugnis 
kann schon vor der Testamentseröffnung ausgestellt werden und ist auch dann abzugeben, wenn 
eine Einsprache nach Art. 559 ZGB erfolgt oder eine Ungültigkeitsklage hängig ist (vgl. KARRER/
VOGT/LEU, a.a.O., N 18 zu Art. 517 ZGB; CHRIST/EICHNER, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommen-
tar zum Erbrecht, 3. Auflage, Basel 2015, N 20 zu Art. 517 ZGB). Zuständig für die Ausstellung 
ist normalerweise die Behörde, welche nach Art. 556 - 559 ZGB die letztwilligen Verfügungen 
eröffnet und Erbbescheinigungen ausstellt (BGE 91 II 177 E. 2), im Kanton Basel-Landschaft ist 
dies die Zivilrechtsverwaltung (§ 105 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Einführung des Zivilge-
setzbuches [EG ZGB] vom 16. November 2006). Das Willensvollstreckerzeugnis hat nur dekla-
ratorischen Charakter und dient dem Willensvollstrecker als Beweis für seine Ernennung und 
Annahme der Funktion (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_635/2015 vom 21. Juni 2016 E. 2.1; 
5A_257/2009 vom 26. Oktober 2009 E. 1.4). Das Ausmass von Rechten und Pflichten ergibt sich 

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aber nicht aus dem Willensvollstreckerzeugnis, sondern aus der letztwilligen Verfügung und dem 
Gesetz (vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 18 zu Art. 517 ZGB; CHRIST/EICHNER, a.a.O. N 19 zu 
Art. 517 ZGB). Der Willensvollstrecker muss möglichst früh über den Legitimationsausweis ver-
fügen, daher ist ihm dieser so früh wie möglich, und auch wenn die Gültigkeit der einsetzenden 
Verfügung zweifelhaft ist, auszustellen. In einem solchen Fall muss jedoch die Bescheinigung 
einen entsprechenden Vorbehalt aufnehmen und die bestrittenen Punkte vermerken (vgl. CHRIST/
EICHNER, a.a.O. N 20 zu Art. 517 ZGB, BGE 91 II 177 E. 3). 
 
5.3.2 Der Inhalt des Willensvollstreckerzeugnisses wird vom kantonalen Recht bestimmt. Als 
Minimalerfordernis muss es erwähnen, dass eine handlungsfähige Person durch Testament des 
Erblassers vom [Datum] zum Willensvollstrecker ernannt worden ist und das Mandat angenom-
men hat; eine vollständige Wiedergabe des gesamten Testamentsinhalts ist nicht erforderlich 
(vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 19 zu Art. 517 ZGB). Sind nach der letztwilligen Verfügung die 
Rechte und Pflichten des Willensvollstreckers eingeschränkt, oder ist der ausstellenden Behörde 
eine Einsprache nach Art. 559 ZGB oder eine gegen das Testament bereits eingeleitete Ungül-
tigkeitsklage bekannt, so muss dies im Willensvollstreckerzeugnis erwähnt werden, damit das 
Zeugnis nicht eine unumstrittene oder rechtskräftige Willensvollstreckung andeutet (BGE 91 II 
177 E. 3; KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 19 zu Art. 517 ZGB).  
 
6.1 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen kann somit festgehalten werden, dass so-
wohl die soeben zitierten Lehrmeinungen als auch das Bundesgericht davon ausgehen, dass 
jeder Umstand, der eine gerichtliche Entscheidung über die Erbschaft erwarten lässt, so insbe-
sondere eine Einsprache oder allfällige Klage, im Legitimationsausweis der Willensvollstreckerin 
oder des Willensvollstreckers vorzubehalten ist. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist 
dieses Vorgehen nicht ausschliesslich auf Fälle beschränkt, in denen die Einsetzung der Willens-
vollstreckerin oder des Willensvollstreckers umstritten ist: Das Bundesgericht hat sich im Leitent-
scheid BGE 91 II 177 zwar mit einem Streit über die Einsetzung eines Willensvollstreckers be-
fasst, doch hat es in seinen Erwägungen die Frage zum Inhalt einer Willensvollstreckerbeschei-
nigung nicht auf solche Fälle beschränkt, sondern in grundsätzlicher Weise festgehalten, dass es 
angezeigt ist, in einem Legitimationsausweis der Willensvollstreckerin oder des Willensvoll- 
streckers die Bestreitung der Gültigkeit des Testaments und gegebenenfalls im Besonderen der 
darin vorgesehenen Willensvollstreckung zu vermerken, damit der Ausweis sich in den Augen 
Dritter nicht als Beleg über eine rechtskräftig feststehende Willensvollstreckung darbiete (E. 3). 
Vor diesem Hintergrund kann mit dem Beschwerdegegner festgehalten werden, dass die Vorbe-
halte auf der Willensvollstreckerbescheinigung aus Gründen der Transparenz anzubringen sind. 
Damit geht der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sich dieses Vorgehen nur im Fall von 
streitigen Willensvollstreckereinsetzungen rechtfertigen würde, ins Leere. Vorliegend wurde die 
Einsprache nicht zurückgezogen, nachdem die Ersatzwillensvollstreckerin ihr Amt antrat, und da-
mit blieb auch der Antrag um Anordnung einer Erbschaftsverwaltung stehen. Demzufolge hat das 
Erbschaftsamt den Ausweis zu Recht nicht vorbehaltlos ausgestellt, sondern in Nachachtung der 
Rechtslage die bestrittenen Punkte resp. den Vorbehalt einer (Ungültigkeits-)Klage darauf ange-
bracht.  
 

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6.2 Der Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach sie aufgrund der angebrachten 
Hinweise auf dem Legitimationsausweis in der Ausübung ihrer Funktion behindert werde und 
diese deshalb nicht zu vermerken seien, kann aus folgenden Gründen nicht gefolgt werden: Ge-
mäss Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird im Hinblick auf die Verwaltungs- und 
Verfügungsbefugnisse Zurückhaltung der Willensvollstreckerin oder des Willensvollstreckers ver-
langt, soweit die Gültigkeit der einsetzenden Verfügung – was vorliegend zutrifft – zweifelhaft ist. 
In solchen Fällen soll die Willensvollstreckerin oder der Willensvollstrecker nur sichernde oder 
sonstige zur ordentlichen Verwaltung gehörende Massnahmen treffen und Veräusserungen nur 
dann vornehmen, wenn dazu eine dringende Veranlassung besteht (BGE 91 II 177 E. 3). Der 
Auffassung der Beschwerdeführerin kann damit entgegengehalten werden, dass im Fall von Un-
sicherheiten betreffend die testamentarischen Anordnungen die zivilrechtlichen Grundlagen – 
und nicht die Hinweise auf dem entsprechenden Legitimationsausweis – der Willensvollstreckerin 
Beschränkungen auferlegen. Daran ändert der Umstand, dass die F.____ wegen jener Anmer-
kungen in der Bescheinigung besondere Vorsicht walten lässt und die von der Willensvollstrecke-
rin gewollten Dispositionen nicht ausführt, nichts.  
 
6.3 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass im vorliegenden Fall kein An-
spruch auf Ausstellung einer Willensvollstreckerbescheinigung ohne Anmerkungen besteht. 
Demzufolge erweist sich die Beschwerde als unbegründet. 
 
7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 1'400.-- somit der unterlegenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten sind wett-
zuschlagen (§ 21 Abs. 1 und 2 VPO). 
 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- verrechnet.   

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 09.10.2019 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 5A_804/2019) erhoben.