# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59ede13d-f22b-5bdf-b0a4-9d6330e84599
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2025 F-8132/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-8132-2025_2025-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-8132/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5    

Besetzung 
 Einzelrichter Gregor Chatton, 

mit Zustimmung von Richter Sebastian Kempe;   

Gerichtsschreiberin Annina Mondgenast. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Afghanistan,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 17. Oktober 2025 / N (...). 

 

 

 

F-8132/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 4. September 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. Abgleiche mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eu-

rodac) ergaben, dass er bereits am 5. September 2024 in Bulgarien und 

am 23. September 2024 in Deutschland um Asyl ersucht hatte.  

B.  

Anlässlich der Befragung vom 30. September 2025 wurde dem Beschwer-

deführer das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensent-

scheid und der Möglichkeit einer Überstellung nach Bulgarien gewährt, 

welches gemäss Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO) grundsätzlich für die Behandlung seines Asylgesuchs 

zuständig sei. Die grundsätzliche Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates 

wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Er machte jedoch geltend, 

er habe in Bulgarien seine Fingerabdrücke unter Zwang abgeben müssen 

und sei weitergereist. Über den aktuellen Verfahrensstand in Bulgarien 

habe er keine Kenntnis. Von Deutschland sei er nach Bulgarien zurückge-

schafft worden und habe dort keine Medikamente erhalten. Es sei ihm ge-

sagt worden, er solle eine Schwarzarbeit finden, um die Medikamente 

selbst zu bezahlen. Psychisch gehe es ihm nicht gut und er sei erkältet mit 

Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen.    

C.  

Am 6. Oktober 2025 ersuchte die Vorinstanz die bulgarischen Behörden 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO. Diesem Gesuch wurde am 8. Oktober 2025 entsprochen.  

D.  

Mit Verfügung vom 17. Oktober 2025 (eröffnet gleichentags) trat die Vor-

instanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, verfügte 

seine Wegweisung aus der Schweiz nach Bulgarien und forderte ihn auf, 

die Schweiz bis spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu 

verlassen. Gleichzeitig beauftragte sie den Kanton Basel-Stadt mit dem 

Vollzug und stellte fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine auf-

schiebende Wirkung zu.  

F-8132/2025 

Seite 3 

E.  

Am 17. Oktober 2025 zeigte die zugewiesene Rechtsvertretung die Been-

digung des Mandatsverhältnisses an.  

F.  

Mit Beschwerde vom 22. Oktober 2025 (Poststempel tags darauf) an das 

Bundesverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und auf sein Asylgesuch sei einzutre-

ten. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und ihm 

sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses.  

G.  

Der Instruktionsrichter setzte den Vollzug am 24. Oktober 2025 per sofort 

einstweilen aus. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet über diese endgültig 

(Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1). 

2.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

F-8132/2025 

Seite 4 

zuständiger Staat bestimmt wird. Bulgarien hat der Wiederaufnahme (take 

back) des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-

VO zugestimmt. Die grundsätzliche Zuständigkeit Bulgariens ist damit ge-

geben.  

3.2. Die Dublin-III-VO räumt den Schutzsuchenden kein Recht ein, den ih-

ren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 

E. 8.3).  

4.  

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei in Bulgarien unter Einsatz 

von Hunden festgenommen worden. Fünfzehn Tage lang sei er inhaftiert 

gewesen, sei körperlich misshandelt worden und habe prekäre Haftbedin-

gungen aufgrund von Verweigerung von Nahrung sowie Wasser erlebt. 

Dies stelle eine Verletzung von Art. 3 EMRK dar. Der schlechte Zustand 

des Camps, die schmutzigen und unsicheren Schlafräume, der Mangel an 

Nahrung und die fehlende medizinische Unterstützung seien als un-

menschliche Aufnahmebedingungen anzusehen, womit Bulgarien gegen 

die Mindeststandards der Aufnahmerichtlinie verstosse. Er leide an einer 

schweren psychischen Erkrankung und sei auf medizinische Behandlung 

angewiesen. In Bulgarien sei ihm eine solche verweigert worden. In Kom-

bination mit seinem fragilen psychischen Zustand und seiner diagnostizier-

ten Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bestehe bei einer Rück-

kehr nach Bulgarien das reale Risiko einer ernsten, raschen und unwieder-

bringlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustands, die zu intensi-

ven Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung füh-

ren könnte. Er sei deshalb als besonders vulnerabel einzustufen. Eine 

Rückkehr in das Land, in welchem seine Traumata stattgefunden haben, 

sei für ihn psychisch unzumutbar und er befürchte eine Retraumatisierung. 

In Bulgarien habe er einen abweisenden Asylentscheid erhalten und er be-

fürchte, dass er keinen erneuten Antrag stellen könnte und nach Afghanis-

tan zurückgeschickt würde. Vor einigen Tagen sei er im BAZ in Ohnmacht 

gefallen und danach zwei Stunden lang komplett verwirrt gewesen. Die 

Ambulanz sei gekommen und er habe Medikamente erhalten. Dies sei auf-

grund des grossen psychischen Drucks geschehen. In Deutschland habe 

er sich deswegen während drei Monaten in ärztlicher Behandlung befun-

den. 

4.2. Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

weist das Asylverfahren in Bulgarien keine systemischen Schwachstellen 

auf, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO 

auf die Schweiz überginge (vgl. Referenzurteil des BVGer F-7195/2018 

F-8132/2025 

Seite 5 

vom 11. Februar 2020 E. 6.6.7; jüngst Urteil F-6791/2025 vom 9. Septem-

ber 2025 E. 3). Unter Berücksichtigung der diesbezüglichen Ausführungen 

in der Beschwerde und der dort zitierten Berichte ist nicht anzunehmen, 

Bulgarien verstosse systematisch gegen seine vertraglichen Verpflichtun-

gen als zuständiger Dublin-Mitgliedstaat im Falle einer Rücküberstellung 

von Asylsuchenden. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass ein 

definitiver Entscheid über ein Asylgesuch und die Wegweisung in das Hei-

matland nicht per se eine Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips dar-

stellen. Das Prinzip der Überprüfung eines Asylgesuchs durch einen einzi-

gen Mitgliedstaat ("one chance only") dient im Gegenteil der Vermeidung 

von multiplen Asylgesuchen in verschiedenen Staaten (sogenanntes 

"asylum shopping"; vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 8.5.3.3). Mangels systemi-

scher Mängel im bulgarischen Asylsystem erübrigen sich Weiterungen zur 

Gefahr einer allfälligen Kettenabschiebung (siehe einlässlich dazu Urteil 

des EuGH vom 30. November 2023, verbundene Rechtssachen C-228/21, 

C-254/21, C-297/21, C-315/21 und C-328/21, §§ 129–142 und Ziff. 2 des 

Dispositivs).  

4.3. Die Vorbringen des Beschwerdeführers lassen auch angesichts der 

anerkanntermassen schwierigen Bedingungen für Asylsuchende in Bulga-

rien nicht den Schluss zu, er habe bei einer Überstellung nach Bulgarien 

im Rahmen des Dublin-Verfahrens mit hoher Wahrscheinlichkeit eine un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK 

oder eine Verletzung von Art. 5 und 7 EMRK zu gewärtigen. Sollte er nach 

seiner Rückkehr von Behördenvertretern rechtswidrig behandelt werden, 

hat er sich an das bulgarische Justizwesen oder die dortigen Aufsichtsbe-

hörden zu wenden. Dies gilt auch bei einer allfälligen Einschränkung der 

ihm zustehenden Aufnahmebedingungen (vgl. Art. 26 der Richtlinie des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur 

Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationa-

len Schutz beantragen [Aufnahmerichtlinie]).  

4.4. In Bezug auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist ak-

tenkundig, dass er am 16. Oktober 2025 gemäss den Aussagen von ande-

ren Personen ohnmächtig geworden und nicht gut ansprechbar gewesen 

sei (SEM-Akten act. 28 und 32). Gemäss der eingereichten Kopie der ers-

ten Seite eines Entlassungsbriefes der Klinik für Psychiatrie, Psychothera-

pie und Psychosomatik B._______ vom 12. Mai 2025 wurden eine schwere 

depressive Episode ohne psychotische Symptome, eine PTBS und ein Vi-

tamin-D-Mangel diagnostiziert, weshalb sich der Beschwerdeführer vom 

22. Februar bis zum 13. Mai 2025 in stationärer Behandlung befand (Be-

schwerdebeilage 2). Zur Behandlung erhielt er Medikamente (Be-

F-8132/2025 

Seite 6 

schwerdebeilage 3). Die in Deutschland diagnostizierte PTBS ist medika-

mentös behandelbar und erscheint nicht derart gravierend, dass gestützt 

auf Art. 3 EMRK von einer Überstellung nach Bulgarien abgesehen werden 

müsste (vgl. dazu Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien vom 13. De-

zember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, §§ 180–193 m.w.H., bestätigt 

durch Urteil des EGMR Savran gegen Dänemark 7. Dezember 2021, 

Grosse Kammer, Nr. 57467/15, §§ 121 ff., wonach zwangsweise Rückwei-

sungen von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur ausnahms-

weise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen können). Dies gilt 

selbst für den Fall, dass auch in der Schweiz eine PTBS diagnostiziert 

würde (vgl. Urteil des BVGer F-4901/2025 vom 10. Juli 2025 E. 2.2). Der 

medizinische Sachverhalt ist als ausreichend erstellt zu erachten, weshalb 

kein Anlass besteht, einen weiteren psychiatrischen Bericht abzuwarten. 

Im Übrigen verfügt Bulgarien entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

über eine ausreichende medizinische Infrastruktur (vgl. statt vieler: Urteil 

des BVGer F-4901/2025 vom 10. Juli 2025 E. 2.3) und ist verpflichtet, ihm 

bei Bedarf die notwendige medizinische und psychologische Behandlung 

zu gewähren (vgl. Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie). 

4.5. Individuelle Garantien müssen einzig bei sehr vulnerablen Personen 

eingeholt werden (vgl. Referenzurteil F-7195/2018 vom 11. Februar 2020 

E. 7.4.2). Eine besondere Vulnerabilität ist vorliegend trotz der in E. 4.4 

aufgeführten Diagnosen zu verneinen.  

4.6. Somit stehen weder Art. 3 EMRK noch andere völkerrechtliche Best-

immungen einer Überstellung des Beschwerdeführers nach Bulgarien ent-

gegen. Die Vorinstanz hat vom Selbsteintrittsrecht gemäss Art. 17 Abs. 1 

Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zulässigerweise abgesehen. Das 

ihr zustehende Ermessen hat sie in Vornahme einer hinreichenden Einzel-

fallprüfung rechtskonform ausgeübt (vgl. BVGE 2015/9 E. 8). 

5.  

Nach dem Ausgeführten erweist sich die angefochtene Verfügung als 

rechtmässig (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses gegenstandslos geworden. Der am 24. Oktober 2025 verfügte 

einstweilige Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden Urteil dahin. 

F-8132/2025 

Seite 7 

6.  

6.1. Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) 

abzuweisen ist. 

6.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-8132/2025 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gregor Chatton Annina Mondgenast 

 

 

Versand: