# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16c70858-b053-53ad-be0e-ab0ac09d8a4b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB250163-O1
**Docket/Reference:** SB250163-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB250163-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB250163-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. M. Langmeier 

und lic. iur. R. Faga sowie der Gerichtsschreiber

MLaw J. Stegmann

Urteil vom 10. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend sexuelle Nötigung etc. und Widerruf

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 18. Juli 2024

(DG240005)

-   2   -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 14. März 2024 

(Urk. 3) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 72 S. 73 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte ist schuldig



















der sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 aStGB;

der strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung im Sinne von 

Art. 260bis Abs. 1 lit. a StGB;

der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbin-

dung mit Ziff. 2 Abs. 3 StGB (Dossier 1);

der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB (Dossier 2);

der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. a StGB;

des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB;

der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 

Abs. 1 aStGB;

der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB;

des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 

StGB.

2.

Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

27. Februar 2023 ausgefällten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.

3.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 74 Monaten (6 Jahren und 2 Monaten) Freiheitsstrafe 

(wovon bis und mit heute 431 Tage durch Haft und durch vorzeitigen Strafantritt erstanden 

sind) sowie unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit einer Geldstrafe von 100 Tages-

sätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe und einer Busse von Fr. 2'000.–.

4.

5.

Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 67 Tagen.

-   3   -

6.

7.

8.

Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 10 Jahre des Landes verwiesen.

Es erfolgt keine Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem.

Die folgenden von der Kantonspolizei Zürich am 15. Mai 2023 respektive 24. Juli 2023 

sichergestellten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage 

(Polis-Geschäfts-Nr. 85316092), werden dem jeweils Berechtigten innert drei Monaten nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen hin herausgegeben:

a.

An den Beschuldigten:

 1 T-Shirt (Asservate-Nr. A017'391'898)

 1 Jeans (Asservate-Nr. A017'391'901)

 1 Paar Schuhe (Asservate-Nr. A017'391'912)

 1 Mobiltelefon iPhone 12 Pro (Asservate-Nr. A017'391'865)

 1 Mobiltelefon iPhone 13 Mini (Asservate-Nr. A017'391'876).

b.

An die Privatklägerin 1 (B._____):

 1 Kapuzenpullover (Asservate-Nr. A017'391'934)

 1 Stoffgurt (Asservat-Nr. A017'391'945)

 1 Damenslip (Asservate-Nr. A017'391'956)

 1 Putzlappen (Asservate-Nr. A017'391'967)

 1 Küchentuch (Asservate-Nr. A017'392'017)

 1 Büstenhalter (Asservate-Nr. A017'392'039)

 1 Sweatshirt (Asservate-Nr. A017'392'040)

 1 Damenhose (Asservate-Nr. A017'392'073).

c.

An C._____:

 1 Cutter mit rotem Kunststoffgriff (Asservate-Nr. A017'391'978).

Sofern die Herausgabe nicht innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 

verlangt wird, werden die Gegenstände der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

respektive Vernichtung überlassen.

9.

Die folgenden sichergestellten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asser-

vate Triage (Polis-Geschäfts-Nr. 85316092), werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft des Urteils der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung respektive Ver-

nichtung überlassen:

 2 Kabelbinder, zu Schleife zusammengebunden (Asservate-Nr. A017'391'990)

 1 AirTag Apple weiss (Asservat-Nr. A017'626'801).

Im Falle der Verwertung wird der Erlös zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.

-   4   -

10.

Die folgenden Spuren und Spurenträger, lagernd beim Forensischen Institut Zürich (Polis-

Geschäfts-Nr. 85316092), werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils der Lagerbe-

hörde zur gutscheinenden Verwendung respektive Vernichtung überlassen:

 Tatort-Fotografien (Asservate-Nr. A017'391'923)

 DNA-Spur-Wattetupfer (Asservate-Nr. A017'392'062).

11.

Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte anerkennungsgemäss der Privatklägerin 1 

(B._____) aus den eingeklagten Ereignissen (Dossier 1) dem Grundsatz nach schadenser-

satzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs wird 

die Privatklägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

12.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 15'000.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 15. Mai 2023 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen.

13.

Der Beschuldigte wird anerkennungsgemäss verpflichtet, dem Privatkläger 2 (D._____) 

Fr. 200.– als Genugtuung zu bezahlen.

14.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

4'500.–;

  die weiteren Kosten betragen:

5'400.–

  Gebühr für das Vorverfahren,

10'804.81

  Auslagen (Gutachten).

15.

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidigerin des 

Beschuldigten aus der Bezirksgerichtskasse mit Fr. 29'000.– (inkl. Barauslagen und 7.7 % 

resp. 8.1 % MwSt.) entschädigt.

16.

Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltliche Rechtsvertre-

ter der Privatklägerin 1 aus der Bezirksgerichtskasse mit Fr. 17'500.– (inkl. Barauslagen und 

7.7 % resp. 8.1 % MwSt.) entschädigt.

17.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin 1, 

werden dem Beschuldigten auferlegt.

18.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung der 

Privatklägerin 1 werden auf die Bezirksgerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO resp. Art. 138 Abs. 1 StPO.

19.

[Mitteilungen]

20.

[Rechtsmittel]"

-   5   -

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 85; vgl. auch Urk. 75)

In  Abänderung  von  Dispo.  Ziff. 3  des  vorinstanzlichen  Urteils  vom 
18. Juli 2024 sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von höchs-
tens 45 Monaten (3 Jahre und 9 Monate) zu bestrafen, unter Einbezug 
der  widerrufenen  Strafe  mit  einer  Geldstrafe  von  100 Tagessätzen  zu 
Fr 30.– als Gesamtstrafe und einer Busse von Fr. 2'000.–.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 79)

Verzicht auf Anschlussberufung und Verzicht auf Anträge.

c)

Der Privatklägerschaft:

Verzicht auf Anträge.

Erwägungen:

I.  Verfahrensgang und Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1. Mit Eingabe vom 14. März 2024 erhob die Staatsanwaltschaft I des Kantons 

Zürich gegen A._____ beim Bezirksgericht Dietikon Anklage (Urk. 3). Der Verfah-

rensgang  bis  zum  vorinstanzlichen  Urteil  ergibt  sich  aus  dem  Entscheid  vom 

18. Juli 2024 (Urk. 72 E. I/1-2 S. 8).

1.2. Das  vorstehend  wiedergegebene  Urteil  vom  18. Juli  2024  wurde  den 

Parteien  gleichentags  mündlich  eröffnet  (Urk. 55/1;  Prot. I  S. 57 

ff.).  Der 

Beschuldigte liess mit Eingabe vom 22. Juli 2024 innert Frist Berufung anmelden 

(Urk. 52).

-   6   -

1.3. Nach  Zustellung  des  begründeten  Urteils  (Urk. 69  =  Urk. 72;  vgl.  auch 

Urk. 71/1)  liess  der  Beschuldigte  am  14. April  2025  fristgerecht  die  Berufungser-

klärung einreichen (Urk. 75).

1.4. Mit  Präsidialverfügung  vom  17. April  2025  wurde  der  Privatklägerschaft 

sowie der Staatsanwaltschaft ein Doppel der Berufungserklärung des Beschuldig-

ten  zugestellt  und  Frist  angesetzt,  um  gegebenenfalls  Anschlussberufung  zu 

erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde 

der Beschuldigte unter Hinweis auf sein Aussageverweigerungsrecht aufgefordert, 

ein  Datenerfassungsblatt  auszufüllen  und  seine  finanziellen  Verhältnisse  darzu-

legen (Urk. 77). Die Staatsanwaltschaft teilte darauf am 2. Mai 2025 mit, dass auf 

Anschlussberufung und die Stellung von Anträgen verzichtet werde (Urk. 79); die 

Privatklägerschaft  liess  sich  nicht  vernehmen.  Der  Beschuldigte  reichte  keine 

weiteren Unterlagen ein.

1.5. Am  23. Mai  2025  wurde  zur  Berufungsverhandlung  auf  den  10. Juli  2025 

vorgeladen. Heute nun erschienen zur Berufungsverhandlung der Beschuldigte in 

Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin. Vorfragen waren keine zu entscheiden, 

und  abgesehen  von  der  Einvernahme  des  Beschuldigten  waren  auch  keine 

Beweise abzunehmen (Prot. II S. 4 ff.; Urk. 84).

Das Verfahren ist spruchreif.

2.

Umfang der Berufung

2.1. Gemäss  Art. 402  StPO  hat  die  Berufung  im  Umfang  der  Anfechtung 

aufschiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang  der  Berufungsanträge  gehemmt,  während  die  von  der  Berufung  nicht 

erfassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BSK StPO-EUGSTER, Art. 402 N 1 

f.).

2.2. Der  Beschuldigte  liess  die  Berufung  in  seiner  Berufungserklärung  auf  die 

Sanktion  (Dispositivziffer 3)  beschränken  (Urk. 75  S. 2;  vgl.  auch  Urk. 85  und 

Prot. II  S. 5  f.).  Damit  gilt  der  Vollzug  der  Sanktion  (Dispositivziffer 4)  und  die 

Festsetzung  der  Ersatzfreiheitsstrafe  für  den  Fall  der  Nichtbezahlung  der  Busse 

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(Dispositivziffer 5)  als  mitangefochten.  Sämtliche  anderen  Dispositivziffern  des 

vorinstanzlichen Urteils blieben unangefochten. Der Eintritt der Rechtskraft dieser 

Anordnungen  ist  vorab  festzustellen  (Art. 399  Abs. 3  StPO  in  Verbindung  mit 

Art. 402 und 437 StPO sowie Art. 404 StPO).

2.3.

In  den  übrigen  Punkten  (Dispositivziffern 3-5)  steht  der  angefochtene 

Entscheid unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) 

zur Disposition. In den angefochtenen Punkten überprüft das Berufungsgericht das 

erstinstanzliche Urteil umfassend (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO).

3.

Formelles

3.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, ohne dass dies explizit Erwähnung findet (vgl. 

dazu auch Urteil des Bundesgerichts 6B_246/2024, 6B_258/2024 vom 27. Februar 

2025 E. 2.4.2 und 2.4.3).

3.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 

lit. c  StPO)  folgt  die  Pflicht  des  Gerichts,  seinen  Entscheid  zu  begründen.  Die 

Begründung  muss  kurz  die  wesentlichen  Überlegungen  nennen,  von  denen  sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber  auf  die  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken  und  muss  sich  nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen  und  diese  widerlegen.  Es  kann  sich  mithin  auf  die  für  den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

Urteil  des  Bundesgerichts  6B_689/2019  vom  25. Oktober  2019  E. 1.5.2,  mit 

Hinweisen).

-   8   -

II.  Sanktion

1.

Ausgangslage, Strafrahmen, Grundsätze der Strafzumessung

1.1. Die  Vorinstanz  bestrafte  den  Beschuldigten  mit  einer  Freiheitsstrafe  von 

74 Monaten  sowie  –  unter  Einbezug  des  widerrufenen  bedingten  Vollzugs  einer 

Geldstrafe  von  60 Tagessätzen  –  mit  einer  (unbedingten)  Geldstrafe  von 

100 Tagessätzen zu Fr. 30.– und mit einer Busse von Fr. 2'000.– (Urk. 72 S. 73 f.).

1.2. Der Beschuldigte liess im Berufungsverfahren beantragen, dass er zu einer 

Freiheitsstrafe  von  höchstens  45 Monaten  sowie  –  das  gleichlautend  wie  das 

vorinstanzliche  Erkenntnis  –  unter  Einbezug  der  widerrufenen  Strafe  mit  einer 

Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe und mit einer Busse 

von Fr. 2'000.– zu bestrafen sei (Urk. 85; vgl. auch Urk. 75).

Die Verteidigung brachte diesbezüglich im Berufungsverfahren insbesondere vor, 

dass  die  Vorinstanz  einerseits  die  Einsatzstrafe  zu  hoch  angesetzt  und  anderer-

seits  die  Täterkomponenten  falsch  berücksichtigt  habe.  Eine  Freiheitsstrafe  von 

45 Monaten sei schuldangemessen und ausreichend (Urk. 75 S. 2). Anlässlich der 

Berufungsverhandlung erklärte die Verteidigung, dass die Vorinstanz die Einsatz-

strafe  für  die  sexuelle  Nötigung  zu  hoch  festgesetzt  habe.  Auch  sei  die  für  die 

strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung festgesetzte Strafe 

zu hoch ausgefallen, da bei der Strafzumessung zu berücksichtigen sei, dass der 

Unrechtsgehalt  bei  Vorbereitungshandlungen  grundsätzlich  wesentlich  weniger 

schwer wiege als jener des versuchten oder vollendeten Delikts. Ebenfalls seien 

die von der Vorinstanz für die einfache Körperverletzung (Dossier 1), die Drohung, 

den mehrfachen Hausfriedensbruch sowie die Gewalt und Drohung gegen Behör-

den  und  Beamte  festgesetzten  Strafen  zu  hoch  ausgefallen.  Im  Übrigen  würden 

sich – so die Verteidigerin weiter – die Täterkomponenten insgesamt nicht strafer-

höhend, sondern strafzumessungsneutral auswirken (Urk. 85 S. 2 ff.).

1.3. Da einzig der Beschuldigte Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil erho-

ben hat, fällt aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) eine 

strengere Bestrafung von vornherein ausser Betracht.

-   9   -

1.4. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB, namentlich der Gesamtstrafenbildung nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwen-

dung  des  Asperationsprinzips,  sowie  die  Begründungsanforderungen  wiederholt 

dargelegt (siehe z.B. BGE 144 IV 313 E. 1; 142 IV 365 E. 2.4.3; 141 IV 61 E. 6.1.1; 

136  IV  55  E.  5.4  ff.;  BGer  6B_676/2022  vom  27. Dezember  2022,  E. 2.2;  je  mit 

Hinweisen).  Darauf  kann  vorab  verwiesen  werden.  Auch  die  Erwägungen  der 

Vorinstanz zu den allgemeinen Strafzumessungsregeln (Urk. 72 E. V/B/1-3 S.43 f.) 

brauchen nicht wiederholt zu werden.

1.5. Als einschlägige Straftatbestände sind vorliegend zu beurteilen:

 Sexuelle Nötigung (Art. 189 Abs. 1 aStGB; Dossier 1),

 strafbare Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung (Art. 260bis Abs. 1 

lit. a StGB; Dossier 1),



(mehrfache) einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB, teilweise in Ver-

bindung mit Art. 123 Ziff. 2 Abs. 3 StGB; Dossier 1 und 2),

 Drohung  (Art. 180  Abs. 1  StGB  in  Verbindung  mit  Art. 180  Abs. 2  lit. a  StGB; 

Dossier 1),



(mehrfacher) Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB; Dossier 1),

 Gewalt  und  Drohung  gegen  Behörden  und  Beamte  (Art. 285  Ziff. 1  Abs. 1 

aStGB; Dossier 2),





(mehrfache) Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 Abs. 1 StGB; Dossier 1),

(mehrfacher)  Ungehorsam  gegen  amtliche  Verfügungen  (Art. 292  StGB; 

Dossier 1).

Die sexuelle Nötigung ist von all diesen Tatbeständen die schwerste Straftat, denn 

schwerste Tat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist primär diejenige, welche unter 

den mit der höchsten Strafe bedrohten Tatbestand fällt (OFK StGB-HEIMGARTNER, 

Art. 49 N 3; BGE 116 IV 304). Der ordentliche Strafrahmen der sexuellen Nötigung 

(im Sinne von Art. 189 Abs. 1 aStGB) lautet Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre oder 

Geldstrafe. Die strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung wer-

den mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Bei der einfachen 

Körperverletzung,  der  Drohung  sowie  der  Gewalt  und  Drohung  gegen  Behörden 

-   10   -

und Beamte lautet der Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Gelds-

trafe. Die Beschimpfung wird mit einer Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen bestraft. 

Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen wird mit Busse bestraft (vgl. dazu auch 

Urk. 72 E. V/A/4.1-4.9 S. 41 f.).

2.

Strafart

2.1. Die  Vorinstanz  verurteilte  den  Beschuldigten  hinsichtlich  der  sexuellen 

Nötigung, der strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung, der 

mehrfachen  einfachen  Körperverletzung,  der  Drohung,  des  mehrfachen  Haus-

friedensbruchs  sowie  der  Gewalt  und  Drohung  gegen  Behörden  und  Beamte  zu 

einer Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe. Für die mehrfache Beschimpfung – welche 

lediglich eine Geldstrafe als Sanktion vorsieht – fällte die Vorinstanz eine Geldstrafe 

aus  und  für  den  mehrfachen  Ungehorsam  gegen  amtliche  Verfügungen  (Über-

tretung) eine Busse (Urk. 72 E. V/A/1-5 S. 40-43).

2.2. Vorab  kann  auf  die  zutreffende  Begründung  der  Vorinstanz  zur  Wahl  der 

Strafart verwiesen werden, welche denn auch vom Beschuldigten bzw. der Vertei-

digung unangefochten blieb (Urk. 72 E. V/A S. 40 ff.). Ergänzt werden kann, dass 

sich die angemessene Strafe für eine Mehrzahl der Delikte – wie nachfolgend zu 

zeigen  sein  wird  –  über  dem  Anwendungsbereich  einer  Geldstrafe  (180 Tages-

sätze; vgl. Art. 34 Abs. 1 Satz 1 StGB) bewegt. Für die (mehrfache) Beschimpfung 

kann – aufgrund der Strafandrohung – lediglich auf eine Geldstrafe(Art. 177 Abs. 1 

StGB) und für den mehrfachen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen nur auf 

eine Busse (Art. 292 StGB) erkannt werden. In Bezug auf diejenigen Delikte, bei 

welchen  es  denkbar  wäre,  Geldstrafen  statt  Freiheitsstrafen  auszufällen,  gilt 

Folgendes  anzufügen:  Eine  kurze  Freiheitsstrafe  anstelle  einer  Geldstrafe  von 

höchstens 180 Tagessätzen ist gemäss Art. 41 Abs. 1 StGB zulässig, wenn eine 

solche  geboten  erscheint,  um  den  Täter  von  der  Begehung  weiterer  Verbrechen 

oder Vergehen abzuhalten (lit. a); oder eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzo-

gen werden kann (lit. b). Angesichts dessen, dass es sich beim Beschuldigten um 

einen  Wiederholungstäter  handelt,  der  noch  während  laufender  Probezeit  einer 

bedingt  aufgeschobenen  Geldstrafe  erneut,  teils  einschlägig  delinquierte,  muss 

ernsthaft  befürchtet  werden,  dass  er  sich  durch  eine  Geldstrafe  nicht  belehren 

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liesse. Ausserdem scheint mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse des Beschul-

digten fraglich, ob eine Geldstrafe überhaupt vollzogen werden könnte.

2.3. Somit ist für die sexuelle Nötigung, die strafbaren Vorbereitungshandlungen 

zur  vorsätzlichen  Tötung,  die  (mehrfache)  einfache  Körperverletzung  (Dossier 1 

und  2),  die  Drohung,  den  mehrfachen  Hausfriedensbruch  sowie  die  Gewalt  und 

Drohung  gegen  Behörden  und  Beamte  eine  Freiheitsstrafe  auszufällen,  wohin-

gegen für die (mehrfache) Beschimpfung auf eine Geldstrafe und für den (mehr-

fachen)  Ungehorsam  gegen  amtliche  Verfügungen  auf  eine  Busse  zu  erkennen 

sein wird (zur gleichen Ansicht gelangt auch die Verteidigung in Urk. 85).

2.4.

Für das schwerste Delikt (hinsichtlich der Freiheitsstrafe) ist somit die Strafe 

– die Einsatzstrafe – zu bestimmen, wobei sämtliche Tat- und Täterkomponenten 

zu berücksichtigen sind. Für die weiteren Delikte sind (gedanklich) Einzelstrafen zu 

bestimmen, woraus in Anwendung des Asperationsprinzips eine Gesamtstrafe zu 

bilden ist.

3.

Strafzumessung Freiheitsstrafe: Sexuelle Nötigung, strafbare Vorbereitungs-

handlungen  zur  vorsätzlichen  Tötung,  (mehrfache)  einfache  Körperverletzung 

(Dossier 1), Drohung, (mehrfacher) Hausfriedensbruch, einfache Körperverletzung 

(Dossier 2), Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte

3.1. Sexuelle Nötigung als Hauptdelikt

3.1.1. Tatverschulden

3.1.1.1. In objektiver Hinsicht fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte die Privatklä-

gerin 1 – nachdem er diese aufgrund seiner zuvor angewandten Gewalt in grosse 

Furcht versetzt hatte – dazu bewegte, sich vor ihm auszuziehen, wogegen sie sich 

in  der  grossen  Angst  nicht  zur  Wehr  zu  setzen  traute.  Durch  die  zuvor  vom 

Beschuldigten aufgebaute Drohkulisse – den Schlägen, insbesondere gegen den 

Kopf, und den mündlichen Todesdrohungen – wagte es die Privatklägerin 1 auch 

nicht,  gegen  den  Beschuldigten  aufzubegehren,  als  dieser  mit  dem  mitgeführten 

Messer  (mit  eingefahrener  Klinge)  über  die  nackten  Brüste  der  Privatklägerin 1 

streifte, mit seiner Hand über ihre Vagina strich und mit einem Finger in ihre Vagina 

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eindrang.  Das  Vorgehen  des  Beschuldigten  erweckt  offenkundig  den  Eindruck, 

dass er die Privatklägerin 1, welche ihm mitteilte, dass sie ihre Tage habe und dies 

nicht  wolle,  erniedrigen  und  seine  Macht  über  sie  demonstrieren  wollte.  Es  gilt 

jedoch festzuhalten, dass der Beschuldigte mit den Berührungen und dem Eindrin-

gen mit dem Finger in die Vagina der Privatklägerin 1 aufhörte, als diese ihn in der 

Folge darum gebeten hatte. Wenn die Vorinstanz festhält, dass die vom Beschul-

digten  vorgenommenen  sexuellen  Handlungen,  vor  dem  Hintergrund  aller  denk-

baren Handlungsweisen und ohne die Machenschaften des Beschuldigten baga-

tellisieren zu wollen, als vergleichsweise milde einzustufen seien, dann ist ihr zu 

folgen. Gleichzeitig ist jedoch dem erheblichen Nötigungselement der Handlungen 

des Beschuldigten Rechnung zu tragen. Die objektive Tatschwere ist somit insge-

samt als noch leicht zu qualifizieren.

3.1.1.2. In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschuldigte direktvorsätz-

lich und aus rein egoistischen Motiven handelte. Er missachtete mit seinem Verhal-

ten die sexuelle Integrität der Privatklägerin 1 in erheblichem Masse. Die subjekti-

ven Aspekte der Tat vermögen das objektive Verschulden somit nicht zu relativie-

ren. Insgesamt ist von einem noch leichten Tatverschulden auszugehen. Dem Tat-

verschulden  angemessen  ist  mit  der  Vorinstanz  eine  Strafe  von  15 Monaten 

Freiheitsstrafe.

3.1.2. Täterkomponenten

3.1.2.1. Was die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten anbelangt, kann auf 

die Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 72 E. V/C/4.1 und 4.1.1-4.1.2 S. 50 f.) ver-

wiesen  werden.  Anlässlich  der  Berufungsverhandlung  ergab  sich  diesbezüglich 

nichts Neues (vgl. Urk. 84 S. 1 ff. und Urk. 85). Aus der Biografie und den persön-

lichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine strafzumessungsrelevan-

ten Faktoren ableiten.

3.1.2.2. Vorstrafen  kommt  bei  der  Strafzumessung  allgemein  eine  wichtige  Rolle 

zu  (BSK  StGB  I-WIPRÄCHTIGER/KELLER,  Art.  47  N  130).  Wer  ungeachtet  früherer 

Verurteilungen wiederum straffällig wird, erscheint als unbelehrbar und als unein-

sichtig. Die Gültigkeit der Rechtsnormen ist dem Beschuldigten bereits persönlich 

-   13   -

verdeutlicht worden. Als Wiederholungstäter kennt er die Schädlichkeit seines Tuns 

wie  auch  die  entsprechende  soziale  Missbilligung.  Dies  gilt  umso  mehr  für 

einschlägige Vorstrafen. Erneute Delinquenz auf dem gleichen Gebiet indiziert eine 

besondere  Unbelehrbarkeit  und  Uneinsichtigkeit  (MATHYS,  Leitfaden  Strafzu-

messung,  2. Aufl.,  Basel  2019,  N  320  und  322,  mit  Hinweisen  auf  die  bundes-

gerichtliche Rechtsprechung).

Der Beschuldigte war mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

vom  27. Februar  2023  wegen  Drohung  (begangen  als  Ehegatte),  versuchter 

Drohung, Beschimpfung und mehrfacher Tätlichkeiten (alle Delikte am 26. Februar 

2023 begangen) zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– (bei 

einer  Probezeit  von  2 Jahren)  sowie  einer  Busse  von  Fr. 300.–  verurteilt  worden 

(Urk. 73).

Der Beschuldigte beging die hier zu beurteilenden Delikte direkt im Anschluss an 

die mit dem genannten Strafbefehl abgeurteilten Delikte und mithin noch deutlich 

innerhalb der angesetzten Probezeit. Zutreffend hob die Vorinstanz hervor, dass 

der Beschuldigte sich von der Strafe bzw. der angesetzten Probezeit nicht beein-

drucken liess und sogleich sein deliktisches Verhalten, welches wiederum gegen 

das  gleiche  Opfer  (nämlich  eine  Ehefrau)  gerichtet  war,  massiv  und  unmittelbar 

intensivierte (vgl. Urk. 73 E. V/C/4.1.4 S. 51).

Die  (teilweise  einschlägige)  Vorstrafe  des  Beschuldigten  sowie  die  neuerliche 

(multiple)  Delinquenz  während  (teilweise  erst  kurz)  laufender  Probezeit  sind 

straferhöhend zu berücksichtigen. Deren Ausmass hat sich vornehmlich nach der 

bisherigen Strafe zu richten, welche ihre Wirkung offenkundig verfehlt hat (MATHYS, 

a.a.O., N 325). Gerechtfertigt erscheint eine spürbare Erhöhung der Strafe.

3.1.2.3. In Bezug auf das Nachtatverhalten ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

in  Teilen  (bei  teilweise  erdrückender  Beweislage  und  mit  teilweisen  Einschränk-

ungen)  geständig  war.  Nicht  geständig  war  der  Beschuldigte  in  Bezug  auf  die 

Vorbereitungshandlungen  zur  vorsätzlichen  Tötung,  die  sexuelle  Nötigung  sowie 

die Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (lediglich geständig in Bezug 

auf den Biss in den Finger des Privatklägers 2; vgl. Prot. I S. 26 ff. und Urk. 1/2/8). 

Hinsichtlich der einfachen Körperverletzung zum Nachteil des Privatklägers 2 war 

-   14   -

der Beschuldigte (mehrheitlich) geständig, machte jedoch geltend, dass dieser ihm 

zwei Finger in den Mund gesteckt und er keine Luft mehr erhalten habe, weshalb 

er  zugebissen  habe.  Auch  habe  er  dem  Privatkläger 2  –  ausser  der  Fingerver-

letzung  –  keine  weiteren  Verletzungen  zugefügt  (Urk. 1/2/8  F/A 23  ff.;  Prot. I 

S. 44 f.).  Auch  hinsichtlich  der  Drohungen  war  der  Beschuldigte  nicht  geständig 

(Urk. 1/2/8 F/A 20; Prot. I S. 38). Insgesamt gilt festzuhalten, dass der Beschuldigte 

bei  seinen  Zugaben  mehrere  Einschränkungen  anbrachte  und  relativierende 

Begründungen abgab. Er zeigte sich mit der Vorinstanz insbesondere dort, wo ihn 

objektive Beweismittel stark belasteten, geständig. Auffällig scheint diesbezüglich 

ebenfalls, dass der Beschuldigte mehrfach die Angst der Privatklägerin 1 in Abrede 

zu  stellen  versuchte  und  er  sich  selbst  –  für  die  in  treffenden  Folgen  durch  das 

Strafverfahren – am allermeisten bemitleidete (vgl. Prot. I S. 43 f. und S. 57). Etwas 

anderes  war  auch  der  persönlichen  Befragung  des  Beschuldigten  anlässlich  der 

Berufungsverhandlung  nicht  zu  entnehmen  (Urk. 84  S. 1  ff.).  Vielmehr  gilt  es  zu 

bemerken, dass der Beschuldigte – obwohl er die Schuldsprüche des vorinstanz-

lichen Urteils akzeptierte – erklärte, dass es gewisse Dinge gebe, welche er gar 

nicht  gemacht  habe  (Urk. 84  S. 7).  Ein  aufrichtiges  Geständnis  in  wesentlichen 

Punkten,  welches  als  Bekundung  von  Einsicht  und  Reue  bezüglich  subjektiver 

Elemente erheblich strafmindernd berücksichtigt werden könnte, liegt damit – bei 

den betreffenden Delikten und entgegen der Ansicht der Verteidigung (vgl. Urk. 85 

S. 7 f.) – nicht vor.

3.1.2.4. Insgesamt  –  unter  Berücksichtigung  der  persönlichen  Verhältnisse  des 

Beschuldigten, der Vorstrafe sowie mit Blick auf das Nachtatverhalten hinsichtlich 

der sexuellen Nötigung – ist unter dem Titel der Täterkomponente eine leichte Straf-

erhöhung vorzunehmen.

3.1.3. Zwischenfazit

In Anbetracht aller relevanten Strafzumessungsgründe erscheint in Würdigung der 

objektiven und subjektiven Komponenten der begangenen Straftat sowie in Berück-

sichtigung der Täterkomponenten für die sexuelle Nötigung eine Freiheitsstrafe von 

18 Monaten als Einsatzstrafe angemessen.

-   15   -

3.2. Strafbare Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung

3.2.1. In objektiver Hinsicht gilt es vorab zu berücksichtigen, dass es sich bei der 

vorbereiteten Tat um die vorsätzliche Tötung und damit um eine der schwereren 

Katalogtaten dieser Bestimmung handelt. Auch sind die lange Dauer, die Intensität 

sowie  das  fortgeschrittene  Stadium  der  Vorbereitungshandlung  von  Bedeutung. 

Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie festhält, dass die Tatbestandsverwirk-

lichung (der Tod der Privatklägerin 1) – mit Blick auf die Kausalkette notwendiger 

Zwischenschritte – effektiv sehr nahe gelegen habe, zumal der Beschuldigte in die 

Wohnung der Privatklägerin 1 eingedrungen und das weitere Geschehen nur durch 

das Eingreifen der Polizei verhindert worden sei. Besonders hervorzuheben ist das 

an den Tag gelegte perfide Vorgehen des Beschuldigten: So bereitete er sich über 

eine  längere  Zeit  auf  die  Tat  vor  und  traf  organisatorische  Vorkehren,  indem  er 

beispielsweise den Wohnort der Privatklägerin 1 unter Einspannung des (ahnungs-

losen) Sohnes C._____ ausfindig machte, indem er eine Playstation, welche er mit 

einem GPS-Tracker versehen hatte, seinem damals bei der Privatklägerin 1 leben-

den Sohnes übergab. Zudem erlangte er den Schlüssel der Wohnung der Privat-

klägerin 1, indem er diesen an sich nahm, nachdem C._____ diesen auf dem Bal-

kon der Wohnung des Beschuldigten in E._____ verloren hatte. Am Tag der beab-

sichtigten Tat begab sich der Beschuldigte mit einem roten Japanmesser (Gesamt-

länge  von  ca.  24 Zentimeter)  sowie  mit  Kabelbindern,  welche  zur  Fesselungs-

schlaufe vorbereitet waren, in die Wohnung der Privatklägerin 1, nachdem er die 

Wohnung der Privatklägerin 1 bereits am Tag zuvor ausgekundschaftet hatte. Dies 

ist  Ausdruck  der  hohen  kriminellen  Energie  des  Beschuldigten  und  zeugt  von 

grosser  Entschlossenheit  und  Hartnäckigkeit,  den  Plan  in  die  Tat  umzusetzen. 

Wenn  die  Vorinstanz  festhält,  dass  es  bei  objektiver  Betrachtung  kaum  weitere 

Bestrebungen  und  Vorkehrungen  gebe,  welche  der  Beschuldigte  im  Hinblick  auf 

das  letztendlich  geplante  Tötungsdelikt  noch  hätte  vornehmen  können,  so  ist  ihr 

beizupflichten. Insgesamt ist somit das Tatverschulden, insbesondere wenn man 

es in Bezug zu anderen denkbaren Vorbereitungshandlungen setzt, in objektiver 

Hinsicht als eher schwer einzustufen. Die von der Vorinstanz ermittelte Einzelstrafe 

von 42 Monaten Freiheitsstrafe erscheint damit als angemessen. Wenn die Vertei-

digung  vorbringt,  dass  der  Unrechtsgehalt  bei  Vorbereitungshandlungen  grund-

-   16   -

sätzlich wesentlich weniger schwer wiege, als jener des versuchten oder vollende-

ten  Delikts,  dann  ist  ihr  zu  entgegnen,  dass  diesem  Umstand  bereits  durch  den 

Gesetzgeber mit dem wesentlich tieferen Strafrahmen Rechnung getragen wurde.

3.2.2. Betreffend die subjektive Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

direktvorsätzlich  handelte.  Das  objektive  Tatverschulden  des  Beschuldigten  wird 

demnach  durch  die  subjektiven  Verschuldensaspekte  nicht  relativiert.  Es  bleibt 

somit bei einem eher schweren Tatverschulden.

3.2.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägungen 

zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die Täter-

komponenten wirken sich hier – unter Berücksichtigung der persönlichen Verhält-

nisse  des  Beschuldigten,  des  hier  nicht  vorliegenden  Geständnisses  und  seiner 

Vorstrafe – insgesamt leicht straferhöhend aus.

3.2.4. Nur  für  sich  betrachtet  wäre  hierfür  eine  Freiheitsstrafe  von  45 Monaten 

angemessen.

3.3. Mehrfache einfache Körperverletzung (Dossier 1)

3.3.1. Hinsichtlich  der  objektiven  Tatschwere  gilt  es  zu  bemerken,  dass  der 

Beschuldigte  die  Privatklägerin 1  während  des  ca.  zwanzigminütigen  Vorfalls 

mehrmals  mit  Faustschlägen  und  Schlägen  mit  der  offenen  Hand  –  beinahe 

ausschliesslich – im Gesicht traktierte, sie zu Boden brachte und auch mit seinen 

Fingern gewaltsam in deren Mund griff. Durch die mehrfachen Schläge gegen den 

Kopf  der  Privatklägerin 1  –  einem  äusserst  sensiblen  Körperteil  –  offenbarte  der 

Beschuldigte seine besondere Rücksichts- und Skrupellosigkeit. Der Vorinstanz ist 

beizupflichten,  wenn  sie  festhält,  dass  die  bei  der  Privatklägerin 1  verursachten 

Verletzungen im Nachgang der Tat gut sichtbar und mit entsprechenden Schmer-

zen bei der Privatklägerin 1 verbunden gewesen seien. Beim Verletzungsbild der 

Privatklägerin 1 – eine Schwellung an der Stirn, zahlreiche Blutergüsse im Gesicht 

mit darin vereinzelten Hautabschürfungen, Schleimhauteinblutungen und Schleim-

hautabschürfungen  an  der  Unterlippenseite,  Hautabschürfung  am  linken  Ellen-

bogen,  Hautabschürfung  am  rechten  Daumen,  leichtes  Schädel-Hirn-Trauma  – 

-   17   -

handelt  es  sich  im  Rahmen  der  einfachen  Körperverletzung  gleichwohl  noch  um 

einen eher leichten Fall. Der Beschuldigte deckte die Privatklägerin 1 aber während 

des  ganzen  Vorfalls  immer  wieder  mit  Schlägen  ein,  hielt  so  die  Drohkulisse 

aufrecht, demonstrierte seine körperliche Überlegenheit und Macht und offenbarte 

damit seine erhebliche Gewaltbereitschaft und seine Geringschätzung gegenüber 

der  ihm  körperlich  unterlegenen  Privatklägerin 1.  Durch  sein  gewalttätiges  Ver-

halten  missachtete  der  Beschuldigte  die  physische  und  psychische  Integrität  der 

Privatklägerin 1  massiv.  Das  objektive  Tatverschulden  ist  damit  als  mittel  einzu-

stufen.

3.3.2. Betreffend die subjektive Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

die Privatklägerin 1 willentlich mehrmals – insbesondere gegen den Kopf – schlug 

und dabei Verletzungen der eingetretenen Art bei dieser herbeiführen wollte. Der 

Beschuldigte handelte mithin direktvorsätzlich. Der Beschuldigte handelte aus ob-

jektiv nichtigem Grund – die Beweggründe erscheinen dabei teils unreif, aber auch 

niederträchtig und insbesondere getrieben von Eifersucht und Vergeltungsdrang. 

Das  objektive  Tatverschulden  des  Beschuldigten  wird  demnach  durch  die 

subjektiven  Verschuldensaspekte  nicht  relativiert.  Es  bleibt  somit  bei  einem 

mittleren Tatverschulden.

3.3.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägungen 

zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die Täter-

komponenten wirken sich hier – unter Berücksichtigung der persönlichen Verhält-

nisse  des  Beschuldigten,  des  hier  vorliegenden  teilweisen  Geständnisses  und 

seiner Vorstrafe – insgesamt strafzumessungsneutral aus.

Nur für sich betrachtet wäre hierfür eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten angemes-

sen.

3.4. Drohung

3.4.1. In  objektiver  Hinsicht  ist  zu  berücksichtigen,  dass  es  sich  bei  der  hier  zu 

beurteilenden Todesdrohung um die schwerstmögliche Drohung handelt. Darüber 

hinaus  gilt  es  deutlich  erschwerend  festzuhalten,  dass  der  Beschuldigte  seine 

-   18   -

mehrfach ausgesprochenen Drohungen durch das Vorhalten seines mitgeführten 

Messers  und  den  mitgenommenen  Kabelbindern  unterstrich.  Zudem  hatte  der 

Beschuldigte  die  Privatklägerin 1  zuvor  bereits  mit  Schlägen  traktiert,  was  den 

Drohungen  weiter  Nachdruck  verlieh,  da  er  so  bereits  sein  Gewaltpotenzial 

offenbarte.  Wenn  die  Vorinstanz  festhält,  dass  der  Beschuldigte  gewusst  habe, 

dass  die  Privatklägerin 1  aufgrund  des  bereits  abgeurteilten  Vorfalls  vom 

26. Februar  2023  vorbelastet  gewesen  sei,  sodass  erneute  Äusserungen  einen 

umso stärkeren und bestimmteren Eindruck hätten hinterlassen können, so ist ihr 

vorbehaltslos zuzustimmen. Mit der Vorinstanz kommt weiter erschwerend hinzu, 

dass  der  Beschuldigte  die  Drohungen  in  den  eigenen  vier  Wänden  der  Privat-

klägerin 1, abgeschirmt von der Öffentlichkeit und ohne die Anwesenheit weiterer 

Personen,  ausstiess,  womit  das  Gefühl  der  Auswegslosig-  und  Hilflosigkeit  der 

Privatklägerin 1  zusätzlich  verstärkt  wurde.  Durch  seine  ernstgemeinten  Droh-

ungen  versetzte  der  Beschuldigte  die  Privatklägerin 1  in  grosse  Angst  und 

Schrecken, was sich in deren Verlust des Sicherheitsgefühls und Furcht um ihre 

körperliche Unversehrtheit niederschlug.  In Anbetracht des Dargelegten und des 

gesamten  Spektrums  möglicher  Drohungen  liegt  in  objektiver  Hinsicht  ein 

erhebliches Verschulden vor.

3.4.2. Der  Beschuldigte  handelte  direktvorsätzlich.  Er  stiess  die  Drohungen 

bewusst  aus  und  wollte  die  Privatklägerin 1  damit  in  Angst  und  Schrecken 

versetzen. Die subjektiven Aspekte der Tat vermögen das objektive Verschulden 

somit  nicht  zu  relativieren.  Insgesamt  ist  von  einem  erheblichen  Tatverschulden 

auszugehen.

3.4.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägun-

gen zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die 

Täterkomponenten wirken sich in hier – kein Geständnis und eine einschlägige 

Vorstrafe – insgesamt leicht straferhöhend aus.

3.4.4. Nur für sich betrachtet wäre hierfür eine Strafe von 24 Monaten angemessen.

-   19   -

3.5. Mehrfacher Hausfriedensbruch

3.5.1. Mit der Vorinstanz muss hinsichtlich der objektiven Tatschwere festgehalten 

werden,  dass  sich  der  Beschuldigte  an  zwei  aufeinanderfolgenden  Tagen  –  am 

14. und  15. Mai  2023  –  unbefugt  Zutritt  zur  Wohnung  der  Privatklägerin 1 

verschaffte. Dies tat der Beschuldigte mit dem vom gemeinsammen Sohn erlangten 

Wohnungsschlüssel  der  Privatklägerin 1.  Den  Wohnort  der  Privatklägerin 1  fand 

der  Beschuldigte  –  wie  gesehen  –  heraus,  indem  er  einen  GPS-Tracker  in  eine 

Playstation seines Sohnes einbaute. Mit der Vorinstanz kommt erschwerend hinzu, 

dass  der  Beschuldigte  die  Wohnung  betrat,  obwohl  diese  für  ihn  von  einem 

(Kontakt-  und)  Rayonverbot  umfasst  war  und  die  Privatklägerin 1  eine  Adress-

sprerre hatte einrichten lassen. Die Privatklägerin 1 hatte damit staatliche Hilfe in 

Anspruch genommen, um den Beschuldigten davon abzuhalten, mit ihr in Kontakt 

zu treten, ihre Adresse herauszufinden und ihre Wohnung zu betreten. Es ist somit 

von planmässigem Vorgehen des Beschuldigten auszugehen. Mit der Vorinstanz 

muss  ebenfalls  festgehalten  werden,  dass  hinsichltich  des  Hausfriedensbruchs 

vom 15. Mai 2023 erschwerend hinzu kommt, dass der Beschuldigte sogar in der 

Wohnung verblieben ist, als die Privatklägerin 1 mit ihrer Nachbarin Kaffee trank. 

Der Beschuldigte versteckte sich hierfür ca. eine Stunde im Schlafzimmer. Eben-

falls ist dieser Hausfriedensbruch vor dem Hintergrund der vom Beschuldigten an 

diesem  Tag  begangenen  Taten  gegenüber  der  Privatklägerin 1  –  mehrfache 

einfache Körperverletzung, sexuelle Nötigung, Drohung sowie mehrfache Beschim-

pfung – und des beabsichtigten Tötungsdelikts zu würdigen. Das Sicherheitsgefühl 

der  Privatklägerin 1  wurde  durch  das  zweimalige  unbefugte  Betreten  ihrer 

Wohnung durch den Beschuldigten nachhaltig und empfindlich beeinträchtigt. Die 

objektive Tatschwere ist folglich als mittel einzustufen.

3.5.2. Der  Beschuldigte  handelte  direktvorsätzlich.  Das  objektive  Tatverschulden 

des Beschuldigten wird demnach durch die subjektiven Verschuldensaspekte nicht 

relativiert, weshalb es bei einem mittleren Tatverschulden bleibt.

3.5.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägungen 

zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die Täter-

komponenten  wirken  sich  hier  –  weitgehendes  Geständnis  (bei  allerdings  teils 

-   20   -

erdrückender  Beweislage)  sowie  der  Vorstrafe –  insgesamt  strafzumessungs-

neutral aus.

Nur für sich betrachtet wäre hierfür mit der Vorinstanz eine Strafe von 20 Monaten 

angemessen.

3.6. Einfache Körperverletzung (Dossier 2):

3.6.1. Was die objektive Tatschwere anbelangt, handelt es sich beim Verletzungs-

bild  des  Privatklägers 2  im  Rahmen  der  einfachen  Körperverletzung  –  zwei 

blutende Druckstellen am linken Finger sowie einen Bluterguss an der Brust – um 

Verletzungen  im  unteren  Bereich,  welche  nach  kurzem  Verheilungsprozess 

vollständig  geheilt  sein  dürften.  Der  Beschuldigte  fügte  diese  Verletzungen  dem 

Privatkläger 2, einem Polizeibeamten, im Rahmen seiner Verhaftung zu, indem er 

sich gewaltsam dagegen auflehnte. Dem gewalttätigen Übergriff des Beschuldigten 

ging zwar keine Planung voraus, dies vermag das Verschulden des Beschuldigten 

aber  nicht  in  einem  günstigeren  Licht  erscheinen.  Vielmehr  widersetzte  er  sich 

spontan gegen seine Verhaftung. Das objektive Tatverschulden ist im Rahmen aller 

denkbaren einfachen Körperverletzungen als noch leicht einzustufen.

3.6.2. Betreffend die subjektive Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

willentlich in den Finger von D._____ biss, sich körperlich und aggressiv der Ver-

haftung widersetzte und dabei die Entstehung der Verletzungen der eingetretenen 

Art beim Privatkläger 2 in Kauf nahm. Der Beschuldigte handelte mithin eventual-

vorsätzlich.  Wenn  die  Vorinstanz  festhält,  dass  das  objektive  Verschulden  durch 

die subjektive Tatschwere, da der Beschuldigte von mehreren Polizisten mehr oder 

weniger überwältigt worden sei und ein gewisser Widerstand – auch wenn er sich 

grundsätzlich nicht gegen die Verarrestierung habe wehren dürfen – nachvollzieh-

bar und auch zu erwarten gewesen sei, dann ist ihr nicht zu folgen. Auch ist nicht 

zu sehen, dass der Privatkläger 2 dem Beschuldigten in den Mund gefasst und die-

ser  aufgrund  seiner  (geltend  gemachten)  Atemnot  zugebissen  hätte.  Vielmehr 

wehrte  sich  der  Beschuldigten  verbotenerweise  gegen  seine  Verhaftung  und 

betrieb durch den Biss in den Finger des Polizeibeamten einen recht eigentlichen 

und  auch  nicht  ungefährlichen  Exzess.  Das  objektive  Tatverschulden  des 

-   21   -

Beschuldigten  wird  demnach  durch  die  subjektiven  Verschuldensaspekte  nicht 

relativiert. Es bleibt somit bei einem noch leichten Tatverschulden.

3.6.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägungen 

zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die Täter-

komponenten wirken sich hier – unter Berücksichtigung der persönlichen Verhält-

nisse des Beschuldigten, seines Geständnisses (wenn auch eingeschränkt und bei 

erdrückender Beweislage), der anerkannten Zivilforderung und der Vorstrafe – ins-

gesamt strafzumessungsneutral aus.

Nur für sich betrachtet wäre hierfür eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten angemes-

sen.

3.7. Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte

3.7.1. In objektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte heftig 

gegen seine Verhaftung wehrte, indem er sich massiv sperrte, um sich schlug und 

schliesslich  –  wie  vorstehend  dargelegt  –  dem  Privatkläger 2  in  den  Finger  biss. 

Auch hier ist von spontaner Tatbegehung auszugehen, wobei durch seine massive 

Gegenwehr  der  Eindruck  entsteht,  dass  er  es  auf  eine  Eskalation  der  Situation 

angelegt hatte. Mit der Vorinstanz gilt festzuhalten, dass die Situation durch die drei 

Polizeibeamten relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Das objektive 

Tatverschulden erscheint somit als noch leicht.

3.7.2. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich. Die subjektiven Aspekte der Tat 

vermögen das objektive Verschulden somit nicht zu relativieren. Insgesamt ist von 

einem noch leichten Tatverschulden auszugehen.

3.7.3. In Bezug auf die Täterkomponenten kann auf die vorstehenden Erwägungen 

zur sexuellen Nötigung verwiesen werden (vgl. vorstehend E. II/3.1.2). Die Täter-

komponenten wirken sich hier – unter Berücksichtigung der persönlichen Verhält-

nisse  des  Beschuldigten,  des  nicht  vorliegenden  Geständnisses  und  der  Vor-

strafe – insgesamt leicht straferhöhend aus.

Nur für sich betrachtet wäre hierfür eine Strafe von 4 Monaten angemessen.

-   22   -

4. Geldstrafe: (Mehrfache) Beschimpfung

Die Vorinstanz legte für die mehrfache Beschimpfung eine Geldstrafe von – isoliert 

betrachtet – 60 Tagessätzen fest. Unter Einbezug der widerrufenen Geldstrafe von 

60 Tagessätzen zu Fr. 30.– bildete sie – unter Berücksichtigung des Asperations-

prinzips – eine Gesamt(geld-)strafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.– (vgl. Urk. 72 

E. V/D/1-7  S. 52-55).  Diese  Gesamt(geld-)strafe  sowie  die  Tagessatzhöhe 

erweisen  sich  als  angemessen;  der  Beschuldigte  bzw.  die  Verteidigung  haben 

diese sodann auch nicht angefochten (vgl. Urk. 75 und 85 S. 1).

5.

Busse: (Mehrfacher) Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen

Die Vorinstanz hat für den mehrfachen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen 

– unter Berücksichtigung des nicht mehr leichten Tatverschuldens sowie den finan-

ziellen Verhältnissen des Beschuldigten – eine Busse in der Höhe von Fr. 2'000.– 

ausgefällt (Urk. 72 E. V/F/1-3 S. 55 f.). Auch die Bussenhöhe erscheint angemes-

sen,  wogegen  auch  weder  der  Beschuldigte  noch  die  Verteidigung  opponierten 

(vgl. Urk. 75 und 85 S. 1).

6.

Festsetzung der Gesamtstrafe (Freiheitsstrafe)

Da für die sexuelle Nötigung, die strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätz-

lichen  Tötung,  die  (mehrfache)  einfache  Körperverletzung  (Dossier 1  und  2),  die 

Drohung,  den  mehrfachen  Hausfriedensbruch  sowie  die  Gewalt  und  Drohung 

gegen Behörden und Beamte gleichartige Strafen, nämlich Freiheitsstrafen auszu-

sprechen  sind,  ist  in  Anwendung  von  Art. 49  Abs. 1  StGB  eine  Gesamtstrafe 

auszufällen.  Unter  Berücksichtigung  des  Asperationsprinzips  erscheint  folgende 

Rechnung angemessen:

Delikt:

Sexuelle Nötigung

Strafbare Vorbereitungshandlungen zur vorsätz-
lichen Tötung

Mehrfache einfache Körperverletzung (Dos-
sier 1)

Drohung

Einsatzstrafe bzw. 
bei Einzelbetrachtung

18 Mt.

45 Mt.

16 Mt.

24 Mt.

asperiert

(18 Mt.)

30 Mt.

8 Mt.

8 Mt.

-   23   -

(Mehrfacher) Hausfriedensbruch

einfache Körperverletzung (Dossier 2)

Gewalt und Drohung gegen Behörden und Be-
amte

20 Mt.

3 Mt.

4 Mt.

6 Mt.

2 Mt.

2 Mt.

130 Mt.

74 Mt.

Es  kommt  den  verschiedenen  Delikten  verschuldensmässig  zwar  selbstständige 

Bedeutung  zu,  vorliegend  ist  aber  von  einem  besonders  engen  sachlichen, 

zeitlichen und situativen Zusammenhang auszugehen, weshalb sich bei einzelnen 

Delikten  lediglich  eine  geringe  Straferhöhung  der  Einsatzstrafe  rechtfertigt.  So 

erhalten die sexuelle Nötigung und die (Todes-)Drohung ihre erhöhte Verwerflich-

keit  insbesondere  aufgrund  der  zuvor  gegen  die  Privatklägerin 1  angewandten 

Gewalt (einfache Körperverletzung, Dossier 1), wobei das Drohpotenzial durch das 

Mitführen und Vorzeigen des Messers sowie der zu einer Schlaufe vorbereiteten 

Kabelbinder immens erhöht wurde. Diese Faktoren sind jedoch wiederum stark mit 

den strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzliche Tötung verflochten. Es 

gilt zudem darauf hinzuweisen, dass die hier zu beurteilende (Todes-)Drohung bei 

der vom Beschuldigten geschaffenen Kulisse in einer isolierten Betrachtung und im 

Spektrum aller denkbarer Drohungen zwar zu den Schwerwiegendsten zu zählen 

ist, diese Beurteilung aber wiederum auf die vom Beschuldigten geschaffene (und 

teilweise  bereits  durch  andere  Straftatbestände  abgegoltene)  Gesamtsituation 

zurückzuführen ist. So ist auch ein Hausfriedensbruch zur Vorbereitung, Planung 

und Umsetzung eines Tötungsdelikts bzw. zur Begehung einer sexuellen Nötigung, 

einer (mehrfachen) Körperverletzung sowie einer (Todes-)Drohung in einer Einzel-

beurteilung  und  im  Spektrum  aller  möglicher  Hausfriedensbrüche  als  ausser-

ordentlich  schwerwiegend  einzuordnen.  Der  (mehrfache)  Hausfriedensbruch  ist 

aber  im  hier  gegebenen  Kontext  ebenfalls  stark  mit  den  (weiteren)  genannten 

Delikten verwoben, dass diesem lediglich eine untergeordnete selbständige Bedeu-

tung zukommt.

Es erscheint somit für die genannten Delikte eine Freiheitsstrafe von 74 Monaten 

angemessen.

-   24   -

7.

Vollzug

7.1. Bei der hier auszufällenden  Freiheitsstrafe kommt aufgrund der Strafhöhe 

nur eine unbedingte Freiheitsstrafe in Betracht.

7.2. Den  erstinstanzlichen  Überlegungen  zum  vollständig  unbedingten  Vollzug 

der  Geldstrafe  ist  auch  hinsichtlich  der  Beurteilung  im  konkreten  Fall  (Urk. 72 

E. VI/C/1.1-2.3  S. 57  f.)  zu  folgen,  weshalb  zur  Vermeidung  unnötiger  Wieder-

holungen auf die Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen ist. Der Beschuldigte 

bzw. die Verteidigung haben den Vollzug der Geldstrafe sodann auch nicht ange-

fochten (Urk. 85; vgl. auch Urk. 75), weswegen sich weitere Ausführungen hierzu 

erübrigen. Somit ist auch die Geldstrafe zu vollziehen.

Die Busse ist schon von Gesetzes wegen zu bezahlen (Art. 105 Abs. 1 StGB). Die 

Vorinstanz setzte sodann für den Fall, dass der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht bezahlen sollte, in Anwendung von Art. 106 Abs. 2 StGB eine Ersatzfreiheits-

strafe von 67 Tagen fest. Diese Ersatzfreiheitsstrafe ist zu übernehmen, nachdem 

diese angemessen erscheint und der Beschuldigte bzw. die Verteidigung die von 

der Vorinstanz festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe nicht angefochten haben (Urk. 85; 

vgl. auch Urk. 75).

8.

Fazit

Im  Ergebnis  ist  der  Beschuldigte  mit  einer  Freiheitsstrafe  von  74 Monaten  sowie 

– unter  Einbezug  der  widerrufenen  Geldstrafe  –  mit  einer  Geldstrafe  von 

100 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe zu bestrafen sowie mit einer Busse 

von Fr. 2'000.–.

Die Geldstrafe und die Freiheitsstrafe sind zu vollziehen. Die Busse ist zu bezahlen. 

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 67 Tagen.

Gemäss Art. 51 StGB rechnet das Gericht die während dieses oder eines anderen 

Verfahrens ausgestandene Untersuchungshaft auf die Strafe an. Der Beschuldigte 

befindet seit dem 15. Mai 2023, 19.25 Uhr, in (Untersuchungs-)Haft (Urk. 1/16/1). 

-   25   -

Per 28. Februar 2024 wurde dem Beschuldigten der vorzeitige Strafvollzug gewährt 

(Urk. 1/16/67),  welcher  bis  und  mit  heute  andauert.  Dementsprechend  sind  dem 

Beschuldigten  788 Tage  als  durch  Haft  erstanden  an  die  Strafe  anzurechnen 

(Art. 51 StGB).

III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens

Die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositivziffern 14-18) 

wurde – wie vorstehend dargelegt (vgl. E. I/2) – nicht angefochten und ist somit in 

Rechtskraft  erwachsen.  Es  ist  demnach  lediglich  über  die  Festsetzung  und  die 

Auflage der Kosten des Berufungsverfahrens zu befinden.

2.

Kosten des Berufungsverfahrens / Entschädigung der amtlichen Verteidigung

2.1. Die  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  auf  Fr. 3'000.–  festzu-

setzen (§ 16 Abs. 1 i.V.m. § 14 Abs. 1 GebV OG). Die Kosten des Rechtsmittelver-

fahrens  tragen  die  Parteien  nach  Massgabe  ihres  Obsiegens  oder  Unterliegens 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Berufungsanträgen 

vollumfänglich,  weshalb  ihm  ausgangsgemäss  die  Kosten  des  Berufungsver-

fahrens aufzuerlegen sind.

2.2. Die amtliche Verteidigerin des Beschuldigten macht für das Berufungsver-

fahren einen Aufwand von Fr. 3'880.25 geltend (Urk. 83), welcher Aufwand grund-

sätzlich ausgewiesen ist und angemessen erscheint. Unter Berücksichtigung der 

tatsächlichen  Dauer  der  Berufungsverhandlung  von  lediglich  40 Minuten  (Prot. II 

S. 4 und 7 [von der Verteidigung wurden dafür zwei Stunden eingetragen, Urk. 83]) 

ist  die  amtliche  Verteidigerin  für  ihre  Bemühungen  und  Auslagen  mit  pauschal 

Fr. 3'800.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) zu entschädigen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Ver-

teidigung, sind somit dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung  sind  einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen.  Die  Rückzah-

lungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

-   26   -

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 18. Juli 

2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte ist schuldig



















der sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 aStGB;

der strafbaren Vorbereitungshandlungen zur vorsätzlichen Tötung im Sinne 

von Art. 260bis Abs. 1 lit. a StGB;

der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in 

Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 3 StGB (Dossier 1);

der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB (Dossier 2);

der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. a StGB;

des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB;

der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 

Ziff. 1 Abs. 1 aStGB;

der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB;

des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von 

Art. 292 StGB.

2.

Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

vom 27. Februar 2023 ausgefällten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird 

widerrufen.

3.-5.

[…]

6.

Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 10 Jahre des Landes verwie-

sen.

7.

Es erfolgt keine Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informations-

system.

8.

Die  folgenden  von  der  Kantonspolizei  Zürich  am  15. Mai  2023  respektive  24. Juli 

2023  sichergestellten  Gegenstände,  lagernd  bei  der  Kantonspolizei  Zürich,  Asser-

vate-Triage (Polis-Geschäfts-Nr. 85316092), werden dem jeweils Berechtigten innert 

-   27   -

drei  Monaten  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  dieses  Urteils  auf  erstes  Verlangen  hin 

herausgegeben:

a. An den Beschuldigten:

 1 T-Shirt (Asservate-Nr. A017'391'898)

 1 Jeans (Asservate-Nr. A017'391'901)

 1 Paar Schuhe (Asservate-Nr. A017'391'912)

 1 Mobiltelefon iPhone 12 Pro (Asservate-Nr. A017'391'865)

 1 Mobiltelefon iPhone 13 Mini (Asservate-Nr. A017'391'876).

b. An die Privatklägerin 1 (B._____):

 1 Kapuzenpullover (Asservate-Nr. A017'391'934)

 1 Stoffgurt (Asservat-Nr. A017'391'945)

 1 Damenslip (Asservate-Nr. A017'391'956)

 1 Putzlappen (Asservate-Nr. A017'391'967)

 1 Küchentuch (Asservate-Nr. A017'392'017)

 1 Büstenhalter (Asservate-Nr. A017'392'039)

 1 Sweatshirt (Asservate-Nr. A017'392'040)

 1 Damenhose (Asservate-Nr. A017'392'073).

c.

An C._____:

 1 Cutter mit rotem Kunststoffgriff (Asservate-Nr. A017'391'978).

Sofern  die  Herausgabe  nicht  innert  drei  Monaten  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 

Urteils verlangt wird, werden die Gegenstände der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung respektive Vernichtung überlassen.

9.

Die folgenden sichergestellten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, 

Asservate Triage (Polis-Geschäfts-Nr. 85316092), werden eingezogen und nach Ein-

tritt der Rechtskraft des Urteils der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

respektive Vernichtung überlassen:

 2 Kabelbinder, zu Schleife zusammengebunden (Asservate-Nr. 

A017'391'990)

 1 AirTag Apple weiss (Asservat-Nr. A017'626'801).

Im Falle der Verwertung wird der Erlös zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.

10.

Die folgenden Spuren und Spurenträger, lagernd beim Forensischen Institut Zürich 

(Polis-Geschäfts-Nr. 85316092), werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils der 

Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung respektive Vernichtung überlassen:

 Tatort-Fotografien (Asservate-Nr. A017'391'923)

 DNA-Spur-Wattetupfer (Asservate-Nr. A017'392'062).

-   28   -

11.

Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte anerkennungsgemäss der Privatklägerin 1 

(B._____) aus den eingeklagten Ereignissen (Dossier 1) dem Grundsatz nach scha-

densersatzpflichtig 

ist.  Zur  genauen  Feststellung  des  Umfangs  des 

Schadenersatzanspruchs wird die Privatklägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen.

12.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 15'000.– zuzüg-

lich 5 % Zins ab 15. Mai 2023 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen.

13.

Der  Beschuldigte  wird  anerkennungsgemäss  verpflichtet,  dem  Privatkläger 2 

(D._____) Fr. 200.– als Genugtuung zu bezahlen.

14.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

4'500.–;

  die weiteren Kosten betragen:

5'400.–

  Gebühr für das Vorverfahren,

10'804.81

  Auslagen (Gutachten).

15.

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidigerin 

des Beschuldigten aus der Bezirksgerichtskasse mit Fr. 29'000.– (inkl. Barauslagen 

und 7.7 % resp. 8.1 % MwSt.) entschädigt.

16.

Rechtsanwalt  lic.  iur.  Y._____  wird  für  seine  Aufwendungen  als  unentgeltliche 

Rechtsvertreter  der  Privatklägerin 1  aus  der  Bezirksgerichtskasse  mit  Fr. 17'500.– 

(inkl. Barauslagen und 7.7 % resp. 8.1 % MwSt.) entschädigt.

17.

Die  Kosten  der  Untersuchung  und  des  gerichtlichen  Verfahrens,  ausgenommen 

diejenigen  der  amtlichen  Verteidigung  sowie  der  unentgeltlichen  Rechtsvertretung 

der Privatklägerin 1, werden dem Beschuldigten auferlegt.

18.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung 

der  Privatklägerin 1  werden  auf  die  Bezirksgerichtskasse  genommen,  vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO resp. Art. 138 Abs. 1 StPO.

19.

[Mitteilungen]

20.

[Rechtsmittel]"

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

-   29   -

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 74 Monaten (6 Jahren und 2 

Monaten) Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 788 Tage durch Untersu-

chungshaft und vorzeitigen Strafantritt erstanden sind) sowie unter Einbezug 

der widerrufenen Strafe mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– als Gesamtstrafe und einer Busse von Fr. 2'000.–.

2.

3.

Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen.

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 67 Tagen.

4.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

3'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

3'800.–   amtliche Verteidigung (inkl. Barauslagen und MwSt.).

5.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

6.

Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an











die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt)

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versandt)

die Vertretung der Privatklägerin B._____ im Doppel für sich und die 
Privatklägerin (versandt)

den Privatkläger D._____ (versandt)

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
der Privatklägerschaft nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen 
nach Erhalt des Dispositivs verlangt.)

den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste (versandt)

-   30   -

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich

Bundesamt für Polizei fedpol, Bundeskriminalpolizei, 
Guisanplatz 1A, 3003 Bern

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an











die Vorinstanz

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste

das Migrationsamt des Kantons Zürich.

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

-   31   -

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 10. Juli 2025

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw J. Stegmann