# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07e5c984-fa41-5ce0-bd44-b56f04383d9f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.08.2020 720 20 91/189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-91-189_2020-08-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. August 2020 (720 20 91 / 189) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Fehlen dem Gutachter wesentliche Vorakten für die retrospektive Beurteilung des medizi-

nischen Sachverhalts, so ist in diesem Punkt nicht auf das Gutachten abzustellen. Die 

prognostische Beurteilung des medizinischen Sachverhalts bleibt hiervon unberührt, so-

weit diese den Anforderungen an ein versicherungsexternes Gutachten genügt. 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Stefan A. Buchwalder 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christoph Vettiger, 
Rechtsanwalt, Austrasse 37, 4051 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1974 geborene A.____ arbeitete seit 2008 bei der B.____ AG in X.____ als Lagermit-
arbeiterin Spedition. Am 28. Oktober 2016 stürzte sie auf der Treppe zur Tiefgarage ihrer Woh-
nung und fiel auf Gesäss und Rücken. Am 9. März 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf ein 
Rückenleiden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Am 

 
 
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26. April 2017 kündigte die Arbeitgeberin der Versicherten die Arbeitsstelle auf den 31. Juli 2017 
hin. Nach Vornahme der gesundheitlichen, beruflichen und erwerblichen Abklärungen sowie 
Durchführung eines Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) der 
Versicherten mit Verfügung vom 27. Januar 2020 rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Oktober 
2017 bis zum 31. Mai 2018 sowie vom 1. Januar 2019 bis zum 30. April 2019 eine ganze Invali-
denrente zu. Für den Zeitraum vom 1. Juni 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie ab dem 
1. Mai 2019 lehnte die IV-Stelle den Rentenanspruch ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Vettiger, 
mit Eingabe vom 27. Februar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, die Verfügung vom 27. Januar 
2020 sei aufzuheben und ihr seien ab dem 1. Oktober 2017 die gesetzlichen Leistungen, nament-
lich eine ganze Invalidenrente und berufliche Massnahmen zuzusprechen. Eventualiter sei die 
Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In der 
Begründung beanstandete sie im Wesentlichen die Beweistauglichkeit des rheumatologischen 
Gutachtens von Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie und FMH Innere Medizin, zertifizierter 
medizinischer Gutachter SIM, vom 15. August 2019 und eine falsche Anwendung der gesetzli-
chen Grundlagen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 3. April 2020 beantragte die IV-Stelle, unter Verweis auf das 
vorgenannte Gutachten von Dr. C.____ sowie die Stellungnahme vom 3. März 2020 von Dr. med. 
D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zertifizier-
ter medizinischer Gutachter SIM, Leiter des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) beider Basel, 
die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. In der Replik vom 7. Mai 2020 hielt A.____ an ihren Anträgen und Ausführungen fest. 
Die IV-Stelle verzichtete auf die Einreichung einer Replik. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu 
überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbind-

 
 
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lich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Es fehlt also an einem Anfechtungsge-
genstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit zu einem Rechtsver-
hältnis keine Verfügung ergangen ist (BGE 144 II 362 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 414 E. 1.a, 
je mit Hinweisen). Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist 
das Rechtsverhältnis, das – im Rahmen des durch das Verfügungsdispositiv bestimmten Anfech-
tungsgegenstandes – aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv im Streit liegt. 
 
1.3 Die Beschwerdeführerin macht unter anderem geltend, dass die Verfügung vom 27. Ja-
nuar 2020 aufzuheben und ihr berufliche Massnahmen zuzusprechen seien. Die Verfügung der 
IV-Stelle bezog sich sowohl in Titel und Rubrum der Seite 1 des 2. Teils als auch in den eigentli-
chen Erwägungen ausschliesslich auf die Zusprache der Invalidenrente, nicht jedoch auf die Zu-
sprache oder Ablehnung von beruflichen Massnahmen. Soweit die Begehren der Beschwerde-
führerin deshalb über den Inhalt der Verfügung – das heisst über den Anspruch auf eine Invali-
denrente – hinausgehen, ist auf die Beschwerde somit nicht einzutreten. 
 
2. Streitgegenstand und somit vorliegend zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdefüh-
rerin über die mit der angefochtenen Verfügung gewährten Rentenleistung hinaus Anspruch auf 
eine Invalidenrente hat. Strittig in diesem Zusammenhang ist insbesondere, in welchem Ausmass 
sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach 
Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist. 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. 
Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2). 
 

 
 
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3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4. Bei einer rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt ei-
ner Rentenheraufsetzung, -herabsetzung oder -aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961. Art. 88bis Abs. 2 IVV findet 
keine Anwendung (BGE 106 V 17 E. 3a, 109 V 128 E. 4b, vgl. auch BGE 133 V 70 E. 4.3.4 mit 
Hinweis). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeit-
punkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere 
Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter-
brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Nach Art. 88a 
Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. 
 
5.1 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung und 
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit Hinwei-
sen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me-

 
 
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dizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c; ALFRED BÜHLER, Versicherungsinterne Gutachten und Privatgutachten, in: Schaffhau-
ser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1997, S. 179 ff.). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 137 V 227 E. 1.3.4, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Solche 
Indizien können sich aus dem Gutachten selber ergeben (z.B. innere Widersprüche, mangelnde 
Nachvollziehbarkeit) oder auch aus Unvereinbarkeiten mit anderen ärztlichen Stellungnahmen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Oktober 2014, 9C_49/2014, E. 4.1). 
 
6. Der strittigen Angelegenheit liegen diverse ärztliche Unterlagen zu Grunde. Im Folgen-
den sollen jedoch lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche 
sich für den Entscheid als zentral erweisen. 
 
6.1 In der magnetresonanztomographischen (MRT) Untersuchung der Lendenwirbelsäule 
(LWS) mit Sakrum ap und lateral vom 1. November 2016 wurde durch PD Dr. med. E.____, Spital 
Y.____, festgehalten, dass eine harmonische LWS-Lordose mit flachbogig rechtskonvexer Fehl-
haltung und Scheitel auf Höhe LWK 3/4, deutlicher hoher lumbaler Osteochondrose LWK2/3 so-
wie einer Osteochondrose lumbosakral LWK5/SWK1 mit Spondylarthrose auf letzter Höhe vor-
liege. Zudem sei eine Chondrose LWK4/5 mit Spondylarthrose festgestellt worden. Hingegen 
fände sich kein Anhaltspunkt für eine lumbale oder sakrale Wirbelkörperfraktur bei intakt stehen-
der Massa lateralis des Os sacrum beidseits; auch das sacro-coccygeale Gelenk sei intakt. Einzig 
eine leichte Inkongruenz zwischen Os coccygis I und II sei sichtbar. 
 
6.2 Mit Bericht zu Handen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) vom 
28. November 2016 verzeichnete Dr. med. F.____, Praktischer Arzt, den Befund eines Häma-
toms am Steissbein unter Betonung des sacro-coccygealen Übergangs. Er stellte zudem eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 28. Oktober 2016 fest. 
 
6.3 Anlässlich der MRT-Untersuchung der LWS nativ vom 29. Dezember 2016 wurde durch 
Dr. med. G.____, Spital Y.____, festgestellt, dass die Patientin mehrsegmentale mässige dege-
nerative Veränderungen mit ventraler Spondylose, hypertropher teils aktivierter Spondylarthrose, 
Osteochondrose (Modic II) mit Bandscheibendehydratation und symmetrischem Diskusbulging 
betont in den Segmenten LWK2/3, LWK4/5 und LWK5/SWK1 aufweise. Hinzu komme ein kleiner 

 
 
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Riss des Anulus fibrosus median im Segment LWK4/5. Hingegen würden keine relevanten Ein-
engungen des Spinalkanals und der Neuroforamina beidseits sowie keine Wurzelaffektionen vor-
liegen. Auch die Signalgebung der autochthonen Rückenmuskulatur und der umgebenden 
Weichteile sei unauffällig. 
 
6.4 Mit Bericht vom 12. Januar 2017 im Rahmen einer Untersuchung als zertifizierter Ar-
beitsfähigkeitsassessor diagnostizierte Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, zu Handen der Suva Basel bei der Patientin eine Kon-
tusion der LWS, Osteochondrose LWK2/3 und LWK5/SWK1 mit Facettenarthrose LWK5/SWK1 
sowie Chondrose LWK4/5 mit Spondylarthrose. Darüber hinaus stellte er die Diagnose einer 
rechtskonvexen Skoliose. Die Patientin beklage Schmerzen in der Lendenwirbelregion rechtssei-
tig und im rechtsseitigen Iliosakralgelenk mit Ausstrahlungen in den rechten Oberschenkel vent-
ral. Auch unter Schmerzmedikation sei die Patientin deutlich leidensgeplagt und stehe oft nachts 
aufgrund der Schmerzen auf. Seines Erachtens leide die Patientin an einem lumboradikulären 
Reizsyndrom rechtsseitig ohne motorische Defizite mit Hauptirritation im ventralen Oberschenkel 
bei Verdacht auf eine sensible Reizung des SWK1 rechtsseitig. Er verneine eine Arbeitsfähigkeit 
im bisherigen Beruf, sehe aber auch keine Arbeitsunwilligkeit und empfehle deshalb infiltrative 
Massnahmen sowie dringend neben der Schmerzmedikationstherapie auch physiotherapeuti-
sche und physikalische Therapien. 
 
6.5 In ihrem Bericht vom 18. Januar 2017 diagnostizierten Dr. F.____ und Dr. med. I.____, 
Fachärztin für Neurochirurgie, unter Hinweis auf den Bericht von Dr. H.____ vom 12. Januar 
2017, dass bei der Patientin persistierende Sakralgien sowie eine posttraumatische Listhesis 
LWK2/3 als Hinweis auf eine Instabilität LWK2/3 (Meyerding Grad I) vorliegen würden. Sie sähen 
jedoch nur in Ausnahmefällen bezüglich der Listhesis eine operative Therapie indiziert und wür-
den auch die Ansicht von Dr. H.____ bezüglich der physiotherapeutischen Behandlung nicht tei-
len. Vielmehr würden sie weiterhin passive Anwendungen empfehlen. 
 
6.6 In seinem Bericht vom 16. August 2017 diagnostizierte Prof. Dr. med. J.____, FMH Neu-
rochirurgie, Spital Y.____, eine symptomatische degenerative recessale Spinalkanalstenose 
LWK4/5 rechts. Er stellte fest, dass rezidivierende Lumbalgien in der Vorgeschichte der Patientin 
vorlägen und diese seit ihrem Sturz an persistierenden Ischialgien rechts mit Ausstrahlung ins 
Gesäss und entlang der lateralen Seite des Ober- und Unterschenkels bis oberhalb des Fusses 
leide. Zudem sei die LWS-Beweglichkeit in Extension und lateraler Inklination rechts blockiert, 
wobei eine Exazerbation der Ausstrahlungen vorliege. Diese im Verlauf progredienten Schmer-
zen hätten sich auch unter konservativer Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika und Phy-
siotherapie nicht gebessert. Der magnetresonanztomographischen Untersuchung vom 29. De-
zember 2016 entnehme er insbesondere eine degenerativ bedingte recessale Spinalkanalste-
nose LWK4/5 rechts, welche die radikulären Schmerzen wahrscheinlich erkläre, sowie multiseg-
mentale degenerative Diskopathien LWK2/3, LWK4/5 und vorwiegend LWK5/SWK1. Das 
sagittale Alignement sei erhalten. Er habe der Patientin eine epidurale Infiltration LWK4/5 emp-
fohlen; da diese jedoch eine Operation der infiltrativen Therapie vorziehe, sei sie bereits über die 
mikrochirurgische spinale Dekompression LWK4/5 rechts aufgeklärt worden. 
 

 
 
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6.7 Mit Austrittsbericht vom 7. Dezember 2017 stellte Prof. Dr. J.____ fest, dass die Opera-
tion vom 1. Dezember 2017 – eine mikrochirurgische spinale Dekompression LWK4/5 rechts – 
komplikationslos durchgeführt worden sei. Der postoperative Verlauf gestalte sich unauffällig und 
die Patientin könne mit Hilfe der Physiotherapie rasch und problemlos mobilisiert werden. Die 
radikulären Schmerzen rechts hätten sich deutlich zurückgebildet. Am 4. Dezember 2017 hätte 
die Patientin mit trockenen Wundverhältnissen und unauffälligem Neurostatus nach Hause ent-
lassen werden können. Er empfehle die Fortführung der Mobilisation unter Schonung der LWS 
sowie eine ambulante Physiotherapie nach drei bis vier Wochen. 
 
6.8 Anlässlich der MRT-Untersuchung der LWS nativ vom 9. April 2018 berichtete PD Dr. 
E.____, dass bei der Patientin postoperativ lumbovertebrale Schmerzen klinisch festgestellt wor-
den seien. Es würden hochlumbale manifeste Osteochondrosen BWK11/12 und LWK2/3, eine 
leicht progrediente frühe Osteochondrose LWK4/5 und eine lumbosakrale manifeste Osteo-
chondrose LWK5/SWK1 vorliegen. Zudem sei eine moderate rechtsbetonte Spondylarthrose 
LWK2/3 und LWK3/4 sichtbar. Die übrigen Segmente BWK10/11 bis LWK3/4 hingegen seien 
regulär dargestellt worden. 
 
6.9 Mit undatiertem Bericht in Beantwortung eines Schreibens der Versicherung Z.____ vom 
4. April 2018 stellte Dr. F.____ fest, dass nach leichter postoperativer Besserung immer noch 
Beschwerden vorliegen würden; dies vor allem unter Belastung. Er schätzte deshalb die Patientin 
weiterhin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit als 100 % arbeits-
unfähig ein, wobei er eine Reoperation in Aussicht stellte. 
 
6.10 In seinem Verlaufsbericht vom 6. Juni 2018 bestätigte Prof. Dr. J.____, dass sich die 
radikulären Ausstrahlungen im Dermatom LWK5 vollständig zurückgebildet hätten. Allerdings be-
richte die Patientin von seit mehreren Wochen neu auftretenden Schmerzen rechts im Bereich 
des Gesässes und der lateralen und vorderen Seite des Oberschenkels bis zum Knie entspre-
chend LWK2 und LWK3. Die konservative Therapie bringe keine nachhaltige Besserung, wes-
wegen sich die Patientin bei der Mobilisation und im Alltag zunehmend beeinträchtigt fühle. Die 
LWS-Beweglichkeit in Extension und lateraler Inklination sei eingeschränkt, wobei eine Exazer-
bation der Ausstrahlungen rechts vorliege. Die postoperative magnetresonanztomographische 
Untersuchung vom 9. April 2018 weise dabei eine signifikante degenerative recessale Anschluss-
stenose LWK2/3 und LWK3/4 rechts aus, während die postoperativen Verhältnisse LWK4/5 
rechts unauffällig seien. Er stelle deshalb die Indikation zu einer ergänzenden operativen spinalen 
Dekompression LWK2/3 und LWK3/4 rechts. 
 
6.11 Am 10. Juni 2018 berichtete Dr. F.____ zu Handen der IV-Stelle, dass die Patientin wei-
terhin für jegliche körperliche Tätigkeit arbeitsunfähig sei. Eine Verbesserung der Schmerzsitua-
tion durch die geplante zweite Operation sei denkbar; eine Prognose bezüglich der Arbeitsfähig-
keit sei hingegen derzeit nicht möglich. Auch die Prognose bezüglich der (Wieder-) Eingliederung 
sei schwierig, da praktisch keine Ressourcen bei der Patientin vorhanden wären. 
 

 
 
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6.12 Mit Schreiben vom 18. Juni 2018 ergänzte Dr. F.____ seinen Bericht vom 10. Juni 2018. 
Aktuell fände sich eine Anschluss-Stenose LWK2/3 und LWK3/4, für welche eine Operation ge-
plant sei. Eine Evaluation (der Arbeitsfähigkeit) solle erst danach stattfinden. Grundsätzlich gelte 
aber, dass Operationen im Bereich der Wirbelsäule nur wenig Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
hätten. Er sähe jedoch nach der Operation ein Arbeitstraining als indiziert an. 
 
6.13 Mit Austrittsbericht vom 5. November 2018 erklärte Prof. Dr. J.____, dass auch die 
zweite Operation vom 24. Oktober 2018 komplikationslos durchgeführt worden sei. Erneut ge-
stalte sich der postoperative Verlauf unauffällig und die Patientin könne mit Hilfe der Physiothe-
rapie erneut rasch und problemlos mobilisiert werden. Die radikulären Schmerzen rechts hätten 
sich abermals deutlich zurückgebildet. Am 27. Oktober 2018 habe die Patientin mit trockenen 
Wundverhältnissen und unauffälligem Neurostatus nach Hause entlassen werden können. Er 
empfehle wiederum die Fortführung der Mobilisation unter Schonung der LWS sowie eine ambu-
lante Physiotherapie nach drei bis vier Wochen. 
 
6.14 In seinem Verlaufsbericht vom 31. Januar 2019 verzeichnete Prof. Dr. J.____, dass sich 
die radikulären Schmerzen rechts zwar deutlich, aber unvollständig zurückgebildet hätten. Derzeit 
spüre die Patientin noch einige residuelle ziehende Restschmerzen im Gesäss und Oberschenkel 
rechts. Weiterhin bestünden als Hauptproblem die rezidivierenden lumbalen Rückenschmerzen 
mechanischer Natur, welche typischerweise bei Belastung nach etwa einer Stunde auftreten und 
die freie Mobilisation und Leistungsfähigkeit der Patientin beeinträchtigen würden. Diese Schmer-
zen sprächen nur mässig auf die konservative Therapie, vor allem auf die Physiotherapie an. Als 
Korrelat zu den chronischen Lumbalgien zeige das MRT der LWS vom 9. April 2018 ausgeprägte 
multisegmentale degenerative Diskopathien LWK2/3, LWK4/5 und LWK5/ SWK1 mit aktivierter 
Osteochondrose bei erhaltenem sagittalem Alignement. In seiner Empfehlung führte er aus, dass 
die Patientin derzeit keine weitere Intervention wünsche, er aber bei zunehmenden und immobi-
lisierenden chronischen Rückenschmerzen in Zukunft allenfalls die Indikation zu einer Stabilisa-
tion des lumbosakralen Übergangs zur Diskussion stellen würde. 
 
6.15 Am 15. August 2019 stellte Dr. C.____ sein rheumatologisches Gutachten der IV-Stelle 
zu. Anamnestisch verzeichnete er bei der Patientin morgendliche Schmerzen im thorakalen Be-
reich und auch lumbal, wobei letztere schlimmer seien. Ausstrahlungen beständen in die rechte 
Flanke, das rechte Gesäss, den rechten lateralen Oberschenkel bis etwa ventral auf Kniehöhe 
rechts. Distal des rechten Knies weise die Patientin hingegen keine Beschwerden mehr auf. Zu 
ihrem Tagesablauf befragt, habe die Patientin angegeben, regelmässig um 05.30 Uhr aufzu-
stehen, viermal täglich 10-20 Minuten mit den beiden Hunden spazieren zu gehen und sich mit 
den üblichen Hausarbeiten zu beschäftigen. Für diese habe sie einfach dreimal länger als zuvor, 
teile sich diese auf und müsse sich zwischendurch immer wieder hinlegen. Sie bereite Mittages-
sen und Abendessen zu, welche sie gemeinsam mit ihrem Partner einnehme. Die Patientin ver-
bringe auch viel Zeit mit ihrer Mutter, etwa indem sie gemeinsam einkaufen gingen. Gegen 22.00 
bis 22.30 Uhr gehe sie schliesslich zu Bett. In seiner Beurteilung legte der Gutachter dar, dass 
die Patientin nervös wirke, sich dies jedoch im Laufe der Exploration lege. Die Anamnese sei 
problemlos in Mundart erfolgt, wobei sich keine Verständigungsprobleme ergeben hätten. Zur 

 
 
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klinischen Untersuchung habe die Patientin das Untersuchungszimmer ohne jegliche Behinde-
rung betreten. Das Ausziehen des Oberteils sei problemlos in einer kombinierten Bewegung über-
kopf erfolgt und auch das Ausziehen der Hosen sei stehend ohne Behinderung erfolgt. Auffällig 
sei, dass die Patientin sich vom Sitzen am Rand der Untersuchungsliege unter Anspannung der 
Bauchmuskulatur durch spontanes Anziehen beider Beine direkt in die Liegeposition gedreht 
habe. Dies sei nicht ein typisches Verhalten für eine Rückenpatientin, da dies auf keinerlei Scho-
nung respektive Beschwerden bei diesem Manöver schliessen lasse. Er diagnostizierte bei der 
Patientin in der Folge – mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – ein chronisches Lumbovertebral-
syndrom mit spondylogener Ausstrahlung rechts bei Status nach mikrochirurgischer spinaler De-
kompression LWK4/5 rechts bei symptomatischer degenerativer rezessaler Spinalkanalstenose 
LWK4/5 rechts, bei Status nach mikrochirurgischer spinaler Dekompression LWK2/3 und LWK3/4 
rechts bei symptomatischer degenerativer rezessaler Anschlussstenose des Spinalkanals 
LWK2/3 undLWK3/4, bei Insertionstendinosen im Bereich der Spina iliaca posterior superior 
rechts mit begleitender Piriformis-Symptomatik rechts sowie bei Osteochondrosen LWK2/3 und 
LWK5/SWK1 und Chondrose LWK4/5. Er sehe zum heutigen Zeitpunkt keine infiltrativen Mass-
nahmen im Bereich der LWS, sondern allenfalls im Bereich der Spina iliaca posterior superior 
rechts loco dolenti. Ein möglicher Ansatzpunkt könne auch eine Piriformis-Dehnung respektive 
das Erlernen eines Dehnprogrammes sein. Ob diese Massnahmen eine Verbesserung bringen 
würden, sei allerdings unsicher. Es bestehe auch die Möglichkeit eines intensiven ambulanten 
oder stationären Rehabilitationsprogrammes, wobei auch hierbei die Besserungsmöglichkeiten 
fraglich erscheinen würden, da die Patientin mit einem ganztägigen Arbeitseinsatz abgeschlos-
sen habe. In seiner Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität verwies der Gutachter darauf, 
dass keine gleichmässigen Einschränkungen der Aktivitätenniveaus aller Lebensbereiche vorlie-
gen würden. So schildere sich die Patientin dysfunktional in dem Sinne, dass sie sich als nur 
beschränkt arbeitsfähig ansehe, jedoch normalen Alltagsaktivitäten nachgehe. Auch beständen 
keine Schonungszeichen der Muskulatur, so dass von einem regelmässigen Einsatz der Musku-
latur ohne relevante Behinderung auszugehen sei. Es seien bei der Patientin klare Hinweise für 
eine Selbstbehinderungsüberzeugung feststellbar. In der bisherigen, angestammten Tätigkeit als 
Lagermitarbeiterin sehe er aufgrund seiner Diagnosen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, in ei-
ner angepassten rückenschonenden Tätigkeit sei sie hingegen vollständig arbeitsfähig. Er stellte 
deshalb eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 28. Oktober 2016 bis Ende Februar 2018 sowie 
vom 24. Oktober 2018 bis Ende Januar 2019 fest. Für den Zeitraum von Anfang März 2018 bis 
zum 23. Oktober 2018 sowie fortlaufend ab Anfang Februar 2019 attestierte er hingegen eine 
vollständige Arbeitsfähigkeit. 
 
6.16 Am 22. August 2019 stellte Dr. D.____ in seinem RAD-Bericht zu Handen der IV-Stelle 
fest, dass das Gutachten die bekanntlich geforderten justiziablen Kriterien erfülle. In der ange-
stammten Tätigkeit sei die Patientin deshalb vollumfänglich arbeitsunfähig. In einer Verweistätig-
keit, in welcher keine dauernd schweren oder dauernd mittelschweren Arbeiten mehr vollführt 
würden und in welcher die Patientin nicht dauernd sitzend, nicht dauernd stehend, nicht in 
Zwangsstellungen wie z.B. der Vorhalte, sich nicht dauernd vorneüberbeugend oder bückend und 
nicht dauernd überkopf arbeite – also in einer rückenschonenden Tätigkeit – sei sie hingegen 
vollständig arbeitsfähig. 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.17 In seinem Radiology Report vom 10. Februar 2020 verzeichnete Dr. med. K.____, Spital 
Y.____, bei der Patientin eine geringe anterior/rechtsbetont aktivierte Osteochondrose LWK1/2, 
eine Diskopathie mit Dehydration des Diskus und rechtsbetonter verfettender Osteochondrose 
sowie leichter Spondylarthrose LWK2/3, eine links akzentuierte leicht aktivierte Spondylarthrose 
LWK3/4, eine Diskopathie mit Dehydration der Bandschreibe und leicht mediolateral rechts ak-
zentuierter Diskusprotrusion LWK4/5 sowie eine fortgeschrittene Diskopathie mit Verschmäle-
rung des Intervertebralraumes sowie Dehydration der Bandscheibe LWK5/SWK1. Es lägen je-
doch keine Rezidiv-Spinalkanalstenose und keine radikulären Pathologien recessal oder forami-
nal vor. Hingegen sei disko-ossär bedingt eine moderate Foraminalstenose links (L5) ausmach-
bar. 
 
6.18 Am 3. März 2020 stellte Dr. D.____ in seinem RAD-Bericht zu Handen der IV-Stelle fest, 
dass es sich bei den Ausführungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Beschwerdeerhebung 
im Hinblick auf die durch Dr. C.____ durchgeführte Anamnese lediglich um Behauptungen oder 
Gegendarstellungen handle. Die subjektiven Beschwerdeangaben seien jedoch detailliert und 
differenziert erhoben und gutachterlich ausgewertet worden und seien deshalb nicht zu bean-
standen. Aus dem Radiology Report vom 10. Februar 2020 könne die Beschwerdeführerin 
ebenso wenig etwas ableiten, da sich hieraus keine wegweisende Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes verglichen mit der MRT-Untersuchung vom 9. April 2018 ergeben habe. Vielmehr 
habe der jetzige MRT-Status quo bereits zum Begutachtungszeitpunkt bestanden. Auf das Gut-
achten von Dr. C.____ könne deshalb weiterhin abgestellt werden. 
 
7.1 Streitig ist zunächst der Anspruch auf eine (ganze) Invalidenrente für den Zeitraum vom 
1. Juni 2018 bis zum 31. Dezember 2019. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Ablehnung 
eines Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf das Gutachten von 
Dr. C.____ vom 15. August 2019, wonach die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht nach 
dreimonatiger postoperativer Rehabilitation per 1. März 2018 in einer leidensadaptierten Tätigkeit 
zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Deshalb sei mit Ablauf der dreimonatigen Frist nach Art. 88a 
IVV die Rente vom 1. Juni 2018 an bis zum 1. Januar 2019 einzustellen gewesen. Diesbezüglich 
ist der IV-Stelle zuzustimmen, dass das zugrundeliegende Gutachten von Dr. C.____ grundsätz-
lich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten erfüllt. 
Dennoch kann auf das Gutachten hinsichtlich des vorliegend streitigen Anspruchs nicht abgestellt 
werden, weil dem Gutachter insbesondere für den relevanten Zeitraum vom 1. Dezember 2017 
bis zum 24. Oktober 2018 nicht alle notwendigen Vorakten zur Verfügung gestanden haben. 
 
7.2 Angesichts des hohen Stellenwerts, der medizinischen Gutachten im Sozialversiche-
rungsprozess zukommt, sind an deren Qualität entsprechend hohe Anforderungen zu stellen 
(siehe Erwägung 5.3 hiervor). Soweit ein in der Vergangenheit liegender medizinischer Sachver-
halt im Rahmen eines Gutachtens retrospektiv betrachtet und beurteilt werden muss, ist insbe-
sondere entscheidend, dass dem Gutachter umfassende und lückenlose Vorakten zur Verfügung 
stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Dezember 2008, 9C_802/2008, E. 3.2.1 mit Hin-
weis). Die Kenntnis und Beachtung der Vorakten und das Rekapitulieren des wesentlichen Inhalts 
der zur Verfügung gestellten sowie beigezogenen Akten im Gutachten sind unter dem Aspekt der 
Vollständigkeit von eminenter Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. November 

 
 
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2010, 9C_986/2009, E. 4.5.1; ALFRED BÜHLER, Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichts-
gutachten unter Berücksichtigung der jüngsten Lehre und Rechtsprechung, in: Jusletter vom 
21. Juni 2010, Rz. 85). Das Bundesgericht unterstreicht denn auch die Wichtigkeit einer sorgfäl-
tigen echtzeitlichen Dokumentierung des medizinischen Verlaufs bis zur Begutachtung (BGE 134 
V 125 E. 9.5). Nicht verlangt wird jedoch, dass bei jeglicher Versicherung oder jedweder medizi-
nischen Fachperson allenfalls vorhandenen Akten eingeholt werden müssen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 8. April 2009, 8C_924/2008, E. 3.3 mit Hinweis). 
 
7.3 In seiner Beurteilung des medizinischen Sachverhalts zwischen der ersten Operation vom 
1. Dezember 2017 und der zweiten Operation vom 24. Oktober 2018 stützt sich Dr. C.____ in 
seinem Aktenauszug auf diverse Berichte von Prof. Dr. J.____, PD Dr. E.____ und von 
Dr. F.____ sowie auf verschiedene Arbeitsunfähigkeitszeugnisse dieser Ärzte. Keine Erwähnung 
finden hingegen die acht Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. F.____, in welchen er für den Zeit-
raum zwischen dem 17. Juni 2018 und dem 31. Oktober 2018 eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit attestiert. Diese Zeugnisse fanden sich auch nicht in den Akten der IV-Stelle. Vielmehr waren 
diese lediglich in den Akten der Z.____ als Krankentaggeldversicherer abgelegt. Selbiges gilt 
auch für Bericht des Schadensexperten der Z.____ vom 27. April 2018, in welchem die damaligen 
Beschwerden und die erfolgte Behandlung festgehalten wurden. Zwar muss – wie in vorherge-
hender Erwägung dargelegt – nicht jede Akte von jeder Versicherung der versicherten Person 
beigezogen werden. Allerdings forderte die IV-Stelle bei der Z.____ am 24. Oktober 2017 für den 
davorliegenden Zeitraum, am 17. Januar 2018 für den Zeitraum ab dem 19. Oktober 2017, am 
5. April 2018 für den Zeitraum ab dem 19. Januar 2018 sowie am 12. März 2019 für den Zeitraum 
ab dem 19. Januar 2019 die entsprechenden Akten ein. Weshalb die IV-Stelle die Akten für den 
vorliegend relevanten Zeitraum vom 6. April 2018 bis zum 18. Januar 2019 nicht eingeholt hat, 
ist nicht nachvollziehbar. Dies umso mehr, als der IV-Stelle bekannt war, dass es während diesem 
Zeitraum zu einer weiteren Operation durch Prof. Dr. J.____ gekommen war und dementspre-
chend die Berichte für diesen Zeitraum nicht ohne Weiteres vernachlässigt werden konnten. Den 
im Aktenauszug des Gutachtens nicht aufgelisteten Mitteilungen der Z.____ vom 6. Juli 2018 und 
vom 9. August 2018 lässt sich denn auch entnehmen, dass diese das medizinische Dossier und 
damit die gestellte Indikation von Prof. Dr. J.____ ihrem beratenden Arzt vorgelegt hatte. Dieser 
sei nach Prüfung der Unterlagen zum Schluss gekommen, dass die angedachte Operation tat-
sächlich zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit indiziert sei. Die im Aktenauszug ebenfalls nicht 
aufgelisteten handschriftlichen Berichte von Dr. F.____ vom 4. April 2018 und vom 18. Juni 2018 
stellen die postoperativ fortbestehenden Beschwerden, eine weiterhin vollständige Arbeitsunfä-
higkeit sowie die Indikation zur erneuten Operation fest. Es handelt sich dabei um für die retro-
spektive Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts erhebliche Vorakten, deren Diskussion durch 
den Gutachter für den Versicherungsträger respektive das Versicherungsgericht eine wesentliche 
Entscheidgrundlage dargestellt hätte. Durch die Nichtberücksichtigung dieser Vorakten ist das 
Gutachten von Dr. C.____ deshalb – wenn auch nicht von ihm verschuldet – unvollständig. 
 
7.4 Die von Dr. C.____ dargelegte vollständige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für 
den Zeitraum von Anfang März 2018 bis zum 23. Oktober 2018 ist auch unter dem Aspekt der 
Schlüssigkeit nicht überzeugend. Zwar ist die Annahme eines dreimonatigen postoperativen Re-
habilitationszustandes mit anschliessender Beschwerdefreiheit für den Regelfall grundsätzlich 

 
 
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zulässig. Wenn im Einzelfall jedoch konkrete Hinweise dafür sprechen, dass eine solche Be-
schwerdefreiheit nicht vorliegt, ist die begutachtende Person gehalten, sich mit diesen hinrei-
chend auseinanderzusetzen. Dr. C.____ spricht unter dem Titel “Aktuelle gesundheitliche Situa-
tion“ zwar an, dass die Beschwerdeführerin nach der Operation zunächst für zwei Monate be-
schwerdefrei gewesen sei, bevor die Beschwerden langsam und sukzessive, spätestens ab Früh-
jahr 2018 zunehmend aufgetreten seien und im Spätsommer zur weiteren Abklärung und zur 
nächsten Operation geführt hätten. Allerdings fehlt eine eingehende Diskussion der Berichte von 
Dr. F.____ und Prof. Dr. J.____, respektive der darin festgestellten Diagnosen und medizinischen 
Indikationen. Dem Gutachten mangelt es an einer nachvollziehbaren Begründung hinsichtlich der 
Frage, weshalb die aus diesen Berichten hervorgehenden bestehenden Beschwerden keinen 
Einfluss mehr auf die Arbeitsfähigkeit haben sollten. Dies gilt umso mehr, als den im Aktenauszug 
nicht aufgelisteten, oben erwähnten Berichten noch weitaus klarer zu entnehmen ist, dass eine 
erneute Operation bereits früh als notwendig erachtet worden ist. Es erscheint deshalb nicht 
schlüssig, der Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt eine vollständige Arbeitsfähigkeit zu at-
testieren. Vorliegend ist deshalb auf das Gutachten von Dr. C.____ im Hinblick auf die Beurtei-
lung des Zeitraums zwischen der ersten Operation am 1. Dezember 2017 und der zweiten Ope-
ration vom 24. Oktober 2018 nicht abzustellen. Hingegen erscheinen die Ausführungen der be-
handelnden Ärzte, insbesondere des Operateurs Prof. Dr. J.____ nachvollziehbar, wonach die 
im Frühjahr 2018 wieder auftretenden Schmerzen erneut ein invalidisierendes Ausmass ange-
nommen und mithin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bewirkt hätten. Seine Darlegung des 
medizinischen Sachverhalts unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erscheint 
schlüssig und überzeugend. Für den umstrittenen Zeitraum zwischen dem 1. März 2018 und dem 
23. Oktober 2018 – und damit durchgehend für den gesamten Zeitraum vom 28. Oktober 2016 
bis zum 1. Februar 2019 – ist deshalb auf die Berichte der behandelnden Ärzte abzustellen und 
von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszugehen. In diesem Punkt ist die Beschwerde deshalb 
gutzuheissen. 
 
8.1 Streitig ist des Weiteren der Anspruch auf eine (volle) Invalidenrente für den Zeitraum ab 
1. Mai 2019. Die Beschwerdegegnerin verweist auch hier im Wesentlichen auf das Gutachten 
von Dr. C.____ sowie auf den RAD-Bericht von Dr. D.____ vom 3. März 2020. Für diesen Zeit-
raum ist der Ansicht der IV-Stelle zu folgen. Daran ändern auch die Vorbringen der Beschwerde-
führerin nichts, wie nachfolgend aufzuzeigen ist. 
 
8.2.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sie ihren Zustand in den Aussagen 
gegenüber dem Gutachter beschönigt oder unklar ausgedrückt habe und weitaus mehr einge-
schränkt sei, als aus dem Gutachten hervorgehe, kann ihr nicht gefolgt werden. Dr. C.____ ver-
zeichnet ausdrücklich und mehrfach, dass die Beschwerdeführerin nach anfänglich leichter Ner-
vosität sich freundlich gegeben habe, jederzeit kooperativ gewesen sei und Fragen adäquat be-
antwortet worden seien. Die in der Beschwerdeschrift geltend gemachten erheblichen Einschrän-
kungen widersprechen denn auch nicht nur dem vom Gutachter detailliert aufgelisteten Tages-
ablauf der Beschwerdeführerin, sondern auch den von ihm erhobenen internistischen und rheu-
matologischen Befunden. Dr. C.____ verweist darauf, dass zwischen den geklagten Beschwer-
den einerseits und den objektiv erhebbaren Befunden andererseits deutliche Diskrepanzen zu 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Tage getreten seien. So habe die Beschwerdeführerin angegeben, viermal täglich mit den Hun-
den zwischen zehn und zwanzig Minuten spazieren zu gehen. Sie fahre regelmässig zum Ein-
kaufen und nehme ihre Mutter mit, da diese alleine sei. Tagsüber bereite sie das Mittag- und das 
Abendessen zu und beschäftige sich mit Hausarbeiten. Diese würden einfach dreimal länger dau-
ern als vorher und zwischendurch müsse sie sich immer wieder hinlegen. Sie übe diese Tätigkei-
ten weiterhin aus, teile sich diese jedoch auf. Klinisch sah Dr. C.____ keine Schonungszeichen 
der Muskulatur, weshalb von einem regelmässigen Einsatz der Muskulatur ohne relevante Be-
hinderung auszugehen sei. Es beständen deshalb normale Ressourcen in Bezug auf körperlich 
leichte Tätigkeiten. Tatsächlich widersprechen die Aktivitäten der Beschwerdeführerin und die 
objektiv erhobenen Befunde den geklagten Beschwerden und sind nicht miteinander vereinbar. 
Insofern die Beschwerdeführerin die Erhebung und Beurteilung der Alltagsaktivitäten durch den 
Gutachter rügt, ist deshalb festzustellen, dass diese mit den objektivierten Beschwerden konsis-
tent sind und keinen konkreten Grund zur Beanstandung des Gutachtens geben. 
 
8.2.2 Auch eine sprachliche Barriere zwischen Gutachter und Beschwerdeführerin hat zu kei-
nem Zeitpunkt bestanden: Die gutachterliche Untersuchung und Anamnese fand ohne Dolmet-
scher problemlos auf Mundart statt. Die Beschwerdeführerin macht – abgesehen vom Verweis 
auf eine ungenaue Ausdrucksweise – auch nicht geltend, dass sie sprachliche Verständigungs-
probleme gehabt hätte oder den Fragen des Gutachters nicht hätte folgen können. Es gibt des-
halb keine Hinweise, dass an den im Gutachten aufgeführten Äusserungen der Beschwerdefüh-
rerin in sprachlicher Hinsicht zu zweifeln wäre. 
 
8.3 In Bezug auf die im Nachgang zur zweiten Operation bestehenden Schmerzen ist zu-
nächst zu bemerken, dass Prof. Dr. J.____ in seinem Bericht vom 31. Januar 2019 eine deutliche 
Rückbildung der radikulären Schmerzen rechts festgestellt hatte. Die Beschwerdeführerin spüre 
nur noch einige residuelle ziehende Restschmerzen im Gesäss und Oberschenkel rechts, wohin-
gegen das Hauptproblem die rezidivierenden lumbalen Rückenschmerzen sei. Diese würden nur 
mässig auf die konservative Therapie ansprechen. Eine Stabilisation des lumbosakralen Über-
gangs wäre eventuell zu diskutieren, wenn die chronischen Rückenschmerzen in Zukunft weiter 
zunehmen und immobilisierend würden. In seinem Gutachten stellte Dr. C.____ hingegen klinisch 
fest, dass die Beschwerdeführerin ohne Beeinträchtigung von der Wartezone ins Untersuchungs-
zimmer gekommen sei. Sie sei beim Ausziehen des Oberteils in einer kombinierten Bewegung 
überkopf sowie der Hosen im Einbeinstand nicht behindert gewesen. Auch habe sie bei der Ein-
nahme der Liegeposition auf der Untersuchungsliege keine ergonomische respektive schonende 
Bewegungsweise gezeigt. Nach vorgenommener Untersuchung sehe er auch einzig eine lokale 
Infiltration im Bereich der Spina iliaca posterior superior rechts sowie eine Piriformis-Dehnung als 
möglicherweise diskussionswürdig. Grundsätzlich sei deshalb keine Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit, wohl aber eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend angepass-
ten Tätigkeit gegeben. Dies wird auch nicht durch die neuerlichen MRT-Befunde vom 10. Februar 
2020 in Frage gestellt. Dr. D.____ erklärt in seiner Stellungnahme vom 3. März 2020 ausdrück-
lich, dass keine wegweisende Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem Begutach-
tungszeitpunkt bei Dr. C.____ durch diese neuerlichen Befunde nahegelegt werden könne. Ins-
besondere lägen keine Rezidiv-Spinalkanalstenose und auch keine radikuläre Pathologie reces-

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sal oder foraminal vor; dies bei moderater Ferominalstenose links. Diese medizinischen Schluss-
folgerungen überzeugen. Zwar liegen auch für den Zeitraum nach der zweiten Operation noch 
Arztzeugnisse vor, welche bis zum 30. April 2020 eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Im 
Gegensatz zum Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Operation fehlt es jedoch vorlie-
gend an einer medizinisch überzeugenden Begründung, etwa in Form eines zusätzlichen Arztbe-
richtes, weshalb die Arbeitsfähigkeit über die erfahrungsmedizinisch begründete dreimonatige 
Rehabilitationszeit hinaus eingeschränkt sein soll. Damit haben sich vorliegend keine konkreten 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Expertise für den besagten Zeitraum ma-
nifestiert. Vielmehr vermittelt das Gutachten ein umfassendes und einleuchtendes Bild, welches 
in Bezug auf die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und die konstatierte Arbeitsfä-
higkeit überzeugt. In diesem Sinne hat die IV-Stelle – was die Beurteilung der Genesung nach 
der zweiten Operation angeht – zu Recht auf die Beurteilung von Dr. C.____ abgestellt. Drei Mo-
nate postoperativ durfte die IV-Stelle deshalb zu Recht davon ausgehen, dass keine Arbeitsun-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mehr vorliegt. In diesem Punkt ist die Beschwerde des-
halb abzuweisen. 
 
9.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Der Invaliditätsgrad bestimmt sich bei erwerbstätigen Versicherten grundsätzlich aufgrund 
eines Einkommensvergleichs (vgl. Erwägung 3.3 hiervor). 
 
9.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung – gestützt auf die Anga-
ben der ehemaligen Arbeitgeberin (13 Monate x Fr. 4’300.--) und unter Berücksichtigung einer 
Nominallohnentwicklung von 1.1 % (vgl. “Nominallohnindex Frauen 2011-2017“, BFS Nr. je-d-
03.04.03.00.03, Tabelle T1.2.10, Zeile C, Spalte 2011) – von einem Valideneinkommen im Jahre 
2017 von Fr. 56'515.00.-- aus. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass der 
Osterbatzen, die Feriengelder, die Gratifikationen und die Ausbildungszulagen ebenfalls zum Va-
lideneinkommen zu zählen sind und deshalb ein Valideneinkommen von Fr. 58'342.—massge-
blich ist. 
 
9.2.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person 
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Rentenbeginns tatsächlich verdienen würde, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bishe-
rige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Be-
stimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädi-
gung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste 
Verdienst (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, E. 4.1, in: SVR 
2020 IV Nr. 37 S. 131, mit Verweis auf BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 135 V 59 E. 3.1, 134 V 325 E. 4.1, 
je mit Hinweisen). Hierfür ist nur relevant, was zum massgebenden Lohn gemäss dem Bundes-
gesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 zu zäh-
len ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. März 2011, 8C_811/2010, E. 4.1 mit Hinweis). 
Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder 
unbestimmte Zeit geleistete Arbeit als massgebender Lohn. Der massgebende Lohn umfasst 

 
 
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auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Fe-
rien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen 
wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgelts darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, 
wenn diese Leistungen regelmässig ausgerichtet werden (BGE 129 III 278 E. 2). 
 
9.2.3 Die Beschwerdeführerin geht richtigerweise davon aus, dass das Feriengeld von Fr. 170.-
-, ein jährlicher Osterbatzen von Fr. 1'000.-- und Gratifikationen in der Höhe von Fr. 200.-- einzu-
berechnen sind, da diese in den vergangenen Jahren regelmässig ausbezahlt worden waren, 
was von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten wird. Damit ist richtigerweise von einem mass-
gebenden Lohn respektive einem Valideneinkommen von Fr. 57'885.-- auszugehen. Soweit die 
Beschwerdeführerin eine Ausbildungszulage und deshalb einen massgebenden Lohn von 
Fr. 58'342 geltend machen will, kann ihr nicht gefolgt werden. Die erwähnte (monatliche) inner-
betriebliche Ausbildungszulage wurde zuletzt im September 2015 ausbezahlt; eine weitere Aus-
zahlung zum Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens im Oktober 2016 fand hingegen 
nicht mehr statt. Damit ist diese nicht (mehr) regelmässig erfolgt und deshalb auch nicht als Lohn-
bestandteil in die Berechnung des massgebenden Lohnes einzubeziehen. 
 
9.3.1 Zu klären bleibt die Höhe des Invalideneinkommens. Dieses bestimmt sich danach, was 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-
zielen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können 
nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss den periodisch publizierten 
schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik BFS (LSE; BGE 139 V 
594 E. 2.3, 135 V 301 E. 5.2) – in der Regel die Monatslöhne der Zeile “Total Privater Sektor“ 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2018, 9C_444/2018, E. 3.1 und vom 24. August 
2007, 9C_237/2007, E. 5.1, in: SVR 2008 IV Nr. 20 S. 64) – herangezogen werden. 
 
9.3.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet gestützt auf die gutachterlich bestimmte Verweistätig-
keit für die Beschwerdeführerin Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 gemäss LSE in einem 
100 %-Pensum als zumutbar. Gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE errechnete sie im Zeitpunkt 
des frühest möglichen Rentenbeginns ein Invalideneinkommen von Fr. 49'347.--. Grundlage hier-
für bilden die LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau 
der Tätigkeit 1, Spalte Frauen, Fr. 4'363.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden. Nach 
Umrechnung auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. “Betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung“, BFS Nr. je-d-03.02.03.01.04.01, Tabelle 2004-2019, Zeile 
A-S Total, Spalte 2017) und nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 0.4 % (vgl. 
“Nominallohnindex Frauen 2016-2019“, BFS Nr. je-d-03.04.03.00.05, Tabelle T1.2.15, Zeile B-S 
Total, Spalte 2017) x 12 Monate ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 54’799.--. 
Mit Vornahme eines leidensbedingten Abzugs von 9.95 % resultiert das vorgenannte Invaliden-
einkommen von Fr. 49'347.--. 
 
9.3.3 Gegen diese Berechnung bringt die Beschwerdeführerin einzig vor, dass der leidensbe-
dingte Abzug von 9.95 % zu tief veranschlagt worden sei, weshalb ein leidensbedingter Abzug 

 
 
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von 15 % gemacht werden müsse. Dieser sei aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, den sie 
auch in einer angepassten Arbeitstätigkeit aufweisen würde, notwendig. 
 
9.3.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 322 E. 3b/aa, 
146 V 19 E. 4.1 mit Hinweisen). So drängt sich ein Abzug aufgrund funktioneller Einschränkungen 
dann auf, wenn sie ihrer Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen vereinbar sind, 
wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen in einer leidensangepassten Tätigkeit 
ergeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2008, 9C_119/2008, E. 2.3.1). Aufgrund die-
ser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 
verwerten (BGE 126 V 79 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter 
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 
und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb, 146 V 20 E. 4.1, 135 V 302 E. 5.3). 
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal zu Unrecht nicht 
berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.2 und vom 21. September 2010, 
9C_748/2009, E. 4.1.2, in: SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91). 
 
9.3.5 Aus dem Alter der zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses 45 Jahre alten Beschwerdefüh-
rerin kann kein Abzug abgeleitet werden, weil Hilfsarbeiten auf dem hier massgebenden hypo-
thetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachge-
fragt werden und sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch nicht lohnsenkend auswirkt (BGE 146 
V 16 E. 7.2.1, in: SVR 2020 IV Nr. 34 S. 123 mit weiteren Hinweisen). Im vorliegend massgeben-
den Kompetenzniveau 1 ist darüber hinaus der Umstand, dass die Beschwerdeführerin über 
keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, nicht abzugsbegründend. Insbesondere für 
Hilfsarbeiten der genannten Art werden weder erhöhte Kenntnisse der deutschen Sprache noch 
eine spezifische schulische oder andere Ausbildung verlangt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
vom 29. Februar 2016, 9C_808/2015, E. 3.4.2, in: SVR 2016 IV Nr. 21 S. 63 und vom 23. Oktober 
2013, 9C_633/2013, E. 4.2 in fine). Weil ein neuer Arbeitsplatz zudem stets mit einer Eingewöh-
nungsphase einhergeht, vermag auch ein allfälliger Anpassungsaufwand keinen Tabellenlohnab-
zug zu rechtfertigen (BGE 146 V 25 E. 6.2.3 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin ist auch 
offensichtlich durch ihre Nationalität als Schweizerin nicht in ihrem erwerblichen Erfolg einge-
schränkt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 30. Mai 2011, 9C_187/2011, E. 4.2.3 und vom 20. 
Juli 2010, 9C_205/2010, E. 5.3). 
 
9.3.6 Es verbleiben deshalb die Art und das Ausmass der Behinderung, welche zu betrachten 
sind. Der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, ist 
auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, weil 
der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren 
Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.5 

 
 
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und vom 29. Dezember 2016, 9C_497/2016, E. 5.4.2, je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung 
gewährt aber insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versi-
cherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiten in ihrer Leistungsfähigkeit ein-
geschränkt ist (BGE 126 V 78 E. 5a/bb; 146 V 20 E. 4.1). Aufgrund der Einschränkungen der 
Beschwerdeführerin, welche lediglich eine leichte, rückenschonende Tätigkeit, ohne andauern-
des Sitzen oder Stehen, ohne Zwangsstellungen, ohne dauerndes repetitives Vorneüberbeugen 
oder Bücken sowie ohne dauernde Überkopfstellung der Arme zulässt, ist – auch in Anbetracht 
der zu vergleichbaren Fällen ergangenen Rechtsprechung (vgl. etwa die Urteile des Bundesge-
richts vom 19. September 2017, 9C_421/2017, E. 2.4, vom 4. Oktober 2013, 9C_455/2013, 
E. 4.4 in fine und vom 23. Dezember 2010, 8C_548/2010, E. 5.3.2 mit zahlreichen Hinweisen) – 
ein Abzug von 10 % respektive 9.95 % grundsätzlich gerechtfertigt. 
 
9.4 Vorliegend ist für die Berechnung des Invaliditätsgrades deshalb ein Valideneinkommen 
von Fr. 57'885.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 49'347.-- heranzuziehen. Dies ergibt einen 
Invaliditätsgrad von 15.75 %, respektive nach (Auf-)Rundung auf ganze Prozentzahlen (BGE 130 
V 123 E. 3.2) einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 16 %. Auch ein Abzug von 10 % 
würde an diesem Ergebnis nichts ändern. Selbst der maximal zulässige Abzug von 25 5 würde 
nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen. 
 
10. Zusammenfassend kann damit festgestellt werden, dass auf die Beschwerde lediglich in 
Bezug auf den Anspruch auf eine Invalidenrente, nicht hingegen bezüglich des Anspruchs auf 
berufliche Massnahmen eingetreten werden kann. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, dass sie 
zwischen dem 1. März 2018 und dem 23. Oktober 2018 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei, 
ist ihr zuzustimmen und die Beschwerde ist im Sinne der obigen Erwägungen gutzuheissen. So-
weit die Beschwerdeführerin hingegen rügt, dass sie auch nach dem 1. Februar 2019 weiterhin 
zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei, dringt sie nicht durch und die Beschwerde ist dementspre-
chend in diesem Punkt abzuweisen. Auch der gerügte leidensbedingte Abzug von 9.95 % auf den 
Tabellenlohn ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin weist damit ab dem 1. Februar 
2019 keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad mehr auf. Zu Recht hat die IV-Stelle deshalb 
ihre Leistungen auf den 30. April 2019 – drei Monate nach Feststellung der dauerhaften Verbes-
serung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. Erwägung 4 hiervor) – hin ein-
gestellt. Damit ist die Beschwerde auch im Hinblick auf die verlangte Zusprechung einer ganzen 
Invalidenrente über den 30. April 2019 hinaus abzuweisen. 
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 
Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. 
 

 
 
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11.2 Vorliegend ist die Beschwerdeführerin grossmehrheitlich unterlegen. Ihrem Rechtsbegeh-
ren ist allerdings insofern teilweise entsprochen worden, als sie Anspruch auf eine ganze Invali-
denrente für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. April 2019 hat. Entsprechend rechtfertigt 
es sich, ihr die Verfahrenskosten lediglich im Umfang von Fr. 600.-- (¾ von Fr. 800.--) aufzuerle-
gen. Der Beschwerdeführerin ist mit Verfügung vom 10. März 2020 die unentgeltliche Prozess-
führung bewilligt worden. Aus diesem Grund wird ihr Anteil an den Verfahrenskosten vorläufig auf 
die Gerichtskasse genommen. Gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind die verbleibenden ordentlichen 
Kosten im Umfang von Fr. 200.-- (¼ von Fr. 800.--) der teilweise unterliegenden IV-Stelle aufzu-
erlegen. 
 
12.1 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Somit ist der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Diese ist jedoch im Masse ihres Unterliegens 
zu reduzieren. 
 
12.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Christoph Vettiger, machte in 
seiner Honorarnote vom 7. Mai 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
15 Stunden geltend. In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und der 
vom Rechtsvertreter eingereichten Schriften erweist sich dieser als zu hoch. So erscheinen ins-
besondere 10.85 Stunden für Aktenstudium und Redaktion einer (exklusive Deckblatt) vierein-
halbseitigen Beschwerdeschrift sowie 1.35 Stunden für eine Besprechung dieser Beschwerde – 
notabene nach einem Vorgespräch sowie einem Telefonat von gesamthaft 1.15 Stunden – als 
überdurchschnittlich. Vom geltend gemachten Zeitaufwand ist deshalb ein Abzug von 2 Stunden 
vor- und damit ein gerechtfertigter Zeitaufwand von 13 Stunden anzunehmen. 
 
12.3 Bei 3.25 Stunden (¼ von 13 Stunden) zum vom Rechtsvertreter geltend gemachten Stun-
denansatz von Fr. 230.-- sowie Auslagen von Fr. 8.75 (¼ von Fr. 35.--) zuzüglich 7.7 % Mehr-
wertsteuer ergibt sich deshalb eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 814.50, 
welche die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu zahlen hat. 
 
12.4 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung sind die verbleibenden Bemü-
hungen von 9.75 Stunden (¾ von 13 Stunden) zum praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-
- sowie die restlichen Auslagen von Fr. 26.25 (¾ von Fr. 35.--) zuzüglich 7.7 %, Mehrwertsteuer, 
mithin also ein Betrag von Fr. 2'128.40, aus der Gerichtskasse zu entgelten. Die Beschwerdefüh-
rerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) 
vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechts-
pflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist.  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfü-
gung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 27. Januar 2020 aufgehoben 
und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin für den Zeitraum 
vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. April 2019 Anspruch auf eine befristete 
ganze Rente hat. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 800.-- werden im 
Umfang von Fr. 600.-- der Beschwerdeführerin und im Umfang von 
Fr. 200.-- der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird der der Be-
schwerdeführerin auferlegte Anteil an den Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 600.-- vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die IV-Stelle hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 814.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin überdies ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 2'128.40 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) aus 
der Gerichtskasse ausgerichtet.