# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92d97882-2d8d-512f-8e33-5d1daf748634
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-03-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 08.03.2006 SB 2005 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2005-43_2006-03-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 08. März 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 05 43 (nicht mündlich eröffnet)

(Eine gegen diese Entscheidung erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wurde 
vom Bundesgericht mit Urteil vom 23. Oktober 2006 (6S.262/2006) abgewie-
sen.)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Richter Vital und Möhr 
Aktuar ad hoc Maranta

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In der strafrechtlichen Berufung

des X., Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Bischoff, 
Walchestrasse 17, 8006 Zürich,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Inn vom 18. August 2005, mitgeteilt am 
12. Oktober 2005, in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , 
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, und des Berufungsklägers gegen Z., Angeklagter 
und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Curdin Conrad, 
Postfach 111, Hartbertstrasse 1, 7002 Chur,

betreffend fahrlässige Körperverletzung etc.,

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hat sich ergeben:

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A. Z. kam am 18. Juli 1957 in A. zur Welt. Gemeinsam mit vier Brüdern 
wuchs er in geordneten Familienverhältnissen auf. Als er acht Jahre alt war, zog 
die Familie nach B., wo Z. auch heute noch wohnt. Nach dem Besuch der Primar- 
und Sekundarschule an seinem Wohnort machte Z. eine Maurerlehre. Anschlies-
send bildete er sich fortlaufend vom Vorarbeiter und Polier bis zum Bauführer wei-
ter. Nachdem er 27 Jahre bei der Baufirma C., gearbeitet hatte, nahm er eine Ar-
beitsstelle bei der Firma D., an, wo er immer noch tätig ist. Z. ist verheiratet und 
Vater zweier erwachsener Kinder, von denen der Sohn noch in Ausbildung steht. 
Eigenen Angaben zufolge versteuert Z. ein Einkommen von ca. Fr. 70'000.-- jähr-
lich. An Schulden weist er eine Hypothek von Fr. 250'000.-- aus.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist Z. nicht verzeichnet.

B. Mit Anklageverfügung vom 3. Mai 2005 wurde Z. durch die Staatsan-
waltschaft Graubünden wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung gemäss Art. 
125 Abs. 2 StGB sowie wegen fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Re-
geln der Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB in Anklagezustand versetzt. Dieser 
Anklage legte die Staatsanwaltschaft Graubünden gemäss Anklageschrift vom 3. 
Mai 2005 folgenden Sachverhalt zu Grunde:

"Ausgangs E., in Richtung F., bei der Strassenüberführung über die RhB-
Linie, wurde im Herbst 2002 an der Kantonsstrasse ein neuer Mauerkordon 
erstellt. Aus Sicherheitsgründen wurden diese Arbeiten zum grössten Teil 
nachts, wenn kein Bahnverkehr herrschte und die Fahrleitung der Bahn nicht 
unter Strom stand, verrichtet. Um die Arbeiten auszuführen, war vorschrifts-
gemäss ausserhalb der Fahrbahn über die RhB-Linie ein Metallschutzgerüst 
(Leergerüst) erstellt worden. Die Fahrleitung der RhB, welche mit ca. 11'000 
Volt geladen ist, befand sich zwischen 30 und 50 cm unterhalb des Metall-
gerüstes.

Am Montag, 25. November 2002, um ca. 21.00 Uhr, trafen sich der für die 
Baustelle verantwortliche Baustellenleiter, Z., der Polier X. sowie der Maurer 
H. auf der erwähnten Baustelle. X. arbeitete an diesem Tag das erste Mal 
auf der Baustelle, während H. und Z. an den Ausführungen der Arbeit von 
Anfang an beteiligt waren. Vom Baustellenleiter erhielten X. und I. den Auf-
trag, das Schutzgerüst zur Demontage vorzubereiten. Dabei wurden sie von 
Z. mehrfach und unmissverständlich auf die Gefahren der unter Strom ste-
henden Fahrleitung aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass die 
Arbeiten auf dem Gerüst und oberhalb der Fahrleitung erst nach 23.00 Uhr, 
d.h. nachdem der Strom der Fahrleitung durch das Personal der RhB abge-
schaltet worden war, ausgeführt werden dürften.

Z. wies die beiden nicht ausdrücklich auf die Vorschriften und Weisungen für 
Arbeiten in der Nähe von Bahnanlagen des Tiefbauamtes Graubünden bzw. 
der SBB/RhB/FO hin. Gemäss diesen Weisungen sind sämtliche Arbeiten 
beim Erstellen sowie Abbrechen von Gerüstungen, die in unmittelbarer Nähe 
(d.h. näher als ca. drei Meter) von Hochspannungsanlagen ausgeführt wer-

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den müssen, ausschliesslich bei ausgeschalteter Leitung und in Anwesen-
heit eines Aufsichtsbeamten vom Fahrleitungsdienst der Bahn auszuführen.
Nachdem Z. mit den beiden Arbeitern den gesamten Arbeitsablauf der Nacht 
besprochen hatte, wussten diese, dass die Fahrleitung erst ab 23.00 Uhr 
keinen Strom mehr führte. Gegen 23.00 Uhr sollte ein Wagen der RhB mit 
Hebebühne zur Arbeitsstelle kommen, mit deren Hilfe das Gerüst abgebaut 
werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten sie Arbeiten neben dem 
Gerüst erledigen und anschliessend das Gerüst so vorbereiten, dass der 
grosse Stahlträger desselben um ca. 01.00 Uhr mit dem für diesen Zeitpunkt 
georderten Pneulader hätte abtransportiert werden können. Nachdem diese 
Instruktionen erteilt worden waren, begab sich Z. auf eine andere Baustelle, 
welche er ebenfalls zu beaufsichtigen hatte.

Kurz vor 22.00 Uhr erschien Z. erneut auf der Baustelle in E., wo er mit X. 
sprach, um dann nach Hause zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt regnete es und 
das Stahlgerüst war nass. Beim Wegfahren bemerkte er wegen des Funken-
fluges, dass im Bereich des Gerüstes mit der Trennscheibe gearbeitet 
wurde. Er unterliess es jedoch, zum Arbeitsort zurückzukehren und seine 
beiden Untergebenen noch einmal darauf hinzuweisen, dass Arbeiten auf 
dem Gerüst vor 23.00 Uhr zu unterlassen seien.
Rund zehn Minuten später erhielt er einen Anruf und erfuhr, dass es auf der 
Arbeitsstelle zu einem Stromunfall gekommen war. Dabei hatte der auf dem 
Gerüst arbeitende X. einen Stromschlag erhalten, durch welchen er schwere 
Verbrennungen und irreparable Schädigungen des rechten Armes erlitt. H., 
welcher von unten mit der Trennscheibe am Gerüst arbeitete, blieb unver-
letzt.

Mit Schreiben vom 8. Februar 2005 macht der Rechtsvertreter von X. adhä-
sionsweise eine Schadenersatzforderung von Fr. 21'262.50 nebst 5% Zins 
seit dem 12. Januar 2004 geltend. Die Geltendmachung des Haushalts-
führungsschadens für einen weitergehenden Zeitraum sowie weiterer Scha-
denspositionen und einer Genugtuung werden dabei vorbehalten. Zudem sei 
Z. zu verpflichten, dem Geschädigten eine angemessene Parteientschädi-
gung zu entrichten."

C. Am 18. August 2005 fand die Verhandlung vor dem Bezirksgerichts-
ausschuss Inn statt. Daran nahmen Z., sein Verteidiger, der Adhäsionskläger und 
dessen Vertreter teil. In der Ergänzung der Anklageschrift vom 3. Mai 2005, welche 
verlesen wurde, stellte die Staatsanwaltschaft folgende Anträge:

"1. Z. sei der fahrlässigen schweren Körperverletzung gemäss Art. 125 
Abs. 2 StGB sowie der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung von 
Regeln der Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB schuldig zu spre-
chen.

2. Dafür sei er mit 5 Tagen Gefängnis und einer Busse von Fr. 600.-- zu 
bestrafen.

3. Es sei ihm der bedingte Strafvollzug und die vorzeitige Löschung der 
Busse im Strafregister unter Ansetzung einer Probzeit von zwei Jahren 
zu gewähren.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche."

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Der Adhäsionskläger bzw. sein Rechtsvertreter stellte folgende An-
träge:

"1. Es sei Herr Z. zu verpflichten, dem Geschädigten für den Haushalts-
führungsschaden für den Zeitraum ab Unfalldatum bis Ende Februar 
2005 den Betrag von Fr. 21'262.50 nebst 5% Zins seit mittlerem Verfall 
(12. Januar 2004) zu bezahlen. Die Geltendmachung des Haushalts-
führungsschadens für einen weitergehenden Zeitraum sowie weiterer 
Schadenersatzpositionen (Lohnausfall, Pflegeschaden, Erschwerung 
des wirtschaftlichen Fortkommens etc.) und einer Genugtuung wird aus-
drücklich vorbehalten.

2. Es sei Herr Z. zu verpflichten, dem Geschädigten eine angemessene 
Parteientschädigung zuzusprechen."

 Der private Verteidiger von Z. stellte im vorinstanzlichen Verfahren in 
Bezug auf den Strafpunkt den Antrag, Z. sei freizusprechen. Betreffend die Adhäsi-
onsklage lauteten seine Anträge wie folgt:

"1. Die klage sei ad separatum zu verweisen, eventualiter vollumfänglich 
abzuweisen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Adhäsions-
klägers."

D. Mit Urteil vom 18. August 2005, mitgeteilt am 12. Oktober 2005, hat 
der Bezirksgerichtsausschuss Inn wie folgt erkannt:

"1. Z. wird der fahrlässigen schweren Körperverletzung gemäss Art. 125 
Abs. 2 StGB und der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung von Re-
geln der Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB freigesprochen.

2. Die Adhäsionsklage wird auf den Zivilweg verwiesen.

3. Die Kosten, bestehend aus
Gerichtsgebühr Fr. 3'000.00
Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Fr. 2'201.20
Total Fr. 5'201.20

gehen zu Lasten der Bezirksgerichtskasse Inn bzw. des Kantons 
Graubünden.

4. Z. wird von der Bezirkskasse Inn eine ausseramtliche Entschädigung in 
der Höhe von Fr. 8'831.80 (inkl. Spesen und MwSt.) ausgerichtet.

5. Der Adhäsionskläger wird verpflichtet, Z. mit Fr. 1'006.05 (inkl. Spesen 
und MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung).

Begründend wird insbesondere ausgeführt, dass Z. den beiden Mitar-
beitern den Auftrag gegeben habe, das Schutzgerüst zur Demontage vorzubereiten. 

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Er habe seine Arbeiter mehrfach und unmissverständlich auf die Gefahren der unter 
Strom stehenden Fahrleitung aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass 
die Arbeiten auf dem Gerüst und oberhalb der Fahrleitung erst nach 23.00 Uhr aus-
geführt werden dürften, mithin nachdem der Strom ausgeschaltet sein würde. Z. 
habe nicht den Auftrag gegeben, die Pfosten mit der Flexscheibe abzutrennen, be-
vor der Strom abgestellt worden sei. Ferner habe er zwar Kenntnis von den Vor-
schriften und Weisungen für Arbeiten in der Nähe von Bahnanlagen des Tiefbau-
amtes bzw. der SBB/RhB/FO gehabt, die beiden Mitarbeiter aber nicht ausdrücklich 
auf diese Vorschriften hingewiesen. Schliesslich sei erstellt, dass die Arbeiter nicht 
auf dem Gerüst tätig gewesen seien, als Z. das zweite Mal von der Bausstelle weg-
gefahren sei, weshalb dessen erste Aussage, er habe gesehen, wie die beiden Ar-
beiter die Metallpfosten weggetrennt hätten, nicht zutreffen könne. Betreffend den 
Vorwurf der fahrlässigen schweren Körperverletzung habe Z. gegenüber seinen Mit-
arbeitern zwar eine Garantenstellung inne gehabt. Er sei aber seinen Sorgfalts-
pflichten nachgekommen, indem er darauf hingewiesen habe, dass die Arbeiten auf 
dem Gerüst und oberhalb der Fahrleitung erst nach 23.00 Uhr, nachdem der Strom 
abgeschaltet worden sei, ausgeführt werden dürften. Der Entscheid, die Metallpfos-
ten mit der Flexscheibe abzutrennen, sei allein vom Geschädigten X. getroffen wor-
den. Es treffe zwar zu, dass die Anweisung von Z., das Plastik zu entfernen, nicht 
den Weisungen entsprochen habe. Diese Arbeiten hätten indes nicht zur Körper-
verletzung geführt. Kausal für den Stromunfall und für die Verletzung des Geschä-
digten seien die Arbeiten an den Metallpfosten mit der Flexscheibe gewesen. Was 
die Funken betreffen würden, welche Z. gesehen haben solle, so habe die Untersu-
chung ergeben, dass sich die Arbeiter, als Z. zum zweiten Mal von der Baustelle 
weggefahren sei, nicht auf dem Gerüst befunden hätten. Eine Sorgfaltspflichtverlet-
zung diesbezüglich könne Z. folglich nicht vorgeworfen werden. Somit sei er von 
der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB 
freizusprechen. Was den Tatbestand von Art. 229 Abs. 2 StGB betrifft, so hielt die 
Vorinstanz im Wesentlichen fest, dass Z. die beiden Mitarbeiter genügend auf die 
Gefahren der Stromleitung aufmerksam gemacht habe und ihnen klare Anweisun-
gen betreffend die zu erledigenden Arbeiten vor dem Abschalten des Stromes ge-
geben habe, sodass ihm diesbezüglich kein sorgfaltswidriges Verhalten vorgewor-
fen werden könne. Von der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung von Regeln 
der Baukunde sei Z. somit freizusprechen. Bei diesem Ausgang sei die Adhäsions-
klage gestützt auf Art. 131 Abs. 6 StPO auf den Zivilweg zu verweisen.

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  E. Gegen dieses Urteil liess der Geschädigte X. mit Eingabe vom 1. No-
vember 2005 beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden strafrechtliche Be-
rufung erheben und stellte dabei folgende Anträge:

"1. In Aufhebung von Ziff. 1 des angefochtenen Urteils sei der Berufungs-
beklagte im  Sinne der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung 
gemäss Art. 125 Abs. 2 StGB und der fahrlässigen Gefährdung durch 
Verletzung von Regeln der Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB 
schuldig zu sprechen. Er sei dafür angemessen zu bestrafen.

2. In Aufhebung von Ziff. 2 des angefochtenen Urteils sei der Berufungs-
beklagte zu verpflichten, dem Geschädigten für den Haushaltsführungs-
schaden für den Zeitraum ab Unfalldatum bis Ende Februar 2005 den 
Betrag von Fr. 21'262.50 nebst 5% Zins seit mittlerem Verfall (12. Ja-
nuar 2004) zu bezahlen. Die Geltendmachung des Haushaltsführungs-
schadens für einen weitergehenden Zeitraum sowie weiterer Schaden-
ersatzpositionen (Lohnausfall, Pflegeschaden, Erschwerung des wirt-
schaftlichen Fortkommens etc.) und einer Genugtuung wird ausdrück-
lich vorbehalten.

3. Eventualiter sei der Angeklagte zu verpflichten, dem Grundsatz nach für 
Schadenersatz und Genugtuung, herrührend aus dem Vorfall vom 
25.11.2002, haftbar zu sein.

4. In Aufhebung von Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei der Berufungs-
beklagte zu verpflichten, dem Geschädigten eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 7'962.40 für das erstinstanzliche Verfahren zu leis-
ten.

5. Im Übrigen seien die Kosten für beide Verfahren dem Berufungsbeklag-
ten aufzuerlegen und es sei dem Berufungskläger für das zweitinstanz-
liche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen.

In der Begründung macht der Berufungskläger vorwiegend geltend, es 
habe keinesfalls genügt, dass Z. einfach gesagt habe, das Arbeiten mit dem Strom 
sei gefährlich und um 23.00 Uhr werde der Strom abgestellt. Die Weisungen des 
Tiefbauamtes hätten nämlich nicht nur den Hinweis auf die Gefährlichkeit des 
Stroms, sondern auch den Hinweis auf bestimmte einzuhaltende Sicherheitsvor-
schriften beinhaltet. Vom Tiefbauamt sei bestimmt worden, dass die Montage und 
Demontage des Schutzgerüstes und alle Arbeiten, welche näher als drei Meter von 
den Fahrleitungen vorgenommen würden, nur bei ausgeschaltetem Strom durchge-
führt werden dürften. Z. habe zugegeben, dass er den Geschädigten nicht auf diese 
Instruktionen hingewiesen habe. Er habe die Weisung erteilt, vorerst die elektrische 
Leitung für Arbeitsstrom vom Schnee zu entfernen und aufzurollen und anschlies-
send die am Gerüst angebrachten Holzlatten und das Plastik zu entfernen, wofür 
das Gerüst habe bestiegen werden müssen. Damit sei der Auftrag zu relativ um-
fangreichen Demontagearbeiten erteilt worden. Zwischen diesen und dem nachfol-
genden Entfernen der Metallpfosten bestehe ein Zusammenhang. Da keine genaue 

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Auftragserteilung durch Z. bestanden habe, hätten die beiden Arbeiter aufgrund ih-
rer Aussagen nicht gewusst, was nach Entfernen des Plastik und der Holzlatten 
weiter zu tun gewesen sei, weshalb sie mit der Entfernung der Metallpfosten begon-
nen hätten. Ferner sei aufgrund des Umstandes, dass die Aussagen der ersten 
Stunde den grössten Wahrheitsgehalt aufweisen würden, davon auszugehen, dass 
Z. gesehen habe, wie die Arbeiter mit der Trennscheibe die Metallpfosten entfernt 
hätten. Er habe in dreifacher Hinsicht eine Sorgfaltspflicht verletzt, nämlich durch 
das Nicht-Weitergeben der Weisung des Tiefbauamtes bzw. der Bahn, durch das 
eigene krass weisungswidrige Verhalten, indem er seine Arbeiter ab 21.00 Uhr zur 
Entfernung der Holzlatten und des Plastik auf das Gerüst geschickt habe sowie 
durch ungenügende Arbeitsorganisation, indem nach der Demontage der Holzlatten 
und des Plastik kein klarer Arbeitsauftrag geherrscht habe. Des Weiteren sei keine 
Unterbrechung des Kausalzusammenhangs aufgrund des Vorliegens ausserordent-
licher Umstände erfolgt. Die Fehlerkette habe bei Z. begonnen. Schliesslich hätte 
er intervenieren müssen, wenn er gesehen habe, dass mit der Trennscheibe gear-
beitet worden sei. Der Tatbestand von Art. 125 Abs. 2 StGB sei damit erfüllt. Auch 
die Tatbestandmässigkeit von Art. 229 Abs. 2 StGB sei gegeben, zumal die Wei-
sung erteilt worden sei, die Arbeiter hätten vor Abschalten des Stroms Demontage-
arbeiten ausführen. In der Folge sie auch die Adhäsionsklage gutzuheissen.

F. In seiner Vernehmlassung beantragt Z. durch seinen Rechtsvertreter 
die vollumfänglich Abweisung der Berufung unter gesetzlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge und bringt im Wesentlichen vor, aufgrund des Beweisergebnisses 
ergehe, dass die Arbeiter über die Gefahren von Hochspannungsleitungen infor-
miert worden seien und eine klare und für jedermann verständliche Weisung erteilt 
worden sei, wonach auf dem Gerüst nicht gearbeitet werden dürfe, solange die 
Fahrleitung unter Strom stehen würde. Diese Weisung habe X. eigenmächtig miss-
achtet, was alleinige Ursache des Unfalls gewesen sei. Folglich könne Z. keine 
Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden. Ausserdem wäre der Kausalzusam-
menhang durch das Verhalten des Geschädigten unterbrochen worden. Des Wei-
teren habe Z. zwar seinen Arbeitern gesagt, dass das Plastik und die Holzlatten 
vorzeitig entfernt werden könnten. Diese Arbeiten hätten aber gegen die Strasse 
hin erledigt werden können, sodass keine Gefahr bestanden habe, mit der Fahrlei-
tung in Berührung zu kommen. Diese Arbeiten seien in keiner Weise zu vergleichen 
mit dem Abflexen der Eisenpfosten des Metallträgers. Hätte X. mit dem Abflexen 
der Metallpfosten gemäss Anordnung zugewartet, so wäre kein Unfall geschehen. 
Daneben sei auch die Auftragserteilung durch Z. klar gewesen. Im Übrigen hätten 
der Geschädigte und H. bestätigt, dass sie noch nicht beim Abflexen der Metallpfos-

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ten und folglich nicht auf dem Gerüst gewesen seien, als Z. nach seinem zweiten 
Besuch der Baustelle weggefahren sei. Betreffend den Tatbestand von Art. 229 
Abs. 2 StGB wird festgehalten, dass die Weisung, auf dem Gerüst bei eingeschal-
tetem Strom Demontagearbeiten (Plastik und Holzlatten) durchzuführen, zu keiner 
Gefährdung geführt habe. Schliesslich sei die Adhäsionsklage auf den Zivilweg zu 
verweisen.

G. Die Staatsanwaltschaft Graubünden und der Bezirksgerichtsaus-
schuss Inn verzichteten auf die Einreichung einer Vernehmlassung. 

Auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. a) Gemäss Art. 141 Abs. 1 StPO können der Verurteilte und der Staats-
anwalt gegen Urteile sowie Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse 
beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung einlegen. In gleicher Weise können sol-
che Entscheide über Adhäsionsklagen angefochten werden (Art. 133 StPO). In die-
sem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Berufungs- und Adhäsions-
kläger X. in gleichem Umfang wie der Angeschuldigte berechtigt ist, auch in der 
Strafsache - allerdings beschränkt auf den Schuldspruch - Berufung einzulegen (vgl. 
Padrutt, Kommentar zur StPO, Chur 1996, S. 365 und 334 f.). Dies folgt aus Art. 8 
Abs. 1 lit. c OHG, wonach das Opfer einen Gerichtsentscheid mit denselben Rechts-
mitteln anfechten darf wie der Beschuldigte, sofern es sich zuvor bereits am Verfah-
ren beteiligt hat und der Entscheid seine Zivilansprüche betrifft oder sich auf deren 
Beurteilung auswirken kann. X. ist zweifellos und unbestrittenermassen als Opfer 
im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG zu betrachten, während er sich bereits im vorin-
stanzlichen Verfahren beteiligte und sich ein Entscheid in vorliegender Angelegen-
heit ohne weiteres auf seine Zivilansprüche auswirken kann. Seine Legitimation zur 
Berufung ist somit gegeben. Die Berufung ist innert zwanzig Tagen seit der schrift-
lichen Eröffnung des angefochtenen Entscheides einzureichen; sie ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheids gerügt werden 
und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 
Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Berufung zu genügen. 
Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

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b) Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft das erstinstanzliche Urteil in 
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (Art. 
146 Abs. 1 StPO). Er besitzt somit eine umfassende, uneingeschränkte Kognitions-
befugnis, und zwar auch mit Bezug auf Ermessensfehler, obschon er sich bei deren 
Überprüfung eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Wenn die Aktenlage die Beur-
teilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, oder der Man-
gel geheilt ist, entscheidet der Kantonsgerichtsausschuss in der Sache selbst (Art. 
146 Abs. 2 StPO, e contrario). Die Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Aus-
nahme (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 376).

2. Der Kantonsgerichtspräsident kann von Amtes wegen oder auf Antrag 
eine mündliche Berufungsverhandlung durchführen, wenn die persönliche Befra-
gung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache wesentlich ist (Art. 144 
Abs. 1 StPO). Der Berufungskläger und Z. haben die Durchführung einer mündli-
chen Berufungsverhandlung nicht verlangt. Der Kantonsgerichtspräsident bzw. der 
Vorsitzende ist darüber hinaus jedoch frei, unabhängig vom Parteiwillen eine Beru-
fungsverhandlung anzuordnen, wobei er prüft, ob zusätzliche Aufschlüsse von einer 
mündlichen Verhandlung zu erwarten sind (Padrutt, a.a.O., S. 372). Vorliegend 
wurde bereits vor erster Instanz öffentlich verhandelt und es fand eine umfassende 
Untersuchung mit mehrfacher Befragung der Beteiligten statt, weshalb zusätzliche 
Aufschlüsse nicht zu erwarten sind, wenn die Parteien persönlich vortreten würden. 
Die Angelegenheit kann ohne Vortritt sachgerecht und angemessen beurteilt wer-
den (vgl. zum Ganzen BGE 119 Ia 318 f.). Unter diesen Umständen ist von der 
Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor dem Kantonsgerichtsausschuss 
abzusehen. Findet keine mündliche Berufungsverhandlung statt, so trifft der Kan-
tonsgerichtsausschuss seinen Entscheid aufgrund der Akten (Art. 144 Abs. 3 StPO).

3. a) Der Berufungskläger verlangt unter anderem die Verurteilung von Z. 
im Sinne der Anklage. Gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB wird mit Gefängnis oder Busse 
bestraft, wer die anerkannten Regeln der Baukunde fahrlässig ausser Acht lässt. 
Der objektive Tatbestand dieser Bestimmung setzt voraus, dass anerkannte Regeln 
der Baukunde bei der Leitung oder Ausführung oder Abbruch eines Bauwerkes nicht 
beachtet werden, und zwar von der Person, in dessen Verantwortungsbereich die 
Einhaltung der Regeln der Baukunde fällt. Zudem müssen Mitmenschen infolge der 
Verletzung der Bauregeln konkret an Leib und Leben gefährdet werden (s. dazu 
Basler Kommentar, StGB II, Basel 2003, N 6-38 zu Art. 229; Trechsel, StGB Kurz-
kommentar, Zürich 1997, N 2-8 zu Art. 229). 

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Vorliegend war Z. als Vorgesetzter und Baustellenleiter zweifellos und unbe-
strittenermassen verantwortlich für die Einhaltung von Regeln der Baukunde. Er be-
aufsichtigte die Baustelle, leitete die Demontage des Metallschutzgerüstes über der 
Fahrleitung und hatte die Kompetenz, für diese Arbeiten die Aufträge zu verteilen. 
Indem er seinen Mitarbeitern die Anweisung gab, das Plastik und Holz zu entfernen, 
noch während die Fahrleitung unter Strom stand, missachtete er klar die im Jahre 
2002 gültigen Weisungen für Arbeiten in der Nähe von Bahnanlagen des Tiefbau-
amtes Graubünden bzw. der SBB/RhB/FO, wonach sämtliche Arbeiten beim Erstel-
len sowie Abbrechen von Gerüsten, die in unmittelbarer Nähe, mithin näher als ca. 
drei Meter, von Hochspannungsanlagen ausgeführt werden müssen, ausschliess-
lich bei ausgeschalteter Leitung und in Anwesenheit eines Aufsichtsbeamten vom 
Fahrleitungsdienst der Bahn auszuführen sind (act. 3.7). Für die Entfernung des 
Plastik und Holzes musste näher als drei Meter an die Fahrleitung herangegangen 
werden, wie dem Fotoblatt (act. 3.2) deutlich zu entnehmen ist. Dass damit eine 
konkrete Gefährdung von Leib und Leben der beiden Arbeiter bestand, bedarf ei-
gentlich keiner weiteren Erläuterung, da ein Annähern mit dem Körper an eine Lei-
tung, die unter einer Spannung von 11'000 Volt steht, ohne Zweifel lebensgefährlich 
ist. Dies wird durch die eindeutigen Warnblätter und Sicherheitsvorschriften der 
Bahn zum Ausdruck gebracht (s. act. 1.24). Die strengen Auflagen sind gerade dazu 
da, die körperliche Integrität von Menschen zu schützen, da in der Nähe von Fahr-
bahnleitungen - insbesondere innerhalb von wenigen Metern -  eine immense Ge-
fahr für Leib und Leben besteht. 

Somit ist die objektive Tatbestandsmässigkeit von Art. 229 Abs. 2 StGB ge-
geben.

b) In subjektiver Hinsicht erfüllt den Tatbestand von Art. 229 Abs. 2 StGB, 
wer fahrlässig die Regeln der Baukunde verletzt, wobei diese Fahrlässigkeit sowohl 
unbewusst wie auch bewusst sein kann. Des Weiteren muss sich die Fahrlässigkeit 
auch auf den Gefährdungserfolg beziehen (Trechsel, a.a.O., N 10 zu Art. 229; Bas-
ler Kommentar, a.a.O., N 40 zu Art. 229). Ist der Gefährdungserfolg nur fahrlässig 
im Sinne der Bestimmung, mithin nicht wissentlich, herbeigeführt worden, so kann 
die Verletzung der Regeln der Baukunde auch vorsätzlich geschehen, zumal für 
eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Gefährdung durch Verletzung von Regeln der 
Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 1 StGB beide Elemente, nämlich die Gefährdung 
sowie die Missachtung von Baukunderegeln, mit Vorsatz (teilweise sogar unter Aus-
schluss des Eventualvorsatzes) begangen werden müssen (vgl. Basler Kommentar, 
a.a.O., N 39 f.). Gemäss Art. 18 Abs. 3 StGB handelt der Täter fahrlässig, wenn die 
Tat darauf zurückzuführen ist, dass er die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidri-

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ger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht Rücksicht genommen hat. Ein 
Schuldspruch wegen Fahrlässigkeit setzt somit die Verletzung einer Sorgfaltspflicht 
voraus. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der Täter zum Zeitpunkt der 
Tat aufgrund der Umstände sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten die damit be-
wirkte Tatbestandsmässigkeit, nämlich die Gefährdung von Leib und Leben von Mit-
menschen und die Nichtbeachtung der Regeln der Baukunde, hätte erkennen kön-
nen und müssen (BGE 122 IV 19 f.).  

Z. als Baustellenleiter und Vorgesetzter wusste oder hätte mindestens wis-
sen müssen, dass bei angeschaltetem Strom nicht näher als drei Meter an der Fahr-
bahnleitung gearbeitet werden darf. Indem er trotzdem die Anweisung gab, das 
Plastik und Holz noch vor 23.00 Uhr, also bei eingeschaltetem Strom, zu entfernen, 
wofür näher als drei Meter an die Fahrbahnleitung herangegangen werden müsste, 
handelte er klar in Missachtung seiner Sorgfaltspflicht, welche insbesondere in der 
Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bestand. Er hat auch zugegeben, dass die 
Auftragserteilung zur Ausführung dieser Arbeiten in gewisser Weise den Weisungen 
des Tiefbauamtes bzw. der SBB/RhB/FO widersprach. Diese Weisungen hat er den 
Arbeitern auch nicht bekannt gegeben (vgl. act. 3.12, 3.14, 3.15). Daneben hätte er 
- obwohl er davon ausging, dass die Entfernung des Holzes und Plastik relativ un-
gefährlich sei - die konkrete Gefährdung für Leib und Leben, hervorgerufen durch 
die Arbeiten in der Nähe der Fahrbahnleitung, erkennen müssen, zumal er sich der 
herrschenden Gefahr auf dieser Baustelle im Allgemeinen bewusst war. Er hat X. 
sogar gewarnt, in der Nähe der Stromleitung zu arbeiten, sodass er nicht mehr da-
von hätte ausgehen dürfen, die Arbeiten zur Demontage des Holzes und Plastik 
seien gefahrlos auszuführen. Mit seiner Auftragserteilung hat er somit pflichtwidrig 
unvorsichtig gehandelt und seine ihm obliegende Sorgfaltspflicht, seine Arbeiter vor 
einer Gefahr für Leib und Leben zu schützen, missachtet. 

Der subjektive Tatbestand der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung 
von Regeln der Baukunde im Sinne von Art. 229 Abs. 2 StGB ist somit ebenfalls - 
wie der objektive - erfüllt.

4. a) Der fahrlässigen schweren Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 2 
StGB macht sich schuldig, wenn die Tat darauf zurückzuführen ist, dass der Täter 
die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder 
nicht darauf Rücksicht genommen hat. Folglich wird vorausgesetzt, dass der Täter 
den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist 

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die Handlungsweise, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umstände 
sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten die damit bewirkte Gefährdung der 
Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen können und müssen und wenn er zugleich 
die Grenzen des erlaubten Risikos überschritten hat (vgl. Art. 18 Abs. 3 StGB). Wo 
besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der 
dabei zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Fehlen sol-
che, kann auf analoge Regeln privater oder halbprivater Vereinigungen abgestellt 
werden, sofern diese allgemein anerkannt sind. Grundvoraussetzung für das Beste-
hen einer Sorgfaltspflichtverletzung und mithin für die Fahrlässigkeitshaftung ist die 
Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die zum Erfolg führenden Geschehensabläufe müs-
sen für den Täter mindestens in seinen wesentlichen Zügen voraussehbar sein. 
Zunächst ist daher zu fragen, ob der Täter eine Gefährdung der Rechtsgüter des 
Opfers hätte voraussehen bzw. erkennen können und müssen. Für die Beantwor-
tung dieser Frage gilt der Massstab der Adäquanz. Danach muss sein Verhalten 
geeignet sein, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des 
Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens zu be-
günstigen. Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des Täters 
zurückzuführen ist, genügt eine blosse Vorhersehbarkeit nicht. Vielmehr stellt sich 
die weitere Frage, ob der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird ein hypothetischer 
Kausalverlauf untersucht und geprüft, ob der Erfolg bei pflichtgemässem Verhalten 
des Täters ausgeblieben wäre. Dabei genügt es für die Zurechnung des Erfolgs, 
wenn das Verhalten des Täters mindestens mit einem hohen Grad der Wahrschein-
lichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Er-
folgs bildete. Die Adäquanz ist indes zu verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche 
Umstände, wie das Mitverschulden eines Dritten, als Mitursachen hinzutreten, mit 
denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, 
dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolges erscheinen 
und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - wie nämlich das Verhalten des 
Angeschuldigten - in den Hintergründ drängen (BGE 130 IV 7 E. 3.2, mit zahlreichen 
Hinweisen; BGE 127 IV 62 E. 2d, mit Hinweisen).

b) Vorerst ist festzuhalten, dass unbestrittenermassen eine schwere Kör-
perverletzung beim Geschädigten vorlag, sodass der objektive Tatbestand im Sinne 
von Art. 125 Abs. 2 StGB ohne weiteres erfüllt ist. Somit ist zu prüfen, ob Z. fahrläs-
sig den eingetretenen Erfolg herbeigeführt hat. Dieser hatte als Baustellenleiter und 
Vorgesetzter auf der betreffenden Baustelle eine Garantenpflicht inne. Er war für 
die Sicherheit seiner Arbeiter verantwortlich und hatte die Pflicht, diese zu überwa-
chen und ihnen klare Aufträge und Weisungen in Bezug auf die Arbeiten am zu 

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demontierenden Gerüst zu erteilen (vgl. Basler Kommentar, a.a.O., N 26 zu Art. 
229). Es ist erstellt, dass Z. entgegen den Weisungen des Tiefbauamtes bzw. der 
SBB/RhB/FO die beiden Arbeiter anwies, das Plastik und Holz zu entfernen, 
während der Strom noch nicht abgeschaltet war. Bezüglich dieser Arbeiten, welche 
indes nicht zum Unfall führten, ist somit eine Sorgfaltspflichtsverletzung zu bejahen 
(s. auch oben, Erwägung 3). Hingegen hatte Z. klar mitgeteilt, dass die Arbeiten am 
und auf dem Metallgerüst selbst, mithin auch das Abflexen der Metallpfosten, erst 
durchgeführt werden dürfen, nachdem der Strom ausgeschaltet sein würde. X. 
bestätigte, Z. habe die Weisung erteilt, dass vorerst nur das Gerüstgeländer (mithin 
das Plastik und Holz) entfernt werden dürfe und mit anderen Arbeiten zugewartet 
werden müsse, bis der Strom der Fahrleitung abgestellt worden sei (act. 3.12). Auch 
H. bekräftigte, dass Z. den Auftrag erteilt habe, vorerst das Plastik und Holz zu ent-
fernen, und - nachdem der Strom abgestellt sein würde - das Gerüst selbst zu de-
montieren, mithin mit der Trennscheibe auseinander zu nehmen (act. 3.14). Z. habe 
mit Nachdruck darauf hingewiesen, nicht auf dem Gerüst selbst zu arbeiten, solange 
die Fahrbahnleitung unter Strom stehen würde. Betreffend die Arbeiten am Metall-
gerüst selbst bzw. das Abflexen der Metallpfosten, was zum Unfall führte, bestand 
somit eine klare Anweisung, dass damit zugewartet werden müsse, bis kein Strom 
mehr auf der Leitung wäre. Diese Arbeiten hätten vom Geschädigten und seinem 
Mitarbeiter erst nach 23:00 Uhr vorgenommen werden dürfen. Der Geschädigte hat 
den Entscheid, die Metallpfosten vor diesem Zeitpunkt mit der Flexscheibe zu ent-
fernen, selbst getroffen (act. 3.14 und 3.16). Der Erfolg, mithin die schwere Körper-
schädigung durch den Stromschlag, welchen der Geschädigte während und auf-
grund der Arbeiten zur Entfernung der Metallpfosten erhielt, wurde somit nicht durch 
eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit bzw. eine Sorgfaltspflichtverletzung seitens von 
Z. verursacht, da dieser die Ausführung solcher Arbeiten verboten hatte, solange 
der Strom nicht abgestellt sein würde. Im Übrigen konnte Z. auch nicht gesehen 
haben, wie der Geschädigte und H. die Metallpfosten mit der Flexscheibe abtrenn-
ten, was ein sofortiges Eingreifen desselben aufgrund seiner Stellung nötig gemacht 
und eine diesbezügliche Unterlassung allenfalls eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit 
dargestellt hätte. Gemäss dem Untersuchungsergebnis ist davon auszugehen, dass 
sich X. und H. nicht auf dem Gerüst befanden, als Z. zum zweiten Mal auf der Bau-
stelle erschienen war und wieder wegfuhr, zumal aufgrund der Aussagen der Betei-
ligten erhebliche Zweifel an der Sachverhaltsvariante bestehen, wonach Z. bemerkt 
bzw. gesehen haben soll, wie seine Arbeiter mit der Trennscheibe die Metallpfosten 
entfernt hätten. Z., der Geschädigte und H. bestätigten nämlich schlussendlich, 
dass sich die letzteren beiden zum Zeitpunkt, als Z. nach seinem zweiten Erschei-
nen von der Baustelle wegfuhr, nicht beim Abflexen der Metallpfosten auf dem 

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Gerüst befunden hätten (act. 3.14 und 3.16). Somit kann Z. auch diesbezüglich 
keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden. Zusammenfassend ist festzu-
halten, dass Z. in Bezug auf das Abflexen der Metallpfosten - worauf der Unfall und 
somit die schwere Körperverletzung zurückzuführen ist - kein sorgfaltswidriges Ver-
halten vorgeworfen werden kann, welches als Ursache für den eingetretenen Erfolg 
bezeichnet werden könnte. Folglich ist er von der fahrlässigen schweren Körperver-
letzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB freizusprechen.

c) Ergänzend bleibt zu erwähnen, dass vorliegend der Geschädigte als 
ausgebildeter Polier und somit auch Vorgesetzter von H. selber entschieden hatte, 
mit dem Abflexen der Metallpfosten zu beginnen, obwohl der Strom noch nicht aus-
geschaltet war und er die Anweisung erhalten hatte, mit diesen Arbeiten zuzuwar-
ten, bis die Fahrleitung keinen Strom mehr führen würde. Dieser Umstand wäre als 
aussergewöhnlicher Faktor zu bezeichnen, der als Mitursache hinzutrat, mit welcher 
schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wog, dass sie als 
wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle 
anderen mitverursachenden Elemente in den Hintergrund drängen würde. Folglich 
wäre die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, sodass Fahrlässig-
keit im Sinne von Art. 18 Abs. 3 StGB nicht vorläge und eine Verurteilung wegen 
fahrlässiger schwerer Körperverletzung auch unter diesem Aspekt nicht erfolgen 
dürfte.

5. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB die 
Strafe nach dem Verschulden des Täters zu ermitteln, wobei er die Beweggründe, 
das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen berücksichtigt. Das 
Verschulden umfasst den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten 
Straftat. Der Bemessung der Schuld ist die Schwere der Tat zu Grunde zu legen. 
Beim Verschulden wird weiter in Tat- und Täterkomponente unterschieden. Bei der 
Tatkomponente betrachtet man das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Wil-
lensrichtung, mit welcher der Täter handelte und seine Beweggründe. Die Täter-
komponente hingegen umfasst Vorleben und persönliche Verhältnisse des Täters 
sowie das Verhalten nach der Tat oder im Strafverfahren, wie namentlich Reue, 
Einsicht oder Strafempfindlichkeit (BGE 129 IV 20; BGE 117 IV 113 f., mit Hinwei-
sen). Diese in die Waagschale gelegten Elemente wirken strafmindernd oder straf-
erhöhend, wobei in der Begründung der Strafzumessung die Überlegungen des 
Richters nachvollziehbar sein müssen (BGE 121 IV 56).

b) Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall der in Art. 
229 Abs. 2 StGB vorgesehene Strafrahmen von Gefängnis oder Busse. Das Ver-

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schulden von Z. darf zwar nicht bagatellisiert werden, wiegt aber auch nicht allzu 
schwer. Obwohl er die Weisung des Tiefbauamtes, wonach nicht näher als in drei 
Meter Entfernung von der Fahrbahnleitung Arbeiten ausgeführt werden dürfen, so-
lange diese eingeschaltet ist, kennen musste, erteilte er den Auftrag, das Plastik 
und Holz, welches sich innerhalb dieser drei Meter befand, zu entfernen. Indessen 
ging er davon aus, dass diese Arbeiten gefahrlos ausgeführt werden könnten, zumal 
sie zu der Strasse hin und somit von der Fahrleitung weg zu erledigen waren, was 
als Fehleinschätzung zu betrachten ist. Folgen zeitigte dieser Fehler aber keine, da 
der Unfall erst geschah, als entgegen seiner Weisung Arbeiten zur Entfernung der 
Metallpfosten auf dem Gerüst vorgenommen wurden. Ausgehend von diesem leich-
ten bis mittelschweren Verschulden fallen strafmindernd der tadellose Leumund, die 
Kooperationsbereitschaft von Z. während des Verfahrens sowie seine Einsicht ins 
Gewicht. Strafschärfungs-, Straferhöhungs- oder Strafmilderungsgründe sind dem-
gegenüber keine ersichtlich. In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe er-
achtet der Kantonsgerichtsausschuss die Anordnung einer Busse von Fr. 400.-- als 
dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen von Z. angemessen.

6. X. wurde durch die Gefährdung durch Verletzung von Regeln der Bau-
kunde im Sinne von Art. 229 Abs. 2 StGB kein unmittelbarer Nachteil zugefügt. Der 
Geschädigte muss Träger desjenigen Rechtsgutes sein, welches durch die Strafe 
geschützt wird (Padrutt, a.a.O., S 325). Die Bestimmung von Art. 229 StGB be-
zweckt den Schutz vor einer Gemeingefahr, welche als Zustand betrachtet wird, der 
die Verletzung von Rechtsgütern in einem nicht zum voraus bestimmten und abge-
grenzten Umfang wahrscheinlich macht (BGE 85 IV 132). Folglich kann mit dem 
Verstoss gegen diese Norm ein unmittelbarer Nachteil für eine Person nicht bewirkt 
werden. Die vom Berufungskläger und Geschädigten geltend gemachte Adhäsions-
klage hängt somit unweigerlich mit dem angeklagten Tatbestand der fahrlässigen 
schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB zusammen. Von 
diesem Tatbestand ist Z. aber freigesprochen worden bzw. der gegen den Frei-
spruch in diesem Punkt eingelegten Berufung ist kein Erfolg beschieden, sodass 
die Adhäsionsklage gemäss Art. 131 Abs. 6 StPO auf den Zivilweg zu verweisen 
ist.

7. a) Z. wurde von der Vorinstanz vollumfänglich freigesprochen, während 
er in vorliegendem Berufungsverfahren zu einem Teil im Sinne der Anklage verur-
teilt wird. Folglich sind die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Z. zur 
Hälfte zu überbinden, waren doch gerade im Hinblick auf den Tatbestand des Art. 
229 Abs. 2 StGB umfangreiche Abklärungen erforderlich. Die Kosten für das vorin-

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stanzliche Verfahren gehen zu 2/3 zu Lasten von Z., zumal er zu diesem Verfahren 
Anlass gegeben hat und dieses nicht erheblich aufwendiger wurde, nur weil noch 
ein weiterer Anklagepunkt zu beurteilen war (Art. 158 Abs. 2 StPO). Der Kanton 
Graubünden hat Z. für das Untersuchungsverfahren und der Bezirksgerichtsaus-
schuss Inn für das vorinstanzliche Verfahren angemessen zu entschädigen, wobei 
wie erwähnt zu berücksichtigen ist, dass Z. die Durchführung dieser Verfahren teil-
weise zu verantworten hat (Art. 161 Abs. 1 StPO). Im Rahmen des vorinstanzlichen 
Adhäsionsprozesses hat der Adhäsionskläger den Adhäsionsbeklagten gemäss 
Art. 122 Abs. 2 ZPO angemessen zu entschädigen, da vorliegend die Rechtsmitte-
linstanz in diesem Punkt gleich wie die erste Instanz entscheidet.

b) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen bei die-
sem Ausgang zu je 1/3 zu Lasten des Kantons Graubünden, des Berufungsklägers 
und Berufungsbeklagten, zumal einerseits das vorinstanzliche Urteil zu korrigieren 
ist und andererseits beide Parteien nur zu einem Teil ihres Rechtsbegehrens be-
züglich des Strafpunktes durchgedrungen sind (Art. 160 Abs. 1-3 StPO). Die 
Rechtsmittelinstanz kann dem Verteidiger des Berufungsklägers eine ausserge-
richtliche Entschädigung zusprechen (Art. 160 Abs. 4 StPO). Folglich hat der Kanton 
Graubünden diesen in reduziertem Umfang zu entschädigen, da er mit seinen Be-
gehren wie erwähnt nur teilweise durchgedrungen ist. Für den Adhäsionsprozess 
hat der Adhäsionskläger den Adhäsionsbeklagten gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO zu 
entschädigen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil wird 
aufgehoben.

2. Z. wird von der Anklage der fahrlässigen schweren Körperverletzung gemäss 
Art. 125 Abs. 2 StGB freigesprochen. 

3. Z. ist schuldig der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der 
Baukunde gemäss Art. 229 Abs. 2 StGB.

4. Dafür wird er bestraft mit einer Busse von Fr. 400.--.

5. Die Adhäsionsklage wird auf den Zivilweg verwiesen.

6. a) Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 
2'021.20 gehen je zur Hälfte zu Lasten von Z. und zu Lasten des Kantons 
Graubünden, welcher Z. für das Untersuchungsverfahren mit Fr. 2'800.-- zu 
entschädigen hat.

b) Die Kosten des Bezirksgerichtsausschusses Inn von Fr. 3'000.-- gehen zu 
2/3 zu Lasten von Z. und zu 1/3 zu Lasten des Bezirkes Inn, welcher Z. für 
das Verfahren vor dem Bezirksgerichtsausschuss Inn mit Fr. 1'600.-- zu ent-
schädigen hat.

7. X. hat Z. mit Fr. 1'006.05 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer zu entschä-
digen.

8. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu je 1/3 zu Las-
ten des Kantons Graubünden, von X. und von Z..

b) Der Kanton Graubünden hat X. mit Fr. 400.-- inklusive Mehrwertsteuer zu 
entschädigen.

c) X. hat Z. mit Fr. 600.-- inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen.

9. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

10. Mitteilung an:

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__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident:  Der Aktuar ad hoc: