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**Case Identifier:** 3ac9170b-4a37-5213-8f97-646f9d214fee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 26.07.2019 810 19 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-90_2019-07-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 26. Juli 2019 (810 19 90)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Obhutsumteilung, Regelung Besuchsrecht 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin 
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Niggi Dressler, Advokat  
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Sebastian Kaufmann, 
Advokat, und Patricia Jenny-Elmer, Advokatin  

  
  
Betreff Obhutsumteilung, Regelung Besuchsrecht  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
6. März 2019) 

 
 
 
 
A. Der 2007 geborene D.____ ist der gemeinsame Sohn von A.____ und C.____. Die un-
verheirateten Kindseltern haben die gemeinsame elterliche Sorge über D.____. D.____ lebte seit 

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seiner Geburt bei der Kindsmutter, der auch die Obhut oblag. Im Januar 2017 musste die Kinds-
mutter hospitalisiert werden und D.____ wohnte während ihrer Abwesenheit für rund ein Jahr 
beim Kindsvater. 
 
B. Am 15. November 2017 reichte der Kindsvater bei der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde B.____ (KESB) einen Antrag auf geteilte Obhut ein. In der Folge erteilte die KESB der 
Gemeinde E.____ einen entsprechenden Abklärungsauftrag. Der daraufhin erfolgte Bericht 
schloss mit der Empfehlung, eine Beistandschaft für D.____ zu errichten mit den Aufgaben, die 
Besuchs- und Ferienrechtsregelung zu überwachen und bei Konflikten zu vermitteln sowie den 
Antrag auf geteilte Obhut aufgrund der Krankheit des Kindsvaters (Burnout) aufzuschieben (Be-
richt F.____ GmbH vom 5. Juli 2018).  
 
C. Mit Entscheid vom 2. Oktober 2018 verpflichtete die KESB die Kindseltern, eine Fami-
lienbegleitung für die Dauer von vier Monaten in Anspruch zu nehmen. Ferner errichtete sie eine 
Erziehungsbeistandschaft für D.____ und ernannte G.____, H.____ GmbH, als Beiständin. Die 
KESB erwog im Wesentlichen, dass der Kontakt zum Vater seit Januar 2018 praktisch nicht mehr 
gelebt worden sei, obwohl das Jahr beim Kindsvater gut verlaufen sei. Da die Besuchsrechtsre-
gelung bisher nicht festgelegt worden sei, bestehe die Gefahr eines längerfristigen Kontaktab-
bruchs und es müsse von einer Gefährdung der Entwicklung und des Wohls von D.____ ausge-
gangen werden. Überdies sei das Familiensystem stark belastet, weil das Führen des Haushalts 
durch die Kindsmutter aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung erschwert sei und dazu führe, 
dass D.____ übermässig im Haushalt mithelfen und nicht altersgerechte Aufgaben übernehmen 
müsse.  
 
D. Am 9. Januar 2019 verfasste D.____ einen Brief an die Beiständin und die Familienbe-
gleitung, in dem er den klaren Wunsch äusserte, bei seiner Mutter zu wohnen. 
 
E. Der damalige Hausarzt der Kindsmutter I.____, Facharzt FMH für Allgemeine Innere 
Medizin, machte am 13. Januar 2019 aufgrund der Kinder eine Gefährdungsmeldung an die 
KESB. Er führte aus, dass die Kindsmutter an einer HIV-Infektion leide und die antivirale Therapie 
mindestens zum dritten Mal abgesetzt habe. Beim ersten ihm bekannten Absetzen sei es zu fa-
talen Folgen im Sinne eines Toxischen Schocksyndroms gekommen, an welchem sie beinahe 
gestorben wäre, über Monate hospitalisiert gewesen sei und deutliche Einschränkungen (Unter-
schenkelamputation) davongetragen habe. Beim zweiten Absetzen der antiviralen Therapie sei 
es zu einem Wiederaufflammen der Hepatitis B gekommen. Er habe mehrfach mit ihr gesprochen 
und ihr die Wichtigkeit der regelmässigen Fortführung der antiviralen HIV-Therapie erklärt, den-
noch und trotz mehreren Aufgeboten sei sie letztmals am 11. Oktober 2018 in seiner Sprech-
stunde erschienen. Vom behandelnden Infektiologen habe er erfahren, dass sie die antivirale 
HIV-Therapie erneut abgesetzt habe. Gemäss Angaben des Infektiologen sei das Absetzen der 
Therapie auf religiöse Motive zurückzuführen.  
 
F. Der Abklärungsbericht der Familienbegleitung datiert vom 15. Januar 2019 und schloss 
mit der Empfehlung, die Obhut dem Kindsvater zuzuteilen, ein begleitetes Besuchsrecht anzu-
ordnen und eine sozialpädagogische Familienbegleitung einzurichten.  

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G. Mit Entscheid der KESB vom 6. März 2019 wurde die elterliche Obhut über D.____ dem 
Kindsvater zugeteilt und die Erziehungsgutschriften wurden zu 100 % ihm zugesprochen; der 
Kindsmutter wurde das Recht eingeräumt, einmal pro Woche mit ihrem Sohn zu telefonieren und 
ihn jede zweite Woche für einen halben Tag in Begleitung einer Fachperson zu sehen; einer 
allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.  
 
H. Dagegen erhob die Kindsmutter, vertreten durch Niggi Dressler, Advokat in Binningen, 
mit Eingabe vom 4. April 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den folgenden Rechtsbegehren: 1. Es sei der Entscheid 
der KESB vom 6. März 2019 aufzuheben; 2. Das Sorgerecht und die Obhut über D.____ seien 
der Kindsmutter zuzuteilen; 3. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu-
zuerkennen; 4. Der Kindsvater sei anzuhalten, ärztliche Berichte über seinen physischen und 
psychischen Gesundheitszustand vorzulegen. Insbesondere habe er dem Gericht einen HIV-Test 
einzureichen; 5. Es sei eine mündliche Gerichtsverhandlung durchzuführen; 6. D.____ sei vom 
Gericht in angemessener Form anzuhören; 7. Alles unter o/e-Kostenfolge; 8. Der Beschwerde-
führerin sei die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als Advokaten zu gewäh-
ren.  
 
I. Am 10. April 2019 verfasst D.____ einen an die KESB gerichteten Brief, in dem er mit-
teilt, dass er bei der Kindsmutter wohnen möchte. 
 
J. Mit Bericht vom 13. April 2019 informiert die Beiständin die KESB über die aktuelle Situa-
tion von D.____ seit dem Obhutswechsel.  
 
K. Das Schreiben des Besuchsbegleiters über die ersten drei begleiteten Besuche datiert 
vom 16. April 2019. 
 
L. Mit Eingabe vom 24. April 2019 zeigt Sebastian Kaufmann, Advokat in Basel, die Ver-
tretung des Kindsvaters an.  
 
M. Am 6. Mai 2019 lässt sich die Vorinstanz vernehmen und beantragt die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde.  
 
N. Mit Vernehmlassung vom 9. Mai 2019 beantragt der Kindsvater, vertreten durch Advokat 
Sebastian Kaufmann und Advokatin Patricia Jenny-Elmer, es sei die Beschwerde der Kindsmut-
ter gegen den Entscheid der KESB vom 6. März 2019 unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. In ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht beantragt er, es sei ein schriftliches Verfahren durchzuführen, auf eine 
Anhörung von D.____ zu verzichten und eventualiter die Familienbegleitung mit der Erstellung 
eines Ergänzungsberichts zu beauftragen, welcher sich zu der neuen Obhuts- und Wohnsituation 
und zu D.____s Wohlbefinden äussere.  
 
O. Mit Verfügung vom 24. Mai 2019 wurde der Antrag auf Wiederherstellung der aufschie-
benden Wirkung abgewiesen und der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Weiter wurde 

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eine vorgängige Kindsanhörung angeordnet und der Beschwerdeführerin für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt.  
 
P. Die Honorarnote der Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners datiert vom 6. Juni 
2019. Mit Eingabe vom 13. Juni 2019 reichte der Beschwerdegegner dem Gericht seine Eingabe 
an die KESB betreffend den Antrag auf Obhutswechsel sowie eine von ihm angefertigte Tabelle 
mit den chronologischen Ereignissen betreffend D.____ ein. 
 

Q. Der Bericht der Beiständin über die aktuelle Situation von D.____ datiert vom 14. Juni 
2019.  
 
R. Am 18. Juni 2019 fand die Anhörung von D.____ durch den Vizepräsidenten des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, statt (vgl. Anhörungsprotokoll vom 
18. Juni 2019).  
 
S. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen die Kindseltern mit ihren jeweiligen Rechts-
vertretern, zwei Vertreterinnen der KESB, ein Dolmetscher sowie die Beiständin als Auskunfts-
person teil. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reicht seine Honorarnote ein. Die Par-
teien halten an ihren bereits gestellten Rechtsbegehren fest, wobei die Beschwerdeführerin ihre 
Begehren insofern präzisiert als sie eventualiter ein ausgedehnteres und unbegleitetes Besuchs-
recht beantragt. Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Urteilser-
wägungen eingegangen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezem-
ber 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde Be-
schwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über 
die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurtei-
lung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis 
Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts 
anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustän-
dig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 
16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am 
Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein recht-
lich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids ha-
ben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als direkte Verfahrensbeteiligte zur Beschwerdeerhe-
bung legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gegeben sind, kann auf die 
Beschwerde eingetreten werden. 
 

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2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemes-
senheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die KESB die elterliche Obhut über 
D.____ zu Recht dem Kindsvater und nicht der Kindsmutter zugeteilt hat. 
 
4.1 Die Vorinstanz stützte sich im angefochtenen Entscheid vornehmlich auf den Abklä-
rungsbericht vom 15. Januar 2019, gemäss welchem die Krankheit der Kindsmutter in der Familie 
omnipräsent sei und D.____ seine Mutter als deutlich eingeschränkt und hilfsbedürftig erlebe. Es 
müsse davon ausgegangen werden, dass die Kinder der Beschwerdeführerin über Gebühr zu-
dienen und übermässig viele Aufgaben übernehmen müssten. Die Beziehung zwischen der 
Kindsmutter und D.____ sei durch die Religion geprägt und die Kindsmutter würde vornehmlich 
über "Gott" mit D.____ sprechen. D.____ sei überzeugt, dass "Gott" durch den Körper und den 
Mund seiner Mutter zu ihm spreche und ihm den richtigen Weg weise. Eine emotionale Nähe 
oder Verfügbarkeit der Kindsmutter sei kaum erkennbar. Demgegenüber pflege der Kindsvater 
einen liebevollen, respektvollen und wertschätzenden Umgang mit D.____. Der Kindsvater sei im 
Dezember 2017 an einem Burnout erkrankt und orientiere sich beruflich neu, sei aber in der Er-
ziehungsfähigkeit nicht eingeschränkt, emotional verfügbar und bereit, bei Bedarf Hilfe anzuneh-
men. Aufgrund der Abklärungsergebnisse sowie der Gefährdungsmeldung des ehemaligen 
Hausarztes vom 13. Januar 2019 müsse angenommen werden, dass es der Kindsmutter nicht 
gelinge, die Bedürfnisse von D.____ vor ihre eigenen zu stellen, wenn die Kindsmutter die le-
benswichtigen Medikamente absetze. Da sie die Medikamente bereits mehrfach abgesetzt habe, 
sei davon auszugehen, dass die Kindsmutter diese in absehbarer Zukunft erneut absetzen könnte 
und damit eine erneute Destabilisierung der örtlichen und familiären Verhältnisse auslösen 
würde. Wie auch im Abklärungsbericht erwähnt, sei die Kindsmutter nicht in der Lage, die Erzie-
hungsaufgaben in genügendem Mass zu bewältigen und die Entwicklungsbedürfnisse ihres Soh-
nes zu erkennen. Ihre stark religiöse und durch Gott geprägte Erziehung erschwere eine alters-
gemässe und gesunde Entwicklung von D.____. Während der akuten Krankheitsphase der 
Kindsmutter und der Betreuungszeit des Kindsvaters habe dieser seinem Sohn ein stabiles, lie-
bevolles und förderndes Umfeld geboten. Der plötzliche Kontaktabbruch von D.____ nach der 
Rückkehr zur Kindsmutter sei auf einen Loyalitätskonflikt zurückzuführen. D.____ habe zwar den 
Wunsch geäussert, bei seiner Mutter zu wohnen. Dieser Wunsch sei im Sinne des subjektiven 
Kindeswillens vor dem Hintergrund des bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses zwischen der 
Kindsmutter und D.____ nachvollziehbar, entspreche jedoch nicht dem objektiven Kindeswohl.   
 
4.2 Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass sie zwar 
eine Viruslast habe, aber symptomfrei sei und therapiert werde. Sie werde mit einem neuen Me-
dikament behandelt, welches deutlich geringere Nebenwirkungen als die früher eingenommenen 
Medikamente zeige. Sie sei bestens in der Lage, für ihren Sohn zu sorgen, wie sie das seit seiner 
Geburt getan habe, demzufolge sei ein Wechsel der Obhut weder angezeigt noch angemessen. 
Die bei ihr vorhandene Beinprothese schränke sie in der Betreuung des Sohnes nicht ein, viel-

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mehr sei sie den ganzen Tag zu Hause. Es entspreche sodann D.____s Wunsch, bei ihr zu woh-
nen, wie er das mehrfach und an sämtlichen Anhörungen ausgeführt habe. Es sei weiter zu be-
achten, dass D.____ seinen Lebensmittelpunkt in E.___ habe, wo er auch zur Schule gehe und 
seine Freunde und den Sportclub habe. Eine Versetzung in den Kanton J.____ sei deshalb nicht 
mit dem Kindswohl vereinbar. Die Kindsmutter zieht überdies die Geeignetheit des Kindsvaters 
für die Kinderbetreuung aufgrund seiner psychischen Integrität in Zweifel.  
 
4.3 In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, dass die Kindsmutter die Medika-
mente in der Vergangenheit mehrmals eigenmächtig und entgegen klarer ärztlicher Empfehlung 
abgesetzt habe, was wiederholt zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen geführt habe. Allein 
aus dem von ihr vorgebrachten Umstand, dass sie nun eine antivirale Therapie durchführe, könne 
nicht darauf geschlossen werden, dass sie einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Krank-
heit aufweise. Der Schulwechsel ins Schulhaus K.____ in L.____ sei bereits per 6. Mai 2019 
erfolgt und den Sportclub in E.____ werde D.____ nach den Sommerferien wieder besuchen 
können. D.____ habe sich rasch in die neue Situation eingefunden und deshalb sei an der zwi-
schenzeitlich zwei Monate andauernden Situation nichts zu ändern. Die von der Kindsmutter ge-
genüber dem Kindsvater erhobenen Vorwürfe betreffend die Geeignetheit für die Kinderbetreu-
ung würden sich sodann nicht auf die Akten abstützen lassen. Auch entsprechende Abklärungen 
beim Therapeuten des Kindsvaters hätten ergeben, dass seine zwischenzeitlich zwei Jahre zu-
rückliegende Burnout-Erkrankung seine Erziehungsfähigkeit nicht einschränke.  
 
4.4 Der Beschwerdegegner vertritt im Wesentlichen die Auffassung, dass die Kindsmutter 
keinen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Krankheit an den Tag lege und D.____ zu sehr in 
anfallende Hausarbeiten eingebunden werde. Es seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass der 
Abklärungsbericht der Familienbegleitung bzw. der vorinstanzliche Entscheid inhaltlich oder 
rechtlich unrichtig sei. Die Beschwerdeführerin beschränke sich darauf, pauschale Gegenbe-
hauptungen aneinanderzureihen, ohne diese näher zu begründen oder zu belegen. Mangels 
überzeugender Argumente der Beschwerdeführerin und aufgrund der positiven Entwicklung von 
D.____ in den vergangenen zwei Monaten werde deshalb beantragt, den streitgegenständlichen 
Entscheid zu bestätigen. 
 
5.1 Nach Art. 298d Abs. 1 und 2 ZGB regelt die Kindesschutzbehörde die Zuteilung der Ob-
hut auf Begehren eines Elternteils, des Kindes oder von Amtes wegen neu, wenn dies wegen 
wesentlicher Änderung der Verhältnisse zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Mit der Zuteilung 
der Obhut an einen Elternteil im Rahmen der gemeinsamen Sorge ist auch der persönliche Ver-
kehr zu regeln. Ob eine wesentliche Veränderung vorliegt, beurteilt sich aufgrund sämtlicher Um-
stände des konkreten Einzelfalls (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.34/2006 vom 27. Juni 2006 
E. 1.1, Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 
[810 17 16] vom 17. Mai 2017 E. 7.1). Wird den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge belassen, 
kann das Gericht entweder einem Elternteil die alleinige Obhut zuteilen oder alternierende Obhut 
beider Elternteile festlegen.  
 
5.2 Die Obhut umfasst nach dem neuen Recht nicht mehr das Aufenthaltsbestimmungs-
recht, sondern nur noch die Befugnis zur täglichen Betreuung des minderjährigen Kindes, und 

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damit das Recht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft zu leben und die Rechte und Pflichten im 
Zusammenhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung auszuüben (BGE 142 III 612 E. 4.1). 
Mit der Obhut ist damit die Frage der Betreuung des Kindes im Alltag verbunden. Neben der 
Berücksichtigung der Anträge der Eltern ist der Einbezug der Meinung des Kindes und die Be-
rücksichtigung seiner Wünsche und Bedürfnisse von vorrangiger Bedeutung (vgl. BGE 142 III 
612 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_627/2016 vom 28. August 2017 E. 5.1). Mit dem Ent-
scheid über die Obhut im Rahmen gemeinsamer elterlicher Sorge greift das Gericht bzw. die 
KESB jedoch insofern in die elterliche Sorge ein, als es das Aufenthaltsbestimmungsrecht des 
Elternteils ohne Obhut beschränkt; es wird ihm aber nicht entzogen. In der Wirkung kommt die 
behördliche Obhutszuteilung für den Elternteil ohne Obhut einer Massnahme nach Art. 310 ZGB 
nahe, in den Voraussetzungen unterscheidet sich dieser Eingriff aber insofern, als nicht eine Ge-
fährdung des Kindeswohls im Raum steht, sondern mangels elterlicher Einigung durch eine aus-
serfamiliäre Instanz autoritativ eine für die Lebensumstände des Kindes ausschlaggebende Ent-
scheidung zu fällen ist (vgl. KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 26 zu Art. 310/314b ZGB). 
Die Beschränkung des Aufenthaltsbestimmungsrechts des Elternteils ohne Obhut in diesem Kon-
text bedingt nicht, dass das Kind bei diesem gefährdet wäre, sondern ist das Ergebnis einer In-
teressenabwägung, wonach die Bedingungen beim andern Elternteil den Bedürfnissen und dem 
Bedarf des Kindes besser Rechnung tragen und sich das Kind nur an einem der auseinanderlie-
genden Wohnorte seiner Eltern aufhalten kann (vgl. AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 26 zu 
Art. 310/314b ZGB). Insofern bedarf es für die behördliche oder gerichtliche Obhutszuteilung un-
ter gemeinsamen Sorgeinhabern weder der Voraussetzungen von Art. 310 Abs. 1 i.V.m. Art. 307 
Abs. 1 ZGB (Gefährdung des Kindeswohls) noch jener von Art. 310 Abs. 2 ZGB (schwere Stö-
rung des Eltern-Kind-Verhältnisses) noch jener von Art. 310 Abs. 3 ZGB (ernstliche Gefährdung 
der Entwicklung des Kindes), sondern der Abwägung, wo das Kindeswohl besser gewahrt ist 
(vgl. AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 26 zu Art. 310/314b ZGB).  
 
5.3 Unter neuem Recht bleiben die von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien für die 
Obhutszuteilung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 5A_985/2014 vom 25. Juni 2015 
E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung ist oberste Maxime des Kindesrechts das Kindeswohl; es ist 
für die Regelung des Eltern-Kind-Verhältnisses demnach immer der entscheidende Faktor, wäh-
rend die Interessen und Wünsche der Eltern in den Hintergrund zu treten haben (vgl. BGE 142 
III 612 E 4.2). Einbezogen werden müssen zunächst die bestehenden Beziehungen des Kindes 
zu den beiden Elternteilen. Entscheidend ist sodann die Erziehungsfähigkeit der Eltern. Dazu 
kommen ihre Eignung und Bereitschaft, sich persönlich um die Kinder zu kümmern und sich mit 
ihnen zu beschäftigen sowie die Kooperationsbereitschaft und die Bereitschaft insbesondere die 
Beziehung zum anderen Elternteil zuzulassen (Urteil des Bundesgerichts 5A_985/2014 vom 
25. Juni 2015 E. 3.2.1; KGE VV [810 18 219] vom 19. Dezember 2018 E. 7.5). Das Konfliktver-
halten der Eltern kann deren Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit beeinträchtigen 
(vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018, N 5 zu Art. 298 ZGB). Es ist diejenige Lösung zu 
wählen, die unter Berücksichtigung der gesamten Umstände dem Kind die notwendige Stabilität 
der Beziehungen gewährleistet, die es für seine optimale Entwicklung und Entfaltung benötigt 
(BGE 136 I 178 = Die Praxis [Pra] 99 [2010] S.835; Urteil des Bundesgerichts 5A_985/2014 vom 

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25. Juni 2015 E. 3.2.1; KGE VV [810 18 219] vom 19. Dezember 2018 E. 7.5; AFFOLTER-
FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 27 zu Art. 310/314b ZGB). Unabhängig davon, ob sich die Eltern auf 
eine alternierende Obhut geeinigt haben, muss der mit dieser Frage befasste Richter prüfen, ob 
dieses Betreuungsmodell möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist. Das bedeutet, 
dass der Richter gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit eine 
sachverhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen hat, ob die alternierende Obhut als Betreu-
ungslösung aller Voraussicht nach dem Wohl des Kindes entspricht (vgl. BGE 142 III 612 E. 4.2).  
 
6.1 Zwischen den Kindseltern besteht seit spätestens Januar 2018 keine Einigkeit mehr in 
Bezug auf das Besuchs- und Ferienrecht. D.____ hat den Kontakt zum Kindsvater nach der Rück-
kehr zur Kindsmutter unvermittelt abgebrochen. Die Vorinstanz ist vor diesem Hintergrund zu 
Recht zumindest implizit von veränderten Verhältnissen im Sinne von Art. 298d ZGB ausgegan-
gen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.2; 
5A_198/2013 vom 14. November 2013 E. 4.3; KGE VV vom 25. Oktober 2017 [810 17 161] 
E. 3.1.2). 
 
6.2 In Bezug auf die Neuregelung der Obhut kann vorweg festgehalten werden, dass die 
Anordnung einer alternierenden Obhut vorliegend nicht in Frage kommt. Auch wenn die Erzie-
hungsfähigkeit der Eltern nicht grundsätzlich in Frage gestellt ist, scheitert eine solche bereits an 
der mangelnden Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der Eltern. Eine solche muss im 
Hinblick auf eine alternierende Obhut reibungslos funktionieren, damit diese im Kindeswohl liegt. 
Die Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft muss mit anderen Worten in hohem Masse 
vorhanden sein (vgl. auch KGE VV vom 6. März 2019 [810 18 227] E. 6.4). Davon kann vorlie-
gend nicht ansatzweise die Rede sein. Die Kindseltern sind sich in wesentlichen Erziehungsbe-
langen uneinig und haben ihre unterschiedlichen Ansichten betreffend die Erziehung von D.____ 
auch anlässlich der heutigen Parteiverhandlung klar zum Ausdruck gebracht. Da bereits die er-
forderliche Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der Eltern in wichtigen Erziehungsfra-
gen fehlt und D.____ sich in einem massiven Loyalitätskonflikt befindet, erübrigt sich eine Prüfung 
der weiteren Voraussetzungen der alternierenden Obhut.  
 
6.3.1 Dem Abklärungsbericht von M.____ (Familienbegleitung) vom 15. Januar 2019 lässt 
sich hinsichtlich der Kompetenzen der Kindsmutter betreffend die Erziehungsaufgaben entneh-
men, dass ihr deren Erfüllung teilweise noch nicht gut gelinge: So habe die abklärende Person 
immer wieder beobachtet, dass die Kindsmutter nicht auf die Bedürfnisse von D.____ eingehen 
könne und es ihr sichtlich schwerfalle, zwischen ihren eigenen und D.____s Bedürfnissen zu 
unterscheiden. D.____ bekomme bei seiner Mutter wenig Anleitung, Anregung und Anerkennung. 
Es gebe wenig gemeinsame Interessen in der Familie, Unternehmungen würden kaum stattfin-
den. Es scheine, als sei es der Kindsmutter nicht möglich, D.____ in schulischen Belangen zu 
unterstützen. Die Familie halte eine Tagesstruktur ein. Für die Familie sei der christliche Glaube 
sinnstiftend und wegweisend; das Familiensystem wirke geschlossen und rigide. Die Mutter halte 
die Familie im Wesentlichen über die Religion zusammen. Sie reagiere bei Schwierigkeiten in der 
Kommunikation mit dem Vater von D.____ mit Kontaktverweigerung. D.____s Denkverhalten sei 
fast ausschliesslich durch die Glaubensinhalte und die Handlungsweisen der Religionsgemein-

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schaft N.____ geprägt. Dadurch sei er in seiner Entwicklung, insbesondere der eigenen Mei-
nungsbildung und der Kritikfähigkeit gefährdet. Konflikte zu Hause würden aufgrund der Krankheit 
der Mutter und aufgrund des Glaubens, welcher diese nicht zulasse, nicht stattfinden. D.____ 
habe Trennungsängste geäussert, weil er nur bei der Mutter das Wort Gottes höre. Bei D.____ 
habe ein Loyalitätskonflikt festgestellt werden können, welcher sich in seinen Bemühungen zeige, 
wie er mit den Eltern kommuniziere. Er übernehme im Brief und in den Gesprächen Partei für 
seine Mutter. Der Vater werde vor allem im Beisein der Mutter während eines Gesprächs von 
D.____ nicht angesprochen. Bei kritischen Fragen zeige er eine auffallend rigide Haltung. Auf der 
nonverbalen Ebene werde bei D.____ in diesem Gespräch Stress beobachtet, welcher sich durch 
seine veränderte, verkrampfte Körperhaltung zeige. D.____ habe in persönlichen Gesprächen 
mit der abklärenden Person keine deutlichen Wünsche bzw. keine klare Meinung zur Obhutszu-
teilung geäussert. Erst in einem selbstgeschriebenen, unaufgeforderten Brief habe er dezidiert 
Stellung genommen. Nach Einschätzung der abklärenden Person stehe D.____ in Abhängigkeit 
zu seiner Mutter aufgrund ihrer Erkrankung und fühle sich verantwortlich. Die Obhut bei der Mut-
ter sei aus fachlicher Sicht mit einer Überforderung für D.____ im emotionalen und Glaubensbe-
reich verbunden. Die Mutter wirke emotional nicht verfügbar für D.____. Ferner sei aufgrund des 
starken Glaubens und der damit verbundenen die Abhängigkeit von D.____ eine Entwicklung zur 
eigenen Identität und Autonomie eingeschränkt. Der Einfluss der Freikirche sei nach Abklärungen 
der Fachperson und nach Rücksprache mit Infosekta, Fachstelle für Sektenfragen, problematisch 
(Abklärungsbericht M.____ vom 15. Januar 2019, S. 15).  
 
6.3.2 Was die Kompetenzen des Kindsvaters anbelangt, hält der vorstehend erwähnte Abklä-
rungsbericht zwar auch fest, dass diesem die Entwicklungsaufgaben nur teilweise gelingen. Doch 
verfüge der Vater über ein gut funktionierendes soziales und familiäres Netzwerk und die nötigen 
Erziehungsfähigkeiten. Der Kindsvater sei emotional verfügbar, pflege eine wertschätzende, res-
pektvolle und liebende Beziehung zu D.____, er erkenne dessen Bedürfnisse und könne sie vor 
seine eigenen stellen. Er kenne das Schulsystem und dessen Anforderungen (vgl. Abklärungs-
bericht M.____ vom 15. Januar 2019, S. 16).  
 
6.4 Die Beiständin äussert sich in ihrem Bericht vom 13. April 2019 dahingehend, dass 
D.____ gelernt habe, in zwei Welten zu leben und die eine von der anderen abzuspalten, um sich 
in beiden bewegen zu können. Durch die Krankheit der Mutter, ihre Orientierung oder Abhängig-
keit von einer Glaubensgemeinschaft habe eine zunehmende Verstrickung von D.____ in die 
Probleme der Mutter stattgefunden. Eine mangelnde Verantwortungsübernahme seitens der Mut-
ter für die eigene Krankheit und den sorgfältigen Umgang damit, führe zu emotionalen Abhängig-
keiten, sodass ein Rollentausch stattgefunden habe, in dem D.____ für seine Mutter sorgen 
müsse. D.____ verlerne dadurch, seinen eigenen Gefühlen und Wahrnehmungen zu trauen bzw. 
seine eigenen Gefühle überhaupt haben zu dürfen, was jedoch fundamental für eine gesunde 
Entwicklung sei. Hinzu komme, dass D.____ es gewohnt sei, dass ihm viel und nicht altersent-
sprechende Verantwortung auf der Handlungsebene für seine Mutter übertragen werde.  
 
6.5 Nach dem Gesagten wirkt die Situation der Beschwerdeführerin instabil und unsicher. 
Es ist zwar richtig, dass D.____ seit seiner Geburt – mit Ausnahme des einjährigen Aufenthalts 
beim Kindsvater – bei der Beschwerdeführerin gelebt hat. Es kann davon ausgegangen werden, 

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dass sie die Betreuung und Erziehung von D.____ während vielen Jahren gut wahrgenommen 
hat. Aus den Verfahrensakten ergeben sich jedoch deutliche Anhaltspunkte, dass dies nicht mehr 
der Fall ist. Zunächst ist nicht nachvollziehbar, dass die Kindsmutter trotz ihrer HIV-Infizierung die 
lebenswichtigen Medikamente mehrfach abgesetzt und damit riskiert hat, nicht mehr für die Kin-
der sorgen zu können. Weiter deuten die Einschätzungen der Fachpersonen darauf hin, dass 
D.____ übermässig in die Haushaltsarbeiten eingebunden wird. Nachdem die errichtete Bei-
standschaft für D.____ und die angeordnete Familienbegleitung nicht mehr ausgereicht hatten, 
um dem stark belasteten Familiensystem entgegenzuwirken und insbesondere die Besuchskon-
takte zum Kindsvater sicherzustellen, beauftragte die Vorinstanz die Familienbegleitung mit einer 
Abklärung betreffend die Obhutszuteilung. Wie ausgeführt, wurde abschliessend empfohlen, dem 
Kindsvater die Obhut zuzuteilen, weil die Krankheit der Kindsmutter in der Familie ein grosses 
Gewicht einnehme und dazu führe, dass die Kindsmutter D.____s Bedürfnisse nicht erkenne und 
sie teilweise nicht in der Lage sei, eine altersgerechte und individuelle Betreuung und Förderung 
zu bieten (vgl. Abklärungsbericht M.____ vom 15. Januar 2019, S. 7 ff.). Gestützt auf die vorste-
henden Schilderungen ist erstellt, dass die Lebensumstände der Beschwerdeführerin nicht stabil 
sind.  
 
6.6 Die Beiständin schildert in ihrem aktuellen Bericht vom 14. Juni 2019, dass sie D.____ 
seit der Obhutsumteilung offener und zugänglicher erlebe. Er verhalte sich altersadäquat und 
zeige sich viel unbeschwerter. D.____ sei in der Schule in L.____ gut angekommen und wohl-
wollend aufgenommen worden. Die Entwicklung von D.____ seit März erweise sich als positiv 
und wichtig, dennoch befinde sich D.____ nach wie vor in einer Ambivalenz und einem Dilemma, 
weil die Kindseltern in zwei sehr unterschiedlichen Welten leben würden, welche er nicht zusam-
menbringen könne. Der Vater biete D.____ viel Raum für seine Gedanken und Gefühle, er zeige 
ihm auch Grenzen auf und trenne die Interessen des Sohnes von seinen eigenen. Der Vater sei 
in der Lage, Bedingungen und einen tragfähigen Rahmen zu schaffen, wodurch D.____ in der 
persönlichen Entwicklung sowie im Umgang mit der anspruchsvollen Situation bestmöglich un-
terstützt würde.  
 
6.7 An der heutigen Parteiverhandlung betont die Beiständin nochmals, dass aus ihrer Sicht 
eine Obhutszuteilung an den Kindsvater dem Kindswohl zuträglicher sei. Beim Entscheid über 
die Obhut sei für sie der unsichere und unstabile Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 
massgeblich. Im vorliegenden Fall komme ein allfälliger Einfluss der Glaubensgemeinschaft 
hinzu, welcher vor allem in Bezug auf das Absetzen der Medikamente unklar sei. Es könne ge-
stützt auf ihre diesbezüglichen Abklärungen nicht ausgeschlossen werden, dass die Glaubens-
gemeinschaft Einfluss nehme, was die Gesamteinschätzung wesentlich erschwere. Darüber hin-
aus geht die Beiständin davon aus, dass die Kindsmutter einen Kontakt zum Beschwerdegegner 
nicht zulassen würde, wenn ihr die Obhut zugeteilt würde. Der Vater hingegen sei in der Lage, 
die Interessen von D.____ wahrzunehmen. D.____ sei seit der Obhutsumteilung im Vergleich zu 
früher wesentlich entspannter und offener, kümmere sich um altersgerechte Fragestellungen und 
der Elternkonflikt stehe nicht andauernd im Vordergrund (vgl. Protokoll der Parteiverhandlung 
vom 26. Juni 2019, S. 7).  
 

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6.8.1 Es ist unbestritten, dass D.____ mehrfach und so auch an der Kindsanhörung vom 
18. Juni 2019 den Wunsch geäussert hat, bei seiner Mutter wohnen zu wollen. Wie vorstehend 
ausgeführt (vgl. E. 5.2), sind die Wünsche des Kindes beim Entscheid über die Obhut zu berück-
sichtigen und dessen Bedürfnisse grundsätzlich von vorrangiger Bedeutung. Den Akten kann in 
Bezug auf D.____s Wunschäusserung jedoch entnommen werden, dass er aufgrund seines er-
heblichen Loyalitätskonflikts gemäss den fachlichen Einschätzungen nicht in der Lage ist, seine 
Wunschvorstellung losgelöst vom Abhängigkeitsverhältnis zur Beschwerdeführerin zu formulie-
ren. Auch im Rahmen der gerichtlichen Anhörung ist der Eindruck entstanden, als könne D.____ 
seine Meinung nicht frei äussern bzw. als sei diese vornehmlich durch das Verantwortungsgefühl 
gegenüber der Mutter geprägt. Vor diesem Hintergrund ist sein Wunsch kritisch zu würdigen und 
es ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass den übereinstimmenden Beurteilungen der Fachper-
sonen vorliegend ein massgebliches Gewicht beizumessen ist.  
 
6.8.2 Des Weiteren kann gestützt auf die Verfahrensakten festgehalten werden, dass die Be-
schwerdeführerin die Medikamente mehrfach entgegen der ärztlichen Verordnung abgesetzt 
hatte, was zu fatalen Folgen wie etwa einem toxischen Schocksyndrom oder anderen gravieren-
den Folgeerkrankungen geführt hatte. Mit dem neuerlichen Absetzen der Medikamente hat sie in 
Kauf genommen, erneut lebensbedrohliche Folgeerkrankungen auszulösen und die Kinderbe-
treuung nicht wahrnehmen zu können. Ihre Erklärung, dass sie zu sehr an den Nebenwirkungen 
gelitten habe, rechtfertigt ihr Verhalten nicht. Vielmehr kann mit der Vorinstanz festgehalten wer-
den, dass sie damit ihre eigenen Bedürfnisse vor diejenigen der Kinder stellt. Zu beachten ist, 
dass sie die Medikamente mehrfach – gemäss Gefährdungsmeldung des behandelnden Arztes 
mindestens dreimal und letztmals im Zeitraum zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 – abge-
setzt hat. An der Parteiverhandlung führt sie aus, die Medikamente wieder regelmässig einzu-
nehmen, sodass – was sie mit einem entsprechenden Beleg nachweist – ihre Viruslast zurück-
gegangen sei (vgl. Laborwerte, eingereicht an der Parteiverhandlung vom 26. Juni 2019). Wenn 
sie von diesem Umstand ableitet, dass ihre Situation als stabil beurteilt werden könne, kann ihr 
nicht gefolgt werden, denn es ist aktenkundig, dass sie auch in der Vergangenheit phasenweise 
ihre Medikamente zwar wieder eingenommen, dann aber plötzlich abgesetzt hat. Unter Berück-
sichtigung der Vorgeschichte und des seit dem Absetzen vergangenen kurzen Zeitraums kann 
somit nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin ihr Verhalten im Umgang 
mit der Krankheit massgeblich und nachhaltig geändert hat. Offenbar war sie erst unter dem 
Druck des laufenden Verfahrens dazu bereit, die Medikamente wieder regelmässig einzunehmen, 
und deshalb ändert die derzeitige Medikamenteneinnahme nichts an den vorstehenden Ausfüh-
rungen. Mit der Beiständin kann festgehalten werden, dass es sich schon aufgrund des unsiche-
ren und unstabilen Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin aufdrängt, die Obhut dem 
Kindsvater zuzuteilen. Hinzu kommt, dass der Kooperationswille der Beschwerdeführerin im Zu-
sammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts über einen längeren Zeitraum nicht mehr 
gegeben war und das Besuchsrecht seit Januar 2018 kaum mehr gelebt wurde. Ihre vor Kantons-
gericht vorgetragene Behauptung, sie würde die Besuche beim Beschwerdegegner unterstützen 
bzw. eine Ausweitung der Besuchsrechtsregelung begrüssen, erschienen mangels schlüssiger 
Begründung und angesichts der vorstehenden Ausführungen nicht glaubhaft. Ihr bisheriges Ver-
halten deutet vielmehr darauf hin, dass sie keine (regelmässigen) Besuche zulassen würde. Dar-

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über hinaus ist es ihr anlässlich der Parteiverhandlung nicht gelungen, dem Gericht in überzeu-
gender Weise darzulegen, dass sie den Alltag ohne das Kindswohl beeinträchtigende Zuhilfe-
nahme ihrer Söhne zu bewerkstelligen vermag. Dagegen weisen die Verfahrensakten und insbe-
sondere die Beobachtungen der Spitex und der weiteren Fachpersonen darauf hin, dass den 
Söhnen bei der Alltagsbewältigung eine massgebliche Rolle zukommt. Demzufolge ist weiterhin 
davon auszugehen, dass D.____ regelmässig nicht altersgerechte Aufgaben und Verantwortun-
gen übernehmen müsste, was nicht dem Kindswohl entspricht. Demgegenüber enthalten die Ak-
ten keine Anhaltspunkte dafür, dass der Kindsvater nicht geeignet wäre, die Obhut über D.____ 
angemessen auszuüben. Gestützt auf die Fachberichte ist der Vater in der Lage, D.____ in seiner 
persönlichen Entwicklung zu unterstützen und auf seine Interessen einzugehen. Zu beachten ist 
dabei, dass die Fachpersonen eine durchwegs positive Entwicklung von D.____ seit der Obhuts-
umteilung beobachten. Zudem ermöglicht der Kindsvater das von der KESB angeordnete Be-
suchsrecht und es kann davon ausgegangen werden, dass er auch ein ausgedehnteres Besuchs-
recht unterstützen würde. Er weist eine grundsätzliche Bereitschaft auf, mit der Beschwerdefüh-
rerin zu kooperieren. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die aktuellen Verhält-
nisse beim Kindsvater deutlich stabiler sind und D.____ die dringend benötigte Konstanz und 
Sicherheit bieten. Die Vorinstanz ist aufgrund der unsicheren Lebensumstände der Beschwerde-
führerin zu Recht zum Schluss gelangt, dass der Kindsvater die für D.____ dringend benötigte 
Stabilität und Kontinuität besser gewährleistet. Ebenso hat die Vorinstanz richtigerweise festge-
halten, dass beim Kindsvater auch von einer gewissen Beständigkeit dieser Faktoren ausgegan-
gen werden kann. Die Tatsache, dass die Obhut über D.____ bis auf einen einjährigen Unter-
bruch der Beschwerdeführerin zugeteilt war, und der Wunsch von D.____, wieder bei der Mutter 
zu leben, haben im vorliegenden Fall hinter die Kriterien der Stabilität und Kontinuität zurückzu-
treten. Die von der Vorinstanz angeordnete Übertragung der Obhut an den Kindsvater erweist 
sich als im Wohl des Sohnes und damit als bundesrechtskonform. Zum Besuchsrecht kann fest-
gehalten werden, dass die KESB im vorliegenden Fall ein begleitetes Besuchsrecht angeordnet 
hat, um dem tiefgreifenden Loyalitätskonflikt von D.____ insbesondere während des hängigen 
Verfahrens Einhalt zu gebieten. Diese Überlegung ist nachvollziehbar und das von der KESB 
angeordnete und begleitete Besuchsrecht ist nach dem Gesagten als vorerst angezeigt zu beur-
teilen. Damit ist der Antrag der Beschwerdeführerin auf ein unbegleitetes Besuchsrecht abzuwei-
sen. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass das begleitete Besuchsrecht grundsätzlich eine 
Übergangslösung darstellt und die Besuchsrechtsregelung im vorliegenden Fall streng ausgefal-
len ist. Demzufolge wird die KESB diese mit Blick auf das Verhältnismässigkeitsprinzip möglichst 
zeitnah überprüfen und allenfalls nach Rücksprache mit der Beiständin so bald als möglich an-
passen müssen. 
 
7. Die Beschwerde der Kindsmutter richtet sich gegen den gesamten vorinstanzlichen Ent-
scheid und damit auch gegen die angeordnete Zusprechung der Erziehungsgutschriften. Wird die 
Obhut wegen veränderter Verhältnisse neu geregelt, hat die KESB gleichzeitig die Anrechnung 
der Erziehungsgutschriften neu zu regeln (Art. 52f

bis
 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVV] vom 31. Oktober 1947). Im vorliegenden Fall wird D.____ 
seit dem 4. März 2019 neu zum überwiegenden Teil vom Kindsvater betreut, weshalb diesem die 
ganze Erziehungsgutschrift anzurechnen ist. Auch diese Rüge der Beschwerdeführerin erweist 
sich als unbegründet und ist demzufolge abzuweisen. 

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8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'100.-- sind vorliegend 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung zu Lasten der Gerichtskasse. 
 
8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Ge-
genpartei zugesprochen werden. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens ist dem anwaltlich ver-
tretenen Beschwerdegegner antragsgemäss eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwer-
deführerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners macht in ihrer Honorar-
note vom 6. Juni 2019 einen Aufwand von 15.73 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe 
von Fr. 7.-- geltend, was nicht zu beanstanden ist. In der Honorarnote wurde ein Aufwand von 
2.5 Stunden für die Verhandlung plus Weg aufgeführt; diese Aufwandposition ist aufgrund der 
effektiven Dauer der Parteiverhandlung um eine halbe Stunde zu erhöhen. Damit ist ihr insgesamt 
ein Stundenaufwand von 16.25 Stunden zu vergüten. Demzufolge hat die Beschwerdeführerin 
dem Beschwerdegegner eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'382.85 (inkl. Auslagen 
und 7.7% Mehrwertsteuer) auszurichten. Die übrigen Parteikosten sind wettzuschlagen. Zufolge 
Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote vom 26. Juni 2019 weist 
der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen Aufwand von 12.08 Stunden zuzüglich Ausla-
gen von Fr. 153.30 und 7.7% Mehrwertsteuer aus. Dieser Stundenaufwand erscheint in zwei 
Punkten überhöht: Zum einen ist der Aufwand für die Beschwerdeeingabe von 5 Stunden ange-
sichts deren Umfangs von drei Seiten um die Hälfte zu reduzieren. Zum anderen erweist sich die 
ausgewiesene Vorbereitungszeit für die Parteiverhandlung von 4 Stunden aufgrund des Akten-
umfangs als zu hoch und ist auf zwei Stunden zu kürzen. Hinzuzurechnen sind drei Stunden für 
die Parteiverhandlung und für den Weg. Demzufolge ist ihm ein Aufwand von 10.5 Stunden zu 
vergüten. Bei unentgeltlicher Verbeiständung beträgt das Honorar nach § 3 Abs. 2 der Tariford-
nung für die Anwältinnen und Anwälte [TO] vom 17. November 2003 Fr. 200.-- pro Stunde. Dar-
aus resultiert ein reduziertes Honorar in der Höhe von Fr. 2'426.80 (10.5 Stunden à Fr. 200.-- 
inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer). Der Rechtsvertreter hat gemäss eigenen Angaben 
Fr. 500.-- von der Beschwerdeführerin erhalten, welche vom vorstehenden Honorar in Abzug zu 
bringen sind. Folglich ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Gesamthonorar in der 
Höhe von Fr. 1'926.80 aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
8.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Geset-
zes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001). 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 4'382.85 (inkl. Auslagen und 7.7% 
MWST) zu bezahlen.  
Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'926.80 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet.  

 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin