# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 928bc22c-54fb-58c7-839d-4d6f4bdc7674
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 07.08.2020 510 2020 25 (510 20 25)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2020-25_2020-08-07.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 7. August 2020 (510 20 25) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Geschäftsfahrzeug und unentgeltliche Beförderung an den Arbeitsplatz 

 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter S. Schmid (Ref.), 
R. Richner, Gerichtsschreiberin E. Zäch 
 
 

Parteien A.____,  
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2017 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 
 

A. 

Der Pflichtige ist unselbständig erwerbstätig. Ihm wird von seinem Arbeitgeber ein Geschäfts-

fahrzeug zur Verfügung gestellt, welches er auch privat benützen darf. Mit diesem Fahrzeug 

legt er auch den Arbeitsweg zurück. 

Mit Veranlagungsverfügung vom 22. November 2018 rechnete ihm die Steuerverwaltung einen 

Privatanteil bei Geschäftsfahrzeug und unentgeltlicher Beförderung an den Arbeitsplatz in der 

Höhe von Fr. 20'801.-- auf. Entsprechend wurde der Maximalabzug für Fahrtkosten zwischen 

Wohn- und Arbeitsstätte in der Höhe von Fr. 6'000.-- gewährt. 

 

B. 

Gegen diese Veranlagungsverfügung erhob der Pflichtige mit Schreiben vom 6. Dezember 

2018 Einsprache und beantragte, es sei auf die fiktive Aufrechnung für die Benützung eines 

Geschäftswagens u.a. für den Arbeitsweg zu verzichten. Eventualiter sei die Aufrechnung auf 

30 % der Kosten eines Generalabonnements (GA) zu beschränken oder der Pauschalansatz 

von Fr. 0.70 pro Kilometer auf die tatsächlichen Kosten pro gefahrenen Kilometer zu senken. 

Zusammenfassend machte der Pflichtige geltend, es fehle an einer gesetzlichen Grundlage für 

die Aufrechnung und der Grundsatz der Gleichbehandlung sei verletzt. Zudem sei nicht ersicht-

lich, weshalb für Mitarbeitende von dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) angeschlossenen 

Unternehmen, welche Anspruch auf Fahrvergünstigungen Personal hätten und daher unentgelt-

lich oder zu einem reduzierten Preis ein GA erhalten würden, lediglich 30 % des GA-Preises 

aufgerechnet werden sollten, bei Mitarbeitenden in der Privatwirtschaft hingegen eine volle An-

rechnung der berechneten Arbeitswegkilometer erfolgen solle. 

 

Mit Einspracheentscheid vom 3. Februar 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. 

Sie führte zur Begründung im Wesentlichen aus, im Rahmen der Umsetzung des Bundesbe-

schlusses über die «Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (FABI)» sei fest-

gelegt worden, dass die Kosten für den Arbeitsweg, welche mittels Zurverfügungstellen eines 

Geschäftsfahrzeuges durch den Arbeitgeber übernommen würden, einen geldwerten Vorteil an 

den Steuerpflichtigen darstellten. Diese geldwerte Leistung sei in der privaten Steuererklärung 

des Arbeitnehmers als Einkommen aufzurechnen. Die gesetzliche Grundlage für diese Auf-

rechnung liege in § 24 lit. a des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemein-

desteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331), welcher besage, dass geldwerte Vorteile zum steuer-

baren Einkommen gehören. Schliesslich beziehe sich die erwähnte Ungleichbehandlung der 

GA von 30 % auf die Aufrechnung des Privatanteils, analog des Privatanteils von 9,6 % des 

Geschäftsautos und nicht auf den geldwerten Vorteil des Arbeitswegs. 

 

C. 

Gegen diesen Entscheid erhebt der Pflichtige mit Eingabe vom 25. Februar 2020 Rekurs und 

beantragt, in Gutheissung des Rekurses sei auf eine fiktive Aufrechnung für die Benützung ei-

nes Geschäftswagens u.a. für den Arbeitsweg zu verzichten. Eventualiter sei die fiktive Auf-

rechnung auf 30 % der Kosten eines GA 1. Klasse zu beschränken. Zur Begründung macht er 

insbesondere eine Verletzung des Legalitätsprinzips geltend. Die fiktive Aufrechnung eines Ein-

kommens durch die Kalkulation eines mutmasslichen Arbeitswegs und der Kostenersatz von 

Fr. 0.70 pro Kilometer seien im kantonalen Steuergesetz nicht vorgesehen. Des Weiteren sei 

 
 
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die Benützung eines Geschäftswagens für private Zwecke vollständig abgegolten durch den 

Ausweis eines Privatanteils von 9,6 % und dem Ankreuzen der Rubrik «F» im Lohnausweis, 

welcher bei Zurverfügungstellung einer Transportmöglichkeit vom Wohnort zum Arbeitsort die 

Geltendmachung von Abzügen vollständig ausschliesse. Dieser Ausschluss von Abzugsmög-

lichkeiten gelte unbestrittenermassen für sämtliche Transportmittel. In konstanter und langjähri-

ger Praxis seien ausschliesslich ausserhalb der vom Arbeitgeber übernommenen Transportkos-

ten Abzüge für die Transportkosten zulässig. Eine Beschränkung der Abzüge, gemäss den Re-

gelungen von FABI und den darauf abgestützten Beschränkungen der Abzüge im kantonalen 

Steuergesetz könnten sich daher ebenfalls bloss auf solche Transportkosten ausserhalb der 

vom Arbeitgeber übernommenen Kosten beziehen. Ferner überzeuge die Auffassung der Steu-

erverwaltung in Bezug auf den Grundsatz der Gleichbehandlung nicht, da nach einhelliger Pra-

xis der (nun beschränkte) Abzug für den Transport zwischen Wohn- und Arbeitsort keine Pau-

schalgutschrift, sondern bloss ein Abzug von Gestehungskosten sei. Rein sprachlich ergebe 

sich, dass ein maximaler Abzug eine Reduktion auf maximal null sein könne. Eine zusätzliche 

fiktive Steuerbelastung müsste aus Gründen der Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen alle 

Beförderungsarten gleichermassen betreffen. Schliesslich sei im Baselbieter Steuerbuch Ziff. 29 

Nr. 1 festgehalten, dass für Mitarbeitende von dem VöV angeschlossenen Unternehmen, wel-

che Anspruch auf Fahrvergünstigungen Personal hätten, für die private Nutzung des GA 30 % 

des GA-Preises aufgerechnet würden. Diese Regelung beziehe sich – wie die Steuerverwaltung 

zu Recht ausgeführt habe – lediglich auf die Aufrechnung des Privatanteils analog des Privatan-

teils von 9,6 % des Geschäftsautos. Eine Aufrechnung für den Arbeitsweg werde explizit aus-

geschlossen. Somit sei diese Regelung direkt vergleichbar mit der Aufrechnung des Privatan-

teils bei der Benutzung eines Geschäftswagens. 

 

Mit Vernehmlassung vom 27. April 2020 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung des 

Rekurses. Zur Begründung macht sie u.a. geltend, es gehe darum, dem Gebot der Rechtsan-

wendungsgleichheit zu entsprechen, indem diejenigen steuerpflichtigen Personen miteinander 

verglichen würden, welche für den Arbeitsweg ein Fahrzeug benützten («Geschäftsfahrzeug» 

vs. «privates Fahrzeug») – und nicht wie vom Rekurrenten moniert, «ÖV-Benützer» und «Fahr-

zeug-Benützer». Hinsichtlich des Legalitätsprinzips führt sie aus, dass zwar keine formelle ge-

setzliche Grundlage vorliege, welche die Aufrechnung explizit statuiere. Allerdings ergebe sich 

die vorgenommene Einkommensaufrechnung gestützt auf § 24 lit. a StG, wonach sämtliche 

geldwerte Vorteile im Sinne der im Steuerrecht verankerten Generalklausel der Einkommens-

besteuerung unterlägen. Der Hintergrund und die Herleitung für die vorgenommene Quantifizie-

rung der Aufrechnung als geldwerten Vorteil ergebe sich aus dem Gleichbehandlungsgebot im 

Zusammenhang mit der steuersystematischen Umsetzung von FABI. Dem entspreche der be-

reits «vor FABI» klar postulierte und «mit FABI» noch zusätzlich akzentuierte Wille, längere Ar-

beitswege im Sinne einer Lenkungswirkung einzudämmen und die Steuerpflichtigen damit dazu 

zu bringen, anstelle eines Motorfahrzeuges den öffentlichen Verkehr zu benützen. 

  

 
 
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Erwägungen: 

 

1.  

Das Steuergericht ist gemäss § 124 StG zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zuständig. 

Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegen-

den Fall Fr. 10'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, von der Dreierkammer des Steuergerichts 

beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, 

ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

2. 

Strittig ist vorliegend, ob die Aufrechnung des Privatanteils bei Geschäftsfahrzeug und unent-

geltlicher Beförderung an den Arbeitsplatz in der Höhe von Fr. 20'801.-- zu Recht erfolgt ist. 

 

2.1. Gemäss § 23 Abs. 1 StG unterliegen der Einkommenssteuer sämtliche wiederkehrenden 

und einmaligen Einkünfte aller Art der natürlichen sowie der ihnen gleichgestellten juristischen 

Personen. Zum steuerbaren Einkommen gehören insbesondere alle Einkünfte aus unselbstän-

diger Erwerbstätigkeit, namentlich aus privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem Anstel-

lungs- oder Arbeitsverhältnis oder aus der Erfüllung einer Dienstpflicht mit Einschluss der Natu-

ral- und Nebeneinkünfte (§ 24 lit. a StG). Als Naturaleinkunft gilt namentlich die Benutzung des 

vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Fahrzeugs für private Zwecke 

(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 

2013, § 16 N 80). Beim Privatanteil der Autokosten beträgt der im Lohnausweis als Naturalein-

kommen zu deklarierende Betrag – falls der Arbeitgeber sämtliche Kosten übernimmt und der 

Arbeitnehmer lediglich die Benzinkosten für grössere Privatfahrten am Wochenende oder in den 

Ferien zu bezahlen hat – pro Monat 0,8 % des Kaufpreises, mindestens aber Fr. 150.-- pro Mo-

nat (Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Rentenbescheinigung der Schwei-

zerische Steuerkonferenz [SSK] und der Eidgenössische Steuerverwaltung [ESTV] [Weglei-

tung], gültig ab 01.01.2020, Rz. 21). Dieser Privatanteil des Arbeitnehmers deckt nur die Nut-

zung des Geschäftsfahrzeugs für private Zwecke ohne den Arbeitsweg ab 

(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., § 17 N 53; vgl. auch KNÜSEL/SUTER in: Zwei-

fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die di-

rekte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 17 N 20). 

 

2.2. Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit werden von den steuerbaren Einkünften u.a. die Kos-

ten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte abgezogen. Seit dem 1. Januar 2017 ist die-

ser Fahrkostenabzug auf Fr. 6'000.-- beschränkt (§ 29 Abs. 1 lit. a StG; vgl. auch Art. 9 Abs. 1 

des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern 

der Kantone und Gemeinden [Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14]). Dies war eine 

Folge der durch das Stimmvolk angenommenen Vorlage vom 9. Februar 2014 über den Bun-

desbeschluss über die «Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (FABI)». Ziel 

dieser Vorlage war es u.a. – insbesondere im Sinne einer Lenkungswirkung – längere Arbeits-

wege einzudämmen und die Steuerpflichtigen dazu zu bringen, anstelle eines Motorfahrzeugs 

den öffentlichen Verkehr zu nutzen (vgl. Erläuterungen des Bundesrats zur Volksabstimmung 

vom 9. Februar 2014 über FABI, S. 8; Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 19. Mai 2017, 

510 17 24, E. 2e f.). Diese Vorlage hatte namentlich Auswirkungen auf jene Steuerpflichtigen, 

 
 
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welche mit einem Geschäftsauto vom Wohn- zum Arbeitsort pendeln. Bis anhin war bei diesen 

Personen im Lohnausweis das Feld «F» für unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und 

Arbeitsort anzukreuzen, sofern der Arbeitnehmer für den Arbeitsweg nicht mindestens Fr. 0.70 

pro Kilometer bezahlen musste (Wegleitung, gültig bis 31.12.2015, Rz. 9). Auf eine Aufrech-

nung der vom Arbeitgeber getragenen Arbeitswegkosten wurde verzichtet; ein Fahrtkostenab-

zug konnte demgegenüber nicht geltend gemacht werden (vgl. 

RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., § 17 N 53). Da am 1. Januar 2017 der Fahrtkosten-

abzug beschränkt wurde, musste eine Ungleichbehandlung zwischen Arbeitnehmern mit Ge-

schäftsauto und solchen mit eigenen Fahrzeugen verhindert werden. Deshalb wurde festgelegt, 

dass bei einem Arbeitnehmer, der das Geschäftsfahrzeug auch für den Arbeitsweg benutzen 

darf, ohne hierfür eine Entschädigung an den Arbeitgeber bezahlen zu müssen, zusätzlich ein 

Privatanteil für den Arbeitsweg aufzurechnen ist (Arbeitsweg zum Ansatz von Fr. 0.70 pro Kilo-

meter). Im Gegenzug kann der Arbeitnehmer dann den (begrenzten) Fahrkostenabzug geltend 

machen (vgl. AFFOLTER/JERMANN, in: Tarolli Schmidt/Villard/Bienz/Jaussi [Hrsg.], Kommentar 

zum Basler Steuergesetz, Basel 2019, § 18 N 35; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Hand-

kommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 17 N 54; KNÜSEL/SUTER, a.a.O., Art. 17 N 20, 

Art. 26 N 20). In der Mitteilung-002-D-2016-d vom 15. Juli 2016 legte die ESTV fest, dass wenn 

ein Arbeitnehmer über ein Geschäftsfahrzeug verfügt und ganz oder teilweise im Aussendienst 

arbeitet, der Arbeitgeber im Lohnausweis unter Ziffer 15 den prozentmässigen Anteil Aussen-

dienst zu bescheinigen hat (vgl. auch Wegleitung, gültig ab 01.01.2020, Rz. 70). Dies ist erfor-

derlich, weil der Arbeitnehmer lediglich diejenigen Tage als Arbeitsweg deklarieren muss, an 

denen er vom Wohnort mit dem Geschäftsfahrzeug an seinen üblichen Arbeitsort fährt (Mittei-

lung-002-D-2016-d vom 15. Juli 2016). Die Steuerverwaltung Basel-Landschaft hat ihrerseits 

das Steuerbuch in diesem Punkt angepasst. 

 

2.3. Anhand dieser Grundsätze berechnete die Steuerverwaltung die vorliegende Aufrechnung 

des Privatanteils bei Geschäftsfahrzeug und unentgeltlicher Beförderung an den Arbeitsplatz. 

Sie ging von einem Arbeitsweg von 101 Kilometer à 55 Arbeitstage und einem Arbeitsweg von 

86,4 Kilometer à 165 Arbeitstage aus. Unter Berücksichtigung von zwei Fahrten pro Tag, der 

Kilometerpauschale von Fr. 0.70 und des Anteils Aussendienst von 25 % legte sie den strittigen 

Privatanteil zu Recht auf Fr. 20'801.-- fest. 

 

3. 

An dieser Rechtslage bzw. der Zulässigkeit der fraglichen Aufrechnung vermögen auch die 

Ausführungen des Rekurrenten nichts zu ändern. Zunächst macht er eine Verletzung des Lega-

litätsprinzips geltend; die Aufrechnung beruhe auf keiner genügenden formell-gesetzlichen 

Grundlage. 

 

3.1. Das abgaberechtliche Legalitätsprinzip verlangt zum einen, dass der Abgabetatbestand in 

einem Gesetz im formellen Sinn vorgesehen ist. Zum anderen hat der Gesetzgeber die wesent-

lichen Elemente einer Abgabe festzulegen. Im Allgemeinen muss das Gesetz gemäss Art. 127 

Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; 

SR 101) mindestens den Kreis der Abgabepflichtigen (Subjekt der Abgabe), den Gegenstand 

der Abgabe (den abgabebegründenden Tatbestand, Objekt der Abgabe) und die Höhe der Ab-

gabe in den Grundzügen (Bemessungsgrundlagen) umschreiben (vgl. 

 
 
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HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 2797 ff.; 

TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, S. 572; 

BGE 142 II 182, E. 2.2.1). 

 

3.2. Die gesetzliche Grundlage für die vorliegende Aufrechnung findet sich in § 23 Abs. 1 StG, 

welcher besagt, dass sämtliche wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte aller Art steuerbar 

sind sowie in § 24 lit. a StG, welcher u.a. Naturaleinkünfte zum steuerbaren Einkommen zählt. 

Dem Rekurrenten ist insofern zuzustimmen, als die Aufrechnung nicht explizit in einer formell-

gesetzlichen Grundlage geregelt ist. Allerdings stützt sich die Aufrechnung – entgegen der Auf-

fassung des Rekurrenten – nicht auf die Mitteilung-002-D-2016-d vom 15. Juli 2016, sondern 

vielmehr auf § 23 Abs. 1 StG bzw. § 24 lit. a StG, welche eine formell-gesetzliche Grundalge 

darstellen. Dass der Arbeitnehmer das Geschäftsauto für das Zurücklegen des Arbeitswegs 

benützen darf, stellt einen geldwerten Vorteil im Sinne einer Naturalleistung dar. Dieser ist wie 

bereits unter Erwägung 2.1 erwähnt auch noch nicht durch den Privatanteil von 9,6 % abgegol-

ten. Die fragliche gesetzliche Grundlage genügt, um die Aufrechnung des Privatanteils Ge-

schäftsauto für den Arbeitsweg zu rechtfertigen. Sie ist aufgrund der allgemeinen Prinzipien 

genügend bestimmt und die Praxis für die Aufrechnung bei Geschäftsfahrzeugen ist genügend 

gefestigt. 

 

4. 

Im Weiteren rügt der Rekurrent eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots. Er macht insbe-

sondere geltend, die fiktive Steuerbelastung müsse aus Gründen der Gleichbehandlung aller 

Steuerpflichtigen ebenfalls alle Beförderungsarten gleichermassen betreffen. 

 

4.1. Das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) verlangt, dass Rechte und Pflichten der Be-

troffenen nach dem gleichen Massstab festzusetzen sind. Gleiches ist nach Massgabe seiner 

Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. 

Die ungerechtfertigte Gleich- bzw. Ungleichbehandlung muss sich auf eine wesentliche Tatsa-

che beziehen (vgl. BGE 145 II 206 E. 2.4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 572; 

TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., S. 184). Eine ungleiche Anwendung des Rechts auf ver-

gleichbare Sachverhalte kommt deshalb nur in Frage, wenn sich die zu beurteilenden Tatbe-

stände in rechtlich wesentlicher Weise unterscheiden (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, 

a.a.O., VB zu §§ 119-131 N 109). Im Bereich der Abgaben wird Art. 8 Abs. 1 BV insbesondere 

durch die Grundsätze der Allgemeinheit, der Gleichmässigkeit und der Verhältnismässigkeit der 

Besteuerung (Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit) konkre-

tisiert (Art. 127 Abs. 2 BV). Dabei handelt es sich um ein verfassungsmässiges Individualrecht. 

Neben den eidgenössischen ist Art. 127 Abs. 2 BV auch auf die kantonalen Abgaben anwend-

bar. Danach sind Personen, die sich in gleichen Verhältnissen befinden, in derselben Weise mit 

Steuern zu belasten und müssen wesentliche Ungleichheiten in den tatsächlichen Verhältnissen 

zu entsprechend unterschiedlichen Steuerbelastungen führen. Die Abgabepflichtigen haben 

entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit bzw. den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln an die 

Abgabelasten beizutragen. Es handelt sich beim Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftli-

chen Leistungsfähigkeit aber – wie beim Begriff der Abgabegerechtigkeit überhaupt – um ein 

unbestimmtes Konzept (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Februar 2019, 2C_851/2018, 

E. 2.4.2). 

 
 
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4.2. Wie die Steuerverwaltung zutreffend ausführt, sind vorliegend Nutzer eines Geschäftsfahr-

zeugs mit Nutzern eines privaten Fahrzeugs zu vergleichen und nicht ÖV-Nutzer mit Fahrzeug-

Nutzern. Denn diese beiden Tatbestände unterscheiden sich in rechtlich wesentlicher Weise. 

Demnach vermag eine Ungleichbehandlung zwischen ÖV-Nutzer und Fahrzeug-Nutzern keine 

Verletzung des Gleichbehandlungsgebots zu begründen. Zwar ist festzuhalten, dass eine ge-

wisse Ungleichbehandlung zwischen ÖV-Nutzern und Nutzern eines Fahrzeugs besteht. Aller-

dings ist zu beachten, dass FABI ein Lenkungsziel beinhaltete im Sinne einer Anregung an die 

Personen, mehr den öffentlichen Verkehr zu nutzen anstatt das Auto. Würde eine Aufrechnung 

bei ÖV-Nutzern vorgenommen, würde dies dem Lenkungswillen zuwiderlaufen. 

 

Der Vergleich zwischen den Nutzern eines Geschäftsfahrzeugs und jenen eines privaten Fahr-

zeugs zeigt, dass eine Gleichbehandlung durchaus gegeben ist. Falls keine Aufrechnung bei 

den Nutzern eines Geschäftsfahrzeugs für den Arbeitsweg vorgenommen würde, wäre dies 

eine Besserstellung gegenüber jenen die mit einem privaten Fahrzeug den Arbeitsweg zurück-

legen. Denn diese müssen selbst für die Kosten des Arbeitswegs aufkommen und haben unter 

Umständen Ausgaben über Fr. 6'000.--, wobei sie jedoch die darüberhinausgehenden Kosten 

steuerlich nicht zum Abzug bringen können.  

 

5. 

Wenn der Rekurrent schliesslich begehrt, die fiktive Aufrechnung für die Benützung des Ge-

schäftswagens für den Arbeitsweg sei auf 30 % der Kosten eines GA 1. Klasse zu beschrän-

ken, so ist ihm entgegenzuhalten, dass diese Regelung lediglich für Arbeitnehmer von am VöV 

angeschlossene Unternehmen gilt. Zudem ist festzuhalten, dass falls einem Arbeitnehmer ein 

GA ohne geschäftliche Notwendigkeit bezahlt wird, dies grundsätzlich mit dem Marktwert unter 

Ziffer 2.3 des Lohnausweises zu deklarieren und dementsprechend zu versteuern ist (vgl. Weg-

leitung, gültig ab 01.01.2020, Rz. 9). Ferner zieht der Rekurrent erneut einen Vergleich zwi-

schen ÖV-Nutzern und Fahrzeug-Nutzern, welcher, wie bereits erwähnt, nicht zu überzeugen 

vermag. 

 

6. 

Nach dem Ausgeführten erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Rekurrent die Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 1'500.-- zu bezahlen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 

über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungsprozessordnung, VPO; 

SGS 271]). 

 
 
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Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1.  

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2.  

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3.  

Mitteilung an den Rekurrenten (1), die Gemeinde B.____ (1) und die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft (3).