# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3505e928-2621-5ba4-9928-a890053aee39
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2022 D-114/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-114-2022_2022-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-114/2022 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan, 

vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt, 

Advokatur Kanonengasse, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 8. Dezember 2021 / N (…). 

 

 

 

D-114/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein pakistanischer Staatsangehöriger mit letz-

tem Wohnsitz in B._______ (Provinz C._______), am 26. August 2021 in 

die Schweiz einreiste, wo er am 13. September 2021 um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM mit ihm am 20. September 2021 die Personalienaufnahme 

(PA) durchführte und ihn am 11. November 2021 zu seinen Asylgründen 

anhörte, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, er habe Pa-

kistan zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern verlassen 

müssen, nachdem seine Mutter im Jahr 2016 eine Beziehung mit einem 

der christlichen Religion zugehörigen Mann eingegangen sei und einem 

Maulavi (islamischer Gelehrter) eröffnet habe, sie wolle diesen heiraten, 

dass der Maulavi mit anderen Maulavi über das Ehevorhaben seiner Mutter 

gesprochen habe, worauf diese tagelang vor ihr Haus gekommen seien, 

(Todes)Drohungen gegen sie ausgestossen, Steine gegen das Haus ge-

worfen und Schüsse abgefeuert hätten, 

dass ein guter Freund seines Grossvaters väterlicherseits – er bezeichnete 

ihn als «Onkel» – ihm und seiner Familie nach zirka sieben bis zehn Tagen 

der Bedrohung geholfen habe, nach D._______ zu einer Freundin seiner 

Mutter zu fliehen, bei der sie bis zu ihrer Ausreise in den E._______ geblie-

ben seien, 

dass der Onkel seine Familie und ihn in den Jahren 2018 und 2019 im 

E._______ besucht habe, was den anderen Maulavi nicht entgangen sei, 

dass der Onkel von den Maulavi bedroht worden sei, weil er sie im 

E._______ besucht habe, und von diesen ermordet worden sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 8. Dezember 2021 – eröffnet am 10. De-

zember 2021 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-

genschaft nicht, das Asylgesuch vom 13. September 2021 ablehnte, und 

die Wegweisung verfügte sowie den Vollzug derselben anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Flüchtlingsei-

genschaft gemäss Art. 3 AsyIG nicht stand, 

D-114/2022 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 

10. Januar 2022 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des SEM sei aufzuhe-

ben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und das SEM sei an-

zuweisen, ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei das SEM anzuweisen, 

die vorläufige Aufnahme anzuordnen, subeventualiter sei die Sache zur 

rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung 

an das SEM zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, sein Verfahren sei mit 

jenen seiner Mutter beziehungsweise Geschwister zu koordinieren, es sei 

die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen, auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten, und es sei ihm in der Person des Unter-

zeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, 

dass der Instruktionsrichter die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands mit Zwischenverfü-

gung vom 13. Januar 2022 abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, 

bis zum 28. Januar 2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.– zu leisten, 

unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten, 

dass er zudem bestätigte, die Beschwerdeverfahren D-108/2022,  

D-110/2022, D-114/2022 und D-116/2022 würden koordiniert behandelt, 

dass der mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2022 erhobene Kosten-

vorschuss am 27. Januar 2022 eingezahlt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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Seite 4 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 

(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG), zumal der erhobene Kostenvorschuss fristgerecht eingezahlt 

wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 

solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

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Seite 5 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die Auffassung vertritt, dem 

Beschwerdeführer könne angesichts der seit seinem Wegzug aus 

B._______ verstrichenen Zeit und des Umstands, dass seine Mutter ihren 

der christlichen Religion zugehörigen Lebenspartner nicht heiratete, objek-

tiv gesehen keine begründete Furcht vor asylrechtlich relevanter Verfol-

gung zuerkannt werden, 

dass er sich zudem an die grundsätzlich schutzwilligen und schutzfähigen 

Sicherheitsbehörden seines Heimatlandes wenden könne, sollte er nach 

seiner Rückkehr in die Heimat bedroht werden, 

dass das SEM des Weiteren nicht davon ausgeht, der Onkel des Be-

schwerdeführers sei ermordet worden, weil er immer noch in Kontakt mit 

ihm und seiner Familie gestanden sei, zumal er in dieser Hinsicht nicht 

stimmige Aussagen gemacht habe, 

dass der Beschwerdeführer mit der Beschwerde ein nicht datiertes und 

nicht unterzeichnetes Schreiben des pakistanischen Rechtsanwalts 

F._______ sowie Kopien von mehreren Einträgen in Reisepässen von 

G._______ (Onkel) einreichte, 

dass das Schreiben von Rechtsanwalt F._______ aufgrund der Erwägun-

gen im Urteil vom heutigen Tag im Beschwerdeverfahren der Mutter des 

Beschwerdeführers (D-116/2022) in weiten Teilen als Gefälligkeitsschrei-

ben ohne relevanten Beweiswert einzustufen ist, woran auch die Einrei-

chung des angekündigten unterzeichneten Exemplars des Schreibens 

nichts ändern könnte, 

dass aus den eingereichten Kopien der Reisepässe von G._______ her-

vorgeht, dass dieser sich vom (…). August 2017 bis zum (…). September 

2017 und vom (…). November 2018 bis zum (…). Dezember 2018 im 

E._______ aufhielt (vgl. das Urteil im Verfahren D-116/2022), 

dass die Angaben des Beschwerdeführers, der Onkel habe sie in den Jah-

ren 2018 und 2019 im E._______ besucht (vgl. SEM-act. […] -21/16 S. 8), 

durch die eingereichten Passkopien nicht bestätigt werden, 

dass den eingereichten Kopien des «First Information Report (F.I.R.)» 

No. (…) entnommen werden kann, dass G._______ am späten Abend des 

(…) 2019 vor seinem Laden erschossen wurde, wobei vor dem Laden vier 

jüngere Männer, die mit zwei Motorrädern gekommen seien, beobachtet 

worden seien, 

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Seite 6 

dass damit auch der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Zusam-

menhang zwischen der Reise von G._______ in den E._______ vom De-

zember 2018 und seiner Ermordung am (…) 2019 als überwiegend un-

wahrscheinlich erscheint, 

dass in antizipierter Beweiswürdigung nicht davon auszugehen ist, allfäl-

lige weitere Erkenntnisse aus dem gegen «Unbekannt» geführten Verfah-

ren würden einen Zusammenhang der Ermordung von G._______ mit sei-

nen Besuchen im E._______ belegen, weshalb deren allfällige Einreichung 

nicht abzuwarten ist, 

dass die Einschätzung des SEM, der Beschwerdeführer müsse bei einer 

Rückkehr nach Pakistan nicht befürchten, von religiösen Extremisten be-

helligt zu werden, aufgrund der Aktenlage zu bestätigen ist, 

dass seine Mutter ihren christlichen Lebenspartner nicht heiratete und ih-

ren früheren Wohnort verliess, womit die aufgebrachten Maulavi ihr Ziel 

(Verhinderung der Eheschliessung) erreicht haben dürften, 

dass nicht davon auszugehen ist, die Maulavi hätten über fünf Jahre nach 

der von der Mutter des Beschwerdeführers angekündigten, aber nicht voll-

zogenen Eheschliessung noch ein Verfolgungsinteresse an ihr oder ihren 

Kindern, 

dass der Beschwerdeführer auch kaum gezwungen sein dürfte, an seinen 

letzten Wohnort in B._______ zurückzukehren, wo er den Menschen, die 

seiner Familie in der Vergangenheit feindlich gegenüberstanden, wieder-

begegnen würde, 

dass es ihm aufgrund des geschilderten finanziellen Hintergrundes seiner 

Familie und des Umstands, dass er sich zusammen mit seiner Mutter und 

seinen Geschwistern von 2017 bis 2021 im E._______ und in H._______ 

aufhielt, ohne arbeiten zu müssen, gelingen dürfte, sich ausserhalb des 

C._______ niederzulassen, 

dass in Pakistan auf einer Fläche von über 880 000 qkm nahezu 230 Milli-

onen Menschen leben, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass jemand den 

Beschwerdeführer «aufspüren» könnte – das Gericht geht nicht davon aus, 

dass dies jemand versuchen wird –, äusserst gering ist, 

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Seite 7 

dass die mit der Beschwerde eingereichten Kopien eines Affidavits, meh-

rerer Zeitungsberichte und Fotografien an der vorstehenden Einschätzung 

nichts zu ändern vermögen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

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Seite 8 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine in Pakistan drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in Pakistan noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr 

schliessen lassen,  

dass aufgrund der geschilderten bisherigen Lebensumstände des Be-

schwerdeführers auch nichts darauf hindeutet, ihm drohe im Falle einer 

Rückkehr nach Pakistan eine existenzielle Notlage, zumal er und seine Fa-

milie über ausreichende Mittel verfügen, um ihre finanziellen Bedürfnisse 

zu sichern, 

dass er zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach Pa-

kistan zurückkehren wird, wobei davon auszugehen ist, er werde mittelfris-

tig in der Lage sein, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, 

dass in diesem Zusammenhang anstelle von Wiederholungen auf die zu-

treffend erscheinenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung ver-

wiesen werden kann, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht als unzu-

mutbar erscheint, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

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Seite 9 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt als erstellt zu erachten ist, weshalb 

keine Veranlassung besteht, die Sache zur neuen Entscheidung an das 

SEM zurückzuweisen, 

dass es sich erübrigt auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde 

und die eingereichten Beweismittel im Einzelnen weiter einzugehen, da sie 

an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern ver-

mögen, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 500.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der am 

27. Januar 2022 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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