# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50e6aa54-8ca0-5963-ad46-3d2264a3b155
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.07.2010 E-5245/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5245-2010_2010-07-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5245/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._____,
unbekannte Staatsangehörigkeit,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Parteien

Gegenstand

Besetzung

E-5245/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren angeb-
lichen Heimatstaat Somalia am 10. November 2009 verliess und über 
Kenia  und  ein  ihr  unbekanntes  Land  am  14.  Februar  2010  in  die 
Schweiz gelangte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass sie am 17. Februar 2010 im B._____ summarisch befragt und am 
25.  Februar  2010  gemäss  Art. 29 Abs. 1 des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31) zu  ihren  Asylgründen  angehört 
wurde, 

dass die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Asylgesuches gel-
tend  machte,  im April  2009  seien  äthiopische  Soldaten  zu  ihr  nach 
Hause gekommen und hätten sie aufgefordert,  Aufenthaltsinformatio-
nen über ihren Bruder zu geben,

dass sie zusammengeschlagen und vergewaltigt worden sei und sich 
in ärztliche Behandlung habe begeben müssen,

dass sie am 1. November 2009, als sie ausserhalb der Stadt Schafe 
gehütet habe, von einem Polizisten erneut zusammengeschlagen und 
vergewaltigt worden sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. Juli 2010 – eröffnet am 15. Juli  
2010 – in Anwendung von Art. 32. Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asyl-
gesuch nicht  eintrat  und die Wegweisung aus der  Schweiz und den 
Vollzug anordnete, 

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, die 
Beschwerdeführerin  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihr  ein-
geräumten Frist  von 48 Stunden keine Reise- oder  Identitätspapiere 
abgegeben, wofür keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, 

dass aufgrund der Gesamtumstände davon auszugehen sei, dass sie 
offensichtlich nicht gewillt  sei,  ihre Identität  mittels Identitätspapieren 
zu belegen,

dass sie dem BFM gegenüber ihre zumutbare Mitwirkungspflicht ver-
letzt habe und sich somit der begründete Schluss aufdränge, sie habe 
die  Abgabe  rechtsgenüglicher  Reise-  beziehungsweise  Identitätspa-

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piere  bewusst  unterlassen,  um  ihre  tatsächliche  Identität  zu  ver-
schleiern  und  um einen  allfälligen  Wegweisungsvollzug  zu  erschwe-
ren oder zu verhindern,

dass die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art.  3 
und 7 AsylG nicht  erfülle  und aufgrund der  Aktenlage keine zusätz-
lichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass es dem BFM nicht  möglich sei,  sich in  voller  Kenntnis  der  tat-
sächlichen persönlichen und familiären Situation der Beschwerdefüh-
rerin zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu äussern,

dass  Wegweisungsvollzugshindernisse  zwar  von  Amtes  wegen  zu 
prüfen seien,  diese Untersuchungspflicht  jedoch ihre Grenzen in der 
Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht der Beschwerdeführerin finden wür-
de, welche vorliegend verletzt worden sei,

dass die Beschwerdeführerin beim Bundesverwaltungsgericht mit Ein-
gabe vom 20. Juli 2010 Beschwerde erhob und in materieller Hinsicht 
die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Zurückweisung 
der Sache zur Prüfung des Asylgesuches (Eintreten) beantragt,

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. Juli 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG,  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass  mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht,  die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Ent-
scheidungen und Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (Ent -
scheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (a.a.O. E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgeben  (Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der 
Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlings-
eigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich 
aufgrund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mit  "Reise-  und  Identitätspapiere"  solche  Dokumente  gemeint 
sind, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität als auch 
die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen"  sollen 
(BVGE 2007/7 E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere  keine  Zweifel  über  die  Identität  der  Asylsuchenden 
bestehen (a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass das BFM in der  angefochtenen Verfügung in rechtsgenüglicher 
Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass  aufgrund  der  realitätsfremden  und  als  stereotyp  zu  be-
zeichnenden Ausführungen der Beschwerdeführerin, sie sei "mit einem 
roten Büchlein" gereist, dessen Inhalt sie ebenso wenig kenne wie die  
Fluggesellschaft, mit der sie gereist sei, und ebenfalls wisse sie nicht,  
wo  sie  in  Begleitung  einer  Person  namens  (...)  gelandet  sei  (Be-
fragungsprotokoll  S. 12),  davon auszugehen ist,  sie habe hierfür  au-
thentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, welche sie jedoch 
in Verletzung ihrer gesetzlichen Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 Bst. b 
AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass an dieser Beurteilung die nachträgliche Einreichung von gültigen 
Reise-  oder  Identitätspapieren  nichts  ändern  würde,  weil  es  bei  der 
Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon exis-
tierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass  vorliegend von der  Beschwerdeführerin  bis  zum heutigen Zeit-
punkt auch keine erkennbaren Anstrengungen ersichtlich sind, sie be-
mühe sich darum, ihre Identität zu belegen,

dass die Identität der Beschwerdeführerin daher nicht zweifelsfrei fest-
steht und somit auch ihre persönliche Glaubwürdigkeit in Frage gestellt 
ist,

dass sodann festzustellen ist, dass sie zu ihrem angeblichen Heimat -
dorf Aware kaum substanziierte Angaben hat machen können, sei es 
zu markanten Gebäuden, Strassen oder zur Einwohnerzahl des Ortes 
(Akten BFM A 11/21 S. 2 und 3),

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu  Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätz-
liche Abklärung zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat, 

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
der Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) in Übereinstimmung mit der Vorinstanz der Schluss zu 
ziehen ist,  es bestehe weder  Anlass zur  Vornahme zusätzlicher  Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungshindernisses noch zur direkten Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

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dass als Flüchtlinge nur Personen anerkannt werden, die in ihrem Hei-
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras-
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die in Art. 3 AsylG enthaltene Aufzählung der asylrelevanten Ver-
folgungsmotive abschliessend ist,

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  persönliche  Glaubwürdigkeit  der  Beschwerdeführerin  auf-
grund obiger Ausführungen bereits in Frage gestellt ist,

dass ihre Vorbringen, wonach im April  2009 äthiopische Soldaten zu 
ihr nach Hause gekommen seien, sie zusammengeschlagen und ver-
gewaltigt hätten, und sie von einem Polizisten am 1. November 2009 
erneut  zusammengeschlagen und  vergewaltigt  worden  sei,  aufgrund 
ihrer inkohärenten Aussagen zumindest zweifelhaft und damit nicht als 
selber erlebt erscheinen,

dass sie  in  der  Beschwerde zwar  (ohne dass hierfür  ein  Beleg  ein -
gereicht worden ist) angibt, im kommenden September die Geburt ei-
nes Kindes aus einer Vergewaltigung zu erwarten (Beschwerde S. 3, 
Ziff.  2.3.),  aber  anlässlich  der  Anhörung  auf  die  Frage,  ob  es  nicht 
möglich sei,  dass sie schwanger sei,  antwortete: "Ich bin doch nicht  
verheiratet,  wie  könnte  ich  schwanger  werden?"  (A  11/21  F189  A), 
mithin die angebliche Schwangerschaft  jedenfalls nicht auf  die letzte 
geltend  gemachte  Vergewaltigung  vom  1.  November  2009  zurück-
geführt  werden kann, und sich in den Akten zu einer allfälligen wei-
teren, später erfolgten Vergewaltigung keinerlei Hinweise finden,

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dass sich in der Darstellung der Beschwerdeführerin kaum Komplika-
tionen, wechselseitige Gespräche oder Einzelheiten befinden, welche 
darauf schliessen lassen würden, dass sich das, was sie zu Protokoll  
gab, tatsächlich so zugetragen hat,

dass die Erklärungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, 
eine andere Beurteilung herbeizuführen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein 
Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht  (EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass Wegweisungsvollzugshindernisse zwar grundsätzlich von Amtes 
wegen zu prüfen sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG und Art. 83 
AuG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung aber zu Recht darauf 
hingewiesen hat, dass dieser Untersuchungsgrundsatz seine Grenzen 
in der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht der Beschwerdeführerin findet 
(Art. 8 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführerin diese, wie bereits ausgeführt, vorliegend 
offensichtlich verletzt hat,

dass es dementsprechend nicht Aufgabe der Asylbehörden sein kann, 
bei fehlenden Hinweisen nach allfälligen Wegweisungsvollzugshinder-
nissen in irgendwelchen Ländern zu forschen,

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  bestätigen  ist,  und  die  angegebene  Niederkunft  im 
gemäss ständiger Praxis Rahmen der konkreten Vollzugsmassnahmen 
zu berücksichtigen ist, 

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist,  darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der Bedürftigkeit der 
Beschwerdeführerin abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren nach 
dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1  Bst. a  VGG  i.V.m.  Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, an das BFM und an die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand:

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