# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7e80ab5-62d3-54a5-a2ba-90fcbad8ec68
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.01.2012 PC110059
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC110059_2012-01-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PC110059-O/U 

 
Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. H.A. Müller 

und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiber lic. iur. 
F. Rieke 

Beschluss vom 11. Januar 2012 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdeführer 
 

gegen 
 
B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 
 

sowie 
 
C._____,  
Verfahrensbeteiligte 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

betreffend Ehescheidung (Gutachten) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Ver-
fahren am Bezirksgericht Meilen vom 13. Dezember 2011 (FE100021) 

 

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Erwägungen: 

1. a) Die Parteien stehen vor Vorinstanz im Scheidungsverfahren nach 

Art. 112 ZGB. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2011 (Urk. 2) ordnete die Vor-

instanz die Einholung eines Gutachtens bezüglich der Erziehungsfähigkeit beider 

Parteien sowie bezüglich der Regelung der Kinderbelange, des Besuchsrechts 

und der Kinderzuteilung betreffend die Tochter der Parteien an (Disp.-Ziff. 1) und 

setzte den Parteien eine nicht erstreckbare Frist bis 21. Dezember 2011 an, um 

begründete Einwendungen gegen die Gutachterinnen zu erheben (Disp.-Ziff. 2). 

b) Hiergegen hat der Beschwerdeführer am 21. Dezember 2011 fristge-

recht Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 1 S. 1): 

1. Es sei die angeordnete forensisch-psychologische Begutachtung abzu-
lehnen; 

2. Es sei eine psychologische Begutachtung der Tochter C._____, geb. 
tt.mm.2002, anzuordnen. Die Fragen in meinen Schreiben vom 19.11. 
2011 (act. 253); 

3. Es sei die Prozessbeistandschaft Herrn Y._____ zu entziehen und ein 
Anwalt aus dem Verein Z._____, mit der Prozessbeistandschaft zu be-
auftragen; 

4. Es sei die Tochter C._____ unter die elterliche Sorge und Obhut des 
Vaters zu stellen; 

5. Es sei die Mutter für berechtigt zu erklären, die Tochter jeweils jedes 
zweite und vierte Wochenende im Monat von Samstag 8 Uhr bis Sonn-
tag 19 Uhr sowie in den Wochen, in welchen das Besuchsrecht der 
Mutter zufällt, von Montag Mittag bis Mittwoch Mittag zu sich oder mit 
sich auf Besuch zu nehmen;  

 überdies sei die Mutter für berechtigt zu erklären, die Tochter C._____ 
in den Jahren mit ungerader Jahreszahl jeweils an Ostern und Weih-
nachten sowie in den Jahren mit gerader Jahreszahl an Pfingsten und 
Silvester sowie dem darauf folgenden Neujahrs- und Stephanstag zu 
sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen; 

 es sei die Mutter für berechtigt zu erklären, die Tochter während 6 Wo-
chen pro Jahr zu sich oder mit sich während der Schulferien in die Feri-
en zu nehmen, jeweils nicht länger als drei Wochen am Stück, und sie 
sei zu verpflichten, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts drei Monate 
im voraus mitzuteilen, wobei Ferien in den Sommerferien alternierend in 
den ersten dann in den letzten drei Ferienwochen stattzufinden haben, 
dies jeweils von Samstag auf Samstag; 

 es seien die beiden Eltern zu verpflichten, den Wohnsitz in der Schweiz 
zu behalten und, dass das Sorge- und Obhutsrecht sie nicht berechtigt, 

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den Wohnsitz ins Ausland ohne Zustimmung des andern Elternteils zu 
verlegen. 

Eventualbegehren (Urk. 1 S. 3): 

1. Es seien nur Institutionen ausserhalb des Kantons … als Gutachter zu 
ernennen. 

2. Es sei mir das Vorschlagsrecht und ein Recht auf Gegenexpertise ein-
zuräumen. 

c) Da sich die Beschwerde sogleich als unbegründet bzw. unzulässig er-

weist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzich-

tet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. Am 1. Januar 2011 ist die eidgenössische Zivilprozessordnung in Kraft 

getreten. Gemäss deren Übergangsbestimmung bleiben für das vorinstanzliche 

Verfahren die bisherigen zürcherischen Prozessgesetze (ZPO/ZH und GVG/ZH) 

anwendbar, während für das vorliegende Beschwerdeverfahren das neue Recht 

zur Anwendung kommt (Art. 404 f. ZPO). 

3. a) Mit der Beschwerde kann nur das Dispositiv des Entscheids an-

gefochten werden. Insoweit Beschwerdeanträge sich nicht auf das Dispositiv des 

angefochtenen Entscheids beziehen, ist die Beschwerde erhebende Partei nicht 

beschwert und ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 59 ZPO). 

b) Die Vorinstanz hat einzig über die Einholung eines Gutachtens ent-

schieden. Die vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde beantragte Begut-

achtung der Tochter der Parteien (Beschwerdeantrag 2), Änderung der Prozess-

beistandschaft für die Tochter (Beschwerdeantrag 3), Regelung der elterlichen 

Sorge und Obhut (Beschwerdeantrag 4) sowie Regelung des Besuchsrechts (Be-

schwerdeantrag 5) waren nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung. Dem-

entsprechend ist in diesen Punkten auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

4. a) Die angefochtene Verfügung betreffend Einholung eines Gutach-

tens ist ein prozessleitender Entscheid. Ein solcher ist mit einer Beschwerde (nur) 

dann anfechtbar, wenn durch ihn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 

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droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher ist von der Beschwerde erhebenden 

Partei zu behaupten und zu belegen. 

b) Ein solcher nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil wird vom Be-

schwerdeführer nicht vorgebracht. Er begründet seine Beschwerde im Wesentli-

chen damit, dass es keinen Anlass gebe, seine Erziehungsfähigkeit anzuzweifeln, 

wogegen die Beschwerdegegnerin vor Gericht verhandelte Vereinbarungen miss-

achte, den Kontakt von ihm zur Tochter verhindere etc. (Urk. 1 S. 2). Wenn dem 

so ist, wird dies im vorinstanzlich angeordneten Gutachten zweifellos seinen Aus-

druck finden. Damit bedeutet die Einholung eines solchen Gutachtens für den Be-

schwerdeführer keinen Nachteil. Mangels Vorliegens eines nicht leicht wiedergut-

zumachenden Nachteils ist somit auf die Beschwerde auch in Bezug auf Be-

schwerdeantrag 1 nicht einzutreten. 

c) Gleiches gilt für die in der Beschwerde gestellten Eventualanträge (Urk. 

1 S. 3). Auch diesbezüglich wird ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 

vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und ist ein solcher auch nicht zu sehen, 

sind doch Einwendungen gegen die vorgeschlagenen Gutachterinnen im vor-

instanzlichen Verfahren geltend zu machen (vgl. Disp.-Ziff. 2) und wird in jenem 

dem Beschwerdeführer nach Eingang des Gutachtens auch Gelegenheit zur Stel-

lungnahme dazu einzuräumen sein. Auch diesbezüglich ist daher auf die Be-

schwerde nicht einzutreten. 

d) Nach dem Gesagten ist somit auf die Beschwerde vollumfänglich nicht 

einzutreten. 

5. a) Die Gerichtskosten sind in Bezug auf Kinderbelange zwar grund-

sätzlich beiden Parteien unabhängig vom Prozessausgang je zur Hälfte aufzuer-

legen, soweit diese für ihre Rechtspositionen gute Gründe hatten. Die vorliegende 

Beschwerde kann jedoch keine solchen in Anspruch nehmen, sondern war von 

vornherein aussichtslos. Daher sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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b) Der Beschwerdegegnerin ist mangels relevanter Umtriebe im Be-

schwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 

ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je ge-

gen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten (Urk. 151-264) gehen nach unbenütztem Ablauf 

der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht 
vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 

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Zürich, 11. Januar 2012 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
ss 

	Beschluss vom 11. Januar 2012
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...