# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b059e7a-32f6-53f7-bb0d-6226ec659daa
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.09.2023 UE230113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230113_2023-09-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE230113-O/U/AEP 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. C. Ger-

wig, Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Mathieu sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. D. Tagmann 

 

Verfügung und Beschluss vom 15. September 2023 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegner 

 

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Einstellung 
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zü-
rich-Limmat vom 21. März 2023, A-2/2020/10028428  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am 24. August 2020 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Strafanzeige gegen ihren Bruder B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) we-

gen Störung des Totenfriedens im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB, eventualiter 

wegen Sachentziehung resp. Sachbeschädigung, erstatten, da dieser ohne ihre 

Zustimmung ihren Vater †C._____ habe kremieren lassen und hernach die Urne 

an sich genommen und dessen Asche in der Töss verstreut habe (Urk. 6/2/3, 

insb. S. 7 N 7). Am 10. Dezember 2020 beanzeigte sie den Beschwerdegegner 

wegen Diebstahls bzw. eventualiter wegen unrechtmässiger Aneignung oder Sa-

chentziehung sowie wegen Veruntreuung und Betrugs (Urk. 6/2/1). Sie warf dem 

Beschwerdegegner, welcher das Erbe ausgeschlagen hatte, zusammengefasst 

vor, sich ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung Zutritt zur Wohnung ihres verstor-

benen Vaters verschafft und dort Gegenstände, welche zur Erbmasse gehörten, 

ohne Berechtigung an sich genommen resp. ihr vorenthalten zu haben. Darüber 

hinaus lastete sie dem Beschwerdegegner an, †C._____ aktiv über ihr Ableben 

getäuscht zu haben, was †C._____ dazu bewogen habe, sein Vermögen freiwillig 

zu verbrauchen, indem er dem Beschwerdegegner Wertgegenstände und Bargeld 

geschenkt oder anvertraut und so die Erbmasse geschmälert habe (Urk. 3/2 S. 1 

f.). Mit Verfügung vom 21. März 2023 stellte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

(nachfolgend: Staatsanwaltschaft) die Strafuntersuchung ein (Urk. 3/2). 

2. Mit Eingabe vom 6. April 2023 liess die Beschwerdeführerin fristgerecht Be-

schwerde gegen die ihr am 28. März 2023 zugestellte Einstellungsverfügung 

(Urk. 7) erheben und folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2): 

"1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
vom 21. März 2023 gegen den Beschwerdegegner sei aufzuhe-
ben und das Strafverfahren gegen diesen sei weiterzuführen. 

 2. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren und es sei ihr in der Person von Frau Rechtsanwältin 
lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestel-
len. 

- 3 - 

 3. Es seien die Akten der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (A-2/
2020/10028428) beizuziehen. 

 4. Unter Kosten - und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt). 

3. Die Untersuchungsakten wurden in physischer (Urk. 6) und elektronischer 

Form (Urk. 10) beigezogen. Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegrün-

det erweist, ist von der Einholung von Stellungnahmen abzusehen (Art. 390 

Abs. 2 StPO). 

4.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung der gesamten Einstel-

lungsverfügung (Urk. 2 S. 2). In ihrer Beschwerdeschrift setzt sie sich jedoch le-

diglich mit der Einstellung der Strafuntersuchung betreffend Störung des Toten-

friedens auseinander, nicht hingegen mit der Einstellung der Strafuntersuchung 

betreffend die darüber hinaus beanzeigten Vermögensdelikte. Mangels Begrün-

dung ist dementsprechend auf die Beschwerde der anwaltlich vertretenen Be-

schwerdeführerin insoweit nicht einzutreten. 

4.2.1. Gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich ge-

schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein 

Rechtsmittel ergreifen. Als Partei gilt unter anderem die Privatklägerschaft 

(Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Unter den Begriff der Privatklägerschaft fällt die ge-

schädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder 

Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO), wobei sie sich spätestens bis 

zum Abschluss des Vorverfahrens als solche zu konstituieren hat (Art. 118 Abs. 3 

StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in seinen Rechten unmittelbar ver-

letzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Unmittelbar verletzt und geschädigt im 

Sinne von Art. 115 StPO ist, wer Träger des durch die verletzte Strafnorm ge-

schützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes ist und somit unter den 

Schutzbereich der verletzten Strafnorm fällt (BSK StPO-Mazzucchelli/Postizzi, 

3. Aufl. 2023, Art. 115 N 21). 

4.2.2. Die Beschwerdeführerin hat sich als Privatklägerin konstituiert 

(Urk. 6/6/3, Urk. 6/9/1). Den Tatbestand von Art. 262 Ziff. 2 StGB erfüllt, wer ei-

nem Berechtigten einen Leichnam oder Teile eines Leichnams oder die Asche ei-

- 4 - 

nes Toten wider den Willen wegnimmt. Bei der Berechtigung handelt es sich um 

ein Obhutsrecht sui generis (Totenfürsorgerecht) über den Leichnam resp. die 

Asche (BSK StGB-Fiolka, 4. Aufl. 2019, Art. 262 N 49). Geschütztes Rechtsgut 

des Tatbestands der Störung des Totenfriedens im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 

StGB ist dementsprechend das Obhutsrecht über den Toten (BSK StGB-Fiolka, 

a.a.O., Art. 262 N 6; PK StGB-Trechsel/Vest, 4. Aufl. 2021, Art. 262 N 1). Beim 

Obhutsrecht handelt es sich somit um eine doppeltrelevante Tatsache. Soge-

nannte doppelt relevante Tatsachen, die für die Zulässigkeit wie die Begründetheit 

eines Rechtsmittels ausschlaggebend sind, werden grundsätzlich nur im Rahmen 

der Begründetheit geprüft. Für die Zulässigkeit des Rechtsmittels genügt es, wenn 

die doppelt relevanten Tatsachen schlüssig behauptet wurden (BGE 147 IV 188 

E. 1.4, Urteile des Bundesgerichts 6B_271/2021 vom 12. Mai 2021 E. 3.2 und 

1B_335/2022 vom 3. April 2023 E. 1.4). Angesichts ihrer Behauptung, dass ihr 

Bruder nicht ohne ihre Zustimmung über die Kremation und die Verstreuung der 

Asche ihres verstorbenen Vaters habe befinden dürfen (Urk. 2 S. 5 ff.), ist die Be-

schwerdelegitimation der Beschwerdeführerin somit zu bejahen. Die weiteren Ein-

tretensvoraussetzungen geben keinen Anlass zu Bemerkungen. 

II. 

1. Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die vollständi-

ge oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn: a) kein Tatverdacht erhärtet 

ist, der eine Anklage rechtfertigt; b) kein Straftatbestand erfüllt ist; c) Rechtferti-

gungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen; d) Prozessvorausset-

zungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshindernisse aufgetreten 

sind; e) nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzich-

tet werden kann. Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich 

nach dem Grundsatz in dubio pro duriore zu richten. Danach darf eine Einstellung 

durch die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offen-

sichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, 

sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu er-

heben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist 

ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der 

- 5 - 

Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zwei-

felhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stich-

haltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiel-

len Beurteilung zuständige Gericht. Jedoch müssen Sachverhaltsfeststellungen in 

Berücksichtigung des Grundsatzes in dubio pro duriore auch bei Einstellungen zu-

lässig sein, soweit gewisse Tatsachen klar beziehungsweise zweifelsfrei festste-

hen, sodass im Falle einer Anklage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine abwei-

chende Würdigung zu erwarten ist. Der Staatsanwaltschaft ist es mithin nur bei 

unklarer Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_130/2021 vom 8. Juni 2022 E. 2.3.1, insb. mit 

Verweis auf BGE 143 IV 241). 

2. Der Strafanzeige betreffend Störung des Totenfriedens liegt im Wesentli-

chen folgender Sachverhalt zu Grunde: Am tt.mm.2020 verstarb †C._____, Vater 

der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners (Urk. 6/2/2/2, Urk. 6/2/2/5). 

Der Beschwerdegegner liess den Verstorbenen in der Folge unstrittig kremieren 

und verstreute dessen Asche in der Töss (Urk. 6/3/1 S. 1 F/A 4, Urk. 6/3/2 S. 3 f. 

F/A 8). Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner in diesem Zusam-

menhang zusammengefasst vor, dies ohne ihre Zustimmung und ohne ihr Wissen 

vorgenommen zu haben (Urk. 3/2 S. 2). 

3.1. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung der Strafuntersuchung im 

Wesentlichen damit, es sei aktenkundig, dass die Parteien bis zum Tod von 

†C._____ und darüber hinaus stark zerstritten gewesen seien und offensichtlich 

gänzlich andere Vorstellungen über das Vorgehen betreffend Bestattungs- und 

Abdankungsart gehabt hätten. Es sei unbestritten, dass es sich sowohl beim Be-

schwerdegegner als auch bei der Beschwerdeführerin um "Berechtigte" im Sinne 

der Gesetzesbestimmung handle. Dennoch könnten im Falle von Uneinigkeit nicht 

beide für die Totenfürsorge verantwortlich sein. Aus den Akten gehe klar hervor, 

dass der Beschwerdegegner †C._____ zu Lebzeiten nähergestanden sei als die 

Beschwerdeführerin, zumal sie zu †C._____ über 26 Jahre vor dessen Tod kei-

nen Kontakt mehr gepflegt habe. Der Beschwerdegegner habe im gleichen Haus 

wie †C._____ gewohnt und habe gemäss eigenen Aussagen eine gute Beziehung 

- 6 - 

zu ihm gehabt. Es liege somit auf der Hand, dass dem Beschwerdegegner in Be-

zug auf das Vorgehen nach dem Tod von †C._____ der Vorrang gebührt habe. 

Wenn auch das Verhalten des Beschwerdegegners als moralisch verwerflich ta-

xiert werden könnte, so fehle es doch an der Strafbarkeit gemäss Strafgesetz 

(Urk. 3/2 S. 4 f.). 

3.2. Die Beschwerdeführerin liess in ihrer Beschwerdeschrift im Wesentlichen 

entgegnen, die Staatsanwaltschaft verkenne, dass vorliegend nicht die Uneinig-

keit über die Totenfürsorge im Vordergrund stehe. Vielmehr habe der Beschwer-

degegner sie gar nicht darüber informiert, dass er die Asche des Vaters in der 

Töss verstreuen werde. Ihr Vater und der Beschwerdegegner seien sich in den 

letzten 20 Jahren nicht sehr nahe gewesen. Ihr Vater solle sich hauptsächlich im 

Tessin aufgehalten haben. Sie könne nicht glauben, dass der Beschwerdegegner 

mit ihrem Vater Gespräche betreffend den letzten Willen geführt habe. Indem die 

Staatsanwaltschaft festhalte, der Beschwerdegegner habe einen guten Kontakt 

zum Vater gehabt, stelle sie den Sachverhalt falsch fest. Sowohl sie als auch der 

Beschwerdegegner seien Berechtigte im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB. Ihr hätte 

zumindest die Befugnis zugestanden, sich zur Bestattung, der Gestaltung der To-

tenfeier sowie zur späteren Grabpflege zu äussern und ihre Meinung einzubrin-

gen. Durch das Vorenthalten der Asche sei ihr auch das Recht genommen wor-

den, sich von ihrem Vater zu verabschieden. Das Verhalten des Beschwerdegeg-

ners sei als Anmassung und rechtswidrige Verfügung über die Asche des verstor-

benen Vaters zu betrachten. Er habe durch seine eigenmächtige Bestimmung und 

Verwendung der Asche des Vaters und die unterlassene Information ihre Rechte 

beschnitten. Dies sei tatbestandsmässig im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB 

(Urk. 2 S. 5 ff.). 

4.1. Wer einen Leichnam oder Teile eines Leichnams oder die Asche eines To-

ten wider den Willen des Berechtigten wegnimmt, macht sich wegen Störung des 

Totenfriedens gemäss Art. 262 Ziff. 2 StGB strafbar. Die Wegnahme eines Leich-

nams oder eines Teils eines Leichnams oder der Asche ist unabhängig vom Motiv 

des Täters unter Strafe gestellt. Erfasst wird durch den Straftatbestand jede ei-

genmächtige Verfügung eines Unbefugten (BGE 112 IV 34 E. 2). Gemäss dem 

- 7 - 

Bundesgerichtsentscheid 1A.52/2000 vom 24. November 2000 setzt der Tatbe-

stand einen Bruch fremden Gewahrsams voraus (dortige E. 2d; vgl. zur Definition 

der Wegnahme: BSK StGB-Fiolka, a.a.O., Art. 262 N 46 ff.; Wohlers, Handkom-

mentar, 4. Aufl. 2020, Art. 262 N 5 sowie Schubarth, SHK Stämpflis Handkom-

mentar, 2007, Art. 262 N 62 ff.). Das Bundesgericht kam im Entscheid 1A.52/2000 

vom 24. November 2000 zum Schluss, dass die Anordnung und Durchführung der 

gesetzlich vorgeschriebenen Bestattung keine Wegnahme eines Leichnams sei, 

auch wenn unzutreffender Weise eine Bestattung ohne Trauerfeier angeordnet 

und das Recht der beschwerdeführenden Mutter eines totgeborenen Kindes auf 

Teilnahme an der Bestattung verletzt worden sei. In besagtem Fall war die Mutter 

des totgeborenen Kindes mit der Bestattungsart einverstanden gewesen (dortige 

E. 2d). 

4.2. In BGE 112 IV 34 betreffend die Wegnahme eines künstlichen Teils (Gold-

zahnbrücke) eines Leichnams ohne Einwilligung des Berechtigten hielt das Bun-

desgericht fest, dass wider den Willen des Berechtigten jede Wegnahme gelte, 

die ohne Zustimmung der Personen erfolge, denen die Bewahrung und die Obhut 

über den Leichnam zustehe. In besagtem Fall brauchte die zivilrechtliche Natur 

der "Berechtigten" nicht abgeklärt zu werden. Das Bundesgericht liess daher ins-

besondere unter Verweis auf BGE 101 II 177 offen, ob eine sachenrechtliche oder 

eher eine persönlichkeitsrechtliche, allenfalls auch eine öffentlich-rechtliche Be-

trachtungsweise zutreffe (E. 1c). 

In BGE 101 II 177 hat sich die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts im Zusam-

menhang mit einer Klage wegen Verletzung in den persönlichen Verhältnissen 

der Angehörigen eines Verstorbenen, dem zum Zwecke einer Transplantation ein 

Organ entnommen worden war, wie folgt geäussert: 

"Den Angehörigen eines Verstorbenen steht nach der in der Schweiz 
herrschenden Rechtsauffassung in den Schranken der öffentlichen 
Ordnung und der guten Sitten ein Bestimmungsrecht über dessen 
Leichnam zu. Dieses mit dem Eigentum vergleichbare, aber nicht vom 
Sachenrecht beherrschte Recht ist ein Ausfluss des allgemeinen Per-
sönlichkeitsrechts […]. Es beruht auf der engen Verbundenheit mit dem 
Verstorbenen und schützt die sich daraus ergebende besondere Ge-
fühlsbeziehung. Das Recht der Angehörigen, über den Leichnam zu 
bestimmen und unbefugte Eingriffe in diesen abzuwehren, ist allerdings 

- 8 - 

begrenzt durch das Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen selbst, zu 
seinen Lebzeiten über das Schicksal seines Leichnams und die Art der 
Bestattung zu verfügen. Soweit der Verstorbene von dieser Verfü-
gungsbefugnis Gebrauch gemacht hat, muss das Bestimmungsrecht 
der Angehörigen zurücktreten. Hat der Verstorbene jedoch hierüber 
keine Anordnungen getroffen, ist es grundsätzlich Sache seiner nächs-
ten Angehörigen, über das Schicksal des Leichnams zu entscheiden, 
allfällige Eingriffe wie eine Organentnahme oder Sektion zu gestatten 
sowie die Art und den Ort der Bestattung zu bestimmen. Dieses mit der 
sogenannten Totenfürsorge eng verbundene Recht steht den Angehö-
rigen um ihrer eigenen Persönlichkeit willen zu […] (BGE 101 II 177 
E. 5a). 

Das Bundesgericht äusserte sich hierbei auch zur Frage, wie es sich verhält, 

wenn der Verstorbene über mehrere Angehörige verfügt: 

"Hinterlässt ein Verstorbener mehrere nahe Angehörige, so stellt sich 
die Frage, welcher von ihnen dazu berufen sei, über das Schicksal des 
Leichnams zu bestimmen. […] Das Entscheidungsrecht der Angehöri-
gen beruht […] auf ihrer seelisch-geistigen Beziehung zum Verstorbe-
nen und auf ihrem Pietätsgefühl. Es entspräche der höchstpersönli-
chen Natur dieser Rechtssphäre nicht, wenn sich die Entscheidungsbe-
fugnis einfach nach der Erbfolgeordnung richten würde. Massgebend 
muss vielmehr die Stärke der Verbundenheit mit dem Toten sein. 
Wenn das Bestimmungsrecht über den Leichnam Teil des Persönlich-
keitsrechts der Angehörigen des Verstorbenen bildet, ist die Entschei-
dungsbefugnis richtigerweise in erster Linie demjenigen zuzuerkennen, 
der mit dem Verstorbenen am engsten verbunden gewesen war und 
der deshalb durch den Verlust am stärksten betroffen wurde […] 
(BGE 101 II 177 E. 5b). 

In BGE 111 Ia 231 bestätigte das Bundesgericht, dass die Entscheidungsbefugnis 

in erster Linie demjenigen zusteht, der am engsten mit dem Verstorbenen ver-

bunden war und daher am stärksten von dessen Ableben betroffen ist (E. 3b).  

Die Lehre nimmt Bezug auf die genannten BGE 101 II 177 und 111 Ia 231. Ge-

mäss dem Petit commentaire Code pénal ist Berechtigter gemäss Art. 262 Ziff. 2 

StGB in erster Linie der Erblasser selbst, der über das Schicksal seines Leich-

nams zu entscheiden hat. In Ermangelung einer Verfügung des Erblassers sind 

die anspruchsberechtigten Personen seine Verwandten und Angehörigen, insbe-

sondere unter ihnen die Person, die am engsten mit dem Erblasser verbunden 

war und deshalb am stärksten von seinem Tod betroffen war (Petit commentaire 

Code pénal, 2. Aufl. 2017, Art. 262 N 16). Gemäss Fiolka hingegen ist der Ver-

- 9 - 

storbene nicht Berechtigter im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB. Der Verstoss ge-

gen zu Lebzeiten gegebene Anordnungen des Toten in Bezug auf den Bestat-

tungsort oder Eingriffe in den Körper nach dem Tode falle nicht unter Art. 262 

StGB, wenn er durch Inhaber des Obhutsrechts erfolge (BSK StGB-Fiolka, a.a.O., 

Art. 262 N 51). Diese Inhaber seien in der Regel die Angehörigen des Verstorbe-

nen, wobei bei Uneinigkeit über das Vorgehen, demjenigen der Vorrang gebühre, 

der mit dem Verstorbenen am engsten verbunden gewesen sei, der die engsten 

seelisch-geistigen Beziehungen zu ihm gehabt habe und der demzufolge durch 

Eingriffe auch in seinem Pietätsgefühl am stärksten betroffen wäre (BSK StGB-

Fiolka, a.a.O., Art. 262 N 50). 

4.3. Erforderlich ist Vorsatz. Der Vorsatz kann insbesondere dann fehlen, wenn 

jemand mit der mutmasslichen Einwilligung des Berechtigten rechnet oder wenn 

jemand sich hinsichtlich seines Totensorgerechts irrt. Eventualvorsatz genügt 

(BSK StGB-Fiolka, a.a.O., Art. 262 N 57; vgl. auch Schubarth, a.a.O., Art. 262 

N 77). 

5.1. Der Beschwerdegegner gab anlässlich der polizeilichen Befragung vom 

2. Juli 2021 zu Protokoll, dass die Kremation sowie das anschliessende Verstreu-

en der Asche in der Töss dem Wunsch seines Vaters entsprochen habe. Sein Va-

ter habe die Beschwerdeführerin nicht dabei haben wollen. Nach der Bestattung 

sei seine Schwester vorbeigekommen und er habe ihr die Stelle gezeigt, wo die 

Asche verstreut worden sei. Bei der Zeremonie seien seine Frau und seine Kinder 

anwesend gewesen. Seine Familie und er hätten eng mit dem Vater zusammen-

gewohnt. Dessen Wohnung sei zu ihrer Wohnung nicht abgetrennt gewesen (Urk. 

6/3/1 S. 1 F/A 4). Sein Vater habe ein Wohnrecht in seinem Haus, das er, der Be-

schwerdegegner, ihm abgekauft habe, gehabt (Urk. 6/3/1 S. 5 F/A 32). Wenn sein 

Vater nicht gerade im Tessin gewesen sei, seien sie viel zusammengesessen 

(Urk. 6/3/1 S. 4 F/A 28). Im Jahr 1995 sei der Kontakt zu seiner Schwester abge-

brochen. Diese sei drogenabhängig gewesen (Urk. 6/3/1 S. 2 F/A 5). Gemäss 

seinem Vater hätten die Eltern der Beschwerdeführerin immer wieder Geld gege-

ben; als jedoch Geld gefehlt habe, sei der Beschwerdeführerin ein Hausverbot er-

teilt worden. Danach sei der Kontakt komplett abgebrochen (Urk. 6/3/1 S. 3 F/A 

- 10 - 

13). Er, der Beschwerdegegner, habe circa 26 Jahre lang keinen Kontakt zu sei-

ner Schwester gehabt; erst als sein Vater gestorben sei, habe er wieder von ihr 

gehört (Urk. 6/3/1 S. 2 F/A 7). Er habe die Polizei gebeten, die Telefonnummer 

der Beschwerdeführerin erhältlich zu machen. Er habe ihre Angaben nicht gehabt. 

Am 15. Mai 2020 habe er die Urne abholen können; am 17. Mai 2020 habe er die 

Asche in der Töss verstreut. Davor am 12. Mai 2020 habe er die Beschwerdefüh-

rerin über den Tod des Vaters informiert. Er habe seine Schwester über die Kre-

mation sowie darüber, was geschehen sei, informieren wollen. Aber sie habe ihn 

nicht reden lassen. Sie habe ihn auf üble Weise betitelt, weshalb er das Telefonat 

beendet habe. Die Beschwerdeführerin habe sich in der Folge nicht mehr bemüht 

anzurufen (Urk. 6/3/1 S. 3 F/A 14 und 18 sowie S. 4 F/A 22). Er habe nicht ge-

wusst, dass seine Schwester mit dem Vorgehen nicht einverstanden gewesen sei. 

Sie habe ihn ja nie gefragt. Er habe einfach den letzten Willen seines Vaters er-

füllt (Urk. 6/3/1 S. 8 F/A 59).  

Auch anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 17. November 

2022 erklärte der Beschwerdegegner, dass sein Vorgehen dem Wunsch seines 

Vaters entsprochen habe. Im Herbst, bevor sein Vater gestorben sei, habe ihm 

dieser gesagt, dass er, falls er nicht mehr nach D._____ gehe, nach E._____ zu-

rück wolle. Er habe ihm gesagt, dass er keine kirchliche Bestattung wolle und vor 

E._____ in der Töss verstreut werden wolle (Urk. 6/3/2 S. 3 f. F/A 8). Sein Vater 

sei in den letzten 20 Jahren vor seinem Tod sehr viel im Tessin gewesen (Urk. 

6/3/2 S. 5 F/A 18). Er sei ein sogenannter Jahrescamper gewesen. Er habe stets 

zwischen D._____ und F._____ gependelt (Urk. 6/3/2 S. 5 F/A 20). In den letzten 

drei Jahren sei er allerdings vermehrt zuhause gewesen (Urk. 6/3/2 S. 7 F/A 32). 

Anlässlich des Telefonats mit seiner Schwester habe diese nichts über die To-

desart, die Beerdigung etc. wissen wollen, sondern ihn nur beleidigt, was er scha-

de gefunden habe (Urk. 6/3/2 S. 8 F/A 39). Er habe das Erbe ausgeschlagen, um 

Streit mit seiner Schwester zu vermeiden (Urk. 6/3/2 S. 4 F/A 15). 

5.2. Die Beschwerdeführerin brachte anlässlich der polizeilichen Befragung vom 

18. Juni 2021 vor, das letzte Mal vor 26 Jahren Kontakt zu ihrem Vater gehabt zu 

haben (Urk. 6/4/1 S. 3 F/A 16). Sie habe Heroin gespritzt, worauf ihr Vater ihr ein 

- 11 - 

Hausverbot erteilt habe (Urk. 6/4/1 S. 2 F/A 7). Sie sei ab und zu eifersüchtig auf 

ihren Bruder gewesen, weil er immer die "Number One" gewesen sei (Urk. 6/4/1 

S. 2 F/A 8). Auf die Frage, was sie in jener Zeitspanne unternommen habe, um 

wieder Kontakt zu ihrem Vater aufzubauen, erwiderte sie: "nichts". Sie sei 15 Jah-

re lang drogenabhängig gewesen und habe in der Zeit versucht, ihr Leben wieder 

auf die Reihe zu bekommen (Urk. 6/4/1 S. 3 F/A 17). Etwa ein halbes Jahr vor 

dem Tod ihres Vaters habe sie versucht, Kontakt aufzunehmen, indem sie einen 

Nachbarn ihres Vaters aufgesucht habe (Urk. 6/4/1 S. 2 f. F/A 15).  

Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 17. November 2022 

brachte sie vor, ihr Bruder könne nicht beweisen, dass das Vorgehen dem 

Wunsch ihres Vaters entsprochen habe. Ihr Bruder und ihr Vater seien sich in den 

letzten 20 Jahren nicht sehr nahe gewesen; ihr Vater solle sich hauptsächlich im 

Tessin aufgehalten haben. Sie könne nicht glauben, dass ihr Bruder mit ihrem Va-

ter ein Gespräch betreffend den letzten Willen geführt habe (Urk. 6/4/2 S. 5 

F/A 17). Auf Vorhalt, der Beschwerdegegner habe sie am 12. Mai 2020 angerufen 

und das Telefonat abgebrochen, nachdem er beleidigt worden sei, sagte die Be-

schwerdeführerin: "Ja" (Urk. 6/4/2 S. 5 F/A 18).  

6. Der Beschwerdegegner war derjenige, welcher seinen Vater tot auffand 

(Urk. 6/3/2 S. 9 F/A 47). Er hatte hierauf Kontakt mit der Polizei, veranlasste die 

Kremation (Urk. 6/3/1 S. 3 F/A 14 und F/A 17) und kümmerte sich um weitere 

Formalitäten, wie das Abmelden der Fahrzeuge beim Strassenverkehrsamt 

(Urk. 6/4/1 S. 4 F/A 26) sowie die Abmeldung des Verstorbenen bei Versicherun-

gen, der Krankenkasse etc. (Urk. 6/3/2 S. 7 F/A 30). Er lebte mit seinem Vater im 

selben Haus; der Vater verstarb in jenem Haus (vgl. Urk. 6/2/2/3 S. 1). Die Be-

schwerdeführerin hingegen hatte unstrittig 26 Jahre lang keinerlei Kontakt zu ih-

rem Vater (Urk. 6/4/1 S. 3 F/A 16). Sie erklärte, der Beschwerdegegner sei die 

"Number One" des Vaters gewesen (Urk. 6/4/1 S. 2 F/A 8). Sie habe mehr auf der 

Seite ihrer Mutter gestanden, welche sich vom Vater habe scheiden lassen 

(Urk. 6/4/1 S. 3 f. F/A 21 und 34). Die Beschwerdeführerin wurde weiter unstrittig 

am 12. Mai 2020 von ihrem Bruder, dem Beschwerdegegner, über den Tod ihres 

Vaters informiert (Urk. 6/4/1 S. 1 F/A 4). Sie brachte nicht vor, dass sie anlässlich 

- 12 - 

jenes Gesprächs gefragt habe, wann die Beerdigung sei resp. mit ihrem Bruder 

habe diskutieren wollen, wie ihr gemeinsamer Vater bestattet werde. Sie bestätig-

te auf Vorhalt, dass das Telefonat beendet worden sei, nachdem sie ihren Bruder 

beleidigt habe (Urk. 6/4/2 S. 5 F/A 18). Angesichts dieser Umstände ist vor dem 

Hintergrund der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung und Lehre 

(siehe vorstehend E. II. 4.2.) nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft 

den Beschwerdegegner als Berechtigten im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB ansah 

resp. diesem den Vorrang vor der Beschwerdeführerin einräumte und infolgedes-

sen die Erfüllung des objektiven Tatbestands verneinte. Der Umstand, dass der 

gemeinsame Vater viel Zeit im Tessin verbracht haben soll, vermag an dieser 

Einschätzung nichts zu ändern. Selbiges gilt für den Umstand, dass die Be-

schwerdeführerin das Erbe annahm, der Beschwerdegegner es hingegen aus-

schlug. Es erübrigen sich daher Ausführungen zur Frage, ob sämtliche der bean-

standeten Handlungen resp. Unterlassungen überhaupt unter den Tatbestand der 

Störung des Totenfriedens im Sinne von Art. 262 Ziff. 2 StGB subsumiert werden 

könnten. 

7. Zusammenfassend hat die Staatsanwaltschaft zu Recht die Einstellung der 

Strafuntersuchung betreffend Störung des Totenfriedens verfügt. Folglich ist die 

Beschwerde diesbezüglich abzuweisen. 

III. 

1.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Urk. 2). 

1.2. Im Sinne einer Minimalgarantie hat gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV jede Per-

son, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Der Privat-

klägerschaft wird gemäss Art. 136 Abs. 1 StPO die unentgeltliche Rechtspflege 

gewährt, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Zivilklage 

nicht als aussichtslos erscheint. Aussichtslosigkeit ist anzunehmen, wenn die 

Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb 

kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (BSK StPO-Mazzucchelli/Postizzi, 

- 13 - 

a.a.O., Art. 136 N 14; Urteil des Bundesgerichts 1B_426/2020 vom 5. Januar 

2021 E. 3.3.2). 

1.3. Mit dem heutigen Entscheid in der Sache ist das Gesuch um Befreiung von 

einer Vorschussleistung hinfällig. Was das Gesuch um Befreiung von den Verfah-

renskosten und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung anbelangt, er-

weist sich der Standpunkt der Beschwerdeführerin nach dem Dargelegten (E. I. 

4.1. und II.) offensichtlich als unbegründet, weshalb sich die Beschwerde (wie 

auch eine allfällige Zivilklage) von vornherein als aussichtslos erweist. Dement-

sprechend ist das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege abzuweisen. 

2. Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b 

- d GebV OG auf Fr. 1'200.00 festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Infolge Unterliegens ist der Be-

schwerdeführerin weiter keine Entschädigung zuzusprechen. Der Beschwerde-

gegner hatte sich nicht vernehmen zu lassen; es besteht dementsprechend kein 

Entschädigungsanspruch. 

  

- 14 - 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. A. Flury) 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Be-

schluss. 

Sodann wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.00 festgesetzt und der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwältin lic. iur. X._____, zweifach für sich sowie die Beschwer-
deführerin (per Gerichtsurkunde) 

− Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, zweifach für sich sowie den Beschwer-
degegner 1, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (per Gerichtsurkun-
de) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Beilage einer Kopie von 
Urk. 2; gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 6; gegen Empfangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

- 15 - 

gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 15. September 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tagmann 
 
 
 

	Verfügung und Beschluss vom 15. September 2023
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird verfügt:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Beschluss.
	Sodann wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.00 festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwältin lic. iur. X._____, zweifach für sich sowie die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, zweifach für sich sowie den Beschwerdegegner 1, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2; gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 6; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000...