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**Case Identifier:** d7cd6178-d0e2-5e4d-820f-d771ae38217a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 02.11.2022 810 21 331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-331_2022-11-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 2. November 2022 (810 21 331) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Raumplanung, Bauwesen 
 
 
Quartierplanvorschriften "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" / Fabrikareal als Denkmal-
schutzobjekt / Planungsrechtliches Abwägungs- und Optimierungsgebot / Interessenab-
wägung zwischen dem Planungsgrundsatz der Siedlungsentwicklung nach innen und 
dem denkmalpflegerischen Erhaltungsinteresse 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Hans Furer, Daniel Ivanov, Daniel Noll, Gerichtsschreiber 
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte Baselbieter Heimatschutz, Beschwerdeführer, vertreten durch  
Michael Kunz, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Stadt Liestal, Rathausstrasse 36, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

 1. Schweizerische Sprengstoff-Aktiengesellschaft Cheddite, 
Beigeladene, vertreten durch Dr. Werner Wenger, Advokat 

 
2. A.____ AG, Beigeladene 
 
3. Öffentliche Pensionskasse B.____, Beigeladene 
 

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4. Öffentliche Pensionskasse C.____, Beigeladene 
 
5. Öffentliche Pensionskasse D.____, Beigeladene 
 
Beigeladene 2 – 5 vertreten durch Corina Ingold-Berger, Rechtsanwäl-
tin, und Oliver Reinhardt, Notar 

  
 

Betreff Quartierplanvorschriften "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" sowie 
Mutation "Parz. Nr. 2402 und 3227" zum Zonenplan Siedlung  
(RRB Nr. 1819 vom 14. Dezember 2021) 

 
 
 
 
A. Die Schweizerische Sprengstoff-Aktiengesellschaft Cheddite stellte ab dem Jahr 1912 
auf dem Areal zwischen dem Windental und der Ergolz am Rand der Gemeindegebiete von 
Liestal und Lausen Sprengstoffe her. Die Produktionsanlagen befanden sich im Windental, an 
der Ergolz standen unter anderem das Direktionsgebäude, Bauten für die Lagerung und den 
Fuhrpark sowie ein Haus mit Arbeiterwohnungen. Die Sprengstoffproduktion wurde im Jahr 
1978 eingestellt und der Standort im Jahr 1999 ganz aufgegeben, worauf das Areal brachlag. 
Die Gemeinden Liestal und Lausen unterstützten in der Folge die Bemühungen der Grundei-
gentümerschaft im Hinblick auf die Umnutzung des Firmengeländes zu einer Wohnüberbauung 
nach einheitlichem städtebaulichem Konzept, wobei eine erste Quartierplanung "Cheddite" aus 
dem Jahr 2004 zwar beschlossen und in Kraft gesetzt, aber aus Wirtschaftlichkeitsgründen 
nicht realisiert wurde. 
 
B. Der Quartierplan "Cheddite II, Teilgebiet Lausen" mit sechs Mehrfamilienhäusern wurde 
im Jahr 2017 beschlossen und in den darauffolgenden Jahren baulich verwirklicht. Der Einwoh-
nerrat Liestal beschloss seinerseits am 29. März 2017 die Quartierplanvorschriften "Cheddite II, 
Teilgebiet Stadt Liestal". Die dagegen vom Verein Baselbieter Heimatschutz erhobene Einspra-
che wurde vom Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), 
auf Beschwerde des Vereins hin geschützt und dem Quartierplan wurde die Genehmigung 
rechtskräftig verweigert (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht [KGE VV], vom 15. Mai 2019 [810 18 176]). Das Kantonsgericht erkannte, dass die Stadt 
Liestal eine ungenügende raumplanerische Interessenabwägung vorgenommen habe, weil sie 
die Interessen der Denkmalpflege übergangen habe. Obwohl im kultur- und bauhistorischen 
Inventar Cheddite auf den besonderen Wert der Bauten hingewiesen werde, was auf eine mög-
liche Schutzwürdigkeit des Ensembles bzw. von Objekten auf dem Areal hindeute, habe die 
Stadt keine denkmalpflegerischen Abklärungen unternommen und keine Fachbehörden in die 
Planung miteinbezogen. 
 
C. Am 23. Dezember 2020 beschloss der Einwohnerrat Liestal die Quartierplanvorschriften 
"Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" erneut, ohne dass er Änderungen an der ursprünglichen 
Planung vorgenommen hatte. Gleichzeitig überführte er Teile der Parzellen Nrn. 2402 und 
3227, Grundbuch (GB) Liestal, für die noch die Vorschriften des ersten Quartierplans "Cheddite" 

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galten, die aber von der zweiten Planung nicht mehr umfasst waren, in die Wohn- und Ge-
schäftszone WG 3 resp. Uferschutzzone. Der Planungsperimeter umfasst im fraglichen Teilge-
biet Liestal noch eine Gesamtfläche von rund 11'000 m2 auf den Parzellen Nrn. 1812 und 7461, 
GB Liestal, worauf vier Mehrfamilienhäuser mit bis zu 5 Vollgeschossen und insgesamt 89 
Wohneinheiten erstellt werden sollen. Es ist vorgesehen, dass von den im eingeholten denk-
malpflegerischen Gutachten als schützenswert eingestuften Altbauten der Sprengstofffabrik die 
Transformatorenstation mit Wasch- und Badehaus erhalten bleibt, das Verwaltungs- und 
Wohngebäude ist demgegenüber zum Abbruch freigegeben. 
 
D. Während der Planauflage erhob der Baselbieter Heimatschutz wiederum Einsprache, 
die im anschliessenden Verständigungsverfahren nicht erledigt werden konnte. 
 
E. Am 8. Juni 2021 unterbreitete die Stadt Liestal dem Regierungsrat die Quartierplanung 
und die Mutation der Zonenplanung zur Genehmigung und ersuchte um Abweisung der unerle-
digten Einsprache. 
 
F. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1819 vom 14. Dezember 2021 wies der Regie-
rungsrat die Einsprache des Baselbieter Heimatschutzes, soweit er darauf eintrat, als unbe-
gründet ab und genehmigte die Quartierplanvorschriften "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" 
sowie die Mutation der Parzellen Nrn. 2402 und 3227 zum Zonenplan Siedlung im Sinne der 
Erwägungen mit geringfügigen Änderungen und Ausnahmen. 
 
G. Gegen den Entscheid des Regierungsrats hat der Baselbieter Heimatschutz, vertreten 
durch Michael Kunz, Advokat, mit Eingabe vom 23. Dezember 2021 beim Kantonsgericht Be-
schwerde erhoben mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei unter o/e-Kosten-
folge aufzuheben und dem Quartierplan "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" sowie der Mutati-
on der Parzellen Nrn. 2402 und 3227 zum Zonenplan Siedlung sei die Genehmigung zu ver-
weigern. In der mit Eingabe vom 21. Februar 2022 ergänzten Beschwerdebegründung wird im 
Wesentlichen eine qualifiziert falsche Interessenabwägung gerügt. Das von der Planungsbe-
hörde eingeholte denkmalpflegerische Gutachten belege eine erhebliche Schutz- und Erhal-
tenswürdigkeit des Verwaltungs- und Wohngebäudes. Die Ermittlung der betroffenen Interessen 
durch die Stadt Liestal befasse sich zur Hauptsache mit den Interessen an der Verdichtung und 
inneren Siedlungsentwicklung. Die übrigen Interessen seien demgegenüber von untergeordne-
ter Bedeutung und würden im Grunde gar nicht abgewogen, wobei auch irrelevante Interessen 
berücksichtigt würden. Im ergänzenden Planungsbericht würden einfach die Vorteile der vorlie-
genden Quartierplanung aufgelistet, ohne zu untersuchen, ob diese Vorteile beim Erhalt des 
Verwaltungs- und Wohngebäudes wegfallen würden. Die Interessenabwägung sei rechtsfehler-
haft, wenn die Auswirkungen des Abbruchs anstatt des Erhalts auf die Überbaubarkeit und Nut-
zung des Areals geprüft würden. Nicht einmal ansatzweise werde zudem untersucht, ob der mit 
dem Erhalt des Gebäudes möglicherweise einhergehende Nutzungsverlust anderweitig kom-
pensiert werden könnte. Dieser angebliche Verlust werde im Übrigen nicht belegt und auch 
nicht quantifiziert. Das streitbetroffene Areal liege weiter absolut peripher, dessen Überbauung 
liege weder im Interesse der inneren Siedlungsentwicklung noch der Verdichtung. 
 

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H. Auf Antrag der von Amtes wegen zum Verfahren beigeladenen Schweizerischen 
Sprengstoff-Aktiengesellschaft Cheddite (Beigeladene 1) wurden mit Verfügung vom 
25. Februar 2022 zusätzlich die vier im Rubrum bezeichneten Vorsorge- und Versicherungsun-
ternehmen als Miteigentümerinnen der streitbetroffenen Parzelle Nr. 7461, GB Liestal, zum Ver-
fahren beigeladen (Beigeladene 2 - 5). 
 
I. Die Stadt Liestal stellt in der Vernehmlassung vom 22. April 2022 Antrag auf kostenfälli-
ge Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde. Die Rügen des Beschwerde-
führers beständen bei genauer Betrachtung aus gerichtlich nicht überprüfbaren Ermessensfra-
gen. Die Beschwerdebegründung setze sich auch nicht rechtsgenüglich mit den Erwägungen 
des angefochtenen Entscheids auseinander, so dass auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. 
Die streitgegenständliche Interessenabwägung der Stadt Liestal sei ohnehin unter Berücksichti-
gung aller relevanten Aspekte zweck- und rechtmässig erfolgt, weshalb die Beschwerde im Fal-
le des Eintretens auf jeden Fall abzuweisen sei. 
 
J. Die Schweizerische Sprengstoff-Aktiengesellschaft Cheddite, vertreten durch Dr. Werner 
Wenger, Advokat, beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 22. April 2022 die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde. Dies habe unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu geschehen. Sie bringt zusammengefasst vor, die zu beurteilende Be-
schwerde setze sich nicht substantiiert mit dem angefochtenen Entscheid auseinander und ge-
nüge damit der Begründungspflicht nicht. Die beanstandete Gewichtung der Interessen stelle 
daneben eine Ermessenfrage dar, die vom angerufenen Gericht nicht überprüft werden könne. 
Das Raumplanungsrecht schütze den planerischen Ermessensspielraum der Gemeinde. Die 
Gemeinde verfüge auch im Bereich des kommunalen Denkmalschutzes über einen erheblichen 
autonomen Entscheidungsspielraum. Die Erkenntnisse des denkmalpflegerischen Gutachtens 
sowie die Stellungnahmen der verschiedenen Fachbehörden seien in die vom Stadtrat Liestal 
vorgenommene Interessenabwägung eingeflossen. Die Ermittlung, Gewichtung sowie Abwä-
gung der Interessen sei unter Einbezug verschiedener Varianten einwandfrei erfolgt, wobei 
auch dem Heimatschutz grosses Gewicht beigemessen worden sei. Die Stadt Liestal sei dabei 
zur nicht zu beanstandenden Schlussfolgerung gekommen, dass die anzustrebende massvolle 
innere Verdichtung des Chedditeareals nur mit einem Abbruch des Verwaltungs- und Wohnge-
bäudes möglich sei. 
 
K. Die vier weiteren Beigeladenen, alle vertreten durch Corina Ingold-Berger und Oliver 
Reinhardt, Rechtsanwältin resp. Notar, haben am 22. April 2022 eine inhaltlich in allen wesent-
lichen Punkten identische Vernehmlassung eingereicht. 
 
L. Der Regierungsrat schliesst in seiner Stellungnahme vom 25. April 2022 auf Abweisung 
der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Auch er vertritt die Auffassung, dass aus der Be-
schwerdebegründung nur unzureichend hervorgehe, in welcher Hinsicht der Beschwerdeführer 
den angefochtenen Regierungsratsbeschluss als rechtsfehlerhaft erachtet. In der Sache hält 
der Beschwerdegegner an seinen Erwägungen fest, wonach die von der Stadt Liestal auf der 
Grundlage des denkmalpflegerischen Gutachtens durchgeführte Interessenabwägung als 

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rechtmässig erachtet werde und kein Grund für eine Nichtgenehmigung der verfahrensgegen-
ständlichen Quartierplanung erkennbar sei. 
 
M. Das Kantonsgericht nahm heute auf dem Quartierplanareal einen Augenschein vor, an 
welchem der von der Stadt Liestal beauftragte Kunst- und Architekturhistoriker, lic. phil. I 
E.____, sein denkmalpflegerisches Gutachten mündlich erläuterte. An der anschliessenden 
Parteiverhandlung zieht die Schweizerische Sprengstoff-Aktiengesellschaft Cheddite ihren 
Nichteintretensantrag zurück und verlangt neu die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 
Die übrigen Parteien halten an ihren schriftlich gestellten Rechtsbegehren fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Behandlung der Beschwerde ge-
geben. 
 
1.2 Zur Beschwerde befugt ist gemäss § 47 Abs. 1 lit. b VPO jede Person, Organisation 
oder Behörde, die durch besondere Vorschrift zur Beschwerde ermächtigt ist. § 25 des Geset-
zes über den Denkmal- und Heimatschutz (DHG) vom 9. April 1992 bestimmt, dass kantonale 
Heimatschutzorganisationen in den Belangen des Denkmal- und Heimatschutzes einsprache- 
und beschwerdeberechtigt sind, sofern sie seit mindestens fünf Jahren als juristische Person 
bestehen. Beim Verein Baselbieter Heimatschutz handelt es sich nach langjähriger kantonsge-
richtlicher Rechtsprechung um eine solche zur Verbandsbeschwerde berechtigte Organisation 
(vgl. KGE VV vom 15. Mai 2019 [810 18 176] E. 1.2; BLVGE 1995 Nr. 6.4 E. 1c). Da der Be-
schwerdeführer im konkreten Fall Anliegen des Heimatschutzes geltend macht, ist er gestützt 
auf § 25 DHG i.V.m. § 47 Abs. 1 lit. b VPO zur Beschwerdeerhebung legitimiert. 
 
1.3 Die Beschwerde ist zu begründen (§ 5 VPO). Auf nicht begründete Rechtsbegehren tritt 
das Kantonsgericht nicht ein (vgl. KGE VV vom 19. Oktober 2022 [810 21 265] E. 1.2; KGE VV 
vom 2. November 2021 [810 21 21] E. 5.3.2). Der Beschwerdeführer verlangt formell die Aufhe-
bung der vom Regierungsrat genehmigten Mutation der Parzellen Nrn. 2402 und 3227 zum Zo-
nenplan Siedlung. Die Beschwerdebegründung befasst sich indes mit keinem Wort mit dieser 
Mutation, so dass insoweit auf die Beschwerde mangels Begründung nicht eingetreten werden 
kann. Die Stadt Liestal und die Beigeladenen 2 - 5 erachten die Beschwerde sodann auch be-
züglich der Quartierplanung für mangelhaft begründet. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt wer-
den. Mehr als eine minimale sachbezogene Begründung verlangt § 5 VPO nicht. Insbesondere 
statuiert das Gesetz keine qualifizierte Substantiierungs- und Rügepflicht, wie sie zum Teil für 
Beschwerden an das Bundesgericht gilt (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGE] vom 21. No-
vember 2001 [810 01 261] E. 2d). Aus der Beschwerdebegründung geht vorliegend klar hervor, 
dass der Stadt Liestal eine fehlerhafte Interessenabwägung vorgeworfen wird, spezifisch eine 

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Missachtung der Interessen des Denkmalschutzes. Damit ist die Beschwerde rechtsgenüglich 
begründet. Dass in der Begründung bloss eine vom Kantonsgericht wegen der eingeschränkten 
Kognition nicht überprüfbare unangemessene Ausübung des Ermessens gerügt wird, trifft so-
dann nicht zu. Ob in der angefochtenen Planung die auf dem Spiel stehenden, für und wider 
das Vorhaben sprechenden öffentlichen und privaten Interessen richtig gegeneinander abge-
wogen worden sind, ist in erster Linie eine Rechtsfrage, die das Kantonsgericht grundsätzlich 
frei zu untersuchen hat (KGE VV vom 15. Mai 2019 [810 18 176] E. 1.4.3; BGE 146 II 347 
E. 3.5; BGE 145 II 70 E. 3.2; vgl. weitergehend zur Kognition nachfolgend E. 2). 
 
1.4 Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten, soweit die 
Quartierplanung angefochten ist. 
 
2. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde Rechts-
verletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (lit. a) und die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Die Beurtei-
lung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von hier nicht vorlie-
genden Ausnahmefällen - untersagt (lit. c). Damit ist dem Kantonsgericht eine Ermessens-
kontrolle im Zusammenhang mit raumplanerischen Akten verwehrt. Ausserdem auferlegt sich 
das Kantonsgericht in Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesgerichts bei der Auslegung 
unbestimmter Rechtsbegriffe Zurückhaltung, weil den kommunalen und kantonalen Behörden 
ein gewisser Beurteilungsspielraum zukommt, wenn der Entscheid Vertrautheit mit den tatsäch-
lichen Verhältnissen oder besondere Fachkenntnisse voraussetzt. In diesem Sinne erinnert 
auch Art. 2 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 1979 da-
ran, dass den nachgeordneten Behörden in der Auslegung unbestimmter Gesetzesbegriffe ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zusteht und dass daher auch im Rahmen einer Rechtskontrolle 
Zurückhaltung zu üben ist, soweit örtliche Verhältnisse in Frage stehen, welche die kantonalen 
oder kommunalen Behörden aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse besser beurteilen können. 
Die Zurückhaltung in kommunalen Belangen dient auch der Wahrung der Gemeindeautonomie 
(vgl. BGE 145 I 52 E. 3.6). Die Interventionsmöglichkeiten des Kantonsgerichts sind somit be-
grenzt und auf die Kontrolle von Rechts- und Sachverhaltsverletzungen beschränkt, wobei die 
Rechtsanwendung unter Beachtung der gebotenen Zurückhaltung überprüft wird (KGE VV vom 
3. April 2019 [810 18 220] E. 2.2; KGE VV vom 20. März 2013 [810 12 97] E. 2; BLKGE 2009 
Nr. 39 E. 2.3). Im Rechtsmittelverfahren ist ein Planungsentscheid daher zu schützen, wenn er 
sich als zweckmässig erweist, unabhängig davon, ob sich weitere, ebenso zweckmässige Lö-
sungen erkennen lassen. Eine Interessenabwägung, die mitspielende Interessen nicht miter-
fasst, unerhebliche Interessen berücksichtigt, die Interessen je für sich oder im Gesamtkontext 
falsch gewichtet oder ungenügend berücksichtigt, ist hingegen rechtsfehlerhaft und der kan-
tonsgerichtlichen Kontrolle zugänglich (KGE VV vom 15. Mai 2019 [810 18 176] E. 1.4.3). 
 
3. Im Streit und zu prüfen ist, ob der angefochtene Quartierplan auf einer rechtskonformen 
Interessenabwägung beruht, die den denkmalpflegerischen Erhaltungsinteressen genügend 
Rechnung trägt. 
 

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3.1 Die Raumplanung steuert die räumliche Entwicklung, insbesondere die Siedlungs- und 
Verkehrsentwicklung, vorausschauend und über einen längeren Zeithorizont. Bei der Erfüllung 
raumplanerischer Aufgaben haben die Planungsbehörden die im positiven Recht normierten 
Ziele und Grundsätze optimal zu berücksichtigen. Solche Planungsgrundsätze ergeben sich 
aus dem Bundesrecht und dem kantonalen Recht, namentlich umschreiben die Art. 1 RPG und 
Art. 3 RPG wesentliche Entscheidungskriterien und Zielvorgaben (vgl. KGE VV vom 18. Januar 
2017 [810 15 330] E. 6.5.1; BLKGE 2006 Nr. 37 E. 4g; BGE 115 Ia 350 E. 3d; BERNHARD 
WALDMANN/PETER HÄNNI, Kommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 3 RPG Rz. 10 ff.). 
Auch im Kontext der Sondernutzungsplanung kommt den Planungsgrundsätzen lenkender Cha-
rakter zu (KGE VV vom 14. August 2019 [810 18 292] E. 7.2.1; MICHAEL PLETSCHER, Der Ge-
staltungsplan i.e.S., Basel 2021, Rz. 451 ff.). Diese gesetzlichen Direktiven bilden ein komple-
xes, in sich selbst keineswegs konfliktfreies Zielsystem. Die einzelnen Planungsgrundsätze be-
anspruchen keine absolute Geltung, sondern sind im Rahmen einer umfassenden Interessen-
abwägung gegen andere, möglicherweise widersprechende Planungsgrundsätze und anderswo 
gesetzlich fixierte Zielvorschriften abzuwägen und im Einzelfall zu konkretisieren. Nach Art. 3 
Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 28. Juni 2000 haben die Behörden, denen bei 
Erfüllung und Abstimmung raumwirksamer Aufgaben Handlungsspielräume zustehen, alle be-
rührten Interessen zu ermitteln, diese einzeln zu beurteilen und dabei besonders die Vereinbar-
keit mit der anzustrebenden räumlichen Entwicklung und die möglichen Auswirkungen zu be-
rücksichtigen sowie den Interessen aufgrund der Beurteilung im Entscheid möglichst umfas-
send Rechnung zu tragen. Diese Interessenabwägung ist in der Begründung darzulegen (Art. 3 
Abs. 2 RPV). Der Abwägungsvorgang umfasst somit drei Gedankenschritte: In einem Selekti-
onsvorgang sind zunächst die rechtlich anerkannten und sachlich erheblichen Interessen zu 
ermitteln. Diese Interessen sind in einem nächsten Schritt unter Rückgriff auf rechtlich ausge-
wiesene Massstäbe und mit Blick auf die möglichen Auswirkungen zu beurteilen. Schliesslich 
sind die ermittelten Interessen zu optimieren, so dass sie mit Rücksicht auf die Beurteilung, die 
ihnen zuteil wurde, im Entscheid möglichst umfassend zur Geltung gebracht werden können. 
Gesucht sind ausgewogene Lösungen, die den beteiligten Interessen ein Maximum an Geltung 
eintragen und ein Minimum an Wirkungsverzicht aufnötigen (vgl. PIERRE TSCHANNEN, in: Aemi-
segger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 
Zürich 2019, Art. 3 RPG Rz. 21 ff.; BGE 148 II 36 E. 13.5; KGE VV vom 12. Juli 2022 [810 17 
198] E. 4.3). 
 
3.2 Im Nachgang zur kantonsgerichtlichen Nichtgenehmigung der ersten Quartierplanung 
(vgl. Sachverhalt lit. B) holte die Stadt Liestal ein externes Gutachten zur Schutzwürdigkeit der 
Sprengstofffabrik Cheddite ein und ergänzte danach ihren früheren Planungsbericht mit einer 
neuen Interessenabwägung. Sie ermittelte dabei die nachfolgenden für ihre Abwägung relevan-
ten Interessen (vgl. S. 3 des ergänzenden Planungsberichts): 
 
- Siedlungsentwicklung nach innen, also Verdichtung der bestehenden Siedlungsflächen 
- Kompakte Siedlung 
- Angemessene Wohnqualität 
- Einordnung in die Landschaft 
- Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr 

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- Natur- und Heimatschutz 
- Gewässerschutz 
- Vertrauensschutz der privaten Betroffenen (Grundeigentümer, Investoren) 
- Abstimmung der raumwirksamen Tätigkeiten mit der benachbarten Gemeinde Lausen und 

dem Kanton 
 
Der ergänzende Planungsbericht vom 30. Juni 2020 resümiert einleitend das denkmalpflegeri-
sche Gutachten und streicht heraus, dass der Interessenkonflikt mit dem Heimatschutz einzig in 
Bezug auf das im Gutachten als kommunal schützenswert bezeichnete Verwaltungs- und 
Wohngebäude bestehe, da die ebenfalls als erhaltenswert bezeichnete Trafostation mit ange-
bautem Wasch- und Badehaus erhalten bleibe. Werde das Verwaltungs- und Wohngebäude 
unter kommunalen Schutz gestellt oder dessen Erhalt mit der Quartierplanung gewährleistet, so 
habe eine solche Massnahme Auswirkungen auf die übrigen Planungsgrundsätze und ermittel-
ten Interessen. Am Standort des Verwaltungs- und Wohngebäudes seien zwei Baufelder für 
Neubauten bezeichnet. Damit werde eine Siedlungsverdichtung ermöglicht, welche in der 
Bauzone angestrebt werde. Die Verschiebung der vorgesehenen Baufelder unter gleichzeitiger 
Beibehaltung des Verwaltungs- und Wohngebäudes sei nicht möglich. Es stelle sich daher die 
Frage, ob das Interesse am Erhalt des Verwaltungs- und Wohngebäudes die raumplanerischen 
Interessen der inneren Siedlungsentwicklung überwöge. Die geplante Konzentration der Hoch-
bauten bringe den Vorteil mit sich, dass ein zentraler Freiraum zwischen den neuen Baufeldern 
östlich und westlich im Planungsperimeter und zwischen den beiden erhaltungswürdigen Bau-
ten Garage und Transformatorengebäude realisiert werden könne. Zudem würden die Voraus-
setzungen für eine zentrale Erschliessung für den motorisierten Individualverkehr wie auch für 
den öffentlichen Verkehr geschaffen. Neben diesen Vorteilen ermögliche der Abbruch des Ver-
waltungs- und Wohngebäudes einen ansprechenden Uferschutz entlang der Ergolz. Würde auf 
den Abbruch des Verwaltungs- und Wohngebäudes verzichtet, wäre eine solche Verdichtung 
nicht möglich. Mit dieser planerischen Massnahme könne die weitgehend brachliegende Fläche 
genutzt werden für die innere Siedlungsentwicklung. Gleichzeitig werde dem Natur- und Ge-
wässerschutz Rechnung getragen. In Anbetracht der Tatsache, dass gewichtige öffentliche In-
teressen für eine verdichtete Überbauung des Planungsperimeters sprächen, sei es vertretbar, 
wenn der Erhalt des Verwaltungs- und Wohngebäudes nicht gewährleistet werde und vom 
Schutz dieses Gebäudes abgesehen werde. Als Kompensation werde das Garagengebäude 
erhalten, welches zentral liege und als Bindeglied zu den schutzwürdigen Bauten im Windental 
diene. Es komme hinzu, dass eine sinnvolle Nutzung des bestehenden Verwaltungs- und 
Wohngebäudes sowie dessen Aussenraums nicht möglich sei, dies insbesondere aufgrund der 
Lärmbelastung. Das Konzept des zentralen Freiraumes rund um das Transformatorengebäude 
("Weidmattplatz") sei weiter ein Kernelement der Quartierplanung und als Kompensation für die 
Verdichtung erforderlich. Für den Erhalt des Verwaltungs- und Wohngebäudes müsste dieser 
zentrale Freiraum geopfert werden und die Baufelder für die Neubauten würden zwischen das 
Verwaltungs- und Wohnhaus sowie zwischen das ebenfalls schützenswerte Transformatoren-
gebäude platziert werden. Im konkreten Fall wöge das Interesse an der Verdichtung schwerer 
als der Erhalt des Verwaltungs- und Wohngebäudes. Mit der Beibehaltung des Transformato-
rengebäudes werde dem Heimatschutz im konkreten Fall genügend Rechnung getragen. Zum 
vorliegenden Ergebnis habe ein umfassendes Variantenstudium geführt, das in der Beilage 1 

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vom 22. Juni 2020 zusätzlich erläutert werde. Daneben seien im Übrigen auch die privaten Inte-
ressen der Grundeigentümer relevant. Diese hätten in Bezug auf den Denkmalschutz auf den 
Grundsatz der Planbeständigkeit vertrauen dürfen. Ihre finanziellen Interessen seien ebenfalls 
zu berücksichtigen. 
 
3.3 In der eben erwähnten Beilage 1 zum ergänzenden Planungsbericht wird weiter präzi-
siert, das Interesse an der Siedlungsentwicklung nach innen, an der Verdichtung der bestehen-
den Siedlungsflächen und die Zielsetzung einer kompakten Siedlung liessen sich unter dem 
Titel Innenentwicklung / Verdichtung zusammenfassen. Die Relevanz dieses Interesses sei auf 
der Grundlage der Zielsetzungen des revidierten Raumplanungsgesetzes als hoch einzustufen. 
Im Interesse einer anzustrebenden angemessenen Wohnqualität seien im Rahmen der konzep-
tionellen Bebauungsstudien die Aspekte eines auf die Bebauung abgestimmten Freiraumkon-
zepts bzw. der Umgebungsgestaltung und des Lärmschutzes für die zukünftigen Bewohnerin-
nen und Bewohner relevant. Die hohe Qualität des Wohnraums und des Wohnumfelds sei der 
Stadt ein wichtiges Anliegen, gleich wie das städtebauliche Interesse der Einordnung in die 
Landschaft. Die Abstimmung der raumwirksamen Tätigkeiten mit der benachbarten Gemeinde 
Lausen und dem Kanton sei sodann ein wichtiges Anliegen der koordinierten Siedlungsentwick-
lung. Das Interesse der Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr sei für die Untersuchung 
der Bebauungsvarianten nicht relevant, da die Heidenlochstrasse mit den Bushaltestellen oh-
nehin ausgebaut werde. Beim motorisierten Individualverkehr sei das Interesse als vergleichs-
weise gering einzustufen. Auch das Interesse des Naturschutzes sei untergeordnet, da für das 
Quartierplanareal keine schützenswerten Naturobjekte definiert worden seien. Dagegen sei den 
Interessen des Heimatschutzes gestützt auf das eingeholte Gutachten ein hoher Stellenwert 
einzuräumen. Ebenfalls hoch sei das Interesse des Gewässerschutzes zu bewerten. Schliess-
lich würden die wirtschaftlichen Interessen der Grundeigentümer und Investoren als mittel ein-
gestuft. Anschliessend werden in der Beilage verschiedene konzeptionelle Bebauungsvarianten 
mit und ohne Erhalt des Verwaltungs- und Wohngebäudes dargestellt und evaluiert, inwieweit 
die verschiedenen ermittelten Interessen darin jeweils Berücksichtigung finden. In dieser Evalu-
ation schneidet die nachmalig beschlossene Variante am besten ab. 
 
4. In einem ersten Schritt sind die von der Stadt Liestal ermittelten Interessen einer nähe-
ren Prüfung zu unterziehen. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, dass 
hauptsächlich irrelevante Kriterien Eingang in die Abwägung gefunden hätten. Es seien sach-
fremde Interessen berücksichtigt und grundsätzlich sachgerechte Interessen übermässig ge-
wichtet worden. 
 
4.1.1 Namentlich bestreitet der Beschwerdeführer ein massgebliches öffentliches Interesse an 
der Verdichtung der bestehenden Siedlungsfläche auf dem Quartierplanareal. Dieses liege ab-
solut peripher. Die Stadt Liestal verfüge zudem über ausreichend andere Baulandreserven an 
besserer Lage. Angesichts des in den letzten Jahren zunehmenden Leerwohnungsstands be-
stehe auch kein Bedarf nach zusätzlichen Wohnungen. Verglichen mit der gesamten Sied-
lungsentwicklung Liestals und den vorhandenen Baulandreserven sei vorliegend das Verdich-
tungsinteresse so verschwindend klein, dass ihm keine Bedeutung mehr zukomme. 
 

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4.1.2 Dem ist zu widersprechen. Das Raumplanungsgesetz des Bundes postuliert die Sied-
lungsentwicklung nach innen und damit verwandte Bestrebungen wie Verdichtung oder kom-
paktes Bauen bereits bei den Zielen der Raumplanung (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. abis und b RPG). 
Das Anliegen wird in Art. 3 Abs. 3 lit. abis RPG zusätzlich ausdrücklich als Planungsgrundsatz in 
der Siedlungsgestaltung aufgenommen. Auch der kantonale Richtplan weist die hochwertige 
Siedlungsentwicklung nach innen als generelles Raumentwicklungsziel innerhalb der bestehen-
den Bauzonen aus (vgl. Kantonaler Richtplan Basel-Landschaft, Objektblatt S 2.1). Siedlungs-
entwicklung nach innen im Sinne einer haushälterischen Bodennutzung steht für die Devise, 
wonach Siedlungen prioritär im bebauten Bestand wachsen sollen. Entsprechend sind zuerst 
die inneren Nutzungsreserven zu beanspruchen, bevor neues Bauland geschaffen wird. Ver-
dichtung meint auch die effizientere Nutzung bereits bebauter Areale durch Aufzonungen, 
Schliessung von Baulücken, Umnutzungen oder Erstellung von Ergänzungs- und Ersatzneu-
bauten. Unter dem Planungsziel der Siedlungsentwicklung nach innen wird mitunter grundsätz-
lich angestrebt, dass im Vergleich zum Ist-Zustand auf einer bestimmten Fläche mehr Personen 
leben bzw. arbeiten können, wobei trotz Verdichtungsmassnahmen eine angemessene Wohn-
qualität zu wahren ist (Urteil des BGer 1C_300/2020 vom 1. Dezember 2020 E. 2.5; PETER 
REBSAMEN, Nachhaltigkeit in der Bodennutzung und Förderung der Siedlungsentwicklung nach 
innen: Rechtliche Umsetzung, Zürich 2021, S. 145 ff.; TSCHANNEN, a.a.O., Art. 1 RPG Rz. 32 f.). 
Das Planungsziel gilt umfassend. Die vom Beschwerdeführer propagierte Kaskadenregelung, 
wonach Verdichtungsmassnahmen auf einem Areal erst im öffentlichen Interesse liegen, wenn 
alle übrigen Baulandreserven der Gemeinde ausgeschöpft sind und sämtliche besser dazu ge-
eigneten Gebiete bereits einer Nachverdichtung unterzogen worden sind, findet im Gesetz kei-
ne Stütze. So verstanden würde die Umsetzung des Verdichtungsgebots auf lange Sicht fak-
tisch blockiert. Wie die Beigeladenen deswegen zu Recht vorbringen, läuft das beschwerdefüh-
rerische Vorbringen der gesetzlichen Intention diametral zuwider. Die Gemeinden sind vielmehr 
im Grundsatz dazu angehalten, das gesamte eingezonte Bauland - und nicht bloss einzelne 
Teile - wann immer möglich und sinnvoll einer tatsächlichen resp. besseren baulichen Nutzung 
zuzuführen (vgl. REBSAMEN, a.a.O., S. 174 f.; BGE 143 II 476 E. 3.3). Quartierpläne bezwecken 
eine haushälterische Nutzung des Bodens (vgl. § 37 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugeset-
zes [RBG] vom 8. Januar 1998) und sind damit geeignete Instrumente, um die Siedlungsent-
wicklung nach innen voranzutreiben (vgl. PLETSCHER, a.a.O., Rz. 71). Anders als bei einer Neu-
einzonung ist bei verdichtetem Bauen im Rahmen von Sondernutzungsplanungen auch kein 
separater Bedürfnisnachweis erforderlich, war der Raumbedarf für die voraussichtliche bauliche 
Entwicklung doch schon bei der Richtplanung und später bei der Dimensionierung der Bauzo-
nen im Rahmen der Zonenplanung das massgebliche Kriterium (vgl. Art. 15 Abs. 1 RPG). Mit 
der genehmigten Grundnutzungsplanung hat der notwendige Raumbedarf für die Bautätigkeit 
innerhalb der Bauzone als ausgewiesen zu gelten. 
 
4.1.3 Dem Beschwerdeführer kann ausserdem nicht gefolgt werden, wenn er die Anzahl der 
im Quartierplan vorgesehenen Wohnungen ins Verhältnis mit der Gesamtwohnungszahl von 
Liestal setzt, um die behauptete unmassgebliche Bedeutung des Verdichtungsgrundsatzes im 
vorliegenden Fall zu illustrieren. Diese Betrachtungsweise würde zum widersinnigen Ergebnis 
führen, dass der Siedlungsverdichtung bei einem typischen Quartierplanprojekt zu Wohnraum-
zwecken umso tieferes Gewicht beizumessen wäre, je grösser die Gemeinde ist. Das Verdich-

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tungsgebot muss aber gerade im urbanen Raum und in Zentrumsgemeinden seine volle Wir-
kung entfalten können. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten besseren Möglichkeiten der 
inneren Verdichtung in anderen Gebieten von Liestal werden des Weiteren erst im Rahmen der 
Interessenabwägung im engeren Sinn relevant (vgl. hinten E. 6.5). 
 
4.1.4 Wenn der Beschwerdeführer weiter argumentiert, in erster Linie seien Siedlungszentren 
zu verdichten, das streitgegenständliche Quartierplanareal liege dagegen peripher, übergeht er 
in verschiedener Hinsicht die tatsächlichen Verhältnisse des vorliegenden Falls. Das Ortszent-
rum, die Liestaler Altstadt, ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 
von nationaler Bedeutung (ISOS) verzeichnet und geniesst einen Substanz- und Umgebungs-
schutz, der Verdichtungsbestrebungen weitgehend entgegensteht. Umso mehr muss es der 
Gemeinde zugestanden werden, sich ausserhalb der Altstadt baulich weiterzuentwickeln und 
Entwicklungsschwerpunkte zu definieren. Sodann kann von einer - mit der verwendeten Formu-
lierung zumindest suggerierten - Lage abseits des Siedlungsgebiets nicht die Rede sein. Das 
unmittelbar östlich und westlich an den Planungsperimeter angrenzende Land ist bereits mit 
Mehrfamilienhäusern überbaut, so dass eher von einer zu schliessenden Baulücke zu sprechen 
ist. Das Gebiet ist mit dem öffentlichen und für den privaten Verkehr erschlossen. Auch wenn 
durch die am südlichen Ufer entlang der Ergolz verlaufende Autobahn A22 eine Lärmvorbelas-
tung besteht, ist das brachliegende ehemalige Industrieareal prädestiniert für eine zweckmässi-
ge und hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen (vgl. HEINZ AEMISEGGER/SAMUEL 
KISSLING, in: Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, 
Art. 15 RPG Rz. 98; REBSAMEN, a.a.O., S. 151; Botschaft vom 20. Januar 2010 zu einer Teilre-
vision des Raumplanungsgesetzes, BBl 2010 1049, S. 1073). 
 
4.1.5 Bei den im ergänzenden Planungsbericht separat ausgewiesenen Interessen an der 
kompakten Siedlungsentwicklung, der angemessenen Wohnqualität und der Einordnung in die 
Landschaft handelt es sich im Prinzip um die Wiedergabe der gesetzlichen Anforderungen an 
einen Quartierplan, der aus einer Gesamtsicht der raumbedeutsamen Belange heraus über-
zeugen muss (vgl. § 37 Abs. 1 RBG, "eine haushälterische Nutzung sowie eine architektonisch 
und erschliessungsmässig gute, der Umgebung angepasste und auf die Wohnbedürfnisse der 
Bevölkerung ausgerichtete Überbauung"). Diese Begriffe beschreiben als Planungsgrundsätze 
Qualitätsmerkmale der Siedlungsentwicklung. Die Teilaspekte des einwandfreien Städtebaus 
sind zwar Ausdruck unterschiedlicher öffentlicher Interessen, vorliegend harmonieren sie je-
doch, so dass es sich erübrigt, sie separat zu betrachten und gegeneinander abzuwägen. Wie 
bei der Erschliessung mit dem öffentlichen und privaten Verkehr handelt es sich um mitzuden-
kende Aspekte der mit dem Quartierplan anzustrebenden hochwertigen Innenentwicklung (vgl. 
TSCHANNEN, a.a.O., Art. 1 RPG Rz. 31), die nur bei einer gesamtheitlichen Berücksichtigung im 
konkreten Fall ein gewichtiges Interesse an der baulichen Verdichtung zu begründen vermögen. 
Die vorliegend angefochtene Quartierplanung beruht unbestrittenermassen auf einem planeri-
schen Gesamtkonzept und beachtet die genannten Planungsgrundsätze. Die Stadt Liestal durf-
te dementsprechend dem Interesse an der Ausschöpfung der inneren Nutzungsreserve mittels 
Umnutzung des Areals einen hohen Stellenwert einräumen. 
 

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4.2 Mit Blick auf das planerische Gesamtkonzept betont die Stadt Liestal unter dem Stich-
wort der Abstimmung der raumwirksamen Tätigkeiten mit der benachbarten Gemeinde Lausen 
die Bedeutung einer koordinierten Siedlungsentwicklung. Sie wirft damit den Umstand, dass der 
Quartierplan auf dem Teilgebiet Lausen bereits verwirklicht wurde, als zusätzliches für die Rea-
lisierung des streitbetroffenen Quartierplans sprechendes Gewicht in die Waagschale. Ihr ist 
darin beizupflichten, dass die im Kontext der Ausübung raumwirksamer Tätigkeiten erarbeiteten 
Planungen im Rahmen der Planungspflicht unter den verschiedenen mit Planungsaufgaben 
betrauten Gemeinwesen und Behörden aufeinander abzustimmen sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 RPG). 
Dies bedingt eine grenzüberschreitende Denkweise und Zusammenarbeit. Im Bereich von 
raumrelevanten Bewilligungsverfahren und Sondernutzungsplänen, zwischen denen wie hier 
ein enger Sachzusammenhang besteht, verlangt das in Art. 25a RPG verankerte Koordinati-
onsgebot eine inhaltliche und verfahrensmässige Abstimmung der Planungen (vgl. WALDMANN/
HÄNNI, a.a.O., Art. 25a RPG Rz. 69 ff.). Im vorliegenden Fall liegt das Firmengelände der 
Chedditefabrik auf dem Gebiet zweier Gemeinden. Die dergestalt rechtlich getrennten Zustän-
digkeiten verhinderten die Verabschiedung eines einzelnen gemeinsamen Quartierplans. Erst 
recht wäre der nunmehr in zwei Hälften aufgeteilte Quartierplan aber nicht nur inhaltlich, son-
dern auch verfahrensmässig - namentlich im Rahmen der Genehmigung, spätestens aber noch 
vor der Umsetzung - zu koordinieren gewesen. Indem das Teilgebiet Lausen überbaut wurde, 
ohne die rechtskräftige Genehmigung für das inhaltlich mit Lausen abgestimmte Teilgebiet 
Liestal abzuwarten, unterblieb im vorliegenden Fall gerade die raumplanungsrechtlich geforder-
te Verfahrenskoordination. Dass die Zielsetzung der einheitlichen Gesamtüberbauung möglich-
erweise nicht mehr erreicht werden kann, haben die beiden Planungsgemeinden und die Inves-
toren als Bauherren sich selber zuzuschreiben. Die aus der Verletzung des Koordinationsge-
bots im vorliegenden Fall resultierenden Sachzwänge können ihnen nicht zum Vorteil gereichen 
und jedenfalls nicht dazu führen, dass dem öffentlichen Interesse an der Genehmigung der 
streitgegenständlichen Planung verstärktes Gewicht beigemessen wird. 
 
4.3 Unklar bleibt, was mit den im ergänzenden Planungsbericht angeführten Interessen am 
Natur- und Gewässerschutz genau ausgesagt werden soll. Die angefochtene Quartierplanung 
steht unwidersprochen im Einklang mit dem Bundesumweltrecht. Namentlich wird nicht in den 
(übergangsrechtlichen) Gewässerraum eingegriffen und werden die lärmrechtlichen Vorgaben 
eingehalten. Wie der Beschwerdeführer zutreffend vorbringt, ist ein hinreichender Lärmschutz 
wie auch die Achtung des Gewässerraums unabhängig von der Nutzungsdichte sowieso Vo-
raussetzung für die Realisierung einer Neuüberbauung. Da mit dem Quartierplan die raumpla-
nungsrechtlichen Grundregeln mit Umweltschutzcharakter eingehalten werden, stellt sich die 
Frage nicht, ob die Sondernutzungsplanung vorliegend von der Grundordnung hätte abweichen 
dürfen, wofür seinerseits eine umfassende Interessenabwägung erforderlich gewesen wäre 
(vgl. PLETSCHER, a.a.O., Rz. 606). So aber sprechen die vorliegend abstrakt bleibenden Inte-
ressen am Natur- und Gewässerschutz weder speziell für noch gegen das Projekt. 
 
4.4.1 Zu den von der Stadt Liestal ermittelten privaten Interessen der Grundeigentümerinnen 
und Investoren bemerkt der Beschwerdeführer zu Recht, dass in der Raumplanung kein An-
spruch darauf besteht, eine Liegenschaft möglichst gewinnbringend auszunützen. Den durch-
aus anzuerkennenden rein finanziellen Interessen der Investorinnen kann deshalb von Vornhe-

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rein kein grosses Gewicht beigemessen werden, zumal die Beigeladenen vor Kantonsgericht 
keinerlei weiterführende Angaben zu den geltend gemachten drohenden wirtschaftlichen Nach-
teilen machen und damit nicht behaupten, ihnen drohe ein grosser finanzieller Verlust (vgl. hin-
ten E. 6.6). 
 
4.4.2 Weiter wird der Grundeigentümerschaft von der Stadt Liestal ein durch den Grundsatz 
der Planbeständigkeit vermitteltes Vertrauensschutzinteresse zugebilligt. Im rechtskräftigen 
Quartierplan "Cheddite" aus dem Jahr 2004 seien keine Denkmalschutzobjekte verzeichnet 
gewesen, weshalb Investoren hätten darauf vertrauen dürfen, die streitgegenständliche Pla-
nung ebenfalls ohne entsprechende Einschränkungen umsetzen zu können. Diese Auffassung 
trifft nicht zu, wie der Beschwerdeführer zutreffend einwendet. Der Grundsatz der Planbestän-
digkeit (Art. 21 Abs. 2 RPG) gilt zwar für alle Nutzungspläne, sowohl für die Rahmennutzungs-
pläne (Zonenpläne) als auch für die Sondernutzungspläne (KGE VV vom 28. Januar 2015 [810 
13 396/398] E. 3.3; THIERRY TANQUEREL, in: Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: 
Nutzungsplanung, Zürich 2016, Art. 21 RPG Rz. 23). Das Vertrauen auf die Beständigkeit des 
Plans ist aber nur innerhalb des Planungshorizonts gerechtfertigt. Gemäss § 47 Abs. 3 RBG ist 
ein Quartierplan zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen, wenn mit der Überbauung nach 
Quartierplan nicht innert 5 Jahren seit der Genehmigung durch den Regierungsrat begonnen 
wird oder sie nur zu einem kleinen Teil verwirklicht ist. Beim Quartierplan gilt somit nach dem 
kantonalen Recht eine gesetzlich exakt festgelegte Lebensdauer. Wird auf der Grundlage eines 
Sondernutzungsplans nicht gebaut, kann sich ein Grundeigentümer nach dem Ablauf von fünf 
Jahren nicht mehr auf den Vertrauensgrundsatz berufen (vgl. auch BGE 116 Ib 185 E. 4b). Im 
Rahmen der danach vorgeschriebenen Überprüfung müssen zwischenzeitlich neu gewonnene 
relevante Erkenntnisse berücksichtigt werden und in einer allfälligen neuen Planfestsetzung 
zum Ausdruck kommen. Die Planänderung hat unter Einbezug aller aktuellen raum- und um-
weltrelevanten Gesichtspunkte und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Planungsgrundsät-
ze zu erfolgen (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 21 RPG Rz. 24; Urteil des BGer 1C_300/2020 
vom 1. Dezember 2020 E. 2.5). 
 
4.4.3 Die Belange des Denkmal- und Heimatschutzes waren im ursprünglichen Quartierplan-
verfahren "Cheddite" unbeachtet geblieben und es erfolgten hierzu soweit bekannt auch keiner-
lei behördliche Abklärungen. Durch die blosse diesbezügliche Untätigkeit der Planungs- und 
Genehmigungsbehörden sowie der Kantonalen Denkmalpflege wurde kein in die heutige Zeit 
nachwirkender spezieller Vertrauenstatbestand für die Grundeigentümer geschaffen (vgl. auch 
KGE VV vom 27. April 2016 [810 14 312] E. 8.4.1). Spätestens nachdem das kultur- und bau-
historische Inventar Cheddite vom 8. August 2014 die Chedditefabrik als architektonisch und 
industriegeschichtlich einzigartiges Kapitel der Liestaler Geschichte des 20. Jahrhunderts mit 
erhaltenswerten historischen Gebäuden bezeichnet hatte, durften die Beigeladenen nicht mehr 
darauf vertrauen, dass eine unter Ausklammerung von denkmalpflegerischen Kriterien betrie-
bene Planung Bestand haben würde. 
 
4.5 Schliesslich sind sich die Parteien im Grundsatz darin einig, dass zumindest Teile des 
Chedditeareals schützenswert sind und im vorliegenden Fall dem öffentlichen Interesse am 

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Denkmalschutz das ihm gebührende bedeutende Gewicht einzuräumen ist. Auf die konkret auf 
dem Spiel stehenden denkmalpflegerischen Anliegen ist nachfolgend vertieft einzugehen. 
 
5.1 Kanton und Gemeinden haben gemäss § 102 der Verfassung des Kantons Basel-
Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 den Auftrag, erhaltenswerte Landschafts- und Ortsbilder 
sowie Naturdenkmäler und Kulturgüter zu schützen. Das Gesetz über den Denkmal- und Hei-
matschutz setzt den verfassungsrechtlichen Schutzauftrag der Bewahrung des kulturellen Er-
bes auf Gesetzesstufe um. Das DHG bezweckt gemäss seinem § 1 die Schonung, den Schutz 
und die Sicherung von Ortsbildern und Kulturdenkmälern. Schutzobjekte sind Kulturdenkmäler, 
an deren Erhaltung wegen ihres kulturellen, geschichtlichen, künstlerischen, kunsthistorischen, 
städtebaulichen, volkskundlichen oder wissenschaftlichen Wertes ein erhebliches öffentliches 
Interesse besteht. Dazu gehören Ensembles, Einzelwerke und deren Fragmente sowie deren 
Ausstattung (§ 3 Abs. 1 DHG). Das Gesetz geht von einem modernen, breit gefassten Denk-
malbegriff aus. In der lediglich beispielhaften Aufzählung von § 4 DHG werden unter anderem 
öffentliche und private Bauwerke wie etwa Fabriken sowie in ihrer Gesamtheit schützenswerte 
Gruppen von Gebäuden (Ensembles) als mögliche Kulturdenkmäler aufgeführt. Die konstituie-
renden Elemente der Schutzwürdigkeit sind ein von Menschen geschaffenes materielles Werk 
und dessen kulturelle Bedeutung für die Nachwelt. Ein Objekt soll als Zeuge und Ausdruck ei-
ner historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben 
(KGE VV vom 4. November 2020 [810 20 65] E. 14.3; KGE VV vom 25. Oktober 2017 [810 15 
83] E. 4.3; VGE vom 13. September 2000 [810 99 229] E. 5a; WALTER ENGELER, Das Bau-
denkmal im schweizerischen Recht, Zürich 2008, S. 13 f.). Kommunal schützenswerte Kultur-
denkmäler werden durch Ausscheidung und Bezeichnung in Zonenplänen unter Schutz gestellt 
(§ 5 Abs. 1 lit. a DHG). 
 
5.2 Bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, hat eine sachliche, auf wis-
senschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung Platz zu greifen, welche den kulturellen, 
geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerks mitbe-
rücksichtigt (BGE 135 I 176 E. 6.2; BGE 126 I 219 E. 2e). Im konkreten Einzelfall wird deswe-
gen in der Regel ein denkmalkundliches Gutachten benötigt, um die vom Gesetz geforderten 
Abwägungen vornehmen zu können. Das Gutachten dient der Erfassung der zwei konstitutiven 
Denkmaleigenschaften, nämlich der materiellen Existenz (Authentizität) des Denkmals und dem 
Denkmalbeweis, der die bedeutungsvolle Spurenfülle, die der Gegenstand trägt, aufzeigt. Erst 
aus diesen beiden Elementen lässt sich die dritte rechtlich konstitutive Eigenschaft, das öffentli-
che Interesse, in der Güterabwägung sachlich richtig bewerten (KGE VV vom 15. Mai 2019 [810 
18 176] E. 3.4.2, ENGELER, a.a.O., S. 222). 
 
5.3 Der freischaffende Kunst- und Architekturhistoriker lic. phil. I E.____, Zürich, erstellte im 
Auftrag der Stadt Liestal das im vorliegenden Fall relevante denkmalpflegerische Gutachten 
vom Dezember 2019 zum Industrieareal der Sprengstofffabrik Cheddite. Das Gutachten hatte 
zum Ziel, die noch vorhandenen Fabrikgebäude und die Aussenräume auf dem Areal der ehe-
maligen Chedditefabrik in Lausen und Liestal nach Massgabe der Kriterien des Bauinventars 
Kanton Basel-Landschaft auf ihre denkmalpflegerische Schutzwürdigkeit zu überprüfen. Als 
Grundlage diente das von der Kunsthistorikerin Dr. phil. I F.____ erarbeitete kultur- und bauhis-

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torische Inventar Chedditefabrik vom August 2014. Das Inventar hatte die Sprengstofffabrik mit 
ihrem qualitätsvollen und repräsentativen Häuserensemble auf Liestaler Boden und der sicher-
heitsbedingt entfernt aufgebauten Produktionsstätte mit zahlreichen Einzelbauten als eine sel-
tene Zeugin der ersten Generation solcher Fabriken in der Schweiz bezeichnet, die architekto-
nisch und industriegeschichtlich ein ganz besonderes Kapitel der Liestaler Geschichte des 
20. Jahrhunderts geschrieben habe. Das denkmalpflegerische Gutachten bestätigt diese vorläu-
fige Einschätzung. Von 33 untersuchten Gebäuden identifizierte der Gutachter sechs Fabrik-
bauten, die er als schützenswert einstufte. Vier davon dienten der eigentlichen Sprengstoffpro-
duktion und befinden sich nördlich der Heidenlochstrasse im Windental auf dem Gemeindege-
biet von Lausen, wo sich zwei Zeilen meist kleinerer Bauten entlang des nur wenig bebauten 
zentralen Streifens aneinanderreihen. Auf Liestaler Boden steht auf dem streitbetroffenen Quar-
tierplanareal eine locker verteilte, stilistisch zusammenhängende Gruppe von insgesamt sieben 
Gebäuden (Heidenlochstrasse 112 bis 116) aus der Gründungszeit der Unternehmung, welche 
in der Fabrik übrige betriebliche Funktionen erfüllten. Aus dieser Gruppe stufte der Gutachter 
zwei Bauten, das Verwaltungs- und Wohngebäude (Heidenlochstrasse 112) sowie das Trans-
formatorenhaus und Wasch- und Badehaus (Heidenlochstrasse 116), als schützenswert ein. Im 
Gutachten wird zusammengefasst ausgeführt, die Chedditefabrik sei ein wesentlicher Teil der 
Liestaler Ortsgeschichte sowie der Industriegeschichte im Kanton Basel-Landschaft. Auf Kan-
tonsgebiet fänden sich keine direkt vergleichbaren Fabrikanlagen, die Sprengstofffabrik Cheddi-
te sei im Kanton einzigartig. Einige Gebäude der Fabrik seien aufgrund des hohen sozial- und 
wirtschaftsgeschichtlichen Werts, der besonderen städtebaulichen Bebauungsform und der zeit-
typischen architektonischen Gestaltung sowie auch der architekturgeschichtlichen Einschätzung 
schützenswert von kommunaler Bedeutung. Durch eine Unterschutzstellung sollten zumindest 
die bedeutendsten Kernbereiche und wenig veränderten Gebäude des Ensembles in der typo-
logischen Eigenart und Varietät der Fabrikanlage erhalten bleiben. Die Aussenräume seien da-
gegen kaum unterhalten worden und mittlerweile verwildert, weshalb sie keinen Schutzgegen-
stand mehr böten. Die sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung des Fabrikareals ergebe 
sich daraus, dass im Baselbiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Vielzahl spezialisierter In-
dustriebetriebe in unterschiedlichen Sparten existiert hätten. Sprengstofffabrik habe es aber nur 
diese eine gegeben. Die ab 1912 errichtete Fabrikanlage sei in ihrer Unterteilung in kleine, ein-
geschossige Einzelbauten und deren Situierung in einem Talboden städtebaulich exemplarisch. 
Die Bauten seien völlig auf die ebenso spezifische wie seltene Bauaufgabe ausgerichtet und 
Ausdruck des besonderen Industriezweigs. Andere im sonstigen Industriebau übliche bauliche 
Merkmale wie Hochkamin, lange Fensterreihen und Sheddächer fehlten bei der Chedditefabrik. 
Die Fabrikbauten entsprächen architektonisch der um die Jahrhundertwende Verbreitung fin-
denden Zweckarchitektur. Ihre Schmucklosigkeit respektive die Reduktion des Bauschmucks 
auf das Notwendige und Nützliche sei gleichsam Programm. Wie bei vielen Industrieensembles 
üblich zeichne sich das Verwaltungsgebäude durch eine höhere architektonische Gestaltung im 
Sinn der Repräsentation aus. Von der Liestaler Innenstadt herkommend bilde dieses Verwal-
tungs- und Wohngebäude den Auftakt im Chedditeareal. Damit habe es die Bedeutung eines 
Kopfbaus. Im zweigeschossigen Gründerbau geselle sich zu den im Erdgeschoss unterge-
brachten Direktions-, Besprechungs- und Büroräumen im Obergeschoss die Direktorenwoh-
nung. 1917 seien seitlich nach Nordwesten und 1956 nach Südwesten je ein eingeschossiger 
Bürotrakt angebaut worden; an letzteren schliesse wiederum abgewinkelt der Annex von 1960 

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an. Die drei aneinandergefügten, stilistisch erkennbaren Bauetappen wiesen auf das schrittwei-
se Wachstum des Unternehmens hin. Mit der in zeittypischer architektonischer Gestaltung ge-
haltenen Erweiterung des Verwaltungsgebäudes werde der gestiegene Bedarf an Verwaltungs-
tätigkeit vor Augen geführt. Mit dem Annexbau sei auch die Architektur der Nachkriegsmoderne 
im Gebäudeensemble vertreten. Das Verwaltungs- und Wohngebäude wie auch das Transfor-
matorenhaus und Wasch- und Badehaus seien im zeitgenössischen Heimatstil errichtet wor-
den. Das letztere Gebäude nehme auf dem Chedditeareal eine zentrale Position und auffällige 
Erscheinung ein. Der kirchenartige Aufbau mit aufrechtem Turm (Transformatorenhaus) und 
liegendem Trakt (Wasch- und Badehaus) verleihe dem Gebäude eine zeichenhafte Gestalt. 
Typologische Architekturmerkmale des Fabrikareals seien die Situierung abseits der Ortschaf-
ten, an natürlich geschützten Lagen wie einem Talgrund oder Waldrand, die Aufgliederung in 
einfache Kleinbauten und der gegenseitige Schutz der Bauten durch Schutzwälle. Im Vergleich 
mit den wenigen anderen Sprengstofffabriken in der Schweiz weise sich die Chedditefabrik in 
Liestal/Lausen als typologisch ausgeprägte, typische und gut erhaltene Sprengstofffabrik aus. 
 
5.4 Der Verfasser des Gutachtens führte als Auskunftsperson anlässlich des kantonsgericht-
lichen Augenscheins vor Ort ergänzend aus, beim Verwaltungs- und Wohngebäude handle es 
sich um den Hauptbau, den wichtigsten Bau auf dem Areal. Er sei das Gesicht der Produktions-
stätte und von der Architektur her der Erkennungsbau. Einzigartig sei nicht die Architektur des 
Hauses, sondern dessen Funktion in einer Sprengstofffabrik. Dazu gehöre auch der sorgfältig 
gestaltete Erweiterungsbau aus der Nachkriegszeit. Es gehe aber um die Gebäudegruppe als 
Ganzes. Seine Empfehlung mit sechs erhaltenswerten Gebäuden gehe darauf zurück, dass 
sich der Schutz auf eine intakte Gruppe von Gebäuden beziehen solle. Beim Verwaltungs- und 
Wohngebäude und dem Transformatorenhaus handle es um die wesentlichen Bauten auf 
Liestaler Boden. Es gehe um den Erhalt der Erkennbarkeit der Gesamtanlage. Dafür müsse der 
räumliche Bezug unter den Bauten spielen. Die einzelnen Teile sollten das Industrieareal als 
Ensemble verständlich machen. 
 
6. Aus der in Erwägung 4 vorgenommenen Auslegeordnung erhellt, dass bei der Ermittlung 
und Gewichtung der verschiedenen Interessen diverse kleinere Unzulänglichkeiten erkennbar 
sind. Korrekt betrachtet besteht der planerische Zielkonflikt im vorliegenden Fall zwischen den 
öffentlichen und privaten Interessen an einer hochwertigen Innenentwicklung des Chedditeare-
als und dem diesem im vorliegenden Fall entgegenstehenden denkmalpflegerischen Schutzan-
liegen. Die konfligierenden Interessen sind prinzipiell gleichrangig (so im Übrigen auch der er-
gänzende Planungsbericht der Stadt Liestal). Da keinem dieser Interessen a priori Vorrang vor 
den anderen zukommt, ist der Widerstreit dieser Interessen in einem nächsten Schritt mittels 
Güterabwägung aufzulösen. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, dass das 
denkmalpflegerische Anliegen in der von der Stadt Liestal vorgenommenen Abwägung in 
rechtsfehlerhafter Weise missachtet worden sei. 
 
6.1 Ausgangspunkt der Abwägung ist das von der Stadt Liestal eingeholte denkmalpflegeri-
sche Gutachten zum Industrieareal der Sprengstofffabrik Cheddite vom Dezember 2019. Die 
fachliche Qualifikation des Denkmalschutzexperten ist unstrittig gegeben. Die beiden kantona-
len Fachstellen für Ortsplanung (ARP/OP) und für Denkmalschutz (ARP/KD) halten das detail-

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lierte und umfassende Gutachten und dessen Schlussfolgerungen für in allen Punkten nach-
vollziehbar (vgl. Stellungnahme vom 13. Februar 2020). Dieser Einschätzung kann sich das 
Kantonsgericht anschliessen. Die oben in konzentrierter Form wiedergegebenen gutachterli-
chen Ausführungen sind gut verständlich, schlüssig und überzeugend. Etwas Anderes wird 
auch von den Parteien nicht vorgebracht. Darauf kann nachfolgend abgestellt werden. 
 
6.2.1 Vorab ist klarzustellen, von welchem Schutzobjekt vorliegend überhaupt auszugehen ist. 
Wie im Gutachten festgehalten wird - die Parteien aber teilweise zu übersehen scheinen -, geht 
es im vorliegenden Verfahren um den planerischen Schutz eines Ensembles (§ 4 lit. c DHG) 
und nicht um den Schutz des Verwaltungs- und Wohngebäudes als Einzelbaute (§ 4 lit. a 
DHG). Als Ensemble im Sinn des Natur- und Heimatschutzes bezeichnet man eine Gruppe von 
Gebäuden und Aussenräumen, die im Zusammenhang eine besondere denkmalkundliche Qua-
lität haben und als Gruppe wahrgenommen werden. Konstitutiv für das Schutzobjekt Ensemble 
ist das Zusammenwirken von Baukörpern und Freiräumen an einem bestimmten Ort, wodurch 
ein unverwechselbares charakteristisches und siedlungsgestalterisch besonderes architektoni-
sches Gepräge entsteht (vgl. ENGELER, a.a.O., S. 122 f.; MARCO KOLETSIS, Baudenkmal - Vo-
raussetzungen der Unterschutzstellung, Zürich 2022, Rz. 74). Zeugenqualität kommt nach den 
gutachterlichen Ausführungen vorliegend der Sprengstofffabrik Cheddite als solcher zu. Diese 
ist baulich praktisch vollständig erhalten geblieben. Für die Fabrik steht als Ensemble die stilis-
tisch zusammenhängende Gruppe von schützenswerten Gebäuden aus der Gründungszeit der 
Unternehmung. Die speziell situierte und konstruierte Fabrikanlage mit ihrem aussergewöhnli-
chen Zweck ist Abbild eines wesentlichen Kapitels der Liestaler Ortsgeschichte sowie der In-
dustriegeschichte im Kanton Basel-Landschaft. Sie ist ein wichtiges und - zumindest im Kanton 
Basel-Landschaft - einzigartiges industriekulturhistorisches Zeugnis und soll als solches die 
Erinnerung an die Epoche der industriellen Sprengstoffproduktion ab Beginn des 20. Jahrhun-
derts wachhalten. Die Sprengstoffindustrie ist heute wieder aus der Region verschwunden und 
droht im kollektiven Gedächtnis in Vergessenheit zu geraten. Bezüglich der Sprengstofffabrika-
tion ist die Bedeutung der Anlage gemäss den mündlichen Ausführungen des Gutachters sogar 
schweizweit. Als Repräsentanten des gutachterlich attestierten hohen sozial- und wirtschafts-
geschichtlichen Werts des Areals, der besonderen städtebaulichen Bebauungsform und der 
zeittypischen architektonischen Gestaltung sowie auch der architekturgeschichtlichen Einschät-
zung sollen zumindest die im Gutachten bezeichneten bedeutendsten Kernbereiche und wenig 
veränderten Gebäude des Ensembles in der typologischen Eigenart und Varietät der Fabrikan-
lage erhalten bleiben. Die übrigen Fabrikbauten sind entweder nicht typisch für die Spreng-
stofffabrik oder wurden erheblich verändert und sind deshalb nicht mehr in der ursprünglichen 
Form erhalten. Der Vollständigkeit halber ist darüber hinaus zu erwähnen, dass im Rahmen der 
realisierten Überbauung auf dem Gebiet der Gemeinde Lausen keine historischen Gebäude der 
Sprengstofffabrik abgebrochen wurden. 
 
6.2.2 Der gutachterlich empfohlene Schutzumfang beschränkt sich (mit Ausnahme der Ein-
gangshalle im Annexbau des Verwaltungs- und Wohngebäudes) auf das Äussere der bezeich-
neten Gebäude. Die nähere Umgebung innerhalb des Chedditeareals, insbesondere die zwi-
schen den besagten Gebäuden bestehenden grosszügigen Freiflächen und Gartenanlagen, fällt 
vorliegend nicht unter den Ensembleschutz, weil die auf Liestaler Boden sorgfältig nach dem 

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damals obwaltenden Reformprinzip von Licht, Luft, Sonne und Natürlichkeit gestaltete Aussen-
anlage (vgl. Kultur- und bauhistorisches Inventar Chedditefabrik vom 8. August 2014, S. 6) auf-
grund späterer Bautätigkeit und des eingetretenen Verfalls heute keine Zeugenqualität mehr 
aufweist. 
 
6.2.3 Die Empfehlung mit sechs erhaltenswerten Gebäuden geht darauf zurück, dass sich der 
Schutz auf eine intakte Gruppe von Gebäuden beziehen soll. Im Windental stehen die Produkti-
onsgebäude, welche wiederum in Bezug stehen zum in sicherer Distanz errichteten Verwal-
tungsgebäude und dem Transformatorenhaus. Die einzelnen Teile sollen das Ensemble ver-
ständlich machen. Darunter nimmt das Verwaltungs- und Wohngebäude eine zentrale Stellung 
im Industrieensemble ein. Das Verwaltungs- und Wohngebäude stellt als architektonischer Er-
kennungsbau den städtebaulichen Bezug zu Liestal her und fungiert als Gesicht der Produkti-
onsstätte. Das Gebäude ist - so der Gutachter anlässlich des Augenscheins - die wichtigste 
Baute auf dem Areal. Die denkmalpflegerische Bedeutung fliesst dabei weniger aus der archi-
tektonischen Qualität, auch wenn das Wohnhaus vom renommierten Zürcher Architekten Jakob 
August Arter (1874-1963) gekonnt im Heimatstil errichtet wurde und die späteren Erweiterungen 
ebenfalls eine eigene geschichtliche und architektonische Qualität aufweisen. Einzigartig und 
deshalb besonders schützenswert ist nicht die Architektur des Gebäudes, sondern dessen re-
präsentative Funktion im Rahmen der industriekulturhistorisch wertvollen Gesamtanlage der 
Sprengstofffabrik. Im Ergebnis unberechtigt ist die von den Beigeladenen bezüglich der Annex-
bauten am Fachgutachten vorgebrachte Kritik. Wenngleich die Anbauten von 1956 und 1960 
nicht die Expansion, sondern eher den Niedergang der Sprengstoffproduktion widerspiegeln 
mögen, weil die Räumlichkeiten im Zusammenhang mit dem Einstieg in die Kunststoffprodukti-
on durch die im Jahr 1959 neu gegründete Tochtergesellschaft Cheddite-Plastic AG stehen, so 
bezeugen die An- und Erweiterungsbauten aus anderen Epochen doch auch die historische 
Entwicklung und die Jahre des Umbruchs inmitten der Hochkonjunktur mit der späteren Diversi-
fikation der Fabrik (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 2 f.). Wie sich aus den schriftlichen und münd-
lichen gutachterlichen Stellungnahmen ergibt und sich am kantonsgerichtlichen Augenschein 
bestätigt hat, kommt dem Schutzobjekt Chedditeareal als Ensemble mit sechs erhaltenswerten 
Fabrikgebäuden ein erhebliches öffentliches Interesse am Erhalt zu. 
 
6.2.4 Dies gilt ungeachtet dessen, dass das Areal nicht im Inventar der kantonal geschützten 
Kulturdenkmäler (IKD, vgl. § 8 DHG) oder im von der Kantonalen Denkmalpflege geführten 
Bauinventar Kanton Basel-Landschaft (BIB) verzeichnet ist. Beide Inventare erheben keinen 
Anspruch auf eine lückenlose Erfassung des schützenswerten Baubestandes. Ein entspre-
chender Eintrag begründet zwar die Vermutung der Schutzwürdigkeit des darin verzeichneten 
Objekts. Die fehlende Inventarisierung lässt aber den Umkehrschluss einer mangelhaften Zeu-
geneigenschaft nicht zu (vgl. Urteil des BGer 1C_300/2011 vom 3. Februar 2012 E. 5.3.2). Es 
ist kein fachlicher Widerspruch, wenn ein schutzwürdiges Objekt im Inventar fehlt. Dazu kommt 
vorliegend, dass gemäss § 8 Abs. 1 DHG von Vornherein nur kantonal schützenswerte Kultur-
denkmäler in das IKD aufgenommen werden. Das BIB berücksichtigt als reines Hinweisinventar 
sodann lediglich Bauten und Anlagen, welche der obersten kommunalen Schutzkategorie zu-
geordnet werden sollen, wobei die Kantonale Denkmalpflege keine Beurteilung und Einstufung 
von Ensembles vornimmt (vgl. die Erläuterungen zum BIB unter https://www.baselland.ch/

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politik-und-behorden/direktionen/bau-und-umweltschutzdirektion/raumplanung/kantonale-
denkmalpflege/inventare/bib, zuletzt besucht am 28. Oktober 2022). Aus der Nichtinventarisie-
rung lässt sich im vorliegenden Fall somit nicht schliessen, dass dem Ensemble keine kommu-
nale Bedeutung zukommt. Immerhin lässt sich festhalten, dass das spezifisch für das streitge-
genständliche Areal erstellte kultur- und bauhistorische Inventar Cheddite vom 8. August 2014 
deutliche Hinweise auf eine Schutzwürdigkeit liefert. Weiter fand die Chedditefabrik Aufnahme 
in das Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920 INSA der Gesellschaft für 
Schweizerische Kunstgeschichte und sie ist im von der Schweizerischen Gesellschaft für Tech-
nikgeschichte und Industriekultur (SGTI) betriebenen Online-Inventar Industriekultur Schweiz 
verzeichnet. Dass im von Brigitte Frei-Heitz verfassten und vom Beschwerdeführer herausge-
gebenen Industriearchäologischen Führer Baselland (Basel 1995) die Fabrik keine Erwähnung 
findet, lässt sich - so der Gutachter auf Nachfrage - plausibel damit erklären, dass die Publikati-
on aus dem Jahr 1995 stammt, als die Disziplin der Industriedenkmalkunde noch wesentlich 
weniger weit entwickelt war, und dass die korrekte Einordnung für die Autorin als ausgebildete 
Kunsthistorikerin wohl schwierig war (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 5). 
 
6.2.5 Wie sich aus den Akten ergibt und sich am Augenschein zeigte, befinden sich sowohl 
das Verwaltungs- und Wohngebäude als auch das Transformatorenhaus derzeit in einem stark 
renovationsbedürftigen Zustand. Die original erhaltene Bausubstanz ist jedoch - anders als die 
historische Umgebungsgestaltung (vgl. vorne E. 6.2.1) - offenkundig intakt. Mangelnder Unter-
halt und Sanierungsbedürftigkeit allein bilden keinen Grund, der das öffentliche Interesse an der 
Erhaltung des historischen Originals schmälert (vgl. KOLETSIS, a.a.O., Rz. 201), zumal vorlie-
gend nur die intakte äussere Erscheinung der Gebäude das einheitsstiftende Element des In-
dustriedenkmals ausmacht. 
 
6.2.6 Das erhebliche öffentliche Interesse an der Erhaltung des Industriedenkmals wird 
schliesslich auch nicht dadurch relativiert, dass ihm der Gutachter kommunale und nicht etwa 
kantonale Bedeutung zuschreibt. Die Unterscheidung der Schutzobjekte als solche von kom-
munaler oder kantonaler Bedeutung sagt nichts über deren Schutzwert aus, sondern bestimmt 
lediglich die Zuständigkeiten (vgl. auch CHRISTOPH FRITZSCHE/PETER BÖSCH/THOMAS WIPF/
DANIEL KUNZ, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 1, 6. Aufl., Wädenswil 2019, S. 278; Urteil 
des BGer 1C_571/2020, 1C_573/2020 vom 2. Juni 2022 E. 6.2). Die Empfehlung einer lokalen 
Unterschutzstellung rührt im Übrigen daher, dass der Gutachter in einem Abwägungsprozess 
der starken Verankerung in Liestal als Industrieort einen höheren Stellenwert beimass als der 
überregionalen Bedeutung der Sprengstofffabrikation (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 3). Es mag 
zwar angesichts der Ausführungen zur überregionalen Bedeutung des Ensembles erstaunen, 
dass sich die Kantonale Denkmalpflege oder die kantonale Denkmal- und Heimatschutzkom-
mission nicht engagierter zeigten und nach Kenntnisnahme des Gutachtens Anstrengungen für 
einen besseren - allenfalls auch kantonalen - Schutz des Ensembles unternahmen. Dennoch ist 
darauf hinzuweisen, dass die kantonalen Fachbehörden, die personell eng mit der Kantonalen 
Denkmalpflege und der Kommission verflochten sind, die Stadt Liestal vergeblich aufforderten, 
die aus dem denkmalpflegerischen Gutachten gewonnenen neuen Erkenntnisse zu berücksich-
tigen und die Quartierplanung zu überarbeiten (vgl. Stellungnahme vom 13. Februar 2020). 
 

Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.3 Der streitgegenständliche Quartierplan sieht den Abbruch des Verwaltungs- und Wohn-
gebäudes zugunsten von zwei Baufeldern für Mehrfamilienhäuser vor. Die Stadt Liestal erachtet 
zusammen mit den Beigeladenen den dadurch bewirkten Eingriff in das denkmalpflegerisch 
schutzwürdige Objekt für vertretbar, weil die übrigen als erhaltenswert eingestuften Gebäude 
beibehalten würden. Dieser Einschätzung liegt jedoch ein falsches Verständnis des Denkmal-
begriffs resp. des vorliegenden Schutzobjekts zugrunde. Eine Auswahl unter verschiedenen 
schutzwürdigen Bauten aus Gründen der Verhältnismässigkeit scheidet aus, wenn eine Gebäu-
degruppe als solche schutzwürdig erscheint. Es liegt deshalb entgegen der Vorinstanz auch 
nicht im reinen Planungsermessen der zuständigen Behörden von Liestal, ob alle schützens-
werten Bestandesbauten tatsächlich auch geschützt und erhalten werden sollen. Der Gutachter 
hat diese Auswahl bereits getroffen, indem er nur die für die Zeugnisfunktion aussagekräftigsten 
und bedeutendsten Bauwerke auf dem Fabrikareal als schützenswert einstufte. Da es sich vor-
liegend um ein erhaltenswertes Ensemble handelt, verlöre das Industriedenkmal mit dem Ver-
waltungs- und Wohngebäude seinen zentralen räumlichen Bezugspunkt und damit seinen Ge-
samtcharakter, wodurch es entscheidend an Aussagekraft einbüssen würde. Der Abriss würde 
den mündlichen gutachterlichen Ausführungen zufolge die Erkennbarkeit der Gesamtanlage 
und damit das Schutzobjekt Chedditeareal praktisch zerstören, zumindest aber so stark be-
schädigen, dass der Schutz der übrigen Gebäude - und damit des Ensembles - keinen Sinn 
mehr ergäbe. Anders als die Stadt Liestal und die Beigeladenen meinen, lässt sich der Verlust 
der Hauptbaute denkmalschützerisch nicht mit dem Erhalt anderer historischer Bauten der Fab-
rik kompensieren (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 3 f.). Dass das (entgegen dem ergänzenden 
Planungsbericht) nicht als schutzwürdiger Bestandteil des Areals eingestufte Garagengebäude 
mit der vorliegenden Planung erhalten bleiben soll, ändert deswegen nichts an der Schwere des 
Eingriffs in das schützenswerte Objekt. 
 
6.4.1 Die Stadt Liestal untersuchte in der Beilage zum ergänzenden Planungsbericht eine Be-
bauungsvariante mit vollständigem Erhalt des Ensembles, die eine Reduktion des Volumens 
des neben dem Verwaltungs- und Wohngebäude geplanten Neubaus vorsieht und das konzep-
tuelle Kernelement des zentralen Freiraums beibehält ("Bebauungsvariante 2", S. 17 ff.). In der 
Folgenabschätzung wird im Wesenlichen ausgeführt, mit dem Erhalt des Verwaltungsbaus und 
der Unterschutzstellung resultiere eine Mindernutzung des Areals. Die geforderte Innenentwick-
lung und die haushälterische Nutzung des Bodens seien aber auch mit der geringeren bauli-
chen Dichte gewährleistet. Eine teilweise Realisierung sei möglich und stehe nicht im Wider-
spruch zum Gesamtkonzept. Möglicherweise wäre aber die Realisierung aufgrund der Min-
dernutzung aus wirtschaftlichen Gründen in Frage gestellt. Der Neubau mindere die Lesbarkeit 
des Ensembles und insbesondere die Verbindung des Verwaltungsbaus zum Fabrikationsteil im 
Windental. Ohne wertschöpfende Nutzung des Verwaltungs- und Wohngebäudes würde der 
Bau der Lärmschutzwand im dortigen Bereich aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn ma-
chen und vermutlich nicht realisiert werden. 
 
6.4.2 Die Überlegungen der Stadt Liestal sind erkennbar von der Sorge getragen, dass die 
Investoren bei einer weniger hohen baulichen Ausnutzung auf eine Umnutzung des Firmenare-
als gänzlich verzichten könnten - wie dies offenbar beim früheren Quartierplan "Cheddite" der 
Fall war -, womit das Gelände dann weiterhin brachläge und dem Zerfall preisgegeben bliebe. 

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Entsprechende Aussagen oder in diese Richtung deutende Rentabilitätsberechnungen befinden 
sich allerdings nicht bei den Akten. Die blosse Mutmassung, dass die Eigentümerinnen der In-
dustriebrache bei einem tieferen Ausnutzungspotential auf jegliche Revitalisierungsmassnah-
men verzichten könnten, genügt jedenfalls nicht für den Schluss, dass die gewünschte Umnut-
zung und Siedlungsverdichtung nicht auch mit einem neuen, redimensionierten und dem erhal-
tenswerten Ensemble Rechnung tragenden Projekt erreicht werden könnte. Ebenfalls spekulativ 
ist die Annahme, dass auf eine weitere Nutzung des Verwaltungs- und Wohngebäudes verzich-
tet werden könnte, weil sich der Bau einer Lärmschutzwand (entlang der A22) in diesem Fall 
nicht lohnen würde. Tatsache ist, dass die Liegenschaft zur Nutzungsoptimierung im Innern 
praktisch frei umgebaut und anschliessend auch zu Wohnzwecken neu genutzt werden könnte. 
Beide erhaltenswerten Gebäude im Quartierplanperimeter lassen sich durch eine geschickte 
Umnutzung durchaus gewinnbringend in eine Gesamtplanung integrieren, wie dies der ange-
fochtene Quartierplan im Falle des Transformatorenhauses (das als Quartierzentrum am neu 
geschaffenen Weidmattplatz dienen soll) unter Tatbeweis stellt. 
 
6.4.3 Auch die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid davon aus, dass etwa im Rah-
men eines Wettbewerbs städtebauliche, kulturgeschichtliche und freiräumliche Lösungen ge-
funden werden könnten, welche sowohl die schützenswerten Bauten in einen überzeugenden 
Kontext mit Neubauten zu stellen vermögen wie auch die heutigen Anforderungen an Bebauun-
gen erfüllen (vgl. RRB Nr. 1819 vom 14. Dezember 2021, S. 8 f.). 
 
6.4.4 Wesentlich ist im vorliegenden Zusammenhang, dass eine zweckmässige und hochwer-
tige Siedlungsentwicklung nach innen unter gleichzeitigem Erhalt des Ensembles denkbar ist, 
obschon damit unweigerlich ein gewisser Nutzungsverzicht einhergeht. Dieser ins Auge ste-
chende Nachteil wird vom Beschwerdeführer zu Unrecht in Abrede gestellt. Der Gutachter und 
der anwesende Vertreter der Kantonalen Denkmalpflege gingen am gerichtlichen Augenschein 
darin einig, dass die zwischen den einzelnen zu schützenden Bauten des Ensembles beste-
henden Freiflächen genutzt und die nicht schutzwürdigen Altbauten abgerissen werden dürfen, 
solange die Planung Rücksicht auf das denkmalpflegerische Schutzanliegen nimmt und die 
Neubauten nach dem Ensemble ausgerichtet werden (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 6). Auch 
der Beschwerdeführer verschliesst sich im Übrigen einer derartig neukonzipierten Umnutzung 
nicht. Mangels konkreter Angaben in den Vorakten oder in den Parteivorbringen ist - unter Ein-
bezug des Verwaltungs- und Wohngebäudes - schätzungsweise von einer Einbusse von rund 
einem Drittel der nutzbaren Geschossfläche gegenüber dem streitgegenständlichen Plan aus-
zugehen. Es ist weder behauptet, geschweige denn nachgewiesen, dass ein Projekt unter die-
sen Bedingungen wirtschaftlich geradezu verunmöglicht würde. 
 
6.5 Der haushälterische Umgang mit dem Boden und die Verdichtung sind an sich gewichti-
ge öffentliche Interessen. Es ist nicht generell unzulässig, bei der Suche nach Möglichkeiten für 
eine Siedlungsentwicklung nach innen und eine bauliche Verdichtung auch den Abbruch denk-
malpflegerisch interessanter Objekte in Betracht zu ziehen. Gerade in Fällen, wo es um die Un-
terschutzstellung eines grösseren Areals geht und zudem ein erhebliches Verdichtungspotential 
besteht, dürfen solche Möglichkeiten nicht vorweg ausser Betracht fallen (vgl. BGE 147 II 125 
E. 9.3). Allerdings stiftet das Planungsziel keinen Freipass zur Missachtung der Belange des 

Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Natur- und Heimatschutzes (KGE VV vom 7. September 2022 [810 21 147] E. 6.3.3). Ansons-
ten könnte das Argument der hohen Gewichtung des Verdichtungsinteresses gerade den kom-
munalen Denkmalschutz faktisch aushebeln, besteht doch in Bauzonen regelmässig - und ge-
rade in älteren Quartieren - ein Verdichtungspotential. Der Erhalt historischer Bausubstanz be-
dingt fast immer den Verzicht auf eine maximale Ausnutzung des Bodens. Zudem ist dem Be-
schwerdeführer darin zu folgen, dass in Liestal andere Möglichkeiten bestehen, eine maximale 
innere Verdichtung in Bereichen zu erreichen, wo sie nicht in einem ausgeprägten Konflikt mit 
dem Denkmalschutz steht (vgl. BGE 147 II 125 E. 9 und E. 12; Urteil des BGer 
1C_679+680/2021 vom 23. September 2022 E. 5.9; Urteil des BGer 1C_514/2020 vom 5. Mai 
2021 E. 9.5). 
 
6.6 Soweit die Stadt Liestal auf die mit der Umnutzung generierte Wertschöpfung und die 
Beigeladenen auf ihr finanzielles Interesse an einem rentablen Immobilienprojekt hinweisen, 
sind diese ebenfalls zu berücksichtigen. Rein finanzielle Interessen können jedoch bei ausge-
wiesener Schutzwürdigkeit eines Objekts für sich genommen nicht ausschlaggebend sein. Ren-
tabilitätsüberlegungen sind dabei umso geringer zu gewichten, je schutzwürdiger eine Baute ist. 
Selbst sehr grosse finanzielle Interessen der Grundeigentümer müssen gewichtigen öffentlichen 
Interessen des Denkmalschutzes weichen, weil sonst das Gemeinwesen kaum noch Bauten 
unter Schutz stellen könnte (BGE 147 II 125 E. 10.4; BGE 126 I 219 E. 2c; Urteil des BGer 
1C_571/2020, 1C_573/2020 vom 2. Juni 2022 E. 6.6.5; Urteil des BGer 1C_514/2020 vom 
5. Mai 2021 E. 9.1). Angesichts des starken Denkmalschutzinteresses und nachdem die Beige-
ladenen keine sehr grossen finanziellen Nachteile geltend machen, kann ihren monetären Inte-
ressen an einer höchstmöglichen Ausnutzung des Areals keine das Abwägungsergebnis mass-
geblich beeinflussende Bedeutung zuerkannt werden. 
 
7.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Stadt Liestal den planerischen Zielkonflikt zwi-
schen den ebenbürtigen Interessen an einer hochwertigen Innenentwicklung und dem Erhalt 
(eines Kernbereichs) des Chedditeareals in einer Weise aufgelöst hat, die das Anliegen des 
Denkmalschutzes im Ergebnis vollkommen verdrängt, weil die angefochtene Planung zu einer 
Zerstörung des Schutzobjekts führt. Wie vorne bereits festgehalten wurde, ist es aber das Ziel 
der Interessenabwägung, das Projekt so zu optimieren, dass alle Interessen möglichst umfas-
send berücksichtigt werden (so ausdrücklich Art. 3 Abs. 1 lit. c RPV). Ein Quartierplan leistet 
nicht bereits dann den geforderten Beitrag zum einwandfreien Städtebau, wenn er dem- oder 
denjenigen Interessen, welche die Gestaltungsplanung in erster Linie veranlassen, umfassend 
Rechnung trägt. Vielmehr muss er im Endeffekt sämtlichen im Einzelfall betroffenen Anliegen 
insgesamt die maximale Geltung eintragen (PLETSCHER, a.a.O., Rz. 70). Für die Siedlungsent-
wicklung ist somit anzustreben, dass eine massvolle innere Verdichtung ohne schwerwiegende 
Beeinträchtigung von Denkmalschutzobjekten erreicht wird. Dies ist im vorliegenden Fall mög-
lich: Wie vorstehend aufgezeigt wurde, ist auf dem Chedditeareal eine sinnvolle Umnutzung 
und bauliche Verdichtung mit hoher städtebaulicher Qualität realisierbar, ohne dass eines der 
als erhaltenswert qualifizierten Gebäude des Ensembles dafür weichen müsste. Die sich daraus 
ergebenden Nutzungseinschränkungen sind moderat und (auch) den Grundeigentümerinnen 
zumutbar. Indem die Stadt Liestal bei ihrer Interessenabwägung dem Planungsziel der Verdich-
tung absoluten Vorrang vor dem Denkmalschutz einräumte, versäumte sie es, alle beteiligten 

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Interessen adäquat zum Zug kommen zu lassen. Ihre Lösung ist unausgewogen und verfehlt 
den bundesrechtlich geforderten Interessenausgleich, weil sie ohne Not das Interesse am Er-
halt eines bedeutenden Industriedenkmals beiseiteschiebt. Dieses Abwägungsmissverhältnis 
macht ihre Interessenabwägung im engeren Sinn im Ergebnis rechtsfehlerhaft. 
 
7.2 Daran ändert auch die Berufung auf die Gemeindeautonomie nichts. Die Gemeinde un-
tersteht dem verfassungs- und gesetzmässigen Auftrag, erhaltenswerte kommunale Kulturgüter 
zu schützen. In Fachfragen des Denkmalschutzes verfügen die kommunalen Planungsbehör-
den im Allgemeinen über keine besonderen Kenntnisse, welche ihnen eine bessere Beurteilung 
der Situation erlauben würden. Wie das Kantonsgericht dürfen auch sie sich nicht ohne triftige 
Gründe über die Feststellungen eines Fachgutachtens zu den denkmalpflegerischen Qualitäten 
eines Schutzobjekts hinwegsetzen (vgl. KGE VV vom 25. Oktober 2017 [810 15 83] E. 4.3; Ur-
teil des BGer 1C_75/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 7.3; DOMINIK BACHMANN, Denkmalgutach-
ten, PBG aktuell 2017, S. 15 f.; ENGELER, a.a.O., S. 224). Entgegen ihrer Auffassung, die sich 
auch die Vorinstanz und die Beigeladenen zu eigen machen, bewegte sich die Stadt Liestal mit 
ihrer Interessenabwägung nicht mehr innerhalt des von den übergeordneten Instanzen zu res-
pektierenden Planungsermessens. Es steht ihr vorliegend nicht zu, sich in dieser Absolutheit für 
die Verdichtung zu entscheiden und dafür das Denkmal zu opfern. 
 
7.3 Die Gemeinde scheint in diesem Zusammenhang ohnehin zu übersehen, dass Denkmä-
ler zur Identität eines Orts gehören. Diesem Qualitätsmerkmal kommt bei höherer Dichte erst 
recht eine wichtige Rolle zu (RUDOLF MUGGLI, Verdichtet bauen! - Postulat und Rechtswirklich-
keiten, in: Institut für Schweizerisches und Internationales Baurecht [Hrsg.], Schweizerische 
Baurechtstagung 2013, Freiburg 2013, S. 163). Die Entscheidungsfreiheit für das eine und ge-
gen das andere gleichrangige Interesse mag bei absoluten Unvereinbarkeiten greifen, wo nur 
eine von zwei Varianten möglich und beide Lösungen vertretbar sind. Diese Konstellation liegt 
aber hier, wo wie aufgezeigt eine die Interessen optimierende Planung ohne Weiteres praktika-
bel ist, nicht vor. Bei solchen relativen Unvereinbarkeiten müssen alle als wichtig erkannten 
Interessen am Ende möglichst umfassend wirksam werden (vgl. AEMISEGGER/KISSLING, a.a.O., 
Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung, Rz. 17). Dass daraus im vorliegenden Fall eine gewis-
se Reduktion der Ausnutzung des Bodens resultiert, ist als unweigerliche Folge hinzunehmen. 
Immerhin würde sich auch bei einer Projektverkleinerung eine im Vergleich zu heute wesentlich 
bessere Nutzung des Areals einstellen. Ohne Belang ist, dass mit dem ursprünglichen Quar-
tierplan "Cheddite" im Quartierplanperimeter gar keine schützenswerten Bestandesbauten er-
halten worden wären. Keine Rolle spielt zuletzt auch der angeführte politische Wille der Ein-
wohnerschaft der Stadt Liestal und der Umstand, dass der Einwohnerrat die Planung in Kennt-
nis des vorgesehenen Abbruchs einer denkmalpflegerisch bedeutenden Baute einstimmig be-
fürwortete. 
 
7.4 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 
kann, als begründet. Der Regierungsrat hätte die streitgegenständlichen Quartierplanvorschrif-
ten nicht genehmigen dürfen. Der angefochtene Entscheid ist dementsprechend in diesem Um-
fang aufzuheben und den Quartierplanvorschriften "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" ist die 
Genehmigung zu verweigern. 

Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Für die Kostenfrage fällt das Nichteintreten auf die Be-
schwerde in einem absolut untergeordneten Punkt nicht ins Gewicht und der Beschwerdeführer 
hat als vollumfänglich obsiegend zu gelten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wer-
den die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'900.-- zu je einem Siebtel, d.h. im Umfang von 
Fr. 700.--, dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, der Stadt Liestal und den fünf 
Beigeladenen auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- ist dem 
Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 
 
8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist ausgangsgemäss 
eine Parteientschädigung zuzusprechen. Sein Rechtsvertreter macht in seiner Honorarnote 
vom 9. Juni 2022 einen Aufwand von 38 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- sowie 
Fr. 72.-- an Auslagen geltend, was angemessen erscheint. Dazu kommt der Aufwand für die 
Verhandlungsvorbereitung sowie die Teilnahme am heutigen Augenschein und an der Partei-
verhandlung. Die Parteientschädigung ist unter Einbezug dieser Gesichtspunkte ermessens-
weise auf pauschal Fr. 11'900.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) festzusetzen. Sie geht zu je 
einem Siebtel, d.h. im Umfang von Fr. 1'700.--, zu Lasten des Regierungsrats des Kantons Ba-
sel-Landschaft, der Stadt Liestal und der fünf Beigeladenen. Die übrigen Parteikosten werden 
wettgeschlagen. 
  

Seite 25 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 

Regierungsratsbeschluss Nr. 1819 vom 14. Dezember 2021 wird soweit 
den Quartierplan betreffend aufgehoben und die Genehmigung der Quar-
tierplanvorschriften "Cheddite II, Teilgebiet Stadt Liestal" wird verweigert. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'900.-- werden zu je einem 

Siebtel, d.h. im Umfang von Fr. 700.--, dem Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft, der Stadt Liestal und den fünf Beigeladenen auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 11'900.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zugesprochen, welche zu 
je einem Siebtel, d.h. im Umfang von Fr. 1'700.--, dem Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft, der Stadt Liestal und den fünf Beigeladenen 
auferlegt wird. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 16. Februar 2023 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummern 1C_75/2023 und 1C_77/2023) erhoben.