# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ee6d535-122c-579d-9ab6-f2327da5a560
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.07.2009 E-4220/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4220-2009_2009-07-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4220/2009/noc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______, geboren (...),
Mazedonien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4220/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  – ein  mazedonischer  Staatsbürger  aus 
A._______  – sein  Heimatland eigenen Angaben  zufolge am 5. April 
2009 verliess und mit Hilfe von Schleppern im Laderaum eines LKW's 
und mehreren Personenwagen über ihm unbekannte Transitländer am 
6.  Juni  2009  unter  Umgehung  der  Grenzkontrollen  in  die  Schweiz 
gelangte, wo er am 7. Juni 2009 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  vom  10.  Juni  2009  sowie  der 
direkten Anhörung vom 17. Juni 2009 zur Begründung geltend machte, 
bevor  er  im  (...)  der  Partia  Demokratike  per  Integrim  (BDI)  in 
Madzedonien  beigetreten  sei,  sei  er  (...)  Jahre  Mitglied  der 
Demokratischen  Partei  der  Albaner  (PDSH)  gewesen  und  habe  für 
diese bei Wahlkampagnen gegen Entgeld gearbeitet,

dass der Beschwerdeführer wegen seines Parteiwechsels zur BDI von 
Mitgliedern  der  PDSH  A._______  respektive  von  ihnen  gedungene 
Personen in den Monaten Mai, Juni und Juli 2008 dreimal zu Hause in 
Tötungsabsicht bedroht worden sei, da sie ihn hätten zurückgewinnen 
wollen,

dass er jedoch zweimal nicht zu Hause gewesen sei und einmal vor 
ihnen habe flüchten können,

dass er der Leitung der BDI davon erzählt habe, woraufhin diese ihm 
zum Verlassen Mazedoniens geraten habe,

dass er  nach der  dritten Behelligung im Juli  2008 bei  der  Polizei  in 
A._______  Anzeige erstattet  habe,  jene jedoch  diesbezüglich  nichts 
habe unternehmen können,

dass  er  angesichts  seiner  Verfolgungssituation  im  Juli  2008 
beziehungsweise im Januar 2009 (vgl. A9 S. 6; A1 S. 2) in den Kosovo 
(C._______) geflüchtet und im März respektive April  2009 kurz nach 
A._______  zurückgereist  sei,  woraufhin  er  Mazedonien  am  5.  April 
2009  verlassen  habe  und  am  6.  Juni  2009  illegal  in  die  Schweiz 
eingereist sei,

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dass er  sich fürchte,  bei  einer Rückkehr nach Mazedonien weiterhin 
ernsthaften Nachteilen ausgesetzt zu sein,

dass  bezüglich  des  weiteren  Inhalts  der  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  im  Einzelnen  auf  die  Protokolle  bei  den  Akten 
verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  Identitätsdokumente  noch andere 
Beweismittel  zu den Akten reichte und der schriftlichen Aufforderung 
zur Papierbeschaffung innert 48 Stunden nicht nachgekommen ist,

dass das BFM mit – gleichentags eröffneter – Verfügung vom 23. Juni 
2009  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das 
Asylgesuch  nicht eintrat,  die  Wegweisung  – unter  Anordnung  von 
Zwangsmitteln im Unterlassungsfall  – aus der Schweiz verfügte sowie 
den Vollzug anordnete, wobei der Beschwerdeführer die Schweiz am 
Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe,

dass  es  zudem  die  Aushändigung  editionspflichtiger  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis verfügte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
gerichteter  Beschwerde  vom 30.  Juni  2009  – Datum  Poststempel  – 
beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  vom  23.  Juni  2009  sei 
vollumfänglich  aufzuheben  und  zur  Prüfung  der  Frage  der 
Asylgewährung  (Eintreten)  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte,  es  sei  ihm die 
unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu gewähren und auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten,

dass  der  Beschwerdeführer  als  Beschwerdebeilagen  eine  Faxkopie 
seines  Parteiausweises  der  BDI  sowie  eine  Faxkopie  der 
Mitgliederbestätigung der BDI zu den Akten reichte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  2.  Juli  2009  vollständig  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbstständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide des  Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE ebenda E. 2.1 S. 73),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht  be-
schränkt ist,  weil  das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
i.V.m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache 
zu äussern hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht  in  der  Lage (Art. 32 Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklä-
rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwei-
sungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen innert der 48-Stun-
denfrist keine Identitäts- oder Reisepapiere zu den Akten gereicht hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend und mit  hinreichender  Begründung dargelegt  hat,  wes-

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halb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine 
entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  weshalb  auf  die  vorinstanzlichen 
Erwägungen verwiesen werden kann,

dass die Behauptung des Beschwerdeführers im EVZ B._______, er 
könne  keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  beibringen,  weil 
seine persönlichen Dokumente während des Krieges im Jahr 2000 im 
elterlichen Haus verbrannt,  respektive er seinen Reisepass im Jahre 
2006  oder  2007  in  D._______  verloren  habe  und  er  sich  mangels 
finanziellen  Mitteln  keine  anderen  Identitätsdokumente  habe 
ausstellen lassen können (vgl. A1 S. 5 f.; A 9 S. 3), mit Blick auf die 
allgemeine Lebensrealität wenig plausibel anmutet,

dass  er  trotz  mehrmaliger  entsprechender  Aufforderung  überhaupt 
keine Anstrengungen unternahm, um mit  Hilfe  von Verwandten  oder 
Bekannten Papiere zu beschaffen, weil er "auch nichts zu beschaffen" 
habe (A9 S. 3),

dass es dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sein müsste, dass 
er sich in jedem Gast- respektive Asylland identifizieren muss, und es 
aufgrund  der  Bemühungen  einer  euroatlantischen  Integration 
Mazedoniens  für  jede  Person  aus  diesem  Staat  möglich  ist,  sich 
rechtsgenügliche Ausweise ausstellen zu lassen, insbesondere auch, 
weil  ihm  bereits  mit  seiner  Volljährigkeit  ein  Identitätsdokument 
ausgestellt worden sei (vgl. A1 S. 5), 

dass  – wie das BFM zu Recht ausgeführt  hat  – im Übrigen weitest-
gehend ausgeschlossen werden kann, dass es dem Beschwerdeführer 
angesichts  der  strengen  Grenzkontrollen  und  der  für  seine  Reise 
notwendigen Transitländer möglich gewesen wäre, ohne authentische 
und  rechtsgenügliche  Ausweispapiere  – respektive  ohne  in  diesen 
Ländern jemals kontrolliert  zu werden (vgl. A1 S. 8; A7 S. 18)  – von 
Mazedonien bis in die Schweiz zu gelangen,

dass  er  insbesondere  in  der  Erstbefragung  angab,  er  habe  nebst 
anderen Identitätsdokumenten, welche allesamt während des Krieges 
im  Jahr  2000  im  elterlichen  Haus  verbrannt  seien,  einen  legal 
erworbenen Pass besessen, welchen er während der Kriegswirren im 
Jahre 2002 jedoch verloren habe (vgl. A1 S. 4),

dass  er  demgegenüber  bei  der  direkten  Anhörung  ausführte,  seine 
Identitätsdokumente, welche sich im elterlichen Haus befunden hätten, 

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seien  während  des  Krieges  im  Jahre  2000  verbrannt,  und  seinen 
erworbenen Pass habe er erst im Jahre 2006 oder 2007 verloren (vgl. 
A9 S. 3),

dass  der  die  genannten  Widersprüche  betreffende  Erklärungs-  und 
Entkräftungsversuch  in  der  Beschwerdeschrift,  wonach  der 
Dolmetscher  unzutreffend  übersetzt  habe,  als  Schutzbehauptung  zu 
werten  ist,  zumal  der  Beschwerdeführer  die  Authentizität  der 
Protokolle  schriftlich  bestätigt  und  jeweils  angegeben  hat,  den 
Übersetzer gut zu verstehen,

dass das Bundesverwaltungsgericht damit aufgrund der unglaubhaften 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er  jedoch  innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner 
gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bstn. b AsylG) den 
schweizerischen Behörden nicht aushändigte,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingeigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  Befragung im EVZ B._______ vom 10. Juni  2009 und der 
Anhörung vom 17. Juni 2009 darstellt,  unter Verzicht  auf zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllt, und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung nämlich zu Recht ausführt, 
die Vorbringen des Beschwerdeführers seien in wesentlichen Aspekten 
von  ungereimten  Vorbringen  durchsetzt,  weshalb  er  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  betreffend  der  Datierung  seiner 
Flucht  in den Kosovo in Widersprüche verstrickt,  indem er anlässlich 
der  summarischen  Befragung  zu  Protokoll  gegeben  hat,  er  sei  im 
Januar 2009 in den Kosovo ausgereist und habe dort bis im April 2009 

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bei  einer  befreundeten  Familie  wohnen  können  (vgl.  A1  S.  2),  im 
Rahmen der Anhörung jedoch behauptete er, bereits nach dem dritten 
Vorfall im siebten Monat 2008 in den Kosovo gegangen zu sein und im 
März 2009 für einen Tag nach A._______ zurückgekehrt zu sein (vgl. 
A9 S. 6), 

dass,  wäre  der  Beschwerdeführer  – wie  er  anlässlich  der  EVZ-
Befragung explizit  behauptet (vgl. A1 S. 2)  – erst  im Januar 2009 in 
den  Kosovo  ausgereist,  nicht  erklärbar  ist,  weshalb  weder  er  noch 
seine Familienangehörigen zwischen Juli  2008 und Januar 2009 von 
Mitgliedern der PDSH nicht erneut behelligt worden sind,

dass  aufgrund  des  geltend  gemachten  untergeordneten  politischen 
Profils  des  Beschwerdeführers  schliesslich  nicht  nachvollzogen 
werden  kann,  welches  Verfolgungsinteresse  die  PDSH  am 
Beschwerdeführer  gehabt  haben,  weshalb  seine  diesbezüglichen 
Aussagen in diesem Zusammenhang nicht stichhaltig erscheinen, 

dass  darüber  hinaus  die  Vorinstanz  die  weiteren  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  zu  Recht  als  unglaubhaft  erkannt  hat,  da  die 
Angaben des Beschwerdeführers zu zentralen Elementen des geltend 
gemachten  Sachverhaltes  – insbesondere  zu  einen  politischen 
Kenntnissen  Mazedoniens  – derart  vage,  widersprüchlich  und 
realitätsfremd  ausgefallen  sind,  dass  mit  der  Einschätzung  der 
Vorinstanz einig zu gehen ist, wonach es sich bei den Vorbringen des 
Beschwerdeführers  hinsichtlich  seines  (...)  parteipolitischen 
Engagements bei der PDSH (vgl. A9 S. 6)  – wo er eigenen Angaben 
gemäss einzig bei der Wahlkampagne mitgeholfen habe (vgl. A1 S. 3) 
– und  der  davon  abgeleiteten  Verfolgung  durch  diese  nach  seinem 
Parteiaustritt  im Jahre (...)  offenkundig um ein Sachverhaltskonstrukt 
handelt,

dass  auch  hierzu  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der 
angefochtenen Verfügung vollumfänglich verwiesen werden kann,

dass  den  eingereichten  zwei  Dokumenten  (Schreiben  des 
Vorsitzenden  der  BDI,  Mitgliederausweis  der  BDI)  in  Würdigung  der 
gesamten  Aktenlage  kein  entscheidwesentlicher  Beweiswert 
zugemessen  werden  kann,  zumal  sie  nicht  geeignet  sind,  eine 
asylrelevante  Verfolgung  durch  die  PDSH  auch  nur  ansatzweise 
glaubhaft  zu  machen,  zumal  dieses  Schreiben  als  blosses 
Gefälligkeitsschreiben  zu  werten  ist  und  aus  dem  eingereichten 

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Mitgliederausweis  der  BDI  nichts  zu  seiner  Verfolgungssituation 
entnommen werden kann,

dass die  Verfolgungsvorbringen nach dem Gesagten  – und wie  vom 
BFM  zutreffend  festgestellt  – als  offensichtlich  nicht  glaubhaft  zu 
qualifizieren sind,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 

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weshalb  das  in  Art.  5  AsylG und Art. 33  FK verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Vorinstanz zutreffend festhält, dass weder die in Mazedonien 
herrschende  politische  Situation  noch  andere  Gründe  gegen  die 
Zumutbarkeit einer Rückführung dorthin sprechen,

dass sich aus den Akten mithin auch keine Hinweise auf individuelle 
Gefährdungsmomente des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat 
ergeben,

dass der Beschwerdeführer über Arbeitserfahrung als (...) sowie über 
ein  tragfähiges  familiäres   Beziehungsnetz  und  über  einen 
Freundeskreis in seinem Heimatstaat verfügt, weshalb er nach seiner 
Rückkehr dorthin nicht  in  eine existenzbedrohende Situation geraten 
wird, womit auch der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1  VwVG)  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  die 
Begehren  gemäss  vorstehenden  Erwägungen  aussichtslos 
erscheinen,  welcher  Umstand  die  Gewährung  unentgeltlicher 
Prozessführung nach Gesetz ausschliesst,

dass  das  Gesuch  um  Erlass  eines  Kostenvorschusses  mit 
vorliegendem Urteil hinfällig geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  an  das 
H._______.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand:

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