# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ed5f044-4727-5388-a62e-bef79cfab2c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.06.2023 A-272/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-272-2022_2023-06-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-272/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J u n i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann, 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Gerichtsschreiber Tobias Egli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer, 

  
 

 
gegen 

 
 

Serafe AG, 

Summelenweg 91, 8808 Pfäffikon SZ, 

Erstinstanz,  

 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,  

Medien, Radio- und Fernsehempfangsgebühren, 

Zukunftstrasse 44, Postfach 256, 2501 Biel/Bienne, 

Vorinstanz. 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Haushaltabgabe; Gesuch um Befreiung der Abgabepflicht. 

 

 

 

A-272/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehab-

gabe (Serafe AG; nachfolgend: Erstinstanz) das Befreiungsgesuch von 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) für den Privathaushalt 

Nr. (…) mit Verfügung vom 23. September 2021 abgelehnt hat, 

dass der Beschwerdeführer dagegen am 11. Oktober 2021 Verwaltungs-

beschwerde beim Bundesamt für Kommunikation BAKOM (nachfolgend: 

Vorinstanz) erhoben hat, 

dass der Erstinstanz mit der Datenlieferung der Gemeinde (…) vom 1. No-

vember 2021 mitgeteilt wurde, der Beschwerdeführer habe seinen Haupt-

wohnsitz seit dem 2. Dezember 2017 im Privathaushalt an der Adresse 

(…), 

dass die Vorinstanz die Verfügung vom 23. September 2021 aufgrund ihrer 

Fehlerhaftigkeit mit Verfügung vom 23. Dezember 2021 aufgehoben hat,  

dass das bei der Vorinstanz hängige Beschwerdeverfahren aufgrund der 

aufgehobenen Verfügung der Erstinstanz vom 23. September 2021 gegen-

standslos geworden ist und sie das Verfahren deshalb mit Entscheid vom 

14. Januar 2022 abgeschrieben hat,  

dass der Beschwerdeführer gegen den Abschreibungsentscheid der Vor- 

instanz mit Eingabe vom 19. Januar 2022 Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht erhoben hat,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach 

Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021) beurteilt, 

sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Aus-

nahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die Vorinstanz eine Dienststelle der Bundesverwaltung ist, ihr Be-

schwerdeentscheid eine Verfügung gemäss Art. 5 VwVG und damit ein zu-

lässiges Anfechtungsobjekt darstellt, 

dass zudem kein Ausnahmegrund nach Art. 32 VGG vorliegt und damit das 

Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist, 

dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sich nach dem 

VwVG richtet, sofern das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG), 

A-272/2022 

Seite 3 

dass zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht nach Art. 48 Abs. 1 

VwVG berechtigt ist, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen 

hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a, sog. formelle 

Beschwer), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat 

(Bst. b und c; sog. materielle Beschwer), 

dass die Legitimationsvoraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 VwVG kumula-

tiv erfüllt sein müssen (BGE 141 II 14 E. 4.4), 

dass der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen 

hat und als Adressat der angefochtenen Verfügung besonders berührt ist,  

dass als schutzwürdig jedes praktische oder rechtliche Interessen gilt, das 

eine von der Verfügung betroffene Person geltend machen kann, 

dass das schutzwürdige Interesse im praktischen Nutzen besteht, der sich 

ergibt, wenn der Beschwerdeführer mit seinem Anliegen obsiegt und 

dadurch seine tatsächliche oder rechtliche Situation unmittelbar beeinflusst 

werden kann (BGE 141 II 14 E. 4.4), 

dass es darum gehen muss, mit der Beschwerde einen Nachteil des Be-

schwerdeführers zu beseitigen (Urteil des BGer 2C_545/2019 vom 13. Juli 

2020 E. 4.1 mit Hinweis), 

dass der Beschwerdeführer aufgrund der Aufhebung der Verfügung der 

Erstinstanz vom 23. September 2021 und des Abschreibungsentscheids 

der Erstinstanz vom 14. Januar 2022 für die Liegenschaft Nr. (…) keine 

Radio- und Fernsehabgabe schuldet und damit die vor Bundesverwal-

tungsgericht erhobene Beschwerde keinen ersichtlichen Nachteil zu besei-

tigen vermag (vgl. Urteil des BGer 2C_545/2019 E. 4.1), 

dass es dem Beschwerdeführer folglich an einem schutzwürdigen Inte-

resse an der Aufhebung bzw. Änderung des angefochtenen Entscheids der 

Vorinstanz fehlt (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG), 

dass demnach auf die Beschwerde zufolge fehlender Beschwerdelegitima-

tion nicht einzutreten ist,  

dass die Kosten des Verfahrens in der Regel der unterliegenden Partei auf-

zuerlegen sind (Art. 63 VwVG und Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]), 

A-272/2022 

Seite 4 

dass aufgrund des Nichteintretens auf die vorliegende Beschwerde der Be-

schwerdeführer als unterliegend gilt,  

dass es sich vorliegend aufgrund des geringen Aufwandes rechtfertigt, die 

Verfahrenskosten auf Fr. 300.– festzusetzen, 

dass weder dem unterliegenden Beschwerdeführer noch der Erstinstanz 

und der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 

Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-272/2022 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.– 

verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 500.– wird dem Beschwerdeführer 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Der Beschwer-

deführer hat dem Bundesverwaltungsgericht hierzu seine Kontoverbindung 

bekannt zu geben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die Erst-

instanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Tobias Egli 

  

A-272/2022 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

  

A-272/2022 

Seite 7 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– die Erstinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)