# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 666dcdee-ac92-5ae4-9411-2392504686af
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 11.12.2012 SK1 2010 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2010-35_2012-12-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 11. Dezember 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 10 35          6. Mai 2013

(Mit Urteil 6B_534/2013 vom 10. Februar 2014 hat das Bundesgericht die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.)

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

In der strafrechtlichen Berufung

des X._____, Angeklagter und Berufungskläger, und

der Y._____, Angeklagte und Berufungsklägerin,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Felix Enderle, Lautengartenstrasse 7, 
4052 Basel,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 12. Februar 2010, mitge-
teilt am 21. Juni 2010, in Sachen der S taa tsanwa l tscha f t  Graubünden, 
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, sowie der 
L ._____  SA, Adhäsionsklägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. A._____, gegen die Angeklagten und Berufungskläger, 

betreffend mehrfache Veruntreuung etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. a) X._____ wurde am _____1941 in O.1_____ geboren, wo er zusammen 
mit zwei Brüdern in geordneten Familienverhältnissen aufwuchs. In O.1_____ be-
suchte er auch die Schulen und absolvierte eine KV-Lehre. Er machte Sprach- 
bzw. Auslandaufenthalte in O.2_____, L.1_____ und den L.2_____. Später erlern-
te er an der Universität O.1_____ die P._____ Sprache. 1966 begann er bei der 
G._____ AG zu arbeiten, wo er für das Osteuropa-Geschäft im Bereich Pflanzen-
schutzmittel tätig war. Später wurde er bei derselben Firma Prokurist. 1980 trat er 
aus der G._____ AG aus und gründete die H._____ AG mit Sitz in O.3_____, die 
im Pflanzenschutzbereich tätig war. 1986 verkaufte er diese Firma und arbeitete 
als Berater für Chemieunternehmen. Ab dem 1. Mai 2008 arbeitete er bei der 
J._____ Holding AG in O.4_____/NW; er war Präsident des Verwaltungsrates. 
Gemäss seinen Aussagen anlässlich der Berufungsverhandlung ist er heute pen-
sioniert. Er betreut jedoch noch vereinzelt Mandate in L.3_____ und auch einzelne 
Mandate von Chemieunternehmungen, wobei er sich aussuchen kann, was er 
übernehmen will. Daneben bezieht er eine AHV-Rente.

Aus seiner ersten, 1966 geschlossenen Ehe gingen zwei Söhne hervor (Jahrgang 
1972 und 1978); die Ehe wurde 1992 geschieden. Im Jahre 1996 verheiratete er 
sich mit Y._____; sie haben keine gemeinsamen Kinder.

X._____ ist im Schweizerischen Zentralstrafregister mit einem Urteil des Strafge-
richts Baselland verzeichnet, wonach er am 19. Juni 1998 wegen mehrfacher An-
stiftung zur Veruntreuung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von neun Monaten, 
Probezeit zwei Jahre, verurteilt wurde. 

b) Y._____ wurde am _____1966 in O.5_____ (L.3_____) geboren und wuchs 
zusammen mit einem jüngeren Bruder in geordneten Familienverhältnissen auf. In 
O.5_____ besuchte sie auch zehn Jahre die Schule. Anschliessend absolvierte sie 
ein fünfjähriges Studium an der Universität in O.6_____, welches sie mit einem 
Ingenieur-Diplom in Brückenbau abschloss. Danach arbeitete sie für die staatliche 
Strassenbaufirma K._____ in O.7_____. Im Jahre 1992 machte sie sich selbstän-
dig und übernahm in O.6_____ ein Reisebüro. 1995 zog sie in die Schweiz zu 
X._____, den sie 1996 heiratete. Von Mai 2008 bis Dezember 2009 war sie bei 
der J._____ Holding AG als Sekretärin angestellt. 

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Y._____ ist Eigentümerin einer Wohnung in O.8_____/I (Wert ca. € 1 – 1.2 Mio., 
belastet mit einer Hypothek von € 160'000.--). Sie und ihr Ehemann sind im weite-
ren Eigentümer zweier Wohnungen in O.6_____ sowie zweier Wohnungen in 
O.9_____. 

Y._____ ist im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet. 

B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. Oktober 2009 
wurden X._____ und Y._____ wegen mehrfacher Veruntreuung gemäss Art. 138 
Ziff. 1 StGB sowie wegen versuchter Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 22 StGB in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage liegt 
gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. Oktober 2009 
folgender Sachverhalt zugrunde:

„Die Angeklagten und A._____ lernten sich im Jahr 2006 kennen. Mit Mail 
vom 10. Oktober 2006 teilte der Angeklagte A._____ mit, dass der P._____ 
Besitzer eine Pelletsanlage in O.9_____ für € 3 Mio. verkaufen wolle. Sie, 
die Angeklagten, hätten bereits zugestimmt, bis Ende Oktober 2006 10 % 
als Anzahlung einzubringen (act. 4.8). Am 12. Oktober 2006 schlug der 
Angeklagte A._____ vor, gemeinsam die Pelletsanlage mit einer Beteili-
gung von je 50 % zu übernehmen. Mit Mail vom 16. Oktober 2006 teilte der 
Angeklagte A._____ mit, dass ein Freund aus O.10_____ bereit sei, ihm € 
260'000.-- als kurzfristigen Kredit für die Anzahlung von € 300’000.-- zu 
gewähren. Von A._____ erbat er die sofortige Überweisung von € 40'000.--, 
so dass die geforderte Anzahlung geleistet werden könne (act. 4.13). Die 
L._____ SA, mit Sitz in O.11_____, überwies daraufhin von O.11_____ aus 
noch am 16. Oktober 2006 € 40'000.-- auf das Konto der Angeklagten bei 
der UBS AG, Nr. _____ (act. 4.18 und 8.7). Das Geld wurde in der Zeit vom 
16. Oktober bzw. 13. November 2006 mittels Barbezügen bzw. Überwei-
sungen abgehoben (act. 8.7). Am 6. November 2006 schlossen die Ange-
klagten und A._____ eine Vereinbarung betr. Kauf der Pelletsanlage von 
B._____ in O.9_____ zum Preis von € 4.3 Mio. sowie betr. Immobilienge-
schäften in L.3_____ (act. 4.20). Am 24. November 2006 veräusserte 
A._____ seinen Anteil am angeblichen Pelletsgeschäft an die L._____ SA 
(act. 4.30). In der Folge reisten die Angeklagten und A._____ nach 
L.3_____, wo die fragliche Pelletsanlage besichtigt wurde. Am 17. Novem-
ber 2006 übergab der Angeklagte A._____ einen P._____ abgefassten 
Vertrag zwischen der M._____, vertreten durch den Generaldirektor 
B._____, und den Angeklagten, samt deutscher Übersetzung (act. 4.21 und 
4.22). Darin wurde u.a. festgehalten, dass eine Anzahlung von € 300'000.-- 
bereits vor Unterzeichnung des Vertrags auf ein Bankkonto in O.9_____ 
überwiesen worden sei sowie dass die Pelletsanlage per 1. Januar 2007 
durch die Angeklagten übernommen werde. Eine Überweisung auf das 
fragliche Konto hat es allerdings nicht gegeben und die Pelletsanlage be-
findet sich auch nicht im Eigentum der Angeklagten. Nach der Rückkehr in 
die Schweiz übergab A._____ am 22. November 2006 in O.11_____ im 
Namen der L._____ SA an die Angeklagte weitere € 60'000.-- in bar (act. 
4.29). Dieses Geld war für die Tilgung von Darlehensschulden gegenüber 
dem Kreditgeber aus O.10_____ bestimmt. Am 8. Januar 2007 forderte der 

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Angeklagte A._____ auf, weitere € 50'000.-- aufzubringen (4.35). Nachfor-
schungen durch A._____ ergaben bei ihm nun plötzlich Zweifel an der Se-
riosität der Angeklagten, so dass er dieses Geld nicht mehr überwies. Am 
14. März 2007 teilte der Angeklagte A._____ schliesslich per Mail mit, dass 
der Vertrag annulliert worden sei, sie ab sofort aus diesem Pelletsgeschäft 
draussen seien und er seine € 100'000.-- ‚ans Bein streichen könne’ (act. 
4.52).

Die Angeklagten haben die ihnen anvertrauten € 100'000.-- nicht wie ver-
einbart in die Pelletsanlage investiert, sondern für private Zwecke verwen-
det.

Die L._____ SA, vertreten durch RA lic. iur. A._____, reichte am 6. Mai 
2009 eine Adhäsionsklage mit folgenden Rechtsbegehren ein: 

1. X._____ und Y._____ seien unter solidarischer Haftbarkeit zur Be-
zahlung von Fr. 151'170.00 (€ 100'000.00 zum Kurs 1.5117) zuzüg-
lich 5 % Verzugszins seit 4. April 2007 zu verpflichten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“

C. Am 12. Februar 2010 fand vor dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur die 
Hauptverhandlung statt. Mit Urteil vom 12. Februar 2010, mitgeteilt am 21. Juni 
2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur:

„1. a) X._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 
138 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB sowie der versuchten Verun-
treuung gemäss Art. 138 Ziff 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 
StGB.

1. b) Dafür wird X._____ mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten be-
straft.

1. c) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probe-
zeit von zwei Jahren aufgeschoben.

2. a) Y._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 
138 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB sowie der versuchten Verun-
treuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 
StGB.

2. b) Dafür wird Y._____ mit einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten be-
straft.

2. c) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probe-
zeit von zwei Jahren aufgeschoben. 

3. Y._____ und X._____ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, 
der L._____ SA CHF 60'000.00 zuzüglich Zins seit dem 1. September 
2006 sowie CHF 90'000.00 zuzüglich Zins seit dem 1. Dezember 2006 
zu bezahlen.

4. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 3'025.00 (Untersuchungskos-
ten der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 2'025.00 sowie 
Gerichtskosten von CHF 1'000.00) gehen zu Lasten von X._____ 
und sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-3596-3 des Be-
zirksgerichts Plessur zu überweisen.

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X._____ ist unter solidarischer Haftung mit Y._____ verpflichtet, 
die L._____ SA mit CHF 2'654.40, inkl. Barauslagen und 7.6% 
MwSt., aussergerichtlich zu entschädigen.

b) Die Kosten des Verfahrens von CHF 2'825.00 (Untersuchungskos-
ten der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1825.00 sowie 
Gerichtskosten von CHF 1'000.00) gehen zu Lasten von Y._____ 
und sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-3596-3 des Be-
zirksgerichts Plessur zu überweisen. 

Y._____ ist unter solidarischer Haftung mit X._____ verpflichtet, 
die L._____ SA mit CHF 2'654.40, inkl. Barauslagen und 7.6% 
MwSt., aussergerichtlich zu entschädigen.

c) Die Kosten der Übersetzerin im Betrage von CHF 180.00 gehen zu 
Lasten der Gerichtskasse.

5 (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

In der Begründung führte das Gericht zusammengefasst aus, A._____ habe die € 
40‘000.-- für den Kauf einer in L.3_____ gelegenen Pelletsanlage überwiesen. 
Unbesehen der Frage, ob es sich dabei um ein Darlehen oder um eine Einlage in 
eine einfache Gesellschaft gehandelt habe, sei das Buchgeld für X._____ und 
Y._____ wirtschaftlich fremd gewesen. Aus den Akten ergebe sich, dass X._____ 
und Y._____ das Geld für sich verwendet hätten. Nachdem nicht nachgewiesen 
sei, dass X._____ und Y._____ die Anzahlung für die Pelletsanlage aus anderen 
Mitteln geleistet hätten, stehe fest, dass sie die € 40‘000.-- vertragswidrig verwen-
det hätten, ohne in der Lage zu sein, die fragliche Summe zurückzubezahlen. 
X._____ und Y._____ hätten gewusst, dass das Geld für die Anzahlung der Pel-
letsanlage überwiesen worden sei und dass sie nicht in der Lage gewesen seien, 
es zu ersetzen. Der Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB sei erfüllt. Bei den 
von A._____ an Y._____ übergebenen € 60‘000.-- handle es sich um eine Einlage 
in die zwischen den Parteien bestehende einfache Gesellschaft. Da es sich bei 
Geld um eine vertretbare Sache handle, sei zu vermuten, dass A._____ das Geld 
zu Eigentum in die Gesellschaft eingebracht habe, zumal es in der Vereinbarung 
vom 6. November 2006 keine anderslautende Regelung gebe. Das Geld habe da-
her der einfachen Gesellschaft zur gesamten Hand gehört und nicht X._____ und 
Y._____ allein, weshalb es für sie fremd gewesen sei. Sie hätten das Geld mit der 
Verpflichtung erhalten, es in die Pelletsanlage zu investieren, was sie aber nicht 
getan hätten. Da X._____ und Y._____ gewusst hätten, dass das Geld ihnen nicht 
gehörte und sie dieses für die Geschäftsaktivitäten der einfachen Gesellschaft 
einsetzen müssten, hätten sie vorsätzlich gehandelt. Mit Bezug auf die € 60‘000.-- 
sei daher Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt. Am 8. Januar 2007 habe X._____ von 

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A._____ weitere € 50‘000.-- erbeten, jedoch habe A._____ eine weitere Zahlung 
abgelehnt. X._____ und Y._____ hätten beabsichtigt gehabt, dieses Geld ander-
weitig zu verwenden. Sie hätten sich daher der versuchten Veruntreuung gemäss 
Art. 138 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. Sie 
hätten bei allen Straftaten als Mittäter gehandelt. Bezüglich der Strafe sei für 
X._____ eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten und für Y._____ eine Freiheitsstrafe 
von 9 Monaten dem Verschulden angemessen. Beide Strafen könnten bedingt 
aufgeschoben werden, denn es sei davon auszugehen, dass sowohl X._____ als 
auch Y._____ sich künftig wohl verhalten würden. Auf die Verbindung der Strafe 
mit einer Busse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB könne verzichtet werden, da die 
Rückfallgefahr gering erscheine. Im Zusammenhang mit der Adhäsionsklage sei 
festzustellen, dass A._____ seine Forderungen gegen X._____ und Y._____ 
rechtswirksam auf die L._____ SA übertragen habe. Es lägen keine abstrakten 
Schuldbekenntnisse vor und die Berufung auf absichtliche Täuschung gemäss Art. 
28 OR sei verspätet erfolgt. Nachdem die von A._____ eingebrachten € 60‘000.-- 
nicht dem Gesellschaftszweck entsprechend verwendet worden seien, habe die 
Gesellschaft einen Schaden in zumindest dieser Grösse erlitten. Der Zins laufe 
von dem Zeitpunkt an, an dem die Gelder in die Pelletsanlage hätten investiert 
werden müssen. X._____ und Y._____ seien deshalb verpflichtet, der L._____ SA 
als einzig übriggebliebener Gesellschafterin € 60‘000.-- beziehungsweise Fr. 
90‘000.-- (ein Umrechnungskurs von € 1 = Fr. 1.50 für den Zeitpunkt der Fälligkeit 
sei gerichtsnotorisch) zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Dezember 2006 zu bezah-
len. Diese Forderung könne im Übrigen auch gestützt auf Art. 41 OR zugespro-
chen werden. Auch bezüglich der € 40‘000.-- respektive Fr. 60‘000.-- seien die 
Voraussetzungen von Art. 41 OR erfüllt, so dass X._____ und Y._____ zu ver-
pflichten seien, der L._____ SA Fr. 60‘000.-- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. 
September 2006 zu bezahlen.

D. Gegen dieses Urteil erhoben X._____ und Y._____ mit Eingabe vom 12. 
Juli 2010 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem Rechts-
begehren:

„1. Es sei das angefochtene Urteil vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei deshalb X._____ vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB sowie der versuchten Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB freizu-
sprechen.

3. Es sei deshalb Y._____ vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB sowie der versuchten Veruntreuung 

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gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB freizu-
sprechen.

4. Auf die Adhäsionsklage sei nicht einzutreten und diese sei auf den Zi-
vilweg zu verweisen, eventualiter sei diese abzuweisen, unter gesetzli-
cher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Adhäsionsklä-
gers.

5. Unter ordentlicher und ausserordentlicher Kostenfolge zu Lasten der 
Staatskasse.

Verfahrensantrag

In verfahrensrechtlicher Hinsicht wird die Ansetzung einer mündlichen 
Hauptverhandlung gemäss Art. 144 StPO beantragt.“

In der Begründung wurden im Weiteren Beweisergänzungen beantragt, nämlich 
die Einholung einer Erklärung der Firma M._____ AG sowie die rechtshilfeweise 
Befragung von B._____, beides zur Abklärung der Zahlung der € 300'000.-- an 
letzteren. Begründet wurden diese Beweisanträge damit, dass die Staatsanwalt-
schaft auch das entlastende Material ermitteln müsse. Nachdem offenbar gewor-
den sei, dass es für die Berufungskläger als Privatpersonen und aufgrund der ge-
schilderten Umstände nicht möglich gewesen sei, die Kaufpreiszahlung urkundlich 
zu belegen, hätte die Untersuchungsbehörde eine Erkundigung bei der M._____ 
AG einholen respektive eine rechtshilfeweise Befragung von B._____ durchführen 
müssen. Im Sinne von Art. 145 Abs. 3 StPO-GR würden daher die genannten Be-
weisergänzungen beantragt. Bei den geleisteten Geldzahlungen habe es sich um 
eine Investition in L.3_____ und damit um ein risikoreiches Unterfangen gehan-
delt, was den Parteien von Anfang an bewusst gewesen sei. Es sei zudem nicht 
nur um Pellets gegangen, sondern auch um Immobiliengeschäfte, was nicht ein-
fach ausgeblendet werden könne. Bei einer missglückten Realisierung von Ge-
winnen in Millionenhöhe in einem Land anderer Gepflogenheiten und Regeln kön-
ne im Falle eines Risikogeschäfts grundsätzlich nicht von einer Veruntreuung aus-
gegangen werden. Im Weiteren könne weder aus der Vereinbarung vom 6. No-
vember 2006 noch aus dem Mailverkehr zwischen den Parteien die Vereinbarung 
einer Werterhaltungspflicht oder die Pflicht abgeleitet werden, die Vermögenswer-
te ständig zur Verfügung des Treuegebers halten zu müssen. Bezüglich der Dar-
lehenstheorie im Zusammenhang mit den überwiesenen € 40‘000.-- stelle sich die 
Vorinstanz auf den Standpunkt, dieses sei nur unter der Bedingung gewährt wor-
den, das Geld in bestimmter Weise zu verwenden. Mit Blick auf die Gewinnerwar-
tung nehme sie an, die Adhäsionsklägerin habe davon ausgehen können, dass die 
Finanzmittel für eine Rückzahlung des Darlehens vorhanden seien. Eine Gewinn-
erwartung bei einer Risikoinvestition habe aber nichts mit der Aussicht auf Rück-

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zahlung eines Darlehens zu tun. Das Darlehen sei nicht einmal gekündigt worden 
und sei daher zu keinem Zeitpunkt fällig gewesen. Es sei zudem gar nicht weiter 
geprüft worden, ob X._____ und Y._____ aus anderen Mitteln ersatzfähig gewe-
sen wären. Auch mit Bezug auf die € 60‘000.-- habe die Vorinstanz einfach ange-
nommen, dass sie für die Bezahlung des Kaufpreises der Pelletsanlage hätten 
verwendet werden sollen. Einen Nachweis, dass die Vermögenswerte nicht zum 
„festgelegten Zweck“ verwendet worden seien, bleibe die Vorinstanz schuldig. Die 
Vermögenswerte stellten eine reine Anschubsfinanzierung dar und es sei daher 
gar nicht vorgesehen gewesen, dass sie später wieder zurückflössen. Im Übrigen 
sei die Annahme einer Werterhaltungspflicht auch dann zweifelhaft, wenn die 
Vermögenswerte als Anlage in ein bestimmtes Projekt geflossen seien, da solche 
Investitionen in der Regel mit Risiken verbunden seien, die im Extremfall zu einem 
Totalverlust der angelegten Beträge führen könnten. Die überwiesenen Vermö-
genswerte könnten daher nicht als anvertraut qualifiziert werden. Die Vereinba-
rung vom 6. November 2006 sehe eine Werterhaltungspflicht denn auch gerade 
nicht vor. Bei der versuchten Veruntreuung habe die Vorinstanz es darüber hinaus 
versäumt, den subjektiven Tatbestand fundiert zu belegen, so dass dessen Nach-
weis aufgrund fehlender Indizien klarerweise nicht erbracht sei, da nicht einfach 
die Argumentation zu den beiden anderen Fällen übernommen werden könne. Im 
Zusammenhang mit der Adhäsionsklage sei festzustellen, dass diese nicht ge-
stützt auf Art. 41 OR zugesprochen werden könne, wenn die Strafbarkeit von 
X._____ und Y._____ wegfalle. Bei der Annahme eines Darlehens sei dieses nie 
gekündigt worden, so dass die Forderung nicht fällig wäre.

E. a) Mit Schreiben vom 27. Juli 2010 verzichtete das Bezirksgericht Plessur 
auf die Einreichung einer Vernehmlassung. 

b) In ihrer Vernehmlassung vom 9. August 2010 beantragte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden die Abweisung der Berufung unter Hinweis auf das angefochtene 
Urteil. Sie äusserte sich vornehmlich zu den beantragten Beweisergänzungen. 

c) Mit Berufungsantwort vom 30. August 2010 beantragte die L._____ SA die Ab-
weisung der Berufung. In der Begründung äusserte sie sich zunächst zu den an-
begehrten Beweisergänzungen und machte dann geltend, die Behauptung, es 
habe sich um eine Risikoinvestition im Rahmen des gemeinsamen Geschäfts mit 
Pellets und Immobilien gehandelt, werde durch die Akten, insbesondere die E-
Mail-Korrespondenz, widerlegt. A._____ habe das Geld gegeben, um die Anzah-
lung für den Kaufpreis der Pelletsanlage zu ermöglichen. Das Geld sei damit 

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zweckgebunden gewesen, weshalb eine Werterhaltungspflicht zu bejahen sei. 
Nachdem aufgrund der Beweiswürdigung durch die Vorinstanz auch feststehe, 
dass die Anzahlung an die Pelletsanlage in Höhe von € 300‘000.-- niemals erfolgt 
sei, sie der Nachweis erbracht, dass die Vermögenswerte nicht zum „festgelegten 
Zweck“ verwendet worden seien. Es handle sich bei den € 40‘000.-- und € 
60‘000.-- um anvertraute Vermögenswerte beziehungsweise um anvertraute be-
wegliche Sachen. Bezüglich des Vorwurfs der versuchten Veruntreuung sei der 
subjektive Tatbestand sehr wohl gegeben, da zum einen die Veruntreuung der € 
100‘000.-- ein gewichtiges Indiz für den neuerlichen Vorsatz darstelle und zum 
andern der Kauf der Pelletsanlage gar nie zustande gekommen sei, weshalb auch 
keine Investition in diese möglich gewesen sei. Da die Verurteilung durch die Vor-
instanz somit rechtmässig sei, sei auch die Rechtswidrigkeit der Handlungen von 
X._____ und Y._____ erstellt und die Anwendung von Art. 41 OR gerechtfertigt. 
Gehe man bezüglich der € 40‘000.-- von einem Darlehen aus, sei dieses offen-
sichtlich zurückgefordert worden, hätte X._____ A._____ ansonsten doch nicht 
geantwortet, er könne sich seine € 100‘000.-- „ans Bein streichen“. Spätestens 
aus der Strafanzeige vom 4. April 2007 gehe der Wille der L._____ SA, die über-
lassenen Gelder zurückzufordern, ohne Zweifel hervor. Auch hafteten X._____ 
und Y._____ für die empfangenen Gelder aus Gesellschaftsvertrag. Im Übrigen 
sei die L._____ SA noch immer der Ansicht, dass X._____ und Y._____ mit ihren 
im Untersuchungsverfahren gemachten Äusserungen ein Schuldbekenntnis 
gemäss Art. 17 OR abgegeben hätten. 

F. An der Berufungsverhandlung vor der I. Strafkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden am 3. November 2010 waren X._____ und Y._____ mit ihrem 
privaten Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Felix Enderle, sowie Rechtsanwältin lic. 
iur. Carmen Vanoni als Vertreterin der Adhäsionsklägerin anwesend. Die Staats-
anwaltschaft hatte auf eine Teilnahme an der Berufungsverhandlung verzichtet. 
Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine 
Einwände erhoben. Der Verteidiger und die Vertreterin der Adhäsionsklägerin ver-
zichteten auf das Verlesen von Aktenstücken. In der Befragung äusserte sich 
X._____ eingehend zu den Ereignissen im Herbst/Winter 2006/2007 sowie zu den 
einzelnen Zusammenhängen. Insbesondere erklärte er, nachdem B._____ von 
ihrer erstinstanzlichen Verurteilung gehört habe, habe er sich bereit erklärt, in die 
Schweiz zu kommen, um auszusagen, sofern ihm garantiert werde, dass anläss-
lich der Befragung weder die Presse noch der Geheimdienst anwesend seien. 
Danach hielt der Verteidiger sein Plädoyer, in welchem er sich weitgehend an die 
bereits in der Berufung gemachten Ausführungen hielt. Anschliessend äusserte 

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sich die Vertreterin der Adhäsionsklägerin. Während Rechtsanwalt lic. iur. Felix 
Enderle in der Replik auf einige Punkte im Vortrag von Rechtsanwältin lic. iur. 
Carmen Vanoni einging, verzichtete die Vertreterin der Adhäsionsklägerin auf eine 
Duplik. Abschliessend erhielten zunächst Y._____ und danach X._____ die Gele-
genheit zum Schlusswort. Während Y._____ sich eingehend zu den Abläufen der 
Ereignisse, zu der Situation in L.3_____ und dem Verhalten von A._____ äusser-
te, brachte X._____ sein Befremden darüber zum Ausdruck, mit welch erhebli-
chem und für sie verletzendem Einsatz die Polizei und die Untersuchungsbehörde 
auf die Strafanzeige reagiert hätten.

G. Mit Datum vom 3. November 2010, mitgeteilt am 1. Dezember 2010, erging 
folgender Beschluss der I. Strafkammer des Kantonsgerichts: 

„1. Die Berufungsverhandlung vor der I. Strafkammer des Kantonsgerichts 
wird vertagt.

2. a) Es wird eine Beweisergänzung im Sinne der Erwägungen angeord-
net.

b) Die Berufungskläger werden aufgefordert, dem Gericht die dazu 
notwendigen Informationen bekannt zu geben sowie den Kontakt zu 
B._____ herzustellen.

3. Über das weitere Verfahren wird nach Vorliegen der Beweisergänzung 
entschieden.

4. Die Kosten dieses Beschlusses bleiben bei der Prozedur.

5. (Mitteilung.)“

In der Begründung führte die I. Strafkammer des Kantonsgerichts aus, aufgrund 
des Verhaltens beziehungsweise der Aussagen von X._____ und Y._____ in der 
Untersuchung könne dem Untersuchungsrichter grundsätzlich kein Vorwurf ge-
macht werden, dass er die nun anbegehrten Beweise nicht schon in der Untersu-
chung erhoben habe. Nachdem nun aber gemäss Aussage von X._____ anläss-
lich der Berufungsverhandlung B._____ bereit sei, in die Schweiz zu kommen und 
hier auszusagen, sei diese Beweisergänzung anzuordnen, da nach Aussage von 
X._____ und Y._____ B._____ die Anzahlung an den Kaufpreis der Pelletsanlage 
in Höhe von € 300‘000.-- entgegengenommen habe und es ganz zentral darauf 
ankomme, ob diese Zahlung tatsächlich erfolgt sei oder nicht. 

H. Mit Schreiben vom 10. Januar 2011 teilte Rechtsanwalt lic. iur. Felix Ender-
le dem Kantonsgericht mit, dass sich B._____ aus Gründen, die in seiner Person 
lägen und im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen in L.3_____ stünden, 
ausser Stande sehe, die gewünschte Bestätigung abzugeben. Eine Befragung vor 
dem Kantonsgericht von Graubünden sei vor diesem Hintergrund nicht denkbar. In 

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der Folge arbeitete das Kantonsgericht von Graubünden ein Rechtshilfeersuchen 
an die zuständige P._____ Gerichtsbehörde zur rechtshilfeweisen Einvernahme 
von B._____ aus und eröffnete den Parteien die Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu 
beantragen. Gleichzeitig wurden X._____ und Y._____ aufgefordert, die genaue 
Anschrift von B._____ bekannt zu geben. Die Parteien verzichteten auf Ergän-
zungsfragen, X._____ und Y._____ reichten eine Adresse ein. Mit Datum vom 10. 
März 2011 überwies das Kantonsgericht das Rechtshilfeersuchen ans Bundesamt 
für Justiz, welches das Ersuchen am 14. März 2011 an die zuständige Stelle in 
L.3_____ weiterleitete. Am 12. Januar 2012 wandte sich das Kantonsgericht er-
neut an das Bundesamt für Justiz, um in Erfahrung zu bringen, wann mit einer Er-
ledigung des Rechtshilfeersuchens durch die P._____ Behörden zu rechnen wäre. 
Die daraufhin getätigten Abklärungen durch das Bundesamt für Justiz ergaben, 
dass das Rechtshilfeersuchen in L.3_____ nicht vorhanden und daher auch nicht 
bearbeitet worden war, weshalb es erneut der zuständigen P._____ Behörde 
übermittelt wurde. Am 20. August 2012 sowie am 22. August 2012 liess das Bun-
desamt für Justiz dem Kantonsgericht von Graubünden die Vollzugsakten zu-
kommen, die von der zuständigen Stelle in L.3_____ übermittelt worden waren. 
Den Vollzugsakten kann entnommen werden, dass B._____ bei den vom Gericht 
wiederholt anberaumten Einvernahmen als Zeuge nicht erschien und daher nicht 
einvernommen werden konnte, dass er auch nicht polizeilich vorgeführt werden 
konnte, weil er an der Adresse, welche X._____ und Y._____ bekannt gegeben 
hatten, nicht hatte aufgefunden werden können, dass Telegramme nicht zugestellt 
werden konnten, da es die in der Adresse enthaltene Hausnummer nicht gab, 
dass bei der Zentralen Einwohnerkontrolle eine Anfrage zwecks Einholung von 
Informationen getätigt worden war, dass B._____ an einer anderen Adresse auch 
nicht erreicht werden konnte und dass die Pensionskasse aufgrund einer Anfrage 
des Gerichts erklärte, dass über B._____ keine näheren Angaben gemacht wer-
den könnten. Am 25. September 2012 eröffnete der Vorsitzende der I. Strafkam-
mer des Kantonsgerichts den Parteien die Möglichkeit, zum Ergebnis der Rechts-
hilfe Stellung zu nehmen. Mit Schreiben vom 27. September 2012 hielt A._____ 
fest, es zeige sich einmal mehr, dass sich die Behauptungen von X._____ und 
Y._____ in Luft auflösten. Der Zeuge B._____ habe nicht gefunden werden kön-
nen, obwohl er ein enger Geschäftspartner von X._____ gewesen sein solle. Am 
1. Oktober 2012 verzichtete die Staatsanwaltschaft Graubünden auf eine Stel-
lungnahme. X._____ und Y._____ liessen am 15. Oktober 2012 mittteilen, dass 
sie das Ergebnis der Rechtshilfe zur Kenntnis nähmen und keine weiteren Bemer-
kungen hätten. Am 17. Oktober 2012 teilte der Vorsitzende der I. Strafkammer des 

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Kantonsgerichts den Parteien mit, dass kein weiterer Schriftenwechsel vorgese-
hen sei und keine weitere mündliche Berufungsverhandlung durchgeführt werde. 

I. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil, in den Rechts-
schriften, im mündlichen Vortrag und in der Befragung der Berufungskläger an-
lässlich der Berufungsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Auf den 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) in Kraft getreten. Sie ersetzt die kantonale Strafprozessordnung 
vom 8. Juni 1958 (StPO-GR, BR 350.000). In ihren Übergangsbestimmungen hält 
die Schweizerische Strafprozessordnung fest, dass Rechtsmittel gegen einen Ent-
scheid, der vor ihrem Inkrafttreten gefällt worden ist, nach bisherigem Recht und 
von der bisher zuständigen Behörde beurteilt werden (Art. 453 Abs. 1 StPO). Der 
vorliegend zu beurteilende Entscheid datiert vom 12. Februar 2010. Er ist mithin 
noch vor Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung gefällt worden, 
weshalb auf das gesamte Verfahren vor der Berufungsinstanz die kantonale Straf-
prozessordnung vom 8. Juni 1958 Anwendung finden muss.

b) Gegen Urteile der Bezirksgerichtsausschüsse können der Verurteilte und der 
Staatsanwalt beim Kantonsgericht Berufung erheben (Art. 141 Abs. 1 StPO-GR). 
Dazu ist die Berufung innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen Eröffnung des 
angefochtenen Entscheides einzureichen; sie ist zu begründen und hat darzutun, 
welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden und ob das gan-
ze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 StPO-
GR). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Berufung zu genügen. Auf die 
frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

2. Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass dem Kantonsgericht als 
Berufungsinstanz grundsätzlich eine umfassende, uneingeschränkte Kognition – 
auch mit Bezug auf Ermessensfehler, bei deren Prüfung es sich aber eine gewisse 
Zurückhaltung auferlegt – zukommt (Art. 146 Abs. 1 StPO-GR). Es überprüft das 
vorinstanzliche Urteil grundsätzlich jedoch nur im Rahmen der in der Berufung 
oder Anschlussberufung gestellten Anträge. Wenn die Aktenlage die Beurteilung 
zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt oder der Mangel ge-
heilt ist, entscheidet das Kantonsgericht in der Sache selber (Art. 146 Abs. 2 

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StPO-GR e contrario), eine Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Ausnahme 
(Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Auf-
lage, Chur 1996, S. 375 f.).

3. a) Der Vorsitzende kann gemäss Art. 144 Abs. 1 StPO-GR eine mündliche 
Berufungsverhandlung von Amtes wegen oder auf Antrag durchführen, wenn die 
persönliche Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache we-
sentlich ist. Auf die Berufungsverhandlung finden unter Vorbehalt abweichender 
Bestimmungen die Vorschriften der Strafprozessordnung über das Gerichtsverfah-
ren sinngemäss Anwendung (vgl. Art. 144 Abs. 2 StPO-GR). Die Berufungskläger 
haben in ihrer Berufung den Antrag auf eine mündliche Berufungsverhandlung 
gestellt. Mit der Vorladung zur Berufungsverhandlung vom 3. November 2010 (vgl. 
Verfügung vom 2. September 2010, act. 09) sowie der Durchführung der Beru-
fungsverhandlung selbst wurde diesem Antrag entsprochen.

b) Die Zusammensetzung der I. Strafkammer des Kantonsgerichts hat sich zwi-
schen der Berufungsverhandlung vom 3. November 2010 und der Beratung vom 
11. Dezember 2012 geändert. Anstelle von Kantonsrichter Bochsler, der auf den 
31. Dezember 2011 als Kantonsrichter zurückgetreten ist, hat Kantonsgerichtsprä-
sident Brunner Einsitz genommen. Kantonsgerichtspräsident Brunner standen die 
gesamten Akten inklusive dem Protokoll der Berufungsverhandlung zur Verfü-
gung, so dass er sich mit dem vorliegend zu beurteilenden Straffall, insbesondere 
auch mit den Äusserungen der Parteien anlässlich der Berufungsverhandlung, 
eingehend befassen konnte. Unter diesen Umständen aber ist der Wechsel in der 
Besetzung der I. Strafkammer des Kantonsgerichts als unproblematisch anzuse-
hen und es kann auf eine Wiederholung der mündlichen Berufungsverhandlung 
verzichtet werden (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 9. August 2011, 
5A_429/2011, E 3.2). 

4. Mit der Berufung haben die Berufungskläger verschiedene Beweisergän-
zungsbegehren gestellt. Diese sind im Beschluss der I. Strafkammer des Kan-
tonsgerichts vom 3. November 2010 eingehend beurteilt worden. Es kann vorlie-
gend auf diesen Beschluss verwiesen werden. Weitere Erwägungen zu den Be-
weisergänzungsbegehren erübrigen sich. Es sei lediglich explizit darauf hingewie-
sen, dass auf eine rechtshilfeweise Einholung einer Erkundigung bei der M._____ 
AG verzichtet werden kann, nachdem einerseits B._____, Generaldirektor der 
M._____ AG, trotz gegenteiliger Beteuerungen der Berufungskläger anlässlich der 
Berufungsverhandlung weder eine Bestätigung abgegeben hat, noch in der 

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Schweiz oder in L.3_____ einvernommen werden konnte, und nachdem anderer-
seits gemäss den Feststellungen der Berufungskläger in der Untersuchung eine 
Bestätigung von der M._____ AG nicht erhältlich gemacht werden kann (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 5.18, erster Absatz). Da es sich bei der Anzahlung 
gemäss Aussage von X._____ an der Berufungsverhandlung um eine Geheimzah-
lung gehandelt haben soll, wäre zudem nicht zu erwarten, dass sie in den Büchern 
der M._____ AG zu finden wäre.

5. Staatsanwaltschaft und Vorinstanz sind davon ausgegangen, dass keine 
Zahlung an B._____ erfolgt ist. Die Berufungskläger bestreiten dies und machen 
geltend, sie hätten sehr wohl eine Zahlung in Höhe von € 300‘000.-- an B._____ 
geleistet. Es ist im Folgenden demnach zu prüfen, ob aufgrund der Akten davon 
auszugehen ist, dass die Zahlung erfolgt ist oder nicht. – In den Akten findet sich 
zunächst ein Vertrag vom 14. November 2006 zwischen der M._____ AG, vertre-
ten durch ihren Generaldirektor B._____, sowie X._____ und Y._____ bezüglich 
der Übernahme der Pelletsanlage in O.9_____ (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
4.21 und 4.22). In Ziffer 1 des Vertrages wird festgehalten, dass eine Anzahlung in 
Höhe von € 300‘000.-- vor Unterzeichnung des Vertrages bereits erfolgt sei, und 
es folgen die Angaben zu einem Konto der Bank „N._____“, O.9_____ (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 4.22). Aus dem P._____ Original wird sehr deutlich, dass 
der Betrag offenbar auf das genannte Konto einbezahlt worden sein soll (Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 4.21: Der Doppelpunkt zwischen dem Hinweis auf die 
bereits erfolgte Anzahlung und den Kontodaten macht dies offensichtlich). 
Gemäss diesem Vertrag sollen die € 300‘000.-- folglich auf ein Bankkonto der 
M._____ AG überwiesen worden sein. In der untersuchungsrichterlichen Konfron-
teinvernahme zwischen X._____ und A._____ hielt der Untersuchungsrichter 
X._____ vor, gemäss den getätigten Abklärungen gebe es die im Vertrag genann-
te Bank mit dieser Bezeichnung in O.9_____ nicht, worauf X._____ antwortete, 
gut, es stimme, auf dieses Konto habe er das Geld nicht überwiesen, aber über-
geben habe er es (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.10, S. 6 unten). Auf den 
weiteren Vorhalt des Untersuchungsrichters, zumindest in diesem Punkt (der 
Überweisung der Anzahlung auf ein Bankkonto) sei demnach der Inhalt des Ver-
trages nicht korrekt, erwiderte X._____: „Einverstanden“ (Akten der Staatsanwalt-
schaft, act. 5.10, S. 7 oben). X._____ hat nach dem Vorhalt durch den Untersu-
chungsrichter nicht darauf bestanden, dass es die im Vertrag genannte Bank ge-
be. Vielmehr hat er sofort eine neue, vollkommen andere Erklärung mit Bezug auf 
die Bezahlung der Anzahlung abgegeben. Er hat zudem explizit bestätigt, dass die 
Angaben im Vertrag bezüglich der Überweisung der Anzahlung nicht korrekt sei-

Seite  15 — 46

en. Y._____ hat, konfrontiert mit der Formulierung im Vertrag, von Beginn weg 
ausgeführt, die Anzahlung sei von ihrem Mann bar an B._____ übergeben worden 
(Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.9, S. 4 Mitte). Es ist vorliegend aufgrund der 
gesamten Aktenlage davon auszugehen, dass das Geld nicht auf das im Vertrag 
genannte Konto einbezahlt worden ist. Nur für eine solche Einzahlung aber wäre 
der Vertrag ein Beleg. Damit kann der Vertrag kein Anhaltspunkt oder gar Beweis 
dafür sein, dass das Geld überhaupt an B._____ gelangt ist. Die Berufungskläger 
machen nun aber geltend, sie hätten das Geld B._____ bar übergeben. Diese Be-
hauptung findet in den Akten jedoch keine Stütze. In diesem Zusammenhang ist 
mit aller Deutlichkeit festzustellen, dass B._____ nicht befragt werden konnte, ob-
wohl die Berufungskläger anlässlich der Berufungsverhandlung zugesagt hatten, 
dass er bereit sei, in die Schweiz zu kommen und auszusagen. Auch ein Rechts-
hilfeersuchen an das zuständige Gericht in O.9_____ führte zu keiner Einvernah-
me von B._____, weil dieser an der von den Berufungsklägern angegeben Adres-
se nicht erreicht werden konnte (aus den Verfahrensakten des P._____ Gerichts 
geht hervor, dass die in der Adresse angegebenen Hausnummern gar nicht exis-
tieren!) und auch weitere Abklärungen des P._____ Gerichts keinen Hinweis auf 
seinen Aufenthalt ergaben (vgl. die deutsche Zusammenfassung der P._____ Ver-
fahrensakten, act. 39.1). Nachdem gemäss Aussagen der Berufungskläger 
B._____ ein enger persönlicher Freund sein soll und sie zudem eng mit der 
M._____ AG zusammenarbeiten sollen beziehungsweise zusammengearbeitet 
haben wollen, erstaunt es doch sehr, dass sie eine nicht existierende Adresse be-
kannt gegeben haben. Da B._____ die Aussage der Berufungskläger, sie hätten 
ihm das Geld übergeben, bestätigen können müsste, wenn sie denn zutreffen soll-
te, überrascht es sehr, dass die Berufungskläger nicht zumindest eine richtige 
Adresse genannt haben, müssten sie doch unter den von ihnen behaupteten Um-
ständen alles Interesse daran haben, dass B._____ aussagt. Offenbar aber hatten 
sie dieses Interesse nicht. Dieses Verhalten der Berufungskläger wirft ein sehr 
ungünstiges Licht auf ihre Aussage und lässt deren Wahrheitsgehalt als äusserst 
zweifelhaft erscheinen. Weiter haben die Berufungskläger im Verlaufe der Unter-
suchung je eine schriftliche Erklärung von C._____ (Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 1.58) und von D._____ (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.61) eingereicht, 
die die Übergabe des Geldes bestätigen sollen. In seiner Erklärung vom 13. April 
2009 bestätigt C._____, dass X._____ Zahlungen in Raten über eine Bank geleis-
tet habe. Diese Zahlungen seien für die Zusammenarbeit in der Holzbearbei-
tungsproduktion in O.9_____ bestimmt gewesen und die Definition dieser Zu-
sammenarbeit sei schon früher abgesprochen worden mit der beidseitigen Ver-

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pflichtung zur Geheimhaltung (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.66). Aus der 
Erklärung geht mit keinem Wort hervor, warum C._____ von den geltend gemach-
ten Zahlungen überhaupt Kenntnis haben sollte. Gemäss Schreiben von X._____ 
soll es sich bei C._____ um einen Immobilienfachmann handeln (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 1.56), weshalb nicht ersichtlich ist, was C._____ mit der 
Anzahlung hätte zu tun gehabt haben können, geht es bei der vorliegend geltend 
gemachten Investition in eine Pelletsanlage doch nicht um den Kauf einer Immobi-
lie, sondern um den Erwerb einer (mobilen) Anlage (Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 5.10, S. 5 Mitte). Es stellt sich weiter sehr deutlich die Frage, ob C._____ 
Aussagen über eigene Wahrnehmungen gemacht hat oder ob er sich lediglich 
aufgrund vom Hörensagen äussert. Nachdem der Vertrag zwischen den Beru-
fungsklägern und B._____ streng geheim gewesen sein soll, ist kaum davon aus-
zugehen, dass C._____ bei den behaupteten Banküberweisungen dabei gewesen 
ist oder Bankbelege derselben gesehen hat. Ob er B._____ kennt, ist nicht klar. 
Aber selbst wenn, wäre nicht glaubhaft, dass dieser C._____ über die Zahlung 
informiert haben sollte, da der Vertrag ja streng geheim gewesen sein soll. Bliebe 
somit nur noch, dass C._____ in der Erklärung lediglich wiederholt, was er von 
den Berufungsklägern erfahren hat. Diesfalls aber vermag seine Erklärung von 
vornherein kein Beleg dafür zu sein, dass diese Banküberweisungen tatsächlich 
stattgefunden haben, und erst recht nicht dafür, dass das Geld an B._____ ge-
langt ist. Ganz zentral ist zudem zu vermerken, dass C._____ klarerweise davon 
spricht, die Zahlung sei in mehreren Raten über eine Bank erfolgt. Er bestätigt 
damit nicht, dass das Geld in bar übergeben worden sei. Dass im Zusammenhang 
mit der Anzahlung Zahlungen über eine Bank erfolgt sind, kann aber – wie bereits 
erläutert – aufgrund der Aussagen der Berufungskläger klar ausgeschlossen wer-
den, weshalb die Erklärung von C._____ keine Anzahlung an die Pelletsanlage 
belegen kann. Aus den Aussagen von C._____ geht im Übrigen auch nicht hervor, 
an wen die Zahlungen gegangen und über welche Bank sie getätigt worden sein 
sollen. Dass die Zahlungen an B._____ gegangen wären, lässt sich aus der Er-
klärung von C._____ daher nicht ableiten. Wie der Erste Staatsanwalt bereits im 
Beschwerdeentscheid vom 16. Juli 2009 zu Recht festgehalten hat, wäre es zu-
dem erheblich einfacher, einen Bankbeleg vorzulegen, wenn tatsächlich eine 
Banküberweisung erfolgt wäre, als einen Aussenstehenden zu befragen (Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 1.70, S. 5 f. Ziff. 12a). Und schliesslich ergibt sich aus 
der Erklärung von C._____ auch nicht, wie hoch diese von ihm erwähnten Raten 
gewesen sein sollen, so dass nicht geschlossen werden könnte, es seien tatsäch-
lich € 300‘000.-- oder zumindest € 100'000.-- gewesen. Selbst wenn die Erklärung 

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eine Zahlung an B._____ bestätigen könnte, wäre somit nicht belegt, dass die € 
100‘000.--, die A._____ unbestrittenermassen überwiesen beziehungsweise über-
geben hat, gänzlich für die Zahlung an B._____ eingesetzt worden sind. Insge-
samt gesehen ist festzuhalten, dass die Erklärung von C._____ nicht als Beleg für 
eine Zahlung an B._____ in Höhe von € 300'000.--, beziehungsweise auch nur für 
eine solche von € 100‘000.--, dienen kann. D._____ hat in seiner Erklärung vom 4. 
Mai 2009 ausgeführt, er bestätige, dass er X._____ begleitet habe, als dieser eini-
ge grössere Summen Bargeld überwiesen habe über ihm, D._____, bekannte In-
stitute. Seine Aufgabe sei es gewesen, Begleitschutz zu gewähren. Ihm sei das 
Businessschema bezüglich Holzgranulat-Produktion in grossen Anlagen in 
O.9_____ im Detail bekannt (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.67). D._____ 
spricht davon, dass X._____ einige grössere Summen Bargeld über Institute 
überwiesen habe. Auch D._____ kann somit nicht bestätigen, dass das Geld bar 
an B._____ übergeben worden wäre. Ebenso wenig geht aus seinen Ausführun-
gen hervor, an wen das Geld überwiesen worden sein soll, denn aus der Behaup-
tung, er sei über das Businessschema bezüglich Holzgranulat-Produktion in gros-
sen Anlagen in O.9_____ im Detail im Bilde, kann augenscheinlich nicht geschlos-
sen werden, die behaupteten Überweisungen seien an B._____ gegangen. Nach-
dem der Vertrag zwischen den Berufungsklägern und B._____ streng geheim ge-
wesen sein soll, wäre es zudem höchst erstaunlich, wenn D._____ über dessen 
Inhalt tatsächlich im Detail oder auch nur allgemein informiert gewesen wäre, 
weshalb sein Hinweis auf seine Kenntnis sich kaum auf diesen Vertrag bezogen 
haben kann. Die Erklärung von D._____ kann insgesamt gesehen keinesfalls eine 
wie auch immer geartete Zahlung an B._____ belegen. Kommt auch hier hinzu, 
dass aus den Ausführungen von D._____ nicht hervorgeht, wie hoch die überwie-
senen Summen gewesen sein sollen, so dass nicht abgeleitet werden könnte, 
dass tatsächlich € 300‘000.--, oder zumindest € 100‘000.--, überwiesen worden 
sein sollen. Auch die Erklärung von D._____ bestätigt die von den Berufungsklä-
gern geltend gemachte Zahlung an B._____ somit nicht. Im Rahmen der Untersu-
chung haben die Berufungskläger weiter eine Bestätigung der Q._____ GmbH, 
O.9_____, vom 6. Oktober 2008 eingereicht (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
5.15). Darin bestätigt der Generaldirektor der Q._____ GmbH, E._____, dass 
X._____ die Summe in Höhe von € 300‘000.-- in die Anlage zur Herstellung von 
Holzgranulaten (Pellets) in O.9_____ investiert habe. In diesem Zusammenhang 
stellt sich klar die Frage, warum die Q._____ GmbH bereit war, eine Bestätigung 
für die Zahlung zu geben, wenn es für die am Vertrag Beteiligten aus Angst, dass 
der Beleg in falsche Hände geraten beziehungsweise die Transaktion dem Staat 

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bekannt werden könnte, gewissermassen undenkbar gewesen sein soll, einen 
schriftlichen Beleg über die Transaktion zu erstellen und zu besitzen, wie die Beru-
fungskläger in ihren Aussagen mehrfach betont haben. X._____ hat in der unter-
suchungsrichterlichen Einvernahme vom 31. März 2009 lediglich ausgesagt, er 
habe die Q._____ GmbH um diese Bestätigung gebeten (Akten der Staatsanwalt-
schaft, act. 5.16, S. 1 unten). Dies begründet die plötzliche Kehrtwende jedoch in 
keiner Weise. Insbesondere aber ist schlicht nicht erklärbar, weshalb nicht die 
M._____ AG oder B._____ die Bestätigung ausgestellt haben, wenn es ja nun 
trotz der Angst vor Entdeckung doch möglich war, etwas Schriftliches zu erstellen. 
X._____ brachte in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme auf die Frage, 
warum nicht die M._____ AG diese Bestätigung ausgestellt hat, lediglich vor, 
L.3_____ ticke anders (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.16, S. 2). Dies erklärt 
jedoch nicht, warum die Q._____ GmbH eine Bestätigung ausstellen konnte, die 
M._____ AG dies aber nicht können soll. Ganz zentral ist im Weiteren die Frage, 
wie der Generaldirektor der Q._____ GmbH zu dieser Information über die Zah-
lung gekommen sein soll, nachdem der Vertrag zwischen den Berufungsklägern 
und B._____ abgeschlossen wurde und alles, was damit zusammenhing, nach 
Aussagen der Berufungskläger strengster Geheimhaltung unterlag und nur ihnen 
selbst und B._____ bekannt sein durfte (vgl. zum Letzteren die Mail von X._____ 
an A._____ vom 14. März 2007, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.52). Y._____ 
bekräftigte, dass Drittpersonen unter keinen Umständen von der behaupteten Zah-
lung erfahren durften (act. 5.9, S. 4). Selbst wenn durch die Recherchen von 
A._____ in L.3_____ der Verkauf der Pelletsanlage aufgeflogen sein sollte, ist 
nicht davon auszugehen, dass der Inhalt des Vertrages allgemein bekannt gewor-
den wäre, und es ist nicht nachvollziehbar, dass Details an die Q._____ GmbH 
gelangt sein sollten, die gemäss Aussagen von X._____ lediglich eine Kundin der 
Pelletsanlage in O.9_____ und eine Geschäftspartnerin der M._____ AG sein soll 
(Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.16). Wie die Vorinstanz zudem richtigerweise 
festgehalten hat, ergibt sich aus der Bestätigung nicht, dass der unterzeichnende 
Generaldirektor der Q._____ GmbH bei der Übergabe des Geldes anwesend ge-
wesen wäre, und die Berufungskläger machen auch nichts dergleichen geltend. 
Nachdem der Vertrag über die Übernahme der Pelletsanlage streng geheim ge-
wesen sein soll, wäre denn auch nur schwer vorstellbar, dass völlig unbeteiligte 
Dritte bei der Übergabe zugelassen worden wären. Aus der Bestätigung geht im 
Weiteren ebenso wenig hervor, dass der Generaldirektor der Q._____ GmbH von 
B._____ über den Vorgang informiert worden wäre, was im Übrigen aufgrund der 
behaupteten Geheimhaltungspflicht auch nicht plausibel wäre. Es kann daher, wie 

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die Vorinstanz bereits zu Recht festgestellt hat, nur davon ausgegangen werden, 
dass X._____ die Q._____ GmbH informiert hat, um im Hinblick auf diesen Straf-
prozess einen Beleg erstellen zu lassen, und dass die Q._____ GmbH daher bloss 
seine Aussage wiedergibt. Eine solche Bestätigung aber vermag die Aussagen 
der Berufungskläger offensichtlich nicht zu stützen. Die Bestätigung der Q._____ 
GmbH kann daher auch nicht als Nachweis der behaupteten Zahlung an B._____ 
dienen. In der Untersuchung hat Y._____ weiter erklärt, es gebe eine Quittung für 
die Zahlung, welche aber in L.3_____ deponiert sei (Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 5.9, S. 4 unten). In der Folge haben die Berufungskläger jedoch keine Quit-
tung beigebracht. Es ist nun aber kein Grund ersichtlich, warum die Berufungsklä-
ger die Quittung nicht hätten einreichen sollen, wenn eine solche denn tatsächlich 
bestehen sollte. Ihre – in anderem Zusammenhang vorgebrachte – Argumentati-
on, dass sie ihre Freunde in L.3_____ nicht in das Verfahren hineinziehen wollten, 
vermöchte das Nichteinreichen der Quittung nicht zu erklären, waren durch den 
von A._____ schon mit der Strafanzeige eingereichten Vertrag vom 14. November 
2006, der die M._____ AG, vertreten durch ihren Generaldirektor B._____, als 
Verkäuferin nennt, und der von einer angeblich bereits erfolgten Überweisung in 
Höhe von € 300‘000.-- spricht, die M._____ AG und B._____ mit dem Verfahren 
doch bereits in Verbindung gebracht. Nachdem den Berufungsklägern offensicht-
lich bewusst war, dass bei Nachweis der Zahlung in Höhe von € 300‘000.-- an 
B._____ der vorliegend erhobene Vorwurf der Veruntreuung nicht aufrecht erhal-
ten werden könnte (vgl. die Aussage von X._____ gegenüber der Polizei, Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 5.8, S. 5 Mitte), ist es umso unverständlicher, dass sie 
die behauptete Quittung nicht eingereicht und stattdessen Erklärungen von Dritten 
beigebracht haben. Dieses Verhalten der Berufungskläger führt zweifellos dazu, 
dass die Aussage von Y._____, es bestehe eine Quittung, als nicht glaubhaft ein-
gestuft werden muss (vgl. auch das Schreiben des damaligen Verteidigers der 
Berufungskläger vom 7. Mai 2009 an den Untersuchungsrichter, in welchem der 
Verteidiger darauf hinweist, dass neben den bereits beigebrachten Urkunden kei-
ne weiteren Dokumente bestünden, um den Beweis der Zahlung an B._____ zu 
erbringen [Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.55], was ebenso der Aussage von 
Y._____, es gebe eine Quittung, entgegensteht). Wie die Staatsanwaltschaft in 
ihrem Plädoyer vor der Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen hat, widerspricht 
es der allgemeinen Lebenserfahrung, dass eine solche Summe ohne Bestätigung 
des Erhalts übergeben wird. Das Fehlen einer Quittung muss daher als Indiz dafür 
gewertet werden, dass die behauptete Zahlung nicht erfolgt ist. In den Akten findet 
sich im Weiteren eine Vereinbarung vom 6. November 2006 zwischen den Beru-

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fungsklägern und A._____ betreffend Geschäftstätigkeit in L.3_____ (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 4.20 und act. 6.13). In deren Ziffer A.1 wird unter ande-
rem festgehalten, die beiden Parteien beabsichtigten, in O.9_____ von Herrn 
B._____ eine Pellets-Anlage zu übernehmen; eine Anzahlung von € 300‘000.-- sei 
bereits getätigt worden. Die Vereinbarung ist sowohl von den Berufungsklägern 
als auch von A._____ unterzeichnet worden. Es stellt sich damit die Frage, ob sie 
aufgrund der enthaltenen Formulierung als Beleg für die behauptete Zahlung an 
B._____ dienen kann. Wie bereits ausgeführt ist davon auszugehen, dass keine 
Quittung über die Zahlung besteht. Die Vereinbarung zwischen den Parteien da-
tiert vom 6. November 2006 und damit vor dem Vertrag zwischen den Berufungs-
klägern und B._____, welcher am 14. November 2006 unterzeichnet worden ist. 
Beim Aufsetzen der Vereinbarung war der Vertrag mithin noch nicht bekannt. Die 
in vorliegendem Verfahren beigebrachten schriftlichen Äusserungen der Q._____ 
GmbH, von C._____ und von D._____ wurden erst in den Jahren 2007 und 2008 
erstellt. Andere schriftliche Bestätigungen beziehungsweise Äusserungen über die 
Zahlung gibt es offensichtlich nicht (vgl. das bereits zitierte Schreiben des damali-
gen Verteidigers der Berufungskläger vom 7. Mai 2009 an den Untersuchungsrich-
ter, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.55). Der Hinweis in der Vereinbarung, 
dass eine Anzahlung bereits erfolgt sei, kann daher nur auf mündlichen Aussagen 
beruhen. A._____ hatte gemäss Aktenlage vor Unterzeichnung der Vereinbarung 
keinen Kontakt zu B._____ oder der M._____ AG, wurden diese Beziehungen 
doch allein durch die Berufungskläger gepflegt. Gerade der Umstand, dass sich 
die Berufungskläger weigerten, A._____ in die Verhandlungen miteinzubeziehen, 
ihm die wichtigen Personen vorzustellen und ihm Gespräche mit diesen Personen 
zu ermöglichen, führte zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten und schluss-
endlich zum endgültigen Zerwürfnis zwischen den Parteien (vgl. den Mailverkehr 
zwischen den Parteien, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.36 ff.). A._____ konn-
te daher im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Vereinbarung vom 6. November 
2006 bezüglich der Anzahlung von € 300‘000.-- einzig über Informationen verfü-
gen, die er von den Berufungsklägern erhalten hatte. Der Umstand, dass in der 
Vereinbarung davon gesprochen wird, die Anzahlung sei bereits geleistet worden, 
und dass A._____ die Vereinbarung unterzeichnet hat, vermag dementsprechend 
klarerweise nur eine Bestätigung dafür zu liefern, dass die Berufungskläger 
A._____ dahingehend informiert hatten, jedoch kann die Vereinbarung nicht als 
Beleg dafür dienen, dass die Anzahlung tatsächlich erfolgt ist. Weiter befindet sich 
in den Akten ein Nachtrag I zur bereits genannten Vereinbarung vom 6. November 
2006 zwischen den Berufungsklägern und A._____ (Akten der Staatsanwaltschaft, 

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act. 6.14). Dieser Nachtrag I datiert vom 22. November 2006 und ist einzig von 
A._____ unterzeichnet. Insofern ist nicht klar, ob dieser Nachtrag I gültig zustande 
gekommen und damit für die Parteien verbindlich geworden ist (in der Vereinba-
rung vom 6. November 2006 wird nirgends Schriftlichkeit für Abänderungen oder 
Ergänzungen vorgesehen). In Ziffer A.1 dieses Nachtrags I wird festgehalten, in 
der Zwischenzeit habe der Vertrag mit B._____ abgeschlossen werden können; 
die Anzahlung von € 300‘000.-- sei geleistet und bestätigt worden. Auch am 22. 
November 2006 waren offensichtlich keine Quittung und auch keine Erklärungen 
der Q._____ GmbH, von C._____ und von D._____ vorhanden. Jedoch war der 
Vertrag zwischen den Berufungsklägern und B._____ am 14. November 2006 un-
terzeichnet und am 17. November 2006 A._____ übergeben worden (vgl. die 
Strafanzeige, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.2, S. 7, Ziff. 5). Wie bereits 
festgestellt, wird in diesem Vertrag bezüglich der Anzahlung unzutreffenderweise 
festgehalten, dass diese auf ein genau bezeichnetes Konto einer genau bezeich-
neten Bank erfolgt sei, was aufgrund der Aktenlage ausgeschlossen werden kann. 
Der Vertrag kann daher nicht als Bestätigung der Anzahlung dienen. Wenn sich 
nun der Nachtrag I mit der Formulierung, die Anzahlung sei geleistet und bestätigt 
worden, auf diesen Vertrag bezieht, so ist offensichtlich, dass der Nachtrag I 
selbst ebenso wenig als Beleg für die Bezahlung der Anzahlung dienen kann wie 
der Vertrag, auf den er sich stützt. Vom 15. bis 19. November 2006 hielt sich 
A._____ im Weiteren in O.9_____ auf (vgl. die Reiseunterlagen, Akten der Staats-
anwaltschaft, act. 4.19). Im Rahmen dieses Aufenthalts konnte er nach seiner ei-
genen Aussage auch die Pelletsanlage besichtigen und die beiden engsten Mitar-
beiter von X._____ treffen. Ein eigentlich geplantes Treffen mit B._____ kam nicht 
zustande (vgl. die Strafanzeige, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.2, S. 7 f.). 
Auch während seines Aufenthaltes in O.9_____ konnte A._____ mithin keine In-
formationen von B._____ erhalten, da er ihn nicht getroffen hat. Selbst wenn er ihn 
aber getroffen hätte, wäre nicht davon auszugehen, dass B._____ A._____ mit 
Informationen über die Anzahlung versorgt hätte, da B._____ nach Aussage der 
Berufungskläger nicht wusste, dass sich A._____ an der Pelletsanlage beteiligte 
(vgl. die entsprechende Aussage von Y._____ gegenüber der Polizei am 27. Sep-
tember 2007, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.9, S. 3), und sich B._____ 
kaum gegenüber einem unbeteiligten Fremden über eine Zahlung geäussert hätte, 
die auf einem streng geheimen Vertrag beruhen sollte und bei der es sich nach 
Aussage von X._____ anlässlich der Berufungsverhandlung um eine Geheimzah-
lung gehandelt haben soll. Nachdem der Vertrag zwischen den Berufungsklägern 
und B._____ eben streng vertraulich gewesen sein soll und niemand davon wis-

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sen durfte und insbesondere nachdem es sich bei der Anzahlung um eine Ge-
heimzahlung gehandelt haben soll, ist im Weiteren auch nicht davon auszugehen, 
dass die Mitarbeiter von X._____ über Informationen zu der behaupteten Anzah-
lung verfügten, die sie an A._____ hätten weitergeben können (dies muss auch für 
F._____ gelten, der nicht in die Übernahme der Pelletsanlage involviert war und 
entgegen den Ausführungen in der Mail vom 25. Januar 2007 [Akten der Staats-
anwaltschaft, act. 4.38] offenbar auch kein Geld für die Reparatur der Pelletsanla-
ge aufgebracht hat [siehe die Aussage von X._____ in der untersuchungsrichterli-
chen Konfronteinvernahme mit A._____ vom 5. März 2008, Akten der Staatsan-
waltschaft, act. 5.10, S. 6 oben]). Bei der Unterzeichnung des Nachtrags I verfügte 
A._____ im Vergleich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Vereinbarung nur 
insofern über mehr Informationen bezüglich der Anzahlung, als er den Vertrag 
zwischen den Berufungsklägern und B._____ erhalten hatte, der mit Bezug auf die 
Anzahlung jedoch nicht der Wahrheit entsprach. Der Nachtrag I zur Vereinbarung 
und die darin enthaltene Unterschrift von A._____ vermögen unter diesen Um-
ständen keinen Beleg für die Leistung der Anzahlung an B._____ darzustellen. 
Damit steht fest, dass sich in den Akten kein schriftlicher Beleg dafür findet, dass 
die Berufungskläger tatsächlich eine Anzahlung in Höhe von € 300‘000.-- an 
B._____ geleistet haben. Aber auch aus den Aussagen und Mails der Berufungs-
kläger lässt sich eine solche Bestätigung nicht ableiten. So hat X._____ A._____ 
mit Mail vom 14. März 2007 erklärt, B._____ habe an jenem Morgen den Vertrag 
annulliert (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.52). Bei dem in dieser Mail er-
wähnten Vertrag muss es sich um den Vertrag vom 14. November 2006 gehandelt 
haben, der eine Übernahme der Anlage durch X._____ und Y._____ auf den 1. 
Januar 2007 vorgesehen hat (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.21 und 4.22), 
denn der zweite Vertrag zwischen den Berufungsklägern und B._____, der vom 
18. Januar 2007 datiert und einen Übergang der Anlage auf den 1. April 2007 vor-
gesehen hat (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 6.5 und 6.6), war A._____ 
gemäss Aktenlage nicht bekannt. X._____ hat in der Untersuchung und auch an-
lässlich der Berufungsverhandlung ausgeführt, dieser zweite Vertrag sei erst nach 
dem Crash in L.3_____ entstanden und habe dazu gedient, das Chaos, das 
A._____ mit seinen Recherchen in L.3_____ angerichtet habe, in geordnete Bah-
nen zu lenken; der Vertrag sei vordatiert worden (Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 5.10, S. 7 f. und S. 10 unten). Folgt man dieser Aussage, so wäre der zweite 
Vertrag erst nach dem 14. März 2007 aufgesetzt worden. Erstaunlicherweise hat 
X._____ in mehreren Mails an andere mögliche Geldgeber/Partner jedoch bereits 
ab Ende Februar 2007 davon gesprochen, dass die Anlage von ihm und seiner 

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Ehefrau gemäss Vertrag auf den 1. April 2007 übernommen werde (vgl. Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 7.2, 7.3, 7.4, 7.7, 7.8, 7.10). Zum einen hätte die Anlage 
Ende Februar und anfangs März 2006 gemäss Vertrag vom 14. November 2006 
schon lange übergegangen sein müssen, wenn die Anzahlung tatsächlich geleistet 
worden wäre, und zum anderen hätte X._____ in jenem Zeitpunkt gar nicht wissen 
können, dass es notwendig werden würde, einen zweiten Vertrag mit vorgesehe-
nem Übergang der Anlage am 1. April 2007 aufzusetzen, da der zweite Vertrag ja 
erst später als Reaktion auf die Recherchen von A._____ in L.3_____ entstanden 
sein soll. Die Aussagen beziehungsweise Mails von X._____ sind mithin in keiner 
Weise stimmig. Insbesondere sprechen sie klar dagegen, dass die Anzahlung 
gemäss Vertrag vom 14. November 2006 geleistet worden war, ansonsten die An-
lage am 1. Januar 2007 an die Berufungskläger hätte übergegangen sein müssen. 
Weiter hat X._____ – wie bereits festgestellt – zunächst behauptet, er habe den 
Betrag auf ein Bankkonto der M._____ AG überwiesen, um dann auf den Vorhalt 
des Untersuchungsrichters, dass es die genannte Bank in O.9_____ nicht gebe, 
seine Aussage dahingehend zu ändern, dass er das Geld B._____ übergeben ha-
be. Auch dieses Aussageverhalten lässt Zweifel an der Bezahlung der Anzahlung 
entstehen. Daneben hat X._____ ausgesagt, sie hätten die € 300'000.-- vorfinan-
ziert und zwar aus Eigenmitteln und einem Darlehen aus O.10_____ (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 5.8, S. 4). Gegenüber A._____ hat X._____ jedoch allein 
von einer Kreditzusage aus O.10_____ in Höhe von € 250'000.-- beziehungsweise 
€ 260‘000.-- gesprochen und um das Einschiessen der fehlenden € 40‘000.-- ge-
beten (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.11 und 4.13). In der Befragung anläss-
lich der Berufungsverhandlung hat X._____ auf entsprechende Frage ausgesagt, 
sie hätten die gesamten € 300‘000.-- über den Kredit aus O.10_____ erhalten. 
Gegenüber A._____ habe er aber bewusst nur von einer Kreditzusage über € 
260‘000.-- gesprochen, um A._____ zu veranlassen, etwas zu bezahlen, denn 
A._____ habe am liebsten Partner sein wollen, ohne eine Einlage zu machen. 
Y._____ wiederum hat ausgesagt, sie hätten das Geld aus ihrem Hausverkauf in 
Spanien und aus einem Kredit eines spanischen Freundes gehabt (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 5.9, S. 4). Die Erklärungen der Berufungskläger, woher 
der Betrag denn gekommen sei, den sie bereits vorab an B._____ geleistet haben 
wollen, divergieren somit ganz erheblich und sind nicht miteinander vereinbar. 
Dass Y._____ im Übrigen nicht gewusst hätte, wie die Finanzierung abgelaufen 
sein soll, und lediglich versucht hätte, eine Erklärung zu finden, erscheint nicht 
überzeugend, bedenkt man, dass X._____ in seinen Mails gegenüber A._____ 
erklärt hat, er könne den notwendigen Einsatz nur im engen Verbund mit seiner 

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Frau erbringen, seine Frau lasse es nicht zu, dass sie noch mehr eigene Mittel 
aufwenden würden, und seine Frau habe aufgrund der ganzen Situation einen 
Zusammenbruch erlitten (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.33, 4.41, S. 2, und 
4.44). Aus diesen Äusserungen kann nur geschlossen werden, dass Y._____ über 
jeden Schritt informiert gewesen sein und jeden Schritt eng begleitet haben müss-
te. Es ist durchaus davon auszugehen, dass sie auch über die Finanzierung im 
Bilde gewesen sein müsste. Warum sie unter diesen Umständen andere Aussa-
gen machen sollte als ihr Ehemann, wenn denn tatsächlich das Geld bezahlt wor-
den sein sollte, ist nicht nachvollziehbar. Die Aussagen der Berufungskläger zur 
Frage, wo die von ihnen angeblich vorab bezahlten € 300‘000.-- hergekommen 
sein sollen, sind damit sehr widersprüchlich. Das wiederum lässt grösste Zweifel 
an der Zuverlässigkeit dieser Aussagen aufkommen und es liegt klarerweise der 
Schluss nahe, dass gar kein Geld für die Vorausleistung der Anzahlung vorhanden 
gewesen ist (vgl. auch die Unterlagen zu den Bankkonti der Berufungskläger, Ak-
ten der Staatsanwaltschaft, Dossiers 8 und 9). Es sei im Übrigen auch darauf hin-
gewiesen, dass Y._____ gegenüber der Polizei, wie bereits ausgeführt, erklärt hat, 
die € 300‘000.-- stammten aus ihrem Hausverkauf in Spanien sowie aus einem 
Darlehen eines spanischen Freundes. In derselben Einvernahme hat sie dann 
aber, befragt nach der Verwendung des von A._____ überwiesenen und überge-
benen Geldes, erklärt, ihr Mann habe die € 40‘000.-- abgehoben und für die Be-
zahlung der erwähnten Teilzahlung von € 300‘000.-- verwendet, die € 60‘000.-- 
hätten sie und ihr Ehemann B._____ für die Anzahlung des Kaufpreises bezahlt 
und sie sei bei der Aushändigung des Geldes dabei gewesen (Akten der Staats-
anwaltschaft, act. 5.9, S. 5 Mitte und S. 6 oben). Y._____ hat sich damit selbst 
ganz erheblich widersprochen, indem sie in derselben Einvernahme einmal aus-
gesagt hat, die ganzen € 300‘000.-- hätten sie aus eigenen Mitteln und einem Dar-
lehen eines spanischen Freundes aufgebracht, und ein andermal ausgeführt hat, 
sie hätten das Geld von A._____ für die Bezahlung der € 300‘000.-- verwendet 
und B._____ persönlich übergeben. Einmal behauptet Y._____ folglich eine Vor-
abzahlung der Anzahlung, das andere Mal verneint sie eine Vorabzahlung und 
weisst auf die Übergabe des Geldes von A._____ an B._____ hin. Zudem ergibt 
sich aus dem Kontoauszug, dass die € 40‘000.-- nicht gänzlich abgehoben worden 
sind und daher auch nicht an B._____ übergeben worden sein können (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 8.7). Bezüglich der € 60‘000.-- wiederum hat X._____ klar 
ausgesagt, sie hätten diese für die Rückzahlung grosser Kredite verwendet (Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 5.8, S. 5). Die Aussagen von Y._____ an sich, aber 
auch im Vergleich mit den Aussagen von X._____ sind offensichtlich äusserst wi-

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dersprüchlich. Die Aussagen der Berufungskläger erweisen sich als wenig glaub-
haft. Als weiteres Indiz ist zu erwähnen, dass X._____ in der Untersuchung ange-
geben hat, der Vertrag sei rechtskräftig geworden, er und seine Ehefrau seien Ei-
gentümer der Pelletsanlage (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.8, S. 4). An an-
derer Stelle in derselben Einvernahme spricht er dann jedoch wiederum nur da-
von, sie seien Mitinhaber der Anlage zusammen mit B._____ (Akten der Staats-
anwaltschaft, act. 5.8, S. 5). Y._____ dahingegen hat klar ausgesagt, der Vertrag 
sei nicht rechtskräftig geworden, er sei vielmehr geplatzt und die Anlage gehöre 
immer noch B._____ und seinem Partner (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.9, 
S. 4). Die Aussagen der Berufungskläger sind damit auch in diesem zentralen 
Punkt nicht stimmig. Wenn die Berufungskläger aber tatsächlich € 300‘000.-- an 
B._____ bezahlt hätten, hätte es keinen ersichtlichen Grund gegeben, weshalb die 
Übernahme auf den 1. Januar 2007 nicht hätte erfolgen sollen, und es wäre 
schlicht nicht erklärbar, weshalb dann die Aussagen der Berufungskläger so un-
terschiedlich ausgefallen sind. Nachdem Y._____ zusammen mit ihrem Ehemann 
die Anlage übernommen hätte und sie gemäss den Mails ihres Ehemannes die 
einzelnen Schritte genau begleitet haben müsste, ist nicht vorstellbar, dass sie 
über die tatsächliche Übernahme nicht im Bilde gewesen sein könnte. Die wider-
sprüchlichen Aussagen der Berufungskläger lassen grösste Zweifel daran auf-
kommen, dass sie die Anlage tatsächlich übernommen haben, was aber durchaus 
hätte geschehen müssen, wenn die Anzahlung wirklich erfolgt wäre. Lediglich ne-
benbei sei noch darauf hingewiesen, dass Y._____ in der polizeilichen Einver-
nahme erklärt hat, nachdem A._____ mit seiner Intervention ihre Kontakte zu 
B._____ und F._____ zerstört habe, bestünde keine Zusammenarbeit mehr (Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 5.9, S. 6 unten und 7 oben). Am selben Tag hat 
X._____ dahingegen – wie bereits erwähnt – in der polizeilichen Einvernahme 
ausgeführt, er und seine Ehefrau seien bezüglich der Pelletsanlage Eigentümer 
beziehungsweise Mitinhaber mit B._____. In der untersuchungsrichterlichen Kon-
fronteinvernahme mit A._____ erklärte X._____, sie hätten noch Marketingfunktio-
nen mit Bezug auf die Pelletsanlage (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.10, S. 
11). Auch in diesem Punkt widersprechen sich die Aussagen der Berufungskläger 
damit eklatant. Es sei auch noch erwähnt, dass X._____ mit seinen Aussagen in 
den Einvernahmen seinen eigenen Informationen an A._____ deutlich widerspro-
chen hat. Diesem hat er nämlich im Mail vom 18. März 2007 ganz klar erklärt, aus 
dem Pelletsgeschäft sei er ausgestiegen; aus privaten und gesundheitlichen 
Gründen habe er seine Aktivitäten in L.3_____ beendet (Akten der Staatsanwalt-
schaft, act. 4.54). In späteren Mails hat er bestätigt, dass es keine Pellets-

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Aktivitäten mehr gebe (Mail vom 14. März 2007, Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 4.52; Mail vom 19. März 2007, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.11). Ein 
solches Aussageverhalten erweckt grösste Zweifel an der Zuverlässigkeit der 
Aussagen. Es finden sich im Übrigen noch weitere Unstimmigkeiten in den Aussa-
gen und Mails von X._____. So hat er A._____ gegenüber in verschiedenen Mails 
erklärt, sein Sohn und F._____ hätten je € 100‘000.-- zur Verfügung gestellt, damit 
notwendige Reparaturen an der Anlage vorgenommen werden könnten (Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 4.35 und act. 4.38). In der polizeilichen Einvernahme vom 
27. September 2007 hat er dann jedoch erklärt, die Finanzierung der Reparatur-
kosten habe er über andere Linien regeln können, die in der Mail dargestellte Fi-
nanzierung [über seinen Sohn und F._____] sei so nicht erfolgt (Akten der Staats-
anwaltschaft, act. 5.8, S. 6 oben). Trotzdem hat er gegenüber A._____ in der Mail 
vom 9. Februar 2007 behauptet, der Verkauf an die Dänen käme aufgrund der 
Beteiligung von F._____ nicht mehr in Frage, da dieser „seine“ Anlage nicht ver-
kaufen wolle (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.41). Wieder hat sich X._____ in 
erhebliche Widersprüche verstrickt. Es stellt sich ferner klar die Frage, warum er 
A._____ die falsche Information gegeben hat, ein Verkauf sei nicht mehr möglich. 
Denn grundsätzlich waren davor Verkaufsverhandlungen mit verschiedenen skan-
dinavischen Firmen ein ständig wiederkehrendes Thema in den Mails gewesen. 
Es entsteht klar der Eindruck, dass die Möglichkeit eines Verkaufs vom Tisch sein 
sollte, obwohl ein Verkauf zuvor durchwegs als äusserst lukrativ und oft als das 
eigentliche Ziel dargestellt worden war. Diese – unbegründete – Abkehr von einem 
Verkauf könnte darauf hindeuten, dass die Anlage eben nicht an die Berufungs-
kläger übergegangen war, was wiederum zum Schluss führen müsste, dass keine 
Anzahlung geleistet worden war. Generell fällt auf, dass A._____ neben dem Ver-
trag vom 14. November 2006 keine weiteren Dokumente übergeben worden sind, 
obwohl solche vorhanden sein müssten (zum Beispiel ein Vertrag über den Ver-
kauf der Pellets, Bankbelege über die Bezahlung der Pellets und Ähnliches mehr), 
und dass A._____ auch keine Möglichkeit erhielt, bei Verhandlungen dabei zu sein 
oder mögliche Geschäftspartner/Abnehmer/Käufer kennenzulernen. Sobald er 
begonnen hat, danach zu fragen und darauf zu beharren, kamen von X._____ nur 
noch Vorwürfe, jedoch keine Dokumente und auch keine Gespräche mit weiteren 
involvierten Personen. Die von X._____ in den Mails vorgebrachte Begründung, er 
wolle sich nicht kontrollieren lassen, überzeugt nicht, handelte es sich bei A._____ 
doch nicht um irgendwen, sondern um seinen Partner, der sich bereits mit € 
100‘000.-- beteiligt hatte. Die unbegründet ablehnende und heftige Reaktion von 
X._____ auf die berechtigte Forderung von A._____, mit Dokumenten bedient und 

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mit weiteren involvierten Personen bekannt gemacht zu werden, erweckt sehr 
deutlich den Eindruck, dass X._____ unbedingt verhindern wollte, Dokumente lie-
fern und Kontakte herstellen zu müssen, was wiederum Zweifel daran nährt, dass 
es die behaupteten Verhandlungen, Vertragsabschlüsse, Zahlungen etc. über-
haupt gegeben hatte. Bezeichnenderweise waren die Berufungskläger auch nicht 
in der Lage, ihre im Rahmen der Untersuchung gemachten Aussagen zu belegen, 
obwohl sie sich bereit erklärt hatten, entsprechende Dokumente beizubringen (vgl. 
das Schreiben ihres damaligen Verteidigers an den Untersuchungsrichter vom 17. 
Juli 2008, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.24). In diesem Zusammenhang sei 
auch darauf hingewiesen, dass X._____ in einer Mail an A._____ fragte, ob dieser 
denn die Bankbestätigung über die Überweisung der Anzahlung im Original sehen 
müsste (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.42), womit X._____ den Eindruck 
erweckte, dass ein solcher Bankbeleg bestehe, obwohl keine Banküberweisung 
stattgefunden hatte, wie er später in der untersuchungsrichterlichen Konfrontein-
vernahme mit A._____ zugeben musste. Die vielen Widersprüche, Unstimmigkei-
ten, Unklarheiten und auch Unwahrheiten, die sich in den Aussagen und Depositi-
onen der Berufungskläger finden, lassen klarerweise grösste Zweifel an deren Zu-
verlässigkeit aufkommen. Bezüglich der Anzahlung an die Pelletsanlage ist fest-
zuhalten, dass die Aussagen der Berufungskläger eine solche nicht zu belegen 
vermögen. Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass sich in den Akten kein 
schriftlicher Beleg für die Anzahlung an B._____ befindet und dass auch die Aus-
sagen der Berufungskläger keine entsprechende Zahlung belegen. Es ist damit 
vorliegend davon auszugehen, dass keine Anzahlung an B._____ erfolgt ist.

6. Nachdem feststeht, dass keine Zahlung an B._____ nachgewiesen ist, ist 
zu prüfen, ob sich die Berufungskläger mit ihrem Verhalten der Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht haben.

a) Den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt, wer 
sich eine ihm anvertraute fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen 
andern damit unrechtmässig zu bereichern. Tatobjekt ist mithin eine fremde, be-
wegliche Sache. Insbesondere stellt auch Bargeld, das nicht durch Vermengung 
mit eigenem Geld Eigentum des Täters geworden ist, eine Sache dar (BGE 105 IV 
29 E 2). Ob eine Sache im Sinne von Art. 138 StGB fremd ist, beurteilt sich nach 
zivilrechtlichen Kriterien (BGE 132 IV 5 E 3.3). Diese bestimmen, ob das Eigentum 
an der Sache auf den Täter übergegangen ist oder nicht. Trifft dies zu, so ist die 
Sache nicht mehr fremd und damit kein taugliches Objekt von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB, es kann aber eine Veruntreuung von Vermögenswerten im Sinne von Art. 

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138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB vorliegen (Niggli/Riedo, Basler Kommentar, N 12 zu Art. 
138 StGB). Entscheidend für die Eigentumsverhältnisse ist der zwischen den Par-
teien geschlossene Vertrag (BGE 118 II 180 E 6c; Urteil des Bundesgerichts vom 
23. November 2010, 6B_586/2010, E 4.3.1). Anvertraut ist, was jemand mit der 
Verpflichtung empfängt, es in bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu 
verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder abzuliefern (Urteil 
des Bundesgerichts vom 30. November 2012, 6B_338/2012, E 3.1). Aneignung 
bedeutet, dass der Täter die fremde Sache oder den Sachwert wirtschaftlich sei-
nem eigenen Vermögen einverleibt, sei es, um sie zu behalten oder zu verbrau-
chen, sei es, um sie an einen andern zu veräussern, beziehungsweise dass er wie 
ein Eigentümer über die Sache verfügt, ohne diese Eigenschaft zu haben. Die An-
eignung setzt einerseits einen Willen des Täters auf dauernde Enteignung des 
bisherigen Eigentümers voraus und andererseits einen Willen auf mindestens vor-
übergehende Zueignung an sich selbst, das heisst die Verwendung der Sache zu 
seinen eigenen Zwecken. Dieser Wille muss sich nach aussen manifestieren (zum 
Ganzen BGE 118 IV 148 E 2a). In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand 
Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht (BGE 133 IV 
21 E 6.1.2). An der Absicht unrechtmässiger Bereicherung kann es fehlen, wenn 
der Täter Ersatzbereitschaft aufweist, das heisst, wenn er den Willen und die Mög-
lichkeit hatte, seine Treuepflicht zeitgerecht zu erfüllen (Niggli/Riedo, a.a.O., N 109 
ff. zu Art. 138 StGB; Trechsel et al., Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-
kommentar, 2. Auflage, Zürich 2013, N 19 zu Art. 138 StGB).

b) Der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB macht sich schuldig, wer 
ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen 
Nutzen verwendet. Anvertraut ist, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es 
in bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es 
zu verwahren, zu verwalten oder abzuliefern (Urteil des Bundesgerichts vom 30. 
November 2012, 6B_338/2012, E 3.1). Nach der Rechtsprechung genügt, dass 
der Täter ohne Mitwirkung des Treugebers über die Vermögenswerte verfügen 
kann, ihm mithin Zugriff auf das fremde Vermögen eingeräumt worden ist. Der 
Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB betrifft Fälle, in denen – anders als bei 
der Veruntreuung von Sachen gemäss Abs. 1 – zivilrechtlich die Fremdheit der 
anvertrauten Werte nicht gegeben oder zumindest zweifelhaft ist. Abs. 2 soll nur 
jenes Unrecht erfassen, das mit dem in Abs. 1 umschriebenen strukturell gleich-
wertig ist. In den Fällen, in denen Abs. 2 zur Anwendung kommt, erwirbt der 
Treuhänder an den erhaltenen Vermögenswerten Eigentum. Er erlangt daher nicht 
nur eine tatsächliche, sondern auch eine rechtliche Verfügungsmacht. Die ins Ei-

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gentum des Treuhänders übergegangenen Vermögenswerte sind jedoch be-
stimmt, wieder an den Berechtigten zurückzufliessen oder an einen Dritten weiter-
geleitet zu werden. In diesem Sinne sind sie wirtschaftlich fremd. Der Treuhänder 
ist deshalb verpflichtet, dem Treugeber den Wert des Empfangenen ständig zu 
erhalten. Nur wo diese besondere Werterhaltungspflicht besteht, befindet sich der 
Treuhänder in einer vergleichbaren Stellung mit demjenigen, der eine fremde be-
wegliche Sache empfangen und das Eigentum des Treugebers daran zu wahren 
hat (BGE 133 IV 21 E 6.1.2 und 6.2, mit Hinweisen). Die tatbestandsmässige 
Handlung besteht bei der Veruntreuung von Vermögenswerten in einem Verhal-
ten, durch das der Täter eindeutig seinen Willen bekundet, den obligatorischen 
Anspruch des Treugebers zu vereiteln (BGE 133 IV 21 E 6.1.1). Der subjektive 
Tatbestand erfordert Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger Bereicherungs-
absicht. Nach der Rechtsprechung bereichert sich bei der Veruntreuung von Ver-
mögenswerten unrechtmässig, wer die Vermögenswerte, die er dem Berechtigten 
jederzeit zur Verfügung zu halten hat, in seinem Nutzen verwendet, ohne fähig 
und gewillt zu sein, sie jederzeit sofort zu ersetzen (BGE 133 IV 21 E 6.1.2, mit 
Hinweisen).

c) Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass A._____ am 16. Oktober 2006 auf 
das Konto von Y._____ bei der UBS AG € 40‘000.-- überwiesen hat. Auf dem Kon-
to befanden sich vor der Überweisung € 17.42 (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
8.7). Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, ist unter diesen Umständen da-
von auszugehen, dass auf dem Konto ein Vorgang stattgefunden hat, der sich mit 
einer Vermischung von Bargeld vergleichen lässt. Nach ständiger bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung fällt die Vermischung von Geld als anerkanntem Zahlungs-
mittel nicht unter Art. 727 ZGB, sondern es gilt der gemeinrechtliche Grundsatz, 
wonach derjenige, der fremdes Geld mit eigenem vermischt, Eigentümer des 
Ganzen wird (vgl. BGE 136 III 247 E 5; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 
2011, 6B_994/2010, E 5.3.3.1). Für die Eigentumszuweisung wird damit allein auf 
den Besitz des vermischten Geldes abgestellt und zwar auch dann, wenn der Be-
sitzer erheblich weniger Geld eingebracht hat. Für den vorliegenden Fall bedeutet 
dies, dass davon auszugehen ist, dass das Eigentum an den € 40‘000.-- auf die 
Berufungskläger übergegangen ist. Damit stellt sich die weitere Frage, ob dieses 
Geld für die Berufungskläger trotz des Eigentumsüberganges wirtschaftlich fremd 
geblieben und ihnen daher anvertraut worden ist. Dies ist aufgrund des dem Ei-
gentumsübergang zugrunde liegenden Rechtsverhältnisses zu prüfen. Wie die 
Vorinstanz bereits zu Recht erkannt hat, ist auf dieses trotz Bezug zum Ausland 
(Kauf einer Pelletsanlage in O.9_____/L.3_____) das schweizerische Recht an-

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wendbar. Dies wird von den Berufungsklägern auch nicht bestritten. Die Vorin-
stanz hat weiter ausgeführt, dass es sich entweder um ein Darlehen oder um ei-
nen Beitrag in eine einfache Gesellschaft handle, und sie hat in der Folge beides 
geprüft. Eine einfache Gesellschaft entsteht, wenn zwei oder mehr Personen sich 
einig sind, einen gemeinsamen Zweck mit gemeinsamen Kräften oder Mitteln zu 
verfolgen (vgl. Art. 530 Abs. 1 OR). Der Vertrag kann in beliebiger Form, auch 
durch konkludentes Verhalten abgeschlossen werden. Dabei muss es den Partei-
en gar nicht zum Bewusstsein kommen, dass sie eine einfache Gesellschaft bilden 
(vgl. BGE 124 III 363 E II.2a; BGE 116 II 707 E 2a; BGE 108 II 204 E 4). Vorlie-
gend haben sich die Berufungskläger und A._____ zusammengetan, um zum ei-
nen in O.9_____ gelegene Immobilien an finanzkräftige Interessenten zu vermit-
teln und zum andern eine Pelletsanlage in O.9_____ zu übernehmen und gewinn-
bringend zu betreiben oder zu verkaufen. Alle Partner sollten ihre Beziehungen 
und Kenntnisse sowie auch finanzielle Mittel einbringen zur Verwirklichung der 
gemeinsam angestrebten Ziele. Die Berufungskläger und A._____ haben daher 
schon lange vor der Unterzeichnung des Vertrages vom 6. November 2006 eine 
einfache Gesellschaft gebildet, unbesehen der Frage, ob ihnen dies bewusst war, 
denn sie wollten gemeinsame Ziele mit gemeinsamen Kräften verfolgen. Aus den 
Mails zwischen A._____ und X._____ ergibt sich im Weiteren sehr deutlich, dass 
die Parteien die € 40‘000.-- nicht als Darlehen, sondern als Beitrag an die gemein-
samen Aktivitäten und damit als Einlage in die einfache Gesellschaft verstanden 
haben, sprechen sie doch von beteiligen, einschiessen und Grundlage einer pa-
ritätischen Zusammenarbeit (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.11, 4.13 und 
4.14). Damit ist vorliegend nicht von einem Darlehen auszugehen, sondern von 
einer Einlage in die einfache Gesellschaft. Erwägungen bezüglich der Frage, wann 
ein Darlehen als anvertraut angesehen werden muss und somit veruntreut werden 
kann und ob diese Voraussetzungen vorliegend gegeben sind, erübrigen sich un-
ter diesen Umständen. Aus den Mails zwischen A._____ und X._____ ist sodann 
mit der notwendigen Klarheit erkennbar, dass die € 40‘000.-- für die Anzahlung an 
die Pelletsanlage vorgesehen waren (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.8 – 
4.14). Genau um diese Anzahlung zu ermöglichen, hat A._____ das Geld über-
wiesen. Da erst mit der Anzahlung die Voraussetzungen für die Übernahme der 
Pelletsanlage geschaffen worden wären, die wiederum den Parteien einen beacht-
lichen Gewinn einbringen sollte, war es auch in A._____s Interesse, dass das 
Geld tatsächlich für die Anzahlung verwendet wurde. Die Einlage von A._____ in 
die einfache Gesellschaft wurde somit für einen bestimmten Zweck ausgerichtet. 
Mit der Übergabe des Geldes übernahmen die Berufungskläger daher zugleich die 

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Pflicht, das Geld bis zur Leistung der Anzahlung treuhänderisch zu verwalten be-
ziehungsweise bei Nichterfolgen der Anzahlung das empfangene Geld an A._____ 
zurückzubezahlen oder der einfachen Gesellschaft zur Verfügung zu halten. Eine 
Werterhaltungspflicht ist damit zu bejahen. Die € 40‘000.-- waren für die Beru-
fungskläger folglich wirtschaftlich fremd und damit anvertraut. Wie bereits einläss-
lich dargelegt, wurde tatsächlich keine Anzahlung geleistet. Die Berufungskläger 
haben das Geld in den Tagen nach der Überweisung vielmehr abgehoben bezie-
hungsweise auf andere Bankkonti überwiesen (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
8.7). Damit aber haben sie eindeutig ihren Willen bekundet, den obligatorischen 
Anspruch von A._____ zu vereiteln; sie haben die Einlage von A._____ nicht dem 
Zweck entsprechend verwendet, für den sie ausgerichtet wurde, und sie haben sie 
auch nicht A._____ zurückerstattet oder zur Verfügung der einfachen Gesellschaft 
gehalten, weshalb eine unrechtmässige Verwendung von anvertrautem Geld vor-
liegt (vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2008, 6B_459/2007, 
E 8.6.2). In subjektiver Hinsicht ist zu sagen, dass die Berufungskläger wussten, 
dass keine Anzahlung erfolgen würde beziehungsweise erfolgt war. Ebenso aber 
war ihnen bekannt, dass A._____ das Geld gerade für die Anzahlung ausgerichtet 
hatte beziehungsweise dass es eine Einlage in die einfache Gesellschaft war. Und 
schliesslich muss auch Bereicherungsabsicht bejaht werden, verwendeten die Be-
rufungskläger das Geld doch offenbar, um eigene Verbindlichkeiten zu erfüllen. In 
diesem Zusammenhang ist insbesondere auch zu betonen, dass die Berufungs-
kläger nicht in der Lage gewesen wären, das Geld jederzeit aus eigenen Mitteln 
an A._____ zurückzugeben. Aus den von der Staatsanwaltschaft Graubünden 
eingeholten Kontoauszügen der Bankkonti der Berufungskläger ergibt sich klar, 
dass sich auf den Konti in der fraglichen Zeit keine € 40‘000.-- befanden (Akten 
der Staatsanwaltschaft, Dossiers 8 und 9). Neben den Bankkonti verfügten die 
Berufungskläger zwar noch über verschiedene Liegenschaften, die sie allenfalls 
hätten verkaufen oder mit einer (weiteren) Hypothek hätten belasten können. 
Ebenso hätten sie unter Umständen Darlehen von Freunden und/oder Familien-
mitgliedern erhalten können. Jedoch kann nicht von einer jederzeitigen Ersatz-
fähigkeit gesprochen werden, wenn das Geld nicht griffbereit ist, sondern noch bei 
Dritten, die gegenüber dem Täter zu keiner Leistung verpflichtet sind, beschafft 
werden muss (vgl. BGE 118 IV 27 E 3b). Die Akten lassen mithin nur den Schluss 
zu, dass die Berufungskläger nicht in der Lage gewesen wären, die € 40‘000.-- 
jederzeit an A._____ zurückzugeben; sie waren mithin nicht ersatzfähig, weshalb 
nicht weiter untersucht zu werden braucht, ob sie überhaupt ersatzwillig gewesen 
wären. Mit Bezug auf die von A._____ auf das Bankkonto von Y._____ überwie-

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senen € 40‘000.-- ist der Tatbestand der Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 
Abs. 2 StGB mithin sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. 

d) Am 22. November 2006 hat A._____ € 60‘000.-- an Y._____ in bar übergeben. 
Dies ist in den Akten belegt (siehe Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.29) und 
wird von den Berufungsklägern anerkannt. Auch bei dieser Zahlung handelt es 
sich offensichtlich um eine Einlage von A._____ in die einfache Gesellschaft, was 
die Vorinstanz richtig erkannt hat, denn A._____ hat das Geld übergeben, um ei-
nes der gemeinsam angestrebten Ziele, nämlich die Übernahme der Pelletsanla-
ge, zu fördern beziehungsweise um seinen finanziellen Anteil an den gemeinsa-
men Aktivitäten zu leisten (vgl. den Vertrag vom 6. November 2006, Akten der 
Staatsanwaltschaft, act. 4.20, S. 2, Ziff. C.1). Ob es zu einer Vermischung des 
Geldes mit Geld der Berufungskläger gekommen ist, darüber geben die Akten kei-
ne Auskunft, weshalb nicht einfach davon ausgegangen werden kann. Richtiger-
weise hat die Vorinstanz daher festgestellt, dass die € 60‘000.-- ins Gesamteigen-
tum der Mitglieder der einfachen Gesellschaft übergangen sind, da der Vertrag 
vom 6. November 2006 nichts anderes vorsieht (vgl. Art. 544 Abs. 1 OR). Was der 
Täter jedoch im Mit- oder Gesamteigentum mit anderen besitzt, ist für ihn fremd im 
Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (vgl. BGE 132 IV 5 E 3.3; Urteil des Bun-
desgerichts vom 7. Juli 2011, 6B_994/2010, E 5.3.2). Die € 60‘000.-- waren für die 
Berufungskläger daher fremd. Zweifellos handelt es sich bei Bargeld im Weiteren 
um eine bewegliche Sache. Das Verhalten der Berufungskläger ist somit unter 
dem Gesichtspunkt von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu prüfen. Aus der Strafanzei-
ge von A._____ ergibt sich deutlich, dass die € 60‘000.-- dafür verwendet werden 
sollten, eine Abzahlung an das Darlehen aus O.10_____ zu leisten, das gemäss 
den Aussagen von X._____ gegenüber A._____ aufgenommen worden war, um 
die Anzahlung an die Pelletsanlage leisten zu können (Akten der Staatsanwalt-
schaft, act. 4.2, S. 9, Ziff. 6). X._____ hat in einer Mail vom 10. Januar 2007 
bestätigt, dass A._____ insgesamt € 100‘000.-- in die Pelletsanlage investiert ha-
be (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.37, S. 3 unten). Es ist offensichtlich, dass 
die Parteien selbst davon ausgegangen sind, dass die € 60‘000.-- auf jeden Fall 
für die Pelletsanlage bestimmt waren. Auch diese Einlage in die einfache Gesell-
schaft war somit für einen bestimmten Zweck vorgesehen. Die Berufungskläger 
hatten sie erhalten, um sie diesem Zweck entsprechend zu verwenden, das heisst, 
sie an Dritte weiterzugeben, sei es zur Tilgung des Darlehens aus O.10_____, sei 
es für Investitionen in die Pelletsanlage. Die € 60‘000.-- waren ihnen daher anver-
traut. Nachdem keine Anzahlung an die Pelletsanlage erfolgt ist, gab es aber kein 
damit zusammenhängendes Darlehen aus O.10_____, das zurückbezahlt werden 

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musste, und auch keine andere Investition in die Pelletsanlage. X._____ hat denn 
im Rahmen der Untersuchung auch erklärt, sie hätten das Geld für die Rückzah-
lung eines grossen Kredites beziehungsweise für private Zwecke und die Tilgung 
verschiedener grosser Kredite verwendet (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.8, 
S. 5, wobei es sich bei dem Kredit/den Krediten nicht um einen für den Erwerb der 
Pelletsanlage bestimmten Kredit aus O.10_____ gehandelt haben kann, nachdem 
keine Anzahlung an die Pelletsanlage geleistet worden ist). Die Berufungskläger 
haben die € 60‘000.-- folglich nicht dem Zweck entsprechend verwendet, für den 
sie vorgesehen waren, sondern für eigene Bedürfnisse. Sie haben über das Geld 
wie (Allein-)Eigentümer verfügt, obwohl sie dies nicht waren. Damit haben sie ih-
ren Willen, das Geld A._____ beziehungsweise der einfachen Gesellschaft auf 
Dauer zu enteignen und ihnen selbst zumindest vorübergehend zuzueignen, deut-
lich nach aussen manifestiert. Den Berufungsklägern war im Weiteren bekannt, 
dass keine Anzahlung erfolgt war und dass das Geld für die Rückzahlung des be-
haupteten Kredits aus O.10_____ beziehungsweise als Investition in die Pellets-
anlage vorgesehen war. Indem sie das Geld für ihre eigenen Verbindlichkeiten 
einsetzten, haben sie sich zudem unrechtmässig bereichert, ergibt sich aus den 
Akten doch deutlich, dass sie nicht in der Lage waren, aus eigenen Mitteln € 
60‘000.-- aufzubringen (vgl. Erwägung 6c, in der aufgezeigt wird, dass die Beru-
fungskläger schon keine € 40‘000.-- aus eigenen Mitteln hätten aufbringen kön-
nen). Damit aber erfüllt das Verhalten der Berufungskläger den Tatbestand der 
Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in objektiver und in subjektiver 
Hinsicht.

e) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die Berufungskläger bezüglich 
der überwiesenen € 40‘000.-- der Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 
StGB und im Zusammenhang mit den übergebenen € 60‘000.-- der Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gemacht haben. Daran vermögen 
auch die Ausführungen in der Berufungsschrift nichts zu ändern. Zunächst ma-
chen die Berufungskläger geltend, es habe sich bei den insgesamt € 100‘000.-- 
um eine Investition in einem Land mit anderen Regeln und Gepflogenheiten ge-
handelt und es sei von einer Risikoinvestition auszugehen. Wenn sich das Risiko 
verwirkliche, könne nicht von einer Veruntreuung gesprochen werden. Dem ist 
entgegen zu halten, dass das Geld, welches A._____ den Berufungsklägern 
überwiesen und übergeben hat, ja gerade nicht investiert, sondern von den Beru-
fungskläger abredewidrig für ihre eigenen Bedürfnisse verwendet worden ist, ohne 
dass sie zuvor aus anderen Mitteln eine Anzahlung an B._____ geleistet hätten. 
Das Argument, es habe sich vorliegend um eine Risikoinvestition gehandelt, deren 

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Risiko sich verwirklicht habe, trifft damit in keiner Weise zu. Weiter haben die Be-
rufungskläger geltend gemacht, es habe sie keine Werterhaltungspflicht getroffen. 
Dass dies nicht stimmt und die Berufungskläger sehr wohl verpflichtet waren, den 
Wert zu erhalten, ist bereits aufgezeigt worden. In einem weiteren Punkt monieren 
die Berufungskläger, es sei gar nicht abgeklärt worden, ob sie aus anderen Mitteln 
zum Ersatz fähig gewesen wären. Dieser Vorwurf trifft nicht zu. Die Staatsanwalt-
schaft Graubünden hat bei den Banken die notwendigen Unterlagen über die Konti 
der Berufungskläger eingefordert und zu den Akten genommen (Akten der Staats-
anwaltschaft, Dossiers 8 und 9). Sie hat die Berufungskläger zu ihren finanziellen 
Verhältnissen befragt (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 2.4, 2.8 und 5.8, S. 2 f., 
sowie act. 3.4, 3.8 und 5.9, S. 2 f.). Weiter hat sie bei der kantonalen Steuerver-
waltung die neuesten Steuerfaktoren und beim zuständigen Betreibungsamt meh-
rere Betreibungsauszüge eingeholt (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 2.2, 2.3 
und 2.7 sowie act. 3.2, 3.3 und 3.7). Damit aber hat die Staatsanwaltschaft die 
finanziellen Verhältnisse der Berufungskläger in genügender Weise abgeklärt. Es 
hätte den Berufungsklägern zudem jederzeit freigestanden, Beweise zu diesem 
Thema anzubieten beziehungsweise Beweisergänzungen zu beantragen, wenn 
sie das Vorgehen der Staatsanwaltschaft, das den allgemeinen Anforderungen an 
die Abklärung der persönlichen Verhältnisse des Täters durchaus genügt, nicht als 
ausreichend erachteten. Dies haben sie aber offensichtlich nicht getan. Aus den 
bei den Akten liegenden Dokumenten und Aussagen ergibt sich nun mit aller 
Deutlichkeit, dass die Berufungskläger nicht in der Lage waren, die von A._____ 
überwiesenen und übergebenen € 100‘000.-- aus eigenen Mitteln zurückzuerstat-
ten. Die Berufungskläger behaupten in der Berufung im Übrigen selbst nicht sub-
stanziiert, sie hätten noch über weiteres Vermögen beziehungsweise über weitere 
flüssige Mittel verfügt, die sich aus den Akten nicht ergäben. Ihre Argumentation 
hilft ihnen daher nicht. Weiter machen die Berufungskläger geltend, in Bezug auf 
die € 60‘000.-- fehle der Nachweis, dass das Geld nicht zum festgelegten Zweck 
verwendet worden sei. Wie bereits ausgeführt, kann das Geld nicht zum festgeleg-
ten Zweck verwendet worden sein, nachdem die Anzahlung an B._____ nicht ge-
leistet worden ist und daher weder die Rückzahlung eines Darlehens aus 
O.10_____, noch eine Investition in die Pelletsanlage notwendig war beziehungs-
weise plausibel ist. Schliesslich rügen die Berufungskläger, die Vorinstanz habe 
übersehen, dass es sich bei dem Geld um eine Anschubsfinanzierung gehandelt 
habe, weshalb gar nicht vorgesehen gewesen sei, dass es an A._____ zurück-
fliesse. Selbst wenn dem so sein sollte, ist doch vorgesehen gewesen, dass das 
Geld für den Erwerb der Pelletsanlage verwendet, mithin an einen Dritten weiter-

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geleitet wird. Die Berufungskläger haben das Geld jedoch nicht in die Pelletsanla-
ge investiert, sondern für die Erfüllung privater Verbindlichkeiten ausgegeben. Und 
genau darin liegt die Veruntreuung. Ob das Geld - was es nicht tat - überhaupt 
jemals wieder hätte an A._____ zurückfliessen sollen, ist unter diesen Umständen 
nicht entscheidend. Die Argumentation der Berufungskläger ändert somit nichts 
daran, dass ihr Verhalten als Veruntreuung qualifiziert werden muss.

f) Wie bereits ausgeführt, geht aus den Mails an A._____ klar hervor, dass diese 
zwar von X._____ verfasst worden sind, dass Y._____ jedoch über jeden Schritt 
genau informiert war. Weiter hat Y._____ offenbar als Übersetzerin fungiert (vgl. 
die Strafanzeige, Akten der Staatsanwaltschaft, act. 4.2, S. 8 Mitte). Schliesslich 
hat sie den Vertrag vom 14. November 2006 aufgesetzt (vgl. Akten der Staatsan-
waltschaft, act. 5.10, S. 3) und zusammen mit X._____ unterzeichnet, sie hat ihr 
Konto zur Verfügung gestellt, damit A._____ die € 40‘000.-- darauf überweisen 
konnte, und sie hat die € 60‘000.-- persönlich entgegen genommen und quittiert. 
X._____ wiederum hat die Mails verfasst, mit A._____ Kontakt gehalten und den 
Vertrag vom 14. November 2006 unterzeichnet. Sowohl X._____, als auch 
Y._____ haben offenbar an den Besprechungen mit A._____ teilgenommen (vgl. 
die Mails in Dossier 4 der Akten der Staatsanwaltschaft). Aus diesem Vorgehen ist 
ohne weiteres zu schliessen, dass X._____ und Y._____ als Mittäter gehandelt 
haben, haben doch beide Wesentliches zur Verwirklichung der Straftatbestände 
beigetragen. Dies hat bereits die Vorinstanz zu Recht erkannt. 

g) Es kann somit festgehalten werden, dass die Vorinstanz die Berufungskläger zu 
Recht der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB 
schuldig befunden hat. Das vorinstanzliche Urteil ist diesbezüglich folglich zu 
bestätigen; die Berufung erweist sich insoweit als unbegründet und ist abzuwei-
sen.

7. Mit Mail vom 8. Januar 2007 hat X._____ A._____ darüber informiert, dass 
es bei der Pelletsanlage ein Problem mit dem Kugellager im Granulator gebe, 
weshalb das Kugellager ersetzt werden müsse. Er hat A._____ aufgefordert, dafür 
weitere € 50‘000.-- oder auch mehr zur Verfügung zu stellen (Akten der Staatsan-
waltschaft, act. 4.35). A._____ hat in der Folge jedoch keine Zahlung geleistet. Die 
Vorinstanz hat diesen Sachverhalt als versuchte Veruntreuung qualifiziert. Die Be-
rufungskläger wenden in der Berufung dagegen ein, die Vorinstanz gehe auch in 
diesem Zusammenhang von einer falschen Qualifikation des Tatobjektes und ei-
ner falschen Auslegung des Begriffs des Anvertrautseins aus. Darüber hinaus ha-

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be sie es versäumt, den subjektiven Tatbestand fundiert zu belegen. Es ist unbe-
stritten, dass X._____ A._____ gegenüber ganz klar angegeben hat, er benötige 
das Geld für die Instandstellung der Pelletsanlage. Das Geld war damit für einen 
bestimmten Zweck gedacht und unter dieser Voraussetzung hätte es A._____ zur 
Verfügung gestellt. Dabei ist auch zu betonen, dass A._____ von einer Reparatur 
an einer Pelletsanlage ausgehen durfte, die den Berufungsklägern gehörte und an 
deren Gewinn er zu 50% partizipierte, was zweifellos für die zur Verfügungstellung 
des Geldes in erheblichem Masse mitentscheidend gewesen wäre. Das Geld wäre 
den Berufungsklägern auch hier mit der Verpflichtung übergeben worden, es in die 
Pelletsanlage zu investieren. Es wäre ihnen somit entweder fremd gewesen oder 
es hätte sie bei einem Eigentumsübergang bezüglich des Geldes eine Werterhal-
tungspflicht getroffen. Das Geld wäre ihnen somit sowohl unter dem Gesichts-
punkt von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, als auch unter jenem von Art. 138 Ziff. 1 
Abs. 2 StGB anvertraut gewesen. Dass die Berufungskläger das Geld dem ge-
nannten Zweck, nämlich der Investition in die von ihnen erworbene Pelletsanlage, 
an deren Gewinn A._____ hätte teilhaben sollen, zugeführt hätten, kann ausge-
schlossen werden, nachdem sie keine Anzahlung an die Pelletsanlage geleistet 
hatten und diese daher nicht in ihr Eigentum übergegangen war. Im Übrigen muss 
bereits die Tatsache, dass die Berufungskläger die von A._____ schon zuvor be-
zahlten € 100‘000.-- abredewidrig für eigene Bedürfnisse verwendet hatten, als 
gewichtiges Indiz dafür gewertet werden, dass sie sich auch bezüglich der im glei-
chen Zusammenhang erbetenen weiteren € 50‘000.-- gleich verhalten hätten. Es 
darf unter diesen Umständen sehr wohl davon ausgegangen werden, dass die 
Berufungskläger das Geld nicht dem vereinbarten Zweck entsprechend verwendet 
hätten. Mit dem Verfassen und Absenden des Mails hatten die Berufungskläger 
mit Blick auf die A._____ gegenüber bereits in den Wochen und Monaten zuvor 
gemachten Aussagen und Versprechungen zudem offensichtlich alles getan, was 
nach ihrer Meinung noch notwendig war, um von A._____ € 50‘000.-- erhältlich zu 
machen. Insbesondere Inhalt und Ton des Mails, die den Eindruck einer grossen 
zeitlichen u