# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb61b056-d022-519d-a3f6-443bb49e9087
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.06.2021 I 2021 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-12_2021-06-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 12

Entscheid vom 9. Juni 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.phil., lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ____1967, verheiratet, Schweizer Bürgerin seit 2005, 
Mutter von 4 Töchtern und eines Sohnes, Jg. 19__ bis 19__) arbeitete von 1985 
bis April 1989 in der C.________ und dann für eine Grossmetzgerei (IV-act. 13). 
Am 22. April 2013 erlitt sie eine Schulterverletzung mit Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 
16-5/6). Am 10. Oktober 2013 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung für IV-
Leistungen ein; die Gesundheitsprobleme wurden mit "rechte Schulter Sehnen-
risse Operation" umschrieben (IV-act. 1-5/6). 

B. In der Folge konnte A.________ ab 7. Januar 2014 die angestammte Arbeit 
zu 50% aufnehmen; nachdem Schmerzen (Schulter/ Hüfte) auftraten, beendete 
die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. April 2014 (IV-act. 16-5/6). Eine 
ursprünglich beim D.________ vorgesehene Begutachtung konnte nicht durchge-
führt werden, weil am 22. September 2014 eine Schulteroperation stattfand (IV-
act. 27 und 28).

C. Im weiteren Verlauf regte der RAD-Arzt Dr.med. E.________ die Einholung 
eines polydisziplinären Gutachtens an (IV-act. 43-5/5). Der Begutachtungsauftrag 
wurde der F.________ zugelost (IV-act. 47). Das entsprechende Gutachten vom 
2. Dezember 2016 ging am 5. Dezember 2016 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 53).

Mit Vorbescheid vom 23. Februar 2017 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungs-
begehren abzuweisen (IV-act. 57). Nach Einwänden (IV-act. 58, 64) wurde in der 
Eingabe vom 16. Mai 2017 auf eine aktuelle Konsultation in der G.________ 
verwiesen (IV-act. 65). Daraufhin empfahl der RAD-Arzt Dr.med. E.________ ei-
ne Zusatzabklärung durch einen Rheumatologen (vgl. IV-act. 66-7/7). Die IV-
Stelle forderte A.________ auf, sich für eine solche Zusatzabklärung bei einem 
Rheumatologen zu melden (IV-act. 67). Am 7. August 2017 ging bei der IV-Stelle 
ein Bericht von Dr.med. H.________ (FMH Rheumatologie, I.________) ein (IV-
act. 70). Mit Schreiben vom 13. September 2017 unterbreitete die IV-Stelle den 
F.________-Gutachtern die von A.________ erhobenen Einwände (IV-act. 71), 
auf welche die Gutachter in einer Stellungnahme vom 8. November 2017 eingin-
gen (IV-act. 73). 

D. Am 28. November 2017 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde. Diese Verfügung wurde versehentlich an die J.________-
Versicherung und nicht an die zwischenzeitlich von der Versicherten bevollmäch-
tigte Rechtsvertreterin zugestellt (IV-act. 77), weshalb diese Verfügung widerru-
fen (IV-act. 81) und durch eine neue Verfügung vom 19. Januar 2018 ersetzt 
wurde (IV-act. 85). Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 20. 

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Februar 2018 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben. Mit Entscheid I 
2018 20 vom 26. Juni 2018 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde insoweit 
gutgeheissen, als die Sache zur Durchführung von Zusatzabklärungen an die IV-
Stelle zurückgewiesen wurde.

E. Nach Einholung weiterer Arztberichte gelangte der RAD-Arzt Dr.med.       
E.________ am 14. Januar 2020 zum Ergebnis, dass die Arbeitsfähigkeit erneut 
polydisziplinär gutachterlich zu beurteilen sei (IV-act. 112-9/9), was der Rechts-
vertreterin am 17. Januar 2020 mitgeteilt wurde (IV-act. 113). Der Begutach-
tungsauftrag wurde der MEDAS K.________ zugelost (IV-act. 118). Mit Schrei-
ben vom 2. März 2020 wurden die Namen der Sachverständigen bekanntgege-
ben (IV-act. 123). Am 24. März 2020 wurde die Untersuchungstermine aufgrund 
der Corona-Situation abgesagt (IV-act. 125). Mit Schreiben vom 21. April 2020 
wurde über die neuen Untersuchungstermine informiert (IV-act. 126). Am 19. Au-
gust 2020 ging bei der IV-Stelle ein Bericht zur am 2. Juli 2020 durchgeführten 
Daumenoperation ein (IV-act. 130). 

Am 4. September 2020 hat die MEDAS K.________ das interdisziplinäre Gutach-
ten erstattet (IV-act. 133). Nach einer Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.med. 
E.________ vom 10. September 2020 (IV-act. 135) kündigte die IV-Stelle mit 
Vorbescheid vom 12. Oktober 2020 an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-
act. 138). Dagegen erhob die Rechtsvertreterin von A.________ mit Eingabe 
vom 30. November 2020 Einwände (IV-act. 143), wozu sich der RAD-Arzt am 14. 
Dezember 2020 äusserte (IV-act. 145). 

F. Am 15. Januar 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde.
Dagegen liess A.________ rechtzeitig am 16. Februar 2021 beim Verwaltungs-
gericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 15. Januar 2021 aufzuheben;

2. Es sei der Beschwerdeführerin von April 2014 bis März 2015 eine ganze Rente 
und danach mindestens eine halbe Rente zuzusprechen.

3. Eventualiter: Sollten ergänzende Abklärungen/ Gutachten erforderlich sein, 
seien diese direkt durch das Gericht in Auftrag zu geben (das Dossier sei nicht 
mehr an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen);

4. Es seien die Akten der Beschwerdegegnerin beizuziehen;

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 16. März 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die massgebenden Bestimmungen und Regelungen, welche für die Zu-
sprechung von IV-Rentenleistungen grundsätzlich von Bedeutung sind, wurden 
bereits im früheren Entscheid I 2018 20 vom 26. Juni 2018 im Einzelnen darge-
legt, weshalb hier darauf verzichtet werden kann, diese Ausführungen zu wieder-
holen. Ergänzend ist namentlich hervorzuheben, dass externe Beurteilungen, die 
nach Art. 44 ATSG im Verwaltungsverfahren eingeholt wurden, bei überzeugen-
dem Beweisergebnis volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 8C_379/2019 vom 21.8.2019 Erw. 2.2 mit Hinweisen, u.a. BGE 137 
V 210 Erw. 1.3.4 S. 227). 

2. Im ersten Entscheid I 2018 20 fasste das Verwaltungsgericht die medizini-
schen Angaben im Verlauf u.a. wie folgt zusammen:

2.1 Dr.med. L.________ (Orthopäd. Chirurgie FMH …) nahm am 22. April 2013 
bei der Versicherten eine Schulterarthroskopie rechts mit subacromialer Bursekto-
mie, subacromialer Dekompression sowie partieller AC-Gelenkresektion vor (IV-
act. 5-1/3). Unter der seit der Operation durchgeführten Physiotherapie konnte 
zwar eine sehr gute Beweglichkeit erzielt werden, indes traten erhebliche Be-
schwerden über einer Neobursa bzw. Neobursitis der rechten Schulter auf, welche 
mittels MRI nachgewiesen werden konnte. Im Bericht vom 9. September 2013 an 
den Taggeldversicherer führte Dr.med. L.________ u.a. aus, das Heben von Ge-
wichten ab 5 kg führe zu Schmerzen, ebenso das Tragen von Lasten ab 5 kg; die 
Sitzdauer sei frei, die Gehstrecke nicht eingeschränkt. Eine körperlich leicht belas-
tende, wechselweise sitzende, gehende und stehende Tätigkeit sei der Versicher-
ten zumutbar (IV-act. 5-2f./3).

2.2 Am 5. November 2013 teilte Dr.med. L.________ der IV-Stelle mit, dass die 
Versicherte am 26. September 2013 „nochmals operativ revidiert“ worden sei. Bei 
der Untersuchung vom 15. Oktober 2013 habe die Versicherte bereits eine deutli-
che Beschwerdebesserung angegeben. Innerhalb der nächsten 8 bis 10 Wochen 
sei daher von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 12).

2.3 Med.pract. M.________ stellte in ihrem Bericht an die IV-Stelle vom 21. No-
vember 2013 folgende Diagnosen (IV-act. 15):

1. Z.n. Schulterarthroskopie re (…)
- Impingement Syndrom - Mazeration oberes Labrum, - Bursitis subacromialis rechts
- Z.n. Bursektomie, Synovektomie rechts
2. HWS-Syndrom bei Degenerationen HWS 5/6/7
3. Laktoseintoleranz
4. Z.n. Meniskus Op rechtes Knie

Die bestehenden Einschränkungen umschrieb med.pract. M.________ mit körper-
liche Schmerzen bei Belastung/ Bewegungen der rechten Schulter. Zur Frage der 
Zumutbarkeit von Tätigkeiten nahm sie nicht Stellung mit dem Verweis darauf, 

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dass die Versicherte bei Dr.med. L.________ in Behandlung sei (IV-act. 15-2/4, 
Ziff. 1.7).

2.4 In einem Verlaufsbericht vom 24. März 2014 berichtete Dr.med. L.________ 
von einem stationären Gesundheitszustand. Derzeit weise die Versicherte nach 
erneuten Überkopfarbeiten in sehr kalter Umgebung rezidivierende HWS- und 
Schulterbeschwerden auf. Die Versicherte sei im aktuellen Beruf kaum noch 
einsatzfähig. Er habe der Versicherten dringend einen Berufswechsel angeraten 
(IV-act. 20). Am 25. April 2014 berichtete Dr.med. L.________ von einer Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes. Die Versicherte weise rezidivierende 
Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich rechts auf. Eine Belastbarkeit sei 
aktuell nicht gegeben (IV-act. 21-1/9).

2.5 (…) Im Verlaufsbericht vom 13. Mai 2015 berichtete Dr.med. L.________ 
von einem eher verschlechterten Gesundheitszustand. Aktuell gebe die Ver-
sicherte rezidivierende Cervikalgien, Hüftbeschwerden beidseits und Schulter-
beschwerden rechts an. Klinisch wie auch radiologisch zeige sich allenfalls eine 
beginnende 
Coxarthrose beidseits. Die an der G.________ vorgenommene Abklärung der 
HWS habe eine chronische, spondylogene und myofasziale sowie cervikale Bra-
chialgie ergeben (IV-act. 31-1/5). In den Berichten der G.________ (u.a. Dr.med. 
N.________, Stv. Oberarzt Neurologie) vom 20. März 2015 (IV-act. 32-5/10), vom 
9. April 2015 (IV-act. 32-7/10) und vom 30. April 2015 (IV-act. 32-9/10) werden 
nebst einem Carpaltunnelsyndrom chronische spondylogene und myofasziale Zer-
vikobrachialgien diagnostiziert.

2.6 Dr.med. H.________ (FMH Rheumatologie/ Physikalische Medizin und Re-
habilitation/ Allgemeine Innere Medizin …) nahm am 28. April 2015 und am 
19. Mai 2015 eine rheumatologische Beurteilung der Versicherten vor. In seinem 
Bericht vom 19. Mai 2015 an Dr.med. L.________ stellte er folgende Diagnosen 
(IV-act. 35):

1. Panvertebralsyndrom, ED 2013
- multisegmentale Osteochondrosen (MRI HWS 4/2015)
- mit zervikospondylogenem sowie lumbospondylogenem Syndrom bds.
- Tractussyndrom rechts

2. PHS bds.
- St.n. Schulterarthroskopie rechts 2014 und links 2013
- Tendinopathie Supraspinatus, AC-Hypertrophie, SLAP-Läsion links MRI 8/2014

3. Gonalgie rechts bei St.n. Teilmeniskektomie rechts ca. 2008
4. Laktoseintoleranz
5. St.n. Fussoperation ca. 2008
6. Carpaltunnelsyndrom bds rechtsbetont, ED 4/2015
7. St.n. Hepatitis B (Serologie 5/2015)

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte Dr.med. H.________ aus, die Versicherte 
sei seit 2 Jahren 100% arbeitsunfähig (IV-act. 35-1/2 unten). Neu sei die Versicher-
te in psychiatrischer Behandlung beim O.________ (IV-act. 35-2/2 Mitte). Nach-
dem die IV-Stelle um einen Verlaufsbericht nachgesucht hatte, teilte der 
O.________ am 12. August 2015 mit, dass die Versicherte lediglich zwei Einzel-

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termine (23.4.2015, 30.4.2015) wahrgenommen habe, weshalb die Fragen der IV-
Stelle nicht beantwortet werden könnten (IV-act. 38).

2.7 Dr.med. P.________ (Psychiatrie/ Psychotherapie FMH …), welcher die 
Versicherte seit dem 8. Oktober 2015 behandelt, stellte in seinem Bericht vom 
30. Mai 2016 folgende Diagnosen (IV-act. 42-1/8): 

Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig mittelgradige Episode mit soma-
tischem Syndrom ICD-10, F:33.11
Zwanghafte Störung gemischt mit zwanghaften Ideen und Handlungen. ICD-10, 
F:42.20.

Die verbliebene Leistungsfähigkeit veranschlagte Dr.med. P.________ auf 50%. 
Nach seiner Einschätzung sind die Einschränkungen mit schweren Konzentra-
tionseinbussen, rascher Ermüdbarkeit, vermehrtem Erholungsbedarf, sehr niedri-
ger psychophysischen Stresstoleranz und stark reduzierter geistigen Flexibilität zu 
umschreiben (IV-act. 42-3/8).

2.8 Am 4. Juli 2016 liess sich die Versicherte in der Wirbelsäulensprechstunde 
der G.________ untersuchen. Dr.med. Q.________ (Oberarzt Wirbelsäulen-
chirurgie und Neurochirurgie) stellte in seinem gleichentags erstellten Bericht 
folgende Diagnosen (IV-act. 46-1/9):

1. Rechtsseitige Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Oberarm
- DD Irritation im Bereich des rechten Schultergürtels
- St.n. Fazetteninfiltration C5/6 beidseits am 19.03.2015: Für drei Tage deut-

liche Verbesserung um 70 Prozent der Nackenbeschwerden

2. Intermittierende Kribbelparästhesien der Finger III bis V rechtsseitig
- DD Sulcus ulnaris Syndrom rechtsseitig

3. Druck- und bewegungsabhängige beidseitige, rechtsbetonte Schulterschmerzen, 
aktuell relativ kompensiert

4. St.n. rechtsseitiger Schulteroperation, 2013, anamnestisch bei Sehnenriss
- St.n. Revisionsoperation, ebenfalls 2013

5. St.n. Schulteroperation linksseitig, 2014

- St.n. Karpaltunnel-Operation rechtsseitig, 09/2015, fecit Dr.med. L.________

- St.n. Revision am rechten Daumen, 01/2016

6. Nikotinkonsum, ein Paket pro Tag, 25 py

7. Verdacht auf depressive Episode

Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht veranschlagte Dr.med. Q.________ eine Ar-
beitsunfähigkeit von "eventuell" 50%. Die beidseitigen rechtsbetonten Schulter-
schmerzen könne er in der neuen HWS-Untersuchung nicht erklären. Die Be-
schwerden seien auch durch Druck auslösbar, was für eine radikuläre Symptoma-
tik atypisch sei (IV-act. 46-2/9 unten).

2.9 Am 14. Juli 2016 folgte eine neurologische Abklärung an der G.________. In 
der Beurteilung erwog die Assistenzärztin Dr.med. R.________ (visiert durch die 
Oberärztin Dr.med. S.________), ob an der Genese der rechtsbetonten Schulter-
schmerzen ein zervikoradikulärer und/oder -spondylogener Anteil bestehe, könne 
nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Diesbezüglich würden sich klinisch keine 
Hinweise zeigen. Die erneut durchgeführten EMGs aus der Kennmuskulatur C5-C8 
würden keine akuten oder chronischen Denervierungszeichen aufweisen. Klinisch 

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imponiere aktuell vor allem eine starke Druckdolenz der paravertebralen und Tra-
peziusmuskulatur rechtsbetont (IV-act. 46-6/9).

2.10 Am interdisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Dezember 2016 (welches 
an der ausgelosten F.________ durchgeführt wurde) haben folgende Sachver-
ständige mitgewirkt (IV-act. 53-23/104):

Dr.med. T.________ (Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie)
Dr.med. U.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie)
Dr.med. V.________ (Facharzt für Innere Medizin)
Dr.med. W.________ (Fachärztin für Neurologie)
Dr.med. X.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)
Dr.med. Y.________ (medizinische Verantwortung/ Mitglied Geschäftsleitung)

Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) hielten die 
Gutachter nach einer Konsensbesprechung vom 29. November 2016 fest (IV-act. 
53-13/104):

1. Chronisch rezidivierendes Subakromialsyndrom beidseits, rechts stärker 
als links, bei hypertrophierter und aktivierter AC-Gelenkarthrose und Bursi-
tis subacromialis/ subdeltoidea

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) führten 
die Gutachter aus:

2. Cervicobrachialgie beidseits, ohne radikuläre Reizung
3. Pseudoradikuläres lumbales Schmerzsyndrom beidseits ohne behinderungs-

relevantes Korrelat
4. V.a. asymptomatisches Enchondrom im Femurhals links (7 mm)
5. Senk-Spreiz-Plattfuss beidseits
6. Mässige Varikosis beidseits
7. Tinnitus links
8. Völlegefühl im Oberbauch bei rezidivierender Helicobacter-Positivität und chroni-

scher Obstipation
9. Laktoseintoleranz
10. Bienen- und Wespenstichallergie
11. St.n. Hepatitis B
12. St.n. Operation eines Karpaltunnelsyndroms rechts

Die versicherungsmedizinische Beurteilung fassten die Gutachter u.a. wie folgt zu-
sammen (IV-act. 53-14f./104):

Frau A.________ beschreibt Schmerzen in beiden Schultern. Bei der hiesigen 
Untersuchung fand sich eine seitengleich eingeschränkte aktive und passive 
Beweglichkeit beider Schultergelenke sowie eine geringe Prominenz des late-
ralen Claviculaendes rechts. (…) Die klinischen und radiologischen Befunde 
der Schultern bedingen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Versi-
cherten für Tätigkeiten mit beiden Armen oberhalb der Horizontale. Die be-
schriebenen Nackenschmerzen werden eher im Zusammenhang mit der ein-
geschränkten Beweglichkeit beider Schultergelenke gesehen, die durch per-
manentes Hochziehen der Schultern kompensiert wird und zur Überbelastung 
der Trapeziusmuskulatur führt. Passend dazu fanden sich positive Trigger-
punkte beidseits im Bereich der Trapezmuskulatur. Auf einen eher geringen 
Leidensdruck diesbezüglich lässt die fehlende Analgetika-Einnahme und die 
ungenügende Einnahme von Lyrica bei fehlendem therapeutischem Wirkspie-

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gel im Serum schliessen. Von orthopädisch-traumatologischer Seite ergibt 
sich aufgrund der Beschwerden beider Schultergelenke eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als Betriebs-
mitarbeiterin der Etikettiererei von 30%. In einer Verweistätigkeit ist die Versi-
cherte jedoch zu 100% arbeitsfähig.
Die genannten Diagnosen auf dem Gebiet der Inneren Medizin führen nicht zu 
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (…).
Bei der neurologischen Untersuchung waren keine pathologischen Befunde 
zu erfassen. Alle Reflexe waren symmetrisch, lebhaft, permanente sensible 
Störungen fanden sich nicht. Auch keine Atrophien weder an den Händen 
noch an den Beinen. Das Karpaltunnelsyndrom rechts wurde mit Erfolg ope-
riert, die immer noch vorhandenen gelegentlichen Missempfindungen in Fin-
ger 4 und 5 dürften pseudoradikulären Beschwerden entsprechen. Die gele-
gentlich angegebenen Missempfindungen in den Füssen sind sehr inkonstant 
und neurologisch nicht zuverlässig einzuordnen. Ausreichende Hinweise fin-
den sich für ein radikuläres Syndrom nicht, weder in den Oberarmen noch an 
den Beinen, auch nicht für eine Polyneuropathie. Der angegebene Tinnitus ist 
einfühlbar lästig, hat jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit. Insgesamt kann man von neurologischer Seite her keine Arbeitsunfähig-
keit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit diagnostizieren.
Aus psychiatrischer Sicht konnte das von der Versicherten geschilderte 
Störungsbild keiner bekannten psychiatrischen Erkrankung zugeordnet wer-
den. Eine Diagnose war hier nicht zu vergeben. Die geschilderten Symptome 
wirkten angelesen, der Fragebogen, auf den die Versicherte verwies, wurde 
offenkundig von mehreren Personen ausgefüllt. Dieser im Rahmen der Explo-
ration gewonnene Eindruck spiegelte sich bei dem hier durchgeführten Be-
schwerdevalidierungstest wider, dessen signifikant schlechtes Testergebnis 
hoch auffällig war, das durch eine Aggravation allein nicht zu erklären ist, 
sondern vielmehr Hinweise auf das zielgerichtete Vortäuschen einer nicht 
vorhandenen Symptomatik liefert. Die Arbeitsfähigkeit ist nicht eingeschränkt.
Zusammenfassend besteht im polydisziplinären Konsens in der bisherigen 
Tätigkeit der Versicherten als Betriebsmitarbeiterin der Etikettiererei eine 
70%ige Arbeitsfähigkeit. In einer Verweistätigkeit ist die Versicherte zu 100% 
arbeitsfähig. 

Prognostisch führten die MEDAS-Gutachter aus, durch eine nochmalige gründliche 
Operation des rechten Schultergelenkes sollten sich die Beschwerden der Versi-
cherten deutlich lindern lassen. Ansonsten bestehe aus orthopädisch-
traumatologischer, neurologischer, internistischer und psychiatrischer Sicht eine 
günstige Prognose. Wichtig sei, die Versicherte rasch wieder in das Berufsleben zu 
reintegrieren, um ihre Selbstwirksamkeit zu stärken (IV-act. 53-16/104). 

2.11 Im Rahmen einer MRI-Abklärung der LWS vom 6. Dezember 2016 im Spital 
Z.________ stellte die Fachärztin für Radiologie (AA.________) einen peripheren 
Einriss des Anulus fibrosus auf Höhe LWK4/5 links intraforaminal fest, ohne 
Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression und ohne Spinalkanalstenose (Vi-act. 
55-2/2).

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2.12 Der RAD-Arzt Dr.med. E.________ (Allgemeinmedizin FMH) erachtete das 
Resultat des MEDAS-Gutachtens in einer Stellungnahme vom 20. Februar 2017 
als nachvollziehbar (IV-act. 56-6/6) (…). 

2.13 Auf Zuweisung von Dr.med. L.________ wurde die Versicherte am 26. April 
2017 an der G.________ durch Dr.med. AB.________ (Oberarzt Orthopädie Obe-
re Extremitäten) untersucht, welcher seine Beurteilung wie folgt zusammenfasste 
(IV-act. 65-3/4, Hervorhebung in Fettdruck nicht im Original):

In der heutigen klinischen Untersuchung zeigt sich ein diffuses Schmerzbild 
im Bereich beider Schulterregionen, vorwiegend im Bereich der Weichteile 
bei konventionell-radiologisch mehr oder weniger unauffälligen Befunden. 
Auch nach eigener Durchsicht der MR-Bildgebung links vom März 2017 
zeigt sich meiner Ansicht nach keine relevante führende Pathologie, welche 
das Beschwerdebild der Patientin erklären könnte. Die geringen degenerati-
ven AC-Gelenks-Veränderungen korrelieren meiner Ansicht nach nicht mit 
den klinischen Befunden, auch rechtsseitig korrelieren die MR-Befunde sehr 
schlecht mit dem klinischen Bild. Leider ist nicht eruierbar, inwiefern dia-
gnostische Test-Infiltrationen im Bereich des AC-Gelenks und/oder auch 
subacromial sowie intraartikulär stattgefunden haben. Gegebenenfalls müss-
te dies nachgeholt werden, um eine tatsächliche organische Ursache aus-
schliessen zu können. Inwiefern eine rheumatologische Standortbe-
stimmung zum Ausschluss einer Polymyalgia rheumatica bzw. Vasculi-
tis bei anamnestisch beschriebener Raynaud-Symptomatik bereits 
stattgefunden hat, ist aktuell ebenfalls nicht eruierbar, sollte jedoch 
falls noch nicht stattgehabt nachgeholt werden. Bei fehlendem Anspre-
chen auf die jeweiligen Infiltrationen denke ich nicht, dass eine weitere Ope-
ration die Beschwerden der Patientin massgeblich reduzieren kann. (…)

2.14.1  Gestützt auf den Bericht von Dr.med. AB.________ (siehe vorstehend, Er-
wägung 2.13 und die dort enthaltene Hervorhebung in Fettdruck) erachtete der 
RAD-Arzt zur Klärung der Fragestellung, ob eine Polymalgia rheumatica vorliege, 
eine rheumatologische Zusatzabklärung als nötig (IV-act. 66-7/7). 

2.14.2  Am 19. Juni 2017 untersuchte der Rheumatologe Dr.med. H.________ die 
Versicherte. In seinem Bericht vom 7. Juli 2017 an Dr.med. L.________ wiederhol-
te er die bereits bekannten Diagnosen (vgl. IV-act. 70-1/2 i.V.m. der Diagnosen-
Liste in Erw. 2.6). In der Beurteilung führte dieser Facharzt aus (IV-act. 70-2/2):

Bei der Patientin bestehen seit vielen Jahren multilokuläre Schmerzen. Kli-
nisch finden sich vor allem myofasziale Befunde. In den vorliegenden Bild-
gebungen finden sich multisegmentale Osteochondrosen an der Halswir-
belsäule sowie weitere ausgeprägt degenerative Veränderungen der Wir-
belsäule.
Die Patientin leidet sehr an den multilokulären Schmerzen. Ich habe die 
Situation mit ihr nochmals ausführlich besprochen. Das chronische 
Schmerzkonzept wurde erläutert. Ich habe ihr zur bestehenden Medikation 
Pregabalin aufdosiert auf zunächst 25 mg am Morgen und 100 mg am 
Abend und später besprochen, dass sie selbständig auf 50 mg am Morgen 
und 100 mg am Abend steigert. (…)

2.15.1  In den nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Januar 2018 ver-
fassten und nachträglich eingereichten medizinischen Unterlagen vertrat PD 
Dr.med. AC.________ (FMH für Innere Medizin/ delegierte Psychotherapie FMPP) 
am 12. Februar 2018 den Standpunkt, dass die Versicherte an einem ausgepräg-

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ten weichteilrheumatischen Syndrom leide und 100% arbeitsunfähig sei. Die Versi-
cherte habe eindeutige Sprachprobleme; sie könne nicht schreiben und beim Le-
sen weise sie das Niveau eines Erstklässlers auf; deswegen benötige sie Hilfe 
beim Ausfüllen von Fragebogen (Bf-act.).

2.15.2  Dr.med. AD.________ und Dr.med. AE.________ (AF.________) beurteil-
ten die Ergebnisse einer MR-Abklärung der HWS vom 16. Februar 2018 wie folgt 
(vgl. Bf-act.):

Bisegmentale degenerative Veränderungen/ initiale Spondylose C5/6 und C6/7.
Leichte Foramenstenose C6 beidseits, links mehr ausgeprägt als rechts.
Keine durchgemachte Diskushernien. Keine Nervenwurzelkompression.
Keine Spinalkanalstenose. Keine Myelopathie. Kein Tumorverdacht.

2.15.3  Dr.med. AE.________ (AF.________) nahm zur am 2. März 2018 durchge-
führten Abklärung (CT Beckenbeinangio nativ und mit KM beidseits) wie folgt Stel-
lung (vgl. Bf-act.):

Altersentsprechende und regelrechte Darstellung arteriellen Strombahn im Bereich 
des Beckens beider Oberschenkel sowie der Unterschenkel. Keine hämodynamisch 
relevanten Stenosen. Keine wesentliche Arteriosklerose. (…)

2.15.4  Vom 5. März 2018 bis zum 30. März 2018 hielt sich die Versicherte in der 
Rehaklinik AG.________ auf. Im Austrittsbericht vom 29. März 2018 stellte der 
Oberarzt Dr.med. AH.________ folgende Rehabilitationsdiagnosen (vgl. Bf-act.):

Chronische Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen Faktoren
- Somatisch: muskuläre Dysbalance und Insuffizienz, degenerative Veränderun-

gen, PHS bds. St.n. Arthroskopie 2013 rechts und 2014 links
- Psychisch: maladaptiv, dysfunktionale Kognitionen und Emotionen, rezidivie-

rende psychosoziale Belastungsfaktoren

In seiner Beurteilung wies der Oberarzt darauf hin, dass die Versicherte an einer 
chronischen Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen Faktoren leide, 
wobei die somatischen Faktoren alleine die geklagten Beschwerden und Ein-
schränkungen nicht erklären würden.

3. Dem weiteren Verlauf nach der gerichtlichen Rückweisung der Sache vom 
26. Juni 2018 sind u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen:

3.1 Der Rheumatologe Dr.med. AI.________ stellte nach der ambulanten Kon-
sultation vom 24. Oktober 2018 folgende Diagnosen (IV-act. 101-1/4):

V.a. Psoriasisarthropathie, EM 8/2018, ED 10/2018
- Tenosynovitis Flexoren III. und V., Synovitis MCP I rechts (MRI Hand 

rechts 10/2018)
- Psoriasis vulgaris
- Querrillen Fussnägel
- Skelettszintigraphie 10/2018: keine entzündlichen Läsionen
- 2 Töchter Psoriasis, 1 Tochter zudem PsA
- RF, ACPA, ANA, ENA, HBV, HCV, HLAB27, BSR, CRP negativ

Panvertebralsyndrom, ED 2013
- multisegmentale Osteochondrosen (MRI HWS 4/2015)

11

- mit zervikospondylogenem sowie lumbospondylogenem Syndrom bds.
- Tractussyndrom rechts

PHS bds
- St.n. Schulterarthroskopie rechts 2013 und links 2014
- Tendinopathie Supraspinatus, AC-Hypertrophie, SLAP-Läsion links MRI 

8/2014
Epicondylitis humeri medialis links
Gonalgie rechts
St.n. Teilmeniskektomie rechts ca. 2008
Laktoseintoleranz
St.n. Fussoperation ca. 2008
Carpaltunnelsyndrom bds rechtsbetont, ED 4/2015
St.n. Hepatitis B (Serologie 5/2015)

3.2 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 22. Februar 2019 an die IV-Stelle 
wiederholte Dr.med. AI.________ die bereits bekannten Diagnosen. Aufgrund 
der Psoriasisarthropathie empfahl er eine Behandlung mit Methotrexat zu begin-
nen. Zur Frage der Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht näher (IV-act. 104).

3.3 PD Dr.med. AC.________ (Innere Medizin FMH) attestierte der Versicherte 
in einem Bericht vom 20. März 2019 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Pro-
duktionsmitarbeiterin bei der Grossmetzgerei AJ.________ (IV-act. 105-1/4). 
Hinsichtlich der Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
hielt dieser Arzt fest, dass die Versicherte "aktuell 0% arbeitsfähig" sei (IV-act. 
105-4/4 Ziff. 4.2).

3.4 In einem weiteren Bericht vom 8. November 2019 an die IV-Stelle erneuer-
te Dr.med. AI.________ die erwähnten Diagnosen und führte zum Verlauf u.a. 
was folgt aus (IV-act. 109-2f./4):

Bei der Patientin habe ich zunächst ein MRI der LWS angemeldet. Dort fand sich 
keine Neurokompression, sodass ich ergänzend bei ausgeprägten Knieschmerzen 
links noch ein Röntgenbild angefertigt habe. Dort keine höhergradige Degenerati-
on. Aufgrund der Spondylarthrose, welche sich im MRI gezeigt hat, habe ich eine 
Facettengelenksinfiltration auf Höhe L3/4, L4/5 und L5/S1 links durchgeführt. Fol-
gend war eine deutliche Besserung der Beschwerden auch im Kniegelenk zu ver-
zeichnen. (…)

Die Patientin wurde erneut durch ihren Hausarzt Herrn Dr. AC.________ zugewie-
sen. Die Kur in Serbien habe nicht geholfen. Knieschmerzen rechts waren medial 
im Vordergrund. Dr. L.________ als Orthopäde hat ein Röntgen gemacht und ver-
mutet, dass die Schmerzen vom Rücken herrühren.

12

Klinisch fand sich eine Druckdolenz am Pes anserinus am Knie rechts, sonst ein 
relativ reizloses Kniegelenk. Zudem Druckdolenz lumbal paravertebral rechts so-
wie über den ISG rechts und gluteal rechts

(…) Bei ausbleibender Besserung bezüglich des rechten Schultergelenks habe ich 
ein Arthro-MRI angemeldet. Dort konnte der Verdacht bestätigt werden mit Nach-
weis einer AC-Gelenksarthrose, Bursitis subacromialis sowie Tendinopathie der 
Supraspinatussehne. (…)
Zusammenfassend besteht ein stationärer Gesundheitszustand. Bezüglich der Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sowie angepassten 
Tätigkeiten ist eine gutachterliche Stellungnahme vonnöten.

3.5 Der Psychiater Dr.med. P.________ (AK.________), welcher die Versi-
cherte seit 8. Oktober 2015 behandelt, stellte in seinem Bericht vom 16. Dezem-
ber 2019 folgende Diagnosen (IV-act. 111-5/8, Ziff. 2.5):

Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig mittelgradige Episode mit so-
matischem Syndrom ICD-10 F:33.11

Zwanghafte Störung gemischt mit zwanghaften Ideen und Handlungen ICD10 
F:42.20

Für den Zeitraum vom 8. Oktober 2015 bis zum 28. Mai 2016 attestierte dieser 
Psychiater eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, derweil er ab 28. Mai 2016 eine 
Arbeitsfähigkeit von 50% veranschlagte (IV-act. 111-2/8 Ziff. 1.3). Prognostisch 
führte er aus, dass die Versicherte in einer idealen leidensanpassten Tätigkeit mit 
selbst organisierten Pausen (maximal 2 h Arbeit ohne Pause) auf längere Sicht 
zu 50% arbeits(un)fähig sei (IV-act. 111-5/8 Ziff. 2.7).

3.6 Nachdem auch der RAD-Arzt eine zusätzliche interdisziplinäre Begutach-
tung befürwortete (IV-act. 112-9/9), erstattete die ausgeloste Gutachterstelle 
(MEDAS K.________) am 4. September 2020 ihr Gutachten, an welchem fol-
gende Sachverständige mitwirkten (IV-act. 126-2/3):

- Dr.med. AL.________ (FMH Innere Medizin & Endokrinologie/ Diabetologie)

- Med.pract. AM.________ (Facharzt FMH Psychiatrie/ Psychotherapie, zertif. 
med. Gutachter SIM)

- Dr.med. AN.________ (Facharzt FMH Rheumatologie, zertif. med. Gutachter 
SIM)

- Lic.phil. AO.________ (Fachpsychologin/ Neuropsychologie FSP, zertif. med. 
Gutachterin Neuropsych. SIM)

- Lic.phil. AP.________ (Fachpsychologin/ Neuropsychologie FSP, zertif. med. 
Gutachterin Neuropsych. SIM, siehe IV-act. 133-123/139)

- Prof. Dr.med. AQ.________ (Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie/ Traumato-
logie) 

3.6.1  Diese Sachverständigen stellten im Rahmen einer interdisziplinären 
Gesamtbeurteilung folgende relevante Diagnosen (IV-act. 133-44/139):

13

Chronische subakromiale Impingementsymptomatik beider Schultern vom Supra-
spinatustyp, rechtsbetont, bei

- rechtsbeonter Periarthropathia humeroscapularis und Status nach sechs 
verschiedenen seit 2013 stattgehabten Schulteroperationen

Chronisches spondylogenes Schmerzsyndrom myofaszial, rechtsbetont, mit Seg-
mentdegenerationen bei degenerativ bedingter Gefügelockerung zwischen dem 5. 
und 6. und 7. Zervikalwirbel und Foraminaleinengung zwischen den beiden letzte-
ren.

Chronische rezidivierende Gonalgie, rechtsbetont, bei minimaler medialer Gonar-
throse beidseits und Status nach Teilmeniskektomie rechts

Knick-Senk-Spreizfüsse mit Halluces valgi und Status nach Eingriffen am rechten 
Vorderfuss wegen Hammerzehen

3.6.2  Für die zuletzt (bis 30. April 2014) ausgeübte Arbeit in einer Grossmetzge-
rei, welche als körperlich mittelschwer bis schwer beurteilt wurde, veranschlagten 
die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 30% der Norm, wobei in erster Linie die 
objektivierbaren rheumatologisch-orthopädischen Beeinträchtigungen als limitie-
rend angesehen wurden (IV-act. 133-40/139 Ziff. 8.1).

3.6.3  Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in anpassten Tätigkeiten führten die Sach-
verständigen aus (IV-act. 133-40/139 Ziff. 8.2; siehe auch IV-act. 133-44/139 Ziff. 
4.8):

Für eine körperlich leichte bis nur gelegentlich mittelschwere Arbeit veranschlagen 
wir die Arbeitsfähigkeit medizinisch-theoretisch, bei voller Präsenzzeit, auf 100% 
der Norm, mit folgenden Kautelen: Kein längeres Verharren in gleicher Körperstel-
lung/-haltung, insbesondere keine Tätigkeiten, welche mit längerer oder häufiger 
repetitiver Belastung von Nacken, Schultern und Knien verbunden sind; diese ak-
tuelle Einschätzung gilt ab Januar 2015 und ist somit kongruent mit derjenigen des 
SMAB-Gutachtens vom 02.12.2016.

Diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lasse sich durch die bei der Untersu-
chung objektivierten verbleibenden Fähigkeiten begründen (IV-act. 133-45/139 
oben). 

4.1 Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Unterlagen ergibt, dass die 
Versicherte in medizinischer Hinsicht hinreichend abgeklärt worden ist. Das nach 
der Rückweisung eingeholte MEDAS-Gutachten erfüllt grundsätzlich die von der 
Rechtsprechung formulierten Anforderungen. Es beruht auf eigenen umfangrei-
chen Untersuchungen und eingehender Anamneseerhebung. Namentlich wurde 
auch ein rheumatologisches Teilgutachten eingeholt, dessen Fehlen im ersten 
Entscheid Anlass zur Rückweisung gegeben hatte (vgl. zit. VGE I 2018 20 vom 
26.6.2018, Erw. 3.3). Die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie 

14

der medizinischen Situation leuchtet ein. Sodann sind die Schlussfolgerungen 
der Sachverständigen hinreichend begründet.

4.2 Ausschlaggebend für den von der Versicherten geltend gemachten Ren-
tenanspruch ist grundsätzlich nicht die Beantwortung der Fragestellung, inwiefern 
sie in der angestammten Erwerbstätigkeit in einer Grossmetzgerei, welche als 
körperlich mittelschwer bis schwer beurteilt wurde, noch arbeitsfähig wäre (dies-
bezüglich wurde im ersten MEDAS-Gutachten eine Einschränkung von 30% und 
im zweiten Gutachten eine Einschränkung von 70% bzw. eine verbliebene Leis-
tungsfähigkeit von 30% attestiert), sondern vielmehr, wie die Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten, körperlich leichten (bis lediglich gelegentlich mittel-
schweren) Tätigkeit (ohne längeres Verharren in gleicher Körperstellung, ohne 
Tätigkeiten mit längerer oder häufiger repetitiver Belastung von Nacken, Schul-
tern sowie Knien) einzuschätzen ist. Dementsprechend ist die Argumentation in 
der Beschwerde (Ziffer 19) nicht zu hören, dass die Krankentaggeldversicherung 
ihre Leistungen bis zum Ende der Leistungsdauer von 730 Tagen (d.h. bis zum 
21.4.2016) erbracht habe, da für diesen Anspruch auf Krankentaggelder primär 
die Arbeitsunfähigkeit in der bislang ausgeübten, körperlich anstrengenden Er-
werbstätigkeit in einer Grossmetzgerei entscheidend war, wie die Vorinstanz in 
ihrer Vernehmlassung (Ziffer 5) zutreffend dargelegt hat.

4.3.1  Für das gutachtlich bescheinigte, verbliebene Leistungsvermögen hinsicht-
lich der umschriebenen leidensangepassten Tätigkeiten sprechen sodann die 
festgestellten Inkonsistenzen. Im Rahmen der MEDAS-Begutachtung führte die 
Versicherte aus, regelmässig Trittico (Trazodon 150 mg), Lyrica (Pregabalin 150 
mg), Duloxetin (Cymbalta 120 mg/d), Tramal (bis 225 mg/d) und Irfen einzuneh-
men (vgl. IV-act. 133-58/139 unten; siehe auch IV-act. 133-32/139 Ziff. 3.2.9 und 
IV-act. 133-79f./139). Die Auswertung der Laborbefunde ergab, dass die Serum-
konzentrationen von Duloxetin und Trazodon weit unterhalb des therapeutischen 
Rahmens lagen (vgl. IV-act. 133-35/139 oben, i.V.m. IV-act. 133-47ff./139, v.a. 
133-49/139 in fine), was bei der Beurteilung der Aspekte "Konsistenz und Plausi-
bilität" zur Schlussfolgerung führte, dass die Versicherte hinsichtlich der erwähn-
ten Antidepressiva "diese nicht respektive kaum eingenommen habe" (vgl. IV-act. 
133-40/139 oben, Ziff. 7.4 in fine; siehe auch noch IV-act. 133-65/139 oben). 
Diese Diskrepanz zwischen den Selbstangaben der Versicherten einerseits und 
den objektivbaren Laborbefunden andererseits wird von der beanwalteten Be-
schwerdeführerin vor Gericht nicht thematisiert. Damit bleibt sie eine Antwort 
schuldig, weshalb ihre Selbstangaben zur Medikamenteneinnahme durchwegs 
glaubhaft sein sollten, indessen im Medikamentenspiegel nicht gleichermassen 
ersichtlich waren.

15

4.3.2  Des Weiteren fiel dem begutachtenden Psychiater auf, dass die Versicher-
te angab, ein schlechtes Gedächtnis zu haben und sich wenig merken zu kön-
nen. Hingegen war die Versicherte im Rahmen des rund zweistündigen Explora-
tionsgesprächs in der Lage, viele präzise Angaben zu ihrer Lebensgeschichte 
und Ereignissen zu machen, was der Sachverständige als diskrepant zu den gel-
tend gemachten Gedächtnisproblemen beurteilte (IV-act. 133-65/139 oben i.V.m. 
IV-act. 133-53/139 oben; siehe auch IV-act. 133-81/139 hinsichtlich des rheuma-
tologischen Teilgutachtens: "Die anamnestischen Angaben schildert die Versi-
cherte präzis sowie detailliert und im korrekten zeitlichen Ablauf", allerdings stell-
te dieser Sachverständige im Rahmen der über einstündigen Anamneseerhe-
bung einen Konzentrationsabfall fest, was an sich nicht weiter erstaunt, nachdem 
die rheumatologische Untersuchung am Nachmittag des gleichen Tages statt-
fand, an welchem die Versicherte vormittags vom Psychiater untersucht worden 
war, vgl. IV-act. 133-53/139 oben i.V.m. IV-act. 133-67/139 unten; siehe auch IV-
act. 133-119/139 unten, wonach die neuropsychologischen Untersuchungen 
vormittags rund 3 Stunden dauerten und auch gegen Ende der Untersuchung 
"keine Hinweise auf ein müdigkeitsbedingtes Nachlassen der Konzentration" 
feststellbar waren).

Besonders ins Gewicht fallen die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersu-
chung durch die beiden Gutachterinnen lic.phil. AO.________ und lic.phil. 
AP.________, welche in ihrer Beurteilung ausführten (vgl. IV-act. 133-122/139):

Bei Frau … finden sich nicht valide Befunde vor dem Hintergrund einer ungenü-
genden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung.

Es zeigt sich eine neuropsychologisch unplausible und logisch inkonsistente Sym-
ptomproduktion. Die Befunde sind in ihrer Art und Ausprägung weder mit allfälligen 
Müdigkeits- und/oder Schmerzinterferenzen noch einer depressiven Stimmungsla-
ge vollumfänglich zu erklären. Auch allfällige Medikamenteneinflüsse sowie eine 
geringe/fehlende Bildung können die Befunde in ihrer Art und Ausprägung nicht er-
klären. Die erhobenen Befunde sind, wie nachfolgend ausgeführt, am ehesten im 
Rahmen einer ungenügenden Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sowie ei-
ner Symptomverdeutlichung zu interpretieren.

Dies zeigte sich einerseits in Tests zur Symptomvalidierung, bei denen deutlich 
auffällige Werte erzielt wurden. Die im Rahmen der Symptomvalidierung erbrach-
ten Leistungen lagen deutlich unter den Leistungen von depressiven Patien-
ten/innen sowie Patienten/innen mit einer Hirnverletzung mit einer ausreichenden 
Leistungsmotivation.

Andererseits fanden sich in der Untersuchungssituation verschiedene Inkonsisten-
zen, die fachlich nicht nachvollziehbar sind. Es zeigten sich innerhalb verschiede-
ner Aufgaben, die derselben kognitiven Domäne zugehörig sind, deutlich inkonsis-
tente Befunde. Es zeigten sich beispielsweise bei mehreren Aufmerksamkeitstests 
ausgeprägte Fluktuationsraten der Reaktionszeiten innerhalb desselben Tests. In-
konsistenzen finden sich auch im mnestischen Bereich beispielsweise in Form ei-

16

nes schwergradig verminderten Wiedererkennens im nonverbalen Bereich bei nur 
leicht bis mittelgradig verminderter Abrufleistung.

Zudem sind die erhobenen psychometrischen Befunde (u.a. teilweise schwergra-
dige Minderleistungen in attentionalen Teilbereichen) diskrepant zum Kommunika-
tionsverhalten. Frau … beantwortet Fragen nach ihren Beschwerden ohne erhöhte 
Antwortlatenz, ist im Gespräch konzentriert. Die testdiagnostisch schwergradige 
Konzentrationsstörung zeigt sich im Gespräch nicht. (…)

In seiner Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität mass der begutachtende 
Psychiater den auffälligen Ergebnissen der Symptomvalidierungstestung im 
Rahmen der Untersuchung durch die beiden Neuropsychologinnen uneinge-
schränkt Beweiswert zu (vgl. IV-act. 133-65/139 oben), zumal er weder durch die 
Anamnese noch durch die Befunderhebung im Rahmen des Psychostatus nach 
AMDP eine relevante Depression herleiten konnte, noch die Diagnose einer 
Zwangsstörung stellen konnte. Auch ergab sich für ihn kein schlüssiges Gesamt-
bild, welches die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung ausreichend be-
legen würde (vgl. IV-act. 133-62/139 Ziff. 6).

4.3.3  Zudem stellte der begutachtende Rheumatologe fest, dass fünf von fünf 
Waddell-Zeichen positiv ausfielen, was er als Ausdruck eines erheblich gestei-
gerten Krankheitsgebarens beurteilte. Auffallend ist namentlich die von diesem 
Sachverständigen festgestellte Diskrepanz zwischen Reaktion der Versicherten 
auf das Lasègue-Manöver in liegender Position und in sitzender Position (vgl. IV-
act. 133-82/139). In seiner Beurteilung wies dieser Gutachter u.a. darauf hin, 
dass die Versicherte während der gesamten (einstündigen) Anamnese ruhig 
sass, ohne Schonhaltung und ohne zwischendurch aufzustehen sowie ohne 
averbale Schmerzäusserungen auf ihrem Stuhl, was er als diskrepant zu den 
Angaben der Versicherten taxierte, welche gegenüber dem Gutachter erklärte, 
dass sie schmerzbedingt nicht längere Zeit in der gleichen Körperposition verhar-
ren könne (vgl. IV-act. 133-107/139 unten). Auch gelangte dieser Gutachter zum 
Eindruck, dass das Schmerzverhalten der Versicherten bei der Untersuchung der 
Lendenwirbelsäule und vor allem des rechten Hüftgelenkes deutlich aggraviert 
wirkte und sich durch die erhobenen (objektivierbaren) Befunde nicht erklären 
liess (vgl. IV-act. 133-108/139 oben). 

Auch diese Diskrepanzen und Ausführungen werden von der beanwalteten Be-
schwerdeführerin vor Gericht kommentarlos (zu Unrecht) ausgeblendet.

4.4.1  Im Lichte all dieser Ausführungen und der Überzeugungskraft des vorlie-
genden MEDAS-Gutachtens vom 4. September 2020 ist es nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (unter Ausklammerung 
von stationären Behandlungen/ Operationen mit postoperativen Arbeitsunfähig-

17

keiten von grundsätzlich rund 6 Wochen) von einer medizinisch-theoretisch 
vollständig erhaltenen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte (bis nur gelegentlich 
mittelschwere) leidensangepasste Tätigkeiten (ohne längeres Verharren in glei-
cher Körperstellung/-haltung und ohne Arbeiten mit längerer Belastung von Na-
cken, Schultern und Knien) ausgegangen ist. 

4.4.2  An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin vor 
Gericht grundsätzlich nichts zu ändern. Dass die Rechtsvertreterin der Versicher-
ten die Ergebnisse der begutachtenden Neuropsychologinnen nicht nachvollzie-
hen kann, vermag die Glaubwürdigkeit der Ausführungen dieser Fachpersonen 
nicht in Frage zu stellen, ohne dass diesbezüglich noch entsprechende Arbeits-
blätter der durchgeführten Untersuchungen hier beizuziehen wären. Dies gilt erst 
recht, als die Inkonsistenzen beispielsweise mit Unterschieden in den Reaktions-
zeiten innerhalb desselben Tests begründet werden, welche weder von der 
Rechtsvertreterin noch vom Gericht im Nachhinein nachgeprüft werden können. 
Was den Einwand hinsichtlich der im Verlauf teilweise unterschiedlichen Anga-
ben zur Körpergrösse anbelangt, hat die Vorinstanz in der Vernehmlassung 
nachvollziehbar dargelegt, dass aufgrund verschiedener Messmethoden und un-
terschiedlichen Messzeiten (Messung durch ausgebildete Person oder nicht, mit 
oder ohne Schuhe, morgens oder abends, etc.) Abweichungen auftreten können, 
aus welchen hinsichtlich der Objektivierbarkeit der geltend gemachten Schmer-
zen grundsätzlich nichts Wesentliches abgeleitet werden kann (vgl. zit. Vernehm-
lassung, S. 3 Ziff. 7 2. Abs.). Beizupflichten ist aber auch der Argumentation der 
Vorinstanz, wonach im vorliegenden Fall kein IQ-Test nötig war bzw. ist, nach-
dem die intellektuellen Fähigkeiten der Versicherten ausreichten, um jahrelang 
auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein. Abgesehen davon wurde von den 
Sachverständigen glaubhaft dargelegt, dass die durchgeführten Testungen keine 
besonderen Anforderungen an das Intelligenzniveau stellten (vgl. IV-act. 102-1/2, 
wonach das verwendete Testverfahren "von Kindern ab dem vierten Lebensjahr 
gut bewältigt werden kann"; siehe auch IV-act. 133-122/139 oben, wonach eine 
geringe bzw. fehlende Bildung die Befunde in ihrer Art und Ausprägung nicht er-
klären konnte). Im Übrigen hat der behandelnde Psychiater in seinem Verlaufs-
bericht vom 18. Dezember 2019 keine Minderintelligenz der Versicherten attes-
tiert und die Fahreignung der Versicherten bejaht (vgl. IV-act. 111). Analog hat 
auch der Hausarzt Zweifel an der Fahreignung verneint und ausgeführt, dass die 
Versicherte "sehr selten fährt" (vgl. IV-act. 105-3/4). Dass aber die Versicherte 
die theoretische und praktische Fahrprüfung bestanden hat und weiterhin in der 
Lage ist, einen Personenwagen zu lenken, spricht dies offenkundig gegen die 
Annahme einer relevanten Minderintelligenz, auch wenn die Versicherte nach ih-
ren Angaben nur selten selber fährt. Nachdem im konkreten Fall zwei MEDAS-

18

Gutachten eingeholt wurden, welche sich im Ergebnis weitgehend decken, geht 
auch die Rüge in der Beschwerde (S. 10) fehl, dass die Vorinstanz den Untersu-
chungsgrundsatz verletzt habe.

4.5 Ausserdem hat sich die beanwaltete Beschwerdeführerin mit dem in der 
angefochtenen Verfügung enthaltenen Einkommensvergleich nicht auseinander 
gesetzt, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.

5. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Ver-
fahrenskosten der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt 
ausser Betracht.

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. Juni 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. Juni 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I