# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd1dd201-2afb-562f-b480-df616b8e51a6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.01.2012 E-199/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-199-2012_2012-01-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­199/2012

U r t e i l   v om   1 9 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

Parteien A._______, geboren am (…), und dessen 
Ehefrau
B._______, geboren am (…), und deren 
gemeinsamer Sohn
C._______, geboren am (…),
Mazedonien,
alle vertreten durch Annelise Gerber, (…), 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 4. Januar 2012 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden (Eltern) mit ihrem Sohn C._______ sowie 
(…)  –  alles  Angehörige  der  Roma  aus  Mazedonien  –  am  19. Februar 
2010  in  der Schweiz  ein  erstes Asylgesuch  stellten, welches  von  ihnen 
am  25.  Februar  2010  zurückzogen  und  gleichentags  vom  BFM  als 
gegenstandslos geworden abgeschrieben wurde,

dass  die  Beschwerdeführenden  die  Schweiz  am  5. März  2010  freiwillig 
verliessen und mit Rückkehrhilfe in ihre Heimat zurückkehrten, 

dass sie am 22. Dezember 2010 erneut – dieses Mal nur mit ihrem Sohn 
C._______– in der Schweiz um Asyl nachsuchten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Mai 2011  in Anwendung von Art. 
34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998  (AsylG, SR 142.31) auf 
die Asylgesuche nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte 
und den Vollzug anordnete,

dass eine dagegen gerichtete Beschwerde  vom 25. Mai  2011 mit Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Mai 2011 abgewiesen wurde,

dass die Beschwerdeführenden am 21. September  2011  in  ihre Heimat 
zurückkehrten,

dass sie am 10. November 2011  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum 
(EVZ)  Vallorbe  wieder  mit  Sohn  C._______  ein  drittes  Mal  um  Asyl 
nachsuchten,

dass  die  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Befragungen  im  EVZ 
Vallorbe  vom  18.  November  2011  und  der  Anhörungen  zu  den 
Asylgründen vom 20. Dezember 2011 im Wesentlichen geltend machten, 
nach  ihrer Rückkehr aus der Schweiz hätten sie sich aus Angst vor der 
Polizei  in  ihrem  Haus  in  D._______  versteckt,  zumal  diese  den 
Beschwerdeführer  wegen  seiner  dreijährigen  Haftstrafe  immer  noch 
gesucht habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  eine Woche  später,  früh morgens,  von  der 
Polizei zuhause abgeholt und ins Gefängnis E._______ gebracht worden 
sei, wo er einen Monat mit 100 Häftlingen unter miserablen Umständen 
eingesperrt  gewesen  sei,  er  dort  habe  arbeiten  müssen  und  nicht 
ausreichend versorgt worden sei,

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dass  er  wegen  guten  Benehmens  nach  27  Tagen  einen 
Wochenendurlaub  erhalten  habe  und  nach  Hause  zu  seiner  Familie 
gegangen sei, 

dass er die Gelegenheit zur Flucht ergriffen habe und am folgenden Tag 
mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn nach F._______ gereist sei,

dass er keine persönlichen Probleme gehabt habe,

dass  für  den  Inhalt  der  weiteren  Aussagen  auf  die  Protokolle  bei  den 
Akten verwiesen wird,

dass die Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren ihre Pässe 
und  Identitätskarten  sowie  eine  Eintrittsbestätigung  ins  Gefängnis 
E._______ und eine Hafturlaubsbestätigung einreichten,

dass das BFM mit Verfügung vom 4.  Januar 2012 – am  folgenden Tag 
eröffnet  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  auf  die 
Asylgesuche  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte, 
den Vollzug der Wegweisung anordnete und ihnen die editionspflichtigen 
Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass  es  zur  Begründung  seines  Entscheids  festhielt,  aus  den  Akten 
ergäben  sich  keine Hinweise, wonach  nach  dem Abschluss  des  letzten 
Verfahrens  Ereignisse  eingetreten  seien,  die  geeignet  seien,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass  sich  die  Beschwerdeführenden  im  Wesentlichen  auf  dieselben 
Vorbringen  stützten,  welche  sie  bereits  beim  zweiten  –  und  als 
offensichtlich unglaubhaft beurteilten – Asylverfahren vorgebracht hätten,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  geschilderten  Angaben  zu  seinem 
Gefängnisaufenthalt  den  gesicherten  Erkenntnissen  des  BFM 
widersprächen,  zumal  die  Infrastruktur  des Gefängnisses E._______  im 
Jahre  2007  unter  der  Aufsicht  der  EAR  (European  Reconstruction 
Agency)  umfassend  renoviert  worden  sei,  um  das  Gefängnis  den  EU­
Standards  anzupassen, womit  die  vom Beschwerdeführer  geschilderten 
Zustände im Gefängnis nicht den Tatsachen entsprächen,

dass  ferner  äusserst  unüblich  sei,  dass  die  Behörden,  ohne  die 
offensichtlich  bestehende  Fluchtgefahr  abzuschätzen,  den 

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Beschwerdeführer  bereits  nach  nur  drei  Wochen  in  den  Hafturlaub 
entlassen hätten,

dass die zu den Akten gereichte Hafturlaubsbestätigung Ungereimtheiten 
aufweise  und  das  Dokument  keinen  Briefkopf  enthalte,  so  dass  die 
ausstellende Behörde nicht ersichtlich sei, 

dass im Weiteren auch die Eintrittsbestätigung ins Gefängnis E._______ 
Fälschungsmerkmale aufweise, da der aufgeführten Laufnummer zufolge 
der  Fall  aus  dem  Jahre  2001  datiere,  weshalb  das  eingereichte 
Dokument  nicht  geeignet  sei,  den  geltend  gemachten  Sachverhalt  zu 
untermauern,

dass  die  Beschwerdeführenden  zudem  uneinheitliche  Aussagen  zum 
Fluchtzeitpunkt gemacht hätten, 

dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden  offensichtlich  nicht 
glaubhaft  seien  und  der  Eindruck  entstehe,  sie  versuchten  ergänzende 
Asylgründe  zu  konstruieren,  um  diese  in  einem  neuen  Asylverfahren 
geltend zu machen,

dass demnach auf die Asylgesuche nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zudem zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  12.  Januar  2011 – 
vorab  per  Telefax  –  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liessen, 
auf die Asylgesuche vom 10. November 2011 sei einzutreten, es sei die 
Unzumutbarkeit  und  die  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
festzustellen und die Beschwerdeführenden seien  in der Folge vorläufig 
aufzunehmen, gegebenenfalls  sei  die Sache zur Neubeurteilung an das 
BFM zurückzuweisen, 

dass  sie  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
ersuchten,

dass  die  Akten  am  16.  Januar  2012  beim  Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  eine  solche  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  BGG 
vorliegend nicht gegeben ist und das Bundesverwaltungsgericht demnach 
endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  sind,  weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 2 sowie Art. 105 
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32  ­  35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  ehemaligen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [ARK;  EMARK]  2004  Nr.  34  E. 
2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  ein  Asylgesuch  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in 
der Schweiz bereits  ein Asylverfahren erfolglos  durchlaufen haben oder 
während  des  hängigen  Asylverfahrens  in  den  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise auf  zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt, die geeignet 
sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. 
e AsylG),

dass  bei  der  Prüfung  von  Hinweisen  für  die  Flüchtlingseigenschaft 
relevante Ereignisse, welche  gemäss Art.  32 Abs.  2 Bst.  e AsylG  dazu 
führen,  dass auf  ein  zweites  (oder weiteres) Asylgesuch einzutreten  ist, 
ein  gegenüber  der  Glaubhaftmachung  reduzierter  Beweismassstab  zur 
Anwendung kommt,

dass  dann  auf  ein  Asylgesuch  eingetreten  werden  muss,  wenn  sich 
Hinweise auf eine relevante Verfolgung ergeben, die nicht von vornherein 
haltlos sind (vgl. BVGE 2008/57 E. 3.2 S. 780, EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. 
S. 17),

dass  die  Beschwerdeführenden  unbestrittenermassen  ein  erstes 
Asylgesuch  zurückgezogen  und  ein  weiteres  Asylverfahren  erfolglos 
durchlaufen haben,

dass  hinsichtlich  der  zur  Begründung  der  dritten  Asylgesuche  geltend 
gemachten  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden  vorweg  auf  ihre  im 

http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34
http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34
http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34
http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34
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http://links.weblaw.ch/BVGE-2008/57
http://links.weblaw.ch/BVGE-2008/57
http://links.weblaw.ch/BVGE-2008/57
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/2

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EVZ Vallobe protokollierten Aussagen vom 18. November 2011 sowie auf 
die  Protokolle  der  direkten  Anhörungen  durch  das  BFM  vom  20. 
Dezember 2011 zu verweisen ist,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  offenkundig  zu  Recht 
feststellte, aus den Vorbringen der Beschwerdeführerenden ergäben sich 
keine  Hinweise,  die  geeignet  seien,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu 
begründen,

dass  die  Erwägungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu 
stützen  sind,  wonach  nicht  zu  überzeugen  vermöge,  dem 
Beschwerdeführer sei bereits nach 27 Tagen Haft ein Wochenendurlaub 
erlaubt worden, obwohl er in seiner Heimat ein gesuchter Mann sei, 

dass  im  Weiteren  der  Beurteilung  des  BFM  zu  folgen  ist,  dass  das 
Gefängnis  E._______  im Hinblick  auf  einen  Beitritt  Mazedoniens  in  die 
Europäische Union unter Aufsicht  der European Reconstruction Agency 
(EAR) tatsächlich umfassend renoviert worden ist, 

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  ihrer  Behauptung  in  der 
Rechtsmitteleingabe, die Schilderung des Beschwerdeführers zu seinem 
Gefängnisaufenthalt  könne  nicht  einzig  aufgrund  des  vom  BFM 
erwähnten  Berichts  als  unzutreffend  abgetan  werden,  nicht 
durchzudringen  vermögen,  weil  Mazedonien  mit  dem  Erhalt  des  EU­
Beitrittsstatus am 17. Dezember 2010 die Bedingungen für die Einführung 
der  Gesamtheit  aller  europarechtlichen  Vorschriften  und  Standards 
(Acquis  communautaire)  und  damit  auch  die  Haft­  respektive 
Gefängnisbedingungen nach EU­Normen erfüllt,

dass im Weiteren der Einschätzung des BFM zu folgen ist, wonach die zu 
den  Akten  gereichten  Dokumente  (Urlaubsbestätigung, 
Eintrittsbestätigung  ins  Gefängnis)  Ungereimtheiten  und 
Fälschungsmerkmale  aufweisen,  woran  die  Entgegnungen  in  der 
Beschwerde nichts zu ändern vermögen,

dass  sich  das  in  der  Rechtsmitteleingabe  gezeichnete  Bild,  die 
Beschwerdeführenden müssten sich bei einer Rückkehr in ihr Heimatland 
aufgrund  der  allgemeinen  Menschenrechtssituation  in  Mazedonien 
unweigerlich  einer  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Gefährdungslage 
ausgesetzt sehen, als theoretisch und spekulativ herausstellt,

http://de.wikipedia.org/wiki/Europarecht
http://de.wikipedia.org/wiki/Acquis_communautaire
http://de.wikipedia.org/wiki/Acquis_communautaire
http://de.wikipedia.org/wiki/Acquis_communautaire

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dass  es  sich  erübrigt,  auf  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  noch 
näher  einzugehen,  zumal  die  Beschwerdeführenden  nichts  vorbringen, 
was vorliegend für die Beurteilung des Nichteintretens nach Art. 32 Abs. 2 
Bst. e AsylG von Belang sein könnte,

dass  das  BFM  zu  Recht  auf  die  dritten  Asylgesuche  der 
Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat,  vorliegend  die  Beschwerdeführenden 
weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzen  noch  einen  Anspruch  auf 
Erteilung  einer  solchen  haben,  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 
1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 
21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  der 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da die Beschwerdeführenden  keine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermochten, weshalb das in Art. 
33  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der 
Flüchtlinge  (FK, SR  0.142.30)  und  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulements im vorliegenden Verfahren keine 
Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK, SR 0.101) ersichtlich  sind, die  im Heimat­ oder 
Herkunftsstaat droht,

dass zudem der Schweizerische Bundesrat mit Beschluss vom 25.  Juni 
2003 Mazedonien zum verfolgungssicheren Staat ("safe country") erklärt 
hat  und  von  dieser  Einschätzung  im Rahmen  der  periodischen Prüfung 
(vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist, 

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  in  Mazedonien  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrscht, 
aufgrund  derer  die  Bevölkerung  konkret  gefährdet  wäre  und  eine 
Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste,

dass  sich der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden auch 
aus  individuellen  Gründen  als  zumutbar  erweist,  da  sie  bis  zu  ihrer 
Ausreise  in  Mazedonien  gelebt  haben  und  somit  mit  den  dortigen 
Verhältnissen bestens vertraut sind,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  ihren 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  die  Beschwerdeführenden  über 
gültige Reisepapiere verfügen,

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass die Begehren als aussichtslos zu bezeichnen sind, weshalb das mit 
der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  den 
Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Beschwerdeführenden  innert  nicht  einmal  zweier  Jahre  drei 
Asylverfahren  in  der  Schweiz  einleiteten,  wobei  das  erste  Verfahren 
mittels Abschreibungsentscheids  (freiwillige Rückkehr mit Rückkehrhilfe) 
endete und die zwei folgenden Verfahren mit Bestätigung des jeweiligen 
Nichteintretensentscheids  der  Vorinstanz  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  (beide  Male  mittels  Abweisung  der 
offensichtlich  unbegründeten  Beschwerde)  rechtskräftig  abgeschlossen 
wurden,

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Seite 10

dass  dieses  Verhalten  als  trölerisch  anzusehen  ist,  weshalb  es  sich 
rechtfertigt, die Verfahrenskosten gestützt auf Art. 2 Abs. 2 und Art. 3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  wegen 
Mutwilligkeit  der  Prozessführung  zu  erhöhen  und  mithin  auf  Fr.  1'200.­ 
festzusetzen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.­ werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Der  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: