# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d827aff9-4a20-509c-8f4e-e02a4326d901
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2017 C-6059/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6059-2015_2017-06-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6059/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  J u n i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger, Richterin Franziska Schneider,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Kosovo),   

vertreten durch lic. iur. Ilir Daljipi, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV Rentenrevision; Verfügung der IVSTA vom  

12. August 2015. 

 

 

 

C-6059/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.________, geboren am (…) 1963 (nachfolgend: Versicherter oder Be-

schwerdeführer), ist kosovarischer Staatsangehöriger. Er ist verheiratet 

und hat fünf Kinder (geboren 1988, 1990, 1995, 1995, 2000). Er lebt in 

Z._______, Kosovo. Er war ab Juni 1991 in der Schweiz mit Saisonnier-

status als landwirtschaftlicher Angestellter tätig und leistete Beiträge für die 

Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Akten 

der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA [IV] 8, 13).  

B.  

Nachdem der Versicherte im August 1993 wegen Rückenschmerzen ar-

beitsunfähig geworden war, wurde eine Spondylitis Tbc L5/S1 diagnosti-

ziert. Nach einer operativen Revision am 11. Oktober 1993 (Débridement, 

translaminare Verschraubung, dorsale sowie dorsolaterale Spondylodese) 

und nach antituberkulostatischer Kombinationsbehandlung stellte der im 

Kanton Y._______ wohnhafte Versicherte am 2. September 1994 einen An-

trag auf Leistungen der Invalidenversicherung (IV 6.7 ff., 7.7 ff.). Mit Verfü-

gung vom 19. März 1996 wurden dem Versicherten berufliche Massnah-

men in Form einer beruflichen Abklärung mit nachfolgenden Eingliede-

rungsmassnahmen und Taggeldern bis 31. Dezember 1995 gewährt. Ein 

Rentenanspruch wurde mit Verfügung vom 20. März 1996 verneint (IV 2-

5). 

C.  

Am 23. Januar 1997 liess der Versicherte einen IV-Rentenantrag stellen 

(IV 6.1 ff, 7.1 ff.). Ab Februar 1997 verschlechterte sich sein Gesundheits-

zustand und kam zur Rückenproblematik eine Depression (mit deutlichen 

Chronifizierungs-Tendenzen und latenter Suizidalität bei chronischen so-

matischen Beschwerden mit psychischer Überlagerung in konfliktreicher 

und sehr verunsichernder psychosozialer Situation) hinzu, die teilweise 

ambulant, teilweise teilstationär und teilweise stationär behandelt wurde 

(IV 6.1 ff., 7.1 ff., 21.21). Mit Verfügung vom 2. September 1998 sprach die 

IV-Stelle Y.________ dem Versicherten eine ganze Invalidenrente für den 

Zeitraum vom 1. März 1998 – 31. August 1998 sowie ab 1. September 

1998 bis auf Weiteres zu (IV 4.7-8, 11.16). Mit fünf Verfügungen vom 

19. Januar 1999 wurde die erste Verfügung ersetzt und dem Versicherten 

eine ganze Invalidenrente ab 1. März 1998 nebst vier Kinderrenten zuge-

sprochen (IV 4.9-16, 4.17-19 = 11.1-15). 

C-6059/2015 

Seite 3 

Nachdem der Versicherte in seine Heimat ausgewiesen worden war, über-

mittelte die IV-Stelle Y.________ die Akten am 2. August 1999 an die  

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend auch: Vorinstanz; 

IV 15).  

D.  

D.a Ab Februar 2000 führte die Vorinstanz ein erstes Revisionsverfahren 

durch (IV 22.3) und holte via den kosovarischen Versicherungsträger me-

dizinische Akten und beim Versicherten einen Fragebogen für die IV-Ren-

tenrevision ein (IV 16, 19, 20.1-10). Im Januar 2002 stellte Dr. B.________ 

vom medizinischen Dienst der IVSTA fest, dass es unter der chronischen 

Schmerzsituation zu einer Exacerbation mit Suizidversuch gekommen und 

darauf eine mehrwöchige Hospitalisation in einer psychiatrischen Klinik ge-

folgt sei. Zur Zeit bestehe eine adäquate antidepressive Therapie. Er emp-

fahl, die Rente wie bisher zuzusprechen (IV 22). Demnach teilte die Vor-

instanz dem Versicherten am 4. Februar 2002 mit, es bestehe weiterhin ein 

Anspruch auf die entsprechenden Leistungen (IV 23). 

D.b Am 9. August 2006 teilte die Vorinstanz dem Versicherten mit, sie führe 

ein Revisionsverfahren durch und holte einen Fragebogen für die IV-Revi-

sion und Arztberichte ein (IV 28, 30.1-5=46-47, 31=47, 33=48, 32, 34, 

36=49, 43; 52-58). Am 7. Februar 2009 stellte der medizinische Dienst ein 

unverändertes Zustandsbild fest (IV 61). Am 12. Februar 2009 teilte die 

IVSTA dem Versicherten mit, es bestehe weiterhin ein Anspruch auf die 

entsprechenden Leistungen (IV 62). 

D.c Im Juli 2013 leitete die IVSTA wiederum ein Revisionsverfahren ein 

(IV 66 f.) und teilte dem Versicherten am 1. Oktober 2013 mit, zur Beurtei-

lung seines Leistungsanspruchs sei eine medizinische Untersuchung in 

den Disziplinen Psychiatrie und Orthopädie in der Schweiz notwendig 

(IV 69, 70.2 ff.). Der Versicherte teilte der Vorinstanz am 18. November 

2013 unter Beilage von aktuellen Arztberichten mit, er werde in die Schweiz 

zur Untersuchung kommen, auch wenn er schwerkrank sei (IV 71=86, 

72=80, 75=82, 76=83, 77=84, 78=85, 79). Im Fragebogen vom 23. Dezem-

ber 2013 gab er an, keine Tätigkeit auszuüben und kein berufliches Ein-

kommen zu haben (IV 90). Die Begutachtungen fanden am 24. und 25. 

März 2014 statt (IV 92, 94, 95). Am 26. Mai 2014 stellte Dr. C._______, 

FMH für allgemeine Medizin, vom medizinischen Dienst der IVSTA, eine 

unveränderte Arbeitsunfähigkeit fest. Er gab weiter an, eine nächste Revi-

sion sei im Mai 2018 durchzuführen (IV 106). In der Folge liess die IVSTA 

den Versicherten im Kosovo observieren und übermittelte die erhaltenen 

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Seite 4 

Observationsberichte dem begutachtenden Psychiater (vgl. IV 109). Die-

ser ergänzte am 26. Februar 2015 sein Gutachten (IV 110). Im Nachgang 

dazu nahm der Psychiater Dr. D._______ vom medizinischen Dienst der  

IVSTA am 7. April 2015 nochmals Stellung (IV 112).  

Nachdem sie einen neuen Erwerbsvergleich erstellt hatte, der noch einen 

IV-Grad von 3 % ergab (IV 113), teilte die Vorinstanz dem Versicherten mit 

Vorbescheid vom 8. Mai 2015 im Wesentlichen mit, gestützt auf die vor-

handenen medizinischen Akten und ihre Ermittlungen im Kosovo sei seine 

funktionelle Leistungsfähigkeit nicht mehr (im von ihm beschriebenen 

Mass) eingeschränkt, weshalb ihm eine leichtere oder mittelschwere, dem 

Gesundheitszustand besser angepasste Tätigkeit, welche bevorzugt im 

Sitzen, ohne Rückenbelastung und ohne häufiges Heben und Bücken ver-

richtet werden könne, zu 100 % zumutbar sei. Es bestehe deshalb kein 

Anspruch mehr auf eine Rente (IV 115). Nachdem der Versicherte durch 

seinen Vertreter im Kosovo dagegen seinen Einwand und aktuelle medizi-

nische Berichte eingereicht hatte (IV 117 f.), verfügte die Vorinstanz – nach 

ergänzender Stellungnahme von Dr. D.________ vom 14. Juli 2015 (IV 

143) und Dr. E._______ vom 31. Juli 2015 (IV 144) – am 12. August 2015 

wie angekündigt, hob die laufende Invalidenrente per 1. Oktober 2015 auf 

und entzog einer gegen die Verfügung gerichteten Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung (IV 146). 

E.  

E.a Mit Eingabe vom 28. September 2015 erhob der Beschwerdeführer – 

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Ilir Daljipi – gegen diesen Bescheid 

Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung und die weitere 

Ausrichtung der Rente sowie eventualiter die Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz zur Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung. 

Weiter beantragte er, die Vorinstanz sei zu verpflichten, ihm eine angemes-

sene Entschädigung zu zahlen; die Verfahrenskosten seien zu Lasten der 

Staatskasse zu nehmen. Er beantragte ausserdem die Wiederherstellung 

der aufschiebenden Wirkung (Beschwerdeakte [B-act.] 1). 

E.b Nachdem die Vorinstanz zum Verfahrensantrag Stellung genommen 

und die Vorakten eingereicht hatte (B-act. 3), wies das Bundesverwaltungs-

gericht den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mit 

Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2015 ab (B-act. 5).  

Am 27. Oktober 2015 ging aufforderungsgemäss ein Kostenvorschuss von 

Fr. 400.– in der Gerichtskasse ein (B-act. 7). 

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Seite 5 

E.c Nach telefonischer Nachfrage des Bundesverwaltungsgerichts vom 

15. Januar 2016 (B-act. 8) reichte die Vorinstanz am 18. Januar 2016 ihre 

Vernehmlassung in der Hauptsache samt Vorakten ein und beantragte im 

Wesentlichen die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der an-

gefochtenen Verfügung (B-act. 9). 

E.d Replikweise hielt der Beschwerdeführer am 24. Februar 2016 an sei-

nen Anträgen fest und bestritt allfällige Ausführungen der Vorinstanz, so-

weit diese – da verspätet eingereicht – überhaupt beachtlich seien. Er be-

antragte ausserdem, ihm sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli-

gen und der unterzeichnende Rechtsvertreter sei ihm als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand zu bestellen. Gleichzeitig reichte er aktuelle Arztberichte 

ein (B-act. 11). 

Am 30. März 2016 reichte der Beschwerdeführer aufforderungsgemäss 

das unterzeichnete Formular „Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege“ mit 

Beilagen ein (B-act. 14). 

E.e Nachdem der medizinische Dienst, das heisst der Psychiater 

Dr. D.________ am 6. April 2016 und der Allgemeinmediziner 

Dr. E.________ am 18. April 2016, zu den neuen medizinischen Akten Stel-

lung genommen hatte, hielt die IVSTA in ihrer Duplik vom 27. April 2016 an 

ihren in der Vernehmlassung gestellten Anträgen fest (B-act. 17). 

E.f Der Beschwerdeführer hielt seinerseits am 22. Juni 2016 triplikweise 

an seinen gestellten Anträgen fest und bestritt die gegnerischen Ausfüh-

rungen. Gleichzeitig reichte er weitere ärztliche Berichte ein und machte 

geltend, sein Gesundheitszustand habe sich wiederum sowohl in physi-

scher wie auch in psychischer Hinsicht verschlechtert (B-act. 21). 

E.g In ihrer Quadruplik vom 4. August 2016 hielt die Vorinstanz, nach er-

gänzender Stellungnahme von Dr. F.________, FMH für Allgemeine Medi-

zin, medizinischer Dienst der IV-Stelle, vom 9. Juli 2016, an ihren Anträgen 

im laufenden Verfahren fest, teilte aber mit, dass Dr. F.________ gestützt 

auf die neu eingereichten Akten davon ausgehe, dass in leichteren Ver-

weistätigkeiten ab dem 23. Mai 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % be-

stehe, was im vorliegenden Verfahren aber nicht zu berücksichtigen sei  

(B-act. 23). 

E.h Mit Zwischenverfügung vom 30. August 2016 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege gut, ordnete ihm Rechtsanwalt Ilir Daljipi als 

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amtlich bestellter Rechtsanwalt ab Antragstellung zu und veranlasste die 

Rückerstattung des geleisteten Kostenvorschusses. Gleichzeitig übermit-

telte es dem Beschwerdeführer die Quadruplik der Vorinstanz zur Kenntnis 

und schloss den Schriftenwechsel ab (B-act. 24). 

E.i Mit Eingabe vom 3. Februar 2017 stellte der Beschwerdeführer einen 

aktuellen Arztbericht von Dr. G.________ vom 27. Januar 2017 zu und er-

suchte um Gutheissung der Beschwerde (B-act. 26). 

F.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-

stehenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-

gen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) anwend-

bar ist. 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; er ist durch die ihn betreffende Verfügung berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er hat mit Voll-

macht vom 3. März (recte: September) 2015 Rechtsanwalt lic.iur. Ilir Daljipi 

mit der Rechtsvertretung betreffend die angefochtene Verfügung beauf-

tragt. Die von Rechtsanwalt Daljipi eingereichte Beschwerde erweist sich 

demnach als rechtsgültig.  

1.4 Die angefochtene Verfügung wurde am 28. August 2015 dem kosova-

rischen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zugestellt (IV 149). Da die 

am 28. September 2015 der Post übergebene Beschwerde rechtzeitig und 

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Seite 7 

formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist 

auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist kosovarischer Staatsangehöriger. Das Ab-

kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der (ehe-

maligen) Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung 

vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend: Sozialversicherungs-

abkommen) ist ab dem 1. April 2010 nicht weiter auf kosovarische Staats-

angehörige anwendbar (BGE 139 V 263). Dies hat namentlich zur Folge, 

dass IV-Renten von Staatsangehörigen des Kosovo, die für den Zeitraum 

nach dem 31. März 2010 zugesprochen werden, gemäss Art. 6 Abs. 2 Satz 

2 IVG nicht mehr ins Ausland exportierbar sind. Sie werden nurmehr inner-

halb der Schweiz gewährt.  

2.2 Gemäss dem Grundsatz, wonach in zeitlicher Hinsicht regelmässig die-

jenigen Rechtssätze heranzuziehen sind, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, bildet für die Frage, 

ob vorliegend das Sozialversicherungsabkommen weiterhin zur Anwen-

dung gelangt, die Entstehung des IV-Rentenanspruchs den massgeben-

den Anknüpfungspunkt (BGE 139 V 335 E. 6.2; Urteil BGer 9C_793/2013 

vom 27. März 2014 E. 3.2). Der Rentenanspruch ist hier unbestritten ab 

dem 1. März 1998, also vor dem 31. März 2010 entstanden, weshalb das 

Sozialversicherungsabkommen auf die vorliegende Fallkonstellation anzu-

wenden ist. 

2.3 Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Ver-

tragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten 

Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundesgesetzgebung 

über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts an-

deres bestimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur 

Anwendung gelangen, bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdefüh-

rers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung gemäss 

vorstehender Ausführungen auf Grund des IVG, der IVV (SR 832.201), des 

ATSG sowie der ATSV (SR 830.11). Ferner besteht für die rechtsanwen-

denden Behörden in der Schweiz keine Bindung an die Feststellungen aus-

ländischer Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditäts-

grad und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E. 4). 

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Seite 8 

Laut Art. 8 Bst. e des Sozialversicherungsabkommens werden ordentliche 

Invalidenrenten für Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, nur 

gewährt, solange sie ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. 

2.4 Laut Artikel 25 des Abkommens geniessen die am 31. März 2010 lau-

fenden Renten Besitzstand (vgl. BGE 139 V 335 E. 6.1; Urteil BVGer  

C-2808/2012 vom 4. November 2013 E. 3). 

2.5 Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswech-

sel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-

men zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Rechts- und Sach-

verhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung (hier: 12. August 2015) eintraten, sind im vorlie-

genden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (vgl. BGE 121 V 

366 E. 1b, BGE 130 V 329, BGE 130 V 64 E. 5.2.5 sowie BGE 129 V 1 

E. 1.2, je mit Hinweisen). 

2.6 Vorliegend ist die Verfügung vom 12. August 2015 strittig, welche einen 

Sachverhalt ab dem 1. März 1998 betrifft. Bei den materiellen Bestimmun-

gen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-

versicherung (IVV, SR 831.201) ist daher für den Zeitraum bis zum 31. De-

zember 2003 der Sachverhalt gemäss den Fassungen der 3. IV-Revision 

(IVG in der Fassung vom 22. März 1991 [AS 1991 2377], in Kraft gesetzt 

am 1. Januar 1992 und IVV in der Fassung vom 15. Juni 1992 [AS 1992 

1251], in Kraft gesetzt am 1. Juli 1992) zu prüfen. Vom 1. Januar 2004 bis 

zum 31. Dezember 2007 sind die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 

Änderungen (4. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 

2003 3837] und IVV in der Fassung vom 21. Mai 2003 [AS 2003 3859]) 

anwendbar. Bis zum 31. Dezember 2011 ist ein allfälliger Rentenanspruch 

nach dem Recht gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Ände-

rungen (5. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 

5129] und IVV in der Fassung vom 28. September 2007 [AS 2007 5155]) 

zu beurteilen. Für den Zeitraum danach ist auf die Fassung gemäss den 

am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen (erster Teil der 6. IV-

Revision; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in 

der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) abzustellen. Ferner 

sind seit dem 1. Januar 2003 das ATSG und die ATSV anwendbar. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

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oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.2  

3.2.1 Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes hat nach dem 

Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen zu erfolgen (Art. 12 VwVG). 

Auch das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat die Verwaltung 

und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige 

und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht 

unbeschränkt. Er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Par-

teien (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).  

3.2.2 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich-

keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen 

die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder 

das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Er-

gebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 

verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, Das Verwaltungs-

verfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 212, Rz. 450, KÖLZ/HÄNER/-

BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bun-

des, 3. Aufl. 2013, Rz. 153 und 457 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 

157 E. 1d, 122 II 464 E. 4a, je mit Hinweisen). Diese Praxis wurde vom 

Bundesgericht bestätigt (vgl. z.B. Urteil des BGer 9C_108/2010 vom 

15. Juni 2010 E. 4.2.2). 

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde, 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit oder Unmöglichkeit, sich im bis-

herigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 und 3 ATSG). Nach 

Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder 

Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begrün-

dung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und 

http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157
http://links.weblaw.ch/BGE-122-II-464

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Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-

tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-

te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende gan-

ze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine Er-

werbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene 

Abs. 2 hat den Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert [BGE 135 V 

215 E. 7.3]). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil-

weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 

Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zu-

sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnitt-

lich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und 

auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (Bst. b und c).  

3.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von min-

destens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Inva-

liditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei 

einem solchen von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Ren-

ten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden 

jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die Wohnsitz und gewöhnlichen 

Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (vgl. Art. 29 Abs. 4 IVG), 

was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar-

stellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c; siehe auch oben E. 2.3).  

3.6 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-

tenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-

such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho-

ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung  

einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die 

letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des 

C-6059/2015 

Seite 11 

Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweis-

würdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). 

3.7  

3.7.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zu-

gemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen).  

3.7.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Berichte (vgl. dazu das Urteil des EVG 

I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 

E. 3.a). 

3.7.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hinwei-

sen). Die Rechtsprechung erachtet es als mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug 

auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzustellen 

(vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer 

I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwal-

tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche auf-

grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-

sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

C-6059/2015 

Seite 12 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-

lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren 

Hinweisen). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter 

der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hin-

blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 

zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-

wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-

wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-

sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-

stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 

wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 

Erstellung von Gutachten beigezogen wird (RKUV 1999 U 332 S. 193 E. 2a 

bb; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-

jektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Be-

deutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, 

ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab 

anzulegen. Dies gilt insbesondere bei der Beweiswürdigung bei Entschei-

den, die sich ausschliesslich auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilun-

gen stützen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren 

vor dem Sozialversicherungsträger stammen: Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun-

gen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfah-

ren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (vgl. Urteil 

des BGer 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 E. 2 mit Verweis auf BGE 

135 V 465 E. 4.4 und BGE 122 V 157 E. 1d; vgl. auch BGE 125 V 351 

E. 3b/ee sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 43 

Rz. 55). 

4.  

Vorliegend liegt die Aufhebung einer seit März 1998 geleisteten ganzen In-

validenrente im Streit, welche die Vorinstanz mit der Begründung, die Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers habe sich seit der Rentenzusprache 

im Jahr 1998 wesentlich verbessert, per 1. Oktober 2015 aufgehoben hat. 

Der Beschwerdeführer macht dem gegenüber geltend, sein Gesundheits-

zustand habe sich nicht verbessert, er verschlechtere sich im Gegenteil 

ständig und er sei (weiterhin) nicht arbeitsfähig. Nachfolgend ist demnach 

C-6059/2015 

Seite 13 

die Rechtmässigkeit der Rentenaufhebung zu überprüfen (E. 6). 

Um die behauptete wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers zu prüfen, werden vorab die massgebende aktenkundige 

Diagnostik und die damit verbundenen Beurteilungen sowie die Argumen-

tation des Beschwerdeführers dazu dargelegt (E. 4.1 und 5). 

4.1 Ausgangslage für die Rentenzusprache war eine langdauernde Krank-

heit bei einem IV-Grad von 100 % ab 19. März 1998 (vgl. Mitteilung vom 

6. April 1998, IV 3.4) im Nachgang zur Erkrankung an einer Spondylitis 

Tbc, einer Rückenoperation im Oktober 1993 sowie einer seit Februar 1997 

entwickelten Depression (vgl. IV 21.55 f. und 21.21 sowie 7.1-2, 4-6 [Arzt-

bericht Regionalspital X._______, psychiatrischer Dienst, vom 3./4. No-

vember 1997] sowie den Bericht des Hausarztes Dr. H.________, vom 

März 1995 [IV 7.7-12]; Begründung der Verfügung vom 2. September 1998 

[IV 4.7-8 = 11.16-17] und Vorbescheid nicht aktenkundig).  

4.2 In den Akten aus dem Kosovo ab August 1999 bis Februar 2009 (vgl. 

IV 19 f., 22, 31-61) ergab sich gemäss den Abklärungen der Vorinstanz 

keine Veränderung des Gesundheitszustands, weshalb die IVSTA den wei-

teren Anspruch auf die Rentenleistungen feststellte (IV 22-23, 61-62). 

4.3  

4.3.1 Im Rahmen des dritten Revisionsverfahrens hielt Dr. C.________, 

FMH für allgemeine Medizin, vom medizinischen Dienst der IVSTA am 

25. August 2013 fest, eine Stellungnahme sei im vorliegenden Fall beson-

ders schwierig und heikel. Er riet dazu, den Versicherten in der Schweiz 

untersuchen zu lassen. Es sei neben der üblichen Frage über die Arbeits-

unfähigkeit im letzten Beruf, welcher mit der Spondylodese kaum mehr zu-

mutbar sei, zu klären, wie es um die psychiatrische Situation stehe und ob 

der angelernte Beruf als Lehrer nicht wieder möglich wäre. Es seien ein 

Bericht über den heutigen Gesundheitszustand und genaue Angaben über 

die gegenwärtig eingenommenen Medikamente einzuholen sowie eine 

psychiatrische und eine orthopädische Untersuchung durchzuführen 

(IV 67). 

4.3.2 In ihrem monodisziplinären Gutachten vom 28. März 2014 (IV 92) 

stützte sich Dr. I._______, FMH für Orthopädie und Traumatologie des Be-

wegungsapparats, auf die bezeichneten, von der Vorinstanz zur Verfügung 

gestellte Vorakten (stammend aus der Schweiz, von 1994-1997 [5.5-9, 6.1-

6, 6.7-12], Revisionsakten der IVSTA aus den Jahren 2000 und 2007 des 

C-6059/2015 

Seite 14 

medizinischen Dienstes und unterzeichnete Fragebögen des Beschwerde-

führers [IV 19, 43], die Beurteilung des medizinischen Dienstes der IVSTA 

vom 7. Februar 2009 [IV 61], die Übersetzungen des Physiotherapiebe-

richts und des neurochirurgischen Berichts je vom 14. November 2013 [IV 

83, 85] sowie die Mitteilung des Beschwerdeführers vom 18. November 

2013, zur Untersuchung in die Schweiz zu kommen [IV 79]), vom Explo-

randen mitgebrachte Röntgenbefunde (CT LWS vom 16. August 2013, Auf-

nahmen der HWS vom Oktober 2011 [ohne Namen des Versicherten], 

Röntgenaufnahmen aus dem Jahr 1996 und eine Kontrollaufnahme aus 

dem Jahr 2006) sowie ihre eigene Untersuchung inklusive einem ausführ-

lichen Gespräch. Sie diagnostizierte eine verminderte Belastbarkeit der 

Wirbelsäule bei Status nach lumbosakraler Spondylodese (Indikation auf-

grund einer Spondylodiszitis [Tbc] im Jahr 1993), ein knöcherner Durchbau 

der Spondylodese, vier Scheiben noch in situ (kein Fixateur intern) bei kei-

nem sicheren Anhalt auf ein nervenwurzelbezogenes Defizit. Als Diagno-

sen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine Fehlstatik 

der Wirbelsäule, eine Haltungsinsuffizienz, ein muskulärer Hartspann und 

verschmächtigte Rumpfmuskulatur sowie beidseits verkürzte Ischiokrural-

muskulatur, eine Dekonditionierung seit 1993 zunehmend, und ein sehr 

schlanker Habitus auf. Im Laufe des Gesprächs und der Untersuchung gab 

sie deutliche Aggravationstendenzen des Exploranden an. In ihrer Beurtei-

lung führte sie aus, ab Mai 1995 sei beim Versicherten nach intensiver 

postoperativer Rehabilitation eine Teil-Arbeitsfähigkeit festgestellt worden. 

Gemäss BEFAS-Abklärungen habe er (im November 1995; vgl. IV 5.5 ff.) 

körperlich angepassten Tätigkeiten nachgehen können. Bereits damals 

habe sich eine Diskrepanz zwischen Beurteilung und Selbsteinschätzung 

ergeben. Die Röntgenaufnahmen zeigten unveränderte Befunde über den 

Verlauf der letzten Jahrzehnte. Die Spondylodese sei stabil und die Seg-

mente oberhalb zeigten keine degenerativen und entzündlichen Verände-

rungen. Widersprüche ergäben sich in der Anamnese nicht und aus ortho-

pädischer Sicht sei durch konservative Therapiemassnahmen eine deutli-

che funktionelle Besserung der Befunde zu erreichen, auch wenn insge-

samt eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule bestehen bleibe. 

Zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte sie aus, dass bei ver-

minderter Belastbarkeit der Wirbelsäule Tätigkeiten in der Landwirtschaft – 

in der Regel körperlich schwere Arbeiten verbunden mit häufigem Heben 

und Bücken – nicht mehr verrichtet werden könnten. Bei verminderter Be-

lastbarkeit der Lendenwirbelsäule ergebe sich hingegen für körperlich 

leichte und mittelschwere Tätigkeiten, die bevorzugt im Sitzen verrichtet 

werden könnten, ein volles Arbeitsvermögen. Die aktuelle Untersuchung 

C-6059/2015 

Seite 15 

stimme mit den Ergebnissen aus dem Jahr 1995 überein. Aus orthopädi-

scher Sicht müssten zur Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit intensive 

regelmässige (tägliche) aktive Übungen zur Kräftigung und Dehnung 

durchgeführt werden. Das Gespräch und die Untersuchung seien trotz An-

wesenheit einer Dolmetscherin etwas erschwert gewesen. Gemäss der 

Dolmetscherin sei das Gespräch am Vormittag beim Psychiater ohne Mühe 

durchführbar gewesen. Bei der orthopädischen Untersuchung am Nach-

mittag habe der Versicherte berichtet, er sei müde, und seine Mitarbeit sei 

zögerlich gewesen. Im Lauf des Gesprächs (75 Minuten, siehe S. 6) und 

später bei der Untersuchung seien dann Aggravationstendenzen dazuge-

kommen (IV 92 S. 14-15).  

4.3.3 In seinem Gutachten vom 12. Mai 2014 (IV 95) stützte sich 

Dr. J._______, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, auf die 

von der IVSTA zur Verfügung gestellten Unterlagen und die vom Exploran-

den mitgebrachten Arztberichte (vgl. IV 96-103), das monodisziplinäre or-

thopädische Gutachten von Dr. I.________ vom 28. März 2014 sowie die 

eigene Untersuchung des Exploranden vom 24 und 25. März 2014, jeweils 

während zwei Stunden, beim zweiten Termin mit Übersetzerin.  

Er diagnostizierte gestützt auf die Symptom- und Beschwerdekonstellation 

eine komorbide mittelschwere Depression bei einer chronischen Schmerz-

krankheit. Für die (in den Berichten aus dem Kosovo darüber hinaus diag-

nostizierten) „psychotischen Symptome“ fand er in seiner Untersuchung 

keine Hinweise. Er führte weiter aus, aufgrund der vom Exploranden be-

schriebenen nahezu vollständig eingeschränkten Partizipations- und Akti-

vitätsmöglichkeiten müsste von einer schweren Depression ausgegangen 

werden, Inkonsistenzen würden aber Zweifel an der Krankengeschichte 

aufkommen lassen, zumindest an deren Ausprägung. Im orthopädischen 

Gutachten werde die „demonstrierte“ Schmerzproblematik als Aggravation 

bezeichnet. In Richtung Verdeutlichung/Aggravation deuteten auch in sei-

ner Untersuchung die theatralisch wirkenden Schmerzäusserungen zu Be-

ginn des Erstgesprächs. Sie stünden im Kontrast zu der im Übrigen spärli-

chen, kontrollierten, zurückhaltenden Emotionalität, auch bei Konfrontatio-

nen bleibe der Explorand äusserlich ruhig. Bezüglich der Ausbildung halte 

der Versicherte daran fest, dass er das Gymnasium besucht habe. Die Aus-

bildung zum Lehrer stelle er heute in Abrede – entgegen den Angaben da-

mals bei der BEFAS-Abklärung. Letztlich bleibe völlig unklar, was er wäh-

rend der Jahre nach der Grundschule bis zur Emigration in die Schweiz im 

Jahr 1991 tatsächlich gemacht habe. Auch ob er überhaupt je das Gymna-

sium besucht habe, sei fraglich. Gemäss den Akten habe er 1980 mit 17 

C-6059/2015 

Seite 16 

Jahren geheiratet (recte: Heirat 1986, mit 23 Jahren, vgl. IV 6.1 und 6.7). 

Es frage sich, wovon er gelebt habe. Eine Inkonsistenz beschreibt er auch 

dabei, dass der Versicherte auf die Frage nach einem in einem mitgebrach-

ten Bericht nicht erwähnten Medikament den fraglichen weiteren Bericht, 

in dem das Medikament aufgeführt ist, sofort finde – dies trotz der im Übri-

gen sehr dumpfen Gedächtnisleistungen (S. 14). Als weitere Inkonsistenz 

erwähnt er die Ausführung im Bericht zur stationären psychiatrischen Hos-

pitalisation im Dezember/Januar 2011/12, die als „erste“ bezeichnet werde, 

obwohl bereits eine stationäre Behandlung in derselben Klinik im Jahr 2000 

dokumentiert sei. Insgesamt sei unklar, was an den Beschwerden wahr, 

was frei erfunden entsprechend der jeweiligen Opportunität, was angele-

sen und was aggravierende Inszenierung sei. 

Zusammenfassend kommt der Gutachter zum Schluss, es liege eine 

Schmerzstörung nach Spondylodese wegen Spondylitis Tbc im Jahre 1993 

vor. Aus psychiatrischer Warte diagnostiziert er eine seit 1997 anhaltende 

Depression, wechselnden Ausmasses, derzeit mittelgradig. Das aktuelle 

Fehlen psychotischer Symptome könne im Zusammenhang mit der neuro-

leptischen Medikation stehen. Die aufgeführten Inkonsistenzen verminder-

ten die diagnostische Sicherheit. Vergleiche man die psychopathologi-

schen Befunde aus dem Jahr 1997 mit dem aktuellen Befund, scheine es, 

dass die gesundheitliche Situation sich nicht derart substanziell verbessert 

habe, dass an der Berentung etwas verändert werden könnte. Die medizi-

nischen Berichte aus dem Kosovo deuteten auf einen anhaltend schlech-

ten gesundheitlichen Zustand hin, sowohl in psychischer als auch in physi-

scher Hinsicht. Der Explorand beschreibe einen subtotalen Verlust von Ak-

tivität und Partizipation in seinem Alltag. Subjektiv gehe es ihm immer 

schlechter. Aus objektiver Sicht habe sich am psychopathologischen Be-

fund nichts Wesentliches verändert. Die von Dr. C.________ aufgeworfene 

Frage, ob der Explorand in seinem angestammten Beruf als Lehrer wieder 

tätig werden könnte, sei schon deshalb nicht umsetzbar, weil der Versi-

cherte heute behaupte, diese Ausbildung nie abgeschlossen zu haben. Zu-

dem sei aufgrund der Abklärungsresultate im BEFAS 1995 zu bezweifeln, 

ob er aus intellektueller Hinsicht dafür überhaupt in der Lage gewesen 

wäre. An der bereits damals beschriebenen „fehlenden Motivation“ für eine 

Reintegration in den Arbeitsprozess habe sich bis heute nichts verändert. 

Die eindeutige Veränderung der Befindlichkeit habe sich aufgrund der Ak-

ten zwischen 1995 und 1997 eingestellt – aus dem einst motivierten Mann 

habe sich ein depressiver Mensch mit deutlicher Antriebsminderung, De-

motivation, die sich offenbar auch nach der Heimkehr in seine Heimat nicht 

verändert habe, entwickelt. Bei der derzeitigen psychischen Befindlichkeit 

C-6059/2015 

Seite 17 

und den Charakterausprägungen sei eine Tätigkeit undenkbar. Die be-

schriebenen Inkonsistenzen würden indessen die Beurteilung unsicher 

machen, es sei aber schwerlich denkbar, dass die ganze Problematik nur 

eine grosse Inszenierung sei, auch wenn der sekundäre Krankheitsgewinn 

evident sei. Letztlich könne dies aus der Ferne, ohne Drittauskünfte, und 

ohne konsistente Verlaufsberichte nicht beurteilt werden. Es müsste vor 

Ort überprüft werden, ob Partizipation und Aktivität in dem Masse einge-

schränkt seien, wie der Explorand berichte. 

4.3.4 In der Folge stellte Dr. C.________ zu Handen der IVSTA eine unver-

änderte Arbeitsunfähigkeit fest. Der Psychiater habe offenbar das gleich-

zeitige Vorhandensein einer invalidisierenden Krankheit und eines disku-

tablen Verhaltens gesehen. Immerhin seien die Zweifel, die zur Abklärung 

geführt hätten, scheinbar berechtigt gewesen. Er ergänzte, eine nächste 

Revision sei im Mai 2018 durchzuführen (IV 106). 

4.3.5 In den Akten findet sich weiter ein „2nd Monitoring Mandate“, ohne 

Quelle, mit Angaben zu einer Observation des Beschwerdeführers an sei-

nem Wohnort am 24. und 28. November 2014 sowie am 13. und 27. De-

zember 2014 mit Text und Kopien von Fotografien (IV 108). 

4.3.6 Gestützt auf die ihm von der IVSTA zur Verfügung gestellten Obser-

vationsberichte und Fotos führt der Psychiater Dr. J._______ aus, an ins-

gesamt vier (von neun) Tagen habe das Observationsteam den Exploran-

den in den jeweils 5-6 Stunden dauernden Observationen zu Gesicht be-

kommen. Das Resultat habe seine damaligen Zweifel erhärtet. Anlässlich 

der Begutachtung habe der Explorand erklärt, zwar ein Auto zu besitzen, 

aber nicht selbst zu fahren. Nun stelle sich heraus, dass er seinen Wagen 

selbst benütze und ihn selbst steuere. Weiter sei er gemäss dem Observa-

tionsbericht in der Lage, mehrfach stundenlang im bis auf den letzten Platz 

besetzten, mutmasslich lärmigen Café zu sitzen, sich mit Bekannten zu 

treffen und dabei eine gewisse Fröhlichkeit auszustrahlen. Das ganze Ver-

halten anlässlich der Begutachtung, das „Leiden und Schmerz“ ausge-

drückt habe, stehe im Widerspruch zu den zur Verfügung gestellten Bil-

dern. Auch den Observatoren sei diesbezüglich nichts aufgefallen. Auf den 

zur Verfügung gestellten Fotos sehe man den Exploranden auch ohne 

Gehstock, das linke „steife“ Bein locker flektiert am rechten Standbein vor-

beiziehend über einen Platz gehen, auf keinem Bild falle ihm eine Gang- 

oder Haltungsanomalie auf. Das anlässlich der Untersuchung ständige 

Aufstehen und Herumgehen des Exploranden hätte ausserdem auch den 

Observatoren auffallen müssen. Der Psychiater schliesst, die Angabe des 

C-6059/2015 

Seite 18 

Beschwerdeführers, er fahre nicht Auto, sei unwahr, und das Ausmass von 

Schmerz und Bewegungsstörung während der Untersuchung inszeniert, 

respektive übertrieben berichtet gewesen, weshalb er mit der Orthopädin 

zustimme, wonach eine Aggravation vorliege. Der Partizipations- und Akti-

vitätsverlust erreiche in keiner Weise das vom Exploranden erklärte Aus-

mass. Die gestellte Diagnose einer mittelgradigen Depression müsse auf-

grund der Observation revidiert werden. Er gehe davon aus, dass bei den 

deklarierten psychischen Beschwerden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch 

eine Aggravation vorliege. Damit sei die funktionelle Leistungsfähigkeit 

auch aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. Wie sich diese in letz-

ten Jahren entwickelt habe, wage er nicht zu beurteilen (IV 110). 

4.3.7 In seiner Stellungnahme vom 7. April 2015 (IV 112) hält 

Dr. D.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom medizini-

schen Dienst der IVSTA die Hauptdiagnosen Aggravation bei anhaltender 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und eine de-

pressive Störung unterschiedlicher Ausprägung sowie ein Status nach 

Spondylodiszytis L5/S1 (1993) fest. Er führte weiter aus, der Versicherte 

sei in der bisherigen Tätigkeit als Landarbeiter zu 100 % arbeitsunfähig und 

in einer angepassten Tätigkeit ab 26. Februar 2015 (Datum Stellungnahme 

von Dr. J.________) zu 0 % arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand sei 

nicht stabilisiert. Aufgrund der zweimalig durchgeführten Observation 

müsse von einer reinen Aggravation sowohl in orthopädischer wie auch in 

psychiatrischer Hinsicht ausgegangen werden. Es liege ein Syndrom ohne 

Pathogenese, ohne klare Ätiologie und ohne organische Einschränkungen 

vor. Eine weitere Revision sei nicht mehr notwendig.  

4.3.8 Gestützt auf die ergänzend im Vorbescheidverfahren eingereichten 

medizinischen Akten aus dem Kosovo (vgl. IV 119-141) führt 

Dr. D._______ aus, die vom kosovarischen Rechtsvertreter vorgebrachten 

Aussagen, wonach der Versicherte wegen seinem Gesundheitsschaden 

keine Tätigkeit mehr ausüben könne, nicht selbst Auto fahre, nicht mehr als 

15 Minuten sitzen bleiben, nur mit Stock und nur in Begleitung seiner Ehe-

frau (aus dem Haus) gehen könne, sei durch die Observation eindeutig 

widerlegt. Die eingereichten psychiatrischen Berichte wiederholten die Di-

agnose depressive Störungen, rezidiv, mit suizidalen Ideen, die Diagnose 

werde nicht ICD-codiert und es würden keine psychiatrischen Befunde ge-

nannt (IV 143).  

C-6059/2015 

Seite 19 

4.3.9 Am 31. Juli 2015 ergänzt der Somatiker Dr. E._______ vom medizi-

nischen Dienst, gestützt auf die neuen medizinischen Berichte in somati-

scher Hinsicht lägen keine neuen objektivierbaren Befunde vor, die gegen 

Beurteilung der Gutachterin Dr. I.________ sprechen würden (IV 144).  

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer macht zur Entstehung der beiden im Frühling 

2014 entstandenen Gutachten geltend, beide Gutachter äusserten Beden-

ken in Bezug auf Diskrepanzen oder Aggravationstendenzen, wobei der 

Psychiater Dr. J._______ bereits beim Verfassen seines Gutachtens durch 

das schon vorliegende Gutachten der Orthopädin Dr. I.________ beein-

flusst worden sei. Der Gutachter sei zum Schluss gekommen, dass zwar 

aus seiner Warte eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit vorliege, aber wegen 

der Inkonsistenzen eine Überprüfung der vom Beschwerdeführer gemach-

ten Angaben vor Ort vorgenommen werden müsste. Erst daraufhin sei eine 

Observation in Kosovo angeordnet worden. Diese habe an neun Tagen 

stattgefunden, der Beschwerdeführer habe jedoch nur an vier Tagen ange-

troffen werden können. Dabei sei in seine persönliche Freiheit und Pri-

vatsphäre eingegriffen worden. Es stelle sich daher die Frage nach der 

Rechtmässigkeit des Eingriffs und nach der Verwertbarkeit der durch die 

Observation gewonnenen Video- und Bildaufnahmen. Die Anforderungen 

an die gesetzliche Grundlage und das öffentliche Interesse an einer derar-

tigen Observation bestreitet er grundsätzlich nicht, führt aber aus, es sei 

der Aspekt der Verhältnismässigkeit zu prüfen und vorab die Gebotenheit 

der Observation. Die orthopädische Gutachterin schreibe lediglich von „Ag-

gravationstendenzen“, wobei sich diese auf den Gehstock und die Müdig-

keit des Exploranden während der kurzen Untersuchung von etwas mehr 

als einer Stunde beschränkt hätten. Es sei nicht die Rede von einer Simu-

lation oder dergleichen.  

5.2 Zu den Begutachtungen führt er weiter aus, für den Ersttermin beim 

Psychiater sei eine Dolmetscherin für Serbisch statt Albanisch organsiert 

worden, die nicht habe eingesetzt werden können. Der Gutachter habe 

deshalb die Untersuchung ohne Dolmetscher durchgeführt, obwohl der Be-

schwerdeführer einen Dolmetscher gewünscht habe, da er die deutsche 

Sprache nicht genügend beherrsche, um sich einer psychiatrischen Unter-

suchung zu unterziehen, die im Wesentlichen auf einem Gespräch beruhte. 

Trotz der Begutachtung unter diesen Bedingungen sei der Gutachter zum 

Schluss gekommen, dass beim Exploranden aus psychiatrischer Sicht eine 

100 %-ige Arbeitsunfähigkeit vorliege und es für ihn schwer denkbar sei, 

C-6059/2015 

Seite 20 

dass die gesamte Problematik lediglich eine Inszenierung sei. Zudem lä-

gen mehrere Berichte der behandelnden Ärzte aus dem Kosovo vor, die 

über Jahre die invalidisierenden Beschwerden und den Zustand des Be-

schwerdeführers beschrieben. Dabei seien auch mehrere stationäre Auf-

enthalte in Kliniken, welche die wiederkehrende Verschlechterung des psy-

chischen Zustands belegten. Der Beschwerdeführer lässt deshalb geltend 

machen, es sei nicht nachvollziehbar, dass der Gutachter in seinem Gut-

achten vom 12. Mai 2014 zwar eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attes-

tiere, obwohl er gleichzeitig Bedenken dazu äussere, und diese stark rela-

tiviere. Er habe sich auch nicht dahingehend geäussert, dass er ohne wei-

tere Abklärungen nicht in der Lage wäre, eine abschliessende Beurteilung 

vorzunehmen. Die Vorinstanz habe erst gestützt auf die Bedenken des psy-

chiatrischen Gutachters die Observation angeordnet; diese sei deshalb 

auch nicht geboten gewesen. 

5.3 Im Hinblick auf die durchgeführte Observation bemängelt der Be-

schwerdeführer, die Aufnahmen stimmten mit den Angaben in den Obser-

vationsberichten nicht überein, beziehungsweise dauerten nur einige Se-

kunden bis maximal eine, zwei Minuten; und es sei in den Observations-

berichten nicht genau dokumentiert, wo, wann und wie lange die Beobach-

tungen gemacht worden seien. Ihm werde gestützt darauf vorgeworfen, 

dass er sich stundenlang mit Freunden in einem Café getroffen habe. Die 

Aufnahmen enthielten ausserdem Tonaufnahmen, sodass seine Gesprä-

che mit Bekannten aufgezeichnet und auch nicht unkenntlich gemacht wor-

den seien, weshalb neben seinen auch deren Persönlichkeitssphäre ver-

letzt worden sei. Zudem gehe aus den Akten nicht hervor, wer genau mit 

der Observation beauftragt worden sei, was den Beweiswert der Überwa-

chung auch einschränke. Insgesamt könnten die Observationsberichte und 

Aufnahmen nicht als taugliche Beweismittel herangezogen werden. 

5.4 Sofern die Observationsergebnisse im vorliegenden Verfahren den-

noch zugezogen werden könnten, habe der Gutachter Dr. J.________ ihm 

gegenüber eine fehlende Unparteilichkeit gezeigt. Am ersten Tag habe er 

ihn ohne Dolmetscher untersucht, was Unklarheiten und Missverständ-

nisse zur Folge gehabt habe. In seiner Gutachtensergänzung vom 26. Feb-

ruar 2015 führe er nunmehr aus, dass das Resultat der Observation seine 

damaligen Zweifel erhärtet habe. Er verfalle damit in eine Interpretation und 

parteiische Deutung der Observationsergebnisse. Gerade durch die Ob-

servation sei nicht nachgewiesen, dass er, wie ihm vorgeworfen werde, 

täglich stundenlang in Cafés sitze und ständig Auto fahre. Allein aufgrund 

C-6059/2015 

Seite 21 

der Observationsergebnisse und ohne wiederholte eingehende Konsulta-

tion der umfangreichen medizinischen Akten habe der Gutachter seine ur-

sprüngliche Diagnose revidiert und den Beschwerdeführer gesundge-

schrieben. Wenn er schon sein erstes Gutachten in Zweifel ziehe, dann sei 

sein Anschlussgutachten ohne nochmalige Begutachtung umso zweifel-

hafter. Selbst die Vorinstanz stelle in der angefochtenen Verfügung nur das 

Ausmass des durch den Gutachter festgestellten Partizipations- und Akti-

vitätsverlust in Frage, wobei man sich nicht auf den Standpunkt stelle, es 

liege kein Partizipations- und Aktivitätsverlust vor, weshalb dies einer ge-

naueren und umfassenden medizinischen Abklärung bedurft hätte. Die 

durchgeführte Observation sei deshalb nicht tauglich, diese Frage allein zu 

beantworten. In Bezug auf den ihm vorgeworfenen nicht (mehr) vorhande-

nen Partizipations- und Aktivitätsverlust stelle er richtig, dass er sich nicht 

isoliert habe, sondern durchaus Kontakte zu seiner Verwandtschaft auch 

ausserhalb seiner eigenen vier Wände, wie zum Beispiel in einem Café, 

pflege. Ausserdem habe er Aktivitäten mit der eigenen Familie zugegeben. 

Kurze Gehdistanzen könne er alleine ohne Stock bewältigen, er benutze 

diesen nicht ständig. Das Autofahren gehe nur in der Umgebung. Ansons-

ten würden ihn sein Sohn oder seine Töchter fahren. Beim Gehen längerer 

Distanzen werde er von seiner Ehefrau oder seinen Kindern begleitet. Er 

sei nicht im Stande zu arbeiten und habe während der letzten 22 Jahre 

nicht gearbeitet. Zur Frage des Gehenkönnens verweist er auf die Berichte 

der behandelnden Ärzte und gibt weiter an, er brauche den Gehstock we-

gen seiner Beschwerden im linken Bein und der Taubheit, die zeitweise 

und unerwartet auftrete. Er ergänzt, es müsse ihm aber auch unter den 

bestehenden Beschwerden möglich bleiben, sich in der Öffentlichkeit zu 

bewegen, minimale soziale Kontakte zu pflegen und gar manchmal das 

Auto zu benutzen, um ein ehrwürdiges Leben zu führen. Die eingenomme-

nen und als Dauermedikation verordneten Medikamente würden seine Be-

schwerden etwas lindern. Er beantragt deshalb eine eingehende Abklärung 

seines Gesundheitszustandes (umfangreiche interdisziplinäre Begutach-

tung unter Gewährleistung der sprachlichen Verständigung). Die vorge-

nommenen Abklärungen und die in den Akten liegenden Bildaufnahmen 

erlaubten keinen endgültigen Entscheid über die Frage seines Gesund-

heitszustandes und seiner Leistungsfähigkeit. 

6.  

Nachfolgend ist auf die Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz einzugehen. 

Diese erweist sich aus verschiedenen Gründen als ungenügend.  

C-6059/2015 

Seite 22 

6.1 Was die erste psychiatrische Beurteilung von Dr. J.________ betrifft, 

fällt – wie der Beschwerdeführer zu Recht darlegt – auf, dass sie stark auf 

die somatische Beurteilung fokussiert und von ihr beeinflusst ist, welche – 

wie noch dargelegt wird – nicht überzeugt (vgl. Rücksprache mit der Ortho-

pädin vor Verfassen des Gutachtens, ausführliche Erläuterung ihrer Diag-

nostik, IV 95 S. 15 und S. 21). Zudem enthält das Gutachten Fehler, bei-

spielsweise bezüglich des Heiratsjahrs (1980 [recte: 1986; vgl. IV 6.1, 6.7]) 

des Exploranden, woraus der Gutachter falsche Schlüsse zu ziehen 

scheint (vgl. S. 8). Zu den gutachterlichen Schlussfolgerungen aus den An-

gaben des Beschwerdeführers zu seiner (Schul-)ausbildung im Rahmen 

der Eingliederungsmassnahme bei der BEFAS im Jahr 1995 im Vergleich 

zu denjenigen anlässlich der Begutachtung im März 2014 (S. 20 f.) kann 

festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz vor seiner 

Erkrankung im Sommer 1993 als landwirtschaftlicher Angestellter gearbei-

tet hatte (vgl. IV 13 und oben Bst. B) und seither – abgesehen von den 

Wiedereingliederungsmassnahmen der BEFAS im Jahr 1995 – unbestrit-

ten nicht mehr erwerbstätig war. Die Frage nach seiner tatsächlichen Aus-

bildung in Jugoslawien in den 70er Jahren und seiner Angaben dazu er-

weist sich heute nicht mehr als massgebend. Daraus können folglich keine 

Schlussfolgerungen zu Lasten des Beschwerdeführers gezogen werden. 

Weiter ist zu beachten, dass der erste Teil der psychiatrischen Begutach-

tung ohne Dolmetscherin stattfand, was jedenfalls die Gefahr von Missver-

ständnissen in sich barg. 

Weiter ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer gemäss 

der zweiten Beurteilung von Dr. J.________ vom 26. Februar 2015 nun-

mehr in psychischer Hinsicht (in Verweistätigkeiten) voll (und nicht allen-

falls teilweise in noch festzulegendem Mass) arbeitsfähig sein soll. Der be-

gutachtende Psychiater diagnostizierte in seinem ersten Gutachten in aus-

führlicher Auseinandersetzung mit der Schwere der Erkrankung, den Er-

gebnissen der orthopädischen Begutachtung, den Vorakten inklusive den 

medizinischen Akten aus dem Kosovo und in Berücksichtigung der darge-

legten Indifferenzen im Mai 2014 eine anhaltende Depression wechseln-

den Ausmasses, derzeit mittelgradig, sowie eine Schmerzkrankheit bei  

einer vollen Arbeitsunfähigkeit und legte explizit dar, es liege keine schwere 

Depression mit jeglichem Partizipations- und Aktivitätsverlust vor (vgl. 

IV 95 S. 21 f.). Allein aufgrund der von ihm interpretierten Ergebnisse der 

Observation (siehe hierzu hinten auch E. 6.8) schrieb er die 100 %-ige Ar-

beitsunfähigkeit in eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit in psychischer Hinsicht 

– ohne nachvollziehbare Auseinandersetzung mit seinen früheren Schluss-

folgerungen – um, wie der Beschwerdeführer zu Recht rügt. Gestützt auf 

C-6059/2015 

Seite 23 

die differenzierten Angaben im ersten Gutachten vom 12. Mai 2014 ist 

durchaus nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer bei der gestellten 

Diagnose Depression wechselnden Ausmasses, zur Zeit mittelschwer, an 

(guten) Tagen (an zwei Tagen im Dezember 2014) sich dafür motivieren 

konnte, das Haus zu verlassen, und in der Lage war, sich mit Bekannten 

zu treffen. Dass auf einer schlechten Fotografie ein Lachen erkennbar sein 

soll, ändert daran nichts und vermag grundsätzlich nicht eine volle Arbeits-

fähigkeit zu belegen. Dasselbe gilt bezüglich der Angabe des Exploranden 

im Rahmen der Begutachtung – welche ohne Dolmetscher stattfand –, 

dass er von der Familie nach Pristina an den Flughafen begleitet worden 

sei und nicht selbst fahre. Eine Nachfrage, ob dies allgemein gelte oder nur 

für weitere Strecken, wird im Gutachten nicht aufgeführt (vgl. IV 95 S. 12).  

Zu den Gutachten von Dr. J.________ ist darüber hinaus zu ergänzen, 

dass er zwar eine Schmerzkrankheit diagnostiziert, diese aber nicht ge-

nauer definiert und auch seine Ergebnisse nicht gemäss ICD codiert. Er 

äussert sich ausserdem zwar zur allfälligen Wirkung der vom Beschwerde-

führer angegebenen Psychopharmaka (vgl. IV 95 S. 15, 21). Eine Prüfung 

mittels Blutanalyse, ob der Explorand tatsächlich diese Medikamente ein-

nimmt, findet sich aber nicht, weshalb die dazu gezogenen Schlussfolge-

rungen nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

bestätigt werden können. Insgesamt erweisen sich die Gutachten von 

Dr. J.________ nicht als genügend beweiskräftig, weshalb auch die 

Schlüsse daraus für die gerichtliche Überprüfung nicht ausreichen.  

6.2 Auch in körperlicher Hinsicht erweist sich die Beurteilung der Vorins-

tanz, wonach der Beschwerdeführer gestützt auf das orthopädische Gut-

achten von Dr. I.________ in leichten bis mittelschweren Verweistätigkei-

ten wieder in vollem Umfang arbeitsfähig sei, nicht als überwiegend wahr-

scheinlich; dies schon aufgrund der unbestrittenen Dekonditionierung des 

Beschwerdeführers. Dazu kommt Folgendes: Dr. I._______ schliesst zwar 

einen sicheren Anhalt auf ein Nervenwurzelbezogenes neurologisches De-

fizit aus. Eine nachvollziehbare Begründung dazu findet sich aber kaum. 

Auf die Prüfung der diesbezüglichen Zeichen hat sie im Rahmen der Be-

gutachtung teilweise verzichtet (vgl. IV 92 S. 9-10). Insbesondere äussert 

sie sich nicht zu den ausstrahlenden Schmerzen und der geltend gemach-

ten Schwäche in der linken Hüfte und im linken Bein, die sich schon in den 

Akten aus der Schweiz ab 1995 finden (vgl. bspw. „aktuelle ins linke Bein 

ausstrahlende Schmerzen bei Inklination, sowie bei langem Stehen, Ge-

hen, Sitzen sowie durch Schmerzen bei längerem Liegen“; Beiblatt zum 

C-6059/2015 

Seite 24 

Arztbericht Dr. H._______ im Frühling 1995 [IV 7.11]; Dr. K._______, Ober-

arzt Psychiatrie des Regionalspitals X._______ am 3. November 1997 be-

richtet, der Patient leide unter chronischen Rückenbeschwerden und brau-

che dauernd Analgetika [IV 7.5-6]), vgl. auch die im Kosovo gestellte Diag-

nose einer Paraparese der Beine, vor allem links (IV 20.5), sowie in den 

aktuelleren Beurteilungen aus dem Kosovo die Diagnose einer Lumbo-

ischialgie symptomatisch [IV 83] mit Beschwerden im linken Bein). Hätte 

im Begutachtungszeitpunkt keine Einschränkung wegen des linken Beines 

beziehungsweise der linken Hüfte bestanden, wäre nicht ein unveränderter 

– wie Dr. I.________ darlegt – sondern ein deutlich verbesserter Gesund-

heitszustand seit den Beurteilungen aus der Schweiz in den Jahren 1995-

1997 vorgelegen. Eine entsprechende Verbesserung erweist sich jedoch 

in Berücksichtigung der Arztberichte aus der Schweiz und dem Kosovo, 

welche sich über die Jahre nicht wesentlich verändern, nicht als überwie-

gend wahrscheinlich. 

Die Gutachterin betont demgegenüber das von ihr wahrgenommene ag-

gravierende Verhalten des Exploranden, das sie offenbar irritierte, und be-

gründet dies unter anderem damit, dass der Explorand wohl normalerweise 

den Gehstock nicht benutze (da er keine ersichtliche Handbeschwielung 

aufweise), und mit der festgestellten Schwäche des linken Armes (S. 9, 

12). Zu erwähnen sei auch das nur schleppend durchführbare Gespräch 

und die Untersuchung, da der Versicherte Schmerzen demonstriere (S. 8). 

Es ist nachvollziehbar, dass eine Begutachtung eines Exploranden, der 

sich (scheinbar) gegen die Untersuchung wehrt, seine behaupteten Be-

schwerden offenbar verdeutlicht und bei der körperlichen Untersuchung 

blockiert, sich als schwierig erweist. Die Untersuchung erweist sich indes-

sen im Ergebnis als unvollständig und die Gutachterin hat sich auch nicht 

genügend mit den orthopädisch-/neurologischen Vorakten auseinanderge-

setzt (siehe Auswahl der für das Gutachten berücksichtigen Berichte, es 

fehlen die Beurteilungen aus dem Kosovo, s. E. 4.3.2). Wie im psychiatri-

schen Gutachten fehlen auch in diesem Gutachten jegliche ICD-Codes, 

und der neurologische Aspekt erweist sich nicht als nachvollziehbar, zumal 

die Gutachterin auch keine Neurologin ist. Insgesamt erweist sich demnach 

auch das orthopädische Gutachten weder als vollständig noch als genü-

gend beweiskräftig. 

6.3 Zu den vielen aktenkundigen (kurzen) somatischen und psychiatri-

schen Verlaufsberichten aus dem Kosovo bleibt festzuhalten, dass sie (mit 

Ausnahmen, insb. der stationären Spitalaufenthalte in der Universitätsklink 

C-6059/2015 

Seite 25 

W.________, psychiatrische Klinik [IV 20.1, 20.3, 58, 74]) weitgehend we-

nig aussagekräftig und nur beschränkt beweiskräftig sind, zumal sie durch 

behandelnde Ärzte verfasst wurden. Dies ändert jedoch nichts daran, dass 

die orthopädische Gutachterin sich vorgängig zur Begutachtung damit 

hätte auseinandersetzen müssen (siehe hiervor E. 6.2 in fine).  

6.4 Soweit sich die Vorinstanz auf die Beurteilungen ihres medizinischen 

Dienstes stützt, bleibt zu anzufügen, dass beispielsweise die Beurteilung 

von Dr. D.________ vom 7. April 2015 (s. E. 4.3.7) insofern nicht nachvoll-

zogen werden kann, als er einerseits die Diagnose eines Status nach 

Spondylodiszytis Tbc und Spondylodese L5/S1 (1993) und eine 100 %-ige 

Arbeitsunfähigkeit des Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als Landar-

beiter stellt und anderseits zum Schluss kommt, es liege hier ein Syndrom 

ohne Pathogenese, ohne klare Ätiologie und ohne organische Einschrän-

kungen vor, obwohl offensichtlich eine medizinische Grunderkrankung mit 

organischer Einschränkung vorliegt. Ebenso wenig nachvollziehbar ist 

seine Schlussfolgerung, wonach – entgegen den Beurteilungen der beiden 

Schweizer Gutachter – kein stabilisierter Gesundheitszustand vorliege.  

6.5 Zur ungenügenden Beweiskraft der massgebenden Gutachten von 

Dr. J.________ und Dr. I._______ kommt hinzu, dass die Vorinstanz es 

unterlassen hat, eine interdisziplinäre Begutachtung einzuholen. Beide Be-

gutachtungen erfolgten jeweils monodisziplinär, wenn auch der Psychiater 

seine Beurteilung wie gesagt stark auf die Erkenntnisse beziehungsweise 

das Gutachten der Orthopädin stützte, welches auf den 28. März 2014, 

umgehend nach der Begutachtung vom 24./25. März 2014, datiert ist. Das 

psychiatrische Gutachten vom 12. Mai 2014 entstand hingegen erst zwei 

Monate später, nach Rücksprache mit der orthopädischen Gutachterin, 

eine interdisziplinäre gemeinsame Beurteilung fand aber offenbar nicht 

statt. Zudem fehlt eine Begutachtung in neurologischer Hinsicht. Die Vor-

instanz hat ausserdem in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer 

seit der Zusprache der ganzen Rente per März 1998 bis zu deren Aufhe-

bung per 1. Oktober 2015 während über 17 Jahren eine ganze Invaliden-

rente bezog und nicht mehr erwerbstätig war, keinerlei Überlegungen be-

züglich der Zumutbarkeit der Selbsteingliederung des Beschwerdeführers 

bei der Aufhebung der Rente, oder der Durchführung einer Rekonditionie-

rung zur Wiedererlangung einer Erwerbsfähigkeit, angestellt (vgl. hierzu 

Urteil des BGer 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.1 m.H. auf BGer 

9C_768/2009 vom 10. September 2010 E. 4.1.2). Die Sache ist unter die-

sen Umständen, wie eventualiter beantragt, zur Ergänzung der Akten an 

die Vorinstanz zur Einholung eines interdisziplinären Gutachtens in der 

C-6059/2015 

Seite 26 

Schweiz (psychiatrisch/orthopädisch/neurologisch, allenfalls unter statio-

nären Bedingungen und unter Gewährleistung der sprachlichen Verständi-

gung) und zur anschliessenden Neuermittlung der verbleibenden zumut-

baren Restarbeitsfähigkeit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Einho-

lung eines Gerichtsgutachtens fällt unter diesen Umständen nicht in Be-

tracht (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1, E. 4.4.1.4). 

6.6 Es wird letztlich auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten, dass es 

ihm im Alltag – ohne vorgängige Reise in die Schweiz mit der damit ver-

bundenen Aufregung und der Angst vor den Auswirkungen, welche die 

Reise im Hinblick auf die weitere Rentenzahlung haben könnte – nicht ganz 

so schlecht geht, wie er sich anlässlich der Begutachtung präsentiert ha-

ben mag (vgl. B-act. 1 Rz. 14 ff.), abgesehen von der wohl im orthopädi-

schen Gutachten zu Recht festgestellten starken körperlichen Dekonditio-

nierung. Er bleibt demnach bezüglich der nachzuholenden interdisziplinä-

ren Begutachtung im Hinblick auf die in den Gutachten dargelegten Ver-

deutlichungs- beziehungsweise Aggravationstendenzen auf seine Mitwir-

kungspflicht (siehe oben E. 3.2) hinzuweisen. 

6.7 Zusammenfassend erweist sich die Ermittlung des massgebenden 

Sachverhalts als unvollständig und ist die von der Vorinstanz festgestellte 

volle Arbeitsfähigkeit nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt. Auf eine Prüfung des von der Vorinstanz ermit-

telten Erwerbsvergleichs kann damit verzichtet werden. Die Sache ist zur 

Ermittlung des Sachverhalts gemäss den Erwägungen hiervor an die Vor-

instanz zurückzuweisen.  

6.8 Unter diesen Umständen kann im Hinblick auf die geltend gemachte 

Verletzung von Art. 10 Abs. 2, Art. 13 (und allenfalls Art. 15 Abs. 2) BV, je 

in Verbindung mit Art. 36 BV, offenbleiben, ob eine von einer schweizeri-

schen staatlichen Behörde in Auftrag gegebene (vgl. interne Notiz vom 

11. Juni 2014, ohne Inhalt [IV-act. 107], Bezugnahme auf die von der IVSTA 

in Auftrag gegebene Observation [IV 109]), auf dem Staatsgebiet von  

Kosovo erlangte Observation, die einen Staatsangehörigen des Staates 

Kosovo betrifft beziehungsweise zeigt, als Beweismittel habe dienen kön-

nen, zumal die Observationsberichte dem Bundesverwaltungsgericht nur 

unvollständig und in nicht beurteilbarer Form (nur erkennbare Umrisse auf 

Kopien von Fotos) zur Verfügung gestellt wurden (vgl. IV 108). 

C-6059/2015 

Seite 27 

6.9 Selbst wenn auf die genannte Observationsakte abgestellt werden 

könnte, bleibt anzufügen, dass die Vorinstanz sich in ihrer verspätet einge-

reichten Vernehmlassung nicht ansatzweise mit den Vorbringen des Be-

schwerdeführers dazu auseinandergesetzt und einzig die bundesgerichtli-

che Rechtsprechung zu Observationen im Allgemeinen zitiert hat. Sie hat 

sich auch nicht ersichtlich mit der Frage der Gebotenheit des Grundrechts-

eingriffs – vor Erteilung des Auftrags – auseinandergesetzt. Im Übrigen 

würde gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers (und die einge-

reichte Akte IV 108) einzig feststehen, dass er im November 2014 von den 

Detektiven nicht und im Dezember 2014 an zwei Samstagen ausserhalb 

seines Wohnsitzes angetroffen worden sei. An beiden Tagen sei er in der 

Lage gewesen, selbständig innerorts von seinem Domizil zum Café neben 

der Moschee mit dem Auto zu fahren, sich einige Zeit in der Moschee und 

im Café aufzuhalten und danach wieder nach Hause zu fahren. Wie lange 

dieser Zeitraum war und ob er sich in der Moschee tatsächlich so bewegt 

hat, wie im Bericht behauptet wird, wird aufgrund nur rudimentär vorhan-

dener Zeitangaben und erkennbarer Fotos nicht belegt, wie der Beschwer-

deführer zu Recht darlegt. Es ist ausserdem im eingereichten Observati-

onsbericht keine Rede von häufigen (längeren) selbständigen Fahrten zum 

(ausser innerorts vom Domizil bis zum Café neben der Moschee, zweimal 

im Monat Dezember) oder ständigen Aufenthalten im Café. Demnach 

würde sich auch die Behauptung der Vorinstanz, er halte sich stundenlang 

in einem lauten Café auf, nicht ansatzweise als belegt erweisen. Offen blei-

ben kann bei diesem Ergebnis, ob die Observation nach heutiger Rechts-

lage zulässig ist (vgl. Urteil EGMR vom 18. Oktober 2016 i.S. Vukota-Bojic 

gegen die Schweiz vom 18. Oktober 2016, Urteil BGer 9C_414/2016 vom 

7. Dezember 2016 E. 6, sowie Erläuternder Bericht des Bundesamtes für 

Sozialversicherungen zur Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zur 

Revision des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts [ATSG] vom 22. Februar 2017, vgl. https://www.bsv.ad-

min.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/gesetzgebung/vernehm-

lassungen/revision-atsg.html, abgerufen am 12.06.2017). 

6.10 Der Vollständigkeit halber bleibt zu ergänzen, dass eine allfällige Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers in ortho-

pädisch/neurologischer Hinsicht (vgl. Arzt- und Physiotherapieberichte 

vom 18., 20. und 23. Mai 2016 [B-act. 21 Beil. 1, 3 und 7] und Stellung-

nahme des medizinischen Dienstes vom 9. Juli 2016 [Beil. zu B-act. 23]) 

nach dem 12. August 2015 nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 

ist (oben E. 2.5). 

https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/gesetzgebung/vernehmlassungen/revision-atsg.html
https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/gesetzgebung/vernehmlassungen/revision-atsg.html
https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/gesetzgebung/vernehmlassungen/revision-atsg.html

C-6059/2015 

Seite 28 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rück-

weisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei 

(BGE 132 V 215 E. 6), sodass dieser keine Verfahrenskosten aufzuerlegen 

sind. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 30. August 2016 die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde (IV 24), wurde ihm der geleis-

tete Kostenvorschuss von Fr. 400.– bereits am 26. September 2016 zu-

rückerstattet (IV 25). 

Der unterliegenden Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine von der Vor-

instanz zu entrichtende Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und Art. 12 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173. 320. 2]). 

7.2.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 10. Mai 2017 

seine Kostennote für seinen Aufwand ab Mandatsübernahme am 3. Sep-

tember 2015 eingereicht (B-act. 28). Er macht darin einen Aufwand für 

seine Bemühungen von Fr. 7‘539.60 bestehend aus 30.5 Stunden Arbeits-

aufwand à Fr. 240.–, ergebend Fr. 7‘320.–, zuzüglich einer Kleinspesen-

pauschale von 3 %, ergebend Fr. 219.60, ohne Mehrwertsteuer, geltend  

(B-act. 28).  

7.2.2 Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des 

Vertreters bemessen (Art. 10 Abs. 1 VGKE). Der hier angegebene Zeitauf-

wand von insgesamt 30.5 Stunden erscheint als zu hoch, zumal nur die 

notwendigen Kosten entschädigt werden können. 

Es ist unbestritten, dass die vorliegende Streitsache aufwändig war (Ein-

holung und Studium umfangreicher Vorakten [inkl. zusätzlicher Anforde-

rung der Observations-DVD; vgl. IV 147, 150, 152], Verfassung der Be-

schwerde, der Replik und der Eingabe betreffend die unentgeltliche 

Rechtspflege [B-act. 1, 11, 14] inkl. jeweilige Rücksprachen und Orientie-

rung des Beschwerdeführer sowie weiterer Schriftenwechsel im Beschwer-

deverfahren). Die Sachlage stellt sich als rechtlich komplex und bedeutsam 

C-6059/2015 

Seite 29 

dar (IV-Revision mit Aufhebung einer ganzen, langjährig bezahlten IV-

Rente, Beurteilung umfangreicher medizinischer Akten und Gutachten, Ob-

servation). Nicht für das vorliegende Verfahren notwendig erweist sich der 

Aufwand für die Beurteilung des allenfalls veränderten Gesundheitszustan-

des des Beschwerdeführers nach Verfügungserlass am 12. August 2015. 

Der für das Aktenstudium, die Abklärungen sowie die Ausarbeitung der 

Rechtsschriften geltend gemachte Zeitaufwand kann daher nur zu einem 

Teil berücksichtigt werden. Er wird auf Fr. 5‘400.– entsprechend 22.5 Stun-

den festgelegt. Der verlangte pauschale Auslagenersatz ist zudem unzu-

lässig (vgl. Urteil des BVGer A-4556/2011 vom 27. März 2012 E. 3.1.3). 

Vielmehr ist auf den tatsächlichen Spesenaufwand abzustellen, der hier 

allerdings nicht ausgewiesen ist. Die notwendigen Auslagen sind deshalb 

gemäss Art. 11 Abs. 3 VGKE zu schätzen und auf Fr. 200.– festzulegen. 

Da der Beschwerdeführer ausserdem im Ausland wohnt, umfasst die Par-

teientschädigung keinen Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne von Art. 9 

Abs. 1 Bst. c VGKE. 

7.3 Unter diesen Umständen fällt die Gewährung der unentgeltlichen Ver-

beiständung als gegenstandslos geworden weg. 

  

C-6059/2015 

Seite 30 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

12. August 2015 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen ergänzende Abklä-

rungen und eine Neubeurteilung des Leistungsanspruchs vornehme.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 5‘600.– zugesprochen. 

4.  

Die Gewährung der amtlichen Verbeiständung wird als gegenstandslos ge-

worden abgeschrieben. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Susanne Flückiger 

 

 

 

C-6059/2015 

Seite 31 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

von Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerde-

führer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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