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**Case Identifier:** b3867269-c1ae-50aa-bc73-045d591f1720
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.05.2020 200 2020 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-45_2020-05-04.pdf

## Full Text

200 20 45 UV
KNB/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 4. Mai 2020

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________ AG, MLaw C.________, 
Beschwerdeführer

gegen

Suva 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2020, UV/20/45, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
arbeitslos gemeldet und bezog Arbeitslosentaggelder; zudem war er ab 11. 
Juni 2018 im Zwischenverdienst über die D.________ AG für die 
E.________ AG als ... in einem Pensum von 90 % tätig, wobei der Einsatz 
bis 10. September 2018 befristet war (Dossier der Schweizerischen Unfall-
versicherungsanstalt [Suva], Antwortbeilage [AB] 1, 2, 9). Der Versicherte 
war dadurch bei der Suva (Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 13. Juni 2018 rutschte der 
Versicherte am Arbeitsplatz aus (AB 1, 9). Beim Unfall erlitt er eine PIP-
Distorsion Digitus III Hand rechts mit Ausriss der palmaren Platte und ein 
subacromiales Impingement Schulter rechts (AB 16). 

Die D.________ AG meldete am 15. Juni 2018 der Suva den Unfall des 
Versicherten (AB 1). Mit Schreiben vom 25. Juni 2018 teilte die Suva dem 
Versicherten und der D.________ AG mit, der Versicherte erhalte frühes-
tens ab dem 16. Juni 2018 ein Taggeld von Fr. 101.10 pro Kalendertag (AB 
4, 5). Die Unfallmeldung durch die Arbeitslosenkasse F.________ erfolgte 
am 27. Juni 2018 (AB 9). Mit Schreiben vom 28. Mai 2019 teilte die Suva 
dem Versicherten mit, es erfolge eine Änderung der Zuständigkeit im 
Schadenmanagement (AB 81). Um die Taggeldleistungen zu überprüfen, 
holte sie bei der D.________ AG eine Lohnabrechnung und Informationen 
zu den geleisteten Einsätzen (AB 85, 87) sowie bei der Arbeitslossenkasse 
F.________ Abrechnungen der Arbeitslosentaggelder (AB 106, 107) ein. 
Mit Verfügung vom 16. August 2019 forderte die Suva geleistete Taggelder 
von insgesamt Fr. 15‘104.25 zurück (AB 120; Zustellung: 29. August 2019 
[AB 127 f.]). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die 
B.________ AG, Einsprache (AB 143, 150). Mit Entscheid vom 2. Dezem-
ber 2019 wies die Suva die Einsprache ab (AB 162).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2020, UV/20/45, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 20. Januar 2020 erhob der Versicherte, vertreten durch 
die B.________ AG, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Be-
schwerde. Er beantragt, es sei von der Rückforderung von Fr. 15‘104.25 
abzusehen. Eventualiter sei die Rückforderung zu erlassen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Februar 2020 machte der Instruk-
tionsrichter die Parteien darauf aufmerksam, dass in der dem angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2019 zugrunde liegenden Ver-
fügung vom 16. August 2019 dispositivmässig einzig über die Rückforde-
rung befunden worden sei. Weder über einen allfälligen Erlass noch eine 
allfällige Verrechnung bzw. ein Gesuch um Drittauszahlung sei bisher ver-
fügt worden.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2020 beantragt die Suva, es sei 
die Beschwerde mit Ausnahme der Reduktion des zurückgeforderten Be-
trages auf neu Fr. 13‘676.90 (statt Fr. 15‘104.25) abzuweisen, soweit dar-
auf eingetreten werden könne und der Einspracheentscheid vom 2. De-
zember 2019 sei, ebenfalls mit Ausnahme der Reduktion des zurückgefor-
derten Betrages um Fr. 1‘427.35 auf Fr. 13‘676.90 zu bestätigen.

Mit Eingabe vom 13. März 2020 verzichtete der Beschwerdeführer auf wei-
tere Ausführungen und ersuchte um Gutheissung der gestellten Anträge.   

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. allerdings E. 1.2 nachfolgend).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Dezem-
ber 2019 (AB 162), mit welchem die Einsprache gegen die Verfügung vom 
16. August 2019 (AB 120, 127 f.) abgewiesen und die Rückforderung von 
Taggeldern in der Höhe von Fr. 15‘104.25 bestätigt wurde. Streitig und zu 
prüfen ist die Rückforderung von zu viel ausbezahlten Taggeldern.

Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zustän-
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung 
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der Ein-
spracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsge-
genstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung 
ergangen ist (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 
E. 2.1). Nicht zum Anfechtungsgegenstand gehören vorliegend eine allfälli-
ge Verrechnung sowie ein allfälliger Erlass der Rückforderung. Soweit sich 
die Beschwerde auf diese Fragen bezieht, ist darauf nicht einzutreten.

1.3 Bei einer Rückforderung von Fr. 15‘104.25 (vgl. AB 120, 127 f., 162) 
bzw. Fr. 13‘676.90 (vgl. Beschwerdeantwort S. 2) liegt der Streitwert unter 
Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterli-
che Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).   

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2020, UV/20/45, Seite 5

2.

2.1 Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20)]. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Un-
falltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit 
dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 3 
UVG). Das Taggeld der arbeitslosen Personen entspricht der Nettoent-
schädigung der Arbeitslosenversicherung nach den Art. 22 und 22a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0), umge-
rechnet auf den Kalendertag (Art. 17 Abs. 2 UVG).

2.2 Erzielt die versicherte Person einen Zwischenverdienst nach Art. 24 
AVIG aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit, so erbringt bei Berufsunfällen 
der Versicherer des betreffenden Betriebs die Leistungen (Art. 130 Abs. 1 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
[UVV; SR 832.202]). Bei einem Unfall während eines Zwischenverdienstes 
aus unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit entspricht das 
Taggeld demjenigen, das der versicherten Person ohne Zwischenverdienst 
ausgerichtet würde (Art. 130 Abs. 4 UVV).

2.3 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten 
(Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG).

Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen 
Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung 
Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, 
nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung 
(wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichti-
gung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen 
vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) 
bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 
130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.4 Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügun-
gen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos 

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unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 
(Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Kor-
rektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhalts-
feststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV 
Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 
9C_396/2012, E. 2.1).

2.4.1 Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger 
Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es 
sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 
S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zwei-
fel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einzi-
ger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In 
diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung u.a., wenn eine Leis-
tung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwen-
dung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (vgl. 
BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1).

2.4.2 Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zwei-
fellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend 
für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die ge-
samten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, 
die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine 
allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. 
Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von 
Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung 
des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in 
der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausge-
richteten Leistungen sind. Bei periodischen Leistungen wird die Erheblich-
keit praktisch immer bejaht, während bei punktuellen Leistungen die Gren-
ze praxisgemäss bei einigen hundert Franken liegt. Die Voraussetzung der 
Erheblichkeit der Berichtigung dient im Übrigen der Verwaltungs- und Pro-
zessökonomie (BGE 107 V 180 E. 2b S. 182; ARV 2000 S. 211 E. 3b; Ent-
scheid des BGer vom 4. Mai 2017, 8C_18/2017, E. 3.2.2).

2.5 Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, 
nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, 

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spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der 
einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren 
Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungs-
frist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG).

2.5.1 Für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist ist nicht 
das erstmalige unrichtige Handeln und die daran anknüpfende unrecht-
mässige Leistungsausrichtung massgebend. Unter der Wendung "nachdem 
die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeit-
punkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutba-
ren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für 
eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich 
der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grund-
satz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs, was – unter 
anderem – voraussetzt, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbe-
zugs rechtmässig verfügt (bzw. im Beschwerdefall gerichtlich befunden) 
wurde (BGE 140 V 521 E. 2.1 S. 525; SVR 2017 BVG Nr. 7 S. 29 E. 5.1, 
2011 EL Nr. 7 S. 22 E. 3.2.1). 

2.5.2 Dies ist der Fall, wenn alle im konkreten Einzelfall erheblichen Um-
stände zugänglich sind, aus deren Kenntnis sich der Rückforderungsan-
spruch dem Grundsatz nach und in seinem Ausmass gegenüber einer be-
stimmten rückerstattungspflichtigen Person ergibt. Es genügt nicht, dass 
bloss Umstände bekannt sind, die möglicherweise zu einem Rückforde-
rungsanspruch führen können, oder dass der Anspruch nur dem Grundsatz 
nach, nicht aber in masslicher Hinsicht feststeht; das Gleiche gilt, wenn 
nicht feststeht, gegen welche Person sich die Rückforderung zu richten hat. 
Ferner ist die Rückforderung als einheitliche Gesamtforderung zu betrach-
ten. Vor Erlass der Rückerstattungsverfügung muss die Gesamtsumme der 
unrechtmässig ausbezahlten Leistungen feststellbar sein (BGE 112 V 180 
E. 4a S. 181; SVR 2013 IV Nr. 24 S. 67 E. 4). 

2.5.3 Verfügt die Versicherungseinrichtung über hinreichende, aber noch 
unvollständige Hinweise auf einen möglichen Rückforderungsanspruch, hat 
sie allenfalls noch erforderliche Abklärungen innert angemessener Zeit vor-
zunehmen. Unterlässt sie dies, ist der Beginn der Verwirkungsfrist auf den 
Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige 

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Kenntnis mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz so zu ergänzen 
im Stande war, dass der Rückforderungsanspruch hätte geltend gemacht 
werden können. Ergibt sich jedoch aus den vorliegenden Akten bereits die 
Unrechtmässigkeit der Leistungserbringung, beginnt die einjährige Frist, 
ohne dass Zeit für eine weitere Abklärung zugestanden würde (BGE 112 V 
180 E. 4b S. 182; SVR 2013 IV Nr. 24 S. 67 E. 4).

3.

3.1 Laut detaillierter Taggeldübersicht richtete die Suva in der Zeit von 
Juni 2018 bis Ende Juli 2019 (d.h. für 411 Tage [vgl. AB 117]) bezüglich 
der Tätigkeit für die D.________ AG ein Taggeld von Fr. 101.10 und im 
Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit (F.________ Arbeitslosenkasse) 
ein Taggeld von Fr. 79.10 aus, insgesamt Fr. 180.20 pro Tag, was 
Fr. 74‘062.20 ergab (AB 117). 

Erleidet die versicherte Person – wie im vorliegenden Fall – einen Unfall 
während sie einen Zwischenverdienst erzielt, so ist für die Berechnung der 
Höhe des Taggeldes auf das Taggeld ohne Zwischenverdienst, d.h. der 
Arbeitslosenversicherung, abzustellen (vgl. E. 2.2 hiervor). Gestützt auf 
diese gesetzliche Bestimmung hätte die Beschwerdegegnerin somit die 
Nettoentschädigung der Arbeitslosenversicherung von Fr. 200.80 beiziehen 
müssen (vgl. AB 9). Da das Taggeld der Beschwerdegegnerin pro Kalen-
dertag (sieben Taggelder pro Woche), dasjenige der Arbeitslosenversiche-
rung pro Arbeitstag (fünf Taggelder pro Woche) ausgerichtet wird, hat zu-
dem eine Umrechnung auf den Kalendertag zu erfolgen (Art. 17 Abs. 2 
UVG), was einen Taggeldansatz von Fr. 143.45 (Fr. 200.80 x 5 / 7) ergibt 
und damit auszuzahlende Taggelder von Fr. 58‘957.95 (Fr. 143.45 x 411).

Weil die Beschwerdegegnerin Taggelder von Fr. 74‘062.20 ausrichtete, 
obwohl sie solche von Fr. 58‘957.95 hätte leisten müssen, zahlte sie zwei-
fellos zu Unrecht Taggelder in der Höhe von Fr. 15‘104.25 (Fr. 74‘062.20 
abzüglich Fr. 58‘957.95) aus, weshalb diese nun grundsätzlich zurückzuer-
statten sind (vgl. E. 2.4.1 hiervor). Die erhebliche Bedeutung der Berichti-
gung (vgl. E. 2.4.2 hiervor) ist – mit Blick auf den Rückforderungsbetrag – 
vorliegend gegeben. Der Beschwerdeführer macht jedoch zu Recht gel-

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tend, es sei die Taggeldrückforderung um den Quellensteuerabzug zu re-
duzieren (Beschwerde Ziff. 5). Die Beschwerdegegnerin legt damit über-
einstimmend dar (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 4.8), dass sie einen Quel-
lensteuerabzug von 9.45 % vorgenommen habe; mit Blick auf die ausbe-
zahlten Taggelder resultiere ein Betrag von Fr. 6‘998.85 (Fr. 74‘062.20 / 
100 x 9.45). Da sie jedoch lediglich Quellensteuer von Fr. 5‘571.50 
(Fr. 58‘957.95 / 100 x 9.45) hätte abziehen dürfen und der zu viel abgezo-
gene Betrag von Fr. 1‘427.35 (Fr. 6‘998.85 abzüglich Fr. 5‘571.50) nicht 
dem Beschwerdeführer ausbezahlt wurde, sondern der Steuerbehörde, sei 
dieser Betrag auch nicht von ihm zurückzufordern. Die Rückforderung ist 
somit entsprechend zu reduzieren, was Fr. 13‘676.90 (Fr. 15‘104.25 abzüg-
lich Fr. 1‘427.35) ergibt.

Vorliegend sind die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 
Abs. 2 ATSG – zweifellose Unrichtigkeit der Auszahlungen und erhebliche 
Bedeutung der Berichtigung – gegeben und die unrechtmässig bezogenen 
Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Dies 
auch, da sich der Beschwerdeführer nicht auf den Vertrauensschutz beru-
fen kann: Einerseits macht er keine nicht wieder rückgängig zu machenden 
Dispositionen geltend. Doch selbst wenn alle Voraussetzungen gegeben 
wären, würde vorliegend das öffentliche Interesse an der (Wieder-)Her-
stellung des rechtmässigen Zustandes hier überwiegen.

3.2 Zu prüfen ist weiter, ob die Rückforderung – wie der Beschwerde-
führer vorbringt (Beschwerde Ziff. 4) – in der Zwischenzeit verwirkt ist. 
Gemäss Rechtsprechung ist bezüglich des Beginns der relativen einjähri-
gen Verwirkungsfrist nicht das erstmalige unrichtige Handeln entscheidend, 
sondern der Zeitpunkt an dem die Beschwerdegegnerin davon Kenntnis 
erhalten hat bzw. bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte 
erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung be-
stehen (vgl. E. 2.5 und 2.5.1 hiervor). 

Die Schadenmeldung der D.________ AG erfolgte am 15. Juni 2018 (AB 1) 
und mit Schreiben vom 25. Juni 2018 teilte die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer und der D.________ AG mit, er erhalte frühestens ab 
dem 16. Juni 2018 ein Taggeld von Fr. 101.10 pro Kalendertag (AB 4, 5). 
Am 27. Juni 2018 meldete die Arbeitslosenkasse F.________ den Unfall 

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(AB 9). Das erste Mal zahlte die Beschwerdegegnerin die Taggelder der 
D.________ AG am 10. Juli 2018 und dem Beschwerdeführer bezüglich 
der Meldung der Arbeitslosenkasse F.________ am 18. Juli 2018 aus (AB 
117). Nach einem Wechsel beim Schadenmanagement im Mai 2019 (AB 
82) nahm die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen vor, holte im Mai 
2019 bei der D.________ AG eine Lohnabrechnung und Informationen zu 
den geleisteten Einsätzen (AB 85, 87) sowie im Juli 2019 bei der Arbeitslo-
senkasse Unterlagen bezüglich des Zwischenverdienstes ein (AB 106, 
107). Die Beschwerdegegnerin verfügte am 16. bzw. 29. August 2019 (AB 
120, 127 ff.). 

Es liegen keine Indizien vor, dass die Beschwerdegegnerin bei zumutbarer 
Aufmerksamkeit schon in einem Zeitpunkt vor Mai bzw. Juli 2019 hätte 
feststellen können bzw. müssen, dass eine Rückforderung zu erfolgen hat. 
Es kann hier offen bleiben, ob für den Beginn der einjährigen Verjährungs-
frist letztlich auf Mai 2019 – wie von der Beschwerdegegnerin vorgebracht 
(Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 4.12: Datum des Zuständigkeitswechsels 
beim Schadenmanagement) – oder sogar erst Juli 2019 (Einholung weite-
rer Unterlagen) abzustellen ist. Letztlich gibt es auch mit Blick auf die Ak-
ten, unabhängig vom Wechsel der Sachbearbeitung, keine Anzeichen 
dafür, dass die Beschwerdegegnerin – bis ein Jahr vor Erlass der Verfü-
gung – bei gebotener Aufmerksamkeit Anlass gehabt hätte zu erkennen, 
dass die ersten Auszahlungen im Juli 2018 (vgl. AB 117) und die weiteren 
(automatisierten) Auszahlungen aufgrund einer falschen Berechnung er-
folgten. So oder anders wurde die einjährige Verwirkungsfrist mit Erlass der 
Verfügung vom 16. August 2019 (AB 119, 127 ff.) gewahrt.

Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde-
gegnerin zu viel geleistete Taggelder zurückfordert, wobei die Rückforde-
rung nicht Fr. 15‘104.25 – wie noch in der Verfügung vom 16. bzw. 29. Au-
gust 2019 (AB 120, 127 ff.) bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 2. Dezember 2019 (AB 162) dargelegt –, sondern Fr. 13‘676.90 be-
trägt.

3.3 Soweit darauf einzutreten ist, ist die Beschwerde gegen den ange-
fochtenen Einspracheentscheid der Suva vom 2. Dezember 2019 (AB 162) 
insoweit teilweise gutzuheissen, als die Rückforderung um Fr. 1‘427.35 auf 

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Fr. 13‘676.90 zu reduzieren ist. Darüber hinausgehend ist die Beschwerde 
abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung hat 
die beschwerdeführende Partei bei teilweisem Obsiegen mindestens An-
spruch auf eine reduzierte Parteientschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; 
SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-
cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-
meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozialver-
sicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle der Vertretung durch 
Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbände wird 
der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 180.-- 
und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertretung auf Fr. 100.-- festge-
legt.

Der in der Kostennote der B.________ AG, Rechtsanwältin C.________, 
vom 13. März 2020 erwähnte Aufwand von 7 Stunden ist angemessen (7 x 
Fr. 180.-- = Fr. 1‘260.--). Aufgrund des teilweisen Obsiegens (Reduktion 
der Rückforderung) ist im vorliegenden Fall die reduzierte Parteientschädi-
gung auf pauschal Fr. 400.-- festzusetzen.

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird die Beschwerde gegen den ange-
fochtenen Einspracheentscheid der Suva vom 2. Dezember 2019 inso-
weit teilweise gutgeheissen, als die Rückforderung um Fr. 1‘427.35 auf 
Fr. 13‘676.90 reduziert wird. Darüber hinausgehend wird die Beschwer-
de abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Teil der 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG MLaw C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.