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**Case Identifier:** 42893824-26fa-5b9e-8f83-7e770aa40040
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.09.2025 200 2025 352
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-352_2025-09-08.pdf

## Full Text

IV 200 2025 352 
JAP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. September 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2025, IV 200 2025 352

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Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im November 2023 unter Hinweis auf beidseitige Unterschen-
kelamputationen aufgrund einer irreversiblen Ischämie im Rahmen eines 
septischen Schocks mit Herzstillstand bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Bezug von Hilfsmitteln an (Akten der IV [act. II] 1, 32/22 ff.). Die IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte medizinische Abklärun-
gen, veranlasste fachtechnische Beurteilungen durch die B.________ 
(act. II 40, 45, 51, 78) und sprach diverse Hilfsmittel, darunter beidseitige 
Unterschenkelprothesen (act. II 54), zu (act. II 36, 44, 58, 94, 102). Darüber 
hinaus gewährte sie Kostengutsprache für bauliche Änderungen an der 
Wohnung (act. II 142), einen höhenverstellbaren Schreibtisch am Arbeits-
platz (act. II 72) und invaliditätsbedingte Änderungen am Motorfahrzeug 
des Versicherten (act. II 79). 

Im April 2024 (act. II 80) ersuchte der Versicherte um eine Zweitversorgung 
mit (wasserfesten) Unterschenkelprothesen. Gestützt auf die fachtechni-
sche Beurteilung der B.________ vom 15. November 2024 (act. II 125) 
stellte die IVB mit Vorbescheid vom 27. Januar 2025 (act. II 143) die Ab-
weisung des Gesuchs in Aussicht. Nach dagegen erhobenen Einwänden 
(act. II 150, 157/3) und einer diesbezüglichen Stellungnahme der 
B.________ vom 27. März 2025 (act. II 162/2 f.) verfügte die IVB am 2. Mai 
2025 (act. II 173) wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 28. Mai 2025 Be-
schwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und Zusprache eines Hilfsmittels in Form einer Zweitversorgung 
mit Unterschenkelprothesen beidseits.

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Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 
2025 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Juli 2025 stellte der Instruktionsrich-
ter dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort sowie die Stellungnah-
me der B.________ vom 27. März 2025 (act. II 162/2 f.) zu und wies ihn auf 
die Möglichkeit hin, eine Replik einzureichen. Der Beschwerdeführer liess 
sich in der Folge nicht mehr vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Mai 2025 
(act. II 173). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Hilfsmittel in Form 
einer Zweitversorgung mit Unterschenkelprothesen beidseits.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer sinngemäss 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dahingehend geltend, dass in der 
angefochtenen Verfügung nicht auf die im Einwandverfahren vorgebrach-
ten Argumente eingegangen sei (Begründungspflicht) und ihm die Stel-
lungnahme der B.________ vom 27. März 2025 (act. II 162/2 f.) vor Verfü-
gungserlass nicht zugestellt worden sei (Akteneinsicht).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 
wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-
weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-
einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-
recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 
einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann 

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(BGE 143 V 71 E. 4.1 S. 72; SVR 2024 BVG Nr. 23 S. 79, 9C_437/2023 
E. 5.2).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 
8C_25/2020 E. 3.3.1).

Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs 
an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn 
und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit 
zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen 
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 
S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 
S. 193, 8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.4 Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist begründet. Die 
Beschwerdegegnerin anerkennt dies in der Beschwerdeantwort denn auch 
und stellt fest, dass sie sich in der angefochtenen Verfügung nicht zu den 
im Vorbescheidverfahren vorgetragenen Einwänden des Beschwerdefüh-
rers geäussert und der Verfügung die Stellungnahme der B.________ vom 
27. März 2025 (act. II 162/2 f.) nicht beigelegt habe (Beschwerdeantwort 
S. 2 lit. C. Ziff. 6 f.).

2.5 Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Juli 2025 wurde dem Be-
schwerdeführer die Beschwerdeantwort sowie die Stellungnahme der 
B.________ vom 27. März 2025 (act. II 162/2 f.), welche sich auch mit den 
Einwänden des Beschwerdeführers (act. II 150) auseinandersetzt, zuge-
stellt. Er wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, sich im Rahmen einer Re-
plik zur Beschwerdeantwort und zur Stellungnahme der B.________ zu 
äussern. Von dieser Möglichkeit machte der Beschwerdeführer in der Folge 

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keinen Gebrauch. Bei dieser Ausgangslage ist – selbst, wenn die Gehörs-
verletzung durch die Beschwerdegegnerin als schwerwiegend zu taxieren 
wäre – im Sinne einer Heilung des Mangels von einer Rückweisung der 
Sache an die Beschwerdegegnerin abzusehen (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.

3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). 

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der 
Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festle-
gung der Massnahmen sind insbesondere das Alter (lit. a), der Entwick-
lungsstand (lit. b), die Fähigkeiten der versicherten Person (lit. c) und die zu 
erwartende Dauer des Erwerbslebens (lit. d) zu berücksichtigen (Art. 8 
Abs. 1bis IVG).

3.2 Zu diesen Massnahmen gehören nach Art. 8 Abs. 3 lit. d i.V.m. 
Art. 21 Abs. 1 IVG im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste 
die Hilfsmittel, derer eine versicherte Person für die Ausübung der Erwerbs-
tätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung 
oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt 
Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die 
Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für 
die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bun-
desrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit An-
spruch auf solche Hilfsmittel haben. Ziel ist es, die Autonomie der invaliden 
Person zu fördern, indem sie aufgrund dieser Hilfsmittel die alltäglichen 
Lebensverrichtungen wie Körperpflege etc. selbstständig vornehmen und 
sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann, etwa in Form des Zu-
gangs zur Um- und Aussenwelt, der Ausübung einer medizinisch angezeig-

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ten und somit schützenswerten sportlichen Betätigung oder der Benützung 
von speziellen Kommunikationsgeräten (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_262/2010 vom 12. Januar 2011 E. 2.1). Aus Art. 21 Abs. 2 IVG fliesst 
jedoch kein Rechtsanspruch darauf, dass Behinderte so selbstständig wie 
eine nichtbehinderte Person leben können (SVR 2017 IV Nr. 61 S. 189, 
9C_573/2016 E. 6.4).

3.3 Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass 
ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 2 und 4 IVG hat der 
Bundesrat in Art. 14 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) an das Eidg. Departement des Innern 
(EDI) übertragen, welches die Verordnung vom 29. November 1976 des 
EDI über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI; 
SR 831.232.51) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. 
Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste An-
spruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung 
des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind 
(Abs. 1); Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel be-
steht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die 
Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funkti-
onelle Angewöhnung oder für die bei einzelnen Hilfsmitteln ausdrücklich 
genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2). Eine rechtlich erhebliche Er-
werbstätigkeit i.S.v. Art. 2 Abs. 2 HVI ist anzunehmen, wenn die versicherte 
Person ohne Anrechnung allfälliger Renten aus ihrer Tätigkeit ein jährliches 
Einkommen erzielt, das dem Mindestbeitrag für Nichterwerbstätige gemäss 
Art. 10 Abs. 1 AHVG entspricht oder höher ist (SVR 2017 IV Nr. 61 S. 189, 
9C_573/2016 E. 4.1).

3.4 Als Eingliederungsmassnahme unterliegt jede Hilfsmittelversor-
gung den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG. 
Sie hat somit neben den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der 
Geeignetheit und Notwendigkeit auch denjenigen der Angemessenheit 
(Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhält-
nismässigkeitsgrundsatzes zu genügen. Die Abgabe eines Hilfsmittels 
muss demnach unter Berücksichtigung der gesamten tatsächlichen und 
rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen Verhältnis 

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zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Dabei lassen sich vier Teilas-
pekte unterscheiden, nämlich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und 
die persönliche Angemessenheit. Danach muss die Massnahme prognos-
tisch ein bestimmtes Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; so-
dann muss gewährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg 
voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; des Weiteren muss der zu 
erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der kon-
kreten Eingliederungsmassnahme stehen; schliesslich muss die konkrete 
Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 143 V 190 E. 2.2 
S. 192).

3.5 Das Erfordernis der finanziellen Angemessenheit wird im Hilfsmit-
telrecht durch Art. 21 Abs. 3 IVG und Art. 2 Abs. 4 HVI zum Ausdruck ge-
bracht, wonach nur Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher und zweckmässi-
ger Ausführung besteht; durch eine andere Ausführung verursachte zusätz-
liche Kosten hat der Versicherte selbst zu tragen. Die versicherte Person 
hat demnach in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliede-
rungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die 
nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (vgl. Art. 8 
Abs. 1 IVG). Denn das Gesetz will die Eingliederung soweit sicherstellen, 
als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist. Sodann muss 
die einfache und zweckmässige Hilfsmittelversorgung zeitgemäss sein 
(BGE 143 V 190 E. 2.3 S. 193 und E. 7.3.2 S. 198).

4.

4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den 
beidseits unterschenkelamputierten Beschwerdeführer (vgl. act. II 32/22 ff.) 
nebst einer beidseitigen Versorgung mit Unterschenkelprothesen 
(act. II 54) u.a. mit einem Handrollstuhl (act. II 44) samt Elektrohilfsantrieb 
(act. II 36) sowie mit einem Zweitrollstuhl am Arbeitsplatz (act. II 102) ver-
sorgte. Zudem finanzierte sie den barrierefreien Umbau der Wohnung 
(act. II 142), die Anpassung des Arbeitsplatzes (act. II 72) und die behinde-
rungsbedingte Abänderung des Motorfahrzeuges (act. II 79) des Be-
schwerdeführers. Das Gesuch vom April 2024 (act. II 80) um Zweitversor-

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gung mit Unterschenkelprothesen wurde im Wesentlichen damit begründet, 
dass die Versorgung mit dem wasserfesten Funktionspassteil Pro-Flex® XC 
(vgl. <www.ossur.com>, unter: Prothetik/Produkte/Fuss) es dem Be-
schwerdeführer ermöglichen würde, unabhängig auf zwei Beinen unter die 
Dusche zu gehen. Da er mit seiner Familie regelmässig das Meer besuche, 
sollte die Versorgung Salzwasser ertragen können und ihm auch am 
Strand genug Mobilität geben (act. II 80/3).

4.2 In der Stellungnahme vom 15. November 2024 (act. II 125) führte 
die B.________ dazu aus, die anbegehrte Versorgung mit dem Funktions-
passteil Pro-Flex® XC entspreche der ursprünglich offerierten (act. II 3), 
durch die B.________ abgeklärten (act. II 51), in der Rehabilitation zufrie-
denstellend genutzten und von der Beschwerdegegnerin auch zugespro-
chenen (act. II 54 f.) Versorgung. Wieso davon abweichend schliesslich 
eine Versorgung mit dem Funktionspassteil Pro-Flex® Pivot (vgl. 
<www.ossur.ch>, a.a.O.) erfolgt sei, lasse sich nicht nachvollziehen. In An-
betracht der Aspekte, dass zu Hause ein Rollstuhl mit elektrischem Zug-
gerät, sowie auf der Arbeit ebenfalls ein Rollstuhl zur Verfügung stehe, das 
häusliche Umfeld auf die Situation des Beschwerdeführers angepasst wor-
den sei, die zuerst offerierte Versorgung in wasserfester Ausführung emp-
fohlen, verfügt und umgesetzt hätte werden können/sollen, sowie eine 
Zweitversorgung in einfacher Ausführung erstellt werden müsse, könne die 
offerierte Versorgung nicht zur Übernahme empfohlen werden.

4.3 Zu den im Rahmen des Vorbescheidverfahrens vorgebrachten 
Argumenten (vgl. act. II 150, 157/3) nahm die B.________ am 27. März 
2025 (act. II 162/2 ff.) Stellung. Sie führte aus, die Begründung des Be-
schwerdeführers bezüglich der Auswahl der Funktionspassteile während 
der Rehabilitation, es sei weniger um das Gehen, gegangen, sondern viel-
mehr darum, sich an prothetische Versorgung zu gewöhnen, gut stehen zu 
können, sich sicher zu fühlen, und leichter laufen zu lernen, sei nicht nach-
vollziehbar. Zum Zeitpunkt der Abklärung am 26. Januar 2024 sei ein "C-
förmiger"-Prothesenfuss in der Probeversorgung eingebaut gewesen. So-
mit habe der Beschwerdeführer seine ersten Schritte mit dem nun erneut 
offerierten Prothesenfuss erlernt. Beim damaligen Termin seien keine Pro-
bleme mit dem verwendeten Fuss angegeben worden. Soweit es darum 

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gehe, Druckstellen zu vermeiden und den Stumpf zu entlasten, sei der neu 
offerierte Prothesenfuss erfahrungsgemäss der ungeeignetere Fuss. Durch 
die hohe Steifigkeit entstünden höhere Kräfte, die auf den Schaft und somit 
auf den Stumpf wirkten, was zu einer höheren Belastung des Stumpfes 
führe. Da dem Beschwerdeführer am Arbeitsplatz und zu Hause je ein 
Rollstuhl (inklusive Zuggerät) zur Verfügung stünden und er eine zu 70 % 
sitzende bzw. zu 30 % stehend und gehende Tätigkeit ausführe, sei eine 
Zweitversorgung nicht notwendig. Während der gesamten Versorgungszeit 
seien keine technischen Defekte bekannt, die den Beschwerdeführer ge-
zwungen hätten, den Rollstuhl deshalb zu verwenden. Was allfällige Pass-
formprobleme betreffe, würde eine Zweitversorgung nichts nützen, da diese 
in der Regel durch Stumpfveränderungen entstünden und dadurch beide 
Prothesen nicht passformgerecht wären.

4.4 Gemäss Rz. 2001 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen 
herausgegebenen Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch 
die Invalidenversicherung (KHMI) besteht der Anspruch für eine Prothese. 
Die Notwendigkeit einer Zweitversorgung ist eingehend durch die IV-Stelle 
zu überprüfen und wird nur in einfacher Ausführung erstellt. Die Beschwer-
degegnerin beauftragte die B.________ mit der Anspruchsprüfung. Ge-
stützt auf deren Stellungnahmen vom 15. November 2024 (act. II 125) und 
vom 27. März 2025 (act. II 162/2 ff.) verneinte sie den Anspruch auf eine 
Zweitversorgung mit Unterschenkelprothesen beidseits mit der hier ange-
fochtenen Verfügung vom 2. Mai 2025 (act. II 173). Die in den genannten 
Stellungnahmen dargelegte Argumentation, weshalb kein Anspruch auf 
eine Zweitversorgung bestehe, überzeugt in allen Teilen.

4.4.1 Wie von der B.________ korrekt dargelegt, wurde die vom Be-
schwerdeführer gewünschte Prothesenversorgung mit dem wasserfesten 
Funktionspassteil Pro-Flex® XC ursprünglich in der Klinik D.________ als 
Probe-Prothese (act. II 52 f.) getragen und von der B.________ zur Kos-
tenübernahme empfohlen (act. II 51). Die aktuell vom Beschwerdeführer 
benutzten Unterschenkelprothesen sind demgegenüber mit dem Funkti-
onspassteil Pro-Flex® Pivot ausgestattet (act. II 125/3). Der Beschwerde-
führer wählte somit – wohl im Rahmen der Austauschbefugnis (vgl. Art. 
21bis Abs. 1 IVG) – die Versorgung mit einem Modell mit anderen Eigen-

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schaften. Er bringt diesbezüglich vor, das gewählte Modell habe seiner 
damaligen körperlichen Verfassung besser entsprochen. In der Zwischen-
zeit habe sich diese verbessert und er verfüge über mehr Kraft. Dadurch 
sei er in der Lage, das Funktionspassteil Pro-Flex® XC effektiv einzusetzen 
und im Alltag zu nutzen (Beschwerde S. 2). Damit vermag der Beschwer-
deführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Es mag zutreffen, dass das 
Funktionspassteil Pro-Flex® XC im Vergleich zur Erstversorgung mehr Dy-
namik bietet (vgl. act. II 157/3); dass die jetzige Versorgung ihren Zweck 
nicht mehr erfüllen würde und deshalb ausgewechselt werden müsste, ist 
jedoch nicht ersichtlich und wird denn auch nicht geltend gemacht. Insofern 
ist die – erhöhten Anforderungen unterliegende (vgl. E. 4.4 hiervor) – Ver-
sorgung mit einem zweiten Paar Prothesen nicht notwendig. Des Weiteren 
stellt das Schwimmen und Baden keine alltägliche Fortbewegung dar, eine 
Zweitversorgung mit (wasserfesten bzw. meerwasserresistenten [vgl. act. II 
80/1, 80/3]) Prothesen kann vor diesem Hintergrund nicht als einfach und 
wirtschaftlich qualifiziert werden. Soweit die wasserfesten Prothesen der 
einfacheren Körperhygiene (Duschen mit Prothese [vgl. act. II 80/5]) die-
nen, bezwecken sie nicht die Fortbewegung, sondern dienen der Selbst-
sorge; die Aufzählung der für die Selbstsorge aufgeführten Hilfsmittelkate-
gorien ist jedoch abschliessen und enthält keine Prothesen (SVR 2017 IV 
Nr. 61 S. 189, 9C_573/2016 E. 6.3.2).

4.4.2 Die Notwendigkeit einer Zweitversorgung mit Prothesen kann auch 
nicht mit Reparatur- und Servicearbeiten begründet werden, ansonsten 
jeder Betroffene Anspruch auf eine Zweitversorgung hätte. Die unmittelbare 
Verfügbarkeit einer Zweitprothese erleichtert die Mobilität sicherlich, wenn 
eine unvorhergesehene Störung auftritt, indem u.a. der Aufwand für die 
Organisation der Reparatur verringert wird. Eine zwingende Notwendigkeit 
einer Zweitversorgung lässt sich damit allerdings nicht begründen, zumal 
kein Anspruch auf die nach den gegebenen Umständen bestmögliche Ver-
sorgung, sondern nur auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck ange-
messene und notwendige Massnahme besteht. Diesbezüglich ist denn 
auch zu beachten, dass der Beschwerdeführer am Arbeitsplatz und zu 
Hause je ein Rollstuhl (inklusive Zuggerät) zur Verfügung stehen und er 
eine zu 70 % sitzende bzw. zu 30 % stehend und gehende Tätigkeit aus-
führt. Unter diesen Umständen ist eine Zweitversorgung – wie die 

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B.________ überzeugend dargelegt hat (act. II 162/3) – nicht notwendig. 
Darüber hinaus ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die nicht geringen Kos-
ten einer Zweitversorgung mit einer Prothese (vgl. act. II 157/4, /8) in einem 
angemessenen Verhältnis zum Eingliederungszweck stehen sollten, der mit 
der bisherigen Versorgung bereits erfüllt ist (vgl. dazu E. 3.5 hiervor).

4.4.3 Am Ganzen ändert schliesslich nichts, dass der Hausarzt des Be-
schwerdeführers, Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin (vgl. act. II 80/5), und die Lieferantin der Prothesen 
(vgl. act. II 157/1, /6) eine Zweitversorgung unterstützen. Bei allem Ver-
ständnis für die schwierige Situation des Beschwerdeführers und seinem 
Wunsch, bestmöglich ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu 
führen, besteht aus rechtlicher Optik keine Grundlage, um ihm eine Zweit-
versorgung mit Unterschenkelprothesen zuzusprechen. Denn allemal hat 
die versicherte Person nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliede-
rungszweck angemessenen und notwendigen, nicht aber auf die nach den 
gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (vgl. E. 3.5 hiervor).

4.5 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 2. Mai 
2025 (act. II 173) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwer-
de ist offensichtlich unbegründet und abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Be-
schwerdegegnerin (vgl. E. 2.4 hiervor) rechtfertigt hier keine vom Unterlie-
gerprinzip abweichende Kostenverlegung. Der Beschwerdeführer musste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2025, IV 200 2025 352

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die Beschwerde nicht einlegen, um überhaupt Kenntnis von der Stellung-
nahme der B.________ vom 27. März 2025 (act. II 162/2 f.) erhalten zu 
können, hätte er dies doch auch mittels Akteneinsichtsgesuch nach Eröff-
nung der Verfügung vom 2. Mai 2025 (act. II 173) erreichen können. Hinzu 
kommt, dass er sich im Beschwerdeverfahren zur Stellungnahme der 
B.________ (vgl. prozessleitende Verfügung vom 2. Juli 2025) nicht hat 
vernehmen lassen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.