# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e97cd09-38cf-5fa0-a165-99607a8b6bbb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 01.03.2013 510 2012 71 (510 12 71)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2012-71_2013-03-01.pdf

## Full Text

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Entscheid vom 1. März 2013 (510 12 71) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Liegenschaftsunterhalt 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Gerichtsschreiber i.V. v. Q. P. Tran 
 
 

Parteien A.A. und B.A., vertreten durch C.  
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2010 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung zur Staatssteuer 2010 vom 8. Dezember 2011 wurden die 

geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 37'992.-- auf Fr. 16'593.-- gekürzt. 

 

 

2. Mit Schreiben vom 6. Januar 2012 erhob die Vertreterin der Pflichtigen Einsprache und 

beantragte, die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 37'992.-- seien voll-

ständig zum Abzug zuzulassen. 

 Die Vertreterin führte aus, bei den Unterhaltskosten sei ein Anteil von Fr. 4'000.-- bereits 

für wertvermehrende Aufwendungen berücksichtigt worden. Die Pflichtigen hätten die Liegen-

schaft im Jahre 2010 teilweise renoviert. Der bestehende Sonnenschutz inkl. Motorantrieb sei 

dabei durch ein gleichwertiges Produkt ersetzt worden. Weiter sei der bestehende Einbau-

schrank durch einen neuen ersetzt worden. Die Stütz- bzw. Gartenmauer zum Nachbargrund-

stück sei sanierungsbedürftig gewesen. Da mit der Bebauung des angrenzenden Grundstücks 

begonnen worden sei, sei eine Sanierung unumgänglich gewesen. Eine Reparatur der Mauer 

sei mit Fr. 30'000.-- budgetiert worden, weshalb sich die Steuerpflichtigen für eine kostengüns-

tigere Fertiggarage entschieden hätten, die die Mauer zur Einfriedung ersetze. Gleichzeitig 

reichte die Vertreterin diverse Rechnungskopien ein. 

 

 

3. Mit Schreiben vom 19. Juli 2012 bat die Steuerverwaltung um Pläne oder Skizzen wo-

raus hervorgehe, wo sich die Fertiggarage befinde. Zudem verlangte sie diverse Unterlagen ein: 

Rechnung D. AG, Garage und die Endabrechnung; Rechnung Bezirksschreiberei E.; Rechnung 

Bauinspektorat; Offerte (falls vorhanden) über Renovation der Mauer; Nachweis, dass der alte 

(fest eingebaute) Schrank durch einen gleichwertigen Schrank ersetzt worden sei und Fotos 

(Garage, Sonnenschutz, Einbauschrank), welche den Zustand vor und nach den vorgenomme-

nen Sanierungsmassnahmen dokumentierten. 

 Mit Schreiben vom 14. August 2012 lieferte die Vertreterin die verlangten Unterlagen 

nach. Ergänzend führte sie aus, es gebe vom Einbauschrank vor den Sanierungsmassnahmen 

keine Fotos. Der Ersatz sei jedoch von der F. AG per 20. September 2010 bestätigt worden. 

 

 

4. Mit Einsprache-Entscheid vom 31. August 2012 wies die Steuerverwaltung die Einspra-

che ab und verzichtete dabei auf eine reformatio in peius. 

 
 
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 Zur Begründung führte sie aus, bei den vorgenommenen Arbeiten seien auch einige 

Verbesserungen erzielt worden. Der abzugsfähige Liegenschaftsunterhalt sei folgendermassen 

festzusetzen: Fr. 494.30 für die Gebäudeversicherung (G.), Fr. 5'000.-- für den Ersatz Trock-

ner/Waschmaschine (H. AG), Fr. 1'081.05 für Malerarbeiten (I. AG), Fr. 1'264.30 für die Dach-

reparatur (J.), Fr. 5'833.35 (1/3 von Fr. 17'500.--) für den Ersatz Sonnenschutz (K. AG) und Fr. 

656.35 für das Versetzen des Ablaufrohrs (L.), total: Fr. 14'329.35.  

 Nicht abzugsfähig seien Fr. 397.05 für die Plissee Vorhänge, Fr. 1'114.80 für das Erstel-

len des Baugesuches, Fr. 853.20 für die Eintragung des Grenzbaurechts und Fr. 460.-- für die 

Baubewilligung. Anstelle der Sonnenstoren sei eine Pergolakonstruktion aus Aluminium instal-

liert worden. Weil es sich dabei nicht um einen reinen Ersatz handle, seien die zusätzlichen 

Investitionen den nicht abzugsfähigen wertvermehrenden Aufwendungen zuzuordnen. Daher 

sei ein Drittel der Kosten als gleichwertiger Ersatz einzustufen. Für die Einbauschränke könne 

mangels genügender Unterlagen kein Abzug angerechnet werden. Aus den nachgereichten 

Unterlagen gehe hervor, dass die Stützmauer keine Grenzmauer darstelle, weshalb kein steuer-

licher Abzug gemacht werden könne.  

 

 

5. Mit Schreiben vom 25. September 2012 erhob die Vertreterin Rekurs mit dem Begehren, 

die abzugsfähigen Liegenschaftsunterhaltskosten seien mit Fr. 25'564.75 zu veranlagen. 

 Zur Begründung führte sie aus, dem Schreiben liege eine Offerte des Storenbauers bei, 

die die Kosten für einen gleichwertigen Ersatz der zuvor installierten Sonnenstoren nachweisen 

würden. Weiter seien die bestehenden Einbauschränke ersetzt worden, da diese den Pflichti-

gen nicht mehr entsprochen hätten. Ein Umbau der Schränke hätte einen wesentlichen finanzi-

ellen Mehraufwand bedeutet. Wie aus der eingereichten Rechnung hervorgehe, seien Stan-

dardmaterialien verwendet worden. Als wertvermehrende Komponenten würden einzig die ab-

schliessbaren Zylinder betrachtet werden können, was aber nur ein Bruchteil des Wertes aus-

machen könne. Dem Rekursschreiben würde eine Bestätigung beigelegt, welche präzisiere, 

dass es sich bei den demontierten und entsorgten Schränken um Einbauschränke gehandelt 

habe. 

 Betreffend Ersatz des Plissee führte die Vertreterin aus, dass diese keine Vorhänge, 

sondern ein im Fenster fest montierter Licht- und Blickschutz und somit Bestandteil des Gebäu-

des seien, weshalb die Kosten abzugsfähigen Liegenschaftsunterhalt darstellten.  

 Den Ersatz der Gartenmauer betreffend hielt die Vertreterin fest, dass - wie die Steuer-

verwaltung richtig festhalte - die sanierungsbedürftige Gartenmauer keine Grenzmauer gewe-

 
 
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sen sei, weshalb die Instandstellung dieser Mauer nur bei der direkten Bundessteuer, nicht aber 

bei der Staatssteuer abzugsfähige Liegenschaftsunterhaltskosten darstellen würden.  

 

 

6. Mit Vernehmlassung vom 12. November 2012 beantragte die Steuerverwaltung die teil-

weise Gutheissung des Rekurses. 

 Betreffend Sonnenstoren führte sie aus, der Rechnung vom 20. Dezember 2010 sei zu 

entnehmen, dass die ersetzten Storen bereits über eine Sonnen-Windsteuerung verfügt hätten 

und ebenfalls bereits motorisiert gewesen seien. Somit sei die Hälfte der Kosten, d.h. Fr. 8'750.-

- zum Abzug zuzulassen. 

 Bezüglich der Einbauschränke hielt die Steuerverwaltung fest, es dürfe davon ausge-

gangen werden, dass die neuen Schränke speziell nach den Bedürfnissen der Pflichtigen er-

stellt worden seien und somit keinen reinen Ersatz darstellen würden. Es rechtfertige sich, die 

Hälfte der Kosten zum Abzug zuzulassen. Weiter führte die Steuerverwaltung aus, dass es sich 

bei den sog. "Plissees" um Faltstoren handle, welche am Fenster angebracht würden und daher 

als Mobiliar einzustufen seien. Abschliessend hielt die Steuerverwaltung fest, da es sich bei der 

Gartenmauer weder um eine Einfriedung, noch um eine Grenzmauer handle, seien allfällige 

Kosten lediglich bei der direkten Bundessteuer abzugsfähig, nicht jedoch bei der Staatssteuer. 

 

 

7. An der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an Ihren Anträgen fest. 

 
 
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Der Präsident des Steuergerichts zieht   in Erwägung : 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuerge-

richts als Einzelrichter beurteilt. 

 Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist 

ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die im Rekurs geltend gemachten Liegen-

schaftskosten in Höhe von Fr. 25'564.75 zum Abzug zugelassen werden können. 

 

 a) Nach § 29 Abs. 1 lit. e StG werden die notwendigen Kosten für die Verwaltung 

des Vermögens, dazu bei Liegenschaften die Aufwendungen für den Unterhalt, von den steuer-

baren Einkünften abgezogen. Die Kosten des Unterhalts von Gebäuden können nach Wahl des 

Steuerpflichtigen entweder in ihrem tatsächlichen Umfang oder in Form einer Pauschale abge-

zogen werden (vgl. § 29 Abs. 2 StG). Werden sie in ihrem tatsächlichen Umfang geltend ge-

macht, sind sie als steuermindernde Tatsachen vom Steuerpflichtigen durch substantiierte 

Sachdarstellung zu beweisen (vgl. Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 8. Juni 2012, 510 

11 66, E. 4b; StGE vom 29. Juni 2007, 510 06 66, E. 2b). 

 

 b) Als Aufwendungen für den Unterhalt von Liegenschaften gelten gemäss § 9 des 

Dekrets zum Steuer- und Finanzgesetzes vom 19. September 1974 insbesondere die Repara-

turkosten (lit. a); die Prämien für Sachversicherungen, soweit sie sich auf das Gebäude oder 

seine Umgebung beziehen (Brand-, Haushaftpflicht-, Wasserschaden-, Glasschadenversiche-

rung usw.) (lit. b) und die Verwaltungskoten (lit. c). Es handelt sich demgemäss bei den Unter-

haltskosten um Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte bezwecken und die nach 

längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Mit anderen Worten sind Unter-

haltsarbeiten, Aufwendungen, welche ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form und Zweckbe-

stimmung unverändert weiterbestehen lassen; es werden einzig die mangelhaften Teile ersetzt 

oder instand gestellt (vgl. StGE vom 10. August 2012, 510 12 8, E. 3a; StGE Nr. 145/2006 vom 

10. November 2006, E. 2b).  

 
 
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  Nicht abzugsfähig sind indessen die Aufwendungen für die Anschaffung und die 

Verbesserung von Vermögensgegenständen (§ 29 Abs. 3 StG). Also diejenigen Aufwendungen, 

welche zur Wertvermehrung eines Grundstücks führen. Solche wertvermehrende Aufwendun-

gen sind bei der Einkommenssteuer nicht abzugsfähig (vgl. zum Ganzen Schweighauser in: 

Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Art. 29 

N 111 ff.). Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach objektiv-

technischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zustand 

versetzten, d.h. z.B. ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvolleren Gebäudes 

aufrücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für die Instandstel-

lung oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neueinrichtung 

gleichkommt, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig: ebenso wenig wie die Kosten 

für die Beseitigung einer Verwahrlosung (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, 

Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, Zürich 1999, N. 25 ff. zu § 30). 

  Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden 

Aufwendungen hat die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft im Merkblatt "Liegen-

schaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, Denkmal-

pflege", Stand 1. Januar 2010 (nachfolgend Merkblatt) einen nicht abschliessenden Katalog 

aufgestellt. 

 

 c) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung und herrschender Lehre gehören die 

Unterhaltskosten für Liegenschaften zu den Gewinnungskosten (Der Steuerentscheid [StE], 

2005, A 23.1 Nr.10, E. 3.3.; Schweighauser in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steu-

ergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 29 N 69; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar 

zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A. Zürich 2006, § 30 N 36). Gewinnungskosten 

sind alle Vermögensabgänge, die wesentlich durch ein Handeln, das beruflich motiviert ist oder 

Erwerbszwecken dient, verursacht oder bewirkt werden (vgl. Archiv für Schweizerisches Abga-

berecht (ASA), Bd. 58, S. 338). Zwischen § 29 Abs. 2 StG, der den Abzug der Liegenschaftsun-

terhaltskosten regelt, und § 24 Abs. 1 lit. d StG, wonach Einkünfte aus dem Eigengebrauch un-

beweglichen Vermögens zum steuerbaren Einkommen zu rechnen sind, liegt somit ein vom 

Gesetzgeber gewollter Konnex vor (StGE Nr. 145/2006 vom 10. November 2006, E. 4; StGE 

vom 25. Februar 2011, 510 10 71, E. 5a). Der Abzug für Liegenschaftsunterhaltskosten kann 

dementsprechend nur geltend gemacht werden, wenn der liegenschaftliche Wert, an dem der 

Unterhalt getätigt wurde bei der Eigenmietwertberechnung berücksichtigt wird (vgl. Egloff in: 

Klöti-Weber, Siegrist, Weber, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. A. Aarau 2009, 30 N 

132). 

 
 
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3. a) Häufig kann eine einzelne bauliche Massnahme oder Anschaffung nicht als Gan-

zes entweder dem Aufwand oder den wertvermehrenden Aufwendungen zugeteilt werden, da 

sie Elemente beider Kategorien umfasst. In diesen Fällen müssen die Kosten in abzugsfähigen 

Aufwand und wertvermehrende Aufwendungen zerlegt werden (Höhn/Waldburger, Steuerrecht, 

Band II, 9. Auflage, Bern 2002, § 41 N 84).  

 

 b) Unbestritten sind vorliegend die Positionen G., H. AG, I. AG, J. sowie L., weshalb 

im Folgenden nicht weiter auf sie einzugehen ist. 

  Nachfolgend ist zu prüfen, ob es sich bei den geltend gemachten Kosten jeweils 

um abzugsfähige Liegenschaftsunterhaltskosten im Sinne des Art. 29 Abs. 1 StG BL oder um 

wertvermehrende und damit nicht abzugsfähige Aufwendungen handelt. In casu machen die 

Rekurrenten folgende Liegenschaftsunterhaltskosten geltend:  

 

19.02.2010 G., Gebäudeversicherung Fr.  494.30 

28.04.2010 H. AG, Ersatz Trockner/Waschmaschine Fr. 5'000.00 

12.07.2010 M. GmbH, Ersatz Plissee Fr. 397.05 

20.09.2010 F. AG, Ersatz Einbauschränke Fr. 7'171.70 

23.09.2010 I. AG, Malerarbeiten Fr. 1'081.05 

09.11.2010 J., Dachreparatur Fr. 1'264.30 

10.12.2010 K. AG, Offerte Ersatz Sonnenschutz Fr. 17'500.00 

17.12.2010 L., Ablaufrohr versetzen Fr. 656.35 

 abzüglich Fr. 8'000.-- wertvermehrende Aufwendungen - Fr. 8'000.00 

Total  Fr. 25'564.75 

 

 

4. a) In Ihrem Rekurs führte die Vertreterin aus, ein Plissee sei ein im Fenster fest 

montierter Licht- und Blickschutz und somit Bestandteil des Gebäudes.  

  Als Plisseeanlage bezeichnet man nach allgemeiner Auffassung eine dem Rollo 

artverwandte Form des Sonnenschutzes am Fenster. Anders als beim Rollo wird der Stoff vor-

gefaltet (plissiert) und ziehharmonikaartig zu einem Stapel zusammengeschoben. Plisseeanla-

gen werden erfahrungsgemäss mit wenigen Schrauben am innen liegenden Fensterrahmen 

montiert und können ohne grösseren Aufwand wieder demontiert werden. Sie unterscheiden 

sich massgeblich von Fenster- und Rollläden gemäss Ziffer 1.1.7 des Merkblattes. Diese sind in 

die Wand eingelassen, fest verbaut und können nicht ohne erheblichen Aufwand entfernt, resp. 

 
 
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ersetzt werden. Plissees zählen deshalb nicht zum festen Bestandteil eines Hauses und stellen 

Mobiliar dar, dessen Ersatz nicht als Liegenschaftsunterhalt geltend gemacht werden kann (vgl. 

StGE vom 21. November 2008, 510 08 36, E. 4b.) 

 

 b) Betreffend die Einbauschränke legten die Rekurrenten ihrem Rekurs eine Bestä-

tigung der F. AG vom 12. September 2012 bei, worin erklärt wird, dass lediglich bereits beste-

hende Einbauschränke ersetzt worden seien. Der Rechnung vom 20. September 2010 ist nicht 

zu entnehmen, dass beim Ersatz höherwertige Materialien verbaut wurden, die auf eine Kom-

fortsteigerung und somit auf eine Wertvermehrung schliessen lassen. Ebenfalls erscheint der 

Gesamtpreis von Fr. 7'171.70.- als nicht unverhältnismässig hoch. Die Rekurrenten räumen 

zwar ein, dass beim Medikamentenschrank neu Schliesszylinder verbaut worden seien, welche 

wertvermehrenden Charakter hätten. Diese Wertvermehrung ist allerdings vernachlässigbar. 

  Im Merkblatt werden Einbauschränke nicht explizit genannt oder aufgeführt. Ein-

bauschränke sind allerdings mit Küchenschränken vergleichbar, die auch fest verbaut sind und 

erfahrungsgemäss eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren aufweisen (vgl. paritätische Lebens-

dauertabelle des Hauseigentümerverbandes Schweiz [HEV], einsehbar unter: 

www.mieterverband.ch). 

  Wie dem Schätzungsprotokoll der Gebäudeversicherung Basel-Landschaft zu 

entnehmen ist, wurde das Haus im Jahre 1998 gebaut. Dem Protokoll ist weiter zu entnehmen, 

dass sowohl bei der ersten Schätzung vom 4. November 1998, als auch bei den darauffolgen-

den vom 7. Mai 1999 und vom 27. Mai 2011 jeweils Einbauschränke berücksichtigt wurden. 

Somit ist anzunehmen, dass die Einbauschränke zum Zeitpunkt des Ersatzes ca. 12 Jahre alt 

waren und somit praktisch das Ende der statistischen Lebensdauer erreicht hatten. Gemäss 

Ziffer 5.1.2.a des Merkblattes ist der Ersatz einer Küchenkombination zu 100 % als Liegen-

schaftsunterhalt abzugsfähig (vgl. StGE 158/2000 vom 15. Dezember 2000, E. 5), weshalb es 

sich rechtfertigt, 100 % der Ersatzkosten der Einbauschränke, also Fr. 7'171.70 als Liegen-

schaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen. 

 

 c) Die Rekurrenten bestreiten nicht, dass der Ersatz der Storen mit einer gleichzei-

tigen Neuerstellung einer Pergolakonstruktion erfolgte und somit auch eine Wertvermehrung 

statt gefunden hat. Die Steuerverwaltung hat die Wertvermehrung mit einem Einschlag von 2/3 

berücksichtigt und lediglich 1/3 der effektiven Kosten zum Abzug zugelassen. Diese Betrach-

tungsweise ist jedoch zu ungenau. Mit Rekurs vom 25. September 2012 reichten die Rekurren-

ten eine Aufstellung des Storenbauers nach, der den 1:1 Ersatz der bisherigen Anlage veran-

schlagte. Die Ziffer 1.1.6.b des Merkblattes besagt, dass die Kosten für einen gleichwertiger 

 
 
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Ersatz von Sonnenstoren zu 100 % als Liegenschaftsunterhalt abgezogen werden können. Mit 

vorerwähnter Offerte wurde der gleichwertige Ersatz glaubwürdig nachgewiesen, weshalb Fr. 

10'216.30 zum Abzug zuzulassen sind.  

 

 

5. Demgemäss sind folgende Liegenschaftsunterhaltskosten abziehbar:  

 

19.02.2010 G., Gebäudeversicherung Fr.  494.30 

28.04.2010 H. AG, Ersatz Trockner/Waschmaschine Fr. 5'000.00 

20.09.2010 F. AG, Ersatz Einbauschränke Fr. 7'171.70 

23.09.2010 I. AG, Malerarbeiten Fr. 1'081.05 

09.11.2010 J., Dachreparatur Fr. 1'264.30 

17.12.2010 L., Ablaufrohr versetzen Fr. 656.35 

19.09.2012 K. AG, Offerte exkl. Pergolakonstruktion Fr. 10'216.30 

Total  Fr. 25'884.00 

 

Aus diesen Erwägungen folgt, dass der Rekurs vollumfänglich gutzuheissen ist. 

 

 

6. a) Ausgangsgemäss sind den Rekurrenten keine Verfahrenskosten aufzuerlegen 

(Art. 130 StG i.V.m § 20 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und 

Verwaltungsprozessordnung [VPO]). 

 

 b) Nach § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO kann bei Beschwerden in Steuersachen 

der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Vertreters eine angemessene 

Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Vorliegend hat der Ver-

treter der Pflichtigen eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'430.-- inkl. MWSt. geltend ge-

macht (= 15 Stunden à Fr. 150.-- zzgl. MWSt). Dieser verhältnismässig zu hoch ausfallende 

Aufwand wird auf 9 Stunden gekürzt, was in diesem Fall als angemessen zu bezeichnen ist. Die 

Parteientschädigung wird damit auf Fr. 1'458.00 (inkl. MWSt.) festgesetzt, welche den Rekur-

renten zu Lasten der Steuerverwaltung zugesprochen wird.  

 
 
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Demgemäss    wird erkannt: 

 

://: 1. Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

2. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, den Abzug für den Liegenschaftsunter-

halt von Fr. 16'593.-- auf Fr. 25'884.-- zu erhöhen. 

3. Es werden keine Kosten erhoben. Der bereits bezahlte Kostenvorschuss in Höhe 

von Fr. 400.-- wird den Rekurrenten zurückerstattet. 

4. Die Steuerverwaltung hat den Rekurrenten eine Parteientschädigung in Höhe 

von Fr. 1'458.-- (inklusive Auslagen und MWSt.) zu bezahlen. 

5. Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Rekurrenten (2), die Gemeinde 

N. (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

Steuergerichtspräsident: 

 

 

 

 

C. Baader 

Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

 

v. Q. P. Tran