# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36824e15-4cde-5876-8cfb-1e57efeedb1f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2025 200 2024 162
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-162_2025-12-01.pdf

## Full Text

IV 200 2024 162 
FRC/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Januar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
war als … für die C.________ tätig. Er meldete sich am 7. Mai 2020 bei der 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen 
an (Akten der IVB [act. II] 1/10, 13.1/6, 16, 17, 24, 39/2 ff.). Die IVB holte 
Akten der Krankentaggeldversicherung (act. II 13, 30.1) und einen Bericht 
des behandelnden Psychiaters (act. II 27) ein. Nachdem die IVB mit Vorbe-
scheid vom 1. Oktober 2020 (act. II 31) die Abweisung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht gestellt hatte, erhob der Versicherte Einwand 
(act. II 33) und reichte einen weiteren Bericht vom behandelnden Psychia-
ter ein (act. II 35). Der in der Folge konsultierte Regionale Ärztliche Dienst 
(RAD; act. II 37) veranlasste eine Laborkontrolle bezüglich Therapiead-
härenz und Drogenabstinenz (act. II 46). 

Im Rahmen einer ärztlichen Fürsorgerischen Unterbringung (FU; 
act. II 54/2) hielt sich der Versicherte vom 2. bis 17. Juni 2021 in der psych-
iatrischen Klinik D.________ (fortan D.________; act. II 58/2 ff.) und vom 
13. August bis 18. November 2021 im Spital E.________ auf (act. II 95/10 
ff., vgl. auch act. II 101/2 ff.). Vom 23. November 2021 bis 12. Januar 2022 
erfolgte eine teilstationäre Behandlung in dem psychiatrischen Dienst 
F.________ (F.________) (fortan F.________; act. II 100/2 ff., 103). Auf-
grund einer Drohung gegenüber der Ehefrau (act. II 168/194 ff.) wurde 
beim Versicherten vom 12. Januar bis 24. Februar 2022 Untersuchungshaft 
angeordnet (act. II 168/116) und die G.________ veranlasste ein foren-
sisch-psychiatrisches Gutachten vom 31. Januar 2022 (act. II 168/117 ff.). 
Im Rahmen einer behördlichen FU (act. II 168/110) hielt sich der Versicher-
te vom 24. Februar bis 4. Mai 2022 in den psychiatrischen Dienst 
F.________ auf (act. II 114). Mit Entscheid vom 4. Mai 2022 hob die 
H.________ (fortan H.________) die FU rückwirkend per 3. Mai 2022 auf 
und ordnete für die Dauer von zwei Jahren eine ambulante regelmässige 
psychiatrische Behandlung durch dipl. Ärztin I.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, und eine Betreuung durch die psychiatri-
sche Klinik J.________ an (act. II 168/5 ff.).

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Die IVB veranlasste eine bidisziplinäre (psychiatrische/rheumatologische) 
Begutachtung (vgl. Mitteilung vom 18. Oktober 2022 [act. II 123]; Verfügung 
vom 9. November 2022 [act. II 133]; vgl. auch act. II 140) und holte die Ak-
ten der H.________ ein (act. II 167 f.). Vom 24. Oktober 2022 bis 24. Fe-
bruar 2023 erfolgte eine weitere teilstationäre Behandlung des Versicherten 
in dem psychiatrischen Dienst F.________ (act. II 177). Die 
Dres. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und 
L.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie 
Rheumatologie, reichten das bidisziplinäre Gutachten ein (rheumatologi-
sches Gutachten vom 28. Februar 2023 [act. II 182.2]; psychiatrisches 
Gutachten vom 10. Mai 2023 [act. II 182.1]; interdisziplinäre Konsensbeur-
teilung [act. II 182.1/39 f.]). Mit Vorbescheid vom 2. Juni 2023 (act. II 184) 
stellte die IVB die Verneinung eines Anspruchs auf IV-Leistungen mangels 
eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung in Aussicht. 
Hiergegen erhob der Versicherte am 8. Juni 2023 Einwand (act. II 188). Es 
erfolgten Stellungnahmen des Gutachters Dr. med. K.________ vom 10. 
August 2023 (act. II 197) und 27. Dezember 2023 (act. II 206). Ferner 
reichte der Versicherte einen Bericht der M.________, vom 29. November 
2023 (act. II 208) ein, bei welcher der Beschwerdeführer seit 1. Mai 2023 
im Rahmen eines Einsatzes zur sozialen Integration in einem Pensum von 
40 % arbeitete. Am 17. Januar 2024 (act. II 209) verfügte die IVB wie mit 
Vorbescheid in Aussicht gestellt.

B.

Am 19. Februar 2024 erhob der Versicherte, wie bereits im Vorbescheid-
verfahren vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er beantragt das Folgen-
de:

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ein psychia-
trisch-neurologisch-orthopädisches Gerichtsgutachten anzuordnen, 
und es sei dem Beschwerdeführer eine ganze IV-Rente ab November 
2019 zuzusprechen.

2. Eventualiter sei auf die beiden H.________-Gutachten abzustellen und 
dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzusprechen.

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3. Subeventualiter sei dem Beschwerdeführer gestützt auf das psychiatri-
sche Gutachten von Dr. K.________ für die Zeit bis Ende Dezember 
2020 eine ganze IV-Rente, dann mindestens eine halbe Rente und ab 
Juni 2021 bis Ende Mai 2023 eine ganze Rente und anschliessend 
wiederum mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen.

4. Es sei dem Beschwerdeführer das Recht zur unentgeltlichen Prozess-
führung unter Beiordnung der unterzeichnenden Anwältin als unentgelt-
licher Rechtsbeistand zuzusprechen.

- Unter Kostenfolge    -

Am 21. Februar 2024 ging beim Verwaltungsgericht eine redaktionell berei-
nigte Beschwerdeschrift datiert vom 19. Februar 2024 mit gleichlautenden 
Anträgen samt Beilagen und Beilagenverzeichnis ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2024 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

In den Eingaben vom 9. April und 26. Mai 2024 machte der Beschwerde-
führer weitere materielle Ausführungen. Diese wurden der Beschwerde-
gegnerin zugestellt (prozessleitende Verfügungen vom 15. April und 
27. Mai 2024). Mit Eingabe vom 1. Oktober 2025 wurden weitere medizini-
sche Unterlagen eingereicht.

Mit Verfügung vom 15. Oktober 2025 wurde die Pensionskasse 
N.________ zum Verfahren beigeladen und ihr wurde Frist zum Einreichen 
einer Stellungnahme angesetzt, welche sie unbenutzt verstreichen liess 
(vgl. prozessleitende Verfügung vom 18. November 2025).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Januar 2024 
(act. II 209). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwer-
deführers; umstritten ist insbesondere ob der medizinische Sachverhalt 
rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des 
IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse, insbesondere 
des ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung (IVV; SR 831.201), in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitli-
cher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege-
lungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der 
Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat-
bestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). Vorliegend liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der poten-

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ziellen Entstehung des Rentenanspruchs – bei Anmeldung im Mai 2020 
(act. II 1/10) und einer (teilweise 100%igen) Arbeitsunfähigkeit ab Novem-
ber 2019 (act. II 1/4, 13.3/5 f.), mithin bei bestandener Wartefrist (Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG) sowie mit Blick auf die sechsmonatige Karenzfrist (Art. 29 
Abs. 1 IVG) – im November 2020, weshalb insoweit die Bestimmungen des 
IVG, des ATSG und der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fas-
sung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 des Kreisschrei-
bens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 
147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-
Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 
die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 
133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2). Liegt die massgebende Änderung nach dem 31. Dezember 2021, 
finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung 
gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Rz 5500 ff.; Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023; vgl. auch Rz. 9102 KSIR; 
zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 
148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228). 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-

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beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine 
Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur 
Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

2.4

2.4.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4.2 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs 
in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Inva-
liditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch 

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entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

3.

3.1 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 1. Mai 2020 (act. II 13.2/6 ff.) zuhanden der Kran-
kentaggeldversicherung diagnostizierte Dr. med. O.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, eine depressive Störung, gegenwärtig 
mittel- bis schwergradige Episode (ICD-10: F32.2). Er hielt fest, der Be-
schwerdeführer habe nach der Primarschule eine Lehre als … angefangen, 
jedoch wegen psychischer Beschwerden abgebrochen. Danach sei er 
mehrwöchig in dem psychiatrischen Dienst F.________ hospitalisiert ge-
wesen. Im Jahr 2017 habe er eine Stelle bei der C.________ angetreten. 
Seit Frühling 2019 hätten sich schleichende psychische Beschwerden be-
merkbar gemacht. Zu Beginn der Behandlung habe der Beschwerdeführer 
eher ein schwer depressives Zustandsbild gezeigt. Anfang April 2020 habe 
er zur Einnahme von Psychopharmaka motiviert werden können. Es beste-
he eine geringfügige jedoch noch ungenügende Zustandsverbesserung. 
Aktuell sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. 

Im Verlaufsbericht vom 17. Juli 2020 (act. II 27/2 ff.) zuhanden der Be-
schwerdegegnerin diagnostizierte Dr. med. O.________ eine depressive 
Störung, initial im November 2019 schwergradige Episode (ICD-10: F32.2), 
gegenwärtig mittelgradige Ausprägung (ICD-10: F32.1), anamnestisch ei-
nen Verdacht auf paranoide Persönlichkeitsstörung (act. II 27/4). Die bishe-
rige Tätigkeit sei aktuell mit hoher Wahrscheinlichkeit unzumutbar. Das 
Eingliederungspotenzial sei mittel-/längerfristig wahrscheinlich günstig 
(act. II 27/6).

3.1.2 Im psychiatrischen Gutachten zuhanden der Krankentaggeldversi-
cherung vom 22. August 2020 (act. II 30.2) diagnostizierte Dr. med. 
P.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach mittelgradiger bis schwerer 

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depressiver Episode, gegenwärtig grösserenteils remittiert (ICD-10: F32.4; 
act. II 30.2/9). Zur Krankheitsentwicklung hielt der Psychiater fest, im Jahr 
2002/2003 habe der Beschwerdeführer eine Psychose durchlebt und sei 
stationär behandelt worden (act. II 30.2/6). Aufgrund jahrelanger Unauffäl-
ligkeit sei davon auszugehen, dass in den Jugendjahren eine vorüberge-
hende Akzentuierung der Persönlichkeitszüge vorgelegen habe 
(act. II 30.2/9). Zu den testpsychologischen Befunden hielt der Psychiater 
fest, gemäss MADRS bestehe kein Hinweis auf eine depressive Sympto-
matik mit Krankheitswert. Gemäss Mini-ICF-App könne beim Beschwerde-
führer von mittel- bis schweren Beeinträchtigungen der Flexibilitäts- und 
Umstellungsfähigkeit, der allgemeinen Durchhaltefähigkeit und bei Gestal-
tung von Gruppenaktivitäten ausgegangen werden. In den weiteren Berei-
chen seien keine Beeinträchtigung festzustellen (act. II 30.2/8). Die erho-
benen Untersuchungsbefunde stimmten mit den anamnestischen Angaben 
bezüglich des Aktivitätsniveaus des Beschwerdeführers nicht gänzlich übe-
rein (act. II 30.2/8). Der Beschwerdeführer sei vom 13. November 2019 bis 
maximal Ende August 2020 zu 100 % arbeitsunfähig. Danach sei ab 
1. September 2020 von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, ab 1. Oktober 
2020 von 75 % und ab 1. November 2020 von 100 % auszugehen 
(act. II 30.2/10). 

3.1.3 In der Aktennotiz vom 27. Januar 2021 (act. II 46) bezüglich einer 
Laboranalyse hielt RAD-Ärztin Dr. med. Q.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, fest, laborchemisch und klinisch bestehe kein 
Hinweis auf eine akute Entzündung. Das Screening auf Benzodiazepine sei 
positiv, wobei aktenkundig keine solchen verschrieben seien. Bezüglich 
Quetiapin sei von Therapieadhärenz auszugehen. Agomelatin liege unter-
halb der Nachweisgrenze, allerdings lasse sich aus dem Laborbefund keine 
Aussage zur Therapieadhärenz machen.

3.1.4 Im Bericht vom 2. März 2021 (act. II 82/2 ff.) diagnostizierte 
Dr. med. R.________, Fachärztin für Rheumatologie und für Innere Medi-
zin, im Wesentlichen ein chronisches Panvertebralsyndrom (...) und eine 
chronische fibromyalgieforme Beschwerdesymptomatik (...). Die seit über 
acht Jahren vorhandenen Rückenschmerzen des Beschwerdeführers seien 

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multifaktoriell bedingt. Es werde ein Muskelaufbau empfohlen. Aus rheuma-
tologischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 

3.1.5 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik D.________ vom 20. 
Juni 2021 (act. II 58/2 ff.) nach einer Hospitalisierung im Rahmen einer 
ärztlichen FU vom 2. bis 17. Juni 2021 wurde ein akuter Erregungszustand 
mit aggressivem Verhalten bei akuter polymorpher psychotischer Störung 
ohne Symptome einer Schizophrenie, DD: Schwere depressive Episode mit 
psychotischen Anteilen, diagnostiziert. 

3.1.6 Im Verlaufsbericht vom 21. September 2021 (act. II 84) hielt der 
behandelnde Psychiater Dr. med. O.________ fest, die letzte Konsultation 
bei ihm sei am 28. Mai 2021 erfolgt; danach habe der Beschwerdeführer 
ihn am 2. Juni 2021 mit Pfefferspray angegriffen, woraufhin eine notfall-
mässige Einweisung in die psychiatrische Klinik D.________ erfolgt sei. 
Der Beschwerdeführer sei bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig.

3.1.7 Gemäss Austrittsbericht der Spital E.________ vom 23. Dezember 
2021 (act. II 95/10 ff.) erfolgte ein stationärer Aufenthalt vom 13. August bis 
18. November 2021 aufgrund einer depressiven Phase mit zunehmenden 
Angstzuständen und Panikattacken bei langbestehender psychosozialer 
Belastungssituation (act. II 95/11).

3.1.8 Im forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 31. Januar 2022 
(act. II 168/117 ff.) diagnostizierte dipl. Arzt S.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, eine paranoide Schizophrenie 
(act. II 168/139). Der Psychiater hielt fest, der Beschwerdeführer zeige nur 
eine bedingte Störungseinsicht und demnach auch keine klare Therapie- 
und Veränderungsmotivation (act. II 168/144). Er benötige wöchentliche 
ambulante psychiatrische Konsultationen und eine gesicherte, kontrollierte 
Medikamentenabgabe (J.________). Der Konsum von Alkohol, Cannabis, 
Kokain etc. sei zu untersagen und es sollten regelmässige Laboruntersu-
chungen durchgeführt werden (act. II 168/145).

3.1.9 Im Verlaufsbericht vom 21. Februar 2022 (act. II 100/2 ff.) zuhanden 
der Beschwerdegegnerin diagnostizierten Dr. med. T.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und dipl. Arzt U.________, Praktischer 
Arzt, eine paranoide Schizophrenie, ED 2021 (ICD-10: F20.0), DD eine 

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rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.3), gegenwärtig schwere 
Episode mit psychotischen Symptomen, und schädlicher Gebrauch von 
Kokain (ICD-10: F14.1; act. II 100/3). Aktuell bestehe eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit (act. II 100/5). Die Compliance sei fraglich (act. II 100/5). 

Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 24. Febru-
ar 2022 (act. II 103) nach einem teilstationären Aufenthalt vom 23. Novem-
ber 2021 bis 12. Januar 2022 hielten Dr. med. T.________ und dipl. Arzt 
U.________ fest, eine paranoide Schizophrenie sei mittels PANSS-
Untersuchung objektiviert worden. Die schwere psychotische und depressi-
ve Symptomatik sei bis zum Austritt nur marginal remittiert gewesen. Die 
Prognose sei eher verhalten. Am Ende des Aufenthaltes sei eine psychoti-
sche Exazerbation unter Gebrauch von Kokain mit rechtlichen Folgen er-
folgt.

3.1.10 Laut Bericht vom 29. März 2022 (act. II 114/6) nach MRI des Schä-
dels ergab sich kein Anhalt für strukturelle Läsionen.

3.1.11 Im psychiatrischen Gutachten vom 8. April 2022 (act. II 110/2 ff.) 
zuhanden der H.________ hielten Prof. Dr. med. V.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. W.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, sowie dipl. Arzt X.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrischen Dienst F.________, fest, 
der Beschwerdeführer habe am 11. Januar 2022 seiner Ehefrau gedroht, 
ihr den Kopf abzuschneiden. Im forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 
31. Januar 2022 habe dipl. Arzt S.________ eine paranoide Schizophrenie 
diagnostiziert und ein hohes Fremdaggressionspotenzial attestiert; es sei 
eine fürsorgerische Verlegung in die psychiatrischen Dienste F.________ 
empfohlen worden (act. II 110/3). Bei Eintritt am 24. Februar 2022 habe der 
Beschwerdeführer keine Hinweise für fremdaggressives oder selbstaggres-
sives Verhalten gezeigt. Er habe weiterhin die Morddrohungen gegenüber 
seiner Ehefrau bagatellisiert. Auch die Einnahme von Kokain habe der Be-
schwerdeführer weiterhin verneint (act. II 110/7). Beim Beschwerdeführer 
bestehe eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis mit wieder-
kehrenden psychotischen Episoden (act. II 110/11). Aktuell sei von einem 
geringen Risiko betreffend Fremdgefährdung auszugehen. Der Schwere-
grad des Kokainkonsums sei nicht genug bekannt, um eine Aussage darü-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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ber treffen zu können (act. II 110/12). Es handle sich grundsätzlich um eine 
behandelbare Krankheit. Die Einnahme der Medikamente müsse kontrol-
liert werden (z.B. durch J.________; act. II 110/13). Der Beschwerdeführer 
sei mit den empfohlenen therapeutischen Massnahmen nicht einverstan-
den, sei aber trotzdem bereit, sich behandeln zu lassen (act. II 110/14). 

3.1.12 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 10. 
Mai 2022 (act. II 114) nach einem stationären Aufenthalt vom 24. Februar 
bis 4. Mai 2022 diagnostizierten Dr. med. W.________ und dipl. Arzt 
Y.________ eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) und einen Sta-
tus nach schädlichem Gebrauch von Kokain (ICD-10: F14.1). Während des 
Aufenthaltes seien keine psychotischen Symptome zu beobachten gewe-
sen. Die H.________ habe den Beschwerdeführer in die vorbestehenden 
Wohnverhältnisse entlassen mit der Anordnung, er habe eine ambulante 
Behandlung bei dipl. Ärztin I.________ mehrmals pro Woche durchzu-
führen und sei zudem durch die J.________ (Medikamenteneinnahme) zu 
unterstützen.

3.1.13 Im Verlaufsbericht vom 31. August 2022 (act. II 118) hielt die be-
handelnde dipl. Ärztin I.________ fest, der Gesundheitszustand habe sich 
seit der letzten Hospitalisierung verbessert. Eine Erwerbstätigkeit sei nicht 
zumutbar (act. II 118/4).

3.1.14 Im rheumatologischen Gutachten vom 28. Februar 2023 
(act. II 182.2) hielt Dr. med. L.________ fest, mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit seien keine rheumatologischen Krankheiten zu diagnostizie-
ren (act. II 182.2/13). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnosti-
zierte Dr. med. L.________ ein chronisches Thorakolumbovertebralsyn-
drom bei Haltungsinsuffizienz mit hyperkyphotischer Haltung der BWS, 
ohne Hinweise auf segmentale diskogene oder facettäre Ursachen, und 
muskuläre Dysbalance am Beckengürtel sowie beginnender Halux valgus 
beidseits (act. II 182.2/13). Der Beschwerdeführer gebe an, er habe ca. 
2008 erstmals relevante belastungsabhängige Rückenschmerzen verspürt, 
damals habe er auf einer … gearbeitet. Im Jahr 2021 habe Dr. med. 
R.________ festgehalten, es handle sich vorwiegend um muskuläre Pro-
bleme, der Beschwerdeführer müsse die Rückenmuskulatur aufbauen (act. 
II 182.2/8). Aktuell verspüre er weniger Rückenschmerzen. Er könne im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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Haushalt kaum etwas mithelfen, dies aus psychischen Gründen 
(act. II 182.2/10). Weiterhin bestehe eine deutliche Haltungsinsuffizienz mit 
Hyperkyphose der BWS, ausladendem Abdomen sowie Kopf- und 
Schulterprotraktion. Zusätzlich bestünden weiterhin die klinischen Zeichen 
der muskulären Dysbalance am Beckengürtel beidseits, nicht jedoch am 
Schultergürtel. Gegenüber dem Bericht von 2021 bestünden nur noch 6 
von 18 (statt 14 von 18) fibromyalgiformen Beschwerdepunkte (act. II 
182.2/14). Der Beschwerdeführer habe selbst angegeben, dass er nie we-
gen den Rückenschmerzen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewe-
sen sei (act. II 182.2/15).

3.1.15 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 2. 
Mai 2023 (act. II 177) nach teilstationärer Behandlung vom 24. Oktober 
2022 bis 24. Februar 2023 diagnostizierten Dr. med. W.________ und dipl. 
Ärztin Z.________ (im Medizinalberuferegister [MedReg; 
<www.medregom.admin.ch>]: Überprüftes, nicht anerkennbares Diplom 
aus dem Ausland) eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0). Aus me-
dizinischer Sicht sei eine Wiederaufnahme einer Arbeit fraglich, jedoch sei-
en langsam strukturierte IV-Wiedereingliederungsmassnahmen empfeh-
lenswert. Während des Aufenthaltes habe sich eine erfreuliche Stabilisie-
rung des psychischen Zustands gezeigt mit Regredienz des depressiven 
Syndroms. Während des Aufenthalts seien keine psychotischen Symptome 
zu beobachten gewesen. 

3.1.16 Im psychiatrischen Gutachten vom 10. Mai 2023 (act. II 182.1) dia-
gnostizierte Dr. med. K.________ mit Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit eine 
rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwär-
tig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F33.0) und 
aktenanamnestisch eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0). Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er einen Status nach 
schädlichem Gebrauch von Kokain (ICD-10: F14.2) und einen Status nach 
Cannabis-Abhängigkeit mit psychotischem Zustand (ICD-10: F12.2). Der 
Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 24. Oktober 2022 in 
teilstationärer Behandlung in den psychiatrischen Diensten F.________ 
gewesen (viermal pro Woche, jeweils ganztags; act. II 182.1/16), was ihm 
Tagesstruktur gegeben habe; zuvor sei er einfach zuhause geblieben und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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habe nichts mehr gemacht. Der Beschwerdeführer gebe an, dass er noch 
nie Stimmen gehört habe. Manchmal habe er das Gefühl gehabt, dass alle 
gegen ihn seien. Unter Schmerzen leide er nicht (act. II 182.1/17). Die Sit-
zungen bei dipl. Ärztin I.________ hätten zuerst alle 14 Tage stattgefunden 
und während des Besuchs der Tagesklinik noch einmal pro Monat (act. II 
182.1/21). Zu den psychiatrischen Befunden hielt der Gutachter fest, die 
affektive Modulationsfähigkeit sei als leichtgradig eingeschränkt zu beurtei-
len, nicht jedoch die Vitalität. Die Beschwerdeschilderung sei zum Teil lo-
gisch und kohärent, zeitweise auch vage und wenig fassbar, teilweise lasse 
sich eine gewisse Dramatisierungstendenz erkennen. Die Angaben seien 
nicht immer konsistent und zum Teil widersprüchlich (act. II 182.1/22 f.). 
Aus gutachterlicher Sicht sei aufgrund der Einnahme der vielen Psycho-
pharmaka eine Fahrtauglichkeitsprüfung durchzuführen (act. II 182.1/25). In 
der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität hielt der Gutachter fest, 
insgesamt müsse von einer gewissen ungleichmässigen Einschränkung 
des Aktivitätenniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen ausgegangen 
werden: Der Beschwerdeführer sei problemlos in der Lage, mit dem Auto 
zwei Tage hintereinander nach … und wieder zurückzufahren. Demge-
genüber gebe er an, zu keiner ausserhäuslichen Berufstätigkeit mehr fähig 
zu sein. Diese Diskrepanz lasse sich aus rein psychiatrischer Sicht nicht 
begründen. Ein Leidensdruck sei aber vorhanden, schon nur wegen der in 
Anspruch genommenen Therapien (act. II 182.1/25). Zur Herleitung der 
Diagnosen hielt der Gutachter fest, anlässlich der aktuellen Untersuchung 
liessen sich keine für eine schizophrene Krankheit typischen Beschwerden 
nachweisen. Zudem sei der Gedankengang als kohärent zu beurteilen. 
Unter Berücksichtigung aller Umstände könne die Diagnose einer paranoi-
den Schizophrenie heute nicht bestätigt werden (act. II 182.1/27). Aller-
dings sei unter Beachtung der vorliegenden Akten von einem psychoti-
schen Zustand auszugehen, welcher am ehesten als Ausdruck einer para-
noiden Schizophrenie zu betrachten sei. Differentialdiagnostisch müsse 
aber zwingend auch ein drogeninduzierter psychotischer Zustand in Be-
tracht gezogen werden. Als weitere Differentialdiagnose sei eine akut po-
lymorphe psychotische Störung ohne Symptome einer Schizophrenie zu 
nennen, wie sie anlässlich der Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik 
D.________ vom 2. bis 17. Juni 2021 diagnostiziert worden sei 
(act. II 182.1/28). Retrospektiv lasse sich aus gutachterlicher Sicht die Dia-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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gnose einer paranoiden Schizophrenie nicht mit Sicherheit diagnostizieren 
(act. II 182.1/29). Die anlässlich der aktuellen Untersuchung durchgeführte 
Blutkonzentrationsbestimmung der verordneten Psychopharmaka zeige, 
dass der Beschwerdeführer wohl nicht sämtliche ihm verordneten Psycho-
pharmaka regelmässig einnehme. Dennoch sei es zu einer deutlichen Ver-
besserung des Zustands, insbesondere im Vergleich zu den Befunden von 
Anfang 2022 gekommen (act. II 182.1/31). Es seien Ressourcen (Familie, 
Freunde) vorhanden. Es liessen sich keine schwerwiegenden psychiatri-
schen Komorbiditäten nachweisen. Das Fähigkeitsniveau gemäss Mini-
ICF-APP sei leicht- bis eher mittelgradig eingeschränkt (act. II 182.1/31). 
Der Zustand lasse sich innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate 
noch weiter verbessern und stabilisieren (act. II 182.1/32). In der bisherigen 
Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (2x3 Stunden pro Tag; 
act. II 182.1/32). Retrospektiv sei gestützt auf die Akten von November 
2019 bis Ende August 2020 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszu-
gehen. Danach sei es zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit gekom-
men. Aufgrund der im Jahr 2021 diagnostizierten mittelgradigen depressi-
ven Episode sei dann retrospektiv von einer 30%igen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Während den stationären/teilstationären Be-
handlungen vom 2. bis 17. Juni 2021, vom 13. August bis 18. November 
2021 und vom 23. November 2021 bis 12. Januar 2022 sei der Beschwer-
deführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Danach habe weiterhin eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zur Entlassung aus der Klinik am 14. April 
2022 bestanden. Anschliessend sei gemittelt von einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 30 % auszugehen. Wegen der Behandlung in den 
psychiatrischen Diensten F.________ habe von Oktober 2022 bis Ende 
Februar 2023 erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Seit 
März 2023 sei dem Beschwerdeführer erneut eine Arbeit zu 70 % zumutbar 
(gemittelte 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit). Es könne mit gros-
ser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde-
führer unter Einhaltung der bisherigen Massnahmen in einem halben bis 
ganzen Jahr eine etwa 80-100%ige Arbeitsfähigkeit werde erreichen kön-
nen (act. II 182.1/33). In einer angepassten klar strukturierten Tätigkeit sei 
der Beschwerdeführer zu 70 % (2x3 Stunden pro Tag) arbeitsfähig 
(act. II 182.1/33). Für die retrospektive Arbeitsfähigkeit in einer angepass-
ten Arbeit gelte das Gleiche wie bei der bisherigen Tätigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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(act. II 182.1/34). Zur Schadenminderung werde eine regelmässige Thera-
pie und Laborkontrolle bezüglich der Psychopharmaka-Einnahme und Dro-
genabstinenz empfohlen (act. II 182.1/34). 

In der Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, da sich mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit keine rheumatologische Krankheit diagnostizieren 
lasse, könne als gemeinsame Konsensbeurteilung das psychiatrische Gut-
achten uneingeschränkt übernommen werden (act. II 182.1/39).

3.1.17 In der E-Mail vom 21. Juni 2023 (act. II 191) hielt die behandelnde 
dipl. Ärztin I.________ fest, die Verbesserung der psychotischen Sympto-
me unter Behandlung mit einem stark antipsychotischen Medikament sei 
fast schon beweisend für das Vorliegen einer Psychose. Aus kulturellen 
Gründen werde der Haushalt und die Kinderbetreuung durch die Ehefrau 
erledigt. 

3.1.18 In der Stellungnahme vom 10. August 2023 (act. II 197) hielt der 
Gutachter Dr. med. K.________ fest, im Längsverlauf seien von verschie-
denen Psychiatern sehr unterschiedliche Diagnosen gestellt worden. In all 
den Akten würden keine pathognomischen Symptome für eine Schizophre-
nie beschrieben, daher sei er von einer drogeninduzierten Psychose aus-
gegangen. Am 27. Dezember 2023 (act. II 206) hielt er fest, dass es sich 
bei den von der behandelnden dipl. Ärztin I.________ erwähnten Sympto-
men nicht um typische pathognomische Beschwerden einer paranoiden 
Schizophrenie handle. Er halte am Gutachten fest.

3.2

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 17 -

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). Eine von anderen mit der 
versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-
anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.3 Das bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Gutachten vom 
28. Februar 2023 und 10. Mai 2023 (act. II 182.1, 182.2) – gemäss der 
Konsensbeurteilung ist das psychiatrische Gutachten ausschlaggebend – 
erfüllt die beweisrechtlichen Anforderungen der Rechtsprechung an medi-
zinische Berichte (E. 3.2.1 hiervor) und erbringt vollen Beweis. Die Exper-
ten setzten sich mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer-
deführers einlässlich auseinander (act. II 182.1/16 ff., 182.2/7 f., 13) und 
die Ausführungen sowie die Feststellungen sind in Kenntnis der Vorakten 
(act. II 182.1/4 ff., 182.1/6 f.) getroffen worden. Die Experten haben die 
medizinischen Befunde (act. II 182.1/22 f., 182.1/11 f.) und die Diagnosen 
(act. II 182.1/25 f., 182.2/13) nachvollziehbar dargelegt. Die zu ziehenden 
Schlussfolgerungen sind einleuchtend begründet (act. II 182.1/32 ff., 
182.1/14 ff.). In somatischer Hinsicht überzeugt die Beurteilung, dass dem 
Beschwerdeführer eine körperlich leichte bis mittelschwere und vorzugs-
weise rückenadaptierte Tätigkeit vollumfänglich zumutbar ist 
(act. II 182.1/16). In psychiatrischer Hinsicht ist die mit Blick auf die Akten 
der Behandelnden nachvollziehbar, dass der Gutachter Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 18 -

K.________ dem Beschwerdeführer während den statio-
nären/teilstationären Behandlungen vom 2. bis 17. Juni 2021, vom 13. Au-
gust bis 18. November 2021, vom 23. November 2021 bis 14. April 2022 
und von Oktober  2022 bis Ende Februar 2023 eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit attestierte (act. II 182.1/33 ff.). Ebenfalls überzeugt die Einschät-
zung von Dr. med. K.________, dass nach der stationären Behandlung in 
den psychiatrischen Diensten F.________ bis 4. Mai 2022 (act. II 114/1), 
d.h. von Mai 2022 bis Oktober 2022 sowie nach der teilstationären Behand-
lung in den psychiatrischen Diensten F.________ vom 24. Oktober 2022 
bis 24. Februar 2023, bei welcher keine psychotischen Symptome und zu-
dem am Ende eine erfreuliche Stabilisierung mit Regredienz des depressi-
ven Syndroms beschrieben wurde (act. II 177, 182.1/28 f.), von einer gemit-
telten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % auszugehen ist (act. II 
182.1/33 f.). Ferner leuchtet seine Beurteilung ein, die Arbeitsfähigkeit las-
se sich innerhalb eines halben bzw. ganzen Jahres auf 80 bis 100 % stei-
gern (act. II 182.1/33, 35). Konkrete Indizien, die gegen die Schlüssigkeit 
der Expertise sprächen (vgl. E. 3.2.2 hiervor), liegen nicht vor, weshalb 
darauf abzustellen ist.

3.4 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. 
Soweit er geltend macht, die Diagnose einer Schizophrenie sei nachgewie-
sen (Beschwerde, S. 3), kann ihm nicht gefolgt werden. Der Gutachter 
Dr. med. K.________ setzte sich einlässlich mit den in den Vorakten 
fachärztlich gestellten Diagnosen auseinander (act. II 182.1/26 ff.): So hielt 
er korrekt fest, dass in den Berichten vor Juni 2021 keine paranoide Schi-
zophrenie diagnostiziert wurde, sondern eine rezidivierende depressive 
Störung (act. II 13/2/6 ff., 27, 30.2 182.1/26). Der Experte legte überzeu-
gend begründet und im Einklang mit den Akten dar, dass dipl. Arzt 
S.________ am 31. Januar 2022 zwar eine paranoide Schizophrenie dia-
gnostiziert habe, indes im psychopathologischen Befund fragliche inhaltli-
che Denkstörungen in Form von paranoiden Befürchtungen (schwarze Ma-
gie, Angst verflucht zu sein [act. II 168/124]) erwähnt und keine weiteren 
psychotischen Befunde beschrieben habe (act. II 182.1/28). Die Schluss-
folgerung von Dr. med. K.________, es müsse differentialdiagnostisch 
auch ein drogeninduzierter psychotischer Zustand in Betracht gezogen 
werden (act. II 182.1/28), leuchtet ein, traten doch die psychotischen Epi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 19 -

soden insbesondere im Zusammenhang mit Cannabis- oder Kokainkonsum 
auf (vgl. act. II 35/11, 103/4, 114/2, 168/41). Seine Beurteilung deckt sich 
denn auch mit den Vorakten, denn laut Bericht von Dr. med. AA.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und dipl. Arzt AB.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrische Dienste 
F.________, vom 27. Juni 2003 (act. II 35/11) erfolgte bereits vom 6. bis 
27. März 2003 ein stationärer Aufenthalt im Zusammenhang mit einer aku-
ten vorübergehenden psychotischen Störung (ICD-10: F23.1) und einem 
Cannabisabusus (ICD-10: F12.1). Sodann wurde auch im psychiatrischen 
Fachgutachten vom 8. April 2022 und im Austrittsbericht der psychiatri-
schen Dienste F.________ vom 24. Februar 2022 bezüglich des Aufent-
halts in der Tagesklinik vom 23. November 2021 bis 12. Januar 2022 be-
schrieben, dass es am Ende des Aufenthalts zu einer psychotischen Ex-
azerbation unter Gebrauch von Kokain gekommen sei (act. II 103, 
182.1/28). 

Des Weiteren leuchten – nach ausführlicher Diskussion der in Vorakten 
gestellten Diagnosen (act. II 182.1/26 ff.) und mit Blick auf die anlässlich 
der Untersuchung beschriebenen Befunde (act. II 182.1/22 f.) – die 
Schlussfolgerungen des Gutachters Dr. med. K.________ ein, dass die 
Diagnose einer paranoiden Schizophrenie, wie sie im Jahr 2022 von den 
Ärzten der psychiatrischen Dienste F.________ und in den psychiatrischen 
Gutachten vom 31. Januar und 8. April 2022 noch gestellt worden sei, aus 
heutiger Sicht und aufgrund der aktuellen gutachterlichen Untersuchung 
nicht mit Sicherheit gestellt werden könne. Die Beurteilung, dass selbst bei 
tatsächlichem Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie die bisherigen 
Behandlungen als durchaus erfolgreich zu betrachten seien, ist nachvoll-
ziehbar, da der Gutachter während seiner Untersuchung keine pathogno-
mischen Symptome feststellen konnte (act. II 182.1/29). Nichts an der 
Schlüssigkeit des Gutachtens ändert der Umstand, dass Dr. med. 
K.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aktenanamnestisch 
eine paranoide Schizophrenie auflistete, denn es führten drogeninduzierte 
psychotische Exazerbationen zu stationären Behandlungen. Der rechts-
kundig vertretene Beschwerdeführer verkennt sodann, dass es in der Inva-
lidenversicherung für die Bestimmung des Rentenanspruchs grundsätzlich 
unabhängig von der diagnostischen Einordnung eines Leidens und unbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 20 -

sehen der Ätiologie ausschlaggebend ist, ob und in welchem Ausmass eine 
Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vorliegt (BGE 148 V 49 
E. 6.2.2, 143 V 409 E. 4.2.1 f.; Urteil des BGer 8C_121/2023 vom 15. Sep-
tember 2023). Bezüglich des Vorbringens des Beschwerdeführers, das 
psychiatrische Gutachten sei diskrepant zu den von der H.________ veran-
lassten psychiatrischen Gutachten (Beschwerde, S. 3) und es sei darauf 
abzustellen (Beschwerde, S. 1), ist zu bemerken, dass Dr. med. 
K.________ die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit während den statio-
nären und teilstationären Behandlungen nicht in Frage stellte (vgl. act. II 
182.1/33 f.). Der Gutachter Dr. med. K.________ hat sich denn auch zur 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer angepassten Tätigkeit 
schlüssig und überzeugend geäussert (E. 3.3 hiervor).

Die nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Januar 2024 
(act. II 209) datierten und im vorliegenden Verfahren eingereichten Berichte 
von Dr. med. AC.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
sowie dipl. Arzt AD.________, Klinik AE.________, vom 5. April 2024 be-
züglich des stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 8. bis 22. 
März 2024 (Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 1), und von Dr. phil. 
AF.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP (nicht im Psy-
chologieberuferegister [PsyReg; <www.medregom.ad min.ch>] verzeich-
net) vom 13. Mai 2024 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 11) sind ledig-
lich insoweit in die Beurteilung miteinzubeziehen, als dass sie überhaupt 
Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsver-
fahrens – und unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV –  bestehen-
de medizinische Situation erlauben (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23, I 649/06 
E. 3.4). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Eingabe vom 9. 
April 2024) vermögen die Berichte die Ausführungen von Dr. med. 
K.________, dass die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie nicht mit 
Sicherheit gestellt werden könne, nicht in Zweifel zu ziehen: Im Bericht der 
Klinik AE.________ vom 5. April 2024 wurde zwar eine paranoide Schizo-
phrenie (ICD-10: F20.0) diagnostiziert; psychotische Befunde wurden je-
doch nicht festgestellt (act. IA 1/2). Zudem beliessen die behandelnden 
Ärzte die aktuelle antipsychotische Medikation lediglich mit Hinweis auf die 
psychotische Dekompensation und akute Kokainintoxikation im Jahr 2022 
bei aktuell insgesamt stabilem Zustand (act. IA 1/3). Im Rahmen der neu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 21 -

ropsychologischen Abklärung vom 6. Mai 2024 (act. I 11/4) ergaben sich 
sodann Zweifel an der Validität der Befunde, weshalb eine dezidierte Aus-
sage zu Art und Ausmass von kognitiven Einschränkungen nicht getätigt 
werden konnte.

3.5 Nach dem Dargelegten  hat die Beschwerdegegnerin den medizini-
schen Sachverhalt hinreichend abgeklärt. Weitere Beweiserhebungen, na-
mentlich das beantragte psychiatrisch-neuropsychologisch-orthopädische 
Gerichtsgutachten (Beschwerde, S. 1), sind nicht angezeigt (vgl. auch E. 
1.2 hiervor), weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten 
ist (in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 9C_298/2024 
vom 14. August 2024; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.6 Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung vom 
17. Januar 2024 (act. II 209/2) und in der Beschwerdeantwort (vgl. S. 2 
Ziff. 4) davon aus, es habe zwar vorübergehend eine mittelgradige depres-
sive Störung vorgelegen, jedoch seien zum Begutachtungszeitpunkt die 
Befunde nur noch leicht ausgeprägt gewesen; es liege keine chronifizierte 
beziehungsweise therapieresistente psychische Störung vor. Soweit die 
Beschwerdegegnerin in der Folge unter Berücksichtigung der Rechtspre-
chung gemäss BGE 148 V 49, wonach sich eine leicht- bis mittelgradige 
depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch psychiatrische 
Komorbiditäten im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit 
definieren lasse, der medizinisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die 
rechtliche Massgeblichkeit versagt, ist ihr Vorgehen nicht korrekt. Denn 
eine Depression in Kombination mit einer akut polymorphen psychotischen 
Störung bzw. einer psychotischen Exazerbation unter Gebrauch von Ko-
kain bzw. einer paranoiden Schizophrenie stellt denn auch eine schwere 
psychische Störung dar (Umkehrschluss aus BGE 148 V 49). Mit ihrem 
Vorgehen berücksichtigt die Beschwerdegegnerin lediglich die leicht- und 
mittelgradige depressive Episode, indessen nicht die von den behandeln-
den Ärzten während den stationären/teilstationären Aufenthalten attestier-
ten 100%ige Arbeitsunfähigkeiten, welche vom Gutachter bestätigt wurden 
(vgl. act. II 182.1/33 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 22 -

3.7 Zusammenfassend steht in psychiatrischer Hinsicht fest, dass der 
Beschwerdeführer während den stationären bzw. teilstationären Aufenthal-
ten vom 2. bis 17. Juni 2021 in der psychiatrischen Klinik D.________ 
(act. II 58/2 ff.), vom 13. August bis 18. November 2021 in der Spital 
E.________ (act. II 95/12 ff.), vom 23. November 2021 bis 12. Januar 2022 
(act. II 103) und vom 24. Februar bis 4. Mai 2022 (act. II 114) sowie vom 
24. Oktober 2022 bis 24. Februar 2023 (act. II 177) in den psychiatrischen 
Diensten F.________ zu 100 % arbeitsunfähig war. Sodann ist erstellt, 
dass dem Beschwerdeführer von Mai bis Oktober 2022 sowie seit Anfang 
März 2023 und unverändert bis zum massgebenden Verfügungszeitpunkt – 
die mit Eingabe vom 1. Oktober 2025 eingereichten Berichte datieren vom 
September 2025 und sind daher für das vorliegende Verfahren unbeacht-
lich – (act. II 177, 182.1/28 f.) die angestammte sowie eine angepasste 
Tätigkeit zu 70 % zumutbar war (gemittelte Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 30 % [act. II 182.1/33 f.]). Auf dieser Basis sind in der Folge 
die Einkommensvergleiche vorzunehmen.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Frühestmöglicher Rentenbe-
ginn ist vorliegend der 1. November 2020 (vgl. E. 2.1 hiervor). 

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 23 -

322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). Mit In-
krafttreten der Weiterentwicklung der IV am 1. Januar 2022 hat sich bezüg-
lich der Bemessung des Valideneinkommens soweit hier von Interesse 
keine Änderung ergeben (vgl. insbesondere Art. 26 Abs. 1 und Abs. 4 IVV). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) her-
angezogen werden. Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. 
Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensver-
gleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) aus-
zugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, priva-
ter Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung der standardisierten Brut-
tolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert 
(Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 297). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; 

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- 24 -

SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3).

Sodann galt hinsichtlich des leidensbedingten Abzugs nach Art. 26bis Abs. 3 
IVV ab 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 Folgendes: Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis von 50 % oder weniger tätig sein, 
so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezo-
gen. Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von 
Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV 
ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Be-
darf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigen-
den Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, 
ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen 
(BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439).

4.3

4.3.1 Betreffend die stationären Aufenthalte von November 2019 bis Ju-
li/August 2020 attestierte Dr. med. K.________ retrospektiv eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit (act. II 182.1/33 f.; vgl. auch act. II 27). Der Beschwerde-
führer hat dennoch keinen Rentenanspruch, da die Wartefrist (E. 4.1) noch 
nicht erfüllt war. 

4.3.2 Mit Ablauf des Wartejahres ab 1. November 2020 war der Be-
schwerdeführer retrospektiv gestützt auf die Akten in einer leidensange-
passten Arbeit zu 100 % arbeitsfähig (act. II 30.2/10, 182.1/33). 

Der Einkommensvergleich ergibt das Folgende: Der Beschwerdeführer 
arbeitete als Gesunder zuletzt vom 1. Juli 2017 bis 30. April 2020 (letzter 
effektiver Arbeitstag: 12. November 2019) für die C.________. Das Vali-
deneinkommen ist deshalb gestützt auf die Angaben der Arbeitgeberin zu 
ermitteln, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2020 als Gesunder in 
einem Pensum von 100 % monatlich Fr. 4'530.-- verdient hätte (act. II 24/3 
Ziff. 2.10), was jährlich Fr. 58'890.-- (Fr. 4'530.-- x 13 [act. II 39/2]) ergibt.

Da der Beschwerdeführer keine angepasste Arbeit hatte, ist beim Invali-
deneinkommen auf die LSE 2020, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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Männer, abzustellen. Bei monatlich Fr. 5'261.--, angepasst an die betriebs-
übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Bundesamt für Statistik 
[BFS], Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 
2020) und aufgerechnet auf ein Jahr resultiert ein hypothetisches Invali-
deneinkommen von Fr. 65'815.10 (Fr. 5'261.-- / 40 x 41.7 x 12).

Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 58'890.-- und des 
Invalideneinkommens von Fr. 65'815.10 ergibt somit keinen rentenbegrün-
denden Invaliditätsgrad, weshalb der Beschwerdeführer ab 1. November 
2020 keinen Anspruch auf eine Rente hat.

4.3.3 Vom 2. bis 17. Juni 2021 war der Beschwerdeführer zwar zu 100 % 
arbeitsunfähig (act. II 182.1/33). Die weniger als drei Monate (vgl. Art. 88a 
Abs. 2 IVV) dauernde Verschlechterung ist jedoch nicht zu berücksichtigen, 
weshalb der Beschwerdeführer weiterhin keinen Anspruch auf eine Rente 
hat.

4.3.4 Vom 13. August 2021 bis Ende April 2022 wurde der Beschwerde-
führer stationär bzw. teilstationär behandelt (mit Unterbruch wegen einer 
Untersuchungshaft) und war zu 100 % arbeitsunfähig. Ab August 2021 hat 
der Beschwerdeführer deshalb Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. 
E. 2.4.2 hiervor).

Befindet sich die versicherte Person im Straf- oder Massnahmenvollzug, so 
kann während dieser Zeit die Auszahlung von Geldleistungen mit Erwerbs-
ersatzcharakter ganz oder teilweise eingestellt werden (Art. 21 Abs. 5 
Satz 1 ATSG). Die Rechtsprechung legt Art. 21 Abs. 5 ATSG – entgegen 
dem Wortlaut – so aus, dass auch die Untersuchungshaft Anlass für eine 
Sistierung der (Renten-)Leistungen ist, wenn jedenfalls die Haft eine "ge-
wisse Dauer" aufweist, was bei einer Zeitspanne von drei Monaten ange-
nommen wird (vgl. BGE 133 V 1 E. 4.2.4; SVR 2008 IV Nr. 32 S. 104, 
8C_176/2007  E. 4; ADRIAN ROTHENBERGER, in: KIESER/ KRADOL-
FER/LENDFERS [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 21 
N. 178). Der Beschwerdeführer wurde am 12. Januar 2022 wegen Drohung 
gegenüber der Ehefrau und in psychotischem Zustand durch die Polizei auf 
die Bewachungsstation des Spitals AG.________ eingewiesen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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(act. II 168/125; Hafteröffnung: 13. Januar 2022 [act. II 168/122]) und hielt 
sich bis 24. Februar 2022 im AH.________ auf (vgl. act. II 168/116); da-
nach wurde er gemäss Art. 426 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB; SR 210) fürsorgerisch in den psychiatrischen Diensten F.________ 
untergebracht (act. II 168/37). Mit Blick auf die Untersuchungshaft von we-
niger als drei Monaten ist keine Sistierung der ganzen Rente gerechtfertigt. 

4.3.5 Ab Mai 2022 attestierte Dr. med. K.________ eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 %, weshalb ein weiterer Einkommensvergleich durchzuführen ist: 
Dazu ist sowohl das Valideneinkommen von Fr. 58'890.-- als auch das hy-
pothetische Invalideneinkommen von Fr. 65'815.10 auf das Jahr 2022 zu 
indexierten (Nominallohnindex, Männer, 2016-2023, Total; 2020: 103.2; 
2022: 103.6), was ein Valideneinkommen von Fr. 59'118.25 (Fr. 58'890.-- / 
103.2 x 103.6) und ein Invalideneinkommen von Fr. 66'070.20 
(Fr. 65'815.10 / 103.2 x 103.6) ergibt. Beim Invalideneinkommen ist zudem 
die attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % zu berücksichtigen, woraus ein 
hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 46'249.15 (Fr. 66'070.20 x 0.7) 
resultiert.

Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 59'118.25 und des 
Invalideneinkommens von Fr. 46'249.15 ergibt eine Einbusse von 
Fr. 12'868.10 und damit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 
22 % ([Fr. 59'118.25 ./. Fr. 46'249.15] / Fr. 59'118.25 x 100). Die ab 1. Au-
gust 2021 zugesprochene ganze Rente (E. 4.3.4) ist deshalb per 31. Juli 
2022 (Art. 88a Abs. 2 IVV) aufzuheben.

4.3.6 Vom 24. Oktober 2022 bis 24. Februar 2023 war der Beschwerde-
führer zu 100 % arbeitsunfähig und hat deshalb ab Oktober 2022 Anspruch 
auf eine ganze Rente.

4.3.7 Ab März 2023 attestierte Dr. med. K.________ mindestens eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 %. 

Auf einen weiteren Einkommensvergleich für das Jahr 2023, bei welchem 
sowohl das Validen- wie das hypothetische Invalideneinkommen von 2022 
auf das Jahr 2023 zu indexieren (bei gleichen Indexen) wären, ist zu ver-
zichten (vgl. zur Berechnung E. 4.3.5 hiervor), denn es resultiert ohnehin 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Ein zusätzlicher leidensbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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dingter Abzug ist bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auch nicht vorzuneh-
men (Art. 26bis Abs. 3 IVV ab 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023). So-
mit hat der Beschwerdeführer ab 1. Juni 2023 keinen Anspruch mehr auf 
eine Rente  (Art. 88a Abs. 1 IVV).

4.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 17. Ja-
nuar 2024 (act. II 209) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit 
aufzuheben, als dem Beschwerdeführer vom 1. August 2021 bis 31. Juli 
2022 und vom 1. Oktober 2022 bis 31. Mai 2023 eine ganze Rente zuzu-
sprechen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei teilwei-
sem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädi-
gung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 13, P 71/00 
E. 4.1). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Über-
klagung" eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechts-
begehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die 
Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein 
deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht 
die beantragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente 
zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; SVR 2016 IV Nr. 12 S. 
36, 8C_478/2015 E. 5). Es besteht grundsätzlich kein Anlass zu einer an-
deren Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten oder länger dau 
ernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für eine kürzere als 
die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die Höhe des An-
spruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. Indessen 
kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei teilweisem 
Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person im Grund-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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satz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt (SVR 2016 IV 
Nr. 12 S. 36, 8C_478/2015 E. 5, 2011 IV Nr. 38 S. 112, 9C_580/2010 
E. 4.1).

5.2  Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Mit Kostennote vom 9. April 
2024 macht Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ einen Aufwand von Fr. 
5'726.-- (20.45 Stunden à Fr. 280.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 129.90 
und Mehrwertsteuer von Fr. 474.-- (8.1 % auf Fr. 5'855.90), total 
Fr. 6'330.20 geltend. Im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen und unter 
Berücksichtigung der Rechtsschriften sowie des Umstands, dass die 
Rechtsvertreterin den Beschwerdeführer bereits im Verwaltungsverfahren 
vertreten hat, ist die Kostennote überhöht und zu kürzen. Somit hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
ermessensweise pauschal Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und MWST) zu er-
setzen.

5.3 Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege und Beiordnung Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ als amtliche 
Anwältin ist vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 17. Januar 2024 insoweit aufgehoben, 
als dem Beschwerdeführer vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 und 
vom 1. Oktober 2022 bis 31. Mai 2023 eine ganze Rente zugespro-
chen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

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3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ als amtliche 
Anwältin wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, IV 200 2024 162

- 30 -

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.