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**Case Identifier:** d5efa5e0-8566-53a7-96b3-729c694cedb3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.08.2017 IV 2016/172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-172_2017-08-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/172

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 09.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 09.08.2017
Art. 28 IVG. Berechnung des Valideneinkommens: Die Validenkarriere 
entspricht einer unselbständigen Tätigkeit als Autospengler mit den 
Fähigkeiten und der Berufserfahrung des Versicherten und nicht der zuletzt 
ausgeübten selbständigen Tätigkeit als Autospengler. Der Versicherte ist in 
seinem angestammten Beruf als Autospengler nicht mehr arbeitsfähig. In 
einer adaptierten Hilfsarbeit besteht noch eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit. 
Angesichts des aufgrund der Polymorbidität hohen Ausfallsrisikos ist ein 
Tabellenlohnabzug von 10 % gerechtfertigt. Bei einem IV-Grad von 51 % hat 
der Versicherte Anspruch auf eine halbe Rente. Gutheissung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 9. August 2017, IV 2016/172). Aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgerichts 9C_597/2017.

Entscheid Versicherungsgericht, 09.08.2017

Entscheid vom 9. August 2017

Besetzung                                                                      

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2016/172            

Parteien

A.___,

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St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber,

c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich im März 2014 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Er gab an, in B.___ die Volksschule, die 

Hauptschule und die Berufsschule besucht und danach den Beruf des Autospenglers 

erlernt zu haben. Seit April 2013 sei er gesundheitlich beeinträchtigt. Er leide an 

Rückenschmerzen, unter einem Einschlafen des Fusses, an einer starken Müdigkeit 

und an einer starken Einschränkung der Beweglichkeit.

A.b  Ein IV-Sachbearbeiter notierte am 19. März 2014 (IV-act. 9-3), dass der Versicherte 

seit 1986 selbständig erwerbend sei; er führe eine Autospenglerei. Diese müsse der 

Versicherte aus gesundheitlichen Gründen per Ende März 2014 aufgeben.

A.c  Dr. med. C.___, Praktische Ärztin FMH, nannte in ihrem Bericht vom 20. März 2014 

zuhanden der IV-Stelle die folgenden Gesundheitsschäden (IV-act. 6):

•      Diabetes mellitus Typ 2, ED 2008, insulinpflichtig

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•      diabetisches Fusssyndrom mit Status nach Gangrän und Amputation der zweiten 

Zehe Fuss links

•      diabetische Neuropathie

•      arterielle Hypertonie

•      Dyslipidämie

•      Adipositas (BMI 37 kg/m2)

•      Nebenniereninzidentalom links ohne endokrine Aktivität

•      chronischer Nikotinabusus (40 Zigaretten täglich)

•      gesteigerter Alkoholkonsum

•      Lumbalgie.

Der Versicherte sei wegen der eingeschränkten körperlichen Beweglichkeit, der 

diabetischen Neuropathie, der Adipositas, rezidivierenden Lumbalgien sowie der 

starken Müdigkeit seit dem 5. April 2013 zu 100 % arbeitsunfähig.

A.d  RAD-Arzt Dr. med. D.___ notierte am 1.April/2. Mai 2014 (IV-act. 20-3), bei den 

mitgeteilten Gesundheitsstörungen sei es vorstellbar, dass der Versicherte die Tätigkeit 

als selbständiger Autospengler nicht mehr ausüben könne. Eine adaptierte Tätigkeit sei 

dem Versicherten unter einer adäquaten und zumutbaren Behandlung wohl 

uneingeschränkt zumutbar. Der Eingliederungsverantwortliche schloss die 

Frühinterventionsphase am 23. Juli 2014 mit der Begründung, dass der Versicherte 

sich nicht arbeitsfähig fühle, ab (IV-act. 21). Am 24. Juli 2014 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen 

habe (IV-act. 23). Mit Vorbescheid vom 5. August 2014 kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten bei einem IV-Grad von 0 % die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 

27). Obwohl der Versicherte dagegen einen Einwand erhob, verfügte die IV-Stelle am 2. 

Oktober 2014 im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 31).

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A.e  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 31. Oktober 2014 Beschwerde 

(IV-act. 36). Prof. Dr. med. E.___, Facharzt FMH Neurologie, hatte in einem im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Untersuchungsbericht vom 25. August 2014 (IV-

act. 43-6 f.) erklärt, dass sich in der klinisch-neurologischen Untersuchung nur noch 

eine akral-betonte Sensibilitätsstörung an den unteren Extremitäten gezeigt habe. Die 

Beinreflexe seien ausgefallen gewesen. Komplexe Gangvarianten seien bei 

Gangunsicherheit nicht mehr gelungen. Ursächlich sei eine erhebliche 

sensomotorische Polyneuropathie, die am ehesten diabetogener Natur sein dürfte. Eine 

Rolle dürfte auch der Alkoholüberkonsum spielen. Hinweise für eine lumbale 

Radikulopathie oder eine relevante lumbale Spinalkanalstenose hatte Prof. Dr. med. 

E.___ nicht gefunden. Der neue Hausarzt des Versicherten, med. pract. F.___, hatte in 

seinem Bericht vom 23. Januar 2015 (IV-act. 43) als neue Diagnosen ein metabolisches 

Syndrom, einen Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, eine PAVK IIb 

vom Unterschenkeltyp bds. (periphere arterielle Verschlusskrankheit), eine 

degenerative WS-Erkrankung mit Osteochrondrose der LWS und Bandscheibenvorfall 

L4/5 links mit Nervenwurzelverlagerung (CT 04/2014 Spital G.___) und einen C2-

Abusus angegeben. Eine Arbeitsfähigkeit sei derzeit insbesondere wegen dem schlecht 

führbaren Diabetes mit exorbitanten Insulindosen bei Hyperobesitas sowie wegen der 

Folgeerkrankungen im kardiovaskulären und muskuloskelettalen Bereich nicht 

gegeben. Der Hausarzt empfahl eine unabhängige Begutachtung.

A.f  Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hob die Verfügung vom 2. 

Oktober 2014 mit Entscheid vom 19. Mai 2015 auf und wies die Sache zur weiteren 

Abklärung des Sachverhalts und zur anschliessenden neuen Verfügung im Sinne der 

Erwägungen an die IV-Stelle zurück (IV 2014/499, IV-act. 45). Das Gericht erwog, dass 

die IV-Stelle den massgebenden medizinischen Sachverhalt weiter abzuklären habe, 

wobei sich allenfalls eine polydisziplinäre Begutachtung anbiete, der eine fachärztliche 

Klärung des Verdachts auf ein obstruktives Schlafapnoesyndrom und allenfalls eine 

entsprechende Therapie vorausgehen müsste. Im Sinne eines obiter dictum wies das 

Gericht darauf hin, dass die Validenkarriere wohl in einer Erwerbstätigkeit als 

angestellter Autospengler mit den Fähigkeiten und der Berufserfahrung des 

Versicherten bestehe. Der Gerichtsentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

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A.g  Hierauf holte die IV-Stelle weitere Berichte bei den behandelnden Ärzten ein. Dr. 

med. H.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, spez. Pneumologie, gab in seinem 

Bericht vom 25. Juni 2015 (IV-act. 50) als Diagnose ein schweres, überwiegend 

gemischtes und zentrales, aber auch obstruktives Schlafapnoe-Syndrom an. Es werde 

eine CPAP-Behandlung eingeleitet und deren Erfolg in Kürze überprüft. Aus isoliert 

pulmonaler Sicht ergebe sich bei einer korrekt eingestellten CPAP-Behandlung keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Autospengler. Durch die CPAP-Behandlung 

liessen sich die allgemeine Müdigkeit und Abgeschlagenheit verbessern. Med. pract. 

F.___ berichtete der IV-Stelle anfangs Juli 2015 (IV-act. 57), dass der Versicherte voll 

arbeitsunfähig sei. Ohne bariatrisch-chirurgische Massnahmen sei die Prognose 

ungünstig. Es bestehe ein Teufelskreis aus Bewegungsmangel, Adipositas, 

Schmerzsyndromen und Insulinresistenz. Dr. med. I.___, Facharzt für Ohren-, Nasen- 

und Halskrankheiten, erklärte in seinem Bericht vom 22. Juli 2015 (IV-act. 60-2), dass 

ein hochgradiger Verdacht auf ein obstruktives, schweres Sleep-Apnoe-Syndrom 

bestehe. Als Mitfaktoren nannte er eine Nasenseptumdeviation, eine chronische 

Sinusitis, eine Tonsillitis chronica et hypertrophica und eine Zungenhypertrophie.

A.h  Dr. D.___ vom RAD erklärte am 14. September 2015, dass eine polydisziplinäre 

Begutachtung notwendig sei (IV-act. 65). In der Folge wurde der Versicherte im 

Dezember 2015/Januar 2016 durch die ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH 

(nachfolgend: ABI) polydisziplinär (allgemeininternistisch, rheumatologisch, 

psychiatrisch, neurologisch, endokrinologisch und angiologisch) begutachtet 

(Gutachten vom 29. Februar 2016, IV-act. 73). Die Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit lauteten:

•      Fortgeschrittene Polyneuropathie (diabetisch, alkoholtoxisch)

•      chronisches rechtsbetontes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom

−     radiomorphologisch: siehe IV-act. 73-27

−     Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform (langgezogene thorakale Hyperkyphose, 

betonte Kyphosierung im zervikothorakalen Übergang mit HWS- sowie 

Schulterprotraktionsfehlstellung)

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−     muskuläre Dysbalance mit Abschwächung der gesamten abdominellen rücken- 

und gesässstabilisierenden Muskelgruppen mit völlig schmerzlosen reaktiven 

Myogelosen am Stamm.

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter 

(vollständige Diagnoseliste siehe IV-act. 73-27 f.):

•      Metabolisches Syndrom

•      PAVK, aktuell Stadium I vom Unterschenkelarterientyp beidseits

•      obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

•      chronischer Nikotinabusus, ca. 70 py

•      Nebennierenrinden-Inzidentalom links (ED 2009), keine Hinweise für eine 

hormonelle

Aktivität.

In der Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, dass aus neurologischer Sicht 

aufgrund der fortgeschrittenen Polyneuropathie eine Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten 

mit längerem Stehen oder Gehen oder Tätigkeiten mit Anforderungen an das 

Gleichgewichtsvermögen, wie auch für allgemein körperlich mittelschwere Arbeiten wie 

die Tätigkeit als selbständiger Carrosseriespengler bestehe. Körperlich leichte 

Tätigkeiten in sitzender Stellung könne der Versicherte mit einer Arbeits- respektive 

Leistungsfähigkeit von 70 % ausführen. Aus rheumatologischer Sicht beeinflusse das 

chronische lumbospondylogene Schmerzsyndrom die Arbeitsfähigkeit. Körperlich 

regelmässig schwer belastende Tätigkeiten seien dem Versicherten nicht mehr 

zumutbar. Für die angestammte Tätigkeit sowie für wechselbelastende mittelschwere 

Tätigkeiten betrage die Arbeits- resp. die Leistungsfähigkeit 80 %. Körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten könne der Versicherte aus rheumatologischer Sicht 

uneingeschränkt ausüben. Aus angiologischer Sicht könne aufgrund der aktuell 

objektivierbaren Befunde keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Auch aus 

endokrinologischer Sicht bestehe für angepasste, wechselbelastende Tätigkeiten eine 

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100 %ige Arbeitsfähigkeit; nicht empfehlenswert seien Arbeiten mit potenzieller Selbst- 

oder Fremdgefährdung sowie Tätigkeiten, die das Lenken von Fahrzeugen 

beinhalteten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit, da keine psychiatrische Diagnose gestellt werden könne. Auch fänden 

sich aus allgemeininternistischer Sicht keine weiteren Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Aus polydisziplinärer Sicht könne dem Versicherten für die 

angestammte Tätigkeit sowie für jede andere körperlich mittelschwer oder schwer 

belastende Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Für adaptierte, 

körperlich leichte Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 

70 %. Das Pensum könne vollschichtig mit einem erhöhten Pausenbedarf von 10-15 

Minuten pro Stunde und einem leicht reduzierten Rendement umgesetzt werden. 

Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden 

Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, 

dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in diesem Ausmass über die Zeit gemittelt 

seit April 2013 bestehe. Hinweise dafür, dass in der Vergangenheit eine lang 

andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestanden 

hätte, fänden sich nicht. Die Diskrepanz zwischen der gutachterlichen Beurteilung und 

der Selbsteinschätzung des Versicherten, der sich gar nicht mehr arbeitsfähig fühle, sei 

wahrscheinlich in erster Linie auf IV-fremde Gründe wie den schwierigen Arbeitsmarkt, 

die längere Arbeitsabstinenz und eventuell auf einen sekundären Krankheitsgewinn 

zurückzuführen. RAD-Arzt Dr. D.___ erklärte am 3. März 2016 (IV-act. 74), dass das 

Gutachten die versicherungsmedizinischen Anforderungen erfülle, sodass auf es 

abgestellt werden könne.

A.i   Mit Vorbescheid vom 3. März 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei einem 

IV-Grad von 39 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 76). Zur 

Begründung führte sie an, dass der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit als 

Autospengler voll arbeitsunfähig sei. Ohne Behinderung könnte er als angestellter 

Autospengler mit Berufserfahrung ein Jahreseinkommen von Fr. 75'010.-- erzielen. In 

einer behinderungsadaptierten Tätigkeit sei er zu 70 % arbeitsfähig. Gestützt auf die 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) sei es dem Versicherten 

zumutbar, trotz der Behinderung ein Jahreseinkommen von Fr. 45'620.-- zu erzielen. 

Dagegen liess der Versicherte am 22. Februar/18. April 2016 einwenden (IV-act. 77, 

81), dass angesichts seiner gesundheitlichen Einschränkungen, seines 

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fortgeschrittenen Alters, der Notwendigkeit eines Branchenwechsels und des 

reduzierten Pensums ein Abzug von 15 % von den Werten der LSE gerechtfertigt sei. 

Mit Verfügung vom 20. April 2016 (IV-act. 82) wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt bei einem IV-Grad von 39 % ab. Zum Einwand erwiderte sie, dass ein 

Abzug vom Tabellenlohn nicht angezeigt sei.

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

25. Mai 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die 

Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Invalidenrente; eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zur Begründung machte die Rechtsvertreterin 

geltend, dass das Valideneinkommen von Fr. 75'010.-- angesichts der 

Führungserfahrung und der langjährigen Berufstätigkeit als zu tief erscheine. Da dem 

Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar seien, sei ein 

Branchenwechsel notwendig. Zudem seien Arbeiten mit potenzieller Selbst- und 

Fremdgefährdung sowie Tätigkeiten, die das Lenken von Fahrzeugen beinhalteten, 

nicht empfehlenswert. Ausserdem sei die Gehstrecke des Beschwerdeführers auf 100 

Meter limitiert. Unter Berücksichtigung dieser Umstände sei ein Abzug vom 

Tabellenlohn von mindestens 15 % angemessen.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 25. August 2016 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung hielt sie fest, dass dem obiter dictum des 

Entscheides des Versicherungsgerichts vom 15. März 2015, wonach die 

Validenkarriere wohl in einer Erwerbstätigkeit als angestellter Autospengler mit den 

Fähigkeiten und der Berufserfahrung des Beschwerdeführers bestehe, nicht gefolgt 

werden könne. Für die Ermittlung des Valideneinkommens sei rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was eine versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie 

bestenfalls verdienen könnte. Dabei werde in der Regel am zuletzt erzielten Verdienst 

angeknüpft. Der Beschwerdeführer habe in den letzten zehn Jahren vor Eintritt des 

invalidisierenden Leidens im Durchschnitt ein Einkommen von Fr. 34'600.-- erzielt. Das 

Valideneinkommen entspreche somit Fr. 34'600.--. Das Invalideneinkommen sei 

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anhand von Tabellenlöhnen festzulegen (LSE, Total privater Sektor nach Geschlecht, 

Kompetenzniveau 1). Eine Parallelisierung von Validen- und Invalideneinkommen sei 

nicht vorzunehmen, da der Beschwerdeführer als Gesunder freiwillig ein relativ tiefes 

Erwerbseinkommen erzielt habe. Auch bei einem Tabellenlohnabzug von 15 % würde 

kein IV-Grad resultieren (Invalideneinkommen von Fr. 39'064.--).

B.c  In ihrer Replik vom 27. September 2016 (act. G 6) machte die Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers ergänzend geltend, dass auch das Valideneinkommen anhand 

von Tabellenlöhnen zu ermitteln sei. Unter Berücksichtigung des schlechten 

Gesundheitszustandes, der eindrücklichen Diagnoseliste, der hohen Anforderungen an 

eine adaptierte Tätigkeit und des fortgeschrittenen Alters sei davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer die Restarbeitsfähigkeit nicht verwerten könne.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

B.e  Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers bat am 23. März 2017 um eine 

beförderliche Behandlung des Falles, da beim Beschwerdeführer zwischenzeitlich ein 

Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) diagnostiziert worden sei (act. G9). Die 

Klinik für Innere Medizin des Spitals G.___ hatte in einem Kurzaustrittsbericht vom 11. 

Januar 2017 (act. G 9.1) unter anderem einen Verdacht auf ein Pankreaskarzinom bei 

wahrscheinlich maligner Transformation einer IPMN (ED 09/2016) angegeben.

B.f  Am 9. Mai 2017 forderte das Gericht das ABI auf, Stellung dazu zu nehmen, ob die 

vom Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung beklagten Beschwerden und die 

subjektiv vollständige Arbeitsunfähigkeit angesichts der neuen medizinischen 

Erkenntnis in einem anderen Licht zu betrachten seien respektive ob die Gutachter 

unter diesen Umständen an ihrer bisherigen Arbeitsfähigkeitsschätzung festhielten (act. 

G 11). Die Gutachterstelle erklärte am 16. Mai 2017, dass sie die neuesten 

medizinischen Unterlagen benötige, um eine seriöse Beurteilung abgeben zu können 

(act. G 12). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 31. Mai 2017 die 

angeforderten Unterlagen ein (act. G 14). Die Ärzte des Klinik für Gastroenterologie/

Hepatologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatten am 9. Februar 2017 berichtet, 

dass der Beschwerdeführer an einem zytologisch bewiesenen Adenokarzinom des 

Pankreas, lokalisiert im Processus uncinatus, leide (act. G 14.2). Die Ärzte der Klinik für 

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Innere Medizin des Spital G.___ hatten in ihrem Bericht vom 29. März 2017 (act. G 

14.1) festgehalten, dass dem Beschwerdeführer bezüglich der zwei diagnostizierten 

Neoplasien ein operatives Vorgehen empfohlen worden sei. Der Beschwerdeführer 

lehne weitere diagnostische und therapeutische Massnahmen wegen der bereits stark 

eingeschränkten Lebensqualität, der möglichen Komplikationen und der langen 

Hospitalisationsdauer jedoch kategorisch ab. Er sei darauf hingewiesen worden, dass 

die Möglichkeit zur Operation in kurativer Intention zu einem späteren Zeitpunkt 

wahrscheinlich nicht mehr bestehe und dann von einer palliativen Situation auszugehen 

sei.

B.g  Der allgemeininternistische Gutachter und der ärztliche Leiter des ABI erklärten am 

13. Juni 2017 (act. G 16), dass sich die im Januar 2017 gestellte Diagnose eines 

hochgradigen Verdachts auf ein Pankreaskarzinom im Februar 2017 bestätigt habe. 

Retrospektiv sei anhand der Bilder festgestellt worden, dass in diesem Bereich bereits 

im Juni 2016 eine Veränderung vorhanden gewesen sei. Die starke 

Grössenprogredienz in den folgenden sechs Monaten lasse die Annahme zu, dass es 

sich um einen relativ schnell wachsenden Tumor handle, welcher im 

Untersuchungszeitpunkt im Januar 2016 noch nicht oder nur irrelevant klein vorhanden 

gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe seit vielen Jahren über Müdigkeit geklagt. 

Mit der starken Adipositas und einem Diabetes mellitus bestünden verschiedene Co-

Faktoren, die eine erhöhte Ermüdbarkeit erklären könnten. Der Beschwerdeführer habe 

nicht geltend gemacht, dass sich die Müdigkeit plötzlich verstärkt hätte. Es sei 

ausgeschlossen, dass der nun entdeckte Tumor schon Jahre vorhanden gewesen sei 

und müdigkeitsrelevante Auswirkungen gehabt habe. An der gutachterlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung sei daher vollumfänglich festzuhalten. Sie dürfte bis zum 

April 2016 (IV-Verfügung) gelten. Ab Juni 2016 sei möglicherweise eine Veränderung 

der Symptomatik eingetreten, sicher jedoch ab Januar 2017. Für die Zeit ab Juni 2016 

sei von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit und für die Zeit ab Januar 2017 von einer 

vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.

B.h  Die Rechtsvertreterin erklärte am 5. Juli 2017 (act. G 18), dass sie an ihren 

bisherigen Ausführungen festhalte. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine 

Stellungnahme (vgl. act. G 19).

Erwägungen

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1.   

1.1  Mit der angefochtenen Verfügung vom 20. April 2016 hat die Beschwerdegegnerin 

einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad von 39 % 

verneint. Im Beschwerdeverfahren hat sie dann geltend gemacht, dass der IV-Grad 

lediglich 0 % betrage. Strittig und zu prüfen ist demnach, ob der Beschwerdeführer 

einen Rentenanspruch hat.

1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalide¬einkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.   

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2.1  Um das Invalideneinkommen und damit den IV-Grad festlegen zu können, muss 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen.

2.2  Der Beschwerdeführer klagt insbesondere über Gesäss- und Rückenschmerzen. 

Er könne lediglich noch 100 Meter am Stück gehen. Im Stehen würden ihm beide 

Füsse einschlafen. Des Weiteren leide er unter einer starken Müdigkeit. Der allgemein-

internistische Gutachter hat dem Schlafapnoe-Syndrom keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit beigemessen (IV-act. 73-9). Diese Einschätzung deckt sich mit jener 

des behandelnden Pneumologen Dr. H.___, welcher aus isoliert pulmonaler Sicht bei 

einer korrekt eingestellten CPAP-Behandlung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

als Autospengler hat ausmachen können (Bericht vom 25. Juni 2015, IV-act. 50). 

Demnach kann auf die unbestrittene Einschätzung des allgemein-internistischen 

Gutachters abgestellt werden. Der rheumatologische Gutachter hat neben der 

allgemeinen muskulären Dekonditionierung und der Wirbelsäulenfehlhaltung und -

fehlform einzig im Bereich des lumbalen Achsenskeletts fassbare pathoanatomische 

Veränderungen festgestellt (IV-act. 73-19). Seine Schlussfolgerung, dass der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit sowie in wechselbelastenden 

mittelschweren Tätigkeiten zu 80 % und in einer körperlich leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig ist, überzeugt daher. Der 

neurologische Gutachter hat die angestammte Tätigkeit als Autospengler wegen der 

fortgeschrittenen Polyneuropathie als nicht mehr zumutbar erachtet. In einer 

behinderungsangepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe insbesondere 

aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Als 

funktionelle Auswirkung der Polyneuropathie hat der neurologische Gutachter ein 

eingeschränktes Gleichgewichtsvermögen angegeben. Unter Berücksichtigung des 

degenerativen LWS-Syndroms und des fortgeschrittenen Stadiums der 

Polyneuropathie leuchtet die Beurteilung des neurologischen Gutachters, dass der 

Beschwerdeführer vermehrte Pausen zur Erholung benötigt, ein. Der Beschwerdeführer 

fühlt sich psychisch nicht krank (IV-act. 73-12). Der psychiatrische Gutachter hat keine 

psychiatrische Diagnose stellen können. Auch in den Akten ist nirgends eine 

psychiatrische Diagnose vermerkt. Demzufolge ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer nicht an einer 

psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung leidet, die einen Einfluss auf die 

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Arbeitsfähigkeit hätte. Die gemäss den Angaben des Beschwerdeführers seit fast zehn 

Jahren bestehende ständige Müdigkeit (IV-act. 73-7) ist von den Gutachtern auf die 

starke Adipositas und den Diabetes mellitus zurückgeführt worden (act. G 16). Der 

praktisch nicht objektivierbaren gesteigerten Ermüdbarkeit ist jedenfalls durch den 

bereits aus neurologischer Sicht eingeräumten erhöhten Pausenbedarf angemessen 

Rechnung getragen.

2.3  Beim Beschwerdeführer ist im Januar 2017 ein Pankreaskarzinom diagnostiziert 

worden. Die Gutachter sind gestützt auf die Untersuchungsbefunde zum Schluss 

gekommen, dass es sich um einen relativ schnell wachsenden Tumor handle, welcher 

im Untersuchungszeitpunkt (Januar 2016) wie auch im Verfügungszeitpunkt (20. April 

2016) noch nicht vorhanden oder irrelevant klein gewesen sein müsse. Für das 

vorliegende Verfahren ist lediglich der Gesundheitszustand respektive die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bis und mit Verfügungserlass relevant. 

Gestützt auf die überzeugenden Ausführungen der Gutachter ist mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das 

Pankreaskarzinom − sollte es damals schon vorhanden gewesen sein − im 

Verfügungszeitpunkt noch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hat.

2.4  Während die Gutachter von einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte 

Tätigkeiten ausgegangen sind, haben die ehemalige Hausärztin Dr. C.___ sowie der 

aktuelle Hausarzt med. pract. F.___ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch 

für adaptierte Tätigkeiten auf 0 % geschätzt, wobei med. pract. F.___ eine 

unabhängige Begutachtung empfohlen hat. Im vorliegenden Fall lässt bereits die 

Polymorbidität und die Komplexität der gesundheitlichen Beschwerden eine 

interdisziplinäre Beurteilung durch fachspezifische Ärzte als zwingend notwendig 

erscheinen. Hinzu kommt, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweisen). Zu berücksichtigen ist 

auch, dass Gutachter in der Regel über mehr Erfahrung hinsichtlich der 

versicherungsmedizinisch relevanten Arbeitsfähigkeit verfügen als Hausärzte. Die 

abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung der Hausärzte ist aus diesen Gründen nicht 

geeignet, Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu wecken.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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2.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abzustellen ist. Der Beschwerdeführer ist in der 

angestammten Tätigkeit als Autospengler spätestens seit April 2013 andauernd 

arbeitsunfähig. In einer behinderungsadaptierten, körperlich leichten Tätigkeit hat die 

Arbeitsfähigkeit zwischen April 2013 und April 2016 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit 70 % betragen (vollschichtige Umsetzung).

3.   

3.1  Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Arbeitsunfähigkeit ist spätestens im April 

2013 eingetreten. Das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG hat somit im April 2013 

zu laufen begonnen und ist Ende März 2014 erfüllt gewesen. Gemäss Art. 29 Abs. 1 

IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Da sich der Beschwerdeführer erst im März 

2014 zum Leistungsbezug angemeldet hat, würde ein allfälliger Rentenanspruch erst 

ab dem 1. September 2014 entstehen.

3.2  Der Beschwerdeführer ist seit 1986 selbständig als Autospengler tätig gewesen. 

Das Gericht hat im Rückweisungsentscheid vom 19. Mai 2015 in einem obiter dictum 

ausführlich dargelegt, weshalb für die Validenkarriere nicht auf das tatsächlich erzielte 

Erwerbseinkommen als selbständiger Autospengler, sondern auf das Einkommen, 

welches ein angestellter Autospengler mit den Fähigkeiten und der Berufserfahrung 

des Beschwerdeführers verdienen könnte, abzustellen ist (siehe Erw. 3 des 

Entscheides vom 19. Mai 2015, IV 2014/499). Darauf ist zu verweisen. Während die 

Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung dem Valideneinkommen eine 

Erwerbstätigkeit als angestellter Autospengler zugrunde gelegt hat, hat der 

Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort mit Verweis auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung darauf beharrt, dass das Valideneinkommen 

anhand des vom Beschwerdeführer tatsächlich erzielten Einkommens als selbständiger 

Autospengler.___ zu berechnen sei. Diese Ansicht ist völlig realitätsfremd, was sich 

schon darin zeigt, dass gestützt auf die Berechnungen des Rechtsdienstes der 

Beschwerdegegnerin ohne Tabellenlohnabzug ein negativer Invaliditätsgrad von -33 % 

(100 % x -11'358 / 34'600) und mit einem (von der Rechtsvertreterin geforderten) 15 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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%igen Tabellenlohnabzug ein negativer Invaliditätsgrad von -13 % (100 % x -4'464 / 

34'600) resultieren würde. Der Fehler in der Argumentation der Beschwerdegegnerin 

besteht darin, dass sie auf der validen Seite des Einkommensvergleichs als 

versichertes Gut nicht wie in Art. 7 f. ATSG vorgegeben die Erwerbsfähigkeit, sondern 

das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen bezeichnet hat. Auf der invaliden Seite des 

Einkommensvergleichs hat sie dann aber zur "beschädigten" Erwerbsfähigkeit 

gewechselt. Diese Auswechslung des versicherten Gutes erklärt, warum es zu der 

Absurdität einer "negativen Invalidität" gekommen ist. Dass das Valideneinkommen in 

vorliegenden Fall nicht anhand des Durchschnittseinkommens der letzten zehn Jahre 

als selbständig Erwerbender abgestellt werden kann, ist im Übrigen auch aufgrund der 

extremen Schwankungen offensichtlich: Während der Beschwerdeführer gemäss dem 

IK-Auszug (IV-act. 4) beispielsweise im Jahr 2007 ein Erwerbseinkommen von Fr. 

72'500.-- erwirtschaftet hat, hat er im Jahr 2011 lediglich ein Einkommen von Fr. 

12'900.-- erzielt. Auf den in den letzten zehn Jahren erzielten Verdienst als selbständig 

erwerbender Autospengler kann also − auch wenn man der (gesetzwidrigen) Ansicht 

der Beschwerdegegnerin folgen würden, wonach das versicherte Gut auf der validen 

Seite des Einkommensvergleichs das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen sei − nicht 

abgestellt werden, weil dieser nichts darüber auszusagen vermag, welchen Lohn der 

Beschwerdeführer als Gesunder im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns (2014) als 

selbständig erwerbender Autospengler hätte verdienen können. Demzufolge ist im 

Sinne des obiter dictum des Rückweisungsentscheides vom 19. Mai 2015 daran 

festzuhalten, dass die Validenkarriere der Tätigkeit als unselbständiger Autospengler 

mit den Fähigkeiten und der Berufserfahrung des Beschwerdeführers entspricht. Die 

Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen in der angefochtenen Verfügung auf 

Fr. 75'010.-- festgesetzt. Diesen Betrag hat sie anhand des Lohnrechners ermittelt 

(www.lohnrechner.ch; IV-act. 75-2), ohne jedoch das zugrundeliegende 

Anstellungsprofil offenzulegen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat 

moniert, dass das von der Beschwerdegegnerin errechnete Valideneinkommen 

angesichts der Führungserfahrung und der langjährigen Berufstätigkeit als zu tief 

erscheine. Im Jahr 2014 wäre der Beschwerdeführer 59 Jahre alt und seit 28 Jahren als 

selbständiger Autospengler tätig gewesen. Der Beruf des Autospenglers gehört zur 

Abteilung Instandhaltung und Reparatur von Automobilen und zur Berufsgruppe 

Metallarbeiter, Mechaniker und verwandte Berufe. Aus der jahrzehntelangen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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selbständigen Geschäftstätigkeit kann geschlossen werden, dass der 

Beschwerdeführer auch in einem Anstellungsverhältnis das Potential gehabt hätte, 

zumindest eine Aufsichtsfunktion auszuüben (unterste Kaderfunktion). Unter 

Berücksichtigung dieses Anstellungsprofils resultiert bei einer wöchentlichen 

Arbeitszeit von 42 Stunden ein mittlerer Monatslohn (Schweiz) von Fr. 7'240.-- 

(www.lohnrechner.ch). Das Valideneinkommen ist daher auf Fr. 86'880.-- festzusetzen 

(12 x Fr. 7'240.--). Die Divergenz zum von der Beschwerdegegnerin ermittelten 

Valideneinkommen von Fr. 75'010.-- ist wohl darauf zurückzuführen, dass die 

Beschwerdegegnerin die durch die jahrzehntelange selbständige Tätigkeit belegte 

berufliche Qualifikation nicht berücksichtigt hat.

3.3  Der Beschwerdeführer ist in der Tätigkeit als Autospengler nicht mehr arbeitsfähig. 

Die Invalidenkarriere besteht daher in einer körperlich leichten, den Adaptionskriterien 

der Gutachter entsprechenden Hilfsarbeit. Eine solche ist dem Beschwerdeführer noch 

zu 70 % zumutbar. Der schweizerische Durchschnittslohn eines Hilfsarbeiters hat im 

Jahr 2014 − entsprechend dem Valideneinkommen aufgerechnet auf eine Arbeitszeit 

von 42 Stunden − Fr. 66'931.-- betragen (vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2017, abrufbar unter: www.ahv-iv.ch/Portals/0/

Documents/ Webshop/Aktualisierte%20Anh%C3%A4nge.pdf, S. 11). Ohne 

Tabellenlohnabzug würde das Invalideneinkommen somit Fr. 46'852.-- betragen (0.7 x 

Fr. 66'931.--). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass 

aufgrund des Branchenwechsels und der hohen Anforderungen an eine adaptierte 

Tätigkeit (körperlich leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeit, keine 

Arbeiten mit potenzieller Selbst- oder Fremdgefährdung, kein Lenken von Fahrzeugen) 

ein Tabellenlohnabzug von 15 % angemessen sei. Beim Tabellenlohn handelt es sich 

um einen statistischen Durchschnittswert. Basis für den Tabellenlohn eines 

Hilfsarbeiters bilden die in dieser Branche tatsächlich bezahlten Löhne. Die Höhe der 

tatsächlich bezahlten Löhne hängt von unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen bzw. 

ökonomischen Faktoren ab. Diese Faktoren müssen auch bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens berücksichtigt werden. Aufgabe der medizinischen 

Sachverständigen ist es, die zumutbare Arbeitsleistung aus medizinischer Sicht 

festzustellen. In der Arbeitsfähigkeitsschätzung werden also nur die direkten Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Erwerbsmöglichkeiten berücksichtigt. Die 

medizinischen Sachverständigen verfügen offensichtlich nicht über das Fachwissen, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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um auch die indirekten, d.h. die ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Folgen der 

Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Einkommenshöhe abschätzen zu können. Bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens sind daher einerseits indirekte krankheitsbedingte 

Nachteile, andererseits jedoch auch qualifizierende Eigenschaften der versicherten 

Person, die sich auf die Lohnhöhe auswirken, zu berücksichtigen (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 8. Dezember 2015, IV 2013/118 E. 

3.3; vgl. auch Entscheid vom 17. Oktober 2016, IV 2014/121 E. 3.1). Der 

Beschwerdeführer leidet an einer Polymorbidität. Aufgrund der diversen und 

komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen besteht die Gefahr 

überdurchschnittlich häufiger Arbeitsausfälle. Ein potentieller Arbeitgeber wird diesem 

erhöhten Ausfallrisiko bzw. dem Risiko der dadurch anfallenden zusätzlichen Kosten 

(Lohnzahlung ohne Arbeitsleistung) dadurch Rechnung tragen, dass er den 

Beschwerdeführer nur zu einem deutlich unterdurchschnittlichen Lohn einstellt. Weitere 

Faktoren, die sich lohnmindernd auswirken, sind jedoch nicht ersichtlich. Auch wenn 

der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit über keine spezifische 

Berufserfahrung verfügt, so wird ihm die Berufserfahrung als Autospengler, 

insbesondere seine handwerklichen und technischen Fertigkeiten, auch in einer 

Hilfsarbeit zugutekommen. Und schliesslich ist davon auszugehen, dass auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt körperlich leichte, wechselbelastende, vorwiegend 

sitzende Tätigkeiten existieren. Aufgrund des erhöhten Ausfallsrisikos erscheint ein 

Tabellenlohnabzug von 10 % gerechtfertigt. Das Invalideneinkommen beträgt folglich 

Fr. 42'167.--. Bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 44'713.-- resultiert ein IV-Grad von 

abgerundet 51 %.

3.4  Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass der 

Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit aufgrund des schlechten 

Gesundheitszustandes, der hohen Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit und des 

fortgeschrittenen Alters nicht verwerten könne. Ob eine versicherte Person die 

verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch 

verwerten kann, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern 

hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind beispielsweise das 

Alter, die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der 

absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang 

auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren 

Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

30. Juli 2014, 9C_272/2014 E. 2.1 mit Hinweisen; siehe auch Urteil vom 1. März 2017, 

8C_678/ 2016 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des 

Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im April 2013 knapp 58-jährig gewesen, womit ihm bis 

zur ordentlichen Pensionierung eine Restaktivitätsdauer von immerhin sieben Jahren 

verblieben wäre. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sind Tätigkeiten vorhanden, die 

dem Anforderungsprofil des Beschwerdeführers entsprechen. Der Umstellungs- und 

Einarbeitungsaufwand ist bei Hilfsarbeiten klein, da deren Ausübung keine speziellen 

Berufskenntnisse voraussetzt. Zudem gibt es Hilfsarbeiten, in denen der 

Beschwerdeführer von seinen als Autospengler angeeigneten Fertigkeiten wird 

profitieren können; zu denken ist beispielsweise an leichte Montagearbeiten, die 

handwerkliches Geschick erfordern. Auch die relativ hohe Restarbeitsfähigkeit (70 %) 

spricht für eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Unter Berücksichtigung aller 

Umstände ist die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen. Bei einem IV-

Grad von 51 % hat der Beschwerdeführer somit Anspruch auf eine halbe 

Invalidenrente.

3.5  Demnach ist die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist rückwirkend ab 1. September 2014 eine 

halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Die Sache ist zur Ermittlung des 

Rentenbetrages an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.6  Ob es sich bei der Eingabe der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 23. 

März 2017 um ein (vorgezogenes) Rentenrevisionsgesuch handelt, wird die 

Beschwerdegegnerin zu beurteilen haben.

4.   

4.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Wegen der zwei Rückfragen an die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Gutachterstelle ist der Aufwand des Gerichts in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit überdurchschnittlich gewesen. Daher erscheint eine Gerichtsgebühr von 

Fr. 750.-- als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

4.2  Zu klären bleibt, wem die Kosten für die Rückfrage an das ABI in der Höhe von Fr. 

165.60 aufzuerlegen sind. Art. 69 IVG enthält keine Anweisungen an die kantonalen 

Gerichte zur Verlegung der Gerichtskosten. Diese beurteilt sich daher nach den 

einschlägigen kantonalen Bestimmungen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 23. 

Oktober 2008, 9C_672/2008 E. 5.2.1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, N 8 zu Art. 69). Gemäss Art. 95 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRP, sGS 951.1) gehen Kosten, die ein Beteiligter durch 

Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, zu seinen Lasten (sog. 

Verursacherprinzip). Das Pankreaskarzinom ist erst nach Verfügungserlass festgestellt 

worden. Eine Rückfrage an die Gutachterstelle ist trotzdem unabdingbar gewesen, da 

das Gericht mangels medizinischer Kenntnisse nicht hat ausschliessen können, dass 

das Pankreaskarzinom bereits vor Verfügungserlass einen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gehabt hat. Die Konstellation des vorliegenden 

Falles ist insofern ungewöhnlich, als sich erst während des Beschwerdeverfahrens 

herausgestellt hat, dass der medizinische Sachverhalt nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestanden hat. Auch wenn die 

Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses die Verletzung der 

Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG noch gar nicht hat erkennen können, 

ändert dies nichts daran, dass − im Nachhinein betrachtet − eine derartige 

Verfahrensverletzung vorliegt. Auch die Kosten für die Rückfrage in der Höhe von Fr. 

165.60 sind daher der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die 

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Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote eingereicht. In einem 

durchschnittlich aufwändigen IV-Rentenfall spricht das Versicherungsgericht 

praxisgemäss eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- zu. Der hier zu beurteilende 

Fall ist auch für die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers überdurchschnittlich 

aufwändig gewesen, da sie nach Abschluss des Schriftenwechsels weitere 

medizinische Berichte hat einholen und Stellung zur Antwort der Gutachter auf die 

Rückfrage des Gerichts hat nehmen müssen. Daher erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 20. April 2016 aufgehoben 

und dem Beschwerdeführer wird für die Zeit ab dem 1. September 2014 eine halbe 

Rente zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung des Rentenbetrages an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 750.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat die im Gerichtsverfahren angefallenen Expertenkosten 

von Fr. 165.60 zu tragen.

4.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'800.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.08.2017
	Art. 28 IVG. Berechnung des Valideneinkommens: Die Validenkarriere entspricht einer unselbständigen Tätigkeit als Autospengler mit den Fähigkeiten und der Berufserfahrung des Versicherten und nicht der zuletzt ausgeübten selbständigen Tätigkeit als Autospengler. Der Versicherte ist in seinem angestammten Beruf als Autospengler nicht mehr arbeitsfähig. In einer adaptierten Hilfsarbeit besteht noch eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit. Angesichts des aufgrund der Polymorbidität hohen Ausfallsrisikos ist ein Tabellenlohnabzug von 10 % gerechtfertigt. Bei einem IV-Grad von 51 % hat der Versicherte Anspruch auf eine halbe Rente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. August 2017, IV 2016/172). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_597/2017.

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