# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91df10fd-d901-531d-b625-eb724fc9163e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.10.2017 SB170175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170175_2017-10-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB170175-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Oberrichter lic. iur. S. Volken 

und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw M. Konrad 

 

Urteil vom 3. Oktober 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch stv. Leitende Staatsanwältin lic. iur. S. Steinhauser,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

Hinderung einer Amtshandlung etc.  
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht, 
vom 13. Januar 2017 (GG160084) 
 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

22. November 2016 (Urk. 17) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 37 S. 38 ff.) 

 
Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie 

- der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 SVG und Art. 41 Abs. 1bis 

VRV sowie Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV. 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

CHF 30.– (entsprechend CHF 450.–) sowie mit einer Busse von CHF 250.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. 

Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 1'800.00   Gebühr Strafuntersuchung 

CHF 105.00   Zeugenentschädigung 

CHF 3'405.00   Total  
 

- 3 - 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.  

6. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung sowie Zeu-

genentschädigung) und des gerichtlichen Verfahrens werden der Beschul-

digten auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel).  

Berufungsanträge: 

a) Der erbetenen Verteidigung der Beschuldigten: 

 (Urk. 49 S. 1) 

1. Frau A._____ sei von den Vorwürfen der Hinderung einer Amtshandlung 

(strafbar gemäss Art. 286 StGB) sowie der Verletzung einer Verkehrsregel 

durch Telefonieren am Steuer (strafbar gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG iVm 

Art. 31 Abs. 1 SVG sowie Art. 3 Abs. 1 VRV) vollumfänglich freizusprechen. 

2. Hinsichtlich der Verletzung einer Verkehrsregel durch Halten auf dem  

Trottoir (strafbar gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG iVm. Art. 43 Abs. 2 SVG und 

Art. 41 Abs. 1bis VRV) sei Frau A._____ schuldig zu sprechen, allerdings sei 

von einer Busse Umgang zu nehmen. 

3. Die unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

b) Der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland: 

(Urk. 44 S. 1 schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

- 4 - 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

13. Januar 2017 wurde die Beschuldigte A._____ anklagegemäss der Hinderung 

einer Amtshandlung sowie diverser Verkehrsregelverletzungen schuldig gespro-

chen und mit einer Geldstrafe sowie einer Busse bestraft, wobei ihr für die Geld-

strafe der bedingte Strafvollzug gewährt wurde (Urk. 37 S. 38). Gegen diesen 

Entscheid liess die Beschuldigte durch ihren erbetenen Verteidiger mit Eingabe 

vom 18. Januar 2017 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 

StPO; Urk. 29). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert ge-

setzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 40). Die 

Anklagebehörde hat mit Eingabe vom 12. Mai 2017 innert Frist mitgeteilt, dass auf 

Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 44; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). 

Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Art. 389 

Abs. 3 StPO; Urk. 40; Urk. 44). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Beru-

fungserklärung nicht beschränkt (Urk. 40; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklage-

behörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 44). Der 

vorinstanzliche Entscheid ist vollumfänglich angefochten (vgl. Art. 404 StPO). 

2. Am 2. Oktober 2017 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher die 

Beschuldigte in Begleitung ihres erbetenen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____, erschienen sind (Prot. II S. 4). Die Urteilsberatung fand am 3. Oktober 

2017 statt, woraufhin den Parteien gleichentags das vorliegende Urteil eröffnet 

wurde (Prot. II S. 8 f.). 

II. Schuldpunkt 

1. Ausgangslage / Anklagevorwürfe 

Der Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 

22. November 2016 zusammengefasst zur Last gelegt, was folgt (Urk. 17 S. 2 f.): 

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- Die Beschuldigte habe am 24. Februar 2016 vor dem Schulhaus "B._____" in  

C._____ ihren Personenwagen in einer Weise auf dem Trottoir parkiert, dass für 

Fussgänger nicht genügend Platz, jedenfalls weniger als 1.5 Meter, geblieben sei, 

um auf dem Trottoir am Fahrzeug vorbeizugehen. 

- Anschliessend sei die Beschuldigte mit ihrem Personenwagen rund 50 Meter 

weiter zum Kindergarten "D._____" gefahren und habe dort rückwärts parkiert; bei 

dieser Fahrt und dem Manöver habe die Beschuldigte ein Mobiltelefon am rechten 

Ohr gehalten und telefoniert. 

- Schliesslich habe sie der Polizeibeamtin E._____, welche dabei gewesen sei, 

der Beschuldigten eine schriftliche Ordnungsbusse auszustellen, den vorher aus-

gehändigten Fahrzeugausweis entrissen; den ebenfalls ausgehändigten Führe-

rausweis habe die Beschuldigte entreissen wollen, es sei ihr jedoch nicht gelun-

gen. Anschliessend habe die Beschuldigte entgegen der Aufforderung des Poli-

zeibeamten F._____ ihren Wagen bestiegen und die Kontrollörtlichkeit verlassen. 

Durch dieses Verhalten habe die Beschuldigte das Ausstellen einer Ordnungs-

busse behindert. 

2. Zum Vorwurf der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln 

2.1. Die Beschuldigte macht zu den Tatvorwürfen der Verkehrsregelverletzun-

gen – stark zusammengefasst – geltend, sie habe ihren Wagen wohl teilweise auf 

dem Trottoir abgestellt, dieses jedoch "nicht vollständig besetzt". Ob der verblei-

bende Platz auf dem Trottoir weniger als 1.5 Meter betrug, wisse sie nicht genau. 

Als sie beim Kindergarten rückwärts parkiert habe, habe sie nicht telefoniert; sie 

habe das Telefonat beendet, bevor sie weitergefahren sei (Prot. I S. 9-12). Die 

Verteidigung führt dazu aus, es stehe nicht fest, dass der verbleibende Platz auf 

dem Trottoir geringer als 1.5 Meter betragen habe; es habe sich auch kein Kind 

genähert, weshalb niemand habe behindert werden können. Betreffend den Vor-

wurf des Telefonierens während des Fahrens "stehe Aussage gegen Aussage" 

und es hätte keinen Sinn gemacht, telefonierend weiterzufahren, nachdem die 

Beschuldigte ja bereits im parkierten Zustand telefoniert habe (Urk. 25 S. 6-8).  

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2.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Zeugen E._____ und F._____ sowie 

diejenigen der Beschuldigten ausführlich wiedergegeben (Urk. 37 S. 6-9). Darauf 

wird verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Anschliessend hat sie in einer sorgfältigen 

Beweiswürdigung zusammengefasst erwogen, was folgt (Urk. 37 S. 11-14):  

Die Aussagen der beiden Zeugen wirkten nicht abgesprochen, sondern vielmehr 

schlüssig, detailliert und realitätsnah. Die Beschuldigte hingegen habe lediglich an 

der Hauptverhandlung Aussagen gemacht, sich dabei praktisch darauf be-

schränkt, sämtliche Anklagevorwürfe kategorisch abzustreiten, und häufig aus-

weichende Antworten gegeben.  

Zum Anhalten auf dem Trottoir hätten beide Zeugen übereinstimmend ausgesagt, 

dass die Beschuldigte mit beiden Rädern der Beifahrerseite auf dem Trottoir 

stand, was die Beschuldigte anerkenne. Die Zeugen hätten übereinstimmend zu 

Protokoll gegeben, dass die Beschuldigte über die Hälfte des Trottoirs blockierte. 

Die Zeugin E._____ habe ausgesagt, dass neben dem Fahrzeug der Beschuldig-

ten weniger als die nötigen 1.5 Meter Platz geblieben seien. Der Zeuge F._____ 

habe erklärt, dass die Beschuldigte das Fahrzeug fürchterlich blöd aufs Trottoir 

gestellt habe, so dass die Kinder, insbesondere jene, welche ein Velo gestossen 

hätten, nicht mehr auf dem Trottoir haben gehen können, sondern auf die Strasse 

haben ausweichen müssen, wobei das Trottoir an dieser Stelle vielleicht maximal 

1.5 Meter breit sei und die Beschuldigte über die Hälfte auf dem Trottoir gestan-

den sei. Beide Zeugen hätten den heranfahrenden Chrysler und dessen Anhalten 

auf dem Trottoir von Beginn weg sowie in guter Sichtdistanz beobachten und  

detaillierte Angaben zum Umfang des blockierten und des verbliebenen freien 

Platzes auf dem Trottoir machen können. Gesamthaft sei auf die Aussagen der 

beiden Zeugen abzustellen.  

Beide Zeugen hätten ferner in der Untersuchung unabhängig voneinander bestä-

tigt, gesehen zu haben, wie die Beschuldigte mit dem Mobiltelefon am Ohr das 

Fahrzeug geführt habe. Der Zeuge F._____ habe ausgesagt, dass es gut ersicht-

lich gewesen sei, dass die Beschuldigte mit dem Telefon am Ohr gefahren sei 

und dass er das krass gefunden habe, weil es noch Kindergärtner gehabt habe. 

Diese detailreichen Beobachtungen und eigenen Formulierungen deuteten auf 

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tatsächlich Erlebtes hin. Die Aussage der Zeugin E._____, wonach die Beschul-

digte das Mobiltelefon mit der rechten Hand ans linke Ohr gehalten habe, was 

auffällig gewesen sei, sei eine individuell geprägte, originelle Schilderung des Be-

obachteten und spreche für die Glaubhaftigkeit der Aussage der Zeugin. Entspre-

chend sei auch diesbezüglich  auf die Aussagen der Zeugen abzustellen. 

Der Einwand der Verteidigung, das der Beschuldigten vorgeworfene Verhalten sei 

unlogisch, treffe nicht zu und entlaste sie nicht. Entgegen der Verteidigung habe 

der Zeuge F._____ den Tatablauf auch einsehen und entsprechend detailreich 

beschreiben können.  

2.3. Die Verteidigung rügt diese Erwägungen der Vorinstanz im Berufungs-

verfahren dahingehend, es bestünden an der Glaubwürdigkeit der Zeugen 

E._____ und F._____ berechtigte Zweifel. So habe der Zeuge F._____ die Aus-

sage der Zeugin E._____ stützen wollen und dies obwohl er mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit von seinem Standpunkt aus gar nicht habe sehen 

können, ob die Beschuldigte telefoniert habe. Auch liessen die weiteren Aussagen 

des Zeugen F._____ die Beschuldigte in einem schlechten Licht erscheinen, wür-

den aber mit den objektiven Umständen nicht übereinstimmen. Weiter bringt die 

Verteidigung zusammengefasst vor, die Aussagen der Beschuldigten, wonach sie 

erst nach dem Telefonat ihren Wagen gestartet und in die …-Strasse eingebogen 

sei um dort zu parkieren, seien glaubhaft und nachvollziehbar. Hinzukomme – so 

die Verteidigung – dass die Zeugin E._____ zumindest in einem zentralen Punkt 

hinsichtlich der Antwort auf ihre Frage, ob die Beschuldigte die Busse sogleich 

bezahlen wolle, sich widersprechende Aussagen gemacht habe (Urk. 49 S. 9 ff.). 

Betreffend den Vorwurf des fehlerhaften Haltens auf dem Trottoir beanstandet die 

Verteidigung, es stehe gar nicht sicher fest, ob der auf dem Trottoir verbleibende 

Durchgang weniger als 1.5 Meter betragen habe. Weit wichtiger sei aber, dass 

gar keine Kinder die besagte Stelle passieren wollten und niemand behindert 

worden sei (Urk. 49 S. 12 f.).  

2.4. Entgegen der Kritik der Verteidigung ist die Beweiswürdigung der Vor-

instanz nicht zu beanstanden: Betreffend den neben dem Fahrzeug auf dem  

Trottoir verbleibenden Platz zum Passieren haben die beiden Zeugen E._____ 

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und F._____ eindeutig und übereinstimmend angegeben, dass die entsprechende 

Breite klar weniger als 1.5 Meter betragen hat (Urk. 6/1 S. 3 f.; Urk. 6/3 S. 3 f.). 

Dem steht nicht einmal eine substantiierte Bestreitung der Beschuldigten entge-

gen (Prot. I S. 10). Auch an der Berufungsverhandlung gab die Beschuldigte le-

diglich an, sie wisse nicht, wie breit das Trottoir gewesen sei (Urk. 48 S. 6). 

2.5. Ebenso übereinstimmend sowie detailliert wurde geschildert, dass die  

Beschuldigte beim Wegfahren und anschliessenden Rückwärts-Einparkieren mit 

ihrem Mobil-Telefon telefoniert hat. Weshalb ein gleichzeitiges Fahren und Tele-

fonieren "vollkommen unlogisch sein soll", wie die Verteidigung auch an der Beru-

fungsverhandlung behauptet (Urk. 25 S. 7; Urk. 49 S. 11), hat bereits die Vor-

instanz mit zutreffender Begründung verworfen (Urk. 37 S. 13) und ist überdies 

nicht ersichtlich: Die Beschuldigte war auf der Suche nach ihrem Kind, welches 

sie beim Kindergarten wähnte, und gleichzeitig wollte sie feststellen, ob das Kind 

mittlerweile zu Hause angekommen ist. Der Zeuge F._____ hat diesbezüglich 

eindrücklich und überzeugend seine Empfindung geschildert: Die Beschuldigte 

habe auch beim Rückwärtsfahren auf den Parkplatz telefoniert, was er "krass" ge-

funden habe, weil es Kindergärtner gehabt habe (Urk. 6/3 S. 4), welche Aussage 

klare Glaubhaftigkeitskriterien enthält. Auch vermag die Behauptung der Verteidi-

gung bzw. der Beschuldigten, der Zeuge F._____ hätte von seinem Standpunkt 

aus mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht sehen können, ob 

die Beschuldigte telefoniert habe (Urk. 49 S.10), die glaubhaften Schilderungen 

des Zeugen nicht umzustossen. Der exakte Standpunkt des Zeugen ist vorliegend 

nicht bekannt und lässt sich auch durch die an der Berufungsverhandlung einge-

reichten Fotos (Urk. 50/1-3) nicht belegen. Die Darstellung der Verteidigung, die 

Beschuldigte sei vorwärts und nicht rückwärts gefahren (Urk. 25 S. 7), entspricht 

sodann auch der Darstellung der Zeugen und steht der Anklageformulierung nicht 

entgegen; erst vor dem Kindergarten habe sie rückwärts einparkiert.  

Der Anklagesachverhalt betreffend die inkriminierten Übertretungen ist damit er-

stellt.  

2.6. Schliesslich ist auch die rechtliche Würdigung von Anklagebehörde und 

Vorinstanz betreffend die Tatvorwürfe der Verkehrsregelverletzungen zutreffend: 

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Diese wird seitens der Verteidigung auch nicht substantiiert angezweifelt (Urk. 25; 

Urk. 49). Ob konkret Fussgänger gezwungen waren, den parkierten Wagen der 

Beschuldigten auf der Strasse zu umgehen bzw. behindert wurden, ist für die Er-

füllung des Tatbestandes von Art. 41 Abs. 1bis VRV – entgegen den Vorbringen 

der Beschuldigten und ihrer Verteidigung (Urk. 48 S. 6 f.; Urk. 49 S. 13) – nicht re-

levant. Ein besonders leichter Fall im Sinne von Art. 100 Ziff. 1 Abs. 2 SVG wie er 

von der Verteidigung geltend gemacht wird (Urk. 25 S. 8; Urk. 49 S. 13 f.) liegt 

schliesslich nicht vor. Obwohl das Motiv der Beschuldigten für ihr Fehlverhalten 

nachvollziehbar scheint, wäre gerade in der Nähe eines Kindergartens erhöhte 

Vorsicht geboten gewesen. Zudem hätte die Beschuldigte ohne Zeitverlust auf ei-

nem freien Parkplatz parkieren und anschliessend zu Hause anrufen können.  

Nach dem Gesagten ist die Beschuldigte der mehrfachen Verletzung der Ver-

kehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 

SVG und Art. 41 Abs. 1bis VRV sowie Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV 

schuldigt zu sprechen. 

3. Zum Vorwurf der Hinderung einer Amtshandlung 

3.1. Gemäss Anklagesachverhalt hat die Beschuldigte den Tatbestand der Hin-

derung einer Amtshandlung erfüllt, indem sie einerseits der Polizeibeamtin 

E._____ die vorher ausgehändigten Führer- und Fahrzeugausweise entriss und 

andererseits entgegen der Aufforderung des Polizeibeamten F._____ die Kon-

trollörtlichkeit verliess (Urk. 17 S. 3). Rapportiert wurde noch – nebst Weiterem – 

wegen Nichtbefolgen einer polizeilichen Anordnung gemäss Polizeiverordnung 

(Urk. 1 S. 1). Eingang in die Anklage fand dies indessen nicht (Urk. 17). Die Vo-

rinstanz hat sich in ihrer rechtlichen Würdigung materiell ausschliesslich mit dem 

Entreissen der Ausweise auseinandergesetzt: Die massgebliche Amtshandlung 

sei das Ausstellen einer Ordnungsbusse gewesen; dazu sei die Aufnahme der 

Personalien des zu Büssenden notwendig; dies habe die Beschuldigte durch das 

Wegreissen der Ausweise behindert. Zum Verlassen der Kontrollörtlichkeit erwägt 

die Vorinstanz ausdrücklich, der Beschuldigten werde nicht vorgeworfen, dadurch 

das Ausstellen der Ordnungsbusse behindert zu haben (Urk. 37 S. 27). Der aktu-

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ell – noch – relevante Tatvorwurf ist mithin das Wegreissen der Ausweise durch 

die Beschuldigte.  

3.2. Zum Tatvorwurf der Hinderung einer Amtshandlung bestreitet die Be-

schuldigte auch an der Befragung im Rahmen der Berufungsverhandlung nicht, 

nach den fraglichen Ausweispapieren gegriffen, den Fahrzeugausweis an sich 

genommen und anschliessend die Kontrollörtlichkeit verlassen zu haben. Sie  

habe ihr Kind suchen gehen wollen (Prot. I S. 14 f.; Urk. 48 S. 7 ff.; Urk. 49 S. 4). 

Die Beschuldigte bestreitet jedoch den inneren Sachverhalt und als Folge daraus 

das Vorliegen des subjektiven Tatbestands, nämlich gewusst und gewollt bzw. in 

Kauf genommen zu haben, eine Amtshandlung zu hindern.  

3.3. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Zeugen E._____, F._____ und 

G._____ sowie diejenigen der Beschuldigten ausführlich wiedergegeben (Urk. 37 

S. 17-23). Darauf wird erneut verwiesen. Anschliessend hat sie in einer ausführli-

chen Beweiswürdigung den Anklagesachverhalt als erstellt erachtet  (Urk. 37 

S. 23-25).  

3.4. Mit der Vorinstanz und unter Hinweis auf die genannten Zugaben der Be-

schuldigten ist der äussere Anklagesachverhalt erstellt. Die Beschuldigte be-

antwortete die Frage der Polizeibeamtin E._____ nach dem Sofort-Bezahlen der 

fälligen Busse nicht bzw. verneinte diese, weshalb die Polizeibeamtin folgerichtig 

gestützt auf die verlangten Ausweise die Personalien feststellen musste (Urk. 37 

S. 24 f.). Gemäss übereinstimmenden Aussagen der Beteiligten hatte die Be-

schuldigte ja auf entsprechenden Vorhalt ausdrücklich bestritten, während des 

Fahrens telefoniert zu haben (Urk. 6/1 S. 3; Prot. I S. 18), und wies damit den 

Vorwurf einer Regelwidrigkeit zurück. Was die Beschuldigte bei Ausführung der 

Tathandlung wusste, wollte oder in Kauf nahm, ist nachfolgend im Rahmen der 

rechtlichen Würdigung zu erläutern. Zwar betrifft das Wissen, Wollen bzw. die In-

kaufnahme des Täters innere Tatsachen, auf welche anhand der Würdigung des 

äusseren Verhaltens des Täters sowie allenfalls weiterer Umstände geschlossen 

werden kann, und ist damit eine Tatfrage. Rechtsfrage ist indessen, ob im Lichte 

der festgestellten Tatsachen der Schluss auf einen Eventualvorsatz als berechtigt 

erscheint (vgl. BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; BGE 135 IV 152 E. 2.3.2 m.w.H.). Es ist 

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damit nicht zu übersehen, dass sich Tat- und Rechtsfragen teilweise überschnei-

den (BGE 130 IV 62 f.; BGE 133 IV 17). Um betreffend den inneren Sachverhalt 

Rückschlüsse ziehen zu können, müssen also die äusseren Umstände des Tat-

hergangs hinzugezogen und analysiert werden. Aufgrund der fast untrennbaren 

Verknüpfung des inneren Sachverhalts und dessen rechtlicher Würdigung, wird 

der innere Sachverhalt sogleich im Rahmen der rechtlichen Würdigung erläutert. 

3.5. Bereits die Vorinstanz hat sodann zutreffende theoretische Erwägungen 

zum vorliegend interessierenden Tatbestand der Hinderung einer Amtshandlung 

im Sinne von Art. 286 StGB gemacht, auf welche Ausführungen vorab verwiesen 

werden kann (Art. 37 S. 26; Art. 82 Abs. 4 StPO). Bezahlt der Schuldige die Ord-

nungsbusse sofort, wird ihm gemäss Art. 5 Abs. 2 des Ordnungsbussengesetzes 

OBG eine Quittung ausgestellt, die seinen Namen nicht nennt. Bezahlt er nicht 

sofort, muss er gemäss Abs. 3 derselben Bestimmung seine Personalien ange-

ben. Ist der fehlbare Fahrzeugführer dem amtenden Polizeiorgan nicht bekannt, 

wird gemäss Art. 6 Abs. 1 OBG die Busse dem im Fahrzeugausweis eingetrage-

nen Fahrzeughalter auferlegt.  

Die Polizeibeamtin E._____ hatte die Beschuldigte bei der Begehung von zwei 

Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes beobachtet und wollte ihr dafür ei-

ne Ordnungsbusse ausstellen. Dabei handelte es sich fraglos um eine Amts-

handlung.  

3.6. Die Verteidigung macht – im Wesentlichen – geltend, die nicht zur soforti-

gen Bezahlung der Ordnungsbusse bereite Beschuldigte habe ihre Personalien 

bekannt gegeben, mit deren Aufnahme durch die Polizeibeamtin die Amtshand-

lung gemäss Ordnungsbussengesetz abgeschlossen gewesen sei (Urk. 25 S. 4 f.; 

Urk. 49 S. 5 ff.). Weiter fehle es gemäss Vorbringen der Verteidigung auch an ei-

nem subjektiven, wissentlichen und willentlichen Fehlverhalten der Beschuldigten 

(Urk. 49 S. 7 f.). Immerhin liess die Beschuldigte an der Hauptverhandlung durch 

ihre Verteidigung vortragen, sie sei sich eines "ungeschickten Verhaltens" be-

wusst und verzichte daher für den Fall des Obsiegens auf eine Prozessentschä-

digung (Urk. 25 S. 9).  

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3.7. Gemäss erstelltem Sachverhalt eröffnete die Polizeibeamtin der Beschuldig-

ten, dass sie eine Ordnungsbusse erhalte, weil sie während des Lenkens ihres 

Fahrzeug telefoniert habe (Urk. 6/1 S. 3). Da die Beschuldigte diesen Vorwurf 

ausdrücklich bestritten hat, musste die Polizeibeamtin E._____ davon ausgehen, 

dass die Beschuldigte nicht gewillt ist, die Ordnungsbusse im Sinne von 

Art. 5 Abs. 2 OBG sofort zu bezahlen. Diesfalls war die Beschuldigte verpflichtet, 

ihre Personalien anzugeben. Unstrittig übergab sie der Polizeibeamtin ihren  

Führerausweis, aus welchem ihre Personalien hervorgehen, sowie ihren Fahr-

zeugausweis. Allerdings hatte die Beschuldigte damit – entgegen der Argumen-

tation der Verteidigung – ihrer gesetzlichen Pflicht gemäss Art. 5 Abs. 3 OBG 

noch nicht Genüge getan. Mit der Vorinstanz umfasst die konkrete Amtshandlung 

nebst der Angabe der Personalien auch das Erfassen der entsprechenden Daten 

zur Person und zum Fahrzeug, um die Ordnungsbusse korrekt ausstellen zu  

können. Die Beschuldigte konnte im Zeitpunkt ihrer Tathandlung in concreto aber 

nicht wissen, ob ihre Personalien und allenfalls weitere Angaben zum Fahrzeug 

bereits notiert waren oder nicht. Vielmehr musste sie gestützt auf die Reaktion der 

Polizeibeamtin E._____ davon ausgehen, dass die Amtshandlung gerade noch 

nicht abgeschlossen war: Die Polizeibeamtin hat die Beschuldigte nämlich ge-

mäss ihren eigen Aussagen aufgefordert zu warten und sei noch am Schreiben 

gewesen, als sie – die Beschuldigte – nach den Ausweisen gegriffen habe. Die 

Polizeibeamtin habe als Reaktion darauf ebenfalls nach den Ausweisen gegriffen 

und den Führerausweis erwischt (Urk. 48 S. 12). Somit musste der Beschuldigten 

auch bewusst gewesen sein, dass die Polizeibeamtin E._____ mit der Erfassung 

der Personalien und dem Ausstellen der Ordnungsbusse noch nicht fertig gewe-

sen war. Die Beschuldigte hat der Polizeibeamtin daraufhin – erstelltermassen – 

den Fahrzeugausweis entrissen, womit sie die Amtshandlung zumindest even-

tualvorsätzlich erschwert bzw. behindert hat. An diesem Ergebnis ändert auch der 

Umstand nichts, dass die Polizeibeamtin die Personalien der Beschuldigten be-

reits notieren konnte. Damit hat die Beschuldige den Tatbestand von Art. 286 

Abs. 1 StGB in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt.  

Nicht gefolgt werden kann sodann den Ausführungen der Verteidigung betreffend 

eine positiv festzustellende besondere Verwerflichkeit, welche für die Rechtswid-

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rigkeit der Handlung erforderlich sei (Urk. 49 S. 8 f.). Anders als bei der Beamten-

nötigung nach Art. 285 StGB indiziert der erfüllte Tatbestand von Art. 286 StGB 

die Rechtswidrigkeit der vorgeworfenen Handlung, weshalb die Beschuldigte 

mangels Rechtsfertigungsgründen auch rechtswidrig handelte. Da vorliegend 

Schuldausschlussgründe weder geltend gemacht werden noch ersichtlich sind, ist 

die Beschuldigte demnach der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von 

Art. 286 StGB schuldig zu sprechen. 

3.7. Der Vollständigkeit halber ist ergänzend festzuhalten, dass die im An-

schluss erfolgte Bemerkung des Polizeibeamten F._____ an die Beschuldigte, sie 

mache sich strafbar, wenn sie sich entferne, betreffend die Ausstellung einer Ord-

nungsbusse hingegen schlicht falsch war. Sollte sie sich auf einen anderen Um-

stand bezogen haben und der Beschuldigten – wie ursprünglich rapportiert (Urk. 1 

S. 1) – eine Widerhandlung gegen die lokale Polizeiverordnung vorgeworfen wer-

den, fand dies wie erwogen kein Eingang in die vorliegend massgebliche Anklage. 

F._____ gab auch an, er habe nicht gewusst, was zwischen E._____ und der Be-

schuldigten genau passiert sei; "es habe ausgesehen", als ob E._____ eine Ord-

nungsbusse ausstelle (Urk. 6/3 S. 4). F._____ sagte auch aus, sie hätten der Be-

schuldigten bei der Suche des Kindes geholfen, wenn diese sie danach gefragt 

hätte (Urk. 6/3 S. 5). Genau dies war jedoch das erste, was die Beschuldigte ge-

genüber E._____ geäussert hatte. Der weitere Beitrag von F._____ beschränkte 

sich in der Folge gemäss seiner eigenen freimütigen Zugabe darauf, mit dem 

Passanten G._____ zu "schwatzen" (Urk. 6/3 S. 4).  

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III. Sanktion 

1. Ausgangslage 

1.1. Die Vorinstanz hat die Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 

15 Tagessätzen zu Fr. 30.– und einer Busse von Fr. 250.– bestraft (Urk. 37 

S. 35). 

1.2. Die Verteidigung hat sich im Berufungsverfahren wie schon im Haupt-

verfahren nicht eventualiter zur Sanktion geäussert und die vorinstanzliche Straf-

zumessung auch nicht substantiiert kritisiert (vgl. Urk. 25; Urk. 49).  

 

2. Strafzumessung 

2.1. Die Vorinstanz hat den anwendbaren Strafrahmen für den Tatbestand der 

Hinderung einer Amtshandlung korrekt bemessen und die theoretischen Strafzu-

messungsregeln angeführt (Urk. 37 S. 30 f.), worauf verwiesen werden kann 

(Art. 82 Abs. 4 StPO).   

2.2. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere wurde im ange-

fochtenen Entscheid erwogen, es könne zugunsten der Beschuldigten berücksich-

tigt werden, dass die Amtshandlung nicht gänzlich verhindert, jedoch durch die 

Wegnahme der Ausweise und das Entfernen von der Kontrollörtlichkeit behindert 

worden sei. Allerdings habe die Beschuldigte mit ihrem Verhalten einer erhebliche 

Verachtung und Respektlosigkeit gegenüber den Polizeibeamten gezeigt (Urk. 37 

S. 31). Diese Ausführungen sind – die Erwägungen betreffend Entfernen von der 

Kontrollörtlichkeit vorbehalten – korrekt und zu übernehmen (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Hingegen darf bei der objektiven Tatschwere entgegen den Ausführungen 

der Vorinstanz nicht berücksichtigt werden, dass die Beschuldigte angeblich beide 

Beamten beschimpft habe (Urk. 37 S. 31), zumal sich dieses Verhalten nicht er-

stellen lässt und auch nicht Eingang in die Anklage gefunden hat.  

- 15 - 

2.3. In subjektiver Hinsicht ist in Abweichung der vorinstanzlichen Erwägungen 

(Urk. 37 S. 31) zugunsten der Beschuldigten von einem eventualvorsätzlichen 

Handeln auszugehen, zumal ihr ein direkter Vorsatz nicht nachgewiesen werden 

kann. Ebenfalls zugunsten der Beschuldigten muss berücksichtigt werden, dass 

die Beschuldigte in grosser Sorge auf der Suche nach ihrem Sohn war.  

2.4. Mit der Vorinstanz vermag das subjektive Tatverschulden das objektive 

Verschulden leicht zu relativieren. Insgesamt ist das Verschulden entgegen den 

Ausführungen der Vorinstanz jedoch noch als leicht zu qualifizieren, was eine 

Sanktion von 10 Tagessätzen rechtfertigt.  

2.5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persön-

lichen Verhältnisse der Beschuldigten angeführt (Urk. 37 S. 32), worauf zu ver-

weisen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO). An der Berufungsverhandlung wurde von der 

Beschuldigten aktualisiert, sie sei seit Juli dieses Jahres arbeitslos und momentan 

auf Arbeitssuche (Urk. 48 S. 2 f.). Mit der Vorinstanz wirken sich die persönlichen 

Verhältnisse bei der Strafzumessung neutral aus. Eine gesteigerte Strafempfind-

lichkeit weist die Beschuldigte nicht auf. Die Beschuldigte war bis zum Zeitpunkt 

der vorliegend zu beurteilenden Taten im Schweizerischen Strafregister nicht ver-

zeichnet und hat einen fast ungetrübten automobilistischen Leumund (Urk. 39; 

Urk. 14/4), was keine Auswirkungen auf die Strafzumessung zeitigt.  

2.6. Ebenfalls neutral zu werten ist der Umstand, dass die Beschuldigte anläss-

lich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz ausführliche Aussagen deponierte. Die 

Beschuldigte war sodann in Bezug auf den äusseren Sachverhalt der angeklagten 

Hinderung einer Amtshandlung zunächst geständig, hat ihre Aussagen an der Be-

rufungsverhandlung jedoch teilweise relativiert und den inneren Sachverhalt stets 

in Abrede gestellt (Urk. 48 S. 5 ff.). Das (Teil-) Geständnis der Beschuldigten kann 

sich deshalb nur marginal strafmindernd auswirken. Die Berücksichtigung der Tä-

terkomponenten führt damit zu einer Reduktion der bisher festgesetzten Einsatz-

strafe von 10 Tagessätzen auf 8 Tagessätze.  

2.7. Die finanziellen Verhältnisse der Beschuldigten haben sich gegenüber dem 

vorinstanzlichen Verfahren wie erwähnt insofern verändert, als dass die Beschul-

- 16 - 

digte momentan arbeitslos und auf Arbeitssuche ist. Gestützt auf diese Angaben 

muss zugunsten der Beschuldigten davon ausgegangen werden, dass sie tat-

sächlich über kein Einkommen verfügt, weshalb die von der Vorinstanz festge-

setzte Tagessatzhöhe von Fr. 30.– zu reduzieren und ein Tagessatz von Fr. 10.– 

festzusetzen ist.  

2.8. Betreffend die theoretischen Grundlagen der Bemessung der Busse für die 

Übertretungen kann auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen 

werden (Urk. 37 S. 34; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz hat die Beschuldigte 

in Abgeltung der mehrfachen Verkehrsregelübertretungen mit zutreffender Be-

gründung mit einer Busse von Fr. 250.– bestraft. Dies wird von der Beschuldigten 

im Berufungsverfahren nicht substantiiert kritisiert und ist zu bestätigen (Urk. 49; 

Art. 90 Ziff. Abs. 1 SVG; Art. 103 und 106 StGB). Inwiefern ein besonders leichter 

Fall vorliegen soll (Art. 100 Ziff. 1 Abs. 2 SVG), vermag die Verteidigung nicht zu 

begründen und solches ist auch nicht ersichtlich.  

Nach Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das Gericht im Urteil für den Fall, dass die 

Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens ei-

nem Tag und höchstens drei Monaten aus. Die Vorinstanz hat für den Fall des 

schuldhaften Nichtbezahlens der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen 

festgesetzt (Urk. 37 S. 34-36). In ständiger Praxis erscheint ein Umwandlungssatz 

von einem Tag Ersatzfreiheitsstrafe pro Fr. 100.– Busse als angemessen. Im vor-

liegenden Fall ist deshalb zugunsten der Beschuldigten eine Ersatzfreiheitsstrafe 

von 2 Tagen Freiheitsstrafe auszufällen.  

3. Vollzug 

Die Vorinstanz gewährte der Beschuldigten den bedingten Strafvollzug und ord-

nete die Mindestprobezeit von zwei Jahren an (Art. 44 Abs. 1 StGB), was der 

ständigen Praxis für einen Ersttäter bzw. eine Ersttäterin entspricht und ebenfalls 

aufgrund des Verschlechterungsverbotes zu bestätigen ist. Die Busse ist von Ge-

setzes wegen zu bezahlen (Art. 105 Abs. 1 StGB). 

- 17 - 

4. Gesamtfazit 

Die Beschuldigte ist mit einer bedingten Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu Fr. 10.– 

sowie mit einer Busse von Fr. 250.– zu bestrafen. Die Probezeit ist auf zwei Jahre 

festzusetzen. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse 

schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen.  

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Ziff. 5 und 6) wurde nicht substan-

tiiert gerügt und ist zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO).  

2.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzu-

setzen. 

3. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Der vorinstanzliche Entscheid wurde nur 

betreffend die Höhe der Sanktion geändert, weshalb die Beschuldigte mit ihrer 

Berufung mehrheitlich unterliegt. Im Lichte einer interessengemässen Wertung ih-

rer Anträge rechtfertigt es sich deshalb, der Beschuldigten die Kosten des Beru-

fungsverfahrens zu 3/4 auferlegen und zu 1/4 auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

4. Die Beschuldigte hat vor Vorinstanz ausdrücklich auf die Ausrichtung einer 

Prozessentschädigung verzichtet (Urk. 25 S. 9). Im Berufungsverfahren wird eine 

Prozessentschädigung (für dieses Verfahren) verlangt (Urk. 40 S. 3; Urk. 49 

S. 14 f.).  

5. Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschuldigten für das Berufungs-

verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung für anwaltliche Vertretung von 

Fr. 1'000.– aus der Gerichtskasse auszurichten (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO).  

 

- 18 - 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig  

− der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie 

− der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 SVG und Art. 41 Abs. 1bis 

VRV sowie Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV. 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu 

Fr. 10.– sowie mit einer Busse von Fr. 250.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen. 

5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 5 und 6) wird bestätigt.  

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden zu 3/4 der Beschuldigten auf-

erlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.  

8. Der Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte Pro-

zessentschädigung von Fr. 1'000.– für anwaltliche Verteidigung aus der  

Gerichtskasse zugesprochen. 

9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
der Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- 19 - 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
der Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 

 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 3. Oktober 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw M. Konrad 
 

	Urteil vom 3. Oktober 2017
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 37 S. 38 ff.)
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie
	- der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 SVG und Art. 41 Abs. 1bis VRV sowie Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV.

	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 30.– (entsprechend CHF 450.–) sowie mit einer Busse von CHF 250.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Die Busse ist zu bezahlen.
	Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	6. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung sowie Zeugenentschädigung) und des gerichtlichen Verfahrens werden der Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	1. Frau A._____ sei von den Vorwürfen der Hinderung einer Amtshandlung (strafbar gemäss Art. 286 StGB) sowie der Verletzung einer Verkehrsregel durch Telefonieren am Steuer (strafbar gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG iVm Art. 31 Abs. 1 SVG sowie Art. 3 Abs. 1...
	2. Hinsichtlich der Verletzung einer Verkehrsregel durch Halten auf dem  Trottoir (strafbar gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG iVm. Art. 43 Abs. 2 SVG und Art. 41 Abs. 1bis VRV) sei Frau A._____ schuldig zu sprechen, allerdings sei von einer Busse Umgang zu ne...
	3. Die unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	II. Schuldpunkt
	1. Ausgangslage / Anklagevorwürfe
	Der Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 22. November 2016 zusammengefasst zur Last gelegt, was folgt (Urk. 17 S. 2 f.):

	2. Zum Vorwurf der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln
	2.1. Die Beschuldigte macht zu den Tatvorwürfen der Verkehrsregelverletzungen – stark zusammengefasst – geltend, sie habe ihren Wagen wohl teilweise auf dem Trottoir abgestellt, dieses jedoch "nicht vollständig besetzt". Ob der verbleibende Platz auf ...
	2.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Zeugen E._____ und F._____ sowie diejenigen der Beschuldigten ausführlich wiedergegeben (Urk. 37 S. 6-9). Darauf wird verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Anschliessend hat sie in einer sorgfältigen Beweiswürdigun...
	2.3. Die Verteidigung rügt diese Erwägungen der Vorinstanz im Berufungsverfahren dahingehend, es bestünden an der Glaubwürdigkeit der Zeugen E._____ und F._____ berechtigte Zweifel. So habe der Zeuge F._____ die Aussage der Zeugin E._____ stützen wol...
	2.4. Entgegen der Kritik der Verteidigung ist die Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht zu beanstanden: Betreffend den neben dem Fahrzeug auf dem  Trottoir verbleibenden Platz zum Passieren haben die beiden Zeugen E._____ und F._____ eindeutig und übe...
	2.5. Ebenso übereinstimmend sowie detailliert wurde geschildert, dass die  Beschuldigte beim Wegfahren und anschliessenden Rückwärts-Einparkieren mit ihrem Mobil-Telefon telefoniert hat. Weshalb ein gleichzeitiges Fahren und Telefonieren "vollkommen u...
	2.6. Schliesslich ist auch die rechtliche Würdigung von Anklagebehörde und Vorinstanz betreffend die Tatvorwürfe der Verkehrsregelverletzungen zutreffend: Diese wird seitens der Verteidigung auch nicht substantiiert angezweifelt (Urk. 25; Urk. 49). Ob...

	3. Zum Vorwurf der Hinderung einer Amtshandlung
	3.1. Gemäss Anklagesachverhalt hat die Beschuldigte den Tatbestand der Hinderung einer Amtshandlung erfüllt, indem sie einerseits der Polizeibeamtin E._____ die vorher ausgehändigten Führer- und Fahrzeugausweise entriss und andererseits entgegen der A...
	3.2. Zum Tatvorwurf der Hinderung einer Amtshandlung bestreitet die Beschuldigte auch an der Befragung im Rahmen der Berufungsverhandlung nicht, nach den fraglichen Ausweispapieren gegriffen, den Fahrzeugausweis an sich genommen und anschliessend die...
	3.3. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Zeugen E._____, F._____ und G._____ sowie diejenigen der Beschuldigten ausführlich wiedergegeben (Urk. 37 S. 17-23). Darauf wird erneut verwiesen. Anschliessend hat sie in einer ausführlichen Beweiswürdigung de...
	3.4. Mit der Vorinstanz und unter Hinweis auf die genannten Zugaben der Beschuldigten ist der äussere Anklagesachverhalt erstellt. Die Beschuldigte beantwortete die Frage der Polizeibeamtin E._____ nach dem Sofort-Bezahlen der fälligen Busse nicht bz...
	3.5. Bereits die Vorinstanz hat sodann zutreffende theoretische Erwägungen zum vorliegend interessierenden Tatbestand der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB gemacht, auf welche Ausführungen vorab verwiesen werden kann (Art. 37 S. ...
	Die Polizeibeamtin E._____ hatte die Beschuldigte bei der Begehung von zwei Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes beobachtet und wollte ihr dafür eine Ordnungsbusse ausstellen. Dabei handelte es sich fraglos um eine Amtshandlung.
	3.6. Die Verteidigung macht – im Wesentlichen – geltend, die nicht zur sofortigen Bezahlung der Ordnungsbusse bereite Beschuldigte habe ihre Personalien bekannt gegeben, mit deren Aufnahme durch die Polizeibeamtin die Amtshandlung gemäss Ordnungsbusse...
	Nicht gefolgt werden kann sodann den Ausführungen der Verteidigung betreffend eine positiv festzustellende besondere Verwerflichkeit, welche für die Rechtswidrigkeit der Handlung erforderlich sei (Urk. 49 S. 8 f.). Anders als bei der Beamtennötigung n...
	3.7. Der Vollständigkeit halber ist ergänzend festzuhalten, dass die im Anschluss erfolgte Bemerkung des Polizeibeamten F._____ an die Beschuldigte, sie mache sich strafbar, wenn sie sich entferne, betreffend die Ausstellung einer Ordnungsbusse hingeg...

	III. Sanktion
	1. Ausgangslage
	1.1. Die Vorinstanz hat die Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 30.– und einer Busse von Fr. 250.– bestraft (Urk. 37 S. 35).
	1.2. Die Verteidigung hat sich im Berufungsverfahren wie schon im Hauptverfahren nicht eventualiter zur Sanktion geäussert und die vorinstanzliche Strafzumessung auch nicht substantiiert kritisiert (vgl. Urk. 25; Urk. 49).
	2. Strafzumessung
	2.1. Die Vorinstanz hat den anwendbaren Strafrahmen für den Tatbestand der Hinderung einer Amtshandlung korrekt bemessen und die theoretischen Strafzumessungsregeln angeführt (Urk. 37 S. 30 f.), worauf verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO).
	2.2. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere wurde im angefochtenen Entscheid erwogen, es könne zugunsten der Beschuldigten berücksichtigt werden, dass die Amtshandlung nicht gänzlich verhindert, jedoch durch die Wegnahme der Ausweise und...
	2.3. In subjektiver Hinsicht ist in Abweichung der vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 37 S. 31) zugunsten der Beschuldigten von einem eventualvorsätzlichen Handeln auszugehen, zumal ihr ein direkter Vorsatz nicht nachgewiesen werden kann. Ebenfalls zug...
	2.4. Mit der Vorinstanz vermag das subjektive Tatverschulden das objektive Verschulden leicht zu relativieren. Insgesamt ist das Verschulden entgegen den Ausführungen der Vorinstanz jedoch noch als leicht zu qualifizieren, was eine Sanktion von 10 Tag...
	2.5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten angeführt (Urk. 37 S. 32), worauf zu verweisen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO). An der Berufungsverhandlung wurde von der Beschuldigten aktualisie...
	2.6. Ebenfalls neutral zu werten ist der Umstand, dass die Beschuldigte anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz ausführliche Aussagen deponierte. Die Beschuldigte war sodann in Bezug auf den äusseren Sachverhalt der angeklagten Hinderung einer ...
	2.7. Die finanziellen Verhältnisse der Beschuldigten haben sich gegenüber dem vorinstanzlichen Verfahren wie erwähnt insofern verändert, als dass die Beschuldigte momentan arbeitslos und auf Arbeitssuche ist. Gestützt auf diese Angaben muss zugunsten ...

	3. Vollzug
	Die Vorinstanz gewährte der Beschuldigten den bedingten Strafvollzug und ordnete die Mindestprobezeit von zwei Jahren an (Art. 44 Abs. 1 StGB), was der ständigen Praxis für einen Ersttäter bzw. eine Ersttäterin entspricht und ebenfalls aufgrund des Ve...

	4. Gesamtfazit
	IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie
	 der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 SVG und Art. 41 Abs. 1bis VRV sowie Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV.

	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu Fr. 10.– sowie mit einer Busse von Fr. 250.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 5 und 6) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden zu 3/4 der Beschuldigten auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.
	8. Der Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– für anwaltliche Verteidigung aus der  Gerichtskasse zugesprochen.
	9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.