# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55ebdc16-f977-5e84-a83c-92e272ba4e1d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-07
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 07.11.2022 106 2022 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2022-65_2022-11-07.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2022 65

Urteil vom 7. November 2022

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Armin Sahli

in Sachen 

B.________, Betroffene, verbeiständet durch Rechtsanwalt Timothy 
Schertenleib

Gegenstand Erwachsenenschutz (Vorsorgeauftrag, Vertretungsbeistandschaft)

Beschwerde vom 12. Mai 2022 gegen den Entscheid des Friedens-
gerichts des Saanebezirks vom 1. April 2022

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Sachverhalt

A. C.________, geb. 1948, D.________, geb. 1950, E.________, geb. 1951, F.________, geb. 
1953, und A.________, geb. 1954, sind die gemeinsamen Kinder von G.________ selig († 2018) 
und B.________, geb. 1929. 

Noch zu Lebzeiten von G.________ gewährten er und B.________ ihren fünf Kindern Erbvorbezüge 
im Umfang von je rund CHF 200'000.-. In den Jahren 2015 und 2016 übergab das Ehepaar (act. 
100 2019 820 [hiernach: act.] 110) ihrem Enkel, H.________, verschiedene Beträge von insgesamt 
CHF 25'000.-.

Ab dem Jahr 2017 kümmerte sich D.________ um die finanziellen Angelegenheiten ihrer Eltern, 
insbesondere um die Steuererklärung. Nach dem Ableben von G.________ unterzeichnete 
B.________ am 14. November 2018 eine Vollmacht zu Gunsten ihrer Tochter D.________, welche 
insbesondere die ordentliche Verwaltung ihres Einkommens und der übrigen Vermögenswerte 
umfasste (act. 100 2018 162/3). 

B.________ fragte Notar I.________ um Rechtsauskunft im Zusammenhang mit der Erbteilung des 
Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes. Am 7. Dezember 2018 erteilte er ihr und den 
anwesenden D.________ und deren Ehemann gestützt auf die ihm vorgelegten Dokumente 
Auskünfte über eine mögliche Erbteilung. Anlässlich dieser Sitzung wurden bereits ausgerichtete 
Erbvorzüge erwähnt und der Notar machte die Anwesenden auf die Ausgleichspflicht gegenüber 
Miterben aufmerksam (act.123). 

Am 16. November 2018 reichte A.________ beim Friedensgericht des Seebezirks eine 
Gefährdungsmeldung betreffend ihre Mutter ein. Diese würde die Tragweite der unterschriebenen 
Vollmacht nicht verstehen. Die Vollmacht sei mit dem Ziel ausgestellt worden, zu vermeiden, dass 
ein Friedensgericht mit einer externen Beistandschaft sich in die Erbteilung einmischt und ihre Mutter 
ihr eigenes Vermögen danach nicht im Sinn der Geschwister verwalten könnte. A.________ führte 
aus, dass sie unter diesen Umständen davon ausgehen müsse, dass eine Gefahr bestehe, dass 
ihre Mutter nicht in ihrem Interesse oder ihrem Willen entsprechend vertreten werde, und ersuchte 
um Eröffnung einer Beistandsabklärung (act. 100 2018 810/3). Mit Urteil vom 29. November 2018 
hiess der hiesige Gerichtshof das Ausstandsgesuch des Friedensgerichts des Seebezirks gut und 
überwies die Angelegenheit dem Friedensgericht des Saanebezirks (nachfolgend: das Frie-
densgericht; act. 100 2018 810/1).). Anlässlich der Sitzung vom 1. Februar 2019 einigten sich die 
Geschwister und B.________, dass die Familie bei einem Notar die Erbschaft regelt und einen 
Vorsorgeauftrag ausarbeiten lässt (act. 100 2018 810/41 f.). 

Am 26. Juni 2019 erteilte B.________ D.________ erneut eine Vollmacht, um ihre persönlichen, 
administrativen und finanziellen Angelegenheiten zu regeln (act. 100 2018 810/60). Gleichentags 
beurkundete Notar I.________ den Vorsorgeauftrag von B.________. Darin beauftragte sie 
D.________ für den Fall, dass sie aufgrund ihrer Urteilsunfähigkeit vorübergehend oder dauerhaft 
nicht mehr in der Lage sein sollte, ihre persönlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen 
Angelegenheiten selbst zu regeln und ihren Willen zu äussern, mit ihrer Personen- und 
Vermögenssorge und der damit zusammenhängenden Vertretung im Rechtsverkehr. Als (primären) 
Ersatzbeauftragten bevollmächtigte sie ihren Sohn E.________ und als subsidiäre Ersatzbeauftra-
gte ihre übrigen Kinder in der folgenden Reihenfolge: C.________, F.________ und A.________ 
(act. 100 2018 810/62 ff.).

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Mit Entscheid vom 27. September 2019 verzichtete das Friedensgericht auf die Errichtung einer 
Erwachsenenschutzmassnahme zu Gunsten von B.________ und schrieb das Verfahren als 
gegenstandslos ab. Eine Einigung in der Erbschaftsstreitigkeit konnte jedoch nicht erzielt werden 
(act. 100 2018 810/72 f.). 

B. Mit Schreiben vom 10. Dezember 2019 gelang A.________ erneut an das Friedensgericht und 
ersuchte um Abklärung der Urteilsfähigkeit ihrer Mutter und gegebenenfalls um Einsetzung einer 
neutralen Person, die sowohl Heimeintritt, die Erbschaft wie auch ihrer Mutters Interessen allgemein 
vertritt. Die in der letzten Zeit erteilten Aufträge in diesem Zusammenhang seien bis zum Vorliegen 
der Abklärungen betreffend Urteilsfähigkeit zu sistieren (act. 1 f.). 

Am 12. März 2020 schrieb die Friedensrichterin die behandelnde Ärztin von B.________, 
Dr.  med.  J.________, an und bat sie den gesundheitlichen Zustand ihrer Patientin zu beschreiben 
und die Fragen, ob ihre Patientin fähig ist, ihre persönlichen Angelegenheiten selbstständig zu 
verwalten, und ob sie urteilsfähig ist, zu beantworten (act. 10). Dieses Schreiben wurde soweit 
ersichtlich nie beantwortet.

Am 16. März 2020 reichten B.________, vertreten durch Rechtsanwalt K.________, sowie 
C.________, D.________, E.________ und F.________ beim Zivilgericht des Seebezirks eine 
Erbteilungsklage gegen A.________ betreffend Nachlass von G.________ ein (act. 29 ff.). 

Mit Schreiben vom 14. Dezember 2020 kündigte B.________ mit Hilfe von D.________ die drei 
H.________ gewährten «Darlehen» per 26. Februar 2021 (act. 119). Eine Betreibung wurde 
eingereicht (act. 122). Auf eine in diesem Zusammenhang eingereichte Klage wurde mit Entscheid 
vom 7. Februar 2022 nicht eingetreten, da die Sache bereits im Verfahren betreffend Erbteilung 
hängig sei (vgl. Beschwerdebeilage 8). Am 20. Februar 2022 stellte D.________ in eigenem Namen 
Strafantrag gegen H.________ insbesondere wegen (versuchtem) Betrug zu Lasten dessen 
Grossmutter und erklärte am Strafverfahren teilnehmen zu wollen sowie Zivilansprüche in der Höhe 
von CHF 25'503.30 für letztere geltend zu machen (vgl. Beschwerdebeilage 5).

C. H.________ reichte am 1. September 2021 ebenfalls eine Gefährdungsmeldung bezüglich 
B.________ ein (act. 81 f.). 

Am 5. November 2021 fand eine Sitzung vor dem Friedensgericht statt. Anwesend waren die fünf 
Kinder von B.________ sowie H.________ und, für B.________, Rechtsanwalt K.________. Die 
Betroffene konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an der Sitzung teilnehmen (act. 
160 ff.). 

Gleichentags schrieb die Friedensrichterin noch einmal die behandelnde Ärztin an (act. 167). In 
ihrem Kurzbericht vom 1. Februar 2022 erklärte diese insbesondere, ihre Patientin leide an einer 
progredienten Demenzerkrankung (MMS 16/30 im Juli 2021) mit zudem depressiver Symptomatik. 
Insgesamt sei der Gesundheitszustand physisch und psychisch als instabil und eher schlecht 
einzustufen. B.________ könne ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selbständig 
verwalten. Die Urteilsfähigkeit müsse hingegen immer mit einer speziellen Fragestellung vom be-
handelnden Geriater beurteilt werden (act. 191).

In einem Zeugnis vom 13. Juli 2021 hatte die Ärztin bestätigt, dass sie der Steuerverwaltung am 
28. März 2019 attestiert hatte, dass B.________ an einer progredienten Demenz leide. Sie hielt 
zudem fest, dass es sich zu diesem Zeitpunkt um eine leichte Demenz mit leichter Progredienz 
gehandelt habe. Es könne nicht automatisch von einer fehlenden Urteilsfähigkeit der Patientin zu 

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jenem Zeitpunkt ausgegangen werden. Im MMS-Test von September 2018 habe ihre Patientin gute 
23 Punkte erreicht, weshalb ihrer Meinung nach auch im März 2019 noch von einer vorhandenen 
Urteilsfähigkeit auszugehen sei. Eine Urteilsfähigkeit müsse aber immer für eine ganz bestimmte 
Fragestellung von einem Spezialisten beurteilt werden (act. 135).

Am 25. Februar 2022 fand ein Telefongespräch zwischen der Friedensrichterin und 
Dr. med. L.________, innere Medizin, speziell Geriatrie FMH, statt. Diese erklärte dabei, sie habe 
B.________ vor etwas mehr als einem Jahr das letzte Mal gesehen. Damals habe ihre Patientin ihr 
ganz klar gesagt, dass es ihr Wunsch sei, dass ihre Tochter D.________ sich um ihre 
Angelegenheiten kümmere. Damals habe sie (Dr. med. L.________) bestätigt, dass ihre Patientin 
im Rahmen der Fragen um die Erbschaft noch urteilsfähig war. Sie werde ein MMS mit ihr 
durchführen und ein entsprechendes Zeugnis ausstellen (act. 200). 

Im Gesundheitszeugnis vom 9. März 2022 bestätigte Dr. med. L.________, dass die Urteilsfähigkeit 
von B.________ nicht mehr genügend gegeben ist, um ihre administrativen Angelegenheiten 
selbständig erledigen zu können. Beigelegt ist der (undatierte) MMS-Test, bei dem die Patientin 13 
von 30 Punkten erzielt hat (act. 203 f.). 

Mit Schreiben vom 18. März 2022 räumte die Friedensrichterin den vier, im Vorsorgeauftrag als 
Ersatzbeauftragte bezeichneten Geschwistern eine Frist von 10 Tagen ein, um ihr mitzuteilen, ob 
sie dieses Mandat annehmen (act. 207 f.). Innert Frist lehnte A.________ das Mandat aufgrund des 
Interessenskonfliktes im Erbschaftsstreit ab und ersuchte zumindest, sollte ihre Schwester 
D.________ als Vorsorgebeauftragte bezeichnet werden, für erbrechtliche Fragen einen 
besonderen Prozessbeistand zu ernennen (act. 213). C.________ verzichtete ebenfalls auf das 
Mandat und dies «in Anbetracht der örtlichen Begebenheiten und [s]einer Unkenntnis in finanziellen 
Abläufen» (act. 216). F.________ nahm das Mandat am 22. März 2022 (act. 212) und E.________ 
stillschweigend (vgl. act. 207) an. D.________ hatte das Mandat als Vorsorgebeauftragte bereits an 
der Verhandlung vom 5. November 2021 angenommen (act. 163).

D. Am 1. April 2022 entschied das Friedensgericht folgendes (act. 225 ff.): 

I. Der Vorsorgeauftrag vom 26. Juni 2019 von B.________ ist gültig errichtet worden und wird für 
wirksam erklärt. 

II. Als vorsorgebeauftragte Person wird D.________, geboren am D.________ 1950, Bürgerin von 
M.________, wohnhaft in N.________, bezeichnet.

III. Als erster Ersatz-Vorsorgebeauftragter wird E.________, geboren am E.________ 1951, Bürger 
von O.________, wohnhaft in P.________, bezeichnet.

IV. Als zweite Ersatz-Vorsorgebeauftragte wird F.________, geboren am F.________ 1953, Bürgerin 
von Q.________, wohnhaft in R.________, bezeichnet. 

V. D.________ als vorsorgebeauftragte Person, E.________ als erster Ersatz-Vorsorgebeauftragter 
und F.________ als zweite Ersatz-Vorsorgebeauftragte haben die im Vorsorgeauftrag genannten 
Aufgaben und Befugnisse gegenüber B.________, insbesondere für die folgenden Bereiche:

a. Personenfürsorge inkl. Vertretung bei medizinischen Massnahmen;

b. Vermögenssorge;

c. Vertretung im Rechtsverkehr.

VI. Die vorsorgebeauftragte Person und die Ersatz-Vorsorgebeauftragten haben für ihre Leistungen 
Anspruch auf Entschädigung in der Höhe von CHF 35.00 pro Stunde sowie auf eine jährliche 
Fallpauschale von CHF 200.00 für ihre Spesen und gehen zulasten von B.________.  

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VII. Die Vorsorgebeauftragte sowie die Ersatz-Vorsorgebeauftragten werden ausdrücklich auf ihre 
Pflichten nach den Bestimmungen des Obligationenrechts über den Auftrag aufmerksam gemacht. 

VIII. Mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten haben die Vorsorgebeauftragte und die Ersatz-
Vorsorgebeauftragten das Recht, den Vorsorgeauftrag jederzeit durch schriftliche Mitteilung an das 
Friedensgericht zu kündigen.

IX. Eine Vertretungsbeistandschaft i.S.v. Art. 394 Abs. 1 ZGB wird zugunsten von B.________ 
errichtet.

X. Dieses Mandat wird K.________, Rechtsanwalt in der Kanzlei S.________ AG, als Beistand 
anvertraut. Dabei wird ihm die Aufgabe übertragen, die Vertretung von B.________ im Rahmen 
des Erbteilungsverfahrens im Nachlass von G.________ sicherzustellen. Der Vorsorgebeauftragen 
und den Ersatz-Vorsorgebeauftragten werden für diesen Bereich die Handlungsfähigkeit entzogen.

XI. Rechtsanwalt K.________ hat zudem die Auflage, nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behörd-
lichen Massnahme an veränderte Verhältnisse oder Aufhebung der Beistandschaft zu stellen 
(Art. 414 ZGB).

XII. Die Leistungen des Vertretungsbeistands werden aus dem Vermögen von B.________ bezahlt.

XIII. Die Gerichtskosten werden auf CHF 437.- festgesetzt und gehen zulasten von B.________.

E. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 12. Mai 2022 Beschwerde und beantragte 
dessen Aufhebung, die Validierung des Vorsorgeauftrages sei zu verweigern, für B.________ sei 
eine umfassende Beistandschaft im Sinne von Art. 398 ZGB zu errichten, mit der Beistandschaft sei 
ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Berufsbeistandschaft des Seebezirks zu beauftragen, die 
Gerichtskosten seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen und ihr sei zulasten des Staates eine 
Parteientschädigung zuzusprechen. 

Das Friedensgericht schloss am 17. Mai 2022 implizit auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Schreiben vom 18. Mai 2022 wurde B.________ die Beschwerde über ihren darin bezeichneten 
Rechtsvertreter, Rechtsanwalt K.________, zugestellt und Gelegenheit gegeben, zur Beschwerde 
Stellung zu nehmen. 

Am 6. Juni 2022 nahm D.________ unaufgefordert Stellung zur Beschwerde. 

Rechtswalt K.________ reichte am 20. Juni 2022 «im Namen und Auftrag» von B.________ eine 
Beschwerdeantwort ein und präzisierte, dass er «von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
[…] als Vertretungsbeistand ernannt und […] womöglich deshalb zur Stellungnahme eingeladen» 
wurde. 

A.________ nahm mit Eingaben vom 23. und 29. Juni 2022 Stellung zu den beiden vorgenannten 
Eingaben.

Mit Schreiben vom 29. Juni 2022 informierte die Präsidentin des hiesigen Gerichtshofes Rechts-
anwalt K.________ über ihre Absicht, für vorliegendes Verfahren eine Vertretungsbeistandschaft 
zugunsten von B.________ anzuordnen und gewährte ihm eine 10-tägige Frist, um sich 
gegebenenfalls zu diesem Vorgehen zu äussern. Diese Möglichkeit nahm Rechtsanwalt 
K.________ am 11. Juli 2022 wahr. 

D.________ äusserte sich unaufgefordert ebenfalls mit Schreiben vom 11. Juli 2022 zur Stellung-
nahme der Beschwerdeführerin vom 29. Juli 2022.

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Am 19. Juli 2022 gelang A.________ noch einmal an den hiesigen Hof und reichte insbesondere die 
von Rechtsanwalt K.________ für das erstinstanzliche Verfahren eingereichte Kostenliste zu den 
Akten. 

Mit Urteil vom 2. August 2022 ernannte die Präsidentin B.________ eine Vertretungsbeistandschaft 
für das Beschwerdeverfahren und übertrug das Mandat Timothy Schertenleib, Rechtsanwalt. 
Diesem wurde gleichzeitig eine Frist von 30 Tagen angesetzt, um zur Beschwerde schriftlich 
Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeantwort von Rechtsanwalt K.________ vom 20. Juni 2022 
wurde aus den Akten gewiesen. 

Am 16. August 2022 reichte letzterer seine Kostenliste ein. 

Rechtsanwalt Timothy Schertenleib nahm mit Eingabe vom 24. August 2022 zur Beschwerde 
Stellung. Er beantragte sinngemäss, unter Kostenfolge, die Ziffern I. – IX. des angefochtenen Ent-
scheids zu bestätigen und die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen. In Bezug auf die Ziffern X. – 
XII. (Vertretungsbeistandschaft betreffend Erbteilung) beantragt er, vorab einen allfälligen Inte-
ressenkonflikt weiter abzuklären. Sollte sich herausstellen, dass Rechtsanwalt K.________ in Bezug 
auf das vorliegende, erstinstanzliche Verfahren, vorwiegend mit D.________ kommunizierte (und 
nicht mit seiner Klientin B.________), müsse die Beschwerde in diesen Punkten wohl gutgeheissen 
werden. Sollte hingegen erstellt werden können, dass der Anwalt mit B.________ persönlich 
korrespondierte, sei die Beschwerde auch in diesen Punkten abzuweisen. 

Am 7. September 2022 stelle das Zivilgericht des Seebezirks seine Akten zur Verfügung. 

D.________, E.________ und F.________ wurde am 16. September 2022 die Gelegenheit 
gegeben, zur Beschwerde und den übrigen Eingaben Stellung zu nehmen. Erstere äusserte sich mit 
Schreiben vom 28. September 2022. 

Rechtsanwalt K.________ nahm innert erstreckter Frist am 10. Oktober 2022 zu den ihn betref-
fenden Punkten Stellung.

A.________ äusserte sich noch einmal schriftlich am 13. Oktober 2022. Die darin enthaltenen 
Beweisanträge wurden mit Schreiben vom 17. Oktober 2022 abgewiesen.

Am 18. Oktober 2022 reichte Rechtsanwalt Armin Sahli seine Kostenliste für das Beschwerde-
verfahren ein. 

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Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c 
des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide, die 
von der Schutzbehörde getroffen wurden (Art. 8 des Gesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- 
und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).

1.2. A.________ ist als am Verfahren beteiligte Person ohne weiteres zur Beschwerde befugt 
(Art. 450 Abs. 2 ZGB). Ihre Beschwerdelegitimation ist denn auch nicht bestritten.

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB).

Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 13. April 2022 
zugestellt. Die am 12. Mai 2022 eingereichte Beschwerde erfolgte mithin fristgerecht. 

1.4. Die Beschwerde wurde schriftlich eingereicht und ist rechtsgenüglich begründet (vgl. Art. 450 
Abs. 3 ZGB).

1.5. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit 
(Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze der Unter-
suchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES-Praxisanleitung 
Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

1.6. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der Zivil-
prozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit auf-
grund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

2.

Die Beschwerdeführerin verlangt die vollständige Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 
damit die Aufhebung des Vorsorgeauftrags (Ziff. I. – VII) und der Vertretungsbeistandschaft (IX. – 
XII.). 

Gemäss Art. 363 Abs. 1 und 2 ZGB prüft die Erwachsenenschutzbehörde, wenn sie erfährt, dass 
eine Person urteilsunfähig geworden ist und ein Vorsorgeauftrag vorliegt, ob dieser gültig errichtet 
worden ist und die Voraussetzungen für seine Wirksamkeit eingetreten sind (vgl. E. 2.1 hiernach), 
ob die beauftragte Person für die ihr übertragenen Aufgaben geeignet ist (vgl. E. 2.2 hiernach) und 
ob weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind (vgl. E. 2.3 hiernach). 

2.1. Die Vorinstanz stellt in Ziffer I. des angefochtenen Entscheids fest, dass der Vorsorgeauftrag 
vom 26. Juni 2019 von B.________ gültig errichtet worden ist und erklärt ihn für wirksam. 

In ihrer Beschwerde erklärt die Beschwerdeführerin nicht, weshalb die Voraussetzungen dafür nicht 
gegeben sein sollten. 

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2.1.1. Die Gültigkeit des Vorsorgeauftrags setzt voraus, dass dieser formgültig errichtet wurde (Art. 
361 ZGB), dass die Auftraggeberin im Zeitpunkt der Errichtung handlungsfähig war und dass der 
Inhalt des Vorsorgeauftrags weder widerrechtlich noch sittenwidrig oder unmöglich ist (vgl. BSK ZGB 
I-JUNGO, 6. Aufl. 2018, Art. 363 N. 9). Zu diesen Voraussetzungen schreibt die Beschwerdeführerin 
lediglich, es sei fraglich, ob ihre Mutter im Juni 2019 die Tragweite des Vorsorgeauftrages noch 
verstehen und nachvollziehen konnte (Beschwerde, S. 6, Ziff. 3.3) und zielt damit auf die Urteils-
fähigkeit von B.________ im Zeitpunkt der Erstellung des Vorsorgeauftrags ab. Rechtspre-
chungsgemäss darf von der Vermutung der Urteilsfähigkeit ausgegangen werden, ausser es sind 
Umstände bekannt, die gegen diese Vermutung sprechen (BGE 124 III 5). Den Akten lassen sich 
jedoch keine solchen entnehmen. Zwar ist bekannt, dass die Betroffene zu diesem Zeitpunkt bereits 
an einer progredienten Demenz litt. Allerdings kann den Akten nicht entnommen werden, dass die 
Krankheit bereits so weit fortgeschritten war, dass B.________ die «Tragweite des Vorsorgeauftrags 
[weder] verstehen [noch] nachvollziehen konnte». Insbesondere wurde das damals vor dem 
Friedensgericht hängige Verfahren betreffend eine allfällige Beistandschaft für die Betroffene mit 
Entscheid vom 27. September 2019 als gegenstandslos abgeschrieben und es wurde ausdrücklich 
auf die Errichtung einer Erwachsenenschutzmassnahme zu Gunsten von B.________, welche vom 
Friedensgericht persönlich im Beisein aller Kinder angehört wurde, verzichtet. Der Vorsorgeauftrag 
wurde kurz davor, d.h. am 26. Juni 2019, errichtet und öffentlich beurkundet. Der Notar sowie die 
anwesenden Zeugen haben bestätigt, dass sich nach ihrer Wahrnehmung B.________ im Zustand 
der Verfügungsfähigkeit befunden hatte (vgl. act. 100 2018 810/ 40 ff., 61-66; 72 f.). Der 
Vorsorgeauftrag erweist sich damit als gültig.

2.1.2. Die Wirksamkeitsvoraussetzungen sind der Eintritt der Urteilsunfähigkeit, das Vorliegen einer 
Sorgebedürftigkeit der Vorsorgeauftraggeberin sowie die inhaltlichen Mindestanforderungen im 
Vorsorgeauftrag (Auftraggeberin und beauftragte Personen sind bestimmt, der Auftrag gilt im Fall 
des Eintritts einer länger dauernden Urteilsunfähigkeit, die Aufgabenbereiche des Beauftragten sind 
umschrieben und festgelegt; vgl. JUNGO, Art. 363 N. 12 ff.). Die Beschwerdeführerin macht in ihrer 
Beschwerde nicht geltend, eine dieser Voraussetzungen lägen nicht vor. Zudem wurde die Urteils-
unfähigkeit von B.________ ärztlich bestätigt und deren Sorgebedürftigkeit in den im Vor-
sorgeauftrag genannten und umschriebenen Bereichen (Personenfürsorge inkl. Vertretung bei medi-
zinischen Massnahmen, Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr) ist ebenfalls offensicht-
lich gegeben und nicht bestritten.

Soweit in diesem Punkt überhaupt auf die Beschwerde einzutreten ist, ist sie abzuweisen und Ziffer I. 
des angefochtenen Entscheids zu bestätigen. 

2.2.

2.2.1. Erweist sich ein Vorsorgeauftrag als gültig und wirksam, ist weiter zu prüfen, ob der 
Beauftragte für die Ausführung des Auftrages geeignet ist. Für die Eignung einer natürlichen Person 
sind vor allem deren individuellen persönlichen und fachlichen Kompetenzen, aber auch ihre 
zeitlichen sowie emotionalen Ressourcen massgebend. Auch die Schwierigkeit der Aufgaben und 
deren Umfang haben Einfluss auf die Eignung einer Person. Über die Eignung des Beauftragten ist 
prognostisch aufgrund von objektiv feststellbaren Kriterien zu entscheiden. Dazu gehören nament-
lich der strafrechtliche und betreibungsrechtliche Leumund, die Ausbildung und die beruflichen 
Erfahrungen. Da der Vorsorgeauftrag stark im Dienst der Selbstbestimmung steht, hat die Erwachse-
nenschutzbehörde mit Blick auf die Frage einer allfälligen Interessenkollision zur Auftraggeberin 
Zurückhaltung zu üben. Dies gilt ganz besonders da, wo die Auftraggeberin die Interessenkollision 
bei der Auftragserteilung bereits gekannt hat. Erkennt aber die Erwachsenenschutzbehörde von 

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Anfang an triftige Mängel und Risiken in der Wahl des Beauftragten, so darf sie diese nicht gestützt 
auf das Selbstbestimmungsrecht der Auftraggeberin in Kauf nehmen, denn dies würde dem Schutz-
zweck des Vorsorgeauftrags widersprechen (JUNGO, Art. 363 N. 21 f., 25). 

2.2.2. Dem angefochtenen Entscheid kann in Bezug auf die Eignung der Vorsorgebeauftragten und 
Ersatzvorsorgebeauftragten folgendes entnommen werden: «Sowohl D.________, die im 
Vorsorgeauftrag als Vorsorgebeauftragte bezeichnete Person, wie auch E.________ als erster 
Ersatz-Vorsorgebeauftragter und F.________ als zweite Ersatz-Vorsorgebeauftragte erscheinen 
fachlich und persönlich geeignet, den Auftrag zu erfüllen». Ausserdem hielt die Vorinstanz fest, dass 
die drei Geschwister das Mandat angenommen haben. Weiter steht im Entscheid geschrieben, dass 
es das Friedensgericht «in Anbetracht des hängigen Erbteilungsverfahrens im Nachlass von 
G.________ […] als notwendig [erachtet], eine neutrale Fachperson mit der Interessenwahrung von 
B.________ zu betrauen. Da nämlich sowohl B.________ als auch die Vorsorgebeauftragte 
D.________ als Erben im gleichen Nachlass beteiligt sind, fallen aufgrund dieser Interessenkollision 
die Befugnisse der Vorsorgebeauftragten automatisch dahin (Art. 365 Abs. 3 ZGB). Infolgedessen 
ordnet das Friedensgericht gemäss Art. 390 ZGB eine Beistandschaft zugunsten von B.________ 
an, da sie wegen ihrer Urteilsunfähigkeit im hängigen Erbteilungsverfahren weder selber handeln 
kann noch die bezeichnete Vorsorgebeauftragte, inkl. die beiden Ersatz-Vorsorgebeauftragten, 
wegen Interessenkollision in dieser Angelegenheit ihre Stellvertretung übernehmen können» (vgl. 
angefochtener Entscheid, S. 11). 

2.2.3. Es wird von keiner am vorliegenden Verfahren beteiligten Person die von der Vorinstanz 
festgestellte Tatsache bestritten, dass keines der Kinder von B.________ deren Vertretung im 
Erbschaftsprozess (unabhängig von der Frage der notwendigen fachlichen Kompetenzen) aufgrund 
von Interessenkollision übernehmen kann. Die Beschwerdeführerin ist allerdings der Meinung, dass 
aufgrund des rigoros geführten Erbschaftsstreits auch keines der Kinder der Betroffenen in der Lage 
ist, auch nur eine Aufgabe des Vorsorgeauftrages zu übernehmen. 

2.2.3.1. Der Vorsorgeauftrag umfasst zum einen die Personensorge, d.h. insbesondere die Sicher-
stellung eines geordneten Alltags und nach Möglichkeit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die 
Veranlassung aller für die Gesundheit der Auftraggeberin notwendigen Massnahmen und Wahr-
nehmung der damit zusammenhängenden Rechte (insbesondere die Veranlassung der notwendi-
gen ärztlichen Massnahmen und Erteilung der dafür notwendigen Zustimmungen) und die Wahr-
nehmung der Rechte der Auftraggeberin gegenüber Ärzten, Pflegepersonal, Spitälern, Alters- und 
Pflegeheimen usw. (insbesondere die Einsichtnahme in sämtliche die Auftraggeberin betreffende 
Akten; vgl. act. 67).

Die Beschwerdeführerin erklärt mit keinem Wort, inwiefern der bestehende Interessenkonflikt in der 
Erbschaftsangelegenheit zwischen den Kindern und der Betroffenen bei der Ausübung der 
Aufgaben in der Personensorge durch eine der (ersatz-)vorsorgebeauftragten Personen die Inte-
ressen von B.________ gefährden würde. Die an die Vorsorgebeauftragte gerichteten Vorwürfe 
können durch folgenden Abschnitt aus der Beschwerdeschrift grob zusammengefasst werden: 
« Offensichtlich empfindet die Vorsorgebeauftrage die erbrechtlichen Vorkehrungen der Eltern als 
ungerecht, weshalb sie jedes Mittel einsetzt, um hier korrigierend einzugreifen. Es kann nicht 
ausgeschlossen werden, dass sie die ihr übertragenen Vollmachten so einsetzen wird, um «ihre» 
Gerechtigkeit im Widerspruch zum Willen der Eltern wiederherzustellen» (Beschwerde, S. 17). 
Inwiefern dadurch allerdings die Personensorge beeinträchtigt wird, wird weder dargetan, noch ist 
es ersichtlich. Es kann den Akten nicht entnommen werden, dass die Interessen der Betroffenen in 
diesem Bereich gefährdet sind. Dass D.________ allenfalls Entscheide trifft, welche von der 

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Beschwerdeführerin anders gefällt würden, spielt keine Rolle. Soweit die Beschwerde in diesem 
Punkt überhaupt als begründet gelten und darauf eingetreten werden kann, ist sie abzuweisen.

2.2.3.2. Zum anderen umfasst der Vorsorgeauftrag die Vermögenssorge, d.h. die Entgegennahme, 
das Öffnen und Bearbeiten sämtlicher für die Auftraggeberin bestimmter Post- und weiterer Zusen-
dungen (a), das Anordnen des zur Finanzierung des Lebensunterhalts Notwendigen und Erledigen 
des Zahlungsverkehrs (b), die Wahrung der finanziellen Interessen der Auftraggeberin, die 
Verwaltung des gesamten Vermögens, die Verfügungen darüber und das Treffen sämtlicher damit 
zusammenhängender Massnahmen (Verfügung über Bankkonten, Saldierung und Eröffnung von 
Bankkonten) (c), die Vertretung der Auftraggeberin vor Behörden, Gerichten, privaten Institutionen, 
Versicherungen und Sozialleistungsträgern und Einleiten sämtlicher damit zusammenhängenden 
Massnahmen und zur Erfüllung des Auftrags notwendigen Prozesshandlungen (d), das Ausfüllen, 
Unterzeichnen und Einreichen der Steuererklärung sowie sämtlicher damit zusammenhängender 
Massnahmen, insbesondere Eingaben bei Steuer- und Steuerjustizbehörden (e). 

Die Beschwerdeführerin sieht einen Interessenkonflikt, insbesondere zwischen D.________ und 
B.________. Dieser zeige sich namentlich in den anhängig gemachten Verfahren, einerseits der 
Erbteilungsklage, andererseits der Strafanzeige gegen H.________. Allein aufgrund des komplexen 
Erbteilungsprozesses, der, so die Beschwerdeführerin, erst nach fortgeschrittener Demenz und 
durch Veranlassung von D.________ eingereicht wurde, könne nicht davon ausgegangen werden, 
dass letztere als Vorsorgebeauftragte geeignet im Sinne des Gesetzes sei und dass kein 
Interessenkonflikt bestehe. Dieser Konflikt sei bereits bei den Kontakten mit Notar I.________ und 
Rechtsanwalt K.________ und spätestens mit der Einreichung des Schlichtungsgesuchs 
(Erbteilung) manifest. Das Vertrauen von B.________ in D.________ sei in mehrfacher Hinsicht 
missbraucht worden: Einerseits mit der Einleitung des folgenschweren Erbteilungsverfahrens gegen 
den Willen der schutzbedürftigen Person; andererseits aber auch mit der Kündigung der angeblichen 
«Darlehen» der Eltern und dem Versuch der gerichtlichen Durchsetzung sowie mit der Strafanzeige. 
Offensichtlich empfinde die Vorsorgebeauftragte die erbrechtlichen Vorkehrungen der Eltern als 
ungerecht, weshalb sie jedes Mittel einsetze, um hier korrigierend einzugreifen. Es könne nicht 
ausgeschlossen werden, dass sie die ihr übertragenen Vollmachten so einsetzen werde, um «ihre» 
Gerechtigkeit im Widerspruch zum Willen der Eltern wiederherzustellen (vgl. Beschwerde, S. 17).

Der Vertretungsbeistand der Betroffenen führt in seiner Stellungnahme unter anderem aus, dass die 
Beschwerdeführerin eine Interessenkollision zwischen D.________ und deren Mutter hauptsächlich 
mit der Geltendmachung von Forderungen gegenüber Familienmitgliedern sowie der An-
hängigmachung einer Erbteilungsklage gegen den Willen von B.________ begründet sieht. Er ist 
der Meinung, dass die von D.________ eingereichte Strafanzeige gegen ihren Neffen H.________ 
zwar gewisse Vorbehalte zulässt betreffend die Frage, ob D.________ ihr Mandat objektiv und 
ausschliesslich in den Interessen ihrer Mutter wahrnimmt. Letztlich ändere dies aber nichts am 
Umstand, dass es auch zu den Aufgaben der vorsorgebeauftragten Person gehören muss, 
Forderungen – auch bestrittene – geltend und einbringlich zu machen, auch gegenüber 
Familienmitgliedern anderer Familienstämme. Aus den Akten seien im Übrigen keine ausdrücklichen 
Willensäusserungen erkennbar, wonach eine Mandatsführung bei der Einreichung von Straf- und 
Zivilklagen gegen Familienmitglieder ausgeschlossen sein solle oder die vorsorgebeauftragten 
Personen keine Rückforderungen geltend machen sollen. Sodann müsse es im (Vermögens-) 
Interesse von B.________ liegen, dass der Nachlass ihres verstorbenen Gatten einer Erbteilung 
zugeführt werde. Es könne nicht im Interesse einer urteilsunfähigen Person liegen, bis zu ihrem 
Ableben Teil eines Nachlasses zu bleiben – gerade dann, wenn sich wie vorliegend grössere, nicht 
liquide Vermögenswerte im Nachlass befinden. Diese Vermögenswerte seien ansonsten im 

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Nachlass blockiert. Eine grundsätzliche Interessenkollision liege somit nicht vor. Hinzu komme, dass 
die Einsetzung von D.________ als erste, vorsorgebeauftragte Person dem mutmasslichen Willen 
der Betroffenen entspreche. Der durch die Errichtung des Vorsorgeauftrags unmissverständlich 
geäusserte Wille, dass D.________ grundsätzlich an erster Stelle für ihre Interessen tätig werden 
solle, erscheine auch vor dem Hintergrund der früheren, an D.________ erteilten Vollmachten 
kohärent. Schliesslich entspreche auch das eingeleitete Erbteilungsverfahren dem mutmasslichen 
Willen von B.________. Hier müsse nämlich die von ihr selbständig eingeholte Rechtsberatung bei 
Notar I.________ im Jahre 2018 besonders gewichtet werden. Zudem müsse davon ausgegangen 
werden, dass die Mandatierung von Rechtsanwalt K.________ durch die Betroffene in 
urteilsfähigem Zustand, also rechtsgültig, erfolgte: Zur Mandatierung eines Rechtsanwalts für ein 
Geschäft sind nicht die gleichen Anforderungen an die Urteilsfähigkeit zu stellen wie bei einer 
selbständigen, autonomen Wahrnehmung der Rechte in diesem Geschäft. Die reine Mandatierung 
benötige keine fundierten Kenntnisse in Bezug auf die materiellen Punkte des Geschäfts, sondern 
lediglich, aber immerhin, Urteilsfähigkeit in Bezug auf die Tragweite des Beauftragens eines 
Rechtsanwalts dafür. Wie dieser Wille der Betroffenen, Rechtsanwalt K.________ in Bezug auf den 
Nachlass zu mandatieren, zustande kam (bspw. ob eine Beeinflussung vorlag), könne nachträglich 
nicht festgestellt werden. Fakt sei jedoch, dass dieser Wille zustande kam, sich in der 
Vollmachtserteilung manifestierte und im Einklang mit der früheren Rechtsberatung bei Notar 
I.________ stehe. Diese über längere Zeit kohärenten Umstände, insbesondere, dass B.________ 
bereits im Jahre 2018 um Erbrechtsberatung ersuchte, sei bei der Beurteilung des mutmasslichen 
Willens deutlich höher zu gewichten als das Schreiben vom 23. September 2021, auf das sich die 
Beschwerdeführerin berufe (vgl. Beschwerdeantwort, S. 5-7). 

2.2.3.3. Vorliegend kann vorab festgestellt werden, dass selbst die Beschwerdeführerin nicht geltend 
macht, aufgrund des ihrer Ansicht nach bestehenden Interessenkonflikts könne die Vorsorge-
beauftragte die Vermögenssorge grundsätzlich, d.h. die Entgegennahme, das Öffnen und Bear-
beiten der Post (a), das Anordnen des zur Finanzierung des Lebensunterhalts Notwendigen und das 
Erledigen des Zahlungsverkehrs (b) sowie die Vertretung der Auftraggeberin vor Behörden etc. in 
diesen Bereichen (d) und die Erledigung der Steuerangelegenheiten (e), nicht auftragsgemäss vor-
nehmen. Sie zeigt denn auch nicht auf, dass die Interessen von B.________ konkret gefährdet 
wären oder Anzeichen dafür bestehen. Solche Umstände können auch den Akten nicht entnommen 
werden, sodass die Beschwerde, sofern darauf überhaupt eingetreten werden kann, in diesem Punkt 
unbegründet erscheint. 

Die von der Beschwerdeführerin angebrachten Beanstandungen betreffen ausschliesslich die im 
Vorsorgeauftrag unter Buchstabe c aufgeführten Aufgaben, nämlich die Wahrung der finanziellen 
Interessen der Auftraggeberin, die Verwaltung des gesamten Vermögens, die Verfügungen darüber 
und das Treffen sämtlicher damit zusammenhängender Massnahmen (Verfügung über Bankkonten, 
Saldierung und Eröffnung von Bankkonten). Allerdings erklärt auch hier die Beschwerdeführerin 
nicht, inwiefern die finanziellen Interessen ihrer Mutter konkret gefährdet sind, mit Ausnahme der 
Argumente betreffend die verschiedenen Zivil- und Strafverfahren. Mit den Zivilverfahren sind 
einerseits die Erbteilungsklage, andererseits die Verfahren zur Rückzahlung der H.________ 
«gewährten Darlehen» gemeint. In diesem Zusammenhang erging auch die von D.________ in 
eigenem Namen eingereichte Strafklage. Mit Entscheid vom 7. Februar 2022 entschied das Regio-
nalgericht T.________, nicht auf die Klage betreffend «Darlehen» einzutreten, da die Sache bereits 
in der Erbteilungsklage vor dem Zivilgericht des Seebezirks hängig ist. Unter diesen Umständen 
kommen D.________ in diesen Bereichen aufgrund Interessenkollision keinerlei Befugnisse (mehr) 
zu und die Interessen von B.________ werden vom Beistand wahrgenommen (vgl. Ziff. IX. ff. des 

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angefochtenen Entscheids und E. 2.3. hiernach). Dass die finanziellen Interessen von B.________ 
anderweitig als durch den Erbrechtsstreit gefährdet wären, macht die Beschwerdeführerin weder 
geltend, noch geht dies aus den Akten hervor. 

Damit ist kein Grund ersichtlich, den Vorsorgeauftrag in diesem Punkt nicht auch grundsätzlich zu 
bestätigen. 

Es gilt allerdings vertieft zu prüfen, ob die von der Vorinstanz angeordnete Vertretungsbei-
standschaft in Anbetracht des Interessenkonflikts in der Erbschaftsangelegenheit die Interessen von 
B.________ ausreichend schützt und ob die ernannte Person dafür geeignet ist. 

2.3. Gelangt die Schutzbehörde im Zuge ihrer Abklärungen zur Überzeugung, dass der Vorsor-
geauftrag zur Interessenwahrung der Auftraggeberin nicht genügt, hat sie anstelle oder in Ergän-
zung des Vorsorgeauftrags (weitere) Massnahmen des Erwachsenenschutzes, namentlich eine Bei-
standschaft anzuordnen. Als Beistand kann der Vorsorgebeauftragte oder ein Dritter eingesetzt 
werden (JUNGO, Art. 363 N. 26).

2.3.1. Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz insbesondere folgendes fest (angefochtener 
Entscheid, S. 11 f.): «[…] da nämlich sowohl B.________ als auch die Vorsorgebeauftrage […] als 
Erben im gleichen Nachlass beteiligt sind, fallen aufgrund dieser Interessenkollision die Befugnisse 
der Vorsorgebeauftragten automatisch dahin (Art. 365 Abs. 2 ZGB). Infolgedessen ordnet das 
Friedensgericht gemäss Art. 390 ZGB eine Beistandschaft zugunsten von B.________ an, da sie 
wegen ihrer Urteilsunfähigkeit im hängigen Erbteilungsverfahren weder selber handeln kann noch 
die bezeichnete Vorsorgebeauftragte, inkl. die beiden Ersatz-Vorsorgebeauftragten, wegen 
Interessenkollision in dieser Angelegenheit ihre Stellvertretung übernehmen können. […]». Mit dem 
Mandat der Vertretungsbeistandschaft betraute die Vorinstanz Rechtsanwalt K.________ mit 
folgender Begründung: «Er vertrat sie bisher in den Bereichen des Erbrechts und des 
Erwachsenenschutzes, weshalb er die nötigen Kenntnisse besitzt, um sie im hängigen Erbteilungs-
verfahren gebührend zu vertreten. Ausserdem wird das Gerichtsverfahren vor dem Zivilgericht des 
Seebezirks, in Murten, zeitnah durchgeführt […], weshalb eine gewisse Eile für die Ernennung eines 
Beistands geboten ist, damit er sich auf den Prozess vorbereiten kann. Auch ist es naheliegend, 
dass B.________ im Hinblick auf den Gerichtsprozess anwaltlich vertreten werden muss. 
Schliesslich bringt K.________ als Rechtsanwalt das fachliche Wissen und die professionellen 
Qualitäten mit, die es für die Übernahme eines solchen Mandates braucht. […]». 

2.3.2. Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz habe auch hier nicht geprüft, ob eine 
Interessenkollision oder eine Abhängigkeit bestehe. Hinzu käme bei der Ernennung eines Rechts-
anwalts zum Prozessbeistand die Pflichten, die sich aus dem BGFA ergeben. Es bestünden keine 
Zweifel daran, dass Rechtsanwalt K.________ über die fachlichen Fähigkeiten verfüge. Hingegen 
liege eine offensichtliche Abhängigkeit zur Vorsorgebeauftragten vor, die es nicht erlaube, Rechts-
anwalt K.________ zum Vertretungsbeistand zu ernennen. Er handle im Namen der Betroffenen, 
werde aber von D.________ instruiert, obwohl ein Interessenkonflikt und mithin keine Unabhäng-
igkeit bestehe. Er handle denn auch entsprechend dem Willen von D.________ und nicht von 
B.________. Er sei deshalb nicht unabhängig, respektive neutral, wie es die Vorinstanz genannt 
habe, und könne für den Erbteilungsprozess nicht zum Vertretungsbeistand ernannt werden. Die 
Beibehaltung des angefochtenen Entscheids hiesse, dass faktisch weiterhin die Vorsorge-
beauftragte die Entscheidungen – auch in Bezug auf die Erbteilung – fälle, obwohl die Vorinstanz 
ihr eine Interessenkollision zuschreibe (Beschwerde, S. 18 f.). In ihrem Schreiben vom 19. Juli 2022 
bringt die Beschwerdeführerin zudem vor, sie habe von der von Rechtsanwalt K.________ erstellten 

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und vom 20. Juni 2022 datierten Kostenliste für das vorinstanzliche Verfahren Kenntnis erhalten. 
Diese bestätige die Befangenheit des Anwalts. Es gehe aus der von D.________ unaufgefordert 
eingereichten E-Mail vom 2. November 2021 an die Vorinstanz (Beleg 1 zur Stellungnahme vom 
6.  Juni 2022) hervor, dass die Mutter keinen Beizug eines Anwalts für das erstinstanzliche Verfahren 
wollte. Der Kostenliste müsse allerdings entnommen werden, dass Rechtsanwalt K.________ 
bereits lange zuvor im März 2020 ein Dossier eröffnet habe. Wie dem Detail der Kostenliste 
entnommen werden könne, habe er im Rahmen dieses Dossiers mehrfach mit der Klientin telefoniert 
und ihr mehrfach E-Mails zugestellt. Mit Klientin meine er, was offensichtlich sei, nicht B.________, 
sondern D.________, zumal erstgenannte erwiesenermassen keinen Anwalt beauftragen wollte und 
keine E-Mails empfangen könne. 

2.3.3. Der Vertretungsbeistand von B.________ stellt sich auf den Standpunkt, dass ohne 
gegenteilige Unterlagen davon auszugehen sei, dass die Rechtsanwalt K.________ erteilte Voll-
macht betreffend Erbteilungsverfahren vor dem 16. März 2020 (Erbteilungsklage) und damit rechts-
gültig (urteilsfähig) unterschrieben worden sei. Der mutmassliche Wille der Betroffenen sei deshalb, 
dass Rechtsanwalt K.________ auch weiterhin mit der Interessenwahrung im Erbteilungsverfahren 
betraut ist. Der Beschwerdeführerin sei hingegen insofern beizupflichten, als dass die Hono-
rarrechnung vom 20. Juni 2022 eine nähere Abklärung und Prüfung einer möglichen Interessen-
kollision von Rechtsanwalt K.________ erforderlich erscheinen lasse. In der Rechnung seien 
verschiedentlich Leistungen festgehalten, die darauf hindeuten, dass der Anwalt mit seiner «Klien-
tin» per E-Mail kommuniziert hat. B.________ verfüge aber gemäss eigens bei der Heimleitung 
eingeholter Auskunft über keine E-Mail-Adresse. Insofern stelle sich die Frage, welche Person mit 
«Klientin» gemeint sei respektive, wer Adressatin der jeweiligen E-Mails war. Sollte sich 
herausstellen, dass mit «Klientin» tatsächlich D.________ gemeint sei, so werde eine Interessen-
kollision wohl zu bejahen sein: Denn genau aufgrund Interessenkollision von D.________ sei die 
Vertretungsbeistandschaft ja errichtet worden. Folglich müsste eine andere Vertretungsbeistands-
person zur Wahrung der Interessen von B.________ eingesetzt werden. Sollte es sich 
demgegenüber erweisen, dass die Adressatin B.________ selbst war, sei eine Interessenkollision 
zu verneinen. In diesem Zusammenhang beantragt der Vertretungsbeistand, bei Rechtsanwalt 
K.________ sei eine Stellungnahme einzuholen, die sich insbesondere zu den Fragen äussere, auf 
welche Person das Dossier «Beistandschaft» geführt worden sei, welche Person in der erwähnten 
Abrechnung mit «Kltin» jeweils gemeint sei und Adressat der Mandatshandlungen war und wer in 
der Mandatsführung seine Ansprechperson war.

2.3.4. Rechtsanwalt K.________ wurde am 16. September 2022 die Gelegenheit gegeben, Stellung 
zu den Vorwürfen zu nehmen. In seiner Eingabe vom 10. Oktober 2022 erklärte er, dass er im 
Rahmen der Erbteilung das erste Mal am 18. November 2019 von B.________ in Begleitung ihrer 
Tochter D.________ aufgesucht wurde. Der Auftrag habe darin bestanden, den Nachlass von 
G.________ zu einer Teilung zu bringen, so dass B.________ ihren Erbanspruch vollständig erhalte. 
Er habe sich dementsprechend von B.________ (und nur von ihr) bevollmächtigen lassen. 
Anlässlich dieser Sitzung vom 18. November 2019 sei ihm eine notariell beglaubigte Vollmacht 
vorgelegt worden, worin B.________ ihre Tochter D.________ zu umfassender Vertretung 
bevollmächtigt hatte. Er sei davon ausgegangen, dass diese berechtigt war, in dieser Sache mit ihm 
zu kommunizieren, umso mehr als sie ihre Mutter zu dieser ersten Sitzung begleitet hatte. 
D.________ war es auch, welche ihn über die Einzelheiten des Falls und die finanziellen 
Verhältnisse der Eheleute B.________-G.________ habe informieren können. Die Kommunikation 
sei in der Folge über D.________ gelaufen, die er als bevollmächtigte Stellvertreterin von 
B.________ wahrgenommen habe. Er habe nie Anweisungen von D.________ bezüglich 

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Durchführung der Erbteilung und der Berechnungen erhalten. D.________ (genauso wie die 
anderen Geschwister) wollten aber die Berechnungen verstehen und nachvollziehen können, zumal 
er ihre Zustimmung zu den Erbteilungsbegehren eingeholt hatte. Im Erbteilungsprozess habe er 
allein die Interessen von B.________ zum Ziel gehabt und immer mit bestem Wissen und Gewissen 
zu diesem Zweck agiert. In seiner Kostenliste habe er in der Tat keine Unterscheidung zwischen 
B.________ und D.________ gemacht. Wenn in der Kostenliste von «Klt» oder «Kltin» die Rede 
sei, sei damit in der Tat D.________ gemeint. Sie sei seine Ansprechperson in der Erbteilung. Sie 
sei schon am ersten Gespräch mit ihrer Mutter bei ihm im Büro dabei gewesen, habe über alle 
notwendigen Sach- und Aktenkenntnisse verfügt, die von ihm verlangten Unterlagen besorgen 
können und sei aufgrund der Vollmacht vom 29. Juni 2019 auch ausdrücklich zum Handeln für ihre 
Mutter berechtigt gewesen. Er habe daher all diese Kontakte als Kontaktaufnahme mit der 
Klientschaft verstanden, also mit B.________, wenn auch über ihre Stellvertreterin. Die gleiche 
Schreibweise sei auch in der Akte Beistandschaft verwendet worden. Eine irgendwie geartete 
Interessenkollision seinerseits sehe er nicht. Insbesondere habe er von D.________ weder 
Instruktionen noch Ratschläge erhalten, wie auf die Gefährdungsmeldung zu reagieren wäre. 
D.________ sei aber auch in diesem Fall seine Ansprechperson und Informationsquelle bei der 
Mandatsführung gewesen. Schliesslich fügte Rechtsanwalt K.________ noch an, dass er nicht auf 
seine Initiative hin zum Vertretungsbeistand ernannt worden sei. Im Gegenteil habe er mit Schreiben 
vom 29. März 2022 das Friedensgericht informiert und um Ernennung eines Vertretungsbeistandes 
gebeten. Er sei davon ausgegangen, dass eine Drittperson dereinst zum Vertretungsbeistand 
ernannt werde. Er sei vom Friedensgericht dann telefonisch angefragt worden, ob er ein solches 
Mandat annehmen würde, da er ja die Erbteilungsakte kenne. Er habe vorher noch nie ein solches 
Mandat innegehabt (und werde so bald auch keines mehr akzeptieren). Er habe aber in diesem 
Moment geglaubt, durch die Annahme B.________ dienen zu können, und sei es nur aus 
Kostengründen, weil ein anderer Vertretungsbeistand sich vorgängig noch in die (doch 
umfangreiche) Erbschaftsakte hätte einlesen und neben ihm den Verhandlungen hätte folgen 
müssen. 

2.3.5. In ihrer Stellungnahme vom 28. September 2022 erklärte D.________ unter anderem, dass 
die Korrespondenz von Rechtsanwalt K.________ «fast ausnahmslos nicht nur an [sie], sondern an 
alle vier Geschwister gerichtet [ist], mindestens indem die anderen drei die Schreiben im Cc erhalten. 
Hätte die Mutter eine E-Mail-Adresse, gingen die Schreiben selbstverständlich in erster Linie an sie 
und an [die] vier [Geschwister] höchstens zur Information im Cc. Ebenso gehen [ihre] Mails an RA 
K.________ in der Regel im Cc an [ihre] drei Geschwister. […] Im November 2019 beauftragte [die] 
Mutter RA K.________ mit der Regelung der Erbschaft ihres Gatten. Eine der ersten Mails an ihn, 
jene vom 16.  Dezember 2019, zeigt die «Funktionsweise» [ihrer] Seite der Erbengemeinschaft: [Sie] 
hole die Meinung der vier anderen, zuerst jene der Mutter ein, dann aber auch jene von C.________, 
E.________ und F.________, und danach tue [sie] RA K.________ [ihre] gemeinsame Stellung-
nahme kund. Dieses Vorgehen soll RA K.________ eine effiziente Arbeitsweise ermöglichen». Sie 
führte weiter aus, dass ihre Mutter den Gebrauch der heutigen Kommunikationsmittel (Computer, 
Drucker, Scanner, Faxgerät, Handy) nicht gelernt habe und deshalb damit auch nicht umgehen 
könne. Auch stelle das Festnetztelefon keine Alternative dar, um mit ihr komplizierte Sachverhalte 
direkt zu besprechen, da sie nicht mehr gut höre und ihr Kurzzeitgedächtnis sie schon seit längerem 
im Stich gelassen habe. Besprechungen können nur vor Ort mit Zuhilfenahme von Geschriebenem 
vorgenommen werden. D.________ verwies noch auf die Vollmacht vom 26. Juni 2019, mit welcher 
ihre Mutter sie unter anderem beauftragte, ihre administrativen Angelegenheiten zu übernehmen, 
insbesondere die Korrespondenz mit Behörden, Amtsstellen, Sozialeinrichtungen, […] Gerichten 
u.ä. Sie hole jeweils die Meinung ihrer Mutter ein, bevor sie für diese vertretend tätig werde. 

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2.3.6. Zunächst gilt es klarzustellen, dass B.________ Rechtsanwalt K.________ 2019 den Auftrag 
erteilte, ihre Interessen (ausschliesslich) im Erbteilungsverfahren zu vertreten (vgl. Vollmacht vom 
18. November 2019, Beilage 1 der Stellungnahme vom 10. Oktober 2022). Als Auftraggeberin (i.S.v. 
Art. 394 ff. OR) war sie befugt, Weisungen zu erteilen und die Handlungen des Auftragsnehmers zu 
überwachen. Genau dies kann sie aber infolge Urteilsunfähigkeit nicht mehr in genügendem Umfang 
tun. Es stellt sich deshalb die Frage, wer diese Aufgabe für sie zu übernehmen hat, wobei es 
entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen nicht nur darum gehen kann, wer B.________ im 
Erbteilungsverfahren vertritt, sondern wer allgemein ihre Interessen im Nachlass von G.________ 
vertritt. Da sowohl die Betroffene als auch alle ihre Kinder und somit alle (Ersatz-) 
Vorsorgebeauftragten als Erben am gleichen Nachlass beteiligt sind, eigene Interessen haben und 
sich überdies mittlerweile in einem eskalierten Erbschaftsstreit befinden, aufgrund dessen die 
Familie nicht nur in zivilrechtliche, sondern zum Teil nun auch in strafrechtliche Verfahren involviert 
ist, ist B.________ nicht ein Vertretungsbeistand i.S.v. Art. 394 ZGB für das Erbteilungsverfahren zu 
ernennen, sondern ein Beistand gestützt auf Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB, der für sie alle ihre Rechte 
und Pflichten im genannten Nachlass wahrnimmt. Hier ist es notwendig, dass es sich um eine 
Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung handelt. Bei dieser geht es stets um das 
Vermögen der betroffenen Person und um deren wirtschaftliche Berechtigungen. Sind 
Vermögenswerte im (Mit- oder) Gesamteigentum mit Dritten enthalten, gehört das Wahrnehmen der 
entsprechenden Berechtigungen und Verpflichtungen zur Verwaltung der entsprechenden 
Vermögenswerte. Das bedarf regelmässig entsprechender Verständigungen und Abmachungen mit 
den Mitbeteiligten, jedoch nicht notwendigerweise stets einer Aufteilung und also auch bspw. bei 
Verbeiständung einer verheirateten oder in eingetragener Partnerschaft lebenden Person nicht 
unbedingt einer güterrechtlichen Auseinandersetzung (BSK ZGB I-BIDERBOST/HENKEL, 6. Aufl. 
2020, Art. 395 N. 10a). 

Bevor also überprüft werden kann, ob Rechtsanwalt K.________ für dieses umfassendere Mandat 
geeignet ist, ist festzuhalten, dass Ziff. IX. des angefochtenen Entscheids dahingehend zu ergänzen 
ist, dass zugunsten von B.________ eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung 
i.S.v. Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet wird und Ziff. X. jedenfalls dahingehend abgeändert wird, 
dass die der Beistandsperson zu übertragene Aufgabe in der Wahrnehmung der Rechte und 
Pflichten der Betroffenen im Nachlass von G.________ besteht. Dazu gehört insbesondere auch, 
zu entscheiden, ob bzw. wie der Rechtsanwalt K.________ erteilte Auftrag fortgeführt werden soll, 
wobei die Beistandsperson insbesondere zu beachten hat, dass zum einen für die Prozessführung 
die Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde erforderlich ist (vgl. Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB) 
und dass sie zum anderen, sofern sie nicht selber in der Lage ist, den Prozess zu führen, bei 
berechtigter Delegation von Aufgaben, bzw. beim Beizug einer Hilfsperson für die gehörige Sorgfalt 
bei der Wahl und Instruktion und auch für die erforderliche Kontrolle haftet (BSK ZGB I-REUSSER, 6. 
Aufl. 2020, Art. 400 N. 30). 

In Bezug auf den von B.________ Rechtsanwalt K.________ erteilten Auftrag ist zu erwähnen, dass 
gemäss Art. 405 Abs. 1 OR der Auftrag mit dem Verlust der entsprechenden Handlungsfähigkeit [… 
der Auftraggeberin …] erlischt, sofern nicht das Gegenteil vereinbart ist oder aus der Natur des 
Geschäfts hervorgeht. Nicht ausdrücklich erwähnt ist der (selbstverständliche) Fall der 
Auftragsfortführung, wenn ein entsprechender Konsens mit den Erben, dem gesetzlichen Vertreter 
oder der Konkursverwaltung zustandekommt (BSK OR I-OSER/WEBER, 7. Aufl. 2020, Art. 405 N. 8). 
Ergibt sich aus der Natur des Geschäftes der Fortbestand des Auftragsverhältnisses trotz Eintritt der 
Handlungsunfähigkeit oder haben die Parteien ausdrücklich eine entsprechende Vereinbarung 
abgeschlossen, hindert dies den gesetzlichen Vertreter […] selbstverständlich nicht, den Auftrag 

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seinerseits zu widerrufen. Eine anderslautende Vereinbarung zwischen den Parteien wäre nichtig 
(Art. 27 Abs. 2 ZGB und Art. 20 OR; BK OR-FELLMANN, 1992, Art. 405 N. 91). Immerhin hat nach 
Art. 405 Abs. 2 OR der Beauftragte, seine Erben oder sein Vertreter für die Fortführung der 
Geschäfte zu sorgen, falls das Erlöschen des Auftrages die Interessen des Auftraggebers oder 
seiner Erben gefährdet. Der Beauftragte, seine Erben oder sein Vertreter sind in diesem Fall trotz 
Eintritt eines Erlöschungsgrundes auch bezüglich der «obligatio faciendi» nicht aller weiteren 
Pflichten enthoben. Art. 405 Abs. 2 OR verhält sie vielmehr, die Tätigkeit des Beauftragten – 
allerdings in zeitlich beschränktem Rahmen – fortzuführen (BK OR-FELLMANN, Art. 405 N. 106). Wie 
es sich vorliegend mit dem Rechtsanwalt K.________ erteilten Mandat verhält, ist jedoch nicht in 
vorliegendem Erwachsenenschutzverfahren zu klären. Ob überhaupt und gegebenenfalls wie das 
Mandat fortgeführt werden soll, ist nach Gesagtem vom Beistand zu entscheiden.

2.3.7. Somit ist zu prüfen, ob Rechtsanwalt K.________ als Vertretungsbeistand für die Vermö-
genssorge im Nachlass von G.________ bestätigt respektive eingesetzt werden kann. Dies ist 
insbesondere dann nicht der Fall, wenn er sich, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht 
wird, in einem Interessenkonflikt befindet und nicht unabhängig arbeiten kann. 

Sowohl Rechtsanwalt K.________ als auch D.________ haben in ihren Stellungnahmen vom 10. 
Oktober 2022 bzw. 28. September 2022 erklärt, dass ausschliessliche Ansprechperson der von 
Rechtsanwalt K.________ geführten Mandate zu Gunsten von B.________ D.________ gewesen 
sei. Diese erklärte in ihrer Stellungnahme (vgl. Anhang dazu, S. 1), dass sie am 13. März 2020 vom 
Friedensgericht eine Kopie der Gefährdungsmeldung der Beschwerdeführerin und das Schreiben 
der Erwachsenenschutzbehörde an die Ärztin ihrer Mutter erhalten hat, dass sie eine Kopie davon 
Rechtsanwalt K.________ zukommen liess und dass sie zwei Tage später (d.h. am 15. März 2020) 
diesem nochmals geschrieben und um Rechtsauskunft betreffend den Vorsorgeauftrag ihrer Mutter 
gebeten hat: «Was mich etwas beunruhigt, ist die Tatsache, dass der Vorsorgeauftrag den 
Zivilstandsbehörden nicht gemeldet wurde. […] Kann die Friedensrichterin Mutters Vorsorgeauftrag 
ignorieren und eine andere Person, als von der Mutter gewünscht, einsetzen?» (vgl. Anhang zur 
Stellungnahme vom 28. September 2022, S. 1). Erst viel später, nämlich Ende Oktober 2021 als die 
Verhandlung vor der Tür stand und sich wohl abzeichnete, dass B.________ an der Verhandlung 
nicht teilnehmen kann, besprach D.________ die Angelegenheit mit ihrer Mutter. Diese wollte von 
einer Vertretung durch Rechtsanwalt K.________ gemäss E-Mail von D.________ an das 
Friedensgericht allerdings zunächst nichts wissen. In dieser Nachricht vom 2. November 2021 ist zu 
lesen: «Für nächsten Freitag haben meine Mutter, ihre Kinder, ihr Rechtsanwalt und ihr Enkel 
H.________ eine Vorladung erhalten. Damit der Rechtsanwalt meine Mutter vertreten könnte, 
müsste sie ihm eine Vollmacht ausstellen. Vorgestern habe ich mit meiner Mutter ein 
diesbezügliches Gespräch geführt. Sie beschloss, selbst an der Verhandlung teilzunehmen, um die 
Kosten von etwa Fr. 2'000 für den RA zu sparen […]» (act. 148). Das gleiche hat sie Rechtsanwalt 
K.________ mitgeteilt (vgl. Anhang zur Stellungnahme vom 28. September 2022, S. 3). Erst als die 
Friedensrichterin sowohl bei D.________ intervenierte (vgl. Stellungnahme vom 28. September 
2022, S. 3) als auch die Kanzlei von Rechtsanwalt K.________ informierte, dass das Friedensgericht 
unbedingt eine Vollmacht brauche («nous avons absolument besoin du mandat et de la procuration» 
(act. 159), holte D.________ die Vollmacht bei ihrer Mutter am 4. November 2021 ein. Dass 
Rechtsanwalt K.________ bereits seit dem 19. März 2020 von B.________ mandatiert gewesen 
wäre (vgl. Stellungnahme vom 10. Oktober 2022, S. 3), kann den Akten nicht entnommen werden. 
Die genannten Aktenstücke, wie auch das Schreiben von Rechtsanwalt K.________ vom 2. April 
2020 an das Friedensgericht, in dem er ausdrücklich darauf hinwies, dass er in «[s]einer Eigenschaft 
als der mit der Erbteilung von B.________ mandatierte Anwalt» schreibe (act. 26 ff.), lässt kein 

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anderer Schluss zu, als dass er zunächst nicht (nur) von B.________ beauftragt wurde, sondern 
(auch) von D.________.

Zudem kann weder der Kostenliste vom 20. Juni 2022 noch den Akten entnommen werden, dass 
Rechtsanwalt K.________, wenn er schon nie direkten Kontakt mit seiner Klientin B.________ hatte, 
sich sonst wie über den Gesundheitszustand seiner Klientin informierte hätte, zum Beispiel über ein 
Gespräch mit dem Heim. Auch wenn Rechtsanwalt K.________ schreibt, er habe stets im Interesse 
von B.________ gehandelt, kann unter diesen Umständen nicht von der Hand gewiesen werden, 
dass er zumindest dem bestehenden Interessenkonflikt zwischen den Kindern und ihrer Mutter nicht 
genügend Aufmerksamkeit geschenkt hat und sich voll und ganz auf die Informationen von 
D.________ verlassen hat, ohne sich zu fragen ob, – und gegebenenfalls zu versichern, dass – 
seine Klientin nicht andere als von D.________ geäusserte Interessen hat. Dass dies gerade in 
vorliegender Angelegenheit umso wichtiger gewesen wäre, zeigt auch die Erklärung von 
D.________, wonach es in der Erbstreitigkeit zwei Seiten gibt. Auf der einen Seite stehen 
B.________, D.________, F.________, E.________ und C.________, auf der anderen Seite die 
Beschwerdeführerin. Zwar mag dies (zurzeit) formell im Verfahren vor dem Zivilgericht des 
Seebezirks so zutreffen. Allerdings ist der Stellungnahme vom 28. September 2022 von D.________ 
zu entnehmen, dass ihrer Ansicht nach auch innerhalb ihrer «Seite» bloss eine Partei besteht. So 
schreibt sie, dass «eine der ersten Mails an [Rechtsanwalt K.________], jene vom 16. Dezember 
2019, die «Funktionsweise» unserer Seite der Erbengemeinschaft [zeigt]: Ich hole die Meinungen 
der vier anderen, zuerst jene der Mutter ein, dann aber auch jene von C.________, E.________ und 
F.________, und danach tue [ich] RA K.________ unsere gemeinsame Stellungnahme kund. Die-
ses Vorgehen soll RA K.________ eine effiziente Arbeitsweise ermöglichen». In der genannten Mail 
ist schliesslich noch folgendes zu lesen: «Gerne möchten wir fünf Sie bitten, möglichst rasch die 
erforderlichen Schritte einzuleiten und unsere Erbangelegenheit vor Gericht zu bringen» (vgl. 
Beilage 1 zur Stellungnahme vom 28. September 2022). Den gleichen Schluss lässt die E-Mail von 
D.________ an die Beschwerdeführerin vom 23. Januar 2021 zu. Darin schrieb sie: «Zu deiner 
Information (falls du sie noch nicht erhalten hast): Das Gericht hat den zu leistenden Kostenvor-
schuss auf Fr. 25'000.- festgesetzt. Insgesamt werden sich die absehbaren Kosten unsererseits auf 
in etwa Fr. 60'000 belaufen. So lange die Zahlung noch nicht erfolgt ist, ist eine aussergerichtliche 
Einigung noch möglich; danach werden wir kein Interesse mehr an einer solchen haben. Vorschlag: 
[…]. Ohne deine Zustimmung bis Montag werde ich die Zahlung umgehend leisten» (vgl. act. Gericht 
Seebezirk 15 2021 1/5.2). In Anbetracht der Tatsache, dass Rechtsanwalt K.________ sowohl im 
Erbteilungsverfahren nach der Sitzung vom 18. November 2019 und im 
Erwachsenenschutzverfahren nie direkten Kontakt zu seiner Klientin B.________ hatte, sondern 
sich ausschliesslich mit D.________ austauschte (vgl. Stellungnahme vom 10. Oktober 2022, Ziff. 2 
und 6), entgegen seinen Ausführungen wohl doch Anfragen (vgl. zitierte E-Mail vom 15. März 2020) 
und Instruktionen (vgl. E-Mail vom 16. Dezember 2019) direkt von (und auch für) D.________ (und 
den anderen Geschwistern) erhielt, kommt der Hof zum Schluss, dass Rechtsanwalt K.________ 
nicht genügend unabhängig ist, um das zur Frage stehende Beistandschaftsmandat ausführen zu 
können. 

Nur der Vollständigkeit halber sei präzisiert, dass eine andere und in diesem Verfahren nicht zu 
beantwortende Frage jene ist, ob Rechtsanwalt K.________, wie von der Beschwerdeführerin 
geltend gemacht, im Erbteilungsverfahren befangen ist. Wie oben erwähnt, steht es dem zu ernen-
nenden Beistand zu, zunächst den an Rechtsanwalt K.________ erteilten Auftrag zu prüfen und zu 
entscheiden, ob und gegebenenfalls wie dieser fortgeführt werden soll. Ausserdem liegt es in der 
Kompetenz des Zivilgerichts des Seebezirks über den von der Beschwerdeführerin in jenem Ver-

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fahren bereits gestellten entsprechenden Antrag (vgl. Beschwerde, S. 18; act. Gericht Seebezirk/ 
11,3 ff.) zu entscheiden. 

Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begründet und ist gutzuheissen, ohne dass die 
von der Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 13. Oktober 2022 verlangten Unterlagen 
zu edieren wären. Die Angelegenheit wird dem Friedensgericht zur Bezeichnung einer neuen 
Beistandsperson zurückgewiesen. 

2.3.8. Inwiefern hingegen die Ziffer XII. (Bezahlung des Vertretungsbeistandes aus dem Vermögen 
der Betroffenen) aufzuheben wäre, wird weder von der Beschwerdeführerin dargetan noch ist es 
ersichtlich. Diesbezüglich wird die Beschwerde abgewiesen, soweit überhaupt darauf einzutreten 
ist. 

3.

3.1. In Anbetracht der Umstände werden die Gerichtskosten, welche auf CHF 1’000.- festgesetzt 
werden, dem Staat Freiburg auferlegt. 

Im vorliegenden Verfahren ging es um die Frage, ob der Vorsorgeauftrag (vollständig) genehmigt 
werden kann oder ob Erwachsenenschutzmassnahmen notwendig sind. Auch wenn sich diese 
vorwiegend aufgrund eines privaten Erbschaftsstreits stellt, handelt es sich bei der Anordnung von 
Erwachsenenschutzmassnahmen nicht um einen Konflikt privater Interessen. Insofern können keine 
Parteikosten gesprochen werden (vgl. Art. 6 Abs. 3 KESG). Mit Blick auf den Ausgang des Ver-
fahrens würden sich solche überdies auch nicht rechtfertigen und wären wettzuschlagen.

3.2. Rechtsanwalt Timothy Schertenleib wurde mit der Verfahrensbeistandschaft für B.________ 
für das vorliegende Beschwerdeverfahren betraut. Seine Kostenregelung richtet sich nach Art. 404 
ZGB und ist, sofern sie nicht als Parteikosten geltend gemacht werden können, von der betroffenen 
Person zu bezahlen (BGE 143 III 183). 

Seine angemessene Entschädigung wird mit separatem Entscheid festgesetzt. 

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

Ziffer IX. bis XI. des Dispositivs des Entscheids des Friedensgerichts des Saanebezirks vom 
1. April 2022 werden abgeändert und lauten neu wie folgt. 

IX. Eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung i.S.v. Art. 394 Abs. 1 ZGB und 
395 ZGB wird zugunsten von B.________ errichtet. 

X. Der Beistandsperson wird die Aufgabe übertragen, sämtliche Rechte und Pflichten von 
B.________ im Nachlass von G.________ auszuüben. Der Vorsorgebeauftragten und den 
Ersatz-Vorsorgebeauftragten werden für diesen Bereich die Handlungsfähigkeit entzogen.

XI. Die Beistandsperson hat zudem die Auflage, nötigenfalls Antrag auf Anpassung der 
behördlichen Massnahme an veränderte Verhältnisse oder Aufhebung der Beistandschaft zu 
stellen (Art. 414 ZGB). 

II. Die Angelegenheit wird an das Friedensgericht des Saanebezirks zur Bezeichnung einer 
neuen Beistandsperson zurückgewiesen.

III. Im Übrigen wird der Entscheid des Friedensgerichts des Saanebezirks vom 1. April 2022 
bestätigt.

IV. Die Gerichtskosten von pauschal CHF 1’000.- werden dem Staat Freiburg auferlegt.

V. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

VI. Die von B.________ Rechtsanwalt Timothy Schertenleib geschuldete angemessene 
Entschädigung wird mit separatem Entscheid festgesetzt.

VII. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 7. November 2022/cth

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: