# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 734f1a36-6ee5-5a41-ae5d-9095c15a0ade
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 14.07.2020 420 20 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_420-20-112_2020-07-14.pdf

## Full Text

Entscheid der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs  

Basel-Landschaft  

 

vom 14. Juli 2020 (420 20 112) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht 

 

 

Rechtsmittelfrist bei Betreibungshandlung während den Betreibungsferien (E. 1.2 f.); Zah-

lung an das Betreibungsamt von privatem Konto ohne Angabe der Betreibungsnummer 

(E. 3) 

 
 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann, Richterin Barbara Jermann Richterich 

(Ref.), Präsidentin Christine Baltzer-Bader; Aktuar i.V. Stephan Buser  
  

 

Parteien  A. ____ GmbH, Zustellung an: B. ____, Gesellschafterin und Geschäfts-
führerin,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  Betreibungsamt Basel-Landschaft, Eichenweg 12, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 

   

Gegenstand  Pfändungsankündigung in Betreibung Nr. XXXXXXXX 
  

 

 

 

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A. Am 6. Januar 2020 stellte die C. ____ beim Betreibungsamt Basel-Landschaft ein Betrei-

bungsbegehren gegen die A. ____ GmbH (CHE-XXX.XXX.XXX). Der vom Betreibungsamt Basel-

Landschaft ausgestellte Zahlungsbefehl in Betreibung Nr. XXXXXXXX vom 10. Januar 2020 ent-

hielt die Aufforderung zur Zahlung der in Betreibung gesetzten BVG-Beiträge in der Höhe von 

CHF 4'301.85 zzgl. 5 % Zins seit dem 29. September 2019, Bearbeitungsgebühren in der Höhe 

von CHF 400.00 sowie Betreibungskosten im Umfang von CHF 73.30. Der Zahlungsbefehl wurde 

der A. ____ GmbH bzw. der im Handelsregister eingetragenen einzigen Gesellschafterin und 

Geschäftsführerin der A. ____ GmbH, B. ____, am 15. Januar 2020 am Sitz der Gesellschaft 

zugestellt. 

B. Als Reaktion auf den Zahlungsbefehl löste B. ____ eine Zahlung in der Höhe von CHF 

4'775.15 an das Betreibungsamt Basel-Landschaft aus. Die Zahlung erfolgte am 4. Februar 2020 

von einem Konto (IBAN: CHXX XXXX XXXX XXXX XXXX X), welches auf den Namen von B. 

____ und den ihres Ehemannes, D. ____, lautete. Als Absender bzw. Kontoinhaber erscheint auf 

dem Auszug beim Empfänger «D. ____. und B. ____.». Es wurde kein Zahlungszweck aufgeführt, 

insbesondere fehlte ein Hinweis auf die entsprechende Verfahrensnummer der laufenden Betrei-

bung gegen die A. ____ GmbH. Unter der Rubrik «Zahlungsinformationen / Gezeichnet von» gab 

B. ____ ihren eigenen Namen an. 

 

C. Gegen den Ehemann von B. ____, D. ____, sind diverse Betreibungen hängig. D. ____ 

überwies daher in der Vergangenheit in regelmässigen Abständen Beträge an das Betreibungs-

amt Basel-Landschaft zwecks Tilgung seiner in Betreibung gesetzten Schulden. Diese Zahlungen 

erfolgten jeweils vom gleichen Konto (IBAN: CHXX XXXX XXXX XXXX XXXX X), welches B. 

____ für die Überweisung der CHF 4'775.15 an das Betreibungsamt Basel-Landschaft mit der 

Absicht benutzte, die von der C. ____ in Betreibung gesetzte Schuld der A. ____ GmbH zu tilgen. 

 

D. Das Betreibungsamt Basel-Landschaft erhielt die Zahlung in der Höhe von CHF 4'775.15 

am 4. Februar 2020. Aufgrund der fehlenden Angaben zum Zahlungszweck ging das Betrei-

bungsamt Basel-Landschaft davon aus, dass es sich dabei um eine Zahlung von D. ____ han-

delte, mit welcher seine Schulden teilweise getilgt werden sollen. Der vollständige Betrag wurde 

daher anschliessend an zwei Gläubiger von D. ____ verteilt und nicht an die Gläubigerin der A. 

____ GmbH, die C. ____, überwiesen.  

 

E. Mangels Erhebung eines Rechtsvorschlages und aufgrund des fehlenden Zahlungseingan-

ges bei der C. ____ stellte d26iese am 5. März 2020 das Fortsetzungsbegehren in der Betreibung 

Nr. XXXXXXXX gegen die A. ____ GmbH. Kurz darauf, am 17. April 2020, wurde der A. ____ 

GmbH sodann die Pfändungsankündigung (datiert auf den 15. April 2020), lautend auf den Betrag 

von total CHF 4'945.45, zugestellt.  

 

F.  Gegen die Pfändungsankündigung vom 15. April 2020 erhob die A. ____ GmbH, handelnd 

durch die Geschäftsführerin B. ____ (fortan: Beschwerdeführerin), Beschwerde bei der Aufsichts-

behörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Die auf den 29. April 2020 datierte Beschwerde-

schrift wurde gleichentags der Schweizerischen Post übergeben. 

 

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G. Die Beschwerde wurde dem Betreibungsamt Basel-Landschaft (fortan: Betreibungsamt) 

zugestellt. In der Stellungnahme vom 11. Mai 2020 beantragte das Betreibungsamt, dass die 

Beschwerde abzuweisen sei. 

 

H. Mit Verfügung der Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs vom 12. Mai 2020 

wurde der Schriftenwechsel geschlossen.  

 

I. Mit Schreiben vom 17. Juni 2020 beantragte die A. ____ GmbH die Gewährung der auf-

schiebenden Wirkung für die Beschwerde vom 29. April 2020. Mit Verfügung vom 19.  Juni 2020 

gewährte die Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs der Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung. 

Erwägungen 

1.1 Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

(SchKG) den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, kann grundsätzlich gegen jede Verfügung 

eines Betreibungsamtes bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemes-

senheit Beschwerde geführt werden. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch die angefochtene 

Verfügung eines Zwangsvollstreckungsorgans in seinen rechtlichen oder zumindest tatsächli-

chen Interessen betroffen und dadurch beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse 

an der Aufhebung oder Abänderung der Verfügung hat (BGE 129 III 595 E. 3). Die sachliche Zu-

ständigkeit der Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zur 

Behandlung der Angelegenheit als Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs ergibt sich 

aus § 6 Abs. 3 lit. a EG SchKG. Das betreibungsrechtliche Beschwerdeverfahren vor der Auf-

sichtsbehörde richtet sich gemäss § 11 EG SchKG nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz 

(VwVG), soweit das Bundesrecht keine Regelung vorsieht. § 15 Abs. 1 VwVG verlangt, dass die 

Eingaben der Parteien ein klar umschriebenes Begehren, die Angabe der Tatsachen und Be-

weismittel, eine Begründung sowie die Unterschrift der Parteien oder ihres Vertreters enthalten 

müssen. Der Beschwerdeantrag muss entweder auf Aufhebung bzw. Änderung der angefochte-

nen Verfügung oder auf Vornahme einer betreibungsrechtlichen Massnahme gerichtet sein 

(Art. 21 SchKG). Als Beschwerdegründe können Gesetzesverletzung, Unangemessenheit, 

Rechtsverzögerung sowie Rechtsverweigerung geltend gemacht werden. Die Beschwerde muss 

mindestens summarisch begründet werden. Der Beschwerdeführer hat mithin kurz darzulegen, 

gegen welche Rechtssätze der angefochtene Entscheid verstösst. Zur Begründung einer Be-

schwerde gehört somit, dass sich der Beschwerdeführer mit dem angefochtenen Entscheid in-

haltlich auseinandersetzt. 

1.2 Die vorliegend angefochtene Pfändungsankündigung vom 15. April 2020 bildet ein taugli-

ches Anfechtungsobjekt für eine Beschwerde i.S.v. Art. 17 SchKG. Die Beschwerde muss ge-

mäss Art. 17 Abs. 2 SchKG innert zehn Tagen seit dem Zeitpunkt, in welchem der Beschwerde-

führer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, angebracht werden. Es stellt sich vorliegend die 

Frage, ob die Beschwerdeführerin die 10-tägige Beschwerdefrist eingehalten hat. Ausser im Ar-

restverfahren oder wenn es sich um unaufschiebbare Massnahmen zur Erhaltung von Vermö-

gensgegenständen handelt, dürfen gemäss Art. 56 Ziff. 2 SchKG Betreibungshandlungen nicht 

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während der Betreibungsferien, nämlich sieben Tage vor und sieben Tage nach Ostern und Weih-

nachten sowie vom 15. Juli bis zum 31. Juli, vorgenommen werden. Betreibungshandlungen, 

welche in dieser Zeit vorgenommen werden, fallen nicht in den Anwendungsbereich von Art. 63 

SchKG (THOMAS BAUER, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], BSK SchKG I, 2. Aufl., Basel 2010, 

Art. 63 N 5), sondern geniessen eine aufschiebende Wirkung (THOMAS BAUER, in: BSK SchKG I, 

a.a.O., Art. 56 N 54). Dabei findet die Fiktion statt, dass die entsprechende Betreibungshandlung 

erst am ersten Tag nach Ende der Betreibungsferien erfolgt sei. Dies hat zur Folge, dass die Frist 

erst am nächsten Tag zu laufen beginnt (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 1 ZPO; THOMAS 

BAUER, in: BSK SchKG I, a.a.O., Art. 56 N 54).  

1.3 Der Ostersonntag fiel in diesem Jahr auf den 12. April 2020. Die am 17. April 2020 erfolgte 

Zustellung der Pfändungsankündigung vom 15. April 2020, welche eine Betreibungshandlung 

darstellt, fand somit während den Betreibungsferien statt (Art. 56 Ziff. 2 SchKG). Die dadurch 

ausgelöste aufschiebende Wirkung hat zur Folge, dass die Zustellung auf den achten Tag nach 

Ostern, namentlich den 20. April 2020, fingiert wird. Die 10-tägige Frist gemäss Art. 17 Abs. 2 

SchKG begann somit erst am 21. April 2020 zu laufen und endete am 30. April 2020. Mit Über-

gabe der Eingabe an die Schweizerische Post am 29. April 2020 wurde die Rechtsmittelfrist somit 

gewahrt (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Da auch die übrigen unter Ziff . 1.1 erörterten Voraussetzungen 

erfüllt sind, wird auf die Beschwerde eingetreten.  

2. Die Beschwerdeführerin macht in der vorliegenden Beschwerde gegen die Pfändungsan-

kündigung vom 15. April 2020 geltend, dass dem Betreibungsamt ein Fehler unterlaufen sei. Die 

gegen die Beschwerdeführerin in Betreibung gesetzte Forderung sei durch Überweisung der CHF 

4'775.15 an das Betreibungsamt beglichen worden, weshalb die erhaltene Pfändungsankündi-

gung unbeachtlich sei. Das Betreibungsamt habe seine Sorgfaltspflichten verletzt, indem es die 

Zahlung in der Höhe von CHF 4'775.15 den Gläubigern von D. ____ verteilt habe, anstatt an die 

Gläubigerin der Beschwerdeführerin. Das Betreibungsamt hätte sich bei Unklarheiten betreffend 

den Absender bzw. Zuweisung der Zahlung bei der Beschwerdeführerin erkundigen müssen. Die 

Zuteilung der Zahlung sei schon alleine aufgrund der Höhe des Betrages klar gewesen sowie 

aufgrund des Umstandes, dass der entsprechende Zahlungsauftrag von B. ____ gezeichnet wor-

den sei. 

3.1 Die vorliegende Betreibung richtet sich gegen die A. ____ GmbH. Die Überweisung der 

CHF 4'775.15 erfolgte dagegen nicht von einem Konto, welches auf den Namen der Gesellschaft 

geführt wird. Stattdessen wurde die Zahlung von einem privaten Konto, welches die einzige Ge-

sellschafterin und Geschäftsführerin der A. ____ GmbH zusammen mit ihrem Ehemann führt, 

ausgelöst. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Zahlung – anstelle vom Geschäftskonto der A. 

____ GmbH – vom privaten Konto des Ehepaares B. ____ und D. ____ getätigt wurde. Aus recht-

licher Sicht ist das vorliegende Verhalten als Zahlung durch einen Dritten zu  qualifizieren, da B. 

____ als natürliche Person eine Schuld der A. ____ GmbH begleichen wollte. Eine solche Zah-

lung durch einen Dritten an das Betreibungsamt ist grundsätzlich zulässig. In einem solchen Fall 

ist es aber unerlässlich, dass die entsprechende Betreibungsnummer als Zahlungszweck aufge-

führt wird, da das zuständige Betreibungsamt ansonsten – mangels Identität des Absenders der 

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Zahlung und des Betriebenen – die Zahlung nicht zuordnen kann. Die relevante Betreibungsnum-

mer wurde vorliegend aber nicht angegeben. Ein Zusammenhang zwischen der Zahlung und der 

Betreibung gegen die A. ____ GmbH war vorliegend daher nicht sofort ersichtlich. 

3.2 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Eingabe geltend, dass sich das Betreibungsamt 

bei Unklarheit über die Herkunft bzw. Zuteilung der Zahlung bei ihr hätte erkundigen müssen. In 

diesem Punkt verkennt die Beschwerdeführerin, dass auf Seiten des Betreibungsamts vorliegend 

über die Herkunft der Zahlung keine Unklarheit bestand. Aufgrund des Umstandes, dass gegen 

den Ehemann von B. ____ mehrere Betreibungen hängig sind und der Tatsache, dass die in 

diesem Zusammenhang jeweils getätigten Zahlungen von D. ____ vom selben gemeinsamen 

Konto ausgelöst wurden, durfte das Betreibungsamt davon ausgehen, dass es sich bei den über-

mittelten CHF 4'775.15 wiederum um eine Zahlung von D. ____ handelte. Dies wird durch die 

Tatsache verstärkt, dass gegen B. ____ persönlich keine Betreibungen hängig sind und somit 

nur eine Person der beiden Kontoinhaber, nämlich D. ____, sich in einem Betreibungsverfahren 

befindet. Auch die Höhe des übermittelten Betrages musste das Betreibungsamt aus zweierlei 

Hinsicht nicht misstrauisch werden lassen. Zum einen entsprach – entgegen den Ausführungen 

der Beschwerdeführerin – der überwiesene Betrag in der Höhe von CHF 4'775.15 nicht dem von 

der Beschwerdeführerin gegenüber der C. ____ geschuldeten und in Betreibung gesetzten Be-

trag. Die Beschwerdeführerin hat es offensichtlich unterlassen, die auf dem Zahlungsbefehl aus-

gewiesenen Zinsen hinzuzurechnen. Es ist wohl nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin 

dies übersehen konnte, doch wird auf dem Zahlungsbefehl auch explizit darauf  hingewiesen, 

dass vor Auslösung einer Zahlung das Betreibungsamt zu kontaktieren sei zwecks Ermittlung des 

genau geschuldeten Betrages (unter Berücksichtigung des Zinsenlaufes). Letzteres wurde vor-

liegend jedoch unterlassen. Zumal der überwiesene Betrag nicht dem vollständig geschuldeten 

entsprach, war es dem Betreibungsamt aufgrund der Betragshöhe der fraglichen Zahlung nicht 

möglich, eine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten anderen Betreibung vorzunehmen. Zum 

anderen war für das Betreibungsamt lediglich aufgrund der Tatsache, dass der einbezahlte Be-

trag die Höhe der bisherigen Raten zur Tilgung von Schulden von D. ____ überstieg, nicht er-

sichtlich, dass es sich bei dieser Zahlung nicht um eine solche für die laufenden Betreibungen 

gegen D. ____ handelte. Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass D. ____ aufgrund eines aus-

serordentlichen Vermögensanfalls einen höheren Betrag überwiesen hatte. Zudem ist es – wie 

dem Auszug des Betreibungskontos von D. ____ entnommen werden kann – in der Vergangen-

heit schon vorgekommen, dass von der üblichen Rate (CHF 260.00 / Monat) nach oben oder 

unten abgewichen wurde (beispielsweise Zahlung von CHF 1'908.95 am 3.  Oktober 2019). 

3.3 Auch der Umstand, dass die Zahlung durch B. ____ gezeichnet wurde, vermag nichts an 

den bisherigen Ausführungen zu ändern. So war diese Zeichnung des Zahlungsauftrages für den 

Empfänger bzw. für das Betreibungsamt nicht ersichtlich. Doch selbst wenn dies beim Betrei-

bungsamt angezeigt worden wäre, hätte für das Betreibungsamt keine Pflicht bestanden, bei der 

Beschwerdeführerin nachzufragen, da die vorliegende Betreibung nicht gegen B. ____ erfolgt ist, 

sondern gegen die A. ____ GmbH. Es hätte mit anderen Worten wiederum keine Identität zwi-

schen der betriebenen Person und der die Zahlung auslösenden Person bestanden. Das Betrei-

bungsamt hätte ohne weiteres davon ausgehen dürfen, dass B. ____ einen Teil der Schulden 

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ihres Ehemannes zahlen möchte. Dies wäre gerade vor dem Hintergrund, dass – wie dem Aus-

zug des Betreibungskontos von D. ____ zu entnehmen ist – in der Vergangenheit schon mehr-

mals bei Überweisungen an das Betreibungsamt im Rahmen der Betreibungen gegen D. ____ 

als Einzahler die E. ____ GmbH (CHE-XXX.XXX.XXX) aufgeführt wurde, nicht weiter erstaunlich 

gewesen, da gemäss dem Handelsregistereintrag B. ____ die einzige Gesellschafterin der E. 

____ GmbH ist. Auch aus der zeitlichen Nähe zwischen der Zustellung des Zahlungsbefehls an 

die A. ____ GmbH und dem Zahlungseingang der CHF 4'775.15 lässt sich nicht ableiten, dass 

das Betreibungsamt hätte Verdacht schöpfen müssen, da es sich bei Zahlungen an das Betrei-

bungsamt um Massengeschäfte handelt.  

3.4 Gemäss Art. 86 Abs. 2 OR wird die Zahlung eines Schuldners, welcher mehrere Schulden 

bei dem gleichen Gläubiger hat, auf diejenige Schuld angerechnet, die der Gläubiger in seiner 

Quittung bezeichnet, sofern der Schuldner nicht erklärt, welche Schuld er tilgen will. In der Lehre 

besteht Einigkeit darüber, dass Art. 86 Abs. 2 OR analog zur Anwendung kommt, wenn ein 

Schuldner bei einer Zahlung an das Betreibungsamt nicht spezifiziert, für welche Schuld (bei 

mehreren hängigen Betreibungen) bzw. für welchen Gläubiger (bei mehreren Gläubigern) die 

Zahlung bestimmt ist (FRANK EMMEL, in: BSK SchKG I, a.a.O., Art. 12 N 15). In diesem Fall soll 

das Betreibungsamt nach Ermessen entscheiden können (URS MÖCKLI, in: Hunkeler [Hrsg.], 

KUKO SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 12 N 10). Auch wenn der vorliegende Sachverhalt nicht 

genau dieser Konstellation entspricht – die A. ____ GmbH hat nicht mehrere in Betreibung ge-

setzte Schulden bei einem Gläubiger und auch nicht mehrere betreibende Gläubiger – so ist die 

Situation vorliegend mit jener Konstellation vergleichbar, weshalb für das Vorgehen des Betrei-

bungsamtes auch ein ähnlicher Massstab angesetzt werden sollte.  

4. Abschliessend kann somit festgehalten werden, dass sich das Betreibungsamt durch die 

Weiterleitung der Zahlung in der Höhe von CHF 4'775.15 an die Gläubiger von D. ____ nicht 

sorgfaltswidrig verhalten hat. Es wäre für die Beschwerdeführerin ein Leichtes gewesen, die Be-

treibungsnummer bei der Zahlung anzugeben und/oder die Zahlung von einem Konto der A. ____ 

GmbH zu tilgen, um dem Betreibungsamt eine Zuordnung der Zahlung auf die Betreibung Nr. 

XXXXXXXX zu ermöglichen. Dem Betreibungsamt kann insbesondere kein Verfahrensfehler an-

gelastet werden. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.  

5. Da die überwiesenen CHF 4'775.15 bereits den Gläubigern von D. ____ verteilt wurden, 

scheidet eine Rückerstattung bzw. Anrechnung an die Betreibung gegen die A. ____ GmbH vor-

liegend aus. Es wäre aber prüfenswert, ob ein möglicherweise noch vorhandener positiver Saldo 

auf dem Betreibungskonto von D. ____ (vgl. Saldo per 7. Mai 2020 in der Höhe von CHF 904.35) 

an die C. ____ – unter Anrechnung an die Betreibung gegen die A. ____ GmbH – übermittelt 

werden kann. Dadurch würde die Beschwerdeführerin zumindest teilweise entlastet, da sie die-

sen Betrag nicht nochmals zahlen müsste. Darüber hinaus ist die Beschwerdeführerin für eine 

allfällige Rückforderung gegenüber D. ____ auf den zivilrechtlichen Weg zu verweisen.  

6. Das Beschwerdeverfahren vor der Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Kon-

kurs ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG) und es werden keine Parteient-

schädigungen zugesprochen (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 
 

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Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Kosten erhoben. 

 3. Jede Partei trägt ihre eigenen Parteikosten selbst. 

Präsident 
 
 
 
Roland Hofmann 

Aktuar i.V. 
 
 
 
Stephan Buser 

 

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