# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 324855d2-4957-52de-9988-15c523736c10
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2021 D-5430/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5430-2021_2021-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5430/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Chiara Piras,  

mit Zustimmung von Richterin Mia Fuchs;  

Gerichtsschreiber Constantin Hruschka. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Georgien,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (verkürzte Beschwerdefrist);  

Verfügung des SEM vom 7. Dezember 2021 / N (…). 

 

 

 

D-5430/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass A._______ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) eigenen Angaben 

zufolge Mitte September 2021 über die Türkei, Bulgarien und schliesslich 

Österreich in die Schweiz einreiste, wo er am 27. September 2021 um Asyl 

nachsuchte,  

dass er am 30. September 2021 eine Vollmacht zuhanden der Rechtsver-

tretung "Rechtsschutz für Asylsuchende im Bundesasylzentrum Region 

Zürich" unterschrieb, 

dass am 1. Oktober 2021 die Personalienaufnahme (PA) und angesichts 

des Reisewegs am 7. Oktober 2021 ein Gespräch nach Art. 5 der Verord-

nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (Neufassung; ABl. L 180/31 vom 29. Juni 

2013; Dublin-III-VO) stattfand, schliesslich aber das Asylverfahren in der 

Schweiz an die Hand genommen wurde, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung zu den Asylgründen vom 

26. November 2021 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 

geltend machte, er stamme aus dem Dorf B._______, bei C._______, dort 

habe er bei einem Streit im Jahr 2012 einen Mann namens D._______ in 

Notwehr mit einem Messer verletzt, wofür er zu einer Gefängnisstrafe von 

einem Jahr unbedingt und sechs Jahren bedingt verurteilt worden sei, 

dass er im Jahr 2013 nach einem halben Jahr im Gefängnis begnadigt und 

entlassen worden sei, ihn D._______ seither verfolgt habe, um Rache zu 

nehmen, und immer wieder auf verschiedenen Wegen zu verstehen gege-

ben habe, er werde erst davon ablassen, den Beschwerdeführer zu verfol-

gen, wenn er sich gerächt habe, 

dass er sich mehrfach an die Polizei gewandt habe, diese ihm aber nicht 

habe helfen können und wollen, 

dass er zudem geltend machte, es gehe ihm gesundheitlich nicht gut, er 

habe insbesondere Probleme mit (…), diese Probleme hätten sich in der 

Schweiz deutlich verschlimmert, weswegen er dringend auf ärztliche Hilfe 

angewiesen sei, 

D-5430/2021 

Seite 3 

dass er im Laufe des vorinstanzlichen Verfahren verschiedene ärztliche 

Berichte (vom 8. Oktober 2021, 14. und 15. Oktober 2021, 11. und 30. No-

vember 2021) einreichte, 

dass die Vorinstanz der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers am 

3. Dezember 2021 Gelegenheit gab, zum Entscheidentwurf Stellung zu 

nehmen, 

dass die Rechtsvertretung am 6. Dezember eine Stellungnahme ein-

reichte, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

7. Dezember 2021 – eröffnet am selben Tag – ablehnte sowie die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer mache Bedrohungen durch Dritte geltend, die nicht asylrelevant 

seien, da der georgische Staat schutzfähig und schutzwillig sein, auch 

wenn er nicht vollständig gegen alle Übergriffe schützen könne,  

dass sich zudem aus dem Vortrag des Beschwerdeführers ergebe, er habe 

sich mehrfach an die Polizei gewandt, die auch ermittelt habe, diese Er-

mittlungen jeweils aber mangels konkreter Hinweise auf den Täter einge-

stellt habe,  

dass der georgische Staat grundsätzlich nach seinen Möglichkeiten straf-

rechtliche Ermittlungen durchführe und ahnde und es bei Nichttätigwerden 

vor Ort auch Möglichkeiten für den Beschwerdeführer gebe, sich durch 

Menschenrechtsorganisationen unterstützen zu lassen, 

dass die im Rahmen der Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom Be-

schwerdeführer angeführte Erklärung für die nicht erfolgreich abgeschlos-

senen polizeilichen Ermittlungen, seine Familie unterstütze die georgische 

Opposition, als nachgeschoben zu werten sei, 

dass die geltend gemachten medizinischen Probleme in Georgien grund-

sätzlich behandelbar seien und diese Behandlung auch faktisch zugänglich 

sei, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere medizinische Ab-

klärungen verzichtet werden könne, da diese nicht geeignet wären, zu ei-

nem anderen Ergebnis zu kommen, 

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Dezember 2021 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, es sei der Entscheid des SEM aufzuheben, die Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, 

dass er des Weiteren beantragte, die Vorinstanz sei anzuweisen, den Arzt-

bericht seiner Konsultation vom 15. November 2019 (recte: 2021) abzu-

warten und im Endentscheid zu berücksichtigen, eventualiter sei er wegen 

Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig 

aufzunehmen, subeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und zur Neu-

beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er zudem beantragte, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wir-

kung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, von einem 

Wegweisungsvollzug abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über 

die Beschwerde entschieden habe,  

dass er in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung inklu-

sive eines Verzichts auf einen Kostenvorschuss sowie eine Parteientschä-

digung beantragte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

15. Dezember 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), 

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) 

des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens 

des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 

[BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

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Seite 5 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

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Seite 6 

dass der Bundesrat Georgien am 28. August 2019 auf die Liste der verfol-

gungssicheren Staaten aufgenommen hat, womit Georgien ab dem 1. Ok-

tober 2019 im Sinne des Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG als sicherer Heimat-

staat (Safe Country) bezeichnet ist, 

dass bei solchen Staaten grundsätzlich die Regelvermutungen gelten, wo-

nach eine flüchtlingsrechtlich bedeutsame staatliche Verfolgung nicht statt-

findet und gestützt auf Art. 83 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 16. Dezem-

ber 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 

(AIG, SR 142.20) eine Wegweisung in einen sicheren Staat in der Regel 

zumutbar ist, wobei es der betroffenen Person obliegt, diese Legalvermu-

tungen umzustossen, 

dass der Beschwerdeführer vorliegend keine asylrelevante Verfolgung vor-

gebracht hat, da die geschilderten Vorfälle und die geltend gemachten wie-

derholten Nachstellungen nicht an eines der Verfolgungsmotive des Art. 3 

AsylG anknüpfen und er insbesondere nicht geltend macht wegen seiner 

Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 

Gruppe oder politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

zu sein, 

dass die in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf geltend gemachte 

politisch oppositionelle Haltung seiner Familie offensichtlich nachgescho-

ben ist und keine Anhaltspunkte dafür sprechen, dass diese – sofern sie 

zuträfe – eine relevante Rolle für das Verhalten der Polizei in seinem Fall 

gespielt haben könnte, 

dass die geschilderten Vorfälle vielmehr eine private Auseinandersetzung 

betreffen, gegen die der Beschwerdeführer seinen Angaben zufolge keinen 

Schutz erhalten hat und deshalb geflohen ist, 

dass diese Vorgänge daher lediglich die Frage des Vollzugs der Wegwei-

sung betreffen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

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Seite 7 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach von der Vorinstanz ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann der Beschwerdeführer im Wesentlichen eine im Heimat- oder 

Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 

von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und der Praxis zu Art. 3 der 

Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) durch eine Privatperson geltend macht, 

gegen die ihn der georgische Staat nicht effektiv schütze, 

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Seite 8 

dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass die Schilderungen des 

Beschwerdeführers darauf hindeuten, dass die mit seinem Fall mehrfach 

befasste Polizei ermittelt hat und sich bemüht hat, die Geschehnisse auf-

zuklären,  

dass mithin die Behörden zu seinem Schutz tätig geworden sind, was sich 

auch darin manifestiert, dass dem Beschwerdeführer seit seiner Freilas-

sung im Jahr 2013 keine im Hinblick auf Art. 3 EMRK relevante verbotene 

Behandlung widerfahren ist, er vielmehr während acht Jahren offensicht-

lich in der Lage war, eine solche unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung – unter anderem durch Einschalten der Polizeibehörden – effek-

tiv abzuwehren, 

dass sich der Vollzug somit als zulässig erweist, da auch die hohen Anfor-

derungen, die die Rechtsprechung für die Unzulässigkeit des Wegwei-

sungsvollzugs aus medizinischen Gründen stellt, offensichtlich nicht erfüllt 

sind, zumal sich der Beschwerdeführer einerseits nicht im Endstadium ei-

ner tödlichen Krankheit befindet (vgl. bspw. BVGE 2011/9 E. 7 m.w.H.) und 

er andererseits nicht einmal geltend macht, ihm drohe bei einer allfälligen 

Rückkehr durch die Ausschaffung – mangels angemessener medizinischer 

Behandlung im Zielstaat – ein reales Risiko, einer ernsten, raschen und 

unwiederbringlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustands aus-

gesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Ver-

kürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR Papos-

hvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, 

§§ 180–193 m.w.H., und zum Ganzen auch BVGE 2017 VI/7 E. 6),  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass die vorgebrachten und belegten medizinischen Beschwerden, die ins-

besondere (Angaben zu den ärztlichen Befunden) umfassen, in keiner 

Weise geeignet sind, zu dem Schluss zu führen, für die Beschwerden des 

Beschwerdeführers stünden keine medizinischen Behandlungsmöglichkei-

ten zur Verfügung, 

dass somit weder die allgemeine Lage in Georgien noch individuelle 

Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen 

lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

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Seite 9 

dass daher die Vorinstanz zu Recht den Sachverhalt, insbesondere auch 

den medizinischen, als erstellt angesehen und die Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs festgestellt hat, 

dass somit keine Veranlassung besteht, die Verfügung zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und der Beschwerdeführer über einen gültigen Reise-

pass verfügt, 

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung offensichtlich Bundesrecht nicht verletzt, 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, wes-

halb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Urteil das Verfahren endgültig abgeschlossen 

wird, weshalb die Gesuche um aufschiebende Wirkung und Anordnung ei-

nes Vollzugsstopps gegenstandslos sind, 

dass nach dem Gesagten das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) und um Befreiung von 

der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) abzuweisen ist, 

da die vorliegende Beschwerde sich als offensichtlich unbegründet erweist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Chiara Piras Constantin Hruschka