# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7af1231-372c-515f-a456-df635bf852ba
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 14.12.2022 II 2022 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-71_2022-12-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 71

Entscheid vom 14. Dezember 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Erwerbsersatzordnung (Covid-19; Erwerbsersatz)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1961) ist seit dem 1. August 2013 als Selbständigerwer-
bender bei der Ausgleichskasse Schwyz angemeldet und im Kunstbereich (Bild-
nerischer Künstler, Kunstkurse, Kunst- und Raumberatung, vgl. Beilage 4 zu Vi-
act. 7) tätig. 

B. Am 19. Dezember 2021 reichte A.________ ein Gesuch für Corona-
Erwerbsersatz (CEE) für Selbständigerwerbende (erhebliche Umsatzeinbusse) 
für den Monat Oktober 2021 sowie gleichentags ein Gesuch für November 2021 
(Vi-act. 1 und 2) ein. Mit Verfügung vom 31. Dezember 2021 wurden beide Ge-
suche abgewiesen (Vi-act. 3).

Am 12. Januar 2022 reichte A.________ ein CEE-Gesuch für den Monat De-
zember 2021 ein, welches mit Verfügung vom 20. Januar 2022 abgewiesen wur-
de (Vi-act. 4 und 5).

C. Gegen die Verfügung vom 31. Dezember 2021 liess A.________ am    1. 
Februar 2022 Einsprache erheben (Vi-act. 7), gegen jene vom 20. Januar 2022 
am 21. Februar 2022 (VG-act. 08).

D. Am 11. Februar 2022 reichte A.________ das CEE-Gesuch für den Monat 
Januar 2022 (Vi-act. 9) und am 2. März 2022 jenes für den Monat Februar 2022 
(Vi-act. 11) ein.

E. Die Ausgleichskasse forderte im Rahmen der Bearbeitung der Einsprachen 
von A.________ am 29. April 2022 weitere Unterlagen und Angaben ein (Vi-act. 
12), welche der Rechtsvertreter von A.________ am 27. Mai 2022 einreichte (Vi-
act. 17).

F. Mit Verfügung vom 23. Mai 2022 wies die Ausgleichskasse die CEE-
Gesuche für die Monate Januar und Februar 2022 ab (Vi-act. 15). Hiergegen er-
hob A.________ am 21. Juni 2022 Einsprache (Vi-act. 18).

G. Mit Einspracheentscheid vom 12. Juli 2022 vereinigte die Ausgleichskasse 
die drei Einspracheverfahren Nr. 1038/22, Nr. 1064/22 und Nr. 1153/22 (Einspra-
chen vom 1.2.2022, 21.2.2022 und 21.6.2022) und wies die Einsprachen ab.

H. A.________ lässt beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz am   14. 
September 2022 fristgerecht (in Beachtung des Fristenstillstandes Art. 38 Abs. 4 
lit. b Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000) Beschwerde erheben mit den Anträgen:

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1. Der Einspracheentscheid vom 12. Juli 2022 sei aufzuheben und es sei dem Be-
schwerdeführer die gesetzlich maximal vorgesehene Corona-Entschädigung für 
den beantragten Zeitraum für die Monate Oktober bis Dezember 2021 und Ja-
nuar und Februar 2022 auszurichten.

2. Bei der Ausrichtung sei auf den Durchschnitt der Umsätze 2015 - 2019 abzu-
stellen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

I. Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2022 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde.

J. Am 8. November 2022 forderte das Gericht bei der Vorinstanz noch fehlen-
de Akten ein, welche diese am 10. November 2022 einreichte.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Gesuchen vom 19. Dezember 2021, 12. Januar 2022, 11. Februar 2022 
sowie 2. März 2022 hat der Beschwerdeführer um CEE infolge massgeblicher 
Umsatzeinbusse ersucht für die Monate Oktober 2021 bis und mit Februar 2022, 
was von der Vorinstanz abgelehnt wurde. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist 
somit, ob der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 28. Februar 
2022 Anspruch auf CEE hat.

2.1 Mit Erlass des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Ver-
ordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-
Gesetz; SR 818.102) vom 25. September 2020 schuf das Parlament eine gesetz-
liche Grundlage u.a. zur Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls 
infolge Pandemiemassnahmen (Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz). So kann der 
Bundesrat die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Perso-
nen vorsehen, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen im Zusam-
menhang mit der Bewältigung der Covid-19-Pandemie unterbrechen oder mass-
geblich einschränken mussten. Nur Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnaus-
fall, die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent 
im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 2015 - 2019 haben, 
gelten in ihrer Erwerbstätigkeit als massgeblich eingeschränkt (Art. 15 Abs. 1 Co-
vid-19-Gesetz in den Fassungen seit 1.4.2021).

Die Umsetzung erfolgte in der Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall 
im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; 
SR 830.31) vom 20. März 2020. Die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall regelt, 
unter welchen Voraussetzungen während einer gewissen Periode Anspruch auf 
CEE besteht. Bei dem zu Rechtsfolgen führenden Tatbestand des Erwerbsaus-

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falls handelt es sich um einen zeitlich offenen Dauersachverhalt. Für die Prüfung 
des Anspruches gelten dabei gemäss den Grundsätzen zum intertemporalen 
Recht die im Anspruchszeitraum (Oktober 2021 bis Februar 2022) geltenden ein-
schlägigen Bestimmungen (BGE 148 V 162 Erw. 3.2). Es sind dies die Fassun-
gen vom 20. September 2021, 28. Oktober 2021, 1. Januar 2022, 25. Januar 
2022, 3. Februar 2022 sowie 17. Februar 2022. 

2.2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der Fas-
sung vom 20. September 2021 haben Anspruch auf CEE unter anderem gemäss 
AHVG obligatorisch versicherte Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 
ATSG, wenn:
a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur 

Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist;
b. sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; und
c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen 

von mindestens 10 000 Franken erzielt haben.

Die Erwerbstätigkeit gilt als massgeblich eingeschränkt, wenn pro Monat eine 
Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen 
monatlichen Umsatz der Jahre 2015–2019 vorliegt (Art. 2 Abs. 3ter Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall).

Diese Anspruchsberechtigung galt wortgleich auch in den Fassungen vom       
28. Oktober 2021, 1. und 25. Januar 2022 sowie 3. Februar 2022.

2.2.2 In der Sitzung vom 16. Februar 2022 hatte der Bundesrat beschlossen, die 
schweizweiten Massnahmen gegen die Corona-Pandemie weitestgehend aufzu-
heben. Damit entfiel grösstenteils auch die Notwendigkeit für die wirtschaftlichen 
Unterstützungsmassnahmen. In der entsprechenden Medienmitteilung liess der 
Bundesrat verlauten, ab dem 17. Februar 2022 könne kein Anspruch auf Er-
werbsausfall infolge Betriebsschliessung, Veranstaltungsverbot, eingeschränkter 
Erwerbstätigkeit oder ausgefallener Fremdbetreuung mehr geltend gemacht wer-
den. Ausgenommen seien bis am 30. Juni 2022 Personen, die im Veranstal-
tungsbereich tätig seien und deren Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen 
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt sei (vgl. Me-
dienmitteilung Bundesrat, vom 16.2.2022).

Aufgrund dieser Entscheidung hat der Bundesrat per 17. Februar 2022 die Co-
vid-19-Verordnung Erwerbsausfall angepasst, indem neu nur noch (u.a.) 
Selbständigerwerbende, die im Veranstaltungsbereich tätig sind (Ergänzung), 
Anspruch auf CEE haben können, soweit auch die (bisherigen) weiteren Voraus-

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setzungen erfüllt sind (Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der 
Fassung vom 17.2.2022).

2.3.1 Vorliegend ist der Status des Beschwerdeführers als Selbständigererwer-
bender nach Art. 12 ATSG ebenso unbestritten wie seine obligatorische Versi-
cherung im Sinne des AHVG. Damit ist unbestritten, dass er im Falle der Erfül-
lung der weiteren Voraussetzungen Anspruch auf CEE haben kann.

2.3.2 Die Frage der Massgeblichkeit der Einschränkung der Erwerbstätigkeit (Art. 
2 Abs. 3ter Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) ist vorliegend nicht strittig. Re-
spektive wurde sie von der Vorinstanz nicht geprüft, weil sie den Anspruch aus 
anderem Grunde verneinte. In den Anmeldeformularen wurde die Umsatzeinbus-
se vom Beschwerdeführer auf jeweils 66.78%, 80.94%, 87.29%, 83.25%, 72.41% 
beziffert und damit auf mehr als 30% gemäss Art. 15 Covid-19-Gesetz (vgl. Vi-
act. 1, 2, 4, 9 und 11).

2.3.3 Der Beschwerdeführer ist als freischaffender Künstler tätig. Als Künstler 
und Raumgestalter beinhalten seine Tätigkeiten gemäss seinen Angaben die 
Restauration von Kunstbildern sowie Skulpturen, Kunstbilder malen, Skulpturen 
herstellen, Kunstgegenstände erstellen, Beratung für Raumgestaltung, Durch-
führung von Mal- und Kulturkursen, wobei die Haupteinnahmequelle die Herstel-
lung von Bildern, Skulpturen und Kunstgegenständen sowie Kurse seien (vgl. Vi-
act. 17). Damit ist er zweifelsfrei kein in der Verwaltungsbranche tätiger Selb-
ständigerwerbender, wie es Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall 
seit dem 17. Februar 2022 als Anspruchsvoraussetzung fordert (vgl. zur Veran-
staltungsbranche VGE II 2022 64 vom 19.10.2022). Somit steht fest, dass der 
Beschwerdeführer ab dem 17. Februar 2022 so oder anders keinen Anspruch auf 
CEE hat. 

2.3.4 Strittig ist somit allein, ob die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers in 
der Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 16. Februar 2022 "aufgrund von behördlich an-
geordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie" massgeblich 
eingeschränkt war, die geltend gemachten Umsatzeinbussen auf die behördli-
chen Massnahmen zurückzuführen sind.

2.4.1 Damit ein Anspruch auf CEE besteht, muss die Erwerbstätigkeit aufgrund 
von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epi-
demie (massgeblich) eingeschränkt worden sein (Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-
Verordnung Erwerbsersatz).

Der Erwerbsausfall muss nachweislich aufgrund von behördlichen Massnahmen 
zur Bekämpfung des Covid-19 entstanden sein (Urteil BGer 9C_292/2022 vom 

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19.8.2022 Erw. 4.4). Gefordert ist ein hinreichender Kausalzusammenhang zwi-
schen den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und dem 
Ertragsausfall (vgl. Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz; Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall). Es ist dies eine zwingende Voraussetzung der CEE. 
Denn Sinn und Zweck der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall ist das Kompen-
sieren von Erwerbsausfällen, welche auf die behördlich angeordneten Massnah-
men zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen sind. D.h. der Staat 
hat mit dem Covid-19-Gesetz resp. der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall eine 
Grundlage geschaffen nur für Entschädigungen für Ausfälle, die letztlich behörd-
lich verursacht sind. Aus diesem Grund verlangt der Gesetzgeber denn auch 
ausdrücklich, dass Personen, die einen Anspruch aus Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall geltend machen, darlegen müssen, auf welche 
behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie 
die Umsatzeinbusse zurückzuführen ist (Art. 7 Abs. 1bis lit. b Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall). Nicht entschädigt werden sollen demgegenüber 
Ausfälle, die wohl mit der Pandemie zusammenhängen, aber nicht durch behörd-
liche Massnahmen verursacht wurden. Hierfür wurden andere Instrumente ge-
schaffen wie etwa Härtefallmassnahmen für Unternehmen (vgl. Art. 12 Covid-19-
Gesetz; RRB Nr. 931/2020 vom 15.12.2020; Ausgestaltung der Covid-19-
Härtefallregelung im Kanton Schwyz und spätere Revisionen des Härtefallpro-
gramms 1). Soweit Einbussen etwa aus einem pandemiebedingt geänderten 
(Konsum-)Verhalten resultierten - sei es aus Angst vor einer Ansteckung mit dem 
Coronavirus oder sei es aufgrund von allgemeinen, allenfalls auch unter dem 
Eindruck fortbestehender behördlicher Auflagen bestehender Befürchtungen 
oder Umtriebe -, vermag dies keinen Anspruch auf Leistungen gemäss Art. 2 
Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zu begründen. Letztlich ist somit 
jedenfalls für den hier streitbetroffenen Zeitraum zu prüfen, ob allfällige behördli-
che Massnahmen für geltend gemachte Umsatzeinbussen dergestalt ins Gewicht 
fallen, dass anderweitige Faktoren im möglichen Ursachenspektrum - darunter 
ein pandemiebedingt geändertes (Konsum-)Verhalten - in Würdigung der gesam-
ten Umstände als vernachlässigbar erscheinen (vgl. Urteil VGer BE 200-2022-
131 vom 11.8.2022 Erw. 3.3).

2.4.2 Was die behördlichen Massnahmen anbelangt, so werden diese vom Bund 
insbesondere in der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 
818.101.26) vom 23. Juni 2021 geregelt, wobei vorliegend die Versionen Anwen-
dung finden, welche im Zeitraum Oktober 2021 bis Februar 2022 galten (Stand 
20.9.2021, 4.10.2021, 11.10.2021, 25.10.20121, 16.11.2021, 30.11.2021, 
6.12.2021, 14.12.2021, 18.12.2021, 20.12.2021, 10.1.2022, 13.1.2022, 

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25.1.2022, 31.1.2022, 3.2.2022). Zusätzlich haben auch Kantone Massnahmen 
beschlossen (vgl. etwa Kanton Schwyz: Verordnung über Massnahmen zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie, vom 14.10.2020; SRSZ 571.212). Art. 2 
Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall spricht sodann von 'behördlichen   
Massnahmen', weshalb auch solche weiterer Behörden massgebend sein kön-
nen (auch wenn im Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur 
Bekämpfung des Coronavirus - Corona-Erwerbsersatz [KS CE] Rz. 1041.2 nur 
von kantonalen Massnahmen und solchen des Bundes die Rede ist).

2.4.3 Im strittigen Zeitraum (ab 1.10.2021) galt in öffentlichen zugänglichen In-
nenräumen und im öffentlichen Verkehr eine Gesichtsmaskentragpflicht (Art. 5 
und 6 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Ein Veranstaltungsverbot bestand 
keines. Es galt für die Organisatoren von Veranstaltungen aber u.a. die Pflicht, 
ein Schutzkonzept gemäss Bundesvorgaben zu erarbeiten und umzusetzen (Art. 
10 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Aufgrund der anhaltend angespann-
ten Lage in den Spitälern wurde zudem per 13. September 2021 die Zertifikats-
pflicht für über 16-jährige Personen eingeführt (AS 2021 542). Öffentlich zugäng-
liche Einrichtungen und Betriebe in den Bereichen Kultur, Unterhaltung, Freizeit 
und Sport, in denen den Besucherinnen und Besuchern nicht ausschliesslich 
Aussenbereiche offenstanden, sowie in Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben 
(im Innenbereich) mussten bei Personen ab 16 Jahren den Zugang auf Personen 
mit einem Zertifikat (3G-Regel; geimpft, genesen oder getestet) beschränken 
(Art. 12 Abs. 1 lit. a und Art. 13 Abs. 2 Covid-19-Verordnung besondere Lage). 
Für Veranstaltungen im Freien galt die Zertifikatspflicht bei mehr als 1'000 Per-
sonen (mit Sitzpflicht) resp. mehr als 500 Personen, die sich frei bewegen konn-
ten (Art. 14 Covid-19-Verordnung besondere Lage). In Innenräumen galt die Zu-
gangsbeschränkung bei öffentlichen Veranstaltungen ab 30 Personen (Art. 14a 
Covid-19-Verordnung besondere Lage). Für private Veranstaltungen im Innern 
und im Freien galten weniger strenge Regeln (Art. 14 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 3 
Covid-19-Verordnuing besondere Lage). Neben diesen Pflichten galten weiterhin 
die allgemeinen Empfehlungen wie Meidung von Kontakten, Arbeiten zu Hause, 
Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln usw.

Aufgrund der pandemischen Lage wurden die Massnahmen am 3. Dezember 
2021 verschärft (vgl. AS 2021 813). So galt in Restaurations-, Club- und Barbe-
trieben, welche nicht die 2G-Regel einführten (Impf- oder Genesungszertifikat), 
eine Sitzpflicht (Art. 12 Abs. 1 lit. a Covid-19-Verordnung besondere Lage, Stand 
3.12.2021). Und auch für Veranstaltungen im Freien galt neu eine Zertifikats-
pflicht, auf welche nur verzichtet werden konnte, wenn die Teilnehmerzahl maxi-
mal 300 Personen betrug und nicht getanzt wurde (Art. 14 Covid-19-Verordnung 

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besondere Lage, Stand 3.12.2021). Bei privaten Veranstaltungen mit höchstens 
30 Personen in nicht öffentlich zugänglichen Einrichtungen konnte indes weiter-
hin auf eine Zugangsbeschränkung und ein Schutzkonzept verzichtet werden 
(Art. 15 Abs. 3 Covid-19-Verordnung besondere Lage, Stand 3.12.2021). 

Eine weitere Verschärfung erfolgte mit der Verordnungsänderung vom 17. De-
zember 2021 (AS 2021 882), indem die Zugangsbeschränkungen weitestgehend 
auf die 2G-Regel eingegrenzt wurde; in Diskotheken und Tanzlokalen war zu-
sätzlich ein Testzertifikat erforderlich, in Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben 
ebenfalls, falls keine Sitzpflicht galt (vgl. Art. 12, 13, 14 Covid-19-Verordnung be-
sondere Lage, Stand 17.12.2021). Diese Zugangsbeschränkung galt sodann neu 
auch für private Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen (Art. 15 Abs. 2 Covid-
19-Verordnung besondere Lage, Stand 17.12.2021). Zudem wurde eine Homeof-
ficepflicht eingeführt (Art. 25 Abs. 5 Covid-19-Verordnung besondere Lage, 
Stand 17.12.2021).

Am 2. Februar 2022 wurden Erleichterungen beschlossen, so etwa die Aufhe-
bung der Kontaktquarantäne und der Homeofficepflicht (AS 2022 59). Per        
17. Februar 2022 wurden die Massnahmen weitestgehend (bis auf die Masken-
tragpflicht bspw. im öffentlichen Verkehr oder Spitälern, Heimen) abgeschafft (AS 
2022 97). So galten insbesondere keine Zugangsbeschränkungen mehr.

3.1 Nach dem Ausgeführten bestand im relevanten Zeitraum ein Anspruch auf 
CEE nur dann, wenn zwischen der Umsatzeinbusse und den dargestellten 
behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie ein hinrei-
chender Kausalzusammenhang besteht. Der Beschwerdeführer muss darzule-
gen vermögen, dass die behördlichen Massnahmen für die von ihm für die Zeit 
ab Oktober 2021 geltend gemachte Umsatzeinbusse dergestalt ins Gewicht fal-
len, dass anderweitige Faktoren im möglichen Ursachenspektrum - darunter ein 
pandemiebedingt geändertes Verhalten - in Würdigung der gesamten Umstände 
als vernachlässigbar erscheinen (vgl. oben Erw. 2.4.1). 

3.2 Auf die Aufforderung nach Einreichung weiterer Unterlagen und Angaben 
hin informierte der Beschwerdeführer am 27. Mai 2022 über die verschiedenen 
Standorte, wo er seine Kunst bislang ausstellen konnte (Vi-act. 17). Neben dem 
C.________ und einem Fitnesscenter handelte es sich ausnahmslos um Restau-
rationsbetriebe. Es habe sich um 5 bis 6 Ausstellungen pro Jahr gehandelt. Jähr-
lich führe er zwischen 20-30 Mal- und Kulturkurse mit 1 bis 5 Teilnehmenden 
durch. Sein Atelier verfüge über eine Fläche von 18 m2; die Kurse fänden mehr-
heitlich im Atelier, aber auch bei der Kundschaft statt. Einen 'kaufmännischen 
Abschluss' führe er nicht; er rechne seine Einnahmen mit der AHV ab und zahle 

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auf einem Betrag von Fr. 30'750 (2018) resp. Fr. 45'500 (2019) Steuern. Die Co-
vid-Massnahmen hätten einen direkten und nicht nur indirekten Einfluss auf das 
Kunstgewerbe. Auch wenn ein Grossteil der Menschen geimpft gewesen sei, hät-
ten kaum Interaktionen stattgefunden und Ausstellungen seien nicht möglich ge-
wesen. Auch Malkurse hätten nicht durchgeführt werden können oder maximal 
mit einer Person, was auch Einbussen verursache.

Neben der Wiederholung dieser Ausführungen hielt der Beschwerdeführer in der 
Einsprache vom 21. Juni 2022 fest, durch die Massnahmen im Zusammenhang 
mit der Pandemie seien die Aufträge zurückgegangen. Ein Grossteil des Umsat-
zes werde mit Ausstellen von Bildern in Restaurants und Ausstellungen/Galerien 
generiert. Viele Restaurants hätten seine Kunst ausgestellt und die Gäste hätten 
diese Kunst erwerben und/oder mit ihm in Kontakt treten können. Durch die Co-
ronarestriktionen fehlten die Kunden sowohl in den Restaurants als auch den 
Ausstellungen, sofern es solche überhaupt gegeben habe. Nur ein Teil der Per-
sonen verfüge über ein Zertifikat und auch solche mit Zertifikat hätten Abstand 
von Veranstaltungen genommen. Daher seien die Aufträge und damit der Um-
satz zurückgegangen. Im Sommer 2021 habe er keine CEE beansprucht, obwohl 
auch da ein Minderumsatz habe verzeichnet werden müssen. Im Herbst seien 
die Massnahmen verschärft worden, der Publikumsverkehr sei bewusst einge-
schränkt worden bis zum Wegfall der Massnahmen im Februar 2022. Dass Re-
staurants und Fitnesscenter durch die Zertifikatsauflage weniger frequentiert 
worden seien und dies auch Absicht gewesen sei, sei notorisch. Auch wenn die 
Zertifikatspflicht den Zertifizierten ein wirtschaftliches Leben ermöglicht habe, so 
sei doch zu konstatieren, dass nicht alle Personen ein Zertifikat gehabt hätten 
und dass explizit aufgerufen worden sei, unnötige Kontakte und Aktivitäten zu 
meiden. Die Leute hätten - wie von den Behörden beabsichtigt - weniger Restau-
rants und Ausstellungen besucht. Gleichzeitig seien auch keine Schulungen und 
Kurse mehr gebucht worden; das Atelier sei kaum frequentiert worden. Dies ha-
be einen direkten Zusammenhang mit den Massnahmen. 

3.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid hält die Vorinstanz dafür, die gel-
tend gemachten Umsatzeinbussen seien nicht auf behördliche Massnahmen 
zurückzuführen. Ab dem 13. September 2021 habe für Restaurants und Fitness-
center die 3G-Regel gegolten, die 2G-Regel in Restaurants ab 6. Dezember 
2021, in Fitnesscentern ab 20. Dezember 2021. Der Beschwerdeführer sei seit 
2013 als freischaffender Künstler tätig. Es sei davon auszugehen, dass er seither 
über ein Netzwerk an potentiellen Kunden verfüge. Dies hätte ihm die Kon-
taktaufnahme und das Anbieten seiner Dienstleistungen auch ohne Restaurants 
und Fitnesscenter ermöglicht. Ob er entsprechende Anstrengungen unternom-

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men habe, lasse der Beschwerdeführer offen. Abgesehen davon seien Ausstel-
lungen in Restaurants und Fitnesscentern durchaus möglich gewesen und die 
Einrichtungen hätten mit der 3G- resp. 2G-Regel auch Kunden empfangen kön-
nen. Gemäss BAG seien im Oktober 2021 rund 59% der Einwohner doppelt ge-
impft gewesen, bis Februar 2022 habe sich der Anteil auf rund 68% erhöht. Hin-
zugekommen sei ein nicht unerheblicher Teil an genesenen Personen. Der 
überwiegende Teil der Bevölkerung sei daher im relevanten Zeitraum im Besitz 
eines 3G-Zertifikats gewesen. Wenn die Frequenzen in Restaurants niedriger 
gewesen seien, dann vor allem weil die Menschen aus Unsicherheit/Angst vor 
einer Ansteckung die Einrichtungen gemieden hätten. Dies rechtfertige jedoch 
keinen Anspruch auf CEE. Zudem erwähne der Beschwerdeführer nicht, dass 
sich der Kunstmarkt schon im Jahr 2021 wieder weitgehend erholt und vorpan-
demische Werte erreicht habe. Zudem seien die vom Beschwerdeführer erwähn-
ten Kurse in seinem Atelier und bei den Kunden während des gesamten Zeit-
raums durch die Massnahmen nicht eingeschränkt gewesen. Auch das Ausstel-
len in seinem Atelier und entsprechend der Kunstverkauf sei nicht behindert ge-
wesen. Schliesslich hält die Vorinstanz dafür, es wäre dem Beschwerdeführer 
zumutbar gewesen, seine Dienstleistungen auf anderen Kanälen anzubieten, um 
neue Kunden zu akquirieren oder bestehende Kunden zu informieren. Zum Bei-
spiel mittels Flyern oder Erstellen einer Homepage. Der Beschwerdeführer 
scheine diesbezüglich jedoch untätig gewesen zu sein. Zusammenfassend sei 
der Anspruch auf CEE daher zurecht abgelehnt worden.

3.4 Vor Verwaltungsgericht bestätigt der Beschwerdeführer seine selbständige 
Tätigkeit als Kunstschaffender. Sein Einkommen sei nie besonders hoch, jedoch 
relativ gleichmässig gewesen und habe ihm einen Lebensunterhalt ermöglicht. 
Durch die Pandemie und mithin die Massnahmen seien die Kunden und damit 
die Einnahmen versiegt. Richtigerweise habe er zwischen September 2020 und 
Juni 2021 CEE erhalten. Nach dem ersten Lockdown habe er seiner Tätigkeit 
wieder nachgehen können und trotz der ohnehin schwierigen Sommermonate 
habe er nach Wegfall der Massnahmen auf eine Anmeldung für CEE bewusst 
verzichtet. Dann seien im Herbst 2021 einschneidende Massnahmen ergriffen 
worden, welche den Publikumsverkehr eingeschränkt hätten. Dass Restaurants 
und Fitnesscenter bei Zertifikatspflicht weniger frequentiert würden, sei notorisch. 
Es sei der 'zweite Lockdown' eingetreten, wobei dieser durch die Zertifikatspflicht 
aufgeweicht gewesen sei. Der Grundsatz und die Aufforderung, zu Hause zu 
bleiben, seien geblieben. Daher habe er erneut um CEE ersucht.

Die Argumentation zur Ablehnung seines Anspruchs durch die Vorinstanz sei un-
zutreffend. Ein lupenreiner Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen 

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den Massnahmen und den Erwerbsausfällen sei nie möglich, es genüge daher 
zum einen Wahrscheinlichkeit und zum andern eine Einbusse von mindestens 
30%. Vorliegend hätten klar die Massnahmen zum Einbruch geführt. Die Mass-
nahmen seien erst im Februar 2022 aufgehoben worden; namentlich über die 
Wintermonate seien Massnahmen ergriffen und die Menschen aufgefordert wor-
den, Ansammlungen zu meiden. Der Beschwerdeführer sei aber gerade auf Pu-
blikumsverkehr angewiesen, auf Kontakte und Begegnungen. Dass es sich dabei 
um Publikumsverkehr gehandelt habe, welchen der Bundesrat habe verhindern 
wollen, erscheine klar. Der Beschwerdeführer wiederholt dann seine Tätigkeiten 
gemäss Mitteilung vom 27. Mai 2022 (vgl. oben Erw. 3.2). Er verweist namentlich 
auf die Ausstellungen in Restaurants und Fitnesscenter und die aufgrund der 
Zertifikatspflicht weggefallenen Kontakte. Nur ein Teil der Bevölkerung habe über 
Zertifikate verfügt, namentlich 2G habe den Publikumsverkehr drastisch redu-
ziert. Dies verkenne die Vorinstanz mit der pauschalen Aussage, man hätte mit 
einem Zertifikat wieder Restaurants besuchen dürfen. Mit Einführung der Zertifi-
katspflicht seien die Aufträge wieder versiegt. Der Verweis der Vorinstanz auf 
den erholten Kunstmarkt gehe fehl. Der Beschwerdeführer sei ein freischaffender 
Künstler, kein Grosskünstler. Er sei auf die Kontakte in der Umgebung angewie-
sen. Gerade solche Künstler sollten von CEE profitieren. Er verfüge über kein 
Verteilnetz, das bei ihm regelmässig Kunst bestelle, er habe Einzelkunden. Und 
auch wenn Kurse durchaus hätten durchgeführt werden können, so habe auf-
grund der Massnahmen schlicht keine Nachfrage bestanden. Viele Leute seien 
noch nicht geimpft gewesen und Begegnungen seien verpönt gewesen. Jemand, 
der im Homeoffice arbeite, wolle sich kaum für mehrere Stunden mit dem Be-
schwerdeführer zusammen ins Atelier begeben. Im kleinen Atelier hätten Kurse 
unter den notwendigen Abstandsregeln kaum durchgeführt werden können. Auch 
seien seine Kunden gegenüber Onlinemedien eher abgeneigt, entsprechende 
Werbung würde verpuffen. Seine Kunstarbeit basiere darauf, bei Ausstellungen 
das Interesse zu wecken und im Nachgang ein persönlich zugeschnittenes Bild 
oder eine Skulptur anzufertigen. Das könne man mit dem Versand von Flyern 
oder dergleichen nicht bewerkstelligen. Auch hätte es an den notwendigen Res-
sourcen gefehlt. 

Zusammenfassend hätten die Massnahmen die gewerbliche Freiheit direkt ein-
geschränkt. Auch wenn Zertifikate einen Teil der Wirtschaft ermöglicht hätten, so 
sei doch darauf hinzuweisen, dass nicht alle Personen über ein Zertifikat verfügt 
hätten. Auch sei ausdrücklich aufgerufen worden, Kontakte zu meiden. Es sei 
von den Behörden gewollt gewesen, dass sich die Besuche in Restaurants redu-
ziert hätten. Aufgrund dieser Reduktion seien auch die Aufträge versiegt. Gleich-
zeitig seien keine Schulungen und Kurse gebucht worden, das Atelier sei kaum 

12

frequentiert worden. Diese Reduktion und der Einnahmeneinbruch hätten einen 
direkten Zusammenhang mit den Massnahmen und deren Auswirkungen. Der 
Schaden sei adäquat kausal und es gebe keine saisonalen oder anderweitigen 
Schwankungen. Der Umsatzrückgang betreffe just die Zeitspanne, als die Mass-
nahmen Geltung gehabt hätten und wirkten. Es könne nicht sein, dass Kleinun-
ternehmer bei der Unterstützung zwischen Stuhl und Bank fallen würden, nur 
weil rein theoretisch der Verkauf von Kunst möglich gewesen wäre.

4. Vorab gilt es zu wiederholen, dass ein Anspruch auf CEE einzig dann be-
steht, wenn ein Kausalzusammenhang zwischen der Erwerbseinbusse und den 
behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ausgewiesen ist. Es 
reicht nicht aus, dass der Einbruch auf die Pandemie zurückzuführen ist; viel-
mehr müssen die Massnahmen ursächlich sein. Entsprechend verlangt Art. 7 
Abs. 1bis lit. b Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall auch ausdrücklich, dass die 
gesuchstellende Person darzulegen hat, auf welche behördlich angeordneten 
Massnahmen die Umsatzeinbusse zurückzuführen ist. 

4.1 Der Beschwerdeführer spricht allgemein von den behördlichen Massnah-
men oder auch konkreter von der Zertifikatspflicht, welche den Publikumsverkehr 
reduziert habe und damit einhergehend seine Aufträge. Dem hält die Vorinstanz 
jedoch zu Recht entgegen, dass die Zertifikatspflicht gerade deshalb eingeführt 
wurde, um keinen Lockdown beschliessen zu müssen. Dank der Zertifikatspflicht 
konnten Veranstaltungen durchgeführt und Restaurants, Fitnesscenter, Ausstel-
lungen und Galerien geöffnet bleiben und generell auch auf ein Veranstaltungs-
verbot verzichtet werden. Zudem lässt sich den BAG-Daten (www.covid19.ad-
min.ch; eingesehen am 8.10.2022) entnehmen, dass bereits am 1. Oktober 2021 
im Kanton Schwyz über 55% mindestens einmal geimpft waren (in der CH > 
63%). Bis Ende 2021 erhöhte sich die Zahl im Kanton Schwyz auf knapp 60% 
(CH rund 68%). Durchgeimpft waren gemäss Statista (www.de.statista.com; ein-
gesehen am 8.10.2022) in der Schweiz am 1. Oktober 2021 knapp 59%, bis En-
de Jahr rund 67%; im Kanton Schwyz dürfte die Zahl entsprechend tiefer gelegen 
haben. Zudem wies der Kanton Schwyz bis anfangs Oktober 2021 rund 15'000 
laborbestätigte Fälle auf (CH rund 840'000), die ebenfalls zertifikatsberechtigt 
waren (Laborbestätigte Fälle, www.covid19.admin.ch). Dazu kamen die Tests (im 
7-Tage-Schnitt im Kanton Schwyz ab Oktober 2021 mindestens 460 bis 1'500 
Test/Tag; www.covid19.admin.ch). Bis zur Einführung der 2G-Regel konnten 
auch diese ein Zugang berechtigendes Zertifikat erhalten. Damit aber trifft die 
Feststellung der Vorinstanz zu, dass die grosse Mehrheit der Bevölkerung auch 
über die Wintermonate 2021/2022 Zutritt zu Restaurants, Fitnesscentern und 
Veranstaltungen hatte. Dies bestätigt der Google Covid-19 Mobilitätsbericht 

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(zeigt Besucherzahlen von Nutzern mit aktiviertem Standortverlauf des Mobil-
gerätes an kategorisierten Orten im Vergleich zu den Referenzwerten der fünf 
Wochen vor 6.2.2020; vgl. support.google.com/covid19-mobility; eingesehen am 
8.11.2022). Dieser zeigt für den hier strittigen Zeitraum unter der Rubrik Einzel-
handel und Freizeit (worunter namentlich etwa auch Restaurants oder Ausstel-
lungen zählen) im Vergleich zu den Referenzwerten vor Corona wohl ein gewis-
ses Defizit (namentlich zu Beginn des Jahres 2022 bis -22%), aber zum einen 
werden die Referenzwerte bis heute nicht mehr erreicht und zum andern sind die 
Werte mitnichten mit dem 1. Lockdown zu vergleichen resp. stabilisierten sich die 
Werte seit Spätsommer 2021 (vgl. www.ourworldindata.org/covid-google-
mobility-trends; basierend auf Google Mobilitätsbericht; eingesehen am 
8.11.2022). Dies bestätigt, dass die Einführung des Zertifikates im Allgemeinen 
nicht zu geringeren Besucherzahlen in Restaurants und anderen Freizeitörtlich-
keiten führte (es handelt sich hierbei um eine allgemeine Aussage, die Einzelfälle 
nicht einzuschliessen braucht). 

4.2 Soweit der Beschwerdeführer seine berufliche Tätigkeit auch mit Raumbe-
ratungen und Mal- und Kulturkursen beschreibt, wobei letztere von 1 bis 5 Teil-
nehmern im Atelier oder bei den Kunden besucht werden, so gilt es festzuhalten, 
dass derartige Angebote von der Zertifikatspflicht ohnehin nicht betroffen waren. 
Die Covid-19-Verordnung besondere Lage enthielt keine Massnahmen für diese 
privat durchgeführten Tätigkeiten in privaten Räumlichkeiten mit weniger als 10 
Personen (soweit das Atelier als öffentlich zugänglich qualifiziert würde, gälte 
einzig die Maskenpflicht nach Art. 6 Covid-19-Verordnung besondere Lage, 
Stand 6.12.2021). Ein diese Tätigkeiten betreffender Auftragsrückgang kann also 
nicht mit zu beachtenden behördlichen Massnahmen begründet werden.

4.3 Kommt hinzu, dass die Corona-Pandemie grundsätzlich zweifellos Einfluss 
auf die Gewohnheiten und das Verhalten der Bevölkerung hatte, losgelöst der 
behördlichen Massnahmen. Diese veränderten Verhaltensweisen müssen aber 
bei der CEE-Anspruchsprüfung ausser Acht bleiben, wollte der Gesetzgeber 
doch klarerweise nur eine Erwerbsausfallentschädigung leisten für Erwerbsaus-
fälle, welche durch behördliche Massnahmen verursacht wurden. Wenn also die 
Pandemie in der Gastronomie oder im Besuch von Fitnesscentern oder Ausstel-
lungen zu einem veränderten Besucherverhalten führte, dann berechtigt dies 
nicht zu CEE, was die Vorinstanz zu Recht betont hat (vgl. oben Erw. 2.4.1).

4.4 Schliesslich hat der Beschwerdeführer auch nur aufgezeigt, an welchen 
Örtlichkeiten und in etwa wie oft seine Kunst bisher ausgestellt war und in wel-
cher Regelmässigkeit Kurse durchgeführt wurden. Er machte hingegen keinerlei 

14

Angaben, ob in der Zeit von Oktober 2021 bis Februar 2022 ebenfalls Ausstel-
lungen geplant, aber massnahmebedingt abgesagt wurden, ob Ausstellungen 
durchgeführt, aber massnahmebedingt kaum besucht wurden, ob Kurse ausge-
schrieben waren, aber massnahmebedingt nicht durchgeführt werden konnten 
und ob er auch sonst - etwa für Raumberatungen - Absagen erhielt, weil man 
massnahmebedingt darauf verzichten musste. Der Beschwerdeführer beschränkt 
sich vielmehr darauf, in allgemeiner Weise auf Verhaltensänderungen hinzuwei-
sen, welche seines Erachtens klarerweise auf die behördlichen Massnahmen 
zurückzuführen waren, was wiederum zu Auftragsrückgängen geführt habe, ohne 
jedoch die einzelnen Zusammenhänge zu substantiieren oder gar zu belegen. 
Der Beschwerdeführer zeigt auch nicht auf, welche Massnahmen er getroffen 
hat, als er im Spätsommer/Herbst 2021 befürchtete, wegen behördlichen Mass-
nahmen Auftragsrückgänge verzeichnen zu müssen, bzw. weshalb ihm keine 
Möglichkeiten offenstanden, seinerseits auf die Veränderungen zu reagieren. 

4.5 Es mag wohl sein, dass der von der Vorinstanz zitierte Bericht über den 
Kunstmarkt 2021, der das Wiedererreichen vorpandemischer Werte bestätigte 
(vgl. ArtBasel & UBS Report 2021 und weitere; auch zitiert in VGE II 2022 31 
vom 21.6.2022), eher auf den internationalen Kunsthandel fokussiert und inso-
fern nicht einschlägig ist. Jedoch dürften einige Feststellungen dennoch auch 
vorliegend zutreffen, dass nämlich das Interesse an Kunst und - nicht zuletzt auf-
grund von Homeoffice und verändertem Verhalten - die Gestaltung des eigenen 
Wohnens mit Kunst eher zunahm, wovon auch der Beschwerdeführer profitieren 
dürfte. Zumindest bestätigt sich nicht, dass die behördlichen Massnahmen den 
Kauf von Kunst nachhaltig störten. 

4.6 Zusammenfassend erscheint ein Zusammenhang zwischen dem vom Be-
schwerdeführer in der Zeit von Oktober 2021 bis Februar 2022 gelten gemachten 
Erwerbsausfall und den in dieser Zeit geltenden behördlichen Massnahmen als 
nicht hinreichend ausgewiesen, weshalb die Vorinstanz die Gesuche für eine 
CEE zu Recht abgewiesen hat. 

5. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. fbis und g ATSG).

15

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherung, BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 14. Dezember 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. Januar 2023