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**Case Identifier:** ba9e3132-d493-5c78-b702-7e8565d7f6bc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.12.2021 200 2020 900
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-900_2021-12-13.pdf

## Full Text

200 20 900 IV
WIS/SHE/SAL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Dezember 2021

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1991 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im März 2019 unter Hinweis auf eine nach 
einer langjährigen Suchterkrankung ca. im Winter 2017/2018 aufgetretene 
psychische Problematik bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin; act. II] 1). In der Folge tätigte die IVB erwerbliche und medizini-
sche Abklärungen. Mit Schreiben vom 15. Januar 2020 teilte sie dem Ver-
sicherten mit, es seien keine Eingliederungsmassnahmen möglich (act. II 
41). Mit Auftrag vom 2. März 2020 veranlasste die IVB bei der B.________ 
(MEDAS) eine medizinische Abklärung in den Fachrichtungen Psychiatrie 
und Neuropsychologie (act. II 50). Die MEDAS erstellte daraufhin am 30. 
Juni 2020 ein bidisziplinäres Gutachten (act. II 52.1) inklusive Teilgutachten 
(act. II 52.2 und 52.4). Mit Vorbescheid vom 11. August 2020 stellte die IVB 
mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung im 
Rechtssinne die Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht (act. II 54). 
Daran hielt sie auf Einwand des Versicherten vom 9. September 2020 (act. 
II 59) hin mit Verfügung vom 13. November 2020 (act. II 61) fest.

B.

Mit Eingabe vom 3. Dezember 2020 erhob der Versicherte dagegen Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben und ihm seien Leistungen der IV zuzusprechen. Weiter ersucht er 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 15. Janu-
ar 2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 30. März, 29. Juni, 3. August und 1. Oktober 2021 reichten die Parteien 
weitere Unterlagen ein (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 1-4; Akten 

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des Beschwerdeführers [act. I] 7 f.; Akten des Beschwerdeführers 
[act. IA] 6).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. November 2020 
(act. II 61). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der Invalidenversicherung und dabei insbesondere, ob die 
Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheits-
schadens zu Recht verneint hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

2.2.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 

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4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.2.2 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.2 und 2.2.1 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand bzw. die Arbeits- und Leistungsfähig-
keit des Beschwerdeführers betrifft, lässt sich den Akten im Wesentlichen 
das Folgende entnehmen: 

3.1.1 Dr. med. C.________, Praktischer Arzt sowie Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) legte in 
seiner Beurteilung vom 5. September 2019 (act. II 31) dar, anhand der ak-
tuell vorliegenden Akten sei von einem langjährigen Konsum von verschie-
denen psychotropen Substanzen auszugehen, wobei der Versicherte nach 
einem Strafvollzug abstinent geblieben sei bzw. keine Opioide beikonsu-
miert habe. Nach einem vom Versicherten eigenständig durchgeführten, zu 
schnellen Absetzen der Opioid-Substitutionsbehandlung sei es vorüberge-
hend zu einer depressiven Episode und Krankschreibungen gekommen. 
Anhand der zuletzt beschriebenen objektiven Befunde sei eine depressive 
Episode nicht mehr ausgewiesen. Aus RAD-ärztlicher Sicht sollte dem Ver-
sicherten nach einer Phase der Eingewöhnung mit einem Pensum von 50% 
zu Beginn und einer Steigerung auf 100% innerhalb von drei Monaten eine 
einfache berufliche Tätigkeit, welche Alter, Geschlecht, Konstitution, Fähig-
keiten, Fertigkeiten sowie schulischer und beruflicher Ausbildung ange-
passt sei und nicht mit besonderen kognitiven Anforderungen einhergehe, 
wieder vollumfänglich möglich und zumutbar sein. Aus RAD-psychiatrischer 
Sicht würden eine Fortführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandlung, eine Fortführung der Abstinenz und eine Unterstützung bei 
der beruflichen Wiedereingliederung empfohlen. Anhand der Akten seien 
keine Diagnosen mit anhaltendem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausge-
wiesen. Der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit könne anhand der Akten nicht 

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exakt rekonstruiert werden. Soweit erkennbar sei, seien ärztlich keine län-
geren Arbeitsunfähigkeiten attestiert worden. Zuletzt seien an objektiven 
Befunden eine Antriebsminderung, mnestische Störungen, eine Einengung 
und Verlangsamung des formalen Gedankengangs und eine verminderte 
affektive Modulationsfähigkeit beschrieben worden. Im Zusammenhang mit 
den mnestischen Störungen und jenen des formalen Denkens sei anzu-
merken, dass gemäss ambulant behandelndem Psychiater keine Zweifel 
an der Fahreignung bestünden, sodass diese Störungen nicht besonders 
ausgeprägt sein könnten. Anhand der Akten sei die Sucht nicht Folge eines 
körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschadens. Weiter 
seien durch das Suchtverhalten keine hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit rele-
vanten körperlichen, psychischen oder geistigen Folgeschäden auszuma-
chen.

3.1.2 Vom 28. Oktober bis zum 20. Dezember 2019 war der Versicherte 
in der Klinik D.________ hospitalisiert. In deren Austrittsbericht vom 8. Ja-
nuar 2020 (act. II 38 S. 1) wurden folgende Diagnosen gestellt:

- Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom, ak-

tuell abstinent (ICD-10 F10.20)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom, ak-

tuell abstinent (ICD-10 F11.20)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom, ak-

tuell abstinent (ICD-10 F14.20)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge-

brauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa (Benzodiazepine): Schäd-

licher Gebrauch, ständiger Substanzgebrauch (Midazolam, phasenweise Diaze-
pam, ärztlich verordnet; ICD-10 F13.1) 

- Diabetes Mellitus Typ 1

Der Versicherte habe über verschiedene psychotische Symptome, die seit 
mehreren Jahren vorhanden seien, berichtet. Er habe aber aus Angst über 
diese Symptome nicht geredet. Der Versicherte habe ausgeführt, er höre 
Stimmen, die ihm Dinge befählen, die er machen solle. Er mache diese 
Dinge aber nicht, da er wisse, dass die Stimmen Halluzinationen seien (S. 
2 f.). Er habe das Gefühl, dass die Leute seine Gedanken lesen würden 
und auch, dass ihm die Leute Gedanken eingeben könnten. Er fühle sich 
manchmal wie "fremdgesteuert". Die Medikation müsse noch angepasst 

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werden, werde aber auf Wunsch des Versicherten ambulant durchgeführt 
(S. 3). 

3.1.3 Laut dem bidisziplinären Gutachten der MEDAS vom 30. Juni 2020 
(act. II 52.1) zeigten sich im Rahmen der psychiatrischen sowie der neuro-
psychologischen Begutachtung ausgeprägte Auffälligkeiten für eine nicht-
authentische Beschwerdeschilderung bzw. nicht valide Testergebnisse, 
sodass die dargebrachten Funktionseinschränkungen nicht mit den aktuel-
len Alltagskompetenzen bzw. dem -funktionsniveau korrelieren würden und 
psychiatrisch keine Diagnosestellung mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit erfolgen könne, insbesondere für die zuletzt postulierte paranoide 
Schizophrenie. Es könnten weder Diagnosen mit noch solche ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Bezüglich der funktionellen Auswir-
kungen der Befunde/Diagnosen sei eine abschliessende Beurteilung bei 
ausgeprägter nicht-authentischer Beschwerdeschilderung sowohl psychia-
trisch als auch in der neuropsychologischen Testung nicht überwiegend 
wahrscheinlich möglich. Die Persönlichkeit des Versicherten weise aus 
aktueller gutachterlicher Sicht keine typischen Auffälligkeiten für spezifische 
oder kombinierte Persönlichkeitsstörungen aktuell und im zeitlichen Längs-
schnitt auf. Die Delikte des Versicherten schienen im Rahmen der früheren 
Suchterkrankung erfolgt zu sein und würden keine ausgeprägte dissozia-
le/antisoziale Neigung aufweisen. Aktuell imponierten die Aspekte der 
nicht-authentischen Beschwerdeschilderung zentral. Weitere Belastungs-
faktoren ergäben sich durch die Haftzeit. Als Ressourcen zeigten sich die 
Verlobungssituation sowie die Abstinenz von Drogen insbesondere bei Be-
endigung der langjährigen Substitution mit Sevre-long (S. 6 Ziff. 4.1 ff.). Es 
ergäben sich zahlreiche Aspekte für eine nicht-authentische Beschwerde-
schilderung, sowohl rein psychiatrisch als auch im Rahmen der neuropsy-
chologischen Testung, sodass gesamthaft von einer überwiegend wahr-
scheinlichen nicht-authentischen Beschwerdeschilderung ausgegangen 
werden müsse. Bei ausgeprägter nicht-authentischer Beschwerdeschilde-
rung sei aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht keine absch-
liessende oder überwiegend wahrscheinliche Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit (auch retrospektiv) möglich. Aus gutachterlicher Sicht solle die 
Benzodiazepinmedikation bzw. Zolpidem-Medikation aufgrund der 
Suchtanamnese des Versicherten evaluiert werden, therapeutisch seien die 

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Aspekte der nicht-authentischen Beschwerdeschilderung zu thematisieren 
(S. 7 Ziff. 4.6 ff.). Die Suchterkrankung imponiere aktuell remittiert bei sis-
tiertem Konsum und Substitution und es hätten sich keine körperlichen, 
psychischen oder geistigen Gesundheitsschäden als Folge ableiten lassen. 
Eine Abstinenz sei weiter angezeigt, scheine aber aktuell anhand der La-
borergebnisse im Rahmen des Gutachtens überwiegend wahrscheinlich 
vorzuliegen (S. 8 Ziff. 4.11). 

3.1.4 Vom 16. August bis zum 19. August 2020 war der Versicherte in der 
Klinik D.________ hospitalisiert. Im provisorischen Austrittsbericht vom 19. 
August 2020 (act. I 5 S. 1) wurden folgende Diagnosen gestellt:

- Akute Exacerbation einer vorbekannten paranoiden Schizophrenie
- Symptomatische Hypoglykämie bei bekanntem Diabetes Mellitus Typ 1, ED 

2007
- Episoden mit Bewusstseinsverlust unklarer Ätiologie (EM 07.2017), Status nach 

neurolog. work-up
- Aktenanamnestisch Polytoxikomanie mit rezidivierenden Mischintoxikation

Das Bewusstsein des Versicherten sei klar, die Orientierung sei allseits 
gegeben. Der Blickkontakt werde gesucht und auch gehalten. Auffassung, 
Konzentration und Gedächtnisfunktion seien eingeschränkt. Das formale 
Denken sei kohärent, zeitweise perseverierend, haftend, stark verlangsamt 
mit Antwortlatenzen, inhaltlich geprägt von wahnhaften Befürchtungen (er 
fühle sich beobachtet, und habe das Gefühl, dass mittels Geräten seine 
Gedanken abgehört würden und ihm geschadet werde). Er leide an Bedro-
hungs- und Verfolgungswahn sowie an Gedankenausbreitung. Er berichte 
von akustischen Halluzinationen (Stimmen der bedrohenden Personen). 
Zwänge seien nicht geprüft. Im Affekt sei er misstrauisch, ängstlich, unsi-
cher. Psychomotorisch sei er leicht unruhig. Das Zustandsbild habe sich 
schnell stabilisiert, es bestehe keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung 
(S. 2). 

3.1.5 Im Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 14. September 2020 (act. I 2) wurde dargelegt, der 
Krankheitsverlauf des Versicherten nehme einen chronischen Verlauf be-
treffend Schizophrenie, jedoch unter der Medikation Olanzapin 15mg sei er 
einigermassen gut eingestellt. Betreffend Drogen-Substanzgebrauch seien 
die Laborwerte negativ. Der Versicherte zeige Bereitschaft, sich mit seinem 

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Deliktverhalten auseinanderzusetzen. In diesem Sinne sei ihm eine positive 
Entwicklung zu bescheinigen, aus der heraus auch eine für die Zukunft 
günstige Prognose gestellt werden könne. Bei akuter Exazerbation einer 
vorbekannten paranoiden Schizophrenie und bei symptomatischer Hypo-
glykämie bei bekanntem Diabetes Mellitus Typ 1 sei der Patient von der 
Realität abgekoppelt. Es sei daher wichtig, dass die Medikation regelmäs-
sig verabreicht und kontrolliert werde (S. 2 Ziff. 4 ff.).

3.1.6 Der Versicherte befand sich vom 22. Januar bis zum 26. Janu-
ar 2021 bei den psychiatrischen Diensten F.________ in stationärer Be-
handlung. Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 
25. Februar 2021 (act. IIA 2 S. 1) wurden folgende Diagnosen gestellt:

- Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom 

(ICD-10 F11.2)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa (Benzodiazepine): schädli-

cher Gebrauch (ICD-10 F13.1)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain: schädlicher Gebrauch (ICD-

10 F14.1)

Bei Eintritt habe der Versicherte sich mit unsicherem Gangbild, reduzierter 
Aufmerksamkeit und Konzentration sowie formalgedanklicher Verlangsa-
mung präsentiert. Er habe über akustische Halluzinationen in Form von 
kommentierendem Stimmenhören und Ich-Störungen in Form von Gedan-
kenausbreitung sowie Beeinträchtigungserleben durch den Nachbarn be-
richtet. Entsprechend den anamnestischen Angaben sei von einer Mischin-
toxikation mit Opiaten, Benzodiazepinen und Kokain ausgegangen worden. 
Der Versicherte habe sich stets klar und glaubhaft von suizidalen Handlun-
gen distanziert und suizidale Gedanken verneint. Am Eintrittstag sei er 
deutlich vigilanzgemindert im Zimmer angetroffen worden und nur noch auf 
Schmerzreiz weckbar gewesen. Neben ihm seien leere Xanaxblister ge-
funden worden, sodass von einer Benzodiazepinintoxikation habe ausge-
gangen werden müssen. Er sei durch die Sanitätspolizei ins Notfallzentrum 
G.________ verlegt worden. Dort sei eine komplikationslose Überwachung 
erfolgt und der Versicherte sei am 23. Januar 2021 in gutem Allgemeinzu-
stand in die psychiatrischen Dienste F.________ zurückverlegt worden 
(S. 3). Die bei Eintritt bestehende Symptomatik habe sich unter der regel-
mässigen Einnahme von Olanzapin 10 mg leicht regredient, jedoch nicht 

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komplett remittiert gezeigt. Bei geringer Wahndynamik und geringem Lei-
densdruck sei auf eine medikamentöse Umstellung verzichtet worden. Der 
Versicherte sei über die Wichtigkeit der regelmässigen Medikamentenein-
nahme aufgeklärt worden. Die bestehende Medikation mit Fluoxetin sei 
unverändert fortgeführt worden (S. 4).

3.1.7 Vom 13. April bis zum 15. April 2021 hat sich der Versicherte bei 
den psychiatrischen Diensten F.________ in stationärer Behandlung be-
funden. In deren Austrittsbericht vom 11. Mai 2021 (act. IIA 4 S. 1) wurden 
folgende Diagnosen gestellt:

- Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom, ak-

tuell Substitution mit 800 mg/d Sevre-Long (ICD-10 F11.2)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa (Benzodiazepine): schädli-

cher Gebrauch (ICD-10 F13.1)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain: schädlicher Gebrauch (ICD-

10 F14.1)

Der Versicherte habe sich bei Eintritt kooperativ, auskunftsbereit sowie 
durch formale (perseverierend, verlangsamt) und inhaltliche (Beeinträchti-
gungswahn) Denkstörungen und negativ gefärbte akustische Halluzinatio-
nen beeinträchtigt gezeigt. Er habe regelmässigen Kokainkonsum angege-
ben. Es sei von einer psychotischen Dekompensation bei bekannter para-
noider Schizophrenie (ICD-10 F20.0) ausgegangen worden. Neben der 
Motivation zur Drogenabstinenz sei dem Versicherten eine Umstellung der 
antipsychotischen Medikation angeboten worden, welche er jedoch abge-
lehnt habe. Er sei zweimal in verlangsamtem Zustand auf die Station 
zurückgekehrt und habe die Urinproben zur Überprüfung von Drogenkon-
sum verweigert. Seine Ehefrau habe telefonisch berichtet, dass er an den 
beschriebenen Tagen Substanzen konsumiert habe. Am 15. April 2021 
habe der Versicherte die tagesgleiche Entlassung gewünscht. Es sei die 
dringliche oberärztliche Empfehlung erfolgt, die stationäre antipsychotische 
Behandlung fortzusetzen. Bei fehlenden Hinweisen auf akute Selbst- oder 
Fremdgefährdung sei der Versicherte in die bestehenden Verhältnisse in 
Begleitung seiner Ehefrau gegen ärztlichen Rat entlassen worden (S. 3).

3.1.8 Vom 10. Mai bis zum 17. Mai 2021 befand sich der Versicherte in 
stationärer Behandlung bei den psychiatrischen Diensten F.________. In 

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deren Austrittsbericht vom 29. Juni 2021 (act. I 7 S. 1) wurden folgende 
Diagnosen gestellt:

- Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom 

(ICD-10 F11.2)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa (Benzodiazepine): schädli-

cher Gebrauch (ICD-10 F13.1)
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain: schädlicher Gebrauch (ICD-

10 F14.1)

Bei Eintritt habe der Versicherte sich formalgedanklich vorbeiredend und 
weitschweifig präsentiert bei inhaltlichen Denkstörungen in Form von Be-
einträchtigungserleben, Verfolgungswahn sowie Ich-Störungen (Gedan-
kenentzug). Er habe keine Hinweise für Selbst- oder Fremdgefährdung 
gezeigt und sich klar und glaubhaft von Suizidalität distanziert. Am 14. Mai 
2021 sei der Personenalarm ausgelöst worden. Zuvor sei beim Versicher-
ten das Bei-Sich-Tragen von illegalen Substanzen festgestellt worden, 
woraufhin er sich in akutem Erregungszustand gezeigt habe. Bei der ver-
suchten Entwendung sei es dazu gekommen, dass der Versicherte ein 
"Päckchen" Heroin in unklarer Menge verschluckt habe. Aufgrund des Er-
eignisses sei es zur Isolation des Versicherten gekommen, bei akuter 
Selbst- und Fremdgefährdung sei ein ärztlicher Rückbehalt ausgestellt 
worden. Dabei habe der Versicherte angegeben, dass er im Ausgang Ko-
kain und Midazolam (Dormicum) konsumiert habe. Der Inhalt des Päck-
chens sei nur 0.2 g gewesen, wobei sich seine Angaben teilweise auch 
unterschieden. Es sei das Konsil des Toxzentrums erfolgt, welches eine 
Überwachung des Versicherten über 24 bis 48 Stunden empfohlen habe. 
Im Verlauf des Abends vom 14. Mai 2021 habe sich der Versicherte zu-
nehmend somnolent gezeigt, weshalb eine Verlegung auf den Notfall des 
Spitals H.________ erfolgt sei. Der Versicherte sei noch in der gleichen 
Nacht in die Klinik zurückverlegt worden und habe sich im Verlauf zuneh-
mend opioidentzügig mit Schwitzen und innerer Unruhe gezeigt. Bis zum 
17. Mai 2021 habe sich der Versicherte somatisch stabil gezeigt. Er habe 
mehrmals Stuhlgang gehabt, jedoch habe er sogleich die Spülung betätigt, 
sodass der Heroinbrief nicht habe geborgen werden können. Am 17. Mai 
2021 sei der Austritt aus den psychiatrischen Diensten F.________ erfolgt 
bei fehlendem Anhalt für akute Selbst- oder Fremdgefährdung. Zur Fortset-

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zung der Substitutionsbehandlung sei die Suchthilfe über den Austritt in-
formiert worden (S. 3).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). Eine von ande-
ren mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung 
vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört 
vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenma-
terial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 14

Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Ver-
waltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweis-
würdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich im Wesentlichen auf das bi-
disziplinäre Gutachten der MEDAS vom 30. Juni 2020 (act. II 52.1) inklusi-
ve psychiatrisches und neuropsychologisches Teilgutachten (act. II 52.2 
und 52.4). 

3.3.1 Die Gutachterin erläuterte im neuropsychologischen Teilgutachten 
vom 30. Juni 2020 (act. II 52.4), der Beschwerdeführer habe oftmals an der 
Frage vorbeigeredet. Im Instruktionsverständnis habe er sich vermindert 
gezeigt und habe mehrfache Erklärungen benötigt. Das Arbeitstempo sei 
überwiegend stark verlangsamt gewesen, sowohl bei Papier- und Bleistift-
aufgaben als auch bei Reaktionsaufgaben am PC (S. 3). In der Mehrheit 
der durchgeführten Testverfahren habe er schwere Minderleistungen er-
bracht, d.h. die Leistungen befänden sich mehrere Standardabweichungen 
unterhalb des Mittelwertes der Altersgruppe (S. 4). In den erhobenen Pa-
rametern der Performanzvalidierung lägen durchgehend sehr auffällige 
Ergebnisse auf Zufallsniveau vor. Die Leistungen des Beschwerdeführers 
seien somit weit unter dem Bereich verschiedener klinischer Populationen 
mit guter Anstrengungsbereitschaft und auch unter dem Leistungsbereich 
von Demenzpatienten im fortgeschrittenen Stadium ausgefallen. Auch das 
übrige Testleistungsprofil sei in sich nicht konsistent. Während der Be-
schwerdeführer bei einfachsten Aufgaben extrem verlangsamt und fehler-
haft arbeite, könne er in einer komplexen Aufgabe eigenständig einen gu-
ten Gesamtüberblick entwickeln und strukturiert vorgehen mit nur leichter 
Tempoverlangsamung. Das in der Testung erbrachte kognitive Leistungs-
niveau weise deutliche Diskrepanzen zum Funktionsniveau des Beschwer-
deführers im Alltag auf. Würden die hier erzielten Resultate das tatsächli-
che kognitive Fähigkeitsniveau valid abbilden, wäre eine eigenständige 
Lebensführung nicht möglich. Mit den in den Akten angegebenen Diagno-
sen seien die aktuell erhobenen, zum Teil schweren Minderleistungen nicht 
zu vereinbaren. In der Gesamtbeurteilung unter Einbezug der Ergebnisse 
der durchgeführten Beschwerdenvalidierungsverfahren, des Testprofils und 
der Verhaltensbeobachtung sei die Mitwirkung des Beschwerdeführers in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 15

der Untersuchung als unzureichend einzuschätzen. Die Angabe gehäufter 
ungewöhnlicher und bizarrer Symptome im Fragebogenverfahren weise auf 
eine Aggravation oder Simulation psychiatrischer Symptome hin (S. 5). 
Damit legte die neuropsychologische Gutachterin nachvollziehbar und ein-
leuchtend dar, dass anlässlich der unzureichenden Mitwirkungsbereitschaft 
kein valides Testprofil erhalten werden konnte und die Ergebnisse auf eine 
bewusste Aggravation oder Simulation kognitiver Beeinträchtigungen hin-
gewiesen haben.

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 30. Juni 2020 (act. II 52.2) hielt der 
Gutachter fest, beim Beschwerdeführer habe sich psychopathologisch ak-
tuell kein Anhalt für eine ausgeprägte depressive Symptomatik gefunden, 
er konnte auch situationsadäquat im Gesprächsverlauf mehrfach lachen 
und habe sich auch affektiv auslenkbar gezeigt, wenngleich eine gewisse 
Verflachung ebenfalls imponiert habe. Die Schilderung der psychotischen 
Symptome habe aus gutachterlicher Sicht als auffällig "locker" vom Be-
schwerdeführer geschildert und ohne auffälligen Leidensdruck oder durch 
eine psychomotorische bzw. affektive Begleitsymptomatik geprägt impo-
niert. Der Beschwerdeführer gebe zudem an, dass er "wisse", dass es sich 
bei den Stimmen nicht um akustische Halluzinationen handle und er diesen 
somit nicht glaube. Zudem gebe er an, sich den Stimmen bisher immer 
problemlos widersetzt zu haben. Aus gutachterlicher Sicht seien anhand 
dieser Aspekte Kriterien für eine wahnhafte Symptomatik überwiegend 
wahrscheinlich nicht erfüllt, da es sich bei wahnhaften Symptomen um de-
finitionsgemäss unkorrigierbare Überzeugungen handle, dies aber beim 
Beschwerdeführer nicht gegeben sei (S. 9 Ziff. 6.1). Der Beschwerdeführer 
zeige sich psychomotorisch, inklusive Antrieb, unauffällig während der ge-
samten psychiatrischen Exploration, obwohl er angebe, dass er belastet, 
gestresst sei bzw. unter Stimmenhören leide (S. 10 f. Ziff. 7.3). Somit zeige 
sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine auffällige Diskrepanz zwi-
schen den subjektiven Beschwerdeschilderungen und dem Verhalten des 
Beschwerdeführers in der Untersuchungssituation. Er schildere zum Teil 
seine Probleme und Symptome sehr vage bzw. verdeutlicht. Damit stehe 
die subjektiv geschilderte Intensität der Beschwerden mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit in einem Missverhältnis zur Vagheit der Schilderung 
einzelner Symptome. Der Beschwerdeführer imponiere in der Schilderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 16

des Verlaufs und der Lebensgeschichte sehr knapp und kurz sowie ausge-
prägt vage und vorbeiantwortend, wobei sich auch auf Nachfrage gewisse 
Details dann doch präzisieren lassen würden, sodass aus gutachterlicher 
Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Angaben zum Krankheits-
verlauf wenig oder gar nicht präzisierbar seien. Das Ausmass der geschil-
derten Beschwerden stehe überwiegend wahrscheinlich nicht in Überein-
stimmung mit einer entsprechenden Inanspruchnahme therapeutischer 
Hilfe, da es sich bei der berichtlich teils postulierten Schizophrenie um eine 
sehr schwere Erkrankung handle, die mit häufigen stationären Behandlun-
gen, teils auch gegen den Willen per fürsorgerischer Unterbringung einher-
ginge. In den Akten würden sich einzig eine stationäre neben sonst ambu-
lant ausgeführten psychiatrischen Behandlungen zeigen. Der Beschwerde-
führer imponiere sozial gemäss seinen Angaben nur zum Teil beeinträch-
tigt, berichte er doch von einer Verlobten, mit der er sich regelmässig treffe 
und sich keine Limitationen ergeben würden wie in anderen Situationen 
geschildert. So gebe er an, sich mit ihr regelmässig zum Spazierengehen 
zu treffen oder mit ihr ins Café zu gehen, während er äussere, dies sonst 
nicht zu können. Daher erweise sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
ungeachtet der Angabe schwerer subjektiver Beeinträchtigungen das psy-
chosoziale Funktionsniveau des Betroffenen bei der Alltagsbewältigung als 
weitgehend intakt. Weiter habe der Beschwerdeführer klar Fragen mit lan-
ger Verzögerung beantwortet und häufig das Thema gewechselt (S. 11 Ziff. 
7.3). Die Gutachter erläutern damit ausführlich und schlüssig, anhand wel-
cher durch den Beschwerdeführer erfüllten Kriterien auf eine nicht-
authentische Beschwerdeschilderung zu schliessen ist. 

Ausserdem sind die Ausführungen zur Suchtproblematik, gemäss welchen 
die Suchterkrankung im Begutachtungszeitpunkt als remittiert bei sistiertem 
Konsum und Substitution galt und sich keine körperlichen, psychischen 
oder geistigen Gesundheitsschäden als Folge ableiten liessen (act. II 52.1 
S. 8 Ziff. 4.11), nachvollziehbar und überzeugen. Aufgrund des Berichts 
von Dr. med. E.________ vom 14. September 2020 (act. I 2) ist davon 
auszugehen, dass die Sucherkrankung bei Erlass der angefochtenen Ver-
fügung nach wie vor remittiert war.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 17

Insgesamt beruht das bidisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 30. Ju-
ni 2020 (act. II 52.1) inklusive psychiatrisches und neuropsychologisches 
Teilgutachten (act. II 52.2 und 52.4) auf klinischen Explorationsgesprächen 
und ist in Kenntnis der Vorakten getroffen worden. Die Ausführungen der 
Gutachter zu den medizinischen Zusammenhängen sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvoll-
ziehbar begründet. Die Gutachten erfüllen die rechtsprechungsgemässen 
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb darauf abzustellen ist. Die danach erstellten 
medizinischen Berichte vermögen – wie nachfolgend dargelegt – den Be-
weiswert des Gutachtens nicht zu schmälern.

Der Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 19. August 2020 (act. I 5) 
vermag das Gutachten nicht zu entkräften, insbesondere da darin ein im 
Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung im Wesentlichen unveränderter 
Gesundheitszustand geschildert und auf das Gutachten nicht Bezug ge-
nommen wird. An den Schlussfolgerungen des bidisziplinären Gutachtens 
vom 30. Juni 2020 (act. II 52.1) vermag auch der Bericht des behandelnden 
Psychiaters Dr. med. E.________ vom 14. September 2020 (act. I 2) nichts 
zu ändern. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, 
ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (SVR 2019 
UV Nr. 31 S. 117 E. 3, 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5). Vielmehr ist hier der 
Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Spezialärztin-
nen und -ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 
135 V 465 E. 4.5 S. 470; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3).

3.3.2 Was die Austrittsberichte der psychiatrischen Dienste F.________ 
vom 25. Februar 2021 (act. IIA 2), 11. Mai 2021 (act. IIA 4) und 29. Juni 
2021 (act. I 7) angeht, betreffen die darin geschilderten Gegebenheiten den 
Sachverhalt nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung vom 13. No-
vember 2020 (act. II 61) und haben vorliegend unberücksichtigt zu bleiben, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 18

da sich der zeitliche Überprüfungshorizont des angerufenen Gerichts 
grundsätzlich nur bis zu der angefochtenen Verfügung erstreckt (vgl. BGE 
130 V 138 E. 2.1 S. 140, SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Allfällige Verän-
derungen des Gesundheitszustandes seit der angefochtenen Verfügung, 
wozu auch eine Entwicklung der Sinnestäuschung hin zu einem krankhaf-
ten Geschehen zählen kann, wären im Rahmen eines Neuanmeldungsver-
fahrens zu prüfen.

3.3.3 Aufgrund des Dargelegten ist mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit erstellt, dass im Zeitpunkt der Verfügung eine Ag-
gravation vorlag. Die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens 
bzw. einer Symptomausweitung sind dabei klar und bei weitem überschrit-
ten worden, ohne dass die Aggravation auf eine verselbstständigte, krank-
heitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre. Auch ansonsten 
liegt aus psychiatrischer Sicht keine versicherte Gesundheitsschädigung 
vor (vgl. E. 2.1 hiervor). Bei dieser Ausgangslage erübrigt sich eine indika-
torengeleitete Überprüfung des psychischen Leidens (vgl. E. 2.2.1 f. hier-
vor). 

3.4 In den Akten liegen überdies auch keine Hinweise für das Vorliegen 
eines somatischen Gesundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit vor. 

3.5 Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass bis zum Erlass der Ver-
fügung vom 13. November 2020 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorlag, weshalb die Beschwer-
de abzuweisen ist. 

4.

4.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 
Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 19

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten und 
angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit ausgewiesen (act. IA 1 ff.). Auch 
kann der Prozess nicht von vornherein als aussichtslos bezeichnet werden. 
Demnach ist dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer die un-
entgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten zu gewähren.

4.2 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfah-
renskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, grundsätzlich zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 
wird er - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (ZPO; SR 272) - jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4.3 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2021, IV/20/900, Seite 20

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.