# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef9377d7-be10-5264-a379-1df48ae0fcf4
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 21.08.2023 SST.2022.263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2022-263_2023-08-21.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

 

SST.2022.263 

(ST.2022.42; StA.2022.27) 

 

 

Urteil vom 21. August 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Fedier 

Ersatzrichterin Müller 

Gerichtsschreiberin Yalin 

 

 
   

Anklägerin   Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, 

Frey-Herosé-Strasse 20, 5001 Aarau 

 

 
    

Beschuldigter   A._____,  

geboren am tt.mm.1986, von Kongo, 

mit unbekanntem Aufenthalt 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Andreas Ehrsam,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Versuchte qualifizierte Brandstiftung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Oberstaatsanwaltschaft erhob am 28. Februar 2022 Anklage gegen 

den Beschuldigten wegen versuchter qualifizierter Brandstiftung gemäss 

Art. 221 Abs. 1 und 2 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB. 

 

1.2. 

Am 13. Mai 2022 erhob die Oberstaatsanwaltschaft Zusatzanklage wegen 

versuchter Nötigung gemäss Art. 181 StGB i.V.m. Art. 22 Ab. 1 StGB, 

eventualiter wegen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB.  

 

2. 

Mit Urteil vom 11. August 2022 erkannte das Bezirksgericht Zofingen: 

 

1. 
Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf: 
- der versuchten Nötigung gemäss Art. 181 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB; 
- der vollendeten Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 i.V.m. Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB. 
 
2. 
Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten qualifizierten Brandstiftung gemäss Art. 221 
Abs. 1 und Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB. 
 
3. 
Der Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziffer 2 erwähnten Bestimmungen und gestützt 
auf Art. 40 und Art. 47 StGB zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. 
 
4. 
Die Untersuchungshaft von 10 Tagen (vorläufige Festnahmen vom 4. Februar 2021 – 
5. Februar 2021 und vom 1. März 2021 – 5. März 2021 sowie 3 Tage für die Dauer der 
angeordneten Ersatzmassnahmen vom 5. März 2021 – 1. Juni 2021) wird gestützt auf 
Art. T51 StGB auf die Freiheitsstrafe angerechnet. 
 
5. 
Der Beschuldigte wird gestützt auf Art. 66a Abs. 1 lit. i StGB für 5 Jahre des Landes 
verwiesen. Die Landesverweisung wird im Schengener Informationssystem SIS 
eingetragen. 
 
6. 
6.1 
Die Anklagegebühr wird auf Fr. 2'185.00 (inklusive allgemeiner Polizeikosten von 
Fr. 314.00) festgesetzt und dem Beschuldigten auferlegt. 
 
Die weiteren Verfahrenskosten bestehen aus: 

a) der Gerichtsgebühr von Fr. 3'500.00 

b) den Kosten für die amtliche Verteidigung von Fr.  10'603.80 

c) den Kosten für die unentgeltl. Verbeiständung von Fr.  1'130.55 

d) den Kosten der Mitwirkung anderer Behörden von Fr.  2'400.00 

e) den Kosten für Übersetzungen von Fr.  657.60 

f) den Spesen von Fr.  168.00 

 - 3 - 

 

 

 

g) andere Auslagen Fr.  112.55 

Total Fr.  18'572.50 

 

Dem Beschuldigten werden die Gerichtsgebühr sowie die Kosten gemäss lit. d, f und g im 
Gesamtbetrag von Fr. 6'180.55 auferlegt. 
 
6.2 
Die Kosten für die amtliche Verteidigung gemäss lit. b in der Höhe von Fr. 10'603.80 (inkl. 
Fr. 758.10 MwSt.; Stundenansatz von Fr. 200.00 gemäss § 9 Abs. 3bis Anwaltstarif) werden 
einstweilen von der Gerichtskasse bezahlt. Der Beschuldigte ist verpflichtet, dem Kanton 
Aargau die Kosten für die amtliche Verteidigung zurückzuzahlen, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).  
 
6.3 
Die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung von B. durch Rechtsanwältin Larissa Willi 
gemäss lit. c in der Höhe von Fr. 1'130.55 (inkl. Fr. 80.85 MwSt.) gehen gestützt auf Art. 
30 Abs. 3 OHG definitiv zu Lasten der Staatskasse. 
 
7. 
Die Genugtuungsforderung des Beschuldigten wird abgewiesen.  
 
8. 
Der Beschuldigte trägt seine Kosten selber. 
 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 19. Oktober 2022 beantragte der 

Beschuldigte, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Damit 

einhergehend sei von einer Landesverweisung abzusehen und ihm eine 

Genugtuung von Fr. 2'000.00 für die unrechtmässig ausgestandene 

Untersuchungshaft auszurichten. 

 

3.2. 

Die Berufungsverhandlung fand am 21. August 2023 statt. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Einleitend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte unentschuldigt nicht zur 

Berufungsverhandlung erschienen ist. Dem Obergericht ist – trotz 

mehrfacher Nachfrage sowohl bei seinem amtlichen Verteidiger als auch 

der getrenntlebenden Ehefrau des Beschuldigten sowie Nachforschungen 

bei mehreren Gemeinden – der aktuelle Aufenthaltsort des Beschuldigten 

nicht bekannt. Er soll sich im Raume Luzern aufhalten, ist jedoch nirgends 

gemeldet oder erreichbar. Auch ist nicht bekannt, ob und wo er arbeitet. 

Mangels Bekanntgabe seines Aufenthaltsortes konnte ihm die Vorladung 

nicht persönlich zugestellt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass 

sie ihm von seiner getrenntlebenden Ehefrau, welche die an ihre Adresse 

zugestellte Post für ihn aufbewahrt und ihn auch unregelmässig trifft, 

 - 4 - 

 

 

 

ausgehändigt worden ist und er Kenntnis der Berufungsverhandlung hatte. 

Telefonisch konnte der Beschuldigte nicht erreicht werden, da die von 

seiner Ehefrau und seinem amtlichen Verteidiger genannte Mobiltelefon-

nummer nicht mehr in Betrieb ist. Eine Besprechung mit dem amtlichen 

Verteidiger war sodann nicht mehr möglich. Der Beschuldigte habe sich 

zwar auf der Anwaltskanzlei eingefunden, jedoch ein Tag vor dem mit ihm 

abgesprochenen Termin. Am eigentlichen Termin sei er dann nicht mehr 

erschienen (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 2). 

 

Unter diesen Umständen erscheint es zweifelhaft, ob auf seine Berufung 

eingetreten werden kann oder ob diese als zurückgezogen gilt. Gemäss 

BGE 148 IV 362 E. 1 verhält sich eine beschuldigte, berufungsführende 

Person treuwidrig, wenn sie die Bekanntgabe ihres Aufenthaltsortes 

verweigert, sodass ihr die Vorladung nicht zugestellt werden kann und sie 

nicht zur Verhandlung erscheint. In einem solchen Fall greift die 

Rückzugsfiktion nach Art. 407 Abs. 1 lit. c StPO. Wie es sich damit 

vorliegend verhält, muss jedoch nicht abschliessend entschieden werden, 

da, wie zu zeigen sein wird, sich seine Berufung in der Sache ohnehin als 

unbegründet erweist und damit abzuweisen ist. 

 

2. 

Der Beschuldigte ficht mit Berufung den vorinstanzlichen Schuldspruch 

wegen versuchter qualifizierter Brandstiftung und damit einhergehend die 

Strafzumessung, die Landesverweisung sowie die Kosten- und Entschä-

digungsfolgen an. Nicht angefochten worden sind die vorinstanzlichen 

Freisprüche hinsichtlich der versuchten Nötigung und der vollendeten 

Drohung sowie die Höhe der dem amtlichen Verteidiger für das 

erstinstanzliche Verfahren zugesprochenen Entschädigung. Eine Über-

prüfung dieser Punkte findet somit nicht statt (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

3. 

3.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten gestützt auf die Anklageschrift vom 

28. Februar 2022 der versuchten qualifizierten Brandstiftung gemäss 

Art. 221 Abs. 1 und Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig 

gesprochen.  

 

Der Beschuldigte beantragt einen Freispruch. Zur Begründung führt er im 

Wesentlichen aus, es bestünden keine genügenden Indizien, welche auf 

seine Täterschaft hinweisen würden (Protokoll der Berufungsverhandlung 

S. 17 ff.).  

 

3.2. 

Die Anklageschrift vom 28. Februar 2022 wirft dem Beschuldigten 

zusammengefasst vor, sich der versuchten qualifizierten Brandstiftung 

strafbar gemacht zu haben, indem er am 31. Januar 2021 zwischen 02:00 

 - 5 - 

 

 

 

Uhr und 02:20 Uhr vorsätzlich ein Holzdepot vor dem Haus bzw. unter dem 

Holzbalkon seiner an der X-Gasse in Q. getrenntlebenden Ehefrau B. in 

Brand gesetzt haben soll. Ein Holzstapel und die Holzfassade hätten 

bereits Feuer gefangen, als ein Nachbar den Rauchgeruch sowie ein 

Knistern wahrgenommen habe, sich zur Liegenschaft X-Gasse begeben 

und den Brand entdeckt habe. Er habe das Feuer mit Hilfe von weiteren 

Personen mit Wasser vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen können, 

wodurch ein Grossbrand und eine konkrete und unmittelbare Lebensgefahr 

für die oberhalb des Feuers anwesenden Bewohnerinnen nur dank 

glücklichen Umständen habe verhindert werden können. Der Beschuldigte 

habe sich seit der Trennung im August 2020 immer wieder im Streit mit 

seiner Ehefrau befunden. Er habe ihr gegenüber geäussert, er werde ihr 

Haus anzünden, wenn er den gemeinsamen Sohn nicht sehen könne und 

habe der Ehefrau seither verschiedentlich gedroht. 

 

3.3. 

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 

Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen 

unüberwindbare Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-

setzungen der angeklagten Tat, d.h. solche, die sich nach einer objektiven 

Sachlage aufdrängen, so geht das Gericht von der für den Beschuldigten 

günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss abstrakte und 

theoretische Zweifel sind nicht massgebend, weil solche immer möglich 

sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Der Grundsatz 

«in dubio pro reo» ist erst anwendbar, nachdem alle aus Sicht des 

urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet 

worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzem relevante 

Zweifel bestehen, wobei nur das Übergehen offensichtlich erheblicher 

Zweifel eine Verletzung des Grundsatzes «in dubio pro reo» zu begründen 

vermag (BGE 148 IV 409 E. 2.2; BGE 144 IV 345 E. 2.2.3). 

 

3.4. 

Mit der Vorinstanz erachtet es das Obergericht als erstellt, dass der 

Beschuldigte am 31. Januar 2021 zwischen 02:00 und 02:20 Uhr ein 

Holzdepot vor dem Haus bzw. unter dem Holzbalkon seiner 

getrenntlebenden Ehefrau B. in Brand gesetzt hat: 

 

3.4.1.  

Der zuständige Brandermittler der Kantonspolizei Aargau hielt in seinem 

Fachbericht vom 5. Februar 2021 (Untersuchungsakten [UA] act. 126 ff.) 

schlüssig und nachvollziehbar fest, dass unter Anwendung des 

Eliminationsverfahrens und aufgrund des Umstandes, dass keine 

Installationen oder Substanzen hätten vorgefunden werden können, die 

den Brand hätten initiieren können, von einer Vorsatzhandlung 

auszugehen sei. Das Holzdepot, in dem die Brandherdzone auf der 

Innenseite der Bretterwand beim Hauseingang habe ausgemacht werden 

 - 6 - 

 

 

 

können, sei öffentlich zugänglich. Die dort gelagerten Materialien wie 

Brennholz oder Tannzapfen seien mit einem Feuerzeug oder einem 

Streichholz leicht in Brand zu setzen. Auch die Tatzeit spreche für eine 

Vorsatzhandlung. 

 

Mit der Vorinstanz ist auf die Expertise des Brandermittlers abzustellen. 

Beim zuständigen Brandermittler handelt es sich um eine ausgewiesene 

Fachperson im Bereich der Brandermittlung, die sich ausschliesslich auf 

die Spurenerhebung konzentrierte und gemäss den Akten keine weiteren 

Ermittlungen vornahm. Die Darlegungen und Schlussfolgerungen im 

Brandermittlungsbericht sind schlüssig und nachvollziehbar, weshalb 

darauf abzustellen und somit von einer vorsätzlich verübten Brandlegung 

auszugehen ist. 

 

3.4.2.  

Gemäss dem Fachbericht des Brandermittlers vom 5. Februar 2021 konnte 

im Holzdepot vor dem Haus in einer Papiertasche ein angesengtes 

Holzstück sichergestellt werden (UA act. 128 und 200). Der Brandermittler 

führte anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung aus, dass das Holzstück 

auf beiden Seiten angesengt gewesen und in einer mit Tannzapfen 

gefüllten Papiertasche gelegen habe. Ob das besagte Holzstück in 

erloschenem Zustand in die Papiertasche gelegt worden sei, wann es 

angezündet worden sei und ob es in der Tatnacht als zum Entfachen des 

Brandes verwendet worden sei, vermochte der Brandermittler nicht zu 

sagen (vorinstanzliches Protokoll S. 4 ff., act. 55 ff.). 

 

Das besagte Holzstück weist DNA-Spuren des Beschuldigten auf (UA 

act. 139). Bei seiner im Rahmen der Strafuntersuchung und im 

gerichtlichen Verfahren gemachten Aussage, dass er mit Tannzapfen 

sowie mit eben genau diesem Holzstück zusammen mit seinem Sohn 

gespielt habe, als er eine Woche lang (vor der Tatzeit) im Holzdepot – 

jeweils auf seiner Jacke am Boden liegend – geschlafen habe bzw. er sei 

an jenem Tag mit seinem Sohn dort gewesen und habe den ganzen Tag 

dort verbracht, weshalb es normal sei, dass er dort Holz berührt habe (UA 

act. 155 f.; vorinstanzliches Protokoll S. 24 f, act. 75 f.), handelt es sich um 

eine offensichtliche Schutzbehauptung. Insbesondere erscheint es 

geradezu abwegig, dass er mit seinem Kind in einem Holzunterstand mit 

einem brennenden Holzstück gespielt haben soll, nachdem ihm die Risiken 

eines solchen Verhaltens nach eigenen Angaben bewusst gewesen sind 

(UA act. 157). Hätte des Weiteren jemand anders als der Beschuldigte das 

Holzstück angezündet, hätte eine weitere DNA – nebst derjenigen des 

Beschuldigten – festgestellt werden können. Dem war aber nicht so. Hinzu 

kommt, dass die Ehefrau aussagte, dass ihr nie angebrannte oder 

verkohlte Holzstücke aufgefallen wären und sie den Beschuldigten darüber 

hinaus auch nie mit seinem Sohn im Holzdepot habe spielen sehen 

(Protokoll der Berufungsverhandlung S. 6 und 9). Für das Obergericht liegt 

 - 7 - 

 

 

 

es vorliegend vollständig ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungs-

weise, dass die DNA des Beschuldigten auf das auf beiden Seiten 

angesengte Holzstück in anderem Zusammenhang als mit der Brand-

legung gelangt sein könnte. Dem Vorbringen des Beschuldigten, es liege 

kein rechtsgenüglicher Beweis für seine Täterschaft vor, kann deshalb nicht 

gefolgt werden. 

 

3.4.3. 

Im Einklang mit dem bereits gestützt auf die DNA-Spur des Beschuldigten 

gewonnenen Beweisergebnisses, steht sodann, dass sein Mobiltelefon 

gemäss der rückwirkenden Erhebung dessen Randdaten – wobei das 

Mobiltelefon bzw. die Rufnummer zwar auf die Ehefrau des Beschuldigten 

eingetragen war, er es aber verwendet hatte (UA act. 99) – in der 

Zeitspanne, in welcher der Brand verursacht wurde, nicht etwa bei einer 

Antenne fernab des Tatorts eingeloggt, sondern – aus welchen Gründen 

auch immer – überhaupt nicht mehr im Netz eingeloggt bzw. ausgeschalten 

war (UA act. 137). Fest steht sodann, dass sich das Mobiltelefon um 03:40 

Uhr, mithin rund eineinhalb Stunden nach dem Brand und mitten in der 

Nacht, bei einer Antenne nur etwa 500 Meter entfernt vom Tatort (Y-

Strasse in Q.) wieder ins Netz einloggte und der Beschuldigte darüber 

hinaus keinen plausiblen Grund nennen konnte, warum er sich zu dieser 

Zeit an diesem Ort aufgehalten hat (siehe dazu unten).  

 

3.4.4. 

Zu würdigen sind alsdann die weiteren Umstände: In tatsächlicher Hinsicht 

ist erstellt, dass sich der Beschuldigte am Nachmittag vor der Brandlegung 

am Wohnort seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau aufgehalten hat und 

es zum Streit gekommen ist. So hat die Zeugin C. in der delegierten 

Einvernahme vom 26. Juli 2021 und vor Vorinstanz konstant und schlüssig 

ausgeführt, dass der Beschuldigte sehr aggressiv und ausser sich gewesen 

sei, weil er seinen Sohn habe sehen wollen. Zudem habe er derart laut 

geschrien und Lärm gemacht, dass sie sich veranlasst gesehen habe, die 

Polizei zu rufen (UA act. 206 f.; vorinstanzliches Protokoll S. 12 ff., 

act. 63 ff.). Die getrenntlebende Ehefrau des Beschuldigten konnte sich im 

Rahmen der Berufungsverhandlung zwar nicht an die Auseinandersetzung 

am Nachmittag vor dem Brand erinnern, bestätigte aber, dass es in der 

Vergangenheit öfters zu Auseinandersetzungen gekommen sei, wobei 

teilweise die Polizei habe hinzugezogen werden müssen (Protokoll der 

Berufungsverhandlung S. 5 und 8). Sie führte weiter aus, dass es bei ihren 

Streitigkeiten hauptsächlich um das Besuchsrecht betreffend den 

gemeinsamen Sohn gegangen sei. Der Beschuldigte gerate schnell in 

Aufruhr, wenn er frustriert oder traurig sei. Er habe ihr in der Vergangenheit 

auch schon gedroht und es habe Situationen gegeben, in denen sie Angst 

vor ihm gehabt habe (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 5). 

 

 - 8 - 

 

 

 

Der Beschuldigte bestreitet, den Brand gelegt zu haben. Seine Aussagen 

hinsichtlich seines Aufenthaltsortes in der Tatnacht sind jedoch auffallend 

inkonsistent. Hätte er sich, wie anlässlich der Berufungsverhandlung 

behauptet (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 17), aufgrund seines 

Alkoholkonsums in besagter Nacht nicht mehr daran erinnern können, 

wann er sich wo aufgehalten hat, hätte er dies genauso jeweils zu Protokoll 

geben können. Dies tat er aber nicht und schmückte stattdessen seine 

Aussagen laufend aus, passte diese im Verlauf des Strafverfahrens an die 

ihm vorgehaltenen Ermittlungsergebnisse an oder brachte ohne 

ersichtlichen Grund eine neue Version ins Spiel. So gab er anlässlich der 

polizeilichen Einvernahme vom 5. Februar 2021 an, nach dem Besuch bei 

seinem Sohn nach R. und dann zur Nachtschicht gegangen zu sein. Er 

habe in der Nacht vom 30. Januar 2021 auf den 31. Januar 2021 gearbeitet 

(UA act. 144), was indes seitens der Arbeitgeberin nicht bestätigt wurde 

(UA act. 151). Erst auf Vorhalt, dass seine Arbeitgeberin dies nicht bestätigt 

hätte, änderte er seine Aussage und meinte anlässlich der Festnahme-

eröffnung vom 1. März 2021, nicht mehr zu wissen, ob er tatsächlich 

gearbeitet habe. Auf Vorhalt seines Antennenstandortes um 03:40 Uhr an 

der Y-Strasse in Q., rund eineinhalb Stunden nach dem Brand, erwog er 

die Möglichkeit, zur Tatzeit spazieren gewesen zu sein oder vielleicht etwas 

gesucht zu haben (UA act. 178 f.), wobei diese Aussage nur schon in 

Anbetracht der Uhr- und Jahreszeit fraglich erscheint. In der Einvernahme 

vom 2. März 2023 war sich der Beschuldigte dann sicher, in der Tatnacht 

nicht gearbeitet zu haben, indes meinte er sich an ein weiteres Detail 

erinnern zu können, so nämlich, dass er damals sehr müde und auf 

Wohnungssuche gewesen sei. An der delegierten Einvernahme führte er 

sodann aus, auf Wohnungssuche in der Nähe von S. gewesen zu sein (UA 

act. 150 ff.). Als man ihn fragte, warum die Auswertung der Mobilfunkdaten 

ergeben haben, dass er sich um 01:23 Uhr in T. befunden habe, erklärte er 

das damit (obwohl er zuvor noch ausgesagt hat, die ganze Nacht in S. 

verbracht zu haben), mit dem Zug unterwegs gewesen zu sein, um 

Einkäufe zu tätigen, was in Anbetracht der Uhrzeit merkwürdig anmutet. 

Geradezu abenteuerlich erscheint auch seine Aussage, er habe im Wald 

geschlafen, bevor er am Morgen den ersten Zug in Q. nach R. genommen 

habe. Vor Vorinstanz (vorinstanzliches Protokoll S. 21 ff., act. 72 ff.) 

änderte er sodann seine Geschichte dahingehend, dass er nach dem 

Besuch bei seinem Sohn zuerst in S. und dann auch in U. Wohnungen 

besichtigt hätte, bevor er dann Biere getrunken habe, müde gewesen sei, 

in irgendeinen Zug eingestiegen sei, in diesem eingeschlafen und 

schliesslich wieder in S. gelandet sei, wo er dann am Morgen den ersten 

Zug zurück nach U. (und nicht R., wie zuvor behauptet) genommen habe. 

Insgesamt erscheinen seine immer wieder angepassten und auch 

widersprüchlichen Aussagen in Bezug auf die von ihm bestrittene 

Täterschaft als sehr unglaubhaft. Auffällig ist auch, dass er dazu, was er 

am Nachmittag vor dem Vorfall gemacht habe, konsistent ausführen 

konnte, sich wegen seines Sohns an den Wohnort seiner Ehefrau begeben 

 - 9 - 

 

 

 

zu haben. Erst nachher verstrickt er sich in widersprüchliche Aussagen 

hinsichtlich seines Aufenthaltsortes.  

 

3.4.5. 

Bringt man die Aussagen des Beschuldigten mit den ausgewerteten 

Antennenstandorten seines Mobiltelefons in Zusammenhang, erscheint 

folgendes Vorgehen des Beschuldigten in der Nacht vom 30. Januar auf 

den 31. Januar 2021 wahrscheinlich, ohne dass es für die Frage der 

Täterschaft darauf jedoch im Einzelnen ankommen würde: Nach dem Streit 

mit seiner Frau am Nachmittag vom 30. Januar 2021 in Q. hielt sich der 

Beschuldigte noch bis am Abend dort auf (dafür spricht die Aussage des 

Zeugen D., welcher den Beschuldigten zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr 

vor seiner Pizzeria in Q. gesehen haben will, UA act. 214 f.; 

vorinstanzliches Protokoll S. 9., act. 60). Danach ging der Beschuldigte 

nach U.. Später in der Nacht nahm er um 01:00 Uhr den Zug von U. nach 

Q. (siehe Zugverbindungen des Jahres 2021 auf www.sbb.ch). Dies würde 

auch erklären, warum er sich gemäss der rückwirkenden Erhebung der 

Randdaten seines Mobiltelefons um 01:23 Uhr in T. befand; die 

Direktverbindung von U. nach Q. fährt ziemlich genau nach etwa 23 

Minuten Fahrt in T. vorbei, bevor man 20 Minuten später in Q. ankommt. 

Folglich war er ca. um […] Uhr in Q. und begab sich dann zum Wohnort 

seiner Frau, wo er zwischen 02:00 Uhr und 02:20 Uhr den Brand legte. Weil 

es mitten in der Nacht war und der erste Zug erst am Morgen zurück nach 

U. fuhr, verweilte er noch in Q., was auch den Antennenstandort seines 

Mobiltelefons um 03:40 Uhr an der Y-Strasse in Q. erklärt. Danach ist er, 

wie er selber auch ausführt, mit dem ersten Zug nach U. zurückgekehrt. 

 

3.4.6. 

Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass gestützt auf 

den schlüssigen und nachvollziehbaren Fachbericht vom 5. Februar 2021 

von Brandstiftung auszugehen ist. Für das Obergericht ist sodann bei einer 

aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung und freier 

Würdigung der Beweise vor dem örtlichen und zeitlichen Hintergrund der 

Brandlegung nach einem heftigen Streit mit der getrennt von ihm lebenden 

Ehefrau, dem Spurenbild, seiner erstellten Anwesenheit in der Zeit nach 

der Brandlegung und insbesondere der DNA-Spur des Beschuldigten an 

einem angesengten Holzstück zweifelsfrei erstellt, dass es der 

Beschuldigte war, der den Brand gelegt hat. Bei seinen immer wieder 

neuen und auffallend inkonsistenten Aussagen zu der von ihm bestrittenen 

Anwesenheit zum Zeitpunkt der Brandlegung und dazu, wie es zur DNA-

Spur gekommen ist, handelt es sich hingegen um offensichtliche Schutz-

behauptungen. 

 

3.5.  

Nach Art. 221 StGB macht sich strafbar und wird mit einer Freiheitsstrafe 

bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich zum Schaden 

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eines andern oder unter Herbeiführung einer Gemeingefahr eine 

Feuersbrunst verursacht (Abs. 1). Bringt der Täter wissentlich Leib und 

Leben von Menschen in Gefahr, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter 

drei Jahren (Abs. 2). Zur Erfüllung des objektiven Tatbestandes genügt 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht jedes unbedeutende 

Feuer. Vielmehr muss ein Brand in solcher Stärke vorliegen, dass er vom 

Urheber nicht mehr bezwungen werden kann. Der qualifizierte Tatbestand 

nach Abs. 2 setzt als vollendetes Delikt eine konkrete Gefährdung voraus. 

Massgebend ist insoweit nicht, was alles hätte geschehen können, sondern 

einzig, was sich tatsächlich ereignet hat. Wurde dank rascher Hilfeleistung 

niemand konkret gefährdet, kommt, sofern die subjektiven Tatbestands-

merkmale erfüllt sind, eine Verurteilung wegen versuchter qualifizierter 

Brandstiftung in Betracht. Die Versuchsstrafbarkeit setzt voraus, dass der 

Täter im Sinne des direkten Vorsatzes um diese konkrete Gefährdung 

weiss und sie auch will. Wer mit Wissen und Willen einen Zustand schafft, 

aus dem sich eine Gefahr ergibt, die er kennt, der will notwendig auch diese 

Gefahr (Urteil des Bundesgerichts vom 6B_1000/2017 vom 25. Oktober 

2017 E. 2.2; BGE 123 IV 128). 

 

3.6. 

Das vom Beschuldigten in Brand gesetzte Holzdepot an der X-Gasse in Q. 

konnte, nachdem die Holzfassade bereits Feuer gefangen hatte, noch vor 

dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Dadurch konnte vermieden 

werden, dass sich das Feuer entlang der Holzfassade weiter ausbreitete 

und sich auf die angrenzenden Holzbalkone ausweitete. Eine Feuersbrunst 

entstand damit im Sinne der vorgenannten Ausführungen nicht, 

insbesondere wurden auch keine Personen konkret an Leib und Leben 

gefährdet, weshalb der objektive Tatbestand der Brandstiftung gemäss Art. 

221 Abs. 1 und 2 StGB nicht erfüllt ist. Wer aber, wie der Beschuldigte, in 

den frühen Morgenstunden ein Holzdepot unter einem Wohnhaus mit 

Holzfassade in Brand setzt, mithin um eine Zeit, in der Menschen 

grossmehrheitlich am Schlafen sind, es in den Gassen ruhig ist und somit 

mit der Feststellung des Brandes nicht zu rechnen ist, hingegen mit der 

schnellen Ausbreitung des Feuers auf die angrenzenden Balkone aus Holz 

schon, weiss um die Gefahr eines unbeherrschbaren Feuers und will diese. 

Gleiches gilt hinsichtlich der Gefährdung von Leib und Leben der an der X-

Gasse sowie der in den angrenzenden Häuser wohnenden Menschen, 

kannte der Beschuldigte doch aufgrund seiner Besuche die dortige 

Örtlichkeit, namentlich die Holzkonstruktionen und sagte er überdies selbst 

aus, dass wer bei einem Holzunterstand in einer Häuserreihe in der Altstadt 

Q. Brennholz anzünde, in Kauf nehme, dass grosser Sach- und 

Personenschaden entstehen könne (UA act. 157). Damit ist der subjektive 

Tatbestand erfüllt und der Beschuldigte ist mit der Vorinstanz der 

versuchten qualifizierten Brandstiftung gemäss Art. 221 Abs. 2 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

 

 - 11 - 

 

 

 

4.  

4.1. 

Der Beschuldigte hat sich der versuchten qualifizierten Brandstiftung 

gemäss Art. 221 Abs. 1 und 2 StGB i.V.m. Art 22 Abs. 1 StGB schuldig 

gemacht, wofür ihn die Vorinstanz zu einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren 

verurteilt hat. 

 

Der Beschuldigte setzt sich in seiner Berufung nicht mit der 

Strafzumessung hinsichtlich der versuchten qualifizierten Brandstiftung 

auseinander, sondern bemängelt diese einzig als Konsequenz des 

angefochtenen Schuldspruchs (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung 

S. 17 ff.). 

 

4.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 IV 

217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.). Darauf kann 

verwiesen werden. 

 

4.3. 

Methodisch ist zunächst die schuldangemessene Strafe für die vollendete 

qualifizierte Brandstiftung festzulegen und die derart ermittelte 

hypothetische Strafe in der Folge unter Berücksichtigung des fakultativen 

Strafmilderungsgrundes von Art. 22 Abs. 1 StGB zu reduzieren (statt vieler: 

Urteil des Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.1).  

 

Die qualifizierte Brandstiftung gemäss Art. 221 Abs. 2 StGB sieht einen 

Strafrahmen von 3 bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe vor. Ausgangspunkt für 

die Strafzumessung innerhalb dieses Strafrahmens bildet die Verletzung 

oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts (Art. 47 Abs. 2 StGB). Der 

qualifizierte Tatbestand der Brandstiftung schützt Leib und Leben von 

Menschen (BGE 123 IV 128 E. 2b). Der Beschuldigte setzte vor einem 

Haus an der X-Gasse in Q. ein Holzdepot in Brand. Dieses befand sich 

unmittelbar unter einem Wohnhaus mit Holzfassade bzw. Holzbalkonen 

mitten in der Altstadt Q.. Das Wohnhaus steht eingereiht zwischen 

mehreren Gebäuden, die teilweise auch mit Balkonen aus Holz 

ausgestattet sind. Mutmassliche Tatzeit ist gemäss dem Brandermittler ca. 

02:20 Uhr, folglich um eine Zeit, in der gemeinhin geschlafen wird und die 

Wahrscheinlichkeit gering ist, dass vorbeilaufende Menschen das Feuer 

bemerken könnten. Dadurch wäre es im Falle einer Ausbreitung des 

Feuers zu einer erheblichen Gefährdung der geschützten Rechtsgüter 

gekommen. Sein Vorgehen (Brandlegung mitten in der Nacht in einem 

Holzdepot unter einem Holzbalkon, mithin einem Ort und zu einer Zeit, an 

dem sich ein Feuer schnell und unbemerkt ausbreiten kann) war 

planmässig und skrupellos, was über die blosse Erfüllung des Tatbestands 

hinausgeht. Folglich wirkt sich die die Art und Weise der Tatbegehung und 

 - 12 - 

 

 

 

damit einhergehend die Verwerflichkeit seines Handelns 

verschuldenserhöhend aus. 

 

Die eigentlichen Beweggründe des nicht geständigen Beschuldigten sind 

nicht bekannt. Als Tatmotiv hinter diesem Verhalten dürfte am ehesten Wut 

und Frust hinsichtlich der Besuchskontakte zu seinem Sohn sein, die seit 

längerer Zeit – und insbesondere auch kurz vor dem Vorfall – Anlass zu 

Problemen gegeben haben. Es handelt sich dabei um ein äusserst 

verwerfliches Motiv und um eine überaus egoistische Einstellung, zumal er 

mit dem Feuer unter der Wohnung seiner Frau und seines Sohnes nicht 

nur die Gefährdung deren Leib und Leben, sondern auch aller übrigen 

Anwohner der X-Gasse in Kauf nahm. Seine Entscheidungsfreiheit war 

gross und er hätte es in der Hand gehabt, über die vorhandenen legalen 

Mittel den Kontakt zu seinem Sohn, um den es beim Streit zwischen ihm 

und seiner Ehefrau vor dem Vorfall ging und wohl der Auslöser für seine 

Tat war, konstruktiv auszugestalten. Es wäre für ihn somit ein Leichtes 

gewesen, Leib und Leben der Anwohner zu respektieren; umso schwerer 

ist seine Entscheidung dagegen und damit einhergehend das Verschulden 

zu gewichten (BGE 117 IV 112 E. 1; BGE 127 IV 101 E. 2a; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_18/2022 vom 23. Juni 2023 E. 2.4.1). 

 

Insgesamt wäre für die vollendete qualifizierte Brandstiftung unter 

Berücksichtigung des weiten ordentlichen Strafrahmens von 3 bis 20 

Jahren Freiheitsstrafe und den davon erfassten Tathandlungen und 

Tatumständen, von einem nicht mehr leichten bis mittelschweren 

Verschulden und einer dafür angemessenen Freiheitsstrafe von 5 Jahren 

auszugehen. Da es vorliegend bei einem Versuch geblieben ist, ist die 

Strafe angemessen zu reduzieren (Art. 22 Abs. 1 StGB). Dabei hat die 

Strafminderung umso geringer auszufallen, je näher der tatbestand-

smässige Erfolg und je schwerer die tatsächlichen Folgen der Tat waren 

(BGE 121 IV 49 E. 1b). Vorliegend ist es einzig dem Glück zu verdanken, 

dass der im Holzdepot beim Eingang des besagten Hauses gelegte Brand 

rein zufällig entdeckt wurde und dank des sofortigen Einschreitens gelöscht 

werden konnte und mithin nur dank rascher Hilfeleistung niemand konkret 

gefährdet wurde. Insgesamt rechtfertigt es sich, dem Umstand, dass es bei 

einem blossen Versuch geblieben ist, im Umfang von 1 ½ Jahren 

verschuldensmindernd Rechnung zu tragen, sodass für die versuchte 

qualifizierte Brandstiftung auf eine angemessene Strafe von 3 ½ Jahren zu 

erkennen ist. 

 

4.4. 

Die Täterkomponente ist weder straferhöhend noch strafmindernd zu 

berücksichtigen. Die Vorstrafenlosigkeit wirkt sich grundsätzlich neutral aus 

(BGE 136 IV 1 E. 2.6.3). Das Wohlverhalten nach einer Tat stellt gemäss 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine besondere Leistung dar 

und ist ebenfalls neutral zu werten (Urteil des Bundesgerichts 6B_196/2021 

 - 13 - 

 

 

 

vom 25. April 2022 E. 5.4.4). Der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft 

Sursee am 18. Juli 2023 ein neues Strafverfahren wegen Beschimpfung 

eröffnet hat, hat aufgrund der Unschuldsvermutung unbeachtet zu bleiben 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011 E. 3.3). 

Wer, wie der Beschuldigte, nicht geständig ist, kann hinsichtlich des 

begangenen Unrechts auch nicht einsichtig und reuig sein. Eine 

Strafminderung, wie sie bei einem geständigen, nachhaltig einsichtigen und 

reuigen Täter möglich wäre, kommt unter diesen Umständen nicht in Frage.  

 

Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten, der aktuell über 

keinen dem Gericht bekannten Aufenthaltsort verfügt und soweit ersichtlich 

auch keiner Arbeit nachgeht, ergeben sich keine für die Strafzumessung 

relevante Faktoren. Er lebt, nachdem er vorübergehend wieder bei seiner 

Ehefrau eingezogen war, seit Monaten getrennt von ihr und dem 

gemeinsamen minderjährigen Sohn E., geb. tt. mm. 2018, wobei er 

zuweilen am Wohnort der beiden auftauchen soll. Die für die Annahme 

einer erhöhten Strafempfindlichkeit notwendigen aussergewöhnlichen 

Umstände liegen nicht vor (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen). 

 

4.5. 

Nach dem Gesagten erscheint dem Obergericht eine Strafe von 3 ½ Jahren 

dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

angemessen. 

 

4.6. 

Bei einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren kommt weder ein bedingter noch 

teilbedingter Strafvollzug in Frage (vgl. Art. 42 f. StGB). Die Freiheitsstrafe 

ist zu vollziehen. 

 

4.7.  

4.7.1. 

Die ausgestandene Untersuchungshaft von 7 Tagen (4. Februar 2021 bis 

5. Februar 2021 sowie vom 1. März 2021 bis 5. März 2021) ist auf die 

Freiheitsstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB i.V.m. Art. 110 Abs. 7 StGB). 

 

4.7.2. 

Die Vorinstanz hat die vom Zwangsmassnahmengericht anstelle von Haft 

angeordneten Ersatzmassnahmen im Umfang von 3 Tagen an die 

Freiheitsstrafe angerechnet. 

 

Nach der Rechtsprechung sind Ersatzmassnahmen analog der Unter-

suchungshaft (Art. 51 StGB) auf die Freiheitsstrafe anzurechnen. Bei der 

Bemessung der anrechenbaren Dauer hat das Gericht den Grad der 

Beschränkung der persönlichen Freiheit im Vergleich zum Freiheitsentzug 

 - 14 - 

 

 

 

bei Untersuchungshaft zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 

6B_739/2019 vom 2. September 2019 E. 4.4). 

 

Das Zwangsmassnahmengericht ordnete mit Verfügung vom 4. März 2021 

an, dass der Beschuldigte nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft 

seinen Reisepass hinterlegen, die Schweiz nicht verlassen und sich der 

Staatsanwaltschaft zur Verfügung halten müsse. Des Weiteren erhielt er 

ein Rayonverbot für die Altstadt von Q. und musste sich wöchentlich bei 

der Kantonspolizei melden. Die Ersatzmassnahmen waren bis zum 1. Juni 

2021 befristet. Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die auferlegten 

Ersatzmassnahmen, die bloss für die Dauer von drei Monaten anstelle von 

Haft angeordnet worden sind, keinen erheblichen Eingriff in die persönliche 

Freiheit des Beschuldigten dargestellt haben. Der Beschuldigte, der im 

damaligen Zeitraum in S. wohnte, konnte sich ausserhalb der Altstadt Q. 

frei bewegen, weiterhin seinem Beruf bei seiner damaligen Arbeitgeberin 

in R. nachgehen und auch seinen Sohn treffen, da hierfür andere 

Übergabeorte als der Wohnort der getrenntlebenden Ehefrau in der Altstadt 

Q. zur Verfügung standen. Darüber hinaus wurde in Absprache mit der 

Kantonspolizei Aargau (und damit entgegen der Anordnung des 

Zwangsmassnahmengerichts) der meldepflichtige Tag so gelegt, dass der 

Beschuldigte trotz seiner Meldepflicht seiner Arbeitstätigkeit 

uneingeschränkt nachkommen konnte, indem er sich samstags und nicht 

montags bei der Polizei melden musste. Insgesamt war der Beschuldigte 

im Vergleich zum Freiheitsentzug bei Untersuchungshaft in seiner 

persönlichen Freiheit praktisch nicht berührt. Eine höhere Anrechnung der 

Ersatzmassnahmen als im Umfang von drei Tagen, wie dies von der 

Vorinstanz vorgenommen worden ist, ist ausgeschlossen. 

 

5.  

5.1.  

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten gestützt auf Art. 66a StGB für eine 

Dauer von 5 Jahren und unter Ausschreibung im SIS des Landes 

verwiesen. 

 

Der Beschuldigte beantragt ein Absehen von der Landesverweisung. 

 

5.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Landesverweisung nach 

Art. 66a StGB unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EGMR zu 

Art. 8 EMRK wiederholt dargelegt (BGE 146 IV 311; BGE 146 IV 172; BGE 

146 IV 105; BGE 146 II 1; BGE 145 IV 455; BGE 145 IV 364; BGE 145 IV 

161; BGE 144 IV 332; statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 6B_1193/2021 

vom 7. März 2023 E. 6). Darauf kann verwiesen werden. 

 

 - 15 - 

 

 

 

5.3. 

Der Beschuldigte ist Staatsangehöriger der Demokratischen Republik 

Kongo. Er hat mit der qualifizierten Brandstiftung eine Katalogtat für eine 

obligatorische Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. i StGB 

begangen und ist deshalb grundsätzlich für die Dauer von 5 bis 15 Jahren 

aus der Schweiz zu verweisen. Die obligatorische Landesverweisung ist 

auch bei versuchter Tatbegehung anzuordnen (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). 

 

Von der Anordnung der Landesverweisung kann ausnahmsweise unter 

den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie (1) einen 

schweren persönlichen Härtefäll bewirken würde und (2) die öffentlichen 

Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen 

des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a 

Abs. 2 erster Satz StGB). Art. 66a StGB ist EMRK-konform auszulegen. 

Die Interessenabwägung hat sich daher an der Verhältnismässigkeits-

prüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu orientieren. 

 

5.4. 

5.4.1. 

Der 37-jährige Beschuldigte ist in der Demokratischen Republik Kongo 

geboren, wo er aufwuchs und die Schule besuchte. Mit 16 Jahren ging er 

nach Südafrika und absolvierte dort Ausbildungen in den Bereichen 

Logistik, Literatur und Design. Zudem arbeitete er in Südafrika als 

Schneider (vorinstanzliches Protokoll S. 34, act. 85). Nebst der Mutter, 

welche sich abwechselnd in Südafrika und im Kongo aufhält, hat der 

Beschuldigte auch Geschwister, welche in Südafrika wohnen 

(vorinstanzliches Protokoll S. 36, act. 87; Protokoll der Berufungs-

verhandlung S. 11). In Südafrika lernte der Beschuldigte im Jahr 2016 die 

deutsche Staatsangehörige B. kennen (vorinstanzliches Protokoll S. 31 f., 

act. 82 f.), mit der er seit dem 21. Februar 2020 nach Schweizer Recht 

verheiratet ist (MIKA-Akten act. 82). Bereits zuvor, am tt. mm.2018, ist der 

gemeinsame Sohn E. geboren worden. Zwecks Ehevorbereitung reiste er 

am 14. Juli 2019 ein erstes Mal in die Schweiz ein, nachdem er am 27. Juni 

2019 eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung erhalten hatte (MIKA-

Akten act. 64 ff.). Am 20. März 2020 wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung 

B (Familiennachzug mit Erwerbstätigkeit) ausgestellt (MIKA-Akten 

act. 87 ff.). Am 1. August 2020 hat er sich aufgrund von Konflikten freiwillig 

von seiner Ehefrau getrennt (MIKA-Akten act. 106 und 121). Seither 

wohnte er an verschiedenen Orten, wobei er teilweise auch obdachlos war. 

Wo er sich aktuell aufhält bzw. wo er wohnt, ist nicht bekannt (UA act. 157; 

vorinstanzliches Protokoll S. 19 und 30, act. 70 und 81; MIKA-Akten 

act. 121; Protokoll der Berufungsverhandlung S. 2 ff., 8, 10). Mit Entscheid 

vom 6. Mai 2021 wurde aufgrund familiärer Konflikte eine Beistandschaft 

nach Art. 308 ZGB für den gemeinsamen Sohn E. errichtet, um die 

Besuchsmodalitäten sowie die Kommunikation zwischen den Eltern durch 

eine Fachperson zu unterstützen (MIKA-Akten act. 140 ff.). Nach den 

 - 16 - 

 

 

 

Angaben der Ehefrau des Beschuldigten anlässlich der 

Berufungsverhandlung sieht der Beschuldigte seinen Sohn in 

unregelmässigen Abständen. Die gerichtlich festgelegte Regelung des 

Besuchsrechts, wonach der Beschuldigte seinen Sohn jedes zweite 

Wochenende zu sich nimmt, wird nicht gelebt (MIKA-Akten act. 141; 

Protokoll der Berufungsverhandlung S. 5). Die Ehefrau des Beschuldigten 

gab zwar anlässlich der Berufungsverhandlung an, der Beschuldigte habe 

von Februar 2023 bis drei Wochen vor der Berufungsverhandlung bei ihr 

und dem gemeinsamen Sohn gewohnt. Wo er sich seither aufhält und was 

bzw. ob er arbeitet, konnte sie hingegen nicht beantworten. Im Übrigen 

wusste die Ehefrau auch nicht, wie der Beschuldigte – nachdem seine 

Rufnummer nicht mehr in Betrieb ist – erreicht werden kann. Er habe sie 

aber am Donnerstag vor der Berufungsverhandlung noch besucht. Dabei 

habe er bei ihr zu Hause mit dem Sohn gespielt und sie hätten gemeinsam 

etwas gegessen (Protokoll der Berufungsverhandlung S. 2 ff. und 11). Es 

ist unter diesen Umständen – nebst dem sporadischen Kontakt zu seiner 

Ehefrau und dem Sohn – von einem nur sehr schwach ausgeprägten 

Beziehungsnetzt des Beschuldigten auszugehen. Er war zwar kurzzeitig 

Mitglied einer Fussballmannschaft in Q. und ging nach eigenen Angaben 

mit einem Kollegen öfters in S. in die Kirche um zu beten (UA act. 15; 

vorinstanzliches Protokoll S. 39, act. 90; Protokoll der 

Berufungsverhandlung S. 16), ein darüberhinausgehender Freundes- oder 

Bekanntenkreis des Beschuldigten ist indes nicht ersichtlich. Der 

Beschuldigte spricht Französisch, Englisch und diverse afrikanische 

Sprachen und ein wenig Deutsch (vorinstanzliches Protokoll S. 39, act. 90; 

Protokoll der Berufungsverhandlung S. 4). Er besuchte in der Vergangen-

heit zwei Deutschkurse, wobei er einen davon vor seiner Einreise in die 

Schweiz in Johannesburg absolvierte (MIKA-Akten act. 151 und 159). Der 

Beschuldigte arbeitete (vorwiegend bei der J.AG.; MIKA-Akten act. 144 ff.; 

UA act. 11) als Temporärmitarbeiter (UA act. 11). Eine Festanstellung hatte 

er seit seiner Einreise in die Schweiz keine. Ob bzw. wo er aktuell arbeitet, 

wusste weder sein amtlicher Verteidiger noch seine Ehefrau (Protokoll der 

Berufungsverhandlung S. 3 und 17). Im Jahr 2021 war er im Umfang von 

Fr. 1'117.40 auf Sozialhilfe angewiesen (MIKA Akten act. 163 ff.). Er hat 

zudem Schulden und war zumindest in der Vergangenheit mit einer 

Lohnpfändung belegt (vorinstanzliches Protokoll S. 35, act. 86). Seine 

Integration erweist sich damit in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht als 

unterdurchschnittlich. Weiter weist der Beschuldigte zwar keine Vorstrafen 

auf, jedoch kam es in der Vergangenheit aufgrund von Konflikten mit seiner 

Ehefrau wiederholt zu Polizeieinsätzen (vorinstanzliches Protokoll S. 26, 

act. 77; Protokoll der Berufungsverhandlung S. 8 f.).  

 

Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte im Kongo geboren und hat seine 

prägende Jugend- und Adoleszenzphase sowie den grössten Teil seines 

bisherigen Lebens im Kongo bzw. in Südafrika verbracht. In die Schweiz ist 

er erst vor knapp vier Jahren und somit im Erwachsenenalter migriert, 

 - 17 - 

 

 

 

wobei sich seine Integration als durchschnittlich, in wirtschaftlicher und 

beruflicher Hinsicht sogar als tendenziell unterdurchschnittlich erweist.  

 

5.4.2. 

Die Integrationschancen in seinem Heimatland erweisen sich für den 

Beschuldigten sodann als intakt. Er ist verhältnismässig jung und hat 

insbesondere den grössten Teil seines Lebens im Kongo bzw. in Südafrika 

verbracht, wo er auch Schulen und Ausbildungen absolvierte und als 

Schneider gearbeitet hat (vorinstanzliches Protokoll S. 34, act. 85). Mithin 

gestalten sich seine Chancen auf eine berufliche Reintegration in seinem 

Heimatland besser als in der Schweiz. Ferner verfügt er dort über 

Angehörige und ist bestens mit der dortigen Kultur vertraut, weshalb für den 

Beschuldigten keine grösseren Schwierigkeiten bestehen, in seiner Heimat 

wieder Fuss zu fassen.  

 

Hinsichtlich des Rechts auf Familienleben gemäss Art. 8 EMRK ist dem 

Entscheid des Präsidiums des Familiengerichts Zofingen vom 6. Mai 2021 

(MIKA-Akten S. 140 ff.) zu entnehmen, dass sich der Beschuldigte per 

1. August 2020 von seiner Ehefrau gerichtlich getrennt hat (MIKA-Akten 

act. 106 und 140 ff.) und seither grundsätzlich auch getrennt von seiner 

Ehefrau und seinem 4 ½ Jahre alten Sohn lebt. Dem Entscheid ist weiter 

zu entnehmen, dass die Ehefrau des Beschuldigten für die Hauptbetreuung 

des Sohnes verantwortlich ist. Dem Beschuldigten wurde zu Beginn jeweils 

einen Tag pro Woche (Samstag oder Sonntag), ab dem 1. August 2021 

sodann zusätzlich zwei Tage pro Woche (Samstag und Sonntag) zur 

Betreuung des Sohnes eingeräumt. Wie zuvor erwähnt (siehe Ziff. 5.4.1 

des vorliegenden Urteils) wird das gerichtlich festgelegte Besuchsrecht von 

den Eheleuten nicht wie vereinbart gelebt. Der Beschuldigte hat aber noch 

– wenn auch in unregelmässigen Abständen – einen minimen Kontakt zu 

seinem Sohn. Von Februar bis drei Wochen vor der Berufungsverhandlung 

soll er zudem bei seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn gewohnt 

haben. Die Ehefrau des Beschuldigten führte anlässlich der 

Berufungsverhandlung sodann aus, dass es für den Sohn schlimm wäre, 

wenn sein Vater, der Beschuldigte, die Schweiz verlassen müsste 

(Protokoll der Berufungsverhandlung S. 17). Mithin ist es nicht so, dass sich 

der Beschuldigte überhaupt nicht um den Sohn interessieren würde. 

Allerdings ist auch festzuhalten, dass er weder aktuell noch früher je 

Unterhaltsbeiträge bezahlt hätte (MIKA Akten act. 141; vorinstanzliches 

Protokoll S. 33, act. 84; Protokoll der Berufungsverhandlung S. 4 und 12). 

Zu beachten ist auch, dass die versuchte Brandstiftung unter der Wohnung 

seiner Ehefrau und dem Sohn in ihrer Begehungsweise hinsichtlich des 

Familienbezugs und Kindeswohls ein schlechtes Licht auf den 

Beschuldigten wirft, hat dieser mit der gezielten Brandlegung doch 

wissentlich auch Leib und Leben seines Sohnes sowie seiner dort lebenden 

Ehefrau in Gefahr gebracht. Dennoch ist anzunehmen, dass eine 

Landesverweisung sowohl für den Beschuldigten als auch seinen Sohn 

 - 18 - 

 

 

 

wohl mit einer gewissen Härte verbunden wäre. Jedoch kann der 

Beschuldigte den Kontakt zu seinem Sohn über moderne 

Kommunikationsmittel aufrechterhalten und es besteht auch die 

Möglichkeit, den Beschuldigten – wenn auch aufgrund des Alters des 

Sohnes im Beisein seiner Mutter – in seinem Heimatland zu besuchen. Zu 

beachten ist auch, dass der Beschuldigte zuerst eine mehrjährige 

Freiheitsstrafe zu verbüssen hat und in dieser Zeit die Besuchs-

möglichkeiten eingeschränkt sein werden. Sodann ist es so, dass die 

Eheleute schon einmal aufgrund einer längeren physischen Trennung 

voneinander den Kontakt zueinander durch moderne Kommunikations-

mittel aufrechterhalten haben, was nach Angaben des Beschuldigten ohne 

Probleme funktioniert hat (vorinstanzliches Protokoll S. 31 f., act. 82 f.), 

weshalb davon auszugehen ist, dass dies auch im Falle des Sohnes kein 

Problem sein wird. Insgesamt ist nicht von einer unzumutbaren Härte 

auszugehen, zumal die Dauer der Landesverweisung zeitlich beschränkt 

ist (siehe unten). Die Landesverweisung bedeutet für den Beschuldigten 

zweifellos eine gewisse Härte. Diese geht aber nicht über das Mass hinaus, 

das der Verfassungs- und Gesetzgeber mit der Einführung der 

obligatorischen Landesverweisung in Kauf nahm oder sogar wollte (Urteil 

des Bundesgerichts 6B_1508/2021 vom 5. Dezember 2022 E. 3.4.2). 

 

5.4.3. 

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschuldigte eine verhältnis-

mässig kurze Aufenthaltsdauer in der Schweiz aufweist und weder 

gesellschaftlich noch wirtschaftlich stark verwurzelt ist. Seine Verbindung 

zur Schweiz besteht – nachdem er sich von seiner Ehefrau getrennt hat – 

einzig im Hinblick auf seinen noch minderjährigen Sohn, welcher der 

Beschuldigte aber ohnehin nur unregelmässig trifft und mit welchem er 

ohne Weiteres den Kontakt über moderne Kommunikationsmittel weiterhin 

pflegen kann. Darüber hinaus erscheint eine Wiedereingliederung des 

Beschuldigten in seinem Heimatland ohne weiteres möglich. Insgesamt ist 

nicht von einem massgebenden persönlichen Interesse des Beschuldigten 

an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen, weshalb das Vorliegen 

eines schweren persönlichen Härtefalls zu verneinen ist.  

 

5.4.4. 

Selbst wenn ein persönlicher Härtefall zu bejahen wäre, überwiegt das 

hohe öffentliche Interesse an einer Wegweisung das private Interesse des 

Beschuldigten an einem Verbleib in der Schweiz deutlich: 

 

Der Beschuldigte wird vorliegend wegen (versuchter) qualifizierter 

Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren verurteilt. Eine 

Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe (zu deren Begriff vgl. 

BGE 139 I 16 E. 2.1; BGE 139 I 145 E. 2.1; je mit Hinweisen) begründet für 

sich bereits ein erhebliches öffentliches Interesse an einer Landes-

verweisung (Urteil des Bundesgerichts 6B_959/2021 vom 9. November 

 - 19 - 

 

 

 

2022 E. 3.2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_225/2023 vom 7. Juli 2023 E. 

1.5.2). Der Beschuldigte setzte mitten in der Nacht aus niedrigen 

Beweggründen ein Holzdepot unter dem Wohnhaus, in welchem damals 

seine von ihm getrenntlebenden Ehefrau und sein Sohn sowie die 

Eigentümerin C. lebten, in Brand. Nachdem bereits ein Holzstapel sowie 

die Holzfassade Feuer gefangen haben, konnte nur dank des Umstandes, 

dass ein Nachbar das Feuer zufälligerweise und rechtzeitig entdeckte, eine 

grössere Feuersbrunst mit Übergreifen des Feuers auf die weiteren 

Holzfassaden der anliegenden Wohnhäuser vermieden werden. Mit 

seinem Verhalten hätte er – wenn das Feuer nicht rechtzeitig hätte gelöscht 

werden können – in schwerster Weise Leib und Leben von vielen 

Menschen, mithin hochwertige Rechtsgüter, gefährdet. Zu berücksichtigen 

ist sodann, dass der Beschuldigte aussagte, es sei ihm klar gewesen, dass 

ein Feuer an einem Ort wie dem Tatort eine grosse Allgemeingefahr 

dargestellt hätte. Dies stellt eine schwere und gegenwärtige Gefahr für die 

öffentliche Sicherheit dar. Damit ist auch erstellt, dass es sich bei der 

Tathandlung nicht nur um eine Tat im Beziehungskontext zu seiner 

getrenntlebenden Frau handelte, sondern eine grössere Dimension 

annahm. Mit diesem Verhalten, mit welchem er nicht nur ein enormes 

Ausmass an Gleichgültigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung, 

sondern auch eine besondere Gefährlichkeit für die öffentliche Sicherheit 

manifestierte, ruft darüber hinaus erhebliche Bedenken an seiner 

Legalbewährung hervor. Diese Bedenken werden durch seine fehlende 

Einsicht und Reue zusätzlich untermauert. Dass es sich beim 

Beschuldigten um einen Ersttäter handelt, spricht nicht gegen die Annahme 

einer Rückfallgefahr, zumal ausländerrechtlich gerade bei schweren 

Straftaten bereits ein geringes Rückfallrisiko genügt. Je schwerer eine 

vernünftigerweise absehbare Rechtsgutsverletzung wiegt, umso weniger 

ist die Möglichkeit eines Rückfalls in Kauf zu nehmen (Urteil des 

Bundesgericht 6B_166/2021 vom 8. September 2021 E. 3.4.3). Angesichts 

dieser Umstände ist von einem hohen öffentlichen Interesse an der 

Wegweisung des Beschuldigten aus der Schweiz auszugehen.  

 

Dem Beschuldigten ist zwar im Hinblick auf seinen in der Schweiz lebenden 

Sohn ein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zuzubilligen. 

Ein ausserordentliches enges Verhältnis zur Schweiz ist jedoch nicht 

ersichtlich, zumal er im Kongo geboren ist und seine prägende Jugend- und 

Adoleszenzphase sowie den grössten Teil seines bisherigen Lebens im 

Kongo bzw. Südafrika verbracht hat und erst vor knapp vier Jahren in die 

Schweiz migriert ist. Er weist entsprechend eine verhältnismässig kurze 

Aufenthaltsdauer in der Schweiz auf. Hinzu kommt, dass ihm eine 

Wiedereingliederung in seinem Heimatstaat ohne weiteres zugemutet 

werden kann. Es ist sogar zu erwarten, dass ihn dort als gelernter 

Schneider bessere berufliche Perspektiven erwarten werden, als er sie hier 

in der Schweiz vorgefunden hat, zumal er während seines Aufenthaltes in 

der Schweiz über keine Festanstellung verfügte, zeitweise von der 

 - 20 - 

 

 

 

Sozialhilfe abhängig war und Schulden hat. Zu seinem minderjährigen 

Sohn, für welchen er keine Unterhaltsbeiträge zahlt, dessen Haupt-

bezugsperson die Mutter ist und den er nur unregelmässig besucht, kann 

er über moderne Kommunikationsmittel den Kontakt aufrechterhalten. 

Zwar bedeutet die Landesverweisung für den Beschuldigten zweifellos eine 

gewisse Härte. Jedoch reicht ausländerrechtlich bereits eine normale 

familiäre und emotionale Bindung nicht aus, um einen Aufenthaltsanspruch 

zu begründen. Mit der strafrechtlichen Landesverweisung wurde die 

bisherige ausländerrechtliche Ausschaffungspraxis massiv verschärft, was 

der Gesetzgeber samt den Folgen in Kauf nahm (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_34/2019 vom 5. September 2019 E. 2.4.4 mit 

Hinweisen). Nach dem Gesagten vermag das private Interesse des 

Beschuldigten an einem Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse 

an seiner Wegweisung nicht zu überwiegen. Mithin sind die 

Voraussetzungen für eine Landesverweisung erfüllt. Diese erweist sich 

sowohl unter dem Blickwinkel von Art. 66a Abs. 2 StGB als auch unter 

demjenigen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK als verhältnismässig und 

rechtskonform. 

 

5.5. 

Die Landesverweisung dauert zwischen 5 und 15 Jahre. Die Vorinstanz hat 

die Dauer der Landesverweisung auf das gesetzliche Minimum von 

5 Jahren festgesetzt, womit es aufgrund des Verschlechterungsverbots 

sein Bewenden hat. 

 

5.6. 

Mit vorliegendem Urteil wird der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von 

3 ½ Jahren verurteilt und es wird eine obligatorische Landesverweisung 

angeordnet. Entsprechend ist davon auszugehen, dass er eine Gefahr für 

die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 24 Ziff. 2 SIS-II-

Verordnung darstellt. Gründe, welche eine Ausschreibung im SIS als 

unverhältnismässig erscheinen lassen würden, sind keine ersichtlich (vgl. 

BGE 146 IV 172 E. 3.2). Somit ist die Ausschreibung der Landes-

verweisung im Schengener Informationssystem (SIS) anzuordnen. 

 

6.  

6.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

 

Die Berufung des Beschuldigten erweist sich als unbegründet und ist 

abzuweisen. Ausgangsgemäss hat der Beschuldigte die Kosten des 

Berufungsverfahrens von Fr. 5'000.00 (§ 18 VKD) vollumfänglich zu tragen. 

 

 - 21 - 

 

 

 

6.2. 

Der amtliche Verteidiger ist für das Berufungsverfahren aus der Staats-

kasse zu entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis 

AnwT).  

 

Angepasst an die effektive Dauer der Berufungsverhandlung und unter 

Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschuldigte nicht an die 

Berufungsverhandlung erschienen ist, ist der geltend gemachte Aufwand 

von 4 Stunden und 25 Minuten für die Gerichtsverhandlung (inklusive Weg 

und geplanter Vorbesprechung; letzter Punkt der geltend gemachten 

Aufwendungen auf der eingereichten Kostennote) um eine ¾ Stunde zu 

kürzen. Weiter ist der Stundenansatz auf Fr. 200.00 (§ 9 Abs. 1 und 

Abs. 3bis AnwT) anzupassen. Folglich ist der amtliche Verteidiger des 

Beschuldigten mit gerundet Fr. 3'800.00 (inkl. Auslagen und 

Mehrwertsteuer) aus der Staatskasse zu entschädigen. 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

 

7. 

7.1. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 

Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt der Beschuldigte die 

Verfahrenskosten, wenn er verurteilt wird. Bei einer nur teilweisen 

Verurteilung dürfen ihm die Kosten nur anteilig auferlegt werden, unter 

Berücksichtigung der Kosten, die mit der Untersuchung der Straftaten 

verbunden sind, für die ein Schuldspruch ausgesprochen wurde (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1240/2018 vom 14. März 2019 E. 1.1.1.1). 

 

Der Beschuldigte wurde erstinstanzlich vom Vorwurf der Drohung und 

versuchten Nötigung freigesprochen, was im Berufungsverfahren 

unangefochten geblieben ist. Es handelt sich bei diesen Anklagepunkten 

jedoch im Vergleich zum Schuldspruch der versuchten qualifizierten 

Brandstiftung um untergeordnete Punkte, hinsichtlich welcher nur ein 

geringer zusätzlicher Untersuchungsaufwand erfolgt ist. Unter diesen 

Umständen rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten 7/8 der erst-

instanzlichen Verfahrenskosten aufzuerlegen und im Übrigen auf die 

Staatskasse zu nehmen. 

 

7.2. 

Die dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche Verfahren 

zugesprochenen Entschädigungen sind nicht angefochten worden, 

weshalb im Berufungsverfahren nicht mehr darauf zurückzukommen ist 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019).  

 

 - 22 - 

 

 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zu 7/8 zurückzufordern, sobald 

es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).  

 

8. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, fällt es ein 

neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

1.1. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der Drohung und der versuchten 

Nötigung freigesprochen. 

 

1.2. 

Der Beschuldigte ist der versuchten qualifizierten Brandstiftung gemäss 

Art. 221 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig. 

 

2. 

2.1. 

Der Beschuldigte wird hierfür gemäss Art. 221 Abs. 2 StGB sowie in 

Anwendung von Art. 47 StGB und Art. 40 StGB zu einer Freiheitsstrafe von 

3 ½ Jahren verurteilt.  

 

2.2. 

Die ausgestandene Untersuchungshaft von 7 Tagen (4. Februar 2021 bis 

5. Februar 2021 sowie vom 1. März 2021 bis 5. März 2021) und die 

Ersatzmassnahmen im Umfang von 3 Tagen werden auf die Freiheitsstrafe 

angerechnet.  

 

3.  

Der Beschuldigte wird gestützt auf Art. 66a Abs. 1 lit. i StGB für die Dauer 

von 5 Jahren des Landes verwiesen. 

 

Die Landesverweisung wird im Schengener Informationssystem SIS 

ausgeschrieben. 

 

4. 

4.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 5'000.00 werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

 

 - 23 - 

 

 

 

4.2. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des 

Beschuldigten für das obergerichtliche Verfahren eine Entschädigung von 

Fr. 3'800.00 auszurichten.  

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückgefordert, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

5. 

5.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 8'365.55 (inkl. Anklage-

gebühr von Fr. 2'185.00) werden dem Beschuldigten zu 7/8 mit Fr. 7'319.85 

auferlegt.  

 

5.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten für 

das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von Fr. 10'603.80 

auszurichten. 

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zu 7/8 zurückgefordert, 

sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

5.3. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der 

Privatklägerin B. für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von 

Fr. 1'130.55 (inkl. Mehrwertsteuern) auszurichten.  

 

 

 Zustellung: 

[… ] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

 - 24 - 

 

 

 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 21. August 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six Yalin