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**Case Identifier:** 43cac93d-531c-5588-87f6-5d9dfd86b5e0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 24.06.2020 ZK1 2019 212
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-212_2020-06-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 24. Juni 2020

Referenz ZK1 19 212

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Brunner und Pedrotti
Bäder Federspiel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Unterdorfstrasse 8, Postfach 10, 7206 Igis 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Laura Oesch
Quaderstrasse 5, Postfach 44, 7001 Chur 

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen / Regelung der Kinderbelange

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht 
Plessur vom 10. September 2019, mitgeteilt am 12. Dezember 
2019 (Proz. Nr. 135-2019-518)

Mitteilung 25. Juni 2020

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I. Sachverhalt

A/a. B._____, geboren am _____, und A._____, geboren am _____, sind die 
unverheirateten Eltern von C._____, geboren am _____ 2015. Der Vater hatte 
C._____ am _____ 2014 vor dem Zivilstandsamt O.1_____ als sein Kind aner-
kannt. Bis Mitte 2018 wohnten die Eltern gemeinsam in O.2_____. Danach zog die 
Mutter nach O.3_____. Die Tochter C._____ wurde nach der Trennung ihrer El-
tern alternierend betreut, jeweils von Donnerstagabend bis Sonntagabend vom 
Vater in O.2_____ und von Sonntagabend bis Donnerstagabend von der Mutter in 
O.3_____. Während der Betreuungszeit der Mutter besuchte die Tochter bis Ende 
August 2019 zwei Tage und ab September 2019 einen Tag pro Woche eine Kin-
dertagesstätte. Am 1. Oktober 2019 verlegte die Mutter ihren Wohnsitz nach 
O.4_____.

A/b. Nach der Trennung versuchten die Eltern, die Belange der gemeinsamen 
Tochter C._____ mit Hilfe der KESB Surselva zu regeln. Da diese Bemühungen 
scheiterten, reichte A._____ am 31. Januar 2019 beim Regionalgericht Plessur 
gegen B._____ eine entsprechende Klage ein (Proz.Nr. _____).

B/a. Am 9. Juli 2019 stellte B._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regio-
nalgericht Plessur gegen A._____ ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnah-
men (Proz.Nr. 115-2019-518), mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Dem Gesuchsgegner sei superprovisorisch zu verbieten, die Liegen-
schaft in seinem Eigentum zu verkaufen.

2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals rückwirkend auf den 1. Juli 2018 bis und mit De-
zember 2018 monatlich vorläufig einen Barunterhalt von CHF 1'047 
zuzüglich die Kinderzulagen und einen Betreuungsunterhalt von CHF 
195 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.

3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals ab dem 1. Januar 2019 bis und mit Juli 2019 
monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Bar-
unterhalt von CHF 1'047 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.

4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals ab dem 1. September 2019 und künftig monatlich 
im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt 
von CHF 900 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.

5. Eventualiter (zum Rechtsbegehren 1) sei der Verkaufspreis auf ein ge-
richtliches Sperrkonto zu überweisen, welches der Sicherung des be-
reits aufgelaufenen Kindesunterhalts dient.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgeg-
ners.

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B/b. Mit Entscheid vom 11. Juli 2019 wies der Einzelrichter in Zivilsachen am 
Regionalgericht Plessur das Gesuch auf Erlass superprovisorischer Massnahmen 
gemäss Ziffer 1 des Rechtsbegehrens der Gesuchstellerin ab.

B/c. A._____ stellte in seiner Stellungnahme vom 2. August 2019 folgende An-
träge:

1. Es sei auf Ziff. 1 und 5 (Verkauf Liegenschaft) des Gesuches nicht 
einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen.

2. Es seien Ziff. 2 – 4 (Unterhalt) und Ziff. 6 (Kostenverlegung) abzuwei-
sen.

3.1 Es sei die gemeinsame Tochter der Parteien, C._____, geboren am 
_____ 2015, vorsorglich während der Dauer des Verfahrens unter die 
alternierende Obhut der Parteien zu stellen und es seien die Betreu-
ungsanteile vorsorglich während der Dauer des Verfahrens wie folgt 
festzulegen:

- Betreuung durch die Mutter von Sonntagabend, 18.00 Uhr, bis 
Mittwochabend, 18.00 Uhr

- Betreuung durch den Vater von Mittwochabend, 18.00 Uhr, bis 
Sonntagabend, 18.00 Uhr

3.2 Eventualiter seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen:

- Betreuung durch die Mutter von Dienstagabend, 18.00 Uhr, bis 
Freitagabend, 18.00 Uhr

- Betreuung durch den Vater von Freitagabend, 18.00 Uhr, bis 
Dienstagabend, 18.00 Uhr

3.3 Subeventualiter seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen:

- Betreuung durch die Mutter von Montagabend, 18.00 Uhr, bis 
Donnerstagabend, 18.00 Uhr

- Betreuung durch den Vater von Donnerstagabend, 18.00 Uhr, bis 
Montagabend, 18.00 Uhr

4. Es sei festzustellen, dass sich der Wohnsitz von C._____ vorsorglich 
während der Dauer des Verfahrens am Wohnsitz des Vaters in 
O.2_____, politische Gemeinde ____, befindet und der Vater sei für 
berechtigt zu erklären, die Schriften von C._____ in der Gemeinde 
O.5_____ hinterlegen zu lassen.

5. Der Gesuchstellerin sei vorsorglich zu verbieten, den Wohnsitz von 
C._____ zu verlegen. Das Verbot sei mit der Strafandrohung des Art. 
292 StGB zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von 
einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter 
Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfü-
gung nicht Folge leistet.

6. Die Festlegung der Betreuungsregelung (Rechtsbegehren Ziff. 3.1 
hiervor) sowie das Verbot der Verlegung des Wohnsitzes 
(Rechtsbegehren Ziff. 5 hiervor) seien superprovisorisch und oh-
ne Anhörung der Gegenpartei zu verfügen.

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7.1 Die Gesuchstellerin sei vorsorglich zu verpflichten, dem Gesuchsgeg-
ner für den Unterhalt der gemeinsamen Tochter C._____ beginnend 
ab 1. September 2019 einen Barunterhalt in der Höhe von CHF 72.00 
pro Monat zu bezahlen.

7.2 Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, die Kosten für die Kita für 
C._____ nebst dem Unterhalt gemäss Ziff. 8.1 hiervor direkt zu beglei-
chen.

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Gesuchstellerin.

B/d. Mit Verfügung vom 14. August 2019 wies der Einzelrichter das Gesuch auf 
Erlass superprovisorischer Massnahmen gemäss Ziff. 6 der Rechtsbegehren des 
Gesuchsgegners ab. 

C/a. Am 10. September 2019 fand die mündliche Verhandlung statt, wobei die 
Mutter ihre Rechtsbegehren wie folgt anpasste:

1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals rückwirkend auf den 1. Juli 2018 bis und mit De-
zember 2018 monatlich vorläufig einen Barunterhalt von CHF 1'046 
und einen Betreuungsunterhalt von CHF 127 an die Gesuchstellerin zu 
bezahlen.

2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals ab dem 1. Januar 2019 bis und mit August 2019 
monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Bar-
unterhalt von CHF 826 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.

3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals für September 2019 auf den ersten (recte: jeden 
Monats) vorläufig einen Barunterhalt von CHF 675 und einen Betreu-
ungsunterhalt von CHF 234 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.

4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Toch-
ter C._____ erstmals ab dem 1. Oktober 2019 und künftig monatlich im 
Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt von 
CHF 715 und einen Betreuungsunterhalt von CHF 194 an die Gesuch-
stellerin zu bezahlen.

5. Sämtliche anderslautenden Rechtsbegehren des Gesuchsgegners 
seien abzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgeg-
ners.

C/b. Mit Entscheid vom 10. September 2019, mitgeteilt am 12. Dezember 2019, 
erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:

1. a) C._____, geb. am _____.2015, wird vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens (Proz. Nr. _____) unter die alternierende Obhut 
von B._____ und A._____ gestellt.

b) Die Betreuungsanteile werden vorsorglich wie folgt festgelegt: 
C._____ verbringt jede Woche 3.5 Tage in der Obhut von B._____ 

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und 3.5 Tage in der Obhut von A._____. Die Parteien verständigen 
sich über die Festlegung der Betreuungstage und –zeiten.

c) B._____ und A._____ werden angewiesen, mit Hilfe einer von ihnen 
gemeinsam zu benennenden Fachperson die Übergabemodalitäten 
zu verbessern und je die Hilfe einer Mütter- bzw. Väterberatung in 
Anspruch zu nehmen.

2. a) Der Wohnsitz von C._____ wird für die Dauer des Hauptverfahrens 
am Wohnsitz von B._____ festgelegt.

b) B._____ wird angewiesen, den Wohnsitz von C._____ während der 
Dauer des Hauptverfahrens nicht zu wechseln.
Diese Weisung wird verbunden mit der Strafandrohung nach Art. 
292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zu-
ständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis 
auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung 
nicht Folge leistet.

3. A._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von C._____ vorläufig fol-
gende monatliche Unterhaltsbeiträge (Barunterhalt, inkl. Kinderzulage 
und besondere Sozialzulage) zu bezahlen:

a) 01.07. – 31.12.2018: CHF 265.00
01.01. – 31.08.2019: CHF 80.00
01.09. – 30.09.2019: CHF 225.00
Ab 01.10.2019: CHF 235.00

b) Die zukünftigen Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils 
auf den Ersten eines jeden Monats an B._____ zu bezahlen.

c) Die Kinderzulage und die besondere Sozialzulage wurden in den 
Berechnungen berücksichtigt. Soweit die Kinderzulage zukünftig 
weiterhin der Mutter und die Sozialzulage dem Vater ausbezahlt 
wird, ist diesbezüglich kein Ausgleich geschuldet.

d) A._____ ist berechtigt, allfällige nachweislich bereits bezahlte Un-
terhaltsbeiträge an seine Unterhaltsschulden anzurechnen.

4. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

5. a) Die Gerichtskosten von CHF 4'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten 
von B._____ und A._____.

b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.

c) (Regelung URP B._____)

d) (Regelung URP A._____)

6. (Rechtsmittelbelehrungen)

7. (Mitteilung)

D/a. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ am 23. Dezember 2019 beim Kan-
tonsgericht von Graubünden Berufung, mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei Dispositiv Ziffer 2 a des angefochtenen Entscheides aufzuhe-
ben und es sei der Wohnsitz von C._____ für die Dauer des Hauptver-
fahrens am Wohnsitz von A._____ (Kindsvater) in O.2_____, politische 

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Gemeinde O.5_____, festzulegen. A._____ sei für berechtigt zu er-
klären, die Schriften von C._____ in der Gemeinde O.5_____ hinterle-
gen zu lassen.

2. Es sei Dispositiv Ziffer 3 a-d des angefochtenen Entscheides aufzuhe-
ben und es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keinen 
Unterhalt für die Tochter C._____ schulden.

3. Es sei Dispositiv Ziffer 5 des angefochtenen Entscheides aufzuheben 
und es seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens der Beru-
fungsbeklagten aufzuerlegen, welche überdies zu verpflichten sei, den 
Berufungskläger für das vorinstanzliche Verfahren angemessen zu 
entschädigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Berufungsbeklagten.

D/b. B._____ stellt in ihrer Berufungsantwort vom 15. Januar 2020 folgende An-
träge:

1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Eventualiter seien angemessene Unterhaltsbeiträge mindestens in der 
Höhe des angefochtenen Entscheids festzusetzen, der Antrag auf 
Festsetzung des Wohnsitzes abzuweisen und dem Berufungskläger 
die Gerichtskosten sowie eine angemessene Parteientschädigung aus 
dem Verfahren Proz. Nr. 135-2019-518 entsprechend dem Ausgang 
des Verfahrens aufzuerlegen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklä-
gers.

Verfahrensrechtlich beantragte sie, der Berufung die aufschiebende Wirkung zu 
entziehen.

D/c. In ihrer Verfügung vom 31. Januar 2020 hielt die Vorsitzende der I. Zivil-
kammer fest, dass der Berufung gegen Entscheide über vorsorgliche Massnah-
men von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukomme und bis anhin 
auch kein Vollstreckungsaufschub angeordnet worden sei. Auf den Antrag, der 
Berufung die aufschiebende Wirkung zu entziehen, werde daher zufolge Gegen-
standslosigkeit nicht eingetreten.

D/d. Am 6. Februar 2020 reichte A._____ seine Replik und am 20. Februar 2020 
B._____ ihre Duplik ein. Beide Parteien hielt im zweiten Schriftenwechsel unver-
ändert an ihren Rechtsbegehren fest. 

D/e. A._____ nahm am 5. März 2020 zu den in der Duplik vorgebrachten Noven 
Stellung, während B._____ mit Eingabe vom 17. März 2020 von ihrem verfas-
sungsmässigen Replikrecht Gebrauch machte. 

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D/f. Mit Eingabe vom 14. April 2020 reichte A._____ zwei Eingaben an das Re-
gionalgericht Plessur ins Recht und ersuchte das Kantonsgericht darum, so rasch 
als möglich einen Entscheid zu erlassen. In der Folge teilte die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer dem Genannten am 17. April 2020 mit, dass die Streitsache bereits in 
die Phase der Urteilsberatung übergegangen sei und die neu eingereichten Ur-
kunden beim Entscheid über die Berufung daher keine Berücksichtigung mehr 
finden könnten. Die am 4. Mai 2020 überbrachte Eingabe von B._____ muss 
demzufolge ebenfalls unbeachtlich bleiben.

E. A._____ hatte am 23. Dezember 2019 und B._____ am 15. Januar 2020 für 
das Berufungsverfahren ein Gesuch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege und Bestellung eines Rechtsbeistands eingereicht. Beide Gesuche wurden 
mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 30. Januar 2020, mitgeteilt 
am 31. Januar 2020 (ZK1 19 213 [A._____] u. ZK1 20 10 [B._____]), gutgeheis-
sen.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen, die vom Ein-
zelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht im summarischen Verfahren getroffen 
werden (vgl. Art. 248 lit. d ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), sind mit Beru-
fung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO anfechtbar, sofern eine nicht vermögensrechtli-
che Streitigkeit vorliegt oder der Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen 
Streitigkeit den Betrag von CHF 10'000.00 übersteigt (Art. 308 Abs. 1 lit. b u. Abs. 
2 ZPO).

Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet die Unterhaltspflicht von 
A._____ gegenüber C._____ sowie die Festlegung deren Wohnsitzes. Damit ist 
die Angelegenheit insgesamt als nicht vermögensrechtliche zu betrachten, so 
dass das Streitwerterfordernis von Art. 308 Abs. 2 ZPO entfällt (vgl. BGE 116 II 
493 sowie das Urteil des Bundesgerichts 5A_399/2014 vom 17. Dezember 2014 
E. 1).

http://links.weblaw.ch/de/BGE-116-II-493
http://links.weblaw.ch/de/BGE-116-II-493

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1.2. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Ent-
scheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids oder seit 
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet 
einzureichen; der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 
314 Abs. 1 ZPO). 

Der Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur vom 
10. September 2019 wurde den Parteien am 12. Dezember 2019 mit Begründung 
mitgeteilt und ging dem Berufungskläger am 13. Dezember 2019 zu (VI act. V./8). 
Die von ihm dagegen am 23. Dezember 2019 erhobene Berufung erfolgte somit 
fristgerecht und entspricht überdies den an sie gestellten Formerfordernissen, so 
dass darauf einzutreten ist.

1.3. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO. Innerhalb 
des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem 
Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verord-
nung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

1.4. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 ff. zu 
Art. 310 ZPO).

1.5. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach 
Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und Be-
weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden 
(lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (lit. b). Zu beachten ist allerdings, dass es im vorliegenden Beru-
fungsverfahren um Kinderbelange in einer familienrechtlichen Angelegenheit geht, 
so dass das Gericht nach Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Sachverhalt von Amtes 
wegen erforscht (Untersuchungsmaxime) und überdies ohne Bindung an die Par-
teianträge entscheidet (Offizialmaxime) (vgl. auch E. 4.1.1 nachfolgend). Die Un-
tersuchungs- und die Offizialmaxime gelangen in allen Verfahrensstadien und vor 
allen kantonalen Instanzen, mithin auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren, als 
allgemeine Grundsätze zur Anwendung (BGE 137 III 617 E. 4.5.2; Jonas 

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Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 3 u. N 
5 zu Art. 296 ZPO). In Verfahren, welche der uneingeschränkten Untersuchungs-
maxime unterstehen, ist nach neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung die 
strikte Anwendung von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht gerechtfertigt. Vielmehr ist es 
zuzulassen, dass die Parteien im Berufungsverfahren Noven einreichen, auch 
wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (vgl. 
BGE 144 III 349 E. 4.2.1 m.w.H. = Pra 2019 Nr. 88; Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 16 105 vom 17. September 2018 E. 2.2.2). Soweit die von den 
Parteien neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel vor dem Eintritt des Ak-
tenschlusses (Beginn der Beratungsphase) eingegangen sind (BGE 142 III 413 E. 
2.2.), sind sie somit zuzulassen und, sofern von Relevanz, zu berücksichtigen. Die 
von den Parteien zur Edition verlangten Akten des vorinstanzlichen Verfahrens 
sowie die Akten des Hauptverfahrens (inklusive URP-Akten) wurden beigezogen.

2.1. Im angefochtenen Entscheid stellte der Vorderrichter C._____ vorsorglich 
für die Dauer des Hauptverfahrens unter die alternierende Obhut von B._____ (im 
Folgenden als Mutter bezeichnet) und von A._____ (im Folgenden als Vater be-
zeichnet) und legte die Betreuungsanteile vorsorglich auf je 3.5 Tage fest. Diese 
Anordnungen blieben unangefochten. Ausserdem bestimmte der erstinstanzliche 
Richter, dass sich der Wohnsitz von C._____ für die Dauer des Hauptverfahrens 
vorsorglich am Wohnsitz der Mutter befinde. Zur Begründung dieser Wohnsitzre-
gelung führte er aus, seit der Trennung der Eltern halte sich C._____ an vier Ta-
gen in der Woche bei der Mutter auf, faktisch einen Tag mehr als beim Vater. 
Künftig werde sie gleichviel Zeit in der Obhut von Mutter und Vater verbringen. 
C._____ besuche seit vielen Monaten wöchentlich die Kindertagesstätte in 
O.4_____ (bis Ende August 2019 zwei Tage in der Woche, seit September 2019 
einen Tag), wo sie regelmässigen Kontakt zu anderen Kindern habe. Insbesonde-
re zur Wahrung der Stabilität der Verhältnisse werde der Wohnsitz von C._____ 
für die Dauer des Hauptverfahrens vorsorglich am Wohnsitz der Mutter festgelegt 
(E. 5.1, S. 23, des angefochtenen Entscheids). 

2.2. Der Vater beantragt in seiner Berufung, den Wohnsitz von C._____ für die 
Dauer des Hauptverfahrens an seinem Wohnsitz in O.2_____, politische Gemein-
de O.5_____, festzulegen und ihn für berechtigt zu erklären, die Schriften von 
C._____ in der Gemeinde O.5_____ hinterlegen zu lassen. Er macht im Wesentli-
chen geltend, ein Wohnsitz bei der Mutter gewährleiste für C._____ keine Stabi-
lität und Kontinuität, habe Erstere den Wohnsitz der Tochter ohne sein Einver-
ständnis doch bereits zweimal gewechselt und sei aufgrund des bisherigen Le-

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benswandels der Kindsmutter davon auszugehen, dass sie ihren Aufenthaltsort in 
den nächsten Jahren wohl dauernd wechseln werde. Auch habe sie C._____ von 
der Kita in O.1_____ in die Kita in O.4_____ gesteckt und damit einen weiteren 
Abbruch stabiler Verhältnisse für das Kind geschaffen. Dieses Verhalten belohne 
der Vorderrichter nun noch. Er selbst habe demgegenüber seinen Wohnsitz seit 
der Trennung nicht geändert und wolle diesen zum Wohl von C._____ auch weiter 
beibehalten. In diesem Sinn biete er der Tochter in O.2_____ Kontinuität und Sta-
bilität, wohne C._____ doch bereits seit ihrer Geburt im dortigen Haus. Lehre und 
Rechtsprechung gingen davon aus, dass der Wohnsitz des Kindes bei alternie-
render Obhut bei demjenigen Elternteil sei, der mehr Betreuungsanteile überneh-
me und die Absicht dauernden Verbleibens habe (Stabilität und Kontinuität). Be-
reits vor dem Entscheid des Vorderrichters habe er mehr persönliche Betreuung 
für C._____ übernommen und jene während drei Tagen betreut, während die Mut-
ter C._____ lediglich zwei Tage betreut habe; zwei weitere Tage habe die Tochter 
in der Kita verbracht. Nach der neu festgelegten Betreuungsregelung sei er nun-
mehr klar der hauptbetreuende Elternteil. So betreue er C._____ während einer 
grösseren Zeit persönlich, nämlich an 3.5 Tagen pro Woche von Donnerstag-
abend bis Montagmittag bzw. während 90 Stunden. Die Mutter betreue sie von 
Montagmittag bis Donnerstagabend bzw. während 78 Stunden pro Woche, wobei 
die persönliche Betreuung lediglich 2.5 Tage umfasse, da sich C._____ noch ei-
nen Tag pro Woche in der Kita aufhalte. Die für die Festlegung des Wohnsitzes 
ausschlaggebenden Kriterien von Kontinuität und Stabilität sowie der persönlichen 
Betreuung würden von ihm daher besser erfüllt, weshalb der Wohnsitz von 
C._____ bei ihm anzusiedeln sei. Im Übrigen widerspreche sich der Vorderrichter, 
wenn er der Stabilität bei der Anordnung, dass die Mutter den Wohnsitz von 
C._____ während der Dauer des Hauptverfahrens nicht wechseln dürfe, besonde-
res Gewicht zumesse, dies zuvor bei der Festlegung des Wohnsitzes indes nicht 
mache. Ausserdem habe er den zweiten Wohnsitzwechsel von O.3_____ nach 
O.4_____ am 1. Oktober 2019 entgegen dem Kindswohl einfach toleriert. 
Schliesslich habe der Vorderrichter unberücksichtigt gelassen, dass auch das Kri-
terium der Einschulung des Kindes in seiner Muttersprache ein objektiv aus-
schlaggebendes Kriterium zur Festlegung des Wohnsitzes sei. Bei der Kindsmut-
ter würde C._____ gegen seinen Willen in einer Fremdsprache, nämlich roma-
nisch, eingeschult werden, bei ihm dagegen in ihrer Muttersprache deutsch. An-
gesichts des Umstandes, dass das Hauptverfahren wohl nicht vor August 2020 
abgeschlossen sein dürfte, sei es umso wichtiger, dass der Wohnsitz von C._____ 
bereits während der Dauer des Verfahrens an seinem Wohnsitz festgelegt werde 
(Berufung, S. 16 ff.).

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2.3. Die Mutter macht geltend, bei der Festlegung des Wohnsitzes handle es 
sich um einen Entscheid über eine vorsorgliche Massnahme. Eine solche werde 
nur erlassen, wenn der Gesuchsteller glaubhaft mache, dass ein ihm zustehender 
Anspruch verletzt oder eine Verletzung zu befürchten sei und ihm aus der Verlet-
zung ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil drohe. Vorliegend bestehe 
kein Anspruch des Vaters darauf, dass C._____ ihren Wohnsitz bei ihm habe, zu-
mal sich die Eltern geeinigt hätten, dass die Schriften der Tochter bei ihr seien. Ein 
nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil aus der möglichen Verletzung eines 
Anspruchs könne daher nicht entstehen. Festzuhalten sei ausserdem, dass der 
Wohnsitz keine Auswirkungen auf die Betreuung habe. Auch C._____ selbst habe 
keinen Anspruch, welcher verletzt sei oder dessen Verletzung zu befürchten sei. 
Sie habe lediglich das Bedürfnis, bei einem Elternteil ihre Schriften zu haben, was 
gegeben sei. Die Schriften hätten im Übrigen derzeit noch keine Auswirkungen auf 
das Leben von C._____. Dies habe nur die Betreuung, wobei zu beachten sei, 
dass die verfügte Betreuungsregelung nicht angefochten worden sei. Erst im Au-
gust 2020 werde der Wohnsitz von C._____ direkte Auswirkungen auf ihr Leben 
haben, da sie dann in den Kindergarten komme. Damit stehe fest, dass es mo-
mentan an der Dringlichkeit fehle, so dass die Voraussetzungen für eine vorsorgli-
che Massnahme auch unter diesem Aspekt nicht gegeben seien. Die Vorinstanz 
hätte den Antrag bezüglich des Wohnsitzes von C._____ daher an sich ablehnen 
müssen. Da sie lediglich die bisherige Regelung bestätigt habe, stelle der Ent-
scheid faktisch aber ohnehin keine Massnahme, sondern nur eine Feststellung der 
Verhältnisse dar. Im Übrigen gebe sie C._____ die Stabilität, die sie brauche. 
Selbstverständlich führe jede Trennung von Eltern zu Instabilität bei Kindern. Es 
gehe aber nicht an, dass derjenige, der in der vormals gemeinsam gemieteten 
Wohnung bleibe, für sich in Anspruch nehmen könne, er biete per se mehr Stabi-
lität. Besonders unerklärlich sei, dass der Vater sogar die Übernahme von mehr 
Betreuungszeit durch die Mutter als Instabilität werte (Berufungsantwort, S. 8 f. u. 
S. 16 ff.).

2.4. Der Vater hält dem in der Replik u.a. entgegen, es sei sehr wohl angezeigt, 
dass das Kantonsgericht von Graubünden den Entscheid der Vorinstanz betref-
fend Wohnsitz aufhebe und diesen bei ihm ansiedle, da aus dem Wohnsitz diverse 
Rechte abgeleitet würden und die Kindsmutter entgegen seinem Willen denn auch 
bereits eine Kindergartenanmeldung vorgenommen habe. Ausserdem wiederholte 
der Vater, dass er eine Einschulung von C._____ in einer Fremdsprache als nicht 
in deren Interesse liegend betrachte (Replik, S. 8 f. u. S. 13).

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2.5. Die Mutter führt in der Duplik im Wesentlichen aus, sie sei für C._____ zu-
verlässig verfügbar und biete ihrer Tochter ein kindgerechtes Nest mit den nötigen 
sozialen Kontakten. Damit gebe sie ihr die Stabilität und Kontinuität, die ein klei-
nes Kind brauche. Die behauptete Instabilität hätte auch nicht vermieden werden 
können, wenn der Wohnsitz beim Vater geblieben wäre, da sie dann nämlich am 
gleichen Ort gelebt hätte wie jetzt. Für die Behauptung, dass für das Kindeswohl 
eine Einschulung in Romanisch nicht förderlich wäre, sei im ganzen Verfahren 
kein einziger Beweis angeboten worden. Es wäre denn auch vielmehr eine grosse 
Chance für C._____, zweisprachig aufzuwachsen (Duplik, S. 5 u. S. 7).

3.1.1. Der Wohnsitz ist eine bestimmte rechtliche Beziehung einer Person zu ei-
nem bestimmten Ort. Die Art. 23 ff. ZGB regeln die Frage, an welchem Ort in der 
Schweiz eine natürliche Person ihren (zivilrechtlichen) Wohnsitz hat, wobei die 
Grundsätze der Notwendigkeit (Art. 24 ZGB) und der Einheit (Art. 23 Abs. 2 ZGB) 
des Wohnsitzes gelten. An den Wohnsitz knüpfen andere Gesetzesnormen 
Rechtsfolgen an (Charlotte Christener-Trechsel/Christophe A. Herzig, Herausfor-
derung Mobilität bei gemeinsamer elterlicher Sorge: Der sogenannte Zügelartikel – 
Versuch einer Auslegeordnung, in: Fankhauser/Büchler [Hrsg.], Neunte Schweizer 
Familienrecht§tage, Bern 2018, S. 239). Der Wohnsitz hat somit nicht nur symbo-
lische Bedeutung, sondern ist sowohl für die Zuordnung von Rechten und Pflich-
ten als auch für verschiedene Zuständigkeiten entscheidend. So bestimmt der 
Wohnsitz des Kindes unter anderem behördliche Zuständigkeiten (Gericht, Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde [vgl. Art. 315 Abs. 1 ZGB]), aber auch den 
Ort der Einschulung (Bericht des Bundesrates "Alternierende Obhut" vom 8. De-
zember 2017, abrufbar unter <https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/gesellschaft/ 
gesetzgebung/kindesunterhalt/ber-br-d.pdf> [im Folgenden zitiert als "Bericht des 
Bundesrates"], S. 22; Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zu Art. 296-327c ZGB, Bern 2016, N 51 zu Art. 298 ZGB i.V.m. 
N 19 zu Art. 298b ZGB; Andrea Büchler/Sandro Clausen, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 
2017, N 12 zu Art. 298 ZGB; Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Auflage, 
Basel 2018, N 9 zu Art. 298 ZGB). Der zivilrechtliche Wohnsitz gemäss den Arti-
keln 23 ff. ZGB ist im ganzen Bereich des Privatrechts massgebend. Im öffentli-
chen Recht wird der Wohnsitzbegriff autonom bestimmt. Ausgangspunkt ist jedoch 
in vielen Fällen, wie beispielsweise dem Steuerrecht oder dem Sozialversiche-
rungsrecht, ebenfalls der zivilrechtliche Wohnsitz (Bericht des Bundesrates, 
a.a.O., S. 22).

https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/gesellschaft/%20gesetzgebung/kindesunterhalt/ber-br-d.pdf
https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/gesellschaft/%20gesetzgebung/kindesunterhalt/ber-br-d.pdf

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3.1.2. Der Wohnsitz des Kindes unter elterlicher Sorge befindet sich am Wohnsitz 
der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsamen Wohnsitz haben, am 
Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in den übrigen Fällen 
gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz (Art. 25 Abs. 1 ZGB). Im Fall einer alternie-
renden Obhut steht sowohl die elterliche Sorge als auch die Obhut beiden Eltern 
gemeinsam zu, so dass sich aus der Obhutsregelung keine eindeutige Anknüp-
fung ergibt. Der Fall der alternierenden Obhut stellt daher einen Anwendungsfall 
von Artikel 25 Absatz 1 zweiter Satz ZGB dar, so dass das Kind seinen Wohnsitz 
am Aufenthaltsort haben soll. Unter dem Aufenthaltsort i.S.v. Art. 25 ZGB wird da-
bei grundsätzlich derjenige Ort verstanden, zu dem das Kind seine engsten Bin-
dungen bzw. einen stärkeren Bezug aufweist (BGE 144 V 299 E. 5.3.3.1 f.; Bericht 
des Bundesrates, S. 22 m.w.H.; Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, a.a.O., N 51 zu 
Art. 298 ZGB i.V.m. N 19 zu Art. 298b ZGB; Andrea Büchler/Sandro Clausen, 
a.a.O., N 12 zu Art. 298 ZGB, m.H. auf Andrea Büchler/Luca Maranta, Das neue 
Recht der elterlichen Sorge, in: Jusletter 11. August 2014 Rz. 12 Fn. 31; Urs Vo-
gel, Der Wohnsitz des minderjährigen Kindes im Zivil- und Sozialhilferecht, in: 
Fankhauser/Reusser/Schwander [Hrsg.], Brennpunkt Familienrecht, Festschrift für 
Thomas Geiser zum 65. Geburtstag, Zürich 2017, S. 579 f.; vgl. auch Charlotte 
Christener-Trechsel/Christophe A. Herzig, a.a.O., S. 240 ff., die für die Bestim-
mung des Wohnsitzes des Kindes bei gemeinsamem Sorgerecht und getrennten 
Wohnsitzen unabhängig von der Obhutsregelung an den Aufenthaltsort i.S.v. Art. 
25 Abs. 1 letzter Teilsatz ZGB anknüpfen, nachdem seit der Sorgerechtsnovelle 
das Recht, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen, nicht mehr aus der Ob-
hut abgeleitet wird, sondern untrennbar mit dem Recht auf elterliche Sorge ver-
bunden ist). Lehre und Rechtsprechung verweisen zur Bestimmung der engsten 
Beziehungen bspw. auf den Ort, an dem sich das Kind mehrheitlich aufhält, oder 
auf die Betreuungszeit. Der stärkste Bezug muss indes nicht zwingend durch die 
Häufigkeit der Anwesenheit bestimmt sein, es können auch familiäre Bindungen 
(Erziehungsverantwortliche, Geschwister, Grosseltern etc.) oder ausserfamiliäre 
soziale Verknüpfungen und Aktivitäten (z.B. Schule, Ausbildung, Sportverein, 
Peergroup) ausschlaggebend sein (Bericht des Bundesrates, S. 22 m.w.H.; BGE 
144 V 299 E. 5.3.3.4; Urs Vogel, a.a.O., S. 579 f.; Charlotte Christener-
Trechsel/Christophe Herzig, a.a.O., S. 242; vgl. auch den Entscheid des Kantons-
gerichts Luzern vom 3. August 2016, LGVE 2016 II Nr. 10 E. 4.4.2 u. 4.5, dem-
gemäss sich die Wohnsitzfestlegung nach objektivierbaren, in die Zukunft gerich-
teten Kriterien zu richten hat, unabhängig von Verschuldensfragen im Zusammen-
hang mit der Aufhebung des gemeinsames Haushalts, vom Verlauf der bisherigen 
Betreuung oder von den weiteren verwandtschaftlichen Beziehungen).

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Lässt sich die engste Bindung des Kindes zu einem Ort nicht feststellen, was na-
mentlich der Fall sein dürfte, wenn sich ein Kind je hälftig bei beiden Elternteilen 
aufhält, sollen gemäss Lehre die Eltern entscheiden, wo sich der zivilrechtliche 
Wohnsitz des Kindes befindet. Können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet 
das Gericht oder die Behörde (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 9 
zu Art. 298 ZGB i.V.m. N 7 zu Art. 298b ZGB; Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, 
a.a.O., N 51 zu Art. 298 ZGB i.V.m. N 19 zu Art. 298b ZGB; Urs Vogel, a.a.O., S. 
580; Daniel Staehelin, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, 
Art. 1–456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, N 5 zu Art. 25 ZGB; Andrea Büch-
ler/Sandro Clausen, a.a.O., N 12 zu Art. 298 ZGB; Thomas Geiser, Umsetzung 
der gemeinsamen elterlichen Sorge durch die Gerichte, in: AJP 2015 S. 1105; 
LGVE 2016 II Nr. 10 E. 4.3).

3.2. Aufgrund der entsprechenden Einwände der Mutter ist vorliegend vorab die 
Frage zu klären, ob überhaupt ein Rechtsschutzinteresse vorliegt, den Wohnsitz 
von C._____ für die Dauer des Hauptverfahrens vorsorglich zu regeln, ob ihr mit 
anderen Worten ein Nachteil droht, wenn die Wohnsitzfrage erst im Hauptent-
scheid geklärt würde.

3.2.1. Ein Interesse der Tochter an einer vorsorglichen Klärung ihres zivilrechtli-
chen Wohnsitzes, um einen Anknüpfungspunkt für eine Gerichts- oder Behörden-
zuständigkeit zu schaffen, besteht vorliegend nicht, ist vor dem Regionalgericht 
Plessur doch bereits seit anfangs 2019 ein Verfahren hängig, deren Gegenstand 
die (umfassende) Regelung der Belange von C._____ bildet (zur Kompetenzat-
traktion zu Gunsten des Gerichts, wenn hinsichtlich des Unterhaltsbeitrags Unei-
nigkeit besteht, vgl. Art. 298b Abs. 3 ZGB sowie Art. 304 Abs. 2 ZPO; Ingeborg 
Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 14 zu Art. 298b ZGB; Sébastien Mo-
ret/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schwei-
zerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 6a zu Art. 304 ZPO). An-
ders sieht es in Bezug auf die Einschulung von C._____ im Sinne ihres Eintritts in 
den Kindergarten im August 2020 aus. Da sich der Ort der Einschulung nach dem 
Wohnsitz richtet (vgl. E. 3.1.1), besteht ein Bedürfnis des Kindes, dass diese Fra-
ge geklärt wird, zumal im Übrigen nicht umstritten ist, dass die Tochter den (im 
Kanton Graubünden freiwilligen) Kindergarten besuchen soll. Aus den Akten des 
Hauptverfahrens (vgl. Prozess-Nr. _____, act. I./1 S. 7, act. I./2 S.11) und nament-
lich aus den Berufungsschriften (vgl. vorn E. 2) geht denn auch hervor, dass sich 
der von den Eltern unter dem Titel Wohnsitz geführte Streit schwergewichtig um 
die Frage dreht, wo C._____ einzuschulen ist. Da die Genannte unter gemeinsa-
mer elterlicher Sorge sowie unter alternierender Obhut steht, muss zur Bestim-

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mung des Wohnsitzes auf ihren Aufenthaltsort im Sinne desjenigen Ortes abge-
stellt werden, zu dem sie ihren stärksten Bezug hat. Dieser Bezug ist aufgrund der 
verfügten Betreuungsregelung bzw. aufgrund des Umstands, dass sich C._____ je 
hälftig bei beiden Elternteilen aufhält, allerdings nicht zum vornherein klar, wes-
halb es an sich an den Eltern läge, einen Entscheid über den Wohnsitz der Toch-
ter zu treffen. Hierzu sind sie bekanntlich nicht in der Lage. Da der Besuch des 
Kindergartens im Interesse von C._____ liegt, erleidet sie beim Ausbleiben eines 
entsprechenden elterlichen Entscheids einen Nachteil. Diesen gilt es zu ihrem 
Wohl durch eine gerichtliche Regelung abzuwenden. Zu beachten ist, dass der 
Eintritt in den Kindergarten bereits im August 2020 erfolgen soll. Es ist absehbar, 
dass bis zu diesem Zeitpunkt noch kein rechtskräftiger Entscheid im Hauptverfah-
ren vorliegt. Hinzu kommt, dass der Kindergarteneintritt einer gewissen Vorlaufzeit 
bedarf, muss doch die Anmeldung für den Kindergarten und für allenfalls benötigte 
Tagesstrukturen in der Regel mehrere Monate im Voraus erfolgen. In diesem Sinn 
liegt ein Interesse von C._____ vor, dass die Frage des Wohnsitzes vorsorglich 
geklärt wird.

Das Bedürfnis nach einem vorsorglichen gerichtlichen Entscheid über den Schul- 
bzw. Kindergartenort besteht im Übrigen auch dann, wenn man sich nicht auf die 
oben zitierte Lehre abstützt, die den Ort der Einschulung aus dem zivilrechtlichen 
Wohnsitz ableitet, sondern den Fokus auf die Regelung im Kanton Graubünden 
legt. Art. 11 des Gesetzes für die Volksschulen des Kantons Graubünden 
(Schulgesetz; BR 421.000) bestimmt nämlich, dass jedes Kind die Schule jener 
Gemeinde besucht, in der es sich mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten 
dauernd aufhält (wobei der Begriff Schule auch die Kindergartenstufe umfasst [vgl. 
Art. 6 ff. Schulgesetz]). Aus dieser Regelung ergibt sich somit ebenfalls das 
Erfordernis, dass sich die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern – in 
Übereinstimmung mit Art. 301 Abs. 1 ZGB und 301a Abs. 1 ZGB – über den 
Aufenthalt von C._____ im Hinblick auf den Kindergartenbesuch einigen, bzw. 
beim Fehlen einer entsprechenden Einigung das Bedürfnis einer rechtzeitigen 
behördlichen Intervention.

3.2.2. Die Vorinstanz setzte sich mit der Frage des Wohnsitzes unter dem Aspekt 
der Einschulung soweit ersichtlich nicht auseinander, obwohl in erster Linie 
diesbezüglich ein Rechtsschutzinteresse an einem vorsorglichen Entscheid vorlag 
und bereits damals zweifelhaft war, ob bis zum Zeitpunkt der 
Kindergartenanmeldung ein rechtskräftiges Urteil im Hauptverfahren vorliegt. Eine 
Rückweisung des Verfahrens rechtfertigt sich aufgrund der Dringlichkeit eines ent-
sprechenden Entscheids indes nicht. Ausserdem haben sich beide Parteien im 

16 / 48

Berufungsverfahren ausführlich zur Thematik geäussert und strebt zumindest der 
Vater einen entsprechenden Entscheid durch die Berufungsinstanz an (vgl. die 
Stellungnahme des Vaters vom 5. März 2020 S. 3). 

3.3.1. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, wo C._____ ab August 2020 
den Kindergarten besuchen soll, ist die aktuelle Situation, ungeachtet davon, ob 
diese durch einseitige Handlungen der Mutter entstanden ist (vgl. BGE 142 III 502 
E. 2.7 in fine). Zu berücksichtigen ist daher zunächst die vom Vorderrichter verfüg-
te Betreuungsregelung, die von keiner Partei angefochten wurde und zurzeit auch 
gelebt wird. Auszugehen ist im Weiteren von den gegenwärtigen wirtschaftlichen 
Verhältnisse der Eltern, zumal es deren Anstellungen aktuell erlauben, nicht nur 
ihren eigenen Lebensunterhalt zu decken, sondern auch an den Unterhalt der 
Tochter beizutragen (vgl. E. 5 ff.), und es im Übrigen gerade die bestehende Stel-
lensituation den Eltern ermöglicht, die Tochter je hälftig zu betreuen. Über all dem 
steht das Kindeswohl, das Verfassungsrang hat und für sämtliche Kinderbelange 
oberste Richtschnur bildet (vgl. BGE 142 III 481 E. 2.6).

3.3.2. Der Vater beruft sich im vorliegenden Zusammenhang immer wieder auf die 
Aspekte der Stabilität und Kontinuität, denen seiner Ansicht nach bei einem 
Wohnsitz von C._____ in O.2_____ besser Rechnung getragen wird. Dieser Ar-
gumentation kann nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Betrachtet man allein den 
Wohnort von C._____, so trifft es zwar zu, dass sie in den ersten drei Lebensjah-
ren nur in O.2_____ wohnte. Nach der Trennung Mitte 2018 hielt sie sich aber le-
diglich noch an drei und seit dem erstinstanzlichen Entscheid an dreieinhalb Ta-
gen in O.2_____ auf. In der restlichen Zeit wohnte sie bei der Mutter, zunächst in 
O.3_____ und dann in O.4_____. Wesentlich erscheint sodann, dass ein Kind in 
den ersten Lebensjahren
eher personen- als umgebungsbezogen ist. Es ist vorliegend daher nicht nur zu 
berücksichtigen, wo sich C._____ seit ihrer Geburt aufhielt, sondern schwerge-
wichtig auch, von wem sie betreut wurde. Dabei fällt auf, dass sich in ihren ersten 
Lebensjahren tendenziell mehr die Mutter um sie kümmerte, dass aber seit jeher 
auch der Vater eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte. Der bedeutendste Sta-
bilitätsfaktor im Leben von C._____ ist daher nicht die Wohnung in O.2_____ – 
und schon gar nicht ein formeller Wohnsitz als solcher –, sondern ihre Betreuung 
durch beide Elternteile (so auch der Vater in der Replik, S. 3 u. 13). Die rund hälf-
tige Betreuung soll während der Dauer des Hauptverfahrens aufrechterhalten 
werden, auch nach dem Willen der Eltern, die die entsprechende vorinstanzliche 
Anordnung wie dargelegt nicht angefochten haben. Eine ausgeglichene Beteili-
gung von Mutter und Vater an der täglichen Betreuung ermöglicht es C._____ 

17 / 48

denn auch, ihre intensive Beziehung zu beiden Elternteilen fortzuführen, was für 
sie zweifellos förderlich ist. Zu beachten ist nun, dass die Mutter jeweils am Wo-
chenende arbeitet, weshalb sie die Tochter nur unter der Woche betreuen kann. 
Eine Aufrechterhaltung des aktuellen Betreuungsmodells ist daher nur möglich, 
wenn C._____ in O.4_____ den Kindergarten besucht. Ein Kindergarteneintritt in 
O.2_____ würde nämlich bedeuten, dass sie sich nicht nur am Wochenende dort 
aufhält, sondern auch unter der Woche, wäre es dem Kind doch nicht zumutbar, 
während der Betreuungszeit der Mutter von O.4_____ aus den Kindergarten in 
O.2_____ zu besuchen. Der Mutter verbliebe damit mehr oder weniger nur noch 
der Mittwochnachmittag, um freie Zeit mit C._____ zu verbringen (wie im Übrigen 
auch der Vater im Hauptverfahren aufzeigte [vgl. Proz. Nr. _____, act. II./8]), mit 
der Folge, dass sich der Alltag der Tochter massiv verändern würde. Die seit län-
gerer Zeit gelebte hälftige Betreuung von C._____ durch beide Elternteile würde 
entfallen und ihr Kontakt zur Mutter und im Übrigen auch zu ihren gleichaltrigen 
Kameradinnen aus O.4_____ sehr stark eingeschränkt. Eine derart einschneiden-
de Veränderung ist im Massnahmeverfahren, in dem die aktuelle Betreuungs- und 
Erwerbssituation wie erwähnt nach Möglichkeit beibehalten werden soll, nicht an-
gezeigt und würde das Kindeswohl deutlich beeinträchtigen. Die Aspekte der Sta-
bilität und Kontinuität sprechen daher entgegen der Ansicht des Vaters für einen 
Kindergarteneintritt in O.4_____ und nicht in O.2_____. Ob die alternierende Ob-
hut, genauer gesagt das bestehende Betreuungsmodell, nach dem Kindergarten-
eintritt aufrechterhalten werden kann, ist nicht klar. Es erscheint aber nicht 
grundsätzlich ausgeschlossen, dass die vom Vorderrichter angeordnete Betreu-
ungsregelung jedenfalls vorläufig und grosso modo weiterhin umgesetzt werden 
kann, zumal der Vater auch schon seine Bereitschaft bekundet hat, nach 
O.6_____ zu ziehen (vgl. Replik, S. 13; VI act. VII./3 S. 4). In Anbetracht dessen 
drängt sich eine anderslautende (gestützt auf die Offizialmaxime vorzunehmende) 
Anordnung im Berufungsverfahren nicht auf. Vielmehr ist eine allfällige Anpassung 
der Obhut oder der Betreuungsregelung in ein Abänderungsverfahren zu verwei-
sen.

Der Einwand des Vaters, dass eine Einschulung in einer Fremdsprache, nämlich 
Romanisch, für die Tochter nicht förderlich sei, ist nicht zum vornherein von der 
Hand zu weisen. Bei näherem Hinsehen steht das Kindeswohl einem Kindergar-
teneintritt in O.4_____ indessen nicht entgegen. Zwar findet der Kindergarten in 
O.4_____ in romanischer Sprache statt. Es kann aber ohne weiteres davon aus-
gegangen werden, dass die Kindergartenlehrpersonen – und ebenso die meisten 
der anderen Kindergartenkinder – auch deutsch sprechen und C._____ so den 
Kindergarteneintritt erleichtern können. Zudem hat sie bereits in der Kindertages-

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stätte gewisse Romanischkenntnisse erworben (Proz. Nr. _____ act. III./3/29). Die 
Situation ist daher eine andere als in dem vom Berufungskläger zitierten BGE 142 
III 498, in dem ein Umzug nach Spanien, in ein Land, zu dem das betroffene Kind 
gar keine Bezugspunkte hatte und in dem lediglich eine Sprache gesprochen wird, 
zur Diskussion stand. Abgesehen davon geht es vorliegend noch nicht um den 
Eintritt in die Schule, so dass eine Unterstützung durch die Eltern bei den Haus-
aufgaben aktuell nicht erforderlich ist. Wo C._____ dereinst zur Schule gehen 
wird, ist mit der vorliegenden Anordnung noch nicht entschieden. Darüber wird, 
wie auch über die künftige Obhutsregelung, im Hauptverfahren zu befinden sein.

3.3.3. Zusammenfassend erscheint unter Berücksichtigung der Betreuungs- sowie 
der wirtschaftlichen Kontinuität das Kindeswohl von C._____ besser gewahrt, 
wenn sie ab August 2020 den Kindergarten in O.4_____ besucht.

Im Hinblick auf den entsprechenden Einwand des Vaters bleibt darauf hinzuwei-
sen, dass es bei der vorliegend getroffenen Regelung nicht darum geht, die Mutter 
für ihr Verhalten zu belohnen, sondern darum, eine im Wohl des Kindes liegende 
Anordnung zu treffen. Im Übrigen ist die Niederlassungs- und Bewegungsfreiheit 
beider Elternteile zu respektieren (BGE 142 III 481 ff. E. 2.5). Genauso wie der 
Vater für sich entscheiden durfte, nach der Trennung in O.2_____ zu bleiben, durf-
te die Mutter beschliessen, nach O.3_____ und später nach O.4_____ zu ziehen. 
Die Wahl der fraglichen Wohnorte dürfte notabene auf die Nähe zu ihrem Arbeits-
ort zurückzuführen sein (vgl. Replik, S. 6), wobei sie die entsprechende Anstellung 
bereits während des Zusammenlebens mit dem Vater hatte. Es ging also nicht 
darum, dem Vater die Tochter zu entziehen. Die Motive des Wegzugs der Mutter 
stehen aber an sich gar nicht zur Debatte. Vielmehr ist, selbst wenn damit eine 
Verletzung des Zustimmungserfordernisses von Art. 301a Abs. 2 lit. b ZGB ver-
bunden gewesen sein sollte, von der Prämisse des Wegzugs der Mutter auszuge-
hen, mit der Folge, dass die Eltern-Kind-Beziehung soweit nötig angepasst wer-
den muss (vgl. BGE 142 III 481 E. 2.5 f.). Im vorliegenden Fall gelang es den El-
tern nicht, sich nach der Trennung über die Anpassung der Kinderbelange im Sin-
ne von Art. 301a Abs. 5 ZGB umfassend zu einigen, weshalb es auch zur Einlei-
tung einer Klage durch den Vater kam. Die Parteien fanden aber immerhin über 
die Betreuung der Tochter im Grundsatz eine Einigung, auch wenn dies vom Vater 
heute bestritten wird. Sie verständigten sich nämlich darauf, dass beide C._____ 
alternierend, und zwar annähernd hälftig, betreuen (vgl. auch act. C.2 u. C.7). 
Streitig waren von Beginn weg lediglich die genauen Betreuungsanteile, nämlich 
wer die Tochter drei und wer sie vier Tage betreuen soll. Zu beachten ist, dass 
damit auch die Zustimmung des Vaters vorlag, dass C._____ an mindestens drei 

19 / 48

Tagen pro Woche einen zweiten Aufenthalt am Wohnsitz der Mutter in O.3_____ 
begründet.

3.4. Ist der Aufenthalt von C._____ im Hinblick auf den Besuch des Kindergar-
tens in O.4_____ festzusetzen, besteht kein Anlass, die vorinstanzliche Anord-
nung, ihren Wohnsitz für die Dauer des Hauptverfahrens vorsorglich bei der Mutter 
festzulegen, aufzuheben, zumal die Parteien selbst den Ort der Einschulung vom 
Wohnsitz ableiten und die Mutter diesen ausserdem vorläufig nicht verändern darf. 
Die erwähnte Regelung ist im Übrigen auch im Hinblick auf die Zeit vor dem Kin-
dergarteneintritt nicht zu beanstanden. So steht fest, dass sich vorliegend aus den 
Betreuungszeiten kein Schluss auf eine engere Beziehung zum einen oder ande-
ren Ort ziehen lässt, da jeder Elternteil das Kind seit dem erstinstanzlichen Ent-
scheid an dreieinhalb Tagen betreut, nämlich die Mutter von Montagmittag bis 
Donnerstagabend in O.4_____ und der Vater von Donnerstagabend bis Montag-
mittag in O.2_____. Im Interesse von C._____ erfolgt die Übergabe nicht am Don-
nerstag um Mitternacht, sondern früher am Abend. Das sich daraus ergebende 
zeitliche Ungleichgewicht ist daher zu vernachlässigen und ein kleinliches Auf-
rechnen einzelner Stunden, wie es der Vater macht, unangebracht. Dass der Va-
ter die Tochter mehr persönlich betreut, trifft zu und hat seine Ursache darin, dass 
er ein kleineres Arbeitspensum hat als die Mutter und im Gegensatz zu ihr nicht 
auf eine Fremdbetreuung angewiesen ist. Entgegen der Ansicht des Vaters geht 
die persönliche Betreuung der Tochter dem – bereits vor der Trennung gelebten – 
Betreuungskonzept einer mittlerweile eintägigen Fremdbetreuung in der Kinderta-
gesstätte am Wohnort der Mutter aber nicht in dem Sinn vor, als daraus eine en-
gere Beziehung zu seinem Wohnort entstehen würde, zumal sich C._____ des-
wegen zeitlich nicht mehr in O.2_____ als in O.4_____ aufhält. Demgegenüber 
kann sich, wie oben dargelegt, unter anderem aus ausserfamiliären Verknüpfun-
gen ein enger Bezug zu einem Ort ergeben. Dass C._____ seit längerer Zeit in 
O.4_____ die Kindertagesstätte besucht und daher regelmässige Kontakte zu an-
deren Kindern aus O.4_____ und Umgebung hat, durfte der Vorderrichter daher 
durchaus als enge(re)n Bezug zum erwähnten Ort gewichten.

Damit ist die Berufung des Vaters in Bezug auf die vorsorgliche Wohnsitzregelung 
abzuweisen, auch was seinen Antrag auf Hinterlegung der Schriften von C._____ 
in der Gemeinde O.5_____ betrifft, zumal er den Wechsel der Schriften wohl nur 
für den Fall beantragt hat, dass der Wohnsitz der Tochter in O.2_____ festgelegt 
wird. Jedenfalls begründete er nie, welches Interesse C._____ hätte, ihre Schriften 
unabhängig von der Frage des zivilrechtlichen Wohnsitzes während der Dauer des 

20 / 48

Verfahrens in O.5_____ und nicht in O.4_____ zu haben. Ein solches ist denn 
auch nicht ersichtlich.

4.1.1. Angefochten wurde vom Vater auch die vorinstanzliche Unterhaltsregelung. 
Diese erfolgte gestützt auf Art. 303 Abs. 1 ZPO, wonach der Beklagte, steht das 
Kindesverhältnis fest, verpflichtet werden kann, angemessene Beiträge an den 
Unterhalt des Kindes zu hinterlegen oder vorläufig zu zahlen. Voraussetzung für 
den Erlass entsprechender vorsorglicher Massnahmen ist das Feststehen eines 
Kindesverhältnisses, die Rechtshängigkeit einer Unterhaltsklage nach Art. 279 
ZGB sowie ein Gesuch durch die klagende Partei (Stefanie Pfänder Baumann, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 3 ff. zu Art. 303 ZPO; 
Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 10 u. N 16 zu Art. 303 ZPO). Die vorsorg-
lichen Massnahmen werden für die Dauer des Prozesses verfügt, frühestens von 
der Erhebung der Klage an und spätestens bis zur rechtskräftigen Erledigung. 
Wird das Begehren erst im Lauf des Prozesses eingereicht, kann in Analogie zu 
BGE 115 II 201 eine Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Klage, längstens aber auf 
ein Jahr vor Einreichung des Gesuches gefordert werden (Art. 303 ZPO i.V.m. Art. 
279 ZGB) (Stefanie Pfänder Baumann, a.a.O., N 6 zu Art. 303 ZPO; Sébastien 
Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 23 zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., 
N 24 zu Art. 303 ZPO). Zur Anwendung gelangt das summarische Verfahren (Art. 
248 lit. d und Art. 252 ff. ZPO), ergänzt durch Art. 296 ZPO betreffend den Unter-
suchungs- und Offizialgrundsatz (Jonas Schweighauser, a.a.O., N 11 zu Art. 303 
ZPO; Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 15 zu Art. 303 ZPO).

4.1.2. Nach der Lehre sind vorläufige Zahlungen an den im Urteil bestimmten Un-
terhaltsbeitrag anzurechnen. Bei einer ganzen oder teilweisen Abweisung der Un-
terhaltsklage hat der Leistende folglich Anspruch auf Rückerstattung der geleiste-
ten vorläufigen Zahlungen bzw. der Differenz zwischen den vorläufigen Zahlungen 
und den nach dem Urteil geschuldeten geringeren Unterhaltsleistungen, wobei er 
diese in einem separaten Verfahren einfordern muss (Stefanie Pfänder Baumann, 
a.a.O., N 11 zu Art. 303 ZPO; Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 31 f. zu Art. 
303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 27 zu Art. 303 ZPO; BGE 136 IV 122 
E. 2.3 = Pra 2011 Nr. 45; alle mit Hinweisen auf Cyril Hegnauer, in: Hausheer 
[Hrsg.], Berner Kommentar zu Art. 270-295 ZGB, Bern 1997, N 42 ff. zu Art. 281-
284 ZGB). Das Bundesgericht spricht sich demgegenüber – namentlich unter 
Verweis auf den gesetzlichen Unterhaltsanspruch des unmündigen Kindes nach 
Art. 277 Abs. 1 ZGB – dafür aus, dass der im Rahmen von vorsorglichen Mass-
nahmen zu Gunsten eines minderjährigen Kindes angeordnete Unterhaltsbeitrag 

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nicht zurückzuerstatten ist, wenn der Schuldner im Hauptprozess von der Zahlung 
befreit wird. In einem Verfahren mit einem unmündigen Kind, dessen Kindesver-
hältnis feststehe (Art. 281 Abs. 2 aZGB), seien die angeordneten vorsorglichen 
Massnahmen eigentliche Regelungsmassnahmen, das heisst Massnahmen, die 
das bestehende Rechtsverhältnis zwischen den Parteien für die Dauer des Ver-
fahrens provisorisch regeln. In diesem Sinn seien sie mit den vorsorglichen Mass-
nahmen vergleichbar, die während des Scheidungsverfahrens angeordnet werden 
und definitiv erworben seien. Gemäss Bundesgericht wird der Entscheid, mit dem 
die vorsorglichen Massnahmen angeordnet werden, daher im Hauptentscheid 
nicht nochmals behandelt (BGE 137 III 586 E. 1.2 = Pra 2012 Nr. 49 [zu Art. 281 
Abs. 2 aZGB, der dem aktuell gültigen Art. 303 Abs. 1 ZPO entspricht] m.w.H., 
u.a. auf BGE 128 III 121 E. 3c/bb; BGE 138 III 333 E. 1.2 = Pra 2012 Nr. 128; vgl. 
auch Sébastien Moret/Daniel Steck, a.a.O., N 26 zu Art. 303 ZPO sowie Entscheid 
des Kantonsgerichts St. Gallen FO.2017.3 vom 21. November 2019 E. 2.b). An-
ders als bei einer vorsorglichen Anordnung von Unterhaltszahlungen in einem 
Eheschutzverfahren, deren definitive Festsetzung im Endentscheid vorbehalten 
bleibt (vgl. dazu Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 150 vom 12. 
November 2019 E. 1.6.1), besteht im Falle einer Verpflichtung zu vorläufigen Zah-
lungen nach Art. 303 Abs. 1 ZPO demnach ein Rechtsschutzinteresse an einer 
Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz.

4.2.1. Materielle Grundlage zur Bemessung der vorsorglichen Unterhaltsbeiträge 
bilden die Bestimmungen von Art. 276 ZGB und Art. 285 ZGB (Stefanie Pfänder 
Baumann, a.a.O., N 10 zu Art. 303 ZPO; Jonas Schweighauser, a.a.O., N 19 u. N 
21 zu Art. 303 ZPO). Der Unterhalt der Kinder wird durch Pflege, Erziehung und 
Geldzahlung geleistet. Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach sei-
nen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere 
die Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen sowie die 
Kosten der Betreuung (Art. 276 Abs. 1 u. 2 ZGB). Der Kindesunterhaltsbeitrag soll 
den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der 
Eltern entsprechen; dabei sind das Vermögen und die Einkünfte des Kindes zu 
berücksichtigen. Ausserdem dient der Unterhaltsbeitrag auch der Gewährleistung 
der Betreuung des Kindes durch die Eltern oder Dritte (Art. 285 Abs. 1 u. 2 ZGB). 
Der Kindesunterhalt hat somit die konkreten Bedürfnisse des Kindes abzudecken, 
wobei gestützt auf die soeben zitierte Bestimmung eine Wechselwirkung besteht 
zwischen dem Bedarf des Kindes und der Leistungskraft bzw. Lebenshaltung der 
Eltern. Geschuldet ist der gebührende Unterhalt, d.h. derjenige, der angesichts der 
gelebten Verhältnisse als angemessen erscheint (Christiana Fountoulakis, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Auflage, 

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Basel 2018, N 2 zu Art. 285 ZGB). Die Festsetzung des Unterhaltsbeitrags ist ein 
Ermessensentscheid, bei dem alle bedeutsamen Umstände berücksichtigt werden 
müssen (Urteil des Bundesgerichts 5A_1017/2014 vom 12. Mai 2015 E. 4.1).

4.2.2. Der Betrag, der als Geldzahlung für den Unterhalt des Kindes bestimmt ist, 
setzt sich aus dem Barunterhalt und dem Betreuungsunterhalt zusammen. Aus-
gangslage für die Berechnung des Barunterhalts des Kindes ist dessen Bedarf, 
wobei Grundlage für die Barbedarfsberechnung wiederum die Positionen sind, wie 
sie auch für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums ver-
wendet werden. Bei Kindern geht es in der Regel um einen Grundbetrag (für Nah-
rung, Kleidung und Wäsche, Körper- und Gesundheitspflege u.a.m.), die Wohn-
kosten (anteilige Miete; bei alternierender Betreuung in der Regel bei beiden El-
tern), die Krankenkassenprämien sowie allfällige Drittbetreuungskosten oder an-
dere, kindbezogene direkte Kosten. Die eingesetzten Beträge sollen im Zusam-
menhang mit den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern stehen (sog. familien-
rechtlicher Grundbedarf). Je knapper die finanziellen Verhältnisse sind, desto en-
ger müssen sich die Gerichte für die Ermittlung des Bedarfs an die für die Berech-
nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums geltenden Zahlen anlehnen. 
Vom derart ermittelten Barunterhaltsanspruch sind die Kinder- bzw. Ausbildungs-
zulagen abzuziehen (Urteil des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 
5.2.3). 

Bei minderjährigen Kindern wird die Unterhaltspflicht durch Leistung an den 
gesetzlichen Vertreter oder den Inhaber der Obhut erfüllt (Art. 289 Abs. 1 ZGB). 
Teilen sich die Eltern die Obhut, ist diese Bestimmung so zu verstehen, dass die 
Unterhaltspflicht durch Leistung an den jeweils anderen Elternteil erfüllt wird. Bei 
wie vorliegend hälftiger und gleichwertiger Betreuung, bei der beide Elternteile 
gleichermassen durch Pflege und Erziehung zum Unterhalt des Kindes beitragen, 
bemisst sich der Barunterhaltsbeitrag nach dem Kriterium der Leistungsfähigkeit: 
Jeder Elternteil hat den bei sich selbst und den beim anderen Elternteil 
anfallenden Kindesbedarf im Umfang seiner Leistungsfähigkeit zu übernehmen. 
Die Leistungsfähigkeit ist grundsätzlich in dem Umfang gegeben, als das eigene 
Einkommen den eigenen Bedarf übersteigt. Da die den Eltern anfallenden direkten 
Kinderkosten in der Regel unterschiedlicher Höhe sind, bedarf es ausserdem einer 
Feststellung darüber, wer welche Auslagen für das Kind trägt und wer für das Kind 
bestimmte Leistungen im Sinne von Art. 285a ZGB bezieht. So haben beide Eltern 
– grundsätzlich jeweils im Umfang ihrer Betreuungsanteile – Auslagen für 
Positionen, welche durch den Grundbetrag des Kindes gedeckt sind (Nahrung, 
Kleidung, Hygieneartikel usw.). Ferner kommen beide für den Anteil des Kindes an 

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ihren eigenen Wohnkosten auf. Demgegenüber bezahlt üblicherweise bloss ein 
Elternteil die Rechnungen für (vernünftigerweise) nicht teilbare Barauslagen wie 
Krankenkassenprämien und Drittbetreuungskosten. Auch die Kinderzulagen, 
welche vom Bedarf des Kindes abzuziehen sind, bezieht nur ein Elternteil. Diesen 
Besonderheiten ist bei der Festsetzung des Barunterhaltsbeitrages Rechnung zu 
tragen (Urteile des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.4.3 sowie 
5A_727/2018 vom 22. August 2019 E. 4.3; Christiana Fountoulakis, a.a.O., N 24 
zu Art. 285 ZGB; Jonas Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], Fam-
Komm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 47 ff. zu Art. 285 ZGB; 
Alexandra Jungo/Christine Arndt, Barunterhalt der Kinder: Bedeutung von Obhut 
und Betreuung der Eltern, in: FamPra.ch 2019, S. 756 ff.; Beschluss des Kantons-
gerichts Schwyz ZK1 2018 49 vom 4. März 2019 E. 13).

Der Betreuungsunterhalt entspricht dem Betrag, welcher einem betreuenden El-
ternteil fehlt, um seinen eigenen Bedarf zu decken, soweit das Manko darauf 
zurückzuführen ist, dass er aufgrund der Kinderbetreuung seine Erwerbstätigkeit 
nicht voll ausschöpfen kann. Er stellt wirtschaftlich eine Abgeltung für die Betreu-
ungszeit an den betreuenden Elternteil dar, steht juristisch indes dem Kind zu. Für 
die Bemessung des Betreuungsunterhalts gelangt nach Bundesgericht die Le-
benshaltungskosten-Methode zur Anwendung, die darin besteht, die Differenz 
zwischen den Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils und dessen (al-
lenfalls hypothetischen) Einkommen auszugleichen. Als Richtschnur gilt das fami-
lienrechtliche Existenzminimum, wobei die Lebenshaltungskosten indes auf das 
betreibungsrechtliche Existenzminimum beschränkt werden können, falls die vor-
handenen Mittel nicht ausreichen, um alle Bedarfspositionen zu decken (vgl. BGE 
144 III 377 E. 7.1 = Pra 2018 Nr. 104 m.w.H.; Sabine Aeschlimann/Jonas 
Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band 
I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 15 f. Allg. Bem. zu Art. 276‒293 ZGB; Leitfaden 
neues Unterhaltsrecht des Obergerichts des Kantons Zürich, Version Juni 2019, 
S. 8 ff., abrufbar unter <https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Doku 
mente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf> [im Folgenden zitiert als 
"Leitfaden"]; vgl. auch das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 97 
vom 23. März 2018 E. 6.2).

4.2.3. Für die rechtserheblichen Tatsachen, insbesondere den Bedarf und die 
Leistungsfähigkeit der Parteien, gilt im Massnahmeverfahren das Beweismass der 
Glaubhaftmachung (Jonas Schweighauser, a.a.O., N 16 u. 22 zu Art. 303 ZPO). 
Es braucht somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein 
dieser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse 

https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Doku%20mente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf
https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Doku%20mente/obergericht/Leitfaden_Unterhaltsrecht_v8.0.pdf

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Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 
rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3, BGE 120 II 393 E. 4c).

5. Die Vorinstanz unterschied bei ihren Unterhaltsberechnungen aufgrund von 
Veränderungen bei den massgeblichen Parametern vier Phasen. Seitens des Va-
ters wird dies gerügt. Er bringt vor, entgegen der Ansicht des Vorderrichters sei 
eine Unterteilung nicht gerechtfertigt, zumal die Mutter ab September 2019 ohne 
Not ihr Arbeitspensum reduziert und ab Oktober 2019 ebenso ohne Not höhere 
Wohnkosten verursacht habe (Berufung, S. 9). Wie nachstehend aufgezeigt wird, 
ist die im Herbst 2019 eingetretene Reduktion des Erwerbseinkommens der Mut-
ter und der damals vorgenommene Wechsel des Wohnsitzes bei der Unterhalts-
berechnung zu berücksichtigen. Ausserdem kam es Ende 2018 zu einem Wechsel 
bei der Auszahlung der Kinderzulagen. In Anbetracht dessen wird die vorinstanzli-
che Unterteilung der Unterhaltspflicht in mehrere Phasen im Berufungsverfahren 
aufrechterhalten, mit Ausnahme der Phase 3, die lediglich den Monat September 
2019 umfasst.

5.1. Die erste Phase umfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2018 (Trennung) bis En-
de Dezember 2018. Der Vorderrichter verpflichtete den Vater, seiner Tochter für 
diese Zeit einen Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 265.00 zu bezahlen (E. 4.3, 
S. 13 ff., des angefochtenen Entscheids). 

5.1.1. Um die Einkünfte der Mutter – für die ersten zwei Phasen – zu ermitteln, 
stützte sich der Vorderrichter auf den Durchschnitt der Monate Juli 2018 bis und 
mit August 2019 ab. So errechnete er ein monatliches Einkommen von rund CHF 
3'350.00 netto. Der Vater macht im Berufungsverfahren geltend, beim durch-
schnittlichen Einkommen der Mutter sei der Lohn für den Monat November 2018 
nicht zu berücksichtigen, da sie dann lediglich rund CHF 700.00 Arbeitslosengel-
der erhalten habe, mutmasslich deshalb, weil sie Einstelltage kassiert habe. Aus-
serdem sei zu beachten, dass sie allein in den Monaten Januar bis August 2019 
ein durchschnittliches Einkommen von CHF 3'579.30 erzielt habe (Berufung, S. 9 
f.). Demgegenüber bringt die Mutter in der Berufungsantwort vor, bei der Ermitt-
lung ihres Einkommens müsse im Gegensatz zur vorinstanzlichen Berechnung die 
Ferienentschädigung abgezogen werden, weshalb ihr von Juli bis Dezember 2018 
ein durchschnittliches Einkommen von lediglich CHF 2'772.00 pro Monat und von 
Januar bis August 2020 (recte 2019) ein solches von CHF 3'312.00 pro Monat an-
zurechnen sei (Berufungsantwort, S. 9 f.).

http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-III-321
http://links.weblaw.ch/de/BGE-120-II-393

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Aus Sicht der Berufungsinstanz besteht kein Anlass, das Einkommen der Mutter 
abweichend von der ersten Instanz festzusetzen. Die Genannte war im fraglichen 
Zeitpunkt bei der D._____ als Mitarbeiterin Kasse mit einem Pensum von 80-
100% angestellt (act. C.17-19). Indem der Vorderrichter eine Durchschnittsrech-
nung vorgenommen hat, hat er der Tatsache Rechnung getragen, dass die Ein-
künfte der Mutter saisonalen Schwankungen und Unterbrüchen unterliegen und 
nicht jeden Monat gleich hoch ausfallen. In diesem Sinn ist auch der Monat No-
vember 2018, in dem die Mutter lediglich einzelne Taggelder der Arbeitslosenver-
sicherung bezogen hat (VI act. II./1/2), in die Berechnung einzubeziehen. Da auf 
das Durchschnittseinkommen von 14 Monaten abgestellt und nicht eine Einzelbe-
trachtung eines Monats vorgenommen wird, gibt es ausserdem keinen Grund, bei 
der Ermittlung der anrechenbaren Einkünfte die Ferienentschädigung abzuziehen. 
Die nötige Erholung der Mutter in der Form von Ferien – in casu bspw. im Mai 
2019 – wird damit berücksichtigt (vgl. BGE 121 IV 272 E. 3d in fine). Auszugehen 
ist folglich von einem monatlichen Einkommen der Mutter von CHF 3'350.00.

5.1.2. Den Bedarf der Mutter bezifferte der Vorderrichter mit CHF 2'546.00 pro 
Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 1'350.00, Kosten für die Kran-
kenkasse von CHF 368.00 abzüglich die Prämienverbilligung von CHF 358.00, 
Wohnkosten von CHF 1'180.00 abzüglich den Wohnkostenanteil von C._____ von 
CHF 350.00, Fahrkosten für den Arbeitsweg von CHF 206.00 sowie Kosten für die 
auswärtige Verpflegung von CHF 150.00. Während dies vom Vater nicht bean-
standet wird, rügt die Mutter, dass ihr Bedarf zu tief angesetzt worden sei. Diverse 
Kosten wie z.B. für das Telefon, für Versicherungen und Steuern seien zu Unrecht 
und ohne Begründung nicht anerkannt worden (Berufungsantwort, S. 11).

Der Vorderrichter begründete die Nichtanrechnung der entsprechenden Positionen 
damit, dass es lediglich um vorsorgliche Unterhaltszahlungen für die Dauer des 
Hauptverfahrens gehe. Hierzu ist zu bemerken, dass die fraglichen Kosten bei 
ausreichenden wirtschaftlichen Verhältnissen im Rahmen vorsorglicher Unterhalts-
leistungen durchaus anzurechnen wären. Vorliegend erlauben es die finanziellen 
Verhältnisse der Parteien allerdings nicht, sämtliche seitens der Mutter geltend 
gemachten Positionen zu berücksichtigen, da es in einem solchen Fall nicht mög-
lich wäre, mit den vorhandenen Mitteln den Grundbedarf sämtlicher Familienmit-
glieder zu decken. Die Vorinstanz hat sich daher grundsätzlich zu Recht am be-
treibungsrechtlichen Existenzminimum orientiert. Es rechtfertigt sich aber, zumin-
dest die monatliche Steuerlast zu berücksichtigen (vgl. BGE 140 III 337 E. 4.2.3; 
BGE 126 III 353). Diese hat die Mutter in ihrem Gesuch vom 8. Juli 2019 auf CHF 
50.00 für sich selber und auf CHF 75.00 für den Vater geschätzt (VI act. I./1 S. 7). 

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Aus den mit ihren Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege eingereichten Steu-
erveranlagungen geht indessen hervor, dass die Mutter im Jahre 2018 keine 
Steuern zu bezahlen hatte (ZK1 20 10 act. B.9), während beim Vater eine monatli-
che Steuerlast von CHF 54.00 anfiel (ZK1 19 213 act. B.8). Der Bedarf der Mutter 
beläuft sich damit auf CHF 2'546.00 pro Monat.

5.2.1. Beim Vater, der im E._____ in O.7_____ mit einem Pensum von 70% als 
Betreuer tätig ist, ermittelte der Vorderrichter ein Erwerbseinkommen von monat-
lich CHF 3'760.00 inklusive Anteil am 13. Monatslohn, exklusive Kinderzulagen, 
besondere Sozialzulage sowie Spesen, wobei er auf den Durchschnitt der Monate 
Juli 2018 bis und mit Juli 2019 abstellte. Die von der Mutter geltend gemachten 
Einnahmen aus der Vermietung einer im hälftigen Miteigentum des Vaters stehen-
den Liegenschaft berücksichtigte der Einzelrichter nicht, da er zur Erkenntnis ge-
langt war, dass die Kosten für die Verzinsung des Hypothekardarlehens und sowie 
die Amortisationszahlungen, zu denen der Vater verpflichtet sei, die Mieterträge 
praktisch aufwiegen.

Die Mutter beharrt im Berufungsverfahren darauf, dem Vater aus Mieterträgen ein 
zusätzliches Einkommen von CHF 481.00 pro Monat anzurechnen. Die Amortisa-
tion der Hypothek habe zu einer Erhöhung des Vermögens geführt. Ob der Vater 
die Amortisationen freiwillig oder unfreiwillig geleistet habe, sei unerheblich, da 
Schulden gegenüber Dritten der familienrechtlichen Unterhaltspflicht nachgingen 
(Berufungsantwort, S. 11). Dieser Argumentation kann nicht ohne Weiteres gefolgt 
werden. Zwar war der Vater bis im August 2019 hälftiger Miteigentümer einer Lie-
genschaft, mit der er Mieterträge erzielte (vgl. E. 4.3.2, S. 15, des angefochtenen 
Entscheids; VI act. VII./3 S. 3). Allerdings ist in Übereinstimmung mit dem Vorder-
richter davon auszugehen, dass aus dieser Vermietung ein Überschuss von ledig-
lich rund CHF 60.00 pro Monat resultierte (vgl. VI act. III./1/4). Dass die Amortisa-
tion eines Hypothekardarlehens der Vermögensbildung dient und daher bei der 
Bedarfsberechnung – bzw. vorliegend bei der Berechnung von Mieterträgen – 
grundsätzlich nicht zu berücksichtigen ist, trifft zu (Urteil des Bundesgerichts 
5A_780/2015 vom 10. Mai 2016 E. 2.7; Urteile des Kantonsgerichts von Graubün-
den ZK1 14 121 vom 19. Januar 2015 E. 4e sowie ZK1 12 3 vom 15. März 2012 
E. 5c/aa). Wie der Vorderrichter zu Recht ausführt, liessen es die finanziellen Ver-
hältnisse des Vaters indes zu, dass er die fraglichen Amortisationszahlungen leis-
tete, so dass es sich nicht rechtfertigt, ihm rückwirkend ein zusätzliches, hypothe-
tisches Einkommen aus Mieteinnahmen anzurechnen.

Darüber hinaus macht die Mutter geltend, der Vater habe im September 2018 oh-
ne Not unbezahlten Urlaub genommen, weshalb ihm bei der Berechnung des 

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Durchschnittslohns für diesen Monat ein Betrag von CHF 850.00 aufzurechnen 
sei. Damit ergebe sich von Juli 2018 bis Dezember 2018 ein durchschnittliches 
Einkommen aus Arbeitserwerb in der Höhe von CHF 3'802.00 und ab 2019 ein 
solches von CHF 3'827.50 (Berufungsantwort, S. 12). Zu einer solchen Aufrech-
nung besteht aus Sicht der Berufungsinstanz kein Anlass, da es sich konkret le-
diglich um eine Woche unbezahlten Urlaub handelte, noch dazu zu einer Zeit, in 
der noch kein Verfahren betreffend Unterhalt hängig war. Es ist daher auch hier 
auf die tatsächlich erzielten Einnahmen abzustellen.

Die Vorinstanz ist beim Vater somit zu Recht vom effektiv erzielten monatlichen 
Erwerbseinkommen ohne Mieterträge ausgegangen. Allerdings ist zum Betrag von 
CHF 3'760.00 noch die besondere Sozialzulage von gerundet CHF 150.00 zu ad-
dieren. Die besondere Sozialzulage ist keine Familienzulage im Sinne von Art. 
285a Abs. 1 ZGB, sondern wird kantonalen Mitarbeitenden, die finanzielle Unter-
stützungspflichten haben, zusätzlich zur Kinderzulage ausgerichtet, unabhängig 
von der Anzahl Kinder (Art. 29 des Gesetzes über das Arbeitsverhältnis der Mitar-
beitenden des Kantons Graubünden [Personalgesetz, PG; BR 170.400]). Sie trägt 
– wie im Übrigen auch der erhöhte Grundbetrag von CHF 1'350.00 – den Kosten 
Rechnung, die mit der Unterstützung eines Kindes verbunden sind. Nach der Pra-
xis des Kantonsgerichts wird die Zulage daher nicht als Einkommen des Kindes 
qualifiziert, sondern zu den Einnahmen des Beziehenden gerechnet (vgl. bspw. 
das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 20/26 vom 4. Mai 2016 E. 
6a). Das monatliche Einkommen des Vaters beläuft sich damit auf insgesamt CHF 
3'910.00.

5.2.2. Den Bedarf des Vaters bezifferte der Vorderrichter mit CHF 2'507.00 pro 
Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 1'350.00, den Kosten für die 
Krankenkasse von CHF 356.00 abzüglich die Prämienverbilligung von CHF 
191.00, Wohnkosten von CHF 1'031.00 abzüglich den Wohnkostenanteil von 
C._____ von CHF 350.00, Fahrkosten für den Arbeitsweg von CHF 205.00 sowie 
Kosten für die auswärtige Verpflegung von CHF 106.00. Zu addieren sind hierzu 
noch die Steuern von CHF 54.00 (vgl. E. 5.1.2), so dass sich ein Gesamtbedarf 
von CHF 2'561.00 pro Monat ergibt.

5.3.1. Was C._____ betrifft, ermittelte der erstinstanzliche Richter auf Seiten des 
Vaters einen monatlichen Bedarf von CHF 629.00 (Grundbetrag CHF 200.00, 
Krankenkasse CHF 125.00 abzüglich Prämienverbilligung CHF 46.00, Wohnkos-
ten CHF 350.00) und auf Seiten der Mutter einen solchen von CHF 850.00 
(Grundbetrag CHF 200.00, Wohnkosten CHF 350.00, Kosten Fremdbetreuung 
CHF 300.00).

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Der Vater macht im Berufungsverfahren geltend, es sei stossend, auf Seiten der 
Kindsmutter CHF 300.00 für die Kinderbetreuung einzusetzen. Er habe C._____ 
seit der Trennung einen Tag mehr betreuen wollen, doch sei ihm dies seitens der 
Kindsmutter mit fadenscheinigen Argumenten verweigert worden. Es könne nicht 
angehen, dass er nunmehr zusätzlich abgestraft werde, indem die Bedarfskosten 
von C._____ auf Seiten der Kindsmutter höher ausfielen. Selbst wenn man aber 
die gesamten Kosten einrechnen würde, verbleibe nach Deckung der vollständi-
gen Barunterhaltskosten von C._____ auf Seiten der Kindsmutter noch ein Über-
schuss (Berufung, S. 6 u. S. 10 f.). Die Mutter stellt sich demgegenüber auf den 
Standpunkt, es seien die tatsächlichen Kosten der Fremdbetreuung von CHF 
300.00 zu berücksichtigen (Berufungsantwort, S. 17).

Beim erstinstanzlich angerechneten Betrag von CHF 300.00 pro Monat handelt es 
sich um die Kosten der Betreuung von C._____ in der Kinderkrippe in O.4_____ 
während zwei Tagen pro Woche (VI act. II./1/10). Sie hält sich seit 1. November 
2018 während der Arbeitszeit der Mutter dort auf, nachdem sie zuvor in O.1_____ 
in einer Kindertagesstätte betreut worden war, ebenfalls an zwei Tagen pro Wo-
che. Da für die Fremdbetreuung von C._____ effektiv Kosten von CHF 300.00 pro 
Monat angefallen sind, ist deren Berücksichtigung durch den Vorderrichter zu 
Recht erfolgt. Entgegen der Ansicht des Vaters ist für die Anrechnung dieser Kos-
ten nicht vorausgesetzt, dass er der entsprechenden Betreuung von C._____ in 
der Kinderkrippe in O.4_____ zugestimmt hat. Zwar erweist sich die Entschei-
dung, die Tagesbetreuung eines Kindes dauerhaft auf Dritte zu übertragen, als 
zustimmungsbedürftig, da es nicht um eine sog. alltägliche Angelegenheit im Sin-
ne von Art. 301 Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB geht, über die der betreuende Elternteil allein 
entscheiden könnte (vgl. Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 3c zu Art. 
301 ZGB; Gisela Kilde, Das Verhältnis zwischen persönlichem Verkehr, Betreuung 
und Obhut bei gemeinsamer elterlicher Sorge, in: recht 2015 S. 239; a.A. Andrea 
Büchler/Sandro Clausen, a.a.O., N 11 f. zu Art. 301 ZGB). Vorliegend wurde die 
Entscheidung, C._____ während zwei Tagen in der Woche in einer Kindertages-
stätte betreuen zu lassen, allerdings bereits vor der Trennung der Parteien getrof-
fen und beruhte folglich auf einem gemeinsamen Beschluss (vgl. Proz.Nr. _____ 
act. I./1 S. 5, act. IV./10 S. 1). Auch nach der Trennung wurde dieses Betreu-
ungsmodell vorerst weitergeführt, indem C._____ pro Woche vier Tage durch die 
Mutter, davon zwei Tage in der Kindertagesstätte in O.1_____, und drei Tage 
durch den Vater betreut wurde. Es trifft nun zu, dass der Vater den Wunsch äus-
serte, C._____ einen Tag mehr persönlich zu betreuen, und sich die Mutter dage-
gen wehrte, da sie es für besser hielt, dass die Tochter sich an zwei Tagen pro 
Woche in der neuen Kinderkrippe in O.4_____ integriert (Replik, S. 6). Über die in 

29 / 48

diesem Sinn streitige Abänderung der bisherigen Betreuungsregelung, genauer 
gesagt die Ausweitung der Betreuung durch den Vater von drei auf vier Tage bzw. 
die damit verbundene Reduktion der Fremdbetreuung um einen Tag, durfte der 
Vater nun aber nicht allein entscheiden. Das Festhalten der Mutter an der bisheri-
gen Betreuungslösung bis zu einem behördlichen Entscheid über die streitigen 
Betreuungsanteile ist im Übrigen auch nicht als rechtsmissbräuchlich zu werten. 
Ebensowenig lief das Ausschlagen des Angebots der vermehrten Eigenbetreuung 
durch den Vater dem Kindeswohl zuwider, da die Eigenbetreuung durch den Vater 
für C._____ nicht a priori besser zu werten ist als die Fremdbetreuung (vgl. BGE 
144 III 481 E. 4.6.3 und E. 4.7 sowie das Urteil des Bundesgerichts 5A_312/2019 
vom 17. Oktober 2019 E. 2.1.2). Darauf hinzuweisen ist, dass sich entgegen der 
Ansicht des Vaters auch der Wechsel des Orts der Kindertagesstätte als nicht zu-
stimmungsbedürftig erwies, da der Aufenthalt von C._____ in der Kinderkrippe 
lediglich die Betreuungszeit der Mutter betrifft und diejenige des Vaters nicht tan-
giert. Es muss daher grundsätzlich ihr überlassen sein, wie sie die Kinderbetreu-
ung organisiert (vgl. Andrea Büchler/Sandro Clausen, a.a.O., N 12 zu Art. 301 
ZGB; Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, a.a.O., N 34 zu Art. 301 ZGB). Abgesehen 
davon ist nachvollziehbar, dass die Mutter sich für eine Institution in der Nähe ih-
res Arbeitsortes entschied, nachdem die Kinderkrippe in O.1_____ nicht mehr, wie 
vor der Trennung, auf ihrem Arbeitsweg lag. Im Ergebnis besteht wie erwähnt kein 
Grund, nicht die effektiv angefallenen Kinderbetreuungskosten von CHF 300.00 
pro Monat für zwei Betreuungstage pro Woche zu berücksichtigen.

Im Weiteren bringt die Mutter vor, bei der vorinstanzlichen Bedarfsberechnung 
seien die Kosten vergessen worden, die den Eltern für das Bringen und Holen von 
C._____ entständen (Berufungsantwort, S. 11). Dieser Einwand erweist sich als 
berechtigt, sind die erwähnten Kosten doch notwendigerweise mit der vom Vorder-
richter angeordneten alternierenden Obhut verbunden. Dazu steht ausser Frage, 
dass der Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu umständlich wäre und da-
her mit dem Auto erfolgen muss. Die entsprechenden Kosten wurden im Übrigen 
auch vom Vater im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemacht (VI act. I./2 S. 
21). In diesem Sinn sind im Bedarf von C._____ bei jedem Elternteil zusätzliche 
Auslagen von CHF 224.00 pro Monat zu berücksichtigen (80 km pro Woche 
[O.3_____-O.2_____ bzw. O.2_____-O.3_____ retour] x 70 Rappen x 4 Wochen). 

Zusammenfassend ergibt sich ein Bedarf von C._____ auf Seiten des Vaters von 
CHF 853.00 (Grundbetrag CHF 200.00, Krankenkasse CHF 125.00 abzüglich 
Prämienverbilligung CHF 46.00, Wohnkosten CHF 350.00, Bring-/Holkosten CHF 
224.00) und auf Seiten der Mutter von CHF 1'074.00 (Grundbetrag CHF 200.00, 

30 / 48

Wohnkosten CHF 350.00, Kosten Fremdbetreuung CHF 300.00, Bring-/Holkosten 
CHF 224.00). Insgesamt beläuft sich ihr Grundbedarf somit auf gerundet CHF 
1'930.00. 

5.3.2. Was die Einkünfte von C._____ betrifft, so erscheint es gerechtfertigt, die 
Kinderzulage von CHF 220.00 bei demjenigen Elternteil anzurechnen, der sie be-
zieht, in der ersten Phase also beim Vater. Die besondere Sozialzulage von CHF 
154.00 ist wie dargelegt in das Einkommen des Vaters einzurechnen (vgl. E. 
5.2.1). Auf diese Weise erübrigt sich auch die vom Vorderrichter vorgenommene 
Korrektur bei den Sozialbeiträgen.

5.4. Vergleicht man nun Bedarf und Einkommen der Eltern, ist beim Vater von 
einem Überschuss von CHF 1'350.00 (Einkommen CHF 3'910.00 ./. Grundbedarf 
gerundet CHF 2'560.00) und bei der Mutter von einem Überschuss von CHF 
800.00 (Einkommen CHF 3'350.00 ./. Grundbedarf gerundet CHF 2'550.00) aus-
zugehen. Dies bedeutet, dass die Mutter ihre Lebenshaltungskosten selbst decken 
kann und insofern kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist.

5.5. Zu prüfen ist im Weiteren, wie sich die Eltern an den Barunterhaltskosten 
von C._____ zu beteiligen haben. Der Vorderrichter liess jeden Elternteil diejeni-
gen Kosten der Tochter tragen, die bei ihm anfallen. Dies widerspricht Rechtspre-
chung und Lehre, wonach der Barunterhaltsbeitrag bei alternierender Obhut mit 
hälftiger Betreuung von der Leistungsfähigkeit abhängt und jeder Elternteil die bei 
ihm selbst sowie die beim anderen Elternteil anfallenden Barkosten für das Kind 
folglich proportional zu seiner Leistungsfähigkeit, d.h. im Verhältnis der Über-
schüsse, zu tragen hat (vgl. E. 4.2.2). Die vorinstanzliche Berechnung bedarf da-
her einer Korrektur.

Vorliegend ist von einer Leistungsfähigkeit der Eltern von rund 40% (Mutter CHF 
800.00) zu 60% (Vater CHF 1'350.00) auszugehen. Der Grundbedarf von C._____ 
beläuft sich nach Abzug der Kinderzulagen auf total CHF 1'710.00. Davon hat der 
Vater 60%, also CHF 1'026.00, zu übernehmen. Bei ihm selber fallen für C._____ 
(durch die Kinderzulagen nicht gedeckte) Kosten von CHF 635.00 an, so dass er 
der Mutter noch einen Beitrag von CHF 391.00 (= CHF 1'026.00 ./. CHF 635.00) 
an den bei ihr anfallenden Grundbedarf von C._____ (CHF 1'075.00) zu bezahlen 
hat. Die restlichen Kosten von CHF 684.00 (40% von CHF 1'710.00) hat die Mutter 
selber zu tragen.

5.6.1. Im angefochtenen Entscheid liess der Vorderrichter C._____ am Über-
schuss der Eltern, der diesen nach Deckung des Barunterhalts der Tochter ver-

31 / 48

blieb, partizipieren, was vom Vater im Berufungsverfahren gerügt wird. Der Ge-
nannte bringt vor, sowohl er als auch die Mutter seien in der Lage, den gebühren-
den Unterhalt von C._____ so zu decken, dass ihnen jeweils noch ein Überschuss 
verbleibe. Indem der Vorderrichter eine Umverteilung des Überschusses vom Va-
ter auf die Mutter vornehme, missachte er das geltende Recht, da die Kindseltern 
nicht verheiratet seien. Der Unterhaltsanspruch des Kindes erschöpfe sich in der 
Deckung des (gebührenden) Bar- und Betreuungsunterhaltes. Raum für weiteren 
Unterhalt bestehe nicht (Berufung, S. 11 f.). Die Mutter vertritt demgegenüber die 
Ansicht, dass die Überschussverteilung korrekt vorgenommen worden sei, da 
C._____ bei beiden Eltern in den Genuss des Überschusses kommen solle. Aus-
serdem sei der gebührende Unterhalt nicht mit dem Existenzminimum gleichzu-
setzen, welches die Vorinstanz in einem ersten Schritt berechnet habe (Beru-
fungsantwort, S. 12 u. S. 18).

5.6.2. Den Ausführungen der Mutter kann gefolgt werden, ist doch gestützt auf 
Art. 285 ZGB effektiv nicht bloss das Existenzminimum, sondern ein gebührender 
Unterhalt geschuldet (vgl. E. 4.2.1). Das Kind soll an der Lebenshaltung der Eltern 
teilhaben, sei dies durch eine Erhöhung der Bedarfswerte oder mittels Beteiligung 
am Überschuss. Bei einer Überschussbeteiligung rechtfertigt sich eine Aufteilung 
nach grossen und kleinen Köpfen, wobei der Überschuss dem Kind bei alternie-
render Betreuung im Verhältnis der Betreuungsanteile beim Vater bzw. bei der 
Mutter zugutekommen soll (Urteil des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 
2019 E. 5.2.3 in fine; Entscheide des Kantonsgerichts St. Gallen FO.2017.6/3 vom 
19. März 2019 E. 8d sowie FO.2017.17 vom 26. September 2018 E. 10 m.w.H.; 
Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz ZK2 2018 49 vom 4. März 2019 E. 13; 
Leitfaden, S. 19). 

Auf den vorliegenden Fall bezogen bedeutet das, dass C._____ Anspruch auf ei-
nen Anteil von je einem Drittel an den Überschüssen ihrer Eltern hat. Der Vater 
verfügt nach Deckung des eigenen Grundbedarfs sowie Leistung seines Beitrags 
an den Grundbedarf von C._____ über einen Überschuss von CHF 324.00 (Ein-
kommen CHF 3'910.00 ./. eigener Grundbedarf CHF 2'560.00 ./. Beitrag an Bar-
bedarf C._____ CHF 1'026.00). Von diesem Überschuss steht C._____ ein Drittel 
oder CHF 108.00 zu. Bei der Mutter resultiert ein Überschuss von CHF 116.00 
(Einkommen CHF 3'350.00 ./. eigener Grundbedarf CHF 2'550.00 ./. Beitrag an 
Barbedarf C._____ CHF 684.00), wovon C._____ rund CHF 38.00 zusteht. Insge-
samt hat sie demnach Anspruch auf einen Überschussanteil von CHF 146.00, wo-
bei ihr dieser im Verhältnis der Betreuungsanteile, also je hälftig (CHF 73.00), bei 
Vater und Mutter zukommen soll. Da ihr bei der Mutter nur ein Überschussanteil 

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von CHF 38.00 anfällt, hat der Vater noch einen Betrag von CHF 35.00 auszuglei-
chen.

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5.7. Die tabellarische Darstellung der Unterhaltsberechnung vom 1. Juli 2018 
bis 31. Dezember 2018 präsentiert sich wie folgt (Beträge in CHF):

Vater C._____ bei 
Vater

Mutter C._____ 
bei Mutter

Total

Grundbedarf
Grundbetrag 1'350 200 1'350 200
Wohnkosten 1'031 350 1'180 350
Wohnkostenanteil C._____ -350 -350
Krankenkasse 356 125 368
Prämienverbilligung -191 -46 -358
Arbeitsweg 205 206
auswärtige Verpflegung 106 150
Fremdbetreuung C._____ 300
Bring-/Holkosten C._____ 224 224
Steuern 54 0
Total gerundet 2'560 855 2'550 1'075 7'040

Einkommen
Nettoeinkommen 3'760 3'350
Bes. Sozialzulage 150
Kinderzulagen 220
total 3'910 220 3'350 0 7'480

Überschuss/Manko I 1'350 -635 800 -1'075 440

Beitrag an Grundbedarf 
C._____
Beitrag Vater/Mutter -635 635 -684 684
Unterhaltsbeitrag Vater -391 391
total -1'026 -684 -1'705

Überschuss II 324 0 116 0 440

Verteilung Überschuss II

Anteil C._____ (1/3) 73 73 146
Überschuss II Vater 216 108 324
Überschuss II Mutter 78 38 116
Überschuss II Ausgleich -35 35

Damit hätte der Vater in der ersten Phase bei korrekter Berechnung einen Barun-
terhaltsbeitrag von CHF 426.00 pro Monat für C._____ an die Mutter zu leisten.

6.1. Die zweite Phase, für die der Vater seitens der Vorinstanz zu einem Unter-
haltsbeitrag an C._____ von CHF 80.00 pro Monat verpflichtet wurde, umfasst den 
Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. August 2019 (im Einzelnen siehe E. 4.4, S. 

34 / 48

18 f., des angefochtenen Entscheids). Im Hinblick auf die Unterhaltsberechnung 
ist dabei in erster Linie zu beachten, dass neu die Mutter die Kinderzulage bezog. 
Des Weiteren ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Ausrichtung von Un-
terhaltsbeiträgen für C._____ erhebliche Auswirkungen auf die Besteuerung der 
Eltern hat. Die kinderbezogenen Steuererleichterungen (Kinderabzug, Tarifermäs-
sigung) knüpfen nämlich grundsätzlich daran an, ob Unterhaltsbeiträge für die 
Kinder fliessen oder nicht, und stehen unabhängig von der Höhe der Unterhalts-
beiträge demjenigen Elternteil zu, der diese empfängt (vgl. dazu die Praxisfestle-
gung der Steuerverwaltung Graubünden zur Familienbesteuerung, abrufbar unter 
htt-
ps://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/Seiten/ei
nkommens_und_vermoegenssteuer.aspx; Daniel Bähler, Familienunterhalt und 
Steuern, in: Jungo/Fountoulakis [Hrsg.], Familienvermögensrecht: berufliche Vor-
sorge – Güterrecht – Unterhalt, Zürich 2016, S. 131 ff.). Vorliegend ist erstellt, 
dass der Vater trotz hängiger Berufung die erstinstanzlich festgesetzten Unter-
haltsbeiträge, soweit bereits verfallen, am 23. Dezember 2019 an die Mutter über-
wiesen hat (act. B.12). Dies hat zur Folge, dass die Mutter schon für das Jahr 
2019 nebst ihrem Erwerbseinkommen (samt Kinderzulagen) die Unterhaltsbeiträ-
ge für C._____ zu versteuern hat, sie im Gegenzug aber den vollen Kinderabzug 
wird geltend machen können und sie zudem vom günstigeren Verheiratetentarif 
profitieren kann. Unter Berücksichtigung der weiteren zulässigen Abzüge (Berufs-
auslagen, Versicherungsprämien, Kosten für Kinderbetreuung durch Dritte) wird 
ihr steuerbares Einkommen daher weiterhin unter dem Betrag von CHF 30'000.00 
bleiben, ab welchem nach dem Verheiratetentarif überhaupt erst Einkommens-
steuern zu entrichten sind (vgl. die Tariftabellen im Anhang der Wegleitung zur 
Steuererklärung 2019). Umgekehrt kann der Vater die bezahlten Unterhaltsbeiträ-
ge für C._____ zwar von seinem Einkommen abziehen, er verliert damit aber vor-
aussichtlich die Berechtigung zur Geltendmachung des Kinderabzugs und wird 
künftig zum Tarif für Alleinstehende besteuert werden. Bei einem Einkommen von 
rund CHF 47'000.00 und zulässigen Abzügen von CHF 12'600.00 (Berufsauslagen 
CHF 6'600.00, Versicherungsprämien CHF 2'000.00, Kindesunterhalt CHF 
4'000.00) resultiert gemäss Steuerrechner der kantonalen Steuerverwaltung eine 
Steuerlast von rund CHF 3'000.00 pro Jahr oder CHF 250.00 pro Monat. Während 
der Grundbedarf der Mutter unverändert bleibt, erhöht sich derjenige des Vaters 
ab Beginn der Jahres 2019 daher auf rund CHF 2'760.00. 

6.2. An den weiteren Berechnungsgrundlagen ändert sich im Vergleich zur ers-
ten Phase nichts. Was die Einwände des Vaters zur Höhe der Fremdbetreuungs-
kosten und zur Beteiligung von C._____ am Überschuss betreffen (Berufung, S. 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/Seiten/einkommens_und_vermoegenssteuer.aspx
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/Seiten/einkommens_und_vermoegenssteuer.aspx
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/Seiten/einkommens_und_vermoegenssteuer.aspx

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13 f.), kann auf die vorangehenden Erwägungen verwiesen werden (E. 5.3.1 so-
wie E. 5.6). Dasselbe gilt im Hinblick auf die Vorbringen der Mutter ihr und das 
Einkommen des Vaters betreffend (vgl. E. 5.1.1 u. 5.2.1). Der Überschuss des 
Vaters beläuft sich nach dem Gesagten ab Januar 2019 noch auf CHF 1'150.00, 
liegt aber weiterhin um fast 50 % über demjenigen der Mutter (CHF 800.00). 
Dementsprechend rechtfertigt es sich auch in der zweiten Phase, den Vater 60% 
(CHF 1'026.00) und die Mutter 40% (CHF 684.00) des nicht durch die Kinderzula-
ge gedeckten Grundbedarfs von C._____ (CHF 1'710.00) tragen zu lassen. Da 
den Eltern damit praktisch identische Überschüsse verbleiben (Vater CHF 124.00, 
Mutter CHF 116.00), kann in dieser Phase von einem Ausgleich der Überschuss-
beteiligungen abgesehen werden.

6.3. Vom 1. Januar 2019 bis 31. August 2019 ergeben sich damit folgende Un-
terhaltsbeiträge (in CHF):

Vater C._____ bei 
Vater

Mutter C._____ 
bei Mutter

Total

Grundbedarf
Grundbetrag 1'350 200 1'350 200
Wohnkosten 1'031 350 1'180 350
Wohnkostenanteil C._____ -350 -350
Krankenkasse 356 125 368
Prämienverbilligung -191 -46 -358
Arbeitsweg 205 206
auswärtige Verpflegung 106 150
Fremdbetreuung C._____ 300
Bring-/Holkosten C._____ 224 224
Steuern 250 0
Total gerundet 2'760 855 2'550 1'075 7'240

Einkommen
Nettoeinkommen 3'760 3'350
Bes. Sozialzulage 150
Kinderzulagen 220
total 3'910 0 3'350 220 7'480

Überschuss/Manko I 1'150 -855 800 -855 240

Beitrag an Grundbedarf 
C._____
Beitrag Vater/Mutter -855 855 -684 684
Unterhaltsbeitrag Vater -171 171
total -1'026 -684

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Überschuss II 124 0 116 0 240

Verteilung Überschuss II

Überschuss II Vater 83 41 124
Überschuss II Mutter 78 38 116

Der Vater hätte in der zweiten Phase somit einen Unterhaltsbeitrag von CHF 
171.00 pro Monat an die Tochter zu leisten.

7. Der Vorderrichter unterschied für die Unterhaltsberechnung zwei weitere 
Phasen, nämlich die Phase 3, umfassend den Monat September 2019, und die 
Phase 4, umfassend den Zeitraum ab 1. Oktober 2019, wobei er den Vater in der 
dritten Phase zu einem Unterhaltsbeitrag von CHF 225.00 und in der vierten Pha-
se zu einem solchen von CHF 235.00 pro Monat verpflichtete (E. 4.5 f., S.19 ff., 
des angefochtenen Entscheids). Da sich die für die Berechnung massgeblichen 
Parameter nur unwesentlich unterscheiden – namentlich weicht der Grundbedarf 
der Mutter im Ergebnis um CHF 10.00 pro Monat ab –, rechtfertigt es sich, die 
beiden Phasen zusammenzunehmen und ab 1. September 2019 lediglich noch 
eine Unterhaltsberechnung vorzunehmen. 

7.1. Im Hinblick auf das Einkommen der Mutter in der letzten Phase ist zu be-
achten, dass jene ihr Arbeitspensum ab 1. September 2019 von bisher durch-
schnittlich 90% auf 80% reduzierte (vgl. VI act. II./1/16), weshalb der Vorderrichter 
noch von einem Einkommen von rund CHF 2'900.00 pro Monat ausging (CHF 
3'350.00/90*80), ohne Kinderzulage, inklusive Ferienentschädigung. Die Anrech-
nung eines hypothetischen Einkommens prüfte der Vorderrichter mit Verweis auf 
den vorsorglichen Charakter der Unterhaltsregelung nicht, weder auf Seiten der 
Mutter noch auf Seiten des Vaters. 

Der Vater bringt im Berufungsverfahren vor, der Mutter sei entgegen der Ansicht 
der ersten Instanz ein hypothetisches Einkommen anzurechnen, sei dies doch 
auch im Rahmen eines vorsorglichen Massnahmeverfahrens möglich. Die Mutter 
habe ihr Einkommen ohne Not reduziert, weshalb ohne Weiteres ein hypotheti-
sches Einkommen aufgerechnet werden könne, selbst wenn die Einkommensre-
duktion nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Dies gelte auch unter dem 
Aspekt, dass die neue Betreuungsregelung und der Umstand, dass die Kindsmut-
ter C._____ einen Tag fremdbetreuen lasse, ein Arbeitspensum von 90% zulasse. 
Selbst wenn von einer Reduktion des Arbeitspensums der Mutter ausgegangen 
würde, wäre das Manko im Barunterhalt von C._____ auf Seiten der Kindsmutter 
aber maximal bei CHF 110.00 anzusiedeln (Berufung, S. 14 f.; Replik, S. 10).

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Die Mutter macht demgegenüber geltend, es sei auf ihre tatsächlichen Einnahmen 
abzustellen. Diese beliefen sich ab September 2020 (recte 2019) unter Berück-
sichtigung der Ferien auf durchschnittlich CHF 2'515.00 pro Monat. Ein hypotheti-
sches Einkommen sei ihr nicht anzurechnen, zumal sie ihre Erwerbstätigkeit zu 
Gunsten der Eigenbetreuung von C._____ auf 80% fixiert habe. Es sei nicht ein-
zusehen, weshalb der Vater ohne Weiteres lediglich 70% arbeiten dürfe, während 
sie verpflichtet sein solle, ihr Arbeitspensum von 80% noch zu erhöhen. Der Vater 
habe sich sein 70% Arbeitspensum sodann nur aufgrund eines (mittlerweile ver-
brauchten) Erbvorbezugs in der Höhe von CHF 50'000.00 und der bereits komplett 
eingerichteten Wohnung leisten können. Falls ihr das Kantonsgericht wider Erwar-
ten ein hypothetisches Einkommen anrechnen sollte, wäre ein solches vom 1. Juli 
2018 bis 31. Dezember 2019 auch beim Vater zu berücksichtigen, da er in diesem 
Zeitraum aufgrund seiner tatsächlich geleisteten Betreuung zu 80% hätte erwerbs-
tätig sein können (Berufungsantwort, S. 10 u. S. 17).

7.2.1. Im Rahmen von Unterhaltsberechnungen ist grundsätzlich von demjenigen 
Einkommen auszugehen, das der Unterhaltspflichtige tatsächlich erzielt (BGE 137 
III 118 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_90/2017 vom 24. August 2017 E. 5.1; 
Christiana Fountoulakis, a.a.O., N 12 zu Art. 285 ZGB). Allerdings darf bei der 
Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen vom tatsächlichen Leistungsvermögen eines 
Elternteils abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen 
ausgegangen werden, wenn dessen Erzielung zumutbar und tatsächlich möglich 
ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein 
müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder ein höheres Einkommen als das 
tatsächlich erzielte angerechnet werden kann, genügt es daher nicht, dass dem 
betroffenen Ehegatten unter Berücksichtigung seines Alters, seiner Gesundheit 
und seiner Ausbildung weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Viel-
mehr muss es auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres 
Einkommen zu erzielen. Wo die reale Möglichkeit einer Einkommenssteigerung 
fehlt, muss eine solche ausser Betracht bleiben. Mit Bezug auf das hypothetische 
Einkommen ist Rechtsfrage, welche Tätigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als 
zumutbar erscheint. Ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das an-
genommene Einkommen effektiv erzielbar ist, bildet hingegen eine Tatfrage (BGE 
137 III 118 E. 2.3; BGE 128 III 4 E. 4a, je m.w.H.). Im Verhältnis zum unmündigen 
Kind sind besonders hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit bzw. die Aus-
nützung der Erwerbsfähigkeit durch den Unterhaltspflichtigen zu stellen. Verlangt 
wird die Ausschöpfung aller finanziellen, intellektuellen sowie körperlichen Res-
sourcen. Auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ist folglich nicht 
leichthin zu verzichten, vorab in jenen Fällen, in denen wirtschaftlich enge Verhält-

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nisse vorliegen (BGE 137 III 118 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_35/2018 
vom 31. Mai 2018 E. 3.1; Christiana Fountoulakis/Peter Breitschmid, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Auflage, 
Basel 2018, N 25 zu Art. 276 ZGB).

7.2.2. In casu besteht kein Anlass, der Mutter ein hypothetisches Einkommen an-
zurechnen. Zwar wäre es ihr mit der vom erstinstanzlichen Richter verfügten Be-
treuung von C._____ an 3.5 Tagen und unter Inanspruchnahme einer Fremdbe-
treuung für einen Tag möglich, ein Arbeitspensum von 90% zu leisten. Zu beach-
ten ist allerdings, dass vorliegend lediglich eine vorsorgliche Regelung für die 
Dauer des Hauptverfahrens zu treffen und aktuell noch nicht absehbar ist, wie 
Obhut und Betreuung von C._____ im Hauptentscheid geregelt werden. Mittler-
weile steht gestützt auf die Anträge der Eltern im Hauptverfahren auch die alleini-
ge Obhut von Vater oder Mutter im Raum. Daher wird für die entsprechende 
Übergangsphase auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens verzich-
tet, zumal es das aktuelle Einkommen der Mutter erlaubt, ihren eigenen Bedarf zu 
decken sowie einen Anteil am Barbedarf von C._____ zu übernehmen. Ebenso-
wenig rechtfertigt es sich, dem Vater rückwirkend ein hypothetisches Einkommen 
anzurechnen.

Was die tatsächlichen Einkünfte der Mutter betrifft, ist es nicht zu beanstanden, 
dass der Vorderrichter vom Durchschnittseinkommen der ersten beiden Phasen – 
beinhaltend auch die Ferienentschädigung (vgl. E. 5.1.1) – ausging und dieses an 
das reduzierte Pensum anpasste. Rein rechnerisch resultiert bei einer solchen 
Vorgehensweise (CHF 3'350.00/90*80) allerdings ein monatliches Einkommen von 
CHF 2'977.00. Weshalb dieser Betrag noch grosszügig abzurunden wäre, ist nicht 
nachvollziehbar, zumal die Mutter gemäss den im Recht liegenden Lohnabrech-
nungen (Juli 2018 bis August 2019) tendenziell eher etwas weniger als 90% gear-
beitet hat (vgl. Proz.Nr. _____, act. III./3/24) und ihr Stundenlohn von ursprünglich 
brutto CHF 19.50 (act. C.17) auf aktuell CHF 22.00 (VI act. II./1/16) angehoben 
wurde, was einer Lohnerhöhung von über 10% entspricht. Damit ist ab der dritten 
Phase mit Einnahmen der Mutter von mindestens CHF 3'000.00 pro Monat zu 
rechnen. 

7.3. Den Bedarf der Mutter bezifferte der Vorderrichter ab 1. Oktober 2019 mit 
CHF 2'540.00 pro Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 1'350.00, 
den Kosten für die Krankenkasse von CHF 368.00 abzüglich die Prämienverbilli-
gung von CHF 358.00, Wohnkosten von CHF 1'300.00 abzüglich den Wohnkos-
tenanteil von C._____ von CHF 350.00, (aufgrund des neuen Wohnsitzes in 
O.4_____ reduzierten) Fahrkosten für den Arbeitsweg von CHF 100.00 sowie (in-

39 / 48

folge des tieferen Arbeitspensums reduzierten) Kosten für die auswärtige Verpfle-
gung von CHF 130.00.

Dass der Vorderrichter die höheren Mietkosten für die Wohnung in O.4_____, wo 
die Mutter seit 1. Oktober 2019 ihren Wohnsitz hat, berücksichtigte, ist entgegen 
der Ansicht des Vaters (vgl. Berufung, S. 15 f.) nicht zu beanstanden. Zum einen 
war der Umzug der Mutter von O.3_____ nach O.4_____ nicht von der Zustim-
mung des Vaters abhängig, da er keine erheblichen Auswirkungen auf das in die-
sem Zeitpunkt praktizierte Betreuungsmodell hatte bzw. der Reiseweg von 
C._____ sich sogar wieder verkürzte (vgl. BGE 142 III 502 E. 2.4; Ingeborg 
Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 9 zu Art. 301a ZGB; Andrea Büchler/Sandro 
Clausen, a.a.O., N 8 f. zu Art. 301a ZGB). Zum anderen reduzieren sich durch den 
Umzug andere Bedarfskosten. So stehen den um CHF 120.00 höheren Wohnkos-
ten um CHF 106.00 reduzierte Fahrkosten für den Arbeitsweg gegenüber. Gleich-
zeitig vermindern sich auch die Kosten für das Bringen und Holen von C._____ 
von CHF 224.00 auf CHF 207.00 pro Monat (vgl. E. 7.5).

7.4. Beim Vater ist unverändert von einem Einkommen von CHF 3'910.00 und 
von einem Grundbedarf von CHF 2'760.00 auszugehen (vgl. E. 5.2). 

7.5. Im Hinblick auf den Bedarf von C._____ ist zu beachten, dass sich die 
Fremdbetreuungskosten von CHF 300.00 auf CHF 150.00 im Monat vermindern, 
da die Mutter sie ab Septemb