# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6511f59-54e3-5204-a2ef-42ec23826538
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2008 C-2947/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2947-2006_2008-11-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2947/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richter Michael Peterli,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Eingliederungsmassnahmen und Invalidenrente,
Einspracheentscheid vom 5. September 2006

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2947/2006

Sachverhalt:

A.
Herr A._______, geboren am (...) 1953, ist französischer Staatsange-
höriger und arbeitete in den Jahren 1998 bis 2002 in der Schweiz als 
Grenzgänger (act. 2). In dieser Zeit zahlte er die obligatorischen Bei-
träge in die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung ein (act. 9, 10, 11). Als Temporärangestellter arbeitete er als 
Elektriker, Monteur und Betriebsarbeiter. Am 1. August 2003 musste er 
sich einer Diverticulitis-Operation unterziehen. Aufgrund einer Narben-
hernie  durfte  er  anschliessend keine  schweren Lasten  mehr  heben, 
weshalb  er  seine bisherigen  Tätigkeiten  nicht  mehr  ausüben  konnte 
(act. 3).

B.
Am 29. März 2004 (Eingang) reichte der Versicherte ein Gesuch zum 
Bezug von IV-Leistungen bei der IV-Stelle Basel-Stadt ein (act. 2). Er 
beantragte Berufsberatung,  Umschulung auf  eine neue Tätigkeit  und 
eine  Invalidenrente.  Dem  Gesuch  legte  er  ein  Kurzgutachten  von 
Dr. G._______, Oberarzt der Allgemeinchirurgischen Abteilung, Spital 
Y._______,  vom  27. Oktober  2003  bei,  in  welchem  der  Arzt  die 
Diagnosen „Operation bei perforierter Sigmadiverticulitis mit Peritonitis 
am  5.  August  2002,  Hartmann-Konversion  am  4. Dezember  2002 
(recte  2003)  sowie  v.a.  Narbenhernie,  Asthenie  und  chronische 
Schulterschmerzen nannte. Der Versicherte könne aufgrund der Asthe-
nie und der mangelnden Bauchdeckenmuskulatur seine aktuelle Arbeit 
nicht ausführen. Wenn die Narbenhernie saniert  sei,  könne mit einer 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Aber der Versicher-
te präsentiere bereits orthopädische Probleme, die man auch mitein-
schliessen  solle.  Der  Langzeitverlauf  sei  entsprechend  schwierig  zu 
beurteilen, da die Arbeitsunfähigkeit eher multifaktoriell sei. Eine Um-
schulung sei aufgrund der mehrfachen Pathologien angezeigt (act. 3).

C.
Die  IV-Stelle  Basel-Stadt  klärte  im  Folgenden  die  medizinische  und 
wirtschaftliche Situation  des  Versicherten ab. Insbesondere  holte  sie 
einen Arztbericht für Grenzgänger mit einem chirurgischen, orthopädi-
schen und psychiatrischen Teilgutachten ein. 

Insgesamt hat die Vorinstanz den Akten folgende für die Beurteilung 

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der  Arbeitsfähigkeit  relevanten  ärztlichen  Berichte  und  Gutachten 
beigefügt:

- Dr. B._______,  Allgemeinarzt  und  Hausarzt  des  Beschwerdeführ-
ers, bestätigte in seinem Kurzattest vom 3. Juni 2003, dass der Ver-
sicherte keine Tätigkeiten ausüben könne, bei denen schwere Ge-
genstände getragen oder  auf  Leitern  und  Baugerüsten  gearbeitet 
werden müsse (act. 30 Seite 39).

- Dr. B._______ hielt in seinem Schreiben vom 16. Juli  2003 an die 
X.________  fest,  dass  der  Versicherte  aufgrund  seines  Gesund-
heitszustandes noch nicht in der Lage sei, einer beruflichen Tätig-
keit  nachzugehen.  Eine  medizinische  Abklärung  der 
Arbeitsunfähigkeit des Versicherten sei wünschenswert (act. 30 Sei-
te 41).

- Dr. C._______  attestierte,  am  22.  Juli  2003,  dass  es  dem  Be-
schwerdeführer aufgrund der Instabilität seiner Bauchdecke unmög-
lich sei, einer bezahlten Arbeit nachzugehen, bei welcher schwere 
physische Anstrengungen nötig seien (act. 30 Seite 42).

- Dr. med. D._______, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstellte 
am  28. Januar  2005  ein  psychiatrisches  Teilgutachten.  Er 
diagnostizierte  eine  leichtgradige  depressive  Episode 
(ICD-10: F32.00)  sowie  Status  nach  Alkoholabhängigkeitssyndrom 
(ICD-10: F10.20). Die seit der Operation im August 2002 beklagten 
depressiven Symptome, seien ursprünglich als Ausdruck einer An-
passungsstörung an den grossen operativen Eingriff sowie der da-
bei aufgetretenen Komplikationen zu verstehen. Aufgrund der zeit-
lich nun länger dauernden depressiven Symptomatik, sei heute von 
einer depressiven Episode auszugehen. Entgegen der  Auffassung 
des Hausarztes bestehe jedoch kein Grund zur Annahme einer voll-
ständigen  Arbeitsunfähigkeit.  Eine  anhaltende  somatoforme 
Schmerzstörung  lasse  sich  ausschliessen.  Der  Versicherte  stelle 
sich selbst eine günstige Eigenprognose bezüglich einer leichteren 
Tätigkeit. Der Gutachter kam zum Schluss, dass aus rein psychiatri-
scher  Sicht  die Arbeitsfähigkeit  des Versicherten sowohl  in  seiner 
bisherigen  als  auch  in  einer  alternativen  Tätigkeit  nicht  einge-
schränkt sei. Es bestehe auch keine Verminderung der Leistungsfä-
higkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei es dem Versicherten durchaus 
zumutbar,  die  notwendige  Willensanstrengung  aufzubringen,  um 
weiterhin einer hundert prozentigen Tätigkeit nachzugehen. Die ein-

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geleiteten  medizinischen  Massnahmen  (Psychotherapie,  psycho-
pharmakologische Behandlung) seien adäquat und es sei mittelfris-
tig eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Be-
rufliche Massnahmen seien aus rein psychiatrischer Sicht lediglich 
im Sinne einer Arbeitsvermittlung indiziert (act. 26).

- Dr. med. E._______,  Rheumatologe  FMH,  erstellte  am  2. März 
2005 ebenfalls  ein Teilgutachten. Auswirkung auf  die Arbeitsfähig-
keit habe insbesondere das Schulterimpingement (ICD-10: M75.4). 
Klinisch  würden  sich  die  Zeichen  des  Schulterimpingements  auf 
beiden Seiten  befinden,  so  dass  diesbezüglich  aus  rheumatologi-
scher Sicht auch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. 
Arbeiten  im  Bereich  und  über  der  Schulterhorizontale  seien  dem 
Versicherten derzeit nicht zumutbar. Durch die adäquaten Therapie-
massnahmen sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit noch 
einmal  relevant  verbessert  werden könnte. Je nach dem weiteren 
Verlauf  wären  dem Exploranden dann auch wieder  Arbeiten  über 
der Schulterhorizontale zuzumuten. Körperliche Schwerarbeiten sei-
en derzeit ebenfalls nicht geeignet und würden zu einer Verstärkung 
der Schulterimpingement-Symptome führen. Für alle mittelschweren 
und leichten Arbeiten unter der Schulterhorizontale könne dagegen 
aus rheumatologischer Sicht retrospektiv wie auch zukünftig keine 
Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  attestiert  werden.  Körperliche 
Schwerarbeit  sei wohl auch zukünftig wegen der Narbenhernie im 
Abdominalbereich nicht möglich, doch die Beurteilung dieser Prob-
lematik sei nicht Gegenstand des rheumatologischen Teilgutachtens 
(act. 28).

- Dr. med. F._______ fasste die Teilgutachten sowie das chirurgische 
Gutachten von Dr. G._______ im Arztbericht  für  Grenzgänger  zu-
sammen. Die Dres. med. E._______ und D._______ unterschrieben 
diesen  Arztbericht  ebenfalls.  Die  vom Versicherten  beigebrachten 
ärztlichen Belege wurden von den Gutachtern in ihrer Beurteilung 
berücksichtigt.  Der  Versicherte  sei  demnach  seit  dem  1. August 
2002 und bis auf weiteres für seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 
Elektriker  zu 100% arbeitsunfähig. Sowohl  das Schulterimpingem-
ent  wie  auch  die  Narbenhernie  hätten  Auswirkungen  auf  die  Ar-
beitsfähigkeit. Aktuell könne dem Versicherten keine schwere Über-
kopfarbeit zugemutet werden. Es sei jedoch klar festzuhalten, dass 
die  Therapie  nicht  ausgeschöpft  sei  und  durch  entsprechende 
Massnahmen (Kortisoninjektionen, weitere Abklärungen, Sanierung 

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der Hernie) eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden 
könnte. Es sei sogar davon auszugehen, dass nach erfolgter Thera-
pie auch für schwere Arbeiten wieder eine Arbeitsfähigkeit bestün-
de.  Seit  mindestens  September  2003  (Untersuchung  durch  das 
Spital Y._______) bestehe in einer alternativen Tätigkeit eine volle 
Arbeitsfähigkeit (act. 30 Seite 1-12).

- Dr. C._______, stellte am 28. Oktober 2005 ein medizinisches Zerti-
fikat aus, in dem er bestätigte, dass der Versicherte eine seitliche 
Schwäche vorweise aufgrund einer  Kolostomie  sowie  abdominaler 
iterativer  Interventionen.  Der  Versicherte  könne  dadurch  keine 
schweren  Gegenstände  tragen  oder  schwere  Arbeiten  ausführen. 
Die  Wiederaufnahme  seiner  bisherigen  Tätigkeit  sei  unmöglich 
(act. 42 Seite 2).

- Dr. H._______,  Rheumatologe,  hielt  in  seinem  Arztbericht  vom 
3. November 2005 fest,  dass beim Beschwerdeführer ein Bild von 
Osteophytose des seitlichen Wirbelkörpers mit einem Bild von Dis-
kopathie vorliege. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers sei das Gesamtbild und die Schmerzsymptome zu 
beachten (act. 42 Seite 3).

D.
Die IV-Stelle Basel-Stadt verfügte am 17. Oktober 2005 die Abweisung 
des Leistungsgesuch des Versicherten. Die Abklärungen hätten erge-
ben, dass seit August 2002 eine ununterbrochene, krankheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit  von erheblichem Ausmass vorliege. Unter  Berück-
sichtigung  der  gesundheitlichen  Situation  sei  dem  Versicherten  die 
Ausübung seiner bisherigen Tätigkeiten als Lüftungsmonteur oder als 
Betriebsarbeiter mit  schwerem körperlichen Einsatz nicht mehr mög-
lich. Aus spezialärztlicher Sicht seien ihm hingegen alternative, körper-
liche leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seit  spätestens September 
2003 wieder ganztags zumutbar, sofern dabei keine Arbeiten über der 
Schulterhorizontalen verrichtet  werden müssen. In  Frage kämen bei-
spielsweise Kontroll-, Sortier- oder Überwachungstätigkeiten, einfache 
Lager- oder Montagearbeiten etc. Der Einkommensvergleich zeige ein 
Valideneinkommen von Fr. 56'871.- und ein Invalideneinkommen (inkl. 
leidensbedingter Abzug von 15%) von Fr. 48'340.-. Der Vergleich erge-
be einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet 15%. 
Schliesslich teilte sie dem Versicherten mit, dass er sich bei ihr melden 

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könne, wenn er Interesse an ihrer Mithilfe bei der Suche einer neuen 
Arbeitsstelle (ganztags) habe (act. 38).

E.
Die dagegen erhobene Einsprache wies die IV-Stelle Basel-Stadt mit 
Einspracheentscheid vom 5. September 2006 ab. Sie begründete, die 
vom Versicherten im Einspracheverfahren neu beigebrachten medizini-
schen Berichte würden nicht  im Widerspruch zu den durchgeführten 
medizinischen Abklärungen im Auftrag der Invalidenversicherung ste-
hen. Den Bedenken und Einwänden des Versicherten sei bereits Rech-
nung getragen worden. Die beiden medizinischen Berichte würden we-
der  konkrete  Angaben zur  Arbeitsfähigkeit,  noch Hinweise  auf  neue 
gesundheitliche Beeinträchtigungen enthalten. Zudem gebe es  keine 
Anhaltspunkte,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des  Versicherten 
tatsächlich  verschlechtert  habe.  Des  Weiteren  gelte  der  Versicherte 
aus medizinischer Sicht seit September 2003 wieder als voll arbeitsfä-
hig in alternativen Tätigkeiten und die 4. IV-Revision hätte keine Ver-
schlechterung  seiner  Ansprüche  zur  Folge.  Die  Einsprache  erweise 
sich als unbegründet.

F.
Der  Versicherte  (nachfolgend: Beschwerdeführer)  erhob  mit  Eingabe 
vom 1. Oktober 2006 (Poststempel 2. Oktober 2006) Beschwerde ge-
gen diesen Entscheid bei der Eidgenössischen Rekurskommission der 
Alters-,  Hinterlassen-  und  Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland 
wohnenden Personen (Rekurskommission). Er rügte sinngemäss eine 
ungenügende medizinische Sachverhaltsabklärung der Vorinstanz so-
wie die falsche Anwendung des Artikels 28 des Bundesgesetzes über 
die Invalidenrente. Sinngemäss beantragte er  weiterhin eine Arbeits-
vermittlung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit und/oder eine Invali-
denrente. Zudem sei  zu beachten,  dass die französischen Ärzte nur 
deshalb  keine  Verschlechterung  des  Gesundheitsschadens  erwähnt 
hätten, weil keine Besserung mehr möglich sei.

G.
Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (Vorinstanz) reichte am 6. No-
vember 2006 gestützt auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt 
vom 31. Oktober  2006  ihre  Vernehmlassung  ein.  Sie  beantragte  die 
Abweisung der Beschwerde. Die Meinung des Beschwerdeführers, er 
könne nicht  mehr arbeiten,  stehe im Widerspruch zu den ermittelten 
objektiven medizinischen Befunden. Es möge zutreffen, dass die fran-

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zösischen  Ärzte  des  Beschwerdeführers  die  medizinische  Situation 
pessimistischer beurteilten, das heisse aber nicht, dass diese Beurtei-
lungen realitätsbezogener seien. Es bedeute auch nicht, dass die vom 
Beschwerdeführer  vermisste  Information,  wonach  eine  Besserung 
nicht mehr möglich sei, deswegen einen höheren Stellenwert erhalte. 
Die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass der Beschwerde-
führer in alternativer leichter bis mittelschwerer Tätigkeit voll arbeitsfä-
hig sei. Bei einem Invaliditätsgrad von 15% habe er keinen Anspruch 
auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung. Zudem ha-
be das Datum des Auftretens der Krankheit (August 2002) keine Aus-
wirkungen auf allfällige Ansprüche des Beschwerdeführers.

H.
Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Beschwerdeverfahren auf das 
Bundesverwaltungsgericht über. Am 22. Februar 2007 teilte das Bun-
desverwaltungsgericht  den  Parteien  die  Zusammensetzung  des 
Spruchkörpers mit.

I.
Mit  Verfügung  vom 20. August  2007  schloss  die  Instruktionsrichterin 
den Schriftenwechsel. Ein Wechsel der Gerichtsschreiberin wurde den 
Parteien mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 mitgeteilt.

J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über  die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20,  in  der  bis  zum 
31. Dezember  2006 gültig  gewesenen Fassung)  war  die  Eidgenössi-
sche Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung für die im Ausland wohnenden Personen zuständig zur Be-
urteilung von Beschwerden von Personen im Ausland gegen Einspra-
cheentscheide der IV-Stelle.

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Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt die Beurteilung der beim In-
krafttreten des Verwaltungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen Re-
kurs-  oder  Schiedskommissionen  oder  bei  Beschwerdediensten  der 
Departemente hängigen Rechtsmittel, sofern es zuständig ist (Art. 53 
Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 
17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Die Be-
urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht.

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung 
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgeset-
zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwal-
tungsverfahrensgesetz,  VwVG, SR 172.021),  sofern  kein  Ausnahme-
tatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 VGG). Zulässig sind Beschwerden ge-
gen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV-Stelle 
für  Versicherte  im  Ausland  ist  eine  Vorinstanz  im  Sinn  von  Art. 33 
Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b  des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20], in Kraft 
seit 1. Januar 2007).

Der angefochtene Entscheid ist als Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG 
zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. 
Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerde zuständig.

1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch 
keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundes-
gesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist.  Nach  Art. 2  des 
ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzel-
nen  Sozialversicherungsgesetze  des  Bundes  dies  vorsehen.  Nach 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  (Art. 1a-26bis und  28-70)  anwendbar,  soweit  das  IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.4 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid be-
sonders  berührt  und  hat  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges  Interesse  (Art.  48  Abs.  1  VwVG;  vgl.  auch  Art.  59 
ATSG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.

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1.5 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 
Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf sie 
einzutreten ist.

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbe-
stimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 

2.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist, ob 
die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  im  Einspracheentscheid  zu 
Recht weder Arbeitsvermittlung, noch Umschulung auf eine neue Tä-
tigkeit noch eine Invalidenrente zusprach.

3.1 Vorab ist  zu prüfen,  welche materiellen Rechtsnormen im vorlie-
genden Verfahren anwendbar sind.

3.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates 
der Europäischen Union, so dass vorliegend die folgenden Erlasse an-
wendbar sind: das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-

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ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über 
die  Freizügigkeit  vom 21. Juni  1999  (Freizügigkeitsabkommen,  FZA, 
SR 0.142.112.681), sein Anhang II, die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozia-
len Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Famili-
enangehörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(Koordinierungsverordnung  (EWG)  Nr. 1408/71;  SR 0.831.109.268.1) 
sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 
über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (Koordinie-
rungsverordnung  (EWG)  Nr. 574/72;  SR 0.831.109.268.11)  (vgl. 
Art. 80A IVG).  Das  Freizügigkeitsabkommen  setzt  die  verschiedenen 
bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Euro-
päischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt 
wird (Art. 20 FZA).

Soweit  dieses  Abkommen,  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
keine  abweichenden  Bestimmungen  vorsieht,  ist  mangels  einer  ein-
schlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Re-
gelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der  An-
spruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grund-
sätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 
E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 
Abs. 1  der  Koordinierungsverordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  grundsätz-
lich nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Regeln 
zu beurteilen haben.

3.3 Die Anmeldung des Beschwerdeführers zum Bezug von IV-Leis-
tungen datiert vom 28. Februar 2004 wurde am 29. März 2004 bei der 
IV-Stelle  eingereicht,  weshalb  vorliegend  die  am  1. Januar  2003  in 
Kraft getretenen Bestimmungen des ATSG sowie die zugehörige Ver-
ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts  (ATSV, SR 830.11)  anwendbar  sind.  Nicht  an-
wendbar  sind  hingegen  die  Änderungen  des  ATSG vom  6. Oktober 
2006  und  der  ATSV vom 28. September  2007  (5. IVG-Revision,  AS 
2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit  1. Januar 2008), da der 
angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestim-
mungen ergangen ist (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 
Basel Genf 2003, Art. 82 Rz. 4).

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Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit 
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 
Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der In-
validenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizeri-
sche Bundesgericht (vormals: Eidgenössisches Versicherungsgericht) 
erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefi-
nitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchst-
richterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-
krafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung 
ergibt,  weshalb  die  hierzu  entwickelte  Rechtsprechung übernommen 
und weitergeführt  werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3). Auch die 
Normierung des Art. 16 ATSG führt  nicht  zu einer  Modifizierung der 
bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Ver-
sicherten,  welche weiterhin nach der  allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 
zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 
V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b).

3.4 Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG vom 21. März 
2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 21. Mai 
2003 (SR 831.201; 4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859) 
in Kraft getreten. Somit sind vorliegend für die Prüfung des geltend ge-
machten Anspruchs diese Fassungen des IVG und der IVV anwend-
bar. Die Änderungen des IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 
28.  September  2007  (5. IV-Revision,  AS  2007  5129  bzw.  AS  2007 
5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind hingegen nicht anwendbar, da 
der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Be-
stimmungen ergangen ist.

4.
4.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (ATSG/IVG) ist und beim 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträ-
ge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG, in Kraft bis 31. Dezember 2007). Die-
se Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt  eine, so ent-
steht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

4.2 Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr 
als eines Jahres Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlasse-

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nen- und Invalidenversicherung geleistet,  so dass die Voraussetzung 
der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invali-
denrente erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG).

4.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für die Bestim-
mung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts im  Beschwerdeverfahren 
grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des 
angefochtenen Entscheids massgebend (hier: 5. September 2006; vgl. 
BGE 132 V 368 E. 6.1 mit  Hinweisen;  THOMAS LOCHER,  Grundriss des 
Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20).

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren daher grundsätzlich nicht  berück-
sichtigt  werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt 
seither  verändert  haben,  unter  Umständen Gegenstand einer  neuen 
Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 366 E. 1b mit weiteren Hin-
weisen).

Im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  ist  daher  zu  prüfen,  ob  zwi-
schen dem 29. März 2004 (Eingang des Gesuchs)  und dem 5. Sep-
tember 2006 ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 
Invalidenversicherung entstanden ist.

5.
5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).

Gemäss Art. 28  Abs. 1  IVG in  der  bis  Ende 2003 gültig  gewesenen 
Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 
versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal-
be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier-
telsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid ist. Die seit dem 
1. Januar  2004  massgeblichen  neuen  Rentenabstufungen  gemäss 
Art. 28 Abs. 1 IVG geben bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem 

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Invaliditätsgrad  von  mindestens  60 Prozent  Anspruch  auf  eine 
Dreiviertelsrente  und  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens 
70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente.

Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an 
Versicherte  ausbezahlt,  die  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  im  Sinne 
von Art.  13  ATSG in  der  Schweiz haben. Nach der  Rechtsprechung 
des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvor-
schrift,  sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE 
121 V 275 E. 6c). Seit Inkrafttreten des FZA können indes Angehörige 
von EU-Staaten sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bür-
ger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen.

5.2 Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversiche-
rungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein 
in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi-
cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be-
rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 113 V 28 E. 4a, 
111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Ver-
trauensarzt  einer IV-Stelle  zu entscheiden,  in  welchem Ausmass ein 
Versicherter  seine verbliebene Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätig-
keit  und  zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen  Arbeitsmarkt 
verwerten kann. Diese sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstä-
tigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

5.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdeverfahren das Gericht)  auf  Unterlagen angewie-
sen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-
gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist  es, den Gesundheits-
schaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher-
ten noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Er-
werbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumut-
baren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invali-
dität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Be-
hinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fest-

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gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs-
sen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 110 V 275 E. 4a 
[= ZAK 1985 S. 462 E. 4A]).

5.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me-
dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung  des  streitigen  Rechtsanspruchs  gestatten. Insbesondere  darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei-
nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet  und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  oder 
des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 
E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Be-
weiswert umfasst allerdings nur medizinische Fragen, zu deren Beant-
wortung  Ärzte  im  Sozialversicherungsverfahren  beigezogen  werden, 
nicht aber weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung.

6.
Vorliegend sind sich die Parteien einig, dass der Beschwerdeführer in 
seiner bisherigen Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig ist. Demnach ist im 
Folgenden  zu  prüfen,  in  welchem  Umfang  der  Beschwerdeführer  in 
Verweistätigkeiten arbeitsfähig ist.

6.1 Der  Beschwerdeführer  rügt  eine  ungenügende  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts, insbesondere hinsichtlich der medizi-
nischen Erhebungen der Vorinstanz. Er macht geltend, dass er ledig-
lich von den Dres. med. F._______, E._______ und D._______ unter-
sucht worden sei. Er habe aber ausdrücklich weitere medizinische Ab-
klärungen gefordert. Seine Bitte sei jedoch nicht erhört worden.

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6.1.1 Das  sozialversicherungsrechtliche  Verfahren  ist  vom  Untersu-
chungsgrundsatz beherrscht  (Art. 43 ATSG). Danach hat  die Verwal-
tung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts 
zu  sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  uneingeschränkt; er 
findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 
(Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 
Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Ab-
klärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet 
oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen 
des  streitigen  Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand)  rechtserhebli-
chen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vor-
liegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu 
entscheiden  ist  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl., 
Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbe-
hörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets 
vorzunehmen  oder  zu  veranlassen,  wenn  hiezu  aufgrund  der 
Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  ergebender  An-
haltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts [vormals EVG] vom 20. Juli 2000, 
I 520/99).

6.1.2 Die Berichte in den Akten geben ein komplettes Bild über die ge-
sundheitlichen  Schäden  des  Beschwerdeführers  und  gestatten  eine 
zuverlässige Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers. 
Auf die vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen zusätzlichen Beweis-
massnahmen in Form von weiteren medizinischen Abklärungen ist in 
antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 122 III 
223 E. 3c, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3C mit Hinwei-
sen) zu verzichten.

6.2 Der Beschwerdeführer  macht  sinngemäss eine Verschlechterung 
seines Gesundheitszustandes geltend; es sei zu beachten, dass eine 
Verbesserung seines Zustandes nicht mehr möglich sei.

6.2.1 Die  Teilgutachten  der  Dres.  F._______,  D.________  und 
E._______ sowie die Berichte von Dr. G._______ und Dr. C._______ 
genügen  den  Voraussetzungen  an  den  Beweiswert  eines  medizini-
schen Berichtes. Die Gutachter erstellten ihre Beurteilungen in Kennt-
nis der Anamnese. Die Einschätzungen dieser Ärzte sind umfassend, 
begründet, einleuchtend und schlüssig. Die Voraussetzungen für eine 

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genügende  Beweiskraft,  wie  von  der  Rechtsprechung  vorgegeben 
werden von den genannten Berichten erfüllt. Es kann daher auf diese 
abgestützt werden. Die restlichen Arztberichte beziehen sich in ihren 
Beurteilungen lediglich auf die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers in seiner bisherigen Tätigkeit. Sie äussern sich nicht zur Arbeitsfä-
higkeit in Verweistätigkeiten. Auch die Argumente des Beschwerdefüh-
rers  sind  nicht  geeignet,  die  Schlussfolgerungen  der  Gutachter  des 
Arztberichtes für Grenzgänger zu entkräften.

6.2.2 Im hier massgebenden Zeitpunkt  des Einspracheentscheids ist 
den medizinischen Unterlagen kein Hinweis auf eine Verschlechterung 
oder eine Verbesserung des Gesundheitsschadens zu entnehmen. Die 
Gutachter sind sich jedoch einig, dass mit  den adäquaten Massnah-
men eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit  mittelfristig erreicht  wer-
den könnte.

6.3 Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass gemäss 
dem  im  Sozialversicherungsrecht  massgeblichen  Beweisgrad  der 
überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  (BGE  126  V  360  E. 5b)  im  hier 
massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 5. Septem-
ber 2006 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätig-
keit sowie eine 0%-ige Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit be-
stand.

7.
7.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 16 ATSG).

7.2 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer 
und abstrakter Begriff,  welcher dazu dient,  den Leistungsbereich der 
Invalidenversicherung von jenem der  Arbeitslosenversicherung abzu-
grenzen. Der Begriff  umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichge-
wicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; an-
dererseits  bezeichnet  er  einen Arbeitsmarkt,  der von seiner  Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 

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die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 
oder  nicht  (BGE 110  V  276  E. 4b; ZAK 1991  S. 320 E. 3b).  Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, 
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebe-
ne Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügba-
ren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden 
(AHI 1998 S. 291 E. 3b). Von einer  Arbeitsgelegenheit  im Sinne von 
Art. 16 ATSG kann aber dort  nicht mehr gesprochen werden, wo die 
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass 
sie  der  allgemeine Arbeitsmarkt  praktisch nicht  kennt  oder  dass  sie 
nur  unter  nicht  realistischem  Entgegenkommen  eines  durchschnittli-
chen Arbeitgebers  möglich  wäre  (SVR 1996  IV Nr. 70  S. 204  E. 3c, 
ZAK 1989 S. 322 E. 4).

7.3 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmäs-
sig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim-
men  lässt.  Insoweit  die  fraglichen  Erwerbseinkommen  ziffernmässig 
nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 
Einzelfall  bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 
Annäherungswerte  miteinander  zu  vergleichen  (allgemeine  Methode 
des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und 
b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

Gemäss BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2 sind für den Einkommensver-
gleich  die  Verhältnisse  im  Zeitpunkt  des  Beginns  des  Rentenan-
spruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invalideneinkommen  auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 
Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum  Verfügungserlass  zu 
berücksichtigen sind. Mittels Aufindexierung der Einkommen kann die 
zeitidentische Grundlage erreicht werden.

7.4 Für  die  Erhebung des Valideneinkommens ist  von den Angaben 
des letzten Arbeitgebers des Beschwerdeführer auszugehen (act. 9). 
Demnach erzielte  der  Beschwerdeführer  bis  März  2003 einen  Stun-
denlohn von CHF 26.- bei 8.4 Stunden pro Tag. Dies ergibt einen Jah-
reslohn von CHF 56'784.- (CHF 26.- x 8.4 Stunden x 5 Tagen x 52 Wo-
chen).

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7.5
Das  Invalideneinkommen  eruierte  die  Vorinstanz  richtigerweise  auf-
grund  der  Lohnstrukturerhebung  des Bundesamtes für  Statistik  LSE 
2002, TA1, Wirtschaftszweig Total, Anforderungsniveau 4, Spalte Män-
ner. Demnach könnte ein monatliches Einkommen von CHF 4'557.- bei 
4 1/3 Wochen pro Monat mit je 40 Wochenstunden erzielt werden. Um-
gerechnet von 40 auf die durchschnittlichen 41.7 Wochenstunden zu-
züglich Nominallohnentwicklung bis 2003 ergibt dies ein jährliches Ein-
kommen  von  CHF 57'749.-  ([4'557.- : 4 1/3 Wochen : 40h x 41.7h x 52 
Wochen] + 1.3%).

Der  Beschwerdeführer  bezog demzufolge ein  unterdurchschnittliches 
Valideneinkommen,  womit  er  sich  wohl  nicht  aus freien  Stücken be-
gnügen  wollte.  Es  ist  deshalb  eine  Parallelisierung  der  beiden  Ver-
gleichseinkommen vorzunehmen (vgl. BGE 134 V 322). Die Vorinstanz 
hat die Möglichkeit der Herabsetzung des statistischen Wertes auf das 
Niveau  des  Valideneinkommens  gewählt,  so  dass  das  Invalidenein-
kommen auf CHF 56'784.- bestimmt wird.

Die  Vorinstanz  hat  aufgrund  der  gesundheitlichen  Einschränkungen 
sowie weiterer Faktoren, welche die Einsatz- und Verdienstmöglichkei-
ten  allenfalls  zusätzlich  einschränken  einen  leidensbedingten  Abzug 
auf dem Invalideneinkommen von 15% vorgenommen, was ein monat-
liches Invalideneinkommen von CHF 48'340.- ergibt. Für das Bundes-
verwaltungsgericht besteht kein Anlass, in diese Ermessens-ausübung 
der Vorinstanz einzugreifen (vgl. BGE 124 V 321 E. 3b.bb), obwohl der 
Abzug  von  15% im  Quervergleich  eher  grosszügig  erscheint,  ange-
sichts des Alters des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer  in  leichter  und  mittelschwerer  Tätigkeit  zu  100% 
einsetzbar ist.

Die Berechnung des Invalideneinkommens der Vorinstanz ist demnach 
korrekt.

7.6 Wird das Invalideneinkommen (nach Leidensabzug) mit dem Vali-
deneinkommen verglichen ([{56'754-48'340} x 100]: 56'754),  resultiert 
ein Invaliditätsgrad von 14.8%.

8.
8.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ist die Ausrichtung einer Invalidenrente 
erst ab einem Invaliditätsgrad von 40% möglich. Die vom Beschwerde-

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führer  beantragte Rentenauszahlung ist  daher vorliegend nicht  mög-
lich. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz 
den Artikel 28 IVG demzufolge korrekt angewendet.

8.2 Der Beschwerdeführer beantragt nebst der Invalidenrente berufli-
che Massnahmen wie Arbeitsvermittlung und Umschulung auf eine an-
dere Tätigkeit.

8.3 Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte 
haben  Anspruch  auf  Eingliederungsmassnahmen,  soweit  diese  not-
wendig  und geeignet  sind,  die  Erwerbsfähigkeit  wieder  herzustellen, 
zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern. Dabei ist 
die  gesamte  noch  zu  erwartende  Arbeitsdauer  zu  berücksichtigen 
(Art. 8  Abs. 1  IVG).  Die  Eingliederungsmassnahmen  bestehen  unter 
anderem in Massnahmen beruflicher Art  (Berufsberatung,  erstmalige 
berufliche  Ausbildung,  Umschulung,  Arbeitsvermittlung;  Art. 8  Abs. 3 
lit. b  IVG).  Der  Anspruch  auf  Eingliederungsmassnahmen  entsteht, 
sobald  solche  im  Hinblick  auf  Alter  und  Gesundheitszustand  des 
Versicherten angezeigt sind (Art. 10 Abs. 1 Satz 1 IVG).

Nach  der  Rechtsprechung  setzt  die  Zusprechung  einer  Eingliede-
rungsmassnahme grundsätzlich nicht voraus, dass diese den für den 
Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsgrad beeinflusst. Das EVG 
hat denn auch wiederholt entschieden, dass die Ausrichtung einer hal-
ben oder sogar einer ganzen Invalidenrente die Gewährung von Ein-
gliederungsmassnahmen nicht ausschliesst, sofern zwischen den Kos-
ten und dem praktischen Nutzen der Massnahme ein vernünftiges Ver-
hältnis besteht (BGE 122 V 79 Erw. 3b.bb mit Hinweisen, 115 V 200 
Erw. 5c).

Zu den notwendigen und geeigneten Eingliederungsmassnahmen be-
rufsbildender Art  zählen alle zur Eingliederung ins Erwerbsleben un-
mittelbar  erforderlichen  Vorkehren. Deren  Umfang lässt  sich  nicht  in 
abstrakter Weise festlegen, indem ein Minimum an Wissen und Kön-
nen vorausgesetzt wird und nur diejenigen als berufsbildend anerkannt 
werden, die auf dem angenommenen Minimalstandard aufbauen. Aus-
zugehen ist vielmehr von den Umständen des konkreten Falles, wozu 
auch die von Person zu Person unterschiedliche subjektive und objek-
tive  Eingliederungsfähigkeit  (Gesundheitszustand,  Leistungsvermö-
gen, Bildungsfähigkeit, Motivation usw.) gehört (vgl. unveröffentlichtes 

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Urteil des EVG vom 19. März 2002 i.S. J., I 529/01, E. 1a, mit Hinweis 
auf AHI 1997 S. 172 E. 3a / 2. Abschnitt).

8.4 Unter Umschulung ist grundsätzlich die Gesamtheit der Eingliede-
rungsmassnahmen  berufsbildender  Art  zu  verstehen,  die  notwendig 
und geeignet sind,  der vor Eintritt  der Invalidität  bereits erwerbstätig 
gewesenen  Person  eine  der  früheren  annähernd  gleichwertige  Er-
werbsmöglichkeit  zu  vermitteln;  dabei  bezieht  sich  die  „annähernde 
Gleichwertigkeit“  nicht  auf  das  Ausbildungsniveau  als  solches,  son-
dern  auf  die  nach erfolgter  Eingliederung  zu erwartenden langfristig 
gleichwertigen  Erwerbsmöglichkeiten  (THOMAS LOCHER,  Grundriss  des 
Sozialversicherungsrechts, Dritte Auflage, S. 233).

Der Umschulungsanspruch setzt eine Invalidität oder die unmittelbare 
Bedrohung durch eine solche voraus (Art. 8 Abs. 1 IVG). Als invalid im 
Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert ist, weil 
der  Gesundheitsschaden eine Art  und Schwere erreicht  hat,  welche 
die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise un-
zumutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes er-
hebliches Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der 
Fall,  wenn der Versicherte in den ohne zusätzliche berufliche Ausbil-
dung noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere 
Zeit  dauernde  Erwerbseinbusse  von etwa  20  Prozent  erleidet  (BGE 
124 V 110 E.2b mit Hinweisen) - gesetzliche Voraussetzungen für Um-
schulung gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG. Gemäss Praxis muss ein Invalidi-
tätsgrad von 20% vorliegen, damit eine Umschulung von der Invaliden-
versicherung übernommen werden kann (BGE 124 V 110 E.2b).

8.4.1 Wie  weiter  oben  ausgeführt,  beträgt  der  Invaliditätsgrad  beim 
Beschwerdeführer lediglich knapp 15%, so dass keine Umschulung in-
folge Invalidität im Sinne von Art. 17 IVG notwendig ist.

8.5 Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG bestimmt, dass eingliederungsfähigen 
invaliden  Versicherten  nach  Möglichkeit  geeignete  Arbeit  vermittelt 
wird. Bei der Arbeitsvermittlung besteht die Leistung in der Vermittlung 
von behinderungsadäquaten Arbeitsplätzen. Es handelt sich dabei um 
tatsächliches Verwaltungshandeln. Die IV-Stelle ist für die Arbeitsver-
mittlung zuständig, wenn für die Arbeitsplatzsuche wegen der Behin-
derung oder wegen der behinderungsbedingten Anforderungen an ei-
nen Arbeitsplatz professionelle Hilfe notwendig ist (SVR 2003 IV Nr. 7 
S. 20 E. 2C; THOMAS LOCHER, a.o.O., S. 233).

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Das Gesetz nennt keinen Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliede-
rungsmassnahmen gewährt werden können. Aus dem Verhältnismäs-
sigkeitsgrundsatz ergibt  sich  aber,  dass  das Mass der  für  den Leis-
tungsanspruch erforderlichen erwerblichen Beeinträchtigung in Relati-
on zu dem mit einer bestimmten Eingliederungsmassnahme verbunde-
nen finanziellen Aufwand stehen muss (ULRICH MEYER-BLASER, Zum Ver-
hältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 
1985, S. 190 f.)

Da  die  Arbeitsvermittlung  keine  besonders  kostspielige  Eingliede-
rungsmassnahme darstellt,  genügt  zur Anspruchsbegründung bereits 
ein relativ geringes Mass an gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten 
bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle (BGE 116 V 80 E. 6a).

8.5.1 Vorliegend  beruht  eine  schwierige  Vermittelbarkeit  des  Be-
schwerdeführers  wesentlich  auch  auf  invaliditätsbedingten  Gründen, 
weshalb der Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht.

8.6 In ihrer Verfügung vom 17. Oktober 2005 bot die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer Hilfe bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle (ganz-
tags) an. Soweit aus den Akten ersichtlich ist, hat der Beschwerdefüh-
rer dieses Angebot jedoch nicht wahrgenommen. Es gilt festzuhalten, 
dass  der  Beschwerdeführer  dieses  Angebot  weiterhin  in  Anspruch 
nehmen kann.

9.
Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich damit als unbegrün-
det. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

10.
Verfahrenskosten  sind  nicht  zu  erheben  (Art.  69  Abs.  2  IVG  i.V.m. 
Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]; Bst. c der 
Schlussbestimmungen  zur  Änderung  des  IVG  vom  16. Dezember 
2005).

11.
Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 
zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). Die ob-

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siegende  Vorinstanz  hat  keinen  Entschädigungsanspruch  (Art. 7 
Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherung

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 
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