# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d957814-95bc-56c7-9a99-a4086d58dcc9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 03.08.2020 KSK 2020 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2020-77_2020-08-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 3. August 2020

Referenz KSK 20 77

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Straumann, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Matthias Losert
Fischerinsel 4, DE-10179 Berlin 

in Sachen

B._____

Gegenstand Schadenersatz

Anfechtungsobj. Schreiben des Betreibungs- und Konkursamts der Region Viamala 
vom 30.10.2019 

Mitteilung 10. August 2020

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In Erwägung,

– dass der Beschwerdeführer aufgrund eines angeblichen Fehlverhaltens eines 
Beamten mit Schreiben vom 18. Oktober 2019 Schadenersatzansprüche ge-
gen das Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala (nachfolgend: 
Konkursamt) geltend gemacht hat,

– dass das Konkursamt den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Oktober 
2019 darauf hingewiesen hat, dass die Einstellung des Konkursverfahrens ge-
gen die B._____ mangels Aktiven bereits am 13. November 2018 öffentlich 
bekannt gemacht wurde,

– dass die Gläubiger dazu aufgefordert worden waren, innert 10 Tagen einen 
Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 zu leisten, damit das Konkursverfahren 
durchgeführt werden könne,

– dass diese Frist ungenutzt verstrichen war, womit das Konkursverfahren ge-
gen die B._____ rechtskräftig eingestellt war,

– dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Mai 2020 Beschwerde ge-
gen dieses Schreiben des Konkursamts erhob, mit welchem seiner Ansicht 
nach seine Schadenersatzforderungen abgelehnt worden seien, und die Zah-
lung von Schadenersatz forderte,

– dass gemäss Art. 17 SchKG zwar gegen jede Verfügung eines Konkursamts 
bei der Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt werden kann, wenn nicht der 
Weg der gerichtlichen Klage vorgeschrieben ist,

– dass in diesem Beschwerdeverfahren jedoch nur über Verfahrensfehler und 
nicht über materiellrechtliche Fragen entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts 7B.11/2002 vom 05.03.2002 E. 3a),

– dass für den Schaden, den Beamte in Erfüllung ihrer Aufgaben widerrechtlich 
verursachen, gemäss Art. 5 Abs. 1 und 2 SchKG der Kanton haftet (exklusive 
Staatshaftung),

– dass der vom Beschwerdeführer behauptete Schadenersatzanspruch daher 
weder gegenüber dem Konkursamt noch gegenüber der Aufsichtsbehörde gel-
tend gemacht werden kann, 

– dass der Beschwerdeführer in dieser Sache Klage gegen den Kanton erheben 
muss,

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– dass das Konkursamt im Schreiben vom 30. Oktober 2019 somit zu Recht 
nicht weiter auf die Schadenersatzforderung eingegangen ist, 

– dass die Beschwerde daher abzuweisen ist,

– dass für dieses Verfahren keine Kosten erhoben werden (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 
5 SchKG), 

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht,

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wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 600.00 verbleiben 
beim Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: