# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7322cafd-5150-54b9-a1bc-7e0fb1ee91cd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 21.10.2014 ERZ 2014 318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2014-318_2014-10-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 21. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 14 318 4. November 2014

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Brunner
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Klägerin und Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 19. 
August 2014, mitgeteilt am 20. August 2014, in Sachen der Klägerin und 
Beschwerdeführerin gegen die S t o c k w e r k e i g e n t ü m e r g e m e i n s c h a f t  
Y . _ _ _ _ _ , Beklagte und Beschwerdegegnerin, vertreten durch die D._____AG,

betreffend Anfechtung von Beschlüssen einer Stockwerkeigentümerversammlung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ ist Alleineigentümerin einer Stockwerkeinheit (3-Zimmer-
Wohnung) der Stockwerkeigentümergemeinschaft A._____ (nachfolgend StWEG 
A._____), Stammparzelle Nr. 286 des Grundbuches der Gemeinde O.1_____. 
Gleichzeitig ist sie zu 1/20 Miteigentümerin einer Tiefgarage (Stammparzelle Nr. 
287-1 des Grundbuches der Gemeinde O.1_____), welche ihrerseits eine 
Stockwerkeinheit der benachbart liegenden Stockwerkeigentümergemeinschaft 
Y._____ (nachfolgend StWEG Y._____), Stammparzelle Nr. 287 des 
Grundbuches der Gemeinde O.1_____, bildet. Am 18. April 1980 wurde zulasten 
und zugunsten der damaligen Parzellen 7-67 (heute Nr. 286) und 7-83 (heute Nr. 
287) eine Eigentümerdienstbarkeit errichtet, wonach die auf dem Situationsplan 
grün eingezeichnete Fläche (= Teil des Daches der Tiefgarage auf der Parzelle Nr. 
287) unbeschränkt als Umschwung und Vorplatz der Parzelle 7-83 (heute Nr. 287) 
benützt werden dürfe. Gemäss E-Mail des Grundbuchbereinigungsbeamten des 
Grundbuchamts Vorderprättigau vom 6. Februar 2013 dürfte diese 
Parzellenbezeichnung auf einem Versehen beruhen, da offensichtlich das 
Benützungsrecht der heutigen Parzelle Nr. 286 eingeräumt werden wollte, da die 
Tiefgarage auf der heutigen Parzelle Nr. 287 erstellt wurde.

B. Anlässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 28. Januar 2012 
bewilligten die Stockwerkeigentümer der StWEG Y._____ die Erstellung eines 
Grillplatzes auf ihrem Grundstück, und zwar offenbar auf jenem Teil der Parzelle 
über der Tiefgarage, welcher mit der eben erwähnten Dienstbarkeit belastet ist. 
Dieser Grillplatz wurde im Frühsommer 2012 dann auch erstellt und von X._____ 
am Morgen des 13. Oktober 2012 nach längerer Abwesenheit entdeckt. Nachdem 
X._____ das entsprechende Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung der 
StWEG Y._____ vom 28. Januar 2012 bei der Verwaltung erhältlich gemacht 
hatte, reichte sie am 19. November 2012 beim Vermittleramt des Bezirks 
Prättigau/Davos Klage gegen den betreffenden Beschluss ein und beantragte die 
Entfernung der zum Grillplatz gehörenden Anlagen.

C. In der Folge traktandierte die StWEG Y._____ das betreffende Geschäft für 
ihre Versammlung vom 26. Januar 2013 erneut. An dieser Versammlung nahm 
anfänglich auch der Ehemann von X._____, B._____, teil und brachte deren 
Argumente gegen den Grillplatz vor. Anschliessend verliess er die Versammlung 
vor der Beschlussfassung zu diesem Traktandum. Die Versammlung segnete den 
mittlerweile erstellten Grillplatz sodann einstimmig ab. Gegen diesen Beschluss 
gelangte X._____ mit Eingabe vom 7. Februar 2013 ebenfalls an das 

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Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos mit dem Begehren um Aufhebung des 
Beschlusses und Entfernung der Anlagen des Grillplatzes.

D. Die beiden von X._____ eingereichten Schlichtungsgesuche wurden vom 
Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos insofern zusammengefasst, als beide 
Anliegen im Rahmen einer am 21. Februar 2013 durchgeführten 
Schlichtungsverhandlung behandelt wurden. Anlässlich dieser Verhandlung 
konnte unter den Parteien keine Einigung erzielt werden. Am 12. Juni 2013 stellte 
der Vermittler die beiden Klagebewilligungen aus, welche die folgenden 
klägerischen Rechtsbegehren enthalten:

"Dossier Nr._____ (Anfechtung Beschluss STWEG Y._____ vom 
28.01.2012 (Grillplatz) sowie Wiederherstellung der Grillplatzanlage in 
den ursprünglichen Zustand)

1. Der Beschluss der STWEG Y._____ in der Eigentümerversammlung 
vom 28.01.2012 zu Top 3a (Grillplatz) wird aufgehoben und für 
ungültig erklärt.

2. Die Grillplatzanlage auf der vorher aus Rasen bestehenden 
Gemeinschaftsfläche über der Tiefgarage der Y._____ mit einer 
gepflasterten Fläche von etwa 30 Quadratmetern für einen Tisch und 
etwa 10 Sitzgelegenheiten, einem Holz-Gerüst für eine bepflanzte 
Laube, einem Steingarten und einer Pflanzenrabatte, einem 
Sonnenschirmständer und einem Betoncheminee ist zurückzubauen 
und der ursprüngliche Zustand ist wieder herzustellen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der beklagten 
Partei.

"Dossier Nr._____ (Anfechtung Beschluss STWEG Y._____ vom 
26.01.2013 (Grillplatz))

1. Der Beschluss der STWEG Y._____ in der Eigentümerversammlung 
vom 26.01.2013 zu TOP 6 (Grillplatz) wird aufgehoben und für ungültig 
erklärt.

2. Die Grillplatzanlage auf der vorher aus Rasen bestehenden 
Gemeinschaftsfläche über der Tiefgarage der Y._____ mit einer 
gepflasterten Fläche von etwa 30 Quadratmetern für einen Tisch und 
etwa 10 Sitzgelegenheiten, einem Holz-Gerüst für eine bepflanzte 
Laube, einem Steingarten und einer Pflanzenrabatte, einem 
Sonnenschirmständer und einem Betoncheminee ist zurückzubauen 
und der ursprüngliche Zustand ist wieder herzustellen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der beklagten 
Partei."

E.1. Mit Eingabe vom 10. August 2013, dem Gericht am 12. August 2013 
überbracht, prosequierte X._____ die beiden Klagen mit einer einzigen 
Klageschrift an das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wobei sie an den zuvor 

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vermittelten Rechtsbegehren unverändert festhielt. Zur Begründung brachte sie 
vor, der Beschluss vom 28. Januar 2012 sei nicht ordnungsgemäss zustande 
gekommen, insbesondere deshalb nicht, weil nicht alle Stockwerkeigentümer zur 
Versammlung eingeladen worden seien und in der Einladung nicht auf das Thema 
Grillplatz hingewiesen worden sei. Der Beschluss und die Errichtung des 
Grillplatzes, eine bauliche Veränderung, sei auch materiell nicht rechtmässig, weil 
beides gegen das Verwaltungsreglement, gesetzliche Vorschriften – unter 
anderem Art. 647e Abs. 1 ZGB –, die Rechte aus einem 
Grunddienstbarkeitsvertrag und das Gebot der Rücksichtnahme verstosse. Der 
Beschluss sei des Weiteren inhaltlich (Standort, Grösse, Finanzierung, Nutzung 
etc.) zu unbestimmt und überlasse Entscheidungen dritten Personen anstatt der 
Verwaltung, welche die Beschlüsse der Gemeinschaft vollziehe. Die beiden 
Beschlüsse seien somit aufzuheben und für ungültig zu erklären. Ferner sei der 
Grillplatz zurückzubauen und der ursprüngliche Zustand sei wieder herzustellen, 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.

2. Mit Verfügung vom 13. August 2013 setzte der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos der Beklagten für die Einreichung einer 
Klageantwort Frist bis zum 5. September 2013 an. Nach gewährter 
Fristerstreckung ersuchte Letztere mit Eingabe vom 1. Oktober 2013 um eine 
zweite Fristerstreckung zur Einreichung einer Klageantwort bis zum 28. Februar 
2014. Zur Begründung wurde vorgetragen, dass zurzeit mehrere Verkäufe von 
Wohnungen der Liegenschaft abgewickelt würden, weshalb das weitere Vorgehen 
der Beklagten zusammen mit den neuen Eigentümern an der ordentlichen StWE-
Versammlung vom 24. Januar 2014 besprochen und beschlossen werden können 
soll. Der Klägerin würden aus der Fristerstreckung keine Nachteile erwachsen, da 
der strittige Grillplatz im laufenden Herbst und im kommenden Winter nicht mehr 
benutzt werden dürfte.

3. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2013 erstreckte der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos die Frist zur Einreichung der Klageantwort bis zum 
28. Februar 2014. Zugleich wurde der Beklagten und ihren Stockwerkeigentümern 
sowie allfälligen Dritten per sofort untersagt, den umstrittenen Grillplatz während 
jener Zeit, in der die im Alleineigentum von X._____ stehende Wohnung bewohnt 
ist, zu nutzen.

4. Mit Eingabe vom 21. Februar 2014 ersuchte die Beklagte um eine 
letztmalige Fristerstreckung bis zum 31. März 2014. Unter Aufrechterhaltung der in 
der Verfügung vom 4. Oktober 2013 gemachten Ausführungen wurde diesem 

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Ersuchen stattgegeben, unter Hinweis darauf, dass eine weitere Fristerstreckung 
nurmehr mit ausdrücklicher Zustimmung der Gegenpartei erfolgen könne. Da 
innert erstreckter Frist keine Klageantwort einging, wurde der Beklagten mit 
Verfügung vom 16. April 2014 eine kurze Frist bis zum 5. Mai 2014 angesetzt, 
welche explizit als nicht mehr erstreckbar erklärt wurde. Ebenfalls wurde 
festgehalten, dass die in der Verfügung vom 4. Oktober 2013 gemachten 
Ausführungen und erlassenen Anordnungen nach wie vor ihre Gültigkeit behalten 
würden.

5. Am 5. Mai 2014 stellte die Verwalterin namens und im Auftrag der StWEG 
Y._____ den Antrag, die von der Klägerin am 12. August 2013 überbrachte Klage 
sei abzuweisen. Eventualiter sei das Verfahren bis zum Vorliegen einer definitiven 
Stellungnahme der Klägerin zum Vorschlag der Beklagten im Sinne einer 
aussergerichtlichen Einigung zu sistieren. Zur Begründung verwies die Beklagte 
auf den Versammlungsbeschluss vom 24. Januar 2014, gemäss welchem 
beschlossen worden sei, den Grillplatz zurückzubauen, unter der Voraussetzung, 
dass X._____ in die Übernahme sämtlicher aus dem Schlichtungsverfahren und 
aus der Einreichung und Abschreibung der Klage entstandenen und entstehenden 
Verfahrenskosten einwillige. Dies im Bestreben, die Streitsache gütlich, aber ohne 
Anerkennung irgendwelcher Rechtspflichten beilegen zu können.

F. Mit Verfügung vom 7. Mai 2014 übermittelte der Einzelrichter die Eingabe 
der Beklagten vom 5. Mai 2014 samt Anlagen an die Klägerin und ersuchte sie um 
Mitteilung bis zum 27. Mai 2014, ob gestützt auf den von der Beklagtschaft 
vorgeschlagenen Vergleichsvorschlag eine Erledigung der Streitsache möglich 
sei. Diese liess den Einzelrichter und die Beklagte mit Eingabe vom 17. Mai 2014 
wissen, dass die Gegenpartei keinen ausformulierten Vergleichsvorschlag 
unterbreitet habe, welcher den gesamten Streitstoff erledigen könnte. Ihren 
ausformulierten, zeitlich befristeten Vorschlag im Vermittlungsverfahren habe die 
Beklagte sodann ausdrücklich abgelehnt. Nach ihrem Kenntnisstand sei mit dem 
Rückbau bislang nicht begonnen worden, vielmehr sei seitens der Beklagten 
immer wieder – bislang erfolgreich – versucht worden, Zeit zu gewinnen. Ihres 
Erachtens sei die Sache spruchreif im Sinne von Art. 223 ZPO.

G. Am 22. Mai 2014 gelangte der Einzelrichter erneut mittels Verfügung an die 
Parteien und ersuchte sie um Bekanntgabe, ob sie bereit wären, auf das 
Durchführen einer mündlichen Hauptverhandlung zu verzichten. Bejahendenfalls 
würde er das Urteil fällen und es den Parteien alsdann schriftlich 
eröffnen/mitteilen. Mit Eingabe vom 5. Juni 2014 erteilte die Klägerin ihr 

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Einverständnis, dass keine mündliche Hauptverhandlung durchgeführt und 
aufgrund der vorliegenden Akten entschieden werde. Mit Schreiben vom 6. Juni 
2014 teilte auch die Beklagte ihren Verzicht auf die Durchführung einer 
mündlichen Hauptverhandlung mit. Zudem legte sie im Hinblick auf die Beurteilung 
der Klage ein Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung der StWEG 
A._____ vom 26. Januar 2013 ins Recht, an welcher mit lediglich einer 
Gegenstimme (X._____) gegen den Antrag X._____, wonach der Grillplatz 
entfernt werden müsse, votiert worden sei. 

H. Mit Eingabe vom 29. Juni 2014 machte die Klägerin unter Bezugnahme auf 
die gerichtlichen Schreiben vom 16. April und 22. Mai 2014 geltend, der Vortrag 
der Beklagten im Schreiben vom 6. Juni 2014 sei als verspätet nicht mehr zu 
berücksichtigen. Vorsorglich werde jedoch vorgetragen, dass das Protokoll der 
Eigentümerversammlung A._____ vom 26. Januar 2013 lediglich den Beschluss 
der Mehrheit festhalte, dass sie sich am Beseitigungsbegehren der Klägerin nicht 
beteiligen wolle. Der Wertung der Verwaltung im Schreiben vom 6. Juni 2014 
werde widersprochen. Vom Umschwung laut Grundbuch stehe nichts im Protokoll 
und sei anlässlich der Eigentümerversammlung auch nicht die Rede gewesen. 
Beiliegend würden zur Abrundung des Bildes Kopien der Schreiben der 
Verwaltung an die Miteigentümer vom 16. Januar und 12. Februar 2013 mit den 
dort erwähnten Anlagen angefügt. Bei einem Bestand des Grillplatzes seien 
erhebliche Störungen und Belastungen auch in der Zukunft zu erwarten.

I. Mit Entscheid vom 19. August 2014, mitgeteilt am 20. August 2014, 
erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie 
folgt:

"1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die am 4. Oktober 2013 erlassene vorsorgliche Massnahme, wonach 
der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ und ihren 
Stockwerkeigentümern sowie allfälligen Dritten per sofort untersagt 
wurde, den umstrittenen Grillplatz während jener Zeit, in der die im 
Alleineigentum von X._____ stehende Wohnung bewohnt ist, zu 
nutzen, fällt mit Rechtskraft dieses Entscheids dahin.

3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten von 
X._____ und werden mit den von ihr geleisteten Vorschüssen 
verrechnet.

4. Die Kosten des Vermittleramts des Bezirks Prättigau/Davos im 
Verfahren Dossier Nr._____ von CHF 300.00 trägt die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____. Sie hat X._____ diese 
CHF 300.00 innert 30 Tagen seit Rechtskraft dieser Dispositivziffer zu 
bezahlen.

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5. X._____ trägt die Kosten des Vermittleramts des Bezirks 
Prättigau/Davos im Verfahren Dossier Nr._____ (= CHF 300.00).

6. Es werden keine Umtriebsentschädigungen gesprochen.

7. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

8. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

9. (Mitteilung)."

Der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos zog in seinem Entscheid in 
Erwägung, dass das gegenständlich interessierende Geschäft – laut Protokoll 
"Beschlussfassung Erstellung Grillplatz" – auf die Versammlung vom 26. Januar 
2013 hin sowohl ausdrücklich traktandiert als auch in der Einladung zur 
Versammlung angekündigt worden sei, so dass eine Verletzung der 
Einladungsvorschriften entgegen den Ausführungen der Klägerin nicht 
auszumachen sei und ein ad Traktandum 6 gefasster Beschluss somit formell 
korrekt habe zustande kommen können. Des Weiteren verletze der Beschluss der 
Stockwerkeigentümer, wonach der erstellte Grillplatz nicht zurückzubauen sei, 
weder Gesetzesbestimmungen noch Vorschriften des Verwaltungsreglements. 
Dies deshalb, weil besagter Grillplatz nicht als eine luxuriöse, sondern als eine 
nützliche bauliche Massnahme zu qualifizieren sei, welche gemäss Art. 647d Abs. 
1 ZGB die Zustimmung der Mehrheit aller anwesenden Stockwerkeigentümer, die 
zugleich mehr als die Hälfte der Wertquoten auf sich vereinigten, erfordere, und 
eine diesbezügliche Quorumsverletzung seitens der Klägerin nicht gerügt werde. 
Ebenso wenig sei ersichtlich, inwiefern der Grillplatz die Klägerin in ihrem 
Nutzungs- und Gebrauchsrecht dauernd beeinträchtigen könnte, zumal die 
Grillanlage den ganzjährigen Betrieb nicht zulasse und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung nicht zu erwarten sei, dass mittags und abends, wenn die 
Klägerin ferienhalber in O.1_____ weile, grilliert werde. Was die geltend 
gemachten Lärm-, Rauch- und Geruchsimmissionen anbelange, so lasse bereits 
die Distanz, welche der Grillplatz zu der klägerischen Eigentumswohnung 
aufweise, erkennen, dass das gelegentliche Grillieren die Stockwerkeigentümerin 
X._____ in ihrem Wohlbefinden kaum längerfristig negativ tangieren könne. In 
Bezug auf die gerügte Dienstbarkeitsverletzung kam der Einzelrichter zum 
Schluss, dass es unter den gegeben Umständen an der Klägerin gelegen hätte, 
durch weitere Einlagen und Behauptungen grössere Klarheit über den Inhalt der 
von ihr angerufenen Dienstbarkeit zu schaffen. Da sie dies nicht getan habe, 
könne auch nicht auf die von ihr behauptete Grunddienstbarkeit abgestellt werden.

J. Gegen diesen Entscheid reichte X._____ mit Eingabe vom 9. September 
2014 (Poststempel 15. September 2014) Beschwerde beim Kantonsgericht von 

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Graubünden ein mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und 
es sei gemäss den Klageanträgen vom 10. August 2013 (überbracht am 12. 
August 2013) zu entscheiden; unter Auferlegung der weiteren Kosten und 
klägerischen Auslagen zu Lasten der beklagten Partei. Zur Begründung werden im 
Wesentlichen die Rügen einer offensichtlich unrichtigen Feststellung des 
Sachverhalts sowie der unrichtigen Rechtsanwendung erhoben. Zunächst wird 
geltend gemacht, dass die Beklagte durch die Verwalterin mangels einer 
wirksamen Prozessvollmacht nicht ordnungsgemäss beziehungsweise rechtsgültig 
vertreten worden sei und demzufolge keine prozessual wirksamen Anträge habe 
stellen können, weshalb der Einzelrichter am Bezirksgericht aufgrund des 
schlüssigen klägerischen Vortrages der Klage in vollem Umfang hätte stattgeben 
müssen. Im Weiteren habe die Vorinstanz überraschend und ohne vorherigen 
Hinweis die Richtigkeit der zu den Akten vorgelegten Auskunft des zuständigen 
Grundbuchamts bezweifelt und sei dem entsprechenden Beweisantritt der 
Klägerin nicht nachgegangen, obgleich die beklagte Partei den klägerischen 
Vortrag hinsichtlich der Dienstbarkeit weder in Zweifel gezogen noch bestritten 
habe. Ferner fänden sich bei der Feststellung des Sachverhalts noch weitere 
offensichtliche Unrichtigkeiten beziehungsweise Auslassungen. Unter anderem sei 
der entscheidungserhebliche Klägervortrag, wonach künftig Störungen durch den 
Grillplatz zu erwarten seien, nicht aufgenommen worden. Schliesslich hätte der 
Vortrag der beklagten Partei im Schreiben vom 6. Juni 2014, auf den der 
angefochtene Entscheid in der Begründung zu ihrem Nachteil abstelle, wegen der 
Verspätung dieses Vorbringens nach den äusserst grosszügigen Verlängerungen 
der Klageantwortfrist nicht mehr berücksichtigt werden dürfen. Das dargestellte 
Vorgehen des Bezirksgerichts Prättigau/Davos verstosse damit insbesondere 
gegen Treu und Glauben sowie das Willkürverbot; ferner verletze es die Klägerin 
in ihren Eigentumsrechten an der Wohnung, deren Gebrauch durch den Grillplatz 
beeinträchtigt werde.

K. Mit Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2014 beantragte die StWEG 
Y._____ die Abweisung der Beschwerde vom 9. September 2014 sowie der Klage 
vom 12. August 2014 und die Bestätigung des Entscheids des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 19. August 2014; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten von X._____. Zur Begründung wird vollumfänglich 
auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen. Die 
Ausführungen von X._____ in ihrer nicht unterzeichneten Beschwerde würden 
dagegen vollumfänglich bestritten.

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Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Bei der vorliegend zu beurteilenden Streitsache handelt es sich um einen 
Fall des vereinfachten Verfahrens gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO, da der Streitwert 
weniger als Fr. 30'000.-- beträgt. Die Klägerin und Berufungsklägerin bezifferte 
den Streitwert in ihrer Prozesseingabe vom 10. August 2013 mit Fr. 1'600.-- (act. 
I.3 S. 3), was von der Gegenpartei in der Folge zu keinem Zeitpunkt in Abrede 
gestellt wurde. Damit wird der für die Berufung erforderliche Streitwert von Fr. 
10'000.-- (Art. 308 Abs. 2 ZPO) offensichtlich nicht erreicht, so dass gegen den 
angefochtenen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos 
einzig die Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO offen steht. Gemäss Art. 319 lit. a 
ZPO können nämlich insbesondere nicht berufungsfähige erstinstanzliche 
Endentscheide mit Beschwerde angefochten werden. Gemäss Art. 321 Abs. 1 und 
3 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) ist die Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen seit der Zustellung des 
begründeten Entscheids oder seit der nachträglichen Zustellung der 
Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet unter Beilage des 
angefochtenen Entscheids einzureichen. Die Beschwerde vom 15. September 
2014 (Poststempel) gegen den den Parteien am 20. August 2014 mitgeteilten 
Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos erfolgte 
unbestrittenermassen rechtzeitig. Da auch die übrigen Sach-
urteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde folglich einzutreten. 
Daran ändert auch der Hinweis der Beschwerdegegnerin in ihrer 
Beschwerdeantwort auf die "nicht unterzeichnete" Beschwerde der 
Beschwerdeführerin nichts. Sollte sie damit die Geltendmachung eines 
Formmangels beabsichtigt haben, ist sie nicht zu hören. Zum einen ist die 
entsprechende Behauptung offensichtlich aktenwidrig, wurde die Beschwerde von 
X._____ doch nachweislich handschriftlich unterzeichnet. Zum anderen wäre der 
Mangel einer fehlenden Unterschrift durch Ansetzen einer gerichtlichen Nachfrist 
zu verbessern (Art. 132 Abs. 1 ZPO). Damit vermag die Beschwerdegegnerin aus 
ihrer Äusserung somit nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.

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Aufgrund dessen, dass der Streitwert den Betrag von Fr. 5'000.-- nicht 
überschreitet, wird das vorliegende Urteil in Anwendung von Art. 7 Abs. 2 lit. a 
EGzZPO in einzelrichterlicher Kompetenz erlassen.

2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 320 ZPO eine unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) einerseits und eine offensichtlich unrichtige Feststellung 
des Sachverhalts durch die Vorinstanz (lit. b) andererseits geltend gemacht 
werden. Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss 
gegen geschriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz 
überprüft entsprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde 
hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. 
Diesfalls ist eine qualifizierte fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts 
erforderlich, wobei „offensichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit „willkürlich“ im 
Sinne von Art. 9 BV ist (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 3 ff. zu Art. 320 ZPO; Myriam 
A. Gehri, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar, Zürich 2010, N 2 zu Art. 320 ZPO).

3. Art. 712m Abs. 2 ZGB verweist für die Anfechtung von Beschlüssen der 
Stockwerkeigentümerversammlung ausdrücklich auf das Vereinsrecht. Der 
Anfechtung unterliegen aufgrund der anwendbaren vereinsrechtlichen 
Bestimmung (Art. 75 ZGB) einerseits Gesetzesverletzungen und andererseits 
Verstösse gegen die Statuten, denen im Stockwerkeigentumsrecht die Gesamtheit 
der in der betreffenden Gemeinschaft massgeblichen rechtsgeschäftlichen 
Beziehungen – wie z.B. der Begründungsakt oder das Reglement – entspricht 
(Heinz Rey, Die Grundlagen des Sachenrechts und das Eigentum, 3. Aufl., Bern 
2007, N 900).

a. Aktivlegitimiert zur Anfechtung von Beschlüssen der 
Stockwerkeigentümerversammlung ist jeder Stockwerkeigentümer. Ein 
besonderes (rechtliches) Interesse für die Einreichung der Klage wird dabei nicht 
vorausgesetzt. Namentlich ist auch anfechtungsberechtigt, wer in der 
Versammlung nicht anwesend war, sofern er nicht nachträglich zugestimmt hat 
(Rey, a.a.O., N 902; Amédéo Wermelinger, in: Jörg Schmid [Hrsg.], Kommentar 
zum schweizerischen Zivilrecht, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Teilband IV 1c, 
Das Stockwerkeigentum, Art. 712a-712t ZGB, Zürich 2010, N 230 zu Art. 712m 
ZGB). Wie sich aus den Akten ergibt und vom Vorderrichter zutreffend 
festgehalten wurde, bildet die Tiefgarage im Umfang von 67/1000 eine eigene 

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Stockwerkeinheit der StWEG Y._____, welche ihrerseits wiederum in 20 
Miteigentumsanteile aufgeteilt wurde. Diese stehen teilweise im Eigentum von 
Mitgliedern der benachbarten StWEG A._____, worunter sich auch die 
Beschwerdeführerin befindet. Wird ein Stockwerkanteil durch mehrere Personen 
im gemeinschaftlichen Eigentum gehalten, sind alle am Anteil Berechtigten als 
Stockwerkeigentümer zu betrachten (Wermelinger, a.a.O., N 3 zu Art. 712o ZGB). 
Weil X._____ als Besitzerin eines Parkplatzes in der besagten Tiefgarage zu 1/20 
Miteigentümerin der Stockwerkeigentumseinheit der StWEG Y._____ (StWE Nr. 
_____, vgl. KB 0) und damit zugleich auch Mitglied der StWEG Y._____ ist, ist sie 
nach dem Dargelegten ohne weiteres zur Anfechtung der jeweiligen Beschlüsse 
legitimiert.

b. Passivlegitimiert ist stets die Stockwerkeigentümergemeinschaft. Dabei ist 
unerheblich, ob der Beschluss wegen eines inhaltlichen Mangels oder eines 
unzulässigen Beschlussverfahrens angefochten wird. Ebenso wenig ist von 
Belang, ob die Stockwerkeigentümerversammlung für die Fassung des 
angefochtenen Beschlusses überhaupt zuständig war (Wermelinger, a.a.O., N 236 
zu Art. 712m ZGB und N 143 zu Art. 712l ZGB; Rey, a.a.O., N 903). Die 
Passivlegitimation der Beklagten und Beschwerdegegnerin ist damit offensichtlich 
ebenfalls  gegeben.

4.a. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Beklagte sei im 
Rechtsstreit durch die Verwalterin nicht ordnungsgemäss vertreten gewesen, weil 
eine wirksame Prozessvollmacht der Beklagten nicht vorgelegen habe. So seien 
die Ausführungen auf Seite 9 des angefochtenen Entscheids für sie mehr als 
überraschend gekommen. Das Bezirksgericht, das die Bevollmächtigung geprüft 
habe, habe ihr von der diesbezüglichen Korrespondenz keine Abschriften oder 
irgendeine Information zukommen lassen, so dass sie (die Beschwerdeführerin) 
bis zum Entscheid von der im Protokoll der StWEG vom 24. Januar 2014 
dargestellten Situation habe ausgehen müssen. Im Falle der Kenntnis der 
Korrespondenz hätte sie sich erklärt und prozessual anders agiert (z.B. keine 
Zustimmung zum schriftlichen Verfahren, weiterer Sach- und Rechtsvortrag). 
Bereits die derzeitige Darstellung im angefochtenen Entscheid sei rechtlich 
unzutreffend, insbesondere was die Annahme einer Duldungsvollmacht, die dem 
Prozessrecht fremd sei, betreffe. Ein die Verwaltung zur Prozessführung 
ermächtigender Beschluss der StWEG – auch im schriftlichen Verfahren – scheide 
aus, weil nicht alle Einheiten die der Beschwerdeführerin nicht bekannte Erklärung 
unterfertigt hätten; wegen der Eigentümerwechsel wäre die Unterschriftenliste 
auch genau zu prüfen gewesen. Auf alle Fälle fehle es an der erforderlichen 

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Vollmacht der Einheit der Einstellhalle. Nachdem die beklagte Partei damit nicht 
rechtsgültig vertreten gewesen sei, habe sie keine prozessual wirksamen Anträge 
stellen können und das Bezirksgericht hätte aufgrund des schlüssigen 
klägerischen Vortrags der Klage in vollem Umfang stattgeben müssen.

b. An der von der Beschwerdeführerin erwähnten Stelle im angefochtenen 
Entscheid zog der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos in Erwägung, 
dass selbst die Verwalterin offenbar davon ausgegangen sei, sie sei zur 
Prozessführung nicht genügend bevollmächtigt, führe sie doch im von ihr 
eingereichten Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung vom 24. Januar 
2014 ad Traktandum 9 aus, die Verwaltung sei nicht mehr befugt, weitere Schritte 
zu unternehmen, und denjenigen Stockwerkeigentümern, welche die Sache weiter 
verfolgen wollten, werde empfohlen, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu 
lassen (BB 1 S. 5 Ziff. 9). Entgegen dem im Protokoll Vermerkten habe die 
Verwalterin indes am 5. Mai und am 6. Juni 2014 dem Bezirksgericht 
Prättigau/Davos Eingaben in der Sache zukommen lassen, Anträge im Verfahren 
gestellt und Urkunden eingereicht. Die Verwalterin sei vom Einzelrichter deshalb 
gebeten worden, dem Gericht eine Ermächtigung der StWEG Y._____ 
nachzureichen, woraus sich ergebe, dass die Gemeinschaft ihre Verwalterin, die 
D._____AG, zur Prozessführung befugt sowie die bisher von ihrer Seite 
vorgenommenen Schritte genehmigt habe. Dem sei die Verwalterin insofern 
nachgekommen, als sie dem Bezirksgericht eine von den jeweiligen 
Stockwerkeigentümern unterzeichnete Erklärung zukommen lassen habe, wonach 
sie ermächtigt sei, im vorliegenden Verfahren im Namen der Beklagten zu handeln 
und wonach die bisher unternommenen Verfahrensschritte genehmigt würden. 
Zwar fehle eine solche Erklärung von der im Miteigentum gehaltenen 
Stockwerkeigentumseinheit Einstellhalle, diese bilde jedoch mit X._____ als 
Klägerin Teil des vorliegenden Verfahrens, weshalb zumindest eine 
Duldungsvollmacht vorliege (angefochtener Entscheid, E. 3.2 S. 9).

c. Nach Art. 712t Abs. 2 ZGB bedarf der Verwalter zur Führung eines 
anzuhebenden oder vom Gegner eingeleiteten Zivilprozesses ausserhalb des 
summarischen Verfahrens der vorgängigen Ermächtigung durch die Versammlung 
der Stockwerkeigentümer. In dringenden Fällen kann die Ermächtigung 
nachgeholt werden. Die gesetzliche Vertretungsmacht des Verwalters erstreckt 
sich demnach ausschliesslich auf das von der ZPO umschriebene summarische 
Verfahren. Andere Verfahrensarten – insbesondere auch das vereinfachte 
Verfahren nach Art. 243 ff. ZPO, welches vorliegend Anwendung findet – sind 
davon ausgenommen (Wermelinger, a.a.O., N 49 und N 52 zu Art. 712t ZGB). 

Seite  13 — 21

Nach dem Wortlaut von Art. 712t Abs. 2 ZGB muss der Verwalter – in Fällen, die 
nicht dem Zivilprozess im summarischen Verfahren unterstellt sind – über eine 
vorgängige Ermächtigung verfügen. In dringenden Fällen kann jedoch die 
Ermächtigung nachgeholt werden. Das bedeutet mit anderen Worten, dass der 
Verwalter dringende Verfahrensschritte trotz fehlender gesetzlicher 
Vertretungsmacht und trotz fehlender Erweiterung der Vertretungsbefugnis 
vornehmen kann. Er muss diese Schritte jedoch nachträglich von der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft genehmigen lassen (Wermelinger, a.a.O., N 
56 zu Art. 712t ZGB). Hierfür ist grundsätzlich ein Beschluss der 
Stockwerkeigentümerversammlung, welchem eine ordentliche Ankündigung bzw. 
Traktandierung des entsprechenden Beschlussgegenstands voranzugehen hat, 
notwendig (vgl. Wermelinger, a.a.O., N 55 zu Art. 712n ZGB und N 69 ff., insbes. 
N 73 zu Art. 712t ZGB). Ob die nachträgliche Ermächtigung zur Prozessführung 
zuhanden der Verwalterin im vorliegenden Fall rechtsgültig erfolgt ist, erscheint 
gleich aus zwei Gründen zweifelhaft. Zum einen ist fraglich, ob im konkreten Fall 
die Voraussetzung der Dringlichkeit gegeben war. Diese ist dann erfüllt, wenn es 
vernünftigerweise nicht mehr möglich ist, vorab einen Beschluss der 
Stockwerkeigentümerversammlung oder einen schriftlichen Entscheid der 
Stockwerkeigentümer herbeizuführen. Dagegen ist Dringlichkeit in der Regel nicht 
gegeben, wenn die Stockwerkeigentümergemeinschaft für einen Verfahrensschritt 
eine Fristerstreckung beantragen kann (Wermelinger, a.a.O., N 58 zu Art. 712t 
ZGB), wovon die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren gleich 
mehrmals Gebrauch gemacht hat und den entsprechenden Gesuchen vom 
Einzelrichter denn auch stets entsprochen wurde (vgl. act. IV.2-8). Unter diesen 
Umständen kann wohl kaum von einer Dringlichkeit im Sinne des Gesetzes 
gesprochen werden, zumal diese Ausnahmeregelung nur zurückhaltend und nur in 
Fällen besonderer Dringlichkeit anzuwenden ist (vgl. René Bösch, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 
2011, N 6 zu Art. 712t ZGB). Zum anderen ergibt sich aufgrund der Aktenlage, 
dass die Verwalterin auf Aufforderung des Vorderrichters hin (act. I.11) von den 
einzelnen Stockwerkeigentümern die notwendigen Zustimmungserklärungen und 
Ermächtigungen in der Form eines Zirkulationsbeschlusses eingeholt und diese zu 
den Akten gereicht hat (BB 5). Gemäss Praxis ist ein solches Vorgehen allerdings 
nur möglich, wenn dies in den Statuten vorgesehen ist. Im Verwaltungsreglement 
der StWEG Y._____ findet sich keine entsprechende Regelung (vgl. KB 4), 
weshalb auch aus diesem Grund fraglich ist, ob die nachträgliche Ermächtigung 
zur Prozessführung rechtsgültig erfolgt ist. Letztlich können diese Fragen jedoch 

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offen gelassen werden, da es im konkreten Fall – wie nachfolgend aufgezeigt wird 
– ohnehin nicht auf die Anträge der Beschwerdegegnerin ankommt.

d. Unzutreffend ist aber auf jeden Fall die Auffassung der Beschwerdeführerin, 
wonach ohne gültige Anträge der Gegenpartei die Klage automatisch 
gutzuheissen sei. Nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz "iura novit curia" 
wendet das Gericht das Recht nämlich von Amtes wegen an. Die 
Rechtsanwendung von Amtes wegen hat unter anderem zur Folge, dass eine 
Partei, die falsche oder keine Ausführungen zum anwendbaren Recht macht, 
keinen Nachteil im Prozess erleidet (Thomas Sutter-Somm/Gregor von Arx, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 17 zu Art. 57 ZPO). Daraus 
erhellt, dass entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin eine Klage selbst 
dann abgewiesen werden kann, wenn die beklagte Partei gänzlich auf 
selbständige Anträge ihrerseits verzichtet oder, wie vorliegend seitens der 
Beschwerdeführerin dargetan, mangels rechtsgültiger Vertretung keine wirksamen 
Anträge zu stellen vermag. Dieser Einwand erweist sich mithin als unbehelflich.

5.a. Mit Bezug auf die angerufene Dienstbarkeit rügt die Beschwerdeführerin 
sodann, dass die Vorinstanz die Richtigkeit der zu den Akten vorgelegten Auskunft 
des zuständigen Grundbuchamtes bezweifelt habe und ihrem Beweisantritt auf 
Seite 5 der Klageschrift nicht nachgegangen sei, obschon die beklagte Partei den 
klägerischen Vortrag weder in Zweifel gezogen noch bestritten habe. Auch aus 
diesem Grund hätte die Klage ihrer Meinung nach Erfolg haben müssen. In ihrer 
Klageschrift vom 10. August 2013 hatte die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf 
die bestehende Grunddienstbarkeit bereits geltend gemacht, dass die jeweiligen 
Eigentümer des Grundstücks Nr. 286 (StWEG A._____) berechtigt seien, den im 
Situationsplan grün bemalten Umschwung und Vorplatz des Grundstücks Nr. 287 
(StWEG Y._____) zu benutzen. Der Umschwung diene unter anderem auch dazu, 
die Bewohner des Hauses A._____ vor Belästigungen zu schützen. Ebenso 
verbiete die Regelung in der Grunddienstbarkeit die Bepflanzung und das 
Einschlagen von Pfählen oberhalb der Überdeckung der Autoeinstellhalle, weil 
ansonsten die Gefahr eines Schadens bestehe. Die Ausübung der Rechte aus der 
Grunddienstbarkeit – unbeschränkte Nutzung als Umschwung und Vorplatz – 
werde durch den Grillplatz vereitelt (act. I.3 S. 4 f.).

b. Der Vorderrichter kam diesbezüglich zum Schluss, dass sich aus dem von 
der Klägerin eingereichten Begründungsakt der von ihr behaupteten Dienstbarkeit 
anderes ergebe. So werde dort ausdrücklich festgehalten, die jeweilige 

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Eigentümerin der Parzelle 7-67 räume der jeweiligen Eigentümerin der Parzelle 7-
83 das Recht ein, die im beiliegenden Situationsplan grün eingezeichnete Fläche 
der Parzelle 7-67 unbeschränkt als Umschwung und Vorplatz der auf der Parzelle 
7-83 zu erstellenden Baute zu benützen. Aus dem beiliegenden und Bestandteil 
des Dienstbarkeitsbegründungsakts bildenden Situationsplan ergebe sich, dass 
Parzelle 7-83 das Grundstück der heutigen StWEG A._____ darstelle. Ferner 
ergebe sich aus den Darlegungen der Klägerin, dass der Grillplatz auf dem im 
Übersichtsplan grün markierten Grundstücksteil erstellt worden sei. Nach der 
ausdrücklichen und expliziten Bezeichnung im Begründungsakt der Dienstbarkeit 
sei berechtigtes Grundstück der von der Klägerin angeführten Dienstbarkeit somit 
das Grundstück der StWEG Y._____, und nicht, wie die Klägerin behaupte, der 
StWEG A._____. Diesem – wenn auch in seinen Auswirkungen mit elementaren 
logischen Grundsätzen nicht direkt im Einklang stehenden – ausdrücklichen 
Wortlaut des Grunddienstbarkeitsvertrags vermöge auch eine von der Klägerin 
eingereichte E-Mail-Nachricht des offenbar zuständigen 
Grundbuchbereinigungsbeamten, wonach es sich gegenteilig verhalte, nichts 
entgegenzusetzen. Es hätte unter diesen Umständen an der Klägerin gelegen, 
durch weitere Einlagen und Behauptungen grössere Klarheit über den Inhalt der 
von ihr angerufenen Dienstbarkeit zu schaffen. Da sie dies nicht getan habe, 
könne auch nicht auf die von ihr behauptete Grunddienstbarkeit abgestellt werden 
(angefochtener Entscheid, E. 8.4 S. 21 f.). Dazu ergibt sich folgendes:

c. Nach Art. 737 Abs. 3 ZGB darf der Belastete nichts vornehmen, was die 
Ausübung der Dienstbarkeit verhindert oder erschwert. Soweit sich Rechte und 
Pflichten aus dem Eintrag deutlich ergeben, ist der Eintrag für den Inhalt 
massgebend (Art. 738 Abs. 1 ZGB). Im Rahmen des Eintrags kann sich der Inhalt 
der Dienstbarkeit aus ihrem Erwerbsgrund oder aus der Art ergeben, wie sie 
während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt worden ist 
(Art. 738 Abs. 2 ZGB). Mit anderen Worten ist der Sinn aller Äusserungen über 
den Inhalt einer Dienstbarkeit durch Auslegung zu ermitteln. Art. 738 ZGB 
bestimmt als besondere Auslegungsnorm lediglich die Reihenfolge der für die 
Auslegung der eingetragenen Grunddienstbarkeiten massgeblichen Kriterien 
(Etienne Petitpierre, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, N 1 zu Art. 738 ZGB; Peter Liver, 
Kommentar zum schweizerischen Zivilrecht, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 
Teilband IV 2a, Die Grunddienstbarkeiten, Art. 730-792 ZGB, Zürich 1980, N 9 zu 
Art. 738 ZGB). Weil eine Dienstbarkeit das Eigentum nur gerade soweit 
beschränkt, als ihre ungehinderte Ausübung es verlangt, hat die Auslegung zur 

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Bestimmung ihres Inhalts und Umfangs mit restriktiver Behutsamkeit zu erfolgen. 
Daraus darf jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass nur eine Auslegung 
nach dem Wortlaut zulässig wäre. Es gilt vielmehr, den Sinn und Zweck der 
Dienstbarkeit zu erkennen und auf die Zweckvorstellungen abzustellen, welche für 
die Willensbildung der Parteien bei der Begründung des Rechtsverhältnisses unter 
den damaligen Umständen entscheidend waren (Liver, a.a.O., N 14 ff. zu Art. 738 
ZGB).

d. Mit Grunddienstbarkeitsvertrag vom 18. April 1980 (KB 7) wurde zugunsten 
und zulasten der Parzellen 7-67 (heute Parzelle Nr. 286 der StWEG A._____) und 
7-83 (heute Parzelle Nr. 287 der StWEG Y._____) ein gegenseitiges 
Benützungsrecht begründet. Nach dem Wortlaut des Vertrags räumte die jeweilige 
Eigentümerin der Parzelle 7-67 der jeweiligen Eigentümerin der Parzelle 7-83 das 
Recht ein, die im beiliegenden Situationsplan grün eingezeichnete Fläche der 
Parzelle 7-67 unbeschränkt als Umschwung und Vorplatz der auf Parzelle 7-83 zu 
erstellenden Baute zu benützen. Gleichzeitig wurde – gemäss Wortlaut – durch 
die jeweilige Eigentümerin der Parzelle 7-67 der jeweiligen Eigentümerin der 
Parzelle 7-67 (!) das Recht eingeräumt, die im Situationsplan braun 
eingezeichnete Fläche der Parzelle 7-83 (Teil des Flachdaches der unterirdischen 
Autoeinstellhalle) unbeschränkt und als Umschwung und Vorplatz der auf der 
Parzelle 7-67 zu erstellenden Baute zu benützen. Führt man sich die sich klar aus 
dem Situationsplan (KB 7) erschliessende Absicht der damaligen 
Grundeigentümerin der beiden Parzellen, der Baugesellschaft Mittelfeld, vor 
Augen, so erscheint der Wortlaut des Grunddienstbarkeitsvertrags als völlig 
verunglückt. Insbesondere wurden verschiedentlich die Parzellennummern 
offensichtlich unrichtig verwendet. Ausgangspunkt war zweifelsfrei der, dass die 
damalige Eigentümerin der beiden Parzellen darauf eine Überbauung mit zwei 
Mehrfamilienhäusern plante und die beiden Wohnhäusern dienende Tiefgarage 
die Gebäude verbinden sollte. Die Tiefgarage wurde sodann gänzlich auf der 
Parzelle 7-83 (heute Parzelle Nr. 287 der StWEG Y._____) erstellt, so dass die 
heute noch gültige Situation entstand, dass Stockwerkeigentümer, die ihre 
Wohnung in der Überbauung A._____ (Parzelle 7-67, heute Parzelle Nr. 286) 
erworben haben und gleichzeitig Eigentümer eines Parkplatzes in der Tiefgarage 
auf Parzelle 7-83 (heute Parzelle Nr. 287) sind, auch der StWEG Y._____ 
angehören. Da das Wohnhaus A._____ bis an die Grenze der Parzelle 7-83 
(heute Parzelle Nr. 287) gebaut wurde, wollte die damalige Eigentümerin durch 
Errichtung eines Dienstbarkeitsvertrags erwirken, dass angrenzend an das Haus 
A._____ eine Freifläche auf einem Teil des Daches der Tiefgarage entsteht und 

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zugunsten der Parzelle 7-67 (heute Parzelle Nr. 286) dinglich gesichert wird. Ziel 
dabei war offenbar die Optimierung der Wohnqualität für die Bewohner des 
Wohnhauses A._____. Ähnliches gilt für die zugunsten des Grundstücks Parzelle 
7-83 (heute Parzelle Nr. 287) eingeräumte Dienstbarkeit. Nur das konnte der Sinn 
der als Eigentümerdienstbarkeit errichteten Servitut sein. Unter den gegebenen 
Umständen geradezu abwegig wäre gewesen, der Parzelle 7-83 (heute Parzelle 
Nr. 287) eine Dienstbarkeit auf einem Teil derselben Parzelle einzuräumen. Damit 
wären diesem Grundstück nämlich Rechte eingeräumt worden, welche dem 
Grundstück bereits immanent waren. Die Auslegung der Dienstbarkeit (vgl. Art. 
738 ZGB) führt demzufolge zum eindeutigen Ergebnis, dass der heutigen Parzelle 
Nr. 286 mit dem Vertrag vom 18. April 1980 das Recht eingeräumt wurde, die grün 
gefärbte Fläche auf der Parzelle Nr. 287 unbeschränkt als Umschwung und 
Vorplatz zu nutzen. Gemäss aktenkundiger E-Mail vom 6. Februar 2013 (KB 7 und 
10) wird dies offenbar auch vom zuständigen Grundbuchamt Vorderprättigau so 
verstanden. Die betreffende Bestätigung des Grundbuchbereinigungsbeamten 
weist sogar darauf hin, dass die gegenseitigen Dienstbarkeiten auf den Parzellen 
Nrn. 286 und 287 in erwähntem Sinne eingetragen sind. Leider haben es die 
Parteien unterlassen, die Frage durch Einreichung eines Grundbuchauszugs auf 
einfache Art und Weise zu klären. Immerhin hat die Klägerin zum entsprechenden 
Beweis in ihrer Klageschrift den Grundbuchbereinigungsbeamten C._____ als 
Zeugen angeboten. Die StWEG Y._____ hat die diesbezüglichen Vorbringen der 
Klägerin aber nicht bestritten, obschon es ihr gemäss Art. 222 Abs. 2 ZPO 
oblegen hätte, darzulegen, welche Tatsachenbehauptungen der Klägerin im 
Einzelnen anerkannt oder bestritten werden. Letztere durfte folglich davon 
ausgehen, dass der von ihr behauptete und mit Urkunden belegte Inhalt der 
Dienstbarkeit unbestritten und anerkannt ist (vgl. zur Bestreitungslast Sutter-
Somm/von Arx, a.a.O., N 23 ff., insbes. N 27 ff. zu Art. 55 ZPO; Art. 219 in 
Verbindung mit Art. 222 Abs. 2 und Art. 245 Abs. 2 ZPO). Dass der Einzelrichter 
am Bezirksgericht Prättigau/Davos unter den gegebenen Umständen zu einem 
anderen Resultat gelangte, muss deshalb als offensichtlich unrichtig angesehen 
werden (Art. 320 lit. b ZPO). Abzustellen ist damit vielmehr auf den sich aus den 
Akten ergebenden Sachverhalt beziehungsweise auf den mittels Auslegung 
ermittelten Inhalt der Dienstbarkeit.

e. Die Umschreibung im Dienstbarkeitsvertrag, wonach die jeweilige 
Eigentümerin der heutigen Parzelle Nr. 286, die StWEG A._____, die im 
Situationsplan grün eingezeichnete Fläche "unbeschränkt als Umschwung und 
Vorplatz benützen" darf, kann nur bedeuten, dass mit der eingeräumten Servitut 

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die ausschliessliche Nutzung dieses Bereichs als Umschwung und Vorplatz an die 
jeweilige Eigentümerin der Parzelle Nr. 286 abgetreten wurde. Mit anderen Worten 
wurde damit der Eigentümerin der Parzelle Nr. 287 die Berechtigung entzogen, 
den mit der Dienstbarkeit belasteten Teil ihrer Parzelle nach eigenem Gutdünken 
zu nutzen. Vielmehr ist mit der Einräumung der Servitut das Recht auf die 
Dienstbarkeitsberechtigte, die Eigentümerin der Parzelle Nr. 286, übergegangen, 
eine mit den Grundsätzen des Dienstbarkeitsrechts, dem Dienstbarkeitsvertrag 
und insbesondere mit dem dort definierten Zweck als Umschwung und Vorplatz 
verträgliche Nutzung vorzusehen. Die StWEG Y._____ war unter diesen 
Umständen somit gar nicht berechtigt, ihren Stockwerkeigentümern auf der 
fraglichen Grundstücksfläche die Erstellung eines Grillplatzes zu bewilligen. Damit 
erweisen sich die angefochtenen Beschlüsse der StWEG Y._____ als 
rechtswidrig, was deren Aufhebung zur Folge hat. In Gutheissung der Klage von 
X._____ ist die StWEG Y._____ folglich zu verpflichten, die Grillplatzanlage auf 
der vorher aus Rasen bestehenden Gemeinschaftsfläche über der Tiefgarage der 
Y._____ mit einer gepflasterten Fläche von etwa 30 m2 für einen Tisch und etwa 
10 Sitzgelegenheiten, einem Holzgerüst für eine bepflanzte Laube, einem 
Steingarten und einer Pflanzenrabatte, einem Sonnenschirmständer und einem 
Betoncheminée zurückzubauen und den ursprünglichen Zustand wieder 
herzustellen. Daran ändert die Ablehnung des Antrags X._____ anlässlich der 
Stockwerkeigentümerversammlung der StWEG A._____ vom 26. Januar 2013 
nichts. Damit wollte X._____ lediglich die Unterstützung der StWEG A._____ für 
ihr Anliegen – die Entfernung des Grillplatzes – erlangen, was die StWEG 
verweigerte. Insbesondere wurde damit nicht durch die StWEG A._____ die 
Genehmigung zur Erstellung eines Grillplatzes auf der Dienstbarkeitsfläche erteilt. 
Bei diesem Ausgang erübrigen sich jedwelche Ausführungen zur Art der baulichen 
Massnahme, zur Intensität der vom Grillplatz ausgehenden Immissionen sowie zur 
inhaltlichen Bestimmtheit der angefochtenen Beschlüsse der 
Stockwerkeigentümerversammlung Y._____ (vgl. angefochtener Entscheid, E. 8.1 
S. 14 ff., E. 8.2 S. 17 ff. und E. 8.5 S. 22).

6. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Vermittleramts des Bezirks 
Prättigau/Davos von insgesamt Fr. 600.-- (Fr. 300.-- für das Verfahren Dossier 
Nr._____ und Fr. 300.-- für das Verfahren Dossier Nr._____), die Gerichtskosten 
des Bezirksgerichts Prättigau/Davos von Fr. 1'500.-- sowie die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht von Graubünden von Fr. 2'000.-- zu 
Lasten der unterliegenden StWEG Y._____ (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die 
Beschwerdeführerin verlangt als aussergerichtliche Entschädigung sodann den 

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Ersatz ihrer Auslagen vor dem Vermittleramt, dem Bezirksgericht sowie dem 
Kantonsgericht, mithin eine Umtriebsentschädigung. Nach Auffassung des 
Einzelrichters in Zivilsachen am Kantonsgericht von Graubünden erscheint eine 
Umtriebsentschädigung in Höhe von Fr. 1'500.-- für alle drei Verfahren als 
angemessen.

Seite  20 — 21

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 19. August 2014 wird 
aufgehoben.

2. Die Klage von X._____ gegen die Stockwerkeigentümergemeinschaft 
Y._____ vom 10. August 2013 wird gutgeheissen.

3. Die Beschlüsse der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ vom 28. 
Januar 2012 und vom 26. Januar 2013 zum Traktandum "Grillplatz" werden 
aufgehoben und die Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ wird 
verpflichtet, die Grillplatzanlage auf der vorher aus Rasen bestehenden 
Gemeinschaftsfläche über der Tiefgarage der Y._____ mit einer 
gepflasterten Fläche von etwa 30 m2 für einen Tisch und etwa 10 
Sitzgelegenheiten, einem Holzgerüst für eine bepflanzte Laube, einem 
Steingarten und einer Pflanzenrabatte, einem Sonnenschirmständer und 
einem Betoncheminée zurückzubauen und den ursprünglichen Zustand 
wieder herzustellen.

4. Die Kosten des Vermittleramts des Bezirks Prättigau/Davos in den 
Verfahren Dossier Nr._____ von Fr. 300.-- und Dossier Nr._____ von Fr. 
300.--, insgesamt Fr. 600.--, gehen zu Lasten der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____.

5. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos in Höhe von Fr. 1'500.-- 
gehen zu Lasten der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____

6. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten 
der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ und werden mit dem von 
X._____ geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet. Die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ wird verpflichtet, X._____ den 
Betrag von Fr. 2'000.-- direkt zu ersetzen.

7. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._____ wird überdies verpflichtet, 
X._____ für die Verfahren vor dem Vermittleramt des Bezirks 
Prättigau/Davos, dem Bezirksgericht Prättigau/Davos sowie dem 
Kantonsgericht von Graubünden eine Umtriebsentschädigung von 
insgesamt Fr. 1'500.-- zu bezahlen.

Seite  21 — 21

8. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als Fr 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

9. Mitteilung an: