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**Case Identifier:** 901e310a-0fe2-5c5c-8c03-094ed157fc93
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.08.2020 IV 2019/159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-159_2020-08-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/159

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2020

Entscheiddatum: 21.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 21.08.2020
Art. 7 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit bejaht für im massgeblichen Zeitpunkt 61 ½ Jahre alte 
Beschwerdeführerin. Die angestammte Tätigkeit ist nicht mehr zumutbar, in 
adaptierten Tätigkeiten (körperlich sehr leichte Tätigkeiten mit 
Wechselbelastung ohne besonders ausgeprägte qualitative 
Einschränkungen) besteht eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des Alters 
und fehlender Berufsbildung mit jedoch vielfältiger Berufserfahrung in 
Hilfstätigkeiten rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 10% (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. August 2020, IV 
2019/159).

Entscheid vom 21. August 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-

Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner; a.o. Gerichtsschreiberin Marsha Karas

Geschäftsnr.

IV 2019/159

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, Oberer Graben 44, 9000 St. 

Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Dezember 2010 erstmals zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Dr. med. B.___, Facharzt Innere Medizin und 

Rheumatologie, stellte mit Arztbericht vom 16. November 2010 zuhanden des 

Hausarztes Dr. med. C.___, Facharzt Allgemeinmedizin, unter anderem folgende 

Diagnosen: chronisch lumbal betontes Panvertebralsyrom mit lumbospondylogener 

Komponente links bei segmentalen Dysfunktionen, muskulären Dysbalancen, kleiner 

medianer Diskushernie C4/C5, Diskusprotrusionen L3 bis S1 und Beckenhochstand 

rechts ca. 1 cm. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, dass die Versicherte für die 

mittelschwere Arbeit als Reinigungsangestellte vorderhand nicht einsetzbar sei. Eine 

leichte Arbeit, vorzugsweise wechselbelastend, teils sitzend und stehend, wäre ihr aber 

vollzeitig zumutbar (IV-act. 9-5 ff.). Vom 2. Dezember 2010 bis 5. Januar 2011 war die 

Versicherte zur intensiven Abklärung der Schmerzen und Evaluation der 

Arbeitsfähigkeit stationär in der Rehabilitationsklinik Valens hospitalisiert (vgl. IV-act 9, 

14). Die behandelnden Ärzte berichteten am 20. Januar 2011 von einem positiven 

Rehabilitationsverlauf mit zunehmender Steigerung der Belastbarkeit und 

Rückläufigkeit der Schmerzintensität im Lumbalbereich. Ab Austritt sei die Versicherte 

für ihre bisherige Tätigkeit als Hausabwartin wieder zu 100 % arbeitsfähig. Für eine 

körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Verweistätigkeit mit 

A.a. 

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Gewichtsbelastungen bis max. 15 kg sei die Versicherte ganztags zu 100 % ohne 

Einschränkungen arbeitsfähig (IV-act. 14). Mit Verfügung vom 12. März 2012 wies die 

IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-act. 33).

Im Januar 2013 meldete sich die Versicherte infolge Verschlechterung des 

Zustandes und eingeschränkter Beweglichkeit der Schultern erneut zum 

Leistungsbezug bei der IV an (IV-act. 38). Dr. med. D.___ des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) gelangte zur Auffassung, dass die Schulterproblematik eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach sich gezogen habe und weitere 

medizinische Abklärungen erforderlich seien (vgl. Stellungnahme vom 21. Mai 2013, IV-

act. 48). Im Verlaufsbericht vom 29. Mai 2013 gab der Hausarzt Dr. C.___ gegenüber 

der IV-Stelle an, es liege ein stationärer Gesundheitszustand vor, wobei die Versicherte 

weiterhin in Behandlung in der Rheumatologie des Kantonsspitals in St. Gallen sei. Die 

bisherige Erwerbstätigkeit sei ihr noch zumutbar, sofern diese als eine körperlich 

leichte und wechselbelastende Tätigkeit mit Gewichtsbelastungen bis max. 15 kg und 

Hebeverbot über Schulterhöhe ausgestaltet sei. Solche Erwerbstätigkeiten seien ihr 

ganztags mit Möglichkeit von Pausen zumutbar (IV-act. 49-2 ff.). Mit Verfügung vom 

30. September 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehen ab (IV-act. 56).

A.b. 

Im November 2013 ging bei der IV-Stelle ein erneute Wiederanmeldung zum 

Leistungsbezug ein (IV-act. 60). Die Versicherte war zuvor vom 30. September bis 11. 

Oktober 2013 im Kantonsspital St. Gallen zur konventionellen Multimodalen 

Schmerztherapie hospitalisiert gewesen. Im Bericht vom 22. Oktober 2013 von Dr. 

med. E.___, Prof. Dr. F.___ und Dr. med. G.___, Rheumatologie / Rehabilitation des 

Kantonsspitals St. Gallen, waren ein chronisches Schmerzsyndrom im Stadium II nach 

Gerbershagen mit Belastbarkeitsminderung des Schultergürtels bei chronischer 

Cervicocephalgie und Brachialgie beidseits, ein subacromiales Impingement beidseits 

sowie eine andauernde Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerzsyndrom 

diagnostiziert worden (IV-act. 62). Die Versicherte war seit dem 30. September 2013 zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben worden (vgl. diverse Arztzeugnisse, IV-act. 75). Im 

ärztlichen Bericht zur Eingliederung vom 31. Dezember 2013 (Eingang SVA) gab Dr. 

E.___ an, der Versicherten seien leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten 

über 5 kg zumutbar, wobei Tätigkeiten in Augenhöhe und über Kopf sowie Tätigkeiten 

mit repetitiven Anforderungen an die oberen Extremitäten nicht ausgeführt werden 

A.c. 

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könnten (IV-act. 76-1). In der Stellungnahme vom 15. Januar 2014 stellte die 

zuständige RAD-Ärztin fest, dass die Schulter- und Halswirbelsäulenbeschwerden 

zugenommen hätten, wodurch schulter- und halswirbelbelastende Tätigkeiten nicht 

mehr ausgeführt werden könnten. In der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft 

betrage die Arbeitsfähigkeit 40%, in einer adaptierten Tätigkeit sei die Versicherte 

jedoch zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 77). Mit Vorbescheid vom 22. Januar 2014 

gewährte die IV-Stelle der Versicherten das rechtliche Gehör zum beabsichtigten 

Nichteintreten auf das Leistungsbegehren (IV-act. 80), worauf die Versicherte am 27. 

Februar 2014 (Posteingang SVA) Einwand erhob und weitere medizinische Abklärungen 

durch die IV beantragte (IV-act. 81). In den Berichten vom 14. April 2014 und vom 24. 

Juni 2014 stellte Facharzt H.___, orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates am Spital I.___, betreffend die Arbeitsfähigkeit fest, dass die 

Versicherte aus orthopädischer Sicht für schwere und schwerste körperliche Arbeit 

sowie für Tätigkeiten mit dauerhaften Arbeiten auf Höhe der Horizontalen oder darüber 

sowie Tätigkeiten mit Heben und Tragen von schweren Lasten nicht geeignet sei. Für 

leichte und mittelschwere Tätigkeiten mit Arbeiten unterhalb der Horizontalen scheine 

die Versicherte geeignet (IV-act. 92 und 95). In der erneuten Stellungnahme vom 6. 

August 2014 bestätigte Dr. D.___ des RAD die Arbeitsunfähigkeit im angestammten 

Beruf. Die Versicherte sei jedoch für sehr leichte bis leichte Arbeiten, ausschliesslich 

unterhalb der Horizontalen bzw. unterhalb der Schulterhöhe geeignet und bei einer 

adaptierten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 100% (IV-act. 97). In ihrer 

Stellungnahme vom 25. August 2014 zur zweiten Anhörung beantragte die Versicherte 

eine Begutachtung (IV-act. 99 und 100).

Gestützt auf die Empfehlung der RAD-Ärztin Dr. D.___ (Stellungnahme vom 2. 

September 2014, vgl. IV-act 103) liess die IV-Stelle die Versicherte von der MEDAS 

Ostschweiz bidisziplinär (orthopädisch und psychiatrisch) abklären. In ihrem Gutachten 

vom 22. Oktober 2014 hielten die Fachärzte (Dr. med. J.___, Facharzt Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates; med. prakt. K.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie; Untersuchungen am 24. September 2014)  folgende 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Subacromiales Impingement 

beidseits, Partialläsion Supraspinatussehne rechts und Uncovertebralarthrose C3 bis 

C6. Betreffend die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

A.d. 

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hielt der orthopädische Gutachter fest, dass bei einer vollen Leistungsfähigkeit in allen 

Bereichen der Reinigungsarbeiten höchstens ein zeitlicher 50%iger Arbeitseinsatz ab 

Oktober 2013 in Frage komme. Eine adaptierte Tätigkeit sei der Versicherten ab 

Oktober 2013 vollschichtig zumutbar, wobei bei einer solchen Tätigkeit bezüglich 

beider Arme keine Überkopfarbeiten vorkommen dürfen, Tätigkeiten mit abduzierten 

Armen nur kurzfristig möglich seien, das wiederholte Heben von Lasten auf 2 kg zu 

limitieren und kurzzeitiges Heben am hängenden Arm bis 5 kg möglich sei. Weiter dürfe 

die Tätigkeit keine dauernde Vorneigung des Kopfes und wiederholte Drehbewegungen 

erfordern. Zudem sei die Sitzdauer wegen der zu erwartenden lumbalen Beschwerden 

auf etwa 1 Stunde limitiert, danach sei ein kurzer Positionswechsel nötig. Für eine 

wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit würden keine therapeutischen 

Massnahmen zur Verfügung stehen (IV-act. 107-23 ff.). In der Verfügung vom 20. 

Februar 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach Durchführung eines 

Einwandverfahrens ab, da die Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit 100% 

arbeitsfähig sei (IV-act. 117).

Im Januar 2016 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug infolge Verschlimmerung der Schulterbeschwerden an (IV-act 119). Die 

Versicherte war vom 7. Dezember 2015 bis 3. Januar 2016 im Rehabilitationszentrum 

L.___ hospitalisiert gewesen. Im Austrittsbericht vom 31. Dezember 2015 berichtete der 

behandelnde Arzt, dass die Versicherte nach drei wöchigem Rehabilitationsaufenthalt 

in gebessertem Allgemein- und Funktionszustand sowie bei nahezu bestehender 

Selbständigkeit in den Aktivitäten des alltäglichen Lebens entlassen werden konnte. 

Für die Dauer des stationären Aufenthaltes bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

und anschliessend eine Arbeitsunfähigkeit von 80%. Zur Klärung der langfristigen 

Arbeitsfähigkeit empfehle er ein Job-Match in den Kliniken Valens (IV-act. 124). In der 

Stellungnahme vom 8. Februar 2016 kam die RAD-Ärztin Dr. D.___ zur Auffassung, 

dass der Gesundheitszustand der Versicherten im Vergleich zum bidisziplinären 

Gutachten vom Oktober 2014 stationär sei. Anlässlich des stationären Aufenthaltes im 

Rehabilitationszentrum L.___ seien dieselben bekannten Diagnosen gestellt worden 

und von einer Verschlechterung der Schultern könne nicht ausgegangen werden. Die 

Beweglichkeit der Schultergelenke sei sogar etwas besser als sie bei der 

orthopädischen Begutachtung im Rahmen des bidisziplinären Gutachtens gewesen sei 

A.e. 

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(IV-act. 127). Die IV-Stelle trat mit Verfügung vom 24. Februar 2016 auf das erneute 

Leistungsbegehren nicht ein, da die Versicherte die wesentliche Veränderung der 

tatsächlichen Verhältnisse nicht glaubhaft habe darlegen können (IV-act. 133).

Am 28. Dezember 2016 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut bei 

der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 134) und reichte verschiedene 

Arztberichte ein (vgl. IV-act. 135, 136 und 137). Die IV-Stelle teilte am 1. Februar 2017 

mit, dass keine beruflichen Massnahmen angezeigt seien und die Prüfung des 

Rentenanspruchs erfolge (IV-act. 145, 147). Im Bericht vom 15. November 2016 stellte 

Dr. E.___, Orthopädische Rehabilitation Ambulatorium Klinik M.___, zusätzlich zu den 

bestehenden Befunden die Diagnosen Neuritis des Plexus brachialis links und 

Handgelenksganglion rechts mit progredientem Sydnrom der Loge von Guyon (IV-act. 

136). Dr. med. N.___ und Dr. med. O.___, Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen, berichteten am 19. Januar 

2017, dass bei Entfernung des ulnopalmares Handgelenksganglions rechts am 5. 

Dezember 2016 ein normaler postoperativer Verlauf bestehe, wobei die Hand 

grundsätzlich frei eingesetzt werden dürfe (vgl. IV-act. 154-10). Die RAD-Ärztin Dr. 

D.___ stellte nach weiteren Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten fest, dass nach Entfernung des 

Handgelenksganglions rechts und bei normalem postoperativem Verlauf sowie 

prinzipiell freier Einsetzung der Hand in Bezug auf das Handgelenksganglion keine 

Änderung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Betreffend die Schmerzen und die 

Bewegungseinschränkung der linken Schulter sei bei bekannter Symptomatik lediglich 

eine Modifikation der medizinisch diagnostischen Einordnung erforderlich. Im 

bidisziplinären Gutachten sei die Einschränkung der linken Schulter ausführlich bei der 

adaptierten Tätigkeit berücksichtigt worden. Aufgrund der weiteren medizinischen 

Abklärungen müsse davon ausgegangen werden, dass der Gesundheitszustand 

stationär sei und weiterhin auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im bidisziplinären 

Gutachten abgestellt werden könne (Stellungnahme vom 27. Juli 2017, IV-act. 155-2).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 27. Juli 2017 gewährte die IV-Stelle der Versicherten das 

rechtliche Gehör zur beabsichtigten Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 158), 

woraufhin die Versicherte am 12. September 2017 über ihren Rechtsvertreter, 

Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, Einwand erheben liess. Sie liess geltend 

A.g. 

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machten, dass gemäss dem Schreiben der Klinik P.___ vom 11. September 2017 

neben der anhaltenden Funktionsbeeinträchtigung des linken Armes bei bekannten 

Diagnosen neu auch eine Funktionsminderung der rechten Hand und des Unterarmes 

bei Status nach mehrfachen operativen Interventionen durch die Handchirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen bestehe (vgl. Ärztliches Zeugnis von Dr. med. E.___, Chefarzt 

Rehabilitation Klinik P.___, IV-act. 164). Die Versicherte sei seit dem 1. Juni 2017 zu 

100% arbeitsunfähig und eine umfassende medizinische Neubeurteilung sei 

unumgänglich (IV-act. 163). Dr. D.___ des RAD stellte nach weiteren medizinischen 

Abklärungen fest, dass im Verlaufe des Jahres 2017 neue Probleme an der rechten 

Hand aufgetreten seien und empfahl deshalb eine Rückfrage an Dr. N.___ betreffend 

die Arbeitsfähigkeit (vgl. Stellungnahme vom 7. März 2018, IV-act. 188). Dieser 

berichtete am 22. März 2018 in seinem Antwortschreiben an die IV-Stelle, dass bei 

gleichbleibender Situation, wie bei der letzten Kontrolle am 29. November 2017, ein 

Arbeitsversuch für manuell leichte Tätigkeiten gerechtfertigt sei und keine 

handchirurgischen Kontraindikationen bestehen würden (IV-act. 190). In der erneuten 

Stellungnahme des RAD vom 12. April 2018 gab Dr. D.___ an, dass aus 

handchirurgischer Sicht eine manuell leichte, leidensadaptierte Tätigkeit ausgeführt 

werden könne und von Seiten der linken Schulter und des linken Arms ein stationärer 

Gesundheitszustand im Vergleich zum bidisziplinären Gutachten bestehe. Folglich 

könne weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit 

ausgegangen werden (IV-act. 191). Vom 4. Juni bis 17. Juni 2018 war die Versicherte 

erneut stationär in der Klinik P.___ hospitalisiert wegen persistierender 

Funktionsminderung des Schultergürtels und Zervikobrachialgie beidseits bei 

degenerativen Halswirbelsäulenveränderungen. Im Austrittsbericht vom 15. Juni 2018 

hielten die behandelnden Ärzte (Dr. med. Z.___ und E.___, Abteilung Rehabilitation / 

Rheumatologie) fest, dass der Kurztest zur Einschätzung der Belastbarkeit eine 

eingeschränkte Belastbarkeit und reduzierte Arbeitsfähigkeit gezeigt habe. Bei der 

Testung sei es zu einer schmerzbedingten Selbstlimitierung bei allen gestellten 

Aufgaben gekommen, wodurch eine genaue Einschätzung der körperlichen Leistungs- 

und Arbeitsfähigkeit schwierig sei und diese deshalb rein medizinisch-theoretisch 

erfolgen müsse. Bei allen Testungen hätten die Schmerzen in der linken Schulter sowie 

Kraftlosigkeit in der linken und rechten Hand limitierend gewirkt und das Heben und 

Tragen von Gewichten über 2.5 kg habe der Versicherten grosse Mühe bereitet. Aus 

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Sicht der Ärzte sei die Versicherte momentan nur für sehr leichte Tätigkeiten maximal 

25% (ungefähr 2 Stunden pro Tag) arbeitsfähig (IV-act. 195-2).

Im Auftrag der IV-Stelle (IV-act. 206) wurde die Versicherte am 30. Oktober und 1. 

November 2018 durch die Ärzte des Zentrums für interdisziplinäre Medizinische 

Begutachtung AG (ZIMB) in Schwyz polydisziplinär (allgemeininternistisch, 

handchirurgisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch) abgeklärt. Im 

polydisziplinären Gutachten der ZIMB vom 7. Dezember 2018 hielten die Fachärzte (Dr. 

med. Q.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin; Dr. med. R.___, Facharzt Psychiatrie 

und Psychotherapie; Dr. med. S.___, Facharzt orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates; Dr. med. T.___, Facharzt für Neurologie; Dr. 

med. U.___, Facharzt orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates sowie Handchirurgie) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit fest: Leichtgradige Rhizarthrose und STT-Arthrose bei 

Fingerpolyarthrose beidseits (rechts mehr als links), leichtgradige 

Funktionseinschränkung Zeigefinger links bei Status nach Ganglionexzision 

Beugesehnenscheide Grundphalanx Dig. II links am 13. August 2018, Status nach 

Spaltung 1. Strecksehnenfach bei Quervain-Tendovaginitis Hand rechts am 28. Juni 

2017, Status nach Ganglionexzision rechts am 5. Dezember 2016, Morbus Dupuytren 

Knoten Palma manus Dig. IV rechts, chronische Schulterbeschwerden der 

adominanten linken Seite, chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom. Zudem wurde 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren als 

Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt. Für die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit als Reinigungsangestellte bestehe keine zumutbare Arbeitsfähigkeit. In einer 

optimal angepassten Tätigkeit bestehe ab Dezember 2016 eine 75% Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit bei einer Präsenz von 6 bis 8 Stunden pro Tag, wobei ein erhöhter 

Pausenbedarf bestehe. Es müsse sich um eine körperlich sehr leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit handeln, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg 

und ohne Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb des Brustniveaus. Monotone 

stereotype Arbeitsabläufe sowie Arbeiten, die einen kräftigen Handeinsatz erfordern, 

sollten vermieden werden. Aus neurologischer, psychiatrischer und 

allgemeininternistischer Sicht könne keine Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Aus interdisziplinärer Sicht könnten keine 

A.h. 

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B.  

Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit empfohlen werden (IV-act. 210-11 

ff.).

Mit Vorbescheid vom 14. Februar 2019 gewährte die IV-Stelle der Versicherten das 

rechtliche Gehör zur beabsichtigten Abweisung des Rentengesuches (IV-act. 214), 

worauf die Versicherte am 15. März 2019 über Rechtsanwalt Paul Rechsteiner Einwand 

erheben liess. Sie liess geltend machen, dass der Tabellenlohnabzug aufgrund ihres 

fortgeschrittenen Alters sowie der tätigkeitsmässig und leidensbedingt starken 

Einschränkung auf 25%, mindestens aber 20% festzulegen sei. Bei Zugrundelegung 

eines Leidensabzuges von mindestens 20% sei aufgrund eines Invaliditätsgrades von 

40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente der IV gegeben (IV-act. 218).

A.i. 

Mit Verfügung vom 20. Mai 2019 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab. In 

leidensangepassten Erwerbstätigkeiten bestehe eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 

75% bei einer ganztägigen Beschäftigung mit erhöhtem Pausenbedarf. Betreffend die 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit seien eine längere Abwesenheit vom 

Arbeitsmarkt und das Alter nicht zwingend lohnsenkende Faktoren. Für einfache und 

repetitive Tätigkeiten sei kein besonderes Bildungsniveau erforderlich. Die körperlichen 

Limitierungen seien zudem bereits beim Anforderungs- und Belastbarkeitsprofil 

berücksichtigt worden. Im Rahmen der konkreten Adaptionskriterien gäbe es im 

Kompetenzniveau 1 eine Vielzahl von Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt, welche 

die Versicherte im Umfang von 75% ausüben könne. Ein höherer Leidensabzug als 

10% aufgrund des fortgeschrittenen Alters sei nicht gerechtfertigt (IV-act. 220).

A.j. 

Gegen diese Verfügung erhob A.___, vertreten durch Rechtsanwalt Paul 

Rechsteiner, am 17. Juni 2019 Beschwerde. Sie beantragt, die angefochtene 

Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und es sei ihr eine 

ganze, eventualiter aber mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen. Sie habe im __ 

20__ das 62. Altersjahr erreicht und von der Möglichkeit des vorzeitigen Bezugs einer 

AHV-Rente Gebrauch gemacht. Somit stelle sich die Frage, inwieweit ihr im IV-

Verfahren überhaupt noch in realistischer und zumutbarer Weise eine realisierbare 

Erwerbsfähigkeit attestiert werden könne. Es sei schleierhaft, wie sie in einem halben 

Jahr zwischen der Erstellung des Gutachtens und dem vorzeitigen AHV-Rentenbezug 

B.a. 

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ihre verbleibende Resterwerbsfähigkeit in einer Tätigkeit, welche sie noch nicht 

ausgeübt habe, hätte verwerten können. Es liege in realistischer Weise keine 

Zumutbarkeit der Verwertung der ohnehin sehr eingeschränkten Resterwerbsfähigkeit 

mehr vor. Somit habe sie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Eventualiter müsse 

die besondere Situation, in welcher nicht nur tätigkeitsbedingt, sondern auch 

altersbedingt eine Verwertung der Resterwerbsfähigkeit nicht mehr möglich sei, bei der 

Festsetzung des Leidensabzugs berücksichtigt werden. Der Tabellenlohnabzug müsse 

aufgrund der besonders erschwerenden Umständen auf 25%, aber mindestens auf 

20% erhöht werden, wodurch im Ergebnis zumindest Anspruch auf eine Viertelsrente 

bestehe (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Im Zeitpunkt des medizinischen Gutachtens sei die 

Beschwerdeführerin 61-jährig gewesen und habe in der Vergangenheit in 

verschiedenen Bereichen (Hilfsarbeiterin in der Gastronomie, Reinigungsangestellte 

und Hausabwartin) gearbeitet und somit eine gewisse Flexibilität gezeigt. Auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt bestehe eine Vielzahl solcher der Beschwerdeführerin 

zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten, wobei bei solchen Tätigkeiten keine Umschulung 

erforderlich sei und sehr kurze Einarbeitungszeiten bestehen. Aufgrund der 

Gesamtumstände sei es der Beschwerdeführerin möglich, die Restarbeitsfähigkeit zu 

verwerten und die Möglichkeit einer Frühpensionierung sei betreffend die 

Verwertbarkeit nicht von Bedeutung. Ein höherer Abzug vom Tabellenlohn sei nicht 

gerechtfertigt, da die körperliche Limitierung bereits berücksichtigt worden sei und das 

Alter sowie das Bildungsniveau für den Abzug nicht von Bedeutung seien (act. G 4).

B.b. 

Mit Replik vom 5. September 2019 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

fest. Die Beschwerdegegnerin erkenne implizit an, dass die verbleibende sehr 

beschränkte Resterwerbsfähigkeit behinderungs- und altersbedingt rein theoretischer 

Natur sei (act. G 6).

B.c. 

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Erwägungen

1.  

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist.

1.2. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts abweichendes vorsieht, nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 

E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

1.4. 

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2.  

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit 

Hinweisen). Ob einer versicherungsmedizinischen Expertise oder einem ärztlichen 

Bericht Beweiswert zukommt, stellt eine frei überprüfbare Rechtsfrage dar. Diese ist zu 

bejahen, wenn der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und die 

Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Den von Versicherungsträgern im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung 

entsprechenden Gutachten externer Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) 

darf voller Beweiswert zuerkannt werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. August 2018, 9C_86/2018, E. 5.1 mit Hinweisen).

Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 75% in adaptierter Tätigkeit ist 

nicht bestritten. Dennoch ist unter Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes zu 

prüfen, ob der Gesundheitszustand genügend abgeklärt wurde, um der 

Beschwerdegegnerin eine fundierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin zu ermöglichen. Die Beschwerdegegnerin stützt die angefochtene 

Verfügung im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der ZIMB vom 7. 

Dezember 2018 ab (vgl. IV-act. 210). Der RAD erachtet das polydisziplinäre Gutachten 

vom 7. Dezember 2018 als ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar (IV-act. 211).

2.1. 

Der orthopädische Gutachter gab an, dass für körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50% bestehe, 

wobei das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg und der Einsatz der 

oberen Extremitäten oberhalb des Brustniveaus vermieden werden sollten. Für 

körperlich sehr leichte, wechselbelastende Tätigkeiten bestehe eine zeitlich und 

leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 100%, dabei sollte das 

wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 5kg und der Einsatz der oberen 

Extremitäten oberhalb des Brustniveaus vermieden werden. Bei der orthopädischen 

Untersuchung sei festgestellt worden, dass ein gewisser Leidensdruck bezüglich der 

linken Schulter bestehe, dies jedoch kaum für die übrigen Abschnitte des 

Bewegungsapparates gelte. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule demonstriere die 

Versicherte unter Verspannung eine erheblich eingeschränkte bis aufgehobene 

Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte, doch könne zum einen unter Ablenkung kein 

höhergradiges Defizit bei der Kopfrotation beobachtet werden und zum anderen 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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3.  

würden ausserhalb der fokussierten Untersuchung relevante Defizite fehlen. Auf 

radiologischer Ebene fehlten an zervikaler, thorakaler und lumbaler Wirbelsäule sowie 

Hüft und Illiosakralgelenken höhergradige degenerative Veränderungen. Es bestünden 

deutliche Inkonsistenzen als Hinweis für ein nicht-organisches Beschwerdebild (vgl. IV-

act. 210-52 und 55 f.). Aus handchirurgischer Sicht liege für die bisherigen Tätigkeiten 

eine Arbeitsunfähigkeit vor. Für sehr leichte Reinigungsarbeiten oder andere sehr 

leichte manuelle Tätigkeiten mit einer Gewichtslimitierung von 5kg und ohne monotone 

stereotype Arbeitsabläufe sowie Arbeiten mit kräftigem Handeinsatz bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 75%. Weiter auffallend sei die stark reduzierte Kraft in beiden 

Händen bei jedoch fehlenden Atrophien und Paresen (vgl. IV-act. 210-71 ff.) Bei der 

psychiatrischen Untersuchung sei aufgefallen, dass das Ausmass der Schmerzen und 

die Überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, aufgrund der somatischen Befunde 

nicht hinreichend objektiviert werden könnten. Es müsse deshalb eine psychische 

Überlagerung angenommen werden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte in 

adaptierten Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig, wenn diese den somatischen 

Einschränkungen und den Fähigkeiten angepasst seien (vgl. IV-act. 210-44 ff.).

Das Gutachten der ZIMB vom 7. Dezember 2018 (vgl. IV-act. 210) beruht auf 

umfassender Aktenkenntnis sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen. Im 

Gutachten wird das gesamte Leidensbild der Beschwerdeführerin berücksichtigt und 

die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

erscheinen nachvollziehbar. Mit dem RAD (Stellungnahme vom 29. Januar 2019, vgl. 

IV-act. 211-2) ist daher auf das Gutachten abzustellen und von einer 75%igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (körperlich sehr leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit mit Spezifikation der Adaptionskriterien) auszugehen. 

2.3. 

Zwischen den Parteien umstritten und zu prüfen ist vorliegend die Verwertbarkeit 

der Arbeitsfähigkeit von 75%. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass ihre 

Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der tätigkeitsbedingten 

Einschränkung und des fortgeschrittenen Alters nicht mehr verwertbar sei.

3.1. 

Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare 

Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) zu 

ermitteln. Dieser ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen 

Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedener 

Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 E. 4b). Dies gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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Einsatzes (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2018, 8C_133/2018, E. 2.2.1). An die 

Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind keine 

übermässigen Anforderungen zu stellen. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch 

sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen 

Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen 

können (Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2010, 9C_124/2010, E. 2.2 mit 

Hinweis). Von einer Arbeitsgelegenheit kann jedoch dann nicht mehr gesprochen 

werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich 

ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter 

nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich 

wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (BGE 138 V 457 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 

2017, 9C_253/2017, E. 2.2.1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in 

der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer 

versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird. Fehlt es an einer 

wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige 

Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet 

(BGE 138 V 457 E. 3.1). Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das 

verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, 

lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den 

Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des 

Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und 

Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, 

vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder 

Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 

457 E. 3.1 mit Hinweisen). Körperlich leichte Hilfstätigkeiten werden auf dem 

massgebenden hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) 

grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichtes vom 29. Juni 

2018, 9C_862/2017, E. 3.3.3 mit Hinweis). Die Rechtsprechung hat für die 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen relativ hohe Hürden 

aufgestellt (Urteile des Bundesgerichtes vom 18. Dezember 2019, 9C_693/2019, E. 5 

mit Hinweisen und vom 31. August 2018, 8C_117/2018, E. 5; Hans-Jakob Mosimann, 

Problemzonen Invalideneinkommen - Alter, Leidensabzug, Selbsteingliederung, 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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Parallelisierung, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2018, Ueli Kieser (Hrsg.), 2019, S. 

161 ff, S. 164 ff.).

Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der 

versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen 

Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Als massgebender Stichtag für die 

Beantwortung dieser Frage ist der Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen 

Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit ausschlaggebend. Dieser Zeitpunkt ist 

gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige 

Sachverhaltsdarstellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3.3). Für das Ende des Zeitraums 

ist die ordentliche Alterspensionierung massgebend. Eine vorzeitige Pensionierung hat 

IV-rechtlich nur insoweit Konsequenzen, als die Invaliditätsbemessungsmethode 

allenfalls ändern würde (vgl. zur Qualifikation von Privatiers und frühzeitig Pensionierten 

Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2013, 9C_9/2013; zum Begriff 

Restaktivitätsdauer Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2019, 9C_190/2019, E. 4.1).

3.4. 

Die im __ 19__ geborene Beschwerdeführerin war im massgeblichen Zeitpunkt der 

Erstattung des polydisziplinären Gutachtens am 7. Dezember 2018 (vgl. IV-act. 210) 

rund __ Jahre und _ Monate alt. Aufgrund der verbleibenden Aktivitätsdauer von 2 ½ 

Jahren bis zur ordentlichen Alterspensionierung lässt sich die geltend gemachte 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht mit dem fortgeschrittenen Alter alleine 

begründen (vgl. E. 3.2 vorstehend), ist jedoch genauer zu prüfen

3.5. 

Zu Recht ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihrer angestammten 

Tätigkeit als Reinigungsangestellte und Hausabwartin invaliditätsbedingt nicht mehr 

nachgehen kann, hingegen eine leidensangepasste Erwerbstätigkeit seit Dezember 

2016 mit einer Arbeitsfähigkeit von 75% bei einer ganztägigen Beschäftigung mit 

erhöhtem Pausenbedarf und reduzierter Leistungsfähigkeit auszuüben vermöchte. Die 

Beschwerdeführerin ist in quantitativer Hinsicht somit nur leicht eingeschränkt. In 

qualitativer Hinsicht kann sie nur körperlich sehr leichte, wechselbelastende Tätigkeiten 

ohne Heben und Tragen von Lasten über 5kg, ohne Einsatz der oberen Extremitäten 

oberhalb des Brustniveaus, ohne stereotype Arbeitsabläufe und Arbeiten, die einen 

kräftigen Handeinsatz erfordern, ausführen. Der Beschwerdeführerin steht aufgrund 

dieses Zumutbarkeitsprofils ein zwar eingeschränktes, aber dennoch genügend weites 

Betätigungsfeld (z.B. leichte Kontroll-, Prüf-, Überwachungs-, Verpackungs-, Sortier- 

oder Montagetätigkeiten) auf dem ausgeglichenen Hilfsarbeiterinnen-Arbeitsmarkt zur 

Verfügung.

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Betreffend die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner 

Folgen ist anzumerken, dass gemäss den Gutachtern aus orthopädischer und 

psychiatrischer Sicht ein gewisser Leidensdruck bestehe, die im Alltag geltend 

gemachten Einschränkungen jedoch nicht ausnahmslos klar nachvollzogen werden 

könnten und dies auf eine nichtorganische Beschwerdekomponente hinweise (vgl. IV-

act. 210-41 und 57). Laut dem psychiatrischen Gutachter bestehe eine deutlich 

ausgeprägte Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung. Er stellte jedoch keine 

Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 210-42 f.). Die 

Beschwerdeführerin ist gemäss eigenen Angaben ihrer angestammten Tätigkeit als 

Hausabwartin zweier Liegenschaften mit einem wöchentlichen Pensum von 4 Stunden 

bis im März 2018 nachgegangen (vgl. IV-act. 210-31). Der damaligen Arbeitgeberin 

seien die körperlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin bis zur erneuten 

Anmeldung bei der IV im Dezember 2016 nicht bekannt gewesen (vgl. IV-act. 148-3). 

Die Beschwerdeführerin verfügt über keinen Lehrabschluss, da sie ihre Anlehre als 

Coiffeuse gesundheitsbedingt (Handekzem) abbrechen musste. Sie arbeitete in der 

Folge über fünf Jahre in verschiedenen Tätigkeiten im Gastgewerbe (Service, Küche, 

Büffet) und seit 1991 vorwiegend in Teilzeit in Unternehmen und bei Privatpersonen als 

Reinigungsangestellte und Hausabwartin. Während zwei Monaten im Jahr 2012 hatte 

sie im Hotel V.___ als Zimmermädchen gearbeitet (vgl. IV-act. 210-30, 210-67). Die 

Beschwerdeführerin verfügt demnach über langjährige Berufserfahrungen in 

verschiedenen Hilfstätigkeiten. Auch wenn sie infolge der bisher ausgeübten 

mittelschweren und schweren Tätigkeiten für die angepasste Erwerbstätigkeit nur 

wenig spezifische Fertigkeiten nutzbar machen kann, zeugen die bisherigen 

Berufserfahrungen dennoch von einer vorhandenen Umstellungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin im Erwerbsleben. Zudem ziehen Hilfstätigkeiten 

rechtsprechungsgemäss nur kurze Umstellungs- und Einarbeitungsaufwände nach sich 

und setzen keine Ausbildung sowie Berufserfahrung voraus. Ferner zeugen auch die 

verschiedenen Stellenwechsel und gleichzeitigen Tätigkeiten sowohl für Unternehmen 

als auch für Privatpersonen von einer gewissen Flexibilität der Beschwerdeführerin im 

Erwerbsleben und der Fähigkeit, sich an neue Aufgaben und Situationen anpassen zu 

können. Das Finden einer zumutbaren Stelle erscheint nach dem Gesagten nicht zum 

Vornherein ausgeschlossen. In Berücksichtigung der vorstehend genannten quantitativ 

nur leicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit, der nicht übermässigen qualitativen 

Einschränkung sowie der vorhandenen kognitiven und sozialen Kompetenzen ist bei 

der verbleibenden Aktivitätsdauer von 2 ½ Jahren von einer Verwertbarkeit der 

Resterwerbsfähigkeit auszugehen.

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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4.  

Als Eventualantrag ersucht die Beschwerdeführerin um Zusprache mindestens 

einer Viertelsrente. Der Abzug des Tabellenlohnes sei infolge des fortgeschrittenen 

Alters auf 25%, jedoch mindestens 20% zu erhöhen.

4.1. 

Mit dem Abzug vom Tabellenlohn soll der Tatsache Rechnung getragen werden, 

dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person nur deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch 

auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen 

Erfolg verwerten kann. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermassen gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen 

(BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen). Im Hinblick auf das Merkmal "Alter" ist jeweils 

unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob sich ein 

Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1). Im Bereich der 

Hilfsarbeiten wirkt sich das fortgeschrittene Alter auf dem hypothetisch ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nicht zwingend lohnsenkend aus, da Hilfsarbeiten auf dem 

massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden 

(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Der Faktor Alter hat rechtsprechungsgemäss im 

Kompetenzniveau 1 nicht zwingend einen lohnsenkenden Effekt und wirkt sich bei 

Frauen im Segment von 40 bis 64/65 Jahren bei Stellen ohne Kaderfunktion eher 

lohnerhöhend aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2018, 9C_857/2017, 

E. 4.3.1 mit Hinweis). Weiter wird dem Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt 

erschwert sein mag, als invaliditätsfremder Faktor bezüglich des Abzuges regelmässig 

keine Bedeutung beigemessen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2019, 

8C_411/2019, E. 8.2; Urteil vom 21. August 2019, 8C_878/2018, E. 5.3.1; je mit 

Hinweisen).

4.2. 

Ob ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist und dessen Höhe, stellt eine vom 

kantonalen Gericht frei überprüfbare Rechtsfrage dar und erstreckt sich auch auf die 

Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung (Urteil des 

Bundesgerichtes vom 31. August 2018, 8C_327/2018, E. 3.3). Bei der Angemessenheit 

geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem 

ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem 

konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. 

Allerdings darf das kantonale Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die 

Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, es muss sich somit auf Gegebenheiten 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.  

abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender 

erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichtes vom 31. August 2018, 8C_327/2018, E. 

3.4).

Nach dem Gesagten verfügt die 19__ geborene Beschwerdeführerin über 

vielfältige berufliche Erfahrungen (verschiedene Tätigkeiten im Gastgewerbe, im 

Reinigungsdienst und als Hausabwartin), von welcher sie auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt profitieren kann. Angesichts des Zumutbarkeitsprofils ist von einem 

genügend breiten Spektrum an zumutbaren Erwerbstätigkeiten auszugehen, auch 

wenn die Beschwerdeführerin über keine Berufsausbildung verfügt und bisher 

vorwiegend mittelschwere bis schwere Arbeiten (insbesondere als 

Reinigungsangestellte) ausübte (vgl. E. 3.6 f. vorstehend). Zumal bei Hilfstätigkeiten 

Berufserfahrung und Ausbildung nicht von zentraler Bedeutung sind und solche 

Tätigkeiten eine relativ kurze Einarbeitungszeit nach sich ziehen. Aus den Akten gehen 

keine Hinweise hervor, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Anpassungs- und 

Umstellungsfähigkeit beeinträchtigt wäre. Die verschiedenen Erwerbstätigkeiten bei 

Firmen und Privatpersonen (vgl. IK-Auszug, IV-act. 123) zeigen vielmehr die Flexibilität 

der Beschwerdeführerin im Rahmen der Arbeitsplatzauswahl. Die gesundheitlichen 

Einschränkungen, der erhöhte Pausenbedarf und die reduzierte Arbeitsgeschwindigkeit 

(vgl. IV-act 210-73) sind ferner bereits durch die reduzierte Arbeitsfähigkeit von 75% 

und Art der zumutbaren Tätigkeit berücksichtigt worden, weshalb sie nicht noch einmal 

als abzugsrelevant herangezogen werden können. Der von der Beschwerdegegnerin 

berücksichtigte Abzug von 10% vom Tabellenlohn erscheint angesichts der konkreten 

Umstände als angemessen. Ein höherer Abzug vom Tabellenlohn wegen des 

fortgeschrittenen Alters und der gesundheitlich bedingten Einschränkung lässt sich 

nicht begründen.

4.4. 

Im vorliegenden Fall ergibt sich bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25% für 

leidensangepasste Tätigkeiten und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten 

Abzugs vom Tabellenlohn von 10% ein Invaliditätsgrad von 33% (25%+ [75% x 10%]). 

Weil die versicherte Person erst Anspruch auf eine Viertelsrente hat, wenn sie 

mindestens 40% invalid ist (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG), besteht vorliegend kein Anspruch 

auf eine Rente der Invalidenversicherung.

4.5. 

Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 20. Mai 2019 nicht zu beanstanden 

und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird angerechnet.

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g 

ATSG).

5.2. 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.08.2020
	Art. 7 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht für im massgeblichen Zeitpunkt 61 ½ Jahre alte Beschwerdeführerin. Die angestammte Tätigkeit ist nicht mehr zumutbar, in adaptierten Tätigkeiten (körperlich sehr leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne besonders ausgeprägte qualitative Einschränkungen) besteht eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des Alters und fehlender Berufsbildung mit jedoch vielfältiger Berufserfahrung in Hilfstätigkeiten rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 10% (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. August 2020, IV 2019/159).

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