# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5e33503-df19-52d7-946e-eb00cdfee057
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2020 A-1338/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1338-2020_2020-10-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1338/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal, Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiberin Sibylle Dischler. 
 

 
 

Parteien 
 A.______ (…),  

vertreten durch Anna Brauchli, Rechtsschutz für Asylsu-

chende, Bundesasylzentrum Region Zürich (…),   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Datenberichtigung im ZEMIS. 

 

 

 

A-1338/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 12. November 2019 reichte A.______, afghanischer Staatsbürger, in 

der Schweiz ein Asylgesuch ein und wurde daraufhin dem Bundesasylzent-

rum (BAZ) der Region Zürich zugewiesen. Beim Eintritt in das BAZ gab er 

auf dem Personalienblatt des Staatssekretariats für Migration (SEM) hand-

schriftlich als Geburtsdatum den 10. Juni 2006 an. 

B.  

Am 21. November 2019 wurde A.______ vom SEM im Rahmen der Erst-

befragung zu seinen persönlichen Umständen sowie summarisch zu den 

Asylgründen befragt. Auch dabei machte er geltend, am 10. Juni 2006 (im 

persischen Kalender 20.3.1385) geboren respektive 13 Jahre und ein paar 

Monate alt zu sein. Er wisse dies aufgrund seiner Tazkira, welche er mit 

neun Jahren erhalten habe. Auch seine Mutter habe ihn über sein Alter 

aufgeklärt. Seine Takzira sei ihm in Kroatien von der Polizei weggenommen 

worden. In Griechenland habe er dasselbe Geburtsdatum angegeben wie 

in der Schweiz.  

C.  

Um den Sachverhalt in Bezug auf das Alter zu vervollständigen, liess das 

SEM am 29. November 2019 ein Altersgutachten durch das Institut für 

Rechtsmedizin der Universität St. Gallen erstellen, welches eine zahnärzt-

liche Altersschätzung, eine radiologische Altersschätzung des linken Hand-

skeletts sowie eine radiologische Altersschätzung der Brustbein-Schlüssel-

bein-Gelenke durchführte. Das Gutachten vom 3. Dezember 2019 (nach-

folgend: Altersgutachten) ergab, dass A.______ anhand der erhobenen 

Befunde zum Zeitpunkt der Untersuchung das 16. Lebensjahr sicher voll-

endet habe. Eine Vollendung des 18. Lebensjahr könne nicht mit der not-

wendigen Sicherheit belegt werden. Das von ihm angegebene Geburtsda-

tum (chronologisches Lebensalter von 13 Jahren und 5 Monate) könne auf-

grund der Ergebnisse nicht zutreffen. 

D.  

Mit Antwortschreiben vom 13. Januar 2020 führten die griechischen Behör-

den auf Informationsersuchen des SEM namentlich aus, dass A.______ 

am 14. Juli 2019 in Griechenland registriert und in ihrem System mit einem 

Geburtsdatum vom 15. Februar 2005 erfasst worden sei.  

E.  

Am 14. Januar 2020 gewährte das SEM A.______ das rechtliche Gehör 

A-1338/2020 

Seite 3 

zum Resultat des medizinischen Altersgutachtens sowie zu den weiteren 

Umständen, aus welchen sich ergebe, dass das geltend gemachte Alter 

nicht glaubhaft sei. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Gutachten beab-

sichtigte das SEM sein Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformati-

onssystem (nachfolgend: ZEMIS) von Amtes wegen auf den 1. Januar 

2003 anzupassen und den Eintrag mit einem Bestreitungsvermerk gemäss 

Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Datenschutz vom 19. Juni 

1992 (DSG, SR 235.1) zu versehen. 

F.  

Am 17. Januar 2020 nahm A.______ Stellung zur Änderung seines Ge-

burtsdatums, mit der er nicht einverstanden sei. Er kenne sein Geburtsda-

tum, da dieses im Koran festgehalten worden sei, als er geboren worden 

sei. Gestützt auf diesen Koraneintrag sei auch die Tazkira des Gesuchstel-

lers ausgestellt worden. Die vorgesehene Anpassung entspreche nicht 

dem wahrscheinlichsten Geburtsdatum, welches «in dubio pro minore» der 

10. Juni 2006 sei. Eventualiter sei allenfalls eine Änderung auf den 29. No-

vember 2003 beziehungsweise 1. Januar 2004 (gemäss Amtspraxis) mit 

dem Kindeswohl vereinbar. 

G.  

Am 30. Januar 2020 wurde A.______ zu seinen Asylgründen angehört, wo-

bei er unter anderem zu seiner Schulbildung befragt wurde.  

H.  

Am 6. Februar 2020 nahm A.______ zum Entwurf des Asylentscheids des 

SEM Stellung und bestritt das geänderte Geburtsdatum. Dabei reichte er 

eine Kopie seiner Tazkira ein. Aus dieser gehe hervor, dass er im Jahr 1398 

(umgerechnet 2019/2020) 13 Jahre alt gewesen sei. 

I.  

Mit Verfügung vom 6. Februar 2020 lehnte das SEM das Asylgesuch des 

Bruders des Beschwerdeführers, B.______, vom 1. Dezember 2019 ab, 

nahm ihn jedoch aufgrund des als unzumutbar qualifizierten Wegweisungs-

vollzugs in der Schweiz vorläufig auf. Seine Verfahrensakten (N …) wurden 

zur Beurteilung des vorliegenden Falles von Amtes wegen hinzugezogen.  

J.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 7. Februar 2020 lehnte das 

SEM das Asylgesuch von A.______ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. 

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Seite 4 

Da der Vollzug der Wegweisung zurzeit nicht zumutbar sei, wurde er vor-

läufig aufgenommen (Dispositivziffern 1–6). Das Geburtsdatum von 

A.______ wurde im ZEMIS mit dem Datum 1. Januar 2003 erfasst und ein 

Bestreitungsvermerk angebracht (Dispositivziffer 7). 

K.  

Gegen diese Verfügung erhebt A.______ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rer) am 6. März 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und be-

antragt, die Dispositivziffer 7 der Verfügung des SEM (nachfolgend: Vo-

rinstanz) sei aufzuheben. Die Vorinstanz sei anzuweisen, das Geburtsda-

tum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den 1. Januar 2004 – eventua-

liter auf den 29. November 2003 (Datum des Altersgutachten) – zu ändern. 

Subeventualiter sei die Sache zur vollständigen Feststellung des Sachver-

halts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten und es sei ihm die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren. 

L.  

In ihrer Vernehmlassung vom 14. April 2020 führt die Vorinstanz aus, wes-

halb an ihren Ausführungen in der Verfügung in Bezug auf die Änderung 

des Eintrags im ZEMIS festzuhalten sei.  

M.  

Mit Replik vom 5. Juni 2020 nimmt der Beschwerdeführer zur Vernehmlas-

sung Stellung.  

N.  

Auf die weiteren Vorbringen und die sich bei den Akten befindenden Unter-

lagen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen eingegangen. 

 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 (VwVG, SR 172.021), die von einer Vorinstanz im Sinne von 

Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, 

SR 173.32) erlassen wurde. Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor-

liegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

zuständig (vgl. Art. 31 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, 

soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids 

sowohl formell als auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde 

legitimiert ist (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es 

wendet das Recht von Amtes wegen an und ist nicht an die Anträge oder 

die rechtlichen Begründungen der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 

VwVG). 

3.  

3.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

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Seite 6 

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-

tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, 

nach den Bestimmungen des DSG und des VwVG. 

3.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 

Abs. 3 Bst. a DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein 

absoluter und uneingeschränkter Anspruch (statt vieler Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts [BVGer] A‑7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.2, 

m.w.H.; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_224/2014 vom 

25. September 2014 E. 3.1). Die ZEMIS-Verordnung sieht im Übrigen in 

Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu 

berichtigen sind. 

3.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 

E. 3.1; BVGE 2013/30 E. 4.1; Urteil des BVGer A‑3051/2018 vom 12. März 

2019 E. 5.3). Nach den massgeblichen Beweisregeln des VwVG gilt eine 

Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung sämtlicher Erkenntnisse so 

wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen Zweifel bleiben; unumstössli-

che Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. Die mit dem Berichtigungs-

begehren konfrontierte Behörde hat zwar nach dem Untersuchungsgrund-

satz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen abzuklären (Art. 12 

VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch gemäss Art. 13 Abs. 1 

Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung mitzuwirken (zum Gan-

zen Urteile des BVGer A‑7588/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.3 und 

A‑7822/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.3, je m.w.H.).  

3.4 Kann bei einer verlangten beziehungsweise von Amtes wegen beab-

sichtigten Berichtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige 

der neuen Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder 

die einen noch die anderen Daten bearbeitet werden (Art. 5 Abs. 1 DSG). 

Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Personenda-

ten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bear-

beitet werden, was namentlich auch für im ZEMIS erfasste Namen und Ge-

burtsdaten gilt. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der 

Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren 

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Seite 7 

Richtigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 25 Abs. 2 DSG deshalb die 

Anbringung eines Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die 

Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten bestritten ist. Spricht dabei 

mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zu-

nächst zu berichtigen und die neuen Daten anschliessend mit einem der-

artigen Vermerk zu versehen. Ob die vormals eingetragenen Angaben (als 

Neben- bzw. Aliasidentität) weiterhin abrufbar bleiben sollen oder ganz zu 

löschen sind, bleibt grundsätzlich der Vorinstanz überlassen. Verhält es 

sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der bisher eingetragenen Da-

ten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind 

diese zu belassen und mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über 

dessen Anbringung ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig davon zu 

entscheiden, ob ein entsprechender Antrag gestellt worden ist (zum Gan-

zen BVGE 2018 VI/3 E.3; Urteile des BVGer A‑3051/2018 vom 12. März 

2019 E. 5.4 und A‑7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.5, je m.w.H.; vgl. 

ferner Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 3.2).  

4.  

4.1 Vorliegend obliegt es nach dem Gesagten grundsätzlich der Vorinstanz 

zu beweisen, dass das mit Dispositivziffer 7 der angefochtenen Verfügung 

auf den 1. Januar 2003 geänderte Geburtsdatum korrekt ist. Der Be-

schwerdeführer hat wiederum nachzuweisen, dass das von ihm geltend 

gemachte Geburtsdatum (10. Juni 2006 respektive 1. Januar 2004 oder 

29. November 2003) richtig beziehungsweise wahrscheinlicher ist als die 

derzeit im ZEMIS erfasste Angabe, ihm mithin eine höhere Glaubwürdigkeit 

zukommt als dem bisherigen Eintrag (Urteil des BVGer A‑3051/2018 vom 

12. März 2019 E. 5.4). Gelingt keiner Partei der sichere Nachweis des Ge-

burtsdatums, ist dasjenige im ZEMIS zu belassen oder einzutragen, des-

sen Richtigkeit wahrscheinlicher ist.  

4.2 Das SEM stützt sich zur Begründung der ZEMIS-Berichtigung im We-

sentlichen auf das am 27. November 2019 durchgeführte medizinische Al-

tersgutachten, welches zum Schluss kam, dass der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt der Untersuchung das 16. Lebensjahr sicher vollendet habe und 

das von ihm angegebene Geburtsdatum (chronologisches Lebensalter von 

13 Jahren und 5 Monaten) nicht zutreffen könne. Der Beschwerdeführer 

habe sodann weder bei der Erstbefragung noch bei der Anhörung in zeitli-

cher Hinsicht konkrete Angaben – etwa zur Dauer der Schulbildung, dem 

Reiseweg oder dem Zeitpunkt des geltend gemachten Vorfalls und der 

Ausreise – machen können. Vor dem Hintergrund, dass er angegeben 

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Seite 8 

habe, 13-jährig zu sein, erscheine es nicht nachvollziehbar, weshalb die 

von ihm gewünschten Geburtsdaten – entweder 29. November 2003 oder 

1. Januar 2004 – im ZEMIS einzutragen seien. Im ZEMIS sei das tatsäch-

liche beziehungsweise das wahrscheinlichste Geburtsdatum zu registrie-

ren, weshalb sein Geburtsjahr auf der Basis des Altersgutachten einem Al-

ter von 16 Jahren entsprechend zu ändern und damit praxisgemäss auf 

den 1. Januar 2003 anzupassen sei. Auch wenn das Altersgutachten ge-

gen Ende des Kalenderjahres erstellt worden sei, seien – insbesondere 

angesichts der ungenauen Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Al-

ter – keine stichhaltigen Gründe dafür ersichtlich, weshalb von der Amts-

praxis des SEM abgewichen werden sollte. Die in Kopie eingereichte 

Tazkira sei aufgrund ihres verminderten Beweiswerts nicht geeignet, an 

dieser Einschätzung etwas zu ändern.  

4.3 Der Beschwerdeführer macht in seiner Rechtsmitteleingabe geltend, 

seine konstanten Ausführungen zu seinem Alter, die in Kopie eingereichte 

Tazkira sowie die übereinstimmenden Aussagen des Bruders seien Indi-

zien für das von ihm von Beginn weg angegebene Geburtsdatum bezie-

hungsweise würden die Umstände dafürsprechen, dass von einem jünge-

ren Alter als dem vom SEM im ZEMIS eingetragenen Geburtsdatum aus-

zugehen sei. Das von der Vorinstanz eingetragene Geburtsdatum wider-

spreche hingegen sämtlichen Indizien. Aus der bundesverwaltungsgericht-

lichen Rechtsprechung, insbesondere dem Urteil A-7920/2016 vom 29. Ja-

nuar 2018 gehe hervor, dass ein Geburtsdatum, welches nur minimal aus-

serhalb des im Altersgutachten festgestellten Mindestalter liege, noch zu 

den «gleich wahrscheinlichen Geburtsdaten» gehöre. Bei gleich wahr-

scheinlichen Geburtsdaten sei «in dubio pro minore» von dem von der min-

derjährigen Person geltend gemachten Geburtsalter auszugehen. Im Rah-

men einer dem Kindeswohl entsprechenden Gesamtwürdigung, insbeson-

dere dem zu beachtenden Grundsatz «in dubio pro minore», sei deshalb 

der 1. Januar 2004 als das wahrscheinlichste Alter anzusehen und im 

ZEMIS einzutragen. Sofern das Gericht dieser Ansicht nicht folge, sei das 

Geburtsdatum auf den Gutachtenszeitpunkt und somit auf den 29. Novem-

ber 2003 anzupassen, da die Amtspraxis des SEM, wonach das Datum 

jeweils auf den 1. Januar gesetzt werde, im vorliegenden Fall mit dem Kin-

deswohl nicht vereinbar sei und zu einem stossenden Ergebnis führe. 

Durch die Anpassung werde der Beschwerdeführer nämlich nicht 16- son-

dern 17-jährig gemacht, was unverhältnismässig sei. Eine Anpassung auf 

das Datum der Untersuchung sei sachgerecht.  

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Seite 9 

4.4 In der Vernehmlassung weist das SEM insbesondere darauf hin, dass 

sich der vorliegende Sachverhalt nicht mit dem vom Beschwerdeführer zi-

tierten Urteil vergleichen lasse. Dem widerspricht der Beschwerdeführer in 

seinen Schlussbemerkungen.  

5.  

5.1 Das von Fachärzten erstellte Altersgutachten kommt aufgrund der Er-

gebnisse der forensischen Altersschätzung zum Schluss, dass der Be-

schwerdeführer im Zeitpunkt der Untersuchung am 29. November 2019 

das 16. Lebensjahr sicher vollendet hat und das von ihm angegebene Alter 

von 13 Jahren und 5 Monate nicht zutreffen kann. Dem Gutachten ist mit 

Hinweisen auf die Fachliteratur weiter zu entnehmen, dass sich beim Be-

schwerdeführer aus rechtsmedizinischer Sicht keine Hinweise auf eine re-

levante Entwicklungsstörung ergeben. Das Altersgutachten basiert auf 

mehreren Einzeluntersuchungen, wobei erst die differenzierte Gesamt-

schau der Befunde zu den dargelegten Aussagen zum Alter des Beschwer-

deführers geführt hat. Betreffend die Schlüsselbein- respektive Skelettal-

tersanalyse ist dem Altersgutachten zu entnehmen, dass aufgrund der 

Wachstumsfugen der inneren Schlüsselbeinanteile gemäss WITTSCHIEBER 

von einem durchschnittlichen Lebensalter von 17 Jahren (17.8 +/- 1.6) so-

wie einem Mindestalter des Beschwerdeführers von 16.1 Jahren auszuge-

hen ist. Nach den Ergebnissen der zahnärztlichen Untersuchung konnte 

beim Beschwerdeführer ein vollständiger Abschluss des Wurzelwachstums 

festgestellt werden, welcher nach DEMIRJIAN auf ein Durchschnittsalter von 

16 Jahren schliessen lässt. Anhand der Weisheitszähne lassen sich Ent-

wicklungsstadien entnehmen, welche nach OLZE auf ein Durchschnittsalter 

von 16 bis 18 Jahren (16.7 +/- 2.6, 16.6 +/- 2.3, 18.3 +/- 2.2) schliessen 

lassen.  

5.2 Aufgrund dieses Ergebnisses sowie unter Berücksichtigung der Aussa-

gen des Beschwerdeführers hat das SEM das Geburtsjahr einem Alter von 

16 Jahren entsprechend auf 2003 festgesetzt und das Geburtsdatum pra-

xisgemäss auf den 1. Januar angepasst. Demgegenüber macht der Be-

schwerdeführer seit Beginn seines Asylverfahrens geltend, er sei am 

10. Juni 2006 geboren und sei im Zeitpunkt der Asylbefragungen 13 Jahre 

und ein paar Monate alt gewesen.  

Das vom Beschwerdeführer angegebene Geburtsdatum, welches im Gut-

achtenszeitpunkt einem Alter von 13 Jahre und 5 Monate entspräche, ist 

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Seite 10 

mit dem Ergebnis des Altersgutachten nicht in Übereinstimmung zu brin-

gen, da es gänzlich ausserhalb der im Gutachten ermittelten Altersspanne 

liegt. Auf Beschwerdeebene hält der Beschwerdeführer nicht mehr an einer 

gewünschten Änderung des ZEMIS-Eintrags auf sein ursprünglich geltend 

gemachtes Geburtsdatum (10. Juni 2006) fest, sondern beantragt, es sei 

der 1. Januar 2004 oder der 29. November 2003 als Geburtstag in der Da-

tenbank einzutragen.  

Es ist offensichtlich, dass es vorliegend weder dem Beschwerdeführer 

noch der Vorinstanz gelingt, ein exaktes Geburtsdatum sicher zu belegen, 

weshalb im Rahmen einer Würdigung der Gesamtumstände das wahr-

scheinlichste Geburtsdatum zu ermitteln ist. Es stellt sich insbesondere die 

Frage, ob ein Geburtsjahr von 2003 oder 2004 als wahrscheinlicher er-

scheint. 

5.3  

5.3.1 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommen 

der zahnärztlichen Untersuchung sowie der Skelett- respektive der Schlüs-

selbeinaltersanalyse bei der medizinischen Altersbestimmung insbeson-

dere dann, wenn sich die Ergebnisse der Altersspannen überlappen, er-

höhte Aussagekraft zu (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2). Das Ergebnis der 

Skelett- respektive der Schlüsselbeinaltersanalyse geht, wie zuvor darge-

legt, von einem durchschnittlichen Alter des Beschwerdeführers von 17 

Jahren aus, was sich mit dem Ergebnis der Zahnarztanalyse überschnei-

det. Aufgrund des Gutachtens, ist ein unter dem ermittelten Mindestalter 

von 16 Jahren liegendes Alter des Beschwerdeführers weniger wahr-

scheinlich, als ein über 16 Jahren liegendes Alter. In Bezug auf das Ge-

burtsjahr ist damit zu schliessen, dass der im ZEMIS eingetragene Jahr-

gang von 2003 als richtiger erscheint als das vom Beschwerdeführer be-

antragte Geburtsjahr 2004.  

5.3.2 Es stellt sich die Frage, ob aufgrund des Aussageverhaltens des Be-

schwerdeführers sowie der weiter zu berücksichtigen Umstände dennoch 

von einem jüngeren Alter auszugehen ist, was nach Durchsicht der Akten 

nicht der Fall ist. Wie bereits ausgeführt, ist das vom Beschwerdeführer zu 

Beginn weg geltend gemachte Alter von rund 13 Jahren nicht mit dem ein-

deutigen Ergebnis des Altersgutachtens vereinbar. Die in Kopie einge-

reichte Tazkira, gemäss welcher er im Jahr 2019/2020 13-jährig gewesen 

sei, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern, da dem Dokument 

selbst im Original kein hoher Beweiswert zukommt (vgl. BVGE 2019 I/6  

A-1338/2020 

Seite 11 

E. 6.2). Darüber hinaus ist das Beweismittel erst nach der Ankunft in der 

Schweiz, am 30. Januar 2020, ausgestellt worden, was dessen Aussage-

kraft weiter schmälert. Aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers im 

Rahmen der Asylbefragungen lassen sich sodann keine hinreichenden 

Rückschlüsse auf sein Alter ziehen. So gab er zur Schulbildung zwar an, 

er habe die Schule im Alter von neun Jahren angefangen und habe diese 

bis kurz vor der Ausreise für vier Jahre besucht, was auf ein junges Alter 

hinweist. Er wies jedoch ebenfalls darauf hin, dass er die Schule aufgrund 

des Krieges nicht am Stück habe besuchen können respektive diese immer 

wieder unterbrochen worden sei. Die zeitlichen Angaben zu seiner Aus-

reise und der Aufenthaltsdauer in Griechenland lassen sich zudem nicht 

mir der Registrierung in Griechenland, wonach er sich dort bereits seit dem 

14. Juli 2019 aufgehalten hat, in Übereinstimmung bringen. Widersprüch-

lich zu den Aussagen seines Bruders gab er sodann an, die Schule bis zu 

seiner Ausreise besucht zu haben, wohingegen der Bruder ausführte, der 

Beschwerdeführer habe nach dem Abschluss der vierten Klasse noch rund 

ein- bis eineinhalb Jahre in Afghanistan verbracht, was wiederum auf ein 

höheres als dem vom Beschwerdeführer geltend gemachtes Alter hinweist. 

Selbst wenn sich deren Ausführungen darüber hinaus nicht wesentlich wi-

dersprechen, gelingt es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht, 

mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit darzulegen, dass von einem jün-

geren als dem vom SEM registrierten Geburtsdatum auszugehen ist. Aus 

dem in Griechenland registrierten Geburtsdatum (15. Februar 2005) lässt 

sich schliesslich nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten, zumal 

er diesbezüglich zu Protokoll gab, er habe den griechischen Behörden den 

10. Juni 2006 als Geburtstag angegeben. 

5.3.3 Aufgrund der zu würdigenden Indizien erscheint das im ZEMIS ein-

getragene Geburtsjahr 2003 im Ergebnis wahrscheinlicher als das geltend 

gemachte Geburtsjahr 2004. Der Hinweis auf das Urteil des BVGer  

A-7920/2016 ist entsprechend nicht weiterführend, da im dortigen Fall auf-

grund der Umstände im Einzelfall von gleich wahrscheinlichen Geburtsda-

ten auszugehen war. Das SEM hat demnach zu Recht darauf hingewiesen, 

dass sich die Konstellation in jenem Urteil nicht mit dem vorliegenden Fall 

vergleichen lässt. Entsprechend vermag die Argumentation des Beschwer-

deführers, wonach ein Alter von 15 Jahren und 11 Monaten noch in der 

Bandbreite der im Altersgutachten angegebenen Alterspanne liege, vorlie-

gend nicht zu überzeugen. 

A-1338/2020 

Seite 12 

5.4 Was das eventualiter beantragte Geburtsdatum vom 29. Novem-

ber 2003 betrifft, welches auf den Gutachtenszeitpunkt abstellt, so ist fest-

zuhalten, dass das im Gutachten festgestellte Mindestalter von 16 Jahren 

unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten nicht ausschlaggebend 

sein kann, sondern allein das tatsächliche respektive wahrscheinlichste, 

nicht aber das biologisch spätestmögliche Geburtsdatum massgeblich ist. 

Ob es im Einzelfall für die betroffene Person vorteilhafter wäre, wenn das 

eingetragene Geburtsdatum zurück- oder vordatiert würde, ist unerheblich 

(vgl. Urteil des BGer 1C_709/2017 vom 12. Februar 2019 E. 2.2 ff. m.w.H.). 

Vorliegend fehlt in den Akten für die Annahme eines Geburtsdatums vom 

29. November 2003 jegliche Grundlage, zumal der Beschwerdeführer kei-

nerlei Beweise beizubringen vermag, die auf ein exaktes Geburtsdatum 

hinweisen oder die zumindest nahelegen, dass der 29. November 2003 als 

überwiegend wahrscheinliches Geburtsdatum anzusehen wäre. Die Fest-

legung eines beliebigen Geburtsdatums würde vielmehr der Amtspraxis 

des SEM widersprechen, nach welcher in Fällen, bei denen das Geburts-

datum der betroffenen Person unbekannt ist, praxisgemäss der 1. Januar 

als fiktiver Geburtstag erfasst wird (vgl. Weisung des SEM vom 1. Juli 2020,  

Nr. 02/2020, E.3.2, «https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/publiservice 

/weisungen-kreisschreiben/auslaenderbereich/aufenthaltsregelung.html», 

abgerufen am 12.10.2020). Nachdem – wie soeben dargelegt – ein Ge-

burtsjahr von 2003 als wahrscheinlicher gilt als ein Geburtsjahr von 2004, 

ist die praxisgemässe Festlegung des Geburtsdatums auf den 1. Ja-

nuar 2003 nicht zu beanstanden (vgl. Urteile des BVGer A-318/2019 vom 

4. Februar 2020 E. 6 m.w.H.; A-4313/2015 vom 14. Dezember 2015 E. 5 

m.w.H.). Weder der Hinweis auf die besonderen Schutzrechte des minder-

jährigen Beschwerdeführers, die ihm vorliegend unbestrittenermassen zu-

kommen, noch die vom Beschwerdeführer geforderte Beweisregel «in du-

bio pro minore», welche gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts im 

Datenschutzrecht nicht zum Tragen kommt (vgl. Urteil des BGer 

1C_709/2017 vom 12. Februar 2019 E. 2.4 m.w.H.), vermögen an dieser 

Einschätzung etwas zu ändern. 

5.5 Zusammenfassend ist weder die Richtigkeit des im ZEMIS eingetrage-

nen noch diejenige des vom Beschwerdeführer angegebenen Geburtsda-

tums bewiesen. In Gesamtwürdigung aller Beweismittel und Indizien (An-

gaben des Beschwerdeführers, medizinische Altersschätzung, Mangel an 

aussagekräftigen Beweismitteln) ist jedoch der 1. Januar 2003 als wahr-

scheinlichstes Geburtsdatum anzusehen. Der in Übereinstimmung mit 

Art. 25 Abs. 2 DSG mit einem Bestreitungsvermerk versehene ZEMIS-Ein-

trag ist daher unverändert zu belassen. 

A-1338/2020 

Seite 13 

5.6 Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass das SEM, anders als in der 

Rechtsmitteleingabe behauptet wird, die Akten des Bruders des Beschwer-

deführers für die Beurteilung des vorliegenden Verfahrens beizog und 

diese spätestens im Rahmen des Schriftenwechsels ausdrücklich wür-

digte. Eine allfällige Verletzung der Begründungspflicht respektive des 

rechtlichen Gehörs wäre damit ohnehin geheilt (vgl. BVGE 2012/24 E. 3.4; 

2008/47 E. 3.3.4 m.w.H.). Die darüber hinaus erhobene Rüge, wonach die 

Vorinstanz den Sachverhalt nicht hinreichend erstellt habe, ist unbegrün-

det. 

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfügung des 

SEM vom 7. Februar 2020 ist bezüglich der Dispositivziffer 7 zu bestätigen. 

7.  

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem sich die Be-

schwerde nicht als von vornherein aussichtslos erwiesen hat, und keine 

Anhaltspunkte dafür bestehen, an der Bedürftigkeit des Beschwerdefüh-

rers zu zweifeln, ist ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von  

Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren. Es sind dementsprechend keine Ver-

fahrenskosten zu erheben. 

7.2 Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Partei-

entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). 

Als Bundesbehörde hat auch die Vorinstanz keinen solchen Anspruch  

(Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

A-1338/2020 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. (…); Einschreiben) 

– das Generalsekretariat EJPD (Gerichtsurkunde) 

– den EDÖB z.K. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Sibylle Dischler 

 

 

 

Versand:  

A-1338/2020 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).