# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3abe1231-475f-5cd4-895c-78e4edfa4278
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.02.2024 LY230034
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY230034_2024-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LY230034-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Jauch

Urteil vom 27. Februar 2024

in Sachen

A._____, 
Klägerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 
Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

sowie

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1. C._____, 
2. D._____, 
3. E._____, 
Verfahrensbeteiligte

2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ 

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes (7. Abteilung) des Be-
zirksgerichtes Zürich vom 11. August 2023; Proz. FE210747

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Gemeinsame Schlussanträge der Parteien
(act. 55, sinngemäss)

1. Es sei die Vereinbarung der Parteien vom 1. Februar 2024 zu ge-
nehmigen und es seien die Dispositiv-Ziffern 4, 7 und 8 der Verfü-
gung des Bezirksgerichts Zürich vom 11. August 2023 entspre-
chend abzuändern. 

2. Es seien die Dolmetscherkosten gemäss Dispositiv-Ziffer 6 der 
Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 11. August 2023 auf 
die Staatskasse zu nehmen. 

3. Es seien die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens den Par-
teien je hälftig aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wett-
zuschlagen. 

Anträge der Kindsvertretung von D._____
(act. 49 S. 8 und Prot. S. 13, sinngemäss)

1. Es sei die Vereinbarung der Parteien vom 1. Februar 2024 zu ge-
nehmigen. 

2. Die Kosten des eingesetzten Kindsvertreters seien im Rahmen 
der Gerichtskosten direkt durch die Obergerichtskasse zu erset-
zen.

Erwägungen:

1. Die Parteien stehen sich in einem Scheidungsverfahren vor dem Bezirksge-

richt Zürich (fortan: Vorinstanz) gegenüber. Mit Verfügung vom 11. August 2023 

ordnete die Vorinstanz für die Dauer des Scheidungsverfahrens vorsorgliche 

Massnahmen im Sinne von Art. 276 Abs. 1 ZPO an (act. 4/1 = act. 6 [Aktenexem-

plar] = act. 7/187). Mit Eingabe vom 8. September 2023 samt Beilagen (gleichen-

tags elektronisch eingegangen; act. 2, act. 3, act. 4/1–10) erhob die Berufungsklä-

gerin fristgerecht (act. 7/192/2 i.V.m. act. 2 und act. 5/1) Berufung gegen die Be-

treuungsregelung betreffend die Kinder C._____ (geboren am tt.mm.2008), 

D._____ (geboren am tt.mm.2010) und E._____ (geboren am tt.mm.2012) sowie 

gegen die Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositiv-Ziffern 4, 7 und 8 der 

vorinstanzlichen Verfügung). Hinsichtlich der Betreuungsregelung stellte die Beru-

fungsklägerin einen prozessualen Antrag auf Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung (vgl. act. 2 S. 4).

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2. Mit Beschluss vom 20. September 2023 wies die Kammer den Antrag auf 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung bezüglich der Phasen 1 und 2 der vorin-

stanzlichen Besuchsregelung ab. Zugleich setzte sie dem Berufungsbeklagten be-

züglich der Phasen 3 und 4 der Besuchsregelung sowie bezüglich der Ferienrege-

lung Frist zur Stellungnahme an (act. 12). Mit Beschluss vom 10. Oktober 2023 

(act. 21) erteilte die Kammer der Berufung bezüglich dieser Teile der Betreuungs-

regelung die aufschiebende Wirkung.

3. Am 21. September 2023 leistete die Berufungsklägerin rechtzeitig den ihr 

mit Beschluss vom 20. September 2023 (act. 12) auferlegten Kostenvorschuss 

von Fr. 1'500.– (act. 14).

4. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2023 (gleichentags elektronisch eingegangen; 

act. 35; samt Beilagen, act. 36/5–7) erstattete der Berufungsbeklagte innert der 

ihm mit Verfügung vom 13. Oktober 2023 angesetzten Frist (act. 24; act. 25/2) die 

Berufungsantwort. 

5. Mit Beschluss vom 7. November 2023 (act. 38) setzte die Kammer Rechts-

anwalt lic. iur. Z._____ als Kindsvertretung von D._____ ein. Auf Antrag der 

Kindsvertretung und mit Einverständnis der Parteien beauftragte sie zudem die 

Beiständin, Frau F._____, möglichst rasch ein durch eine geeignete Fachperson 

professionell begleitetes Gespräch zwischen D._____ und dem Berufungsbeklag-

ten zu organisieren, wobei auf Wunsch auch C._____ und E._____ einbezogen 

werden sollten. Gleichzeitig sistierte die Kammer das Besuchsrecht des Beru-

fungsbeklagten mit Bezug auf D._____ bis zwei Wochen nach dem Gespräch. 

Das Gespräch fand am 26. Januar 2024 in Begleitung von Frau G._____, Sozial-

zentrum H._____, statt, wobei nur der Berufungsbeklagte, C._____ und E._____ 

teilnahmen, während D._____ dem Gespräch krankheitshalber fernblieb (act. 48; 

act. 49 S. 2; act. 51 S. 5; act. 53 S. 2). 

6. Am 1. Februar 2024 wurde eine mündliche Berufungsverhandlung durchge-

führt, anlässlich welcher die Parteien und die Kindsvertretung ihr Replikrecht aus-

übten (Prot. S. 10 ff.). In den anschliessenden Vergleichsgesprächen trafen die 

Parteien folgende Vereinbarung (act. 55): 

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"1. Die Parteien vereinbaren, was folgt, und ersuchen das Obergericht des Kantons Zürich 

darum, die Dispositiv-Ziffer 4 der Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 11. August 

2023 unter Genehmigung dieser Vereinbarung entsprechend abzuändern: 

'4. Der Beklagte ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens berechtigt und ver-

pflichtet, die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 

 an jedem zweiten Wochenende (Wochenenden mit gerader Wochen-
zahl) jeweils ab Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18.00 Uhr; 
zudem ist der Beklagte berechtigt, die Kinder einmal pro Quartal erst am 
Sonntagabend, 19:00 Uhr, zurückzubringen, was er der Klägerin min-
destens eine Woche im Voraus anzukündigen hat; 

 während vier Wochen der Schulferien der Kinder pro Jahr (davon zwei 
Wochen am Stück) bis zum Beginn einer Lehre, ab Beginn der Lehre 
den betreffenden Sohn während zwei Wochen der Ferienzeit.

Die Klägerin ist verpflichtet, E._____ zum Beklagten nach Zürich zu begleiten, 

und der Beklagte ist verpflichtet, ihn wieder zur Klägerin nach I._____ zu be-

gleiten.

Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf Ostern, beginnt seine Be-

treuungsverantwortung bereits ab Karfreitag, 10.00 Uhr, und dauert bis Oster-

montag, 18.00 Uhr. 

Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf Pfingsten, verlängert sich 

seine Betreuungsverantwortung bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr.

Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf das Wochenende nach 

Auffahrt, beginnt seine Betreuungsverantwortung bereits an Auffahrt um 

10.00 Uhr.

Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien im folgenden Kalen-

derjahr jeweils bis September ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem 

Beklagten in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüg-

lich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit gerader Jahreszahl der Kläge-

rin.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegenseitiger 

Absprache bleiben vorbehalten.

Für D._____ gilt folgende Übergangsregelung: 

Die Parteien unterstützen D._____ dabei, sogleich nach den Sportferien psy-

chologische Betreuung durch eine Fachperson (aktuell Frau J._____, PDAG) in 

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Anspruch zu nehmen, mit dem Ziel, einerseits eine Stabilisierung seines Ge-

sundheitszustands zu erreichen und andererseits den Kontakt- und Bezie-

hungsaufbau zu seinem Vater zu ermöglichen. 

Bei Uneinigkeit über die Modalitäten der psychologischen Betreuung, insbe-

sondere bezüglich der Auswahl der Fachperson, entscheidet darüber die Bei-

ständin. 

Die Parteien erklären sich damit einverstanden, dass sie von der Fachperson 

in gleicher Weise über den Verlauf der psychologischen Betreuung informiert 

und bei Bedarf einbezogen werden. 

Das Besuchsrecht des Beklagten wird einstweilen ausgesetzt, wobei es 

D._____ jederzeit freisteht, den Kontakt zu seinem Vater freiwillig wieder auf-

zunehmen. 

Das Besuchsrecht des Beklagten lebt spätestens per 1. September 2024 wie-

der auf, sofern die Beiständin, gegebenenfalls nach Rücksprache mit der psy-

chologischen Fachperson, keine gegenteilige schriftliche Empfehlung abgibt. 

Diesfalls sind die Parteien gehalten, einvernehmlich eine neue Regelung zu 

treffen oder Anträge beim zuständigen Gericht zu stellen.'

2. Die Parteien beantragen dem Obergericht des Kantons Zürich, es sei ihnen die Ent-

scheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren je zur Hälfe aufzuerlegen. Die Dol-

metscherkosten seien auf die Staatskasse zu nehmen. Die Parteientschädigungen 

seien wettzuschlagen. 

3. Die Parteien übernehmen die Kosten des Berufungsverfahrens je zur Hälfte und ver-

zichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung."

7. Soweit in familienrechtlichen Angelegenheiten Kinderbelange zu regeln sind, 

gelten die Untersuchungs- und die Offizialmaxime, d.h. das Gericht erforscht den 

Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bindung an die Parteianträ-

ge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Eine von den Parteien getroffene Vereinbarung 

über Kinderbelange wird vom Gericht als gemeinsamer Parteiantrag entgegenge-

nommen und geprüft (vgl. OGer ZH LY200031 vom 6. November 2020 E. 6). Vor-

liegend erscheint die von den Parteien übereinstimmend beantragte Betreuungs-

regelung für die drei gemeinsamen Kinder in Anbetracht der konkreten Umstände 

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als angemessen, weshalb sie zu genehmigen und die Betreuung entsprechend 

der Parteivereinbarung zu regeln ist. 

8. Mit Bezug auf die vorinstanzlichen Gerichtskosten ist zunächst Folgendes 

festzuhalten: Wie die Berufungsklägerin zu Recht geltend macht (vgl. act. 2 

Rz. 16–18), ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz für die Verhandlung 

vom 6. Juli 2023 von Amtes wegen eine Spanisch-Dolmetscherin für den Beru-

fungsbeklagten bestellte (Prot. Vorinstanz S. 44). Der Berufungsbeklagte verfügt 

über die Schweizer Staatsangehörigkeit (act. 7/3) und unterrichtet im Kanton Zü-

rich als Sekundarschullehrer … und … [Schulfächer] (act. 7/29 S. 4; act. 7/101 

Rz. 100), was der Vorinstanz zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt war. Mithin hat-

te die Vorinstanz keinen Anlass, von fehlenden Deutschkenntnissen beim Beru-

fungsbeklagten auszugehen. An den vorhergehenden Verhandlungen – der Eini-

gungsverhandlung/Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 3. Fe-

bruar 2022 sowie der Instruktionsverhandlung vom 24. Mai 2022 – war denn auch 

keine Dolmetscherin anwesend (Prot. Vorinstanz S. 7, 13). Folglich ist die Beru-

fung in diesem Punkt gutzuheissen und die vorinstanzlichen Dolmetscherkosten 

von Fr. 412.50 sind auf die Staatskasse zu nehmen. 

9. Vereinbarungsgemäss ist die vorinstanzliche Entscheidgebühr von 

Fr. 3'000.– den Parteien je hälftig aufzuerlegen und die Parteientschädigungen 

sind wettzuschlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 ZPO). 

10. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung 

von § 6 Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 

Abs. 2 GebV OG auf Fr. 1'200.– zu bemessen. 

11. Hinzu kommen die Kosten für die Kindsvertretung von D._____ (vgl. Art. 95 

Abs. 2 lit. e ZPO). Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ hat eine Honorarnote in der 

Höhe von Fr. 6'787.75 inkl. Mehrwertsteuer eingereicht (act. 56–57), welche den 

Parteien am 9. bzw. 12. Februar 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde 

(act. 58/1–2 und act. 59/1–2). Keine Partei hat dazu eine Stellungnahme einge-

reicht. Die Honorarnote ist hinsichtlich des geltend gemachten Aufwandes nicht 

zu beanstanden, eine Erhöhung gegenüber dem allgemein anwendbaren Stun-

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denansatz von CHF 220.00 erscheint hingegen nicht gerechtfertigt. Die Kosten für 

die Kindsvertretung sind damit auf Fr. 5'533.00 zuzüglich Mehrwertsteuer (7.7% 

auf Fr. 1'991.00 = Fr. 153.30 und 8,1% auf Fr. 3'542.00 = Fr. 286.90), total 

Fr. 5'973.20 festzusetzen. 

12. Vereinbarungsgemäss sind die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Ver-

fahren den Parteien wiederum je hälftig aufzuerlegen, unter Wettschlagung der 

Parteientschädigungen (vgl. Art. 109 Abs. 1 ZPO).

13. C._____ hat das 14. Altersjahr vollendet, weshalb ihm dieser Entscheid in 

geeigneter Form zu eröffnen ist (vgl. Art. 301 lit. b ZPO).

Es wird erkannt: 

1. Die Vereinbarung der Parteien vom 1. Februar 2024 betreffend vorsorgliche 

Massnahmen wird genehmigt. Dispositiv-Ziffer 4 der Verfügung des Bezirks-

gerichts Zürich vom 11. August 2023 wird aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt:

"4. Der Beklagte ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens berechtigt und verpflichtet, 

die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 

 an jedem zweiten Wochenende (Wochenenden mit gerader Wochenzahl) je-
weils ab Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18.00 Uhr; zudem ist der 
Beklagte berechtigt, die Kinder einmal pro Quartal erst am Sonntagabend, 
19:00 Uhr, zurückzubringen, was er der Klägerin mindestens eine Woche im 
Voraus anzukündigen hat; 

 während vier Wochen der Schulferien der Kinder pro Jahr (davon zwei Wochen 
am Stück) bis zum Beginn einer Lehre, ab Beginn der Lehre den betreffenden 
Sohn während zwei Wochen der Ferienzeit.

Die Klägerin ist verpflichtet, E._____ zum Beklagten nach Zürich zu begleiten, und 

der Beklagte ist verpflichtet, ihn wieder zur Klägerin nach I._____ zu begleiten.

Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf Ostern, beginnt seine Betreu-

ungsverantwortung bereits ab Karfreitag, 10.00 Uhr, und dauert bis Ostermontag, 

18.00 Uhr. 

Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf Pfingsten, verlängert sich seine 

Betreuungsverantwortung bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr.

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Fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf das Wochenende nach Auffahrt, 

beginnt seine Betreuungsverantwortung bereits an Auffahrt um 10.00 Uhr.

Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien im folgenden Kalenderjahr 

jeweils bis September ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Beklagten in 

Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung 

der Ferien zu; in Jahren mit gerader Jahreszahl der Klägerin.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegenseitiger Ab-

sprache bleiben vorbehalten

Für D._____ gilt folgende Übergangsregelung: 

Die Parteien unterstützen D._____ dabei, sogleich nach den Sportferien psychologi-

sche Betreuung durch eine Fachperson (aktuell Frau J._____, PDAG) in Anspruch zu 

nehmen, mit dem Ziel, einerseits eine Stabilisierung seines Gesundheitszustands zu 

erreichen und andererseits den Kontakt- und Beziehungsaufbau zu seinem Vater zu 

ermöglichen. 

Bei Uneinigkeit über die Modalitäten der psychologischen Betreuung, insbesondere 

bezüglich der Auswahl der Fachperson, entscheidet darüber die Beiständin. 

Die Parteien erklären sich damit einverstanden, dass sie von der Fachperson in glei-

cher Weise über den Verlauf der psychologischen Betreuung informiert und bei Be-

darf einbezogen werden. 

Das Besuchsrecht des Beklagten wird einstweilen ausgesetzt, wobei es D._____ je-

derzeit freisteht, den Kontakt zu seinem Vater freiwillig wieder aufzunehmen. 

Das Besuchsrecht des Beklagten lebt spätestens per 1. September 2024 wieder auf, 

sofern die Beiständin, gegebenenfalls nach Rücksprache mit der psychologischen 

Fachperson, keine gegenteilige schriftliche Empfehlung abgibt. Diesfalls sind die Par-

teien gehalten, einvernehmlich eine neue Regelung zu treffen oder Anträge beim zu-

ständigen Gericht zu stellen."

2. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Dispositiv-Ziffer 6 der Verfügung 

des Bezirksgerichts Zürich vom 11. August 2023 mit Bezug auf die Dolmet-

scherkosten aufgehoben. Die Dolmetscherkosten in der Höhe von 

Fr. 412.50 werden auf die Staatskasse genommen. 

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3. Die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren in der Höhe von 

Fr. 3'000.– wird den Parteien je hälftig auferlegt. 

4. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren wird festgesetzt 

auf: 

Fr. 1'200.00 ; die weiteren Gerichtskosten betragen 

Fr. 5'973.20 Kosten der Kindsvertretung von D._____.

5. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens gemäss Dispositiv-

Ziffer 4 dieses Urteils werden den Parteien je hälftig auferlegt. Sie werden im 

Umfang von Fr. 1'500.– mit dem von der Berufungsklägerin geleisteten Kos-

tenvorschuss verrechnet. Der Fehlbetrag von Fr. 5'673.20 wird von den Par-

teien je hälftig nachgefordert. Der Berufungsbeklagte wird verpflichtet, der 

Berufungsklägerin Fr. 750.– zu ersetzen. 

6. Für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteient-

schädigungen zugesprochen. 

7. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an

 die Berufungsklägerin, 
 den Berufungsbeklagten, 
 C._____ (Erwägungen 6–8 und Dispositiv-Ziffern 1, 7 und 8; mit sepa-

ratem Begleitschreiben), 
 Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, … [Adresse],
 die Beiständin, Frau F._____, Sozialzentrum H._____, Quartierteam 

…, … [Adresse],
 die Vorinstanz, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten,
 die Obergerichtskasse (unter Beilage der Rechnung von Rechtsanwalt 

lic. iur. Z._____, act. 57). 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

i.V. die Gerichtsschreiberin:

MLaw C. Widmer
versandt am: