# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05dddfd7-4484-55ec-b1c1-dd143fdb2911
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.06.2008 E-3732/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3732-2008_2008-06-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3732/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von 
Richterin Marianne Teuscher; 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...), 
alias Y._______, geboren (...), 
alias Z._______, geboren (...),
Nigeria,
Empfangs- und Verfahrenszentrum, Döbelistrasse 13, 
8280 Kreuzlingen,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Mai 2008 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3732/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am 1. April  2008 verliess und am 3. April 2008 in  der Schweiz 
unter Angabe der Identität X._______, geboren (...), Nigeria, um Asyl 
ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Kreuzlingen vom 8. April  2008 sowie der direkten Anhörung 
durch das BFM vom 28. Mai 2008 zur Begründung seines Asylgesuchs 
im  Wesentlichen  vorbrachte,  er  stamme aus  A._______,  B._______ 
State, Nigeria,

dass sein  Vater,  welcher  Dorfkönig  gewesen sei,  im November  oder 
Dezember 1997 gestorben sei und er, der Beschwerdeführer, als erst-
geborener Sohn das Amt als König hätte übernehmen sollen,

dass er dies aber abgelehnt habe, da bei der Amtseinsetzung durch 
den  Hohepriester  Rituale  mit  Menschenblut  vorgenommen  würden, 
was er als Christ missbillige,

dass  das  Amt  des  Dorfkönigs  nur  im  Falle  seines  Todes  von  einer 
anderen  Person  übernommen  werden  könne,  weshalb  er  um  sein 
Leben gefürchtet habe,

dass er sich zunächst zum Pastor seiner Kirche in C._______ begeben 
habe, wo er sich etwa einen Monat aufgehalten habe,

dass der Hohepriester und die Dorfältesten jedoch seinen Aufenthalts-
ort  in  Erfahrung  gebracht  hätten,  weshalb  er  sein  Heimatland  habe 
verlassen müssen,

dass  er  von  D._______  aus  in  Begleitung  eines  weiteren  Pastors 
seiner Kirche per Flugzeug an einen ihm unbekannten Ort gereist und 
von dort per Taxi an einen Bahnhof gebracht worden sei, von wo er per 
Zug zum Empfangszentrum gelangt sei,

dass er nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte besessen habe 
und seine Reise in die Schweiz mit  einem nigerianischen Reisepass 
unternommen  habe,  welchen  sein  Begleiter  organisiert  und  bei  den 
Kontrollen jeweils vorgewiesen habe,

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dass ein vom BFM veranlasster Fingerabdruckvergleich vom 22. April 
2008 eine Registrierung des Beschwerdeführers durch die deutschen 
sowie österreichischen Behörden ergab,

dass  er  am  3.  August  1997  in  Deutschland  unter  der  Identität 
Y._______, geboren (...),  Nigeria, ein Asylgesuch einreichte, welches 
am  19.  Mai  2000  abgelehnt  wurde  und  am  30. Mai  2003  unter  der 
Identität  Z._______,  geboren  (...),  Nigeria,  durch  die  Polizei 
erkennungsdienstlich überprüft wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  in  Oesterreich  am  15.  Mai  2002 
unter  der  Identität  E._______  geboren  (...),  Nigeria,  ein  weiteres 
Asylgesuch  stellte,  welches  am  16.  September  2002  rechtskräftig 
abgewiesen wurde und dass mit  Verfügung vom 23. November 2004 
ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot erlassen wurde,

dass  dem  Beschwerdeführer  zu  diesen  Abklärungsergebnissen  im 
Rahmen  der  Anhörung  vom  28.  Mai  2008  das  rechtliche  Gehör 
gewährt wurde, wobei er daran festhielt, sich nie in Deutschland oder 
Oesterreich aufgehalten zu haben,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 30. Mai 2008 
in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  lit.  a des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer vermöge keine entschuldbaren Gründe für das Nicht-
vorlegen von Identitätspapieren anzugeben,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zum Reiseweg offensicht-
lich unglaubhaft seien, da zu erwarten wäre, dass er genauere Anga-
ben  zu  den  Reiseumständen  machen  könnte  und  die  Angabe,  sein 
Begleiter habe beide Reisepässe auf sich getragen und jeweils vorge-
wiesen, realitätsfremd sei,

dass  es  sich  ferner  bei  den  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers 
offensichtlich  um ein  Konstrukt  handle,  da  angesichts  des  Resultats 
der  Abklärungen  bei  den  deutschen  und  österreichischen  Behörden 
davon auszugehen sei,  dass er  sich bereits  seit  dem Jahre 1997 in 

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Europa aufhalte und sich somit im Zeitpunkt der angeblich fluchtaus-
lösenden Ereignisse gar nicht in seinem Heimatland aufgehalten habe, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers demzufolge als unglaub-
haft  zu bezeichnen seien, und zusätzliche Abklärungen zur Feststel-
lung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshin-
dernisses nicht erforderlich seien, 

dass sich schliesslich weder aus der allgemeinen Lage in Nigeria noch 
aus  der  individuellen  Situation  des  Beschwerdeführers  Hinweise  für 
das Bestehen eines Wegweisungshindernisses ergeben würden,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  5. Juni 2008  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  unter  anderem beantragte,  diese sei  aufzuheben und die 
Sache sei an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung zurückzuweisen,

dass er ferner in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) und um Erlass des Kostenvorschusses ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist 
(vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgeben  (Art. 32  Abs. 2 
Bst. a AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches beziehungsweise innert  48 Stunden danach ein 
Dokument  zu seiner  zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 
E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, 

dass darüber hinaus das BFM in der angefochtenen Verfügung aus-
führlich und - nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesver-
waltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb der Beschwer-
deführer  nicht  glaubhaft  zu  machen  vermag,  dass  er  dazu  aus ent-
schuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  war  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2), 

dass angesichts der stereotypen, unsubstanziierten und realitätsfrem-
den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  seiner  Reise  von 
Nigeria in die Schweiz als unglaubhaft erachtet werden muss, dass er 
in der geschilderten Weise gereist ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers  vielmehr  davon  ausgeht,  dass  er  im  Besitze 
authentischer Identitätspapiere ist, welche er jedoch innert 48 Stunden 
und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. 
Art.  8  Abs.  1  Bst.  b  AsylG)  den  schweizerischen  Behörden  nicht 

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aushändigte, zumal  in der Beschwerde nichts geltend gemacht wird, 
was  diesbezüglich  allenfalls  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnte, 

dass im Übrigen aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprech-
ender Dokumente die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht 
feststeht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in 
Frage gestellt ist, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  die Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und zusätzliche Abklä-
rungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Weg-
weisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach 
der Direktanhörung vom 28. Mai 2008 präsentierte, unter Verzicht auf 
zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen 
einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konn-
te, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und ebenso 
offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse 
entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. 
und 5.6.), 

dass  im  Weiteren  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  zu  Recht 
ausführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien mangels Glaub-
haftigkeit offensichtlich flüchtlingsrechtlich nicht relevant, 

dass angesichts der erkennungsdienstlichen Erfassung des Beschwer-
deführers in Deutschland und Oesterreich in den Jahren 1997 bis 2004 
erhebliche Zweifel daran, ob er sich seither überhaupt noch in seinem 
Heimatland aufgehalten hat, angebracht sind,

dass darüber hinaus die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den 
angeblich  fluchtauslösenden  Ereignissen  überaus  undetailliert,  vage 
und unplausibel erscheinen und deshalb als offensichtlich unglaubhaft 
bezeichnet werden müssen, 

dass die Ausführungen in  der  Beschwerdeschrift,  in  welcher  im We-
sentlichen darauf verwiesen wird, es seien weitere Abklärungen zum 
Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  notwendig,  ohne  auf  die  Argu-
mente des BFM zur Begründung der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen 

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des Beschwerdeführers im Einzelnen einzugehen, an diesem Ergebnis 
nichts zu ändern vermögen, 

dass sich somit  die  Erkenntnis  ergibt,  es  bestehe weder  Anlass  zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  gar 
zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. 
b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkom-
mens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Herkunftsstaat des Beschwerde-
führers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Weg-
weisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren nach dem Gesagten als zum Vornherein aussichts-
los zu bezeichnen sind,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums Kreuzlingen (Einschreiben; Beilage: Einzahlungs-
schein )

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit  der Bitte  um Eröffnung 
des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beilie-
genden Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- das F._______ des Kantons G._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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