# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9472ff8-2024-5f15-8534-b23573c4a261
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 19.02.2021 ZK1 2020 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2020-173_2021-02-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 19. Februar 2021

Referenz ZK1 20 173

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Michael Dürst und Bergamin
Casutt, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer

in Sachen

B._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Entzug Aufenthaltsbestimmungsrecht

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
vom 03.12.2020, mitgeteilt am 08.12.2020 

Mitteilung 23. Februar 2021

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I. Sachverhalt

A. Im April 2019 zeichnete sich für B._____ (nachfolgend: B.________), gebo-
ren am _____ 2005, ein Ausschluss aus der Oberstufe D.________ ab. In Ab-
sprache mit den Eltern, A._____, organisierte der Abklärungsdienst der KESB 
Nordbünden (nachfolgend: KESB) für B.________ ein Vorstellungsgespräch und 
einen Schnupperaufenthalt im E.________ in F.________. Im Juni 2019 verletzte 
sich B.________ selbst. Sie begab sich in der Folge am 25. Juni 2019 freiwillig in 
eine stationäre Behandlung in die G.________. 

B. Mit Entscheid vom 18. Juli 2019 errichtete die KESB für B.________ eine 
Erziehungsbeistandschaft sowie eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen. 
Mit der Mandatsführung wurde H.________ beauftragt. Auf Empfehlung der KESB 
sowie involvierter Fachpersonen trat B.________ am 11. August 2019 ins 
E.________ ein. Im November 2019 informierte I.________ als Vertreter des 
E.________ die KESB über die anspruchsvolle Zusammenarbeit. Er betonte, dass 
insbesondere die Mutter von B.________, A.________, den Aufenthalt immer in 
Frage stelle und sie nach anderen Aufenthaltsmöglichkeiten gesucht habe. In der 
Folge fanden mehrere Besprechungen mit allen involvierten Personen zur Frage 
der weiteren Unterbringung von B.________ statt. B.________ erklärte sich am 
28. Februar 2020 mit einer behördlichen Unterbringung im E.________ einver-
standen. Gleichwohl wurden jedoch von B.________ und A.________ wieder Auf-
enthalte in anderen Institutionen zur Diskussion gestellt.

C. Am 14. Mai 2020 informierte die Beiständin, H.________, die KESB dahin-
gehend, dass sich die Situation weiter zuspitze. Die Eltern seien mit der Betreuung 
an den Wochenenden überfordert.

D. Mit Entscheid vom 20. Mai 2020 entzog die KESB den Eltern A._____ das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Tochter B.________. Diese wurde 
schliesslich im E.________ behördlich untergebracht. Nachdem B.________ am 
10. August 2020 wegen Verdachts auf Drogenkonsum (Mischkonsum) in das Kan-
tonsspital Graubünden gebracht werden musste und am 27. Oktober 2020 freiwil-
lig in die Klinik J.________ eingetreten war, wurde unter allen Beteiligten verein-
bart, dass B.________ das Schuljahr im E.________ beenden sollte. Bedingung 
dafür war ein Verzicht auf den Konsum von Drogen. Bereits am 16. November 
2020 konsumierte B.________ erneut Kokain, worauf sie per Notarzt ins Kantons-
spital Graubünden gebracht wurde. Sie trat anschliessend in die Psychiatrische 
Klinik J.________ ein. Das E.________ schloss hierauf einen weiteren Aufenthalt 
von B.________ in seiner Einrichtung aus.

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E. In der Folge begann die Suche nach einer geeigneten Unterbringung für 
B.________. Die Beiständin, H.________, teilte der KESB am 25. November 2020 
mit, dass ein Platz im Aufnahmeheim K.________ (nachfolgend: K.________) in 
der offen geführten Jugendgruppe frei sei. Daraufhin wurden B.________ sowie 
ihre Eltern über die geplante behördliche Unterbringung im K.________ angehört.

F. Mit Entscheid vom 3. Dezember 2020, mitgeteilt am 8. Dezember 2020, 
wurde die behördliche Unterbringung von B.________ im E.________ in 
F.________ per 4. Dezember 2020 aufgehoben. B.________ wurde mit gleichem 
Entscheid per 4. Dezember 2020 im K.________ behördlich untergebracht. Das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über B.________ blieb den Eltern somit weiterhin 
entzogen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, der Bedarf 
an Stabilität habe sich seit der behördlichen Unterbringung im E.________ nicht 
geändert. Es gehe folglich darum, eine kurzfristige und geeignete Anschlusslö-
sung zu finden, um der Gefährdung von B.________ entgegen zu wirken. Beim 
K.________ handle es sich um eine Institution, welche Time-Out Plätze für vier bis 
sechs Monate anbiete, um in dieser Zeit eine passende Anschlusslösung zu fin-
den. Die Eltern hätten sich in der Anhörung vom 2. Dezember 2020 mit dem ge-
planten Wechsel der Institution bei belassenem Entzug des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts einverstanden erklärt. 

G. Mit Laieneingabe vom 11. Dezember 2020 gelangten die Eltern von 
B.________, A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer), an das Kantonsgericht 
von Graubünden. Sie beantragten die Wiedererlangung des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts über ihre Tochter. Zur Begründung führten sie aus, sie seien mit ei-
ner Unterbringung im K.________ absolut nicht einverstanden. Dort herrschten 
katastrophale Zustände. Ihre Tochter gelange weiterhin an Drogen, werde be-
droht, beklaut und beleidigt. Zudem werde ihr Müll auf das Bett gelegt. Ebenso sei 
die Distanz nach D.________ ein Problem. Es fehle an einer Therapie wie auch 
an einer richtigen Schule. B.________ brauche ein stabiles und gutes Umfeld. Sie 
würden weiterhin mit der KESB zusammenarbeiten, aber wieder selber über ihre 
Tochter entscheiden wollen. Ihre Tochter brauche die Familie und nicht ein Heim. 
Es sei wichtig, dass sie die Schule abschliessen und ihre Therapie besuchen kön-
ne.

H. Die KESB beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2021 die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. 
B.________ müsse in eine neue Einrichtung eintreten, nachdem sie nicht weiter 
im E.________ verbleiben könne. Die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und 
B.________ habe sich schwierig gestaltet. Insbesondere die Mutter habe den 

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einst freiwilligen Eintritt ins E.________ immer wieder in Frage gestellt, dies ob-
wohl angesichts des Drogenkonsums eine Stabilität besonders notwendig sei. Im 
angefochtenen Entscheid sei es darum gegangen, einen neuen Unterbringungsort 
zu finden, um eine Anschlusslösung sicherzustellen. Beim K.________ handle es 
sich um eine offene Institution, welche Time-Out-Plätze für vier bis sechs Monate 
anbiete, bis eine passende Anschlusslösung gefunden werden könne. Die Bei-
ständin, H.________, habe sich in der Zwischenzeit über die Verhältnisse im 
K.________ und über den Gesundheitszustand von B.________ erkundigt. Alle 
Fachpersonen seien der Auffassung, dass die Unterbringung fortgesetzt werden 
müsse. Es gehe darum, eine passende Anschlusslösung für die Zukunft zu finden. 
Alternative Unterbringungsmöglichkeiten bestünden nicht. Das K.________ stelle 
weiterhin eine geeignete Einrichtung dar, bis eine Anschlussmöglichkeit gefunden 
werden könne. Die Eltern hätten sich noch am 2. Dezember 2020 explizit gegen 
einen Antrag auf Rückübertragung des Aufenthaltsrechts entschieden. Es treffe 
zu, dass B.________ eines stabilen Umfelds bedürfe. Eine weniger einschneiden-
de Massnahme als die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die 
behördliche Unterbringung stehe der KESB nicht zur Verfügung.

I. Auf die weiteren Vorbringen in den Rechtsschriften wird – soweit erforder-
lich – nachstehend eingegangen.

II. Erwägungen

1. Angefochten ist der Entscheid der KESB Nordbünden vom 3. Dezember 
2020, mitgeteilt am 8. Dezember 2020, welcher einerseits den weiter bestehenden 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Beschwerdeführer über ihre Toch-
ter B.________ und andererseits den Wechsel der behördlichen Unterbringung 
von B.________ vom E.________ ins K.________ zum Inhalt hat (vgl. KESB act. 
289).

2.1. Vorab ist festzuhalten, dass der Entscheid der KESB vom 20. Mai 2020, 
mitgeteilt am 28. Mai 2020, über den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts, 
die behördliche Unterbringung sowie die Anpassung der bestehenden Massnah-
me in Rechtskraft erwachsen ist und nicht mehr angefochten werden kann (KESB 
act. 205). Vorliegend kann folglich nur eine Abänderung der Verhältnisse nach Art. 
313 ZGB geltend gemacht werden.

2.2. Den Beschwerdeführern wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre 
Tochter B.________ mit Entscheid der KESB vom 20. Mai 2020 entzogen (KESB 
act. 205). Beim Antrag um Aufhebung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungs-

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rechts handelt es sich um eine Abänderung einer bereits bestehenden Kindes-
schutzmassnahme. Die Kindesschutzbehörde ist gemäss Art. 313 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 315 ZGB für die Abänderung von Kindesschutzmassnahmen zu-
ständig. Gemäss Art. 314 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 450 Abs. 1 ZGB kann ge-
gen Entscheide der Kindesschutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde 
erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von 
Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert 
sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und 
damit in erster Linie die von der Anordnung der KESB direkt betroffenen Perso-
nen. Im Bereich des Kindesschutzes können sodann nebst den Kindern auch de-
ren Eltern am Verfahren beteiligt sein. Wie bei jedem Rechtsmittel wird ein eige-
nes aktuelles Rechtsschutzinteresse vorausgesetzt, d.h. die betroffene Person 
muss durch den Entscheid formell und materiell beschwert sein (vgl. Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilge-
setzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 27a und 29 zu Art. 450 ZGB; Christoph Häfeli, 
Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Aufl., Bern 2016, N 34.08; 
Daniel Steck, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 
2013, N 21 zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdeführer sind als Eltern von 
B.________ unmittelbar Betroffene des angefochtenen Entscheids und damit zu 
dessen Anfechtung legitimiert. 

2.3. Die Beschwerde ist gemäss Art. 450b Abs. 1 und 3 ZGB innert Frist von 30 
Tagen seit Mitteilung des Entscheids begründet bei der Beschwerdeinstanz einzu-
reichen. Der Entscheid der Vorinstanz vom 3. Dezember 2020 wurde den Be-
schwerdeführern am 8. Dezember 2020 zugestellt (KESB act. 289 und 290). Somit 
erfolgte die Beschwerde vom 14. Dezember 2020 (Poststempel) frist- und formge-
recht (KG act. A.1). Auf die Beschwerde ist demzufolge einzutreten.

2.4. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Kindesschutz-
behörde oder die gerichtliche Instanz nichts Anderes verfügt (Art. 450c ZGB). Vor-
liegend wurde dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen (KESB act. 
289, III.3).

3.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB eine Regelung enthalten, sind die ZPO sowie die entsprechenden kan-
tonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB und 
Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 

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Abs. 1 bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer 
mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

3.2. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 446 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz zu den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (Lorenz Droese/Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt 
namentlich auch für die in Art. 446 ZGB verankerte Untersuchungs- und Offizial-
maxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwen-
dung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrens-
grundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde und erstreckt sich nach dem Grundsatz der Einheit des Pro-
zesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Chri-
stoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Er-
wachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Da-
niel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachse-
nenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 446 ZGB). 

3.3. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, weshalb das erstinstanzliche 
Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend geprüft werden kann 
(Botschaft Erwachsenenschutz, S. 7085; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz 
Kommentar, Zürich 2010, N 1 zu Art. 450a ZGB).

4.1. Die Beschwerdeführer beantragen die Aufhebung des Entzugs des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts bzw. die Wiedererteilung des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts über ihre Tochter. Sie rügen sinngemäss auch die 
behördliche Unterbringung von B.________ im K.________ infolge der dort 
herrschenden Zustände sowie eines nicht vorhandenen stabilen und guten 
Umfelds (vgl. KG act. A.1, S. 1 und 3). 

4.2. Für die Anpassung von Kindesschutzmassnahmen gilt Art. 313 Abs. 1 ZGB, 
wonach eine Massnahme zum Schutz des Kindes den neuen Gegebenheiten 
anzupassen ist, wenn sich die Verhältnisse verändern. Dies ist Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips. Je schärfer die ursprüngliche Massnahme war, 
umso mehr ist diese stufenweise abzubauen, ausser die Gegebenheiten hätten 
sich durch äusserliche Einflüsse radikal zum Guten gewendet (Peter Breitschmid, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Ba-

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sel 2018, N 1 zu Art. 313 ZGB). Die Abänderung von Kindesschutzmassnahmen 
setzt nach bundesgerichtlicher Praxis eine dauernde und erhebliche Veränderung 
der Gegebenheiten voraus. Es gilt ebenso zu beachten, dass 
Kindesschutzmassnahmen auf Besserung des gestörten Zustandes hinwirken 
sollen und deshalb laufend zu optimieren sind, bis sie schliesslich durch ihre 
Wirkung hinfällig werden (Urteile des Bundesgerichts 5C.137/2006 vom 23. Au-
gust 2006, E. 1; 5A_715/2011 vom 31. Januar 2012, E. 2; 5A_981/2018 vom 29. 
Januar 2019, E. 3.3.2.1). Ob eine erhebliche Veränderung der Verhältnisse bejaht 
werden kann, ist eine Ermessensfrage, welche die zuständige Behörde nach 
Recht und Billigkeit zu entscheiden hat (Urteil des Bundesgerichts 5C.137/2006 
vom 23. August 2006, E. 1). 

4.3. Die Bedeutung der Veränderung der Verhältnisse ist unter Berücksichtigung 
der Grundsätze der Stabilität und Kontinuität der Betreuung des Kindes zu bewer-
ten (Urteil des Bundesgerichts 5A_981/2018 vom 29. Januar 2019, E. 3.3.2.1). 
Eine Abänderung von Kindesschutzmassnahmen bedingt bis zu einem gewissen 
Grad eine Prognose über die künftige Entwicklung der massgebenden Umstände, 
wobei die Beurteilung dieser Entwicklung wiederum durch das bisherige Verhalten 
der betroffenen Personen wesentlich mitbestimmt wird (Urteil des Bundesgerichts 
5A_715/2011 vom 31. Januar 2012, E. 2 mit Verweis auf BGE 120 II 384 E. 4d). 
Ist eine Massnahme in ihrer jetzigen Form nicht mehr erforderlich, muss sie auf-
gehoben oder durch eine weniger schwerwiegende Massnahme ersetzt werden 
(Urteil des Bundesgerichts 5A_981/2018 vom 29. Januar 2019, E. 3.3.2.1; BGE 
120 II 384 E. 4d).

5.1. Aus den Verfahrensakten ist ersichtlich, dass mit Entscheid der KESB vom 
20. Mai 2020 das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern in Anwendung von Art. 
310 ZGB aufgehoben worden ist (KESB act. 205). Der Entscheid der KESB stützte 
sich auf umfangreiche Abklärungen im Zusammenhang mit der Errichtung der 
Beistandschaft, auf Berichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden, auf 
Diagnosen des Kantonsspitals Graubünden, auf einen Verlaufsbericht vom 27. 
Januar 2020 über den Aufenthalt im E.________, auf einen Zwischenbericht der 
Lehrperson C.________ sowie auf diverse Anhörungen und Gespräche. Es wurde 
im Entscheid vom 20. Mai 2020 festgestellt, dass insbesondere die Beschwerde-
führerin A.________ den Aufenthalt im E.________ und die Institution als solche 
immer wieder in Frage gestellt und immer wieder nach Alternativen gesucht habe. 
Dies habe sich auf B.________ ausgewirkt. Der dringend notwendigen Stabilität 
sei es nicht förderlich, wenn auf die wechselhaften Ideen immer wieder eingegan-
gen werde. Um der weiteren Unsicherheit in Bezug auf den Aufenthalt von 

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B.________ entgegenzuwirken, wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzo-
gen und gleichzeitig eine behördliche Unterbringung angeordnet (vgl. KESB act. 
205). 

In der Folge zeigte es sich, dass die Beschwerdeführer, insbesondere die Kinds-
mutter, immer wieder Veränderungen im Aufenthalt der Tochter B.________ an-
strebten und ihre diesbezüglichen Anliegen bei der KESB deponierten (KESB act. 
225). In den Sommerferien, in welchen sich B.________ auch bei ihren Eltern auf-
gehalten hatte, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Mutter und 
B.________, die in einer Pikettmeldung bei der Kantonspolizei Graubünden mün-
deten (KESB act. 228). Es wurde an einem runden Tisch vom 7. August 2020 
festgestellt, dass in den Sommerferien die Stabilität verloren gegangen war (KESB 
act. 230). Kurz vor dem Wiedereintritt ins E.________ musste B.________ auf-
grund ihres Drogenkonsums abermals mit der Ambulanz in das Kantonsspital 
Graubünden gebracht werden (KESB act. 236). In der Folge wurde von den Eltern 
wiederum der Wechsel in andere Institutionen angeregt (KESB act. 261). Nach der 
Einweisung in die Klinik J.________ im November 2020 traf die Beiständin, 
H.________, umfangreiche Abklärungen für eine Unterbringung in einer anderen 
Einrichtung (vgl. E-Mail von H.________ vom 20. November 2020 an die KESB, 
KESB act. 268). Am 25. November 2020 konnte für B.________ ein Time-Out-
Platz im K.________ gefunden werden. Am 2. Dezember 2020 fand eine An-
hörung der Eltern sowie von B.________ bezüglich des Wechsels in der Unter-
bringung statt. Die Eltern waren mit dieser Unterbringung einverstanden (vgl. 
KESB act. 276, S. 2). In diese Einrichtung trat B.________ am 4. Dezember 2020 
ein.

5.2. Den Verfahrensakten ist zu entnehmen, dass es sich bei der Unterbringung 
im K.________ um eine Krisenintervention von drei bis sechs Monaten handelt, 
mit dem Ziel, eine geeignete Anschlusslösung zu finden (KESB act. 277). Dies 
insbesondere im Hinblick auf die Schaffung einer stabilen Situation. Die Begrün-
dung im angefochtenen Entscheid vom 3. Dezember 2020, wonach der Bedarf an 
Stabilität bei B.________ weiterhin vorhanden sei und keine Anzeichen dafür 
bestünden, dass die Voraussetzung für eine behördliche Unterbringung nicht mehr 
gegeben seien, ist angesichts der von der KESB erhobenen Beweise nachvoll-
ziehbar (KG act. 289, S. 4). Der Beschwerde ist nicht zu entnehmen, inwiefern 
sich die Verhältnisse in Bezug auf die Stabilität der Situation von B.________ po-
sitiv verändert haben sollen und weshalb eine Anpassung angezeigt wäre (vgl. KG 
act. A.1). Im Gegensatz dazu bringt die KESB denn auch zutreffend vor, dass es 
dem Bedarf von B.________ an Stabilität mit der Aufhebung des Entzugs des 

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Aufenthaltsbestimmungsrechts und ohne die behördliche Unterbringung – deren 
Aufhebung wird in der Beschwerde implizit verlangt – nicht gerecht würde. Insbe-
sondere sei auch keine mildere Massnahme ersichtlich, um einer (Kindeswohl-
)Gefährdung von B.________ zu begegnen (KG act. A.2, Ziff. 3). 

5.3. Wenn nun die Beschwerdeführer mit ihrer Eingabe vom 14. Dezember 2020 
lediglich eine Woche nach dem Eintritt von B.________ ins K.________ die Auf-
hebung des ihnen entzogenen Aufenthaltsbestimmungsrechts beantragen und 
erneut – notabene lediglich wenige Tage nach ihrer anlässlich der Anhörung ab-
gegebenen Zustimmung vom 2. Dezember 2020 – einen weiteren Wechsel der 
Unterbringung anstreben, trägt auch dies nicht zur Herstellung der Stabilität für 
B.________ bei. Die Stabilität für B.________ ist aber – gerade im Hinblick auf die 
angestrebte Anschlusslösung – das Ziel des Entzugs des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts sowie der behördlich verfügten Unterbringung im K.________.

5.4. Erhebliche, einigermassen gesicherte (positive) Veränderungen ergeben 
sich denn auch nicht aus den Ausführungen in der Beschwerde oder den restli-
chen Verfahrensakten. Auch unter Berücksichtigung der Grundsätze der Stabilität 
und Kontinuität der Betreuung des Kindes sind die Voraussetzungen für eine 
Abänderung der Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 313 Abs. 1 ZGB im 
vorliegenden Fall nicht gegeben. Aus diesen Gründen ist der Antrag der Be-
schwerdeführer auf Wiedererlangung des Aufenthaltsbestimmungsrechts über ihre 
Tochter B.________ abzuweisen. 

5.5. Die behördliche Unterbringung von B.________ im K.________ ist nicht zu 
beanstanden. Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe die Zustände im 
K.________ rügen, ist darauf hinzuweisen, dass sich die Beiständin dieser Mel-
dung angenommen (KESB act. 305) und sich in Kontakt mit der Institutionsleitung 
begeben hat (vgl. auch KESB act. 310). Letztere hat die weitere Betreuung zuge-
sichert und auch die Beiständin hat diese Institution weiterhin als geeignet be-
trachtet. Wenn die Beschwerdeführer die Unterbringung im K.________ weiterhin 
nicht akzeptieren und auf einen erneuten Wechsel drängen, ist festzuhalten, dass 
das Angebot in K.________ als Time-Out-Angebot im Hinblick auf eine Anschluss-
lösung ausgestaltet ist. Gerade unter diesen Umständen wäre ein erneuter Wech-
sel der angestrebten Schaffung der Stabilität abträglich und ist ein solcher gemäss 
den Verfahrensunterlagen auch nicht indiziert. Vielmehr kann mit den ergriffenen 
Massnahmen der Gefährdung von B.________ besser begegnet werden als mit 
einem erneuten Wechsel in eine andere Einrichtung.

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6. Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen nach Art. 313 Abs. 1 ZGB 
für eine Abänderung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts nicht erfüllt. 
Ebenso erscheint es auch angemessen, dass B.________ im K.________ in ei-
nem Time-Out-Angebot untergebracht wurde mit dem Ziel, nach vier bis sechs 
Monaten eine Anschlusslösung zu finden. Der angefochtene Entscheid der KESB 
vom 3. Dezember 2020 erweist sich aus diesen Gründen als rechtmässig. Die Be-
schwerde gegen die Aufrechterhaltung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts und gegen die behördliche Unterbringung im K.________ ist folglich abzu-
weisen. 

7. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden gestützt auf Art. 10 Abs. 1 
der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilsachen (VGZ; BR 320.210) auf 
CHF 1500.00 festgesetzt. 

Im Kindesschutzverfahren und in Verfahren betreffend den persönlichen Verkehr 
sind die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 2 EGzZGB von den Eltern, dem 
sorgeberechtigten oder dem unterhaltspflichtigen Elternteil zu tragen. Es bleibt 
jedoch zu prüfen, ob Art. 63 Abs. 3 EGzZGB Anwendung findet. Danach kann bei 
Vorliegen besonderer Umstände auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzich-
tet werden, sofern das Verfahren nicht mutwillig oder trölerisch eingeleitet worden 
ist. Besondere Umstände, die den teilweisen oder ganzen Verzicht auf die Erhe-
bung von Verfahrenskosten rechtfertigen, können insbesondere bei Kindes-
schutzmassnahmen vorliegen, sofern das Einkommen der Eltern, des sorgebe-
rechtigten oder des unterhaltspflichtigen Elternteils nur knapp ausreicht, um den 
Verpflichtungen nachzukommen und den Lebensunterhalt zu bestreiten, und so-
fern das Vermögen unter dem Freibetrag von CHF 10'000.00 liegt (Art. 28 Abs. 1 
lit. b der Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz [KESV; BR 215.010]). 
Das vorliegende Verfahren wurde weder trölerisch noch mutwillig eingeleitet. Die 
Eltern von B.________ verfügen nicht über Mittel (bzw. Vermögen), die massge-
blich über dem liegen, was zur Erfüllung der Verpflichtungen und zur Bestreitung 
des Lebensunterhalts nötig ist (vgl. KG act. B.1, E.2), weshalb die Kosten des Ver-
fahrens beim Kanton Graubünden verbleiben. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: