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**Case Identifier:** 6e8cb08f-6e6c-52c1-b2d7-fc1e4c6b6384
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.12.2019 RR.2019.176
**Docket/Reference:** RR.2019.176
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2019-176_2019-12-03

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kosten und Entschädigung bei Rückzug des Rechtshilfeersuchens (Art. 73 BZP).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kosten und Entschädigung bei Rückzug des Rechtshilfeersuchens (Art. 73 BZP).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kosten und Entschädigung bei Rückzug des Rechtshilfeersuchens (Art. 73 BZP).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kosten und Entschädigung bei Rückzug des Rechtshilfeersuchens (Art. 73 BZP).

Entscheid vom 3. Dezember 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  
 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Lucien W. Valloni,  

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT III DES KANTONS 
ZÜRICH,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 
Deutschland 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);  
Kosten und Entschädigung bei Rückzug des Rechts-
hilfeersuchens (Art. 72 BZP) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2019.176 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Staatsanwaltschaft Landshut führt gegen A. ein Strafverfahren wegen 
versuchten Betrugs. In diesem Zusammenhang sind die deutschen Behör-
den mit Rechtshilfeersuchen vom 11. Juli 2018 an die Schweiz gelangt und 
haben um Bankermittlung bei der Bank C. in Zürich betreffend das Konto 
IBAN Nr. 2 ersucht (Rechtshilfeakten Urk. 1).  

 
 
B. Mit Verfügung vom 17. August 2018 trat die Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich auf das Rechtshilfeersuchen ein und ordnete eine Aktenedition 
bei der Bank C. an (Rechtshilfeakten Urk. 2). Diese kam am 3. und 19. Sep-
tember 2018 der Editionsaufforderung nach (Rechtshilfeakten Urk. 6/4 und 
6/7). 

 
 
C. Mit Eingabe vom 31. Januar 2019 verweigerte A. die Zustimmung zur ver-

einfachten Ausführung des Rechtshilfeersuchens und nahm mit Schreiben 
vom 19. März 2019 zum Rechtshilfeersuchen Stellung (Rechtshilfeakten 
Urk. 7/6 und 7/7).  

 
 
D. Mit Schlussverfügung vom 24. Juni 2019 ordnete die Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich die Herausgabe verschiedener Dokumente der Bank C. 
zur Geschäftsbeziehung mit der Nr. 50.4014, lautend auf A. und/oder +B. an 
(act. 11). 

 
 
E. Dagegen gelangte A. mit Beschwerde vom 26. Juli 2019 an die Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts und beantragte die Aufhebung der 
Schlussverfügung vom 24. Juni 2019 und die Abweisung des Rechtshilfeer-
suchens der Staatsanwaltschaft Landshut vom 11. Juli 2018. Eventualiter sei 
die Schlussverfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die 
Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich zurückzuweisen (act. 1 S. 2).  

 
 
F. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich sowie das Bundesamt für 

Justiz beantragten in ihren Beschwerdeantworten vom 16. und 23. Au-
gust 2019 je die Abweisung der Beschwerde (act. 6 und 7).  

 
 
G. Mit Replik vom 11. September 2019 liess die Beschwerdeführerin der Be-

schwerdekammer ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Landshut vom 

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6. September 2019 zukommen, aus dem hervorging, dass das Ermittlungs-
verfahren gegen A. wegen versuchten Betrugs aufgrund eines eingetretenen 
Verfahrenshindernisses eingestellt worden sei. Insoweit sei wegen des 
Rechtshilfeersuchens in der Schweiz der zuständigen Stelle mitgeteilt wor-
den, dass eine weitere Bearbeitung von dortiger Seite nicht mehr veranlasst 
sei (act. 10 und act. 10/1-2).  

 
 
H. Die Beschwerdekammer forderte mit Schreiben vom 12. September 2019 

das BJ und die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich auf, unter anderem 
zum Schreiben der Staatsanwaltschaft Landshut vom 6. September 2019 
Stellung zu nehmen (act. 11).  

 
 
I. Mit Eingabe vom 16. September 2019 beantragte die Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich die Aufhebung der von ihr mit Datum vom 24. Juni 2019 
erlassenen Schlussverfügung infolge Rückzugs des Rechtshilfeersuchens. 
Zudem beantragte sie, der Beschwerdeführerin die Kosten für das Be-
schwerdeverfahren aufzuerlegen, da diese aufgrund der Sachlage vor Ein-
tritt des Erledigungsgrundes kostenpflichtig gewesen wäre (act. 12). Das BJ 
beantragte mit Eingabe vom 23. September 2019 ebenfalls die kostenfällige 
Aufhebung der Schlussverfügung und verwies zur Begründung auf die Stel-
lungnahme der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 16. Septem-
ber 2019 (act. 13).  

 
 
J. Die Beschwerdekammer liess der Beschwerdeführerin die Eingaben der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich und des BJ vom 16. und 23. Sep-
tember 2019 mit Datum vom 2. Oktober 2019 zukommen und teilte ihr mit, 
dass sie beabsichtige, das vorliegende Beschwerdeverfahren durch Rück-
zug des Rechtshilfeersuchens als gegenstandslos geworden abzuschrei-
ben. Der Beschwerdeführerin wurde Gelegenheit eingeräumt, sich zu den 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu äussern (act. 14). 

 
 
K. Die Beschwerdeführerin beantragte mit Eingabe vom 14. Oktober 2019 die 

Ausrichtung einer Parteientschädigung in der Höhe von CHF 13'419.10 
(act. 15 und act. 15.1), was dem BJ und der Staatsanwaltschaft III des Kan-
tons Zürich am 15. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 16). 

 
 Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen Bezug genommen. 
 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. 
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 
Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1), das hierzu ergangene zweite Zusatzproto-
koll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; SR 0.351.12) sowie der Vertrag 
vom 13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die 
Erleichterung seiner Anwendung (ZV EUeR; SR 0.351.913.61) massge-
bend. Ausserdem gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Überein-
kommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von 
Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, 
SDÜ; Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) zur Anwendung 
(TPF 2009 111 E. 1.2 S. 113). 

 
1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 
SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 
Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 
Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 
nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses ge-
ringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 
123 E. 2 S. 126; 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.). Vorbehalten bleibt die Wahrung 
der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 617; 
TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26). Auf Beschwerdeverfahren in internationalen 
Rechtshilfeangelegenheiten sind zudem die Bestimmungen des Bundesge-
setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwal-
tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b 
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes 
bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 

 
1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) anwendbar 
(Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG).  

 
 
2. 
2.1 Mit Schreiben vom 27. August 2019 haben die deutschen Behörden das 

Rechtshilfeersuchen zurückgezogen, womit die Grundlage für die Gewäh-
rung der Rechtshilfe weggefallen ist. Der Rückzug ist nach Erlass der 

http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

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Schlussverfügung vom 24. Juni 2019 und während des hängigen Beschwer-
deverfahrens, nach Durchführung des ersten Schriftenwechsels, erfolgt. Ge-
mäss Art. 58 Abs. 1 VwVG ist es der Vorinstanz wegen des Devolutiveffekts 
der Beschwerde verunmöglicht, in diesem Verfahrensstadium ihre angefoch-
tene Schlussverfügung in Wiedererwägung zu ziehen. Die Schlussverfügung 
vom 24. Juni 2019 ist daher entsprechend dem Antrag sämtlicher Parteien 
im Beschwerdeverfahren infolge Rückzugs des Rechtshilfeersuchens aufzu-
heben. Mit der Aufhebung der Schlussverfügung fällt im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren das Beschwerdeobjekt nachträglich dahin, sodass das 
Beschwerdeverfahren entsprechend als gegenstandslos geworden abzu-
schreiben ist.  

 
2.2 Es entspricht der konstanten Praxis des Beschwerdekammer, dass bei Ge-

genstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens in Rechtshilfesachen für den 
Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen Art. 72 des Bundes-
gesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP; 
SR 273) sinngemäss zur Anwendung gelangt (TPF 2011 118 E. 2.2.2; Ent-
scheide des Bundesstrafgerichts RR.2014.116 vom 13. Mai 2015, E. 3.1; 
RR.2014.173 vom 30. April 2015, E. 6.2; RR.2014.252 vom 20. November 
2014, E. 2; RR.2007.91 vom 4. September 2007). Gemäss dieser Bestim-
mung entscheidet das Gericht mit summarischer Begründung über die Pro-
zesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes. Bei 
der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolge ist somit in erster Linie 
auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen, wobei nicht auf 
alle Rügen einzeln und detailliert einzugehen ist (BGE 118 Ia 488 E. 4a).  

 
 
3. Beim angefochtenen Entscheid handelte es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden kantonalen Behörde in internationalen Rechtshilfeangele-
genheiten, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei 
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden kann 
(Art. 80e Abs. 1 i.V.m. Art. 80k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG). Zur 
Beschwerde ist berechtigt, wer persönlich und direkt von der Rechtshilfe-
massnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt be-
troffen in diesem Sinne gilt namentlich der Kontoinhaber bei Erhebung von 
Kontoinformationen (Art. 9a lit. a IRSV).  

 
 Die Schlussverfügung ging am 26. Juni 2019 beim Vertreter des Beschwer-

deführers ein (act. 2.2), sodass sich die am 26. Juli 2019 erhobene Be-
schwerde als fristgerecht erwiesen hätte. Die von der Schlussverfügung be-
troffenen und zur Herausgabe an die deutschen Behörden bestimmten Un-
terlagen beziehen sich auf ein auf die Beschwerdeführerin lautendes Bank-

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konto. Damit wäre auch die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin 
zu bejahen gewesen. Auf die Beschwerde wäre einzutreten gewesen.   

 
 
4. 
4.1 Die Beschwerdeführerin kritisierte die Sachverhaltsdarstellung in der 

Schlussverfügung. Sie machte geltend, die Staatsanwaltschaft III des Kan-
tons Zürich habe den Sachverhalt unvollständig festgestellt und sei daher zu 
Unrecht zum Schluss gelangt, dass ein hinreichender Tatverdacht bezüglich 
eines strafbaren Verhaltens der Beschwerdeführerin vorliege (act. 1 S. 5 f.).  

 
4.2  Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts überprüft die Richtigkeit 

und die Vollständigkeit der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
(Art. 49 lit. b VwVG). Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich aus den 
für die Gewährung der Rechtshilfe entscheidrelevanten Tatsachen, mithin 
aus dem Rechtshilfeersuchen. Die Beschwerdegegnerin hat in der Schluss-
verfügung den im Rechtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt praktisch 
wortwörtlich wiedergegeben. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwer-
deführerin dabei den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hätte.  

 
4.3 Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrem Einwand sinngemäss geltend ma-

chen wollte, am hinreichenden Tatverdacht habe es bereits im Rechtshilfe-
ersuchen gefehlt, ist Folgendes festzuhalten: Gemäss Art. 14 EUeR müssen 
die Rechtshilfeersuchen insbesondere Angaben über den Gegenstand und 
den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 lit. b). Ausserdem müssen sie in 
Fällen wie vorliegend die strafbare Handlung bezeichnen und eine kurze 
Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG 
und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende Voraussetzungen an das 
Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der ersuchten Behörde die 
Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gegeben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a 
EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um Rechtshilfe ersucht wird, nicht 
ein politisches oder fiskalisches Delikt darstellen (Art. 2 lit. a EUeR) und ob 
der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1; 
TPF 2011 194 E. 2.1 S. 195 f.).  

 
 Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 

der im Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie 
wenn die Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren ein-
geleitet hätte (BGE 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90; 129 II 462 E. 4.4). Zu prüfen ist 
mithin, ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachverhalt, sofern er – ana-
log – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbestandsmerkmale 
einer schweizerischen Strafnorm erfüllen würde. Die Strafnormen brauchen 

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nach den Rechtssystemen der Schweiz und des ersuchenden Staates nicht 
identisch zu sein (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 84; 129 II 462 E. 4.6; 124 II 184 
E. 4b/cc; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Dabei genügt es, wenn der im Rechts-
hilfeersuchen geschilderte Sachverhalt unter einen einzigen Straftatbestand 
des schweizerischen Rechts subsumiert werden kann. Es braucht dann nicht 
weiter geprüft zu werden, ob darüber hinaus auch noch weitere Tatbestände 
erfüllt sein könnten (BGE 129 II 462 E. 4.6).   

 
4.4 Dem deutschen Rechtshilfeersuchen vom 11. Juli 2018 ist folgender Sach-

verhalt zu entnehmen: Die Beschwerdeführerin sei die Tochter des am 
14. Oktober 2015 verstorbenen B. Die Beschwerdeführerin sei testamenta-
risch durch ihren Vater als Alleinerbin eingesetzt worden. D. sei die uneheli-
che Tochter von B. Durch die Erbeinsetzung der Beschwerdeführerin sei 
diese enterbt worden. Allerdings sei D. pflichtteilsberechtigt und um ihren 
Pflichtteil geltend machen zu können, habe D. im März 2016 ein Nachlass-
verzeichnis von der Beschwerdeführerin verlangt. Zu einem nicht mehr ge-
nau bestimmbaren Zeitpunkt unmittelbar von dem 3. Mai 2016 habe die Be-
schwerdeführerin vermutlich an ihrem Wohnsitz in Z. (Bayern) ein Nachlass-
verzeichnis nebst Anlagen erstellt und dieses am 3. Mai 2016 an D. übermit-
telt. Des Weiteren habe die Beschwerdeführerin am 20. April 2017 in 
Z. (Bayern) eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, dass ihre Anga-
ben im von ihr erstellten Nachlassverzeichnis vollständig und richtig seien. 
B. sei zu Lebzeiten Inhaber eines Schweizer Kontos mit der IBAN Nr. 2 bei 
der Bank C. in Zürich gewesen. Die Beschwerdeführerin habe im Schreiben 
zum Nachlassverzeichnis unter anderem angegeben, dass der Erblasser ihr 
das vorhandene Geldvermögen dieses Bankkontos bereits im Jahr 2002 ge-
schenkt habe. Weil nach deutschem Erbrecht Schenkungen des Erblassers 
nur innerhalb von 10 Jahren zu berücksichtigen sei, habe sie dieses Konto 
weder in den Aktiva noch unter dem Punkt «zu berücksichtigende Schen-
kungen» aufgeführt. Es sei jedoch ersichtlich, dass im Jahr 2014 Gutschrif-
ten von diesem Konto in Höhe von insgesamt EUR 408'800.-- erfolgt seien, 
die für Zahlungen an das Finanzamt verwendet worden seien. Herbei sei 
sowohl der Name des Erblassers als auch der Beschwerdeführerin aufge-
führt worden. Dies deute darauf hin, dass sowohl der Erblasser als auch die 
Beschwerdeführerin im Jahr 2014 noch über das Konto verfügen konnten 
und damit lediglich eine Mitberechtigung der Beschwerdeführerin bezüglich 
des Kontos bestanden habe. Daher bestehe der Verdacht, dass der Erblas-
ser immer noch Mitberechtigter bzw. Kontoinhaber gewesen sei und die Be-
schwerdeführerin eine falsche Versicherung an Eides statt abgegeben habe 
sowie versucht habe, den Pflichtteil der Geschädigten durch das Unterlassen 
dieser Angabe zu schmälern. Ein solches Handeln sei als versuchter Betrug 
strafbar (Rechtshilfeakten Urk. 1).  

 

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4.5 Der soeben wiedergegebenen Sachverhaltsdarstellung der ersuchenden 
Behörde sind keine offensichtlichen Fehler, Lücken oder Widersprüche zu 
entnehmen. Solche Mängel werden von der Beschwerdeführerin denn auch 
nicht geltend gemacht. Soweit die Beschwerdeführerin den Sachverhalt be-
streitet, erschöpfen sich ihre Ausführungen in einer eigenen Schilderung des 
Sachverhalts bzw. in einer eigenen Beweiswürdigung. Mit beidem ist sie im 
Rechtshilfeverfahren nicht zu hören (vgl. BGE 132 II 81 E. 2.1). Dies betrifft 
insbesondere das Vorbringen, beim betreffenden Bankkonto habe es sich 
um ein «Göttikonto» gehandelt, mit dem Zweck, der Beschwerdeführerin die 
Vermögenswerte ab Volljährigkeit endgültig zu übertragen. Deshalb sei die 
Beschwerdeführerin mit Eintritt der Volljährigkeit alleinige Eigentümerin des 
Kontos bei der Bank C. geworden, unabhängig davon, dass das Konto in 
den Eröffnungsunterlagen als «Compte-Jointe» bezeichnet worden sei 
(act. 1 S. 8 f.). Im schweizerischen Rechtshilfeverfahren findet kein Beweis-
verfahren statt, und die ersuchende Behörde muss ihrer Sachverhaltsschil-
derung keine Beweismittel beilegen (BGE 122 Il 367 E. 2c S. 371; 118 Ib 111 
E. 5b S. 121 f.; Urteil des Bundesgerichts 1C_251/2019 vom 16. Mai 2019 
E. 2.2). Tat- und Schuldfragen beurteilt sodann nicht das Rechtshilfegericht, 
sondern das ausländische Sachgericht (BGE 117 Ib 90 E 5c). Das Schweizer 
Rechtshilfegericht prüft im Rahmen der beidseitigen Strafbarkeit, ob prima 
facie der Sachverhalt, wie im Rechtshilfeersuchen geschildert, unter eine 
Strafnorm des Schweizer Rechts subsumiert werden kann (vgl. obige Erwä-
gung 4.3).   

 
4.6 Zusammenfassend genügt die Schilderung des Sachverhalts im Rechtshil-

feersuchen den gesetzlichen Ansprüchen. Der Sachverhalt lässt sich prima 
facie ohne Weiteres unter die Tatbestände des versuchten Betrugs im Sinne 
von Art. 146 i.V.m. Art. 22 StGB sowie der Urkundenfälschung im Sinne von 
Art. 251 StGB subsumieren. Die Beschwerde hätte sich in diesem Punkt als 
unbegründet erwiesen. 

 
 
5. Weitere Einwendungen gegen die Gewährung der Rechtshilfe wurden nicht 

vorgebracht, die Herausgabe der edierten Bankunterlagen wäre zulässig ge-
wesen.  

 
 
6. Nach dem Gesagten wäre die Beschwerde gestützt auf diese summarische 

Prüfung der Rügen der Beschwerdeführerin mutmasslich als unbegründet 
abzuweisen gewesen. Es rechtfertigt sich daher, der Beschwerdeführerin in 
analoger Anwendung von Art. 72 BZP die Kosten des gegenstandslos ge-
wordenen Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG 
i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Der Rückzug des Rechthilfeersuchens erfolgte 

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noch vor Abschluss des Schriftenwechsels. Es rechtfertigt sich, die Gerichts-
gebühr vorliegend auf Fr. 2‘500.-- festzusetzen (Art. 8 Abs. 3 lit. a BStKR), 
unter Verrechnung des entsprechenden Betrages aus dem geleisteten Ko-
stenvorschuss von Fr. 4‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuwei-
sen, der Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 1‘500.-- zurückzuer-
statten. 

  

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

24. Juni 2019 wird aufgehoben.  
 
2. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 
 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2‘500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kosten-
vorschuss von Fr. 4‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, 
der Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 1‘500.-- zurückzuerstatten. 

 
 

Bellinzona, 3. Dezember 2019 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Lucien W. Valloni 
- Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge-
genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe-
reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).