# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dd66e61-93ee-5efe-a7ac-23d6786e6428
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.12.2014 100 2014 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-106_2014-12-09.pdf

## Full Text

100.2014.106U   publiziert in BVR 2015 S. 159
MUT/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Dezember 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller und Müller 
Gerichtsschreiberin Kummler 

1. A.________
2. B.________

mit den Kindern C.________, D.________, E.________ und F.________ 
wohnhaft in …, Ghana 

beide vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Verweigerung des Familiennachzugs der Ehefrau und Kinder wegen 
Rechtsmissbrauchs (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
25. März 2014; BD 115/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der ursprünglich aus Ghana stammende A.________, geboren am … 1964, reiste 
nach eigenen Angaben im Jahr 1993 in die Schweiz ein und stellte erfolglos ein 
Asylgesuch. Am 29. Februar 1996 heiratete er in Ghana die rund zwanzig Jahre ältere 
Schweizer Bürgerin G.________, worauf er 1997 erneut in die Schweiz einreiste und 
gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung erhielt; am 19. Februar 2003 wurde er 
als Ehemann einer Schweizer Bürgerin erleichtert eingebürgert. Nachdem das Ehepaar 
im Januar 2006 den gemeinsamen Haushalt aufgelöst und A.________ im Jahr 2008 
die Scheidung eingereicht hatte, wurde die kinderlos gebliebene Ehe am 16. Juni 2009 
rechtskräftig geschieden. Hierauf heiratete A.________ am 14. August 2010 in Ghana 
die ghanaische Staatsangehörige B.________ (geb. ….1972), mit welcher er bereits 
während der Ehe mit G.________ die Tochter C.________ (geb. ….2001) sowie die 
Söhne D.________ (geb. ….2003) und E.________ (geb. ….2006) gezeugt hatte; am 
15. Mai 2011 kam die weitere gemeinsame Tochter F.________ zur Welt. Nachdem 
A.________ bisher gegenüber den Schweizer Behörden weder die Beziehung zu 
seiner heutigen Ehefrau noch die gemeinsamen Kinder angegeben hatte, ersuchte 
B.________ im November 2010 von Ghana aus zunächst für sich selber, im März bzw. 
Juni 2011 anschliessend für sich und die vier Kinder um Erteilung eines Visums für den 
langfristigen Aufenthalt zwecks Verbleibs bei ihrem Ehemann; A.________ stellte 
seinerseits am 13. September 2011 ein Gesuch um Nachzug der gesamten Familie. 
Mit Verfügung vom 12. April 2013 wies das Amt für Migration und Personenstand 
(MIP), Migrationsdienst (MIDI), das Nachzugsgesuch ab. 

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 13. Mai 2013 
Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit 
Entscheid vom 25. März 2014 wies diese das Rechtsmittel ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 3

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 22. April 2014 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben und das Gesuch um Familiennachzug von B.________ sowie der vier 
Kinder sei zu bewilligen. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2014 die Abweisung der 
Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die 
Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch 
den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 5 einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

Strittig ist, ob die POM den Nachzug der Ehefrau des Beschwerdeführers sowie der 
vier gemeinsamen Kinder verweigern durfte, ohne Recht zu verletzen. 

2.1 Der Beschwerdeführer ist am 19. Februar 2003 gestützt auf Art. 27 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer 
Bürgerrechts (BüG; SR 141.0) als Ehemann einer Schweizerin erleichtert eingebürgert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 4

worden (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 83). Die gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG in der bis 
Ende Februar 2011 gültigen und damit vorliegend anwendbaren Fassung (aArt. 41 
Abs. 1 BüG; AS 1952 1087; vgl. etwa BVGer C-476/2012 vom 19.7.2012, E. 4.4) vor-
gesehene Fünfjahresfrist zur Nichtigerklärung der Einbürgerung ist unbe-
strittenermassen abgelaufen und es steht auch ausser Diskussion, dass er sein 
Bürgerrecht gültig erworben hat (vgl. auch angefochtener Entscheid, E. 2). Damit kann 
der Beschwerdeführer sich hinsichtlich des in Frage stehenden Familiennachzugs 
grundsätzlich auf Art. 42 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) berufen, wonach ausländische 
Eheleute und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern 
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung haben, wenn sie 
mit diesen zusammenwohnen (Abs. 1); Kinder unter zwölf Jahren haben Anspruch auf 
Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Abs. 4). 

2.2 Gemäss Art. 51 Abs. 1 Bst. a AuG erlöschen die Ansprüche nach Art. 42 AuG, 
wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich in der Absicht, 
Vorschriften des AuG und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und 
den Aufenthalt zu umgehen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt das 
Verbot des Rechtsmissbrauchs der Ausübung eines Anspruchs, der formal im Einklang 
mit der Rechtsordnung steht, jedoch treuwidrig und damit unredlich geltend gemacht 
wird, eine ethisch-materielle Schranke. Es steht der Inanspruchnahme eines 
Rechtsinstituts zu Zwecken entgegen, welche dieses nicht schützen will. Das 
Rechtsmissbrauchsverbot lässt scheinbares Recht weichen, wo offenbares Unrecht 
geschaffen würde. Nur stossendes, zweckwidriges Verhalten – wie beispielsweise 
eigentliche Machenschaften, die darauf zielen, die Behörden zu täuschen bzw. eine 
Bewilligung zu erschleichen – erscheint rechtsmissbräuchlich und soll über das 
Rechtsmissbrauchsverbot sanktioniert werden. Zu denken ist dabei etwa an Lügen-
gebäude und falsche, täuschende Angaben, aber auch an das Eingehen von 
Umgehensehen (vgl. BGE 137 I 247 E. 5.1.1 f. mit Hinweisen). Ein 
rechtsmissbräuchliches Verhalten offenbart sich etwa im zeitlichen Ablauf der 
Ereignisse bzw. im planmässigen Vorgehen, sich in der Schweiz ein 
Anwesenheitsrecht zu verschaffen und seiner Familie den Nachzug zu ermöglichen 
(vgl. etwa BGer 2C_658/2012 vom 3.12.2012, E. 3.3.2 f.). Nichts anderes ergibt sich in 
solchen Konstellationen aus Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101); auch in 
diesem Rahmen ist es zulässig, ausländerrechtliche Rechtsmissbräuche zu bekämpfen 

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(vgl. BGer 2C_289/2008 vom 30.9.2008, in ZBI 2009 S. 510 E. 2.5; 
BGer 2C_1171/2012 vom 7.12.2012, E. 3.4, 2C_757/2009 vom 6.5.2010, E. 2.3). Aus 
dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; 
SR 0.107) lassen sich ebenfalls keine weitergehenden Ansprüche ableiten (vgl. BGE 
135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen; BGer 2C_1006/2013 vom 2.6.2014). 

2.3 Die POM verweigerte den Nachzug der Familie des Beschwerdeführers mit der 
Begründung, dieser stütze sich auf ein krass missbräuchlich erlangtes Schweizer 
Bürgerrecht, welches einzig infolge Fristablaufs nicht mehr nichtig erklärt werden 
könne (E. 4d). Durch die konsequente Verheimlichung der mit der Beschwerdeführerin 
seit Jahren unterhaltenen ausserehelichen Parallelbeziehung habe er nicht nur seine 
ausländerrechtliche Mitwirkungs- und Auskunftspflicht verletzt, sondern es sei ihm 
insbesondere mit Blick auf die erleichterte Einbürgerung gestützt auf die Ehe mit seiner 
Schweizer Exfrau auch planmässiges und rechtsmissbräuchliches Verhalten 
vorzuwerfen (E. 4c und d). Auch wenn das Schweizer Bürgerrecht gültig erworben sei, 
sei es rechtsmissbräuchlich, gestützt darauf die Familienzusammenführung zu 
verlangen (E. 4d und e). – Die Beschwerdeführenden wenden dagegen sinngemäss 
ein, der Beschwerdeführer habe weder sein Schweizer Bürgerrecht 
rechtsmissbräuchlich erlangt noch sei das Familiennachzugsgesuch insoweit zu 
beanstanden; abgesehen davon bestehe heute eine echte eheliche Gemeinschaft, 
weshalb ihm selbst ein rechtsmissbräuchlich erlangter Aufenthaltstitel hinsichtlich des 
Nachzugs seiner Familie nicht entgegengehalten werden dürfe (vgl. Beschwerde, S. 6 
und 8). Schliesslich sei die Verweigerung des Familiennachzugs auch un-
verhältnismässig (vgl. Beschwerde, S. 7 f.). 

3.

Zur Frage, ob die POM das strittige Gesuch um Familiennachzug zu Recht als 
rechtsmissbräuchlich betrachten durfte, ergibt sich was folgt: 

3.1 Zweck des Familiennachzugs nach Art. 42 AuG ist es, Schweizerinnen und 
Schweizern und ihren ausländischen Eheleuten bzw. ledigen, minderjährigen Kindern 
das Leben in der Familiengemeinschaft zu ermöglichen (vgl. vorne E. 2.1). Eine 
zweckwidrige Verwendung des Rechtsinstituts liegt demnach namentlich dann vor, 
wenn nicht die Herstellung der Familiengemeinschaft in der Schweiz beabsichtigt wird, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 6

sondern (vorwiegend) andere Zwecke verfolgt werden, z.B. die Beschaffung oder 
Sicherung eines (selbständigen) Anwesenheitsrechts bzw. die Verschaffung besserer 
Zukunftsaussichten. Wie die POM richtig festgestellt hat (E. 4b/bb), kann 
Rechtsmissbrauch jedoch auch aus in der Vergangenheit liegendem Verhalten 
hervorgehen. Zu denken ist dabei namentlich an die Umstände des Erwerbs des 
originären Anwesenheitstitels, aus welchem später Anwesenheitsrechte für 
Familienangehörige abgeleitet werden (BGer 2C_360/2011 vom 18.11.2011, E. 4.1; 
VGE 2012/169 vom 13.3.2013, E. 4.2, 2009/383 vom 5.7.2010, E. 2.2.3 mit weiteren 
Hinweisen). Wie die Beschwerdeführenden offensichtlich verkennen, ergibt sich dieser 
Schluss auch aus dem von ihnen angeführten Entscheid BGer 2C_289/2008 vom 
30. September 2008 (vgl. Beschwerde, S. 6): Danach ist es den Ausländerbehörden 
ausdrücklich nicht verwehrt, solche Gesichtspunkte bei der Prüfung eines 
Familiennachzugsgesuchs zu berücksichtigen (E. 2.5). Wohl konnte das Bundesgericht 
– wie die Beschwerdeführenden zutreffend bemerken – offenlassen, inwiefern die 
krass rechtsmissbräuchlich erlangte, infolge Fristablaufs nicht mehr nichtig erklärbare 
Einbürgerung des Vaters auch dem Nachzug der Ehefrau, deren Aufenthalt bereits 
bewilligt worden war, hätte entgegengehalten werden können. Mit Blick auf die beiden 
Kinder hat es aber – insbesondere unter Hinweis auf die erschlichene Einbürgerung 
des Vaters – den Familiennachzug als rechtsmissbräuchlich erachtet, obschon 
entgegen der Argumentation der Vorinstanz das (bereits fortgeschrittene) Alter der 
Kinder zum Gesuchszeitpunkt für eine solche Schlussfolgerung für sich allein nicht 
ausgereicht hätte (E. 2.4 f.). Die POM hat damit das Nachzugsgesuch grundsätzlich zu 
Recht in einen Zusammenhang mit der Einbürgerung des Beschwerdeführers 
gebracht. Es ist daher vorfrageweise zu prüfen, ob der Beschwerdeführer sein 
Bürgerrecht erschlichen hat. 

3.2 Gemäss aArt. 41 Abs. 1 BüG kann die Einbürgerung nichtig erklärt werden, 
wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
erschlichen worden ist. Diese Voraussetzung kann unter anderem bei bewusst 
wahrheitswidrigen Angaben zum Bestand der ehelichen Gemeinschaft im Zeitpunkt der 
Einbürgerung erfüllt sein (BGer 1C_317/2013 vom 8.8.2013, E. 3.5.1; vgl. auch BGE 
140 II 65 E. 2.2, 135 II 161 E. 2; BGer 1C_179/2014 vom 2.9.2014, E. 2.3, 
1C_254/2013 vom 9.8.2013, E. 2.1 f., 1C_570/2012 vom 27.2.2013, E. 2.3, 
1C_309/2011 vom 5.9.2011, E. 3.1). Nach Art. 27 Abs. 1 BüG muss der 
einbürgerungswillige ausländische Ehegatte insgesamt fünf Jahre in der Schweiz 
gewohnt haben, seit einem Jahr hier wohnen und seit drei Jahren in ehelicher 

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Gemeinschaft mit der Schweizerin leben. Für eine eheliche Gemeinschaft im Sinn 
dieser Bestimmung wird nach konstanter Praxis nicht nur das formelle Bestehen einer 
Ehe vorausgesetzt, sondern es muss eine tatsächliche Lebensgemeinschaft bestehen, 
welche Gewähr für die Stabilität der Ehe bietet (BGE 135 II 161 E. 2; BGer 
1C_254/2013 vom 9.8.2013, E. 2.1, 1C_309/2011 vom 5.9.2011, E. 3.1 f.). Eine solche 
liegt vor, wenn der gemeinsame Wille zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft intakt 
ist; gegen diesen Willen spricht insbesondere eine ernsthafte, lang dauernde 
Parallelbeziehung (vgl. BGer 1C_254/2013 vom 9.8.2013, E. 3.1.1, 1C_390/2011 vom 
22.8.2012, E. 5.1, 1C_292/2010 vom 5.8.2010, E. 4.3.2; vgl. auch BGer 1C_570/2012 
vom 27.2.2013, E. 2.8, 1C_309/2011 vom 5.9.2011, E. 4.1). Die Aufnahme und 
Aufrechterhaltung einer Zweitbeziehung während der Ehe ist im Grundsatz mit einer 
stabilen, auf die Zukunft ausgerichteten Gemeinschaft nicht vereinbar und stellt ein 
klares Indiz dafür dar, dass die Ehe nicht (mehr) als stabil bezeichnet werden kann 
(vgl. auch BGer 1C_178/2010 vom 10.6.2010, E. 3.3.3), und zwar unabhängig davon, 
ob die eheliche Beziehung dadurch effektiv belastet wird, weil die Ehepartnerin bzw. 
der Ehepartner darüber informiert ist (vgl. BGer 1C_570/2012 vom 27.2.2013, E. 2.8).

3.3 Der Beschwerdeführer und seine Schweizer Exfrau lernten sich im September 
1994 in einer Schweizer Freikirche kennen und heirateten am 29. Februar 1996 in 
Ghana (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 63 und 69). Im Jahr 1997 oder spätestens 1998 
lernte der Beschwerdeführer im Heimatland die ebenfalls aus Ghana stammende 
heutige Ehefrau kennen, mit welcher er sich in der Folge – angeblich zunächst nur 
freundschaftlich – regelmässig in Ghana oder in der Schweiz traf (vgl. Beschwerde, 
S. 5; Vorakten MIP 3B, pag. 64 ff., 76 f. und 79 ff.). Zum Zeitpunkt seiner Einbürgerung 
gestützt auf die Ehe mit seiner damaligen Schweizer Frau unterhielt er mit der 
Beschwerdeführerin unbestrittenermassen bereits seit längerem eine Paral-
lelbeziehung und hatte mit ihr zwei aussereheliche Kinder gezeugt; das ältere war im 
Zeitpunkt der Einbürgerung 2-jährig, die Geburt des zweiten Kindes stand unmittelbar 
bevor (vgl. Vorakten MIP 3C, pag. 5; Vorakten MIP 3D, pag. 5; auch zum Folgenden: 
vorne Bst. A). Rund drei Jahre später kam das dritte aussereheliche Kind zur Welt 
(Vorakten MIP 3E, pag. 5); mittlerweile hat der Beschwerdeführer, nachdem er sich 
aus eigener Initiative von seiner damaligen Frau hatte scheiden lassen (vgl. Vorakten 
MIP 3B, pag. 64 und 70 f.), seine langjährige Geliebte und Mutter seiner Kinder am 
14. August 2010 geheiratet und ist ein viertes gemeinsames Kind zur Welt gekommen 
(Vorakten MIP 3B, pag. 6; Vorakten MIP 3F, pag. 5). Der Beschwerdeführer hatte 
seine ghanaische Familie von Beginn an von der Schweiz aus finanziell unterstützt und 

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mit ihr regelmässig persönlichen und telefonischen Kontakt gepflegt (vgl. Vorakten 
MIP 3B, pag. 64 f., 67 und 80 f.). Seine ausserehelich geborenen Kinder wurden 
jeweils nach der Geburt in Ghana sogleich auf seinen Namen eingetragen (vgl. 
Vorakten MIP 3B, pag. 81); die Herkunftsfamilien der Beschwerdeführenden kennen 
sich seit dem Jahr 2001 und wussten von Anfang an über die Familiengründung 
Bescheid (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 66 und 79 f.). In der Schweiz hat der 
Beschwerdeführer die während nahezu der gesamten Ehedauer unterhaltene 
Parallelbeziehung und die daraus entstandene vierfache Vaterschaft demgegenüber 
bis zur Einreichung des vorliegend strittigen Gesuchs verschwiegen. 

3.4 Selbst wenn die damalige Schweizer Ehefrau vom Doppelleben des 
Beschwerdeführers keine Kenntnis hatte, besteht angesichts dessen jahrelanger 
Parallelbeziehung mit der Beschwerdeführerin die Vermutung, dass die Ehe im 
entscheidenden Zeitpunkt nicht mehr intakt war (vgl. E. 3.2 hiervor). Diese wird – 
anders als die Beschwerdeführenden meinen – nicht bereits durch den Umstand 
umgestossen, dass der Beschwerdeführer bis im Januar 2006 in der ehelichen 
Wohnung gewohnt und die Scheidung erst im Jahr 2008 eingereicht hat (vgl. Vorakten 
MIP 3B, pag 64 und 70 f.; BGer 1C_254/2013 vom 9.8.2013, E. 3.1.3, 1C_292/2010 
vom 5.8.2010, E. 4.3.2); auf eine intakte eheliche Beziehung lässt sich bei der 
vorliegenden Sachlage auch nicht aus der blossen Behauptung schliessen, der Be-
schwerdeführer habe seine Exfrau aus Liebe geheiratet, zum Zeitpunkt der 
Einbürgerung sei durchaus noch ein intakter gemeinsamer Ehewillen vorhanden 
gewesen und die Ehe sei schliesslich einzig wegen einer eifersüchtigen Freundin 
seiner Exfrau gescheitert (vgl. Beschwerde, S. 4 f. und 6; vgl. auch Vorakten MIP 3B, 
pag. 63). Vielmehr führte der Beschwerdeführer bei seiner Einbürgerung bereits seit 
Jahren eine ernsthafte Parallelbeziehung, welche bis heute Bestand hat und aus der 
eine mehrköpfige Familie entstanden ist; insoweit kann nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung nicht mehr angenommen werden, dass die Ehe zum massgeblichen 
Zeitpunkt intakt war (vgl. auch BGer 1C_570/2012 vom 27.2.2013, E. 2.8), selbst wenn 
nach aussen hin ein entsprechender Schein gewahrt wurde, etwa indem das Ehepaar 
regelmässig gemeinsame Aktivitäten unternahm und der Beschwerdeführer seine 
Ehefrau nach deren Darstellung liebevoll behandelte (vgl. Beschwerde, S. 5; Vorakten 
MIP 3B, pag. 64 und 70 f.). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern eine (weitere) persönliche 
Befragung der Exfrau, wie sie die Beschwerdeführenden verlangen (Beschwerde, 
S. 5), zu einem anderen Beweisergebnis führen bzw. den Entscheid beeinflussen 
könnte; dieser Beweisantrag wird folglich abgewiesen (vgl. statt vieler BGE 134 I 140 

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E. 5.3 und BVR 2014 S. 118 E. 4.2.2, 2011 S. 97 E. 4.2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 8 ff.). 

3.5 Abgesehen davon soll der Beschwerdeführer nach der unbestritten gebliebenen 
Aussage seiner Exfrau, welche ihm im Übrigen nach wie vor wohlgesinnt zu sein 
scheint (vgl. etwa Vorakten MIP 3B, pag 73), seit 2003 – dem Zeitpunkt der 
Einbürgerung – jegliche sexuelle Beziehung mit ihr verweigert haben (vgl. Vorakten 
MIP 3B, pag. 72). Weiter hat er offenbar während der Ehe zur Unterstützung von 
«Projekten seiner Familie» bei seiner damaligen Frau mehrmals Darlehen in der Höhe 
von jeweils mehreren Tausend Franken aufgenommen (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 70, 
72 und 65); nach ihrer Darstellung ist – wie die POM zutreffend festgestellt hat (vgl. 
Beschwerde, S. 4) – die Beziehung auseinandergegangen, weil der Beschwerdeführer 
monatelang nicht mit ihr gesprochen habe, nachdem sie die ausgerichteten Darlehen 
zurückverlangt habe (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 70 f.). Sie selber habe auf eine 
Rettung der Ehe gehofft und habe damals nicht verstanden, weshalb der 
Beschwerdeführer sich schliesslich scheiden lassen wollte (vgl. Vorakten MIP 3B, 
pag. 70 ff.). Es erscheint unter diesen Umständen naheliegend, dass der 
Beschwerdeführer die eheliche Beziehung mit der – deutlich älteren – Schweizerin 
nicht in erster Linie zum eigentlichen Zweck des Zusammenlebens in ehelicher 
Gemeinschaft, sondern vielmehr vorwiegend zu seinem eigenen finanziellen und aus-
länderrechtlichen Vorteil eingegangen ist bzw. aufrechterhalten hat. Diese Vermutung 
findet eine weitere Stütze in den Aussagen seiner heutigen Ehefrau, wonach diese 
über die Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Schweizer Exfrau zwar nicht 
«glücklich» gewesen sei, aber verstanden habe, was er tun müsse, um die 
gemeinsamen Kinder finanziell zu unterstützen (Vorakten POM, pag. 81). Ob der 
Beschwerdeführer mit seiner damaligen Frau bloss eine Scheinehe geführt hat, kann 
letztlich dahingestellt bleiben, denn eine solche ist für die rechtsmissbräuchliche 
Erlangung des Bürgerrechts nicht erforderlich (vgl. hierzu etwa BGer 1C_390/2011 
vom 22.8.2012, E. 6.3). Insoweit spielt auch keine entscheidende Rolle, ob der 
Beschwerdeführer, wie die POM gestützt auf die Akten angenommen hat (vgl. E. 3 mit 
Hinweis auf Vorakten MIP 3B, pag. 63, 71 und 74), ursprünglich zwecks Erlangens 
eines Anwesenheitsrechts sein Asylgesuch unter Vorspiegelung einer falschen 
Nationalität gestellt hat; es erübrigen sich demnach auch Weiterungen zur Frage, ob 
die Vorinstanz diesbezüglich den Sachverhalt fehlerhaft festgestellt hat (vgl. hierzu 
Beschwerde, S. 3 f.). Zudem wird der Beweisantrag auf Edierung der amtlichen Akten 

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des Asylverfahrens bzw. einzelner Aktenstücke daraus (vgl. Beschwerde, S. 5 und 7) 
abgewiesen. 

3.6 Indem der Beschwerdeführer seine Parallelbeziehung und insbesondere die 
daraus entstandenen Vaterschaften gegenüber den Migrations- und 
Einbürgerungsbehörden jahrelang, insbesondere auch im Einbürgerungsverfahren, 
verschwiegen hat, hat er seine Einbürgerung rechtsmissbräuchlich erschlichen. Es 
musste ihm auch als juristischem Laien ohne weiteres bewusst sein, dass diese 
Umstände für die Erteilung des Bürgerrechts gestützt auf seine Ehe mit einer 
Schweizerin wesentlich waren und er die Behörden – gegebenenfalls auch 
unaufgefordert – darüber informieren müsste (vgl. betreffend nachträgliche 
Änderungen etwa BGE 140 II 65 E. 2.2; weiter etwa BGer 1C_292/2010 vom 5.8.2010, 
E. 4.3.2). Er hat sich denn auch im Rahmen einer Befragung durch den MIP dafür 
entschuldigt, dass die Beschwerdeführerin während der Ehe mit seiner damaligen Frau 
schwanger geworden ist, was darauf schliessen lässt, dass er sich der Relevanz dieser 
Tatsache durchaus bewusst war (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 65 f.; vgl. auch 
Beschwerde, S. 6). Der POM ist beizupflichten, dass das Verhalten des 
Beschwerdeführers deutlich zum Ausdruck bringt, dass er wesentliche Tatsachen 
planmässig mit der Absicht verschwiegen hat, mit der erleichterten Einbürgerung 
gestützt auf seine Ehe sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu sichern. Es fällt 
zudem auf, dass er die Ehescheidung – und zwar auf eigene Initiative hin – im gleichen 
Jahr eingeleitet hat, in dem die Frist zur Nichtigerklärung seines Bürgerrechts 
abgelaufen ist (vgl. vorne E. 2.1 und 3.3 f.); auch dieser Umstand deutet auf ein 
planmässiges Vorgehen hinsichtlich der Erlangung und Beibehaltung des Schweizer 
Bürgerrechts hin. Bei dieser Ausgangslage zielt der Einwand ins Leere, der 
Beschwerdeführer hätte sich bereits früher einbürgern lassen können, weshalb 
unwahrscheinlich erscheine, dass es ihm bloss um die Sicherung seines 
Anwesenheitsrechts gegangen sei (vgl. Beschwerde, S. 5 f.). Es ist ihm diesbezüglich, 
wie dargelegt, jedenfalls zum Zeitpunkt der tatsächlichen Einbürgerung planmässiges 
Vorgehen vorzuhalten; inwiefern es ihm bereits früher um die Sicherung des Anwesen-
heitsrechts gegangen sein könnte, spielt keine entscheidende Rolle (vgl. auch E. 3.5 
hiervor). Abgesehen davon erscheint angesichts der Chronologie der Ereignisse sowie 
der allgemeinen Dauer eines Einbürgerungsverfahrens auch fraglich, ob der 
Beschwerdeführer tatsächlich bereits viel früher hätte um erleichterte Einbürgerung 
ersuchen können (vgl. vorne E. 3.2 f. sowie Bst. A). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 11

3.7 Wie die POM zutreffend erkannt hat, hat sich der Beschwerdeführer die 
Einbürgerung im Sinn von aArt. 41 Abs. 1 BüG erschlichen; eine Nichtigerklärung der 
Einbürgerung unterblieb allein deshalb, weil die massgebliche Fünfjahresfrist bei 
Entdeckung des Sachverhalts bereits abgelaufen war. Der POM ist entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführenden beizupflichten, dass bei der vorliegenden 
Ausgangslage auch der in Frage stehende Familiennachzug gestützt auf das so 
erlangte Schweizer Bürgerrecht als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren ist: Es ist 
nicht Sinn und Zweck von Art. 42 AuG, im Rahmen des Familiennachzugs dieselbe 
Parallelfamilie in der Schweiz zu vereinigen, aufgrund deren jahrelanger Ver-
heimlichung der Beschwerdeführer überhaupt erst das originäre Anwesenheitsrecht 
(dauerhaft) erlangen konnte. Gerade diese Familie, um deren Nachzug der 
Beschwerdeführer ersucht, belegt eindrücklich sein planmässiges und treuwidriges 
Vorgehen hinsichtlich der Einbürgerung; insoweit ist es rechtsmissbräuchlich, wenn 
sich der Beschwerdeführer für den Familiennachzug gestützt auf sein Schweizer 
Bürgerrecht auf Art. 42 AuG beruft. Im Übrigen erscheint entgegen dem Einwand der 
Beschwerdeführenden (vgl. hierzu Beschwerde, S. 9 und auch 5) höchst wahrschein-
lich, dass der in Frage stehende Nachzug der Parallelfamilie, wenn nicht schon bei 
Eheschluss mit der Schweizer Exfrau, so doch spätestens im Zeitpunkt des 
Einbürgerungsverfahrens bereits mitbeabsichtigt war. Schliesslich ist bei der 
vorliegenden Sachlage entgegen dem Einwand der Beschwerdeführenden auch nicht 
von Bedeutung, inwiefern heute eine echte familiäre Gemeinschaft besteht; es ist damit 
auch nicht zu beanstanden, dass die POM diese Frage offengelassen hat (E. 4b). 
Weiter spielt auch keine Rolle, dass der Beschwerdeführer oder seine Familienmitglie-
der bislang offenbar nicht straffällig geworden sind und damit insofern kein 
Widerrufsgrund vorliegt (vgl. Beschwerde, S. 8). Wie die POM zutreffend erwogen hat, 
ist das auf Art. 42 AuG gestützte Recht auf Familiennachzug demnach nach Art. 51 
Abs. 1 Bst. a AuG verwirkt.

4. 

Zur Verhältnismässigkeit der Verweigerung des Familiennachzugs im Sinn von Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 96 AuG bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV i.V.m. Art. 8 
Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV ergibt sich was folgt: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 12

4.1 Wohl trifft zu, dass mit der örtlichen Trennung eine wesentliche Be-
einträchtigung des Familienlebens verbunden ist. Die Beschwerdeführenden konnten 
aber unter den gegebenen Umständen von Beginn weg nicht darauf vertrauen, dass 
zwar gegebenenfalls der Beschwerdeführer, nicht aber der Rest der Familie gestützt 
auf die Ehe mit seiner Schweizer Exfrau (indirekt) ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in 
der Schweiz erwerben kann. Insoweit wird ihr privates Interesse, in der Schweiz in 
einer ungetrennten Familiengemeinschaft zu leben, erheblich relativiert. Abgesehen 
davon ist es sich die Familie schon seit langem gewohnt, getrennt voneinander zu 
leben; inwiefern im Getrenntleben nach all den Jahren auf einmal eine besondere 
Härte liegen soll (vgl. Beschwerde, S. 7), ist nicht erkennbar. Es ist den 
Beschwerdeführenden offenbar trotz der Distanz möglich, über Besuche und die 
gängigen Kommunikationsmittel ein intaktes Ehe- und Familienleben zu führen (vgl. 
Beschwerde, S. 8; vgl. auch Vorakten MIP, pag. 67). 

4.2 Nichts anderes ergibt sich aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin, wie 
vor Verwaltungsgericht erstmals vorgebracht wird, auf sich allein gestellt mit der 
Betreuung ihrer vier Kinder zukünftig überfordert und auf die Unterstützung ihres 
Ehemanns angewiesen sein könnte (vgl. Beschwerde, S. 7). Auch insoweit haben die 
Beschwerdeführenden die Konsequenzen ihrer Familiengründung selber zu tragen, ist 
doch nach der allgemeinen Lebenserfahrung damit zu rechnen, dass die Betreuung 
von vier Kindern, sollte die Beschwerdeführerin nicht in einem grösseren Familien-
verbund mit weiteren Angehörigen leben, mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden 
ist. Die Beschwerdeführenden können demnach auch nichts Wesentliches zu ihren 
Gunsten daraus ableiten, dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer schwierigen 
Situation offenbar an Bluthochdruck leidet (vgl. Beilage 3 zur Beschwerde vom 
13.5.2013 [Vorakten POM 3A1]). Es ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, dass 
diese Krankheit in Ghana nicht behandelbar wäre; für andere (ernsthafte) 
Erkrankungen sind keine Anhaltspunkte vorhanden. Im Übrigen ist auch denkbar, dass 
der Beschwerdeführer, welcher in der Schweiz seit jeher erwerbstätig ist (vgl. auch 
E. 4.3 hiernach), von hier aus für eine (bezahlte) Unterstützung seiner Ehefrau sorgt 
oder aber seine Ehefrau vor Ort unterstützt. Dass das Kindeswohl angesichts der 
aktuellen Situation ernsthaft gefährdet wäre, steht nicht zur Diskussion. 

4.3 Schliesslich ist zwar anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer hier seit 
Beginn seines Aufenthalts bei derselben Arbeitgeberin erwerbstätig ist und seiner 
Darstellung nach auch in übriger Hinsicht integriert sein soll (vgl. Beschwerde, S. 5 und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 13

7; Beilage 4 zur Beschwerde vom 13.5.2013 [Vorakten POM 3A1]; vgl. auch Vorakten 
MIP 3B, pag. 23). Dieser im Übrigen bei einer eingebürgerten Person 
selbstverständliche Umstand lässt die in Frage stehende Bewilligungsverweigerung 
indes nicht als unverhältnismässig erscheinen. Ebenso wenig vermag den 
Beschwerdeführenden insoweit zu helfen, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf 
den beantragten Familiennachzug von sich aus bereits eine grössere Wohnung 
gemietet hat (vgl. Beschwerde, S. 7; Vorakten MIP 3B, pag. 42 f.). Ausserdem kommt 
soweit hier interessierend auch dem Argument keine entscheidende Bedeutung zu, es 
sei – unter anderem wegen der hohen Kosten für eine gute Ausbildung der Kinder in 
Ghana – ökonomisch nur ein gemeinsamer Wohnort in der Schweiz tragbar (vgl. 
Beschwerde, S. 7). Schliesslich steht nicht in Frage, dass die Beschwerdeführerin und 
ihre Kinder über die Beziehung zum Beschwerdeführer hinaus einen besonderen 
Bezug zur Schweiz hätten (vgl. auch Vorakten MIP 3B, pag. 40). 

4.4 Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen auch insoweit der 
Rechtskontrolle stand. Es kann damit offengelassen werden, ob es dem 
Beschwerdeführer, welcher unbestrittenermassen regelmässig in sein ursprüngliches 
Heimatland zurückgekehrt ist (vgl. vorne E. 3.3; Vorakten MIP, pag. 64 f. und 71; vgl. 
auch Beschwerde, S. 4) und zu diesem – namentlich auch wegen seiner Familie und 
der dort lebenden Verwandten (vgl. Vorakten MIP 3B, pag. 64) – nach wie vor einen 
engen Bezug haben dürfte, trotz seines Schweizer Bürgerrechts zumutbar wäre, zu 
seiner Familie nach Ghana zu ziehen (vgl. hierzu Beschwerde, S. 7); diesfalls wäre ein 
Eingriff in das konventions- bzw. verfassungsmässig geschützte Familienleben von 
vornherein auszuschliessen. 

5.

5.1 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die POM dem 
Beschwerdeführer den in Frage stehenden Familiennachzug wegen Rechts-
missbrauchs verweigert hat. Sollte im Übrigen den beiden jüngsten Kindern gestützt 
auf Art. 1 Abs. 1 Bst. a bzw. Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Bst. a BüG seit Geburt 
bzw. der Anerkennung durch den Schweizer Vater das Schweizer Bürgerrecht 
zukommen, würde den Beschwerdeführenden, was diese beiden Kinder anbelangt, an 
der Beurteilung ihrer Beschwerde ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse fehlen, da 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.12.2014, Nr. 100.2014.106U, Seite 14

sich für sie die Frage nach einer ausländerrechtlichen Bewilligung erübrigen würde, 
und es wäre insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

5.2 Die Beschwerde ist somit als unbegründet abzuweisen, soweit auf sie 
einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 
Beschwerdeführenden kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG); sie haften dafür 
solidarisch (Art. 106 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführenden auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.