# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf52be51-6fcd-5406-9fb9-81ff14acc948
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.04.2024 LZ230047
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ230047_2024-04-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ230047-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie

Gerichtsschreiberin MLaw D. Müller

Urteil vom 23. April 2024

in Sachen

A._____, 
Beklagter und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____

gegen

B._____, 
Kläger und Berufungsbeklagter 1

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge C._____

sowie

C._____, 
Verfahrensbeteiligte und Berufungsbeklagte 2

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Meilen vom 31. Oktober 2023 (FK220019-G)

- 2 -

Rechtsbegehren:

des Klägers (Urk. 1, Urk. 18, Urk. 32, Urk. 33, Prot. I S. 7 ff., sinngemäss):
1. Der Kläger sei unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Ver-

fahrensbeteiligten und des Beklagten zu belassen.
2. Der Kläger sei unter der Obhut der Verfahrensbeteiligten zu belas-

sen.
3. Der Beklagte sei zu berechtigen und zu verpflichten, die Betreu-

ungsverantwortung für den Kläger wie folgt zu übernehmen:
– Mittwoch von 11:45 Uhr bis 19:00 Uhr (verpflegt)
– Freitag von 11:45 Uhr (verpflegt) bis Samstag 17:00 Uhr 

(nicht verpflegt)
- während zwei bis vier Wochen in den Schulferien.

4. Der Beklagte sei zu verpflichten, für den Kläger angemessene mo-
natliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, rückwirkend ab Geburt 
des Klägers bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen 
Ausbildung, mindestens aber bis zur Volljährigkeit des Klägers.

5. Die Unterhaltsbeiträge seien monatlich im Voraus, je auf den Ers-
ten eines jeden Monats, an die gesetzliche Vertreterin des Klägers 
und nach Erreichen der Volljährigkeit an den Kläger persönlich
oder an eine von diesem ermächtigte Person zu bezahlen.

6. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Verfahrensbeteiligten und 
ihren Kindern eine Genugtuung von CHF 50'000.– zu bezahlen.

des Beklagten (Urk. 29):
"1. Es sei der Sohn B._____, geb. tt.mm.2018, unter der gemeinsa-

men elterlichen Sorge der Parteien zu belassen.
 2. Der Sohn sei unter die Obhut der Mutter zu stellen.
 3. Der Vater sei berechtigt zu erklären, den Sohn wie folgt zu be-

treuen:
– Dienstag von 8.00 Uhr bis 17 Uhr
– Mittwoch von 11.30 Uhr bis 17.30 Uhr 
– Freitag, 15.30 Uhr bis Samstag, 17.00 Uhr 
– sowie während 6.5 Wochen Ferien pro Jahr
Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens 
3 Monate im Voraus ab. Können Sie sich nicht einigen, so kommt 
dem Vater in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungs-
recht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit gerader 
Jahreszahl der Mutter.

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 4. Der Vater sei zu verpflichten, für den Sohn einen monatlichen Un-
terhaltsbeitrag (Barunterhalt), zahlbar an die Mutter auf den Ersten 
eines jeden Monats, in der Höhe von CHF 1'108.00 (zuzüglich Kin-
derzulagen, sofern vom Vater bezogen) zu bezahlen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten 
des Klägers."

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht
Meilen vom 31. Oktober 2023:

(Urk. 48 S. 76 ff. = Urk. 51 S. 76 ff.)

1. B._____ (Kläger), geboren am tt.mm.2018, wird unter der gemeinsamen el-

terlichen Sorge von C._____ (Verfahrensbeteiligte) und A._____ (Beklagter) 

belassen. 

2. Der Kläger wird unter die alleinige Obhut der Verfahrensbeteiligten gestellt.

3. Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für 

den Kläger auf eigene Kosten wie folgt zu übernehmen:

— Mittwoch von 11.45 Uhr bis 19.00 Uhr (verpflegt),

— Freitag von 11.45 Uhr bis Samstag 17.00 Uhr (nicht verpflegt).

4. Im Übrigen wird die Vereinbarungen der Parteien betreffend die weiteren Kin-

derbelange vom 17. Januar 2023 genehmigt respektive vorgemerkt. Sie lautet 

wie folgt:

" 1. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung

b) Elterliche Sorge

Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für den Sohn B._____, 
geboren am tt.mm.2018, beiden Eltern gemeinsam zu belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der 
Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist be-
kannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern be-
darf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufent-
haltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die 
persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.

c) Obhut 

- 4 -

Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für den Sohn B._____, geboren am 
tt.mm.2018, der Mutter zuzuteilen. 

d) Betreuungsregelung

Die Parteien einigen sich über die Aufteilung der Betreuung des Sohnes wie folgt:
Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für den Sohn 
auf eigene Kosten wie folgt zu übernehmen:
[ersetzt mit vorliegendem Urteil]
Die Regelung der Betreuung an den Feiertagen (namentlich Ostern, Auffahrt, 
Pfingsten Weihnachten und Neujahr) regeln die Parteien nach gegenseitiger Ab-
sprache. 
Ausserdem ist der Vater berechtigt und verpflichtet, den Sohn ab Eintritt in den Kin-
dergarten während der Kindergarten- bzw. Schulferien für die Dauer von 4 Wochen 
pro Jahr, davon während zwei Wochen der Sportferien, auf eigene Kosten zu sich 
oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien jeweils drei Monate im
Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren mit gerader 
Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl der Mutter.
In der übrigen Zeit wird der Sohn von der Mutter betreut.
Ist ein Elternteil aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage, die Betreuung 
gemäss dem hier vereinbarten Betreuungsplan selber zu übernehmen, ist er ver-
pflichtet, für eine angemessene Betreuung des Sohnes durch Drittpersonen auf ei-
gene Kosten besorgt zu sein. Eine Anfrage an den anderen Elternteil ist möglich; 
dieser ist jedoch nicht verpflichtet, die Betreuung zu übernehmen. 
Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte 
nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.

2. Erziehungsgutschriften

Die Parteien vereinbaren, dass die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künf-
tiger AHV-/IV-Renten ausschliesslich der Mutter angerechnet werden. Die Parteien 
werden die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung informieren."

5. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger mit Wirkung ab dem 8. September 

2021 bis zu seiner Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen 

Erstausbildung die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

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— Phase 1: von 8. September 2021 bis 31. August 2023

CHF 3'015.– (wovon CHF 1'650.– Betreuungsunterhalt)

— Phase 2: von 1. September 2023 bis 31. Dezember 2024

CHF 1'905.– (wovon CHF 99.– Betreuungsunterhalt)

— Phase 3: Vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Juli 2026

CHF 1'635.– (wovon CHF 94.– Betreuungsunterhalt)

— Phase 4: Vom 1. August 2026 bis zum 31. Juli 2031

CHF 2'840.– (wovon CHF 214.– Betreuungsunterhalt)

— Phase 5: Vom 1. August 2031 bis zum 31. Oktober 2034

CHF 2'590.– (CHF 0.– Betreuungsunterhalt)

— Phase 6: Vom 1. November 2034 bis zur Volljährigkeit bzw. zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung des Klägers

CHF 2'620.– (CHF 0.– Betreuungsunterhalt)

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ers-

ten eines jeden Monats, an die Verfahrensbeteiligte, auch über die Volljährig-

keit des Klägers hinaus, solange der Kläger im Haushalt der Verfahrensbetei-

ligten lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. 

keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Gesetzliche und/oder vertragliche Familien- bzw. Kinder- und/oder Ausbil-

dungszulagen, auf deren Bezug der Beklagte zugunsten des Klägers An-

spruch hat (rückwirkend wie zukünftig), sind zusätzlich zu bezahlen, soweit 

diese nicht anderweitig, insbesondere über die Verfahrensbeteiligte, bezogen 

werden.

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 5 basieren auf dem Landes-

index der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Ok-

tober 2023 von 106.4 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Er wird 

- 6 -

jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausgehend vom jewei-

ligen Indexstand per Ende November des Vorjahres, erstmals auf den 1. Ja-

nuar 2024, nach folgender Formel angepasst:

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

(Indexstand Oktober 2023) 106.4

Fällt der Index unter den Stand von Ende Oktober 2023, berechtigt dies nicht 

zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

7. Dieser Entscheid basiert auf den folgenden Grundlagen:

— Vermögen des Klägers: CHF 0.–

— Vermögen der Verfahrensbeteiligten: CHF 100'000.–

— Vermögen des Beklagten: mind. CHF 20'000.–

Einkommen und Bedarf pro Monat je Phase:

Phase Einkommen (netto) Bedarf

Phase 1 CHF 200.– CHF  1'033.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 2 CHF 200.– CHF 1'289.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 3 CHF 200.– CHF 1'257.–

(erweiterter Bedarf)

Phase 4 CHF 207.– CHF 1'572.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 5 CHF 250.– CHF 1'768.– 

(erweiterter Bedarf)

Kläger

Phase 6 CHF 250.– CHF 1'813.– 

(erweiterter Bedarf)

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Phase Einkommen (netto) Bedarf

Phase 1 CHF 1'347.– CHF 2'997.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 2 CHF 3'300.– 

(hypothetisch, 50%-Pensum)

CHF 3'399.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 3 CHF 3'300.– 

(hypothetisch, 50%-Pensum)

CHF 3'394.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 4 CHF 3'300.– 

(hypothetisch, 50%-Pensum)

CHF 3'514.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 5 CHF 5'280.– 

(hypothetisch, 80%-Pensum)

CHF 4'042.– 

(erweiterter Bedarf)

Verfahrens-
beteiligte

Phase 6 CHF 6'600.– 

(hypothetisch,100%-Pensum)

CHF 4'275.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase Einkommen (netto) Bedarf

Phase 1 CHF16'310.– CHF 9'049.–

(erweiterter Bedarf)

Phase 2 CHF13'422.– CHF 8'656.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 3 CHF11'212.– CHF 8'126.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 4 CHF11'212.– CHF 5'853.– 

(erweiterter Bedarf)

Phase 5 CHF11'212.– CHF 5'869.– 

(erweiterter Bedarf)

Beklagter

Phase 6 CHF11'212.– CHF 5'861.– 

(erweiterter Bedarf)

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8. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beklagte von seiner Unterhalts-

schuld gemäss Dispositiv-Ziffer 5 für die Zeit von 8. September 2021 bis 

31. Oktober 2023 CHF 69'010.– bezahlt hat und seine Verpflichtung im ent-

sprechenden Umfang durch Tilgung der Forderung als erloschen gilt. 

9. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Erziehungsgutschriften für die 

Berechnung künftiger AHV-/IV-Renten weiterhin ausschliesslich der Verfah-

rensbeteiligten angerechnet werden. Es ist Sache des Beklagten und der Ver-

fahrensbeteiligten, die betreffenden Ausgleichskassen über diese Regelung 

zu informieren.

10. Auf die Genugtuungsforderung (Rechtsbegehren Ziff. 6 des Klägers) wird 

nicht eingetreten.

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 5'000.–.

12. Die Gerichtskosten werden dem Beklagten zu sieben Achteln und der Verfah-

rensbeteiligten zu einem Achtel auferlegt.

13. Die Verfahrensbeteiligte wird verpflichtet, dem Beklagten eine reduzierte Par-

teientschädigung von CHF 300.– (inkl. MwSt) zu bezahlen.

14. [Schriftliche Mitteilung]

15. [Rechtsmittelbelehrung]

Berufungsanträge:

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 50 S. 2 f.):

"1. Es sei Ziffer 2 des angefochtenen Entscheides aufzuheben und der Kläger sei 
unter die alleinige Obhut des Beklagten zu stellen, eventualiter sei der Kläger 
unter die gemeinsame Obhut der Eltern zu stellen.

 2. Es sei Ziffer 3 des angefochtenen Entscheides aufzuheben und es sei der 
Beklagte berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Betreuungsverantwortung 
für den Kläger auf eigene Kosten jeweils wie folgt zu übernehmen:
• jeweils montags von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr;
• dienstags jeweils von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr;

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• mittwochs jeweils von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr;
• donnerstags jeweils von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr;
• freitags jeweils von 07.30 Uhr bis Samstag 18.00 Uhr;
• sonntags nach Absprache mit der Mutter alternierend.

3. Es sei Ziffer 4 des angefochtenen Entscheides in Bezug auf die Vereinbarung 
der Parteien vom 17. Januar 2023 wie folgt abzuändern:
"Die Vereinbarung der Parteien betreffend die weiteren Kinderbelange vom 
17. Januar 2023 wird wie folgt angepasst:
Ziffer 1 c Obhut: «ersetzt mit vorliegendem Urteil» 

 4. Es sei Ziffer 5 1. Absatz, Unterhaltsphasen 2-6 aufzuheben und es sei der 
Beklagte zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 1. September 2023 bis 
zu seiner Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstaus-
bildung maximal einen monatlichen Unterhaltsbetrag (Barunterhalt) von 
CHF 1'600.– zu bezahlen.

 5. Es sei Ziffer 7 des angefochtenen Entscheides in Bezug auf das Einkommen 
der Verfahrensbeteiligten aufzuheben und es sei das aktuelle Einkommen der 
Verfahrensbeteiligten aufzunehmen.

 6. Es seien die Ziffern 12 und 13 aufzuheben und die Kosten des vorinstanzli-
chen Verfahrens nach Ausgang des Berufungsverfahrens neu zu verlegen.

 7. Eventualiter sei das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und das Verfahren zur 
Vervollständigung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzgl. MwSt.) zu Lasten der Ver-
fahrensbeteiligten."

Erwägungen:

I.

1. Der Berufungskläger und Beklagte (fortan Beklagter) sowie die Berufungsbe-

klagte 2 und Verfahrensbeteiligte (fortan Verfahrensbeteiligte) sind die Eltern des 

Berufungsbeklagten 1 und Klägers (fortan Kläger), geb. am tt.mm.2018. Mit Ein-

gabe vom 9. September 2022 reichte der Kläger bei der Vorinstanz eine Unterhalts-

klage ein (Urk. 1). Der Prozessverlauf vor erster Instanz kann dem vorinstanzlichen 

Entscheid entnommen werden (Urk. 48 S. 4 ff. = Urk. 51 S. 4 ff.). Mit Datum vom 

31. Oktober 2023 erliess die Vorinstanz das eingangs wiedergegebene Urteil 

(Urk. 57 S. 76 ff.). 

2. Der Beklagte erhob dagegen mit Eingabe vom 6. November 2023 innert Frist 

(vgl. Art. 314 ZPO sowie Urk. 49/1) Berufung mit den eingangs zitierten Anträgen. 

Der mit Verfügung vom 13. Dezember 2023 erhobene Kostenvorschuss ging innert 

- 10 -

Frist ein (Urk. 55-56). Mit Verfügung vom 9. Februar 2024 wurde dem Beklagten 

und der Verfahrensbeteiligten je eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um der hiesi-

gen Instanz Belege zu ihren Einkommensverhältnissen einzureichen (Urk. 58). Die 

Verfahrensbeteiligte reichte diese innert Frist und der Beklagte innert erstreckter 

Frist ein (Urk. 60-62/14 sowie Urk. 59 und Urk. 63-65/8). 

3. Nachdem sich die Parteien mit der Durchführung einer Vergleichsverhand-

lung einverstanden erklärt hatten (Urk. 57/1-3), wurde mit Schreiben vom 7. März 

2024 zum Verhandlungstermin vom 18. April 2024 vorgeladen (Urk. 66). Mit Verfü-

gung vom 3. April 2024 wurden dem Beklagten die Unterlagen der Verfahrensbe-

teiligten und der Verfahrensbeteiligten die Berufung samt Beilagenverzeichnis und 

Beilagen sowie die Unterlagen des Beklagten zur Vorbereitung der Verhandlung 

zugestellt (Urk. 67). Mit Eingabe vom 9. April 2024 reichte der Beklagte erneut eine 

Stellungnahme ein, die der Verfahrensbeteiligten am 11. April 2024 zur Kenntnis-

nahme zugestellt wurde (Urk. 68-71). 

4. Anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 18. April 2024 schlossen die Par-

teien unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (§ 133 Abs. 2 GOG) nach deren Ein-

schätzung der Sach- und Rechtslage eine Vereinbarung (Prot. II S. 9; Urk. 75). Sie 

lautet wie folgt:

"1. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, es seien die Dispositivzif-

fern 2.; 3.; 4.1.c) und 4.1.d) Abs. 1-3, Abs. 5 und 6; 5. (Phase 2-6); 6. und 7. 

des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht 

Meilen vom 31. Oktober 2023 (FK220019-G) aufzuheben und wie folgt zu er-

setzen:

"2. Der gemeinsame Sohn der Parteien wird unter die alternierende Obhut 

der Eltern gestellt. 

3. Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, den gemeinsamen Sohn der 

Parteien wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:

– Montag von 11.45 Uhr bis 18.00 Uhr (nicht verpflegt)

– Dienstag von 11.45 Uhr bis 18.00 Uhr (nicht verpflegt)

– Mittwoch von 11.45 Uhr bis 19.00 Uhr (verpflegt)

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– Freitag von 11.45 Uhr bis Samstag 19.00 Uhr (verpflegt).

Die Betreuungsverantwortung liegt am Montag-, Dienstag-, Mittwoch- 

und Freitagmorgen (ab Kindergarten- beziehungsweise Schulbeginn) je-

weils beim Beklagten. 

Der Beklagte holt den Sohn jeweils an seinen Betreuungstagen im Kin-

dergarten beziehungsweise der Schule ab und bringt ihn am Ende seiner 

Betreuungszeit zur Verfahrensbeteiligten nach Hause.

Der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte übernehmen die Betreuungs-

verantwortung über den gemeinsamen Sohn in dessen Ferien wie folgt:

– Sportferien: beim Beklagten

– Frühlingsferien: gemäss Absprache (im Streitfall 

bei der Verfahrensbeteiligten)

– Sommerferien:  bei der Verfahrensbeteiligten

– Herbstferien:  gemäss Absprache (im Streitfall

beim Beklagten)

– Weihnachtsferien: gemäss Absprache

Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Weihnachtsferien jeweils 

drei Monate im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem 

Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht be-

züglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl 

der Verfahrensbeteiligten.

4. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien betreffend die wei-

teren Kinderbelange vom 17. Januar 2023 genehmigt respektive vorge-

merkt. Sie lautet wie folgt: 

"1. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung

b) (…)

c) Obhut

(ersetzt mit dem vorliegenden Urteil)

d) Betreuungsregelung

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Abs. 1-3: Abs. 5 und 6 (ersetzt mit dem vorliegenden Urteil)

(…)

5. Der Beklagte wird verpflichtet, dem gemeinsamen Sohn der Parteien fol-

gende monatliche Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfällige Familienzulagen) zu 

bezahlen:

Phase 2: von 1. September 2023 bis 31. Dezember 2024: Fr. 
2'347.–

Phase 3: von 1. Januar 2025 bis 31. Juli 2026: Fr. 
1'887.–

Phase 4: von 1. August 2026 bis 31. Juli 2031: Fr. 
2'466.–

Phase 5: von 1. August 2031 bis 31. Oktober 2034: Fr. 
2'251.–

Phase 6: von 1. November 2034 bis Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung des gemeinsamen Sohnes der Parteien: Fr. 2'274.–.

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den 

Ersten eines jeden Monats, an die Verfahrensbeteiligte, auch über die 

Volljährigkeit des Klägers hinaus, solange der Kläger im Haushalt der 

Verfahrensbeteiligten lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem 

Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Der Beklagte verpflichtet sich, die rückwirkend bis und mit April 2024 

ausstehenden Unterhaltsbeiträge in der Gesamthöhe von Fr. 10'600.– 

(abzüglich Gerichtskostenanteil der Verfahrensbeteiligten in der Höhe 

von Fr. 1'400.–) in vier monatlichen Raten à Fr. 2'000.– und einer monat-

lichen Rate à Fr. 1'200.– zu bezahlen, erstmals per 1. Juni 2024.

Gesetzliche und/oder vertragliche Familien- bzw. Kinder- und/oder Aus-

bildungszulagen, auf deren Bezug der Beklagte zugunsten des Klägers 

Anspruch hat (rückwirkend wie zukünftig), sind zusätzlich zu bezahlen, 

soweit diese nicht anderweitig, insbesondere über die Verfahrensbetei-

ligte, bezogen werden.

Der Beklagte verpflichtet sich ferner, dem gemeinsamen Sohn 5% seiner 

jährlich ausbezahlten Netto-Kommission auf ein noch zu eröffnendes 

- 13 -

Konto lautend auf den Sohn zu bezahlen. Zur Durchsetzung dieses An-

spruches ist der Beklagte ebenso verpflichtet, der Verfahrensbeteiligten 

jeweils auf Ende Februar eines jeden Jahres eine Kopie des aktuellen 

Lohnausweises zuzustellen. 

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 5 basieren auf dem Lan-

desindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand 

Ende März 2024 von 107.1 Punkten (Basis Dezember 2020 = 

100 Punkte). Er wird jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjah-

res, ausgehend vom jeweiligen Indexstand per Ende November des Vor-

jahres, erstmals auf den 1. Januar 2025, nach folgender Formel ange-

passt:

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

(Indexstand Oktober 2023) 106.4

Fällt der Index unter den Stand von Ende März 2024, berechtigt dies nicht 

zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

7. Dieser Entscheid basiert auf folgenden finanziellen Verhältnissen:

Phase 2:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonus-
zahlungen, Beteiligungsrechte etc., exkl. Kommissionszahlungen, Fami-
lienzulagen:

- Beklagter: Fr. 16'172.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 200.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 9'867.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 3'930.–

- B._____: Fr. 1'693.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'100.– beim Beklagten

Phase 3:

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Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonus-
zahlungen, etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 200.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 8'456.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 3'933.–

- B._____: Fr. 1'539.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'100.– beim Beklagten

Phase 4:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonus-
zahlungen, etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 207.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 6'549.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 4'082.–

- B._____: Fr. 1'898.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'132.– beim Beklagten

Phase 5:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszah-
lungen, etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 250.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 6'541.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 4'404.–

- 15 -

- B._____: Fr. 1'668.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'160.– beim Beklagten

Phase 6:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonus-
zahlungen, etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 6'625.– (100%-Pensum)

- B._____: Fr. 250.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 6'541.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 4'624.–

- B._____: Fr. 1'698.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'160.– beim Beklagten

Vermögen: nicht unterhaltsrelevant"

2. Der Beklagte übernimmt die Kosten für das zweitinstanzliche Berufungsverfahren. 

Die Parteien verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.

3. Im Übrigen zieht der Beklagte alle im Berufungsverfahren gestellten Rechtsbegehren 

zurück, welche nicht mit der vorliegenden Vereinbarung geregelt werden."

5. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten

(Urk. 1-49) wurden beigezogen.

II.

1. Soweit es Kinderbelange zu regeln gibt, findet die Offizial- und Untersu-

chungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher unterliegt die von den 

Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantra-

ges der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 

und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit der Vereinbarung 

das Kindeswohl gewahrt wird. 

- 16 -

2. Mit der am 18. April 2024 geschlossenen Vereinbarung regeln die Parteien 

die Obhut und Betreuungszeiten für den Kläger und die vom Beklagten zu leisten-

den Unterhaltszahlungen neu. Die ausgedehnte Betreuungsregelung trägt der ge-

lebten Situation sowie dem Alter und den Bedürfnissen des Klägers Rechnung und 

macht den Willen der Parteien deutlich, ihm einen Zugang zu beiden Elternteilen 

zu gewähren. So haben die Parteien bereits vor Vorinstanz übereinstimmend aus-

geführt, dass der Beklagte den Kläger jeweils auch unter der Woche und von Frei-

tagmittag auf Samstag betreut habe (Prot. I S. 22 und 27). Seit dem erstinstanzli-

chen Urteil hat der Beklagte den Kläger auch weiterhin regelmässig unter der Wo-

che betreut. Es rechtfertigt sich daher, dass er auch in Zukunft am Alltag des Klä-

gers teilhaben und die vereinbarte Betreuung unter der Woche übernehmen kann. 

Der Kläger ist aufgrund der neuen Betreuungsregelung unter die alternierende Ob-

hut des Beklagten und der Verfahrensbeteiligten zu stellen. Die von den Parteien 

vereinbarte Modalität, wer den Kläger jeweils abholt und wieder zurückbringt, er-

scheint als sinnvolle Ergänzung der Betreuungsregelung. 

3.1 Mit der am 18. April 2024 geschlossenen Vereinbarung regeln die Parteien 

einvernehmlich die Kinderunterhaltsbeiträge. Die vereinbarten Unterhaltsbeiträge 

verstehen sich als Barunterhalt und stehen mit der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zur zweistufigen Unterhaltsberechnung mit Überschussverteilung in Ein-

klang (BGE 147 III 265). Sie basieren einerseits auf der alternierenden Obhut und 

andererseits auf den in Ziffer 1.7 der Vereinbarung festgehaltenen finanziellen 

Grundlagen (Einkommen und familienrechtliche Existenzminima; Urk. 76/1-5). Die 

Indexklausel (Ziffer 1.6. der Vereinbarung) ist – da als neue Basis der Indexstand 

von März 2024 vereinbart wurde – insofern zu berichtigen, als der Nenner in der 

Formel durch "(Indexstand März 2024) 107.1" zu korrigieren ist. Zudem ist das re-

daktionelle Versehen bei Ziffer 1.4.1.d) (Betreuungsregelung) zu korrigieren und 

"Abs. 1-3: Abs. 5 und 6" durch "Abs. 1-3, Abs. 5 und 6" zu ersetzen.

3.2 Die von den Parteien vorgesehene Unterhaltsregelung stellt ferner eine ganz-

heitliche Lösung dar, die den vereinbarten Betreuungsverhältnissen sowie den fi-

nanziellen Verhältnissen der Parteien gerecht wird (Urk. 75 Ziff. 1.5).

- 17 -

4. Nach dem Gesagten erfordert das Kindeswohl keine von der Vereinbarung 

der Parteien abweichende Regelung. Die Vereinbarung ist somit zu genehmigen. 

Die entsprechenden Dispositivziffern des vorinstanzlichen Urteils sind aufzuheben 

und durch die vereinbarte bzw. genehmigte Fassung zu ersetzen.

IV.

1. Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens

Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 

über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). 

Nachdem die Vorinstanz die Kosten – basierend auf der Leistungsfähigkeit der El-

tern – dem Beklagten zu sieben Achteln und der Verfahrensbeteiligten zu einem 

Achtel auferlegt und die Verfahrensbeteiligte verpflichtet hat, dem Beklagten eine 

reduzierte Parteientschädigung von Fr. 300.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen (Urk. 51 

S. 81), beantragte der Beklagte in seiner Berufung, die Kosten seien nach Ausgang 

des Berufungsverfahrens neu zu verlegen (Urk. 50 S. 3). Er zog diesen Antrag je-

doch anlässlich der Vergleichsverhandlung zurück (Urk. 75 Ziff. 3). Die Höhe der 

Gerichtskosten von Fr. 5'000.– wurde nicht beanstandet und erscheint als ange-

messen. Gemäss Art. 106 ZPO sind die Prozesskosten den Parteien nach Mass-

gabe von Obsiegen und Unterliegen aufzuerlegen. Hat keine Partei vollständig ob-

siegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt 

(Art. 106 Abs. 2 ZPO), wobei in familienrechtlichen Verfahren eine Verteilung nach 

Ermessen möglich ist (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Die vorliegende Vereinbarung 

veranlasst nicht zu einer Anpassung der erstinstanzlichen Kostenregelung. Ent-

sprechend ändert sich an der Kostenverteilung nichts und das vorinstanzliche Kos-

ten- und Entschädigungsdispositiv ist zu bestätigen.

- 18 -

2. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

2.1 Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung 

der vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens in Anwendung von § 12 Abs. 1 

und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 auf Fr. 2'800.– festzusetzen. 

2.2 Die Gerichtskosten sind vereinbarungsgemäss dem Beklagten aufzuerlegen 

(Urk. 75 Ziff. 2). Infolge gegenseitigen Verzichts sind für das zweitinstanzliche Ver-

fahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Urk. 75 Ziff. 2).

2.3 Die auf den Beklagten entfallenden Gerichtskosten von Fr. 2'800.– werden 

mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (Fr. 4'000.–; Urk. 55; vgl. 

Art. 111 ZPO). 

Es wird erkannt:

1. Die Vereinbarung der Parteien vom 18. April 2024 wird genehmigt. Demzu-

folge werden die Dispositivziffern 2., 3., 4.1.c) und 4.1.d) Abs. 1-3, Abs. 5 und 

6 sowie die Dispositivziffern 5.-7. (die Phasen 2-6 betreffend) des Urteils des 

Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 

31. Oktober 2023 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 
"[…]

"2. Der gemeinsame Sohn der Parteien wird unter die alternierende Obhut der El-

tern gestellt. 

 3. Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, den gemeinsamen Sohn der Par-

teien wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:

– Montag von 11.45 Uhr bis 18.00 Uhr (nicht verpflegt)

– Dienstag von 11.45 Uhr bis 18.00 Uhr (nicht verpflegt)

– Mittwoch von 11.45 Uhr bis 19.00 Uhr (verpflegt)

– Freitag von 11.45 Uhr bis Samstag 19.00 Uhr (verpflegt).

Die Betreuungsverantwortung liegt am Montag-, Dienstag-, Mittwoch- und Frei-

tagmorgen (ab Kindergarten- beziehungsweise Schulbeginn) jeweils beim Be-

klagten. 

- 19 -

Der Beklagte holt den Sohn jeweils an seinen Betreuungstagen im 

Kindergarten beziehungsweise der Schule ab und bringt ihn am Ende seiner 

Betreuungszeit zur Verfahrensbeteiligten nach Hause.

Der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte übernehmen die Betreuungsverant-

wortung über den gemeinsamen Sohn in dessen Ferien wie folgt:

– Sportferien: beim Beklagten

– Frühlingsferien: gemäss Absprache (im Streitfall 

bei der Verfahrensbeteiligten)

– Sommerferien:  bei der Verfahrensbeteiligten

– Herbstferien:  gemäss Absprache (im Streitfall

beim Beklagten)

– Weihnachtsferien: gemäss Absprache

Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Weihnachtsferien jeweils drei 

Monate im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Beklagten 

in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Auf-

teilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Verfahrensbetei-

ligten.

4. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien betreffend die weiteren Kinder-

belange vom 17. Januar 2023 genehmigt respektive vorgemerkt. Sie lautet wie 

folgt: 

"1. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung

b) (…)

c) Obhut

(ersetzt mit dem vorliegenden Urteil)

d) Betreuungsregelung

Abs. 1-3, Abs. 5 und 6 (ersetzt mit dem vorliegenden Urteil)

(…)"

5. Der Beklagte wird verpflichtet, dem gemeinsamen Sohn der Parteien folgende 

monatliche Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfällige Familienzulagen) zu bezahlen:

- 20 -

Phase 2: von 1. September 2023 bis 31. Dezember 2024: Fr. 2'347.–

Phase 3: von 1. Januar 2025 bis 31. Juli 2026: Fr. 1'887.–

Phase 4: von 1. August 2026 bis 31. Juli 2031: Fr. 2'466.–

Phase 5: von 1. August 2031 bis 31. Oktober 2034: Fr. 2'251.–

Phase 6: von 1. November 2034 bis Abschluss einer angemessenen Erstaus-
bildung des gemeinsamen Sohnes der Parteien: Fr. 2'274.–.

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ers-

ten eines jeden Monats, an die Verfahrensbeteiligte, auch über die Volljährig-

keit des Klägers hinaus, solange der Kläger im Haushalt der Verfahrensbetei-

ligten lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. 

keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Der Beklagte verpflichtet sich, die rückwirkend bis und mit April 2024 ausste-

henden Unterhaltsbeiträge in der Gesamthöhe von Fr. 10'600.– (abzüglich Ge-

richtskostenanteil der Verfahrensbeteiligten in der Höhe von Fr. 1'400.–) in vier 

monatlichen Raten à Fr. 2'000.– und einer monatlichen Rate à Fr. 1'200.– zu 

bezahlen, erstmals per 1. Juni 2024.

Gesetzliche und/oder vertragliche Familien- bzw. Kinder- und/oder Ausbil-

dungszulagen, auf deren Bezug der Beklagte zugunsten des Klägers Anspruch 

hat (rückwirkend wie zukünftig), sind zusätzlich zu bezahlen, soweit diese nicht 

anderweitig, insbesondere über die Verfahrensbeteiligte, bezogen werden.

Der Beklagte verpflichtet sich ferner, dem gemeinsamen Sohn 5% seiner jähr-

lich ausbezahlten Netto-Kommission auf ein noch zu eröffnendes Konto lau-

tend auf den Sohn zu bezahlen. Zur Durchsetzung dieses Anspruches ist der 

Beklagte ebenso verpflichtet, der Verfahrensbeteiligten jeweils auf Ende Fe-

bruar eines jeden Jahres eine Kopie des aktuellen Lohnausweises zuzustellen. 

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 5 basieren auf dem Landesin-

dex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende März 

2024 von 107.1 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Er wird jeweils 

auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausgehend vom jeweiligen In-

dexstand per Ende November des Vorjahres, erstmals auf den 1. Januar 2025, 

nach folgender Formel angepasst:

- 21 -

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

(Indexstand März 2024) 107.1

Fällt der Index unter den Stand von Ende März 2024, berechtigt dies nicht zu 

einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

7. Dieser Entscheid basiert auf folgenden finanziellen Verhältnissen:

Phase 2:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszahlungen, 
Beteiligungsrechte etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 16'172.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 200.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 9'867.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 3'930.–

- B._____: Fr. 1'693.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'100.– beim Beklagten

Phase 3:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszahlungen, 
etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 200.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 8'456.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 3'933.–

- B._____: Fr. 1'539.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'100.– beim Beklagten

- 22 -

Phase 4:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszahlungen, 
etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 207.– (Familienzulagen)

- 23 -

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 6'549.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 4'082.–

- B._____: Fr. 1'898.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'132.– beim Beklagten

Phase 5:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszahlungen, 
etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 5'300.– (80%-Pensum)

- B._____: Fr. 250.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr. 6'541.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 4'404.–

- B._____: Fr. 1'668.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'160.– beim Beklagten

Phase 6:

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, allfällige Bonuszahlungen, 
etc., exkl. Kommissionszahlungen, Familienzulagen:

- Beklagter: Fr. 12'742.– (100%-Pensum)

- Verfahrensbeteiligte: Fr. 6'625.– (100%-Pensum)

- B._____: Fr. 250.– (Familienzulagen)

Bedarf:

- Beklagter: Fr . 6'541.–

- Verfahrensbeteiligte: Fr . 4'624.–

- B._____: Fr. 1'698.– bei der Verfahrens-

beteiligten

Fr. 1'160.– beim Beklagten

Vermögen: nicht unterhaltsrelevant"

- 24 -

2. Der Beklagte übernimmt die Kosten für das zweitinstanzliche Berufungsverfah-

ren. Die Parteien verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.

3. Im Übrigen zieht der Beklagte alle im Berufungsverfahren gestellten Rechtsbe-

gehren zurück, welche nicht mit der vorliegenden Vereinbarung geregelt wer-

den."

2. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositivziffern 

11 bis 13) wird bestätigt.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'800.– festgesetzt.

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklag-

ten auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein, sowie nach Eintritt der Rechtskraft mit Formular an die Einwoh-

nerkontrolle der Gemeinde D._____.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

- 25 -

Zürich, 23. April 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

lic. iur. A. Huizinga

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Müller

versandt am:
jo