# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4df6ed46-2b1f-57e5-8957-25444eded924
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 04.02.2014 S 2012 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2012-93_2014-02-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 93

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Meier-Künzle

URTEIL
vom 4. Februar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ schlug am 23. Dezember 2010 beim Abladen von Platten mit 

dem rechten Ellbogen gegen einen Türrahmen. Im Unfallzeitpunkt war er 

als Geschäftsführer der B._____ GmbH bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 

27. Dezember 2010 diagnostizierte Dr. med. C._____ einen Status nach 

Ellbogenkontusion rechts mit posttraumatischer Epicondylopathia humeri 

medialis rechts. Röntgenbilder vom 27. Dezember 2010 zeigten keine 

ossäre Läsion. Gleichzeitig schrieb Dr. med. C._____ A._____ ab dem 

27. Dezember 2010 bis zum 5. Januar 2011 100 % arbeitsunfähig. Mit 

Wirkung ab dem 31. Januar 2011 attestierte Dr. med. C._____ eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht 

und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

2. Im weiteren Verlauf persistierten die Ellenbogenbeschwerden rechts. Ein 

MRI des rechten Ellbogens vom 7. Juni 2011 zeigte Zeichen einer 

Epicondylitis humeri ulnaris. Dr. med. D._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie, erachtete anlässlich der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 8. August 2011 weitere neurologische Abklärungen 

als indiziert. Gemäss Arztbericht vom 29. August 2011 ergaben die 

neurologischen Abklärungen bei Dr. med. E._____ eine chronische 

posttraumatische Epicondylitis humeri medialis rechts mit leichter 

kubitaler Ulnarisirritation. 

3. Am 5. Januar 2012 führte Dr. med. F._____, Fachärztin FMH 

Chirurgie/Handchirurgie, am Ellbogen rechts eine Denervation und 

Epicondylektomie sowie eine partielle Neurolyse des N. ulnaris durch. Der 

postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos. Am 1. März 2012 

nahm A._____ die Arbeit wieder zu 50 % auf. Eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit war im weiteren Verlauf nicht möglich (Bericht Dr. med. 

F._____ vom 10. April 2012). 

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4. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 30. Mai 2012 

diagnostizierte Dr. med. G._____ eine therapieresistente 

Schmerzsymptomatik am Ellbogen rechts unklarer Ätiologie. Die 

angegebene Schmerzsymptomatik stehe nicht im Einklang mit den 

klinischen Befunden. Aktuell werde A._____ weiterhin eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert. Nach Einholung des ärztlichen 

Berichts von Dr. med. F._____ vom 8. Juni 2012 resp. der Rücksprache 

mit Dr. med. F._____ kam Dr. med. G._____ in seiner Stellungnahme 

vom 8. Juni 2012 zum Schluss, dass keine Unfallfolgen mehr vorlägen 

und der Status quo sine per sofort erreicht sei. 

5. Mit Verfügung vom 11. Juni 2012 lehnte die SUVA weitergehende 

Versicherungsleistungen per 17. Juni 2012 ab. Die geklagten 

Ellbogenbeschwerden rechts seien nicht mehr unfallbedingt, sondern 

ausschliesslich krankhafter Natur. Der Zustand, wie er sich auch ohne 

Unfall vom 23. Dezember 2010 eingestellt hätte (status quo sine), sei 

erreicht. Die am 20. Juni 2010 dagegen erhobene Einsprache wurde mit 

Einspracheentscheid vom 31. Juli 2012 abgewiesen.

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Sep-

tember 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit dem Begehren auf Aufhebung des 

Einspracheentscheids. Es seien ihm auch künftig sämtliche gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilungskosten, subsidiär 

Rentenleistungen etc.) zuzusprechen und die SUVA sei anzuweisen, die 

entsprechenden Versicherungsleistungen auszurichten. Eventualiter sei 

die Sache zur weiteren Abklärung und Entscheidung an die SUVA 

zurückzuweisen. Zu keinem Zeitpunkt sei von ärztlicher Seite die 

natürliche Kausalität in Frage gestellt worden. Die SUVA habe die 

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Unfallkausalität anerkannt und die gesamten Operationskosten 

übernommen. Der Beschwerdeführer habe vor dem Unfall an keinerlei 

Beschwerden am Ellbogen rechts gelitten. Auch der Operationsbericht 

vom 5. Januar 2012 deute darauf hin, dass kein krankhafter Vorzustand 

vorhanden gewesen sei. Es liege der Schluss nahe, dass die Irritation des 

N. ulnaris in direktem Zusammenhang mit der Ellbogenkontusion bzw. der 

posttraumatischen Epicondylopathia humeri medialis rechts stehe. Die 

SUVA stütze ihre Auffassung ausschliesslich auf die Berichte des 

Kreisarztes Dr. med. G._____, welcher weder Neurologe noch 

Handchirurg sei. Auch fehle ihm die Unabhängigkeit zum 

Versicherungsträger. Dr. med. G._____ habe keine Rücksprache mit Dr. 

med. F._____ genommen, obschon sie in ihrem Bericht vom 8. Juni 2012 

eindeutig eine Verschlechterung des medizinischen Zustandes festgestellt 

habe. Der Kreisarzt habe sich unzureichend mit dem medizinischen 

Sachverhalt und den vorhandenen Befunden auseinandergesetzt. Der 

Beschwerdeführer habe auch nicht mit eigenen Fragestellungen auf die 

ärztliche Beurteilung einwirken können. Dr. med. F._____ habe sich nicht 

zur Kausalitätsproblematik geäussert und sich auch nicht der Beurteilung 

von Dr. med. G._____ angeschlossen. Vor dem Hintergrund der gänzlich 

unzureichenden Abklärungen des medizinischen Sachverhalts entspreche 

die Ablehnung des Beweisantrages des Beschwerdeführers (einen 

Bericht von Dr. med. F._____ einzuholen) einer Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs. Eine 

Leistungseinstellung hätte bedingt, dass die Frage der Kausalität im 

Rahmen einer umfassenden Begutachtung begründet verneint werde. Es 

werde beantragt, Dr. med. F._____, als Zeugin oder für eine schriftliche 

Auskunft/Expertise beizuziehen und eine polydisziplinäre Begutachtung 

des Gesundheitsschadens unter Beteiligung eines neurologischen 

Facharztes und eines Handchirurgen in Auftrag zu geben.

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7. Am 18. September 2012 reichte der Beschwerdeführer den Arztbericht 

von Dr. med. F._____ vom 14. September 2012 nach. Demnach sei die 

gesamte Symptomatik am Ellbogen rechts „höchstwahrscheinlich 

unfallbedingt“. Die Kosten des Berichts würden Fr. 60.-- betragen und es 

werde beantragt, die SUVA zur Übernahme der Kosten zu verpflichten. 

8. Die SUVA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 5. November 2012 die Abweisung der 

Beschwerde sowohl im Haupt- als auch im Eventualantrag. Die 

notwendigen Sachverhaltsabklärungen seien getroffen worden. Die 

initiale Unfallkausalität der Beschwerden sei nicht strittig. Aus der 

Einschätzung von Dr. med. G._____ ergebe sich, dass der Status quo 

sine spätestens im Juni 2012 erreicht worden sei. Dr. med. F._____ habe 

im Bericht vom 14. September 2012, das Erreichen des Status quo sine 

nicht thematisiert. Ihre Einschätzung stehe im Widerspruch zur 

Einschätzung vom 8. Juni 2012. Der ärztlichen Beurteilung von Dr. med. 

H._____, SUVA-Versicherungsmediziner und Facharzt für Chirurgie, vom 

12. Oktober 2012 (neu eingelegt) komme volle Beweiskraft zu. Dr. med. 

H._____ verfüge über ausgeprägte Kenntnisse und Erfahrungen im 

Bereich von Ellbogenverletzungen. Gemäss Dr. med. H._____ hätten die 

Einschätzungen von Dr. med. G._____ zu Recht als überwiegend 

wahrscheinlich betrachtet werden dürfen. Die Beurteilung von Dr. med. 

F._____ vermöge keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung der 

SUVA-Mediziner zu erwecken. Die Äusserung von Dr. med. F._____ 

ändere nichts am Untersuchungsergebnis, weshalb die 

Beschwerdegegnerin nicht zur Bezahlung der Kosten verpflichtet werden 

könne. Weder die BV noch die EMRK würden einen formellen Anspruch 

auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachter enthalten, 

wenn Leistungsansprüche streitig seien. Anhand der vorliegenden 

Berichte lasse sich eine vollständige Beurteilung vornehmen, so dass 

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keine weiteren Abklärungen notwendig seien. Der Fallabschluss per 

17. Juni 2012 sei zu Recht erfolgt. 

9. Am 27. Februar 2013 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen 

Anträgen fest und vertiefte seine Standpunkte. Zusätzlich führte er zur 

Beurteilung von Dr. med. H._____ vom 12. Oktober 2012 und dem von 

ihm neu eingelegten ärztlichen Bericht von Dr. med. F._____ vom 22. De-

zember 2012 aus, es widerspreche jeglicher Verfahrensfairness und 

damit Art. 6 Abs. 1 EMRK, auf den Bericht von Dr. med. H._____ 

abzustellen bzw. diesem im Vergleich zu den Beurteilungen von Dr. med. 

F._____ vorrangigen Beweiswert zuzumessen. Es handle sich um ein 

reines Parteigutachten. Am 20. Dezember 2012 sei ein weiterer 

operativer Eingriff erfolgt. Dr. med. F._____ führe im Bericht vom 

22. Dezember 2012 aus, an ihrer Auffassung eines 

Kausalzusammengangs zwischen Ellbogenprellung und Schädigung des 

Nervus ulnaris im Ellbogenbereich unverändert festzuhalten. Die 

Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. F._____ sei in sich geschlossen, 

nachvollziehbar begründet und plausibel. Als Spezialärztin für Chirurgie 

und Handchirurgie komme ihrem Bericht vorrangiger Beweiswert zu. Ihre 

Berichte vom 14. September und 22. Dezember 2012 seien 

entscheidrelevant für die Beurteilung des Anspruchs. Die Kosten von total 

Fr. 140.-- müssten somit durch die Beschwerdegegnerin getragen 

werden. Schliesslich seien die Voraussetzungen für eine antizipierte 

Beweiswürdigung nicht gegeben, was allein durch die Einholung einer 

chirurgischen Beurteilung durch das Kompetenzzentrum 

Versicherungsmedizin dokumentiert werde. 

10. In der Duplik vom 11. März 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag fest und führte aus, aus der neu eingereichten Bestätigung von 

Dr. med. F._____ vom 22. Dezember 2012 liessen sich keine neuen 

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Erkenntnisse gewinnen. Bei ihrer Darstellung des Sachverhalts handle es 

sich um eine rein subjektive Wertung. Es entbehre zudem jeglicher 

Grundlage, die Objektivität von Dr. med. H._____ in Frage zu stellen. Die 

weitere durchgeführte Operation habe keinen Einfluss auf die Beurteilung 

der Kausalität der Beschwerden. 

11. Gemäss entsprechendem Editionsbegehren liess die Instruktionsrichterin 

die medizinischen Akten inklusive des Operationsberichts vom 22. De-

zember 2012 bei Dr. med. F._____ edieren. In der Folge nahmen sowohl 

der Beschwerdeführer als auch die Beschwerdegegnerin dazu Stellung. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 31. Juli 2012, mit welchem der Antrag des 

Beschwerdeführers auf Weiterausrichtung der gesetzlichen 

Versicherungsleistungen abgewiesen wurde. Streitig und zu prüfen ist, ob 

der Beschwerdeführer auch über den 17. Juni 2012 hinaus Anspruch auf 

die gesetzlichen Versicherungsleistungen hat. Streitig dabei ist der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 

Ellbogenbeschwerden (Sulcus ulnaris Syndrom) und dem Unfall. 

2. a) Vorab ist der sinngemäss geltend gemachte Einwand des 

Beschwerdeführers zu prüfen, die Beschwerdegegnerin habe mit der 

Einholung der versicherungsmedizinischen chirurgischen Beurteilung von 

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Dr. med. H._____ vom 12. Oktober 2012 nach Beschwerdeerhebung das 

Prinzip des Devolutiveffekts verletzt. 

b) Als ordentliches Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Devolutiveffekt zu. Die 

formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit des 

kantonalen Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen 

Verfügung geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die 

Verwaltung resp. die Vorinstanz die Herrschaft über den 

Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die 

tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Die 

Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 

wegen zu ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 61 lit. c und d ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung 

grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder 

zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand 

betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung 

durch Erlass einer neuen abzielen. Die gegenteilige Auffassung hat eine 

Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem 

Beschwerdeverfahren zur Folge. Es bliebe diesfalls unklar, welchen 

beweisrechtlichen Regeln die lite pendente durch die Verwaltung 

angeordneten Abklärungsmassnahmen unterworfen sind und überhaupt, 

wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im Verfahren 

bestimmt. Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen 

Bedenken, weil damit allfällige Versäumnisse der Verwaltung bezüglich 

ihres gesetzlichen Abklärungsauftrags korrigiert würden und dem 

Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine Ersatzfunktion für die 

administrative Untersuchungspflicht überbunden würde. Die von der 

Verwaltung lite pendente vorgenommenen Abklärungen führen des 

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Weiteren regelmässig zu einer ungebührlichen Verlängerung der 

Vernehmlassungsfrist (BGE 127 V 231 f. E.2b/aa mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_741/2009 vom 11. Mai 2010 E.4.2.1).

c) Das Prinzip des Devolutiveffekts des Rechtsmittels erleidet insofern eine 

Ausnahme, als der Versicherungsträger  gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG 

eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde 

erhoben wurde, so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der 

Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Hinter dieser Ausnahmeregelung 

steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des 

Verfahrens. So sind punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von 

Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt 

oder andern Auskunftspersonen) in der Regel zulässig, eine medizinische 

Begutachtung oder vergleichbare Beweismassnahmen wegen ihrer 

Tragweite für den verfügten und richterlich zu überprüfenden Standpunkt 

hingegen nicht. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden 

Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu 

fördernden Prozessökonomie gesprochen werden, dies namentlich nicht 

im Vergleich zu einem rasch zu fällenden Rückweisungsentscheid, der 

verfahrensmässig klare Verhältnisse schafft (BGE 127 V 232 f. E.2b/bb; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2009 vom 11. Mai 2010 E.4.2.2). 

d) Zu beachten gilt schliesslich, dass von einem den Devolutiveffekt der 

Beschwerde beschränkenden Verhalten der Verwaltung auch aus 

weiteren Gründen zurückhaltend Gebrauch zu machen ist. Denn durch 

eine solche Vorgehensweise besteht eine erhebliche Gefahr, dass 

Verfahrensrechte der Beschwerde führenden Partei beeinträchtigt und ihr 

Anspruch auf eine Parteientschädigung umgangen werden (vgl. BGE 127 

V 234 E.2b/bb; Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2009 vom 11. Mai 2010 

E.4.2.3).

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3. a) Vorliegend legte die Beschwerdegegnerin nach der Beschwerdeerhebung 

vom 3. September 2012 ihrem Versicherungsmedizinier Dr. med. 

H._____ das Aktendossier des Beschwerdeführers vor und ersuchte um 

Beantwortung der Frage: „Sind die Änderungen Ellenbogenbeschwerden 

des Versicherten heute bzw. im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 

17. Juni 2012 noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 

Unfallereignis vom 23. Dezember 2012 (recte: 2010) zurückzuführen?“.

b) Die chirurgische Beurteilung von Dr. med. H._____ vom 12. Oktober 2012 

enthält die Vorgeschichte sowie die eigentliche Beurteilung und 

Beantwortung der gestellten Frage. Bei dieser von der 

Beschwerdegegnerin lite pendente veranlassten neuen Beurteilung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bei Dr. med. H._____ 

handelt es sich um eine umfassende, sechsseitige Stellungnahme, 

welcher die Eigenschaft eines Aktengutachtens zukommt. Diese 

Abklärung geht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung über das 

Mass noch zulässiger punktueller Abklärungen lite pendente hinaus 

(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2010, 8C_741/2009, E.4.2.2), 

weshalb die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. 

H._____ für die Beurteilung der vorliegenden Streitfrage nicht ohne 

weiteres herangezogen werden kann. 

c) Kommt hinzu, dass die Beschwerdegegnerin die Beurteilung durch 

Dr. med. H._____ erst zu einem Zeitpunkt eingeholt hat, als sie selbst 

Partei in einem gerichtlichen Verfahren und nicht mehr lediglich ein - zur 

Objektivität verpflichtetes (BGE 122 V 157 E.1c) - gesetzesvollziehendes 

Organ war. Die Einholung der Beurteilung durch Dr. med. H._____ vom 

versicherungsmedizinischen Dienst der Beschwerdegegnerin erfolgte 

damit nicht allein zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts gemäss 

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Art. 43 Abs. 1 ATSG, sondern diente in erster Linie dazu, den eigenen, 

beschwerdeweise bestrittenen Standpunkt zu untermauern (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_575/2009 vom 6. November 2009 E.3.2.2.2 mit 

weiteren Hinweisen). Aufgrund der unter diesen Umständen bestehenden 

Zweifel an der Unparteilichkeit des Versicherungsmediziners Dr. med. 

H._____ kann somit auch aus diesem Grund nicht ohne weiteres auf 

seine Beurteilung abgestellt werden. 

4. a) Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, 

soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für 

die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 

Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit 

anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

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Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E.3.1 mit Hinweisen). Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht. Im Bereich klar ausgewiesener 

organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle; sie ist bei ausgewiesener 

natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu bejahen (BGE 127 V 102 E.5b/bb, 

123 V 98 E:3b, 118 V 286 E.3a, 117 V 359 E.5d/bb mit Hinweisen). 

b) Die Beschwerdegegnerin anerkannte die Ellbogenbeschwerden als 

kausale Folge des Unfalls vom 23. Dezember 2010 und hat in der Folge 

die Behandlungskosten bis zum 17. Juni 2012 als Unfallfolgen 

übernommen. Diese Anerkennung der Leistungspflicht durch den 

Unfallversicherer ist in rechtlicher Hinsicht von Belang. Ist die 

Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - wie der 

Beschwerdeführer zu Recht ausführt - nicht beim Versicherten, sondern 

beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts 8C_956/2011 vom 

20. Juni 2012 E.4.1). Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung 

des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall 

für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache 

darstellt (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E.3b). 

5. a) Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale 

Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht 

dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 

erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der 

Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum - auf Verwaltungs- und 

Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf. 

Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen 

vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht 

bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener 

Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E.4.1) zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 

353 E.5b; 125 V 193 E.2, je mit Hinweisen) zu betrachten und es könnten 

weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts 

mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise 

keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte 

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Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E.5.3; 124 V 90 E.4b). Bleiben jedoch 

erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher 

getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, 

soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteile des Bundesgerichts 8C_1021/2009 

vom 3. November 2010 E.4.2, 8C_101/2010 vom 3. Mai 2010 E.4.1 und 

9C_167/2009 vom 28. Mai 2009 E.3.1).

b) Im Verlauf der Behandlung und Abklärung des Beschwerdeführers 

wurden aus medizinischer Sicht folgendes erhoben und folgende 

Diagnosen gestellt:

 Gemäss Arztzeugnis UVG vom 21. Februar 2011 diagnostizierte Dr. med. 

C._____, Hausarzt des Beschwerdeführers, einen Status nach Ellbogenkontusion 

rechts mit posttraumatischer Epicondylopathia humeri medialis rechts und 

bestätigte die Unfallkausalität. 

 Das MRI im Kantonsspital Graubünden vom 7. Juni 2011 ergab einen 

Signalanstieg STIR und Kontrastmittelenhancement entlang des Ursprungs der 

Palmarflexorensehnen am Epicondylus humeri ulnaris. Ebenfalls wurde ein 

minimales Ödem perifokal am Epicondylus humeri radialis festgestellt. 

 Der Kreisarzt, Dr. med. D._____ diagnostizierte im Bericht vom 9. August 2011 

eine Epicondylitits humeri ulnaris rechts. Es bestehe eine mässige Druckdolenz 

über dem Canalis ulnaris mit Auslösen von Parästhesien. Tinel-Zeichen rechts 

seien positiv. 

 Dr. med. E._____, Spezialarzt FMH für Neurologie diagnostizierte im Bericht vom 

29. August 2011 eine chronische, posttraumatische Epicondylitis humeri medialis 

rechts mit leichter, begleitender kubitaler Ulnarisirritation. Er stellte einen leicht 

geschädigten, im Sulcusverlauf irritierenden N. ulnaris fest, erachtete eine 

Operation jedoch nicht für angezeigt.

 Dr. med. F._____, Fachärztin FMH für Chirurgie/Handchirurgie, bestätigte im 

Operationsbericht vom 5. Januar 2012 die Diagnose einer chronischen 

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Epicondylitis mediale rechter Ellbogen und führte eine Denervation und 

Epicondylektomie sowie eine partielle Neurolyse N. ulnaris durch. Im Bereich des 

Epicondylus medialis sei der Ansatz der Sehnen wie erwartet massiv entzündlich 

verändert gewesen. Auch im Bereich des N. ulnaris proximal des sulcus habe 

entzündliches Narbengewebe bestanden. Der Nervus selbst habe einen normalen 

Befund gezeigt, im Bereich des Sulcus auch keine Einengung. 

 Dr. med. G._____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 30. Mai 2012 eine 

therapieresistente Schmerzsymptomatik am rechten Ellbogen unklarer Ätiologie. Er 

kam zum Schluss, dass die vom Beschwerdegegner angegebene 

Schmerzsymptomatik am rechten Ellbogen nicht mit den klinischen Befunden in 

Einklang gebracht werden könne. Es lägen keine sicheren Unfallfolgen mehr vor, 

ein Fallabschluss wäre demzufolge zu prüfen. Weitere Abklärungen erachtete er 

für nicht indiziert, von einer Fortsetzung der therapeutischen Massnahmen 

versprach er sich keinen Erfolg mehr, da bisher kein Erfolg habe erzielt werden 

können. 

 Dr. med. F._____ erwähnte im Bericht vom 8. Juni 2012 die Druckdolenz über dem 

Epicondylus medialis und im Sulcusbereich. Es sei da selbst auch ein positives 

Tinnelzeichen feststellbar. Die Parästhesien im Kleinfinger hätten zugenommen. 

Eine Ulnarisvorverlagerung habe sich vor diesem Hintergrund empfohlen. 

 Dr. med. G._____ stellte am 8. Juni 2012 die Diagnose Sulcus Nervi 

Ulnarissyndrom. Die Epicondilitis humeri ulnaris sei unterdessen abgeheilt. Er 

verneinte die Unfallkausalität. Der Status quo sine sei per sofort erreicht. 

 Dr. med. F._____ führte am 20. Dezember 2012 einen weiteren Eingriff am rechten 

Ellbogen durch. Dabei erfolgte eine subcutane Ventral-Verlagerung N. ulnaris 

sowie die Excision des Narbengewebes. Im Vordergrund stehe die leichte 

Ulnarisneuropathie. Anhand des intraoperativen Befundes dürfte die 

Ulnarisneuropathie mit weitgehender Sicherheit durch den Unfall bedingt sein. 

c) Aus keinem dieser ärztlichen Berichte und Diagnosen geht schliesslich 

hervor, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht mehr unfallkausal sind. Dr. med. G._____ ist 

zwar der Ansicht, es würden keine sicheren Unfallfolgen mehr vorliegen. 

Diese Aussage allein genügt jedoch nicht, die Kausalität mit 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Dies vor allem im 

Hinblick darauf, dass bereits von Dr. med. E._____ im EMG ein leichtes 

Sulcusulnarissyndrom nachgewiesen werden konnte und damit die 

Diagnose von Dr. med. G._____ eines Sulcus nervi Ulnarissyndroms 

keine neue Diagnose darstellt, welche mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall zurückgeführt werden 

könnte. Dr. med. G._____ hat sich weder mit der Beurteilung von Dr. 

med. E._____ noch mit denjenigen der behandelnden und operierenden 

Ärztin, Dr. med. F._____, auseinandergesetzt. Aus seiner im Bericht vom 

30. Mai 2012 gestellten Diagnose einer therapieresistenten 

Schmerzsymptomatik unklarer Ätiologie lässt sich ebenfalls nicht ableiten, 

dass keine unfallkausalen Beschwerden mehr vorliegen würden. Aus der 

rudimentären Beurteilung vom 8. Juni 2012 geht sodann keine 

Begründung zum Erreichen des status quo sine hervor. Zwar handelt es 

sich beim Status quo sine um einen hypothetischen Zustand, welcher sich 

häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 60/02 vom 18. September 

2002 E.2.2). Jedoch vermag vor dem Hintergrund der vorliegenden 

Aktenlage eine allein auf Erfahrungswerte abgestützte und nicht näher 

begründete Festlegung des Erreichens des Status quo sine der 

Beweisanforderung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu 

genügen. Ausserdem interpretierte Dr. med. G._____ die Aussagen von 

Dr. med. F._____ in deren Bericht vom 8. Juni 2012 falsch. Dr. med. 

F._____ hielt nämlich nicht fest, dass die Diagnose nicht mehr 

unfallkausal sei. Sie führte lediglich aus, dass falls der geplante operative 

Eingriff keine wesentliche Besserung bringe, eine Abklärung bezüglich 

Teilrente nicht zu umgehen sei, wobei sie bei diesem Befund bezweifelte, 

dass eine Rente zugesprochen werden würde. In ihren Schreiben vom 

14. September und 22. Dezember 2012 an den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beurteilte Dr. med. F._____ die Ulnarisschädigung 

- 17 -

sodann als höchstwahrscheinlich unfallkausal. Auch wenn diese 

Beurteilungen teilweise subjektive Wertungen (nach ihrer Auffassung sei 

der Kausalzusammenhang […] gegeben; weitgehend überzeugt, dass die 

Ulnarisschädigung traumatischer Ursache sei [Schreiben vom 

22. Dezember 2013]) enthalten und Dr. med. F._____ ihre Vermutung 

einer traumatischen Ursache der Ellbogenbeschwerden auch auf die 

unzulässige Beweisformel „post hoc ergo propter hoc“ (BGE 119 V 335 

E.2b/bb; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E.4.2.3 [U 290/06]) stützt, zeigen sie 

doch insgesamt die Mängel in der Sachverhaltsabklärung durch die 

Beschwerdegegnerin auf. Diese Mängel können, wie vorne in E.3a-c 

ausgeführt, auch nicht durch die Beurteilung von Dr. med. H._____ vom 

12. Oktober 2012 behoben werden.

6. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in Bezug auf das Vorliegen von 

Unfallrestfolgen (Ellbogenbeschwerden rechts) von einer unvollständigen 

Beweislage auszugehen ist und die Beschwerdegegnerin insofern den 

Nachweis für eine Leistungseinstellung per 17. Juni 2012, mithin den 

Eintritt des Status quo sine vel ante nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht hat. Die Angelegenheit ist zur 

ergänzenden medizinischen Abklärung hinsichtlich der geklagten 

Ellbogenbeschwerden an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die 

Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer - unter Beachtung seiner 

Verfahrensrechte - durch einen unabhängigen, bisher mit der Sache nicht 

vorbefassten Facharzt begutachten zu lassen, welcher sich auch dazu zu 

äussern hat, ob der Status quo sine vel ante tatsächlich am 17. Juni 2012 

mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erreicht war.

b) Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 31. Juli 2012 gutzuheissen 

- 18 -

und die Angelegenheit zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen 

im Sinne der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Dem obsiegenden Beschwerdeführer steht bei diesem Ausgang 

des Verfahrens eine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG). Mit der 

eingereichten Honorarnote vom 9. Juli 2013 wurde bei einem 

Arbeitsaufwand von 23.10 Stunden eine Entschädigung von total 

Fr. 6‘486.50 (inkl. 4 % Barauslagen und 8 % MWST) geltend gemacht. 

Diese Parteientschädigung erweist sich als angemessen und der 

entsprechende Betrag ist der Beschwerdegegnerin zu überbinden. Der 

Beschwerdegegnerin sind bei diesem Ergebnis ebenfalls die Kosten von 

Fr. 140.-- für die ärztlichen Berichte von Dr. med. F._____ vom 

14. September und vom 22. Dezember 2012 zu überbinden, da diesen 

beiden Berichten massgebende Bedeutung für die Beurteilung der 

Streitfrage zukommt, nachdem es die Beschwerdegegnerin unterlassen 

hatte, selbst weitergehende Abklärungen vorzunehmen (SVR 2011 IV Nr. 

13 S. 35 E.2 [9C_178/2010]; Urteil des Bundesgerichts 8C_254/2010 vom 

15. September 2010 E.5). Die Beschwerdegegnerin hat damit den 

Beschwerdeführer mit insgesamt Fr. 6‘626.50 zu entschädigen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 

31. Juli 2012 gutgeheissen und die Angelegenheit zu weiteren 

medizinischen Abklärungen im Sinne der Erwägungen und neuer 

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Verfügung an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat A._____ eine 

Parteientschädigung von Fr. 6‘626.50 (inkl. MWST) zu bezahlen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]