# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be067aa2-7d8e-5448-97a5-f7a522b732ec
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 29.02.2024 A 2023 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2023-47_2024-02-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 23 47

4. Kammer 

Einzelrichter Righetti

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 29. Februar 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Kantons- und Gemeindesteuer 2022

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist mit 15.8 % an der B._____ AG beteiligt. Im 

Wertschriftenverzeichnis 2022 wurde der Aktienwert der B._____ AG mit 

CHF 3'701'150.00 als Vermögenssteuerwert und eine Bruttodividende von 

CHF 79'000.00 als verrechnungssteuerpflichtiger Ertrag deklariert. Ein 

Guthaben gegenüber der B._____ AG wurde im Wertschriftenverzeichnis 

nicht aufgeführt. 

2. Gemäss Meldung der Abteilung Verrechnungssteuer der 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend: 

Steuerverwaltung) sei das Darlehen an die B._____ AG mit einem 

Steuerwert von CHF 33'571.00 im Vorjahr nicht deklariert worden. Dieses 

Darlehen an die B._____ AG wurde in der Veranlagungsverfügung 2022 

vom 2. Oktober 2023 unter Ziff. 32.2 entsprechend übernommen. 

3. Mit Einsprache vom 24. Oktober 2023 ersuchte A._____ die 

Steuerverwaltung darum, Ziff. 32.2 zu korrigieren, da sie kein Darlehen 

von der B._____ AG bekommen habe. 

4. Mit Einspracheentscheid vom 7. November 2023 wies die 

Steuerverwaltung die Einsprache ab und führte zur Begründung aus, dass 

– wie sich dem der Steuererklärung 2022 von A._____ beigelegten 

Kontokorrentauszug entnehmen lasse – A._____ ein Guthaben 

gegenüber der B._____ AG per 31. Dezember 2022 im Betrag von CHF 

31'851.45, das im Jahr 2022 mit CHF 75.00 verzinst worden sei, habe. In 

der Steuererklärung sei dieses Guthaben nicht aufgeführt. Die 

Steuerverwaltung wies darauf hin, dass sie in den Bemerkungen zur 

Veranlagungsverfügung den Saldo des Guthabens mit CHF 33'571.00 

anstatt mit CHF 31'851.45 vermerkt hatte. Trotzdem habe die 

Steuerverwaltung diesen Saldo in absoluten Zahlen mit dem Wert von 

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CHF 31'851.45 samt Zins von CHF 75.00 im Wertschriftenverzeichnis 

erfasst. Die Faktoren blieben zur Veranlagungsverfügung 2022 vom 2. 

Oktober 2023 demnach unverändert. 

5. Dagegen hat A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 9. 

November 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden erhoben. Sie machte im Wesentlichen geltend, der Betrag 

von CHF 31'851.45 sei als Dividendenteil zu betrachten und somit schon 

versteuert. Im Übrigen könne es sein, dass sie vergessen habe, CHF 

75.00 anzugeben. Dafür entschuldige sie sich. 

Der Instruktionsrichter hielt diese Eingabe für ungenügend, weshalb er der 

Beschwerdeführerin mit prozessleitender Verfügung vom 13. November 

2023 eine Frist von 10 Tagen einräumte, um die Mängel zu beheben und 

den gesetzlichen Erfordernissen zu entsprechen. 

In der am 15. November 2023 eingereichten, verbesserten 

Beschwerdeschrift verlangte die Beschwerdeführerin eine Korrektur der 

Veranlagungsverfügung 2022. Begründend führte sie aus, dass ihrer 

Meinung nach das Vermögen der Aktien (Wertschriftenverzeichnis) 

ebenso wie das Einkommen der Dividende inkl. Verrechnungssteuer klar 

deklariert worden sei. Wenn sie die Dividende aufführe, erübrige sich die 

Angabe des Guthabens, weil sie Aktionärin sei und die Dividende in der 

Höhe von CHF 79'000.00 als Guthaben vom Geschäftsjahr 2021/2022 

deklariert worden sei. Die rund CHF 33'000.00 müsste sie laut 

angefochtener Veranlagungsverfügung doppelt versteuern. 

6. In der Vernehmlassung vom 23. November 2023 beantragte die 

Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die teilweise 

Gutheissung der Beschwerde. 

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Sie brachte auf der einen Seite insbesondere vor, die Ausschüttung von 

brutto CHF 79'000.00 mit Fälligkeit per 8. Dezember 2022 betreffe das 

Geschäftsjahr 2021/2022 mit Geschäftsabschluss per 31. März 2022. 

Diese Dividende, die das Geschäftsjahr 2021/2022 mit Bilanzstichtag 31. 

März 2022 betreffe, sei somit nicht vom Kapital des Jahres 2020/2021 mit 

Bilanzstichtag 31. März 2021 zu subtrahieren, da man für die 

Firmenbewertung auf die Vorjahreszahlen abstelle. Die Dividende hätte 

man nur dann vom Kapital subtrahieren dürfen, wenn man für die 

Bewertung auf das aktuelle Geschäftsjahr abgestellt hätte, was vorliegend 

nicht der Fall sei. Hätte man der Beschwerdeführerin anstelle der 

Gutschrift auf dem Kontokorrent die Dividende ausbezahlt, hätte sie im 

Umfang der Nettodividende ebenfalls ein um die Dividende höheren 

Kontostand. 

Auf der anderen Seite sei im Umfang von CHF 75.00 eine Korrektur der 

Vermögensbemessung vorzunehmen. Die Differenz von aufgerundet 

CHF 75.00 entspreche den im Wertschriftenverzeichnis deklarierten 

Konten mit Negativsaldo von CHF 46.00 und CHF 28.95 (total CHF 74.95). 

Diese Beträge seien im Wertschriftenverzeichnis korrigiert und 

versehentlich im Schuldenverzeichnis unter Ziff. 34.2 nicht aufgeführt 

worden. 

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 7. November 2023 betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2022. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der 

dagegen erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. Art. 139 Abs. 1 des 

Steuergesetzes für den Kanton Graubünden [StG; BR 720.00]) und Art. 49 

Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 

370.100]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen 

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Einspracheentscheides zur Beschwerdeerhebung befugt (vgl. Art. 50 

VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten.

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitgegenstand CHF 5'000.00 

nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Der 

vorliegende Streitgegenstand beträgt CHF 353.00. Demnach fällt er in die 

einzelrichterliche Kompetenz.

2. Streitig und zu prüfen ist vorab, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den 

Betrag von CHF 31'851.45 (samt Guthabenzins von CHF 75.00) zum 

steuerbaren Vermögen der Beschwerdeführerin hinzugefügt hat.

2.1. Das in Ziff. 32.2 "Wertschriften und Guthaben" zu erfassende Vermögen 

berechnet sich unter Berücksichtigung der Korrektur von CHF 75.00 (dazu 

siehe unten E.3) gemäss der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin wie 

folgt:

Deklariertes Vermögen: CHF 3'705'325.00

Saldo Kontokorrent A._____ per 31.12.2022: CHF 31'851.45

Steuerwert der C._____ GmbH: CHF 3'753.00

Abzüglich deklarierter Steuerwert C._____ GmbH: CHF -4'249.00

In Ziffer 32.2 zu verfügender Wert: CHF 3'736'680.45

In Ziffer 32.2 verfügt: CHF 3'736'755.00

Differenz aufgerundet: CHF 75.00

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Der Vermögenssteuerwert der Anteile an der B._____ AG von 

CHF 3'705'150.00 wurde der Aktienbewertung per 31. Dezember 2022 

entnommen (Bg-act. 4). Die Aktienbewertung basiert auf den 

Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2020/2021 mit Bilanzstichtag per 

31. März 2021. Laut der Beschwerdegegnerin sei die Dividende, die das 

Geschäftsjahr 2021/2022 mit Bilanzstichtag 31. März 2022 betrifft, nicht 

vom Kapital des Jahres 2020/2021 mit Bilanzstichtag 31. März 2021 zu 

subtrahieren, da man für die Firmenbewertung auf die Vorjahreszahlen 

abgestellt hat. Die Dividende hätte man nur dann vom Kapital subtrahieren 

dürfen, wenn man für die Bewertung auf das aktuelle Geschäftsjahr 

abgestellt hätte. 

2.2. Die Beschwerdeführerin ist hingegen der Auffassung, dass die 

Beschwerdegegnerin den Betrag von CHF 31'851.45 für die Bestimmung 

des steuerbaren Vermögens betreffend das Steuerjahr 2022 nicht hätte 

berücksichtigen dürfen. Dies, weil die Dividende von CHF 79'000.00 als 

Guthaben betreffend das Geschäftsjahr 2021/2022 deklariert worden sei. 

Daher werde der Betrag in der Höhe von CHF 31'851.45 doppelt erfasst.

2.3. Der Argumentation der Beschwerdeführerin kann im Einklang mit der 

Gegenargumentation der Beschwerdegegnerin aus nachfolgenden 

Gründen nicht gefolgt werden.

2.3.1. Der unbestrittene Steuerwert pro Aktie gemäss Bewertung von 

Wertpapieren ohne Kurswert vom 13. Dezember 2021 (Bg-act. 4) für die 

B._____ AG beträgt CHF 46'850.00. Die Beschwerdeführerin besitzt 79 

Aktien davon, was einen Steuerwert von CHF 3'701'150 ergibt, 

entsprechend ihrer Deklaration im Wertschriftenverzeichnis (Bg-act. 2). 

Dazu kommen die Konten mit Negativsaldo (- CHF 46.00 und - CHF 28.95) 

sowie die Beteiligung an der C._____ GmbH von CHF 4'249.00, woraus 

das angegebene Wertschriftenvermögen in der Höhe von 

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CHF 3'705'325.00 resultiert. Dabei ist zu beachten, dass die 

Beschwerdegegnerin (zugunsten der Beschwerdeführerin) den 

Steuerwert der C._____ GmbH reduziert hat (von den deklarierten CHF 

4'249.00 auf CHF 3'753.00). Was nun strittig ist, ist die Hinzurechnung 

zum Vermögen des Saldos per 31. Dezember 2022 des 

Kontokorrentskontos der Beschwerdeführerin bei der B._____ AG. 

2.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin mit der Aussage, wonach "wenn sie die 

Dividende angebe, sich das Guthaben erübrige, weil sie Aktionärin sei und 

die CHF 79'000.00 Dividende als Guthaben vom Geschäftsjahr 2021/2022 

deklariert sind", eine wirtschaftliche Doppelbelastung infolge der 

Besteuerung der Gewinne auf Stufe Unternehmen und der Besteuerung 

der Dividende bei ihr, als natürlicher Person, oder infolge der Besteuerung 

der Kapitalsteuern bei der Gesellschaft und bei ihr als Vermögenssteuern 

aufgrund des Aktienwerts geltend macht, kann sie nicht gehört werden. 

Dieser Mechanismus ist im Schweizer Steuerrecht etabliert und akzeptiert 

(vgl. etwa BGE 136 I 49 E. 5.3 ff.). 

2.3.3. Soweit sie hingegen die Besteuerung der Dividende sowohl als 

Einkommens- wie auch als Vermögensteuer (in Form des Aktienwertes) 

beanstanden sollte, zielt das Argument ins Leere. 

2.3.3.1. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass das Guthaben von 

CHF 31'851.45 bereits die Dividende in der Höhe von CHF 79'000.00 

beinhaltet und als solches bereits besteuert sei bzw. dass das Guthaben, 

das sie gegenüber der B._____ AG aufweist, nicht erneut 

mitberücksichtigt werden dürfte. Die Beschwerdeführerin beanstandet 

somit, sie hätte den Betrag von CHF 79'000.00 als Dividende 

(Einkommen) angegeben und aus diesem Grund sei es nicht 

gerechtfertigt, dass das Guthaben in der Höhe von CHF 31'851.45 (als 

Vermögen) doppelt besteuert werde.

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2.3.3.2. Dem ist entgegenzuhalten, dass wenn die Beschwerdeführerin sich die 

Dividende von CHF 79'000.00 hätte auszahlen lassen, diese dem 

Vermögen hätte vollumfänglich hinzugezählt werden müssen. Auf der 

anderen Seite hätte sie Schulden in der Höhe von CHF 47'148.55 

gegenüber der B._____ AG in Abzug bringen können, so dass sich das 

steuerbare Vermögen auch in diesem Fall um die CHF 31'851.45 erhöht 

worden wäre. Sollte man hingegen – wie es sich zumindest aus den 

Eingaben der Beschwerdeführerin implizit ergibt – im konkreten Fall das 

Guthaben von CHF 31'851.45 gegenüber der Gesellschaft nicht als 

steuerbares Vermögen berücksichtigen bzw. unberücksichtigt lassen, 

würde die Beschwerdeführerin – ohne, dass die Dividende bzw. das 

Guthaben als Vermögen besteuert wird – bei einer späteren 

Dividendenauszahlung von einer Reduktion des steuerbaren Vermögens 

profitieren. Weshalb eine unterschiedliche Behandlung dieser zwei 

Konstellationen aus steuerrechtlicher Hinsicht gerechtfertigt sein sollte, 

wird weder dargelegt noch ist ersichtlich.

2.3.3.3. Der Saldo, den die Beschwerdeführerin per Ende Jahr auf dem 

Kontokorrent bei der B._____ AG, worauf ihr die Dividende der B._____ 

AG ausbezahlt wird, aufweist, kann nicht vom Vermögen aus der 

Beteiligung an der B._____ AG der Beschwerdeführerin abgezogen 

werden. Der Steuerwert der Aktien und die sonstigen Guthaben der 

Beschwerdeführerin sind getrennt zu betrachten, selbst wenn das 

betreffende Guthaben (Kontokorrentsaldo bei der B._____ AG) auch aus 

der Gutschrift von Dividenden auf das Konto resultiert. Die Bewertung der 

Aktien der B._____ AG basiert, vereinfacht gesagt, zum Teil auch auf dem 

Ertragswert des Unternehmens und damit auch auf dem Reingewinn der 

letzten massgebenden Geschäftsjahre, der im vorliegenden Fall offenbar 

jeweils auch in Form von Dividenden an die Aktionäre ausbezahlt wurde 

(zur Ermittlung s. Kreisschreiben SSK, Rz. 28). Teilt man den so 

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ermittelten Unternehmenswert durch die Anzahl Aktien, kommt man auf 

den Steuerwert der Aktie, der hier auf CHF 46'850.00 festgelegt wurde. 

Da im Zeitpunkt der Veranlagung der natürlichen Personen (darunter auch 

der Beschwerdeführerin) im vorliegenden Fall die notwendige 

Jahresrechnung der zu bewertenden Gesellschaft (der B._____ AG mit 

Bilanzstichtag jeweils per 31. März) noch ausstehend war, wurde für die 

Unternehmensbewertung zurecht auf die Vorjahreszahlen abgestellt. Das 

Vermögen der Beschwerdeführerin aus der Beteiligung an der B._____ 

AG, das den Verkehrswert der (nicht kotierten) Aktien der 

Beschwerdeführerin gemäss dem entsprechenden Bewertungsverfahren 

abbildet, kann also nicht um die an die Beschwerdeführerin ausbezahlten 

Dividenden verringert werden. Die Beschwerdeführerin hat also beim 

Vermögen zwei voneinander getrennte Werte zu versteuern, nämlich die 

Beteiligung an der B._____ AG und die erhaltene Dividende bzw. was 

davon jeweils Ende Jahr neben anderen Einnahmen übrig geblieben ist 

(Guthaben/Kontokorrentsaldo positiv [für die Beschwerdeführerin] bzw. 

negativ [für die Firma]). Dass der Betrag der Dividende auf einem 

Kontokorrent bei der Gesellschaft anstatt z.B. auf einem Privatkonto 

gutgeschrieben wurde, spielt schliesslich keine Rolle. Auch ein Guthaben 

eines Kontokorrents bei einer Gesellschaft zählt zum Vermögen der 

Beschwerdeführerin.  

3.1. Zuletzt – wie von der Beschwerdegegnerin selbst beantragt – ist noch die 

Differenz von aufgerundet CHF 75.00 zu berücksichtigen. Diese setzt sich 

aus den Negativsaldi von CHF 46.00 und CHF 28.95 zusammen, die zwar 

im Wertschriftenverzeichnis aufgeführt, jedoch im Schuldenverzeichnis 

(Ziff. 34.2) nicht gewährt wurden. Durch diese Korrektur reduziert sich das 

Vermögen aus Privatwertschriften und Guthaben um CHF 74.95 von den 

verfügten CHF 3'736'755.00 auf neu CHF 3'736'680.05. Insgesamt ergibt 

sich somit neu ein steuerbares Vermögen von CHF 3'805'996.00 anstatt 

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des verfügten (abgerundeten) Betrags von CHF 3'806'000.00. Dies würde 

im Endergebnis dazu führen, dass der verfügte Rechnungsbetrag für die 

Vermögenssteuer betreffend Kanton anstatt CHF 6'470.20 (abgerundet 

CHF 6'470.00) CHF 6'470.19 und betreffend Gemeinde anstatt CHF 

6'146.69 (aufgerundet CHF 6'147.00) nun CHF 6'146.68 betragen würde 

(bei einer Abrundung auf CHF 3'805'900.00 würde sich der 

Rechnungsbetrag auf CHF 6'470.03 [Kanton] bzw. CHF 6'146.53 

[Gemeinde] belaufen). Demnach erweist sich dieser Umstand im Rahmen 

der Veranlagung als unbedeutend.

3.2. Die Befugnis zur Einsprache- und Beschwerdeerhebung in Steuersachen 

setzt ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des 

angefochtenen Entscheids voraus (sogenannte Beschwer). Fehlt dieses, 

ist auf ein hiergegen erhobenes Rechtsmittel nicht einzutreten. Gemäss 

der Rechtsprechung besitzt eine steuerpflichtige Person grundsätzlich 

kein schutzwürdiges Interesse an einer Erhöhung ihrer Steuerfaktoren. 

Dies muss auch dort gelten, wo der Rechnungsbetrag unverändert bleibt. 

Insbesondere begründet das allgemeine Interesse an einer 

gesetzmässigen Besteuerung noch kein schutzwürdiges Interesse für die 

Aufhebung oder Änderung eines steuerrechtlichen Entscheids. 

Unzureichend ist sodann ein rein virtuelles oder nicht aktuelles Interesse. 

Ein schutzwürdiges Interesse liegt jedoch vor, wenn die tatsächliche oder 

rechtliche Situation der rechtsmittelerhebenden Partei durch den Ausgang 

des Verfahrens beeinflusst werden kann (vgl. Verfügung des 

Verwaltungsgerichts Zürich SB.2020.00082 vom 22. Oktober 2020 E.2, 

mit Verweise; sh. auch BGE 131 II 587 E.2.1). Im vorliegenden Fall hat 

zwar die Beschwerdegegnerin das "Versehen" anerkannt. Dennoch ist es 

nicht ersichtlich, weshalb die Rechtslage in derartigen Fällen anders zu 

werten wäre, als dort, wo die steuerpflichtige Person selbst eine solche 

Einwendung ins Recht bringt. 

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3.3. Aus den Rechtsschriften der Beschwerdeführerin geht nicht hervor, 

weshalb sie ein Interesse an einer erneuten Einschätzung haben sollte, 

die in Anbetracht der Gesamtumstände zum gleichen Ergebnis führen 

würde. Ein solches Interesse ist auch nicht ersichtlich, zumal die 

Beschwerdegegnerin auf die unterlassene Berücksichtigung des Betrages 

in der Höhe von CHF 74.95 hingewiesen hat. Hieraus erschliesst sich, 

dass allfällige theoretische – in casu nicht geltend gemachte – Motive für 

eine gleiche Einschätzung sich nicht auf konkrete und aktuelle Nachteile 

beziehen, die der Beschwerdeführerin selbst drohen könnten. 

3.4. Da die Beschwerdeführerin im konkreten Fall die Rüge nicht aufgeworfen 

und die Beschwerdegegnerin von sich aus die fehlerhafte Einschätzung 

anerkannt hat, kann das Verfahren, insoweit es die Berücksichtigung des 

Betrages von CHF 74.95 betrifft, im Sinne von Art. 9 Abs. 2 des 

Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) als erledigt 

abgeschrieben werden, da das rechtserhebliche Interesse an einer 

Änderung des Einspracheentscheides nicht ersichtlich bzw. weggefallen 

ist. 

4. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). In casu kommt der Einzelrichter 

zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin, wie von ihr selbst beantragt, 

den Betrag von CHF 75.00 steuervermindernd hätte berücksichtigen 

müssen. Da die Beschwerdegegnerin allerdings zu Recht den Betrag von 

CHF 31'851.45 zum Vermögen hinzugezählt hat, sich die 

Berücksichtigung des Betrages von CHF 75.00 im Endergebnis auf den 

Steuerbetrag nicht auswirkt und die Beschwerdeführerin diesen Betrag in 

ihrer Steuererklärung und auch in der Beschwerde nicht geltend gemacht 

hat (vgl. Schuldenverzeichnis Ziff. 34 [Bg-act. 1]), rechtfertigt es sich nicht, 

die Beschwerdeführerin im Kostenpunkt als teilweise obsiegende Partei 

zu betrachten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die 

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Gerichtskosten von CHF 800.00 gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG somit 

vollumfänglich der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin indes nicht zu, da sie 

lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte (Art. 78 VRG).

III. Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit diese nicht gegenstandlos 

worden ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 800.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 248.00

zusammen CHF 1'048.00

gehen zulasten von A._____. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]