# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27b778c3-6a9d-5110-bda0-1f93dab50dcd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.09.2025 200 2025 297
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-297_2025-09-15.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 297 
KNB/FRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 15. September 2025

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse Unia  
Kompetenzzentrum D-CH-West, Monbijoustrasse 61,
Postfach 3398, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. März 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2025, ALV 200 2025 297

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

 Mit Verfügung vom 28. November 2024 stellte die Unia Arbeitslosen-
kasse (nachfolgend: Unia bzw. Beschwerdegegnerin) A.________ 
(nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ab dem 8. Juni 
2024 für die Dauer von 37 Tagen in ihrem Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung ein und forderte zu viel ausgerichtete Arbeitslosenent-
schädigung im Betrag von Fr. 5'029.50 zurück (Akten der Unia [act. II] 
110-114).

 Die in der Folge von der Versicherten erhobene Einsprache (act. II 86-
88) wies die Unia mit Entscheid vom 25. März 2025 (act. II 71-80) ab. 

 Mit Beschwerde vom 10. Mai 2025 (Postaufgabe) an das Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern beantragt die Versicherte sinngemäss, dass 
der Einspracheentscheid vom 25. März 2025 aufzuheben sei. 

 Mit Eingabe vom 18. Juni 2025 teilte die Beschwerdegegnerin mit, auf-
grund der Ausführungen in der Beschwerde habe sie bei der Arbeitge-
berin der Beschwerdeführerin, der B.________ (nachfolgend: ehemali-
ge Arbeitgeberin), nochmals eine Abklärung des Sachverhalts bezüg-
lich der Auflösung des Arbeitsverhältnisses vorgenommen. Die ehema-
lige Arbeitgeberin habe nicht innerhalb der gegebenen Frist eine Stel-
lungnahme eingereicht, weshalb um Verlängerung der Frist zur Einrei-
chung einer Beschwerdeantwort ersucht wurde. 

 Mit Schreiben vom 27. Juni 2025 setzte der Instruktionsrichter der Be-
schwerdegegnerin eine kurze Frist zur Einreichung einer Beschwerde-
antwort bzw. zur Wiedererwägung des angefochtenen Einspracheent-
scheids und Rückversetzung ins Einspracheverfahren. Es sei nicht an 
der Beschwerdegegnerin, nach erhobener Beschwerde der Versicher-
ten, weitere Abklärungen vorzunehmen. Die Einlegung eines devoluti-
ven Rechtsmittels leite die Streitsache an die Rechtsmittelinstanz über. 
Das Verwaltungsgericht werde damit zuständig, sich mit der Sache zu 
befassen. Gleichzeitig verliere die Vorinstanz die Befugnis, sich der 
Angelegenheit weiterhin, bspw. durch selbständige Vornahme von zu-
sätzlichen Abklärungen, anzunehmen. Bei Abklärungsbedarf sei die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2025, ALV 200 2025 297

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Angelegenheit somit ins Einspracheverfahren "zurückzuversetzen". 
Selbst wenn die Stellungnahme der Arbeitgeberin seither eingelangt 
sein sollte, sei es vorab wieder an der Beschwerdegegnerin, diese 
sorgfältig zu prüfen und zu entscheiden. Es sei nicht am Verwaltungs-
gericht diese neu eingeholten Unterlagen direkt in die Beurteilung ein-
zubeziehen. Kommt hinzu, dass der Versicherten vorgängig das recht-
liche Gehör zu gewähren sein wird. 

 Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2025 schloss die Beschwerdegeg-
nerin, ohne Bezug auf die neu eingeholten Unterlagen zu nehmen, un-
ter Beilage des Schreibens der ehemaligen Arbeitgeberin vom 2. Juli 
2025 auf Abweisung der Beschwerde. 

 Mit der Beschwerdeeinreichung vom 10. Mai 2025 (Postaufgabe) wur-
de der Beschwerdegegnerin – vorbehältlich der Wiedererwägung lite 
pendente – die Befugnis entzogen, weitere Abklärungen vorzunehmen, 
ging doch die Verfügungsbefugnis auf die Rechtsmittelinstanz über 
(sog. Devolutiveffekt; BGE 130 V 138 E. 4.2 S. 142). Indem die Be-
schwerdegegnerin (erst) im Beschwerdeverfahren der ehemaligen Ar-
beitgeberin einen Fragekatalog unterbreitet hat, der mit Stellungnahme 
vom 2. Juli 2025 beantwortet wurde, hat sie die Abklärungen unzuläs-
sigerweise ins Beschwerdeverfahren verlagert. 

 In der Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2025 nahm die Beschwerde-
gegnerin keinen Bezug auf die im Beschwerdeverfahren eingeholte 
Stellungnahme der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin 
vom 2. Juli 2025, zu der die Beschwerdeführerin bisher nicht Stellung 
nehmen konnte. 

 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 25. März 2025 (act. II 71-
80) ist nach dem Dargelegten in Gutheissung der Beschwerde aufzu-
heben und die Angelegenheit ist ins Einspracheverfahren zurückzuver-
setzen, damit die Beschwerdegegnerin vorerst – entsprechend ihrer 
Aufgabe – vor Erlass eines neuen Einspracheentscheids und nach der 
Gewährung des rechtlichen Gehörs die Akten in Kenntnis der gesam-
ten Unterlagen prüft und neu entscheidet. 

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 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIG; SR 837.0) i.V.m. Art. 61 lit. fbis des Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1; Umkehrschluss; vgl. auch 
BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

 Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat nach konstan-
ter Praxis trotz ihres Obsiegens keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung, da der Aufwand zur Wahrung ihrer Interessen den Rah-
men dessen nicht überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und 
zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Ange-
legenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; 
SVR 2019 KV Nr. 7 S. 47, 9C_714/2018 E. 9.2.1).

 Der Streitwert liegt unter Fr.  20'000.--, weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Arbeitslosenkasse Unia vom 25. März 2025 aufge-
hoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 
damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und einen neuen Ein-
spracheentscheid erlasse. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- A.________ (samt Schreiben des Gerichts vom 27. Juni 2025 und 

Eingabe der Unia vom 7. Juli 2025)
- Arbeitslosenkasse Unia 
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.