# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c47fab08-b9f4-5c33-ab0f-d70f07f11293
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2008 E-1405/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1405-2007_2008-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1405/2007/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), 
Richter Gérard Scherrer, Richterin Therese Kojic; 
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

A._______, geboren (...), alias
A._______, geboren (...),
Côte d'Ivoire,
vertreten durch Ursina Stgier Kathe, 
Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM
vom 23. Januar 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1405/2007

Sachverhalt:

A.
Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Hei-
matstaat  am 29. März  2006 und gelangte  am 30. März  2006 in  die 
Schweiz,  wo  er  am  4.  April  2006  unter  der  Identität  A._______, 
geboren (...), um Asyl nachsuchte. Am 10. April 2006 fand in Vallorbe 
die  Empfangszentrumsbefragung  statt.  Da  der  Beschwerdeführer 
geltend  machte,  minderjährig  zu  sein,  wurde  am  20.  April  2006  in 
B._______  eine  Handknochenanalyse  durchgeführt,  die  ergab,  dass 
die vorgebrachte Minderjährigkeit unglaubhaft und für die Fortsetzung 
des  Asylverfahrens  von  der  Volljährigkeit  des  Beschwerdeführers 
auszugehen sei. In der Nachbefragung des BFM vom 26. April  2006 
wurde  dem  Beschwerdeführer  zu  diesem  Umstand  das  rechtliche 
Gehör gewährt. Am 22. Mai 2006 erfolgte die Anhörung zu den Asyl-
gründen durch das C._______.

Im  Wesentlichen  machte  der  Beschwerdeführer  dabei  geltend,  er 
stamme aus D._______/Abidjan und gehöre der Ethnie der F._______ 
an. Bis zu seiner Flucht im März 2006 habe er zusammen mit seinen 
(...)  und  seinem  (...)  inAbidjan  gelebt.  Sein  Vater  sei 
(Funktionsbezeichnung)  der  Unterstützungsbewegung  der  F._______ 
gewesen.  Nach  Schulabgang  sei  er  keiner  Arbeit  nachgegangen, 
sondern  habe  seiner  Mutter  ausgeholfen  und  daneben  im  Verein 
G._______  (...)  gespielt.  Dabei  habe  er  einen  älteren  Schweizer 
Staatsbürger (H._______) kennengelernt, der von Zeit zu Zeit bei den 
Trainings  als  Zuschauer  zugegen  gewesen  sei.  Im  selben 
Gebäudekomplex,  in  welchem  der  Beschwerdeführer  mit  seiner 
Familie  gewohnt  habe,  habe  unter  anderem  auch  die  Familie 
I._______  gewohnt.  Herr  I._______  sei  (Funktionsbezeichnung) 
derselben  Unterstützungsbewegung  gewesen,  welcher  sein  Vater 
angehört habe. Im März 2006 hätten Militärangehörige im Hof dieses 
Gebäudekomplexes  eine  Razzia  durchgeführt.  Dabei  hätten  die 
Soldaten alles zusammengeschlagen und alle  sich dort  befindenden 
Personen  festgenommen,  darunter  auch  die  Eltern  und  den  Bruder 
des  Beschwerdeführers.  Ihm  und  seinem  Freund  und  Nachbarn, 
J._______ I._______, sei die Flucht gelungen. Sie seien zu H._______ 
geflohen,  wo  sie  sich  zwei  Wochen  lang  versteckt  gehalten  hätten. 
Eines Tages habe ihnen H._______ angeboten, sie in die Schweiz zu 
bringen. Er habe ihnen gefälschte Pässe besorgt, worauf er und sein 
Freund  mit  H._______  am  30.  März  2006  auf  dem  Luftweg  in  die 

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Schweiz gelangt seien. Die ersten Tage hätten sie in der Wohnung von 
H._______ in K._______ verbracht. Erst dort sei ihnen klar geworden, 
dass  dieser  als  Entgelt  für  seine  Fluchthilfe  sexuelle  Verfügbarkeit 
verlangt  habe.  Nachdem  die  beiden  jungen  Männer  von  Bekannten 
des H._______ sexuell  belästigt  worden seien, seien sie am 4. April 
2006  aus  seiner  Wohnung  ins  EVZ  Vallorbe  geflüchtet,  wo  sie 
gleichentags ein Asylgesuch eingereicht haben. Der Beschwerdeführer 
gab weder Identitätspapiere noch andere Beweismittel zu den Akten, 
die  seine  Identität  hinreichend  belegen  könnten  und  einer 
Aufforderung zur Papierbeschaffung innert 48 Stunden kam er mit der 
Begründung,  er  habe  mit  seiner  Familie  keinen  Kontakt  mehr,  nicht 
nach.

B.
Anlässlich einer polizeilichen Kontrolle am 31. Mai 2006 im Umfeld der 
Drogenszene  in  Basel  trug  der  Beschwerdeführer  SFr.  450.--  und 
€ 255.-- in einer Stückelung, die der Usanz in der Drogenhandelssze-
ne entspreche, auf sich. In der Folge wurde er polizeilich verzeigt. 

C.
Mit Verfügung vom 11. September 2006 stellte das BFM fest, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das 
Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz und ordnete den Vollzug an.

D.
Mit  Eingabe vom 13. Oktober  2006 erhob der  Beschwerdeführer  bei 
der  damals  zuständigen  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK)  Beschwerde.  Gleichzeitig  reichte  er  eine  Fürsorgeabhängig-
keitsbestätigung  der  Sozialhilfe  der  Stadt  Basel,  sowie  ein  Empfeh-
lungsschreiben des Sportverbandes L._______, zu den Akten.

E.
Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens hob das BFM mit Verfü-
gung vom 8. November 2006 den am 11. September 2006 ergangenen 
Entscheid auf und nahm das Asylverfahren wieder auf. Daraufhin wur-
de die Beschwerde vom 13. Oktober 2006 mit Beschluss der ARK vom 
15. November 2006 als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

F.
Mit  Verfügung vom 22. November 2006 gewährte das BFM dem Be-
schwerdeführer das rechtliche Gehör zu diversen Widersprüchlichkei-

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ten im Zusammenhang mit den protokollierten Aussagen seines Freun-
des J._______ I._______ (N_______). Jener nahm mit Schreiben vom 
4.  Dezember  2006  Stellung.  Auf  die  Vorbringen  und  Ausführungen 
wird,  soweit  für  das  Urteil  von  Belang,  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

G.
Mit  Verfügung  vom  23.  Januar  2007  stellte  das  BFM  fest,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das 
Asylgesuch  erneut  ab. Gleichzeitig  ordnete  es  die  Wegweisung  aus 
der Schweiz und den Vollzug an.

H.
Mit Beschwerde vom 22. Februar 2007 beantragte der Beschwerdefüh-
rer,  die vorinstanzliche Verfügung vom 23. Januar 2007 sei aufzuhe-
ben.  Es  sei  festzustellen,  dass  er  die  Flüchtlingseigenschaft  erfülle, 
und es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventuell sei festzu-
stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzumutbar sei und daher 
die  Vorinstanz  anzuweisen,  den  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz 
nach den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln. In 
prozessualer  Hinsicht  beantragte  er,  die  Vollzugsbehörden  seien  im 
Sinne einer  vorsorglichen Massnahme anzuweisen,  die  Datenweiter-
gabe des Beschwerdeführers an den Heimatstaat bis zum Entscheid 
über die Beschwerde zu sistieren und eine eventuell  bereits erfolgte 
Datenweitergabe an den Heimatstaat des Beschwerdeführers offenzu-
legen und diesem dazu das rechtliche Gehör im Hinblick auf subjektive 
Nachfluchtgründe zu gewähren. Des Weiteren ersuchte er um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege.

I.
Mit Zwischenverfügung vom 14. März 2007 wies der damals zuständi-
ge Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts die Gesuche um 
Sistierung respektive um Offenlegung einer eventuell bereits erfolgten 
Datenweitergabe  des  Beschwerdeführers  an  den  Heimatstaat  durch 
die  Vollzugsbehörde  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens 
sowie die Gewährung des rechtlichen Gehörs im Hinblick auf subjekti-
ve Nachfluchtgründe ab. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) wurde hingegen  gutgeheissen und auf  die Erhebung eines 
Kostenvorschusses verzichtet. 

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J.
In ihrer Vernehmlassung vom 23. März 2007 hielt die Vorinstanz fest, 
die Beschwerde enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-
weismittel,  welche  eine  Änderung  ihres  Standpunktes  rechtfertigen 
könnten, und beantragte deren Abweisung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnah-
me im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  daher  zuständig  für  die Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2 Mit Bezug auf das hängige Asylverfahren ist von der Prozessfähig-
keit des Beschwerdeführers auszugehen, die in der Rechtsmitteleinga-
be  nicht  bestritten  wird  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 3, S.19). 

1.3 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung. Der zwischenzeitlich auch eigenen Angaben zufolge volljäh-
rig  gewordene  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 
52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

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3.
3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tra-
gen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4.
4.1 Das BFM führte in seiner Verfügung im Wesentlichen aus, die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  würden  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügen. Insbesondere sei 
der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, die von ihm behaup-
tete Minderjährigkeit im Sinne der geltenden Praxis (vgl. EMARK 2001 
Nr. 22) glaubhaft darzulegen. So habe er trotz wiederholter Aufforde-
rungen  keine  Identitätsdokumente  zu  den  Akten  gereicht  und  habe 
sich auch nicht bemüht,  solche zu beschaffen. Zudem habe er reali-
tätsfremde Ausführungen zu seinen Reisepapieren sowie zu den Vor-
gängen bei der Zollkontrolle getätigt. Auch lasse sich aus dem Resul-
tat der durchgeführten Knochenaltersanalyse vom 20. April 2006, wel-
che ergeben habe, dass der Beschwerdeführer 19 Jahre alt oder älter 
sei (was im Widerspruch zu seinem angeblichen Geburtsdatum stehe), 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Sodann habe der Beschwerdefüh-
rer anlässlich seiner Anhörungen vermieden, genaue Zeitangaben zu 
machen und es fehle bei den Angaben zu seinem Schulbesuch an Ge-
nauigkeit und Kohärenz.  

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Des  Weiteren  seien  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu 
seinen Fluchtgründen, der Ausreisesituation sowie dem Reiseweg teils 
widersprüchlich,  teils  unsubstanziiert  und  teils  der  allgemeinen 
Lebenserfahrung  entgegenstehend  ausgefallen.  Darüber  hinaus 
würden  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  teilweise  nicht  mit 
denjenigen seines Freundes und Reisebegleiters J._______ I._______ 
übereinstimmen,  welcher  den  identischen  Asylgrund  und  denselben, 
gemeinsamen Reiseweg geltend gemacht habe.

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird gerügt, das BFM habe zu Unrecht 
auf  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  geschlossen  und  damit 
Bundesrecht verletzt. Eine Prüfung der vorliegenden Akten lässt indes-
sen  das  Bundesverwaltungsgericht  zum Schluss  kommen,  dass  das 
BFM zu Recht und mit im Wesentlichen zutreffender Begründung von 
der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen des Beschwerdeführers  ausge-
gangen ist. So ist unter Bezugnahme auf die im erstinstanzlichen Ver-
fahren vom Beschwerdeführer geltend gemachte Minderjährigkeit fest-
zustellen,  dass  die  asylsuchende  Person  für  die  von ihr  behauptete 
Minderjährigkeit die Beweislast und damit die Folgen der Beweislosig-
keit  trägt.  Bei  der  Beurteilung  der  Frage,  ob  das  angegebene  Alter 
glaubhaft  erscheint, ist  im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Ab-
wägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die Richtig-
keit  der  betreffenden  Altersangaben  sprechen,  vorzunehmen  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 30 E. 5 S. 208 ff.; 2000 Nr. 19 E. 8b S. 188; 2001 Nr. 
23 E. 6c S. 187; 1993 Nr. 21 S. 134 ff.).  Ein aufgrund einer entspre-
chenden Analyse festgestelltes  Knochenalter  von 19 Jahren vermag 
dabei höchstens ein – schwaches – Indiz für die Volljährigkeit der be-
treffenden Person zu bilden (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.2 S. 210). 
Mit  der  Vorinstanz  ist  nach  einer  solchen  Abwägung  zu  schliessen, 
dass  es  dem Beschwerdeführer  aufgrund der  von jener  dargelegten 
Gründe nicht  gelungen ist,  seine  im erstinstanzlichen Verfahren gel-
tend gemachte Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. So kann er mit 
der Behauptung, er sei minderjährig, zumal ihm seine Eltern eine Ge-
burtsurkunde, seine Minderjährigkeit bestätigend, gezeigt hätten, die-
se offensichtlich nicht glaubhaft machen. Zudem ist in Geburtsurkun-
den in der Regel lediglich das Geburtsdatum aufgeführt und nicht - wie 
vom Beschwerdeführer behauptet  - die Minderjährigkeit. Darüber hin-
aus gab er anlässlich der Nachbefragung zu seinem Alter und der kan-
tonalen Anhörung durchwegs unbestimmte und ausweichende Anga-
ben zu seinem Alter sowie zum Eintritt, der Dauer und dem Beenden 
seiner Schulzeit zu Protokoll (vgl. A14, S. 4; A10, S. 2 f.). Diese vagen 

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http://www.ark-cra.ch/emark/2000/19.htm
http://www.ark-cra.ch/emark/2001/23.htm
http://www.ark-cra.ch/emark/2001/23.htm

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Aussagen  lassen  sich  auch  nicht  mit  seinen  Altersangaben  bei  der 
Nachbefragung im EVZ Basel vom 26. April 2006 in Einklang bringen, 
wonach er am 13. Juli 1988 geboren, mithin 17 Jahre alt sei (vgl. A10, 
S.  1).  Schliesslich  hat  die  durchgeführte  Knochenaltersbestimmung 
ergeben, dass der Beschwerdeführer 19 Jahre alt oder mehr sei (vgl. 
A9),  was  nicht  in  Übereinstimmung  mit  seiner  Angabe,  am  13.  Juli 
1988  geboren  zu  sein,  zu  bringen  ist,  sondern   –  wie  auch  das 
äussere  Erscheinungsbild  -   ebenfalls  darauf  schliessen  lässt,  dass 
der  Beschwerdeführer  bereits  zum Zeitpunkt  der  Einreichung seines 
Asylgesuchs  volljährig  gewesen  ist.  Festzustellen  ist  in  diesem 
Zusammenhang  noch,  dass  die  Formulierung  des  BFM  in  seiner 
Verfügung,  der  Beschwerdeführer  habe  über  die  Identität  getäuscht, 
offenbar dahingehend zu verstehen ist, dass die unklare Altersangabe 
zwar auf die Volljährigkeit schliessen lasse, jedoch nicht als genügend 
klare  Identitätstäuschung  betrachtet  wurde,  um  einen 
Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG fällen 
zu können.

Sodann hatte der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen im er-
stinstanzlichen Verfahren  – entgegen seinen Behauptungen  – ausrei-
chend  Gelegenheit,  sich  zu  seinen  Ausreiseumständen  zu  äussern. 
Auch wurde er einlässlich zu seinen Ausreisemodalitäten und der dies-
bezüglichen  Organisation  durch  H._______  befragt,  wo  er  stets 
ausweichende  und  nicht  detaillierte  Anworten  zu  Protokoll  gab  (vgl. 
A1, S. 5 f.; A10, S. 3; A14, S. 17 ff.). Aufgrund der Tatsache, dass die 
Vorinstanz zum Schluss kam, die Vorbringen des Beschwerdeführers 
seien wegen klarer Indizien als unglaubhaft zu werten, sah sie sich in 
der Folge – zu Recht – nicht veranlasst, zusätzliche Fragen oder wei-
tergehende Abklärungen zu treffen, womit der vom BFM aufgezeigte 
Widerspruch  bezüglich  der  Reisepapiere  und  -modalitäten  bestehen 
bleibt. Es kann im Übrigen an dieser Stelle auf die zutreffenden Erwä-
gungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen der Beschwerdefüh-
rer in seiner Rechtsmitteleingabe nichts Entscheidendes entgegenzu-
setzen hat. Die erhobene Rüge der Verletzung von Art. 7 AsylG erfolg-
te nach dem Gesagten zu Unrecht.

4.3 Weiter wird in der Beschwerde geltend gemacht, der Beschwerde-
führer müsse bei einer Rückkehr in sein Heimatland aufgrund der poli-
tischen Tätigkeiten seines Vaters mit einer Reflexverfolgung rechnen.

Zwar  werden in  der  Praxis  in  verschiedenen Ländern  staatliche Re-

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pressalien gegen nahe Verwandte politischer Aktivisten angewendet, 
welche  als  so  genannte  Anschluss-  oder  Reflexverfolgung  durchaus 
asylrechtlich relevante Intensität annehmen können (vgl. dazu die wei-
terhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1994 Nr. 17, Nr. 5 S. 47f., 
EMARK 1993 Nr. 39 S. 280 ff.,  Nr. 37 S. 263 ff.,  Nr. 6 S. 36 ff.). Die 
Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Reflexverfolgung im dargelegten Sinne 
zu werden, ist vor allem gegeben, wenn nach einem flüchtigen Famili-
enmitglied gefahndet wird und die Behörde Anlass zur Vermutung hat, 
jemand stehe mit dem Gesuchten in engem Kontakt. Das Risiko erhöht 
sich  zusätzlich,  wenn  ein  nicht  unbedeutendes  politisches  Engage-
ment des Reflexverfolgten für illegale politische Organisationen hinzu-
kommt. 

Die geltend gemachte Befürchtung einer Reflexverfolgung ist auch in 
Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung als unbegründet zu be-
zeichnen.  Wie  aus  den  Protokollen  zu  entnehmen  ist,  ist  der  Be-
schwerdeführer weder politisch tätig noch ist  er  Mitglied einer Partei 
(vgl. A1, S. 4; A14, S. 9). Zudem ist er gemäss eigenen Angaben nie 
behördlich verfolgt oder sonstwie behelligt worden, womit nicht nach-
vollziehbar ist, dass er aufgrund der Parteizugehörigkeit seines Vaters 
zum  F._______  verfolgt  werden  sollte.  Bezeichnenderweise  blieben 
seine  Aussagen  zu  den  politischen  Aktivitäten  des  Vaters 
unsubstanziiert, und die Aussagen betreffend den Verbleib der Eltern 
vermögen  nicht  zu  überzeugen.  Schliesslich  ist  in  Bezug  auf  das 
F._______ grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass es sich dabei heute 
um  eine  registrierte  legale  Partei  handelt,  eine  Mitgliedschaft  somit 
legal  ist  und  gemäss  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts 
für  einfache  Mitglieder  und  daher  auch  für  deren  Kinder  kein 
Verfolgungsrisiko  mehr  besteht.  Somit  ist  der  Beschwerdeführer  mit 
seiner geltend gemachten Furcht  vor zukünftiger Verfolgung nicht  zu 
hören. 

4.4 Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzustellen, dass der 
Beschwerdeführer  keinen  asylrechtlich  bedeutsamen  Sachverhalt 
nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Zu Recht hat deshalb das 
BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen.

5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 

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ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei-
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5  Abs.  1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 

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es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das 
in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-
foulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückführung des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
ner  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinwei-
sen;  EGMR,  Bensaid  gegen  Grossbritannien,  Urteil  vom 6.  Februar 
2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die all-
gemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat  lässt den Wegwei-
sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. 
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 
der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

6.5 Im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-4477/2006  vom 
28. Januar 2008 wurde  – gestützt auf zahlreiche Quellen  – eine aus-
führliche Analyse der politischen Lage an der Côte d'Ivoire vorgenom-
men. Darin führt das Bundesverwaltungsgericht im Ergebnis aus, dass 
in diesem Land zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr eine Situation von 
Krieg,  Bürgerkrieg  oder  allgemeiner  Gewalt  herrscht,  in  dem Sinne, 
dass von einer generellen Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegwei-
sung für alle Asylsuchenden aus der Côte d'Ivoire auszugehen wäre. 

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Gestützt auf die vorgenommene Lageanalyse erachtet das Bundesver-
waltungsgericht  einen  Wegweisungsvollzug  nach  Abidjan  für  junge 
Männer ohne gesundheitliche Probleme, welche bereits vor ihrer Aus-
reise dort  gelebt haben oder dort  über ein familiäres Netz verfügen, 
generell als zumutbar. Hingegen ist für Asylsuchende, welche aus dem 
Westen oder dem Norden des Landes stammen und ohne Verbindung 
zu Abidjan stehen, eine detailliertere Analyse der allgemeinen Situati-
on  in  ihrer  Heimatregion  und  ihrer  persönlichen  Situation  vorzuneh-
men. 

6.6 Der junge Beschwerdeführer, der keine gesundheitlichen Proble-
me geltend macht, stammt eigenen Aussagen gemäss aus Abidjan, wo 
er seit  seiner Geburt bis zur Ausreise gelebt hat. Bereits deshalb ist 
der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu bezeichnen. Der Vollstän-
digkeit  halber  ist  festzustellen,  dass  mindestens  sein  (...)  und  wohl 
auch seine (...)  in  Abidjan leben und der  Beschwerdeführer  dort  im 
(...)club G._______ gespielt hat. So ist anzunehmen, dass er dort über 
einen Freundeskreis verfügt (vgl. A1, S. 3; A7, S. 3), er mithin bei einer 
Rückkehr dorthin ein soziales Netz vorfinden wird und nicht auf sich 
allein gestellt ist.

Was  schliesslich  die  hauptsächlich  dank  des  (...)sportes  geltend 
gemachte gute Integration in der Schweiz anbelangt, ist festzuhalten, 
dass die erst gut zweijährige Aufenthaltsdauer in der Schweiz keinen 
Grund bildet, welcher gegen einen Wegweisungsvollzug spricht, zumal 
der  Beschwerdeführer  seine  Kindheits-  und  Adoleszenzjahre,  mithin 
seine  prägenden  Lebensjahre  in  D._______/Abidjan  verbracht  hat, 
weshalb  es  ihm  zumutbar  ist,  in  seinen  gewohnten  Kultur-  und 
Lebenskreis zurückzukehren.

6.7 Nach dem Gesagten erweist  sich Vollzug der  Wegweisung auch 
als zumutbar.

6.8 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 
83 Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestä-
tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumut-

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bar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt  eine Anordnung 
der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem das vom Be-
schwerdeführer  gestellte  Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege gutgeheissen wurde, sind jedoch keine Verfahrenskosten 
aufzuerlegen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das C._______ ad (...) (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand:

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