# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3557ef96-678e-59db-9aa9-39fee01f786c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2025 E-4538/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4538-2023_2025-12-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4538/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richterin Giulia Marelli; 

Gerichtsschreiber Olivier Gloor. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…),  

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 27. Juli 2023 / N (…). 

 

E-4538/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 17. Januar 2022 in der Schweiz um 

Asyl ersuchten, 

dass sie am 2. Februar 2022 vertieft zu ihren Asylgründen angehört wurden 

und die Vorinstanz die Behandlung der Asylgesuche am 9. Februar 2022 

dem erweiterten Verfahren zuteilte, 

dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend machte, sie habe 

das Land verlassen, weil ihr Ehemann, der Beschwerdeführer, wegen sei-

nes pro-kurdischen Engagements im Fokus der heimatlichen Behörden 

stehe, ihr Bruder M. ebenfalls politisch verfolgt werde und bereits früher in 

die Schweiz geflüchtet sei, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, seine 

Schwester Z. sei wegen ihrer Zugehörigkeit zur Partiya Karkerên Kur-

distanê (PKK) im Jahre 19(…) getötet worden, zwei Onkel seien während 

der achtziger beziehungsweise frühen neunziger Jahren längere Zeit im 

Gefängnis gewesen und weitere Geschwister würden sich auf regionaler 

Ebene für die kurdische Sache einsetzen, 

dass er selber seit dem Jahre 20(…) Mitglied der Halklarin Demokratik Par-

tisi (HDP) sei, wobei ihm die Behörden die Mitgliedschaft bei der PKK be-

ziehungsweise in einer Terrororganisation unterstellen würden, 

dass er mehrere Male auf den Polizeiposten mitgenommen und dort unter 

Druck gesetzt, ein paar Mal von Zivilpolizisten in ein Auto gezerrt, bedroht 

sowie darüber hinaus ständig beobachtetet und ihm im Jahre 20(…) ohne 

ersichtlichen Grund vom Arbeitgeber gekündigt worden sei, wobei er ver-

mute, dass die Polizei Druck auf den Arbeitgeber gemacht habe, 

dass die Beschwerdeführenden unter anderem Identitätsdokumente, straf-

rechtliche Ermittlungsunterlagen, anwaltliche Schreiben sowie Fotografien 

zu den Akten gaben, 

dass den Beschwerdeführenden am 15. Juni 2023 durch das SEM das 

rechtliche Gehör zur amtsinternen Analyse der Beweismittel, wonach diese 

Fälschungsmerkmale aufweisen würden, gewährt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden dazu am 23. Juni 2023 Stellung nahmen, 

E-4538/2023 

Seite 3 

dass am (…) der gemeinsame Sohn der Beschwerdeführenden zur Welt 

kam, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Juli 2023 die Flüchtlingseigen-

schaft der Beschwerdeführenden verneinte, ihre Asylgesuche ablehnte so-

wie die Wegweisung und den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführenden am 22. August 2023 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht erhoben und beantragen, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft anzuerken-

nen und es sei ihnen Asyl zu gewähren, eventualiter seien sie als Flücht-

linge vorläufig aufzunehmen, subeventualiter sei die vorläufige Aufnahme 

zu gewähren und subsubeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und an 

die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen, 

dass sie ferner die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ein-

schliesslich Verzichts auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie 

die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes beantragen, 

dass sie unter anderem diverse Fotografien betreffend ihr eigenes sowie 

das politische Engagement ihrer Angehörigen, Internetartikel sowie eine 

Bestätigung über die Parteimitgliedschaft betreffend die Schwester des Be-

schwerdeführers als Beweismittel zu den Akten gaben, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 6. September 

2023 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung so-

wie Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes abwies und die Be-

schwerdeführenden aufforderte, innert Frist einen Kostenvorschuss zu 

leisten, 

dass der Kostenvorschuss am 19. September 2023 bezahlt wurde, 

dass am (…) der zweite Sohn der Beschwerdeführenden zur Welt kam, 

 

 

 

 

E-4538/2023 

Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig ist und 

auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig 

entscheidet (Art. 105 Asylgesetz [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG), die Beschwerdeführenden als Verfügungsadressaten zur Be-

schwerdeführung legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und auf die frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),   

dass die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und, wie 

nachstehend aufgezeigt, es sich vorliegend um eine solche handelt, wes-

halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass Personen, welche glaubhaft machen, dass sie die Flüchtlingseigen-

schaft im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG erfüllen, in der Schweiz Asyl 

gewährt wird (Art. 2 und 7 AsylG), 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, die amtsin-

terne Analyse der türkischen Ermittlungsakten betreffend Verdachts auf 

Zugehörigkeit zu einer Terrororganisation hätten ergeben, dass es sich um 

Totalfälschungen handle und – entgegen der von den Beschwerdeführen-

den in der Stellungnahme vertretenen Ansicht – das gewährte rechtliche 

Gehör unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben sowie der Rechtspre-

chung des Bundesverwaltungsgerichts in rechtsgenüglicher Weise ge-

währt worden sei, womit das entsprechende Vorbringen unglaubhaft und 

damit die persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers in Frage 

gestellt sei, 

dass die weiteren vom Beschwerdeführer vorgebrachten Vorfälle bereits 

aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten als nicht kausal für die Ausreise zu 

qualifizieren seien, wobei angesichts seiner knappen Ausführungen, wel-

che ohne Realkennzeichen geblieben seien, auch Zweifel bezüglich deren 

Glaubhaftigkeit bestehen würden, 

E-4538/2023 

Seite 5 

dass er ferner mit Verweisen auf das politische Engagement seiner nächs-

ten Angehörigen sowie weiterer Verwandten keine flüchtlingsrechtliche Ge-

fahr darzulegen vermöge, zumal er diesbezüglich auch keine Beweismittel 

zu den Akten gegeben habe, 

dass in der Rechtsmitteleingabe geltend gemacht wird, den zu den Akten 

gegebenen Beweismittel könne entnommen werden, dass sich die Mutter 

sowie die Schwester politisch engagieren würden,  

dass der Beschwerdeführer ferner aus einer politischen Familie stamme 

und von Seiten der Behörden ständig Druck auf sie ausgeübt worden sei, 

dass der Beschwerdeführer wegen Mitgliedschaft zu einer Terrororganisa-

tion gesucht werde und ihm sein Anwalt in der Türkei, entgegen den Fest-

stellungen der Vorinstanz, versichert habe, dass die diesbezüglichen Er-

mittlungsakten authentisch seien, 

dass die in diesem Zusammenhang gemachten Vorhalte der Vorinstanz im 

Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs dermassen vage gewe-

sen seien, dass nicht erkennbar gewesen sei, weshalb sie von Fälschun-

gen ausging, 

dass das Gericht feststellt, dass soweit in der Rechtsmitteleingabe die Au-

thentizität der Ermittlungsakten bekräftig wird, diesbezüglich im Wesentli-

chen die Argumente anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs im 

Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens wiederholt werden, 

dass die Beschwerdeführenden insbesondere mit dem erneuten Argument, 

ihr Anwalt in der Türkei habe ihnen die Echtheit der Dokumente bestätigt, 

nichts Wesentliches zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen und ferner fest-

zustellen ist, dass die Vorinstanz im Rahmen der Gehörsgewährung zum 

Ergebnis der internen Dokumentenanalyse – wenn auch nicht durchge-

hend detailliert – jeweils klar auf die problembehafteten Elemente hinwies, 

was insbesondere vor dem Hintergrund der im angefochtenen Entscheid 

zitierten Rechtsprechung zu Art. 27 und 28 VwVG nicht zu beanstanden 

ist, 

dass die Beschwerdeführenden insbesondere dem Vorhalt, das beim SEM 

eingereicht Beweismittel 14 (Friedensrichterbeschluss) enthalte verschie-

dene Jahreszahlen sowie Ausstellungsorte, weder im Rahmen der Gehörs-

gewährung noch auf Beschwerdeebene etwas Substantiiertes entgegen-

zuhalten vermögen, 

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Seite 6 

dass bei dieser Ausgangslage auch die in diesem Zusammenhang erho-

bene Rüge der Verletzung des Anspruchs auf Gewährung des rechtlichen 

Gehörs nicht verfängt, 

dass ergänzend festzuhalten ist, dass sich weder aus den Akten der Vor-

instanz noch auf Beschwerdeebene nachvollziehbar ergibt, weshalb dem 

Beschwerdeführer, unter anderem als Unterstützer der HDP, Mitgliedschaft 

zur PKK vorgeworfen werden soll beziehungsweise die Beschwerdefüh-

renden dies nicht nachvollziehbar darzulegen vermögen,  

dass in diesem Zusammenhang auch auffällt, dass der Beschwerdeführer 

nie längere Zeit in Haft gesetzt wurde und die letzte Mitnahme auf einen 

Polizeiposten im Jahre 2019 und somit lange vor der Ausreise erfolgte, in-

soweit auch die Kausalität zur Ausreise nicht mehr gegeben ist, 

dass vor diesem Hintergrund mit der Vorinstanz darin übereinzugehen ist, 

dass nicht glaubhaft gemacht werden konnte, der Beschwerdeführer sei 

aufgrund Verdachts wegen Mitgliedschaft zu einer Terrororganisation in 

flüchtlingsrechtlich relevanter Weise gefährdet, 

dass die Beschwerdeführenden auch aus dem Hinweis auf eine Teilnahme 

des Beschwerdeführers an einer exilpolitischen Kundgebung in E._______ 

nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen, 

dass Gleiches für die geltend gemachte Tätigkeit des Beschwerdeführers 

in den sozialen Medien festzustellen ist, welche schwerpunktmässig im «li-

ken» von Inhalten bestehe,  

dass ferner die auf Beschwerdeebene eingereichten Fotografien, welche 

das politische Engagement der Mutter sowie der Schwester des Beschwer-

deführers darlegen sollen, schlussendlich ebenfalls nicht zur Annahme füh-

ren, die Beschwerdeführenden könnten deshalb in flüchtlingsrechtlich re-

levanter Weise im Fokus der Behörden stehen, auch da den Akten nicht 

entnommen werden kann, ihre zahlreichen in der Türkei lebenden Ange-

hörigen wären aktuell deshalb in solcher Weise gefährdet, 

dass die Beschwerdeführenden ferner aus der geltend gemachten politi-

schen Verfolgung von näheren Angehörigen sowie entfernteren Verwand-

ten, welche teilweise Jahre zurückliegen – beispielsweise die nicht durch 

Beweismittel untermauerte Tötung der Schwester des Beschwerdeführers 

im Jahre 19(…) oder die Jahre zurückliegenden Inhaftierungen seiner On-

kel – ebenfalls nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen, 

E-4538/2023 

Seite 7 

dass sodann festzustellen ist, dass der in die Schweiz geflüchtete Bruder 

der Beschwerdeführerin gemäss den verfügbaren Akten (N […]) auf die 

weitere Behandlung seines Asylgesuchs verzichtet hat und freiwillig in die 

Türkei zurückgekehrt ist (vgl. Urteil des BVGer E-3397/2022 vom 4. April 

2025), 

dass die Vorinstanz aufgrund des Ausgeführten die Flüchtlingseigenschaft 

der Beschwerdeführenden zu Recht verneint und ihre Asylgesuche abge-

lehnt hat, 

dass im Falle der Ablehnung des Asylgesuchs in der Regel die Wegwei-

sung aus der Schweiz sowie der Vollzug anzuordnen sind (Art. 44 AsylG), 

sofern nicht wegen Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit 

des Wegweisungsvollzuges die vorläufige Aufnahme anzuordnen ist 

(Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass in der angefochtenen Verfügung zur Durchführbarkeit des Wegwei-

sungsvollzug ausgeführt wird, die Beschwerdeführenden würden in der 

Türkei über ein tragfähiges familiäres Beziehungsnetz verfügen und ihre 

wirtschaftliche Situation sei gemäss deren eigenen Angaben vor der Aus-

reise nicht schlecht gewesen, 

dass die Beschwerdeführenden, auch vor dem Hintergrund des vorstehend 

Ausgeführten, nicht überzeugend darzulegen vermögen, der Beschwerde-

führer habe seine Anstellung tatsächlich aus politischen Gründen verloren 

und insgesamt nicht anzunehmen ist, er würde im Heimatland keine Arbeit 

mehr finden, wie dies auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, 

dass sie sich weitergehend in der Rechtsmitteleingabe nicht substantiiert 

zum Vollzug der Wegweisung äussern,  

dass damit keine Wegweisungsvollzugshindernisse vorliegen und im Übri-

gen diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden kann, 

dass die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten den Be-

schwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE; SR 173.320.2]), wobei der am 19. September 2023 geleistete 

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Seite 8 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu 

verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah-

lung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Barbara Balmelli Olivier Gloor 

 

 

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