# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0092181-83ce-53e7-9059-4e42c606cca0
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 23.11.2023 3-RV.2022.135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2022-135_2023-11-23.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2022.135       
P 178 
 

 

 

 

Urteil vom 23. November 2023 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Fischer  

Richter Senn  

Richterin Sramek  

Gerichtsschreiber Fäs          

 

 
 

   

Rekurrent   A._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission Q._____ 

vom 29. August 2022 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2020 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Mit Verfügung vom 20. April 2022 wurde A._____ von der Steuerkom-

mission Q._____ für das Jahr 2020 zu einem steuerbaren Einkommen von 

CHF 10'700.00 (satzbestimmendes Einkommen 21'900.00) und zu einem 

steuerbaren Vermögen von CHF 640'000.00 (satzbestimmendes 

Vermögen CHF 840'000.00) veranlagt. In Abweichung von der Selbst-

deklaration wurden beim satzbestimmenden Vermögen für die Grund-

stücke GB R._____ Nr. aaa und Nr. bbb Liegenschaftswerte von 

CHF 72'206.00 und CHF 5'942.00 berücksichtigt.  

 

2. 

Gegen die Verfügung vom 20. April 2022 erhob A._____ mit Schreiben vom 

17. Mai 2022 Einsprache und beantragte Folgendes: 

 

"Der Liegenschaftswert unter den Liegenschaften W._____/R._____, S._____, 

T-Strasse Parz. aaa und bbb, Punkt 31 ist auf CHF 0.00 zu korrigieren."  

 

3. 

Mit Schreiben vom 31. Mai 2022 stellte das Regionale Steueramt Q._____ 

U._____ V._____ A._____ eine Erhöhung des satzbestimmenden 

Vermögens um CHF 302'252.00 in Aussicht und gab diesem die 

Möglichkeit, sich dazu innert 30 Tagen schriftlich zu äussern.  

 

4. 

Mit Schreiben vom 22. Juni 2022 äusserte sich A._____ zur in Aussicht 

gestellten Schlechterstellung (reformatio in peius) und hielt an seinem in 

der Einsprache gestellten Antrag fest.   

 

5. 

Mit Entscheid vom 29. August 2022 wies die Steuerkommission Q._____ 

die Einsprache ab und erhöhte das steuerbare Vermögen auf 

CHF 943'770.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 1'143'160.00). 

 

6. 

Den Einspracheentscheid vom 29. August 2022 (Zustellung am 21. Sep-

tember 2022) hat A._____ mit rechtzeitigem Rekurs vom 19. Oktober 2022 

(Postaufgabe am 18. Oktober 2022) an das Spezialverwaltungsgericht, 

Abteilung Steuern, weitergezogen. Er stellt folgenden Antrag:  

 

"Die Vermögenssteuer sei in der definitive Steuerveranlagung für das Jahr 2020 

Versand 20.09.2022 auf CHF 526'600.- zu korrigieren. Die Ziffer 30.6 sei auf-

zuheben. Es gibt kein Darlehen aus dem Verkauf Liegenschaft W._____."   

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Auf die Begründung wird, soweit für die Entscheidung erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen. 

 

7. 

Die Steuerkommission Q._____ und das Kantonale Steueramt beantragen 

die Abweisung des Rekurses. 

 

8. 

A._____ hat eine Replik erstattet.   

 

 

 

  

 - 4 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2020. 

Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG). 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Mit Kaufvertrag vom 17. November 2020 hat der Rekurrent die Grundstü-

cke GB R._____ Nr. aaa und bbb für CHF 445'000.00 an B._____ und 

C._____ verkauft. Die Eigentumsübertragung erfolgte am 27. November 

2020 (Eintragung im Grundbuch). Der Kaufpreis war wie folgt zu tilgen (Ziff. 

3.2. des Kaufvertrags): Innert 10 Tagen nach der Beurkundung leisten die 

Käufer eine unverzinsliche Anzahlung von CHF 45'000.00. Die 

Kaufpreisrestanz von CHF 400'000.00 ist frühestens am 04.01.2021 und 

spätestens am 08.01.2021 auf das Konto des Verkäufers bei der D._____ 

zu überweisen. Der Betrag von CHF 400'000.00 wurde dem Konto des 

Rekurrenten am 6. Januar 2021 gutgeschrieben.  

 

2.1.2. 

Mit Verfügung vom 27. August 2021 veranlagte die Steuerverwaltung des 

Kantons W._____, Grundstückgewinnsteuer, den Rekurrenten betreffend 

den Gewinn aus dem Verkauf der gennannten Grundstücke zu einer 

Grundstückgewinnsteuer von CHF 19'600.50. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Mit Verfügung vom 20. April 2022 wurde der Rekurrent von der Vorinstanz 

für das Jahr 2020 zu einem steuerbaren Vermögen von CHF 640'000.00 

(satzbestimmendes Vermögen CHF 840'000.00) veranlagt. In Abweichung 

von der Steuererklärung wurden beim satzbestimmenden Vermögen für die 

beiden Grundstücke in R._____ Liegenschaftswerte von CHF 72'206.00 

und CHF 5'942.00 berücksichtigt.    

 

2.2.2. 

Mit Einspracheentscheid vom 29. August 2022 erhöhte die Vorinstanz das 

steuerbare Vermögen auf CHF 943'770.00 (satzbestimmendes Vermögen 

CHF 1'143'160.00). In diesem wird Folgendes ausgeführt: 

 

"(…) 

 

Bei einem Grundstückverkauf entstehen die geldwerten Ansprüche auf Bezah-

lung des Kaufpreises und auf Übertragung des Eigentums am Grundstück mit 

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der öffentlichen Beurkundung des Kaufvertrags. Das Eigentum am Grundstück 

geht erst mit dem Grundbucheintrag auf die Käuferschaft über. Liegt der mass-

gebende Stichtag der Vermögenssteuer (31.12.2020) zwischen dem Datum der 

öffentlichen Beurkundung des Kaufvertrags und demjenigen der Eintragung im 

Grundbuch, hat der Verkäufer in seiner Eigenschaft als Eigentümer den Ver-

mögenssteuerwert des veräusserten Grundstücks und in seiner Eigenschaft als 

Gläubiger die Forderung auf Bezahlung des Kaufpreises (bzw. nach einer ge-

leisteten Anzahlung die Forderung auf Bezahlung der Kaufpreisrestanz) zu de-

klarieren. Als Wert seiner Schuld auf Übertragung des Eigentums am verkauf-

ten Grundstück kann er dessen Steuerwert wieder in Abzug bringen. Was für 

den Verkäufer eine Forderung darstellt, bildet beim Käufer eine Schuld und um-

gekehrt.  

 

(…) 

 

Wie bereits erwähnt, hat der Einsprecher aufgrund des Kaufvertrags vom 

27. November 2020 einen rechtlichen Anspruch auf die CHF 400'000 per 

31.12.2020. Diese Forderung muss in der Steuererklärung 2020 berücksichtigt 

werden. Dies gilt auch wenn kein Darlehensvertrag zwischen Verkäufer und 

Käufer abgeschlossen wird. Aus dem Verkauf der Liegenschaft erfolgte im Jahr 

2021 vom Kanton W._____ noch eine Grundstückgewinnsteuer von 

CHF 19'600. Dieser Betrag kann per 31.12.2020 als Schuld gegenüber der 

Steuerverwaltung W._____ berücksichtigt werden. Zusätzlich darf der 

Steuerwert von CHF 78'148 der Liegenschaft in S._____ per 31.12.2020 nicht 

mehr besteuert werden, da der Einsprecher zu diesem Zeitpunkt nicht mehr 

Eigentümer der Liegenschaft war. Das steuerbare Vermögen erhöht sich 

dementsprechend um CHF 400'000 minus Grundstückgewinnsteuer 

CHF 19'600 und Steuerwert S._____ CHF 78'148. (…)" 

 

2.3. 

Der Rekurrent beantragt sinngemäss, dass im Zusammenhang mit den bei-

den Grundstücken in R._____ weder deren Steuerwert noch eine 

Forderung beim satzbestimmenden Vermögen zu berücksichtigen seien. 

 

2.4. 

Der Rekurrent weist betreffend Sachverhalt berechtigterweise auf zwei fal-

sche Datumsangaben im Einspracheentscheid hin. Zum einen datiert der 

Kaufvertrag vom 17. November 2020 (Datum der öffentlichen Beurkun-

dung) und nicht vom 27. November 2020 (Grundbucheintrag). Zum ande-

ren handelt es sich um einen Verschrieb, soweit im Einspracheentscheid 

ausgeführt wird, der Rekurrent sei der Meinung, dass "er die Restzahlung 

von CHF 400'000 per 31.12.2021 nicht versteuern" müsse, "da sie noch 

nicht auf seinem Konto war"; richtig ist diesbezüglich 31.12.2020. 

 

3. 

3.1. 

Die Veranlagungsbehörde kann im Einspracheentscheid alle Steuerfakto-

ren neu festsetzen (§ 195 Abs. 2 Satz 1 StG). Ändert sie die Veranlagung 

zu Ungunsten der steuerpflichtigen Person (reformatio in peius), hat sie ihr 

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zuvor Gelegenheit zu geben, sich schriftlich oder mündlich zu äussern 

(§ 195 Abs. 2 Satz 2 StG). Dabei hat die Einsprachebehörde der 

steuerpflichtigen Person nicht nur allgemein, sondern ganz konkret 

aufzuzeigen, in welcher Hinsicht und in welchem Umfang die Veranlagung 

zu ihrem Nachteil abgeändert werden soll (SGE vom 24. Februar 2022  

[3-RV.2019.29]). 

 

3.2. 

Das Regionale Steueramt V._____ stellte dem Rekurrenten mit Schreiben 

vom 31. Mai 2022 eine Schlechterstellung in Aussicht und wies ihn darauf 

hin, dass sich das satzbestimmende Vermögen um CHF 302'252.00 (Kauf-

preisrestanz von CHF 400'000.00 ./. Grundstückgewinnsteuerschuld von 

CHF 19'600.00 ./. Steuerwert der Liegenschaften in R._____ von 

CHF 78'148.00) erhöhen soll. Die im Einspracheentscheid vorgenommene 

reformatio in peius erweist sich daher – entgegen den Ausführungen des 

Rekurrenten – als rechtmässig.     

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Nach § 46 Abs. 1 StG und Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 

14. Dezember 1990 (StHG) unterliegt das gesamte Reinvermögen der Ver-

mögenssteuer. Das Reinvermögen entspricht dem Überschuss der steuer-

baren Aktiven über die Passiven (Bundesgerichtsurteil vom 27. April 2020 

[2C_830/2019] E. 12.1.; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 5. Auf-

lage, Muri-Bern 2023, § 46 StG N 6; Basler Kommentar zum StHG, 4. Auf-

lage, Basel 2022, Art. 13 StHG N 1). Zu den steuerbaren Aktiven gehören 

sämtliche einer Person zustehenden geldwerten Rechte an Sachen, For-

derungen und Beteiligungen, sofern das Gesetz sie nicht ausdrücklich als 

steuerfrei erklärt (vgl. § 53 StG). Geldwerte Rechte räumen der berechtig-

ten Person einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch ein. Dieser Anspruch 

kann dinglicher oder obligatorischer Natur sein (Bundesgerichtsurteil vom 

27. April 2020 [2C_830/2019] E. 12.1.; Kommentar zum Aargauer Steuer-

gesetz, a.a.O., § 46 StG N 7; Basler Kommentar zum StHG, a.a.O., Art. 13 

StHG N 4 f.). 

 

4.1.2. 

Das Vermögen wird zum Verkehrswert bewertet, soweit die nachfolgenden 

Bestimmungen nichts anderes vorsehen (§ 47 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 14 

Abs. 1 Satz 1 StHG). Für Forderungen wird zur Verkehrswertbewertung 

das sogenannte Nennwert- bzw. Nominalwertprinzip zugrunde gelegt, so 

dass sie grundsätzlich mit dem vollen Forderungsbetrag der Vermögens-

steuer unterliegen (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 50 

StG N 25; Basler Kommentar zum StHG, a.a.O., Art. 14 StHG N 8). Ge-

mäss § 50 Abs. 2 StG ist allerdings bei der Bewertung bestrittener oder 

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nachweisbar unsicherer Forderungen dem Grad der Verlustwahrschein-

lichkeit Rechnung zu tragen.  

 

4.1.3. 

Massgebend für die zeitliche Zurechnung von Vermögenszugängen ist der 

Erwerb eines festen Rechtsanspruchs (BGE 144 II 427 E. 7.2 [die Recht-

sprechung zum Einkommenszufluss gilt analog]; VGE vom 7. März 2023 

[WBE.2022.430]; SGE vom 23. März 2023 [3-RV.2020.22]; RGE vom 26. 

April 2007 [3-RV.2006.95]). Bei einem Grundstückverkauf entstehen die 

festen Rechtsansprüche auf Bezahlung des Kaufpreises (Forderung; 

obligatorischer Anspruch) und auf Übertragung des Eigentums am 

Grundstück mit Abschluss bzw. der öffentlichen Beurkundung des 

Kaufvertrags (AGVE 2002 S. 175 ff.; AGVE 1988 S. 464 ff.; SGE vom 

23. März 2023 [3-RV.2020.22]; RGE vom 5. Juli 1995 [RV.93.50044]; Kom-

mentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 46 StG N 19). Beim Verkäu-

fer besteht die für die Vermögenssteuer massgebende Forderung in der 

Kaufpreisforderung, soweit diese am Stichtag noch nicht bezahlt ist; den 

gleichen Betrag kann der Käufer als Schuld abziehen (AGVE 1988 S. 466; 

RGE vom 5. Juli 1995 [RV.93.50044]; VGE vom 16. Februar 1988 

[1987/257]; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 46 StG N 

19). Ob die Forderung fällig ist oder nicht, spielt hingegen keine Rolle 

(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 50 StG N 28; Basler 

Kommentar zum StHG, a.a.O., Art. 14 StHG N 8). 

 

4.1.4. 

Das steuerbare Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende der 

Steuerperiode oder der Steuerpflicht (§ 60 Abs. 1 StG; Stichtagsprinzip). 

 

4.2. 

Der Rekurrent war am 31. Dezember 2020 nicht mehr Eigentümer der bei-

den Grundstücke in R._____. Die Parteien sind sich daher zu Recht einig, 

dass der Rekurrent deren Liegenschaftswerte im Jahr 2020 nicht mehr zu 

versteuern hat. 

 

4.3. 

Mit Abschluss des Kaufvertrags (öffentliche Beurkundung) am 17. Novem-

ber 2020 erwarb der Rekurrent einen festen Rechtsanspruch auf die Kauf-

preisforderung von CHF 445'000.00 (E. 4.1.3.). Diese per 31. Dezember 

2020 noch im Umfang von CHF 400'000.00 bestehende Kaufpreisforde-

rung stellt daher für den Rekurrenten ein in der Steuerperiode 2020 zu ver-

steuerndes Aktivum dar.  

 

4.4. 

Aus dem Umstand, dass der Kaufpreis in Höhe von CHF 400'000.00 nicht 

im Jahr 2020, sondern erst am 6. Januar 2021 bezahlt wurde, kann der 

Rekurrent nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie aufgezeigt, stellt bereits 

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die Kaufpreisforderung, welche im Jahr 2020 entstand, ein steuerbares Ak-

tivum dar (E. 4.3.). 

 

4.5. 

Der Rekurrent macht geltend, dass ein Kaufvertrag eine Absichtserklärung 

darstelle. Das Erzielen eines Gewinns werde aber erst Realität, wenn das 

Geld auf dem Konto des Verkäufers eingetroffen sei. Vor dem Eintreffen 

des ganzen Kaufpreises auf dem Konto des Käufers (recte: Verkäufers) 

hänge alles noch in der Luft und es sei noch kein Gewinn erzielt worden. 

Ein Verkauf könne auch schieflaufen (z.B. Zahlungsunfähigkeit). Damit 

wäre ein rechtlicher Anspruch von Forderungen von ihm auf den Gewinn 

gar nicht durchsetzbar und der Kaufvertrag würde gegenstandslos (vgl. Re-

kurs). 

 

Dem ist entgegenzuhalten, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag 

nicht lediglich eine Absichtserklärung darstellt, sondern dem Rekurrenten 

einen festen Rechtsanspruch auf Bezahlung des Kaufpreises verschafft 

(E. 4.1.3.). Zudem gilt für die Verkehrswertbewertung von Forderungen das 

sogenannte Nennwertprinzip. Davon kann nur unter den Voraussetzungen 

von § 50 Abs. 2 StG abgewichen werden (E. 4.1.2.). Es bestehen keine 

Anhaltspunkte, dass die Kaufpreisforderung in Höhe von CHF 400'000.00 

am Stichtag (31. Dezember 2020) bestritten oder unsicher war. Vielmehr 

haben die Käufer dem Rekurrenten gemäss Ziff. 3.4. ("Sicherstellung") des 

Kaufvertrags eine Bestätigung der E._____ AG vom 29. September 2020 

vorgelegt, wonach die Finanzierung des gesamten Kaufpreises geregelt 

war. Ausserdem haben die Käufer dem Rekurrenten die Kaufpreisrestanz 

von CHF 400'000.00 am 6. Januar 2021 auch tatsächlich überwiesen.   

 

4.6. 

Entgegen der Ansicht des Rekurrenten muss das "Bargeld für den Kauf-

preis" bzw. die Kaufpreisforderung von CHF 400'000.00 im Jahr 2020 nicht 

zweimal, sowohl durch den Rekurrenten als auch die Käufer versteuert 

werden. Denn Letztere können die Kaufpreisrestanz von CHF 400'000.00 

als Schuld abziehen. Dabei ist zu beachten, dass das, was für den Verkäu-

fer eine Forderung darstellt, für den Käufer eine Schuld bildet und umge-

kehrt (AGVE 1988 S. 466; RGE vom 5. Juli 1995 [RV.93.50044]; 

Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 46 StG N 19). 

 

4.7. 

Der Rekurrent weist zutreffend darauf hin, dass der massgebende Stichtag 

der Vermögenssteuer (31.12.2020) nicht zwischen dem Datum der öffent-

lichen Beurkundung des Kaufvertrags (17. November 2020) und demjeni-

gen der Eintragung im Grundbuch (27. November 2020) liegt. Daraus folgt 

einzig, dass der Rekurrent per 31. Dezember 2020, da er zu diesem Zeit-

punkt nicht mehr Eigentümer der Grundstücke in R._____ war, weder 

deren Steuerwerte zu deklarieren hatte noch als Wert seiner Schuld auf 

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Übertragung des Eigentums an den verkauften Grundstücken deren 

Steuerwerte wieder in Abzug bringen konnte. Daran, dass der Rekurrent 

die Kaufpreisforderung in der Steuerperiode 2020 zu versteuern hat, ändert 

dieser Umstand hingegen nichts (AGVE 1988 S. 466 f.; RGE vom 5. Juli 

1995 [RV.93.50044]; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 46 

StG N 19).     

 

4.8. 

Die Kaufpreisforderung von CHF 400'000.00 wurde nicht in ein Darlehen 

umgewandelt. Der Einwand des Rekurrenten, dass er den Käufern kein 

Darlehen vergeben habe, ist daher berechtigt. Vor diesem Hintergrund er-

weist sich auch die Bezeichnung "Darlehen aus dem Verkauf Liegenschaft 

W._____" in den Veranlagungsdetails zur Einsprache (Ziff. 30.6) als 

unpräzise, handelt sich dabei doch um eine Kaufpreisforderung. Daran, 

dass der Rekurrent diesbezüglich ein Reinvermögen von CHF 380'400.00 

(Kaufpreisforderung von CHF 400'000.00 abzüglich der 

Grundstückgewinnsteuerschuld von CHF 19'600.50 [vgl. § 52 StG sowie 

E. 2.1.2.]) zu versteuern hat, ändert dies allerdings nichts.      

 

4.9. 

Der Rekurrent macht geltend, dass er die am 6. Januar 2021 erhaltene 

Restzahlung von CHF 400'000.00 per 31. Dezember 2021 versteuert habe, 

und dass sich eine diesbezügliche Besteuerung im Jahr 2020 als perioden-

fremd erweise (vgl. Rekurs und Replik).  

 

Dem ist entgegenzuhalten, dass die Vermögenssteuer für jede Steuerperi-

ode festgesetzt und erhoben wird (§ 58 Abs. 1 StG), und dass sich das 

steuerbare Vermögen nach dem Stand am Ende der Steuerperiode be-

misst (§ 60 Abs. 1 StG). Die Kaufpreisforderung von CHF 400'000.00 stellt 

daher in der Steuerperiode 2020 ein steuerbares Aktivum dar. Ausserdem 

hat der Rekurrent die erhaltene Kaufpreisrestanz von CHF 400'000.00 

(Bankguthaben) oder deren Gegenwert, soweit per 31. Dezember 2021 

noch vorhanden, auch in der Steuerperiode 2021 zu versteuern.   

 

4.10. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Rekurrent im Zusammen-

hang mit dem Verkauf der beiden Grundstücke in R._____ in der Steuer-

periode 2020 ein Reinvermögen von CHF 380'400.00 zu versteuern hat.  

 

4.11. 

Der Rekurs erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.   

 

5. 

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Rekurrent die Kosten des Rekurs-

verfahrens zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). Es ist keine Parteikostenentschä-

digung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG).  

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Das Gericht erkennt: 

 

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von CHF 300.00, der Kanzleigebühr von CHF 130.00 und 

den Auslagen von CHF 100.00, zusammen CHF 530.00, zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteikostenentschädigung ausgerichtet. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Regionale Steueramt Q._____ U._____ V._____  

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Laurenzenvorstadt 9, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

  

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Aarau, 23. November 2023 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Fischer Fäs