# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 482043a1-bf12-543e-9813-a67a490eccf9
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 26.04.2021 S 2019 144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-144_2021-04-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 26. April 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Elips Versicherungen AG, Gewerbeweg 15, 9490 Vaduz
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch RA C.________,
betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 144

2

Urteil S 2019 144

A. Der 1977 geborene A.________ war seit Dezember 2013 bei der D.________ AG 
als Rohstoffhändler angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Elips Versicherungen AG 
(nachfolgend: Elips) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Am 
29. Januar 2016 stürzte er beim Skifahren und verletzte sich am Rücken (UV-act. 88). Die 
Elips anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen 
Leistungen aus. Mit Verfügung vom 9. August 2016 stellte die Unfallversicherung ihre 
Leistungen per 29. Juli 2016 mangels natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 
Unfallereignis und den noch geklagten Beschwerden ein (UV-act. 79). Hiergegen erhob 
A.________ am 22. August 2016 vorsorglich Einsprache (UV-act. 75), welche er 
schliesslich am 11. November 2016 wieder zurück zog (UV-act. 69).

Mit E-Mail vom 21. März 2017 meldete sich A.________ bei der Unfallversicherung und 
gab an, da er weiterhin an Rückenschmerzen leide, habe er weitere Untersuchungen 
machen lassen. Es habe sich herausgestellt, dass er einen gebrochenen Wirbel sowie 
eine defekte Bandscheibe habe (UV-act. 64 S. 1). Nach der Stellungnahme ihres 
beratenden Arztes Dr. med. E.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 6. April 
2017 (UV-act. 64 S. 2), lehnte die Elips am 13. April 2017 einen Rückfall ab, da die 
aktuellen Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Folge des 
Unfalles vom 29. Januar 2016 seien (UV-act. 62). Am 18. April 2017 wies sie zudem das 
Gesuch um Kostengutsprache für die Behandlung in der Klinik F.________ ab dem 
10. April 2017 samt Operation ab (UV-act. 63 und 61). Bei diesem Eingriff kam es ferner 
zu erheblichen Komplikationen, welche eine Betreuung durch die Einrichtung G.________ 
notwendig machte. Nachdem der Versicherte gegen die Leistungsablehnung intervenierte 
(UV-act. 58), tätigte die Elips weitere medizinische Erhebungen. Insbesondere holte sie 
eine Aktenbeurteilung von Dr. E.________ und Dr. med. H.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Leiter Wirbelsäulenchirurgie Klinik 
I.________, vom 29. Oktober 2017 (UV-act. 42) ein. Weitere Stellungnahmen derselben 
Ärzte ergingen am 31. Januar 2018 (UV-act. 37) und am 19. September 2018 (UV-
act. 21). Schliesslich verfügte die Elips am 6. März 2019 die Einstellung der 
Versicherungsleistungen für die Brustwirbelkörper (BWK) 12-Fraktur per 29. Juli 2016 und 
die Verneinung der Leistungspflicht für die Folgen des operativen Eingriffs vom 11. April 
2017, sprach indessen für die Folgen der BWK 12-Fraktur gleichzeitig eine 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 12,5 % zu (UV-act. 17). Die 
dagegen erhobene Einsprache (UV-act. 10) wies die Unfallversicherung mit Entscheid 
vom 20. September 2019 ab (UV-act. 4). 

3

Urteil S 2019 144

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, der Einspracheentscheid vom 
20. September 2019 sei aufzuheben und die Elips sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen 
Leistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 29. Januar 2016 bzw. die 
gesetzlichen Leistungen für die Folgen des operativen Eingriffs vom 11. April 2017 
auszurichten. Im Wesentlichen wurde geltend gemacht, dass es sich vorliegend nicht um 
einen Rückfall handle, sondern um eine prozessuale Revision, weshalb der Nachweis, 
dass die Unfallfolgen vollständig abgeheilt seien, durch die Beschwerdegegnerin zu 
erbringen sei. Zudem hätte sie nicht nur eine versicherungsinterne Beurteilung einholen 
dürfen, sondern ein externes Gutachten in Auftrag geben müssen. Sollte indessen 
tatsächlich per 29. Juli 2016 keine Unfallfolgen mehr vorgelegen haben, so wäre die 
Unfallversicherung dennoch aufgrund eines Accident médical leistungspflichtig (act. 1).

C. Die Elips schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich 
auf den Standpunkt, es habe sich um eine Rückfallmeldung gehandelt. Der Nachweis des 
natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den anhaltenden Beschwerden und dem 
Unfallereignis sei trotz der BWK 12-Fraktur nicht erbracht worden. Die 
versicherungsinternen Aktengutachten seien beweiswertig und es könne auf die darin 
gemachte Einschätzung abgestellt werden. Da die durchgeführte Operation nicht indiziert 
gewesen sei, liege eine blosse Fehlbehandlung vor, wofür sie nicht einzustehen habe 
(act. 6).

D. Mit Schreiben vom 29. April 2020 hat das Gericht nach Antrag des 
Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin Datenträger mit Röntgen- und MRI 
(Magnetic Resonance Imaging) -Bildern ediert (act. 12) und dem Versicherten zur 
Einsichtnahme zugestellt (act. 14).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 17 und 21).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.

4

Urteil S 2019 144

1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 20. September 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 
1b). Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1).

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen).

Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 29. Januar 2016 ereignet, weshalb die bis 
31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 83 ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 23. Oktober 2019 der Post übergeben, weshalb die 
bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person oder des 

5

Urteil S 2019 144

Beschwerde führenden Dritten zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung – gegeben, wohnt 
der Beschwerdeführer doch in J.________. Der angefochtene Einspracheentscheid datiert 
vom 20. September 2019 und wurde dem Rechtsvertreter am 23. September 2019 
zugestellt (act. 1 S. 9). Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 23. Oktober 2019, 
wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden Tag beim 
Verwaltungsgericht ein. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. 
Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und 
eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Zunächst ist der Frage nachzugehen, ob es sich vorliegend um einen Rückfall 
nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) oder eine 
prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG handelt, da es beweisrechtlich 
ein erheblicher Unterschied ist, ob der Unfallversicherer seine Leistungen einstellt oder ob 
er bei einem Rückfall keine Leistungen erbringt. Während der Unfallversicherer bei der 
Leistungseinstellung dafür beweispflichtig ist, dass die von der versicherten Person 
geklagten Beschwerden nicht mehr unfallkausal sind, hat bei einem Rückfall respektive bei 
Spätfolgen die versicherte Person den entsprechenden Beweis zu erbringen (BGer 
8C_424/2012 vom 29. November 2012 E. 5.2). 

3.1
3.1.1 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich 
geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 144 V 245 E. 6.1). Rückfälle und Spätfolgen 
sind nicht als neuer Unfall zu behandeln, sondern schliessen begrifflich an ein 
bestehendes Unfallereignis an (Urteil BGer 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.1.1).

3.1.2 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen nach 
Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der 
Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder 
Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Der Begriff "neue 
Tatsachen oder Beweismittel" ist bei der (prozessualen) Revision gleich auszulegen wie 

6

Urteil S 2019 144

bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheids gemäss Art. 61 lit. i ATSG oder bei 
der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110; BGer 8C_148/2018 vom 
6. Juli 2018 E. 5.1). Neu sind demnach Tatsachen, die sich vor Erlass der formell 
rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch 
dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen 
Tatsachen müssen erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche 
Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender 
rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel 
haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen 
Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren 
bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind 
(BGer 8C_148/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5.2).

3.2 Der Auffassung der Unfallversicherung, es handle sich lediglich um eine 
Rückfallmeldung (vgl. act. 6 Ziff. 32), kann nicht gefolgt werden. Dabei kann es nicht 
darauf ankommen, ob der Beschwerdeführer resp. seine Rechtsvertretung von einem 
Rückfall gesprochen haben. Es trifft zwar zu, dass im Schreiben der 
Rechtsschutzversicherung vom 17. Mai 2017 von einem Rückfall die Rede war (UV-
act. 58 S. 1). Wie sich daraus ersehen lässt, war die Rechtsvertreterin aber noch gar nicht 
im Besitz sämtlicher relevanter Akten und hat lediglich die Aussagen des Versicherten 
wiedergegeben, welcher notabene ein juristischer Laie ist. Fraglich ist zudem, ob sie 
überhaupt noch berechtigt war, im Namen des Beschwerdeführers aufzutreten, was 
indessen nicht abschliessend beantwortet werden muss.

3.3 Entscheidend ist vielmehr, was der Unfallversicherung in Erinnerung zu rufen ist, 
dass sie dem Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG unterliegt. Sie prüft die 
Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 
erforderlichen Auskünfte ein. Ausserdem liegt es nicht im Ermessen der 
Unfallversicherung, wie dies etwa bei der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG 
der Fall ist, ob sie den rechtskräftigen Entscheid nochmals überprüfen will. Sind die 
Voraussetzungen erfüllt, muss die rechtskräftig gewordene Verfügung in Revision 
gezogen werden (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Es bedarf nicht einmal eines Gesuchs seitens der 
versicherten Person.

7

Urteil S 2019 144

3.3.1 Ausführungen dazu, ob die Revisionsfrist eingehalten worden ist, erübrigen sich 
mit Blick auf das Datum des Berichts von Dr. med. K.________, FMH Neurochirurgie, vom 
20. März 2017 (UV-act. 65) und dem E-Mail des Beschwerdeführers vom 21. März 2017 
(UV-act. 64 S. 1).

3.3.2 Unbestrittenermassen handelt sich bei der von Dr. K.________ vorgefundenen 
BWK 12-Fraktur um eine neue Tatsache, welche schon vor Erlass der formell 
rechtskräftigen Verfügung vom 9. August 2016 (UV-act. 79) bestanden hat, indessen noch 
nicht entdeckt worden war. Der Neurochirurg konstatierte in seinem Bericht vom 20. März 
2017 gestützt auf die am 16. März 2017 angefertigten MRT (Magnetresonanztomographie; 
vgl. UV-act. 65 S. 3–4) eine A.2-Fraktur mit Keildeformität Th12 und konsekutiver 
Streckfehlhaltung lumbal, eine Segmentsdegeneration bei axialer Mehrbelastung 
lumbosakral und eine breitbasige Bandscheibenprotrusion, polyradikulär irritierend (UV-
act. 65). Dieser Umstand war dem Beschwerdeführer zuvor nicht bekannt, bildete das am 
1. Februar 2016 angefertigte CT (Computertomographie; UV-act. 86 S. 1) und das MRT 
vom 4. März 2016 (UV-act. 86 S. 2) den betroffenen Wirbel offensichtlich nicht ab. Dies 
bestätigten auch Dr. E.________ und Dr. H.________ in deren Beurteilung vom 
29. Oktober 2017 (vgl. statt vieler: UV-act. 42 S. 49 f.).

3.3.3 Die neue Tatsache ist auch als erheblich zu bezeichnen, da sie geeignet ist, die 
tatsächliche Grundlage der Verfügung dahingehend zu ändern, dass bei erneuter 
Befassung mit der Sache ein anderer Entscheid resultieren könnte. Der beratende Arzt Dr. 
med. L.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, setzte in seiner Einschätzung vom 
28. Juli 2016 den Status quo sine vel ante sechs Monate nach dem Unfallereignis per 
29. Juli 2016 fest mit der Begründung, es lägen keine objektivierbaren strukturellen 
Läsionen vor, die Kriterien einer traumatischen Diskushernie seien nicht erfüllt, eine 
richtungsweisende Verschlechterung bestehe nicht, lediglich eine vorübergehende 
Verschlimmerung, weshalb anhand wissenschaftlicher Literatur für maximal sechs Monate 
eine Unfallkausalität anzuerkennen sei (UV-act. 81). Mit anderen Worten lagen ihm keine 
Anhaltspunkte für die Wirbelkörperverletzung vor. Mit den übrigen Befunden vermochte er 
die weiterhin geklagten Beschwerden nicht auf das Unfallereignis vom 29. Januar 2016 
zurückzuführen. Der nun vorgefundene Gesundheitsschaden, welcher nach Auffassung 
der beratenden Ärzte Dr. E.________ und Dr. H.________ mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit natürlich unfallkausal ist (UV-act. 42 S. 50), könnte diese Beschwerden 
in einem neuen Licht erscheinen lassen und eine neue Beurteilung notwendig machen.

8

Urteil S 2019 144

3.3.4 Somit ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision 
nach Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt sind. Infolgedessen hätte die Unfallversicherung von 
Amtes wegen ihren Entscheid in Revision ziehen müssen. Jedenfalls bleibt sie für den 
Wegfall des Kausalzusammenhangs weiterhin beweispflichtig.

3.3.5 Im Übrigen verhält sich die Beschwerdegegnerin widersprüchlich, wenn sie sich 
auf den Standpunkt stellt, es handle sich vorliegend um einen Rückfall und einen solchen 
verneint, gleichzeitig aber wiedererwägungsweise eine Integritätsentschädigung für die 
BWK 12-Fraktur zuspricht. Damit impliziert sie selbst, dass die ursprüngliche Verfügung 
(offensichtlich) rechtsfehlerhaft war.

4. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss 
und die Leistungseinstellung zu Recht auch nach den neuen Erkenntnissen und 
Arztberichten auf den 29. Juli 2016 terminiert hat.

4.1
4.1.1 Die vom Unfallversicherer einmal anerkannte Leistungspflicht entfällt erst, wenn 
dieser nachweist, dass der Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine). Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus 
ärztlicher Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder 
erreicht werden können, so bezeichnet die Rechtsprechung dies als richtunggebende 
Verschlimmerung (BGer 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.1.2), womit die 
natürliche Kausalität als weiterhin gegeben betrachtet wird.

Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es 
sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 
Beweislast indessen – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (BGer 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Dabei 
hat der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen; 
entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

9

Urteil S 2019 144

kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, 
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 
Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 
Gesundheit sei (BGer 8C_523/2018 vom 5. November 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht 
wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel 
neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (BGer 8C_637/2013 
vom 11. März 2014 E. 2.3.2).

4.1.2 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt 
von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).

4.1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Beurteilungen der beratenden Ärzte 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Trotz 
dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt ihnen indessen praxisgemäss nicht 
dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 

10

Urteil S 2019 144

sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von 
beratenden Ärzten, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Auf Aktenberichte 
kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht 
(BGer 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 137 V 210 E. 1.4; 
135 V 465 E. 4.4).

4.2 Die Unfallversicherung stützte sich im angefochtenen Entscheid auf die 
Stellungnahmen ihrer beratenden Ärzte Dr. E.________ und Dr. H.________ vom 
29. Oktober 2017 (UV-act. 42), vom 31. Januar 2018 (UV-act. 37) und vom 19. September 
2018 (UV-act. 21) ab. Im Wesentlichen erklärten sie, dass die BWK 12-Fraktur 
überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 29. Januar 2016 zurückzuführen 
sei (UV-act. 42 S. 50). Das Erreichen des Endzustandes veranschlagten sie trotz der 
vorliegenden BWK 12-Fraktur weiterhin auf den 29. Juli 2016, da es sich beim 
Gesundheitsschaden um eine stabile Wirbelkörperimpressionsfraktur vom Typ A handle 
und ein solcher Bruch in der Regel ohne weitere Verschiebungen in wenigen Wochen bis 
Monaten knöchern fest werde und gemäss SVV-Reintegrationsleitfaden Unfall eine solche 
Verletzung bei einer geistigen Tätigkeit eine 2- bis 6-wöchige 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
und sodann eine 1- bis 2-wöchige 50%ige Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehe (UV-act. 37 
S. 3). Zur von Dr. K.________ durchgeführten Ballonkyphoplastie bemerkten die beiden 
Fachärzte, dass dafür keine Indikation gegeben gewesen sei. Die Indikation sei nicht 
leitliniengerecht gestellt worden. Es müsse sich um eine akute traumatische 
Wirbelsäulenfraktur handeln, möglichst weniger als sieben bis zehn Tage alt. Der lokale 
Kyphosewinkel, vor allem bei Wirbelkörperfrakturen der Klassifikation Magerl A1, müsse 
über 15° betragen. Der Schmerz, der vom gebrochenen Wirbelkörper ausgehe, müsse 
therapierefraktär gegen jegliche medizinische Behandlung sein. Es müsse zudem 
nachgewiesen sein, dass weiterhin eine Frakturlinie im Wirbelkörper bestehe. Vorliegend 
habe der Neurochirurg die Operation an einem über den Zeitraum von 13 ½ Monaten 
kyphotisch-defektverheilten Wirbelkörper mit Kyphosewinkel von lediglich ca. 11° 
vorgenommen (UV-act. 21 S. 3 sowie UV-act. 37 S. 6 f. und UV-act. 42 S. 50 f.).

4.3
4.3.1 Wie bereits erwähnt, kann auch auf versicherungsinterne ärztliche Feststellungen 
abgestellt werden (vgl. E. 4.1.3 hiervor). Zudem sind reine Aktengutachten beweiskräftig, 
sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

11

Urteil S 2019 144

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 
direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (BGer 
8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E. 3). Die Aktenbeurteilungen von Dr. E.________ und Dr. 
H.________ vom 29. Oktober 2017 (UV-act. 42), vom 31. Januar 2018 (UV-act. 37) und 
vom 19. September 2018 (UV-act. 21) vermögen diesen Anforderungen vollauf zu 
genügen.

4.3.2 Vorliegend ist eine Aktenbeurteilung ausreichend. Der medizinische Sachverhalt 
ist hinreichend erstellt, liegen doch ausreichend Arztberichte und bildgebende Befunde 
vor. Eine ärztliche Befassung mit der versicherten Person ist nicht notwendig, geht es 
doch einzig darum zu beurteilen, in welchem Zeitpunkt der Status quo sine vel ante 
eingetreten ist und ob die am 11. April 2017 durchgeführte Operation lege artis erfolgt ist. 
Mithin bedarf es nur einer fachärztlichen Einschätzung, welche ohne Weiteres gestützt auf 
die Aktenlage erfolgen kann.

4.3.3 Im Weiteren sind die Stellungnahmen von Dr. E.________ und Dr. H.________ für 
die vorliegenden Belange umfassend, sprechen sie sich doch eingehend über das 
Erreichen des Endzustandes und über die Indikation der von Dr. K.________ 
vorgenommenen Operation aus. Sie ergingen in Kenntnis sämtlicher relevanter Vorakten. 
In ihrer Beurteilung vom 29. Oktober 2017 (UV-act. 42) listeten die beratenden Ärzte 
unterteilt in drei verschiedene Zeitperioden alle Arztberichte auf und ergänzten diese – 
soweit notwendig – mit Bemerkungen. Insbesondere diskutierten sie auch die 
bildgebenden Befunde. Ihre Beurteilung leuchtet sodann ein. Ihre Auffassung 
untermauerten sie mit Verweisen auf einschlägige Fachliteratur und sie begründeten 
nachvollziehbar, weshalb sie zu ihrer Einschätzung gelangten. Dabei diskutierten sie auch 
anderslautende Ansichten. Insgesamt erscheint die Beurteilung der beiden Fachärzte als 
in sich schlüssig, ausreichend begründet und nachvollziehbar, weshalb von 
beweiskräftigen Aktenbeurteilungen auszugehen ist.

4.4 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig:

4.4.1 Zunächst macht er geltend, die beiden beratenden Ärzte Dr. L.________ und Dr. 
E.________ seien persönlich miteinander verbunden. Doktor E.________ sei bei der 
M.________ GmbH als Gesellschafter mit Einzelunterschrift eingetragen. Am 8. April 2008 
sei er aus dieser Gesellschaft ausgetreten und an seiner Stelle sei Dr. L.________ 
eingetreten. Am 23. Januar 2017 sei Dr. L.________ wieder ausgeschieden und an seiner 

12

Urteil S 2019 144

Stelle Dr. E.________ wieder eingetreten. Es sei offensichtlich, dass das eine Mitglied der 
Gesellschaft als beratender Arzt figuriere, um dann dem anderen Mitglied bzw. der 
Gesellschaft einen Gutachtensauftrag zu verschaffen (act. 1 Ziff. 10).

4.4.1.1 Es mag zutreffen, dass sowohl Dr. L.________ wie auch Dr. E.________ 
nacheinander als Gesellschafter der M.________ GmbH eingetragen waren bzw. sind. 
Indessen kann daraus jedoch noch nicht auf die Unverwertbarkeit der ärztlichen 
Stellungnahmen geschlossen werden. Insbesondere ist dadurch nicht ersichtlich, dass 
eine Befangenheit oder wirtschaftliche Abhängigkeit bestehen würde. Diesem Umstand ist 
allerdings insofern Rechnung zu tragen, als es sich um beratende Ärzte handelt, welche 
den versicherungsinternen Ärzten gleichzustellen und demnach strenge Anforderungen an 
die Beweiswürdigung zu stellen sind. Mithin genügen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen (BGer 8C_281/2018 vom 
25. Juni 2018 E. 3.2.2). Weiteres kann der Beschwerdeführer daraus nicht zu seinen 
Gunsten ableiten. Dies auch deshalb, weil die beiden Fachärzte Dr. E.________ und Dr. 
H.________ nicht unbesehen auf die Beurteilung von Dr. L.________ abstellen, sondern 
ihre Einschätzung selbst begründen und dazu auf einschlägige Fachliteratur verweisen 
(vgl. UV-act. 42 S. 2 ff.).

4.4.1.2 Unbehelflich ist hierbei auch der Einwand, bei Dr. E.________ handle es sich um 
einen Internisten, eine internistische Erkrankung sei beim Beschwerdeführer allerdings 
nicht ansatzweise zu erkennen. Dies mag korrekt sein, schmälert den Beweiswert der 
Aktenbeurteilungen allerdings nicht, zumal mit Dr. H.________ ein Facharzt der 
Orthopädischen Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates die 
Stellungnahmen mitunterzeichnet hat und sich mithin ebenfalls verantwortlich dafür zeigt. 

4.4.2 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, er sei von den beratenden Ärzten nie 
gesehen worden, weshalb nicht von allseitigen Untersuchungen gesprochen werden 
könne. Es sei daher auch nicht möglich gewesen darüber zu befinden, ob die nach dem 
Unfallereignis vom 29. Januar 2016 durchwegs vorhanden gewesenen Beschwerden in 
Bezug auf das Schmerzniveau und den Schmerzcharakter auf das seit 2009, 2010 und 
2012 rezidivierend aufgetretene Niveau zurückgegangen sei (act. 1 Ziff. 22).

4.4.2.1 Da es sich vorliegend um eine Aktenbeurteilung handelt, bedurfte es vorgängig 
auch keiner Untersuchung des Versicherten. Die Aktenlage ist ausreichend und es liegen 
genügend Berichte und bildgebende Befunde vor. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, 

13

Urteil S 2019 144

was Dr. E.________ und Dr. H.________ übersehen oder nicht beurteilt hätten. Der 
Beschwerdeführer macht nichts dergleichen geltend.

4.4.2.2 Soweit er sich darauf beruft, es sei nicht möglich gewesen, die nach dem Unfall 
bestehenden Schmerzen korrekt einzustufen, ist ihm der Bericht von Dr. K.________ vom 
20. März 2017 (UV-act. 23 S. 85 f.) an den Vater des Beschwerdeführers entgegen zu 
halten. Darin hielt der Neurochirurg fest, es bestehe eine bereits länger zurückreichende 
Rückenanamnese. Der Patient berichte seit Jahren schon über schubweise auftretende, 
zum Teil beträchtliche, vorab lumbovertebrale Probleme, welche auch schon zur Selbst-
Hospitalisation in N.________ geführt hätten. Der Patient berichte einen Skiunfall im 
Januar 2016 mit einer damals kurzfristigen Verschlechterung der Situation, in Folge dann 
aber wieder die alte Schmerzproblematik. Anlässlich der Untersuchung vom 3. März 2017 
habe er über zwei bis drei Mal jährlich auftretende akute Schmerzschübe mit lokalen 
Blockaden berichtet, welche aktuell gut kompensiert seien. Es bestünden etwas 
Restschmerzen im Bereich der distalen Lendenwirbelsäule (LWS), ausstrahlend übers 
Gesäss beidseits in Richtung dorsaler Oberschenkel, nicht weiter distal. Hust- und 
Niessmanöver verstärkten die Beschwerden nicht. Momentan liege kein auslösbares 
Schmerzproblem vor. Darauf wiesen auch Dr. E.________ und Dr. H.________ hin. Sie 
hielten fest, der anamnestisch erhobene Schmerzverlauf, vor allem der Rückgang auf das 
Schmerzniveau vor dem rubrizierten Unfall, weise darauf hin, dass die Wirbelkörperfraktur 
BWK 12 bei keilförmiger Defektverheilung überwiegend wahrscheinlich keine 
richtunggebende Verschlimmerung hinsichtlich der deutlich darunter lokalisierten 
Bandscheibenherniation L5/S1 verursacht habe (UV-act. 42 S. 36). Ferner bemerkten die 
Ärzte, die vom Versicherten anfangs 2017 geklagten Schmerzen seien nicht sicher auf die 
defektverheilte kyphotische Fraktur BWK 12 zurückzuführen gewesen. Vielmehr hätten die 
Rückenschmerzen in Bezug auf Schmerzniveau und Schmerzcharakter dem entsprochen, 
was seit 2009/2010/2012 rezidivierend vorgekommen sei, was auch Dr. K.________ in 
seinem Bericht vom 20. März 2017 bestätigt habe (UV-act. 42 S. 50). Sie stützten sich 
also auf die Angaben von Dr. K.________, der diese wiederum direkt vom 
Beschwerdeführer hatte. Es ist nicht anzunehmen, dass der Neurochirurg falsche 
Angaben in seinem Bericht gemacht hätte. Dergleichen wird vom Versicherten weder 
geltend gemacht noch dargetan. Mithin handelte es sich bei dieser Feststellung von 
Dr. E.________ und Dr. H.________ nicht nur um eine Mutmassung, sondern um Fakten.

4.4.2.3 In ihrer Stellungnahme vom 31. Januar 2018 legten Dr. E.________ und Dr. 
H.________ sodann dar, der Versicherte habe im März 2017 den Neurochirurgen Dr. 

14

Urteil S 2019 144

K.________ aufgesucht. Unter Verweis auf dessen Bericht vom 20. März 2017 und 
dessen Wiedergabe folgerten sie, das Beschwerdebild des Versicherten habe also den 
lumbovertebrogenen bzw. lumboischialgieformen Beschwerden, welche bereits seit 2009 
rezidivierend aufgetreten seien, entsprochen. Diese seien es gewesen, die den 
Versicherten gemäss Bericht von Dr. K.________ zum Neurochirurgen geführt hätten. 
Anlass für die Untersuchung vom 3. März 2017 seien nämlich zwei bis drei Mal jährlich 
auftretende akute Schmerzschübe mit lokaler Blockade gewesen. Die Situation sei zum 
Zeitpunkt der Untersuchung am 3. März 2017 gemäss Bericht vom 20. März 2017 gut 
kompensiert gewesen. Diese Angaben von Dr. K.________ sprächen überwiegend 
wahrscheinlich gegen einen kausalen Zusammenhang der Beschwerden, die im März 
2017 zur neurochirurgischen Behandlung führten, mit dem überwiegend wahrscheinlich 
bereits im Juli 2016 defektverheilten Wirbelkörper BWK 12 (UV-act. 37 S. 4 f.).

4.4.2.4 Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer am 22. Januar 2017 erneut beim 
Skifahren gestürzt ist und sich dabei an der Schulter verletzt hat (vgl. Bericht von Dr. med. 
O.________, FMH Orthopädische Chirurgie vom 23. Januar 2017 [UV-act. 23 S. 90 f.]). 
Dazu bemerkten die beiden Ärzte, der Versicherte sei nach der langwierigen Behandlung 
seiner lumbalen Beschwerden augenscheinlich abermals in der Lage gewesen, Ski zu 
fahren. Auch spreche dies gegen eine fortdauernde starke Beeinträchtigung durch lumbale 
Schmerzen. Überwiegend wahrscheinlich sei freilich, dass die seit 2009 immer wieder 
auftretenden lumbalen Beschwerden abermals aufgetreten seien. Dies sei späteren 
Berichten zu entnehmen (UV-act. 42 S. 32).

4.4.3 Im Weiteren moniert der Beschwerdeführer, Dr. K.________ habe die Fraktur des 
BWK 12 operativ angehen wollen, damit die Beschwerden beseitigt werden könnten. Er 
habe also einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und der Folge des Unfalles 
vom 29. Januar 2016 gesehen, ansonsten die Operation nicht in einer Ballonkyphoplastie 
Th 12 bestanden hätte. Der Neurochirurg habe offensichtlich jene Fraktur zumindest als 
Teilursache der geklagten Beschwerden lokalisiert. Deshalb dürfe nicht einzig auf die 
versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden (act. 1 Ziff. 22).

4.4.3.1 Zunächst kann auch hierzu auf das in Erwägung 4.4.2.2 und 4.4.2.3 Gesagte 
verwiesen werden. Die beiden Fachärzte legten nachvollziehbar dar, weshalb im Zeitpunkt 
der Untersuchung im März 2017 das Unfallereignis vom 29. Januar 2016 keine 
Beschwerden mehr verursachte. Insbesondere gab Dr. K.________ selber an, der 
Versicherte sei aufgrund zwei bis drei Mal jährlich auftretenden Schmerzschüben vorstellig 

15

Urteil S 2019 144

geworden. In demselben Bericht vom 20. März 2017 hielt der behandelnde Arzt auch fest, 
nach dem Unfallereignis vom 29. Januar 2016 sei es kurzzeitig zu einer 
Beschwerdeverstärkung gekommen, in der Folge habe dann aber wieder die alte 
Schmerzproblematik vorgeherrscht. Für ihre Annahme haben Dr. E.________ und Dr. 
H.________ mithin gewichtige Punkte genannt, welche deren Einschätzung als schlüssig 
erscheinen lassen.

4.4.3.2 In Würdigung der vorliegenden Arztberichte und Befunde erklärten Dr. 
E.________ und Dr. H.________, die vom Radiologen Dr. med. P.________, Facharzt 
Radiologie, am 16. März 2017 (UV-act. 23 S. 87) beschriebene alte keilförmig verheilte 
Wirbelsäulenfraktur könne bestätigt werden. Es sei keine Signalanhebung zu sehen, 
welche allenfalls eine vorhandene Aktivität, die für eine noch nicht ausgeheilte Fraktur 
gesprochen hätte, belegt hätte. Diese Wirbelkörperfraktur sei demzufolge zum Zeitpunkt 
der MRI-Untersuchung in Form einer kyphotischen Deformität ausgeheilt gewesen. 
Besagte kyphotische Fehlstellung von BWK 12 betrage 11°, was funktionell ohne Weiteres 
von den benachbarten Segmenten kompensiert werde. Es sei deshalb davon auszugehen, 
dass die keilförmige Wirbelkörperfraktur keine richtunggebende Verschlimmerung in 
Bezug auf die sehr viel weiter unten gelegene Diskushernie zwischen L5 und S1 darstelle. 
Notabene habe sich hinsichtlich der Diskushernie L5/S1 gegenüber den Bildern von 2012 
und der CT-Untersuchung von 2016 keine Veränderung ergeben. Von einer 
Segmentdegeneration im Bereich L5/S1, welche eine mögliche Indikation für eine 
Operation dortselbst dargestellt hätte, könne keine Rede sein. Der Nachweis einer noch 
vorhandenen Bewegung in der abgeheilten Fraktur BWK 12 fehle gänzlich. Die bei 
Vermutung einer Non-Union gebotene Funktionsaufnahme im Liegen mit Hypomochlion 
sei nicht durchgeführt worden. Dies hätte allenfalls eine fortbestehende Fraktur zeigen 
können. Eine Non-Union sei jedoch unwahrscheinlich (UV-act. 42 S. 33 f.). In ihrer 
Stellungnahme vom 19. September 2018 führten Dr. E.________ und Dr. H.________ 
aus, Dr. K.________ habe seine Indikation zur Operation mit einer Streckfehlhaltung der 
LWS begründet. In der Regel komme es aber bei einer kyphotischen Fehlverheilung eines 
gebrochenen Brustwirbelkörpers am thorakolumbalen Übergang zu einer 
kompensatorischen lumbalen Hyperlordose und allenfalls zu einer Streckhaltung der BWS. 
Somit sei diese Rechtfertigung der OP-Indikation sicher nicht nachvollziehbar. Zudem 
zeige die Rechtfertigung der Operation mit der Behauptung, es habe sich erst aufgrund 
der kyphotischen Defektverheilung des zwölften Brustwirbels eine lumbosakrale 
Diskopathie entwickelt, eine offensichtliche Unkenntnis der Anamnese bzw. der Akten. 
Denn die Diskushernie L5/S1 sei beim Versicherten bereits seit der MRI-Untersuchung 

16

Urteil S 2019 144

vom 26. Oktober 2012 bei Dr. med. Q.________, Facharzt Radiologie (vgl. UV-act. 42 S. 5 
sowie die Analyse der bildgebenden Befunde auf S. 44) bekannt gewesen. Erste 
lumbalgieforme Beschwerden habe es zudem bereits nach einem Snowboardsturz am 
26. Dezember 2009 gegeben. Es sei somit offensichtlich falsch anzunehmen, dass der 
defektverheilte zwölfte Brustwirbelkörper für die lumbosakrale Diskopathie verantwortlich 
gewesen sei, denn diese sei ja auf eine zum rubrizierten Unfall unfallfremde Diskopathie 
zurückzuführen, die erstmals im Februar 2012 diagnostiziert worden sei (UV-act. 21 S. 3). 

4.4.3.3 Die beiden beratenden Ärzte zeigten somit nachvollziehbar auf, dass die vom 
Versicherten im März 2017 geklagten Beschwerden nicht auf das Unfallereignis 
zurückzuführen sind und demnach die Operation auch nicht Folge des Unfalles vom 
29. Januar 2016 war. Vielmehr rührten die Schmerzen von der Diskopathie her, welche 
allerdings schon vorbestehend war und sich auch durch den Sturz beim Skifahren nicht 
richtungsgebend verschlimmert hat. Damit haben sie die Angaben von Dr. K.________ 
zweifelsfrei widerlegt.

4.4.4 Soweit der Beschwerdeführer sich darauf beruft, den beratenden Ärzten sei das 
für die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erforderliche Beweismass 
nicht geläufig gewesen (act. 1 Ziff. 23), kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wohl 
haben sie erklärt, die vom Versicherten anfangs 2017 geklagten Schmerzen seien nicht 
sicher auf die defektverheilte kyphotische Fraktur BWK 12 zurückzuführen gewesen (UV-
act. 42 S. 50). Allerdings hielten sie andernorts unmissverständlich fest, die Angaben von 
Dr. K.________ im Bericht vom 20. März 2017 sprächen überwiegend wahrscheinlich 
gegen einen kausalen Zusammenhang der Beschwerden, die im März 2017 zur 
neurochirurgischen Behandlung geführt hätten mit dem überwiegend wahrscheinlich 
bereits im Juli 2016 defektverheilten Wirbelkörper BWK 12. Ebenfalls führten sie aus, es 
sei zu schliessen, dass die im März 2017 gegenüber Dr. K.________ geltend gemachten 
Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Spätfolgen des rubrizierten 
Unfalles seien, sondern ein Wiederaufleben der bereits seit 2009 und 2012 wiederholt 
auftretenden lumbovertebralen bzw. lumboischialgieformen Beschwerden darstellten (UV-
act. 37 S. 4 f.). Es bestehen somit keine Zweifel an den Aussagen von Dr. E.________ 
und Dr. H.________.

4.4.5 Der Beschwerdeführer beanstandet, er sei von den beratenden Ärzten vorgängig 
zu den jeweiligen Aktenbeurteilungen nicht begrüsst worden, was seinen Gehörsanspruch 
verletze (act. 17 Ziff. 7 [Ad Rz. 18 und 19]).

17

Urteil S 2019 144

4.4.5.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf 
rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits 
stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, 
welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren 
Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 
Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen 
sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann 
(BGE 135 I 279 E. 2.3). 

Im Zusammenhang mit Expertengutachten beinhaltet das rechtliche Gehör insbesondere 
das Recht, Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens zu nehmen und dem Experten 
ergänzende Fragen zu stellen, wobei Verwaltung oder Gericht von der Beantwortung der 
Ergänzungsfragen durch den Experten absehen können, wenn davon keine neuen 
Erkenntnisse zu erwarten sind (BGer 8C_738/2014 vom 15. Januar 2015 E. 6.3).

4.4.5.2 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den Aktenbeurteilungen nicht 
um ein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG handelt, weshalb die diesbezüglichen 
Mitwirkungsrechte nicht zur Anwendung gelangen.

Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer zu Recht nicht vor, er hätte auch nach Erstellen 
der Aktenbeurteilungen keine Gelegenheit gehabt, sich dazu zu äussern. Ausweislich der 
Akten hatte er vor Erlass der Verfügung Kenntnis dieser Dokumente (vgl. etwa UV-
act. 18). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht zu erblicken.

4.4.6 Der Versicherte beanstandet sodann, es sei nicht nachvollziehbar, dass die 
Folgen des Unfallereignisses unabhängig davon, ob nun eine Wirbelfraktur stattgefunden 
habe oder nicht, in jedem Fall am 29. Juli 2016 ihre Unfallkausalität hätten verloren haben 
sollen. Die Stellungnahme vom 31. Januar 2018 verschweige, dass die Wirbelfraktur 
während mehr als einem Jahr nicht erkannt worden sei und demgemäss auch keine 
entsprechende Behandlung habe stattfinden können. Die zitierte Literatur gehe aber 
immer davon aus, dass eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Therapie 

18

Urteil S 2019 144

stattfinden könne, was jedoch voraussetze, dass die Fraktur erkannt worden sei. Doktor 
K.________ sei von einer A2-Fraktur auf der Höhe Th 12, also einer Schrägfraktur mit 
entsprechender Nachsinterung und einer wahrscheinlichen lumbosakralen Diskopathie, 
welche durch eine konsekutive Streckfehlhaltung ausgelöst worden sei, ausgegangen. Er 
habe auch dafür gehalten, dass aufgrund radiologischer Hinweise auf eine residuelle 
Instabilität mit deutlich verändertem Deckplattenimpressionswinkel im Übersichtsröntgen 
eine Stabilisation von Th 12 zu diskutieren gewesen sei. Diese Betrachtungsweise 
kontrastiere enorm mit jener der beratenden Ärzte (act. 17 Ziff. 7 [Ad Rz. 18 und 19]).

4.4.6.1 Die beiden beratenden Ärzte Dr. E.________ und Dr. H.________ begründeten 
nachvollziehbar, weshalb trotz des Vorliegens einer Fraktur des BWK 12 der Endzustand 
per 29. Juli 2016 erreicht worden war. In ihrer Beurteilung vom 31. Januar 2018 erklärten 
sie, der Beschwerdeführer habe überwiegend wahrscheinlich eine stabile 
Wirbelkörperimpressionsfraktur vom Typ A mit betroffener Vorderkante der oberen 
Deckplatte erlitten. Dies passe ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zur 
Defektverheilung als Keilwirbel. Die Heilungsdauer sei bei einem solchen Wirbelbruch 
davon abhängig, wie schwer die Verletzung sei. Ein stabiler Wirbelbruch werde in der 
Regel in Wochen bis Monaten wieder knöchern fest, ohne sich weiter zu verschieben. 
Notabene habe der Versicherte nach dem rubrizierten Ereignis keine neurologischen 
Defizite aufgewiesen, die sich auf Nervenwurzeln hätten beziehen können, die in der Nähe 
des frakturierten zwölften Brustwirbels gelegen seien. Unter Verweis auf die orthopädische 
Fachliteratur von Dr. med. A. Debrunner legten sie dar, solange die dorsalen 
Wirbelabschnitte (Wirbelbogen und kleine Gelenke) und der Bandapparat intakt geblieben 
und durch die Spongiosa des Wirbelkörpers axial gestaucht worden seien, sei die Fraktur 
stabil. Sie verschiebe sich sekundär nicht mehr und die Wirbelsäule bleibe tragfähig. 
Solche Brüche würden in der Regel ohne weitere Verschiebungen in wenigen Wochen bis 
Monaten knöchern fest. Die meisten Wirbelbrüche seien solche Kompressionsfrakturen 
und könnten funktionell durch sofortige Mobilisation behandelt werden. Im Weiteren 
bezogen sie sich auf den SVV-Reintegrationsleitfaden Unfall, wonach bei einer 
Wirbelkörperfraktur im mittleren bis schweren Bereich, wie beim Beschwerdeführer 
gegeben, für eine geistige Tätigkeit eine zwei- bis sechswöchige 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit und sodann eine ein- bis zweiwöchige 50%ige Arbeitsunfähigkeit 
bestehe. Beim Versicherten sei die Fraktur stabil gewesen und habe keine neurologischen 
Defizite sui generis ausgelöst. Korrekterweise sei im Jahr 2016 nur eine konservative 
Behandlung erfolgt. Zur Keilwirbelbildung komme es Debrunner zufolge üblicherweise 
innert Wochen bis wenigen Monaten nach der Wirbelkörperfraktur. Das stimme auch mit 

19

Urteil S 2019 144

der Feststellung von Dr. L.________ in seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2016 überein, 
wonach die Unfallkausalität für maximal sechs Monate anzuerkennen sei, dies obschon er 
seinerzeit noch nichts von der Wirbelkörperfraktur BWK 12 habe wissen können (UV-
act. 37 S. 3 f.). Im Weiteren kann auch darauf verwiesen werden, dass selbst Dr. 
K.________ in seinem Bericht vom 20. März 2017 nur von einer kurzzeitigen 
Verschlechterung mit anschliessenden Schmerzen auf vorbestehendem Niveau 
gesprochen hat.

4.4.6.2 Ferner sind den Akten keinerlei Hinweise zu entnehmen, dass sich beim 
Beschwerdeführer ein schwieriger Heilungsverlauf eingestellt hätte. Wohl klagte er nach 
dem Unfallereignis vom 29. Januar 2016 über Kopfschmerzen, welche er denn auch im 
Spital R.________ abklären liess (UV-act. 83). Solche werden nun aber weder berichtet 
noch weiterhin geltend gemacht. Therapeutisch wurde der Versicherte gemäss Bericht 
vom 27. Juni 2016 mit Analgesie, Infiltrationen und einer ambulanten Physiotherapie 
behandelt (UV-act. 84). Daneben hielt Dr. K.________ in seinem Bericht vom 20. März 
2017 nach durchgeführter Anamnese fest, nach dem Skiunfall am 29. Januar 2016 sei 
eine kurzfristige Verschlechterung der Situation eingetreten, in der Folge sei aber wieder 
die alte Schmerzproblematik vorhanden gewesen (UV-act. 65 S. 1 f.). Dabei handelte es 
sich um schubweise auftretende lumbovertebrale Schmerzen. Es ist daher nicht 
erkennbar, weshalb die Einschätzung der beratenden Ärzte hinsichtlich des 
Endzustandes, welche sie im Übrigen unter Hinweis auf die einschlägige Fachliteratur und 
die vorhandenen Befunde sowie Arztberichte abstützten, falsch sein soll.

4.4.6.3 Soweit der Beschwerdeführer sich darauf beruft, Dr. K.________ habe eine 
residuelle Instabilität festgestellt, ist ihm entgegen zu halten, dass der Neurochirurg initial 
in seinem Bericht vom 20. März 2017 noch nichts dergleichen erwähnte (UV-act. 65 S. 1 
f.). Erst in seinem Bericht vom 12. April 2017, notabene erst im Nachgang an die 
missglückte Operation, sprach er von radiologischen Hinweisen auf eine residuelle 
Instabilität (UV-act. 59 S. 7). In seinem Schreiben vom 23. April 2018 erklärte 
Dr. K.________, er habe im Rahmen der präoperativen Abklärung eine residuelle 
Instabilität im frakturierten Wirbelkörper vermutet, welche er anhand des 
Stellungsverhaltens Th 12 im Übersichtsbild im Stehen versus MRI-Bild im Liegen 
festgestellt habe (UV-act. 28).

Hierzu erklärten Dr. E.________ und Dr. H.________, auf dem Bildmaterial gebe es keine 
Hinweise auf eine residuelle Instabilität im Bereich BWK 12. Man sehe vielmehr einen 

20

Urteil S 2019 144

vollständig durchbauten, kyphotisch deformierten Wirbelkörper mit einem Kyphosewinkel 
von etwa 11° (UV-act. 42 S. 40). Bezugnehmend auf das am 16. März 2017 angefertigte 
Röntgenbild hielten sie fest, der Nachweis einer noch vorhandenen Bewegung der Fraktur 
fehle gänzlich. Es sei überdies keine korrekte Funktionsaufnahme mit einem 
Hypomochlion im Liegen gemacht worden, welche allenfalls eine fortbestehende Fraktur 
hätte zeigen können (UV-act. 48 S. 48). Dazu passen auch die Ausführungen von Dr. 
K.________ in dessen Bericht vom 20. März 2017, worin er schrieb, angesichts der nicht 
mehr frischen Fraktur bleibe die Frage offen, wie viel von der Keildeformität 
zurückkorrigiert werden könne (UV-act. 65 S. 2). Die Einschätzung der beiden beratenden 
Ärzte wird in keiner Weise auch nur ansatzweise in Zweifel gezogen, insbesondere nicht 
mit gegenteiligen bildgebenden Befunden.

Auch die Aussage von Dr. K.________, durch die Operation habe der defekte 
Wirbelkörper Th 12 etwas aufgerichtet werden können, was eigentlich die präoperative 
Diagnose der residuellen Instabilität im Bereich Th 12 erkläre (Bf-act. 3 S. 2), ist nicht 
glaubhaft. Unter Verweis auf den Radiologiebericht vom 11. April 2017 (UV-act. 59 S. 10) 
stellten Dr. E.________ und Dr. H.________ schon in ihrer ersten Beurteilung vom 
29. Oktober 2017 klar, dieser Radiologiebericht belege, dass die vom Operateur 
behauptete Kyphosekorrektur misslungen sei (UV-act. 42 S. 39). Denn darin wird von 
einer identischen Konfiguration des Wirbelkörpers im Vergleich zum MRI vom 16. März 
2017 gesprochen.

4.4.7 Der Beschwerdeführer beruft sich auch auf die Aussage von Dr. K.________, 
wonach eine A2-Fraktur auf der Höhe von Th 12 mit entsprechender Nachsinterung und 
einer wahrscheinlichen lumbosakralen Diskopathie vorliege, welche durch eine 
konsekutive Streckfehlhaltung ausgelöst worden sei (act. 17 Ziff. 7).

Zu dieser Aussage im Bericht vom 23. April 2018 (UV-act. 28) bemerkten Dr. E.________ 
und Dr. H.________, die Rechtfertigung zur Operation mit der Behauptung, es habe sich 
erst aufgrund der kyphotischen Defektverheilung des zwölften Brustwirbels eine 
lumbosakrale Diskopathie entwickelt, zeige eine offensichtliche Unkenntnis der Anamnese 
bzw. der Akten. Denn die Diskushernie L5/S1 sei beim Versicherten bereits seit der MRI-
Untersuchung vom 26. Oktober 2012 bei Dr. Q.________ (UV-act. 42 S. 5) bekannt 
gewesen. Erste lumbalgieforme Beschwerden habe es zudem bereits nach einem 
Snowboardsturz am 26. Dezember 2009 gegeben. Es sei somit offensichtlich falsch 
anzunehmen, dass der defektverheilte zwölfte BWK für die lumbosakrale Diskopathie 

21

Urteil S 2019 144

verantwortlich gewesen sei, denn diese sei ja auf eine zum rubrizierten Unfall unfallfremde 
Diskushernie zurückzuführen gewesen, die erstmals im Februar 2012 diagnostiziert 
worden sei (UV-act. 21 S. 3). Auch schon in ihrer Stellungnahme vom 29. Oktober 2017 
führten die beiden beratenden Ärzte aus, die Angaben von Dr. K.________ in dessen 
Überweisungsschreiben vom 12. April 2017 zur Auslösung der lumbosakralen Diskopathie 
seien nicht nachvollziehbar, weil besagte Diskopathie L5/S1 bereits seit der Bildgebung 
vom 7. Februar 2012 bekannt gewesen sei (UV-act. 42 S.40).  

4.4.8 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem Kauf von 
Arzneimitteln (act. 17 Ziff. 11). Auch wenn er nach dem 4. Juni 2016 noch Schmerzmittel 
benötigte, so ist damit bezüglich Gesundheitsschaden nichts belegt. Weshalb er 
Analgetika brauchte, geht aus den Abrechnungen in keiner Weise hervor.

4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Leistungseinstellung 
vollumfänglich auf die Stellungnahmen von Dr. E.________ und Dr. H.________ abgestellt 
werden kann. Sie konnten anhand bildgebender Befunde sowie unter Verweis auf 
einschlägige Fachliteratur nachvollziehbar und schlüssig ihre Einschätzung darlegen. Der 
Beschwerdeführer vermag unter Hinweis auf die Ausführungen von Dr. K.________ keine 
auch nur geringen Zweifel daran zu erwecken. Die beiden beratenden Ärzte konnten die 
Aussagen von Dr. K.________ klar widerlegen. Es muss vielmehr davon ausgegangen 
werden, dass sich Dr. K.________ aufgrund seines Fehlers zu verteidigen versuchte, was 
entsprechend bei der Beweiswürdigung zusätzlich zu berücksichtigen ist.

5. Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, nach Auffassung von Dr. 
K.________ sei die Operation vom 11. April 2017 zur Verbesserung der sich im Anschluss 
an das Unfallereignis vom 29. Januar 2016 eingestellten BWK 12-Fraktur erfolgt. Die 
Operation stelle sich somit als Heilbehandlung von Unfallfolgen dar. Sei davon 
auszugehen, dass die Operation zur namhaften Besserung des unfallbedingten 
Gesundheitszustandes gedient hätte und sei die Operation diesfalls als eine unfallbedingte 
Heilbehandlung anzusehen, habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen auch für 
Schädigungen zu erbringen, die dem Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt 
würden. Die Leistungspflicht sei daher gegeben (act. 1 Ziff. 24 und 25). Sollte das Gericht 
indessen davon ausgehen, dass die Operation vom 11. April 2017 mangels Vorliegen 
auch bloss teilkausaler Unfallfolgen zu jenem Zeitpunkt nicht mehr als Heilbehandlung der 
Folgen des Unfalles vom 29. Januar 2016 anzusehen sei und demgemäss eine 
Leistungspflicht des UVG-Versicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 3 UVG entfalle, sei zu 

22

Urteil S 2019 144

prüfen, ob es sich bei der Operation durch Dr. K.________ um einen "accident médical" 
handle, was ebenfalls die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nach sich ziehe (act. 1 
Ziff. 27).

5.1 Zunächst ist somit die Frage zu beantworten, ob die am 11. April 2017 
durchgeführte Operation im Rahmen der Heilbehandlung zu erblicken ist, infolgedessen 
die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 6 Abs. 3 UVG leistungspflichtig wäre.

Hierzu kann auf das vorstehend Gesagte verwiesen werden. Wie sich gezeigt hat, wurden 
die Leistungen zu Recht per 29. Juli 2016 mangels natürlichen und adäquat kausalen 
Unfallfolgen eingestellt. Die Operation vom 11. April 2017 diente sodann nicht mehr der 
Heilbehandlung der unfallbedingten Folgen, weshalb eine Leistungspflicht gestützt auf 
Art. 6 Abs. 3 UVG entfällt.

5.2 Letztlich ist zu prüfen, ob die Unfallversicherung leistungspflichtig ist, weil der 
ärztliche Eingriff vom 11. April 2017 den Unfallbegriff erfüllt.

5.2.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der äussere Faktor 
ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen 
dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 
219 E. 4.3.1). Dies gilt auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein ärztlicher Eingriff den 
gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt (BGE 118 V 283 E. 2b). Es ist indessen nach der Praxis 
mit dem Erfordernis der Aussergewöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische 
Massnahme in Frage steht (BGE 121 V 35 E. 1b; 118 V 283 E. 2b). Die Vornahme des 
medizinischen Eingriffs muss unter den jeweils gegebenen Umständen vom medizinisch 
Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse 
Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche der 
Unfallversicherer nicht leistungspflichtig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise 
den Unfallbegriff erfüllen, wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen 
und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen 
niemand rechnet noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen 
Unfallversicherungsrechts vorliegt, beurteilt sich unabhängig davon, ob der beteiligte 
Mediziner einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlich-rechtliche) 
Haftung begründet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche 
Beurteilung des ärztlichen Verhaltens (zum Ganzen: BGer 8C_813/2017 vom 6. Juni 2018 
E. 3.1).

23

Urteil S 2019 144

Damit eine medizinische Massnahme als ungewöhnlicher äusserer Faktor qualifiziert 
werden kann, muss praxisgemäss ihre Vornahme unter den gegebenen Umständen vom 
medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen. Entscheidend ist mithin, ob der Eingriff 
als solcher das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit erfüllt. Dagegen kommt der 
Indikation (dem "Angezeigtsein") in diesem Zusammenhang weder für sich allein noch im 
Verein mit anderen Umständen (wie ärztliche Fehlleistungen bei der Durchführung der 
Massnahme) irgendwelche Bedeutung zu. Bei der Indikation handelt es sich nicht um 
einen äusseren Faktor, sondern lediglich um den – auf vorgängigen ärztlichen 
Abklärungen und Erkenntnissen beruhenden – Grund, im Einzelfall ein bestimmtes 
diagnostisches oder therapeutisches Verfahren zur Anwendung zu bringen. Erweist sich 
die Indikation für einen im Rahmen der Krankheitsbehandlung erfolgten Eingriff im 
Nachhinein als falsch, liegt eine blosse Fehlbehandlung vor. Hierfür hat der 
Unfallversicherer nicht aufzukommen, es sei denn, die (nicht indizierte) Vorkehr selber 
überschreite die Schwelle der Aussergewöhnlichkeit (BGE 118 V 283 E. 3b).

5.2.2 Zur Operation hielten die beratenden Ärzte Dr. E.________ und Dr. H.________ 
fest, Dr. K.________ sei laut seinem Bericht vom 20. März 2017 ebenfalls der Meinung 
gewesen, die Fraktur BWK 12 sei nicht mehr frisch. So stelle sich die Frage, weshalb eine 
Ballonkyphoplastie vorgeschlagen worden sei (UV-act. 42 S. 37). In Bezug auf den 
Operationsbericht vom 12. April 2017 (UV-act. 59 S. 9) bemerkten die beiden Ärzte, die 
vom Operateur geltend gemachte Korrektur sei in der Bildgebung nicht ersichtlich. Es 
handle sich folglich um eine suggestive Feststellung, die nicht den Tatsachen entspreche. 
Auch in der Folge werde immer wieder von einer gelungenen Korrektur gesprochen, 
welche nicht stattgefunden habe. Was die Lage des Zements betreffe, seien keine 
intraoperativen abgespeicherte Bilder vorhanden, welche die Behauptung des Operateurs 
stützen würden. Wäre radiologisch tatsächlich in mehr als einer Ebene kontrolliert worden, 
hätte man sehen müssen, dass Zement in den Spinalkanal ausgetreten sei und, nicht wie 
behauptet, lediglich seitlich des Pedikels. Die Darstellung der Tatsachen hinsichtlich 
ausgetretener Zementmenge sei verharmlosend. Die Menge des ausgetretenen Zements 
sei nämlich im Verhältnis zum Durchmesser des Spinalkanals alles andere als klein (UV-
act. 42 S. 38). Zum Überweisungsschreiben vom 12. April 2017 (UV-act. 59 S. 7–8) 
erklärten Dr. E.________ und Dr. H.________, entgegen den Angaben gebe es auf dem 
Bildmaterial keine Hinweise auf eine residuelle Instabilität im Bereich BWK 12. Man sehe 
vielmehr einen vollständig durchbauten, kyphotisch deformierten Wirbelkörper mit einem 
Kyphosewinkel von etwa 11°. Die ärztliche Indikation für eine Ballonkyphoplastie folge 

24

Urteil S 2019 144

klaren Vorgaben. Vorliegen müssten persistierende Schmerzen, welche sicher auf die 
Fraktur zurückzuführen seien. Die Keildeformität sollte grösser als 15° sein. In der Regel 
werde die OP-Indikation bei einer Deformität von mehr als 15° gestellt. Bei einer 
geringeren lokalen Deformität würde allenfalls eine durch mehrere Faktoren bedingte 
Kompromittierung der sagittalen Balance eine OP-Indikation darstellen. Ferner sollte eine 
ausgebliebene Heilung der Fraktur, d.h. eine verzögerte Heilung der Fraktur bzw. eine 
sogenannte Non-union vorliegen. Im Fall des Versicherten seien alle drei Bedingungen vor 
der OP-Indikationsstellung zur Ballonkyphoplastie nicht erfüllt gewesen (UV-act. 42 S. 40 
f.). Schliesslich hielten die Ärzte fest, die vom Versicherten Anfangs 2017 beklagten 
Schmerzen seien nicht sicher auf die defektverheilte kyphotische Fraktur BWK 12 
zurückzuführen gewesen. Vielmehr hätten die Rückenschmerzen in Bezug auf 
Schmerzniveau und Schmerzcharakter dem entsprochen, was seit 2009/2010/2012 
rezidivierend vorgekommen sei, was auch Dr. K.________ bestätigt habe. Darum sei 
davon auszugehen, dass der defektverheilte Wirbelkörper BWK 12 nicht die Ursache der 
Beschwerden von Anfang 2017 gewesen sei. Zudem sei zu konstatieren, dass die 
durchgeführte Ballonkyphoplastie nur bei einer ausgebliebenen Heilung der Fraktur und 
bei Entstehen einer Keildeformität des betroffenen BWK über 15° sowie bei 
persistierenden Schmerzen, welche sicher auf die Fraktur zurückzuführen gewesen 
wären, indiziert gewesen wäre. Keiner dieser Bedingungen sei erfüllt gewesen. Deshalb 
könne die Indikation zur Ballonkyphoplastie-Operation nicht nachvollzogen werden. Darum 
stelle sich auch die Frage, ob der durchgeführte operative Eingriff vom 11. April 2017 
medizinisch indiziert und zweckmässig gewesen sei. Ob dem Versicherten tatsächlich die 
risikoärmste und gleichzeitig erfolgsversprechendste Therapiealternative angeboten 
worden sei, sei nicht ersichtlich. Überdies sollte hinsichtlich der technischen Durchführung 
des operativen Eingriffs an der Wirbelsäule eine Prüfung der Sorgfalt erfolgen (UV-act. 42 
S. 50 f.).

In ihrer zweiten Stellungnahme vom 31. Januar 2018 führten Dr. E.________ und Dr. 
H.________ aus, die Kyphoplastie sei ein minimalinvasives perkutanes Verfahren. Hierbei 
würden gebrochene oder brüchige Wirbel mittels Knochenzement wieder aufgebaut. Somit 
würden die betroffenen instabilen Wirbelkörper stabilisiert. Zur Indikation solcher 
Operationen bei Schmerzen, erheblicher Kyphose und neurologischen Ausfällen schreibe 
der Lehrbuchautor Debrunner: "Mit der Operation soll diese (Kyphose) aufgerichtet 
werden. In einem relativ grossen Prozentsatz ist aber mit Rezidiven zu rechnen, indem 
durch erneutes Zusammensintern der Wirbelkörper sich die Kyphose wieder einstellt. 
Kyphose und Schmerzen korrelieren wenig. Tatsächlich werden auch erhebliche 

25

Urteil S 2019 144

Kyphosen erstaunlich gut toleriert und sind oft mit voller Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
vereinbar, so dass die Aufrichtung einer posttraumatischen Kyphose keine absolute 
Indikation zur Operation stellt. (…). Bei Patienten ohne primäre neurologische Beteiligung 
ist das Auftreten von solchen kaum zu befürchten, so dass die prophylaktische Wirkung 
der Operation ihre Risiken kaum aufwiegt." Die Ärzte führten weiter aus, diese 
Operationsmethode dürfe bei einem stabil mit Keilwirbelbildung mit einer Kyphose von 11° 
verheilten gebrochenen Wirbelkörper gar nicht angewendet werden. Im Weiteren erklärten 
sie die Methode. Zu Beginn der Operation werde eine Kanüle auf der Höhe des 
betroffenen Wirbels in die Haut platziert. Dabei werde durch diesen Arbeitskanal eine 
Hohlnadel in einen porösen Wirbel platziert. Sodann werde das Knochenzement injiziert. 
Dieser Knochenzement härte schnell aus und der gebrochene Wirbel sei wieder aufgebaut 
und werde in seiner Form gehalten. Die Kyphoplastie führe nicht nur zu einer 
Stabilisierung des betroffenen gebrochenen und brüchigen Wirbelkörpers, sondern auch 
zu einer Stabilisierung der gesamten Wirbelsäule. Mögliche Komplikationen und Risiken 
der Kyphoplastie seien Folgende: Eingebrachter Zement könne aus dem betroffenen 
Wirbel austreten und in benachbartes Gewebe fliessen oder streuen. Dadurch könnten 
Nervenfasern gereizt werden. Es könnten sogar kleine Mengen vom Knochenzement in 
die Blutbahnen gelangen. Falls solcher Knochenzement über das Blut bis in die Lungen 
gelange, könne es zu einer Embolie kommen. Der benutzte Knochenzement sei 
verhältnismässig dickflüssig und könne aufgrund des vorbereiteten Hohlraumes mit wenig 
Druck in einen brüchigen Wirbelkörper – wohlgemerkt: nicht in einen kyphotisch verheilten 
stabilen Wirbelkörper – eingebracht werden. Hierdurch minimiere sich die 
Wahrscheinlichkeit, dass das Material überhaupt austrete. Es werde in der Regel ein 
sogenannter Biozement verwendet, welcher gut verträglich sei für den Körper. Der 
Hauptbestandteil sei Hydroxylapatit, ein Kalziumphosphatsalz mit sehr hohem Härtegrad, 
welches natürlicherweise auch im Knochen vorkomme. Als Standardrisiko gelte der 
Austritt von wenig Zement in die Umgebung. Dies passiere aber sehr selten, da der 
Zement dickflüssig sei und eben nur mit geringem Druck in den vorbereiteten Hohlraum 
eingefüllt werde. Der Eingriff werde unter Röntgenkontrolle durchgeführt, sodass er 
jederzeit abgebrochen werden könne. Allein eine führende deutsche Universitätsklinik 
(Universitätsklinik Heidelberg) habe dies bei ca. 15 % der behandelten Patienten gesehen. 
Derlei geringe Zementaustritte verursachten jedoch keinerlei Beschwerden und seien 
darum klinisch ohne Bedeutung. Ein massiver Zementaustritt gehöre freilich nicht zu den 
üblichen Risiken. Im Falle des Versicherten sei der massive Zementaustritt wahrscheinlich 
Folge des ärztlichen Versuchs, den Zement in einen nicht brüchigen, stabilen 
defektverheilten Keilwirbel unter Druck einzufüllen. Der Knochenzement lasse sich freilich 

26

Urteil S 2019 144

nur in brüchige poröse Wirbel hineindrücken. Wäre der Eingriff indiziert gewesen – was er 
freilich nicht gewesen sei – hätte es dem inhärenten Risiko eines solchen Eingriffs 
entsprochen, wenn nur eine geringe, klinisch nicht relevante Menge Zement in 
benachbarte Strukturen eingeflossen wären. Der massive Zementausfluss in den 
Spinalkanal des Versicherten sei Folge der falsch gestellten Indikation zur 
Ballonkyphoplastie, wobei dann nämlich versucht worden sei, in eine stabil, mit 
kyphotischem Defekt verheilte, harte Knochenmasse unnötigerweise Zement einzufüllen, 
was – dass sollte auch für medizinische Laien einleuchtend sein – habe misslingen 
müssen. Es hätte einer Ungeschicklichkeit des Operateurs entsprochen, wenn zum 
Beispiel die Hohlnadel zur Ausfüllung mit Biozement aus dem Arbeitskanal bei einem 
brüchigen Wirbel ausgebrochen wäre und es dadurch zu einem massiven rückwärtigen 
Zementausfluss in den Spinalkanal gekommen wäre. Da jedoch versucht worden sei, eine 
Zementinjektion in einen stabilen harten Knochen zu pressen, sei keine Ungeschicklichkeit 
erkennbar. Vielmehr sei der Eingriff selbst schon in der Planung falsch gewesen. Die 
Indikation dazu sei nicht gegeben gewesen (UV-act. 37 S. 6 f.).

Am 19. September 2018 hielten Dr. E.________ und Dr. H.________ fest, dass Dr. 
K.________ seine Indikation zur Operation mit einer Streckfehlhaltung der LWS begründet 
habe. In der Regel komme es aber bei einer kyphotischen Fehlverheilung eines 
gebrochenen Brustwirbelkörpers am thorakolumbalen Übergang zu einer 
kompensatorischen lumbalen Hyperlordose und allenfalls zu einer Streckhaltung der BWS. 
Somit sei diese Rechtfertigung der OP-Indikation sicher nicht nachvollziehbar. Zudem 
zeige die Rechtfertigung der Operation mit der Behauptung, es habe sich erst aufgrund 
der kyphotischen Defektverheilung des zwölften Brustwirbels eine lumbosakrale 
Diskopathie entwickelt, eine offensichtliche Unkenntnis der Anamnese bzw. der Akten. 
Denn die Diskushernie L5/S1 sei beim Versicherten bereits seit der MRI-Untersuchung 
vom 26. Oktober 2012 bei Dr. Q.________ bekannt gewesen. Erste lumbalgieforme 
Beschwerden habe es zudem bereits nach einem Snowboardsturz am 26. Dezember 2009 
gegeben. Es sei somit offensichtlich falsch anzunehmen gewesen, dass der 
defektverheilte zwölfte Brustwirbelkörper für die lumbosakrale Diskopathie verantwortlich 
gewesen sei, denn diese sei ja auf eine zum rubrizierten Unfall unfallfremde Diskushernie 
zurückzuführen gewesen, die erstmals im Februar 2012 diagnostiziert worden sei. Die 
Indikation zur Ballonkyphoplastie sei nicht leitliniengerecht gestellt worden. Die Leitlinien 
seien zuletzt am 19. Januar 2017 in der Fachzeitschrift für kardiovaskuläre interventionelle 
Radiologie veröffentlicht worden. Als Indikation werde in den Leitlinien konstatiert, dass es 
sich um eine akute traumatische Wirbelsäulenfraktur handeln sollte, möglichst weniger als 

27

Urteil S 2019 144

sieben bis zehn Tage alt. Der lokale Kyphosewinkel, vor allem bei Wirbelkörperfrakturen 
der Klassifikation Magerl A1, müsse über 15° betragen. Der Schmerz, der von dem 
gebrochenen Wirbelkörper ausgehe, müsse therapierefraktär gegen jegliche medizinische 
Behandlung sein. Es müsse zudem nachgewiesen werden, dass weiterhin eine 
Frakturlinie im Wirbelkörper bestehe. Indessen sei diese Behandlungsleitlinie vom 
Neurochirurgen nicht beachtet worden. Stattdessen habe er einen Eingriff, der bestenfalls 
für eine akute, instabile Fraktur geeignet sein könne, an einem über einen Zeitraum von 13 
½ Monaten kyphotisch defektverheilten Wirbelkörper mit einem Kyphosewinkel von 
lediglich ca. 11° durchgeführt. Über die Aufklärung des Versicherten, welche der 
behandelnde Neurochirurg skizziert habe, sei man erstaunt. Das Auslaufen von Zement in 
den Spinalkanal sei durchaus eine erwartbare Komplikation. Neurologische 
Komplikationen seien zwar bei kleineren Mengen selten, jedoch bei grösseren Mengen 
von Zementextravasat häufig (UV-act. 21 S. 3 f.).

5.2.3 Die beratenden Ärzte haben nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass die 
Indikation für die am 11. April 2017 durchgeführte Ballonkyphoplastie nicht gegeben war. 
Unter Verweis auf einschlägige Fachliteratur benannten sie die hierfür geltenden Leitlinien. 
Von den genannten Kriterien (frische Fraktur resp. Vorliegen einer Non-union, 
Kyphosewinkel von mindestens 15°, therapierefraktäre Schmerzen) war keines erfüllt. 
Gegenteiliges geht denn auch aus den Schreiben und Stellungnahmen von Dr. 
K.________ nicht hervor.

Nichts daran zu ändern vermag der Umstand, wonach Dr. K.________ aufgrund einer 
anderen Sachlage eine Operationsindikation gesehen habe. Er gab an, es sei im 2016 ein 
Skiunfall mit einer A2-Fraktur Th 12 mit segmentaler Kyphose und konsekutiver 
Streckfehlhaltung der ganzen LWS vorgefallen. Entsprechend habe sich wohl statisch 
bedingt eine lumbosakrale Diskopathie entwickelt, welche intermittierend für die 
anhaltenden Beschwerden des Patienten verantwortlich sei. Grundidee der Behandlung 
der chronischen lumbovertebralen Probleme sei gewesen, die segmentale 
Stellungskorrektur relordosieren, was in ausgewählten Fällen chirurgisch offen über eine 
Wedge-Dekompression stattfinden könne. Er habe im Rahmen der präoperativen 
Abklärung eine residuelle Instabilität im frakturierten Wirbelkörper vermutet. Damit habe 
sich, vor allem im Hinblick auf eine allfällige offene thorakolumbale Stellungskorrektur, 
eine minimal invasive alternative Behandlungsoption eröffnet (UV-act. 28). Die Aussage 
des Neurochirurgen wurde durch die beratenden Ärzte nachvollziehbar widerlegt, was 
insbesondere für dessen Herleitung des lumbosakralen Diskopathie anbelangt. Ebenfalls 

28

Urteil S 2019 144

erklärten sie schlüssig, dass auf den entsprechenden Bildbefunden keinerlei Hinweise für 
eine residuelle Instabilität erkennbar sind, ebenso wenig eine Frakturlinie. Vielmehr liege 
ein vollständig durchbauter und verheilter Wirbelkörper vor.

5.2.4 Insgesamt liegen somit keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die am 11. April 2017 
durchgeführte Ballonkyphoplastie tatsächlich indiziert gewesen wäre. Davon scheint 
offenbar auch der Beschwerdeführer auszugehen (vgl. act. 1 Ziff. 30). Stellt sich die 
Indikation im Nachhinein als falsch heraus, so liegt eine Fehlbehandlung vor, wofür die 
Unfallversicherung nicht einzustehen hat (vgl. E. 5.2.1).

5.2.5 Lediglich sofern die (nicht indizierte) medizinische Vorkehr ihrerseits die Schwelle 
der Aussergewöhnlichkeit überschreitet, ist die Unfallversicherung leistungspflichtig (vgl. 
E. 5.2.1). 

5.2.5.1 Der Beschwerdeführer stellt sich hierbei auf den Standpunkt, dass die 
eingetretene Komplikation des Zementaustritts in das Myelon mit konsekutiver 
inkompletter Paraplegie nicht bloss auf die nicht gegebene Indikation, sondern auch auf 
die angewandte Operationstechnik und die durchgeführte Art der Operation 
zurückzuführen sei. Dabei handle es sich um eine vom medizinisch Üblichen ganz 
erhebliche Abweichung, welche als in hohem Masse ungewöhnlich zu bezeichnen sei und 
mit welcher niemand, mithin auch er nicht, gerechnet habe und auch nicht habe rechnen 
müssen (act. 1 Ziff. 30). Die durchgeführte Operation bzw. das dabei eingetretene Ereignis 
sei als Unfall im Rechtssinn zu betrachten. Der massive Zementaustritt in das Myelon 
stelle einen ungewöhnlichen Faktor dar bei einem minimalinvasiven Verfahren (act. 1 
Ziff. 31). Die Unfallversicherung habe auch nicht abgeklärt, mit welcher Wahrscheinlichkeit 
die hier vorgenommenen Fehlleistungen eintreten könnten. Die eingetretenen 
Konsequenzen seien als völlig unwahrscheinlich zu betrachten. Das Element der 
Ungewöhnlichkeit sei daher offensichtlich erfüllt und das Vorgehen des Operateurs sei als 
grober Behandlungsfehler zu werten, habe er doch eine nicht indizierte Operation in einer 
nicht zu vertretenden Art und Weise durchgeführt. Hinzu komme eine ungenügende 
Aufklärung, da die Art und Weise der Erklärung nicht mit der durchgeführten Operation 
übereingestimmt habe. Ebenso wenig gehe aus der Operationsinformation hervor, dass 
der Operateur über die möglichen Risiken aufgeklärt hätte (act. 1 Ziff. 32). Die Indikation 
sei nicht alleine massgebend. Die technische Durchführung sei ebenfalls in hohem Masse 
fehlerhaft gewesen und sei in ganz erheblicher Weise vom medizinisch Üblichen 
abgewichen. Dies nicht nur, weil ein massiver Zementaustritt erfolgt sei, sondern auch weil 

29

Urteil S 2019 144

der Zementaustritt nicht in die Umgebung, sondern in den Spinalkanal erfolgt sei. Dies 
stelle eine Ungewöhnlichkeit dar (act. 1 Ziff. 33). Im Operationsbericht werde von einem 
harten, schon sklerosierten Befund gesprochen. Die Kyphoplastie-Ballone hätten sich 
daher nur mit höchstem Druck (30 bar, normal sei ein Druck von 7 bis 24 bar) aufblasen 
lassen. Dabei sei noch etwas forciert worden, worauf beide Ballone undicht geworden 
seien und hätten ersetzt werden müssen. Aus dem postoperativ angefertigten CT sei 
ersichtlich, dass der Kanal der Arbeitskanüle links nicht nur durch den Pedikel verlaufe, 
sondern den Spinalkanal deutlich anschneide, also nicht lege artis positioniert worden sei. 
So sei ein Austritt von Zement in den Spinalkanal erst möglich gewesen. Zudem würden 
sich die beiden Bohrkanäle der Arbeitskanülen im Wirbelkörper überschneiden. Der 
Winkel dazwischen sei zu gross. All das belege den groben Behandlungsfehler (act. 1 
Ziff. 35). 

5.2.5.2 Dem Beschwerdeführer kann hierbei nicht gefolgt werden. Obschon der massive 
Zementaustritt ungewöhnlich ist, so ist dies der falsch gestellten Indikation geschuldet. 
Wie Dr. E.________ und Dr. H.________ dargelegt haben, darf eine Ballonkyphoplastie 
nur bei frischen Frakturen, nicht aber bei bereits verheilten und mithin sklerosierten 
Knochenbrüchen durchgeführt werden. Dies erklärt ohne Weiteres, dass der 
Knochenzement mit mehr Druck als üblich in den Hohlraum gepresst werden musste und 
die Korrektur gar etwas forciert wurde. Da sich der Knochen zudem aufgrund der 
Ausheilung auch nicht mehr aufrichten konnte – die beratenden Ärzte zeigten schlüssig 
auf, dass keinerlei Korrektur erreicht werden konnte und keine residuelle Instabilität 
vorgelegen hat –, trat der Zement in den Spinalkanal aus. Dies passierte nur, weil die 
Indikation für diese Operationstechnik nicht gegeben war, weshalb es sich um eine 
Fehlbehandlung handelt. Dass die technische Durchführung an sich ebenfalls die 
Schwelle zur Ungewöhnlichkeit überschritten hätte, kann den Akten nicht entnommen 
werden. Jedenfalls erwähnten die beratenden Ärzte mit keinem Wort weitere grobe 
Behandlungsfehler seitens des Operateurs. Einzig die nicht vorliegende Indikation wurde 
bemängelt. Soweit der Beschwerdeführer einen falschen Kanalverlauf, eine 
Überschneidung der Bohrkanäle sowie einen zu grossen Winkel dazwischen als 
Behandlungsfehler ins Feld führt, kann ihm nicht gefolgt werden. Dergleichen geht aus 
dem von ihm angerufenen CT-Bericht vom 11. April 2017 (Bf-act. 5) nicht hervor. Auch 
den weiteren Akten können keine solche Hinweise entnommen werden. Ein grober 
Behandlungsfehler ausserhalb der falsch gestellten Indikation ist nicht ersichtlich, weshalb 
im Ergebnis keine Leistungspflicht durch die Unfallversicherung gegeben ist.

30

Urteil S 2019 144

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen 
zu Recht per 29. Juli 2016 eingestellt hat. Ferner ist sie für die Komplikationen anlässlich 
der Operation vom 11. April 2017 nicht leistungspflichtig. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist 
abzuweisen.

7. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

31

Urteil S 2019 144

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin (im Doppel) sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 26. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am