# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a7667c0-adba-5f52-876c-9271cbc5f753
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2009 D-7135/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7135-2008_2009-08-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7135/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Daniel Schmid (Vorsitz), 
Richter Bendicht Tellenbach, Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Irak,
vertreten durch LL.M. lic. iur. Susanne Sadri, 
Asylhilfe Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. November 2008 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7135/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer  sein  Heimatland gemäss eigenen Anga-
ben am 25. Januar 2008 verliess und über die Türkei  sowie weitere 
ihm  unbekannte  Länder  am  11.  Februar  2008  ohne  Papiere  in  die 
Schweiz gelangte, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ) des BFM in [...] um Asyl nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati-
onsblatt  zur  Abgabe  sämtlicher  bei  anderen  Behörden  hinterlegter 
oder  anderweitig  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von 
48 Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 27. Februar 2008 im EVZ [...] summarisch zum Reiseweg 
und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wur-
de,

dass das BFM am 25. März 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) die Anhörung zu 
den Asylgründen durchführte,

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte,  er  sei  Kurde  und  stamme aus  D._______  in  der  nordiraki-
schen Provinz Dohuk,

dass er sich im April 2003 den Peschmerga angeschlossen und seinen 
Dienst bei einer in T._______ stationierten Einheit geleistet habe,

dass er am 25. Dezember 2007 erfahren habe, dass er nach Bagdad 
hätte verlegt werden sollen,

dass dies nicht in seinem Sinne gewesen sei, er sich von der Truppe 
unerlaubt entfernt und vor diesem Hintergrund sein Heimatland verlas-
sen habe,

dass der Beschwerdeführer in der Folge für die Dauer des Verfahrens 
dem Kanton Bern zugewiesen wurde,

dass das BFM mit  Verfügung vom 3. November  2008  – eröffnet  am 
5. November  2008  – in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst. a  und 
Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung so-
wie den Vollzug anordnete,

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dass das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses seien in  seinem Fall  aufgrund der  Ak-
tenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
heben  und die  Aufhebung der  angefochtenen Verfügung  beantragen 
liess,

dass die vorinstanzliche Behörde anzuweisen sei, auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers einzutreten,

dass er die Flüchtlingseigenschaft  im Sinne von Art. 3 AsylG erfülle, 
weshalb ihm gemäss Art. 3 AsylG Schutz zu gewähren sei (Beschwer-
de S. 4),

dass in Gutheissung des Erlasses des Kostenvorschusses (Beschwer-
de  S. 4)  dem Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) zu gewähren sei,

dass mit  Instruktionsverfügung vom 18. November 2008 das Gesuch 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1 
VwVG) gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
verzichtet wurde,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 5. Dezember 2008 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte,

dass der Beschwerdeführer am 22. Dezember die Stellungnahme zur 
vorinstanzlichen Vernehmlassung einreichen liess,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen auf die im 
Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass der Beschwerdeführer vorliegend unter anderem das Begehren 
(Beschwerde S. 4) stellt, es sei ihm der Flüchtlingsstatus zu gewähren, 

dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm zuste-
henden  Prüfungsbefugnis  im  für  den  Beschwerdeführer  günstigsten 
Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf 
sein Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer sum-
marischen  Prüfung  hätte  erkennen  sollen,  dass  er  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, so-
weit darin die Asylgewährung durch das Bundesverwaltungsgericht be-
antragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass in diesem Zusammenhang vorab festzustellen ist, dass die Vor-
instanz ihrer Pflicht, in Anbetracht des rund neunmonatigen Aufenthal-
tes des Beschwerdeführers eine angemessene Ausreisefrist anzuset-
zen (vgl. EMARK 2004 Nr. 27 E. 5.d S. 177), nachgekommen ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten Vorbringen des Beschwerdeführers  vorweg auf  die  im EVZ 
[...] am 27. Februar 2008 protokollierten Aussagen sowie auf das Pro-
tokoll der direkten Bundesanhörung vom 25. März 2008 zu verweisen 
ist,

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dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist, 

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches im EVZ [...] beziehungsweise in den 48 Stunden 
nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informations-
blattes  ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identifizierung  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, 

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist, 

dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) 
für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam-
haft zu machen vermag, 

dass hierzu,  zur  Vermeidung von Wiederholungen,  auf  die zutreffen-
den, unter  Angabe der jeweiligen Fundstellen in den Protokollen ge-
machten Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wer-
den kann,

dass allein die Tatsache der Nachreichung der bei der Mutter zuhause 
gelassenen irakischen Identitätskarte und der Geburtsurkunde des Be-
schwerdeführers  auf  Beschwerdestufe  nichts  am  Umstand  ändert, 
dass der Beschwerdeführer ohne genügende Entschuldigung bei der 
ersten  Instanz  keine  rechtsgenüglichen  Identitätspapiere  abgegeben 
hatte,

dass zunächst festzuhalten ist, dass die Geburtsurkunde kein rechts-
genügliches  Identitätspapier  im  Sinne  der  oben  zitierten  Rechtspre-
chung darstellt,

dass der Beschwerdeführer sodann anlässlich der Befragungen vom 
27. Februar  (EVZ)  und 25. März  2008 (direkte  Bundesanhörung)  je-
weils erklärte, sich Mühe zu geben, die Papiere zu beschaffen,

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dass aus dem Protokoll der direkten Bundesanhörung unter anderem 
hervorgeht, dass er über Kontakt (telefonisch) mit seinem jüngeren bei 
der Mutter lebenden Bruder verfügt und diesen mit der Zustellung sei-
ner Identitätskarte beauftragt hat,

dass dem Beschwerdeführer bis zum Entscheid des BFM rund sieben-
einhalb  Monate,  mithin  genügend  Zeit  zur  Verfügung  gestanden  hat 
und es ihm auch zumutbar und möglich gewesen wäre, die in Aussicht 
gestellte irakische Identitätskarte beizubringen (vgl. auch Art. 8 Abs. 1 
AsylG),

dass diese Feststellung noch dadurch an Gewicht erfährt,  dass dem 
Beschwerdeführer  durch  einen  Onkel  mütterlicherseits  (Händler)  die 
beträchtlichen Ausreisekosten (11'000 $) finanziert wurden,

dass sich vor diesem Hintergrund die in der Rechtsmitteleingabe durch 
nichts belegte Behauptung, wonach – weil die Post im Irak nicht funk-
tioniere – ein Durchreisender dem Beschwerdeführer die Dokumente 
kurz vor Erlass der angefochtenen Verfügung überbracht  haben soll, 
als unbehelflich und nicht überzeugend erweist,

dass mithin vor diesem Hintergrund nicht glaubhaft ist, der Beschwer-
deführer  habe  die  Identitätskarte  ursprünglich  (aus  entschuldbaren 
Gründen) im Heimatstaat zurückgelassen,

dass  die  Vorinstanz  sodann  aufgrund  zahlreicher  Widersprüche  und 
Unsubstanziiertheiten  die  Asylvorbringen des Beschwerdeführers  als 
unglaubhaft qualifizierte und darob die Schlussfolgerung zog, er habe 
den behaupteten Sachverhalt nicht selbst erlebt,

dass die diesbezüglichen Ausführungen einer Überprüfung durch das 
Bundesverwaltungsgericht standhalten, weshalb hierzu – zur Vermei-
dung von Wiederholungen – ebenfalls auf die entsprechenden Erwä-
gungen des BFM verwiesen werden kann, 

dass  die  Vorbringen  in  der  Beschwerde  die  Einschätzung  der  Vor-
instanz in der angefochtenen Verfügung nicht umzustossen vermögen, 
zumal es der Beschwerdeführer mit  bloss etwas anderen Worten bei 
der Wiedergabe des Sachverhalts bewenden lässt,

dass  die  dem  Beschwerdeführer  von  der  Vorinstanz  vorgeworfenen 
Unglaubhaftigkeitselemente bestehen bleiben und sich die diesbezüg-

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lich  anderen  Einwendungen  in  Anbetracht  des  oben  Erwähnten  als 
nachträgliche Anpassungen an den Sachverhalt respektive unbehelfli-
che Erklärungsversuche erweisen, 

dass insbesondere das Argument nicht verfängt, wonach allfällige Wi-
dersprüche auf Falschinterpretationen oder Missverständnissen beru-
hen sollen, 

dass einerseits  der  Beschwerdeführer  eine Person ohne Bildung sei 
und andererseits bei den beiden Anhörungen (EVZ/Bund) jeweils zwei 
verschiedene Übersetzer tätig gewesen seien,

dass er jedoch die Verständigung mit dem Dolmetscher anlässlich der 
jeweiligen Anhörungen wiederholt als gut bezeichnete (Protokoll  EVZ 
S. 2 und 10; Protokoll der direkten Bundesanhörung S. 2 und 9) und im 
Anschluss an die Befragungen die Richtigkeit  (EVZ) und Vollständig-
keit  (direkte  Bundesanhörung)  der  jeweiligen  Protokolle  nach  deren 
Rückübersetzung unterschriftlich bestätigt hat,

dass  den  Anhörungsprotokollen  keine  Anhaltspunkte  zu  entnehmen 
sind, der Beschwerdeführer wäre nicht in der Lage gewesen, den Be-
fragungen zu folgen,

dass darüber hinaus die bei der direkten Bundesanhörung anwesende 
Person des  Hilfswerks,  von der  Möglichkeit  Zusatzfragen zu  stellen, 
nicht Gebrauch machte und auch keine Einwände anmeldete oder wei-
tere Abklärungen anregte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  dem  nicht  weiter  begründeten  Ein-
wand, wonach der vorliegende Nichteintretensentscheid des BFM Bun-
desrecht gemäss Art. 37 AsylG (Verfahrensfristen) verletze, nichts zu 
seinen Gunsten abzuleiten vermag,

dass in diesem Zusammenhang zur Vermeidung näherer Erörterungen 
lediglich auf die nach wie vor gültige Rechtsprechung zu verweisen ist 
(vgl. EMARK 2002 Nr. 15 E. 5d S. 15 f.), wobei präzisierend festzuhal-
ten ist, dass nach dem heute geltenden Art. 37 AsylG von einer Ent-
scheidungsfrist von in der Regel 10 Arbeitstagen die Rede ist, 

dass schliesslich die Vorinstanz im vorliegenden Fall aufgrund der Ak-
tenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 25. März 2008 prä-
sentierte, unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder rechtliche 

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Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung zu Recht 
den  Schluss  gezogen  hat,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flücht-
lingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig  stünden 
einem Vollzug der  Wegweisung  keine Hindernisse  entgegen  (Art. 32 
Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6),

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Nordirak, woher der Beschwerde-
führer stammt (D._______, Provinz Dohuk), noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, 

dass  das Bundesverwaltungsgericht  in  seinem  Urteil  BVGE  2008/5 
aufgrund einer umfassenden Beurteilung der aktuellen Situation in den 
nordirakischen Provinzen Dohuk, Sulaymaniya und Erbil zum Schluss 
gekommen ist, dass in den drei kurdischen Provinzen keine Situation 
allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische Lage nicht der-
massen angespannt ist, als dass eine Rückführung dorthin als gene-
rell unzumutbar betrachtet werden müsste,

dass  zudem  die  Region  mit  Direktflügen  aus  Europa  und  aus  den 
Nachbarstaaten  erreichbar  ist,  weshalb  eine  Rückreise  via  Bagdad 
und anschliessend auf dem Landweg durch den von Gewalt heimge-
suchten Zentralirak nicht erforderlich ist,

dass sich der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben seit seiner 
Geburt bis zu seiner Ausreise in D._______ im Nordirak aufgehalten 
hat,

dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte erge-
ben,  aufgrund  derer  allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  der  Be-
schwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in den Nordirak aus indi-
viduellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Na-
tur in eine existenzbedrohende Situation,

dass in Anbetracht des dort bestehenden sozialen und familiären Be-
ziehungsnetzes (vgl. u.a. oben) der Vollzug der Wegweisung zumutbar 

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(Art. 83 Abs. 4 AuG) und grundsätzlich möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) 
erscheint,

dass im Übrigen auch in Bezug auf die Frage des Vollzugs der Weg-
weisung auf die vorinstanzlichen Ausführungen zu verweisen ist,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass mit Zwischenverfügung vom 18. November 2008 das Gesuch um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde,

dass eine Änderung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdefüh-
rers zwischenzeitlich nicht eingetreten ist, 

dass daher auf die Auferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] ad [...] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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