# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f84c6efa-f79f-5fee-ad5e-e1d0c3362914
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2025 A-1241/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1241-2025_2025-08-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1241/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, Richter Alexander Misic,    

Gerichtsschreiber Joel Günthardt. 
 

 
 

Parteien 
 Landolt & Mächler Consultants AG,  

Bösch 82, Postfach 326, 6331 Hünenberg,   

vertreten durch 

Prof. Dr. iur. Isabelle Häner, Rechtsanwältin,  

Bratschi AG,  

Bahnhofstrasse 70, Postfach, 8021 Zürich 1,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung  

von Frau und Mann EBG,  

Schwarztorstrasse 51, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Gleichstellung zwischen Frau und Mann;  

Rückweisung durch das Bundesgericht;  

Neuverlegung der Kosten. 

 

 

 

A-1241/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Landolt & Mächler Consultants AG bietet auf dem freien Markt Lohn-

gleichheitsanalysen mit dem von ihr entwickelten Modell L&MAba-24 an. 

Mit Schreiben vom 18. Januar 2021 ersuchte sie das Eidgenössische Büro 

für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG), seine Richtlinie zu den 

Kontrollen der Einhaltung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann im 

öffentlichen Beschaffungswesen des Bundes von Januar 2021 (nachfol-

gend: Richtlinie EBG) antragsgemäss abzuändern sowie ihr eine schriftli-

che Bestätigung im Zusammenhang mit der Anwendung der Richtlinie EBG 

zukommen zu lassen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die 

Richtlinie EBG sei als Realakt zu qualifizieren und sehe vor, dass die Kon-

trollen durch das EBG im Rahmen von öffentlichen Beschaffungen für die 

Lohngleichheitsanalysen einzig mit dem Standard-Analyse-Tool Logib des 

Bundes durchzuführen seien, was ihre privatwirtschaftliche Tätigkeit unmit-

telbar beeinträchtige.  

B.  

Mit Verfügung vom 11. Mai 2021 trat das EBG auf das Gesuch nicht ein. 

Es erwog, die Landolt & Mächler Consultants AG vermöge in keiner Weise 

darzulegen, weshalb und inwieweit sie von der Kontrolltätigkeit im öffentli-

chen Beschaffungswesen des Bundes und der Richtlinie EBG besonders 

berührt sein sollte. Dagegen erhob die Landolt & Mächler Consultants AG 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Im Rahmen des Beschwer-

deverfahrens reichten die Verfahrensbeteiligten ein Schreiben des Sekre-

tariats der Wettbewerbskommission (WEKO) vom 22. Februar 2022 ein, 

wonach keine Veranlassung bestehe, dem EBG eine Empfehlung mit Vor-

schlägen zur wettbewerbskonformen Ausübung seiner Kontrolltätigkeit im 

öffentlichen Beschaffungswesen zu unterbreiten.  

C.  

Mit Urteil vom 8. November 2022 hiess das Bundesverwaltungsgericht die 

Beschwerde der Landolt & Mächler Consultants AG (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) gut und wies die Sache mit der Aufforderung zur mate-

riellen Beurteilung des Gesuchs an das EBG (nachfolgend: Vorinstanz 

oder EBG) zurück. Zusammenfassend erwog das Bundesverwaltungsge-

richt, dass alle Voraussetzungen für den Erlass einer Verfügung über Re-

alakte erfüllt seien und die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf das Gesuch der 

Beschwerdeführerin eingetreten sei.  

A-1241/2025 

Seite 3 

D.  

Am 15. Januar 2025 hiess das Bundesgericht eine gegen das Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 8. November 2022 gerichtete Be-

schwerde des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) gut. Es er-

wog, dass das EBG im Ergebnis zu Recht auf das Gesuch nicht eingetreten 

sei. Es bestätigte die Verfügung des EBG für die Gleichstellung von Frau 

und Mann vom 11. Mai 2021 und wies die Angelegenheit zur Neuverlegung 

der Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an 

das Bundesverwaltungsgericht zurück. 

E.  

Die Vorinstanz beantragt am 27. März 2025, dass die Beschwerdeführerin 

(als unterliegende Partei) die Verfahrenskosten zu tragen habe. Sie habe 

der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung auszurichten. Demge-

genüber verzichtete die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 4. März 

2025 und 30. April 2025 auf Bemerkungen in Bezug auf die Neuverlegung 

der Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

F.  

Am 8. Mai 2025 wurde der Schriftenwechsel geschlossen und das Verfah-

ren für spruchreif erklärt. 

 

  

A-1241/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im vorliegenden Verfah-

ren ist aufgrund der Rückweisung durch das Bundesgericht ohne Weiteres 

gegeben. Im Folgenden sind die Kosten für das vorangegangene Verfah-

ren A-2768/2021 neu zu verlegen und es ist über die Parteientschädigung 

neu zu befinden.  

2.  

Das Bundesgericht hiess die Beschwerde vollumfänglich gut. Bei diesem 

Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei 

die Verfahrenskosten des Verfahrens A-2768/2021 zu tragen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). Diese werden auf Fr. 1'000.– festgesetzt (Art. 1 ff. des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 

173.320.2]). Dieser Betrag wird dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-

vorschuss entnommen. Eine Parteientschädigung für das Verfahren 

A-2768/2021 ist weder der unterliegenden Beschwerdeführerin (Art. 64 

Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario) noch der obsiegenden 

Vorinstanz (Art. 7 Abs. 3 VGKE) zuzusprechen. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren sind praxisgemäss keine Kosten zu erhe-

ben (Art. 6 Bst. b VGKE; vgl. Urteil des BVGer A-5356/2024 vom 21. März 

2025 E. 7) und keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Beschwerdeführerin werden für das Verfahren A-2768/2021 Verfah-

renskosten von Fr. 1'000.– auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss 

wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

2.  

Für das Verfahren A-2768/2021 wird keine Parteientschädigung 

zugesprochen. 

A-1241/2025 

Seite 5 

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Für das vorliegende Verfahren wird keine Parteientschädigung zugespro-

chen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und an das 

Generalsekretariat des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Marcel Tiefenthal Joel Günthardt 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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