# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61609da0-0e2f-5087-9c57-f5a4430cda8d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.07.2009 E-4475/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4475-2009_2009-07-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4475/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4475/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am (...) April 2009 auf einem Schiff verliess und über ein ihm un-
bekanntes Land am (...) Mai 2009 in die Schweiz gelangte, wo er am 
gleichen  Tag  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  B._______  um 
Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 11. Juni 2009 und der direk-
ten Anhörung vom 30. Juni 2009 zur Begründung seines Asylgesuchs 
geltend  machte,  er  sei  nigerianischer  Staatsangehöriger  mit  letztem 
Wohnsitz in C._______,

dass  er  in  D._______  bei  seinem  Onkel  mütterlicherseits 
aufgewachsen sei und dort die Schule besucht habe, nachdem seine 
Eltern in ihr Dorf E._______ zurückgekehrt seien,

dass er D._______ nach Abschluss der Sekundarschule im Jahre 2003 
verlassen  und  danach  bis  ins  Jahr  2008  zwischen  D._______  und 
E._______ gewechselt habe,

dass er im Januar 2008 auf der Suche nach Arbeit  nach C._______ 
gegangen  sei,  wo  er  eine  Anstellung  als  Buskondukteur  gefunden 
habe,

dass  es  in  E._______  viele  Jugendliche  ohne  Arbeit  gebe,  viele 
Mädchen nicht heiraten würden und das Dorf in der Entwicklung zu-
rückgeblieben sei,

dass er von verschiedenen Pastoren erfahren habe, dass für die Prob-
leme in E._______ der Dorf-Schrein verantwortlich sei,

dass er  den Schrein im April  2009 im Traum gesehen und sich ent-
schieden habe, diesen zu zerstören,

dass er nach E._______ gefahren und am Morgen des (...) April 2009 
zusammen mit vier Männern den zum Schrein gehörenden Alusi-Baum 
gefällt und verbrannt habe, 

dass  sie  am gleichen  Tag verhaftet,  vor  die  Dorfbewohner  gebracht 
und in der Folge in einen Wald geführt worden seien, wo man sie an 
Bäume gefesselt habe,

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dass  man  ihnen  gedroht  habe,  sie  lebendig  zu  begraben,  und  ein 
Wächter zu ihrer Bewachung abgestellt worden sei,

dass  der  Wächter  –  vermutlich  weil  dieser  bestochen  worden  sei  – 
ihnen zur Flucht verholfen habe, und er zurück nach C._______ in sei-
ne Wohnung gegangen sei,

dass sein Vater einen Schlepper organisiert und diesem Geld für seine 
Ausreise bezahlt habe,

dass der Schlepper ihn am Hafen in F._______ einem weissen Mann 
übergeben und dieser ihn auf ein Frachtschiff geschleust habe,

dass  das  Schiff  am  (...)  Mai  2009  an  einem  ihm  unbekannten  Ort 
angelegt und der weisse Mann ihn vom Schiff zu einem LKW gebracht 
habe,

dass er an einem ihm unbekannten Ort in einen Bus eingestiegen sei, 
der ihn bis nach B._______ gefahren habe,

dass  er  während  der  ganzen  Reise  nie  kontrolliert  worden  sei  und 
sich nie habe ausweisen müssen,

dass er keinen Kontakt zu seiner Familie in Nigeria aufnehmen könne 
und keine Möglichkeit habe, sich irgendwelche Papiere zu beschaffen,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. Juli 2009 – am gleichen Tag eröff-
net – in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innert der eingeräumten Frist keine Reise- oder 
Identitätspapiere  abgegeben  und  es  würden  –  insbesondere  ange-
sichts der Schilderungen zu den Umständen seiner Ausreise aus dem 
Heimatstaat – keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe ent-
sprechender Papiere vorliegen,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers insgesamt als unsubstan-
ziiert  und widersprüchlich  und daher  als  unglaubhaft  zu  bezeichnen 
seien,

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dass der Beschwerdeführer eine Verfolgung durch Dritte geltend ma-
che,  dem  nigerianischen  Staat  jedoch  kein  mangelnder  Schutzwille 
oder mangelnde Schutzfähigkeit angelastet werden könne, zumal sich 
der Beschwerdeführer nie um staatlichen Schutz bemüht habe,

dass es sich bei den geschilderten Übergriffen um eine lokale Angele-
genheit im Dorf E._______ handle, denen sich der Beschwerdeführer 
durch Wegzug in einen anderen Landesteil oder in eine grössere Stadt 
problemlos hätte entziehen können,

dass seinen Vorbringen keine Hinweise auf asylbeachtliche Verfolgung 
entnommen werden könnten, der Beschwerdeführer die Flüchtlingsei-
genschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der 
Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  erfor-
derlich seien,

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Nigeria 
sprechen würden und der Vollzug der Wegweisung technisch möglich 
und praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass die vorinstanzlichen Akten am 14. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass die Beschwerdeschrift weder konkrete Rechtsbegehren noch de-
ren  Begründung  enthielt,  weshalb  der  Instruktionsrichter  den  Be-
schwerdeführer mit Verfügung vom 14. Juli 2009 unter Androhung der 
Säumnisfolgen aufforderte, innert drei Tagen ab Erhalt der Verfügung 
eine Beschwerdeverbesserung einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom 16. Juli  2009  (Post-
stempel) fristgerecht eine Beschwerdeverbesserung einreichte,

dass der Beschwerdeverbesserung in materieller Hinsicht sinngemäss 
zumindest ein Antrag auf Asylgewährung entnommen werden kann,

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen weiteren 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine),

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dass  vorliegend  das  Nichteinreichen  rechtsgenüglicher  Reise-  oder 
Identitätspapiere nicht bestritten ist,

dass der Beschwerdeführer eigenen Aussagen zufolge eine Identitäts-
karte  besessen  hat  (vgl.  A1/12  S.  4),  diese  jedoch  zu  Beginn  des 
Jahres  verloren  haben  will  und  nie  irgendwelche  Probleme  mit  den 
heimatlichen Behörden hatte (vgl. a.a.O. S. 7),

dass es dem Beschwerdeführer folglich möglich und zumutbar gewe-
sen wäre, sich über seinen Onkel oder über die nigerianische Vertre-
tung  in  der  Schweiz  Identitätspapiere  seines  Heimatstaates  zu  be-
schaffen,

dass der Beschwerdeführer keine erkennbaren Anstrengungen zur Be-
schaffung entsprechender Papiere unternommen hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht – in Übereinstimmung mit der Vor-
instanz – aufgrund der im länderspezifischen Kontext als stereotyp zu 
bezeichnenden Ausführungen des Beschwerdeführers, ein ihm unbe-
kannter  Weisser  habe  ihn  zunächst  an  Bord  eines  Schiffes  und  an-
schliessend bis in die Schweiz gebracht, und er habe die Reise, ohne 
jegliche Reise- und Identitätspapiere und ohne jemals kontrolliert wor-
den zu sein, zurückgelegt (vgl. A1/12 S. 8), davon ausgeht, er habe für 
seine Reise authentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, wel-
che er jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. 
Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorent-
hält,

dass für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine 
entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-

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glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass als Flüchtlinge nur Personen anerkannt werden, die in ihrem Hei-
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras-
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (vgl. Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die in Art. 3 AsylG enthaltene Aufzählung der asylrelevanten Ver-
folgungsmotive abschliessend ist,

dass den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorbringen – Ver-
folgung wegen Zerstörung eines religiösen Schreins  –  kein asylrele-
vantes Verfolgungsmotiv zu Grunde liegt, 

dass weder die Beschwerde noch die Beschwerdeverbesserung Vor-
bringen enthalten, welche zu einer anderen Beurteilung führen könn-
ten, zumal sich der Beschwerdeführer darin im Wesentlichen auf eine 
Wiederholung  der  bereits  im  erstinstanzlichen  Asylverfahren  ge-
machten Aussagen beschränkt, ohne sich ernsthaft mit den Erwägun-
gen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen,

dass sich die Furcht vor zukünftiger Verfolgung angesichts der Tatsa-
che, dass es sich bei den geschilderten Übergriffen um lokal begrenz-
te  Behelligungen  handelt,  denen  sich  der  Beschwerdeführer  durch 
einen Wegzug in einen anderen Landesteil oder in eine grössere Stadt 
problemlos hätte entziehen können, objektiv nicht begründen lässt,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-
wiesen  werden  kann,  ohne  diese  im  Einzelnen  zu  wiederholen 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers nach dem Gesagten we-
gen fehlender  Asylrelevanz den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingsei-
genschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht genügen und auch die Argumen-
tation in der Beschwerdeschrift  beziehungsweise in der Beschwerde-
verbesserung nichts enthält, was als Indiz für die Erfüllung der Flücht-
lingseigenschaft  oder  die Notwendigkeit  zusätzlicher  Abklärungen im 
Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG betrachtet werden könnte, 

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlich-
en Bestimmungen über  die  vorläufige Aufnahme von Ausländern  re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  vom 4.  November  1950  (EMRK,  SR 0.101)  er-

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sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Marco Abbühl

Versand: 

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