# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29510825-0d4a-546e-912d-76accbe77f47
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2025 B-3858/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3858-2025_2025-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-3858/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richterin Mia Fuchs, Richter Pascal Richard,    

Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. 
 

 
 

Parteien 
 X._______GmbH,  

vertreten durch die Rechtsanwältinnen 

Martina Aepli und/oder Astrid Lienhart,  

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO,  

vertreten durch die Rechtsanwälte 

Prof. Dr. iur. Isabelle Häner und/oder Dr. iur. Florian Brunner,  

Vorinstanz.   

 

 
 

Gegenstand 
 Rückforderung Kurzarbeitsentschädigung. 

 

B-3858/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die X._______GmbH, [Angaben zum Sitz] (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rerin), bezweckt den Verkauf, die Planung, die Organisation und die Durch-

führung von Reisen, Übernachtungen, Führung von Freizeitaktivitäten und 

Transporten auf eigene Rechnung oder auf Rechnung Dritter sowie die Er-

bringung sämtlicher damit zusammenhängender Dienstleistungen und den 

Handel mit Waren aller Art. Sie bezog im Zeitraum von März 2020 bis Feb-

ruar 2022 Kurzarbeitsentschädigung in der Höhe von insgesamt 

Fr. 262'314.20. 

A.a Am 8. Oktober 2024 führte die von der Ausgleichsstelle der Arbeitslo-

senversicherung beauftragte Treuhandstelle eine Arbeitgeberkontrolle bei 

der Beschwerdeführerin durch und überprüfte die beanspruchte Kurzar-

beitsentschädigung auf ihre Rechtmässigkeit hin. Dabei stellte sie fest, 

dass für den gesamten Prüfungszeitraum keine betriebliche Arbeitszeitkon-

trolle vorlag und auch keine weiteren Dokumente vorhanden waren, aus 

denen die geleistete Arbeitszeit der vier Mitarbeitenden ersichtlich gewe-

sen wäre. Der an der Arbeitgeberkontrolle anwesende und bevollmächtigte 

Treuhänder des Betriebs bestätigte diesen Umstand unterschriftlich auf 

dem Formular "geprüfte Unterlagen". 

A.b Mit Revisionsverfügung vom 22. November 2024 kam das Staatssek-

retariat für Wirtschaft SECO (nachfolgend: Vorinstanz) zum Ergebnis, dass 

die Beschwerdeführerin im Zeitraum März 2020 bis Februar 2022 Versi-

cherungsleistungen in der Höhe von Fr. 262'314.20 unrechtmässig bezo-

gen habe, und verfügte die Rückerstattung an die zuständige Arbeitslosen-

kasse innert 90 Tagen. 

A.c Mit Einsprache vom 18. Dezember 2024 und ergänzender Eingabe 

vom 13. Januar 2025 beantragte die Beschwerdeführerin die Aufhebung 

der Revisionsverfügung und reichte Arbeitszeiterfassungen ihrer Mitarbei-

tenden ein. 

B.  

Mit Entscheid vom 22. April 2025 wies die Vorinstanz die Einsprache der 

Beschwerdeführerin ab (Dispositiv-Ziff. 1) und bestätigte die Rückforde-

rung von Fr. 262'314.20 (Dispositiv-Ziff. 2). Die unrechtmässig bezogenen 

Versicherungsleistungen seien innert 90 Tagen der zuständigen Arbeitslo-

senkasse zurückzuerstatten (Dispositiv-Ziff. 3). 

B-3858/2025 

Seite 3 

C.  

Mit Eingabe vom 27. Mai 2025 hat die Beschwerdeführerin gegen den Ein-

spracheentscheid vom 22. April 2025 Beschwerde vor Bundesverwal-

tungsgericht erhoben. Sie beantragt, der Einspracheentscheid sei aufzu-

heben und in Gutheissung der Beschwerde sei die Revisionsverfügung 

vom 22. November 2024 aufzuheben. Eventualiter sei der Einspracheent-

scheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. 

D.  

Mit Verfügung vom 17. Juni 2025 hat das Bundesverwaltungsgericht, nach 

Bezahlung des Kostenvorschusses durch die Beschwerdeführerin, der Vo-

rinstanz Frist zur Vernehmlassung und zur Einreichung der Akten ange-

setzt. Die Vorinstanz hat sich innert Frist nicht vernehmen lassen und keine 

Akten eingereicht. Mit Verfügung vom 1. September 2025 hat das Bundes-

verwaltungsgericht der Vorinstanz eine Nachfrist zur Einreichung der Akten 

angesetzt. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 5. September 2025 beantragt die Vorinstanz, un-

ter Einreichung der Akten, die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

Für den Fall, dass das Bundesverwaltungsgericht ein Fristwiederherstel-

lungsgesuch verlangen sollte, sei die Eingabe sowohl als Fristwiederher-

stellungsgesuch als auch als Nachholung der versäumten Rechtshandlung 

entgegenzunehmen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 101 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes 

vom 25. Juni 1982 [AVIG, SR 837.0] i.V.m. Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. d 

des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.2 Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Ver-

waltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), 

soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). Vorbehalten bleiben nach Art. 3 Bst. dbis VwVG die Bestimmungen 

des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

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Seite 4 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). Gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG 

sind die Bestimmungen des ATSG auf die obligatorische Arbeitslosenver-

sicherung und die Insolvenzentschädigung anwendbar, soweit das AVIG 

nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht, was soweit in die-

sem Zusammenhang interessierend nur hinsichtlich der vom ATSG abwei-

chend geregelten Beschwerdeinstanz zutrifft (vgl. Art. 101 AVIG). 

1.3 Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet einzig 

der vorinstanzliche Einspracheentscheid vom 22. April 2025. Bei Erhebung 

einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren denn auch erst durch den 

Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung 

ersetzt (BGE 142 V 337 E. 3.2.1 in fine). Soweit die Beschwerdeführerin 

im vorliegenden Verfahren die Aufhebung der Revisionsverfügung vom 

22. November 2024 beantragt, ist daher auf die Beschwerde nicht einzu-

treten. 

1.4 Die Beschwerdeführerin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung 

nach Art. 772 ff. des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) 

und anwaltlich vertreten. Sie ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 59 ATSG). 

Sie hat das Vertretungsverhältnis durch schriftliche Vollmacht ausgewiesen 

(Art. 11 VwVG), den Kostenvorschuss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und 

die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 Abs. 1 ATSG; 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten, soweit sie sich 

gegen den Einspracheentscheid vom 22. April 2025 richtet. 

2.  

Gemäss Art. 57 Abs. 1 VwVG bringt die Beschwerdeinstanz eine nicht zum 

vornherein unzulässige oder unbegründete Beschwerde ohne Verzug der 

Vorinstanz und allfälligen Gegenparteien des Beschwerdeführers oder an-

deren Beteiligten zur Kenntnis, setzt ihnen Frist zur Vernehmlassung an 

und fordert gleichzeitig die Vorinstanz zur Vorlage ihrer Akten auf. Die Vo-

rinstanz reichte ihre Vernehmlassung verspätet ein, nachdem das Bundes-

verwaltungsgericht eine Nachfrist zur Akteneinreichung angesetzt und fest-

gehalten hatte, dass Vernehmlassungsadressaten zwar ausdrücklich oder 

konkludent auf eine Stellungnahme verzichten könnten, die Vorinstanz je-

doch verpflichtet bleibe, die gesamten Akten einzureichen. Art. 32 Abs. 2 

VwVG bestimmt, dass verspätete Parteivorbringen, die ausschlaggebend 

erscheinen, trotz der Verspätung berücksichtigt werden können. Trotz der 

"Kann"-Formulierung geht die herrschende Lehre von einer Verpflichtung 

zur Berücksichtigung verspäteter Parteivorbringen aus, sofern diese aus-

schlaggebend sind (BGE 136 II 165 E. 4.2). Allerdings wird es im 

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Seite 5 

Beschwerdeverfahren überwiegend für zulässig erachtet, Vorbringen aus-

ser Acht zu lassen, die auf nachlässiger Prozessführung beruhen oder der 

Verschleppung des Prozesses dienen (BGE 136 II 165 E. 4.3; JULIAN BE-

RIGER, in: Bernhard Waldmann/Patrick L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskom-

mentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl., Zürich/Genf 2023 [nachfol-

gend: Praxiskommentar VwVG], Art. 57 N 21). Davon ist vorliegend nicht 

auszugehen. Die Vorinstanz erklärt, die Verfügung vom 16. Juni 2025 sei 

infolge eines Versehens in der Postverarbeitung fehlerhaft erfasst worden, 

weshalb die angesetzte Frist verstrichen sei. Das Versehen sei bemerkt 

worden, als ihr die Verfügung mit der Nachfrist zur Akteneinreichung am 

2. September 2025 zugestellt worden sei. Daraufhin habe die Vorinstanz 

umgehend die Rechtsvertreter mandatiert, die dem Gericht am 5. Septem-

ber 2025 die Vernehmlassung eingereicht hätten. Vor diesem Hintergrund 

ist die Vernehmlassung der Vorinstanz gestützt auf Art. 32 Abs. 2 VwVG zu 

berücksichtigen. Eine Fristwiederherstellung braucht es dazu nicht. Das 

(bedingte) Gesuch um Fristwiederherstellung für den Fall, dass das Gericht 

ein solches verlangen sollte, ist damit gegenstandslos. 

3.  

3.1 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit 

ganz eingestellt ist, haben nach Art. 31 Abs. 1 AVIG Anspruch auf Kurzar-

beitsentschädigung, wenn sie für die Versicherung beitragspflichtig sind 

oder das Mindestalter für die Beitragspflicht in der AHV noch nicht erreicht 

haben, der Arbeitsausfall anrechenbar ist (Art. 32 AVIG), das Arbeitsver-

hältnis nicht gekündigt ist, der Arbeitsausfall voraussichtlich vorüberge-

hend ist und erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeit ihre Arbeitsplätze 

erhalten werden können. Als normale Arbeitszeit gilt die vertragliche Ar-

beitszeit des Arbeitnehmers, jedoch höchstens die ortsübliche Arbeitszeit 

im betreffenden Wirtschaftszweig (Art. 46 Abs. 1 der Arbeitslosenversiche-

rungsverordnung vom 31. August 1983 [AVIV, SR 837.02]). Als verkürzt gilt 

die Arbeitszeit nur, wenn sie zusammen mit geleisteten Mehrstunden die 

normale Arbeitszeit nicht erreicht (Art. 46 Abs. 2 AVIV). Anrechenbar ist ein 

Arbeitsausfall, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und un-

vermeidbar ist und je Abrechnungsperiode mindestens 10 % der Arbeits-

stunden ausmacht, die von den Arbeitnehmern des Betriebs normaler-

weise insgesamt geleistet werden (Art. 32 Abs. 1 AVIG; Art. 48a AVIV). Als 

Abrechnungsperiode gilt ein Zeitraum von einem Monat oder von vier zu-

sammenhängenden Wochen (Art. 32 Abs. 5 AVIG). Keinen Anspruch auf 

Kurzarbeitsentschädigung haben unter anderem Arbeitnehmer, deren Ar-

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beitsausfall nicht bestimmbar oder deren Arbeitszeit nicht ausreichend kon-

trollierbar ist (Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG). 

3.2 Die genügende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls setzt eine betrieb-

liche Arbeitszeitkontrolle voraus, wobei der Arbeitgeber die Unterlagen 

über die Arbeitszeitkontrolle während fünf Jahren aufzubewahren hat 

(Art. 46b AVIV). Damit soll sichergestellt werden, dass der Arbeitsausfall 

für die Durchführungsorgane der Arbeitslosenversicherung überprüfbar ist. 

Die Beweislast hierfür obliegt dem Arbeitgeber (BGE 150 V 249 E. 3.1.1). 

Die zur Verfügung gestellten Unterlagen müssen das Kontrollorgan in die 

Lage versetzen, jederzeit möglichst zuverlässig die genauen Arbeitszeiten 

jedes einzelnen Arbeitnehmers feststellen zu können (Urteil des EVG 

C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2; Urteil des BVGer B-1806/2021 vom 

22. Februar 2022 E. 5.2). 

3.2.1 Die Rechtmässigkeit der bezogenen Leistungen lässt sich regelmäs-

sig einzig anhand von detaillierten betrieblichen Unterlagen, namentlich 

aufgrund eines hinreichenden Zeiterfassungssystems im Sinne des Erfor-

dernisses der täglich fortlaufenden Aufzeichnung, feststellen (BGE 150 V 

249 E. 5.1.2). Dem Erfordernis der rechtsgenüglichen betrieblichen Ar-

beitszeitkontrolle wird ausschliesslich mit einer täglich fortlaufenden, zeit-

gleichen Arbeitszeiterfassung der von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbei-

tenden Genüge getan (Urteil des EVG C 35/03 vom 25. März 2004 E. 4). 

Ein geltend gemachter Arbeitsausfall ist erst dann genügend kontrollierbar, 

wenn für jeden einzelnen Tag die geleistete Arbeitszeit inkl. allfälliger Mehr-

stunden, die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden sowie über alle übri-

gen Absenzen (wie Ferien, Krankheit, Unfall oder Militärdienst) überprüfbar 

sind (Urteil des BGer 8C_18/2024 vom 9. Juli 2024 E. 6.1; Urteil des EVG 

C 260/00 vom 22. August 2001 E. 2a). 

3.2.2 Unter einer täglich fortlaufenden Arbeitszeiterfassung versteht man 

ein System, bei welchem die tatsächlich geleisteten Arbeitszeiten für jeden 

einzelnen Tag und Arbeitnehmer in hinreichend verlässlichen Belegen wie 

Zeiterfassungskarten, Stunden-, Regie- oder Reiserapporten fortlaufend 

festgehalten werden (Urteil des BVGer B-4689/2018 vom 14. Januar 2019 

E. 2.5.2). Die gearbeiteten Stunden können elektronisch, mechanisch oder 

von Hand erfasst werden (Urteil des BGer 8C_699/2022 vom 15. Juni 2023 

E. 5.1.2). Wesentlich ist allein, dass die Dokumentierung ausreichend de-

tailliert ist und zeitgleich erfolgt (Urteil des EVG C 269/03 vom 25. Mai 2004 

E. 3.1). Zeitgleich ist eine Arbeitszeiterfassung dann, wenn die Einträge 

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nicht beliebig nachträglich abgeändert werden können, ohne dass dies ver-

merkt wird (Urteil des BVGer B-4689/2018 vom 14. Januar 2019 E. 2.5.2). 

3.2.3 Entscheidend ist sodann die jederzeitige Kontrollierbarkeit: Eine 

Fachperson aus dem Durchführungsbereich der Arbeitslosenversicherung 

muss sich anhand der verfügbaren Unterlagen zu einem beliebigen Zeit-

punkt ein hinlänglich klares Bild über die genauen Arbeitszeiten jedes Ar-

beitnehmenden und den wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfall machen 

können (Urteil des EVG C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2). Nachträg-

lich eingereichte Dokumente können für den Nachweis einer genügenden 

betrieblichen Arbeitszeitkontrolle nicht berücksichtigt werden, wenn keine 

Rückschlüsse auf deren Authentizität gezogen werden können; andernfalls 

würde die vom Gesetz auferlegte Kontrollaufgabe der Verwaltung ihres 

Sinnes beraubt werden (Urteil des BVGer B-4689/2018 vom 14. Januar 

2019 E. 2.5.3; vgl. auch BGE 150 V 249 E. 5.1.1 f. und E. 5.2). 

3.2.4 Eine Arbeitszeitkontrolle kann im Zusammenhang mit der Prüfung ei-

nes Arbeitsausfalls nur beweistauglich sein, wenn sie, abgesehen von ein-

zelnen Fehlern, die immer vorkommen können, keine Unstimmigkeiten auf-

weist (Urteil des BGer 8C_1026/2008 vom 30. Juli 2009 E. 4.2.2). Dabei 

handelt es sich um eine ähnliche Situation wie bei der Pflicht zur Buchfüh-

rung und Rechnungslegung nach Art. 957 OR (Urteil des BGer 8C_699/ 

2022 vom 15. Juni 2023 E. 5.1.2). Bei systematisch auftretenden Fehlern 

in der Arbeitszeitkontrolle gilt der Arbeitszeitausfall als nicht erstellt und die 

Antragstellenden haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung 

(BVGE 2021 V/2 E. 3.5.2). Vom Erfordernis der genügenden Kontrollier-

barkeit des Arbeitsausfalls anhand einer betrieblichen Arbeitszeitkontrolle 

ist während der Covid-19-Pandemie nicht abgewichen worden; es galten 

dieselben Anforderungen an die Arbeitszeiterfassung (BGE 150 V 249 

E. 3.1.2; BVGE 2021 V/2 E. 4.10). 

3.3 Im Sozialversicherungsverfahren liegt die Beweislast für die an-

spruchsbegründenden Tatsachen, vorliegend für den geltend gemachten 

Arbeitsausfall, bei der Leistungsansprecherin (vgl. BGE 121 V 204 E. 6a; 

vgl. PATRICK L. KRAUSKOPF/MARKUS WYSSLING, Praxiskommentar VwVG, 

Art. 12 N 230). Zwar muss die Behörde bei begründeten Zweifeln beispiels-

weise am korrekten Einsatz einer grundsätzlich zum Beweis geeigneten 

Arbeitszeitkontrolle der Arbeitgeberin die Gelegenheit geben, die Zweifel 

zu entkräften. Indessen liegt es nicht an der Behörde, die Unrichtigkeit der 

Zeiterfassung für jede zur Kurzarbeit angemeldete Person individuell zu 

beweisen. Dies würde letztlich eine Umkehr der Beweislast bedeuten 

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(Urteil des EVG C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2; Urteil des BVGer  

B-6609/2016 vom 7. März 2018 E. 4.1). 

3.4 Im Sozialversicherungsrecht ist das Beweismass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit anzuwenden, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei-

chendes vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht beziehungsweise die 

Behörde hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 

(BGE 144 V 427 E. 3.2). Nach dem Beweismass der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der 

Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige 

Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise 

nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 140 III 610 E. 4.1). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz begründet die verfügte Rückforderung mit der mangeln-

den Überprüfbarkeit des geltend gemachten Arbeitsausfalls aufgrund der 

fehlenden betrieblichen Arbeitszeitkontrolle für die Abrechnungsperioden 

März 2020 bis Februar 2022. Die Beschwerdeführerin habe an der Arbeit-

geberkontrolle keine Arbeitszeitkontrolle vorlegen können. Diesen Sach-

verhalt habe der anwesende und bevollmächtigte Treuhänder der Be-

schwerdeführerin unterschriftlich bestätigt. Plausibilisierungsversuche an-

hand anderer betrieblicher Unterlagen seien nicht möglich gewesen. Der 

bevollmächtigte Treuhänder der Beschwerdeführerin sei darauf hingewie-

sen worden, dass ohne Arbeitszeitkontrolle eine Aberkennung in erhebli-

chem Umfang erfolgen könne. Daraufhin habe er mehrfach mit dem Ge-

schäftsführer telefoniert, der im Ausland gewesen sei. Es habe dennoch 

keine Arbeitszeitkontrolle vorgelegt werden können. Schliesslich habe der 

Treuhänder das Formular "geprüfte Unterlagen" unterzeichnet und erklärt, 

die Kurzarbeitsanträge seien auf der Basis der "Rapporte über die wirt-

schaftlich bedingten Ausfallstunden" erstellt worden, die vom Geschäfts-

führer zur Verfügung gestellt worden seien. Um sicherzustellen, dass der 

Betrieb tatsächlich keine Arbeitszeitkontrolle habe, hätten sich die Prüfer 

der beauftragten Treuhandstelle anschliessend zum Sitz des Betriebs be-

geben. Die dort anwesende Direktorin ("Head of Administration") habe 

mündlich bestätigt, dass keine Arbeitszeitkontrollen vorhanden seien. 

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz gehe von falschen Tatsa-

chen aus und ziehe gestützt darauf falsche Rechtsfolgerungen. Auch die 

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Seite 9 

Begründung des angefochtenen Entscheids sei unangemessen. Dem 

Treuhänder sei nicht bekannt gewesen, dass eine betriebliche Arbeitszeit-

kontrolle geführt worden sei, weshalb er anlässlich der Arbeitsgeberkon-

trolle fälschlicherweise bestätigt habe, dass keine solche vorliege. Es treffe 

nicht zu, dass er am Tag der Arbeitgeberkontrolle den Geschäftsführer der 

Beschwerdeführerin angerufen habe, was das ins Recht gelegte Anrufpro-

tokoll belege. Auch auf dem Festnetzanschluss des Betriebs seien keine 

Anrufe des Treuhänders verzeichnet. Die "Head of Administration" habe 

keine Bestätigung gegenüber der beauftragten Treuhandstelle abgegeben, 

wonach keine betriebliche Arbeitszeitkontrolle vorhanden sei. Selbst wenn 

sie dies getan haben sollte, sei dies auf ihr Unwissen zurückzuführen. Es 

bleibe dabei, dass dem Treuhänder und der "Head of Administration" leider 

nicht bekannt gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin eine betriebliche 

Arbeitszeitkontrolle geführt habe. Die im Einspracheverfahren eingereichte 

Arbeitszeitkontrolle sei nach Art. 32 Abs. 2 VwVG zu berücksichtigen. Mas-

sgebender Zeitpunkt für den dem erstinstanzlichen Entscheid zugrunde lie-

genden Sachverhalt sei derjenige der Fällung des (Einsprache-) Ent-

scheids. Einschränkungen zu diesem Grundsatz seien nicht vorgesehen. 

4.3  

4.3.1 Das Verfahren vor einer Bundesbehörde im Geltungsbereich des 

ATSG (das vorliegend gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AVIG anwendbar ist, oben 

E. 1.2) richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, ausser wenn 

sie, wie vorliegend, über sozialversicherungsrechtliche Leistungen, Forde-

rungen und Anordnungen entscheidet (Art. 55 Abs. 2 ATSG; vgl. Art. 3 

Bst. dbis VwVG; DIANA OSWALD, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl., Zürich/Genf 2024 

[nachfolgend: SK ATSG], Art. 55 N 32). Entscheidet eine Bundesbehörde 

über entsprechende Leistungen, Forderungen und Anordnungen, richtet 

sich das Verfahren zunächst nach den Art. 27 bis Art. 54 ATSG (was etwa 

die Notwendigkeit der Durchführung eines Einspracheverfahrens mit sich 

bringt) beziehungsweise nach dem anzuwendenden versicherungszweig-

spezifischen Einzelgesetz. Soweit damit ein Verfahrensbereich nicht ab-

schliessend geregelt wird, kommt ergänzend das Verwaltungsverfahrens-

gesetz zur Anwendung (Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 144 V 97 E. 3.4; Urteil 

des BVGer B-1206/2024 vom 14. August 2024 E. 4.8; DIANA OSWALD, SK-

ATSG, Art. 55 N 15 und N 35). 

B-3858/2025 

Seite 10 

4.3.2 Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der Sozi-

alversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken (Art. 1 Abs. 1 AVIG 

i.V.m. Art. 28 Abs. 1 ATSG). Es handelt sich um eine Generalklausel, die 

immer dann herangezogen werden kann, wenn die Pflichten in den Einzel-

gesetzen (bspw. im AVIG) nicht explizit ausgeführt werden (KURT 

PÄRLI/LAURA KUNZ, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne 

Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversiche-

rungsrechts, 2. Aufl., Basel 2025 [nachfolgend: BSK ATSG], Art. 28 N 21). 

Dabei fallen insbesondere die Auskunftserteilung, die Pflicht zur Heraus-

gabe von Unterlagen und die Pflicht zur Duldung von Augenscheinen in 

Betracht (CHRISTIAN MEYER/PHILIPP EGLI, SK ATSG, Art. 28 N 22). Die Fol-

gen der Verletzung sind in Art. 43 Abs. 3 ATSG geregelt (Aktenentscheid 

oder Nichteintreten). Die Mitwirkung stellt, trotz Geltung des Untersu-

chungsgrundsatzes beziehungsweise der sozialversicherungsrechtlichen 

Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG), ein unabdingbares Element zur 

Sachverhaltsabklärung und damit zur Klärung und Festsetzung von allfäl-

ligen Leistungsansprüchen dar (PÄRLI/KUNZ, BSK ATSG, Art. 28 N 14; zum 

Ganzen Urteil des BVGer B-1932/2025 vom 22. August 2025 E. 4.4). 

4.3.3 Bei Kurzarbeitsentschädigung werden Leistungen aufgrund summa-

rischer Abklärungen provisorisch gewährt und ein gründliches Beweisver-

fahren findet erst nachträglich anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle statt 

(Urteile des EVG C 269/03 vom 25. Mai 2004 E. 3.2.1 und C 223/00 vom 

5. Februar 2001 E. 4 a/bb; Urteil des BVGer B-1932/2025 vom 22. August 

2025 E. 4.3). Die Arbeitszeitkontrolle für den Bezugszeitraum März 2020 

bis Februar 2022 wurde an der Arbeitgeberkontrolle nicht vorgelegt. Sie gilt 

damit als nachträglich eingereicht. Nach der Rechtsprechung wird verlangt, 

dass die betriebliche Arbeitszeitkontrolle grundsätzlich am Kontrolltermin 

vorgelegt wird (oben E. 3.3.3; vgl. auch Urteil des BVGer B-1481/2023 vom 

28. Juli 2025 E. 8). Wenn sie – wie die Beschwerdeführerin offenbar der 

Ansicht ist – in diesem Zeitpunkt lediglich vorhanden ist, aber nicht vorge-

legt und gegebenenfalls auch nicht erklärt wird, wo sie einzusehen ist, da-

mit die beauftragte Treuhandstelle das Beweisverfahren durchführen kann, 

verletzt die Beschwerdeführerin ihre Mitwirkungspflicht (Urteil des BVGer 

B-1932/2025 vom 22. August 2025 E. 5.3.3). Entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin muss sie sich das (behauptete) Unwissen und Handeln 

des bevollmächtigten Treuhänders anrechnen lassen. Laut Vollmacht vom 

4. Oktober 2024 war der Treuhänder zur Vertretung der Beschwerdeführe-

rin bei der Prüfung der Kurzarbeitsentschädigung durch die Vorinstanz be-

rechtigt. Die Beschwerdeführerin kann sich nicht darauf berufen, dass er 

das Formular "irrtümlich" unterzeichnet habe, weshalb auch der Antrag auf 

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Seite 11 

Zeugeneinvernahme des Treuhänders zu diesem Umstand abzuweisen ist. 

Die Vorinstanz beziehungsweise die beauftragte Treuhandstelle muss da-

von ausgehen können, dass Hilfspersonen und bevollmächtigte Vertreter 

korrekt und vollständig informiert sind. Die Hilfsperson ist so zu instruieren, 

dass sie alles Notwendige für das Geschäft, mit dessen Vertretung sie be-

traut ist, wissen muss. Dieses Versäumnis muss sich die Beschwerdefüh-

rerin anrechnen lassen. Vor diesem Hintergrund ist es auch unerheblich, 

ob der bevollmächtigte Treuhänder tatsächlich versucht hat, den Ge-

schäftsführer telefonisch im Ausland oder auf dem Festnetzanschluss des 

Betriebs zu erreichen oder nicht, und ob die Verwaltungsleiterin des Be-

triebs tatsächlich gegenüber der beauftragten Treuhandstelle mündlich be-

stätigt hat, dass im fraglichen Zeitraum keine Arbeitszeitkontrolle geführt 

wurde. Auf die von der Beschwerdeführerin beantragte Zeugenaussage 

des Geschäftsführers zum Anrufprotokoll ist daher zu verzichten. 

4.3.4 Der Umstand, dass die betriebliche Arbeitszeitkontrolle am Kontroll-

termin vorgelegt werden muss, schliesst auch aus, dass die Beschwerde-

führerin sich auf das Novenrecht berufen kann. Nachträglich eingereichte 

Dokumente können nach der Rechtsprechung für den Nachweis einer ge-

nügenden betrieblichen Arbeitszeitkontrolle nur berücksichtigt werden, 

wenn Rückschlüsse auf deren Authentizität gezogen werden können (oben 

E. 3.2.3). Dies ist nachfolgend zu prüfen. 

4.4  

4.4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die eingereichten Arbeitszeit-

kontrollen seien unzweifelhaft authentisch, weshalb auf sie abzustellen sei. 

Damit werde auch das irrtümlich durch den Treuhänder unterzeichnete 

Formular "geprüfte Unterlagen" entkräftet. Für einen Mitarbeiter sei die Ar-

beitszeitkontrolle als Exceldokument geführt worden. Aus den Metadaten 

ergebe sich, dass er die letzte Änderung am 26. Januar 2022 um 15:09 Uhr 

vorgenommen habe. Seither sei das Dokument nicht mehr verändert wor-

den. In Excel liessen sich nur die Metadaten zu Autoren und Bearbeitern 

von Dateien verändern, nicht aber die Zeitangaben. Diese seien nur über 

den komplexen Umweg der Systemzeitänderung eines Geräts abänderbar. 

Die Vorinstanz vermöge mit ihrer Behauptung, Metadaten seien manuell 

veränderbar, den Nachweis der Authentizität des Dokuments nicht zu ent-

kräften. Die Arbeitszeitkontrollen der übrigen drei Mitarbeitenden seien 

handschriftlich geführt und vom Vorgesetzten jeweils visiert worden. Die 

handschriftlich geführten Stundenrapporte variierten innerhalb einzelner 

Monate betreffend Start- und Endzeit, auch wenn die Dauer der Arbeitszeit 

B-3858/2025 

Seite 12 

oft unverändert geblieben sei. Dieser Umstand sei ein Indiz für die tägliche 

fortlaufende Aufzeichnung. Der implizite Vorwurf der Urkundenfälschung 

werde zurückgewiesen. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit da-

von auszugehen, dass die handschriftlichen Urkunden tatsächlich aus dem 

relevanten Zeitraum stammten. Wenn die Vorinstanz die Frage der Authen-

tizität der handschriftlich erfassten Arbeitszeitrapporte in Zweifel ziehe, 

hätte sie die diesbezüglich angebotenen Beweise (Zeugeneinvernahmen) 

abnehmen müssen, weil dieser Umstand entscheidrelevant sei. Indem sie 

dies unterlassen habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Für 

den Fall, dass das Gericht ebenfalls Zweifel an der Authentizität der vorge-

legten Arbeitszeitrapporte habe, würden Zeugeneinvernahmen beantragt. 

Die hohen beweismässigen Hürden für nachträglich eingereichte Doku-

mente sowie an den Nachweis von deren Authentizität lasse sich aufgrund 

des im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismasses der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit nicht rechtfertigen. Das Beweismass werde 

überdehnt. Das sei eine Rechtsverletzung. Die Vorinstanz versuche, mit 

mehr oder weniger an den Haaren herbeigezogenen Szenarien und teil-

weise ehrenrührigen Unterstellungen die überzeugenden Beweise der Be-

schwerdeführerin zu entkräften. 

4.4.2 Die Vorinstanz erklärt, die Rechtsgrundlage für die Anforderung der 

Authentizität sei Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG in Verbindung mit Art. 46b 

Abs. 1 AVIV, woraus die jederzeitige Kontrollierbarkeit folge. Die nachge-

reichten Unterlagen seien nicht authentisch und daher nicht zu berücksich-

tigen. Es sei unklar, wann sie erstellt worden seien. Es könne nicht ausge-

schlossen werden, dass die Exceldatei und die handschriftlichen Unterla-

gen nachträglich erstellt oder verändert worden seien. Bei der Exceldatei 

sei nicht sichergestellt, dass die Einträge nicht beliebig nachträglich hätten 

abgeändert werden können, ohne dass dies vermerkt würde. Es treffe nicht 

zu, dass Metadaten einer Exceldatei nicht geändert werden könnten. Eine 

kurze Google-Recherche führe zu einer entsprechenden Anleitung. Im Üb-

rigen belegten auch die Unterlagen der Beschwerdeführerin, dass Metada-

ten veränderbar seien: Auf S. 14 der Einsprache vom 18. Dezember 2024 

habe die Beschwerdeführerin einen Screenshot von den Eigenschaften der 

nachgereichten Exceldatei eingereicht, die als Erstellungsdatum den 

18. Dezember 2019, 16:03 Uhr, ausweise. Die Version, welche die Rechts-

vertreterinnen der Beschwerdeführerin später eingereicht hätten, weise je-

doch als Erstellungsdatum den 8. März 2003, 14:42 Uhr, aus. Somit seien 

die Metadaten keineswegs unveränderlich und vermöchten auch nicht die 

Authentizität der Datei zu belegen. Die handschriftlichen Arbeitszeitkontrol-

len seien undatiert, veränderlich und äusserlich auffallend uniform (gleiche 

B-3858/2025 

Seite 13 

Handschrift, gleicher Stift usw.). Es sei offensichtlich, dass sie nicht täglich 

fortlaufend geführt worden seien. Der bevollmächtigte Treuhänder und die 

Direktorin hätten am Kontrolltermin bestätigt, dass keine Arbeitszeitkon-

trolle existierte. Es genüge, wenn die Tatsachendarstellung der Beschwer-

deführerin erschüttert werde, weil mehrere Personen bestätigt hätten, dass 

keine betriebliche Arbeitszeitkontrolle für den massgeblichen Zeitraum be-

stehe. Im Übrigen werfe die Vorinstanz der Beschwerdeführerin keine Ur-

kundenfälschung vor; diese Ausführungen gingen an der Sache vorbei. Die 

Vorinstanz könne keine Zeugen einvernehmen. Ausserdem sei wegen des 

Erfordernisses der Zeitgleichheit der Arbeitszeiterfassung auf eine nach-

trägliche Befragung von Mitarbeitenden zu verzichten. 

4.4.3 Die von der Vorinstanz angeführten Umstände sprechen gegen die 

Authentizität der nachgereichten Arbeitszeitkontrolle. Insbesondere wur-

den sämtliche von Hand erfassten Arbeitsstunden wohl stets von derselben 

Person eingetragen. Es ist daher fraglich, ob die handschriftliche Arbeits-

zeitkontrolle tatsächlich jeweils fortlaufend geführt worden ist (vgl. Urteil 

des EVG C 35/03 vom 25. März 2004 E. 4 in fine; Urteil des BVGer B-

3364/2011 vom 14. Juni 2012 E. 4.2.2). Die Forderung nach Authentizität 

der nachgereichten Zeiterfassung – verstanden als echtzeitliche, täglich 

fortlaufende Aufzeichnung der Arbeitsstunden – entspricht der bundesge-

richtlichen Praxis (BGE 150 V 249 E. 5.2). Vorliegend bestehen zumindest 

erhebliche Zweifel an der Authentizität der nachgereichten Arbeitszeitkon-

trollen, welche die Beschwerdeführerin nur mit dem Hinweis darauf, dass 

die Unterlagen nicht verändert worden seien und zeitgleich erstellt worden 

seien, nicht ausräumen kann. Jedenfalls sind die nachgereichten Arbeits-

zeitkontrollen aber inhaltlich ungenügend, was nachfolgend aufgezeigt 

wird (unten E. 4.5). 

4.4.4 Vorliegend hat die Vorinstanz auf die von der Beschwerdeführerin in 

ihrer Einsprache beantragten Zeugenbefragungen verzichtet, allerdings 

ohne dies ausdrücklich zu begründen. Es ist unklar, ob die Vorinstanz über-

haupt Zeugeneinvernahmen durchführen könnte (vgl. Art. 14 Abs. 1 

VwVG; Urteil des BVGer B-1806/2021 vom 22. Februar 2022 E. 3.6; vgl. 

aber JÜRG BICKEL, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, Art. 14 

N 30, der ausführt, eine Zeugeneinvernahme dürfe durch eine in Art. 14 

Abs. 1 VwVG nicht erwähnte Behörde immer dann angeordnet werden, 

wenn der Zeuge damit einverstanden sei; vgl. auch CHRISTOPH AUER/ANJA 

MARTINA BINDER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler 

[Hrsg.], VwVG Kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2019, Art. 14 N 6). 

Jedenfalls kann sie aber schriftliche Auskünfte einholen (Art. 1 AVIG i.V.m. 

B-3858/2025 

Seite 14 

Art. 28 Abs. 3 ATSG, Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 12 Bst. c VwVG; vgl. dazu 

Urteil des BVGer B-4557/2022 vom 17. November 2023 E. 6.2.6 f.). Dass 

sie davon abgesehen hat, weil sie aufgrund der bereits abgenommenen 

Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenom-

mener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Über-

zeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde, bedeutet 

keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 

BGE 141 I 60 E. 3.3). 

4.4.5 Die Beschwerdeführerin erneuert die Anträge auf Zeugnis von zwei 

Mitarbeitenden und eine Parteiaussage des Geschäftsführers vor Bundes-

verwaltungsgericht zum Beweis der Authentizität der nachgereichten Ar-

beitszeitkontrolle. In antizipierter Beweiswürdigung ist darauf zu verzich-

ten, da unbestritten ist, dass die Unterlagen erst im Einspracheverfahren 

und damit nachträglich eingereicht wurden, und nicht erwartet werden 

kann, dass sich die Mitarbeitenden und der Geschäftsführer im Rahmen 

einer Befragung zur Authentizität der fraglichen Unterlagen abweichend 

von den Ausführungen in der Beschwerdeschrift äussern würden. 

4.5  

4.5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Arbeitszeiterfassung ent-

spreche den arbeitsgesetzlichen Vorgaben (Art. 46 des Arbeitsgesetzes 

vom 13. März 1964 [ArG, SR 822.11] i.V.m. Art. 73 Abs. 1 der Verord-

nung 1 zum Arbeitsgesetz vom 10. Mai 2000 [ArGV 1, SR 822.111]), wes-

halb sie rechtsgenüglich sei. Die täglichen und wöchentlichen Arbeitszeiten 

sowie ihre Lagen seien ausgewiesen. Pausen seien nicht erfasst, weil die 

Angestellten meistens nur eine bis eineinhalb Stunden pro Tag gearbeitet 

hätten. Gemäss Arbeitsgesetz sei eine erste Pause von einer Viertelstunde 

erst nach einer Arbeitszeit von 5.5 Stunden zu machen und es seien nur 

Pausen von mehr als einer halben Stunde zu erfassen. In Monaten, in de-

nen normal gearbeitet worden sei (bspw. im Juli und August 2020), seien 

auch Pausen, Ferien und andere Abwesenheiten erfasst worden. Hinter-

grund der uniformen Arbeitszeiten sei, dass während der Pandemie sehr 

spezifische Öffnungszeiten beachtet worden seien, die auch den internati-

onalen Partnern kommuniziert worden seien. In diesen Zeiten seien die 

Mitarbeitenden im Homeoffice erreichbar gewesen, hätten Buchungen 

storniert, Reservationen verschoben, neue Reisedaten besprochen, Tele-

fonate mit Partnern in der Schweiz koordiniert, Vertragsverhandlungen ge-

führt, administrative Aufgaben erledigt und Konsultationen mit Gästen und 

Partnern geführt. Deshalb wirke die Arbeitszeiterfassung gleichförmig. Die 

B-3858/2025 

Seite 15 

Mehrheit der Angestellten und Kunden sei japanischer Herkunft. Pünktlich-

keit und Genauigkeit seien daher sehr wichtig. Da keine anderen Arbeiten 

als die genannten angefallen seien, habe sich die Arbeitszeit auf die ver-

einbarten Zeitfenster reduziert und es sei nicht notwendig gewesen, länger 

zu arbeiten. Tatsächlich sei es eher so gewesen, dass die Angestellten 

während weniger als den ausgewiesenen Zeiten effektiv Arbeit gehabt hät-

ten, was das stets pünktliche Arbeitsende erkläre. Die handschriftlich ge-

führten Stundenrapporte variierten innerhalb einzelner Monate betreffend 

Start- und Endzeit, auch wenn die Dauer der Arbeitszeit oft unverändert 

geblieben sei. Die Vermerke auf den handschriftlichen Arbeitszeitrapporten 

("simplified reporting as agreed", "usual working hours until resignation as 

agreed") seien unbeachtlich, weil die Rapporte gar nicht "simplified" gewe-

sen seien und den gesetzlichen Anforderungen entsprochen hätten. 

4.5.2 Die Vorinstanz führt aus, selbst wenn von der Authentizität der nach-

gereichten Unterlagen ausgegangen werden könnte, seien diese aufgrund 

der teilweise über Monate hinweg uniformen Arbeitszeiten unglaubwürdig 

und erfüllten die materiell-rechtlichen Anforderungen gemäss Art. 31 

Abs. 3 Bst. a AVIG i.V.m. Art. 46b Abs. 1 AVIV an eine rechtsgenügliche Ar-

beitszeitkontrolle offensichtlich nicht. Es seien bloss fixe Arbeitszeiten 

(Blockzeiten) aufgeführt. Das sei für die Kontrollierbarkeit der Arbeitszeit 

und der geltend gemachten Ausfallstunden untauglich, selbst wenn Block-

zeiten vertraglich einzuhalten gewesen wären. Auch bei fixen Arbeitszeiten 

müsse die effektiv gearbeitete Zeit erfasst werden, um glaubhaft darzule-

gen, inwieweit ein Arbeitsausfall vorhanden sei. Bei einem Arbeitnehmer 

seien vom 23. März 2020 bis Ende Oktober 2021 an sämtlichen Arbeitsta-

gen 1.5 Stunden, jeweils von 10:30 bis 12 Uhr erfasst. Im November 2021 

habe dieser Arbeitnehmer stets um 10:30 Uhr begonnen und bis um 

12:11 Uhr gearbeitet. Im Dezember 2021 habe er von 9 bis 17:30 Uhr und 

im Januar 2022 mehrheitlich neun Stunden gearbeitet. Es sei unglaubhaft, 

dass dabei die effektiven Arbeitszeiten ausgewiesen seien. Es handle sich 

offenkundig um eine standardisierte Erfassung von fixen Arbeitszeiten. Bei 

den drei weiteren Angestellten seien die Arbeitszeiten wöchentlich oder 

monatlich nach den gleichen Schemata erfasst: bei Mitarbeiter 1 ab dem 

23. März 2020 bis Oktober 2021 täglich 0:48 Std. ab 8 oder 14 Uhr, von 

November 2021 bis Februar 2022 täglich 1:36 Std. ab 8 Uhr; bei Mitarbei-

terin 2 ab dem 23. März 2020 bis Ende Juni 2020 täglich 1:30 Std jeweils 

ab 9, 10 oder 13 Uhr, ab Juli bis September 2020 täglich 8 Std. jeweils ab 

9 Uhr; bei Mitarbeiterin 3 ab Dezember 2020 bis Mai 2021 täglich 1:30 

Std.  jeweils ab 9 Uhr mit zwei Ausnahmen. Es sei realitätsfremd, dass über 

einen solch langen Zeitraum stets exakt gleich lange gearbeitet worden sei. 

B-3858/2025 

Seite 16 

Teilweise werde am Rand vermerkt, dass es sich um vereinfachte Rapporte 

gehandelt habe, womit aus den Unterlagen selbst hervorgehe, dass sie 

nicht die tatsächlichen Arbeitszeiten und Ausfallstunden auswiesen. Die 

Unterlagen seien zudem nicht genügend detailliert, es fehlten insbeson-

dere Angaben über Absenzen (Ferien, Unfall, Krankheit, Militärdienst 

usw.). Es sei irrelevant, ob die Anforderungen nach dem Arbeitsgesetz und 

der zugehörigen Verordnung erfüllt seien. Es handle sich um eine Leistung 

aus der Arbeitslosenversicherung, weshalb ausschliesslich die Anforderun-

gen nach dieser Gesetzgebung gälten. Die Ausführungen der Beschwer-

deführerin zu den Blockzeiten und dem japanischen Markt seien Schutz-

behauptungen. Es sei schlicht realitätsfremd, dass die Arbeitnehmenden 

während Monaten immer auf die Minute genau zu den exakt gleichen Zei-

ten gearbeitet haben sollen. Der Hinweis, dass vertraglich festgelegte Ar-

beitszeiten eingehalten worden seien, sei nach der Rechtsprechung un-

behelflich. Vorliegend handle es sich um schematisch vereinfachte Aufstel-

lungen, die nicht die tatsächlichen Arbeits- und Ausfallstunden auswiesen. 

4.5.3 Die vorinstanzlichen Feststellungen zu den nachgereichten Arbeits-

zeitkontrollen sind zutreffend: Die standardisierten Erfassungen der Ar-

beitszeit beginnen am 23. März 2020 und enden Anfang Januar 2022 (Ex-

celdokument) und Ende Februar 2022 (handschriftliche Arbeitszeitkontrol-

len). Die Erfassung von Blockzeiten oder fixen Arbeitszeiten genügt jedoch 

nicht, um die Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 46b Abs. 1 

AVIV zu gewährleisten (vgl. Urteile des BGer 8C_728/2023 vom 15. Mai 

2024 E. 5.2 in fine und 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 4; Urteil 

des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 2.2; Urteil des BVGer B-

5454/2022 vom 16. August 2024 E. 4.2). Auch bei fixen Arbeitszeiten muss 

die effektiv gearbeitete Zeit erfasst werden, um glaubhaft darzulegen, in-

wieweit ein wirtschaftlich bedingter Arbeitsausfall vorliegt (BVGE 2021 V/2 

E. 3.5.1; Urteil des BVGer B-1097/2024 vom 30. Juli 2025 E. 2.5 in fine). 

Es genügt auch nicht, wenn die Arbeitgeberin lediglich eine An- und Abwe-

senheitskontrolle führt; vielmehr bedarf es Angaben über die täglich geleis-

tete Arbeitszeit (Urteil des BVGer B-6200/2011 vom 13. Februar 2012 

E. 2.2). Bei ausnahmslos stets gleich langer Arbeitsdauer sind aber ohne-

hin Zweifel angebracht, ob die angegebene Arbeitszeit der tatsächlich ge-

leisteten Arbeitszeit entspricht (Urteile des BVGer B-3256/2025 vom 

5. September 2025 E. 5.7.1 [noch nicht rechtskräftig] und B-3996/2013 

vom 27. Mai 2014 E. 7.3 in fine). Im Umkehrschluss bedeutete dies an-

sonsten, dass die Mitarbeitenden über einen längeren Zeitraum einen wirt-

schaftlich bedingten Arbeitsausfall im identischen Umfang zu verzeichnen 

hatten, was unwahrscheinlich ist. Es ist auch nicht überspitzt formalistisch, 

B-3858/2025 

Seite 17 

wie die Beschwerdeführerin vorbringt, dass die Vorinstanz die Arbeitszeit-

kontrolle unter anderem wegen der Eintragung von fixen Blockzeiten nicht 

berücksichtigt (vgl. Urteil des BVGer B-5454/2022 vom 16. August 2024 

E. 4.4). 

4.5.4 Hinzu kommt, dass die handschriftliche Arbeitszeitkontrolle und das 

Exceldokument lediglich Angaben zu den Arbeitszeiten in Form der bereits 

erwähnten fixen Arbeitszeiten oder Blockzeiten beinhalten. Absenzen sind 

– mit Ausnahme von Ferientagen im Exceldokument (jeweils mit "F" be-

zeichnet) – keine erfasst, auch allfällige Mehrstunden sind nicht ausgewie-

sen. Gemäss der Arbeitszeitkontrolle gab es im gesamten Bezugszeitraum 

von knapp zwei Jahren beispielsweise keine einzige krankheitsbedingte 

Abwesenheit und es wurden – ausser von einem Mitarbeiter – keine Feri-

entage bezogen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin wurde 

durch die Rechtsprechung bestätigt, dass diese Angaben notwendig sind 

(vgl. Urteil des BGer 8C_731/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3.4 betr. 

Schlechtwetterentschädigung). Die vorliegenden Unterlagen bilden daher 

keinen zuverlässigen Beleg über die tatsächlich geleisteten Arbeitszeiten 

und wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden (oben E. 3.2.1 f.). 

4.5.5 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist es unerheblich, ob 

die betriebliche Arbeitszeitkontrolle mit Blick auf die Arbeitsgesetzgebung 

genügt (vgl. BVGE 2021 V/2 E. 4.8). Vorliegend geht es um den Bezug ei-

ner Leistung aus der Arbeitslosenversicherung, wofür unter anderem 

Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG i.V.m. Art. 46b Abs. 1 AVIV zu erfüllen sind. Die 

Zielsetzung des Arbeitsgesetzes unterscheidet sich wesentlich von derje-

nigen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, das – soweit vorliegend in-

teressierend – den versicherten Personen einen angemessenen Ersatz für 

Erwerbsausfälle wegen Kurzarbeit garantieren will (Art. 1a Abs. 1 Bst. b 

AVIG). Die Arbeitslosenversicherungsgesetzgebung verlangt einen gewis-

sen Detaillierungsgrad der betrieblichen Arbeitszeitkontrolle (oben 

E. 3.2.1 f.; Urteil des BVGer B-4895/2023 vom 19. April 2024 E. 3.6.7). Die 

Beschwerdeführerin war im Hinblick auf die Geltendmachung des An-

spruchs auf Kurzarbeitsentschädigung verpflichtet, den Arbeitsausfall im 

Rahmen einer überprüfbaren, namentlich die – tatsächlich entstandenen – 

wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden deklarierenden Arbeitszeitkontrolle 

zu erfassen, worauf die Arbeitgeber in zahlreichen Informationsquellen, 

über welche die Beschwerdeführerin verfügte, aufmerksam gemacht wer-

den (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 6.2.2; Hin-

weis auf dem Formular "Voranmeldung von Kurzarbeit"; Hinweis auf den 

Bewilligungsverfügungen der kantonalen Amtsstelle; Info-Service-Bro-

B-3858/2025 

Seite 18 

schüre "Kurzarbeitsentschädigung", Ziff. 6 und 7). Die Gerichtspraxis hat 

diese Informationen mehrfach als rechtsgenügliche Ausgangsinformatio-

nen qualifiziert (vgl. statt vieler Urteil des BGer 8C_681/2021 vom 23. Feb-

ruar 2022 E. 3.6; Urteile des BVGer B-1932/2025 vom 22. August 2025 

E. 5.4.4, B-2601/2017 vom 22. August 2018 E. 4.2 und B-4689/2018 vom 

14. Januar 2019 E. 2.8). Die Arbeitszeiterfassung soll nachweisen, ob der 

geltend gemachte Arbeitsausfall auch tatsächlich vorlag (dann wird Kurz-

arbeitsentschädigung ausgerichtet) oder ob in dieser Zeit nicht umgekehrt 

gearbeitet wurde (dann besteht kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädi-

gung, sondern auf regulären Lohn; Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 

12. Dezember 2022 E. 3.5.2). Um den Umfang, in dem gearbeitet wurde, 

vermindert sich die Leistung der Arbeitslosenkasse (vgl. Urteil des BVGer 

B-4557/2022 vom 17. November 2023 E. 6.6.2, zusammenfassend bestä-

tigt in Urteil des BGer 8C_16/2024 vom 9. Juli 2024 E. 6.1). 

4.6 Ist der Arbeitsausfall für die Durchführungsorgane der Arbeitslosenver-

sicherung, wie vorliegend, nicht hinreichend überprüfbar, da detaillierte be-

triebliche Unterlagen dies nicht zulassen, fehlt es am Anspruchserfordernis 

der genügenden Kontrollierbarkeit des behaupteten Arbeitsausfalls (Urteil 

des BGer 8C_18/2024 vom 9. Juli 2024 E. 6.1). Damit ist der Schluss der 

Vorinstanz, dass für die Abrechnungsperioden März 2020 bis Feb-

ruar 2022 kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht, nicht zu 

beanstanden. 

5.  

5.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung 

sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zu-

rückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessu-

ale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 

Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 

E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient der Durchset-

zung des Legalitätsprinzips (BGE 147 V 417 E. 7.3.2). Voraussetzungen 

für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen 

sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. 

Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und 

ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die 

Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem In-

teresse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetz-

geber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteile des BGer 

8C_407/2024 vom 14. Oktober 2024 E. 6.1 und 8C_680/2017 vom 7. Mai 

B-3858/2025 

Seite 19 

2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen 

Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfü-

gung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet. Eine zeitliche Be-

fristung der Wiedererwägungsmöglichkeit besteht nicht (BGE 149 V 91 

E. 7.7). Vorbehalten bleiben die Verwirkungsfristen von Art. 25 ATSG. 

5.2 Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO ge-

führt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen 

der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen 

(Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treu-

handstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahl-

ten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitge-

berkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im An-

schluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das 

Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 

Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durch-

geführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen aus-

gerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grund-

sätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsver-

fügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) 

dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen 

erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom 

Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Aus-

gleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5). 

5.3 Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur ei-

ner anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger 

Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Darunter fallen ins-

besondere eine Leistungszusprache ohne oder in unrichtiger Anwendung 

der massgeblichen Bestimmungen und eine unvollständige Sachverhalts-

abklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsat-

zes (Urteil des BGer 8C_277/2020 vom 17. August 2020 E. 4.1). Es geht 

also um die Konstellation, in der die Leistung von Anfang an zu Unrecht 

zugesprochen wurde, jedenfalls sofern sich aufgrund der nachträglich kor-

rekten Rechtsanwendung ergibt, dass die Leistung nicht geschuldet gewe-

sen wäre (BGE 149 V 91 E. 7.7). Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, 

dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Un-

richtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist 

(BGE 148 V 195 E. 5.3). Der zeitliche Eintritt der Wirkung der Wiedererwä-

gung ist beim Tatbestand des unrechtmässigen Leistungsbezugs in Art. 25 

Abs. 1 ATSG geregelt, indem eine rückwirkende Korrektur vorzunehmen 

B-3858/2025 

Seite 20 

ist (DIANA OSWALD, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers 

[Hrsg.], Schulthess Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts, 5. Aufl., Zürich/Genf 2024, Art. 53 

N 72). 

5.4 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, 

wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend ver-

standener Rechtsregeln erfolgt war oder wenn massgebliche Bestimmun-

gen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteil des BGer 8C_110/2023 

vom 31. Oktober 2023 E. 3.2). Die Unrichtigkeit der Leistungszusprache im 

Umfang von insgesamt Fr. 262'314.20.– für den Zeitraum März 2020 bis 

Februar 2022 ergibt sich aus der mangelnden Bestimmbarkeit beziehungs-

weise Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls und der Arbeitszeit nach Art. 31 

Abs. 3 Bst. a AVIG. Damit fehlt es an einer materiell-rechtlichen Anspruchs-

voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitsentschädigung in dieser 

Höhe (vgl. BGE 150 V 249 E. 6). Die Berichtigung ist, angesichts des in 

Frage stehenden Betrags, von erheblicher Bedeutung. Das wiedererwä-

gungsweise Zurückkommen auf die Leistungszusprache durch die Vor-

instanz ist vorliegend nicht zu beanstanden. 

6.  

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 22. April 2025 gegen die 

Rückforderungsverfügung betreffend Kurzarbeitsentschädigung im Um-

fang von Fr. 262'314.20 ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Be-

schwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. 

7.  

Beschwerdeverfahren betreffend den Vollzug des Arbeitslosenversiche-

rungsgesetzes vor Bundesverwaltungsgericht sind kostenpflichtig, selbst 

wenn es sich dabei um Streitigkeiten über die Bewilligung oder Verweige-

rung von Leistungen der Sozialversicherungen handelt (Urteil des BVGer 

B-3364/2011 vom 14. Juni 2012 E. 7). Entsprechend dem Verfahrensaus-

gang hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu 

tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Reglements über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 

21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Die Kosten sind ausgehend vom 

Streitwert (Art. 63 Abs. 4bis Bst. b VwVG i.V.m. Art. 4 VGKE) und in Anwen-

dung der gesetzlichen Bemessungsfaktoren (Art. 63 Abs. 4bis VwVG i.V.m. 

Art. 2 Abs. 1 VGKE) auf Fr. 5'200.– festzusetzen. Es ist keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

B-3858/2025 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 5'200.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-

det. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz und wird 

der zuständigen Arbeitslosenkasse mitgeteilt. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Willisegger Astrid Hirzel 

  

B-3858/2025 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 3. November 2025 

 

  

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Seite 23 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Das Urteil wird mitgeteilt:  

– der Arbeitslosenkasse des Kantons Y._______