# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cea0fca-2305-5bce-95e1-66cec4330683
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 01.09.2025 SV1 2025 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-25_2025-09-01.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 1. September 2025
mitgeteilt am 9. September 2025

Referenz SV1 25 25

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Jauch, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch B._____

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, geboren 1968, ist gelernte Büroangestellte und war zuletzt bis zum 
31. August 2024 als Sekretärin bei der C._____ AG erwerbstätig. 

B. Im Jahr 2006 meldete sie sich erstmals für Leistungen der 
Invalidenversicherung aufgrund mehrerer Operationen nach einem 
Schlüsselbeinbruch an. Mit Verfügung vom 19. August 2010 wurden A._____ 
befristete Invalidenrenten zugesprochen. Im Jahr 2016 meldete sich A._____ 
aufgrund Beschwerden am linken oberen Sprunggelenk erneut für Leistungen der 
Invalidenversicherung an. Dieses Leistungsbegehren wurde mit Verfügung vom 
20. Februar 2017 abgewiesen. 

C. Im April 2024 meldete sich A._____ alsdann unter Hinweis auf einen 
Auffahrunfall am 31. Januar 2023 mit Schleudertrauma und eine mittelschwere 
neuropsychosomatische Störung im Vorderhirn (Denk-Lern-
Konzentrationszentrum), einen Tinnitus sowie eine mittelschwere Depression bei 
der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an (berufliche Integration/Rente). Letztere tätigte erwerbliche und 
medizinische Abklärungen.

D. Vom 17. April 2024 bis zum 25. Juni 2024 befand sich A._____ zur 
stationären Behandlung in der D._____ der E._____ (E._____). Anlässlich dieses 
stationären Aufenthalts wurden als Hauptdiagnosen ein Tinnitus capitis und eine 
mittelgradige depressive Episode sowie als Nebendiagnose ein Tinnitus aurium, 
eine primäre Varikosis beidseits sowie ein Asthma bronchiale gestellt. Bereits zuvor 
wurde A._____ ab dem 11. März 2024 zu 50 % und ab dem 8. April 2024 zu 100 % 
arbeitsunfähig geschrieben. 

E. Im Rahmen der Frühintervention übernahm die IV-Stelle mit Mitteilung vom 
24. Juni 2024 die Kosten für die Unterstützung bei der Suche eines geeigneten 
Arbeitsplatzes in Form eines Job Coachings vom 24. Juni 2024 bis zum 
31. Dezember 2024. 

F. Nach dem Austritt aus der D._____ erfolgte die ambulante Weiterbehandlung 
bei der behandelnden Psychiaterin Dr. med. B._____, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, F._____. Ebenso befand sich A._____ vom 2. August 2024 bis 
zum 31. Oktober 2024 in der psychotherapeutischen Tagesklinik der E._____ 
(G._____) in Behandlung. 

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G. Mit Mitteilung vom 10. Dezember 2024 wurden die 
Eingliederungsmassnahmen per 31. Dezember 2024 beendet, da sich A._____ 
nicht in der Lage fühle, weiter an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken. 

H. Am 15. Januar 2025 erfolgte eine durch die Krankentaggeldversicherung 
angeordnete psychiatrische Begutachtung von A._____ durch Dr. med. H._____, 
Facharzt für Psychotherapie. Dieser konnte in seinem Gutachten vom 24. Januar 
2025 bei einem Zustand nach mittelgradiger depressiver Episode mit somatischen 
Symptomen, gegenwärtig weitgehend remittiert, weder eine psychiatrische 
Diagnose mit Krankheitswert stellen noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
aus psychiatrischem Fachgebiet ausweisen. 

I. Nach Einholung der Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 24. Februar 2025 mangels Erfüllung des 
Wartejahres die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Begründend 
führte sie aus, ab dem 11. März 2024 (Beginn der einjährigen Wartefrist) sei 
A._____ in der Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit erheblich eingeschränkt gewesen. 
Gemäss den medizinischen Abklärungen habe sich der Zustand verbessert und seit 
dem 15. Januar 2025 liege wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für sämtliche 
Tätigkeiten vor. Dagegen liess A._____ durch ihre behandelnde Psychiaterin Dr. 
med. B._____ Einwand erheben. Nach Rücksprache mit der 
Krankentaggeldversicherung und nach Prüfung durch den RAD beschied die IV-
Stelle mit Verfügung vom 11. April 2025 wie vorbeschieden und wies das 
Leistungsbegehren ab.

J. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 24. Mai 2025 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden erheben und sinngemäss 
in Aufhebung der Verfügung vom 11. April 2025 beantragen, die Angelegenheit sei 
zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung führte 
sie im Wesentlichen an, das Gutachten von Dr. med. H._____ sei oberflächlich und 
mangelhaft. Dieser habe nur marginal oder gar keine Kenntnisse von den bei ihr 
vorliegenden Befunden und Störungen gehabt. So lägen andere schwerwiegende 
psychische Störungen als die im Gutachten erwähnten vor. Sie leide seit dem Jahr 
2021 an einer depressiven Störung mit häufigen, langanhaltenden depressiven 
Phasen mittleren bis schweren Grades, abgelöst durch kurze hypomane Phasen, 
die einige Tage oder Wochen dauern würden. Es bestehe die Diagnose einer 
bipolaren Störung mit sich wiederholenden Phasen. Mit dem Autounfall am 
31. Januar 2023 habe sich das Zustandsbild verändert. Nebst den Symptomen der 
bipolaren Störung seien neu körperliche, unfallbedingte Beschwerden wie Tinnitus, 
Nackenschmerzen, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Agoraphobie, 

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Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit und andere Störungen aufgetreten. Die zwei 
Krankheitsgeschehen hätten sich überlagert und seien nicht mehr voneinander zu 
trennen gewesen. Sie hätten die Symptome potenziert und den Zustand insgesamt 
verschlechtert. Die Folgen seien Arbeitslosigkeit, sozialer Rückzug, Selbstvorwürfe, 
Abhängigkeiten finanzieller Art und das Gefühl, nicht genug zu sein. Der 
Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit lasse sich nicht 
ausreichend beurteilen. Eine erneute Überprüfung mit allen Befunden sei deshalb 
indiziert. Zudem sei eine berufliche Massnahme dringend nötig, um mehr Stabilität 
in ihr Leben zu bringen. Im Übrigen machte die Beschwerdeführerin sinngemäss 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, da sich die IV-Stelle im 
Vorbescheid nicht gebührend mit ihren im Einwand vorgetragenen Argumenten 
auseinandergesetzt haben soll. 

K. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 8. Juli 2025 auf Abweisung der Beschwerde und verwies zur 
Begründung auf die angefochtene Verfügung, an welcher sie vollumfänglich 
festhielt. Ergänzend führte sie an, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin 
habe die RAD-Ärztin und auch sie alle medizinischen Unterlagen gewürdigt. Der 
Einwand der behandelnden Ärztin Dr. med. B._____ widerspreche sowohl der 
Beurteilung der E._____ als auch derjenigen des Gutachters Dr. med. H._____.

L. Die Beschwerdeführerin liess sich trotz der ihr eingeräumten Frist zur 
Einreichung einer Replik nicht mehr vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 11. April 2025 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung ist 
die Beschwerdeführerin davon berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse 
an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 

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i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 
einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung des Wartejahres gemäss 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint hat. Ein solcher Anspruch könnte angesichts der 
Anmeldung vom 18. April 2024 wegen der seit dem 11. März 2024 attestierten 
50%igen und seit dem 8. April 2024 bescheinigten 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
(vgl. Case Report [IV-act. 145 S. 6]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG 
frühestens ab dem 1. Oktober 2024 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs) entstehen, sofern die Beschwerdeführerin bis dahin während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 
Zu prüfen ist konkret, ob das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war bzw. 
ob ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hinreichend 
abgeklärt worden ist.

2.2. Soweit die Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen als zwingend 
angezeigt hält, ist zunächst festzuhalten, dass solche nicht vom vorliegenden 
Streitgegenstand erfasst sind. Der Beschwerdeführerin wurde im Rahmen der 
Frühintervention ein Job Coaching ab dem 24. Juni 2024 zugesprochen, welches 
per 31. Dezember 2024 beendet wurde, da sich die Beschwerdeführerin anlässlich 
des Gesprächs vom 10. Dezember 2024 nicht in der Lage fühlte, weiter an 
Eingliederungsbemühungen mitzuwirken, auch nicht an einem Aufbautraining im 
zweiten Arbeitsmarkt (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung [IV-act. 127 S. 4]; 
Mitteilung vom 10. Dezember 2024 [IV-act. 128]).

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (statt 
vieler: BGE 150 V 323 E. 4.1 f., 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 
E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_516/2024 vom 25. Februar 2025 E. 2.1), die 
angefochtene Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 
19. Juni 2020 datiert und der hier umstrittene Rentenanspruch seine Begründung 
frühestens ab dem 1. Oktober 2024 fände (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG), sind die ab dem 
1. Januar 2022 geltenden Normen anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen des 

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IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 und Übergangsbestimmungen der IVV zur 
Änderung vom 3. November 2021; siehe ferner Rz. 9100 des Kreisschreibens des 
Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022 [Stand: 1. Januar 2025; 
<https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/18452 >]).

4. Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör rügt, indem sie vorbringt, in der angefochtenen Verfügung 
fehle eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den im Einwand 
vorgetragenen schwerwiegenden psychischen Störungen bzw. diese seien nicht 
gebührend berücksichtigt worden und ihr Anspruch sei ohne ausreichende Prüfung 
abgelehnt worden, kann ihr nicht gefolgt werden. Damit übersieht sie, dass die 
Beschwerdegegnerin nicht gehalten war, sich mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu 
widerlegen. Sie durfte sich vielmehr auf die wesentlichen Einwände beschränken 
(vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1, 146 II 335 E. 5.1, 141 III 28 E. 3.2.4, 141 V 557 E. 3.2.1 
und 134 I 83 E. 4.1). Aus der angefochtenen Verfügung vom 11. April 2025 gehen 
die Überlegungen, von denen sich die Beschwerdegegnerin leiten liess, im Kern 
hervor (vgl. IV-act. 144; siehe ferner BGE 148 III 30 E. 3.1, 145 III 324 E. 6.1, 143 
III 65 E. 5.2 und 142 III 433 E. 4.3.2). Der Beschwerdeführerin war es daher auch 
möglich, sich über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft zu geben und ihn 
in voller Kenntnis der Sache an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen (vgl. BGE 
145 IV 407 E. 3.4.1, 143 IV 40 E. 3.4.3 und 142 III 433 E. 4.3.2), was sie mit 
Beschwerde vom 24. Mai 2025 auch getan hat. Somit ist keine Gehörsverletzung 
auszumachen. 

5.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

5.2. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG vor, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

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Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Für die Eröffnung der Wartezeit 
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine erhebliche und dauerhafte Einbusse an 
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 
(mindestens 20 %) massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2025 vom 
24. April 2025 E. 2.2). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne 
der genannten Bestimmung liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 
30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV).

5.3.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet bzw. nimmt sie dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 
E. 2.4 und 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

5.3.2. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrundsatz, 
wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der Leistungen beanspruchenden 
Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde hat, wo notwendig, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die 
Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, 
Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

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Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 43 N. 14 ff. und N. 93 ff.). Die 
Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich 
im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Wenn der 
Versicherungsträger oder das kantonale Sozialversicherungsgericht im Rahmen 
einer umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt 
überwiegend wahrscheinlich sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung 
nicht entgegen. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder 
Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu 
ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 
Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1 f.; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_138/2024 vom 3. Juli 2024 E. 4.4, 9C_484/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 4.2, 8C_288/2021 vom 26. Oktober 2021 E. 3.2.1 und 
8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 3.1). Kommt die Verwaltung ihrer 
Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache aus diesem 
Grund an sie zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 E. 5).

5.3.3. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_458/2024 vom 2. Mai 2025 E. 2.3.2, 8C_380/2021 vom 
21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 4.1, 

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8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 
8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4).

6.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 11. April 2025 einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels 
Erfüllung des Wartejahres. Die Beschwerdeführerin sei ab dem 11. März 2024 
(Beginn der einjährigen Wartefrist) in der Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit erheblich 
eingeschränkt gewesen, ihr Zustand habe sich jedoch verbessert und seit dem 
15. Januar 2025 liege wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten 
vor (IV-act. 144). Hierbei stützte sie sich im Wesentlichen auf das von der 
Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. med. H._____ 
vom 24. Januar 2025 (vgl. IV-act. 134) sowie die Abschlussbeurteilung der RAD-
Ärztin Dr. med. I._____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 14. Februar 
2025 ab (vgl. Case Report [IV-act. 145 S. 9]). 

6.2. Dr. med. H._____ stellte in seinem Gutachten einen Zustand nach 
mittelgradiger depressiver Episode mit somatischen Symptomen, gegenwärtig 
weitgehend remittiert, fest (vgl. IV-act. 134 S. 4) und führte namentlich aus, 
aufgrund der erhobenen anamnestischen Angaben und den zur Verfügung 
gestellten medizinischen Akten ergäben sich bei der Beschwerdeführerin keine 
Hinweise auf eine genetische Vorbelastung oder Persönlichkeitsfaktoren für die 
Entwicklung von psychiatrischen Erkrankungen. Bezüglich der frühkindlichen 
Entwicklung seien keine Auffälligkeiten festzustellen, womit sämtliche 
Entwicklungsstörungen aus dem organischen Formenkreis ausgeschlossen werden 
könnten. Die frühe Kindheit der Beschwerdeführerin sei ohne gravierende 
traumatische Ereignisse oder Hinweise auf eine emotionale Verwahrlosung 
verlaufen, womit die Entstehung von strukturellen Persönlichkeitsdefiziten im Sinne 
einer Persönlichkeitsstörung in der frühen Kindheit ausgeschlossen werden könne. 
Die Beschwerdeführerin sei regelrecht eingeschult worden und nach der Primar- 
und Sekundarschule habe sie eine zweijährige KV-Ausbildung abgeschlossen. 
Somit könnten bei der Beschwerdeführerin sämtliche psychischen Störungen mit 
Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit und ihr Verhaltensmuster in der Kindheit, 
Pubertät und frühem Erwachsenenalter ausgeschlossen werden. Die 
Beschwerdeführerin habe im Erwachsenenalter uneingeschränkt Tätigkeiten als 
Büroangestellte, Rezeptionistin, über zweieinhalb Jahre auch nach der 
Zusatzausbildung als Arztsekretärin sowie zuletzt als Büroangestellte zu 100 % 
ausgeübt. Sie habe einen Sohn, welchen sie in ihrer Obhut gehabt habe, stehe seit 
20 Jahren in einer Partnerschaft mit einem Griechen und pflege regelmässig 
Kontakte im familiären sowie Freundeskreis, womit auch im Erwachsenenalter 

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prämorbid von einem ganz unauffälligen Leistungsniveau und ganz unauffälligem 
Verhaltensmuster bezüglich Kognitionen, Wahrnehmungen und sozialen 
Interaktionen ausgegangen werden könne. Somit könnten sämtliche prämorbiden 
psychischen Störungen mit Krankheitswert ausgeschlossen werden. Aktenmässig 
und anamnestisch könne nach dem Unfall am 31. Januar 2023 und insbesondere 
dem Tinnitusausbruch von einer zunehmenden Ausschöpfung der 
psychophysischen Ressourcen der Beschwerdeführerin sowie dem Ausbruch einer 
mittelgradigen depressiven Episode ausgegangen werden, weshalb die attestierte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit auf psychiatrischem Fachgebiet seit dem 17. April 2024 
(Klinikeintritt) als absolut plausibel angenommen werde. Unter etablierten 
therapeutischen Massnahmen in ambulantem, stationärem und tagesklinischem 
Setting habe sich die psychische Verfassung der Beschwerdeführerin ab Sommer 
2024 zunehmend gebessert und anlässlich der Exploration am 15. Januar 2024 
[recte: 2025] sogar stabilisiert. Während der Exploration vom 15. Januar 2025 habe 
die Beschwerdeführerin keine objektiven depressiven Symptome mehr 
aufgewiesen. Bei ganz unauffälligen psychokognitiven und motorischen Funktionen 
(Gedächtnisfunktionen, Konzentrationsvermögen, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, 
geistige Flexibilität, Gedankeninhalte, Affektlage, affektive Schwingungsfähigkeit, 
Elan Vitae, Antrieb, Psychomotorik) könne unter Mitberücksichtigung der 
uneingeschränkten sozialen Fertigkeiten von einer Remission der depressiven 
Symptomatik und Wiederherstellung einer vollen Arbeitsfähigkeit für sämtliche 
Tätigkeiten dem Bildungsniveau entsprechend auf dem freien Wirtschaftsmarkt 
ausgegangen werden. Bei fehlenden Hinweisen auf eine genetische Vorbelastung 
und Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung von psychiatrischen Erkrankungen, 
jahrelang uneingeschränktem Leistungsniveau und unauffälligem Verhaltensmuster 
sowie – abgesehen von zukünftiger Arbeitslosigkeit – fehlenden Hinweisen auf 
namhafte psychosoziale Belastungen, könne auf psychiatrischem Fachgebiet von 
einer langfristigen psychischen Stabilisierung und Erhaltung der vollen 
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (vgl. IV-act. 134 S. 5).

6.3. RAD-Ärztin Dr. med. I._____ hielt in ihrer Abschlussbeurteilung vom 
14. Februar 2025 einen Zustand nach mittelgradiger depressiver Episode mit 
somatischen Symptomen, gegenwärtig weitgehend remittiert, fest und führte aus, 
die depressive Stimmung sowie eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische 
Störung, überlagert durch die depressive Symptomatik mit Konzentrations-, 
Gedächtnis-, Auffassungs- und Merkfähigkeitsstörungen, hätten sich nach einem 
Verkehrsunfall entwickelt. Im Verlauf hätten diese Erkrankungen, trotz subjektivem 
Empfinden der Beschwerdeführerin, mehrfach nicht objektiviert werden können, so 
dass die neuropsychologische Störung als remittiert beurteilt werden könne. Nach 

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stationärer und medikamentöser Behandlung sowie kurzzeitiger ambulanter 
Anbindung sei die depressive Episode im Zuge einer fachärztlich psychiatrischen 
Begutachtung durch Dr. med. H._____ als weitgehend remittiert beurteilt und die 
volle Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten dem Bildungsniveau entsprechend 
attestiert worden. Eine mittelgradige depressive Episode begründe keine 
längerdauernde Arbeitsunfähigkeit. Hinsichtlich der Einschätzung von Dr. med. 
H._____ hielt RAD-Ärztin Dr. med. I._____ fest, diese sei schlüssig belegt, 
begründet, plausibel und nachvollziehbar. Auf die Einschätzung könne daher 
vollumfänglich abgestellt werden. Sie kam deshalb zum Schluss, dass bei der 
Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in angestammter Tätigkeit ab 
dem 15. Januar 2025 bestehe. Diese Einschätzung bestätigte sie in ihrer 
Beurteilung vom 8. April 2025 nach Prüfung des von der Beschwerdeführerin 
erhobenen Einwandes gegen den Vorbescheid vom 24. Februar 2025 (vgl. Case 
Report [IV-act. 145 S. 13]).

6.4. Praxisgemäss kann auf versicherungsinterne ärztliche Einschätzungen 
abgestellt werden. An die Beweiswürdigung sind allerdings strenge Anforderungen 
zu stellen. Bestehen auch bloss geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 und 139 V 
225 E. 5.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 
E. 5.2.1, 8C_629/2022 vom 27. November 2023 E. 3.2 und 8C_596/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 2.3). Liegt – wie hier – zudem ein vom 
Krankentaggeldversicherer nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art. 
44 ATSG eingeholtes Gutachten vor, kommt diesem der Beweiswert 
versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (Urteile des Bundesgerichts 
8C_680/2024 vom 7. Mai 2025 E. 2.1, 8C_247/2024 vom 12. Dezember 2024 
E. 2.3 und 8C_131/2022 vom 27. Juni 2022 E. 3.2.2).

6.5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
das Gutachten von Dr. med. H._____ vom 24. Januar 2025 sowie die RAD-
Abschlussbeurteilung von RAD-Ärztin I._____ vom 14. Februar 2025 abgestellt hat 
oder ob die übrige Aktenlage daran auch nur geringe Zweifel zu wecken vermag. 
Während die Beschwerdegegnerin das Gutachten von Dr. med. H._____ für 
schlüssig, plausibel und nachvollziehbar hält (vgl. angefochtene Verfügung vom 
11. April 2025 [IV-act. 144]), ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, das Gutachten 
sei oberflächlich und unvollständig und berücksichtige nicht sämtliche Störungen 
und Befunde, weshalb weitere Abklärungen angezeigt seien. 

12 / 22

6.6. An dieser Stelle ist vorab festzuhalten, dass der Einwand im 
Vorbescheidverfahren durch die behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ 
verfasst wurde und diese im vorliegenden Gerichtsverfahren als offizielle 
Parteivertreterin der Beschwerdeführerin auftritt. Diesbezüglich ist anzumerken, 
dass sich Dr. med. B._____ offenbar in einem Umfang mit den Interessen ihrer 
Patientin identifiziert, welche über das normale Mass, welches bei einer 
behandelnden Ärztin zu erwarten ist, hinausgeht. So hat vorliegend ein eigentlicher 
Rollenwechsel von der behandelnden Ärztin zur Parteivertreterin stattgefunden. 
Den Ausführungen von Dr. med. B._____ kann deshalb im Vornherein nur sehr 
begrenzter Beweiswert zukommen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_532/2024 
vom 26. Juni 2025 E. 4.2 und 8C_79/2018 vom 6. Juni 2018 E. 4.2). 

7.1. Soweit die Beschwerdeführerin zunächst vorbringt, die Angaben während 
der Untersuchung würden auf einer oberflächlichen, halbstündigen Befragung 
basieren, ist dem entgegenzuhalten, dass aus einer verhältnismässig kurzen Dauer 
der Exploration nicht von vornherein auf mangelnde Sorgfalt geschlossen werden 
kann. Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im 
Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_738/2024 vom 2. Juni 
2025 E. 6, 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.7.3 und 9C_234/2023 vom 
4. September 2023 E. 3.2.3). Zudem dauerte die Exploration gemäss Gutachten – 
entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin – nicht 30, sondern 75 Minuten 
(vgl. IV-act. 134 S. 4). Besondere Problemstellungen, die eine Explorationsdauer 
von rund 75 Minuten als unangemessen kurz erscheinen lassen könnten, sind 
vorliegend nicht ersichtlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_234/2023 vom 
4. September 2023 E. 3.2.3). Ebenso wenig kann von einer unvollständigen 
Befunderhebung und Befragung gesprochen werden. Wie die Beschwerdeführerin 
bzw. ihre behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ in ihrer Stellungnahme vom 
16. Januar 2025 zuhanden der Krankentaggeldversicherung selber festhielt, fand 
eine Erhebung des Lebenslaufs von der Geburt bis heute statt (vgl. act. B.2 S. 1). 
Zudem erfasste Dr. med. H._____ den Psychostatus und hielt diesbezüglich fest, 
die Beschwerdeführerin wirke bewusstseinsklar, allseits orientiert, weder ängstlich 
noch kontaktscheu oder bedrückt. Während der gesamten Exploration habe sie 
klare, präzise, ausführliche Angaben auf die gestellten Fragen in Bezug auf ihre 
Lebensgeschichte und Krankheitsentwicklung gemacht. Diese seien fliessend, 
ohne Verzögerung, lückenfrei und ohne Konfabulationstendenzen erfolgt, was auf 
uneingeschränkte Gedächtnisfunktionen, ein Konzentrationsvermögen sowie auf 
eine Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit hindeuteten. Im formalen Denken sei die 
Beschwerdeführerin geordnet gewesen, ohne Hinweise auf Gedankeneinengung, 
Gedankengrübeln, Phobien oder Zwänge. Inhaltlich hätten sich keine Hinweise auf 

13 / 22

Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störungen ergeben. Stimmungsmässig sei 
die Beschwerdeführerin ausgeglichen und die affektive Schwingungsfähigkeit sowie 
der Elan Vitae seien erhalten gewesen. Affektiv sei sie modulierbar, ein affektiver 
Rapport sei gut herstellbar und im Antrieb und Motorik sei sie unauffällig gewesen. 
Es ergäben sich keine Hinweise auf Selbst- oder Fremdgefährdung. Die 
Beschwerdeführerin berichte über Durchschlafstörungen ohne medikamentöse 
Behandlung, wirke allerdings während der Exploration weder schläfrig noch geistig 
oder körperlich ermüdet (vgl. IV-act. 134 S. 4). Zusätzlich wurden zwei Tests, 
namentlich MADRS (Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale) sowie die Mini 
ICF-APP durchgeführt. Die erreichte Gesamtpunktzahl deutete auf keine 
depressive Symptomatik mit Krankheitswert hin und es konnten keine 
Beeinträchtigungen festgestellt werden (vgl. IV-act. 134 S. 4). Die diesbezüglichen 
Vorbringen der Beschwerdeführerin zielen damit ins Leere. 

7.2. Der Gutachter Dr. med. H._____ konnte anlässlich der Exploration am 
15. Januar 2025 weder eine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert stellen 
noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischem Fachgebiet 
ausweisen (vgl. IV-act. 134 S. 6). Dagegen wendet die Beschwerdeführerin bzw. 
ihre behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ ein, es würden diverse 
schwerwiegende psychische Störungen vorliegen (vgl. Beschwerde vom 24. Mai 
2025 [act. A.1 S. 1]). 

7.2.1. Hinsichtlich der von Dr. med. B._____ diagnostizierten depressiven Störung 
kam Dr. med. H._____ in seinem Gutachten zum Schluss, dass eine weitgehende 
Remission der mittelgradigen depressiven Episode mit somatischen Symptomen 
vorliege (IV-act. 134 S. 4). Den früheren Ausbruch einer mittelgradigen depressiven 
Episode nach dem Unfall vom 31. Januar 2023 und insbesondere nach Auftreten 
der Tinnitussymptomatik sowie die damit einhergehende, attestierte 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht seit dem Klinikeintritt am 17. April 
2024 erachtete er als plausibel (IV-act. 134 S. 5). Diese Ausführungen decken sich 
mit den übrigen medizinischen Akten. So diagnostizierten Dr. med. J._____, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt Alterspsychiatrie der 
E._____, sowie Oberpsychologin K._____ in ihrem Bericht vom 29. Februar 2024 
über die am 22. Dezember 2023 stattgefundene neuropsychologische 
Untersuchung eine mindestens leichte bis mittelschwere neuropsychologische 
Störung und gingen von einer mittelschwer ausgeprägten Depressionssymptomatik 
aus (IV-act. 85 S. 1 und 3 = 97 S. 9 und 11). Im Rahmen dieser Untersuchung zeigte 
sich eine insgesamt mindestens leichte bis mittelschwere neuropsychologische 
Störung mit Schwerpunkt auf frontalen Funktionen. Im Vordergrund stünden 

14 / 22

schwere kognitive Funktionsminderungen in einer exekutiven Teilleistung 
(konzeptuelles Denken) sowie in einer attentiven Teilleistung (starke Fluktuationen 
in der intern gesteuerten selektiven Aufmerksamkeit). Mittelschwere kognitive 
Auffälligkeiten zeigten sich in der Aufmerksamkeitsteilung, im auditiv-verbalen 
Lernen, sowie in der qualitativen Bearbeitung einer Aufgabe der Exekutivleistungen 
(semantisch verbale Ideenproduktion). Weitere Auffälligkeiten zeigten sich in 
weiteren Aufmerksamkeitsleistungen (Aktivierbarkeit, visuomotorische 
Verarbeitungsgeschwindigkeit) sowie im auditiv-verbalen Gedächtnis und in der 
visuell-konstruktiven Verarbeitung. Dr. med. J._____ sowie Oberpsychologin 
K._____ hielten fest, die Befunde seien vereinbar mit einem HWS-
Beschleunigungstrauma und wahrscheinlich zusätzlich durch die 
Depressionssymptomatik überlagert (vgl. IV-act. 85 S. 3 = 97 S. 11). Dies ist 
durchaus nachvollziehbar, gehen depressive Episoden häufig mit verminderter 
Konzentration und Aufmerksamkeit sowie Schlafstörungen, über welche die 
Beschwerdeführerin anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung ebenfalls 
berichtete (vgl. IV-act. 85 = 97 S. 11), einher (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, 
Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 169 f.). Die Beschwerdeführerin wurde in 
der Folge von Dr. med. J._____ für einen stationären Aufenthalt der D._____ 
zugewiesen, welcher vom 17. April 2024 bis zum 25. Juni 2024 dauerte. Bereits 
beim Eintrittsgespräch – und schliesslich auch beim Austritt – konnten die leitende 
Ärztin der E._____, Dr. med. L._____, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, sowie Assistenzarzt M._____ die von der Beschwerdeführerin 
berichteten Wortfindungsstörungen, starken Konzentrationsschwierigkeiten und 
Auffassungsstörungen und damit die im Dezember 2023 noch festgestellten 
neuropsychologischen Störungen nicht mehr objektivieren (vgl. Austrittsbericht 
D._____ vom 30. Juli 2024 [IV-act. 115 S. 2]). Auch ein während des Aufenthaltes 
durchgeführtes kraniales MRI zeigte kein entsprechendes organisches Korrelat und 
ein ADHS konnte anhand einer entsprechenden Diagnostik ebenfalls 
ausgeschlossen werden (vgl. IV-act. 115 S. 3). Gemäss dem im Austrittsbericht 
vom 30. Juli 2024 festgehaltenen psychopathologischen Befund bei Eintritt war die 
Beschwerdeführerin allerdings weiterhin im Affekt etwas gedrückt, innerlich 
vermehrt unruhig und gereizt sowie im Antrieb mittelschwer reduziert (vgl. IV-
act. 115 S. 2). Die Beschwerdeführerin berichtete von schwersten Schlafstörungen 
in den Wochen vor Eintritt und zunehmender Überforderung im Umgang mit 
zwischenmenschlichen Konflikten. Die depressive Symptomatik stellte einen 
wesentlichen Eintrittsgrund dar, wobei sich während des Aufenthaltes eine deutliche 
Stabilisierung des Zustandes mit einer deutlichen Verbesserung der Stimmung und 
verbessertem Umgang mit dem Tinnitus zeigte (vgl. IV-act. 115 S. 3). So führten Dr. 

15 / 22

med. L._____ sowie Assistenzarzt M._____ in ihrer Beurteilung aus, es hätte eine 
Stabilisierung der depressiven Symptomatik erreicht werden können. Bei Austritt 
wurde die Depression mittels Beck-Depressions-Inventar nur noch als geringgradig 
eingestuft. Zudem hätten ein vertieftes Krankheitsverständnis und Strategien zum 
Umgang mit dem Tinnitus im Laufe der Behandlung erarbeitet werden können (IV-
act. 115 S. 3). Im Anschluss an den stationären Aufenthalt in der D._____ wurde 
die Beschwerdeführerin der G._____ zwecks Nachbehandlung und 
Aufrechterhaltung ihrer Stabilität zugewiesen, wobei das tagesklinische Setting vom 
2. August 2024 bis zum 31. Oktober 2024 dauerte. Oberpsychologe Dr. phil. 
N._____ führte im entsprechenden Austrittsbericht vom 27. November 2024 neben 
einer mangelhaften Wahrnehmung des Behandlungsprogramms seitens der 
Beschwerdeführerin aus, die Teilnahme an der Depressionsgruppe sei im 
Behandlungsplan nicht vorgesehen gewesen und der Wunsch der 
Beschwerdeführerin, an dieser teilzunehmen, sei u.a. mangels Zweckmässigkeit 
abgelehnt worden (vgl. IV-act. 129 S. 2). Damit war auch zu diesem Zeitpunkt die 
geringgradige depressive Symptomatik weiterhin stabil. Soweit der Gutachter Dr. 
med. H._____ in seinem Gutachten somit ausführte, nach etablierten 
therapeutischen Massnahmen in ambulantem, stationärem und tagesklinischem 
Setting habe sich die psychische Verfassung der Beschwerdeführerin ab Sommer 
2024 zunehmend gebessert (vgl. IV-act. 134 S. 5), steht dies im Einklang mit den 
echtzeitlichen Berichten und ist nachvollziehbar. Ebenso ist seine Beurteilung, 
wonach die psychische Verfassung der Beschwerdeführerin anlässlich der 
Untersuchung am 15. Januar 2025 stabil gewesen sei, schlüssig. So hielt er 
bezüglich pathologischem Befund fest, die Beschwerdeführerin sei ausgeglichen, 
die affektive Schwingungsfähigkeit und der Elan Vitae seien erhalten, affektiv sei 
sie modulierbar, ein affektiver Rapport sei gut herstellbar und in Antrieb und Motorik 
sei sie unauffällig. Ebenso stellte er uneingeschränkte Gedächtnisfunktionen, ein 
erhaltenes Konzentrationsvermögen sowie eine bestehende Merkfähigkeit und 
Aufmerksamkeit ohne Gedankeneinengung, Gedankengrübeln, Phobien oder 
Zwänge fest (IV-act. 134 S. 4). Sodann berichtete die Beschwerdeführerin darüber, 
zwar nicht besonders viele, aber nette Kontakte zu haben, ihren Haushalt selbst zu 
machen sowie regelmässig Ski fahren zu gehen, womit sie über entsprechende 
Ressourcen verfügte (vgl. IV-act. 134 S. 4). Die Schlussfolgerung des Gutachters 
Dr. med. H._____, wonach von einer Remission der depressiven Symptomatik 
ausgegangen werden könne (IV-act. 134 S. 5), leuchtet daher ein. Gleiches trifft auf 
die Feststellung der RAD-Ärztin Dr. med. I._____ zu, wonach die depressive 
Episode mit leichter bis mittelschwerer neuropsychologischer Störung – überlagert 
durch die depressive Symptomatik – im Verlauf mehrfach nicht habe objektiviert und 
diese sowie die depressive Episode als remittiert beurteilt werden könne (vgl. Case 

16 / 22

Report [IV-act. 145 S. 9]). Dem steht auch die Aussage des Job Coaches, wonach 
die Beschwerdeführerin gesundheitlich nicht stabil sei, nicht entgegen (vgl. 
Partnerauftrag Eingliederung [IV-act. 130], E-Mail vom 23. Oktober 2024 [IV-
act. 121]). So fanden im Zeitraum von August 2024 bis Dezember 2024 nur gerade 
drei Sitzungen statt und handelt es sich bei den diesbezüglichen Einträgen nur um 
eine knappe Einschätzung und keine Diagnose. Insbesondere ersetzen diese die 
genaue medizinische Beurteilung nicht und obliegt die abschliessende Beurteilung 
der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen 
Leistungsfähigkeit ohnehin in der Hauptsache grundsätzlich den Ärztinnen und 
Ärzten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2024 vom 1. Mai 2025 E. 3.4). Soweit 
die behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ am 8. März 2025 bzw. 24. Mai 
2025 alsdann vorbringt, die Beschwerdeführerin sei aktuell schwer depressiv bzw. 
befinde sich in einer depressiven Phase mittleren bis schweren Grades (vgl. 
Einwand vom 8. März 2025 [act. B.3 S. 2] und Beschwerde vom 24. Mai 2025 
[act. A.1 S. 2]), fehlt es diesbezüglich an jeglicher Herleitung und einem 
entsprechenden Psychostatus, weshalb ihr nicht gefolgt werden kann. Sodann war 
die Beschwerdeführerin offenbar durchaus in der Lage, sich zu bewerben und eine 
Stelle zu suchen (vgl. Einwand vom 8. März 2025 [IV-act. 138 S. 3]), was für 
erhaltene Ressourcen und gegen eine schwere Depression spricht, bei welcher 
alltägliche Aktivitäten in der Regel nicht mehr aufrechterhalten werden können (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 174). Insgesamt ist somit nicht zu 
beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von 
Gutachter Dr. med. H._____ und RAD-Ärztin Dr. med. I._____ spätestens ab dem 
15. Januar 2025 von einer Remission der depressiven Symptomatik ohne 
funktionelle Auswirkungen ausging. 

7.2.2. Im Unterschied zum Gutachter Dr. med. H._____ sowie zu RAD-Ärztin Dr. 
med. I._____ diagnostizierte die behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ 
sodann eine bipolare Störung mit kurzen hypomanen Phasen, die einige Tage oder 
Wochen dauerten (ICD-10 F30.0) (vgl. Einwand vom 8. März 2025 [act. B.3 S. 2] 
und Beschwerde vom 24. Mai 2025 [act. A.1 S. 1 f.]). In diesem Zusammenhang 
führte sie aus, bei der Stellenfindung falle es der Beschwerdeführerin leicht, in 
einem hypomanen Zustand die Arbeitgeber zu überzeugen, doch fehle ihr dann 
wegen der psychischen Störungen die Kraft, das Leistungsniveau zu halten und 
zufriedenstellend zu funktionieren. Dabei beeindrucke ihre Willensanstrengung, 
trotz Depression zur Arbeit zu gehen und so gut wie möglich zu funktionieren, um 
dann zu Hause erschöpft auf das Sofa zu sinken und zu nichts mehr fähig zu sein. 
Anfänglich seien noch Ausflüchte möglich. Ab einem gewissen Grad an depressiven 
Störungen gehe es dann aber nicht mehr, was auch die somatischen Symptome 

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verstärke und schliesslich zur Krankschreibung führe. Wegen diesen Störungen und 
ihrem Willen zu leisten, auch wenn sie keine Kraft dazu habe, gerate die 
Beschwerdeführerin in eine Spirale von Depression und Erschöpfung, mit der sie 
monatelang blockiert sei, bis sie in einer hypomanen Phase wieder Aufschwung 
finde, sich überzeugend bewerbe, Stellen bekomme und anfänglich gut funktioniere. 
Diese Phasen wiederholten sich ein bis zweimal jährlich und seien von 
unterschiedlicher Dauer (vgl. act. A.1 S. 2). Dem ist allerdings entgegenzuhalten, 
dass sich die Diagnose einer bipolaren Störung nirgends sonst in den (Vor-)Akten 
findet. Insbesondere wurde eine solche auch nicht von den Ärztinnen und Ärzten 
der E._____ diagnostiziert, welche die Beschwerdeführerin über einen längeren 
Zeitraum beobachten konnten (vgl. IV-act. 115 und 129; siehe ferner 
psychiatrisches Gutachten von Dr. med. O._____ vom 17. Oktober 2005 [IV-act. 13 
S. 147 ff.], welcher keine psychische Störung mit Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit feststellen konnte). Bei einer bipolaren affektiven Störung (ICD-10 
F31) handelt es sich um eine Störung, die durch wiederholte Episoden 
charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau der betroffenen Person 
deutlich gestört sind. Bei dieser Störung treten einmal eine gehobene Stimmung, 
gesteigerter Antrieb und Aktivität (Manie oder Hypomanie) auf, dann wieder eine 
Stimmungssenkung, verminderter Antrieb und Aktivität (Depression) (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 164). Hypomanie (ICD-10 F30.0) zeichnet 
sich alsdann durch eine anhaltende, leicht gehobene Stimmung, einen gesteigerten 
Antrieb und eine gesteigerte Aktivität sowie gewöhnlich ein auffallendes Gefühl von 
Wohlbefinden und körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit aus (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 160 f.). Soweit Dr. med. B._____ ausführt, 
die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich der Exploration am 15. Januar 2025 in 
einem hypomanen Zustand befunden (vgl. act. B.2), ist dem zu entgegnen, dass 
Gutachter Dr. med. H._____ in Bezug auf den Psychostatus u.a. ausführte, 
stimmungsmässig sei die Beschwerdeführerin ausgeglichen und die affektive 
Schwingungsfähigkeit sowie der Elan Vitae seien erhalten gewesen. Affektiv sei sie 
modulierbar, ein affektiver Rapport sei gut herstellbar und in Antrieb und Motorik sei 
sie unauffällig gewesen (vgl. IV-act. 134 S. 4). Folglich konnte dieser gerade keine 
typischen Symptome für eine Hypomanie wie gehobene Stimmung sowie 
gesteigerter Antrieb und eine gesteigerte Aktivität feststellen (siehe ebenso 
Austrittsberichte der D._____ vom 30. Juli 2024 zur stationären Behandlung [IV-
act. 115] und vom 27. November 2024 zur G._____ [IV-act. 129]). Hinzu kommt, 
dass die von Dr. med. B._____ beschriebenen Phasen mit Aufschwung folgend von 
einem Zusammenbruch sich auch in keiner Weise im Lebenslauf der 
Beschwerdeführerin widerspiegeln. So war diese in ihrer letzten Anstellung bei der 
C._____ AG bis zum Klinikeintritt am 17. April 2024 über zwei Jahre tätig. 

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Abgesehen von befristeten Saisonanstellungen weist ihr Lebenslauf alsdann 
diverse mehrjährig andauernde Erwerbstätigkeiten aus (vgl. IV-act. 104 S. 1). Vor 
diesem Hintergrund erscheint denn auch die von Dr. med. B._____ ohne nähere 
Begründung als Frage in den Raum gestellte Lernschwäche der 
Beschwerdeführerin während ihrer Schul- bzw. Ausbildungszeit (vgl. Beschwerde 
vom 24. Mai 2025 [act. A.1 S. 1]) nicht als plausibel. So verfügte die 
Beschwerdeführerin offenbar über genügend Ressourcen, um sich bei Arbeitgebern 
längerfristig zu behaupten und diverse Weiterbildungen zu absolvieren (vgl. 
Lebenslauf [IV-act. 104 S. 3]). Abgesehen davon ist die von Dr. med. B._____ 
aufgeworfene Frage, ob die Beschwerdeführerin in jungen Jahren an einer 
affektiven Störung gelitten habe (vgl. Beschwerde vom 24. Mai 2025 [act. A.1 S. 1]), 
für den hier zu beurteilenden Zeitraum von vornherein nicht massgeblich. 

7.2.3. Im Weiteren führte die behandelnde Psychiaterin Dr. med. B._____ eine 
Agoraphobie (ICD-10 F40.0) an (vgl. act. B.3). Diesbezüglich fehlt es jedoch an 
einer Herleitung dieser Diagnose. Hierfür müssten nach den diagnostischen 
Leitlinien folgende Kriterien erfüllt sein: (1) Die psychischen oder vegetativen 
Symptome müssten primäre Manifestationen der Angst sein und nicht auf anderen 
Symptomen wie Wahn- oder Zwangsgedanken beruhen; (2) Die Angst muss 
beschränkt sein auf mindestens zwei der folgenden umschriebenen Situationen: in 
Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen, bei Reisen mit weiter Entfernung von 
Zuhause oder bei Reisen alleine; (3) Vermeidung der phobischen Situation muss 
ein entscheidendes Symptom sein oder gewesen sein (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 192). Inwiefern diese Kriterien bei der 
Beschwerdeführerin erfüllt sein sollen, legt Dr. med. B._____ nicht dar. Im hier 
massgeblichen Zeitraum berichtete die Beschwerdeführerin einzig im 
Zusammenhang mit ihrem Urlaub im Sommer 2024 auf Kos davon, dass es ihr zu 
laut und zu stressig gewesen sei; sie habe sich nicht mehr wohl gefühlt, sogar die 
Touristen seien ihr zu viel und es sei ihr zu eng gewesen, weshalb sie sich öfters 
zurückgezogen habe (vgl. Gutachten vom 24. Januar 2025 [IV-act. 134 S. 3], 
Partnerauftrag Eingliederung, Eintrag vom 14. August 2024 [IV-act. 126 S. 3]). Dass 
diese Schilderungen die Kriterien einer Agoraphobie erfüllten, wird weder dargelegt 
noch liegt dies auf der Hand. Denn so genügt hierfür nicht bloss ein Rückzug von 
der Menschenmenge. Zudem fehlt es an Hinweisen auf Ängste, wenn die 
Beschwerdeführerin gleichermassen berichtet, das Klima, die Luft und das Meer 
seien gut gewesen. Die Vermeidung einer Situation mit Menschenmenge stand 
damit offenbar nicht im Vordergrund (vgl. Gutachten vom 24. Januar 2025 [IV-
act. 134 S. 3]).

19 / 22

7.2.4. Was die von der behandelnden Psychiaterin Dr. med. B._____ 
diagnostizierte Schlafstörung (ICD-10 F51.9) anbelangt, ist zwar aus den 
medizinischen Akten ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin immer wieder über 
eine solche klagte (vgl. Austrittsbericht der D._____ vom 30. Juli 2024 [IV-act. 115 
S. 2], Austrittsbericht der G._____ vom 27. November 2024 [IV-act. 129 S. 1], 
Gutachten von Dr. med. H._____ vom 24. Januar 2025 [IV-act. 134 S. 4], ferner 
Partnerauftrag Eingliederung, Eintrag vom 14. August 2024 [IV-act. 126 S. 3]). Dass 
sich diese Schlafstörung in relevanter Weise auf die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin auswirken sollte, wird weder von Dr. med. B._____ noch von 
der Beschwerdeführerin dargelegt und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Im 
Gegenteil hielt der Gutachter Dr. med. H._____ fest, dass die Beschwerdeführerin 
zwar über Durchschlafstörungen berichte, während der Exploration jedoch weder 
schläfrig noch geistig oder körperlich ermüdet gewirkt habe. Diese Feststellung ist 
zwar dahingehend zu relativieren, als die Beschwerdeführerin gemäss eigenen 
Angaben am Vorabend ein Schlafmittel eingenommen hat. Unabhängig davon führt 
die Beschwerdeführerin allerdings den Haushalt selber, trifft Freunde und geht 
regelmässig Ski fahren, womit ihre Aktivitäten durch die Schlafstörung offensichtlich 
nicht im wesentlichen Umfang beeinträchtigt werden (vgl. IV-act. 134 S. 4; 
gleichermassen war die Belastbarkeit anlässlich der dreieinviertelstündigen 
neuropsychologischen Untersuchung im Dezember 2023 bereits gegeben [vgl. IV-
act. 97 S. 10 f.]). Ebenso ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern die Diagnose 
eines Asthmas bronchiale sich auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
auswirken sollte. 

7.2.5. Soweit Dr. med. B._____ alsdann eine Gewichtszunahme von 30 kg ins Feld 
führt, ist diesbezüglich festzuhalten, dass diese gemäss ihren eigenen 
Ausführungen mit Spritzen erfolgreich behandelt wird (vgl. act. A.1 S. 3 und B.3 
S. 2). Dass bzw. inwiefern sich hieraus somit funktionelle Auswirkungen ergeben 
könnten, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht behauptet. 

7.2.6. Wenn Dr. med. B._____ schliesslich ausführt, die Abhängigkeit von anderen 
mache der Beschwerdeführerin sehr zu schaffen (vgl. act. A.1 S. 2), ist 
diesbezüglich anzumerken, dass invaliditätsfremde Faktoren wie z.B. 
psychosoziale Belastungssituationen keine rechtserhebliche Bedeutung haben (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_790/2023 vom 3. April 2024 E. 5.2), weshalb die 
Beschwerdeführerin auch hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann.  

7.3. Nach dem Ausgeführten ist auch nicht zu beanstanden, dass der Gutachter 
Dr. med. H._____ keine gutachterliche Indikatorenprüfung vorgenommen hat. Denn 
praxisgemäss kann aus Verhältnismässigkeitsgründen dort von einem 

20 / 22

strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar 
nicht geeignet ist. Daher bleibt es entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger 
fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in 
nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen 
Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen 
kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 und 143 V 
418 E. 7.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_43/2023 vom 29. November 2023 
E. 5.2, 8C_705/2022 vom 23. August 2023 E. 5.2.1 und 9C_38/2022 vom 24. Mai 
2022 E. 4.6). Dies trifft vorliegend – wie dargelegt – zu.

7.4. Insgesamt vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin bzw. von Dr. 
med. B._____ keine auch nur geringen Zweifel am Gutachten von Dr. med. H._____ 
vom 24. Januar 2025 sowie an der RAD-Abschlussbeurteilung vom 14. Februar 
2024 zu wecken. Vielmehr stellen diese beweiswertig genügende, insbesondere 
umfassende und betreffend die medizinischen Zusammenhänge und deren 
funktionelle Auswirkungen nachvollziehbare Beurteilungen dar. Eine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes ist nicht auszumachen. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin ab dem 15. Januar 2025 von einer 
100%igen Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten ausging, und demzufolge 
mangels Erfüllung des Wartejahres einen Rentenanspruch verneinte. Vor diesem 
Hintergrund kann auf die beantragte sinngemässe Rückweisung an die 
Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen verzichtet werden, zumal das 
streitberufene Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine 
Überzeugung gebildet hat und annehmen darf, dass diese Überzeugung durch 
weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1, 144 II 
427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3, 136 I 229 E. 5.3 und 134 I 140 E. 5.3; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 2C_867/2022 vom 18. Juli 2023 E. 4.1, 8C_411/2021 vom 
27. August 2021 E. 4.3.2, 9C_319/2020 vom 19. August 2020 E. 2.2 und 
9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.8).

8. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass sich die Beschwerde als unbegründet 
erweist und somit abzuweisen ist.

9.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, rechtfertigt es 
sich, die Gerichtskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen 

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Kostenrahmens auf CHF 700.00 festzusetzen. Diese sind von der unterliegenden 
Beschwerdeführerin zu tragen.

9.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten von A._____.

3. Es wird kein Parteikostenersatz zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]