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**Case Identifier:** a59d5674-2da7-5f6e-b554-0da1f914b48e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.06.2013 720 2012 55 / 142 (720 12 55 / 142)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2012-55---142_2013-06-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Juni 2013 (720 12 55 / 142) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Gerichtsgutachten 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Caroline Franz 
Waldner, Advokatin, Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
 
A. A.____ arbeitete zuletzt bis 31. August 2006 bei der B.____ AG als Rezeptio-
nistin/Telefonistin in einem Pensum von 80 %. Am 18. Januar 2007 meldete sie sich bei der IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) unter Hinweis auf Meningitis und phasenweise auftretenden 

 
 
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Depressionen zum Leistungsbezug an, wobei sie berufliche Massnahmen beantragte. Nach 
Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse absolvierte sie im Rahmen von beruflichen Mass-
nahmen vom 1. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008 Arbeitstrainings bei der Stellenbörse C.____. 
Per 1. Juli 2008 konnte sie dort eine Anstellung als verantwortliche Ladenleiterin im Pensum 
von ca. 50 – 60 % antreten, weshalb die Bemühungen der Arbeitsvermittlung erfolgreich abge-
schlossen werden konnten (vgl. Mitteilung vom 29. Mai 2009). Am 27. November 2009 meldete 
sich A.____ erneut zum Leistungsbezug an und beantragte eine Rentenprüfung. Nach Abklä-
rung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse und nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügungen vom 25. Januar 2012 und vom 
10. Februar 2012 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 54 % eine halbe Invalidenrente ab dem 
1. November 2006 zu. Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands 
und der Frage, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die Versicherte arbeitsfähig 
sei, vollumfänglich auf die psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 21. Juni 2007 und vom 12. April 2010 und ging davon aus, dass eine 
Arbeitstätigkeit im Umfang von 60 % zumutbar sei. 
 
B. Mit Beschwerde vom 14. Februar 2012 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht, beantragte A.____, vertreten durch Advokatin Dr. Caroline 
Franz Waldner, Behindertenforum, die Aufhebung der Verfügungen vom 25. Januar 2012 und 
vom 10. Februar 2012. Es sei ihr mit Wirkung ab dem 1. November 2006 eine ganze Rente und 
für die Zeit ab dem 1. November 2008 eine Viertelsrente auszurichten. Für die Zeit seit Eintritt 
der Verschlechterung im November 2009 sei mit Wirkung ab dem 1. Februar 2010 erneut eine 
ganze Invalidenrente, eventualiter eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei der IV-
Grad nach Einholung eines gerichtlich angeordneten psychiatrischen Obergutachtens unter 
Einbezug einer neuropsychologischen Testung bei einer der folgenden für Traumaerkrankun-
gen spezialisierten Psychiaterinnen zu ermitteln: Dr. med. E.____, Fachärztin für Psychiatrie, 
oder Dr. med. F.____, Fachärztin für Psychiatrie; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2012 stellte die Beschwerdegegnerin den Antrag auf 
Abweisung der Beschwerde. Im Sinne einer reformatio in peius sei ausserdem festzustellen, 
dass die Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 
nicht Anspruch auf eine halbe IV-Rente, sondern lediglich auf eine Viertelsrente habe. 
 
D. In der Replik vom 25. Juni 2012 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren 
und den Begründungen fest und reichte einen aktuellen ärztlichen Bericht von Dr. med. G.____, 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. H.____, Fachpsychologin für Psychotherapie 
FSP, vom 12. Mai 2012 ein. Ausserdem ersuchte sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die 
Einräumung einer Frist zur Einreichung eines Berichts ihres Arbeitgebers. 
 
E. Mit Duplik vom 26. Juli 2012 hielt die Beschwerdegegnerin am Antrag auf Abweisung 
der Beschwerde fest. 
 
F. Mit Schreiben vom 6. August 2012 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie keine 
weiteren Unterlagen des Arbeitgebers einreichen werde. 

 
 
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G. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2012 ordnete der instruierende Präsident die Einholung 
eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens an und räumte den Parteien die Gelegenheit ein, sich 
auf eine gemeinsame Gutachterperson zu einigen sowie sich zum Fragenkatalog zu äussern. 
Mit Mitteilungen vom 25. Oktober 2012 und vom 7. November 2012 schlugen die Parteien dem 
Gericht Dr. med. I.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, als Gutachterperson 
vor. Dr. I.____ erstattete ihr Gutachten am 28. Januar 2013. 
 
H. Die Beschwerdeführerin liess sich mit Eingabe vom 5. März 2013 und die Beschwerde-
gegnerin mit Stellungnahme vom 21. März 2013 zum Gerichtsgutachten und dem Rentenan-
spruch vernehmen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g  :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde vom 14. Februar 2012 ist einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede-
rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewe-
sen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). 
 
2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 
(Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2).  
 

 
 
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2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 
127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeein-
trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person 
nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vor-
aussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 
E. 4c). 
 
2.5 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.6 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1). 
 
2.7 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, her-
abzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erhebli-
chen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu 
beeinflussen. Die Rechtsprechung anerkennt als Revisionsgrund namentlich die erhebliche 
Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes; eine Rente kann ferner auch 
revidiert werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen 
Gesundheitsschadens erheblich verändert haben (vgl. BGE 109 V 116 E. 3b mit Hinweisen, vgl. 
zum Ganzen: UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, S. 228 ff.). Ob eine an-

 
 
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spruchserhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach-
verhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjeni-
gen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2 mit Hinweis). Wird der ver-
sicherten Person rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete Rente zugesprochen, d.h. 
wird ihr gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise herauf- oder herabge-
setzt und/oder aufgehoben, so sind die vorstehend genannten, für die Rentenrevision geltenden 
Bestimmungen (Art. 17 ATSG) analog anzuwenden (BGE 131 V 164, 125 V 413 E. 2d). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes einer versicherten Person ist die 
rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen 
angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Im Weiteren ist 
es Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes, dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit 
Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ges-
tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht 
zu den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Ein-
schätzungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkennt-
nisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizi-
nisch zu erfassen (BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund zum Abweichen 
kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht ein-
geholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine 
abweichende Beurteilung kann ausserdem gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungs-
äusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit 

 
 
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des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Ober-
experten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgut-
achtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 118 V 290 E. 1b, 112 V 32 f. mit Hinwei-
sen). 
 
In Bezug auf bereits im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist laut den Richtlinien des Bundesgerichts bei der Beweis-
würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügen bei einer vor BGE 137 V 210 in Auftrag gegebe-
nen Expertise bereits relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztli-
chen Feststellungen, um eine neue Begutachtung anzuordnen (Urteil des Bundesgerichts vom 
4. Oktober 2012, 9C_495/2012, E. 2.3). 
 
3.4 Schliesslich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht noch darauf zu verweisen, dass der So-
zialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Danach hat das Gericht 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver-
halts zu sorgen (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in den angefochtenen Verfügungen vom 25. Janu-
ar 2012 und vom 10. Februar 2012 bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Fra-
ge, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die Versicherte arbeitsfähig sei, vollum-
fänglich auf die Ergebnisse, zu denen Dr. D.____ in seinen beiden psychiatrischen Gutachten 
vom 21. Juni 2007 und vom 12. April 2010 gelangt war und ging davon aus, dass eine Arbeits-
tätigkeit im Umfang von 60 % zumutbar sei.  
 
4.2 Die beiden Gutachten von Dr. D.____ wurden noch vor der Medas-Rechtsprechung 
erstellt. Dies hat in beweisrechtlicher Hinsicht zur Folge, dass bereits relativ geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit der ärztlichen Feststellungen ausreichen, um eine neue Begutachtung in die 
Wege zu leiten. Anlässlich einer in dieser Angelegenheit im Rahmen des Instruktionsverfahrens 
durchgeführten Prüfung der Aktenlage gelangte der instruierende Präsident zur Auffassung, 
dass in Bezug auf die Gutachten von Dr. D.____ solche Zweifel vorliegen würden. So würden 
zwischen den Beurteilungen von Dr. D.____ und denjenigen der behandelnden Fachpersonen 
Dr. G.____ und lic. phil. H.____ wesentliche fachliche Divergenzen in Bezug auf die zu stellen-
den Diagnosen, die Ausprägungen des Krankheitsbilds sowie die Auswirkungen der gesund-
heitlichen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bestehen. Dr. D.____ 
diagnostiziere im Gutachten vom 21. Juni 2007 eine rezidivierende depressive Störung, aktuell 
remittiert, den Status nach möglicher posttraumatischer Belastungsstörung 1988 sowie leichte 
kognitive Defizite nach Meningitis in der Kindheit. Betreffend Arbeitsfähigkeit führe er aus, dass 
die Beschwerdeführerin keine Tätigkeiten unter hohem Zeitdruck und mit mehreren Aufgaben 
zur gleichen Zeit ausführen sollte. Auch Tätigkeiten, bei denen sie abgelenkt werden könne, 
seien ungeeignet. Möglich seien jedoch klar strukturierte Aufgaben. Die Explorandin sei allge-

 
 
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mein ziemlich stark verunsichert und daher, zumindest bei Arbeitsbeginn, auf eine wohlwollen-
de Unterstützung angewiesen. Es könne allenfalls aufgrund der kognitiven Einschränkungen 
und der Tendenz zu depressiven Verstimmungen auch bei einer alternativen Tätigkeit eine 
höchstens 20 %-ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit angenommen werden. Grundsätzlich 
sollte die Versicherte aber in der Lage sein, eine angepasste Tätigkeit ganztags ausüben zu 
können. Im Verlaufsgutachten vom 12. April 2010 bestätige Dr. D.____ die Diagnosen einer 
rezidivierenden depressiven Störung, aktuell remittiert, DD: Bipolare affektive Störung II, den 
Status nach posttraumatischer Belastungsstörung sowie eine leichte kognitive Störung nach 
Meningitis in der Kindheit. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit halte er fest, dass der Versicherten 
keine Tätigkeit zugemutet werden könne, bei der sie sich wiederholt umstellen oder sich an 
neue Situationen anpassen müsse, da sie in der Flexibilität massiv eingeschränkt sei. Insbe-
sondere unbekannte Situationen dürften ihr immer wieder Schwierigkeiten bereiten. Sie sei 
nicht in der Lage, ein Team zu führen und Verantwortung zu übernehmen. Dies betreffe auch 
die Tätigkeit als Ladenleiterin in einem kleinen Laden oder auch allenfalls eine Funktion als 
Gruppen-/Teamleiterin. In derartigen Tätigkeiten müsse sie als zu über 80 % arbeitsunfähig 
eingestuft werden. Es könne ihr eine Tätigkeit zugemutet werden, bei der die Aufgabenstellung 
klar umrissen sei und nicht dauernd neue Herausforderungen an sie herantreten würden und 
kein dauernd wechselnder Kundenkontakt vorhanden sei. In einer derartigen Tätigkeit müsse 
nach den jetzigen Erfahrungen aufgrund der Stimmungsschwankungen und der kognitiven Ein-
schränkung von einer etwa 40 %-igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen wer-
den. Diese jetzt erhöhte Einschränkung begründe sich aufgrund der bisherigen Erfahrungen, 
aufgrund derer festgestellt werden müsse, dass die Beschwerdeführerin doch nicht genügend 
belastbar sei. Diese Einschränkungen bestünden sicher schon seit einigen Jahren. 
 
Dr. G.____ und lic. phil. H.____ hingegen, bei denen die Beschwerdeführerin seit mehreren 
Jahren in psychiatrischer Behandlung stehe, würden in den Berichten vom 8. Juni 2010 und 
vom 12. Mai 2012 eine Bipolar II Störung und eine posttraumatische Belastungsstörung diag-
nostizieren. Anders als Dr. D.____ würden sie davon ausgehen, dass die Symptome und Intru-
sionen der posttraumatischen Belastungsstörung auch heute noch in wechselndem Ausmass 
bestehen würden. Die mentalen und kognitiven Zustände würden aus dem Zusammenwirken 
der kognitiven Defizite als Folge der Meningitis, der posttraumatischen Belastungsstörung und 
der Bipolaren Störung zustande kommen. Sie könnten über einen Monat dauern und jegliche 
Arbeitsleistung oder sozialen Kontakte verunmöglichen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wür-
den Dr. G.____ und lic. phil. H.____ im Bericht vom 12. Mai 2012 davon ausgehen, dass eine 
Arbeit in der freien Wirtschaft nicht mehr möglich und der Patientin nur noch eine 40 %-ige Tä-
tigkeit an einem gut angepassten, geschützten Arbeitsplatz zuzumuten sei. Es habe sich ge-
zeigt, dass bei höheren Belastungen durch Leistungsanforderungen und Leistungsdauer die 
affektiven und kognitiven Schwankungen sowohl an Dauer als auch an Ausmass stark zuneh-
men würden. 
 
In Anbetracht dieser unterschiedlichen diagnostischen Einschätzungen von Dr. D.____ einer-
seits und Dr. G.____ und lic. phil. H.____ andererseits kam der Instruktionsrichter zum Schluss, 
dass nicht unbesehen auf das verwaltungsexterne Gutachten abgestellt werden könne und die 
langjährigen Beobachtungen der behandelnden Fachpersonen nicht einfach ausser Acht gelas-

 
 
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sen werden könnten. Neben der konkreten Diagnosestellung sei dabei unklar, inwiefern der 
krankheitsbedingte Wechsel zwischen depressiven, hypomanen und symptomfreien Zeiten die 
Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Ebenfalls nicht geklärt sei das Zusammenwirken der möglichen 
Diagnosen und ihren unterschiedlichen Krankheitsphasen mit den kognitiven Einschränkungen 
aufgrund der in der Kindheit durchlebten Meningitis. Die Abklärungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren würden daher insgesamt als nicht genügend aussagekräftig erscheinen. Zur 
Klärung der medizinischen Sachlage wurde daraufhin bei Dr. I.____ ein psychiatrisches Ge-
richtsgutachten in Auftrag geben. 
 
4.3.1 Dr. I.____ kommt in ihrem Gutachten vom 28. Januar 2013 zu folgenden psychiatrischen 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 1. Anhaltende Persönlichkeitsverände-
rung nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0), 2. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), 
gegenwärtig teilremittiert (ICD-10: F43.1), 3. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1) sowie 4. Prätraumatisch vorbestehende ak-
zentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10:Z73.1). Nach dem erweiterten Suizid des Ehemannes 
und dem Verlust der beiden Kinder im Jahre 1988 habe sich bei der Explorandin das Vollbild 
einer posttraumatischen Belastungsstörung mit sämtlichen dazugehörigen Symptomen gezeigt. 
Auch das sogenannte Traumakriterium sei sicherlich erfüllt. Im Laufe der Jahre seien die Sym-
ptome der posttraumatischen Belastungsstörung in den Hintergrund getreten. Gegenwärtig be-
stehe diesbezüglich eine Teilremission. Die Flashbacks seien seltener geworden und die 
Schlafstörungen sowie die Schreckhaftigkeit hätten sich leicht gebessert. Parallel dazu sei die 
anhaltende Persönlichkeitsveränderung zunehmend in den Vordergrund getreten. Gemäss ICD-
10 könne eine andauernde Persönlichkeitsveränderung der Erfahrung von extremer Belastung 
folgen. Eine posttraumatische Belastungsstörung könne sodann der Persönlichkeitsverände-
rung vorangehen. Von den dazugehörigen Symptomen fänden sich bei der Explorandin ein 
ausgeprägter sozialer Rückzug, ein Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit sowie ein chroni-
sches Gefühl von Entfremdung. Ferner bestehe eine ausgeprägte Affektlabilität mit affektiven 
Schwankungen von sehr unterschiedlicher zeitlicher Dauer. Die Explorandin erlebe ihre innere 
Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, das ständige Gedankenkreisen mit Unfähigkeit zum Abschal-
ten als sehr belastend, es bestehe ein grosser Leidensdruck. Diese Persönlichkeitsveränderung 
könne von den prätraumatisch vorbestehenden, akzentuierten Persönlichkeitszügen mit ängstli-
cher Selbstunsicherheit, Pflichtbewusstsein, Überangepasstheit und Leistungsorientierung klar 
abgegrenzt werden. Die Herausbildung dieser Persönlichkeitszüge sei vor dem Hintergrund der 
familiären Situation mit den hohen Leistungsanforderungen und der geringen Wertschätzung 
durch den Vater zu verstehen. Es ergebe sich kein Hinweis darauf, dass diese Persönlichkeits-
züge vor dem traumatischen Ereignis zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Explo-
randin geführt oder das Ausmass einer Persönlichkeitsstörung angenommen hätten. Allerdings 
würden diese akzentuierten Persönlichkeitszüge das verminderte Abgrenzungsvermögen der 
Explorandin in destruktiven Beziehungen erklären. Ferner liege eine depressive Störung vor, 
wobei gegenwärtig von einer mittelgradig depressiven Symptomatik auszugehen sei. Das Aus-
mass der depressiven Symptomatik gehe über eine unspezifische depressive Begleitsympto-
matik bei einer posttraumatischen Belastungsstörung oder anhaltenden Persönlichkeitsverän-
derung hinaus, so dass eine eigenständige depressive Störung diagnostiziert werden müsse. 
Sie spiele aber eine untergeordnete Rolle in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur 

 
 
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Persönlichkeitsveränderung. Rückblickend sei von einer langjährigen grenzwertigen Kompensa-
tion der Explorandin infolge vermehrtem Einsatz und Überengagement bei der Arbeit auszuge-
hen. Sie schildere, dass sie sich in die Arbeit gestützt habe, um sich abzulenken und zu ver-
drängen. In den letzten Jahren habe der Krankheitsverlauf als fluktuierend bzw. zyklisch mit 
insgesamt progredienter Verschlechterung imponiert. Durch das Zusammenspiel von akzentu-
ierten Persönlichkeitszügen und Persönlichkeitsveränderung sei es zu dem wiederholten Mus-
ter von anfänglichem Überengagement, insbesondere im Rahmen der verschiedenen Stellen-
antritte, Neigung zur Selbstüberforderung, zunehmender Erschöpfung und schliesslich depres-
siver Dekompensation gekommen. In Phasen der depressiven Dekompensation komme es in-
folge des Zusammenbruchs der innerpsychischen Abwehr/Verdrängung zu einer vorüberge-
henden Akzentuierung der PTSB-Symptomatik. Dieses Verlaufsmuster mit vermehrter Anstren-
gung und zunehmenden Kontroll- und Strukturierungsversuchen sei in den beiden Berichten der 
Stellenbörse C.____ sehr anschaulich beschrieben worden. Die Verschlechterung des Gesund-
heitszustands im Laufe der Jahre sei durch das zunehmende Versagen der Kompensations- 
und Verdrändungsmechanismen zu erklären. 
 
4.3.2 Im Zusammenhang mit der konkreten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit weist Dr. I.____ 
darauf hin, dass aus psychiatrischer Sicht nicht nur für die angestammten Tätigkeiten als Re-
zeptionistin, kaufmännische Sachbearbeiterin oder Verkäuferin, sondern für sämtliche Tätigkei-
ten des ersten Arbeitsmarktes eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Infolge der anhal-
tenden Persönlichkeitsveränderung, insbesondere der nervösen Getriebenheit, der erhöhten 
Reizbarkeit, des Gedankenkreisens, der Reizüberflutung, der Umstellungserschwernis, des 
verlangsamten Arbeitstempos und der Stimmungsschwankungen sei die Explorandin nicht in 
der Lage, die Anforderungen einer Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt auf Dauer zu erfüllen. 
Aufgrund des fluktuierenden Verlaufs mit grossen Schwankungen der Arbeitsfähigkeit sei sie 
selbst in einem niedrigprozentigen Teilzeitpensum nicht dazu in der Lage, eine konstante Leis-
tung zu erbringen. In Bezug auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit stellt Dr. I.____ fest, dass 
kein genauer Zeitpunkt benannt werden könne, seit wann die vollständige Arbeitsunfähigkeit im 
ersten Arbeitsmarkt bestehe. Aus psychiatrischer Sicht stelle die psychische Dekompensation 
Ende 2005 mit der stationären Einweisung in die psychiatrische Klinik J.____ eine entscheiden-
de Zäsur in Bezug auf den beruflichen Werdegang und die Arbeitsfähigkeit der Explorandin dar. 
Momentan bestehe aus psychiatrischer Sicht nur eine Teilarbeitsfähigkeit im geschützten oder 
halb geschützten Bereich und selbst in diesem Bereich komme es zu vermehrten Fehlzeiten. 
Sodann führt Dr. I.____ aus, dass die anfänglich sehr gute Leistungsbeurteilung durch die Stel-
lenbörse C.____ nicht im Widerspruch zu der bescheinigten vollständigen Arbeitsunfähigkeit 
stehe. Es entspreche vielmehr der beschriebenen zyklischen Muster mit anfänglichem Überen-
gagement, erhöhter Anstrengungsbereitschaft, Durchhalteparolen und Zusammenreissen, wo-
durch die Explorandin ihre Defizite eine begrenzte Zeit lang kompensieren könne, bis es an-
schliessend wieder zu einer Erschöpfung und Dekompensation komme. Durch medizinische 
Massnahmen könne keine signifikante, versicherungsmedizinisch relevante Besserung des Zu-
standsbilds und der Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Eine anhaltende Persönlichkeitsverände-
rung sei irreversibel und könne durch therapeutische Massnahmen nicht wesentlich beeinflusst 
werden. Eine Quantifizierung der kognitiven Defizite durch eine neuropsychologische Testung 

 
 
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sei angesichts der vollständigen Arbeitsunfähigkeit nicht notwendig. Eine signifikante Verbesse-
rung der Arbeitsfähigkeit sei auch langfristig nicht zu erwarten. 
 
4.3.3 Dr. I.____ äussert sich sodann auch zu abweichenden früheren medizinischen Ein-
schätzungen, insbesondere zur Beurteilung durch Dr. D.____. Dr. D.____ äussere sich sehr 
widersprüchlich bezüglich einer möglichen PTBS. Einerseits formuliere er einen Status nach 
PTBS, andererseits schreibe er, dass die erlittene PTBS teilweise eine Rolle spiele, indem in 
depressiven Phasen gewisse Symptome wieder auftauchen könnten. Die diagnostischen Krite-
rien einer PTBS würde er aber nicht diskutieren. Es würden sich auch nur kursorische Angaben 
zum erlittenen Trauma finden lassen. Dr. D.____ scheine bezüglich des Hergangs und des Er-
lebens des erweiterten Suizids nicht exploriert zu haben. Aufgrund des traumaspezifischen Ver-
meidungsverhaltens seien Betroffene aber typischerweise nicht dazu in der Lage, ohne eine 
entsprechende behutsame Aufforderung von dem Erlebten zu berichten. Die differentialdia-
gnostische Möglichkeit des Vorliegens einer Persönlichkeitsveränderung werde von ihm nicht in 
Erwägung gezogen. Es erfolge zudem keine Würdigung der unterschiedlichen diagnostischen 
Einschätzungen durch die behandelnden Kollegen. Die von Dr. D.____ festgestellten Diagno-
sen würden dem Schweregrad und der Komplexität der psychischen Störungen der Explorandin 
in keiner Weise gerecht. In Bezug auf die von Dr. D.____ beurteilte Arbeitsfähigkeit stellt 
Dr. I.____ fest, dass er sich dazu – in Anbetracht der von ihm gestellten Diagnosen – in beiden 
Gutachten widersprüchlich äussere. Weiter habe er die von den behandelnden Ärzten beschei-
nigte weitergehende Arbeitsunfähigkeit nicht diskutiert und habe darauf verzichtet, fremdanam-
nestische Angaben einzuholen. Ausserdem habe die Neigung der Explorandin zur Überanpas-
sung und die bagatellisierende Beschwerdendarstellung offensichtlich zu einer Überschätzung 
der Explorandin durch den Gutachter geführt. 
 
In Bezug auf die Einschätzung und Beurteilung durch Dr. G.____ und lic. phil. H.____ hält 
Dr. I.____ fest, dass diese eine bipolare Störung diagnostizieren würden. Aufgrund der Aktenla-
ge, der eigenanamnestischen und der fremdanamnestischen Angaben habe sich aber der Ein-
druck ergeben, dass bei der Explorandin zu keinem Zeitpunkt hypomanische oder gar manische 
Phasen vorgelegen hätten. Vielmehr handle es sich um ein zyklisches Verlaufsmuster. Phasen 
von gehobener Stimmung oder persönlichkeitsfremden Handlungen hätten nicht eruiert werden 
können. Die tageweisen emotionalen Schwankungen seien nicht durch eine bipolare Störung, 
sondern vielmehr durch die Affektlabilität im Rahmen der Persönlichkeitsänderung zu erklären. 
Eine bipolare Störung sei aber ohne eine eigene Verlaufsbeobachtung nicht ganz auszuschlies-
sen. Diese Differenzialdiagnose sei aber eher von akademischem Interesse, da aus psychiatri-
scher Sicht aufgrund der Diagnosen und der dadurch bedingten Einschränkungen ohnehin eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt bestehe. Weitere diesbezügliche Abklä-
rungen seien daher nicht notwendig. Zudem stellt Dr. I.____ fest, dass sich ihre Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit mit derjenigen der behandelnden Fachpersonen decke. 
 
5.1 Mit Eingabe vom 5. März 2013 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass dem Gutachten 
von Dr. I.____ volle Beweiskraft zukomme. Gestützt darauf stehe aus psychiatrischer Sicht fest, 
dass sowohl für die angestammte Tätigkeit als Rezeptionistin, kaufmännische Sachbearbeiterin 
oder Verkäuferin als auch für sämtliche Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarktes eine vollständige 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit bestehe. Es werde daher ab dem 1. November 2006 die Ausrichtung einer 
ganzen IV-Rente beantragt. Ab dem 1. Juli 2008 sei von einer leichten Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit auszugehen, was sich in der Ausübung einer 50 %-Stelle als Ladenleiterin aus-
gewirkt habe. Unter Einhaltung der Dreimonatsfrist ergebe der Einkommensvergleich einen IV-
Grad von 54 % und daher einen Anspruch auf eine halbe Rente ab dem 1. Oktober 2008. Dar-
an ändere auch die Erhöhung des Arbeitspensums auf 60 % nichts, da diese bereits im Zu-
sammenhang mit der zunehmenden Überforderung der Beschwerdeführerin am Arbeitsplatz 
gestanden sei. Im November 2009 sei es zu einem erneuten Zusammenbruch gekommen, wor-
auf die Beschwerdeführerin ab dem 5. November 2009 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben 
worden sei. Aus diesem Grund sei ihr ab dem 1. Februar 2010 wiederum eine ganze Rente 
zuzusprechen. Im Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin nach monate-
langer teilweiser Krankschreibung an ihrer jetzigen geschützten Arbeitsstelle in der psychiatri-
schen Klinik J.____ ihr Pensum ab dem 1. Februar 2013 von 40 % auf 30 % habe reduzieren 
müssen. Dabei verdiene sie rund Fr. 1'000.-- pro Monat. 
 
5.2 Mit Stellungnahme vom 21. März 2013 äusserte sich die Beschwerdegegnerin dahinge-
hend, dass das Gutachten von Dr. I.____ vollständig, schlüssig und überzeugend sei. Gestützt 
darauf sei der Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2006 eine ganze IV-Rente von 100 % 
zuzusprechen. 
 
5.3 Wie oben ausgeführt (vgl. Erwägung 3.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutach-
ten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen 
Expertinnen und Experten ab. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könn-
ten, die Ergebnisse des Gutachtens von Dr. I.____ vom 28. Januar 2013 in Frage zu stellen 
oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzustellen, dass das Gutachten die rechtspre-
chungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hin-
sicht erfüllt. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist für die streitigen Belange 
umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Be-
schwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und 
es nimmt insbesondere eine äusserst differenzierte und überzeugende Beurteilung des Ge-
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor. Insbesondere enthält 
es neben einer umfangreichen und detaillierten Darlegung der subjektiven Angaben der Be-
schwerdeführerin auch fremdanamnestische Angaben der Mutter der Beschwerdeführerin, des 
Vorgesetzten an der jetzigen Arbeitstelle, der behandelnden Psychologin und des behandeln-
den Psychiaters sowie der aktuellen Job-Coachin. Das Gutachten weist sodann keine Wider-
sprüche auf. Es enthält eine ausführliche Darlegung und eingehende Würdigung der medizini-
schen Aktenlage. Es setzt sich auch ausführlich mit den bei den Akten liegenden abweichenden 
fachärztlichen Einschätzungen auseinander. So legt es insbesondere einlässlich dar, weshalb 
nicht auf die Ergebnisse der Gutachten von Dr. D.____ abgestellt werden kann. Die entspre-
chenden, vorstehend in Erwägung 4.3.3 wiedergegebenen Darlegungen von Dr. I.____ sind 
überzeugend, so dass an dieser Stelle von einer weiteren Auseinandersetzung mit der abwei-
chenden Einschätzung von Dr. D.____ abgesehen und stattdessen vollumfänglich auf die 
schlüssigen fachärztlichen Ausführungen im Gerichtsgutachten verwiesen werden kann. Als 

 
 
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Ergebnis ist demnach mit dem überzeugenden Gutachten und den Parteien festzuhalten, dass 
bei der Beschwerdeführerin aufgrund der bei ihr erhobenen Befunde ab Eintritt in die psychiatri-
sche Klinik J.____ am 22. November 2005 keine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft mehr 
besteht.  
 
6.1 Zu prüfen ist in einem nächsten Schritt, wie sich die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf 
die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt. Wie bereits oben ausgeführt (vgl. Erwä-
gung 3.2 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten 
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Gestützt auf das Gerichtsgutachten ist 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2005 keine auf dem 
ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr hat. Sie hat daher unter Berücksichti-
gung der einjährigen Wartefrist ab dem 1. November 2006 Anspruch auf eine ganze IV-Rente. 
 
6.2.1 Nicht ausser Acht gelassen werden darf aber, dass die Beschwerdeführerin ab dem 
1. Juli 2008 zu 50 % als Ladenleiterin bei der Stellenbörse C.____ gearbeitet hat. In Anbetracht 
des Umstands, dass es sich bei dieser Festanstellung nicht nur um einen Arbeitsversuch ge-
handelt hat, sondern um eine Arbeitstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, für die die Be-
schwerdeführerin marktgerecht entlöhnt worden ist, ist der Invaliditätsgrad analog der Regelung 
von Art. 17 ATSG neu zu berechnen (vgl. Erwägung 2.7 hiervor). Denn eine Rente ist nicht nur 
anzupassen, wenn sich der Gesundheitszustand erheblich verbessert bzw. verschlechtert, son-
dern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitsschadens erheblich ändern. Es ist daher per 1. Juli 2008 ein Einkommensvergleich 
durchzuführen. Dabei ist von dem Valideneinkommen auszugehen, dass von der Beschwerde-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung für das Jahr 2006 ermittelt worden ist (Fr. 79'785.--). 
Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2008 (BFS T1.2.93_V Nominallohnindex 
Frauen 1993-2006, Sektor Verkehr und Nachrichtenübermittlung [im Jahr 2007: 1.6 % und im 
Jahr 2008: 2.1 %]), ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 82'764.--. 
 
6.2.2 Das Invalideneinkommen beträgt gestützt auf die Angaben der Stellenbörse C.____ 
Fr. 37'050.-- (Fr. 2'850.-- x 13; vgl. dazu Fragebogen für Arbeitgebende: Berufliche Integrati-
on/Rente, IV-Akte 43, S. 3/8). Dabei spielt der Umstand, dass gemäss Fragebogen das Ar-
beitspensum per 1. Januar 2009 auf 60 % erhöht worden ist, für die vorliegende Rentenberech-
nung keine Rolle, denn im Bericht der Stellenbörse C.____ vom 21. Dezember 2009 (IV-Akte 
43, S. 8/8) wird festgehalten, dass die Leistungsfähigkeit auch bei einer Präsenzzeit von 60 % 
maximal 50 % betragen habe. Es bleibt somit dabei, dass ab dem 1. Juli 2008 von einem Inva-
lideneinkommen von Fr. 37'050.-- auszugehen ist. 
 
6.2.3 Der Einkommensvergleich ergibt bei einem Valideneinkommen von Fr. 82'764.-- und 
einem Invalideneinkommen von Fr. 37'050.-- einen Invaliditätsgrad von 55 %. Damit wird die 
seit dem 1. November 2006 ausgerichtete ganze IV-Rente unter Einhaltung der Dreimonatsfrist 
nach Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 
per 1. Oktober 2008 auf eine halbe Rente herabgesetzt. 
 

 
 
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6.3 Im November 2009 kam es zu einem Zusammenbruch der Beschwerdeführerin, infolge 
dessen sie ab dem 5. November 2009 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben wurde. Gestützt 
auf diesen Umstand und die Beurteilung von Dr. I.____ ist davon auszugehen, dass es der Be-
schwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt definitiv nicht mehr möglich war, ihre Restarbeitsfähigkeit 
auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verwerten. Es liegt somit erneut ein Revisionsgrund vor, der 
eine Anpassung der ab dem 1. Oktober 2008 auszurichtenden halben IV-Rente erforderlich 
macht. Der Beschwerdeführerin ist unter Einhaltung der Dreimonatsfrist nach Art. 29 Abs. 3 IVG 
in Verbindung mit Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Februar 2010 wiederum eine ganze Invaliden-
rente auszurichten. 
 
7. Die Beschwerde erweist sich als begründet und ist in dem Sinne gutzuheissen, als die 
angefochtenen Verfügungen vom 25. Januar 2012 und vom 10. Februar 2012 aufgehoben wer-
den und der Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2006 eine ganze IV-Rente, ab dem 
1. Oktober 2008 eine halbe IV-Rente und ab dem 1. Februar 2010 wiederum eine ganze IV-
Rente zugesprochen wird.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 Satz 1 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei, weshalb 
sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings 
zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht 
interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund dieser 
Bestimmung hat die Beschwerdegegnerin als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah-
renskosten aufzukommen. Es werden deshalb keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
8.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrens-
fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-
Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von 
Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend war ein Ent-
scheid in der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich. 
Für eine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin war das 
zwischenzeitlich in Auftrag gegebene Gerichtsgutachten vom 28. Januar 2013 unerlässlich. Im 
Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach dessen Kosten, 
welche sich gemäss Honorarrechnung von Dr. I.____ vom 24. Januar 2013 auf Fr. 6'509.-- be-
laufen, der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 
 
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8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerde-
führerin deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin 
der Beschwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 1. Februar 2013 einen Zeitaufwand von 
22 Stunden und 25 Minuten geltend gemacht, was sich umfangmässig als angemessen erweist. 
Damit ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'562.50 (22.25 
x Fr. 250.--) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden die angefochtenen Verfügun-
gen vom 25. Januar 2012 und vom 10. Februar 2012 aufgehoben und 
der Beschwerdeführerin wird vom 1. November 2006 bis 
30. September 2008 eine ganze IV-Rente, vom 1. Oktober 2008 bis 
30. Januar 2010 eine halbe IV-Rente und ab dem 1. Februar 2010 
wiederum eine ganze IV-Rente zugesprochen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 6'509.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 5'562.50 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 

 

 

 

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