# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1968b66-0bd5-5780-b0b3-1347f4a56a42
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.11.2016 UV 2015/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-9_2016-11-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.11.2016

Entscheiddatum: 28.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2016
Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses bzw. eines ungewöhnlichen 
Faktors.Art. 9 Abs. 2 UVV: Bejahung eines unfallähnlichen Ereignisses bei 
arthroskopisch objektiviertem Meniskusriss; Aufspringen und Landen auf 
dem rechten Bein beim „Herumturnen“ mit zusätzlicher „Verdrehung“ des 
Kniegelenks (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 28. November 2016, UV 2015/9).Entscheid vom 28. November 2016

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Karin Huber-Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen            

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2015/9        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Zünd, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, 

Postfach, 3001 Bern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Lehrling der B.___ AG bei der 

Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 23. und 25. Juni 2014 Dr. med. C.___, 

FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Sportmedizin SGSM, und Dr. med. D.___, Facharzt für Traumatologie, chirurgische 

Orthopädie, konsultierte. Im Sprechstundenbericht vom 1. Juli 2014 diagnostizierten 

die Ärzte basierend auf einer MRI-Untersuchung des rechten Knies vom 24. Juni 2014 

eine mediale Meniskusläsion Knie rechts am 18. Mai 2014. Anamnestisch hielten sie 

fest, der Versicherte habe sich im Zug anlässlich einer Studienreise nach E.___ am 18. 

Mai 2014 das rechte Knie verdreht. Sofort hätten Schmerzen, eine eingeschränkte 

Beweglichkeit und Blockaden bestanden, so dass er sich in E.___ vorgestellt habe. 

Dort sei der radiologische Ausschluss einer frischen ossären Läsion erfolgt. Man habe 

dem Versicherten Gehstöcke verordnet, worauf sich die Schmerzen gebessert hätten. 

Am 25. Juni 2014 habe sich ein erneuter Knieverdreher mit Schmerzen ereignet (act. G 

3.3/M1). Am 1. Juli 2014 führte Dr. D.___  beim Versicherten eine arthroskopische 

Kniegelenksmeniskusoperation durch (act. G 3.3/M2, M3).

A.b  Am 3. Juli 2014 reichte die Leiterin der Lohnbuchhaltung der F.___ AG, welche die 

Lohnbuchhaltung für die Arbeitgeberin des Versicherten ausführte (vgl. act. G 3.1/7), 

der Mobiliar eine Unfallmeldung ein, worin festgehalten wurde, der Versicherte sei am 

18. Mai 2014 auf der Rückfahrt von einer Studienreise im Zug aufgesprungen und dann 

auf dem rechten Bein gelandet (act. G 3.2/1-3).

A.c  Am 21. August 2014 beschrieb der Versicherte in einem von der Mobiliar 

zugestellten Fragebogen den Hergang des Ereignisses vom 18. Mai 2014 (act. G 

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3.2/4-5). Auf Nachfrage der Mobiliar am 4. September 2014 (act. G 3.1/13) teilte der 

Vater des Versicherten mit einer ausgedruckten und vom Versicherten am 10. 

September 2014 unterzeichneten, ursprünglich vom 8. September 2014 datierten E-

Mail mit, dass es trotz Vermerks des zusätzlichen Datums vom 25. Juni 2014 im 

Sprechstundenbericht von Dr. C.___ und Dr. D.___ einzig um den Schadenfall vom 18. 

Mai 2014 gehe (act. G 3.1/19).

A.d  Mit Schreiben vom 31. Oktober 2014 setzte die Mobiliar den Versicherten darüber 

in Kenntnis, dass kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung bestehe, da weder ein Unfallereignis noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliege (act. G 3.1/20-21). Am 3. November 2014 wünschte der 

Vater des Versicherten als dessen gesetzlicher Vertreter telefonisch eine 

einsprachefähige Verfügung (act. G 3.1/24), worauf die Mobiliar ihre 

Leistungsablehnung am 8. Dezember 2014 verfügte (act. G 3.1/28-30).

B.   

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten, vertreten durch seinen Vater, am 27. 

Dezember 2014 erhobene Einsprache (act. G 3.1/36-37) wies die Mobiliar mit 

Einspracheentscheid vom 9. Januar 2015 (act. G 3.1/38-47) ab.

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Zünd, St. Gallen, mit Eingabe vom 6. 

Februar 2015 Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, die "Verfügung" der 

Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) "vom 8. Dezember 2014" sei aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die 

gesetzlichen Leistungen auszurichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten 

der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2015 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 9. Januar 2015 (act. G 3).

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C.c Mit Replik vom 27. März 2015 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert an seinem Antrag fest (act. G 5). Mit Duplik vom 29. April 2015 hielt die 

Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest 

(act. G 7).

C.d Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.   

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für das Ereignis vom 18. Mai 

2014, in dessen Folge anerkanntermassen ein medialer Meniskusriss diagnostiziert und 

arthroskopisch behandelt wurde (act. G 3.3/M1-M3), leistungspflichtig ist.

2.   

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten gewährt, soweit des Gesetz nichts anderes bestimmt.

2.2  Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im 

jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht 

fallen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, BGE 121 

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V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in Bewegung 

kommen, indem er - z. B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt und 

Schaden nimmt. Der äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne weiteres 

gegeben. Dies trifft auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren 

eines Sturzes, bloss einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit einem in der 

Aussenwelt liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen. Freilich tritt 

schon bei einer normalen Bewegung des Körpers, wie beispielsweise beim normalen 

Aufstehen aus der tiefen Hocke, eine sinnfällige Veränderung der Aussenwelt ein. 

Dieser äussere Faktor ist aber nicht zugleich ein ungewöhnlicher Faktor; denn die 

Bewegung des Körpers ist, äusserlich betrachtet, normal verlaufen, also nicht durch 

eine in der Aussenwelt begründet Ursache - z.B. Ausrutschen wegen einer glitschigen 

Unterlage - in ihrem Ablauf gestört worden. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt. Unter 

unkoordinierten Bewegungen versteht man also nur körperliche Bewegungen, die in 

ihrem Ablauf durch etwas Programmwidriges, durch etwas Sinnfälliges, d.h. durch 

einen ungewöhnlichen Faktor, gestört werden, so dass einzelne Muskeln oder 

Muskelgruppen übermässig beansprucht werden; daraus können Muskel- und 

Sehnenschäden, ja selbst Knochenbrüche resultieren (ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 40 f.; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 

E. 2b).

2.3  Der Bundesrat kann sodann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls 

ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Art. 6 Abs. 2 UVG). In Art. 9 Abs. 2 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) hat er in einer 

abschliessenden Aufzählung folgende Körperschäden auch ohne ungewöhnliche 

äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt, sofern sie nicht eindeutig auf eine 

Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind: Knochenbrüche, 

Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, 

Bandläsionen und Trommelfellverletzungen. Hingegen hat das Bundesgericht (bis 31. 

Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG) in BGE 129 V 467 E. 2.2 

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seine Rechtsprechung gemäss BGE 123 V 43, wonach mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übrigen 

Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs - fehlende Absicht, äusserer Faktor, 

Plötzlichkeit, Schädigung (Art. 4 ATSG) - erfüllt sein müssen, bestätigt. Besondere 

Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des äusseren Ereignisses zu, d.h. eines 

ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben 

unfallähnlichen Vorfalls (BGE 129 V 466; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2009, 

8C_346/2009, E. 3). Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht 

stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h 

UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder 

degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor. Kein unfallähnliches Ereignis liegt in 

all jenen Fällen vor, in denen der äussere Faktor mit den Schmerzen gleichgesetzt wird, 

wie sie anfänglich bei den in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV aufgezählten 

Gesundheitsschäden typischerweise in Erscheinung treten. Das Auftreten von 

Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) Faktor im Sinn der 

Rechtsprechung. Mit anderen Worten kann von einem äusseren schädigenden Faktor 

dort nicht gesprochen werden, wo die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten 

von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag. Auch nicht erfüllt ist das 

Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von 

Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte 

Person zu beschreiben in der Lage ist. Denn für die Bejahung eines äusseren, auf den 

menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors ist stets ein Geschehen 

verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu 

bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 

sportliche Betätigungen zutreffen kann. Wer hingegen bei einer normalen 

physiologischen Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und 

Bänder - beispielsweise beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, bei der Bewegung im 

Raum, Handreichungen usw. - einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich 

als Symptom einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf 

das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Allerdings ist das 

Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors erfüllt bei Änderungen der Körperlage, 

die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen 

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können, also im Sinn der bisherigen Rechtsprechung beim plötzlichen Aufstehen aus 

der Hocke, bei der heftigen und/oder belastenden Bewegung und bei der durch 

äussere Einflüsse unkontrollierbaren Änderung der Körperlage (BGE 129 V 470 E. 4.2.1 

ff.; ZBJV 2003 S. 918 f.). Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist 

demzufolge ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der 

Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 V 471 E. 

4.3).

2.4  Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu 

machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es dem Gericht, 

zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Zu 

diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann aber die 

Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 2 ff., N 20; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 

Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Bei sich widersprechenden 

Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die 

Beweismaxime abgestellt werden, wonach die so genannten spontanen „Aussagen der 

ersten Stunde“ in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die 

versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die 

sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen 

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit 

Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29 f.).

3.   

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Streitig ist zunächst, ob der Beschwerdeführer am 18. Mai 2014 ein Unfallereignis im 

Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat.

3.1  Den Akten sind folgende Sachverhaltsbeschreibungen zu entnehmen: Gemäss 

Bagatellunfallmeldung vom 3. Juli 2014 ist der Beschwerdeführer am 18. Mai 2014 im 

Zug aufgesprungen und dann auf dem rechten Bein gelandet (act. G 3.2/1-3). Im 

Fragebogen der Beschwerdegegnerin schrieb der Beschwerdeführer am 21. August 

2014, er sei aufgesprungen und sehr dumm auf seinem rechten Bein gelandet, so dass 

ihn das Knie geschmerzt habe. Es habe sich nichts Besonderes, Unvorhergesehenes 

(Sturz, Anschlagen etc.) ereignet, ausser dass er unvorhergesehen gelandet sei (act. G 

3.2/4-5). Laut Einsprache vom 27. Dezember 2014 turnte der Beschwerdeführer mit 

drei Kameraden während einer Zugreise in einem Zugabteil, in welchem normalerweise 

Fahrräder transportiert wurden. Dabei habe er sich an den Halterungsrohren für die 

Fahrräder hochgezogen. Bei diesem Aufspringen und Herumtoben sei er sehr 

ungeschickt auf sein rechtes Bein gestürzt, welches sich dabei sehr stark verdreht 

habe. Die Folgen des Sturzes hätten ihm unsägliche Schmerzen verursacht und er 

habe sein Bein von da an nicht mehr belasten können (act. G 3.1/36-37).

3.2  Unbestritten ist, dass in der Bagatellunfallmeldung nur ein natürlicher 

Bewegungsablauf des Körpers beschrieben wird, bei dem zwar eine sinnfällige 

Veränderung der Aussenwelt eintrat, jedoch ohne erkennbare Störung durch etwas 

Programmwidriges bzw. Sinnfälliges, so dass daraus eine übermässige 

Beanspruchung des Körpers resultiert hätte. Der Unfallbegriff ist mit dieser 

Ereignisschilderung also nicht erfüllt. Angesichts dessen, dass sie nicht vom 

Beschwerdeführer stammt (vgl. Sachverhalt Bstb. A.b) und erkennbar kurz gehalten ist, 

ist ihr jedoch ohnehin kein massgebender Beweiswert beizumessen. Eine erste 

Gelegenheit zur persönlichen Äusserung zum Ereignis vom 18. Mai 2014 bekam der 

Beschwerdeführer mit dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin. Dieser dient der 

Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse bei der 

leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund stehen entsprechend Fragen 

betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden 

Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen 

Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner Verpflichtung zur 

richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

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grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; vgl. 

Erwägung 2.4) und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte 

Person einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als 

Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung 

erwähnt bzw. einen solchen bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt. Der 

Unfallversicherer ist nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu 

umfassenden Erhebungen zur weiteren Substantiierung des gemeldeten 

Geschehnisses aufzufordern (Urteile des EVG 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, 

und vom 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). In Bezug auf den konkreten Fall lässt sich 

sodann sagen, dass die gegen die leistungsablehnende Verfügung vom 8. Dezember 

2014 (act. G 3.1/28-30) erhobene Einsprache die ausführlichste Beschreibung des 

Ereignisses vom 18. Mai 2014 enthält und insofern ihr Beweiswert nach den in 

Erwägung 2.4 dargelegten Grundsätzen zu prüfen ist.

3.3  Unstreitig ist, dass ein Sturz einen Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG 

darstellt. Namentlich erwähnte der Beschwerdeführer einen solchen erst in der 

Einsprache (act. G 3.1/36-37), d.h. nach Erhalt der leistungsablehnenden Verfügung 

(act. G 3.1/28-30). Mit der Formulierung der Frage 2 des Fragebogens wird 

verständlich erklärt, dass sich insbesondere mit dem Geschehen eines Sturzes oder 

Anschlagens etwas Besonderes, Unvorhergesehenes ereignet hat. Wenn also nach 

einem besonderen, unvorhergesehenen Ereignis gefragt wird, ist es nicht 

nachvollziehbar, wenn eine versicherte Person im Rahmen dieser konkreten Frage 

einen erlittenen Sturz unerwähnt lässt. Der Beschwerdeführer verneinte die Frage 2 des 

Fragebogens, was jedoch sein Rechtsvertreter in der Replik vom 27. März 2015 (act. G 

5) nachvollziehbar damit erklärte, für den Beschwerdeführer wäre ein Sturz dann 

gegeben gewesen, wenn er am Ende am Boden gelegen hätte. Ausserdem hat der 

Beschwerdeführer dem "Nein" hinzugefügt: „ausser, dass ich unvorhergesehen 

gelandet bin“. Er nimmt also den Ausdruck „Unvorhergesehenes“ der Frage 2 auf und 

bejaht damit letztlich die Frage. Die Verneinung einerseits bzw. die Bejahung 

andererseits erscheinen in keinem ersichtlichen Widerspruch zueinander, sondern sind 

grundsätzlich als eigenständige Antworten zu betrachten. Es erscheint offensichtlich, 

dass der Beschwerdeführer keinen eigentlichen Sturz mit dem Körper auf den Boden 

als Unfallereignis geltend macht. Er landete unbestrittenermassen mit dem rechten 

Bein und damit grundsätzlich stehend auf dem Boden, doch - wie er im Rahmen der 

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Frage 1 beschreibt - eben „sehr dumm“. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

erst in der Einsprache vom 27. Dezember 2014 (act. G 3.1/36-37) den Begriff „Sturz“ 

verwendete, ist angesichts des Gesagten irrelevant. Auch mit diesem zentralen 

Sachverhaltselement der Einsprache („ein sehr ungeschickter Sturz auf das rechte 

Bein“) ist offensichtlich die Landung auf dem rechten Bein nach dem Aufsprung 

gemeint. Die zusätzlich beschriebene sehr starke Verdrehung wurde zwar vom 

Beschwerdeführer im Rahmen des Fragebogens nicht explizit erwähnt, dennoch kann 

grundsätzlich von einem Verdrehungssachverhalt ausgegangen werden. Eine 

Verdrehung lässt sich ohne weiteres in seine Antwort „sehr dumm bzw. 

unvorhergesehen gelandet“ einordnen. Hinzu kommt, dass Dr. D.___ und Dr. C.___ im 

Sprechstundenbericht vom 1. Juli 2014 ebenfalls eine Verdrehung des rechten Knies 

beschrieben haben (act. G 3.1/1-2) und im Austrittsbericht vom 7. Juli 2014 eine 

mediale Korbhenkel-Läsion rechts nach Kniedistorsion diagnostiziert worden ist (act. G 

3.1/5).

3.4  Für die Bejahung eines Unfallereignisses ist nicht vorausgesetzt, dass es 

tatsächlich zu einem Sturz kommt. Entsprechend ist die Aufzählung der 

Bewegungsabläufe in der Frage 2 des Fragebogens nur beispielhaft. Dennoch muss im 

Einzelfall ein programmwidriger Bewegungsablauf in der Wirkungsstärke eines Sturzes 

passiert sein. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist im Folgenden im 

Hinblick auf einen Sachverhalt zu beurteilen, bei dem der Beschwerdeführer nach 

einem Sprung „sehr dumm“ bzw. „sehr ungeschickt“ auf dem rechten Bein gelandet ist 

und sich das rechte Knie verdreht hat. Fest steht, dass der Bewegung des 

Aufspringens mit anschliessender Landung mit dem rechten Bein auf dem Boden, aber 

auch einer Drehbewegung mit dem Knie an sich nichts Programmwidriges anhaftet. Es 

handelt sich dabei um normale Bewegungen, die mit dem Körper ausgeführt werden 

können (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.1). Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen 

Bewegungsablauf Verdrehungen oder ein gewisser Zug in eine Richtung von Sehnen, 

Muskeln, Bändern und Gelenken nichts Aussergewöhnliches darstellen. Die genannten 

beweglichen Bestandteile des Körpers gewährleisten gerade ein normales und 

verletzungsfreies Funktionieren im täglichen Leben mit verschiedensten Bewegungen 

und Drehungen und dergleichen mehr, durchaus auch verbunden mit einer 

Krafteinwirkung. Die vom Beschwerdeführer verwendete Formulierung „verdreht“ ist 

grundsätzlich in diesem normalen Rahmen zu sehen und kann nicht als ungewöhnliche 

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Einwirkung auf das Kniegelenk aufgefasst werden. Bei einer Distorsion handelt es sich 

zwar im Regelfall um eine traumatisch bedingte Diagnose, die sich jedoch durch 

verschiedenste Schweregrade auszeichnen kann (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, 

ORTHOPÄDIE, orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 1097, 1117; vgl. auch 

Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/1999). Sie kann durchaus auch nach 

einem geringfügigen Vorfall auftreten oder auch nur einem unfallähnlichen Ereignis 

ohne Programmwidrigkeit im Sinne eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

entstammen. Die in Bezug auf die Landung vom Beschwerdeführer verwendeten 

Formulierungen „sehr dumm“, „sehr ungeschickt“ sind nicht klar definierbar. Die 

subjektive Betrachtungsweise des Betroffenen bestimmt entscheidend mit, was als 

„sehr dumm“ und „sehr ungeschickt“ wahrgenommen wird und was nicht. Im 

konkreten Fall erscheint es naheliegend, dass die fraglichen Formulierungen zu einem 

wesentlichen Teil mit der in der Folge festgestellten Verletzung zusammenhängen. 

Inwieweit, d.h. mit welcher Intensität, das rechte Kniegelenk des Beschwerdeführers im 

Sinn einer klar abgegrenzten Belastungssituation übermässig beansprucht wurde, lässt 

sich im konkreten Fall nicht bestimmen. Mit der bei ihm diagnostizierten Schädigung 

eines Meniskusrisses liegt ein körpereigenes Trauma vor, für dessen Geschehen der 

Beschwerdeführer jedoch keinen eindeutig definierbaren, besonders sinnfälligen 

Umstand (mit den Füssen am Boden hängen geblieben, Knie angeschlagen, gestolpert, 

ausgeglitten) beschreibt, unter dem es gesetzt worden wäre (vgl. Erwägung 2.2). Der 

Nachweis für einen ungewöhnlichen äusseren Faktor ist damit nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht.

3.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall unter Würdigung 

aller Umstände ein Unfall im Rechtssinn nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

ausgewiesen ist.

4.   

4.1  Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin für den, eine unfallähnliche 

Körperschädigung darstellenden, medizinisch feststehenden Meniskusriss (vgl. Art. 9 

Abs. 2 lit. d UVV) Versicherungsleistungen zu erbringen hat. Diesbezüglich ist zu 

beantworten, ob auch das Kriterium des äusseren Faktors erfüllt bzw. ein 

unfallähnliches Ereignis vorliegt.

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4.2  Nach unfallmedizinischer Erfahrung werden Meniskusverletzungen am häufigsten 

durch sogenannte körpereigene Traumen in Form einer unkontrollierten Drehbewegung 

bei gebeugtem Kniegelenk oder beim Aufstehen aus der Hocke verursacht. 

Körpereigene Traumen erfüllen die Begriffsmerkmale der zwar nicht ungewöhnlichen, 

aber plötzlichen und äusseren schädigenden Einwirkung (vgl. Erwägung 2.3; Urteil des 

EVG vom 21. Oktober 2002, U 5/02, E. 2.2; vgl. auch die medizinische Literatur: 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1339; ROCHE 

LEXIKON MEDIZIN, 5. Aufl. München 2003, S. 1204; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, 

Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 

dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Auflage Köln 2002, S. 141).

4.3  Laut seiner Antwort im Fragebogen (act. G 3.1/4-5) und seiner Schilderung in der 

Einsprache vom 27. Dezember 2014 (act. G 3.1/36/37) zog sich bzw. sprang der 

Beschwerdeführer an den Halterungsrohren für die Fahrräder hoch. Beim Aufspringen 

und Landen findet im Allgemeinen eine Beugung und Streckung der Knie statt. Durch 

diesen Bewegungsablauf wirkt eine erhöhte Kraft auf die Kniegelenke. Diese 

körpereigene Bewegung kann mit der Situation des plötzlichen Aufstehens aus der 

Hocke oder dem Sprung von einer Verpackungskiste bzw. aus einem 

Bahngepäckwagen, für welche das EVG das Kriterium des äusseren schädigenden 

Faktors bejahte, verglichen werden (vgl. BGE 129 V 469 E. 4.1; Urteile des EVG vom 5. 

Juni 2001, U 398/00, und vom 21. September 2001, U 266/00, E. 1b). Möglicherweise 

erfolgte die Landung des Beschwerdeführers zumindest gegenüber einem Sprung aus 

dem Bahngepäckwagen aus einer geringeren Höhe. Dafür dürfte im konkreten Fall die 

axiale Belastung aus der Landung durch den gerade für einen Meniskusriss typischen 

Bewegungsmechanismus einer Drehbewegung (vgl. Erwägung 4.2) gesteigert worden 

sein. Aufgrund der Beschreibungen - „sehr dumm auf dem rechten Bein gelandet, so 

dass es mir im Knie sehr schmerzte“; „Die Folgen dieses Sturzes verursachten Manuel 

unsägliche Schmerzen und er konnte sein Bein von da an nicht mehr belasten.“- kann 

sodann davon ausgegangen werden, dass eine Landung beim Herumturnen in einem 

Zugabteil der Auslösefaktor für den Meniskusriss war. Auch laut Sprechstundenbericht 

vom 1. Juli 2014 traten unmittelbar nach der Landung die für einen Meniskusriss 

symptomatischen Beschwerden auf, weswegen sich der Beschwerdeführer bereits auf 

seiner Studienreise in E.___ untersuchen und behandeln liess und Gehstöcke verordnet 

erhielt. Anzufügen ist schliesslich, dass den Berichten von Dr. D.___ und Dr. C.___ (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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insbesondere Befund der MRI-Untersuchung des rechten Knies vom 24. Juni 2014 

[act. G 3.1/2]) keinerlei Hinweise auf Degenerationen im Bereich des rechten 

Kniegelenks des Beschwerdeführers zu entnehmen sind, was angesichts seines Alters 

auch nicht verwundert, dafür aber ebenfalls auf ein unfallähnliches Ereignis als Ursache 

des Meniskusrisses schliessen lässt. Aufgrund des Gesagten ist zusammenfassend 

festzuhalten, dass das Geschehen vom 18. Mai 2014 die Begriffsmerkmale eines 

unfallähnlichen Ereignisses erfüllt.

5.   

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 9. Januar 2015 gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für die unfallähnliche Körperschädigung des 

Beschwerdeführers die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. c ATSG).

5.3  Hingegen hat der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache 

sowie der Schwierigkeit des Prozesses rechtfertigt es sich, diese wie in vergleichbaren 

Fällen (vgl. etwa Entscheid des Versicherungsgerichts vom 26. Februar 2013, UV 

2012/42) pauschal auf Fr. 3‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

festzulegen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 9. Januar 2015 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, für die unfallähnliche 

Körperschädigung des Beschwerdeführers die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3‘500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2016
	Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses bzw. eines ungewöhnlichen Faktors.Art. 9 Abs. 2 UVV: Bejahung eines unfallähnlichen Ereignisses bei arthroskopisch objektiviertem Meniskusriss; Aufspringen und Landen auf dem rechten Bein beim „Herumturnen“ mit zusätzlicher „Verdrehung“ des Kniegelenks (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2016, UV 2015/9).Entscheid vom 28. November 2016

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