# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f26ed6a7-b530-5ecf-bf7a-722cf2545450
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 04.04.2025 530 2024 24 (530 24 24)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-2024-24_2025-04-04.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 4. April 2025 (530 24 24) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Quellensteuer / Eintretensvoraussetzungen / Steuerrechtlicher Wohnsitz 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter S. Schmid (Ref.), 
M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Kambanas 
 
 

Parteien A.____,  
 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend Quellensteuer 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
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Sachverhalt: 

 

A. 

Der Rekurrent hat mit Eingabe vom 11. Mai 2024 einen Antrag auf nachträgliche ordentliche 

Veranlagung [NOV] für das Steuerjahr 2023 gestellt. 

 

Die Steuerverwaltung wies den Antrag auf NOV mit Verfügung vom 11. Mai 2024 ab und führte 

zur Begründung aus, dass eine quellensteuerpflichtige Person mit Ansässigkeit im Ausland bis 

am 31. März des auf das Steuerjahr folgenden Jahres bei der kantonalen Steuerverwaltung 

eine nachträgliche ordentliche Veranlagung beantragen könne, wenn im entsprechenden Steu-

erjahr mindestens 90 % ihrer weltweiten Bruttoeinkünfte in der Schweiz der Steuer unterlägen 

(Quasi-Ansässigkeit). Da der Anteil der weltweiten Einkünfte des Pflichtigen im Jahr 2023 unter 

der 90 %-Grenze läge, würde er in steuerlicher Hinsicht als nicht quasi-ansässig gelten, wes-

halb er 2023 kein Anrecht darauf habe, dass eine nachträglich ordentliche Veranlagung durch-

geführt werde. 

 

 

B. 

Mit Eingabe vom 26. August 2024 erhob der Pflichtige dagegen Einsprache und führte zur Be-

gründung unter anderem aus, dass er fristgerecht mündlich widersprochen habe und nun wie 

telefonisch vereinbart, gegen den am 15. Juli 2024 zugestellten Entscheid Einsprache erhebe. 

Da der Pflichtige krank gewesen sei, wäre ihm dies nicht früher möglich gewesen. Er sei nicht 

einverstanden, dass seine Besteuerung in der Quellensteuer belassen werde. Zur Begründung 

führte er aus, dass Arbeitsnehmer, die keine Niederlassungsbewilligung aber doch einen steu-

errechtlichen Wohnsitz in der Schweiz hätten, bei unselbständiger Erwerbstätigkeit an der Quel-

le besteuert würden. Art. 37a des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte 

Bundessteuer (DBG; SR 642.11) werde herangezogen, um diesen Prozess zu vereinfachen. 

Die Steuerverwaltung gehe davon aus, dass er Wochenaufenthalter mit Lebensmittelpunkt im 

Ausland sei. Dabei stütze sie sich auf § 68k des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die 

Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) i.V.m Art 91 DBG. § 68k StG be-

treffe den Fall von Ausländern, die keinen steuerrechtlichen Wohnsitz hätten oder sich für kurze 

Zeit in der Schweiz aufhielten. Da sich der Pflichtige aber seit über fünf Jahren in der Schweiz 

aufhalte und einen gewöhnlichen Wohnsitz hier habe, sei diese Norm nicht anwendbar. Auch 

§ 68a StG besage, dass ausländische Arbeitnehmer, welche die ausländerrechtliche Niederlas-

sungsbewilligung nicht besässen, im Kanton jedoch steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt 

hätten, für ihr Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit einem Steuerabzug an der 

Quelle unterworfen seien. Da er die Niederlassungsbewilligung erhalten habe, müsse er zwin-

gend aus der Quellensteuerpflicht ausscheiden und falle damit automatisch ins ordentliche Ver-

anlagungsverfahren mit seiner Ehefrau. Die Ausführung der Quellensteuer ende im Monat der 

Erteilung der Bewilligung, was hier im Monat April 2024 sei. Das Argument der Steuerverwal-

tung, der Lebensmittelpunkt des Pflichtigen sei im Ausland, überzeuge nicht, da sich das Steu-

erdomizil von in ungetrennter Ehe lebenden Ehegatten grundsätzlich dort befinde, wo sie wäh-

rend der Woche wohnten oder arbeiteten, auch wenn sie ihre Wochenenden regelmässig an 

einem anderen Ort verbringen würden, zu dem sie intensive Beziehungen pflegten. Die Familie 

befinde sich dort, da seine Ehefrau einer Ausbildung nachgehe. Diese solle sie nicht abbre-

 
 
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chen, um nochmals hier anzufangen. Bei jeder möglichen Gelegenheit sei die restliche Familie 

in der Schweiz. Die Absicht des Verbleibs im Kanton Basel-Landschaft sei dauerhaft und werde 

sich nicht ändern. Der Erhalt der Niederlassungsbewilligung sei ein Indiz dafür. 

 

Mit Entscheid vom 23. September 2004 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab und führ-

te zur Begründung aus, dass im Ausland wohnhafte Wochenaufenthalter der Quellensteuer-

pflicht unterlägen. Da der Pflichtige seinen Lebensmittelpunkt nicht im Kanton Basel-Landschaft 

habe, unterliege er trotz Erhalts der C-Bewilligung weiterhin der Quellensteuer. 

 

 

C. 

Mit Schreiben vom 24. Oktober 2024 erhebt der Pflichtige Rekurs und beantragt sinngemäss, 

dass er aufgrund des Erhalts der Niederlassungsbewilligung C nicht mehr der Quellensteuer 

unterworfen sei. Zur Begründung verweise er auf seine ausführliche Begründung in der Ein-

sprache vom 26. August 2024. Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 23. September 

2024 sei auf seine Ausführungen nicht eingegangen worden, sondern es seien lediglich die 

gleichen Ausführungen wiederholt worden. 

 

In der Vernehmlassung vom 13. Januar 2025 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung 

des Rekurses. Zur Begründung führt sie unter anderem aus, der Rekurrent sei derzeit bei der 

B.____ AG in C.____ angestellt, während sich sein Familienwohnsitz zusammen mit seiner 

Ehefrau offiziell in D.____, Deutschland, befinde. Er gelte somit in steuerrechtlicher Hinsicht als 

Wochenaufenthalter in E.____ mit ausländischem Wohnsitz. Der Rekurrent habe im Vorverfah-

ren einen Antrag auf eine nachträgliche ordentliche Veranlagung für das Steuerjahr 2023 ge-

stellt. Bereits 2021 und 2022 habe der Rekurrent einen NOV-Antrag gestellt und da gemäss 

Berechnungstabelle über 90 % der (Erwerbs-)Einkünfte in der Schweiz erwirtschaftet worden 

seien, habe für beide Jahre eine nachträgliche Steuerveranlagung (mit internationaler Steuer-

ausscheidung) durchgeführt werden können. Da im streitbetroffenen Jahr, im Gegensatz zu den 

beiden Vorjahren, der Anteil der (Erwerbs-)Einkünfte in der Schweiz im Vergleich zum Total 

aller weltweiten Einkünfte unter der Massgeblichkeitsgrenze von 90 % gelegen habe, sei er 

nicht für eine «Quasi-Ansässigkeit» qualifiziert, welche eine NOV rechtfertigen würde. Die 

«Quasi-Ansässigen» seien verpflichtet, jedes Jahr einen Antrag einzureichen, mit Berechnung 

der «Inlandsquote» und dem Nachweis, dass über 90 % erreicht worden seien. Es werde so-

dann geprüft und entschieden, ob eine NOV durchgeführt werden könne. Der Erhalt der aus-

länderrechtlichen Niederlassungsbewilligung (sog. «C-Ausweis») im Verlauf des Jahres 2024 

reiche für Personen mit ausländischem Wohnsitz für das Ausscheiden aus der Quellensteuer-

pflicht nicht aus. Auch Personen mit Schweizer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Ausland 

unterstünden für ihr in der Schweiz erzieltes Erwerbseinkommen der Quellensteuer. 

Pflichtige ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz, denen hier bestimm-

te steuerbare Einkünfte zuflössen, unterlägen in der Schweiz einer anteiligen, also lediglich be-

schränkten Steuerpflicht kraft wirtschaftlicher Zugehörigkeit. Da solche Personen regelmässig 

auch über andere Einkünfte und Vermögenswerte verfügten, die ausschliesslich im Ausland 

besteuert werden dürften, gehe die Quellensteuerregelung für Personen ohne Wohnsitz oder 

Aufenthalt in der Schweiz sachgerecht davon aus, dass das primäre Besteuerungsrecht einem 

anderen Staat zustehe - im vorliegenden Fall also Deutschland. Insofern könnten im ausländi-

 
 
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schen Wohnsitzstaat auch die persönlichen und familiären Bedürfnisse steuerlich angemessen 

berücksichtigt werden. Das Einkommen, das eine nichtansässige Person im Arbeitsortsstaat 

erziele, stelle dagegen nur einen Teil ihrer Gesamteinkünfte dar. Nach den Zuteilungsnormen 

des internationalen Steuerrechts bzw. gemäss den anwendbaren Doppelbesteuerungsabkom-

men (DBA) werde Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit grundsätzlich am Ar-

beitsort besteuert, wie im vorliegenden Fall. Unter den Begriff der Wochenaufenthalter fielen im 

Ausland ansässige Arbeitnehmer, welche in der Schweiz arbeiteten und in der Regel an den 

Wochenenden an ihren Wohnsitz zurückkehrten. Während Grenzgänger grundsätzlich täglich 

an ihren Wohnort im Ausland zurückkehrten, würden internationale Wochenaufenthalter zwar 

nicht täglich, aber doch regelmässig an ihren Wohnort im Ausland zurückkehren. Mangels Kon-

tinuität des Aufenthalts würden sie in der Schweiz keinen steuerrechtlichen Wohnsitz bzw. qua-

lifizierten Aufenthalt begründen und seien daher nur beschränkt steuerpflichtig und würden an 

der Quelle besteuert. Die von der Schweiz abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen 

sähen keine Sonderregelungen zur Besteuerung von Wochenaufenthaltern vor. Damit hätten 

die in den Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehenen (allgemeinen) Bestimmungen über 

die Zuteilung von Erwerbseinkünften aus unselbständiger Erwerbstätigkeit Geltung, d.h. die 

Steuerhoheit für die Besteuerung der Erwerbseinkünfte stehe dem Staat des Arbeitsorts zu. Im 

vorliegenden Fall wären das die Schweiz resp. der Kanton Basel-Landschaft. Zudem sei kein 

Wohnsitz im Sinne des Steuergesetzes erforderlich, da eine erteilte Niederlassungsbewilligung 

nicht automatisch auch auf einen Wohnsitz schliessen lasse. 

Das Bundesgericht habe mit Verweis auf die EuGH-Rechtsprechung erkannt, dass es gegen 

das Freizügigkeitsabkommen verstosse, wenn ein Grenzgänger, der in Frankreich wohne und 

in der Schweiz arbeite und hier mehr als 90 % seines Einkommens erziele, im Rahmen der 

Quellenbesteuerung deutlich weniger Steuerabzüge vornehmen könne, als wenn er in der 

Schweiz wohnhaft, d. h. ansässig wäre. Zur rechnerischen Ermittlung dieser 90 %-Quote der 

Bruttoeinkünfte würden alle nach Schweizer Recht steuerbaren Einkünfte berücksichtigt, auch 

wenn diese im Ausland nicht steuerbar seien, wie beispielsweise ein Eigenmietwert auf selbst-

genutztem Wohneigentum im Ausland. 

 

An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest. 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

1.1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- 

und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekur-

ses zuständig. Gemäss § 129 Abs. 1 und 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbe-

trag wie im vorliegenden Fall über CHF 3'000.– liegt und CHF 10'000.– pro Steuerjahr nicht 

übersteigt, von der Dreierkammer des Steuergerichts beurteilt. 

 

1.2. § 130 StG i.V.m. § 47 Abs. 1 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- 

und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung [VPO]; SGS 271) regelt die Vo-

raussetzungen, unter welchen einer Person die materielle Beschwer zuerkannt wird. Demnach 

 
 
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wird vorausgesetzt, dass sie von der angefochtenen Verfügung berührt oder betroffen ist (Er-

fordernis des Betroffenseins) und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Ände-

rung der angefochtenen Verfügung (Erfordernis des schutzwürdigen Interesses) hat.1 

 

Nach ständiger allgemeiner Praxis zur materiellen Beschwer muss das Rechtsschutzinteresse 

unmittelbar und konkret sein. Dies bedeutet, dass bereits mit dem Obsiegen der praktische 

Nutzen eintreten muss bzw. der drohende Schaden abgewendet werden kann. Kein ausrei-

chendes Rechtschutzinteresse besteht, wenn die Interessen in einem anderen Verfahren ge-

wahrt werden können.2 

 

1.3. Als Adressat der Veranlagungsverfügung hat der Rekurrent Parteistellung und ist durch 

den angefochtenen Entscheid berührt. Folglich ist er formell beschwert. 

 

1.4. Die Einsprache nach § 122 StG BL ist ihrer Rechtsnatur nach ein echtes ordentliches 

Rechtsmittel,3 wie auch der Rekurs nach § 124 StG ein ordentliches Rechtsmittel ist, mit wel-

chem formell noch nicht rechtskräftige Einspracheentscheide angefochten werden können.4 

Ordentliche Rechtsmittel können im laufenden Verfahren eingelegt werden, solange die zu-

grundeliegende Verfügung nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Anfechtungsobjekt der Einspra-

che als verwaltungsinternes Rechtsmittel ist eine Verfügung der Steuerbehörde. Eine Einspra-

che kann innert 30 Tagen seit Eröffnung der Verfügung eingelegt werden.5 Es handelt sich da-

bei um eine gesetzliche Frist, die nicht erstreckt werden kann. Verstreicht die Rechtsmittelfrist 

ungenutzt, erwächst die Verfügung in Rechtskraft und kann daher nicht mehr mit einem or-

dentlichen Rechtsmittel angefochten werden. Dasselbe gilt sinngemäss für den Rekurs gegen 

einen Einspracheentscheid. 

 

Mit Verfügung vom 11. Mai 2024 hat die Steuerverwaltung den Antrag des Rekurrenten auf Be-

steuerung im ordentlichen Verfahren (NOV) aufgrund seiner Quasi-Ansässigkeit abgelehnt. Der 

Rekurrent hatte somit das Recht innert 30 Tagen seit der Eröffnung der Verfügung schriftlich 

Einsprache bei der Steuerverwaltung zu erheben, was auch so in der Rechtsmittelbelehrung 

festgehalten war. Mit Schreiben «Erneute Einsprache gegen den am 15. Juli 2024 (zugestellt 

am 19.07.2024) erstellten Entscheid ID xx» vom 26. August 2024 gelangte der Pflichtige erst 

nach Ablauf der Einsprachefrist an die Steuerverwaltung. Sinngemäss beantragte er, der Ent-

scheid sei aufzuheben und er sei aus der Quellensteuerpflicht zu entlassen, da er seit April 

2024 über die Niederlassungsbewilligung C verfüge und er daher fortan gemäss den Angaben 

im Baselbieter Steuerbuch ordentlich zu besteuern sei und nicht mehr der Quellensteuer unter-

stehe. In dieser Eingabe äusserte sich der Pflichtige weder zum Thema der strittigen Quasi-

Ansässigkeit in der Steuerperiode 2023 noch bezog er sich darin auf die Verfügung vom 

 
1 Vgl. HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 10. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, 

Rz. 1150. 
2 Vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zü-

rich/Basel/Genf 2013, S. 331. 
3 MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-

desgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 4. Aufl. 2022 Ba-

sel, Art. 48 N 1. 
4 SILVIA HUNZIKER/CORINNA BIGLER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], a.a.O., Art. 50 N 4. 
5 Art. 122 Abs. 1 StG. 

 
 
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11. Mai 2024, gegen welche ein Rechtsmittel bestanden hätte. Es ist somit davon auszugehen, 

dass die Verfügung vom 11. Mai 2024 unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, zumal der 

Pflichtige zu keinem Zeitpunkt behauptet hat, die Verfügung vom 11. Mai 2024 sei ihm gegen-

über nicht eröffnet worden. Vielmehr führte er an, krank gewesen zu sein und es ihm daher 

nicht möglich gewesen sei, sich früher um die Angelegenheit kümmern zu können. Die Strenge 

der gesetzlichen Fristbestimmung kann lediglich durch die Möglichkeit der Wiedereinsetzung in 

den vorigen Stand gemildert werden. Das Steuergesetz enthält keine Bestimmungen über die 

Möglichkeit einer Fristwiederherstellung, auch Restitution genannt. Es ist auf die Regelungen 

zur Restitution im Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Landschaft vom 13. Juni 1988 (VwVG; 

SGS 175) abzustellen. Gemäss § 5 Abs. 5 VwVG kann eine Partei innert 10 Tagen seit Wegfall 

des Hindernisses die Wiederherstellung der Frist verlangen, wenn sie unverschuldet verhindert 

war, fristgemäss zu handeln. Auf eine Wiederherstellung der Frist ist nur dann zu erkennen, 

wenn die Säumnis auf ein «unverschuldetes Hindernis», also auf die - objektive und subjektive - 

Unmöglichkeit, rechtzeitig zu handeln, zurückzuführen ist. Die Wiederherstellung ist dabei nach 

der bundesgerichtlichen Praxis nur bei klarer Schuldlosigkeit des Gesuchstellers zu gewähren 

und wenn der Rechtssuchende verhindert ist, selber zu handeln und er in nach den Umständen 

zumutbarer Weise keinen Dritten mit der Interessenwahrung beauftragen konnte. Die Wieder-

herstellung kann nicht gewährt werden, wenn die Partei den Beizug eines Vertreters versäumt 

hat.6 Somit rechtfertigen nur erhebliche Hinderungsgründe wie etwa eine ernstliche Erkrankung, 

Unglücks- oder Todesfälle in der Familie, Militärdienst, nicht vorsehbare Landesabwesenheit 

oder Ähnliches, welche ein fristgerechtes Handeln praktisch verunmöglichen, eine Restitution.7 

Eine unsubstanziiertes Geltendmachung einer nicht näher ausgeführten Krankheit kann demzu-

folge keinen solchen unverschuldeten Säumnisgrund darstellen. Der Pflichtige hatte einen An-

trag auf Nachträgliche ordentliche Veranlagung gestellt und musste somit damit rechnen, dass 

ihm jederzeit ein Bescheid zugehen könnte. Im Weiteren hatte der Pflichtige selbst eine solche 

Verfügung verlangt. Auch hier hätte er jederzeit mit der Zustellung der unangefochtenen Verfü-

gung rechnen müssen. Es wäre dem Pflichtigen zumutbar und möglich gewesen, sich auch bei 

Krankheit so zu organisieren, dass er keinen Rechtsnachteil erleidet. 

 

Da er die Rechtsmittelfrist gegen die Verfügung vom 11. Mai 2024 ungenutzt verstreichen liess, 

erwuchs diese in Rechtskraft. Darüber hinaus ist vorliegend kein Revisionsgrund ersichtlich, 

welcher ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung mit einem ausserordentlichen 

Rechtsmittel rechtfertigen würde. Somit hat die Steuerperiode 2023 als rechtskräftig veranlagt 

zu gelten. Folglich ist es nicht möglich, gegen die rechtskräftige Verfügung der Quellensteuer 

2023 das ordentliche Rechtsmittel des Rekurses zu erheben. Soweit der Rekurrent Anträge zur 

Steuerperiode 2023 stellt, können diese nicht im vorliegenden Verfahren behandelt werden und 

es ist darauf nicht einzutreten. 

 

 

2. 

Vorliegend unterliegt somit nur noch der Beurteilung, ob die Steuerverwaltung den Rekurrenten 

in der Steuerperiode 2024 zu Recht der Besteuerung an der Quelle unterworfen hat. 

 

 
6 Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2C_401/2007 vom 21. Januar 2008, E. 3.3. 
7 Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 15. Januar 2016, 510 15 70, E. 6. 

 
 
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2.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 46 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) ist der steuerrechtliche 

Wohnsitz (Steuerdomizil) einer unselbständig erwerbenden Person derjenige Ort, wo sich die 

betreffende Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält8 bzw. wo sich der Mittelpunkt 

ihrer Lebensinteressen befindet.9 Dem polizeilichen Domizil, wo die Schriften hinterlegt sind 

oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt dagegen keine entscheidende Bedeutung 

zu. Das sind bloss äussere Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden 

können, wenn auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht.10 

 

Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des 

Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält. 

Bei unselbständig erwerbenden Steuerpflichtigen ist das gewöhnlich der Ort, wo sie für längere 

oder unbestimmte Zeit Aufenthalt nehmen, um von dort aus der täglichen Arbeit nachzugehen, 

ist auch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur.11 Der Mittelpunkt der Lebensinteres-

sen bestimmt sich für die Steuerhoheit nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstän-

de, aus denen sich diese Interessen erkennen lassen, nicht nach den bloss erklärten Wünschen 

der steuerpflichtigen Person.12 Die Frage, zu welchem der Aufenthaltsorte die steuerpflichtige 

Person die stärkeren Beziehungen unterhält, ist jeweils aufgrund der Gesamtheit der Umstände 

des Einzelfalles zu beurteilen.  

 

2.2. Gemäss § 125 Abs. 2 StG hat das Steuergericht die gleiche Kognition wie die Steuerver-

waltung und kann sowohl den Sachverhalt als auch Rechtsfragen frei überprüfen (vgl. § 126 

StG). In Bezug auf die Beweislast ist festzuhalten, dass der Nachweis für steuerbegründende 

Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsa-

chen grundsätzlich aber dem Steuerpflichtigen obliegt; dieser hat steuermindernde Tatsachen 

nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen.13 Ein allgemein gültiges Mass für das Be-

weismass lässt sich nicht aufstellen. Unter welchen Voraussetzungen ein rechtserheblicher 

Sachverhalt als ungeklärt betrachtet werden muss, respektive welcher Grad der Gewissheit 

erreicht werden muss, um eine Tatsache als wahr erscheinen zu lassen, hängt von den konkre-

ten Umständen im Einzelfall ab. Dabei muss zumindest glaubhaft gemacht werden, dass sich 

eine Tatsache so zugetragen hat wie behauptet, ohne das Gegenteil auszuschliessen. Es ge-

nügt in der Regel, wenn die Überzeugung der Behörde von der Lebenserfahrung und Vernunft 

getragen und auf sachlichen Gründen abgestützt ist. Besteht eine Sachverhaltslücke, so ist die-

se zu schliessen, indem die Veranlagungsbehörde jene tatsächlichen Verhältnisse als dargetan 

annimmt, die nach pflichtgemässem Ermessen aufgrund der bekannten übrigen Umstände am 

wahrscheinlichsten erscheinen.14  

 
8 Vgl. auch Art. 3 Abs. 2 StHG; Art. 3 Abs. 2 DBG und Art. 23 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 

10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210). 
9 Urteile vom 20. Januar 1994, E. 2a, StR 4911994 580 ff. und ASA 63 836. 
10 Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 108 la 252, E. 5a; Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 63, 

S. 836. 
11 StGE vom 18. September 2009, 510 09 37, E. 3 a). 
12 BGE 113 la 465, E. 3. 
13 Vgl. BGE 140 II 248, E. 3.5; BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich 

2016, S. 519; ZWEIFEL/CASANOVA/BEUSCH/HUNZIKER, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht Direkte Steuern, 2. 

Aufl., Zürich/Basel/Genf 2018, § 19 N 8 ff. 
14 Vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl., Zürich 2023, Art. 123 N 74 ff. 

 
 
Seite 8   

 

2.3. Aus dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 (BV; SR 101) verankerten Anspruch der Betroffenen auf rechtliches Gehör 

ergibt sich als Teilgehalt unter anderem die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Ent-

scheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Ent-

scheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die wesentli-

chen Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 

Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistand-

punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt.15 

Die Konsequenz einer Verletzung des Gehörsanspruchs ist grundsätzlich die Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids. Aufgrund der formellen Natur gilt dies unabhängig davon, ob der 

Entscheid in einem korrekten Verfahren anders oder gleich ausgefallen wäre.16  

 

2.4. Das Schreiben der Steuerverwaltung vom 15. Juli 2024, gegen welches der Rekurrent mit 

Schreiben vom 28. August 2024 Einsprache erhoben hatte und welches den Gegenstand des 

Einspracheentscheides der Steuerverwaltung vom 23. September 2024 bildete, ist die Kopie 

einer Mitteilung an den Arbeitgeber des Pflichtigen, dass weiterhin die Quellensteuer auf dem 

Erwerbseinkommen des Pflichtigen zu erheben sei. Gegen dieses Schreiben besteht grund-

sätzlich kein Rechtsmittel, da dem Schreiben kein Verfügungscharakter zukommt. Demnach 

hätte die Steuerverwaltung mangels eines tauglichen Rechtsmittels auf die mit Schreiben vom 

26. August 2024 gegen das Schreiben vom 15. Juli 2024 erhobene Einsprache nicht eintreten 

dürfen. Vielmehr hätte diese Eingabe von der Steuerverwaltung als Gesuch um einen anfecht-

baren Vorbescheid betreffend die steuerliche Ansässigkeit des Pflichtigen in der Schweiz ent-

gegengenommen und entsprechende Abklärungen zum grundlegenden Sachverhalt vorge-

nommen werden müssen. Überdies hätte der Einspracheentscheid vom 23. September 2024 

inhaltlich einlässlicher begründet werden müssen, sodass der Pflichtige seine Chancen und 

Risiken hätte abwägen können, um sein weiteres Vorgehen bestimmen zu können. Die Steuer-

verwaltung hat indes in ihren Ausführungen betreffend den Lebensmittelpunkt schlicht festge-

halten, dieser liege nicht im Kanton Basel-Landschaft. Diese Qualifizierung erfolgte zudem in 

einem Zeitpunkt, in welchen die Steuerperiode 2024 noch nicht beendet und es demzufolge 

auch nicht möglich war, die Wohnsitzfrage abschliessend zu beurteilen. Auf die Argumentation 

des Rekurrenten in der Einspracheschrift, er sei aus der Quellensteuerpflicht zu entlassen, da 

er seit April 2024 über die Niederlassungsbewilligung C verfüge und daher fortan ordentlich zu 

besteuern sei, ging die Steuerverwaltung zudem nicht ein. Auch dass sich der Rekurrent in der 

Eingabe vom 26. August 2024 zu keinem Zeitpunkt zum Thema der strittigen Quasi-

Ansässigkeit in der Steuerperiode 2023 geäussert hatte, blieb unberücksichtigt. 

 

2.5. Auch wenn das Steuergericht volle Kognition hat, ist es an die verfassungsmässigen Rech-

te gebunden, insbesondere an den Grundsatz der Gewährung des rechtlichen Gehörs.17 Ent-

sprechend darf ein Entscheid des Steuergerichts nicht zu einer Verkürzung des Instanzenzuges 

 
15 Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft [KGE] vom 30. November 2024, 810 24 204, E. 3.2; ZIEGLER in: 

Nefzger/Simonek/Wenk, [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, 

§ 123 N 10; Vgl. auch BGE 149 V 156 E. 6.1; BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 129 I 232 E. 3.2; je mit Hinweisen. 
16 HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, a.a.O., Rz. 839. 
17 Siehe vorne E.3.3. 

 
 
Seite 9   

führen. Der Pflichtige muss auch vor der Vorinstanz die Möglichkeit haben, seinen Standpunkt 

darzulegen und die Vorinstanz muss ihrerseits die Möglichkeit haben, entsprechende Sachver-

haltsabklärungen vorzunehmen. Wie aufgezeigt hat sich die Vorinstanz im Einspracheverfahren 

zu wenig mit der konkreten Situation auseinandergesetzt. Auch ist der Einspracheentscheid 

ungenügend begründet. Darüber hinaus hat sich an der heutigen Parteiverhandlung gezeigt, 

dass es durchaus fraglich ist, ob der Geschäftsbereich Quellensteuer der kantonalen Steuer-

verwaltung alleine zuständig ist, um über die Ansässigkeit einer Person in der Schweiz zu ent-

scheiden. Eine Verkürzung des Instanzenzuges würde vorliegend einen nicht wiedergutzuma-

chenden Rechtsnachteil für den Pflichtigen bewirken. Der angefochtene Entscheid vom 

23. September 2024 vermag nach dem Ausgeführten dem verfassungsmässigen Anspruch auf 

rechtliches Gehör schwerlich zu genügen. Demnach ist die Sache an die Vorinstanz zur Sach-

verhaltsergänzung und einlässlichen Begründung des Einspracheentscheids zurückzuweisen. 

 

 

3. 

3.1. Nach dem Ausgeführten wird der Rekurs im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, soweit 

darauf einzutreten ist und die Angelegenheit an die Steuerverwaltung zur materiellen Beurtei-

lung der Wohnsitzsituation des Rekurrenten an die Steuerverwaltung zurückgewiesen. Eine 

Rückweisung entspricht prozessual einem Obsiegen.18 

 

3.2. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 

Ausmass auferlegt.19 Nach dem Verursacherprinzip hat jedoch jene Partei die Kosten zu tragen, 

welche das Verfahren verursacht hat. Vorliegend tritt das Steuergericht in der Hauptsache nicht 

auf den Rekurs ein und weist den angefochtenen Entscheid, soweit es überhaupt darauf eintritt 

an die Vorinstanz zurück. Damit unterliegt der Pflichtige in der Hauptsache. Es rechtfertigt sich 

somit vorliegend vom Unterliegerprinzip abzuweichen und dem Rekurrenten die Verfahrenskos-

ten in der Höhe von CHF 1'500.– aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung wird nicht entrichtet.20 

 

  

 
18 vgl. BGE 137 V 210, E. 7.1, m.w.H. 
19 § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwal-

tungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271). 
20 § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO e contrario. 

 
 
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wird erkannt: 

 

1. 

Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen soweit darauf einzutreten ist und die 

Angelegenheit wird an die Steuerverwaltung zur materiellen Beurteilung der Wohnsitzsituation 

des Rekurrenten zurückgewiesen. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1'500.– zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 

 

4. 

Mitteilung an den Rekurrenten (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (1).