# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d8c0cab-e968-56c9-b8fd-27e8521d55b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.01.2014 200 2013 482
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-482_2014-01-13.pdf

## Full Text

200 13 482 UV
KOJ/REL/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Januar 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Mai 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitete seit dem 1. März 2006 als C.________ und war über seine Ar-
beitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert (Akten der SUVA 
[act. II] 1).

Am 7. Mai 2009 wurde der Versicherte in D.________ in eine Auffahrkolli-
sion verwickelt: aufgrund einer Kolonnenbildung musste er sein Auto ab-
bremsen, weshalb das nachfolgende Fahrzeug auf das Heck seines Autos 
auffuhr (act. II 8 S. 4). Der Versicherte wurde unmittelbar nach dem Unfall 
im Spital L.________ in D.________ behandelt (act. II 10) und es wurde – 
bei vorbestehenden Nackenbeschwerden (S. 1 Ziff. 5, act. II 12, act. II 19) 
– ein kranio-zervikales Beschleunigungstrauma zweiten Grades nach der 
Quebec Task Force (QTF)-Klassifikation diagnostiziert und eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100 % attestiert (act. II 10). Die SUVA erbrachte Versiche-
rungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlungskosten [act. II 25 S. 3 
Ziff. 5.1]). Am 25. Oktober 2010 erlitt der Versicherte einen zweiten Autoun-
fall (Akten der SUVA [act. IIA] 2), bei welchem er mit dem Auto in einen 
Kreisel fuhr und beim Verlassen des Kreisels hinten rechts von einem 
nachfolgenden Auto angefahren wurde und er sich in der Folge einmal um 
die eigene Achse drehte. Er wurde hiernach in der Notfallstation des Spitals 
F.________ untersucht (act. IIA 13). Die SUVA erbrachte auch für diesen 
Unfall Versicherungsleistungen (act. IIA 4). 

Der Versicherte konnte in der Folge wieder eine Tätigkeit im ursprünglichen 
Betrieb zu 2,5 Stunden pro Tag aufnehmen (vgl. act. II 80), klagte dabei 
jedoch weiterhin über Schmerzen, weshalb am 1. November 2011 eine 
kreisärztliche Untersuchung durchgeführt wurde (act. II 99). Nach einer 
stationären Abklärung in der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medi-
zin am G.________, H.________ (act. II 106), und einer psychiatrischen 
Beurteilung durch die Konsiliarpsychiaterin der SUVA (act. II 108) wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 3

der Versicherte durch Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, am 17. September 2012 psychiatrisch begutachtet 
(act. II 144). Dabei wurden insbesondere folgende Diagnosen gestellt: eine 
remittierte depressive mittelgradige Störung und eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41). 
Hierauf verfügte die SUVA am 12. März 2013 die Einstellung der Leistun-
gen per 17. März 2013, da die geklagten Beschwerden nicht adäquat kau-
sal zu den Unfällen vom 7. Mai 2009 bzw. vom 25. Oktober 2010 seien 
(act. II 160). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 4. April 
2013 (act. II 170) wurde mit Entscheid vom 3. Mai 2013 abgewiesen 
(act. II 173). 

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte – vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ – am 5. Juni 2013 Beschwerde. Er 
beantragt, der Einspracheentscheid vom 3. Mai 2013 sei aufzuheben und 
es seien ihm weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen gemäss 
UVG zu erbringen.

Mit ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2013 beantragt die Beschwerde-
gegnerin – vertreten durch ihre Rechtsabteilung – die vollumfängliche Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 4

(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Mai 2013 
(act. II 173). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf (weitere) Leistungen der Unfallversicherung und dabei insbesondere, 
ob die aktuell geklagten Beschwerden über den 17. März 2013 hinaus in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zu den Ereignis-
sen vom 7. Mai 2009 bzw. vom 25. Oktober 2010 stehen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 Bun-
desgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der Unfall-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 5

versicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als 
dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten 
Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht.

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.3.1 Hat eine versicherte Person mehr als einen Unfall mit Schleuder-
trauma der HWS oder gleichgestellter Verletzung erlitten, ist die Adäquanz 
für jeden Unfall gesondert zu beurteilen. Es ist jedoch nicht ausgeschlos-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 6

sen, die wiederholte Betroffenheit desselben Körperteils bei der Adäquanz-
prüfung zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere denkbar, wenn die 
Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse Beschwerden 
und/oder auf Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht voneinander ab-
gegrenzt werden können (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 106 E. 2.3). Der hinrei-
chend nachgewiesenen, durch einen früheren versicherten Unfall verur-
sachten dauerhaften Vorschädigung der HWS kann diesfalls im Rahmen 
der Beurteilung der einzelnen Kriterien – beispielsweise der besonderen Art 
der Verletzung oder des Grades der Arbeitsunfähigkeit – Rechnung getra-
gen werden (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 3 E. 3.3.2). 

2.3.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 134 V 
109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.3.3 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 115 
V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen und äquivalenten 
Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-Hirntraumen auf eine 
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten ver-
zichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 
Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die ver-
sicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine 
dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 
E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 
369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die 
Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der 
Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der 
Halswirbelsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). 
Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur An-
wendung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 7

2.3.4 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.4) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren 
Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2).

Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren 
Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. 
Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen da-
von erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 
E. 10.1 S. 126). Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurtei-
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genü-
gen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, 
welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder so-
gar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits 
kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn 
es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittle-
ren Bereich keines der Einzelkriterien in besonders ausgeprägter oder auf-
fallender Weise vor, so müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs drei Kriterien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). 
Handelt es sich um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den 
leichten Unfällen, müssen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien 
gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des 
Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 8

Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 
S. 366, 117 V 369 E.4c S. 384). 

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog 
der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 
E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu 
gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. 

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird – wie erwähnt – bei der Beur-
teilung der vorstehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwi-
schen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht 
entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder 
psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5d aa S. 364 und 
E. 6a S. 367; RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). 
Voraussetzung für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychi-
schen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 
organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzu-
führen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 
S. 48 E. 3b). 

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 7. Mai 2009 und am 25. Oktober 2010 jeweils einen Unfall im 
Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 vorstehend) und nach beiden Ereignis-
sen unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin 
hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht (vgl. u.a. 
act. II 25 S. 3 Ziff. 5.1 und act. IIA 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 9

Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf den be-
sagten Unfällen – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 17. März 2013 hinaus weiterhin Anspruch auf Leistun-
gen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die 
anhaltend geklagten gesundheitlichen Einschränkungen in einem an-
spruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
mit den Unfällen vom 7. Mai 2009 bzw. 25. Oktober 2010 stehen, wobei die 
Adäquanz für jeden Unfall getrennt zu beurteilen ist (vgl. E. 2.3.1 vorste-
hend). Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 
das folgende Bild:

3.1.1 Die Fachärzte des Spitals G.________ diagnostizierten in ihrem 
Bericht vom 27. Februar 2009 (act. II 19) chronische Zervikalgien bei einer 
leichten Segmentdegeneration C5/6 mit schwerer Bandscheibendegenera-
tion C6/7, jedoch ohne Neurokompression. Nach Ausschluss einer Neuro-
kompression sowie klinisch lokalisiertem Schmerzsyndrom im zerviko-
thorakalen Übergang ohne Ausstrahlung in die Arme empfehle sich vorerst 
kein operatives Vorgehen, sondern eine Schmerztherapie zur besseren 
Einstellung der oralen Analgetika sowie gegebenenfalls eine Triggerpunkt-
Infiltration.

3.1.2 Im Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-
zervikalem Beschleunigungstrauma vom 3. Juli 2009 (act. II 10) hielten die 
Dres. med. J.________ und Dr. med. K.________ vom Spital L.________ 
fest, dass sofort nach dem Unfall Kopf- und Nackenschmerzen, jedoch we-
der Gedächtnislücken noch Bewusstlosigkeit aufgetreten seien (S. 1 Ziff. 3 
und 4). Zudem beständen Ruhe- und Bewegungsschmerzen im Bereich 
der Halswirbelsäule (S. 2 Ziff. 6). Als vorläufige Diagnose wurde ein kranio-
zervikales Beschleunigungstrauma zweiten Grades nach der QTF-
Klassifikation festgehalten und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert 
(Ziff. 7 und 8).

3.1.3 Die Fachärzte des Spitals G.________ diagnostizierten in ihrem 
Bericht vom 31. Juli 2009 (act. II 17) ein beidseitiges cervikothorakales 
Schmerzsyndrom mit/bei leichtem Discusbulging C6/7 ohne Neurokom-
pression, altersmässig wenig gelbem Knochenmark in der HWS unklarer 
Ätiologie, differentialdiagnostisch möglicher tiefcervikaler Facettengelenk-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 10

sproblematik nach fraglichem Trauma vor 10 Jahren, aktuell vor allem myo-
fascialer Symptomatik, eine arterielle Hypertonie und unklare symmetrische 
Beinschmerzen nach Ruhepausen nach Anstrengung. Nach achtmaliger 
Triggerpunkt-Infiltration im Schulter-Nackenbereich kombiniert mit aktivier-
ender Physiotherapie hätten sich die Nackenbeschwerden deutlich gebes-
sert. Leider habe sich die Symptomatik wegen eines Auffahrunfalles am 
7. Mai 2009 vorübergehend verschlechtert. Seither beständen auch ver-
mehrte occipitale Kopfschmerzen und eine erstmalige Infiltration nach dem 
Unfall habe zu einer Schmerzverstärkung geführt. Wegen der Zunahme der 
Kopfschmerzen wolle der Beschwerdeführer vorerst keine weiteren Termi-
ne mehr wahrnehmen (S. 2).

3.1.4 Die Fachärzte des Spitals G.________ stellten in ihrem Bericht vom 
7. Dezember 2009 (act. II 32) fest, dass degenerative Veränderungen vor-
bestehend seien und aktuell die Schmerzen nach einem Unfall zunähmen. 
Der Vergleich mit Voraufnahmen vom 12. Januar 2009 zeige deutlich de-
generative Veränderungen über das normale Mass hinausgehend, jedoch 
ohne wesentliche Befundänderung und keine Spinalkanalstenose oder Lis-
thesis.

3.1.5 Anlässlich der ambulanten neurologisch-neurochirurgischen Unter-
suchung vom 16. Februar 2010 führten Prof. Dr. med. M.________, Fach-
arzt für Neurologie FMH, und die Assistenzärztin Dr. med. N.________ 
vom Spital G.________, im Bericht vom 2. März 2010 (act. II 50) aus, dass 
der Beschwerdeführer sich mit chronischen Kopf- und Nackenschmerzen 
bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen vorstelle und über subjektiv 
verstärkte Symptomatik seit einem Auffahrunfall im Mai 2009 klage. Dege-
nerative Wirbelsäulenveränderungen seien radiologisch vorbekannt gewe-
sen, es habe sich aber im Vergleich zur Bildgebung vom Januar 2009 keine 
Zunahme der degenerativen Veränderungen gezeigt. Eine radikuläre Sym-
ptomatik könne klinisch ausgeschlossen werden. Die vom Beschwerdefüh-
rer geschilderten Schmerzen erfüllten die Kriterien für chronische Span-
nungskopfschmerzen; inwiefern die degenerativen Veränderungen der 
HWS die Schmerzen auslösten oder verstärkten, müsse offen gelassen 
werden. Möglicherweise seien die degenerativen Veränderungen durch das 
Trauma aktiviert und destabilisiert worden. Die Diagnose lautete chronische 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 11

Kopf- und Nackenschmerzen bei ausgeprägten, degenerativen HWS-
Veränderungen. Bei der Beschwerdegegnerin sei der Beschwerdeführer 
bezüglich der Arbeitsfähigkeit optimal betreut, aufgrund der verminderten 
Belastbarkeit seien kurze, jedoch eventuell tägliche Arbeitseinsätze emp-
fohlen (S. 2).

3.1.6 Dr. med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, und Dr. med. P.________ 
von der Notfallstation am Spital F.________ untersuchten den Beschwer-
deführer nach seinem Unfall vom 25. Oktober 2010 und erstellten ein 
Röntgenbild. In ihrem Bericht vom 26. Oktober 2010 (act. IIA 13) hielten sie 
fest, dass die Beweglichkeit der HWS zwar schmerzbedingt stark einge-
schränkt sei, jedoch keine Hinweise auf frische ossäre Läsionen oder auf 
Pneumothorax beständen. Sie diagnostizierten eine erneute HWS-Distor-
sion mit/bei bekanntem beidseitigem cervikothorakalen Schmerzsyndrom 
mit leichtem Discusbulging C6/7 ohne Neurokompression und hielten die 
Verdachtsdiagnose auf tiefencervikale Facettengelenksproblematik nach 
fraglichem Trauma vor zehn Jahren fest. Der Beschwerdeführer werde in 
gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen.

3.1.7 Gemäss dem Bericht vom 9. August 2011 (act. IIA 43) führten 
Dr. med. Q.________, Fachärztin für Neurologie, und Dr. med. 
R.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin FMH, vom Spital 
G.________, ein MRI des Schädels und der HWS durch und diagnostizier-
ten chronische Kopf- und Nackenschmerzen bei ausgeprägten, degenerati-
ven HWS-Veränderungen (S. 2). Das Ausmass der Schmerzen könne je-
doch nicht durch die bekannten degenerativen HWS-Veränderungen und 
den zweimaligen Auffahrunfall erklärt werden. Am ehesten liege eine funk-
tionelle Ursache der Beschwerden vor, da das MRI neben unspezifischen 
Marklagerläsionen supratentoriell sowie stationären degenerativen HWS-
Veränderungen ohne Affektion nervaler Strukturen unauffällig ausgefallen 
sei.

3.1.8 Anlässlich eines Indikationsgesprächs vor multimodaler Schmerz-
therapie diagnostizierte Dr. med. S.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin FMH und Oberarzt des Ambulatoriums für H.________, Spital 
G.________, in seinem Bericht vom 27. Oktober 2011 (act. II 94) eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 12

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychologischen Anteilen 
(ICD-10: F45.41) und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: 
F32.1). Es sei eine stationäre multimodale Schmerzbehandlung während 
drei bis vier Wochen auf dieser Abteilung indiziert (S. 3).

3.1.9 Der Kreisarzt Dr. med. T.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, fasste im 
Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 1. November 2011 (act. II 99) 
die vorliegenden Akten zusammen und hielt fest, dass von einer weiteren 
Behandlung in Anbetracht des bisherigen Verlaufs keine wesentliche Bes-
serung zu erwarten sei (S. 9). Den angegebenen Beschwerden fehle ein 
organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen Verände-
rung, so dass diese Beschwerden als organisch nicht hinreichend nach-
weisbar zu werten seien (S. 10). Über die psychische Symptomatik infor-
miere der Bericht der Ärzte der Schmerzsprechstunde des Inselspitals 
(act. II 94) und als unfallfremd zu werten sei die geltend gemachte 
Schwäche an der unteren Extremität links, welche von diversen Untersu-
chern als am ehesten funktionell gewertet worden sei.

3.1.10 Nach einer stationären Abklärung und Behandlung vom 7. Novem-
ber bis zum 6. Dezember 2011 diagnostizierten Dr. med. U.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, und Dr. med. V.________ 
von der H.________ in ihrem Austrittsbericht vom 8. Dezember 2011 
(act. II 106) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psycho-
logischen Anteilen (ICD-10: F45.41) MMTS, eine mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10: F32.1) und eine leichte Niereninsuffizienz wahrscheinlich 
im Zusammenhang mit chronischer NSAR-Einnahme. Nach etwas mehr als 
einem Monat Arbeitspause nach dem Unfall vom Oktober 2010 habe der 
Beschwerdeführer ab Dezember 2010 wieder zu ca. 25 % zu arbeiten be-
gonnen und dieses Pensum seither halten können (S. 5). Der Beschwerde-
führer sehe sich in der Lage, die teilzeitige Tätigkeit wieder aufzunehmen.

3.1.11 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten vom 11. Oktober 2012 
(act. II 144) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine remittierte de-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 13

pressive mittelgradige Episode (ICD-10: F32.1 [S. 30 Ziff. 1]). Bezüglich der 
Kausalität sei davon auszugehen, dass eine unfallvorbestehende Schmer-
zerkrankung durch das erste und zweite Unfallereignis eine Art Verschlim-
merung erfahren haben dürfte, die weiter persistiere. Die natürliche Kausa-
lität für die festgehaltene Schmerzstörung (ICD-10: F45.41) und für die de-
pressive Störung sei in diesem Sinne zu bejahen, wenn die mittlerweile 
remittierte depressive Entwicklung in einer inadäquaten Verarbeitung des 
Unfalles und des Schmerzgeschehens verstanden werde (S. 28). Welcher 
der beiden Unfälle für die heutige Symptomatik (mehr) unfallkausal sei, 
könne nicht gesagt werden, da die beiden Unfälle für eine genaue Differen-
zierung zu nahe aufeinander lägen (S. 30 Ziff. 2). In Anbetracht der Aufhel-
lung der depressiven Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer 
Sicht von 80 % realistisch, allerdings unter der Voraussetzung, dass die 
tägliche Arbeit von sieben Stunden bzw. 35 Wochenstunden auf zehn Halb-
tage zu je dreieinhalb Stunden auf die Woche verteilt werde (S. 29). Über 
Mittag solle eine grössere Pause von zweieinhalb Stunden möglich sein. 
Zudem solle die Steigerung schrittweise über die nächsten Monate erfol-
gen, so dass auf Anfang 2013 oder im Frühjahr 2013 die 80 % realisiert 
werden könnten. Es sei von einem stabilen Zustand auszugehen, wesentli-
che Verbesserungen seien im Sinne des überwiegend Wahrscheinlichen 
nicht zu erwarten (S. 31 Ziff. 6). 

3.1.12 Prof. Dr. med. W.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, und 
lic. phil. E.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, von der 
H.________ diagnostizierten in ihrem Bericht vom 18. Dezember 2012 über 
die ambulante Behandlung des Beschwerdeführers (act. II 154) eine anhal-
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und einen Status 
nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1), aktuell teilremit-
tiert (S. 2). Aktuell sei es nicht möglich, das Arbeitspensum zu erhöhen, da 
die Schmerzen trotz regelmässig und konsequent durchgeführten thera-
peutischen Übungen im Tagesverlauf stark zunähmen. Der psychische 
Zustand des Beschwerdeführers sei stark von seinen Schmerzen abhän-
gig.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 14

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich massgeblich auf 
den Bericht des Kreisarztes Dr. med. T.________ vom 1. November 2011 
(act. II 99) und auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. I.________ 
vom 11. Oktober 2012 (act. II 144). Diese beiden Berichte erfüllen die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ih-
nen volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 351 E. 3b/bb bzw. E. 3b/ee 
S. 353). Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 
Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet, so dass darauf abzustel-
len ist.

3.3.1 Hinsichtlich des Fallabschlusses legen sowohl der psychiatrische 
Gutachter in seinem Gutachten vom 11. Oktober 2012 (act. II 144), wie 
auch der Kreisarzt in seinem Bericht vom 1. November 2011 (act. II 99) in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 15

schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar, dass von weiteren medizini-
schen Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitsscha-
dens erwartet werden kann (act. II 144 S. 31 Ziff. 6 und act. II 99 S. 9). Es 
finden sich in den Akten keine Hinweise, welche diese Einschätzung in 
Zweifel zu ziehen vermöchten, denn die behandelnden Fachärzte gehen 
übereinstimmend von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen 
und psychologischen Faktoren aus (vgl. act. II 94, act. II 106, act. II 144 
und act. II 154). In Anbetracht des bisherigen Verlaufs sei von einer weite-
ren Behandlung keine wesentliche Verbesserung zu erwarten (act. II 99 
S. 9). Es ist sodann mit dem psychiatrischen Gutachter davon auszugehen, 
dass an der Verbesserung der Schmerzstörung auch mit der Weiterführung 
der aktuellen Behandlung Zweifel bestehen (act. II 144 S. 31 Ziff. 6) und 
dass in psychiatrischer Hinsicht ab Anfang bzw. Frühjahr 2013 mit einer 
Arbeitsfähigkeit von 80 % gerechnet werden konnte (act. II 144 S. 29). 
Folglich ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses per 17. März 2013 mit 
gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Rente der Unfallversiche-
rung und eine Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden, was vom 
Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht auch nicht 
mehr beanstandet wurde (vgl. Beschwerde vom 5. Juni 2013).

3.3.2 Hinsichtlich der verbleibenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers geht aus dem Untersuchungsbericht des Kreisarztes 
vom 1. November 2011 (act. II 99) klar und schlüssig hervor, dass der Be-
schwerdeführer weiterhin über Schmerzen insbesondere im Nacken- und 
Schulter-Bereich klagt (S. 9). Den zeitlich nah am Unfallereignis erstellten 
und damit aussagekräftigen medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer zumindest beim ersten Auffahrunfall vom 7. Mai 
2009 ein kranio-zervikales Beschleunigungstrauma zweiten Grades erlitten 
hat (act. II 10). Darüber hinaus litt er nach diesem Unfall an Ruheschmer-
zen und Schmerzen bei Bewegung der HWS (act. II 10 S. 2 Ziff. 6). An 
Schwindel, Übelkeit und Erbrechen litt er nicht (S. 1 Ziff. 4.). Jeweils unmit-
telbar nach beiden Unfällen konnten die behandelnden Ärzte keine Hinwei-
se für frische strukturelle Veränderungen der HWS feststellen: nach dem 
ersten Unfall vom 7. Mai 2009 führten die Fachärzte Spitals G.________ in 
ihrem Bericht vom 7. Dezember 2009 (act. II 32) aus, dass zwar deutliche 
degenerative Veränderungen beständen, jedoch im Vergleich zu den Vor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 16

aufnahmen vom 12. Januar 2009 keine wesentliche Befundänderung vor-
liege. Auch die erstbehandelnden Ärzte der Notfallstation des Spitals 
F.________ hielten in ihrem Bericht vom 26. Oktober 2010 (act. IIA 13) 
fest, dass keine Hinweise auf frische ossäre Läsionen oder einen Pneumo-
thorax beständen. Vielmehr ist bereits aus dem Bericht des Spitals 
G.________ vom 27. Februar 2009 (act. II 19) und damit aus der Zeit vor 
dem ersten Unfall vom 7. Mai 2009 ersichtlich, dass der Beschwerdeführer 
an den Auswirkungen der degenerativen Veränderungen an der HWS C5/6 
und C6/7 litt und deshalb am Spital G.________ in Behandlung war und 
sich einer Therapie mit Triggerpunkt-Infiltration befand (act. II 17), welche 
jedoch aufgrund der Schmerzverstärkung nach dem ersten Auffahrunfall 
ausgesetzt wurde (S. 2). Auch wenn die Fachärzte des Spitals G.________ 
in ihrem Bericht vom 2. März 2010 (act. II 50) chronische Spannungskopf-
schmerzen diagnostizierten und dabei offenlassen mussten, ob diese durch 
die festgestellten degenerativen Veränderungen der HWS ausgelöst oder 
verstärkt würden, hielten sie jedoch eindeutig fest, dass keine Zunahme der 
degenerativen Veränderungen seit Januar 2009 vorliege. Immerhin hielten 
sie es für möglich, dass diese durch das Trauma des ersten Unfalles vom 
7. Mai 2009 aktiviert und destabilisiert worden seien.

Somit geht aus den vorliegenden medizinischen Unterlagen klar hervor, 
dass keine nachweisbaren organischen Gesundheitsschäden bezüglich der 
geklagten Beschwerden im HWS- und Nackenbereich vorliegen, die auf die 
beiden hier zur Beurteilung stehenden Unfälle zurückzuführen sind. Ob 
diese Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu den 
Unfällen vom 7. Mai 2009 und vom 25. Oktober 2010 stehen, soweit sie 
insbesondere das seit Jahren bestehende Schmerzgeschehen verstärkt 
haben, wie dies der psychiatrische Gutachter Dr. med. I.________ in sei-
nem Gutachten vom 11. Oktober 2012 postulierte (act. II 144), kann vorlie-
gend letztlich offen bleiben, da eine Leistungspflicht der Beschwerdegegne-
rin jedenfalls – wie nachfolgend dargelegt wird – an der fehlenden 
Adäquanz des Kausalzusammenhanges scheitert (vgl. zur Zulässigkeit 
dieser Vorgehensweise: BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). 

3.4 Die für die Adäquanzprüfung relevante Frage, ob der Beschwerde-
führer bei den Unfällen vom 7. Mai 2009 und vom 25. Oktober 2010 ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 17

Schleudertrauma erlitten hat, ist in beiden Fällen zu bejahen (act. II 10 und 
act. IIA 13). Das für ein Schleudertrauma typische Beschwerdebild ist bei 
sofortigem Auftreten von Kopf- und Nackenschmerzen (vgl. act. II 10 S. 1 
und act. IIA 13) – zumindest teilweise – erstellt (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Zur 
Prüfung der Adäquanz ist damit vorliegend die sogenannte Schleudertrau-
ma-Praxis anwendbar (vgl. E. 2.3.3 vorstehend).

4.

Bezüglich der Schwere der erlittenen Unfälle (vgl. E. 2.3.4 hiervor) ging die 
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid beim Unfal-
lereignis vom 7. Mai 2009, wie auch bei demjenigen vom 25. Oktober 2010 
von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 
aus (act. II 173 S. 8 Ziff. 5.4.3 und S. 9 Ziff. 5.4.4), was vom Beschwerde-
führer im vorliegenden Beschwerdeverfahren – wie nachfolgend aufzuzei-
gen ist zu Recht – nicht mehr bestritten wird (Beschwerde vom 5. Juni 2013 
S. 3 Art. 3). 

4.1 Aus den Unterlagen der Kantonspolizei geht hervor, dass der Be-
schwerdeführer bei seinem Unfall vom 7. Mai 2009 auf der X.________-
Strasse in Y.________ unterwegs war und anhalten musste, weil die Ko-
lonne vor ihm zum Stillstand kam. Da die Lenkerin des nachfolgenden Au-
tos einen nicht genügend grossen Sicherheitsabstand eingehalten hatte, 
fuhr sie auf das Heck des Autos des Beschwerdeführers auf (vgl. act. II 8 
S. 4). Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer am 7. Mai 2009 als 
Lenker eines Personenwagens an einem gewöhnlichen Auffahrunfall ohne 
irgendwelche spektakuläre Begleitumstände beteiligt war. Nach der biome-
chanischen Kurzbeurteilung (Triage) der Abklärungsstelle Z.________ vom 
10. August 2011 (act. II 91) dürfte die kollisionsbedingte Geschwindigkeits-
änderung (delta-v) des Fahrzeugs des Beschwerdeführers innerhalb eines 
Bereiches von 10-15 km/h gelegen haben (S. 3). Bei Geschwindigkeitsän-
derungen in diesem Rahmen ist gemäss ständiger Praxis von mittelschwe-
ren Ereignissen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen 
(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 9. Januar 2008, U 615/06, 
E. 2.4.2 mit Hinweisen). Die Qualifizierung der Beschwerdegegnerin bezüg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 18

lich der Schwere des erlittenen Unfalls ist folglich richtig und von den zur 
Adäquanzprüfung heranzuziehenden Kriterien nach BGE 134 V 109 müs-
sen deshalb zur Bejahung der Adäquanz vier Kriterien nachgewiesen sein, 
falls kein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter oder auffallender 
Weise gegeben ist (vgl. E. 2.3.4 hiervor sowie Entscheid des BGer vom 
29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5 mit Hinweis). 

4.1.1 Eine gewisse Eindrücklichkeit ist jedem mindestens mittelschweren 
Unfall eigen; für eine Bejahung des Kriteriums der besonderen Eindrück-
lichkeit reicht dies somit nicht (BGE 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127; SVR 2012 
UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5.1, 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.3.2). Anders als der Be-
schwerdeführer dies in der Beschwerde vom 5. Juni 2013 ausführt (vgl. 
S. 4 Ziff. III Art. 4) ist die Tatsache, dass er zwei Unfälle innerhalb von ei-
neinhalb Jahren erlebte, nicht unter dem Aspekt der der besonders drama-
tischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls 
zu prüfen, sondern bei der Prüfung des Kriteriums der besonderen Art der 
erlittenen Verletzung (vgl. E. 4.1.2 hiernach).

Objektiv betrachtet war das Unfallereignis vom 7. Mai 2009 ein typischer 
Auffahrunfall und weder von dramatischen Umständen begleitet noch be-
sonderes eindrücklich, weshalb das Kriterium der besonders dramatischen 
Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls nicht als 
erfüllt gelten kann.

4.1.2 Mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle können die vom Beschwerde-
führer beim Unfall am 7. Mai 2009 erlittenen (somatischen) Verletzungen 
nicht als besonders schwer oder von besonderer Art bezeichnet werden. 
Zudem genügt die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer HWS-
Distorsion für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere 
und besonderen Art der erlittenen Verletzung.

Hingegen ist unter dem Gesichtspunkt des Kriteriums der Schwere oder 
besonderen Art der erlittenen Verletzung die Tatsache zu berücksichtigen, 
dass der Beschwerdeführer schon vor dem Unfall vom 7. Mai 2009 unter 
Beschwerden aufgrund einer degenerativen Veränderung an der HWS litt 
und deshalb in ärztlicher Behandlung war (vgl. act. II 19 und act. II 17). Es 
handelte sich dabei namentlich um eine Bandscheibendegeneration am 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 19

zerviko-thorakalen Übergang (act. II 19). Da eine Neurokompression aus-
geschlossen werden konnte, wurde keine Operation, sondern die Anpas-
sung der oralen Analgetika und eventuell eine Triggerpunkt-Infiltration emp-
fohlen. Ein entsprechender Therapieversuch wurde dann nach dem ersten 
Unfall auf Wunsch des Beschwerdeführers wieder abgebrochen (act. II 17). 
Der seit mehreren Jahren bestehende Bandscheibenschaden des Be-
schwerdeführers war jedoch nicht besonders gravierend und hatte auch 
keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge (vgl. Erhebungsblatt für die Abklärung 
von HWS-Fällen vom 12. Juni 2009 [act. II 24 S. 3 unten]). Die sodann 
beim Unfall vom 7. Mai 2009 wirkenden Kräfte waren gering (vgl. act. II 91 
und E. 4.1 hiervor) und die festgestellten Befunde nach dem Unfall haben 
sich gemäss den Fachärzten des Spitals G.________ nicht geändert 
(act. II 32). Die subjektiv vom Beschwerdeführer geklagte verstärkte Sym-
ptomatik konnte schliesslich auch durch die neurologischen Fachärzte im 
Bericht vom 2. März 2010 nicht erklärt werden (act. II 50). Auch wenn eine 
HWS-Distorsion bei einer bereits vorgeschädigten Wirbelsäule speziell ge-
eignet ist, die typischen Symptome hervorzurufen und deshalb als Verlet-
zung besonderer Art zu qualifizieren ist, ist dabei mit Blick auf die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung in der Regel vorausgesetzt, dass die versi-
cherte Person im Zeitpunkt des Unfalles aufgrund dieser Schädigung be-
reits mindestens teilweise arbeitsunfähig war (Entscheid des BGer vom 
14. August 2008, 8C_759/2007, E. 5.3). Da der Beschwerdeführer bis zum 
ersten Unfall vom 7. Mai 2009 voll arbeitsfähig war, ist das Kriterium der 
Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung nicht gegeben. 

4.1.3 Nachdem die Triggerpunkt-Infiltration nach dem Unfall vom 7. Mai 
2009 nicht mehr weitergeführt wurde (vgl. act. II 17), haben die medizini-
schen Vorkehren insbesondere in medikamentöser und multimodaler 
Schmerztherapie, Physiotherapie, Solbadbesuchen und Verlaufskontrollen 
bestanden (vgl. u.a. act. II 57 Ziff. 3). Dies genügt jedoch nicht zur Beja-
hung des Kriteriums einer fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 
Behandlung (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 84 
E. 8.3.3; Entscheid des BGer vom 16. Februar 2009, 8C_327/2008, E. 4.2).

4.1.4 Für die Adäquanzfrage wesentlich können im Weiteren in der Zeit 
zwischen Unfall und Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch beste-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 20

hende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach 
den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die 
verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 
134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Der Beschwerdeführer bringt zwar in seiner 
Beschwerde vom 5. Juni 2013 vor, dass die Schmerzen seine gesamte 
Lebensführung beeinträchtigten und auch zu entsprechenden psychischen 
Beeinträchtigungen führten (S. 4 Ziff. 5). Hingegen sind diese geltend ge-
machten Schmerzen nicht objektivierbar und das Schmerzbild bestand im 
Übrigen zum Teil auch schon vor dem Unfall vom 7. Mai 2009 (vgl. 
act. II 17, act. II 94 S. 1 und act. II 99 S. 4 unten). Der Beschwerdeführer 
legt weder für die Zeit nach dem ersten noch für diejenige nach dem zwei-
ten Unfall substanziiert dar, wie und in welchem Mass die von ihm geltend 
gemachten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen seinen Lebensalltag 
beeinträchtigen, so dass diese als erheblich gelten könnten. Damit ist das 
Kriterium der erheblichen Beschwerden in Bezug auf den ersten Unfall 
nicht erfüllt.

4.1.5 Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 
erheblich verschlimmert hätten, finden sich in den Akten nach dem ersten 
Unfall vom 7. Mai 2009 nicht und werden vom Beschwerdeführer auch 
nicht geltend gemacht.

4.1.6 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen lie-
gen nicht vor. Es bedürfte hierfür besonderer Gründe, welche die Heilung 
beeinträchtigt haben. Dass Beschwerden trotz der durchgeführten Behand-
lungen persistieren, genügt nicht für die Bejahung des Kriteriums (Ent-
scheid des BGer vom 6. April 2009, 8C_1015/2008, E. 5.4.3). 

4.1.7 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiese-
ner Anstrengungen kann vorliegend in Bezug auf den ersten Unfall vom 
7. Mai 2009 als erfüllt gelten: Anstrengungen der versicherten Person kön-
nen sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger per-
sönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönli-
che Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu 
berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der gesund-
heitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Ge-
wicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Mas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 21

se arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann 
das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 130; SVR 2009 UV Nr. 
13 S. 56 E. 7.7.1).

Dem Beschwerdeführer wurde seit dem ersten Unfall vom 7. Mai 2009 bis 
zum Fallabschluss durchgehend mindestens eine Teilarbeitsunfähigkeit 
attestiert (vgl. act. II 61 und act. II 158). Zudem ist in Anbetracht der 
Bestätigung von Prof. Dr. med. W.________, dass der Beschwerdeführer 
seine therapeutischen Übungen regelmässig und konsequent durchführe 
(vgl. act. II 154), von einem ausreichenden Einsatz des Beschwerdeführers 
im Rahmen seiner medizinischen Therapiemassnahmen auszugehen. In-
dem die angestammte Arbeitgeberin die bereits vor dem ersten Unfall aus-
gesprochene Kündigung zurückgezogen und dem Beschwerdeführer gar 
die Möglichkeit geboten hat, in ihrem Unternehmen eine Arbeitstätigkeit in 
einem anderen Aufgabengebiet (administrative Arbeit am PC statt Tätigkeit 
als C.________) auszuüben, war es dem Beschwerdeführer auch möglich, 
ernsthafte Arbeitsversuche durchzuführen (vgl. act. II 25 S. 2 Ziff. 3 und 
act. II 41). Von dieser Möglichkeit hat der Beschwerdeführer Gebrauch ge-
macht und hat versucht, sich in einem anderen als seinem angestammten 
und dadurch seinen Beschwerden angepassten Tätigkeitsbereich einzuar-
beiten. Damit ist dieses Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 
ausgewiesener Anstrengungen erfüllt. Angesicht der bloss hälftigen Ar-
beitsunfähigkeit, welche bereits vor dem zweiten Unfall am 25. Oktober 
2010 (act. II 61) wieder möglich war und die gemäss der Prognose des 
psychiatrischen Gutachters voraussichtlich auf den Zeitpunkt des Fallab-
schlusses hin wieder auf 80 % gesteigert werden könne (act. II 144 S. 31 
Ziff. 6), kann das Kriterium aber nicht als in besonders ausgeprägter Weise 
erfüllt gelten.

4.1.8 Zusammengefasst ist in Bezug auf den ersten Unfall vom 7. Mai 
2009 einzig das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausge-
wiesener Anstrengungen erfüllt, dieses liegt jedoch in ausgeprägter Weise 
vor (vgl. E. 4.1.7 vorstehend).

4.2 In Bezug auf den zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 geht aus 
den Unterlagen der Kantonspolizei Bern (act. IIA 18 S. 4 ff.) hervor, dass 
der Beschwerdeführer sich in einem Kreisverkehr befand und diesen durch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 22

die zweite Ausfahrt verlassen wollte, als ein von der ersten Ausfahrt in den 
Kreisverkehr einbiegender Autofahrer den Vortritt des Beschwerdeführers 
missachtete und diesen hinten/seitlich rammte. Der Beschwerdeführer war 
angegurtet, der Airbag wurde nicht ausgelöst (act. IIA 8 S. 2) und es erfolg-
te kein Kopfanprall. Es traten beim Beschwerdeführer jedoch sofort Na-
cken-, Schultern- und Brustwirbelsäulenbeschwerden sowie Kopfweh und 
Schwindel auf (S. 3) und er wurde durch die Ambulanz aus dem Fahrzeug 
geborgen (act. IIA 18 S. 11). Gemäss der Biomechanischen Kurzbeurtei-
lung (Triage) vom 10. August 2011 der Z.________ (act. IIA 37) muss beim 
Zusammenstoss eine Geschwindigkeitsänderung (delta-v) hauptsächlich in 
Querrichtung gewirkt und unterhalb oder innerhalb eines Bereiches von 10-
15 km/h gelegen haben (S. 2). Auch dieser Unfall ist deshalb rechtspre-
chungsgemäss als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten 
Unfällen zu qualifizieren (vgl. E. 4.1 vorstehend), weshalb auch hier zur 
Bejahung der Adäquanz vier der massgebenden Kriterien nach BGE 134 V 
109 nachgewiesen sein müssen, falls kein einzelnes Kriterium in besonders 
ausgeprägter oder auffallender Weise gegeben ist (vgl. E. 2.3.4 und E. 4.1 
hiervor). 

4.2.1 Auch beim Unfall vom 25. Oktober 2010 ist mit einem Auffahrunfall 
bei relativ geringer Geschwindigkeit das Kriterium der besonders dramati-
schen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls 
nicht erfüllt. Dieses Kriterium ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund 
des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person, 
welches diese durch das Erleben eines zweiten Unfalls erfährt. Auch die-
sem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ist 
eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, welche jedoch auch hier noch nicht für 
die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. E. 4.1.1 vorstehend). 
Dass der Beschwerdeführer erst eineinhalb Jahre nach dem letzten Auffah-
runfall vom 7. Mai 2009 erneut in einen ähnlichen Unfall verwickelt war, ist 
auch hier nicht im Zusammenhang mit der Eindrücklichkeit des Unfalls oder 
den dramatischen Begleitumständen, sondern bei der besonderen Art der 
erlittenen Verletzung (vgl. E. 4.2.2 nachfolgend) zu berücksichtigen. 

4.2.2 Auch in Bezug auf den zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 ist un-
ter dem Aspekt der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 23

davon auszugehen, dass die Diagnose eines HWS-Distorsions-Traumas 
für sich alleine zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen 
Art der erlittenen Verletzung nicht ausreicht. Hingegen ist hier ebenfalls 
unter diesem Gesichtspunkt zu berücksichtigen, dass der Beschwerdefüh-
rer schon am 7. Mai 2009 einen typähnlichen Unfall erlitten hat und bereits 
davor aufgrund einer degenerativen Veränderung an der HWS in ärztlicher 
Behandlung war (vgl. E. 4.1.2 vorstehend).

Wie vorstehend ausgeführt, ist der seit mehreren Jahren bestehende 
Bandscheibenschaden des Beschwerdeführers nicht als besonders gravie-
rend einzustufen und hatte auch keine Auswirkungen auf dessen Arbeits-
fähigkeit (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Die dann beim Unfall vom 7. Mai 2009 wir-
kenden Kräfte waren gering (vgl. act. II 91 und E. 4.1.2 hiervor) und ver-
mochten die medizinisch objektivierbaren Befunde nicht zu verändern 
(act. II 32). Der Vorzustand vor dem zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 
kann infolgedessen auch nicht als gravierend eingestuft werden. Selbst 
wenn hier aufgrund der zeitlichen Nähe der beiden Auffahrunfälle zu Guns-
ten des Beschwerdeführers das Kriterium der Schwere und besonderen Art 
der erlittenen Verletzung als erfüllt angenommen würde, wäre dieses Krite-
rium nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt.

4.2.3 Die nach dem zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 weitergeführten 
Vorkehren in Form von medikamentöser und multimodaler Schmerzthera-
pie, Physiotherapie, Solbadbesuchen und Verlaufskontrollen reichen auch 
in Bezug auf diesen Unfall nicht aus, um das Kriterium einer fortgesetzt 
spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung zu bejahen (vgl. E. 4.1.3 
vorstehend).

4.2.4 Auch für die Zeit nach dem zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 
legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar, wie und in welchem 
Mass die gemachten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen ihn im Le-
bensalltag beeinträchtigen. Sie können deshalb auch in Bezug auf diesen 
Unfall nicht als erheblich gelten. Das Kriterium der erheblichen Beschwer-
den ist deshalb auch diesbezüglich nicht erfüllt (vgl. E. 4.1.4 hiervor).

4.2.5 Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, die die Unfallfolgen 
erheblich verschlimmert hätte, finden sich auch nach dem zweiten Unfall 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 24

vom 25. Oktober 2010 in den Akten nicht und werden vom Beschwerdefüh-
rer – wie auch bezüglich des ersten Unfalls (vgl. E. 4.1.5 vorstehend) – 
nicht geltend gemacht.

4.2.6 Auch nach dem zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 liegen weder 
ein schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen vor. Die-
ses Kriterium ist auch diesbezüglich nicht erfüllt (vgl. E. 4.1.6 hiervor).

4.2.7 Im Zusammenhang mit dem zweiten Unfall vom 25. Oktober 2010 
ist nach dem in Erwägung 4.1.7 Dargelegten das Kriterium der Arbeitsun-
fähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen ebenfalls erfüllt, da der Be-
schwerdeführer auch nach dem zweiten Unfall ernsthafte Arbeitsversuche 
in einem angepassten Tätigkeitsbereich unternommen hat (vgl. z.B. 
act. II 99 S. 5). In Anbetracht der Prognose des psychiatrischen Gutach-
ters, welcher voraussichtlich auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses hin 
wieder eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80 % vorsieht (act. II 144 
S. 31 Ziff. 6), kann das Kriterium auch in Bezug auf den zweiten Unfall nicht 
als in besonders ausgeprägter Weise erfüllt gelten. 

4.2.8 Nach den vorstehenden Ausführungen ist deshalb auch bezüglich 
des zweiten Unfalls vom 25. Oktober 2010 einzig das Kriterium der erhebli-
chen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen und allenfalls 
zu Gunsten des Beschwerdeführers dasjenige der Schwere oder besonde-
ren Art der erlittenen Verletzungen erfüllt (vgl. E. 4.2.2 und E. 4.2.7 hier-
vor).

4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den sieben relevanten 
Kriterien in Bezug auf beide Unfälle jeweils dasjenige der erheblichen Ar-
beitsunfähigkeit trotz ausgewiesenen Anstrengungen erfüllt ist, dies jedoch 
nicht in ausgeprägter Weise (E. 4.1.7 und E. 4.2.7 hiervor). Zu Gunsten des 
Beschwerdeführers kann bezüglich des zweiten Unfalls allenfalls auch das 
Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung als 
erfüllt angenommen werden (vgl. E. 4.2.2 vorstehend). Da auch dieses 
Kriterium aber jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise vorliegt, 
genügt dies zur Bejahung der Adäquanz allfälliger noch vorhandener un-
fallbedingter Beschwerden bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbe-
reich zu den leichten Ereignissen nicht (vgl. E. 2.3.4 vorstehend).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 25

5.

Fehlt es wie vorliegend beim Beschwerdeführer an der Kausalität zwischen 
den nach dem Fallabschluss noch bestehenden Beschwerden und den zu 
beurteilenden Unfällen, ist jegliche Leistungspflicht der Beschwerdegegne-
rin und insbesondere sowohl ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Unfallversicherung als auch auf eine Integritätsentschädigung 
ausgeschlossen. Nach dem Dargelegten ist die mit Einspracheentscheid 
vom 3. Mai 2013 (act. II 173) bestätigte Leistungseinstellung per 17. März 
2013 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2014, UV/2013/482, Seite 26

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.