# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 686b6442-3f01-5a8d-98fd-67f1a43416b0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.07.2009 D-4724/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4724-2009_2009-07-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4724/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4724/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria mit dem 
Schiff am 8. August 2008 verliess und am 4. September 2008 in der 
Schweiz im Empfangs-  und Verfahrenszentrum (EVZ) Z._______ um 
Asyl nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  einer  Kurzbefragung  im  EVZ 
Y._______ vom 23. September 2008, wohin er überwiesen worden ist, 
für die Dauer des Verfahrens dem Kanton X._______ zugewiesen wur-
de,

dass der Beschwerdeführer am 18. April  2009 wegen des Verdachts 
des Betäubungsmittelhandels in X._______ festgenommen wurde,

dass  er  sich  seither  im  Gefängnis  W._______  in  Untersuchungshaft 
befindet,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 29. Juni 2009 im Gefängnis 
W._______ direkt zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend machte, in seinem Dorf würde es ein Orakel geben,

dass sein Vater auserkoren worden sei, anlässlich eines Festes dem 
Orakel ein Opfer zu erbringen,

dass der Vater mit  einem Hieb eine Schildkröte in zwei gleichgrosse 
Teile hätte zerlegen müssen,

dass im Falle des Gelingens ein leichter Wirbelwind im Dorf entstehe,

dass das Dorf am 6. August 2008 indes von einem Erdbeben erschüt-
tert worden sei, worauf ihm (dem Beschwerdeführer) und den andern 
Dorfbewohnern bewusst worden sei, dass seinem Vater die Opfergabe 
misslungen und dieser gemäss den traditionellen Regeln in der Folge 
getötet worden sei,

dass er (der Beschwerdeführer) gewusst habe, dass gemäss Tradition 
der  erstgeborene  Sohn  eines  erfolglosen  Ritualisten  ebenfalls  dem 
Orakel geopfert werden müsse,

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dass er vor diesem Hintergrund Nigeria verlassen habe,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 10. Juli  2009 in  Anwendung  von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass  der  Beschwerdeführer mit  ans  BFM  gerichteter  Eingabe  vom 
15. Juli 2009 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 
2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass die vom BFM in Anwendung von Art. 8 Abs. 1 VwVG überwiesene 
Eingabe vom 15. Juli  2009 (Poststempel)  und die Akten am 24. Juli 
2009  beim  Bundesverwaltungsgericht  eintrafen  (Art. 109  Abs. 2 
AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die angefochtene Verfügung vom 10. Juli 2009 (Freitag) datiert,

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dass  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  vom  15.  Juli  2009  (Post-
stempel) innert der für Verfahren gegen Nichteintretensentscheide vor-
gesehenen Rechtsmittelfrist von 5 Arbeitstagen eingereicht worden ist 
und als rechtsgenüglich zu erachten ist,

dass  nach  dem Gesagten  auf  das  Schreiben  der  Bewährungs-  und 
Vollzugsdienste, MB 1,  Zürich vom 23. Juli  2009 im Zusammenhang 
mit den Eröffnungsmodalitäten nicht eingegangen zu werden braucht,

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ Z._______  bzw. in  den  48 Stunden nach 
der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt  eines Informationsblat-
tes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab, weder einen Pass noch eine Identitätskarte in Nigeria gehabt 
zu haben und sich dort nie habe ausweisen müssen,

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dass er von Nigeria in die Schweiz auf dem See- und Landweg gereist 
sei, wobei er weder im Besitz von Ausweispapieren gewesen noch je-
mals kontrolliert worden sei,

dass das Bundesamt diese Ausführungen des Beschwerdeführers zu-
treffend als realitätsfremd bezeichnete und unter Angabe der Fundstel-
len in den jeweiligen Protokollen weiter ausführte, die unsubstanziierte 
und  unrealistische  Beschreibung  des  Reisewegs  von  Nigeria  in  die 
Schweiz liesse darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer auf ei-
ner anderen als der von ihm genannten Route nach Europa gelangt 
und nicht bereit sei, seine wahren Reiseumstände und den wirklichen 
Verbleib seiner Identitätspapiere offenzulegen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  mit  der 
vorinstanzlichen Argumentation in diesem Zusammenhang nicht aus-
einandersetzt, sondern lediglich vorbringt, keine Dokumente zu besit-
zen und aufgrund seiner Haft keine solche beschaffen zu können,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass  es  den  Sachvortrag  des  Beschwerdeführers  – abgesehen  von 
dessen  Unglaubhaftigkeit  – als  flüchtlingsrechtlich  nicht  relevant  er-
achtete (Schutzfähigkeit des nigerianischen Staates, Nichtinanspruch-
nahme staatlichen Schutzes durch den Beschwerdeführer, innerstaatli-
che Fluchtalternative), 

dass  der  Beschwerdeführer  der  überzeugenden  Argumentation  des 
BFM in der Rechtsmitteleingabe keine stichhaltigen Gründe entgegen 
zu setzen hat, 

dass er es bei nicht über Allgemeinplätze hinausgehenden Ausführun-
gen bewenden lässt  (viele Leute wüssten über diesen Ritus im Dorf 
Bescheid;  die  Verneinung  dieses  Umstands  bedeute  für  den  Be-
schwerdeführer den Tod im Falle eines Vollzugs der Wegweisung; es 
seien  weitere  Abklärungen  in  diesem  Zusammenhang  unterlassen 
worden; während hunderten von Jahren würde es vertriebene Familien 
geben, von denen man nicht wisse, ob sie leben oder tot seien), 

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dass es der Beschwerdeführer insgesamt unterlässt nähere Hinweise 
oder Aufschlüsse für die von ihm behauptete (asylrelevante)  Gefähr-
dungssituation zu liefern, insbesondere unterbleibt eine Auseinander-
setzung mit den in diesem Zusammenhang ergangenen Erwägungen 
der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung,

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass der junge und – soweit aktenkundig – gesunde Beschwerdeführer 
vor  seiner  Ausreise  Erfahrungen  im  Erwerbsleben  als  Landwirt  und 
Schreiner sammelte und bei einer Rückkehr auf ein familiäres Bezie-
hungsnetz zurückgreifen kann,  was eine Reintegration  zusätzlich  er-
leichtert,

dass unter diesen Umständen der Vollzug der Wegweisung somit nicht 
unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Begeh-
ren abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der anwaltlichen Verbeiständung ge-
mäss Art. 65 Abs. 2 VwVG ("legal representativ [lawyer]") mangels Er-
füllen der Voraussetzungen von Absatz 1 der nämlichen Bestimmung 
deshalb ebenfalls abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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