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**Case Identifier:** 8c245914-198f-5511-adcc-6eddfc883d97
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.02.2025 810 2024 96 (810 24 96)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-96_2025-02-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 19. Februar 2025 (810 24 96) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Staatshaftung 
 
 
Staatshaftung nach Art. 5 SchKG / Pflichten der Konkursverwaltung bei der Wahrung 
paulianischer Anfechtungsansprüche / Überschuldungspauliana / Bindungswirkung von 
Rückweisungsentscheiden 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess, 

Daniel Noll, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, 
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christoph Grether, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Kanton Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Vorinstanz, vertreten 
durch Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, 
Regierungsgebäude, Rathausstrasse 2, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Staatshaftung nach Art. 5 SchKG  

(Verfügung der Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft vom 
25. März 2024) 

 
 
 

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A. Die B.____ AG war ein im Jahr 1966 von C.____ gegründetes international tätiges Fami-
lienunternehmen mit Sitz in D.____. Sie entwickelte Prozesslösungen in der industriellen Ver-
fahrenstechnik und stellte unter anderem Knetmaschinen für die Chemie-, Öl- und Lebensmit-
telindustrie her. Ab dem Jahr 2001 amtete E.____ als Verwaltungsratspräsident. Mit Verfügung 
vom 2. Juni 2016 eröffnete der Zivilkreisgerichtspräsident Basel-Landschaft Ost den Konkurs 
über die B.____ AG. Als Konkursverwalter wurde das Konkursamt Basel-Landschaft bestimmt. 
Der Konkurs wurde am 8. Oktober 2018 als geschlossen erklärt und die Gesellschaft in der Fol-
ge aus dem Handelsregister gelöscht. 
 
B. Die A.____ AG, F.____, ist eine Beteiligungsgesellschaft und die ehemalige Mutterge-
sellschaft der B.____ AG, an deren Aktienkapital sie zu 100 % beteiligt war. Ihre einzigen Aktio-
näre sind E.____, der zugleich das Amt des Verwaltungsratspräsidenten bekleidet, und seine 
Ehefrau G.____. Mit Gesuch vom 31. Januar 2020 gelangte die A.____ AG mit den Rechtsbe-
gehren an die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, der Kanton Basel-Landschaft 
sei unter o/e-Kostenfolge zur Zahlung eines Betrages von Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % an 
die Gesuchstellerin zu verurteilen. Weiter sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung 
Nr. XXXXXXXX des Betreibungsamts Basel-Landschaft in diesem Umfang zu beseitigen. Die 
Gesuchstellerin machte gestützt auf Art. 5 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und 
Konkurs (SchKG) vom 11. April 1889 einen Anspruch aus Staatshaftung geltend. Sie sei im 
Konkurs der B.____ AG mit einer Forderung von Fr. 130'401.-- in der 3. Klasse (mit Nulldivi-
dende) kolloziert worden. Sie habe sich gestützt auf Art. 260 SchKG von der Konkursverwal-
tung paulianisch anfechtbare Ansprüche abtreten lassen (Abtretungsbeschluss der Konkurs-
verwaltung vom 21. September 2018). Im Nachhinein habe sie feststellen müssen, dass diese 
Ansprüche zum Zeitpunkt der Abtretung bereits verjährt gewesen seien, da es die Konkursver-
waltung pflichtwidrig unterlassen habe, die Verjährung rechtzeitig zu unterbrechen. Durch die-
ses Versäumnis sei ihr ein Schaden in der geltend gemachten Höhe entstanden, für den sie 
vom Kanton auf dem Betreibungsweg vergeblich Ersatz gefordert habe. Die paulianischen An-
fechtungsansprüche seien gegen die H.____ AG und die I.____ AG gerichtet gewesen. Im 
Spätherbst 2015 habe sich die B.____ AG in einer Liquiditätskrise befunden. Im Zuge der Ret-
tungsbemühungen hätten sich die beiden Hausbanken als Sicherheit für zusätzliche Überbrü-
ckungskredite vertraglich die globale Abtretung von Debitorenforderungen einräumen lassen 
(H.____ AG: Vertrag vom 3./4. Dezember 2015; I.____ AG: Vertrag vom 8./9. Dezember 2015). 
Gegen die Sicherstellung der Überbrückungskredite sei nichts einzuwenden, die nachträgliche 
Bestellung von Sicherheiten auch für die vorbestehenden, ursprünglich ungesicherten Betriebs-
kredite sei jedoch unzulässig gewesen. Mit Hilfe der globalen Debitorenzession hätten die Ban-
ken ihre Forderungen aus den Betriebskrediten mittels Verrechnung getilgt und dadurch der 
Konkursmasse unrechtmässig Vermögenswerte entzogen, wodurch die Gläubiger geschädigt 
worden seien. Da den beiden Banken bewusst gewesen sei, dass die B.____ AG zum Zeitpunkt 
der Inanspruchnahme der Debitorenzession überschuldet gewesen sei, seien sowohl die Tat-
bestände der Überschuldungsanfechtung (Art. 287 SchKG) als auch der Absichtsanfechtung 
(Art. 288 SchKG) erfüllt worden. Ohne das Fehlverhalten der Konkursverwaltung hätte die Ge-
suchstellerin als Abtretungsgläubigerin die geschilderten paulianischen Ansprüche erfolgreich 
gegen die Banken durchzusetzen und ihren im Konkurs erlittenen Verlust vollständig auszuglei-
chen vermocht. 

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C. Nachdem eine am 12. August 2020 durchgeführte Einigungsverhandlung ergebnislos 
verlaufen war, lehnte die Sicherheitsdirektion am 21. Dezember 2020 namens des Kantons Ba-
sel-Landschaft die Rechtsbegehren der A.____ AG verfügungsweise ab. Zur Begründung wur-
de zusammengefasst erwogen, zur ordentlichen Amtsführung der Konkursverwaltung gehöre 
(auch) die Unterbrechung der Verjährung paulianischer Anfechtungsansprüche, selbst wenn die 
Erfolgsaussichten der Geltendmachung der Rechte als gering eingeschätzt würden. Eine Aus-
nahme dazu würden allerdings die Fälle bilden, in welchen so offensichtlich sei, dass ein An-
spruch nicht bestehe, dass es in guten Treuen nicht mehr als Aufgabe der Konkursverwaltung 
gelten könne, die Verjährung zu unterbrechen. In solchen Fällen liege keine Rechtswidrigkeit 
vor, welche eine Haftung des Kantons auslösen könne. Die vorfrageweise Überprüfung der gel-
tend gemachten paulianischen Ansprüche ergebe, dass die Auffassung der Gesuchstellerin 
rechtlich nicht haltbar sei. Sie übersehe, dass eine Anfechtung nach Art. 287 SchKG nur mög-
lich sei, wenn die Schuldnerin im Zeitpunkt der Bestellung der Sicherheiten bereits überschuldet 
gewesen sei, d.h. wenn die Aktiven in ihrer Bilanz noch nicht einmal mehr das Fremdkapital zu 
decken vermocht hätten. Die Gesuchstellerin selbst weise mit den eingereichten Unterlagen 
nach, dass die B.____ AG im Dezember 2015, als sie die fraglichen Sicherungsgeschäfte ab-
geschlossen habe, in die Insolvenz zu schlittern gedroht habe. Von einer Überschuldung sei 
indes damals keine Rede gewesen. Damit scheide eine Anfechtung dieser Geschäfte aus. Zur 
Tatbestandserfüllung einer Absichtspauliana nach Art. 288 SchKG bedürfe es eines ausdrückli-
chen Willens der Schuldnerin, einem oder einigen ihrer Gläubiger Schaden zuzufügen. Die 
Schädigungsabsicht müsse für die begünstigten Gläubiger überdies erkennbar sein. Angesichts 
der sich im 4. Quartal 2015 zuspitzenden Finanzlage der B.____ AG sei es wirtschaftlich nach-
vollziehbar und als üblich zu bezeichnen, dass die Banken für die risikobehaftete Liquiditäts-
spritze zusätzliche Sicherheiten verlangt hätten. Im Vorgehen der B.____ AG sei in keiner Wei-
se zu erkennen, dass sie sich in der beschriebenen Weise verhalten hätte, nur um einen Teil 
ihrer Gläubigerinnen zu schädigen. Noch weniger sei davon auszugehen, dass eine entspre-
chende Absicht für die angeblich begünstigten Banken erkennbar gewesen sei. Eine Anfech-
tung der Sicherungsgeschäfte sei daher zum Scheitern verurteilt gewesen. Damit habe die Ge-
suchstellerin durch den Umstand, dass ihr die Konkursverwaltung die Ansprüche nicht rechtzei-
tig abgetreten habe, ganz offensichtlich keinen finanziellen Schaden erlitten. 
 
D. Gegen die Verfügung der Sicherheitsdirektion vom 21. Dezember 2020 erhob die 
A.____ AG, vertreten durch Christoph Grether, Rechtsanwalt, mit Eingabe vom 4. Januar 2021 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung 
der Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft vom 21. Dezember 2020 als ungültig aufzuheben. 
Eventuell sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und demzufolge sei der Kanton Basel-
Landschaft zu verurteilen, der A.____ AG einen Betrag von Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % seit 
2. Juni 2018 zu bezahlen. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. XXXXXXXX des Betrei-
bungsamts des Kantons Basel-Landschaft vom 6. Juni 2019 sei im Umfang von 
Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % seit 2. Juni 2018 durch Rechtsöffnung zu beseitigen. Eventuell 
sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Kosten des Zah-
lungsbefehls sowie die o/e-Kosten seien dem Kanton Basel-Landschaft aufzuerlegen. Die 
A.____ AG rügte zunächst in formeller Hinsicht, ihr werde ein faires Verfahren verwehrt, weil ihr 

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aufgrund der schikanös anmutenden Eröffnung der Verfügung am 24. Dezember 2020 für die 
Ausarbeitung der Beschwerde gerade einmal vier Arbeitstage zur Verfügung gestanden hätten. 
Da die 10-tägige Beschwerdefrist mangels gesetzlichen Fristenstillstands über die Feiertage 
gelaufen sei, sei ihr so eine Einsichtnahme in die Akten zum Vorneherein verunmöglicht wor-
den. Durch die Verfahrensordnung werde zudem ihr verfassungs- und konventionsrechtlicher 
Anspruch auf Beurteilung durch ein unabhängiges und unparteiisches Gericht verletzt, denn die 
Sicherheitsdirektion erfülle diese Anforderungen nicht. Diese sei vielmehr befangene und vor-
eingenommene Parteivertreterin. In der Sache machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 
geltend, die Konkursverwaltung habe den Gläubigern erst im Zirkular vom 1. Juni 2018 die Ab-
tretung der Verantwortlichkeits- und paulianischen Anfechtungsansprüche angeboten. Letztere 
seien bereits am folgenden Tag, zwei Jahre nach der Konkurseröffnung, verjährt (aArt. 292 
SchKG). Der auf ihr Ersuchen ergangene Abtretungsbeschluss vom 21. September 2018 (rekti-
fiziert am 27. September 2018) habe sich demnach auf längst verjährte Forderungen bezogen, 
nachdem es die Konkursverwaltung versäumt habe, für die rechtzeitige Unterbrechung der Ver-
jährungsfrist besorgt zu sein. Die Konkursverwaltung habe die Frage, ob allenfalls paulianisch 
anfechtbare Handlungen vorgekommen seien, pflichtwidrig nicht abgeklärt. Die A.____ AG ha-
be von ihr schon mit Schreiben vom 17. Mai 2017 die Abtretung von Verantwortlichkeitsansprü-
chen sowie Ansprüchen paulianischer Art gemäss Art. 285 ff. SchKG verlangt, worauf jene nicht 
reagiert habe. Bei einem rechtzeitigen Handeln der Konkursverwaltung hätte sich die Verjäh-
rungsfrage gar nicht gestellt. Der Kanton hafte für den der A.____ AG aus der rechtswidrigen 
Unterlassung entstandenen Schaden. Die in der angefochtenen Verfügung aufgestellte Erfolgs-
prognose einer paulianischen Anfechtung sei falsch und beruhe teilweise auf falschen Annah-
men. Die Pauliana gemäss Art. 287 SchKG setze die Überschuldung des Schuldners voraus, 
die bereits dann gegeben sei, wenn das Fremdkapital die pfändbaren Aktiven übersteige bzw. 
die Gesamtheit der Passiven höher sei als die Gesamtheit der pfändbaren Aktiven. Die Behaup-
tung der Vorinstanz, wonach im fraglichen Zeitpunkt keine Überschuldung der B.____ AG vor-
gelegen habe, sei tatsachen- und aktenwidrig. Die Banken seien bereits im Oktober 2015 von 
einer Überschuldung ausgegangen, was sich darin zeige, dass die Kredite in den Abteilungen 
Recovery geführt worden seien. Die A.____ AG folgerte, angesichts dieser klaren Sach- und 
Rechtslage, aber auch aus geschäftspolitischen Gründen, hätten sich die solidarisch haftenden 
Banken - wäre die Verjährung nicht eingetreten gewesen - keinesfalls auf eine gerichtliche Aus-
einandersetzung eingelassen, sondern ihre Forderung gegen Zusicherung des Stillschweigens 
vergleichsweise bezahlt. Bezüglich der Absichtspauliana mache die Sicherheitsdirektion die 
B.____ AG überdies vom Opfer zur Täterin. Die Banken hätten ihr keine Zeit zur Reorganisation 
eingeräumt. Um die Geschäftstätigkeit nicht sofort einstellen zu müssen und die rund 100 Ar-
beitsplätze zu erhalten, habe sie sich dem Diktat der Banken fügen müssen. Eine Begünsti-
gungsabsicht hätten ausschliesslich die Banken gehegt. 
 
E. Das Kantonsgericht gewährte der A.____ AG mit Verfügung vom 8. Januar 2021 Frist 
zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung. In der entsprechenden Eingabe 
vom 8. März 2021 hielt die A.____ AG nach Einsicht in die Konkursakten an allen Ausführungen 
in der Beschwerdeeingabe fest. Sie bekräftigte, dass das Vorgehen der Konkursverwaltung 
unverständlich sei. Diese habe einzig die Mitglieder der damaligen Geschäftsleitung der B.____ 
AG, nicht aber deren Verwaltungsrat E.____ befragt. Die protokollierte Aussage "Forderungsab-

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tretungen keine" und die Antwort "p.M." auf die Frage nach paulianisch anfechtbaren Rechts-
handlungen entsprächen nicht den Tatsachen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Kon-
kursverwaltung nicht bei E.____ nachgefragt habe. 
 
F. In der Vernehmlassung vom 10. Mai 2021 stellte der Kanton Basel-Landschaft, vertreten 
durch die Sicherheitsdirektion, Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Er verwies 
zusammengefasst darauf, dass mit einer erstinstanzlich verfügenden Behörde und einem daran 
anschliessenden gerichtlichen Beschwerdeverfahren das bundesrechtliche Erfordernis eines 
doppelten kantonalen Instanzenzugs eingehalten werde. In der Sache hielt er an seinem Stand-
punkt fest, wonach keine werthaltigen paulianischen Anfechtungsansprüche bestanden hätten 
und die verspätet angebotene Abtretung der Ansprüche demgemäss keinen Schaden verur-
sacht habe. Auch wenn die Konkursverwaltung den Bestand solcher Ansprüche zugestande-
nermassen etwas stiefmütterlich behandelt habe, habe sie keine Veranlassung gehabt, das 
Thema zu vertiefen. Weder die B.____ AG noch die Banken seien bei der Diskussion der Ret-
tungsstrategien von einer Überschuldung ausgegangen. Die per 31. Oktober 2015 erstellte Zwi-
schenbilanz habe nicht einmal eine Unterbilanz ausgewiesen. Belege dafür, dass die B.____ 
AG anschliessend noch vor Jahresende in eine Überschuldung geschlittert sei, bringe die Be-
schwerdeführerin nicht bei. Entgegen ihrer Annahme bezeichne der Begriff der "Überschuldung" 
nicht untechnisch eine schlechte finanzielle Lage eines Unternehmens, sondern sei ein klar 
definierter buchhalterischer Tatbestand, der im Dezember 2015 nicht erfüllt gewesen sei. 
 
G. Mit Urteil vom 27. Oktober 2021 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde gut, hob die 
Verfügung der Sicherheitsdirektion vom 21. Dezember 2020 auf und wies die Angelegenheit im 
Sinne der Erwägungen an die Sicherheitsdirektion zurück (Verfahren Nr. 810 21 7). Das Gericht 
erachtete die formellen Einwände der A.____ AG für unbegründet, insbesondere würden mit 
der geltenden gesetzlichen Verfahrensordnung die bundesrechtlichen Anforderungen an ein 
faires Verfahren mit einem doppelten kantonalen Instanzenzug gewahrt. In der Sache erwog 
das Gericht zusammengefasst, im Falle der vorliegend gerügten unterlassenen Verjährungsun-
terbrechung sei im Staatshaftungsverfahren zu prüfen, ob der Schaden auch bei pflichtgemäs-
sem Verhalten der Behörde eingetreten wäre. Dies sei nur der Fall, wenn die Konkursverwal-
tung - oder an deren Stelle die A.____ AG als Abtretungsgläubigerin nach Art. 260 
SchKG - höchstwahrscheinlich mit einer Zivilklage im Namen der Konkursmasse gegen die 
Banken durchgedrungen wäre. Die Überschuldungsanfechtung setze voraus, dass der Schuld-
ner im Zeitpunkt der Vornahme der anfechtbaren Vermögensdisposition bereits überschuldet 
gewesen sei. Diesbezüglich habe die Sicherheitsdirektion soweit ersichtlich keine eigenen Be-
weise erhoben und der A.____ AG faktisch die Beweisführungslast auferlegt. Sie habe in Ver-
letzung des Untersuchungsgrundsatzes nicht beweismässig abgeklärt, ob die Bilanz der B.____ 
AG zum Zeitpunkt der anfechtbaren Rechtshandlungen eine Überschuldung aufgewiesen habe. 
Das Gericht hob den angefochtenen Entscheid aus diesem Grund auf und wies die Sicherheits-
direktion an, die Finanzlage der B.____ AG per 3./4. Dezember 2015 resp. 8./9. Dezember 
2015 unter Gewährung des rechtlichen Gehörs zu ermitteln und anschliessend neu zu ent-
scheiden. Was die Absichtspauliana betreffe, sei der angefochtene Entscheid dagegen nicht zu 
beanstanden. Die A.____ AG bestreite selber das entscheidende subjektive Tatbestandsmerk-
mal der Anfechtungsklage, die Schädigungsabsicht der Schuldnerin, und der entsprechende 

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Nachweis eines vorsätzlichen Handelns hätte sich in einer Zivilklage höchstwahrscheinlich auch 
nicht erfolgreich führen lassen. 
 
H. Im zweiten Rechtsgang lehnte die Sicherheitsdirektion am 25. März 2024 die Rechtsbe-
gehren der A.____ AG gemäss deren Gesuch vom 31. Januar 2020 erneut vollumfänglich ab. 
Sie hielt soweit nachfolgend interessierend fest, dass die B.____ AG im Dezember 2015, als sie 
die fraglichen Sicherungsgeschäfte geschlossen habe, zwar von der Insolvenz bedroht gewe-
sen sei. Aufgrund der von der Sicherheitsdirektion vorgenommenen internen Prüfung der Unter-
lagen und der Analyse eines seinerzeit von einem Unternehmensberatungsunternehmen er-
stellten Berichts habe sich indes nicht erstellen lassen, dass die B.____ AG bereits vor dem 
Jahreswechsel 2015/2016 überschuldet gewesen sei. Bei einer Bilanzierung zu Veräusse-
rungswerten habe jedoch gemäss Einschätzung der früheren Revisionsstelle wohl bereits eine 
Überschuldung bestanden. Bei Unterstellung einer solchen Überschuldungssituation kam die 
Sicherheitsdirektion zum Schluss, dass keine der beiden Banken die ihnen zugehaltenen Si-
cherheiten tatsächlich zum eigenen Vorteil verwertet habe. Eine Anfechtung der Sicherungsge-
schäfte der B.____ AG mit den Banken mit dem Ziel, die finanziellen Vorteile aus der Realisie-
rung der Sicherheiten von diesen herauszuverlangen, wäre daher ohne Zweifel zum Scheitern 
verurteilt gewesen. 
 
I. Mit Eingabe vom 5. April 2024 erhebt die A.____ AG, weiterhin vertreten durch Chris-
toph Grether, Rechtsanwalt, verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht mit den 
Rechtsbegehren, in Gutheissung der vorliegenden Beschwerde sei die revidierte Verfügung der 
Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft vom 25. März 2024 aufzuheben und demzufolge sei der 
Kanton Basel-Landschaft zu verurteilen, der Beschwerdeführerin einen Betrag von 
Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % seit 2. Juni 2018 zu bezahlen (Ziff. 1). Es sei der Rechtsvor-
schlag in der Betreibung Nr. XXXXXXXX der Zivilrechtsverwaltung, Betreibungsamt des Kan-
tons Basel-Landschaft, vom 6. Juni 2018 (recte: 2019) im Umfang von Fr. 130'401.-- nebst Zins 
zu 5 % seit 2. Juni 2018 durch Rechtsöffnung zu beseitigen (Ziff. 2). Eventuell sei die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 3). Weiter seien die Kosten des 
Zahlungsbefehls sowie die Gerichts- und Parteikosten der Sicherheitsdirektion aufzuerlegen. In 
der Beschwerdebegründung vom 7. Juni 2024 ändert die Beschwerdeführerin ihr Hauptbegeh-
ren dahingehend, dass die angefochtene Verfügung neu (ersatzlos) "als ungültig aufzuheben" 
sei, weil das kantonale Haftungsgesetz nicht anwendbar sei. Die ursprünglichen Hauptbegeh-
ren (Ziff. 1 und 2) werden neu nur noch eventualiter gestellt. Die Beschwerdeführerin wiederholt 
ihre frühere Kritik an der geltenden gesetzlichen Verfahrensordnung und der Verfahrensfairness 
und beklagt sich über die lange Verfahrensdauer. Sie rügt zudem verschiedene Gehörsverlet-
zungen im Zusammenhang mit der Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz. Des Weiteren 
beharrt sie auf ihrem Standpunkt, wonach die B.____ AG zum Zeitpunkt der Debitorenzession 
überschuldet gewesen sei, was auch den dadurch begünstigten Banken bewusst gewesen sei. 
 
J. Die Vorinstanz beantragt in der Vernehmlassung vom 12. August 2024 unter Verweis 
auf die angefochtene Verfügung die Abweisung der Beschwerde. Dies habe unter o/e-Kosten-
folge zu geschehen. 
 

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K. Am 16. September 2024 reicht die Vorinstanz aufforderungsgemäss die Vorakten nach. 
 
L. Die Beschwerdeführerin hat unaufgefordert repliziert (Eingabe vom 15. November 
2024). 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 7 Abs. 1bis des Gesetzes über die Haftung des Kantons und der Gemeinden 
(Haftungsgesetz, HG) vom 24. April 2008 i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sind erstinstanzliche 
Verfügungen über Staatshaftungsforderungen direkt beim Kantonsgericht mit der verwaltungs-
gerichtlichen Beschwerde anfechtbar. Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der ihr Scha-
denersatzbegehren abweisenden Verfügung zur Beschwerde legitimiert (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). 
Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht erhoben, die Sachurteilsvoraussetzungen sind 
grundsätzlich erfüllt. Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung ein-
zutreten. 
 
1.2 Die Beschwerdeführerin wiederholt in der Beschwerdebegründung vom 7. Juni 2024 den 
in der Beschwerdeeingabe vom 5. April 2024 nicht mehr gestellten ursprünglichen Hauptantrag, 
wonach die angefochtene Verfügung als ungültig aufzuheben sei. Die Beschwerdebegehren 
sind innert der Beschwerdefrist von 10 Tagen (§ 48 VPO) zu stellen (§ 5 Abs. 1 VPO). Nach 
Ablauf der Beschwerdefrist dürfen die Parteien die Anträge zur Sache zwar einschränken, nicht 
aber ausdehnen oder inhaltlich verändern (vgl. § 6 Abs. 1 VPO; Urteil des Kantonsgerichts, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. Juni 2020 [810 19 218] E. 1.3; 
BLKGE 2010 Nr. 46 E. 2.4). Es war somit zulässig, das in der Beschwerdeeingabe vom 4. Ja-
nuar 2021 gestellte Hauptbegehren im zweiten Rechtsgang einzuschränken. Nicht zulässig war 
es jedoch, diese Einschränkung im Rahmen der nachgereichten Begründung wieder rückgängig 
machen zu wollen. Auf das verspätete, den Beschwerdegegenstand inhaltlich verändernde 
neue Rechtsbegehren ist demnach nicht einzutreten. Ohnehin betrifft der Beschwerdeantrag 
eine im vorliegenden Verfahren bereits beurteilte Rechtsfrage. Das Kantonsgericht hat das 
Hauptbegehren der Beschwerdeführerin um Aufhebung der angefochtenen Verfügung "wegen 
Ungültigkeit" bereits ausdrücklich abgewiesen (KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] 
E. 3.4). Das Rechtsbegehren zielt damit gleichzeitig am zulässigen Streitgegenstand vorbei 
(dazu unten E. 3.2; vgl. KGE VV vom 22. Februar 2017 [810 16 304] E. 1.2). 
 
1.3 Die kantonsgerichtlichen Akten des ersten Rechtsgangs wurden antragsgemäss beige-
zogen. Von der seitens der Beschwerdeführerin beantragten Durchführung einer Parteiverhand-
lung mit Parteibefragung und Zeugeneinvernahmen ist abzusehen, weil aus diesen Beweiser-
hebungen - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt - kein entscheidwesentlicher 
Erkenntnisgewinn resultieren würde (vgl. dazu auch unten E. 8.3). Soweit die Beschwerdeführe-
rin eine Parteiverhandlung anbegehrt, um dem Gericht ihren rechtlichen Standpunkt darzule-
gen, wird darauf verwiesen, dass sie die entsprechende Gelegenheit bereits im Rahmen des 

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Schriftenwechsels erhalten und insbesondere bezüglich des Replikrechts auch wahrgenommen 
hat. 
 
2. Verfügungen gemäss § 7 Abs. 1bis des Haftungsgesetzes beurteilt das Kantonsgericht 
mit voller Kognition (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3.1 Rückweisungsentscheide sind für das weitere Verfahren grundsätzlich verbindlich. Dies 
gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowohl für die erste Instanz, an welche die 
Sache zurückgewiesen wird, als auch im zweiten Umgang für das Gericht, das den Rückwei-
sungsentscheid erlassen hat (Urteil des BGer 1C_285/2022 vom 25. Juni 2024 E. 3.2.4; Urteil 
des BGer 1C_205/2016 vom 10. November 2016 E. 4.6.2; LORENZ DROESE, Res iudicata ius 
facit, Bern 2015, S. 270 f.). Bei der Bindungswirkung von Rückweisungsentscheiden handelt es 
sich um einen prozessökonomisch motivierten allgemeinen Grundsatz des öffentlichen Verfah-
rensrechts, der zwar in der Verwaltungsprozessordnung nicht ausdrücklich erwähnt wird, aber 
auch ohne solche Erwähnung Geltung beansprucht (vgl. RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, 
Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2020, Rz. 2894; Urteil des BGer 4A_646/2011 
vom 26. Februar 2013 E. 3.2). Irrelevant ist, dass das Gericht in der Regel mit seinem Rückwei-
sungsentscheid formell die ganze angefochtene Verfügung aufhebt. Entscheidend für die sach-
liche Bindungswirkung ist nicht das Urteilsdispositiv, sondern die materielle Tragweite des 
Rückweisungsentscheids, die sich aus dem Dispositiv und der Begründung ergibt (vgl. BGE 
150 IV 417 E. 2.4.1; BGE 148 I 127 E. 3.1; Urteil des BGer 1C_285/2022 vom 25. Juni 2024 
E. 3.2.4). 
 
3.2 Das Kantonsgericht ist damit an seine im Rückweisungsentscheid vom 27. Oktober 
2021 geäusserten Rechtsauffassungen gebunden. Dies gilt namentlich für die Frage der An-
wendbarkeit des Haftungsgesetzes. Die Staatshaftung ist für den Bereich des Schuldbetrei-
bungs- und Konkursrechts materiell abschliessend durch das Bundesrecht geregelt. Verfah-
rensrechtlich sind für die Geltendmachung von auf Art. 5 SchKG gestützten Staatshaftungsan-
sprüchen die allgemeinen Verfahrensbestimmungen des kantonalen Haftungsgesetzes an-
wendbar, soweit das Bundesrecht keine verfahrensrechtlichen Vorgaben macht (KGE VV vom 
27. Oktober 2021 [810 21 7] E. 3.2.2). Weiter ist die kantonale Verfahrensordnung, die für die 
erstinstanzliche Beurteilung eine Verwaltungsbehörde und kein institutionell unabhängiges 
Gremium vorsieht, mit dem Grundrecht auf unbefangene Entscheidträger und dem bundes-
rechtlichen Prinzip des doppelten Instanzenzugs vereinbar (E. 3.2.3 - 3.2.5). Soweit sich die 
Parteien im zweiten Rechtsgang zu diesen und anderen vom Kantonsgericht bereits entschie-
denen Rechtsfragen äussern, ist darauf unter Verweis auf die entsprechenden Erwägungen des 
Rückweisungsentscheids nicht weiter einzugehen. 
 
3.3.1 Im Falle eines Rückweisungsentscheids hat die mit der Neubeurteilung befasste Vor-
instanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, mit der die Rückweisung 
begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Sie hat die aufgrund des Rückwei-
sungsentscheids zu treffenden zusätzlichen Abklärungen vorzunehmen. Abgesehen davon und 
allenfalls von zulässigen Noven ist es der Vorinstanz, wie auch den Parteien, wegen der Bin-
dungswirkung des Rückweisungsentscheids verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen 

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anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Ge-
sichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt 
nicht in Erwägung gezogen worden sind (BGE 150 IV 417 E. 2.4.2; BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 
Urteil des BGer 2C_497/2018 vom 4. Juli 2019 E. 2.4). 
 
3.3.2 Soweit die Beschwerdeführerin in der Beschwerdebegründung vom 7. Juni 2024 erst-
mals im Verfahren neue tatsächliche Behauptungen zu einer weiteren aus ihrer Sicht paulia-
nisch anfechtbaren Transaktion (Sachverhaltskomplex J.____) aufstellt, ist ihr dies schon allein 
aufgrund der Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids verwehrt. Ganz am Rande thema-
tisiert die Beschwerdeführerin angeblich anfechtbare Faustpfandverschreibungen der beiden 
Hausbanken. Zu diesem Sachverhalt findet sich in der ursprünglichen Beschwerdebegründung 
vom 8. März 2021 gerade einmal ein einziger Satz, wobei darin nur die I.____ AG erwähnt wird. 
Faustpfandverschreibungen hatte die Beschwerdeführerin in ihrem Schlichtungsgesuch vom 
31. Januar 2020 überhaupt nicht erwähnt, weshalb die Verfügung der Sicherheitsdirektion vom 
21. Dezember 2020 dazu keine Ausführungen enthält. Für neue tatsächliche Behauptungen gilt 
im kantonsgerichtlichen Verfahren die Novenschranke gemäss § 6 Abs. 2 VPO, wonach neue 
Tatsachenbehauptungen nur vorgebracht werden können, sofern dies unverschuldet nicht vor-
her möglich gewesen ist. Dass die Beschwerdeführerin die rechtsrelevanten Tatsachen rund 
um die Faustpfandverschreibungen prozesskonform in das vorinstanzliche Verfahren einge-
bracht hat, ist weder ersichtlich noch dargetan. Die angesprochenen Rechtsgeschäfte sind - wie 
es im Übrigen bereits im Rückweisungsentscheid gehandhabt wurde - nachfolgend nicht näher 
zu erörtern. 
 
3.3.3 Im vorliegenden Fall hielt das Kantonsgericht im Rückweisungsentscheid bezüglich der 
Überschuldungspauliana fest, dass gewisse Rechtshandlungen - unter anderem die Bestellung 
von Sicherheiten für bereits bestehende Verbindlichkeiten - anfechtbar seien, wenn der Schuld-
ner im Zeitpunkt der Vornahme bereits überschuldet gewesen sei. Bei der Beurteilung der Fi-
nanzlage seien die Aktiven sowohl zu Fortführungs- wie auch zu Veräusserungswerten einzu-
setzen. Eine Überschuldung liege erst vor, wenn die Forderungen der Gläubiger nach beiden 
Bewertungsarten durch die Aktiven nicht mehr gedeckt seien (KGE VV vom 27. Oktober 2021 
[810 21 7] E. 6.1). Die Vorinstanz wurde anschliessend angewiesen, die Finanzlage der B.____ 
AG per 3./4. Dezember 2015 resp. 8./9. Dezember 2015 zu ermitteln und anschliessend neu zu 
entscheiden (E. 6.6). In Missachtung dieser Vorgaben hat die Vorinstanz in der Folge keine 
Zahlen erhoben und im angefochtenen Entscheid keine konkreten Sachverhaltsfeststellungen 
zu den Aktiven und Verbindlichkeiten der B.____ AG im fraglichen Zeitraum getroffen. In Ab-
weichung von der für sie verbindlichen rechtlichen Beurteilung durch das Kantonsgericht (und 
unter falscher Zitierung einer Kommentarstelle) liess die Vorinstanz sodann eine Überschuldung 
nach Liquidationswerten, die "wohl" bestanden habe, für den Nachweis der Überschuldung ge-
nügen. Bei dieser Ausgangslage wäre die Streitsache grundsätzlich abermals an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Mit Blick auf die bereits lange Verfahrensdauer ist dem Beschleunigungsgebot 
indessen erhöhte Bedeutung beizumessen. Anders als im ersten Rechtsgang liegen dem Kan-
tonsgericht nunmehr auch umfangreiche Akten vor, die einen Entscheid in der Sache zulassen. 
Wie in den nachfolgenden Erwägungen zu zeigen sein wird, präsentiert sich die Sachlage vor-

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liegend eindeutig, weshalb eine (erneute) Befassung der Vorinstanz einem unnötigen formalisti-
schen Leerlauf gleichkäme. Von einer Rückweisung ist dementsprechend abzusehen. 
 
4. Die Beschwerdeführerin erhebt (auch) bezüglich des zweiten Entscheids der Vorinstanz 
formelle Rügen, die vorab zu behandeln sind. 
 
4.1 Über die ganze Beschwerdebegründung verstreut moniert die Beschwerdeführerin aus-
drücklich oder sinngemäss verschiedene Verletzungen des Anspruchs auf ein faires Verfahren, 
hauptsächlich bezüglich des rechtlichen Gehörs. Indem die Vorinstanz einen fertig ausgearbei-
teten Entwurf der beabsichtigten Verfügung angefertigt habe, habe sie zu erkennen gegeben, 
dass sie die Streitfrage bereits vor der Gehörsgewährung negativ beurteilt und sich zum Verfü-
gungsinhalt endgültig festgelegt habe. Dem gesuchsabweisenden Verfügungsentwurf müsse 
naturgemäss entnommen werden, welcher Entscheid getroffen werden solle, und es sei illuso-
risch, diesen mit einer Stellungnahme umstossen zu wollen, nachdem die Meinung der Gegen-
seite gemacht sei. Die Einräumung des rechtlichen Gehörs sei damit zur blossen Farce ver-
kommen. Die Beschwerdeführerin habe sodann durch die angefochtene Verfügung erstmals 
Kenntnis davon erhalten, dass die Vorinstanz intern mit dem Leiter des Bereichs Betriebswirt-
schaft ihres Generalsekretariats die Überschuldungsfrage abgeklärt habe. Sie sei nicht an der 
internen Beweiserhebung beteiligt worden. Weiter seien die Akten der B.____ AG von der Kon-
kursverwaltung ohne systematische Anordnung in 67 nur teilweise beschrifteten Zügelkartons 
abgelegt worden. Aufgrund des Durcheinanders sei der Beschwerdeführerin auch die sachdien-
liche Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts verunmöglicht worden. 
 
4.2 Als Teilaspekt eines fairen Verfahrens verankert Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 den Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Dieses umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, 
damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 149 I 
153 E. 2.2). Es dient auf der einen Seite der Sachaufklärung, auf der anderen Seite stellt es ein 
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht dar (BGE 150 I 174 E. 4.1; BGE 148 II 73 E. 7.3.1; 
BGE 142 I 86 E. 2.2). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich zudem insbesondere 
das Recht der Betroffenen, sich vor Erlass eines Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche 
Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört 
zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumin-
dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dies geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen 
(BGE 147 I 433 E. 5.1; BGE 145 I 167 E. 4.1). 
 
4.3 Mit Schreiben vom 23. November 2023 unterbreitete die Vorinstanz der Beschwerdefüh-
rerin einen Entwurf der angefochtenen Verfügung im Sinne eines Vorbescheids vorab zur Stel-
lungnahme. Damit hatte die Beschwerdeführerin die Möglichkeit, eigene Vorbringen und Be-
denken zu äussern, Beweisanträge zu stellen und auf den anschliessenden Verfügungserlass 
einzuwirken. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, worin die Beschwerdeführerin bei dieser Vor-
gehensweise eine Verletzung ihrer Mitwirkungsrechte erblickt. Die Vorinstanz geht damit sogar 
über den gesetzlichen (§ 13 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft [VwVG BL] 
vom 13. Juni 1988) und verfassungsrechtlichen Mindestanspruch auf rechtliches Gehör hinaus, 

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indem sie Gelegenheit einräumt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen 
Endentscheid zu äussern (BGE 142 V 380 E. 5.2.2; BGE 134 V 97 E. 2.8.2). Die Beschwerde-
führerin führte in ihrer Stellungnahme an die Vorinstanz vom 15. Januar 2024 aus: "Wir gehen 
jedoch davon aus [recte wohl: "Wir sehen jedoch davon ab"], uns im Detail zu Ihrem einseitigen 
Entwurf zu äussern, da wir davon überzeugt sind, dass wir Sie nicht in einer Weise beeinflussen 
können, die dazu führt, dass Sie die Staatshaftung bejahen, zumal von Ihrer Seite ja ein vorläu-
figer Entscheid zur Diskussion gestellt wird. Hätten Sie uns früher - vor diesem Verfügungsent-
wurf - zu einer Stellungnahme eingeladen, so hätte sich die Sache wohl anders dargestellt und 
entwickelt." Wenn die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren bewusst davon absah, 
die ihr eingeräumten Mitwirkungsrechte wahrzunehmen und insbesondere auf eine Korrektur 
der (vermeintlichen) Verfahrensmängel hinzuwirken, kann sie sich nachher nicht im Rechtsmit-
telverfahren über eine Gehörsverweigerung beklagen. Dieses inkonsequente Prozessverhalten 
verdient keinen Rechtsschutz (vgl. BGE 149 III 12 E. 3.2.1; BGE 143 V 66 E. 4.3; BGE 135 III 
334 E. 2.2). 
 
4.4 Anders als die Beschwerdeführerin meint, verstösst die Anhörung mittels Zustellung ei-
nes Verfügungsentwurfs auch nicht gegen den verfassungsmässigen Anspruch auf gleiche und 
gerechte Behandlung (Art. 29 Abs. 1 BV), der als Teilgehalt des Rechts auf ein faires Verfahren 
unter anderem einen Entscheid durch unvoreingenommen und unparteiisch mitwirkende Ver-
waltungsangestellte garantiert (BGE 142 I 172 E. 3.2). Die wirksame Ausübung des vorgängi-
gen Äusserungsrechts als Mitwirkungsrecht setzt im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren 
unabdingbar voraus, dass die betroffene Person über sämtliche für die Entscheidfällung rele-
vanten Grundlagen und Wesentlichkeiten in Kenntnis gesetzt wird. Sie muss Inhalt und Trag-
weite der geplanten Anordnung kennen, da sie sonst kaum imstande ist, ihre Interessen wirk-
sam wahrzunehmen (MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches 
Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 259 f.). Hierzu müssen 
sich die das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren im Namen der Behörde instruierenden Per-
sonen zwangsläufig eine Meinung zu den entscheidrelevanten Fragen bilden und diese vorläu-
fige Rechtsauffassung auch kommunizieren. 
 
4.5 Was die in der Beschwerde gerügte heimliche direktionsinterne Beweiserhebung betrifft, 
so wird dem gehörsrechtlichen Anspruch auf Teilnahme am Beweisverfahren nach dem hier 
anwendbaren Verwaltungsverfahrensgesetz (vgl. § 9 VwVG BL) im Falle der Einholung von 
Auskünften Genüge getan, wenn der betroffenen Person nachträglich die Möglichkeit einge-
räumt wird, sich zum Beweisergebnis zu äussern und Berichtigungen resp. zusätzliche Beweis-
erhebungen zu verlangen. Ein vorgängiges Mitwirkungsrecht zur Frage, ob, beim wem und wie 
diese Beweise erhoben werden, lässt sich auch aus Art. 29 Abs. 2 BV nicht ableiten (vgl. BGE 
144 IV 69 E. 2.5). Die aufgeworfene Thematik ist aber vorliegend insofern von hypothetischer 
Natur, als dass die im angefochtenen Entscheid angesprochene Abklärung der Überschul-
dungsfrage beim Leiter des Bereichs Betriebswirtschaft im Generalsekretariat der Vorinstanz 
aktenmässig nirgends dokumentiert ist. Da kein entsprechendes Beweismittel existiert, lässt 
sich der Entscheid nicht auf die angebliche Fachmeinung des Leiters abstützen. Die entspre-
chende Passage in den Entscheiderwägungen geht beweismässig nicht über den Wert einer 
blossen Parteibehauptung hinaus. 

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4.6 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin lässt sich aus dem Anspruch auf Akten-
einsicht kein Anspruch auf Aufbereitung der Akten des Konkursverfahrens ableiten. Entschei-
dend bleibt, dass die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren die Möglichkeit hatte, 
die Unterlagen der B.____ AG zu sichten. Etwaige faktische Schwierigkeiten, die sich aus der 
Menge und Art der Ablage der Dokumente ergeben mögen, können daran für die rechtliche 
Beurteilung nichts ändern (BGE 144 II 427 E. 3.2.2). Allfällige Mängel bei der Aktenführung wä-
ren zudem nicht der Vorinstanz, sondern der ehemaligen Konkursverwaltung anzulasten. Die 
Gehörsrüge der Beschwerdeführerin erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. Mit 
Blick auf die materielle Streitfrage bleibt schliesslich anzumerken, dass es in einem Zivilprozess 
gegen die Banken ebenso alleinige Sache der Beschwerdeführerin gewesen wäre, die für die 
Prozessführung relevanten Aktenstücke zusammenzusuchen. 
 
5. Im ersten Rechtsdurchgang blieb die Frage der Überschuldungsanfechtung unbeantwor-
tet. Die für den Entscheid massgebenden rechtlichen Bestimmungen und aufgeworfenen 
Rechtsfragen sind nachfolgend zu rekapitulieren (vgl. KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] 
E. 5): 
 
5.1 Nach Art. 5 Abs. 1 SchKG haftet der Kanton für den Schaden, den die Beamten und 
Angestellten, ihre Hilfspersonen, die ausseramtlichen Konkursverwaltungen, die Sachwalter, die 
Liquidatoren, die Aufsichts- und Gerichtsbehörden sowie die Polizei bei der Erfüllung der Auf-
gaben, die ihnen dieses Gesetz zuweist, widerrechtlich verursachen. Der Geschädigte hat ge-
genüber dem Fehlbaren keinen Anspruch (Art. 5 Abs. 2 SchKG). Damit statuiert das Gesetz 
den Grundsatz der primären und exklusiven Haftung des Kantons für seine Zwangsvollstre-
ckungsorgane und etabliert eine bundesweit einheitliche, umfassende materiell-rechtliche Haf-
tungsordnung im Aussenverhältnis (DOMINIK GASSER, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., Basel 2021, 
Art. 5 Rz. 7; FABIANA THEUS SIMONI, in: Fischer/Luterbacher [Hrsg.], Haftpflichtkommentar, Zü-
rich 2016, Art. 5 SchKG Rz. 1). Für die Staatshaftung wird vorausgesetzt, dass die Zwangsvoll-
streckungsorgane bei der Erfüllung der ihnen zugewiesen Aufgaben ein widerrechtliches Ver-
halten (Handlung oder Unterlassung) an den Tag legen, das zu einem Schaden führt, welcher 
in einem Kausalzusammenhang mit diesem Verhalten steht. Die Haftungsfolge - Schadenersatz 
und/oder Genugtuung - tritt ein, wenn diese Tatbestandselemente kumulativ erfüllt sind. Nicht 
vorausgesetzt ist ein Verschulden des Haftpflichtigen, denn die Haftung des Gemeinwesens ist 
als verschuldensunabhängige Kausalhaftung ausgestaltet. Der Geschädigte muss einzig (aber 
immerhin) einen schadensverursachenden, objektiv vermeidbaren Betriebsfehler auf Seiten der 
Vollstreckungsorgane nachweisen, um die Haftung des Kantons auszulösen (GASSER, a.a.O., 
Art. 5 Rz. 8; SANCHO ALEJANDRO MORALES, Die Schadenersatzklagen im Schuldbetreibungs- 
und Konkursrecht, Zürich 2020, Rz. 100 f.). 
 
5.2 Die Konkursverwaltung hat alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse gehörenden 
Geschäfte zu besorgen; sie vertritt die Masse vor Gericht (Art. 240 SchKG). Als ausführendes 
Organ im Konkursverfahren obliegt ihr die Durchführung des Konkurses im Einzelnen. Sie hat 
alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse gehörenden Geschäfte sorgfältig zu besorgen. 
Oberste Richtlinie bei der Verwaltung der Konkursmasse ist stets, den Gläubigern ein möglichst 

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gutes Verwertungsergebnis zu verschaffen (MARC RUSSENBERGER/MARC WOHLGEMUTH, in: 
Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, a.a.O., Art. 240 
Rz. 7). Zur Verwaltung der Konkursmasse gehört die Eintreibung fälliger Guthaben der Masse 
(Art. 243 Abs. 1 SchKG). Als Guthaben gelten auch paulianische Anfechtungsansprüche (vgl. 
Art. 200 SchKG). Die Konkursverwaltung hat hierzu rechtzeitig Massnahmen zu treffen, die den 
Untergang von Forderungen verhindern (BIRGIT HÄNZI, Die Konkursverwaltung nach schweize-
rischem Recht, Zürich 1979, S. 163 f.; RUSSENBERGER/WOHLGEMUTH, a.a.O., Art. 243 Rz. 5). 
 
5.3 Mit der paulianischen Anfechtung sollen Vermögenswerte, die aus vollstreckungsrechtli-
cher Sicht unrechtmässig entäussert worden sind, in die Zwangsvollstreckung zurückgeführt 
werden (vgl. Art. 285 Abs. 1 SchKG). Die Anfechtung der Rechtshandlungen ist auf dem zivil-
rechtlichen Klageweg gegen die begünstigten Personen durchzusetzen (Art. 290 SchKG). Der 
Anfechtungsbeklagte muss die Zwangsverwertung des anfechtbar erworbenen Vermögensge-
genstands dulden oder gegebenenfalls eine Rückzahlung leisten (vgl. Art. 291 Abs. 1 SchKG; 
BGE 141 III 527 E. 2.2). Nach der für das vorliegende Verfahren massgebenden Rechtslage 
verjährte das Anfechtungsrecht nach Ablauf von zwei Jahren seit der Konkurseröffnung 
(aArt. 292 Ziff. 2 SchKG). 
 
5.4 Die Vorinstanz anerkennt, dass die Unterbrechung der Verjährung paulianischer Anfech-
tungsansprüche zur ordentlichen Amtsführung der Konkursverwaltung gehört und dass letztere 
im vorliegend zu beurteilenden Fall innert der bis am 2. Juni 2018 laufenden Anfechtungsfrist 
gegenüber den beiden Hausbanken der B.____ AG keine fristunterbrechenden Schritte unter-
nommen hatte, was die vollstreckungsrechtliche Zugriffsmöglichkeit untergehen liess. Erfolgt 
die schädigende Handlung wie hier in Form einer Unterlassung, fallen die Haftungsvorausset-
zungen der Kausalität und des widerrechtlichen Verhaltens mit der Beantwortung der Frage 
zusammen, ob der Schaden auch bei pflichtgemässem Verhalten der Behörde eingetreten wä-
re. Eine Unterlassung ist dann pflichtwidrig und adäquat kausal, wenn die erwartete pflichtge-
mässe Handlung nicht hinzugedacht werden kann, ohne dass der Erfolg höchstwahrscheinlich 
entfiele (vgl. FELIX UHLMANN, Schweizerisches Staatshaftungsrecht, Zürich 2017, Rz. 136; JOST 
GROSS, Schweizerisches Staatshaftungsrecht, 2. Aufl., Bern 2001, S. 217; MORALES, a.a.O., 
Rz. 141). Im Falle paulianischer Anfechtungsansprüche bedeutet dies für das Staatshaftungs-
verfahren, dass in einer Art Schattenprozess zu prüfen ist, wie der Zivilprozess bei sorgfältiger 
Prozessführung ausgegangen wäre. Dass eine Absichtsanfechtung unweigerlich zum Scheitern 
verurteilt gewesen wäre, hat das Kantonsgericht bereits im ersten Umgang entschieden (KGE 
VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] E. 7). Nachstehend ist somit nur noch zu fragen, ob die 
Konkursverwaltung - oder an ihrer Stelle die Beschwerdeführerin als Abtretungsgläubigerin 
nach Art. 260 SchKG - höchstwahrscheinlich mit einer auf der Überschuldungsanfechtung 
fussenden Zivilklage im Namen der Konkursmasse gegen die Banken durchgedrungen wäre. 
 
6.1 Die Überschuldungspauliana trifft bestimmte Rechtshandlungen, mit denen ein über-
schuldeter Schuldner einzelne Gläubiger bevorzugt hat. Da es nicht darum geht, den in finanzi-
ellen Schwierigkeiten steckenden Schuldner faktisch seiner Handlungsfähigkeit zu berauben 
und ihn zu immobilisieren - zumal damit in der Regel seine sofortige Konkursreife herbeigeführt 
würde, was selten im Interesse der Gläubigergesamtheit liegen dürfte -, soll die Anfechtungs-

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klage nur dort greifen, wo es um unlautere Machenschaften geht, wie es namentlich der Fall ist, 
wenn Vollstreckungssubstrat beiseitegeschafft worden ist, das sich bei normalem Geschäftsge-
baren in der Masse noch vorgefunden hätte (BGE 137 III 268 E. 4.2.1; BGE 136 III 247 E. 2). 
Zu diesen verpönten Handlungen zählt nach Art. 287 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG die Bestellung von 
Sicherheiten für bereits bestehende Verbindlichkeiten, zu deren Sicherstellung der Schuldner 
nicht schon früher verpflichtet war, wenn sie der Schuldner innerhalb des letzten Jahres vor der 
Pfändung oder Konkurseröffnung vorgenommen hat und im Zeitpunkt der Vornahme bereits 
überschuldet war. Liegen solche Umstände vor, geht das Gesetz von der Vermutung aus, dass 
einzelne Gläubiger rechtswidrig bevorzugt wurden und der Schuldner treuwidrig zum Nachteil 
der restlichen Gläubiger handelte (KATHRIN KRIESI, Actio Pauliana: Anfechtbare Handlungen 
nach Art. 285 ff. SchKG, Genf 2020, S. 173). Eine Abtretung von Forderungen kann in den An-
wendungsbereich von Art. 287 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG fallen, wenn sie nicht zwecks Tilgung, son-
dern zur Sicherung einer Forderung erfolgt (PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], 
Schulthess Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Zürich 
2017, Art. 287 Rz. 7; BGE 85 III 193 E. 3). Massgebender Zeitpunkt für die Frage der Über-
schuldung ist - anders als die Beschwerdeführerin teilweise anzunehmen scheint - nicht das 
Datum der Inanspruchnahme der Debitorenzession mittels Verrechnung, sondern der Zeitpunkt 
des Sicherungsgeschäfts, wobei genauer gesagt auf den Vollzug des Verfügungsaktes abzu-
stellen ist (vgl. MAIER, a.a.O., Art. 287 Rz. 5; KRIESI, a.a.O., S. 178 f.). 
 
6.2 Die Überschuldung ist eine objektive Voraussetzung der Anfechtung. Subjektive Krite-
rien sind nicht massgebend; namentlich ist nicht entscheidend, ob die Überschuldung zum Zeit-
punkt der Vermögensentäusserung dem Schuldner oder dem Sicherungsnehmer bekannt war 
oder hätte bekannt sein müssen. Das Wissen, der gute Glaube oder die guten Absichten der 
Beteiligten sind unerheblich (JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, Orell Füssli Kommentar zum Schuld-
betreibungs- und Konkursgesetz mit weiteren Erlassen, 20. Aufl., Zürich 2020, Art. 287 SchKG 
Rz. 2; MAIER, a.a.O., Art. 287 Rz. 6; BGE 25 II 932 E. 4). Der Begriff der Überschuldung deckt 
sich mit demjenigen des Aktienrechts in Art. 725b Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die 
Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht; OR) vom 
30. März 1911 (ADRIAN STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs, a.a.O., Art. 287 Rz. 17; HENRY PETER, in: Dallèves/Jeandin/
Foëx [Hrsg.], Commentaire romand de la Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 
Basel 2005, Art. 287 Rz. 14; MAIER, a.a.O., Art. 287 Rz. 5). Überschuldung liegt vor, wenn die 
Verbindlichkeiten des Schuldners die Gesamtheit seiner ordnungsgemäss bewerteten Aktiven 
übersteigen und damit das Fremdkapital nicht mehr gedeckt ist. Dies bedeutet mit anderen 
Worten, dass die Aktiven geringer sind als das Fremdkapital; es ist ein negatives Eigenkapital 
(PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 5. Aufl., Zürich 2022, § 11 Rz. 179; HANS CASPAR VON 
DER CRONE, Aktienrecht, 2. Aufl., Bern 2020, Rz. 2001; STEFAN WIRZ, Die Überschuldungsan-
zeige als Pflicht und Pflichtverletzung, Basel 2015, Rz. 41). Die Aktiven sind wie im Fall von 
Art. 725b Abs. 1 OR sowohl zu Fortführungs- wie auch zu Veräusserungswerten einzusetzen. 
Der Fortführungswert basiert auf der Grundannahme, dass das Unternehmen auf absehbare 
Zeit fortgeführt wird und das Vermögen weiterhin produktiv eingesetzt wird. Demgegenüber wird 
mit dem Veräusserungs- oder Liquidationswert der Erlös bezeichnet, den man erzielen könnte, 
wenn man einen Vermögenswert verkaufen müsste (BÖCKLI, a.a.O., § 6 Rz. 105 ff.; KRIESI, 

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a.a.O., S. 175). Überschuldung liegt erst vor, wenn die Forderungen der Gläubiger nach beiden 
Bewertungsarten durch die Aktiven nicht mehr gedeckt sind. Fehlende Liquidität darf dabei nicht 
mit Überschuldung gleichgesetzt werden (STAEHELIN/BOPP, a.a.O., Art. 287 Rz. 17; MAIER, 
a.a.O., Art. 287 Rz. 5; BGE 150 III 315 E. 6.2.1). 
 
6.3 Für den Beweis der Überschuldung wird der ordentlichen Bilanz und den Geschäftsbü-
chern überwiegende Bedeutung beigemessen. Der Nachweis kann aber auch mittels Indizien 
erbracht werden. Als Anzeichen für eine bestehende Überschuldung werden in Rechtsprechung 
und Literatur unter anderem eine erhebliche Anzahl von Betreibungen gegen den Schuldner 
genannt, die bis zur Konkursandrohung geführt haben, speziell für Steuern oder sozialversiche-
rungsrechtliche Abgaben. Als gewichtiges Indiz für eine Überschuldung im Handlungszeitpunkt 
gilt insbesondere, dass die Konkurseröffnung kurz danach erfolgte. Daneben ist beispielsweise 
auch relevant, wie stark der Schuldner in der Zwangsvollstreckung überschuldet war, ob er in-
solvent war, ob er Wechsel nicht einlöste oder ob er Ratenzahlungen oder Stundungen bean-
tragte (KRIESI, a.a.O., S. 176 f. m.w.H.; STAEHELIN/BOPP, a.a.O., Art. 287 Rz. 17 f.; BGE 37 II 
113 E. 3). 
 
6.4 Der Anfechtungskläger hat die Überschuldung des Schuldners zum Zeitpunkt der Ver-
mögensentäusserung nach dem Regelbeweismass der vollen gerichtlichen Überzeugung zu 
beweisen. Glaubhaftmachung genügt nicht (vgl. DOMINIK VOCK/DANIÈLE MEISTER-MÜLLER, 
SchKG-Klagen nach der Schweizerischen ZPO, 2. Aufl., Zürich 2018, S. 373; JOLANTA KREN 
KOSTKIEWICZ, Schuldbetreibungs- & Konkursrecht, 4. Aufl., Zürich 2024, S. 703 f.; MAIER, 
a.a.O., Art. 287 Rz. 16). Dieser strikte Beweis ist erbracht, wenn das Gericht nach objektiven 
Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit 
kann dabei nicht verlangt werden. Es genügt eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, 
wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat 
oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 148 III 134 E. 3.4.1; BGE 140 III 
610 E. 4.1; BGE 130 III 321 E. 3.2). Ist die Überschuldung nachgewiesen, steht dem Begünstig-
ten der Entlastungsbeweis offen. Er hat nachzuweisen, dass er die Überschuldung des Schuld-
ners nicht gekannt hat und auch nicht hätte kennen müssen (Art. 287 Abs. 2 SchKG). 
 
7.1 Die Hausbanken der B.____ AG liessen sich von dieser im Zuge der Rettungsbemühun-
gen als Sicherheit für zusätzliche Überbrückungskredite vertraglich die globale Abtretung von 
Debitorenforderungen einräumen (H.____ AG: Vertrag vom 3./4. Dezember 2015; I.____ AG: 
Vertrag vom 8./9. Dezember 2015). Die an beide Banken gerichtete schriftliche Zessionserklä-
rung der B.____ AG mit der generellen Forderungsabtretung (Globalzession) sämtlicher sich 
aus dem Geschäftsbetrieb ergebenden gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen datiert 
vom 4. Dezember 2015. Entscheidend für eine erfolgversprechende Überschuldungsanfechtung 
ist, ob die B.____ AG in diesem Zeitraum überschuldet war. Da damals keine Zwischenbilanz 
erstellt wurde und keine genauen und tagesaktuellen Angaben zur finanziellen Situation vorlie-
gen, muss anhand der - im Gegensatz zum ersten Verfahren - zahlreich vorliegenden Akten 
eruiert werden, ob und falls ja wann eine Überschuldung der B.____ AG vorlag respektive ob 
der Beschwerdeführerin im Zivilprozess der ihr obliegende volle Beweis der Überschuldung 
gelungen wäre. 

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7.2 Ausgangspunkt für die Beurteilung der Finanzlage bilden die Bücher der B.____ AG. 
 
7.2.1 Dass diese Bücher ordnungsgemäss nach den einschlägigen Rechnungslegungsstan-
dards geführt wurden und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln, 
wird von der Beschwerdeführerin nicht konkret angezweifelt. In den Prüfungstestaten der Revi-
sionsstelle, der K.____ AG mit Sitz in L.____, zu den Jahresrechnungen 2013 und 2014 wird 
die ordnungsgemässe Buchführung für diesen Zeitraum denn auch bestätigt. In einem im Auf-
trag des Verwaltungsrates erstellten Forecast zuhanden der kreditgewährenden Banken vom 
30. November 2015 bestätigten die Wirtschaftsprüfer der K.____ AG zudem ausdrücklich, dass 
die per Ende Oktober 2015 in der Buchhaltung ausgewiesenen Bilanzpositionen verlässlich und 
nachvollziehbar seien. An dieser Auffassung hielt die ehemalige Revisionsstelle auch im vorlie-
genden Verfahren auf konkrete Nachfrage der Vorinstanz fest. Basierend auf ihren Erfahrungen 
habe die B.____ AG korrekte Monats- und Jahresrechnungen geliefert. Korrekturen zwecks 
Behebung von während den Prüfungsarbeiten festgestellten Fehlern seien in einzelnen Jahren 
vorgekommen, ohne dass dies insgesamt auf ein qualitativ ungenügendes Rechnungswesen 
hinweisen würde (vgl. Schriftliche Auskunft der K.____ AG vom 5. Juni 2023, S. 2 f.). 
 
7.2.2 Die letzte vollständig revidierte Jahresrechnung der B.____ AG wies per 31. Dezember 
2014 einen Jahresgewinn von Fr. 1.2 Mio. und ein Eigenkapital von Fr. 5.0 Mio. aus. Über die 
nachfolgende Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2015 geben die internen Monats-
abschlüsse Aufschluss. Die Gesellschaft verfügte über ein internes Monatsreporting gemäss 
den Schweizer Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER). Die Rechnungs-
legung erfolgte in der fraglichen Zeitspanne - der gesetzlichen Grundkonzeption folgend (vgl. 
Art. 958a OR) - zu Fortführungswerten. Dass die entsprechende Annahme der Fortführungsfä-
higkeit des Unternehmens im Dezember 2015 vertretbar war, stellt die Beschwerdeführerin 
nicht in Frage. Aus den Zwischenbilanzen zwischen September 2015 bis und mit April 2016 
ergibt sich ein fortschreitender Kapitalverlust, so dass sich das Eigenkapital - mit Ausnahme 
von November und Dezember 2015 - monatlich verringerte, jedoch bis und mit März 2016 stets 
positiv blieb. Erst im April 2016 war das Eigenkapital bei einer Bewertung nach dem Fortfüh-
rungsprinzip erstmals negativ: 
 

Monat Eigenkapital gemäss Bilanz 
(in Tausend Franken) 

September 2015 1'261 

Oktober 2015 1'208 

November 2015 1'374 

Dezember 2015 3'290 

Januar 2016 1'995 

Februar 2016 1'150 

März 2016 307 

April 2016 -962 

 
Die Zahlen des internen Reportings werden von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert in 
Frage gestellt. Das ausgewiesene Eigenkapital im Dezember 2015 entspricht sodann den An-

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gaben in der Jahresrechnung per 31. Dezember 2015, mit deren Prüfung die Revisionsstelle in 
der ersten Monatshälfte des Februars 2016 vor Ort begonnen hatte, die aber aufgrund der Kon-
kurseröffnung nicht mehr abgeschlossen werden konnte. Der Jahresabschluss wies einen Jah-
resverlust von Fr. 1.7 Mio. und ein Eigenkapital von Fr. 3.3 Mio. aus. Mit der pauschalen Be-
hauptung, diese Bilanz zu Fortführungswerten sei nicht aussagekräftig für die tatsächliche wirt-
schaftliche Lage der B.____ AG, vermag die Beschwerdeführern nichts zu ihren Gunsten abzu-
leiten, zumal das von ihr im direkt nachfolgenden Satz als massgeblich bezeichnete Dokument, 
die Powerpoint-Präsentation der M.____ AG vom 13. November 2015 (vgl. dazu unten 
E. 7.2.4), ebenfalls von einem positiven Eigenkapital im Dezember 2015 ausgeht und die Fort-
führung der Unternehmenstätigkeit auf absehbare Zeit als realistisch annimmt. Gegenüber der 
Vorinstanz erklärte die K.____ AG auf Anfrage, dass sie während der Prüfung der Jahresrech-
nung 2015 keine Feststellungen betreffend unterschiedliche Bewertungsmethoden und -an-
sätze zwischen den beiden Jahresrechnungen 2014 und 2015 gemacht habe. Beide seien unter 
der Prämisse des "Going concern" (d.h. zu Fortführungswerten) erstellt worden. Die Zahlen 
seien für sie als Revisorin nachvollziehbar gewesen. Allerdings müsse darauf hingewiesen wer-
den, dass nicht alle Prüfungshandlungen zu den relevanten Prüfungsgebieten hätten abge-
schlossen werden können, so insbesondere zu den kritischen Bewertungsfragen (vgl. Schrei-
ben der K.____ AG vom 5. Juni 2023, S. 1 ff.). In den Geschäftsbüchern lassen sich damit kei-
ne Hinweise finden, wonach die B.____ AG zum massgeblichen Zeitpunkt überschuldet gewe-
sen wäre. 
 
7.2.3 Die K.____ AG erstellte im Auftrag des Verwaltungsrates der B.____ AG zuhanden der 
kreditgewährenden Banken einen Fachbericht nach dem Prüfungsstandard 940 ("zukunftsorien-
tierte Finanzinformationen") der EXPERTsuisse, dem Expertenverband für Wirtschaftsprüfung, 
Steuern und Treuhand. Einleitend wird in diesem Forecast vom 30. November 2015 darauf hin-
gewiesen, dass die Fortführungsfähigkeit der B.____ AG und der mit ihr verbundenen Unter-
nehmen von der Ausführung der von ihnen offerierten Grossprojekte zu den vorgesehenen 
Terminen und Konditionen abhänge. Ausserdem basiert der Bericht auf der Annahme, dass die 
Banken die Liquidität kurzfristig mit Überbrückungskrediten sichern würden. Die Bewertung der 
einzelnen Bilanzpositionen erfolge im Forecast gemäss dem Accounting Manual der A.____-
Gruppe und sei unverändert zum Vorjahr. Von den stillen Reserven per Jahresende 2014 in der 
Höhe von Fr. 4.4 Mio. seien im Oktober 2015 Fr. 2.5 Mio. aufgelöst worden. Im Forecast sei die 
vollständige Auflösung bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Forecastwerte für November und 
Dezember seien vorsichtig geschätzte Werte aufgrund des bisherigen Verlaufs des Jahres 
2015. Für das Jahresende 2015 prognostizierten die Wirtschaftsprüfer trotz eines erwarteten 
Jahresverlusts von Fr. 4 Mio. immer noch ein positives Eigenkapital von rund Fr. 1 Mio. Damit 
attestierte die für die sorgfältige Auskunft haftende (Art. 755 OR) Revisionsgesellschaft nur Ta-
ge vor dem streitgegenständlichen Sicherungsgeschäft, dass bei der B.____ AG keine Über-
schuldung vorlag und eine solche nach fachlichem Ermessen und einschlägiger Prüfungserfah-
rung auch bis zum Jahresende nicht eintreten werde. 
 
7.2.4 Auf Drängen der Banken beauftragte der Verwaltungsrat der B.____ AG im 4. Quartal 
2015 zusätzlich die im Bereich der Unternehmensberatung tätige M.____ AG mit der Analyse 
der finanziellen Situation und der Unterstützung bei der Bewältigung der wirtschaftlichen 

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Schwierigkeiten. Die Beschwerdeführerin reichte bei der Vorinstanz als Beweismittel eine 
PowerPoint-Präsentation vom 13. November 2015 sowie eine Aktennotiz vom 21. Februar 2016 
ein, beide erstellt durch die M.____ AG. In der Präsentation wurde unter "aktuelle Herausforde-
rungen" eine angespannte Liquiditätssituation der B.____ AG festgestellt. Im Forecast 2015 
wurde per Ende Dezember ein Verlust von rund Fr. 7.2 Mio. (nach Swiss GAAP FER) respekti-
ve von ca. Fr. 4 Mio. (nach OR) prognostiziert (dass der Verlust schliesslich geringer ausfiel, ist 
unter anderem auf die Auflösung stiller Reserven zurückzuführen). Unter Punkt 6, Bilanzsituati-
on (S. 15), wird gleichwohl ein nach wie vor intaktes Eigenkapital vorausgesagt. Auch die Ak-
tennotiz vom 21. Februar 2016, die von den Parteien als "Bericht M.____" bezeichnet wird, geht 
vorab auf die Phase von Mitte Oktober 2015 ein. Es wird festgehalten, die B.____ AG habe 
damals aufgezeigt, dass sie vorübergehenden Liquiditätsbedarf aufgewiesen habe. Anlässlich 
einer Sitzung mit den Banken vom 22. Oktober 2015 sei man sich einig gewesen, dass bei ei-
ner Einleitung eines M&A-Verfahrens zum damaligen Zeitpunkt die wahren Werte der B.____ 
AG nicht realisiert würden, da sie die Bemühungen der Gesellschaft, die kommenden Aufträge 
zu erhalten, gefährden könnten. Ende Januar sei schliesslich das Mandat zur Prüfung eines 
Verkaufs der B.____ AG erteilt worden. Unter dem Titel "heutige Situation" (d.h. Februar 2016) 
wird ausgeführt, dass das Unternehmen einen hohen Finanzierungsbedarf aufweise. Die vorlie-
genden Budgets würden zwar noch von einem einigermassen normalen Geschäftsgang ausge-
hen und zeigten ein positives EBITDA. Der Unternehmungsführung wurde dennoch empfohlen, 
vom "going concern" in den Krisenmodus umzuschalten. Sie solle Szenarien für den Fall vorbe-
reiten, dass die Unternehmung nicht weiter finanziert werde. Diese beiden Dokumente unter-
mauern die zuvor aus den Büchern gewonnenen Erkenntnisse. Bei der Präsentation vom 
13. November 2015 handelt es sich um einen gestützt auf die aus dem Reporting bekannten 
Zahlen des Oktobers 2015 erstellten Forecast. Wie die Vorinstanz richtig ausführt, zeigt die in 
der Präsentation prognostizierte Bilanz per Ende 2015 trotz der unübersehbaren Liquiditäts-
probleme ein weiterhin gedecktes Fremdkapital. Die Behauptung der Überschuldung wird somit 
durch das von der Beschwerdeführerin selbst eingereichte Beweismittel widerlegt. Etwas ande-
res ist auch aus der Aktennotiz vom 21. Februar 2016 nicht herauszulesen. Namentlich hat das 
auf Finanzierungsfragen spezialisierte externe Beratungsunternehmen nach einer eingehenden 
Analyse der Unternehmensfinanzen der B.____ AG für den Zeitraum zwischen Mitte Oktober 
2015 und Mitte Februar 2016 zu keinem Zeitpunkt auch nur die Besorgnis der aktuellen Über-
schuldung geäussert, geschweige denn eine Überschuldung festgestellt. 
 
7.3.1 Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft hat als oberste Geschäftsleitung die Haupt-
aufgabe, den Gesellschaftszweck ständig zu verfolgen und deren Geschäfte sorgfältig zu füh-
ren resp. durch die Geschäftsleitung führen zu lassen (vgl. Art. 716a OR). In der Unterneh-
menskrise trifft ihn eine besondere Verantwortung, indem er die Finanzlage ständig aufmerk-
sam zu verfolgen und im Falle einer begründeten Besorgnis einer Überschuldung zu prüfen hat, 
ob diese Befürchtung den Tatsachen entspricht (aArt. 725 Abs. 2 OR, heute: Art. 725 ff. OR; 
vgl. WIRZ, a.a.O., Rz. 156 ff.; BÖCKLI, a.a.O., § 9 Rz. 424 ff.). Zwar ist es unerheblich, ob der 
Schuldner seine Überschuldung gekannt hat oder hätte kennen müssen (vgl. oben E. 6.2). Es 
ist aber bei juristischen Personen naheliegend, dass sich Hinweise auf eine allfällige Über-
schuldung aus den Sitzungsprotokollen der Führungsebene ergeben können. 
 

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7.3.2 Aus den aktenkundigen Sitzungsprotokollen ergibt sich, wie der Verwaltungsrat und die 
Geschäftsleitung der B.____ AG die Lage in der Periode vom September 2015 bis April 2016 
eingeschätzt haben: 
 
An der Verwaltungsratssitzung vom 24. September 2015 ist das erste Mal die Rede davon, 
dass in zwei Monaten ernsthafte "Liquiditätsprobleme" drohten, die sich negativ auf die Reputa-
tion der B.____ AG auswirken würden. 
 
Die Geschäftsleitung diskutierte an der Sitzung vom 12. Oktober 2015 die Liquiditätssituation 
und erste Sanierungsmassnahmen. So hatte etwa die Beschwerdeführerin zugunsten der 
B.____ AG auf ihr zustehende Lizenzzahlungen verzichtet. In der Operations-Abteilung werde 
die Einführung von Kurzarbeit vorbereitet. Auch werde ein Gespräch mit den Banken angestrebt 
mit dem Ziel, die Kündigung von Krediten zu verhindern und Zeit bis zu einer möglichen Über-
brückungsfinanzierung zu gewinnen. 
 
Das Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 10. November 2015 spricht von einer "Sondersit-
zung", die mögliche Sanierungswege zur Stärkung des Eigenkapitals aufgezeigt habe. Zudem 
wurde die Überlegung angestellt, Patente an die Beschwerdeführerin abzugeben, sollte die 
B.____ AG in finanzielle Schieflage geraten. 
 
An der Sitzung der Geschäftsleitung vom 23. November 2015 wurden verschiedene Punkte 
aufgeführt, die gemäss einer Besprechung mit den Banken vom 20. November 2015 bis zum 
30. November 2015 erfüllt sein müssten. Darunter findet sich das Einholen der oben in E. 7.2.3 
erwähnten Bestätigung der Revisionsstelle, wonach die B.____ AG zum Jahresende nicht 
überschuldet sein werde. 
 
Die Entwicklung der Finanzen war auch Thema an der Sitzung der Geschäftsleitung vom 
14. Dezember 2015. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Monatsergebnis November mit 
einem Plus von Fr. 167'000.-- erfreulich ausfalle. Dies sei jedoch nur durch die Aktivierung einer 
internen Maschine, der IT-Kosten und eine Anpassung der Lagerbestände erreicht worden. Oh-
ne diese Einmaleffekte wäre ein deutliches Minus von ca. Fr. 1 Mio. erwirtschaftet worden. Die 
Bilanz weise flüssige Mittel von Fr. 1'477'000.-- aus, wobei die Anzahlung einer Kundin in Höhe 
von ca. Fr. 1'120'000.-- gesperrt sei. Die Debitoren seien - als Bedingung für die inzwischen 
erfolgte Überbrückungsfinanzierung - an die H.____ und I.____ verpfändet. 
 
Der Verwaltungsrat diskutierte an der Sitzung vom 24. Februar 2016 einmal mehr Massnah-
men, um die Liquidität zu sichern und das Eigenkapital zu erhöhen. Dabei wurde festgehalten, 
dass dringend Liquidität benötigt werde. Die Februar-Löhne hätten bezahlt werden können, es 
fehle jedoch rund eine Million Franken für Lieferantenzahlungen. Die Gesellschaft habe keine 
Alternativen mehr als die Suche nach einem Investor. Erste Gespräche hätten bereits stattge-
funden. 
 
Der Verwaltungsratspräsident informierte das Gremium anlässlich der Verwaltungsratssitzung 
vom 14. März 2016 darüber, dass gemeinsam mit der Unternehmensberatung N.____ AG ein 

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Business Plan ausgearbeitet werde, um eine Lösung aus der Krise zu finden. Erstmals wurde 
die Möglichkeit einer Konkursanmeldung in Betracht gezogen, die als "Plan B" bezeichnet wur-
de. Ferner wurde darauf hingewiesen, dass bis zu diesem Tag keine Betreibungen eingegan-
gen seien und in naher Zukunft auch nicht zu erwarten seien. Dagegen seien erste Mahnungen 
im Hause. 
 
Gemäss dem Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 21. März 2016 ging der Verwaltungsrat 
zum damaligen Zeitpunkt davon aus, dass keine Unterbilanz (d.h. positives Eigenkapital, aber 
Unterdeckung des Aktienkapitals) bestehe. Der Chief Financial Officer wurde dennoch beauf-
tragt, für die nächste Sitzung eine Zwischenbilanz zu erstellen. 
 
An der Verwaltungsratssitzung vom 31. März 2016 wurde die einverlangte Zwischenbilanz prä-
sentiert. Die B.____ AG wies nach Fortführungswerten ein knapp positives Eigenkapital von 
Fr. 0.3 Mio. aus. Die Bilanzierung zu Liquidationswerten führte zu einem negativen Eigenkapital 
von Fr. -8.6 Mio. An der Sitzung wurde darauf hingewiesen, dass auch im Abschluss 2015 noch 
keine Überschuldung gemäss Fortführungswerten vorgelegen habe, was die Revisionsstelle 
gegenüber den Banken bestätigt habe. Aufgrund der Kreditzusagen der Banken H.____ und 
I.____ habe es damals noch keinen Anlass gegeben, zu Liquidationswerten zu bilanzieren. Die 
angesprochenen Kredite waren zuvor am 21. März 2016 resp. 24. März 2016 gekündigt wor-
den, nachdem die B.____ AG den Banken mitgeteilt hatte, dass die Benachrichtigung des Kon-
kursrichters bevorstehe (vgl. Schreiben der H.____ AG an die B.____ AG vom 21. März 2016). 
 
7.3.3 Aus den Sitzungsprotokollen sind keine Hinweise ersichtlich, die für eine Überschul-
dungssituation im Dezember 2015 sprechen. Zunächst geht daraus hervor, dass sich Verwal-
tungsrat und Geschäftsleitung der sich laufend verschärfenden Unternehmenskrise und des 
drohenden finanziellen Scheiterns bewusst waren. Sie erkannten den akuten Handlungsbedarf 
und verfolgten die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft, wobei sich der Fokus 
auf die Liquiditätssituation richtete. Bis zum März 2016 ergibt sich aus den Protokollen durch-
aus eine Besorgtheit über den anhaltenden Kapitalabfluss, jedoch keine Anhaltspunkte dafür, 
dass eine drohende Überschuldung mit den entsprechenden gesetzlichen Handlungspflichten 
erkannt wurde. Dass sich die verantwortlichen Organe bei dieser Lageeinschätzung irrten und 
in Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 7 OR) die frühere Überprüfung einer 
Überschuldung unterliessen - oder gar die Banken und die potentiellen Investoren über die 
wahre Finanzlage täuschten -, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Wenn bis zum 
14. März 2016 keine Betreibungen eingegangen waren und auch keine zu erwarten waren, ist 
dies ein Indiz, das gegen eine Überschuldung und zugleich gegen eine dauerhafte Illiquidität 
spricht: Wäre die Letztere gegeben, hätte die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten nämlich schon 
zuvor nicht mehr erfüllen können. Aus den Protokollen ergibt sich, dass die B.____ AG bis zum 
März 2016 zwar unter erheblichen Liquiditätsproblemen litt, jedoch nach Auffassung des Ver-
waltungsrats und der Geschäftsleitung nicht überschuldet war und die Rettungsversuche in de-
ren Augen Erfolg versprachen. 
 
7.3.4 Im Konkursverfahren prüfte die Konkursverwaltung, ob die Mitglieder des Verwaltungs-
rates und alle mit der Geschäftsführung betrauten Personen (Art. 754 OR) respektive die Revi-

Seite 21 

sionsstelle (Art. 755 OR) der Konkursitin für eine Gläubigerschädigung verantwortlich gemacht 
werden konnten, die sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten verur-
sacht hatten. Zu den Prüfungspunkten zählte auch eine pflichtwidrig verspätete Anzeige der 
Überschuldung. Dabei wurde keine eindeutige Pflichtverletzung festgestellt. Nach Auswertung 
der Unterlagen und der Einvernahmen bestehe allenfalls im Kontext einer rechnungslegungs-
rechtlich ignorierten Solidarschuldverpflichtung und diesbezüglich unterlassener Bildung von 
Rückstellungen eine Pflichtverletzung der Revisionsstelle, deren rechtliche Schlussfolgerungen 
überprüfenswert seien. Mit Blick auf das erhebliche Kosten- und Prozessrisiko würden potentiel-
le Ansprüche aus Organverantwortlichkeit aber nicht weiterverfolgt (vgl. Gläubigerzirkular vom 
1. Juni 2018). Nachdem die Beschwerdeführerin die Ordnungsmässigkeit der Buchführung gar 
nicht bestreitet, hätte sie im Zivilprozess aus diesem potentiellen Angriffspunkt nichts für ihre 
Rechtsposition ableiten können, zumal ungewiss bleibt, ob die Verpflichtung überhaupt rechtli-
chen Bestand hatte und ob allenfalls eine bilanzneutrale Angabe als Eventualverbindlichkeit mit 
Erläuterung im Anhang (Art. 959c Abs. 2 Ziff. 10 OR) den rechnungslegungsrechtlichen Anfor-
derungen genügt hätte. 
 
7.4 Die Vorinstanz unterbreitete der K.____ AG im Rahmen eines Auskunftsersuchens meh-
rere Fragen zur B.____ AG, wobei der Beschwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt wurde, 
eigene Fragen zu stellen. Auf die Frage der Vorinstanz, ob die B.____ AG zwischen dem 3. und 
10. Dezember 2015 je überschuldet gewesen sein könnte, gibt die schriftliche Auskunft vom 
5. Juni 2023 keine definitive Antwort. Die Verfasser halten jedoch fest: "Der Entwurf der Jahres-
rechnung per 31. Dezember 2015 zeigt keine Überschuldung zu Fortführungswerten. Zu Ver-
äusserungswerten wäre die Gesellschaft wohl zu jedem Zeitpunkt im November/Dezember 
2015 überschuldet gewesen. (…) Wenn der weitere Betrieb des Unternehmens nicht mehr als 
ernsthafte Möglichkeit erscheint, kommt das Fortführungsprinzip (Going concern) zu einem En-
de, und die Bewertung ist auf der Basis von Liquidationswerten vorzunehmen. Die genaue Posi-
tion dieses «Kipppunktes» [mit Verweis auf BÖCKLI] auf der Zeitachse ist in den seltensten Fäl-
len feststellbar. Die Auswirkungen sind jedoch typischerweise dramatisch, werden doch mit der 
Umstellung auf Liquidationswerte typischerweise massive Bewertungskorrekturen auf den nicht 
liquiden Vermögenswerten (Vorräte, angefangene Arbeiten, Sachanlagen, immaterielle Anla-
gen, allenfalls auch Debitoren) sowie zusätzlicher Rückstellungsbedarf für Liquidationskosten 
erforderlich sein. (…) Bei der B.____ AG zeigt sich die eminente Wichtigkeit der Liquiditätsfrage 
in aller Deutlichkeit: Die Gesellschaft wies gemäss geprüfter Jahresrechnung per 31. Dezember 
2014 noch einen Jahresgewinn von CHF 1,2 Mio. und ein Eigenkapital von CHF 5,0 Mio. aus. 
Ein rein operativer Verlust vermochte dieses Eigenkapital nicht zu vernichten. Der massive 
Cash drain allerdings verursachte im Herbst 2015 ernsthafte Liquiditätsprobleme, welche ge-
mäss unserer Wahrnehmung durch verschiedene Sanierungsbemühungen gelöst werden soll-
ten. Im Zentrum standen offenbar Verhandlungen mit den Finanzinstituten und potenziellen In-
vestoren. Da die Banken eine allfällige Kreditzusage von der verbindlichen Erlangung grösserer 
Kundenaufträge abhängig machten, wurde auch intensiv über Konditionen und definitive 
Vergabe solcher Projekte verhandelt. (…) Diese lediglich summarische Schilderung des Ablaufs 
(in Details waren wir in unserer Funktion als Revisionsstelle nicht involviert) zeigt die Schwierig-
keit einer Aussage zum genauen Überschuldungszeitpunkt. Wenn sich die Zahlungsunfähigkeit 
manifestiert, ist zweifellos das Überleben des Unternehmens verunmöglicht resp. die offensicht-

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liche Überschuldung erreicht. Davor aber wird es schwierig sein, den Zeitpunkt zu bestimmen, 
wo objektiv die Sanierungsbemühungen gescheitert sind und etwa keine weiteren Kredite er-
hältlich sind, kein Investor bereit ist, weiteres Eigenkapital einzuschiessen etc." (vgl. Schreiben 
der K.____ AG vom 5. Juni 2023, S. 6 f.). Aus den soeben zitierten Passagen geht hervor, dass 
die Revisionsstelle nicht mit abschliessender Sicherheit sagen kann, ob zum massgebenden 
Zeitpunkt im Dezember 2015 eine Überschuldung vorlag und zu welchem Zeitpunkt die Über-
schuldung tatsächlich eingetreten ist. Sie scheint jedoch eine Überschuldung zu Fortführungs-
werten für das Jahresende 2015 auszuschliessen, soweit sie zu einer Einschätzung in der Lage 
ist. Der von ihr angesprochene, aus einer Überschuldung zu erwartende "dramatische Effekt" 
zeigte sich später in der Zwischenbilanz per 30. April 2016. Aus den bereits zuvor erwähnten 
Protokollen der Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungssitzungen ergibt sich zudem, dass auch 
im Jahr 2016 noch Sanierungsbemühungen unternommen wurden. Dementsprechend lassen 
sich aus dem Auskunftsschreiben der Revisionsstelle keine Hinweise entnehmen, wonach die 
Bilanz der B.____ AG bei Einsetzung von Fortführungswerten zum massgeblichen Zeitpunkt 
eine Überschuldung aufgewiesen haben könnte. Der Bericht legt nahe, dass eine Überschul-
dung zu Fortführungswerten wohl erst im April 2016 eingetreten ist. 
 
7.5 Die im vorliegenden Verfahren behauptete Überschuldung der B.____ AG im Dezember 
2015 steht im Übrigen auch im Widerspruch zu den späteren Aussagen des Verwaltungsrats-
präsidenten der Beschwerdeführerin, E.____. Dieser äusserte sich in seiner Funktion als Präsi-
dent des Verwaltungsrats der B.____ AG in einem Schreiben vom 15. März 2017 gegenüber 
der Konkursverwaltung wie folgt: "Im April bestand noch keine Unterbilanz, im Übrigen auch 
Ende 2015 nicht. Der hohe Bestand an hängigen Projekten betrug ca. Fr. 200 Mio. Die Ölkrise 
führte 2015 zu einer Krise in der chemischen Industrie mit dem Resultat von Investitionsstopps 
bei vielen unserer Kunden wie zum Beispiel O.____, P.____, Q.____. Dies war uns Anfangs 
2015 nicht bekannt." Das Projektportfolio der B.____ AG sei im Spätherbst 2015 intakt gewesen 
und es habe Anlass zur Hoffnung bestanden, dass die Probleme von der Gesellschaft selbst 
gelöst werden könnten. Im Rückblick schätzte er die Lage der B.____ AG damit sogar positiver 
ein, als dies die seinerzeit erstellten Berichte und Protokolle vermuten lassen. 
 
8.1 Es ist im vorliegenden Verfahren nicht Aufgabe des Gerichts, den genauen Zeitpunkt 
des Eintritts der Überschuldung der B.____ AG zu eruieren. Vielmehr ist im Rahmen des hier zu 
führenden Schattenprozesses zu fragen, ob der im Zivilprozess diesbezüglich behauptungs- 
und beweisbelasteten Beschwerdeführerin der Nachweis der Überschuldung zum Zeitpunkt der 
Sicherungszession gelungen wäre (vgl. oben E. 5.4 resp. E. 6.4). Dieser Beweis gilt als in der 
Praxis notorisch schwierig zu erbringen (VOCK/MEISTER-MÜLLER, a.a.O., S. 372). 
 
8.2 Die von der Beschwerdeführerin geäusserte Annahme, die Banken hätten es erst gar 
nicht zum Prozess kommen lassen und die Forderung aussergerichtlich beglichen, weil sie um 
ihre Reputation gefürchtet hätten, ist lebensfremd (so bezüglich der Absichtspauliana schon 
KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] E. 7.5). Vielmehr ist vorliegend zu unterstellen, dass 
sich die beiden Banken als hartnäckige und von spezialisierten Anwaltsteams fachkundig ver-
tretene Prozessgegnerinnen herausgestellt hätten. 
 

Seite 23 

8.3 Wenn die Beschwerdeführerin ausführt, es genüge "bekanntlich, wenn die Überschul-
dung entweder nach Fortsetzungs- oder nach Veräusserungswerten gegeben ist" (Beschwer-
debegründung vom 7. Juni 2024, Rz. 28.1), verkennt sie die Rechtslage. Überschuldung liegt 
wie bereits gesagt erst vor, wenn die Forderungen der Gläubiger sowohl zu Fortführungs- wie 
auch zu Veräusserungswerten durch die Aktiven nicht mehr gedeckt sind (vgl. oben E. 6.2 und 
KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] E. 6.1). Für den Dezember 2015 wird in den Rechts-
schriften der Beschwerdeführerin einzig eine Überschuldung der B.____ AG nach Liquidations-
werten geltend gemacht. Dass eine Überschuldung nach Fortführungswerten vorgelegen habe, 
behauptet die Beschwerdeführerin nicht explizit. Das Gericht darf aber unter Geltung des Ver-
handlungsgrundsatzes nur auf von den Parteien Behauptetes abstellen (Urteil des BGer 
4A_304/2018 vom 23. Oktober 2023 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 145 III 42). Wird im von der 
Verhandlungsmaxime beherrschten Anfechtungsprozess (vgl. DANIEL STAEHELIN, in: Basler 
Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, a.a.O., Art. 289 Rz. 22) 
eine Überschuldung zu Fortführungswerten von der Klägerin nicht einmal behauptet, fehlt ein 
Tatbestandsmerkmal der Überschuldungspauliana. Ohne vollständiges Klagefundament mit 
allen anspruchsbegründenden Tatsachenbehauptungen (vgl. Art. 55 und Art. 221 Abs. 1 lit. d 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008) ist die Anfechtung von 
Vornherein chancenlos. 
 
8.4 Zum Beweis für die Überschuldung verweist die Beschwerdeführerin in erster Linie auf 
die bereits erwähnte PowerPoint-Präsentation der M.____ AG vom 13. November 2015 sowie 
auf ein Schreiben der H.____ AG an die B.____ AG vom 29. Oktober 2015. Letzteres enthält 
eine Zusammenfassung der anlässlich der Sitzung vom 22. Oktober 2015 mit den Verantwortli-
chen der B.____ AG besprochenen Themen. Darunter findet sich der Satz: "Ihre Hochrechnung 
per Ende 2015 geht von einem Verlust von ca. CHF 9.4 Mio. aus, womit die B.____ AG gemäss 
Art. 725 Abs. 2 OR überschuldet sein wird." Da beide Dokumente vor dem entscheidenden 
Zeitpunkt erstellt wurden und lediglich Prognosen beinhalten, sind sie von Vornherein untaug-
lich zum direkten Beweis einer späteren Überschuldung. Zudem übergeht die Beschwerdefüh-
rerin, dass der Forecast der M.____ AG gerade keine Überschuldung per Ende 2015 prognosti-
zierte (vgl. oben E. 7.2.4). Bezüglich des Schreibens der H.____ AG verschweigt die Be-
schwerdeführerin, dass darin kurzfristige Sanierungsmassnahmen zur Beseitigung der drohen-
den Überschuldung gefordert wurden, die im Anschluss auch tatsächlich ergriffen wurden (u.a. 
Auflösung stiller Reserven, Aktivierung von Sachwerten). Die Beschwerdeführerin behauptet 
weiter, die Bankenvertreter und R.____ seien sich bewusst gewesen, dass die B.____ AG 
überschuldet gewesen sei. Da die Überschuldung eine objektive Voraussetzung der Anfechtung 
ist und es nicht darauf ankommt, was die Beteiligten wussten oder zu wissen glaubten (vgl. 
oben E. 6.2), lässt sich der Beweis nicht mittels Befragung der damals an den Besprechungen 
beteiligten Akteure führen. Der Umstand, dass die Banken die Zuständigkeit für die der B.____ 
AG ohne spezielle Kreditsicherheiten eingeräumten Kontokorrentkredite intern der Abteilung 
Recovery, d.h. der Abteilung für gefährdete Kredite, zuwiesen, beweist ebenso wenig eine 
Überschuldung. Banken müssen nicht zuletzt schon aus regulatorischen Gründen die Kredite, 
die sie vergeben haben, genau im Auge behalten und ausfallgefährdete Kredite schon in einem 
frühen Stadium erkennen. Da die Bank bei einem Blankokredit nicht über besondere bankmäs-
sige Sicherheiten verfügt, ist eine laufende umfassende Kreditprüfung zentral. In das Credit-

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Rating fliessen Faktoren wie die Liquidität, die Ertragskraft des Unternehmens sowie das Ver-
hältnis des Eigenkapitals zu den Gesamtverbindlichkeiten mit ein (vgl. RETO ARPAGAUS, in: Ar-
pagaus/Stadler/Werlen [Hrsg.], Das Schweizerische Bankgeschäft, 8. Aufl., Zürich 2021, 
Rz. 1117 ff.). Aufgrund der aktenkundigen anhaltenden Liquiditätsschwierigkeiten der B.____ 
AG erstaunt es nicht, dass die Kredite als gefährdet eingestuft wurden. Daraus kann aber nicht 
auf eine vollständige Vernichtung des Eigenkapitals geschlossen werden. Wenn die Beschwer-
deführerin sodann die Ordnungsmässigkeit der Buchführung und die Aussagekraft der Ge-
schäftszahlen, die in den monatlichen Reportings im relevanten Zeitraum ein (deutlich) positives 
Eigenkapital ausweisen, nicht einmal anzweifelt, fehlt es bereits am zivilprozessrechtlich gefor-
derten schlüssigen und substantiierten Tatsachenvortrag, der die Anordnung eines gerichtlichen 
Gutachtens zur Feststellung des Gegenteils überhaupt erst rechtfertigen würde. Im vorliegen-
den Staatshaftungsverfahren erfolgt der erstmals vor Kantonsgericht gestellte Beweisantrag auf 
Einholung einer Expertise im Übrigen verspätet (§ 6 Abs. 2 VPO). Angesichts der in der vorste-
henden Erwägung 7 aufgeführten zahlreichen und aussagekräftigen Indizien, die gegen eine 
Überschuldung der B.____ AG zum Zeitpunkt der Sicherungszession sprechen, hätte ein Zivil-
gericht ernsthafte und unüberwindbare Zweifel an der Überschuldung hegen müssen. Damit 
wäre der gesetzlich geforderte strikte Beweis zwangsläufig misslungen. Die Überschuldung 
lässt sich in casu zivilrechtlich nicht rechtsgenüglich nachweisen, was zulasten der beweisbe-
lasteten Beschwerdeführerin gegangen wäre. 
 
8.5 Im Rahmen des Zivilprozesses hätte die Beschwerdeführerin von Seiten der Beklagten 
wohl auch den Einwand der Arglosigkeit im Sinne von Art. 287 Abs. 2 SchKG zu gewärtigen 
gehabt. Gemäss Art. 287 Abs. 2 SchKG ist die Anfechtung ausgeschlossen, wenn der Begüns-
tigte beweist, dass er die Überschuldung des Schuldners nicht gekannt hat und auch nicht hätte 
kennen müssen. Dabei genügt blosse Unkenntnis nicht; vielmehr trifft den Begünstigten, vorlie-
gend die Banken, eine Erkundigungspflicht. Ein Einblick in die Buchhaltung oder in das Betrei-
bungsregister, die keine problematische Finanzlage nahelegen, sollte für einen Entlastungsbe-
weis genügen (vgl. STAEHELIN/BOPP, a.a.O., Art. 287 Rz. 21; KRIESI, a.a.O., S. 199). Wenn die 
Beschwerdeführerin in der Beschwerde vorbringt, die Banken hätten "aus hinterher verständli-
chen Gründen" nicht darauf gedrängt, dass sofort ein Zwischenabschluss mit Fortführungs- und 
Veräusserungswerten erstellt werde, und den Finanzinstituten damit sinngemäss Unsorgfalt 
unterstellt, verzerrt diese Darstellung die aktenkundigen Tatsachen. Die Beschwerdeführerin 
widerspricht sich auch selber, denn im Schlichtungsgesuch an die Sicherheitsdirektion hatte sie 
noch das Gegenteil behauptet (vgl. Schlichtungsgesuch vom 31. Januar 2020, Rz. 14). Wie die 
Protokolle der Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungssitzungen sowie die Geschäftskorres-
pondenz im interessierenden Zeitraum gezeigt haben, beliessen es die Banken nicht bei einer 
oberflächlichen Prüfung. So liessen sie sich namentlich von der Revisionsstelle der B.____ AG 
die Geschäftszahlen des Jahres 2015 vorweisen und ausdrücklich bestätigen, dass per Ende 
Oktober 2015 keine Überschuldung vorlag und gemäss dem Forecast bis zum Jahresende 
auch nicht vorliegen werde (vgl. oben E. 7.2.3). Selbst wenn sämtliche Voraussetzungen der 
Überschuldungspauliana bejaht würden, wäre der Beschwerdeführerin die erfolgreiche Anfech-
tung aufgrund der Gutgläubigkeit der Banken aller Wahrscheinlichkeit nach verwehrt gewesen. 
 

Seite 25 

8.6 Nach dem Gesagten wäre der Versuch einer zivilprozessualen Durchsetzung der paulia-
nischen Ansprüche nach Art. 287 SchKG mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits an der Tatbe-
standsvoraussetzung der Überschuldung gescheitert. Damit können die sich bei einer Bejahung 
der Überschuldung stellenden weiteren Fragen offengelassen werden. 
 
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Nachweis der Überschuldung der B.____ 
AG im massgebenden Zeitraum zwischen dem 3./4. respektive 8./9. Dezember 2015 im Zivil-
prozess aller Voraussicht nach gescheitert wäre. Fehlt es an der Überschuldung, ist die paulia-
nische Anfechtungsklage vor Zivilgericht von Vornherein chancenlos. Es kann nicht Aufgabe 
der Konkursverwaltung sein, derartige als wertlos einzuschätzende Forderungen einzutreiben 
oder auch nur für eine Verjährungsunterbrechung besorgt zu sein. Da die Beschwerdeführerin 
bei einem Wegdenken der Verjährung eine Zivilklage gegen die Banken nicht höchstwahr-
scheinlich gewonnen, sondern im Gegenteil höchstwahrscheinlich verloren hätte, ist die monier-
te Untätigkeit der Konkursverwaltung weder widerrechtlich noch für den im Konkurs der B.____ 
AG eingetretenen Verlust der Beschwerdeführerin kausal. Die Beschwerde erweist sich als un-
begründet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 5'000.-- der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu verrechnen. Die Beschwerdeführerin hat demnach zusätz-
liche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu bezahlen. Anspruch auf eine Parteient-
schädigung hat sie nicht (§ 21 Abs. 1 VPO). Da dem Kanton von Gesetzes wegen keine Partei-
entschädigung zugesprochen werden darf (§ 21 Abs. 2 Satz 1 VPO), sind die Parteikosten 
wettzuschlagen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 5'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 3'000.-- verrechnet. Die Beschwerdeführerin hat dem-
nach zusätzliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu be-
zahlen. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 2. Juli 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 5A_531/2025) erhoben.