# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fa1b68d-bf7c-52bc-bce0-04f2bd2cbdfb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.01.2015 S 2014 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-103_2015-01-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 103

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Vizepräsidentin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser und 

Verwaltungsrichter Racioppi, Baumann-Maissen als Aktuarin

URTEIL 
vom 20. Januar 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kurt Meier, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ nahm im Frühling 2008 eine Tätigkeit als Verkäuferin bei der 

C._____ AG in O.1._____ auf. Aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses war 

sie bei der B._____ AG obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 13. April 2010 erlitt sie beim Skifahren 

eine Verletzung ihres linken Fusses. Die erstbehandelnden Ärzte im Spi-

tal O.2._____ konnten in den Röntgenaufnahmen keine Fraktur erkennen. 

Erst im MRI, durchgeführt am 18. April 2010 in der Klinik in O.3._____, 

entdeckten die behandelnden Ärzte eine Fraktur am Processus anterior 

calcanei sowie weitere Verletzungen. In der Folge entwickelte sich am lin-

ken Fuss eine sudecksche Dystrophie (CRPS I), die zu erheblichen 

Schmerzen und funktionellen Beeinträchtigungen führte.

2. Die B._____ AG anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des 

Nichtberufsunfalles vom 13. April 2010 und richtete während knapp drei 

Jahren kurzfristige Versicherungsleistungen in Form von medizinischer 

Heilbehandlung und Taggeldern aus. Mit Verfügung vom 11. Dezember 

2013 teilte sie A._____ alsdann mit, die Taggeldleistungen per anfangs 

April 2013 und die medizinische Heilbehandlung ab Ende November 2013 

einzustellen. Ausserdem sprach sie A._____ ausgehend von einer Inte-

gritätseinbusse von 10 % eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 

Fr. 12'600.-- zu, während sie die Prüfung des Rentenanspruchs bis zum 

Abschluss der von der zuständigen IV-Stelle durchgeführten Eingliede-

rungsmassnahmen zurückstellte. Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache wies die B._____ AG mit Einspracheentscheid vom 20. Juni 

2014 ab. 

3. Dagegen gelangte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Be-

schwerde vom 25. August 2014 an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Darin beantragte sie, der Einspracheentscheid der B._____ 

AG vom 20. Juni 2014 sei aufzuheben und die B._____ AG sei zu ver-

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pflichten, der Beschwerdeführerin für die Folgen des Unfalls vom 13. April 

2010 ab Erreichen des Endzustandes eine angemessene Integritätsent-

schädigung in der Höhe von mindestens 25 % zuzusprechen. Eventualiter 

sei der Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 aufzuheben und die Sa-

che an die B._____ AG zwecks ergänzender Abklärung des medizini-

schen Sachverhalts zurückzuweisen, damit diese auf der Grundlage des 

ergänzten Sachverhalts neu über den Anspruch der Beschwerdeführerin 

auf eine höhere Integritätsentschädigung entscheide. Alles unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zulasten der B._____ AG. Zur Begründung 

dieser Anträge führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, die 

B._____ AG gehe im angefochtenen Einspracheentscheid zwar im Rah-

men des Taggeldanspruchs auf die Einschätzung der Sportklinik 

O.4._____ vom 5. März 2013 ein und erkläre diese nicht für aussagekräf-

tig. Nicht nachvollziehbar und seitens der B._____ AG nicht begründet 

worden sei hingegen, weshalb dieses fachunfallchirurgisch-orthopädische 

Gutachten bei der Festlegung der Integritätsentschädigung nicht berück-

sichtigt worden sei. Dies hätte sich vorliegend umso mehr aufgedrängt, 

weil sowohl die MEDAS-Gutachter als auch die hinzugezogenen Vertrau-

ensärzte bei der Bemessung des durch den Unfall verursachten Inte-

gritätsschadens die Stressfraktur am processus tali sowie jene am media-

len Malleolus ausser Acht gelassen hätten. Auch die Verletzung des Li-

gamentum tibiofibulare anterior sei entgegen der Behauptung der 

B._____ AG ausgewiesen und durch das interessierende Unfallereignis 

verursacht worden. Aktenkundig leide die Beschwerdeführer sodann an 

Hüft-, Rücken- und Schulterbeschwerden sowie Dauerschmerzen im lin-

ken Fuss / Bein, die auf den Unfall vom 13. April 2010 zurückzuführen 

seien. Die B._____ AG habe diese Beschwerden bei der Festlegung der 

strittigen Integritätsentschädigung nicht beachtet und in willkürlicher Wei-

se gewisse Akten unberücksichtigt gelassen bzw. dazu nicht im Detail 

Stellung genommen. Schliesslich sei nicht nachvollziehbar, weshalb die 

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B._____ AG die geschuldete Integritätsentschädigung ausschliesslich 

aufgrund der SUVA-Tabelle 5 festgelegt habe, ohne die zusätzliche Funk-

tionsbeeinträchtigung gemäss SUVA-Tabelle 2 zu berücksichtigen. Aus 

den genannten Gründen erweise sich die angefochtene Integritätsent-

schädigung als unzutreffend. Diese sei auf der Grundlage des von der 

Beschwerdeführerin eingereichten Fachgutachtens der Sportklinik 

O.4._____ auf mindestens 25 % festzulegen. Sollte das Verwaltungsge-

richt diese Auffassung nicht teilen, so habe es die Angelegenheit zumin-

dest in Gutheissung des Eventualantrags zwecks ergänzender Abklärung 

des erlittenen unfallbedingten Gesundheitsschadens an die B._____ AG 

zurückzuweisen. 

4. Die B._____ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2014 die Abweisung der Beschwer-

de. Begründend führte sie hauptsächlich aus, in den Akten fänden sich 

keine Anzeichen dafür, dass die Beurteilungen der im Rahmen des Admi-

nistrativverfahrens beigezogenen Vertrauensärzte nicht zuverlässig seien. 

Diese stützten sich auf sämtliche Vorakten und beurteilten in Form eines 

reinen Aktengutachtens lediglich den Integritätsschaden. Sie hätten dabei 

klar und schlüssig dargelegt, warum von einem Integritätsschaden von 

10 % auszugehen sei. Gehe man nämlich von der für die Bemessung des 

Integritätsschadens einzig relevanten Diagnose – einer mässigen USG-

Arthrose – aus, zeige ein Blick in die bei dieser Diagnose massgeblichen 

SUVA-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthrose), dass dafür eine Inte-

gritätsentschädigung von 5-15 % zu entrichten sei. Der angefochtene In-

tegritätsschaden von 10 % läge in diesem Ermessensbereich und sei 

nicht zu beanstanden. Auch die vom Beschwerdeführer geforderte An-

wendung der SUVA-Tabelle 2 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen 

an den unteren Extremitäten) würde zu keinem anderen Ergebnis führen. 

Freilich lägen hier die massgeblichen Tabellenwerte bei 5-30 %. Folgte 

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man indessen der Beurteilung der Funktionsfähigkeit im Gutachten der 

Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013, so wäre von einer Einschrän-

kung von 33 % auszugehen. Wenn nach der SUVA-Tabelle 2 für eine 

vollständige Funktionseinschränkung ein Integrationsschaden von 30 % 

zu veranschlagen sei, so führe eine Einschränkung im Umfang von einem 

Drittel (gemäss Gutachten) ebenfalls zu einer Integritätsentschädigung 

von 10 %. Aufgrund dieser im Resultat übereinstimmenden Beurteilungen 

sei deshalb – unabhängig der für die Bemessung der strittigen Integritäts-

entschädigung heranzuziehenden SUVA-Tabelle – von einem Integritäts-

schaden von 10 % auszugehen. Wenn die Beschwerdeführerin in ihrer al-

ternativen Argumentation sodann weitere unfallbedingte Verletzungen 

geltend mache, so könne ihrer Argumentation nicht gefolgt werden. Die 

Beschwerdeführerin scheine sich diesbezüglich primär auf die ältere 

Stressfraktur am Processus posterius lateralis, die vollständig regrediente 

Stressfraktur am medialen Malleolus sowie die Ruptur des Ligamentum 

tibiofibulare anterius zu berufen. Dabei übersehe sie, dass diese Befunde 

offensichtlich in keinem der Gutachten als relevant betrachtet würden 

bzw. im Falle der Stressfraktur im MRI vom 23. Februar 2011 sogar als 

bereits nicht mehr nachweisbar beurteilt worden seien. Auch bestünden in 

den Akten keine Hinweise auf bleibende Beeinträchtigungen als Folge der 

von der Beschwerdeführerin postulierten zusätzlichen Verletzungen. Es 

bestehe daher kein Anlass, aufgrund dieser Verletzungen, welche die 

derzeitige gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführerin gemäss 

Aktenlage nicht beeinträchtigten, weitere Abklärungen zu veranlassen. 

Das Gleiche müsse für die weiteren Beschwerden gelten, welche die Be-

schwerdeführerin als Unfallfolgen bezeichne. Die davon abweichende 

Beurteilung von Dr. med. E._____ begründe keine vernünftigen Zweifel 

an der Richtigkeit der von den Vertrauensärzten vorgenommenen Beurtei-

lungen. Diesen sei daher voller Beweiswert zuzuerkennen und die strittige 

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Integritätsentschädigung auf dieser Grundlage mit Fr. 12'600.-- zu bezif-

fern.

5. Am 23. Oktober 2014 reichte die Beschwerdeführerin die Honorarnote 

ihres Rechtsvertreters ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2014. Gegen solche Entscheide 

kann beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erho-

ben werden, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhe-

bung ihren Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Un-

fallversicherung [UVG; SR 832.20] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts [ATSG; SR 830.1]). Die Beschwerdeführerin wohnt in dem im Kan-

ton Graubünden gelegenen O.1._____, weshalb das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwer-

de örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit 

ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwal-

tungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden gegen 

Einspracheentscheide und Verfügungen in Sozialversicherungssachen 

beurteilt, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde unterliegen. Als for-

melle und materielle Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids 

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ist die Beschwerdeführerin von diesem überdies berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung 

(Art. 59 ATSG). Folglich ist ihre Beschwerdelegitimation zu bejahen. Auf 

die von der Beschwerdeführerin zudem frist- und formgerecht eingereich-

te Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist damit einzutreten.

2. Der Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 ist insoweit unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen, als die Beschwerdegegnerin darin die Ausrich-

tung von Taggeldern per April 2013 und die medizinische Heilbehandlung 

ab Ende November 2013 eingestellt sowie die Prüfung des Rentenan-

spruchs bis zum Abschluss der Eingliederungsmassnahmen durch die 

zuständige IV-Stelle zurückgestellt hat. Diese Anordnungen sind im Rah-

men des vorliegenden Verfahrens daher nicht zu überprüfen. Strittig und 

nachfolgend zu untersuchen ist einzig die Höhe der Integritätsentschädi-

gung, welche die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin im ange-

fochtenen Einspracheentscheid zuerkannt hat. Dabei verlangt die Be-

schwerdeführerin in ihrem Hauptantrag, ihr ab Erreichen des Endzu-

stands eine angemessene Integritätsentschädigung in der Höhe von min-

destens 25 % zu gewähren, während die Beschwerdegegnerin eine Inte-

gritätsentschädigung von 10 %, mithin Fr. 12'600.--, als angemessen er-

achtet. 

3. a) Die Beschwerdeführerin bringt in formeller Hinsicht zunächst vor, die Be-

schwerdegegnerin habe den angefochtenen Einspracheentscheid unzu-

reichend begründet, da sie nicht dargelegt habe, weshalb sie bei der Be-

messung der strittigen Integritätsentschädigung das fachunfallchirurgisch-

orthopädische Gutachten der Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013 

ausser Acht gelassen habe. Die hiermit verbundene Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör müsse zur Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids führen.

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b) Das Bundesgericht leitet aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) insbesondere einen 

Mindestanspruch auf Begründung eines hoheitlichen Aktes ab (BGE 

133 I 270 E.3.1). Diese Begründungspflicht wird für das nicht strittige So-

zialversicherungsverfahren durch Art. 49 Abs. 3 ATSG konkretisiert. Die-

ser Bestimmung zufolge sind Verfügungen zu begründen, wenn sie den 

Begehren der Parteien nicht voll entsprechen. Mithilfe dieser Begrün-

dungspflicht soll verhindert werden, dass sich die Behörde bei ihrer Ent-

scheidung von unsachlichen Motiven leiten lässt, und der betroffenen 

Person gegebenenfalls ermöglichen, den Entscheid sachgerecht anzu-

fechten. In diesem Sinne hat die entscheidende Behörde wenigstens kurz 

die Überlegungen zu nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf 

die sie ihren Entscheid stützt. Dies bedeutet freilich nicht, dass sich die 

Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem 

rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Sie kann sich auf die für 

den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Ob die Be-

gründung rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist keine Frage des formel-

len Anspruches auf rechtliches Gehör, sondern der materiellen Beurtei-

lung der Streitfrage (BGE 129 I 232 E.3.2, 126 I 97 E.2b, 124 V 180 E.1a; 

THOMAS FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der 

Sozialen Sicherheit, Basel 2014, N. 4.224; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 49 N. 38). 

c) Die Beschwerdegegnerin hat in Bezug auf die strittige Integritätsentschä-

digung im Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 nach Darlegung der 

massgeblichen Rechtslage im Wesentlichen ausgeführt, Dr. med. 

F._____ halte in seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2013 fest, die 

Beschwerdeführerin habe durch den Skiunfall vom 13. April 2010 einzig 

eine Fraktur am Processus anterior calcanei erlitten. Er führe im Weiteren 

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aus, dass sich infolge dieser Unfallverletzung keine posttraumatische Ar-

throse, sondern eine ganz geringe Veränderung arthrotischer Art im cal-

ceneo cuboidalen Gelenk entwickelt habe. Unter Einbezug einer eindeuti-

gen Verschlechterung sei der Beschwerdeführerin für diese Unfallrestfol-

gen auf der Grundlage der SUVA-Tabelle 5 ein Integritätsschaden von 

10 % zuzuerkennen. Dr. med. G._____ halte diese Einschätzung als zu-

treffend. An der Zusprechung der 10%igen Integritätsschädigung werde 

damit festgehalten.

In dieser Begründung nennt die Beschwerdegegnerin mit den als mass-

geblich erachteten ärztlichen Stellungnahmen sowie die zur Bemessung 

des Integritätsentschädigung herangezogenen SUVA-Tabellen die we-

sentlichen Überlegungen von denen sie sich bei der Festlegung der strit-

tigen Integritätsentschädigung hat leiten lassen. Diese Begründung er-

möglichte es der Beschwerdeführerin denn auch ohne weiteres, die vor-

genommene Bemessung der Integritätsentschädigung nachzuvollziehen 

und diese sachgerecht anzufechten. Dass die Beschwerdegegnerin darü-

ber hinausgehend erläutert hätte, weshalb sie das von der Beschwerde-

führerin eingereichte, fachunfallchirurgisch-orthopädische Gutachten der 

Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013 bei der Bemessung der Inte-

gritätsentschädigung nicht als massgeblich angesehen hat, wäre wün-

schenswert gewesen. Ob sie hierzu aufgrund der sie treffenden Begrün-

dungspflicht verpflichtet gewesen ist, erscheint jedoch als fraglich, zumal 

die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache vom 27. Januar 2014 das 

fragliche Gutachten der Sportklinik O.4._____ nur erwähnt, um ihren 

Eventualantrag auf Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin 

vom 11. Dezember 2013 und Ergänzung des medizinischen Sachverhalts 

durch weitere Abklärungen zu begründen (vgl. Allgemeine Akten der Be-

schwerdegegnerin [Bg-act. A] 122). Letztlich kann jedoch offengelassen 

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werden, ob die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Einspracheent-

scheid unzureichend begründet hat. 

d) Selbst wenn dies nämlich zu bejahen wäre, müsste der Einspracheent-

scheid der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2014 allein aus diesem 

Grund nicht aufgehoben werden. Zwar führt die Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör ungeachtet der Erfolgsaussichten der Be-

schwere in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann jedoch eine 

nicht besonders schwerwiegende Verletzung des Anspruchs auf rechtli-

ches Gehör als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit 

erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den 

Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 135 I 285 

E.2.6.1; 132 V 387 E.5.2; FLÜCKIGER, a.a.O., N. 4.182). Diese Vorausset-

zungen sind im vorliegenden Fall erfüllt. Die Beschwerdeführerin hatte im 

Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens Gelegenheit, zu den 

aufgeworfenen Sach- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Das Verwal-

tungsgericht entscheidet über die vorliegende Beschwerde ausserdem mit 

voller Kognition (vgl. FLÜCKIGER, a.a.O., N. 5.162). Unter diesen Umstän-

den wäre die gerügte Verletzung der Begründungspflicht, die, wenn sie 

denn zu bejahen wäre, jedenfalls nicht als besonders schwerwiegend ein-

zustufen ist, als geheilt anzusehen. Wegen der gerügten Verletzung der 

Begründungspflicht ist der angefochtene Einspracheentscheid demnach 

nicht aufzuheben.

4. a) Zu prüfen bleibt, ob sich dieser aus anderen Gründen als unrichtig oder 

unangemessen erweist. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die Versicherte An-

spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch 

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti-

gen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird 

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in Form einer Kapitalleistung gewährt, wobei sie den am Unfalltag gelten-

den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 

darf (Art. 25 UVG). Im Übrigen ist sie entsprechend der Schwere des In-

tegritätsschadens abzustufen (Art. 25 UVG). Die Integritätsentschädigung 

ist mit der Invalidenrente festzulegen oder, falls kein Rentenanspruch be-

steht, mit Beendigung der ärztlichen Behandlung zu gewähren (Art. 24 

Abs. 2 UVG). Wird der versicherten Person zunächst keine Rente zuge-

sprochen, so kann der versicherten Person die Integritätsentschädigung 

praxisgemäss mit dem Abschluss der Behandlung zugesprochen werden. 

Von dieser Möglichkeit wird vor allem Gebrauch gemacht, wenn die IV-

Stelle Eingliederungsmassnahmen durchführt und wegen des hiermit ver-

bundenen Taggeldanspruches kein Bedürfnis nach einer vorübergehen-

den Rente besteht. In einem solchen Fall macht es keinen Sinn, mit dem 

Entscheid über die spruchreife Integritätsentschädigung zuzuwarten, nur 

weil der auf anderen Grundlagen beruhende Rentenanspruch noch nicht 

beurteilt werden kann (vgl. THOMAS FREI, Die Integritätsentschädigung 

nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, 

Diss. Freiburg 1998, S. 65; ALEXANDRA RUMO-JUNOG / ANDRÉ PIERRE HOL-

ZER, in: MURER / STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversiche-

rung, 4. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2012, S. 165). 

b) Mit der Integritätsentschädigung soll die immaterielle Unbill entschädigt 

werden, die eine Person durch eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlitten hat, die auf ei-

nen Unfall zurückzuführen ist (Art. 24 Abs. 1 UVG; FREI, a.a.O., S. 80). 

Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während 

des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Erheblich ist 

er, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität einer versi-

cherten Person, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder 

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stark beeinträchtigt ist (Art. 25 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 der Ver-

ordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Dabei wird die 

Schwere des Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund beur-

teilt. Sie fällt bei identischem Befund für alle Versicherten gleich hoch aus. 

Die Integritätsentschädigung hängt folglich nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab. Sie ist vielmehr abstrakt und egalitär fest-

zulegen (BGE 124 V 29 E.3c, 124 V 209 E.4b; RUMO-JUNGO / HOLZER, 

a.a.O., S. 166).

c) Dabei ist die Schwere des Integritätsschadens nach den Richtlinien des 

Anhangs 3 zur UVV zu bemessen (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der 

Bundesrat den Integritätsschaden für häufig vorkommende, typische 

Schäden in Form von Prozenten des maximal versicherten Verdienstes 

bestimmt. Die fraglichen, nicht abschliessenden Richtwerte hat die 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) weiterentwickelt, in-

dem sie für weitere Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet hat. Diese 

sogenannten SUVA-Tabellen stellen keine Rechtssätze, sondern Verwal-

tungsweisungen dar, die als solche für das im Streitfall angerufene Versi-

cherungsgericht nicht verbindlich sind. Soweit sie allerdings Richtwerte 

enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleis-

tet werden soll, sind sie nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar und vom angerufenen Versiche-

rungsgericht im Einzelfall zu beachten (BGE 124 V 29 E. 1c; 113 V 218 

E.2b). Findet sich für einen zu beurteilenden Gesundheitsschaden weder 

im vom Bundesrat erlassenen Anhang 3 zur UVV noch in den SUVA-

Tabellen ein Richtwert, so ist die Schwere des strittigen Integritätsscha-

dens durch den Vergleich mit den geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 

Abs. 2 Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3; RUMO-JUNGO / HOLZER, 

a.a.O., S. 167).

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d) Ob im Einzelfall ein Gesundheitsschaden vorliegt, der vom Typus her eine 

Integritätsentschädigung zu begründen vermag, hat ein medizinischer 

Sachverständiger zu beurteilen. Der Verwaltung und dem im Streitfall an-

gerufenen Gericht obliegt es alsdann, gestützt auf die ärztliche Befunder-

hebung zu beurteilen, ob eine gesundheitliche Beeinträchtigung die Er-

heblichkeitsschwelle erreicht und, bejahendenfalls, welches Ausmass die 

als erheblich einzustufende Schädigung aufweist. Dass sie sich hierfür an 

die medizinischen Angaben zu halten haben, ändert nichts daran, dass 

die Beurteilung des Integritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen 

Leistungsanspruchs letztlich Sache der zuständigen Behörden und nicht 

der medizinischen Fachperson ist. Gelangt eine zuständige Behörde im 

Rahmen der freien Beweiswürdigung indes zur Auffassung, es lägen kei-

ne schlüssigen medizinischen Angaben zum Vorliegen eines Integritäts-

schadens vor, führt dies regelmässig zu weiteren medizinischen Sachver-

haltsabklärungen. Nur in Ausnahmefällen kann die zuständige Behörde 

die Integritätsentschädigung ohne weitere Abklärungen aufgrund der exis-

tierenden Unterlagen bemessen (vgl. SVR 2009 UV Nr. 27 S. 97; Urteile 

des Bundesgerichts 8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E.2.2, U 121/06 vom 

23. April 2007 E.4.2; FREI, a.a.O., S. 68 ff.). 

5. a) Die Beschwerdegegnerin hat die strittige Integritätsentschädigung einer-

seits aufgrund des von ihr in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutach-

tens der MEDAS Ostschweiz vom 16. November 2012 (Medizinischen Ak-

ten der Beschwerdegegnerin [Bg-act. M] 64), andererseits aufgrund der 

Stellungnahmen der hinzugezogenen Vertrauensärzte (Bg-act. M 72, 73, 

83, 86) festgelegt. Der Beweiswert dieser ärztlichen Stellungnahmen 

hängt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob sie für 

die strittigen Belange umfassend sind, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wur-

den, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der 

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medizinischen Situation einleuchten und in den Schlussfolgerungen zu 

überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher 

Stellungnahmen ist somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

dessen Bezeichnung als Bericht oder als Gutachten (BGE 134 V 231 

E.5.1; 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E1b, 112 V 30 E.1a mit Hinweisen). 

Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdi-

gung aufzustellen. Danach haben Gutachten versicherungsexterner Ärzte 

vollen Beweiswert, wenn sie die vorgenannten Anforderungen erfüllen 

und nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen 

(BGE 125 V 353 E.3b/bb). Nur wenn die Schlüssigkeit eines solchen Gut-

achtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft erscheint, sind ergän-

zende Beweisvorkehren in Betracht zu ziehen und nötigenfalls anzuord-

nen (vgl. BGE 121 Ia 146 E.1c; URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in 

der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1724). Dasselbe gilt grundsätz-

lich für Gutachten versicherungsinterner Ärzte, wie den von den Unfall-

versichern beigezogenen Vertrauensärzten. Stützt sich die angefochtene 

Verfügung indessen im Wesentlichen oder ausschliesslich auf derartige 

Beurteilungen, sind an die Beweiswürdigung höhere Anforderungen zu 

stellen. Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen erweist 

sich das fragliche Gutachten nicht als voll beweiskräftig und es sind weite-

re Beweiserhebungen zu veranlassen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des 

Bundesgerichts I 142/04 vom 20. November 2007 E.3.2.1; MÜLLER, 

a.a.O., N. 1730).

b) Von diesen beweisrechtlichen Grundsätzen ausgehend ist nachfolgend zu 

prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem MEDAS-Gutachten vom 16. No-

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vember 2012 sowie den vertrauensärztlichen Stellungnahmen zu Recht 

vollen Beweiswert zuerkannt hat.

aa) Im Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 16. November 2012 kamen 
Dr. med. H._____, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, zertifizierter Gutachter SIM, Dr. med. I._____, Fachärztin 
für orthopädische Chirurgie, zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, 
sowie med. pract. K._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
zum Schluss, die Beschwerdeführerin leide an einer Restsymptomatik mit 
endgradigen Bewegungsschmerzen bei freiem Bewegungsausmass nach 
CRPS I am linken Sprunggelenk und nach einer Fraktur am processus 
anterior calcanei vom 13. April 2010 (Skiunfall), knöchern verheilt bei 
leichten, posttraumatischen, degenerativen Veränderungen. Diese ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen würden die Beschwerdeführerin in ih-
rer Arbeitsfähigkeit (derzeit) beeinträchtigen. Als Nebendiagnose ohne 
wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten diagnos-
tizierten sie einen erheblich erhöhten Laborwert Pankreas – Amylase, 
Verdacht auf ältere Stressfraktur am Processus posterius tali (MRI vom 
23. Februar 2011, im aktuellen MRI vom 26. September 2012 nicht nach-
weisbar), Status nach erosiver korpusbetonter Gastritis, nach Antrumgas-
tritis Helicobacter-assoziiert, Status nach operativer Versorgung einer 
vorderen Kreuzbandfraktur am linken Kniegelenk 1996, klinisch be-
schwerdefrei, Status nach postoperativer Versorgung einer Meniskusver-
letzung am rechten Kniegelenk 2001, klinisch folgenlos verheilt, sowie 
Status nach Schlaganfall (anamnestisch ca. 25-jährig), folgenlos (Bg-
act. M 64 S. 37). Zur Begründung dieser Diagnosen führten sie, soweit 
vorliegend von Bedeutung, im Wesentlichen aus, Anlass für die Begut-
achtung der Versicherten sei die Beurteilung der Folgen des Unfalls vom 
13. April 2010. An diesem Tag habe die Versicherte bei einem Skiunfall 
eine Verletzung am linken oberen Sprunggelenk (OSG) erlitten. Aktuell 
lasse sich eine Restsymptomatik mit endgradigen Bewegungsschmerzen 
bei freiem Bewegungsausmass am linken OSG nach CRPS I und nach 
Fraktur am Processus anterior calcanei feststellen. Klinisch fände sich ei-
ne geringe Temperaturdifferenz bei ansonsten nahezu unauffälligem Be-
fund (Bg-act. M 64 S. 42). Aus orthopädischer Sicht sollten die Unterarm-
gehstützen zunehmend weggelassen und unter physiotherapeutischer 
Begleitung ein normales Gangbild angestrebt werden. Zudem sei an eine 
Gabe eines Opiats der Stufe II zu denken. Sollte innerhalb von sechs bis 
12 Wochen keine deutliche Besserung eintreten, sei eine Grenzstrang-
blockade zu diskutieren. Es sei davon auszugehen, dass sich die derzei-
tige Restsymptomatik unter geeigneter Therapie verbessern lasse. Aktuell 
sei die Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. 
Ein allfälliger Integrationsschaden infolge des Unfalls vom 13. April 2010 

- 16 -

sollte frühestens in sechs Monaten nach Durchführung der vorgeschlage-
nen Therapien bestimmt werden (Bg-act. M 64 S. 41). 

bb) Nachdem die Beschwerdeführerin die Richtigkeit dieser gutachterlichen 
Feststellungen in Frage gestellt und weitere medizinische Abklärungen 
gefordert hatte, beauftragte die Beschwerdegegnerin Dr. med. F._____, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie, mit einer Beurteilung der entspre-
chenden Vorbringen. Dieser hielt in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 
2013 fest, das Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 16. November 
2012 entspreche den bundesgerichtlichen Qualitätsanforderungen. Der 
von der Beschwerdeführerin unter Berufung auf Dr. med. E._____, Fach-
arzt für Innere Medizin, erhobene Einwand, entgegen der Auffassung der 
MEDAS-Gutachter mehrere Frakturen am linken Fuss erlitten zu haben, 
treffe nicht zu. So erwähne Dr. med. L._____ in seinem Untersuchungs-
bericht vom September 2012 ein grenzwertiges residuelles Knochen-
marksödem laterocaudal im Malleolus lateralis, wahrscheinlich residuell 
nach CRPS I. Er weise auch auf eine leichtgradige Oberflächenunregel-
mässigkeit der calcaneo-cuboidalen Gelenksfläche nach Fraktur hin. An-
sonsten stelle er ein normales Kernspintomogramm des linken Sprungge-
lenks und des Fusswarzenbereichs fest und vergleiche seinen Befund mit 
den früheren MRI-Untersuchungen vom 18. Mai 2010, 31. August 2010 
und 23. Februar 2011. Daraus ergäbe sich eine klare Regredienz der 
Ödeme (Bg-act. M 72). Entsprechend den massgeblichen MRI-
Untersuchungen sei somit in Übereinstimmung mit den MEDAS-
Gutachtern nicht von einer namhaften Arthrose, sondern von einer leich-
ten Knorpelunregelmässigkeit am linken Fuss auszugehen. Im Übrigen 
sei nicht nur das OSG, sondern ebenfalls das untere Sprunggelenk (USG) 
und die ganze Mittelfussregion untersucht worden, insbesondere auch 
mittels der von der Beschwerdeführerin geforderten Kontrastmittelgabe. 
Erwähnt werde in dem im Rahmen der MEDAS-Begutachtung durchge-
führten orthopädischen Status vom 18. September 2012 im Übrigen eine 
Verminderung der Fusssohlenbeschwielung an der linken Ferse, keine 
wesentliche Temperaturdifferenz, keine Marmorierung des linken Fusses, 
lediglich leichte Hyperpigmentierung, keine Hyperhidrosis und keine 
Glanzhaut. Ausserdem werde linksseitig eine leichte positive vordere 
Schublade angegeben bei ansonsten stabilen Bandverhältnissen. Insbe-
sondere werde die Beweglichkeit in den OSG seitengleich angegeben. 
Dorsal Flexor- und Plantarflexion – ebenfalls beidseitig – seien praktisch 
normal. Lediglich endgradig sei die Plantarflexion und Fussaussenrand-
hebung linksseitig schmerzhaft. Bei diesen Befunden seien weitere Ab-
klärungen nicht erforderlich. Hinsichtlich der Behandlungsvorschläge sei 
festzuhalten, dass die vorgeschlagenen medikamentösen und konservativ 
physikalischen Massnahmen sinnvoll seien. Ob sie jedoch drei Jahre 
nach dem Unfallereignis zu einer namhaften Linderung der Beschwerden 
führten, sei fraglich. Indes sollten die vorgeschlagenen Behandlungsopti-

- 17 -

onen ausgeschöpft werden (Bg-act. M 72). Im Ergebnis gleich äusserten 
sich die MEDAS-Gutachter in den Schreiben vom 18. Juni 2013 (vgl. Bg-
act. M 76 und 77).

cc) Auf entsprechende Nachfrage hin ergänzte Dr. med. F._____ seine Aus-
führungen in Bezug auf die begehrte Integritätsentschädigung in der Be-
urteilung vom 11. Juni 2013 dahingehend, als aufgrund der durchgemach-
ten Fraktur und der CRPS I eine beginnende Arthrose im calcaneo cuboi-
dalen Gelenk bestehe. Dies ergebe laut der Tabelle 5 der SUVA (mässige 
Arthrose) eine Integritätseinbusse von 10 %. Darin sei wohlverstanden ei-
ne ganz eindeutige Verschlechterung des derzeitigen Beschwerdebildes 
miteingerechnet (Bg-act. M 73). An dieser Einschätzung hielt Dr. med. 
F._____ in der Beurteilung vom 29. Oktober 2013 fest (Bg-act. M 83). In 
Auseinandersetzung mit den dagegen erhobenen Einwänden führte er 
begründend aus, die Beschwerdeführerin habe eine Fraktur am proces-
sus anterior calcenai und nicht am Talus erlitten. Es habe wohl eine Art 
Bone bruise gegeben. Erfahrungsgemäss sei eine solche Verletzung je-
doch nicht als Fraktur zu werten, sondern als vorübergehende Verände-
rung, welche im MRI, jedoch nicht in einem konventionellen Röntgenbild 
festgestellt werden könne. Es habe sich keine posttraumatische OSG-
Arthrose entwickelt, sondern eine ganz geringe Veränderung arthrotischer 
Art im calcaneo cuboidalen Gelenk. Es werde erwähnt, dass eine leicht-
gradige Oberflächenunregelmässigkeit der anterior calcaneo cuboidalen 
Gelenksfläche bestehe. Es sei folglich nicht von einer erheblichen OSG-
Arthrose auszugehen. Dies bestätige einerseits die Radiologie, anderer-
seits das MEDAS-Gutachten vom 16. November 2012 klar. Aus diesen 
Gründen sei an der bisherigen Beurteilung und der Höhe der Integritäts-
entschädigung festzuhalten (Bg-act. M 83). 

dd) Diese Einschätzung bestätigte Dr. med. G._____, Spezialarzt FMH Chir-
urgie, in der Stellungnahme vom 20. Mai 2014. Danach wurde neben der 
eindeutig unfallkausalen Fraktur des Processus anterior calcanei initial 
bildgebend eine Bone Bruise-Verletzung am Talus und am medialen Mal-
leolus festgestellt. Bei den fraglichen Bone Bruise-Schädigungen handle 
es sich indessen nicht um eigentliche Frakturen, sondern um Kontusions-
verletzungen der betreffenden Knochenabschnitte, die erfahrungsgemäss 
spontan ausheilten. Eine Verletzung der Syndesmose (Ligamentum tibio-
fibulare anterior), wie sie im Bericht von Dr. med. E._____ vom 10. April 
2013 beschrieben werde, sei weder klinisch noch bildgebend nachgewie-
sen. Im Vordergrund stehe die Fraktur des Processus anterior calcanei, 
die im weiteren Verlauf zu einer CRPS I geführt habe, wobei diese Kom-
plikation für den heutigen Zustand weiterhin ausschlaggebend sei. Zwi-
schenzeitlich seien allerdings die somatischen Komponenten mit Aus-
nahme eines kausalgiformen Schmerzsyndroms abgeklungen. Erfah-
rungsgemäss dürften auch diese Komponenten innerhalb des nächsten 

- 18 -

Jahres zurückgehen. Rein somatisch sei mit dieser Einschränkung auf-
grund der letztmals erhobenen Befunde Ende 2013 vom Endzustand aus-
zugehen. Gemäss Tabelle 5.2 der SUVA erscheine unter Berücksichti-
gung der zu erwartenden Progredienz bei der vorliegenden mässigen 
USG-Arthrose die Abgeltung des erlittenen unfallkausalen Gesundheits-
schadens mit einer Integritätsentschädigung von 10 % als angemessen 
(Bg-act. 86). 

c) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen Ausführungen im ME-

DAS-Gutachten vom 16. November 2012 sowie den von der Beschwer-

degegnerin im Weiteren eingeholten, vertrauensärztlichen Stellungnah-

men sind für die strittigen Belange umfassend, berücksichtigen die von 

der Beschwerdeführerin geklagten Leiden und wurden in Kenntnis der 

Vorakten erstellt. Zudem beruht das MEDAS-Gutachten vom 16. Novem-

ber 2012 auf einer eingehenden Untersuchung der Beschwerdeführerin 

durch verschiedene Fachärzte. Dagegen haben sich Dr. med. F._____ 

sowie Dr. med. G._____ mit der Beschwerdeführerin nicht direkt im Rah-

men einer persönlichen Untersuchung auseinandergesetzt, sondern ihre 

Beurteilung allein aufgrund der Akten getroffen. Nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung vermindert ein solches Vorgehen den Beweiswert 

einer ärztlichen Stellungnahme nur dann nicht, wenn es hauptsächlich um 

die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, für 

den eine persönliche Untersuchungen der Versicherten nicht erforderlich 

ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_476/2011 vom 5. Dezember 2011 

E.7.1, Urteil 8C_325/2009 vom 23. September 2009 E.3.4.1, I 1094/06 

vom 14. November 2007 E.3.1.1). Davon kann im vorliegenden Fall aus-

gegangen werden. Denn Dr. med. F._____ und Dr. med. G._____ setzen 

sich in ihren Beurteilungen primär mit den von der Beschwerdeführerin 

gegen das MEDAS-Gutachten vom 16. November 2012 erhobenen Ein-

wänden und den deswegen beantragten ergänzenden Beweisvorkehren 

auseinander. Soweit sie im Übrigen auf der Grundlage des eingeholten 

MEDAS-Gutachten den Typus (Arthrose) sowie das Ausmass (mässig) 

des durch den Unfall vom 13. April 2010 erlittenen dauerhaften Gesund-

- 19 -

heitsschadens umschreiben, haben sie die von den MEDAS-Gutachtern 

erhobenen Befunde lediglich unter Bezugnahme auf die von ihnen für die 

Integritätsbemessung für massgebend erachteten Richtwerte eingeordnet 

und gewichtet. Für diese Beurteilungen war eine persönliche Untersu-

chung der Beschwerdeführerin nicht erforderlich. Es besteht somit kein 

Grund, den fraglichen vertrauensärztlichen Stellungnahmen aufgrund des 

Verzichts auf eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin ei-

nen geringeren Beweiswert beizumessen. Schliesslich leuchten sowohl 

die für das vorliegende Verfahren massgeblichen Ausführungen im ME-

DAS-Gutachten vom 16. November 2012 als auch die Beurteilungen von 

Dr. med. F._____ wie auch jene von Dr. med. G._____ in der Darlegung 

der medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der medizini-

schen Situation ein. Insoweit die konsultierten Fachärzte darin von der 

Auffassung anderer Ärzte abweichen, begründen sie überzeugend, wes-

halb sie deren Einschätzung als unzutreffend erachten. In den Akten fin-

den sich damit keine konkreten Indizien, welche auch nur geringe Zweifel 

an der Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens sowie den Beurteilungen 

der von der Beschwerdegegnerin im Weiteren hinzugezogenen Vertrau-

ensärzte wecken. Den fraglichen ärztlichen Stellungnahmen ist demnach 

voller Beweiswert zuzuerkennen.

d) Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, vermag nicht zu über-

zeugen. 

aa) Soweit sie geltend macht, die von der Beschwerdegegnerin beauftragten 

Ärzte hätten es versäumt, ihre Hüft-, Rücken- und Schulterbeschwerden 

bei der Bemessung des für die Integritätsentschädigung massgeblichen 

Integritätsschadens zu berücksichtigen, ist zunächst festzuhalten, dass 

die Beschwerdeführerin anlässlich der persönlichen Untersuchung durch 

die MEDAS-Gutachter am 18., 26. und 28. September 2012 nicht über 

- 20 -

entsprechende Beschwerden geklagt hat. Damals gab sie gegenüber den 

MEDAS-Gutachtern ausschliesslich an, an Schmerzen im linken Fuss zu 

leiden, die sich beim Gehen verstärkten, weshalb sie sich permanent mit 

zwei Gehstöcken fortbewegen müsse (vgl. Bg-act. M 64 S. 27, 32, 39 f.). 

Folgerichtig finden die von der Beschwerdeführerin nunmehr beklagten 

Hüft-, Rücken- und Schulterschmerzen im MEDAS-Gutachten vom 

16. November 2012 weder als Haupt- noch als Nebendiagnose Erwäh-

nung. Dasselbe gilt für die Berichte des behandelnden Hausarztes der 

Beschwerdeführerin, Dr. med. E._____ (vgl. insbesondere Bg-act. M 28, 

49, 51, 56, 64) sowie das fachunfallchirurgisch-orthopädische Gutachten 

der Klinik O.4._____ vom 5. März 2013 (vgl. Bg-act. A 122b). Hingegen 

ist im Bericht der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Appisberg vom 

9. Januar 2014 die Rede von sekundären Hüft-, Rücken- und Schulter-

schmerzen, ausgelöst durch die Notwendigkeit zum Einsatz von Gehstö-

cken (Bg-act. A 122a S. 3, 11 f.). Allerdings wird die Bedeutung dieser 

Beschwerden für die Beschwerdeführerin im Bericht der BEFAS Appis-

berg vom 9. Januar 2014 dahingehend relativiert, als festgehalten wird, 

die Beschwerdeführerin könne den fraglichen Beschwerden durch geeig-

nete Massnahmen begegnen und diese würden ihre Leistungsfähigkeit 

kaum beeinträchtigen (Bg-act. A 122a S. 12). In diesem Zusammenhang 

ist überdies zu beachten, dass die MEDAS-Gutachter der Beschwerde-

führer empfohlen haben, die Unterarmgehstützen zunehmend wegzulas-

sen und unter physiotherapeutischer Begleitung ein normales Gangbild 

anzustreben (Bg-act. M 64). Setzt die Beschwerdeführerin diese Behand-

lungsempfehlung um, so dürften die derzeitigen Hüft-, Rücken- und 

Schulterbeschwerden der Beschwerdeführerin verschwinden, werden 

diese doch nach Auffassung der BEFAS Appisberg durch Fehlbelastun-

gen, insbesondere aufgrund der Inanspruchnahme der Gehstücke, verur-

sacht (vgl. Bg-act. A 122a S. 11). Unter diesen Umständen ist nicht davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin während ihres gesamten Le-

- 21 -

bens an den fraglichen Beschwerden leiden wird, weshalb diese nicht als 

dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 

UVG einzustufen sind. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

haben diese daher bei der Bemessung des strittigen Integritätsschadens 

ausser Betracht zu bleiben.

bb) Hingegen weist die Beschwerdeführerin durchaus zu Recht darauf hin, 

dass in den vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen im Unterschied zu 

den eingeholten vertrauensärztlichen Beurteilungen (vgl. Bg-act. M 72, 

73, 83, 86) teils die Auffassung vertreten wird, sie habe durch den Unfall 

vom 13. April 2010 neben einer Calcaneusfraktur eine Talusfraktur sowie 

eine Stressfraktur am medialen Malleolus erlitten (vgl. Arztbericht von Dr. 

med. E._____ vom 10. April 2014 [Bg-act. M 70], MEDAS-Gutachten vom 

16. November 2012 [Bg-act. M 64]). Dieselbe Auffassung scheint 

Dr. med. M._____, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, 

im Gutachten der Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013 zu vertreten. 

Danach hat die Beschwerdeführerin durch den Unfall eine Calcaneus- 

und Talusfraktur links erlitten, die zu einer posttraumatischen Arthrose 

und einer CRPS I geführt hat (Bg-act. A 122b S. 9). Dass er diesbezüglich 

von einer Verletzung des unteren Sprunggelenks spricht, dürfte auf ein 

Versehen zurückzuführen sein, ist doch in allen übrigen ärztlichen Stel-

lungnahmen, insbesondere im MEDAS-Gutachten vom 16. November 

2012 (Bg-act. M 64), von einer Verletzung des oberen Sprunggelenks die 

Rede. Es deutet jedenfalls nichts darauf hin, dass es sich hierbei um eine 

grundlegend andere Beurteilung handelt. Welche Frakturen sich die Be-

schwerdeführerin am 13. April 2010 zugezogen hat, kann vorliegend denn 

auch offengelassen werden, da die fraglichen Verletzungen für die Be-

messung des strittigen Integritätsschadens nur insoweit von Bedeutung 

sind, als sie zu einer erheblichen und dauerhaften Schädigung der körper-

lichen Integrität im Sinne von Art. 24 Abs. 1 UVG geführt haben. In dieser 

- 22 -

Beziehung stimmen die Beurteilungen der involvierten Ärzte grundsätzlich 

überein. Diesen zufolge ist/sind die durch den Unfall vom 13. April 2010 

erlittene(n) Fraktur(en) mittlerweile allesamt ausgeheilt (vgl. Bg-act. M 64 

S. 37, 39 f. und 44 sowie Antwort der MEDAS vom 18. Juni 2012 [Bg-

act. M 76]), jedoch für die derzeitigen Beschwerden der Beschwerdefüh-

rerin insoweit verantwortlich, als sie zur Ausbildung einer mässigen Ar-

throse am linken oberen Sprunggelenk und einer CRPS I geführt 

hat/haben. Im Übrigen wird das Ausmass der auf das interessierende Un-

fallereignis zurückzuführenden Restbeschwerden im Gutachten der 

Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013 mit einer Funktionsminderung 

des linken Beins um einen Drittel konkretisiert, während die von der Be-

schwerdegegnerin konsultierten Ärzte diesbezüglich unter Bezugnahme 

auf die für die Bemessung des Integritätsschadens bestehenden Richt-

werte in der SUVA-Tabelle 5 von einer mässigen Arthrose ausgehen. 

Dass diesen Beurteilungen eine grundlegend andere Einschätzung der 

Schwere der erlittenen Unfallverletzung zugrunde liegt, ist nicht ersicht-

lich. Vielmehr dürften hiermit die vorliegenden Unfallverletzungen, zuge-

schnitten auf das jeweils anwendbare Sozialversicherungssystem, bewer-

tet und eingeordnet worden sein. Demzufolge stimmen die vorliegenden 

ärztlichen Stellungnahmen, soweit sie für den vorliegenden Fall von Be-

deutung sind, grundsätzlich miteinander überein.

cc) Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, durch das interessierende 

Unfallereignis eine Ruptur des Ligamentum tibiofibulare anterius erlitten 

zu haben. Eine solche Verletzung wird einerseits im Arztbericht vom 

10. April 2013 von Dr. med. E._____ (Bg-act. M 70), andererseits im MRI 

OSG/Rückfluss links vom 31. August 2010, durchgeführt in der Klinik Gut 

in O.3._____, erwähnt (vgl. MEDAS-Gutachten vom 12. November 2012 

S. 4 und S. 38 [Bg-act. M 64]). In späteren bildgebenden Abklärungen ist 

eine Ruptur des Ligamentum tibiofibulare anterius nach den Ausführun-

- 23 -

gen der MEDAS-Gutachter hingegen nicht mehr dokumentiert (vgl. Bg-

act. M 64 S. 40). Die fragliche Verletzung ist folglich mehr als drei Jahre 

nach dem Unfall vom 13. April 2010 ausgeheilt und führt zu keinerlei Be-

schwerden mehr. Dr. med. E._____ behauptet denn auch nicht, die Rup-

tur des Ligamentum tibiofibulare anterius bestehe nach wie vor und sei für 

die Beschwerden der Beschwerdeführerin verantwortlich. Ohnehin hat 

das Verwaltungsgericht bei der Würdigung der Berichte von Dr. med. 

E._____ als behandelndem Arzt zu berücksichtigen, dass sich der Thera-

pieauftrag grundsätzlich von einem Begutachtungsauftrag unterscheidet 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2011 vom 25. Juli 2011 E.5.2; FLÜ-

CKIGER, a.a.O., N. 4.145). Deshalb und aufgrund der Erfahrungstatsache, 

dass Hausärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen 

(vgl. BGE 125 V 353 E.3b/cc), ist deren Stellungnahme, sofern darin nicht 

wichtige Aspekte aufgeführt werden, welche die vom Unfallversicherer zur 

Beurteilung der medizinischen Situation beigezogenen Fachärzte un-

berücksichtigt gelassen haben, grundsätzlich nicht geeignet, berechtigte 

Zweifel an der Richtigkeit der eigens für die Beurteilung der geschuldeten 

Sozialversicherungsansprüche eingeholten fachärztlichen Stellungnah-

men zu wecken (vgl. MÜLLER, a.a.O., N. 1742). Im vorliegenden Fall be-

nennt Dr. med. E._____ keine wichtigen – und nicht rein subjektiven ärzt-

licher Interpretation entsprechenden – Aspekte, die im Rahmen der ME-

DAS-Begutachtung und der nachmaligen Beurteilungen durch Dr. med. 

F._____ sowie Dr. med. G._____ unerkannt geblieben sind. Ebenso we-

nig wird die Schlüssigkeit der fraglichen Beurteilungen durch dessen Be-

richte in Zweifel gezogen. Die Arztberichte von Dr. med. E._____ vermö-

gen daher die Beurteilung der MEDAS-Gutachter und der im Weiteren 

beigezogenen Vertrauensärzte nicht zu erschüttern.

dd) Im Ergebnis gleich verhält es sich hinsichtlich des Berichts der BEFAS 

Appisberg vom 9. Januar 2014 (Bg-act. A 122b S. 11). Der begutachten-

- 24 -

de MEDAS-Neurologe, Dr. med. H._____, hat die Beschwerdeführerin 

eingehend untersucht und in Kenntnis der medizinischen Vorakten fest-

gestellt, dass die Beschwerdeführerin an einem abklingenden CRPS vom 

Typ I nach Fraktur im Fussbereich links leide, das aufgrund des derzeiti-

gen Zustandsbildes die diagnostischen Kriterien der Leitlinien der deut-

schen Gesellschaft für Neurologie zur Diagnose eines CRPS klinisch 

nicht mehr erfülle. Aufgrund der medizinischen Vorakten und der erhobe-

nen Befunde könnten die beklagten Beschwerden jedoch einem CRPS I 

zugeordnet werden. Dabei sei die Versicherte aktuell und für ungefähr 

weitere sechs Monaten bis zum vollständigen Abklingen der Symptome 

unter adäquater Therapie im Stehen und Gehen eingeschränkt. In ihrer 

angestammten Tätigkeit als Verkäuferin sei sie deshalb zu 100 % arbeits-

unfähig. Eine adaptierte Tätigkeit könne sie ab sofort aufnehmen. Die in 

den Akten vorhandenen, früheren neurologischen Einschätzungen wür-

den sich mit dieser Einschätzung decken (Bg-act. M 64 S. 32 f.). Die 

Richtigkeit dieser Feststellungen wird durch die Ausführungen im Bericht 

der BEFAS Appisberg vom 9. Januar 2014 nicht erschüttert. Freilich wird 

darin festgehalten, die derzeitigen Beschwerden der Beschwerdeführerin 

seien nicht nur durch eine subtalare Arthrose, sondern ausserdem durch 

ein chronisch regionales Schmerzsyndrom bedingt. Zwar sei das klinisch 

fassbare CRPS weitgehend verschwunden, jedoch müssten in Ermange-

lung einer psychiatrischen Erklärung und anderer schmerzauslösender 

Faktoren die persistierenden behinderungsbestimmenden Schmerzen 

dem CRPS im Sinne einer neuropathischen Hyperalgie (wohl Hyperalge-

sie) zugeordnet werden. Hierbei handle es sich um eine klinische 

Störung, die unabhängig von Art und Lokalisation einer vorangegangenen 

Schädigung, distal generalisiert, sockenförmig an der betroffenen Extre-

mität, über Jahre die Symptome der autonomen Störung überdauern kön-

ne (Bg-act. A 122b S. 11). Die fragliche Einschätzung beruht auf dem von 

der Beschwerdeführerin geschilderten Schmerzbild, das seit der MEDAS- 

- 25 -

sowie der fachunfallchirurgisch-orthopädisches Begutachtung durch die 

Sportklinik O.4._____ keine Veränderung erfahren hat (vgl. Bg-act. M 64 

S. 27, Bg-act. A 122b). Weder Dr. med. H._____ (MEDAS Ostschweiz) 

noch Dr. med. M._____ (Sportklinik O.4._____) diagnostizieren aufgrund 

dieses residuellen Beschwerdebildes eine Hyperalgie. Unter diesen Um-

ständen begründet der Bericht des BEFAS Appisberg vom 9. Januar 2014 

keine berechtigten Zweifel an der Richtigkeit der Feststellungen des be-

gutachtenden MEDAS-Neurologen. Damit ist davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin nach dem Unfall vom 13. April 2010 am linken 

Fuss eine CPRS I entwickelt hat, die sich rund vier Jahre nach dem inter-

essierenden Unfallereignis vollständig zurückgebildet hat.

e) In Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen gelangt das 

Verwaltungsgericht aufgrund der vorangehenden Überlegungen zum 

Schluss, dass die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 13. April 

2010 im Wesentlichen eine Fraktur am processus anterior calcanei erlit-

ten hat, die zur Ausbildung einer CPRS I, derzeit vollständig remittiert, 

und einer beginnenden Arthrose am linken oberen Sprunggelenk geführt 

hat, die unter Berücksichtigung der zu erwartenden Progredienz mässig 

ausgebildet ist und derzeit zu einer Funktionsminderung des linken Bei-

nes von einem Drittel führen dürfte. Dass weitere Beweisvorkehren, ins-

besondere die Einholung eines Verlaufsgutachtens, an diesem Beweiser-

gebnis etwas zu ändern vermag, kann unter den gegebenen Umständen 

ausgeschlossen werden, zumal die von der Beschwerdegegnerin beige-

zogenen Vertrauensärzte diese Frage eingehend geprüft und den rechts-

erheblichen Sachverhalt durch das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten 

vom 12. November 2012 mit überzeugender Begründung übereinstim-

mend als hinreichend erstellt zu betrachten ist. Die Beschwerdegegnerin 

hat den rechtserheblichen Sachverhalt folglich ausreichend abgeklärt. 

Demzufolge ist auf die weiteren von der Beschwerdeführerin in ihrem 

- 26 -

Eventualantrag begehrten Beweisvorkehren in antizipierter Beweiswürdi-

gung zu verzichten (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

8C_126/2013 vom 19. Juni 2013 E.4, 9C_309/2007 vom 5. September 

2007 E.2.2.1; FLÜCKIGER, a.a.O., N. 4.175; MÜLLER, a.a.O., N. 970, 972). 

6. a) Der vorangehend festgestellte Gesundheitszustand, der sich rund vier 

Jahre nach dem Unfallereignis eingestellt hat (vgl. E.5d hiervor), kann 

durch weitere Behandlungen nicht mehr wesentlich verbessert werden 

(vgl. Bg-act. M 73, 83, 86, Bg-act. A 122b). Damit ist die Behandlungs-

phase vorliegend abgeschlossen, womit sich der Sachverhalt bezüglich 

des strittigen Integritätsschaden und der hierfür geschuldeten Integritäts-

entschädigung als spruchreif erweist. Unter diesen Umständen durfte die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid über die der 

Beschwerdeführerin zustehende Integritätsentschädigung entscheiden, 

ohne deren Rentenanspruch zu prüfen (vgl. E.4a hiervor). Die Zulässig-

keit dieses Vorgehens ist denn auch unbestritten geblieben. Strittig ist da-

gegen, ob die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung korrekt 

bemessen hat.

b) Die Beschwerdegegnerin hat den Integritätsschaden auf der Grundlage 

der SUVA-Tabelle 5 bemessen. Diese legt den "Integritätsschaden bei Ar-

throsen" fest. Danach liegt bei einer leichten OSG-Arthrose kein Inte-

gritätsschaden vor. Bei einer mässigen OSG-Arthrose ist von einem Inte-

gritätsschaden von 5-15 % auszugehen, während für eine schwere OSG-

Arthrose ein Integritätsschaden von 15-30 % anzunehmen ist. Im Falle ei-

ner Gelenksresektion oder Arthrodese (Versteifungsoperation) beläuft 

sich der Integritätsschaden auf 15 % (SUVA-Tabelle 5, abrufbar unter 

www.suva.ch > Unfall > Versicherungsmedizin > Fachpublikationen > Ta-

bellen betreffend Integritätsschäden im Unfallversicherungsbereich 

[UVG], besucht am 19. Mai 2015). Die durch die Arthrose bedingte Funk-

http://www.suva.ch

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tionsminderung des betroffenen Beins bildet nach der SUVA-Tabelle 5 

keinen Anknüpfungspunkt für die Bemessung des Integritätsschadens. 

Wird auf die Funktionsstörung als Indikator für die Schwere des erlittenen 

Gesundheitsschadens abgestellt, so ist die SUVA-Tabelle 2 (Integritäts-

schaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten) heranzu-

ziehen. Danach beträgt der Integritätsschaden bei vollständiger Ge-

brauchsunfähigkeit eines Beines 50 %. Hat sich das OSG im rechten 

Winkel versteift, so ist von einem Integritätsschaden von 15 % auszuge-

hen. Hat es sich in starkem Spitzfuss versteift, so beträgt der Integritäts-

schaden 20 %. Für eine Funktionsbehinderung in den unteren Sprungge-

lenken, z.B. nach Calcaneusfraktur (USG-Arthrose), ist der Integritäts-

schaden mit 5-30 % zu veranschlagen (abrufbar unter www.suva.ch > Un-

fall > Versicherungsmedizin > Fachpublikationen > Tabellen betreffend In-

tegritätsschäden im Unfallversicherungsbereich [UVG], besucht am 

19. Mai 2015).

c) Im vorliegenden Fall ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin infolge des 

Unfalls vom 13. April 2010 an einer beginnenden Arthrose am linken obe-

ren Sprunggelenk (OSG) leidet, die unter Berücksichtigung der zu erwar-

tenden Progredienz mässig ausgebildet ist und derzeit zu einer Funk-

tionsminderung des linken Beines von einem Drittel führt (vgl. E.5d hier-

vor). Diese gesundheitliche Beeinträchtigung fällt unter die SUVA-Tabelle 

5. Zusätzlich könnte sie angesichts der unfallbedingten Beeinträchtigung 

der Gebrauchsfähigkeit des linken Fusses infolge verminderter Belastbar-

keit durch die SUVA-Tabelle 2 erfasst werden. Mit Blick auf diese beiden 

SUVA-Tabellen, die zur Bemessung des strittigen Integritätsschadens 

herangezogen werden könnten, drängt sich die Frage auf, ob im vorlie-

genden Fall zwei Integritätsschäden festzulegen sind. Führt ein Ereignis 

zu verschiedenen Integritätsschäden, bemisst sich die Entschädigung 

nach Art. 36 Abs. 3 UVV (BGE 116 V 156 E.3b). Laut dieser Bestimmung 

http://www.suva.ch

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ist die Integritätsentschädigung bei mehreren Verletzungen nach der ge-

samten Beeinträchtigung festzusetzen, wobei die Gesamtentschädigung 

den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 

darf. Die den einzelnen Schädigungen entsprechenden Prozentzahlen 

sind selbst dann zusammenzuzählen, wenn eine, mehrere oder alle da-

von für sich allein die Schwelle von 5 % nicht erreichen. Die Entschädi-

gung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen die Erheblich-

keitsgrenze von 5 % übersteigt (BGE 116 V 156 E.3b). Von verschiede-

nen Integritätsschäden ist auszugehen, wenn sich die Beeinträchtigungen 

medizinisch eindeutig feststellen und in ihren Auswirkungen voneinander 

klar trennen lassen. Klar unterscheidbare und sich grundsätzlich nicht be-

einflussende Integritätsschäden sind grundsätzlich zu addieren. Bei einer 

gegenseitigen Überlagerung verschiedener Beeinträchtigungen darf die-

ses Vorgehen freilich nicht dazu führen, dass ein Teil der Beeinträchti-

gungen doppelt entschädigt wird. Umgekehrt kann sich eine Erhöhung 

rechtfertigen, wenn sich die verschiedenen Beeinträchtigungen in ihrer 

Wirkung verstärken (Urteile des Bundesgerichts 8C_826/2012 vom 

28. Mai 2013 E.3.2, 8C_794/2010 vom 9. Dezember 2010 E.3.3; RUMO-

JUNGO / HOLZER, a.a.O., S. 170).

d) Werden diese Überlegungen auf den vorliegenden Fall übertragen, so 

zeigt sich, dass die Beschwerdeführerin durch das interessierende Unfal-

lereignis nicht mehrere, voneinander unabhängige unfallkausale Verlet-

zungen erlitten hat, sondern mit der OSG-Arthrose eine gesundheitliche 

Beeinträchtigung, welche die Belastbarkeit und damit die Gebrauchs-

fähigkeit des linken Beines beeinträchtigt. Folglich ist bei der Bemessung 

der strittigen Integritätsentschädigung von einem Integritätsschaden aus-

zugehen. Um diesen zu bestimmen, erscheint es als angezeigt, sowohl 

die SUVA-Tabelle 5 als auch die SUVA-Tabelle 2 heranzuziehen. Laut 

Ersterer beträgt der Integritätsschaden bei einer mässigen USG-Arthrose 

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5-15 %. Dieser Richtwert wird in den SUVA-Tabellen 2 und 5 dahinge-

hend konkretisiert, als bei einer Gelenksresektion, einer Arthrodese des 

OSG (operative Versteifung des OSG-Gelenks, SUVA-Tabelle 5) sowie 

einer Versteifung des oberen Sprunggelenks im rechten Winkel von ei-

nem Integritätsschaden von 15 % auszugehen ist. Daraus lässt sich fol-

gern, dass der Integrationsschaden bei einer mässigen OSG-Arthrose 

nach der Systematik der SUVA-Tabellen 15 % zu betragen hat, wenn da-

durch die Beweglichkeit des OSG erheblich beeinträchtigt wird. Hinsicht-

lich der Beweglichkeit des OSG der Beschwerdeführerin wird im MEDAS-

Gutachten vom 16. November 2012 ausgeführt, nur die Plantarflexion und 

Fussaussenrandhebung linksseitig sei schmerzhaft, während das OSG 

seitengleich bewegt werden könne und die dorsal Flexor- und Plantarefle-

xion – ebenfalls beidseitig – praktisch normal seien. Entsprechend be-

schreiben die MEDAS-Gutachter die Restsymptomatik als endgradigen 

Bewegungsschmerzen bei freiem Bewegungsausmass am linken OSG 

(Bg-act. M 64, vgl. auch Bg-act. M 72). Bei diesem Befund kann eine er-

hebliche Beeinträchtigung der Beweglichkeit des OSG ausgeschlossen 

werden. In den Akten finden sich im Übrigen keine Hinweise, die darauf 

hindeuten, dass die zu beurteilende Arthrose im Grenzbereich zur schwe-

ren Arthrose anzusiedeln wäre. Im Gegenteil ist in den massgeblichen 

ärztlichen Stellungnahmen von einer leichten Knorpelunregelmässigkeit 

am linken Fuss (MEDAS-Gutachten) bzw. einer beginnenden Arthrose 

(Dr. med. F._____ und Dr. med. G._____) die Rede. Wenn die Be-

schwerdegegnerin vor diesem Hintergrund annimmt, der strittige Inte-

gritätsschaden habe sich im unteren bis mittleren Bereich des in der SU-

VA-Tabelle 5 für mässige OSG-Arthrosen festgelegten Toleranzbereichs 

zu bewegen, ist dies nicht zu beanstanden. Ebenso erweist es sich als 

gerechtfertigt, wenn sie den Integritätsschaden ausgehend von dieser 

Einschätzung unter Berücksichtigung der zu erwartenden Progredienz 

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aufgrund der entsprechenden Empfehlungen der hinzugezogenen Ver-

trauensärzte auf 10 % festgelegt hat. 

e) Dem dagegen erhobenen Einwand, der strittige Integritätsschadens müs-

se aufgrund des Gutachtens der Sportklinik O.4._____ vom 5. März 2013 

festgelegt werden, kann nicht gefolgt werden. Laut der im fraglichen Gut-

achten von Dr. med. M._____ vertretenen Auffassung hat das linke Bein 

der Beschwerdeführerin aufgrund des Unfalls vom 13. April 2010 eine 

Funktionsminderung von einem Drittel erfahren (Bg-act. A 122b S. 10). 

Wird diese Einschätzung als Ausgangspunkt für die Festlegung des strit-

tigen Integritätsschadens genommen, so wäre der für die vollkommene 

Gebrauchsunfähigkeit eines Beines in der SUVA-Tabelle 2 festgelegte In-

tegritätsschaden von 50 % als Richtwerte für die Bemessung des stritti-

gen Integritätsschadens anzusehen. Davon ausgehend wäre unter 

Berücksichtigung der angenommenen Funktionsminderung von einem 

Drittel ein Integritätsschaden von 16.70 % (50 % : 3) anzunehmen. Ein 

solcher Integritätsschaden läge nicht nur über den in der SUVA-Tabelle 2 

für mässige Arthrosen festgelegten Richtwerten, sondern ebenfalls über 

dem Integritätsschaden, von welchem im Falle einer Gelenksresektion 

und Arthrodese (SUVA-Tabelle 5) sowie eines versteiften OSG-Gelenks 

(SUVA-Tabelle 2) auszugehen wäre. Die im Gutachten der Sportklinik 

O.4._____ vom 5. März 2013 vorgenommene Einschätzung des unfallbe-

dingten Gesundheitsschadens steht somit im Widerspruch zu den in den 

SUVA-Tabellen festgelegten Richtwerten, welche die vom Bundesrat im 

Anhang 3 zur UVV erlassenen Skalen weiterentwickeln und eine rechts-

gleiche Festlegung des Integritätsschadens ermöglichen sollen. Die Ein-

schätzung von Dr. med. M._____, die ohne Bezugnahme auf dieses Sys-

tem erfolgt und mit den darin enthaltenen Richtwerten nicht vereinbar ist, 

taugt daher nicht als Grundlage für die Bemessung des strittigen Inte-

gritätsschadens. Folglich hat die Beschwerdegegnerin die fragliche Beur-

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teilung bei der Bemessung des Integritätsschadens zu Recht unberück-

sichtigt gelassen und den Integritätsschaden ausschliesslich unter Zu-

grundelegung des MEDAS-Gutachtens vom 16. November 2012 sowie 

der Stellungnahmen der hinzugezogenen Vertrauensärzte, Dr. med. 

F._____ und Dr. med. G._____, auf 10 % festgelegt. 

f) Daraus ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführe-

rin bei einem Integritätsschaden von 10 % und einem versicherten 

Höchstverdienst von Fr. 126'000.-- (Art. 22 Abs. 1 UVV) eine Integritäts-

entschädigung von Fr. 12'600.-- schuldet. Der angefochtene Einspra-

cheentscheid erweist sich demnach als rechtmässig, was zu seiner 

Bestätigung und der Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde 

sowohl im Haupt- als auch im Eventualantrag führt. 

7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos. Für das vorliegende Verfahren werden 

daher keine Verfahrenskosten erhoben. Als zuständige Sozialversiche-

rungsträgerin hat die obsiegende Beschwerdegegnerin keinen Anspruch 

auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtskraftbescheinigung]

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4. [Mitteilungen]