# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33232b48-2bc8-56b1-a474-8b173a1769ee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 17.01.2013 SK2 2012 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2012-49_2013-01-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 17. Januar 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 12 49          4. Februar 2013

Entscheid 
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar ad hoc Coray

In der strafrechtlichen Beschwerde

des W., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martino Luminati, 
Via Sottosassa 71, 7742 Poschiavo, 

gegen

die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. 
November 2012, mitgeteilt am 26. November 2012, in Sachen des Beschwerde-
führers gegen X., Beschwerdegegner, Y., Beschwerdegegner, Z., Beschwerde-
gegner, 

betreffend Ehrverletzung,

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hat der Vorsitzende der II. Strafkammer nach Kenntnisnahme der Beschwerde 
vom 4. Dezember 2012 (Poststempel: 5. Dezember 2012), nach Einsicht in die 
Verfahrensakten sowie aufgrund der Feststellungen und Erwägungen,

– dass die Verfahrenssprache für das Verfahren vor Kantonsgericht in Anwen-
dung von Art. 8 Abs. 2 des Sprachengesetzes des Kantons Graubünden 
(SpG; BR 492.100) sich in der Regel nach der im angefochtenen Entscheid 
verwendeten Amtssprache beziehungsweise nach der Amtssprache richtet, 
welcher die beklagte Partei mächtig ist, was in der vorliegenden Nichtanhand-
nahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. November 
2012 deutsch ist, womit es sich rechtfertigt, das Verfahren vor Kantonsgericht 
auf Deutsch zu führen,

– dass W. am 26. September 2012 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden ei-
nen Strafantrag gegen X., Y. und Z. von der A. AG wegen Ehrverletzung ein-
reichte,

– dass die Staatsanwaltschaft Graubünden am 22. November 2012, mitgeteilt 
am 26. November 2012, die Nichtanhandnahme einer Strafuntersuchung in 
Anwendung von Art. 310 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0) i.V.m. Art. 319 ff. StPO verfügte,

– dass W. am 4. Dezember 2012 (Poststempel: 5. Dezember 2012) Beschwerde 
gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden 
beim Kantonsgericht von Graubünden einreichte, 

– dass der Vorsitzende der II. Strafkammer am 7. Dezember 2012 eine Sicher-
heitsleistung von Fr. 1‘500.-- verlangte und gleichzeitig androhte, dass das 
Kantonsgericht gemäss Art. 383 Abs. 2 StPO auf das Rechtsmittel der Privat-
klägerschaft nicht eintrete, wenn die eingeforderte Sicherheit nicht fristgerecht 
bis zum 20. Dezember 2012 geleistet werde,

– dass die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Schreiben vom 10. Dezember 
2012 (Poststempel: 11. Dezember 2012) auf die Einreichung einer Stellung-
nahme verzichtete,

– dass die A. AG am 17. Dezember 2012 eine Fristerstreckung beantragte,

– dass der Vorsitzende der II. Strafkammer die Fristerstreckung bis zum 3. Ja-
nuar 2012 bewilligte,

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– dass die A. AG nach gewährter Fristverlängerung bis zum 3. Januar 2012, am 
28. Dezember 2012 (Poststempel: 31. Dezember 2012) eine Stellungnahme 
für X. und Z. einreichte und ausführte, dass Y. nicht mehr bei der A. AG ange-
stellt sei,

– dass die vom Kantonsgericht von Graubünden verlangte Sicherheitsleistung 
von Fr. 1‘500.-- bis zum 20. Dezember 2012 nicht von W. geleistet wurde und 
schon deshalb auf die erhobene Beschwerde nicht eingetreten werden kann,

– dass auf die Einholung einer Stellungnahme von Y. verzichtet wurde,

– dass die verspätete Zahlung der Sicherheitsleistung von Fr. 1‘500.-- vom 14. 
Januar 2013 an der angedrohten Rechtsfolge von Art. 383 Abs. 2 StPO nichts 
zu ändern vermag,

– dass infolge der offensichtlichen Unzulässigkeit der vorliegenden Beschwerde 
der Vorsitzende der II. Strafkammer in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 des Ge-
richtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompe-
tenz entscheidet,

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO),

– dass gemäss Art. 8 der kantonalen Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Strafverfahren (VGS; BR 350.210) für Entscheide im Beschwerdeverfahren 
eine Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.-- bis Fr. 5‘000.-- zu erheben ist, 

– dass bei Erledigung des Rechtsmittels im Verfahren nach Art. 18 Abs. 3 GOG 
die Gerichtsgebühr gestützt auf Art. 10 VGS nach Ermessen des Gerichts 
herabgesetzt werden kann,

– dass angesichts des Umstands, dass dem Gericht kein grosser Aufwand ent-
standen ist, eine Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- als angemessen erscheint,

– dass W. X. und Z., vertreten durch die A. AG, für ihren ausseramtlichen Auf-
wand zu entschädigen hat und angesichts der Überschaubarkeit der Rechts-
fragen und unter Berücksichtigung der kurzen Rechtsschrift ein Betrag von Fr. 
400.-- als angemessen erscheint,

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erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.-- gehen zu Lasten von 
W. und werden mit der verspätet geleisteten Sicherheitsleistung von Fr. 
1‘500.-- verrechnet. Der Restbetrag der Sicherheitsleistung von Fr. 1‘100.-- 
wird W. durch das Kantonsgericht erstattet.

3. W. hat X. und Z. für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit Fr. 400.-- 
(inkl. MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgerichtsge-
setzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizeri-
sche Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde 
ist dem Schweizerischen Bundesgericht schriftlich innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: