# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a596e5a-ac4f-5664-88e3-b87961ad4f1e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-6018/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6018-2011_2011-11-17.pdf

## Full Text

4 Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6018/2011

U r t e i l   v om   1 7 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richter Daniele Cattaneo, Richter Martin Zoller,   
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

Parteien X._______, geboren am _______,
Kenia, angeblich Somalia, 
vertreten durch _______, 
Gesuchstellerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
vom 14. September 2011 (D­4907/2011) betreffend
Verfügung des BFM vom 31. August 2011 / N _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Gesuchstellerin  am  11. August  2011  auf  dem  Luftweg  nach 
_______ gelangte und am 12. August 2011 am Flughafen ein Asylgesuch 
stellte,

dass das BFM der Gesuchstellerin mit Verfügung vom 12. August  2011 
die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und ihr für die Dauer von 
maximal  60  Tagen  den  Transitbereich  des  Flughafens  _______  als 
Aufenthaltsort zuwies,

dass  die  Gesuchstellerin  zur  Begründung  ihres  Asylgesuches  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  sie  sei  somalische  Staatsangehörige 
muslimischen Glaubens und stamme aus _______,

dass  sie  dort  bis  zum  1. Juli  2011  gemeinsam  mit  ihren  Angehörigen 
gelebt habe,

dass  am  28. Juni  2011  ein  Angehöriger  der  islamischen  Al­Shabab­
Milizen,  den man _______ genannt  habe,  in Begleitung  zweier weiterer 
Männer  bei  ihrer  Familie  erschienen  sei  und  erklärt  habe,  sie,  die 
Gesuchstellerin, heiraten zu wollen,

dass  ihre  Familienangehörigen  diesem  Ansinnen  aus  Angst,  im  Falle 
einer Widerrede umgebracht zu werden, zugestimmt hätten,

dass der um ihre Vermählung ersuchende Mann sie mitgenommen und in 
einem  Haus,  wo  bereits  andere  Frauen  sowie  mehrere  Kinder  gelebt 
hätten, in einem Zimmer eingesperrt habe,

dass  _______  sie  am  späten  Nachmittag  des  dritten  Tags  in  ihrem 
Zimmer aufgesucht und ihr eröffnet habe, diese Nacht gemeinsam mit ihr 
verbringen zu wollen,

dass er dabei das Fenster des Zimmers geöffnet habe, um den Raum zu 
lüften,

dass  sie  in  der  Folge  im Schutze  der Dämmerung  durch  jenes  Fenster 
aus  dem  Haus  geflüchtet  und  zu  ihren  Familienangehörigen 
zurückgekehrt sei,

dass einer ihrer Onkel sie in einem anderen Haus versteckt habe,

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dass  ein  Mann  sie  am  darauffolgenden  Tag  abgeholt  und  in  ein 
Flüchtlingslager namens _______ gebracht habe, wo sie, ohne registriert 
zu  werden,  ungefähr  einen  Monat  lang  im  Hause  einer  Familie  gelebt 
habe,

dass  sie  dort  erfahren  habe,  ihr  Onkel  sei  von  Angehörigen  der  Al 
Shabab umgebracht worden, 

dass  sie  das  Flüchtlingslager  am  6. August  2011  zusammen  mit  dem 
Schlepper verlassen habe,

dass  sie  schliesslich  am  11. August  2011  via  ihr  unbekannte  Orte  und 
Länder in die Schweiz gelangt sei,

dass  die  Flughafenpolizei  einen  mit  einem  Foto  der  Gesuchstellerin 
versehenen  kenianischen  Reisepass  sicherstellte,  an  dem  gemäss 
Bericht  _______  keine  objektiven  Fälschungsmerkmale  festgestellt 
werden konnten,

dass  die  Gesuchstellerin  dem  BFM  am  26. August  2011  mit  Hilfe  des 
Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) einen somalischen Geburtsschein 
faxte,

dass das BFM mit Verfügung vom 31. August 2011 das Asylgesuch der 
Gesuchstellerin ablehnte und deren Wegweisung aus dem Transitbereich 
des Flughafens Zürich­Kloten sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
anführte,  die Vorbringen  der Gesuchstellerin  hielten  den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit nicht stand,

dass  insbesondere  ihre  geltend  gemachte  somalische  Identität  nicht 
glaubhaft sei und davon ausgegangen werde, sie besitze die kenianische 
Staatsbürgerschaft,

dass  das  BFM  ferner  festhielt,  die  somalische  Staatsangehörigkeit  der 
Beschwerdeführerin sei auch angesichts ihrer lückenhaften Aussagen zu 
ihrer angeblichen Heimat unglaubhaft,

dass  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Kenia  als  zulässig, 
zumutbar und möglich bezeichnete,

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dass  die  Gesuchstellerin  am  7. September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte,

dass  die  Rekursinstanz  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom  14.  September 
2011 vollumfänglich abwies,

dass  die  Gesuchstellerin  mit  als Wiedererwägungsgesuch  bezeichneter 
Eingabe vom 25. Oktober 2011 an die Vorinstanz gelangte, 

dass sie die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 31. August 
2011  im  Vollzugspunkt,  die  Feststellung  einer  seit  Erlass  dieser 
Verfügung  wesentlich  veränderten  Sachlage,  die  Feststellung  der 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbunden mit der vorläufigen 
Aufnahme  in  der  Schweiz,  die  aufschiebende  Wirkung  der  Eingabe 
verbunden  mit  einer  entsprechenden  Anweisung  an  die  zuständigen 
Behörden  (vorsorgliche  Massnahmen)  sowie  die  unentgeltliche 
Rechtspflege  (Art. 65  Abs.  1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  [VwVG,  SR 172.021])  samt  Entbindung  von  der 
Vorschusspflicht beantragte, 

dass  sie  geltend machte,  ihre  somalische Staatsbürgerschaft  sei  bisher 
nicht für glaubhaft erachtet worden, 

dass im Rahmen der angeordneten Ausschaffungshaft am 26. September 
2011 eine Befragung stattgefunden habe, 

dass  in  der  gleichentags  ergangenen  Verfügung  der  Gerichtsbehörde 
Bemerkungen zu ihrer Nationalität enthalten seien, 

dass  der  Dolmetscher  gemäss  dieser  Verfügung  davon  ausgehe,  sie 
stamme mit grosser Wahrscheinlichkeit  nicht aus Kenia  (auch nicht aus 
dem Nordosten des Landes, wo somalisch gesprochen werde), sondern 
aus Somalia, 

dass  sie  eine  Geburtsurkunde,  welche  ihre  somalische 
Staatsangehörigkeit zu beweisen scheine, eingereicht habe, 

dass sie einige Fragen zu der von  ihr als Heimatort bezeichneten Stadt 
habe  beantworten  können, was  ebenfalls  für  ihre Herkunft  aus Somalia 
sprechen könnte, 

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dass  der  Umstand,  wonach  sie  im  Besitz  eines  kenianischen 
Reisepasses  sei,  gemäss Dolmetscher  nicht  zwingend  für  ihre Herkunft 
aus diesem Land spreche, da es  in Kenia möglich sei, sich gegen Geld 
einen echten kenianischen Pass ausstellen zu lassen, 

dass  gemäss  der  erwähnten  Verfügung  –  sollte  die  Gesuchstellerin 
tatsächlich mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht aus Kenia,  sondern aus 
Somalia  stammen  –  die  Ausschaffungshaft  nicht mehr  verhältnismässig 
wäre, da Personen, die aus Somalia stammten, aktuell nicht ausgeschafft 
würden, 

dass  es  laut  Verfügung  angesichts  der  vorerwähnten  speziellen 
Umstände  ausnahmsweise  geboten  sein  dürfte,  nochmals  durch  einen 
Experten  prüfen  zu  lassen,  ob  die  Gesuchstellerin  nicht  doch  aus  dem 
von ihr geltend gemachten Land (Somalia) stamme,

dass  im  Falle  der  somalischen  Herkunft  die  Ausschaffungshaft  zu 
beenden wäre, 

dass die gerichtliche Behörde die Ausschaffungshaft gemäss Verfügung 
vom  26.  September  2011  bestätigte  und  bis  zum  22.  Dezember  2011 
bewilligte, 

dass  die  Gesuchstellerin  ferner  darlegte,  gemäss  Informationen  der 
Schweizerischen Flüchtlingshilfe  (SFH) seien kenianische Reisepässe  in 
der Tat käuflich, 

dass  aufgrund  der  beiden  erwähnten  neuen  Beweismittel  von  der 
somalischen Staatsbürgerschaft der Gesuchstellerin auszugehen sei, 

dass ein Vollzug der Wegweisung  in dieses Land aber nicht  in Betracht 
komme, 

dass der Eingabe die erwähnte Verfügung vom 26. September 2011 und 
eine SFH­Publikation vom 4. Oktober 2011 beilagen, 

dass  die  Akten  am  3.  November  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht 
eingingen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Vollzug  der  Wegweisung  mit 
Zwischenverfügung vom 3. November 2011 provisorisch aussetzte,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem Beschwerden gegen 
Verfügungen  des  BFM  beurteilt,  wobei  es  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31  und  33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  mit  der  Eingabe  vom  25.  Oktober  2011  implizit  geltend  gemacht 
wird,  das  ergangene  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  sei 
ursprünglich  fehlerhaft  und  deshalb  abzuändern  beziehungsweise 
aufzuheben, 

dass dies damit begründet wird, aufgrund der neuen Beweismittel (SFH­
Bericht  und  Aussage  des  Dolmetschers  im  Haftprüfungsverfahren)  sei 
nun erwiesen, dass im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Unrecht 
von  der  kenianischen  Staatsangehörigkeit  der  Gesuchstellerin 
ausgegangen worden sei,

dass  die  Eingabe  daher  trotz  anderer  Bezeichnung  grundsätzlich  als 
Revisionsgesuch  betreffend  das  Urteil  vom  14.  September  2011 
entgegenzunehmen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht auch zuständig für die Revision von 
Urteilen  ist,  die  es  in  seiner  Funktion  als Beschwerdeinstanz  gefällt  hat 
(vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  über  Revisionsgesuche  in  einer 
Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  entscheidet,  sofern  das 
Revisionsgesuch nicht  in die einzelrichterliche Zuständigkeit  fällt  (Art. 21 
Abs. 1 VGG; Art. 23 VGG i.V.m. Art. 111 AsylG),

dass  mit  dem  ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  die 
Unabänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen 
Beschwerdeentscheides  angefochten  wird,  im  Hinblick  darauf,  dass  die 
Rechtskraft  beseitigt  wird  und  über  die  Sache  neu  entschieden werden 
kann  (vgl.    Pierre  Tschannen/Ulrich  Zimmerli,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Auflage, Bern 2005, S. 269),

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus den 
in  Art. 121­123  BGG  aufgeführten  Gründen  in  Revision  zieht  (Art. 45 
VGG),  wobei  Gründe,  welche  bereits  im  ordentlichen 
Beschwerdeverfahren hätten geltend gemacht werden können, nicht  als 
Revisionsgründe gelten (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG und 46 VGG),

dass  auf  Inhalt,  Form,  Verbesserung  und  Ergänzung  des 
Revisionsgesuches die Art. 52 und 53 VwVG Anwendung finden, wobei in 
der  Begründung  insbesondere  der  angerufenen  Revisionsgrund 
anzugeben  und  die  Rechtzeitigkeit  des  Revisionsbegehrens  (im  Sinne 
von Art. 124 BGG) darzutun ist (Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG),

dass  in  casu  das  Vorliegen  neuer  erheblicher  Tatsachen  und 
Beweismittel  gemäss  der  revisionsrechtlichen Bestimmung  von Art.  123 
Abs. 2 Bst. a BGG angerufen wird,

dass  demzufolge  auf  die  Eingabe  der Gesuchstellerin  vom 25. Oktober 
2011  als  frist­  und  formgerecht  eingereichtes  Revisionsgesuch 
einzutreten ist,

dass das Revisionsgesuch  indes abzuweisen  ist,  da die Vorbringen der 
Gesuchstellerin – wie nachfolgend aufgezeigt – unter revisionsrechtlichen 
Gesichtspunkten als nicht erheblich zu erkennen sind, 

dass Tatsachen und Beweismittel dann erheblich sind, wenn sie zu einem 
anderen Entscheid hätten führen können (vgl. BGE 108 V 171 E. 1),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  vom  14.  September  2011 
nach eingehender Prüfung der Akten  in Übereinstimmung mit dem BFM 
zur  Ansicht  gelangte,  die  Vorbringen  der  Gesuchstellerin  zu  ihrer 
somalischen Herkunft seien unglaubhaft,

dass  vielmehr  von  ihrer  kenianischen Nationalität  ausgegangen werden 
müsse, 

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  überzeugend  und 
rechtskonform die Gründe genannt habe, die zu dieser Erkenntnis führen 
würden,

dass  am  sichergestellten  kenianischen  Reisepass  laut  einem 
Untersuchungsbericht  _______  vom  11. August  2011  keine  objektiven 
Fälschungsmerkmale festgestellt worden seien,

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dass  deshalb  grundsätzlich  von  der  Echtheit  des  sichergestellten 
kenianischen Reisepasses auszugehen sei,

dass  die  Gesuchstellerin  diese  Erkenntnis  im  Revisionsverfahren  nicht 
grundsätzlich bestreitet, 

dass  sie  aber  unter  Bezugnahme  auf  eine  Publikation  der  SFH  und 
Anmerkungen  des  Dolmetschers  anlässlich  der  Befragung  vom  26. 
September  2011  auf  die  Möglichkeit,  echte  kenianische  Reisepässe 
käuflich zu erwerben, im Sinne ihrer bisherigen Darlegungen hinweist, 

dass  diese  Möglichkeit  nicht  in  Abrede  gestellt  wird,  dies  jedoch  dem 
Bundesverwaltungsgericht bereits seit längerem bekannt ist und damit im 
Rahmen des ordentlichen Verfahrens berücksichtigt wurde,

dass  der  kenianische  Pass  nicht  allein  ausschlaggebend  war,  die 
somalische Staatangehörigkeit vielmehr insbesondere deshalb bezweifelt 
wurde, weil aufgrund der Aussagen der Gesuchstellerin ausgeschlossen 
wurde,  sie  habe  sich  wie  behauptet  bis  kurz  vor  ihrer  Einreise  in  die 
Schweiz in _______ aufgehalten, 

dass  insbesondere  die  lückenhaften  Länderkenntnisse  der 
Gesuchstellerin  zu  Somalia  bezüglich  elementarer  Fragestellungen  an 
der angegebenen Herkunft zweifeln liessen,

dass  allein  aufgrund  der  Feststellungen  des  Dolmetschers  im 
Haftprüfungsverfahren  kein  Anlass  besteht,  von  dieser  Einschätzung 
abzuweichen, zumal ein gewisser Bezug der Gesuchstellerin zu Somalia 
nicht ausgeschlossen wird,

dass  daran  jedoch  nichts  ändert,  dass  sie  über  einen  echten 
kenianischen  Pass  verfügt  und  über  ihren  letzten  Aufenthaltsort 
unglaubhafte Angaben gemacht hat, 

dass  in  solchen  Konstellationen  die  Gesuchstellende  die  Folgen  der 
fehlenden  Mitwirkungspflicht  respektive  der  klar  erkennbaren 
Verheimlichung  der  tatsächlichen  Herkunft  beziehungsweise  des 
tatsächlichen  letzten  Aufenthaltsortes  zu  tragen  hat,  indem 
vermutungsweise davon ausgegangen wird, es spreche nichts gegen die 
Rückkehr an den bisherigen Aufenthaltsort,

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dass  die  eingereichten  Beweismittel  diesen  Erwägungen  gemäss  als 
nicht erheblich zu qualifizieren sind,

dass  in der Verfügung vom 26. September 2011 betreffend Bestätigung 
der  Ausschaffungshaft  ausgeführt  wurde  es  bestünden  keine 
Anhaltspunkte für die Undurchführbarkeit des Vollzugs einer Wegweisung 
nach Kenia,

dass demnach ein Vollzug der Wegweisung nach Somalia nicht erwogen 
wurde  und  die  entsprechenden  Befürchtungen  in  der  Revisionseingabe 
als unbegründet erscheinen, 

dass  demnach  selbst  dann,  wenn  der  kenianische  Reisepass  der 
Gesuchstellerin  durch  Korruption  erlangt  worden  sein  sollte,  ihr  aktuell 
keine Wegweisung nach Somalia droht und die Umstände, unter welchen 
sie  in  den  Besitz  des  echten  kenianischen  Reisedokuments  gelangte, 
letztlich unerheblich bleiben, 

dass betreffend Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs 
der  Wegweisung  nach  Kenia  erneut  auf  das  angefochtene  Urteil 
verwiesen werden kann, da sich keine Neubeurteilung aufdrängt, 

dass  nach  vorstehenden  Erwägungen  das  Gesuch  um  Revision  des 
Urteils  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  14.  September  2011 
mangels Erheblichkeit der Vorbringen abzuweisen ist,

dass bei diesen Ausgang des Verfahrens der Gesuchstellerin die Kosten 
aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1  i.V.m. Art. 68 Abs. 2 VwVG; Art. 1­3 
des  Reglements  vom  22. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]), 

dass  sich  ihre  Eingabe  indes  nicht  als  zum  Vornherein  aussichtslos 
erwiesen hat, weshalb in Gutheissung des Gesuchs im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG keine Kostenauflage erfolgt. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Eingabe  vom  25.  Oktober  2011  wird  als  Revisionsgesuch 
entgegengenommen.

2. 
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

3. 
Der am 3. November 2011 angeordnete Vollzugsstopp wird aufgehoben.

4. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

5. 
Dieses Urteil geht an die Gesuchstellerin, das BFM und die zuständigen 
kantonalen Behörden. 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand: