# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47e9e22c-d572-548e-8c06-13127fa80d27
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 04.11.2022 110 2022 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-65_2022-11-04.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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BVD 110/2022/65

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 4. November 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

E.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental, Amthaus, Postfach 61, 3714 Frutigen

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Därstetten, Gemeindeverwaltung, Hüseli,
3763 Därstetten

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-Niedersimmental vom 
21. März 2022 (Stationscode: DAST; eBau Nummer 2021-4288 / 66874; Umbau 
Mobilfunkanlage) sowie die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 
20. Juli 2021 (G.-Nr. 2017.JGK.693)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 17. Juni 2021 bei der Gemeinde Därstetten ein 
Baugesuch ein für den Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage auf Parzelle Därstetten 
Grundbuchblatt Nr. H.________. Mit Schreiben vom 23. Juni 2021 leitete die Gemeinde 
Därstetten das Baugesuch zuständigkeitshalber dem Regierungsstatthalteramt Frutigen-
Niedersimmental zur Behandlung weiter. Die Anlage ist in ein bestehendes Gebäude (A.________ 
Nr. 283F) integriert. Vorgesehen ist, den bestehenden Antennenmast durch einen neuen Mast zu 
ersetzen und diesen um einen Meter zu erhöhen. Der geplante Antennenmast durchbricht das 
südseitige Satteldach und ragt 4.65 m über den Dachfirst des bestehenden Gebäudes hinaus. 

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Weiter sollen die zwei bestehenden Antennenkörper durch zwei neue Antennenkörper mit sechs 
Sendeantennen ersetzt werden. Davon sollen zwei Sendeantennen adaptiv mit Anwendung eines 
Korrekturfaktors für den Funkdienst der 5. Generation (5G, New Radio) betrieben werden. Die 
massgebende kumulierte Sendeleistung der geplanten Anlage nimmt, verglichen mit der 
bewilligten Antennenanlage aus dem Jahr 2017, geringfügig ab.1 Der Antennenstandort liegt 
gemäss dem Zonenplan der Gemeinde Därstetten in der Landwirtschaftszone.2

2. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit 
Verfügung vom 20. Juli 2021 erteilte das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) für den 
geplanten Umbau die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG3 für das Bauen ausserhalb des 
Baugebiets. Auch die Gemeinde beantragte im Amtsbericht vom 10. August 2021, dem Vorhaben 
sei die Baubewilligung zu erteilen. Das Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung 
Immissionsschutz, führte im Fachbericht vom 18. August 2021 aus, die geplante Mobilfunk-
Basisstation erfülle die gesetzlichen Anforderungen. Der Anlagegrenzwert werde rechnerisch bei 
sämtlichen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten. Mit Gesamtentscheid vom 
21. März 2022 erteilte das Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental für das Vorhaben 
die Baubewilligung.

3. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 20. April 2022 Beschwerde 
bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie machen unter anderem 
geltend, die geplanten 5G-Antennen seien bereits gebaut worden. In der Sache kritisieren die 
Beschwerdeführenden, das Baugesuch sei mangelhaft dokumentiert. Sie verlangen, dessen 
Richtigkeit müsse durch unabhängige und kritische Fachleute geprüft werden. Zudem vertreten 
sie die Meinung, eine Sendeanlage mit einer Sendeleistung von rund 5000 Watt müsse als 
erhebliche «Strahlvorrichtung» angesehen werden, die viele mögliche Schädigungen verursachen 
könne. Weiter sind sie der Meinung, das Bauchgesuch verstosse gegen zahlreiche Bestimmungen 
der Bundesverfassung. Schliesslich beantragen sie die Inkraftsetzung eines allgemeinen 
Moratoriums für 5G-Antennengesuche und die Sistierung des Verfahrens, bis erhärtete und 
unzweifelhafte wissenschaftliche Daten zur 5G-Technologie vorgewiesen werden könnten und 
entsprechende Bundesgerichtsurteile vorlägen.

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet4, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte bei der Gemeinde und dem Regierungsstatthalteramt Frutigen-
Niedersimmental die Vorakten ein. In der Stellungnahme vom 2. Mai 2022 schliesst das AGR auf 
Abweisung der Beschwerde und verweist auf seine Ausführungen in der Verfügung vom 20. Juli 
2021. Die Gemeinde Därstetten teilte mit Schreiben vom 9. Mai 2022 mit, sie verzichtete auf eine 
Stellungnahme. In der Stellungnahme vom 24. Mai 2022 hielt das AUE fest, das Vorhaben erfülle 
die Bestimmungen der NISV5 und sei mit Auflagen bewilligungsfähig. Auch hielt es fest, aus der 
Beschwerde ergäben sich keine neuen Erkenntnisse, welche eine Anpassung oder Ergänzung 
ihres Fachberichtes vom 18. August 2022 (richtig: 2021) erforderlich machen würde. In der 
Beschwerdeantwort vom 24. Mai 2022 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 
Beschwerde sowie die Abweisung sämtlicher weiterer Anträge der Beschwerdeführenden, soweit 
darauf eingetreten werden könne. In der Stellungnahme vom 25. Mai 2022 verweist das 

1 Vgl. bewilligtes Standortdatenblatt vom 12. Oktober 2016 (Revision 1.13), pag. 25 der Baubewilligungsakten bbew 
5/2017 des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-Niedersimmental.
2 Zonenplan 1 Siedlungsgebiet im Mst.1:2000 vom 30. April 2009, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und 
Raumordnung (AGR) am 4. Oktober 2010.
3 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
5 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710).

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Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental, ohne einen Antrag zu stellen, auf seine 
Ausführungen im angefochtenen Gesamtentscheid sowie auf die Vorakten.

5. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Der Entscheid des Regierungsstatthalteramts ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 
Abs. 1 KoG6, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b 
KoG. Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit 
Beschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG7 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung 
der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden haben sich als Einsprechende am 
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt. Bei Mobilfunkanlagen gilt mit Bezug auf die Strahlung als 
einsprache- bzw. beschwerdeberechtigt, wer sich im Perimeter befindet, in welchem die konkret 
berechnete Strahlung 10 Prozent oder mehr des Anlagegrenzwertes beträgt.8 Vorliegend beträgt 
der Einspracheperimeter aufgrund der beantragten Sendeleistung der Anlage rund 868 m.9 Die 
Wohnadresse der Beschwerdeführenden lautet B.________ Nr. 359e in Weissenburg. Der 
Wohnort der Beschwerdeführenden ist somit rund 500 m (Luftlinie) vom Antennenstandort entfernt 
und liegt innerhalb des Einspracheperimeters von 868 m. Die Beschwerdelegitimation der 
Beschwerdeführenden ist somit zu bejahen. Auf die form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist der Bauentscheid der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich 
nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. 
Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand.10

b) Die Beschwerdeführenden rügen, ein Augenschein vor Ort habe ergeben, dass die 5G-
Antennen angeblich bereits vor einiger Zeit illegal unterhalb der GSM-Strahler angebaut worden 
seien. Trotz Aufforderung habe das Regierungsstatthalteramt dieses Vergehen der 
Beschwerdegegnerin nicht geahndet. Als Beleg verweisen die Beschwerdeführenden auf die 
Übersichtskarte des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM), in welcher die Standorte der 
Basisstationen für den Mobilfunk verzeichnet sind.

6 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
7 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
8 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-
35c N. 17a Lemma 11.
9 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 26. April 2021 (Revision 1.44), Zusatzblatt 2: 
Technische Angaben zu den Sendeantennen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse der Anlage, pag. 35 
der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Frutigen-Niedersimmental.
10 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.

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c) Die Beschwerdegegnerin bemerkt, sämtliche Anpassungen an Mobilfunkanlagen würden im 
Rahmen der geltenden Vorschriften vorgenommen. Am fraglichen Standort sei die Software 
aktualisiert worden, so dass die Technologie 5G genutzt werden könne. Diese könne auch auf 
konventionellen Antennen und den bisherigen Frequenzen eingesetzt werden. Auf der BAKOM-
Karte sei die fragliche Anlage als «5G» aufgeführt, weil der blosse Einsatz von 5G als Software 
unter dieser Bezeichnung abgebildet werde.

d) Die Rüge, wonach die geplanten 5G-Antennen angeblich bereits installiert worden sind, 
weist baupolizeilichen Charakter auf und geht über den Streitgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens hinaus. Für die Beurteilung dieses Rügepunkts ist nicht die BVD 
zuständig, sondern erstinstanzlich die Baupolizeibehörde der Gemeinde Därstetten, wie das 
Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental in seiner Stellungnahme vom 25. Mai 2022 
zutreffend ausführte. Auf die Rüge ist daher nicht einzutreten. Mit ihrer Kritik, das 
Regierungsstatthalteramt habe trotz ihrer Aufforderung ein Vergehen der Beschwerdeführerin 
nicht geahndet, stossen die Beschwerdeführenden somit von vornherein ins Leere, da die 
Gemeindebaupolizeibehörde zuständig ist.

e) Überdies bemerkte das AUE in seiner Stellungnahme vom 24. Mai 2022, das 5G-Signal 
werde auf der heute verwendeten Frequenz von 2100 Megahertz (MHz) abgestrahlt. Dies habe 
eine Kontrolle auf der BAKOM-Datenbank ergeben. Daraus könne geschlossen werden, dass die 
5G-Signale im Rahmen des bewilligten Betriebs abgestrahlt werden. Dies deckt sich mit den 
Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach die 5G-Technologie auch auf konventionellen 
Antennen und den bisherigen Frequenzen eingesetzt werden kann.

3. Befangenheit

a) Die Beschwerdeführenden kritisieren im Schlusswort ihrer Beschwerde, aus dem Verhalten 
des kantonalen Umweltamtes sei ersichtlich, dass dieses offenbar «Hand in Hand» mit der 
Mobilfunkindustrie arbeite. Sie vertreten die Meinung, das Umweltamt sei aus diesem Grund nicht 
in der Lage, den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Beschwerdeführenden verlangen 
deshalb, dass allfällige Amtsberichte «dieses befangenen Staatsorgans» durch eine unabhängige 
Fachstelle zu überprüfen sei. Zur Begründung verweisen sie auf die Webseite des Vereins 
«Gigaherz.ch».

b) Es ist zunächst unklar, ob die Kritik der Beschwerdeführenden als Geltendmachung eines 
Ablehnungs- oder Ausstandsbegehren zu verstehen ist. Soweit es sich dabei um ein Ablehnungs- 
oder Ausstandsbegehren handeln sollte, ist darauf nicht einzutreten. Nach der Rechtsprechung 
müssen Ausstandsgründe sofort, d.h. ab Kenntnis der Befangenheit, gerügt werden.11 Die 
Beschwerdeführenden hätten die angebliche Befangenheit bereits im Baubewilligungsverfahren 
rügen können, was sie – soweit in den Akten ersichtlich – nicht getan haben. Ihr Einwand ist daher 
verspätet, weshalb auf die Rüge nicht einzutreten ist.

c) Die Rüge wäre aber auch inhaltlich unbegründet. Ausstands- und Ablehnungsgründe 
können gemäss Art. 9 Abs. 1 VRPG12 nur gegen Personen, die eine Verfügung oder einen 
Entscheid zu treffen oder vorzubereiten oder als Mitglieder einer Behörde zu amten haben, 

11 Vgl. VGE 2020/28 vom 11. September 2020, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen.
12 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

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geltend gemacht werden, nicht aber gegen eine Behörde als solche.13 Das AUE ist im Kanton 
Bern die zuständige Fachbehörde für den Vollzug der kantonalen Aufgaben im Bereich des 
Schutzes vor nichtionisierenden Strahlen.14 Die Kritik der Beschwerdeführenden, die sich gegen 
das AUE als Behörde bzw. «befangenes Staatsorgan» richtet, ist daher von vornherein 
unzulässig.

d) Schliesslich bringen die Beschwerdeführenden nichts Neues und nicht ansatzweise etwas 
Konkretes vor, was auf mangelnde Unparteilichkeit des AUE als fachkundige, kantonale Behörde 
im Bereich des Schutzes vor nichtionisierenden Strahlen schliessen lässt. Der Verweis der 
Beschwerdeführenden auf die Webseite des Vereins Gigaherz ändert daran nichts. In der 
Stellungnahme vom 24. Mai 2022 gelangte das AUE zusammengefasst zum Schluss, dass die 
Anlage nach seiner Beurteilung die Bestimmungen der NISV vollständig erfülle und diese mit 
Auflagen bewilligungsfähig sei. Aus der Beschwerde ergäben sich keine neuen Erkenntnisse, 
welche eine Anpassung oder Ergänzung des Fachberichts vom 18. August 2021 erforderlich 
machen würde. Der Beurteilung der Fachbehörden kommt nach der Rechtsprechung regelmässig 
erhöhte Beweiskraft zu.15 Davon soll die entscheidende Behörde nur aus triftigen Gründen 
abweichen. Die Beschwerdeführenden bringen nichts vor, das die fachliche Beurteilung des AUE 
in Zweifel ziehen könnte. Auch für die BVD bestehen keine Anhaltspunkte, von der fachkundigen 
Beurteilung des AUE abzuweichen. Soweit die Beschwerdeführenden eine Prüfung durch eine 
andere Fachstelle verlangen, wird dieser Antrag abgewiesen. Von einer zusätzlichen Überprüfung 
wären auch keine neuen wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten.

4. Ausgangslage

a) Die Beschwerdegegnerin plant, zwei Sendeantennen in der Frequenz 3600 MHz adaptiv mit 
Anwendung eines Korrekturfaktors zu betreiben. Die übrigen vier Sendeantennen in den 
Frequenzbändern 700 bis 900 MHz und 1800 bis 2600 MHz werden gemäss dem 
Standortdatenblatt vom 26. April 2021 nicht mit adaptiven Sendeantennen im Sinne von Anhang 
1 Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben.

b) Die bisher in der Schweiz eingesetzten Mobilfunkantennen wiesen eine 
Abstrahlcharakteristik auf, die räumlich konstant ist oder nur innerhalb begrenzter Bereiche 
manuell oder ferngesteuert bei Bedarf angepasst werden konnte (sog. konventionelle Antennen). 
Die Signale werden dabei in die gesamte Funkzelle abgegeben, die von der Antenne versorgt 
wird. Mit den neuen adaptiven Antennen ist es möglich, die Signale gezielt in Richtung der 
Nutzenden bzw. der Mobilfunkgeräte zu senden (sog. beamforming). Adaptiv betriebene 
Antennen oder Antennensysteme gelangen insbesondere im Frequenzband von 3500 bis 3800 
MHz zum Einsatz.16 Dank der Fähigkeit von adaptiven Antennen, die Strahlung gezielt dorthin zu 
senden, wo sich das verbundene Mobiltelefon befindet, liegt die Strahlungsexposition in der von 
ihr versorgten Funkzelle im Durchschnitt tiefer als bei konventionellen Antennen.17

13 VGE 2019/312 vom 27.09.2019 mit Verweis auf BVR 2019 S. 93 (VGE 2018/106 vom 08.11.2018), nicht publ. 
E. 7.2, BVR 2002, S. 426 E. 1b/bb.
14 Art. 11b Abs. 1 Bst. i der Verordnung vom 18. Oktober 1995 Verordnung über die Organisation und die Aufgaben 
der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion (Organisationsverordnung WEU, OrV WEU; BSG 152.221.111).
15 BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 508 E. 5.3.2; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 20; Michel Daum, a.a.O., Art. 19 
N. 38, 40, 55 f.
16 Vgl. S. 2 der Erläuterungen vom 23. Februar 2021 zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der NISV 
(abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html).
17 Nachtrag vom 23. Februar 2021 des BAFU zur Vollzugsempfehlung zur NISV für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen 
S. 5 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch, «Thema Elektrosmog und Licht», «Fachinformationen», «Massnahmen 
Elektrosmog», «Mobilfunk: Vollzugshilfen»).

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c) Im Hinblick auf den Einsatz von adaptiv betriebenen Antennen sowie den Ausbau der 5G-
Netze hat der Bundesrat am 17. April 2019 eine Änderung der NISV beschlossen, die am 1. Juni 
2019 in Kraft getreten ist. Im Anhang 1 Ziffer 63 in der Fassung der NISV vom 1. Juni 2019 wurde 
unter anderem der Grundsatz festgelegt, dass bei der rechnerischen Beurteilung, ob adaptive 
Antennen den Grenzwert für die von ihr verwendete Strahlung einhält, die Variabilität ihrer 
Senderichtungen und Antennendiagramme zu berücksichtigt sind. Diesen Grundsatz hat das 
Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Nachtrag vom 23. Februar 2021 «Adaptive Antennen» zur 
Vollzugsempfehlung zur NISV für Mobilfunk- und WLL Basisstationen (nachfolgend: Nachtrag zur 
Vollzugsempfehlung18) konkretisiert. Danach darf ein Korrekturfaktor auf die maximale 
Sendeleistung angewendet werden. Der Korrekturfaktor wurde gestützt auf wissenschaftliche 
statistische Studien und Messungen festgelegt.19 Er stellt sicher, dass die massgebende 
(korrigierte) Sendeleistung die realistisch auftretenden Maximalleistungen der adaptiven Antenne 
abbildet. Im tatsächlichen Betrieb kann es vorkommen, dass die massgebende Sendeleistung 
kurzzeitig überschritten wird. Der Korrekturfaktor darf daher nur angewendet werden, wenn 
adaptive Antennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung (Power Lock) ausgerüstet 
sind.20 Bei der automatischen Leistungsbegrenzung handelt es sich um eine Softwareapplikation 
auf der Antenne. Diese detektiert dauernd die in einen Funksektor abgestrahlte Gesamtleistung 
der adaptiven Antenne. Wenn kurzzeitige Leistungsspitzen über der im Standortdatenblatt 
deklarierten Sendeleistung auftreten, wird die Leistung soweit gedrosselt, dass die über einen 
Zeitraum von sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die deklarierte Sendeleistung nicht 
überschreitet. Das Funktionieren der automatischen Leistungsbegrenzung wird im 
Qualitätssicherungssystem (QS-System) sichergestellt. Zur Überprüfung dieser Vorgaben hat das 
BAKOM unter Einbezug des BAFU bei Salt, Sunrise und der Beschwerdegegnerin 
Validierungsmessungen vor Ort durchgeführt.21 Die Messungen des BAKOM zeigten, dass die 
Betreiber die automatische Leistungsbegrenzung so einsetzen, dass die Sendeleistung von 
adaptiven Antennen automatisch auf den bewilligten Wert reduziert wird. Die Validierung der QS-
Systeme durch das BAKOM zeigte ausserdem, dass die QS-Systeme den Betrieb der adaptiven 
Antennen korrekt überwachen.22

d) Um die Rechtssicherheit des Vollzugs zu stärken, hat der Bundesrat insbesondere den 
Anhang 1 Ziffer 63 NISV angepasst. Die Änderung ist am 1. Januar 2022 in Kraft getreten. Im 
Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2 NISV wurde neu definiert, dass bei adaptiven Sendeantennen mit acht 
oder mehr separat ansteuerbaren Sub-Arrays auf die maximale Sendeleistung ein Korrekturfaktor 
KAA angewendet werden kann, wenn die Sendeantennen mit einer automatischen 
Leistungsbegrenzung ausgestattet werden. Diese muss sicherstellen, dass im Betrieb die über 
sechs Minuten gemittelte Sendeleistung die für die rechnerische Beurteilung verwendete 
massgebende Sendeleistung nicht überschreitet. Weiter wurde im Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 3 NISV 
die Höhe des Korrekturfaktors bestimmt, der bei adaptiven Antennen auf die maximale 
Sendeleistung angewendet werden darf.

e) Schliesslich hat das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) bereits am 18. Februar 
2020 einen technischen Bericht für die Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und 

18 Abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html.
19 Vgl. S. 15 ff. der Erläuterungen vom 23. Februar 2021 zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der 
NISV (abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html).
20 Vgl. dazu Nachtrag, S. 7-10, und Erläuterungen, S. 5 f., 12, 21 f.
21 Vgl. Validierungsberichte vom 8. Juli 2021 zur automatischen Leistungsbegrenzung bei Swisscom, Salt und Sunrise 
(abrufbar unter: https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/telekommunikation/technologie/5g/voraussetzungen-
zum-betrieb-adaptiver-antennen-sind-erfullt.html).
22 Vgl. https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/telekommunikation/technologie/5g/voraussetzungen-zum-betrieb-
adaptiver-antennen-sind-erfullt.html.

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adaptiven Antennen herausgegeben.23 Ob eine Anlage den Anlagegrenzwert im Betriebszustand 
einhält, kann folglich auf der Grundlage des technischen Berichts des METAS nach dem Stand 
der Technik gemessen und kontrolliert werden. Entsprechende Messgeräte sind auf dem Markt 
verfügbar, wie auch aus der Stellungnahme des AUE vom 24. Mai 2022 zu schliessen ist.

f) Nach dem Gesagten ist der Einwand der Beschwerdeführenden, die 5G-Technologie 
verstosse nach «tieferen Kenntnissen der Hintergründe» gegen Treu und Glauben, sei 
unverhältnismässig und verfassungswidrig, nicht stichhaltig. Vielmehr besteht in der NISV für die 
Berechnung der Strahlung sowie den Betrieb von adaptiv betriebenen Sendeantennen eine 
rechtliche Grundlage. Aus den Erwägungen folgt zudem, dass die technischen Einzelheiten für 
die Berechnung und die Messung der Strahlung von adaptiven Antennen für den Aufbau von 5G-
Netzen wissenschaftlich abgestützt sind.

g) Die Beschwerdeführenden zitieren zahlreiche Bestimmungen der Bundesverfassung (BV)24, 
die verletzt sein sollen. Dazu ist Folgendes festzuhalten: Die Beschwerdeführenden unterlassen 
es, die Verfassungsbestimmungen in einen konkreten Bezug zum strittigen Vorhaben zu stellen. 
Auch legen sie nicht ansatzweise dar, inwiefern die Vorinstanz die fraglichen Bestimmunen 
verletzt haben soll. Allein die Behauptung, das Baugesuch verstosse gegen die zitierten Artikel 
der BV, stellt keine rechtsgenügliche Begründung dar, zumal die Vorinstanz ausführlich aufgezeigt 
hat, weshalb die Einsprachen unbegründet waren und das strittige Vorhaben die Voraussetzungen 
für eine Baubewilligung erfüllt. Mangels sachbezogener Begründung kann somit in diesem Punkt 
auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Weitere Ausführungen dazu 
erübrigen sich.

5. Ungenügende Baugesuchsunterlagen

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, in der Baueingabe würden Datenblätter und 
notwendige Angaben des Herstellers, wie beispielsweise der mögliche gesamte Frequenzbereich 
der Strahler, fehlen. Es seien nur die lückenhaften, tabellarischen Aufstellungen der 
Beschwerdegegnerin vorhanden. Dies ermögliche es der Beschwerdegegnerin, später jederzeit 
die Strahler auszuwechseln oder nicht erlaubte Betriebszustände, bzw. die längst geplante 6G 
und 7G-Technologie aufzuschalten. Auch kritisieren die Beschwerdeführenden, weil die 
Antennendiagramme wegen fehlender Herstellerangaben nicht nachprüfbar seien, könne deren 
Korrektheit nicht nachgewiesen werden. Sie rügen, die Vorinstanz sei ihrer Bitte um Einholung 
«vollständiger Datenblätter» zu Unrecht nicht nachgekommen. Sie verlangen, dass die Angaben 
von unabhängigen Fachleuten geprüft und alle einstellbaren Betriebszustände der Antenne 
tabellarisch festgehalten und öffentlich gemacht werden.

b) Werden neue Mobilfunkanlagen erstellt oder bestehende ausgebaut, wird im Voraus die zu 
erwartende Strahlung in der Umgebung der Anlage berechnet und damit geprüft, ob die 
Grenzwerte der NISV eingehalten sind. Die Exposition in der Umgebung einer Basisstation hängt 
grundsätzlich von der äquivalenten Sendeleistung ERP (effective radiated power) der Antenne, 
dem Abstand und der Richtung zur Antenne, der Dämpfung durch die Gebäudehülle (Mauerwerk, 
Dächer) und dem räumlichen Abstrahlungsmuster der Antenne (Antennendiagramm) ab. Für 
adaptive Antennen werden dem Standortdatenblatt Antennendiagramme beigelegt, die für jede 
Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen resp. alle 
Einzeldiagramme für die vorgesehenen Senderichtungen umhüllen (daher «umhüllende 
Antennendiagramme»). Sind diese Faktoren für eine konkrete Situation bekannt, lässt sich die 

23 Abrufbar unter https://www.metas.ch/metas/de/home/dok/rechtliches/messempfehlung-nisv.html.
24 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).

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durch eine Mobilfunkantenne an einem bestimmten Ort in der Umgebung verursachte Immission, 
ausgedrückt als elektrische Feldstärke in Volt pro Meter (V/m), berechnen. Alle diese Parameter 
und die Berechnungsresultate sind im Standortdatenblatt, das die Betreiber der Behörde 
einreichen müssen, dokumentiert und werden von der Behörde überprüft.

c) Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin im Standortdatenblatt vom 26. April 2021 
(Revision 1.44) die erwähnten Parameter aufgeführt. Auch geht aus dem Zusatzblatt 2 des 
Standortdatenblattes hervor, welcher Antennentyp neu zum Einsatz gelangen soll.25 In den 
Beilagen zum Standortdatenblatt finden sich zudem die umhüllenden Antennendiagramme des 
entsprechenden Antennentyps.26 Aus dem Standortdatenblatt geht zudem hervor, dass die 
Sendeantennen im Frequenzband 3600 MHz adaptiv betrieben werden sollen und diese je einzeln 
über 16 Sub-Arrays verfügen.

d) Nach dem Gesagten ist eine Prüfung, ob die geplante Anlage die Grenzwerte der NISV 
rechnerisch einhält, möglich. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden sind die 
Baugesuchsunterlagen komplett und vollständig. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
bei der Beschwerdegegnerin keine weiteren Unterlagen einholte. Auch das AUE hielt in seiner 
Stellungnahme vom 24. Mai 2022 fest, dass alle technischen Angaben, die gemäss NISV zur 
Beurteilung eines Bauvorhabens notwendig seien, im Standortdatenblatt aufgeführt worden sind. 
Es ist somit auch im Beschwerdeverfahren nicht nötig, von der Beschwerdegegnerin zusätzliche 
Unterlagen zu verlangen. Es besteht auch keine rechtliche Grundlage, dass die 
Beschwerdegegnerin alle einstellbaren Betriebszustände der Antenne tabellarisch festhalten und 
veröffentlichen muss. Aus der Kritik, wonach in der Baueingabe die Datenblätter und die Angaben 
des Herstellers fehlen, können die Beschwerdeführenden nichts zu ihren Gunsten ableiten.

e) Im vorinstanzlichen Verfahren stellte die NIS-Fachstelle in ihrem Fachbericht vom 
5. Oktober 2021 fest, dass der geplante Umbau der Mobilfunkanlage die Bestimmungen der NISV 
erfülle und die Voraussetzungen für die Anwendung eines Korrekturfaktors für adaptive Antennen 
gegeben seien.27 Die Beschwerdeführenden brachten keine Anhaltspunkte für eine fehlerhafte 
oder sonst wie rechtlich unzulässige Immissionsprognose vor. Für die Vorinstanz bestand somit 
kein Grund, von der Einschätzung der NIS-Fachstelle abzuweichen, wonach die Grenzwerte der 
NISV voraussichtlich eingehalten werden. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
die Angaben im Standortdatenblatt nicht durch eine andere Fachstelle überprüfen liess, sondern 
sich auf die fachkundige Einschätzung der NIS-Fachstelle stützte. Von einer Überprüfung des 
Baugesuchs durch eine andere Fachbehörde ist daher abzusehen (vgl. Erwägung 3d).

f) Die umstrittene Mobilfunkanlage muss so erstellt und betrieben werden, dass die in Anhang 
1 und 2 festgelegten Immissions- und Anlagegrenzwerte eingehalten sind. In seiner 
Stellungnahme vom 24. Mai 2022 kam das AUE zum Schluss, dass die Anlage die Immissions- 
und Anlagegrenzwerte einhält. Die Einschätzung des AUE ist schlüssig; darauf kann abgestellt 
werden. Im Standortdatenblatt vom 26. April 2021 (Revision 1.44) sind der höchstausgelastete Ort 
für den kurzfristigen Aufenthalt (OKA) sowie die höchstausgelasteten OMEN unter Annahme der 
gemäss beantragten Parameter denkbar ungünstigsten Einstellung (volle Leistung, maximaler 
Neigungswinkel) ausgewiesen. Die Berechnungen zeigen, dass die Anlage den 
Immissionsgrenzwert am höchstbelasteten OKA bloss zu knapp 52 Prozent ausschöpft. Auch hält 
die Anlage den Anlagegrenzwert von 5 V/m an den drei höchstbelasteten OMEN ein. Eine 
Kontrolle des BAKOM hat zudem gezeigt, dass die Beschwerdegegnerin die automatische 

25 Vgl. pag. 35 der Vorakten des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-Niedersimmental.
26 Vgl. pag. 41 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-Niedersimmental.
27 Vgl. Stellungnahme des AUE vom 5. Oktober 2021, pag. 201 der Vorakten des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-
Niedersimmental.

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Leistungsbegrenzung so einsetzt, dass die Sendeleistung von adaptiven Antennen automatisch 
auf den bewilligten Wert reduziert wird. Die geplante Mobilfunkanlage entspricht somit den 
gesetzlichen Vorgaben der NISV.

g) Unbegründet ist schliesslich die Befürchtung der Beschwerdeführenden, der Vollzug der 
NISV ermögliche es der Beschwerdegegnerin, später jederzeit die Strahler auszuwechseln oder 
nicht erlaubte Betriebszustände bzw. die längst geplante 6G und 7G-Technologie aufzuschalten. 
Die nachfolgenden Ausführungen zeigen zum einen, dass die Beschwerdegegnerin über ein QS-
System verfügt, das den Kontrollzweck auch hinsichtlich adaptiver Antennen erfüllt. Zum anderen 
gilt der Ersatz von Sendeantennen durch solche mit einem anderen Antennendiagramm oder die 
Erhöhung der Sendeleistung über den bewilligten Höchstwert hinaus als Änderung im Sinne von 
Anhang 1 Ziffer 62 Abs. 5 NISV. Solche Änderungen sind gemäss Art. 11 Abs. 1 NISV 
meldepflichtig.

6. QS-System

a) Die QS-Systeme für Mobilfunkanlagen sollen sicherstellen, dass die Mobilfunkanbieter ihre 
Sendeanlagen bewilligungskonform betreiben und die Grenzwerte der NISV einhalten. Das QS-
System muss über eine automatisierte Überprüfungsroutine verfügen, die einmal je Arbeitstag die 
effektiv eingestellten Sendeleistungen und -richtungen sämtlicher Antennen des betreffenden 
Netzes mit den bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen vergleicht. Festgestellte 
Überschreitungen eines bewilligten Werts müssen innerhalb von 24 Stunden behoben werden, 
falls dies durch Fernsteuerung möglich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche. Stellt das 
QS-System solche Überschreitungen fest, wird automatisch ein Fehlerprotokoll erzeugt. Das QS-
System muss von einer unabhängigen, externen Prüfstelle periodisch auditiert werden. Das 
Bundesgericht hat das QS-System in verschiedenen Entscheiden als wirksames und 
ausreichendes Instrument zur Kontrolle der Emissionsbegrenzungen bezeichnet.28

b) Gemäss dem Nachtrag zur Vollzugsempfehlung müssen QS-Systeme mit weiteren 
Parametern ergänzt werden, wenn bei adaptiv betriebenen Sendeantennen der Korrekturfaktor 
angewendet wird. Das BAKOM hat in einem Validierungszertifikat festgestellt, dass das QS-
System der Beschwerdegegnerin den Betrieb der adaptiven Antennen korrekt überwacht.29 
Zusätzlich wurde das QS-System der Beschwerdegegnerin bzgl. Datenverarbeitung der adaptiven 
Antennen von einer unabhängigen, externen Prüfstelle, der SGS Société Générale de 
Surveillance SA, im Rahmen einer Zwischenvalidierung überprüft.30 Es besteht kein Grund zur 
Annahme, dass das QS-System der Beschwerdegegnerin das Einhalten der Grenzwerte – auch 
wenn ein Korrekturfaktor auf die adaptiv betriebenen Antennen angewendet wird – nicht genügend 
kontrollieren könnte.

7. Gesundheit

28 Vgl. BGer 1C_340/2013 vom 4. April 2014, E. 4 und 1C_642/2013 vom 7. April 2014, E. 6.1.
29 Vgl. Validierungszertifikat vom 8. Juli 2021 des BAKOM bzgl. Adaptive Antennen im QS-System (abrufbar unter: 
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html#-1918671055).
30 Vgl. QS-Zertifikat https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html#-1918671055.

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a) Die Beschwerdeführenden bestreiten die Aussage der Beschwerdegegnerin, wonach 
gemäss dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand mit 5G keinerlei gesundheitliche 
Beeinträchtigungen einhergingen. Sie verweisen darauf, dass 5G als Militärtechnologie entwickelt 
worden sei. Zudem sind sie der Ansicht, dass die extrem kurze «Antennenlänge» von wenigen 
Millimetern dafür sorge, «dass die Mobilfunkstrahlung selbst durch kleinste leitende Moleküle in 
Flora und Fauna resonant und somit um mehrere Potenzen verstärkt empfangen werden kann». 
Die Beschwerdeführenden stellen sich auf den Standpunkt, bei der Installation solcher 
gefährlichen Anlagen müsse zwingend ein Schutzkonzept, unter anderem mit Ausweichzonen, 
unbürokratischen Versicherungsleistungen und Opferhilfe, vorgelegt werden. Auch meinen sie, 
der Bau der strittigen Anlage setze zwingend eine Zustimmung der betroffenen Personen, 
zumindest derjenigen im Einspracheperimeter, voraus.

b) Um die Bevölkerung vor der Strahlung von Mobilfunkanlagen zu schützen, hat der 
Bundesrat in der NISV Grenzwerte festgelegt. Weiter hat das BAFU, das für Fragen zur Strahlung 
von Mobilfunkantennen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit zuständig ist, zur fachlichen 
Unterstützung eine beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) einberufen. Diese sichtet die neu 
publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur detaillierten 
Bewertung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind oder sein 
könnten.31 Das BAFU würde dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte in der NISV 
empfehlen, wenn neue gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung oder aufgrund von 
Alltagserfahrungen dies erforderten. Zurzeit wird in der Schweiz, anders als die 
Beschwerdeführenden meinen, 5G nicht im Bereich der Millimeterwellen eingesetzt.32 Vielmehr 
liegen die für 5G verwendeten Frequenzen im selben Bereich wie die bisher eingesetzten 
Mobilfunktechnologien oder WLAN. Es gibt keine fundierten Hinweise, dass 5G andere 
biologische Wirkungen hat als bisher verwendete Mobilfunktechnologien.33 Vor diesem 
Hintergrund ist davon auszugehen, dass aufgrund des Einsatzes von adaptiven Sendeantennen 
gemäss dem Mobilfunkstandard 5G im Rahmen der geltenden Grenzwerte in der NISV keine 
genügenden Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung bestehen. Der gegenteiligen Auffassung 
der Beschwerdeführenden kann nicht gefolgt werden. Untersuchungen haben überdies gezeigt, 
dass die Exposition der Bevölkerung gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern 
hauptsächlich durch die eigene Nutzung von drahtlosen Kommunikationsgeräten bestimmt wird. 
Die Exposition durch Mobilfunkbasisstationen ist im Allgemeinen deutlich geringer als bei 
körpernah betriebenen Endgeräten, und damit auch eventuelle gesundheitliche Risiken.34

c) Nach dem Gesagten bestehen keine Gründe, die gegenwärtig geltenden Grenzwerte der 
NISV infrage zu stellen. Die geplante Anlage ist somit unter dem Gesichtspunkt der NISV 
bewilligungsfähig. Es besteht keine rechtliche Grundlage, dass gestützt auf gesundheitliche 
Bedenken ein Schutzkonzept vorgelegt werden muss. Anders als die Beschwerdeführenden 

31 Vgl. https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/newsletter/beratende-expertengruppe-nis-
berenis.html.
32 Vgl. Bericht «Mobilfunk und Strahlung» vom 18. November 2019, Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung im Auftrag 
des UVEK, S. 6 (abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-
arbeitsgruppe-mobilfunk-und-strahlung.html).
33 Vgl. Röösli Martin, Hahad Omar, Dongus Stefan, Loizeau Nicolas, Daiber Andreas, Münzel Thomas, Eeftens 
Marloes, Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung? Was ändert sich mit 5G ?, in Aktuelle Kardiologie 2021, Heft 10, S. 
531 ff. (abrufbar unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/topten/10.1055/s-00022861); vgl. auch 
Röösli Martin, Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf Menschen, in 
URP 2021 S. 124 ff.
34 Vgl. Röösli Martin, Hahad Omar, Dongus Stefan, Loizeau Nicolas, Daiber Andreas, Münzel Thomas, Eeftens 
Marloes, Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung? Was ändert sich mit 5G ?, in Aktuelle Kardiologie 2021, Heft 10, S. 
531 ff. (abrufbar unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/topten/10.1055/s-00022861); vgl. auch 
Röösli Martin, Gesundheitsgefährdungsabschätzung: Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf Menschen, in 
URP 2021 S. 118 ff.

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meinen, ist für den Bau der strittigen Anlage auch keine Zustimmung der betroffenen Personen im 
Einspracheperimeter nötig.

8. Moratorium auf 5G-Antennengesuch

a) Weiter fordern die Beschwerdeführenden, es sei ein allgemeines Moratorium für 5G-
Antennengesuche in Kraft zu setzen, bis sichergestellt werden könne, dass gefährdete Personen 
sowie Flora und Fauna vor solchen Strahlenangriffen zuverlässig geschützt werden könnten. 
Andere Kantone und Gemeinden hätten dies bereits getan, ohne dass dort die Kommunikation 
zusammengebrochen wäre.

b) Die BVD behandelt Beschwerden gegen Bauentscheide und baupolizeiliche Verfügungen 
(Art. 40 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 BauG). Der Antrag auf Erlass eines Moratoriums für 5G-
Antennen geht über den Verfahrensgegenstand hinaus. Anzumerken ist dabei, dass der Grosse 
Rat des Kantons Bern ein Moratorium für 5G-Antennen bereits in der Herbstsession 2019 
ablehnte.35 Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich.

9. Fazit und Sistierung

a) Der geplante Umbau der Anlage erfüllt die Vorgaben des Nachtrags zur Vollzugsempfehlung 
und hält die Grenzwerte der NISV ein. Der bewilligungskonforme Betrieb der Anlage und die 
Einhaltung der Grenzwerte der NISV sind mit dem QS-System gewährleistet. Es gibt keine 
Hinweise darauf, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G anders sind als bei 4G oder 
3G. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Umbau der Anlage bewilligte. Die 
Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

b) Wie erwähnt, sind die technischen Einzelheiten zur Berechnung und Messung der Strahlung 
von adaptiven Antennen wissenschaftlich abgestützt und in der NISV festgelegt. Entsprechende 
Bundesgerichtsentscheide müssen im vorliegenden Fall nicht abgewartet werden. Gründe für eine 
Verfahrenssistierung nach Art. 38 VRPG bestehen nicht. Der entsprechende Verfahrensantrag ist 
abzuweisen.

10. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 2200.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV36).

b) Die Beschwerdegegnerin war nicht anwaltlich vertreten. Parteikosten werden daher keine 
gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

35 Vgl. Geschäfts-Nr.: 2019.RRGR.142 (abrufbar unter: www.gr.be.ch).
36 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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1. Der Sistierungsantrag wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramtes Frutigen-Niedersimmental vom 21. März 
2022 wird bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 2200.00 werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung 
folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

4 Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau D.________ und Herrn C.________, eingeschrieben
- E.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental, per E-Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Därstetten, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail
- Amt für Umwelt und Energie, Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.