# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c73d70f4-175b-509e-8518-fcd36462d0f7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.05.2021 A-4844/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4844-2020_2021-05-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4844/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M a i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Keita Mutombo, 

Gerichtsschreiber Kevin Müller. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer, Vorsteuern (Steuerperiode 2015). 

 

 

 

A-4844/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder 

Vorinstanz) mit Einspracheentscheid vom 27. August 2020 erkannte, dass 

die A._______ AG Fr. 4'848.-- Mehrwertsteuer zuzüglich 4 % Verzugszins 

ab dem 18. Juli 2016 zu bezahlen habe, 

dass der Einspracheentscheid vom 27. August 2020 der A._______ AG 

gemäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 28. August 

2020 per A-Post Plus zugestellt worden ist, 

dass die A._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) den Ein-

spracheentscheid vom 27. August 2020 mit Beschwerde datierend vom 

27. September 2020 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat, 

dass die vorliegende Beschwerde, eingegangen beim Bundesverwaltungs-

gericht am 1. Oktober 2020, gemäss Sendungsverfolgung der Schweizeri-

schen Post erstmalig am 29. September 2020 bei selbiger registriert wor-

den ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerdeführerin mit Verfü-

gung vom 14. April 2021, zugestellt am 15. April 2021, darauf hinwies, dass 

die Beschwerde unter den gegebenen und dargelegten Umständen als 

verspätet zu gelten hätte, ihr Gelegenheit gab, zu begründen und zu bele-

gen, weshalb die Beschwerde fristgerecht eingereicht worden sei, und an-

drohte, im Säumnisfall aufgrund der Akten zu entscheiden, 

dass sich die Beschwerdeführerin innert Frist nicht vernehmen liess, 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten und 

Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Mehrwertsteuer vor Bundes-

verwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen seit der Eröffnung einzu-

reichen ist (Art. 50 VwVG), 

A-4844/2020 

Seite 3 

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde 

einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung zu über-

geben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG), 

dass der angefochtene Einspracheentscheid am 28. August 2020 per 

A-Post Plus zugestellt worden und demnach die 30-tägige Beschwerdefrist 

am 28. September 2020 abgelaufen ist (Art. 20 VwVG), 

dass die vorliegende Beschwerde erstmalig am 29. September 2020 bei 

der Schweizerischen Post registriert und somit die Beschwerdefrist nicht 

eingehalten worden ist, 

dass keine Gründe für eine Wiederherstellung der Frist nach Art. 24 Abs. 1 

VwVG vorliegen und die Beschwerdeführerin auch keine solchen vorbringt,  

dass somit die am 29. September 2020 eingereichte Beschwerde verspä-

tet und auf diese im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (vgl. 

Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 300.-- der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und dem ge-

leisteten Kostenvorschuss zu entnehmen sind; dass der Überschuss nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten ist.  

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 300.-- festgesetzt und der Beschwer-

deführerin auferlegt. Sie werden dem Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- 

entnommen. Der Überschuss von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin 

nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

 

A-4844/2020 

Seite 4 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Keita Mutombo Kevin Müller 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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