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**Case Identifier:** 7caee43c-e7b4-5ec0-90b6-d5e004554cc9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.04.2021 200 2019 940
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-940_2021-04-06.pdf

## Full Text

200 19 940 UV
LOU/LUB/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. April 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 11. November 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er 
am 25. Mai 2016 mit der linken Hand in eine (Blech-)Rundbiegemaschine 
geriet und sich dabei eine Quetschverletzung mit devaskularisierender sub-
totaler Avulsion der Finger IV und V sowie schwerer Weichteilavulsion des 
Fingers III zuzog (Akten der Suva [act. II] 2, 13, 15 S. 2, act. II 23). Die Su-
va gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereignis zunächst die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Tag-
geld (act. II 229). Nachdem sie mit Verfügungen vom 12. und 16. April 2018 
(act. II 219, 223) die vorübergehenden Leistungen per 31. Dezember 2017 
eingestellt und die Ansprüche auf eine Invalidenrente sowie eine Inte-
gritätsentschädigung verneint hatte, hob sie die beiden Verfügungen in 
Gutheissung einer hiergegen vom Versicherten erhobenen Einsprache 
(act. II 232, 240) auf und richtete rückwirkend wiederum vorübergehende 
Leistungen aus (act. II 264, 299, 312, 360). In der Folge nahm die Suva 
(weitere) medizinische Abklärungen vor, insbesondere holte sie Beurteilun-
gen bei ihrem Kompetenzzentrum für Versicherungsmedizin ein. Gestützt 
auf dessen Beurteilungen vom 21. Dezember 2018 (act. II 307) und vom 
27. März 2019 (act. II 315) stellte sie mit Mitteilung vom 8. April 2019 
(act. II 316) die vorübergehenden Leistungen – mit Ausnahme von einmal 
wöchentlicher Physio-/Ergotherapie – formlos per 31. Mai 2019 ein. Mit 
Verfügung vom 31. Mai 2019 (act. II 339) verneinte die Suva einen An-
spruch auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 
5.7 % und sprach gleichzeitig eine auf einer Integritätseinbusse von 10 % 
basierende Integritätsentschädigung zu. Daran hielt sie auf Einsprache hin 
(act. II 342, 348 f.) mit Entscheid vom 11. November 2019 (act. II 370) fest.

B.

Mit Eingabe vom 12. Dezember 2019 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, Beschwerde und beantragte, 

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der Einspracheentscheid vom 11. November 2019 sei aufzuheben und die 
Suva sei zu verpflichten, den Sachverhalt vermittels eines polydisziplinären 
Gutachtens abzuklären und die gesetzlichen Leistungen, namentlich wei-
terhin Taggelder und Heilbehandlungen, eventualiter eine ganze Rente 
sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 40 %, zuzusprechen. 
Gleichzeitig ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
seiner Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C.________, substituiert 
durch Rechtsanwältin lic. iur. D.________

Aufforderungsgemäss reichte der Beschwerdeführer am 30. Januar 2020 
das bereits beschwerdeweise in Aussicht gestellte Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege nach.

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Februar 2020 edierte der Instrukti-
onsrichter die Akten der IV-Stelle Bern (IVB) und ersuchte diese um Orien-
tierung über den Stand des Verfahrens. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. April 2020 gewährte der Instrukti-
onsrichter den Parteien die Möglichkeit, zum zwischenzeitlich eingegange-
nen Orientierungsschreiben der IVB mitsamt IV-Akten (act. III und IIIA) 
Stellung zu nehmen. Zudem hiess er das Gesuch des Beschwerdeführers 
um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete ihm Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________ als amtliche Anwältin bei.

Nachdem am 10. und 19. Juni 2020 Stellungnahmen der Parteien beim 
Gericht eingegangen waren, wurden ihnen diese wechselseitig zugestellt 
mit der Möglichkeit, Schlussbemerkungen einzureichen. Am 20. und 21. 
August 2020 gingen entsprechende Schlussbemerkungen der Parteien ein, 
welche diesen wiederum wechselseitig zugestellt wurden. 

Am 7. September 2020 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert eine 
Stellungnahme ein, welche der Beschwerdegegnerin am Folgetag zuge-
stellt wurde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 31. Mai 2019 
(act. II 339) bestätigende Einspracheentscheid vom 11. November 2019 
(act. II 370), mit welchem im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Mai 
2016 ein Rentenanspruch verneint und eine Integritätsentschädigung zu-
gesprochen wurde. Die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers be-
schränken sich nicht nur auf diese beiden Leistungsansprüche, sondern er 
macht namentlich auch Heilkosten- und Taggeldleistungen bzw. einen ver-
frühten Fallabschluss geltend (Beschwerde S. 1 [Rechtsbegehren] und 
S. 3, Eingaben vom 17. Juni 2020 und 21. August 2020 jeweils S. 3). Die 
formlos erfolgte Terminierung der vorübergehenden Leistungen (Heilbe-
handlung, Taggeld; act. II 316) per 31. Mai 2019 und der Fallabschluss auf 
dieses Datum hin hängen mit der Prüfung der Rentenfrage sowie der Inte-
gritätsentschädigung derart eng zusammen, dass von einem einheitlichen 
Streitgegenstand auszugehen ist (vgl. BGE 144 V 354). Streitig und zu prü-
fen ist somit nicht einzig der Rentenanspruch und die Höhe der Integritäts-
entschädigung, sondern ebenso der Zeitpunkt des Fallabschlusses, was 

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auch allfällige Ansprüche auf weitere Heilbehandlung und Taggeld be-
schlägt.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 20. 
Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 
getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – wie vorliegend – 
vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus-
gebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG). Diese intertemporalrechtliche Ausgangslage wirkt sich hier indes 
nicht entscheidwesentlich aus.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 
UVG; SR 832.20). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 

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177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Steht auf-
grund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig bestehender 
natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechts-
genüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzusammen-
hang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 
472; SVR 2019 UV Nr. 41 S. 157 E. 7.3).

2.4

2.4.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-

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ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beur-
teilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkri-
terien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 E. 
3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen 
und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS) sowie Schädel-
Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2018 UV Nr. 29 S. 101 E. 2.2). Bei psychischen Beschwerden setzt die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, 
dass dem Unfallereignis für die Entstehung einer psychisch bedingten Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann 
zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Wor-
ten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss 
BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzu-
knüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den 
sich dabei entwickelnden Kräften – eine Katalogisierung der Unfälle in 

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leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzu-
nehmen ist. Die erlittenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf 
die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten. Abhängig von 
der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung ein-
zubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft 
(BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359, 129 V 177 E. 4.1 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 
21 S. 76 E. 4.2, 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 
139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 
183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 
des Unfalles;

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 die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzungen, 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwick-
lungen auszulösen;

 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
 körperliche Dauerschmerzen;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.1). Handelt es sich um einen mittelschwe-
ren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Beja-
hung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2018 UV Nr. 29 S. 
102 E. 4.2.2). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven 
Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 
359 E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.5 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 

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143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 S. 
96 E. 5.2).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Dass das in der Schadenmeldung vom 26. Mai 2016 (act. II 2) bzw. 
im Formular vom 29. Juni 2016 (act. II 23) geschilderte Ereignis vom 
25. Mai 2016 die kumulativen Tatbestandselemente des Unfallbegriffs 
gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.2 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. 

3.2 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den medizinischen Akten im hier massgeblichen Beurteilungszeit-
raum bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. November 
2019 (act. II 370) im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

3.2.1 Im Operationsbericht des Spitals E.________ vom 1. Juni 2016 
(act. II 15) über den am 25. Mai 2016 durchgeführten Eingriff (Verkürzende 
DIP-Arthrodesen Dig. IV und V linke Hand, Revaskularisation Dig. IV und V 
mit Veneninterponat vom ipsilateralen Unterarm, Avance-Interponat N5, 
mikrochirurgische Koaptation N9 und N7, Nagelbettnähte Dig. III-V und 
Nagelplatteneinnaht Dig. III-V), wurden eine Quetschverletzung an der lin-
ken Hand mit devaskularisierender subtotaler Avulsionsamputation Dig. IV 

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und V Höhe P2 distal sowie schwerer Weichteilavulsion Dig. III diagnosti-
ziert (S. 2). Bei Austritt (nach der Hospitalisation vom 25. Mai bis 1. Juni 
2016) habe im Bereich des Dig. III auf Höhe Grund-/Mittelphalanx eine 
kleine Nekrose bestanden, bei welcher die Demarkation abzuwarten sei 
(act. II 13).

Anlässlich der Sprechstunde im Spital E.________ vom 9. Juni 2016 wurde 
berichtet, die arterielle Versorgung des Ringfingers sei kritisch und es wer-
de versucht, mittels Revision und allenfalls erneutem Gefässinterponat und 
zusätzlicher Entfernung der Nekrose und Decken mittels Intermetacarpale-
lappen III/IV den Finger noch zu retten (act. II 24), woraufhin am 10. Juni 
2016 bei diagnostizierter beginnender Nekrose Endglied Dig. IV eine Ne-
krosektomie Dig. IV und V, Defektdeckung mittels Intermetacarpalelappen 
III/IV auf palmar Dig. IV Vollhauttransplantat vom palmaren Unterarm auf 
Dig. IV und V durchgeführt wurde (act. II 45).

Am 3. November 2016 führte der Behandler des Spitals E.________ aus, 
die Arthrodesen seien vollständig eingeheilt sowie durchbaut und die 
Weichteilsituation sei gut. Eine Rückkehr an den ursprünglichen Arbeits-
platz sei von handchirurgischer Seite und dem Behandlungsfortschritt ge-
nerell möglich. Ob die Tätigkeit mit einer 100 %-igen Leistung erbracht 
werden könne, bleibe abzuwarten. Eine teilweise Arbeitsfähigkeit von ver-
suchsweise 30 % dürfte ab sofort möglich sein (act. II 61).

Nachdem im Rahmen der Sprechstunde im Spital E.________ vom 
28. Dezember 2016 ein Infekt DIP-Arthrodese Dig. IV links diagnostiziert 
worden war (act. II 91), wurde am 30. Dezember 2016 in der E.________ 
eine Z-Plastik Dig. V palmar und eine Implantatentfernung CCS-Schraube, 
Débridement Nagelbett, Implantat Kunstnagel durchgeführt (act. II 89).

3.2.2 Am 16. März 2017 stellten die Behandler des Spitals E.________ 
ein aktuell bestehendes Fremdkörpergefühl Dig. V fest. Zurzeit bestehe 
kein akuter Behandlungsbedarf, neuerdings liege ein palpabler Schrauben-
kopf CSS-Schraube Dig. V vor. Radiologisch lasse sich keine Migration der 
Schraube feststellen. Aus ärztlicher Sicht stehe der Rückkehr als ... nichts 
im Wege, jedoch könne nachvollzogen werden, dass die fehlende Sensibi-
lität an Dig. IV und V die Feinmotorik einschränke (act. II 126 S. 2 f.).

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3.2.3 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste F.________ vom 27. März 
2017 (act. II 115) wurden als Diagnosen eine mittelgradige depressive Epi-
sode (ICD-10 F32.1) aufgrund von psychosozialen Belastungsfaktoren 
nach schwerer Handverletzung aufgeführt. Wegen der Zustandsver-
schlechterung und der fehlenden beruflichen Perspektive sei es dem Be-
schwerdeführer schwer gefallen, die Termine wahrzunehmen. Gegenüber 
der empfohlenen Medikation zeige er sich ambivalent und habe sich bisher 
nicht definitiv dazu entscheiden können. Wichtig wären die Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive und die Installierung einer Tagesstruktur mit 
sinnvollen Beschäftigungen.

3.2.4 Im Bericht des Spitals G.________ vom 4. April 2017 (act. II 130) 
nannte Dr. med. H.________, Facharzt für Rheumatologie, als Diagnosen 
ein chronisches Panvertebralsyndrom (EM ca. 2006) und einen Status 
nach Quetschtrauma Hand links. Die Zuweisung erfolge wegen Schmerzen 
von Nacken bis Kreuz seit ca. einem Jahr. Schon vor der Quetschverlet-
zung an der linken Hand habe der Beschwerdeführer leichte Rücken-
schmerzen gehabt, aber nie in diesem Ausmass (S. 1). Es zeige sich ein 
Panvertebralsyndrom mit teils myofaszialen Beschwerden, teils aber auch 
entzündlichem Charakter. 

Am 22. Mai 2017 berichtete Dr. med. H.________, nach weiteren Ab-
klärungen seien in einem gezielten MRI ISG keinerlei Veränderungen, die 
auf eine Aktivität hindeuten würden, gefunden worden. Es spreche wenig 
für eine Spondylarthropathie. Der Beschwerdeführer bemerke selber einen 
deutlichen Zusammenhang mit der inneren psychischen Anspannung, was 
auch eher für eine myofasziale Komponente spreche (act. II 131).

3.2.5 Der Suva-Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. I.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Abteilung Versicherungsmedizin, führte am 19. Juni 2017 aus, die geltend 
gemachten Rücken- und Schulterbeschwerden seien als unfallfremd zu 
werten. Bei der reduzierten Sensibilität an den Fingerkuppen IV und V sei 
der Beschwerdeführer bei der Arbeit als ... eingeschränkt. Eine Tätigkeit, 
die nicht einer vollen Geschicklichkeit und Sensibilität der linken Hand be-
dürfe, sei jedoch uneingeschränkt durchführbar. Dies entspreche dem 
Schonarbeitsplatz als … und … (act. II 139 S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 13

3.2.6 Im Bericht des Spitals E.________ betreffend die Sprechstunde 
vom 21. September 2017 (act. II 180) hielten die Behandler fest, dass der 
Beschwerdeführer über eine weitgehend unveränderte Situation bezüglich 
des Daumens berichte. Aktuell sei er aufgrund der Lumbalgie zu 100 % 
arbeitsunfähig geschrieben (S. 2). Von handchirurgischer Seite stehe dem 
funktionellen Einsatz der linken Hand nichts im Wege. Insbesondere sei 
auch das … mit dieser Hand erlaubt. Die Zwei-Punkt-Diskrimination (2PD) 
der Fingerspitzen Dig. IV und V sei sehr gut. Einzig im Bereich der Vollhaut 
werde die Hypästhesie bestehen bleiben (S. 3). 

Im Rahmen der Sprechstunde vom 22. Januar 2018 erwähnten die Be-
handler, dass der Beschwerdeführer hinsichtlich der Langfinger Dig. IV und 
V über eine weitgehend unveränderte Situation berichte. Schmerzen seien 
nicht vorhanden, gelegentlich komme es zu einer Dystonie des linken Ar-
mes (act. II 217 S. 1). Der Beschwerdeführer beweise den funktionellen 
Einsatz der linken Hand. Durch seine linke Hand sei er im Alltag und seiner 
Tätigkeit deutlich eingeschränkt, insbesondere was seine frühere Tätigkeit 
als ... angehe. Er gebe jedoch an, dass er mit dem aktuellen Zustand gut 
leben könne. Es erfolge nun der Abschluss der Behandlung (act. II 217 
S. 2).

Nach einer Selbstvorstellung im Spital E.________ vom 25. April 2018 führ-
ten die Behandler aus, obgleich sich im Januar 2018 eine gute Situation 
gezeigt habe, sei aufgrund der aktuellen muskulären Dysbalance die The-
rapie wieder zu initiieren. Durch Ausweichbewegungen aufgrund der 
Quetschverletzung und konsekutiver Schmerzen der ulnaren Hand komme 
es zu Fehlhaltung und damit zu Ungleichgewichten bezüglich muskulärer 
Belastung. Dies wiederum führe zu Muskelverspannungen und Schmerzen 
bis in den Nacken. Bezüglich der beruflichen Wiedereingliederung werde 
der Verzicht auf vibrierende Tätigkeiten empfohlen, aber auch Tätigkeiten, 
die körperlich schwere und gleichzeitige Belastung beider Hände voraus-
setze (act. II 231).

Anlässlich der Sprechstunde vom 11. Juli 2018 wurde festgestellt, dass die 
Ergotherapie wieder einen guten Bewegungsumfang und vor allem die In-
tegration des Ring- und Kleinfingers in die Handbewegung herbeigeführt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 14

habe. Die weiterhin bestehende Dysbalance sei noch durch die Physiothe-
rapie anzugehen (act. II 250 S. 3).

3.2.7 Im Bericht des Spitals G.________ vom 12. Juli 2018 (act. II 251) 
wurden als Diagnosen ein Zustand nach Quetschtrauma der linken Hand 
vom 25. Mai 2016, eine Neuropathie des Nervus ulnaris durch Teilschädi-
gung des Ramus dorsalis links, neuralgiforme Schmerzen mit konsekutiver 
Ausstrahlung nach Belastung und DD ein komplexes regionales Schmerz-
syndrom (CRPS) links (ausgeprägte autonome Zeichen nach Belastung der 
Hand) erwähnt. Die beklagten Schmerzen seien neurophysiologisch und 
(S. 1) schmerztherapeutisch klar nachzuvollziehen. Die Teilschädigung des 
Ramus dorsalis des Nervus ulnaris sei klar abgegrenzt und die Trigger-
punkte von Schmerzen lägen jeweils entweder im Transplantat oder Nar-
benbereich ebenfalls sehr lokalisiert. Es bestünden keine Zweifel daran, 
dass die aktuellen Beschwerden auch als Unfallfolge anzusehen seien 
(S. 3).

3.2.8 Im Abklärungsbericht der J.________ vom 25. Juli 2018 (act. II 261) 
zu Handen der IV über die durchgeführte arbeitsmarktlich-medizinische 
Abklärung (AMA) nannte Dr. med. K.________, Facharzt für Chirurgie, als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein lokales chronifizie-
rendes Schmerzsyndrom der vorderen oberen Extremität links (adominante 
Hand), den Verdacht auf reaktive depressive Episode leichtgradiger Aus-
prägung (vgl. Konsilium Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 28. Mai 2018; act. II 258) und einen Status nach 
Quetschtrauma der linken Hand vom 25. Mai 2016. Ohne Auswirkung sei 
eine leichte Lernbehinderung (IQ = 83) mit begleitenden kognitiven Pro-
blemen (Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Sprache, Rechnen; vgl. Neuro-
psychologische Abklärung von lic. phil. M.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie, vom 3. Juli 2018; act. 260). Die Operationen und phy-
sio-/ergotherapeutischen Massnahmen hätten zu einem guten Resultat 
geführt. Übrig geblieben sei ein inkompletter Faustschluss sowie ein 
Streckdefizit der Langfinger. Die Verletzung habe jedoch weitgreifende 
Probleme nach sich gezogen. Der Beschwerdeführer sei nie schmerzfrei 
geworden, es sei im Gegenteil eine Schmerzausweitung in den ganzen 
Arm und Schulter-Nackenbereich aufgetreten. Er habe seinen Arbeitsplatz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 15

und sein Selbstwertgefühl verloren. Zudem sei die finanzielle Situation 
schwierig (S. 8). Das medizinische Zumutbarkeitsprofil betreffend könne 
der Beschwerdeführer ein 100 %-Pensum erbringen. Er habe dabei eine 
Leistung von 45 % erbracht, wobei die eruierte Leistungseinbusse von 
55 % in ihrem Ausmass medizinisch nicht vollständig erklärbar sei. Einer-
seits bestehe zurzeit eine Leistungseinbusse von ca. 20 % aus psychiatri-
scher Sicht (vgl. act. II 258 S. 2), anderseits bestünden im Ausmass nicht 
erklärbare Schmerzen und funktionelle Einschränkungen der linken Hand 
mit einer Schmerzausweitung in den gesamten Arm, Nacken und zuneh-
mend auch den anderen Arm. Für Tätigkeiten, die den kognitiven Anforde-
rungen der letzten Anstellung entsprächen, bestehe keine relevante und 
andauernde Einschränkung (vgl. act. II 260). An einer Leistungseinbusse 
sei aufgrund der zurzeit bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen 
aus medizinischer Sicht nicht zu zweifeln. Das Ausmass sei jedoch unklar 
(S. 9). 

3.2.9 Prof. Dr. med. N.________, Fachärztin für Neurochirurgie, Versiche-
rungsmedizin Kompetenzzentrum Suva, kam in der neurochirurgischen 
Beurteilung vom 21. Dezember 2018 (act. II 307) zum Schluss, dass eine 
Unfallkausalität der Rückenbeschwerden nach Handquetschverletzung 
links basierend auf dem Unfallmechanismus, dem Fehlen echtzeitlicher 
Dokumente bezüglich Rückenschmerzen und dem Fehlen struktureller Lä-
sionen als Folge des initialen Ereignisses, auszuschliessen sei. Eine neuro-
logische Untersuchung betreffend die Rückenbeschwerden sei daher nicht 
indiziert. Nackenschmerzen würden im Dossier echtzeitlich nicht erwähnt 
und würden entsprechend nicht abgeklärt. Eine strukturelle Läsion im Na-
ckenbereich sei bei Quetschverletzung der linken Hand überwiegend wahr-
scheinlich nicht vorliegend. Eine Unfallkausalität der Nacken- und Rücken-
beschwerden werde verneint (S. 7).

3.2.10 Im Bericht des Spitals O.________ vom 5. Februar 2019 
(act. II 308) diagnostizierte PD Dr. med. P.________, Facharzt für Physika-
lische Medizin und Rehabilitation, ein chronisches Schmerzsyndrom Hand 
links, DD neuropathisches Schmerzsyndrom mit vegetativ unterhaltener 
Schmerzkomponente, CRPS II, und den aktenanamnestischen Verdacht 
auf reaktiv bedingte depressive Episode leichtgradiger Ausprägung (Mai 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 16

2018; S. 1). Zweieinhalb Jahre nach dem auslösenden Ereignis könne nicht 
schlüssig zwischen einem neuropathischen Schmerzsyndrom mit vegetativ 
unterhaltener Schmerzkomponente und einem CRPS II unterschieden wer-
den. Der Beschwerdeführer leide an einer anhaltenden schmerzhaft einge-
schränkten Funktionsfähigkeit der linken, adominanten Hand. Aus physika-
lisch-medizinischer Sicht könnten zur Zeit keine erfolgsversprechenden 
Massnahmen angeboten werden. Sollten die schmerztherapeutischen Op-
tionen ausgeschöpft sein, sei zweieinhalb Jahre nach dem auslösenden 
Ereignis formal von einem medizinischen Endzustand auszugehen.

3.2.11 Dr. med. Q.________, Facharzt für Chirurgie, Versicherungsmedizin 
Kompetenzzentrum Suva, führte in der Beurteilung (mit Untersuchung vom 
21. März 2019) vom 27. März 2019 (act. II 315) als Diagnosen einen Status 
nach Quetschtrauma Hand links vom 25. Mai 2016 und aktuell ein chroni-
sches Schmerzsyndrom Hand links, adominant, DD neuropathisches 
Schmerzsyndrom mit vegetativ unterhaltener Schmerzkomponente oder 
nicht mehr nachweisbarer CRPS II auf (S. 8). Er kam zum Schluss, dass 
sich infolge des am 25. Mai 2016 stattgehabten Unfalls an der linken Hand 
eine komplexe Bewegungs- und Belastungsstörung etabliert habe. Es be-
stehe immer noch ein inkompletter Faustschluss mit stark eingeschränkter 
Belastbarkeit der gesamten linken oberen Extremität. Die Kraftentwicklung 
mit der Hohlhand sei praktisch nicht möglich. Die neuropathische Kompo-
nente habe einen negativen Einfluss auf die Nachtruhe und sei zudem für 
die eingeschränkte Leistungs- und Gebrauchsfähigkeit des gesamten lin-
ken Armes zuständig. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein Endzustand erreicht. 
Mit einer weiteren Besserung der Gebrauchsfähigkeit der linken Hand und 
des gesamten linken Armes sei nicht zu rechnen (S. 10). Nicht unfallkausal 
seien chronische Lumbalschmerzen. Eine Fortsetzung der Tätigkeit als ... 
sei nicht mehr denkbar (S. 9). Der Beschwerdeführer könne Tätigkeiten im 
Sitzen, Stehen und Gehen uneingeschränkt ausführen. Aufgrund der un-
fallkausalen Verletzungsfolgen sei der Einsatz der linken Hand nur gering-
gradig möglich, daher sei das Besteigen von Leitern und Gerüsten aus 
Gründen der fehlenden Eigensicherung nicht möglich. Gegenstände könn-
ten mit der linken Hand bis maximal 1.5 kg gehoben werden. Arbeiten mit 
vibrierenden Maschinen seien mit der linken Hand nicht ausführbar. Werk-
zeuge, die den Einsatz der Hohlhand benötigten, sollten vermieden wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 17

den. Der Spitz- und der Schlüsselgriff könnten maximal für zwei Stunden 
hintereinander durchgeführt werden, wobei danach eine viertelstündliche 
Pause eingehalten werden sollte. Mit diesen Voraussetzungen könne eine 
Arbeitszeit von 8.75 Stunden/Tag erreicht werden. Für Arbeiten am Com-
puter gelte eine Arbeitsintensität von maximal drei Stunden am Stück, da-
nach bedürfe es auch einer viertelstündlichen Pause, sodass bei dieser 
Tätigkeit ebenfalls eine Arbeitszeit von maximal 6.5 Stunden/Tag möglich 
wäre. Unterstützende Funktionen mit Halten von leichten Gegenständen 
könnten mit der linken Hand ausgeführt werden. Hohe Anforderungen so-
wie eine maximale Kraftentwicklung des linken Unterarmes müssten jedoch 
unterlassen werden. Bei Einhaltung der genannten Ausschlusskriterien sei 
eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Einsetzbarkeit gege-
ben. Aufgrund der erhobenen Befunde könne eine Integritätsentschädigung 
von 10 % netto gemäss Tabelle 3 zum UVG attestiert werden. Diese Tabel-
le basiere auf einem einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und Arm-
verlust. Obwohl der Beschwerdeführer keinen sichtbaren Verlust der Ex-
tremitäten erlitten habe, entspreche die Funktionalität der Hand (auch unter 
Berücksichtigung der neuropathischen Symptomatik, die als Folge der 
Transplantatentnahmestelle am ulnaren Handrücken ausgelöst worden sei 
und der Beschwerden im Bereiche des gesamten linken Armes bis zur 
Schulter, welche durch die Muskel-Dysbalance der Handmuskulatur aus-
gelöst würden) am ehesten der Abbildung 41 dieser Tabelle, wo die Ampu-
tation der Dig. IV-V bis zum PIP berücksichtigt würden (S. 10). Die Trans-
plantatentnahme am volaren Unterarm links habe zu keinen dauerhaften 
Funktionseinschränkungen der linken oberen Extremität geführt. Die Na-
cken-/Rückenbeschwerden hätten, bei vorbestehender Symptomatik, keine 
richtungsweisende Verschlimmerung des körperlichen Zustands herbeige-
führt und hätten auch keinen unfallkausalen Zusammenhang (S. 11).

3.2.12 Im Bericht des Spitals F.________ vom 3. Juli 2019 (act. II 346) 
wurden als Diagnosen ein neuropathischer Schmerz über das Gebiet des 
Ramus dorsalis nervi ulnaris links hinausgehend mit vegetativen und tro-
phischen Komponenten, ein Status nach Quetschtrauma der linken Hand 
am 25. Mai 2016 und eine leichte bis mittelgradige depressive Episode 
gestellt (S. 1). Angesichts der Schwere der Verletzung zeige sich ein funk-
tionell schön rekonstruiertes Ergebnis, welches bei oberflächlicher Betrach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 18

tung darüber hinwegtäuschen möge, dass aufgrund der neuropathischen 
Schmerzen ein Einsatz der linken Hand praktisch komplett unmöglich sei. 
Die vom Beschwerdeführer berichteten Symptome könnten in Richtung 
eines Neglectes weisen. Die Muster des Ausfalles liessen sich nicht ein-
deutig einem Nerv zuordnen. Eine Differenzierung zwischen einem neur-
opathischen Schmerzsyndrom und einem CRPS sei derzeit schwierig. Ge-
gen ein CRPS spräche vor allem die mögliche Erklärung der Symptome 
durch periphere Nervenschäden auf mehreren Ebenen. Abgesehen davon 
wären die Diagnosekriterien nach Harden knapp erfüllt (S. 4). Die Diagnos-
tik sei keinesfalls bereits abgeschlossen (S. 5).

3.2.13 Im Bericht des Spitals R.________ vom 15. August 2019 
(act. II 362) wurden ein chronisches Schmerzsyndrom nach Quetschtrauma 
der linken Hand am 25. Mai 2016, eine Neuropathie des Nervus ulnaris 
durch Teilschädigung des Ramus dorsalis links, eine vegetativ regulatori-
sche Funktionsstörung der linken Hand, neuralgiforme Schmerzen mit kon-
sekutiver Ausstrahlung nach Belastung, ein Schultergürtel-Arm-Syndrom 
links bei Schonhaltung in Folge Schmerzen, eine anhaltende Depression, 
reaktiv leichtgradig, und eine leichte Lernbehinderung diagnostiziert (S. 4). 
Die Arbeitsfähigkeit sei mit 50 % einzuschätzen. Zusammenfassend beste-
he in diesem Fall ein nicht unwesentlicher versicherungsmedizinischer 
Klärungs- und Ordnungsbedarf (S. 5).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 19

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 11. November 2019 (act. II 370) in medizinischer Hin-
sicht massgeblich auf die neurochirurgische Aktenbeurteilung von Prof. 
Dr. med. N.________ vom 21. Dezember 2018 (act. II 307) und die chirur-
gische Beurteilung (mit persönlicher Untersuchung) von Dr. med. 
Q.________ vom 27. März 2019 (act. II 315) gestützt. Diese Beurteilungen 
erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. 
E. 3.3 hiervor) und erbringen vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen ist. 
Die beiden Suva-Ärzte haben sich in ihren Beurteilungen sorgfältig mit den 
gesundheitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt und ihre Schluss-
folgerungen in Übereinstimmung mit den Akten getroffen. Die Ausführun-
gen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Demnach etablierte sich beim Beschwer-
deführer infolge des Unfalles vom 25. Mai 2016 eine komplexe Bewe-
gungs- und Belastungsstörung an der linken adominanten Hand, mit einem 
inkompletten Faustschluss mit stark eingeschränkter Belastbarkeit der ge-
samten linken oberen Extremität, und es kam durch die Defektdeckung 
mittels Intermetacarpalelappen III/IV links dorsal zu einer Störung des sen-
siblen Astes des N. Ulnaris. Die Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwer-
den stehen hingegen nicht in einem (natürlichen) kausalen Zusammenhang 
mit dem besagten Ereignis. Die Fortsetzung der angestammten Tätigkeit 
als ... ist dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, jedoch besteht in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 20

einer angepassten Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit. Der medizinische Endzustand war im Zeitpunkt der klinischen 
Untersuchung vom 21. März 2019 erreicht (act. II 307 S. 7, 315 S. 9 f.). 
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag den Beweiswert der 
Beurteilungen nicht in Zweifel zu ziehen.

3.4.1 Entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen hat die Be-
schwerdegegnerin den Fallabschluss (per 31. Mai 2019) nicht verfrüht vor-
genommen (Beschwerde S. 3, Stellungnahmen vom 17. Juni 2020 S. 2 f. 
und 21. August 2020 S. 3). Der Suva-Arzt Dr. med. Q.________ hielt in 
seiner Beurteilung fest, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 
21. März 2019 der Endzustand erreicht sei, mit einer weiteren Besserung 
der Gebrauchsfähigkeit der linken Hand und des gesamten linken Armes 
sei nicht zu rechnen. Dies findet auch Rückhalt in den übrigen ärztlichen 
Berichten. So hielten die Behandler des Spitals E.________ bereits am 
21. September 2017 fest, dass von handchirurgischer Seite dem funktionel-
len Einsatz der linken Hand nichts mehr im Wege stehe (act. II 180 S. 3) 
und sie nahmen anlässlich der Sprechstunde vom 22. Januar 2018 explizit 
den Behandlungsabschluss vor (act. II  217 S. 2). Dr. med. K.________ 
stellte im Rahmen der AMA im Mai 2018 fest, dass die Operationen und 
therapeutischen Massnahmen zu einem guten Resultat mit übrig gebliebe-
nem inkompletten Faustschluss und Streckdefizit geführt habe, und er ging 
von einem zumutbaren Arbeitspensum vom 100 % aus (act. II 261 S. 8 f). 
Zudem wurde im Bericht des Spitals O.________ vom 5. Februar 2019 
ausgeführt, aus physikalisch-medizinischer Sicht könnten keine erfolgsver-
sprechenden Massnahmen angeboten werden und es sei zweieinhalb Jah-
re nach dem auslösenden Ereignis formal von einem medizinischen End-
zustand auszugehen (act. II 308 S. 3). In Anbetracht dieser Ausgangslage 
war damit der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG 
(vgl. E. 2.5 hiervor) spätestens zum Zeitpunkt des Fallabschlusses per 
31. Mai 2019 eingetreten gewesen. Eine namhafte Besserungsfähigkeit 
war prospektiv betrachtet nicht ausgewiesen und von einer Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung der somatischen Beschwerden keine namhafte Ver-
besserung mehr zu erwarten (vgl. hierzu Entscheid des BGer vom 22. Sep-
tember 2016, 8C_306/2016, E. 5.3 mit Hinweisen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 21

Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Eingliederungsmassnahmen 
der IV seien nicht abgeschlossen (Beschwerde S. 3 Ziff. 2), vermag vorlie-
gend ebenfalls nichts zu ändern. Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhal-
ten, dass rechtsprechungsgemäss der sich in Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG 
vorbehaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV, so-
weit es um berufliche Massnahmen geht, nur auf Vorkehren bezieht, wel-
che geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zugrunde 
zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Entscheid des BGer vom 
16. April 2019, 8C_103/2019, E. 4.1). Der zum Zeitpunkt der Leistungsein-
stellung organisch ausgewiesene und unfallbedingte Gesundheitsschaden 
wurde in den Beurteilungen der Suva vollumfänglich berücksichtigt (vgl. 
auch E. 3.4.2 und E. 4 hiernach) und es lag keine unfallbedingte Arbeitsun-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mehr vor, womit die beruflichen 
Massnahmen der IV auch nicht geeignet wären, den der Invalidenrente der 
Unfallversicherung zugrunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen. 
Ausserdem stellen bei der vorliegend anwendbaren sogenannten Psycho-
praxis (vgl. E. 2.4.2 hiervor) noch behandlungsbedürftige psychische Lei-
den keinen Grund für einen Aufschub des Fallabschlusses dar (BGer 
8C_103/2019, E. 4.1).

3.4.2 Soweit der Beschwerdeführer – neben den unbestrittenen unfallbe-
dingten strukturellen Beschwerden im Bereich der linken Hand – weitere 
auf den Unfall zurückzuführende Beeinträchtigungen geltend macht (Be-
schwerde S. 2 f.), kann ihm nicht gefolgt werden. Prof. Dr. med. 
N.________ legte aus neurochirurgischer Sicht nachvollziehbar und 
schlüssig dar, dass eine Unfallkausalität der Rückenbeschwerden nach der 
Handverletzung links basierend auf dem Unfallmechanismus, dem Fehlen 
echtzeitlicher Dokumente bezüglich Rückenschmerzen und dem Fehlen 
struktureller Läsionen als Folge des initialen Ereignisses auszuschliessen 
seien (act. II 307 S. 7). Die MRT-Abklärung der LWS vom 7. März 2017 
zeigte keine strukturellen Läsionen (act. II 105) und die MRT-Untersuchung 
des ISG vom 4. Mai 2017 offenbarte einen normalen Befund (keine Hinwei-
se auf eine aktuelle oder frühere Sakroiliitis; act. 134). Ausserdem ergab 
eine rheumatologische Abklärung ebenfalls keine unfallbedingte Beein-
trächtigung des Rückens; vielmehr schien dem untersuchenden Rheumato-
logen eine psychische Problematik verantwortlich zu sein (act II 130 f.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 22

Des Weiteren verneinte die Suva-Ärztin einleuchtend eine unfallbedingte 
Kausalität bezüglich der geltend gemachten Nackenbeschwerden, da ent-
sprechende Schmerzen echtzeitlich nicht erwähnt worden seien und eine 
strukturelle Läsion im Nackenbereich bei Quetschverletzung der linken 
Hand überwiegend wahrscheinlich nicht vorliege (act. II 307 f. S. 7). Ihre 
Einschätzung, welche auf einem lückenlosen medizinischen Befund ba-
siert, steht denn auch in Einklang mit derjenigen von Dr. med. I.________, 
Suva-Kreisarzt-Stellvertreter, vom 19. Juni 2017 (act. II 139).

Sodann legte Dr. med. Q.________ ebenfalls nachvollziehbar und schlüs-
sig, verweisend auf den Bericht des Spitals O.________ vom 5. Februar 
2019 (act. II 308), dar, dass nach nochmaliger Durchsicht der Berichte der 
handchirurgischen Abteilung des Spitals … keine klinischen Hinweise auf 
eine CRPS-Symptomatik hätten gefunden werden können; eine aktive 
CRPS-Symptomatik könne zum aktuellen Zeitpunkt deutlich verneint wer-
den, auch Folgen eines stattgehabten CRPS könnten aufgrund der aktuel-
len Untersuchung (fehlende Atrophie der Handbinnenmuskulatur, fehlende 
Bewegungseinschränkungen benachbarter Gelenke) nicht gefunden wer-
den (act. II 315 S. 9). Dies deckt sich im Übrigen auch mit dem vom Be-
schwerdeführer nachgereichten Bericht der Klinik S.________ vom 6. Ja-
nuar 2020 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 7d S. 4) – der jedoch nach 
dem angefochtenen Einspracheentscheid erstellt wurde und damit ausser-
halb des hier massgeblichen Beurteilungszentraumes liegt (BGE 131 V 242 
E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140, SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4; vgl. 
auch E. 3.2 hiervor) –, indem die diagnostischen Kriterien für ein CRPS als 
nicht erfüllt beurteilt wurden.

Was sodann die vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen 
Beschwerden anbelangt (Beschwerde S. 2, Stellungnahme vom 17. Juni 
2020 S. 3) ist festzuhalten, dass er sich nach anfänglicher Psychotherapie 
über längere Zeit nicht mehr psychiatrisch hat behandeln lassen (act. III 62, 
84/62). Am 15. August 2019 diagnostizierte das Spital R.________ eine 
leichte anhaltende reaktive Depression, die im Wesentlichen in der psycho-
sozialen Belastung gründe (act. III 103). Der letzte Bericht des Spitals 
R.________ datiert vom 28. Januar 2020 (act. I 7n) und somit mehr als 
zwei Monate nach dem angefochtenen Einspracheentscheid, weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 23

grundsätzlich ebenfalls nicht darauf abzustellen ist (vgl. vorhergehender 
Absatz). Abgesehen davon bestätigt dieser die bereits gestellten Diagno-
sen und erweitert diese offenkundig im Wesentlichen allein anhand der 
Angaben des Beschwerdeführers, jedoch nahm dieser auch in dieser Be-
handlung weiterhin keine Medikamente und es wurde überdies die vorlie-
gende psychische Beeinträchtigung einzig auf die anhaltende psychosozia-
le Belastungssituation zurückgeführt (unklare Lebenssituation, offenes Ver-
sicherungsverfahren, Arbeitsplatzverlust, Trennung von Ehefrau [vgl. auch 
act. II 162]). Hinzu kommt, dass die nachgereichte Einschätzung der Klinik 
S.________ vom 6. Januar 2020 (act. I 7d) diese Einschätzung bestätigt. 
Insofern fehlt es in dieser Hinsicht an einem wesentlichen Zusammenhang 
zum Unfallgeschehen. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung (E. 2.3 
in fine hiervor) muss jedoch die Frage, ob eine natürlich unfallkausale psy-
chische Störung vorliegt oder nicht, dann nicht abschliessend beurteilt wer-
den, wenn es – wie nachfolgend unter E. 4 dargelegt – ohnehin am 
adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis fehlt, weshalb 
sich hierzu Weiterungen erübrigen. Dies gilt ebenso für die in diesem Zu-
sammenhang geltend gemachten organisch nicht ausgewiesenen Nacken-, 
Schulter- und Rückenbeschwerden.

3.4.3 Betreffend das formulierte Zumutbarkeitsprofil hat Dr. med. 
Q.________ auch die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Nervenschädi-
gung berücksichtigt (Stellungnahmen vom 17. Juni 2020 S. 1 f. und vom 
21. Juni 2020 S. 1). Das Zumutbarkeitsprofil steht ausserdem in Einklang 
mit der Einschätzung des Spitals E.________ vom 25. April und 13. Juli 
2018 (act. II 231, 250 S. 3), wonach hinsichtlich der beruflichen Wiederein-
gliederung empfohlen wird, auf vibrierende Tätigkeiten und Tätigkeiten, die 
körperlich schwere und die gleichzeitige Belastung beider Hände voraus-
setzen, zu verzichten. Ebenso wenig steht dem Zumutbarkeitsprofil der 
Bericht der AMA vom 25. Juli 2018 (act. II 261) entgegen, wurden doch 
darin auch unfallfremde Beschwerden miteinbezogen. Zudem konnte die 
eruierte Leistungseinbusse in ihrem Ausmass medizinisch nicht vollständig 
erklärt werden. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt (Beschwerde S. 3), 
es leuchte nicht ein, weshalb eine … nur in reduziertem Umfang möglich 
sein solle, jedoch … Tätigkeiten vollschichtig, ist mit der Beschwerdegeg-
nerin festzuhalten, dass nach dem Wortlaut der Zumutbarkeitsbeurteilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 24

davon auszugehen ist, dass Dr. med. Q.________ ebenfalls eine voll-
schichtige Arbeitszeit gemeint hat und es sich hierbei um ein redaktionelles 
Versehen handelt. So hielt der Suva-Arzt ausdrücklich fest, dass bei Ein-
haltung der (von ihm) genannten Ausschlusskriterien eine zeitlich und leis-
tungsmässig uneingeschränkte Einsetzbarkeit gegeben sei (act. II 315 
S. 10).

3.5 Unter diesen Umständen erweist sich aus unfallversicherungsrecht-
licher Sicht der medizinische Sachverhalt als hinreichend abgeklärt, wes-
halb weitere Abklärungen – entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 1 [polydisziplinäre Begutachtung]) – nicht notwendig sind. 
Daher braucht auch das von der IVB für die Klärung allfälliger Leistungsan-
sprüche der finalen Invalidenversicherung geplante polydisziplinäre Gut-
achten (Stellungnahme der IVB vom 18. Februar 2020; vgl. auch Entscheid 
des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2020, IV/20/548) nicht abgewartet 
zu werden. 

4.

4.1 Gemäss der vom Beschwerdeführer unterzeichneten Unfallschilde-
rung vom 29. Juni 2016 (act. II 23) hat er am 25. Mai 2016 beim Rundbie-
gen eines Bleches die linke Hand in die Maschine gehalten (vgl. auch 
act. II 49 [Arbeitsplatzbeschreibung mit Aufnahmen]). Die Beschwerdegeg-
nerin ordnete diesen Unfall (höchstens) den mittleren Unfällen im engeren 
Sinne zu (act. II 370 S. 10 f. Ziff. 4.2.2 sowie Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. 11.6), was aufgrund des beschriebenen Geschehensablaufs sowie den 
sich dabei entwickelnden Kräften im Einklang mit der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung steht und daher nicht zu beanstanden ist (vgl. Entscheid 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 
18. Oktober 2006, U 19/06, E. 3, und Entscheid des BGer vom 4. Juni 
2009, 8C_77/2009, E. 4.1.2). Dies wird im Übrigen vom Beschwerdeführer 
auch nicht bestritten (vgl. act. II 348 S. 6). Es gilt somit, die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung für diesen Bereich entwickelten Kriterien 
(vgl. E. 2.4.2 hiervor) zu prüfen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 25

4.1.1 Dem Unfallereignis vom 25. Mai 2016 muss bei objektiver Betrach-
tung eine besondere Eindrücklichkeit abgesprochen werden, zumal jedem 
mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist 
(vgl. Entscheid des BGer vom 15. Januar 2016, 8C_568/2015, E. 3.5). Be-
sonders dramatische Begleitumstände sind ebenfalls nicht auszumachen. 
Das entsprechende Adäquanzkriterium ist nicht erfüllt, geschweige denn in 
besonders ausgeprägter Weise. Daran vermag der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer unmittelbar nachdem er die Hand in der Rundbiegema-
schine eingeklemmt hatte, die ersten Massnahmen bzw. die erste Versor-
gung am Arbeitsort selber vornehmen musste und später von der zuerst 
konsultierten Notfallärztin im Spital T.________ an das Spital E.________ 
weitergeleitet wurde (vgl. act. II 348 S. 4, Stellungnahme des Beschwerde-
führers vom 17. Juni 2020 und dessen Schlussbemerkungen vom 21. Au-
gust 2020 jeweils S. 3), nichts zu ändern. 

4.1.2 Die erlittene Quetschverletzung an der linken Hand im Sinne einer 
devaskularisierenden subtotalen Avulsionsverletzung am Finger IV und V 
auf Höhe der Mittelphalanx sowie einer schweren Weichteilavulsion am 
Mittelfinger (act. II 13, 15 S. 2; vgl. E. 3.2.1 hiervor) stellt – selbst vor dem 
Hintergrund, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen … handelt 
(act. II 348 S. 4 f.) – keine somatische Verletzung von besonderer Schwere 
bzw. Art dar, die erfahrungsgemäss geeignet wäre, psychische Fehlent-
wicklungen auszulösen (vgl. Entscheid des EVG [heute BGer] vom 22. April 
2002, U 82/00, E. 3.2.2). Im Übrigen kann dieses Kriterium nicht schon 
deshalb bejaht werden, weil für die unfallbedingt verbliebenen Residuen 
eine Integritätsentschädigung zugesprochen wurde (vgl. etwa Entscheide 
des BGer vom 10. Juni 2016, 8C_174/2016, lit. A bzw. E. 4.1, sowie vom 5. 
Juni 2014, 8C_137/2014, lit. A bzw. E. 7.2).

4.1.3 Eine ungewöhnlich lange ärztliche Behandlung fand nicht statt. 
Nach der notfallmässigen Operation am 25. Mai 2016 mit stationärer Hospi-
talisation bis 1. Juni 2016 erfolgte der letzte operative Eingriff am 30. De-
zember 2016 (vgl. E. 3.2.1 hiervor) und damit rund sieben Monate nach 
dem Unfallereignis. Weitere auf die strukturellen Unfallfolgen an der linken 
Hand gerichtete invasive Behandlungen erfolgten keine mehr. Vielmehr 
fanden danach im Wesentlichen noch ärztliche Verlaufskontrollen bzw. der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 26

Abklärung des Gesundheitszustands dienende Untersuchungen statt, wel-
chen nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Heilmethodik 
zukommt (vgl. Entscheid des BGer vom 1. April 2015, 8C_791/2014, 
E. 4.2.4). Auch die in Anspruch genommene Ergo- und Physiotherapie gilt 
nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche 
Behandlung im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Entscheid des BGer vom 
5. Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3 mit Hinweisen). Ausserdem dienten etli-
che der vorgenommenen Behandlungen ausschliesslich der Abklärung der 
organisch nicht fassbaren Beschwerdesymptomatik. Entgegen der Ansicht 
des Beschwerdeführers (vgl. Schlussbemerkungen vom 21. August 2020 
S. 3) kann damit nicht von einer ungewöhnlich langen Behandlungsdauer 
gesprochen werden.

4.1.4 Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach ausgeprägte bzw. 
eindeutige körperliche Dauerschmerzen vorlägen (act. II 348 S. 5 lit. b; 
Stellungnahme vom 21. August 2020 S. 3 Ziff. 2), findet in den Akten kei-
nen Rückhalt. So hielten die behandelnden Ärzte des Spitals E.________ 
in den Verlaufsberichten vom 26. September 2017 (act. II 180) und 23. Ja-
nuar 2018 (act. II 217) ausdrücklich fest, dass keine Schmerzen vorhanden 
seien. Ebenso wenig beschrieben sie im Bericht vom 13. Juli 2018 
(act. II 250) Dauerbeschwerden im Bereich der strukturellen Unfallverlet-
zungen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Untersu-
chung im Spital G.________ vom 12. Juli 2018 einzig von Schmerzen bei 
Belastung berichtete (act. II 251). Der Beschwerdeführer räumte gegenüber 
dem Suva-Arzt Dr. med. Q.________ am 21. März 2019 zudem ein, keine 
Schmerzmittel zu nehmen (act. II 315 S. 6). Gemäss Bericht des Spitals 
F.________ vom 3. Juli 2019 (act. II 346) erfolgt keine Medikation. Unter 
diesen Umständen kann das zur Diskussion stehende Kriterium nicht be-
jaht werden. Die weiteren vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen, 
insbesondere die Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden sind in die-
sem Zusammenhang nicht zu berücksichtigen. Es besteht nach Lage der 
medizinischen Akten kein gegebenenfalls auf das versicherte Ereignis 
zurückzuführendes organisches Korrelat für diese Symptomatik (vgl. 
act. II 139 S. 2, 307 S. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 27

4.1.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, ist nicht aktenkundig und wurde auch nicht substantiiert 
geltend gemacht. Ein schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Kompli-
kationen ist ebenso wenig ausgewiesen. Es kam zwar im Anschluss an die 
notfallmässige Operation am Unfalltag unbestrittenermassen zu einer Ne-
krose und einem Infekt (vgl. act. II 24, 45, 89, 91), dennoch waren nach 
rund sieben Monaten keine weiteren Eingriffe mehr erforderlich. Aus der 
blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden 
darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen geschlossen werden. Das Nichterreichen von Beschwerde-
freiheit bzw. das Fortbestehen organisch nicht nachweisbarer Beschwer-
den vermag dieses Kriterien nicht zu erfüllen (Entscheid des BGer vom 
10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 10.3).

4.1.6 Selbst wenn schliesslich das weiter geltend gemachte Kriterium des 
Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gegeben 
wäre, träfe dies jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise zu. Die-
ses Kriterium bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im ange-
stammten Beruf (Entscheid des EVG [heute BGer] vom 6. Februar 2007 U 
479/05, E. 8.6.1). Nach Einschätzung der Behandler des Spitals 
E.________ stand bereits am 16. März 2017 bzw. am 21. September 2017 
dem funktionellen Einsatz der linken Hand nichts mehr im Wege (act. II 126 
S. 3, 180 S. 3) und auch anlässlich der AMA im Mai 2018 wurde der Be-
schwerdeführer für die Bestreitung eines 100 %-Pensum als fähig erachtet 
(act. II 261 S. 1). Gemäss der hier massgebenden Zumutbarkeitsbeurtei-
lung von Dr. med. Q.________ ist nun zwar eine Fortsetzung der Tätigkeit 
als ... nicht mehr denkbar, doch besteht in einer angepassten Tätigkeit eine 
uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (act. II 315 S. 10; vgl. 
E. 3.4 hiervor).

4.2 Nach dem Gesagten ist vorliegend – wenn überhaupt – höchstens 
ein Kriterium (Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) 
erfüllt, jedoch nicht in ausgeprägter Weise. Folglich ist die adäquate Unfall-
kausalität der geltend gemachten psychischen Beschwerden (Schmerz-
syndrom, depressive Episode) bzw. der organisch nicht ausgewiesenen 
Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden hinsichtlich des Unfalls vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 28

25. Mai 2016 in diesem Zusammenhang (vgl. E. 3.4.2 hiervor) zu vernei-
nen. Für diese Beschwerden besteht keine Leistungspflicht seitens der 
Beschwerdegegnerin. Einzig die strukturellen Verletzungen im Bereich der 
linken Hand gelten als natürliche und adäquate Unfallfolge. Demnach sind 
allein die unfallkausalen Residuen aus der Handverletzungen relevant, 
womit in einem weiteren Schritt gestützt auf das von Dr. med. Q.________ 
überzeugend begründete (somatische) Zumutbarkeitsprofil, wonach in ei-
ner angepassten Tätigkeit eine vollschichtige Arbeits- und Leistungsfähig-
keit besteht, die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen sind.

5.

5.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

5.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2.1 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 29

Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 
5.1.3). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 
3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizini-
schen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen 
(BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

5.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt demnach unter 
Berücksichtigung des Fallabschlusses per 31. Mai 2019 (Einstellung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 30

vorübergehenden Leistungen; act. II 316) auf den 1. Juni 2019. Auf diesen 
Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich vorzunehmen. 

5.4

5.4.1 Der Beschwerdeführer hat eine Anlehre als … abgeschlossen 
(act. II 247 S. 7) und er arbeitete seit Mai 2013 in einem 100%-Pensum als 
Metallbauer bei der U.________ AG (act. II 2). Diese Anstellung wurde aus 
unfallbedingten Gründen per 30. November 2017 gekündigt (act. II 196 
S. 3). Es ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-
hen, dass er im hypothetischen Gesundheitsfall immer noch für die 
U.________ AG tätig wäre. Folglich stützte sich die Beschwerdegegnerin 
bei der Berechnung des Valideneinkommens zu Recht auf die Angaben der 
letzten Arbeitgeberin (act. II 370 Ziff. 6.3.1), wonach (ohne Unfall) im Jahr 
2017 der Monatslohn weiterhin Fr. 5'000.-- betragen hätte und die Provision 
auf Fr. 200.-- pro Monat angestiegen wäre (act. II 165) und für das Jahr 
2019 die Lohnerhöhung Fr. 50.-- pro Monat ausgemacht hätte 
(act. II 333 f.). Daraus ermittelte die Beschwerdegegnerin ein nicht zu be-
anstandendes Jahreseinkommen von Fr. 68'250.-- (Fr. 5'250.-- x 13 Mt.). 
Soweit der Beschwerdeführer verweisend auf 
E-Mails seines ehemaligen Vorgesetzten vom 30. Juli 2019 (act. II 356) 
bzw. von der ehemaligen Arbeitgeberin vom 7. August 2019 (act. II 357) 
eine berufliche Weiterentwicklung, mithin ein höheres Valideneinkommen 
geltend macht (Stellungnahmen vom 17. Juni 2010 S. 3 und vom 3. Sep-
tember 2020), kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin 
im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend festgehalten hat, wurde 
erst anlässlich der Besprechung vom 16. Dezember 2016 bei der ehemali-
gen Arbeitgeberin im Hinblick auf die berufliche Wiedereingliederung nach 
dem Unfall eine Ausbildung zum … in Betracht gezogen (act. II 77). Vor 
diesem Hintergrund vermögen die in den besagten E-Mails auf Veranlas-
sung der Rechtsvertreterin nachträglich bestätigten Ausbildungsabsichten 
(vor Unfall) nicht zu überzeugen. Des Weiteren sind konkrete Schritte im 
Hinblick auf die entsprechende Ausbildung vor dem Unfall nicht ausgewie-
sen. Eine berufliche Weiterentwicklung zum … und damit ein höheres Vali-
deneinkommen ist daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzu-
nehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 31

5.4.2 Der Beschwerdeführer hat keine ihm an sich zumutbare neue Er-
werbstätigkeit aufgenommen bzw. schöpft die medizinisch-theoretisch un-
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht aus, 
weshalb das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE 
zu bestimmen ist (vgl. E. 5.2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin stellte im 
Einspracheentscheid vom 11. November 2019 (act. II 370) zu Recht auf die 
zu diesem Zeitpunkt aktuellste Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2016 
ab (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; Entscheid des BGer vom 27. No-
vember 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1), monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) 
nach Wirtschaftszweigen, Total, Kompetenzniveau 1 ("einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art"), Männer. Der massgebliche monatli-
che Bruttolohn für Männer beträgt damit Fr. 5'340.--. An die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit angepasst und auf das massgebliche Jahr 2019 inde-
xiert, resultiert daraus ein Invalideneinkommen von Fr. 67'998.70 
(Fr. 5'340.-- x 12 Mt. / 40 h x 41.7 h [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit, 
2019, Total] / 100.6 x 102.4 [BFS, Nominallohnindex, Männer, Tabelle 
T1.1.15, 2016: 100.6/2019: 102.4]). Der von der Beschwerdegegnerin zu-
gestandene Abzug von 5 % (act. II 370 S. 18 Ziff. 6.3.4) trägt allen ein-
kommensbeeinflussenden Aspekten genügend Rechnung. Immerhin ist 
darauf hinzuweisen, dass, auch wenn dem Beschwerdeführer nur noch 
leichte Tätigkeiten zumutbar sind, dies grundsätzlich kein Grund für einen 
leidensbedingten Abzug darstellt, zumal der Tabellenlohn im hier zugrunde 
gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel-
schweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Entscheide des BGer vom 22. Dezem-
ber 2020, 8C_725/2020, E. 4.4.2, vom 24. Januar 2020, 8C_586/2019, E. 
5.3.1, vom 8. Oktober 2019, 9C_447/2019, E. 4.3.2). Ein anderweitiger 
persönlicher oder beruflicher Umstand, der einen höheren Abzug rechtfer-
tigte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. Es besteht 
kein Anlass, in das Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Damit resultiert 
ein Invalideneinkommen von Fr. 64'598.75 (Fr. 67'998.70 x 0.95) im Jahr.

5.5 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invaliditäts-
grad von 5 % ([Fr. 68'250.--./. Fr. 64'598.75] / Fr. 68'250.-- x 100). Bezüg-
lich des Rentenanspruchs ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 32

11. November 2019 (act. II 370) somit nicht zu beanstanden. Zu prüfen 
bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

6.

6.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

6.1.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 
Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwick-
lung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabella-
rischer Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www.suva.ch>) erarbeitet. 
Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen 
die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

6.1.2 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-

http://www.suva.ch/

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 33

schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35).

6.2 In seiner Beurteilung vom 27. März 2019 (act. II 315) schätzte 
Dr. med. Q.________ den Integritätsschaden bezüglich der linken Hand 
anhand der Suva-Tabelle 3 (Integritätsschaden bei einfachen oder kombi-
nierten Finger-, Hand- und Armverlusten) auf 10 %. Ein weiterer medizini-
scher Abklärungsbedarf besteht – wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.5 hiervor) 
– nicht. Der Suva-Arzt begründete den Integritätsschaden damit, dass – 
obwohl kein sichtbarer Verlust der Extremität vorliege – die Funktionalität 
der linken Hand (auch unter Berücksichtigung der neuropathischen Sym-
ptomatik, die als Folge der Transplantatentnahmestelle am ulnaren 
Handrücken ausgelöst worden sei, und der Beschwerden im Bereiche des 
gesamten linken Armes bis zur Schulter, welche durch die Muskel-
Dysbalance ausgelöst würden) am ehesten der Abbildung 41 der Suva-
Tabelle 3, bei der die Amputation der Dig. IV-V bis zum PIP berücksichtigt 
würden, entspreche (act. II 315 S. 10). Diese Beurteilung ist schlüssig und 
überzeugt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat er auch 
explizit der neuropathischen Problematik Rechnung getragen (act. II 347 
S. 5 f. lit. d) und es kann, gestützt auf das massgebliche Zumutbarkeitspro-
fil, auch nicht von einer faktischen Unbrauchbarkeit des linken Armes (Stel-
lungnahme vom 21. August 2020) ausgegangen werden. In den Akten fin-
den sich keine ärztlichen Berichte, welche aufgrund der verbleibenden un-
fallbedingten strukturellen Verletzungen im Bereich der linken Hand eine 
höhere Entschädigung postulieren. Auch der Beschwerdeführer vermag 
sich nicht auf entsprechende ärztliche Stellungnahmen zu berufen. Die 
nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Mai 
2016 stehenden Beschwerden (vgl. E. 4.2 hiervor) haben auch bei der Be-
stimmung der Höhe der Integritätsentschädigung unberücksichtigt zu blei-
ben.

Weil der Einspracheentscheid vom 11. November 2019 (act. II 370) auch in 
dieser Hinsicht nicht zu beanstanden ist, erweist sich die dagegen erhobe-
ne Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 34

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG (in 
der bis Ende 2020 gültigen Fassung; vgl. Art. 83 ATSG) sind keine Verfah-
renskosten zu erheben.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

7.3 Aufgrund der mit prozessleitender Verfügung vom 9. April 2020 ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwäl-
tin Dr. iur. B.________ als amtliche Anwältin bleibt deren amtliches Hono-
rar festzulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit am 24. August 2020 eingegangener Kostennote macht Rechtsanwältin 
Dr. iur. B.________ einen Zeitaufwand von 17.2 Stunden bzw. ein Honorar 
von Fr. 4'300.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 207.80 sowie Mehrwertsteuer 
(MWST) von 7.7 % im Betrag von Fr. 347.10, total Fr. 4'854.90, geltend. 
Dies ist nicht zu beanstanden. Folglich wird der tarifmässige Parteikosten-
ersatz für dieses Verfahren auf Fr. 4'854.90 festgesetzt. Davon ist Rechts-
anwältin Dr. iur. B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus 
der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 3'440.-- (17.2 h x Fr. 200.-
-) zuzüglich Auslagen von Fr. 207.80 und Mehrwertsteuer von 7.7 % im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 35

Betrag von Fr. 280.90, total somit eine Entschädigung von Fr. 3'928.70, 
auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerde-
führers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den 
Voraussetzungen von Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272; vgl. Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4'854.90 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'928.70 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2021, UV/19/940, Seite 36

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwältin lic. iur. D.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.