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**Case Identifier:** 56806b0a-987d-5849-b68b-12ac6b93b54f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 13.08.2025 VBE.2024.473
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-473_2025-08-13.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

VBE.2024.473 / lf / bs 
Art. 89 

 

Urteil vom 13. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Vizepräsident 

Oberrichter Roth 

Oberrichterin Hausherr 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde 

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Dominique Chopard, Rechtsanwalt, 

Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich 

 

 
   

Beschwerde 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 19. August 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 2003 geborene Beschwerdeführer war aufgrund seiner Anstellung ob-

ligatorisch bei der Beschwerdegegnerin gegen die Folgen von Unfällen ver-

sichert, als seine linke Hand am 17. Januar 2019 in eine Fräse gezogen 

wurde und er sich dabei eine komplexe Hand- und Unterarmverletzung 

links mit multiplen Schnittverletzungen zuzog. Die Beschwerdegegnerin 

anerkannte ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem fraglichen Er-

eignis und richtete die entsprechenden Versicherungsleistungen in Form 

von Taggeld und der Übernahme der Kosten der Heilbehandlung aus. In 

der Folge traf sie berufliche und medizinische Abklärungen, in deren 

Rahmen sie den Beschwerdeführer unter anderem kreisärztlich unter-

suchen liess. Mit Mitteilung vom 13. Juli 2020 schloss die Beschwer-

degegnerin den Fall ab, stellte die Heilkostenleistungen ein und gewährte 

dem Beschwerdeführer entgegenkommenderweise die Übernahme der 

Taggeldleistungen über den Fallabschluss hinaus bis zum Beginn der 

Auszahlung der IV-Taggelder ab voraussichtlich September 2021. Nach 

erfolgreichem Abschluss der durch die IV-Stelle finanzierten erstmaligen 

beruflichen Eingliederung als Kaufmann EFZ verneinte die Beschwer-

degegnerin mit Verfügung vom 22. September 2023 einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsent-

schädigung. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Beschwerdegeg-

nerin mit Einspracheentscheid vom 19. August 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2024 erhob der Be-

schwerdeführer mit Eingabe vom 20. September 2024 fristgerecht Be-

schwerde und stellte folgendes Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei der Einspracheentscheid vom 19. August 2024 aufzuheben. 
 
2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Ver-

sicherungsleistungen (Invalidenrente / Integritätsentschädigung) aus-
zurichten; 

 
unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Replik vom 6. Januar 2025 und Duplik vom 3. Februar 2025 hielten die 

Parteien an den gestellten Anträgen fest.  

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädi-

gung mit Einspracheentscheid vom 19. August 2024 (Vernehmlassungs-

beilage [VB] 182) zu Recht verneint hat. 

 

2. 

Gemäss Art. 19 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fort-

setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-

sundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und all-

fällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge-

schlossen sind (Abs. 1 erster Satz). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf 

eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). 

 

3. 

3.1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 19. August 2024 (VB 182) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Beurteilung ihres Versicherungsmediziners med. pract. B._____, Facharzt 

für Chirurgie, vom 17. Juni 2020 betreffend die ärztliche Untersuchung vom 

16. Juni 2020. Darin stellte med. pract. B._____ die Diagnose eines Chro-

nischen Schmerzsyndroms (VB 126 S. 4). Er führte zudem aus, der Be-

schwerdeführer habe über mässige Ruhebeschwerden betreffend die ge-

samte linke Hand mit Ausstrahlung bis zum linken Ellenbogen sowie über 

eine erhebliche Beschwerdezunahme unter Belastung berichtet. Er klage 

auch über witterungsabhängige Beschwerden. Aktuell führe er keine Phy-

siotherapie oder Ergotherapie mehr durch und nutze auch keine orthopä-

dischen Hilfsmittel. Er nehme regelmässige Analgetika und nicht-steroidale 

Antirheumatika. Er fühle sich in seinen Activities of Daily Living noch mäs-

sig eingeschränkt. Klinisch zeige sich bei der heutigen Untersuchung eine 

minimal eingeschränkte Beweglichkeit des linken Handgelenks sowie ein 

minimales Streckdefizit des PIP-Gelenkes des dritten Fingers links. An-

sonsten würden keine anderen Bewegungseinschränkungen an allen 

Fingern links sowie auch keine Bewegungseinschränkungen des linken Ell-

bogengelenkes bestehen. Klinisch würden keine Hinweise für einen Infekt 

oder ein CRPS bestehen. Von chirurgischer Seite handle es sich um einen 

medizinisch stabilen Zustand. Es seien keine weiteren klinischen Kontrol-

len beim Handchirurgen sowie in der Schmerzsprechstunde vorgesehen. 

Aus versicherungsmedizinischer / unfallchirurgischer Sicht sei dem Be-

schwerdeführer aktuell und auch in Zukunft die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

als Polymechaniker nicht mehr zumutbar. Aktuell und künftig sollte in einer 

angepassten, sehr leichten bis leichten Tätigkeit (nur bezüglich der linken 

oberen Extremität) aber unter folgenden Voraussetzungen eine ganztätige 

 - 4 - 

 

 

Arbeitsfähigkeit gegeben sein: Keine Tätigkeiten, welche ein kraftvolles Zu-

packen mit der linken Hand erfordern würden; keine Schläge und / oder 

Vibrationen für die linke obere Extremität; keine Tätigkeiten, bei denen der 

Beschwerdeführer die gute Greiffunktion der linken Hand ausführen müsse; 

aus Sicherheitsgründen auch keine Gerüstarbeiten; keine repetitiven und 

höchstens sehr leichte Drehbewegungen mit dem linken Unterarm und dem 

linken Handgelenk; keine Arbeiten unter schlechten Wetterverhältnissen 

wie Kälte und Nässe. Die genannten Einschränkungen würden sich alle-

samt auf die linke obere Extremität beschränken. Des Weiteren würden 

keine anderen Einschränkungen bestehen, insbesondere nicht zeitlicher 

Natur (VB 126 S. 5). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-

achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-

forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 S. 469 f. und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Beschwerdegegne-

rin stütze sich auf nicht aktualisierte medizinische Akten. Die kreisärztliche 

Untersuchung sei vor mehr als vier Jahren erfolgt. Eine Zumutbarkeitsbe-

urteilung im Hinblick auf die umgeschulte Tätigkeit "Kaufmann EFZ" sei bis 

heute nicht vorgenommen worden (vgl. Beschwerde S. 5, 8; Replik S. 3). 

Diese Tätigkeit sei naturgemäss mit häufiger Tastaturarbeit verbunden, 

was als repetitive Tätigkeit zu qualifizieren sei, die gemäss Zumutbarkeits-

beurteilung vom 16. Juni 2020 ausgeschlossen sei. Anlässlich der Befra-

gung vom 30. Januar 2024 habe der Beschwerdeführer erklärt, die linke 

 - 5 - 

 

 

Hand werde durch Tastaturschreiben belastet, er habe jeden Abend ein 

Taubheitsgefühl in der Hand bis zum Ellbogen. Die von der Beschwerde-

gegnerin getroffene Annahme, die umgeschulte Tätigkeit als Kaufmann 

EFZ und insbesondere das damit verbundene Tastaturschreiben seien un-

eingeschränkt zumutbar, sei daher nicht erstellt (vgl. Beschwerde S. 6). 

 

4.2. 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die kreisärztliche Beurteilung vom 

17. Juni 2020 betreffend die ärztliche Untersuchung vom 16. Juni 2020 sei 

mehr als vier Jahre alt und damit nicht mehr aktuell (vgl. Beschwerde S. 5), 

ist darauf hinzuweisen, dass sich keine allgemeingültigen Regeln zur Be-

antwortung der Frage, wann eine Expertise veraltet ist, formulieren lassen 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_643/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.2). Die 

alleinige Tatsache, dass eine medizinische Beurteilung bereits einige Jahre 

alt ist, vermag deren Beweiswert damit nicht per se zu tangieren. Massge-

bend ist vielmehr die materielle Frage, ob Gewähr dafür besteht, dass sich 

die Ausgangslage seit der Erstellung nicht gewandelt hat (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_359/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 5.3 mit Hinwei-

sen). Vorliegend fehlen jegliche (fach-)ärztlichen Hinweise, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der kreisärztlichen Unter-

suchung vom 16. Juni 2020 in unfallversicherungsrechtlich relevanter 

Weise verändert hätte. 

 

Soweit sich der Beschwerdeführer des Weiteren auf seine Schmerz- bezie-

hungsweise Beschwerdeangaben stützt, ist festzuhalten, dass die subjek-

tiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung einer 

Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen. Vielmehr muss im Rahmen der so-

zialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig fest-

stellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen die Schmerz-

angaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung zu-

gänglich sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_152/2024 vom 15. Januar 

2025 E. 5.2.3 mit Hinweis auf BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Das subjektive 

Empfinden der versicherten Person, insbesondere wenn es sich nicht mit 

der Auffassung der medizinischen Fachleute deckt, kann für sich allein 

nicht massgebend sein. Es ist aber eine wichtige Aufgabe des ärztlichen 

Sachverständigen, sich mit den geklagten subjektiven Beschwerden des 

Exploranden auseinanderzusetzen (vgl. MEYER/REICHMUTH, Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-

setz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N. 236 zu 

Art. 28a IVG mit Hinweis). Diesen Vorgaben kam der Versicherungsmedi-

ziner med. pract. B._____ in seinem Bericht vom 17. Juni 2020 umfassend 

nach (vgl. VB 126 S. 5). Bereits anlässlich der versicherungsmedizinischen 

Untersuchung durch med. pract. B._____ vom 16. Juni 2020 hatte der Be-

schwerdeführer nämlich über elektrisierende, mässige Ruheschmerzen der 

linken Hand mit Ausstrahlung bis zum Ellbogen (VAS 5/10), unter Belas-

 - 6 - 

 

 

tung über eine deutliche Beschwerdezunahme (VAS 10/10) und stark wit-

terungsabhängige Beschwerden geklagt. Zudem berichtete der Beschwer-

deführer bereits damals über eine tägliche Schmerzmitteleinnahme 

(Dafalgan zwei bis drei Mal pro Tag, Tramal zwei morgens und abends, 

Brufen bei Bedarf ca. fünf Mal pro Woche; VB 126 S. 3). Ausweislich der 

Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers anlässlich des Telefonats 

vom 21. August 2023 (VB 145) und der Besprechung vom 7. März 2024 

(VB 175 S. 1) ist damit ebenfalls nicht von einer unfallversicherungsrecht-

lich relevanten Verschlechterung auszugehen. 

 

Die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers durch med. pract. B._____ vom 17. Juni 2020 (vgl. E. 3.1. 

hiervor) beruht auf verschiedenen persönlichen Untersuchungen, unter 

anderem der von ihm selbst vorgenommenen Untersuchung vom 16. Juni 

2020 (VB 126), und wurde unter Berücksichtigung der Vorakten sowie unter 

eingehender Auseinandersetzung mit der Schmerzsymptomatik des 

Beschwerdeführers abgegeben. Eine der Beurteilung von 

med. pract. B._____ widersprechende, (fach-)ärztliche Einschätzung findet 

sich in den Akten zudem nicht. Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung 

des Sachverhalts durch den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vgl. 

Beschwerde S. 6) ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass diese bereits 

deshalb unbehelflich ist, weil er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt 

ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 

E. 4.1.2). 

 

4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch nur 

geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der Beurteilung 

von med. pract. B._____ (vgl. E. 3.1. hiervor) erwecken könnten (vgl. 

E. 3.2.2. hiervor). Die besagte Beurteilung erfüllt demnach die Anforde-

rungen der Rechtsprechung an beweiskräftige medizinische Stellungnah-

men (vgl. E. 3.2.1. hiervor).  

 

4.4. 

Der Beschwerdeführer bringt jedoch des Weiteren vor, dass die die umge-

schulte Tätigkeit als Kaufmann EFZ nicht dem von med. pract. B._____ 

formulierten Belastbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1. hiervor) entspreche (vgl. Be-

schwerde S. 6).  

 

Mit Mitteilung vom 16. März 2020 erteilte die IV-Stelle dem Beschwerde-

führer Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Eingliederung vom 

10. Februar 2020 bis am 31. Juli 2023 zum Kaufmann EFZ (VB 117). Nach-

dem der Beschwerdeführer im Rahmen der Umschulung vom 28. Juni 2021 

bis am 28. Februar 2022 ein Praktikum beim Gesundheitszentrum C._____ 

(VB 136) absolviert hatte, schloss er die Ausbildung zum Kaufmann EFZ 

 - 7 - 

 

 

im Juni 2023 erfolgreich ab (VB 145; Beschwerdebeilage [BB] 4). An-

schliessend erhielt er vom 1. August 2023 bis zum 31. Januar 2024 eine 

befristete Anstellung in einem 100 %-Pensum beim Gesundheitszentrum 

C._____ als Sachbearbeiter auf der Abteilung Personal (VB 145; 146 

S. 2 f.). Auf Wunsch des Beschwerdeführers wurde dieses 

Arbeitsverhältnis per 21. Dezember 2023 gekündigt und er trat am 

1. Januar 2024 eine neue Anstellung bei der D._____ AG als 

Sachbearbeiter Payroll in einem 100% Pensum an (VB 175 S. 1; 176). Der 

Beschwerdeführer konnte damit die von der IV-Stelle finanzierte 

Umschulung zum Kaufmann EFZ, welche ein 8-monatiges kaufmännisches 

Praktikum beinhaltete, erfolgreich abschliessen und anschliessend jeweils 

kaufmännische Tätigkeiten in einem 100 %-Pensum beim 

Gesundheitszentrum C._____ und der D._____ AG ausführen. Ausweislich 

der Akten bestehen zudem keine (fach-)ärztlichen Hinweise, inwiefern oder 

dass eine kaufmännische Tätigkeit dem Beschwerdeführer aufgrund der 

aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht relevanten 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht zumutbar sein sollte. Entgegen dem 

Beschwerdeführer (vgl. Beschwerde S. 6) schloss med. pract. B._____ 

sodann nicht allgemein repetitive Tätigkeiten aus, sondern lediglich 

repetitive Drehbewegungen mit dem linken Unterarm und dem linken 

Handgelenk (VB 126 S. 5).  

 

Der medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als 

vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen (vgl. Beschwerde 

S. 6, 8) in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist, da von diesen 

keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 

mit Hinweisen). Gestützt auf die Beurteilung von med. pract. B._____ vom 

17. Juni 2020 (vgl. E. 3.1. hiervor) ist damit von einer vollständigen Arbeits-

fähigkeit in angepassten Tätigkeiten – zu denen auch kaufmännische Tä-

tigkeiten zu zählen sind – auszugehen. 

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, für die Bemessung des 

Valideneinkommens sei nicht die LSE Tabelle T17, sondern wie üblich die 

LSE Tabelle TA1 heranzuziehen. Die Beschwerdegegnerin begründe näm-

lich nicht, wieso sie auf die Tabelle T17 und dabei nicht einmal auf den 

Totalwert der Position 72, sondern auf die Lebensalterlohnzahlen abstelle 

(vgl. Beschwerde S. 7; Replik S. 2). Bei der Berechnung des Invalidenein-

kommens habe die Beschwerdegegnerin zudem zu Unrecht auf das vom 

Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2024 erzielte Einkommen abgestellt. 

Diesbezüglich sei von keinem besonders stabilen Arbeitsverhältnis auszu-

gehen, da der Beschwerdeführer die betreffende Arbeitsstelle erst per An-

fang 2024 angetreten habe (vgl. Beschwerde S. 7; Replik S. 3). Des Wei-

teren dürfe das in einer unzumutbaren, nicht leidensangepassten Tätigkeit 

 - 8 - 

 

 

tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht als Bezugsgrösse für den Ein-

kommensvergleich herangezogen werden. Demnach sei nicht der zurzeit 

vom Beschwerdeführer erzielte Lohn massgebend, sondern der ent-

sprechende LSE-Tabellenlohn. Angesicht der Beschwerden und der auch 

bezüglich sehr leichten Tätigkeiten bestehenden Einschränkungen und der 

Niederlassungsbewilligung sei dabei ein Abzug vom Tabellenlohn von min-

destens 20 % angezeigt (vgl. Beschwerde S. 8; Replik S. 3 f.). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Beginns eines 

allfälligen Rentenanspruchs nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, 

was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; 

128 V 174; Urteil des Bundesgerichts 8C_526/2021 vom 10. November 

2021 E. 2.2). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-

heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfah-

rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59; vgl. auch BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300 f.; 

134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_505/2021 vom 

30. Mai 2022 E. 3.2). 

 

Erst wenn sich das Valideneinkommen aufgrund der tatsächlichen Verhält-

nisse nicht hinreichend genau beziffern lässt, darf auf statistische Werte 

wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstruk-

turerhebungen (LSE) zurückgegriffen werden. Auf die Tabellenlöhne der 

LSE darf jedoch stets nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung 

im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Fak-

toren abgestellt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_575/2024 vom 

2. Juni 2025 E. 3.2 mit Hinweisen). 

 

Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensver-

gleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) aus-

zugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Pri-

vater Sektor, abgestellt wird. Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht absolut, 

sondern kennt Ausnahmen. Es kann sich rechtsprechungsgemäss durch-

aus rechtfertigen, auf die Tabelle TA7 respektive T17 (ab 2012) abzustel-

len, wenn dies eine genauere Festsetzung des Einkommens erlaubt und 

wenn der versicherten Person der öffentliche Sektor auch offensteht (vgl. 

statt vieler: BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181 f.; 8C_272/2024 vom 4. März 

2025 E. 5 je mit Hinweisen). 

 

 - 9 - 

 

 

5.2.2. 

Der Unfall vom 17. Januar 2019 ereignete sich als sich der Beschwerde-

führer im ersten Lehrjahr zum Polymechaniker befunden hatte. Ausweislich 

der Angaben des ehemaligen Lehrbetriebs des Beschwerdeführers könn-

ten sie nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilten, ob sie ihm 

nach Abschluss der Lehre eine Festanstellung bei ihnen angeboten hätten 

(VB 179 S. 1). Da sich das Valideneinkommen damit aufgrund der tatsäch-

lichen Verhältnisse nicht hinreichend genau beziffern lässt, ist für dessen 

Berechnung unbestrittenermassen auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen. 

Da ebenfalls unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer im Gesundheits-

fall als Polymechaniker arbeiten würde und jegliche gegenteiligen Hinweise 

fehlen, erscheint es angemessen und rechtens, für die Berechnung des 

Valideneinkommens auf die Tabelle T17, Ziff. 72 "Metallarbeiter/innen, Me-

chaniker/innen, Polymechaniker/innen, Produktionsmechaniker/innen und 

verwandte Berufe" abzustellen, da sich auf diese Weise das Einkommen 

genauer festsetzen lässt als mit der üblichen Tabelle TA1 (vgl. E. 5.2.1. 

hiervor). Entgegen dem Beschwerdeführer (vgl. Beschwerde S. 7) erweist 

es sich sodann auch als korrekt, dass die Beschwerdegegnerin nicht auf 

den Totalwert der Ziffer 72 abgestellt hat, sondern auf jenen der für den 

2003 geborenen Beschwerdeführer einschlägigen Altersklasse (<= 

29 Jahre; vgl. VB 182 S. 5 f.). Denn die Tabelle T17 differenziert Berufs-

gruppen nach Geschlecht und insbesondere nach Lebensalter. Insofern er-

laubt das Abstellen auf die Werte der einschlägigen Alterskategorie vorlie-

gend ebenfalls eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens (vgl. 

dazu E. 5.2.1. hiervor). Gemäss Bundesgericht stellt die Rechtsprechung 

in aller Regel auf diese zusätzlichen Angaben ab, da diese (im Vergleich 

zur Vorgängertabelle TA7) weitere Differenzierungen erlauben und so ge-

sehen die Annahme nahe legen, es würden sachgerechtere Ergebnisse im 

Einzelfall vermittelt (Urteile des Bundesgerichts 8C_715/2020 vom 21. Ja-

nuar 2022 E. 3.4.2.1; 8C_11/2021 vom 16. April 2021 E. 6.3.4). 

 

Gestützt auf den massgebenden LSE-Tabellenlohn (Fr. 5'300.00; 

LSE 2022, Tabelle T17, Ziff. 72 "Metallarbeiter/innen, Mechaniker/innen, 

Polymechaniker/innen, Produktionsmechaniker/innen und verwandte Be-

rufe", für bis und mit 29-Jährige, Männer) ergibt sich unter Berücksichtigung 

der statistischen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit für das Jahr 

2023 (vgl. BfS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-

schaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, 1990–2023, Ziff. 28 "Maschi-

nenbau", 2023 = 41.0) und der Nominallohnentwicklung bis 2023 (vgl. BfS, 

T 1.10, Nominallohnindex 2011-2023, Ziff. 28-30 "Maschinenbau, Fahr-

zeugbau", 2022 = 108.6, 2023 = 111.4) ein Valideneinkommen in der Höhe 

Fr. 66'870.75 (Fr. 5'300.00 x 12 x 41.0/40 x 
111.4/108.6). 

 

 - 10 - 

 

 

5.3. 

5.3.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Recht-

sprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Inva-

lidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Ar-

beitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr ver-

bleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und er-

scheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 

und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 

als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-

werbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die 

LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296 f. 

mit Hinweis unter anderem auf BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_315/2020 vom 24. September 2020 E. 3.2; 

8C_545/2020 vom 4. November 2020 E. 5.1). 

 

5.3.2. 

Da sich nichts am Ergebnis ändert, selbst wenn – wie vom Beschwerde-

führer vorgebracht (vgl. Beschwerde S. 8; Replik S. 3 f.) – zur Berechnung 

des Invalideneinkommens nicht auf den tatsächlich vom Beschwerdeführer 

erzielten Lohn, sondern auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt wird, erübri-

gen sich Weiterungen zur Frage, ob es sich bei der Anstellung des Be-

schwerdeführers um ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis handelt und 

das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen erscheinen würde.  

 

In Bezug auf den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, mithin 

nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen (BGE 148 V 397 

E. 6.2.4 S. 406; Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 

2022 E. 5.3) per 31. Juli 2023 (VB 117; 145), ist medizinisch-theoretisch 

von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten – zu denen 

auch kaufmännische Tätigkeiten zu zählen sind – auszugehen (vgl. E. 4.4. 

hiervor). Nach erfolgreicher Ausbildung zum Kaufmann EFZ (BB 4) ist das 

Invalideneinkommen gestützt auf den Tabellenlohn der LSE 2022, Tabelle 

T17, Ziff. 4 "Bürokräfte und verwandte Berufe", für bis und mit 29-Jährige 

festzusetzen, da sich der LSE-Tabelle TA1 keine Position entnehmen lässt, 

welche primär Bürotätigkeiten umfasst und die Tabelle T17 damit eine ge-

nauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt (vgl. statt vieler: 

BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_272/2024 

vom 4. März 2025 E. 5).  

 

5.3.3. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Me-

dianwerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür-

 - 11 - 

 

 

zen. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen 

sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 

konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienst-

jahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug 

soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines 

oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Ar-

beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnitt-

lichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Ab-

zuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invali-

deneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu be-

grenzen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f. 129 

V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]). 

 

5.3.4. 

Den vorhandenen, unfallversicherungsrechtlich relevanten gesundheit-

lichen Einschränkungen wurde bereits bei der Arbeitsfähigkeitsein-

schätzung und der Definition des Zumutbarkeitsprofils (vgl. E. 3.1. hiervor) 

Rechnung getragen, womit diese nicht noch zu einem zusätzlichen leidens-

bedingten Abzug führen können (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182 mit Hin-

weisen). Diesbezüglich gilt insbesondere auch, dass die gesundheitlich be-

dingte Unmöglichkeit, körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht auto-

matisch zu einem leidensbedingten Abzug führt (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.2). Rechtsprechungsgemäss 

ist jedoch ein Abzug vom Invalideneinkommen zu gewähren, wenn eine 

versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätig-

keit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 

S. 182 mit Hinweisen). Qualitativ ist der Beschwerdeführer in einer ange-

passten, sehr leichten bis leichten Tätigkeit nur bezüglich der linken oberen 

Extremität dahingehend eingeschränkt, dass er keine Tätigkeiten ausfüh-

ren kann, welche ein kraftvolles Zupacken mit der linken Hand erfordern 

oder bei denen der Beschwerdeführer die gute Greiffunktion der linken 

Hand ausführen muss, die Schläge und / oder Vibrationen für die linke 

obere Extremität, Gerüstarbeiten, repetitive Drehbewegungen mit dem 

linken Unterarm und dem linken Handgelenk oder Arbeiten unter schlech-

ten Wetterverhältnissen wie Kälte und Nässe beinhalten (VB 126 S. 5). 

Quantitativ ist der Beschwerdeführer in seiner Leistungsfähigkeit in ange-

passter Tätigkeit jedoch nicht eingeschränkt (vgl. E. 3.1. hiervor). Der Be-

schwerdeführer verfügte allerdings zum Zeitpunkt der angefochtenen Ver-

fügung über die Niederlassungsbewilligung C (VB 151 S. 1), was statis-

tisch gesehen eine lohnmindernde Auswirkung zeitigen kann (BfS, 

LSE 2022, Tabelle T12_b, monatlicher Bruttolohn, Schweizer/innen und 

Ausländer/innen, nach beruflicher Stellung und Geschlecht, ohne Kader-

funktion, Männer, Median, Total und Niedergelassene [Kat. C]). Im Übrigen 

 - 12 - 

 

 

sind jedoch weder den Akten weitere einen Abzug vom Tabellenlohn be-

gründende Aspekte zu entnehmen, noch werden solche geltend gemacht. 

In einer Gesamtbetrachtung rechtfertigt sich damit ein Abzug vom Tabel-

lenlohn in der Höhe von 5 % (vgl. etwa Urteile des Bundesge-

richts 8C_166/2024 vom 28. Oktober 2024 E. 6.2.2; Urteil 8C_332/2022 

vom 19. Oktober 2022 E. 5.2.2.2) 

 

5.3.5. 

Gestützt auf die LSE 2022, Tabelle T17, Ziff. 4 "Bürokräfte und verwandte 

Berufe", für bis und mit 29-Jährige, Männer, unter Berücksichtigung der No-

minallohnentwicklung bis 2023 (vgl. BfS, T 1.1.10, "Nominallohnindex, 

Männer 2011-2023, Ziff. 45-96 "Sektor 3 Dienstleistungen", 2022 = 107.7, 

2023 = 109.2), der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit für das Jahr 

2023 (vgl. BfS, T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-

schaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, 1990–2023, Ziff. 45-96 "SEK-

TOR III", 2023 = 41.7) und einem 5%igen Abzug vom Tabellenlohn ergibt 

sich ein Invalideneinkommen von Fr. 62'190.20 (Fr. 5'161.00 x 12 x 41.7/40 x 
109.2/107.7 x 0.95).  

 

5.4. 

Bei Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 66'870.75 und des 

Invalideneinkommens von Fr. 62'190.20 resultiert ein Invaliditätsgrad von 

7 % ([Fr. 66'870.75 - Fr. 62'190.20] / Fr. 66'870.75 x 100 = 6.99; gerundet 

gemäss BGE 130 V 121 = 7 %). Dass der Beschwerdeführer mangels ren-

tenbegründenden Invaliditätsgrades von mindestens 10 % (Art. 18 Abs. 1 

UVG) keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat, ist damit selbst bei Ab-

stützen auf die LSE-Tabellenlöhne bei der Berechnung des Invalidenein-

kommens zu bestätigen. 

 

6. 

6.1. 

Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung aufgrund 

eines unfallbedingten Integritätsschadens. Mit Einspracheentscheid vom 

19. August 2024 verneinte die Beschwerdegegnerin einen entsprechenden 

Anspruch (VB 182). Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im We-

sentlichen vor, er leide unbestrittenermassen an einem chronischen 

Schmerzsyndrom, sei auf eine regelmässige Einnahme von Schmerzmit-

teln angewiesen und seine Handfunktion sei eingeschränkt. Ausgehend 

vom Tabellenwert sei die Einbusse der Integrität festzusetzen und ent-

sprechend eine Integritätsentschädigung auszurichten. Auch aus diesem 

Grund sei er fachärztlich beurteilen zu lassen (vgl. Beschwerde S. 8). 

 

6.2. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritäts-

 - 13 - 

 

 

entschädigung. Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ärztliche 

Aufgabe (PHILIPP PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische 

Unfallfolgen nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfallver-

sicherung: Grundlagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, 

SZS 53/2009 S. 344). Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich 

ausschliesslich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem 

medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten 

gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen (vgl. BGE 150 V 469 E. 3 

S. 470 mit Hinweisen). 

 

6.3. 

Zur Beurteilung des Integritätsschadens stützte sich die Beschwerdegeg-

nerin im Einspracheentscheid vom 19. August 2024 (VB 182) in medizi-

nischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Beurteilung ihres Versicherungs-

mediziners med. pract. B._____ vom 17. Juni 2020. Med. pract. B._____ 

führte darin aus, bezüglich der klinischen sowie operativen Befunde bei kei-

ner motorischen Verletzung (Lähmung) des Nervus ulnaris sowie bei nur 

leichtem Streckdefizit (um 20°) des PIP-Gelenkes des dritten Fingers links 

und nur leichten Bewegungseinschränkungen des linken Handgelenkes, 

erreiche der Integritätsschaden aktuell kein entschädigungspflichtiges Aus-

mass (VB 126 S. 6). 

 

6.4. 

Med. pract. B._____ kam unter Berücksichtigung der vollständigen medi-

zinischen Akten und der vom Beschwerdeführer aktenkundig und anläss-

lich der versicherungsmedizinischen Untersuchungen vom 16. Juni 2020 

beklagten Beschwerden sowie der dabei erhobenen Befunde und in Kennt-

nis der bildgebenden Unterlagen zur nachvollziehbaren Einschätzung, 

dass ein chronisches Schmerzsyndrom zu diagnostizieren sei (VB 126 

S. 4), aber dass kein Anspruch auf eine unfallbedingte Integritätsentschä-

digung bestehe (VB 126 S. 6). Den Akten sind keine diesbezüglichen an-

derslautenden ärztlichen Einschätzungen zu entnehmen. Die medizinische 

Beurteilung des Sachverhalts durch den Rechtsvertreter des Beschwerde-

führers (vgl. Beschwerde S. 8) ist schliesslich bereits deshalb unbehelflich, 

weil er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt ist (vgl. E. 4.2. hiervor). 

Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt 

auf die Beurteilung von med. pract. B._____ den Anspruch des Beschwer-

deführers auf eine Integritätsentschädigung verneint hat. 

 

6.5. 

Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid vom 19. August 2024 

(VB 182) damit zu bestätigen. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 - 14 - 

 

 

7.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 

 - 15 - 

 

 

   

Aarau, 13. August 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Kathriner Fricker