# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78957b8a-d567-54c0-93ff-2ff2c0332bf9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-04-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 10.04.2006 PZ 2006 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2006-27_2006-04-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 10. April 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 06 27

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuarin Thöny

——————

Im Rekurs

des X., Gesuchsteller und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Remo 
Cavegn, Postfach 101, Bahnhofstrasse 7, 7001 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 19. Dezember 2005, 
mitgeteilt am 11. Januar 2006, in Sachen des Gesuchstellers und Rekurrenten ge-
gen Y., Gesuchsgegnerin und Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Martin Suenderhauf, Postfach 545, Gäuggelistrasse 16, 7002 Chur, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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A. X. und Y. heirateten am 18. Juli 2002 in B.. Aus dieser Ehe ging der 
Sohn A., geboren am 13. August 2003, hervor. Die Familie wohnte bis zu ihrer Tren-
nung in einer im Eigentum der Mutter von Y. stehenden Mietwohnung in B.. 

B. Am 5. August 2005 liess X. beim Bezirksgerichtspräsidenten Imboden 
ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, wobei er die 
folgenden Anträge stellte:

„1. Es sei festzustellen, dass die Parteien berechtigt sind, getrennt zu le-
ben.

2. Das gemeinsame Kind A., geb. 13. August 2003, sei unter die Obhut 
von Y. zu stellen. X. sei ein angemessenes Besuchsrecht mit folgendem 
Inhalt einzuräumen:

a) Dem Vater sei das Recht einzuräumen, den Sohn A. am ersten und 
dritten Sonntag eines jeden Monats von 09.00 bis 18.00 Uhr zu sich 
auf Besuch zu nehmen.

b) Ab Eintritt des Sohnes A. in die Spielgruppe sei dem Vater das 
Recht einzuräumen, den Sohn A. jeweils am ersten und dritten Wo-
chenende eines jeden Monats von Samstag, 09.00 Uhr, bis Sonn-
tag, 18.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen.

c) Des Weiteren sei dem Vater das Recht einzuräumen, den Sohn A. 
ab dessen Eintritt in den Kindergarten während der Sommerferien 
drei Wochen zu sich in die Ferien zu nehmen sowie jährlich alter-
nierend den Sohn entweder über Weihnachten oder Neujahr oder - 
am darauf folgenden Jahr - an Ostern oder Pfingsten für jeweils 
zwei Tage zu sich zu nehmen. Dem Vater sei zudem das Recht ein-
zuräumen, den Sohn jährlich alternierend am 1. August bzw. am 
Geburtstag zu sich zu nehmen. 

d) Eine flexiblere und grosszügigere Regelung des persönlichen Ver-
kehrs bleibt den Parteien vorbehalten.

3. Der Gesuchsteller sei zur Bezahlung eines Unterhalts an die Gesuchs-
gegnerin für das gemeinsame Kind A. ab 1. September 2005 von mo-
natlich Fr. 600.-- zuzüglich allfällige Kinderzulagen zu verpflichten.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWSt.).“

C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. September 2005 liess Y. die folgen-
den Anträge stellen:

„1. Das gemeinsame Kind A., geboren am 13. August 2003, sei unter die 
alleinige Obhut von Y. zu stellen.

2. Es sei dem Gesuchsteller ein Besuchsrecht einzuräumen, wonach er 
für berechtigt erklärt wird, das Kind A. begleitet jedes 1. und 3. Wochen-
ende jeweils samstags ab 16.00 Uhr für zwei Stunden zu besuchen. 
Eventualiter sei das Besuchsrecht nach richterlichem Ermessen und auf 
der Grundlage einer fachärztlichen Beurteilung festzulegen.

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3. X. sei zu verpflichten, an den Unterhalt des gemeinsamen Kindes A. mit 
Wirkung ab 1. September 2005 monatliche, auf den 1. jeden Monats im 
Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'000.--, zuzüglich allfällige 
Kinderzulagen, zu bezahlen.

4. X. sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau mit Wirkung ab 
1. September 2005 monatliche, auf den 1. jeden Monats im Voraus zahl-
bare Unterhaltsbeiträge von Fr. 6'000.-- pro Monat zu bezahlen.

5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3 und 4 vorstehend seien auf der 
Grundlage des Landesindexes der Konsumentenpreise des Bundesam-
tes für Statistik jeweils per 1. Januar nach der Massgabe des Indexstan-
des per November des Vorjahres nach folgender Formel anzupassen:

Neuer UB = alter UB x neuer Index
                               alter Index

6. Es sei superprovisorisch, das heisst vor Anhörung der Gegenpartei an-
zuordnen, dass X. mit Wirkung ab 1. September 2005 an den Unterhalt 
des gemeinsamen Kindes und der Ehefrau bis zum Erlass eines defini-
tiven erstinstanzlichen Eheschutzentscheides auf Anrechnung an seine 
Unterhaltsverpflichtung gemäss Ziff. 3 und 4 vorstehend monatliche, je-
weils auf den ersten jeden Monats im Voraus zu bezahlenden Beträge 
von Fr. 4'000.-- zu bezahlen hat. 

7. Das Rechtsbegehren des Ehemannes sei abzuweisen, soweit es nicht 
mit jenem der Ehefrau übereinstimmt.

8. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Ehemannes, zuzüglich Mehrwertsteuer.“

D. Anlässlich der vom Bezirksgerichtspräsidenten Imboden durchgeführ-
ten Referentenaudienz vom 21. September 2005 konnten sich die Parteien bezüg-
lich der Kinderbelange einigen. Zudem verpflichtete sich X., an den Unterhalt der 
Familie, beginnend ab September 2005 bis und mit dem Monat November 2005 à 
conto den Betrag von jeweils monatlich Fr. 4'000.-- zu bezahlen. 

E. Mit Eingabe vom 6. Oktober 2005 teilte Y. dem Bezirksgerichtspräsi-
denten Imboden mit, sie habe die Einlegerwohnung im neu erstellten Einfamilien-
haus ab 1. Oktober 2005 für einen monatlichen Mietzins von Fr. 700.-- inkl. Neben-
kosten vermieten können, weshalb die Ziffer 4 ihres Rechtsbegehrens gemäss Ver-
nehmlassung vom 6. September 2005 neu wie folgt laute:

„X. sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau für September 2005 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'000.-- und mit Wirkung ab 1. 
Oktober 2005 einen monatlichen, auf den 1. jeden Monats im Voraus zahl-
baren Unterhaltsbeitrag von Fr. 5'500.-- pro Monat zu bezahlen.“

F. Anlässlich der vom Bezirksgerichtspräsidenten Imboden am 19. De-
zember 2005 durchgeführten mündlichen Verhandlung konnten die Parteien bezüg-
lich der zu leistenden Unterhaltsbeiträge keine einvernehmliche Lösung treffen. Mit 

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Verfügung vom 19. Dezember 2005, mitgeteilt am 11. Januar 2006, erkannte der 
Bezirksgerichtspräsident Imboden wie folgt:

„1. Es wird festgestellt, dass die Parteien berechtigt sind, getrennt zu leben.

2. Der gemeinsame Sohn A., geboren am 13. August 2003, wird für die 
Dauer des Eheschutzverfahrens unter die alleinige Obhut der Mutter ge-
stellt. 

3. Dem Vater wird das Recht eingeräumt, seinen Sohn A. am 1. und 2. 
Samstag eines jeden Monats während eines halben Tages von 10.00 
Uhr bis 16.00 Uhr zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen und 
mit ihm zwei Wochen Ferien - jeweils tagsüber von 10.00 Uhr bis 16.00 
Uhr - im Jahr zu verbringen.

Den Parteien ist es freigestellt, das Besuchs- und Ferienrecht im gegen-
seitigen Einvernehmen und unter Berücksichtigung des Kindeswohls 
grosszügiger zu handhaben. 

4. X. wird verpflichtet, seiner Ehefrau für den Monat September 2005 den 
Betrag von Fr. 7'608.00 (Fr. 1'500.-- für seinen Sohn A. und Fr. 6'108.00 
für die Ehefrau) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen und ab 1. Oktober 2005 und für die effektive Dauer der 
Trennung monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 
7'258.00 (für den Sohn A. Fr. 1'500.00, für Y. Fr. 5'758.00) zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzlagen zu bezahlen.

5. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 2'800.00 gehen zu 3/4 zulasten 
des Gesuchstellers und zu 1/4 zulasten der Gesuchsgegnerin.

Aussergerichtlich hat der Gesuchsteller die Gesuchsgegnerin mit 
Fr. 4'000.00 (inkl. MWSt) zu entschädigen. 

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung).“

G. Gegen diese Verfügung vom 19. Dezember 2005, mitgeteilt am 
11. Januar 2006, liess X. am 31. Januar 2006 Rekurs beim Kantonsgerichtspräsi-
dium Graubünden erheben, wobei er die folgenden Anträge stellte:

„1. Die Ziffern 4 und 5 der Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsi-
denten Imboden vom 19. Dezember 2005, mitgeteilt am 11. Januar 
2006, seien aufzuheben.

2. Der Rekurrent sei zur Bezahlung eines Unterhalts an die Rekursgegne-
rin von monatlich CHF 5'357.-- und an den gemeinsamen Sohn A. von 
CHF 1'500.-- zuzüglich gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen je-
weils ab 1. September 2005 zu verpflichten.

3. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden seien den Parteien 
je hälftig aufzuerlegen. Die ausseramtlichen Kosten seien wettzuschla-
gen.

4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWSt.) 
zu Lasten der Rekursgegnerin.“

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In ihrer Vernehmlassung vom 24. März 2006 beantragte die vollumfängliche 
Abweisung des Rekurses unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Rekurrenten. Der Bezirksgerichtspräsident Imboden verzichtete mit Schreiben vom 
20. Februar 2006 auf die Einreichung einer Vernehmlassung. 

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegan-
gen. 

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

1. Eheschutzverfügungen des Bezirksgerichtspräsidenten können 
gemäss Art. 8 Ziff. 11 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB, BR 210.100) innert zwanzig Ta-
gen mit Rekurs beim Kantonsgerichtspräsidenten angefochten werden. Auf den 
frist- und formgerecht eingereichten Rekurs vom 31. Januar 2006 ist demnach ein-
zutreten.

2. Gegenstand des Rekurses bildet neben der vorinstanzlichen Kosten-
verteilung einzig die Frage nach der Höhe der Unterhaltsbeiträge des Rekurrenten 
gegenüber seiner Ehefrau. Der von der Vorinstanz festgelegte Unterhaltsbeitrag zu 
Gunsten des Sohnes A. von Fr. 1'500.-- wird vom Rekurrenten ausdrücklich aner-
kannt und ist damit nicht Gegenstand des Rekursverfahrens. Vom Rekurrenten 
ebenfalls nicht bestritten wird der Umstand, dass grundsätzlich eine Unterhalts-
pflicht gegenüber seiner Ehefrau besteht. Er wendet jedoch ein, der Bezirksgerichts-
präsident Imboden habe bei der Berechnung des Unterhaltsanspruchs der Rekurs-
gegnerin mehrere Umstände völlig ausser Acht gelassen und eine schematische 
Berechnung angewendet, welche sich im Wesentlichen auf die willkürlich interpre-
tierte Steuererklärung 2004 des Rekurrenten abstütze. Der von den Parteien ge-
pflegte Lebensstandard und ihr Ehevertrag sowie die beim Rekurrenten eingetre-
tene Verschlechterung des Gesundheitszustandes und die eingeschränkten Er-
werbsaussichten seien nicht in Erwägung gezogen worden. Folglich gilt es im vor-
liegenden Verfahren zu prüfen, ob die Leistungsfähigkeit des Rekurrenten im ange-
fochtenen Entscheid richtig bemessen wurde beziehungsweise, ob die Vorinstanz 
ihrer Unterhaltsberechnung die richtigen Ausgangswerte zugrunde gelegt hat.

3. Zunächst beanstandet der Rekurrent, die Rekursgegnerin habe mit 
Schreiben vom 6. Oktober 2005 ihren Antrag auf ehelichen Unterhaltsbeitrag ab 

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1. Oktober 2005 von Fr. 6'000.-- auf monatlich Fr. 5'500.-- reduziert. Im angefoch-
tenen Entscheid sei ihr jedoch ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'108.-- für den Monat 
September 2005 und von Fr. 5'758.-- ab Oktober 2005 zugesprochen worden. Die 
angefochtene Verfügung sei daher bereits aufgrund der Missachtung der Parteian-
träge der Rekursgegnerin aufzuheben. Wie aus den Akten hervorgeht, teilte Y. dem 
Bezirksgerichtspräsidenten Imboden mit Schreiben vom 6. Oktober 2005 mit, sie 
habe die Einlegerwohnung im neu erstellten Einfamilienhaus ab 1. Oktober 2005 für 
einen monatlichen Mietzins von Fr. 700.-- inkl. Nebenkosten vermieten können, 
weshalb sie die Ziffer 4 ihres Rechtsbegehrens gemäss Vernehmlassung vom 6. 
September 2005 wie folgt ändere:

„X. sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau für September 2005 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'000.-- und mit Wirkung ab 1. 
Oktober 2005 einen monatlichen, auf den 1. jeden Monats im Voraus zahl-
baren Unterhaltsbeitrag von Fr. 5'500.-- pro Monat zu bezahlen.“

Der Bezirksgerichtspräsident Imboden begründete seine Vorgehensweise 
damit, dass gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB der Geldbetrag festzulegen sei, der 
ein Ehegatte dem anderen schulde, was nichts anderes bedeute, als dass es den 
Familienunterhalt als Ganzes festzulegen gelte. Aus diesem Grund rechtfertige es 
sich, der Berechnung ein einheitliches Begehren der Ehefrau zugrunde zu legen. 

Erfüllt ein Ehegatte seine Pflichten gegenüber der Familie nicht oder sind die 
Ehegatten in einer für die eheliche Gemeinschaft wichtigen Angelegenheit uneinig, 
können sie gemeinsam oder einzeln den Eheschutzrichter anrufen. Soweit nötig, 
trifft das Gericht auf Begehren eines Ehegatten hin die vom Gesetz vorgesehenen 
besonderen Massnahmen (vgl. Art. 172 Abs. 3 ZGB). Einzig im Rahmen der Art. 
176 Abs. 3 ZGB (Massnahmen betreffend unmündige Kinder) und Art. 178 Abs. 3 
ZGB (Grundbuchsperre) kann der Eheschutzrichter über gestellte Anträge hinaus-
gehen (vgl. Hasenböhler, Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 2. Auflage, Ba-
sel 2002, N. 4 zu Art. 172). Mit anderen Worten gilt für die Berechnung des Ehegat-
tenunterhalts die Dispositionsmaxime, während bei der Festsetzung der Unterhalts-
beiträge für unmündige Kinder die Offizialmaxime gilt. Demgemäss hat der Ehe-
schutzrichter bei der Berechnung des Kindesunterhalts unabgängig von Angaben 
und Anträgen der Parteien den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2000, 5P.460/2000). Bei der Berechnung 
des Ehegattenunterhalts ist er jedoch an die Anträge der Parteien gebunden. Zwar 
trifft es zu, dass sowohl der Ehegattenunterhalt wie auch der Kindesunterhalt gleich-
zeitig und mit derselben Methode berechnet werden sollen. Das bedeutet, dass der 
notwendige Bedarf somit für die ganze Familie zu bestimmen und ein Einkommens-

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überschuss auf alle Familienangehörigen zu verteilen ist. Jedoch ist der Kindesun-
terhalt schliesslich konkret nach dem persönlichen Lebensbedarf des Kindes zu er-
mitteln (vgl. Rolf Vetterli, FamKomm Scheidung, Bern 2005, N. 35 ff. zu Art. 176). 
Das Bundesgericht hat denn auch bereits in BGE 115 Ia 325 festgehalten, dass der 
Anspruch auf den Unterhaltsbeitrag dem Kind selber zustehe. Dieser Beitrag beruhe 
auf besonderen rechtlichen Grundlagen und folge mit Bezug auf seine Abänderbar-
keit eigenen Grundsätzen (Art. 286 ZGB). Es dürfe deshalb in der Frage der Unter-
haltsdeckung nicht ohne weiteres eine generelle wirtschaftliche Schicksalsgemein-
schaft zwischen den Kindern und dem obhutsberechtigten Elternteil angenommen 
werden. Angesichts der Selbstständigkeit und der besonderen Ausgestaltung dieser 
Unterhaltsleistungen sei es vielmehr gerechtfertigt, sie auch bei Erstellung der Be-
darfsrechnung getrennt zu betrachten (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unter-
haltsrechts, Bern 1997, N. 03.09). Somit erweist sich der Einwand des Rekurrenten, 
wonach der gestellte Antrag bei der Bemessung des Ehegattenunterhalts als Maxi-
malbetrag anzusehen sei, als berechtigt. Der Rekurrent kann daher - dem von der 
Rekursgegnerin mit Schreiben vom 6. Oktober 2005 klar geäusserten Willen ent-
sprechend - lediglich zur Bezahlung eines Unterhalts an die Rekursgegnerin von 
nicht über Fr. 6'000.-- für den Monat September 2005 und von monatlich nicht über 
Fr. 5'500.-- ab 1. Oktober 2005 verpflichtet werden. 

4. Des Weiteren macht der Rekurrent geltend, die Parteien hätten im 
Rahmen eines Ehevertrags bereits vor der Heirat eine Regelung über ihren Unter-
halt und die gegenseitig auszurichtenden Beträge getroffen. Sie hätten sich damit 
gegenseitig auf eine Lebenshaltung verständigt. An diese Vereinbarung hätten sie 
sich auch im jetzigen Zeitpunkt zu halten. Indem die Vorinstanz diesen Ehevertrag 
als unbeachtlich erklärt habe, habe sie offensichtlich den darin bekundeten Willen 
der Parteien missachtet. Vielmehr sei aus den genannten Gründen der Unterhalts-
betrag an die Rekursgegnerin gemäss der im Ehevertrag festgelegten Formel auf 
Fr. 5'357.-- zu reduzieren. 

a) Am 17. Juni 2002 schlossen die Parteien einen öffentlich beurkunde-
ten Ehevertrag auf Gütertrennung ab (act. II.9). Unter Ziffer 4 vereinbarten die Par-
teien wie folgt:

„Sollte einer der Ehegatten seinen angestammten Arbeitsplatz zur Haushalt-
führung und Betreuung der Kinder aufgeben, so hat er grundsätzlich Anrecht 
auf die Hälfte des monatlichen Lohnes des anderen Ehegatten, maximal je-
doch auf einen Betrag, welcher dem ehemaligen regulären Monatslohn der 
aufgegebenen Arbeitsstelle (Durchschnitt der letzten 6 gearbeiteten Monate) 
entspricht. Dieses Einkommen ist zur Aufteilung der ehelichen Lasten wie 
das Arbeitseinkommen zu berücksichtigen.“

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b) Der Ehevertrag ist die formgebundene Einigung der Ehegatten auf ei-
nen Güterstand, einen Güterstandswechsel und dessen Aufhebung sowie auf Mo-
difikationen des Güterstandes innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Gegen-stand 
des Ehevertrages sind nur der Güterstand als Ganzes und gewisse Änderungen 
eines bestimmten Güterstandes, dagegen weder das eheliche Vermögensrecht ins-
gesamt noch blosse Güterstandsabschnitte. Vermögensrechtliche Absprachen un-
ter den Ehegatten im Rahmen der allgemeinen Wirkungen der Ehe können zwar 
anlässlich eines Ehevertrages vorgenommen werden. Sie sind aber insofern nicht 
wesentlicher Bestandteil und damit Gegenstand des Ehevertrages im eigentlichen 
Sinn, als die Einigung formlos zustande gekommen und diese Absprache auch wie-
der formlos und selbstständig abgeändert werden kann. Bei der Einigung über den 
Betrag zur freien Verfügung des haushaltsführenden, die Kinder betreuenden und 
im Beruf und Gewerbe des andern mitarbeitenden Ehegatten handelt es sich um 
eine solche Absprache (vgl. zum Ganzen Hausheer/Reusser/ Geiser, Berner Kom-
mentar II/1/3/1, Bern 1992, N. 6 ff. zu Art. 182). Da die Absprache zwischen den 
beiden Ehegatten im Rahmen eines Ehevertrages getroffen wurde, ist davon aus-
zugehen, dass es grundsätzlich ihrem Willen entsprach, diese Regelung solange 
aufrecht zu erhalten, wie der Ehevertrag gültig ist. Etwas anderes lässt sich der 
Vereinbarung nicht entnehmen. Dass dies von den Parteien auch in dieser Form 
beabsichtigt war, zeigt sich auch daran, dass sich der Rekurrent, wie aus seinem 
Schreiben vom 28. Januar 2005 (act. II/2) hervorgeht, auch nach der Trennung noch 
an die Vereinbarung im Ehevertrag gebunden sah. Aus den Akten ist nicht ersicht-
lich, dass die Rekursgegnerin mit diesem Vorgehen nicht einverstanden gewesen 
war. Auch geht nicht hervor, dass diese Abmachung in gegenseitigem Einverständ-
nis zu einem späteren Zeitpunkt aufgehoben wurde. Somit muss - insbesondere 
auch aufgrund des Verhaltens der Ehegatten nach der Trennung - davon ausge-
gangen werden, dass die genannte Klausel auch während der Trennungszeit 
grundsätzlich noch Anwendung findet. Es wird daher in einem weiteren Schritt zu 
berechnen sein, wie hoch der Anspruch der Ehefrau gegenüber dem Rekurrenten 
gemäss Ehevertrag ist. 

5. Gemäss Ziffer 4 des Ehevertrags vom 17. Juni 2002 vereinbarten die 
Parteien, dass derjenige Ehegatte, der seinen angestammten Arbeitsplatz zuguns-
ten der Haushaltführung und Kinderbetreuung aufgibt, grundsätzlich ein Anrecht hat 
auf die Hälfte des monatlichen Lohnes des anderen Ehegatten, maximal jedoch auf 
einen Betrag, welcher dem ehemaligen regulären Monatslohn der aufgegebenen 
Arbeitsstelle entspricht. Der Rekurrent macht geltend, die Rekursgegnerin habe in 
Anwendung dieser Bestimmung Anspruch auf monatlich maximal Fr. 5'357.--, da 

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dieser Betrag ihrem letzten Erwerbseinkommen entspreche. Unmittelbar nach der 
Aufgabe ihrer Tätigkeit als Lehrerin im Sommer 2003 sei sie in seiner Zahnarztpra-
xis angestellt worden und habe einen entsprechenden Lohn von monatlich Fr. 
5'357.-- ausbezahlt bekommen. 

a) Zunächst ist festzuhalten, dass das für die Berechnung des Anspruchs 
massgebliche Einkommen - entgegen der Auffassung des Rekurrenten - nicht das-
jenige ist, welches die Rekursgegnerin von ihrem Ehemann ausbezahlt bekam, son-
dern dasjenige, welches sie in ihrem Beruf als Lehrerin zuletzt erzielte. Der Rekur-
rent führt diesbezüglich nämlich aus, dass die Rekursgegnerin nach der Geburt des 
Sohnes A. im August 2003 ihre Stelle als Primarlehrerin aufgeben habe und dafür 
in Anwendung des Ehevertrages bei ihm in der Praxis angestellt worden sei. Freilich 
habe sie bis auf etwa drei Tage nicht in der Praxis mitgearbeitet, sondern zuhause 
den Haushalt geführt. Dies wird auch seitens der Rekursgegnerin bestätigt (act. I/2). 
Daraus ergibt sich, dass diese lediglich auf dem Papier als Mitarbeiterin in der Zahn-
arztpraxis angestellt wurde und dass es sich bei dem ihr ausbezahlten monatlichen 
Betrag nicht um ein Erwerbseinkommen im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr 
um einen Unterhaltsbeitrag gemäss Ehevertrag handelte. Folglich ist auf den Betrag 
abzustellen, welcher dem ehemaligen regulären Monatslohn der aufgegeben Ar-
beitsstelle als Primarlehrerin in C.  entspricht. 

b) Des Weiteren ist umstritten, ob auf das Brutto- oder das Nettoeinkom-
men, welches die Rekursgegnerin als Lehrerin erzielte, abzustellen sei. Der Rekur-
rent hält diesbezüglich lediglich fest, dass die Rekursgegnerin nach der Aufgabe 
ihrer Tätigkeit als Lehrerin im Sommer 2003 in seiner Zahnarztpraxis angestellt wor-
den sei und einen entsprechenden Lohn von monatlich Fr. 5'357.-- erhalten habe. 
Die Rekursgegnerin wendet dagegen ein, der Ehevertrag lege nicht fest, ob Brutto- 
oder Nettoeinkünfte gemeint seien. Nachdem Ziffer 4 des Ehevertrags aber eine 
Ersatzregelung für wegfallendes Erwerbseinkommen zu Gunsten des haushalt-
führenden Ehegatten regle, seien mit Sicherheit Bruttoeinkünfte gemeint gewesen. 
Schon vor diesem Hintergrund gehe die Argumentation des Beschwerdeführers 
fehl, welcher den Unterhaltsanspruch der Ehefrau auf der Grundlage des zuletzt 
vereinbarten Nettolohns der Ehefrau festlegen wolle. Wie die nachstehende Erwä-
gung zeigen wird, gingen jedoch beide Parteien bei der Berechnung des Unterhalts-
anspruchs vom Bruttoeinkommen aus, welches die Rekursgegnerin als Lehrerin er-
zielte. Dies lässt sich damit erklären, dass der Rekursgegnerin auch im Hinblick auf 
ihre berufliche Vorsorge aus der Aufgabe ihrer Erwerbstätigkeit keine Nachteile er-
wachsen sollten. Da beide Parteien - wie nachstehend dargelegt wird - bei der Be-

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rechnung des Unterhaltsanspruchs von denselben Grundlagen ausgingen, drängt 
sich hier auch keine Korrektur auf. 

c) Aus der Lohnabrechnung der Gemeinde C.  von Juni 2003 (act. III/20) 
geht hervor, dass die Rekursgegnerin als Primarlehrerin ein Bruttogehalt von Fr. 
5486.-- erzielte. Für ihre Tätigkeit als Schulvorsteherin erhielt sie zudem eine mo-
natliche Entschädigung von Fr. 500.--. Damit betrug das letzte Einkommen, welches 
die Rekursgegnerin in Ausübung ihres Berufes erzielte, Fr. 5'986.-- brutto. In der 
Folge war die Rekursgegnerin - wie bereits ausgeführt wurde - beim Rekurrenten in 
dessen Zahnarztpraxis angestellt. Aus dem Lohnausweis 2004 der Praxis X. (act. 
II/22) geht hervor, dass der Rekurrent seiner Ehefrau hierfür ein Jahreseinkommen 
von Fr. 64'289.-- (Fr. 65'440.-- abzüglich Versicherungsbeiträge von Fr. 1'151.--) 
ausbezahlte. Dies entsprach - wie der Rekurrent korrekterweise geltend macht - 
einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 5'357.--. Diesem Betrag hinzuzurech-
nen ist jedoch - was der Rekurrent unterliess - das Einkommen, welches die Re-
kursgegnerin aus Nebenerwerb erzielte. Nach ihrer Kündigung war sie zunächst 
weiterhin im Nebenamt an der Schule C.  beschäftigt. Gemäss Lohnausweis 2004 
(act. III/22) brachte ihr diese Nebenerwerbstätigkeit total Fr. 7'553.-- ein, was einem 
monatlichen Einkommen von Fr. 629.-- entspricht. Somit standen ihr auch nach Auf-
gabe ihrer Tätigkeit als Lehrerin weiterhin Fr. 5'986.-- (Fr. 5'357.-- Unterhaltsbeitrag 
plus Fr. 629.-- aus Nebenerwerb) zur Verfügung. Die Parteien gingen somit von 
Beginn an, als Ziffer 4 des Ehevertrags zur Anwendung gelangte, vom bisherigen 
Bruttoeinkommen der Rekursgegnerin aus, wobei sie sich ihre jeweiligen Neben-
einkünfte anrechnen lassen musste.

d) Aus den Akten geht hervor, dass die Rekursgegnerin ihre Nebener-
werbstätigkeit an der Primarschule C.  im Sommer 2005 aufgeben musste (act. 
III/23). Somit stieg die Unterhaltsverpflichtung des Ehemannes gemäss Ehevertrag 
ab diesem Zeitpunkt auf monatlich Fr. 5'986.-- an, um der Rekursgegnerin wie bis 
anhin ihr ehemaliges Bruttoeinkommen zu sichern.

e) Wie die Rekursgegnerin in ihrem Schreiben vom 6. Oktober 2005 dar-
legte, erzielt sie ab 1. Oktober 2005 durch die Vermietung einer Einlegerwohnung 
in ihrem neu erstellten Einfamilienhaus einen Ertrag in Höhe von Fr. 700.--. Dieser 
Betrag ist ihr grundsätzlich ebenfalls als Einkommen anzurechnen, wobei ein Abzug 
von Fr. 200.-- für Nebenkosten und Unterhalt der Wohnung, wie ihn die Rekursgeg-
nerin geltend macht (act. I/5), als angemessen erscheint. Somit reduziert sich ihr 
Anspruch gegenüber dem Rekurrenten ab 1. Oktober 2005 auf total Fr. 5'486.--.

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f) Gemäss Ehevertrag hat die Rekursgegnerin grundsätzlich Anrecht auf 
die Hälfte des monatlichen Einkommens des Rekurrenten. Nur für den Fall, dass 
dieser hälftige Anteil höher ausfallen würde als der ehemalige reguläre Monatslohn 
der Rekursgegnerin, ist die Unterhaltspflicht auf die vorstehend berechneten Maxi-
malbeträge zu reduzieren. Es ist somit in einem nächsten Schritt zu prüfen, ob diese 
Konstellation überhaupt vorliegt respektive wie hoch das Einkommen des Rekur-
renten zu veranschlagen ist. Wie der Rekurrent selbst darlegt, erhält er von der 
Krankenkasse bei einer Arbeitsunfähigkeit von 60% ein monatliches Taggeld von 
Fr. 11'835.60 (in Monaten mit 30 Tagen) und von Fr. 12'230.15 (in Monaten mit 31 
Tagen). Selbst unter Berücksichtigung des von ihm geltend gemachten massiven 
Rückgangs der monatlichen Zahlungseingänge, dürfte er zweifellos mehr als den 
doppelten ehemaligen Monatslohn der Rekursgegnerin (Fr. 11'972.--) erzielen. So-
mit beläuft sich der Anspruch der Rekursgegnerin gemäss Ehevertrag grundsätzlich 
auf die unter lit. c berechneten Beträge in der Höhe ihres ehemaligen regulären 
Monatseinkommens abzüglich ihrer Einkünfte aus Nebenerwerb respektive der Ver-
mietung der Einlegerwohnung. Die Frage, ob die Vorinstanz bei der Einkommens-
berechnung des Rekurrenten zurecht die von diesem getätigten Abschreibungen 
auf seine Praxisräume als zu hoch eingestuft und die geltend gemachten Fahrkos-
ten aberkannt hat, kann daher offen gelassen werden. 

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Rekursgegnerin gestützt 
auf Ziffer 4 des Ehevertrags vom 17. Juni 2002 im September 2005 grundsätzlich 
der Betrag von Fr. 5'986.-- und ab 1. Oktober 2005 monatlich Fr. 5'486.-- von ihrem 
Ehemann zustehen. Dies entspricht auch - mit einer vernachlässigbaren Differenz - 
den Anträgen der Rekursgegnerin. Somit kann die Frage offen gelassen werden, 
ob die Verpflichtung des Rekurrenten, über die Leistungen des Ehevertrages hinaus 
an die Hypothek des Einfamilienhauses der Ehefrau einen Betrag von monatlich Fr. 
1'000.-- zu leisten, noch Anwendung findet.  

6. In diesem Zusammenhang ist zudem noch auszuführen, dass dem un-
terhaltsberechtigten Ehegatten - sofern dies für die Ehegatten finanziell möglich ist 
- grundsätzlich der bisherige Lebensstandard zu gewährleisten ist. Er soll jedoch 
nach der Trennung auch kein materiell besseres Leben führen dürfen als vorher. 
Werden ihm Beiträge zugesprochen, die über das hinausgehen, was zur Weiter-
führung des bisherigen Lebensstandards notwendig ist, wird im Ergebnis Vermögen 
zugeteilt und damit in Missachtung der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung die 
güterrechtliche Auseinandersetzung vorweggenommen (vgl. Entscheid des Bun-
desgerichts vom 10. Januar 2005, 5P.360/2004 mit zahlreichen Hinweisen). 

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Die Vorinstanz rechnete der Rekursgegnerin einen Grundbedarf für sich und 
den Sohn A. von insgesamt Fr. 4'885.-- an. Die Rekursgegnerin selbst macht gel-
tend, dass sie zur Abdeckung ihres bisherigen Lebensstandards einen Betrag von 
insgesamt mindestens Fr. 8'400.-- monatlich benötigen würde. Dabei übersieht sie, 
dass sie gemäss Ziffer 3 des Ehevertrags bereits vor der Trennung die individuellen 
Auslagen für Kleider, Hobbies, Sport, etc. selbst zu tragen hatte. Hierfür erhielt sie 
ja gerade die Beiträge gemäss Ziffer 4 des Ehevertrages. Jedoch gilt es zu berück-
sichtigen, dass sie nicht den gesamten Betrag zur Finanzierung ihrer individuellen 
Auslagen verwenden konnte, sondern sich auch anteilsmässig an den gemein-
schaftlichen Auslagen für Nahrung, Wohnung, Versicherungen zu beteiligen hatte. 
Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass ihr mit dem Ehegattenunterhalt (Fr. 
5'500.--), Mieteinnahmen (Fr. 500.--) und dem Kindesunterhalt (Fr. 1'500.--) insge-
samt Fr. 7'500.-- zuzüglich Kinderzulagen zur Verfügung stehen, ergibt sich, dass 
ihr für die Finanzierung ihrer Hobbies immer noch rund Fr. 2'600.-- verbleiben. Damit 
dürften neben dem eigentlichen Grundbedarf zweifellos auch ihre Auslagen für die 
Freizeitgestaltung gedeckt sein. 

Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass der Rekurrent zu verpflichten ist, sei-
ner Ehefrau für den Monat September 2005 den Betrag von Fr. 5'986.-- und ab 1. 
Oktober 2005 für die weitere Dauer der Trennung monatlich im Voraus zahlbare 
Unterhaltsbeiträge von Fr. 5'486.-- zu bezahlen.  

7. Der Rekurrent verlangt des Weiteren, es sei die völlig unzutreffende 
Feststellung der Vorinstanz, er leide unter einer manischen Depression, in aller 
Form richtig zu stellen. Eine solche sei bei ihm nie diagnostiziert worden. Wie aus 
dem Bericht der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsspitals Zürich vom 
8. März 2005 (act. 01.7) hervorgeht, wurden beim Rekurrenten während dessen 
dreitägigem Klinikaufenthalt keine manische Depression, sondern lediglich Verhal-
tensauffälligkeiten vereinbar mit einer maniformen Episode diagnostiziert. Auch die 
Psychiatrischen Dienste Graubünden hielten in ihrem Schreiben vom 7. September 
2005 (01.11) fest, dass beim Rekurrenten während seines stationären Aufenthalts 
vom 15. April 2005 bis zum 18. Juli 2005 keine manische oder hypomanische Kom-
ponente feststellbar gewesen sei. An Symptomen habe er das Bild einer mittelgra-
digen depressiven Episode geboten. Somit steht fest, dass die Aussage der Vorin-
stanz, der Rekurrent leide unter einer manischen Depression, nicht zutreffend ist. 
Wie jedoch die Rekursgegnerin zu Recht ausführte, hat diese Richtigstellung auf 
die Kosten- und Entschädigungsregelung im Rekursverfahren keinen Einfluss, da 
diese keine Abänderung des Dispositivs zur Folge hat. 

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8. Im Zusammenhang mit der Berechnung des Unterhaltsbeitrages so-
wie bezüglich des Gesundheitszustandes des Rekurrenten stellte die Rekursgeg-
nerin zahlreiche Beweisanträge. Insbesondere beantragte sie die Einvernahme ver-
schiedener Zeugen, welche zu ihrem Grundbedarf und Lebensstandard Auskunft 
geben sollten. Da ihre Lebenskosten - wie vorstehend ausgeführt wurde - mit dem 
Unterhaltsbeitrag des Ehemannes sowie ihren Mieteinnahmen zweifellos gedeckt 
sind, erübrigt es sich, hierzu weitere Auskünfte einzuholen. Auch auf die Edition 
weiterer Akten in Bezug auf das Einkommen des Rekurrenten sowie auf die Einho-
lung einer betriebswirtschaftlichen Expertise kann nach den vorstehenden Erwä-
gungen verzichtet werden. Ebenfalls nicht erforderlich ist die von der Rekursgegne-
rin beantragte polydisziplinäre Abklärung des Rekurrenten, um Aufschluss über 
dessen Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Da der Unterhaltsanspruch der Ehefrau - wie 
vorgängig ausgeführt wurde - in seiner Höhe auf das ehemals erzielte Bruttoein-
kommen der Rekursgegnerin begrenzt ist, kann auf die exakte Festlegung des Er-
werbseinkommens des Rekurrenten verzichtet werden. Die Beweisanträge der Re-
kursgegnerin sind damit abzuweisen.

9. Der Rekurrent rügt schliesslich noch die Verteilung der Verfahrens-
kosten gemäss Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung. Die Vorinstanz habe ihm die 
Gerichtskosten zu Unrecht zu drei Vierteln auferlegt und ihn zu einer aussergericht-
lichen Entschädigung an die Gegenpartei von Fr. 4'000.-- verpflichtet. Diese Vorge-
hensweise sei nicht sachgerecht, weil die Rekursgegnerin mit ihrem Antrag im 
Punkt des Besuchsrechts unterlegen sei. Was die Unterhaltsverpflichtung betreffe, 
so könne es ihm nicht zum Nachteil gereichen, dass er sich nicht zu künftigen, seine 
Einkommensverhältnisse übersteigenden Unterhaltszahlungen habe verpflichten 
wollen. Der von ihm im Eheschutzgesuch gestellte Antrag sei aus damaliger Sicht 
nachvollziehbar gewesen. Daher seien die Kosten des Bezirksgerichtspräsidenten 
Imboden den Parteien je hälftig aufzuerlegen und die ausseramtlichen Kosten wett-
zuschlagen. 

a) Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens 
in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine der Parteien 
vollständig obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden; sie werden 
dann den Parteien nach dem Masse ihres Unterliegens überbunden (Vogel, Grund-
riss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1995, S. 277 N. 24). Darüber hinaus 
hat die unterliegende Partei der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit verur-
sachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil nicht ausschliesslich zu 
Gunsten einer Partei aus, können die aussergerichtlichen Kosten nach den gleichen 

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Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt werden (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Wie bereits 
der Gesetzeswortlaut erkennen lässt, handelt es sich bei Art. 122 ZPO nicht um 
eine starre Vorschrift; sie lässt vielmehr auch Ausnahmen zu. Gerade bei Schei-
dungs- und Eheschutzverfahren kann von der Regel abgewichen werden. 
Grundsätzlich ist es dabei dem richterlichen Ermessen anheim gestellt, ob und in 
welchem Umfang vom üblicherweise Geltenden abgewichen wird. Doch darf dies 
nicht willkürlich geschehen. Der Entscheid muss sich vielmehr sachlich vertreten 
lassen (PKG 1988 Nr. 14 S. 72). 

b) Der Bezirksgerichtspräsident Imboden auferlegte die Verfahrenskos-
ten von Fr. 2'800.-- zu drei Vierteln dem Rekurrenten. In jenem Verfahren bean-
tragte dieser ein ausgedehntes Besuchsrecht und die Festlegung des Kindesunter-
halts auf Fr. 600.--. Eine Ehegattenrente bot der Rekurrent nicht an. In Bezug auf 
das Besuchsrecht drang der Rekurrent mit seinem Begehren zwar mehrheitlich, je-
doch nicht vollständig durch, zumal der Bezirksgerichtspräsident Imboden das Be-
suchsrecht auf zwei halbe Tage pro Monat beschränkte und dem Rekurrenten das 
Recht einräumte, lediglich zwei Wochen Ferien (tagsüber) mit seinem Sohn zu ver-
bringen. Auch bezüglich des Kindesunterhalts hat der Rekurrent im vorinstanzlichen 
Verfahren nicht obsiegt. Vielmehr wurde er verpflichtet, an den Unterhalt seines 
Sohnes monatlich Fr. 1'500.-- und nicht wie beantragt Fr. 600.-- zu leisten. Ausge-
hend vom Ergebnis des Rekursverfahrens ist der Rekurrent auch im Hinblick auf die 
Ehegattenrente letztlich unterlegen. Der Einwand des Rekurrenten, er habe zum 
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung nicht mit einem Ertrag aus seiner Zahnarztpraxis 
rechnen können, kann nicht gehört werden. Zum einen betrugen die Zahlungsein-
gänge für den Zeitraum vom 15. April 2005 bis 30. Juni 2005 gemäss Taggeldab-
rechnung vom 31. Mai 2005 Fr. 50'629.80 sowie im Juli 2005 aus selbstständiger 
Erwerbstätigkeit Fr. 34'914.--. Zum anderen erhielt er gemäss Taggeldabrechnung 
vom 19. Juli 2005 (act. II.23) für den Monat Juli 2005 ein Taggeld in der Höhe von 
Fr. 16'701.30. Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung erzielte er somit noch ein 
monatliches Einkommen, welches durchaus eine Unterhaltszahlung an die Ehefrau 
erlaubte. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der Rekurrent in zwei Streitpunkten un-
terlag und im dritten nur teilweise obsiegte. Die Kostenverteilung der Vorinstanz er-
scheint unter diesem Gesichtspunkt als sachlich vertretbar und ist nicht zu bean-
standen. Der Rekurs ist in diesem Punkt abzuweisen.

10. Im Rekursverfahren stellte der Rekurrent das Begehren, die von ihm 
zu leistenden Unterhaltsbeiträge seien auf Fr. 5357.-- zu reduzieren und die Kosten 
des vorinstanzlichen Verfahrens seien hälftig zu verteilen und die aussergerichtli-

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chen Kosten wettzuschlagen. Die Rekursgegnerin beantragte demgegenüber die 
vollumfängliche Abweisung des Rekurses. Auch im Rekursverfahren hat somit 
keine Partei vollständig obsiegt. Die Unterhaltsbeiträge wurden zwar reduziert, je-
doch nicht auf die vom Rekurrenten beantragte Höhe. Im Kostenpunkt unterlag der 
Rekurrent vollumfänglich. Daher rechtfertigt es sich, die Kosten des Verfahrens in 
der Höhe von Fr. 800.-- zuzüglich Schreibgebühren von Fr. 225.--, total somit Fr. 
1'025.--, den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Bei der Bemessung der ausser-
amtlichen Entschädigungen ist von denselben Überlegungen auszugehen, weshalb 
es sich rechtfertigt, die ausseramtlichen Kosten für das Rekursverfahren wettzu-
schlagen. 

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Demnach verfügt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 4 des Dispositivs der 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 19. Dezember 
2005, mitgeteilt am 11. Januar 2006, wird, soweit sie den Ehegattenunterhalt 
betrifft, aufgehoben. Die Regelung des Kindesunterhalts bleibt unverändert.

2. X. wird verpflichtet, seiner Ehefrau für den Monat September 2005 den Be-
trag von Fr. 5'986.-- und ab 1. Oktober 2005 für die weitere Dauer der Tren-
nung monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 5'486.-- zu 
bezahlen.

3. Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 800.-- zuzüglich Schreibgebühren 
von Fr. 225.--, total somit Fr. 1'025.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten von X. 
und Y.. Die aussergerichtlichen Entschädigungen für das Rekursverfahren 
werden wettgeschlagen.

4. Mitteilung an:

__________

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: