# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 559b7f2b-8363-5d43-9aea-518c67a73e7d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2009 D-5901/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5901-2009_2009-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5901/2009/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Hans Schürch (Vorsitz), 
Richter Pietro Angeli Busi, Richter Blaise Pagan,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______,
Sri Lanka,
vertreten durch Freiplatzaktion Basel, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5901/2009

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge sein Heimat-
land am 16. Juli  2008 und gelangte über  A._______ und B._______ 
am 30. November 2008 in die Schweiz, wo er am 5. Dezember 2008 
ein  Asylgesuch  einreichte.  Am  11. Dezember  2008  wurde  er  im 
C._______ summarisch befragt und mit Verfügung vom 12. Dezember 
2008  für  die  Dauer  des  Asylverfahrens  dem  Kanton  D._______ 
zugewiesen.  Am  19. Juni  2009  hörte  ihn  das  BFM  zu  seinen  Asyl-
gründen direkt an.

Der  Beschwerdeführer  brachte  vor,  er  sei  Staatsangehöriger  von 
Sri Lanka, tamilischer Ethnie und stamme aus E._______ bei Jaffna, 
wo er geboren worden sei und sich bis im Jahr 2001 aufgehalten habe. 
Während seiner Schul- beziehungsweise Studienzeit (Informatik) habe 
er  an  tamilischen  Anlässen  teilgenommen  und  sei  deshalb  von  der 
Eelam People's Democratic Party (EDPD) bedroht worden, worauf er 
im Jahr  2001  nach  F._______  gegangen  sei. Nach  seiner  Rückkehr 
nach E._______ im Jahr 2004 habe er erneut an tamilischen Festen 
und Demonstrationen teilgenommen. Am 15. April 2007 sei er infolge 
des  erneuten  Ausbruches  des  Bürgerkrieges  von  der  srilankischen 
Armee  festgenommen,  während  etwa  einer  Woche  festgehalten, 
geschlagen und zu einem vermuteten Waffenversteck befragt worden. 
Nach seiner Freilassung sei er nach Colombo gereist  und habe dort 
sein Studium fortgesetzt. Am 15. Januar 2008 sei er von der Polizei 
festgenommen und während zwei Wochen festgehalten worden. Dank 
der Bezahlung von 50'000 Rupien habe man ihn freigelassen. Drei bis 
vier Tage später sei er nachts von Unbekannten beziehungsweise von 
Soldaten  in  einem weissen  Van entführt,  nach  G._______  gebracht 
und zur  Rückkehr  nach Jaffna  aufgefordert  worden. Trotzdem sei  er 
nach  Colombo  zurückgekehrt  und  habe  sich  bei  einer  Verwandten 
niedergelassen.  Da  er  vergeblich  versucht  hatte,  sich  bei  den 
Behörden anzumelden, habe er einen seiner Familie bekannten Vize-
Minister  um  Hilfe  ersucht.  Daraufhin  sei  ein  Beamter  des  Criminal 
Investigation Departments (CID) an seinem Wohnort  erschienen und 
habe ihn über  Jaffna befragt. Als  in  der folgenden Nacht  erneut  ein 
weisser  Van vor  seinem  Haus  gehalten  habe,  sei  er  aus  Angst  vor 
einer erneuten Entführung aus dem Haus geflohen und habe am fol-
genden Morgen eine Bekannte kontaktiert,  welche ihm zur  Ausreise 
verholfen  habe.  Über  den  Flughafen  von  Colombo  habe  er  sein 

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Heimatland verlassen, sich anschliessend während sechs Monaten in 
Italien  aufgehalten  und  sei  danach  unter  Umgehung  der  Grenzkon-
trollen in die Schweiz gereist.

Der  Beschwerdeführer  gab  die  beglaubigte  Kopie  einer  Geburtsur-
kunde,  eine  englische  Übersetzung  derselben  und  die  Kopie  eines 
Schreibens eines Vize-Ministers vom 26. Februar 2008 zu den Akten. 

B.
Mit  Verfügung  vom  14.  August  2009  stellte  das  BFM  fest,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das 
Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Es begründete seinen ableh-
nenden Entscheid damit, dass die Vorbringen insgesamt teilweise den 
Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft und teilweise denjenigen 
an die Glaubhaftigkeit nicht genügten. Die vom Beschwerdeführer gel-
tend gemachten Inhaftierungen vom April 2007 und vom Januar 2008 
seien nicht Anlass seiner Ausreise aus dem Heimatland gewesen, weil 
er sich danach noch während mehreren Monaten in Colombo bei einer 
Grosstante aufgehalten habe. Es bestehe deshalb kein kausaler  Zu-
sammenhang zwischen diesen Ereignissen und der Ausreise. Zudem 
sei  er  weder  im  Norden  des  Landes  noch  in  Colombo  gezielt  kon-
trolliert oder festgenommen worden und jeweils ohne weiteren Folgen 
aus der Haft  beziehungsweise aus den Kontrollen entlassen worden, 
womit  die  geltend  gemachten  behördlichen  Massnahmen  mangels 
Intensität  keinen  Verfolgungscharakter  aufwiesen.  Ferner  habe  sich 
der  Beschwerdeführer  in  Ungereimtheiten  verstrickt,  indem er  einer-
seits angegeben habe, von der srilankischen Armee über ein sich in 
der Nähe seines Elternhauses befindliches Camp der Liberation Tigers 
of  Tamil  Eelam (LTTE) befragt  worden zu sein,  während er  anderer-
seits vorgebracht habe, man habe ihn verdächtigt, Waffen versteckt zu 
haben.  Unterschiedlich  habe  er  auch  ausgesagt,  von  wem  er  im 
Januar  2008  entführt  worden  sei,  nämlich  einmal  von Soldaten und 
einmal von Unbekannten. Schliesslich habe er die anfänglich erwähnte 
Bedrohung durch die EPDP anlässlich der Anhörung nicht mehr gel-
tend  gemacht,  was ebenfalls  gegen  die  Glaubhaftigkeit  spreche. An 
der festgestellten Unglaubhaftigkeit vermöchten im Übrigen weder die 
eingereichte  Geburtsurkunde  noch  das  zu  den  Akten  gegebene 
Schreiben eines Vize-Ministers etwas zu ändern. Den Wegweisungs-
vollzug erachtete die Vorinstanz als zulässig, zumutbar und möglich. 
Insbesondere führte das BFM aus, dass ein Vollzug der Wegweisung 

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in  den  Grossraum Jaffna  als  Folge  der  schlechten  Sicherheits-  und 
Menschenrechtslage zwar nicht  als zumutbar erachtet  werde, jedoch 
im Süden und Westen des Landes und insbesondere im Grossraum 
Colombo  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrsche,  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung in diese Region des Landes generell nicht als 
unzumutbar bezeichnet werden könne. Zugunsten des Wegweisungs-
vollzugs spreche vorliegend ferner, dass der Beschwerdeführer länger 
als ein Jahr in Colombo gewohnt habe, dort  von Angehörigen aufge-
nommen worden sei und über Kontakt zu Bekannten und Freunden der 
Familie verfüge. Er werde von seinem in I._______ arbeitenden Vater 
unterstützt  und  könne  auch  mit  der  Hilfe  des  in  den  Vorbringen  er-
wähnten Vize-Ministers rechnen. Ausserdem habe er in Colombo ein 
Informatikstudium absolviert.

C.
Mit  Eingabe  an  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  16.  September 
2009 beantragte der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin, 
die angefochtene Verfügung sei  aufzuheben und es sei  ihm Asyl  zu 
gewähren  sowie  eventualiter  sei  infolge  Unzulässigkeit  beziehungs-
weise Unzumutbarkeit die vorläufige Aufnahme zu verfügen. In verfah-
rensrechtlicher  Hinsicht  ersuchte  er  um  Gewährung  der  unentgeltli-
chen  Rechtspflege  und  um  Erlass  des  Kostenvorschusses.  Zur  Be-
gründung wurde insbesondere vorgebracht, dass der Sachverhalt von 
der Vorinstanz nur ungenügend erstellt worden sei, indem man wich-
tige und asylrelevante Tatsachen ausgelassen habe. Weitere Abklärun-
gen seien offensichtlich nicht getätigt worden. Entgegen der Argumen-
tation der Vorinstanz müssten die genannten Ereignisse als kausal be-
trachtet  werden.  Durch  die  Verwarnung  des  Beschwerdeführers  im 
Jahr 2001 und später im Jahr 2007 durch die EPDP seien sein Name 
und  sein  Foto  der  EPDP  bekannt  geworden.  Auch  die  srilankische 
Armee habe seinen Namen und sein Foto,  weil  er  im Jahr  2005 an 
einem  Waffentraining  der  LTTE  und  an  einer  Demonstration  teilge-
nommen habe. Diese Tatsachen  hätten  zur  Festnahme am 15. April 
2007 geführt. Ausserdem sei  er  nur  unter  der  Bedingung,  er  müsse 
innert fünf Tagen Waffen abliefern, freigelassen worden, was als Mord-
drohung aufzufassen sei und zur Flucht nach Colombo sowie zur stän-
digen Angst vor der srilankischen Armee während des Aufenthaltes in 
Colombo  geführt  habe.  Der  Beschwerdeführer  habe  deshalb  illegal 
dort  gelebt und in einem singhalesischen Quartier  gewohnt. Von der 
Polizei entdeckt worden sei er nach einem Bombenanschlag, der sich 
in der Nähe ereignet habe, und der infolgedessen durchgeführten poli-

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zeilichen Kontrolle. Dabei habe er keine Registrierung vorweisen kön-
nen, worauf er unrechtmässig während drei Wochen festgehalten wor-
den sei. Nur dank der Bezahlung einer Bestechungssumme sei er frei-
gekommen. Da er in der Folge weder über eine Wohnung noch über 
eine  Identitätskarte  verfügt  habe,  sei  eine  Registrierung ebenso un-
möglich geworden wie eine Anzeige der Entführer bei der Polizei. Bei 
Kontrollen  hätte er  sich zudem nicht  mehr  ausweisen können. Unter 
diesen Umständen habe er die nächsten Monate bei einer Verwandten 
in  Colombo  verbracht  und  das  Haus  nicht  mehr  verlassen.  Das 
Studium habe er nicht mehr fortsetzen können. Die Befragung des Be-
schwerdeführers durch den CID-Beamten im Rahmen der doch noch 
einmal versuchten Registrierung zeige deutlich, dass die Ereignisse in 
E._______  in  einem  direkten  Zusammenhang  mit  der  Ausreise 
stünden, weshalb die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz nicht den 
Tatsachen entspreche. Der  Beschwerdeführer  habe sich dem Zugriff 
der Behörden nur entziehen können, indem er versteckt in Colombo 
gelebt habe und geflohen sei. Die Aussage der Vorinstanz, er sei ohne 
weiteren  Folgen  aus  der  Haft  entlassen  worden  und  habe  seinen 
Lebensalltag ohne grössere Behelligungen gestalten können, sei somit 
völlig realitätsfremd. Ausserdem versuchte der Beschwerdeführer die 
ihm vorgeworfene Widersprüchlichkeit seiner Aussagen zu erklären, in-
dem er  geltend machte,  er  sei  zum Inhalt  der  Verhöre  nicht  gefragt 
worden und die Dolmetscherin sei  nicht aus Sri  Lanka, sondern aus 
J._______, weshalb sie nicht alle sprachlichen Nuancen habe richtig 
deuten können. Insgesamt  habe  er  im Fall  einer  Rückkehr  nach Sri 
Lanka  begründete  Furch  vor  ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  des 
Asylgesetzes. Unter Hinweis auf die allgemeine Situation in Sri Lanka, 
welche trotz  der Beendigung des Bürgerkrieges nach wie vor unklar 
sei,  wurde zudem geltend gemacht,  dass individuelle  Gründe gegen 
den Wegweisungsvollzug sprächen. Aus den Tatsachen, dass der Be-
schwerdeführer während seines Aufenthaltes in Colombo mehr als die 
Hälfte der Zeit versteckt gewesen, ein Mal festgenommen und ein Mal 
entführt  worden sei sowie ein zweites Mal  der Entführung habe ent-
weichen  können,  sei  auf  die  Unzulässigkeit  beziehungsweise  Unzu-
mutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  zu  schliessen.  Zudem  befinde 
sich die – einzige in Colombo wohnhafte – Verwandte des Beschwer-
deführers  inzwischen  in  K._______,  womit  der  Beschwerdeführer  in 
Colombo über kein Beziehungsnetz verfüge. Da er ferner sein Studium 
noch  nicht  abgeschlossen  habe,  sondern  es  infolge  der  erwähnten 
Schwierigkeiten habe abbrechen müssen, könne er nicht als Informa-

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tiker arbeiten. Er spreche auch kein Singhalesisch. Folglich fehle vor-
liegend eine gesicherte Einkommens- und Wohnsituation.

D.
Mit  Zwischenverfügung  vom  22.  September  2009  wurde  dem  Be-
schwerdeführer mitgeteilt,  dass er den Ausgang des Beschwerdever-
fahrens in der Schweiz abwarten könne. Das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021)  wurde infolge Aussichtslosigkeit  der Be-
schwerdebegehren  abgewiesen  und  der  Beschwerdeführer  aufge-
fordert, innert der ihm angesetzten Frist einen Kostenvorschuss zu be-
gleichen,  verbunden  mit  der  Androhung,  im Unterlassungsfall  werde 
auf seine Beschwerde nicht eingetreten. 

E.
Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht einbezahlt. 

F.
Mit Eingabe vom 26. Oktober 2009 (Datum Poststempel: 27. Oktober 
2009) reichte der Beschwerdeführer die Kopie einer Fürsorgebestäti-
gung, einer Studienbestätigung und einen Auszug  aus dem TamilNet 
zu den Akten. Er wies darauf hin, dass ihm im Fall einer Rückkehr in 
sein Heimatland bereis am Flughafen eine Verhaftung drohe.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bundesamt für 
Migration  (BFM)  gehört  zu  den  Behörden nach  Art. 33  VGG und ist 
daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sach-
gebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 
Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich end-
gültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

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1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung. Der  Beschwerdeführer ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1  sowie 
Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-
führung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.  

4.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

5.  

5.1 In  der Beschwerde wird geltend gemacht,  die vom Beschwerde-
führer vor seinem Aufenthalt  in Colombo vorgebrachten Festnahmen 

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aus den Jahren 2007 und 2008 seien – entgegen den Ausführungen in 
der vorinstanzlichen Verfügung – sehr wohl kausal für die Ausreise ge-
wesen,  zumal  sie  zu  seiner  Registrierung  geführt  hätten  und  er  in 
Colombo infolge dieser Registrierung weiteren Problemen ausgesetzt 
gewesen sei. Diese Sichtweise kann indessen aufgrund der unglaub-
haften Angaben des Beschwerdeführers nicht geteilt werden.

5.1.1 Wie die Vorinstanz nämlich zutreffend feststellte,  legte der Be-
schwerdeführer unterschiedlich dar, warum er im April 2007 in Jaffna 
festgehalten  worden sein  soll.  Während er  einmal  angab,  man habe 
von  ihm  Informationen  über  das  vor  seinem  Elternhaus  befindliche 
Camp der  LTTE in  den Jahren 1992 bis  1996 erhalten wollen (Akte 
A1/9 S. 5), brachte er an anderer Stelle vor, er sei unter dem Vorwurf, 
Waffen bei  sich versteckt zu haben,  festgenommen und aufgefordert 
worden,  diese innert  fünf  Tagen zurückzugeben,  ansonsten man ihn 
erneut  festnehmen werde (Akte  A11/11 S. 6). Dabei  vermag die  Er-
klärung  in  der  Beschwerde,  es  handle  sich  nicht  um  einen  Wider-
spruch,  weil  er  sowohl  zum vormaligen Camp der  LTTE vor  seinem 
Elternhaus als auch zu den Waffen befragt worden sei, was aufgrund 
seiner  persönlichen  Situation  und  der  Umstände  seiner  Verhaftung 
logisch  sei,  nicht  zu  überzeugen,  da  er  anlässlich  der  ersten  Be-
fragung  weder  ein  Wort  des  Vorwurfs  des  Waffenbesitzes  erwähnte 
noch vorbrachte, er  sei  unter  der Androhung man werde ihn im Fall 
einer  allfälligen  Nichtabgabe von Waffen erneut  festnehmen. Da der 
Beschwerdeführer gemäss seinen Aussagen anlässlich der Anhörung 
aus Angst vor einer weiteren Festnahme infolge der Nichtabgabe von 
Waffen nach Colombo geflohen sein will,  stellen der Vorwurf, Waffen 
zu  besitzen  und  die  Befürchtung,  aus  diesem Grund  erneut  festge-
nommen  zu  werden,  zentrale  Vorbringen  des  Sachvortrages  dar. 
Zentrale  Sachverhaltselemente  sind  indessen –  um als  glaubhaft  zu 
gelten – von Anfang an, mithin bereits in der ersten summarischen Be-
fragung,  wenigstens  ansatzweise  vorzubringen.  Dies  ist  vorliegend 
nicht  der  Fall,  weshalb  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  be-
züglich  der  Motivation  seiner  Festnahme im Norden Sri  Lankas und 
der  Drohung,  er  werde  erneut  festgenommen,  wenn  er  innert  fünf 
Tagen  keine  Waffen  abliefere,  als  nachgeschoben  und  mit  seinen 
früheren  Aussagen  unvereinbar  zu  betrachten  sind.  Seine  dies-
bezüglichen Vorbringen gelten folglich als unglaubhaft. Daran vermag 
auch der Einwand, die befragende Person habe nicht näher nach dem 
Inhalt der Verhöre gefragt, nicht zu überzeugen, da es im Rahmen der 
Mitwirkungspflicht  die  Aufgabe  des  Beschwerdeführers  ist,  wichtige 

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Einzelheiten von sich aus von Anfang an und nicht erst später oder auf 
Nachfrage hin zu Protokoll zu geben. 

5.1.2 Des Weiteren gab der  Beschwerdeführer  in  den beiden Befra-
gungen unterschiedlich an, wie er im Jahr 2007 aus der Region Jaffna 
geflohen sein will. Um Wiederholungen zu vermeiden, sei diesbezüg-
lich  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  in  der  Zwischenverfügung 
vom 22. September  2009 verwiesen. Auch die unterschiedliche Dar-
stellung des angeblichen Fluchtweges spricht gegen die Glaubhaftig-
keit seiner Vorbringen.

5.1.3 Darüber  hinaus ist  die  Angabe des Beschwerdeführers,  er  sei 
aus E._______ geflohen, weil die srilankische Armee von ihm Waffen 
verlangt  habe  (Akte  A11/11  S.  6),  nicht  zu  vereinbaren  mit  seiner 
Aussage, er habe von der srilankischen Armee eine Clearance für die 
Reise  nach  Colombo verlangt  und  diese  sei  ihm verweigert  worden 
(Akte A1/9 S. 5). Hätte ihm die srilankische Armee in der Tat eine Frist 
von fünf Tagen zur Abgabe von Waffen eingeräumt, hätte er wohl kaum 
bei  der  gleichen Armee um einen Durchgangsschein  nach Colombo 
ersucht,  zumal  er  sich  unter  diesen  Umständen  dem  erheblichen 
Risiko  einer  sofortigen  Festnahme  ausgesetzt  hätte,  was  nicht 
nachvollziehbar  ist.  Auch  gestützt  auf  diese  Ungereimtheiten  ist  die 
Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers zu bezweifeln.

5.1.4 Insgesamt  kann  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  geglaubt 
werden, dass er aus den von ihm dargelegten Gründen aus den Nor-
den Sri Lankas nach Colombo geflohen ist. Unter diesen Umständen 
verhält auch die in der Beschwerde vertretene Argumentation, er habe 
in  Colombo infolge der im Norden Sri  Lankas erfolgten Festnahmen 
und  der  dabei  stattgefundenen  Registrierung  seiner  Person  bei  der 
srilankischen  Armee  erneut  Probleme  bekommen,  weshalb  die  aus 
den  Jahren  2007  und  2008  geltend  gemachten  Festnahmen für  die 
Ausreise  trotz  des  zeitlichen  Ablaufs  kausal  seien.  Vielmehr  ist  aus 
den  unglaubhaften  Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  schliessen, 
dass er seinen Herkunftsort im Norden Sri Lankas aus andern Grün-
den verlassen hat, wobei auffällt, dass er gemäss seinen Aussagen in 
Colombo sein im Norden des Landes begonnenes Informatikstudium 
fortsetzte, weshalb davon auszugehen ist,  dass wohl dies der Grund 
seiner  Reise  nach  Colombo  war.  Die  Argumentation  der  Vorinstanz 
hinsichtlich  der  fehlenden  Kausalität  ist  somit  ebenso  zu  bestätigen 
wie die von ihr festgestellte Unglaubhaftigkeit der Aussagen. 

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5.2 Wie  die  Vorinstanz  zudem zutreffend  feststellte,  sind  die  in  der 
Erstbefragung  vorgebrachten  Schwierigkeiten  mit  der  EPDP  nicht 
glaubhaft, weil sie später in der Anhörung nicht mehr vorgebracht wor-
den sind, obwohl sie gestützt auf die Darstellung in der Beschwerde 
den Auslöser für die verschiedenen Festnahmen des Beschwerdefüh-
rers gewesen sein sollen  (Beschwerde S. 4). Zentrale  Elemente  der 
Sachverhaltsdarstellung  sind  indessen  nicht  nur  von  Anfang  an  an-
satzweise vorzubringen,  damit  sie  als  glaubhaft  gelten  können; viel-
mehr ist über sie auch in der nachfolgenden Anhörung detaillierter zu 
berichten,  was  der  Beschwerdeführer  bezüglich  der  am  Anfang  be-
haupteten Bedrohung durch die EPDP unterliess. Es kann ihm deshalb 
nicht geglaubt werden, dass er von der EPDP ersthaft und in asylrele-
vanter Weise bedroht worden ist oder dass diese Bedrohung später zu 
einer asylerheblichen Verfolgung seiner Person geführt hat. Ansonsten 
wäre es ihm wichtig gewesen darüber eingehender zu berichten. 

5.3 In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  ferner  festzustellen, 
dass auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verfolgung in 
Colombo infolge mehrerer Widersprüche nicht geglaubt werden kann. 
So sagte er  einerseits  aus,  er  sei  als  Folge der  Nichtbezahlung der 
Miete von zwei oder drei Soldaten in der Nacht in einem Fahrzeug ent-
führt  und  irgendwohin  beziehungsweise  nach  G._______  gebracht 
worden. Dabei sei ihm eröffnet worden, dass er nicht in Colombo blei-
ben könne (Akte A1/9 S. 5). Demgegenüber legte er in der Anhörung 
vor, es sei – nachdem er die Miete nicht mehr habe bezahlen können 
–  eine  Gruppe  Unbekannter  in  einem  weissen  Van  gekommen  und 
habe  ihn  unter  dem  Hinweis,  Tamilen  hätten  in  Colombo  nichts  zu 
suchen, nach G._______ entführt (Akte A11/11 S. 6). Unterschiedlich 
brachte er auch vor, wann ihm die Identitätskarte abgenommen wor-
den sein soll. Während dies gemäss der ersten Version anlässlich der 
Reise nach G._______ erfolgt sein soll (Akte A1/9 S. 5), soll man ihm 
die Identitätskarte gestützt auf die zweite Version zwei Tage später ab-
genommen  haben  (Akte  A11/11  S.  6).  Bezüglich  der  Rückkehr  aus 
G._______  meinte  der  Beschwerdeführer  zunächst,  ein  Tamile  aus 
G._______ habe ihm geholfen,  mit  seinem Fahrzeug nach Colombo 
zurück  zu  gelangen  (Akte  A1/9  S.  5),  während  dies  gemäss  der 
späteren Variante ein LKW-Chauffeur gewesen sein soll (Akte A11/11 
S. 6). Ausserdem legte er einmal  dar, nach dem Verhör durch einen 
Angehörigen des CID seien in der Nacht wieder Soldaten ins Haus ge-
kommen, worauf er über die Mauer gesprungen und entkommen sei, 
weil er vermutet habe, dass sie ihn erneut mitnähmen (Akte A1/9 S. 5 

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f.);  gemäss der  zweiten  Version indessen soll  an  diesem Abend ein 
Van zum Haus gekommen sei, worauf er weggerannt sei (Akte A11/11 
S. 7).  Aufgrund  dieser  zahlreichen  widersprüchlichen  Angaben  kann 
dem Beschwerdeführer auch nicht geglaubt werden, er sei in Colombo 
verfolgt worden. 

5.4 An dieser Einschätzung vermögen weder das als Beweismittel ein-
gereichte  Schreiben  eines  Parlamentsmitgliedes  vom  3.  September 
2009 noch die Einwände in der Beschwerde etwas zu ändern. 

5.4.1 Der  Beschwerdeführer  versuchte  zwar  in  der  Beschwerde  die 
Ungereimtheiten damit zu erklären, dass die dolmetschende Person, 
welche nicht aus Sri Lanka, sondern aus J._______ stamme, nicht alle 
sprachlichen  Nuancen  richtig  gedeutet  habe.  Indessen  können  den 
beiden Protokollen  keine sprachlichen Probleme entnommen werden 
und  der  Beschwerdeführer  bestätigte  beide  Male  mit  seiner  Unter-
schrift die Richtigkeit seiner Aussagen. Er gab in beiden Befragungen 
an, die dolmetschende Person gut verstanden zu haben und auch die 
anwesende Hilfswerksvertretung hatte gegen das Protokoll der Anhö-
rung nichts einzuwenden. Unter diesen Umständen vermögen die erst 
im  Beschwerdeverfahren  vorgebrachten  Verständigungsschwierigkei-
ten nicht zu überzeugen, sondern sind vielmehr als nachgeschobene 
Erklärung  aufzufassen,  welche  die  Unglaubhaftigkeit  der  Aussagen 
nicht aus dem Weg zu räumen vermag. 

5.4.2 Das der  Beschwerde  beigelegte  Schreiben  vom 3. September 
2009 kann dem Beschwerdeführer mangels Abgabe von rechtsgenüg-
lichen Identitätspapieren nicht  zugeordnet  werden und ist  schon aus 
diesem Grund kein taugliches Beweismittel. Darüber hinaus enthält es 
– abgesehen vom ersten Zeilenblock – insbesondere allgemeine Be-
merkungen, welche sich nicht auf den konkreten Fall des Beschwerde-
führers  beziehen.  Es  scheint  überdies  nicht  auf  einem  Papier  mit 
Originalbriefkopf erstellt worden zu sein, was Zweifel an der Echtheit 
hervorruft. Diese sind indessen mangels Zuordbarkeit des Dokuments 
zur Person des Beschwerdeführers nicht näher zu klären.

5.5 Gestützt auf  die vorangehenden Erwägungen sind auch die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  hinsichtlich  der  geltend  gemachten 
Verfolgung  in  Colombo  nicht  als  glaubhaft  zu  erachten.  Dem  Be-
schwerdeführer kann nicht geglaubt werden, dass er in Colombo auf-
grund früherer Festnahmen im Norden Sri Lankas unter dem Vorwurf 
des illegalen Waffenbesitzes festgenommen und entführt  worden ist. 

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Was allfällige Festnahmen in Colombo im Rahmen von Kontrollen be-
trifft, so kommt ihnen keine flüchtlingsrechtliche Relevanz zu. Diesbe-
züglich  ist  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  zu  verweisen.  Bezüglich  allfälligen  Behelligungen  im  Zu-
sammenhang  mit  Ausständen  aus  dem  Mietverhältnis  ist  der  Be-
schwerdeführer gehalten, sich an die Strafverfolgungsbehörden seines 
Heimatlandes zu halten und gegen fehlbare Drittpersonen Anzeige zu 
erstatten. Es kann ihm – gestützt auf seine als unglaubhaft zu erach-
tenden Aussagen – nicht geglaubt werden, dass eine allfällige Anzeige 
gegen unbekannte Täter oder gegen seine Vermieter zu einer Verfol-
gung seiner eigenen Person führen würde. Vielmehr ist davon auszu-
gehen,  dass  die  srilankischen  Behörden  einer  allfälligen  Anzeige  in 
der geforderten Weise nachgingen und dem Beschwerdeführer Schutz 
vor einer Verfolgung gewährten. Unter den gegebenen Umständen ver-
mögen  auch  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers,  er  habe  in 
Colombo nur leben können, weil er sich ständig versteckt habe, nicht 
zu überzeugen. Vielmehr  ist  –  ebenfalls in  Übereinstimmung mit  der 
Vorinstanz – davon auszugehen, dass er in Colombo studiert und ein 
normales Leben geführt hat. An dieser Einschätzung vermag auch die 
erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens zu den Akten gegebene Be-
stätigung der NIIT Education & Training Center (NIIT) nichts zu ändern. 
Sie liegt bloss in Kopie vor, womit das Beweismittel an sich einen tie-
fen  Beweiswert  aufweist.  Ausserdem  erklärte  der  Beschwerdeführer 
nicht, wann und wie er in den Besitz dieses Beweismittels gekommen 
ist, weshalb dessen Authentizität zweifelhaft erscheint. Ebenso unklar 
ist,  warum er  es  nicht  schon früher  einreichte. Ferner  weist  es  kein 
Ausstellungsdatum auf,  was weitere Zweifel  an der Echtheit  aufwirft, 
zumal  es  als  eine  offizielle,  von  Schulbehörden  ausgestellte  Teil-
nahmebestätigung ein Ausstellungsdatum aufweisen müsste. Indessen 
kann  auf  eine  eingehendere  Prüfung  der  Echtheit  des  Dokumentes 
verzichtet  werden,  da  es  einerseits  –  wie  das  Schreiben  vom 
3. September 2009 – mangels Abgabe von rechtsgenüglichen Identi-
tätspapieren  nicht  der  Person  des  Beschwerdeführers  zugeordnet 
werden kann und da es andererseits selbst im Fall  der Echtheit  den 
aus den zuvor schon erwähnten Gründen als unglaubhaft zu qualifizie-
renden  Sachverhalt  nicht  in  einem  glaubhafteren  Licht  erscheinen 
liesse. 

Insgesamt hat der Beschwerdeführer im Fall einer Rückkehr nach Sri 
Lanka somit  nicht  mit  einer begründeten Furcht  vor einer asylerheb-
lichen Verfolgung zu rechnen. Daran vermöchte auch eine eingehen-

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dere Prüfung bei der Wiedereinreise am Flughafen durch Spezialein-
heiten der State Intelligence Unit nichts zu ändern, zumal eine solche 
Überprüfung per se nicht als flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung 
zu betrachten ist. Aus dem am 28. Oktober 2009 eingereichten Schrei-
ben des TamilNet  kann nicht  auf  eine in ihrer Art  und Intensität den 
Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  genügende  Verfolgung 
geschlossen  werden.  Zudem  unterscheidet  sich  der  in  dieser  Notiz 
festgehaltene  Sachverhalt  vom  vorliegenden,  da  dem  Beschwerde-
führer die Einreise in die Schweiz nicht verweigert wurde. 

5.6 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
nicht glaubhaft machen oder belegen konnte, er sei in seinem Heimat-
land aus asylrechtlich relevanten Gründen ernsthaften Nachteilen aus-
gesetzt. Seine Furcht vor einer Rückkehr nach Sri Lanka ist demnach 
als flüchtlingsrechtlich nicht begründet zu betrachten. 

5.7 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die 
weiteren Ausführungen in der Beschwerde sowie die Beilagen im Ein-
zelnen einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Unter 
Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt,  dass der Beschwer-
deführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder  glaubhaft 
machen konnte. Das BFM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
zu Recht abgelehnt.

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 

7.

7.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-

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nahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  entgegen-
stehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen  werden,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmensch-
licher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung  unterworfen  wer-
den.

7.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das 
in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-
foulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers  noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall 
einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 

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Strafe oder  Behandlung ausgesetzt  wäre. Gemäss Praxis  des  Euro-
päischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behand-
lung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hin-
weisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 
2001,  Recueil  des  arrêts  et  décisions  2001-I,  S. 327 ff.).  Dies  ver-
mochte  der  Beschwerdeführer  nicht  glaubhaft  darzulegen.  Auch  die 
allgemeine  Menschenrechtssituation  im  Heimatstaat  lässt  den  Weg-
weisungsvollzug zum heutigen  Zeitpunkt  klarerweise  nicht  als  unzu-
lässig  erscheinen. Nach  dem Gesagten ist  der  Vollzug  der  Wegwei-
sung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim-
mungen zulässig.

7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

7.5

7.5.1 In  der  angefochtenen  Verfügung  führte  das  BFM  aus,  im  Mai 
2009  sei  der  Krieg  zwischen  der  srilankischen  Regierung  und  der 
LTTE zu Ende gegangen. Damit  befinde sich das Land wieder unter 
Regierungskontrolle. Der dem Bürgerkrieg zugrunde liegende Konflikt, 
so etwa die Frage der regionalen Autonomie für die tamilische Minder-
heit im Norden und Osten des Landes, bleibe vorerst ungelöst. Zudem 
habe  sich  die  Sicherheits-  und  Menschenrechtslage  namentlich  im 
Norden, aber auch im Osten des Landes, nicht massgeblich verändert. 
Unter diesen Umständen erscheine der Vollzug der Wegweisung des 
Beschwerdeführers in den Norden Sri Lankas nicht zumutbar. Gestützt 
auf die mit der Staatsangehörigkeit verbundene Niederlassungsfreiheit 
könne  er  jedoch  in  einem  anderen  Teil  seines  Heimatlandes  –  bei-
spielsweise im Grossraum Colombo – Wohnsitz  nehmen. Zwar gebe 
es  auch im Südwesten Sri  Lankas und insbesondere  im Grossraum 
Colombo sehr strenge Sicherheitskontrollen. Es  sei aber davon aus-

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zugehen, dass sich in dieser Region die Sicherheitslage mit  Beendi-
gung des Krieges stabilisieren und allmählich verbessern werde. Ins-
gesamt bestehe im Süden und Westen des Landes keine Situation all-
gemeiner  Gewalt.  Zudem  würden  auch  keine  individuellen  Gründe 
gegen die Zumutbarkeit  einer Wohnsitznahme in Colombo sprechen. 
Namentlich habe der Beschwerdeführer dort länger als ein Jahr gelebt 
und  studiert.  Dabei  sei  er  von  Familienangehörigen  aufgenommen 
worden. Auch Bekannte, mit denen die Familie des Beschwerdeführers 
eine Freundschaft  verbinde,  lebten in  Colombo. Ferner  könne der in 
den  Akten  erwähnte  Vize-Minister  dem  Beschwerdeführer  behilflich 
sein. Schliesslich sei der Beschwerdeführer von seinem in I._______ 
arbeitenden Vater unterstützt  worden. Insgesamt sei  der  Vollzug der 
Wegweisung zumutbar.

7.5.2 Dieser vorinstanzliche Schluss wird in der Rechtsmitteleingabe 
bestritten. Insbesondere wird dargelegt, dass sich alle aus den Nord- 
und Ostprovinzen stammenden Personen registrieren lassen müssten, 
was  angesichts  der  willkürlichen  Festnahmen,  Inhaftierungen  ohne 
richterliche  Überprüfung,  Hausdurchsuchungen,  Überwachung  der 
Kommunikationskanäle und der allgegenwärtigen Checkpoints als un-
zumutbar zu qualifizieren sei. Auch wenn der Beschwerdeführer länger 
als ein Jahr in Colombo gelebt habe, so müsse berücksichtigt werden, 
dass er sich die meiste Zeit in Colombo habe verstecken und sein Stu-
dium habe unterbrechen müssen. Bei der Grosstante, von welcher er 
aufgenommen  worden  sei,  habe  er  nur  vier  Monate  verbracht,  weil 
deren Wohnquartier  weit  weg  von seinem Studienplatz  liege und  er 
sich nicht unnötigen Gefahren habe aussetzen wollen. Zudem befinde 
sich die Grosstante mittlerweile seit Juli 2008 in Kanada bei ihren Ver-
wandten. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters sei nicht sicher, dass 
sie  nach Sri  Lanka zurückkehre. Die Behauptung der  Vorinstanz,  es 
gebe in Colombo Bekannte, mit welchen die Familie des Beschwerde-
führers  eine  Freundschaft  pflege,  entbehre  jeglicher  Grundlage.  Es 
gebe zwar eine Ärztin, welche dem Beschwerdeführer die letzte Unter-
kunft organisiert habe. Aus dieser Bekanntschaft könne indessen nicht 
auf  eine  Freundschaft  geschlossen  werden.  Auch  die  alte  Frau,  bei 
welcher der Beschwerdeführer zuletzt Unterschlupf gefunden habe, sei 
nicht in der Lage, ihn längerfristig zu unterstützen. Sie habe ihm bloss 
einmalig  in  einer  extremen  Notlage  für  kurze  Zeit  geholfen.  Zudem 
stehe  der  Beschwerdeführer  mit  dem in  den Akten  erwähnten Vize-
Minister  nicht in Verbindung, weshalb ihm dieser nicht  helfen könne. 
Schliesslich habe der Beschwerdeführer sein Studium noch nicht ab-

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geschlossen, spreche kein Singhalesisch und könne deshalb nicht als 
Informatiker arbeiten. 

7.5.3 Im  Grundsatzurteil  BVGE  2008/2  hat  sich  das  Bundesverwal-
tungsgericht zur Lage in Sri Lanka, namentlich zur Frage der Zumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  Asylsuchender  ge-
äussert.  Dabei  hat  es  festgestellt,  dass  die  Rückkehr  abgewiesener 
Asylgesuchsteller  aus  Sri  Lanka  in  die   Nordprovinz  (die  Distrikte 
Kilinochchi, Mannar, Vavuniya, Mullaitivu und Jaffna) und die Ostpro-
vinz  (Distrikte  Trincomalee,  Batticaloa  und  Ampara)  angesichts  der 
dort  herrschenden  allgemeinen  Lage  unzumutbar  sei. Sodann  setze 
für  aus  der  Nord-  oder  Ostprovinz  stammenden  srilankischen  Asyl-
suchenden tamilischer Ethnie die Anerkennung einer innerstaatlichen 
Aufenthaltsalternative  im  Süden  des  Landes,  namentlich  im  Gross-
raum  Colombo,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender  Faktoren, 
wie  die  Existenz  eines  tragfähigen  familiären  oder  sozialen  Bezie-
hungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicherte Einkommens- und 
Wohnsituation vor.

7.5.4 Die tamilische Ethnie des Beschwerdeführers sowie seine Her-
kunft aus der Provinz Jaffna wird weder vom BFM noch vom Bundes-
verwaltungsgericht  bestritten.  Dementsprechend  ist  ein  Vollzug  der 
Wegweisung in  das  Herkunftsgebiet  des  Beschwerdeführers (Jaffna) 
nicht zumutbar, wie die Vorinstanz zutreffend feststelle. Entgegen der 
Ansicht  des  Beschwerdeführers  ist  indes  von  der  Zumutbarkeit  des 
Vollzugs  der  Wegweisung  in  den  Grossraum  Colombo  auszugehen. 
Gemäss  seinen  eigenen  Angaben  vom 11. Dezember  2008  soll  die 
Schwester seiner Grossmutter in Colombo leben (Akte A1/9 S. 3), was 
er auch anlässlich der Anhörung vom 19. Juni 2009 bestätigte (Akte 
A11/11  S. 4).  Unter  diesen  Umständen  vermag  die  Aussage  in  der 
Beschwerdeschrift,  er  habe  in  Colombo  kein  Beziehungsnetz  und 
keine  Verwandten,  weil  sich  seine  Grosstante  seit  Juli  2008  in 
K._______  bei  ihren  Verwandten  befinde,  nicht  zu  überzeugen. 
Vielmehr ist diese Erklärung als nachgeschoben und – da mit früheren 
Aussagen  unvereinbar  –  unglaubhaft  zu  qualifizieren.  Somit  ist 
vorliegend davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Colombo 
zumindest eine mit ihm verwandte Person hat, wobei diese ebenfalls in 
eine  Familie  eingebunden  sein  dürfte,  was  auch  in  der 
Beschwerdeschrift  zum  Ausdruck  kommt,  indem  dort  von  der 
Grosstante  und  deren  Familie  die  Sprache  ist  (S.  8).  Da  der 
Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Aussagen  während  einigen 

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Monaten bei dieser Tante in Colombo gelebt habe, kann angenommen 
werden,  dass  er  im  Fall  einer  Rückkehr  nach  Colombo  erneut  bei 
diesen  Verwandten  unterkommt.  Vor  diesem  Hintergrund  ist  davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Grossraum Colombo über 
ein  soziales  Beziehungsnetz  verfügt  und  insbesondere  in  einer 
Anfangsphase  auf  die  Unterstützung  von  Verwandten  zurückgreifen 
kann.  Im  Weiteren  hat  der  Beschwerdeführer  das  Gymnasium 
abgeschlossen  und  ein  Informatikstudium  begonnen,  womit  er  über 
eine gute Grundlage zur eigenen Existenzsicherung verfügt. Sollte er – 
wie in der Beschwerde betont wurde – kein Singhalesisch sprechen, 
ist  es  ihm  –  als  Studenten  –  zuzumuten,  sich  entsprechende 
Sprachkenntnisse  innert  kurzer  Zeit  anzueignen. Indessen  bestehen 
an  dieser  Aussage  des  Beschwerdeführers  Zweifel,  zumal  das 
Studium in Colombo nicht in tamilischer Sprache durchgeführt worden 
sein dürfte. Bezüglich  der  finanziellen Unterstützung ist  ferner – wie 
das BFM zutreffend feststellte – darauf hinzuweisen, dass sein Vater in 
I._______  arbeitet  und  ihn  ebenfalls  unterstützen  kann.  Dem 
Beschwerdeführer  ist  es  ausserdem  zuzumuten,  sich  auch  um eine 
Arbeit zu bemühen, die ausserhalb seiner Studienrichtung liegt, sollte 
dies nötig sein. Den Akten können keine gesundheitlichen Probleme 
entnommen werden und gestützt  auf  seine Angaben ist  er  jung und 
ungebunden.  In  Anbetracht  dieser  Umstände  ist  es  dem 
Beschwerdeführer  zuzumuten,  in  den  Grossraum  Colombo  zu-
rückzukehren  und  sich  dort  niederzulassen.  Damit  erweist  sich  der 
Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 

7.6 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

8.
Insgesamt  ist  die  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Wegweisung zu be-
stätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zu-
mutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem Gesagten  fällt  eine  Anord-
nung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1-4 
AuG).

9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

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Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

10.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf insgesamt Fr. 
600.--  festzusetzen  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt  [VGKE,  SR 173.320.2])  und  mit  dem am 6. Oktober  2009  ein-
bezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem am 6. Oktober  2009 einbezahlten  Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

Seite 20