# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df0e4f3d-6ec1-5672-bf27-1d5571d51592
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2025 E-4741/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4741-2025_2025-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4741/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Esther Marti (Vorsitz), 

Richter Lukas Müller, Richter David R. Wenger,    

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,   

alle vertreten durch MLaw Sebastian Spiess,  

Teichmann International (Schweiz) AG,  

(…),  

Gesuchstellende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylverfahren (Revision);  

Urteil des BVGer E-3909/2025 vom 20. Juni 2025 

N (…). 

 

 

 

E-4741/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Gesuchstellenden ersuchten am 6. November 2023 in der Schweiz um 

Asyl. Zur Begründung ihres Asylgesuchs machte die Gesuchstellerin im 

Wesentlichen geltend, sie sei nach der Scheidung von ihrem Ex-Ehemann, 

der alkoholabhängig und spielsüchtig sei und der – trotz eines mithilfe ihres 

Anwalts veranlassten Vollstreckungsverfahrens – keine Alimente gezahlt 

habe, belästigt und nach Geld gefragt worden. Auch von den Gläubigern 

ihres Ex-Ehemannes sei sie behelligt worden. Sie sei von ihrem Ex-Ehe-

mann zudem mehrfach geschlagen und vergewaltigt worden. Nach der ers-

ten Vergewaltigung habe sie mit ihren Kindern in eine andere Stadt gehen 

wollen, sei aber von ihrem Ex-Ehemann via Mobiltelefon geortet, abgefan-

gen und wieder nach Hause gebracht worden. Einen Tag vor ihrer Ausreise 

sei ihr Ex-Ehemann erneut bei ihr zu Hause aufgetaucht, habe Geld von 

ihr verlangt und von ihr gefordert, in D._______ als Prostituierte zu arbei-

ten, um auf diese Weise Geld zu verdienen. Dies habe sie verweigert, wo-

rauf er sie geschlagen und mit dem Tod bedroht habe. Sie habe sich be-

züglich der Spielschulden und der Adressänderung ihres Ex-Ehemannes 

einmal an die Polizei gewandt, die aber ohne Beweise nichts habe unter-

nehmen können beziehungsweise sie für die Adressänderung an das Ein-

wohneramt verwiesen habe. Hinsichtlich der Vergewaltigungen und dem 

versuchten Zwang in die Prostitution habe sie sich weder an die Polizei 

noch an ihren Anwalt gewandt. Sie habe keine Beweise gehabt, habe sich 

vor ihrem Ex-Ehemann gefürchtet und sei überdies nicht in ein Frauenhaus 

gegangen aus Angst, man würde ihr ihre Kinder wegnehmen. Seit der 

Scheidung könne sie des Weiteren nicht in ihr Elternhaus zurückkehren 

und stehe nur noch mit wenigen Familienmitgliedern in Kontakt. Als ge-

schiedene kurdische Frau sei sie ferner bei der Arbeit belästigt worden und 

sie fürchte sich daher vor Männern. 

Zum Beleg ihrer Vorbringen reichten die Gesuchstellenden diverse Fotos 

des Körpers der Gesuchstellerin, die blaue Flecken zeigen, Screenshots 

von Drohungen ihres Ex-Ehemannes sowie ein Scheidungsurteil des 5. Fa-

miliengerichts E._______ vom 15. Dezember 2022 zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 29. April 2025 stellte das SEM fest, die Gesuchstellen-

den erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihr Asylgesuch ab und 

ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. 

E-4741/2025 

Seite 3 

C.  

Die dagegen am 29. Mai 2025 erhobene Beschwerde wies das Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil E-3909/2025 vom 20. Juni 2025 ab. Es be-

stätigte insbesondere die Einschätzung des SEM, dass es den Gesuch-

stellenden nicht gelungen sei, die grundsätzliche Schutzfähigkeit und 

Schutzwilligkeit der türkischen Sicherheits- und Justizbehörden in ihrem 

konkreten Fall zu widerlegen. Zudem sei ihnen die Inanspruchnahme die-

ses Schutzes zuzumuten, und es sei des Weiteren von einer innerstaatli-

chen Ausweichmöglichkeit auszugehen. 

D.  

Die Gesuchstellenden gelangten mit E-Mails vom 27. Juni 2025, 30. Juni 

2025 und 1. Juli 2025 an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchten 

sinngemäss um Revision des Urteils E-3909/2025 vom 20. Juni 2025. Den 

Eingaben lagen ein Schreiben des SEM vom 25. Juni 2025 betreffend An-

setzung der Ausreisefrist sowie mehrere Audiodateien betreffend Sprach-

nachrichten des Ex-Ehemanns bei. 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. Juli 2025 forderte das Bundesverwaltungs-

gericht die Gesuchstellenden auf, dem Bundesverwaltungsgericht mitzu-

teilen, ob sie ein Revisionsverfahren einleiten möchten und bei entspre-

chender Willensbekundung eine Revisionsverbesserung nachzureichen. 

F.  

Der rubrizierte Rechtsvertreter reichte mit Eingabe vom 8. Juli 2025 na-

mens und im Auftrag der Gesuchstellenden eine Revisionsverbesserung 

ein. Darin wird beantragt, auf das Revisionsgesuch sei einzutreten, das 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3909/2025 vom 20. Juni 2025 sei 

zu revidieren und die Verfügung des SEM vom 29. April 2025 sei aufzuhe-

ben, sie seien als Flüchtlinge anzuerkennen und es sei ihnen Asyl zu ge-

währen. Eventualiter sei die Verfügung des SEM vom 29. April 2025 auf-

zuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das SEM zurückzuweisen. 

Subeventualiter sei das SEM anzuweisen, sie vorläufig aufzunehmen. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten sie, es sei der Revision die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen und der Vollzug der Wegweisung auszu-

setzen sowie das SEM und das Migrationsamt des Kantons F._______  

seien umgehend über die aufschiebende Wirkung zu informieren. Eventu-

aliter sei das SEM anzuweisen, die Aufhebung der angesetzten Ausreise-

frist bis zum Entscheid über das Revisionsgesuch anzuordnen. 

E-4741/2025 

Seite 4 

Subeventualiter sei das SEM anzuweisen, eine Verlängerung der festge-

setzten Ausreisefist bis zum Entscheid über das Revisionsgesuch anzu-

ordnen. 

Der Eingabe lagen unter anderem das Beweismittelverzeichnis betreffend 

das SEM-Dossier N (…), ein Auszug der Beschwerde vom 28. Mai 2025 

im Verfahren E-3909/2025, Chat-Auszüge inklusive deutsche Übersetzung 

sowie Fotos von Verletzungen der Beschwerdeführerin bei.  

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 10. Juli 2025 trat das Bundesverwaltungsge-

richt auf die Anträge auf Aufhebung der angesetzten Ausreisefrist sowie um 

Verlängerung der festgesetzten Ausreisefrist nicht ein und wies den Antrag 

um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung ab. Gleichzeitig erhob es 

einen Kostenvorschuss. 

H.  

Mit an das Bundesverwaltungsgericht gerichteten E-Mails vom 11. und 

18. Juli 2025 reichten die Gesuchstellenden weitere Bemerkungen und Au-

diodateien betreffend Sprachnachrichten des Ex-Ehemanns ein. 

I.  

Am 21. Juli 2025 ging der Kostenvorschuss fristgerecht ein. 

J.  

Mit als «Beschwerde gegen den negativen Entscheid betreffend Wegwei-

sung in die Türkei» bezeichnetem Schreiben vom 18. Juli 2025 (eingegan-

gen am 21. Juli 2025) reichten die Gesuchstellenden nochmals die Ein-

gabe vom 8. Juli 2025 inklusive Beilagen (vgl. Sachverhalt, Bst. F) und eine 

Liste der im Zeitraum von 2024 bis 2025 in der Türkei statistisch erfassten 

Femiziden nach. 

K.  

Die Gesuchstellenden reichten am 8. August 2025 eine an das Migrations-

amt des Kantons F._______ gerichtete Eingabe vom 7. August 2025 inklu-

sive Zahlungsquittung bezüglich des einbezahlten Kostenvorschusses (in 

Kopie) ein. 

L.  

Mit Eingabe vom 22. September 2025 reichten die Gesuchstellenden ein 

undatiertes Schreiben von G._______, einen Arztbericht der H._______ 

E-4741/2025 

Seite 5 

vom 27. August 2025 und ein Journal zum Dossier (…) betreffend die Ge-

suchstellerin ein. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG 

(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-

schwerden gegen Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die 

es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 

2007/21 E. 2.1). 

1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 

den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG). 

Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um Revi-

sion nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte gel-

tend machen können (sinngemäss Art. 125 BGG sowie Art. 46 VGG; vgl. 

auch BVGE 2021 VI/4 E. 6–9.1). 

1.4 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun (vgl. Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG). 

1.5 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich 

gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-

such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-

teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen (vgl. 

BVGE 2024 VI/2 E. 3.1 m.w.H.). 

2.  

Die Gesuchstellenden sind durch das Beschwerdeurteil E-3909/2025 vom 

20. Juni 2025 besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse 

E-4741/2025 

Seite 6 

an dessen Aufhebung oder Änderung. Sie sind daher zur Einreichung des 

Revisionsgesuchs legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG analog; vgl. MO-

SER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 5.70). Die Gesuchstellenden machen in ih-

rer Eingabe vom 8. Juli 2025 den Revisionsgrund der versehentlichen 

Nichtberücksichtigung von in den Akten liegenden erheblichen Tatsachen 

(Art. 121 Bst. d BGG) geltend. Zudem erfolgte die Eingabe innert der mas-

sgeblichen Frist von 30 Tagen (Art. 124 Abs. 1 Bst. b BGG) und damit recht-

zeitig. Auf das frist- und formgerecht eingereichte Revisionsgesuch ist des-

halb – nach fristgerechter Zahlung des Kostenvorschusses – einzutreten. 

3.  

In Bezug auf die gestellten Rechtsbegehren ist zu präzisieren, dass die 

Fragen, ob die Gesuchstellenden die Flüchtlingseigenschaft erfüllen und 

ihnen Asyl zu gewähren und/oder ob Wegweisungsvollzugshindernisse 

vorliegen und deswegen eine vorläufige Aufnahme anzuordnen ist, nicht 

Gegenstand des vorliegenden Revisionsverfahrens sein können, sondern 

– gegebenenfalls bei Gutheissung des Revisionsgesuches – des wieder-

aufzunehmenden Beschwerdeverfahrens. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 121 Bst. d BGG ist ein Entscheid in Revision zu ziehen, 

wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Verse-

hen nicht berücksichtigt hat. Ein Versehen liegt dann vor, wenn ein Akten-

stück oder eine Aktenstelle übergangen beziehungsweise nicht zur Kennt-

nis genommen oder deren Sinn nicht korrekt erfasst worden ist. Das Ver-

sehen muss sich auf den Inhalt der nicht berücksichtigten Tatsache bezie-

hen, auf die Wahrnehmung des Gerichts, und nicht auf die Sachverhalts- 

oder Beweiswürdigung. Die ausser Acht gelassene Tatsache muss zudem 

erheblich sein. Das bedeutet, dass der angefochtene Entscheid anders 

hätte ausfallen müssen, wenn die Tatsache, deren Ausserachtlassung ge-

rügt wird, berücksichtigt worden wäre (vgl. BGE 122 II 18 E. 3 m.w.H.; Urteil 

des BVGer E-3395/2011 vom 20. Juli 2011 E. 4.2; MOSER/BEUSCH/ KNEU-

BÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 5.54). 

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird im Wesentlichen geltend gemacht, im 

vorangegangen Beschwerdeverfahren seien die in den SEM-Akten ur-

sprünglich als ID-Nr. 003 («Chat-Ausdrücke») sowie ID-Nr. 004 («Foto 

GSin») bezeichneten Beweismittel im Aktenverzeichnis durchgestrichen 

und somit nicht berücksichtigt worden. Aus diesen ergebe sich, dass der 

Ex-Ehemann der Gesuchstellerin den Gesuchstellenden wiederholt in 

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Seite 7 

bedrohlicher Weise gegenübergetreten sei, wobei er explizit Drohungen 

gegen Leib und Leben sowohl der Mutter als auch der Kinder ausgespro-

chen habe. Daher beträfen diese Beweismittel zentrale Elemente des 

Fluchtschicksals sowie des beim Wegweisungsvollzug zu berücksichtigen-

den Kindeswohls und stellten deshalb erhebliche, aktenkundige Tatsachen 

dar, die versehentlich nicht berücksichtigt worden seien.  

4.3 Entgegen den Ausführungen der Gesuchstellenden ist festzustellen, 

dass die von ihnen erwähnten und im Revisionsverfahren nochmals einge-

reichten Beweismittel (Revisionsgesuchbeilagen 4 und 5) im vorangegan-

gen ordentlichen Asylverfahren berücksichtigt wurden. Diese sind in den 

diesbezüglichen Akten unter den Bezeichnungen «ID-005 Foto Familie/Ge-

suchsteller», «ID-006 Chat-Ausdrücke» und «ID-007 diverse Beweismit-

tel» ersichtlich (vgl. SEM-Akten zum Asylgesuch N […], […][A]6). Unab-

hängig davon sind diese Dokumente auch unter der Annahme, dass sie im 

vorangegangenen Verfahren nicht berücksichtigt wurden, revisionsrecht-

lich nicht erheblich, zumal das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil 

E-3909/2025 vom 20. Juni 2025 die damit geltend gemachten Bedrohun-

gen und Behelligungen durch den Ex-Ehemann der Gesuchstellerin unter 

Hinweis auf die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts würdigte (vgl. E. 9.2 i.V.m. E. 8.1, E. 9.4). Damit sind die Tatsachen 

respektive die mit der Rechtsmitteleingabe nochmals eingereichten Be-

weismittel auch nicht erheblich, da sie nicht geeignet sind, die tatbestand-

liche Grundlage des Entscheids zu ändern und bei zutreffender Würdigung 

zu einem anderen, für die Gesuchstellenden günstigeren Ergebnis zu füh-

ren (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 5.51, m.H.; 

BGE 122 II 17 E. 3; 120 IV 248 E. 2b).  

4.4 Im Übrigen ist die blosse Wiederholung von bereits im ordentlichen 

Asylverfahren geltend gemachten Vorbringen einer Revision nicht zugäng-

lich. Ferner sind die mit den Eingaben vom 27. Juni 2025, 30. Juni 2025 

und 1. Juli 2025 ins Recht gelegten Beweismittel (Audiodateien betreffend 

Sprachmemos des Ex-Ehemanns) grösstenteils offensichtlich nach dem 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts entstanden, weshalb sie als echte 

Noven vorliegend nicht weiter zu prüfen sind (vgl. BVGE 2013/22 E. 13). 

Sodann sind hinsichtlich des Wegweisungsvollzugs keine neuen erhebli-

chen Tatsachen im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG geltend gemacht 

worden, sondern die diesbezüglichen Vorbringen betreffend Art. 8 EMRK 

und Art. 3 KRK betreffen einen bereits im ordentlichen Verfahren bekann-

ten Sachverhalt, womit auch diesen keine revisionsrechtliche Erheblichkeit 

zukommt. An dieser Einschätzung ändern auch die von den 

E-4741/2025 

Seite 8 

Gesuchstellenden mit Eingabe vom 18. Juli 2025 nachgereichte Liste der 

im Zeitraum von 2024 bis 2025 in der Türkei statistisch erfassten Femizide 

und die Audiodateien betreffend Sprachmemos des Ex-Ehemanns, die vor 

dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts entstanden sind und deren re-

visionsrechtliche Rechtzeitigkeit nicht ansatzweise dargelegt wird, nichts. 

Überdies erschöpft sich die Eingabe vom 18. Juli 2025 in der Wiederholung 

der bisher vorgebrachten Argumente, weshalb darauf nicht weiter einzuge-

hen ist. Schliesslich verkennen die Gesuchstellenden in ihrer an das Mig-

rationsamt des Kantons F._______ gerichteten Eingabe vom 7. August 

2025, dass mit Zwischenverfügung vom 10. Juli 2025 das Bundesverwal-

tungsgericht den Antrag um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung ab-

gewiesen hatte, weshalb das Migrationsamt – unabhängig von der Bezah-

lung eines Kostenvorschusses und vom Ausgang des vorliegenden Verfah-

rens – dazu verpflichtet ist, das Wegweisungsverfahren der Gesuchstellen-

den fortzuführen. 

5.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine revisionsrechtlich zugelas-

senen respektive erheblichen Gründe dargetan sind. Das Gesuch um Re-

vision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts E-3909/2025 vom 

20. Juni 2025 ist demzufolge abzuweisen. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 2'000.– den 

Gesuchstellenden aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Der am 21. Juli 2025 geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-4741/2025 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden den Gesuchstellenden auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellenden, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: