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**Case Identifier:** a44b5890-aae9-5370-8429-25dd0e538e5b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2014 UV 2013/57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-57_2014-09-02.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/57

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.09.2014

Entscheiddatum: 02.09.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2014
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV. Ein Rückfall ist zu verneinen. Das Vorliegen eines 
natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten 
Beckenbeschwerden und dem damaligen Unfallereignis ist nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Art. 49 Abs. 3 ATSG: Verletzung 
des rechtlichen Gehörs, Heilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. September 2014, UV 2013/57).Bestätigt durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2014.

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Entscheid vom 2. September 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Grämiger, LL.M., Toggenburgerstrasse 35, 

9500 Will,

gegen

Branchen Versicherung Schweiz, Irisstrasse 9, Postfach, 8032 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli, Stationsstrasse 66a, 

8907 Wettswil,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.___ war bei der B.___ AG als Speditionsmitarbeiterin tätig und im Rahmen dieses 

Arbeitsverhältnisses bei der Branchen Versicherung Schweiz gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als sie am 7. Mai 2010 bei der Arbeit auf der Treppe ausrutschte 

und auf LWS und Steissbein stürzte (UV-act. K1, M1). Dr. med. C.___, Allgemeine 

Innere Medizin FMH, gab im Bericht vom 26. August 2010 an, bei der Versicherten 

bestehe eine massive Steissbeinkontusion durch Treppensturz. Klinisch bestehe kein 

Verdacht auf eine Steissbeinfraktur (UV-act. M3). Am 5. November 2010 wurde die 

Versicherte im Auftrag der Branchen Versicherung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH 

Chirurgie, untersucht. Dieser nannte im Bericht vom 17. November 2010 die Diagnosen 

Iliosakral-Kontusion, Bandscheibenprotrusion L4/L5 sowie chronifiziertes 

Schmerzsyndrom und führte aus, die momentan vorhandenen gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen seien möglicherweise auf den Unfall zurückzuführen. Der status 

quo sine sei drei Monate nach dem Unfallereignis erreicht worden und es bestehe in 

der aktuellen Tätigkeit als Speditionsmitarbeiterin in somatischer Hinsicht eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. M8). Das Kantonsspital St. Gallen führte im Bericht 

vom 16. Dezember 2010 aus, es bestehe bei der Versicherten ein unklarer 

Gesässschmerz links bei Treppensturz im Mai 2010, differentialdiagnostisch 

Iliosakralgelenk (ISG)-Symptomatik links, blandes MRI ohne Nervenwurzelkompression 

oder Fraktur, und attestierte der Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumindest 

für leichte Tätigkeiten (UV-act. M10). Gestützt auf diese medizinischen Abklärungen 

stellte die Branchen Versicherung die Taggeldzahlungen per 31. Dezember 2010 ein 

(UV-act. K4 f.).

B.    

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B.a  Seit Dezember 2011 war die Versicherte erneut wegen Gesässschmerzen und 

Schmerzen der unteren Lendenwirbelsäule in medizinischer Behandlung (vgl. UV-act. 

M12 f., M15 f.). Gestützt auf ein MRI der Wirbelsäule BWK11-SWK3 und der 

Iliosakralgelenke bds. vom 23. März 2012 (UV-act. M17) führte das Kantonsspital St. 

Gallen im Bericht vom 4. April 2012 aus, bei der Versicherten bestehe ein 

pseudoradikuläres LWS-Syndrom bei Diskusdehydratation und Einriss Anulus fibrosus 

LWK4/5, aktuell Ausschluss Spondyloarthritis, Ausschöpfung konservativer 

Massnahmen (UV-act. M18). Am 6. Juni 2012 meldete die damalige Arbeitgeberin der 

Versicherten der Branchen Versicherung einen Rückfall zum Ereignis vom 7. Mai 2010 

(Rückfalldatum 2. April 2012; UV-act. K7).

B.b  Mit Verfügung vom 18. Juli 2012 lehnte die Branchen Versicherung ihre 

Leistungspflicht ab. Zur Begründung führte sie an, gemäss dem Vertrauensarzt Dr. 

D.___ sei von einer Spondyloarthrose bei degenerativer Veränderung der Wirbelsäule 

auszugehen und ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis von 2010, wenn 

überhaupt, nur möglicherweise gegeben (UV-act. K9; vgl. auch die Aktennotiz vom 12. 

Juli 2012, UV-act. M19).

B.c  Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg

Grämiger, Wil, am 17. September 2012 Einsprache und beantragte, die Verfügung sei 

aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen nach UVG zuzusprechen, 

eventualiter sei die Sache zur Vornahme von gutachterlichen Abklärungen zwecks 

medizinischer Kausalitätsbeurteilung und zur neuen Entscheidung zurückzuweisen (UV-

act. K17; vgl. auch K13).

B.d  In der Folge wurde die Versicherte durch die E.___ polydisziplinär begutachtet. Die 

am 16. November 2012 durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) ergab infolge mässiger Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz 

für die Beurteilung der zumutbaren physischen Belastbarkeit nur teilweise verwertbare 

Resultate (UV-act. M20-25 ff.). Im psychiatrischen Teilgutachten vom 11. Dezember 

2012 wurde ausgeführt, bei der Versicherten bestehe eine chronische Schmerzstörung 

linke Gesässhälfte mit Schmerzausstrahlung in das linke Bein, derzeit ohne 

psychiatrische Komorbidität mit Krankheitswert nach ICD-10 R52.2. Die Versicherte sei 

aus psychiatrischer Sicht zu 100% arbeitsfähig (UV-act. M20-15 ff.). Der orthopädische 

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Gutachter, Dr. med.

F.___, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, nannte im Gutachten vom 29. 

Januar 2013 als Diagnosen Treppensturz mit Steissbeinkontusion, posttraumatische 

ISG-Instabilität links, posttraumatische Bandscheibenprotrusion L4/L5 sowie Verdacht 

auf chronifiziertes Schmerzsyndrom und führte aus, die aktuell noch vorhandenen 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall 

vom 7. Mai 2010 zurückzuführen. Aufgrund der von ihr geschilderten Beschwerden sei 

die Versicherte aus orthopädischer Sicht aktuell zu 100% arbeitsunfähig (UV-act. 

M20-1 ff.).

B.e  Mit Schreiben vom 12. Februar 2013 teilte die Branchen Versicherung dem 

Rechtsvertreter der Versicherten mit, das orthopädische Gutachten halte den durch 

das Bundesgericht aufgestellten Anforderungen nicht stand und es fehle ihm an einer 

umfassenden, kritischen Auseinandersetzung mit der medizinischen Situation und einer 

nachvollziehbaren, schlüssigen Beurteilung der Beschwerden und deren Ursache (UV-

act. K27). Dazu nahm der Rechtsvertreter am 13. Februar 2013 dahingehend Stellung, 

dass er das orthopädische Gutachten als klar, schlüssig und eindeutig erachte. Es 

werde gestützt auf die klaren Gutachteraussagen und die festgestellte 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit die Wiederaufnahme und Nachzahlung der Taggeldleistungen 

zumindest ab 1. Januar 2012 erwartet (UV-act. K29). Auf Anfrage der Branchen 

Versicherung nahm der Medical Support der Zürich Versicherungs-Gesellschaft 

dahingehend Stellung, dass sie das Gutachten von Dr. F.___ als nicht schlüssig und 

nicht nachvollziehbar bezeichnete (UV-act. M21).

B.f   Am 5. April 2013 unterbreitete die Branchen Versicherung dem Rechtsvertreter der 

Versicherten nach Rücksprache mit der E.___ deren Vorschlag der rheumatologischen 

Begutachtung durch Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 

Innere Medizin, sowie der radiologischen Beurteilung der unklaren Steissbeinfraktur 

(UV-act. K34). Mit Schreiben vom 12. April und 3. Juni 2013 hielt der Rechtsvertreter an 

der Schlüssigkeit des orthopädischen Gutachtens fest und führte aus, eine erneute 

Begutachtung sei weder notwendig noch zumutbar. Eine zusätzliche Begutachtung 

und insbesondere der vorgeschlagene Rheumatologe würden abgelehnt (UV-act. K35, 

K39).

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B.g  In der Folge veranlasste die Branchen Versicherung ohne Rücksprache mit der 

Versicherten ein rheumatologisches Aktengutachten bei Dr. med. H.___, Facharzt für 

Rheumatologie und Innere Medizin FMH (vgl. UV-act. M21, K30, K37, K41 f.). Im 

Gutachten vom 15. Juli 2013 führte Dr. H.___ im Wesentlichen aus, das orthopädische 

Gutachten sei als qualitativ mangelhaft zu bezeichnen; die Schlussfolgerungen Dr. 

F.___s seien nicht schlüssig und medizinisch nicht nachvollziehbar. Das 

Beschwerdebild der Versicherten müsse diagnostisch umschrieben werden als 

chronischer therapieresistenter Gesäss- und Beinschmerz links vorwiegend nicht-

somatischer Ursache. Ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom Mai 

2010 und den aktuell bestehenden Beschwerden müsse als unwahrscheinlich bis 

höchstens möglich erachtet werden (UV-act. M22).

B.h  Gestützt auf das Gutachten von Dr. H.___ wies die Branchen Versicherung die 

Einsprache mit Einspracheentscheid vom 21. August 2013 ab mit der Begründung, 

dass angesichts der gutachterlichen Ausführungen ein Rückfall für die ab Frühjahr 2012 

geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich auszuschliessen sei (UV-act. 

K43).

C.    

C.a  Dagegen erhob der Rechtsvertreter am 10. September 2013 Beschwerde und

beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei 

zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen aus UVG 

zuzusprechen (Ausrichtung von Taggeldern wegen 100%iger Arbeitsunfähigkeit und 

Verzugszinsen zu 5% auf den nicht bezahlten Beträgen ab deren Fälligkeit). 

Eventualiter sei eine umfassende neutrale rheumatologische, neurologische, 

orthopädische und psychiatrische Begutachtung vorzunehmen, alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zudem sei der 

Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu 

bewilligen. Der Rechtsvertreter rügte insbesondere die Verletzung des rechtlichen 

Gehörs. Im Weiteren hielt der Rechtsvertreter an seinem bereits im 

Einspracheverfahren vertretenen Standpunkt fest, dass das orthopädische Gutachten 

von Dr. F.___ klar, schlüssig und eindeutig ergebe, dass die aktuell noch vorhandenen 

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Beschwerden auf den Unfall vom 7. Mai 2010 zurückzuführen seien und eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestehe (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli, Wettswil, 

die Abweisung der Beschwerde ohne Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte er an, der medizinische Sachverhalt sei 

hinreichend abgeklärt. Dass das orthopädische Gutachten vom 29. Januar 2013 nicht 

überzeuge, sei auch vom Geschäftsführer der Gutachterstelle selbst festgestellt 

worden; nachvollziehbar gewürdigt seien die medizinischen Befunde im 

Aktengutachten von Dr. H.___ vom 15. Juli 2013 (act. G 3).

C.c  Am 17. Oktober 2013 bewilligte das Versicherungsgericht das Gesuch betreffend

Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G 4).

C.d  Mit Replik und Duplik vom 15. und 20. November 2013 hielten die Parteien an 

ihren Anträgen fest (act. G 6, G 8).

Erwägungen:

1.     

1.1   Vorab ist in formeller Hinsicht zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt hat.

1.2   Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin den Rechtsvertreter weder vorab darüber 

informiert, dass sie, nachdem sich die Beschwerdeführerin mit einer erneuten 

Begutachtung nicht einverstanden zeigte (UV-act. K35, K39), nun ein Aktengutachten in 

Auftrag gebe, noch hat sie ihm das entsprechende Gutachten vor Erlass des 

Einspracheentscheides zur Stellungnahme zugestellt. Dies stellt eine schwerwiegende 

Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, da grundsätzlich in Erfüllung des 

Akteneinsichtsrechts (als Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, vgl. Art. 29 der 

Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 42 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) den Beteiligten 

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sämtliche beweiserheblichen Akten gezeigt werden müssen. Die Beschwerdegegnerin 

hat dabei von sich aus den versicherten Personen die von ihr eingeholten relevanten 

Unterlagen zur Kenntnis zu bringen verbunden mit der Möglichkeit zur Stellungnahme. 

Der Rechtsvertreter beantragte in der Beschwerde vom 10. September 2013 jedoch 

nicht die Rückweisung der Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur formgerechten 

Durchführung des Beweisverfahrens, sondern einen Entscheid in der Sache.

1.3   Die Heilung einer Verletzung der nach Art. 42 ATSG geltenden Verfahrensregeln 

soll die Ausnahme bleiben. Richtet sich das Interesse der betroffenen Person nicht auf 

eine möglichst beförderliche Beurteilung ihres Anspruchs, sondern auf die 

Durchsetzung eines in formeller Hinsicht korrekten Verfahrens, sind die Verfügungen 

aufzuheben, ohne dass es darauf ankäme, ob Aussicht besteht, dass nach einem 

richtig durchgeführten Beweisverfahren anders entschieden würde (BGE 119 V 208 E. 

6). Eine Abweichung von dieser Praxis erscheint jedenfalls dann als gerechtfertigt und 

sinnvoll, wenn die versicherte Person einer materiellen Beurteilung vor einer 

Zurückweisung den Vorzug gibt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 29. Mai 2009, IV 2007/396, E. 1.2), wie das hier der Fall ist. Somit ist 

nachfolgend der materielle Streitpunkt zu prüfen. Die Heilung ist aber – abhängig vom 

Verfahrensausgang – bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin zu berücksichtigen (vgl. Erwägung 5).

2.     

2.1   In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine 

Leistungspflicht für den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückfall zu 

Recht verneint hat. Dass es sich um einen solchen handelt und nicht um einen 

fortdauernden Grundfall – obwohl letzterer nicht ordnungsgemäss abgeschlossen 

wurde – blieb zu Recht unbestritten und bedarf keiner weiteren Ausführungen.

2.2   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsun­

fällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang 

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besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ob zwischen 

einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung oder im 

Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

111 E. 2). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung).

2.3   Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände darstellen (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei einem 

Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. 

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vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung, mög­

licherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann 

gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit organische 

oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen 

können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein in der Vergangenheit 

bestandenes Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des 

(damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut 

vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V 296 f. E. 2c).

3.     

3.1   Die Beschwerdegegnerin verneint das Vorliegen eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Gesässbeschwerden bzw. 

Beschwerden der unteren Lendenwirbelsäule und dem Unfallereignis vom 7. Mai 2010 

im Wesentlichen gestützt auf die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ vom 15. Juli 2013 

(UV-act. M22) und die vorbestehende medizinische Aktenlage (act. G 3). Die 

Beschwerdeführerin stellt sich ihrerseits auf den Standpunkt, das Gutachten von Dr. 

F.___ ergebe eindeutig, dass die aktuell vorhandenen Beschwerden überwiegend 

wahrscheinlich auf den Unfall vom Mai 2010 zurückzuführen seien (act. G 1).

3.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte 

kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

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und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). 

Reinen Aktengutachten kann ebenfalls voller Beweiswert zukommen, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 4.1 mit Hinweisen), wovon hier 

ausgegangen werden kann. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 

4.3.2, mit Hinweisen).

3.3   Dr. H.___ führte in seinem Gutachten aus, aufgrund der vorliegenden Akten 

fänden sich keine Hinweise für das Vorliegen einer verletzungsbedingten oder 

krankheitsbedingten Veränderung am Bewegungsapparat, welche die subjektiv als 

massiv und in allen Lebensbereichen ausgesprochen einschränkend empfundenen 

Beschwerden der Beschwerdeführerin erklärten. Auch eine ISG-Dysfunktion, welche 

intermittierend aufgrund der klinischen Untersuchungsbefunde vorläge, könne das 

massiv einschränkende Beschwerdebild nicht erklären. Die von Dr. F.___ gestellte 

Diagnose einer posttraumatischen ISG-Instabilität sei rein spekulativ und durch 

keinerlei objektive Befunde untermauert. Eine strukturelle Ursache der allfälligen ISG-

Dysfunktion finde sich in diversen Abklärungen nicht; sowohl in den MRI der LWS wie 

auch dem MRI der ISG fände sich kein relevanter pathologischer Befund, welcher eine 

persistierende Schmerzsymptomatik erklären würde. Auch die teilweise als diffus und 

nicht exakt reproduzierbaren Sensibilitätsstörungen im linken Bein liessen sich nicht 

mit einem organischen Korrelat erklären, insbesondere nicht mit einer allfälligen 

Nervenwurzel-Affektion in den LWS-MRI. Hingegen fänden sich in den vorhandenen 

Akten deutliche Hinweise auf das Vorliegen von wesentlichen nicht-organischen 

Komponenten im persistierenden Beschwerdebild: Selbstlimitierung, Inkonsistenzen, 

Diskrepanzen in der ELF-Testung, organisch nicht erklärbare Sensibilitätsstörungen im 

linken Bein sowie absolute Therapieresistenz hinsichtlich der therapeutischen 

Massnahmen. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten und 

Abklärungsuntersuchungen müsse das Beschwerdebild diagnostisch umschrieben 

werden als chronischer, therapieresistenter Gesäss- und Beinschmerz links vorwiegend 

nicht somatischer Ursache. Ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom Mai 

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2010 und den aktuell noch bestehenden Beschwerden müsse als unwahrscheinlich bis 

höchstens möglich erachtet werden. In den verschiedenen fachärztlichen und 

radiologischen Abklärungen habe keine strukturelle, insbesondere verletzungsbedingte 

Pathologie im Beckenbereich festgestellt werden können, welche das anhaltende und 

therapieresistente Beschwerdebild auch nur annähernd erklären könne. Anlässlich des 

Unfalls habe die Versicherte zweifellos eine Kontusion im Beckenbereich erlitten; ohne 

zusätzliche strukturelle Verletzungen im Sinne einer Fraktur oder allenfalls auch einer 

ligamentären Läsion, welche aufgrund der MRI-Befunde höchst unwahrscheinlich bis 

auszuschliessen seien, könne jedoch medizinisch davon ausgegangen werden, dass 

die kontusionsbedingten Beschwerden innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen, 

spätestens nach zwei bis drei Monaten vollständig abheilten. Es sei mit der Beurteilung 

von Dr. D.___ von 17. November 2010 (UV-act. M8) davon auszugehen, dass aus 

medizinisch-somatischer Sicht der Status quo sine spätestens 3 Monate nach dem 

Unfallereignis erreicht worden sei (UV-act. M22).

3.4   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Im 

Unfallversicherungsrecht gibt es allerdings auch Fälle, bei denen die Unfallfolgen bzw. 

deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen 

Verlaufs nie wirklich sichtbar gemacht werden konnten. Dennoch wird bei einem 

geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden 

Wirkung dieses Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, die in der Folge 

aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten Zeitraum – trotz 

ihres möglichen Fortdauerns – aber nicht mehr dem Unfall zugerechnet.

3.5   Entgegen der Argumentation des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, es 

bestünden keine konkreten Hinweise gegen die Zuverlässigkeit des orthopädischen 

Gutachtens von Dr. F.___, sind dessen Schlussfolgerungen als nicht schlüssig und 

nachvollziehbar zu erachten. Zum einen scheinen sich die Einschätzungen und 

insbesondere die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachters in erster Linie auf die 

anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin zu stützen. So führte er hinsichtlich 

der Frage nach dem Kausalzusammenhang aus, unfallfremder Faktor könnte im 

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Bereich der ISG-Problematik die Schwangerschaft der Versicherten gewesen sein; 

aufgrund der "glaubhaft geschilderten Krankheitsgeschichte" sei dies aber als eher 

unwahrscheinlich einzustufen (Punkt 7.2). Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gab 

er sodann an, dass "aufgrund der von der Versicherten geschilderten Beschwerden" 

sie aus orthopädischer Sicht zu 100% arbeitsunfähig sei (Punkt 9, UV-act. M20-12 f.). 

Zum anderen lassen auch die von Dr. H.___ ausführlich erläuterten Diskrepanzen 

zwischen den Ergebnissen des EFL-Tests und der Beurteilung von Dr. F.___ dessen 

Ausführungen als nicht schlüssig erscheinen. Dass darüber hinaus eine 

Auseinandersetzung mit dem geäusserten Verdacht auf ein chronifiziertes 

Schmerzsyndrom oder den von Dr. F.___ selbst als nicht kongruent bezeichneten 

Tatsachen, dass eine Infiltration des ISG keine Besserung gebracht und die 

Schwangerschaft keine Verstärkung der Beschwerden verursacht habe, fehlt, lässt das 

Gutachten zudem als mangelhaft erscheinen (vgl. bezüglich der kritischen Würdigung 

des Gutachtens auch die Ausführungen von Dr. H.___, UV-act. M22-12 ff.). Eine 

Rückfallkausalität kann damit durch die Ausführungen von Dr. F.___ nicht als belegt 

gelten.

3.6   Wie von Dr. H.___ aufgezeigt, konnten in den Untersuchungen und bildgebenden 

Abklärungen keine objektiven Befunde bzw. kein klares objektives Korrelat, welches die 

Beschwerden in dem von der Beschwerdeführerin geklagten Ausmass erklären könnte, 

und insbesondere auch keine strukturellen Läsionen erhoben werden (vgl. UV-act. 

M8-6 f., M10, M12, 18), sondern es wurden der Beschwerdeführerin aufgrund von MRI-

Untersuchungen initiale degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sowie eine 

vermehrte Sklerosierung im Bereich des linken ISG diagnostiziert (vgl. UV-act. M12, 17 

f.). Wie bereits Dr. D.___ in der Untersuchung vom 17. November 2010 (UV-act. M8) 

kommt auch Dr. H.___ zum nachvollziehbaren Schluss, dass die durch den Sturz 

verursachte Beckenkontusion ohne objektivierbare strukturelle Verletzungsfolgen einige 

Monate nach dem Unfallereignis abgeheilt gewesen bzw. der Status quo sine erreicht 

worden war. Diese Beurteilung leuchtet aufgrund der medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass der organische Zustand des Rückens nach erlittenen 

Verletzungen ohne strukturelle Läsion in der Regel nach sechs bis neun Monaten, 

spätestens aber nach einem Jahr soweit hergestellt ist, wie er auch dann wäre, wenn 

sich der Unfall nicht ereignet hätte, und sich die damit verbundenen Beschwerden 

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gänzlich zurückbilden (vgl. dazu Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67, S. 45), ohne Weiteres ein.

3.7   Zusammenfassend legt Dr. H.___ in seiner umfassenden Beurteilung in Würdigung 

der gesamten Aktenlage überzeugend dar, dass die geltend gemachten Beschwerden 

als nicht überwiegend kausal zum Unfallereignis vom 7. Mai 2010 zu erachten sind, 

sondern ein Kausalzusammenhang als lediglich möglich erachtet werden muss. Dabei 

steht der Umstand, dass Dr. H.___ seine Beurteilungen ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und die Beschwerdeführerin nicht selbst untersucht hat, deren 

Beweiswert nicht entgegen (vgl. Erwägung 3.2).

4.     

Nach dem Gesagten ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom

7. Mai 2010 nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit hat die Beschwerdeführerin die 

Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und die Beschwerdegegnerin hat ihre 

Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint. Es ist 

nicht zu erwarten, dass weitere medizinische Abklärungen bzw. eine aktuelle 

Untersuchung wesentliche neue Erkenntnisse aufzuzeigen vermöchten, die den 

erforderlichen Nachweis der natürlichen Kausalität liefern können. Es kann deshalb auf 

die beantragte Einholung eines externen Gutachtens verzichtet werden (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 

4b). Da es am rechtsgenüglichen Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

fehlt, erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs.

5.     

5.1   Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 21. August 2013 abzuweisen.

5.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.3   Zufolge der bewilligten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. G 4) ist der

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Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin grundsätzlich durch den Staat zu 

entschädigen. Die Gehörsverletzung und deren Heilung (vgl. Erwägung 1) können 

jedoch nicht ohne Folgen für die Verfahrenskostenauferlegung bleiben, zumal diese 

unter anderem Anlass für die Anhebung dieses Beschwerdeverfahrens bildete (vgl. act. 

G 1, S. 4). Unter diesen Umständen erscheint es angemessen, die 

Beschwerdegegnerin zur Zahlung der hälftigen Parteientschädigung zu verpflichten. 

Ausgehend von einer in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren üblichen 

Pauschalentschädigung von Fr. 4'000.-- hat die Beschwerdegegnerin den 

Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin somit mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen.

5.4   Das aufgrund der hälftigen Aufteilung der Parteientschädigung nicht von der 

Beschwerdegegnerin zu bezahlende Honorar von Fr. 2'000.-- ist im Rahmen der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu vergüten und deshalb um 20% zu reduzieren 

(Art. 31 Abs. 3 AnwG; sGS 963.70). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ist 

somit vom Staat mit Fr. 1'600.-- zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.    Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.    Die Beschwerdegegnerin hat dem Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin eine

Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)

zu bezahlen.

4.      Der Staat hat den Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung mit Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2014
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV. Ein Rückfall ist zu verneinen. Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten Beckenbeschwerden und dem damaligen Unfallereignis ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Art. 49 Abs. 3 ATSG: Verletzung des rechtlichen Gehörs, Heilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2014, UV 2013/57).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2014.

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