# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff7525d3-cea7-5fb3-a2ab-a1be03634855
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.12.2011 E-6780/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6780-2011_2011-12-28.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6780/2011

U r t e i l   v om   2 8 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli,
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

Parteien A._______, geboren am (…),
Afghanistan, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren);
Verfügung des BFM vom 7. Dezember 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 8. Januar 2010 
Afghanistan verliess und nach Aufenthalten von 20 Tagen  in B._______ 
und 15 Tagen in C._______ sowie eineinhalb Monaten in D._______ am 
6.  März  2010  nach  Rumänien  gelangte,  wo  er  gleichentags  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  sein  Asylgesuch  von  den  rumänischen  Behörden  abgewiesen 
worden  sei  und  er  das  Land  innerhalb  von  15  Tagen  habe  verlassen 
müssen, weshalb er  nach Österreich  gereist  sei, wo er  am 25.  oder  26 
Juli 2011 in Wien um Asyl nachgesucht habe,

dass sein Gesuch in Österreich ebenfalls abgewiesen worden sei und ihn 
die österreichischen Behörden nach Rumänien hätten überstellen wollen, 
weswegen er Österreich verlassen habe und mit dem Zug am 9. Oktober 
2011  in  Schweiz  gelangt  sei,  wo  er  gleichentags  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 26. Oktober 2011 im EVZ E._______ die Personalien 
des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zu seinem Reiseweg 
sowie  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  seines  Heimatstaates 
respektive Rumäniens und Österreichs befragte,

dass  ihm  im  Anschluss  an  die  Befragung  im Hinblick  auf  eine  allfällige 
Zuständigkeit Rumäniens und Österreichs für die Durchführung des Asyl­ 
und Wegweisungsverfahrens das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass er  dazu geltend machte,  nach Rumänien wolle  er  auf  keinen Fall, 
zumal  es  ihm  behördlich  untersagt  worden  sei,  nach  Rumänien 
einzureisen,  ansonsten  er  für  sechs  Monate  inhaftiert  und  nach 
Afghanistan deportiert würde,

dass er gegen eine Wegweisung nach Österreich keine Einwände habe,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  Aussagen  auf  die  Akten  verwiesen 
werden kann,

dass  das  BFM  am  16.  November  2011  die  rumänischen  Behörden  um 
Wiederaufnahme (take back) des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 
Abs.  1  Bst.  e  der  Verordnung  (EG)  Nr. 343/2003  des  Rates  vom 
18. Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur 

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Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  (Dublin­II­VO)  ersuchte  und  dieselben  am  30.  November 
2011 einer Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 
Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO zustimmten,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  Dezember  2011  –  eröffnet  am 
12. Dezember 2011 – gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  ihn  nach  Rumänien  wegwies,  ihn 
aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der 
Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  F._______  mit  dem  Vollzug 
der  Wegweisung  beauftragte,  dem  Beschwerdeführer  die 
editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte  und 
festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine 
aufschiebende Wirkung,

dass es  festhielt, ein Abgleich der Fingerabdrücke mit der europäischen 
Fingerabdruck­Datenbank  (Zentraleinheit  Eurodac)  habe  unter  anderem 
ergeben, dass der Beschwerdeführer am 6. März 2010 in Rumänien um 
Asyl nachgesucht habe, 

dass  die  rumänischen  Behörden  am  30.  November  2011  gestützt  auf 
Art. 16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  einer  Übernahme  des 
Beschwerdeführers zugestimmt hätten, 

dass  bei  dieser  Sachlage  Rumänien  gestützt  auf  die  einschlägigen 
staatsvertraglichen Bestimmungen (Dublin­Assoziierungsabkommen vom 
26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  [SR 
0.142.392.68,  DAA],  Dublin­II­VO  und  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003 
der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit 
Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des 
Rates  [DVO­Dublin])  für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei, 

dass dem Beschwerdeführer am 26. Oktober 2011 das rechtliche Gehör 
zur  Zuständigkeit  Rumäniens  gewährt  worden  sei  und  er  bei  dieser 
Gelegenheit geltend gemacht habe, es sei ihm verboten, nach Rumänien 

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einzureisen, ansonsten er für sechs Monate inhaftiert und anschliessend 
nach Afghanistan deportiert werde, 

dass es Rumänien gestützt auf seine Zuständigkeit für die Durchführung 
des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  obliege,  den  Aufenthaltsstatus 
des Beschwerdeführers zu regeln oder gegebenenfalls eine Wegweisung 
ins Heimatland anzuordnen, 

dass  auch  keine  Hinweise  vorliegen  würden,  dass  Rumänien  seinen 
völkerrechtlichen  Verpflichtungen  nicht  nachgekommen  wäre  und  das 
Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  nicht  korrekt  durchgeführt  hätte,  und 
ein  abgeschlossenes  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  in  Rumänien 
keine Änderung der Zuständigkeit zu bewirken vermöge,

dass  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  demnach  weder  die 
Zuständigkeit  Rumäniens  zur  Durchführung  des  Asyl­  und 
Wegweisungsverfahrens  zu  widerlegen  vermöchten  noch  gegen  einen 
Wegweisungsvollzug dorthin sprächen,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung (Art. 19 f. Dublin­II­VO) – bis spätestens am 30. Mai 2012 
zu erfolgen habe,

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  die Regelfolge  des Nichteintre­
tens auf ein Asylgesuch sei (Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in  dem  er 
Schutz vor Rückschiebung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG  finde, und 
das Non­Refoulement­Gebot bezüglich des Heimatstaates nicht zu prüfen 
sei,

dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention 
vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  im  Falle  einer  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  nach  Rumänien  bestehen  würden,  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung nach Rumänien zulässig sei,

dass zudem weder die  in Rumänien herrschende Situation noch andere 
Gründe gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung sprechen würden,

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dass  demzufolge  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Rumänien  auch 
zumutbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  16.  Dezember  2011 – 
Datum  Poststempel  –  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 7. Dezember 2011 erhob und 
beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  das  BFM  sei 
anzuweisen,  sein  Recht  auf  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für 
vorliegendes Asylgesuch zuständig zu erklären, 

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  beantragte,  der  Beschwerde  sei  die 
aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen,  die  Vollzugsbehörden  seien 
anzuweisen,  von  einer  Überstellung  nach  Italien  (recte:  Rumänien) 
abzusehen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten 
und ihm sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, 

dass  er  seiner  Eingabe  eine  Kopie  eines  fremdsprachigen  Schreibens 
des Innenministeriums der Stadt G._______ beilegte,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  20.  Dezember  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht mittels vorsorglicher Massnahme mit 
Telefax  vom  21.  Dezember  2011  gestützt  auf  Art.  56  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) den Vollzug der Wegweisung 
per sofort aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen 
Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 ­ 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig 
entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 
ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 52 
Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich 
Missbrauch  und  Überschreitung  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die 
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32­35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (Entscheidungen und Mitteilungen der ehemals zuständigen 
Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 Nr. 34 E.  2.1 S. 
240 f.), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  gestützt  auf  die  einleitenden  Bestimmungen  sowie  Art.  1  Abs.  1 
DAA  i.V.m.  Art. 29a  Abs.  1  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999 
über  Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  die  Prüfung  der 
staatsvertraglichen  Zuständigkeit  zur  (materiellen)  Behandlung  eines 
Asylgesuches nach den Kriterien der Dublin­II­VO zu erfolgen hat,

dass  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  im  Weiteren  voraussetzt,  dass  der 
staatsvertraglich  zuständige  Staat  einer  Übernahme  der  asylsuchenden 
Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1),

dass  sich  aufgrund  der  Akten  ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  am 
6. März 2010 in Rumänien illegal in das Hoheitsgebiet eingereist war, ein 
Asylgesuch stellte und dabei daktyloskopisch erfasst wurde,

dass die rumänischen Behörden mit Schreiben vom 16. November 2011 
– und damit  innerhalb der  in Art. 20 Abs. Bst. b Dublin­II­VO vorliegend 
vorgesehenen  zweiwöchigen  Frist  –  einer  Wiederaufnahme  des 
Beschwerdeführers zustimmten (vgl. Akten BFM A14/1),

dass  somit  Rumänien  für  die  Prüfung  des  am  6.  Oktober  2011  in  der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  geltend  macht,  er  habe 
Rumänien  verlassen,  weil  die  dortige  Situation  für  Asylsuchende  sehr 
schlimm und er von den rumänischen Behörden aufgefordert worden sei, 
nach Afghanistan zurückzukehren, 

dass  ihm  bei  einer  Wegweisung  nach  Rumänien  eine  Gefängnisstrafe 
von sechs Monaten und eine Ausschaffung nach Afghanistan drohe, was 
im Übrigen aus dem zu den Akten gereichten Schreiben der rumänischen 
Behörden hervorgehe, 

dass sein Leben in Rumänien unter diesen Umständen in Gefahr sei, er 
Angst habe, dort inhaftiert zu werden und in Afghanistan verfolgt werde, 

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dass  der  Beschwerdeführer  weder  im  Rahmen  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens  noch  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  die  grundsätzliche 
Zuständigkeit Rumäniens explizit bestreitet, 

dass Rumänien sowohl Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 
über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30)  als  auch der 
EMRK ist,

dass Rumänien die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 
(Aufnahmerichtlinie), welche zahlreiche Mindestnormen für die Aufnahme 
und Betreuung von Asylsuchenden beinhaltet, ohne Beanstandungen von 
Seiten der Europäischen Kommission umgesetzt hat,

dass  Rumänien  zudem  im  Vorfeld  der  Aufnahme  in  die  Europäische 
Union (EU), wie alle Beitrittskandidaten, hinsichtlich der Einhaltung seiner 
völkerrechtlichen Verpflichtungen  (auch  im Asylbereich)  überprüft wurde 
und mit  der Aufnahme  in  die EU  im  Jahre  2007 den Acquis  der EU  im 
Bereich Menschenrechte übernommen hat,

dass  –  entgegen  den  Vorbringen  in  der  Rechtsmitteleingabe  –  keine 
Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Rumänien  generell  oder  im 
konkreten  Fall  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen 
Verpflichtungen hält, 

dass  der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  die  rumänischen  Behörden 
würden ihn bei einer allfälligen Wiedereinreise in deren Hoheitsgebiet für 
mindestens  sechs  Monate  in  Haft  nehmen  und  ihn  nach  Afghanistan 
ausschaffen, vor diesem Hintergrund nicht zu überzeugen vermag,

dass  in  der  Beschwerde  und  mit  beigelegtem  Schreiben  des 
Innenministeriums  der Stadt G._______  denn  auch  nicht  nachgewiesen 
wird, Rumänien verletze in systematischer Weise seine ihm obliegenden 
völkerrechtlichen  Mindestverpflichtungen,  da  mit  dem  Umstand,  dass 
Rumänien das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen hat, nicht 
feststeht,  die  rumänischen  Behörden  werden  ihn  nach  Afghanistan 
zurückschaffen, 

dass der vom Beschwerdeführer geäusserte Wunsch,  in der Schweiz zu 
bleiben,  kein  Grund  ist,  eine  Rückführung  nach  Rumänien 
auszuschliessen, 

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dass überdies keine konkreten Anhaltspunkte bestehen, Rumänien würde 
das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  in  einem  rechtsstaatlich 
korrekten  Verfahren  prüfen  und  die  ihm  obliegenden  völkerrechtlichen 
Verpflichtungen allenfalls verletzen,

dass  eine  Überstellung  nach  Rumänien  diesen  Erwägungen  gemäss 
zulässig ist,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  im  Übrigen  auf  die 
vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, 

dass  für  das  Bundesverwaltungsgericht  weder  angesichts  der 
Verhältnisse  in  Rumänien  noch  zufolge  der  individuellen  Situation  des 
Beschwerdeführers  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  im 
Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO besteht,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  im  Rahmen  des  ihm  gewährten 
rechtlichen Gehörs  noch  auf  Beschwerdeebene  hinreichend  berechtigte 
Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Rumänien  geltend  machte, 
weshalb keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass er im 
Falle  einer  Rückkehr  nach  Rumänien  in  eine  existenzielle  Notlage 
geraten würde,

dass vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, die eine Wegweisung aus 
humanitärer  Sicht  im  Sinne  von  Art.  29a  Abs.  3  AsylV 1  als 
unangemessen erscheinen liessen,

dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  einer  Überstellung  des 
Beschwerdeführers  nach  Rumänien  weder  völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  noch  humanitäre Gründe  entgegenstehen, 
weshalb  die  Souveränitätsklausel  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  nicht  zur 
Anwendung  gelangt  und  folglich  das BFM  zu Recht  in  Anwendung  von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Wegweisung im 
Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom 
BFM zu Recht angeordnet wurde,

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dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]; BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645),

dass  eine  entsprechende Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im 
Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  stattfinden  muss  (vgl. 
vorgehende Erwägungen),

dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach 
Rumänien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass demnach die mit Verfügung vom 21. Dezember 2011 angeordnete 
vorsorgliche Massnahme (vorläufiger Vollzugsstopp) aufzuheben ist,

dass  der  Antrag  auf  Erlass  des  Kostenvorschusses  angesichts  des 
vorliegenden Entscheides in der Hauptsache gegenstandslos ist, 

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  angesichts  der  Aussichtslosigkeit  der 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

E­6780/2011

Seite 11

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: