# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f936aaee-40d7-56c5-a4d2-47b3d2ae2145
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.08.2020 725 20 102 / 196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-102---196_2020-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. August 2020 (725 20 102 / 196) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an den Unfallversicherer, damit dieser mit Hilfe eines externen Gutachtens 

den medizinischen Sachverhalt in Zusammenhang mit den Anspruchsgrundlagen von 

Art. 6 Abs. 1 UVG (Unfall) und Art. 6 Abs. 2 UVG (Körperschädigungen) erneut abklärt  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1961, war bei der B.____ AG obligatorisch bei der Suva gegen Unfälle 
versichert, als er sich am 12. Mai 2017 beim Befüllen einer Kaffeekapselabfüllmaschine am linken 
Daumen verletzte. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Ver-
sicherungsleistungen. Im weiteren Verlauf persistierten die Beschwerden am linken Daumen und 
es wurden zwei Operationen durchgeführt. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2018 legte die Suva 

 

 
 
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dar, dass die Daumenbeschwerden gemäss Beurteilung des Kreisarztes nicht mehr unfallbedingt 
seien. Der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden habe, sei gemäss medizinischer 
Beurteilung spätestens am 10. Juni 2017 wieder erreicht worden. Daher sei der Versicherungsfall 
per 25. September 2017 abzuschliessen. Die bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld und 
Heilkosten) würden auf diesen Zeitpunkt eingestellt. Ein Anspruch auf weitere Versicherungsleis-
tungen bestehe nicht. Für die Operation vom 26. September 2017 könne man daher nicht mehr 
aufkommen. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies die Suva mit Einsprache-
entscheid vom 31. Januar 2020 ab. 
 
B. Dagegen liess A.____ mit Eingabe vom 5. März 2020, vertreten durch Advokat Roman 
Felix, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, 
erheben und liess unter o/e-Kostenfolge beantragen, es sei der angefochtene Einspracheent-
scheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leis-
tungen über den 25. September 2017 hinaus zu erbringen. 
 
C. Mit Eingabe vom 26. März 2020 liess der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme 
des behandelnden Handchirurgen vom 19. März 2020 zu den Akten reichen. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 5. März 2020 ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu 
Recht per 25. September 2017 einstellte. Da sich der Beschwerdeführer am 12. Mai 2017 ver-
letzte, gelangen die seit dem 1. Januar 2017 in Kraft stehenden revidierten Bestimmungen des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 zur Anwendung (vgl. 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015). 
 
3.1 Vorweg ist auf folgende Verfahrensgrundsätze hinzuweisen: 
 
3.2 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Dezember 2000 und Art. 61 lit. c 
ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsa-
che nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
3.3 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche ist die rechtsanwen-
dende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 

 

 
 
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V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1 mit Hinweisen). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hin-
weisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Berichten und Gutachten versicherungs-
interner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. 
An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zwei-
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 
so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
4.1 Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG über 
den 25. September 2017 hinaus Anspruch auf Versicherungsleistungen hat. 
 
4.2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer die Versicherungsleistungen in der 
obligatorischen Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankhei-
ten zu gewähren. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 
Folge hat. 
 
4.2.2 Die Leistungspflicht setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem 
eingetretenen Schaden (z.B. gesundheitliche Beschwerden, Arbeitsunfähigkeit) ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 

 

 
 
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anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö-
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwen-
dende Behörde im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 mit Hin-
weisen). 
 
4.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheits-
schaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist. Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge-
sundheitsschadens muss mit dem üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkun-
gen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage han-
delt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegrün-
dender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, son-
dern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 2.2 
mit weiteren Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursäch-
lichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante 
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller 
Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. März 2014, 8C_637/2013, E. 2.3.2). 
 
4.3.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der Begründung des angefochtenen Einspracheent-
scheids aus, Kreisarzt Dr. med. C.____, Arzt für Allgemeinmedizin, habe in seinen Stellungnah-
men vom 8. November 2017 und vom 29. Januar 2018 wiederholt ausgeführt, dass der Unfall-
mechanismus nicht geeignet sei, die fragliche Sehnen-/Bandläsion zu verursachen. Dafür sei der 
Unfallmechanismus anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 2018 nachge-
stellt und mittels Fotodokumentation festgehalten worden. Dr. med. D.____, Fachärztin für Allge-
meinchirurgie und Traumatologie, habe festgehalten, dass die Unfallfolgen spätestens nach vier 
Wochen abgeheilt gewesen seien. Auch nach Kenntnis der Auffassung von Dr. med. E.____, 
Facharzt für Handchirurgie FMH, Schwerpunkte Hand und Ellbogen, hätten die Ärzte an ihren 
Auffassungen festgehalten. Vorliegend spreche nichts gegen die volle Beweiskraft ihrer Berichte. 
Mit sorgfältiger und überzeugender Begründung seien sie zum Schluss gelangt, dass die Be-
schwerden am linken Daumen nicht mehr auf den Unfall vom 12. Mai 2017 zurückzuführen seien. 
Es sei davon auszugehen, dass der geschilderte Unfallmechanismus nicht geeignet gewesen sei, 
eine entsprechende Verletzung zu verursachen und demzufolge die Unfallfolgen nach vier Wo-
chen abgeheilt gewesen seien. Auf die überzeugenden Ausführungen zum Unfallmechanismus 
mit entsprechender Fotodokumentation werde verwiesen. Daran vermöge der Bericht von Dr. 

 

 
 
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E.____ vom 30. November 2018 nichts zu ändern, mache dieser doch letztlich eine rein zeitliche 
Kausalattribution, welche nicht beweisbildend sei. 
 
4.3.2 In der Beschwerde wurde auf die Schwierigkeit hingewiesen, den genauen Unfallher-
gang zu eruieren. Den Akten seien verschiedene Beschreibungen zu entnehmen. Dr. E.____ 
habe in seinem Bericht vom 13. Februar 2018 darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund seiner sprachlichen Schwierigkeiten für präzise Aussagen eher limitiert sei. Es sei daher 
fraglich, ob die Darstellung des Unfallmechanismus durch Dr. C.____ im Bericht vom 29. Januar 
2018 dem tatsächlichen Unfallhergang entspreche. Die Beschwerdegegnerin halte weiterhin zu 
Unrecht an ihrer Darstellung des Sachverhalts fest, wonach das MRI des linken Daumens vom 
1. Juli 2017 keine Hinweise auf eine frische traumatische Läsion ergeben habe. Dies widerspre-
che der klaren Einschätzung von Dr. E.____ und des radiologischen Instituts der Klinik F.____. 
Die Bilder würden eine strukturelle Verletzung des Ansatzes der Extensor pollicis brevis Sehne 
und des distalen Ansatzbereiches des radialen Seitenbandkomplexes zeigen. Darauf weise Dr. 
E.____ in seinem Bericht vom 10. September 2017 hin. Dem Operationsbericht vom 26. Septem-
ber 2017 sei zu entnehmen, dass intraoperativ ein distaler Abriss des radialen Seitenbandes fest-
gestellt worden sei. Dr. C.____ halte fest, dass aufgrund der Beschreibung des Aussendienstes 
ein Extensions-Abduktionstrauma zu erwarten gewesen wäre. Er bringe damit zum Ausdruck, 
dass der Unfall seiner Ansicht nach nicht geeignet gewesen sei, die Verletzung herbeizuführen. 
Im Bericht vom 8. November 2017 weise er zudem auf vorbestehende degenerative Veränderun-
gen hin, unterlasse aber, diese zu benennen. Er nehme auch keine Stellung zur Beurteilung von 
Dr. E.____, der klar der Meinung sei, dass die Verletzungen durch eine äussere Gewalteinwir-
kung verursacht worden seien. Er habe im Bericht vom 30. November 2018 sodann bestätigt, 
dass er keine Kenntnis einer Vorschädigung der betroffenen Region des Beschwerdeführers 
habe. Der klinische Befund, wie er von ihm präoperativ dokumentiert worden sei, sei eindeutig. 
Dr. C.____ werfe Dr. E.____ zu Unrecht eine post hoc ergo propter hoc-Argumentation vor. Zur 
Einschätzung von Dr. E.____ vom 13. November 2018 nehme Dr. C.____ in seinem Bericht vom 
17. Januar 2019 keine Stellung. Der gesamte Ablauf der medizinischen Abklärungen zeige auf, 
dass diese ungenügend seien.  
 
4.3.3 In der Vernehmlassung legte die Beschwerdegegnerin nochmals dar, dass sie nie in 
Abrede gestellt habe, die von Dr. E.____ erhobenen Befunde seien nicht durch ein Trauma ver-
ursacht worden. Der gemeldete Unfall vom 12. Mai 2017 sei aber nicht geeignet gewesen, die 
beim Beschwerdeführer dokumentierten und operativ angegangenen Verletzungen zu verursa-
chen. Es fehle an der Kausalität zwischen dem versicherten Ereignis und den Befunden, was 
wiederum eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die operierten Befunde aus-
schliesse. Sie habe das Ereignis als Unfall anerkannt. In Bezug auf die eigentlichen Unfallfolgen 
sei der Status quo sine vel ante spätestens nach vier Wochen wieder erreicht gewesen. Sie habe 
damit den Nachweis erbracht, dass das Unfallereignis vom 12. Mai 2017 keine Teilursache für 
die Problematik im Bereich der Extensor pollicis brevis Sehne und für die Instabilität des radialen 
Seitenbandkomplexes sei.  
 
4.4.1 Es liegen die folgenden wesentlichen Berichte zur Beurteilung des Sachverhalts vor: Mit 
Unfallmeldung vom 16. Mai 2017 teilte die Arbeitgeberin der Beschwerdegegnerin mit, dass sich 

 

 
 
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der Beschwerdeführer am 12. Mai 2017 beim "Kaffee Kapseln aufstossen" den Daumen in der 
Maschine eingeklemmt habe. 
 
4.4.2 Die Erstbehandlung fand beim Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. G.____, FMH 
Allg. Innere Medizin, am 12. Mai 2017 statt. Dieser hielt mit Arztbericht vom 22. Juni 2017 (act. 
18) fest, der Unfallhergang werde so beschrieben, dass der Patient die linke Hand stark habe 
belasten müssen, worauf Schmerzen aufgetreten seien.  
 
4.4.3 Dr. E.____ berichtete bereits anlässlich der ersten Untersuchung des Beschwerdefüh-
rers am 24. Mai 2017, dass er mittels eines MRI abklären lasse, ob der Ansatz der Extensor 
pollicis brevis Sehne intakt sei und ob es Hinweise für eine Tendovaginitis stenosans (chronische 
Überbelastung) sowie des Ringbandes A1 gebe (Bericht vom 28. Mai 2017, act. 10). 
 
4.4.4 Dr. med. H.____, Radiologie der Klinik F.____, berichtete am 1. Juni 2017 (act. 14) ge-
stützt auf das MRI eine intakte Sehne des linken Daumens. Die Schmerzsymptomatik sei am 
ehesten muskulärer Genese. Es gebe keinen Nachweis für eine Ringbandläsion. 
 
4.4.5 Dr. E.____ diagnostizierte im Bericht vom 11. Juni 2017 (act. 15) eine am 12. Mai 2017 
erlittene Läsion des Musculus abductor pollicis brevis der linken Hand. Die explizite Frage nach 
einer Läsion der Extensor pollicis brevis Sehne und der dorsoradialen Gelenkkapsel des Grund-
gelenkes werde von der Radiologin mit unauffälligen lokalen Verhältnissen beantwortet. Bei zu-
grundeliegender muskulärer Problematik, klinisch am ehesten im Sinne eines Muskelfaserrisses, 
rate er zum beschwerdeabhängigen Tragen der Daumen-Handgelenkmanschette. 
 
4.4.6 Anlässlich einer weiteren Untersuchung bei Dr. E.____ hielt dieser mit Bericht vom 10. 
September 2017 (act. 31) fest, dass er aufgrund der heute eindeutig nachweisbaren Instabilität 
und der immer noch unverändert anhaltenden Beschwerden ohne Besserung in der Ergotherapie 
den MRI-Befund und die Bilder erneut aufgearbeitet habe. Seiner Auffassung nach zeige sich in 
den Bildern eine Problematik im Bereich des Ansatzes der Extensor pollicis brevis Sehne und im 
distalen Ansatzbereich des radialen Seitenbandkomplexes bei deutlich vermehrtem Gelenker-
guss des Grundgelenkes. Darüber hinaus bestehe eine leichte Subluxation des Grundgliedes 
nach palmar. Leider seien diese Befunde trotz expliziter Fragestellung im schriftlichen MRI-
Befund als unauffällig beschrieben worden. Er habe nochmals mit dem Röntgeninstitut telefoniert. 
Unter gemeinsamer Betrachtung der Bilder werde ihm die zugrundeliegende Pathologie bestätigt. 
Somit liege ein operationswürdiger Befund vor. Dem Patienten werde eine Refixierung des An-
satzes der Extensor pollicis brevis Sehne sowie die Stabilisierung des radialen Seitenbandkom-
plexes angeboten. 
 
4.4.7 Dr. D.____ hielt mit Aktennotiz vom 13. September 2017 (act. 32) fest, es sei möglich, 
dass die Beschwerden am linken Daumen auf das Ereignis vom 12. Mai 2017 zurückzuführen 
seien. Der genaue Unfallmechanismus müsse nochmals erfragt werden. Mit Schreiben vom 15. 
September 2017 teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass die Frage der 
Leistungspflicht aufgrund der geplanten Operation neu überprüft werden (act. 34). 
 

 

 
 
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4.4.8 Mit Bericht vom 22. September 2017 stellte Dr. E.____ die Diagnose einer Ruptur der 
Extensor pollicis brevis Sehne im Ansatzbereich und einer radialen Seitenbandläsion im Dau-
mengrundgelenk der linken Hand (act. 38; vgl. auch Operationsbericht vom 26. September 2017, 
act. 42). 
 
4.4.9 Dr. C.____ hielt in einer Aktennotiz am 11. Oktober 2017 fest (act. 47), dass der Unfall 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht geeignet gewesen sei, den Schaden, der operiert 
worden sei, herbeizuführen. Aufgrund der Beschreibung des Aussendienstes sei ein Extensions-
Abduktionstrauma anzunehmen. Die Befunde seien jedoch nach einem Adduktions-Flexions-
trauma zu erwarten. Gegebenenfalls sei nochmals eine Fotodokumentation der Demonstration 
der Daumenstellung vor Ort einzuholen.  
 
4.4.10 Im Bericht vom 26. Oktober 2017 (act. 52) diagnostizierte Dr. E.____ den Status nach 
Refixierung der Extensor pollicis brevis Sehne und des radialen Seitenbandes des linken Dau-
mengrundgelenks am 26. September 2017 bei Ruptur der Extensor pollicis brevis Sehne im An-
satzbereich und einer radialen Seitenbandläsion im Daumengrundgelenk der linken Hand. 
 
4.4.11 Dr. C.____ führte in seiner Beurteilung von 10. November 2017 (act. 59) aus, dass der 
geschilderte Pathomechanismus nicht geeignet gewesen sei, den am 26. September 2017 ope-
rierten Schaden zu verursachen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit handle es sich bei dem 
Ereignis um eine Schmerzauslösung bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Be-
reich des Gelenks mit Ausdünnung/Teilruptur des radialen Seitenbandes im Grundgelenk. Vom 
Versicherten werde eine Tätigkeit beschrieben, bei welcher eine forcierte Flexion/Adduktion des 
Daumens gegen Widerstand und gleichzeitigem nach oben/vorne schieben der Hand notwendig 
sei. Komme es bei dieser abrupten Vorwärtsbewegung mit Flexion/Adduktion des Daumens zu 
einem plötzlichen Stopp, so komme es primär zu einer Über- 
lastung des ulnaren Daumenseitenbandes und/oder der Adduktorensehnen, nicht jedoch des ra-
dialen Seitenbandes und der Extensor Sehne des Daumens. Der Pathomechanismus sei ver-
gleichbar mit der Verletzung beim Skifahren, wobei es ebenfalls zu einer Ruptur des ulnaren 
Daumenseitenbandes (Skidaumen) komme. Abgesehen davon, dass der Pathomechanismus 
nicht zur intraoperativ diagnostizierten Teilruptur des radialen Seitenbandes passe, würden auch 
die MRI-Befunde gegen ein traumatisches Geschehen sprechen. Das MRI sei knapp drei Wo-
chen nach dem Ereignis durchgeführt worden, wobei sich bei Durchsicht kein Hinweis auf eine 
wahrscheinliche akute Traumatisierung des Daumengrundgelenkes finde. Das Knochenmarksig-
nal sei allseits unauffällig und auch in den Weichteilen würden sich keine Hinweise für ein kürzlich 
durchgemachtes akutes Trauma finden lassen. Um die Verletzung des radialen Seitenbandes 
verursachen zu können, hätte es einer forcierten Adduktionsbewegung bedurft, welche aufgrund 
der beschriebenen Arbeitstechnik auszuschliessen sei. Auch die intraoperativ beschriebenen Be-
funde mit offenbar Überdehnung der Gelenkkapsel, welche gerafft habe werden müssen, würden 
für ein länger dauerndes chronisches Geschehen sprechen. In Anbetracht des Operationsbe-
richts könne die Diagnose einer Ruptur der Extensor pollicis brevis Sehne im Ansatzbereich und 
die Refixierung der Extensor pollicis brevis Sehne nicht nachvollzogen werden, da intraoperativ 
weder eine Ruptur beschrieben/dokumentiert, sondern dezidiert festgehalten worden sei, dass 
keine Refixation der Sehne erfolgt sei. 

 

 
 
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4.4.12 Dr. E.____ hielt in seinem Bericht vom 23. November 2017 (act. 62) fest, er sei erstaunt, 
dass die Suva keine weiteren Kosten übernehme. Intraoperativ sei eindeutig eine Ruptur des 
radialen Seitenbandes mit deutlicher Vernarbung der Kapsel zu sehen gewesen. Diese Verlet-
zung passiere nur durch ein Trauma. Warum kein Zusammenhang mit dem Unfall mehr vorliege, 
nachdem die Suva initial gezahlt habe, könne er nicht nachvollziehen. Er bitte die Suva, ihre 
Entscheidung unter Einbezug des intraoperativen Befundes zu überdenken. 
 
4.4.13 Am 21. Dezember 2017 (act. 69) notierte Dr. C.____, dem Bericht von Dr. E.____ vom 
23. November 2017 könne kein neuer medizinischer Sachverhalt entnommen werden, weshalb 
er an seiner Stellungnahme vom 10. November 2017 festhalte. 
 
4.4.14 Mit Schreiben vom 7. Januar 2018 (act. 72) ersuchte Dr. E.____ Dr. C.____, den Pati-
enten selber zu untersuchen und einzuschätzen, inwiefern eine Ausweitung der Problematik sei-
tens des Patienten vorliege.  
 
4.4.15 Dr. C.____ führte in seinem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 
2018 (act. 78) aus, der Versicherte gebe an, dass es mit dem linken Daumen schlecht gehe. Er 
habe nach wie vor Schmerzen und könne den Daumen nicht belasten. Auch die Bewegung sei 
stark eingeschränkt. Dr. E.____ sei mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Dr. C.____ diagnostizierte 
eine Ulnardeviation im Daumengrundgelenk links von 30° bei Defekt des Kapselband- 
apparates radial sowie eine starke Bewegungs- und Belastungseinschränkung des Grund- und 
Endgelenks des linken Daumens bei Status nach Verstärkung des radialen Seitenbands Dau-
mengrundgelenk links am 26. September 2017 bei Ausdünnung des radialen Seitenbands Dau-
mengrundgelenk links. In der Beurteilung stellte er fest, dass es bei der gezeigten Be- 
lastung des Daumens anlässlich der Beschwerdeauslösung bei einem abrupten Stopp zu einer 
Belastung des ulnaren Kapselbandapparates und gegebenenfalls der Adduktoren und Flexoren, 
nicht jedoch des radialen Seitenbandes und der Extensoren des Daumens komme. Er habe dem 
Versicherten erklärt, dass aufgrund des heute demonstrierten Sachverhalts an der Ablehnung 
der Unfallkausalität der durchgeführten Operation festgehalten werde. Das geltend gemachte Er-
eignis sei nicht geeignet gewesen, eine Verletzung des Kapselbandapparats radialseitig zu ver-
ursachen. Daher sei aus versicherungsmedizinischer Sicht an der Beurteilung vom 8. November 
2017 vollumfänglich festzuhalten. 
 
4.4.16 Mit Bericht vom 13. Februar 2018 (act. 84) äusserte sich Dr. E.____ erneut dahingehend, 
es sei Fakt, dass intraoperativ ein Riss des radialen Seitenbandes sowie ein Riss des Ansatzes 
der Extensor pollicis brevis Sehne vorgelegen hätten. Diese Fakten könnten nicht wegdiskutiert 
werden. Solche Verletzungen würden nicht von alleine entstehen, sie bedürften äusserer Gewalt-
einwirkung. Welches Trauma wann und unter welchen Umständen diese Verletzung ausgelöst 
habe, könne er persönlich nicht nachvollziehen, da der Patient aufgrund seiner sprachlichen 
Schwierigkeiten für präzise Aussagen eher limitiert sei. Der Patient habe ihm gegenüber klar zum 
Ausdruck gebracht, dass der Untersucher bei der Suva seine Argumente als Patient und seine 
Schilderungen, wie der Unfall abgelaufen sei, überhaupt nicht zur Kenntnis genommen habe. Der 

 

 
 
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Patient, so wie er ihn verstanden habe, habe die Maschine wechselweise mit den Händen be-
dient, so dass es auch zu einer Umkehrung der Hand gekommen sei. So sei es aus seiner Sicht 
theoretisch möglich, dass durch eine umgekehrte Haltung bei der Arbeit genau die Gegenseite 
betroffen gewesen sei. Ob dies den Tatsachen entspreche, müsse er offenlassen. Am 4. April 
2018 (act. 85) berichtete Dr. E.____, der Zustand des linken Daumengelenks sei nicht gut.  
 
4.4.17 Dr. D.____ äusserste sich in einer Aktennotiz vom 20. September 2018 (act. 91) dahin-
gehend, es sei bereits zweimal dargelegt worden, weshalb der Schaden nicht auf das Ereignis 
zurückzuführen sei. Nach max. vier Wochen hätten die Unfallfolgen im Beschwerdebild mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr gespielt. 
 
4.4.18 Mit Bericht vom 15. Oktober 2018 (act. 95) legte Dr. E.____ dar, dass nun ein Eingriff 
geplant werde, da im Bereich des linken Daumengrundgelenks immer wieder Belastungsbe-
schwerden bestünden bei unverändert instabiler Situation. Geplant sei eine Grundgelenksverstei-
fung. Es sei weiterhin unklar, ob die Suva ihrerseits nun die Pflicht anerkenne bzw. die Ablehnung 
zurücknehme. Er merke aber noch einmal an, dass es sich aus seiner Sicht um ein Unfallereignis 
und dessen Folgen handle. 
 
4.4.19 Mit Bericht vom 30. November 2018 äusserte sich Dr. E.____ erneut in der Angelegen-
heit (act. 102). Er hielt fest, dass er keine Kenntnis einer Vorschädigung der betroffenen Region 
des Patienten habe. Der klinische Befund, wie er präoperativ in den Arztberichten dokumentiert 
sei, sei eindeutig. Es habe eine Instabilität des radialen Seitenbandes sowie eine Schwäche der 
Streckung im Daumengrundgelenk durch die Verletzung der Extensor pollicis brevis Sehne vor-
gelegen. Der Befund sei in den durchgeführten MRI Aufnahmen eindeutig ersichtlich. Hier sei 
anzumerken, dass die Erstbefundung radiologischerseits nicht korrekt gewesen sei. Es liege eine 
zweite, neue Befundung der Bilder vor. Der intraoperative Befund sei auch eindeutig gewesen. 
Es hätten sich ein Abriss der Sehne sowie eine vollständige Läsion des radialen Seitenbandes 
des Grundgelenks gezeigt. Dieser Fakt sei unstrittig und im Operationsbericht eindeutig doku-
mentiert. Neben der – sehr subjektiv gefärbten – Meinung der für die Suva auftretenden Perso-
nen, gebe es eine Begutachtung von Prof. I.____ vom 14. September 2018 für die Versicherung 
J.____, die den Status ebenfalls objektiv bestätige. Die Aussage des Mitarbeiters der Suva, dass 
beim geschilderten Unfallhergang die Gegenseite verletzt hätte werden müssen, sei falsch. Es 
könne nicht im Nachhinein konstruiert werden, dass ein radialer Seitenbandriss nicht hätte statt-
finden können. Fakt sei, dass dieser vorgelegen habe. Zusammengefasst lehne die Suva, weil 
sie selber durch ihre Vertreter, künstlich, eine Verletzung der ulnaren Gegenseite des verletzten 
Grundgelenks ins Spiel bringe, die Kostenübernahme ab. Es würden keinerlei Fakten präsentiert, 
die die Behauptung der Suva belegen würden. Ein Beleg für die Verletzung seien die vorliegen-
den MRI-Bilder, der intraoperative Befund und seine entsprechende Dokumentation sowie der 
klinische Befund, der durch die Untersuchung dokumentiert sei und auch nach Ersteingriff durch 
den Kollegen Prof. I.____ bestätigt worden sei. Dr. E.____ stellte den Ärzten der Suva die Frage, 
wie anders als durch ein Unfallereignis könnten ein Abriss des radialen Seitenbandes und ein 
Abriss der kurzen Daumenstrecksehne zustande kommen. Nach mehr als 20-jähriger handchi-
rurgischer Tätigkeit fände er es anmassend, dass Personen, die den Befund vor der Operation 
nicht gesehen hätten, beim Unfallereignis nicht dabei gewesen seien und auch die intraoperativen 

 

 
 
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Befunde nicht gesehen hätten, definitiv beurteilen würden, was vorgelegen habe und was nicht. 
Aus seiner Laiensicht sei dies juristisch nicht haltbar, da die Behauptungen der Suva nicht be-
wiesen werden könnten. 
 
4.4.20 In der Folge führte Dr. C.____ mit Stellungnahme vom 17. Januar 2019 (act. 103) aus, 
dass er aufgrund der vorliegenden Dokumentation unverändert an der Ablehnung der Unfallkau-
salität der vorgefundenen Befunde festhalte. Dr. E.____ versuche mit Unterstellungen die Unfall-
kausalität post hoc ergo propter hoc zu behaupten. Seine Argumentation beschränke sich auf die 
Behauptung, dass er gerissene Sehnen vorgefunden habe und dies ein Unfallereignis begründe. 
Auf den Pathomechanismus, welcher der Verletzung zugrunde liegen solle, gehe er nicht ein. Er 
bleibe nach wie vor eine Erklärung schuldig, wie es bei einer forcierten Flexions-/Adduktionsbe-
wegung zu einem Riss der Extensor pollicis brevis Sehne und des radialen Seitenbandes kom-
men könne. Haltlos sei auch die Unterstellung, wonach er selbst den Versicherten nicht wirklich 
habe verstehen können und seine Aussage nicht korrekt in den Bericht eingeflossen sei. Es stehe 
bislang unwidersprochen ausser Diskussion, wie sich der Unfall ereignet habe. Der Versicherte 
habe das Unfallereignis/den Pathomechanismus wiederholt gezeigt und dieser sei fotodokumen-
tiert worden. Die bei der Tätigkeit ausgeführte Bewegung sei vom Versicherten selbst demons-
triert und mittels Fotodokumentation festgehalten worden. Es handle sich nicht um eine nachge-
stellte Bewegung durch einen Dritten. Er habe die von Dr. E.____ und im MRI vorgefundenen 
Befunde nie in Frage gestellt, sondern nur festgestellt, dass der Pathomechanismus nicht zu einer 
Verletzung der Extensor pollicis brevis Sehne und das radialen Seitenbandes führen könne. Die 
Unfallversicherung sei eine Kausalitätsversicherung und zur Leistungspflicht reiche es nicht aus, 
wenn die Schädigung einer organischen Struktur festgestellt werde. Für die Leistungspflicht be-
dürfe es eines nachvollziehbaren Kausalzusammenhangs zwischen dem geltend gemachten Er-
eignis und der diagnostizierten Schädigung. Im vorliegenden Fall erkläre eine Flexions-/Addukti-
onsbewegung des linken Daumens keine Läsion der betroffenen Sehne und des radialen Seiten-
bandes; dies insbesondere, da es sich um einen analogen Pathomechanismus wie bei einem 
Skidaumen handle.  
 
4.4.21 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens äusserte sich Dr. E.____ erneut in 
der Angelegenheit (Schreiben vom 19. März 2020). Der Patient sei mit den Beschwerden und 
objektiven Befunden in seine Sprechstunde gekommen. Mittels MRI habe der objektive Befund 
präoperativ dokumentiert werden können. Auch die intraoperativen Befunde seien seines Erach-
tens gut dargelegt. Da er beim Unfallereignis nicht anwesend gewesen sei, halte er es für unse-
riös zum Unfallmechanismus, wie er stattgehabt haben und was daraus resultieren könnte, Stel-
lung zu nehmen. Wenn andere Kollegen mit Sicherheit konklusiv den Kausalzusammenhang ab-
leiten und feststellen könnten, was genau passiert sein müsse und was nicht, so spreche er die-
sen seinen Respekt aus. Ihm selbst sei das nicht möglich. Er verlasse sich auf die objektiv klini-
schen Befunde, wie sie zum Zeitpunkt der Untersuchung vorgelegen hätten, wie sie durch die 
MRI Bilder unterstützt würden und was er faktisch und objektiv im Operationssitus vorgefunden 
habe. Hieraus ergebe sich, dass bezogen auf den von ihm erhobenen klinischen Befund, die von 
ihm interpretierten MRI Bilder und den durch ihn gesehenen und dokumentierten intraoperativen 
Befund vorgängig ein Unfallereignis stattgefunden haben müsse, welches adäquat gewesen sei, 
das speichenseitige Band komplett zu zerreissen und den Sehnenansatz der Extensor pollicis 

 

 
 
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brevis Sehne im Sinne eines Abrisses zu verletzen. Sollte es versicherungstechnisch so sein, wie 
es Kollege Dr. C.____ formuliere, dass aus dem geschilderten Unfallereignis die Konklusion auf 
alles Weitere gezogen werden müsse und die Fakten nicht relevant seien, so müsse dieser kon-
struierte und theoretische Fakt offensichtlich akzeptiert werden. Sowohl als Facharzt für Hand-
chirurgie als auch mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet (er sei auch mehrere Jahre 
als Gutachter tätig gewesen), liege für ihn eindeutig eine unfallkausale konklusive Situation vor. 
Mehr könne er zur Klärung leider nicht beitragen. 
 
4.5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und des natürlichen Kausalzusammenhanges im Wesentlichen auf die Beurteilung von 
Dr. C.____. Der Beschwerdeführer stellt die Beweiskraft dieser Einschätzungen in Frage und rügt 
damit die Verletzung von Art. 43 ATSG. 
 
4.5.2 Dr. C.____ vertrat aufgrund des vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallherganges 
die Auffassung, dass der Pathomechanismus keine Verletzung der Extensor pollicis brevis Sehne 
und des radialen Seitenbandes, sondern die eines Skidaumens verursachen müsse. Weiter legte 
er dar, dass es sich beim Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um eine Schmerzaus-
lösung bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Bereich des Gelenks mit Ausdün-
nung/Teilruptur des radialen Seitenbandes im Grundgelenk handle. Er stellte sich zudem auf den 
Standpunkt, dass die MRI Befunde drei Wochen nach dem Ereignis gegen eine traumatische 
Genese sprechen würden. Dr. E.____ seinerseits nahm zum konkreten Pathomechanismus keine 
Stellung, sondern verwies auf die klinischen Befunde, die MRI Befunde sowie die Verhältnisse, 
wie er sie während der Operation vorgefunden habe. Er führte aus, dass er von degenerativen 
Vorschädigungen keine Kenntnisse habe und die Verletzung, wie sie sich präsentiere, nur durch 
einen adäquaten traumatischen Vorgang habe verursacht werden können. Er bejahte eine unfall-
kausale konklusive Situation. 
 
4.5.3 Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent-
schieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen Feststellungen, sind rechtsprechungsgemäss ergänzende Abklä-
rungen vorzunehmen. Solche Zweifel sind bereits mit Blick auf den Umstand, dass die medizini-
schen Beurteilungen von Dr. C.____ und Dr. E.____ in verschiedenen Punkten diametral vonei-
nander abweichen, gegeben. Bei dieser Ausgangslage wäre die Beschwerdegegnerin gehalten 
gewesen, die Angelegenheit durch einen externen Facharzt gutachterlich abklären zu lassen. 
 
4.5.4 Weiter ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar und kann nicht rechtsgenüglich beurteilt werden, 
ob der von Dr. E.____ erhobene Befund des Risses des radialen Seitenbandes und des Risses 
des Ansatzes der Extensor pollicis brevis Sehne – dieser Befund wurde von Dr. C.____ mit Be-
richt vom 17. Januar 2019 nicht mehr in Frage gestellt –, degenerativen Ursprungs ist und nur 
vorübergehend aktiviert, oder ob er durch ein äusseres Ereignis verursacht wurde. Den am Un-
falltag erstellten Röntgenaufnahmen jedenfalls sind keine wesentlichen degenerativen Verände-
rungen am linken Daumen zu entnehmen. Dr. D.____ stellte zwar am 20. September 2018 im 
Rahmen einer Aktennotiz fest, dass nach vier Wochen der status quo sine eingetreten sei und 

 

 
 
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die Unfallfolgen keine Rolle mehr spielen würden. Sie legte aber nicht dar, weshalb dem so ist. 
Insbesondere ist nicht klar, ob sie dabei den korrigierten MRI-Befund von Dr. E.____ berücksich-
tigte. Damit ist auf ihre Einschätzung ebenfalls nicht abzustellen. Ob es sich somit um einen 
stummen (degenerativen) Vorzustand handelte, ist medizinisch weiter abzuklären. 
 
4.5.5 Hinzu kommt, dass zum jetzigen Zeitpunkt unklar ist, was sich während des Ereignisses 
genau abspielte. Der Beschwerdeführer schilderte unterschiedliche Abläufe, wobei nicht ausge-
schlossen werden kann, dass sprachliche Probleme dafür verantwortlich sind. Im Rahmen von 
Art. 6 Abs. 1 UVG und der dabei zu klärenden Fragen der Erfüllung des Unfallbegriffes und der 
Bejahung der zumindest teilweisen Unfallkausalität erscheint es im vorliegenden Fall als notwen-
dig, den Sachverhalt im Rahmen eines Augenscheins in Anwesenheit des Beschwerdeführers an 
der Bestückungsmaschine nachzustellen. Eine Rekonstruktion mithilfe einer Kartonrolle vermag 
diese Sachverhaltsabklärung nicht zu ersetzen. 
 
4.6 Gestützt auf das Ergebnis des Augenscheines ist die im Rahmen der Anspruchsgrund-
lage des Art. 6 Abs. 1 UVG umstrittene Frage, ob die Daumenbeschwerden im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung per 25. September 2017 noch auf den Unfall vom 12. Mai 2017 zurückzu-
führen sind, mit Hilfe eines externen fachärztlichen handchirurgischen Gutachtens abzuklären. 
Bei den weiteren medizinischen Abklärungen sind auch die Akten des Krankentaggeldversiche-
rers beizuziehen. In diesen Akten findet sich gemäss Dr. E.____ ein Gutachten von Prof. I.____ 
vom 14. September 2018, das bis heute von der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt wurde. 
 
5.1 Zu prüfen ist, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt, die die Beschwerdegeg-
nerin auch über den 25. September 2017 hinaus zu Leistungen verpflichtet. 
 
5.2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Unfallversicherung ihre Leistungen auch bei 
nachfolgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a); Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse 
(lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und 
Trommelfellverletzungen (lit. h). Seit dem Inkrafttreten der Revision des UVG und der dazugehö-
rigen Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) per 1. Januar 2017 ist das Bestehen einer 
von der Unfallversicherung zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung nicht länger 
vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses abhängig. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 
UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine 
unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. 
Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschä-
digung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; 
Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBl 2014, 7922, 7934 
f.). 
 
5.2.2 Das Bundesgericht hielt in BGE 146 V 51 (E. 8.6) fest, aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG 
vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergebe sich weiterhin die Notwendigkeit der Ab-
grenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von 

 

 
 
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der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich 
zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit sei die Frage nach einem initialen erin-
nerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen 
Anknüpfungspunktes (Versicherungsdeckung; Zuständigkeit des Unfallversicherers; Berechnung 
des versicherten Verdienstes; intertemporalrechtliche Fragestellungen) – auch nach der UVG-
Revision relevant. Lasse sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz 
untergeordneter respektive harmloser Art, so vereinfache dies zwangsläufig in aller Regel den 
Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fach-
personen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage sei das gesamte Ursachenspektrum der in Frage 
stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand seien auch die Um-
stände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen 
Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen würden, müssten aus medizi-
nischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelinge, habe der Unfallversicherer 
gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisse 
im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sei. Bestehe das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Er-
krankung sprechen würden, so folge daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Un-
fallversicherers erbracht sei und sich weitere Abklärungen erübrigten. Dies setze voraus, dass er 
im Rahmen seiner Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Lis-
tenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abkläre (Urteil des Bundesgerichts vom 
18. Februar 2020, 8C_618/2019, E. 5). 
 
5.2.3 Somit müssen die für die Beurteilung der Entstehung des Leidens bedeutsamen Um-
stände bzw. Indizien erhoben und im Rahmen der Beweiswürdigung gegeneinander abgewogen 
werden. Dabei ist als wichtiges Indiz im Zusammenhang mit der Frage, ob die Listenverletzung 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, der zeitliche Ablauf zu berück-
sichtigen. Zwar kommt dem Kriterium des äusseren Faktors bei der Beurteilung der Leistungs-
pflicht eines Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 2 UVG keine rechtliche Bedeutung mehr zu. Ein 
unfallähnliches Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage ist nicht mehr vorausge-
setzt. Das zeitliche Zusammentreffen einer Körperschädigung mit einer geeigneten Überlas-
tungssituation weist aber eher auf einen traumatischen Ursprung hin (Urteil des Versicherungs-
gerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2020, UV 2018/56, E. 4.6 mit Hinweis auf SZS 
2018, S. 352). 
 
5.2.4 Der Gegenbeweis der vorwiegend abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursachung 
beschlägt den natürlichen Kausalzusammenhang. Nur der Nachweis eines rechtsgenügenden, 
das heisst vorwiegend degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens kann zur Verneinung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. der Leistungspflicht des Unfallversicherers führen 
(Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2020, UV 2018/56, E. 
2.5.1 mit weiteren Hinweisen). Der (Gegen)-Beweis der vorwiegend krankhaften oder degenera-
tiven Pathogenese der Listendiagnose ist erbracht, wenn für die Richtigkeit einer degenerativ 
oder krankhaft begründeten Listenverletzung mehr Indikatoren vorliegen als für die traumatische 

 

 
 
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Pathogenese (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2020, 
UV 2018/56, E. 2.5.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Einsprache vom 1. November 2018 auf den 
Standpunkt, dass Körperschädigungen im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegen würden, für 
welche die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig sei, sofern sie nicht beweise, dass die Körper-
schädigungen vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen seien. Die Beschwer-
degegnerin führte dazu im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid unter Hinweis auf 
BGE 146 V 51 E. 9.2 aus, dass sich bei Verneinung bzw. Wegfall der Unfallkausalität eine Prüfung 
der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG erübrige. 
 
5.4.1 Gestützt auf die Akten steht fest und wird von der Beschwerdegegnerin auch nicht in 
Frage gestellt, dass sich der Beschwerdeführer in den frühen Morgenstunden des 12. Mai 2017 
bei der Befüllung der Kaffeekapselmaschine am linken Daumen verletzte und die Schmerzen 
sofort einsetzten. Der Beschwerdeführer konnte die Arbeitstätigkeit nicht mehr weiterführen. Von 
seiner physikalischen Wirkung her kann dieser Vorfall, auch wenn in Bezug auf die Unfallkausa-
lität im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG noch offene Fragen bestehen, bei objektiver Betrachtung 
nicht von vornherein als unbedeutender Faktor eingestuft werden. Damit liegt ein initiales, nicht 
ganz untergeordnetes Ereignis als potentielle Ursache des Gesundheitsschadens vor. Dr. E.____ 
diagnostizierte zudem den Riss der Extensor pollicis brevis Sehne sowie den Riss des radialen 
Seitenbandes; Gesundheitsschäden, bei denen es sich um Körperschädigungen handelt, die un-
ter Art. 6 Abs. 2 lit. f und g UVG fallen. Dies wird von der Beschwerdegegnerin im Einspracheent-
scheid nicht in Frage gestellt. Somit kommt die gesetzliche Vermutung zum Tragen, beim Be-
schwerdeführer liegt eine von der Beschwerdegegnerin zu übernehmende unfallähnliche Körper-
schädigung vor. Die Beschwerdegegnerin kann sich von ihrer Haftung nur befreien, wenn ihr der 
Nachweis gelingt, dass die fraglichen Listenverletzungen vorwiegend, das heisst im gesamten 
Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. So-
weit die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid unter Hinweis auf BGE 146 
V 51 E. 9.2 in fine pauschal ausführte, dass sich bei Verneinung bzw. Wegfall der Unfallkausalität 
auch eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG erübrige, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Dr. C.____ legte nicht dar, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung der Gesundheits-
schaden zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, sondern stellte 
sich auf den Standpunkt, dass der ihm vom Beschwerdeführer gezeigte Unfallhergang nicht zur 
eingetretenen Verletzung führen könne. Anders als bei Art. 6 Abs. 1 UVG ist aber der genaue 
Unfallhergang nicht entscheidend, da bei den Listenverletzungen eine Beweiserleichterung ein-
geführt wurde und das Gesetz die Vermutung aufstellt, dass diese Verletzungen traumatischen 
Ursprungs sind. Vielmehr legen die Ausführungen von Dr. E.____ eine massgebliche traumati-
sche Beteiligung nahe. Auch die Ausführungen von Dr. C.____ im Bericht vom 10. November 
2017 (vgl. dazu Erwägung 4.4.11 hiervor), dass es sich um eine Schmerzauslösung bei vorbe-
stehenden degenerativen Veränderungen im Bereich des Gelenks mit Ausdünnung/Teilruptur 
des radialen Seitenbandes im Grundgelenk handle, genügen nicht. 
 

 

 
 
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5.4.2 Da das Gericht zur Beurteilung der Frage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnüt-
zung oder Erkrankung zurückzuführen ist, auf eine sorgfältige spezialärztliche Abklärung ange-
wiesen ist, worin sich die Mediziner explizit zu den Wirkanteilen äussern müssen (vgl. dazu Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. September 2019, 8C_22/2019, E. 8.6), genügen die heutigen Ab-
klärungen nicht. Damit ist die Angelegenheit auch in Bezug auf den Leistungsanspruch aus Art. 
6 Abs. 2 UVG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie durch ein externes hand-
chirurgisches Gutachten abklärt, ob die Befunde vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zu-
rückzuführen sind. Gelingt ihr dieser Beweis nicht, hat sie die Versicherungsleistungen auch über 
den 25. September 2017 hinaus zu erbringen. 
 
6. Zusammenfassend ergibt sich aus dem Gesagten, dass die Beschwerde in dem Sinne 
gutgeheissen wird, als der Einspracheentscheid vom 31. Januar 2020 aufgehoben und die An-
gelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.  
 
7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG 
hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 
Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Laut Art. 61 lit. g ATSG 
hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Diese 
werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Hebt das Kantonsgericht einen 
bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zu weiteren Ab-
klärungen an die Beschwerdegegnerin zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde 
führende Partei als obsiegend und hat Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Der in der Hono-
rarnote vom 8. Juni 2020 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 8,6 
Stunden erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als an-
gemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädi-
gen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). 
Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen für Fotoko-
pien und Porti im Umfang von Fr. 31.90. Soweit unter dem Titel Auslagen die Kosten des Berichts 
von Dr. E.____ vom 19. März 2020 in der Höhe von Fr. 250.-- aufgeführt sind, ist dieser Bericht 
für die vorliegende Entscheidfindung nicht unerlässlich im Sinne der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung (Art. 45 Abs. 1 ATSG; BGE 115 V 65 E. 5c). Bereits gestützt auf die anderen Berichte 
und Stellungnahmen von Dr. E.____ hätte die Beschwerdegegnerin der Beurteilung ihres Kreis-
arztes keinen vollen Beweiswert beimessen dürfen. Daher ist die Voraussetzung für eine Kosten-
vergütung zu Lasten der Beschwerdegegnerin nicht gegeben. Dem Beschwerdeführer ist dem-
nach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'349.90 (8,6 Std. à Fr. 250.-- plus Fr. 31.90 
sowie 7.7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 

 

 
 
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(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefoch-
tene Einspracheentscheid vom 31. Januar 2020 aufgehoben und die An-
gelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 2'349.90 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdegegnerin am 14. Januar 2021 Beschwerde 
beim Bundesgericht (8C_49/2021) erhoben.  
 
 
 
 
 
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