# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4be1ae7-0d90-5cef-8f35-8def8c533692
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2010 D-5390/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5390-2010_2010-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5390/2010
sch/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch lic. iur. Nicole Hohl, Advokatin, 
Advokatur Gysin + Roth, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 20. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5390/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  aus  der  Provinz  B._______ 
stammender türkischer Staatsangehöriger – gemäss eigenen Angaben 
am 8.  April  2010  von  Adana  aus  mittels  eigenen  Reisepasses  und 
eines  von Ungarn  ausgestellten  Schengen-Visums auf  dem Luftweg 
nach Stuttgart gelangte, 

dass er bei der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Basel vom 20. Mai 2010 aussagte, er sei von dort aus aus geschäft -
lichen Gründen in die Niederlande gereist,

dass er von seiner Ehefrau telefonisch erfahren habe, dass bei ihm zu 
Hause ein Dokument eingetroffen sei, das ein gegen ihn im Jahr 2006 
eingeleitetes Strafverfahren betreffe,

dass  ihm  im  damaligen  Strafverfahren  vorgeworfen  worden  sei,  er 
habe  Mitgliedern  der  PKK  Unterkunft  gewährt,  weshalb  er  zu  einer 
Freiheitsstrafe von acht Jahren und vier Monaten verurteilt worden sei,

dass einer seiner Cousins ihm das Dokument nach Deutschland ge-
bracht habe,

dass er sich zu seinem Cousin nach Basel begeben habe, der ihm zur 
Stellung eines Asylgesuchs geraten habe,

dass  dem Beschwerdeführer  in  der  Befragung  durch  das  BFM das 
rechtliche  Gehör  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach  Ungarn  ge-
währt wurde, wobei er erklärte, er könne dazu nichts sagen, habe sich 
aber  aus  geschäftlichen  Gründen  bereits  mehrfach  in  Ungarn  auf-
gehalten,

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung des BFM vom 26. Mai 2010 
dem Kanton C._______ zugewiesen wurde,

dass  das  BFM  gestützt  auf  Art.  9  Abs.  2  Dublin-II-VO (Verordnung 
Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 
Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 
gestellten  Asylantrags  zuständig  ist)  die  ungarischen  Behörden  am 

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1. Juni  2010  um  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  ersuchte 
und diese am 24. Juni 2010 ihre Zustimmung erteilten,

dass das BFM mit am folgenden Tag eröffneter Verfügung vom 20. Juli 
2010 in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers vom 10. Mai 2010 nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz nach Ungarn verfügte, den Beschwerdeführer aufforderte, 
die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf  der Beschwerdefrist  zu 
verlassen  und  feststellte,  einer  allfälligen  Beschwerde  komme keine 
aufschiebende Wirkung zu,

dass das BFM zur Begründung ausführte,  der Beschwerdeführer sei 
mit einem von Ungarn ausgestellten Schengen-Geschäftsvisum, gültig 
vom 2. Januar 2009 bis zum 1. Januar 2010 für mehrere Einreisen und 
90  Tage,  am  8.  April  2010  am  Flughafen  von  Stuttgart  in  den 
europäischen Raum eingereist,

dass Ungarn gemäss dem Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (DAA;  SR 0.142.392.68)  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei und am 24. Juni 2010 
einer Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 9 VO Dublin 
zugestimmt habe,

dass  die  Rückführung  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung 
oder  Verlängerung  (Art.  19f  VO  Dublin)  bis  spätestens  am 
26. Dezember 2010 zu erfolgen habe,

dass dem Beschwerdeführer am 20. Mai  2010 das rechtliche Gehör 
gewährt worden sei und er erklärt habe, das BFM müsse entscheiden, 
ob er nach Ungarn zurückkehren müsse,

dass er  damit  in  seiner  Stellungnahme zu einer  allfälligen Rückkehr 
nach  Ungarn  nichts  Substanzielles  vorbringe,  das  gegen  die  Zu-
ständigkeit  Ungarns  für  die  Durchführung  eines  Asyl-  und  Weg-
weisungsverfahrens sprechen würde,

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers 
nach Ungarn zudem als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

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dass der Beschwerdeführer mit – am folgenden Tag vorab per Telefax 
übermittelter  –  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 27.  Juli  2010 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erheben und dabei beantragen liess, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und das BFM anzuweisen,  das  Asylgesuch materiell  zu 
prüfen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  darum ersuchen  liess,  der 
Wegweisungsvollzug  sei  umgehend  vorsorglich  auszusetzen,  es  sei 
ihm zu gestatten, sich für die Dauer des Beschwerdeverfahrens in der 
Schweiz aufzuhalten und das D._______ sei anzuweisen, vorläufig von 
jeglichen Vollzugsmassnahmen abzusehen und es sei der Beschwerde 
die aufschiebende Wirkung zu erteilen,

dass er für den Fall des Unterliegens zudem um Gewährung der un-
entgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses ersuchen liess,

dass  er  schliesslich  beantragen  liess,  es  sei  ihm  zu  allfälligen 
Stellungnahmen des BFM das Replikrecht einzuräumen,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und, 
soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Telefax vom 28. Juli 2010 den 
Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  im  Rahmen  einer 
vorsorglichen Massnahme (Art. 56 VwVG) aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]); Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

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dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  einzig  zu  prüfen  ist,  ob 
das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolge-
dessen die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staats-
vertraglichen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach 
den Kriterien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat,

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dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG im Weiteren voraussetzt,  dass der 
staatsvertraglich  zuständige  Staat  einer  Übernahme  der  asyl-
suchenden Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1),

dass für  den Fall,  dass ein Asylbewerber ein gültiges Visum besitzt, 
der Mitgliedstaat, der das Visum erteilt hat, für die Prüfung des Asyl -
antrages zuständig ist, es sei denn, das Visum sei in Vertretung oder 
mit  schriftlicher  Zustimmung  eines  anderen  Mitgliedstaates  erteilt 
worden;  in  diesem  Fall  ist  der  letztgenannte  Mitgliedstaat  für  die 
Prüfung des Asylantrages zuständig (vgl. Art. 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 
Dublin-II-VO),

dass  sich  den  Akten  entnehmen  lässt,  dass  der  Beschwerdeführer 
über  ein  Schengen-Visum,  gültig  vom  2.  Oktober  2009  bis  am 
1. Oktober 2010, verfügt und sich vor seiner Einreise in die Schweiz 
vom  9.  Mai  2010  in  Deutschland  und  den  Niederlanden,  Mitglied-
staaten der Europäischen Union, aufgehalten hat (vgl. act. A2/9 S. 5),

dass demnach das BFM im Zeitpunkt seiner Anfrage vom 1. Juni 2010 
zu Recht gestützt auf Art. 9 Abs. 2 Dublin-II-VO die ungarischen Be-
hörden um Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte (vgl.  act. 
A13/7 S. 2) und diese Anfrage zudem fristgerecht erfolgte (vgl. Art.  17 
Abs. 1 Dublin-II-VO),

dass die ungarischen Behörden mit Schreiben vom 24. Juni 2010 - und 
damit innerhalb der in Art. 18 Abs. 1 Dublin-II-VO vorgesehenen Frist - 
einer  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  zustimmten  (vgl.  act. 
A18/1),

dass das BFM aufgrund dieser Sachlage zu Recht von der Zuständig-
keit Ungarns ausging,

dass daran auch der offensichtliche Tippfehler des BFM, wonach das 
Visum vom 2. Januar 2009 bis zum 1. Januar 2010 gültig gewesen sei, 
nichts zu ändern vermag,

dass keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt des BFM gemäss 
Art.  3  Abs.  2  Dublin-II-VO  nahegelegt  hätten,  da  Ungarn  unter 
anderem Signatarstaat  des  Abkommens vom 28. Juli  1951 über  die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten  (EMRK,  SR  0.101)  und  des  Übereinkommens  vom 

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10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame, 
unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, 
0.105)  ist  und  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  Ungarn 
würde sich nicht an die daraus resultierenden Verpflichtungen halten,

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  und  die  beigelegten  Be-
weismittel an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermögen,

dass die Befürchtung des Beschwerdeführers, Ungarn würde ihn in die 
Türkei ausschaffen, ohne zuvor sein Asylgesuch sorgfältig zu prüfen, 
vom Bundesverwaltungsgericht nicht geteilt wird,

dass der Verweis in  der Beschwerde auf  die beigelegte Statistik der 
Schweizerischen  Flüchtlingshilfe  (SFH)  betreffend  das  Jahr  2008, 
wonach  Ungarn  in  diesem  Jahr  nur  gerade  ein  Asylgesuch  eines 
türkischen Asylsuchenden gutgeheissen habe, diese Befürchtung nicht 
zu belegen vermag, da Ungarn im Jahr 2008 lediglich über 16 Asyl-
gesuche von türkischen Staatsangehörigen befunden hat,

dass  auch der  Hinweis  auf  in  Ungarn  festgestellte  Menschenrechts-
verletzungen  und  die  neusten  politischen  Entwicklungen  in  diesem 
Land einer Rückführung nach Ungarn nicht entgegensteht,

dass der Umstand, wonach für den Beschwerdeführer nicht einsichtig 
sei,  dass er nach Ungarn weggewiesen werden solle, da er von der 
Türkei  direkt  nach Deutschland  eingereist  sei,  ohne  den Boden von 
Ungarn zu berühren,  unter  Hinweis  auf  die  vorstehend zitierten  Be-
stimmungen unbeachtlich ist,

dass in  der Beschwerde auch sonst  nichts  Stichhaltiges geltend ge-
macht wird, das allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte, 
da die auf Beschwerdeebene nochmals dargelegten Asylgründe in der 
Schweiz  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  in  Ungarn,  welches  –  wie 
dargelegt  –  staatsvertraglich  dafür  zuständig  ist,  zu  prüfen  sein 
werden,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

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hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]  2001 Nr. 21),  wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach  Ungarn  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  be-
zeichnete,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demzufolge nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass mit  dem Urteil  in der Hauptsache die Gesuche um Gewährung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und um Verzicht auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind,

dass sich aufgrund der vorstehenden Erwägungen die Beschwerde als 
aussichtslos  erweist,  weshalb  die  Gesuche  um  Gewährung  der  un-
entgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (Art. 65 Abs. 1 
und 2 VwVG) abzuweisen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben,  Beilagen:  Einzahlungsschein,  vorinstanzliche  Ver-
fügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt (per Kurier zu den Akten Ref.-Nr. N 
[...])

- die kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand:

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