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**Case Identifier:** c0aa37dc-f85a-5fcd-b2ee-5a769d8e43b1
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.06.2021 CA.2021.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_CA-2021-6_2021-06-24.pdf

## Full Text

Beschluss vom 24. Juni 2021 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Olivier Thormann, Vorsitzender, 

Barbara Loppacher und Petra Venetz, 

Gerichtsschreiber Ömer Keskin 

 

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staats-

anwältin des Bundes Lucienne Fauquex 

Anklägerin  

 

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT EFD, 

vertreten durch Simon Müller 

Berufungsführer  

 

 

gegen 

  A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Andrea  

Taormina 

Berufungsgegner  

  

 

 

 

 

   

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  CA.2021.6 

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Gegenstand 

 

Verletzung der Meldepflicht über die Bekämpfung der 

Geldwäscherei und der Terrorfinanzierung 

Berufung (vollumfänglich) vom 22. März 2021 gegen 

das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

SK.2020.48 vom 2. März 2021 

  

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Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Gestützt auf eine Strafanzeige geschädigter Anleger vom 13. April 2016 eröffnete 

das Eidgenössische Finanzdepartment (nachfolgend: EFD) mit Eröffnungsverfü-

gung vom 22. Juni 2016 gegen die verantwortlichen Personen der Bank B. ein 

Verwaltungsstrafverfahren nach dem Bundesgesetz über das Verwaltungsstraf-

recht vom 22. März 1974 (VStrR, SR 313.0) wegen Verdachts auf Verletzung der 

Meldepflicht gemäss Art. 37 des Bundesgesetzes vom 10. Oktober 1997 über 

die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung im Finanz-

sektor (Geldwäschereigesetz, GwG, SR 955.0; EFD pag. 010-0001 ff. sowie 040-

0001). 

A.2 Am 31. Mai 2018 teilte das EFD dem Berufungsgegner die Eröffnung des konkret 

gegen ihn gerichteten Verwaltungsstrafverfahrens mit (EFD pag. 020-0001 ff.). 

A.3 Mit Verfügung vom 7. Dezember 2018 stellte der untersuchende Beamte des 

EFD, C., dem Berufungsgegner das Schlussprotokoll unter Ansetzung einer Frist 

zur Stellungnahme zu (Art. 61 VStrR; EFD pag. 080-0001 ff.). Am 4. Januar 2019 

liess das EFD dem Berufungsgegner weitere Akten zukommen (EFD pag. 020-

0092). 

A.4 Mit Schreiben vom 10. und 17. Januar 2019 beantragte der Berufungsgegner 

beim EFD den Ausstand des untersuchenden Beamten C. und weiterer im Ver-

waltungsstrafverfahren mitwirkenden Untersuchungsbeamten des EFD (nachfol-

gend: das Ausstandsbegehren), da diese bei der FINMA Einsicht in zu diesem 

Zeitpunkt gesiegelte Akten genommen hätten. Zudem beantragte er die Wieder-

holung der «kontaminierten» Verfahrenshandlungen sowie die Erstreckung der 

Frist zur Stellungnahme zum Schlussprotokoll (EFD pag. 020-0100 ff. sowie 020-

0108). 

A.5 Mit Verfügung vom 17. Januar 2019 wies der Leiter Rechtsdienst des EFD das 

Ausstandsbegehren ab (EFD pag. 020-0111 ff.). Dagegen erhob der Berufungs-

gegner bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Be-

schwerdekammer) am 21. Januar 2019 Beschwerde (EFD pag. 076-0002 ff.). 

Der Berufungsgegner beantragte, es sei die Verfügung des EFD vom 17. Ja-

nuar 2019 aufzuheben, es seien die mit Schreiben vom 10. Januar 2019 gestell-

ten Ausstandsbegehren gutzuheissen, und es sei die Wiederholung der Verfah-

renshandlungen anzuordnen – insbesondere die Erstellung und Begründung des 

Schussprotokolls – an welchen die vom Ausstandsgesuch betroffenen Untersu-

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chungsbeamten mitgewirkt haben (nachfolgend: Wiederholungsantrag 1). Über-

dies wurde um Erlass vorsorglicher Massnahmen (aufschiebende Wirkung, Sis-

tierung des Verfahrens beim EFD und Abnahme der Frist zur Einreichung der 

Stellungnahme zum Schlussprotokoll) ersucht (EFD pag. 076-0003 ff.). 

A.6 Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wies die Beschwerdekammer 

mit Verfügung vom 23. Januar 2019 ab und hielt in der Begründung fest, dass im 

Falle einer Gutheissung der Beschwerde Amtshandlungen, an denen eine zum 

Ausstand verpflichtete Person mitgewirkt habe, aufzuheben und zu wiederholen 

seien, sofern dies innert einer Frist von fünf Tagen ab Kenntnis des Entscheids 

verlangt werde. Zudem seien alle unter Verletzung der Ausstandsvorschriften er-

hobenen Beweise nicht verwertbar, es sei denn, diese könnten nicht wiederholt 

werden (EFD pag. 075-0001 ff. sowie insbesondere 075-0005). 

A.7 Nach Abweisung des Fristerstreckungsgesuchs des Berufungsgegners bezüg-

lich der Stellungnahme zum Schlussprotokoll durch den untersuchenden Beam-

ten C. (EFD pag. 020-0122 f.) reichte der Berufungsgegner mit Schreiben vom 

25. Januar 2019 fristgerecht eine Stellungnahme zum Schlussprotokoll ein (EFD 

pag. 080-0059 ff.). 

A.8 Am 30. Januar 2019 wies der untersuchende Beamte C. die mit der Stellung-

nahme zum Schlussprotokoll gestellten Beweisanträge des Berufungsgegners 

ab und überwies die Akten dem Gruppenleiter zum Entscheid (EFD pag. 080-

0086 ff.). 

A.9 Am 1. Februar 2019 erliess das EFD gegen den Berufungsgegner einen Strafbe-

scheid wegen fahrlässiger Verletzung der Meldepflicht (Art. 37 Abs. 1 i.V.m. 

Abs. 2 GwG), begangen vom 4. September 2010 bis zum 28. Marz 2012, und 

verurteilte ihn zu einer Busse von Fr. 50'000.00 sowie zur Bezahlung der Verfah-

renskosten im Betrag von Fr. 5'070.00 (Art. 64 VStrR; EFD pag. 090-0001 ff.). 

Der Berufungsgegner liess am 6. März 2019 durch seine Verteidigung dagegen 

fristgerecht Einsprache erheben (Art. 67 VStrR; EFD pag. 090-0009 ff.). 

A.10 Am 25. März 2019 erliess das EFD eine Strafverfügung, worin sie die Verurtei-

lung des Berufungsgegners wegen fahrlässiger Verletzung der Meldepflicht im 

Zeitraum vom 4. September 2010 bis zum 12. April 2012 gemäss Art. 37 Abs. 1 

i.V.m. Abs. 2 GwG bestätigte und ihm Kosten im Betrag von Fr. 10'740.00 aufer-

legte (Art. 70 VStrR; EFD pag. 100-0001 ff. sowie 100-0073). Der Berufungsgeg-

ner ersuchte mit Eingabe vom 2. April 2019 an das EFD fristgerecht um gericht-

liche Beurteilung (Art. 72 VStrR; EFD pag. 100-0075). 

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A.11 Mit Übermittlungsschreiben vom 12. April 2019 und Verweis auf die Strafverfü-

gung vom 25. März 2019 überwies das EFD am 12. April 2019 die Akten gemäss 

Art. 50 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Eidgenössische Finanzmarktauf-

sicht vom 22. Juni 2007 (Finanzmarktaufsichtsgesetz [FINMAG], SR 956.1) an 

die Bundesanwaltschaft zuhanden des Bundesstrafgerichts. Das EFD bean-

tragte, der Berufungsgegner sei der (eventual-)vorsätzlichen Verletzung der Mel-

depflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 GwG, eventualiter der fahrlässigen Tatbegehung 

gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 GwG, begangen vom 4. September 2010 bis 

zum 12. April 2012, schuldig zu sprechen und zu einer Busse von Fr. 80'000.00 

bzw. Fr. 50'000.00 zu verurteilen sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten von 

Fr. 10'740.00, zuzüglich Kosten der Anklagevertretung und Kosten des Gerichts-

verfahrens, zu verpflichten (EFD pag. 100-0078 ff.). Am 18. April 2019 reichte die 

Bundesanwaltschaft die Akten des EFD zusammen mit dem Begehren um ge-

richtliche Beurteilung bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts (nachfol-

gend: Strafkammer) ein (EFD pag. 100-0094 f.). 

A.12 Mit Beschluss des Bundesstrafgerichts BV.2019.2 vom 15. April 2019 (EFD 

pag. 100-0112 ff.) hiess die Beschwerdekammer die Beschwerde des Beru-

fungsgegners vom 21. Januar 2019 teilweise gut. Die Beschwerdekammer hob 

die angefochtene Verfügung vom 17. Januar 2019 auf und ordnete den Ausstand 

des Untersuchungsbeamten C. im Verwaltungsstrafverfahren gegen den Beru-

fungsgegner an. 

A.13 Am 25. April 2019 beantragte der Berufungsgegner bei der Strafkammer gestützt 

auf den Beschluss der Beschwerdekammer BV.2019.2 vom 15. April 2019, wel-

cher ihm am 23. April 2019 zugestellt wurde, es seien gemäss Art. 60 

Abs. 1 StPO sämtliche Amtshandlungen, an denen der untersuchende Beamte 

C. mitgewirkt habe, aufzuheben und zu wiederholen (nachfolgend: Wiederho-

lungsantrag 2); es seien insbesondere das Schlussprotokoll vom 7. Dezember 

2018 sowie der ausschliesslich auf dem Schlussprotokoll basierende Strafbe-

scheid vom 1. Februar 2019 und die ebenfalls auf dem Schlussprotokoll basie-

rende Strafverfügung vom 25. März 2019 aufzuheben (EFD pag. 100-0103 f.). 

A.14 Mit Verfügung vom 15. Juli 2019 hielt die Strafkammer fest, dass der Wiederho-

lungsantrag 1 des Berufungsgegners von der Beschwerdekammer mit Beschluss 

vom 15. April 2019 nicht beurteilt worden sei und damit nicht als res iudicata 

gelte. Unter E. 3.3 stellte die Strafkammer schliesslich fest, dass der Berufungs-

gegner den Wiederholungsantrag 2 innert der fünftägigen Frist gestellt habe 

(Art. 60 Abs. 1 StPO analog), womit sämtliche mit C. in Zusammenhang stehen-

den Amtshandlungen nach dem 6. Dezember 2018 aufzuheben seien. Gestützt 

darauf führte die Strafkammer weiter aus, dass von der Aufhebung insbesondere 

das Schlussprotokoll vom 7. Dezember 2018, der Überweisungsbeschluss vom 

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30. Januar 2019 sowie infolge «Kontamination» der Strafbescheid vom 1. Feb-

ruar 2019 und die Strafverfügung vom 25. März 2019, die sich beide mehrheitlich 

auf die Ausführungen im Schlussprotokoll beziehen würden, betroffen seien. 

Schliesslich hielt die Strafkammer in E. 3.4 fest, dass die Strafuntersuchung vor 

der Bundesverwaltungsbehörde aufgrund der Aufhebung sämtlicher mit C. im 

Zusammenhang stehenden Amtshandlungen nach dem 6. Dezember 2019 nicht 

als vollständig gelten könne, sich mithin bereits das Untersuchungsverfahren des 

EFD aufgrund des Wegfalls des Schlussprotokolls als nicht abgeschlossen er-

weise, die Akten aufgrund der aufzuhebenden und zu wiederholenden Verfah-

renshandlungen als nicht ordnungsgemäss erstellt zu qualifizieren seien und das 

Gericht den festgestellten Mangel folglich nicht selber beheben könne. Entspre-

chend wies die Strafkammer die Anklage zur Vervollständigung der Untersu-

chung an die Bundesanwaltschaft zurück und sistierte das Verfahren (Art. 329 

Abs. 2 und Abs. 3 StPO; EFD pag. 100-0152 ff.). 

A.15 In der Folge erliess das EFD am 5. Dezember 2019 ein neues Schlussprotokoll 

in derselben Sache und gestützt darauf am 22. Juni 2020 einen neuen Strafbe-

scheid gegen den Berufungsgegner wegen (eventual-)vorsätzlicher Verletzung 

der Meldepflicht (Art. 37 Abs. 1 GwG), begangen vom 4. September 2010 bis 

zum 12. April 2012, und verurteilte ihn darin zu einer Busse von Fr. 50'000.00 

sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 5'130.00 (Art. 64 

VStrR; EFD pag. 112-0003 ff. sowie 114-0001 ff.). 

A.16 Der Berufungsgegner liess am 22. Juli 2020 fristgerecht Einsprache gegen den 

Strafbescheid vom 22. Juni 2020 erheben (Art. 67 VStrR), beantragte die Ein-

stellung des Verfahrens, eventualiter die Durchführung einer mündlichen Ver-

handlung und die Ergänzung der Untersuchung durch diverse Beweisanträge so-

wie subeventualiter die Behandlung der Einsprache als Begehren um gerichtliche 

Beurteilung durch das Strafgericht im Sinne von Art. 71 VStrR (EFD pag. 114-

0029 ff.). 

A.17 Am 16. September 2020 erliess das EFD eine neue Strafverfügung, worin es den 

Schuldspruch gegen den Berufungsgegner wegen (eventual-)vorsätzlicher Ver-

letzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 GwG bestätigte, begangen in der 

Zeit vom 4. September 2010 bis zum 4. April 2012, den Berufungsgegner zu ei-

ner Busse von Fr. 50'000.00 verurteilte und ihm Kosten im Betrag von 

Fr. 10'920.00 auferlegte (Art. 70 VStrR). Im Übrigen wies das EFD die Anträge 

des Berufungsgegners vom 22. Juli 2019 ab (EFD pag. 115-0001 ff.). Der Beru-

fungsgegner ersuchte mit Eingabe vom 18. September 2020 an das EFD fristge-

recht um gerichtliche Beurteilung (Art. 72 VStrR; EFD pag. 115-0095). 

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A.18 Die Strafkammer stellte das Strafverfahren gegen den Berufungsgegner mit Ur-

teil SK.2020.48 vom 2. März 2021 (TPF pag. 47.930.001 ff. sowie insbesondere 

47.930.026) wegen Verletzung der Meldepflicht infolge Eintritts der Verjährung 

ein. Die Strafkammer befand sodann über die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

des Verfahrens. 

A.19 Das begründete Urteil wurde gemäss Auszug der Sendungsverfolgung der 

Schweizerischen Post am 3. März 2021 dem EFD zugestellt 

(TPF pag. 47.930.028). 

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Am 15. März 2021 meldete das EFD gegen das Urteil SK.2020.48 vom 2. März 

2021 Berufung an (CAR pag. 1.100.030). 

B.2 Mit Berufungserklärung vom 22. März 2021 stellte das EFD folgende Anträge 

(CAR pag. 1.100.033 f.): 

«1. Das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.48 

vom 2. März 2021 sei aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass die Verfolgungsverjährung nicht einge-

treten ist und entsprechend kein Verfahrenshindernis darstellt. 

3. Die Sache sei zur Fortführung des erstinstanzlichen Verfahrens 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Eventualantrag zu Ziff. 3: 

 A. sei der Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 GwG 

schuldig zu sprechen, begangen vom 4. September 2010 bis zum 

4. April 2012, und zu einer Busse von CHF 50'000 zu verurteilen. 

Subeventualantrag zu Ziff. 3: 

A. sei der fahrlässigen Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 

Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 GwG schuldig zu sprechen, begangen vom 4. 

September 2010 bis zum 4. April 2012, und zu einer Busse von 

CHF 30'000 zu verurteilen. 

4. A. sei zur Bezahlung der Kosten des Berufungsverfahrens zu ver-

urteilen. 

 

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Eventualantrag zu Ziff. 4: 

A. sei zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verurteilen, umfas-

send die Verfahrenskosten des EFD in Höhe von CHF 10'920, die 

Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Be-

rufungsverfahrens. 

5. A. sei keine Entschädigung auszurichten.» 

In prozessualer Hinsicht beantragte das EFD die schriftliche Durchführung des 

Verfahrens und ersuchte um die Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer 

schriftlichen Begründung. 

B.3 Mit Schreiben vom 7. April 2021 leitete das Gericht die Berufungserklärung des 

EFD vom 22. März 2021 an die Bundesanwaltschaft sowie an den Berufungs-

gegner weiter. Diese wurden darauf aufmerksam gemacht, dass sie innert der 

Frist von 20 Tagen einen begründeten Antrag auf Nichteintreten stellen, die An-

schlussberufung erklären und entsprechende Beweisanträge stellen können. 

Ausserdem forderte das Gericht die Bundesanwaltschaft sowie den Berufungs-

gegner dazu auf, sich zur schriftlichen Durchführung des Verfahrens zu äussern 

(CAR pag. 2.100.001 f.). 

B.4 Während sich die Bundesanwaltschaft nicht äusserte, stellte der Berufungsgeg-

ner mit seinem Schreiben vom 23. April 2021 einen begründeten Antrag auf 

Nichteintreten auf die Berufung des EFD unter Kosten- und Entschädigungsfol-

gen (CAR pag. 2.100.003 ff.). 

B.5 Mit Schreiben vom 26. April 2021 leitete das Gericht die Eingabe des Berufungs-

gegners vom 23. April 2021 an die Bundesanwaltschaft und an das EFD weiter 

und forderte diese auf, zum Antrag des Berufungsgegners auf Nichteintreten 

Stellung zu nehmen (CAR pag. 2.100.007). 

B.6 Mit Stellungnahme vom 7. Mai 2021 äusserte sich das EFD zum Antrag des Be-

rufungsgegners auf Nichteintreten und stellte die folgenden begründeten Anträge 

(CAR pag. 2.100.009 ff.): 

«1. Auf die Berufung sei einzutreten. 

2. Es sei das schriftliche Verfahren anzuordnen. 

 

 

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Eventualantrag: 

Die gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

SK.2020.48 vom 2. März 2021 am 14. März 2021 angemeldete 

und am 22. März 2021 erklärte Berufung des EFD sei zusammen 

mit der vorliegenden Stellungnahme an die Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts weiterzuleiten zur Behandlung als Be-

schwerde.» 

Die Bundesanwaltschaft liess sich zur Eingabe des Berufungsgegners vom 

23. April 2021 nicht vernehmen. 

B.7 Mit Schreiben vom 20. Mai 2021 forderte das Gericht den Berufungsgegner dazu 

auf, allfällige Ansprüche auf Prozessentschädigung einzureichen (CAR pag. 

9.102.001 f.). Mit Schreiben vom 25. Mai 2021 bekräftigte der Berufungsgegner 

seinen Antrag auf Nichteintreten und stellte zudem bezugnehmend auf den vom 

EFD mit Stellungnahme vom 7. Mai 2021 gestellten Eventualantrag das Begeh-

ren, die Sache sei nicht an die Beschwerdekammer weiterzuleiten. Schliesslich 

reichte der Berufungsgegner aufforderungsgemäss eine Aufstellung der Aufwen-

dungen seiner Verteidigung ein (CAR pag. 9.102.003 ff.). Mit Schreiben vom 

14. Juni 2021 gewährte das Gericht dem EFD die Möglichkeit, sich zu den gel-

tend gemachten Aufwendungen sowie deren Höhe zu äussern und Anträge zu 

stellen (CAR pag. 9.101.001). Das EFD liess seine Stellungnahme am 17. Juni 

2021 aufforderungsgemäss beim Gericht zugehen (CAR pag. 9.101.002 f.). 

B.8 Auf die Ausführungen des EFD sowie des Berufungsgegners gemäss Rechts-

schriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-

gen. 

Die Berufungskammer erwägt: 

1. Eintreten 

1.1 Mit seiner Eingabe vom 23. April 2021 stellt der Berufungsgegner einen Antrag 

auf Nichteintreten auf die Berufung des EFD. 

1.1.1 Zur Begründung seines Antrags trägt der Berufungsgegner im Einzelnen vor, 

dass mit Entscheid vom 2. März 2021 die Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

den Verjährungseintritt festgestellt und das Verwaltungsstrafverfahren deshalb 

eingestellt habe. Der zuständige Einzelrichter sei zum Schluss gelangt, dass der 

infolge der Verletzung der Ausstandsvorschriften aufgehobenen Strafverfügung 

vom 25. März 2019, die auf dem ebenfalls aufgehobenen Schlussprotokoll vom 

7. Dezember 2018 und dem aufgehobenen Strafbescheid vom 1. Februar 2019 

- 10 - 

basiere, keine verjährungsbeendende Wirkung im Sinne von Art. 97 Abs. 3 StGB 

zukomme. Der Berufungsgegner weist darauf hin, dass der Entscheid keinerlei 

Erwägungen zur tatsächlichen und rechtlichen Würdigung des dem Berufungs-

gegner zur Last gelegten Verhaltens enthalte. Gegen diesen Einstellungsent-

scheid habe der Strafrechtsdienst EFD Berufung angemeldet und erklärt 

(CAR pag. 2.100.003 f.). 

1.1.2 Der Berufungsgegner fährt in seiner Eingabe vom 23. April 2021 diesbezüglich 

fort, dass gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO die Berufung zulässig gegen Urteile erst-

instanzlicher Gerichte sei, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abge-

schlossen werde. Berufungsfähig seien damit Entscheide, in denen über Straf-

fragen materiell befunden werde. Demgegenüber seien Prozessentscheide man-

gels Urteilscharakter grundsätzlich nicht mit Berufung anfechtbar 

(CAR pag. 2.100.004). Der Berufungsgegner präzisiert, dass es sich bei der Ver-

fahrenseinstellung wegen Verjährung um einen prozesserledigenden Entscheid 

aus formellen Gründen, also um eine nicht berufungsfähige Formalentscheidung, 

handle. Entsprechend sehe Art. 322 StPO explizit die Beschwerde als Rechts-

mittel gegen eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vor. Für Einstel-

lungsentscheide im gerichtlichen Verfahren sei aus Art. 329 Abs. 4 StPO unmiss-

verständlich ersichtlich, dass sie nicht mittels Berufung angefochten werden 

könnten. Könne nämlich ein Urteil definitiv nicht ergehen, so stelle das Gericht 

das Verfahren ein. Ohne Urteil fehle es am gesetzlich vorausgesetzten Anfech-

tungsobjekt der Berufung. Einstellungsentscheide wegen Verjährungseintritts 

würden nach dem Gesagten der Beschwerde gemäss Art. 393 ff. StPO unterlie-

gen. Dies sei in Lehre und Rechtsprechung unbestritten. Eine Ausnahme hierzu 

bestehe einzig, wenn der Einstellungsentscheid nach der Urteilsberatung erfolgt 

sei und sich die Einstellungsfrage zudem nicht bei allen Anklagepunkten stelle. 

In diesem Falle werde ein Einstellungsentscheid nach erfolgter Urteilsberatung 

eine Ziffer des Urteildispositivs und sei damit Bestandteil des (Sach-)Urteils und 

die Anfechtung mittels Berufung allenfalls möglich. Von dieser Ausnahme abge-

sehen sei die Berufung gegen die Verfahrenseinstellung wegen Verjährung un-

zulässig (CAR pag. 2.100.004 f.). 

1.1.3 Im Hinblick auf den vorliegenden Fall führt der Berufungsgegner in seiner Ein-

gabe vom 23. April 2021 ferner aus, dass ein Einstellungsentscheid wegen Ver-

jährung zu Recht ergangen sei, bevor eine Hauptverhandlung überhaupt anbe-

raumt worden sei. Die Verjährung als Prozesshindernis beziehe sich auf den ge-

samten Sachverhalt. Es sei mithin nicht über einzelne andere materiell-rechtliche 

Fragen oder andere Anklagepunkte zu entscheiden gewesen. Dementsprechend 

sei weder eine Hauptverhandlung noch eine Urteilsberatung notwendig gewe-

sen. Wie bei der vorliegenden Konstellation zu entscheiden sei, sei in Art. 329 

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Abs. 4 StPO (unter Verweis auf Art. 320 StPO) gesetzlich klar geregelt. Der Ein-

stellungsentscheid vom 2. März 2021 wäre somit mittels Beschwerde und nicht 

mittels Berufung anzufechten gewesen. Mangels Entscheids in der Sache sei die 

vorliegend erhobene Berufung unzulässig, weshalb nach Art. 403 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Art. 403 Abs. 3 StPO auf sie nicht einzutreten sei (CAR pag. 2.100.005). 

1.1.4 Der Berufungsgegner räumt schliesslich ein, dass der Entscheid der Strafkam-

mer vom 2. März 2021 zwar versehentlich als "Urteil" bezeichnet worden sei. 

Dies ändere jedoch nichts daran, dass er nicht berufungsfähig sei. Inhaltlich sei 

ein verfahrensabschliessender Einstellungsentscheid gemäss Art. 329 Abs. 4 

i.V.m. Art. 320 sowie Art. 80 Abs. 1 StPO erfolgt, der im Sinne von Art. 80 Abs. 1 

Sätze 1 und 2 StPO mit einer Verfügung zu erlassen gewesen wäre. Das Dispo-

sitiv laute unzweifelhaft auf Einstellung. Es liege kein berufungsfähiger Entscheid 

gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO vor. Die offensichtlich versehentlich falsche Be-

zeichnung des Entscheids vermöge nicht ein Rechtsmittel zu schaffen, das nicht 

geeignet sei, den Inhalt des Entscheids anzufechten (CAR pag. 2.100.005). 

1.2 Mit seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2021 nimmt das EFD die Gelegenheit wahr, 

seinen Standpunkt zum Antrag auf Nichteintreten des Berufungsgegners darzu-

legen. 

1.2.1 Das EFD weist zunächst darauf hin, dass gemäss der erfolgten Rechtsmittelbe-

lehrung gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfah-

ren ganz oder teilweise abschliessen, innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils 

bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder schriftlich Berufung 

angemeldet werden könne. Die Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Urteil 

habe ferner auch eine Belehrung betreffend die Beschwerde gegen den Entschä-

digungsentscheid sowie weitere, nicht einschlägige Hinweise, etwa betreffend 

den Verzicht auf eine schriftliche Urteilsbegründung, enthalten. Schliesslich habe 

die Rechtsmittelbelehrung auch den Hinweis, dass insbesondere gegen Verfü-

gungen und Beschlüsse der Strafkammer innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer geführt werden könne, umfasst 

(Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 1 [CAR pag. 2.100.010]). Dies-

bezüglich fährt das EFD fort, dass der angefochtene Entscheid der Strafkammer 

in der Form eines Urteils ergangen sei. Damit habe die Strafkammer das verwal-

tungsstrafrechtliche Verfahren gegen den Beschuldigten in der Sache gänzlich 

abgeschlossen. Gegen Urteile der Strafkammer, welche das Verfahren ganz o-

der teilweise abschliessen würden, sei – wie es in der Rechtsmittelbelehrung kor-

rekt wiedergegeben sei – die Berufung an die Berufungskammer des Bun-

desstrafgerichts möglich (Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 2 [CAR 

pag. 2.100.010]). 

- 12 - 

1.2.2 Das EFD fährt in seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2021 fort, dass es im Sinne 

von Art. 382 StPO i.V.m. Art. 82 VStrR zur Berufung legitimiert sei, da es am 

vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilgenommen habe. AIs Strafverfolgungs- 

und Untersuchungsbehörde für die Widerhandlungen gegen die Finanzmarktge-

setzte habe das EFD ein rechtlich geschütztes Interesse an der Überprüfung des 

Entscheides. Bilde wie vorliegend eine Übertretung Gegenstand der Überprü-

fung, könne gemäss Art. 398 Abs. 4 StPO i.V.m. Art. 82 VStrR mit der Berufung 

geltend gemacht werden, das Urteil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des 

Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung. 

Nach Ansicht des EFD habe die Vorinstanz den Eintritt der Verjährung in Miss-

achtung von Bundesrecht bejaht und damit das Verfahren in rechtsverletzender 

Weise eingestellt (Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 3 f. 

[CAR  pag. 2.100.010]). 

1.2.3 Zur Frage des Eintretens hält das EFD konkret fest, dass das EFD davon aus-

gehe, dass die Strafkammer in der gesetzlich vorgesehenen Form entschieden 

und eine korrekte Rechtsmittelbelehrung angeführt habe. Die gewählte Urteils-

form mit Berufungsbelehrung erscheine insofern nachvollziehbar, als die Verjäh-

rungsfrage eng mit dem materiellen Recht verzahnt sei (Stellungnahme des EFD 

vom 7. Mai 2021, Rz. 7 [CAR pag. 2.100.011]). Hierzu führt das EFD präzisierend 

aus, dass sich bei einer weiterführenden Betrachtung aus Art. 80 Abs. 1 StPO 

ergebe, dass die Urteilsform grundsätzlich nur vorgesehen sei für Entscheide, in 

denen über Straf- und Zivilfragen materiell befunden werde. Bei der Verjährung 

handle es sich um ein Institut des materiellen Rechts. Die Verjährungsfrage 

könne – wie dies auch beim vorliegend angeklagten Dauerdelikt der Fall sei – 

eng mit der materiellen Beurteilung verzahnt sein. Sie knüpfe an den zu beurtei-

lenden Lebenssachverhalt an. Der Verjährung komme die Eigenschaft einer ne-

gativen Strafbarkeitsvoraussetzung zu. Mit der Beendigung des Verfahrens in-

folge Verjährung erwachse der Streitgegenstand in materielle Rechtskraft. Einer 

erneuten strafrechtlichen Verfolgung wegen derselben Tat stehe der Grundsatz 

«ne bis in idem» entgegen. Dies im Gegensatz zu Verfahrenseinstellungen in-

folge (anderer) fehlender Prozessvoraussetzungen, bei denen der Grundsatz 

«ne bis in idem» nicht zum Tragen komme, weil diese Prozessvoraussetzungen 

nicht an den betreffenden Lebenssachverhalt anknüpfen würden. Die Einstellung 

des gerichtlichen Verfahrens infolge Verjährung in der Form eines Urteils trage 

dieser materiellen Komponente der Verfolgungsverjährung Rechnung und er-

scheine insofern mit Blick auf das Gesetz nachvollziehbar (Stellungnahme des 

EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 12 [CAR pag. 2.100.012]). 

 

- 13 - 

1.2.4 Das EFD trägt ausserdem vor, dass bei der Wahl der Verfügungsform die Anru-

fung des Bundesgerichts ausgeschlossen wäre und das Bundesgericht es in ei-

nem anderen Fall nicht beanstandet habe, dass die Einstellung wegen Verjäh-

rung im einzigen Anklagepunkt in einem Urteil ergangen sei, unter Ausschluss 

der Beschwerde an die Beschwerdekammer (Stellungnahme des EFD vom 

7. Mai 2021, Rz. 7 [CAR pag. 2.100.011]). Das EFD ergänzt diesbezüglich, dass 

die Einstellung wegen Verjährung in Form eines Urteils auch insofern sachge-

recht sei, als eine Einstellung in der Form einer Verfügung aufgrund der Be-

schränkung von Art. 79 BGG nicht beim Bundesgericht anfechtbar wäre. Dies 

wäre mit Blick auf die mit der Einstellung verbundenen, die Tat unter jedem recht-

lichen Gesichtspunkt erfassenden Sperrwirkung stossend. Die Beschwerdekam-

mer hätte letztinstanzlich auch über Fragen zu befinden, die materielles Recht 

betreffen würden, ohne dass diese Beurteilung vom Bundesgericht auf Konfor-

mität mit Bundesrecht überprüft werden könnte (Stellungnahme des EFD vom 

7. Mai 2021, Rz. 13 [CAR pag. 2.100.012 f.]). In dieser Hinsicht bringt das EFD 

schliesslich vor, dass im bisher einzigen gerichtlichen Verjährungsfall, in den der 

Rechtsdienst EFD involviert gewesen sei, der Einzelrichter der Strafkammer 

ebenfalls in der Form eines Urteils erstinstanzlich eine Verfahrenseinstellung we-

gen Verjährung vorgenommen habe (vgl. Urteil des Bundesstrafgerichts 

SK.2017.38 vom 23. November 2017). Auch dieses Einstellungsurteil habe sich 

materiell als Voraussetzung für die Beurteilung der Verjährungsfrage mit der 

Dauer der Meldepflicht nach Art. 9 GwG befasst und habe aus dem Ergebnis 

dieser Erwägungen abgeleitet, dass die Verfolgungsverjährung eingetreten sei. 

Das EFD habe dieses Urteil ans Bundesgericht weitergezogen. Dieses habe die 

gewählte Urteilsform nicht bemängelt und nicht befunden, es wäre anstelle der 

Beschwerde an das Bundesgericht jene an die Beschwerdekammer zu führen 

gewesen. Vielmehr sei das Bundesgericht auf die Beschwerde eingetreten, habe 

die Dauer der allfälligen Meldepflicht materiell abweichend beurteilt und habe den 

Verjährungsschluss der Strafkammer verworfen. Auf dieses Urteil des Bundes-

gerichts wiederum stütze sich das vorliegend angefochtene Urteil für die Bestim-

mung des Zeitpunkts des Endes der Meldepflicht und damit des Beginns des 

Laufs der Verfolgungsverjährung. Zum materiellen Leitentscheid BGE 144 IV 391 

betreffend die Dauer der Meldepflicht nach Art. 9 GwG hätte es nicht kommen 

können, wenn der Einstellungsentscheid der Strafkammer als Verfügung hätte 

ergehen müssen und nur mit Beschwerde an die Beschwerdekammer (als letzte 

Instanz) hätte angefochten werden können (Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 

2021, Rz. 14 [CAR pag. 2.100.013]). 

 

- 14 - 

1.3 Mit seinem Schreiben vom 25. Mai 2021 nimmt der Berufungsgegner zu den 

Ausführungen des EFD Stellung und untermauert seinen Antrag auf Nichteintre-

ten. Im Einzelnen führt der Berufungsgegner aus, dass das Dispositiv des Ent-

scheids vom 2. März 2021 konsequenterweise auf Freispruch des Berufungs-

gegners hätte lauten müssen und nicht, wie tatsächlich erfolgt, auf Einstellung 

des Verfahrens, wenn die Strafkammer dem materiell-rechtlichen Charakter der 

Verfolgungsverjährung hätte Rechnung tragen wollen (CAR pag. 9.102.004). Der 

Berufungsgegner hebt ausserdem hervor, dass es Willkür in der Rechtsanwen-

dung wäre, wenn die Strafkammer die Bezeichnung ihrer Entscheide bewusst 

nach der bundesgerichtlichen Überprüfbarkeit ausrichten und damit den gesetz-

lich vorgesehenen Prozessweg umgehen würde. Es sei geradezu ausgeschlos-

sen, dass die Strafkammer durch ihre Rechtsprechung absichtlich einen bewuss-

ten gesetzgeberischen Entscheid habe umgehen wollen. Gegen die Argumenta-

tion der bundesgerichtlichen Überprüfbarkeit spreche darüber hinaus auch die 

Tatsache, dass Einstellungsentscheide der Bundesanwaltschaft ebenfalls nur mit 

Beschwerde bei der Beschwerdekammer anfechtbar seien. Die bundesgerichtli-

che Überprüfbarkeit sei auch bei diesen Entscheiden bewusst nicht vorgesehen, 

was nicht beanstandet werde. Daran ändere auch das vom Strafrechtsdienst 

EFD hervorgehobene Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2017.38 vom 23. No-

vember 2017 und dessen Anfechtung am Bundesgericht nichts. Das erwähnte 

Urteil des Bundesstrafgerichts sei nach Durchführung einer Hauptverhandlung 

samt Urteilsberatung ergangen. Im vorliegenden Fall sei die Einstellung demge-

genüber im Rahmen der Anklageprüfung ergangen, noch bevor überhaupt eine 

Hauptverhandlung angesetzt worden sei, und habe daher gar nicht mittels Urteil 

erfolgen können. Solche Einstellungsentscheide infolge Verjährung seien durch 

Verfügung oder Beschluss zu erlassen und mittels Beschwerde bei der hierfür 

zuständigen Instanz anzufechten (CAR pag. 9.102.004 f.). Entscheidend aber 

sei, dass ein Entscheid aufgrund seines Inhalts, d.h. seines Dispositivs, zu einem 

Urteil oder einer Verfügung werde und nicht aufgrund seiner Bezeichnung. Die 

Strafkammer könne folglich nicht durch die Bezeichnung ihres Entscheids die 

Qualifikation und damit die Anfechtbarkeit des Entscheids übersteuern. Die 

Rechtslage zur Form von Einstellungsentscheiden und deren Anfechtung sei 

klar: Ein Einstellungsentscheid der Strafkammer infolge Verjährung sei mittels 

Beschwerde bei der Beschwerdekammer anzufechten. Auf die Berufung des 

Strafrechtsdienstes EFD sei nicht einzutreten (CAR pag. 9.102.005 f.). 

1.4 Entscheide, in denen über Straf- und Zivilfragen materiell befunden wird, ergehen 

in Form eines Urteils. Die anderen Entscheide ergehen, wenn sie von einer Kol-

lektivbehörde gefällt werden, in Form eines Beschlusses, wenn sie von einer Ein-

zelperson gefällt werden, in Form einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 Sätze 1 und 2 

StPO i.V.m. Art. 82 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR; 

SR 313.0]). Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile 

- 15 - 

erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abge-

schlossen worden ist. Verfügungen und Beschlüsse der erstinstanzlichen Ge-

richte unterliegen demgegenüber der Beschwerde (Art. 393 Abs. 1 Bst. b StPO; 

vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. a StPO). Kann gemäss Art. 329 Abs. 4 StPO ein Urteil 

definitiv nicht ergehen, so stellt das Gericht das Verfahren ein, nachdem es den 

Parteien und weiteren durch die Einstellung beschwerten Dritten das rechtliche 

Gehör gewährt hat. Nach Art. 320 Abs. 1 StPO, der nach dem ausdrücklichen 

Willen des Gesetzgebers sinngemäss anwendbar ist, richten sich Form und all-

gemeiner Inhalt der Einstellungsverfügung nach den Art. 80 und 81 StPO. Die 

Einstellungsverfügung ist ein verfahrenserledigender Entscheid, der sich nicht 

materiell zum staatlichen Strafanspruch äussert. Es handelt sich deshalb nicht 

um ein Urteil. Einstellungsentscheide unterliegen gestützt auf Art. 329 

Abs. 4 StPO i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 393 Abs. 1 Bst. b StPO der 

Beschwerde (Urteil des Bundesgerichts 6B_336/2018 vom 12. Dezember 2018 

E. 2.2; RIKLIN, StPO Kommentar, 2. Aufl. 2014, Vor Art. 80-83 StPO N. 5 sowie 

Art. 329 StPO N. 8 und 10; GUIDON, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, 

Art. 393 StPO N. 6). Einzig wenn das Urteil nur in einzelnen Anklagepunkten ein-

gestellt wird, kann die Einstellung zusammen mit dem Urteil ergehen (Art. 329 

Abs. 5 StPO; vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_991/2013 vom 24. April 2013 

E. 2.4 f.; RIKLIN, StPO Kommentar, 2. Aufl. 2014, Vor Art. 80-83 StPO N. 5). 

1.5 Mit ihrem «Urteil» vom 2. März 2021 stellte die Strafkammer das Verwaltungs-

strafverfahren gegen den Berufungsgegner infolge Eintritts der Verjährung voll-

ständig ein. Wie der Berufungsgegner in seiner Eingabe vom 23. April 2021 kor-

rekt darlegt, hat die Strafkammer dabei kein materielles Urteil im Sinne von 

Art. 80 Abs.  1 Satz 1 StPO gefällt. Die Strafkammer verfügte die Einstellung des 

Strafverfahrens infolge Verjährung, ohne materiell über Straf- und Zivilfragen zu 

befinden. Trotz der Betitelung des Entscheids als «Urteil» erfolgte inhaltlich ein 

verfahrensabschliessender Einstellungsentscheid gemäss Art. 329 Abs. 4 StPO 

i.V.m. Art. 320 StPO, der aufgrund der Zuständigkeit des Einzelrichters in Form 

einer Verfügung zu erlassen gewesen wäre. Schliesslich erfolgte die Einstellung 

durch die Vorinstanz nicht nur in einzelnen Anklagepunkten, so dass die Anwen-

dung von Art. 329 Abs. 5 StPO ausscheidet. Es liegt damit kein Urteil eines erst-

instanzlichen Gerichts im Sinne von Art. 398 Abs. 1 StPO vor, das mit Anhebung 

einer Berufung hätte angefochten werden können. Infolgedessen ist der Antrag 

des Berufungsgegners auf Nichteintreten gutzuheissen und auf die vorliegende 

Berufung nicht einzutreten. 

1.6 Die vom EFD gegen eine solche Schlussfolgerung vorgebrachten Argumente 

stossen indes allesamt ins Leere. Zunächst gilt es festzuhalten, dass die Frage 

der Verjährung zwar Rückwirkungen auf das materielle Recht haben mag. In pro-

- 16 - 

zessualer Hinsicht verkennt das EFD jedoch, dass ein gerichtlicher Einstellungs-

entscheid infolge Verjährungseintritts sich nicht zum materiellen Recht äussert 

und deshalb mit Ausnahme des Falles nach Art. 329 Abs. 5 StPO nicht in der 

Form eines Urteils erlassen werden kann. Aufgrund dessen kann eine Einstel-

lung nicht mit Berufung angefochten werden. Das EFD überzeugt ferner auch 

nicht, wenn es ausführt, dass die Strafkammer der materiell-rechtlichen Trag-

weite der Verjährung habe gebührend Rechnung tragen wollen und mit der Wahl 

der Urteilsform den Beschwerdeweg hin zum Bundesgericht habe ermöglichen 

wollen. Wie der Berufungsgegner in seinem Schreiben vom 25. Mai 2021 richtig 

ausführt, würde ein solches Vorgehen nicht nur einer Verletzung von Art. 80 

Abs. 1 StPO, Art. 329 Abs. 4 StPO sowie Art. 322 Abs. 2 StPO gleichkommen, 

sondern auch eine unzulässige Umgehung von Art. 79 BGG und damit des aus-

drücklichen Willens des Gesetzgebers bedeuten. Der Gesetzgeber wollte verhin-

dern, dass der durch die Übertragung von Zuständigkeiten auf das Bundesstraf-

gericht gewollte Entlastungseffekt durch die systematische Öffnung des Be-

schwerdewegs an das Bundesgericht zunichtegemacht werde (Botschaft vom 

28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4202, 

4314 ff.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014 

E. 1.1). Im Zusammenhang mit den Ausführungen des EFD, wonach in einem 

früheren Fall das Bundesgericht auf ein Urteil der Strafkammer eingetreten sei, 

ohne die Entscheidform zu beanstanden, sei auf das nunmehr bestehende insti-

tutionelle Gefüge des Bundesstrafgerichts hingewiesen. Mit der Errichtung der 

Berufungskammer erfuhr dieses eine erhebliche Veränderung. Gemäss 

Art. 38a StBOG ist nunmehr die Berufungskammer zuständig für die Beurteilung 

von Berufungen. Urteile der Strafkammer können demnach nicht mehr mit Be-

schwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. BGG unmittelbar an das Bundesge-

richt weitergezogen werden. Stattdessen ist gegen ein Urteil der Strafkammer 

eine Berufung anzuheben. Entsprechend stellt sich im gegenwärtigen institutio-

nellen Gefüge des Bundesstrafgerichts auch die Frage nach dem Verhältnis zwi-

schen Berufung und Beschwerde an die Beschwerdekammer. Das Urteil des 

Bundesstrafgerichts SK.2017.38 vom 23. November 2017 sowie als Folge des-

sen Anfechtung BGE 144 IV 391 sind hingegen zu einem Zeitpunkt ergangen, in 

welchem die Berufungskammer noch nicht bestanden hatte. Allfällige Rück-

schlüsse zum Verhältnis zwischen der bundesgerichtlichen Beschwerde in Straf-

sachen und der Beschwerde an die Beschwerdekammer aus BGE 144 IV 391 

erweisen sich indes aufgrund des nunmehr bestehenden institutionellen Gefüges 

des Bundesstrafgerichts als nicht einschlägig und sind auf die vorliegende Kons-

tellation deshalb nicht übertragbar. 

 

 

- 17 - 

2. Weiterleitung der Sache an die Beschwerdekammer 

2.1 Mit seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2021 beantragt das EFD eventualiter, die 

gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.48 vom 

2. März 2021 am 14. März 2021 angemeldete und am 22. März 2021 erklärte 

Berufung des EFD an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zur Be-

handlung als Beschwerde weiterzuleiten sei (vgl. oben E. B.6). 

2.1.1 Das EFD führt im Einzelnen aus, dass Art. 3 Abs. 1 StPO den allgemeinen 

Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben konkretisiere, an den alle Verfahrensbe-

teiligten gebunden seien. Gestützt darauf dürfe einer Partei aus einer mangel-

haften Eröffnung, namentlich fehlender, unrichtiger oder unvollständiger Rechts-

mittelbelehrung, kein Nachteil erwachsen. Dem Grundsatz komme nach bundes-

gerichtlicher Rechtsprechung eine allgemeine Tragweite zu, d.h. er beanspruche 

Geltung auf dem gesamten Gebiet der Rechtsprechung. Nicht auf dieses Prinzip 

berufen könne sich eine Partei, welche die Unrichtigkeit der Rechtsmittelbeleh-

rung erkannt habe oder bei zumutbarer Sorgfalt hätte erkennen müssen. Recht-

suchende würden keinen Vertrauensschutz geniessen, wenn sie bzw. ihre 

Rechtsvertretung den Mangel allein schon durch Konsultierung der massgebli-

chen Verfahrensbestimmung hätten erkennen können. Dagegen werde nicht ver-

langt, dass neben den Gesetzestexten auch noch die einschlägige Rechtspre-

chung oder Literatur nachgeschlagen werde. Insgesamt sei nur grobe Unsorgfalt 

geeignet, eine falsche Rechtsmittelbelehrung aufzuwiegen (Stellungnahme des 

EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 9 f. [CAR pag. 2.100.011 f.]). 

2.1.2 Das EFD sei verpflichtet gewesen, den Text der StPO zu konsultieren. Aus 

Art. 398 Abs. 1 StPO gehe hervor, dass die Berufung zulässig gegen Urteile sei, 

mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen werde. Dies sei vor-

liegend aufgrund der Bezeichnung des Entscheides als Urteil der Fall (Stellung-

nahme des EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 11 [CAR pag. 2.100.012]). Im Weiteren 

bringt das EFD in diesem Zusammenhang dieselben Argrumente vor, welche es 

bereits zur Frage des Eintretens geltend macht, und streicht dabei hervor, dass 

die gewählte Urteilsform mit Berufungsbelehrung insofern nachvollziehbar er-

scheine, als die Verjährungsfrage eng mit dem materiellen Recht verzahnt sei, 

bei der Wahl der Verfügungsform die Anrufung des Bundesgerichts ausgeschlos-

sen wäre und das Bundesgericht es im BGE 144 IV 391 nicht beanstandet habe, 

dass die Einstellung wegen Verjährung im einzigen Anklagepunkt in einem Urteil 

ergangen sei, unter Ausschluss der Beschwerde an die Beschwerdekammer 

(vgl. oben E. 1.2.3 f.; Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 12 ff. 

[CAR pag. 2.100.012 f.]). Vor diesem Hintergrund sei eine grobe Unsorgfalt des 

EFD zu verneinen in Bezug darauf, dass es (auch) im vorliegenden Fall darauf 

- 18 - 

vertraut habe, dass die Verfahrenseinstellung infolge Verjährung zurecht in Ur-

teilsform ergangen und folglich mit Berufung anfechtbar sei. Dem EFD dürfe ent-

sprechend kein Nachteil daraus erwachsen, dass der Einstellungsentscheid al-

lenfalls in Form einer Verfügung hätte ergehen müssen und nicht mit einer Beru-

fungsbelehrung hätte versehen werden dürfen. Die gegebenenfalls unrichtige 

Rechtsmittelbelehrung begründe im konkreten Fall eine schutzwürdige Vertrau-

ensposition des EFD. Aus der Beschreitung des Berufungsweges anstelle des 

Beschwerdeweges (mit den entsprechenden Form- und Fristfolgen) dürfe dem 

EFD somit gegebenenfalls kein Rechtsnachteil erwachsen (Stellungnahme des 

EFD vom 7. Mai 2021, Rz. 15 [CAR pag. 2.100.013]). 

2.1.3 Zur Weiterleitung der Sache an die Beschwerdekammer hält das EFD konkret 

fest, dass einem allgemeinen prozessualen Grundsatz entsprechend eine Frist 

auch dann als gewahrt gelte, wenn eine Eingabe spätestens am letzten Tag der 

Frist bei einer nicht zuständigen schweizerischen Gerichts- oder Verwaltungsbe-

hörde eingehe. Die Behörde, bei der eine Eingabe fälschlicherweise eingegan-

gen sei, sei zur Weiterleitung verpflichtet. Art. 91 Abs. 4 StPO sei für andere 

Verfahrenshandlungen analog anwendbar. Die Verpflichtung zur Weiterleitung 

bestehe unter anderem selbst dann, wenn die Eingabe als verspätet erscheinen 

sollte. Es sei Sache der effektiv zuständigen Behörde, über die Rechtzeitigkeit 

von Verfahrenshandlungen zu entscheiden (Stellungnahme des EFD vom 7. Mai 

2021, Rz. 16 [CAR pag. 2.100.013 f.]). 

2.2 Gegen den Eventualantrag des EFD auf Weiterleitung der vorliegenden Sache 

an die Beschwerdekammer trägt der Berufungsgegner in seinem Schreiben vom 

25. Mai 2021 vor, dass Art. 91 Abs. 4 StPO Fälle von irrtümlicherweise an eine 

unzuständige Behörde gerichteten Eingaben regle. Diese seien an die zustän-

dige Behörde weiterzuleiten. Ob Art. 91 Abs. 4 StPO bei offensichtlich unzuläs-

sigen Rechtsmitteln einschlägig sei, sei unklar. Jedenfalls nicht anwendbar sei 

Art. 91 Abs. 4 StPO, wenn ein Rechtsmittel gewollt bei der unzuständigen Be-

hörde eingereicht werde und der Rechtsuchende darauf beharre, dass die be-

treffende Behörde für die Behandlung des eingereichten Rechtsmittels zuständig 

sei. Selbst nach eingehender Auseinandersetzung mit der Lehre und Rechtspre-

chung zur Einstellung infolge Verjährung erachte das EFD die Berufung als das 

sachgerechte und korrekte Rechtsmittel gegen den Entscheid vom 2. März 2021. 

Es stelle die Beschwerde als das richtige Rechtsmittel explizit in Abrede. Even-

tualanträge seien in der Praxis zwar üblich und anerkannt. In diesem konkreten 

Fall, bei dem für den beantragten Rechtsschutz – d.h. die Weiterleitung eines 

Rechtsmittels wegen entschuldbaren Irrtums – gerade entscheidend sei, ob eine 

Rechtshandlung absichtlich oder eben irrtümlich vorgenommen worden sei, 

könne nicht eine Eingabe eingereicht werden, welche gleichzeitig Absicht und 

Irrtum behauptet. Das EFD könne nicht einerseits die Berufung als das korrekte 

- 19 - 

und sachgerechte Rechtsmittel bezeichnen und gleichzeitig festhalten, es habe 

seine Beschwerde (Berufungsanmeldung) irrtümlicherweise bei der Berufungs-

kammer eingereicht und deshalb sei sie an die zuständige Instanz weiterzuleiten. 

Wenn das EFD die Berufung nach wie vor für das richtige Rechtsmittel halte 

(Hauptantrag), habe es die Berufung eben gerade nicht irrtümlich angemeldet. 

Es liege damit kein Fall im Sinne von Art. 91 Abs. 4 StPO vor, der des Rechts-

schutzes bedürfe. Die Berufungsanmeldung des EFD sei nicht an die Beschwer-

dekammer weiterzuleiten (CAR pag. 9.102.006 f.). 

2.3 Gemäss Art. 91 Abs. 4 Satz 2 StPO leitet eine schweizerische Behörde eine Ein-

gabe, welche bei ihr eingeht und für deren Behandlung sie nicht zuständig ist, 

unverzüglich an die zuständige Strafbehörde weiter. Für die Weiterleitung einer 

Eingabe wird demnach vorausgesetzt, dass diese bei einer nicht zuständigen 

schweizerischen Behörde eingeht (RIEDO, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, 

Art. 91 StPO N. 44). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Behörden 

auf gesetzlicher Grundlage beruhende Organe, welche mit hoheitlicher Zustän-

digkeit staatliche Funktionen ausüben (BGE 114 IV 24 E. 2). Als Behörde mit der 

Pflicht zur unverzüglichen Weiterleitung von Eingaben im Sinne von Art. 91 

Abs. 4 StPO gelten die Strafbehörden gemäss Art. 12 ff. StPO sowie Gerichts- 

und Verwaltungsbehörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden (Urteil 

des Bundesgerichts 1B_82/2015 vom 30. Juni 2015 E. 3.2). In den Anwendungs-

bereich von Art. 91 Abs. 4 StPO fallen lediglich irrtümlicherweise an eine unzu-

ständige Behörde gerichtete Eingaben. Dagegen findet Art. 91 Abs. 4 StPO 

keine Anwendung, wenn eine Eingabe absichtlich an eine unzuständige Behörde 

gerichtet wird. Bei der Weiterleitung einer Eingabe ist das Rechtsmissbrauchs-

verbot dementsprechend zu beachten. Demnach verdienen Eingaben, welche 

trotz besseren Wissens namentlich nur erfolgen, um eine Verfahrensverzöge-

rung zu erwirken, keinen Rechtsschutz. Ebenfalls nicht weiterzuleiten ist eine 

Eingabe, welche willentlich bei der unzuständigen Behörde eingereicht wird, und 

wenn die für die Eingabe verantwortliche Person darauf beharrt, dass die Be-

hörde, an welche Eingabe gerichtet ist, für deren Behandlung zuständig sei 

(RIEDO, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 91 StPO N. 43; BRÜSCHWEI-

LER/GRÜNIG, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 91 StPO N. 11a). 

2.4 Vorliegend tritt die Berufungskammer auf die vom EFD als Berufung eingereichte 

Eingabe nicht ein (vgl. oben E. 1 in fine). Demnach handelt es sich bei ihr um 

eine Behörde, welche für die Behandlung der Eingabe nicht zuständig ist. Dar-

über hinaus stellt die Berufungskammer eine Strafbehörde gemäss 

Art. 12 ff. StPO dar, weswegen sie der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu-

folge dazu verpflichtet ist, die unverzügliche Weiterleitung von Eingaben im Sinne 

von Art. 91 Abs. 4 StPO zu veranlassen. Im Hinblick auf die Frage, ob die Ein-

- 20 - 

gabe des EFD irrtümlich erfolgt sei, gilt es zunächst festzuhalten, dass die Be-

zeichnung des Entscheids durch die Strafkammer mit «Urteil» angesichts dessen 

Inhalts – es handelt sich um einen verfahrensabschliessenden Einstellungsent-

scheid – nicht zutrifft. Ausserdem weist die Rechtsmittelbelehrung der Vorinstanz 

neben der Beschwerde auch auf die Möglichkeit hin, eine Berufung bei der Be-

rufungskammer einzureichen (CAR pag 1.100.029). Insgesamt weist der Ent-

scheid der Vorinstanz zwischen seinem Inhalt und seiner Form demzufolge eine 

gewisse Widersprüchlichkeit auf, die nicht dem EFD angelastet werden kann. 

Wird ferner berücksichtigt, dass das EFD bisher lediglich in einen einzigen Ver-

jährungsfall verwickelt war, welcher ebenso in Urteilsform abgeschlossen wurde, 

erscheint die Eingabe des EFD als irrtümlich bzw. als nicht offensichtlich rechts-

missbräuchlich erfolgt. Der Einwand des Berufungsgegners, das EFD habe seine 

Eingabe absichtlich bei einer unzuständigen Behörde eingereicht und beharre 

darauf, dass eben diese zuständig sei, ist in diesem Zusammenhang nicht stich-

haltig. Mit dem mit Stellungnahme vom 7. Mai 2021 gestellten Eventualantrag 

des EFD kommt gerade dessen flexibler Standpunkt hinsichtlich des richtigen 

Rechtsmittels zum Ausdruck. Ausserdem sei darauf hingewiesen, dass die Ab-

sicht des EFD, eine Berufung einzureichen, es gerade nicht ausschliesst, dass 

diese auf einem Irrtum gründet. Nicht zu hören sind schliesslich die Ausführun-

gen der Parteien zur allfälligen schutzwürdigen Vertrauensposition des EFD oder 

deren Vorbringen betreffend die Nachbesserung der Eingabe. Über die Eintre-

tensvoraussetzungen der weitergeleiteten Eingabe und die damit zusammen-

hängenden Fragen entscheidet allein die zuständige Behörde (vgl. RIKLIN, StPO 

Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 91 StPO N. 6; STOLL, Commentaire romand, 

2. Aufl. 2019, Art. 91 StPO N. 21). Im Lichte der vorangehenden Ausführungen 

ist die Sache in Anwendung von Art. 91 Abs. 4 StPO zuständigkeitshalber der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts weiterzuleiten. 

3. Kosten und Entschädigung 

3.1 Gerichtsgebühr 

Gemäss Art. 97 Abs. 1 VStrR bestimmen sich die Kosten des gerichtlichen Ver-

fahrens und deren Verlegung, vorbehältlich Art. 78 Abs. 4 VStrR, nach den 

Art. 417-428 StPO. Laut Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Kosten des Rechtsmit-

telverfahrens die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. 

Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird 

oder die das Rechtsmittel zurückzieht. Auf die Berufung des EFD wird in der 

Hauptsache vorliegend nicht eingetreten. Die Gerichtsgebühr wird i.S.v. 

Art. 7bis BStKR auf Fr. 1'000.00 festgelegt und geht gemäss Art. 423 Abs. 1 StPO 

zulasten der Staatskasse. 

- 21 - 

3.2 Entschädigung 

3.2.1 Gemäss Art. 101 Abs. 1 VStrR gilt im gerichtlichen Verfahren Art. 99 VStrR sinn-

gemäss. Das Gericht entscheidet auch über die Entschädigung für Nachteile im 

Verfahren vor der Verwaltung (Art. 101 Abs. 1 VStrR). Bevor das Gericht eine 

Entschädigung festsetzt, hat es der beteiligten Verwaltung Gelegenheit zu ge-

ben, sich zum Anspruch und seiner Höhe zu äussern und Anträge zu stellen 

(Art. 101 Abs. 2 VStrR). Die Entschädigung geht zu Lasten des Bundes (Art. 99 

Abs. 3 VStrR). 

3.2.2 Laut Art. 99 Abs. 1 VStrR ist dem Beschuldigten, gegen den das Verfahren ein-

gestellt oder der nur wegen Ordnungswidrigkeit bestraft wird, auf Begehren eine 

Entschädigung für die Untersuchungshaft und für andere Nachteile, die er erlitten 

hat, auszurichten; sie kann jedoch ganz oder teilweise verweigert werden, wenn 

er die Untersuchung schuldhaft verursacht oder das Verfahren mutwillig er-

schwert oder verlängert hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind 

auf entsprechendes Begehren hin auch die notwendigen Verteidigungskosten zu 

erstatten. Bezüglich der Notwendigkeit der Parteikosten darf dabei indessen kein 

allzu strenger Massstab angelegt werden, denn Verteidigungskosten müssen im 

Sinne dieser Bestimmung grundsätzlich dann als notwendige Auslagen aner-

kannt werden, wenn die Verteidigung im Zeitpunkt, als der Verteidiger in An-

spruch genommen wurde, zulässig war und die Kosten unmittelbar durch das 

Verfahren bedingt und aus Vorkehren entstanden sind, welche sich bei sorgfälti-

ger Interessenwahrung als geboten erweisen oder doch in guten Treuen verant-

worten lassen (BGE 115 IV 156 E. 2c). 

3.2.3 Die Entschädigung richtet sich nach dem Reglement des Bundesstrafgerichts 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren vom 

31. August 2010 (BStKR; SR 173.713.162). Auf die Berechnung der Entschädi-

gung der Wahlverteidigung sind die Bestimmungen über die Entschädigung der 

amtlichen Verteidigung anwendbar (Art. 10 BStKR). Die Anwaltskosten umfas-

sen das Honorar und die notwendigen Auslagen, namentlich für Reise, Verpfle-

gung und Unterkunft sowie Porti und Telefonspesen (Art. 11 Abs. 1 BStKR). Das 

Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewiesenen Zeitaufwand bemes-

sen. Der Stundenansatz beträgt mindestens Fr. 200.00 und höchstens 

Fr. 300.00 (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Bei Fällen im ordentlichen Schwierigkeitsbe-

reich, d.h. für Verfahren ohne hohe sachliche oder rechtliche Komplexität, beträgt 

der Stundenansatz gemäss ständiger Praxis der Straf- und Berufungskammer 

Fr. 230.00 für Arbeitszeit und Fr. 200.00 für Reise- und Wartezeit (Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BK.2011.21 vom 24. April 2012 E. 2.1; Urteil des Bun-

desstrafgerichts SN.2011.16 vom 5. Oktober 2011 E. 4.1; Urteil des Bundesstraf-

- 22 - 

gerichts CA.2019.24 vom 5. Juni 2020 E. 5.1.4). Der Stundenansatz für Prakti-

kanten betragt praxisgemäss Fr. 100.00 (Urteil des Bundesstrafgerichts 

SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011 E. 19.2; Urteil des Bundesstrafgerichts 

SK.2010.3 vom 5. Mai 2010 E. 8.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_118/2016 vom 

20. März 2017 E. 4.4.1). Die Auslagen werden im Rahmen der Höchstsätze auf-

grund der tatsächlichen Kosten vergütet (Art. 13 BStKR). Bei besonderen Ver-

hältnissen kann ein Pauschalbetrag vergütet werden (Art. 13 Abs. 4 BStKR). Ge-

mäss Art. 14 BStKR kommt die Mehrwertsteuer zum Honorar und den Auslagen 

hinzu. 

3.2.4 Für seine Leistungen im Hinblick auf das Berufungsverfahren fakturierte der 

Rechtsvertreter des Berufungsgegners einen Aufwand von insgesamt 31.15 

Stunden à Fr. 300.00 bzw. à Fr.230.00 im Hinblick auf die von Rechtsanwältin 

Nadine Wantz erbrachten Leistungen im Umfang von 7.95 Stunden, sowie keine 

Auslagen, insgesamt Fr. 9'480.29 inkl. Mehrwertsteuer (Honorarnote vom 

25. April 2021 [CAR pag. 9.102.011]). Mit seiner Stellungnahme vom 17. Juni 

2021 strich das EFD diesbezüglich hervor, dass die unaufgeforderte Stellung-

nahme des Berufungsgegners vom 25. Mai 2021 nicht erforderlich gewesen sei. 

Ebenfalls nicht erforderlich seien die Argumente des Rechtsvertreters für den Fall 

einer Weiterleitung des Rechtsmittels des EFD an die Beschwerdekammer der 

Zuständigkeit wegen gewesen. Diese seien nicht im Berufungsverfahren, son-

dern im Beschwerdeverfahren zu prüfen. Deshalb seien die diesbezüglichen Auf-

wendungen nicht zu entschädigen. Folglich beantragt das EFD, die Honorarnote 

des Rechtsvertreters des Berufungsführers vom 25. Mai 2021 hinsichtlich der 

Festsetzung der Entschädigung um die Aufwände, welche der Rechtsvertreter 

ab dem 21. Mai 2021 generierte, zu kürzen (CAR pag. 9.101.003). 

3.2.5 Anlass zu Bemerkungen gibt zunächst der geltend gemachte Stundenansatz von 

Fr. 300.00 für die Aufwendungen von Rechtsanwalt Andrea Taormina. Im vorlie-

genden Berufungsverfahren war lediglich über prozessuale Fragen, namentlich 

über das Eintreten sowie die Weiterleitung der Sache, zu befinden. Der vorlie-

gende Fall ist weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht komplex, weshalb 

er im ordentlichen Schwierigkeitsbereich einzuordnen ist. Der ständigen Praxis 

der Berufungskammer entsprechend sind auf die Leistungen von Rechtsanwalt 

Andrea Taormina ebenfalls der Stundenansatz von Fr. 230.00 anzuwenden. Der 

geltend gemachte Aufwand von 31.15 Stunden beinhaltet hauptsächlich die Re-

daktion des begründeten Antrags auf Nichteintreten vom 23. April 2021 sowie die 

Stellungnahme vom 25. Mai 2021. Diese zwei Schriftsätze umfassen ohne Anla-

gen insgesamt 12 Seiten (begründeter Antrag auf Nichteintreten vom 23. Ap-

ril 2021: 4 Seiten; Stellungnahme vom 25. Mai 2021: 8 Seiten), für deren Redak-

tion ein zeitlicher Aufwand von 26.55 Stunden geltend gemacht wird. Zunächst 

sei darauf hingewiesen, dass Aufwendungen, die nicht der Wahrung der Rechte 

- 23 - 

im Strafverfahren dienten, wie interne Doppelspurigkeiten, interne Besprechun-

gen, oder blosse administrative Tätigkeiten, nicht zu entschädigen sind. Abklä-

rungen und der Austausch mit anderen Rechtsanwälten sind ebenfalls nicht von 

der Eidgenossenschaft zu tragen (Beschluss des Bundesstrafgerichts 

BB.2013.54 vom 15. Oktober 2013 E. 6.4; Urteil des Bundesstrafgerichts 

SK.2018.32 vom 25. März 2019 E. 6.5). Vorliegend handelt es sich gemäss ein-

gereichtem Leistungsblatt beim begründeten Antrag auf Nichteintreten vom 

23. April 2021 um eine Leistung von Rechtsanwältin Nadine Wantz. Der Antrag 

wurde sodann abwechselnd von Rechtsanwalt Andrea Taormina und Rechtsan-

wältin Nadine Wantz überarbeitet. Die Positionen «Überarbeitung Eingabe betr. 

Antrag auf Nichteintreten» (Leistung von Rechtsanwalt Andrea Taormina vom 

10. April 2021), «Überarbeitung Eingabe betr. Antrag auf Nichteintreten, inkl. 

Rechtsrecherche» (Leistung von Rechtsanwältin Nadine Wantz vom 16. April 

2021) sowie «Überarbeitung Eingabe betr. Antrag auf Nichteintreten» (Leistung 

von Rechtsanwalt Andrea Taormina vom 19. April 2021) sind als interne Doppel-

spurigkeiten zu werten. Dementsprechend sind die Aufwendungen im Umfang 

von 3.5 Stunden nicht zu entschädigen. Wie bereits festgehalten gründet die vor-

liegend zu beurteilende Frage des Eintretens und der Weiterleitung nicht auf ei-

nem in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht komplexen Sachverhalt. Ein Rest-

aufwand von insgesamt 23.05 Stunden (26.55 Stunden abzüglich 3.5 Stunden) 

für die Redaktion dieser zwei Schriftsätze von insgesamt 12 Seiten erscheint da-

her übersetzt, was eine ermessensweise Kürzung auf 9 Stunden zur Folge hat. 

Für die Leistungen der Sparte «Akten- und Rechtsstudium/Korrespondenz mit 

Klient» gilt schliesslich ebenfalls, dass Doppelspurigkeiten und die Mitarbeit 

zweier Anwälte am Dossier nicht von der Eidgenossenschaft zu entschädigen 

sind, womit die Aufwendungen von Rechtsanwältin Nadine Wantz in der Höhe 

von 1.20 Stunden nicht zu berücksichtigen sind. Im Übrigen erweisen sich die 

Aufwendungen für Korrespondenz, Telefonate sowie Aktenstudium im Umfang 

von 3.4 Stunden (Sparten «Akten- und Rechtsstudium/Korrespondenz mit Kli-

ent», «Korrespondenz mit Klient» und «Telefonate mit Klient») als angemessen. 

Demzufolge ist dem Berufungsgegner für die Aufwendungen seines Rechtsver-

treters im Berufungsverfahren eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3'071.60 

(d.h. 12.4 Stunden à Fr. 230.00 = Fr. 2'852.00 zuzüglich Mehrwertsteuer von 

7.7% [Fr. 219.60]) zuzusprechen. 

  

- 24 - 

Die Berufungskammer beschliesst: 

I. Auf die Berufung gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

SK.2020.48 vom 2. März 2021 wird nicht eingetreten. 

II. Die Sache wird zuständigkeitshalber an die Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts weitergeleitet. 

III. Kosten 

1. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.00 geht zulasten des Staates. 

2. A. wird von der Eidgenossenschaft mit Fr. 3'071.60 entschädigt. 

 

Im Namen der Berufungskammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

  

- 25 - 

Zustellung an (Gerichtsurkunde): 

- Bundesanwaltschaft, Frau Lucienne Fauquex, Staatsanwältin des Bundes 

- Eidgenössisches Finanzdepartement, Herrn Simon Müller, Leiter Rechtsdienst 

- Herrn Rechtsanwalt Andrea Taormina 

Kopie an (brevi manu): 

- Bundesstrafgericht, Strafkammer 

- Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft Zustellung an (zum Vollzug): 
- Eidgenössisches Finanzdepartement, Urteilsvollzug und Vermögensverwaltung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde in Straf-

sachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 
(BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 28. Juni 2021