# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef8d2187-0248-59f4-9c8e-cffeff51652c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 01.07.2019 B 2018/240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-240_2019-07-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/240

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.08.2019

Entscheiddatum: 01.07.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 01.07.2019
Strassenrecht, Übermässige Beanspruchung einer öffentlichen Strasse, Art. 
18 Abs. 1 StrG, Art. 12 VRP. Die Beschwerdegegnerin verpflichtete die 
Beschwerdeführerin als Baubewilligungsnehmerin, die Schäden an den 
Randabschlüssen einer Gemeindestrasse entlang des Baugrundstücks zu 
beheben oder für die Behebung der Schäden CHF 25'569.65, abzüglich der 
bereits geleisteten CHF 2'000, zu bezahlen. Aufgrund der Feststellungen am 
Re-kursaugenschein vom 11. September 2018 erwies sich diese 
Verpflichtung nicht mehr als erforderlich. Ein Abschnitt des fraglichen 
Randabschlusses war bereits repariert worden. Die Sache war daher zur 
ergänzenden Sachverhaltsermittlung sowie zu neuer Entscheidung an die 
Erstinstanz zurückzuweisen (E. 3), (Verwaltungsgericht, B 2018/240).

Entscheid vom 1. Juli 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterinnen Zindel, Bietenharder, 

Verwaltungsrichter Steiner, Engeler; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

X.__AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. HSG Christina Nossung, factum advocatur, 

Davidstrasse 1, Postfach 635, 9001 St. Gallen,

gegen

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Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde Y.__,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Übermässige Beanspruchung einer öffentlichen Strasse

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Nach dem Gemeindestrassenplan der Politischen Gemeinde Y.__ ist das im 

Jahr 1987 erstellte südliche Teilstück der A.__strasse (Stichstrasse) auf den Parzellen 

Nrn.__ und __, Grundbuch Z.__, zwischen der Einmündung in die B.__strasse, Parzelle 

Nr.__ (Kantonsstrasse zweiter Klasse), und dem Grundstück Nr.__ als Gemeindestrasse 

zweiter Klasse eingestuft. Es erschliesst die Grundstücke Nrn.__, __, __, __-__, welche 

nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Y.__ der Wohnzone W2a zugewiesen 

sind, sowie die Grundstücke Nrn. 00__, __ und 01__ in der Wohn-Gewerbe-Zone WG3. 

Am 13. Mai 2011 erteilte die Baubewilligungskommission von Y.__ der X.__AG die 

Baubewilligung für den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf Parzelle Nr. 01__ (seit 

10. Januar 2013 im Eigentum der Q.__, einer öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtung 

mit eigener Rechtspersönlichkeit, davor im Eigentum von P.__, M.__) unter 

Nebenbestimmungen. Vor Baubeginn verfasste die C.__GmbH (am 23. März 2018 im 

Handelsregister gelöscht), am 18. August 2011 Bestandesaufnahmen der A.__- und 

B.__strasse entlang des Baugrundstücks Nr. 01__. Am 15. Mai 2012 und 

14. November 2012 erstellte die Politische Gemeinde Y.__ Fotoaufnahmen der 

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A.__strasse entlang der Parzelle Nr. 01__ (act. 9/11/1, 2-6, act. 9/28 f., 

www.geoportal.ch, www.zefix.ch).

B.  

Nach Abschluss der Bauarbeiten auf Parzelle Nr. 01__ bezifferte die Politische 

Gemeinde Y.__ den Aufwand für die Instandsetzung der A.__strasse entlang dem 

Grundstück Nr. 01__ am 23. Juli 2013 und 4./13. Juni 2014 auf CHF 23'747.70 ohne 

Mehrwertsteuer. Am 14. Juli 2014 stellte sie der X.__AG eine Offerte der R.__AG für die 

Behebung der Schäden an der A.__strasse vom 8. Mai 2014 in der Höhe von 

CHF 20'587.48 ohne Mehrwertsteuer zu. Am 9. März 2015 bezahlte die X.__AG 

CHF 2'000. Auch liess sie eigener Darstellung gemäss den Randstein der A.__strasse 

entlang der Parzelle Nr. 01__ bei der Tiefgaragenzufahrt auf einer Länge von 8 m und 

bei den Besucherparkplätzen auf einer solchen von 15 m instand setzen. Mit Verfügung 

vom 26. August 2016 verpflichtete die Politische Gemeinde Y.__ die X.__AG unter 

Androhung der Ersatzvornahme, die Schäden auf der A.__strasse (abgedrückte und 

lose Stellplatten) gemäss dem der Verfügung beiliegenden Situationsplan vom 

8. April 2015 unter ihrer Leitung zu beheben oder CHF 25'569.65 (CHF 20'587.48 plus 

15% Verwaltungsaufwand im Betrag von CHF 3'088.10 und 8% Mehrwertsteuer) 

abzüglich des bereits geleisteten Betrags von CHF 2'000 zu bezahlen (act. 5, S. 4 Rz. 

4, act. 9/11/1a, 8, 10, 12, 16, S. 4, www.stadt.sg.ch, www.zefix.ch). Dagegen 

rekurrierte die X.__AG am 12. September 2016 an das Baudepartement. Am 

9. Mai 2017 reichte das kantonale Strasseninspektorat einen Amtsbericht ein. Am 

11. September 2018 führte das Baudepartement einen Augenschein durch. Mit 

Entscheid vom 26. Oktober 2018 wies es den Rekurs ab (act. 2, act. 9/1, 13, 28 f.).

C. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 26. Oktober 2018 

(versandt am 29. Oktober 2018) erhob die X.__AG (Beschwerdeführerin) durch ihre 

Rechtsvertreterin am 12. November 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit 

dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben (act. 1). Am 6. Dezember 2018 ergänzte sie die 

Beschwerde mit einer Begründung (act. 5). Mit Vernehmlassung vom 

17. Dezember 2018 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 8). Mit Stellungnahme vom 18. Januar 2019 

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beantragte die Politische Gemeinde Y.__ (Beschwerdegegnerin), es sei die Beschwerde 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen (act. 11). Am 18. Februar 2019 

liess sich die Beschwerdeführerin abschliessend vernehmen (act. 15).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.  Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des 

Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin ist zur 

Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die 

Beschwerdeeingabe vom 12. November 2018 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt 

zusammen mit der Ergänzung vom 6. Dezember 2018 (act. 5) formell und inhaltlich die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten 

ist auf die Beschwerde (act. 5, S. 4 f. Ziff. III/A Rz. 5), soweit die Beschwerdeführerin in 

ihrer Eingabe pauschal auf die damalige Rekursbegründung vom 25. Oktober 2016 

(act. 9/7) und die Stellungnahme vom 5. Januar 2018 (act. 9/16) verweist (vgl. VerwGE 

B 2017/46 vom 20. März 2018 E. 1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

Zu entscheiden ist namentlich, wie die Massnahmen- oder Ersatzpflicht nach 

Art. 18 StrG zu handhaben ist. Diese Frage hat sich dergestalt in einem 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren noch nie gestellt und ist erstmals zu entscheiden. 

Das Verwaltungsgericht behandelt die Angelegenheit deshalb gestützt auf Art. 18 

Abs. 3 Ingress und lit. b Ziff. 1 des Gerichtsgesetzes (sGS 941.1, GerG) in 

Fünferbesetzung. Weil das Verfahren sowohl den Zuständigkeitsbereich der Abteilung I 

(Strassenrecht) als auch denjenigen der Abteilung III (Abgaben) beschlägt, rechtfertigt 

sich, den Spruchkörper mit den ordentlichen Mitgliedern dieser beiden Abteilungen zu 

besetzen (vgl. dazu Konstituierungsbeschluss für die Amtsdauer 2017/2023, 

www.gerichte.sg.ch).

2.   

bis

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Öffentliche Strassen stehen im Rahmen ihrer Zweckbestimmung dem Gemeingebrauch 

offen (vgl. Art. 17 Abs. 1 StrG und T. Jaag, Gemeingebrauch und Sondernutzung 

öffentlicher Sachen, in: ZBl 4/1992, S. 145 ff., S. 151 ff.). Die Benützung im Rahmen 

des Gemeingebrauchs steht grundsätzlich jedermann ohne Erteilung einer besonderen 

Erlaubnis und in der Regel unentgeltlich (Art. 82 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) offen (vgl. BGE 135 I 302 E. 3.2 mit 

Hinweisen und W. Moser, Der öffentliche Grund und seine Benützung, Bern 2011, 

S. 209). Damit der Gemeingebrauch tatsächlich ausgeübt werden kann, sind die 

öffentlichen Strassen zu unterhalten (vgl. dazu Art. 51 ff. StrG). Das südliche Teilstück 

der A.__strasse ist als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingestuft (vgl. dazu Art. 7 f., 

Art. 11 f., Art. 13 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 2 StrG und VerwGE B 2014/64; B 2014/72 

vom 28. Mai 2015 E. 5.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Damit hat grundsätzlich 

die Beschwerdegegnerin dieses Teilstück zu unterhalten, d.h. unter anderem auch die 

Schäden an dieser Strasse zu beheben (vgl. dazu Art. 51 StrG in Verbindung mit Art. 54 

Abs. 1 Ingress und lit. a StrG).

Öffentliche Strassen sind schonend und unter Rücksichtnahme auf Verkehrsteilnehmer 

und Umgebung zu benutzen (Art. 17 Abs. 2 StrG, vgl. dazu P. Küttel, Das 

Strassenrecht des Kantons St. Gallen, Winterthur 1969, S. 77 f.). Dem Verkehr mit 

Fahrzeugen wohnen gewisse Abnutzungen der Strasse naturgemäss inne. Die mit der 

normalen Strassenbenutzung unvermeidlicherweise verbundene Abnutzung der 

Strasse zieht für die Benützer keine Folgen nach sich (vgl. E. Zimmerli, Baugesetz des 

Kantons Aargau, 2. Aufl. 1985, S. 147). Hingegen hat derjenige, welcher Strassen 

übermässig beansprucht, (wahlweise) entweder den daraus entstandenen Schaden zu 

beheben oder dafür Entschädigung zu leisten (vgl. Art. 18 Abs. 1 StrG und FZR 1994, 

S. 363 ff., S. 366, sowie BR 2/87, S. 45 f.), wobei Schäden im Einvernehmen mit der 

zuständigen Behörde und dem Unterhaltspflichtigen zu beheben sind (Art. 18 

Abs. 2 StrG). Wie sich aus Art. 100 Abs. 1 StrG ergibt, fallen insbesondere 

Beeinträchtigungen von Bestand und Sicherheit der öffentlichen Strassen und Wege 

als Folge der Strassenbenützung unter die übermässige Beanspruchung (vgl. dazu 

D. Gmür, in: in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz, 

St. Gallen 1989, Art. 100 Rz. 2 f., siehe auch A. Baumann, Kommentar zum Baugesetz 

des Kantons Aargau, Bern 2013, § 107 Rz. 2).

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H. Vogt spricht sich in Anlehnung an die Botschaft der Regierung dafür aus, dass die 

Vorschriften in Art. 18 und Art. 19 StrG über die Beeinträchtigung des 

Gemeingebrauchs öffentlicher Strassen dem Verursacherprinzip folgen (vgl. H. Vogt, 

Strassenbenutzung, in: G. Germann [Hrsg.], a.a.O., Art. 18/19 Rz. 1, Kreisschreiben 

über den Vollzug des Strassengesetzes vom 22. November 1988, ABl 1988, S. 2747 ff., 

S. 2752, und Botschaft zum Strassengesetz vom 28. Mai 1986, ABl 1986, S. 1585 ff., 

S. 1638, siehe auch W. Müller, Die öffentliche Strasse und ihre Benutzung nach 

aargauischem Verwaltungsrecht, Zürich 1973, S. 130, und zum Begriff BGE 138 II 111 

E. 5.3.1 und LGVE 2010 II Nr. 8 E. 4b je mit Hinweisen sowie zur Unterscheidung 

zwischen dem Verursacherprinzip im weiteren und engeren Sinn Griffel/Rausch, 

Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Auflage, Zürich 2011, 

Art. 2 Rz. 2 ff.). Für das Verursacherprinzip besteht allerdings kein Anwendungsbedarf, 

soweit derjenige, welcher die Strasse übermässig beansprucht hat, der 

Massnahmenpflicht nach Art. 18 Abs. 1 StrG (Behebung der Schäden) nachkommt. In 

diesem Fall entstehen keine externen Kosten (vgl. D. Adler, Das Verhältnis zwischen 

Verursacherprinzip und Haftpflicht im Umweltrecht, Zürich 2011, S. 101, und M. Frick, 

Das Verursacherprinzip in Verfassung und Gesetz, Bern 2004, S. 30 ff.). Für eine 

sachgerechte Massnahmenanlastung ist insoweit von vornherein auf das 

polizeirechtliche Störerprinzip zurückzugreifen (vgl. dazu J. Tiefenthal, Kantonales 

Polizeirecht der Schweiz, Zürich 2018, § 5 Rz. 26 ff., T. Jaag, in: Donatsch/derselbe/

Zimmerlin [Hrsg.], Kommentar zum Polizeigesetz des Kantons Zürich, § 18 Rz. 2 ff., 

M. Mohler, Grundzüge des Polizeirechts in der Schweiz, Basel 2012, Rz. 711 ff., und 

K. Wyss, Sicherheitskosten bei Fussball- und Eishockeyspielen, in: BVR 2011, S. 49 ff., 

S. 51 ff.). Sodann gilt das Verursacherprinzip ausserhalb von Ersatzvornahmen (vgl. 

dazu Art. 105 VRP und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 

2. Aufl. 2003, Rz. 1255 ff.) nur insoweit, als es spezialgesetzlich explizit vorgesehen ist 

(vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 56 

Rz. 36 ff.). In Art. 18 Abs. 1 StrG wird darauf nicht ausdrücklich abgestellt (vgl. 

demgegenüber Art. 74 Abs. 2 Satz 2 BV; Art. 2 des Bundesgesetzes über den 

Umweltschutz; Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG, Art. 3a des Bundesgesetzes 

über den Schutz der Gewässer, Gewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG, Art. 4 des 

Strahlenschutzgesetzes; SR 814.50, StSG, und Art. 2 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

die Gentechnik im Ausserhumanbereich, Gentechnikgesetz; SR 814.91, GTG, 

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Art. 15 des Gesetzes über die amtliche Vermessung; sGS 914.7, VermG, sowie 

Art. 46  des Gesetzes über den Feuerschutz; sGS 871.1, FSG, siehe hierzu auch 

VerwGE B 2019/33 vom 7. Mai 2019 E. 3.1 mit Hinweisen, insbesondere auf M. Gehrer, 

Kostentragung für Leistungen der Feuerwehr am Beispiel der st. gallischen 

Gesetzgebung, in: ZBl 96/1995 S. 158). Die Kostentragungspflicht nach Art. 18 

Abs. 1 VRP könnte indes als Kostenüberbindung im Rahmen der Ersatzvornahme 

qualifiziert werden (vgl. dazu Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1257), wenngleich die 

Ersatzvornahme im konkreten Fall erst angedroht wurde, kein Fall einer antizipierten 

Ersatzvornahme vorliegt und die Beschwerdegegnerin die Vollstreckung noch nicht 

gesondert angeordnet hat. Wie es sich damit verhält, kann letztlich dahingestellt 

bleiben, da so oder anders – Art. 18 Abs. 1 StrG definiert nicht, wer "Verursacher" ist – 

auch in dieser Hinsicht auf den polizeirechtlichen Störerbegriff abzustellen ist (vgl. zur 

Umschreibung des Verursacherkreises BGE 144 II 332 E. 3.1 und BGE 139 II 106 

E. 3.1 bis 3.6 je mit Hinweisen, in Bezug auf Art. 32d Abs. 1 USG sowie 

BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.2 ff. mit Hinweisen betreffend 

Kostenüberwälzung bei einem Feuerwehreinsatz).

3.   

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend (act. 5, S. 8 f. Rz. 18, 22, act. 15, 

S. 2 f. Rz. 1-3), die Schäden an der A.__strasse seien nicht rechtsgenüglich festgestellt 

worden.

3.1.   

Die Behörde ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen, 

wobei vorbehältlich der Wahrung des öffentlichen Interesses nur die von den 

Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche 

Tatsachen aufzunehmen sind (vgl. Art. 12 VRP). Unrichtig ist ein Sachverhalt 

festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige Schlüsse 

gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig 

festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden. Die Unvollständigkeit 

des festzustellenden Sachverhalts knüpft demgegenüber beim Umfang der 

Beweiserhebung an: Unvollständig ist die Sachverhaltsfestlegung, wenn 

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entscheidrelevante Umstände nicht oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (vgl. 

VerwGE B 2018/248 vom 14. März 2019 E. 3.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, und 

Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 586 ff.).

3.2.   

Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 18. Januar 2019 (act. 11) 

bestätigt hat, forderte sie von der Beschwerdeführerin die Behebung von Schäden 

resp. den finanziellen Ersatz für Schäden an den Randabschlüssen (abgedrückte und 

lose Stellplatten) der A.__strasse entlang dem Grundstück Nr. 01__ (L.__weg bis 

Wendeplatz, vgl. act. 9/31 Ziff. 5, act. 9/11/1a, S. 6 E. 3g sowie act. 9/11/5). Dabei 

stützte sie sich auf die Fotoaufnahmen vom 15. Mai 2012 und 14. November 2012 

(act. 11/9/3 f.). Auch bezeichnete sie die beschädigten Stellplatten im Situationsplan 

vom 8. April 2015 (Beilage zu act. 9/11/16) und bezifferte den Schaden in ihrer 

Verfügung vom 26. August 2016 (act. 9/11/1a, S. 8 E. 6b) gestützt auf die Offerte der 

R.__AG vom 8. Mai 2014 (Beilage zu act. 9/11/12) inklusive eines Verwaltungsaufwands 

von 15% und 8% Mehrwertsteuer auf CHF 25'569.65. Am Augenschein vom 

11. September 2018 wurde festgestellt (act. 11/28 f.), dass die Stellplatten auf den im 

Situationsplan vom 8. April 2015 eingezeichneten Strassenabschnitten – mit Ausnahme 

eines bereits reparierten, 3.90 m langen Abschnitts beim Wendeplatz – teilweise 

abgedrückt oder abgeplatzt und damit defekt waren. Demgegenüber wurden in den 

Bestandesaufnahmen der C.__GmbH vom 18. August 2011 (act. 9/11/2, S. 8 f. und 

31-32, 36) an den im Situationsplan vom 8. April 2015 bezeichneten Randabschlüssen 

nur vereinzelt leichte Abnützungserscheinungen (Bilder [1]732, [1]735, [1]754) 

festgestellt. Die darin festgehaltenen teilweise grösseren Abplatzungen der 

Randsteinkanten (Bild [1]774) befinden sich weiter südöstlich nach der Einmündung 

des L.__wegs gegenüber der Parzelle Nr.__. Bei dieser Sachlage durfte die Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 11 E. 4.2) davon ausgehen, dass die Stellplatten 

auf den im Situationsplan vom 8. April 2015 eingezeichneten Strassenabschnitten erst 

nach Baubeginn auf Parzelle Nr. 01__ beschädigt wurden und die Beschwerdegegnerin 

den Schaden insoweit korrekt erhoben hat. Allerdings liess sie ausser Acht, dass 

gemäss den tatsächlichen Feststellungen am Augenschein vom 11. September 2018 

(act. 9/28, S. 3 Ziff. 6) der 3.90 m lange Abschnitt des Randabschlusses beim 

Wendeplatz bereits repariert war. Unbesehen davon, wer diese Reparatur 

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vorgenommen hat, erweist sich die strittige Massnahme auf diesem Abschnitt daher 

offensichtlich als nicht (mehr) erforderlich (vgl. dazu D. Adler, a.a.O., S. 53 ff.) resp. 

notwendig (vgl. H. Seiler, in: Vereinigung für Umweltrecht und H. Keller [Hrsg.], 

Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 2 Rz. 83, siehe auch AGVE 

2005, S. 101 ff.), was auch bei der Beurteilung der geforderten Ersatzpflicht im Betrag 

von CHF 25'569.65 (vgl. dazu die Offerte der R.__AG vom 8. Mai 2014 (Beilage zu 

act. 9/11/12) hätte berücksichtigt werden müssen. Daran ändert nichts, falls die 

Beschwerdeführerin den Schaden gemäss der Darstellung der Beschwerdegegnerin 

(act. 11, S. 2) an der Besprechung vom 17. Mai 2013 (act. 9/11/7) anerkannt haben 

sollte. Die Beschwerde ist bereits aus diesem Grund gutzuheissen, der angefochtene 

Entscheid aufzuheben und die Sache zu ergänzender Sachverhaltsermittlung sowie zu 

neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis 

kann dahingestellt bleiben, ob die Kosten der Behebung der Schäden im Voraus 

verbindlich veranschlagt werden durften (vgl. dazu C. Ackermann Schwendener, Die 

klassische Ersatzvornahme als Vollstreckungsmittel des Verwaltungsrechts, 

Zürich 2000, S. 78). Ebenso kann offenbleiben, ob die bestehenden leichten 

Abnützungserscheinungen bei der Berechnung der Ersatzpflicht hätten berücksichtigt 

werden müssen, und ob pauschal ein Verwaltungsaufwand von 15% in Rechnung 

gestellt werden durfte. Ebenso wenig muss untersucht werden, wie es sich mit der 

Einschätzung des stellvertretenden kantonalen Strasseninspektors am Augenschein 

vom 11. September 2018, berichtigt am 25. September 2018 (act. 9/28, S. 6 Ziff. 6 und 

act. 9/32), verhält, wonach seit der Erstellung des fraglichen Teilstücks der A.__strasse 

im Jahr 1987 bis heute keine Wertminderung an den Randabschlüssen stattgefunden 

haben soll (vgl. dazu auch act. 5 Rz. 22). Im übrigen können auch die Fragen 

offengelassen werden, ob die Beschwerdegegnerin eine Pflicht zur Kostenminimierung 

traf sowie, falls ja, ob sie dieser hinreichend nachkam und ob die Behebung der 

Schäden oder die Kostenüberwälzung auf die Beschwerdeführerin zumutbar ist (vgl. 

Adler, a.a.O., S. 55 ff. und S. 61 ff.).

Aus prozessökonomischen Überlegungen ist, wenn auch nur summarisch, auf die 

weiteren Rügen der Beschwerdeführerin einzugehen, selbst wenn die entsprechenden 

Erwägungen lediglich ein obiter dictum darstellen, das nicht in Rechtskraft erwachsen 

kann (vgl. BGer 1C_372/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 5).

4.   

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Die Beschwerdeführerin bringt vor (act. 5 f., S. 5-10 Rz. 8-17, 19-21, 23, act. 15, S. 3 f. 

Rz. 4-8), durch eigenes Handeln habe sie keinen Schaden herbeigeführt. Entsprechend 

könne sie, weil für sie keine Garantenstellung für das Verhalten der fraglichen Bau- 

bzw. Transportunternehmen existiere, nicht als Verhaltensstörerin gelten. Überdies 

fehle der Nachweis des Kausalzusammenhangs gänzlich. Der Zugangsverkehr zu den 

durch die A.__strasse erschlossenen Wohn- und Gewerbebauten sowie der 

Baustellenverkehr zur gleichzeitig bestehenden Baustelle auf Parzelle Nr. 00__ sowie 

die in diesem Zusammenhang erfolgten Werkarbeiten durch die Beschwerdegegnerin 

hätten die ihr nun entgegen gehaltenen Schäden mitverursacht.

4.1.   

Mit der Erteilung der Baubewilligung am 13. Mai 2011 wurde die Beschwerdeführerin 

verpflichtet, für allfällige Schäden an der A.__strasse im Zusammenhang mit der 

Bauausführung gemäss Art. 18 Abs. 1 StrG aufzukommen (vgl. act. 9/11/1, S. 23 

Ziff. V/55). Diese Auflage wurde von der Beschwerdeführerin nicht angefochten. Damit 

hat die Beschwerdeführerin anerkannt, dass sie als Baubewilligungsnehmerin – auch 

für das Verhalten der von ihr beigezogenen Hilfspersonen (siehe dazu D. Adler, a.a.O., 

S. 123 ff.) – für Schäden an der A.__strasse im Zusammenhang mit der Bauausführung 

auf Parzelle Nr. 01__ gestützt auf Art. 18 Abs. 1 StrG in Anspruch genommen werden 

kann. In Umsetzung der Auflage hat sie dann auch die Bestandesaufnahmen vom 

18. August 2011 verfassen lassen (act. 9/11/2), für Schäden an der A.__strasse 

CHF 2'000 bezahlt und deren Randstein bereits teilweise instand setzen lassen. Ihre 

diesbezügliche Rüge ist im vorliegend interessierenden Zusammenhang deshalb nicht 

mehr zu hören. Wie die Vorinstanz im Übrigen zutreffend dargetan hat (vgl. E. 3 des 

angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 10), erschiene die Auflage auch nicht als nichtig. 

Letzteres wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht mehr behauptet. Ob die 

Beschwerdeführerin als Zustands- (vgl. dazu Jäger/Bühler, Schweizerisches 

Umweltrecht, Bern 2015, Rz. 74, und BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.5.2 

mit Hinweisen, siehe auch die vergleichbaren Zurechnungskriterien von Art. 58 des 

Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 

Fünfter Teil: Obligationsrecht; SR 220, OR, und Art. 679 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches; SR 210, ZGB, sowie B. Wagner, Das Verursacherprinzip im 

schweizerischen Umweltrecht, in: ZSR 1989, 2. Halbband, S. 321 ff., S. 370 ff.) oder als 

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Verhaltensstörerin (vgl. dazu BGer 1A.178/2003 vom 27. August 2004 E. 4 mit 

Hinweisen, in: ZBl 106/2005, S. 48 ff., und URP 2004, S. 575 ff., BGer 4A_520/2007 

vom 31. März 2008 E. 2.1 mit Hinweisen, H. Seiler, a.a.O., Art. 2 Rz. 66 und 71, 

B. Wagner Pfeifer, Umweltrecht, Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 129 f., und SOG 2011 

Nr. 26 E. 2c mit Hinweisen, in: BR 2/2013 Nr. 164, bestätigt mit BGer 1C_146/2011 

vom 29. November 2011, siehe dazu auch Art. 41 OR, welcher die Haftung ebenfalls an 

ein bestimmtes Verhalten anknüpft) oder als Zweckveranlasserin (vgl. dazu H. Seiler, 

a.a.O., Art. 2 Rz. 73, und D. Adler, a.a.O., S. 116 ff.) ins Recht gefasst werden müsste, 

kann offengelassen werden.

4.2.   

Gemäss dem Amtsbericht des kantonalen Strasseninspektorates vom 9. Mai 2017 

(act. 9/13) geht aus der Fotodokumentation vom 15. Mai 2012 und 14. November 2012 

(act. 11/9/3 f.) hervor, dass die A.__strasse im strittigen Bereich – ohne Bewilligung 

oder Konzession nach Art. 21 ff. StrG – während der Bauausführung auf Parzelle 

Nr. 01__ als Installationsplatz und Abstellplatz für Baustellenfahrzeuge benutzt wurde, 

wobei die gegenüber Personenwagen breiteren Baustellenfahrzeuge direkt auf die 

Randabschlüsse gestellt worden seien. Deswegen hätten die Fahrzeuge auf der 

A.__strasse für das Kreuzen die Fahrbahn verlassen müssen. Durch die daraus 

resultierenden Beanspruchungen, für welche die nach dem Stand der Technik 

erstellten Randabschlüsse nicht dimensioniert worden seien, resultierten abgedrückte 

und lose Stellplatten. Anhaltspunkte, welche diese Einschätzungen des fachkundigen 

Strasseninspektorats ernsthaft erschüttern könnten, bestehen aufgrund der Aktenlage 

nicht und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert aufgezeigt (vgl. 

hierzu A. M. Binder, Expertenwissen und Verfahrensgarantien, Zürich 2016, S. 87 f., 

Kiener/Rütsche/Kuhn, öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015, Rz. 777, K. Plüss, in: 

A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

3. Aufl. 2014, § 7 Rz. 60 ff., und Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 974 ff.). Damit spricht einiges 

dafür, dass die – noch ersichtlichen (vgl. E. 3.2 hiervor) – Schäden an den 

Randabschlüssen unmittelbar durch diese übermässige Beanspruchung der 

A.__strasse durch die von der Beschwerdeführerin eingesetzten (vgl. dazu 

R. Hürlimann, in: Gauch/Stöckli [Hrsg.], Kommentar zur SIA-Norm 118, 2. Aufl. 2017, 

Vorbemerkungen zu Art. 28-32, Rz. 10 ff.) Unternehmen, insbesondere die E.__AG in 

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Liquidation und die F.__AG (act. 9/11/3 f., www.zefix.ch), verursacht wurden (vgl. dazu 

M. Frick, a.a.O., S. 54 f., GVP 1997 Nr. 18 E. 2b mit Hinweisen, URP 1994, S. 501 ff., 

S. 504, BGE 131 II 743 E. 3.2 mit Hinweisen, besprochen von H. Trüeb, Kostentragung 

bei Sanierung von Schiessanlagen, in: URP 6/2008, S. 545 ff., BGE 114 Ib 44 E. 2a mit 

Hinweisen, B. Wagner Pfeiffer, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum 

Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 3a GSchG Rz. 26, 

und H. Seiler, a.a.O., Art. 2 Rz. 62 ff.). Daran ändert nichts, falls die A.__strasse im 

fraglichen Abschnitt auch von Dritten, etwa von Anwohnern, öffentlichen Diensten oder 

Fahrzeugen zum Baugrund auf Parzelle Nr. 00__ (vgl. dazu Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2019, act. 11, S. 2) – im Rahmen der normalen 

Strassenbenutzung – befahren wurde und diese wegen des Verhaltens der von der 

Beschwerdeführerin eingesetzten Bauunternehmen dabei zuweilen für das Kreuzen die 

Fahrbahn verlassen mussten (siehe zur Kostenüberwälzung bei einer Mehrheit von 

Verursachern auch Art. 51 OR analog, Art. 32d Abs. 2 USG analog, BGE 142 II 232 

E. 5.3 und BGE 132 II 371 E. 3.5 je mit Hinweisen sowie GVP 2015 Nr. 42).

Demgemäss hätte sich die Beschwerde in diesen Punkten als unbegründet erwiesen.

5.   

Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des Rekurs- und 

Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP und 

VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). 

Eine Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 4'000 ist angemessen 

(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Die Vorinstanz hat 

für das Rekursverfahren amtliche Kosten in der Höhe von CHF 3'500 erhoben (act. 2). 

Auf die Erhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Beschwerdeführerin 

sind die geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 4'000 (Beschwerdeverfahren) und 

CHF 1'000 (Rekursverfahren) zurückzuerstatten.

Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren antragsgemäss 

ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP). 

Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat keine Kostennoten eingereicht, 

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weshalb die Entschädigung nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30 Ingress und 

lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG, Art. 6 

und Art. 19 der Honorarordnung; sGS 963.75, HonO, in der Fassung vom 

28. November 2018, nGS 2019-019). Dass die Beschwerdeführerin die Entschädigung 

am 12. November 2018 bzw. 6. Dezember 2018 (act. 1 und 5) nicht zuzüglich 

Mehrwertsteuer beantragte, schadet nicht, da der Antrag noch vor Inkrafttreten der 

revidierten HonO am 1. Januar 2019 gestellt wurde. Eine Entschädigung von insgesamt 

CHF 8‘000 für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren zuzüglich vier Prozent 

Barauslagen und Mehrwertsteuer ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28  und 

Art. 29 HonO). Die von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin im 

Rekursverfahren erbrachten anwaltlichen Leistungen unterliegen teils den bis 

31. Dezember 2017, teils den ab 1. Januar 2018 geltenden Mehrwertsteuersätzen. 

Deshalb ist die ausseramtliche Entschädigung für das Rekursverfahren von insgesamt 

CHF 4'000 zuzüglich 4% Barauslagen je zur Hälfte mit dem alten Mehrwertsteuersatz 

von 8% und – wie der Anteil der ausseramtlichen Entschädigung für das 

Beschwerdeverfahren – mit dem neuen Steuersatz von 7.7% abzurechnen (vgl. 

Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, 

www.estv.admin.ch). Nachdem die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz mit ihren 

Anträgen nicht durchgedrungen sind, haben sie im Beschwerdeverfahren keinen 

Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung. Ungeachtet dessen steht ihnen 

grundsätzlich kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2017/186 vom 21. Februar 2019 

E. 7 mit Hinweisen auf VerwGE B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 7 und VerwGE 

B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 5.2 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 

angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der 

Erwägungen zu ergänzender Sachverhaltsermittlung und zu neuer Entscheidung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die amtlichen Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens von insgesamt 

CHF 7‘500 bezahlt die Beschwerdegegnerin. Der Beschwerdeführerin werden die 

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geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 4‘000 (Beschwerdeverfahren) und CHF 1'000 

(Rekursverfahren) zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin für das Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 8'320, inklusive 4% 

Barauslagen und zuzüglich Mehrwertsteuer (CHF 2'080 zu 8% und CHF 6'240 zu 

7.7%).

 

Der Abteilungspräsident                                    Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                                   Bischofberger

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 01.07.2019
	Strassenrecht, Übermässige Beanspruchung einer öffentlichen Strasse, Art. 18 Abs. 1 StrG, Art. 12 VRP. Die Beschwerdegegnerin verpflichtete die Beschwerdeführerin als Baubewilligungsnehmerin, die Schäden an den Randabschlüssen einer Gemeindestrasse entlang des Baugrundstücks zu beheben oder für die Behebung der Schäden CHF 25'569.65, abzüglich der bereits geleisteten CHF 2'000, zu bezahlen. Aufgrund der Feststellungen am Re-kursaugenschein vom 11. September 2018 erwies sich diese Verpflichtung nicht mehr als erforderlich. Ein Abschnitt des fraglichen Randabschlusses war bereits repariert worden. Die Sache war daher zur ergänzenden Sachverhaltsermittlung sowie zu neuer Entscheidung an die Erstinstanz zurückzuweisen (E. 3), (Verwaltungsgericht, B 2018/240).

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