# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c50d4458-b113-56e1-b279-d58aec924b7a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-26
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 26.04.2024 WBE.2024.142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2024-142_2024-04-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

1. Kammer 

 

WBE.2024.142 / SW / we  
Art. 55 

 

 

Urteil vom 26. April 2024 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichterin Schircks, Vorsitz  

Verwaltungsrichter Dommann  

Verwaltungsrichterin Schöb  

Gerichtsschreiberin Wittich      

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

Aufenthalt: H._____ 

 

        
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend fürsorgerische Unterbringung 

(Klinikeinweisung) 

 

Entscheid von Dr. med. B._____ vom 8. April 2024 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

A._____ wurde am […] 1948 geboren. Gemäss eigenen Angaben hatte er 

an der […] promoviert und unter anderem als […] gearbeitet. […] A._____ 

ist gemäss eigenen Angaben seit rund 40 Jahren als chronischer 

Schmerzpatient auf Medikamente angewiesen.  

 

B. 

A._____ wurde am 31. Juli 2020 vom Gesundheitszentrum Q._____ wegen 

Verdachts auf eine demenzielle Entwicklung und Depression der Klinik der 

Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) zur stationären Behandlung 

zugewiesen. Diagnostiziert wurde unter anderem: 

 

F02.041 Mittelschwere, a.e. frontotemporale Demenz, behaviorale 
Variante mit/bei:  

 […] 

[…] 

F13.1 St. N. Benzodiazepin-Abusus 

 Chronisches Schmerzsyndrom am Kreuz-/Steissbein 

 Chronische Schlafstörung 

 

Am 17. September 2020 konnte A._____ in verbessertem psychischem 

Zustand in das H._____ entlassen werden. Eine Rückkehr ins häusliche 

Umfeld war nicht möglich, da die Unterstützungsmöglichkeiten durch die 

Spitex und die mit der Situation überforderten Ehefrau ausgeschöpft waren.  

 

C. 

1. 

Gemäss den Akten hatte A._____ im April 2024 in seinem Zimmer im 

H._____ eine grössere Menge ([...]) Tabletten gehortet. Nachdem er 

aufgrund seines auffälligen Zustands vom Zentrumsarzt darauf ange-

sprochen worden sei, habe er gedroht, aus dem Fenster zu springen. An-

gesichts dieser Drohung und der vorgefundenen Menge an Tabletten ging 

B._____ von der möglichen Vorbereitung einer suizidalen Handlung aus. In 

der Folge ordnete er mit Entscheid vom 8. April 2024 die fürsorgerische 

Unterbringung von A._____ in der Klinik der PDAG an.  

 

2. 

Mit Eingabe vom 16. April 2024 (Eingang per Mail am 18. April 2024) erhob 

A._____ Beschwerde gegen den Unterbringungsentscheid. 

 

 - 3 - 

 

 

3. 

Mit Instruktionsverfügung vom 19. April 2024 wurden verschiedene Be-

weisanordnungen getroffen. Insbesondere wurde die Beschwerde der 

Klinik der PDAG zur Erstattung eines schriftlichen Berichts zugestellt. Aus-

serdem wurden die Ehefrau und die Tochter des Beschwerdeführers als 

Zeuginnen vorgeladen. Des Weiteren wurde Dr. med. C._____, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, als Gutachter bestimmt und es wurde 

zu einer Verhandlung auf den 26. April 2024 vorgeladen 

 

4. 

Der seitens der Klinik der PDAG verfasste Bericht vom 23. April 2024 und 

der beim H._____ telefonisch angeforderte aktuelle Verlaufsbericht gingen 

am 25. April 2024 beim Verwaltungsgericht ein. 

 

5. 

5.1. 

An der Verhandlung vom 26. April 2024 in den Räumlichkeiten der Klinik 

der PDAG nahmen der Beschwerdeführer, seine Ehefrau, seine Tochter 

sowie für die Einrichtung D._____, Leitende Ärztin, E._____, 

Assistenzpsychologin, sowie F._____, Betreuungsperson […], teil. Zudem 

war der erwähnte Gutachter anwesend. 

 

5.2. 

Nach der Befragung der Beteiligten erstattete die sachverständige Person 

mündlich das Gutachten.  

 

5.3. 

Unter Würdigung der gesundheitlichen und sozialen Umstände des 

Beschwerdeführers fällte das Verwaltungsgericht das vorliegende Urteil, 

welches den Beteiligten mit einer kurzen Begründung mündlich eröffnet 

wurde. 

 

6. 

6.1. 

Das Urteil wurde in der Folge im Dispositiv an die Beteiligten verschickt. 

 

6.2. 

Mit Eingabe vom 11. Mai 2024 ersuchte der Beschwerdeführer um Zu-

stellung einer vollständig begründeten Urteilsausfertigung.  

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen eine fürsorgerische 

Unterbringung einer volljährigen Person (§ 59 Abs. 1 lit. a des Einführungs-

 - 4 - 

 

 

gesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 27. Juni 2017 

[EG ZGB; SAR 210.300]). Es ist folglich zur Beurteilung der Beschwerde 

gemäss Art. 439 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 

10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) gegen den Unterbringungsentscheid 

von Dr. med. B._____, H._____, vom 8. April 2024 zuständig. 

 

II. 

1. 

Gemäss Art. 426 ZGB darf eine Person, die an einer psychischen Störung 

oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in einer 

geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behand-

lung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Abs. 1).  

 

2. 

2.1. 

Bei den im ZGB verwendeten Begriffen der psychischen Störung, der 

geistigen Behinderung und der schweren Verwahrlosung handelt es sich 

um Rechtsbegriffe. Sie unterliegen im Grundsatz der Definitionsmacht und 

Auslegungshoheit der Jurisprudenz. Wo die Begrifflichkeiten jedoch mit der 

medizinischen Terminologie übereinstimmen, wie bei der psychischen 

Störung und der geistigen Behinderung, muss die rechtsanwendende In-

stanz daran gebunden sein (Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2022.4 vom 14. Januar 2022, Erw. II/4.1 mit Hinweis). 

 

Massgebend ist diesbezüglich die von der Weltgesundheitsorganisation 

(WHO) herausgegebene Kodifikation ICD-10 (bis zur Umsetzung der ICD-

11) und darin insbesondere das Kapitel V über psychische Störungen. 

 

2.2. 

Beim Beschwerdeführer wurde anlässlich seines Aufenthalts in der Klinik 

der PDAG im Jahr 2020 eine mittelschwere, a.e. frontotemporale Demenz 

(ICD-10 F02.041) diagnostiziert. Diese Diagnose liess sich im Rahmen des 

aktuellen Klinikaufenthalts unter Berücksichtigung des Verlaufs in den ver-

gangenen Jahren, der Besserung des klinischen Zustandsbildes sowie der 

mittels erneuten kognitiven Testung erhobenen, leicht verbesserten Be-

funde nicht bestätigen. Die zuständigen Klinikärzte gingen stattdessen von 

einer organischen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F07.0) aus, wobei die 

diagnostische Einschätzung zum Zeitpunkt der Verhandlung vor Verwal-

tungsgericht noch nicht abgeschlossen war (vgl. Verlaufsbericht vom 

23. April 2024). Anlässlich der Verhandlung gab die Klinikvertretung zu Pro-

tokoll, dass aktuell von einer leichten kognitiven Störung bzw. einer leichten 

vaskulären Demenz auszugehen sei. Sie hätten in der Klinik gewisse Ver-

haltensauffälligkeiten wahrgenommen. Der Beschwerdeführer reagiere 

beim Thema Medikation sehr impulsiv und abwertend, wenn er anderer 

Meinung sei oder wenn ihm Grenzen aufgezeigt würden (vgl. Protokoll, 

S.15). Es werde die Einnahme eines Medikamentes zur Stimmungsstabili-

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sierung empfohlen und bei einer Rückkehr ins H._____ eine ambulante 

psychiatrische Betreuung. Es habe zudem beobachtet werden können, 

dass im Zusammenhang mit Belastungen wie der bevorstehenden 

Gerichtsverhandlung die Gereiztheit des Beschwerdeführers ausgeprägter 

sei (vgl. Protokoll, S.15 f.). 

 

Der anwesende psychiatrische Gutachter bestätigte die diagnostische Ein-

schätzung der Klinik (vgl. Protokoll, S. 18). Demenz verbessere sich nicht 

einfach so. Es sei aber möglich, dass die beim Beschwerdeführer im Jahr 

2020 festgestellten kognitiven Defizite auf einen Medikamentenabusus 

zurückzuführen seien. Es könne sein, dass aufgrund der Pflege und 

korrekten Einnahme von Medikamenten im H._____ die kognitiven Defizite 

nicht mehr auftreten würden (vgl. Protokoll, S. 17 f.). 

 

2.3. 

Gestützt auf die Ausführungen der behandelnden Klinikärztin und des psy-

chiatrischen Gutachters steht für das Verwaltungsgericht fest, dass der 

Beschwerdeführer ungeachtet der exakten diagnostischen Einordnung an 

einer leichten kognitiven Störung, allenfalls vaskulären Demenz, und somit 

an einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leidet. 

 

3. 

3.1. 

Allein die Tatsache, dass eine Person an einer psychischen Störung, an 

geistiger Behinderung oder schwerer Verwahrlosung im Sinne des ZGB 

leidet, genügt nicht zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung. 

Diese einschneidende Massnahme ist nur dann zulässig, wenn die Per-

sonensorge der betroffenen Person unter Berücksichtigung ihrer eigenen 

Schutzbedürftigkeit und der Belastung der Umgebung sie erfordert und an-

dere, weniger weitgehende Vorkehren nicht genügen (Art. 426 Abs. 1 

ZGB). Kann einer Person die nötige Behandlung oder Betreuung anders 

erwiesen werden, d.h. mit weniger schwerwiegenden Eingriffen als mit 

einer fürsorgerischen Unterbringung, so ist die mildere Massnahme anzu-

ordnen. Die fürsorgerische Unterbringung muss Ultima Ratio bleiben (vgl. 

auch: Art. 389 ZGB [Subsidiarität und Verhältnismässigkeit]) 

 

3.2. 

3.2.1. 

Gemäss Bericht des Zentrumsarzts des H._____ vom 25. April 2024 sei 

der Beschwerdeführer im September 2020 mit der Diagnose einer mittel-

schweren Demenz zugewiesen und daher auf der geschlossenen Demenz-

station untergebracht worden. Ende Januar 2023 habe er, auf eigenen 

Wunsch hin, auf eine offene Abteilung verlegt werden können. Dort habe 

er wiederum ein Einzelzimmer bezogen, regelmässig […], TV geschaut 

oder Musik gehört. Er habe seine auswärtigen Termine selbständig 

wahrgenommen und sei zum Tagesgeschehen gut orientiert gewesen. 

 - 6 - 

 

 

Aufgrund dieser Entwicklung hätten sich erhebliche Zweifel an der 

Diagnose einer Demenz ergeben, eine Überprüfung habe der 

Beschwerdeführer aber nicht gewünscht. Im September 2023 habe eine 

Zentrumsärztin die Betreuung des Beschwerdeführers übernommen, 

wobei zu Beginn ein übergriffig sexuell enthemmtes Verhalten des 

Beschwerdeführers gegenüber dem Pflegepersonal im Raum gestanden 

habe. Der Beschwerdeführer habe zwar keine Einsicht, aber auch das 

entsprechende Verhalten nicht mehr gezeigt. In der Folge sei der 

Beschwerdeführer im Verhalten unauffällig gewesen. Ab Dezember 2023 

habe er gehäufte und auch begründete Anliegen geäussert, wobei der 

Kontakt gut gewesen sei. Es seien aber häufigere telefonische 

Auseinandersetzungen zwischen ihm und seiner Ehefrau wahrgenommen 

worden. Zu Beginn des Jahres habe er sodann mehrfach den Wunsch 

geäussert, […] und die Einsetzung […] Vorsorgebeauftragte überprüfen zu 

lassen. Er äusserte zudem den Wunsch, auszutreten. Er habe sich 

zunehmend in das Thema […] hineingesteigert, das Pflegepersonal be-

drängt, mit Suizid gedroht und sei verbal aggressiv geworden. Seinen Aus-

trittswunsch habe er mit der Aussage untermauert, sich umzubringen, wenn 

er dauerhaft bleiben müsse.  

 

3.2.2. 

Dem Unterbringungsentscheid vom 8. April 2024 und dem Bericht des 

H._____ vom 25. April 2024 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 

in den rund zwei Wochen vor Anordnung der fürsorgerischen 

Unterbringung im Verhalten verändert, insbesondere gereizt und verbal 

aggressiv, wahrgenommen wurde. Am Tag vor der Klinikeinweisung sei er 

möglicherweise intoxikiert gewesen; er habe sehr müde, kaltschweissig 

und gangunsicher gewirkt und man habe [...] Tabletten in seinem Zimmer 

gefunden. Gegenüber der Pflegeperson und dem Arzt habe er angegeben, 

sich allenfalls umbringen zu wollen und gedroht, aus dem Fenster zu 

springen.   

 

Anlässlich der Verhandlung vom 26. April 2024 bestritt der Beschwerde-

führer suizidale Absichten. Das seien nur Sprüche gewesen. Er würde sich 

weder mit Tabletten umbringen noch aus dem Fenster springen. Die 

Tabletten habe er einfach nicht genommen und in der Schublade versorgt, 

wenn er sich gut gefühlt habe (vgl. Protokoll, S. 4 f.). Die Tochter des Be-

schwerdeführers bestätigte, dass ihr Vater bereits früher öfters solche 

Sprüche gemacht und mit dem Tode "gedroht" habe. Das sei seine Art, 

Humor zu zeigen. Im Übrigen habe sich seit zwei, drei Monaten sein Zu-

stand erheblich verbessert (vgl. Protokoll, S. 13).  

 

In Bezug auf die im H._____ wahrgenommene Fokussierung des 

Beschwerdeführers auf […] ergab sich an der Verhandlung vom 26. April 

2024, dass seitens des Beschwerdeführers Unzufriedenheit mit der 

Einsetzung […] als Vorsorgebeauftragte besteht. Er monierte, dass er 

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keinen Einblick mehr in seine Finanzen habe. […] (Protokoll, S. 7, 8 und 

10 f.).  

 

3.2.3. 

Der anwesende psychiatrische Gutachter hielt an der Verhandlung vom 

26. April 2024 fest, dass H._____ aufgrund der vom Beschwerdeführer 

angedrohten suizidalen Handlungen keine andere Wahl gehabt habe, als 

die fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers anzuordnen. Er 

habe bei der geschilderten Ausgangslage so handeln müssen, um den 

Beschwerdeführer zu schützen (vgl. Protokoll, S. 17 f.). Gestützt auf die 

Aussagen der Tochter und des Beschwerdeführers selbst sei die 

Androhung suizidaler Handlungen wohl Teil seines Charakters, um seinen 

Willen durchzusetzen oder Humor zu zeigen (vgl. Protokoll, S. 4, 13 

und 17). 

 

3.3. 

Für das Verwaltungsgericht besteht mit Blick auf die obigen Ausführungen 

und die gutachterliche Einschätzung kein Zweifel daran, dass der Be-

schwerdeführer aufgrund seines Zustands, seiner Äusserungen hinsicht-

lich einer suizidalen Handlung und der vorgefundenen Tabletten zum da-

maligen Zeitpunkt schutz- und behandlungsbedürftig war. Angesichts des 

auffälligen Zustands (vgl. Eintrittsbericht der PDAG vom 8. April 2024) und 

der Befürchtung, dass der Beschwerdeführer im H._____ bereits eine über-

höhte Dosis an Medikamenten eingenommen hatte oder weitere suizidale 

Handlungen vornehmen könnte, war die Klinikeinweisung notwendig, um 

selbstgefährdende Handlungen des Beschwerdeführers zu verhindern. 

Zudem habe sich der Beschwerdeführer gemäss Eintrittsbericht der PDAG 

vom 8. April 2024 auch in der Klinik der PDAG nicht ausreichend glaubhaft 

von einer Suizidalität distanzieren können.  

 

Für das Verwaltungsgericht ist daher insgesamt erstellt, dass die Anord-

nung der fürsorgerischen Unterbringung vom 8. April 2024 in der Klinik der 

PDAG zum Zeitpunkt der Anordnung gerechtfertigt und verhältnismässig 

war. Die Klinik der PDAG stellte dabei eine für die Behandlung des Be-

schwerdeführers geeignete Einrichtung dar. 

 

4. 

4.1. 

Die betroffene Person muss entlassen werden, sobald die Voraus-

setzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 3 

ZGB). Dies ist der Fall, wenn die allenfalls noch nötige Betreuung oder Be-

handlung ambulant erfolgen kann. Eine Entlassung ist somit erst angezeigt, 

wenn eine gewisse Stabilisierung des Gesundheitszustands eingetreten ist 

und ausserdem die notwendige Nachbetreuung ausserhalb der Einrichtung 

hat organisiert werden können. Dadurch kann ein rascher Rückfall und da-

mit verbunden eine schnelle erneute Klinikeinweisung möglichst verhindert 

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werden (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht; 

nachfolgend: Botschaft Erwachsenenschutz], BBl 2006 7063 Ziff. 2.2.11). 

Kann einer Person die nötige Sorge anders erwiesen werden, das heisst 

mit weniger schwerwiegenden Eingriffen als mit einer fürsorgerischen Un-

terbringung, so muss - wie erwähnt - die mildere Massnahme angeordnet 

werden (Art. 389 i.V.m. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Bei Gefahr eines sofortigen 

Rückfalls ist die Entlassung nicht angezeigt (vgl. Aargauische Gerichts- und 

Verwaltungsentscheide [AGVE] 2010, S. 197, Erw.4.1). 

 

4.2. 

4.2.1. 

Der Beschwerdeführer beantragte die Entlassung aus der Klinik der PDAG. 

Anlässlich der Verhandlung vom 26. April 2024 erklärte er, er wolle in 

einem ersten Schritt zurück ins H._____ und langfristig wieder nach Hause 

(vgl. Protokoll, S. 2, 7 f.). Er würde aber als Kompromiss noch bis am 

Mittwoch (1. Mai) bleiben, damit die Psychologin mit ihm die Auswertung 

der vorgenommenen Tests besprechen könne (vgl. Protokoll, S. 17).  

 

4.2.2. 

Gemäss Verlaufsbericht der Klinik vom 23. April 2024 wurde für die weitere 

diagnostische Einschätzung, medikamentöse Einstellung und Klärung der 

Situation hinsichtlich des Wunsches, nach Hause zurückzukehren, der Ver-

bleib in der Klinik der PDAG für rund zwei weitere Wochen als notwendig 

erachtet. Der Beschwerdeführer distanziere sich zwar vordergründig von 

akuten suizidalen Absichten, zeige aber ein ambivalentes Verhalten mit 

Verlangen nach stärkerer Schmerzmedikation und gleichzeitigem erneu-

tem Sammeln von Tabletten. Zudem sei eine verminderte Frustrations-

toleranz wahrnehmbar. Anlässlich der Verhandlung vom 26. April 2024 er-

klärte die zuständige Leitende Ärztin, dass eine Rückkehr ins H._____ im 

Verlauf der folgenden Woche angestrebt werde. In Bezug auf eine 

Rückkehr nach Hause gestalte sich die Situation konfliktreich und es müsse 

die Validierung des Vorsorgeauftrags überprüft werden (vgl. Protokoll, 

S. 15). Zurzeit erfolge die Medikamenteneinnahme unter Aufsicht, das 

H._____ müsse bei einer Rückkehr entsprechend vorbereitet werden. 

Zudem werde eine ambulante psychiatrische Betreuung empfohlen (vgl. 

Protokoll, S. 16).  

 

4.2.3. 

Der an der Verhandlung vom 26. April 2024 anwesende psychiatrische 

Gutachter erachtete die Pflege in einem Heim oder in der Klinik als optimal, 

um einen allfälligen (erneuten) Medikamentenabusus zu verhindern. Bei 

einer Rückkehr ins H._____ müsse die medikamentöse Einstellung korrekt 

weitergegeben und das Pflegepersonal hinsichtlich der Einnahme der 

Medikamente gut instruiert werden. Ein längerer Klinikaufenthalt erscheine 

 - 9 - 

 

 

seines Erachtens nicht notwendig. Eine Selbstgefährdung bestehe nach 

dem Gehörten seines Erachtens nicht (vgl. Protokoll, S. 17 f.). 

 

4.3. 

Wie von der Klinikvertreterin und dem psychiatrischen Gutachter über-

einstimmend geäussert, benötigt der Beschwerdeführer zur weiteren 

Stabilisierung eine kontrollierte Medikamentenabgabe bzw. -einnahme. 

Diese kann nach entsprechender Instruktion auch durch das H._____ 

erfolgen. Der Aufenthalt in der Klinik der PDAG ist hierfür nicht notwendig. 

Der Beschwerdeführer selbst erklärte sich jedoch bereit, für die weitere 

diagnostische Einschätzung bzw. bis zur Besprechung der Testergebnisse 

in der darauffolgenden Woche in der Klinik der PDAG zu verbleiben, was 

in zeitlicher Hinsicht mit der von der Klinikvertreterin angestrebten Rück-

kehr ins H._____ übereinstimmte.  

 

4.4. 

Zusammenfassend erweist sich damit die Fortsetzung der fürsorgerischen 

Unterbringung als unverhältnismässig und nicht rechtmässig. In teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde ist die fürsorgerische Unterbringung dem-

zufolge aufzuheben. Der Beschwerdeführer ist entsprechend seinem 

eigenen Wunsch spätestens per Mittwoch, 1. Mai 2024, aus der Klinik zu 

entlassen.  

 

5. 

Der Beschwerdeführer wird in Bezug auf den aktiven Vorsorgeauftrag bzw. 

die von ihm anlässlich der Verhandlung monierte Einsetzung seiner Ehe-

frau als Vorsorgebeauftragte darauf hingewiesen, dass für eine Über-

prüfung das Familiengericht zuständig ist.  

 

III. 

Gestützt auf § 37 Abs. 3 lit. b EG ZGB werden in Verfahren betreffend für-

sorgerische Unterbringung keine Gerichtskosten erhoben. Eine Parteient-

schädigung fällt vorliegend ausser Betracht. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde gegen den Entscheid von Dr. 

med. B._____, Zentrumsarzt, H._____ vom 8. April 2024, wird die 

fürsorgerische Unterbringung aufgehoben. 

 

1.2. 

Der Beschwerdeführer ist bis spätestens per Mittwoch, 1. Mai 2024, aus 

der Klinik der PDAG zu entlassen. 

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2. 

Das Verfahren ist kostenlos. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer  

die PDAG 

die Ehefrau: G._____ 

 

Mitteilung an: 

das Familiengericht R._____ 

Dr. med. B._____, H._____ 

 

 
   

Beschwerde in Zivilsachen 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten und interkantonalem Recht in-

nert 30 Tagen seit Zustellung mit der Beschwerde in Zivilsachen beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten 

werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, 

vom 15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der 

Entscheid zu ändern ist, sowie in gedrängter Form die Begründung, in-

wiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene 

Urkunden sind beizulegen (Art. 72 ff. des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Aarau, 26. April 2024 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Schircks Wittich 

 

 

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