# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e0b10cf-2706-5be2-b654-380fd94a168e
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 21.12.2022 Z1 2022 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2022-1_2022-12-21.pdf

## Full Text

20221107_140401_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2022 1

Oberrichter lic.iur. P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter Dr.iur. F. Horber
Oberrichter Dr.iur. A. Staub
Gerichtsschreiber MLaw Chr. Kaufmann

Urteil vom 21. Dezember 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch RA MLaw B.________,
Klägerin und Berufungsbeklagte,

gegen

C.________ AG,
vertreten durch RA Dr.iur. D.________,
Beklagte und Berufungsklägerin,

betreffend

Forderung
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, 2. Abteilung, vom 6. Dezember 2021)

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Rechtsbegehren

Beklagte und Berufungsklägerin

1. Das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 6. Dezember 2021 im Fall Nr. A2 2020 7 sei vollumfänglich 
aufzuheben und die Klage der Berufungsbeklagten vom 13. Februar 2020 sei abzuweisen.

2. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen in beiden Instanzen zu Lasten der Berufungsbeklagten.

Klägerin und Berufungsbeklagte

1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7,7 % MWST zu Lasten der Berufungsklägerin.

Sachverhalt

1. Die A.________ AG (nachfolgend: Klägerin) ist in der Baubranche tätig und bezweckt den 
Handel mit technischen Produkten, ________ (act. 1 Rz 5; act. 1/2).

Der Zweck der C.________ AG (nachfolgend: Beklagte) besteht hauptsächlich im Führen 
einer Generalunternehmung im Bausektor (act. 8 Rz 5; act. 1/3).

2.1 Die E.________ AG liess als Bauherrin Umbauarbeiten in zwei Liegenschaften in Zürich und 
Zug durchführen und setzte hierzu die Beklagte als Generalunternehmerin ein. Diese ging mit 
der Klägerin zwei Werkverträge ein. Der eine Werkvertrag betraf das Umbauprojekt 
"F.________ in Zürich" (nachfolgend: Umbauprojekt Zürich), welcher auf einer Offerte der 
Klägerin vom 1. Oktober 2015 über einen Betrag von CHF 186'353.40 (exkl. MWST) basierte 
(act. 1/27 [Ausdruck vom 29. November 2015]; act. 1 Rz 30; act. 15 Rz 45 und 51). Der 
andere Werkvertrag betraf Umbauarbeiten beim "G.________ in Zug" (nachfolgend: 
Umbauprojekt Zug), der auf Grundlage der klägerischen Offerte vom 27. November 2015 über 
einen Betrag von CHF 15'188.40 (exkl. MWST) abgeschlossen wurde (act. 1/39 [Ausdruck 
vom 23. November 2015]: CHF 18'985.50 abzüglich 20 % Rabatt = CHF 15'188.40; act. 1 Rz 
45).

2.2 In der Folge führte die Klägerin von Oktober bis Dezember 2015 Arbeiten für das 
Umbauprojekt Zürich und im Februar 2016 Arbeiten für das Umbauprojekt Zug aus.

2.3 Am 14. Dezember 2015 stellte die Klägerin der Beklagten für die Arbeiten am Umbauprojekt 
Zürich eine "1. Akonto-Rechnung" im Betrag von CHF 99'900.00 (inkl. MWST). Diese 
Rechnung beglich die Beklagte am 15. Dezember 2015 (act. 1/37 und 1/38).

2.4 Am 21. Dezember 2018 stellte die Klägerin der Beklagten für ihre Arbeiten am Umbauprojekt 
Zürich den unter Berücksichtigung der Akonto-Zahlung verbleibenden Restbetrag von 
CHF 101'361.65 (inkl. MWST; CHF 186'353.40 / 100 x 108 = CHF 201'261.65 abzüglich 

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CHF 99'900.00 = CHF 101'361.65 [act. 1/9]) sowie für die Arbeiten am Umbauprojekt Zug 
einen Betrag von CHF 16'403.50 (inkl. MWST; CHF 15'188.40 / 100 x 108 = CHF 16'403.50 
und zusätzlich CHF 230.95 (inkl. MWST; CHF 213.85 / 100 x 108 = CHF 230.95) für die 
Beseitigung von Bauschutt und Abfall (act. 1/10) in Rechnung.

2.5 Nachdem die beiden Rechnungen im Gesamtbetrag von CHF 117'996.10 (inkl. MWST) 
unbezahlt geblieben waren, betrieb die Klägerin die Beklagte im April 2019 für eine 
Forderung von CHF 117'996.10 nebst Zins von 5 % seit dem 21. Januar 2019 (Betreibung 
Nr. ________ des Betreibungsamtes ________). Gegen den entsprechenden 
Zahlungsbefehl erhob die Beklagte Rechtsvorschlag (act. 1/11).

3.1 Nachdem der Schlichtungsversuch vor dem Friedensrichteramt der Stadt Zug erfolglos 
geblieben war (act. 1/4), reichte die Klägerin mit Eingabe vom 13. Februar 2020 beim 
Kantonsgericht Zug gegen die Beklagte Klage mit folgendem Rechtsbegehren ein (act. 1):

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 117'996.10 nebst Zins von 
5 % seit dem 21. Januar 2019 zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes 
________ (Zahlungsbefehl vom 15. April 2019) sei im Umfang von 
CHF 117'996.10 nebst Zins von 5 % seit dem 21. Januar 2019 aufzuheben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Beklagten.

3.2 In der Klageantwort vom 5. Mai 2020 beantragte die Beklagte die kostenfällige Abweisung der 
Klage (act. 8). Im zweiten Schriftenwechsel (Replik vom 3. September 2020 [act. 15] und 
Duplik vom 16. November 2020 [act. 21]) hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Mit 
Eingabe vom 10. Dezember 2020 reichte die Klägerin eine Stellungnahme zu den in der Duplik 
vorhandenen Noven ein (act. 24). Dazu nahm die Beklagte mit Eingabe vom 11. Januar 2021 
Stellung (act. 27).

3.3 Am 8. Juni 2021 wurden H.________, Verwaltungsrat der Klägerin, und I.________, 
Prokurist der Klägerin, sowie J.________, Verwaltungsrat der Beklagten, als Parteien zur 
Sache befragt (act. 37).

3.4 Mit Eingaben vom 16. Juli 2021 und 4. August 2021 verzichteten die Parteien auf die 
Durchführung der Hauptverhandlung (act. 42 und 43).

3.5 Am 6. Dezember 2021 erliess das Kantonsgericht Zug, 2. Abteilung, folgenden Entscheid 
(act. 52; Verfahren A2 2020 7):

"1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 117'765.15 nebst Zins zu 5 % 
seit 30. April 2019 zu bezahlen.

 2. Es wird festgehalten, dass die Klägerin die Betreibung Nr. ________ des 
Betreibungsamtes ________ im Betrag von CHF 117'765.15 nebst Zins zu 5 % 
seit 30. April 2019 fortsetzen kann.

 3. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

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 4. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 7'000.00 Entscheidgebühr

Die Gerichtskosten werden der Beklagten auferlegt und mit dem von der Klägerin 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 7'000.00 verrechnet. Die Beklagte hat der 
Klägerin den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 7'000.00 sowie die Kosten des 
Schlichtungsverfahrens im Umfang von CHF 700.00 zu ersetzen.

 5. Die Beklagte hat der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 19'967.60 (MWST 
inbegriffen) zu bezahlen.

 6. [Rechtsmittelbelehrung]

 7. [Mitteilung]"

4. Gegen diesen Entscheid liess die Beklagte mit Eingabe vom 24. Januar 2022 beim 
Obergericht des Kantons Zug innert Frist Berufung mit dem eingangs erwähnten 
Rechtsbegehren einreichen (act. 53). In der Berufungsantwort vom 14. März 2022 stellte die 
Klägerin ihrerseits das eingangs erwähnte Rechtsbegehren (act. 57).

Es wurden kein zweiter Schriftenwechsel und keine Berufungsverhandlung durchgeführt.

Erwägungen

1. Die zutreffenden Erwägungen des Kantonsgerichts zur Zuständigkeit der Zuger Gerichte sind 
zu Recht unbestritten geblieben, weshalb ohne Weiteres darauf verwiesen werden kann (vgl. 
act. 52 E. 1).

2. Die weiteren Erwägungen der Vorinstanz lassen sich wie folgt zusammenfassen:

2.1 In einem ersten Schritt kam das Kantonsgericht zum Schluss, dass zwischen den Parteien 
zwei Werkverträge betreffend die Umbauprojekte Zürich und Zug gemäss den klägerischen 
Offerten vom 1. Oktober 2015 und vom 27. November 2015 zustande gekommen seien 
(act. 1/27 und 1/39). Demnach habe sich die Klägerin verpflichtet, die offerierten Arbeiten 
gegen einen Werklohn von CHF 186'353.40 (exkl. MWST) und CHF 15'188.40 (exkl. MWST) 
auszuführen (act. 52 E. 5-5.3). Demgegenüber sei die von der Klägerin geltend gemachte 
Forderung von CHF 213.85 (exkl. MWST) für die Beseitigung von Bauschutt und Abfall nicht 
ausgewiesen und die Klage diesbezüglich abzuweisen (act. 52 E. 6.6).

Diese Erwägungen wurden von den Parteien im Berufungsverfahren nicht angefochten 
(act. 53 Rz 1; act. 57), weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist (vgl. BGE 147 III 176 
E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 4A_186/2022 vom 22. August 2022 E. 4.4.1). Lediglich 
der Ordnung halber bleibt festzuhalten, dass die Abweisung der klägerischen Forderung 
bezüglich der Beseitigung von Bauschutt und Abfall im Betrag von CHF 213.85 (exkl. MWST) 
[bzw. CHF 230.95 inkl. MWST] in Rechtskraft erwachsen ist.

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2.2 Im Weiteren prüfte die Vorinstanz, ob die Klägerin die in Rechnung gestellten Werkleistungen 
erbracht hat und die Beklagte verpflichtet ist, die von der Klägerin in der Schlussabrechnung 
geltend gemachten Beträge zu bezahlen.

2.2.1 Hierzu habe die Klägerin ausgeführt, sie habe im Zusammenhang mit dem Umbauprojekt 
Zürich sämtliche in der diesbezüglichen Excel-Tabelle aufgeführten Arbeiten (act. 1/27) 
effektiv ausgeführt. Nebst der Demontage, Einlagerung und Remontage von Wandelementen 
sei auch neues Material verbaut worden (act. 15 Rz 38, 51 und 55). Die erste Spalte der 
Excel-Tabelle definiere die entsprechende Bauphase, in welcher eine Wand oder ein 
anderes Element der Raumaufteilung habe demontiert oder gegebenenfalls an einer anderen 
Stelle wieder habe angebracht werden müssen und schliesslich auch angebracht worden sei. 
In der zweiten Spalte sei die jeweilige Nummer der Wand festgehalten worden. Die dritte und 
vierte Spalte würden das Ausmass der jeweiligen Wand beinhalten und in der sechsten, 
siebten und achten Spalte sei beschrieben, ob die Wand nur demontiert worden oder eine 
Remontage erfolgt sei. In den weiteren Spalten seien sodann Zuschläge für zusätzliche 
Arbeitsschritte und Materialteile aufgeführt. Der Wert der fraglichen Arbeiten widerspiegle 
sich in den jeweiligen Einheitspreisen für die einzelnen Arbeitsschritte, welche in der Excel-
Tabelle minutiös festgehalten worden seien (act. 15 Rz 56; act. 1/27). Die Beklagte habe 
bezüglich der von der Klägerin ausgeführten Arbeiten nie geltend gemacht, dass auch nur 
ein einziger in der Excel-Tabelle festgehaltener Arbeitsschritt nicht sachgemäss und 
vertragskonform ausgeführt worden sei. Es sei auch nie eine Mängelrüge oder Reklamation 
erfolgt, wonach die Klägerin oder deren Subunternehmer der Beklagten irgendwelchen 
Schaden verursacht hätten oder nicht vertragskonform vorgegangen seien (act. 15 Rz 68).

Beim Umbauprojekt Zug hätten – so die Klägerin – die Arbeiten insbesondere die Demon-
tage, den Transport und die Einlagerung bestehender Wandelemente, Türen, Geländer und 
Deckenplatten im 4. Obergeschoss betroffen (vgl. act. 1 Rz 39 und 43; act. 15 Rz 78 und 92). 
Analog zum Umbauprojekt Zürich habe die Klägerin zunächst eine Berechnung der 
fraglichen Arbeits- und Lagerkosten erstellt und den Preis in einem Excel-Dokument 
berechnet (act. 1/39). Sämtliche Werkarbeiten sowie der Abtransport und die Einlagerung der 
Wandelemente seien ab dem 15. Februar 2016 gemäss den vereinbarten Plänen und 
Abläufen reibungslos sowie mängelfrei ausgeführt und am 19. Februar 2016 beendet 
worden. Für die von der Klägerin ausgeführten Arbeiten sei die Beklagte denn auch von der 
Bauherrin bezahlt worden (act. 1 Rz 42 f.).

2.2.2 Dagegen habe die Beklagte eingewendet, die Klägerin habe weder substanziiert dargelegt 
noch bewiesen, dass und welche Leistungen sie effektiv ausgeführt habe. Bei den Excel-
Tabellen handle es sich lediglich um einen Leistungsbeschrieb (act. 21 Rz 56). Es werde be-
stritten, dass die Leistungen der Klägerin insbesondere die Demontage, Neumontage und 
Entsorgung von Wandelementen sowie die Lieferung von Material umfasst habe. Es sei zu 
keinem Zeitpunkt zu einer Neumontage gekommen. Nachdem die Wandelemente demontiert 
worden seien, seien diese gekennzeichnet und eingelagert worden; dieselben Elemente habe 
man später wieder montiert (act. 8 Rz 25 und 32; act. 21 Rz 55).

2.2.3 Die Excel-Tabellen betreffend die Umbauprojekte Zürich und Zug (act. 1/27 und 1/39) 
würden – so die Vorinstanz – die Leistungen der Klägerin einzeln und im Detail aufführen. In 
der Excel-Tabelle betreffend das Umbauprojekt Zürich seien die Arbeitsschritte "Demontage" 

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und "Remontage" sowie "Sortieren + Transporte" unter Angabe der jeweiligen Quadratmeter 
aufgeführt. Die jeweiligen Flächen seien unter "Total Masseinheit" zusammengerechnet. 
Gleiches gelte für die verbauten "Vollwände", die "Entsorgung" sowie verschiedene konkret 
bezeichnete Zuschläge. Multipliziert mit den angegebenen Einheitspreisen komme man so 
auf das jeweilige "Sub.Total". Die Addition der einzelnen "Sub.Totale" ergebe den "Total 
Preis" "Kuma an UBC". In der ersten Spalte der Tabelle sei zudem aufgeführt, in welchem 
Arbeitsschritt (1-4 [bzw. 1-3]) die Leistung erfolgt sei. Mit der Bezeichnung in der zweiten 
Spalte lasse sich die Wand im Umbauplan (act. 15/10) schliesslich auch lokalisieren (vgl. 
act. 1/27). Analoges gelte für das Umbauprojekt Zug, wo die Arbeitsschritte mit "Demo" und 
"Hinuntertragen" sowie "Materialtransport und Einlagern" bezeichnet sowie wiederum die 
jeweiligen Quadratmeterangaben und Einheitspreise aufgeführt worden seien (vgl. act. 1/39). 

Die Excel-Tabellen seien von der Klägerin sodann im Detail erläutert worden und hätten es 
der Beklagten als Generalunternehmerin erlaubt, die geltend gemachten Positionen zu 
prüfen und gegebenenfalls substanziiert zu bestreiten. Die Angaben der Klägerin seien damit 
– entgegen der Ansicht der Beklagten – hinreichend substanziiert behauptet worden. Dies 
gelte umso mehr, als es der Beklagten bereits in der Bauphase oblegen hätte (und ihr auch 
zumutbar gewesen wäre), die Leistungen der Klägerin anhand der ihr zugestellten Excel-
Tabellen zu überprüfen. Als Generalunternehmerin habe die Beklagte nämlich dafür besorgt 
sein müssen, dass die vereinbarten Leistungen erbracht, abgerechnet und die 
entsprechenden Kosten von der Bauherrin übernommen würden. Dass die Beklagte vor 
Vertragsabschluss je kritisiert habe, die Offerten seien zu wenig klar, sei weder behauptet 
noch belegt worden (act. 52 E. 6.2.2).

2.2.4 Demgegenüber sei die Beklagte mit ihren pauschalen Ausführungen der [ihr obliegenden] 
Bestreitungslast nicht nachgekommen. Die von der Klägerin erbrachten Leistungen ergäben 
sich aus den beiden erläuterten und detaillierten Excel-Tabellen. Es habe damit an der 
Beklagten gelegen, die Behauptungen im Einzelnen [substanziiert] zu bestreiten, 
insbesondere welche der in den Excel-Tabellen offerierten Leistungen die Klägerin bei den 
beiden Umbauprojekten nicht ausgeführt haben solle. Die pauschale Behauptung der 
Beklagten, wonach es sich lediglich um eine Demontage mit anschliessender "Remontage" 
gehandelt habe und zu keiner Zeit eine Neumontage vorgesehen gewesen sei (act. 8 Rz 25), 
erfülle die Anforderungen an ein substanziiertes Bestreiten nicht. Die Beklagte hätte genau 
bezeichnen müssen, welche Wandelemente, Türen, Geländer und Deckenplatten die 
Klägerin bloss "remontiert" und nicht neumontiert habe. Ausserdem sei nicht ersichtlich, 
weshalb die Beklagte die Behauptungen der Klägerin nicht substanziiert hätte bestreiten 
können, seien doch die von der Klägerin erbrachten Umbauarbeiten bei zwei von der 
Beklagten als Generalunternehmerin betreuten Bauprojekten ausgeführt worden. Sie hätten 
mithin einen Teil des von der Beklagten gegenüber der Bauherrschaft geschuldeten Werks 
gebildet und hätten von dieser täglich überprüft werden können. So habe die Beklagte an der 
Parteibefragung selber ausgeführt, täglich vor Ort gewesen zu sein und sich nie gegen die 
von der Klägerin oder deren Subunternehmer ausgeführten Arbeiten gewehrt zu haben 
(act. 37 Ziff. 27-29 und 44 f.).

Bestreite die Partei in einem Fall, in welchem ihr die Last zum substanziierten Bestreiten 
obliege, nicht substanziiert, könne die Tatsachenbehauptung ohne Beweisaufnahme und 
Beweiswürdigung als erwiesen gelten. Dies sei vorliegend der Fall. Somit gelte als erwiesen, 

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dass die Klägerin die in den Offerten vom 1. Oktober 2015 und vom 27. November 2015 
aufgelisteten Arbeiten bei beiden Umbauprojekten erbracht habe. Dass die Leistungen nicht 
vertragskonform bzw. mangelhaft ausgeführt worden seien und deshalb eine Minderung des 
Werkpreises oder Schadenersatz gerechtfertigt wäre, habe die Beklagten weder 
substanziiert geltend gemacht (vgl. z.B. act. 8 S. 16 [bzw. act. 8 Rz 34]) noch ergäben sich 
entsprechende Hinweise aus den Akten. Demzufolge habe die Beklagte der Klägerin die von 
dieser erbrachten Werkleistungen vollumfänglich zu vergüten (act. 52 E. 6.2.3).

2.2.5 Im Weiteren sei der Beklagten der Beweis nicht gelungen, dass die Parteien an der 
Besprechung vom 14. Dezember 2015 eine Saldovereinbarung getroffen hätten und damit der 
klägerische Vergütungsanspruch untergegangen sei. Hingegen sei belegt und bewiesen, dass 
die Beklagte der Klägerin am 14. Dezember 2015 als 1. Akontozahlung einen Betrag von 
CHF 99'900.00 überwiesen habe (act. 1/38; act. 37 Ziff. 34). Vom insgesamt geschuldeten 
Werklohn von CHF 217'665.15 (CHF 186'353.40 für das Umbauprojekt Zürich + CHF 15'188.40 
für das Umbauprojekt Zug zuzüglich CHF 16'123.35 [MWST von 8 %]) sei somit die besagte 
Zahlung von CHF 99'900.00 in Abzug zu bringen. Demnach schulde die Beklagte der Klägerin 
noch einen Betrag von CHF 117'765.15 nebst Zins von 5 % seit dem 30. April 2019 (Tag nach 
Erhalt des Zahlungsbefehls; act. 1/11). In diesem Umfang sei der Rechtsvorschlag in der von 
der Klägerin angehobenen Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes ________ zu 
beseitigen (act. 52 E. 6.3, 6.5, 7.2 und 8).

3. In der Berufung wendet sich die Beklagte im Wesentlichen gegen die vorinstanzliche 
Feststellung, dass die Klägerin die in Rechnung gestellten Werkleistungen tatsächlich 
erbracht habe. Zur Begründung führt sie zusammengefasst Folgendes aus:

3.1 Gemäss Art. 8 ZGB habe derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu 
beweisen, der aus ihr Rechte ableite. Für die vertragskonforme Ausführung der Arbeiten 
liege die Behauptungs- und die Beweislast somit bei der Klägerin. Wenn die Vorinstanz der 
Ansicht sei, die Klägerin habe mit den Excel-Tabellen nicht nur den Inhalt, sondern auch die 
Erfüllung des Vertrags nachgewiesen und die Beklagte hätte substanziiert bestreiten 
müssen, welche Arbeiten von der Klägerin nicht ausgeführt worden seien, gehe sie von der 
Vermutung aus, die Klägerin habe die in den Excel-Tabellen aufgelisteten Leistungen auch 
tatsächlich erbracht. Damit vollziehe sie eine Beweislastumkehr, was nicht zulässig sei. Der 
Nachweis der vertragsgemässen Ausführung der Arbeiten liege ausschliesslich bei der 
Klägerin und diesen Nachweis habe sie mit den Excel-Tabellen nicht erbracht. Die 
Vorinstanz habe – ohne weitere Beweise abzunehmen – die Parteibehauptungen der 
Klägerin als gegeben angenommen und damit die Beweislast umgekehrt, womit die Beklagte 
mittels substanziierten Bestreitens und entsprechenden Nachweisen hätte zeigen müssen, 
dass die Klägerin den Werkvertrag nicht korrekt erfüllt habe. Die Beklagte hätte demnach 
behaupten und beweisen müssen, welche Arbeitsschritte die Klägerin nicht ausgeführt habe. 
Damit habe die Vorinstanz nebst der Beweislastregel von Art. 8 ZGB auch den Grundsatz 
"negativa non sunt probanda" missachtet (act. 53 Rz 4, 10 f. und 13).

3.2 Im Weiteren sei das [jeweilige] Werk von der Klägerin nicht abgeliefert bzw. von der 
Beklagten nicht abgenommen worden, zumal die Klägerin der Beklagten die Vollendung des 
Werks nicht mitgeteilt habe. Die Fragen, ob das Werk mangelhaft ausgeführt worden sei und 
eine Minderung oder Schadenersatz gerechtfertigt wäre, könnten erst nach dem "Entscheid" 

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über die vertragsgemässe Ausführung des Werks beantwortet werden. Mangels gültiger 
Abnahme des Werks mit einem von beiden Parteien unterzeichneten Abnahmeprotokoll hätte 
die Vorinstanz zum Schluss kommen müssen, dass die Klägerin ihre Behauptung, sie habe 
vertragsgemäss erfüllt, nicht nachgewiesen habe. Mangels Abnahme des Werks habe die 
Beklagten daher auch keine Mängelrüge erhoben bzw. hätte sie eine solche gar nicht 
erheben können. Die Vorinstanz scheine die Abnahme des Werks mit dessen Genehmigung 
vermischt zu haben. Auch mit der "spontanen" Bezahlung der 1. Akontorechnung vom 
14. Dezember 2015 habe die Beklagte die vertragsmässige Erledigung der Arbeiten nicht 
anerkannt. Die Klägerin habe "Liquidität gebraucht" und die Beklagte habe gewusst, dass die 
Klägerin Arbeit geleistet habe, weshalb eine Akontozahlung durchaus vernünftig gewesen sei. 
Den Anspruch der Beklagten auf Übergabe des Werks nach dessen Vollendung habe diese 
Zahlung aber keinesfalls ausgeschlossen. Selbst im Zeitpunkt der Rechnungsstellung am 
21. Dezember 2018 sei das Werk der Beklagten noch nicht übergeben worden. Auch aus 
diesem Grund sei die Nichtbezahlung des restlichen Werklohns seitens der Beklagten 
"korrekt" gewesen (act. 53 Rz 5-13).

4. Bevor auf diese Rügen eingegangen wird, ist in prozessualer Hinsicht Folgendes festzu-
halten:

4.1 Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie (a.) ohne Verzug vorgebracht werden und (b.) trotz 
zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten.

4.1.1 Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu 
unterscheiden. Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der 
Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden sind. Sie sind im 
Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer 
Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die 
bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstanden waren. Neu im Sinne 
von Art. 317 Abs. 1 ZPO ist eine Tatsache nicht nur dann, wenn sie der Geltendmachung 
eines gänzlich neuen Standpunkts in tatsächlicher Hinsicht dient, sondern auch dann, wenn 
die novenwillige Partei damit eine bereits vor erster Instanz vorgetragene Behauptung 
(nachträglich) substanziiert bzw. substanziiert behauptet. Will eine Partei im 
Berufungsverfahren unechte Noven vortragen, obliegt es ihr präzise aufzuzeigen, dass sie im 
erstinstanzlichen Verfahren die ihr zumutbare Sorgfalt hat walten lassen. Sie hat namentlich 
präzise darzulegen, aus welchen Gründen sie nicht in der Lage gewesen sein soll, die neu 
behaupteten Tatsachen und Beweismittel bereits in erster Instanz in den Prozess 
einzubringen (vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1; 143 III 42 E. 4.1; 138 III 625 E. 2.2; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 E. 2.1.3.3).

4.1.2 Die Klägerin hat in der Berufungsantwort einlässlich dargelegt, bei welchen Vorbringen in der 
Berufung es sich um unzulässige (unechte) Noven handelt (vgl. act. 57 Rz 4-18). Die 
Beklagte hat diese Ausführungen – trotz des ihr zustehenden Replikrechts – nicht bestritten. 
Zudem hat sie in der Berufung nicht ansatzweise dargelegt, weshalb sie die neu behaupteten 
Tatsachen trotz zumutbarerer Sorgfalt nicht bereits vor Kantonsgericht hätte vorbringen 
können. Damit sind die von der Klägerin in der Berufungsantwort erwähnten Behauptungen 
der Beklagten im vorliegenden Verfahren nicht (mehr) zu hören.

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4.2 Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO).

4.2.1 Das Berufungsverfahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der 
Vervollständigung des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur 
des erstinstanzlichen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. 
Entsprechend ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss 
die Berufungsklägerin aufzeigen, inwiefern und weshalb sie den angefochtenen Entscheid in 
tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven 
oder neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen 
nachzukommen, genügt es nicht, wenn die Berufungsklägerin lediglich auf ihre Vorbringen vor 
erster Instanz verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder 
den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss sie im Einzelnen 
die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die sie beanstandet, sich mit ihnen argumentativ 
auseinandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen ihre Kritik beruht. Die Begründung 
muss hinreichend explizit sein, sodass sie von der Berufungsinstanz einfach nachvollzogen 
werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_72/2021 vom 28. September 2021 E. 7.3.2 
m.w.H., insbesondere auf BGE 142 III 413 E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1).

4.2.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende 
Zulässigkeitsvoraussetzung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich 
eines bestimmten Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt die 
Berufungsinstanz darauf nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet 
nicht von einer gehörigen Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine 
Pflicht des Berufungsgerichts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei 
handelt es sich nicht um einen verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_350/2019 vom 26. Oktober 2020 E. 4.1 und 
5A_342/2020 vom 4. März 2021 E. 3.3, je m.w.H.).

5. Wie die Beklagte zutreffend festhält, richtet sich die Beweislastverteilung nach Art. 8 ZGB. 
Gemäss dieser Bestimmung hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache 
zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Gegenstand des Beweises sind rechtserhebliche, 
streitige Tatsachen (Art. 150 Abs. 1 ZPO). Dies setzt entsprechende, substanziierte Tat-
sachenbehauptungen der behauptungs- und beweisführungsbelasteten Partei voraus, die 
von der Gegenseite hinreichend substanziiert bestritten werden. Andernfalls besteht – vor-
behältlich Art. 153 ZPO – kein Raum für eine Beweisabnahme (vgl. BGE 144 III 67 E. 2.1 
m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 4A_62/2021 vom 27. Dezember 2021 E. 4.1.4).

5.1 Inwieweit Tatsachen zu behaupten und zu substanziieren sind, ergibt sich nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der 
angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Eine 
Tatsachenbehauptung hat nicht alle Einzelheiten zu enthalten. Es genügt, wenn die 
Tatsachen, die unter die das Begehren stützenden Normen zu subsumieren sind, in einer den 
Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Zügen oder 
Umrissen behauptet werden. Ein solchermassen vollständiger Tatsachenvortrag wird als 
schlüssig bezeichnet, da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss auf die anbegehrte 

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Rechtsfolge zulässt. Bestreitet die Gegenseite den schlüssigen Tatsachenvortrag der 
behauptungsbelasteten Partei, greift eine über die Behauptungslast hinausgehende 
Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundzügen, sondern in 
Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis 
abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 4A_661/2017 vom 28. Mai 2018 E. 5.3 und 4A_281/2017 vom 22. Januar 
2018 E. 4.3, je m.w.H.).

5.2 Auf der anderen Seite sind Bestreitungen so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, 
welche einzelnen Behauptungen des Klägers damit bestritten werden. Die Bestreitung muss 
ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegenpartei weiss, welche einzelne 
Tatsachenbehauptung sie beweisen muss. Der Grad der Substanziierung einer Behauptung 
beeinflusst insofern den erforderlichen Grad an Substanziierung einer Bestreitung. Je 
detaillierter einzelne Tatsachen eines gesamten Sachverhalts behauptet werden, desto 
konkreter muss die Gegenpartei erklären, welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je 
detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, desto höher sind die Anforderungen an eine 
substanziierte Bestreitung. Diese sind zwar tiefer als die Anforderungen an die Substanziierung 
einer Behauptung; pauschale Bestreitungen reichen indessen nicht aus. Erforderlich ist eine 
klare Äusserung, dass der Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegnerischen 
Behauptung infrage gestellt wird. Eine hinreichende Bestreitung lässt die behauptungsbelastete 
Partei erkennen, welche ihrer Behauptungen sie weiter zu substanziieren und schliesslich zu 
beweisen hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4A_443/2017 vom 30. April 2018 E. 4.1 und 
4A_281/2017 vom 22. Januar 2018 E. 4.3, je m.w.H.).

5.3 Entgegen der Auffassung der Beklagten führt die Obliegenheit, die einzelnen, von der 
Klägerin substanziiert vorgebrachten Tatsachenbehauptungen ebenso substanziiert 
(d.h. detailliert und vollständig) zu bestreiten, nicht zu einer Umkehr der Beweislast. In Lehre 
und Rechtsprechung ist anerkannt, dass das Erfordernis der (substanziierten) Behauptung 
und der (substanziierten) Bestreitung der Eingrenzung des Beweisthemas dient sowie die 
Voraussetzungen für eine sachgerechte Beweisführung und den Subsumtionsvorgang in der 
Rechtsfindung schafft (vgl. BGE 144 III 519 E. 5 [= Pra 2019 Nr. 87]; Urteil des 
Bundesgerichts 4A_62/2021 vom 27. Dezember 2021 E. 4.1.4; Meier, Die Behauptungs-, 
Bestreitungs- und Substantiierungslast im ordentlichen und vereinfachten Verfahren nach 
dem Verhandlungsgrundsatz der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2015, N 218 und 
252-256; Walter, Berner Kommentar, 2012, Art. 8 ZGB N 191). Allerdings dürfen die 
Anforderungen an die Bestreitung nicht so hoch angesetzt werden, dass im Ergebnis die 
Beweislast umgekehrt wird (vgl. Walter, a.a.O., N 191; Sutter-Somm/von Arx, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 2. A. 2016, Art. 55 ZPO N 28).

5.4 Inwiefern die Vorinstanz die Anforderungen an eine substanziierte, d.h. detaillierte und 
vollständige Bestreitung zu hoch angesetzt haben soll, legt die Beklagte in ihrer Berufung 
nicht dar. Sie bringt einzig vor, die Vorinstanz sei von der Vermutung ausgegangen, dass die 
Klägerin die in den Excel-Tabellen aufgelisteten Leistungen tatsächlich erbracht habe. Dies 
trifft jedoch nicht zu. Vielmehr hielt die Vorinstanz zu Recht fest, dass die Beklagte ihrer 
Bestreitungslast nicht hinreichend nachgekommen ist. Der daraus gezogene Schluss, dass 
die klägerischen Tatsachenbehauptungen mangels hinreichender Bestreitung der Beklagten 

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– ohne Beweisaufnahme und Beweiswürdigung – als erwiesen zu gelten haben (vgl. vorne 
E. 2.2.4), trifft sodann ebenfalls zu (vgl. BGE 144 III 519 E. 5.2.2.3 und 5.3.2 [= Pra 2019 
Nr. 87]; Walter, a.a.O., N 191).

Ungerechtfertigt ist ferner der Vorwurf der Beklagten, wonach die Vorinstanz ihr den Beweis 
negativer Tatsachen – nämlich den Nachweis, die Klägerin habe den Werkvertrag nicht 
korrekt erfüllt – auferlegt habe, obwohl negative Tatsachen nicht zu beweisen seien 
("negativa non sunt probanda"). Zum einen sind negative Tatsachen durchaus beweisbar 
(vgl. Walter, a.a.O., N 323 ff.). Zum anderen hat die Vorinstanz der Beklagten – wie die 
Klägerin zu Recht vorbringt (act. 57 Rz 42) – nicht den Beweis für die mangelhafte Erfüllung 
der Verträge auferlegt. Vielmehr verlangte sie von ihr eine substanziierte Bestreitung der von 
der Klägerin substanziiert vorgetragenen Behauptung, dass sie sämtliche in den Excel-
Tabellen aufgelisteten Arbeiten ausgeführt habe (act. 1/27 und 1/39; act. 1 Rz 30-32 und 
39-43; act. 15 Rz 51 und 92). Dem ist die Beklagte – wie bereits erwähnt – nicht hinreichend 
nachgekommen.

5.5 Dementsprechend durfte die Vorinstanz darauf abstellen, dass die Klägerin sämtliche der in 
beiden Offerten vereinbarten Arbeiten ausgeführt hat, womit auch nachgewiesen ist, dass die 
Werke vertragsgemäss erstellt worden sind und demnach kein Werkmangel vorliegt (vgl. 
Gauch, Der Werkvertrag, 6. A. 2019, N 1355 f.). Weil die Werkvollendung eintritt, sobald 
sämtliche vereinbarten Arbeiten ausgeführt sind, haben die Werke zudem als vollendet bzw. 
fertiggestellt zu gelten (vgl. Gauch, a.a.O., N 101). Entgegen der Auffassung der Beklagten 
ist schliesslich auch die Ablieferung bzw. Abnahme der Werke erstellt, hatte die Beklagte – 
wie die Klägerin zu Recht vorbringt (act. 57 Rz 29 und 32) – doch Kenntnis von den 
klägerischen Arbeiten und deren Verlauf (act. 37 Ziff. 27-29, 44 und 45). Die Werke wurden 
somit von der Klägerin zumindest stillschweigend abgeliefert, indem ihre Handwerker nach 
Ausführung der vereinbarten Arbeiten die Baustellen verliessen und der Beklagten die Werke 
– für sie ersichtlich – vollendet überliessen (was die Klägerin – entgegen den Behauptungen 
der Beklagten [act. 53 Rz 11] – hinsichtlich des Umbauprojekts Zug rechtzeitig behauptet hat 
[act. 1 Rz 43; act. 15 Rz 92]; vgl. auch act. 53 Rz 11, worin die Beklagte nun doch von einer 
Ablieferung spricht). Mit der Ablieferung der effektiv vollendeten Werke gelten diese 
gleichzeitig als abgenommen (vgl. Gauch, a.a.O., N 97 f.; act. 53 Rz 5), was die Beklagte im 
Übrigen auch mit der Ingebrauchnahme der Werke bestätigte (vgl. act. 7 Rz 34 und 43; 
act. 57 Rz 7, 16, 31 und 35; Gauch, a.a.O., N 92 f.; Urteil des Bundesgerichts 4A_401/2015 
vom 8. Januar 2016 E. 2.1).

Infolge der Ablieferung bzw. Abnahme der Werke lag die Behauptungs- und Beweislast 
hinsichtlich allfälliger Mängel in der Folge bei der Beklagten (vgl. Walter, a.a.O., N 551 und 
564 f.; Gauch, a.a.O., N 1507). In diesem Zusammenhang hielt die Vorinstanz fest, dass die 
Beklagte nicht substanziiert geltend gemacht habe, inwiefern die klägerischen Leistungen nicht 
vertragskonform erstellt bzw. diese mangelhaft ausgeführt worden seien und daher eine 
Minderung des Werkpreises oder Schadenersatz gerechtfertigt wäre (vgl. vorne E. 2.2.4), 
wogegen die Klägerin in ihrer Berufung keine Einwände erhob. Was die Beklagte schliesslich 
mit der Behauptung, die Vorinstanz habe die Abnahme des Werks mit dessen Genehmigung 
vermischt, zu ihren Gunsten ableiten will, ist nicht nachvollziehbar, weshalb nicht weiter darauf 
einzugehen ist. Im Übrigen scheint vielmehr die Beklagte die Abnahme mit der Genehmigung 
zu verwechseln (vgl. act. 53 Rz 7 und act. 57 Rz 43; Gauch, a.a.O., N 100). Jedenfalls hätte sie 

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nach Ablieferung der Werke – sobald es nach dem üblichen Geschäftsgang tunlich war – deren 
Beschaffenheit prüfen und die Klägerin von allfälligen Mängeln in Kenntnis setzen müssen 
(Art. 367 Abs. 1 OR; Gauch, a.a.O., N 106), was sie offenbar unterliess.

5.6 Nach dem Gesagten erweist sich die von der Beklagten erhobene Rüge der falschen 
Behauptungs- und Beweislastverteilung (Rechtsfrage; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_749/2016 vom 11. Mai 2017 E. 4) als unbegründet, weshalb die Berufung insoweit 
abzuweisen ist. Im Übrigen ist auf die Berufung nicht einzutreten, weil sich die Beklagte – wie 
die Klägerin zu Recht vorbringt (act. 57 Rz 20-25) – mit den weiteren erstinstanzlichen 
Erwägungen nicht argumentativ auseinandersetzt, womit die Berufung diesbezüglich nicht 
hinreichend begründet ist (vgl. vorne E. 4.2). Demzufolge ist der angefochtene Entscheid des 
Kantonsgerichts vollumfänglich zu bestätigen, soweit dieser nicht bereits in Rechtskraft 
erwachsen ist.

6. Bei diesem Ausgang hat die Beklagte auch die Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu 
tragen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

6.1 Der für die Festsetzung der Gerichtskosten massgebende Streitwert beläuft sich vorliegend 
auf CHF 117'996.10 (act. 1 S. 2). Bei diesem Streitwert beträgt die ordentliche Entscheid-
gebühr CHF 7'000.00 (§ 15 Abs. 1 i.V.m. § 11 Abs. 1 KoV OG).

6.2 Hinsichtlich der Festsetzung der Parteientschädigung ist der im Berufungsverfahren noch in 
Betracht kommende Streitwert massgebend (§ 8 Abs. 1 AnwT). Dieser beträgt vorliegend 
CHF 117'765.15 (CHF 117'996.10 abzüglich des von der Vorinstanz abgewiesenen und in 
Rechtskraft erwachsenen Forderungsbetrags von CHF 230.95 für die Beseitigung von 
Bauschutt und Abfall), womit sich ein Grundhonorar der Rechtsanwälte von CHF 11'965.90 
ergibt (§ 3 Abs. 1 AnwT). Im vorliegenden Rechtsmittelverfahren ist das Grundhonorar auf zwei 
Drittel (= CHF 7'977.25) zu reduzieren (§ 8 Abs. 1 AnwT). Unter Hinzurechnung einer 
Auslagenpauschale von 3 % (= CHF 239.30; § 25 Abs. 2 AnwT) und der MWST von 7,7 % 
(= CHF 632.65; § 25a Abs. 1 AnwT) ergibt sich somit – wie vom Rechtsvertreter der Klägerin 
beantragt (act. 60) – eine Parteientschädigung von CHF 8'849.20.

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Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid des 
Kantonsgerichts Zug, 2. Abteilung, vom 6. Dezember 2021 wird bestätigt, soweit dieser nicht 
bereits in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 7'000.00 wird der Beklagten 
auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe verrechnet.

3. Die Beklagte hat die Klägerin für das Berufungsverfahren mit CHF 8'849.20 (inkl. MWST) zu 
entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die 
Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten 
Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach 
Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, 2. Abteilung (Verfahren A2 2020 7)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

lic.iur. P. Huber MLaw Chr. Kaufmann
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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