# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cc82b78-eefd-5454-a2a2-64a1782c33e5
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-02
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 02.09.2019 608 2018 301
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2018-301_2019-09-02.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2018 301

Urteil vom 2. September 2019

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener,

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Lorenz Fivian

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 16. November 2018 gegen die Verfügung vom 
12. Oktober 2018

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1965, ledig, wohnhaft in B.________, war nach der 
obligatorischen Schulzeit im Verkauf tätig, zuletzt als Filialleiterin. Im Juli 2012 absolvierte sie, 
bislang ohne Ausbildung, eine zweijährige Lehre zur Büroassistentin EBA. Seit dem 15. Oktober 
2012 arbeitete sie zu 100 Prozent (50 Prozent im kaufmännischen Bereich, 50 Prozent in der 
Logistik) als Assistentin Kursbetrieb bei der C.________. Der Arbeitsvertrag wurde per 30. April 
2015 aufgelöst.

Bei bereits vorbestehenden Rückenbeschwerden erlitt A.________ am 7. Februar 2014 beim 
Anheben einer Kiste ein Verhebetrauma. Bei einem lumboradikulären Schmerzsyndrom links mit 
sensomotorischem Ausfall bei mehrtageren degenerativen Veränderungen und einer Spinalkanal-
stenose vornehmlich L4/5 und auch foraminal L5/S1 linksbetont musste sie sich am 15. April 2014 
einer Rückenoperation (Dekompression L4/5 links und L5/S1 links mit Neurolysen) unterziehen.

Nach einem anfänglich positiven postoperativen Verlauf musste A.________ bei einem erneut 
zunehmenden lumboradikulären Schmerzsyndrom, jetzt eher rechtsbetont, und funktionellen 
Restbeschwerden links am 5. Mai 2015 eine weitere Rückenoperation (Dekompression, 
Diskektomie und TLIF-Stabilisation L4/5 und L5/S1 rechts) über sich ergehen lassen.

Über das Rückenleiden hinaus bestehen diverse weitere Gesundheitsbeschwerden, so unter 
anderem eine schwere obstruktive Ventilationsstörung, wiederkehrende Schulter- und 
Kniegelenksschmerzen rechts, eine mässige bis ausgeprägte beidseitige Triscaphoid-, Rhiz- und 
Heberdenarthrose und eine Adipositas Grad II bei einem BMI von 36 kg/m2 sowie psychische 
Probleme.

B. Am 22. Januar 2015 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese klärte die medizinische 
Situation der Versicherten ab und gab bei der MEDAS D.________ eine pluridisziplinäre 
Begutachtung in Auftrag, welche am 26. Juni 2018 erstattet wurde.

Gestützt auf das Gutachten der MEDAS stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 
10. August 2018 in Aussicht, das Rentenbegehren abzulehnen. Gegen diesen Vorbescheid erhob 
die Versicherte mit Eingabe vom 14. September 2018 schriftliche Einwände. Mit Verfügung vom 
12. Oktober 2018 bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid, wonach die Versicherte keinen 
Rentenanspruch habe (IV-Grad: 32,31 Prozent).

C. Gegen diese Verfügung vom 12. Oktober 2018 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Lorenz Fivian, am 16. November 2018 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. 
Sie stellt den Antrag, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese über den Rentenanspruch neu befinde. Zur Begründung 
macht sie geltend, das Gutachten der MEDAS sei in Bezug auf die Einschätzung der 
Restarbeitsfähigkeit (70 Prozent ohne Leistungsminderung) widersprüchlich und nicht schlüssig, 
weshalb  darauf nicht abgestellt werden könne. Zudem habe die Vorinstanz den IV-Grad falsch 
berechnet.

Der mit Verfügung vom 21. November 2018 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
17. Dezember 2018 geleistet.

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In ihren Bemerkungen vom 27. März 2019 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der 
Beschwerde.

Mit Eingabe vom 16. Mai 2019 reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte zu den Akten. 
Diese wurden der Vorinstanz zur Kenntnisnahme zugestellt, welche auf eine weitere 
Stellungnahme verzichtete.

Mit Schreiben vom 24. Juni 2019 wurde der BVG-Versicherung die Möglichkeit gegeben, sich zum 
Streitgegenstand zu äussern. Diese liess sich in der angesetzten Frist nicht vernehmen.

D. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung  
massgebend sind, aus den folgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 16. November 2018 gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2018 ist durch 
die rechtsgültig vertretene Beschwerdeführerin frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob sie Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur 
Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 
Prozent invalid sind.

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2.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d.h. arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 130 V 97 E. 3.3.2). Der Grad der 
Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus 
gesundheitlichen Gründen an ihrem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr 
nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische 
Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (Urteil BGer 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.3.3). Bei 
langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat die versicherte Person andere ihr 
offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). 
Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, 
wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 
107 V 20 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). 
Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der versicherten Person abzustellen, 
hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

2.3. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf 
Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).

3.

Streitig ist, ob die Vorinstanz das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt 
hat.

Um diese Frage beantworten zu können, ist zunächst auf das im Rahmen des 
Abklärungsverfahrens eingeholte interdisziplinäre Gutachten der MEDAS näher einzugehen 
(Vorakten S. 472 ff.). Dieses wurde am 26. Juni 2018 erstattet und berücksichtigt die folgenden 
Disziplinen: Psychiatrie (Dr. med. E.________; Fallführung), Allgemeine Innere Medizin (Dr. med. 
F.________), Pneumologie (Dr. med. G.________), Rheumatologie (Dr. med. H.________), 
Neurochirurgie 
(Dr. med. I.________) und Orthopädie (Dr. med. J.________). Es stützt ab auf das den Experten 
vollständig zur Verfügung gestellte Dossier mit sämtlichen bisherigen ärztlichen Zeugnissen, 

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welche in den jeweiligen Teilgutachten fachspezifisch wiedergegeben werden, sowie auf 
insgesamt sechs Explorationen (je eine pro Fachgebiet).

3.1. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung stellen die Experten die folgenden Diagnosen 
(Vorakten S. 479-480):

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Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Chronische lumbale Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die Beine rechtsbetont

- bei relativen Spinalkanalstenosen L1/2-L3/4, St.n. TLIF-Stabilisation L4/5 und L5/S1 am 5. Mai 2015 und 
St.n. Dekompression L4/5 und L5/S1 mit Neurolysen am 15. April 2014

2. Degenerative mehretagere Veränderungen im gesamten lumbalen Bereich distal betont und 
Facettengelenkshypertrophien in allen Gelenken der LWS und betont in den Segmenten L4/5 und L5/S1 
beidseits sowie BWK 11

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

3. Belastung bei anders klassifizierten körperlichen Störungen (Z73.3)

4. Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (Z73)

5. Krankenrollenverhalten (psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten 
Krankheiten) (F54)

6. St.n. epiduraler Infiltration L2/3 und L3/4 rechts am 31. August 2015

7. Wiederkehrende Schulterschmerzen rechts bei St.n. zweimaliger Schulteroperation rechts, aktuell ohne 
klinische Hinweise auf ein Impingement oder eine Rotatorenmanschettenläsion bei im MRI der rechten Schulter 
vom 27. April 2018 partialer Re-Ruptur der Supraspinatussehne und ohne wesentliche Omarthrose

8. Wiederkehrende Kniegelenksschmerzen rechts bei Valgusgonarthrose rechts mit Streckdefizit von 10° bei 
St.n. arthroskopischer Aussenmeniskusteilresektion, femoral lateraler Knorpelglättung, Mikrofrakturierung am 
Femurkondylus, Synovektomie und medialer Plica-Resektion am 9. Dezember 2016 wegen einer lateralen 
Meniskuskorbhenkelläsion und Knorpelschäden – MRI rechtes Knie vom 4. November 2016

9. Mässige Triscaphoidarthrose rechts, ausgeprägte Triscaphoidarthrose links, mässige Rhizarthrose beidseits, 
Heberdenarthrosen II bis V beidseits

10. Spreizfuss beidseits

11. Schwere obstruktive Ventilationsstörung, DD Asthma bronchiale, DD COPD

12. Z.n. Lungenembolie (1981)

13. Schwerer Nikotinabusus (mindestens 40 PY)

14. Adipositas Grad II, BMI 36 kg/m2

15. St.n. Hypertonie

16. Allergie gegen Ibuprofen, Novalgin und Tramal

3.2. In seinem Teilgutachten (Vorakten S. 498 ff.) berichtet der psychiatrische Experte 
(Dr. med. E.________) über leichte regressive Tendenzen, den Wunsch nach Zuwendung, eine 
hohe Leistungsanforderung an sich selbst bei einem unerfüllten „Ich-Ideal“ und eine teilweise 
Kompensation mit Nahrungsaufnahme. Auch würden sich Hinweise auf eine leicht reduzierte 
Angst- und Frustrationstoleranz ergeben. Eine Persönlichkeitsstörung bestehe aber nicht 
(Vorakten S. 506, 508).

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Da sich in der aktuellen psychiatrischen Untersuchung vom 21. Februar 2018 keine Hinweise auf 
eine relevante depressive Störung – die Hamilton Depressionsskala habe aktuell einen Punktewert 
von unter 10 gezeigt (Vorakten S. 506, 508) – und keine aktuellen Suizidgedanken hätten 
feststellen lassen und auch kein sozialer Rückzug oder Anhedonie bestehe, könne der 
behandelnden Psychiaterin, Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
welche die Diagnose einer schweren depressiven Episode und einer Double Depression gestellt 
habe, nicht gefolgt werden. Aufgrund der geringen Informationen zum Zustandsbild, zum Befund 
und zum Verlauf könne der behandelnden Psychiaterin auch insofern nicht gefolgt werden, als sie 
der Beschwerdeführerin rückwirkend seit 2015 eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiere. 
Immerhin habe der damals konsultierte Dr. med. L.________ zwar eine Anpassungsstörung, 
überwiegend mit Angst einhergehend, aber keine Depression, Persönlichkeitsstörung, Dysthymie 
oder anderweitige versicherungsmedizinisch relevante psychische Störung festgestellt. Auch sei 
die Behandlung nach nur einer Konsultation abgebrochen worden (Vorakten S. 507).

Aktuell sei bei der Beschwerdeführerin von einer Belastung bei anders klassifizierten körperlichen 
Störungen (Z73.3), Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (Z73) und einem 
Krankenrollenverhalten (psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts 
klassifizierten Krankheiten) (F54) auszugehen, wobei die Adipositas im Rahmen dieser leichten 
Persönlichkeitsauffälligkeit zu sehen sei. Eine irreversible Suchterkrankung liege nicht vor. Die 
beschriebenen Verhaltensmuster mit einem Schonverhalten seien aus psychiatrischer Sicht von 
der Beschwerdeführerin willentlich beeinflussbar und steuerbar (Vorakten S. 507). Aus 
psychiatrischer Sicht lasse sich       – auch retrospektiv – keine Arbeitsunfähigkeit feststellen 
(Vorakten S. 509-510).

3.3. Im allgemein-internistischen Teilgutachten (Vorakten S. 512 ff.) stellte Dr. med. F.________ 
die folgenden Diagnosen: Adipositas Grad II bei einem BMI von 36 kg/m2, Nikotinabusus, 
St.n. Hypertonie sowie Allergie gegen Ibuprofen, Novalgin und Tramal (Vorakten S. 518). Aus 
allgemein-internistischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 100 Prozent arbeitsfähig. Bei Meiden 
der allergenen Medikamente bestehe auch keine Leistungseinschränkung (Vorakten S. 519-520).

3.4. Das pneumologische Teilgutachten (Vorakten S. 522 ff.) wurde von Dr. med. G.________ 
erstattet. Der Experte berichtet, dass die Leistungsfähigkeit im Alltag – trotz der schweren 
obstruktiven Ventilationsstörung (DD Asthma bronchiale, DD COPD) bei Z.n. Lungenembolie 
(1981), schwerem Nikotinabusus (mindestens 40 PY), Adipositas und lumbovertebralem 
Schmerzsyndrom – durch die pulmonale Situation bisher nicht eingeschränkt gewesen sei. So sei 
die Diagnose einer pulmonalen Erkrankung erstmals Ende des Jahres 2012 gestellt worden. Die 
bisher eingeleiteten antiobstruktiven Massnahmen seien regelrecht. Die Beschwerdeführerin 
erhalte langwirksame inhalative Medikamente, die sich gut zur Behandlung einer COPD und 
Asthma bronchiale eignen würden. Auch sei ihr bereits eine pulmonale Rehabilitation ermöglicht 
worden. Auf pneumologischem Fachgebiet bestehe deshalb – auch retrospektiv – für eine leichte 
Bürotätigkeit bzw. leichte bis mittelschwere Verweistätigkeit (vorzugsweise eher sitzend, ohne 
inhalative Belastungen und Wechsel zwischen kalter und warmer Atmosphäre) eine volle 
Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung (Vorakten S. 531-532).

3.5. In ihrem Teilgutachten (Vorakten S. 551 ff.) berichtet die rheumatologische Expertin 
(Dr. med. H.________), dass sich weder anhand der Aktenlage noch im Rahmen der aktuell 
durchgeführten Untersuchungen Hinweise auf das Vorliegen einer entzündlich-rheumatischen 
Systemerkrankung erheben hätten, weshalb sich aus rheumatologischer Sicht – auch retrospektiv 
– keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen lasse (Vorakten S. 558-560). Die 

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degenerative, überbelastungsbedingte Beschwerdesymptomatik sowie die sich hieraus 
ergebenden Einschränkungen seien in den entsprechenden Fachgebieten (Orthopädie bzw. 
Neurochirurgie) zu evaluieren (Vorakten S. 552, 559-560).

3.6. Das neurochirurgische Teilgutachten (Vorakten S. 562 ff.) wurde von Dr. med. I.________, 
erstattet. Es beruht auf den der Gutachterin zur Verfügung gestellten sowie nachträglich 
vorgelegten bzw. eingeholten Akten (Vorakten S. 564-569 resp. 569-570), auf eine persönliche 
Befragung und klinische Untersuchung vom 19. März 2018 sowie auf eine von der Gutachterin 
veranlasste Röntgendiagnostik (Vorakten S. 563). Folgende Diagnosen wurden gestellt (Vorakten 
S. 579):

1. Chronische lumbale Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die Beine rechtsbetont bei relativen 
Spinalkanalstenosen L1/2-L3/4, St.n. TLIF-Stabilisation L4/5 und L5/S1 am 5. Mai 2015 und St.n. 
Dekompression L4/5 und L5/S1 mit Neurolysen am 15. April 2014

2. Degenerative mehretagere Veränderungen im gesamten lumbalen Bereich distal betont und 
Facettengelenkshypertrophien in allen Gelenken der LWS und betont in den Segmenten L4/5 und L5/S1 
beidseits sowie BWK 11

Die Beschwerdeführerin sei aus neurochirurgischer Sicht im persönlichen, beruflichen und 
gesundheitlichen Bereich deutlich eingeschränkt, insbesondere durch die nachgewiesenen 
ausgeprägten degenerativen Veränderungen der LWS und der unteren BWS und die 
neurologischen Ausfälle im Bereich des linken Beines. Dies gelte auch, obwohl die 
elektrophysiologischen Befunde die Paresen nicht belegen und sich Diskrepanzen im Labor und 
der Medikamenteneinnahme zeigen würden. Insbesondere die Ergebnisse der 
Medikamentenspiegelbestimmung (kein Nachweis von Analgetika im Serum trotz anamnestischer 
Angabe der Einnahme) würden aber Grund zur Annahme geben, dass das angegebene hohe 
Ausmass der Schmerzen nicht so erheblich sei wie angegeben. Insofern erkläre sich auch die 
Diskrepanz zwischen der subjektiven Angabe der Beschwerdeführerin, keine Tätigkeiten mehr 
verrichten zu können, gegenüber der günstigeren aktuellen medizinisch-theoretischen 
neurochirurgischen Beurteilung (Vorakten S. 580, vgl. auch S. 575, 577).

Aufgrund der Einschränkungen der dynamischen Wirbelsäulenbelastbarkeit seien häufige 
Wirbelsäulenzwangshaltungen, Bewegungsmonotonien, häufige Überkopfarbeiten sowie 
Tätigkeiten mit häufiger freier Rumpfbeuge oder -rückneigung zu vermeiden. Auch Arbeiten unter 
Nässe und Zugluft sowie dauerhafter Kälteexposition sollten unterbleiben. Diese könnten 
muskuläre Verspannungen verstärken oder auslösen. Auch seien Tätigkeiten mit längerem Sitzen, 
Gehen und Stehen (>10-15 Minuten; Vorakten S. 579) und häufigem Bücken nicht zumutbar. 
Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung seien zu empfehlen. Das Heben, Tragen und Bewegen 
von Lasten über 10kg ohne technische Hilfsmittel erscheine nicht zumutbar. Des Weiteren sollten 
keine Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten oder unebenem Untergrund durchgeführt werden und 
wiederholte oder längere Vibrationen vermieden werden. Zusätzlich erscheine die 
Beschwerdeführerin durch die Schlafstörung und die Medikamente in der Belastbarkeit 
eingeschränkt zu sein, so dass keine Tätigkeiten an laufenden Maschinen oder mit zusätzlichen 
Gefährdungssituationen erfolgen sollten (Vorakten S. 580-582).

Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen könne die Beschwerdeführerin bis zu 6 Stunden 
täglich (70 Prozent) arbeiten, ohne Leistungsminderung. Da sie längere Zeit nicht gearbeitet habe, 
werde aber eine schrittweise Wiedereingliederung (stufenweiser Belastungsaufbau) mit 
zusätzlichen Pausen empfohlen. Retrospektiv sei für die erste Operation (Bandscheibenoperation) 

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vom 15. April 2014 eine ca. 2-monatige und für die zweite Operation (Stabilisierung) vom 5. Mai 
2015 eine 6-monatige 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen (Vorakten S. 581).

3.7. Obschon eine orthopädische Begutachtung zunächst nicht vorgesehen war, zeigte sich im 
Rahmen der rheumatologischen und neurochirurgischen Begutachtung, dass bei der 
Beschwerdeführerin degenerative Veränderungen am Bewegungsapparat von möglicherweise 
versicherungsmedizinischer Relevanz bestehen, weshalb die Beschwerdeführerin schliesslich 
durch 
Dr. med. J.________ auch orthopädisch begutachtet wurde (Vorakten S. 605 ff.).

Dieser stellte die folgenden Diagnosen (Vorakten S. 617):

1. Chronische lumbale Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die Beine rechtsbetont bei degenerativen 
BWS-Veränderungen und distal betonten degenerativen LWS-Veränderungen mit relativen 
Spinalkanalstenosen von L1-L4 bei St.n. Dekompression L4/5 und L5/S1 mit Neurolysen im April 2014, St.n. 
TLIF-Stabilisation L4/5 und L5/S1 im Mai 2015 und St.n. mehreren Infiltrationen, zuletzt epidural L2/3 und L3/4 
rechts im August 2015

2. Wiederkehrende Schulterschmerzen rechts bei St.n. zweimaliger Schulteroperation rechts, aktuell ohne 
klinische Hinweise auf ein Impingement oder eine Rotatorenmanschettenläsion bei im MRI der rechten Schulter 
vom 27. April 2018 partialer Re-Ruptur der Supraspinatussehne und ohne wesentliche Omarthrose

3. Wiederkehrende Kniegelenksschmerzen rechts bei Valgusgonarthrose rechts mit Streckdefizit von 10° bei St.n. 
arthroskopischer Aussenmeniskusteilresektion, femoral lateraler Knorpelglättung, Mikrofrakturierung am 
Femurkondylus, Synovektomie und medialer Plica-Resektion am 9. Dezember 2016 wegen einer lateralen 
Meniskuskorbhenkelläsion und Knorpelschäden – MRI rechtes Knie vom 4. November 2016

4. Mässige Triscaphoidarthrose rechts, ausgeprägte Triscaphoidarthrose Iinks, mässige Rhizarthrose beidseits, 
Heberdenarthrosen II bis V beidseits 

5. Spreizfuss beidseits

Einschränkungen des Aktivitätenniveaus würden bei der Beschwerdeführerin in allen 
Lebensbereichen bestehen, wobei sie auf orthopädischem Fachgebiet durch die Schmerzen und 
Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule und dem rechten Kniegelenk bedingt würden. 
Sowohl an der Wirbelsäule als auch am rechten Kniegelenk würden diese Einschränkungen des 
Aktivitätenniveaus versicherungsmedizinische Relevanz in der angestammten Tätigkeit, in 
angepassten Tätigkeiten und bei den Verrichtungen im alltäglichen Leben, insbesondere der 
Hausarbeit, erreichen. Die geklagten Symptome und Funktionseinbussen betreffend die rechte 
Schulter seien über die aktuell zu erhebenden klinischen Untersuchungsergebnisse nicht zu 
erklären, wohl aber über die aktuellen MRI-Aufnahmen (Vorakten S. 619). 

Nicht gut nachvollziehbar würden aber die von der Beschwerdeführerin geklagten 
Schmerzintensitäten sowohl an der Wirbelsäule als auch in der rechten Schulter und im rechten 
Kniegelenk erscheinen. Würden die Schmerzen in den von der Beschwerdeführerin angegebenen 
Intensitäten bestehen, wäre anzunehmen, dass diese vermehrt fachärztliche Hilfe suchen würde. 
Auch wäre die analgetische Medikation ausbaubar. Diesbezüglich habe sich aber das 
Schmerzmittel Paracetamol nicht mit einem wirksamen Serumspiegel im Labor feststellen lassen. 
Weitere Diskrepanzen zwischen den vorliegenden Befundberichten und den aktuellen 
Untersuchungsergebnissen würden sich jedoch nicht ergeben (Vorakten S. 619).

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Die wirbelsäulenbedingten Einschränkungen, die orthopädisch festzustellen seien, würden die 
Einschränkungen auf neurochirurgischem Gebiet nicht überschreiten (wirbelsäulenbelastende 
Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar, jedoch ein leichtes körperliches Arbeiten im 
Wechselrhythmus). Aufgrund der rechtsseitigen Schulterbefunde seien der Beschwerdeführerin 
keine schultergelenkbelastenden Arbeiten und insbesondere keine mehr als gelegentlichen 
Arbeiten in Abduktion oder Anteversion der rechten Schulter über 90° mehr zumutbar. Mit Blick auf 
das rechte Kniegelenk seien der Beschwerdeführerin Tätigkeiten, welche überwiegend im Stehen 
und Gehen zu erbringen seien, insbesondere Tätigkeiten mit Stehen und Gehen in unebenem 
Gelände, das Steigen auf Leitern und Gerüste sowie das häufige Treppensteigen, nicht mehr 
zumutbar. Auch wegen der Funktionseinschränkungen des rechten Kniegelenkes seien der 
Beschwerdeführerin nur noch leichte körperliche Arbeiten zumutbar. Keine 
Funktionseinschränkungen von versicherungsmedizinischer Relevanz würden die Befunde an den 
Füssen bedingen (Vorakten S. 619-620). Negative Wechselwirkungen zwischen den Diagnosen 
auf orthopädischem Fachgebiet bestehen nicht (Vorakten S. 620).

Die Arbeitsfähigkeit wurde wie folgt beurteilt: Bezüglich des Wirbelsäulenleidens verwies der 
orthopädische Experte auf die neurochirurgische Einschätzung. Aufgrund der übrigen 
orthopädischen Befunde in Schulter und Knie sei die Beschwerdeführerin in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit aus orthopädischer Sicht in der Lage, ganztägig zu 100 Prozent zu arbeiten. 
Eine Leistungseinschränkung bestehe nicht. Diese Einschätzung gelte auch retrospektiv bis auf 
einen Zeitraum von längstens jeweils 8 Wochen nach den Schulteroperationen (in den Jahren 
2007/2008 und 2008/2009; Vorakten S. 611, 618) und 6 Wochen nach der rechtsseitigen 
Kniegelenksoperation (November 2016; Vorakten S. 611, 615). Eine ideal angepasste Tätigkeit 
bestehe in einer ausschliesslich körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen (Vorakten S. 
620-621).

4.

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
gestützt auf das Gutachten der MEDAS zu Recht abgelehnt hat.

4.1. Eingangs ist festzustellen, dass das Gutachten auf das den Experten vollständig zur 
Verfügung gestellte Dossier mit sämtlichen bisherigen ärztlichen Zeugnissen, welche in den 
jeweiligen Teilgutachten fachspezifisch wiedergegeben und ausführlich diskutiert werden, sowie 
auf insgesamt sechs Explorationen (je eine pro Fachgebiet) beruht. Das Gutachten ist für die 
streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin beklagten 
Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben und ist in der Beurteilung 
der medizinischen Situation sowie der medizinischen Zusammenhänge plausibel und absolut 
überzeugend.

Auch der RAD-Arzt Dr. med. M.________, Facharzt für Anästhesiologie, erachtet das Gutachten in 
seinem Bericht vom 11. Juli 2018 für beweiskräftig (Vorakten S. 633). Schliesslich haben auch die 
behandelnden Fachärzte (aktenkundig) keine Kritik am Gutachten erhoben.

Es kann somit für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden.

4.2. Was von der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten vorgebracht wird, vermag daran 
nichts zu ändern.

Kantonsgericht KG
Seite 11 von 19

4.2.1. In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten ist festzustellen, dass der Experte, 
Dr. med. E.________, glaubhaft begründet dargelegt hat, weshalb er sich der Meinung der 
behandelnden Psychiaterin, Dr. med. K.________, welche eine schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome seit ca. 2010 (F32.2), DD Double Depression, diagnostiziert hat (vgl. den 
Bericht vom 6. September 2017; Vorakten S. 398-401), nicht anschliessen kann. Er erwog, dass 
sich anlässlich der Exploration vom 21. Februar 2018 – abgesehen von leichten regressiven 
Tendenzen, dem Wunsch nach Zuwendung, einer hohen Leistungsanforderung an sich selbst bei 
einem unerfüllten „Ich-Ideal“, einer teilweisen Kompensation mit Nahrungsaufnahme und einer 
leicht reduzierten Angst- und Frustrationstoleranz – keine psychiatrischen Befunde, namentlich 
auch keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung, ergeben hätten (Vorakten S. 505-506, 508). 
Bei einem Punktewert von unter 10 auf der Hamilton Depressionsskala bestehe namentlich auch 
kein Hinweis auf eine Depression, schon gar nicht auf eine schwere depressive Episode (Vorakten 
S. 506-508). Da weder ein sozialer Rückzug – die Beschwerdeführerin wohne in einer 
Wohngemeinschaft mit zwei Kolleginnen, zu welchen ein guter Kontakt mit täglichen gemeinsamen 
Nachtessen bestehe, gehe gelegentlich spazieren, wobei sie manchmal von einer Kollegin 
begleitet werde, und einmal pro Woche ins Aquajogging (Vorakten S. 504); darüber hinaus lebt die 
Beschwerdeführerin seit sechs Jahren in einer Beziehung (Vorakten S. 555), hat regelmässigen 
und guten Kontakt zu ihrer Schwester (Vorakten S. 515, 555, 572, 574, 612) und verfügt über ein 
Beziehungsnetz mit Freunden und Kolleginnen (Vorakten S. 574) – und keine Anhedonie 
festzustellen sei, liege auch keine Double Depression vor (Vorakten S. 507).

Dass die anderen Fachgutachter teilweise auf psychische Beschwerden hinweisen, vermag die 
Beurteilung des psychiatrischen Experten nicht in Zweifel zu ziehen, verfügt doch einzig 
Dr. med. E.________ über einen Facharzttitel auf dem Gebiet der Psychiatrie. Die anderen 
Gutachter sind deshalb fachlich nicht kompetent, den medizinischen Sachverhalt in psychiatrischer 
Hinsicht zu beurteilen.

Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass auch Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, bei welchem die Beschwerdeführerin am 4. Februar 2015 einmalig vorstellig 
geworden war, weder eine Depression festgestellt, noch eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hat. 
Zudem wurde die Behandlung nach nur einer Konsultation wieder abgebrochen (Dr. med. 
L.________, Bericht undatiert, Vorakten S. 147).

Die von der Beschwerdeführerin am psychiatrischen Teilgutachten erhobene Kritik erweist sich 
damit als nicht stichhaltig.

4.2.2. Auch kann dem von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorhalt, die neurochirurgische 
Expertin habe kein genaues Leistungsprofil erhoben, nicht gefolgt werden. So wurde im 
neurochirurgischen Teilgutachten festgestellt, dass häufige Wirbelsäulenzwangshaltungen, 
Bewegungsmonotonien, häufige Überkopfarbeiten, Tätigkeiten mit häufiger freier Rumpfbeuge 
oder –rückneigung, Arbeiten unter Nässe und Zugluft, dauerhafte Kälteexpositionen, Tätigkeiten 
mit längerem Sitzen, Gehen und Stehen (>10-15 Minuten) und häufigem Bücken, Tätigkeiten mit 
Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 10kg ohne technische Hilfsmittel, Tätigkeiten auf 
Leitern und Gerüsten oder unebenem Untergrund sowie Tätigkeiten mit wiederholten oder 
längeren Vibrationen zu vermeiden seien (Vorakten S. 580-582). Da auch Tätigkeiten an 
laufenden Maschinen und Tätigkeiten mit zusätzlichen Gefährdungssituationen zu unterlassen 
seien, weil die Beschwerdeführerin durch die Schlafstörungen und die Medikamente in der 
Belastbarkeit eingeschränkt sei (Vorakten S. 581), kann der Beschwerdeführerin auch darin nicht 
gefolgt werden, wenn sie ausführt, ihre Schlafstörungen seien zwar erhoben, aber nicht weiter 

Kantonsgericht KG
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berücksichtigt worden. Das Vorliegen von Konzentrationsstörungen wiederum wurde verneint 
(psychiatrisches Teilgutachten, Vorakten S. 505; vgl. auch Dr. med. N.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, vom 21. September 2016, Vorakten S. 270).

Der Kritik, die von der neurochirurgischen Gutachterin auf 70 Prozent (6 Stunden täglich) beurteilte 
Arbeitsfähigkeit sei nicht genügend begründet und nicht schlüssig, ist zu entgegnen, dass die 
Expertin in ihrem Teilgutachten den relevanten medizinischen Sachverhalt umfassend dargestellt 
und gewürdigt hat. Dabei hat sie festgestellt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der 
nachgewiesenen ausgeprägten degenerativen Veränderungen der LWS und der unteren BWS und 
der neurologischen Ausfälle im Bereich des linken Beines aus neurochirurgischer Sicht auf Dauer 
deutlich eingeschränkt sei. Wenn sie bei dieser medizinischen Sachlage zum Schluss kommt, die 
Beschwerdeführerin sei – im Rahmen des erhobenen Leistungsprofils, das in mehrfacher Hinsicht 
eingeschränkt ist – in der Lage, einer 70-prozentigen Arbeitstätigkeit ohne Leistungsminderung 
nachzugehen, ist darin kein Widerspruch zu erkennen. Selbst wenn die Beschwerdeführerin 
aufgrund ihrer Rückenschmerzen und der residuellen neurologischen Störung im Bereich des 
linken Beines persönlich, beruflich und gesundheitlich deutlich eingeschränkt ist, so bleiben auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt diverse Tätigkeiten (namentlich einfache Büroarbeiten, wie 
zuletzt in einem Umfang von 50 Prozent ausgeübt) nach wie vor möglich.

Was den zeitlichen Umfang der noch zumutbaren Arbeitstätigkeit anbelangt, so ist es Aufgabe des 
Mediziners, diese zu definieren (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Diesbezüglich ist 
festzuhalten, dass Dr. med. I.________ als Fachärztin für Neurochirurgie durchaus über die 
notwendigen fachlichen Kompetenzen verfügt, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer 
angepassten Invalidentätigkeit in neurochirurgischer Hinsicht zu beurteilen. Dass die 
Beschwerdeführerin der Überzeugung ist, schmerzbedingt keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgehen 
zu können, ändert daran nichts. Zum einen kann nicht auf das subjektive Empfinden der 
versicherten Person abgestellt werden, zum anderen geben die Ergebnisse der 
Medikamentenspiegelbestimmung (kein Nachweis von Analgetika im Serum trotz anamnestischer 
Angabe der Einnahme) Grund zur Annahme, dass das angegebene hohe Ausmass der 
Schmerzen nicht so erheblich ist wie angegeben. Zudem lassen sich die beklagten Paresen nicht 
durch die elektrophysiologischen Befunde belegen (Vorakten S. 575, 577). Laut der 
neurochirurgischen Expertin erkläre sich damit auch die Diskrepanz zwischen der subjektiven 
Angabe der Beschwerdeführerin, keine Tätigkeit mehr verrichten zu können, gegenüber der 
günstigeren aktuellen medizinisch-theoretischen neurochirurgischen Beurteilung (Vorakten S. 579, 
580).

Damit ist die Beschwerdeführerin auch mit ihrer Kritik am neurochirurgischen Teilgutachten nicht 
zu hören.

4.2.3. Was das orthopädische Teilgutachten anbelangt, so beanstandet die Beschwerdeführerin, 
dass der Experte auf eine Arbeitsfähigkeit von 100 Prozent geschlossen habe, obschon sie wegen 
der Wirbelsäulenproblematik sowie den wiederkehrenden Knie- und Schulterbeschwerden in allen 
Lebensbereichen eingeschränkt sei. Es sei nicht erklärbar, wie eine angepasste Tätigkeit unter 
Berücksichtigung der somatisch bestätigten und ausgewiesenen gesundheitlichen Problematik zu 
100 Prozent durchführbar sein sollte.

Mit dieser Kritik verkennt die Beschwerdeführerin, dass der orthopädische Experte, was die 
Wirbelsäulenproblematik anbelangt, auf das neurochirurgische Teilgutachten verwies. Dieses wie-
derum bestätigt eine Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent. Diesbezüglich stösst die erhobene Kritik 

Kantonsgericht KG
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also ins Leere. Was die wiederkehrenden Knie- und Schulterschmerzen anbelangt, so hat der 
orthopädische Experte glaubhaft begründet ausgeführt, dass nach den stattgehabten Operationen 
jeweils eine vorübergehende 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Darüber hinaus 
sei die Beschwerdeführerin aber aus orthopädischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit – nur 
leichte körperliche Arbeiten, keine schultergelenkbelastenden Arbeiten, insbesondere keine mehr 
als gelegentlichen Arbeiten in Abduktion oder Anteversion der rechten Schulter über 90°, keine 
Tätigkeiten, welche überwiegend im Stehen und Gehen zu erbringen seien, insbesondere 
Tätigkeiten mit Stehen und Gehen im unebenen Gelände und das Steigen auf Leitern und Gerüste 
sowie das häufige Treppensteigen (Vorakten S. 619-620) – voll und ohne Leistungseinschränkung 
arbeitsfähig. Mit diesem Leistungsprofil hat der orthopädische Experte den bestehenden 
Einschränkungen in Schulter und Knie durchaus Rechnung getragen. Es ist nicht ersichtlich und 
wird von der Beschwerdeführerin im Übrigen auch nicht näher ausgeführt, inwiefern die 
wiederkehrenden Schulter- und Kniegelenksschmerzen, welche aktuell klar nicht im Vordergrund 
stehen, darüber hinaus ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen sollten.

Damit erweist sich auch die von der Beschwerdeführerin am orthopädischen Teilgutachten 
erhobene Kritik als unbegründet.

4.2.4. Schliesslich ist die Beschwerdeführerin auch mit ihrer Kritik an der Konsensbeurteilung 
nicht zu hören. Insbesondere kann ihr nicht gefolgt werden, wenn sie sich auf den Standpunkt 
stellt, die somatischen Probleme würden im Widerspruch zur Einschätzung der verbleibenden 
Arbeitsfähigkeit stehen. Es wurde bereits ausgeführt, dass die Experten, namentlich die 
Dres. med. I.________ und J.________ als Fachärzte für Neurochirurgie bzw. Orthopädie, 
durchaus über die notwendigen fachlichen Kompetenzen verfügen, die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin in einer angepassten Invalidentätigkeit in ihren jeweiligen Fachgebieten zu 
beurteilen. Wenn die Experten in der Konsensbeurteilung gestützt auf die jeweiligen Teilgutachten 
zum Schluss kommen, die Beschwerdeführerin sei in einer angepassten Tätigkeit zu 70 Prozent 
ohne Leistungsminderung arbeitsfähig, so ist dies nicht zu beanstanden. Daran vermag auch die 
subjektive Angabe der Beschwerdeführerin, gänzlich arbeitsunfähig zu sein, nichts zu ändern. So 
wurde auch in der Konsensbeurteilung darauf hingewiesen, dass, obschon ein gewisses Mass an 
chronischen Schmerzen angenommen werden könne, die Beschwerdeführerin gegenwärtig eine 
Schmerzmedikation als nicht notwendig erachte und sich für die subjektiv angegebene hohe 
Schmerzausprägung kein hinreichendes klinisches vegetativ und im Ausdruck vermitteltes Korrelat 
finde (Vorakten S. 481). Kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin zwar angibt, die von den 
Gutachtern festgestellte Arbeitsfähigkeit (70 Prozent) sei zu hoch, sie ihre Meinung aber durch 
kein aktuelles Arztzeugnis zu belegen vermag, das eine höhere Arbeitsunfähigkeit attestiert und 
begründet.

Es wurde bereits ausgeführt, dass der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden kann, wenn sie 
sich auf den Standpunkt stellt, dass die Experten kein genaues Stellenprofil beschreiben. So 
enthält auch die Konsensbeurteilung ein detailliertes Fähigkeitsprofil, in dem die Einschränkungen 
der Beschwerdeführerin im Detail festgehalten werden (Vorakten S. 480-481). Unter 
Berücksichtigung dieser Leistungseinschränkungen sei die Beschwerdeführerin in einer 
angepassten Tätigkeit zu 70 Prozent (6 Stunden täglich ohne Leistungsminderung oder bei 
längerer Präsenz mit längeren Pausen) arbeitsfähig (Vorakten S. 481). Wenn die Experten die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit, soweit sie den kaufmännischen Bereich beschlug, nach wie vor als 
zumutbar erachten, nicht jedoch die Arbeiten im logistischen Bereich, ist darin kein Widerspruch zu 
erkennen.

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Seite 14 von 19

Der Vorwurf, es seien etliche geklagte Beschwerden gar nicht und die jeweiligen multiplen 
Beschwerden nur einzeln, aber nicht als Ganzes berücksichtigt worden, entbehrt jeglicher 
Grundlage. Da diese Vorbringen nicht begründet sind, ist darauf nicht weiter einzugehen.

4.2.5. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin einen Bericht vom 
16. April 2019 über einen pneumologischen Rehabilitationsaufenthalt vom 28. März 2019 bis 
17. April 2019 zu den Akten gereicht (Beilage zur Eingabe vom 16. Mai 2019, act. 9). Entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführerin kann diesem Kurz-Austrittsbericht nicht entnommen werden, dass 
die somatischen Gesundheitsbeschwerden im Gutachten der MEDAS zu wenig beschrieben oder 
berücksichtigt worden seien. Kommt hinzu, dass der pneumologische Rehabilitationsaufenthalt 
nach der angefochtenen Verfügung vom 12. Oktober 2018 stattgefunden hat, weshalb die darin 
erhobenen Befunde, da die Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel aufgrund 
des Sachverhalts im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung beziehungsweise des angefochtenen 
Einspracheentscheides und nicht, wie er im Urteilszeitpunkt wäre, geprüft wird, im Rahmen des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens ohnehin nicht berücksichtigt werden können (vgl. Urteil BGer 
I 896/05 vom 23. Mai 2006 E. 1).

Zudem enthält der eingereichte Kurz-Austrittsbericht auch keine Angaben zu einer allfälligen 
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin.

Bleibt zu erwähnen, dass dem Gesuch um Kostengutsprache für den stationären 
Rehabilitationsaufenthalt entnommen werden kann, dass die Beschwerdeführerin in der 
Zwischenzeit einen Rauchstopp durchsetzen konnte und sich einer Magen-Bypassoperation 
unterzogen hat. Der behandelnde Pneumologe, Dr. med. O.________, erachtet deshalb eine 
stationäre Rehabilitation als extrem hilfreich, um in einem gut angeleiteten Rahmen einen so 
grossen Gewinn an Autonomie und Selbstmanagementkompetenz wieder aufbauen zu können, 
dass langfristig eine ganz andere Prognose für die Krankheit und auch für die psychosoziale 
Wiedereingliederung bestehen dürfte.

Damit kann die Beschwerdeführerin auch aus den im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens zu den Akten gereichten Berichten nichts zu ihren Gunsten ableiten.

4.3. Zusammenfassend ist somit – gestützt auf das Gutachten der MEDAS – davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, soweit sie den 
kaufmännischen Bereich und nicht die Logistik beschlug, sowie jede andere angepasste 
Verweistätigkeit (wie zum Beispiel als Büroassistentin), welche den Funktionseinschränkungen der 
Beschwerdeführerin Rechnung trägt, zu 70 Prozent ohne zusätzliche Leistungsminderung 
zugemutet werden kann.

Höhergradige Arbeitsunfähigkeiten von 100 Prozent bestanden nur im Rahmen der erfolgten 
rechtsseitigen Kniegelenksoperation im November 2016 (6 Wochen), während des pulmonalen 
Rehabilitationsaufenthalts vom 14. März 2016 bis zum 8. April 2016, im Rahmen der 
Rückenoperationen vom 5. Mai 2015 (6 Monate) und 15. April 2014 (2 Monate) sowie im Rahmen 
der Schulteroperationen in den Jahren 2008/2009 und 2007/2008 (je 8 Wochen) (Vorakten S. 482-
483).

5.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

Kantonsgericht KG
Seite 15 von 19

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen Einkommensvergleich 
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – Rentenanspruchs massgebend, 
wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu 
berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

5.1. Im Jahr 2015, als das Arbeitsverhältnis mit der C.________ aufgelöst wurde, verdiente die 
Beschwerdeführerin jährlich CHF 62‘855.- (Vorakten S. 44). Da ein möglicher Rentenanspruch im 
Jahr 2015 entsteht – mindestens einjährige, ohne wesentlichen Unterbruch dauernde 
Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 Prozent (Art. 28 Abs. 1 IVG) unter 
Berücksichtigung einer Wartefrist von 6 Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
(Art. 29 Abs. 1 IVG) – braucht dieser Betrag nicht indexiert zu werden.

5.2. Was das Invalideneinkommen anbelangt, so kann der Beschwerdeführerin zugemutet 
werden, in einer angepassten Verweistätigkeit, welche ihren Funktionseinschränkungen Rechnung 
trägt, zu 70 Prozent ohne Leistungseinschränkung zu arbeiten. In einer solchen Tätigkeit kann die 
Beschwerdeführerin ein Einkommen von monatlich CHF 3‘772.- erzielen (Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Pos. 77-82, sonstige wirtschaftliche 
Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, Frauen).

Auf das Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) ist 
abzustellen, weil die Gutachter glaubhaft begründet zum Schluss kamen, der Beschwerdeführerin 
seien wegen der verminderten lumbalen Rückenbelastbarkeit, den Funktionseinschränkungen im 
Bereich des rechten Kniegelenks und der Einschränkungen in der pulmonalen Belastbarkeit nur 
leichte körperliche Tätigkeiten zumutbar (Konsensbeurteilung: Vorakten S. 480, 481, 482; 
Pneumologisches Teilgutachten: Vorakten S. 532; Orthopädisches Teilgutachten: Vorakten S. 619, 
620, 621; vgl. auch den Bericht der Berufsberaterin, Vorakten S. 695). Das Kompetenzniveau 2, 
auf welches die Vorinstanz ohne weitere Begründung abstellt, beinhaltet demgegenüber 
praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von 
Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst. Diese Tätigkeiten sind weder 
körperlich leicht, noch entsprechen sie dem von den Gutachtern definierten Leistungsprofil 
(vorzugsweise eher sitzende Tätigkeit ohne Wirbelsäulenbelastung, keine häufigen 
Wirbelsäulenzwangshaltungen und Bewegungsmonotonien, keine Tätigkeiten mit häufiger freier 
Rumpfbeuge oder –rückneigung, keine Tätigkeiten mit längerem Sitzen, Gehen und Stehen und 
häufigem Bücken, kein Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 10kg ohne technische 
Hilfsmittel, keine Tätigkeiten an laufenden Maschinen oder mit zusätzlichen 
Gefährdungssituationen, um nur einige zu nennen). Was die Datenverarbeitung und Administration 
anbelangt, so ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin zwar über einen 
Abschluss als Büroassistentin EBA verfügt. Gemäss Anforderungsprofil (vgl. Beschwerdebeilage 
3) werden an diese Ausbildung aber nur einfache (bei der Sprache mittlere) Anforderungen 
gestellt. Deshalb ist die Beschwerdeführerin auch im administrativen Bereich nur für einfache 
Büroarbeiten einsetzbar.

Wird auf das Kompetenzniveau 1 abgestellt und damit dem Umstand Rechnung getragen, dass die 
Beschwerdeführerin nur einfache Büroarbeiten ausüben kann, bleibt kein Raum mehr für einen 
zusätzlichen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn. Ein solcher rechtfertigt sich auch deshalb 
nicht, weil die Beschwerdeführerin keine persönlichen oder beruflichen Merkmale wie Alter, Dauer 

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der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad 
geltend machen kann, die einen solchen Leidensabzug rechtfertigen würden (vgl. BGE 135 V 297 
E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 126 V 75).

Das monatliche Einkommen von CHF 3‘772.- wurde aufgrund einer wöchentlichen Arbeitszeit von 
40 Stunden berechnet, die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2014 betrug jedoch 42 Stunden 
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Pos. 77-82, Erbringung von sonstigen 
wirtschaftlichen Dienstleistungen). Mit dieser Arbeitszeit berechnet beträgt das monatliche 
Einkommen deshalb CHF 3‘960.60, was einem jährlichen Einkommen von CHF 47‘527.20 
(CHF 3‘960.60 x 12 Monate) entspricht. Indexiert mit -0,2 Prozent (Tabelle T1.2.10, 
Nominallohnindex Frauen, Pos. 77-82, sonstige wirtschaftliche Tätigkeiten, Veränderung 
gegenüber Vorjahr, Jahr 2015) beläuft sich das zu berücksichtigende Jahreseinkommen 2015 auf 
CHF 47‘432.10. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent ergibt sich ein der Beschwerdeführerin 
anrechenbares Invalideneinkommen von CHF 33‘202.50.

Ausgehend von einem anrechenbaren Invalideneinkommen von CHF 33‘202.50 und einem 
Valideneinkommen von CHF 62‘855.- resultiert eine Einkommenseinbusse von CHF 29‘652.50, 
was einen Invaliditätsgrad von 47,18 Prozent ergibt. Damit hat die Beschwerdeführerin 
(grundsätzlich; vgl. hierzu sogleich unter E. 5.4) Anspruch auf eine Viertelsrente der 
Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

5.3. Es ergibt sich aus den Akten, dass der behandelnde Arzt, nachdem die 
Beschwerdeführerin am 7. Februar 2014 ein Verhebetrauma erlitten hatte und er ihr eine 100-
prozentige (vom 7. Februar 2014 bis 23. März 2014 und vom 3. April 2014 bis 1. Juni 2014) resp. 
50-prozentige (vom 24. März 2014 bis 2. April 2014 und vom 2. Juni 2014 bis 31. August 2014) 
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte, im Zeitraum vom 1. September 2014 bis 30. November 2014 
eine volle Arbeitsfähigkeit attestierte, bevor er ihr mit Wirkung ab 1. Dezember 2014 wiederum 
eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Damit ist aber nicht gesagt, dass im Zeitraum vom 
1. September 2014 bis 30. November 2014 tatsächlich eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden hat 
und damit die einjährige Wartefrist unterbrochen wurde (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29ter 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Zwar hat 
die Beschwerdeführerin in diesem Zeitraum ihre Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen, allerdings 
konnte sie nur ungenügende Leistungen erbringen, weshalb ihr die Arbeitsstelle schliesslich per 
30. April 2015 gekündigt wurde (vgl. den Fragebogen für Arbeitgebende, Vorakten S. 43; 
Kündigungsschreiben, Vorakten S. 49). Deshalb ist auch bezüglich dieser drei Monate auf das 
Gutachten der MEDAS abzustellen und davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 
medizinisch theoretisch nur zu 70 Prozent arbeitsfähig war (Konsensbeurteilung, Vorakten S. 482, 
483-484). Dies rechtfertigt sich auch mit Blick auf die Konsistenz, kann doch nicht nur für die 
Zeitperioden, in denen der Beschwerdeführerin von den behandelnden Ärzten eine 30 Prozent 
übersteigende Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, auf das Gutachten der MEDAS abgestellt 
werden, nicht aber bezüglich der Zeitperioden, in denen der Beschwerdeführerin keine 
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde.

Somit beginnt die einjährige Wartefrist am 7. Februar 2014 zu laufen (Art. 28 Abs. 1 IVG). Da sich 
die Beschwerdeführerin erst am 22. Januar 2015 zum Leistungsbezug anmeldete, hat sie aber erst 
ab dem 1. Juli 2015 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).

Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im 
Zeitraum vom 2. August 2016 bis 23. August 2016 ein Taggeld der Invalidenversicherung bezogen 

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hat (Verfügung vom 2. September 2016, Vorakten S. 253; Bestätigung vom 20. Oktober 2016, 
Vorakten S. 297), weshalb sie für diesen Zeitraum nicht zusätzlich eine Rente beanspruchen kann 
(vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG).

5.4. Es wurde bereits ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin (grundsätzlich) Anspruch auf 
eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hat. Diese Viertelsrente ist für den Zeitraum vom 
1. September 2015 bis 29. Februar 2016 auf eine ganze Rente zu erhöhen. Dies deshalb, weil die 
Beschwerdeführerin nach der zweiten Rückoperation vom 5. Mai 2015 während 6 Monaten zu 
100 Prozent arbeitsunfähig war (vgl. Vorakten S. 581), was gemäss Art. 88a IVV zu einer 
Änderung des Leistungsanspruchs führt. Nicht berücksichtigt werden können allerdings die 
Kniegelenksoperation von November 2016 und der pulmonale Rehabilitationsaufenthalt vom 14. 
März 2016 bis zum 8. April 2016, da die damit zusammenhängenden 100-prozentigen 
Arbeitsunfähigkeiten mit 6 Wochen (Kniegelenksoperation) bzw. 3½ Wochen 
(Rehabilitationsaufenthalt) nicht mindestens 3 Monate andauerten.

5.5. Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde eine Rückweisung der 
Angelegenheit an die Vorinstanz, damit diese über den Rentenanspruch neu verfüge.

Da die zu beantwortende Streitfrage, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der 
Invalidenversicherung hat, gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten beantwortet werden 
kann und sich namentlich keine weiteren Instruktionsmassnahmen aufdrängen, ist das 
Kantonsgericht in der Lage, selbst in der Sache zu entscheiden, und es besteht unter den 
gegebenen Umständen kein Grund, die Angelegenheit zum Neuentscheid an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

6.

Entsprechend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung der 
Vorinstanz vom 12. Oktober 2018 dahingehend abzuändern, als der Beschwerdeführerin vom 
1. Juli 2015 bis 31. August 2015 eine Viertelsrente, vom 1. September 2015 bis 29. Februar 2016 
eine ganze Rente und ab dem 1. März 2016 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung 
zuzusprechen ist.

Weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

7.

7.1. Die Gerichtskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen. Da beide Parteien teilweise 
unterliegen, sind ihnen die Kosten mit CHF 400.- je zur Hälfte aufzuerlegen.

Entsprechend ist der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss im Umfang von 
CHF 400.- zurückzuerstatten.

7.2. Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt, hat sie Anspruch auf eine (reduzierte) 
Entschädigung ihrer Parteikosten. Diese ist angesichts des getätigten Aufwandes (zweifacher 
Schriftenwechsel) sowie der Komplexität der Angelegenheit gestützt auf die Honorarnote vom 3. 
Juli 2019 auf CHF 1‘750.- (14 Stunden à CHF 250.-, die Hälfte davon) festzusetzen, zuzüglich der 
Auslagen (CHF 105.-, die Hälfte davon) und der Mehrwertsteuer von CHF 138.80 (7,7 Prozent von 
CHF 1‘802.50). Der Totalbetrag von CHF 1‘941.30 geht zu Lasten der Vorinstanz.

Kantonsgericht KG
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(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Verfügung der 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg vom 12. Oktober 2018 dahingehend 
abgeändert, als A.________ vom 1. Juli 2015 bis 31. August 2015 eine Viertelsrente, vom 1. 
September 2015 bis 29. Februar 2016 eine ganze Rente und ab dem 1. März 2016 eine 
Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen wird.

Weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- erhoben. Diese werden je zur Hälfte 
(CHF 400.-) A.________ und der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg 
auferlegt.

III. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss im Umfang von CHF 400.- zurückerstattet.

IV. A.________ wird zulasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
reduzierte Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von 
CHF 1‘802.50, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 138.80 (7,7 Prozent von 
CHF 1‘802.50), ausmachend total CHF 1‘941.30, zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 2. September 2019/dki

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: