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**Case Identifier:** be3604bc-a58c-5147-bf24-37901a87acf9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.09.2021 SB200388
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200388_2021-09-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200388-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. B. Gut und 

lic. iur. B. Amacker sowie der Gerichtsschreiber MLaw L. Zanetti 

 

 

Urteil vom 23. September 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und I. Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. A. Fischbacher,  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

betreffend vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen, Einzelgericht,  
vom 29. November 2019 (GG190013) 
 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. April 

2019 (Urk. 38) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 65) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der vorsätzlichen groben Verletzung der 

Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1, 

Art. 31 Abs. 1, Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV. 

2. Von einer Bestrafung des Beschuldigten wird abgesehen. 

3. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 500.–   Gerichtsgebühr 

Fr. 300.–   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'500.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 80.–   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 2'380.–   Total 
 

4. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, insgesamt 

Fr. 2'380.–, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

5. (Mitteilungen) 

6. (Rechtsmittel)." 

 

 

 

-   3   - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 92): 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der vorsätzlichen groben Verkehrsregel-

verletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 

1, Art. 31 Abs. 1, Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV vollumfänglich 

frei zu sprechen; 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der vorsätzlichen Verletzung der Ver-

kehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 

1 SVG und Art. 60 Abs. 2 und Abs. 5 VRV vollumfänglich frei zu sprechen; 

3. Der Entscheid der Vorinstanz betreffend Freispruch bezüglich Verletzung 

der Verkehrsregelnverordnung sei zu bestätigen und es sei der Beschuldigte 

vom Vorwurf der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregelnverordnung im 

Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 57 Abs. 5 lit. a SVG und 

Art. 3a Abs. 1 VRV vollumfänglich frei zu sprechen. 

4. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens seien 

vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen; 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich auf die Staats-

kasse zu nehmen. 

6. Der Beschuldigte sei für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren ange-

messen zu entschädigen. 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 95): 

1. Der Beschuldigte A._____ sei zusätzlich 

♦ der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 SVG und Art. 60 Abs. 2 

und Abs. 5 VRV sowie 

-   4   - 

♦ der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregelnverordnung im Sinne 

von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 57 Abs. 5 lit. a SVG und Art. 

3a Abs. 1 VRV 

schuldig zu sprechen. 

2. Er sei mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 60.00 (entspre-

chend CHF 9'000.00) sowie einer Busse von CHF 1'000.00 zu bestrafen. 

3. Es sei ihm der bedingte Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung einer Pro-

bezeit von 2 Jahren zu gewähren. 

4. Es sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen bei schuldhafter Nichtbezah-

lung der Busse festzusetzen. 

5. In den übrigen Punkten sei das Urteil des Einzelgerichts Andelfingen vom 

29. November 2019 (GG190013) zu bestätigen. 

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der beschuldigten 

Person. 

Erwägungen: 

I. Sachverhalt und Verfahrensgang       

In der Nacht vom 2. Mai 2018 beschlossen die drei Mitbeschuldigten A._____, 

B._____ und C._____ einen Videoclip mit einem Stunt mit einem Auto zu drehen. 

Die äusserst leichtsinnige Aktion ging schief und es kam zum Unfall, wobei der 

Beschuldigte und B._____ erheblich verletzt wurden. Am 7. Mai 2019 erhob die 

Staatsanwaltschaft Anklage beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Andelfingen 

(Urk. 38). Dieses sprach den Beschuldigten am 29. November 2019 für schuldig, 

sah aber wegen dessen Verletzungen, die er beim Unfall erlitten hatte, von einer 

Bestrafung ab (Urk. 65). Am 3. Dezember 2019 und am 6. Dezember 2019 mel-

deten der Beschuldigte und die Staatsanwaltschaft Berufung an (Urk. 56 und 59). 

Die begründete Fassung des vorinstanzlichen Urteils wurde den Parteien am 3. 

September 2020 zugestellt (Urk. 62/1-2). 

-   5   - 

Die Berufungserklärungen gingen hierorts innert Frist am 7. September 2020 und 

am 23. September 2020 ein (Urk. 66 und 68, Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsidial-

verfügung vom 14. September 2021 wurde die Staatsanwaltschaft in Anwendung 

von Art. 333 Abs. 1 und Art. 379 StPO eingeladen, die Anklageschrift dergestalt 

zu ergänzen, dass die Begehungsform der Mittäterschaft – wie sie bereits die 

Vorinstanz annahm – explizit umschrieben werde (Urk. 84). Die ergänzte Ankla-

geschrift vom 16. September 2021 ging am 20. September 2021 hierorts ein (Urk. 

86 und 88). Die Kritik der Verteidigung, dass diese Ergänzung zu kurz vor der 

Berufungsverhandlung vorgenommen worden sei (Urk. 92 S. 3), geht ins Leere, 

zumal es den Parteien spätestens seit Erhalt des begründeten Urteils des 

Vorinstanz bekannt war, dass auch die Mittäterschaft im vorliegenden Verfahren 

Prozessthema sein wird. Die Verteidigung hatte sich entsprechend ohnehin mit 

dieser Begehungsform auseinanderzusetzen. 

Zur Berufungsverhandlung erschienen der Vertreter der Staatsanwaltschaft sowie 

der Beschuldigte in Begleitung seines Verteidigers (Prot. II S. 5).  

II. Umfang der Berufungen 

Der Beschuldigte lässt einen Freispruch beantragen, weshalb kein Punkt des 

vorinstanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen ist (Urk. 68 S. 3; Prot. II S. 8). 

Die Staatsanwaltschaft beantragt einen zusätzlichen Schuldspruch wegen 

Verkehrsregelverletzungen und ficht das Absehen von einer Sanktion an (Urk. 

66).  

III. Prozessuale Verwertbarkeit des Videoclips 

1. Als Beweismittel liegt unter anderem der von den Beschuldigten mit einem 

Mobiltelefon angefertigte Videoclip vor. Der Verteidiger des Beschuldigten machte 

geltend, diese Aufnahme sei prozessual nicht verwertbar (Urk. 45 S. 2, Urk. 91 

S. 1 ff.). Der von ihm erwähnte Bundesgerichtsentscheid 6B_1188/2018 ist 

allerdings nicht einschlägig, da dort die Videoaufnahme durch eine Dashcam ei-

nes anderen Fahrzeuges erfolgte. Deshalb wusste die gefilmte Person in jenem 

Fall weder von der Aufnahme noch gab sie dazu ihr Einverständnis. 

-   6   - 

2. Im vorliegenden Fall erfolgte im Gegensatz dazu die Videoaufnahme im 

Wissen und mit Willen aller Beteiligter, insbesondere des Beschuldigten. Es war 

ihre Absicht und ihr Ziel, die waghalsige Aktion auf Video festzuhalten, um sie 

dann anderen Kollegen oder Personen vorzuzeigen oder selbst anschauen zu 

können. Wer sich selbst filmt, ist in seinen Persönlichkeitsrechten nicht verletzt. 

Die Ansicht, wonach die prozessuale Verwertbarkeit aufgrund Art. 4 Abs. 4 DSG 

das Einverständnis zur Verwendung in einem Strafverfahren voraussetze, kann 

nicht geteilt werden. Ansonsten wären private Videoaufnahmen nie prozessual 

verwertbar, denn es darf zwanglos davon ausgegangen werden, dass niemand 

freiwillig mit der strafrechtlichen Verwendung von Beweismitteln gegen sich ein-

verstanden wäre. Würde das Bundesgericht die Meinung der Verteidigung teilen, 

so hätte es dies in seinen bisherigen Entscheiden zu privaten Videoaufnahmen 

mit Sicherheit erwähnt, weil sich damit die vom Bundesgericht abgehandelte 

rechtliche Problematik im Lichte des DSG gar nicht gestellt hätte. Die Vorinstanz 

hat zu Recht befunden, dass die Beschuldigten eine Verwendung durch Strafbe-

hörden im Falle eines Unfalles in Kauf nahmen (Urk. 65 S. 6 f.). 

3. Beizufügen ist, dass der Sachverhalt auch ohne besagte Videoaufnahme 

weitestgehend erstellt ist. Der schwere Autounfall und die erheblichen Verletz-

ungen der beiden Beschuldigten B._____ und A._____ wurden objektiv festge-

stellt. Die Beschuldigten haben den Sachverhalt im Wesentlichen denn auch in 

der Untersuchung anerkannt.  

IV. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Der genaue Sachverhalt kann der Anklageschrift entnommen werden. Der 

Beschuldigte A._____ hielt sich am Heck des Toyota Previa am Dachträger fest, 

die Hinterbeine aufgrund der Fahrgeschwindigkeit in der Luft flatternd, der 

Beschuldigte B._____ sass im geöffneten Beifahrerfenster mit den Beinen im 

Wageninneren und filmte die Aktion mit Blick rückwärts über das Dach. Der Fah-

rer C._____ kam auf der rutschigen Schotterstrasse vom Weg ab, worauf sich das 

Fahrzeug überschlug und seine Kumpanen A._____ und B._____ weggeschleu-

dert wurden und verletzt liegen blieben. 

-   7   - 

2. Nicht zutreffend ist die Meinung des Verteidigers des Beschuldigten 

A._____, keiner der drei Beteiligten habe die anderen oder Dritte gefährden wol-

len (Urk. 50 S. 2; Urk. 92 S. 19). Es war zwar nicht ihr primäres Ziel, verletzt zu 

werden oder jemanden zu verletzen. Der "Kick" an der waghalsigen Aktion lag 

aber in einer Gefährdung, denn ansonsten wäre der Videoclip auch nicht "cool" 

gewesen. Echte Stunts beinhalten immer eine Gefährdung. Eine Stuntfahrt, wie 

sie die Beschuldigten beabsichtigt haben, beinhaltet entsprechend zwangsläufig 

auch Verletzungen der Verkehrsregeln. Würde man vereinbaren, auf einem dunk-

len und dem Fahrer unbekannten Feldweg angemessen zu fahren, könnte daraus 

kein Stuntvideo resultieren, wäre die zu fahrende Geschwindigkeit doch viel zu 

tief. Entsprechend ist auch nicht ersichtlich, inwiefern Stuntfahrten im öffentlichen 

Verkehr überhaupt je unter Einhaltung der Verkehrsregeln möglich sein sollen. 

Der Tatentschluss der Beschuldigten umfasste mit dem Vorhaben, eine Stuntfahrt 

zu machen, auch die dazu notwendigen Verletzungen der Verkehrsregeln und die 

damit einhergehende Gefährdung. Direkter Vorsatz ist deshalb gegeben.  

3. Letztlich ohne Bedeutung sind Ausführungen und Spekulationen über das 

Anstacheln des Beschuldigten gegenüber dem Fahrer C._____, er solle schneller 

fahren (vgl. Urk. 94 S. 4 ff.). Es kann nicht nachvollzogen werden, weshalb es den 

Beschuldigten entlasten sollte, dass C._____ diese Aufforderung zum schneller 

Fahren nicht gehört haben soll. Zumindest in subjektiver Hinsicht hat der Be-

schuldigte damit die Aktion noch angeheizt. Es spielt rechtlich aber ohnehin keine 

Rolle, ob der Fahrer diese Aufforderung gehört habe oder nicht. Es ist unbestrit-

ten, dass das Vorhaben gemeinsam geplant war, ja wegen der schlechten Video-

qualität beim ersten Versuch sogar nochmals wiederholt wurde. Alle waren damit 

einverstanden und alle feuerten sich gegenseitig an, sei es ausdrücklich oder 

konkludent. Die Jauchzer und das Lachen der Beteiligten während der ganzen 

Aktion sprechen eine eindeutige Sprache: jugendlicher Leichtsinn und kollektiver 

Übermut war die Triebfeder. Dass einer der Beteiligten die Führungsrolle über-

nommen hatte und sozusagen die beiden anderen zur leichtsinnigen Aktion über-

redet habe, kann ebenso wenig gesagt werden wie, dass einer davon abgeraten 

hat. Dies belegt auch die Schilderung des Beschuldigten A._____, dass C._____ 

in erster Linie deshalb die Rolle als Fahrer übernommen habe, da er als einziger 

-   8   - 

im Besitz eines gültigen Fahrausweises gewesen sei (vgl. Urk. 89 S. 6). Bezeich-

nend für das gemeinschaftliche Vorgehen ist im Übrigen auch, dass der Beschul-

digte A._____ nicht sagen kann, wer seiner Ansicht nach Schuld am Unfall ist 

(Urk. 89 S. 6). Weiter ist zu bemerken, dass es dem Beschuldigten A._____ je-

derzeit möglich gewesen wäre, verbal oder durch Gesten einen Abbruch des 

Stunts zu verlangen, woraufhin dies B._____ dem Fahrer hätte mitteilen können. 

Eine solche Äusserung des Beschuldigten A._____ erfolgte aber nicht. Vielmehr 

war er während der gesamten Stuntfahrt mit dem Vorgehen einverstanden. Es ist 

entsprechend von einem gemeinschaftlichen Willen und somit von Mittäterschaft 

auszugehen. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwie-

sen werden (Urk. 65 S. 16 - 20). 

4.1. Gemäss Art. 30 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 VRV darf der 

Führer eines Motorfahrzeuges Personen nur auf den dafür eingerichteten Plätzen 

mitführen. Zudem ist das Hinauslehnen aus dem Fahrzeug gemäss Art. 60 Abs. 5 

VRV untersagt. Weder der Beschuldigte A._____ noch B._____ sassen auf den 

Sitzen des Fahrzeuges, weshalb beide Tatbestände erfüllt sind.  

4.2. Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG muss der Führer eines Fahrzeuges dieses 

ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. 

Dabei hat er laut Art. 32 Abs. 1 SVG die Geschwindigkeit den konkreten Verhält-

nissen anzupassen. Der gekieste Schotterweg, auf welchem die Beschuldigten ih-

re leichtsinnige Aktion durchführten, war für die konkret gefahrene Geschwindig-

keit in völliger Dunkelheit nicht geeignet. Als Folge davon verlor C._____ die 

Herrschaft über das Fahrzeug. Auch diese beiden Tatbestände sind erfüllt.  

4.3. Die Beschuldigten A._____ und B._____ trugen während der Aktion keine 

Sicherheitsgurte. Damit verstiessen sie gegen die entsprechende Vorschrift über 

die Gurtentragpflicht von Art. 57 Abs. 5 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 3a Abs. 1 

VRV. 

4.4. Alle geschilderten Verkehrsregelverletzungen stehen in engem, untrennba-

ren Zusammenhang und sind letztlich Folge der gewollten leichtsinnigen und le-

bensgefährlichen Aktion. Eine Aufteilung in einzelne Gesetzesverstösse hinsicht-

-   9   - 

lich der Schwere der Gefährdung und des Verschuldens wäre rein künstlich. Des-

halb ist insgesamt von einer vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln 

im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG auszugehen. 

5. Der Beschuldigte ist deshalb im Sinne der genannten Bestimmungen schul-

dig zu sprechen. 

V. Absehen von einer Bestrafung nach Art. 54 StGB 

1. Bei der Frage des Absehen von einer Bestrafung gestützt auf Art. 54 StGB 

besteht in nicht unerheblichem Masse ein richterliches Ermessen, weil zahlreiche 

Fallkonstellationen denkbar sind, die sich nicht oder oft sehr schlecht miteinander 

vergleichen lassen. Ein gänzliches Absehen von einer Strafe kommt zwar nicht 

nur in Extremfällen in Frage, aber immerhin nur dort, wo eine Bestrafung gerade-

zu unangemessen erscheint (BSK StGB II-Riklin, N 6 und 39 zu Art. 54). 

2. Der Beschuldigte zog sich folgende Verletzungen zu (Arztbericht KSW, 

Urk. 11/4):  

- mehrteiliger Luxationsbruch des linken Sprunggelenkes mit grossflächigem 

Knorpelschaden der Gelenksfläche zum oberen Sprunggelenk im Schulterbe-

reich und einen Bruch des Sprunggelenkes am Fuss, 

- unverschobener Bruch des grossen Muskelansatzes an der linken Schulter 

mit knöchernem Ausriss an der Pfanne 

- unverschobene Schlüsselbeinbrüche beidseits. 

Die Schlüsselbein- und Schulterverletzungen wurden konservativ versorgt. Der 

Sprunggelenkbruch musste operativ behandelt werden. Der intra- und postopera-

tive Verlauf gestaltete sich problemlos (Urk. 11/2). Langfristig ist im Bereich des 

Sprunggelenkes mit einer posttraumatischen Arthrose zu rechnen (Urk. 11/4). 

Abgesehen von einer altersmässig verfrüht eintretenden Arthrose im Fuss, was in 

sportlicher Hinsicht mit Einschränkungen verbunden ist, deren Tragweite aller-

dings wiederum vom individuellen Lebensstil und den sportlichen Neigungen ab-

hängt, hat der Beschuldigte deshalb keine längerfristigen gesundheitlichen Folgen 

-   10   - 

zu tragen, welche die Lebensqualität erheblich mindern (vgl. auch Urk. 89). Von 

einer schweren Einschränkung, wie beispielsweise bei einer Querschnittlähmung, 

einer bleibenden Entstellung des Gesichts oder einer dauernden Unbrauchbarkeit 

oder Amputation eines Körpergliedes, kann deshalb nicht gesprochen werden.  

3. In Bezug auf das Verschulden fällt in Betracht, dass der Beschuldigte nicht 

bloss fahrlässig handelte, sondern die waghalsige Aktion zusammen mit seinen 

beiden Kollegen ganz bewusst ausführte. Die herrschende Lehre spricht sich für 

eine restriktive Anwendung des Strafverzichts bei Vorsatzdelikten aus (vgl. BSK 

StGB II-RIKLIN, N 41 zu Art. 54). Zu Gunsten des Beschuldigte ist in die Waag-

schale zu werfen, dass er im Tatzeitpunkt erst 19-jährig war und insofern gemein-

hin von jugendlichem Leichtsinn gesprochen wird. Allein der Wegfall des Strafmil-

derungsgrundes des jugendlichen Alters bei der Revision des allgemeinen Teils 

des Strafgesetzbuches dokumentiert allerdings, dass der Gesetzgeber dem 

jugendlichen Alter bei Delinquenz keine entscheidende Bedeutung mehr beimes-

sen wollte.  

4. Insgesamt sind die erlittenen Verletzungen des Beschuldigten deshalb nicht 

mit solch schweren Folgen für ihn verbunden, als dass eine Bestrafung geradezu 

unbillig erschiene. Diesem Umstand kann durchaus im Rahmen der Strafzumes-

sung genügend Rechnung getragen werden.  

VI. Strafzumessung 

Grobe Verkehrsregelverletzungen sind gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG mit Freiheits-

strafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe zu bestrafen.  

Das objektive Tatverschulden wiegt nicht mehr leicht. Die zum Teil schweren Ver-

letzungen zweier Beteiligter und der Totalschaden des Fahrzeuges widerspiegeln 

den Erfolg des Handelns des Beschuldigten. Es wurden mehrere Verkehrsregeln 

gleichzeitig und in krasser Weise verletzt. Immerhin kam es aufgrund des eher 

abgelegenen Tatortes und der Nachtzeit nicht zu einer konkreten Gefährdung 

weiterer Personen. Subjektiv ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte vor-

sätzlich handelte. Er kann aber auch nicht als treibende Kraft für die leichtsinnige 

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Aktion bezeichnet werden. Es war eine typische Handlung im jugendlichen 

Leichtsinn vor dem Hintergrund kollektiver Gruppendynamik. Der Beschuldigte 

wollte letztlich in seinem sozialen Umfeld durch eine aufsehenerregenden Aktion 

sein Ansehen steigern. Das subjektive Tatverschulden mindert deshalb das objek-

tive. Wie erwähnt, ist aufgrund der Verletzungen, die der Beschuldigte erlitten hat, 

zudem davon auszugehen, dass ihm die Folgen eine gehörige Lehre waren, die 

zu einem Reifeprozess geführt hat. Insofern ist das Bestreben nach nötiger Spe-

zialprävention gemindert. 

Die Täterkomponenten wirken sich auf die Strafzumessung neutral aus. Es kann 

auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 65 S. 22). Der 

Beschuldigte lässt vor Berufungsinstanz einen Freispruch beantragen. Von einem 

Geständnis oder von Einsicht kann deshalb nicht die Rede sein. In objektiver 

Hinsicht liess sich der Unfall und die Ursache ohnehin nur schlecht bestreiten, 

weshalb auch deren Anerkennung nicht zu einer Strafminderung führen kann, 

wenn gleichzeitig ein Freispruch beantragt wird. 

Insgesamt erscheint eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen angemessen. Der 

Tagessatz ist aufgrund seiner gegenüber den seit dem vorinstanzlichen Urteil 

unveränderten finanziellen Verhältnissen, auf Fr. 60.-- festzulegen. Es kann auf 

die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 65 S. 23). 

Um der im Strassenverkehr bekannten Schnittstellenproblematik gerecht zu 

werden, rechtfertigt sich zudem die Ausfällung einer zu bezahlenden Busse 

(vgl. zur Schnittstellenproblematik: BGE 134 IV 60 E. 7.3.1.). Gemäss bundes-

gerichtlicher Rechtsprechung muss die Verbindungsbusse im Verhältnis zur aus-

zusprechenden Strafe von untergeordneter Bedeutung sein und darf grundsätz-

lich höchstens 20 % von dieser betragen. Bei tieferen Strafen sind Abweichungen 

möglich, um sicherzustellen, dass der Busse nicht nur symbolische Bedeutung 

zukommt (BGE 135 IV 188 E. 3.3.). Die Strafe und die Verbindungsbusse müssen 

in ihrer Summe schuldangemessen sein (BGE 134 IV 1 E. 4.5.2.).  

Die Höhe ist angesichts der finanziellen Verhältnisse und der ausgeführten Straf-

zumessungsfaktoren auf Fr. 600.– festzusetzen. Dies entspricht angesichts der 

-   12   - 

festgelegten Tagessatzhöhe von Fr. 60.– 10 Tagessätzen, um welche die festge-

setzte Strafe zu reduzieren ist. Der Beschuldigte ist demnach mit einer Geldstrafe 

von 140 Tagessätzen zu Fr. 60.– und einer Busse in Höhe von Fr. 600.– zu 

bestrafen. Für den Fall, dass der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht bezahlt, 

ist angesichts der Tagessatzhöhe eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen festzu-

setzen. 

VII. Vollzug 

Im Strafregister ist der Beschuldigte nicht verzeichnet (Urk. 83). Es muss ihm kei-

ne schlechte Prognose gestellt werden. Der von der Vorinstanz gewährte beding-

te Vollzug wurde auch von der Staatsanwaltschaft beantragt, weshalb der Vollzug 

der Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben ist. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen 

Verfahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Da er mit 

seiner Berufung unterliegt und die Staatsanwaltschaft mit ihrer Berufung weit-

gehend obsiegt, hat der Beschuldigte auch die Kosten des Berufungsverfahrens 

zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren 

ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.– festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 

Abs. 1 und § 14 GebV OG).  

Anspruch auf eine Entschädigung für seine Anwaltskosten hat der Beschuldigte 

bei diesem Verfahrensausgang nicht. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der vorsätzlichen groben 

Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit 

Art. 30 Abs. 1 SVG, 31 Abs. 2 SVG, 32 Abs. 1 SVG, Art. 57 Abs. 5 lit. a 

SVG, Art. 3a Abs. 1 VRV, und Art. 60 Abs. 2 und 5 VRV. 

-   13   - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu 

Fr. 60.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.--.  

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 3 und 4) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

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des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 23. September 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 
 

	Urteil vom 23. September 2021
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 65)
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1, Art. 31 Abs. 1, Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV vollumfänglich frei zu sprechen;
	2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 SVG und Art. 60 Abs. 2 und Abs. 5 VRV vollumfänglich frei zu sprechen;
	3. Der Entscheid der Vorinstanz betreffend Freispruch bezüglich Verletzung der Verkehrsregelnverordnung sei zu bestätigen und es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregelnverordnung im Sinne von Art. 96 VRV in Ver...
	4. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen;
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.
	6. Der Beschuldigte sei für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren angemessen zu entschädigen.
	1. Der Beschuldigte A._____ sei zusätzlich
	 der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 SVG und Art. 60 Abs. 2 und Abs. 5 VRV sowie
	 der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregelnverordnung im Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 57 Abs. 5 lit. a SVG und Art. 3a Abs. 1 VRV
	schuldig zu sprechen.
	2. Er sei mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 60.00 (entsprechend CHF 9'000.00) sowie einer Busse von CHF 1'000.00 zu bestrafen.
	3. Es sei ihm der bedingte Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren zu gewähren.
	4. Es sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse festzusetzen.
	5. In den übrigen Punkten sei das Urteil des Einzelgerichts Andelfingen vom 29. November 2019 (GG190013) zu bestätigen.
	6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der beschuldigten Person.
	Erwägungen:
	I. Sachverhalt und Verfahrensgang
	II. Umfang der Berufungen
	III. Prozessuale Verwertbarkeit des Videoclips
	IV. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	V. Absehen von einer Bestrafung nach Art. 54 StGB
	VI. Strafzumessung
	VII. Vollzug
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 SVG, 31 Abs. 2 SVG, 32 Abs. 1 SVG, Art. 57 Abs. 5 lit. a SVG, Art. 3a Abs. 1 VRV, und Art. 60 Ab...
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu Fr. 60.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.--.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 3 und 4) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--.
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.