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**Case Identifier:** bfc91682-c59c-5432-a91f-55d576709cc9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.02.2021 720 20 316/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-316-49_2021-02-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Februar 2021 (720 20 316 / 49) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Der 1978 geborene A.____ arbeitete vom 1. Januar bis 31. Mai 2001 bei der B.____ AG 
in X.____ als ungelernter Bauarbeiter. Am 26. August 2002 meldete er sich unter Hinweis auf 
Rückenbeschwerden bei der IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leis-
tungsbezug an, wobei er um Umschulung auf eine neue Tätigkeit ersuchte. Nach Durchführung 
der erforderlichen Abklärungen übernahm die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) die 
Kosten für den Besuch der AKAD, an welcher A.____ am 28. Januar 2005 das Bürofachdiplom 
VSH und am 7. Juli 2005 das Handelsdiplom VSH erlangte. Am 28. Juni 2007 schloss er seine 

 

 
 
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Ausbildung zum EFZ Kaufmann ab. In der Folge beendete die IV-Stelle die beruflichen Mass-
nahmen (Verfügung vom 24. September 2007). 
 
A.2 Ab dem 1. Januar 2013 war A.____ in seiner eigenen Firma, der C.____ GmbH, als 
Versicherungsberater tätig. Am 30. April 2017 wurde er von einem Auto angefahren, wobei er 
sich am rechten Fuss verletzte. In der Folge entwickelten sich psychische Beschwerden. Die 
obligatorische Unfallversicherung erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Tag-
geld/Heilbehandlung). Mit Verfügung vom 27. Oktober 2017 ging sie davon aus, dass die Ver-
letzungen abgeheilt und dem Versicherten die bisherige Tätigkeit als Kundenberater in der Ver-
sicherungsbranche wieder zumutbar seien, worauf sie die Heilungskosten und Taggeldleistun-
gen rückwirkend per 14. Mai 2017 einstellte. Daran hielt sie auf Einsprache der zuständigen 
Krankenversicherung hin fest (Einspracheentscheid vom 17. Juli 2018). Dieser Entscheid er-
wuchs in Rechtskraft. 
 
A.3 Am 24. Oktober 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf unfallbedingte Fussbe-
schwerden und Schmerzen erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der er-
werblichen und medizinischen Verhältnisse, namentlich nach Einholung der Unfallakten und 
eines bidisziplinären Gutachtens bei Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin, und Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Juni 2019, 
sowie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 
ab (Verfügung vom 3. Juli 2020). Begründend hielt sie fest, dass keine langandauernde Ar-
beitsunfähigkeit bestehe und dem Versicherten die bisherige Tätigkeit als selbstständiger Versi-
cherungsberater uneingeschränkt zumutbar sei. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herrmann, 
am 2. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 3. Juli 
2020 aufzuheben und es sei ihm spätestens ab Mai 2018 eine ganze bzw. eine halbe Invaliden-
rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % bzw. mindestens 50 % zuzu-
sprechen. Eventualiter sei ein rheumatologisch-psychiatrisches Gerichtsgutachten einzuholen 
und hernach erneut über seinen Leistungsanspruch zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichen-
den medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 9. Oktober 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. F.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 
29. September 2020 bei. 
 
D. Am 14. Oktober 2020 holte das Kantonsgericht bei der Unfallversicherung die Akten des 
Versicherten ein. 
 
E. Am 17. November 2020 liess sich der Versicherte erneut vernehmen. Die IV-Stelle ver-
zichtete am 23. November 2020 auf eine Stellungnahme. 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde vom 2. September 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Juli 2020 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun-
fähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG] vom 6. Oktober 2000) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 
eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung 
der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 
IVG). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 

 

 
 
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anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi-
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän-
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu er-
bringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je 
mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche 
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu un-
terziehen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit 
der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach 
BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen 
(vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (vgl. BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 

 
 
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4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinwei-
sen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 
bzw. der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes bzw. Ärztin einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten und Expertinnen anderseits 
(vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
6.2 Die Unfallversicherung liess den Versicherten durch ihren Vertrauensarzt Dr. med. 
G.____, FMH Chirurgie, untersuchen. Am 23. Oktober 2017 diagnostizierte er mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit ein am 30. April 2017 erlittenes Trauma am rechten Fuss mit leichter 
Prellung der Ferse und einem Verdacht auf eine Reizung der Peronealsehnen. Ohne Relevanz 

 

 
 
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auf die Arbeitsfähigkeit bestünde der Verdacht auf eine Lumboischialgie. Das zeitnah zum Un-
fall angefertigte MRI habe keine unfallbedingten Schädigungen am rechten Fuss gezeigt. An-
lässlich der Untersuchung habe der Versicherte vom rechten Aussenknöchel bis in die rechte 
Hüfte ausstrahlende Schmerzen angegeben. Der rechte Fuss sei weitgehend unauffällig und 
der Schmerzpunkt im Bereich des Aussenknöchels nicht reproduzierbar. Der Versicherte sei 
seit dem 14. Mai 2017 uneingeschränkt arbeits- und leistungsfähig. 
 
6.3 Am 15. Januar 2018 diagnostizierte der behandelnde Arzt Dr. med. H.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine seit November 2017 bestehende mittelgradige de-
pressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10), jedoch mit ausgeprägten 
Angstzuständen. Der Versichere sei bewusstseinsklar und allseits orientiert. Im Affekt wirke er 
deprimiert und der Antrieb sei vermindert. Es bestünden Ängste, Appetit- und Schlaflosigkeit, 
Vergesslichkeit und eine soziale Isolation. Zudem habe er Konzentrationsprobleme. Der Versi-
cherte sei innerlich blockiert und berichte über latente Suizidgedanken. Formale oder inhaltliche 
Denkstörungen oder ein psychotisches Geschehen seien aber nicht feststellbar. Die Therapie-
gespräche würden wöchentlich durchgeführt und der Versicherte nehme ein Antidepressivum 
und Beruhigungsmittel ein. Zurzeit bestünde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Mit einer Ver-
besserung des Gesundheitszustands sei zu rechnen. 
 
6.4 Die Unfallversicherung veranlasste bei der GUTSO, Interdisziplinäre medizinische Be-
gutachtungen GmbH (GUTSO) eine psychiatrische Plausibilitätsabklärung. Am 28. April 2018 
diagnostizierte Prof. Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine Angst und de-
pressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2) bei eventueller narzisstischer Persönlichkeit. In der 
Exploration sei die Aufmerksamkeit teilweise beeinträchtigt und das Denken leicht- bis mittel-
gradig verlangsamt, jedoch klar und geordnet. Teilweise bestünde der Eindruck einer gewissen 
Denkhemmung, wobei das Denken eindeutig auf das Thema Gesundheit eingeengt sei. Zudem 
sei ein Grübeln festzustellen. Der Versicherte wirke mittelstark deprimiert, offensichtlich hoff-
nungslos, aber auch ratlos und gefühlsverarmt. Aufgrund der Schilderungen müsse eine Stö-
rung der Vitalgefühle angenommen werden. Es bestünde offensichtlich eine Ängstlichkeit und 
der Versicherte sei innerlich deutlich angespannt. Es falle ihm schwer, Entscheidungen zu tref-
fen. Teilweise würden Schuldgefühle angedeutet. Die affektive Modulation sei relevant vermin-
dert und es bestünde teilweise eine Affektintoleranz ohne Hinweise auf eine Affektlabilität. Im 
Antrieb wirke der Versicherte deutlich reduziert. Die Psychomotorik sei mässig beeinträchtigt. 
Der angegebene soziale Rückzug wirke authentisch. Aufgrund der Akten, der Angaben des 
behandelnden Psychiaters Dr. H.____ und der Feststellungen in der Untersuchung bestünde 
seit längerer Zeit eine ängstlich-depressive Entwicklung in mindestens mittelstarker Ausprä-
gung. Ob eine Persönlichkeitsstörung oder zumindest akzentuierte Persönlichkeitszüge zu be-
jahen seien, lasse sich nicht beurteilen. Es sei von einer relevanten Beeinträchtigung der Ar-
beitsfähigkeit auszugehen. Mit einer angemessenen Behandlung könne eine vergleichsweise 
rasche Besserung und Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustands erreicht werden. 
Die bisherige Therapie erscheine unzureichend, wofür aber in erster Linie die mangelnde The-
rapieadhärenz des Versicherten verantwortlich sei. 
 

 

 
 
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6.5 Am 9. Juli 2018 stellte Dr. H.____ fest, dass sich die depressive Symptomatik trotz anti-
depressiver Medikation chronifiziert habe. Für ein stationäres oder teilstationäres Behandlungs-
setting sei der Versicherte nicht motiviert. Dafür bestünde aber auch keine eindeutige medizini-
sche Indikation. Ab dem 1. August 2018 betrage die Arbeitsunfähigkeit 80 %, ab dem 1. Okto-
ber 2018 sei mit einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % zu rechnen. 
 
6.6 Die IV-Stelle beauftragte die Dres. D.____ und E.____ mit einem bidisziplinären Gutach-
ten, welches am 20. Juni 2019 erstattet wurde. Darin wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit festgestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine 
ängstlich-depressive Störung (ICD-10 F41.2), eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54), 
ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts, ein Status nach lateraler rechtsseitiger 
Fersenprellung, ein initial myofasziales Syndrom, eine radiomorphologisch lumbosakrale Über-
gangsanomalie und wahrscheinlich ein Knocheninfarkt mit zentraler zystischer Knochenläsion 
im rechten Darmbein. Aufgrund der aktuellen Bildgebung mit MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) 
könne eine intermittierende belastungsabhängige Claudicatio radicularis rechtsseitig mit Re-
zessuseinengung L4/5 bei degenerativem Wirbelgleiten L4/5 diskutiert werden. Sensomotori-
sche Ausfälle würden aber nicht bestehen. Es hätten sich deutliche Diskrepanzen zwischen den 
subjektiven Angaben und den objektiven Befunden gezeigt. Namentlich sei es schwierig, die in 
Ruhe bestehenden Schmerzen der rechtsseitigen Ischialgie zu erklären. Aus somatischer Sicht 
sei von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als selbstständiger Versi-
cherungsberater auszugehen. In psychiatrischer Hinsicht wurde festgehalten, dass der Versi-
cherte über unfallbedingte körperliche Beschwerden klage, wobei die Schilderung etwas diffus 
sei. Er berichte von Ängsten, vor allem vor dem Alleinsein, und von innerer Unsicherheit. Die 
Stimmung sei etwas herabgesetzt, aber nicht depressiv. Der Versicherte mache einen gefass-
ten Eindruck, berichte ausführlich und differenziert über seinen Alltag und seine Beschwerden. 
Konzentrationsstörungen oder -schwächen seien nicht feststellbar. Er sei wach, bewusstseins-
klar, gut orientiert, drücke sich differenziert aus und habe auf die gestellten Fragen gut einge-
hen können. Zudem seien die Merkfähigkeit und die Gedächtnisleistungen intakt. Das Denken 
sei nicht eingeengt und der Versicherte zeige weder ein Gedankenabreissen noch Neologismen 
noch eine Gedankenleere. Hinweise auf überwertige Ideen seien nicht erkennbar. Wahnhaftes 
Denken oder Wahnvorstellungen seien ebenfalls nicht vorhanden. Zudem gäbe es keine An-
haltspunkte für illusionäre Verkennungen oder Halluzinationen. Der Versicherte habe einen kla-
ren und guten Bezug zur Realität und zu seiner Person. Er könne sich gegenüber seiner Um-
gebung klar abgrenzen. Zwangsgedanken oder -handlungen seien nicht vorhanden. Hinweise 
auf Veränderungen der Stimmung oder des Antriebs im Laufe des Tages würden sich nicht er-
geben. Seine Angaben, wonach er Gesellschaft suche, um seinen Ängsten vor dem Alleinsein 
begegnen zu können, und sich bei humoristischen Sendungen entspannen könne und fröhlich 
sei, seien keinesfalls typisch für eine Depression. Auch spreche der Umstand, dass – wie der 
Versicherte berichte – die Behandlung mit Antidepressiva zu massiven Nebenwirkungen führe, 
gegen eine mittelgradige oder schwere Depression. Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass er 
über schwerste Konzentrationsstörungen klage, gleichzeitig aber in der Lage sei, Auto und noch 
bis vor kurzem Motorrad zu fahren. Anlässlich der Untersuchung hätten keine Konzentrations-
störungen und kein verminderter Antrieb festgestellt werden können. Der Versicherte sei auch 
nicht durch ausgeprägte Ängste beeinträchtigt. Er treffe sich zwei- bis dreimal pro Woche mit 

 

 
 
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Kollegen, unternehme regelmässig Spaziergänge, sei mit dem Fahrrad oder dem Auto unter-
wegs, erledigte Einkäufe und pflege rege soziale Kontakte. Eine eigenständige Angsterkran-
kung oder eine eigenständige depressive Erkrankung könnten nicht diagnostiziert werden. 
Vielmehr handle es sich um eine leichtgradig ausgeprägte ängstlich-depressive Störung, die 
den Versicherten im Alltag kaum einschränke und die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige. Ent-
gegen der Auffassung des behandelnden Arztes Dr. H.____ liege keine mittelgradige depressi-
ve Episode vor. So sei die Stimmung des Versicherten nicht depressiv, sondern lediglich leicht-
gradig herabgesetzt. Er sei auch nicht traurig und der Antrieb sei nicht vermindert. Vielmehr 
gestalte der Versicherte seinen Tag aktiv und die geklagte Schlafstörung sei mit einem schlaf-
anstossenden Antidepressivum behandelbar. Eine soziale Isolation bestünde ebenfalls nicht, 
weshalb insgesamt nicht von einer depressiven Störung auszugehen sei. Auch Prof. Dr. I.____ 
habe eine ängstlich-depressive Störung festgestellt. Bei dieser Störung würden die Symptome 
nicht ausreichen, um eine Angst- oder eine depressive Störung diagnostizieren zu können. Es 
handle sich vielmehr um ein sehr leichtgradiges psychiatrisches Zustandsbild. Es sei davon 
auszugehen, dass der Versicherte nach dem Unfall 30. April 2017 zu keiner Zeit eine mittelgra-
dige oder schwere Depression aufgewiesen habe. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfä-
higkeit nicht eingeschränkt. Dies gelte auch in gesamtmedizinischer Hinsicht. 
 
6.7 Am 13. November 2019 nahm Dr. H.____ Stellung zum Gutachten von Dr. G.____. Er 
hielt daran fest, dass die Kriterien für eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches 
Syndrom (ICD-10 F32.10) erfüllt seien. Ab April 2019 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit erreicht 
werden können. Eine depressive Episode sei auch von Prof. Dr. I.____ beschrieben worden. Es 
sei Teil der ressourcenorientierten Behandlung, dass der Versicherte zu Alltagsaktivitäten er-
muntert werde, um von den depressiven Symptomen wegzukommen. Die Feststellung des 
Gutachters, wonach die beim Versicherten aufgetretenen Nebenwirkungen infolge der medika-
mentösen Behandlung gegen eine mittelgradige oder schwere Depression sprächen, sei wis-
senschaftlich nicht belegt. Der Gutachter habe versucht, den Versicherten so gesund als mög-
lich darzustellen. Demgegenüber sei den Beurteilungen des behandelnden Psychiaters über-
haupt kein Gewicht beigemessen worden. 
 
7.1 Wie oben (vgl. E. 4.4 hiervor) dargelegt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen keine vor. Das Gutachten der Dres. D.____ und 
E.____ vom 20. Juni 2019 erfüllt sowohl in formeller Hinsicht als auch inhaltlich die bundesge-
richtlichen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage. Die 
Gutachter hatten Kenntnis von sämtlichen medizinischen Vorakten, sie setzten sich in ange-
messener Weise mit den geäusserten Beschwerden auseinander und begründeten die Schluss-
folgerungen in nachvollziehbarer Weise. In inhaltlicher Hinsicht vermag zu überzeugen und ist 
zu Recht unbestritten, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit aufweist. Auch die psychiatrische Beurteilung ist nachvollziehbar. Es wird 
deutlich, dass beim Versicherten weder die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode 

 

 
 
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(ICD-10 F32.10) erfüllt noch ausgeprägte Angstzustände vorhanden sind und die leichtgradig 
ausgeprägte ängstlich-depressive Störung im Sinne von ICD-10 F41.2 seine Leistungsfähigkeit 
kaum beeinträchtigt. Insgesamt bestehen keine Anhaltspunkte, dass die klinische Untersuchung 
mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grund-
lage gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht lege artis erfolgt wäre (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 4. August 2016, 9C_410/2016, E. 2.2.1 mit Hinweis, in: SVR 2016 
IV Nr. 53 S. 178). Zwar weist das psychiatrische Teilgutachten gewisse Schwächen auf. Na-
mentlich ist die Erfassung und Diskussion der Standardindikatoren eher knapp ausgefallen. 
Diese Unzulänglichkeiten vermögen aber letztlich am Beweiswert des Gutachtens nichts zu 
ändern, weshalb darauf abgestellt werden kann. 
 
7.2.1 Daran vermögen die Vorbringen in der Beschwerde nichts zu ändern. Der Beschwerde-
führer macht geltend, Dr. E.____ sei angesichts seines bekannten hohen Auftragsvolumens für 
IV-Stellen wirtschaftlich von der IV abhängig. Daher sei es angezeigt, sein Gutachten – wolle 
man nicht von vornherein eine Befangenheit annehmen – anhand der Grundsätze zu den Be-
richten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zu würdigen, wonach bereits gerin-
ge Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der gutachterlichen Feststellungen genü-
gen, um einem Bericht den Beweiswert abzusprechen und ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Zudem beantragte er, die IV-Stelle sei anzuweisen, die an Dr. E.____ im Jahr 2019 
vergebenen Aufträge bzw. das entsprechende Honorarvolumen offenzulegen. 
 
7.2.2 Hierzu ist festzuhalten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus dem Um-
fang einer Begutachtungstätigkeit für sich allein noch keine Befangenheit des Experten oder der 
Expertin abgeleitet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2016, 
8C_354/2016, E. 5.2 mit Hinweisen). Deshalb besteht auch kein Anlass zu weiteren Abklärun-
gen betreffend das von Dr. E.____ im Jahr 2019 durch IV-Aufträge erzielte Auftrags- bez. Hono-
rarvolumen. Zwar können strengere Anforderungen an die Beweiswürdigung gestellt werden, 
falls eine Gutachterperson ihr Einkommen weitgehend durch Gutachtensaufträge der IV erzielt 
und insoweit eine wirtschaftliche Abhängigkeit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Oktober 2016, 8C_354/2016, E. 5.3). Ob diese strengeren Anforderungen an die Beweis-
würdigung hier zum Zug kommen sollen, kann aber offen gelassen werden, da die vom Be-
schwerdeführer ins Feld geführten Rügen und Arztberichte der involvierten Fachärzte an der 
Beurteilung von Dr. E.____ keine auch nur geringen Zweifel zu begründen vermögen, wie sich 
nachstehend ergibt. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer rügt, es sei irritierend, dass Dr. E.____ das Vorliegen einer mit-
telgradigen oder schweren depressiven Störung und damit einhergehend eine Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit auch retrospektiv kategorisch ausschliesse. Seine Beurteilung stünde in 
einem unauflösbaren Widerspruch zu denjenigen der Dres. H.____ und I.____, welche beide 
von erheblichen psychischen Beeinträchtigungen und zumindest bis Juni 2018 von einer voll-
umfänglichen Arbeitsunfähigkeit ausgehen würden. Dem ist zunächst entgegenzuhalten, dass 
Prof. Dr. I.____ beim Beschwerdeführer keine schwerwiegende psychische Erkrankung fest-
stellte. Vielmehr ordnete er die Befunde der Diagnose "Angst und depressive Störung gemischt 
(ICD-10 F41.2)" zu, was diagnostisch mit der Beurteilung von Dr. E.____ übereinstimmt. Zudem 

 

 
 
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beinhaltet der Bericht von Prof. Dr. I.____ vom 28. April 2018 keine nachvollziehbare und indi-
katorengestützte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, weshalb er schon aus diesem Grund keine 
verlässliche Entscheidgrundlage bildet. Seine Hinweise, wonach mit einer angemessenen Be-
handlung eine vergleichsweise rasche Besserung und Stabilisierung des psychischen Zustands 
erreicht werden könne und die mangelnde Therapieadhärenz des Versicherten fachärztlich 
nicht nachvollziehbar sei, sprechen gegen eine schwere psychische Erkrankung. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers begründete Dr. E.____ die diagnostische Zuordnung und 
legte unter Hinweis auf das hohe Aktivitätsniveau, die persönlichen Ressourcen des Beschwer-
deführers und die vorhandenen Inkonsistenzen nachvollziehbar dar, weshalb auch retrospektiv 
– anders als von Prof. Dr. I.____ postuliert – nicht von einer relevanten Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers setzte sich 
Dr. E.____ auch hinreichend mit den für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen 
Gesundheitsschäden zu beachtenden Standardindikatoren auseinander, wobei er zum über-
zeugenden Schluss kam, dass der Beschwerdeführer aufgrund der leichtgradig ausgeprägten 
depressiven Verstimmungen, der Ängste und der Schmerzen im Alltag kaum eingeschränkt sei. 
Die im Gutachten beschriebenen erheblichen persönlichen und sozialen Ressourcen vermag 
der Beschwerdeführer nicht substantiiert in Frage zu stellen. Bei dieser Sachlage kann auf eine 
detaillierte Gegenüberstellung von privaten und beruflichen Aktivitäten bzw. Leistungsmöglich-
keiten und -einschränkungen verzichtet werden. Insgesamt gibt die Beurteilung von Dr. E.____ 
ein schlüssiges Bild zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und der daraus resultie-
renden Leistungsfähigkeit. Sie steht auch im Einklang mit der Rechtsprechung, wonach die Di-
agnose "Angst und depressive Störung, gemischt" gemäss ICD-10 F41.2 ganz allgemein im 
Grenzbereich dessen zu situieren ist, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des 
Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden gelten kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 13. Juli 2011, 8C_437/2011, E. 3.2.3 mit Hinweis). 
 
7.4 Soweit sich der Beschwerdeführer auf die abweichende Beurteilung des behandelnden 
Arztes Dr. H.____ beruft, ist zunächst in Erinnerung zu rufen, dass es die unterschiedliche Na-
tur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutach-
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 
E. 4) nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapie-
kräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Weiter ist zu beachten, dass eine Explo-
ration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet den Gutach-
tern praktisch immer einen Spielraum für verschiedene medizinische Interpretationen, was zu-
lässig und zu respektieren ist, sofern die Gutachter – wie hier – lege artis vorgegangen sind. 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretati-
on entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2019, 8C_835/2018, E. 3 mit Hin-
weis). Der Beschwerdeführer legt nicht substanziiert dar und es ist auch nicht ersichtlich, dass 
aus dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. H.____ vom 9. September 2019 Gesichtspunkte 
hervorgingen, die vom psychiatrischen Gutachter nicht berücksichtigt worden wären. Die Tatsa-
che, dass Dr. E.____ die erhobenen Befunde diagnostisch anders einordnete als Dr. H.____, 

 

 
 
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der eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.10) diagnostizierte, schmälert den Be-
weiswert des Gutachtens nicht. Dies umso weniger, als sich Dr. E.____ mit der abweichenden 
Diagnose des behandelnden Psychiaters auseinandersetzte. Er legte plausibel dar, weshalb 
seiner Auffassung nach die Kriterien für eine mittelgradige depressive Störung nicht erfüllt sei-
en. Dies tat er unter Verweis auf die klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD-10. Eine offen-
sichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung bezüglich der diagnostischen Zuordnung ist nicht 
ersichtlich.  
 
8. Insgesamt ergibt sich aus den Akten nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert des 
Gutachtens der Dres. D.____ und E.____ vom 20. Juni 2019 in Zweifel zu ziehen, weshalb in 
antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf die 
beantragte zusätzliche Abklärung verzichtet und davon ausgegangen werden kann, dass der 
Beschwerdeführer kein invalidisierendes Leiden aufweist. Die angefochtene Verfügung vom 
3. Juli 2020 ist im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde deshalb abzuweisen. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Bei die diesem Ausgang des Verfah-
rens wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

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