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**Case Identifier:** b1a9f73f-0a76-554b-aa1b-c179cc59c376
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2019 720 18 327 / 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-327---150_2019-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juni 2019 (720 18 327 / 150) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rentenrevision: Eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes ist mittels des ein-

geholten Gutachtens ausgewiesen; kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen bei 

gegebener Selbsteingliederungsfähigkeit. 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1961 geborene A.____ bezog nach einem Verkehrsunfall mit Halswirbelsäulenver-
letzung am 15. Oktober 1989 seit dem 1. Februar 1992 eine halbe Rente der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV). Aufgrund von Verschlechterungen des Gesundheitszustandes wur-
de der Versicherten ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2005 eine ganze 
Rente zugesprochen. Diese wurde im Rahmen eines Revisionsverfahrens am 23. Juni 2008 

 

 
 
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bestätigt. Im August 2013 leitete die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) eine wei-
tere Rentenrevision ein. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 
sowie nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens sowie Eingliederungsmassnahmen hob 
die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 30. August 2018 aufgrund eines ermittelten Invalidi-
tätsgrades von 39% auf.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, 
am 4. Oktober 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 30. August 2018 auf-
zuheben und festzustellen, dass sie weiterhin im bisherigen Umfang Anspruch auf eine Invali-
denrente habe, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess die Beschwerdeführerin im We-
sentlichen ausführen, dass sie entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin Hilfe bei der 
Eingliederung benötige, da sie keine Stelle in einer angepassten Tätigkeit gefunden habe. Aus-
serdem sei festzustellen, dass die neue Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lediglich eine abwei-
chende Beurteilung eines gleichgebliebenen respektive verschlechterten Gesundheitszustan-
des sei. Eine Verbesserung, die zur Rentenaufhebung berechtigen würde, sei nicht gegeben. 
Ferner sei der leidensbedingte Abzug mit 5% zu tief veranschlagt worden.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Dezember 2018 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend abgeklärt wor-
den, wobei sich eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes gezeigt habe. Der 
Invaliditätsgrad sei korrekt ermittelt worden. Ferner seien Eingliederungsmassnahmen geprüft 
und der Beschwerdeführerin Unterstützungsleistungen angeboten worden.  
 
D. Die Beschwerdeführerin reichte mit Schreiben vom 12. April 2018 ihre Replik ein, wo-
bei sie insbesondere ausführte, dass sie unter zunehmenden asthmatischen Beschwerden leide 
und das eingeholte interdisziplinäre Gutachten veraltet sei. Es seien deshalb in Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung neue medizinische Abklärungen anzuordnen.  
 
E. Mit Duplik vom 9. Mai 2019 nahm die Beschwerdegegnerin zu den Vorbringen in der 
Replik Stellung und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-

 

 
 
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handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde vom 4. Oktober 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invali-
denversicherung Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). 
Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie-
gens der Erwerbsunfähigkeit sind nach dem mit der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft 
gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 
299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchti-
gung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht 
hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der 
Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vorausset-
zung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in 
fine). 
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-

 

 
 
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ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-
den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn 
sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich 
verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 117 V 199 E. 3b mit 
weiteren Hinweisen; RUDOLF RÜEDI, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grund-
figur namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision 
von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 16 f.). 
 
3.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
(vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Au-
gust 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
3.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 
V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 7 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Be-
schwerdeführerin mit Verfügung vom 9. Juni 2005 rückwirkend ab 1. April 2005 eine ganze In-
validenrente zu. Im folgenden Revisionsverfahren im Jahr 2008 wurde der Anspruch auf eine 
ganze Rente formlos bestätigt. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsäch-
lichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerich-
teten ganzen Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ur-
sprünglichen (auf einer vollständigen materiellen Anspruchsprüfung beruhenden) Rentenverfü-
gung vom 9. Juni 2005 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochte-
nen Verfügung vom 30. August 2018. 
 

 

 
 
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4. Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob und inwiefern sich der Gesundheitszustand 
und – damit einhergehend – der Grad der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der 
Rentenzusprache am 9. Juni 2005 in anspruchserheblicher Weise verändert hat. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen 
ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weite-
ren Hinweisen).  

 

 
 
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4.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-
weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjek-
tiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutach-
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.5 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Revisionsfällen 
im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revi-
sionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des 
aktuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer ent-
scheidungserheblichen Differenz in den – den medizinischen Gutachten zu entnehmenden –
Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich 
wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) 
des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und 
schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Ren-
tenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt 
es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren 
abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effek-
tive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Ur-
teile des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und vom 26. März 2015, 
9C_710/2014, E. 2). 
 
5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin liegen zahlreiche 
medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen 
indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für 
den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen.  
 
5.1 Die IV-Stelle stützte die Verfügung vom 9. Juni 2005, mit welcher der Versicherten eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen wurde, auf die Arztberichte von 
Dr. med. B.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 24. Mai 2005 und von 
Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. August 2004 sowie auf eine 
neuropsychologische Untersuchung vom 27. Juli 2004.  
 

 

 
 
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Dr. B.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Cervikalsyn-
drom mit chronischer Cervikobrachialgie beidseits und chronischer cervikocephaler Symptoma-
tik seit einem Distorsionstrauma der Halswirbelsäule bei einem Autounfall sowie ein Heu-
schnupfen und ein Asthma bronchiale. Seit 18. September 2003 bis auf weiteres sei die Patien-
tin aufgrund einer psychophysischen Dekompensation im Anschluss an eine Fischvergiftung zu 
100% arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand sei stationär, die Arbeitsfähigkeit lasse sich in-
des durch medizinische Massnahmen verbessern. In letzter Zeit sei die Patientin vor allem in 
psychiatrischer Behandlung (nebst einer Osteotomie bei Hallux valgus am 28. Januar 2004). 
Aus psychiatrischer Sicht sei es zu einer Besserung gekommen. Im Übrigen verweist 
Dr. B.____ auf die beiliegenden Berichte.  
 
Mit ärztlichem Bericht vom 13. August 2004 diagnostizierte Dr. C.____ eine mittelgradige reak-
tive Depression (sogenannte Anpassungsstörung nach ICD-10 F43.21), Hinweise auf Neigung 
zu Dissimulation und Durchhalteparolen, Leistungsorientiertheit und leichte narzisstische Züge. 
Die sehr mitteilsame, mittelschwer depressive Patientin weine während des Gesprächs wieder-
holt. Sie beklage rezidivierende Suizidgedanken, versichere jedoch glaubhaft, keine Absicht zu 
haben, diese umzusetzen, namentlich wegen des Freundes und ihrer Tiere.  
 
Die neuropsychologische Testung am 27. Juli 2004 ergab ein leicht- bis eher mittelgradiges 
kognitives Defizit (maximal 50%). Insbesondere bei der verbalen Aufgabe zeige sich eine deut-
liche Störanfälligkeit der Abrufleistung. Die eigentliche Gedächtnisleistung sei gemessen am 
Wiedererkennungswert besonders verbal deutlich vermindert. Es bestünden Hinweise auf eine 
schwankende und schnell nachlassende Aufmerksamkeitsleistung, ferner zeige sich im Verlauf 
der Testung deutlich eine nachlassende Leistungsfähigkeit bei Aufgaben zur verbalen Umstel-
lungsfähigkeit und Merkfähigkeit. Als Folge seien besonders die verbale Flüssigkeit, das prob-
lemlösende Denkvermögen und die Handlungsplanung beeinträchtigt. Als der Symptomatik 
zugrundeliegende Faktoren müsse in erster Linie das auf einen Schleudertrauma-Unfall im Jahr 
1989 zurückgehende Schmerzsyndrom berücksichtigt werden, in zweiter Linie dürfte die aktuell 
wahrscheinlich leichtgradig ausgeprägte depressive Verstimmung die Befunde zusätzlich über-
lagert bzw. verstärkt haben. Empfohlen werde eine kognitiv-behaviorale Psychotherapie zur 
Krankheitsbewältigung und zum Erlernen von Copingmechanismen. Bei einer Stellensuche sei 
eine leichte Büroarbeit, maximal drei Stunden am Stück in einem ruhigen bzw. störungsarmen 
Umfeld möglich. 
 
5.2 Im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin bei 
der Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) ein interdisziplinäres Gutachten in den Diszip-
linen Allgemeine Internistik, Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie ein. Mit Gutachten vom 
13. November 2014 stellten die Gutachter folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit fest: ein chronisches cervikales bis cervikoscapuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0) 
mit radiomorphologisch Foraminalstenose C 4/5 links bei deutlicher Unkovertebral- und Spon-
dylarthrose, initialer Osteochondrose C 5/6 und einer minimalen Instabilität im Segment C 4/5, 
angedeutet im Segment C 5/6; reaktiver Myogelosen der Subokzipital-, Trapezius- sowie der 
interscapulären Muskelgruppen im Rahmen einer muskulären Dysbalance mit Abschwächung 
der abdominellen nacken-, schulter- und rückenstabilisierenden Muskelgruppen; einer leichten 

 

 
 
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Wirbelsäulenfehlhaltung/-fehlform im Sinne einer s-förmigen Skoliose sowie ein Status nach 
traumatischem Halswirbelsäulenbeschleunigungstrauma am 15. Oktober 1989. Ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und soma-
tischen Faktoren (ICD-10 F45.41), mittelschwere Karpaltunnelsyndrome beidseits rechtsbetont 
(ICD-10 G56.0), ein Verdacht auf eine Fingergelenkspolyarthrose (klinisch völlig asymptoma-
tisch), ein saisonales, allergisch bedingtes Asthma bronchiale (ICD-10 J45.0) unter Dauerthera-
pie, anamnestisch eine Rhinitis allergica (ICD-10 J30.4) sowie ein Status nach laparoskopischer 
Exploration am 11. Juli 2011.  
 
Die mit hervorragender Patientencompliance durchgeführte klinisch-rheumatologische Untersu-
chung habe in Konkordanz mit den radiomorphologischen Befunden eine leichte Dysfunktion 
der mittleren Halswirbelsäulenbeweglichkeit nach links ergeben, ansonsten sei die Bewegungs-
prüfung am Achsenskelett und den peripheren Gelenke der Extremitäten unauffällig gewesen. 
Rein klinisch bestünden an den DIP-/PIP-Gelenken an beiden Händen Veränderungen, die für 
eine beginnende Fingergelenkspolyarthrose sprechen würden, es hätten aber keine Beschwer-
den bestanden. Abschliessend könne ausser dem diagnostizierten chronischen cervikalen bis 
cervikoskapulären Schmerzsyndrom keine weiteren Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit gestellt werden. Eine angestammte erlernte Tätigkeit könne nicht definiert werden, in-
dessen seien der Explorandin keine regelmässig mittel- bis schwerbelastende Tätigkeiten mehr 
zumutbar. In einer körperlich leichten bis nur selten mittelschweren und wechselbelastenden 
beruflichen Tätigkeit, bei der Arbeiten mit der Notwendigkeit von Überkopfbewegungen der obe-
ren Extremitäten, fliessbandähnliche Montagearbeiten mit den Armen und Arbeiten mit anhal-
tender Oberkörpervorneigeposition vermieden werden, bestehe eine 80%ige, ganztägig ver-
wertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit. In mehrheitlicher Schulterneutralstellung bestünden 
weder für fein- noch intermittierend grobmanuell verarbeitende Tätigkeiten Einschränkungen. 
Ebenso sei die Gehfähigkeit uneingeschränkt gegeben, so dass vielfältige Überwachungs- und 
Kontrollarbeiten problemlos zumutbar seien. Das Heben, Stossen, Ziehen und Tragen von Las-
ten bis maximal 10 – 15 kg sei bis zur Taille möglich, ab Taillenhöhe seien lediglich noch Ge-
wichte bis maximal 5 – 10 kg zumutbar, jedoch nicht über der Schulterhorizontalen. Diese Ein-
schränkungen in Bezug auf die mögliche Arbeits- und Leistungsfähigkeiten könnten eindeutig 
von den klinischen und radiomorphologischen Befunden abgeleitet werden. Es bestünden keine 
Hinweise auf eine psychosoziale Überlagerung.  
 
Aus neurologischer Sicht ergab sich zusätzlich zu den bereits rheumatologischerseits festge-
stellten Diagnosen im Wesentlichen ein mittelschweres, bilateral rechtsbetontes Karpaltunnel-
syndrom. Eine spezifische Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ergebe sich dar-
aus nicht.  
 
Auch die allgemeininternistische Untersuchung führte zu keinen die Arbeitsfähigkeit einschrän-
kenden Diagnosen.  
 
In psychiatrischer Hinsicht wurden ebenfalls keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit gestellt. Neben den Angaben zu ihren körperlichen Beschwerden beklage die Versicherte 
vor allem Existenzängste. Es bestünden finanzielle Schwierigkeiten, die Explorandin fürchte, 

 

 
 
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ihre Rente zu verlieren. Der begutachtende Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, stellte fest, dass trotz fehlender Schmerzausweitung von einer gewissen psychischen 
Überlagerung der geklagten Beschwerden ausgegangen werden müsse. Hinweise auf schwere 
und quälende Schmerzen hätten sich nicht ergeben. Diagnostiziert werde eine chronische 
Schmerzstörung, wobei die Foerster-Kriterien zu verneinen seien. Zum Zeitpunkt der Untersu-
chung hätten sich keine Hinweise auf eine depressive Störung ergeben. Die Explorandin stehe 
seit drei Monaten wieder in psychiatrischer Behandlung und nehme regelmässig ein Antide-
pressivum ein, dessen Blutspiegel jedoch zu tief sei. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versi-
cherte in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt.  
 
Zusammenfassend hielten die Gutachter der ABI fest, dass – entsprechend der Beurteilung aus 
rheumatologischer Sicht – der Explorandin körperlich mittel- bis schwerbelastende Tätigkeiten 
nicht zugemutet werden könnten. In einer körperlich leichten bis selten mittelschweren, ange-
passten Tätigkeit bestehe eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit, vollschichtig realisier-
bar. Im Haushalt seien keine Einschränkungen gegeben. Berufliche Massnahmen seien nicht 
angezeigt, da die Explorandin bereits bei drei verschiedenen Arbeitgebern in einem Teilzeitpen-
sum im Arbeitsmarkt integriert sei.  
 
5.3 In ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2014 stellte Dr. med. E.____, Fachärztin für 
Psychiatrie sowie Neurologie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegeg-
nerin die psychiatrischen Befunde, Diagnosen und Angaben der Versicherten im Bericht von 
Dr. C.____ denen im ABI-Gutachten von Dr. D.____ gegenüber und kam zum Schluss, dass 
eine Verbesserung des Gesundheitszustanden sowohl auf der Ebene der Diagnosen als auch 
derjenigen der psychopathologischen Befunde gegeben sei. Zu einer Veränderung in den Aus-
wirkungen auf die Alltagsaktivitäten könne aufgrund der fehlenden Datenlage keine Stellung 
genommen werden. 
 
5.4 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin zwei weitere 
Arztberichte ein:  
 
Mit Bericht vom 25. April 2015 diagnostizierte der behandelnde Psychiater Dr. med. F.____ eine 
mittelgradige Depression nach Hamilton Score, klinisch eine leichte bis mittelgradige Depressi-
on. Die Patientin klage über Ein- und Durchschlafstörungen mit nächtlichem Grübeln, Zukunfts-
ängsten, Sinnlosigkeitsgefühlen und sozialen Rückzug. Sie habe negative Gedanken und Ag-
gressionen gegen sich selbst. Es liege eine Selbstwertstörung vor. Ferner leide sie an Konzent-
rationsstörungen. Es scheine sich um eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1) zu 
handeln. Dass die Patientin voll arbeitsfähig sein solle, werde bezweifelt. Eine mittelgradige 
Depression führe in der Regel zu einer 50%igen Einschränkung. Ob eine solche Leistungsfä-
higkeit realistisch sei, sei momentan unklar. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit solle, wenn 
immer möglich, durch Wiedereingliederungsmassnahmen (geschützter Arbeitsplatz) begleitet 
werden. Wenn möglich solle die Patientin auf ihren alten Stellen aufbauend ihre Leistung stei-
gern können.  
 

 

 
 
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In einem weiteren eingereichten Bericht von Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin 
sowie Pharmazeutische Medizin, vom 30. April 2015 wird ein chronisches Cervikalsyndrom mit 
Cervikobrachialgie beidseits, eine chronische cervikocephale Symptomatik bei Zustand nach 
schwerem Distorsionstrauma sowie ein Fibromyalgiesyndrom mit Ganzkörperschmerz diagnos-
tiziert. Die Patientin sei seit 15. Januar 2015 wegen einer deutlichen Verschlechterung der ge-
nannten Diagnosen bei ihm in Behandlung. Sie werde mit Neuraltherapie behandelt, zusätzlich 
erfolge eine Melatoninsubstitution bei schwerem Mangel sowie eine parenterale Therapie mit 
Vitamin B und Magnesium. Es komme zeitweise zu einer leichten Besserung der Beschwerden, 
allerdings sei der Krankheitsverlauf weiterhin starken Schwankungen unterworfen mit zum Teil 
starken Schmerzen und psychovegetativer Symptomatik mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall so-
wie starken Konzentrationsstörungen, Schwindel und Tinnitus. Die Patientin sei durch die 
Symptomatik in ihren täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigt. Langfristig erachte 
Dr. G.____ ein Arbeitspensum von 50% als realistisch. 
 
5.5 Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin hin nahmen die Gutachter der ABI am 27. Mai 
2015 Stellung zu den neu eingegangenen medizinischen Unterlagen. Sie führten aus, dass die 
Versicherte bei der gutachterlichen psychiatrischen Untersuchung keine depressiven Sympto-
me gezeigt habe. Zwar verliefen depressive Störungen schwankend, es fänden sich jedoch kei-
ne Hinweise für lang andauernde mittelgradige oder schwere depressive Episoden. Gelegent-
lich auftretende depressive Verstimmungen seien im Rahmen der chronischen Schmerzstörung 
einzuordnen. Die somatischen Befunde seien allesamt bereits im Gutachten vom 13. November 
2014 berücksichtigt worden.  
 
5.6 In einem psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 27. Juni 2017 hielt Dr. D.____ fest, 
dass die gepflegt wirkende und freundlich-kooperative Explorandin ausführlich auf die gestellten 
Fragen eingegangen sei. Bei der Untersuchung seien keine Diskrepanzen oder Widersprüche 
aufgefallen. Die Stimmung sei ausgeglichen, die Psychomotorik lebhaft gewesen. Eine An-
triebsminderung habe nicht festgestellt werden können. Der affektive Kontakt zum Gutachter sei 
gut gewesen. Die Explorandin drücke sich differenziert und anschaulich aus. Während der Un-
tersuchung hätten sich keine Anzeichen für eine Konzentrationsschwäche oder Einschränkun-
gen in der Merkfähigkeit und der Gedächtnisleistung gezeigt. Das Denken sei nicht eingeengt 
gewesen, die Explorandin habe einen guten und klaren Bezug zur Realität und ihrer Person. 
Aus ihren Schilderungen hätten sich keine Hinweise auf Verkennungen, Halluzinationen, Stim-
mungs- oder Antriebsveränderungen im Tagesverlauf oder Lebensverleider, Suizidgedanken 
oder –fantasien ergeben. Sie beklage insbesondere Nacken- und Rückenschmerzen. Ausser-
dem berichte sie über Ängste in grösseren Menschenansammlungen. Seit August 2015 werde 
keine psychiatrische Behandlung mehr durchgeführt, die Explorandin nehme auch keine 
Psychopharmaka ein. Aufgrund der somatischen Befunde könne die subjektive Krankheitsüber-
zeugung, lediglich 40 - 50% arbeiten zu können, nicht hinreichend objektiviert werden, so dass 
eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Diagnostisch handle es sich um 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Die Explorandin 
sei im Alltag jedoch durch ihre Schmerzen, wenn sie den körperlichen Einschränkungen Rech-
nung trage, kaum beeinträchtigt. Auch von der Persönlichkeit her sei die Explorandin nicht be-
einträchtigt. Die beklagte leicht erhöhte Ängstlichkeit in grösseren Menschenansammlungen 

 

 
 
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habe keinen Krankheitswert und schränke sie im Alltag und ihren Aktivitäten nicht ein. Insge-
samt habe sich die Versicherte im Rahmen der Exploration psychopathologisch völlig unauffäl-
lig gezeigt. Der Schlaf werde als gut beschrieben, es fänden sich keine Hinweise auf einen so-
zialen Rückzug. Sie habe mit Freude über ihre Arbeit im Restaurant berichtet. Die Aufgabe des 
Haustieres habe nicht mit einer Überforderungssituation zusammengehängt. Die Explorandin 
gestalte den Alltag aktiv; im Gegensatz zum Zustand bei der letzten Rentenerhöhung seien  
– wie bereits bei der Begutachtung im Jahr 2014 – keinerlei Hinweise auf depressive Symptome 
vorhanden. Zwar sei die Versicherte durch die Rentenrevision belastet. Die Belastung genüge 
jedoch nicht für eine psychiatrische Diagnose. Aus psychiatrischer Hinsicht sei damit keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit festzustellen.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 30. August 
2018 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf das Gutachten 
der ABI vom 13. November 2014 und das Verlaufsgutachten von Dr. D.____ vom 27. Juni 2017. 
Sie ging demzufolge davon aus, dass bei der Versicherten für eine körperlich angepasste leich-
te bis selten mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 80% bestehe.  
 
6.2 Wie unter Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, ist dem im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen nicht vor. Die Gutachten der ABI vom 13. November 
2014 und von Dr. D.____ vom 27. Juni 2017 sind – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird 
(vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersu-
chungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgege-
ben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurtei-
lung der medizinischen Situation ein, setzen sich mit den bei den Akten liegenden (abweichen-
den) fachärztlichen Einschätzungen auseinander und sind in den Schlussfolgerungen überzeu-
gend. Insbesondere geht aus den Gutachten auch vor, inwiefern sich die Befunde und Diagno-
sen von denjenigen unterscheiden bzw. nicht unterscheiden, die im Rahmen der Rentenzu-
sprache im Jahr 2005 vorlagen. So führt Dr. D.____ nachvollziehbar aus, dass sowohl im Jahr 
2014 wie auch im Jahr 2017 keine depressiven Symptome vorliegen. Im Gegensatz zur Unter-
suchung bei Dr. C.____ bricht die Explorandin nicht mehr in Tränen aus, hat keine Suizidge-
danken mehr. Auch steht die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Verlaufsbegutachtung 
durch Dr. D.____ nicht mehr in psychiatrischer Behandlung und nimmt keine Psychopharmaka 
mehr ein. Damit ist eine wesentliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes 
ausgewiesen. In neuropsychologischer Hinsicht ergeben sich keine Hinweise mehr auf eine 
massgebliche Einschränkung, so dass anzunehmen ist, dass sich der Gesundheitszustand 
auch diesbezüglich verbessert hat. In somatischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand 
wohl nicht verändert. Die Beschwerdeführerin übersieht jedoch, dass ihr die Rente ursprünglich 
aufgrund psychischer und neuropsychologischer Einschränkungen zugesprochen worden ist 
(vgl. Arztbericht Dr. B.____ vom 24. Mai 2005). Insgesamt weisen die Gutachten überzeugend 

 

 
 
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aus, dass sich der Gesundheitszustand diesbezüglich seit der ursprünglichen Rentenzusprache 
wesentlich verändert hat. Das Gutachten entspricht damit auch den bundesgerichtlichen Vorga-
ben zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts in Revisionsfällen (vgl. E. 4.5 hiervor). Es 
lässt damit eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten zu, weshalb die 
Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage darauf abstellen durfte. 
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin berücksichtigen die der Verfügung zu-
grundeliegenden Gutachten das beklagte Asthma, wobei eine Verschlechterung von einem al-
lergischen Asthma zu einem belastungsabhängigen Asthma sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit 
im Verweisprofil auswirken kann. Überdies werden mit dem Verlaufsgutachten vom 27. Juni 
2017, den Rückfragen an die Gutachter und den RAD-Kommentaren auch die gesundheitliche 
Entwicklung genügend berücksichtigt.  
 
6.3 Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzuhalten, dass sich der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin wesentlich verbessert hat. Demzufolge ist davon auszu-
gehen, dass die Beschwerdeführerin in einer körperlich angepassten, leichten bis selten mittel-
schweren Tätigkeit im Umfang von 80% arbeits- und leistungsfähig ist.  
 
7.1 Bevor die erwerblichen Auswirkungen des veränderten Gesundheitszustandes geprüft 
werden, ist zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen 
hat und ob diese rechtsgenüglich gewährt wurden.  
 
7.2 Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invali-
de Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die 
Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Von den Versicherten können jedoch nur Vor-
kehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 
Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 E. 4a mit Hinweisen). Nach der 
Rechtsprechung sind bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben 
werden soll, nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr 
zurückgelegt haben, in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis 
sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial 
mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (Urteil des Bundesge-
richts vom 11. Januar 2019, 8C_680/2018, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen). Die IV-Stelle trägt 
die Beweislast dafür, dass die Ausnahme gilt – die versicherte Person also über eine genügend 
grosse Selbsteingliederungskapazität verfügt, sodass sich Eingliederungsmassnahmen erübri-
gen (Urteil 9C_ 543/2017 vom 7. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
7.3 Die Beschwerdegegnerin hat im Juni 2018 Eingliederungsmassnahmen eingeleitet und 
die Beschwerdeführerin an ein Erstgespräch eingeladen. Dabei wurde festgestellt, dass die 
Versicherte eine Stelle im Bereich Service/Küche des Restaurants H.____ im Umfang von vier 
mal drei Stunden wöchentlich hat. Eine Aufstockung des Pensums sei besprochen worden. Die 
körperliche Belastung sei jedoch zu hoch und sie sei nach einem Arbeitseinsatz jeweils körper-
lich erschöpft. Es handle sich wohl nicht um eine geeignete Verweistätigkeit. Ausserdem arbeite 
die Versicherte jeweils am Sonntag für ca. sechs Stunden an der Kasse eines Tankstellen-
shops. Da die Tätigkeit primär stehend ausgeführt werde, ist die körperliche Anstrengung eben-

 

 
 
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falls hoch. Andiskutiert sei die Entlastung mit einem Stehstuhl geworden. Indessen sei aus be-
trieblichen Gründen nicht zu erwarten, dass das Pensum erhöht werden könne. Eine Tätigkeit in 
der Inventur der I.____ AG wurde im Juni 2018 aufgegeben, da das Pensum hätte erhöht wer-
den müssen und sich dabei Konflikte mit der Tätigkeit im Restaurant ergeben hätten. Aktuell sei 
eine berufliche Tagesstruktur gegeben. Es liege auch keine Dekonditionierung vor. Die letzten 
drei Stellen seien von der Versicherten selbstständig über das persönliche Netzwerk akquiriert 
worden und die aktuellen Arbeitgeber seien über die gesundheitliche Situation informiert und 
zeigten sich verständnisvoll. Ein höherwertiges Pensum (in einer Integrationsmassnahme) sei 
aktuell wohl nicht möglich, ohne dass die Versicherte eine Stelle kündigen müsse. Dies könne 
sie sich jedoch aus nachvollziehbaren Sicherheitsüberlegungen aktuell nicht vorstellen. Sie 
werde die Unterstützungsmassnahmen (Coaching mit aktiver Stellensuche und ergonomische 
Anpassung des Arbeitsplatzes) nochmals rückbesprechen. Im Abschlussbericht der Eingliede-
rungsmassnahmen vom 24. August 2018 wurde wiederholt, dass eine berufliche Alltagsstruktur 
und keine Dekonditionierung vorhanden seien. Die bisherigen Stellen seien eigenständig ge-
funden worden. Eine Selbsteingliederungsfähigkeit sei damit gegeben und Eingliederungs-
massnahmen seien diesbezüglich aktuell nicht notwendig. Es sei jedoch vereinbart worden, 
dass sich die Versicherte bei einer beruflichen Neuorientierung an die IV-Stelle wenden könne, 
da bei einem Invaliditätsgrad von 39% und limitiertem Verweisprofil ein Anspruch auf Unterstüt-
zungsleistungen in Form der IV-Arbeitsvermittlung gegeben sei.  
 
7.4 Nach dem Dargelegten steht fest, dass die Beschwerdeführerin seit über 15 Jahren 
eine Invalidenrente bezieht und ausserdem auch das 55. Altersjahr zurückgelegt hat. Damit hat 
sie grundsätzlich Anspruch auf die Durchführung von befähigenden Massnahmen. Solche  
Massnahmen wurden von der Beschwerdegegnerin korrekterweise auch eingeleitet. Indessen 
zeigt sich aufgrund der Akten, dass die Beschwerdeführerin ihren Alltag sowohl privat als auch 
beruflich aktiv selbst gestaltet. Dass sie eigenständig drei Stellen gefunden hat, ist ein eindeuti-
ges Indiz dafür, dass sie zur Selbsteingliederung fähig ist. Dies hat sie zuletzt wieder unter Be-
weis gestellt, als sie die Tätigkeit im Restaurant H.____ zugunsten einer neuen Stelle aufgege-
ben hat. Dass die gefundenen Stellen jeweils nicht einer idealen Verweistätigkeit entsprechen, 
vermögen daran nichts zu ändern. Indem sie über Jahre hinweg diesen körperlich anspruchs-
volleren Tätigkeiten nachging, erbrachte sie gerade den Nachweis, dass sie für eine Selbstein-
gliederung über die notwendigen Ressourcen verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Januar 2019, 8C_680/2018, E. 5.3). Ausserdem werden der Beschwerdeführerin von der 
IV-Stelle weiterhin Massnahmen angeboten, sollte sie für einen Berufswechsel Unterstützung 
benötigen. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi-
cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die Beschwerdegegnerin hat in 
ihrer Verfügung vom 30. August 2018 zur Ermittlung des Invaliditätsgrades den erforderlichen 
Einkommensvergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Vali-
den- und zumutbarem Invalideneinkommen (beide anhand der Tabellenlöhne der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelt) einen Invaliditäts-
grad von 39% ermittelt. Die Beschwerdeführerin beanstandet – zu Recht – weder das ermittelte 

 

 
 
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Valideneinkommen noch den ermittelten Grundwert für das Invalideneinkommen. Hingegen rügt 
sie, dass vom herangezogenen Tabellenlohn lediglich ein leidensbedingter Abzug von 5% vor-
genommen wurde. Den gesundheitlichen Einschränkungen werde durch die Annahme einer 
blossen Teilarbeitsfähigkeit nicht genügend Rechnung getragen. Auch im Rahmen der festge-
stellten Restarbeitsfähigkeit könne sie viele Tätigkeiten nicht ausüben.  
 
8.2 Von dem gestützt auf statistische Werte ermittelten Invalideneinkommen sind praxis-
gemäss verschiedene Abzüge zulässig. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, 
dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 
Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf 
die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die 
verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 f. E. 5a). Der Abzug soll aber 
nicht automatisch erfolgen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 79 f. 
E. 5b/aa-cc). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei deren Über-
prüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen 
an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, ob der zu überprüfende Ent-
scheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 
Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte 
ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz eingegriffen werden, muss 
sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen können, die eine abwei-
chende Ermessensausübung als näherliegend erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3). 
 
8.3 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen basierend auf der 
LSE 2014 Tabelle TA1, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau 1, ermittelt. Nach bundesge-
richtlicher Rechtsprechung wirkt sich bei Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt das Alter nicht lohnmindernd aus (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 13. April 
2016, 9C_168/2015, E. 5.3, mit Hinweis, vom 17. November 2015 9C_380/2015, E. 3.2.4, und 
vom 20. Februar 2014, 8C_672/2013, E. 3.3). Die gesundheitlichen Einschränkungen sind  
– entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – grundsätzlich bereits im Pensum berück-
sichtigt. Zu beachten ist auch, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) von seiner 
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der 
dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des kör-
perlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Dennoch berück-
sichtigt die Beschwerdegegnerin mit einem Abzug von 5% augenscheinlich auch die qualitati-
ven Einschränkungen des Verweisprofils. Triftige Gründe im Sinne der Rechtsprechung (vgl. 
Entscheid des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3), eine abweichende Ermessensaus-
übung als näherliegend erscheinen lassen, liegen keine vor.  
 
8.4 Setzt man im Einkommensvergleich das so ermittelte Invalideneinkommen von 
Fr. 41'087.-- dem Valideneinkommen von Fr 67'728.-- gegenüber, so ergibt sich eine Einkom-
menseinbusse von Fr 26'641.--. Daraus resultiert ein IV-Grad von rund 39% (zur Rundungspra-

 

 
 
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xis des EVG: vgl. BGE 130 V 121 ff.), womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr gege-
ben ist.  
 
9. Zusammenfassend folgt aus dem Ausgeführten, dass die Beschwerdegegnerin die gan-
ze Invalidenrente der Beschwerdeführerin zu Recht aufgehoben hat. Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen. 
 
10. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten, die praxisgemäss auf Fr. 800.– festgesetzt werden, ihr zu aufer-
legen sind. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. 
 

  

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 14.11.2019 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_768/2019) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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