# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d8457b3-70d2-5a45-b212-74f01edad5ae
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2008 A-1473/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1473-2006_2008-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1473/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Michael Beusch (Vorsitz), 
Thomas Stadelmann (Kammerpräsident), Markus Metz, 
Gerichtsschreiber Keita Mutombo.

X._______, Y. GmbH, ...,
vertreten durch ...,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung, 
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Mehrwertsteuer (1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 1999); 
Ausbildungsleistungen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1473/2006

Sachverhalt:

A.
X. war als Inhaber der Einzelfirma Y. International (vormals: ...)  in ... 
vom 1. Januar  1995 bis  zum 31. März  2003  als  Steuerpflichtiger  im 
Sinn  von  Art. 17  der  Verordnung  vom  22. Juni  1994  über  die 
Mehrwertsteuer  (MWSTV,  AS  1994  1464)  bzw.  von  Art. 21  des 
Mehrwertsteuergesetzes  vom  2. September  1999  (MWSTG,  SR 
641.20)  im  Register  der  Steuerpflichtigen  bei  der  Eidgenössischen 
Steuerverwaltung  (ESTV)  eingetragen.  Diese  inzwischen  erloschene 
Firma  (infolge  Übergangs  sämtlicher  Aktiven  und  Passiven  auf  die 
neue  Y. GmbH)  bezweckte  laut  Handelsregisterauszug  ....  Zur  Ge-
schäftstätigkeit  von  X.  gehörte  überdies  der  Verkauf  von 
Werkutensilien, Hilfsmitteln und Zutaten (...)  sowie der Betrieb eines 
(internationalen) Bücherverlags. 

Im Februar und März 2000 führte die ESTV bei X. eine Kontrolle nach 
Art. 50  MWSTV  durch.  Für  die  Steuerperioden  1. Quartal  1995  bis 
4. Quartal 1999 resultierte eine Nachbelastung im Betrag von Fr. ....--, 
welche mit  Ergänzungsabrechung  (EA)  Nr. 105'436 vom 21. Februar 
2000 geltend gemacht wurde.

B.
Mit  (zwei  separaten)  Schreiben  vom  23. März  2000  sowie  einem 
Schreiben vom 24. März 2000 teilte X. der ESTV mit,  er sei  mit  der 
Nachbelastung  (gemäss  den  Positionen  12  [Schulung],  15 
[Exportlieferungen] und 30 [Vorsteuerkürzung] der besagten EA) nicht 
einverstanden. In  der  Folge  setzte  er  der  ESTV mit  Schreiben  vom 
11. Mai 2000 eine Frist bis zum 24. Mai 2000, um seine drei soeben 
erwähnten,  als  Einsprachen  bezeichneten  Briefe  zu  beantworten. 
Daraufhin bestätigte die ESTV am 18. Mai  2000 ihre Nachbelastung 
gemäss  EA  Nr. 105'436,  wobei  sie  gleichzeitig  zu  Gunsten  von  X. 
einen  Additions-  und  Formfehler  korrigierte  und  diesem  die  Gut-
schriftsanzeige  (GS)  Nr. 105'186  vom  15. Mai  2000  im  Betrag  von 
Fr. ....-- beilegte. Am 29. Mai 2000 verlangte X., die besagte EA sei in 
den Positionen 12,  15  und  30 in  seinem Sinn abzuändern. Mit  Ent-
scheid  vom 5. Mai  2003 traf  die  ESTV einen (förmlichen)  Entscheid 
gemäss Art. 51 MWSTV und bestätigte die Nachforderung im Betrag 
von Fr. ....--  (Fr. ....--  gemäss EA Nr. 105'436 ./. Fr. ....--  gemäss GS 
Nr. 105'186), wobei sie für Einzelheiten auf die besagte EA bzw. GS, 
die Weisungen anlässlich der  Kontrolle  vom 21. Februar  2000 sowie 

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auf das Begleitschreiben vom 5. Mai 2003 zum (förmlichen) Entscheid 
verwies.  Namentlich  zur  Position  12  (Schulung)  führte  die  ESTV  in 
ihrem  Erläuterungsschreiben  vom  18. Mai  2000  aus,  im  Sinne  der 
MWSTV würden  die  vom Beschwerdeführer  angebotenen  Kurse  als 
eigentliche Werbeveranstaltungen gelten, deren Ziel es sei, nebst der 
Wissensvermittlung den Verkauf der Werkutensilien "Y." zu fördern. Die 
Vermittlung  von  Wissen  stelle  (unter  Verweis  auf  Ziff. 3.7  der 
Branchenbroschüre  Nr. 18  für  "Bildung  und  Forschung"  vom August 
1999) dann keine Bildungsleistung im Sinne von Art. 14 Ziff. 9 MWSTV 
sondern Werbeleistung dar, wenn die Möglichkeit bestehe, Leistungen 
des Veranstalters  unmittelbar  anlässlich  der  Veranstaltung zu kaufen 
oder zu bestellen, und wenn während den Kursen die eigenen Produk-
te verwendet würden. Daran vermöge die separate Rechnungstellung 
für den Kurs und den Materialeinkauf nichts zu ändern.

C.
Die hiergegen erhobene Einsprache vom 7. Mai 2003 wies die ESTV 
mit Einspracheentscheid vom 6. Juli  2005 ab. Ihrer Ansicht nach be-
zweckten  die  vom  Beschwerdeführer  veranstalteten  Kurse  in  erster 
Linie,  seine Produkte  und  Dienstleistungen  zu  verkaufen. Die  ESTV 
begründete  diese  Auffassung  im  Wesentlichen  damit,  dass  der  Be-
schwerdeführer in derselben Broschüre, in der er seine Kurse anbiete, 
auch für Produkte wie ..., Werkutensilien sowie Hilfsmittel und Zutaten 
für die Herstellung von ... werbe. Ebenso stelle er potentiellen Käufern 
Verkaufs- und Präsentationsvitrinen gratis zur Verfügung und biete die 
Möglichkeit,  wöchentlich  oder  monatlich  ...  zu  beziehen  oder  zu 
mieten. Schliesslich würden die  Kurspreise inklusive Mehrwertsteuer 
angeboten. Es stehe die Verkaufsförderung, die Präsentation und der 
Absatz  eigener  Produkte  sowie  eigener  Dienstleistungsangebote  im 
Vordergrund,  weshalb von einer  (steuerbaren) Werbe- und nicht  von 
einer (von der Steuer ausgenommenen) Bildungsleistung auszugehen 
sei. 

D.
Mit  Eingabe  vom  6. September  2005  liess  X.  (Beschwerdeführer) 
Beschwerde  an  die  Eidgenössische  Steuerrekurskommission  (SRK) 
erheben  mit  den  Anträgen,  den  angefochtenen  Entscheid  insoweit 
aufzuheben,  als  er  die  vom  Beschwerdeführer  veranstalteten  Kurse 
nicht  als  steuerausgenommene  Schulungsleistungen  anerkenne. Die 
vom Beschwerdeführer geschuldete Mehrwertsteuer sei auf insgesamt 

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Fr. ... (... gemäss Position 12 der EA Nr. 105'436]) festzusetzen – alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz.

Zur  Begründung wies der  Beschwerdeführer  im Wesentlichen darauf 
hin, dass in den von ihm veranstalteten Kursen das Unterrichtsziel ein-
ziger und zentraler Inhalt sei. Dieser Unterricht habe für ihn absolute 
Priorität. Die verkauften Produkte und Dienstleistungen hingegen stell-
ten  lediglich  eine  notwendige,  aufgrund  der  Umstände  erforderliche 
Begleiterscheinung dar,  zumal  sie  die Grundlage liefern würden,  um 
überhaupt unterrichten zu können. Sein Anliegen sei das Unterrichten 
eines speziellen Handwerks, nicht der Verkauf von Produkten. Im Ge-
gensatz  zum Warenangebot,  das  seit  Jahren  unverändert  geblieben 
sei,  habe  er  sein  Ausbildungsprogramm  ständig  ausgebaut.  Zudem 
würden seine Kurse auch von vielen Interessenten aus dem Ausland 
besucht,  wobei mitunter auch absolute Spitzenkönner bei ihm Unter-
richt  nehmen würden. Dies wäre laut  dem Beschwerdeführer  mit  Si-
cherheit nicht der Fall, wenn es sich bei seinen Kursen um blosse Wer-
beveranstaltungen  zwecks  Förderung  des  Absatzes  von  Produkten 
handeln  würde.  Zusammenfassend  hielt  der  Beschwerdeführer  fest, 
dass er zwei eigenständige, je für sich zu qualifizierende Geschäfts-
zweige führe,  nämlich  einerseits  das  Unterrichten in  Kursen und an 
Schulen und andererseits der Verkauf von Produkten. Die von ihm ver-
anstalteten Kurse würden der Bildung dienen; das bildende Element 
stehe im Vordergrund und sei das von ihm einzig verfolgte Ziel. Damit 
seien die Voraussetzungen von Art. 14 Ziff. 9 MWSTV erfüllt und seine 
Kurseinnahmen als Bildungsleistungen von der Steuer auszunehmen. 
Diese Argumentation untermauerte der Beschwerdeführer unter ande-
rem auch mit Sachverhaltsdarstellungen und Belegen, die sich auf die 
Zeit vor bzw. nach dem kontrollierten Zeitraum bezogen hatten.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 10. November  2005 schloss die ESTV 
auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begrün-
dung in erster Linie auf ihre Erwägungen im Einspracheentscheid vom 
6. Juli 2005. Überdies wies sie darauf hin, dass Beurteilungsgrundlage 
vorliegend ausschliesslich der Sachverhalt sei, wie er im überprüften 
Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 1999 vorgelegen 
habe.  Soweit  der  Beschwerdeführer  seine  Argumentation  auf  Sach-
verhaltselemente stütze, die sich vor 1995 oder nach 1999 verwirklicht 
haben sollen, seien seine Beweisführung sowie allfällige Beweisunter-
lagen schon allein unter dem zeitlichen Aspekt zum vornherein unbe-

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achtlich. Schliesslich argumentierte die ESTV, dass sich der Gesamt-
umsatz  des  Beschwerdeführers  namentlich  für  die  Jahre  1995  bis 
1999  lediglich  "aus  einem  ganz  kleinen  Teil  Schulung"  zusammen-
setze,  womit  die  vom Beschwerdeführer  behauptete  (zusehends ab-
nehmende)  Umsatzentwicklung  betreffend  Erlös  Warenmaterial  (im 
Verhältnis zum Erlös Unterricht) für die im Streit liegenden Jahre 1995 
bis 1999 nachweislich nicht zutreffen würden.

F.
Das Bundesverwaltungsgericht orientierte die Parteien am 26. Januar 
2007 über die Übernahme des Beschwerdeverfahrens.

Auf die weiteren Begründungen der Eingaben wird – soweit entscheid-
wesentlich  –  im  Rahmen  der  nachstehenden  Erwägungen  einge-
gangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen Einspracheentscheide der 
ESTV  der  Beschwerde  an  die  SRK.  Das  Bundesverwaltungsgericht 
übernimmt,  sofern  es  zuständig  ist,  die  Ende 2006  bei  der  SRK 
hängigen  Rechtsmittel.  Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem  Verfah-
rensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das  Bundesverwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich ge-
mäss Art. 37 VGG das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021). 
Das  Bundesverwaltungsgericht ist  zur  Behandlung  der  Beschwerde 
sachlich wie funktionell zuständig (Art. 31 und 33 Bst. d VGG).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Einspra-
cheentscheid  grundsätzlich  in  vollem  Umfang  überprüfen.  Die  Be-
schwerdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 
Bst. a  VwVG)  und  der  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung 
des  rechtserheblichen  Sachverhalts  (Art. 49  Bst. b  VwVG)  auch  die 
Rüge der Unangemessenheit erheben (Art. 49 Bst. c VwVG; vgl. ANDRÉ 
MOSER, in: Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurs-
kommissionen,  Basel  und  Frankfurt  am Main  1998,  Rz. 2.59;  ULRICH 

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HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
5. Aufl.,  Zürich  Basel  Genf  2006,  Rz. 1632  ff.).  Das  Bundesverwal-
tungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 
ist  dabei  nicht  ausschliesslich  an die  Parteibegehren gebunden. Die 
Beschwerdeinstanz hat das Recht von Amtes wegen anzuwenden; sie 
ist an die vorgebrachten rechtlichen Überlegungen der Parteien nicht 
gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, S. 39 Rz. 112).

1.3 Am 1. Januar 2001 sind das MWSTG  sowie die zugehörige Ver-
ordnung (MWSTGV, SR 641.201) in Kraft getreten. Der zu beurteilen-
de Sachverhalt bezieht sich indessen auf die Jahre 1995 bis 1999, so 
dass  auf  die  vorliegende Beschwerde grundsätzlich  noch bisheriges 
Recht anwendbar ist (Art. 93 und 94 MWSTG).

1.4 Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darü-
ber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder 
nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn der Richter bzw. die Richterin ge-
stützt  auf  die  freie  Beweiswürdigung  zur  Überzeugung  gelangt  ist, 
dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat. Gelangt 
der Richter bzw. die Richterin aufgrund der Beweiswürdigung nicht zur 
Überzeugung, die feststellungsbedürftige Tatsache habe sich verwirk-
licht, so fragt es sich, ob zum Nachteil der Abgabebehörde oder des 
Abgabepflichtigen zu entscheiden ist, wer also die Folgen der Beweis-
losigkeit zu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist bei Be-
weislosigkeit zu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast 
trägt (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 279 f.; 
MARTIN ZWEIFEL, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsver-
fahren, Zürich 1989, S. 109 f.). Die Steuerbehörde trägt die Beweislast 
für Tatsachen, welche die Steuerpflicht als solche begründen oder die 
Steuerforderung erhöhen, d.h. für die steuerbegründenden und -meh-
renden  Tatsachen.  Demgegenüber  ist  der  Steuerpflichtige  für  die 
steueraufhebenden  und  -mindernden  Tatsachen  beweisbelastet,  d.h. 
für  solche  Tatsachen,  welche  Steuerbefreiung  oder  Steuerbegünsti-
gung bewirken (anstelle vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 
A-1410/2006 vom 14. März 2008 E. 2.2, A-1393/2006 vom 10. Dezem-
ber 2007 E. 1.4 und A-1687/2006 vom 18. Juni 2007 E. 2.4, je mit wei-
teren Hinweisen).

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1.5 Der Beschwerdeführer bestreitet im vorliegenden Fall lediglich die 
von der ESTV vorgenommene Qualifikation der von ihm veranstalteten 
Kurse als steuerbare Werbeleistungen (Position 12 der besagten EA; 
vgl. oben Bst. B). Nicht (mehr) bestritten wird hingegen die Nachbelas-
tung betreffend Umsatz aus Exportlieferungen (Positon 15) sowie die 
Rückbelastung von Vorsteuerabzügen (Position 30), ebensowenig die 
rechnerische Ermittlung der mit EA erhobenen Mehrwertsteuer als sol-
che.

2.

2.1 Der (Mehrwert-)Steuer im Inland unterliegen die entgeltliche Liefe-
rung von Gegenständen,  die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, 
der Eigenverbrauch sowie der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen 
aus dem Ausland, sofern sie nicht ausdrücklich von der Besteuerung 
ausgenommen oder befreit sind (Steuerobjekt; Art. 4 Bst. a-d MWSTV, 
Art. 14 und 15 MWSTV). Die subjektiven Voraussetzungen der Steuer-
pflicht sind hier unbestritten (vgl. Art. 17 MWSTV).

2.2 Eine Lieferung liegt vor, wenn die Befähigung verschafft wird, im 
eigenen  Namen  über  einen  Gegenstand  wirtschaftlich  zu  verfügen 
(Art. 5  Abs. 1  MWSTV). Als  Lieferung gilt  ebenfalls  die  Überlassung 
eines Gegenstandes zum Gebrauch oder zur Nutzung (Art. 5 Abs. 2 
Bst. b MWSTV).

Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegen-
standes ist  (Art. 6  Abs. 1  MWSTV). Mit  dieser  Formulierung wird  im 
Sinn eines Auffangtatbestandes sichergestellt, dass sämtliche Leistun-
gen als Dienstleistungen erfasst werden, wenn es sich nicht ausdrück-
lich um eine Lieferung handelt. Damit  sollen allfällige Besteuerungs-
lücken vermieden werden (vgl. dazu Bericht  WAK-N vom 28. August 
1996  zur  Parlamentarischen  Initiative  Dettling  zu  Art. 7  Entwurf-
MWSTG;  ebenso:  ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS VALLENDER, 
Handbuch  zum  Mehrwertsteuergesetz,  2. Aufl.,  Bern/Stuttgart/Wien 
2003, Rz. 275).

2.3 Von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind gemäss Art. 14 Ziff. 9 
MWSTV unter anderem die Umsätze im Bereiche des Unterrichts, der 
Ausbildung,  Fortbildung und der  beruflichen Umschulung,  sowie  von 
Kursen,  Vorträgen  und  anderen  Veranstaltungen  wissenschaftlicher 
oder bildender Art. 

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2.3.1 Nach der Praxis der ESTV sind die Umsätze im Bereich der Er-
ziehung von Kindern und Jugendlichen sowie Umsätze im Bereich des 
Unterrichts und der Aus- und Fortbildung jeglicher Art und jeder Stufe 
umfassend  von  der  Mehrwertsteuer  ausgenommen.  Eingeschlossen 
sei auch der anlässlich von Kursen, Vorträgen und anderen Veranstal-
tungen erteilte Unterricht wissenschaftlicher oder bildender Art (Weg-
leitung für Mehrwertsteuerpflichtige 1997 [Wegleitung 1997] Rz. 607 f.; 
vgl.  auch  Branchenbroschüre  der  ESTV  für  Bildung  und  Forschung 
vom August 1999 [Branchenbroschüre Nr. 18], S. 15 ff., insbesondere 
Ziff. 3.6).  Letzteres  ergibt  sich  bereits  aus  den  Materialien,  wonach 
jegliche Art von Unterricht von der Mehrwertsteuer befreit werden soll 
(Urteil  des  Bundesgerichts  2A.756/2006  vom  22. Oktober  2007 
E. 2.3.1). Nichtsdestotrotz gilt eine Leistung nicht bereits dann als von 
der Mehrwertsteuer ausgenommen, wenn sie einen irgendwie gearte-
ten  Bezug  zur  Bildung  aufweist,  sondern  nur  dann,  wenn  die 
Vermittlung von Wissen oder besonderen Kenntnissen im Vordergrund 
steht (Branchenbroschüre Nr. 18, S. 17, Ziff. 3.6, letzter Absatz; Urteil 
des Bundesgerichts vom 20. September 2000, veröffentlicht in Archiv 
für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 71 S. 57 ff. E. 3c mit Hinweis; 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts A-1979/2007 vom 2. November 
2007 E. 2.5 mit weiteren Hinweisen).

Laut ESTV stellt die Vermittlung von Wissen dann keine Bildungsleis-
tung mehr im Sinne von Art. 14 Ziff. 9 MWSTV, sondern eine Werbe-
leistung dar, wenn a) die Abgabe von Empfehlungen erfolgt oder wenn 
b)  mindestens  zwei  der  nachfolgenden  Voraussetzungen  erfüllt  sind 
(vgl. Branchenbroschüre Nr. 18, S. 17 f., Ziff. 3.7): 

– die  Gesamteinnahmen  des  Veranstalters  sind  nicht  kostende-
ckend;

– es  besteht  die  Möglichkeit,  Leistungen  des  Veranstalters  oder 
Dritter,  welche  den  Anlass  unterstützen,  unmittelbar  anlässlich 
der Veranstaltung zu kaufen oder zu bestellen;

– während des Anlasses werden eigene Produkte des Veranstalters 
oder des ihn unterstützenden Dritten vorgestellt oder verwendet.

2.3.2 Sowohl die Wegleitungen wie auch die Branchenbroschüren der 
ESTV  stellen  sog.  Verwaltungsverordnungen  dar.  Diese  sollen  eine 
einheitliche, gleichmässige und sachrichtige Praxis des Gesetzesvoll-
zugs sicherstellen und sind für die als eigentliche Adressaten figurie-
renden  Verwaltungsbehörden verbindlich,  wenn sie  nicht  klarerweise 

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einen  verfassungs-  oder  gesetzeswidrigen  Inhalt  aufweisen  (MICHAEL 
BEUSCH,  in:  Martin  Zweifel/Peter  Athanas [Hrsg.],  Kommentar  zum 
Schweizerischen Steuerrecht,  Teil  I/Band 2b, Bundesgesetz über die 
direkte Bundessteuer [DBG], 2. Aufl. Basel 2008, N. 15 ff. zu Art. 102 
DBG). Nicht verbindlich sind Verwaltungsverordnungen, welche keine 
von der gesetzlichen Ordnung abweichenden Bestimmungen enthalten 
dürfen, dagegen für die Justizbehörden, deren Aufgabe es ist, die Ein-
haltung von Verfassung und Gesetz im Einzelfall zu überprüfen (MOSER, 
a.a.O., Rz. 2.67). Die Gerichtsbehörden sollen Verwaltungsverordnun-
gen bei ihrer Entscheidung allerdings mitberücksichtigen, sofern diese 
eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der 
anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen (vgl. zum Ganzen 
und ausführlich zur Tragweite von Kreisschreiben: Bundesverwaltungs-
gerichtsentscheid [BVGE] 2007/41 E. 3.3, 4.1 und 7.4.2).

2.3.3 Der Grundsatz  der  Allgemeinheit  der  Mehrwertsteuer  verlangt, 
dass die Gesamtheit der wirtschaftlichen Aktivitäten der Steuer unter-
liegt. In Verwirklichung dieses Prinzips wird eine möglichst umfassen-
de Besteuerung des Konsums angestrebt. Folglich darf der Geltungs-
bereich der Mehrwertsteuer nicht durch eine extensive Auslegung der 
von  der  Steuer  ausgenommenen  Leistungen  eingeschränkt  werden. 
Insbesondere ist  die  Steuerbefreiung grundsätzlich nur auf  diejenige 
Leistung anwendbar, die direkt an den Endverbraucher geht. Die Ge-
schäfte,  die  der  Steuerbefreiung  vorausgehen,  d.h.  die  Vorumsätze, 
sind gemäss konstanter Rechtsprechung nicht steuerbefreit (Bundes-
gerichtsentscheid  [BGE]  124  II  210  E. 7;  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.273/2004  vom 1. September  2005  E. 4.1;  vgl.  dazu  auch  Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1408/2006  vom  13. März  2008 
E. 3.6 und A-1440/2006 vom 25. Mai 2007 E. 2.2.2).

2.4 Leistungen,  die miteinander verbunden sind (sog. Leistungskom-
plexe, auch Leistungseinheit  oder Leistungsbündel  genannt),  werden 
im Mehrwertsteuerrecht (MWSTV und MWSTG) als einheitlicher wirt-
schaftlicher Vorgang behandelt, wenn sie wirtschaftlich derart eng zu-
sammengehören und ineinandergreifen, dass sie ein unteilbares Gan-
zes bilden. Mit Art. 36 Abs. 4 MWSTG wurde der Grundsatz der Ein-
heitlichkeit der Leistungen (im Unterschied zur MWSTV) ausdrücklich 
im Gesetz verankert. Er basiert auf der wirtschaftlichen Betrachtungs-
weise  und  dient  der  Erhebungswirtschaftlichkeit  im  Sinn  von  Art. 1 
Abs. 2  MWSTG  (vgl.  zum  Ganzen:  Urteile  des  Bundesgerichts 

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2A.40/2007 vom 14. November 2007 E. 2.1, 2A.756/2006 vom 22. Ok-
tober 2007 E. 2.4).

2.4.1 Übt der Mehrwertsteuerpflichtige eine Reihe von einzelnen Tä-
tigkeiten  aus,  die  auf  ein  einheitliches  wirtschaftliches  Ziel  gerichtet 
sind, liegt eine Gesamtleistung (und damit eine Leistungseinheit) indes 
nur dann vor, wenn die einzelnen Teile sachlich, zeitlich und vom wirt-
schaftlichen Gehalt  her  in  einer derart  engen Verbundenheit  stehen, 
dass  sie  untrennbare  Komponenten  eines  Vorgangs  verkörpern,  der 
das gesamte Handeln umfasst (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 
A-1443/2006 vom 25. September  2007 E. 2.3  und A-1431/2006 vom 
25. Mai  2007  E. 2.3,  je  mit  weiteren  Hinweisen).  Auf  die  einzelnen 
Leistungskomponenten der Leistungseinheit sind jeweils die Vorschrif-
ten – z.B. bezüglich Ort der Besteuerung, Steuersatz oder Steuerbe-
freiungsvorschriften  –  einheitlich  anzuwenden.  Die  mehrwertsteuerli-
che  Qualifikation  der  Gesamtleistung erfolgt  nach  der  für  diese we-
sentlichen Eigenschaft,  d.h. nach der Leistung,  welche wirtschaftlich 
betrachtet im Vordergrund steht (vgl. zum Ganzen: Urteile des Bundes-
gerichts 2A.40/2007 vom 14. November 2007 E. 2.1, 2A.756/2006 vom 
22. Oktober 2007 E. 2.4; vgl. auch BVGE 2007/40 E. 12.2). Damit ist 
gesagt,  dass  eine  mehrwertsteuerpflichtige  Leistung  als  Ganzes 
Leistungskomponenten  umfassen  kann,  die  isoliert  betrachtet 
steuerbefreit  oder  von  der  Steuer  ausgenommen  wären.  Auch 
umgekehrt ist es ohne weiteres möglich, dass als Ganzes steuerbefreit 
oder von der  Steuer  ausgenommen zu beurteilende Leistungen Ele-
mente  von  an  sich  mehrwertsteuerpflichtigen  Tätigkeiten  beinhalten 
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1443/2006 vom 25. Sep-
tember  2007  E. 2.3  mit  Hinweis  auf  Entscheide  der  SRK  vom 
3. Februar 1999,  veröffentlicht in MWST-Journal 1/99, S. 24 E. 4 und 
vom 25. September 1998, veröffentlicht in MWST-Journal 4/98, S. 166 
E. 4b).

Liegt dagegen eine Hauptleistung mit einer oder mehreren akzessori-
schen Nebenleistungen vor, richtet sich die Beurteilung der Nebenleis-
tung(en) stets nach den Eigenschaften der Hauptleistung; diese stellt 
den  Kern  der  zu  erbringenden  Leistung  dar. Nebenleistungen  teilen 
mehrwertsteuerrechtlich das Schicksal der Hauptleistung, wenn sie a) 
im Verhältnis zu dieser nebensächlich sind, b) mit dieser wirtschaftlich 
eng zusammenhängen,  c)  diese wirtschaftlich  ergänzen,  verbessern 
oder abrunden und d)  mit  dieser üblicherweise vorkommen (vgl. an-
stelle vieler: Urteile des Bundesgerichts 2A.40/2007 vom 14. Novem-

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ber  2007  E. 2.1,  2A.756/2006  vom  22. Oktober  2007  E. 2.4  und 
2A.452/2003  vom 4. März  2004  E. 3.2,  je  mit  Hinweisen;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1431/2006  vom  25. Mai  2007  E. 2.3; 
Entscheid  der  SRK  vom 22. April  2002,  veröffentlicht  in  VPB  66.95 
E. 2c; ausführlich: Entscheid der SRK vom 25. September 1998, veröf-
fentlicht in MWST-Journal 4/98, S. 166 E. 5a; vgl. zum Ganzen auch: 
CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 187 ff.).

2.4.2 Sind  in  einem Leistungskomplex  sowohl  Lieferungen  als  auch 
Dienstleistungen enthalten, so richtet sich deren einheitliche Behand-
lung (entweder als Lieferung oder aber als Dienstleistung) nach dem 
wirtschaftlichen  Kerngehalt  der  gesamthaften  Leistung.  Die  Umset-
zung  des  Einheitlichkeitsgrundsatzes  erfolgt  unter  Anwendung  einer 
wirtschaftlichen Betrachtungsweise, mit der Folge, dass diese der zivil-
rechtlichen  vorgeht  (vgl.  anstelle  vieler:  Urteile  des  Bundesgerichts 
2A.40/2007 vom 14. November 2007 E. 2.2, 2A.756/2006 vom 22. Ok-
tober 2007 E. 2.4 und  2A.567/2006 vom 25. April  2007 E. 4.3, je mit 
weiteren Hinweisen; allgemein zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1428/2006  vom  29. August 
2007 E. 2.7; Entscheid der SRK vom 22. April  2002,  veröffentlicht  in 
VPB 66.95 E. 2c). Dem Charakter der Mehrwertsteuer als allgemeiner 
Verbrauchssteuer folgend, hat die Beurteilung zudem primär aus der 
Sicht des Verbrauchers zu erfolgen. Es ist zu prüfen, ob ein Leistungs-
komplex nach allgemeiner  Verkehrsauffassung von einer bestimmten 
Verbrauchergruppe  typischerweise  als  einheitliche  Leistung  verstan-
den wird. Der  subjektive  Parteiwille  ist  sekundär. Nicht  massgebend 
sind schliesslich die Wertverhältnisse der einzelnen Leistungen, auch 
wenn in vielen Fällen der Wert der Nebenleistung geringer ist als jener 
der  Hauptleistung  (Urteil  des  Bundesgerichts  2A.452/2003  vom 
4. März  2003  E. 3.2;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1443/2006  vom  25. September  2007  E. 2.3,  A-1431/2006  vom 
25. Mai 2007 E 2.3).

2.4.3 Liegt  weder  eine  Gesamtleistung  noch  die  Konstellation  der 
Haupt-  und Nebenleistung vor, so handelt  es sich um  mehrere selb-
ständige Leistungen, die mehrwertsteuerrechtlich getrennt zu behan-
deln sind (vgl. anstelle vieler: Urteile des Bundesgerichts 2A.40/2007 
vom 14. November  2007 E. 2.1,  2A.756/2006 vom 22. Oktober  2007 
E. 2.4, 2A.567/2006 vom 25. April  2007 E. 4.3 und 2A.452/2003 vom 
4. März  2004  E. 3.1;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1443/2006  vom  25. September  2007  E. 2.3,  A-1431/2006  vom 

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25. Mai 2007 E. 2.3; Entscheid der SRK vom 22. April 2002, veröffent-
licht in VPB 66.95 E. 2c, 3). Entsprechendes kann sich nicht nur aus 
dem  Fehlen  des  erforderlichen  inneren  Zusammenhangs  ergeben, 
sondern  auch auf  einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung beru-
hen. Letzteres trifft  gemäss Art. 14 Ziff. 9 MWSTV beispielsweise für 
gastgewerbliche und Beherbergungsleistungen zu, die im Zusammen-
hang mit Ausbildungsleistungen erbracht werden (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 2A.40/2007 vom 14. November 2007 E. 2.1, 2A.520/2003 
vom 29. Juni 2004 E. 10.1; vgl. auch BVGE 2007/40 E. 12.2). Bestehen 
mehrere selbständige (Haupt-)Leistungen,  können diese auch in An-
wendung  einer  (allenfalls  anderslautenden)  Verwaltungspraxis  (vgl. 
dazu  oben  E. 2.3.1  und  2.3.2)  nicht  als  einheitlich  zu  behandelnde 
Leistung (im Sinne einer Gesamtleistung bzw. Haupt- und Nebenleis-
tung) qualifiziert  werden. Mithin vermag eine Verwaltungspraxis selb-
ständige  Leistungen  weder  zu  einer  blossen  Leistungskomponente 
einer Gesamtleistung noch zu einer (im Verhältnis zu einer Hauptleis-
tung) akzessorischen Nebenleistung zu machen.

3.
Im vorliegenden Fall hält die ESTV dafür, dass es sich beim Umsatz 
aus der Kurstätigkeit  des Beschwerdeführers um eine Dienstleistung 
(Werbung)  und  somit  um  steuerbaren  Umsatz  im  Sinne  von  Art. 6 
Abs. 1 MWSTV handle. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer 
geltend,  seine  Kurstätigkeit  sei  als  Schulung  (Bildungsleistung)  im 
Sinne von Art. 14 Ziff. 9 MWSTV zu betrachten und das Entgelt daraus 
dementsprechend von der Steuer auszunehmen. Es stellt sich im Fol-
genden somit die Frage, ob die ESTV die vom Beschwerdeführer wäh-
rend dem überprüften Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 
1999  veranstalteten  Kurse  mehrwertsteuerlich  zu  Recht  als  "Werbe-
leistungen" qualifiziert hat. 

3.1 Der  Beschwerdeführer  stützt  seine  Argumentation  in  der  Be-
schwerde  vom 6. September  2005  unter  anderem auf  Sachverhalts-
darstellungen aus den Jahren 1991 bis 1994 (....) sowie auf Ereignisse 
seit dem Jahre 2000 (...). Als Beweismittel legt er zudem verschiedene 
Urkunden (...) ins Recht, die sich überwiegend auf die Jahre vor 1995 
bzw. nach  1999  beziehen.  Da  vorliegend  einzig  der  von  der  ESTV 
kontrollierte  Zeitraum  vom  1. Januar  1995  bis  31. Dezember  1999 
streitig  ist,  sind  sämtliche  Ausführungen  des  Beschwerdeführers 
(einschliesslich Belege), welche die Zeit vor oder nach der streitigen 

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Periode betreffen, wie die ESTV zu Recht dafürhält (oben Bst. E), für 
die hier zu beurteilende Angelegenheit nicht zu berücksichtigen.

3.2 Bei  den  vom Beschwerdeführer  in  seiner  undatierten  Broschüre 
"Ausbildungsprogramm  Y.  International"  (Broschüre  Ausbildungs-
programm) angebotenen Kursen handelt es sich um solche in den Be-
reichen .... Sämtliche Kurse dauern laut Ausbildungsprogramm in der 
Regel  drei  Tage.  Für  den  Spezialkurs-...  sind  zwei  mal  drei  Tage 
vorgesehen  (...);  gleiches  gilt  für  den  Spezialkurs-...  Das  Ausbil-
dungsprogramm  für  den  ...-Kurs  dauert  vier  mal  drei  Tage,  wobei 
vorausgesetzt  werde,  dass  der  Kursteilnehmer  "...".  Im  Kursgeld  für 
den  Grund-  bzw.  Perfektionskurs  ist  je  das  entsprechende  "grosse 
Lehrbuch"  inbegriffen  (vgl  zum  Ganzen:  Broschüre  Ausbil-
dungsprogramm,  act. 2). Dasselbe gilt  für  sämtliche  Kurse in  Bezug 
auf das Mittagessen und Pausengetränke (vgl. Ausbildungsprogramm 
1997/1998, Beschwerdebeilage 37, S. 12).

In einer weiteren, ebenfalls undatierten Broschüre, betitelt mit "Preis-
liste für ..." (Broschüre Preisliste, act. 1), bietet der Beschwerdeführer 
verschiedene Werkutensilien für ... zum Kauf an. Laut den allgemeinen 
Verkaufs- und Lieferbedingungen auf Seite 1 dieser Broschüre können 
Kaufwillige eine Kopie des vorgedruckten Bestellformulars (jederzeit) 
direkt  an  den jeweiligen Partner  des  Beschwerdeführers  im eigenen 
Wohnsitzland gemäss Auflistung auf der Rückseite der Broschüre (...) 
oder aber an den in der Schweiz gelegenen Hauptsitz zusenden. Nach 
Eingang des Formulars werde die Ware per Post oder Fremdspediteur 
geliefert,  wobei  die  Spesen  direkt  dem Besteller  verrechnet  würden 
(vgl. zum Ganzen: Broschüre Preisliste, act. 1).

Schliesslich  bietet  der  Beschwerdeführer  die  Anfertigung  von  indivi-
duell  bestimmbaren ... bzw. die Umsetzung von Sujets  nach Vorlage 
von  Bildern/Skizzen,  Modellen/Originalen  oder  nach  Massgabe  von 
mündlich oder schriftlich geäusserten Vorstellungen des Bestellers an 
(..., act. 3).

3.3 Den Akten lässt sich entnehmen, dass die vom Beschwerdeführer 
angebotenen Leistungen von entsprechenden Interessenten unabhän-
gig  von  einander  in  Anspruch  genommen werden  können. So  kann 
beispielsweise  jedermann,  der  vom Beschwerdeführer  namentlich  ir-
gendwelche  Werkutensilien  käuflich  erwerben  will,  dies  tun,  ohne 
gleichzeitig an einem der angebotenen Kurse teilnehmen zu müssen. 
Umgekehrt ist davon auszugehen, dass es einer interessierten Person 

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möglich ist, sich – ohne Verpflichtung zum Erwerb von Werkutensilien 
oder  ...  –  für  einen  oder  mehrere  Kurse  des  Beschwerdeführers 
anzumelden und daran teilzunehmen: 

3.3.1 Dem Ausbildungsprogramm 1997/1998 (Beschwerdebeilage 37) 
ist  neben  den  Kursdaten  und  den  Unterichtskosten  von  (jeweils) 
Fr. ....--  (für  Mitglieder)  bzw.  Fr. ....--  (für  Nicht-Mitglieder)  zu  ent-
nehmen, dass "das top eingerichtete Unterrichtslokal [...] den Kursteil-
nehmern auch abends von 18.30 bis 22.30 für selbständiges Trainie-
ren zur Verfügung [stehe]" (Ausbildungsprogramm 1997/1998, S. 12). 
Laut  glaubhaften  Aussagen  des  Beschwerdeführers  haben  Kursteil-
nehmer  denn  auch  keine  Verpflichtung,  bei  Y. International  einzu-
kaufen; im Rahmen der einzelnen Kursangebote würden die Werkuten-
silien (gratis)  zur Verfügung gestellt,  und selbst  nach dem Unterricht 
sei  die  Fachschule  für  selbständiges  Üben  geöffnet  (Schreiben  Be-
schwerdeführer an ESTV vom 23.3.2000, act. 6a). Die Einrichtung des 
Unterrichtslokals  mittels  (mehreren)  bereitgestellten  Werkstationen 
wird  vom  Beschwerdeführer  zudem  bildlich  dokumentiert  (..., 
Beschwerdebeilage 4). In diesem Zusammenhang hält das Bundesver-
waltungsgericht ebenfalls für glaubhaft,  dass – wie der Beschwerde-
führer ausführt – nur etwa 15% der Kursteilnehmer vom angebotenen 
Instrumentenvertrieb profitieren würden und rund 80% der Käufer von 
Werkutensilien  noch  nie  einen  Kurs  besucht  hätten  (Schreiben  an 
ESTV vom 7.5.2003, act. 11).

Das Bundesverwaltungsgericht gelangt  für den hier zu beurteilenden 
Zeitraum in freier Beweiswürdigung (E. 1.4) sämtlicher zulässigen Ak-
ten (E. 3.1) zur Überzeugung, dass die entsprechenden Arbeitsstatio-
nen den Kursteilnehmern unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden, 
und Letztgenannte auch von den übrigen, vom Beschwerdeführer an-
gebotenen  Leistungen  unabhängig  vom  Kursbesuch  entweder  Ge-
brauch  machen  konnten  oder  nicht.  Insbesondere  hängen  die  vom 
Beschwerdeführer  angebotenen  Leistungen,  d.h.  die  Ausbildungs-
(dienst-)leistungen einerseits und die als Lieferungen zu qualifizieren-
den Verkaufsleistungen (Werkutensilien/...) andererseits, wirtschaftlich 
nicht  derart  eng  zusammen,  wie  dies  für  eine  einheitliche  Leistung 
charakteristisch wäre (vgl. oben E. 2.4). Denn die beiden Leistungen 
kommen wie  erwähnt  völlig  unabhängig  voneinander  vor  und  haben 
dementsprechend  für  potenzielle  Leistungsempfänger  je  einen 
selbständigen  Zweck.  Mithin  stehen  sie  weder  im  Sinn  einer  Ge-
samtleistung sachlich, zeitlich und vom wirtschaftlichen Gehalt her in 

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untrennbarer enger Verbundenheit, noch ist die eine Leistung (z.B. die 
Ausbildungsleistung)  im  Verhältnis  zur  anderen  (z.B.  Verkauf  von 
Werkutensilien) nebensächlich, so dass erstere (Neben-)Leistung die 
letztere (Hauptleistung)  wirtschaftlich nur ergänzen,  verbessern  oder 
abrunden würde (vgl. oben E. 2.4.1). Vielmehr steht für  das Bundes-
verwaltungsgericht fest, dass der Beschwerdeführer seine Kursteilneh-
mer  ausbilden  kann,  ohne  gleichzeitig  Werkutensilien  verkaufen  zu 
müssen. Umgekehrt ist er auch nicht auf die Durchführung eines Kur-
ses  angewiesen,  um seine  Werkutensilien  (überhaupt)  vertreiben zu 
können oder  deren  Absatz  zu  fördern. Damit  ist  gleichzeitig  gesagt, 
dass die ESTV im vorliegenden Fall zu Unrecht von einer einheitlichen 
Leistung ausgegangen ist, und der Verkauf von Produkten und Dienst-
leistungen  nicht,  wie  dies  für  die  mehrwertsteuerliche  Qualifikation 
einer  Leistungseinheit  von  Bedeutung  wäre,  im  Vordergrund  stehen 
konnte (vgl. oben E. 2.4.1). In diesem Zusammenhang sei lediglich der 
Vollständigkeit halber angemerkt, dass es auf die einzelnen Wertver-
hältnisse (d.h. namentlich auf das Verhältnis Erlös Warenmaterial zum 
Erlös  Unterricht)  ohnehin  nicht  ankäme  (vgl.  oben  Bst. E  sowie 
E. 2.4.2 in fine).

3.3.2 Liegt  nach dem soeben Ausgeführten  weder  eine Gesamtleis-
tung noch eine Haupt- und Nebenleistung vor, so handelt es sich um 
mehrere selbständige Leistungen, die wie gesagt mehrwertsteuerlich 
getrennt zu behandeln sind (oben E. 2.4.3). Daran vermögen für den 
hier  zu  beurteilenden  Fall  auch  die  von der  ESTV in  Ziffer  3.7  der 
Branchenbroschüre  Nr. 18  dargelegten,  indes nicht  gerichtsverbindli-
chen  Abgrenzungskriterien  bzw.  Voraussetzungen  für  die  Annahme 
einer  "eigentlichen  Werbeveranstaltung"  (vgl.  dazu  E. 2.3.1  sowie 
E. 2.3.2)  nichts  zu  ändern.  Denn  mehrere  selbständige  Leistungen 
sind auch als solche zu behandeln und können im gegenseitigen Ver-
hältnis nicht zur (blossen) Leistungskomponente bzw. akzessorischen 
Nebenleistungen erklärt  werden (vgl. oben E. 2.4.3). Ob sich die von 
der ESTV vorgenommene "Abgrenzung zur Werbeleistung" in anderen 
Situationen, also im Zusammenhang mit mehrwertsteuerlich einheitlich 
zu behandelnden Leistungen (d.h. Konstellationen von Gesamtleistun-
gen bzw. Haupt- und Nebenleistungen), rechtfertigt, und inwiefern sich 
in solchen Fällen die erwähnten, von der ESTV festgelegten Voraus-
setzungen  zur  Annahme  einer  Werbeveranstaltung  als  sachgerecht 
erweisen, kann vorliegend offen bleiben. 

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Damit  stehen  den  grundsätzlich  steuerbaren  Verkaufsleistungen  des 
Beschwerdeführers  die  gestützt  auf  Art. 14  Ziff. 9  MWSTV  von  der 
Steuer  ausgenommenen  Ausbildungsleistungen  gegenüber.  Dies  er-
gibt sich insbesondere schon aus der Sichtweise des Leistungsemp-
fängers, worauf es für die vorliegende Beurteilung wie erwähnt primär 
ankommt (oben E. 2.4.2). Ein Kursteilnehmer, der beim Beschwerde-
führer beispielsweise einen Grundkurs in ... für bis zu Fr. ....-- belegt 
und  daran  teilnimmt,  tut  dies  nicht,  wie  die  ESTV fälschlicherweise 
suggeriert,  in erster  Linie darum, um dort  namentlich Werkutensilien 
oder  sonstige  Materialien  für  (nochmals)  bis  zu  rund  Fr. 1'500.--  zu 
erwerben  –  auch  nicht,  wenn  er  im  Rahmen  des  Kurses  bei 
Barzahlung  5% Rabatt  erhielte  (vgl.  Broschüre  "Preisliste  für  Werk-
utensilien, Hilfsmittel und Zutaten", ab S. 3). Vielmehr tun Kursteilneh-
mer dies, um beim Beschwerdeführer das (seltene) Handwerk zu er-
lernen oder zu perfektionieren.

3.4 Die von der Vorinstanz dagegen vorgebrachten Argumente über-
zeugen nicht. 

3.4.1 Wesentlich  ist  im  vorliegenden  Fall,  dass  die  Ausbildungsleis-
tung unabhängig vom Verkauf oder der Vermieten von Werkutensilien 
erfolgt,  weshalb  nicht  von  einer  einheitlichen  Leistung  gesprochen 
werden kann (E. 3.3.1 in fine). Auch wenn der Beschwerdeführer im 
Rahmen  seiner  Kurse  die  eigenen  Werkutensilien  verwendet  und 
(allenfalls) die Möglichkeit besteht, solche im Anschluss an den Kurs 
käuflich  zu  erwerben,  können  die  Ausbildungsleistungen  des  Be-
schwerdeführers  –  nach dem Gesagten (E. 3.3.2)  und entgegen der 
Ansicht  der  Vorinstanz  –  nicht  einfach  als  "Werbeveranstaltungen" 
qualifiziert werden. Daran vermag entgegen der Auffassung der ESTV 
auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer in der 
erwähnten Kursbroschüre  "Angebotspalette[n]  für  die  ..."  offeriert,  in 
dem er interessierten Unternehmern zum einen (bereits vorgefertigte) 
"..." gratis zu Verfügung stellt und zum anderen Angebotspaletten indi-
viduell nach den Vorstellungen eines Bestellers anfertigt. Dasselbe gilt 
hinsichtlich  der  "Angebotspalette[n]  für  die  ...",  welche  interessierte 
Personen angeblich "für ein paar Euros pro Tag [...] leasen" bzw. "[...] 
auch  nur  stundenweise  mieten"  können  (Broschüre  Ausbil-
dungsprogramm, act. 2, S. 17 f.). Auch der an sich zutreffende Hinweis 
der ESTV, wonach sich laut den Buchungsbedingungen für Kurse alle 
Preise "inklusive Mehrwertsteuer" verstehen würden (siehe Broschüre 
Ausbildungsprogramm,  act. 2.,  S. 19),  ändert  nichts  am  Ergebnis. 

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Denn in Anbetracht der Akten ist  nicht  davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer  die  Kurspreise  namentlich  den inländischen Kurs-
teilnehmern tatsächlich inklusive Mehrwertsteuer verrechnet. Nach den 
anwendbaren Beweislastregeln obläge der Nachweis für eine derartige 
Fakturierung ohnehin der ESTV (vgl. oben E. 1.4), welche einen sol-
chen vorliegend nicht zu erbringen vermag. Insoweit  erweist sich die 
von der  ESTV (lediglich)  angedeutete  diesbezügliche Argumentation 
als nicht stichhaltig, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. 

3.4.2 Mit  Bezug  auf  die  Mehrwertsteuer  ist  einzig  von  Bedeutung, 
dass die vom Beschwerdeführer angebotenen Ausbildungsleistungen 
keine  untrennbare  Einheit  mit  der  Werkzeug-  oder  ...lieferung 
darstellen und aus der Sicht  der Leistungsempfänger nur deshalb in 
Anspruch  genommen werden,  um ihrer  privaten  Passion  namentlich 
für  die  ...  nachzugehen  oder  ihre  beruflichen  Fertigkeiten  als 
...-Fachleute  zu  erweitern,  zu  verbessern  oder  zu  perfektionieren. 
Dass es  den Kursteilnehmern  vorliegend einzig  und primär  um eine 
derartige  Aus-  und/oder  Weiterbildung  geht,  lässt  sich  auch  den 
zahlreichen  Kurs-Bewertungsbögen  (vom Beschwerdeführer  offenbar 
erst seit dem Jahr 1999 eingeführt) entnehmen, in welchen ehemalige 
Teilnehmer  das  Kursprogramm  ausnahmslos  rühmen,  weiter 
empfehlen  (würden)  und  schliesslich  vereinzelt  unter  anderem 
folgende  "Bemerkungen"  anbringen:  "Alle  Kurse,  die  ich  bis  jetzt 
besucht habe, waren hervorragend gestaltet und sehr lehrreich" (...); 
"It was great Fun, exellent teacher with great patience, always there to 
help. The money worth" (...); "Ich möchte mich noch laufend wieder in 
der ... verbessern"  (...);  "Merci  beaucoup ... et  ... pour le  savoir  que 
vous transmettez au cours de vos formations" (...); "Es war wie immer 
sehr interessant und lehrreich. Einfach super" (...); "Very nice course, 
learnt  a  lot  of  interesting  techniques  which  I  can  work  with  [...] 
Excellent!!!" (...); "Ich glaube ich brauche keine grossen Bemerkungen 
mehr  machen,  da  ich  im  Okt.  +  Nov. wieder  komme  ist  es  wieder 
einmal  Spitze  gewesen!"  (...).  Den  Bemerkungen  der 
Kursteilnehmerinnen  und  Kursteilnehmer  kann  somit  (mehrfach) 
entnommen werden, dass sie an den Kursen viel gelernt hätten und zu 
einem grossen Teil einen oder weitere Kurse zu belegen beabsichtigen 
würden, was für eine simple "Werbeveranstaltung" mit Sicherheit nicht 
der  Fall  wäre.  Damit  sind  die  Umsätze  aus  der  Kurstätigkeit  des 
Beschwerdeführers für den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum als 
Ausbildungsleistungen im Sinne von Art. 14 Ziff. 9 MWSTV und somit 
als von der Steuer ausgenommen zu behandeln.

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3.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die ESTV die vom Beschwer-
deführer angebotenen Kurse zu Unrecht nicht als von der Steuer aus-
genommene  Ausbildungsleistungen  behandelt  hat,  zumal  diese  (bil-
denden) Leistungen wirtschaftlich betrachtet mit  den (unabhängigen) 
Verkaufs- und Vermietungslieferungen von Werkutensilien bzw. ... nicht 
derart  eng zusammenhängen,  dass  von einer  einheitlichen  Leistung 
ausgegangen werden müsste.

4.

4.1 Diesen  Ausführungen  zufolge  ist  die  Beschwerde  vollumfänglich 
gutzuheissen  und  der  angefochtene  Entscheid  insoweit  aufzuheben, 
als er die vom Beschwerdeführer veranstalteten Kurse nicht als steuer-
ausgenommene Schulungsleistungen anerkennt. Der Beschwerdefüh-
rer hat der ESTV für die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 
1999  (Zeit  vom 1. Januar  1995  bis  31. Dezember  1999)  noch  Fr. ... 
Mehrwertsteuer zuzüglich Verzugszins zu 5% seit dem 30. April 1998 
(mittlerer Verfall) zu bezahlen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer als ob-
siegende  Partei  keine  Verfahrenskosten  zu  tragen.  Der  ESTV  sind 
ebenfalls  keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63  Abs. 1 und 2 
VwVG). Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- ist dem Be-
schwerdeführer  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Ent-
scheids zurückzuerstatten. Die Vorinstanz  hat  dem obsiegenden Be-
schwerdeführer  eine  Parteientschädigung von antragsgemäss insge-
samt  Fr. 6'567.05  (inkl.  Auslagen  und  MWST)  auszurichten  (Art. 64 
Abs. 1 und 2 VwVG; Art. 7 ff.  des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen und der Einspracheentscheid der 
ESTV vom 6. Juli 2005 insoweit aufgehoben, als er die vom Beschwer-
deführer  veranstalteten  Kurse  nicht  als  steuerausgenommene  Schu-
lungsleistungen anerkennt.

2.
Der Beschwerdeführer hat der ESTV für die Steuerperioden 1. Quartal 

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1995 bis 4. Quartal 1999 (Zeit vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 
1999)  noch  Fr. ...  Mehrwertsteuer  zuzüglich  Verzugszins  zu  5% seit 
dem 30. April 1998 (mittlerer Verfall) zu bezahlen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 3'000.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

4.
Die  ESTV  wird  verpflichtet,  dem  Beschwerdeführer  eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'567.05 zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Beusch Keita Mutombo

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. 
Art. 42 BGG).

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