# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0509c585-5992-5ac9-aa7e-8b2a293caef3
**Source:** Bundespatentgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Entscheid O2012_029
**Docket/Reference:** O2012_029
**URL:** https://www.bundespatentgericht.ch/rechtsprechung/entscheidanzeige/14/

## Full Text

B u n d e s p a t e n t g e r i c h t  

T r i b u n a l   f é d é r a l   d e s   b r e v e t s  

T r i b u n a l e   f e d e r a l e   d e i   b r e v e t t i  

T r i b u n a l   f e d e r a l   d a   p a t e n t a s  

F e d e r a l   P a t e n t   C o u r t  

O2012_029 

  U r t e i l   v o m   6 .   F e b r u a r   2 0 1 2    

Besetzung 

Einzelrichter Dr. iur. Dieter Brändle, Präsident  

Verfahrensbeteiligte 

Strela Development AG (gelöscht), Sennweidstrasse 45, 
6312 Steinhausen,   
vormals vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Heinrich, 
Streichenberg Rechtsanwälte, Stockerstrasse 38, 
8002 Zürich, 

Klägerin 

gegen 

Artemio Granzotto, Hardturmstrasse 135, 8005 Zürich,   

Beklagter 

Gegenstand 

Forderung 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
O2012_029 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung, 

1.  
Vor  dem  Handelsgericht  des  Kantons  Zürich  war  der  Prozess  über  fol-
gendes Rechtsbegehren hängig: 

"1.  Es  sei  dem  Beklagten unter Androhung  der  Bestrafung mit  Haft  oder 
Busse gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfalle zu untersagen, di-
rekt  oder  indirekt  das  durch  die  Schiller-Reomed AG  vertriebene  Stetho-
skop  „Sonoplus  2000“  weiter  zu  entwickeln,  herzustellen,  herstellen  zu 
lassen, anzubieten, zu verkaufen oder verkaufen zu lassen, auch über die 
Pulsonic AG in Zürich. 

2.  Der Beklagte sei zu verpflichten, 

2.1 der Klägerin schriftlich Rechnung abzulegen über seine Einnahmen 
und Ausgaben  sowie  diejenigen  der  Pulsonic AG  in  Zusammenhang  mit 
der  Entwicklung,  Herstellung  und  dem  Verkauf  des  Stethoskop[s]  „So-
noplus 2000“, und zwar durch Vorlage von detaillierten Rechnungen über 
alle einzelnen Ertrags- und Aufwandsposten; 

2.2 der Klägerin nach ihrer Wahl 

a.  den Schaden zu ersetzen, den die Klägerin durch die bereits erfolgte 
Entwicklung,  Herstellung  und  den  Verkauf  des  Stethoskop[s]  „Sonoplus 
2000“ erlitten hat; 

b.  den  Gewinn  herauszugeben,  den  der  Beklagte  durch  die  bereits  er-
folgte  Entwicklung,  Herstellung  und  den  Verkauf  des  Stethoskop[s]  „So-
noplus 2000“ erzielt hat. 

Alles einschliesslich 5% Zins seit dem 1.7.1998. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten." 

2.  
Im Laufe des Verfahrens fiel der Beklagte in Konkurs. Nach dem Verzicht 
auf  Fortführung  des  Prozesses  durch  die  Gläubigergesamtheit  oder  ein-
zelne Gläubiger war eine Anerkennung der Klage durch die Konkursmas-
se gegeben. Das Handelsgericht hielt fest, was die Stufenklage angehe, 
wirke sich die Anerkennung nur auf die Unterlassung (Rechtsbegehren 1) 
und die Abrechnung (Rechtsbegehren 2.1) aus, weil die Forderungsklage 

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(Rechtsbegehren  Ziff.  2.2.)  erst  noch  zu  beziffern  bleibe.  Entsprechend 
wurde  mit  Beschluss  vom  15.  September  2011  die  Unterlassung  ange-
ordnet und der Beklagte wurde verpflichtet, innert 60 Tagen nach Rechts-
kraft  dieses  Entscheides  dem  Gericht  zuhanden  der  Klägerin  schriftlich 
Rechnung  abzulegen  über  seine  Einnahmen  und Ausgaben  sowie  dieje-
nigen  der  Pulsonic AG  im  Zusammenhang  mit  der  Entwicklung,  Herstel-
lung  und  dem  Verkauf  des  Stethoskops  "SONOPLUS  2000",  und  zwar 
durch  Vorlage  von  detaillierten  Rechnungen  über  alle  einzelnen  Ertrags- 
und Aufwandpositionen. 

3.  
Mit  Beschluss  vom  26.  Januar  2012  überwies  das  Handelsgericht  des 
Kantons Zürich den Prozess gestützt auf Art. 41 PatGG dem Bundespa-
tentgericht. 

4.  
Wie das Bundespatentgericht feststellt, wurde die Klägerin bereits am 28. 
Dezember  2011  im  Handelsregister  gelöscht  (act.  2).  Fehlt  es  mithin  an 
einer Klägerin, so ist auf die – noch verbleibende – Forderungsklage nicht 
einzutreten. 

5.  
Kosten sind in Anwendung von Art. 31 Abs. 4 PatGG nicht zu erheben.  

Die Regelung von Prozessentschädigungen entfällt. 

Der Einzelrichter erkennt: 

1. Auf die Forderungsklage wird nicht eingetreten. 

2. Gerichtskosten werden nicht erhoben. 

3. Prozessentschädigungen werden nicht zugesprochen. 

Dieses Urteil geht an:  

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–  den vormaligen Vertreter der Klägerin (mit Gerichtsurkunde)  
–  den Beklagten (mit Gerichtsurkunde)  
–  das  Institut  für  Geistiges  Eigentum  (nach  Eintritt  der  Rechtskraft,  mit 

Gerichtsurkunde) 

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  Zivilsachen  geführt  wer-
den (Art. 72 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache ab-
zufassen  und  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit Angabe  der  Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 
und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

St. Gallen, 6. Februar 2012  

Im Namen des Bundespatentgerichts 

Präsident 

Erster Gerichtsschreiber 

Dr. iur. Dieter Brändle 

lic. iur. Jakob Zellweger 

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