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**Case Identifier:** 80b4b135-8756-5463-8ed2-6d84c4d07759
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.02.2021 S 2020 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-99_2021-02-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 22. Februar 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(befristete Rente)

S 2020 99

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Urteil S 2020 99

A. Die 1976 geborene Versicherte, A.________, war bei der AXA Versicherungen AG 
(im Folgenden AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert, als ihr am 25. Oktober 2017 bei der Arbeit in der Abwaschküche ein Holzbrett 
auf den Fuss fiel und sie sich dabei eine Fraktur des linken Mittelfusses zuzog (IV-act. 3 
S. 1). Neben den Unfallfolgen trat bei der Versicherten eine depressive Entwicklung auf. 
Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Leistungen aus, die 
sie schliesslich jedoch per 17. April 2018 einstellte (IV-act. 13 S. 1). Am 12. April 2018 
meldete sich die Versicherte sodann bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-
act. 1). Die IV-Stelle ihrerseits holte bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte ein, 
zog die Akten der Unfall- sowie Krankentaggeldversicherung (Schweizerische Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG) bei und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) vor. Nachdem die Krankentaggeldversicherung gestützt auf das von ihr in 
Auftrag gegebene bidisziplinäre Gutachten für den Monat Mai 2019 noch eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit anerkannt hatte und ab 1. Juni 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit 
ausgegangen ist (IV-act. 21 S. 2 f.), sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 31. Oktober 2019 (IV-act. 34) bzw. Verfügung vom 27. Juli 2020 (IV-act. 50) eine 
befristete ganze Rente vom 1. November 2018 bis 31. Juli 2019 zu. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 24. August 2020 beantragte A.________ 
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer 
unbefristeten Rente. Begründend führte die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die 
eingereichten Arztberichte aus, eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes sei nicht 
ersichtlich. Vielmehr sei sie noch immer in ärztlicher Behandlung und leide an Schmerzen, 
weshalb sie weiterhin arbeitsunfähig sei.  

C. Der mit Verfügung vom 25. August 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt.

D. Mit Vernehmlassung vom 10. September 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie unter Verweis auf die eingeholte 
Stellungnahme ihres RAD-Arztes Dr. B.________ aus, die leichtgradigen degenerativen 
Veränderungen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule wirkten sich nicht auf die 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. Zudem sei der Vorwurf des Hausarztes, 
dass diverse Begutachtungen ohne Dolmetscher durchgeführt worden seien, aktenwidrig. 
Schliesslich sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführerin die ihr empfohlene 
Psychotherapie aufgrund der Distanz und der Überreizung nicht zumutbar sein solle. 

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Urteil S 2020 99

E. Am 21. September 2020 reichte die Beschwerdeführerin einen Arztbericht ihres 
Hausarztes Dipl. med. C.________ samt Röntgenbildern zu den Akten. 

F. Mit Duplik vom 13. Oktober 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 
fest und verwies im Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der Vernehmlassung. 
Ergänzend dazu wies sie darauf hin, dass vorliegend derjenige Sachverhalt massgebend 
sei, der sich bis zur angefochtenen Verfügung vom 27. Juli 2020 ereignet habe. Indem die 
Beschwerdeführerin und Dipl. med. C.________ darlegten, dass zusätzlich zu den 
bekannten Diagnosen "aktuell" die Diagnose einer anhaltenden Lumbago bei schwerer 
Skoliose und degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule hinzu komme, 
machten sie sinngemäss eine inzwischen eingetretene Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes geltend, was im vorliegenden Beschwerdeverfahren jedoch nicht 
berücksichtigt werden könne. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
27. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 24. August 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

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2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 27. Juli 2020; diese ging der 
Beschwerdeführerin frühestens am Folgetag zu. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a 
IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. 
Die Beschwerdeschrift wurde am 24. August 2020 der Post übergeben und ging tags 
darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-
tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der 
angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den wenigen 
formellen Anforderungen an eine Laienbeschwerde Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 

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Urteil S 2020 99

sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). Bei 
nichterwerbstätigen versicherten Personen, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. 
Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 
werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG 
darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen 
Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei 
Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach 
Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der 
Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen 
und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. gemischte Methode). 

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 
121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den 
Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für 
die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich 
durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des 
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung 
der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine 
befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen 
angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des 
Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen 
Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit 
Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten 
verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die 
Aufhebung der Rente zu erfassen (EVG I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit 
Hinweisen).

3.4 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die 
anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung 

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von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem 
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich 
weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 
S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens 
kommt es entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die 
Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar 
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (BGer 8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 8.2) – der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 

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Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 
Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welcher die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene 
Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen 
und Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerdeführerin am 
25. Oktober 2017 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und dass danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Als erstellt gilt sodann, dass die Beschwerdeführerin nach 
dem Unfall an einer depressiven Entwicklung litt. Zwischen den Parteien ebenso 
unbestritten ist die von der Beschwerdegegnerin ab 1. November 2018 bis 31. Juli 2019 
zugesprochene ganze Rente. Streitig ist hingegen die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 
auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes abstellen durfte, wonach die Beschwerdeführerin in 
ihrer angestammten Tätigkeit als Mitarbeiterin Hauswirtschaft ab 1. Mai 2019 wieder zu 
50 % und ab 1. Juni 2019 zu 100 % arbeitsfähig ist, ihr mithin ab 1. August 2019 kein 
Rentenanspruch mehr zusteht. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- bzw. 
Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes 
entnehmen:

4.1 Die Versicherte hatte sich bei einem Arbeitsunfall vom 25. Oktober 2017, als ihr 
ein Holzbrett auf den Fuss gefallen war, eine Fraktur des linken Mittelfusses zugezogen 
(IV-act. 3 S. 1 und 40). Neben den Unfallfolgen ging ihr Hausarzt Dipl. med. C.________, 
Praktischer Arzt FMH, von einer depressiven Entwicklung aus und attestierte der 
Versicherten eine fortbestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 3 S. 36 ff. und 42 
ff.). 

4.2 In der Folge persistierten die Beschwerden im Bereich des linken OSG und es 
zeigten sich multilokuläre muskuloskelettale Schmerzen, weshalb eine Zuweisung zu 
Dr. D.________, Orthopädie FMH/Rheumatologie, sowie Dr. med. E.________, Leitender 
Arzt Rheumatologie Kantonsspital F.________, erfolgte. Im Rahmen derer 

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Abklärungen/Untersuchungen ergaben sich keine Hinweise für eine strukturelle Läsion 
respektive ein CRPS I (IV-act. 13 S. 17 f. und IV-act. 23), was schliesslich auch im 
Rahmen der Sprechstunde vom 15. Oktober 2018 in der Klinik G.________ bestätigt 
wurde. Bezüglich der depressiven Entwicklung wurde eine fachärztliche Evaluation mit 
Anpassung der medikamentösen Therapie und Durchführung einer Gesprächstherapie 
empfohlen (IV-act. 22).  

4.3 Im Rahmen des von der Krankentaggeldversicherung bei der PMEDA in Auftrag 
gegebenen bidisziplinären Gutachtens vom 12. März 2019 konnte in neurologischer 
Hinsicht kein ausreichender Anhalt für eine die Arbeitsfähigkeit mindernde Läsion am 
zentralen peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule sowie der paravertebralen Strukturen 
gefunden werden. Der neurologische Teilgutachter stellte erhebliche Inkonsistenzen und 
Diskrepanzen (kein namhaft schmerzgeplagter Eindruck trotz Angabe einer maximalen 
Schmerzausprägung; deutlich bessere spontane Mobilität als in den formalen Proben 
dargeboten) fest (IV-act. 21 S. 6 ff.). 

Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung entstand der Eindruck einer durchaus 
bewusstseinsnahen, wenig plausiblen Präsentation von kognitiven Defiziten und 
Gedächtnisstörung. Die in der Untersuchung präsentierten Einschränkungen wirkten 
insgesamt wenig authentisch und waren auch mit der Verhaltensbeobachtung nicht 
kompatibel. Das psychopathologische Bild wechselte mehrfach zwischen massiver 
Antriebshemmung, fast Versteinerung und verlängerten Antwortlatenzen und einer recht 
spontanen flexiblen und durchaus aufmerksamen Teilnahme am Gespräch sowohl auf 
Deutsch als auch im Gespräch mit dem albanischen Dolmetscher. Querschnittsmässig 
kam der psychiatrische Teilgutachter zum Schluss, es sei zwar ein depressives Syndrom 
mit niedergeschlagener Stimmung, einer Verminderung von Antrieb, Ein- und 
Durchschlafstörungen sowie Grübelneigung zu erwägen, ein gravierendes depressives 
Syndrom konnte er angesichts der skizzierten Implausibilitäten und der 
Verdeutlichungstendenz jedoch nicht ausreichend sicher attestieren. Aufgrund der nicht 
authentischen Präsentation von Limitationen und Beschwerden konnte er den 
tatsächlichen Ausprägungsgrad der depressiven Störung nicht sicher klassifizieren, 
weshalb er eine mögliche depressive Episode unklarer Ausprägung als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte. Die vom Hausarzt nach wie vor 
attestierte Arbeitsunfähigkeit konnte der psychiatrische Teilgutachter nur noch bis Mitte 
April 2019 bestätigen, weil unter einer adäquaten psychiatrischen und 
psychotherapeutischen Behandlung der depressiven Symptome nach spätestens vier 

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Wochen wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Er empfahl 
vorranging eine fachärztliche Ordnung der polypragmatischen Psychopharmakatherapie 
aber auch der Mehrfachmedikation von diversen Analgetika, eine fachärztliche 
psychiatrische Supervision sowie eine psychotherapeutische Behandlung in der 
Muttersprache der Explorandin (IV-act. 21 S. 18 ff.). 

In interdisziplinärer Hinsicht gingen die Gutachter noch bis Mitte April 2019 von einer 
Arbeitsunfähigkeit aus. Danach erwarteten sie eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 21 S. 4 
f.). 

4.4 Gestützt auf das Ergebnis der bidisziplinären Begutachtung ging die 
Krankentaggeldversicherung bis zum 30. April 2019 von einer 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit aus. Für den Monat Mai 2019 anerkannte sie noch eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit, bevor sie ab 1. Juni 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging (IV-
act. 21 S. 2 f.). Dieser von Seiten der Krankentaggeldversicherung festgelegte Verlauf der 
Arbeitsunfähigkeit war für RAD-Arzt Dr. med. B.________, Facharzt Allgemeine Innere 
Medizin FMH, im Rahmen seiner Stellungnahme vom 22. August 2019 nachvollziehbar. 
Eine dauerhafte Einschränkung bezogen auf die angestammte Tätigkeit konnte 
Dr. B.________ zum Zeitpunkt des bidisziplinären Gutachtens jedenfalls nicht mehr 
erkennen (IV-act. 32).  

4.5 Zu den im Rahmen des Einwandverfahrens eingegangenen bzw. eingeholten 
Arztberichten (provisorischer Austrittsbericht des Kantonsspitals F.________ vom 
12. Dezember 2019 [IV-act. 41 S. 1 f.] sowie Berichte von Dr. med. H.________, 
Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie I.________, vom 16. Dezember 2019 [IV-
act. 41 S. 4 f.] und 27. Februar 2020 [IV-act. 46]) nahm RAD-Arzt Dr. B.________ am 
14. April 2020 Stellung. Darin kam Dr. B.________ zum Schluss, dass den Berichten der 
Psychiaterin keine neuen Informationen entnommen werden könnten, die etwas an seiner 
Beurteilung vom 22. August 2019 ändern würden. Zum einen hätten nur drei 
Konsultationen bei der Psychiaterin stattgefunden, was ein möglicher Ausdruck eines 
geringen Leidensdruckes sei, und zum anderen habe sie sich nicht mit den im 
bidisziplinären Gutachten festgestellten Hinweisen auf eine bewusstseinsnahe, wenig 
plausible Präsentation kognitiver Defizite auseinandergesetzt. Behandlerseits werde eine 
ambulante Behandlung in der Muttersprache der Versicherten empfohlen. Dass diese 
mangels Verfügbarkeit albanisch-sprechender Psychiater womöglich nicht wohnortsnah 
erfolgen könne, müsse als erschwerendes Kriterium akzeptiert werden. Alternativ böte 

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sich indes allenfalls die Möglichkeit einer stationären Behandlung in einer auf affektive 
Störungen spezialisierten Institution an. Die Behandlung sollte dabei natürlich ebenfalls in 
der Muttersprache der Versicherten erfolgen und wäre ihr aus allgemein internistischer 
Sicht im Rahmen der Mitwirkungs-/Schadenminderungspflicht absolut zumutbar (IV-
act. 47). 

4.6 Zusammen mit der Beschwerdeschrift reichte die Versicherte weitere ärztliche 
Berichte ein (Schreiben von Dipl. med. C.________ vom 20. August 2020 sowie 
entsprechendes Arztzeugnis vom 21. August 2020, Schreiben des Physiotherapeuten vom 
19. August 2020 und MRI LWS vom 19. September 2019 [Bf-act. 2–5]), welche die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung erneut ihrem RAD-Arzt zur 
Stellungnahme vorlegte. Beurteilend kam Dr. B.________ am 7. September 2020 zum 
Schluss, den Neuakten könnten geringe/leichtgradige degenerative Veränderungen im 
Bereich der unteren LWS ohne Anhaltspunkte/Hinweise auf eine relevante Nervenwurzel-
Beeinträchtigung entnommen werden. In Abwesenheit zusätzlicher objektiver, klinisch-
neurologischer Befunde würde sich dadurch nichts an seiner bisherigen Einschätzung 
ändern. Der von hausärztlicher Seite eingebrachte Hinweis, dass diverse ärztliche 
Gutachten ohne Dolmetscher erfolgt seien, sei nicht haltbar, lasse sich doch sowohl dem 
neurologischen als auch dem psychiatrischen Teilgutachten vom 12. März 2019 jeweils 
auf der ersten Seite entnehmen, dass die Anamnese und Untersuchung mit Unterstützung 
durch einen Dolmetscher für die albanische Sprache erfolgt sei. Dass die empfohlene 
Psychotherapie der Versicherten aufgrund der Distanz und der "Überreizung" nicht 
zugemutet werden könnte, sei ebenso nicht nachvollziehbar (Beilage zur 
Vernehmlassung).  

4.7 Dem im Rahmen des Weiteren Schriftenwechsels eingereichten Arztbericht von 
Dipl. med. C.________ vom 21. September 2020 können zusätzlich zu den bekannten 
Diagnosen aktuell folgende Diagnosen entnommen werden: anhaltende Lumbago bei 
schwerer Skoliose und degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule. Hausarzt 
Dipl. med. C.________ wies darauf hin, dass der Invaliditätsgrad weiterhin 100 % betrage. 
Eine IV-Rente auf Zeit sei aufgrund der Komplexität des Krankheitsbildes mit sogar 
jetziger permanenter Schmerzstörung bei schwerer Erschöpfungsdepression nicht 
gerechtfertigt. Aufgrund der Fehlhaltung am linken Sprunggelenk komme es zu 
zunehmenden Rückenschmerzen, welche die Patientin im Alltag zu 100 % belasten 
würden (act. 7).

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5. Wie sich aus den Akten ergibt, stellte die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung 
des Leistungsgesuchs auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. B.________ vom 
22. August 2019 ab, wonach eine dauerhafte Einschränkung bezogen auf die 
angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin Hauswirtschaft zum Zeitpunkt des bidisziplinären 
Gutachtens der PMEDA vom März 2019 nicht mehr ausgewiesen sei (vgl. IV-act. 32). Die 
Beschwerdeführerin bestreitet dies und stellt sich auf den Standpunkt, eine Besserung 
ihres Gesundheitszustandes sei nicht ersichtlich. Sie sei weiterhin in ärztlicher Behandlung 
und leide an Schmerzen, weshalb sie nicht arbeitsfähig sei. Wie nachfolgend aufzuzeigen 
sein wird, kann dieser Ansicht der Beschwerdeführerin indes nicht gefolgt werden.

5.1 Grundsätzlich ist es zulässig, im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt 
auf intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind 
jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass 
bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 
16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 

Vorliegend bestehen für das Gericht jedoch gerade keine Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der Beurteilung von RAD-Arzt Dr. B.________. Insbesondere ist zu 
berücksichtigen, dass die RAD-Stellungnahme vom 22. August 2019 die von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der gesamten me-
dizinischen Vorakten erging und schliesslich in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge bzw. der medizinischen Situation einleuchtet und die 
Schlussfolgerungen für das Gericht nachvollziehbar begründet sind.

Sodann steht die Beurteilung von Dr. B.________ im Einklang mit dem neurologischen 
und psychiatrischen Gutachten der PMEDA vom 12. März 2019, gingen die Gutachter 
doch bereits ab Mitte April 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 21 S. 4). 
Medizinische Berichte, welche sich mit der Einschätzung der PMEDA auseinandersetzen 
und darlegen würden, weshalb entgegen deren Auffassung weiterhin von einer 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden müsste, sind nicht aktenkundig. 
Soweit Hausarzt Dipl. med. C.________ weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
attestierte bzw. attestiert, konnte dies der psychiatrische Gutachter nur noch bis Mitte April 
2019 bestätigen, weil unter einer adäquaten psychiatrischen und psychotherapeutischen 
Behandlung der depressiven Symptome nach spätestens vier Wochen wieder von einer 
vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (vgl. IV-act. 21 S. 28 f.). Der 

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psychiatrische Gutachter empfahl vorrangig eine fachärztliche Ordnung der 
polypragmatischen Psychopharmakotherapie aber auch der Mehrfachmedikation von 
diversen Analgetika, ein fachärztliche psychiatrische Supervision sowie eine 
psychotherapeutische Behandlung in der Muttersprache der Versicherten (vgl. IV-act. 21 
S. 28). In der Folge fand zwar ein Abklärungsgespräch bei Dr. H.________ statt (vgl. IV-
act. 41 S. 4 f.). Wie dem Bericht vom 27. Februar 2020 entnommen werden kann, nahm 
die Beschwerdeführerin jedoch gesamthaft nur drei Termine wahr (vgl. IV-act. 46 S. 1), 
nachdem sie sich bereits im Rahmen des Abklärungsgesprächs vom 13. Dezember 2019 
skeptisch gegenüber einer Behandlung geäussert hatte (vgl. IV-act. 41 S. 4). Auch wenn 
es zutreffen mag, dass eine ambulante Psychotherapie mangels eines albanisch 
sprechenden Therapeuten in wohnortsnähe nicht möglich ist, ist mit der 
Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass auch die Möglichkeit einer stationären 
Behandlung bestehen würde. Vor dem Hintergrund der im Sozialversicherungsrecht 
geltenden Schadenminderungspflicht ist jedenfalls daran zu erinnern, dass die versicherte 
Person insoweit zu Vorleistungen verpflichtet ist, als sie vor Geltendmachung von 
Leistungen das ihr Zumutbare an Behandlung über sich ergehen lassen muss. Wie RAD-
Arzt Dr. B.________ mit Stellungnahme vom 14. April 2020 zu Recht darauf hingewiesen 
hat, wäre der Beschwerdeführerin eine stationäre psychiatrische Behandlung – 
vorausgesetzt sie würde ebenfalls in ihrer Muttersprache erfolgen – denn auch absolut 
zumutbar (vgl. IV-act. 47). Daran ändern auch die Ausführungen ihres Hausarztes, 
wonach die Beschwerdeführerin aufgrund der Entfernung und der Überreizung nicht in der 
Lage sei, die empfohlene Psychotherapie wahrzunehmen (vgl. Bf-act. 2), nichts. 
Angesichts der bestehenden Möglichkeit, die empfohlene psychiatrische Behandlung im 
stationären Rahmen durchzuführen, erschliesst sich dem Gericht jedenfalls nicht, weshalb 
der Beschwerdeführerin die Aufnahme einer Psychotherapie nicht zugemutet werden 
könnte (vgl. dazu auch RAD-Stellungnahme vom 7. September 2020 [Beilage zur 
Vernehmlassung]). Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare 
stationäre psychiatrische Behandlung in Anspruch genommen hätte, können dem 
Aktendossier keine entnommen werden. Entgegen der Empfehlung der Psychiaterin 
Dr. H.________ erfolgte sodann auch keine Optimierung der Medikation und es fanden 
insgesamt lediglich drei Konsultationen bei ihr statt (vgl. IV-act. 46 S. 1). In Anbetracht 
dessen kann keine Rede davon sein, dass die Behandlungsoptionen ausgeschöpft wären, 
weshalb mit der Beschwerdegegnerin von einem wenig ausgeprägten Leidensdruck im 
Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszugehen ist.

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Urteil S 2020 99

Des Weiteren ist festzustellen, dass sich die behandelnde Psychiaterin nicht zur 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geäussert hat. Daran hat auch die Rückfrage der 
IV-Stelle vom 14. Februar 2020 (IV-act. 45) nichts geändert, enthält das Antwortschreiben 
von Dr. H.________ vom 27. Februar 2020 mit Ausnahme betreffend 
Behandlungsfrequenz doch keine weitergehenden Ausführungen im Vergleich zum Bericht 
vom 16. Dezember 2019 (vgl. IV-act. 41 S. 4 f. und IV-act. 46). Angaben zur 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin können dem genannten Schreiben jedenfalls 
nicht entnommen werden. Wie die Beschwerdegegnerin sodann zutreffend angemerkt hat, 
beruhen die Berichte der vorübergehend behandelnden Psychiaterin im Wesentlichen auf 
den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und eine Würdigung der gutachterlich 
festgestellten Hinweise auf eine bewusstseinsnahe, wenig plausible Präsentation 
kognitiver Defizite fehlt, setzt sich Dr. H.________ trotz Hinweis der IV-Stelle mit dem 
Gutachten der PMEDA doch überhaupt nicht auseinander. In Anbetracht der Tatsache 
schliesslich, dass lediglich drei Termine bei der Psychiaterin stattgefunden haben und sie 
deshalb selbst darauf hingewiesen hat, sie könne die Fragen der IV-Stelle nicht 
ausreichend beantworten (vgl. IV-act. 46), sind die nicht weiter begründeten Berichte 
ihrerseits nicht geeignet, die Beurteilung von Dr. B.________ in Zweifel zu ziehen. In 
diesem Zusammenhang ist sodann auf die Erfahrungstatsache zu verweisen, wonach 
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. E. 3.5 
vorstehend). Rechtsprechungsgemäss lässt es die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach)-Person einerseits und 
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits 
(BGE 124 I 170 E. 4) jedenfalls nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation 
entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind.

Unter diesem Aspekt vermag im Übrigen auch die Einschätzung des Hausarztes, wonach 
die Beschwerdeführerin nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig sei, an der RAD-Beurteilung 
keine Zweifel aufkommen zu lassen. In den nur sehr rudimentär ausgefallenen Berichten 
von Hausarzt Dipl. med. C.________ werden jedenfalls keine Aspekte genannt, die von 
RAD-Arzt Dr. B.________ unerkannt und ungewürdigt geblieben wären. 

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5.2 Was schliesslich die im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens neu 
aufgelegten Arztberichte anbelangt (Schreiben von Dipl. med. C.________ vom 
20. August 2020 sowie entsprechendes Arztzeugnis vom 21. August 2020, Schreiben des 
Physiotherapeuten vom 19. August 2020 und MRI LWS vom 19. September 2019 [Bf-
act. 2–5]), ist festzustellen, dass RAD-Arzt Dr. B.________ am 7. September 2020 dazu 
ausführlich Stellung genommen hat (vgl. Beilage zur Vernehmlassung). Angesichts der 
Tatsache, dass sich im MRI vom 19. September 2019 lediglich geringe/leichtgradige 
degenerative Veränderungen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule ohne 
Anhaltspunkte/Hinweise auf eine relevante Nervenwurzel-Beeinträchtigung gezeigt haben, 
erscheint es nachvollziehbar, wenn Dr. B.________ in Abwesenheit zusätzlicher 
objektiver, klinisch-neurologischer Befunde zum Schluss kommt, dass dies an seiner 
bisherigen Einschätzung nichts ändere. Die geringen degenerativen Veränderungen 
wirken sich somit auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht aus. Was sodann 
den Vorwurf des Hausarztes anbelangt, wonach diverse ärztliche Gutachten ohne 
Dolmetscher durchgeführt worden seien, hat Dr. B.________ zu Recht darauf 
hingewiesen, dass dies nicht den Tatsachen entspreche. Wie sich der ersten Seite der 
jeweiligen Teilgutachten entnehmen lässt, erfolgte die Anamnese und Untersuchung mit 
Unterstützung durch einen Dolmetscher für die albanische Sprache (vgl. IV-act. 21 S. 6 
und 18). Der Einwand des Hausarztes erweist sich somit als unbegründet. 

Eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes könnte schliesslich lediglich 
dem neusten Bericht von Dipl. med. C.________ vom 21. September 2020 entnommen 
werden, diagnostiziert der Hausarzt darin doch aktuell eine anhaltende Lumbago bei 
schwerer Skoliose und degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (vgl. act. 7). 
Nichtsdestotrotz kann die Beschwerdeführerin auch daraus – zumindest für das 
vorliegende Verfahren – nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Beschwerdeführerin 
übersieht, dass für die Beurteilung des Leistungsanspruchs der Sachverhalt massgebend 
ist, wie er sich bis zum Verfügungserlass ereignet hat (vgl. E. 2 vorstehend). Somit ist 
vorliegend grundsätzlich der Sachverhalt relevant, wie er sich bis zum 27. Juli 2020 
präsentierte. Spätere ärztliche Berichte sind ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn 
daraus konkrete Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt des 
Verfügungserlasses gezogen werden können (BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017 
E. 8.3 und 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). Dies ist 
vorliegend jedoch gerade nicht der Fall, hält der eingereichte Bericht des Hausarztes doch 
diejenigen Diagnosen fest, die aktuell zusätzlich zu den bekannten hinzugekommen sind, 

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sich mithin erst nach Verfügungserlass gezeigt haben. Der Bericht des Hausarztes vom 
21. September 2020 kann im vorliegenden Verfahren somit nicht berücksichtigt werden. 
Insoweit sich eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ergeben haben sollte, ist 
die Beschwerdeführerin auf den Weg der Neuanmeldung zu verweisen.

5.3 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. B.________ für 
den Monat Mai 2019 von einer 50%igen und ab 1. Juni 2019 von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin ausgehen durfte. 
Sowohl die Einwände der Beschwerdeführerin als auch die in den Akten liegenden 
Arztberichte führen jedenfalls nicht dazu, dass auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Beurteilung erweckt werden und nicht darauf 
abgestellt werden konnte, sondern die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen hätte 
durchführen müssen. 

6. Bei einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % ab 1. Mai 2019 besteht 
dementsprechend unter Anwendung der gemischten Methode (Einschränkung im Bereich 
der Erwerbstätigkeit von 50 % und im Bereich des Haushalts von 0 %) kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr. Die Befristung des Rentenanspruchs nach 
einer dreimonatigen Wartezeit per 31. Juli 2019 ist somit nicht zu beanstanden. Damit 
erweist sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d). 

Unter Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 
ausreichend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Schon für die IV-Stelle gab es keinen Grund, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
Stellungnahme ihres RAD-Arztes abstellen, weshalb es keiner weiteren Abklärungen oder 

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einer Begutachtung bedarf und der Beschwerdegegnerin keine Verletzung der 
Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG vorzuwerfen ist. 

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die IV-Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum 
Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 22. Februar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am