# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d5db0db-0ca2-5ff2-9f12-22f1c56cc6e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2009 C-4331/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4331-2008_2009-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4331/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

A._______, Österreich,
vertreten durch 
AK Vorarlberg, Kammer für Arbeiter und Angestellte für 
Vorarlberg, Geschäftsstelle Bregenz, Reutegasse 11, 
AT-6900 Bregenz,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4331/2008

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1950  geborene,  verheiratete,  österreichisch-
schweizerische Doppelbürgerin A._______ war in den Jahren 1969 bis 
1988 (mit  Unterbrüchen)  in  der  Schweiz  erwerbstätig  und hat  dabei 
Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung entrichtet (act. 1 und 4). Am 27. April  2007 hat 
sie sich über die österreichische Pensionsversicherungsanstalt bei der 
IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA  (nachfolgend:  IV-Stelle) 
zum Bezug einer Invalidenrente angemeldet (act. 1 und 3).

B.
Mit  Vorbescheid  vom  11. März  2008  (act. 23)  teilte  die  IV-Stelle 
A._______ mit,  es liege keine anspruchsbegründende Invalidität  vor, 
weshalb  beabsichtigt  werde,  das  Leistungsbegehren  abzuweisen. 
A._______ liess sich dazu nicht vernehmen.

C.
Mit Verfügung vom 26. Mai 2008 (act. 25) wies die IV-Stelle das Leis-
tungsbegehren  von  A._______  mangels  anspruchsbegründender 
Invalidität ab.

Die IV-Stelle stützte sich dabei im Wesentlichen auf (1) das Gesamt-
gutachten von Dr. med. B._______, Facharzt für innere Medizin, vom 
11. Juni  2007  (act. 17),  (2) das  Gutachten  von  Dr. med. C._______, 
Facharzt  für  Orthopädie  und  orthopädische  Chirurgie,  vom  22. Mai 
2007  (act. 18),  (3) das  Hauptgutachten  von  Dr. med. D._______, 
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, dipl. Sportarzt, 
vom  29. August  2007  (act. 19),  (4) den  Schlussbericht  von 
Dr. med. E._______ des RAD Rhone vom 21. Februar  2008 (act. 22) 
sowie auf (5) den Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten 
vom  13. November  2007  (act. 9)  und  (6) den  Fragebogen  für  den 
Versicherten vom 13. November 2007 (act. 10).

Die Ärzte diagnostizierten in den obgenannten Gutachten im Wesentli-
chen  Bluthochdruck,  ein  chronisches  Lendenwirbelsäulen-Schmerz-
syndrom bei Wirbelgleiten und Abnützungserscheinungen, ein chroni-
sches Halswirbelsäulensyndrom mit einer intermittierenden pseudora-
dikulären  Symptomatik  rechts,  einen  Verdacht  auf  Carpaltunnelsyn-
drom  beider  Hände,  einen  Zustand  nach  langem  Bizepssehnenriss 

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rechts  mit  operativer  Versorgung  (Refixation)  sowie  einen  Zustand 
nach  Hüfttotalendoprothesen-Operation  links.  Insgesamt  kamen  die 
untersuchenden  Ärzte  zum  Schluss,  dass  A._______  mit  den 
geschilderten Einschränkungen in der Lage sei, ohne längere als die 
üblichen Unterbrechungen während 8 Stunden täglich leichte Arbeiten 
in  wechselnder  Körperhaltung  (Gehen,  Stehen  und  Sitzen),  ohne 
Einwirkung von Kälte, Nässe und Durchzug und unter Vermeidung von 
Heben und Tragen von Lasten über 10 respektive 5 Kilo auszüben.

D.
Gegen die Verfügung vom 26. Mai 2008 hat A._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin),  vertreten  durch  die  Kammer  für  Arbeiter  und 
Angestellte für Vorarlberg, mit Eingabe vom 26. Juni 2008 Beschwerde 
beim  Bundesverwaltungsgericht  erhoben.  Sie  beantragte  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Ausrichtung einer 
Invalidenrente.  Sie  begründete  dies  damit,  dass  aufgrund  der 
gesundheitlichen Gesamtsituation mit massiven Einschränkungen der 
beruflichen  Belastbarkeit  sowie  jährlich  mit  mehrwöchigen  Kran-
kenständen  zu  rechnen  sei.  Als  Beweis  reichte  sie  ein  Attest  von 
Dr. med. F._______, Facharzt für Orthopädie, vom 20. Juni 2008 ein.

E.
Mit Vernehmlassung vom 20. November 2008 beantragte die IV-Stelle 
unter Hinweis auf den Bericht  ihres ärztlichen Dienstes vom 19. No-
vember 2008 die Abweisung der Beschwerde.

F.
Mit Replik vom 22. Dezember 2008 reichte die Beschwerdeführerin ein 
medizinisches Attest von Dr. med. D._______, Facharzt für Orthopädie 
und orthopädische Chirurgie, dipl. Sportarzt, vom 18. Dezember 2008 
ein und hielt sinngemäss an ihren Rechtsbegehren fest.

G.
Mit Duplik vom 27. Januar 2009 reichte die IV-Stelle einen Bericht des 
ärztlichen Dienstes vom 23. Januar 2009 ein und hielt  am gestellten 
Antrag fest.

H.
Der mit Zwischenverfügung vom 3. Juli 2008 eingeforderte Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 400.-- ist am 5. August 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen.

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I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Ak-
ten wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist  darauf 
einzutreten.

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin  ist  österreichische Staatsangehörige,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

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Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-
den  ist  (Art. 80a  IVG).  Nach  Art. 3  Abs. 1  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen An-
wendungsbereich  der  Verordnung  fallenden,  in  einem  Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-
rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – 
für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, 
wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbe-
standsmerkmale  der  Invalidität  in  Anhang V  dieser  Verordnung  als 
übereinstimmend  anerkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen 
Österreich und der Schweiz (ebenso wie das Verhältnis zwischen den 
übrigen  EU-Mitgliedstaaten  und  der  Schweiz)  nicht  der  Fall  ist.  Ge-
mäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat der Träger eines Mitglied-
staates aber – wie dies die IV-Stelle getan hat – bei der Bemessung 
des Invaliditätsgrades die von den Trägern der anderen Staaten erhal-
tenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwal-
tung zu berücksichtigen soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren ein-
gebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG).

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3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend, die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende Verfah-
ren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesge-
setz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  an-
wendbar. Die  im ATSG enthaltenen Formulierungen der  Arbeitsunfä-
higkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und der Einkommens-
vergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der  Rechtspre-
chung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung. Dem-
zufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten 
Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des  ATSG  weiterhin  Geltung 
(BGE 130 V 343).

In materiell-rechtlicher Hinsicht ist pro rata temporis auf jene Bestim-
mungen des IVG und der IVV abzustellen, die für die Beurteilung eines 
Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft standen. Vorlie-
gend ist deshalb einerseits auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 
2004  in  Kraft  getretenen  Änderungen  (4. IV-Revision)  sowie  auf  die 
per  1. Januar  2008  eingeführten  Änderungen  (5. IV-Revision)  abzu-
stellen.

3.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-

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chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ar-
beitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind  sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.5 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt 
werden, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichter-
werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu-
wendende  Methode  der  Invaliditätsgradbemessung  hat  (allgemeine 
Methode des Einkommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische 
Methode des Betätigungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 28  Abs. 2,  Abs. 2bis und  Abs. 2ter IVG  [4. IV-Revision]  und 
Art. 28a IVG [5. IV-Revision]).

3.5.1 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unver-
änderten  Umständen  täte,  wenn  keine  gesundheitliche  Beeinträchti-
gung bestünde. So sind insbesondere bei  im Haushalt  tätigen Versi-
cherten  die  persönlichen,  familiären,  sozialen  und  erwerblichen  Ver-
hältnisse ebenso wie  allfällige  Erziehungs-  und Betreuungsaufgaben 
gegenüber  Kindern,  das  Alter,  die  beruflichen  Fähigkeiten  und  die 
Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu be-
rücksichtigen. Die  Statusfrage  beurteilt  sich  praxisgemäss nach  den 

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Verhältnissen,  wie sie sich bis  zum Erlass der angefochtenen Verfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im 
Gesundheitsfall  ausgeübten  (Teil-)Erwerbstätigkeit  der  im  Sozialver-
sicherungsrecht  übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit  ausreicht  (vgl.  BGE 133 V 504  E. 3.3,  133 V 477  E. 6.3, 
125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen).

3.5.2 Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für Hausfrauen, die 
vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens nicht ganztägig erwerbstä-
tig  waren,  die  sogenannte  gemischte  Methode  anzuwenden  (vgl. 
BGE 130 V 393 mit  Hinweisen). Dabei  wird die Invalidität  im Bereich 
der Erwerbstätigkeit aufgrund des Einkommensvergleichs bestimmt, im 
Bereich der üblichen Tätigkeit im Haushalt jedoch anhand des Betäti-
gungsvergleichs bemessen (Art. 28 Abs. 2ter IVG [4. IV-Revision]  und 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Danach wird zunächst der Anteil der Erwerbstä-
tigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande-
rem im Haushalt)  bestimmt,  wobei  sich  die  Frage,  in  welchem Aus-
mass  die  versicherte  Person  ohne  gesundheitliche  Beeinträchtigung 
erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beur-
teilt. Der Invaliditätsgrad ergibt sich schliesslich aus einer Addition der 
in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten.

Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt  zum Erwerbseinkommen,  das  sie  erzielen  könnte,  wenn sie 
nicht  invalid  geworden  wäre  (sogenanntes  Valideneinkommen).  Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenüber gestellt  werden, worauf sich 
aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (all-
gemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Ver-
hältnisse  im  Zeitpunkt  des  (hypothetischen)  Beginns  des  Rentenan-
spruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invalideneinkommen  auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass res-
pektive  bis  zum  Einspracheentscheid  zu  berücksichtigen  sind 

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(BGE 129 V 222 E. 4). Für  die  Ermittlung des  Einkommens, welches 
der Versicherte ohne Invalidität  erzielen könnte (Valideneinkommen), 
ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozial-
versicherungsrecht allgemein gültigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je 
mit Hinweisen)  als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der rea-
len Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 
empirischer  Erfahrung  entspricht,  dass  die  bisherige  Tätigkeit  ohne 
Gesundheitsschaden  fortgesetzt  worden  wäre.  Ausnahmen  von  die-
sem Grundsatz müssen ebenfalls mit  überwiegender Wahrscheinlich-
keit  erwiesen  sein,  damit  sie  berücksichtigt  werden können. Für  die 
Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er-
werblichen  Situation  auszugehen,  in  welcher  die  versicherte  Person 
konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men  nach  Eintritt  der  Invalidität  mehr  gegeben,  namentlich  weil  die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
zumindest  keine  zumutbare  Erwerbstätigkeit  aufgenommen  hat,  so 
sind nach der  Rechtsprechung die  gesamtschweizerischen Tabellen-
löhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472  E. 4.2.1). 
Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) im 
jeweiligen Wirtschaftssektor.

3.6 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

3.6.1 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend 
für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  des 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht  oder als Gutachten (vgl. dazu 

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das  Urteil  des  EVG  vom  26. Januar  2006  [I 268/2005] E. 1.2,  mit 
Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des EVG vom 24. Januar 2000 [I 128/98] E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat-
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind  aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des EVG vom 20. März 2006 [I 655/05] E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil  des  Bundesgerichts  vom  27. Mai 2008  [9C_24/2008] E. 2.3.2, 
publiziert in: Plädoyer 2009 S. 72 ff.).

3.6.2 Für  den  Beweiswert  eines  Berichtes  über  die  Abklärung  im 
Haushalt  eines  Versicherten sind  –  analog zur  vorerwähnten Recht-
sprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten – verschiede-
ne  Faktoren  zu  berücksichtigen:  Es  ist  wesentlich,  dass  der  Bericht 
von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den ört-
lichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen 
Diagnosen  sich  ergebenden  Beeinträchtigungen  und  Behinderungen 
hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichti-
gen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzu-
zeigen  sind. Der  Berichtstext  muss  schliesslich  plausibel,  begründet 
und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen 
sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen 
Angaben  stehen  (in  BGE 134 V 9  [Urteil  I 246/05  vom  30. Oktober 
2007] nicht publizierte E. 5.2 mit Hinweisen). Trifft  all  dies zu, ist der 
Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Diese Beweiswürdigungskriterien 
sind nicht  nur für  die  im Abklärungsbericht  enthaltenen Angaben zu 
Art  und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern 
gelten analog für den Teil des Abklärungsberichts, der den mutmassli-

Seite 10

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chen Umfang der erwerblichen Tätigkeit  von teilerwerbstätigen Versi-
cherten  mit  häuslichem  Aufgabenbereich  im  Gesundheitsfall  betrifft 
(vgl. Urteil des EVG vom 19. Juni 2006 [I 236/2006] E. 3.2 mit Hinwei-
sen).

Auch wenn bei den im Ausland wohnenden Versicherten mangels ge-
eigneten Abklärungspersonen keine Haushaltabklärung (im Sinne ei-
ner Abklärung an Ort und Stelle gemäss Art. 69 Abs. 2 IVG) durchge-
führt  werden  kann,  muss  die  Beurteilung  einer  Beeinträchtigung  im 
Haushalt nach analogen Grundsätzen erfolgen (vgl. Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts  vom 16. März  2009  [C-5131/2007]  E. 4.2.5).  Ob 
eine solche Abklärung dann im einzelnen Fall genügt, ist anhand der 
konreten Verhältnisse zu entscheiden.

3.7 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in 
seiner  Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch mög-
lich und zumutbar  erscheint  (BGE 113 V 22 E. 4a,  111 V 235 E. 2a). 
Deshalb  ist  es  am  behandelnden  Arzt  beziehungsweise  am  Ver-
trauensarzt der IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Ver-
sicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit 
und zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt  ein-
setzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrech-
nen zu lassen, wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähig-
keit tatsächlich verwertet oder nicht.

Ebenso ist  der Versicherte gehalten, im Rahmen des Möglichen und 
Zumutbaren  Verfahrensweisen  zu  entwickeln,  welche  die  Auswirkun-
gen seiner Behinderung im hauswirtschaftlichen Aufgabenbereich re-
duzieren und ihm eine möglichst vollständige und unabhängige Erledi-
gung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann er wegen seiner Be-
hinderung  gewisse  dieser  Arbeiten  nur  noch  mühsam  und  mit  viel 
höherem Zeitaufwand erledigen, so muss er in erster Linie seine Ar-
beit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehö-
rigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im 
Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die 
Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittperso-
nen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, de-
nen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch 

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eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Inva-
liditätsbemessung bei einer im Haushalt tätigen Person zu berücksich-
tigende  Mithilfe  von  Familienangehörigen  geht  daher  weiter  als  die 
ohne  Gesundheitsschädigung  üblicherweise  zu  erwartende  Unter-
stützung (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).

3.8 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent  besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 1  IVG  [4. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für die Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist. 

3.9 Der  Rentenanspruch nach Artikel 28  entsteht  frühestens  in  dem 
Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40 Prozent bleibend 
erwerbsunfähig  (Art. 7  ATSG) geworden  ist  (Art. 29  Abs. 1  lit. a  IVG 
[4. IV-Revision])  oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent  arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG [4. IV-Revision]).

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  erhalten 
oder  verbessern  können  (Art. 28  Abs. 1  lit. a  IVG  [5. IV-Revision]); 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens  40  Prozent  arbeitsunfähig  (Art. 6  ATSG)  gewesen  sind 
(Art.28  Abs. 1  lit. b  IVG  [5.IV-Revision]);  und  nach  Ablauf  dieses 
Jahres  zu  mindestens  40 Prozent  invalid  (Art. 8  ATSG) sind  (Art. 28 
Abs. 1 lit. c IVG [5. Revision]).

3.10 Anspruch  auf  eine  ordentliche  Rente  haben  gemäss  Art. 36 
Abs. 1  IVG  (4. IV-Revision)  die  rentenberechtigten  Versicherten,  die 
bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Bei-
träge an die schweizerische Sozialversicherung geleistet haben. 

Seite 12

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4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IV-Stelle das Leistungsbegehren der 
Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat.

4.1 Dem  ärztlichen  Gesamtgutachten  von  Dr. med. B._______, 
Facharzt für Innere Medizin, vom 11. Juni 2007, welches sich auf die 
Untersuchung  desselben  vom  21. Mai  2007  sowie  auf  die  Untersu-
chung  von  Dr. med. C._______,  Facharzt  für  Orthopädie  und 
orthopädische Chirurgie, vom 22. Mai 2007 stützt, sind folgende Diag-
nosen zu entnehmen: Aus orthopädischer Sicht bestünden keine Ein-
schränkungen der linken Hüfte. Der Oberarmumfang auf der rechten 
Seite sei gegenüber der anderen Seite um 1-1,5 cm reduziert, wobei 
bei  der  Kraftprüfung  das  Anspannen  des  Muskelbauchs  in  Ordnung 
sei. Es bestehe der Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom. Im Bereich 
der Lendenwirbelsäule bestehe ein Wirbelgleiten, welches im Segment 
L5/S1 auf der Basis einer Lyse, im Segment L4/L5 durch Bandschei-
bendegeneration sowie insuffiziente Facettengelenke entstanden sei. 
Aus internistischer  Sicht  sei  ein  arterieller  Hypertonus  festzustellen, 
welcher medikamentös vermutlich nicht ausreichend kontrolliert werde. 
Anhaltspunkte für allfällige Folgeerkrankungen bestünden jedoch kei-
ne. Insgesamt erachten die Gutachter die Beschwerdeführerin in leich-
ten  Tätigkeiten  mit  wechselnder  Körperhaltung  als  vollschichtig  ar-
beitsfähig. 

4.2 Dr. med. D._______,  Facharzt  für  Orthopädie  und  orthopädische 
Chirurgie,  dipl. Sportarzt,  stellt  in  seinem Gutachten vom 29. August 
2007  im  Wesentlichen  dieselben  Diagnosen,  wie  sie  bereits  im 
Gesamtgutachten (vgl. Ziffer  4.1 hievor)  gestellt  wurden. Er stellt  je-
doch zusätzlich eine Coxarthrose rechts mit  deutlicher Gelenksspalt-
verschmälerung fest. Auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit hat die-
se Abweichung der Diagnosestellung keinen Einfluss, da auch er der 
Ansicht ist, die Beschwerdeführerin könne vollschichtig einer leichten 
und wechselbelastenden Tätigkeit nachgehen.

4.3 Gestützt auf die Gutachten der Dres. B._______, C._______ und 
D._______ hat Dr. med. E._______, RAD-Arzt, den Schlussbericht des 
RAD  Rhone  verfasst.  Als  Hauptdiagnose  nennt  er  ein  chronisches 
Lumbovertebralsyndrom.  Als  Nebendiagnosen  stellt  er  einen  Status 
nach einer Bizepssehnenruptur rechts mit operativer Versorgung sowie 
eine Coxarthrose links mit  Status nach Endoprothesenoperation fest. 
Schliesslich  weist  er  auf  die  bestehende Hypertonie  hin,  die  jedoch 

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keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Aufgrund dieser Diagno-
sen kommt er zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei seit Dezember 
2005 in der bisherigen Tätigkeit im Gastgewerbe zu 30%, für Tätigkei-
ten im Haushalt zu 16% und in einer angepassten Tätigkeit zu 20% ar-
beitsunfähig. Zur Begründung führte er aus, infolge der belastungsab-
hängigen Glieder- und Rückenschmerzen seien der Beschwerdeführe-
rin keine schweren Arbeiten mehr zumutbar. Als Serviertochter komme 
daher am ehesten ein Einsatz in einem kleinen, überschaubaren Be-
trieb  in  Frage,  wo  sie  keine  langen  Wege  zurücklegen  müsse.  Im 
Haushalt  bestehe überdies ebenfalls eine Einschränkung,  da sie die 
schweren  Arbeiten  nicht  mehr  verrichten  könne.  Man  könne  davon 
ausgehen, dass die Einschränkungen seit Dezember 2005 (Kuraufent-
halt) bestünden. Insgesamt sei in einer leichten und angepassten Tä-
tigkeit (zum Beispiel im Detailhandel [Verkäuferin, Kassierin] oder ein-
fache Tätigkeiten in der Verwaltung  [Telefonistin,  Datenerfassung, Ar-
chivierung]) von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit mit verminderter 
Leistung auszugehen.

In Bezug auf  die Einschränkung im Haushalt  ist  Dr. med. E._______ 
davon  ausgegangen,  die  Beschwerdeführerin  sei  in  der 
Wohnungspflege, welche insgesamt einen Anteil  von 15% der Haus-
haltsarbeiten  ausmache,  zu  30%,  in  der  Wäsche  und  Kleiderpflege 
(bei einem Anteil von 15%) ebenfalls zu 30% und in Diversem (bei ei-
nem Anteil von 28%) zu 20% eingeschränkt. Dies entspreche schliess-
lich insgesamt einer Einschränkung von 16%.

4.4

4.4.1 Die  von  der  IV-Stelle  berücksichtigten  Gutachten  kommen  im 
Wesentlichen zum gleichen Schluss: Die Beschwerdeführerin sei zwar 
in  einem gewissen  Mass  gesundheitlich  eingeschränkt,  sie  sei  aber 
durchaus  in  der  Lage,  einer  leichten  und  wechselbelastenden  Er-
werbstätigkeit nachzugehen. Die Gutachten sind gestützt auf die Vor-
akten, die geklagten Beschwerden und objektive Befunde erstellt wor-
den. Sie sind ferner widerspruchsfrei  und schlüssig und entsprechen 
somit den von der Rechtsprechung entwickelten qualitativen Anforde-
rungen an Gutachten, weshalb darauf abzustellen ist. 

4.4.2 Das  von  der  Beschwerdeführerin  mit  der  Beschwerde  einge-
reichte  Kurzattest  von  Dr. med. F._______,  Facharzt  für  Orthopädie, 
vom 20. Juni 2008 bescheinigt der Beschwerdeführerin das Vorliegen 

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einer ausgeprägten mehretagigen Bandscheibenabnützung im Bereich 
der Halswirbelsäule, einen Zustand nach Hüfttotalendoprothese links, 
schwere Abnützungserscheinungen der rechten Hüfte sowie einen Zu-
stand nach Acromioplastik beide Schultern. In diesem Attest wird we-
der dargelegt, wie diese (zum Teil von den anderen Gutachten abwei-
chenden) Diagnosen ermittelt wurden, noch wird nachvollziehbar und 
begründet ausgeführt,  welche Einschränkungen sich daraus ergeben 
sollen. Ähnliches gilt  für das Kurzattest von Dr. med. D._______ vom 
18. Dezember  2008:  Auch  hier  werden  lediglich  die  Diagnosen 
wiederholt,  aber  es  wird  in  keinerlei  Hinsicht  begründet,  inwiefern 
diese Diagnosen zu einer grösseren als der in den anderen Gutachten 
festgestellten Arbeitsunfähigkeit führen sollen. Er führt auch nicht aus, 
wieso  er  in  diesem Kurzattest  von  seiner  eigenen  Einschätzung  im 
ausführlichen  Gutachten vom 29. August  2007  abweicht. Die  beiden 
nachträglich eingereichten Atteste sind somit zu unpräzise und legen 
nicht  in  genügender  Art  und  Weise  dar,  inwiefern  die  anderen 
Gutachten nicht zutreffend sein sollten. Sie vermögen keinen Zweifel 
an  der  Richtigkeit  der  anderen  Gutachten  aufkommen  zu  lassen, 
weshalb nicht auf sie abzustellen ist. 

Der Vollständigkeit halber ist schliesslich noch festzuhalten, dass auch 
das nach Erlass der  Verfügung bei  der  IV-Stelle  eingegangene aus-
führliche Gutachten von Dr. med. G._______, Facharzt für Neurologie 
und  Psychiatrie,  Arzt  für  psychosoziale  und  psychotherapeutische 
Medizin,  vom  11. September  2007  (act. 26)  im  Wesentlichen  die 
bereits  von  den  anderen  Ärzten  gestellten  Diagnosen  bestätigt  und 
zum Schluss kommt, die Beschwerdeführerin sei in leichten und wech-
selbelastenden Tätigkeiten voll arbeitsfähig, weshalb auch dieses Gut-
achten lediglich  die  bereits  gewürdigten  Gutachten  bestätigt,  jedoch 
keinerlei  neuen Sachverhaltselemente einbringt,  die am Ergebnis et-
was ändern könnten.

4.4.3 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin angegeben, sie habe bis 
zum 31. März 2006 während 25 Stunden pro Woche als Servicemitar-
beiterin gearbeitet. Diese Stelle habe sie jedoch wegen Betriebsauflö-
sung aufgeben müssen. Aus der Zusammenstellung der zurückgeleg-
ten Versicherungszeiten des österreichischen Versicherungsträgers ist 
ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin seit 1988 in Österreich gear-
beitet und teilweise Arbeitslosengeld bezogen hat. Im April  2006 hat 
die Beschwerdeführerin Krankengeld und vom Mai 2006 bis zum März 
2007 Arbeitslosengeld bezogen. Ferner ist dem schweizerischen indi-

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viduellen  Kontoauszug  zu  entnehmen,  dass  die  Beschwerdeführerin 
auch in den Jahren zuvor (vor 1988) jeweils in der Schweiz einer (Teil-
zeit-)Erwerbstätigkeit  nachgegangen  ist.  Es  ist  daher  anzunehmen, 
dass sie ohne gesundheitliche Einschränkung weiterhin im bisherigen 
Umfang von 25 Stunden pro Woche als Servicemitarbeiterin und die 
restliche Zeit  im Haushalt  gearbeitet  hätte. Gemäss bundesgerichtli-
cher  Rechtsprechung  ist  demnach  vorliegend  die  Invaliditätsbemes-
sung anhand der  gemischten Methode vorzunehmen. Diese von der 
IV-Stelle angewandte Berechnungsmethode wird von der Beschwerde-
führerin zu Recht nicht beanstandet.

4.4.4 Die Ermittlung der Einschränkung im Haushalt wurde – wie bei 
Versicherten im Ausland üblich –  lediglich  gestützt  auf  die Angaben 
der  Beschwerdeführerin  im  Fragebogen  für  die  im  Haushalt  tätigen 
Versicherten und unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Defizite 
der  Beschwerdeführerin,  aber  ohne  Abklärung  an  Ort  und  Stelle, 
durchgeführt. Die einzelnen Tätigkeiten wurden aufgrund der von der 
Beschwerdeführerin geschilderten örtlichen und infrastrukturmässigen 
Verhältnisse vernünftig  gewichtet  und das Ergebnis  korrekt  ermittelt. 
Obwohl  dieses  Vorgehen  somit  nicht  in  allen  Punkten  den  von  der 
Rechtsprechung (für Versicherte in der Schweiz) entwickelten Kriterien 
genügt, ergibt sich aus den Akten kein Grund, nicht auf die Abklärung 
abzustellen,  da  diese  sorgfältig  durchgeführt  wurde  und  auch  die 
Beschwerdeführerin deren Ergebnisse nicht bestreitet.

4.4.5 Die bei der Beschwerdeführerin festgestellten Einschränkungen 
führen  somit  zu  einer  durchschnittlichen  Arbeitsunfähigkeit  während 
eines Jahres im (bisherigen) erwerblichen Bereich von 30% (in einer 
angepassten  Verweistätigkeit  sogar  nur  20%)  und  im  Haushalt  von 
16%, somit deutlich weniger als die erforderlichen 40%, weshalb die 
gesetzlichen  Voraussetzungen  für  die  Entstehung  eines  Rentenan-
spruches nicht erfüllt sind.

Zusammenfassend ist  somit  festzuhalten,  dass die  IV-Stelle  gestützt 
auf die ausführlichen und widerspruchsfreien Gutachten zu Recht da-
von ausgegangen ist, dass bei der Beschwerdeführerin keine renten-
begründende Invalidität  vorliegt,  weshalb das Leistungsbegehren ab-
zuweisen war. Die  Beschwerde ist  somit  abzuweisen  und  die  ange-
fochtene Verfügung zu bestätigen.

Seite 16

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5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah-
ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Ge-
mäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterliegen-
den Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu be-
rücksichtigen ist. Da die Beschwerdeführerin unterlegen ist, hat sie die 
Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrensaufwand 
und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200-1'000 Franken 
festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind 
die Verfahrenskosten auf Fr. 400.-- festzusetzen. Sie sind mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.-- zu verrechnen.

5.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

5.3 Die  unterliegende  Beschwerdeführerin  hat  keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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