# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 979f1123-f5da-51d6-82c1-b11a114711d8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-15
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 15.02.2023 S 2021 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-90_2023-02-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 15. Februar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2021 90

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Urteil S 2021 90

A. Eine erste Anmeldung des an Rückenbeschwerden leidenden A.________ zum 
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung führte im Jahr 2004 zu beruflichen 
Massnahmen. Diese wurden noch im gleichen Jahr abgeschlossen, weil sich der 
Versicherte nicht in der Lage fühlte, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (IV-act. 1/1 ff. und 
1/64 f.). Im Jahr 2010 trat die IV-Stelle Zug auf ein erneutes Leistungsbegehren des 
Versicherten nicht ein, weil dieser eine Verschlechterung seines Rückenleidens nicht 
glaubhaft machen konnte (IV-act. 16).

Am 13. April 2012 meldete sich A.________ nochmals zum Leistungsbezug an und wies 
auf eine Rückenoperation hin (IV-act. 17). Im Rahmen der medizinischen Abklärungen 
liess die IV-Stelle Zug den Versicherten rheumatologisch und neurologisch begutachten. 
Gestützt auf dieses bidisziplinäre Gutachten wies sie mit Verfügung vom 19. März 2014 
das Leistungsbegehren mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab (IV-
act. 78). Mit Urteil S 2014 55 vom 23. Oktober 2014 erachtete das Verwaltungsgericht des 
Kantons Zug das neurologische Gutachten als unvollständig und bemängelte das Fehlen 
einer psychiatrischen Abklärung, weshalb es die leistungsablehnende Verfügung aufhob 
und die Sache an die IV-Stelle Zug zur Ergänzung der medizinischen Abklärungen 
zurückwies (IV-act. 83). Nachdem sich der Versicherte erfolglos gegen die Begutachtung 
gewehrt hatte (vgl. VGer ZG S 2015 31 vom 26. August 2015 [IV-act. 100]), erstattete 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 5. Januar 2016 
sein psychiatrisch-psychotherapeutisches Gutachten (IV-act. 107). Inzwischen waren 
allerdings Hinweise für eine Verschlechterung des Rückenleidens aufgetreten, weshalb im 
AEH, Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG, in Zürich eine 
funktionsorientierte medizinische Abklärung des Versicherten stattfand (AEH-Gutachten 
vom 9. Dezember 2016 [IV-act. 127]). Infolge einer erneuten Rückenoperation im Jahr 
2017 fand im AEH eine Verlaufsbegutachtung statt (Gutachten vom 8. März 2020 [IV-
act. 197]). Gestützt darauf sowie auf die anschliessende Stellungnahme des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 24. März 2020 (IV-act. 202) stellte die IV-Stelle Zug mit 
Vorbescheid vom 3. April 2020 die Zusprechung einer befristeten ganzen Rente vom 
1. April bis 30. November 2017 in Aussicht (IV-act. 203) und verfügte am 18. Mai 2021 im 
angekündigten Sinne (IV-act. 232).

B. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 18. Juni 2021 Beschwerde mit 
dem Rechtsbegehren um Zusprechung von Leistungen ab dem 13. April 2013 und 
eventualiter um Einholung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens. Daneben ersuchte 
der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen 

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Urteil S 2021 90

Rechtspflege (act. 1 S. 2). Diesem Gesuch entsprach das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug mit Verfügung vom 21. Juni 2021 (act. 2). Mit Vernehmlassung vom 8. Juli 2021 
schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (act. 3), worüber der 
Beschwerdeführer am 13. Juli 2021 orientiert wurde (act. 4). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; 
VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG 
AHVIVG; BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben, 
stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung datiert 
vom 18. Mai 2021 und ist am Folgetag im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers 
eingetroffen (BF-act. 2). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 18. Juni 2021 der Post übergeben. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen 
verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf 
dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO 
VG; BGS 162.11).

2. Am 1. Januar 2022 sind die revidierten Bestimmungen des IVG in Kraft getreten 
(Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das Sozialversicherungsgericht 
stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des 
Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; in zeitlicher Hinsicht sind, 
vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze 
massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung 

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Urteil S 2021 90

hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, 
je mit Hinweisen). Der hier angefochtene Entscheid erging am 18. Mai 2021. Anwendbar 
sind demnach die bis 31. Dezember 2021 gültigen Normen des IVG sowie der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201), welche nachfolgend in dieser Fassung 
zitiert werden.

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

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Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der 
Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).

4.
4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen 
Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Zeitliche Vergleichsbasis für die 
Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte 
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung 
beruht (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; 
BGer 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).

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4.2 Obwohl sich der Beschwerdeführer bereits 2004 und 2009 zum Bezug von 
Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet hatte, wurde sein Anspruch auf eine 
Invalidenrente erstmals nach der dritten Anmeldung im Jahr 2012 mit einer 
rechtskonformen Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs materiell geprüft. Kann auf keine der beiden, die früheren 
Verfahren abschliessenden Verfügungen vom 26. Oktober 2004 (IV-act. 1/64–65) bzw. 
3. Mai 2010 (IV-act. 16) im Sinne einer massgeblichen Referenzgrösse abgestellt werden, 
ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren unabhängig 
von revisionsrechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. 

5.
5.1 Aufgrund des psychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachtens von 
Dr. C.________ vom 5. Januar 2016 (IV-act. 107, insbes. S. 15) sowie der beiden AEH-
Gutachten vom 9. Dezember 2016 (IV-act. 127) und 8. März 2020 (IV-act. 197) steht fest, 
dass beim Beschwerdeführer folgende – unbestritten gebliebene – Diagnosen vorliegen:

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

- Chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Faktoren
- Chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit anamnestisch rezidivierenden 

Ischialgien rechts, aktuell ohne neurologische Ausfälle oder Hinweise auf ein 
Wurzelreizsyndrom

- Rezidivhernie L5/S1 rechts, mikrotechnische dekompressive Refenestration und 
Sequesterentfernung L5/S1 rechts am 25. April 2017

- nach primär gutem Verlauf noch L5/S1 Mikrodiskektomie am 18. Mai 2011

- Chronisches Zervikalsyndrom bei Anschlussdegeneration HWK 2/3 und Status nach 
Dekompression und Spondylodese HWK 3–6 im Oktober 2012

- Unklare Plantarschmerzen beidseits ohne sensomotorische Auffälligkeiten

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

- Dysfunktionelles Krankheitsverhalten

- Persistierende Kribbelparästhesien am 1. bis 3. Finger rechts, bei Status nach CTS-
Operation vor Jahren, aktuell ohne positive Tinel- und Phalen-Zeichen

- Iatrogene Fentanyl-Abhängigkeit

- Ungerichteter Schwindel

- Sicca-Beschwerden

- Paroxysmale Dyspnoe

- Abdominalbeschwerden und Obstipation, unter Fentanyl

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5.2
5.2.1 Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gab Dr. C.________ im 
Gutachten vom 5. Januar 2016 an, eine relevante, längerdauernde Arbeitsunfähigkeit, die 
allfällig einer somatisch begründbaren hinzugerechnet werden könnte, sei aus 
versicherungspsychiatrischer Sicht aufgrund der chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (lCD-10 F45.41) sowie den damit verbundenen 
Defiziten für keinen Zeitraum begründbar. Der Beschwerdeführer sei in seiner möglichen 
Leistungsfähigkeit unzuverlässig. Er beschreibe körperliche Missempfindungen und 
Schmerzen. Zusätzlich bestünden unregelmässige niedergeschlagene Verstimmungen. 
Der soziale Kontext sei objektiv geordnet, wenn auch subjektiv eingeschränkt. Der 
Beschwerdeführer zeige regelmässig vielfältiges Interesse und beschreibe entsprechende 
persönliche Ressourcen wie eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit, ein gut angepasstes 
Sozialverhalten, eine strukturierte Tagesgestaltung und Aktivitäten mit einem Hund. Er 
schreibe sich die Fähigkeit zu, seine vor allem innerseelischen Defizite mit entsprechender 
Anstrengung zu überwinden. Die vom Beschwerdeführer beschriebene Limitierung des 
Aktivitätenniveaus sei weit überwiegend durch die eigene Selbsteinschätzung zu 
begründen (IV-act. 107/26–27).

5.2.2 Laut dem AEH-Gutachten vom 9. Dezember 2016 besteht das arbeitsbezogene 
relevante Problem in einer verminderten Belastungstoleranz der Lendenwirbelsäule mit 
ausstrahlenden Beschwerden seitlich am rechten Unterschenkel. Ebenfalls bestehe durch 
eine operative Versteifung eine verminderte Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule. 
Bei zuverlässiger Leistungsbereitschaft und guter Testkonsistenz schätzten die Gutachter 
die Arbeitsfähigkeit aus rein orthopädisch-rheumatologischer Sicht für eine angepasste, 
mittelschwere Tätigkeit auf 75 %. Als angepasst erachteten sie eine in Bezug auf die 
Halswirbelsäule wechselbelastende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, Zwangshaltungen 
oder andauernde Stabilisierung der Wirbelsäule sowie ohne repetitive drehende 
Bewegungen des Rumpfes. Um die Kumulation der Beschwerden zu vermeiden sowie die 
Nacken- und Schultermuskulatur zu entlasten, sollten zusätzliche Pausen von etwa zwei 
Stunden über den Tag verteilt werden können. Von einer medizinischen Trainingstherapie 
erwarten die Gutachter eine Kräftigung, Stabilisation und Balancierung der gesamten, 
dekonditionierten Muskulatur und dadurch eine Steigerung des Durchhaltevermögens und 
Schmerzlinderung (IV-act. 127/3–5).

5.2.3 Im AEH-Gutachten vom 8. März 2020 wurde zunächst festgestellt, dass das zur 
Stabilisierung und Erhaltung der Arbeitsfähigkeit empfohlene Kräftigungs- und 

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Ausdauertraining in der weiteren Behandlung nicht aufgenommen worden sei. 
Demgegenüber sei eine ausgedehnte Schmerzmedikation mit Weiterführung der 
Behandlung mit Fentanylpflaster erfolgt. Nach der erneuten Diskushernien-Operation auf 
Höhe von L5/S1 rechts mit nach Operation freibeweglicher Nervenwurzel S1 rechts sei 
zunächst eine deutliche Besserung und im Verlauf eine erneute Verschlechterung 
festgehalten worden. Aufgrund der subjektiven Angaben des Beschwerdeführers sei zu 
keinem Zeitpunkt eine wesentliche Verbesserung der Ischialgien aufgetreten. Im Rahmen 
einer Verlaufsuntersuchungen ein Jahr postoperativ seien insgesamt geringe 
radiologische Befunde mit wenig Resthernie lateral und geringer Narbenbildung L5/S1 
beschrieben und in Bezug auf die Lendenwirbelsäule am konservativen Vorgehen 
festgehalten worden (IV-act. 197/1–2). 

Im Rahmen der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit habe 
der Beschwerdeführer bei zwar erhaltener Kooperationsbereitschaft, aber diesmal 
ungenügender Konsistenz und Leistungsbereitschaft eine Belastbarkeit im leicht bis knapp 
mittelschweren Bereich gezeigt. Dies führte die Gutachter zum Schluss, dass nach wie vor 
eine chronische Schmerzproblematik mit einem teilweisen strukturell-organischen 
Ursprung bestehe, welche sich im Verlaufe der Zeit objektiv nicht wesentlich verändert 
habe. Die Beschwerdeangaben seien bereits früher zum Teil in einem hohen Bereich 
gewesen. Allerdings habe sich das dysfunktionale Krankheitsverhalten im Laufe der Zeit 
wahrscheinlich durch chronische Schmerzerfahrung, wiederholte oder angedrohte 
operative Eingriffe, zentral wirksame Medikamente und fehlende berufliche Tätigkeit 
verstärkt. Es sei eine ausgeprägte Chronifizierung aufgetreten. Eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes, welche sich auch auf die Zumutbarkeit des zeitlichen Rahmens 
auswirken würde, sei zwar nicht absolut auszuschliessen, aber letztlich objektiv schwer 
begründbar. Mit dieser Begründung hielten die Gutachter an ihrer Beurteilung vom 
Oktober 2016 fest (IV-act. 197/3).

5.3 Allen drei Gutachten spricht der Beschwerdeführer mit Bezug auf die 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die Beweiskraft ab.

5.3.1 Zunächst rügt er, dass der psychiatrische Gutachter Dr. C.________ (E. 5.2.1) auf 
die psychosozialen Belastungen und die für die Bestimmung der Indikatoren notwendigen 
Punkte nicht eingegangen sei (act. 1 S. 8). 

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Ein Administrativgutachten hat zunächst den allgemeinen Anforderungen an den 
Beweiswert ärztlicher Berichte zu genügen. Zudem hat sich die sachverständige Person 
bei der Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss BGE 
141 V 281 zu orientieren und ihre Arbeitsunfähigkeitsschätzung mit Bezug darauf 
hinreichend und nachvollziehbar zu begründen. Unter diesen Voraussetzungen sind die im 
Gutachten formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen der 
Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische 
Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht 
stattfinden (BGer 8C_423/2019 vom 7. Februar 2020 E. 3.2.2 mit zahlreichen Hinweisen 
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).

Dieser Aufgabe ist der psychiatrische Gutachter Dr. C.________ nachgekommen. In der 
versicherungspsychiatrischen Diskussion äusserte er sich konkret zu den verschiedenen 
Standardindikatoren (Gesundheitsschädigung [IV-act. 107/24–25], Persönlichkeit [IV-
act. 107/24], sozialer Kontext [IV-act. 107/25] und Konsistenz [IV-act. 107/25]). Im 
Rahmen der Arbeitsfähigkeitseinschätzung nahm er die wichtigsten Punkte nochmals auf 
(IV-act. 107/26–27) und fasste seine Überlegungen im letzten Kapitel des Gutachtens 
unter den einzelnen Indikatoren zusammen (IV-act. 107/29–31). Seine Ausführungen und 
Schlussfolgerungen decken sich im Wesentlichen mit denjenigen der Gutachter des AEH, 
welche im Gutachten vom 8. März 2020 (E. 5.2.3) eine als Symptomausweitung 
interpretierte Diskrepanz zwischen den objektivierbaren Befunden und den geklagten 
Einschränkungen sowie eine ungenügende Leistungsbereitschaft feststellten. Somit 
besteht bezogen auf die gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit ein stimmiges 
Gesamtbild.

5.3.2 Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass Dr. C.________ auf den jahrelangen 
Schmerzmittelkonsum, u.a. Fentanyl, und dessen Nebenwirkungen keinen Bezug 
genommen habe (act. 1 S. 8 f.). 

Dem ist zu entgegnen, dass der psychiatrische Gutachter, obwohl in den früheren 
medizinischen Stellungnahmen vor und nach dem Cannabisentzug im Dezember 2014 
Konzentrations- und Denkstörungen dokumentiert waren (vgl. insb. die Berichte der Klinik 
D.________ vom 5. Januar 2015 [IV-act. 102] und von Dr. med. E.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie vom 9. August 2015 [IV-act. 103]), offensichtlich keine 
solche mehr feststellen konnte, wären sie sonst im gutachterlich erhobenen Psychostatus 
erwähnt worden (IV-act. 107/13–14). Dies dürfte auf die deutliche Besserung der 

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Schmerzen nach der am 21. Juli 2015 durchgeführten Fazetteninfiltration zurückgeführt 
werden können. Denn in der Folge genügte dem Beschwerdeführer nur noch die Hälfte 
eines Fentanyl-Pflasters zur Analgesie (vgl. insb. die Berichte von Dr. med. F.________, 
Facharzt für Neurochirurgie, vom 7. September 2015 [IV-act. 104/2] und 20. Januar 2016 
[IV-act. 110]). Indem es der Beschwerdeführer unterliess, die vom Gutachter verlangte 
Urinprobe abzugeben (vgl. dazu IV-act. 107/8 und 107/16), verunmöglichte er eine 
Einordnung der erhobenen Befunde mit allfälligen Nebenwirkungen der angewendeten 
Medikamente. Der sich daraus ergebende Beweismangel hat sich der Beschwerdeführer 
selber zuzuschreiben.

5.3.3 Zugegebenermassen war das vom 5. Januar 2016 datierende psychiatrische 
Gutachten von Dr. C.________ zur Zeit der Rentenprüfung am 18. Mai 2021 (IV-act. 232) 
über fünf Jahre alt. Den späteren medizinischen Stellungnahmen, insbesondere dem 
Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. E.________ vom 24. August 2020 (IV-
act. 219/5–6) lässt sich indessen keine wesentliche und längerdauernde Veränderung der 
psychischen Beschwerden entnehmen, weshalb an der Aktualität der gutachterlichen 
Schlussfolgerungen nicht zu zweifeln ist. 

Somit vermag der Beschwerdeführer auch mit der Rüge, dass das psychiatrische 
Gutachten von Dr. C.________ inzwischen mehr als fünf Jahre alt sei (act. 1 S. 9), nicht 
durchzudringen. 

5.3.4 Mit Bezug auf die beiden AEH-Gutachten (E. 5.2.2 und 5.2.3) rügt der 
Beschwerdeführer die unterschiedliche Beurteilung seiner Leistungsbereitschaft. 
Insbesondere macht er geltend, dass seine somatischen Beschwerden gemäss seiner 
Hausärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Chirurgie, objektivierbar seien (act. 1 
S. 10). 

Es trifft zu, dass Dr. G.________ in den Berichten vom 14. März 2018 (IV-act. 153) und 
22. Juni 2020 (IV-act. 213) die vom Beschwerdeführer geklagten, ständigen Schmerzen 
als genau zu den vorbehandelten Segmenten der Wirbelsäule passend erachtete. Dies 
berücksichtigten die Fachleute des AEH bereits im Gutachten vom 9. Dezember 2016 
(E. 5.2.2), indem sie nicht nur eine verminderte Beweglichkeit bzw. Belastungstoleranz 
von Hals- und Lendenwirbelsäule festhielten, sondern auch eine entsprechende qualitative 
und quantitative Einschränkung der Leistungsfähigkeit beschrieben. Die Gutachter 
beobachteten allerdings auch, dass der Beschwerdeführer 2016 zwar oft Schmerzen 

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geäussert habe, sich in den Tests jedoch gut habe belasten lassen (IV-act. 127/3–4). Aus 
diesem Grund lässt die von Dr. G.________ festgehaltene Objektivierbarkeit der vom 
Beschwerdeführer konstant geklagten Schmerzen keineswegs auf eine weitergehende 
Arbeitsunfähigkeit schliessen. 

5.4 Insgesamt entspricht das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ vom 
5. Januar 2016 (E. 5.2.1) den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer 
Expertise (vgl. dazu E. 3.5). So ist es für die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
einer eingehenden psychiatrischen Untersuchung und beantwortet in schlüssiger Weise 
die Frage nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht. Der Gutachter schilderte ausführlich die 
vom Beschwerdeführer erwähnten Leiden und Einschränkungen und setzte sich detailliert 
damit sowie mit dem Verhalten des Exploranden auseinander. Auf das 
Administrativgutachten darf somit abgestellt werden.

Gleiches gilt für die beiden Gutachten des AEH vom 9. Dezember 2016 (E. 5.2.2) und 
8. März 2020 (E. 5.2.3), denn sie basieren auf umfassenden rheumatologischen 
Untersuchungen samt Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit 
(EFL) und wurden ebenfalls in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die 
Gutachter haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und 
sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem 
wurde die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung 
nachvollziehbar begründet. 

Durch diese drei Gutachten sind Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers abschliessend abgeklärt worden, weshalb sich weitere Abklärungen 
erübrigen. 

5.5 Zusammenfassend ist aufgrund der klaren Aktenlage davon auszugehen, dass 
dem Beschwerdeführer die angestammte, eher schwere Tätigkeit als Lagermitarbeiter seit 
Mai 2011 nicht mehr zumutbar ist (vgl. dazu auch das Administrativgutachten von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, vom 19. September 
2013 [IV-act. 64, insbes. S. 15] sowie das dieses Gutachten als beweiswertig erklärende 
Urteil SVGer ZG S 2014 55 vom 23. Oktober 2014 [IV-act. 83, insb. E. 5.5]). Für eine 
angepasste, mittelschwere Tätigkeit besteht dagegen grundsätzlich eine Arbeitsfähigkeit 
von 75 %. 

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Aufgrund der Rückenoperation im Jahr 2017 anerkannte die Beschwerdegegnerin darüber 
hinaus gestützt auf die Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes vom 24. März 
2020 (IV-act. 202) eine vom 1. April bis 31. August 2017 dauernde, 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit, was ebenfalls nicht zu beanstanden und überdies unbestritten 
geblieben ist.

6.
6.1 Anhand der statistischen Daten der vom Bundesamt für Statistik 
herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) bemass die 
Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen des Beschwerdeführers auf Fr. 65'654.– und 
das Invalideneinkommen unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 
10 % auf Fr. 44'316.–. Aus der Gegenüberstellung der beiden Parameter ermittelte sie 
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 33 % (IV-act. 230/4–5). 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer Anpassungen beim Einkommensvergleich bzw. 
einen höheren leidensbedingten Abzug unter anderem mit dem Gutachten 
"Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" von Thomas 
Gächter at al. vom 22. Januar 2021 sowie dem Gutachten "Nutzung Tabellenmedianlöhne 
LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" des Büro BASS 
begründet (act. 1 S. 11–17), ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht mit BGE 148 
V 174 die verschiedentlich angeregte Praxisänderung abgelehnt hat. Angesichts der 
Vorbringen in der Beschwerde besteht kein Anlass, im hier zu beurteilenden Fall anders 
zu entscheiden. Andere Hinweise auf eine fehlerhafte Ermessensausübung sind 
vorliegend nicht ersichtlich. 

6.3 Mit Bezug auf die Rüge, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit 
infolge Alter und Behinderung nicht mehr verwerten kann (act. 1 S. 18–21), ist darauf 
hinzuweisen, dass der 1965 geborene Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des AEH-Gutach-
tens 8. März 2020 (Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit; vgl. dazu 
BGE 146 V 16 E. 7.1) 55 Jahre alt war, weshalb ihm noch rund zehn Jahre bis zum 
Erreichen des ordentlichen Pensionsalters verblieben. Selbst bei einer Restarbeitsfähigkeit 
im Umfang von 75 % für leidensangepasste mittelschwere Tätigkeiten reicht diese 
Aktivitätsdauer grundsätzlich aus, um eine neue, einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, 
sich einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben. Zu berücksichtigen ist insbesondere, dass 
das von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einkommensvergleichs zur 

13

Urteil S 2021 90

Bestimmung des Invalideneinkommens herangezogene Kompetenzniveau für einfache 
und repetitive Tätigkeiten im Wirtschaftszweig "Total" gemäss der LSE meist keine lange 
Einarbeitungszeit erfordert (vgl. dazu statt vieler BGer 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 
E. 7.2.1). An der grundsätzlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es für ältere 
Arbeitnehmer schwieriger ist, eine passende Stelle zu finden. Denn 
rechtsprechungsgemäss ist von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen, 
weshalb es ausreicht, dass eine solche Stelle auf dem Arbeitsmarkt vorhanden und nicht 
bloss theoretischer Natur ist (vgl. etwa BGer 9C_837/2016 vom 13. Juni 2017 E. 4.1 mit 
Hinweisen), was für eine einfache und repetitive, maximal mittelschwere Tätigkeit zu 
einem Pensum von immerhin 75 % wohl kaum zu bezweifeln ist.

6.4 Nach dem Gesagten ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Einkommensvergleich nicht zu beanstanden, weshalb es bei der zugesprochenen, 
rückwirkend befristeten, ganzen Rente vom 1. April bis 30. November 2017 infolge 
Erwerbsunfähigkeit zwischen dem 25. April und Ende August 2017 (vgl. dazu E. 5.5 am 
Ende sowie Art. 88a IVV) sein Bewenden hat. Aus diesem Grund ist die Beschwerde 
abzuweisen.

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird. Diese ist 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens vom Beschwerdeführer zu tragen, indes mit 
Blick auf die gewährte unentgeltliche Prozessführung auf die Staatskasse zu nehmen. Bei 
diesem Verfahrensausgang ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG keine Parteientschädigung 
zuzusprechen. 

Rechtsanwalt MLaw B.________ ist als unentgeltlicher Rechtsbeistand für seinen 
notwendigen Aufwand zu einem Stundenansatz von Fr. 220.– aus der Staatskasse zu 
entschädigen. Die Entschädigung wird nach Ermessen auf Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und 
MWST) festgesetzt.

14

Urteil S 2021 90

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Spruchgebühr von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt, indes im 
Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege auf die Staatskasse genommen.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. Rechtsanwalt MLaw 
B.________ wird mit Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 und 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug.

Zug, 15. Februar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am