# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 721058ee-fab2-5436-996e-8e8b83891b5d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.02.2015 SB140351
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140351_2015-02-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140351-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und  

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Hürlimann 

Winterhalter  
 

Urteil vom 16. Februar 2015 

 
in Sachen 

 
A._____,  

Privatkläger und Berufungskläger 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. LL.M. X._____ 
 

sowie 
 
Staatsanwaltschaft See/Oberland, 

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. J. Vollenweider,  

Anklägerin 
 

gegen 
 
B._____,  

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

betreffend 

einfache Körperverletzung etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Einzelgericht, vom 

8. Januar 2014 (GG130031) 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 12. Juli 2013 

(Urk. 33) ist diesem Urteil beigeheftet. 

-   2   - 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 58 S. 48 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu 

Fr. 70.– und mit einer Busse von Fr. 1'000.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. Februar 

2012 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je Fr. 130.– 

wird widerrufen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 500.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 26. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird 

das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

7. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 212.25 Auslagen Vorverfahren   

Fr. 1'500.00 Gebühr Vorverfahren  

-   3   - 

Fr. 10'072.90 Kosten des Rechtsbeistandes des Privatklägers 
 Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

10. Die Kosten für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des Privatklägers im 

Umfang von Fr. 7'188.80 werden auf die Gerichtskasse genommen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine Entschädigung für 

die die unentgeltliche Rechtsverbeiständung übersteigenden Kosten des 

Rechtsbeistandes des Privatklägers von Fr. 2'884.10 zu bezahlen. 

12. (Mitteilung) 

13. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 7 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 92 S. 1): 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 8. Januar 2014 sei vollumfänglich 

zu bestätigen und entsprechend sei die Berufung des Privatklägers abzu-

weisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates, eventuali-

ter des Privatklägers. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 66 S. 1): 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

c) Der Privatklägerschaft (Urk. 91 S. 1): 

-   4   - 

Die Berufung sei gutzuheissen, Ziff. 1-4 sowie Ziff. 6 Urteil Einzelgericht Straf-

sachen Bezirksgericht Uster vom 08.01.2014 aufzuheben, den 2. Berufungs-

beklagten und Beschuldigten der schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 Abs. 3 StGB schuldig zu sprechen, angemessen zu bestrafen sowie dem 

Berufungskläger und Privatkläger eine Genugtuung von vorerst Fr. 5'000.-- nebst 

5 % Schadenzins seit 26.02.2012 zu entrichten – und dies unter Einräumung der 

Möglichkeit, je nach Ausgang der Expertise die Genugtuungssumme verhältnis-

mässig zu erhöhen sowie für die Geltendmachung des Ersatzes des weiteren 

Schadens den Berufungskläger und Privatkläger auf den Zivilweg zu verweisen. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil kann zwecks  

Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 58 S. 4 ff.). 

1.2. Mit Urteil des Einzelgerichts in Strafsachen des Bezirksgerichts Uster vom 

8. Januar 2014 wurde der Beschuldigte B._____ der versuchten einfachen Kör-

perverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB sowie der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig gespro-

chen und mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu Fr. 70.-- sowie mit einer 

Busse von Fr. 1'000.-- bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben 

und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Für den Fall der schuldhaften Nichtbe-

zahlung der Busse setzte die Vorinstanz eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen 

fest. Zudem ordnete sie den Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 20. Februar 2012 ausgefällten bedingten Geldstrafe von  

75 Tagessätzen zu je Fr. 130.-- an und verpflichtete den Beschuldigten zur  

Bezahlung einer Genugtuung von Fr. 500.-- zuzüglich Zins zu 5 % ab 26. Februar 

-   5   - 

2012. Im Mehrbetrag wurde das Genugtuungsbegehren des Privatklägers  

abgewiesen. Mit seinem Schadenersatzbegehren wurde der Privatkläger voll-

umfänglich auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. Schliesslich auferlegte die 

Vorinstanz die Kosten der Untersuchung und des vorinstanzlichen Verfahrens 

dem Beschuldigten und verpflichtete ihn, dem Privatkläger eine Entschädigung für 

die die unentgeltliche Rechtsverbeiständung übersteigenden Kosten des Rechts-

beistandes des Privatklägers von Fr. 2'884.10 zu bezahlen (Urk. 58 S. 48 ff.). 

1.3. Gegen das Urteil liess der Privatkläger innert Frist Berufung anmelden 

(Urk. 51). Ebenso fristgerecht ging die betreffende Berufungserklärung mit  

den Beweisanträgen des Privatklägers ein (Urk. 61). Mit Präsidialverfügung  

vom 15. August 2014 wurde dem Beschuldigten und der Anklagebehörde Frist 

angesetzt um einerseits Anschlussberufung zu erklären respektive begründet  

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen und andererseits zu den  

Beweisanträgen des Privatklägers Stellung zu nehmen (Urk. 64). Mit Eingabe 

vom 28. August 2014 teilte die Anklagebehörde mit, sie verzichte auf die  

Erhebung einer Anschlussberufung und beantrage die Bestätigung des  

vorinstanzlichen Urteils. Zudem beantragte sie die Abweisung der gestellten  

Beweisanträge (Urk. 66). Die Verteidigung des Beschuldigten teilte mit Eingabe 

vom 4. September 2014 mit, der Beschuldigte verzichte auf die Erhebung einer 

Anschlussberufung und beantrage – sinngemäss – die Abweisung der gestellten 

Beweisanträge (Urk. 68). Nach Zustellung der Urk. 66 und 68 reichte der Vertreter 

des Privatklägers am 22. September 2014 eine Vernehmlassung ein und stellte 

gleichzeitig einen "Eventualbeweisantrag" (Urk. 72). Mit Präsidialverfügung  

vom 30. September 2014 wurde dem Beschuldigten und der Anklagebehörde  

Gelegenheit eingeräumt, um sich zum Eventualbeweisantrag des Privatklägers  

zu äussern (Urk. 74). Mit Eingabe vom 1. Oktober 2014 liess der Beschuldigte 

seinen Verzicht auf Vernehmlassung mitteilen (Urk. 76). Die Anklagebehörde 

reichte innert Frist mit Schreiben vom 6. Oktober 2014 ihre Vernehmlassung ein 

(Urk. 78). Mit Schreiben vom 9. Oktober 2014 reichte der Vertreter des Privatklä-

gers schliesslich unaufgefordert eine neuerliche Stellungnahme ein, welche als 

Urk. 81 zu den Akten genommen wurde. Die Beweisanträge des Privatklägers 

-   6   - 

wurden in der Folge mit Präsidialverfügung vom 30. Oktober 2014 abgewiesen 

(Urk. 83).  

1.4. Am 16. Februar 2015 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der 

Beschuldigte B._____ und sein Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ sowie 

der Privatkläger A._____ und sein Vertreter Rechtsanwalt Dr. X._____ erschienen 

sind (Prot. II. S. 7). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Privatkläger lässt in seiner Berufungserklärung vom 14. August 2014 

die Aufhebung der der Dispositiv Ziffern 1 - 4 sowie 6 des angefochtenen Urteils 

beantragen (Urk. 61 S. 2).  

2.2. Nicht angefochten ist somit der Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsan-

waltschaft See/Oberland vom 20. Februar 2012 ausgefällten bedingten Geldstrafe 

von 75 Tagessätzen zu je Fr. 130.-- gemäss Dispositiv Ziffer 5, die Verweisung 

auf den Weg des Zivilprozesses hinsichtlich des Schadenersatzbegehrens des 

Privatklägers gemäss Dispositiv Ziffer 7, die Kostenfestsetzung gemäss Dispositiv 

Ziffer 8, die Kostenauflage gemäss Dispositiv Ziffer 9, die Entschädigung der un-

entgeltlichen Rechtsverbeiständung des Privatklägers gemäss Dispositiv Ziffer 9, 

die betreffende Kostenübernahme auf die Gerichtskasse gemäss Dispositiv Ziffer 

10 sowie die Entschädigung des Privatklägers durch den Beschuldigten gemäss 

Dispositiv Ziffer 11. In diesem Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft 

erwachsen, was vorab mittels Beschluss festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

3. Beweisanträge des Privatklägers 

An der Berufungsverhandlung wiederholte der Privatkläger die bereits im Vorfeld 

gestellten Beweisanträge. Er verlangte erneut, der Privatkläger sei als Auskunfts-

person über seinen heutigen Gesundheitszustand einzuvernehmen, es sei eine 

Konfrontation der Zeugen C._____ und D._____ mit dem Beschuldigten durchzu-

führen und es sei eine Expertise einzuholen (Urk. 91 S. 1 ff.). Auf  

diese Beweisanträge des Privatklägers ist hernach im Rahmen der Sachverhalts-

erstellung einzugehen. 

-   7   - 

II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

4. Sachverhalt 

4.1. Die Vorinstanz kam nach durchgeführter Beweiswürdigung zusammen-

gefasst zum Schluss, dass der eingeklagte Sachverhalt mit den folgenden  

Einschränkungen zweifelsfrei bewiesen und damit erstellt sei: 

− Der im zweiten Absatz der Anklageschrift geschilderte Sachverhalt sei 

insofern erstellt, als bewiesen sei, dass der Beschuldigte dem Privat-

kläger einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Wie heftig, mit 

welcher Hand und auf welche Kieferseite der Beschuldigte geschlagen 

habe, lasse sich indes nicht erstellen. 

− Bezüglich des Anklagevorwurfes welcher sich bei der Treppe zugetra-

gen habe, lasse sich nicht erstellen, dass der Beschuldigte den Privat-

kläger losgelassen habe, "wie wenn er ihn habe hinunter werfen  

wollen". Erstellen lasse sich lediglich, dass der Privatkläger dem  

Beschuldigten entglitten sei.  

− Schliesslich lasse sich nicht erstellen, dass der vom Beschuldigten  

geführte Faustschlag für die geltend gemachten Verletzungen des  

Privatklägers (Kieferbruch und Gehirnerschütterung) kausal gewesen 

sei. Ebenso wenig lasse sich beweisen, dass zwischen dem Entgleiten 

des Privatklägers aus den Händen des Beschuldigten sowie dem  

entsprechenden Aufschlagen mit dem Kopf auf der Treppe und den 

eingetretenen Verletzungen ein Kausalzusammenhang bestehe. 

4.2. Der Privatkläger liess im Rahmen seiner Berufungserklärung sinngemäss 

und zusammengefasst vorbringen, es könne durch Abnahme der durch ihn  

beantragten Beweise erstellt werden, dass es gar keinen Unbekannten gegeben 

habe, welcher den zweiten Faustschlag ausgeführt habe. Dieser sei dem Privat-

kläger nämlich ebenfalls vom Beschuldigten verabreicht worden. Entsprechend 

sei einzig und alleine der Beschuldigte für den heutigen Gesundheitszustand des 

Privatklägers verantwortlich (Urk. 61).  

-   8   - 

Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung brachte der Vertreter des Privat-

klägers zusammengefasst erneut vor, mit Abnahme der durch ihn beantragten 

Beweise lasse sich zweifelsfrei erstellen, dass der Privatkläger nur vom Beschul-

digten geschlagen worden sei und dass ihm die heute bestehenden Verletzung  

allein durch den Beschuldigten beigebracht worden seien. Der Privatkläger sei 

über seinen heutigen Gesundheitszustand zu befragen. Sodann sei eine Konfron-

tation von C._____ und D._____ mit dem Beschuldigten keinesfalls unerheblich. 

Weiter sei eine Expertise einzuholen, allerdings nur, wenn mittels Konfrontations-

einvernahme habe erstellt werden können, dass der Beschuldigte dem Privatklä-

ger auch den zweiten Schlag verpasst hatte. Könne dies nicht bewiesen werden, 

so sei eine Expertise überflüssig (Urk. 91 S. 3 ff.).  

4.3. Zunächst ist festzuhalten, dass die Vorinstanz unter Berücksichtigung 

sämtlicher vorhandener Beweismittel eine sehr sorgfältige und eingehende Be-

weiswürdigung vorgenommen hat, welche im Ergebnis weder zu ergänzen, noch 

zu beanstanden ist. Auf die betreffenden Erwägungen – sowohl theoretischer wie 

materieller Natur – kann in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO vollumfänglich 

verwiesen werden (Urk. 58 S. 7 ff.). Zu recht wird denn auch die Beweiswürdi-

gung der Vorinstanz durch die Vertretung des Privatklägers nicht substantiiert in 

Frage gestellt.  

4.4. Offenkundig zielen die Bemühungen des Privatklägers im vorliegenden  

Berufungsverfahren darauf ab, den Beschuldigten für sämtliche verabreichten 

Faustschläge und damit für die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchti-

gungen des Privatklägers zunächst straf- und hernach zivilrechtlich verantwortlich 

zu machen. Zu diesem Zweck liess er denn auch eine Reihe von Beweisanträgen 

stellen, welche allesamt in diesem Kontext zu sehen sind. Einerseits geht es dem 

Privatkläger darum, den Beschuldigten als diejenige Person zu identifizieren, wel-

che scheinbar beide Faustschläge verabreicht hat und anderseits soll die Kausali-

tät des vermeintlich deliktischen Verhaltens für die eingetretenen Schädigungen 

und die betreffenden Spätfolgen bewiesen werden (Urk. 61 S. 3; Urk. 91 S. 3 ff.). 

Die Vertretung des Privatklägers verkennt bei Ihrer Argumentation und den darauf 

basierenden (Beweis-)Anträgen indes, dass sowohl die Vorinstanz, als auch das 

-   9   - 

Berufungsgericht an den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt gebunden ist 

(Art. 350 StPO i.V.m. Art. 379 StPO). Soweit sie also den Anklagesachverhalt 

nach ihrem Belieben anders darzustellen versucht, steht diesem Ansinnen das 

Immutabilitätsprinzip entgegen, welches Teil des in Art. 9 Abs. 1 StPO veranker-

ten Anklageprinzips ist. Dieses besagt bekanntlich, dass der zur Anklage  

gebrachte Sachverhalt nach der Eröffnung der Hauptverhandlung grundsätzlich 

weder durch das Gericht noch durch die Parteien verändert werden darf. Eine 

Änderung respektive Erweiterung der Anklage ist nach dem Willen des Gesetz-

gebers lediglich innerhalb der strengen Vorgaben von Art. 333 StPO möglich. 

Während eine Änderung der Anklage nur dann denkbar wäre, wenn das Gericht 

der Auffassung ist, der in der Anklagschrift umschriebene Sachverhalt erfülle  

einen anderen Straftatbestand und die Anklageschrift erfülle diesbezüglich die 

gesetzlichen Anforderungen nicht (Art. 333 Abs. 1 StPO), ist eine Erweiterung der 

Anklage nur dann möglich, wenn während des Hauptverfahrens neue Straftaten 

der beschuldigten Person bekannt werden (Art. 333 Abs. 2 StPO). 

4.5. Gestützt auf den vorliegend zur Anklage gebrachten Sachverhalt besteht 

kein Raum, den Beschuldigten auch für den zweiten, heftigeren Faustschlag  

gegen das Gesicht des Privatklägers verantwortlich zu machen. Die Anklagebe-

hörde hat gestützt auf das Untersuchungsergebnis in ihrer Anklageschrift vom 

12. Juli 2013 unmissverständlich zur Anklage gebracht, dass der Beschuldigte 

dem Privatkläger "lediglich" eine Ohrfeige und einen Faustschlag ins Gesicht ver-

setzt habe. Den zweiten, heftigeren Faustschlag, hat gemäss Anklageschrift nicht 

der Beschuldigte, sondern ein namentlich nicht bekannter, kahlköpfiger Dritter 

dem Privatkläger verabreicht (Urk. 33 S. 2 Abs. 3). Nach eingehender und gründ-

licher Würdigung der vorhandenen Beweismittel kam die Vorinstanz zum Schluss, 

dass hinsichtlich der umstrittenen Sachverhaltselemente namentlich die Aus-

sagen von C._____ für die Wahrheitsfindung aufschlussreich seien. Zu recht er-

wog sie, dass seine im Rahmen der polizeilichen und der staatsanwaltlichen Be-

fragung zu Protokoll gegebenen Aussagen konstant geblieben seien. C._____ 

habe das Erlebte konkret und anschaulich beschrieben, wobei er sowohl Neben-

sächliches als auch Bedeutendes mit derselben Präzision geschildert habe. Fer-

ner habe er auch konkrete Gespräche wiedergegeben, seine ihn im Tatzeitpunkt 

-   10   - 

beherrschenden Emotionen sowie sein Verhalten geschildert und den  

Beschuldigten auch teilweise entlastet, indem er beispielsweise ausgeführt habe, 

dass der unbekannte Täter dem Privatkläger den heftigeren Faustschlag erteilt 

habe. Es erscheine unwahrscheinlich, dass C._____ die von ihm gemachten Aus-

führungen auch ohne realen Erlebnishintergrund hätte machen können. Im Weite-

ren habe C._____ differenzierte und vorsichtige Aussagen bezüglich der Frage, 

ob der Privatkläger zu Beginn gegenüber dem Beschuldigten aggressiv gewesen 

sei und ob der Beschuldigte den Privatkläger bewusst die Treppe hinunter ges-

tossen habe, gemacht. All dies spreche für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen 

(Urk. 58 S. 24). Gestützt auf das nicht zu beanstandende Beweisergebnis der Vo-

rinstanz und insbesondere auf die überzeugenden Depositionen von C._____ be-

steht für das Berufungsgericht keinerlei Veranlassung vom Immutabilitätsprinzip 

abzuweichen und die Anklagebehörde in Anwendung  

von Art. 333 Abs. 1 StPO zur Änderung ihrer Anklageschrift aufzufordern.  

Entsprechend werden auch die von der Vertretung des Privatklägers gestellten 

Beweisanträge obsolet.  

4.6. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Vorinstanz 

eine gründliche und überzeugende Beweiswürdigung vorgenommen hat, die ohne 

weiteres übernommen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO). Namentlich besteht 

gestützt auf die glaubhaften und konstanten Aussagen des Zeugen C._____ kein 

Grund daran zu zweifeln, dass neben dem Beschuldigten auch noch eine unbe-

kannte "kahlköpfige" Drittperson in die Auseinandersetzung involviert war und 

dass es eben diese Person – und nicht der Beschuldigte – war, die dem Privat-

kläger den zweiten, heftigen Faustschlag ins Gesicht verpasste. Weshalb 

C._____, nachdem er sowohl als Auskunftsperson bei der Polizei wie auch im 

Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme als Zeuge übereinstimmende 

und widerspruchsfreie Aussagen zur Frage, wer den zweiten heftigeren Faust-

schlag ausgeführt habe, gemacht hat, nun drei Jahre nach dem fraglichen Vorfall 

in einer neuerlichen Befragung etwas vollkommen Gegenteiliges aussagen sollte, 

bleibt unerfindlich. Selbst wenn es aber so wäre, so müsste ein derartiges Aussa-

geverhalten sehr hellhörig machen. Diesfalls würde sich unweigerlich die Frage 

stellen, wer oder was den Zeugen dazu motiviert haben könnte, seine klaren und 

-   11   - 

unmissverständlichen Schilderungen des fraglichen Vorfalls nun neuerdings dia-

metral anders darzustellen. Dasselbe gilt für die Aussagen des Zeugen D._____. 

Auch der Zeuge D._____ ging unmissverständlich davon aus, dass der Privatklä-

ger von zwei verschiedenen Personen geschlagen worden war. Er sprach in sei-

ner Einvernahme immer von einer zweiten Person, die den entscheidenden 

Schlag geführt hatte (Urk. 20 S. 5 und 7 f.). Weshalb er seine Aussagen nun da-

hingehend abändern sollte, dass nur eine Person geschlagen hatte, bleibt eben-

falls unerfindlich. In Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen ist 

der Anklagesachverhalt mit den unter Ziffer 4.1. vorstehend  

genannten Einschränkungen erstellt. Davon ist im Rahmen der rechtlichen  

Würdigung auszugehen. 

5. Rechtliche Würdigung 

5.1. Die Vorinstanz kam mit der Anklagebehörde zum Schluss, der Beschuldig-

te habe sich bezüglich des Faustschlages der versuchten einfachen Körperver-

letzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht hat. Hinsichtlich der Ohrfeige, die der Beschuldigte dem Privat-

kläger erteilte, kam die Vorinstanz zum Schluss, der Beschuldigte habe sich der 

Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig gemacht (Urk. 58 S. 33 ff.). 

5.2. Die Vertretung des Privatklägers beantragt einen Schuldspruch wegen 

schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB. Dabei  

beanstandet sie nicht die eigentliche rechtliche Würdigung der Vorinstanz,  

sondern legt ihrer Subsumtion einen Sachverhalt zu Grunde, welcher einerseits, 

wie oben dargelegt, nicht Gegenstand der Anklage ist und sich andererseits auch 

nicht beweisen liesse.  

5.3. Da es in tatsächlicher Hinsicht beim eingeklagten Sachverhalt – mit den 

erwähnten Einschränkungen – sein Bewenden hat, und das Gericht wie bereits 

dargelegt bei seiner rechtlichen Würdigung an den in der Anklage umschriebenen 

und erstellten Sachverhalt gebunden ist (Art. 350 Abs. 1 StPO), kann die rechtli-

che Würdigung der Vorinstanz vollumfänglich bestätigt werden. Sie ist umfassend 

-   12   - 

und zutreffend und bedarf keiner Ergänzungen mehr. Darauf kann ohne weiteres 

verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

III. Sanktion 

Nachdem es beim vorinstanzlichen Schuldspruch bleibt und der Privatkläger unter 

diesen Voraussetzungen den Entscheid hinsichtlich der ausgesprochenen Sank-

tion von Gesetzes wegen nicht anfechten kann (Art. 382 Abs. 2 StPO), hat es bei 

der durch die Vorinstanz ausgefällten Sanktion sein Bewenden. Der Beschuldigte 

ist daher mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu Fr. 70.-- sowie mit einer 

Busse von Fr. 1'000.-- zu bestrafen, wobei der Vollzug der Geldstrafe unter  

Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren aufzuschieben ist. Die Busse ist zu 

bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.  

Da der Beschuldigte in der Zwischenzeit mit Strafbefehlen vom 9. Juli 2014 sowie 

vom 22. September 2014 bestraft worden ist, mithin vorliegend die Voraus-

setzungen für den Erlass einer Zusatzstrafe erfüllt sind, ist die heute auszuspre-

chende Strafe als Zusatzstrafe zu den mit erwähnten Strafbefehlen ausgespro-

chenen Strafen zu verhängen. Die Höhe der auszusprechenden Strafe erscheint 

auch vor diesem Hintergrund nach wie vor angemessen. Zwar wäre die Strafe 

aufgrund der Tatsache, dass sie als Zusatzstrafe auszufällen ist, etwas zu  

reduzieren, dies wird aber durch die Delinquenz des Beschuldigten während  

laufendem Verfahren ausgeglichen.  

IV. Zivilforderung 

6. Genugtuung 

6.1. Wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 47 S. 1 und Prot. I. S. 7), macht der  

Privatkläger auch im Berufungsverfahren eine Genugtuung von "vorerst"  

Fr. 5'000.– nebst 5% Schadenszins seit 26. Februar 2012 geltend (Urk. 61 S. 2; 

Urk. 91 S. 1). Seinen Antrag begründete der Privatkläger aber nicht näher. 

6.2. Die Vorinstanz hat sich zutreffend zur rechtlichen Anspruchsgrundlage  

der Genugtuung gemäss Art. 47 ff. OR und zur diesbezüglichen Literatur und  

-   13   - 

Judikatur geäussert. Darauf kann vorab verwiesen werden (Urk. 58 S. 45 Ziff. 8.3; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

6.3. Der Beschuldigte hat dem Privatkläger eine Ohrfeige sowie einen Faust-

schlag ins Gesicht verpasst, wobei nicht erstellt ist, wie heftig der Beschuldigte 

zuschlug. Ebenso wenig ist erstellt, dass die beim Privatkläger festgestellten ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen von der Ohrfeige, respektive vom Faustschlag 

des Beschuldigten herrühren. Es fehlt mit anderen Worten an der Kausalität, 

weshalb für die Beurteilung des Genugtuungsanspruches nicht von den erlittenen 

gesundheitlichen Schädigungen ausgegangen werden kann. Vielmehr ist in  

abstrakter Manier zu ermitteln, inwiefern der Privatkläger durch das deliktische 

Verhalten des Beschuldigten widerrechtlich in seiner Persönlichkeit verletzt  

wurde. Diesbezüglich hat die Vorinstanz mit Verweis auf die in Hütte/Ducksch/ 

Guerrero tabellarisch zusammengefasste Rechtsprechung erwogen, eine Genug-

tuung in der Höhe von Fr. 500.-- sei insbesondere auch unter Berücksichtigung 

des Umstandes angemessen, dass der Privatkläger durch sein unziemliches Ver-

halten die Eskalation provoziert habe. Diese Argumentation der Vorinstanz kann 

übernommen werden, dies umso mehr, als sich die Höhe der zuzusprechenden 

Genugtuung auch im Quervergleich mit ähnlich gelagerten Fällen als korrekt  

erweist. 

6.4. Der Beschuldigte ist nach dem Gesagten in Bestätigung des ange-

fochtenen Entscheides zu verpflichten, dem Privatkläger eine Genugtuung von 

Fr. 500.-- zuzüglich Zins zu 5 % ab 26. Februar 2012 zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

ist das Genugtuungsbegehren abzuweisen. 

V. Kosten und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzu-

setzen.  

7.2 Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Privatkläger  

unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten des  

-   14   - 

Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege sind die ihm aufzuerlegenden Kosten jedoch einstweilen auf die  

Gerichtskasse zu nehmen. 

7.3. Die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers hat ihre Honorarnote einge-

reicht und ihren zeitlichen Aufwand mit 1205 Minuten plus drei Stunden für den 

Tag der Berufungsverhandlung beziffert (Urk. 88). Der geltend gemachte zeitliche 

Aufwand scheint angemessen und ist mit einem Stundensatz von Fr. 200.-- bzw. 

Fr. 220.-- ab 1. Januar 2015 zu entschädigen. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ ist 

demzufolge mit Fr. 5'323.30 inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer zu ent-

schädigen. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers sind 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht des 

Privatklägers gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 

StPO vorbehalten bleibt.  

7.4. Wird die einzig von der Privatklägerschaft erhobene Berufung abgewiesen, 

hat jene die Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tragen (BGE 139 

IV 45 E. 1). Obwohl dem Privatkläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt 

wurde, entbindet ihn diese nicht von der Pflicht zur Bezahlung einer Prozessent-

schädigung an den obsiegenden Beschuldigten (BSK StPO-Goran Mazzucchelli/ 

Mario Postizzi, N 7 zu Art. 136 StPO). Die Verteidigung des Beschuldigten hat  

ihre Honorarnote eingereicht und beziffert ihre Aufwendungen mit Fr. 5'376.15 

(Urk. 93). Der geltend gemachte Aufwand scheint angemessen, ist jedoch  

ebenfalls um die Dauer von drei Stunden für den Tag der Berufungsverhandlung 

zu erhöhen, sodass der Privatkläger als Folge seines vollumfänglichen Unterlie-

gens im Berufungsverfahren zu verpflichten ist, dem Beschuldigten für dessen 

Verteidigungskosten eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 6'283.30 

inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer zu bezahlen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht 

in Strafsachen, vom 8. Januar 2014, wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

-   15   - 

"1.-4. (…) 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. Februar 2012  
ausgefällte bedingte Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je Fr. 130.– wird widerrufen. 

6. (…) 

7. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-
prozesses verwiesen. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 212.25 Auslagen Vorverfahren   

Fr. 1'500.00 Gebühr Vorverfahren  

Fr. 10'072.90 Kosten des Rechtsbeistandes des Privatklägers 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die  
Entscheidgebühr um einen Drittel. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  
Beschuldigten auferlegt. 

10. Die Kosten für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des Privatklägers im Umfang 
von Fr. 7'188.80 werden auf die Gerichtskasse genommen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine Entschädigung für die die 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung übersteigenden Kosten des Rechtsbeistandes 
des Privatklägers von Fr. 2'884.10 zu bezahlen." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig  

− der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB. 

-   16   - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen  

zu Fr. 70.-- und mit einer Busse von Fr. 1'000.-- als Zusatzstrafe zu den 

Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 9. Juli 2014 und 

der Staatsanwaltschaft Baden vom 22. September 2014. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 500.-- zuzüglich 5 % 

Zins ab 26. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird 

das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'323.30   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft (inkl. MwSt.) 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive die Kosten für die unentgelt-

liche Vertretung des Privatklägers, werden dem Privatkläger auferlegt. Die 

Kosten der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers werden einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Privatklä-

gers gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 StPO 

bleibt vorbehalten.  

8. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufungsver-

fahren eine Prozessentschädigung von Fr. 6'283.30 inkl. MwSt. zu bezahlen. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  
− den Rechtsbeistand des Privatklägers im Doppel für sich und  

zuhanden des Privatklägers (übergeben) 

-   17   - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  

− den Rechtsbeistand des Privatklägers im Doppel für sich und  
zuhanden des Privatklägers 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland in das Verfahren A-1/2010/5535 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

-   18   - 

 
  

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. Februar 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 
 

 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie  

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

	Urteil vom 16. Februar 2015
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 58 S. 48 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	 der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu Fr. 70.– und mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. Februar 2012 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je Fr. 130.– wird widerrufen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 500.– zuzüglich 5 % Zins ab 26. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	7. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	10. Die Kosten für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des Privatklägers im Umfang von Fr. 7'188.80 werden auf die Gerichtskasse genommen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine Entschädigung für die die unentgeltliche Rechtsverbeiständung übersteigenden Kosten des Rechtsbeistandes des Privatklägers von Fr. 2'884.10 zu bezahlen.
	12. (Mitteilung)
	13. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 7 f.)
	2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates, eventualiter des Privatklägers.
	Die Berufung sei gutzuheissen, Ziff. 1-4 sowie Ziff. 6 Urteil Einzelgericht Strafsachen Bezirksgericht Uster vom 08.01.2014 aufzuheben, den 2. Berufungsbeklagten und Beschuldigten der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB schul...
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil kann zwecks  Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 58 S. 4 ff.).
	1.2. Mit Urteil des Einzelgerichts in Strafsachen des Bezirksgerichts Uster vom 8. Januar 2014 wurde der Beschuldigte B._____ der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie de...
	1.3. Gegen das Urteil liess der Privatkläger innert Frist Berufung anmelden (Urk. 51). Ebenso fristgerecht ging die betreffende Berufungserklärung mit  den Beweisanträgen des Privatklägers ein (Urk. 61). Mit Präsidialverfügung  vom 15. August 2014 wur...
	1.4. Am 16. Februar 2015 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der Beschuldigte B._____ und sein Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ sowie der Privatkläger A._____ und sein Vertreter Rechtsanwalt Dr. X._____ erschienen sind (Prot. II....

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Der Privatkläger lässt in seiner Berufungserklärung vom 14. August 2014 die Aufhebung der der Dispositiv Ziffern 1 - 4 sowie 6 des angefochtenen Urteils beantragen (Urk. 61 S. 2).
	2.2. Nicht angefochten ist somit der Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. Februar 2012 ausgefällten bedingten Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je Fr. 130.-- gemäss Dispositiv Ziffer 5, die Verweisung auf den Weg des...

	3. Beweisanträge des Privatklägers
	An der Berufungsverhandlung wiederholte der Privatkläger die bereits im Vorfeld gestellten Beweisanträge. Er verlangte erneut, der Privatkläger sei als Auskunftsperson über seinen heutigen Gesundheitszustand einzuvernehmen, es sei eine Konfrontation d...
	II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung

	4. Sachverhalt
	4.1. Die Vorinstanz kam nach durchgeführter Beweiswürdigung zusammengefasst zum Schluss, dass der eingeklagte Sachverhalt mit den folgenden  Einschränkungen zweifelsfrei bewiesen und damit erstellt sei:
	 Der im zweiten Absatz der Anklageschrift geschilderte Sachverhalt sei insofern erstellt, als bewiesen sei, dass der Beschuldigte dem Privatkläger einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Wie heftig, mit welcher Hand und auf welche Kieferseite de...
	 Bezüglich des Anklagevorwurfes welcher sich bei der Treppe zugetragen habe, lasse sich nicht erstellen, dass der Beschuldigte den Privatkläger losgelassen habe, "wie wenn er ihn habe hinunter werfen  wollen". Erstellen lasse sich lediglich, dass der...
	 Schliesslich lasse sich nicht erstellen, dass der vom Beschuldigten  geführte Faustschlag für die geltend gemachten Verletzungen des  Privatklägers (Kieferbruch und Gehirnerschütterung) kausal gewesen sei. Ebenso wenig lasse sich beweisen, dass zwis...

	4.2. Der Privatkläger liess im Rahmen seiner Berufungserklärung sinngemäss und zusammengefasst vorbringen, es könne durch Abnahme der durch ihn  beantragten Beweise erstellt werden, dass es gar keinen Unbekannten gegeben habe, welcher den zweiten Faus...
	Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung brachte der Vertreter des Privatklägers zusammengefasst erneut vor, mit Abnahme der durch ihn beantragten Beweise lasse sich zweifelsfrei erstellen, dass der Privatkläger nur vom Beschuldigten geschlagen wo...
	4.3. Zunächst ist festzuhalten, dass die Vorinstanz unter Berücksichtigung sämtlicher vorhandener Beweismittel eine sehr sorgfältige und eingehende Beweiswürdigung vorgenommen hat, welche im Ergebnis weder zu ergänzen, noch zu beanstanden ist. Auf die...
	4.4. Offenkundig zielen die Bemühungen des Privatklägers im vorliegenden  Berufungsverfahren darauf ab, den Beschuldigten für sämtliche verabreichten Faustschläge und damit für die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Privatkläger...
	4.5. Gestützt auf den vorliegend zur Anklage gebrachten Sachverhalt besteht kein Raum, den Beschuldigten auch für den zweiten, heftigeren Faustschlag  gegen das Gesicht des Privatklägers verantwortlich zu machen. Die Anklagebehörde hat gestützt auf da...
	4.6. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Vorinstanz eine gründliche und überzeugende Beweiswürdigung vorgenommen hat, die ohne weiteres übernommen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO). Namentlich besteht gestützt auf die glaubhaften ...

	5. Rechtliche Würdigung
	5.1. Die Vorinstanz kam mit der Anklagebehörde zum Schluss, der Beschuldigte habe sich bezüglich des Faustschlages der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht h...
	5.2. Die Vertretung des Privatklägers beantragt einen Schuldspruch wegen schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB. Dabei  beanstandet sie nicht die eigentliche rechtliche Würdigung der Vorinstanz,  sondern legt ihrer Subsumtion ein...
	5.3. Da es in tatsächlicher Hinsicht beim eingeklagten Sachverhalt – mit den erwähnten Einschränkungen – sein Bewenden hat, und das Gericht wie bereits dargelegt bei seiner rechtlichen Würdigung an den in der Anklage umschriebenen und erstellten Sachv...
	III.  Sanktion
	IV.  Zivilforderung

	6. Genugtuung
	6.1. Wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 47 S. 1 und Prot. I. S. 7), macht der  Privatkläger auch im Berufungsverfahren eine Genugtuung von "vorerst"  Fr. 5'000.– nebst 5% Schadenszins seit 26. Februar 2012 geltend (Urk. 61 S. 2; Urk. 91 S. 1). Seinen An...
	6.2. Die Vorinstanz hat sich zutreffend zur rechtlichen Anspruchsgrundlage  der Genugtuung gemäss Art. 47 ff. OR und zur diesbezüglichen Literatur und  Judikatur geäussert. Darauf kann vorab verwiesen werden (Urk. 58 S. 45 Ziff. 8.3; Art. 82 Abs. 4 St...
	6.3. Der Beschuldigte hat dem Privatkläger eine Ohrfeige sowie einen Faustschlag ins Gesicht verpasst, wobei nicht erstellt ist, wie heftig der Beschuldigte zuschlug. Ebenso wenig ist erstellt, dass die beim Privatkläger festgestellten gesundheitliche...
	6.4. Der Beschuldigte ist nach dem Gesagten in Bestätigung des angefochtenen Entscheides zu verpflichten, dem Privatkläger eine Genugtuung von Fr. 500.-- zuzüglich Zins zu 5 % ab 26. Februar 2012 zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren...
	V.  Kosten und Entschädigungsfolgen
	7.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzusetzen.
	7.2 Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Privatkläger  unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten des  Berufungsverfahrens aufzuer...
	7.3. Die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers hat ihre Honorarnote eingereicht und ihren zeitlichen Aufwand mit 1205 Minuten plus drei Stunden für den Tag der Berufungsverhandlung beziffert (Urk. 88). Der geltend gemachte zeitliche Aufwand sche...
	7.4. Wird die einzig von der Privatklägerschaft erhobene Berufung abgewiesen, hat jene die Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tragen (BGE 139 IV 45 E. 1). Obwohl dem Privatkläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, entbindet ...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht in Strafsachen, vom 8. Januar 2014, wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	 der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	 der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen  zu Fr. 70.-- und mit einer Busse von Fr. 1'000.-- als Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 9. Juli 2014 und der Staatsanwaltschaft Baden...
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 500.-- zuzüglich 5 % Zins ab 26. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive die Kosten für die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers, werden dem Privatkläger auferlegt. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge...
	8. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 6'283.30 inkl. MwSt. zu bezahlen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Rechtsbeistand des Privatklägers im Doppel für sich und  zuhanden des Privatklägers (übergeben)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Rechtsbeistand des Privatklägers im Doppel für sich und  zuhanden des Privatklägers
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland in das Verfahren A-1/2010/5535

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.