# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7295bdc0-5265-57ce-9218-13e6db05493e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2025 E-6494/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6494-2025_2025-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6494/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richterin Giulia Marelli,  

Gerichtsschreiberin Tina Zumbühl. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

alle Türkei,   

alle vertreten durch MLaw Saban Murat Özten, Rechtsbüro, 

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 28. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-6494/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführenden am 9. November 2023 in der Schweiz ein 

Asylgesuch einreichten, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im Wesent-

lichen geltend machte, er stamme aus einer politisch aktiven und bekann-

ten Familie, insbesondere der Onkel seines Vaters, E._______, sei ein be-

kannter Politiker in der Türkei, 

dass er selbst im Jugendflügel der Halkların Demokratik Partisi (HDP) sich 

politisch engagiert und in den sozialen Medien Inhalte über kurdische An-

liegen geteilt habe, 

dass im Jahr 2016 drei oder vier Polizisten bei einem Bombenanschlag der 

Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) getötet worden seien, 

dass sich die mutmasslichen Täter auf der Baustelle eines Hauses seines 

Vaters aufgehalten hätten, weswegen der Vater während eines Monats in-

haftiert und danach während dreier Jahre einer behördlichen Meldepflicht 

unterstellt worden sei, es ihm jedoch im Gerichtsverfahren gelungen sei, 

seine Unschuld zu beweisen, weshalb das Verfahren eingestellt worden 

sei,  

dass die Behörden jedoch weiterhin Hausdurchsuchungen durchgeführt 

und auf die Familie Druck ausgeübt hätten, 

dass es im Zuge der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2023 aufgrund der 

Kampagnen für oppositionelle Kandidaten, an welchen sich auch die Be-

schwerdeführenden und ihre Familie beteiligt hätten, in ihrer Region zu ei-

ner Zunahme an Polizeigewalt gekommen sei, 

dass der Beschwerdeführer nach den Wahlen im Juni 2023 auf einen Poli-

zeiposten mitgenommen worden sei, wo er misshandelt und ihm ein Finger 

gebrochen worden sei, 

dass er nach zwei Tagen freigelassen worden sei, man ihm aber gedroht 

habe, ihn unter anderem wegen Unterstützung für die PKK zu verurteilen, 

und ihm auch angeboten habe, als Informant für die Behörden tätig zu wer-

den, 

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Seite 3 

dass der Beschwerdeführer nach dem Ereignis grosse Angst gehabt habe 

und sein Vater und sein Anwalt ihm empfohlen hätten, das Land zu verlas-

sen, 

dass die Beschwerdeführerin ausführte, sie gehöre, wie ihr Mann, dem 

Stamm der Familie F._______ an, sei in keiner Partei aktiv gewesen, habe 

jedoch an politischen Veranstaltungen teilgenommen, 

dass sie sich im Übrigen insbesondere auf die Vorbringen ihres Mannes 

bezog und ausführte, sie seien wegen den Schikanen, welche ihr Mann 

erlitten habe, ausgereist, 

dass die Familie am 14. Juli 2023 legal mit ihren Reisepässen die Türkei 

verlassen habe, 

dass der Beschwerdeführer nach seiner Ausreise erfahren habe, dass ein 

Gerichtsverfahren aufgrund seiner Beiträge auf den sozialen Medien ein-

geleitet worden sei, 

dass die Beschwerdeführenden in Bezug auf die Asylvorbringen zwei 

Schreiben ihres Anwalts in der Türkei, eine Anzeige bei der Staatsanwalt-

schaft G._______ vom 4. Oktober 2023 und ein Schreiben der Staatsan-

waltschaft G._______ vom 27. Oktober 2023 einreichten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 28. Juli 2025 (eröffnet am 29. Juli 2025) 

die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden verneinte, deren 

Asylgesuch vom 9. November 2023 ablehnte sowie ihre Wegweisung aus 

der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz im Wesentlichen ausführte, es sei bekannt, dass die 

kurdische Bevölkerung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen 

ausgesetzt sein könne, es sich dabei in der Regel jedoch nicht um ernst-

hafte Nachteile im Sinne des Asylgesetzes handle,  

dass auch die vom Beschwerdeführer dargelegten Vorbringen kein Aus-

mass angenommen hätten, das ihm einen Verbleib in der Heimat verun-

möglicht hätte, zumal nach dem Vorfall im Jahr 2016 insbesondere sein 

Vater im Zentrum des behördlichen Interesses gestanden sei und die Er-

mittlungen gegen den Vater schliesslich eingestellt worden seien, 

dass das SEM nicht in Abrede stelle, dass der Beschwerdeführer aufgrund 

seiner familiären Verbindungen und seiner politischen Einstellung den 

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Behörden bekannt sei, aus seinen Schilderungen jedoch nicht hervorgehe, 

dass die Schikanen seitens der Behörden seine Lebensführung in unzu-

mutbarer Weise beeinträchtigt hätten, zumal er bis zu seiner Ausreise im 

Geschäft der Familie tätig gewesen sei und dies seiner Familie einen guten 

Lebensstandard ermöglicht habe, 

dass auch die Hausdurchsuchung und die zwei Tage Gewahrsam im Juni 

2023 keine flüchtlingsrelevante Verfolgung begründen könnten, 

dass er nämlich angegeben habe, der Grund dafür sei gewesen, dass die 

türkische Regierung damals aufgrund der Wahlen den Druck auf die Kur-

den erhöht habe und somit die Beweggründe für diese Handlungen nicht 

mehr gegeben seien, 

dass im Übrigen die PKK im Mai 2025 das Ende des bewaffneten Kampfes 

beziehungsweise deren Auflösung verkündet habe, was als zusätzliches 

Indiz für eine Entspannung des Kurdenkonflikts zu werten sei, 

dass sich die Beschwerdeführenden ausserdem den Schikanen der loka-

len Behörden durch einen Wegzug in einen anderen Landesteil hätten ent-

ziehen können, wie es beispielsweise ihre Geschwister getan hätten, 

dass gemäss dem Schreiben des Anwalts, der Kopie der Anzeige bei der 

Staatsanwaltschaft G._______ sowie deren Schreiben vom 27. Oktober 

2023, die Staatsanwaltschaft G._______ unter der Aktennummer (…) Er-

mittlungen wegen Propaganda für eine Terrororganisation eingeleitet habe 

und gemäss den Dokumenten die Aussagen des Beschwerdeführers zu 

den Ermittlungen aufgenommen werden sollten, 

dass er keine weiteren Unterlagen eingereicht habe und somit keine Doku-

mente vorlägen, welche die Weiterverfolgung der Ermittlungen oder gar ein 

eröffnetes Strafverfahren belegen könnten, 

dass ohnehin auch bei einer allfälligen Fortsetzung der Ermittlungen darauf 

hinzuweisen sei, dass bei Ersttätern ohne geschärftes oppositionelles Pro-

fil eine allfällige Freiheitsstrafe bedingt ausgesprochen werde oder die Ver-

kündung des Strafurteils aufgeschoben werde, 

dass das SEM zwar nicht in Abrede stelle, dass er aufgrund seiner familiä-

ren Verbindungen den Behörden bekannt sei, er selbst jedoch in keiner 

exponierten Stellung politisch aktiv gewesen sei, 

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dass auch aus seiner Angabe, er sei im Jahr 2023 einmal während zweier 

Tage festgehalten worden nicht darauf zu schliessen sei, er sei aufgrund 

seines politischen Profils dauerhaft im Fokus der Behörden gestanden, 

dass die Beschwerdeführerin neben den allgemeinen Nachteilen, welche 

weite Teile der kurdischen Bevölkerung träfen, keine gezielte behördliche 

Verfolgungsmassnahmen oder Strafverfahren geltend gemacht habe, 

dass das SEM zum Schluss komme, die Beschwerdeführenden seien kei-

nen flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt 

gewesen und solche würden bei einer Rückkehr auch nicht mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit drohen, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 26. August 2025 (Post-

stempel 27. August 2025) gegen diese Verfügung beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhoben haben und beantragen, die Beschwerde 

sei gutzuheissen, der angefochtene Asylentscheid vom 28. Juli 2025 sei 

aufzuheben, ihre Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen und ihnen sei 

Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit beziehungsweise 

Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und sie vorläufig 

in der Schweiz aufzunehmen, subeventualiter sei die Sache zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass darin in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung und die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbei-

stands beantragt wird, 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen erneut darauf hingewiesen wird, 

dass sie aus der Familie F._______ stammen würden, was für die türki-

schen Behörden bereits Grund genug sei, sie als Straftäter, Verdächtige 

oder Landesverräter zu betrachten, und sie seit ihrer Kindheit von den tür-

kischen Behörden schlecht behandelt worden seien, 

dass jedoch ausschlaggebend für die Ausreise der Vorfall im Juni 2023 ge-

wesen sei und der Beschwerdeführer insbesondere Angst habe, da er das 

Angebot der Behörden für sie als Informant zu arbeiten abgelehnt habe, 

dass entgegen den Ausführungen des SEM nicht davon auszugehen sei, 

die türkische Regierung werde nun eine Politik der friedlichen Lösung der 

Kurdenfrage verfolgen, da dies den bisherigen Erfahrungen, wie die türki-

sche Regierung mit den Kurden umgehe, widerspreche, 

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dass die eingeleitete Strafuntersuchung Nr. (…) als Beweis dafür zu sehen 

sei, dass die türkischen Behörden begonnen hätten, ihre Drohungen gegen 

ihn (den Beschwerdeführer) in die Tat umzusetzen, 

dass zwar absehbar sei, dass das Strafverfahren nicht weitergeführt 

werde, da er nicht in der Türkei sei, aber sobald er zurückkehre, würde das 

Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen werden und Statistiken über 

die Strafverfahren in der Türkei seien unzuverlässig, diese seien vielmehr 

willkürlich, 

dass insbesondere vorliegend von einem Politmalus ausgegangen werden 

müsse, zumal er selbst auch ein aktives Mitglied der HDP sei und sein 

Grossonkel Symbolfigur des kurdischen Widerstands in der Türkei sei, 

dass sie (die Beschwerdeführenden) ausserdem exilpolitisch aktiv seien 

und befürchteten, bei einer Rückkehr deswegen am Flughafen in der Tür-

kei verhaftet zu werden, 

dass das Gericht am 28. August 2025 den Eingang der Beschwerde bestä-

tigte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

28. August 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2 

AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am 30. September 2025 eine Kopie eines 

in türkischer Sprache verfassten Referenzschreibens des Grossonkels des 

Beschwerdeführers, E._______, datierend vom 17. September 2025, ein-

reichten, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 

14. Oktober 2025 mit Verweis auf die Aussichtslosigkeit der Beschwerde 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands abwies und die Beschwerde-

führenden aufforderte, einen Kostenvorschuss zu bezahlen,  

dass die Beschwerdeführenden den verlangten Kostenvorschuss am  

29. Oktober 2025 fristgerecht leisteten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 30. Oktober 2025 einen 

medizinischen Bericht, datierend vom 30. Oktober 2025, betreffend den 

Beschwerdeführer, einen Arztbericht vom 22. Oktober 2025 betreffend den 

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Sohn C._______, sowie ein Empfehlungsschreiben von H._______, Ver-

treterin des kurdischen Kulturvereins I._______, datierend vom 23. Okto-

ber 2025, einreichten, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass vorab auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es 

den Beschwerdeführenden mit der Beschwerdeschrift nicht gelingt, diesen 

Argumenten Stichhaltiges entgegenzusetzen, 

dass auch das Gericht zur Einschätzung gelangt, die Beschwerdeführen-

den waren keiner flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung in der Türkei 

ausgesetzt und haben bei einer Rückkehr auch keine solche zu befürchten, 

dass das Gericht die Ansicht des SEM teilt, die geltend gemachten Schika-

nen, welchen sie als kurdische Personen ausgesetzt gewesen seien, sowie 

der Vorfall vom Jahr 2023 betreffend den Beschwerdeführer, seien flücht-

lingsrechtlich nicht relevant und auf die zutreffende Begründung des SEM 

verwiesen werden kann,  

dass in Bezug auf das vom Beschwerdeführer geltend gemachte Ermitt-

lungsverfahren wegen Terrorpropaganda darauf hinzuweisen ist, dass 

noch nicht absehbar ist, ob tatsächlich ein Verfahren eröffnet wird, 

dass das Gericht ferner mit Verweis auf sein Referenzurteil E-4103/2024 

vom 8. November 2024 (E. 8) zum Ergebnis gelangt, dass – sollte ein Ver-

fahren eröffnet werden – im Falle des Beschwerdeführers nicht von einem 

individuellen Politmalus auszugehen ist, da sich aus den Akten keine ent-

scheidenden Risikofaktoren ergeben (a.a.O. E. 8.7.4), 

dass der Beschwerdeführer nämlich nicht über ein exponiertes politisches 

Profil verfügt, 

dass das Gericht ebenfalls anerkennt, dass der Beschwerdeführer zwar 

unbestrittenermassen aus einer politisch bekannten Familie stammt, dies 

indes noch nicht den Schluss zulässt, ihm drohe ein Politmalus, zumal er 

zwar Mitglied in der HDP gewesen ist, er jedoch keine exponierte Stellung 

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innehatte und aus seinen Aussagen auch kein intensives politisches Enga-

gement erkennbar ist,  

dass das Gericht zur Einschätzung gelangt, dass den Familienangehörigen 

von E._______ nicht per se ein Politmalus droht,  

dass nämlich zu berücksichtigen ist, dass der Vater des Beschwerdefüh-

rers im Verfahren bezüglich der im Jahr 2016 getöteten Polizisten seine 

Unschuld hat beteuern können und das Verfahren gegen ihn gemäss den 

Angaben des Beschwerdeführers eingestellt wurde, 

dass ferner darauf hinzuweisen ist, dass sowohl der Grossonkel 

E._______, als auch der Vater des Beschwerdeführers und viele weitere 

Familienmitglieder weiterhin in der Türkei wohnhaft sind und daher allein 

die Herkunft aus der Familie F._______ vorliegend nicht ausschlaggebend 

ist, 

dass auch das auf Beschwerdeebene eingereichte (vom Gericht intern auf 

Deutsch übersetzte) Referenzschreiben von E._______ nicht zu einer an-

deren Einschätzung führt, da er darin zunächst auf seine eigene Rolle und 

auf das Verfahren des Vaters des Beschwerdeführers eingeht und danach 

ausführt, der Asylgrund des Beschwerdeführers seien die ständigen Auf-

forderungen zu Spitzeltätigkeiten, 

dass sich somit aus dem Schreiben nicht ergibt, dem Beschwerdeführer 

drohe eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung aufgrund seines fami-

liären Hintergrundes, 

dass das Gericht ferner gestützt auf die Akten davon ausgeht, dass der 

Beschwerdeführer bis zum heutigen Zeitpunkt in der Türkei strafrechtlich 

nicht verurteilt wurde,  

dass zusammenfassend nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen ist, dem Beschwerdeführer drohe bei einer Rückkehr eine 

langjährige Haftstrafe beziehungsweise, dass er eine flüchtlingsrechtlich 

relevante, mit einem Politmalus behaftete Verfolgung zu befürchten hat 

(vgl. Referenzurteil des BVGer E-4103/2024, insbesondere E. 8.7), 

dass zudem in der Beschwerde nicht konkret aufgeführt wird, inwiefern die 

Beschwerdeführenden in der Schweiz exilpolitisch tätig seien, 

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dass sich ausserdem – entgegen der Angabe in der Beschwerde (S. 21) – 

in den vorinstanzlichen Akten keine Fotos der exilpolitischen Tätigkeiten 

der Beschwerdeführenden befinden und diese somit in keiner Weise belegt 

wurden, 

dass sich somit aus den Angaben in der Beschwerde für das Gericht kein 

exponiertes Profil der Beschwerdeführenden erkennen lässt, 

dass gestützt auf die heutige Aktenlage keine hinreichenden Anhaltspunkte 

für eine drohende flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung ersichtlich sind, 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

das Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

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Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr 

dorthin schliessen lassen (vgl. das Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 

E. 13),  

dass namentlich kein Grund zur Annahme besteht, die Beschwerdeführen-

den – die gemäss Aktenlage im Heimatstaat über ein tragfähiges familiäres 

Beziehungsnetz und über ausreichend Berufserfahrung verfügen – könn-

ten nach der Rückkehr in den Heimatstaat in eine existenzielle Notlage ge-

raten, 

dass der Beschwerdeführer gemäss dem Arztbericht vom 30. Oktober 

2025 an einer Anpassungsstörung und einer mittelgradigen depressiven 

Episode sowie der Sohn C._______ gemäss dem Arztbericht vom 22. Ok-

tober 2025 an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität lei-

det,  

dass auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus medizinischen 

Gründen nach Lehre und konstanter Praxis dann zu schliessen ist, wenn 

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Seite 12 

eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht zur Verfü-

gung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden 

Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person führen 

würde,  

dass die Beschwerden des Sohnes C._______ ohne Weiteres in der Türkei 

behandelbar sind, zumal auch im Arztbericht vom 22. Oktober 2025 er-

wähnt wird, er habe bereits in der Türkei von einer fachgerechten Behand-

lung profitieren können, 

dass gemäss konstanter Gerichtspraxis auch psychische Erkrankungen in 

der Türkei grundsätzlich behandelbar sind (vgl. etwa die Urteile des BVGer  

D-1633/2024 vom 22. November 2024 E. 8.4.4, E-7042/2023 vom 29. Ok-

tober 2024 E. 9.4.3, E-5134/2024 vom 17. Oktober 2024 E. 10.3.2), zumal 

das türkische Gesundheitssystem grundsätzlich westeuropäische Stan-

dards aufweist,  

dass sowohl in Bezug auf den Beschwerdeführer als auch auf seinen Sohn 

in den ärztlichen Berichten darauf hingewiesen wird, eine Rückkehr in die 

Türkei könne den Gesundheitszustand verschlechtern, 

dass jedoch nicht dargelegt wird, es könne zu einer Verschlechterung in 

erheblichem und entscheidendem Ausmass führen, und praxisgemäss so-

mit die geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden nicht gegen die 

Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen,  

dass die Vorinstanz ausserdem zu Recht ausführte, dass eine Rückkehr in 

die Türkei mit dem Kindeswohls vereinbar ist, 

dass sich die Beschwerdeführenden seit zwei Jahren in der Schweiz auf-

halten und die beiden Söhne ([…] und […] Jahre alt) somit nach wie vor 

hauptsächlich in der Türkei sozialisiert wurden, 

dass somit noch nicht von einer fortgeschrittenen Verwurzelung in der 

Schweiz, welche gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spre-

chen könnte, ausgegangen werden kann, zumal in diesem Alter die Eltern 

die Hauptbezugspersonen sind und die Familie über ein tragfähiges Bezie-

hungsnetz in der Türkei verfügt (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.6 und 2009/28  

E. 9.3.2), 

dass auch das Empfehlungsschreiben des Kulturvereins I._______ nichts 

an dieser Einschätzung zu ändern mag, 

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Seite 13 

dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumut-

bar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der einbe-

zahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwen-

den ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Tina Zumbühl 

 

 

Versand: