# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1b4a8c1-d509-5ff7-970d-f0853b4c210a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 24.03.2025 SK 2024 319
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2024-319_2025-03-24.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 24 319

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 24. März 2025 

Besetzung Oberrichter Wuillemin (Präsident i.V.), Oberrichterin Schwende-
ner, Oberrichterin Hubschmid Volz
Gerichtsschreiberin Walthard

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigte/Berufungsführerin

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Mord

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 13. Juni 2024 (PEN 24 40)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland, Kollegialgericht in Fünferbesetzung (nachfol-
gend: Vorinstanz), fällte am 13. Juni 2024 folgendes Urteil (pag. 3469 ff.; Hervor-
hebungen im Original):

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

des Mordes (Art. 112 StGB), begangen am 01.02.2022 in M.________ z.N. von C.________ und

verurteilt:

1. zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe.

Die Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 863 Tagen (02.02.2022 – 13.06.2024) wird an die 
Freiheitsstrafe angerechnet (Art. 51 StGB);

2. zu den Verfahrenskosten von CHF 205’551.55 (Art. 426 Abs. 1 StPO).

II.

[amtliche Entschädigungen]

III.

[Zusammensetzung der Gebühren und Auslagen]

IV.

Weiter wird beschlossen:

1. A.________ wird in Sicherheitshaft belassen (Art. 231 Abs. 1 lit. a und b StPO i.V.m. Art. 221 
Abs. 1 lit. a und b StPO). 

Vorbehältlich des vorherigen Eintritts der Rechtskraft des Urteils wird die Sicherheitshaft bis am 
13.09.2024 verlängert (vgl. separaten Beschluss).

2. Folgende Gegenstände verbleiben als Beweismittel im Verfahren:
- 1 Paar Winterschuhe, violett, «Quechua», Grösse 33, von C.________ (Ass. Nr. 012);
- 1 Paar Socken, weiss-gelb mit Kindersujet von C.________ (Ass. Nr. 013);
- 1 Paar Jeanshose, blau, «Denim Joyce», Grösse 122/128 von C.________ (Ass. Nr. 016);
- 1 Slip, rosa, «Palminos», Grösse 122/128 von C.________ (Ass. Nr. 019);
- 1 Winterjacke, rosa und schwarz, «Northville», Grösse 140 von C.________ (Ass. Nr. 025);
- 1 Pullover, weiss, «H&M», Grösse 122/128 von C.________ (Ass. Nr. 026);
- 1 T-Shirt, «H&M», weiss/dunkelblau gestreift von C.________ (Ass. Nr. 027);
- 1 Collegejacke, schwarz/rot, «D.________ Events», Grösse M von A.________ (Ass. 

Nr. 202);
- 1 Legginshose, schwarz, «Rainbow» von A.________ (Ass. Nr. 203);
- 1 T-Shirt, schwarz, «B&C Collection», Grösse L von A.________ (Ass. Nr. 205);

3

- 1 Faserpelzjacke, schwarz, «Urban Classics», Grösse XL von A.________ (Ass. Nr. 206);
- 1 Winterjacke, grau, «Manor», Grösse 38 von E.________ (Ass. Nr. 405);
- 1 Paar Wollhandschuhe, schwarz, von E.________ (Ass. Nr. 406);
- 1 Stein (Ass. 103);
- Zeitungsartikel (pag. 2665);
- 1 Mobiltelefon Samsung Galaxy S10e inkl. Ladekabel von A.________.

3. Das DNA-Profil und die erfassten biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN ________) 
sind nach Ablauf der gesetzlichen Frist von 40 Jahren zu löschen (Art. 16 Abs. 2 lit. d i.V.m. 
Art. 16 Abs. 3 DNA-ProfilG und Art. 354 Abs. 4 lit. a StGB).

[Eröffnungs- und Mitteilungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete die Verteidigung von A.________ (nachfolgend: Be-
schuldigte) am 17. Juni 2024 fristgerecht Berufung an (pag. 3491). Mit Verfügung 
vom 11. Juli 2024 stellte die Vorinstanz den Parteien die schriftliche Urteilsbegrün-
dung, datierend vom 10. Juli 2024, zu (pag. 3582 f.; pag. 3499 ff.).

Am 31. Juli 2024 reichte die Verteidigung form- und fristgerecht die Berufungser-
klärung ein (pag. 3587 ff.). Darin focht sie das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich 
an, soweit es nicht die Höhe der Entschädigung für die amtliche Verteidigung im 
erstinstanzlichen Verfahren betrifft (pag. 3588). Mit Eingabe vom 23. August 2024 
teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass weder ein Nichteintreten auf die Be-
rufung beantragt noch Anschlussberufung erklärt werde (pag. 3615).

Die Berufungsverhandlung fand am 17./24. März 2025 statt (pag. 4035 ff.).

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

In der Berufungserklärung vom 31. Juli 2024 stellte die Verteidigung namens der 
Beschuldigten diverse Beweisanträge (vgl. pag. 3589 ff.). Mit Beschluss vom 
19. November 2024 (pag. 3687 ff.) wies die Kammer den Antrag auf Edition der 
Logfiles und Anrufprotokolle des Mobiltelefons von F.________ für den Zeitraum 
vom 1. Januar 2022 bis und mit 2. Februar 2022 ab. Die übrigen Anträge wurden 
(teilweise) gutgeheissen, was zu folgenden Beweisergänzungen führte:

- F.________ wurde am 5. März 2025 im Rahmen einer vorgängigen Beweiser-
hebung gemäss Art. 332 Abs. 3 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO; SR 312.0) unter Wahrung der Parteirechte sowie Einhaltung diverser 
Schutzmassnahmen als Zeuge einvernommen (pag. 3954.1 ff.; pag. 3970 ff.);

- Der Fachbereich Digitale Forensik der Kantonspolizei Bern (nachfolgend: FDF) 
wurde damit beauftragt, die Mobiltelefonauswertung von F.________ dahinge-
hend zu ergänzen, als auf jeglichen Messengern und sozialen Diensten nach 
allfälligen Chats zwischen diesem und G.________ im Zeitraum vom 1. Febru-
ar 2022, 17:00 Uhr, bis 2. Februar 2022, 12:50 Uhr, zu suchen sei. Der FDF 
hielt die Ergebnisse der Auswertung mit Bericht vom 3. Februar 2025 fest 
(pag. 3847 ff.) und legte die Extraktionsberichte bei (pag. 3850 ff.);

4

- Weiter wurde beim FDF ein Bericht (datierend vom 3. Februar 2025) eingeholt, 
in welchem sich dieser – soweit möglich – zu diversen von der Verteidigung 
gestellten Fragen im Zusammenhang mit der Mobiltelefonauswertung der Be-
schuldigten äusserte sowie (weitergehende) Angaben im Zusammenhang mit 
der Nutzung von Spotify machte (pag. 3831 ff.);

- Beim Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern wurde bezüglich der 
rechtsmedizinischen Einschränkung des Todeszeitpunkts von †C.________ ein 
rechtsmedizinisches Aktengutachten (datierend vom 7. Januar 2025; pag. 3755 
ff.) eingeholt;

- Die Kriminalabteilung der Kantonspolizei Bern wurde mit der Auswertung der 
Asservate Nr. 006, 008, 010, 011, 014, 015, 017-024, 102 und 108 beauftragt. 
Die Ergebnisse der Auswertung wurden im vom 27. Januar 2025 datierenden 
3. Nachtrag zum Rapport Forensik vom 27. August 2022 festgehalten 
(pag. 3778 ff.) und dem Nachtrag wurden insbesondere ein aktualisiertes Mate-
rial-/Spurenverzeichnis Forensik (datierend vom 27. Januar 2025; pag. 3782 
ff.), 15 Meldungen des fedpol (pag. 3804 ff.) sowie ein Gutachten des IRM Lau-
sanne (datierend vom 13. Januar 2025; pag. 3819 ff. [vgl. auch Übersetzung 
auf pag. 3939 ff.]) beigelegt.

Sodann wurde im Hinblick auf die Berufungsverhandlung von Amtes wegen ein ak-
tueller Führungsbericht beim Regionalgefängnis H.________ (datierend vom 
28. Februar 2025; pag. 3943 ff.) über die Beschuldigte eingeholt.

Weiter wurden mit Verfügung vom 12. März 2025 (pag. 3990 f.) zwei entsprechen-
de Beweisanträge der Generalstaatsanwaltschaft vom 3. März 2025 (pag. 3935 f.) 
gutgeheissen und ein Nachtrag von Polizist I.________ (datierend vom 3. Febru-
ar 2022; pag. 3995 ff.) sowie ein Berichtsrapport von Polizist J.________ (datierend 
vom 24. Februar 2025; pag. 3992 ff.) zu den Akten erkannt.

Mit Eingabe vom 14. März 2025 beantragte die Verteidigung die oberinstanzliche 
Einvernahme von E.________ als Zeugin (pag. 4014 f.). Der Antrag wurde anläss-
lich der Berufungsverhandlung gutgeheissen (pag. 4039) und E.________ in der 
Folge als Zeugin einvernommen (pag. 4040 ff.).

Schliesslich wurde die Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung erneut 
einvernommen (pag. 4049 ff.).

Einzig der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die 
Generalstaatsanwaltschaft der Verfahrensleitung mit Eingabe vom 17. Juni 2025 
einen vom 27. Mai 2025 datierenden Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern zu-
kommen liess, welcher die informelle Befragung von K.________ resp. dessen an-
gebliche Sichtung einer in Richtung N.________wald spazierenden Frau mit einem 
Kind am 1. Februar 2022 zwischen 16:45 Uhr bis 16:55 Uhr auf dem 
L.________rain zum Gegenstand hat (pag. 4168 ff.). Zumal die Kammer ihr Urteil 
bereits am 24. März 2025 mündlich eröffnet und begründet hat, wird auf diesen Be-
richtsrapport im Folgenden nicht weiter eingegangen.

5

4. Anträge der Parteien

4.1 Anträge der Verteidigung

Die Verteidigung stellte und begründete anlässlich der Berufungsverhandlung na-
mens der Beschuldigten folgende Anträge (pag. 4087):

1. A.________ sei von der Anschuldigung des Mordes, evtl. der vorsätzlichen Tötung, angeblich 
begangen am 1. Februar 2022 z.N. von C.________ freizusprechen.

2. A.________ sei umgehend aus der Haft zu entlassen.

3. Die erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien vollständig dem Kanton Bern aufzuerle-
gen.

4. A.________ sei eine Genugtuung von CHF 200.00 pro Tag für die übermässige und ungerecht-
fertigte Haft ab dem 2. Februar 2022 bis zum Urteil des Obergerichts des Kantons Bern zu spre-
chen.

5. Es sei festzustellen, dass das Beschleunigungsverbot verletzt worden ist.

6. Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.

4.2 Anträge der Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung 
Folgendes (pag. 4096 f.; Hervorhebungen im Original):

I.

A.________ sei schuldig zu erklären:

des Mordes (Art. 112 StGB), begangen am 01.02.2022 in M.________ z.N. von C.________

und sie sei in Anwendung von Art. 12 Abs. 1 und 2, 40, 47, 51, 112 StGB;
Art. 426 ff. StPO;

zu verurteilen:

1. zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Die Untersuchungs- und Sicherheitshaft im Umfang 
von 1140 Tagen (02.02.2022 – 17.03.2025) sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen;

2. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. einer angemessenen 
Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

II.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. Folgende beschlagnahmte Gegenstände seien als Beweismittel im Verfahren zu belassen:
1.1. 1 Paar Winterschuhe, violett, «Quechua», Grösse 33, von C.________ (Ass. Nr. 012; bei 

Forensik)
1.2. 1 Paar Socken, weiss-gelb mit Kindersujet, Grösse und Marke unbekannt, von 

C.________ (Ass. Nr. 013; bei Forensik)
1.3. 1 Jeanshose, blau, «Denim Joyce», Grösse 122/128, von C.________ (Ass. Nr. 016; bei 

Forensik)
1.4. 1 Slip, rosa, «Palminos», Grösse 122/128 von C.________ (Ass. Nr. 019; bei Forensik)
1.5. 1 Winterjacke, rosa und schwarz, «Northville», Grösse 140, von C.________ (Ass. 

Nr. 025; bei Forensik)

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1.6. 1 Pullover, weiss, «H&M», Grösse 122/128, von C.________ (Ass. Nr. 026; bei Forensik)
1.7. 1 T-Shirt, «H&M», weiss/dunkelblau gestreift, Grösse unbekannt, von C.________ (Ass. 

Nr. 027; bei Forensik)
1.8. 1 Collegejacke, schwarz/rot, «D.________ Events», Grösse M, von A.________ (Ass. 

Nr. 202; bei Forensik)
1.9. 1 Leggingshose, schwarz, «Rainbow», Grösse unbekannt, von A.________ (Ass. 

Nr. 203; bei Forensik)
1.10. 1 T-Shirt, schwarz, «B&C Collection», Grösse L, von A.________ (Ass. Nr. 205; bei Fo-

rensik)
1.11. 1 Faserpelzjacke, schwarz, «Urban Classics», Grösse XL, von A.________ (Ass. Nr. 206; 

bei Forensik)
1.12. 1 Winterjacke, grau, «Manor», Grösse 38, von E.________ (Ass. Nr. 405; bei Forensik)
1.13. 1 Paar Wollhandschuhe, schwarz, von E.________ (Ass. Nr. 406; bei Forensik)
1.14. Stein (Ass. 103)
1.15. 1 Mobiltelefon Samsung Galaxy S10e inkl. Ladekabel von A.________ (bei den Akten)
1.16. 1 Zeitungsartikel (Ass. Nr. C1; bei den Akten unter Fasz. «Beschlagnahme», pag. 2665).

2. Die von A.________ erfassten biometrischen erkennungsdienstlichen Daten seien nach 40 Jah-
ren, gerechnet ab Urteilsdatum, zu löschen (Art. 354 Abs. 4 Bst. a StGB i.V.m. Art. 16 Abs. 2 
Bst. d und Art. 16 Abs. 3 DNA-ProfilG).

3. A.________ sei in Sicherheitshaft zu belassen (Art. 231 Abs. 1 Bst. a und b StPO).

4. Die Honorarnote des amtlichen Verteidigers und des amtlichen Rechtsbeistandes seien gericht-
lich zu bestimmen (Art. 135 StPO).

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil grundsätzlich nur in den 
angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Das vorinstanzliche Urteil wurde 
von der Beschuldigten vollumfänglich angefochten, soweit nicht die Höhe der Ent-
schädigung für die amtliche Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren betreffend. 
Zumal die Kosten- und Entschädigungsfragen praxisgemäss unabhängig von einer 
spezifizierten Anfechtung offen sind, hat die Kammer das vorinstanzliche Urteil ge-
samthaft zu überprüfen.

Die Kammer verfügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO). Sie ist jedoch auf-
grund der alleinigen Berufung der Beschuldigten an das Verschlechterungsverbot 
gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden, das heisst sie darf das Urteil nicht zu Un-
gunsten der Beschuldigten abändern.

Auf die Höhe des amtlichen Honorars für die Verteidigung in erster Instanz ist im 
Übrigen nur zurückzukommen, sofern die Vorinstanz das ihr bei der Honorarfest-
setzung zustehende Ermessen in unhaltbarer Weise ausgeübt haben sollte (Urteile 
des Bundesgerichts 6B_769/2016 vom 11. Januar 2017 E. 2.3 und 6B_349/2016 
vom 13. Dezember 2016 E. 2.4.2). Darüber hinausgehend unterliegt auch dieser 
Punkt aufgrund der fehlenden Anfechtung durch die Generalstaatsanwaltschaft 
dem Verschlechterungsverbot (Urteil des Bundesgerichts 6B_1231/2022 vom 
10. März 2023 E. 2.2.5).

7

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Allgemeine Grundlagen zur Beweiswürdigung

Betreffend die Grundlagen der Beweiswürdigung im Allgemeinen und der Aussa-
geanalyse im Besonderen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden (pag. 3502 ff., S. 4 ff. der vorinstanzlichen Urteilsbegründung). 
Ergänzend und teilweise wiederholend ist Folgendes festzuhalten:

Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung auch ein indirekter 
Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht 
unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, 
unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen (Urteile des Bundesgerichts 
6B_736/2024 vom 13. Januar 2025 E. 2.3.2, 6B_916/2023 vom 1. Oktober 2024 
E. 2.2 und 6B_546/2023 vom 13. November 2023 E. 1.2.3). Indizien sind Hilfstat-
sachen, die, wenn selber bewiesen, auf eine andere, unmittelbar rechtserhebliche 
Tatsache schliessen lassen. Der erfolgreiche Indizienbeweis begründet eine der 
Lebenserfahrung entsprechende Vermutung, dass die nicht bewiesene Tatsache 
gegeben ist. Für sich allein betrachtet deuten Indizien jeweils nur mit einer gewis-
sen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache hin. Auf das einzelne Indiz ist 
der Grundsatz «in dubio pro reo» denn auch nicht anwendbar. Gemeinsam – ein-
ander ergänzend und verstärkend – können Indizien aber zum Schluss führen, 
dass die rechtserhebliche Tatsache nach der allgemeinen Lebenserfahrung gege-
ben sein muss (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-
richts 6B_1059/2019 vom 10. November 2020 E. 3.3.3). Auch auf die Frage, wel-
che Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen sind, 
findet der In-dubio-Grundsatz keine Anwendung. Er kommt erst zum Tragen, nach-
dem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und 
ausgewertet worden sind, das heisst, bei der Beurteilung des Resultats der Be-
weisauswertung. Insoweit stellt der In-dubio-Grundsatz gerade keine Beweiswürdi-
gungsregel dar. Im Falle einer uneinheitlichen, widersprüchlichen Beweislage muss 
das Gericht die einzelnen Gesichtspunkte gegeneinander abwägen und das Resul-
tat dieses Vorgangs im Beweisergebnis feststellen. Dieses kann je nach Würdigung 
als gesichert erscheinen oder aber mit Unsicherheiten behaftet bleiben. Das Be-
weisergebnis kann aber auch deswegen zweifelhaft sein, weil es im Kontext der 
feststehenden Tatsachen verschiedene Deutungen zulässt und damit verschiedene 
Sachverhaltsalternativen in den Raum stellt (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2 f.; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_160/2022 vom 5. Oktober 2022 E. 2.3.2).

7. Angeklagter Sachverhalt

Mit Anklageschrift vom 25. Januar 2024 wird der Beschuldigten Folgendes vorge-
worfen (pag. 3026 ff.; Hervorhebungen im Original):

Mord (Art. 112 StGB), evtl. vorsätzliche Tötung (Art. 111 StGB)

begangen am 01.02.2022, zwischen ca. 16:30 Uhr bis 19:09 Uhr (wohl zwischen ca. 16:43 Uhr bis 
17:40 Uhr), in M.________, N.________wald, in Umgebung Koordinaten ________ / ________, zum 
Nachteil von C.________, geb. ________, durch folgendes Tatvorgehen:

8

A.________ fasste zu einem unbekannten Zeitpunkt vor dem 01.02.2022 den Entschluss, sich ihrer 
Tochter zu entledigen. Nachdem C.________ am 01.02.2022 um ca. 15:20 Uhr von der Schule nach 
Hause gekommen war, begab sich A.________ von ihrem Domizil (O.________strasse, P.________) 
um ca. 16:43 Uhr zu Fuss mit ihrer Tochter C.________ in den nahe gelegenen N.________wald. Sie 
begaben sich zu einer Stelle im Dickicht, an welcher sie am 24.01.2022 zusammen ein Versteck er-
baut hatten (Hütte aus Holzästen; Koordinaten ________ / ________). Dort bzw. in dieser Umgebung 
schlug A.________ mehrfach mit einem Stein (Ass. 103; ca. 8100 g schwer und ca. 250 x 200 x 160 
mm gross) sowie evtl. einem weiteren unbekannten Gegenstand, evtl. weiteren unbekannten Ge-
genständen, seitlich auf die rechte Kopfseite von C.________, wobei ihr Kopf auf der linken Seite ge-
gen etwas auf-/angelegen war (sog. Widerlager). Vermutlich lag C.________ auf dem Boden und ihr 
Kopf (linke Kopfseite) lag dabei auf dem Waldboden auf, evtl. lehnte ihr Kopf auch an einem anderen 
Gegenstand, z.B. einem Baum, an/auf. Eventuell hatte A.________ ihre Tochter im Wald vorgängig 
auf unbekannte Art und Weise in ihrer Wehrfähigkeit beeinträchtigt, zum Beispiel bewusstlos ge-
macht, dies beispielsweise mittels Einwirkung auf die Atemwege.

A.________ liess ihre Tochter im Wald liegen und begab sich zurück in ihre Wohnung (Ankunft Woh-
nung ca. 17:40 Uhr). Dort schrieb sie um 17:43 Uhr ihrer Mutter E.________ eine WhatsApp-
Nachricht, wonach sie den Karateunterricht von C.________ vergessen habe. Weiter rief sie die Mut-
ter von Q.________ (R.________) an und kontaktierte die Mütter von S.________ (T.________) und 
U.________ (V.________) mit der Frage, ob ihre Tochter bei ihnen sei. Um 18:38 Uhr meldete sich 
A.________ erneut bei E.________, welche anschliessend im Quartier nach C.________ suchte. In 
der Folge begaben sich A.________ und E.________ zusammen auf die Suche. A.________ schlug 
im Laufe der (erfolglosen) Suche vor, noch beim Versteck im Wald nachzusehen, wo sie schliesslich 
auf die am Boden liegende C.________ trafen. Um 19:09 Uhr avisierte E.________ telefonisch die 
Notrufzentrale M.________. Die avisierte Notärztin leitete vor Ort noch Reanimationsmassnahmen 
ein, welche jedoch bei Erfolglosigkeit um 20:04 Uhr abgebrochen wurden, und es wurde der Tod fest-
gestellt.

C.________ erlitt durch die Gewalteinwirkung gegen den Kopf ein schweres Kopf- bzw. Schädel-Hirn-
Trauma mit beidseitig am Kopf vorhandenen, rechtsseitig betonten Verletzungen der Kopfhaut und 
des darunterliegenden Weichteilgewebes. An der rechten Kopfseite erlitt sie ausgedehnte, mehrfrag-
mentäre Impressionsbrüche, betont des Schläfen- und Scheitelbeines, mit teils nach innen verscho-
benen und verkanteten Knochenbruchstücken. Die Schädelbasis wies einen quer über die gesamte 
Schädelbasis verlaufenden sog. Scharnierbruch auf.

Betreffend das schwere stumpfe Kopftrauma wies sie insbesondere folgende Befunde auf:

[Auflistung der einzelnen Befunde]

Es zeigten sich bei C.________ Hinweise für einen Blutverlust. Zudem wies sie eine Fettembolie 
(Einschwemmung von Fett in die Lungenstrombahn), Gasembolie (Einschwemmung von Gas in Blut-
gefässe) und Aspiration (Einatmung von Mageninhalt) in die tiefen Atemwege auf. Diese können als 
Folge des erlittenen Kopftraumas entstanden sein und kombiniert oder auch jeweils alleinig den 
Todeseintritt beschleunigt und/oder begünstigt haben. Allenfalls haben sie sich, zumindest teilweise, 
auch als Folge der vorgenommenen Reanimationsmassnahmen ausgebildet. C.________ erlitt beim 
Vorfall weiter über dem linken Daumengrundgelenk (streckseitig) eine kleinfleckige Hautabtragung mit 
anhaftenden Hautschüppchen. Todesursächlich war das erlittene schwere Kopftrauma bzw. dessen 
Folgen.

9

Durch die Schläge (mit Gegenstand, evtl. mit mehreren Gegenständen) bzw. die seitlich komprimie-
rende Gewalteinwirkung gegen den Kopf gegen ein Widerlager tötete A.________ ihre 8-jährige 
Tochter wissentlich und willentlich: A.________ wusste, dass ihre Handlungen (schwere/heftige Ge-
walteinwirkung gegen den Kopf) zum Tod von C.________ führen konnten und sie wollte dies.

Dabei handelte A.________ besonders skrupellos: Sie hatte die Tat im Voraus geplant. Sie ging 
heimtückisch vor (besonders verwerfliche Art der Ausführung), indem sie ihre ahnungslose Tochter, 
welche ihr vertraute und von ihr abhängig war, bei angehender Dämmerung – unter einem Vorwand – 
in den Wald zu ihrem gemeinsamen Versteck lockte, um sie dort zu erschlagen bzw. zu töten. Beim 
Versteck im Wald schlug sie mit einem grossen Stein (ca. 8100 g schwer) und evtl. einem weiteren 
unbekannten Gegenstand, evtl. weiteren unbekannten Gegenständen, welche/n sie vermutlich zuvor 
dort deponiert hatte oder sie am 01.02.2022 mitführte, heftig und mehrfach auf den Kopf des wehrlo-
sen, körperlich unterlegenen und ihr im Wald völlig ausgelieferten Opfers. Ihr Vorgehen zeichnet sich 
durch besondere physische Brutalität, Kaltblütigkeit, Grausamkeit und Gefühlskälte aus. Zudem führte 
sie nach der Tat ihre ahnungslose Mutter (E.________) an den Tatort, welche so den Anblick ihrer 
toten bzw. getöteten Enkelin ertragen musste.

Der Beweggrund von A.________ für die Tat war besonders verwerflich: A.________ hatte Schwie-
rigkeiten in der Lebensbewältigung als alleinerziehende Mutter, insbesondere der Gestaltung partner-
schaftlicher Beziehungen (vgl. u.a. Trennung von W.________ am 27.12.2021) und in der eigenen 
Bedürfnisbefriedigung (vgl. insbesondere ihr Interesse an Ausgang und «Partyleben»), wobei 
A.________ ihre Tochter dafür als (Mit-)Grund ansah. A.________ empfand ihre Tochter in diesen 
Bereichen als eine Last bzw. Hindernis (unerwünschtes Kind). Sie stellte ihre eigenen Bedürfnisse 
über das Leben ihrer 8-jährigen Tochter, was von einem extremen Egoismus und von einer ausseror-
dentlichen Geringschätzung von deren Leben zeugt.

8. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Das Verletzungsbild und der am 1. Februar 2022 zwischen 15:20 Uhr und 
19:09 Uhr eingetretene Tod der Tochter der Beschuldigten, †C.________ (nachfol-
gend: †C.________), ist unbestritten und erstellt. Demnach erlitt †C.________ 
durch Gewalteinwirkung gegen den Kopf insbesondere ein schweres Kopf- bzw. 
Schädel-Hirn-Trauma mit beidseitig am Kopf vorhandenen, rechtsseitig betonten 
Verletzungen der Kopfhaut und des darunterliegenden Weichteilgewebes. An der 
rechten Kopfseite erlitt sie ausgedehnte, mehrfragmentäre Impressionsbrüche, be-
tont des Schläfen- und Scheitelbeines, mit teils nach innen verschobenen und ver-
kanteten Knochenbruchstücken. Die Schädelbasis wies einen quer über die ge-
samte Schädelbasis verlaufenden sogenannten Scharnierbruch auf, wobei ein der-
artiger Scharnierbruch typischerweise durch eine sehr heftige, den Kopf seitlich 
komprimierende äussere Gewalteinwirkung entsteht (pag. 890). Unbestritten und 
erstellt ist auch, dass sich die Beschuldigte und ihre Mutter, E.________, am 
Abend des 1. Februars 2022 zu einem «Versteck» im N.________wald begaben, 
wo die Beschuldigte mit ihrer Tochter am 24. Januar 2022 ein sehr einfaches, aus 
ein paar Ästen bestehendes Hüttli gebaut hatte (nachfolgend: Waldversteck). Dort 
trafen die Beschuldigte und ihre Mutter auf die leblose †C.________, woraufhin 
E.________ um 19:09 Uhr telefonisch die Notrufzentrale avisierte (pag. 662; 
pag. 665 ff.; pag. 996). Die avisierte Notärztin leitete vor Ort noch Reanimations-

10

massnahmen ein. Diese wurden nach 39 Minuten bei Erfolglosigkeit um 20:04 Uhr 
abgebrochen und es wurde der Tod festgestellt (pag. 886).

Die Beschuldigte bestreitet, ihre Tochter †C.________ am 1. Februar 2022 er-
schlagen und getötet zu haben. Diesbezüglich bringt sie zusammengefasst vor, ih-
re Tochter habe an jenem Tag, nachdem sie gegen 15:20 Uhr von der Schule nach 
Hause gekommen sei, die Wohnung um ca. 16:30 Uhr allein verlassen, um zu ihrer 
Kameradin Q.________ spielen zu gehen. Die Beschuldigte selbst habe die Woh-
nung vorerst nicht verlassen und sei zuhause geblieben. Als sie ab ca. 18:30 Uhr 
von der Mutter von Q.________ vernommen habe, dass ihre Tochter gar nie bei 
Q.________ gewesen sei, habe sie zuerst telefonisch bei zwei weiteren Müttern 
von Spielkameraden angefragt, ob sich ihre Tochter dort aufhalte. Anschliessend 
habe die Beschuldigte ihre im benachbarten Quartier wohnhafte Mutter kontaktiert, 
welche sofort losgegangen sei, um †C.________ im dortigen Quartier zu suchen. 
Die Beschuldigte habe (erst) dann ihre Wohnung verlassen, um ihre Tochter in ih-
rem Quartier ebenfalls zu suchen. Da sie †C.________ in der Folge nirgends ge-
funden hätten, sei der Beschuldigten als letzte Idee gekommen, ihre Tochter könn-
te allenfalls in ihr gemeinsames Waldversteck gegangen sein und sich nicht mehr 
allein nachhause getrauen. Daher seien die Beschuldigte und ihre Mutter gemein-
sam zum Waldversteck gegangen, wo sie ihre auf dem Boden liegende Tochter 
ohne Lebenszeichen aufgefunden hätten. Daraufhin hätten sie den Notruf kontak-
tiert, worauf die Polizei und die Ambulanz gekommen seien, welche schlussendlich 
nur noch den Tod ihrer Tochter hätten feststellen können (vgl. pag. 1258 Z. 28 ff.).

Ebenfalls bestritten und zu überprüfen ist die angeklagte Tatwaffe. So wurde 
†C.________ gemäss Anklage mit einem ca. 8.1 Kilogramm schweren Stein 
(Asservat [nachfolgend: Ass.] Nr. 103; ca. 25 x 20 x 16 cm gross [vgl. pag. 1037]) 
sowie evtl. weiteren unbekannten Gegenständen seitlich auf die rechte Kopfseite 
geschlagen, während ihr Kopf auf der linken Seite gegen etwas auf-/angelegen war 
(sogenanntes Widerlager). Demgegenüber stellt die Verteidigung die Verwendung 
des Steins als (einzige) Tatwaffe in Frage (vgl. pag. 3357 und pag. 4086).

9. Beweismittel

9.1 Teilweise Unverwertbarkeit der Einvernahme der Beschuldigten vom 2. Febru-
ar 2022 um 14:58 Uhr

Im vorinstanzlichen Verfahren beantragte die Verteidigung mit Eingabe vom 8. 
April 2024, die Einvernahme der Beschuldigten vom 2. Februar 2022 um 14:58 Uhr 
sei aus den Strafakten zu weisen, da die Beschuldigte als Auskunftsperson belehrt 
und befragt worden sei, es jedoch bereits damals genügend Verdachtsgründe ge-
geben habe, um sie als beschuldigte Person zu belehren und zu befragen (vgl. 
pag. 3119 ff.). In der Folge beschloss die Vorinstanz anlässlich der Hauptverhand-
lung, das betreffende Einvernahmeprotokoll werde nicht zu Lasten der Beschuldig-
ten verwertet, werde aber – da es möglicherweise Entlastendes enthalten könnte – 
in den Akten belassen (pag. 3306). Eine schriftliche Begründung des mündlich 
eröffneten Beschlusses lässt sich weder dem Protokoll der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung noch der vorinstanzlichen Urteilsbegründung entnehmen (vgl. 

11

pag. 3306 und pag. 3510, S. 12 der vorinstanzlichen Urteilsbegründung). Es er-
scheint angezeigt, dies an dieser Stelle in der gebotenen Kürze nachzuholen:

Der Entscheid über die Eigenschaft, in welcher eine Person zu befragen ist, wird 
aufgrund der im Zeitpunkt der Befragung bestehenden Sach- und Rechtsfrage ge-
troffen. Daraus folgt, dass ein einmal getroffener Entscheid betreffend die prozes-
suale Rolle der Einzuvernehmenden nicht mehr Bestand haben kann, wenn sich 
die für diesen Entscheid massgebenden, bekannten Verhältnisse geändert haben. 
Dabei steht es weder im Ermessen der zuständigen Strafbehörde, in welcher Rolle 
eine Person einzuvernehmen ist, noch hat die Einzuvernehmende diesbezüglich 
ein Wahlrecht oder einen Anspruch (BGE 144 IV 97 E. 2.1.3 mit Hinweis). Gemäss 
Berichtsrapport vom 2. Februar 2022 meldete sich F.________ gleichentags um 
ca. 12:50 Uhr beim Polizisten X.________, wobei er angab, die Beschuldigte und 
das Opfer am Vortag um ca. 16:45 Uhr und 16:50 Uhr auf dem Weg Richtung Wald 
gesehen zu haben (pag. 673 f.). Wie sich dem Protokoll der Einvernahme von Poli-
zist X.________ vom 4. Mai 2023 entnehmen lässt, hat dieser bereits zu diesem 
Zeitpunkt vom Nachtdienst erfahren, dass die Beschuldigte evtl. in Verdacht kom-
me für das interessierende Delikt, weshalb er die Information als wichtig einge-
schätzt und an das Dezernat Leib und Leben weitergeleitet hat (pag. 1953 Z. 88 
ff.), woraufhin er angewiesen wurde, F.________ auf die Polizeiwache zu bringen 
(pag. 1954 Z. 95 ff.). Anschliessend wurde F.________ von 14:11 Uhr bis 
16:18 Uhr als Auskunftsperson einvernommen (pag. 1495; pag. 1501). Die fragli-
che Einvernahme der Beschuldigten startete um 14:58 Uhr und dauerte bis 
16:45 Uhr (pag. 1262; pag. 1269).

Zwar reicht ein blosses Gefühl gewisser Polizisten noch nicht aus, um einen straf-
prozessualen Rollenwechsel von Auskunftsperson zu beschuldigter Person zu be-
gründen. Relevant erscheint vorliegend jedoch, dass das Dezernat Leib und Leben 
am 2. Februar 2022 kurz nach 12:50 Uhr über die angebliche Sichtung der Be-
schuldigten mit dem Opfer im tatrelevanten Zeitraum und an tatrelevanter Örtlich-
keit informiert wurde. Auch wenn sich die Einvernahmen von F.________ und der 
Beschuldigten anschliessend überschnitten, musste bereits gestützt auf diese die 
Beschuldigte belastenden Informationen klar sein, dass die Beschuldigte nicht 
mehr als blosse Auskunftsperson zu befragen sein wird, sondern die Einvernahme 
um 14:58 Uhr in der Eigenschaft als beschuldigte Person hätte durchgeführt wer-
den müssen. Vor diesem Hintergrund erachtete die Vorinstanz die betreffende Ein-
vernahme – mit Ausnahme allfälliger entlastender Stellen – zu Recht als unver-
wertbar.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Aufzeichnungen über unver-
wertbare Beweise nach Art. 141 Abs. 5 StPO aus den Strafakten zu entfernen, bis 
zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens unter separatem Verschluss zu hal-
ten und danach zu vernichten (BGE 143 IV 457 E. 1.6.2 f.; Urteile des Bundesge-
richts 7B_267/2023 vom 24. Mai 2024 E. 2.2 und 6B_1092/2022 vom 9. Janu-
ar 2023 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Mit Blick auf diese Rechtsprechung erweist sich 
das von der Vorinstanz gewählte Vorgehen, das gesamte Protokoll in den Akten zu 
belassen, da es möglicherweise Entlastendes enthalten könnte, als unzulässig. An-
lässlich der Berufungsverhandlung wurde der Verteidigung deshalb Gelegenheit 

12

geboten, die allenfalls entlastenden Stellen zu benennen (pag. 4036). In der Folge 
beschloss die Kammer, das Protokoll der Einvernahme der Beschuldigten vom 
2. Februar 2022 um 14:58 Uhr (pag. 1262 bis pag. 1269) mit Ausnahme der Zei-
len 107-123, 159-163 (bis und mit «Schoss und so.»), 230-238, 261-264 und 
299-305 aus den Akten zu weisen (pag. 4037), wobei anschliessend physisch 
kenntlich gemacht wurde, was in den Akten belassen wird und was nicht (vgl. zum 
Vorgehen Urteil des Bundesgerichts 7B_267/2023 vom 24. Mai 2024 E. 3.1).

9.2 Übersicht der Beweismittel

Der Kammer liegen im Wesentlichen folgende Beweismittel vor:

- Anzeigerapport vom 27. Dezember 2022 (pag. 567 ff.);
- Gesprächsaufzeichnungen zwischen der Beschuldigten resp. ihrer Mutter und 

der Regionalen Einsatzzentrale sowie zwischen der Regionalen Einsatzzentrale 
und der Kantonspolizei Bern vom 1. Februar 2022 (pag. 662; pag. 664);

- Diverse Berichtsrapporte der Kantonspolizei Bern (insb. pag. 664.2 ff., 
pag. 3135 ff. und pag. 3992 ff.);

- Diverse Gutachten und Berichte des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Uni-
versität Bern, insbesondere:
- Rechtsmedizinisches Gutachten vom 24. Februar 2022 zur körperlichen Un-

tersuchung der Beschuldigten (pag. 833 ff.);
- Rechtsmedizinisches Gutachten vom 24. Februar 2022 zur körperlichen Un-

tersuchung der Eltern der Beschuldigten (pag. 851 ff.; pag. 856 ff.);
- Bericht vom 22. Februar 2022 zur Legalinspektion des Opfers (pag. 874 ff.);
- Rechtsmedizinisches Gutachten vom 3. August 2022 zum Todesfall 

(pag. 885 ff.);
- Rechtsmedizinisches Obduktionsprotokoll vom 3. August 2022 (pag. 895 

ff.);
- Morphometrisches Gutachten vom 29. August 2022 mitsamt Anhang 

(pag. 926 ff.);
- Forensisch-molekularbiologisches Gutachten vom 27. Oktober 2022 

(pag. 950 ff.);
- Rechtsmedizinisches Aktengutachten vom 7. Januar 2025 betreffend Ein-

schränkung des Todeszeitpunkts (pag. 3755 ff.);
- Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich vom 17. März 

2022 betreffend vergleichende DNA-Analysen mit caniden DNA-Markern 
(pag. 955 f.);

- Rapport Forensik vom 27. August 2022 mitsamt Spuren-/Materialverzeichnis, 
Dokumentationen des Tatorts, der Obduktion des Opfers, der rechtsmedizini-
schen Untersuchung der Beschuldigten und deren Eltern und des Steins, Mel-
dungen des fedpol sowie Gutachten des IRM Bern (pag. 963 ff.);

- 1. Nachtrag zum Rapport Forensik, datierend vom 12. September 2022, mit-
samt Dokumentation der topografischen Situation im Quartier Y.________ 
(pag. 1086 ff.);

13

- 2. Nachtrag zum Rapport Forensik, datierend vom 5. Dezember 2022, mitsamt 
Material-/Spurenverzeichnis, ergänzender resp. präzisierender Dokumentation 
der topografischen Situation im Quartier Y.________ sowie Meldungen des 
fedpol (pag. 1104 ff.);

- 3. Nachtrag zum Rapport Forensik, datierend vom 27. Januar 2025, mitsamt 
aktualisiertem Material-/Spurenverzeichnis, Meldungen des fedpol sowie Gut-
achten des IRM Lausanne (pag. 3778 ff.; vgl. auch pag. 3939 ff.);

- Rapport Forensik vom 11. November 2022 betreffend Handschriftenanalyse 
von Z.________ mitsamt Beilagen (pag. 1156 ff.);

- Auswertungen Durchsuchung elektronische Geräte, insbesondere:
- Berichtsrapport vom 17. Februar 2022 über die Auswertung des Computers 

und der elektronischen Daten der Beschuldigten mitsamt Beilagen, nament-
lich CD mit WhatsApp-Chats (pag. 2046 ff.);

- Berichtsrapport vom 17. Februar 2022 betreffend Sichtung Chatverlauf zwi-
schen der Beschuldigten und Z.________ (pag. 2076 ff.);

- Berichtsrapport FDF vom 16. Mai 2022 betreffend Auswertung des Mobilte-
lefons der Beschuldigten für den Tattag mitsamt Beilagen, namentlich Time-
Line für den Tattag (pag. 2081 ff.);

- Berichtsrapport vom 28. September 2022 über die Auswertung des Mobilte-
lefons der Beschuldigten mitsamt Harddisk resp. Ausdrucke sowie Über-
sicht Nutzungsverhalten und Spotify Streaming History für den 31. Janu-
ar 2022 und 1. Februar 2022 (pag. 2090 ff.);

- Berichtsrapporte vom 9. und 10. Februar 2022 zur Auswertung des Mobilte-
lefons der Mutter der Beschuldigten (pag. 2212 ff.);

- Berichtsrapport vom 10. Februar 2022 zur Auswertung des Mobiltelefons 
des Vaters der Beschuldigten (pag. 2252 ff.);

- Berichtsrapporte vom 3. März 2022, 29. März 2022, 6. April 2022 und 
3. Februar 2025 zur Auswertung des Mobiltelefons von F.________ 
(pag. 2283 ff.; pag. 3847 ff.);

- Berichtsrapport vom 24. Februar 2022 zur rückwirkenden Teilnehmeridenti-
fikation und Verbindungen auf die Mobiltelefonnummer der Beschuldigten 
zwecks Auswertung der Standorte sowie der Telefonverbindungen 
(pag. 2679 f.) mitsamt Nachtrag vom 3. März 2022 (pag. 2682 ff.);

- Berichtsrapport FDF vom 3. Februar 2025 betreffend Fragen der Verteidi-
gung im Zusammenhang mit der Mobiltelefonauswertung der Beschuldigten 
sowie betreffend Spotify (pag. 3831 ff.);

- Diverse Editionen (pag. 2300 ff.);
- Forensisch-psychiatrisches Gutachten vom 21. April 2023 (pag. 2768 ff.);
- Einvernahmen mit insgesamt 33 Personen (pag. 1257 ff.; pag. 3307 ff.; 

pag. 4040 ff.), insbesondere:
- Einvernahmen der Beschuldigten vom 2. Februar 2022 um 00:01 Uhr 

(pag. 1257 ff.), 2. Februar 2022 um 14:58 Uhr (pag. 1262 ff. Z. 107 ff., 
Z. 159 ff., Z. 230 ff., Z. 261 ff. und Z. 299 ff.), 3. Februar 2022 um 13:12 Uhr 

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(pag. 1270 ff.), 3. Februar 2022 um 19:35 Uhr (pag. 1294 ff.), 4. März 2022 
(pag. 1304 ff.), 8. März 2022 (pag. 1335 ff.), 31. Mai 2022 (pag. 1365 ff.), 
21. September 2023 (pag. 1392.1 ff.), 5. Juni 2024 (pag. 3309 ff.) und 
17. März 2025 (pag. 4049 ff.);

- Einvernahmen der Mutter der Beschuldigten vom 2. Februar 2022 
(pag. 1393 ff.), 25. Februar 2022 (pag. 1402 ff.) und 17. März 2025 
(pag. 4040 ff.);

- Einvernahme von F.________ vom 21. Februar 2022 (pag. 1493 ff.) sowie 
Videoeinvernahmen vom 17. Februar 2022 (pag. 1502 ff.) und 5. März 2025 
(pag. 3954.1 ff.; pag. 3970 ff.).

Die Vorinstanz hat die Aussagen der Beschuldigten und von F.________ umfas-
send zusammengefasst (vgl. pag. 3509 ff., S. 11 ff. der vorinstanzlichen Urteilsbe-
gründung; pag. 3537 ff., S. 39 ff. der vorinstanzlichen Urteilsbegründung). Darauf 
kann verwiesen werden. Im Übrigen wird an dieser Stelle auf eine Wiedergabe der 
vorliegenden Beweismittel verzichtet. Diese werden im Rahmen der nachfolgenden 
Beweiswürdigung – soweit notwendig – aufgegriffen.

10. Konkrete Beweiswürdigung

10.1 Vorbemerkungen

Da keine direkten Beweismittel für die Täterschaft vorliegen, ist die Frage nach der 
Täterschaft der Beschuldigten resp. nach einer Dritttäterschaft anhand verschiede-
ner Indizien zu prüfen. Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Beweiswür-
digung erscheint es angezeigt, vorab die wesentlichsten Geschehnisse zwischen 
dem Auffinden des Opfers im Wald durch die Beschuldigte und ihre Mutter am 
Abend des 1. Februars 2022 um ca. 19:00 Uhr und der Inhaftnahme der Beschul-
digten am 2. Februar 2022 um 19:25 Uhr in der gebotenen Kürze darzulegen:

Noch vor Ort im Wald erklärte die Beschuldigte gegenüber einem anwesenden Po-
lizisten, der Ort, an dem ihre Tochter gefunden worden sei, sei ein Versteck, das 
sie am 24. Januar 2022 gemeinsam gebaut hätten. Niemand habe Kenntnis von 
diesem Ort, es sei ein Geheimnis zwischen ihrer Tochter und ihr (pag. 671). Ansch-
liessend wurden die Beschuldigte und ihre Eltern auf den Polizeiposten gebracht, 
wo sie körperlich untersucht und als Auskunftspersonen befragt wurden (pag. 833 
ff.; pag. 851 ff.; pag. 856 ff.; pag. 1257 ff.; pag. 1393 ff.; pag. 1437 ff.). Die Nacht 
auf den 2. Februar 2022 verbrachten die Beschuldigte und ihre Eltern – aufgrund 
der durchzuführenden Hausdurchsuchungen – in einem Hotel (vgl. pag. 664.3). Am 
nächsten Morgen wurde die Beschuldigte von der Polizei für die Hausdurchsu-
chung abgeholt, wobei sie im Auto gegenüber einer Polizistin spontan angab, ihr 
sei noch etwas in den Sinn gekommen. Sie habe bei ihrem gemeinsamen Wald-
versteck noch einen grossen Stein gehabt. Diesen habe sie für ihre Tochter zum 
Spielen als «Näpfchen» für die «Tierli» auf deren Wunsch dorthin getan. Sie habe 
sich überlegt, ob etwas mit diesem Stein gewesen sein könnte. Sie selbst habe 
diesen fast nicht tragen können, für ihre Tochter sei er sicherlich zu schwer gewe-
sen (pag. 706 f.). Parallel zu den Hausdurchsuchungen erfolgte eine Geländesuche 
vor Ort im Wald. Dabei wurde sechs Meter vom Waldversteck resp. dem Fundort 
des Opfers entfernt im Dornengestrüpp ein 8.1 Kilogramm schwerer Stein mit Blut-

15

anhaftungen festgestellt (pag. 965; pag. 967; pag. 1006 ff.). Sodann wendete sich 
am Mittag des 2. Februars 2022 ein damals zwölfjähriger Junge aus dem Quartier, 
F.________, an einen vor Ort mit der Geländesuche befassten Polizisten mit dem 
Hinweis, er habe am Vortag zwischen 16:45 Uhr und 16:50 Uhr †C.________ und 
ihre Mutter zweimal angetroffen, beim zweiten Mal habe er gesehen, wie sie den 
Waldweg hinauf in den N.________wald gegangen seien (pag. 673 f.). Dieser Hin-
weis stand im Widerspruch zu den bisherigen Angaben der Beschuldigten, die bis 
zu diesem Zeitpunkt – und im Übrigen auch während des gesamten Verfahrens – 
angab, ihre Tochter sei um 16:30 Uhr von ihrer Wohnung allein losgegangen, um 
zu ihrer Kameradin Q.________ Spielen zu gehen, wobei sie erst um 18:30 Uhr er-
fahren habe, dass ihre Tochter nie dort gewesen sei (vgl. E. II.10.3.3 hiernach). 
Zusammen mit ihren spontanen Angaben zum Stein sowie weiteren Ermittlungser-
kenntnissen ergab dies einen hinreichenden Tatverdacht gegen die Beschuldigte, 
weshalb sie am Abend des 2. Februars 2022 in Untersuchungshaft genommen 
wurde (vgl. pag. 5 ff. und pag. 35 f.).

Teilweise ausgehend vom Parteivortrag der Regionalen Staatsanwaltschaft (nach-
folgend: Staatsanwaltschaft) wird die nachfolgende Beweiswürdigung in dreizehn 
einzelne Themenbereiche gegliedert. Dabei wird zunächst auf den aufgefundenen 
Stein und die diesbezüglichen Aussagen der Beschuldigten, auf die Anwesenheit 
der Beschuldigten in ihrer Wohnung sowie auf die Sichtung der Beschuldigten und 
ihrer Tochter durch F.________ eingegangen, bevor die weiteren Themenbereiche 
beleuchtet werden. Anschliessend folgen die Erwägungen zur Möglichkeit einer 
Dritttäterschaft, bevor eine Gesamtwürdigung der Indizien vorzunehmen und auf 
die subjektive Seite einzugehen ist. Abschliessend wird das Beweisergebnis zu-
sammengefasst festgehalten.

10.2 Zum Stein als Tatwaffe und zu den diesbezüglichen Aussagen der Beschuldigten

10.2.1 Erwägungen der Vorinstanz

Die Vorinstanz erwog in einem ersten Schritt, die Aussage der Beschuldigten, wo-
nach sie den Stein auf Wunsch ihrer Tochter vom Waldeingang bis zum Versteck 
getragen habe, was einer Strecke von ca. 300 Metern bergauf in den Wald ent-
spreche, erscheine unlogisch, da die Beschuldigte gemäss eigenen Angaben 
Asthma habe. Weiter mute seltsam an, dass die Beschuldigte ausgesagt habe, ihre 
Tochter habe den Stein unbedingt zum Spielen gewollt, wobei sie auf Frage, wel-
che Rolle der Stein gespielt habe, aber angegeben habe, dass dieser keine Rolle 
gespielt habe. Sodann erkannte die Vorinstanz Widersprüche in den Aussagen der 
Beschuldigten zum Umgang mit dem Stein, welche klar gegen die Glaubhaftigkeit 
der Aussagen sprechen würden. Weiter falle auf, dass die Beschuldigte den Stein 
nicht nur proaktiv gegenüber der Polizistin erwähnt habe, sondern auch danach 
immer wieder und teilweise ohne direkten Zusammenhang auf diesen Stein 
zurückgekommen sei und darauf hingewiesen habe, wie schwer dieser gewesen 
sei und dass sie ihn kaum habe tragen können. Auffällig sei auch ihre Aussage an-
lässlich der Hafteröffnung, sie habe den Stein erwähnt, damit die Ermittlungs-
behörden wüssten, was sie und ihre Tochter im Versteck alles angefasst hätten, 
damit sich der Verdacht nicht möglicherweise noch auf sie richte (pag. 3550 f., S. 
52 f. der vorinstanzlichen Urteilsbegründung).

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In einem weiteren Schritt fasste die Vorinstanz die wesentlichen Erkenntnisse aus 
dem Rapport Forensik vom 27. August 2022 zum Fundort des Steins und den 
DNA-Spuren am Stein zusammen. Anschliessend erwog die Vorinstanz, wenn die 
Aussagen der Beschuldigten, wonach sie den Stein mit den Händen getragen, in 
eine Tasche getan und wieder ausgepackt und den Stein beim Hüttli immer wieder 
zur Seite geschoben habe, stimmen würden, dann hätten praktisch auf allen Seiten 
des Steins grosse DNA-Mengen der Beschuldigten gefunden werden müssen. 
Gemäss Rapport Forensik sei aber nur an einer einzigen Stelle und auch nur in ei-
ner Nebenkomponente DNA der Beschuldigten gefunden worden. Unter Berück-
sichtigung, dass die moderne DNA-Analyse selbst kleinste DNA-Teile nachweisen 
könne, lasse sich dieser Befund nicht mit den Aussagen der Beschuldigten verein-
baren. Sie müsse demnach auch bezüglich der Kontakte mit dem Stein die Un-
wahrheit gesagt haben (pag. 3551 ff., S. 53 ff. der vorinstanzlichen Urteilsbegrün-
dung).

Sodann nahm die Vorinstanz Bezug zum morphometrischen Gutachten zur 
Klärung, wie die Verletzungen am Kopf des Opfers entstanden sein könnten. Ge-
stützt auf die Erkenntnisse aus dem Gutachten schlussfolgerte die Vorinstanz, dass 
der Stein bei der Tötung des Opfers eingesetzt worden sei, wobei nicht genau ge-
sagt werden könne, wie, und der Einsatz weiterer Gegenstände nicht ausgeschlos-
sen werden könne (pag. 3554, S. 56 der vorinstanzlichen Urteilsbegründung).

Schliesslich führte die Vorinstanz im Rahmen eines Zwischenfazits mit Blick auf die 
geringe Menge an DNA der Beschuldigten am Stein aus, es wäre widersprüchlich, 
wenn die Beschuldigte diesen mit blossen Händen angefasst und eingesetzt hätte, 
wobei das Tragen von Handschuhen angesichts der Witterungsverhältnisse nicht 
auffällig wäre (pag. 3556, S. 58 der vorinstanzlichen Urteilsbegründung).

10.2.2 Oberinstanzliche Vorbringen der Parteien

Die Verteidigung brachte zusammengefasst vor, die Vorinstanz gehe davon aus, 
dass der Stein bereits beim Versteck gewesen sei, und glaube der Beschuldigten 
nicht, dass sie diesen am 24. Januar 2022 dorthin getragen habe. Hier werde das 
Asthma gegen sie verwendet, demgegenüber gehe die Vorinstanz nicht von Asth-
ma aus, als die Beschuldigte beim Auffinden ihrer Tochter einen Anfall gehabt ha-
be. Gemäss Rapport Forensik sei der Stein ausgegraben worden. Dies müsse ein 
Loch im Boden sowie Spuren an den Händen der ausgrabenden Person hinterlas-
sen haben. Am Leichenfundort sei aber kein Loch gefunden worden, das zum Stein 
passe. Dieser sei tatsächlich dorthin gebracht worden. Am Stein habe es Kontakt-
spuren von †C.________, wobei die Beschuldigte bestätigt habe, dass ihre Tochter 
den Stein beim Versuch, diesen auszugraben, angefasst habe. Bei der Obduktion 
seien jedoch keine Erd- oder Steinrückstände an den Händen von †C.________ 
gefunden worden. Sie müsse an einem anderen Tag als am 1. Februar 2022 mit 
dem Stein in Kontakt gekommen sein. Das Gleiche gelte für die Beschuldigte, zu-
mal anlässlich der Untersuchung ihrer Hände keine Rückstände oder Dreck vom 
Stein festgestellt worden und die kleinen Hautabtragungen anderweitig, namentlich 
durch das Beiseiteschieben von Ästen im Wald, erklärbar seien, wobei bei ihrer 
Mutter die gleiche Feststellung gemacht worden sei. Der Stein müsse vor dem 
1. Februar 2022 ausgegraben worden sein. Überdies sei am Stein blaue Farbe ge-

17

funden worden. Diese sei als Ass. Nr. 103.17 abgelegt und mit Ass. Nr. 703 vergli-
chen worden; das sei ebenfalls blaue Farbe, die an einem Stein unterhalb der 
O.________strasse Richtung Wald gefunden worden sei. Die Beschuldigte habe 
auf einer Karte eingezeichnet, wo sie den Stein aus dem Boden gewuchtet habe. 
Dieser Ort sei nur wenige Meter entfernt von den Koordinaten von Ass. Nr. 703. 
Die Beschuldigte habe in Bezug auf den Fundort und Transport des Steins die 
Wahrheit gesagt. Die anderslautenden Ausführungen der Vorinstanz seien akten-
widrig. Dass die Beschuldigte den Stein auf Wunsch ihrer Tochter zum Versteck 
getragen habe, sei nicht auszuschliessen. Die Form spiele bei Kinderfantasie keine 
Rolle. Gemäss Vorinstanz würden die Aussagen der Beschuldigten zum Anfassen 
und Tragen des Steins nicht stimmen, weil es zu wenig DNA-Spuren von ihr am 
Stein gehabt habe, weshalb davon auszugehen sei, dass die Beschuldigte Hand-
schuhe getragen habe. Der Beschuldigten werde also nachteilig ausgelegt, dass es 
am angeblichen Tatgegenstand zu wenig DNA-Spuren von ihr habe. Die Kontakt-
spur der Beschuldigten befinde sich an einer Stelle, die mit einem Anfassen des 
Steins zum Zuschlagen nicht vereinbar sei. Weiter sei unklar, wann und wie die 
Kontaktspur dahingekommen sei. In dubio pro reo sei davon auszugehen, dass 
dies nicht am 1. Februar 2022 gewesen sei. Bekanntlich könne der Stein nicht alle 
Verletzungen erklären. Gemäss morphometrischem Gutachten könnten gewisse 
Verletzungen von einem vom Stein grundverschiedenen Gegenstand verursacht 
worden sein, wobei auch ein Richtungswechsel des Steins als möglich erachtet 
werde. Ob dies so gewesen sei, wisse man nicht. Ebenfalls wisse man nicht, ob die 
Kapuze oben gewesen sei. Die Frage wäre diesfalls, wie die Haare und das Blut 
des Opfers an den Stein gelangt wären. Es müsse somit mindestens einen weite-
ren Gegenstand geben, mit dem auf das Opfer eingewirkt worden sei. Die Vor-
instanz bringe dann in willkürlicher Weise Handschuhe ins Spiel, um aus einem 
Entlastungsbeweis ein Indiz zu machen, das gegen die Beschuldigte verwendet 
werden könne. Im Übrigen weise das Tragen von Handschuhen eher auf eine Dritt-
täterschaft als auf die Beschuldigte hin. Hätte die Beschuldigte Handschuhe getra-
gen, hätte sie diese überdies irgendwo entsorgen müssen. Es sei aber nichts ge-
funden worden, auch keine Blutspuren in der Nasszelle. Sodann werde der Be-
schuldigten vorgeworfen, den Stein proaktiv erwähnt zu haben. Bei der ersten Ein-
vernahme sei sie nicht danach gefragt worden, wie das Versteck aussehe, wobei 
sie am Ende gefragt worden sei, ob sie etwas anzufügen habe. Darauf habe sie 
geantwortet, sie wisse nicht, ob sie etwas vergessen oder falsch gesagt habe. Die 
Beschuldigte habe gedacht, sie müsse jeden Hinweis melden. Es stelle sich die 
Frage, weshalb die Beschuldigte den Stein erwähnen sollte, den sie gemäss Vor-
instanz mit Handschuhen angefasst haben soll. Die Beschuldigte habe kein foren-
sisches Wissen und könne nicht wissen, dass Kontaktspuren auch Wochen später 
am Stein haften könnten. Der Stein sei auch nicht der einzige Hinweis, den die Be-
schuldigte spontan und proaktiv von sich aus gemacht habe. Sie erwähne kreuz 
und quer alles, was ihr in den Sinn komme. Wenn der Beschuldigten schon Täter-
wissen angehängt werde, stelle sich die Frage, wieso sie den Stein erwähne, von 
dem die Täterschaft wisse, dass damit nicht alle Verletzungen erklärt werden kön-
nen, und obwohl noch ein zweiter Tatgegenstand existieren könnte. Dass die Be-
schuldigte auf Aufforderung der Polizei alles erwähnt habe, sei verständlich und ei-

18

gentlich ein Entlastungsmoment. Der Beschuldigten werde sodann vorgeworfen, 
sie habe nicht übereinstimmend ausgesagt, wann sie den Stein angefasst habe. 
Der Gutachter attestiere der Beschuldigten schwankende Erinnerungsleistungen. 
Ihr Aussageverhalten lasse sich mit ihrer Person erklären sowie mit ihrem Wunsch, 
bei der Aufklärung der Tat zu helfen. Das Anfassen des Steins sei für die Beschul-
digte damals nicht wichtig gewesen und habe auch heute nicht die von der Vor-
instanz beigemessene Wichtigkeit (vgl. pag. 4086).

Demgegenüber führte die Generalstaatsanwaltschaft im Wesentlichen aus, die 
Kombination aus Fundort, Haaren und Blutspuren am Stein sowie die Erkenntnisse 
aus dem morphometrischen Gutachten lassen nur den Schluss zu, dass der Stein 
jedenfalls auch als Tatwaffe benutzt worden sei. Ob noch weitere Gegenstände 
benutzt worden seien, könne nicht definitiv gesagt werden, sei aber auch nicht ent-
scheidend. Entscheidend sei, dass am Stein noch ein weiteres DNA-Profil gefun-
den worden sei, nämlich dasjenige der Beschuldigten. Zwar sei es nur ein Misch-
profil, aber mit Verweis auf die Beweiswertberechnung des IRM bestünden keine 
Zweifel, dass es das Profil der Beschuldigten sei. Die Beschuldigte habe den Stein 
von sich aus erwähnt. Sie habe vermutet, dass damit etwas passiert sein könnte. 
Es stelle sich die Frage, wie sie darauf komme. Dass ihre Tochter mit dem Stein 
getötet worden sei, sei klassisches Täterinnenwissen. Bei der Hafteröffnung habe 
die Beschuldigte erklärt, sie wolle, dass die Polizei wisse, was sie alles angefasst 
habe. Es sei logisch und offensichtlich, dass die Beschuldigte beim Versteck viel 
angefasst habe, wobei die Polizei nicht entsprechend nachgefragt habe. Es stelle 
sich die Frage, weshalb die Beschuldigte dies nur in Bezug auf den Stein erwähne, 
der effektiv als Tatwaffe eingesetzt worden sei, und nicht etwa auch in Bezug auf 
einen Ast oder ein Holzstück oder einen vergleichbaren Gegenstand, welcher auch 
als Tatwaffe hätte verwendet werden können. Die Beschuldigte komme immer wie-
der auf den Stein zurück und rücke diesen stark ins Zentrum. Vor der Vorinstanz 
habe sie erwähnt, der Stein könnte gefährlich sein, wenn man darüber stolpere. 
Während dies nach einem Unfall klinge, habe sie kurz zuvor aber gesagt, sie habe 
von Anfang an das Gefühl gehabt, ihrer Tochter sei etwas angetan worden. Bei ei-
ner früheren Aussage habe sie gesagt, sie gehe nicht davon aus, dass ihre Tochter 
einfach gestolpert sei, so könnte man sich nicht derart schwer verletzen. Dass der 
Stein als Napf für Wildtiere benutzt werden sollte und die Beschuldigte ihn deshalb 
mitgeschleppt habe, mache schlicht keinen Sinn. Schliesslich habe der Stein an-
schliessend keine Rolle gespielt, dies habe die Beschuldigte selbst gesagt. Er habe 
auch keine Einbuchtungen, die auf einen Napf hinweisen würden, dies könne auch 
nicht mit der Fantasie von Kindern erklärt werden. Die Aussagen der Beschuldigten 
zum Anfassen des Steins seien widersprüchlich. Bei der Hafteröffnung habe sie 
gesagt, den Stein nur am 24. Januar 2022 getragen und anschliessend nicht mehr 
berührt zu haben. Nachher habe sie geltend gemacht, diesen immer wieder zur 
Seite geschoben zu haben. Dies sei ein klarer Widerspruch. Auf dem Foto des 
Opfers beim Hüttli sei der Stein nicht zu sehen, obwohl die Beschuldigte einge-
zeichnet habe, wo er hätte sein sollen. Gegen die Aussage, wonach sie den Stein 
immer wieder hin- und hergeschoben habe, spreche die Tatsache, dass nur gerin-
ge DNA-Spuren von ihr haben gefunden werden können. Hätte sie den Stein 
tatsächlich hochgeschleppt und verschoben, wäre zu erwarten, dass auf verschie-

19

denen Seiten DNA-Spuren hätten gefunden werden können. Die Beschuldigte ha-
be den Stein nur einmal berührt, nämlich während der Tatbegehung. Dies allenfalls 
auch mit Handschuhen, zumal es Februar gewesen sei und kleine Spuren von 
DNA auch über Handschuhe übertragen werden können. Entgegen der Verteidi-
gung, wonach die Beschuldigte an den Händen keine Hautabtragungen und Stein-
reste gehabt habe, sei nicht zwingend zu erwarten, dass man sich beim Einsatz 
des Steins selbst verletze. Es sei auch nicht bekannt, wie die Beschuldigte diesbe-
züglich genau vorgegangen sei. Immerhin habe das IRM bei der Beschuldigten fri-
sche Hautabtragungen festgestellt. Im Übrigen habe die Beschuldigte reichlich Zeit 
gehabt, nach der Tat die Hände zu waschen. Im Ergebnis sei die DNA der Be-
schuldigten am Stein ein wichtiges Indiz für ihre Täterschaft (vgl. pag. 4086).

10.2.3 Würdigung der Kammer

Zum Stein als Tatwaffe

Wie sich dem Rapport Forensik vom 27. August 2022 entnehmen lässt, wurde am 
2. Februar 2022 eine organisierte Geländesuche am Leichenfundort sowie in des-
sen Umgebung durchgeführt. Anlässlich dieser Geländesuche wurde ca. sechs Me-
ter nördlich des Leichenfundorts im Dornengestrüpp ein Stein mit Blutanhaftungen 
festgestellt, wobei der Stein beim Auffinden offenbar so ausgerichtet war, dass die 
Blutanhaftungen erst nach Umdrehen des Steins mit einem Stock ersichtlich wur-
den (pag. 965; pag. 967; vgl. auch Fotografien auf pag. 1004 und 1006 ff.). Auf-
grund der äusserlichen Beurteilung dürfte der Stein – welcher gemäss kriminal-
technischer Untersuchung ein Gewicht von ca. 8.1 Kilogramm und eine Grösse von 
ca. 25 x 20 x 16 cm aufweist (pag. 1037) – ursprünglich zum Teil ins Erdreich ein-
gegraben gewesen sein. Ab dem Stein (Ass. Nr. 103) wurden ein Blutasservat 
(Ass. Nr. 103.3) sowie acht DNA-Asservate (Ass. Nrn. 103.4 bis 103.11) ausgewer-
tet. Dabei konnten drei DNA-Asservate (Ass. Nrn. 103.6, 103.7 und 103.9) dem 
Opfer zugeordnet werden. Das Profil eines DNA-Asservates (Ass. Nr. 103.8; 
Mischprofil) entspricht sowohl dem Profil des Opfers wie auch dem Profil der Be-
schuldigten. Die DNA-Profile der restlichen ausgewerteten DNA-Asservate konnten 
nicht interpretiert werden (pag. 969). Mit forensisch-molekularbiologischem Gutach-
ten vom 27. Oktober 2022 (pag. 950 ff.) wurde der Beweiswert des Mischprofils 
(Ass. Nr. 103.8) dahingehend berechnet, als dass es über eine Milliarde Mal wahr-
scheinlicher ist, dass die Spur auf dem Stein vom Opfer und der Beschuldigten 
stammt als vom Opfer und einer nicht mit der Beschuldigten verwandten Person 
(pag. 951). Die Auswertung des ab dem Stein sichergestellten Blutasservats (Ass. 
Nr. 103.3) ergab, dass es sich um Blut des Opfers handelt (pag. 967; pag. 969; 
pag. 3787). Auch die ab dem Stein sichergestellten Haare (Ass. Nrn. 103.12, 
103.14 und 103.16) konnten dem Opfer zugeordnet werden (pag. 967; pag. 969; 
pag. 3789).

Es deutet nichts darauf hin, dass das Blut und die Haare von †C.________ bereits 
vor ihrem Versterben auf den Stein gelangt sind. Zumal sich der Stein sechs Meter 
nördlich vom Leichenfundort mit blutanhaftender Seite nach unten im Dornenge-
strüpp befand, kann auch ein Unfallgeschehen bereits an dieser Stelle ausge-
schlossen werden (vgl. auch pag. 893). Das auf dem Stein sichergestellte Blut so-
wie der Fundort deuten somit stark auf den Stein als Tatwaffe hin. Da †C.________ 

20

ausschliesslich am Kopf relevante Verletzungen erlitt, verstärken ihre auf dem 
Stein sichergestellten Haare diesen Schluss.

Zur weiteren Abklärung gab die Staatsanwaltschaft ein Gutachten zum Vergleich 
des Steins mit den Kopfverletzungen des Opfers in Auftrag (pag. 925). Dem mor-
phometrischen Gutachten des IRM Bern vom 29. August 2022 (pag. 926 ff.) lässt 
sich namentlich Folgendes entnehmen (pag. 932):

Das 3D-Modell des Steins wurde virtuell über das farbgetreue 3D-Modell der geformt imponierenden 
Hautverletzungen an der rechten Kopfseite sowie den Schädelverletzungen gelegt und es wurde ein 
massstäblicher Vergleich durchgeführt, um nach Übereinstimmungen zwischen dem Verletzungsmus-
ter und der Form des Steins zu suchen.

Eine mögliche ermittelte Position des Steins in Relation zum Kopf, die die knöchernen Verletzungen 
an der rechten Kopfseite und die geformt imponierenden Verletzungen teils abdeckt, ist [beiliegend] 
dargestellt. Mangels weiterführenden individuellen Übereinstimmungsmerkmalen zwischen den ge-
formt imponierenden Verletzungen am Kopf und der Form des Steins konnte der vorliegende sicher-
gestellte Stein nicht eindeutig den Kopfverletzungen zugeordnet werden. Es bleibt zu berücksichtigen, 
dass keine Erkenntnisse darüber vorliegen, ob und wenn ja wie weit die Kapuze der von der Verstor-
benen getragenen Winterjacke während der Verletzungsentstehung den Kopf bedeckt hat. Ferner 
bleibt anzumerken, dass ein solcher Stein während einer allfälligen Kontaktphase seine Ausrichtung 
ändern könnte.

Eine stumpfmechanische Einwirkung mit dem Stein auf die rechte Schädelseite würde zwanglos die 
Verlagerung von Knochenbruchstücken nach schädelinnenwärts erklären. Auch der offene Scharnier-
bruch durch die mittleren Schädelgruben […], der eine Gewalteinwirkung von einer Kopfseite zur an-
deren aufzeigt, wäre ebenfalls mit einer komprimierenden Gewalt gegen den liegenden Kopf zu ver-
einbaren. In diesem Sinne liessen sich die ausgedehnten Hautein- und -unterblutungen, Hautver-
trocknungen und Oberhautdefekte der linken Kopfseite als Widerlagerverletzungen interpretieren.

Anzumerken bleibt, dass die Form des Steins nicht alle geformt imponierenden Hautverletzungen an 
der rechten Kopfseite zu erklären vermag.

Die Repositionierung der Knochenbruchstücke auf der rechten Kopfseite zeigte einen komplexen, 
mehrfragmentären Schädelbruch, ohne dabei ein Bruchsystem im Sinne eines Globusbruches erken-
nen zu lassen […]. Die relativ kleinen Knochenbruchstücke und Aspekte einzelner Impressionsfraktu-
ren sowie einzelne geformt imponierende Hautverletzungen lassen auch die Einwirkung eines vom 
Stein grundverschiedenen Gegenstandes möglich erscheinen. Eine Entstehung der Schädelknochen-
brüchen durch mehrfache Gewalteinwirkung ist nicht ausgeschlossen.

Zusammenfassend kommt eine Einwirkung mit dem sichergestellten Stein in Betracht, jedoch vermag 
eine solche nicht die Gesamtheit der Verletzungen am Kopf zu erklären.

Die Erkenntnisse aus dem morphometrischen Gutachten lassen sich folglich mit 
der hiervor getätigten Interpretation der DNA- und Blutasservate ab dem Stein in 
Vereinbarung bringen. Dass der Stein nicht sämtliche Hautverletzungen an der 
rechten Kopfseite zu erklären vermag, führt nach Ansicht der Kammer zu keinem 
anderen Ergebnis, sondern erstaunt angesichts der Vielzahl an verschiedenen 
Hautverletzungen (vgl. Auflistung auf pag. 930 f. und Fotografien auf pag. 938 f.) 
nicht, wobei für diese Hautverletzungen mannigfaltige Entstehungsmöglichkeiten 
denkbar sind. Beispielsweise könnte der Stein – wie im Gutachten dargelegt – 

21

während der Kontaktphase seine Ausrichtung geändert haben. Daneben könnte es 
auch zu mehreren Gewalteinwirkungen (mit dem Stein) gekommen sein. Gemäss 
Gutachten handelt es sich bei einem Teil der Kopfverletzungen um sogenannte 
Widerlagerverletzungen, welche sich nach Ansicht der Kammer ohne Weiteres da-
durch erklären liessen, dass der Kopf des Opfers auf dem Waldboden gelegen ha-
ben könnte. Es erscheint denkbar, dass kleinere oder grössere Zweige und Äste 
sowie Steinchen und dergleichen zu diesen grundsätzlich eher oberflächlichen 
Hautverletzungen geführt haben könnten. Vor diesem Hintergrund muss aus Sicht 
der Kammer nicht zwingend von mindestens einer weiteren Tatwaffe ausgegangen 
werden, auch wenn ein Einsatz von weiteren Gegenständen gleichzeitig nicht aus-
geschlossen werden kann. Soweit die Verteidigung vor der Vorinstanz noch vor-
brachte, die Tatwaffe sei nicht gefunden worden und es dürfte sich dabei um ein 
Handwerkerwerkzeug, eine Eisenstange oder einen Schraubenzieher etc. gehan-
delt haben, da das Loch im Kopf nicht mit einem Stein erklärt werden könne 
(pag. 3357), kann ihr jedenfalls nicht gefolgt werden, zumal die von der Verteidi-
gung genannten Gegenstände die massiven Knochenbrüche und die Hautverlet-
zungen in ihrer Gesamtheit kaum erklären könnten. Diesfalls bliebe im Übrigen 
auch unklar, wie das Blut und die Haare des Opfers auf den Stein gelangen konn-
ten.

Letztlich erachtet die Kammer als entscheidend, dass ein Teil der relevanten 
knöchernen Schädelverletzungen (vgl. Auflistung auf pag. 931), namentlich die 
Verlagerung von Knochenbruchstücken nach schädelinnenwärts sowie der offene 
Scharnierbruch durch die mittlere Schädelgrube – soweit diese angesichts des 
komplexen, mehrfragmentären Schädelbruchs, der kein Bruchsystem im Sinne ei-
nes Globusbruches erkennen lässt, morphometrisch überhaupt beurteilbar sind –, 
zwanglos mit einer stumpfmechanischen Einwirkung mit dem Stein auf die rechte 
Schädelseite resp. mit einer komprimierenden Gewalt gegen den liegenden Kopf 
erklärbar ist. In Kombination mit dem Blut und den Haaren des Opfers am Stein 
sowie dessen Fundsituation erachtet die Kammer deshalb als erstellt, dass der 
Stein (auch) als Tatwaffe eingesetzt worden ist.

Angesichts dessen stellt der Umstand, dass die Beschuldigte – sowohl gemäss 
Spurenlage wie auch gemäss eigener Aussage (vgl. hiernach) – mit dem Stein in 
Kontakt war, während keine Drittspuren am Stein festgestellt werden konnten, ein 
Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten dar.

Zu den Aussagen der Beschuldigten zum Stein

Die DNA-Spur der Beschuldigten auf dem Stein resp. auf der Tatwaffe liesse sich 
grundsätzlich auch anders als durch ihre Täterschaft erklären, weshalb ihre dies-
bezüglichen Aussagen von zentraler Bedeutung sind. Darauf gilt es in einem 
nächsten Schritt einzugehen.

Wie eingangs bereits dargelegt, erwähnte die Beschuldigte den Stein am 2. Febru-
ar 2022 ausserprotokollarisch im Polizeifahrzeug gegenüber einer Polizistin, bevor 
dieser gefunden wurde. Sie gab an, ihr sei noch etwas in den Sinn gekommen. 
Beim Versteck von ihr und ihrer Tochter habe sie einen grossen Stein gehabt, wel-
chen sie auf Wunsch ihrer Tochter zum Spielen als «Näpfchen» für die «Tierli» 

22

dorthin getan habe. Sie habe sich nun überlegt, ob etwas mit diesem Stein gewe-
sen sein könnte. Sie selbst habe diesen fast nicht tragen können, für ihre Tochter 
sei er sicherlich zu schwer gewesen (pag. 706 f.).

Grundsätzlich erscheint es verständlich, dass sich eine tatunbeteiligte Person in 
der Situation der Beschuldigten Gedanken darüber macht, wie ihr Kind im Wald 
ums Leben gekommen sein könnte, und dabei an den rund acht Kilogramm schwe-
ren Stein denkt. Die spontane Erwähnung des Steins mit dem gleichzeitigen Hin-
weis, sie selbst habe diesen fast nicht tragen können und für ihre Tochter sei dieser 
sicherlich zu schwer gewesen, mutet indes merkwürdig an, insbesondere, da bei 
Unkenntnis über die konkreten Geschehnisse und Verletzungen genauso gut ande-
re Gegenstände wie mächtigere Äste, Baumstämme oder ein gänzlich unbekannter 
Gegenstand als Verletzungsursache in Frage kämen. Für die Kammer stellt sich 
deshalb die Frage, weshalb die Beschuldigte einzig den Stein erwähnte, welcher 
gleichentags mit Blut und Haaren des Opfers sechs Meter entfernt vom Leichen-
fundort aufgefunden wurde.

Anlässlich der Einvernahme vom 3. Februar 2022 begründete die Beschuldigte die 
spontane Erwähnung des Steins damit, dass sie ja schon einmal habe sagen müs-
sen, was sich alles beim Waldversteck befunden habe. Sie habe sich damals nicht 
geachtet, ob der Stein noch dort gelegen habe oder nicht; sie habe einfach alles 
mitteilen wollen (pag. 1284 Z. 615 ff.). Den Stein habe sie erwähnt, weil sie bei der 
Polizei das Versteck habe beschreiben müssen, den Stein damals aber vergessen 
habe (pag. 1284 Z. 654 f.).

Gemäss Berichtsrapport des Polizisten I.________ vom 2. Februar 2022 erklärte 
die Beschuldigte vor Ort im Wald spontan, der Ort sei ein Versteck, welches sie mit 
ihrer Tochter am 24. Januar 2022 erbaut habe. Niemand habe von diesem Ort 
Kenntnis, es sei ein Geheimnis zwischen ihrer Tochter und ihr. Diesen Ort hätten 
sie gewählt, weil sie zuhause keinen Garten und kein Baumhaus hätten. Ihre Toch-
ter habe tief im Wald ihr Versteck erbauen wollen, damit es durch niemanden be-
schädigt werde. Beim Versteck hätten sie gemeinsam einen Baum geschmückt. 
Die Beschuldigte zeigte sodann dem Polizisten ein Foto vom 24. Januar 2022, auf 
welchem ihre Tochter unter dem geschmückten Baum im Versteck lag, wobei sie 
das Versteck ihr «Baumhaus» nannte (pag. 671). Am 2. Februar 2022 ab 
00:01 Uhr wurde die Beschuldigte sodann protokollarisch einvernommen. Dabei 
ging die Beschuldigte von sich aus nur am Rande auf das Waldversteck ein, als sie 
ausführte, im Rahmen der Suche nach ihrer Tochter plötzlich gedacht zu haben, 
diese könnte allenfalls in ihr gemeinsames Versteck gegangen sein und sich nicht 
mehr nachhause getrauen (pag. 1258 Z. 40 f.). Auf Frage, was ihre Tochter beim 
Versteck gemacht hätte, gab die Beschuldigte im Wesentlichen zu Protokoll, sie 
verstehe es wirklich nicht, ihre Tochter gehe nie allein in den Wald, sie seien aber 
ein paar Mal dort gewesen und ihre Tochter kenne den Weg (pag. 1259 Z. 94 ff.). 
Weiter verneinte sie die Frage, ob ihre Tochter jeweils auf Bäume geklettert sei, 
und ergänzte von sich aus, sie hätten nur verschiedene Muster mit Steinchen ge-
macht (pag. 1260 Z. 118 f.).

Bis zum Moment, als die Beschuldigte den Stein von sich aus erwähnte, fand keine 
weitere Einvernahme oder Befragung mit ihr statt. Entgegen ihrer am 3. Febru-

23

ar 2022 abgegebenen Erklärung machte die Beschuldigte somit weder vor Ort im 
Wald noch anlässlich der Einvernahme detaillierte Angaben zum Versteck bzw. zu 
den verwendeten Gegenständen, wobei sie von der Polizei auch nicht aufgefordert 
worden war, das Versteck zu beschreiben. Ihre Erklärung für die spontane Erwäh-
nung des Steins überzeugt vor diesem Hintergrund nicht. Überdies erscheint auffäl-
lig, dass die Beschuldigte bei der Hafteröffnung vom 3. Februar 2022 noch ergänz-
te, sie habe den Stein erwähnt, damit die Polizei wisse, was sie und ihre Tochter 
bzw. sie und ihre Mutter im Versteck alles angefasst hätten, damit sich der Ver-
dacht nicht auf sie richten würde (pag. 1300 Z. 181 f.; pag. 1301 Z. 218 ff.). Dass 
die Beschuldigte bereits vorsorglich ihre Spuren auf dem Stein erklären wollte, da-
mit der Verdacht nicht auf sie fällt, weckt den Eindruck, dass die Beschuldigte dem 
Stein eine besondere Relevanz beimass. In diesem Zusammenhang stellt sich 
auch die Frage, weshalb die Beschuldigte überhaupt in Erwägung zog, der Stein 
könnte allenfalls nicht mehr an seinem üblichen Standort gewesen sein, zumal sie 
sich gemäss eigener Aussage gar nicht darauf geachtet habe. Dieses Aussagever-
halten liesse sich jedenfalls dann erklären, wenn die Beschuldigte wusste, dass der 
Stein als Tatwaffe in Frage kommt und sich nicht mehr am angestammten Platz be-
findet. Im Ergebnis werfen die Begründungen der Beschuldigten, weshalb sie den 
Stein von sich aus erwähnte, viele Fragen auf.

Als nächstes ist zu beleuchten, wie der Stein gemäss der Beschuldigten zum Ver-
steck gekommen ist. Bereits im Rahmen der spontanen Erwähnung des Steins gab 
die Beschuldigte an, diesen auf Wunsch ihrer Tochter zum Versteck getan zu ha-
ben (pag. 707). Anlässlich der Einvernahme vom 3. Februar 2022 um 13:12 Uhr 
erklärte sie weiter, ihre Tochter habe den Stein ausgesucht und sie habe diesen ins 
Versteck getragen (pag. 1284 Z. 624 f.). Auf Aufforderung zeichnete die Beschul-
digte den ursprünglichen Fundort des Steins auf einem Kartenausschnitt ein 
(pag. 1284 Z. 634 ff.; pag. 1293). Gleichentags ergänzte die Beschuldigte anläss-
lich der Hafteröffnung, sie habe den Stein kurz in den Händen und anschliessend in 
einer Tasche hochgetragen (pag. 1299 Z. 158 ff.). Am 4. März 2022 führte die Be-
schuldigte aus, sie hätten den Stein am 24. Januar 2022 auf der linken Seite beim 
Waldeingang gefunden, ihre Tochter habe diesen ausgesucht und sie (die Be-
schuldigte) habe ihn zuerst in der Hand und dann im Plastiksack getragen 
(pag. 1316 Z. 575 ff.). Sie zeichnete erneut den Fundort des Steins auf einer Karte 
ein (pag. 1316 Z. 584 ff.; pag. 1334) und erläuterte, der Stein sei ein wenig in der 
Erde gewesen; sie habe ihn nicht ganz ausgraben, aber ein wenig rausziehen 
müssen (pag. 1317 Z. 617 ff.). Auch in den weiteren Einvernahmen gab die Be-
schuldigte an, den Stein zum Versteck getragen zu haben (pag. 1352 Z. 758 f. und 
Z. 769; pag. 3317 Z. 35 f.; pag. 4064 Z. 33).

Wie bereits erwähnt, dürfte der Stein aufgrund seiner äusserlichen Beurteilung ur-
sprünglich zum Teil ins Erdreich eingegraben gewesen sein (pag. 969). Insofern 
erscheint die Angabe der Beschuldigten, sie habe den Stein nicht ganz ausgraben, 
aber ein wenig rausziehen müssen, plausibel. Auf dem Stein wurde überdies blaue 
Farbe festgestellt (Ass. Nr. 103.17 [pag. 3789]). Nachdem die Beschuldigte den ur-
sprünglichen Fundort des Steins am 3. Februar 2022 auf der linken Seite des Wegs 
beim Waldeingang eingezeichnet hatte (pag. 1293), wurde am 7. Februar 2022 auf 
dem Weg O.________strasse Richtung Wald (Koordinaten ________/________) 

24

blaue Farbe ab einem Stein unter einem Baum (Ass. Nr. 703) zu Vergleichszwe-
cken sichergestellt. Der anschliessend durchgeführte Vergleich mit der blauen Far-
be ab dem bei der Tat benutzten Stein (Ass. Nr. 103.17) fiel positiv aus 
(pag. 3801). Für die Kammer bestehen zu diesem Vergleich einige Unklarheiten. 
Die Beschuldigte will den Stein (Ass. Nr. 103) auf der linken Seite des Wegs beim 
Waldeingang gefunden haben, während die Farbe zu Vergleichszwecken (Ass. 
Nr. 703) rund zehn Meter rechts vom Weg im Bereich des offenen Feldes unter ei-
nem Baum sichergestellt wurde, womit zwischen den beiden Fundorten ca. zehn 
bis fünfzehn Meter liegen. Den Akten lassen sich keine weiteren Angaben oder 
Hinweise zum Hintergrund der sichergestellten Farbe (Ass. Nr. 703) entnehmen, 
weshalb die Wahl des Vergleichsobjekts im Bereich des offenen Feldes nicht nach-
vollzogen werden kann. Gleichzeitig kann aufgrund der übereinstimmenden Farbe 
jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschuldigte den Stein tatsächlich 
im Bereich des Waldeingangs behändigt und anschliessend zum Versteck getra-
gen hat.

Für die Kammer von entscheidender Relevanz sind allerdings die Aussagen der 
Beschuldigten zur Rolle, welche dem Stein anschliessend im Waldversteck zukam, 
sowie zur Frage, ob, weshalb und wie sie den Stein dort anfasste. Obwohl sie an-
gibt, ihre Tochter habe den Stein unbedingt im Versteck zum Spielen als «Näpf-
chen» für die «Tierli» gewollt – weshalb sie den rund acht Kilogramm schweren 
Stein ungefähr 250 bis 300 Meter, teilweise bergauf, getragen habe –, erklärte die 
Beschuldigte vor der Vorinstanz, der Stein sei beim Spielen gar nicht zum Zuge 
gekommen (pag. 3321 Z. 34 ff.). Anlässlich der Hafteröffnung vom 3. Februar 2022 
sagte die Beschuldigte sodann, nach dem Hinaufbringen des Steins ins Versteck 
habe sie ihn dort liegenlassen und nie mehr hochgehoben oder umplatziert 
(pag. 1299 f. Z. 168 ff.). In diametralem Gegensatz dazu gab sie bei der nächsten 
Einvernahme am 4. März 2022 Folgendes zu Protokoll: «Wir machten es so, wenn 
wir dort waren zum Dekorieren, schob ich den Stein beiseite, damit wir nicht drüber 
stolperten. Dann habe ich ihn aber wieder an den Platz gestellt, den sie wünschte» 
(pag. 1314 Z. 488 ff.). Das letzte Mal habe sie den Stein vermutlich am 31. Janu-
ar 2022 (dem Tag vor der Tat) verschoben; sie habe ja gesagt, sie hätten ihn zum 
Dekorieren auf die Seite getan (pag. 1318 Z. 694 ff.). Während die Beschuldigte 
zunächst angab, den Stein nach dem Hochtragen weder hochgehoben noch um-
platziert zu haben, brachte sie somit lediglich einen Monat später vor, diesen beim 
Dekorieren jeweils weggeschoben und dann wieder zurückgestellt zu haben. Mit 
der Vorinstanz (pag. 3551, S. 53 der vorinstanzlichen Urteilsbegründung) und der 
Generalstaatsanwaltschaft ist festzuhalten, dass dies ein fundamentaler Wider-
spruch darstellt, der die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschuldigten über die 
Verwendung und Bedeutung des Steins im Versteck erheblich trübt.

In den Aussagen der Beschuldigten finden sich sodann noch weitere Unstimmigkei-
ten bezüglich Art und Weise, wie sie den Stein verwendet habe:

Bei der Einvernahme vom 4. März 2022 gab die Beschuldigte zur Position des 
Steins an, dieser sei jeweils vorne, neben dem Hüttli («nebendran») gewesen, so-
dass ihre Tochter trotzdem habe reingehen können (pag. 1314 Z. 493). Am 24. Ja-
nuar 2022 machte die Beschuldigte zwischen 17:48:52 Uhr und 17:49:01 Uhr drei 

25

Fotos ihrer Tochter im gleichentags gebauten Hüttli (pag. 2145; pag. 2154 f.), wor-
aufhin sie das Waldversteck verliessen (vgl. Standortdaten des Mobiltelefons der 
Beschuldigten Z. 145854 bis Z. 145873 auf pag. 2099). Die Aufnahmen des Opfers 
im Hüttli müssen somit nach erledigter Arbeit gemacht worden sein und zeigen den 
«Endzustand» des Hüttli am 24. Januar 2022. Trotzdem ist der Stein vorne, neben 
dem Hüttli nicht ersichtlich, was die Beschuldigte weder gegenüber der Polizei (vgl. 
pag. 1314 f. Z. 496 ff. und pag. 1315 Z. 545 ff.) noch anlässlich der oberinstanzli-
chen Einvernahme (vgl. pag. 4068 Z. 11 ff.; pag. 4077 Z. 8 ff.) schlüssig erklären 
konnte. Namentlich mutmasste die Beschuldigte oberinstanzlich, der Stein sei viel-
leicht ausserhalb des Bildes gewesen, zumal die Aufnahmen sehr zentriert seien 
(pag. 4068 Z. 13 ff.). Dass der Stein auf den Aufnahmen eigentlich ersichtlich sein 
müsste, ergibt sich demgegenüber aus den tatnäheren Angaben der Beschuldigten 
selbst. Diese zeichnete die Position des Steins am 4. März 2022 zunächst auf einer 
Skizze direkt links vom Hüttli ein (pag. 1314 Z. 500 f.; pag. 1329) und erklärte an-
schliessend auf Vorhalt eines der am 24. Januar 2022 aufgenommenen Fotos, sie 
sehe den Stein nicht, aber er sei «hier» gewesen, wobei sie seinen eigentlichen 
Standort unmittelbar links vom vordersten Ast des Hüttli einzeichnete (pag. 1315 
Z. 552 ff.; pag. 1331) und auf Nachfrage bestätigte, der Stein sei unmittelbar neben 
dem Hüttli gewesen, weshalb sie ihn beim Dekorieren ja zur Seite gelegt hätten 
(pag. 1316 Z. 556 f.). Im Übrigen lassen sich auf den Aufnahmen auch keine 
Druckspuren oder Spuren eines Beiseiteschiebens des Steins im Laub finden (vgl. 
pag. 2154 f.). Dass auf den Aufnahmen vom 24. Januar 2024 weder der Stein noch 
Spuren des Steins im Laub ersichtlich sind, spricht in Kombination mit den diesbe-
züglich sehr widersprüchlichen Aussagen gegen die Darstellung der Beschuldigten.

Weiter wurde die Beschuldigte bei der Einvernahme vom 4. März 2022 gefragt, wie 
sie den Stein jeweils «beiseitegeschoben» habe, worauf sie antwortet, «wieder so, 
wie ich vorhin gezeigt habe» (pag. 1318 Z. 656 f.), wobei sie mit dem angespro-
chenen vorhin Gezeigten demonstrierte, wie sie den Stein am 24. Januar 2022 zum 
Versteck getragen habe (vgl. pag. 1316 f. Z. 597 ff.; pag. 1332). Es erscheint sehr 
erstaunlich, dass ein Tragen über eine längere Distanz bergwärts (bevor die Be-
schuldigte den Stein gemäss eigener Aussage in der Tasche transportierte) in der 
gleichen Art und Weise erfolgt wie ein Beiseiteschieben von vermutungsweise we-
niger als einem Meter. Entsprechend wurde bei der Beschuldigten nachgefragt, ob 
sie den Stein weggetragen habe, was sie mit «Ja. ‹Rübergelegt› oder beiseitege-
schoben weiss ich nicht mehr genau. Einfach auf die Seite getan» (pag. 1318 
Z. 661 ff.) beantwortete. Aus Sicht der Kammer wäre bei einer erlebnisbasierten 
Schilderung eine konkrete und präzise Angabe zu erwarten und in jedem Fall zu-
mindest die klare Antwort, ob der rund acht Kilogramm schwere Stein in die Luft 
gehoben und getragen oder auf dem Boden geschoben wurde. Anlässlich der Be-
rufungsverhandlung sagte die Beschuldigte dazu, der Stein habe für sie überhaupt 
keine Relevanz gehabt (pag. 4069 Z. 8). Dies erscheint zwar grundsätzlich mög-
lich, aber wenn sie sich – obwohl sie den Stein zunächst von sich aus erwähnte – 
bereits kurze Zeit nach dem 1. Februar 2022 nicht mehr daran hätte erinnern kön-
nen, so hätte sie dies damals so zu Protokoll geben können. Nicht verständlich er-
scheint hingegen, dass die Beschuldigte zuerst das eine und anschliessend das 
komplette Gegenteil sagt: Zuerst will sie den Stein gar nicht mehr bewegt haben, 

26

wenig später gibt sie an, den Stein jedes Mal hin- und hergeschoben zu haben, 
wobei sie das Schieben selbst nicht beschreiben und auch nicht sagen konnte, ob 
sie den Stein schlussendlich hochgehoben hat. Soweit die Beschuldigte anlässlich 
der oberinstanzlichen Einvernahme geltend machte, von der Polizei so lange unter 
Druck gesetzt worden zu sein, bis sie etwas gesagt habe (pag. 4067 Z. 26 ff.; vgl. 
auch pag. 4063 Z. 32 ff.), ist an dieser Stelle auf Folgendes hinzuweisen: Die Aus-
sage, wonach sie den Stein nach dem Hochtragen nicht mehr umplatziert habe, 
machte sie am 3. Februar 2022 anlässlich der Hafteröffnung gegenüber der 
Staatsanwaltschaft, und die spätere Aussage vom 4. März 2022, wonach sie den 
Stein beim Dekorieren immer hin- und hergeschoben habe, erfolgte spontan auf die 
Frage, wo der Stein beim Versteck platziert gewesen sei (vgl. pag. 1314 Z. 486 ff.). 
Vor diesem Hintergrund kann ausgeschlossen werden, dass die Beschuldigte von 
der Polizei zu den entsprechenden Aussagen gedrängt wurde. Im Übrigen fanden 
beide Einvernahmen in Anwesenheit der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten 
statt (vgl. pag. 1294 und pag. 1304).

Bei der Aussagenwürdigung wird der Schwerpunkt auf das sogenannte Kernge-
schehen gelegt. Es wird davon ausgegangen, dass der Kern einer real erlebten 
Gegebenheit über mehrere Aussagen hinweg grundsätzlich gleichbleibend geschil-
dert werden kann. Vorliegend findet sich jedoch überhaupt keine Konstanz in den 
Aussagen der Beschuldigten, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Beschuldigte 
gemäss psychologisch-diagnostischer Zusatzuntersuchung vom 17. März 2023 ei-
ne Intelligenz im Normbereich aufweist (pag. 2911). Zudem fehlt auch eine nach-
vollziehbare Schilderung, wie sie den über acht Kilogramm wiegenden Stein ver-
schoben haben will, obwohl sie diesen – wie sie mehrfach und nachdrücklich be-
tonte (pag. 707; pag. 1283 Z. 592 f.; pag. 1284 Z. 642 f. und Z. 656; pag. 1299 
Z. 151; pag. 1300 Z. 182 f.; pag. 1316 Z. 563 f. und Z. 603; pag. 1318 Z. 671; 
pag. 1392.9 Z. 310; pag. 4069 Z. 3 f.) – aufgrund seines Gewichts kaum tragen 
konnte. Die erheblichen Widersprüche und Oberflächlichkeiten in den Versionen 
der Beschuldigten lassen aus Sicht der Kammer nur den Schluss zu, dass es sich 
dabei nicht um erlebnisbasierte Schilderungen handelt. Entsprechend ist die Be-
schuldigte auch nicht in der Lage, über mehrere Einvernahmen hinweg eine Dar-
stellung zu machen, die im Kerngeschehen gleichbleibend ist. Nach dem Gesagten 
würdigt die Kammer ihre Angaben, was im Waldversteck mit dem Stein gemacht 
oder eben nicht gemacht wurde, als unglaubhaft.

Auch wenn im Ergebnis nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Beschuldigte 
den Stein tatsächlich vom Waldeingang bis zum Versteck getragen hat, sind ihre 
übrigen Aussagen zum Stein – weshalb sie diesen gegenüber der Polizei spontan 
erwähnte, welche Rolle der Stein beim Versteck spielte bzw. ob, weshalb und wie 
sie ihn anschliessend anfasste – derart widersprüchlich und detailarm, dass darauf 
nicht abgestellt werden kann. Vielmehr erscheinen ihre Aussagen taktisch motiviert 
und sollen wohl proaktiv erklären, wie ihre DNA an den Stein gelangt ist und warum 
diese im Zeitpunkt der Sicherstellung des Steins noch an diesem haftete. Dies führt 
zur Annahme, dass die DNA der Beschuldigten (auch) auf den Stein gelangt ist, 
weil sie damit auf ihre Tochter eingewirkt hat.

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Zum Einwand der fehlenden Spuren an den Händen der Beschuldigten

Dass keine spezifischen Verletzungen, Abrieb vom Stein oder Erde an den Händen 
der Beschuldigten festgestellt wurden, entlastet die Beschuldigte aus Sicht der 
Kammer nicht, zumal eine Verwendung des Steins in Einklang mit der General-
staatsanwaltschaft nicht zwingend derartige Spuren hinterlässt. Immerhin wurden 
anlässlich der körperlichen Untersuchung der Beschuldigten vom 1. Februar 2022 
frische Hautabtragungen an ihrer linken Hand festgestellt, welche am ehesten Fol-
ge stumpfer Einwirkung sind (pag. 834 f.), und sich damit entgegen der Verteidi-
gung kaum mit dem Beiseiteschieben von Ästen im Wald erklären lassen.

Fazit

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschuldigte – sowohl gemäss Spu-
renlage wie auch gemäss eigener Aussage – mit dem Stein, welcher (auch) als 
Tatwaffe benutzt wurde, in Kontakt war. Demgegenüber konnten keine Drittspuren 
am Stein festgestellt werden. Sodann erwähnte die Beschuldigte den Stein am Tag 
nach dem Versterben des Opfers ausserprotokollarisch und von sich aus gegenü-
ber einer Polizistin, wobei ihre späteren Erklärungen für diese spontane Erwähnung 
nicht überzeugen und zumindest viele Fragen aufwerfen. Weiter wertet die Kam-
mer die Aussagen der Beschuldigten zur Rolle und Verwendung des Steins im 
Versteck als taktisch motivierte Schutzbehauptungen und als proaktiven Er-
klärungsversuch, wie ihre DNA an den Stein gelangt ist und warum diese im Zeit-
punkt der Sicherstellung des Steins noch an diesem haftete. Dies führt zur Annah-
me, dass die DNA der Beschuldigten (auch) auf den Stein gelangt ist, weil sie da-
mit am 1. Februar 2022 auf ihre Tochter eingewirkt hat. Die genannten Umstände 
weisen im Ergebnis stark auf die Beschuldigte als Täterin hin.

10.3 Zur nicht belegten Anwesenheit der Beschuldigten an ihrem Domizil resp. zum 
fehlenden Alibi

10.3.1 Erwägungen der Vorinstanz

Unter dem Titel «Fundort» führte die Vorinstanz aus, es sei kein Zufall, dass auf 
dem Handy der Beschuldigten in der Zeit von 16:43 Uhr bis 17:40 Uhr keine Mani-
pulationen registriert worden seien, obschon sie in der Zeit von 13:49 Uhr bis 
15:55 Uhr viele Nachrichten per WhatsApp ausgetauscht habe (pag. 3548, S. 50 
der vorinstanzlichen Urteilsbegründung).

Weiter erachtete die Vorinstanz namentlich gestützt auf die Aussagen von 
F.________ als erstellt, dass sich die Beschuldigte zur mutmasslichen Tatzeit nicht 
in ihrer Wohnung befunden habe. Dabei berücksichtigte die Vorinstanz auch, dass 
die letzte Manipulation am Mobiltelefon der Beschuldigten um 16:43:10 Uhr ver-
zeichnet worden sei, nur gerade zwei Minuten bevor das Mobiltelefon von 
F.________ die Verbindung zum WLAN-Router seiner Familie verloren habe 
(pag. 3544, S. 46 der vorinstanzlichen Urteilsbegründung). Die Darstellung der Be-
schuldigten, sie habe in dieser Zeit über Spotify resp. einen Bluetooth-Lautsprecher 
Musik gehört, würdigte die Vorinstanz an späterer Stelle wie folgt (pag. 3556, S. 58 
der vorinstanzlichen Urteilsbegründung):

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Klar ist für das Gericht […], dass die Beschuldigte ihr Mobiltelefon nicht in der Wohnung vergessen 
haben konnte, denn dieses war mit dem Böxli verbunden und spielte durchgehend eine Playliste ab. 
Sie hätte beim Hinausgehen die Musik hören und merken müssen, dass sie ihr Mobiltelefon noch ein-
gesteckt hatte. Aus dem Umstand, dass das Gerät trotzdem in der Wohnung zurückgelassen und die 
Musikliste weiter via Bluetooth-Boxen laufengelassen wurde, schliesst das Gericht, dass die Beschul-
digte sich für die Tatzeit ein Alibi verschaffen wollte. Zudem war sie sich der Möglichkeit bewusst, 
dass man ihr Mobiltelefon allenfalls hätte orten können. Dies zeigt sich daran, dass die Beschuldigte 
beim Auffinden von C.________ den Mitarbeiter der Sanitätspolizei am Telefon fragte, ob man nicht 
ihr Handy orten könnte. Weiter ist es auch kein Zufall, dass sie vermutete, ihr Handy zeige für den 
Zeitraum vom 24.01.2022 bis am 01.02.2022 keinen Standort beim Wald an, weil das GPS ausge-
schaltet gewesen sei und es ist auch kein Zufall, dass sie schon bei der Hafteröffnung erwähnte, 
eventuell könne man die Verbindung von ihrem Handy zum Böxli überprüfen […].

10.3.2 Oberinstanzliche Vorbringen der Parteien

Die Verteidigung führte oberinstanzlich aus, erst auf ihren Antrag sei der offensicht-
lichen Diskrepanz zwischen der Bedienung des Mobiltelefons und dem Abspielen 
der Playlist auf Spotify nachgegangen worden. Der diesbezügliche Bericht sei nur 
bedingt schlüssig. Es erschliesse sich nicht, weshalb ab dem Anklicken einer Play-
list bis zum Abspielen drei Minuten vergehen sollen. Immerhin sei nachvollziehbar 
dargelegt worden, wie die Handyauswertung abgelaufen sei. Gemäss Vorinstanz 
liege der Todeszeitpunkt des Opfers zwischen 16:45 Uhr und 17:45 Uhr und das 
Opfer sei schnell gestorben. Grundlage für diese Annahme bilde die angebliche 
Wahrnehmung von F.________, die mit dem Handyverhalten der Beschuldigten 
übereinstimme. Es treffe zu, dass die Beschuldigte ihr Handy am 1. Februar 2022 
zwischen 16:43 Uhr und 17:40 Uhr nicht bedient habe. Da während dieser Zeit we-
der Nachrichten noch Anrufe eingegangen seien, habe sie auch keinen Grund dazu 
gehabt. Als Vergleichsmöglichkeit diene der 31. Januar 2022. An diesem Tag sei 
Spotify ebenfalls gelaufen, von 15:15 Uhr bis 16:30 Uhr. Zwischen 16:36 Uhr und 
17:21 Uhr sowie zwischen 18:05 Uhr und 18:40 Uhr sei das Handy nicht bedient 
worden. Es sei alles andere als untypisch, dass die Beschuldigte für eine gewisse 
Zeit nicht auf ihr Handy geschaut habe. Sie sei nie gefragt worden, was für Lieder 
sie gehört habe und in welcher Reihenfolge diese abgespielt worden seien. Man 
habe nur aufzeigen wollen, dass sie ihr Mobiltelefon nicht bedient habe. Das 
Handyverhalten belege keinen Tatzeitpunkt. Der Todeszeitpunkt könne nicht genau 
berechnet werden, sondern liege gemäss Gutachten zwischen 14:55 Uhr und ca. 
19:00 Uhr (vgl. pag. 4086).

Die Generalstaatsanwaltschaft führte ihrerseits aus, die Beschuldigte sei am Tattag 
gemäss eigener Aussage nach dem Ausflug mit ihrer Nichte zuhause gewesen, 
habe gechillt und Musik gehört, während ihre Tochter um 16:30 Uhr zu ihrer Spiel-
kameradin gegangen sei. Die Auswertung des Mobiltelefons der Beschuldigten ha-
be zwar ergeben, dass ihr Handy effektiv den ganzen Nachmittag an ihrem Domizil 
gewesen und eine Spotify-Playlist abgespielt worden sei. Es falle aber deutlich auf, 
dass das Handy zwischen 16:43 Uhr und 17:40 Uhr nicht bedient worden sei. Wie 
aus dem Zeitstrahl der Polizei hervorgehe, habe es nur am Morgen eine längere 
Bedienungspause gegeben, als die Beschuldigte mit ihrer Nichte in der Stadt ge-
wesen sei. Sonst habe sie ihr Mobiltelefon ständig benutzt. Beispielsweise habe sie 

29

es zwischen 15:59 Uhr und 16:43 Uhr zehn Mal bedient, obwohl sie während die-
ser Zeit nur Musik gehört habe und ihre Tochter teilweise noch zuhause gewesen 
sei. Sowohl dann als auch später habe sie keinen Grund gehabt, ihr Handy anzu-
schauen. Weiter falle auf, dass sie ihr Handy zwischen 16:25 Uhr und 16:43 Uhr 
meistens mit der Funktion «lift to wake» sechs Mal bedient habe, was darauf hin-
deute, dass sie überprüft habe, wie spät es sei, um zu wissen, wann sie mit ihrer 
Tochter aufbrechen soll. Der Zeitraum der Inaktivität passe perfekt zur Schilderung 
von F.________, der die beiden um 16:45 Uhr beim Robidog gesehen habe. Ab 
17:40 Uhr habe sie ihr Mobiltelefon immer wieder bedient, bis 18:02 Uhr meistens 
auch mit der Funktion «lift to wake». Die Handyauswertung und auch der Standort 
am Domizil der Beschuldigten biete sicherlich kein Alibi. Nur weil ein Handy an ei-
nem Ort sei, heisse dies noch lange nicht, dass auch die Besitzerin an diesem Ort 
sei. Es sei auffällig, dass die Beschuldigte selbst vorgeschlagen habe, man könne 
überprüfen, ob ihr Handy mit den kleinen Musikboxen verbunden gewesen sei (vgl. 
pag. 4086).

10.3.3 Würdigung der Kammer

Zur Auswertung des Nutzungsverhaltens des Mobiltelefons der Beschuldigten

Der FDF wurde unter anderem damit beauftragt, das Mobiltelefon der Beschuldig-
ten auszuwerten (vgl. pag. 2081 ff.). Auf Antrag der Verteidigung wurde oberin-
stanzlich ein ergänzender Bericht eingeholt (pag. 3831 ff.). Darin wird der Ablauf 
der Mobiltelefonauswertung – in Einklang mit der Verteidigung – nachvollziehbar 
dargelegt. Diesbezüglich liegen somit keine Unklarheiten vor. Bezüglich der Frage 
der Verteidigung, weshalb die Displaynutzung vom 1. Februar 2022 von 08:21 Uhr 
bis 08:22 Uhr zeitlich vom Login bei Spotify um 08:25 Uhr abweicht resp. wieso im 
Zeitpunkt der aufgezeichneten Spotify-Nutzung ab 12:57 Uhr bzw. 14:08 Uhr keine 
Bedienung des Displays verzeichnet wird, schafft der ergänzende Bericht vom 
3. Februar 2025 jedoch nur begrenzt Klarheit (vgl. pag. 3838). Die von der Vertei-
digung monierte zeitliche Differenz zwischen den Nutzungszeiten von Spotify und 
den Zeiten, in denen das Mobiltelefon der Beschuldigten bedient wurde, lässt sich 
aus Sicht der Kammer jedoch einfach erklären: Auf den Zusammenzügen der 
Spotify-Liedern (pag. 2207; pag. 2209) ist jeweils die Endzeit der einzelnen Lieder 
angezeigt, was die zeitliche Differenz ohne weiteres nachvollziehbar macht. So ist 
im Dokument «Nutzungsverhalten: 01.021.2022 [sic!]» die Nutzung des Displays 
von 08:21:42 Uhr bis 08:22:03 Uhr verzeichnet (pag. 2208), während im Dokument 
«Spotify (01.02.2022)» das Lied «Annihilation» von «Fit For A King» eine Endzeit 
(«endTime») von 08:25 Uhr (UTC + 1) aufweist (pag. 2209). Die zeitliche Differenz 
zwischen der Endzeit des Lieds und der Displaynutzung dürfte der Dauer des ab-
gespielten Lieds entsprechen. Das gleiche Bild ergibt sich für den Spotify-Zeit-
stempel um 12:57 Uhr: Das Display des Mobiltelefons war von 12:54:30 Uhr bis 
12:54:36 Uhr aktiv (pag. 2208), während das Lied «Breaking the Mirror» von «Fit 
For A King» um 12:57 Uhr endete (pag. 2209). Soweit die Verteidigung die Nut-
zung von Spotify von «14:08-18:12 Uhr» in Frage stellt (pag. 3352; pag. 3596), ist 
klarzustellen, dass die Nutzung in der Auswertung mit «14:02-18:12» Uhr angege-
ben wird (pag. 2208). Dies fügt sich stimmig in die bereits hiervor gemachten Aus-
führungen ein: Das Display war von 14:01:54 Uhr bis 14:02:24 Uhr aktiv 

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(pag. 2208), während um 14:02 Uhr der Endzeitpunkt des Lieds «Big Bad Wolf» 
von «In This Moment» in der Spotify-Nutzung verzeichnet ist (pag. 2209). Dies be-
deutet nach Ansicht der Kammer, dass dieses Lied nur wenige Sekunden (frühes-
tens ab 14:01:54 Uhr abzüglich einiger Sekunden Bedienungszeit) lief und dann 
um 14:02 Uhr endete, weil die Beschuldigte offensichtlich ein anderes Stück wählte 
(nämlich «Extraction» von «Buried In Verona»), welches seinerseits um 14:07 Uhr 
endete (pag. 2209). Nach dem Gesagten sind keine Unklarheiten bezüglich der bei 
der Beschuldigten am 1. Februar 2022 festgestellten Aktivitäten auf ihrem Mobilte-
lefon ersichtlich. Auf die entsprechenden Erkenntnisse kann folglich vorbehaltlos 
abgestellt werden.

Wie sich aus den aufbereiteten Log-Files des Mobiltelefons der Beschuldigten er-
gibt, befand sich dieses am 1. Februar 2022 zwischen 13:41 Uhr und 18:44 Uhr 
durchgehend an ihrem Domizil (pag. 2086).

Die Auswertung des Nutzungsverhaltens des Mobiltelefons der Beschuldigten vom 
1. Februar 2022 zeigt sodann, dass die Beschuldigte ihr Mobiltelefon an diesem 
Tag äusserst rege bediente. Zwischen 16:43 Uhr und 17:40 Uhr (rund 57 Minuten) 
blieb es indes gänzlich unbenutzt (pag. 2208). Während dieser Zeit wurde mit dem 
Mobiltelefon zwar Musik über Spotify abgespielt, wobei aber anzumerken ist, dass 
zwischen ca. 14:02 Uhr und 18:12 Uhr ununterbrochen Musik über Spotify abge-
spielt wurde (pag. 2209). Abgesehen von der vorgenannten Bedienungspause kam 
es gleich zu Beginn dieser Zeitspanne zu zwei weiteren Phasen, in denen das Mo-
biltelefon während längerer Zeit nicht bedient wurde, namentlich zwischen 
14:02 Uhr und 14:31 Uhr (rund 29 Minuten) sowie zwischen 14:31 Uhr und 
14:56 Uhr (rund 25 Minuten). Anschliessend fielen die Bedienungspausen (äus-
serst) kurz aus und erreichten nur vereinzelt die Dauer von ca. zehn Minuten, wo-
bei allein zwischen 15:59 Uhr und 16:43 Uhr zehn Bedienungen/Manipulationen am 
Gerät erfolgten (pag. 2208).

Wie die Auswertung des Nutzungsverhaltens des Mobiltelefons der Beschuldigten 
vom 31. Januar 2022 zeigt, bediente die Beschuldigte ihr Mobiltelefon an diesem 
Tag von 16:36 Uhr bis 17:21 Uhr (rund 45 Minuten) sowie von 18:05 Uhr bis 
18:39 Uhr (rund 34 Minuten) nicht. Weiter lässt sich der Auswertung entnehmen, 
dass von ca. 15:05 Uhr bis 16:29 Uhr Musik über Spotify abgespielt wurde 
(pag. 2206). Angesichts dieser Umstände ist mit der Verteidigung festzustellen, 
dass die fehlende Bedienung/Manipulation am Mobiltelefon während einer Zeit-
spanne von rund 40 Minuten und mehr für sich genommen nicht derart ungewöhn-
lich war und mithin auch am Tag vor dem Versterben des Opfers zweimal so vor-
kam. Allerdings wurde während den Nutzungspausen am Nachmittag des 31. Ja-
nuars 2022 keine Musik über Spotify abgespielt. Insofern unterscheiden sich die 
Nutzungspausen vom 31. Januar 2022 von denjenigen vom 1. Februar 2022, 
während welchen ununterbrochen Musik abgespielt wurde. Längere Bedienungs-
pausen resp. Phasen ohne Manipulation am Mobiltelefon während des Abspielens 
von Musik über Spotify können somit als eher ungewöhnlich bezeichnet werden. 
Die Bedienungspause am 1. Februar 2022 zwischen 16:43 Uhr und 17:40 Uhr fiel 
zudem länger aus als sonst. Indes kann nicht gesagt werden, dies würde dem 

31

sonstigen Nutzungsverhalten der Beschuldigten überhaupt nicht entsprechen, zu-
mal keine weiteren Vergleichsmöglichkeiten vorliegen.

Vor diesem Hintergrund drängen sich zwei Schlüsse auf: Einerseits deutet die feh-
lende Bedienung des Mobiltelefons am 1. Februar 2022 zwischen 16:43 Uhr und 
17:40 Uhr während des Abspielens von Musik über Spotify isoliert betrachtet nicht 
darauf hin, dass die Beschuldigte zu dieser Zeit nicht zu Hause gewesen wäre. An-
dererseits liegt in Einklang mit der Generalstaatsanwaltschaft kein Nachweis dafür 
vor, dass sich die Beschuldigte während dieser Zeitspanne tatsächlich in Griffweite 
ihres Mobiltelefons resp. in ihrer Wohnung befand. Andere objektive Anhaltspunkte, 
wonach sie sich zu dieser Zeit in ihrer Wohnung aufgehalten hätte, sind weder er-
sichtlich noch werden solche geltend gemacht.

Zu den Aussagen der Beschuldigten betreffend die Zeit zwischen 16:30 Uhr bis 
17:40 Uhr

In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Aussagen der Beschuldigten trotz 
fehlender objektiver Anhaltspunkte auf ihre Anwesenheit in der Wohnung schlies-
sen lassen.

Die Beschuldigte führte in ihren Einvernahmen jeweils konstant aus, ihre Tochter 
sei um ca. 15:20 Uhr nach Hause gekommen und habe anschliessend um ca. 
16:30 Uhr die Wohnung verlassen, um zu ihrer Spielkameradin Q.________ zu ge-
hen (pag. 1258 Z. 28 ff.; pag. 1273 Z. 58 ff.; pag. 1298 Z. 69; pag. 1306 f. Z. 101 ff.; 
pag. 1392.4 Z. 102 ff.; pag. 3314 Z. 2; pag. 4051 Z. 36 ff.). 

Anlässlich ihrer ersten Einvernahme als beschuldigte Person führte die Beschuldig-
te im Rahmen ihrer freien Erzählung aus, sie habe – nachdem †C.________ die 
Wohnung um ca. 16:30 Uhr verlassen habe – noch vom Balkon aus geschaut, bis 
ihre Tochter die Strasse überquert habe. Anschliessend sei sie in die Wohnung 
zurückgegangen und habe weiter Musik gehört. Dann sei ihr in den Sinn gekom-
men, dass sie das Karatetraining ihrer Tochter vergessen habe, und sie habe dies 
ihrer Mutter geschrieben (pag. 1273 Z. 63 ff.). An späterer Stelle ergänzte sie auf 
entsprechende Nachfrage, nachdem sie ihrer Tochter beim Überqueren der Stras-
se zugeschaut habe, habe sie im Zimmer über ihr Handy und die kleinen Boxen 
weiter Musik gehört. Auf Anschlussfrage, was sie sonst noch gemacht habe, ant-
wortete die Beschuldigte, nicht viel, sie habe gechillt, auch vorne auf dem Sofa, 
und zwischendurch habe sie auf dem Balkon eine Zigarette geraucht (pag. 1274 
Z. 137 ff.). In ihrer Einvernahme vom 4. März 2022 gab die Beschuldigte in freier 
Erzählung zu Protokoll, nachdem ihre Tochter die Wohnung verlassen habe, sei sie 
einfach zu Hause gewesen. Sie habe Musik über das Handy und die kleinen Boxen 
gehört und einfach ein wenig gechillt (pag. 1307 Z. 110 ff.). Irgendwann sei ihr ein-
gefallen, dass ihre Tochter Karate gehabt hätte, und sie habe dies ihrer Mutter ge-
schrieben (pag. 1307 Z. 119 ff.). Auf Nachfrage, was sie gemacht habe, nachdem 
ihre Tochter gegangen sei, erklärte die Beschuldigte, sie habe weiter Musik gehört 
über die kleinen Boxen, sie habe einfach gechillt und sei dort gewesen, vielleicht 
sei sie auch mal auf den Balkon rauchen gegangen. Dann habe sie ihrer Mutter 
geschrieben wegen des Karates (pag. 1310 Z. 299 ff.). Den Ausdruck «chillen» be-
schrieb die Beschuldigte anschliessend wie folgt: «zum Beispiel auf dem Bett oder 

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Sofa sitzen und nichts tun. Einfach der Musik zuhören» (pag. 1310 Z. 304 ff.). 
Während der Abwesenheit ihrer Tochter habe sie die Wohnung nicht verlassen 
(pag. 1311 Z. 339 ff.). Als der Beschuldigten in der Einvernahme vom 31. Mai 2022 
vorgehalten wurde, ihr Mobiltelefon sei zwischen 16:43 Uhr und 17:40 Uhr nicht 
bedient worden, führte sie aus, sie habe dann wahrscheinlich nur noch Musik 
gehört und nicht auf ihr Mobiltelefon geschaut, sie wisse es nicht (pag. 1378 Z. 601 
ff.). Sie sei während dieser Zeit zu Hause gewesen, das habe sie der Polizei be-
reits gesagt. Sie habe in ihrem Zimmer Musik gehört (pag. 1378 Z. 624 f.). An der 
Schlusseinvernahme vom 21. September 2022 äusserte sich die Beschuldigte in 
ihrer freien Erzählung zu ihrem Tagesablauf vom 1. Februar 2022 nicht zur Zeit-
spanne zwischen dem Verlassen der Wohnung durch ihre Tochter und der ansch-
liessenden Suche nach dieser (vgl. pag. 1392.4 Z. 105 ff.). Angesprochen auf die 
Nachricht an ihre Mutter wegen des Karatetrainings gab die Beschuldigte insbe-
sondere an, sie sei am Musikhören und nicht viel am Machen gewesen. Einfach 
gemütlich, «chli gechillt» (pag. 1392.7 Z. 211 ff.). Die 57-minütige Bedienungspau-
se zwischen 16:43 Uhr und 17