# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a649ab30-e1dc-5b21-bd49-db96ecd40d52
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.02.2025 D-7810/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7810-2024_2025-02-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7810/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Contessina Theis (Vorsitz), 

Richter Simon Thurnheer,  

Richterin Susanne Bolz-Reimann,  

Gerichtsschreiber Martin Scheyli 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am [...], 

Afghanistan,  

[...],  

Gesuchsteller,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz 

  

   

Gegenstand 

 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist;  

Verfügung des SEM vom 18. November 2024 

 

 

 

D-7810/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit Verfügung vom 18. No-

vember 2024 auf das Asylgesuch des Gesuchstellers nicht eintrat und des-

sen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zudem das Geburtsdatum des Gesuchstellers im Zentralen 

Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar 2006 (mit Be-

streitungsvermerk) festlegte, 

dass der Gesuchsteller diese Verfügung mit Eingabe vom 27. November 

2024 sowohl hinsichtlich des Nichteintretens auf sein Asylgesuch als auch 

in Bezug auf die Festlegung des Geburtsdatums im ZEMIS beim Bundes-

verwaltungsgericht anfocht, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-7440/2024 vom 28. No-

vember 2024 auf die Beschwerde hinsichtlich des Nichteintretens auf das 

Asylgesuch wegen verspäteter Eingabe des Rechtsmittels nicht eintrat, 

dass mit dem genannten Urteil im Übrigen festgehalten wurde, das Verfah-

ren betreffend Festlegung des Geburtsdatums im ZEMIS werde unter der 

Verfahrensnummer D-7464/2024 weitergeführt, 

dass der Gesuchsteller mit als "Revision" bezeichneter Eingabe vom 

12. Dezember 2024 sinngemäss um Wiederherstellung der Beschwerde-

frist betreffend die Verfügung des SEM vom 18. November 2024 ersuchte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 16. De-

zember 2024 die Vollzugsbehörden im Sinne einer superprovisorischen 

Massnahme anwies, einstweilen keine Vollzugshandlungen vorzunehmen, 

dass das Migrationsamt des Kantons Zürich dem SEM mit Schreiben vom 

27. Januar 2025 die Meldung übermittelte, der Gesuchsteller sei seit dem 

20. Januar 2025 unbekannten Aufenthalts, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 in Verbindung mit 

Art. 33 VGG für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügung des 

SEM nach Art. 5 VwVG zuständig ist, 

D-7810/2024 

Seite 3 

dass diese Zuständigkeit auch die Beurteilung von Gesuchen um Wieder-

herstellung von Fristen im Sinn von Art. 24 Abs. 1 VwVG umfasst, welche 

im Zusammenhang mit solchen Beschwerden stehen, 

dass die Eingabe des Gesuchstellers vom 12. Dezember 2024 zwar die 

Bezeichnung "Revision" trägt, jedoch kein gesetzlicher Revisionsgrund 

geltend gemacht wird (vgl. Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG), 

dass mit dem vorliegenden Gesuch jedoch, wie sich aus der Begründung 

ergibt, im Nachgang zum Nichteintretensentscheid des Bundesverwal-

tungsgerichts vom 28. November 2024 Gründe geltend gemacht werden, 

welche den Gesuchsteller unverschuldet an der rechtzeitigen Beschwer-

deerhebung hinsichtlich der Verfügung des SEM vom 18. November 2024 

gehindert haben sollen,  

dass ein solches Gesuch grundsätzlich im Verfahren gemäss Art. 24 Abs. 1 

VwVG geltend zu machen ist, da eine Fristwiederherstellung auch nach 

Eröffnung des Urteils möglich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_491/2008 vom 10. März 2009 E. 1.2 f.; Urteile des Bundesverwaltungs-

gerichts B-4384/2011 vom 11. Oktober 2011 S. 5, E-1938/2015 vom 2. April 

2015 S. 3 und E-291/2023 vom 19. Januar 2023 S. 3 f.), 

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Regel in der Besetzung mit drei 

Richterinnen oder Richtern (Art. 21 Abs. 1 VGG) entscheidet,  

dass diese Regel – trotz offensichtlicher Unbegründetheit des Gesuchs, 

wie sich erweist – auch im vorliegenden Fall gilt, da Fristwiederherstel-

lungsgesuche im Sinne von Art. 24 VwVG nicht unter die in Art. 111 des 

Asylgesetzes (AsylG, SR 142.31) auf dem Gebiet des Asylrechts dem Ein-

zelrichter oder der Einzelrichterin vorbehaltenen Zuständigkeiten fallen,  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG eine Frist wiederhergestellt wird, wenn 

die gesuchstellende Person oder ihre Vertreterin beziehungsweise ihr Ver-

treter unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu han-

deln, vorausgesetzt, dass innert dreissig Tagen nach Wegfall des Hinder-

nisses unter Angabe des Grundes darum ersucht und zugleich die ver-

säumte Rechtshandlung nachgeholt wird, 

dass im vorliegenden Fall die formellen Voraussetzungen von Art. 24 

Abs. 1 VwVG erfüllt sind, da der Gesuchsteller innerhalb von dreissig 

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Seite 4 

Tagen seit dem Nichteintretensentscheid des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 28. November 2024 beziehungsweise seiner entsprechenden Kennt-

nis das vorliegende, ausreichend begründete Gesuch eingereicht hat und 

zudem eine Beschwerde vorliegt, an welcher er im Gesuch auch festhält, 

dass die Wiederherstellung einer Frist dazu dient, die Rechtsnachteile zu 

beseitigen, die eine verfahrensbeteiligte Person wegen unverschuldeter 

Fristversäumnis erleidet (vgl. hierzu und zum Folgenden PATRICIA EGLI, in: 

Bernhard Waldmann/Patrick L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar 

VwVG, 3. Aufl., Zürich/Genf 2023, Art. 24, N 1 ff.; STEFAN VOGEL, in: Chris-

toph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

VwVG, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 24, N 1 ff.; jeweils mit ausführlichen 

Nachweisen zur Gerichtspraxis), 

dass dabei im Interesse eines geordneten Rechtsgangs, der Rechtssicher-

heit und der Verfahrensdisziplin grundsätzlich ein strenger Massstab anzu-

wenden ist, 

dass nach geltender Praxis die Wiederherstellung der Frist nur bei klarer 

Schuldlosigkeit zu gewähren ist, wenn die Partei oder ihre Vertreterin be-

ziehungsweise ihr Vertreter auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht 

rechtzeitig hätte handeln können, 

dass ein Fristversäumnis dann unverschuldet ist, wenn dafür objektive 

Gründe vorliegen und der säumigen Partei beziehungsweise ihrer Vertre-

tung keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann, 

dass als erheblich nur Gründe zu betrachten sind, die der gesuchstellen-

den Person auch bei Aufwendung der üblichen Sorgfalt die Wahrung der 

Interessen verunmöglicht oder unzumutbar erschwert hätten, 

dass unverschuldete Hindernisse beispielsweise Naturkatastrophen, eine 

plötzliche schwerwiegende Erkrankung oder ein Unfall sind, nicht hingegen 

organisatorische Unzulänglichkeiten oder die Unkenntnis gesetzlicher Vor-

schriften,  

dass sich die gesuchstellende Person eine durch die Rechtsvertretung ver-

schuldete Verspätung grundsätzlich anrechnen lassen muss, 

dass der Gesuchsteller das Fristwiederherstellungsgesuch im vorliegen-

den Fall im Wesentlichen damit begründet, er kenne sich mit dem Rechts-

system in der Schweiz nicht aus und habe sprachliche Barrieren, 

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Seite 5 

dass ihm der Nichteintretensentscheid vom 18. November 2024 von seiner 

zugewiesenen Rechtsvertretung ausgehändigt worden sei, wobei diese ein 

"Post-it" darauf geklebt habe, auf welchem das Datum 27. November 2024 

vermerkt gewesen sei (was er mit der eingereichten Kopie der ersten Seite 

der genannten Verfügung belegen könne), 

dass er als juristischer Laie davon ausgegangen sei, mit diesem Datum sei 

die Beschwerdefrist gemeint,  

dass er gemäss dem verfassungsmässigen Prinzip des Vertrauensschut-

zes von Art. 9 BV auf die Richtigkeit dieser Angabe habe vertrauen dürfen 

und ihm auch ein Versäumnis seiner Rechtsvertretung nicht angelastet 

werden könne, 

dass diese Erklärungen des Gesuchstellers offensichtlich nicht geeignet 

sind, ein unverschuldetes Fristversäumnis im Sinne der einschlägigen, vor-

hin dargelegten Praxis zu begründen, 

dass vielmehr gerade nicht von einem unverschuldeten Hindernis die Rede 

sein kann, sondern das Versäumnis allenfalls auf organisatorische Unzu-

länglichkeiten der Rechtsvertretung zurückzuführen ist, 

dass sich die gesuchstellende Person, wie bereits erwähnt wurde und – 

auch wenn die genauen Abläufe nicht eindeutig erscheinen – hervorzuhe-

ben ist, eine durch ihre Vertretung verschuldete Verspätung vollumfänglich 

anrechnen lassen muss, 

dass die betroffene Partei daher grundsätzlich nicht um Wiederherstellung 

der Frist ersuchen kann, wenn die Rechtsvertretung ein Verschulden an 

der Versäumnis der Frist trifft (vgl. EGLI, a.a.O., Art. 24, N 16), 

dass daran auch der Umstand nichts zu ändern vermag, dass die damalige 

Rechtsvertretung am 19. November 2024 ihr Mandat für beendet erklärte, 

dass das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist folglich abzu-

weisen ist, 

dass der am 16. Dezember 2024 verfügte provisorische Vollzugsstopp mit 

dem vorliegenden Entscheid dahinfällt, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten dem Gesuchstel-

ler aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

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Seite 6 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Fristwiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Martin Scheyli 

 

 

Versand: