# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ae6b6fa-0951-5bda-908d-745b9d9425d5
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-04-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.04.2021 BB.2021.79
**Docket/Reference:** BB.2021.79
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2021-79_2021-04-30

## Full Text

Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 30. April 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Stephan Blättler, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

1. BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

2. B., 

 

3. C.,  

 

Beschwerdegegner 

 

 

Gegenstand  Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2021.79 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. sinngemäss Strafanzeige gegen zwei damals noch unbekannte D.-Mitar-

beiter wegen Nötigung (Art. 181 StGB) und Amtsmissbrauch (Art. 312 StGB) 

erstattete, weil diese sie widerrechtlich aufgefordert hätten, ein Attest vorzu-

weisen, welches belegt, dass sie keine Gesichtsmaske tragen kann/muss, 

und ihr «angedroht» hätten, ohne entsprechendes Attest den Zug verlassen 

zu müssen (act. 2.1, 2.2); 

 

- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») mit Einstellungsverfügung vom 

24. März 2021 in der Strafuntersuchung SV.21.0068 namentlich verfügte, 

dass das Strafverfahren gegen B. wegen Nötigung (Art. 181 StGB) und 

Amtsmissbrauch (Art. 312 StGB) eingestellt wird (Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO) 

(act. 2.1); 

 

- die BA mit weiterer Einstellungsverfügung vom 24. März 2021 in der Straf-

untersuchung SV.21.0068 namentlich verfügte, dass das Strafverfahren ge-

gen C. wegen Nötigung (Art. 181 StGB) und Amtsmissbrauch (Art. 312 

StGB) eingestellt wird (Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO) (act. 2.2); 

 

- A. mit «Beschwerde gegen Nichtanhandnahmeverfügung Nr. SV.21.0068 

vom 24. März 2021» vom 30. März 2021 (Poststempel: 31. März 2021) an 

die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte (act. 1); 

 

- die BA der Beschwerdekammer auf Anfrage die vorerwähnten Einstellungs-

verfügungen übermittelte (act. 2, 2.1, 2.2); 

 

- mit Einschreiben vom 6. April 2021 A. zur Leistung eines Kostenvorschusses 

von Fr. 2'000.– bis 19. April 2021 aufgefordert wurde; sie sodann darauf hin-

gewiesen wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten 

werde (Art. 383 Abs. 2 StPO); 

 

- dieses Schreiben am 7. April 2021 zugestellt wurde (act. 3A); 

 

- innert Frist weder der Kostenvorschuss geleistet (act. 4) noch ein Gesuch 

um unentgeltliche Prozessführung gestellt wurde. 

 

 

 

  

- 3 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen eine Einstellungsverfügung der BA die Parteien innert zehn Tagen bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erheben kön-

nen (Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft ver-

pflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen 

Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383 Abs. 1 

StPO); 

 

- falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz 

auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO); 

 

- die Frist für eine Zahlung an eine Strafbehörde gewahrt ist, wenn der Betrag 

spätestens am letzten Tag der Frist zugunsten der Strafbehörde der Schwei-

zerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz 

belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO); 

 

- der Kostenvorschuss bis zum 19. April 2021 nicht einging und die Beschwer-

deführerin auch nicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Sinne von Art. 136 StPO ersuchte; 

 

- die Beschwerdeführerin damit die ihr zur Leistung des Kostenvorschusses 

anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf die Beschwerde 

androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 

 

- unter diesen Umständen das Vorliegen der weiteren Eintretensvorausset-

zungen offenbleiben kann; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts-

kosten zu tragen hat (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von 

Fr. 200.– festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR); 

 

- B. und C. keine Aufwendungen entstanden sind; bereits aus diesem Grund 

keine Entschädigungen für das vorliegende Verfahren zuzusprechen sind; 

 

- 4 - 

 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 30. April 2021 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

- B. 

- C. 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.