# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6108ad1-39d5-5bd4-a9d0-ebfd541a7bd6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.04.2008 D-2263/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2263-2008_2008-04-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2263/2008
law/rep
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher, 
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

A._______, geboren (...), Nigeria,
vertreten durch Felicity Oliver, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 1. April 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2263/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  ein  nigerianischer  Staatsbürger  aus 
B._______ (Abia State)  und dem Stamme der  Igbo zugehörig -  sein 
Heimatland eigenen Angaben zufolge  am 22. Januar 2008 per Schiff 
verliess, in  einem unbekannten Hafen landete und schliesslich Ende 
Januar 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am 2. Februar 2008 
um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 18. Februar 2008 im Empfangs- und Verfahrenszen-
trum (EVZ) Kreuzlingen die Personalien des Beschwerdeführers erhob 
und ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Ver-
lassen des Heimatlandes befragte,

dass am 21./22. Februar 2008 initiierte  Abklärungen durch das BFM 
ergeben haben, dass der Beschwerdeführer am 25. April 2003 im Zu-
sammenhang  mit  Suchtgiftdelikten  in  Österreich  unter  der  Identität 
C._______,  geboren  (...),  Nigeria,  erkennungsdienstlich  behandelt 
wurde und dort  am 24. März 2003 einen Asylantrag gestellt  hat,  der 
seit dem 9. April 2003 in Berufung steht,

dass den vorgenannten Abklärungen zufolge für den Beschwerdefüh-
rer in Österreich ein unbefristetes Aufenthaltsverbot besteht,

dass das  BFM dem Beschwerdeführer  hinsichtlich  der  vorerwähnten 
Abklärungsergebnisse im Rahmen einer am 29. Februar 2008 durch-
geführten persönlichen Anhörung das rechtliche Gehör gewährte,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 20. März 2008 einlässlich zu 
den Asylgründen anhörte und ihm erneut das rechtliche Gehör zu den 
Abklärungsergebnissen  hinsichtlich  seines  Aufenthalts  in  Österreich 
und seiner dort verwendeten Identität einräumte,

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Asylgesuch  im Wesentlichen  damit 
begründete,  er  sei  im  Dorf  B._______  aufgewachsen,  wo  er 
zusammen mit  seinem Vater  sowie  seiner  Zwillingsschwester  gelebt 
habe,

dass ihm sein Vater im Jahre 1999 unter dem Siegel absoluten Still-
schweigens anvertraut habe, via einen Medizinmann erfahren zu ha-

Seite 2

D-2263/2008

ben, dass ein älterer  Bruder (des Beschwerdeführers)  von einem im 
selben Dorfe lebenden Mann namens D._______ vergiftet worden sei,

dass er sowie seine Zwillingsschwester nach dem Tode ihres Vaters im 
April 2003 dessen Lebensmittelsgeschäft weitergeführt hätten,

dass seine Schwester im Dezember 2007 schwer erkrankt sei, wobei 
der sie behandelnde Arzt eine Vergiftung konstatiert habe,

dass ihm der um Hilfe angegangene Medizinmann offenbart habe, sei-
ne Schwester werde nicht mehr lange leben; sie sei Opfer desselben 
Mannes geworden sei, welcher bereits seinen älteren Bruder vergiftet 
habe,

dass er schliesslich mit zwei Freunden zum Haus von D._______ ge-
gangen sei und dieses angezündet habe,

dass er anschliessend den Tatort fluchtartig verlassen habe,

dass seine beiden bei der Tat mitwirkenden Freunde der Polizei gegen-
über ausgesagt hätten, er - der Beschwerdeführer - habe sie zur Tat 
angestiftet,

dass er Angst bekommen habe, von der Polizei wegen des von ihm ge-
legten Brandes zur Verantwortung gezogen zu werden,

dass er in der Folge einem Pastor seine Tat gestanden habe, worauf-
hin  ihn  dieser  nach  Port  Harcourt  gebracht  und  dort  einem  Manne 
übergeben habe, der für ihn die Ausreise aus Nigeria per Schiff organi-
siert habe,

dass  das  BFM  mit  -  selbentags  eröffneter  -  Verfügung  vom 1. April 
2008 in  Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  deren 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 

Seite 3

D-2263/2008

zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit an das Bundesverwaltungsgericht ge-
richteter  Eingabe  vom 8. April 2008  beantragen  liess,  die  Verfügung 
des BFM vom 1. April  2008 sei  vollumfänglich  aufzuheben und sein 
Asylgesuch vom 2. Februar 2008 sei gutzuheissen; eventualiter sei die 
Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme an-
zuordnen,

dass er ferner beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewäh-
ren,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde - unter nachstehendem Vorbehalt - einzutreten ist (Art. 108 
Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

Seite 4

D-2263/2008

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mittei-
lungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass somit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin be-
antragt  wird,  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  sei  gutzuhei-
ssen, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit mit  Zustimmung eines zweiten  Richters  entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht  innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM anführt,  die Erklärungen des Beschwerdeführers, wo-
nach er nie einen Pass oder eine Identitätskarte besessen habe, es im 
Dorf keine Ausweise gegeben habe, er darum auch nichts zur Papier-
beschaffung habe unternehmen können, er nur im Besitz eines Schü-

Seite 5

D-2263/2008

lerausweises gewesen sei und er nie in die Lage gekommen sei, sich 
ausweisen  zu  müssen,  würden  den  typischen  Angaben  zahlreicher 
Gesuchsteller entsprechen, die nicht willens seien, ihre Identität offen 
zu  legen  und  den  Asylbehörden  dergestalt  ihre  Identitätsdokumente 
vorzuenthalten,  und  es  lägen  deshalb  keine  entschuldbaren  Gründe 
vor, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass der Schluss des BFM, wonach schon deshalb keine entschuldba-
ren Gründe vorliegen sollen, weil der Beschwerdeführer "typische" An-
gaben gemacht habe, in dieser absoluten Form nicht nachvollziehbar 
ist,

dass sich aus den Akten indessen ergibt, dass die Angaben des Be-
schwerdeführers hinsichtlich seiner Reiseroute in die Schweiz ausge-
sprochen rudimentär und unsubstanziiert ausgefallen sind (vgl. act. A1 
S. 6 f., A10 S. 2, A17 S. 3), weshalb anzunehmen ist, der Beschwerde-
führer versuche den Schweizer Asylbehörden gegenüber sowohl den 
wirklichen Zeitpunkt des Verlassens seiner Heimat sowie die effektive 
Reiseroute in die Schweiz zu verheimlichen,

dass  zudem  auch  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers,  trotz 
daktyloskopischer  Registrierung in  Österreich  unter  anderer  Identität 
seinen dortigen Aufenthalt und das Stellen eines Asylantrages im Jah-
re 2003 den Schweizer Asylbehörden gegenüber auf Vorhalt hin zu be-
streiten (vgl. act. A10 S. 1 f. und act. A17 S. 5 ff.), ein deutliches Indiz 
dafür bildet, dass er nicht gewillt ist, seine Identität offen zu legen,

dass daran die pauschale Wiederholung in der Beschwerde, sich vor 
der Einreise in die Schweiz nicht in Österreich aufgehalten zu haben, 
an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermag,

dass in Anbetracht dieser zusätzlichen Umstände in der Tat keine Ver-
anlassung besteht,  der Behauptung des Beschwerdeführers, niemals 
einen Pass oder eine Identitätskarte besessen zu haben und ohne Pa-
piere  nach  Europa  und  schliesslich  in  die  Schweiz  gereist  zu  sein, 
Glauben zu schenken,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund des Verhaltens und der 
unsubstanziierten Angaben des Beschwerdeführers im Gegenteil  da-
von ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die Schweiz authentische 
Identitäts-  und  Reisepapiere  besessen,  welche  er  jedoch  innert  48 

Seite 6

D-2263/2008

Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungs-
pflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Behörden 
nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts Stichhaltiges gel-
tend gemacht wird, was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Be-
urteilung führen könnte,

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ferner zutreffend 
festhielt, die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Asylgründen 
würden im Ergebnis der Grundlage entbehren, da er im März 2003 in 
Österreich einen Asylantrag gestellt habe, der seit dem 9. April 2003 in 
Berufung stehe,

dass  in  der  Beschwerde  auch  diesbezüglich  nichts  Substanziiertes 
und Konkretes vorgebracht wird, was zu einer anderen Einschätzung 
führen könnte,  beschränkt  sich  der  Beschwerdeführer doch darin  im 
Wesentlichen auf eine verkürzte Wiederholung seiner bereits bekann-
ten Asylvorbringen (vgl. Beschwerde S. 3),

dass vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen das Beste-
hen der Flüchtlingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden 
kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG nicht notwendig erscheinen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht  und im Sinne der  Praxis  (vgl. BVGE 2007/8  insbesondere 
E. 2.1 S. 73) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb die verfügte  Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-

Seite 7

D-2263/2008

gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer in Nigeria aufwuchs und dort 11 Jahre zur 
Schule ging (vgl. act. A1 S. 2, Ziff. 8), weshalb nicht davon auszugehen 
ist,  er  gerate dort  nach seiner Rückkehr in eine existenzbedrohende 
Lage,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 

Seite 8

D-2263/2008

der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als 
aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

D-2263/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben,  Beilagen:  angefochtene  Verfügung  im Original,  Ein-
zahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax, zu den Akten Ref.-Nr. N (...)

- (...)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

Versand: 

Seite 10