# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32b6ddf4-dbf5-5684-84b5-2c62de7dc959
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 10.09.2020 IV 2019/328
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-328_2020-09-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/328

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.05.2021

Entscheiddatum: 10.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2020
Art. 8 und 17 IVG. Anspruch auf eine Umschulung. Der 
Umschulungsanspruch setzt eine gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse 
von etwa 20% im erlernten Beruf voraus. Um diese ermitteln zu können, 
bedarf es einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
im erlernten Beruf. Rückweisung zur berufsberaterischen Abklärung, ob der 
Beschwerdeführer einen Beruf erlernt hat. Für den Fall, dass er eine 
Berufsausbildung absolviert hat, wird die Beschwerdegegnerin durch eine 
berufsberaterische Fachperson auch eine Beschreibung eines 
Belastungsprofils für die Tätigkeit im erlernten Beruf auszuarbeiten haben. 
Diese ermöglicht es dem medizinischen Sachverständigen anschliessend, 
eine möglichst präzise Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Rückweisung 
auch zur ergänzenden medizinischen Abklärung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2020, IV 
2019/328).

Entscheid vom 10. September 2020

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull

Geschäftsnr.

IV 2019/328

Parteien

A.___,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

IV-Leistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 3./10. Juli 2019 wegen eines Morbus Scheuermann zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Er gab an, dass er 

seit dem 22. Februar 2019 vollständig arbeitsunfähig sei. Er habe eine Ausbildung als 

Modeberater gemacht. Seit dem Jahr 2011 sei er als Sicherheitsangestellter tätig. Der 

Stundenlohn betrage Fr. 26.20.

A.a. 

Dr. med. B.___, Allgemeine und Innere Medizin FMH, berichtete am 19. Juli 2019 

(IV-act. 9), beim Versicherten sei ein Verdacht auf ein spondylogenes Schmerzsyndrom 

untere LWS mit/bei einem thorakalen Morbus Scheuermann Th4-L1 von 80° 

diagnostiziert worden. Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund einer starken Dorsalgie, 

lumbalbetont und vor allem bei längerem Stehen, eingeschränkt. Eine Tätigkeit mit 

wechselnden Positionen (Sitzen, Gehen, Stehen) könne der Versicherte noch ausüben. 

Eine Umschulung sei erforderlich. Sie legte mehrere Arztberichte bei. Ein Facharzt der 

Klinik Z.___ hatte am 29. März 2019 mitgeteilt (IV-act. 9-3), der Versicherte leide am 

ehesten an den Folgen eines Morbus Scheuermann mit einer kompensatorischen 

Hyperlordose der LWS und einer Spondylarthrose. Er habe mit dem Versicherten ein 

intensives, gezieltes Kräftigungsprogramm der Rückenmuskulatur thorakal und der 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rumpfmuskulatur lumbal besprochen. Ebenfalls sei eine Umschulung diskutiert 

worden, die im Sinne einer wechselbelastenden Tätigkeit zu empfehlen sei. Am 31. Mai 

2019 hatte derselbe Facharzt angegeben (IV-act. 9-5), der Versicherte habe sich einen 

gutartigen Tumor entfernen lassen müssen, weshalb er das Training erst dreimal 

durchgeführt habe. Er habe aber bereits eine leichte Besserung der Beschwerden 

verspürt. Am 26. April 2019 hatten Fachärzte der Klinik Y.___ über eine operative 

Entfernung eines Nierentumors berichtet (IV-act. 9-9).

In einem Arbeitgeberbericht teilte ein Mitarbeiter der C.___ GmbH am 5. August 

2019 mit (IV-act. 13), der Versicherte sei seit dem 15. Oktober 2011 im 

Sicherheitsdienst tätig. Der letzte Arbeitstag sei der 21. Februar 2019 gewesen. Das 

Pensum betrage ca. 50-60%. Die Tätigkeit umfasse häufiges Gehen und Stehen. Er 

legte Lohnkontoauszüge für die Jahre 2015, 2017 und 2018 bei.

A.c. 

Am 29. August 2019 wurde der Versicherte durch Dr. med. D.___, Orthopädie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, im Auftrag der Krankentaggeldversicherung 

untersucht. Im Bericht vom 30. August 2019 (Fremdakten-act. 2-4 ff.) nannte Dr. D.___ 

folgende Diagnosen: Langjährige Beschwerden der Wirbelsäule bei einem bekannten 

Morbus Scheuermann thoracal, fixierte Brustkyphose, erhebliche muskuläre 

Dysbalancen trotz intensiver Fitness-Gymnastik, da vorwiegend die 

Bewegungsmuskulatur und nicht die kleine stabilisierende Muskulatur trainiert sei, kein 

nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit, erheblich verkürzte 

Ischiokruralmuskulatur. Sie führte aus, der Versicherte sei im Bereich der Security zu 

einem Pensum von 70% beschäftigt. Die vorgetragenen Beschwerden thorakolumbal, 

lumbal und zeitweise auch nuchal fänden ihr Korrelat in einer Fehlstatik und einer 

Haltungsinsuffizienz. Der Versicherte habe eine gut trainierte Bewegungsmuskulatur am 

Rumpf und an den oberen Extremitäten. Bereits beim Stehen im Einbeinstand und 

beim Hüpfen hätten aber Probleme bestanden, da die Kraft der unteren Extremitäten 

nicht ausreichend sei und die Koordination fehle. Anhand der erhobenen 

Untersuchungsbefunde habe sich die Indikation zur Kräftigung der kleinen 

stabilisierenden Muskulatur und zur Dehnung von verkürzten Muskel-/

Sehnenstrukturen ergeben. Sie habe dem Versicherten auch zu Rolfing und 

Faszientherapie geraten. Für körperlich leichte und gelegentlich mittelschwere 

Tätigkeiten, die bevorzugt aus wechselnder Ausgangslage verrichtet werden könnten, 

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sei der Versicherte ab sofort einsatzfähig. Die Prognose sei als gut zu erachten, da 

zurzeit funktionelle Beschwerden im Vordergrund stünden, die einer Therapie gut 

zugänglich seien. Eine Arbeitsplatzbeschreibung liege nicht bei. Eine Rückkehr an den 

alten Arbeitsplatz erscheine eher unwahrscheinlich, da der Versicherte bereits eine 

berufliche Umorientierung in die Wege geleitet habe. Einschränkungen ergäben sich für 

häufiges Gehen und Stehen sowie für mittelschwere und schwere Tätigkeiten. Auch 

Bücken und Zwangshaltungen sollten vorübergehend noch vermieden werden. Ab 

sofort sei für berufliche Massnahmen eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben, wenn 

es sich um überwiegend körperlich leichte Arbeiten handle, die bevorzugt aus 

wechselnder Ausgangslage verrichtet werden könnten. Dem Versicherten wurde 

ausserdem von verschiedenen Ärzten Zeugnisse betreffend eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit ab dem 22. Februar 2019 bis zum 31. Juli 2019 ausgestellt 

(Fremdakten-act. 1-12, 1-19, 1-20, 1-39, 1-40, 1-42, 1-47).

Dr. med. E.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierte am 16. September 

2019 (IV-act. 16), in der bisherigen Tätigkeit, sofern sie häufiges Gehen und Stehen 

sowie mittelschwere Arbeitsbelastungen und Zwangshaltungen umfasse, verfüge der 

Versicherte über keine Arbeitsfähigkeit mehr. Ein versicherungsmedizinisch 

verwertbares Profil hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit liege allerdings nicht vor. In 

einer adaptierten Tätigkeit verfüge der Versicherte, in Übereinstimmung mit Dr. D.___, 

über eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Als Adaptionskriterien nannte Dr. E.___ eine 

körperlich überwiegend leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne die Einnahme von 

Zwangshaltungen. Er bezeichnete die Prognose bei einer optimal angepassten 

Tätigkeit als gut.

A.e. 

Mit einem Vorbescheid vom 19. September 2019 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit (IV-act. 20), sie sehe vor, das Begehren um berufliche Massnahmen 

und Rentenleistungen abzuweisen. Zur Begründung gab sie an, die Abklärungen hätten 

ergeben, dass in einer adaptierten, also in einer überwiegend körperlich leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit ohne die Einnahme von Zwangshaltungen, eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe.

A.f. 

Am 21. Oktober 2019 gingen bei der IV-Stelle medizinische Berichte ein (IV-

act. 21-25). Diese lagen bis auf einen Bericht über eine Röntgenuntersuchung vom 

A.g. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

22. März 2017 bereits in den Akten. Diese Röntgenuntersuchung der Brust- und der 

Lendenwirbelsäule hatte folgende Befunde ergeben: Hyperkophisierung der 

Brustwirbelsäule mit Konturalterationen bei Status nach bekanntem Morbus 

Scheuermann; S-förmige Skoliosefehlhaltung der thorakalen Wirbelsäule mit einer 

Rotationskomponente, vor allem im thorakolumbalen Übergangsbereich; 

Hyperlordosierung der unteren Lumbalwirbelsäule.

Mit einer Verfügung vom 13. November 2019 wies die IV-Stelle das Begehren um 

berufliche Massnahmen und Rentenleistungen ab (IV-act. 28).

A.h. 

Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob am 11. Dezember 2019 

eine Beschwerde (act. G 1). Er beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung 

vom 13. November 2019 und Zusprache der gesetzlichen Leistungen. Zur Begründung 

machte er geltend, wegen des Morbus Scheuermann sei sein Alltag mit sehr vielen 

Schmerzen beim Sitzen, langen Laufen und langen Stehen beeinträchtigt. Da seine 

berufliche Zukunft in der Sicherheitsbranche sowie im Detailhandel nicht mehr in Frage 

komme, habe er bereits eine Umschulung begonnen. Er reichte einen Bericht der Klinik 

Z.___ vom 22. November 2019 ein (act. G 1.2). Deren Fachärzte hatten mitgeteilt, der 

Beschwerdeführer habe sich in der Sprechstunde vorgestellt, um seine 

Umschulungssituation zu besprechen. Beim Beschwerdeführer bestehe der bekannte 

Morbus Scheuermann mit einer Hyperlordosierung des zerviko-thorakalen Übergangs. 

Aufgrund der durch den Morbus Scheuermann veränderten Wirbelsäulenkonfiguration 

sei eine Weiterführung der Tätigkeit als Sicherheitsangestellter nicht anzuraten, da der 

Beschwerdeführer bei dieser Tätigkeit mehrere Stunden durchgehend stehen oder 

gehen müsse. Sie hätten bereits früher zu einem Wechsel in eine Tätigkeit mit 

abwechselndem Stehen und Sitzen geraten. Der Beschwerdeführer habe sich 

eigenständig eine Umschulung im kaufmännischen Bereich organisiert, was zu 

befürworten sei.

B.a. 

Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 27. Januar 2020 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung brachte sie vor, sie habe 

ihren Entscheid in der Verfügung vom 13. November 2019 auf die Stellungnahme des 

RAD-Arztes Dr. E.___ vom 16. September 2019 gestützt. Dieser habe festgehalten, in 

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Dr. E.___ habe 

sich dabei auf die Beurteilung von Dr. D.___ vom 30. August 2019 und den Bericht von 

Dr. B.___ vom 19. Juli 2019 gestützt. Im Bericht der Klinik Z.___ vom 22. November 

2019 sei zu einem Wechsel in eine wechselnde stehende und sitzende Tätigkeit 

geraten worden. Das Ergebnis in der angefochtenen Verfügung entspreche damit der 

Empfehlung in diesem Bericht. Der medizinische Sachverhalt und damit auch die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seien rechtsgenüglich abgeklärt worden. Der 

Beschwerdeführer habe im Jahr 2018 als Sicherheitsangestellter bei einem Pensum 

von ca. 70% ein Einkommen von Fr. 41'202.-- erzielt. Bei den vorliegenden 

Verhältnissen sei davon auszugehen, dass er bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit keine Erwerbseinbusse erleide. Dem Beschwerdeführer 

seien körperlich überwiegend leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne die 

Einnahme von Zwangshaltungen zumutbar. Auf dem ersten Arbeitsmarkt gebe es ein 

genügend breites Spektrum entsprechender Tätigkeiten, wobei ohne Weiteres davon 

auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer mit einer solchen Tätigkeit ebenso viel 

verdienen könne wie mit der zuletzt ausgeübten. Ein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen bestehe folglich nicht. Ein Rentenanspruch bestehe ebenfalls nicht, da 

bei einer Arbeitsunfähigkeit seit dem 22. Februar 2019 das Wartejahr nicht erfüllt 

gewesen sei und da bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit keine Invalidität von mindestens 40% resultiere.

Der nun anwaltlich vertretene Beschwerdeführer änderte in der Replik vom 20. Mai 

2020 (act. G 15) seine Anträge dahingehend, dass die Verfügung vom 13. November 

2019 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen sei, die 

Umschulungskosten zu übernehmen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, 

das Valideneinkommen von Fr. 41'202.--, das auf einer 70%igen Erwerbstätigkeit 

basiere, sei auf ein Vollzeitpensum aufzurechnen und betrage somit Fr. 58'860.--. Für 

die Ermittlung des Invalideneinkommens müsse auf Tätigkeiten abgestellt werden, die 

dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person 

entsprächen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar seien und im 

Durchschnitt nicht schlechter entlöhnt würden als die zuletzt ausgeübte. Die 

Beschwerdegegnerin stelle sich ohne jegliche Begründung auf den Standpunkt, dass 

er bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit keine 

B.c. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 13. November 

2019 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche 

Eingliederungsmassnahmen und auf eine Rente verneint. Zu klären ist zunächst, was 

der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist. Der 

Beschwerdeführer hat in der Beschwerde sinngemäss die Aufhebung der Verfügung 

vom 13. November 2019 und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen beantragt. 

Aus der Begründung geht hervor, dass er primär einen Anspruch auf eine Umschulung 

geltend macht. In der Replik hat der nun anwaltlich vertretene Beschwerdeführer seine 

Anträge klar formuliert und die Aufhebung der Verfügung vom 13. November 2019 und 

Erwerbseinbusse erleide. Fraglich sei, was für Tätigkeiten ihm zukünftig – ohne eine 

Umschulung und unter der Berücksichtigung der körperlichen Einschränkungen – offen 

stünden. Die Beschwerdegegnerin müsse aufzeigen, durch welche Tätigkeiten er 

ebenso viel verdienen könnte, wie er als Sicherheitsangestellter zuletzt verdient habe. 

Eine zukünftige Tätigkeit müsse ihm zumutbar sein. Er habe eine Modeberaterlehre 

abgeschlossen und auf diesem Beruf mehrere Jahre gearbeitet. Später sei er als 

Sicherheitsangestellter tätig gewesen. Diese beiden Berufe könne er nicht mehr 

ausüben. Zumutbar seien ihm lediglich Berufe, welche der angestammten Tätigkeit 

gleichwertig seien. Einfache Handlangerjobs seien nicht als gleichwertig anzusehen. 

Die Beschwerdegegnerin habe aufzuzeigen, welche Tätigkeiten ihm zumutbar seien. 

Höchst unwahrscheinlich sei, dass er ohne eine Umschulung einen Job finden könne, 

bei welchem er mit Fr. 58'860.-- entlöhnt werde.

Die Beschwerdegegnerin machte in der Duplik vom 9. Juni 2020 im Wesentlichen 

ergänzend geltend (act. G 17), der Beschwerdeführer könne die ihm verbliebene 

Arbeitskraft auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten. Bei der Berechnung des 

Invalideneinkommens sei folglich auf ein durchschnittliches Einkommen eines 

Hilfsarbeiters abzustellen. Entsprechende Tätigkeiten erschienen als im Rahmen 

dessen liegend, was als annähernd gleichwertig mit den bisherigen Tätigkeiten des 

Beschwerdeführers zu betrachten sei. Nicht ersichtlich sei, weshalb ihm eine 

ungelernte Hilfsarbeitertätigkeit, bei welcher er ebenso viel verdienen könnte wie in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sicherheitsangestellter, nicht zumutbar sein solle.

B.d. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Anweisung der Beschwerdegegnerin, die Umschulungskosten zu übernehmen, 

beantragt. Die Abweisung des Rentenbegehrens hat der Beschwerdeführer damit nicht 

angefochten. Die Verfügung vom 13. November 2019 ist also soweit formell 

rechtskräftig geworden, als sie einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint 

hat. In Bezug auf den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen ist 

festzustellen, dass aus der angefochtenen Verfügung nicht hervorgeht, welche 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen abgelehnt worden sind. Der Beschwerdeführer 

hat nur eine Umschulung beantragt. Falls in der angefochtenen Verfügung auch andere 

berufliche Eingliederungsmassnahmen wie beispielsweise eine Arbeitsvermittlung 

gemeint gewesen sein sollten, ist deren Ablehnung ebenfalls formell rechtskräftig 

geworden. Streitgegenstand bildet somit ausschliesslich der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Umschulung.

2.

Eine invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Person hat gemäss Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) einen 

Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, 

die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten und zu verbessern, und die 

Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Zu den 

Eingliederungsmassnahmen gehören gemäss Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG die Massnahmen 

beruflicher Art, also auch die Umschulung. Ein Anspruch auf eine Umschulung setzt 

eine Invalidität voraus; zudem muss durch die Umschulung die Erwerbsfähigkeit 

voraussichtlich erhalten oder verbessert werden können (Art. 17 Abs. 1 IVG). Unter 

einer Invalidität ist nicht eine rentenspezifische Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 

IVG, sondern eine umschulungsspezifische Invalidität zu verstehen (vgl. Art. 4 Abs. 

2 IVG). Nach der Auffassung des Bundesgerichts liegt eine solche vor, wenn die 

versicherte Person wegen der Art und Schwere des eingetretenen 

Gesundheitsschadens in den bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche 

berufliche Ausbildung offenstehenden noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine 

bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet (Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. Februar 2020, 8C_792/2019, E. 3.1; BGE 130 V 488, 

E. 4.2; 124 V 110, E. 2b). Dies ist in Anbetracht des Sinns und Zwecks einer 

Umschulung so zu interpretieren, dass für den Umschulungsanspruch eine 

Erwerbseinbusse von etwa 20% im erlernten Beruf vorausgesetzt ist. Eine Umschulung 

hat nämlich zum Ziel, der versicherten Person eine im Vergleich zur bisher ausgeübten 

Erwerbstätigkeit gleichwertige Erwerbstätigkeit zu ermöglichen (so bereits BGE 100 V 

18 und die oben angeführten Bundesgerichtsurteile). Eine gleichwertige 

Erwerbstätigkeit beinhaltet nicht nur ein quantitatives Element, das heisst die 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ausübung einer Erwerbstätigkeit mit einer annähernd gleichen Verdienstmöglichkeit 

wie in der vor Eintritt der Invalidität ausgeübten Tätigkeit, sondern auch ein qualitatives 

Element, indem der versicherten Person durch eine Umschulung ermöglicht werden 

soll, einen Beruf auszuüben, der ihren Fähigkeiten entspricht (vgl. Ulrich Meyer/Marco 

Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, N 14 zu Art. 

17). Deshalb kann eine unqualifizierte Hilfsarbeitertätigkeit bei einer versicherten 

Person, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, nie eine annähernd 

gleichwertige Erwerbstätigkeit darstellen (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., N 18 zu 

Art. 17; BGE 124 V 111, E. 3). Ist es also das Ziel, der versicherten Person mittels einer 

Umschulung zu einer im Vergleich zur bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit 

gleichwertigen Erwerbstätigkeit zu verhelfen, kann sich der rechtsprechungsgemäss 

geforderte Minderverdienst von etwa 20% als Voraussetzung für einen 

Umschulungsanspruch nur auf eine Erwerbseinbusse im erlernten Beruf beziehen. Das 

versicherte Gut ist also die (umschulungsspezifische) Erwerbsfähigkeit im erlernten 

Beruf. Um diese ermitteln zu können, bedarf es einer medizinisch-theoretischen 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf. Dabei gilt es zu berücksichtigen, 

dass eine Arbeitsunfähigkeit am letzten Arbeitsplatz nicht mit einer Arbeitsunfähigkeit 

im erlernten Beruf gleichzusetzen ist. Es ist nämlich nicht auszuschliessen, dass eine 

versicherte Person aufgrund einer Gesundheitsbeeinträchtigung die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise ausüben kann, an einer anderen 

Arbeitsstelle, aber im gleichen Beruf, uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Eine 

umschulungsspezifische Invalidität liegt dann nicht vor. Zusammenfassend ist somit 

festzuhalten, dass ein Umschulungsanspruch eine gesundheitsbedingte 

Erwerbseinbusse von etwa 20% im erlernten Beruf voraussetzt.

3.

Der Beschwerdeführer hat gemäss seinen Angaben von August 1999 bis Juli 2001 eine 

Ausbildung zum Modeberater gemacht. Ein Nachweis eines entsprechenden 

Fähigkeitszeugnisses liegt nicht in den Akten (vgl. aber die Einträge im IK-Auszug, IV-

act. 7). Ab dem Jahr 2011 ist er als Sicherheitsangestellter tätig gewesen. Angaben zu 

einer allfälligen Ausbildung in diesem Bereich fehlen. Damit steht nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer 

eine Berufsausbildung gemacht hat. Ebenso wenig steht jedoch fest, dass der 

Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin ist 

davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer als ungelernter Hilfsarbeiter zu 

qualifizieren sei (IV-act. 19). Sie hat es unterlassen abzuklären, ob der 

Beschwerdeführer eine Ausbildung absolviert hat, sei es als Modeberater, als 

Sicherheitsangestellter oder in einem anderen Bereich. Sie hat damit ihre 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Untersuchungspflicht verletzt (Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Die Sache ist 

deshalb zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sie wird 

berufsberaterisch abzuklären haben, ob der Beschwerdeführer eine Berufsausbildung 

abgeschlossen und damit einen Beruf erlernt hat oder ob er als Hilfsarbeiter zu 

qualifizieren ist.

4.  

In medizinischer Hinsicht hat der RAD-Arzt Dr. E.___ festgehalten (IV-act. 16), in 

der bisherigen Tätigkeit, sofern sie häufiges Gehen und Stehen sowie mittelschwere 

Arbeitsbelastungen und Zwangshaltungen umfasse, verfüge der Beschwerdeführer 

über keine Arbeitsfähigkeit mehr. Ein versicherungsmedizinisch verwertbares Profil 

hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit liege allerdings nicht vor. Auch Dr. D.___ hat 

festgehalten, eine Arbeitsplatzbeschreibung fehle. Diese Äusserungen zeigen eine 

Schwierigkeit bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung auf: Für eine medizinisch-theoretisch 

überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung können sowohl medizinische als auch 

berufliche beziehungsweise berufsberaterische Aspekte von Bedeutung sein. Ein 

medizinischer Sachverständiger kann sich nur dazu äussern, welche Belastungen einer 

versicherten Person in welchem Umfang trotz einer Gesundheitsbeeinträchtigung noch 

zumutbar sind respektive welche Belastungen einer versicherten Person wegen der 

Gesundheitsbeeinträchtigungen nicht mehr zugemutet werden können. In aller Regel 

verfügt ein medizinischer Sachverständiger aber über keine hinreichend genaue 

Kenntnis bezüglich der Belastungen in konkreten Berufen oder an konkreten 

Arbeitsplätzen. Einer berufsberaterischen Fachperson ist es dagegen problemlos 

möglich, sich sachkundig zur Frage zu äussern, welche Tätigkeiten einem bestimmten 

medizinischen Anforderungsprofil möglichst optimal gerecht werden. Schon vor 

längerer Zeit ist deshalb im Schrifttum das folgende Vorgehen zur Bestimmung der 

Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person vorgeschlagen worden: Eine erste Anfrage 

an einen Arzt ergibt in einer provisorischen Annäherung erste ungefähre Angaben zur 

Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf und liefert in groben Umrissen die Information 

über eine mögliche beschwerdegerechte Tätigkeit; ein Berufsberater formuliert auf 

diesem Boden zusätzliche erwerblich-praktische Vorgaben respektive ein präziseres 

Belastungsprofil im bisherigen Beruf oder verschiedene konkret umrissene 

Belastungsprofile für neue Verweisungsberufe; mittels einer zweiten, vertiefenden 

Anfrage an den Arzt wird die Arbeitsfähigkeit für die konkret umschriebenen Tätigkeiten 

genau eingeschätzt (Franz Schlauri, Medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung, in: René 

Schaffhauser/Franz Schlauri, Rechtsfragen der Eingliederung Behinderter, St. Gallen 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2000, S. 180 f.; vgl. auch der rechtskräftige Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 24. April 2018, IV 2017/283, E. 2.1).

Ein solches Vorgehen wäre vorliegend angezeigt gewesen. Der RAD-Arzt Dr. E.___ 

hat nämlich keine überzeugende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers für die Tätigkeit als Modeberater oder als Sicherheitsangestellter 

abgeben können, da ihm die berufsspezifischen Belastungsprofile nicht bekannt 

gewesen sind. Zur Beurteilung des Anspruchs auf eine Umschulung wäre dies aber 

zwingend erforderlich gewesen. Die berufsberaterische Fachperson wird deshalb nicht 

nur abzuklären haben, ob der Beschwerdeführer eine Berufsausbildung abgeschlossen 

hat (vgl. E. 3). Für den Fall, dass der Beschwerdeführer eine entsprechende 

Berufsausbildung absolviert hat, sei es als Modeberater, als Sicherheitsangestellter 

oder in einem anderen Beruf, wird sie nämlich auch eine Beschreibung eines 

Belastungsprofils für die Tätigkeit im erlernten Beruf auszuarbeiten haben. Diese 

ermöglicht es dem medizinischen Sachverständigen anschliessend, eine möglichst 

präzise Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben.

4.2. 

Der RAD-Arzt Dr. E.___ hat seine Beurteilung insbesondere gestützt auf den 

Bericht von Dr. D.___ vom 30. August 2019 abgegeben. Dr. D.___ hat dem 

Beschwerdeführer Einschränkungen für häufiges Gehen und Stehen sowie für 

mittelschwere und schwere Tätigkeiten attestiert (Fremdakten-act. 2-13). Sie hat 

festgehalten, auch Bücken und Zwangshaltungen sollten vorübergehend noch 

vermieden werden. Sie hat mit der Begründung, dass zurzeit funktionelle Beschwerden 

im Vordergrund stünden, die einer Therapie gut zugänglich seien, die Prognose als gut 

bezeichnet. Für überwiegend körperlich leichte Arbeiten, die bevorzugt aus einer 

wechselnden Ausgangslage verrichtet werden könnten, sei ab sofort eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit gegeben. Ein Facharzt der Klinik Z.___ hat dem Beschwerdeführer zu 

einem intensiven, gezielten Kräftigungsprogramm der Rückenmuskulatur thorakal und 

der Rumpfmuskulatur lumbal geraten (Bericht vom 29. März 2019, IV-act. 9-3). Damit 

besteht die Möglichkeit, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für die 

allenfalls durch eine Berufsausbildung erlernte Tätigkeit als Modeberater oder als 

Sicherheitsangestellter durch medizinische Massnahmen verbessert werden könnte. 

Für eine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung ist es deshalb erforderlich, dass 

sich ein medizinischer Sachverständiger auch zu einer möglichen Verbesserung des 

Gesundheitszustands durch therapeutische Massnahmen äussert. Die Sache ist 

deshalb nicht nur zur berufsberaterischen, sondern auch zur ergänzenden 

medizinischen Abklärung, das heisst zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers unter Berücksichtigung allfälliger medizinischer Massnahmen für 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 13. November 2019 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist zur Vornahme von 

weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 13. November 2019 

aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

die Tätigkeiten als Modeberater, als Sicherheitsangestellter oder in einem anderen 

erlernten Beruf sowie für eine allfällige neue Erwerbstätigkeit, an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erweist 

sich als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist diese Gebühr 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

6.1. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote 

eingereicht. Der Vertretungsaufwand ist als deutlich unterdurchschnittlich zu 

qualifizieren, da der Aktenumfang gering gewesen ist und da der Rechtsvertreter nur 

die Replik verfasst hat. Praxisgemäss ist die Entschädigung auf Fr. 2'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2'500.-- zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2020
	Art. 8 und 17 IVG. Anspruch auf eine Umschulung. Der Umschulungsanspruch setzt eine gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse von etwa 20% im erlernten Beruf voraus. Um diese ermitteln zu können, bedarf es einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf. Rückweisung zur berufsberaterischen Abklärung, ob der Beschwerdeführer einen Beruf erlernt hat. Für den Fall, dass er eine Berufsausbildung absolviert hat, wird die Beschwerdegegnerin durch eine berufsberaterische Fachperson auch eine Beschreibung eines Belastungsprofils für die Tätigkeit im erlernten Beruf auszuarbeiten haben. Diese ermöglicht es dem medizinischen Sachverständigen anschliessend, eine möglichst präzise Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Rückweisung auch zur ergänzenden medizinischen Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2020, IV 2019/328).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2024-05-26T23:43:54+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen