# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cda3f39e-f87a-5cd5-934d-e6d4892ceb56
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.06.2018 BVGE 2018 VI/2
**Docket/Reference:** BVGE-2018-VI-2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-VI-2_2018-06-07

## Full Text

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch (Dublin-Verfahren). Fristen
im Dublin-Verfahren. Beschleunigungsgebot. Qualifikation der vorläufigen Ablehnung des Übernahmeersuchens.
Remonstrationsverfahren. Verspätete Zuständigkeitserklärung. Grundsatzurteil.
			

			

				Art. 5 Abs. 2 Verordnung Nr. 1560/2003. Art. 29 Abs. 1 Dublin-III-VO.
	
	

			

				1.      Die Zuständigkeitsbestimmung
im Dublin-Verfahren erfolgt nach genau festgelegten und verbindlichen Fristen. Dies entspricht auch dem
Beschleunigungsgebot im Dublin-Verfahren (E. 7).
			

			

				2.      Die vorläufige
Ablehnung eines Übernahmeersuchens durch den ersuchten Mitgliedstaat ist in der Dublin-III-VO nicht
vorgesehen. Sie ist als &quot; normale &quot; (ordentliche) Ablehnung zu qualifizieren (E. 8.3).
			

			

				3.      Die zweiwöchige
Antwortfrist im Remonstrationsverfahren (Art. 5 Abs. 2 Verordnung Nr. 1560/2003) ist nicht
als absolute Frist zu qualifizieren. Wird sie nicht eingehalten, hat dies mangels entsprechender Rechtsgrundlage
keinen automatischen Zuständigkeitsübergang zur Folge (E. 9.3). Eine verspätete
Zuständigkeitserklärung im Remonstrationsverfahren entfaltet jedenfalls dann keine Rechtswirkung
mehr, wenn diese nach der sechsmonatigen Überstellungsfrist (Art. 29 Abs. 1 Dublin-III-VO)
erfolgt respektive wenn die asylsuchende Person nicht mehr innerhalb dieser sechs Monate in den
per Remonstrationsverfahren zustimmenden Mitgliedstaat überstellt werden kann (E. 9.5).
		

			

				4.      Für die Berechnung
der sechsmonatigen Überstellungsfrist ist vom Zeitpunkt der &quot; vorläufigen Ablehnung &quot;
respektive negativen Antwort des ersuchten Mitgliedstaats auszugehen (E. 9.6).
			

			

2018-11-13T09:50:28Z