# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2be7cad-07b4-5038-87ba-b35a7ab2143c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.06.2019 120 2019 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2019-38_2019-06-26.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 120/2019/38 Bern, 26. Juni 2019

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau B.________
Beschwerdeführerin 2

und

Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemtigen, Gemeinderat, Diemtigtalstrasse 15, 
Postfach 13, 3753 Oey

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemtigen vom 8. April 
2019 (Wiederherstellung Fuss-/Karrweg bei Sennhütte)

I. Sachverhalt

1. Die Gemeinde Diemtigen stellte fest, dass die Beschwerdeführenden den 

Zufahrtsweg zu ihrer Sennhütte C.________ 210 auf der Parzelle Diemtigen 

Grundbuchblatt Nr. D.________ ausgebaut und mit Asphaltgranulat (sog. Fräsgut) bestückt 

haben. Diese Parzelle im Eigentum der Beschwerdeführenden befindet sich in der 

Landwirtschaftszone. Anlässlich einer Begehung im Oktober 2016 erstellte die Gemeinde 

eine Fotodokumentation.1 Nachdem die Gemeinde den Beschwerdeführenden mit 

Schreiben vom 28. Februar 2018 das rechtliche Gehör gewährte und von den 

1 Vorakten Register 1A/1B.

RA Nr. 120/2019/38 2

Beschwerdeführenden keine schriftliche Stellungnahme einging, verfügte sie mit 

Wiederherstellungsverfügung vom 8. April 2019 Folgendes:
"1.  Der Ausbau des Fuss-/Karrweges auf der Parzelle-Nr. D.________ ist bis zum 30. September 

2019 vollständig wiederherzustellen. Sämtliches Material ist zurückzubauen und einem 

bewilligten Entsorgungsbetrieb (www.abfall.ch) abzugeben. 

 2.   Nach erfolgtem Rückbau ist der Bauverwaltung der Entsorgungsnachweis vorzulegen. 

 3.   [Möglichkeit eines nachträglichen Baugesuchs]

 4.   [Androhung Busse]

 5.   [Androhung Ersatzvornahme]

 6.   [Kosten]

 7.   [Rechtsmittelbelehrung]"

Die Beschwerdeführenden verzichteten auf die Einreichung eines nachträglichen 

Baugesuchs. 

2. Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden am 3. Mai 2019 

Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental ein, welches die 

Beschwerde mit Schreiben vom 7. Mai 2019 an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 

des Kantons Bern (BVE) weiterleitete. In ihrer Beschwerde wehren sie sich sinngemäss 

gegen den verfügten Rückbau. 

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den 

Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde beantragt mit 

Stellungnahme vom 22. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde. Auch das Amt für 

Gemeinden und Raumordnung (AGR) stellt mit Eingabe vom 3. Juni 2019 den Antrag, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Ein Schreiben der Beschwerdeführenden ging am 19. Juni 

2019 beim Rechtsamt ein.

4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191).

http://www.abfall.ch

RA Nr. 120/2019/38 3

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG3 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 

48 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVE angefochten werden. 

Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten durch die angefochtene Verfügung 

beschwert und daher zur Beschwerde legitimiert. 

b) Parteieingaben müssen gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG4 bestimmten 

Mindestanforderungen an die Form genügen. Antrag, Begründung und Unterschrift 

gehören zu den eigentlichen Gültigkeits- und Prozessvoraussetzungen.5 Generell sind 

namentlich an Laieneingaben keine hohen Anforderungen zu stellen. Es ist ausreichend, 

wenn sich aus dem Zusammenhang sinngemäss ergibt, was beantragt wird.6 Was die 

Begründung betrifft, so genügt es, wenn aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in 

welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die 

Begründung braucht nicht zuzutreffen; sie muss aber sachbezogen sein. Es genügt nicht, 

bloss zu behaupten, der angefochtene Entscheid sei falsch. Die Rechtsmitteleingabe muss 

sich wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen 

und es muss sinngemäss erkennbar sein, welche Rechtsnorm oder Grundsätze der 

Ermessungsausübung nach Auffassung der beschwerdeführenden Partei verletzt oder 

inwiefern Sachverhaltselemente unrichtig oder unvollständig festgestellt worden sind.7

Der Beschwerde lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführenden mit dem in der 

angefochtenen Wiederherstellungsverfügung angeordneten Rückbau des vorgenommenen 

Ausbaus des Weges nicht einverstanden sind. Sie beantragen damit sinngemäss die 

Aufhebung dieser Verfügung. Dem Antragserfordernis wird damit Genüge getan. Es ist 

jedoch fraglich, ob die Beschwerdeführenden die Anforderungen an die Begründung der 

3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 10 und 12.
6 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 13.
7 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15.

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Beschwerde erfüllen. So verweisen sie im Zusammenhang mit diesem Weg zur Sennhütte 

lediglich auf eine Begehung mit dem Regierungsstatthalteramt und der Gemeinde, an 

welcher entschieden worden sei, dass dieser Weg gebaut werden dürfe. Unklar ist sodann, 

ob die Beschwerdeführenden ihre Einwände auf der zweiten Seite der Beschwerde 

(eigentlich unter dem Titel "E.________ 20", betreffend das parallele Rechtsmittelverfahren 

RA Nr. 120/2019/37) auch auf den vorliegend umstrittenen Weg zur Sennhütte verstanden 

haben wollen. Im Zweifel ist vorliegend davon auszugehen. Darin führen die 

Beschwerdeführenden hinsichtlich der Anbringung von Asphaltgranulat lediglich aus, dass 

dies nicht verboten und die Schicht nicht 7 cm, sondern lediglich 1-3 cm dick sei. Sie 

beanstanden sodann, dass in der Industriezone solches Fräsgut verwendet werde, ohne 

dass jemand reklamieren würde. Sie begründen damit jedoch nicht näher, wieso die 

Verwendung von Asphaltgranulat bei ihrem Weg in der Landwirtschaftszone zulässig sein 

sollte. Ob die Anforderungen an die Begründungspflicht erfüllt sind, kann jedoch offen 

bleiben, da auf die Vorbringen der Beschwerdeführenden entweder aus anderen Gründen 

nicht einzutreten ist (E. 2) oder ihre Einwände abzuweisen sind (E. 3). Bei dieser 

Ausgangslage tritt die BVE auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde grundsätzlich ein, 

auch wenn zweifelhaft ist, ob die Beschwerde die Anforderungen an die 

Begründungspflicht erfüllt. 

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht 

sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses 

hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. 

Sowohl für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und 

eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime 

sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des 

Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.8

b) Mit der angefochtenen Verfügung verlangt die Gemeinde die Wiederherstellung des 

unbewilligt vorgenommenen Ausbaus des Fuss- und Karrweges durch Rückbau sämtlicher 

Materialien. Soweit sich die Beschwerdeführenden auf den über ihre Parzelle Diemtigen 

8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 6 bis 8.

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Grundbuchblatt Nr. F.________ führenden G.________weg – ein Rundwanderweg des 

Naturparks H.________ – beziehen und mit dessen Schliessung drohen, gehen sie über 

den Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens hinaus. 

3. Materielles

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten den Weg vor 6 Jahren ein wenig 

verbessert und mit Fräsgut versetzt. Die Schicht betrage maximal 3 cm. Das Anbringen 

von Fräsgut sei nicht verboten. Dieses Jahr hätten sie den Weg ein bisschen planiert. In 

der neuen Industriezone sei alles mit Fräsgut gemacht worden und da werde nicht 

reklamiert. 

b) Baubewilligungspflichtig sind alle künstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten 

Bauten, Anlagen und Einrichtungen (Bauvorhaben), die in fester Beziehung zum Erdboden 

stehen und geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel 

den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt 

beeinträchtigen (Art. 1a Abs. 1 BauG). Keiner Baubewilligung bedürfen insbesondere der 

Unterhalt von Bauten und Anlagen, für eine kurze Dauer erstellte Bauten und Anlagen 

sowie andere geringfügige Bauvorhaben (Art. 1b Abs. 1 BauG). Keiner Baubewilligung 

bedürfen das Unterhalten oder Ändern von Bauten und Anlagen, wenn keine bau- oder 

umweltrechtlich relevanten Tatbestände betroffen sind (Art. 6 Abs. 1 Bst. c BewD9). Liegt 

ein Bauvorhaben nach Artikel 6 oder 6a ausserhalb der Bauzone und ist es geeignet, die 

Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem es zum Beispiel den Räum äusserlich erheblich 

verändert, die Erschliessung belastet oder die Umwelt beeinträchtigt, ist es 

baubewilligungspflichtig (Art. 7 Abs. 1 BewD).

Es ist unbestritten und auf den Fotos in den Vorakten erkennbar, dass der betreffende 

Fuss-/Karrweg mit Asphaltgranulat versetzt wurde, was teilweise auch zu einer leichten 

Verbreiterung des Weges führte. Dieser Wechsel der Materialisierung mit teilweiser 

Verbreiterung geht deutlich über den blossen Unterhalt eines Weges hinaus und kann 

daher nicht mehr als baubewilligungsfrei im Sinne von Art. 1b Abs. 1 BauG bzw. Art. 6 Abs. 

1 Bst. c BewD bezeichnet werden. Dazu kommt, dass das Einbringen des 

Recyclingbaustoffs Asphaltgranulat umweltrechtlich relevant sein könnte und das 

9 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

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Vorhaben ausserhalb der Bauzone den Raum äusserlich klar verändert (Art. 7 Abs. 1 

BewD). Der vorgenommene Ausbau und Materialwechsel ist baubewilligungspflichtig. Die 

Beschwerdeführenden bringen in ihrer Beschwerde nichts vor, was Zweifel an der 

Baubewilligungspflicht zu wecken vermögen würde. Dass dafür bisher keine 

Baubewilligung vorliegt, ist unbestritten.

c) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer 

Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens 

Vorschriften missachtet, so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 

46 Abs. 1 und 2 BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 

liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine 

Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das 

angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen 

Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 

Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.10 In Fällen, in denen der Adressat der 

Wiederherstellungsverfügung darauf verzichtet hat, ein nachträgliches Baugesuch 

einzureichen, hat die Behörde im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung der 

Wiederherstellung grundsätzlich die Pflicht, wenigstens summarisch zu untersuchen, ob 

die betreffende Baute oder Anlage materiell rechtswidrig ist. Eine bloss formelle 

Rechtswidrigkeit genügt nicht, um die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 

anzuordnen.11

d) Wer bauen will, muss sich um die Zulässigkeit seines Tuns kümmern und sich bei 

den Behörden nach der Bewilligungspflicht erkundigen.12 Die Beschwerdeführenden 

berufen sich auf eine Besprechung vor Ort mit Vertretern des Regierungsstatthalteramts, 

der Gemeinde und der Weggenossenschaft vom 12. Juni 2012, an welcher ihnen 

zugesichert worden sei, dass der Weg gebaut werden dürfe. Aus der Aktennotiz dieser 

Begehung13 und der Stellungnahme der Gemeinde vom 22. Mai 2019 ergibt sich zwar, 

dass den Beschwerdeführenden zugestanden wurde, den Weg erstellen zu dürfen. Vom 

10 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013., Art. 46 
N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1.
11 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 15a.
12 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b.
13 Vorakten Register 12.

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Einbau eines Asphaltgranulats war jedoch keine Rede, so dass die Beschwerdeführenden 

bei Anwendung der zumutbaren Aufmerksamkeit und Sorgfalt nicht davon hätten ausgehen 

dürfen, sie seien zu diesem Ausbau berechtigt. Es ist sodann weder erkennbar noch wird 

es geltend gemacht, dass die Behörden zu irgendeinem Zeitpunkt den Anschein vermittelt 

hätten, der Ausbau des Weges und das Einbringen des Asphaltgranulats könne ohne 

Baubewilligung vorgenommen werden. Mit der vorliegenden Wiederherstellungsverfügung 

werden die Beschwerdeführenden lediglich verpflichtet, den vorgenommenen Ausbau und 

damit das Einbringen von Asphaltgranulat rückgängig zu machen. Der anlässlich der 

Begehung vom 12. Juni 2012 seitens der Behörden akzeptierte Weg selber wird nicht in 

Frage gestellt. Bezüglich des hier strittigen Einbaus von Asphaltgranulat können die 

Beschwerdeführenden nicht als gutgläubig gelten.

Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch eine Bauherrschaft berufen, 

die nicht gutgläubig gehandelt hat. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 

grundsätzlichen Erwägungen, namentlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der 

baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen 

Zustandes erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls 

erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen.14

e) An der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands besteht ein erhebliches 

öffentliches Interesse. Dieses besteht zum einen in der Einhaltung der baurechtlichen 

Bestimmungen und der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen 

Ordnung widersprechen, wobei dem öffentlichen Interesse am konsequenten Vollzug des 

Bau-, Planungs- und Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets besonderes Gewicht 

zukommt.15 Andererseits sprechen auch präjudizielle Gründe für eine vollständige 

Wiederherstellung. Der Bauherr, der sich nicht an die Baubewilligung hält oder ohne 

Baubewilligung baut, soll nicht besser gestellt werden als ein Bauherr, der die 

Baubewilligung einhält. Schliesslich kann nicht ausgeschlossen werden, dass 

Asphaltgranulat giftige Komponenten enthält und sich damit umweltschädigend auswirken 

könnte.

f) Der geforderte Rückbau durch Entfernen des eingebrachten Materials ist erforderlich 

und geeignet, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen, 

14 BVR 2006 S. 444 E. 6.1.
15 BGE 1C_397/2007 vom 27. Mai 2008 E. 3.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a.

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mit denen dasselbe Ziel erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. Die 

angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen sind für die Beschwerdeführenden somit 

sowohl in sachlicher wie auch in finanzieller Hinsicht zumutbar. Eine summarische Prüfung 

ergibt schliesslich, dass der durch den Einbau von Asphaltgranulat vorgenommene Ausbau 

eines Weges in der Landwirtschaftszone im massgebenden Zeitpunkt der unbewilligten 

Ausführung nicht hätte bewilligt werden können. So ist weder erkennbar noch geltend 

gemacht, dass dieser Ausbau für eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung zwingend 

notwendig und damit zonenkonform ist oder die restriktiven Voraussetzungen einer 

Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG16 erfüllt. Die Verwendung von Asphaltgranulat 

in loser Form ohne Deckschicht ist sodann nach den aktuell geltenden Merkblättern der 

Fachbehörden17 ausdrücklich verboten. Ob die ausnahmsweise noch tolerierte maximale 

Schichtstärke von 7 cm gemäss dem im Zeitpunkt der unbewilligten Ausführung wohl noch 

geltenden Merkblatt des AWA18 überschritten wird oder nicht, kann mangels 

grundsätzlicher Bewilligungsfähigkeit dieses Vorhabens ausserhalb der Bauzone offen 

bleiben. Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen zu 

bejahen. 

g) Selbst wenn – den Ausführungen der Beschwerdeführenden folgend – in einer nicht 

näher benannten Industriezone der Gemeinde Asphaltgranulat verwendet werden sollte, 

ändert dies nichts am Ergebnis. Es handelt es sich nicht um dieselbe Zone, weshalb nicht 

dieselbe Ausgangslage besteht. Falls in einer Industriezone der Gemeinde ebenfalls 

Asphaltgranulat für den Strassenbau in nicht fachgerechter Form verwenden werden sollte 

– was nicht näher belegt ist aber auch offen bleiben kann –, so lässt sich daraus kein 

Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht für den vorliegenden Fall ableiten. So gibt der 

Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden 

ist, dem Bürger grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz 

behandelt zu werden. Auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht nur ausnahmsweise ein 

Anspruch, wenn die Behörde nicht nur in einem oder einigen Fällen, sondern in ständiger 

Praxis vom Gesetz abweicht und zu erkennen gibt, dass sie auch in Zukunft nicht 

gesetzeskonform handeln werde. Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt. Auch wenn 

16 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

17 BSIG Nr. 7/732.11/16.1 vom 20. Juli 2018, "Unterhalt von Feld-, Wald-, Fuss- und Wanderwegen; 
Verwendung von Belägen und Recyclingbaustoffen" sowie Merkblatt AWA "Gewässerschutzvorschriften für die 
Herstellung, Lagerung und Verwendung von Recyclingbaustoffen aus mineralischen Bauabfällen", Version Mai 
2018.
18 Merkblatt AWA "Gewässerschutzvorschriften für die Herstellung, Lagerung und Verwendung von 
Recyclingbaustoffen", Version August 2011.

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dies der Fall wäre, können öffentliche Interessen an einer gesetzmässigen 

Rechtsanwendung der Gleichbehandlung im Unrecht entgegenstehen.19 Diese öffentlichen 

Interessen sind vorliegend gross (vgl. E. 3e) und stünden damit einer Gleichbehandlung im 

Unrecht entgegen.

h) Zusammenfassend ist die Wiederherstellungsanordnung rechtens und die 

Beschwerde ist abzuweisen. Die von der Gemeinde angesetzte Frist für den Rückbau 

(30. September 2019) kann unverändert belassen werden, da den Beschwerdeführenden 

mit dieser Frist auch nach Abschluss dieses Beschwerdeverfahrens genügend Zeit 

verbleibt, um die verlangten Massnahmen vorzunehmen.

4. Kosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 

Pauschalgebühr von Fr. 600.00 (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 1 GebV20). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die 

Verfügung der Gemeinde Diemtigen vom 8. April 2019 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.00 werden den Beschwerdeführenden zur 

Bezahlung auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten 

Betrag.  Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in 

Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

19 Vgl. zum Ganzen: BGer 1C_400/2014 vom 4.12.2014, E. 2.3.
20 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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IV. Eröffnung

- Frau B.________ und Herrn A.________, eingeschrieben

- Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemtigen, Gemeinderat, eingeschrieben

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

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