# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5b3df72-a350-5691-b9df-f31d2ff30a19
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-04-17
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013
**Docket/Reference:** DB.2017.12
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2017_12_eb.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2017.12 
2 ST.2017.15 

Entscheid 

 17. April 2018 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichterin Micheline Roth, Ersatzrichter  
Roman Sieber und Gerichtsschreiberin Andrea Schmid 

1.  A  

2.  B,    

vertreten durch RA lic.iur. C,  
D AG, 

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die Eheleute A und B (nachfolgend der/die Pflichtige, zusammen die Pflich-

tigen), wohnhaft in der Gemeinde E, schätzte das kantonale Steueramt am 11. Januar 

2016  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2013  mit  einem  steuerbaren  Einkommen 

von Fr. 221'800.- (satzbestimmend Fr. 224'900.-) sowie mit einem steuerbaren Vermö-

gen von Fr. 5‘742'000.- (satzbestimmend Fr. 5'804'000.-) ein. 

Vom  steuerbaren  Einkommen  entfiel  ein  Betrag  von  Fr. 96'100.-  auf  Ertrag 

aus qualifizierten Beteiligungen, wobei es sich um die Beteiligungen der Pflichtigen von 

je  50%  an  der  F  AG  mit  Sitz  in  der  Gemeinde  E  handelte.  Dieser  Beteiligungsertrag 

bestand  in  einer  geldwerten  Leistung,  welche  die  Steuerkommissärin  im  Umfang  der 

Differenz zwischen dem Verkaufspreis für von den Pflichtigen der  F AG am 22. Okto-

ber  2013  veräusserte  Aktien  der  G  AG  (Fr. 100'000.-)  und  dem  Verkehrswert  dieser 

Aktien  (Fr. 3'928.-)  aufrechnete.  Die gleiche  Aufrechnung  erfolgte  auch für  die  direkte 

Bundessteuer 2013, womit sich dort – unter Berücksichtigung des bundessteuerrechtli-

chen Teileinkünfteverfahrens  für  diesen  Beteiligungsertrag  –  ein  steuerbares  Einkom-

men von Fr. 181'400.- ergab. 

Bei  der  Einschätzung  des  steuerbaren  Vermögens  setzte  die  Steuerkommis-

särin für die im Eigentum der Pflichtigen befindlichen, sämtlichen 200 Aktien der F AG 

einen Gesamtwert von Fr. 5'960'000.- ein statt des in der Steuererklärung deklarierten 

Werts von Fr. 2'109'210.-. 

B. Am 7./8. Februar 2016 erhoben die Pflichtigen Einsprache gegen  die Ver-

anlagungsverfügung und den Einschätzungsentscheid vom 11. Januar 2016. Sie bean-

tragten,  von  der  Aufrechnung  einer  geldwerten  Leistung  zufolge  des  Verkaufs  ihrer 

200 Namenaktien der G AG an die F AG abzusehen und ihre 200 Aktien dieser letzte-

ren  Gesellschaft  nur  mit  dem  von  ihnen  deklarierten  Wert  der  Vermögenssteuer  zu 

unterwerfen. 

Das kantonale Steueramt hiess die Einsprache am 9. Dezember 2016 teilwei-

se gut. Es verminderte die Aufrechnung der geldwerten Leistung auf Fr. 84'325.-, wo-

mit  sich  das  steuerbare  Einkommen 

für  die  direkte  Bundessteuer  2013  auf 

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Fr. 174'300.- und für die Staats- und Gemeindesteuern 2013 auf Fr. 210'000.- (satzbe-

stimmend  Fr. 213'200.-)  reduzierte.  Die  beantragte  Verminderung  des  Vermögens-

steuerwerts  der  200  F  AG-Aktien  wies  es  demgegenüber  ab  und  bestätigte  die  Ein-

schätzung  mit  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 5'742'000.-  (satzbestimmend  Fr. 

5'804'000.-). 

C.  Hiergegen  liessen  die  Pflichtigen  am  11.  Januar  2017  Beschwerde  bzw. 

Rekurs erheben. Sie beantragten, das steuerbare Einkommen für die direkte Bundes-

steuer  2013  auf  Fr. 123'700.-  und  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2013  auf 

Fr. 128'900.-  (auch  satzbestimmend)  festzusetzen.  Das  steuerbare  Vermögen  sei  auf 

Fr. 1'891'000.-,  eventualiter  (sic)  auf  Fr. 1'811'000.-  festzusetzen.  Wie  in  der  Einspra-

che  wandten  sie  sich  gegen  die  Aufrechnung  der  geldwerten  Leistung  und  beharrten 

auf  einer  verminderten  Bewertung  ihrer  200  F  AG-Aktien  für  die  Vermögenssteuer. 

Schliesslich verlangten sie die Zusprechung einer Parteientschädigung. 

Das  kantonale  Steueramt  beantragte  in  der  Beschwerde-  und  Rekursantwort 

vom  3.  Februar  2017  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die Eidgenössische Steuerverwal-

tung liess sich nicht vernehmen. 

Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird  –  soweit  wesentlich  –  in  den 

nachfolgenden Urteilsgründen zurückgekommen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Der  Einkommenssteuer  unterliegen  alle  wiederkehrenden  und  einmali-

gen Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 

14. Dezember  1990  [DBG]  bzw.  §  16  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997 

[StG]). Dazu gehören als Erträge aus beweglichem Vermögen insbesondere geldwerte 

Vorteile  aus  Beteiligungen  aller  Art  (Art.  20  Abs.  1  lit.  c  DBG  bzw.  §  20  Abs.  1  lit.  c 

StG).  Als  geldwerte  Vorteile  gelten  Leistungen,  die  einem  Anteilsinhaber  aus  seiner 

Beteiligung zugehen,  es  sei  denn,  es  handle  sich dabei  um  die  Rückzahlung dessen, 

was von  Seiten  der  Anteilsinhaber  in  die  Gesellschaft  eingelegt  worden war,  d.h.  das 

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einbezahlte Grundkapital sowie nachweisbar von den Anteilsinhabern geleistete Kapi-

taleinlagen  (vgl.  zu  den  ausgenommenen  Rückleistungen  Art.  20  Abs.  3  DBG).  Die 

geldwerten Vorteile entstammen den Reserven der Gesellschaft. Dies gilt für die offe-

nen Gewinnausschüttungen (Dividenden), die auf dem handelsrechtlich dafür vorgese-

henen Weg durch die Generalversammlung der Gesellschaft beschlossen werden; sie 

werden  zu  Lasten  der  Reserven  der  Gesellschaft  verbucht.  Es  gilt  aber  auch  für  die 

verdeckten  Gewinnausschüttungen  oder  -vorwegnahmen,  bei  denen  bestehende  Re-

serven  z.B.  durch  überhöhten  Aufwand  vermindert  werden  oder  Reserven  durch  be-

wussten Gewinnverzicht gar nicht erst entstehen. Nach der bundesgerichtlichen Defini-

tion  gelten  als  verdeckte  Gewinnausschüttungen  solche  Leistungen  der  Gesellschaft 

an  die  Anteilsinhaber,  denen  keine  oder  keine  gleichwertigen  Leistungen  an  die  Ge-

sellschaft gegenüberstehen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten 

nicht  oder  nur 

in  wesentlich  geringerem  Umfang  erbracht  worden  wären 

(vgl. Reich/Weidmann,  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer, 3. A., Basel 2017, Art. 20 DBG N 46, mit Hinwei-

sen zur Rechtsprechung). Dies ist etwa der Fall, wenn eine Gesellschaft von ihren An-

teilsinhabern  oder  diesen  nahestehenden  Personen  Aktiven  zu  einem  übersetzten 

Preis erwirbt. In der Differenz zwischen dem von der Gesellschaft geleisteten Kaufpreis 

und  dem  Verkehrswert  des  Aktivums  fliesst  den  veräussernden  Anteilsinhabern  ein 

geldwerter  Vorteil  zu,  der  sich  auf  Seiten  der  Gesellschaft  als  Verminderung  der  Re-

serven auswirkt (sei es verdeckt, sei es  – durch Wertberichtigung auf dem überteuert 

erworbenen Aktivum – offen ausgewiesen). 

b)  Mit  Kaufvertrag  vom  22. Oktober  2013  veräusserten  die  Pflichtigen  je  100 

Namenaktien der G AG mit einem Nennwert von je Fr. 500.- zum Preis von insgesamt 

Fr. 100'000.- an die F AG. Die Aktien der erwerbenden Gesellschaft gehörten zu jenem 

Zeitpunkt  vollumfänglich  den  Pflichtigen.  Der  Pflichtige  amtet  seit  dem  26.  Oktober 

2012 zudem als Verwaltungsratspräsident und die Pflichtige als Delegierte des Verwal-

tungsrats der F AG (Handelsregisterauszug). 

In der Steuererklärung 2012 deklarierten  sie die insgesamt 200 Namenaktien 

der G AG mit einem Steuerwert per 31. Dezember 2012 von Fr. 15'675.-. Wohl ermit-

telte das kantonale Steueramt am 19. August 2014 gestützt auf die steueramtliche Be-

wertung  der  Gesellschaft  per  31.  Dezember  2011,  mithin  für  das  Vorjahr,  einen  Ver-

mögenssteuerwert von Fr. 230'000.-; dieser Wert fand allerdings nicht Eingang in den 

Einschätzungsentscheid  zur  Steuerperiode  2012,  denn  in  der  dortigen  Berechnungs-

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mitteilung  vom  5.  Januar  2015  ist  der  Vermögenssteuerwert  der  Wertschriften  und 

Guthaben  wie  mit  der  Steuererklärung 2012  deklariert  veranschlagt.  Diesen Wert  von 

Fr. 15'675.-,  der  gemäss  den  angefochtenen  Einspracheentscheiden  dem  Substanz-

wert der G AG per 31. Dezember 2012 entspricht, bestreiten die Pflichtigen nicht; viel-

mehr gehen auch sie davon aus, "dass der Verkehrswert der G AG zum Zeitpunkt der 

Einbringung  [gemeint:  des  Verkaufs  an  F  AG]  wohl  tiefer  als  der  Nennwert  war".  Bei 

dieser  Sachlage  erscheint  es  als  gerechtfertigt,  den  Verkehrswert  der  Aktien  im  Zeit-

punkt  ihrer  Veräusserung  auf  der  Grundlage  des  Substanzwerts  der  Gesellschaft  per 

31. Dezember 2012 anzusetzen, wie ihn im Übrigen die Pflichtigen selber in der Steu-

ererklärung  2012  als  Steuerwert  per  31.  Dezember  2012  deklariert  hatten.  Dass  das 

kantonale Steueramt im Einspracheverfahren als Verkehrswert der veräusserten Betei-

ligung an der G AG deren Substanzwert von Fr. 15'675.- angenommen hat (und nicht 

den tieferen Vermögenssteuerwert von  Fr. 5'225.-), wirkt sich zu Gunsten der  Pflichti-

gen aus und ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Angesichts der Verluste in den Ge-

schäftsjahren 2011 und 2012 kann wohl in der Tat praktisch ausgeschlossen werden, 

dass eine unabhängige Drittperson bereit gewesen wäre, für die G AG einen höheren 

Kaufpreis  zu  leisten  als  ihren  Substanzwert.  Etwas  anderes  ist  von  den  Pflichtigen 

denn auch nicht dargetan, geschweige denn begründet worden. 

Dass die Diskrepanz zwischen dem geleisteten Kaufpreis und dem Verkehrs-

wert  den  am  Kaufvertrag  beteiligten  Personen  als  offensichtliches  Missverhältnis  zwi-

schen der Leistung der Pflichtigen und der Gegenleistung der erwerbenden  F AG, für 

welche  die  Pflichtigen  als  Präsident  bzw.  Delegierte  des  Verwaltungsrates  den  Kauf-

vertrag vom 22. Oktober 2013 unterzeichneten, erkennbar gewesen sein musste, liegt 

auf der Hand. Indem die F AG zu Gunsten ihrer Anteilsinhaber in die für sie – die Ge-

sellschaft – offensichtlich ungünstige Transaktion einwilligte, liess sie den veräussern-

den  Pflichtigen  eine  geldwerte  Leistung  zukommen.  Andere  Gründe  als  das  Beteili-

gungsverhältnis  sind  für  diese  Begünstigung  nicht  ersichtlich.  Die  Aufrechnung  der 

geldwerten  Leistung  im  Umfang  von  Fr. 84'325.-  ist  somit  nicht  zu  beanstanden.  Sie 

findet ihre gesetzliche Grundlage in Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG 

und steht überdies im Einklang mit der einschlägigen Praxis und Rechtsprechung. 

c)  Die  Pflichtigen  lassen  hiergegen  zunächst  einwenden,  es  handle  sich  bei 

der streitbetroffenen Transaktion um eine blosse Vermögensumschichtung, die steuer-

rechtlich  keine  Auswirkungen  habe.  Bei  konsolidierter  Betrachtung  von  Aktionär  und 

Gesellschaft  steht  dem  Einkommenszufluss  durch  die geldwerte  Leistung  beim  Aktio-

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när  zwar  in  der  Tat  eine  entsprechende  Vermögensverminderung  auf  dem  inneren 

Wert der Aktien gegenüber, welche beiden Effekte sich statisch betrachtet neutralisie-

ren. Das Steuerrecht geht aber gerade nicht von einer solchen konsolidierten Betrach-

tungsweise aus, sondern behandelt Aktionär und Gesellschaft als je gesonderte Steu-

ersubjekte. So erwähnt es die Dividenden in Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 

lit. c StG explizit als steuerbares Einkommen des Aktionärs, obschon auch bei ihnen – 

nicht  anders  als  bei  verdeckten  Gewinnausschüttungen  oder  -vorwegnahmen  –  bei 

konsolidierter Betrachtung von Aktionär und Gesellschaft im Ergebnis keine Bereiche-

rung  des  Aktionärs  stattfindet.  Indessen  ist  der  Zugriff  des  Steuerrechts  bei  der  Ge-

winnausschüttung  auch  wirtschaftlich  betrachtet  gerechtfertigt,  denn  dieser  Vorgang 

verschafft dem Aktionär aus zunächst den Reserven der Gesellschaft verhafteten Wer-

ten frei verfügbare Mittel, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des empfangenden 

Aktionärs – über eine blosse Vermögensumschichtung hinausgehend – effektiv erhöht. 

Dem Umstand, dass anlässlich der Ausschüttung bereits bei der Gesellschaft als Ge-

winn  besteuerte  Mittel  beim  empfangenden  Aktionär  als  steuerbares  Einkommen  er-

fasst  werden  (wirtschaftliche  Doppelbelastung  von  Aktionär  und  Gesellschaft),  trägt 

das Gesetz nur – aber immerhin – insofern Rechnung, als es bei wesentlichen Beteili-

gungen durch das Teileinkünfteverfahren (Art. 20 Abs. 1bis DBG) bzw. das Teilsatzver-

fahren (§ 35 Abs. 4 StG) Belastungsermässigungen vorsieht, welche den Pflichtigen in 

den angefochtenen Einspracheentscheiden denn auch zu Recht zugestanden worden 

sind. 

d)  Gegen  die  Besteuerung  der  geldwerten  Leistung  wenden  sich  die  Pflichti-

gen  zur  Hauptsache  alsdann  mit  dem  Argument,  eine  solche  müsse  unterbleiben,  da 

die Voraussetzungen der Transponierung (Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG bzw. § 20a Abs. 1 

lit. b  StG)  nicht  gegeben  seien.  Die  entsprechenden  Voraussetzungen  sind  im  vorlie-

genden  Fall  in  der  Tat  nicht  erfüllt,  denn  der  Kaufpreis  der  übertragenen  Beteiligung 

übersteigt  deren  Nennwert  nicht,  sondern  kommt  diesem  lediglich  gleich.  Besteht  für 

eine Besteuerung aufgrund der Transponierungsnorm wie vorliegend kein Anlass, be-

deutet  dies  aber  keineswegs,  dass  die  Transaktion  auch  im  Übrigen  steuerfrei  bleibt, 

wie die Pflichtigen  offenbar  annehmen.  Die Transponierungsnorm stellt  nicht  eine  ab-

schliessende Regelung dar mit Bezug auf Transaktionen zwischen veräussernden An-

teilsinhabern  und  Gesellschaften,  die  zu  mehr  als  50%  von  solchen  Anteilsinhabern 

gehalten  werden.  Sie  regelt  lediglich  den  Fall,  dass  der  Kaufpreis  den  Nennwert  der 

übertragenen  Beteiligung  übersteigt,  schweigt  sich  aber  aus  zu  Fällen,  in  denen  der 

Kaufpreis den – hier unter dem Nennwert liegenden – Verkehrswert übersteigt. In sol-

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chen Fällen kommen somit ohne Weiteres die Regeln über die Besteuerung geldwerter 

Leistungen  zur  Anwendung.  Die  von  den  Pflichtigen  verfochtene  Auffassung  hätte 

demgegenüber  die  geradezu  paradoxe  Konsequenz,  dass  Inhaber  einer  im  Sinn  von 

Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG bzw. § 20a Abs. 1 lit. b StG qualifizierten Beteiligung gegen-

über  allen  anderen  Beteiligten  bevorzugt  wären,  soweit  es  um  geldwerte  Leistungen 

geht,  weil  ja  nur  erstere  von  der  behaupteten  Ausschluss-Wirkung  der  Transponie-

rungsnorm  profitieren  könnten.  Dies  kann  nicht  die  Absicht  des  Gesetzgebers  sein; 

somit bleibt Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG unabhängig davon an-

wendbar, ob die Voraussetzungen der Transponierungsnorm erfüllt sind oder nicht. 

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Aufrechnung der geldwerten Leistung 

im  Umfang  von  Fr. 84'325.-  gemäss  den  angefochtenen  Einspracheentscheiden  zu 

bestätigen ist. 

2. a) Im Streit liegt ferner die Bewertung der Aktien der  F AG. Die Pflichtigen 

vertreten  im  Wesentlichen  die  Auffassung,  der  steueramtlich  festgelegte  Vermögens-

steuerwert trage nicht allen bewertungsrelevanten Umständen angemessen Rechnung. 

b) Gemäss Einspracheentscheid liegt der Vermögenssteuerwert der F AG für 

die Steuerperiode 2013 bei Fr. 5'968'501.-, d.h. bei Fr. 29'800.- pro Namenaktie. Diese 

Bewertung  per  31.  Dezember  2012  erfolgte  gemäss  der  Wegleitung  der  Schweizeri-

schen  Steuerkonferenz  zur  Bewertung  von  Wertpapieren  ohne  Kurswert  für  die  Ver-

mögenssteuer  (Kreisschreiben  Nr.  28  der  Schweizerischen  Steuerkonferenz  vom  28. 

August 2008; in der Folge: „Wegleitung“). Die Bewertung der F AG, die für steuerrecht-

liche Belange als Holdinggesellschaft gewürdigt wird, wie die erste Abteilung des hiesi-

gen Gerichts mit Entscheid vom 20. April 2016 für die Steuerperiode 2012 festgestellt 

hat,  erfolgte  nach  den  Randziffern  38  ff.  der  Wegleitung,  mithin  zum  Substanzwert. 

Dieses  Vorgehen  ist  nicht  zu  beanstanden;  es  wird  ihm  denn  auch  von  Seiten  der 

Pflichtigen nicht grundsätzlich opponiert. Diese verlangen jedoch, dass der steueramt-

lich  festgestellte  Vermögenssteuerwert  der  F  AG  angepasst  werde,  indem  der  Wert 

von deren Beteiligung an der H AG um den noch nicht bezahlten Kaufpreis für eben-

diese  Beteiligung  reduziert  wird.  Der  Vermögenssteuerwert  der  F  AG  dürfe  für  die 

Steuerperiode 2013 der Pflichtigen somit nicht mehr als Fr. 2'137'326.- betragen; in der 

Steuererklärung  2013  und  im  Rahmen  der  Einsprache  war  noch  ein  Wert  von 

Fr. 2'109'210.- eingesetzt bzw. verfochten worden. 

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c)  Hinsichtlich  der  Unternehmensbewertung  ist  als  Grundsatz  festzuhalten, 

dass jede Unternehmung anhand ihrer jeweiligen Jahresrechnungen zu beurteilen ist. 

Bei  Holdinggesellschaften,  die  zum  Substanzwert  zu  bewerten  sind,  werden  Beteili-

gungen nach ständiger und sachgerechter Praxis zum Verkehrswert veranschlagt, d.h. 

unter Aufrechnung entsprechender unversteuerter stiller Reserven auf solchen Beteili-

gungen (vgl. Beispiele 4 und 5 zu Rz. 38 im Anhang der Wegleitung); auf diese Weise 

ist die Jahresrechnung der Beteiligung (Tochtergesellschaft) indirekt für die Bewertung 

der  Muttergesellschaft  von  Bedeutung.  Ansonsten  aber  sind  bestimmte  Bilanzpositio-

nen  stets  nur  bei  der  betreffenden  Gesellschaft  von  Belang:  So  bleiben  etwa  die 

Schulden der Muttergesellschaft ohne jede Auswirkung auf den Unternehmenswert der 

Tochtergesellschaft bzw. auf den Verkehrswert der betreffenden Beteiligung in der Bi-

lanz der Muttergesellschaft; indessen mindern sie freilich den Betrag des Eigenkapitals 

der  Muttergesellschaft,  welcher  die  Grundlage  von  deren  Substanzwert  bildet 

(vgl. Rz. 11 ff. der Wegleitung). 

Im Einzelnen ergibt sich für die Bewertung der Aktien der F AG Folgendes: 

aa)  Obschon  die  Beschwerde-  und  Rekursschrift  der  Pflichtigen  sich  damit 

nicht weiter befasst, ist festzuhalten, dass gegen die steueramtliche Bewertung der  H 

AG,  Tochtergesellschaft  der  F  AG,  nichts  einzuwenden  ist.  Das  kantonale  Steueramt 

hat  den Ergebniskorrekturen,  wie sie  von  der  I  Revisionsgesellschaft  AG  in ihrer  Ein-

gabe vom 18. August 2014 verfochten wurden, mit Hinweis auf Rz. 9 Abs. 2 lit. a der 

Wegleitung  zu  Recht  entgegengehalten,  dass  diese  Korrekturen  nicht  statthaft  seien, 

weil  die  erfolgswirksame  Äufnung  der  Arbeitgeberbeitragsreserven  jedenfalls  für  das 

einschlägige Geschäftsjahr steuerlich nicht beanstandet bzw. aufgerechnet worden sei 

(vgl. Einspracheentscheid S. 7 Abs. 3). Nach Eliminierung dieser Korrekturen ergibt die 

Beilage Nr.  5  zur  erwähnten  Eingabe  vom  18.  August  2014  einen Unternehmenswert 

der H AG per 31. Dezember 2012 von Fr. 7'962'821.- bzw. abgerundet Fr. 7'960'000.- 

(bzw.  unversteuerte  stille  Reserven  auf  dieser  Beteiligung  in  der  Bilanz  per  31.  De-

zember 2012 der F AG von [Verkehrswert Fr. 7'960'000.- ./. Buchwert Fr. 4'050'000.- =] 

Fr. 3'910'000.-, wie der Einspracheentscheid auf S. 7 in Abs. 5 korrekt festhält). Dieser 

Unternehmenswert  der  H  AG  bleibt  von  der  Frage  der  Finanzierung  der  betreffenden 

Beteiligung gemäss Bilanz der F AG – wie eingangs ausgeführt – völlig unberührt: Der 

Unternehmenswert der H AG als Betriebsgesellschaft hängt vielmehr einzig von deren 

eigenem  Ertragswert  und  deren  eigenem  Substanzwert  ab.  Insbesondere  kann  von 

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ihrem  Unternehmenswert  nicht  eine  allenfalls  noch vorhandene  Kaufpreisschuld einer 

anderen Gesellschaft, nämlich ihrer Muttergesellschaft F AG, abgezogen werden. Die-

se Verbindlichkeit ist nur (aber durchaus) zu berücksichtigen (als Passiv-Position, vgl. 

Rz. 12 der Wegleitung), wenn es um die Ermittlung des Substanzwerts der F AG geht. 

bb)  Der  für  die  Einschätzung  der  Pflichtigen  festgesetzte  Unternehmenswert 

der  F  AG  von  insgesamt  Fr. 5'968'501.-  setzt  sich  im  Sinn  der  Substanzwert-

Bewertung  zusammen  aus dem  liberierten  Aktienkapital  von  Fr. 50'000.-,  dem  Bilanz-

gewinn von Fr. 2'008'502.- und den stillen Reserven von Fr. 3'910'000.- auf der Beteili-

gung H AG. Der per 31. Dezember  2012 noch nicht bezahlte Kaufpreis für die Aktien 

der  H  AG  von  Fr. 2'199'348.-,  den die  Pflichtigen von  den stillen  Reserven  auf  dieser 

Beteiligung zum Abzug bringen wollen (vgl. Beilage Nr. 5 zur Eingabe vom 18. August 

2014), ist in der betreffenden Bilanz der F AG als Passiv-Position verbucht. Als solche 

mindert sie im Ergebnis bereits ohne Weiteres den Substanzwert der F AG. Würde sie 

nun auch noch von den stillen Reserven auf der Beteiligung H AG abgezogen, wie die 

Pflichtigen verlangen, so wäre diese Passiv-Position doppelt berücksichtigt, was auch 

aus  dem  Blickwinkel  einer  wirtschaftlichen  Betrachtungsweise  verfehlt  wäre.  Der  mit 

Fr. 7'960'000.-  korrekt  ermittelte  Unternehmenswert  der  H  AG  wird  nicht  dadurch  be-

einträchtigt, dass ihre Muttergesellschaft F AG den Unternehmenskauf mit Fremdkapi-

tal finanziert hat, das sie offenbar mit Gewinnen aus ihrer Beteiligung zurückzuzahlen 

gedenkt.  Die  Argumentation  der  Pflichtigen  verkennt,  dass  die  H  AG  als  Betriebsge-

sellschaft zu Recht überwiegend anhand ihres Ertragswertes bewertet wird. Immerhin 

aber  wird  deren  Unternehmenswert  zufolge  Gewinnausschüttungen  durchaus  beein-

flusst – allerdings nur hinsichtlich des Substanzwerts und erst zu gegebener Zeit, d.h. 

erst anlässlich effektiver Ausschüttungen. Damit aber ist der Argumentation der Pflich-

tigen sachgerecht Genüge getan und eine weitergehende Korrektur, wie sie sie bean-

tragen, nicht angängig. 

d) Als Eventualantrag, der mit Bezug auf die Vermögenssteuer allerdings über 

den  Hauptantrag  hinausreicht,  stellen  die  Pflichtigen  das  Begehren,  der  Vermögens-

steuerwert  der  F  AG  sei  auf  Fr. 2'058'000.-  festzusetzen,  entsprechend  der  Einschät-

zung des steuerbaren Kapitals für die Steuerperiode 2012 dieser Gesellschaft. Diesem 

Antrag  kann  indessen  schon  deswegen  nicht  stattgegeben  werden,  weil  die  Kapital-

steuer der juristischen Personen und die Vermögenssteuer der natürlichen Personen je 

ganz  verschiedenartige  Steuerobjekte  betreffen  und  unterschiedliche  Bemessungs-

grundlagen  aufweisen.  Aus  dem  nach  §§  78–80  StG  definierten  steuerbaren  Kapital 

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einer Aktiengesellschaft kann nichts abgeleitet werden für die Festsetzung des Vermö-

genssteuerwerts der entsprechenden Aktien, denn diese sind gemäss § 39 Abs. 1 StG 

für  die  Vermögenssteuer  der  Aktionäre  zum  Verkehrswert  zu  bewerten.  Bei  diesem 

Vorgang  reicht  –  wie  unter  E.  2c  hiervor  einlässlich  behandelt  –  schon  die  Ermittlung 

des  Substanzwerts  weit  über  jene  Positionen  hinaus,  welche  für  die  Festsetzung  des 

steuerbaren Kapitals der Gesellschaft herangezogen werden. 

e) Zusammenfassend ist der für die Einschätzung der Steuerperiode 2013 der 

Pflichtigen  herangezogene  Vermögenssteuerwert  per  31.  Dezember  2012  der  F  AG 

von Fr. 5'968'501.-, entsprechend Fr. 29'800.- pro Namenaktie, zu bestätigen. Dass auf 

dieser Bewertung kein Pauschalabzug (im Sinne von Rz. 61 ff. der Wegleitung) vorge-

nommen  wurde,  entspricht  der  Praxis  bei  gemeinsam  zu  veranlagenden  Ehegatten 

(vgl. Kommentar [2013] zu Rz. 62 der Wegleitung). 

3. Diese Erwägungen führen zur Abweisung von Beschwerde und Rekurs. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Steuerrekursgerichts 

den vollumfänglich unterliegenden Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG bzw. 

§ 151 Abs. 1 StG). Für die von ihnen beantragte Parteientschädigung bleibt dabei kein 

Raum (Art. 144 Abs. 4 DBG  i.V.m.  Art.  64  Abs.  1  des  Bundesgesetzes über  das  Ver-

waltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  bzw.  §  152  StG  i.V.m.  §  17  Abs.  2  des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

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