# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18a0c6a8-8a2e-5639-93ae-a0ede044a062
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.03.2015 E-1855/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1855-2015_2015-03-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1855/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter David Wenger;   

Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser. 

   

Parteien 

 
A._______, 

Rumänien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (verkürzte Beschwerdefrist);  

Verfügung des SEM vom 17. März 2015 / N (…). 

 

 

 

E-1855/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass sich der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger Rumäniens aus 

B._______ (LK C._______) – in seinem mittlerweile vierten Asylverfahren 

in der Schweiz befindet,  

dass er gemäss Aktenlage seine Heimat am 3. November 2001 in Richtung 

Moldavien verliess und sich anschliessend in mehreren europäischen Län-

dern unterschiedlich lange aufhielt (vgl. A1/12 S. 6–9), bis er schliesslich 

am 10. Oktober 2002 mit einem Zug von Strasbourg in die Schweiz ein-

reiste, wo er am 11. Oktober 2002 sein erstes Asylgesuch einreichte,  

dass für die im Rahmen des ersten Asylverfahrens vorgebrachten Ge-

suchsgründe auf die Akten verwiesen werden kann (vgl. A1/12 und A12/7),  

dass das damalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mit Verfügung vom 

20. November 2002 gestützt auf Art. 34 aAsylG ([Nichteintreten bei Asyl-

gesuchen aus verfolgungssicheren Staaten] SR 142.31) auf das Asylge-

such des Beschwerdeführers nicht eintrat und eine dagegen erhobene Be-

schwerde vom 2. Dezember 2002 mit Beschluss der Schweizerischen 

Asylrekurskommission (ARK) vom 30. Dezember 2002 als gegenstandslos 

abgeschrieben wurde, nachdem er nach Rumänien ausreiste, ohne eine 

Adresse hinterlassen zu haben, womit die Verfügung vom 20. November 

2002 in Rechtskraft erwuchs,  

dass der Beschwerdeführer am 1. Januar 2003 Rumänien wieder verlas-

sen und sich erneut in verschiedenen Ländern Europas, auch zwischen-

durch in Rumänien, aufgehalten habe, bis er am 12. Februar 2010 ein zwei-

tes Asylgesuch stellte, auf welches das BFM mit Verfügung vom 9. März 

2010 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e aAsylG nicht eintrat,  

dass gegen diese Verfügung des BFM kein Rechtsmittel ergriffen wurde, 

weshalb sie in Rechtskraft erwuchs,  

dass der Beschwerdeführer am 2. März 2014 im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) in Kreuzlingen um Wiederaufnahme des Asylverfah-

rens ersuchte,  

dass das BFM dieses Gesuch am 28. April 2014 als gegenstandslos ge-

worden abschrieb, nachdem der Beschwerdeführer seit 4. März 2014 un-

bekannten Aufenthalts gewesen war,  

E-1855/2015 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer am 5. März 2015 gemäss Art. 111c AsylG ein 

schriftliches Asylgesuch einreichte, 

dass er dieses mit der schlimmen Situation in Rumänien begründete und 

angab, dort nicht leben zu können, weil es dort keine Wohnungen und 

keine Arbeit gebe und die ganze Infrastruktur sehr schlecht sei,  

dass die Menschenrechte in Rumänien nicht eingehalten würden und er 

nicht wisse, was er dort machen solle, weshalb er in der Schweiz bleiben 

wolle, wo die Menschenrechte respektiert würden,   

dass er bereits in verschiedenen Ländern Asylgesuche eingereicht habe, 

die jedoch alle abgelehnt worden seien,   

dass das SEM mit Verfügung vom 17. März 2015 (eröffnet am 18. März 

2015) feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz und de-

ren Vollzug anordnete und eine Gebühr von Fr. 600.– erhob, 

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, die vom Beschwerde-

führer aufgeführten Probleme, wie beispielsweise der schwierige Zugang 

zum Arbeits- und Wohnmarkt seien zum Teil Ausdruck der erschwerten 

wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen in Rumänien, 

dass unter der geltend gemachten schwierigen politischen, wirtschaftlichen 

und sozialen Lebensbedingungen eine Vielzahl von Personen leiden wür-

den, die sich in einer ähnlichen Situation befänden,   

dass den Aussagen des Beschwerdeführers nicht entnommen werden 

könne, er habe asylbeachtliche Nachteile erlitten, respektive solche in ab-

sehbarer Zukunft zu befürchten,  

dass es sich schliesslich bei Rumänien um einen EU-Staat handle und sol-

che Staaten als verfolgungssicher im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 

gelten würden,  

dass die gesetzliche Regelvermutung, dass eine asylrelevante staatliche 

Verfolgung nicht stattfinde und der Schutz vor nicht staatlicher Verfolgung 

gewährleistet sei, vorliegend nicht umgestossen werden könne, 

E-1855/2015 

Seite 4 

dass daher die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an 

die Flüchtlingseigenschaft nicht standhalten würden, so dass sein Asylge-

such abzulehnen sei,  

dass der Wegweisungsvollzug im Weiteren als zulässig, zumutbar und 

möglich zu erachten sei, 

dass der Bundesrat Rumänien als verfolgungssicheren Staat (safe 

country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet habe, 

dass gemäss dem am 29. September 2012 in Kraft getretenen Art. 108 

Abs. 2 AsylG die Beschwerdefrist bei Entscheiden nach Art. 40 AsylG (Ab-

lehnung ohne weitere Abklärungen) in Verbindung mit Art. 6a Abs. 2 Bst. a 

AsylG fünf Arbeitstage betrage, 

dass der Beschwerdeführer mit Formularbeschwerde vom 23. März 2015 

(Eingabe und Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des 

SEM sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es 

sei ihm Asyl zu gewähren, es sei weiter festzustellen, dass der Vollzug der 

Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, und es sei die 

vorläufige Aufnahme anzuordnen,  

dass in prozessualer Hinsicht beantragt wurde, es sei die unentgeltliche 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren und 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, es sei eventuell 

die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen, es sei die 

zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den 

Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweiter-

gabe an dieselben zu unterlassen, und – falls Daten bereits weitergeleitet 

worden seien – sei er in einer separaten Verfügung darüber zu informieren, 

dass der Beschwerdeführer die Formularbeschwerde handschriftlich er-

gänzte und zur Begründung anführte, ohne Status zu leben, sein verstobe-

ner Vater sei (...) und seine verstorbene Mutter sei (...) gewesen,  

dass er in Rumänien über keine Adresse verfüge und nicht die Möglichkeit 

habe, dort zu leben, und verfolgt werde,   

dass er um Asyl aus humanitären Gründen und um ein persönliches Ge-

spräch ersuchte,  

E-1855/2015 

Seite 5 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist, weshalb 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter Ausschluss 

des Eventualantrags auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde, welchem kein Anfechtungsobjekt zugrunde liegt – einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 

und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 106 

Abs. 1 AsylG) und – soweit den Wegweisungsvollzug betreffend – zudem 

die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 49 

VwVG; vgl. Urteil des BVGer D-3622/2011 vom 8. Oktober 2014 E. 5, zur 

Publikation vorgesehen), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

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Seite 6 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass vorab auf die vollumfänglich zutreffenden Ausführungen in der Verfü-

gung des SEM zu verweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde im Wesentlichen damit be-

gründete, er könne in Rumänien nicht leben und werde dort verfolgt, 

dass er jedoch keine konkrete Gefährdung geltend machte und auch nicht 

begründete, warum er dort nicht leben könne,  

dass somit nicht davon auszugehen ist, dass er jemals asylrechtlich rele-

vanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt war und es besteht auch kein 

Anlass zur Annahme, dass sich in absehbarerer Zukunft eine Verfolgung 

verwirklichen könnte,  

dass seine allgemeine Unzufriedenheit mit dem rumänischen Staat sowie 

schwierige Lebensbedingungen, unter welchen auch viele andere Leute zu 

leiden haben, nicht asylrelevant sind, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass an dieser Stelle anzufügen bleibt, dass es sich aus prozessökonomi-

schen Gründen erübrigt zu prüfen, ob das SEM seine Verfügung gestützt 

auf Art. 111c Abs. 2 AsylG auch formlos hätte abschreiben können,  

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), 

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Seite 7 

dass von dieser Regel dann abgewichen wird, wenn die asylsuchende Per-

son im Besitz einer gültigen ausländerrechtlichen Aufenthalts- oder Nieder-

lassungsbewilligung ist (vgl. Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Ver-

fahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV1; SR 142.311]), 

dass die Wegweisung praxisgemäss auch dann nicht verfügt wird, wenn 

eine asylsuchende Person grundsätzlich über einen Anspruch auf Erteilung 

einer Aufenthaltsbewilligung verfügt und diesbezüglich ein Gesuch bei der 

zuständigen kantonalen Ausländerbehörde bereits pendent wäre (vgl. dazu 

bspw. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-7983/2009 vom 13. Ja-

nuar 2010 E. 4.1 [dritter Absatz] S. 7 f.), 

dass im Falle des Beschwerdeführers indessen weder der eine noch der 

andere Grund für den Verzicht auf die Anordnung der Wegweisung erfüllt 

ist, 

dass in diesem Zusammenhang zwar festzustellen ist, dass es sich beim 

Beschwerdeführer um einen Staatsangehörigen Rumäniens und damit um 

einen Bürger der Europäischen Union handelt, weshalb er nach den Best-

immungen des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied-

staaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen 

[FZA], SR 0.142.112.681) grundsätzlich über das Recht auf Einreise und 

Aufenthalt in der Schweiz wie auch über eine Anspruchsgrundlage für die 

Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verfügt, 

dass dieser Umstand jedoch vorliegend der Anordnung der Wegweisung 

nicht entgegensteht, da sich der Beschwerdeführer nicht aus einem der im 

Freizügigkeitsabkommen genannten Gründe in der Schweiz aufhält, son-

dern – soweit ersichtlich – alleine zwecks Einreichung eines Asylgesuchs 

in die Schweiz eingereist ist (vgl. hierzu Urteil D-1333/2014 des Bundes-

verwaltungsgerichts vom 19. März 2014 E. 7.1 und 7.2), 

dass somit die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 

Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

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Seite 8 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung o-

der Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung des –  soweit aktenkundig – gesunden Beschwerdeführers im 

Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegwei-

sung vorliegend zumutbar ist, 

E-1855/2015 

Seite 9 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und auch 

sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass der Antrag, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei die Kontakt-

aufnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von 

Daten an denselben zu unterlassen, mit dem vorliegenden Urteil gegen-

standslos geworden ist,  

dass den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweitergabe 

durch das SEM zu entnehmen sind, weshalb der Antrag auf Offenlegung 

einer solchen Weitergabe mittels separater Verfügung ebenfalls gegen-

standslos ist,  

dass sodann auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG bezie-

hungsweise Art. 110a Abs. 2 AsylG abzuweisen ist, da die Begehren – wie 

sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu be-

zeichnen waren, weshalb die Voraussetzungen für die Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

E-1855/2015 

Seite 10 

  

E-1855/2015 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen. 

3.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser 

 

 

Versand: