# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca32bd23-0933-5ae3-87fb-9eddc5be49c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2008 B-3867/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3867-2007_2008-04-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3867/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 0 8

Richterin Eva Schneeberger (Kammerpräsidentin),
Richter Hans-Jacob Heitz und Ronald Flury, 
Gerichtsschreiber Daniel Peyer.

1. X._______,
2. Y._______,

beide vertreten durch Fürsprecher Walter Rumpf,
Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Z._______,

vertreten durch Fürsprecher Dr. Res Nyffenegger,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Departement des Innern (EDI),
Eidgenössische Stiftungsaufsicht,
Vorinstanz,

Stiftungsaufsicht,

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3867/2007

Sachverhalt:

A.

A.a Die  Stiftung  Z._______  (nachfolgend  Stiftung)  wurde  durch 
R._______ und S._______ mit Stiftungsurkunde vom (...) errichtet. Der 
Stiftungssitz befindet sich in L._______. Die Stiftung hat laut Urkunde 
die Schaffung und Erhaltung geeigneter Voraussetzungen für eine ge-
sunde Freizeitgestaltung im Sinne der Lebensreform zum Zweck. Sie 
soll ideell und wirtschaftlich so verwaltet werden, dass sie für alle Zei-
ten umfassenden Lebensreformern und solchen, die darnach streben, 
für Freizeit und Ferien eine Erholungsstätte gesunden, friedlichen Le-
bens bietet. Nikotin, Alkohol und Fleisch aller Art sind strikte zu mei-
den. Im Rahmen der jeweiligen Landesgesetze wird nackt oder mög-
lichst  wenig  bekleidet  in  Wasser,  Luft  und Sonne  gebadet,  gespielt, 
Gymnastik und Sport  betrieben. Die beiden Gründer vermachten der 
Stiftung  u.a.  auf  ihr  Ableben  hin  insbesondere  die  Liegenschaft 
Z._______ (...)  samt allen Einrichtungen. Darauf befindet sich insbe-
sondere das Gelände M._______, wo durch die Stiftung vor allem in 
der warmen Jahreszeit ein zahlreich frequentiertes Camping für Natu-
rismus  betrieben  wird.  Die  Einrichtungen  des  Geländes  M._______ 
sollen vorwiegend von Lebensreformern aus der ganzen Schweiz ge-
gen bescheidenes Entgelt benützt werden. 

A.b Mit Aufsichtsbeschwerde an die Eidgenössische Stiftungsaufsicht 
(nachfolgend Vorinstanz) vom 8. September 2005 stellten zwei der da-
mals  fünf  Stiftungsräte,  X._______  und  Y._______ (nachfolgend  Be-
schwerdeführer  1  und  Beschwerdeführerin  2),  im  Wesentlichen  die 
Rechtsbegehren, es sei  festzustellen, dass der Stiftungsrat nicht ge-
setzes- und statutenkonform zusammengesetzt sei und dass zwei Be-
schlüsse des Stiftungsrates vom 16. und vom 20. August 2005 deswe-
gen  nichtig  seien.  Eventualiter  seien  diese  Beschlüsse  aufzuheben. 
Sodann  seien  verschiedene  superprovisorische  Verbote  zu  erlassen 
und es sei Stiftungsratspräsident A._______ als Stiftungsrat abzuwäh-
len (recte: abzuberufen), eventualiter der ganze Stiftungsrat.

Mit superprovisorischer Verfügung vom 8. September 2005 verbot die 
Vorinstanz dem Stiftungsrat die Bestellung des Postens des Gelände-
verwalters,  die  Abwahl  des  Ersatzstiftungsrates  sowie den  Gelände-
verweis oder -ausschluss einzelner Nutzer des Geländes M._______.

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Mit  Eingabe vom 26. September 2005 stellten die Beschwerdeführer 
weitere Anträge bezüglich des vom Stiftungsratspräsidenten zwischen-
zeitlich offengelegten neuen Arbeitsvertrages vom 20. August 2005 mit 
V._______  als  Geländeverwalter.  Die  Beschwerdeführer  beantragten 
insbesondere die Feststellung der Ungültigkeit des Vertragsabschlus-
ses. Zudem verlangten sie die Offenlegung sämtlicher finanzieller Be-
lange der Stiftung.

Die Stiftung, vertreten durch den Stiftungsratspräsidenten und den Vi-
zepräsidenten, schloss mit Vernehmlassung vom 17. Oktober 2005 auf 
Abweisung der Aufsichtsbeschwerde. Eventualiter wurde beantragt, es 
sei der Stiftung ein Mediator zur Seite zu stellen. Eine Mediation kam 
in der Folge nicht zustande; nach einem ersten diesbezüglichen Ge-
spräch  zog die  Stiftung ihren Eventualantrag am 1. Dezember  2005 
zurück.

Mit  Eingabe  vom 19. Dezember  2005 stellten  die  Beschwerdeführer 
weitere  ergänzende  Anträge,  insbesondere  hinsichtlich  Offenlegung 
der finanziellen Belange der Stiftung (inklusive Anordnung einer Buch-
prüfung durch einen externen Experten), der Praxis der Vergabe von 
Wohnwagenplätzen an Destinatäre (inklusive Herausgabe einer Warte-
liste für die Platzvergabe) durch die Stiftung bzw. durch den Gelände-
verwalter sowie bezüglich der laufenden und geplanten Bauvorhaben 
der Stiftung.

Mit Eingabe vom 19. Januar 2006 beantragten die Beschwerdeführer, 
für die Stiftung sei ein kommissarischer Verwalter einzusetzen.

Auf  Aufforderung  der  Vorinstanz  hin  unterbreitete  die  Stiftung  am 
20. Januar 2006 ein Konzept zum Nachweis eines einwandfreien Be-
triebes auf dem Gelände M._______. Sie beantragte des Weitern die 
Abweisung sämtlicher ergänzender Anträge der Beschwerdeführer.

A.c Am  22.  März  2006  fällte  die  Vorinstanz  einen  "Beschwerdeent-
scheid".  Inhaltlich  wies  sie  sämtliche  Anträge  der  Beschwerdeführer 
ab, soweit sie darauf eintrat. Einzig dem Begehren betreffend Einset-
zung eines kommissarischen Verwalters (bzw. Sachwalters) wurde ent-
sprochen. Die superprovisorische Verfügung vom 8. September 2005 
wurde vollumfänglich aufgehoben. Als Sachwalter der Stiftung wurde 
W._______,  Zürich,  eingesetzt.  Der  "Beschwerdeentscheid"  enthielt 

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weder eine Begründung, welche laut Begleittext nachgeliefert werden 
sollte, noch eine Rechtsmittelbelehrung.

A.d Am 30. Mai 2006 reichten die Beschwerdeführer neuerlich Anträ-
ge ein. Sie verlangten im Wesentlichen, die in der Zwischenzeit vorge-
nommene  Erweiterungswahl  des  Stiftungsrates  von  fünf  auf  sieben 
Personen vom 22. April  2006 sei für nichtig, eventuell  für ungültig zu 
erklären.  Auch  sei  eine  externe  Expertise  zwecks  Überprüfung  der 
Stiftungsfinanzen anzuordnen. Zudem seien gegenüber dem Stiftungs-
rat verschiedene superprovisorische Verbote betreffend Wahl oder Ab-
wahl  von Stiftungsräten sowie  betreffend Geländeverweis  oder  -aus-
schluss von Nutzern des Geländes M._______ auszusprechen.

Mit Schreiben vom 2. Juni 2006 eröffnete die Vorinstanz den Schriften-
wechsel  wieder. Die von den Beschwerdeführern beantragten super-
provisorischen Verbote gegenüber der Stiftung wurden abgewiesen.

Am 29. Juni 2006 nahm der Sachwalter zu den materiellen Anträgen 
der Beschwerdeführer Stellung.

Vom 30. Juni 2006 datiert eine Vernehmlassung der Stiftung, worin die 
Abweisung aller Anträge der Beschwerdeführer anbegehrt wurde.

Am 17. August 2006 erstattete die Q._______, zuhanden der Vorins-
tanz ein Kurzgutachten hinsichtlich der Stiftungsfinanzen. Anhand von 
Bauabrechnung, Jahresrechnung und Revisionsbericht pro 2004 wur-
de eine generelle Überprüfung der Stiftungsfinanzen über die vergan-
genen fünf Jahre hinweg für nicht notwendig erachtet.

Mit  Schreiben vom 24. September  2006 teilte  die  Beschwerdeführe-
rin 2 ihren Rücktritt aus dem Stiftungsrat mit.

Mit Eingabe vom 18. Oktober 2006 beantragten die Beschwerdeführer, 
es sei der in der Zwischenzeit ergangene Beschluss des Stiftungsrates 
vom  25. August  2006  betreffend  Annahme  eines  neuen  Wahlregle-
ments  für  Stiftungs-  und  Ersatzstiftungsrat  (von  der  Vorinstanz  am 
18. September 2006 genehmigt) für nichtig, eventualiter für ungültig zu 
erklären. Zudem sei dem Stiftungsrat superprovisorisch zu verbieten, 
Wahlen von Stiftungs- und Ersatzstiftungsräten gestützt auf besagtes 
Reglement vorzunehmen.

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Dieses Gesuch der Beschwerdeführer um Erlass superprovisorischer 
Verbote wies die Vorinstanz mit Verfügung vom 20. Oktober 2006 ab.

Mit  Eingabe  vom  21.  Dezember  2006  beantragte  die  Stiftung, 
X._______  sei  aus  dem  Stiftungsrat  auszuschliessen,  eventualiter 
förmlich zu ermahnen, insbesondere seinen Pflichten als Stiftungsrat 
nachzukommen.

Am 15. Januar 2007 reichte der Sachwalter seinen Abschlussbericht 
per  31. Dezember  2006 ein. Demnach verfüge die Stiftung über  die 
vorgeschriebenen Organe, der Stiftungsrat sei  beschluss- und hand-
lungsfähig.  Grundsätzliche  strukturelle  Änderungen  drängten  sich 
nicht auf. Die Finanzlage sei zu verbessern. Es stünden umfangreiche 
strategische und operationelle Herausforderungen bevor, insbesonde-
re sei auf ein umfassendes Konfliktmanagement im Dialog mit der he-
terogenen Nutzerschaft grossen Wert zu legen.

Am 5. und 15. Februar 2007 reichten die Beschwerdeführer zwei An-
träge betreffend Abhaltung einer Vergleichsverhandlung aufgrund der 
im abschliessenden Sachwalterbericht vom 15. Januar 2007 enthalte-
nen Empfehlungen ein.

Am 19. Februar 2007 reichten sowohl die Beschwerdeführer wie auch 
die Stiftung ihre abschliessenden Stellungnahmen zur Sache ein. An 
den bisherigen Anträgen wurde festgehalten.

Am 27. März 2007 schloss die Vorinstanz den Schriftenwechsel.

A.e Am  4.  Mai  2007  fällte  sie  den  nachfolgenden  Beschwerdeent-
scheid:

1. Es wird festgestellt,  dass der gegenwärtige Stiftungsrat gesetzes- und 
statutenkonform  zusammengesetzt  und  demzufolge  uneingeschränkt 
beschluss-  und  handlungsfähig  ist.  Die  Beschlüsse  des  Stiftungsrates 
bezüglich  die  Zuwahl  des  Stiftungsrates,  insbesondere  betreffend 
C._______ (inzwischen verstorben) bzw. D._______ und E._______, so-
wie das Arbeitsverhältnis des Geländewarts V._______, sind demzufolge 
gültig zustande gekommen.

2. Den  aufsichtsrechtlichen  Anzeigen  der  Stiftungsräte  X._______  und 
Y._______ wird im Sinne der Erwägungen nicht stattgegeben, soweit da-
rauf eingetreten wird.

3. X._______ wird mit sofortiger Wirkung als Stiftungsrat abberufen.

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4. Vom Schlussbericht des Sachwalters vom 15. Januar 2007 per 31. De-
zember 2006 wird Kenntnis genommen und gleichzeitig wird dieser aus 
seiner Pflicht entlassen.

5. Der Stiftungsrat wird angewiesen, den Empfehlungen des Sachwalters 
unter Mitwirkung eines externen Coachs Rechnung zu tragen und die 
Konfliktherde weiter professionell aufzuarbeiten.

6. (Verfahrenskosten).

7. (Parteikosten).

8. (Zustellung an Parteivertreter).

9. (weitere Zustellungen).

B.
Mit Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht vom 6. Juni 2007 ge-
gen den vorgenannten Entscheid stellen die Beschwerdeführer folgen-
de Rechtsbegehren:

1. Es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei festzustel-
len, dass der Stiftungsrat der Stiftung nicht gesetzes- und statutenkon-
form zusammengesetzt und demzufolge nicht beschlussfähig ist.

1.1 Es sei insbesondere festzustellen, dass X._______ nach wie vor 
Mitglied des Stiftungsrates ist und dass die anlässlich der letzten 
Stiftungsratssitzung  vom 18.5.2007  gefassten  Beschlüsse  dem-
nach ungültig sind; eventuell  sei die aufschiebende Wirkung der 
Beschwerde mit Bezug auf Ziffer 3 des Dispositivs des angefoch-
tenen Entscheids wiederherzustellen.

1.2 Es  sei  insbesondere  die  Wiedereinsetzung  von  X._______  als 
Stiftungsrat anzuordnen.

1.3 Es  sei  insbesondere  A._______  als  Stiftungsratspräsident  und 
Stiftungsrat  abzuberufen  und  seine  Position  neu  zu  besetzen, 
eventualiter sei er als Stiftungsratspräsident abzuberufen.

1.4 Es  sei  insbesondere  der  Beschluss  des  Stiftungsrates  vom 
22.7.2006 aufzuheben, wonach der Geländeverwalter bei der Ver-
gabe von Wohnwagenplätzen Personen nicht zu berücksichtigen 
habe, soweit Hinweise bestehen, dass diese Personen aktiv ge-
gen  den  Stiftungsrat  und  gegen die  Geländeverwaltung  versto-
ssen.

1.5 Es sei  der  Beschluss  des  Stiftungsrates  vom 25.8.2006 betref-
fend Genehmigung des Wahlreglements für den Stiftungsrat und 
den Ersatzstiftungsrat für ungültig zu erklären.

2. Es sei der Stiftung mit sofortiger Wirkung ein kommissarischer Verwal-
ter mit juristischer Grundausbildung zur Seite zu stellen.

3. Die Anträge gemäss Ziffer 1 und 2 hievor seien im Rahmen vorsorgli-
cher,  eventuell  superprovisorischer  Massnahmen  zu  treffen,  um be-
drohte Interessen sicherzustellen und das einwandfreie Funktionieren 
der Stiftung weiterhin zu gewährleisten.

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4. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sa-
che zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

 - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Die  Beschwerdeführer  bringen  vor,  die  Stiftung  habe  seit  der  (...) 
Gründung  einwandfrei  funktioniert.  Ihre  Organisation  gemäss  Stif-
tungsurkunde habe sich bewährt. Das Gelände sei entsprechend dem 
Stiftungszweck genutzt worden. Es werde jährlich von vielen Personen 
frequentiert,  zutrittsberechtigt  seien  vor  allem  Mitglieder  der 
P._______. Ab August 2005 sei es zu Schwierigkeiten gekommen, die 
nach der Wahl von A._______ zum neuen Stiftungsratspräsidenten es-
kalierten.  Im  Zentrum  seien  Vorwürfe  an  den  Geländeverwalter 
V._______ gestanden, der sich Anfeindungen (...) ausgesetzt gesehen 
habe. Der Geländeverwalter habe am 30. Juli 2005 sein Arbeitsverhält-
nis  mit  der  Stiftung per  Ende Januar  2006 gekündigt.  Der  damalige 
fünfköpfige  Stiftungsrat  habe  versucht,  die  Vorwürfe  abzuklären. Am 
13. August 2005 sei ein Stiftungsrat zurückgetreten. Nachgerückt aus 
dem Ersatzstiftungsrat sei nicht das amtsälteste Mitglied, C._______, 
der verzichtet habe, sondern am 14. August 2005 das zweitälteste Mit-
glied des Ersatzstiftungsrates, der Beschwerdeführer 1. Am 16. August 
2005 sei  der damalige Stiftungsratspräsident  zurückgetreten. Am 17. 
August  2005  sei  der  wiederum  angefragte  C._______  nachgerückt. 
Daraufhin  sei  der  damalige  Stiftungsrat  A._______  am  20. August 
2005 als Präsident gewählt worden. Kaum gewählt, habe er am 20. Au-
gust 2005 eigenmächtig einen neuen Arbeitsvertrag mit V._______ als 
Geländeverwalter abgeschlossen. Ein Stiftungsratsbeschluss fehle hie-
zu,  der  Präsident  sei  einzig  zu  Verhandlungen  ermächtigt  gewesen. 
Erst am 10. September 2005 habe A._______ die übrigen Stiftungsrä-
te über diesen eigenmächtig veranlassten Schritt informiert, nachdem 
die  Vorinstanz  mit  superprovisorischer  Verfügung  vom 8. September 
2005  dem Stiftungsrat  den  Abschluss  eines  neuen  Arbeitsvertrages 
mit  V._______  untersagt  hatte.  Dies  zeige  auf,  dass  A._______  die 
heiklen Vorwürfe gegen den Geländeverwalter in einem gerade auf ei-
nem  Naturistengelände  äusserst  sensiblen  Bereich  offenbar  weder 
ernst genommen noch abgeklärt habe.

Seither stünden immer wieder Beschlüsse des Stiftungsratspräsiden-
ten oder des Geländeverwalters, die auf einer ähnlich eigenmächtigen 
und willkürlichen Interpretation des Stifterwillens beruhten, im Zentrum 
von Auseinandersetzungen. Der Zweck der Stiftung werde so allmäh-
lich ausgehöhlt. Im Zuge der Auseinandersetzungen habe sich der Wi-

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derstand der langjährigen umfassenden Lebensreformer in zwei Verei-
nen N._______ und O._______ formiert. Die darin organisierten Nut-
zergruppen würden nun aber vom Stiftungsrat aktiv ausgegrenzt und 
diskriminiert. Es werde kein Dialog gesucht. So habe im erstinstanzli-
chen Verfahren der Stiftungsrat eine Mediation ausgeschlagen.

Die Beschwerdeführer hätten nach Einreichung der Beschwerde vom 
8. September  2005 im vorinstanzlichen Verfahren Anträge betreffend 
Offenlegung  der  finanziellen  Verhältnisse  der  Stiftung gestellt.  Auch 
habe die Vorinstanz von der  Stiftung ein Konzept zur Regelung drin-
gender Fragen bezüglich des Nachweises eines einwandfreien Betrie-
bes des Geländes M._______ verlangt. Als Reaktion u.a. darauf habe 
der Präsident des Stiftungsrates auf die Beschwerdeführer Druck auf-
zubauen versucht. Ton und Klima  seitens  des  Präsidenten etwa an-
lässlich  der  Stiftungsratssitzung  vom  11.  März  2006  verbunden  mit 
Rücktrittsaufforderungen seien einer Stiftung umfassender Lebensre-
former unwürdig. Dem Beschwerdeführer 1 sei ausserdem wiederholt 
Einsicht in Unterlagen des Stiftungsrates (etwa Akten der Baukommis-
sion, die Liste der Wohnwagenvergabe oder den neuen Arbeitsvertrag 
mit dem Geländeverwalter) verweigert worden.

Auch die Einsetzung des Sachwalters W._______ habe keine eigentli-
chen Besserungen gezeitigt. Dieser sei an sich zur Mitwirkung im Stif-
tungsrat  berufen  worden,  habe  aber  ein  eigentümliches  Verständnis 
seines Mandates gehabt: So habe er der umstrittenen Wahl der Herren 
D._______ und E._______ in den Stiftungsrat vom 22. April 2006 zu-
gestimmt,  was über  den  Auftrag  hinausgehe,  und damit  eine  Verlet-
zung der Stiftungsurkunde in Kauf genommen. Am 22. Juli 2006 habe 
der Stiftungsrat  schliesslich auf  Antrag des Präsidenten einen Mehr-
heitsbeschluss gefällt, mit welchem Mitglieder der Vereine N._______ 
und O._______,  weiterer  Vereinigungen  sowie  aus  deren  jeweiligem 
Umfeld bei der Vergabe von Wohnwagenplätzen nicht mehr zu berück-
sichtigen seien, soweit Hinweise darauf bestehen, dass diese Perso-
nen aktiv gegen den Stiftungsrat oder die Geländeverwaltung agitieren 
und gegen Reglemente verstossen würden. Am 25. August 2006 sei 
vom Stiftungsrat wiederum mit Mehrheitsbeschluss ein Wahlreglement 
verabschiedet  worden,  das im Widerspruch zu den Art. 6  und 7 der 
Stiftungsurkunde stehe. Insbesondere die beiden letztgenannten Be-
schlüsse würden daher auch im vorliegenden Verfahren angefochten. 

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C.
Mit  Verfügung  vom 13. Juni  2007  weist  die  Instruktionsrichterin  des 
Bundesverwaltungsgerichts den Eventualantrag der Beschwerdeführer 
um superprovisorische Anordnung der verlangten vorsorglichen Mass-
nahmen ab.

D.
Zum Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wie auch zur Sa-
che selbst lässt sich die Vorinstanz am 20. Juni 2007 vernehmen. Sie 
beantragt die Abweisung sämtlicher Begehren der Beschwerdeführer. 
Ferner beantragt sie ihrerseits, der Beschwerde sei die aufschiebende 
Wirkung insoweit zu entziehen, als damit der Beschwerdeführer 1 zu-
folge der von Gesetzes wegen vorgesehenen aufschiebenden Wirkung 
einer Beschwerdeeinreichung weiterhin im Stiftungsrat verbleibe.

Die Stiftung beantragt am 27. Juni 2007 die Abweisung der Begehren 
der Beschwerdeführer um Erlass vorsorglicher Massnahmen.

Mit Zwischenverfügung vom 5. Juli 2007 stellt die Instruktionsrichterin 
fest,  dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-
kung zukomme, weshalb weder die Abwahl des Beschwerdeführers 1 
noch die übrigen, von den Beschwerdeführern vor der Vorinstanz an-
gefochtenen Beschlüsse des Stiftungsrats rechtskräftig seien. Soweit 
weitergehend, wird das Gesuch der Beschwerdeführer um Erlass vor-
sorglicher Massnahmen abgewiesen.

E.
Mit  Vernehmlassung vom 16. August 2007 beantragt die Stiftung die 
Abweisung  der  Beschwerde,  soweit  darauf  einzutreten  sei.  Zur  Be-
gründung führt sie aus, das Gelände sei erst seit dem Tod der Stifterin 
S._______  im Besitz  der  Stiftung. Auch der  erste  Geländeverwalter, 
der von 1994 bis 2000 geamtet habe, habe bereits Probleme mit den 
Geländebenutzern gehabt und seine Arbeitsstelle schliesslich aus ge-
sundheitlichen Gründen aufgegeben. Es sei unrichtig, dass die gegen-
über V._______ erhobenen Vorwürfe seitens des Stiftungsrates nicht 
abgeklärt worden seien. Einem Arbeitgeber stünden diesbezüglich nur 
beschränkte  Mittel  zur  Verfügung.  (...).  Unter  diesen  Umständen  sei 
vertretbar, dass der Stiftungsrat die Vorwürfe als Gerüchte betrachte. 
Unzutreffend sei ferner, dass der Geländeverwalter  willkürlich Perso-
nen vom Gelände verweise: Seit seinem Stellenantritt  im Jahre 2000 
seien  lediglich  drei  begründete  Wegweisungen  zu  verzeichnen.  Die 

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Stiftung habe durchaus den Dialog mit den verschiedenen Nutzergrup-
pierungen gesucht. Die anderslautende Behauptung der Beschwerde-
führer treffe nicht zu. Auf die Durchführung einer Mediation im vorins-
tanzlichen  Verfahren  sei  aufgrund  der  nicht  annehmbaren  Vorbedin-
gungen der Beschwerdeführer verzichtet  worden. Schliesslich sei  le-
diglich  korrekt,  dass  dem Beschwerdeführer  1  keine Akten des  Stif-
tungsrates ausgehändigt worden seien; Einsicht in diese habe er aber 
erhalten.

Unaufgefordert  reichen die Beschwerdeführer am 6. September 2007 
eine Replik  ein. An den Beschwerdeanträgen werde festgehalten,  in 
Ergänzung von Ziffer 1 derselben werde beantragt, es sei insbesonde-
re auch die Statutenwidrigkeit  der am 20. August 2005 erfolgten Zu-
wahl des (inzwischen verstorbenen) C._______ und die am 22. April 
2006 erfolgte Wahl von D._______ und E._______ in den Stiftungsrat 
festzustellen.  Zudem  wird  das  Bundesverwaltungsgericht  um  Durch-
führung einer Instruktionsverhandlung ersucht. Zur Begründung führen 
die Beschwerdeführer aus, der frühere Geländeverwalter habe im Jah-
re 2000 nur wegen Problemen mit dem damaligen Stiftungsrat, speziell 
mit A._______, demissioniert. Die Zahl der in den Vereinen N._______ 
und O._______ organisierten Nutzer der Stiftung betrage mittlerweile 
gegen 1'000 und steige weiter an. Am Besten wäre es, wenn die Ereig-
nisse  soweit  normalisiert  werden  könnten,  dass  diese  Vereine  nicht 
mehr benötigt würden. Korrekt sei, dass es bis Ende 2006 nur 3 offizi-
elle Wegweisungen vom Gelände gegeben habe. Allerdings sei es zu 
zahlreichen Ausschlussdrohungen seitens des Geländeverwalters ge-
kommen.  Etliche  Benutzer  hätten  sich  aufgrund  der  unerfreulichen 
Entwicklung  auf  dem Gelände  bereits  von  der  Stiftung  abgewendet. 
Dieser Besucherschwund dürfte die finanziellen Probleme der Stiftung 
akzentuiert  haben. Ein eigentlicher Dialog mit  den Nutzern finde sei-
tens  des  Stiftungsrates  nicht  statt. Es werde bloss  einseitig  per  An-
schlagbrett  informiert.  Schliesslich  sei  den  Beschwerdeführern  bis 
heute nicht volle Einsicht in die Akten des Stiftungsrates gewährt wor-
den.

Ebenfalls  unaufgefordert  beantragt  die  Stiftung mit  Eingabe  vom 
13. September  2007,  die  Replik  der  Beschwerdeführer  vom  6. Sep-
tember 2007 sei aus dem Recht zu weisen, eventualiter  sei  ihr  Frist 
zur Ansetzung einer Duplik anzusetzen.

Mit  Zwischenverfügung vom 28. September 2007 weist  das Bundes-

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verwaltungsgericht diese Anträge der Stiftung ab.

Am 12. November 2007 reicht die  Stiftung unaufgefordert eine Duplik 
ein. Sie hält an den bisherigen Anträgen fest und ersucht insbesonde-
re um Abweisung des seitens der Beschwerdeführer mit  Replik  vom 
6. September  2007  gestellten  Ergänzungsantrags.  Zur  Begründung 
führt sie aus, die Darstellung des Stiftungsratspräsidenten als unzim-
perlich  und  unkorrekt  werde  mit  Nachdruck  bestritten.  Mit  Bedacht 
würden die Beschwerdeführer Hinweise auf eigenes Fehlverhalten un-
terlassen. Namentlich  die  von ihnen gerügten  Umstände  im Zusam-
menhang mit  Einsicht  in  Akten des Stiftungsrates seien von diesem 
nicht  aus  undemokratischer  Gesinnung,  sondern  im  Bestreben  be-
schlossen  worden zu  verhindern,  dass  diese vorab auf  der  Website 
des  Vereins  N._______  publiziert  würden,  bevor  der  Stiftungsrat  die 
Gesamtheit  der  Destinatäre  überhaupt  informieren  könne.  Der  Be-
schwerdeführer  1  habe  zugestanden,  vertrauliche  Informationen aus 
Sitzungen  des  Stiftungsrates  weitergegeben  zu  haben. Unrichtig  sei 
schliesslich auch die Behauptung der Beschwerdeführer, die Stiftung 
befinde sich in einer finanziellen Schieflage. Die finanzielle Lage sei in 
keiner  Weise  besorgniserregend.  Die  durch  die  Vereine  N._______ 
und O._______ vertretenen Destinatäre der Stiftung seien trotz allem 
immer  noch  eine  Minderheit  der  Geländegäste. Sie  wolle  allerdings 
lautstark den Eindruck erwecken, die amtierenden Stiftungsräte seien 
eine verbohrte, unaufgeschlossene und auf eigenen Machterhalt  sin-
nende Minderheit. Die überwiegende Mehrheit der Besucher des Ge-
ländes und damit auch der Destinatäre sei jedoch mit der personellen 
Zusammensetzung  des Stiftungsrates  und  mit  dessen Strategie  ein-
verstanden.

Vom 20. November 2007 datiert  eine weitere Eingabe der Beschwer-
deführer. Die darin im Hinblick auf die auf den 27. November 2007 an-
gesetzte Instruktionsverhandlung gestellten Verfahrensanträge werden 
mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 21. November 2007 teilwei-
se gutgeheissen.

F.
Am 27. November 2007 führen die Instruktionsrichterin  und Bundes-
verwaltungsrichter Heitz in Anwesenheit der Parteien, eines Vertreters 
der Vorinstanz sowie des früheren Sachwalters  eine nicht-öffentliche 
Instruktionsverhandlung durch. In deren Verlauf geben die Parteien ei-
nen Vergleich zu Protokoll,  der innert  Widerrufsfrist  bis 5. Dezember 

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2007 von den Beschwerdeführern mit Vorbehalten genehmigt, von der 
Stiftung vollständig widerrufen wird.

Mit Verfügung vom 7. Dezember 2007 stellt das Bundesverwaltungsge-
richt das Scheitern der Vergleichsbemühungen fest und schliesst den 
Schriftenwechsel.

Mit Schreiben vom 28. Januar 2008 lehnt die Stiftung eine Wiederauf-
nahme von Vergleichsgesprächen  ab. Die  Beschwerdeführer  bestäti-
gen  gleichentags  ihre  Verhandlungsbereitschaft  und  beantragen  er-
neut den Erlass vorsorglicher Massnahmen.

Mit Zwischenverfügung vom 30. Januar 2008 tritt die Instruktionsrichte-
rin auf diesen Antrag der Beschwerdeführer nicht ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG;  SR 
172.021), soweit sich diese auf öffentliches Recht des Bundes stützen.

Die staatliche Aufsicht über die Stiftungen hat ihre rechtliche Grundla-
ge im Privatrecht (vgl. Art. 84 ff. ZGB). Gleichwohl sind die Bestimmun-
gen des ZGB, welche die Aufsichtsbehörden über Stiftungen zum Ein-
greifen  ermächtigen,  nach der  Rechtsprechung materiell  öffentliches 
Recht des Bundes. Das Verhältnis zwischen Stiftung und Aufsichtsbe-
hörde ist  damit  nicht  privat-,  sondern  öffentlichrechtlicher Natur  (vgl. 
BGE 107 II 385 E. 2, BGE 100 Ib 137 E. 2b; je mit Hinweisen).

1.2 Beschwerden an das Bundesverwaltungsgericht sind u.a. zulässig 
gegen  Verfügungen  der  Departemente  und  der  ihnen  unterstellten 
oder  administrativ  zugeordneten Dienststellen  der  Bundesverwaltung 
(vgl.  Art.  33  Bst.  d  VGG),  somit  auch  gegen  Beschwerdeentscheide 
(vgl. Art. 5 Abs. 2 VwVG) des Eidgenössischen Departements des In-
neren (EDI), dessen Generalsekretariat als Eidgenössische Stiftungs-
aufsicht die Aufsicht über die dem Bund unterstehenden gemeinnützi-

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gen Stiftungen ausübt (vgl. Art. 3 Abs. 2 Bst. a der Organisationsver-
ordnung für das EDI vom 28. Juni 2000 [OV-EDI], SR 172.212.1). Eine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.3 Die Beschwerdeführer haben vor der Vorinstanz am Verfahren teil-
genommen und sind Adressaten des angefochtenen Entscheides, sie 
sind durch diesen besonders berührt und haben daher ein schutzwür-
diges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art. 48 
Abs. 1 Bst. a - c VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).

Dem Einwand der  Stiftung,  der Beschwerdeführerin  2 mangle es an 
der Beschwerdelegitimation, da sie während des erstinstanzlichen Ver-
fahrens  aus  dem  Stiftungsrat  zurückgetreten  ist,  kann  nicht  gefolgt 
werden. Für die Beschwerdelegitimation erforderlich ist, dass die Be-
schwerdeführerin 2 - ob amtierende Stiftungsrätin oder nicht - ein nä-
her umschriebenes, persönliches Interesse an den mit der Beschwer-
de  angestrebten  Massnahmen  vorweisen  kann.  Dafür  reicht  es  ge-
mäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  aus,  dass  sie  als  in  der 
Vergangenheit jedenfalls tatsächliche und in der Zukunft zumindestens 
noch potentielle  Destinatärin  in  die  Lage  kommen kann,  Leistungen 
oder einen anderen Vorteil von der Stiftung zu erlangen. Dies genügt 
für die Annahme des besonderen Nahestehens bzw. der besonderen 
Beziehung zu der von der Beschwerdeführerin 2 mit den geforderten 
Massnahmen verlangten pflichtgemässen Erfüllung des Stiftungszwe-
ckes durch die  Stiftung. Hierfür reicht bereits die Anhaltung der Stif-
tung bzw. der Stiftungsorgane zur richtigen Behandlung privatrechtli-
cher Ansprüche von Destinatären, unterliegt doch auch dies wie jedes 
andere  Tun  und  Lassen  der  Stiftungsorgane  in  dieser  Hinsicht  der 
Kontrolle  durch  die  Aufsichtsbehörden  (vgl.  zur  Legitimationsfrage: 
BGE 112 Ia 180 E. 3d/bb, BGE 110 II 436 E. 2 mit weiteren Hinweisen 
und insbesondere BGE 107 II 385 E. 4 sowie HANS MICHAEL RIEMER, Ber-
ner Kommentar zum ZGB, N. 119 ff. und 141 zu Art. 84). 

Beide Beschwerdeführer sind daher zur Beschwerdeführung vor Bun-
desverwaltungsgericht legitimiert.

1.4 Die  Beschwerdeführer  beantragen  einmal,  es  sei  festzustellen, 
dass der Stiftungsrat nicht gesetzes- und statutenkonform zusammen-
gesetzt  und demzufolge  nicht  beschlussfähig  sei.  Sie  rügen  diesbe-
züglich die Statutenwidrigkeit der am 20. August 2005 erfolgten Wahl 
von  C._______  und  der  am  22. April  2006  erfolgten  Wahl  von 

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D._______ und E._______ in den Stiftungsrat. Es werde aber nicht die 
Abberufung dieser Stiftungsräte verlangt, den Beschwerdeführern gehe 
es einzig um das rechtmässige Funktionieren der Stiftung.

Die Beschwerdeführer verlangen zwar ausdrücklich nicht, dass die Stif-
tungsräte  D._______ und E._______  aus dem Stiftungsrat  abberufen 
würden, und der ehemalige Stiftungsrat C._______ ist mittlerweile ver-
storben. Die Frage der korrekten Zusammensetzung des Stiftungsrats 
kann jedoch eine notwendige Vorfrage für die Überprüfung der Gültig-
keit von Beschlüssen des Stiftungsrats darstellen. Da die Vorinstanz im 
Dispositiv des angefochtenen Entscheides eine ausdrückliche Feststel-
lung bezüglich der korrekten Zusammensetzung des Stiftungsrats ge-
troffen  hat,  sind  die  Beschwerdeführer  durch  diese  Feststellung  be-
schwert im Hinblick auf die von ihnen beabsichtigte Anfechtung von Be-
schlüssen des Stiftungsrats (vgl. E. 1.5 f. hienach).

Auf das gegen die Feststellung der Vorinstanz in Dispositiv Ziffer 1 des 
angefochtenen  Entscheides  gerichtete  Beschwerdebegehren  der  Be-
schwerdeführer ist daher einzutreten.

1.5 Die Stiftung beantragt, auf die Beschwerde sei insofern nicht ein-
zutreten, als dass damit die Stiftungsratsbeschlüsse vom 22. Juli 2006 
und vom 18. Mai 2007 angefochten werden. Die Frage der Gültigkeit 
dieser Beschlüsse sei nicht Gegenstand des angefochtenen Entschei-
des.

Der  Streitgegenstand  in  einem  Beschwerdeverfahren  umfasst  das 
durch die Verfügung geregelte Rechtsverhältnis,  soweit  dieses ange-
fochten  wird. Er  wird  durch  zwei  Elemente  bestimmt:  erstens  durch 
den  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  (Anfechtungsgegen-
stand)  und zweitens  durch die Parteibegehren (vgl. dazu  FRITZ GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 42 ff. und 127 ff.; BGE 
118 V 311 E. 3b, 117 V 294 E. 2a, jeweils mit Hinweisen). Gegenstand 
des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegenstand des vorin-
stanzlichen  Verfahrens  war  oder  nach  richtiger  Gesetzesauslegung 
hätte sein sollen. Gegenstände, über welche die Vorinstanz nicht ent-
schieden hat und über welche sie nicht entscheiden musste, darf die 
Rechtsmittelinstanz  nicht  beurteilen,  da  sie  sonst  in  die  funktionelle 
Zuständigkeit  der  vorgelagerten  Entscheidbehörde  eingreifen  würde 
(vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 403 f).

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Die Frage, ob die Beschlüsse des Stiftungsrats vom 22. Juli 2006 und 
vom 18. Mai  2007  rechtsgültig  zustande  kamen  oder  nicht,  war  tat-
sächlich nicht Gegenstand der im vorinstanzlichen Beschwerdeverfah-
ren gestellten Rechtsbegehren der Beschwerdeführer. Darüber musste 
die Vorinstanz daher nicht  entscheiden. Sind diese Fragen nicht  Teil 
des Anfechtungsgegenstands, so können sie auch nicht zum Streitge-
genstand des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsge-
richt  gehören. In  Bezug auf  diese Rechtsbegehren ist  daher auf  die 
Beschwerde nicht einzutreten; jedoch ist die Sache diesbezüglich zu-
ständigkeitshalber an die Vorinstanz zu überweisen (vgl. E. 8 hinten).

1.6 Die Beschwerdeführer beantragen ferner,  der Beschluss des Stif-
tungsrats bezüglich Genehmigung des Wahlreglements vom 26. August 
2006 sei als ungültig zu erklären. Aus den Akten ergibt sich, dass die 
Vorinstanz  dieses  Wahlreglement  mit  Verfügung  vom  18.  September 
2006 genehmigt hat. Das Rechtsbegehren der Beschwerdeführer vom 
18. Oktober 2006 richtete sich zwar formal gegen den Beschluss des 
Stiftungsrats bezüglich Genehmigung des Wahlreglements, damit aber 
sinngemäss auch gegen den Genehmigungsentscheid der Stiftungsauf-
sicht. Ob die Vorinstanz diese Eingabe bereits damals als Beschwerde 
an das Bundesverwaltungsgericht hätte weiterleiten müssen, wenn sie 
dieselbe nicht selbst als Wiedererwägungsgesuch an die Hand nehmen 
wollte, kann hier offen gelassen werden. Jedenfalls steht einem Eintre-
ten auf das diesbezügliche Beschwerdebegehren nicht entgegen, dass 
die Vorinstanz bereits am 18. September 2006 über die Gültigkeit des 
Wahlreglements entschieden hat. 

1.7 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der 
Beschwerdeschrift  sind  gewahrt  (vgl.  Art. 50  Abs.  1  und  52  Abs. 1 
VwVG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (vgl. 
Art. 47 ff. VwVG).

1.8 Auf die Beschwerde vom 6. Juni 2007 ist demnach einzutreten, so-
weit  sie  sich  gegen  die  Feststellung  im  vorinstanzlichen  Entscheid 
richtet, der Stiftungsrat sei gesetzes- und statutenkonform zusammen-
gesetzt und demzufolge beschlussfähig, soweit sie sich gegen die Ge-
nehmigung  des  Wahlreglements  vom 25.  August  2006  für  den  Stif-
tungs-  und  den  Ersatzstiftungsrat,  gegen  die  Abberufung  des  Be-
schwerdeführers 1, gegen die Verweigerung der beantragten Abberu-

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fung von A._______ und gegen die Verweigerung der Einsetzung ei-
nes Sachwalters mit juristischen Fachkenntnissen richtet.

2.
Nach Art. 49 VwVG kann mit der Beschwerde ans Bundesverwaltungs-
gericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung 
oder Missbrauch des Ermessens (Bst. a), unrichtige oder unvollständi-
ge  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  (Bst. b)  sowie 
Unangemessenheit (Bst. c) gerügt werden. 

Insbesondere im streitigen Verwaltungsverfahren kann sich die Rechts-
mittelinstanz  damit  begnügen,  die  Stichhaltigkeit  der  Parteivorbringen 
zu prüfen (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 1625). Es  be-
steht keine Verpflichtung der Beschwerdeinstanz, über die tatsächlichen 
Vorbringen hinaus den Sachverhalt vollkommen neu zu erforschen. So-
weit  die  wesentlichen Tatbestandselemente  aus den Akten ersichtlich 
sind, müssen grundsätzlich keine weiteren Vorkehren zur Tatbestands-
feststellung getroffen werden. 

3.
Nach Art. 84 Abs. 2 ZGB hat die Aufsichtsbehörde, hier somit die Vor-
instanz, dafür zu sorgen, dass das Stiftungsvermögen seinen von den 
Stiftern grundsätzlich frei bestimmbaren Zwecken gemäss verwendet 
wird. Dies schliesst die Befugnis und Pflicht der Aufsichtsbehörde mit 
ein, dafür  zu sorgen, dass der Stiftungsrat die Stiftungsurkunde und 
allfällige  darauf  beruhende  Reglemente  beachtet  und  allfälliges  Er-
messen  nicht  überschreitet  oder  missbraucht.  Die  Aufsicht  erstreckt 
sich inhaltlich demnach nicht nur auf die Anlage und Verwendung des 
Stiftungsvermögens  im  engeren  Sinne,  sondern  -  wie  vorliegend  - 
auch auf die generellen Anordnungen der Stiftungsorgane wie den Er-
lass von Reglementen oder Statuten usw. und auf die Verwaltung im 
Allgemeinen.

Die  Aufsichtsbehörde  bzw.  die  deren  Entscheide  überprüfende  Be-
schwerdeinstanz können im Rahmen der Aufsichtsbefugnis insbeson-
dere die Korrektur bestimmter mit dem Stiftungszweck in Widerspruch 
stehender Handlungen der Stiftungsorgane erzwingen. Ebenfalls kann 
durch  verbindliche  Weisungen  vorbeugend  eingegriffen  werden.  Die 
Stiftungsaufsicht in diesem Sinne ist  allerdings keine Vormundschaft. 
Den Stiftungsorganen, hier demnach dem Stiftungsrat, ist deshalb eine 

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gewisse Handlungsfreiheit zu belassen. Die Aufsichtsbehörde bzw. Be-
schwerdeinstanz  darf  grundsätzlich  nicht  einfach  an  Stelle  des  Stif-
tungsrates handeln. In  reinen Ermessensfragen ist  Zurückhaltung zu 
üben. Eingriffe haben nur, aber immerhin, dann zu erfolgen, wenn die 
Stiftungsorgane bei der Ausführung des Stifterwillens das ihnen zuste-
hende Ermessen überschritten oder missbraucht haben, mit  anderen 
Worten, wenn ein Entscheid der Stiftungsorgane unhaltbar ist, weil er 
in  offensichtlichem Widerspruch  zur  Stiftungsurkunde  oder  zum Ge-
setz  steht,  gegen  die  guten  Sitten  oder  das  Rechtsgleichheitsgebot 
verstösst, auf sachfremden Kriterien beruht oder einschlägige Kriterien 
ausser Acht lässt. Greift die Aufsichtsbehörde dagegen ohne gesetzli-
che Grundlage in  den Autonomiebereich der Stiftungsorgane ein,  so 
verletzt  sie  Bundesrecht  (vgl. BGE 108 II  497 E. 5  mit  Hinweis  und 
BGE 106 II 265 E. 3c). Aufsichtsrechtliche Interventionen haben somit 
nur dann zu erfolgen, wenn die rechtmässige Zweckerfüllung der Stif-
tung gefährdet ist. Die Überprüfung der gesamten Stiftungsverwaltung 
auf Ehrlichkeit und Redlichkeit überschreitet dagegen die Möglichkei-
ten und Befugnisse der Stiftungsaufsicht. Der Umfang der Aufsichtsbe-
fugnisse im Detail  richtet  sich im Übrigen nach den Umständen des 
konkreten Einzelfalls (vgl. zum Ganzen BGE 111 II 97 E. 3 und BGE 
100  Ib  132  E. 3,  je  mit  weiteren  Hinweisen;  RIEMER,  a.a.O.,  N. 48 f., 
N. 88 ff.,  N. 116-118 und N. 123 ff. und  HAROLD GRÜNINGER,  in: Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N. 9 f. und N. 12 ff., 
je zu Art. 84 ZGB).

Die beschriebene Aufsicht ist  umfassend und schliesst insbesondere 
auch  Organisationsprobleme  mit  ein.  Sie  ermächtigt  die  zuständige 
Behörde bzw. Beschwerdeinstanz insbesondere dazu, Stiftungsorgane 
abzuberufen bzw. abzusetzen und an deren Stelle andere zu ernen-
nen, sofern das Verhalten eines Stiftungsorganes solcherart ist, dass 
dasselbe im Hinblick auf eine gesetzes- und statutengemässe Tätigkeit 
der  Stiftung  nicht  mehr  tragbar  ist,  die  Zweckverwendung  des  Stif-
tungsvermögens beeinträchtigt oder gefährdet ist und andere, weniger 
einschneidende präventive (wie  die  Pflicht  zur  Berichterstattung und 
Rechnungsablage gegenüber der Aufsichtsbehörde oder das Einhalten 
von  Anlagevorschriften)  oder  repressive  Massnahmen (wie  Mahnun-
gen, Verwarnungen, Weisungen, Auflagen, Bussen, die Suspendierung 
von Stiftungsräten oder die Durchführung von Ersatzvornahmen) kei-
nen Erfolg versprechen (vgl. zum Ganzen: BGE 96 I 406, BGE 73 II 
E. 4 i.f.; RIEMER, a.a.O., N. 55 ff., insbesondere N. 98 f. zu Art. 84 ZGB).

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Bei  aller  Zurückhaltung gegenüber der Autonomie der Stiftung muss 
die Aufsichtsbehörde Beschlüsse überprüfen können, welche die Zu-
sammensetzung der Stiftungsorgane und damit die Funktionsfähigkeit 
der Stiftung zum Gegenstand haben (vgl. BGE 112 II 471 E. 2 mit wei-
teren Hinweisen). Dabei ist der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu 
wahren (vgl.  BGE 105  II  321  E. 5a;  RIEMER,  a.a.O.,  N. 37  zu  Art. 84 
ZGB). Ob und, falls ja,  welche Aufsichtsmittel  zu ergreifen sind, liegt 
somit im pflichtgemässen Ermessen der Aufsichtsbehörde. Es dürfen 
aber z.B. geringe,  fahrlässig begangene Fehler  bei  der Buchführung 
nicht  zur einer Abberufung des betreffenden Organs führen,  da eine 
Mahnung  genügt.  Umgekehrt  ist  bei  schweren  kriminellen  Delikten 
eine  Abberufung  nötig  und  nicht  bloss  eine  Mahnung  (vgl.  RIEMER, 
a.a.O., N. 88 zu Art. 84 ZGB). Dass das Stiftungsorgan schuldhaft ge-
handelt  hat,  ist  nicht  Voraussetzung für  eine Abberufung,  sie  kommt 
auch  in  Frage  bei  unverschuldeter  völliger  Unfähigkeit  der  Organe, 
wenn  dadurch  der  Stiftungszweck  gefährdet  erscheint  (vgl.  RIEMER, 
a.a.O., Rz. 99 zu Art. 84 ZGB).

4.
Die Beschwerdeführer beantragen, es sei  festzustellen, dass der Stif-
tungsrat  nicht  statutenkonform  zusammen  gesetzt  sei,  insbesondere 
wegen der  Statutenwidrigkeit  der  am 20. August  2005 erfolgten Wahl 
von  C._______  sowie  der  am  22. April  2006  erfolgten  Wahl  von 
D._______ und E._______ in den Stiftungsrat.

4.1 Vorerst ist die Rüge betreffend C._______ zu behandeln.

4.1.1 Die Beschwerdeführer bringen vor, nachdem am 13. August 2005 
U._______  aus  dem  Stiftungsrat  zurückgetreten  sei,  sei  der  damals 
amtsälteste Ersatzstiftungsrat C._______ in Anwendung von Art. 6 der 
Stiftungsurkunde  angefragt  worden,  habe  aber  verzichtet.  Daraufhin 
habe der Beschwerdeführer 1 – als zweitältestes Mitglied des Ersatzstif-
tungsrates – sich eine Woche Bedenkzeit erbeten, allerdings am darauf-
folgenden Tag die Annahme des Amtes als Stiftungsrat erklärt. In der 
Folge sei auch der damalige Stiftungsratspräsident T._______ zurück-
getreten. Am 20. August 2005 sei der Stiftungsrat zu einer neuerlichen 
Sitzung zusammengetreten, als nachrückender Nachfolger des früheren 
Präsidenten  sei  C._______  erschienen,  der  zuvor  noch  angegeben 
habe, aus Krankheitsgründen nicht im Stiftungsrat mitwirken zu wollen. 
C._______ sei  anschliessend nicht  in den Ausstand getreten,  als der 
Stiftungsrat über seine umstrittene Stellung abgestimmt habe. Mit seiner 

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Stimme und jenen der Stiftungsräte A._______ und B._______ sei viel-
mehr entschieden worden, er sei nun gültig in den Stiftungsrat nachge-
rückt. Damit sei insgesamt in unzulässiger Weise auf die Zusammenset-
zung des Stiftungsrates eingewirkt worden.

4.1.2 Die  Stiftung entgegnet,  die  Vorwürfe  seien  unzutreffend. 
C._______  habe  nur  zugunsten  des  Beschwerdeführers  1  auf  sein 
Nachrückungsrecht, nicht aber auf seinen Sitz im Ersatzstiftungsrat ver-
zichtet. Die nunmehr geltend gemachte Verletzung von Ausstandsgrün-
den betreffend C._______ sei  verspätet,  darauf  sei  nicht  einzutreten. 
Sein damaliger Amtsantritt sei rechtens erfolgt.

4.1.3 Die Vorinstanz lässt sich dazu im Beschwerdeverfahren nicht ver-
nehmen. Im angefochtenen Entscheid führte sie aus, C._______ habe 
nach dem Rücktritt von U._______ vom 13. August 2005 vorerst auf ei-
nen Amtsantritt verzichtet. Der Beschwerdeführer 1 sei daraufhin – nach 
erbetener Bedenkzeit – per Erklärung vom 14. August 2005 in den Stif-
tungsrat  nachgerückt.  Nach  einer  erneuten  Vakanz  (Rücktritt  von 
T._______ am 16. August 2005) habe alsdann C._______ am 17. Au-
gust 2005 die Annahme des Amtes erklärt. Dies sei in Übereinstimmung 
mit Stiftungsurkunde und Gesetz erfolgt.

4.2 Umstritten ist somit vorliegend, ob C._______ mit seinem Verzicht 
vom 13. August 2005 auf jegliche künftige Tätigkeit im Stiftungsrat und 
damit sinngemäss auch auf seinen Sitz im Ersatzstiftungsrat oder ob er 
nur  auf  das  in  diesem  Zeitpunkt  zur  Diskussion  stehende  Nachrü-
ckungsrecht als Ersatz für U._______ verzichtet hat.

4.2.1 Nach Art. 6 der Stiftungsurkunde ernennt der Stiftungsrat sieben 
Ersatzpersonen (Ersatzstiftungsräte). Diese haben die gleichen Anfor-
derungen zu erfüllen wie die Stiftungsratsmitglieder (vgl. Art. 7). Die Er-
satzstiftungsräte treten der Reihe nach in den Stiftungsrat ein, falls ein 
bisheriges Mitglied stirbt oder austritt. Die Liste der Ersatzstiftungsräte 
kann jederzeit mit Mehrheit des Stiftungsrates abgeändert werden. Mit 
einer Mehrheit von fünf Stimmen können die sieben Ersatzpersonen ein 
Mitglied des Stiftungsrates abwählen, wenn ihnen dies im Interesse der 
Stiftung als gerechtfertigt erscheint (Art. 6).

4.2.2 Die Stiftungsurkunde enthält somit keine Vorschrift, wonach ein 
Verzicht  eines  Ersatzstiftungsrates  auf  das  Nachrücken ins  Amt  des 
Stiftungsrates automatisch mit dem Verlust seines Sitzes im Ersatzstif-
tungsrat  und  damit  auch  des  Anspruchs  auf  Nachrücken  bei  der 

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nächsten Gelegenheit verbunden wäre. Geregelt wird  in Art. 6 der Ur-
kunde einzig, dass die Ersatzstiftungsräte „der Reihe nach“ in den Stif-
tungsrat eintreten, falls ein bisheriges Mitglied aus dem Amt scheidet. 
Eine Verzichtserklärung mit Wirkung nur auf die gerade zur Diskussion 
stehende Vakanz erscheint daher nicht bereits aus rechtlichen Gründen 
als ausgeschlossen.

4.2.3 Wie sich aus dem Protokoll der Sitzung des erweiterten Stiftungs-
rats vom 20. August 2005 ergibt, war jedenfalls seit diesem Zeitpunkt 
umstritten,  worauf  C._______  verzichtet  hatte. Die  Verzichtserklärung 
erfolgte offenbar mündlich anlässlich der Sitzung vom 13. August 2005. 
Das Protokoll enthält diesbezüglich den Satz: "C._______ gibt bekannt, 
dass er nicht im Stiftungsrat mitwirken möchte" sowie die handschriftli-
che Ergänzung "aus Gründen der Vernunft (C._______ ist seit Jahren 
gesundheitlich stark angeschlagen (...) und deshalb kaum auf dem Ge-
lände gewesen)". C._______ sowie weitere Stiftungsratsmitglieder leg-
ten an der Sitzung vom 20. August 2005 dar, dass sie seine Verzichtser-
klärung so verstanden hätten, dass er nur in diesem konkreten Nachrü-
ckungsfall, nicht aber für alle Zukunft auf sein Nachrückungsrecht und 
auf seinen Sitz im Ersatzstiftungsrat verzichtet hatte. Diese Präzisierung 
erfolgte vor der Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 13. Au-
gust 2005.

4.2.4 Unter  diesen  Umständen  ist  nicht  rechtsgenüglich  belegt,  dass 
C._______ mit seiner Verzichtserklärung auf jegliche künftige Tätigkeit 
im Stiftungsrat und damit sinngemäss auch auf seinen Sitz im Ersatz-
stiftungsrat verzichtet hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 
Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass er anlässlich des darauffolgen-
den Rücktritts von T._______ noch Mitglied des Ersatzstiftungsrats war 
und sein Nachrückungsrecht rechtsgültig ausüben konnte.

4.3 Nachfolgend ist die Rüge der Beschwerdeführer betreffend die Wahl 
von D._______ und E._______ zu beurteilen.

4.3.1 Die  Beschwerdeführer  führen  hierzu  in  der  Beschwerdeschrift 
aus, die Wahl von D._______ und E._______ vom 22. April 2006 in den 
Stiftungsrat sei statutenwidrig erfolgt. Beide seien am Ersatzstiftungsrat 
vorbei direkt in den Stiftungsrat gewählt worden. Entgegen der Ansicht 
der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid sei die Wahl nicht aufgrund 
des  kritisierten  Wahlreglements  erfolgt,  denn  das  Wahlreglement  sei 
erst später, am 25. August 2006, beschlossen worden. 

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4.3.2 Die Stiftung hält fest, die besagte Zuwahl habe eine Erweiterung 
des Stiftungsrats von fünf auf sieben Personen dargestellt, was in der 
Stiftungsurkunde vorgesehen sei. Angaben über das bei  der Erweite-
rung einzuhaltende Verfahren fehlten allerdings in der Urkunde. Der Stif-
tungsrat sei mit dem gewählten Vorgehen der im Jahre 1999 begründe-
ten Praxis gefolgt, als eine Erweiterung von drei auf fünf Personen statt-
fand.  Auch  diese  beiden  neuen  Stiftungsräte  seien  gewählt  worden. 
Eine  Statutenwidrigkeit  der  Wahl  von  D._______  und  E._______  sei 
nicht ersichtlich.

4.3.3 Die  Vorinstanz  lässt  sich  dazu  nicht  vernehmen.  Offensichtlich 
ging sie im angefochtenen Entscheid  davon aus,  dass  die  Frage der 
Rechtmässigkeit der Zuwahl von D._______ und E._______ mit der Fra-
ge nach der Gültigkeit des Wahlreglements vom 25. August 2006 in Zu-
sammenhang stehe. Die Beschwerdeführer weisen indessen zutreffend 
darauf  hin,  dass  das  -  ebenfalls  angefochtene  -  Wahlreglement  vom 
25. August 2006 schon nur aus chronologischen Gründen nicht formelle 
Grundlage der Zuwahl von D._______ und E._______ in den Stiftungs-
rat anlässlich der Sitzung vom 22. April 2006 sein konnte.

4.4 Gemäss dem Protokoll der Stiftungsratssitzung vom 22. April 2006 
erfolgte die umstrittene Zuwahl in den Stiftungsrat direkt, d.h. ohne Be-
rücksichtigung  oder  Anfrage  der  amtsälteren  Ersatzstiftungsräte.  Aus 
dem Protokoll geht des Weitern hervor, dass der Stiftungsratspräsident 
und mit ihm die Stiftungsratsmehrheit bei dieser Zuwahl davon ausgin-
gen, das Nachrückungsrecht der Ersatzstiftungsräte gelte nur bei  Tod 
oder Austritt eines amtierenden Stiftungsrats.

4.5 Die Stiftungsurkunde hält in Bezug auf eine Erweiterung des Stif-
tungsrats  lediglich  fest,  dass  der  Stiftungsrat  nach  dem Ableben  der 
Gründer von drei auf fünf oder sieben Personen erweitert werden darf 
(Art. 5). 1999, nach dem Ableben des letzten Gründers, erfolgte denn 
auch die Erweiterung auf fünf Mitglieder. Darüber hinaus enthält die Stif-
tungsurkunde  keine  spezifischen  Bestimmungen  zum  Verfahren,  wel-
ches bei der Erweiterung des Stiftungsrates einzuhalten wäre.

4.6 Bei der Auslegung und Durchsetzung der in der Stiftungsurkunde 
und darauf beruhender Reglemente enthaltenen stifterischen Anordnun-
gen ist insbesondere auf das Willensprinzip abzustellen (dazu ausführ-
lich RIEMER, a.a.O., Systematischer Teil [ST] N. 80 ff.). Dies gilt selbstver-
ständlich nicht bloss für die Aufsichtsbehörde, sondern in erster Linie für 
die eigentlichen Stiftungsorgane, vorliegend somit für den Stiftungsrat 

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als einziges bestimmendes und ausführendes Organ der Stiftung (Art. 5 
Ingress Stiftungsurkunde). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Stif-
tungsgeschäft ein einseitiges, an keinen Empfänger gerichtetes und da-
her nicht empfangsbedürftiges Rechtsgeschäft ist. Die Stiftung ist somit 
begrifflich  eine vom ursprünglichen,  wirklichen Willen  des Stifters  be-
herrschte juristische Person. Den Stiftungsorganen ist daher selbst eine 
faktische Verfügung über den Stifterwillen hinaus untersagt,  insbeson-
dere der als unabänderlich erklärte Inhalt der Stiftungsurkunde bindet 
die Stiftungsorgane absolut, vorbehalten bleiben die statutarischen (hier 
Art. 9  Stiftungsurkunde)  und  gesetzlichen  Abänderungsmöglichkeiten 
(Art. 86ff. ZGB).

Das Willensprinzip ist auch bei der Ergänzung von stifterischen Anord-
nungen zu beachten, also wenn eine Frage, die von den Stiftern not-
wendigerweise hätte beantwortet werden müssen, offenbleibt bzw. die 
Stiftungsurkunde lückenhaft ist. Diesfalls ist der mutmassliche, hypothe-
tische Stifterwille zu ermitteln. Ziel einer Ergänzung muss immer sein, 
die offengebliebene Frage nach derjenigen Anordnung zu beantworten, 
welche  die  Stifter  vernünftigerweise  getroffen  hätten.  Die  zusätzliche 
Anordnung muss mithin so getroffen werden, dass sie sich in die bishe-
rigen der Stifter harmonisch einfügt (vgl. RIEMER, a.a.O., ST N. 89). Der 
Wille  des  Stifters  ist  dabei  oberstes  Auslegungselement  (vgl.  RIEMER, 
a.a.O., ST N. 77 ff., 89 ff.). Eine faktisch davon abweichende Interpreta-
tion oder Nichtbeachtung durch die Stiftung bzw. deren Organe ist nicht 
rechtmässig (vgl. RIEMER, a.a.O., ST N. 32).

4.7 Eine allenfalls bereits geübte Praxis von Erweiterungswahlen ohne 
Berücksichtigung des Nachrückungsrechts der Mitglieder des Ersatzstif-
tungsrats  -  welche im vorliegenden Fall  behauptet,  aber aktenmässig 
nicht belegt ist - könnte daher dann relevant sein, wenn sie durch die 
Stifter selbst eingeführt worden wäre. Aus den Akten ergibt sich jedoch, 
dass  der  ursprünglich  dreiköpfige  Stiftungsrat  erst  nach  dem  Dahin-
scheiden des letzten Stifters, R._______, im August 1998 auf fünf Per-
sonen erweitert wurde. Das konkrete Vorgehen bei dieser Erweiterungs-
wahl ist deswegen nicht geeignet, einen Hinweis auf den mutmasslichen 
Willen der beiden Stifter zu geben, und daher für die vorliegend zu ent-
scheidende Rechtsfrage irrelevant. 

4.8 Der mutmassliche Wille der Stifter ergibt sich im vorliegenden Fall 
aus der gemäss Stiftungsurkunde vorgesehenen Organisation der Stif-
tung. Die Stifter wollten mit dem Stiftungsrat, dem einzigen bestimmen-

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den und ausführenden Organ, eine Organisation der Stiftung schaffen, 
die auf weitestgehende Kontinuität ausgerichtet ist. Daher ist vorgese-
hen,  dass der Stiftungsrat  einen siebenköpfigen Ersatzstiftungsrat  er-
nennt, der immer vollzählig bestellt sein muss (Art. 6 Abs. 2 Stiftungsur-
kunde). Aus diesem sollen jene, den Anforderungen von Art. 7 der Ur-
kunde genügenden Personen, dem Amtsalter nach in den Stiftungsrat 
eintreten, sobald sich ebendort eine Vakanz ergibt. Als Kontrollelement 
sahen die Stifter ein gegenseitiges Abberufungsrecht von Stiftungs- und 
Ersatzstiftungsrat (mit unterschiedlich hohen Quoren) vor.

Aus dieser Organisationsstruktur, insbesondere dem hiefür im Zentrum 
stehenden  Nachrücken  von  amtierenden  Ersatzstiftungsräten  –  und 
nicht der Wahl von Aussenstehenden – ist zu schliessen, dass den Stif-
tern in erster Linie daran gelegen war, dass nur solche Personen in den 
Stiftungsrat eintreten sollen, welche die von ihnen vertretenen Ideale, 
die in Art. 7 der Stiftungsurkunde ihren Niederschlag gefunden haben, 
teilen und ihnen bereits über eine gewisse Zeit hinweg erkennbar nach-
gelebt haben. Nur mit den speziellen Gegebenheiten der Stiftung und 
den Idealen der Gründer bereits in genügender Weise vertraute Perso-
nen sollen demzufolge Stiftungsräte werden können; Personen, welche 
zudem die persönlichen (und fachlichen) Voraussetzungen für die Aus-
übung des Ersatzstiftungsratsmandats schon während dieser Tätigkeit 
erfüllt haben müssen. Die je nachdem längere „Bewährungszeit“ als Er-
satzstiftungsrat unter den kritischen Augen der amtierenden Stiftungs-
ratsmitglieder stellt somit in der Systematik der Stiftungsurkunde einen 
wichtigen Sicherungsfaktor dar, der die Qualität bzw. Eignung der künfti-
gen Stiftungsratsmitglieder garantieren soll.

4.9 Einleuchtende Gründe, warum bei der Berufung einer Person in den 
Stiftungsrat  eine  Unterscheidung  zwischen  dem  Nachrücken  wegen 
dem Ausscheiden eines  amtierenden Stiftungsrats  und der  Erhöhung 
der  Anzahl  Stiftungsräte  zu  machen  wäre,  wurden  nicht  geltend  ge-
macht und sind für die Rechtsmittelinstanz auch nicht ersichtlich.

4.10 Der hypothetische mutmassliche Wille der Stifter geht nach Auffas-
sung des Bundesverwaltungsgerichts demzufolge dahin, dass auch bei 
einer Erhöhung der Anzahl der Stiftungsratsmitglieder die Regelung für 
den Ersatz von ausscheidenden Stiftungsratsmitgliedern analog anzu-
wenden ist. Nur damit gelingt eine Ergänzung der stifterischen Regelun-
gen in der Weise, dass sich diese zusätzliche Anordnung in die bisheri-
gen harmonisch einfügt.

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Die vom Stiftungsrat mit Mehrheitsbeschluss vom 22. April 2006 erfolgte 
Erweiterungswahl  von D._______ und von E._______ verstösst  somit 
gegen die Stiftungsurkunde. Die Vorinstanz hat daher zu Unrecht fest-
gestellt,  der  Stiftungsrat  sei  statutenkonform  zusammengesetzt.  Viel-
mehr war dies seit dem 22. April 2006 und in Bezug auf den Eintritt von 
D._______ und E._______ in den Stiftungsrat nicht mehr der Fall.

5.
Die Beschwerdeführer beantragen weiter, der Beschluss des Stiftungs-
rates  vom  25. August  2006  betreffend  Genehmigung  des  Wahlregle-
ments für den Stiftungsrat und den Ersatzstiftungsrat – genehmigt von 
der  Vorinstanz  am  18.  September  2006  und  innert  Monatsfrist,  am 
18. Oktober 2006, angefochten – sei für ungültig zu erklären.

5.1 Begründet wird der Antrag damit,  dass das Reglement gegen die 
Stiftungsurkunde und die Bestimmungen des ZGB verstosse. Die Stif-
tungsurkunde habe das Verhältnis von Stiftungs- zu Ersatzstiftungsrat 
und die Wahlmodalitäten klar definiert. Das Wahlreglement ergänze die-
sen Modus nicht etwa, sondern ändere ihn erheblich ab. Es stelle sich in 
offenen Widerspruch zur Urkunde. So werde durch Ziff. 2 des Regle-
ments Art. 7 der Stiftungsurkunde abgeändert, indem die Voraussetzun-
gen zur Eignung als Stiftungsrat geographisch eingegrenzt würden. Voll-
ends  problematisch  sei  das  in  Ziff. 3  des  Reglements  vorgesehene 
Wahlverfahren, womit Art. 6 der Stiftungsurkunde komplett abgeändert 
werde: Das Prinzip des Nachrückens werde aufgehoben und an dessen 
Stelle die Wahl installiert, das Anciennitätsprinzip werde massiv einge-
schränkt, es würden neu die Voraussetzungen von Art. 7 der Urkunde 
um fachliche Fähigkeiten  erweitert,  der  zu  wählende  Stiftungsrat  aus 
dem Ersatzstiftungsrat müsse sich verpflichten, das vakante Ressort zu 
übernehmen,  und  neu  solle  der  Ersatzstiftungsrat  im  Falle  fehlender 
fachlicher  Voraussetzungen  gänzlich  übergangen  werden.  Mit  diesen 
Bestimmungen werde die Stiftungsurkunde in ihrer Substanz verändert, 
das bewährte System der „checks and balances“ werde verschoben.

5.2 Die  Stiftung macht dagegen geltend, das System der „checks and 
balances“ werde durch das Wahlreglement nicht verändert. Das in der 
Urkunde eingerichtete Machtverhältnis zwischen Stiftungs- und Ersatz-
stiftungsrat werde nicht tangiert. Einzig der Modus, wie Mitglieder des 
Ersatzstiftungsrates zu Stiftungsräten werden, werde geändert. Das bis-
herige Nachrücken werde modifiziert. Das Reglement sei auf den Erhalt 

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der funktionierenden Stiftungsorganisation ausgerichtet, da es unter an-
derem Fachkompetenz verlange. Es werde nicht einzig auf die Ancienni-
tät abgestellt, sondern es würden zugleich in fachlicher Hinsicht Anfor-
derungen  statuiert,  womit  sichergestellt  werde,  dass  der  Stiftungsrat 
seine  Führungsaufgaben  tatsächlich  wahrnehmen  könne. Die  Anpas-
sung der Modalitäten zur Besetzung des Stiftungsrates sei unabdingbar 
geworden, wenn die Stiftung weiterhin im Nebenamt und doch einiger-
massen professionell geführt werden solle.

5.3 Die Vorinstanz vertritt die Ansicht, das Wahlreglement vom 26. Au-
gust 2006 sei rechtens. Es sei von der Stiftungsaufsicht daher auch ge-
nehmigt worden. Das Reglement sei nötig geworden, weil sich der Er-
satzstiftungsrat zunehmend als Stolperstein und Streit auslösendes Ele-
ment  erwiesen habe. Dies  deshalb,  weil  er  zwar vom Stiftungsrat  er-
nannt werde, anderseits aber auch einzelne Mitglieder mit fünf zu zwei 
Stimmen abberufen könne, wenn ihm im Interesse der Stiftung ein der-
artiger Ausschluss gerechtfertigt erscheine.

5.4 Replikando bringen die Beschwerdeführer vor, der Ersatzstiftungs-
rat habe in den vergangenen Jahren keinen Stiftungsrat abberufen. Um-
gekehrt  habe  der  Stiftungsrat  mehrfach Ersatzstiftungsräte  abberufen 
und durch genehme Leute ersetzt. So seien an der Sitzung des Stif-
tungsrates vom 31. August 2007 zwei Ersatzstiftungsrätinnen unter fa-
denscheinigen Gründen abgewählt worden. Das Problem sei nicht der 
Ersatzstiftungsrat,  sondern  vielmehr  die Angst  des Stiftungsrates und 
von dessen  Präsidenten  vor  der  von den  Stiftern  gewollten  Kontrolle 
durch den Ersatzstiftungsrat.

5.5 Gemäss Ziff. 3 des Wahlreglements sollen die Art. 6 und 7 der Stif-
tungsurkunde  ergänzt  werden.  Ersatzstiftungsräte  sollen  nur  noch  in 
den Stiftungsrat nachrücken können, wenn sie die ideelle Einstellung, 
die nötige Ausbildung, die Führungsqualitäten und Fachkenntnisse be-
sitzen, um den ausgeschiedenen oder verstorbenen Stiftungsrat in des-
sen bisherigem Fachbereich zu ersetzen. Kandidaten aus dem Ersatz-
stiftungsrat können nur gewählt werden, wenn sie die aufgeführten Vor-
aussetzungen besitzen und bereit sind, die volle Verantwortung für den 
vakanten Fachbereich und die damit  verbundenen Aufgaben zu über-
nehmen. Bei einer Vakanz im Stiftungsrat ist die Nachfolge grundsätz-
lich durch eine Wahl zu bestimmen, wahlberechtigt sind die Mitglieder 
des Stiftungsrats. Falls kein Mitglied des Ersatzstiftungsrats die Voraus-
setzungen erfüllt oder sich kein Kandidat daraus meldet, kann auch eine 

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Drittperson direkt gewählt werden. Auch der Ersatzstiftungsrat soll fort-
an nach demselben Modus gewählt werden. Zudem sollten die ideellen 
und  die  fachlichen  Fähigkeiten  der  Kandidaten  so  ausgestaltet  sein, 
dass  die  sieben  Personen  im Ersatzstiftungsrat  möglichst  immer  alle 
Bereiche der durch den Stiftungsrat wahrzunehmenden Aufgaben abzu-
decken vermögen.

5.6 Die Stiftungsurkunde sieht ausdrücklich vor, dass der Stiftungsrat 
sich nicht durch Ersatzwahlen selbst kooptiert,  sondern dass die Mit-
glieder des Ersatzstiftungsrats der Reihe nach in den Stiftungsrat nach-
rücken. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 4.8 hievor), geht nach der Ansicht 
des Bundesverwaltungsgerichts aus diesem ausdrücklich eingesetzten 
System auch eine bestimmte stifterische Absicht hervor, von der nicht 
einfach abgewichen werden darf. 

Auch bezüglich der  Anforderungen an  künftige  Stiftungsratsmitglieder 
macht die Stiftungsurkunde Vorgaben: Die Personen müssen von edler 
Gesinnung  sein,  einen  guten  Leumund  haben,  überzeugte  absolute 
Nichtraucher sein, alkoholfrei eingestellt sein, nie oder nur ausnahms-
weise und mässig Getränke mit Alkoholgehalt konsumieren, den Vege-
tarismus gutheissen sowie selber nie oder nur wenig Fleisch oder Fisch 
essen (Art. 7). Diese ideellen Anforderungen sind ausdrücklich,  zwin-
gend und an erster Stelle vorgegeben. Was die Frage eines Abwägens 
dieser  Anforderungen gegen die  Wichtigkeit  allfälliger  Fachkenntnisse 
betrifft, so besteht in der Urkunde keine Lücke; vielmehr wird ausdrück-
lich ausgeführt, dass es "wünschenswert" wäre, wenn dem Stiftungsrat 
oder  dem  Ersatzstiftungsrat  immer  auch  Mediziner,  Naturheilkundige 
und Juristen angehören würden (Art. 7 in fine). Wenn das Wahlregle-
ment nun verlangt,  ein künftiges Stiftungsratsmitglied müsse über die 
ideelle Einstellung, die nötige Ausbildung, die Führungsqualitäten und 
Fachkenntnisse besitzen, um den ausgeschiedenen Stiftungsrat in des-
sen Fachbereich zu ersetzen, und bei Fehlen der fachlichen Vorausset-
zungen eine Direktwahl  unter  Umgehung  des Ersatzstiftungsrats  vor-
sieht, so liegt darin eine weitere offensichtliche Abänderung des in der 
Stiftungsurkunde  vorgegebenen  Systems.  Zudem  wird  im  Reglement 
auch insofern von Art. 7 der Urkunde abgewichen, als ausgeführt wird, 
die in den Buchstaben c bis e genannten persönlichen Voraussetzungen 
seien von den Kandidaten für den Stiftungs- und Ersatzstiftungsrat nur 
„zumindest auf dem Stiftungsgelände“ einzuhalten.

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5.7 Das hier in Frage stehende Wahlreglement steht somit in mehreren 
nicht unwesentlichen Punkten in Widerspruch mit der in der Stiftungsur-
kunde vorgesehenen Organisation der Stiftung. 

5.8 Die zuständige Bundesbehörde kann zwar auf Antrag der Aufsichts-
behörde und nach Anhörung des obersten Stiftungsorgans die Organi-
sation einer Stiftung ändern, wenn die Erhaltung des Vermögens oder 
die  Wahrung  des  Stiftungszwecks  die  Änderung  dringend  erfordert 
(Art. 85 ZGB). Für eine derartige Änderung wäre jedoch höchstens die 
Vorinstanz als  zuständige Bundesbehörde,  nicht  aber  der Stiftungsrat 
zuständig gewesen. 

Das angefochtene Wahlreglement erweist  sich  daher  bereits  aus die-
sem Grund als gesetzwidrig,  wenn nicht  sogar als  nichtig  (bei  einem 
schwerwiegendem Mangel, dessen Vorliegen hier offen gelassen wer-
den kann, kann die Nichtigkeit von Stiftungsratsbeschlüssen – in analo-
ger Anwendung von Art. 75 ZGB – jederzeit geltend gemacht bzw. von 
Amtes  wegen  festgestellt  werden;  vgl.  BGE  100  II  384  E.  1;  RIEMER, 
a.a.O., N. 132 zu Art. 75 ZGB mit weiteren Hinweisen), und wurde daher 
von der Vorinstanz zu Unrecht genehmigt. 

5.9 Soweit der Stiftungsrat gestützt auf dieses Wahlreglement und ent-
gegen den Vorschriften in der Stiftungsurkunde weitere Kandidaten in 
den  Stiftungsrat  gewählt  hat,  ist  er  auch  bezüglich  dieser  Mitglieder 
nicht rechtmässig zusammengesetzt.

6.
Die Beschwerdeführer beantragen ferner die Belassung des Beschwer-
deführers 1 in seinem Amt als Stiftungsrat und stattdessen die Abberu-
fung von A._______ als Stiftungsratspräsident und Stiftungsrat, eventu-
aliter nur als Stiftungsratspräsident, sowie die Neubesetzung dieser Po-
sition.

6.1 Zur Begründung wird ausgeführt, die Abberufung des Beschwerde-
führers 1 durch die Vorinstanz sei sachlich nicht gerechtfertigt, unver-
hältnismässig und im Ergebnis willkürlich. Aktenwidrig sei die Annahme, 
der Abberufene habe sein Amt mit der Absicht angetreten, Beschwer-
den zu erheben und Beschlüsse anzufechten. Er habe vielmehr einen 
Beitrag zum rechtmässigen Handeln des Stiftungsrates und zur Befrie-
dung leisten wollen. In der Folge habe er tatsächlich gegen Beschlüsse 
opponiert und wiederholt Beschwerde geführt. Indes habe er damit nur 
seine verfassungsmässigen Rechte wahrgenommen. Sein Verhalten sei 

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aus  den  zahlreichen  Stiftungsratsprotokollen  ersichtlich.  Er  habe  als 
Einziger dem Präsidenten widersprochen, Fragen gestellt und auch Be-
schlüsse angezweifelt. Die Vorinstanz hätte zudem zuerst die Indikation 
der Abberufung und danach in einem zweiten Schritt prüfen müssen, ob 
diese auch das richtige Mittel zu berechtigtem Zweck sei. Es entstehe 
der Eindruck, dass die  Stiftung einfach versucht habe, einen lästig ge-
wordenen Stiftungsrat loszuwerden. Der Beschwerdeführer 1 biete Ge-
währ für das korrekte Arbeiten im Stiftungsrat. Dass die Funktionsfähig-
keit  der  Stiftung  unter  ihm angelasteten  Indiskretionen  gelitten  habe, 
werde lediglich behauptet, aber nicht nachgewiesen.

Den Antrag auf Abberufung des Stiftungsratspräsidenten begründen die 
Beschwerdeführer damit, dass dessen Verhalten wiederholt nicht statu-
ten- und gesetzeskonform gewesen sei. Begonnen habe dies mit  der 
Manipulation  von  C._______,  der  nicht  statutenkonform  in  den  Stif-
tungsrat gewählt worden sei. Daraufhin habe sich A._______ zum Präsi-
denten wählen lassen. Auf seinen Antrag hin sei ihm vom Stiftungsrat 
ein Mandat zur Führung von Vertragsverhandlungen mit dem bisherigen 
Geländeverwalter  V._______  erteilt  worden.  Ohne  Not  und  Zeitdruck 
habe er am gleichen Tag einen neuen Vertrag mit diesem abgeschlos-
sen,  nota bene ohne die gegen V._______ erhobenen Vorwürfe auch 
nur annäherungsweise abzuklären. Mit dieser ersten, geradezu bezeich-
nenden Amtshandlung seien Fortsetzung und Eskalation des Konfliktes 
gewissermassen vorprogrammiert worden. Die aktenkundigen Protokol-
le der Stiftungsratssitzungen zeigten einen eigenmächtigen, autoritären 
und ruppigen Führungsstil. Im Umgang mit Minderheiten werde ein ei-
genartiges Demokratieverständnis an den Tag gelegt. Die Begehren der 
Beschwerdeführer auf Einsicht in die Akten der Stiftung seien nicht oder 
zögerlich behandelt worden. Der verfassungswidrige Beschluss des Stif-
tungsrates vom 22. Juli 2006 sei ebenfalls auf Initiative des Präsidenten 
gefällt  worden. Dieser habe auch die statutenwidrige Zuwahl der Stif-
tungsräte D._______ und E._______ zu verantworten. Auch am statu-
tenwidrigen  Wahlreglement  habe  er  mitgearbeitet.  Der  Präsident  des 
Stiftungsrates habe es in zwei Jahren Amtszeit  nicht  geschafft,  einen 
wirklichen Dialog mit allen Nutzergruppen zu etablieren, die anstehen-
den Probleme einer Lösung zuzuführen und die seit Sommer 2005 herr-
schende Krise zu entschärfen. Er habe zudem das Defizit des Jahres 
2005 in Höhe von Fr. 160'000.- mitzuverantworten. Zur konstruktiven Lö-
sung all dieser Probleme sei A._______ nicht in der Lage. Daher seien 
hinreichende Gründe gegeben, die zu seiner Abberufung als Stiftungs-
ratspräsident und als Stiftungsrat führen müssten.

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6.2 Die  Vorinstanz  begründet  ihren  Abberufungsentscheid  gegenüber 
dem Beschwerdeführer 1 im Wesentlichen damit, dass sein Verbleib im 
Stiftungsrat nicht mehr denkbar sei. Ein Zusammenwirken zwischen ihm 
und den übrigen Stiftungsräten sei unmöglich, seine Abberufung daher 
zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Stiftung unumgänglich. Das In-
teresse am guten Funktionieren der Stiftung überwiege. Mildere Mass-
nahmen wie etwa eine Ermahnung seien nicht erfolgversprechend. Der 
Beschwerdeführer  1  sei  nicht  bereit,  sein  auf  Opposition  gerichtetes 
Verhalten zugunsten einer konstruktiven Zusammenarbeit aufzugeben. 
Es bestehe der Verdacht, dass der Beschwerdeführer 1 wiederholt Inter-
na und vertrauliche Informationen aus den Stiftungsratssitzungen nach 
aussen getragen habe, obwohl dies seitens des Gesamtstiftungsrates 
untersagt worden sei. Teilweise sei dies eingestanden worden.

Nach Ansicht der Vorinstanz bestehen demgegenüber keinerlei Gründe, 
A._______ als Stiftungsratspräsidenten oder Stiftungsrat abzuberufen. 
Seit Amtsantritt habe er sich Anfeindungen ausgesetzt gesehen. Auch 
wenn nicht immer ohne Fehl und Tadel, habe er in schwierigen Zeiten 
Ausdauer und Standfestigkeit bewiesen und die Stiftung schadlos durch 
die Saison 2006 geführt. Seit  Ausbruch des Konfliktes habe sich der 
Stiftungsrat  unter  Führung von A._______ stark verbessert. Entschei-
dend sei schliesslich, dass der Stiftungsrat weder gegen Gesetz noch 
Statuten verstossen noch seinen Ermessensspielraum in Erfüllung sei-
ner  Aufgaben  überschritten  habe.  Eine  behördliche  Abberufung  des 
Präsidenten sei unverhältnismässig und würde in den Autonomiebereich 
der Stiftung eingreifen.

6.3 Die Stiftung hält bezüglich der Abberufung des Beschwerdeführers 
1 fest, dieser habe seit seiner Berufung in den Stiftungsrat im Wesentli-
chen Opposition betrieben. Er sei durch aktiven (Eingaben bei der Vor-
instanz) und passiven Widerstand (Gesprächsverweigerung / Stimment-
haltung) aufgefallen. Zu Recht gehe die Vorinstanz bei dieser aktenkun-
digen Sachlage davon aus, dass er sein Amt als Stiftungsrat in einer Art 
und Weise ausführe, die für die Stiftung nicht länger tragbar sei.

Bezüglich der beantragten Absetzung von A._______ führt die Stiftung 
aus, die kritisierte Anstellung von V._______ beruhe auf dem Stiftungs-
ratsbeschluss vom 20. August 2005. Entgegen der Behauptung der Be-
schwerdeführer habe der Stiftungsratspräsident damit nicht eigenmäch-
tig gehandelt. Die Stiftung habe damals aus zeitlichen Gründen ein gro-
sses  Interesse an  einem neuen  Arbeitsverhältnis  gehabt. Zu Unrecht 

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werde A._______ auch sein Führungsstil  vorgehalten: Mehrfach habe 
die Stiftung Hand zur einvernehmlichen Lösung geboten. Die Beschwer-
deführer hätten allerdings zu weit gehende Bedingungen gestellt. Die fi-
nanzielle Lage der Stiftung sei in erster Linie wegen der laufenden Be-
schwerdeverfahren defizitär, welches die Beschwerdeführer initiiert hät-
ten. Das Verhalten des Stiftungsratspräsidenten verstosse weder gegen 
Gesetz noch Statuten. Es lägen keine Gründe für eine Abberufung vor.

6.4 Replikando  wird  seitens  der  Beschwerdeführer  festgehalten,  der 
Beschwerdeführer 1 sei  regelmässiger und aktiver Nutzer des Gelän-
des. Er habe nie eine generelle Anfechtung von Beschlüssen angekün-
digt oder erwirkt. Lediglich in Bezug auf die Frage der rechtmässigen 
Zusammensetzung des Stiftungsrates  und einzelne Beschlüsse stehe 
er in Opposition. Bei derartigen Geschäften habe er sich angesichts des 
hängigen Rechtsstreits jeweils der Stimme enthalten. In Sachgeschäf-
ten habe er immer mitdiskutiert und -abgestimmt. Insgesamt seien keine 
Gründe für seine Abberufung als Stiftungsrat gegeben. Bereits die Lek-
türe der Protokolle der Sitzungen des Stiftungsrates ergäbe jedoch ge-
nügend Gründe für eine Abberufung des Präsidenten. A._______ habe 
sich bereits im Juli 2005 mit Rücktrittsforderungen aus verschiedenen 
Lagern  konfrontiert  gesehen. Er habe mehrfach versucht,  Beschlüsse 
zu erwirken, um ihm missliebige Destinatäre vom Gelände verweisen zu 
lassen. Seine Gegner strebten aber  keine Machtübernahme, sondern 
das stiftungskonforme Benehmen des Geländeverwalters V._______ so-
wie das statutengemässe Funktionieren der Stiftung selbst an. Zur Füh-
rung der Stiftung brauche es die hier vermisste Sach-, Führungs- und 
Sozialkompetenz. Ausserdem habe sich seit Amtsantritt von A._______ 
auch die finanzielle  Gesamtsituation der Stiftung verschlechtert. Auch 
der Sachwalter habe in seinem Schlussbericht ein strukturelles Doppel-
defizit in Betrieb und Stiftung festgestellt. Inbesondere der Lohnaufwand 
sei sehr stark angestiegen. Insgesamt zeige sich besonders seit Erlass 
des  angefochtenen Entscheides  der  Vorinstanz,  dass  unter  dem Stif-
tungsratspräsidenten  A._______  entgegen  den  Empfehlungen  des 
Sachwalters  nur  harte  Massnahmen ergriffen und ein  Konfrontations-
kurs gefahren werde, was die Stiftung letztlich zu zerstören drohe.

6.5 Duplikando wird seitens der  Stiftung ausgeführt, das Handeln des 
Beschwerdeführers 1 belege eindrücklich, dass er als Stiftungsrat sei-
nen Standpunkt durch Eingaben und Beschwerden durchsetzen wolle. 
Die  Stiftung sei gerade in unruhigen Zeiten auf Stiftungsräte angewie-
sen, die Probleme lösungsorientiert angehen würden. Der Beschwerde-

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führer 1 verweigere sich im Ergebnis dieser Aufgabe. Auch die in der 
Replik  erhobenen  Vorwürfe  gegen  den Stiftungsratspräsidenten seien 
unbegründet. Insbesondere sei die Behauptung unrichtig, das Salär von 
V._______  sei  im  neuen  Arbeitsvertrag  vom 20. August  2005  erhöht 
worden.  Dies  belege  schon  das  Jahresbudget  2005  der  Stiftung. 
Rechtsverletzungen oder Ermessensüberschreitungen seien dem Stif-
tungsrat  nicht  anzulasten.  Eine  unterschiedliche  Auffassung  über  die 
strategische  Ausrichtung  der  Stiftung  könne  keinen  Ermessensmiss-
brauch darstellen.

6.6 Nach Art. 84 Abs. 2 ZGB hat die Aufsichtsbehörde dafür zu sorgen, 
dass das Stiftungsvermögen seinen Zwecken gemäss verwendet wird. 
Diese Aufsicht, die sowohl über die Anlage als auch über die Verwen-
dung  des  Stiftungsvermögens  ausgeübt  wird,  ist  umfassend.  Sie 
schliesst auch Organisationsprobleme ein und ermächtigt die zuständi-
ge Aufsichtsbehörde insbesondere dazu, Stiftungsorgane abzuberufen 
bzw. abzusetzen und an deren Stelle andere zu ernennen, sofern das 
Verhalten eines Stiftungsorganes solcherart ist, dass es im Hinblick auf 
eine gesetzes- und stiftungszweckgemässe Tätigkeit der Stiftung nicht 
mehr tragbar ist (vgl. BGE 112 II 471 E. 3b, BGE 112 II 97 E. 4 und 5; 
vgl. auch GRÜNINGER, a.a.O., N. 15 zu Art. 84 ZGB). Die Abberufung ei-
nes Stiftungsrats stellt den schwerwiegendsten Eingriff der Aufsichts-
behörde dar; sie ist daher die ultima-ratio-Massnahme zur Sicherstel-
lung der zweckkonformen Verwendung des Stiftungsvermögens.

6.7 Der Beschwerdeführer 1 hat zwar während seiner Amtsdauer als 
Stiftungsratsmitglied  wiederholt  gegen  einzelne Beschlüsse des  Stif-
tungsrats Rechtsmittel eingelegt. Einem Stiftungsrat ist es – wie jedem 
anderen Interessierten und hiezu Legitimierten – nicht von vornherein 
verwehrt, gegen Beschlüsse oder Verhaltensweisen eines Stiftungsor-
gans Rechtsmittel zu ergreifen bzw. deren Rechtmässigkeit durch die 
Aufsichtsbehörde abklären zu lassen. Dem Beschwerdeführer 1 ist  – 
wie  den anderen Stiftungsräten auch – von Gesetz und Stiftungsur-
kunde  lediglich,  aber  immerhin,  aufgetragen,  im  Rahmen  seiner 
Organstellung den Stiftungszweck zu verwirklichen. Bei der Wahrneh-
mung dieser Aufgabe kann die Anfechtung von Beschlüssen der Mehr-
heit  des  Stiftungsrates  sogar  geboten  sein,  wenn  diese  Beschlüsse 
gesetzes- oder statutenwidrig sind. Von einem systematisch-querulato-
rischen Verhalten könnte nur dann gesprochen werden, wenn sich die 
erhobenen  Rügen  letztlich  als  durchgehend  unbegründet  erweisen 
würden. Davon kann im vorliegenden Fall  keine Rede sein  (vgl. E. 4 

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und 5 hievor sowie auch E. 6.10 und 6.11 hienach). 

Aus den umfangreichen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer 
sich – entgegen dem Vorwurf der Vorinstanz – keineswegs häufig ge-
weigert  hat,  aktiv an den Sitzungen des Stiftungsrates teilzunehmen 
oder bei sonstigen Arbeiten im Stiftungsrat mitzuwirken. Vielmehr er-
gibt sich daraus eine durchaus engagierte Mitarbeit im Stiftungsrat mit 
eigenen,  teilweise dezidierten Wortmeldungen, Ergänzungs- und Ab-
änderungsvorschlägen.  Abgesehen  davon  betreute  der  Beschwerde-
führer 1 seit Amtsantritt auch das Ressort „Protokoll, Information, PR“ 
im Stiftungsrat. Dass er  die damit  verbundenen Aufgaben nicht  oder 
nur  ungenügend wahrgenommen habe,  behaupten  weder  Vorinstanz 
noch Stiftung. Aus den Akten ergibt sich lediglich, dass der Beschwer-
deführer 1 offenbar immer wieder bei Abstimmungen über Fragen, die 
Gegenstand des von ihm eingeleiteten Aufsichtsbeschwerdeverfahrens 
waren, in den Ausstand trat. Dieses Verhalten entspricht jedoch offen-
sichtlich  nicht  einer  grundsätzlich  unkooperativen  Haltung,  sondern 
seinem – möglicherweise allzu sensiblen – Rechtsempfinden. Sofern 
die Vorinstanz daran Anstoss nahm, hätte eine formelle Aufforderung, 
dies inkünftig anders zu handhaben, zweifellos Wirkung gezeigt. Nach 
dem Gesagten kann von einer eigentlichen Fundamentalopposition im 
Sinne der Verweigerung einer effektiven Mitarbeit nicht die Rede sein.

Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer 1 weiter vor, er habe teil-
weise vertrauliche Inhalte von Stiftungsratssitzungen an Dritte weiter-
gegeben.  Unbestritten  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  1  tatsächlich 
dafür  verantwortlich  ist,  dass  einzelne  Informationen  oder  gar  Sit-
zungsprotokolle über seinen Anwalt an weitere, ihm ideell nahestehen-
de Personen gelangten. Der Auffassung der Stiftung, der Beschwerde-
führer 1  habe damit  seine Treuepflicht  gegenüber  der  Stiftung  miss-
achtet, kann jedoch in dieser Schärfe nicht gefolgt werden: Massgeb-
lich für Inhalt  und Umfang der den Stiftungsratsmitgliedern obliegen-
den Pflichten ist die Stiftungsurkunde oder das Stiftungsreglement. In-
wieweit  der  Inhalt  von  Sitzungsprotokollen  oder  anderen  Unterlagen 
aus Sicht des Stiftungszweckes vertraulich ist oder nicht, beurteilt sich 
danach  bzw.  nach  objektiven  Gesichtpunkten.  Der  Umstand  allein, 
dass der Stiftungsratspräsident sämtliche Protokolle als vertraulich be-
zeichnet hat,  ist dagegen nicht entscheidend, denn ein Stiftungsrats-
präsident  hat  den  übrigen  Stiftungsratsmitgliedern  gegenüber  keine 
Weisungsbefugnis.  Inwiefern  der  Beschwerdeführer 1  tatsächlich  In-
halte weiter gegeben hat, die nach objektiven Kriterien vertraulich wa-

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ren, hat die Vorinstanz nicht substantiiert. Als begründet erscheint le-
diglich der Vorwurf, der Beschwerdeführer 1 habe auf diese Weise die 
"gegen den Stiftungsrat bestehende Opposition mit Informationen ver-
sorgt".  Ob  dies  einen  stichhaltigen  Grund  für  seine  Abberufung  als 
Stiftungsratsmitglied  darstellt,  kann  jedoch  nicht  losgelöst  von  einer 
Betrachtung der ganzen Konfliktsituation beurteilt werden.

6.8 Offensichtlich und von allen Verfahrensbeteiligten unbestritten ist, 
dass  in  der  Stiftung  ein  Konflikt  besteht  zwischen  mindestens  zwei 
Gruppierungen  von  Destinatären.  Ein  Hauptpunkt  der  Meinungsver-
schiedenheiten ist seit Jahren die "richtige" Auslegung des Stiftungs-
zwecks,  ein  anderer  die  Person des umstrittenen Geländeverwalters 
V._______.  Die  Beschwerdeführer  stehen  den  Gruppierungen 
N._______  und  O._______  nahe,  welche  die  Auffassung  vertreten, 
dass der Stiftungsrat den Stiftungszweck aushöhle bzw. den ideellen 
Gehalt des Stiftungszweckes vernachlässige, und die den Geländever-
walter V._______ als untragbar erachten. Die Mehrheit der Stiftungs-
ratsmitglieder,  insbesondere  der  Stiftungsratspräsident,  vertreten be-
züglich dieser Punkte eine entgegengesetzte Auffassung.

Der von der Vorinstanz eingesetzte Sachwalter führte im Bericht vom 
29. Juni 2006 aus, bei der Einstellung zum Naturismus spiegle sich ei-
ner der Grundkonflikte der Stiftung. Nur wenige traditionelle Naturisten 
lebten  die  Grundsätze  wie  Nacktheit,  Alkoholverzicht,  Vegetarismus, 
Nikotinabstinenz etc. auch im privaten Umfeld. Die Mehrzahl der Natu-
risten auf dem Gelände gehörten wohl der "realistischen" Fraktion an, 
die  die  Geländeordnung  einhalte,  in  ihrem  Privatbereich  aber  den 
Schutz der Privatsphäre beanspruche. Zwischen beiden Polen bestehe 
eine Vielfalt  von Auffassungen über  den "richtigen"  Naturismus,  ent-
sprechend dem sehr heterogenen Nutzerkreis des Geländes.

Die sinngemässe Feststellung der Vorinstanz, dass das Ausmass die-
ser Meinungsverschiedenheiten und die Art, wie sie ausgetragen wer-
den, zu einer derart  schweren Belastung für die Stiftung an sich ge-
worden ist, dass dadurch die Verwirklichung des Zwecks der Stiftung 
und  damit  die  zweckgemässe  Verwendung  des  Stiftungsvermögens 
ernsthaft  gefährdet  sind,  ist  für  das  Bundesverwaltungsgericht  ohne 
weiteres  nachvollziehbar.  Allein  die  Höhe  der  bisher  aufgelaufenen 
Kosten für den Anwalt, den der Stiftungsrat - im Namen der Stiftung - 
für die Vertretung seiner Mehrheit gegen die Beschwerdeführer man-
datiert  hat, zeigt, dass der vorliegende Konflikt nicht geringe Risiken 

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für  das Stiftungsvermögen mit  sich bringt  (vgl. auch den Schlussbe-
richt des Sachwalters vom 31. Dezember 2006). 

Eine andere Frage ist indessen, ob die von der Vorinstanz getroffene 
Massnahme zur Behebung dieses Problems, die Abberufung des Be-
schwerdeführers 1, zweckdienlich und mit dem Stiftungszweck verein-
bar ist. Diese Frage ist in der Folge zu untersuchen.

6.9 Dass der Nutzerkreis heute überaus heterogen zusammengesetzt 
ist und ob er möglicherweise sogar – Erhebungen dazu gibt es unbe-
strittenermassen nicht  – mehrheitlich  aus "Realisten"  besteht,  ist  für 
die Antwort auf die Frage, wer in diesem Meinungsstreit "Recht" hat, 
von beschränkter Relevanz. Massgeblich ist  vielmehr der Stifterwille, 
soweit er in der Stiftungsurkunde seinen Niederschlag gefunden hat.

Gemäss dem Zweckartikel  der Stiftungsurkunde soll  die  Stiftung ge-
eignete Voraussetzungen für eine gesunde Freizeitgestaltung im Sinne 
der Lebensreform schaffen und erhalten. Sie soll ideell und wirtschaft-
lich so verwaltet werden, dass sie für alle Zeiten umfassenden Lebens-
reformern  und solchen,  die  darnach streben,  für  Freizeit  und Ferien 
eine Erholungsstätte gesunden, friedlichen Lebens bietet. Nikotin, Al-
kohol und Fleisch aller Art sind strikte zu meiden. Im Rahmen der je-
weiligen Landesgesetze wird nackt oder möglichst wenig bekleidet in 
Wasser, Luft und Sonne gebadet, gespielt,  Gymnastik und Sport be-
trieben (Art. 3). 

Diese Formulierungen zeigen,  dass der Zweck der Stiftung sich kei-
neswegs darauf beschränkt, ein Camping- und Badegelände für Nack-
te  zu  bieten.  Die  Lebensreform  ist  bzw. war  zu  ihrer  Blütezeit  eine 
geistige  Strömung,  die  Auswirkungen  auf  alle  Lebensbereiche  ihrer 
Anhänger  hatte. Dass auch die Stifter  dies so  verstanden,  zeigt  der 
Ausdruck  "umfassende  Lebensreformer"  ebenso  wie  etwa  die  aus-
drückliche Vorschrift,  Nikotin,  Alkohol  und Fleisch strikte  zu  meiden. 
Dieses Gebot liesse sich allein mit einer Rücksichtnahme auf die übri-
gen  Geländebenutzer  nicht  erklären;  es  ist  vielmehr  offensichtlicher 
Ausdruck der ideellen Ausrichtung der ganzen Stiftung. 

Der gleiche Schluss ergibt  sich aus der  näheren Betrachtung der in 
der Stiftungsurkunde aufgeführten Wahlvoraussetzungen für Mitglieder 
des Ersatzstiftungs- bzw. in der Folge des Stiftungsrats: Art. 7 verlangt 
diesbezüglich, dass die Personen von edler Gesinnung sein, einen gu-

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ten Leumund haben, überzeugte absolute Nichtraucher sein, alkohol-
frei  eingestellt  sein und den Vegetarismus gutheissen müssen sowie 
nie oder nur ausnahmsweise und mässig Getränke mit Alkoholgehalt 
konsumieren und selber nie oder nur wenig Fleisch oder Fisch essen 
dürfen. Offensichtlich war es den Stiftern ein Anliegen, dass nur Perso-
nen, welche ihre ideellen Auffassungen teilen, dem Stiftungsrat ange-
hören sollen. Insbesondere die Anforderung, Stiftungs- und Ersatzstif-
tungsratsmitglieder  müssten  von  "edler  Gesinnung"  sein,  darf  ange-
sichts ihrer prominenten Stellung im Kontext der Anforderungen nicht 
einfach vernachlässigt werden.

6.10 In Bezug auf die hier in Frage stehenden Meinungsverschieden-
heiten und Auseinandersetzungen zwischen den Destinatärsfraktionen 
der Beschwerdeführer und der gegenwärtigen Mehrheit im Stiftungsrat 
ergeben  sich  aus  diesen  Bestimmungen  der  Stiftungsurkunde  zwei 
wesentliche Folgerungen:

Die  gegenwärtige  Mehrheit  im  Stiftungsrat,  insbesondere  aber 
A._______, gehört offenbar zu der - vom Sachwalter so bezeichneten - 
"realistischen Fraktion" und vertritt eine Politik der Reduktion des ide-
ellen  Gehalts  der  Stiftung  bzw. der  ideellen  Anforderungen  an  Stif-
tungsratsmitglieder  auf  die  Einhaltung  der  Geländeordnung  (vgl.  die 
Protokolle der Sitzung vom 22. Juli 2006 und der Einvernahme der Be-
schwerdeführerin  2 durch die Vorinstanz vom 7. August  2006). Zwar 
verträgt  es sich durchaus mit  dem Stiftungszweck,  dass der Nutzer-
kreis heterogen zusammengesetzt  ist  und auch Nutzer toleriert  wer-
den, deren naturistische Lebensweise sich auf das Verhalten auf dem 
Gelände beschränkt. Die Stifter selbst  gehörten jedoch offensichtlich 
zu den "traditionellen" Naturisten alter Schule, und nach ihrem Willen 
sollten diese in der Stiftung tonangebend sein, denn der Stiftungsrat 
soll  sich  gemäss  Stiftungsurkunde  ausschliesslich  aus  überzeugten 
und konsequenten Naturisten zusammensetzen. Wenn die Mehrheit im 
Stiftungsrat, angeführt durch A._______, eine "realistischere" Ausrich-
tung der Stiftung anstrebt, vertritt sie somit eine nicht dem Stifterwillen 
entsprechende Ansicht, und der Widerstand anderer Destinatäre oder 
Stiftungsratsmitglieder  dagegen  war  –  aus  der  Sicht  des  Stiftungs-
zwecks betrachtet – in der Sache gerechtfertigt. Soweit die Beschwer-
deführer aus diesem Grund nur bedingt mit der Mehrheit im Stiftungs-
rat  kooperierten  und  die  ihnen zur  Verfügung stehenden rechtlichen 
Möglichkeiten ausschöpften, um unkorrekte Beschlüsse zu verhindern 
oder anzufechten,  kann ihnen daraus kein Vorwurf  gemacht werden. 

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Auch dass die Vermittlungsbemühungen des von der Vorinstanz einge-
setzten Sachwalters bei den Beschwerdeführern nicht zum Erfolg führ-
ten, ist offensichtlich darauf zurück zu führen, dass dieser diese recht-
lichen Prämissen unbeachtet liess und eine Einigung nur auf der Basis 
eines Beschwerderückzuges, ohne Gegenleistungen der Mehrheit  im 
Stiftungsrat,  suchte.  Auch  aus  dieser  eingeschränkten  Kooperation 
kann den Beschwerdeführern daher kein Vorwurf gemacht werden. 

Die  Stiftungsurkunde  spricht  von  "friedlichem"  Zusammenleben  der 
Destinatäre und von "edler Gesinnung" der Stiftungsratsmitglieder: Da-
mit verlangt sie – implizit, aber unmissverständlich - eine Verhaltens-
weise  der  Stiftungsratsmitglieder,  die  durch  Toleranz,  Friedfertigkeit 
und Kooperationsbereitschaft geprägt ist. Auch in dieser Hinsicht fällt 
jedoch auf, dass das Verhalten der Mehrheit im Stiftungsrat, insbeson-
dere  von  A._______,  diesen  Anforderungen  offensichtlich  nicht  ge-
recht wird. Vielmehr lässt die Art und Weise des Umgangs mit Anders-
denkenden, und insbesondere mit  den Angehörigen der Gruppierun-
gen N._______  und  O._______,  Toleranz  und Friedfertigkeit  vermis-
sen. So äusserte A._______ bereits vor dem Eintritt des Beschwerde-
führers 1 in den Stiftungsrat  die Auffassung "den Machtgelüsten der 
Gruppe N._______ ... (sei)  mit  harten Massnahmen zu begegnen ... 
Die leitenden Mitglieder von N._______ (seien) vom Gelände zu ver-
weisen." Das Vorgehen dieser Gruppe diene dem einzigen Zweck, "die 
Macht auf dem Gelände zu übernehmen" (vgl. die Protokolle vom 19. 
und 30. Juli  2005 sowie vom 2. August 2005,  von A._______ selbst 
verfasst).  Die  Durchsicht  der  Protokolle  nach  dem  Eintritt  des  Be-
schwerdeführers 1 in den Stiftungsrat zeigt, dass es weniger der Be-
schwerdeführer 1 mit seinen – für das Bundesverwaltungsgericht nur 
schwer nachvollziehbaren - Stimmenthaltungen war, der das Tagesge-
schäft blockierte, als vielmehr der Stiftungsratspräsident, der die Be-
handlung  auch  unbestrittener  und  rechtlich  unproblematischer  Ge-
schäfte verweigerte, um die Beschwerdeführer unter Druck zu setzen, 
ihre Beschwerde zurückzuziehen (vgl. etwa die Protokolle vom 28. Ja-
nuar 2006 und 11. März 2006). So lehnte er  jegliche  Gespräche ab, 
bevor  nicht  die  Beschwerdeführer  ihre  Beschwerde  zurückgezogen 
hätten (Protokoll der Einvernahme vom 7. August 2006). Verschiedene 
Protokolle des Stiftungsrates zeigen ein Ausmass an direkten Druck-
versuchen von Seiten von A._______ auf, das auf einen  Mangel an 
Respekt für Andersdenkende und für das gesetzlich vorgesehene Auf-
sichtsbeschwerderecht schliessen lässt (vgl. beispielsweise das Proto-
koll vom 24. November 2006). Sowohl der Beschluss des Stiftungsrats, 

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bei  der  Vergabe  von  Wohnwagenplätzen  Personen  nicht  zu  berück-
sichtigen,  soweit  Hinweise  bestünden,  dass  diese  "aktiv  gegen  den 
Stiftungsrat"  verstiessen  (vgl.  das  Protokoll  vom  22.  Juli  2006)  wie 
auch  die  Mitteilung  des  Stiftungsrats  vom 26. Oktober  2007,  in  der 
sämtliche Erstunterzeichner des an ihn gerichteten offenen Briefs vom 
7. September 2007 als Kursanbieter oder Kulturschaffende vom Som-
merprogramm 2008  ausgeschlossen  wurden,  belegen,  dass  die  von 
A._______ angeführte Mehrheit im Stiftungsrat sich nur noch als Par-
tei in einem Machtkampf wahrnimmt und in diesem Kampf auch vor ei-
nem Missbrauch ihrer Befugnisse als Stiftungsratsmitglieder nicht zu-
rückschreckt. 

Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 27. November 2007 ver-
einbarten  die  Parteien  unter  Vermittlung  des  Bundesverwaltungsge-
richts  einen  Teilvergleich,  der  die  Aufnahme  von  konstruktiven  Ver-
handlungen zwischen den verschiedenen Fraktionen ermöglichen soll-
te.  Obwohl  der  Vergleich  in  verschiedener  Hinsicht  ein  Kompromiss 
zwischen  den  Positionen  der  beiden  Parteien  war,  stellte  ihn 
A._______  im  Begleittext  zum  „Stimmzettel  für  schriftliche  Abstim-
mung“ zuhanden der übrigen Stiftungsratsmitglieder als Vorschlag der 
Beschwerdeführer dar. Das von ihm verfasste Formular für den Zirku-
lationsbeschluss  liess  eine  Zustimmung  jedes  Stiftungsratsmitglieds 
zum Vergleich nur unter der Auflage zu, entweder selbst in der vorge-
schlagenen Kommission mitzuarbeiten oder einen anderen, dazu willi-
gen Kandidaten für diese Arbeit zu nennen. A._______ selbst stimmte 
gegen den von ihm persönlich mitverhandelten Vergleichsvorschlag. 

Diese Umstände zeigen, dass die Mehrheit des Stiftungsrats unter Füh-
rung des Präsidenten A._______ eine Politik und einen Stil verfolgt, die 
in  Widerspruch  mit  dem Stiftungszweck  stehen. Diese  Mehrheit,  und 
insbesondere A._______, verfügt trotz allfälliger anderweitiger Lippen-
bekenntnisse nicht (mehr) über die Bereitschaft, ernsthafte Gespräche 
mit den sogenannt "ideologischen" Nutzerkreisen zu führen und verwei-
gert sich mittlerweile – anders als die Gegenseite – schlicht dem Dialog. 
Dies ist umso gravierender, als die von dieser Mehrheit verfolgte "realis-
tische" Linie dem Stiftungszweck nur bedingt entspricht und daher ein 
konstruktiver  Dialog  mit  den  "traditionelleren"  Nutzerkreisen  nicht  nur 
aus Gründen der "Friedlichkeit" geboten wäre. 

6.11 Bei  aller  gebotenen  Zurückhaltung  gegenüber  dem  Ermessens-
spielraum  der  Vorinstanz  erscheint  unter  diesen  Umständen  die  von 

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dieser getroffene Massnahme, die Abberufung des Beschwerdeführers 
1 als Stiftungsratsmitglied, nicht als die geeignete Massnahme, um das 
festgestellte Problem zu beheben. Im Vergleich zu der Einstellung und 
zum Verhalten von A._______ kann nicht gesagt werden, das Verhalten 
des Beschwerdeführers 1 im Allgemeinen und seine Indiskretionen im 
Besonderen stellten eine wesentliche Ursache für den Konflikt dar bzw. 
seine Abberufung werde einen merklichen Beitrag zur Konfliktlösung im 
Sinne des Stiftungszweckes leisten. Mit der Abberufung des Beschwer-
deführers 1 ergriff die Vorinstanz im dargelegten Konflikt Partei für eine 
der beiden Seiten; eine Seite jedoch, die weder in Bezug auf ihre Ziele 
noch in Bezug auf ihre Methoden Anlass zur Annahme bietet, dass un-
ter ihrer weiteren Führung der bestehende Konflikt im Sinne des Stif-
tungszweckes gelöst oder auch nur entschärft werden könnte. Gegen-
teils erscheint A._______ in erster Linie als Teil des Problems, nicht als 
Teil einer möglichen friedlichen Lösung des auf dem Stiftungsgelände 
herrschenden Konflikts. 

Der  Antrag der  Beschwerdeführer  auf  Aufhebung der  gegen den Be-
schwerdeführer  1  verfügten  Abberufung  als  Stiftungsratsmitglied  und 
stattdessen auf  Abberufung von A._______ als  Stiftungsratspräsident 
und Stiftungsratsmitglied erweist sich daher als begründet. 

7.
Die Beschwerdeführer beantragen weiter, der Stiftung einen kommissa-
rischer Verwalter mit juristischer Grundausbildung zur Seite zu stellen.

7.1 Zur Begründung bringen sie einerseits vor, mit der von der Vorins-
tanz im angefochtenen Entscheid erfolgten Anweisung zum Beizug ei-
nes externen Coaches zur Aufarbeitung der Konfliktherde innerhalb der 
Stiftung sei niemandem gedient. Einem solchen Coach fehle die nötige 
Autorität  in  Form der  direkten  Beziehung  zur  Aufsichtsbehörde. Dem 
bisherigen Sachwalter andererseits habe ganz offensichtlich die juristi-
sche Kompetenz gefehlt, die es ihm erlaubt hätte, den Erlass anfechtba-
rer Beschlüsse durch den Stiftungsrat zu verhindern. Nötig sei, dass der 
Stiftung für  beschränkte  Zeit  ein  Verwalter  mit  juristischer  Sach-  und 
hinreichender Sozialkompetenz beigegeben werde.

7.2 Die  Vorinstanz  schliesst  auf  Abweisung  dieses  Rechtsbegehrens. 
Ihrer  Ansicht  nach  genügt  es,  wenn  die  Empfehlungen  des  früheren 
Sachwalters  durch die  Stiftung unter  Mitwirkung eines  externen Coa-

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ches umgesetzt und die Konfliktherde in diesem Sinne professionell auf-
gearbeitet würden.

7.3 Auch die Stiftung bezeichnet das Rechtsbegehren der Beschwerde-
führer  als  unbegründet.  Dafür  seien  keine  Gründe  ersichtlich.  Es  er-
scheine wenig sinnvoll, bereits wieder einen externen Verwalter einzu-
setzen.

7.4 Nach Art. 83d Abs. 1 ZGB (in Kraft seit 1. Januar 2008; AS 2007 
4839) muss, wenn die vorgesehene Organisation der Stiftung nicht ge-
nügend, oder eines dieser Organe nicht rechtmässig zusammengesetzt 
ist, die Aufsichtsbehörde die erforderlichen Massnahmen ergreifen. Sie 
kann insbesondere der Stiftung eine Frist  ansetzen,  binnen derer der 
rechtmässige Zustand  wieder  herzustellen  ist  (Ziff.  1  von Abs. 1  von 
Art. 83d ZGB) oder das fehlende Organ oder einen Sachwalter ernen-
nen (Ziff. 2 von Abs. 1 von Art. 83d ZGB). Die Kosten dieser Massnah-
men trägt die Stiftung (Art. 83d Abs. 3 ZGB).

Die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Sachwalterschaft unter-
scheiden sich inhaltlich nicht wesentlich von jenen der Zulässigkeit der 
altrechtlich vorgesehenen Beistandschaft (vgl. dazu das Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts  B-3318  und  B-3227/2007  vom  6. März  2008 
E. 6.5 i.f.). Die Verbeiständung einer Stiftung und nunmehr die Anord-
nung der Sachwalterschaft müssen als Notbehelf gelten, der mit gebüh-
render Zurückhaltung zu handhaben ist (vgl. zur Verbeiständung: BGE 
126 III 499 E. 3a). Dies ist damit zu begründen, dass die Stiftungsauf-
sichtsbehörde  über  weit  reichende  Kompetenzen  und  Aufsichtsmittel 
präventiver und repressiver Art – etwa Abberufung und Ersetzung von 
Stiftungsräten – verfügt; die Verbeiständung kann demnach erst in zwei-
ter Linie in Frage kommen (Grundsatz der Subsidiarität). Immerhin ist 
die Anordnung der Sachwalterschaft in den in Art. 83d Abs. 1 ZGB ge-
nannten Fällen klarerweise zulässig. Daraus ergibt sich auch, dass - wie 
früher bei  der Verbeiständung -  eine Notsituation vorliegen muss, die 
von einer gewissen Dauer und nicht anderweitig kurzfristig behebbar ist 
(vgl.  zur  Verbeiständung  BGE 126  III  499  E. 3b).  Allerdings  darf  die 
Sachwalterschaft  auch nicht zum Dauerzustand werden. Vielmehr soll 
der  Aufsichtsbehörde  im  Sinne  einer  Überbrückungsmassnahme  da-
durch ermöglicht werden, die nötigen Vorkehren zur Schaffung oder Ver-
besserung der  Organisation durchzuführen,  wenn hierfür  ein längerer 
Zeitraum erforderlich ist. Sobald dies geschehen und für die gehörige 
Verwaltung  gesorgt  ist,  hat  die  Aufsichtsbehörde  darauf  hinzuwirken, 

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dass die Sachwalterschaft innert  vernünftiger Frist wieder aufgehoben 
wird.

Um zu beurteilen, ob die Anordnung einer Sachwalterschaft notwendig 
ist oder nicht, ist von folgenden zwei Leitlinien auszugehen: Erstens soll 
das  Stiftungsvermögen  seinen  Zwecken  gemäss  verwendet  werden, 
wobei der Stifterwille massgebend ist (vgl. Art. 84 Abs. 2 ZGB; RIEMER, 
a.a.O., Rz. 48 zu Art. 83 ZGB). Zweitens soll die Stiftung so organisiert 
sein, dass sie im Ergebnis funktionsfähig ist (dies ergibt sich implizit aus 
Art. 83 Abs. 1 und 2 ZGB; vgl. BGE 129 III 641 E. 4 sowie RIEMER, a.a.O., 
Rz. 12 und 30 zu Art. 83 ZGB). 

7.5 Beim Erlass ihrer Anweisung in Dispositiv Ziffer 5 des angefochte-
nen Entscheids ging die Vorinstanz davon aus, dass der gegenwärtige 
Stiftungsrat  rechtmässig  zusammengesetzt  und  damit  funktionsfähig 
sei.

Wie bisher dargelegt, teilt das Bundesverwaltungsgericht diese Auffas-
sung nicht. Vielmehr geht es davon aus, dass der derzeitige Stiftungsrat 
in nicht unwesentlichem Ausmass nicht rechtmässig zusammengesetzt 
ist. Welche genau zudem die gegenwärtige Zusammensetzung ist,  ist 
nicht restlos klar. Der Handelsregisterauszug jedenfalls ist offensichtlich 
nicht aktuell. Ob sich im derzeitigen Stiftungsrat noch weitere Mitglieder 
befinden, die nicht auf rechtmässige Weise, d.h. durch Nachrücken aus 
dem Ersatzstiftungsrat in den Stiftungsrat gelangt sind, ist aktenmässig 
ebenfalls  nicht  eindeutig  erstellt,  aufgrund der zeitlichen Abläufe aber 
wahrscheinlich.  Die  Anzahl  der  rechtmässig  berufenen  Stiftungsräte 
könnte sich daher – unter Berücksichtigung auch der Abberufung des 
Präsidenten  des  Stiftungsrats  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  - 
auf zwei Personen beschränken, womit die Stiftung nicht mehr über ei-
nen funktionsfähigen Stiftungsrat verfügen würde. 

Selbst wenn der Ersatzstiftungsrat zur Zeit noch genügend rechtmässig 
gewählte Mitglieder aufweisen sollte, um diese Vakanzen durch Nachrü-
cken zu füllen, ist es – im Hinblick auf die Vermeidung künftiger Rechts-
streitigkeiten - zweckmässig, wenn zumindest dieser Übergang zu einer 
funktionsfähigen und mit der Stiftungsurkunde konformen Organisation 
durch  einen  mit  der  nötigen  Autorität  und  Fachkunde  ausgerüsteten 
Sachwalter geleitet und beaufsichtigt wird. Auch bei der Frage, was der 
alsdann rechtmässig zusammengesetzte neue Stiftungsrat in Bezug auf 
die diversen Beschlüsse des bisherigen Stiftungsrats vorzukehren hat, 

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ist die Unterstützung durch einen Sachwalter mit juristischen Kenntnis-
sen zweifellos eine grosse Hilfe für die Stiftung und gleichermassen Ge-
währ