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**Case Identifier:** 8fb6ffac-2cde-5472-8bb4-dc8f4f672edc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.08.2019 IV 2017/310
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-310_2019-08-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/310

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 18.09.2019

Entscheiddatum: 06.08.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2019
Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Bemessung des Valideneinkommens. Gutheissung 
der Beschwerde und Zusprache einer halben Invalidenrente (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. August 2019, IV 
2017/310).

Entscheid vom 6. August 2019

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2017/310

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, Oberer Graben 44, 9000 St. 

Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente (Einkommensvergleich, Valideneinkommen)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 30. Juli 2015 bei der IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Die gelernte kaufmännische Angestellte hatte 

in ihrer beruflichen Karriere mehrere Weiterbildungen absolviert (vgl. IV-act. 10). Sie 

hatte unterschiedliche kaufmännische Stellen mit und ohne Leitungsfunktion 

innegehabt (vgl. IV-act. 11). Zuletzt war die Versicherte als Leiterin der Administration 

bei der B.___ angestellt gewesen (vgl. IV-act. 5 und 1 S. 5), als sie sich im Februar 2014 

bei einem Nichtbetriebsunfall eine Trimalleolar-Luxationsfraktur am linken 

Sprunggelenk zugezogen hatte (vgl. IV-act. 13 S. 5, act. G 1 S. 3 und G 1.3). Aufgrund 

der Unfallfolgen war sie zunächst zu 100 % und später bis zum 24. August 2014 

teilweise arbeitsunfähig geschrieben worden (vgl. act. G 1 S. 3 und G 1.3). Im Oktober 

2014 hatte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten gekündigt (IV-

act. 5), wobei sie die Kündigung mit einer Neuorganisation im Unternehmen begründet 

hatte (vgl. IV-act. 109 und 5 S. 2). Nach einer orthopädischen Operation vom 13. 

Februar 2015 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), die in einem Zusammenhang mit 

dem Unfall vom Februar 2014 gestanden hatte, war bei der Versicherten eine 

kardiopulmonale Dekompensation aufgetreten (act. G 4.2-1 S. 4; vgl. IV-act. 13 S. 4 ff., 

23 S. 1 f. und 48 S. 1 f.). In den darauffolgenden Untersuchungen hatten die 

behandelnden Ärzte eine koronare Eingefässerkrankung mit einem chronischen partiell 

kollateralisierten Verschluss des proximalen RIVA mit Status nach einem stummen 

Vorderwandinfarkt unklaren Datums diagnostiziert (vgl. IV-act. 13 S. 3 ff. und 48 S. 1 

ff.). In einer durchgeführten Echokardiographie hatte sich eine schwer eingeschränkte 

linksventrikuläre Pumpfunktion gezeigt (vgl. IV-act. 13 S. 9 und 48 S. 1 ff.). Die 

Versicherte war daraufhin medikamentös eingestellt worden und hatte ein ihr von den 

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behandelnden Ärzten empfohlenes Intervalltraining gestartet (vgl. IV-act. 13 S. 5 f.; 

vgl. ferner IV-act. 23 S. 1 f.). Anlässlich einer in der Klinik für Angiologie des KSSG 

durchgeführten Eintrittsuntersuchung vom __ Juni 2015 für eine ambulante vaskuläre 

Rehabilitation hatte die Versicherte von krampfartigen Schmerzen in der rechten Wade 

und einem Taubheitsgefühl im rechten Fuss berichtet, was ihre Gehstrecke 

einschränke, ebenso von einer grossen Müdigkeit, die seit anfangs des Jahres 2015 

bestehe (vgl. IV-act. 13 S. 4 ff.). Im Anmeldeformular der IV (unterzeichnet am 27. Juli 

2015, offenbar von der AHV-Zweigstelle am 30. Juli 2015 und von der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen am 10. August 2015 abgestempelt) 

hatte die Versicherte angegeben, seit dem 23. Februar 2015 an den Folgen eines 

Herzinfarkts zu leiden (IV-act. 1 S. 5).

A.b Am 7. August 2015 berichtete der behandelnde Arzt der Klinik für Kardiologie des 

KSSG, dass der klinische Verlauf insgesamt zufriedenstellend sei. Die Versicherte sei 

stabil und nicht mehr dekompensiert. Die Medikation werde ohne Schwindel toleriert. 

Echokardiographisch habe sich die linksventrikuläre Pumpfunktion allenfalls etwas 

verbessert, jedoch sei sie noch immer mittelschwer bis schwer eingeschränkt. Die 

ganze Situation mache der Versicherten psychisch stark zu schaffen. Sie fühle sich 

erschöpft und habe Zweifel, ob sie wieder in vernünftiger Frist in den Arbeitsprozess 

einsteigen könne. Die Versicherte habe zuvor eine Kaderposition innegehabt, wobei sie 

sich eine ähnliche Tätigkeit aufgrund des stressigen Umfeldes nicht mehr vorstellen 

könne. Die Versicherte sei im Monat August noch zu 100 % krankgeschrieben, damit 

sie sich auf die konsequente Durchführung der ambulanten vaskulären Rehabilitation 

und die entsprechenden Erholungsphasen konzentrieren könne. Eine 50%ige 

Berufstätigkeit parallel zur Rehabilitation sei ab September 2015 jedoch sehr 

wünschenswert (IV-act. 13 S. 9 f.). Am 31. August 2015 berichtete der Hausarzt Dr. 

med. C.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, dass die Versicherte seit dem 13. 

Februar 2015 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die kardiale Belastungsfähigkeit sei noch 

immer eingeschränkt. Hinzu komme eine Einschränkung der Gehfähigkeit. Gleichwohl 

sei geplant, dass die Versicherte die Arbeit in der nächsten Zeit wiederaufnehme, 

wobei auf die Krankheiten der Versicherten Rücksicht genommen werden müsse (IV-

act. 13 S. 3). In einer Stellungnahme vom 11. September 2015 teilte der regionale 

ärztliche Dienst (RAD) die Einschätzung, wonach ab September 2015 in einer 

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überwiegend sitzenden Tätigkeit im kaufmännischen Bereich eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 15 S. 1).

A.c  Mit zwei Mitteilungen vom 25. November 2015 sprach die IV-Stelle der 

Versicherten ein vom 20. November 2015 bis 31. Dezember 2016 dauerndes Coaching 

sowie Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche zu (IV-act. 33 und 34; 

vgl. ferner IV-act. 28). Am 24. Januar 2016 hielt der RAD fest, dass eine leichte 

körperliche Arbeit in vollem Pensum grundsätzlich zumutbar sei, jedoch eine langsame 

Eingliederung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit angezeigt sei (IV-act. 50). Am 28. 

Januar 2016 bewilligte die IV-Stelle der Versicherten einen vom 1. Februar bis 30. April 

2016 dauernden Arbeitsversuch als kaufmännische Mitarbeiterin im Betrieb D.___ 

GmbH und sprach ihr für die Dauer des Arbeitsversuchs Taggeldleistungen zu (IV-

act. 44 und 47; vgl. ferner IV-act. 41). Am 1. Februar 2016 trat die Versicherte den 

Arbeitsversuch in einem Pensum von 60 % als kaufmännische Angestellte an, wobei 

sie sich gemäss ihren Angaben noch immer dauerhaft müde und erschöpft fühlte 

(vgl. IV-act. 78 S. 2).

A.d In einem bei der IV-Stelle am 15. Februar 2016 eingegangen Bericht führte der 

behandelnde Arzt der Klinik für Kardiologie des KSSG aus, dass die Versicherte 

aufgrund der schwer eingeschränkten linksventrikulären Pumpfunktion ein erhöhtes 

Risiko eines plötzlichen Herztodes habe. Diesbezüglich sei eine ICD-Implantation 

vorgesehen. Trotzdem bestehe gegenüber der Normalbevölkerung ein erhöhtes Risiko 

für Tod und Re-Hospitalisation in Folge einer Herzinsuffizienz. Die Versicherte sei 

aktuell grundsätzlich zu 100 % arbeitsfähig, wobei sie möglicherweise etwas Zeit 

brauchen werde, bis sie wieder in Vollzeit arbeiten könne (IV-act. 48 S. 1 ff.). Am __ 

April 2016 trat die Versicherte zur Implantation eines Schrittmachers zur Prophylaxe 

eines plötzlichen Herztodes (vgl. IV-act. 48 S. 2 und 7) stationär in die Klinik für 

Kardiologie des KSSG ein. Nach einem komplikationslosen Eingriff konnte sie am __ 

April 2016 aus dem Spital entlassen werden (IV-act. 61 und 64). Am 8. April 2016 

verlängerte die IV-Stelle gestützt auf eine Vereinbarung zwischen der D.___ GmbH und 

der Versicherten (vgl. IV-act. 54) den Arbeitsversuch bis zum 31. Juli 2016 (IV-act. 56; 

vgl. ferner IV-act. 58). Am 6. Juni 2016 hielt der RAD fest, dass vom __ bis 8. April 2016 

kurzzeitig eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Seit dem 9. April 2016 könne 

die Versicherte in einer leichten, überwiegend sitzenden Tätigkeit wieder ein Pensum 

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von 50 % aufnehmen, wobei die Arbeitsfähigkeit abhängig vom weiteren 

Krankheitsverlauf weiter steigerbar sein sollte (IV-act. 66). Am 19. Juli 2016 

unterzeichneten die Versicherte und die D.___ GmbH einen Arbeitsvertrag, mit 

welchem die Versicherte ab dem 1. August 2016 in einem Pensum von 70 % als 

kaufmännische Angestellte eingestellt wurde (IV-act. 74). Am 30. November 2016 führte 

Dr. C.___ aus, dass die Versicherte in einem Pensum von 70 % arbeite. Sie habe einen 

verständnisvollen Chef, der ihrer Müdigkeit Rechnung trage und das Arbeitspensum 

anpasse. Ein Pensum von 70 % sei definitiv eine sehr gute Lösung, womit ein 

Gleichgewicht zwischen körperlicher Belastung und Erholung gegeben sei (IV-act. 82 

S. 3). Am 6. Dezember 2016 hielt auch der RAD fest, dass aktuell an der 

Arbeitsfähigkeit von 70 % festgehalten werden könne mit der Möglichkeit der 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit unter verbesserter Medikation und je nach Herzbefund 

anlässlich der nächsten Kontrolle (IV-act. 84). Nach Erhalt eines Berichts zu einer 

Kontrolluntersuchung in der Klinik für Kardiologie des KSSG vom __ Januar 2017 

(vgl. IV-act. 91) kam der RAD am 6. Februar 2017 zum Schluss, dass der behandelnde 

Arzt der Klinik für Kardiologie von weitgehend unveränderten Befunden ausgehe. Die 

Versicherte sei im Alltag deutlich eingeschränkt, ebenso liege eine mittelschwer 

eingeschränkte systolische Funktion vor. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

kaufmännischen Tätigkeit und in einer weniger anspruchsvollen kaufmännischen 

Tätigkeit betrage 70 %. Die medikamentöse Behandlung sei ausgeschöpft und es sei 

nicht mehr mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (IV-act. 94).

A.e  Mit Mitteilung vom 17. März 2017 informierte die IV-Stelle die Versicherte darüber, 

dass weitere berufliche Massnahmen nicht angezeigt seien, da sie angemessen 

eingegliedert sei (IV-act. 99).

A.f Mit Vorbescheid vom 7. April 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 30 % in Aussicht (IV-

act. 102). Zur Begründung führte die IV-Stelle im Wesentlichen aus, dass die 

Versicherte sowohl in der bisherigen Tätigkeit im kaufmännischen Bereich als auch in 

der aktuellen Tätigkeit als kaufmännische Angestellte zu 70 % arbeitsfähig sei. Ihre 

langjährige Anstellung als Leiterin der Administration habe sie wegen einer 

Umstrukturierung verloren, weshalb für die Berechnung des Invaliditätsgrades nicht auf 

dieses Einkommen abgestellt werden könne. Vergleiche man das Einkommen, welches 

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sie in der aktuellen Tätigkeit bei einem Pensum von 100 % verdienen könnte, mit 

demjenigen, welches sie aktuell in einem 70 % Pensum verdiene, resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 30 % (IV-act. 102).

A.g Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt P. 

Rechsteiner, am 18. Mai 2017 einwenden, dass sie mit der Festlegung des 

Valideneinkommens nicht einverstanden sei (IV-act. 106).

A.h Am 14. Juni 2017 berichtete die ehemalige Arbeitgeberin gegenüber der IV-Stelle, 

dass die Kündigung der Versicherten nicht aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt sei, 

sondern aufgrund einer Neuorganisation im Unternehmen. Die Arbeitsstelle der 

Versicherten sei auf zwei Personen aufgeteilt worden. Eine Person habe bereits in der 

Firma gearbeitet. Als zweite Person sei eine ausgebildete Personalleiterin eingestellt 

geworden. Aus diesem Grund sei das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten aufgelöst 

worden. Die Abwesenheit durch den Unfall habe keinen Einfluss gehabt (IV-act. 109).

A.i Nach der Durchführung einer zweiten Anhörung, in deren Rahmen der Versicherten 

Gelegenheit gegeben wurde, sich zur Stellungnahme der ehemaligen Arbeitgeberin zu 

äussern (vgl. IV-act. 110 und 111), verfügte die IV-Stelle am 12. Juli 2017 die 

Abweisung des Rentenbegehrens im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 112). Zum 

Einwand der Versicherten führte die IV-Stelle aus, dass sich die Versicherte aufgrund 

der Kündigung eine neue Arbeitsstelle habe suchen müssen, weshalb darauf 

abzustellen sei, was sie ohne gesundheitliche Einschränkung auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt verdienen könnte. Entscheidend sei nicht, was sie bestenfalls verdienen 

könnte, sondern was sie tatsächlich verdienen könne. Dabei sei zu berücksichtigen, 

dass es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer über __ Jahre 

schwierig sei, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Bei Kaderstellen habe sich auch das 

Anforderungsprofil stark geändert. Deshalb könne nicht einfach davon ausgegangen 

werden, dass die Versicherte im Gesundheitsfall weiterhin eine Kaderstelle innegehabt 

hätte (IV-act. 112 S. 2).

B.   

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B.a  Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

durch ihren Rechtsvertreter am 5. September 2017 Beschwerde erheben. Darin 

beantragte sie, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 

12. Juli 2017 sei aufzuheben und ihr sei eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1).

B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. November 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

B.c  In ihrer Replik vom 1. Dezember 2017 hielt die Beschwerdeführerin an dem in der 

Beschwerde gestellten Antrag fest (act. G 7).

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8 und 

9).

Erwägungen

1.  

Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. 

2.  

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

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Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen 

Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG).

3.  

Beide Parteien sind sich darin einig, dass die Beschwerdeführerin in der aktuellen 

Tätigkeit als kaufmännische Angestellte in einem Pensum von 70 % optimal 

eingegliedert sei und ihre Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 30 % betrage 

(vgl. act. G 1 S. 4 und 1.1 S. 1). Diese Einschätzung lässt sich aufgrund der 

medizinischen Aktenlage ohne weiteres nachvollziehen (vgl. insbesondere IV-act. 94 

und 82 S. 3) und ist nicht zu beanstanden. Demnach ist von einer medizinischen 

Restarbeitsfähigkeit von 70 % in einer ideal angepassten Tätigkeit auszugehen.

4.  

4.1 Ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei 

ist der Invaliditätsgrad unbestrittenermassen anhand eines Einkommensvergleichs zu 

ermitteln (vgl. E. 2).

4.2 Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu 

beurteilende IV-Anmeldung hat die Beschwerdeführerin am 30. Juli 2015 bei der IV-

Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs 

im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Januar 2016. Das Wartejahr 

gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht 

verstrichen gewesen, da die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit 

aufgrund des Herzleidens erst ab Mitte Februar 2015 arbeitsunfähig geworden war (vgl. 

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IV-act. 1, 5, 6, 13 und 15). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fiele der 

frühestmögliche Rentenbeginn somit auf den 1. Februar 2016 (Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 

Art. 29 Abs. 3 IVG). Da die Beschwerdeführerin für ihre Teilnahme an einem 

Arbeitsversuch von der IV-Stelle jedoch bis zum 1. August 2016 Taggelder erhalten hat 

(vgl. IV-act. 56 i.V.m. 57), kann ein Rentenanspruch vorliegend frühestens per 2. August 

2016 entstanden sein (Art. 29 Abs. 2 IVG). Für den Einkommensvergleich massgebend 

ist somit das Jahr 2016.

5.  

5.1 Zwischen den Parteien unbestritten ist das Invalideneinkommen (vgl. act. G 1 S. 4 

und act. G 1.1). Angesichts der optimalen Eingliederung der Beschwerdeführerin gehen 

die Parteien zu Recht davon aus, dass der Invalidenlohn dem von der 

Beschwerdeführerin im Jahr 2016 erzielten Jahresgehalt von Fr. 54'600.-- bei einem 

Pensum von 70 % (vgl. IV-act. 70) entspricht.

5.2 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 12. 

Juli 2017 das Valideneinkommen zu Recht auf Fr. 78'000.-- (aktueller Verdienst in 

einem 100 % Pensum) festgelegt hat (vgl. act. G 1.1 S. 2). Zur Begründung hat die 

Beschwerdegegnerin in der Verfügung ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin ihre 

Stelle als Leiterin Administration nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern 

aufgrund einer Neuorganisation verloren habe. Aufgrund der Kündigung habe sich die 

Beschwerdeführerin eine neue Stelle suchen müssen, weshalb für die Festlegung des 

Valideneinkommens nicht auf den bei der ehemaligen Arbeitgeberin erzielten Verdienst 

abgestellt werden könne. Vielmehr sei relevant, was die Beschwerdeführerin ohne 

gesundheitliche Einschränkung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verdienen 

könnte. Auf dem Arbeitsmarkt sei es für Arbeitnehmende über __ Jahre schwierig, eine 

neue Arbeitsstelle zu finden, auch wenn sie über langjährige Erfahrung und eine gute 

Ausbildung verfügten. Überdies habe sich bei Kaderstellen das Anforderungsprofil 

stark verändert, weshalb nicht einfach davon ausgegangen werden könne, dass die 

Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall weiterhin eine Kaderstelle innegehabt hätte 

(vgl. act. G 1.1). In ihrer Beschwerdeantwort hat die Beschwerdegegnerin weiter 

ausgeführt, dass es fraglich sei, ob eine hohe Kaderposition, wie sie die 

Beschwerdeführerin innegehabt habe, von einem Arbeitgeber für maximal fünf Jahre 

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besetzt werde. In der Regel würden solche Stellen im Rahmen einer mittel- bis 

langfristigen Planung besetzt. Auch habe die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2006 

keine Aus- und Weiterbildung in der Personaladministration und der Führung des 

Finanz- und Rechnungswesens absolviert. Gerade in einer leitenden Funktion seien 

laufende Weiterbildungen unerlässlich. Überdies verfüge die Beschwerdeführerin aus 

medizinischer Sicht nur über eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, was die Besetzung einer 

Arbeitsstelle erschwere, da ein Arbeitgeber darauf achte, ob die Stellenbewerberin für 

eine hohe Kaderfunktion gesundheitlich geeignet sei. Schliesslich entspreche der 

aktuelle Verdienst der Beschwerdeführerin hochgerechnet auf ein 100 % Pensum dem 

Ausbildungsstand und den Qualifikationen der Beschwerdeführerin als kaufmännische 

Angestellte. Das bei der letzten Arbeitgeberin erzielte Einkommen von jährlich 

Fr. 120'000.-- bei einem Pensum von 100 % sei als überdurchschnittlich anzusehen. 

Deshalb sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin einen solchen Lohn nicht 

mehr erreichen könnte (act. G 4).

5.3 Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass das 

vor ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielte Erwerbseinkommen nicht 

überdurchschnittlich hoch gewesen sei. Das Einkommen habe nicht einer hohen, 

sondern höchstens einer mittleren Kaderposition entsprochen, jedoch habe es 

durchwegs klar über demjenigen einer "blossen" Sachbearbeiterin oder 

kaufmännischen Angestellten gelegen, habe sie doch in den letzten 20 Jahren auch 

immer eine Leitungsfunktion innegehabt, wie es ihrer Berufserfahrung und Ausbildung 

entsprochen habe. Unter diesen Umständen könne nicht angenommen werden, dass 

sie ohne Invalidität keine Leitungsfunktion mehr erhalten hätte. Jedenfalls sei ein 

markant tieferes Valideneinkommen wie das bei der letzten Arbeitgeberin erzielte nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Schliesslich sei die Invalidität noch 

während ihres Arbeitsverhältnisses mit der ehemaligen Arbeitgeberin eingetreten. Auch 

wenn die Schwierigkeiten älterer Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt nicht zu 

übersehen seien, könne doch nicht behauptet werden, dass es bei einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt für sie nicht möglich gewesen wäre, weiterhin eine 

Leitungsfunktion auszuüben. Wenn das vorgerückte Alter im Rahmen der Bestimmung 

des Invalideneinkommens in der Regel kein Grund sei, um die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit zu verneinen, könne sich dies bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens nicht anders verhalten (act. G 1 S. 4 ff.). Überdies seien ihr 

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entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Eintritts der 

invalidisierenden Krankheit noch mehr als __ Jahre bis zur Pensionierung verblieben. 

Der Umstand, dass sie in ihrer Arbeitsfähigkeit zu 30 % eingeschränkt sei, betreffe das 

Invalideneinkommen und nicht das Valideneinkommen. Sodann habe sie sich nach der 

Kündigung bei Stellenvermittlungen im mittleren Kaderbereich gemeldet, wobei ihr 

signalisiert worden sei, dass ihre Chancen vor allem mit Blick auf die langjährige 

Berufserfahrung auf dem Stellenmarkt durchaus intakt seien. Die gesundheitlichen 

Probleme hätten die Suchbemühungen schliesslich durchkreuzt (act. G 7).

5.4 Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; 

BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). In der Regel ist für die 

Bestimmung des Valideneinkommens auf den zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung angepassten Verdienst abzustellen, da anzunehmen ist, dass die versicherte 

Person im Gesundheitsfall die bisherige Tätigkeit fortgesetzt hätte (BGE 135 V 59 E. 

3.1; Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, in: 

Hans-Ulrich Stauffer/ Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2014, N 49 zu Art. 28a IVG 

mit Hinweisen). Bei einer zeitlichen Nähe der Auflösung eines langjährigen 

Arbeitsverhältnisses und des Eintritts der gesundheitlichen Beeinträchtigung besteht 

regelmässig kein hinreichender Grund auf Tabellenlöhne anstelle des tatsächlich 

erzielten Verdienstes abzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Dezember 

2010, 9C_699/2010, E. 3.2; Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, a.a.O., N 48 zu Art. 28a). 

5.5 Vorliegend ist nicht klar, ob die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall die 

bisherige Stelle weiterhin innegehabt hätte, da sie ihre letzte Anstellung laut den 

Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin aufgrund einer Umstrukturierung verloren hat 

(vgl. IV-act. 5 S. 2 und 109 S. 1). Dass für die Kündigung auch der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin mit ca. siebenmonatiger ganzer oder teilweiser 

Arbeitsunfähigkeit bis knapp zwei Monate vor der Kündigung eine Rolle gespielt haben 

könnte, ist nicht auszuschliessen (vgl. act. G 1 S. 6 und 7 S. 1; vgl. ferner IV-act. 23 

S. 2), kann letztlich jedoch offengelassen werden. Denn es ist anzunehmen, dass die 

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Beschwerdeführerin in ihrer Validenkarriere aufgrund ihrer zahlreichen Weiterbildungen 

sowie ihrer langjährigen Berufserfahrung in einer Leitungsfunktion auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus eine andere Kaderposition bzw. eine andere 

ähnlich gut bezahlte Stelle gefunden hätte. Zwar ist das zuletzt von der 

Beschwerdeführerin erzielte Gehalt für eine kaufmännische Angestellte wohl als 

überdurchschnittlich zu werten (vgl. dazu auch act. G 1 S. 5), jedoch hat die 

Beschwerdeführerin zahlreiche Weiterbildungen absolviert, Lehrtätigkeiten 

wahrgenommen und Leitungsfunktionen ausgeübt (vgl. IV-act. 10 und 4), sodass ihr 

Lohn nicht mit demjenigen einer Sachbearbeiterin verglichen werden kann. Vielmehr 

hat die Beschwerdeführerin zuletzt eine Kaderposition innegehabt (vgl. IV-act. 5 S. 3 

und IV-act. 11 S. 2). Es ist davon auszugehen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für 

die Beschwerdeführerin zahlreiche Tätigkeitsoptionen im kaufmännischen Bereich 

bereithält. Darüber hinaus wären der Beschwerdeführerin auch Optionen im 

Bildungsbereich offengestanden (vgl. IV-act. 10 und 4). Zwar weist die 

Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass das fortgeschrittene Alter auf dem 

konkreten Arbeitsmarkt die Suche einer Stelle massgebend erschweren kann (vgl. 

act. G 1.1 und 4). Zum einen ist jedoch auch für die Bemessung des 

Valideneinkommens nicht auf den konkreten, sondern auf einen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt abzustellen, wie er auf der Seite des Invalideneinkommens berücksichtigt 

wird, da die Invaliditätsbemessung ansonsten in ein Ungleichgewicht geraten würde 

(vgl. dazu Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 22 zu 

Art. 16). Zum anderen kann im vorliegenden Fall selbst unter Berücksichtigung der 

konkreten Arbeitsmarktlage nicht behauptet werden, das Finden einer ähnlichen Stelle 

wie der bisherigen wäre für die Beschwerdeführerin kaum möglich gewesen. Aus einem 

bei den Akten liegenden Bestätigungsschreiben eines Arbeitsvermittlungsbüros vom 

27. November 2017 geht nämlich hervor, dass dieses für die Beschwerdeführerin ab 

November 2014 eine passende Position als Leiterin Administration und Personal 

analog ihren bisherigen Erfahrungen hat suchen wollen. Dabei ging es nicht zuletzt 

aufgrund der langjährigen Erfahrung, über welche die Beschwerdeführerin verfügte, 

von einem guten Potential aus, sie innerhalb einer ähnlich gelagerten Tätigkeit 

vermitteln zu können. Die Stellensuche sei aufgrund der Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin eingestellt worden (vgl. act. G 7.1). Dass die Chancen auf eine 

ähnlich bezahlte Stelle für die Beschwerdeführerin intakt gewesen sind, ergibt sich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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auch daraus, dass sie innert relativ kurzer Zeit wieder eine neue Anstellung in einer 

adaptierten Tätigkeit im kaufmännischen Bereich gefunden hat. Zwar handelt es sich 

dabei um keine Kaderstelle, jedoch ist anzunehmen, dass das Alter bei der 

Stellenbesetzung von Kaderpositionen eher mehr in den Hintergrund rückt als bei einer 

Stelle mit einem weniger hohen Anforderungsprofil. Denn für Kaderpositionen dürfte 

Berufs-und Führungserfahrung besonders bedeutsam sein. Der Umstand, dass die 

Beschwerdeführerin gemäss der Aktenlage in den letzten Jahren keine Weiterbildungen 

absolviert hat, wäre der Aufnahme einer Kaderfunktion ebenfalls nicht 

entgegengestanden. Schliesslich verkennt die Beschwerdegegnerin, dass der 

Arbeitsfähigkeitsgrad nach Eintritt der Invalidität für die Beurteilung des 

Valideneinkommens keine Relevanz hat, wenn sie behauptet, das Finden einer 

Kaderposition wäre auch aufgrund der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit erschwert 

(vgl. act. G 4 S. 5 f.). Im Gesundheitsfall hätte die Beschwerdeführerin mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin in einem Pensum von 100 % gearbeitet. 

Zusammenfassend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall eine der letzten Stelle ähnliche Anstellung 

innegehabt hätte. Das konkrete Valideneinkommen kann letztlich offenbleiben, da die 

Beschwerdeführerin bereits ab einem jährlichen Einkommen von Fr. 109'000.-- 

(aufgerundeter IV-Grad von 50 %) bzw. Fr. 110'000.-- (abgerundeter IV-Grad von 50 %) 

einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat und es mit Blick auf ihre früheren 

Anstellungen überwiegend wahrscheinlich ist, dass sie im Gesundheitsfall ein solches 

Einkommen hätte erzielen können. Aus dem Auszug aus ihrem individuellen Konto 

ergibt sich nämlich, dass sie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

(Löhne hochindexiert auf das Jahr 2016; vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, 

Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 bis 

2016) bei ihrer letzten Arbeitgeberin in den Jahren 2009 bis 2013 durchschnittlich ein 

Jahreseinkommen von Fr. 132'589.--, bei einer anderen Arbeitgeberin in den Jahren 

2001 bis 2004 von Fr. 109'723.80 und bei einer weiteren Arbeitgeberin in den Jahren 

1995 bis 1998 von Fr. 113'371.80 verdient hat (vgl. IV-act. 4). Die drei mehrjährigen 

Anstellungen zeigen also, dass die Beschwerdeführerin stets in der Lage gewesen ist, 

ein Einkommen von über Fr. 109'000.-- zu erzielen. Der bei der letzten Arbeitgeberin 

erzielte Lohn ist somit kein einmaliger Glücksfall gewesen. Vielmehr ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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Gesundheitsfall weiterhin ein Einkommen von über Fr. 109'000.-- hätte erzielen 

können, womit ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % und somit ein Anspruch auf 

eine halbe Rente besteht. Selbst beim Abstellen auf den gemäss der 

Beschwerdeführerin zuletzt erzielten Verdienst von Fr. 120'900.-- (vgl. IV-act. 1 S. 5; 

vgl. ferner IV-act. 5) bzw. beim Abstellen auf den laut Auszug aus dem individuellen 

Konto erzielten Höchstverdienst im Jahr 2013 von Fr. 130'900.-- (vgl. IV-act. 4 S. 1) 

ergäbe sich kein höherer Rentenanspruch. Folglich hat die Beschwerdeführerin ab 

August 2016 (vgl. E. 4.2) einen Anspruch auf eine halbe Rente.

6.  

6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in Gutheissung der 

Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin ist mit Wirkung ab August 2016 

eine halbe Rente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenbeträge an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird zu berücksichtigen haben, dass 

am 1. August 2016 noch ein Taggeld von Fr. 265.60 ausgerichtet worden war (vgl. IV-

act. 58 S. 1).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl. 

Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 

2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30  HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 

Im hier zu beurteilenden, durchschnittlich aufwändigen Fall erscheint eine pauschale 

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat die 

Beschwerdeführerin deshalb mit Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung aufgehoben und der 

Beschwerdeführerin wird mit Wirkung ab August 2016 eine halbe IV-Rente 

zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2019
	Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Bemessung des Valideneinkommens. Gutheissung der Beschwerde und Zusprache einer halben Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. August 2019, IV 2017/310).

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		2025-07-19T04:49:35+0200
	"9001 St.Gallen"
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