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**Case Identifier:** 9f8fda2e-bb96-5b73-a970-9d6932879d98
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.06.2020 720 19 326/148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-326-148_2020-06-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juni 2020 (720 19 326 / 148) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Voraussetzungen für eine revisionsweise Rentenaufhebung trotz vorgängig auferlegter, 

mittlerweile aber erfüllter Schadenminderungsmassnahmen nicht erfüllt.  

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

  
 
 
A. Der 1972 geborene A.____ reiste im Jahr 2005 in die Schweiz ein und arbeitete in der 
Folge zunächst im Housekeeping und anschliessend über diverse Temporärfirmen im Gastrono-
miebereich als Küchengehilfe sowie im Reinigungsdienst. Im Jahr 2011 erlitt er einen Unfall, bei 
dem er sich eine Wirbelkörperimpressionsfraktur zuzog. Seither ging der Versicherte keiner Er-
werbstätigkeit mehr nach. Nachdem er sich unter Hinweis auf seinen Unfall am 25. Juli 2011 bei 

 
 
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der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet hatte, sprach ihm die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhält-
nisse, namentlich gestützt auf ein interdisziplinäres Gutachten der B.____ AG vom 18. April 2016, 
mit Verfügung vom 16. August 2016 auf der Basis eines IV-Grads von 100% ab 1. Februar 2012 
eine ganze Rente der IV zu.  
 
B. Mit Blick auf die dem Versicherten auferlegten Schadenminderungsauflagen leitete die 
IV-Stelle im April 2017 eine revisionsweise Überprüfung ihrer Rentenzusprache ein. Gestützt auf 
eine rheumatologisch und psychiatrische Begutachtung durch die Dres. Dr. C.____, FMH Rheu-
matologie und Innere Medizin, und Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
20. März bzw. vom 9. April 2018, gelangte sie zur Auffassung, dass der Versicherte mittlerweile 
in der Lage sei, ein Renten ausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Nach Durchfüh-
rung des Vorbescheidverfahrens hob sie die laufende ganze IV-Rente des Versicherten mit Ver-
fügung vom 21. August 2019 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats 
auf. 

 
C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Deborah Büttel, am 
23. September 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm über das Einstellungsdatum 
per Ende September 2019 hinaus weiterhin eine ganze IV-Rente zuzusprechen sei. Eventualiter 
sei ihm ab 1. Oktober 2019 eine Dreiviertelsrente der IV zuzusprechen, subeventualiter sei 
zwecks Beurteilung des Leistungsanspruches ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuho-
len. Subsubeventuell sei die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung der gesundheitlichen 
Verhältnisse an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vor-
bringen, dass aufgrund seines unveränderten Gesundheitszustands kein Revisionsgrund gege-
ben sei. Ausserdem sei das Valideneinkommen falsch berechnet worden, und schliesslich hätte 
zwecks umfassender Beurteilung der aktuellen gesundheitlichen Situation ein polydisziplinäres 
Verlaufsgutachten eingeholt werden müssen.  

 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung 25. November 2019 auf Abweisung der Be-
schwerde. Im Wesentlichen hielt sie fest, die Gutachter der B.____ AG seien anlässlich der ur-
sprünglichen Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse zum Schluss gekommen, dass die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten in einer angepassten Verweistätigkeit aufgrund der noch nicht 
ausgeschöpften Therapiemassnahmen dazumal noch nicht abschliessend habe beurteilt werden 
können. Die ursprüngliche Rentenzusprache habe auf einem noch instabilen Gesundheitszu-
stand beruht, und die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit sei noch nicht möglich gewesen. Unter 
Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_383/2017 machte die IV-Stelle geltend, dass sie 
deshalb berechtigt gewesen sei, den Leistungsanspruch revisionsweise neu zu beurteilen, auch 
wenn mit Blick auf das bidisziplinäre Revisions-Gutachten der Dres. C.____ und D.____ festzu-
stellen sei, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der ursprünglichen Renten-
zusprache nicht verändert habe und ein unveränderter Gesundheitszustand nunmehr lediglich 
anderes beurteilt worden sei.  
 

 
 
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E. Mit Replik vom 30. Januar 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren 
fest und führte aus, es sei unzutreffend, dass die Gutachter der B.____ AG bloss deshalb eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit attestiert hätten, weil diese dazumal noch 
nicht habe beurteilt werden können. Deren Einschätzung habe auf einer umfassenden medizini-
schen Beurteilung beruht. Es sei zwar korrekt, dass Schadenminderungsauflagen formuliert wor-
den seien. Diese aber seien unbestrittenermassen alle erfüllt worden.  

 
F. Mit Duplik vom 24. Februar 2020 hielt die IV-Stelle an der Abweisung der Beschwerde 
fest. Es sei unbestritten, dass sich die Gutachter der B.____ AG zur Frage der Arbeitsunfähigkeit 
in einer Verweistätigkeit klar geäussert hätten und auch in einer solchen Verweistätigkeit von 
einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Dabei habe es sich aber um keine abschlies-
sende Einschätzung gehandelt, weil noch kein stabiler Gesundheitszustand vorgelegen habe. Es 
sei zwar unbestritten, dass im rheumatologischen Revisionsgutachten von Dr. C.____ vergleich-
bare objektive Befunde beschrieben worden seien wie bereits sowohl im Zeitpunkt einer ersten 
Begutachtung im Jahr 2015 als auch im Rahmen der Exploration durch die B.____ AG im Jahr 
2016. Gestützt auf die bereits vernehmlassungsweise zitierte Rechtsprechung des Bundesge-
richts schliesse dies ein revisionsweises Zurückkommen auf die Rentenzusprache jedoch nicht 
aus.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde des Versicherten vom 23. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 

 
 
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Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 

 
 
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4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 21. Au-
gust 2019 die dem Versicherten bisher ausgerichtete ganze IV-Rente zu Recht per Ende Sep-
tember 2019 aufgehoben hat. 
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den 

 
 
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Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreivier-
telsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 V 131 E. 3). Ein Revisionsgrund 
betrifft die Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu nament-
lich ihr Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht eine Diagnose massgebend, sondern in erster 
Linie der pathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diag-
nose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht al-
lein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen 
werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand – eine Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
führt, revisionsrechtlich aber von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente auch revidierbar, 
wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan-
des erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner dann gegeben, wenn eine andere 
Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen alleine führt dem soeben Gesagten zufolge nicht zu ei-
ner materiellen Revision. Bloss auf einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich uner-
hebliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen stets 
abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der 
beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist dabei meist auf eine unterschiedli-
che Ausübung des medizinischen Ermessens (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil 
des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1, mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen ab-
zugrenzen, muss jeweils deutlich werden, dass die Fakten, mit denen eine Veränderung begrün-
det wird, neu sind, oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung 
eingetretene tatsächliche Änderung gilt diesfalls dann genügend untermauert, wenn die ärztlichen 
Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung 
und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu einer neuen Einschätzung des Schweregrades der er-
hobenen Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2, mit Hinweis).  
 
5.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die revisionsweise Prüfung einer anspruchserheblichen Än-
derung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige 
Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustan-
des) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-
Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 16. August 2016 bei einem IV-Grad von 100 % ab 
1. Februar 2012 eine ganze IV-Rente zu. Im April 2017 leitete sie die revisionsweise Überprüfung 

 
 
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dieser Leistungszusprache ein. Gestützt auf ihre in der Folge vorgenommenen medizinischen 
Abklärungen, namentlich in Form des bidisziplinären Gutachtens durch die Dres. C.____ und 
D.____ vom 20. März bzw. vom 9. April 2018, gelangte sie zur Auffassung, dass mittlerweile ein 
medizinischer Endzustand vorliege, und der Versicherte nunmehr in der Lage sei, ein Renten 
ausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. In der Folge hob sie die laufende ganze IV-
Rente mit Verfügung vom 21. August 2019 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung fol-
genden Monats auf. Damit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente 
rechtfertigt, durch den Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Ren-
tenverfügung vom 16. August 2016 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend 
angefochtenen Verfügung vom 21. August 2019. 
 
6.1 Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Ände-
rung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung allenfalls nach den für die Wiedererwägung 
rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die 
Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Ein-
spracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berich-
tigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG 
dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger 
Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 
ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit 
Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Ge-
richt festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit 
dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).  
 
6.2 Die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für eine Wiedererwä-
gung ist nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, welche bestanden hat, als die ursprüngli-
che Rentenverfügung ergangen ist (BGE 125 V 389 E. 3 mit Hinweisen). Die wiedererwägungs-
weise Aufhebung einer Invalidenrente kann jedoch nur bei Unvertretbarkeit der ursprünglichen 
Rentenzusprache erfolgen. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran 
möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es darf nur ein einziger Schluss - derjenige auf die 
Unrichtigkeit der Verfügung - möglich sein (Urteile des Bundesgerichts vom 12. August 2010, 
9C_181/2010, E. 3, und vom 14. Januar 2009, 8C_512/2008, E. 6.1 mit Hinweisen). Das Erfor-
dernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel dann erfüllt, wenn die gesetzeswidrige Leis-
tungszusprechung auf Grund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, oder 
wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt worden sind. Anders verhält 
es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen 
liegt, deren Beurteilung (z.B. Invaliditätsbemessung, Einschätzungen der Arbeitsunfähigkeit, Be-
weiswürdigungen, Zumutbarkeitsfragen) notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint 
die Beurteilung solcher Anspruchsvoraussetzungen (einschliesslich ihrer Teilaspekte, wie etwa 
insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechts-
lage, wie sie sich retrospektiv im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung dargeboten 

 
 
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hatte, als vertretbar, scheidet die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit aus (Urteil des Bun-
desgerichts vom 12. August 2010, 9C_181/2010, E. 3). 
 
7.1.1 Vorliegend sind sich die Parteien zu Recht darin einig, dass sich der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprache im August 2016 bis hin 
zur aktuell angefochtenen Leistungsaufhebung im August 2019 nicht verändert hat (Beschwer-
debegründung, Ziff. 22 sowie Replik, Ziff. 21; Vernehmlassung, S. 6, ad Ziffer 9 und Duplik, S. 2, 
ad Ziffer 2). Weder anlässlich der psychiatrischen Exploration durch die B.____ AG vom 20. Ok-
tober 2015 (IV-Dok 101, S. 36 f.) noch anlässlich der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. 
D.____ am 13. März 2018 (IV-Dok 168, S. 25) konnten allfällige psychiatrische Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden. Auch in somatischer Hinsicht liegt keine 
Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse vor: In seinem Teil-Gutachten vom 9. April 2018 
hat Dr. C.____ explizit bestätigt, dass der Zustand des Versicherten bereits seit der Erstbegut-
achtung vom 24. Juni 2015 (IV-Dok 84.14) in rheumatologischer Hinsicht gleichgeblieben sei (IV-
Dok 169, S. 49). Diese Schlussfolgerung stimmt mit den objektiven Befunden überein, die sich 
anlässlich der rheumatologischen Exploration am 19. März 2018 letztlich identisch präsentiert 
haben, wie sie bereits anlässlich der Vorbegutachtung durch die B.____ AG im April 2016 erho-
ben worden waren (IV-Dok 169, S. 49). 
 
7.1.2 Allfällige Indizien, welche für eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse spre-
chen würden, liegen keine vor. Die beiden Teilgutachten der Dres. C.____ und D.____ sind – wie 
dies vom Bundesgericht verlangt wird – für die streitigen Belange umfassend. Sie beruhen auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden des Versicherten und 
sind in Kenntnis aller relevanten Vorakten abgegeben worden. Insbesondere setzen sie sich auch 
einlässlich mit den Erhebungen und Einschätzungen der Vorgutachter, namentlich der B.____ 
AG, auseinander. Es kann in dieser Hinsicht auf die Stellungnahme des regional-ärztlichen Diens-
tes der IV-Stelle (RAD) vom 25. April 2018 verwiesen werden, wonach auch die RAD-Ärztin zum 
Schluss gekommen ist, dass sich aktuell vergleichbare objektive Befunde wie bereits anlässlich 
der Erstbegutachtung durch die B.____ AG finden liessen (IV-Dok 171, S. 5). Kongruent mit den 
durch Dr. C.____ erhobenen Befunden erweist sich schliesslich auch die Einschätzung des RAD 
vom 31. Oktober 2018, wonach die aktuelle Bildgebung der Lendenwirbelsäule vom 30. Juli 2018 
im Vergleich zu den MRT-Bildgebungen der Jahre 2012 bis 2014 einen unveränderten Befund 
gezeigt habe (IV-Dok 187, S. 2). Angesichts dieser übereinstimmend erhobenen Erkenntnissen 
kann jedenfalls nicht gesagt werden, das nunmehr im Zentrum stehende rheumatologische Re-
visionsgutachten von Dr. C.____ würde die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein 
beweiskräftiges Verwaltungsgutachten nicht erfüllen. Gestützt darauf ist demnach von einem 
gleich gebliebenen Gesundheitszustand auszugehen. Eine erhebliche Verbesserung der gesund-
heitlichen Verhältnisse, wie sie für eine Renten-Revision grundsätzlich erforderlich wäre (Erwä-
gung 5.1 hiervor), liegt damit klarerweise nicht vor.  
 
7.1.3 Nicht ausgewiesen und auch von keiner Partei behauptet ist eine revisionsrechtlich be-
deutsame Angewöhnung oder eine allfällige Anpassung des Versicherten an seine Behinderung, 
welche mittlerweile zu einer Verbesserung der ihm bisher attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit 
geführt hätte, und damit ebenfalls die nach Art. 17 ATSG erforderliche Voraussetzung für eine 

 
 
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revisionsweise Renteneinstellung erfüllen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 
2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Dr. C.____ ist in seinem rheumatologi-
schen Teilgutachten vom 9. April 2018 im Gegenteil zum Schluss gekommen, dass der Versi-
cherte seine im Nachgang zur ursprünglichen Rentenzusprache auferlegte Schadenminderungs-
pflicht (IV-Dok 112) vorbehaltlos erfüllt hat (IV-Dok 169, S. 49). Dennoch hat der Gutachter eine 
Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse unmissverständlich ausgeschlossen (oben, Er-
wägung 7.1.2 hiervor). Eine erhebliche Veränderung erwerblicher Auswirkungen oder eine mitt-
lerweile veränderte Art der Bemessung der Invalidität steht sodann offenkundig ebenso wenig zur 
Diskussion (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
7.1.4 Schliesslich kann auch nicht davon gesprochen werden, die vorliegend angefochtene 
Leistungsaufhebung könne mit der substituierten Begründung geschützt werden, dass die ur-
sprüngliche Rente des Versicherten offensichtlich zu Unrecht zugesprochen worden und deshalb 
nunmehr in Wiedererwägung zu ziehen wäre. Die Rentenzusprache vom 16. August 2016 (IV-
Dok 116) basierte auf einem Invaliditätsgrad von 100% und beruhte in medizinischer Hinsicht 
(oben, Erwägung 5.4) auf einer durch die MEDAS-Gutachter der B.____ AG attestierten Arbeits-
unfähigkeit von 100% in einer adaptierten, rückenschonenden Verweistätigkeit. Mit Blick auf das 
für die Wiedererwägung massgebende Kriterium einer ursprünglich offensichtlich fehlerhaften 
Einschätzung der für die Rentenbemessung massgebenden Parameter erweist sich dieses Gut-
achten aus retrospektiver Sicht für die damals zu prüfenden Belange als umfassend. Als Basis 
für die damalige Rentenzusprache hat es jedenfalls alle rechtsprechungsgemässen Vorausset-
zungen an eine schlüssige Expertise erfüllt. So beinhaltete das Gutachten der B.____ AG nebst 
einer rheumatologischen und psychiatrischen Exploration insbesondere auch die Fachdisziplinen 
der Orthopädie und der Neurochirurgie. Die einzelnen Fachgutachter der B.____ AG haben unter 
Berücksichtigung des orthopädischen Vorgutachtens von Prof. Dr. med. E.____, FMH Orthopädie 
und Chefarzt i.R. der F.____, vom 24. Juni 2015 (IV-Dok 84.14) in einer überaus detaillierten 
Konsensbeurteilung schlüssig dargelegt, dass der Versicherte bereits dazumal in einer körperlich 
rückenadaptierten, leichten bis mittelschweren Verweistätigkeit in erster Linie aus rheumatologi-
scher Sicht voll arbeitsunfähig war. Ihre Schlussfolgerung haben sie damit begründet, dass sein 
klinischer Zustand noch nicht genügend stabilisiert gewesen sei, und vorerst der weitere Verlauf 
abgewartet werden müsse, bevor in sechs bis neun Monaten eine erneute Beurteilung der ver-
bleibenden Restarbeitsfähigkeit erfolgen könne (IV-Dok 101, S. 34). Angesichts ihrer umfassend 
begründeten Einschätzung kann nunmehr nicht davon gesprochen werden, das damalige Gut-
achten der B.____ AG sei nicht valide und die darauf beruhende Zusprache einer ganzen IV-
Rente zweifellos unrichtig gewesen. Solches wird denn auch von keiner der Parteien behauptet 
(vgl. insbesondere Duplik der IV-Stelle vom 24. Februar 2020, Ziffer 1, 2. Absatz), und widersprä-
che letztlich auch der damaligen Empfehlung des RAD vom 9. Mai 2016, den ursprünglichen 
Rentenentscheid auf das Gutachten der B.____ AG abzustützen (IV-Dok 104). Die Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter der B.____ AG erscheint vor dem Hintergrund der Sach- 
und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung dargeboten 
hatte, vielmehr noch immer als zutreffend. Bei dieser Sachlage liegt aus retrospektiver Sicht keine 
offensichtlich fehlerhafte Rechtsanwendung vor, und es verbietet sich demnach auch eine Ren-
teneinstellung unter dem Titel von Art. 53 Abs. 2 ATSG. 
 

 
 
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7.2 Trotz der bereits im Jahr 2016 attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit und der von ihm seit 
Juni 2015 unverändert beurteilten Gesundheitsverhältnisse vertritt Dr. C.____ in seinem rheuma-
tologischen Teilgutachten vom 9. April 2018 allerdings den Standpunkt, dass der Versicherte be-
reits im Zeitpunkt des Gutachtens der B.____ AG vom 18. April 2016 einer rückenadaptierten 
Verweistätigkeit im Umfang von 80% hätte nachgehen können (IV-Dok 169, S. 49 und 54). Diese 
Auffassung stellt eine abweichende medizinische Einschätzung im Wesentlichen unveränderter 
tatsächlicher Verhältnisse dar und kann nicht zu einer materiellen Revision führen. Die Aussagen 
von Dr. C.____ lassen in diesem Zusammenhang keinen anderen Schluss zu. Er begründet seine 
abweichende Einschätzung damit, dass die damalige Schlussfolgerung des neurochirurgischen 
Fachgutachters der B.____ AG nicht der üblichen Usanz entsprochen habe. Der ursprünglichen 
Argumentation der B.____ AG, wonach in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit 
mehr bestanden habe, weil zuerst eine Behandlung des zugrundeliegenden Problems angegan-
gen habe werden müssen, könne nicht gefolgt werden. Nicht korrekt sei insbesondere auch die 
Schlussfolgerung des rheumatologischen Fachgutachters der B.____ AG, wonach die verblei-
bende Arbeitsfähigkeit deshalb nicht definitiv habe beurteilt werden können, weil die therapeuti-
schen Massnahmen dazumal noch nicht ausgeschöpft gewesen seien (IV-Dok 169, S. 55). Diese 
nachträglich abweichende Einschätzung von Dr. C.____ überzeugt indessen nicht. Einerseits er-
weist es sich als nicht nachvollziehbar, weshalb ein allenfalls noch nicht ausgeschöpftes Thera-
piepotential eine Arbeitsunfähigkeit per se ausschliessen soll. Würde man der Argumentation von 
Dr. C.____ folgen, würde ein Rentenanspruch solange nicht entstehen können, bis alle möglichen 
Therapiemassnahmen ausgeschöpft wären. Ein solches Verständnis widerspräche jedoch der 
gesetzlichen Konzeption von Art. 28 Abs. 1 IVG, wonach ein medizinisches Verbesserungspo-
tential gerade keinen Vorbehalt für einen Rentenanspruch darstellt, sondern lediglich Anlass für 
eine Revision (Art. 17 ATSG) oder allenfalls eine Leistungskürzung (Art. 21 Abs. 4 ATSG) bilden 
kann. Ausserdem argumentiert Dr. C.____ mit der Hypothese, dass es für den damaligen Rheu-
matologen der B.____ AG schwierig gewesen sein dürfte, mit seiner eigenen Meinung durchzu-
dringen, während der Wirbelsäulen-Chirurge von einer fehlenden Arbeitsfähigkeit ausgegangen 
sei. Dr. C.____ übersieht dabei, dass die Einschätzung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des 
Versicherte dazumal nicht etwa nur durch den Neurochirurgen, sondern in erster Linie durch den 
rheumatologischen Experten der B.____ AG vertreten worden war (IV-Dok 101, S. 90). Jedenfalls 
ist festzustellen, dass in erster Linie nicht etwa die neurochirurgische Fachbeurteilung der B.____ 
AG, sondern vielmehr deren rheumatologische Einschätzung in die Gesamtbeurteilung der ver-
bleibenden Arbeitsfähigkeit eingeflossen ist (IV-Dok 101, S. 32). Wie es sich mit der Schlüssigkeit 
der nunmehr abweichenden Einschätzung von Dr. C.____ im Detail verhält, kann trotz dieser 
Widersprüche letztlich aber offenbleiben. Sie stellt so oder anders keine Feststellung über eine 
seit der früheren Beurteilung der B.____ AG eingetretene tatsächliche Veränderung, sondern le-
diglich eine abweichende Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen medizinischen 
Sachverhalts dar (oben, Erwägung 5.3). Dies aber ist unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten 
unbeachtlich. 
 
7.3.1 Was die IV-Stelle hiergegen vorbringt, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Sie 
vertritt die Auffassung, dass die Rente des Beschwerdeführers dennoch revidiert werden könne. 
Unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_383/2017 vom 11. Oktober 2017 macht sie 
geltend, dass Art. 17 ATSG einem Zurückkommen auf die Rentenzusprache und einem Abstellen 

 
 
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auf die neue medizinische Beurteilung von Dr. C.____ nicht entgegenstehe, auch wenn dieser 
einen unveränderten Gesundheitszustand lediglich abweichend beurteilt habe. Hintergrund bilde 
die Tatsache, dass die ursprüngliche Rentenzusprache vor dem Hintergrund noch instabiler ge-
sundheitlicher Verhältnisse erfolgt und mit der anschliessenden Schadenminderungsauflage hin-
sichtlich der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit ein entsprechender Vorbehalt vorgesehen wor-
den sei. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass das Bundesgericht 
in dem von der Beschwerdegegnerin zitierten Entscheid festgehalten hat, dass Art. 17 ATSG 
nicht ausschliesse, zu einem späteren Zeitpunkt eine eingehendere Abklärung der Sache vorzu-
nehmen und gestützt auf deren Ergebnisse tatsächlicher Natur über den laufenden Leistungsan-
spruch revisionsweise neu zu befinden, wenn im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung 
ein entsprechender Vorbehalt gemacht worden sei (a.a.O., E. 6.2 mit Hinweis auf Urteil des Bun-
desgerichts 9C_342/2008 vom 20. November 2008, E. 3.2, in SVR 2009 IV Nr. 20, S. 52). Eben-
falls trifft es zu, dass dem Versicherten im vorliegenden Fall eine Schadenminderungspflicht auf-
erlegt worden war (IV-Dok 112), weil die Gutachter der B.____ AG in ihrem Gutachten vom 18. 
April 2016 davon ausgegangen waren, dass ein nicht ausgeschöpftes Therapie- und Rehabilita-
tionspotential bestehe und nicht ausgeschlossen sei, dass der Versicherte mittel- bis langfristig 
in einer leichten bis mittelschweren Verweistätigkeit wieder voll arbeitsfähig werden könnte (IV-
Dok 101, S. 55). Alleine daraus aber ableiten zu wollen, die ursprünglich zugesprochene Rente 
könne trotz unverändert gebliebener Gesundheitsverhältnisse revisionsweise herabgesetzt oder 
gar aufgehoben werden, geht nicht an.  
 
7.3.2 Zum einen hat der Beschwerdeführer seine Schadenminderungsauflagen erfüllt (IV-Dok 
169, S. 49). Trotzdem haben sich seine Gesundheitsverhältnisse nicht verbessert (oben, Erwä-
gung 7.1.2). Dass die auferlegte Schadenminderungspflicht zumindest mit einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit mittlerweile zu einer erheblichen Verbesserung der Erwerbstätigkeit geführt hätte 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. April 2014, 8C_70/2014, E. 6.1 f.), ist ausserdem weder dar-
getan, noch bestehen hierfür allfällige Anhaltspunkte in den Akten. Dr. C.____ geht im Gegenteil 
davon aus, dass die fachgerecht vorgenommene Massnahme so oder anders keine Verbesse-
rung des Gesundheitszustands bewirkt hätte (IV-Dok 169, S. 55; in Bezug auf den Beinlängen-
ausgleich ebenfalls bereits der RAD in seiner Stellungnahme vom 26. April 2016, zitiert in Gut-
achten von Dr. C.____ vom 9. April 2018, IV-Dok 169, S. 55 f., sowie ebenfalls der RAD in seiner 
Stellungnahme vom 31. Oktober 2018 in Bezug auf die epiduralen Infiltrationen). Damit verbietet 
sich eine allfällige Leistungsverweigerung im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG.  
 
7.3.3 Andererseits kann aus dem von der IV-Stelle zitierten Entscheid des Bundesgerichts 
nicht abgeleitet werden, eine ursprünglich unter Vorbehalt der Schadenminderung zugespro-
chene Rente könne unter Ausserachtlassung der in Art. 17 ATSG statuierten Grundsätze revidiert 
werden. In jenem Entscheid ging es um ein revisionsweise eingeholtes Gutachten, bei welchem 
unklar geblieben war, ob es sich nicht lediglich um eine abweichende Würdigung desselben Sach-
verhalts gehandelt hatte, wie er bereits anlässlich der ursprünglichen Rentenzusprache erhoben 
worden war. Eine solche Konstellation ist hier nicht gegeben. Vor allem aber kann vorliegend 
nicht gesagt werden, die erstmalige Rentenfestsetzung im Jahre 2016 hätte mit Blick auf eine 
noch laufende medizinische Behandlung auf einer nicht abschliessenden Aktenlage beruht (oben, 
Erwägung 7.1.4; vgl. auch Duplik der IV-Stelle vom 24. Februar 2020, Ziffer 1, 2. Absatz). Auch 

 
 
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die von der IV-Stelle vertretene Auffassung, dass erst mit dem Gutachten von Dr. C.____ ein 
medizinischer Endzustand vorliege, der es erlauben würde, die Rente zu revidieren, trifft nicht zu. 
Dr. C.____ vertritt vielmehr die Auffassung, dass bereits im Zeitpunkt der Vorbegutachtung durch 
Prof. E.____ im Juni 2015 der Endzustand eingetreten gewesen sei (IV-Dok 169, S. 54). Voraus-
gesetzt bleibt damit eine wesentlich veränderte Sachlage, die im hier zur Beurteilung stehenden 
Fall klar verneint werden muss (oben, Erwägung 7.1.2 f.). Der zitierte Entscheid des Bundesge-
richts ist mithin dahingehend zu verstehen, dass der Vorbehalt einer weiteren Begutachtung nach 
Durchführung allfälliger Therapieoptionen nichts an der Bedingung ändert, dass sich der Gesund-
heitszustand für eine revisionsweise Reduktion oder Aufhebung der ursprünglich zugesproche-
nen Rente nach der Durchführung der Massnahmen verbessert haben muss. Diese Bedingung 
ist hier nicht erfüllt. 
  
7.4 Zusammenfassend ist die IV-Stelle nicht berechtigt, die ursprünglich zugesprochene IV-
Rente gestützt lediglich auf die lediglich abweichende medizinische Beurteilung eines unverän-
derten Gesundheitszustands aufzuheben. Der Beschwerdeführer besitzt daher weiterhin An-
spruch auf eine ganze IV-Rente. Bei diesem Ergebnis die angefochtene Verfügung der IV-Stelle 
vom 21. August 2019 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf CHF 800.-- fest. In der 
ab 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Bestimmung gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind die ordentli-
chen Kosten auch den unterliegenden Vorinstanzen zu auferlegen. Vorliegend ist die IV-Stelle 
unterlegene Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.--gehen somit zu ihren Lasten. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerde-
führer deshalb eine Parteientschädigung zuzusprechen. Diese ist der IV-Stelle aufzuerlegen, wel-
che die materiell unterlegene Gegenpartei ist (BGE 127 V 107 E. 6b und Urteil des Bundesge-
richts vom 20. Oktober 2008, 9C_806/2007, E. 5). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
hat in ihrer Honorarnote vom 11. März 2020 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen 
Zeitaufwand von insgesamt 23 Stunden und 25 Minuten geltend gemacht. Trotz eines doppelten 
Schriftenwechsels und letztlich drei umfangreichen medizinischen Gutachten ist dieser Aufwand 
jedoch zu hoch ausgefallen. Mit Blick auf die bereits im Rahmen des Vorbescheidverfahrens ge-
tätigten Bemühungen (Aktenstudium) und die bereits dort teils identisch vorgebrachten Argu-
mente erweisen sich die für das Verfassen der Beschwerde geltend gemachten Bemühungen im 
Umfang von insgesamt zwölf Stunden als zu hoch, weshalb der hierfür zu entgeltende Aufwand 
letztlich angemessen auf insgesamt neun Stunden zu reduzieren ist. Das gleiche gilt für die für 
das Ausarbeiten der Replik im Umfang von acht Stunden geltend gemachten Aufwendungen, 
welche sich in mehreren Punkten letztlich darauf beschränkt, die bereits in der Beschwerde vor-
gebrachten Beanstandungen zu wiederholen. Die entsprechend für die Replik geltend gemachten 

 
 
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Bemühungen sind deshalb auf sechs Stunden zu reduzieren. Damit verbleiben Bemühungen im 
Umfang von 18 Stunden und 25 Minuten, welche praxisgemäss zu einem Stundenansatz von Fr. 
250.-- zu entgelten sind. Zuzüglich den ausgewiesenen und nicht zu beanstandenden Auslagen 
ist dem Beschwerdeführer damit eine Parteientschädigung für das vorliegende Beschwerdever-
fahren in der Höhe von insgesamt Fr. 5'067.15 (inkl. 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-
Stelle zuzusprechen. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 21. August 2019 aufgehoben. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 5'067.15 (inkl. 7,7% Auslagen und 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.