# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbcc421f-1ba6-53c1-9787-c14c432dc584
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.11.2023 200 2023 577
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-577_2023-11-28.pdf

## Full Text

200 23 577 IV
SCP/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. November 2023

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Juli 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin) meldete sich im Dezember 2022 unter Verweis auf 
eine Fibromyalgie bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwer-
degegnerin) zum Leistungsbezug an. Die IVB tätigte in der Folge erwerbli-
che und medizinische Abklärungen. Nach Einholen einer Aktenbeurteilung 
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 10. Mai 2023 (AB 25) ver-
neinte die IVB mit Mitteilung vom 9. Juni 2023 (AB 28) einen Anspruch auf 
berufliche Massnahmen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
(AB 26 f., 30) mit Verfügung vom 4. Juli 2023 (AB 31) bei einem in Anwen-
dung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (100% Erwerb) 
ermittelten Invaliditätsgrad von 0% einen Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Am 14. August 2023 leitete die IVB eine von der Versicherten gegen die 
Verfügung vom 4. Juli 2023 (AB 31) erhobene Beschwerde vom 2. August 
2023 zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
weiter. Darin beantragte die Versicherte sinngemäss die Zusprache einer 
Invalidenrente.

Von der gewährten (vgl. prozessleitende Verfügung vom 15. August 2023) 
Möglichkeit, die Beschwerde zu ergänzen, machte die Beschwerdeführerin 
keinen Gebrauch.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. Oktober 2023 schloss die 
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch 
den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 4. Juli 2023 (AB 
31). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 4

in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene 
Verfügung datiert vom 4. Juli 2023 (AB 31), womit sie nach dem 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Ferner kann ein 
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs entstehen (vgl. Art. 29 Abs. 1 
IVG). Das Leistungsgesuch datiert vom 29. Dezember 2022 (AB 1). Damit 
konnte ein Rentenanspruch frühestens per 1. Juni 2023 entstehen. Folglich 
sind die Bestimmungen des IVG, der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des ATSG in der 
jeweils seit 1. Januar 2022 gültigen Fassung massgebend (Ziff. 9100 des 
Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung 
von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 
4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen 
Tätigkeitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung 
verbleibende Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der 
volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als 
Erwerbsunfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 5

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 
8 ATSG) sind (lit. c)

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 
99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

Wie die Beschwerdeführerin erklärte, arbeitet sie mit Ausnahme eines 
Unterbruchs infolge Bezug von Taggeldern seit Juni 2013 im B.________ 
in … als … bzw. … zu einem Pensum von 35% bzw. 38% (vgl. AB 1/8 Ziff. 
5.4, 10/2, 13/2, 16/2, 17/2). Dies deckt sich mit den übrigen Angaben in den 
Akten: So führte die Arbeitgeberin am 18. Januar 2023 aus, die 
Beschwerdeführerin arbeite ca. 15 bis 18 Stunden pro Woche (AB 12/3 Ziff. 
2.3). Unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen 
Arbeitszeit von 42.5 Stunden im … (vgl. Tabelle „Betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche“, Ziff. 55/56 
[Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie]) ergibt dies ein Pensum 
von 38.8% (16.5 Stunden [Mittelwert zwischen 15 und 18 Stunden] / 42.5 
Stunden x 100) und entspricht damit in etwa dem von der 
Beschwerdeführerin in der Leistungsanmeldung angegebenen Pensum von 
38% (AB 1/8 Ziff. 5.4; vgl. auch Telefonnotiz vom 17. April 2023 [AB 20]). 
Bei einem von der Arbeitgeberin angegebenen Bruttostundenlohn von Fr. 
25.02 (inkl. Ferien- und Feiertagsentschädigung sowie Anteil 13. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 6

Monatslohn/Gratifikation) beläuft sich der Lohn unter Berücksichtigung 
eines 46-Wochenjahres (fünf Wochen Ferien sowie sechs Tage Feiertage; 
vgl. Ziff. 17 f. des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des Gastgewerbes) auf 
Fr. 18‘990.20 (Fr. 25.02 x 16.5 Stunden x 46 Wochen), was sich ca. mit 
dem von der Arbeitslosenversicherung angegebenen versicherten 
Verdienst von Fr. 17‘030.-- (13 x Fr. 1‘1310.--) deckt. Dies entspricht in 
etwa auch dem höchsten, je in der Schweiz erzielten Einkommen (vgl. 
Individuelles Konto [IK; Fr. 17‘260.-- per 2012; AB 10]). Das Arbeitspensum 
hat die Beschwerdeführerin in ihrer Berufskarriere in der Schweiz nie aus 
gesundheitlichen Gründen reduziert. Vielmehr gab sie anlässlich des am 
31. März 2023 stattgefundenem Assessment-Gesprächs diesbezüglich an, 
aus beim Arbeitgeber liegenden Gründen sei keine höherprozentige 
Anstellung möglich bzw. möglich gewesen (AB 13/2). Damit erweist sich ihr 
Vorbringen (vgl. Telefonnotiz vom 17. April 2023 [AB 20]), früher, d.h. vor 
der Corona-Pandemie, habe sie ein höherprozentiges Arbeitspensum inne 
gehabt, als unzutreffend.

In den vorliegenden ärztlichen Unterlagen wurde mit Ausnahme von fünf-
einhalb Wochen wegen einer Augenoperation (16. November bis 25. 
Dezember 2020), einer zweiwöchigen Isolation wegen einer COVID-19-Er-
krankung (13. bis 28. Juli 2022) sowie von einer Woche wegen einer 
Magendarm- resp. Dickdarmspiegelung (29. August bis 4. September 
2022; AB 11/7, 19/3 Ziff. 1.3) keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der 
behandelnde Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, gab im Bericht vom 1. April 2023 an, bei der Diagnose 
Fibromyalgie sei es „ganz schwierig“, zwischen Arbeitsfähigkeit und 
Arbeitswilligkeit zu unterscheiden (AB 19/5 Ziff. 2.7), bei der 
Beschwerdeführerin bestünden keine schweren somatischen 
Einschränkungen (AB 19/8 Ziff. 4.3) und sie habe in einem früheren 
Asylverfahren gezeigt, dass sie durchaus im Stande sei, „alle Hebel in 
Bewegung zu setzen“, um die Situation zu ihren Gunsten zu beeinflussen 
(Ziff. 5). Weiter wurde in der E-Mail der Praxis D.________ vom 1. 
November 2021 ausgeführt, es sei nicht klar, ob infolge schlechten Visus 
links wirklich eine Arbeitsunfähigkeit bestehe, zumal ein Visus von 0.4 für 
die beschriebene Arbeit ausreichen sollte (AB 11/26). Schliesslich kam Dr. 
med. E.________, Praktische Ärztin, in der RAD-Aktenbeurteilung vom 10. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 7

Mai 2023 (AB 25) zum Schluss, der Beschwerdeführerin sei die bisherige 
mittelschwere bis schwere körperliche Tätigkeit als … weiterhin im 
„bisherigen“ Pensum möglich. Auch die Arbeitgeberin erklärte im Januar 
2023, ihr sei die Beschwerdeführerin betreffend kein Gesundheitsschaden 
bekannt (AB 12/8 Ziff. 5.2), diese arbeite zurzeit wie vereinbart ca. 15-18 
Stunden pro Woche (AB 12/3 Ziff. 2.3 i.V.m. 12/9 Ziff. 6.1) und seit April 
2022 habe es keine unvorhergesehenen oder krankheitsbedingten 
Abwesenheiten gegeben (S. 10 Ziff. 7.1). Diese Ausführungen decken sich 
im Wesentlichen mit den von der Beschwerdeführerin im Verfahren selbst 
getätigten Aussagen: Bei der Leistungsanmeldung im Dezember 2022 
erwähnte sie keine Arbeitsunfähigkeit (AB 1/5 Ziff. 4.3). Auch anlässlich 
des am 31. März 2023 stattgefundenem Assessment-Gesprächs hielt sie 
fest, nicht arbeitsunfähig geschrieben zu sein (vgl. diesbezüglich 
übereinstimmend auch die Telefonnotiz vom 17. April 2023 [AB 20]) und ihr 
Pensum von 15-18 Stunden wöchentlich auf drei Tage zu verteilen (S. 3). 
Weiter erklärte die Beschwerdeführerin, welche von Mai 2021 bis Juli 2022 
und im September bis Dezember 2022 Arbeitslosentaggelder bezogen hat 
(AB 22/2 Ziff. 2), bei der Anmeldung bei der Arbeitslosenkasse, über eine 
Vermittlungsbereitschaft von 50% zu verfügen (AB 22/2 Ziff. 7). 

Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass keine rentenrelevante Arbeits-
unfähigkeit von 40% während eines Jahres vorgelegen hat, damit das 
Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht erfüllt ist und somit per se kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Aber selbst, falls zugunsten der 
Beschwerdeführerin davon ausgegangen würde, dass das Wartejahr erfüllt 
wäre, änderte dies gemäss den nachfolgenden Ausführungen (vgl. E. 4 
hiernach) nichts an der Verneinung des Rentenanspruchs.

4.

4.1 Aus medizinischer Sicht stützt sich die Beschwerdegegnerin in der 
angefochtenen Verfügung vom 4. Juli 2023 (AB 31) auf die RAD-Aktenbe-
urteilung von Dr. med. E.________ vom 10. Mai 2023 (AB 25). Diese 
diagnostizierte eine Fibromyalgie. Die Beschwerdeführerin leide an diffusen 
Schmerzen, Bauchmerzen, einer Adynamie und Insomie. Eine im Sommer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 8

2022 durchgeführte Bildgebung habe keine wesentlichen degenerativen 
Veränderungen an den Händen und Füssen gezeigt. Im Ultraschall sei kein 
Perikard- oder Pleuraerguss zu sehen gewesen. Im November 2022 seien 
die Entzündungszeichen im Blut unauffällig gewesen. Physiotherapie und 
regelmässiges körperliches Training seien empfohlen worden. Laut 
medizinischem Befundbericht des Spitals F.________ vom 23. Januar 
2023 sei eine weitere Behandlung bei stabilem Verlauf und leichter 
Beschwerdeabnahme nicht vorgesehen. Eine ausführliche 
rheumatologische Untersuchung im November 2022 habe keine Hinweise 
auf eine systemische Erkrankung gezeigt. Die Verdachtsdiagnose einer 
Fibromyalgie sei geäussert, körperliches Training empfohlen und eine 
Therapie mit Circadin zur Schlafverbesserung begonnen worden. Eine 
parietal vernarbende Alopezie ohne klinische Entzündungszeichen hätte 
nicht auf einen Lupus erythematodes zurückgeführt werden können. Im 
Jahr 2020 habe sich die Beschwerdeführerin mehreren Augenoperationen 
rechts bei atypischen Pterygium des rechten Auges und einer 
Keratokonjunktivitis sicca an beiden Augen unterzogen. Am linken Auge 
bestehe ein Katarakt, am rechten ein Nachstar nach bereits erfolgter 
Vitrektomie. Am linken Auge bestehe ein korrigierter Fernvisus von 0.40, 
am rechten von 0.04. Angiografisch sei eine periphere retinale Ischämie am 
ehesten anteriosklerotischer Genese links festgestellt worden. Eine 
Laserkoagulation, eine regelmässige Augenbefeuchtung und 
gegebenenfalls eine Kataraktoperation seien augenfachärztlich empfohlen 
worden. Eine durchgeführte histopathologische Untersuchung nach 
Coloskopie bei rezidivierenden Diarrhoen im August 2022 sei bis auf 
einzelne kleine Polypen im Rektum unauffällig gewesen. Zur aktuellen 
psychischen und sozialen Situation der Beschwerdeführerin fänden sich 
keine Auffälligkeiten in den Akten. Der im Dossier dokumentierte 
Behandlungsverlauf sei nachvollziehbar. Inkonsistenzen fänden sich nicht. 
Die Einschätzungen der Behandler seien plausibel. Die 
Beschwerdeführerin sei selten in hausärztlicher Behandlung; sie sei laut 
Befundbericht des Hausarztes vom 1. April 2023 zuletzt vor vier Monaten 
von diesem gesehen worden. Eine medikamentöse Behandlung sei neben 
der Therapie mit Circadin nicht erfolgt. Es bestehe kein 
Müdigkeitssyndrom, welches fachärztlich abgeklärt worden sei. Eine 
schwere somatische Erkrankung habe ausgeschlossen werde können. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 9

Behandlungsmassnahmen zur Verbesserung der körperlichen 
Leistungsfähigkeit und zum Muskelaufbau seien bereits Ende 2022 
eingeleitet worden. Eine Verbesserung des Schlafes sei ebenso eingeleitet 
worden. Wegen einer Augenerkrankung sei sie in regelmässiger 
Behandlung und mit einer Brille versorgt. Das Augenleiden sei nicht 
invalidisierend. Eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht attestiert worden. Die 
bisherig mittelschwere bis schwere körperliche Tätigkeit sei im bisherigen 
Pensum weiter möglich. Darüber hinaus seien Tätigkeiten unter Beachtung 
des Zumutbarkeitsprofils wie folgt möglich: Körperlich leichte Tätigkeiten 
seien ganztags über achteinhalb Stunden und ohne zusätzliche 
Leistungsminderung möglich. Zu vermeiden seien anhaltende 
Zwangshaltungen, überwiegendes Stehen oder Gehen, häufiges 
Treppensteigen sowie Tätigkeiten in Kälte/Nässe, unter starken 
Temperaturschwankungen und mit gestörtem Tag-/Nacht-Rhythmus. Das 
Zumutbarkeitsprofil habe seit der IV-Anmeldung Gültigkeit. 

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 10

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, 
sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch 
in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste 
(SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Trotz dieser grundsätzlichen 
Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 
Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem 
gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 
Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. 
Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 
der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die 
Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen 
durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen 
auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um 
solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 
229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 11

4.3 Die Aktenbeurteilung von RAD-Ärztin Dr. med. E.________ vom 
10. Mai 2023 (AB 25) erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer Berichte gestellten 
Anforderungen und überzeugt. Der Umstand, dass diese Beurteilung 
lediglich aufgrund der Akten erstellt wurde, vermag den Beweiswert nicht 
zu schmälern, weil ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen 
nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht und damit die direkte ärztliche Befassung mit der 
Patientin in den Hintergrund rückt (vgl. E. 4.2 hiervor). Mit dem RAD-
Aktenbericht von Dr. med. E.________ vom 10. Mai 2023, welcher sich auf 
die Berichte der behandelnden Ärzte abstützt, liegt eine überzeugende und 
schlüssige Beurteilung vor. Danach ist der Beschwerdeführerin die 
angestammte mittelschwere bis schwere körperliche Tätigkeit als … 
weiterhin im bisherigen Pensum möglich. Eine leidensangepasste Tätigkeit 
(körperlich leichte Arbeit ohne anhaltende Zwangshaltungen, 
überwiegendes Stehen oder längeres Gehen, häufiges Treppensteigen 
sowie ohne in Kälte/Nässe, starken Temperaturschwankungen und 
gestörtem Tag-/Nacht-Rhythmus) ist der Beschwerdeführerin ganztags 
über achteinhalb Stunden und ohne zusätzliche Leistungsminderung 
möglich. Die dagegen von der Beschwerdeführerin vorgebrachten 
Einwände bzw. die übrigen medizinischen Akten vermögen – wie 
nachfolgend dargelegt – keine auch nur geringen Zweifel am Beweiswert 
dieser Einschätzung zu wecken. 

RAD-Ärztin Dr. med. E.________ hat bei ihrer Beurteilung die 
medizinischen Akten, wonach die zahlreichen Untersuchungen am Spital 
F.________ weder Hinweise auf einen entzündlichen (vgl. 
Operationsbericht der Klinik G.________ vom 10. Mai 2022 [AB 11/24], 
Bericht der Klinik H.________ vom 31. August 2022 [AB 11/14], Bericht des 
Instituts I.________ vom 2. September 2022 [AB 11/12]) oder malignen 
(vgl. Bericht der Klinik H.________ vom 31. August 2022 [AB 11/14], 
Bericht des Instituts I.________ vom 2. September 2022 [AB 11/12]) 
Prozess oder eine rheumatologische Systemerkrankung (vgl. Bericht der 
Klinik J.________ vom 5. Oktober 2022 [AB 11/9]) ergaben (vgl. 
zusammenfassend Bericht der Klinik K.________ vom 12. Dezember 2022 
[AB 11/4]) umfassend gewürdigt (AB 25/6) und gestützt darauf ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 12

medizinisch-theoretisches Zumutbarkeitsprofil umschrieben (AB 25/7), 
welches den mit objektivierbaren Befunden geklagten Beschwerden 
vollumfänglich Rechnung trägt. So hält Dr. med. E.________ 
beispielsweise fest, dass in einer angepassten Tätigkeit (bezogen auf ein 
vollzeitiges Arbeitspensum) überwiegendes Stehen oder Gehen und 
häufiges Treppensteigen zu vermeiden seien, womit die an der rechten 
Hüfte und den Füssen erhobenen Befunde (vgl. Bericht der K.________ 
vom 12. Dezember 2022 [11/4-6], Bericht der Klinik J.________ vom 23. 
Januar 2023 [AB 14/3]) vollumfänglich berücksichtigt wurden. Dass eine 
leidensangepasste Tätigkeit nicht mit gestörtem Tag-/Nacht-Rhythmus 
verbunden sein sollte, ergibt sich aus der von der Beschwerdeführerin 
geklagten Müdigkeit, welche therapeutisch mit dem Medikament Circadin 
behandelt wird, was zu einer Besserung führte (vgl. Bericht der Klinik 
J.________ vom 23. Januar 2023 [AB 14/3-4]). Soweit die 
Beschwerdeführerin geltend macht, dass sie von Polypen und Tumoren be-
fallen sei (vgl. Beschwerde sowie Einwand vom 4. Juni 2023 auf den 
Vorbescheid [AB 27/1), trifft dies nach der medizinischen Aktenlage nicht 
zu, wurden doch nach den Ausführungen hiervor keine Hinweise auf einen 
malignen Prozess gefunden, ein kleiner Polyp erfolgreich entfernt und der 
Beschwerdeführerin hinsichtlich der beklagten Diarrhoe empfohlen, auf die 
Einnahme von NSAR strikte zu verzichten (vgl. etwa Bericht der Klinik 
H.________ vom 7. September 2022 [AB 11/10-11]). Schliesslich wurde 
die Beschwerdeführerin von den behandelnden Ärzten auch in 
ophtalmologischer Hinsicht umfassend abgeklärt und aus dem aktuellen 
Befund einer Sicca-Symptomatik bei reduziertem Visus leiten sie mit Bezug 
auf für die Beschwerdeführerin infrage kommende Tätigkeiten keine 
Arbeitsunfähigkeit ab (vgl. E-Mail der Praxis D.________ vom 1. November 
2021 [AB 11/26]). Der Beschwerdeführerin, welche sich nicht in 
psychischer Hinsicht krank fühlt (vgl. Einwand vom 4. Juni 2023 auf den 
Vorbescheid [AB 27/1]), werden vom behandelnden Hausarzt persönliche 
Ressourcen attestiert, welche es mit sanftem Druck zu mobilisieren gelte 
(vgl. Bericht von Dr. med. C.________ vom 1. April 2023 [AB 19/8 Ziff. 4.4 
i.V.m. Ziff. 5]), womit auch kein psychischer Gesundheitsschaden von 
invalidisierender Wirkung ausgewiesen ist. Was letztlich die diagnostizierte 
Fibromyalgie betrifft, zieht die Beschwerdegegnerin (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 4) zu Recht den Schluss, bezüglich dieser 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 13

Krankheit sei der Leidensdruck der Beschwerdegegnerin nicht sehr stark 
ausgeprägt, wenn berücksichtigt wird, dass die Beschwerdeführerin 
offenbar diesbezüglich letztmals Anfangs Januar 2023 die Klinik 
J.________ aufsuchte, in der Folge keine weiteren Abklärungen für 
notwendig gehalten wurden (vgl. Bericht vom 23. Januar 2023 [AB 19/10-
12]) und der behandelnde Hausarzt Dr. med. C.________, welcher eine 
Kopie des Berichts erhielt, im Bericht vom 1. April 2023 festhielt, die 
Beschwerdeführerin seit vier Monaten nicht mehr gesehen zu haben (AB 
19/4 Ziff. 2.2). 

Der Sachverhalt erweist sich damit als rechtsgenüglich abgeklärt und in an-
tizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) ist auf 
weitere Beweismassnahmen, zu verzichten. Die RAD-Aktenbeurteilung 
erbringt demnach vollen Beweis und es ist in der Folge darauf abzustellen.

5.

Aufgrund des unter E. 4 hiervor Dargelegten ist der Beschwerdeführerin die 
seit Jahren ausgeübte Tätigkeit als … im bisherigen Pensum von 38%, d.h. 
rund 15 bis 18 Stunden wöchentlich weiterhin zumutbar. Mit Bezug auf ein 
vollzeitliches Pensum verfügt sie in einer leidensangepassten körperlich 
leichten Tätigkeit über eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. 

Schliesslich ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bei der 
Invaliditätsbemessung von der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs (100% Erwerb) ausging, was sich im Lichte des von 
der Beschwerdeführerin aus freien Stücken gewählten Arbeitspensums 
(vgl. dazu auch AB 22/2 Ziff. 7) als unzutreffend erweist. Wie bereits unter 
E. 3 hiervor dargelegt, erzielte die Beschwerdeführerin seit Einreise in die 
Schweiz nie ein höheres Einkommen als mit dem aktuellen Arbeitspensum. 
Sie gab denn auch selbst an, kein höheres Arbeitspensum inne zu haben 
und erklärte sich gegenüber der Arbeitslosenversicherung als (bloss) zu 
50% vermittlungsbereit. Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall nicht mehr als zu 
einem Pensum von 38% bzw. den 15 bis 18 Stunden pro Woche bzw. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 14

maximal 50% arbeitstätig wäre und der Invaliditätsgrad wäre in Anwendung 
der gemischten Methode zu bestimmen. Dass die Beschwerdegegnerin auf 
diesbezügliche weitere Abklärungen verzichtet hat, ist unter den 
gegebenen Umständen, wonach die Beschwerdeführerin in einer 
angepassten Tätigkeit voll arbeits- und leistungsfähig und darüber im 
Haushalt nicht eingeschränkt ist (vgl. Bericht von Dr. med. C.________ 
vom 1. April 2023 [AB 19/8 Ziff. 4.5]), nicht zu beanstanden. 

6.

Zusammenfassend ist die rentenverneinende Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 4. Juli 2023 (AB 31) im Ergebnis nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur 
Bezahlung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe zu entnehmen.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Die Beschwerdegegnerin hat als öffentlich-
rechtliche Anstalt des Kantons Bern keinen Anspruch auf Ersatz ihrer 
Parteikosten (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2023, IV/23/577, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.