# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39ca15a5-59fe-5f7b-a9f5-e4c083fb0abc
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Abgaberechtliche Kammer 19.04.2022 A 2020 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_002_A-2020-5_2022-04-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

ABGABERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 19. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ AG
Rekurrentin
vertreten durch RA B.________

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug, Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug
Rekursgegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt:
Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern

betreffend

Kantonssteuer / direkte Bundessteuer 2014 (Beteiligungsabzug)

A 2020 5

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Urteil A 2020 5

A. Mit Veranlagungsverfügungen vom 28. Januar 2019 eröffnete die 
Steuerverwaltung des Kantons Zug der A.________ AG die definitiven Veranlagungen für 
die Zuger Kantons- und Gemeindesteuern sowie für die direkte Bundessteuer für die 
Steuerperiode 2014. Veranlagt wurden ein steuerbares Eigenkapital von Fr. _______ 
(Kantons- und Gemeindesteuern) und ein steuerbarer Reingewinn von Fr. _______ 
(Zug/Bund), bei Gewährung eines Abzugs für Ertrag aus Beteiligungen 
(Beteiligungsabzug) von 35,495 % (Zug/Bund). Es resultierten Gewinnsteuern von 
Fr. _______ (Bund) und Fr. _______ (Kantons- und Gemeindesteuern) und eine 
Kapitalsteuer von Fr. _______ (Zuger Kantons- und Gemeindesteuern). Die Kantons- und 
Gemeindesteuer betrug insgesamt Fr. _______ (Fr. _______ plus Fr. _______).

Mit Schreiben vom 27. Februar 2019 erhob die A.________ AG dagegen Einsprache mit 
dem Antrag, gewissen von der Steuerverwaltung vorgenommenen Aufrechnungen die 
geschäftsmässige Begründetheit zuzuerkennen bzw. vollumfänglich dem 
Beteiligungsabzug zu unterlegen.

Mit Entscheid vom 17. März 2020 (Zustelldatum gemäss Eröffnungsblatt) hiess die 
Steuerverwaltung die Einsprache teilweise gut, unter Anerkennung von Spesenaufwand 
im Betrag von Fr. ________ und Flug- und Eventaufwand von Fr. _______ als 
geschäftsmässig begründeten Aufwand. Es resultierten Kantons- und Gemeindesteuern 
von total Fr. _______ (Gewinn- und Kapitalsteuern) und eine direkte Bundessteuer von 
Fr. _______.

B. Mit Schreiben vom 16. April 2020 rekurrierte die A.________ AG (nachfolgend: 
Rekurrentin) ans Verwaltungsgericht mit den folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Zug betreffend die Kantons- 

und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer in der Steuerperiode 2014 sei 

teilweise aufzuheben;

2. Die Aufrechnung der Dividende der C.________ S.à.r.l. im Betrag von EUR _______ 

aufgrund der Periodizität sei als Dividende zu erfassen und vollumfänglich dem 

Beteiligungsabzug zu unterlegen;

3. Die Dividende der D.________ Limited in Höhe von EUR _______ sei als Dividende zu 

qualifizieren und der Beteiligungsabzug zu gewähren;

4. Die Dividende der E.________ S.à.r.l. in Höhe von EUR _______ sei als 

Dividende zu qualifizieren und der Beteiligungsabzug zu gewähren;

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Urteil A 2020 5

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Steuerverwaltung.

Begründend führte die Rekurrentin das Folgende aus:

B.a Die Rekurrentin sei eine vollintegrierte Immobilien-Investmentmanagerin, sei im 
Jahr 2006 gegründet worden und gehöre zu einer der dynamischsten und erfolgreichsten 
Immobilienentwicklerinnen und -bewirtschafterinnen Europas. Das Unternehmen habe 
verschiedene Kapitalerhöhungen und zwei Börsengangprojekte in den Jahren 2014 und 
2016 durchgeführt. Seit 2016 sei die Muttergesellschaft der Rekurrentin an der Börse in 
Frankfurt am Main gelistet. Die Rekurrentin sei europaweit in Immobilienprojekten 
involviert. Ein Spezialgebiet sei auch das Entwickeln, Realisieren und Betreiben von Micro 
Living Places für bezahlbaren Wohnraum für Studenten in grösseren Städten.

Die angebotenen Dienstleistungen der Rekurrentin und ihrer Tochtergesellschaften 
deckten dabei die Bereiche Akquisition, Asset Management, Projektentwicklung und 
Verkauf von Immobilienprojekten ab. Die Rekurrentin beteilige sich zudem jeweils zu 
Beginn als Initialinvestorin mit eigenem Kapital an den Immobilienprojekten und gehe 
damit als Co-Investorin in die Vorleistung. Die Rekurrentin sei im Jahr 2014 auch die 
Finanzholding und Muttergesellschaft von rund vierzig Beteiligungen bzw. 
Tochtergesellschaften gewesen.

Das für die strittige Veranlagungsverfügung relevante Geschäftsmodell der Rekurrentin 
basiere auf Projektgesellschaften, welche für ein Immobilienprojekt gegründet würden und 
an welchen sich die Rekurrentin als Initialinvestorin mit Eigenkapital (Aktionärin) beteilige. 
An den Projektgesellschaften seien weitere Investoren (Aktionäre) beteiligt. Für ihre 
Beteiligung als Co-Investorin erhalte die Rekurrentin wie die übrigen Aktionäre der 
Projektgesellschaften eine Gewinnausschüttung in Form einer Dividende. Da die 
Rekurrentin in der Regel als Initialinvestorin und Promotorin der Projektgesellschaft in der 
frühen Projektphase im Vergleich zu den übrigen Aktionären erhöhte Risiken übernehme, 
erhalte sie eine Vorabdividende, einen sog. Promote, welche in einem Vertrag mit den 
übrigen Aktionären vereinbart werde. Diese Vorabdividende werde dann bei erfolgreichem 
Projektabschluss vorgängig der Rekurrentin als Initialinvestorin aus dem Gewinn der 
jeweiligen Projektgesellschaft ausbezahlt und als Dividendenertrag bei der Rekurrentin 
verbucht. Zudem sei die Rekurrentin im Bereich des Asset- und Projekt-Managements 
Beraterin dieser Projektgesellschaften. Die Rekurrentin erhalte für ihre Tätigkeit als 
Beraterin eine marktübliche Entschädigung, welche als Beratungsertrag verbucht werde.

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Urteil A 2020 5

Die Rekurrentin habe dem zuständigen Sachbearbeiter der Steuerverwaltung des Kantons 
Zug (nachfolgend auch: Rekursgegnerin) mehrmals das Gespräch mit Vertretern der 
Rekurrentin offeriert, um der Steuerverwaltung das Geschäftsmodell, die komplexen 
Bewertungsmethoden der Immobilienprojekte und die Abläufe der Gesellschaft noch 
besser aufzeigen zu können. Auf dieses Angebot sei aber nie eingegangen worden.

B.b Im vorliegenden Rekurs stünden die Dividenden folgender ausländischer 
Projektgesellschaften von Immobilienprojekten zur Diskussion: 

- C.________ S.à.r.I., Luxemburg (nachfolgend: "C.________ Sarl");

- D.________ Limited, Guernsey (nachfolgend: "D.________ Ltd.");

- E.________ S.à.r.l., Luxemburg (nachfolgend: "E.________ Sarl").

Der Sachverhalt dieser drei Projektgesellschaften gestalte sich analog. Aus diesem Grund 
erfolgten die nachstehenden Ausführungen für diese drei Projektgesellschaften 
gemeinsam. Die Rekurrentin habe jeweils für jedes Immobilienprojekt als alleinige 
Initialinvestorin (Aktionärin) eine Projektgesellschaft gegründet und ein Konzept für die 
Beteiligung durch weitere Investoren (Aktionäre) erarbeitet. Im Rahmen eines Joint 
Venture and Co-Investment Agreements (nachfolgend: JVA) seien die einzelnen 
Parameter für das jeweilige Projekt zwischen der Rekurrentin und den übrigen Investoren 
(Aktionären) der jeweiligen Projektgesellschaften vereinbart worden.

Für die Projektgesellschaft C.________ Sarl sei dies das JVA Project "C.________" vom 
27. Juli 2012 (nachfolgend: "JVA C.________"), für die Projektgesellschaft D.________ 
Ltd. das JVA Project "D.________" vom 26. März 2013 (nachfolgend: "JVA D.________") 
und für die Projektgesellschaft E.________ Sarl das JVA Project "E.________" vom 9. 
Oktober 2012 (nachfolgend: "JVA E.________").

Die Rekurrentin habe per 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2014 die folgende 
Beteiligungsquote an den jeweiligen Projektgesellschaften gehabt:

Gesellschaft

31. Dezember 2014

Beteiligungsquote Verkehrswert

31. Dezember 2013

Beteiligungsquote Verkehrswert

C.________ Sarl 10,53 % Fr. _______ 10,53 % Fr. _______

D.________ Ltd. 4,95 % Fr. _______ 4,95 % Fr. _______

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Urteil A 2020 5

E.________ Sarl 14,99 % Fr. _______ 10 % Fr. _______

Die Rekurrentin sei bei diesen Projekten insbesondere verantwortlich gewesen für die 
Projektentwicklung, die Ausarbeitung der Struktur, die Due Diligence sowie die 
Implementierung und Umsetzung der Struktur. Die Rekurrentin sei zudem zuständig 
gewesen für die Einholung der Baubewilligungen, das Projektmanagement und den 
Verkauf des Projekts. Für all diese Aufgaben habe die Rekurrentin Tochtergesellschaften 
oder Dritte mandatiert.

Für die hievor aufgeführten Dienstleistungen habe die Rekurrentin als Beraterin 
verschiedene marktgerechte Entschädigungen erhalten. Diese hätten insbesondere eine 
Acquisition Fee (Ziff. 9.2 JVA C.________, D.________ und E.________), eine Asset 
Management Fee (Ziff. 9.3 JVA C.________ und Ziff. 9.3 JVA D.________) bzw. eine 
Project Management Fee (Ziff. 9.3 JVA E.________) sowie eine Capex Management Fee 
(Ziff. 9.3 JVA C.________ und Ziff. 9.4 JVA D.________) umfasst. Diese Honorare hätten 
insgesamt die Entschädigung für die erbrachten Dienstleistungen der Rekurrentin als 
Beraterin der jeweiligen Projektgesellschaft gebildet.

Im JVA sei zwischen den Aktionären zudem die Gewinnverteilung und Kapitalrückzahlung 
vereinbart worden. Die Rekurrentin habe für ihre Rolle als Initialinvestorin (Aktionärin) eine 
Vorabdividende in der Form eines sog. Promote zugeteilt erhalten.

Die Berechnung dieser Vorabdividende sei auf der Grundlage der Gewinnberechnung des 
jeweiligen Projekts (Net Project Returns) als Gewinnausschüttung ermittelt worden. Die 
Net Project Returns seien als operatives Nettoeinkommen definiert worden, d.h. das 
gesamte Einkommen abzüglich Aufwände, wie Kosten, Gebühren, Finanzaufwände und 
Steuern (Ziff. 1 JVA C.________, D.________ und E.________). Diese Net Project 
Returns seien im Verhältnis der Beteiligungen der jeweiligen Aktionäre zur Auszahlung 
von Dividenden und Rückzahlung von Kapital verwendet worden (Ziff. 10 JVA 
C.________, D.________ und E.________). Von diesen Net Project Returns habe die 
Rekurrentin im Rahmen einer Vorabdividende 20 % als sog. Promote erhalten sollen. 
Dieser als Vorabdividende ausgestaltete Promote sei erst im Fall eines sog. Full Exit fällig 
geworden (9.4 JVA C.________, Ziff. 9.6 JVA D.________ und Ziff. 9.4 JVA E.________). 
Ein Full Exit sei als Verkauf sämtlicher Vermögenswerte der jeweiligen Projektgesellschaft 
bzw. Sachverhalte, welche wirtschaftlich zum gleichen Ergebnis führten, definiert worden 
(Ziff. 1 der JVA C.________, D.________ und E.________). 

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Urteil A 2020 5

Die vorgenannten Vorabdividenden (Promote) der jeweiligen Projektgesellschaft seien in 
der Steuerperiode 2014 auf der Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses der jeweiligen 
Projektgesellschaft gemäss den Bestimmungen des zugrundeliegenden JVA bzw. des 
jeweils anwendbaren Gesellschaftsrecht beschlossen und in der Folge aus dem 
Eigenkapitel der jeweiligen Projektgesellschaft als Gewinnausschüttung im Rahmen eines 
Dividendenbeschlusses an die Rekurrentin ausbezahlt worden.

Die Dividendenausschüttung der C.________ Sarl sei als lnterimsdividende in Höhe von 
EUR _______ erfolgt, mit Fälligkeit per 30. Dezember 2013 (nachfolgend: "lnterims-
dividende") aufgrund des nicht protokollierten Beschlusses der Aktionäre, welcher im 
Protokoll des Beschlusses der Aktionäre der C.________ Sarl vom 13. Februar 2015 
bestätigt worden sei. Die Interimsdividende sei als Gewinnausschüttung ausgewiesen 
worden. Entsprechend habe die Ausschüttung bei der Projektgesellschaft keinen Aufwand 
dargestellt, sondern sei aus den durch die Projektgesellschaft ausgewiesenen 
Gewinnreserven ausgerichtet worden.

Im Einspracheentscheid betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte 
Bundessteuer in der Steuerperiode 2013 vom 29. September 2017 (nachfolgend: 
"Einspracheentscheid 2013") sei die Fälligkeit der vorgenannten lnterimsdividende 
aufgrund der aufschiebenden Bedingungen zur Auszahlung durch die C.________ Sarl im 
Geschäftsjahr 2013 nicht anerkannt worden; die lnterimsdividende sei am 7. März 2014 an 
die Rekurrentin ausgeschüttet worden.

Betreffend Dividendenausschüttung der D.________ Ltd. sei die für die Steuerperiode 
2014 relevante Gewinnausschüttung aufgrund des Gesellschaftsbeschlusses der 
D.________ Ltd. vom 19. Dezember 2014 erfolgt. In diesem sei eine Vorabdividende 
zugunsten der Rekurrentin in Höhe von EUR _______ beschlossen worden. Die 
Vorabdividende sei als Gewinnausschüttung in der zugrundeliegenden Jahresrechnung 
ausgewiesen worden und habe bei der Projektgesellschaft keinen Aufwand dargestellt. 
Die Ausschüttung sei zudem wiederum aus den verbuchten Gewinnreserven erfolgt.

Betreffend Dividendenausschüttung der E.________ Sarl sei die für die Steuerperiode 
2014 relevante Gewinnausschüttung aufgrund des Beschlusses der Aktionäre vom 
31. Oktober 2014 erfolgt. In diesem sei eine Vorabdividende zugunsten der Rekurrentin in 
Höhe von EUR _______ beschlossen worden. Diese Vorabdividende sei als 

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Urteil A 2020 5

Gewinnausschüttung in der zugrundeliegenden Jahresrechnung ausgewiesen worden und 
habe bei der Projektgesellschaft keinen Aufwand dargestellt. Die Ausschüttung sei auch 
hier aus den Gewinnreserven erfolgt.

B.c Die vorstehend aufgeführten Dividendenausschüttungen seien in der für die 
Beurteilung der Beteiligungserträge einzig massgebenden und revidierten Jahresrechnung 
2013 nach Obligationenrecht (für die Interimsdividende der C.________ Sarl) bzw. 
revidierten Jahresrechnung 2014 nach Obligationenrecht (für die Dividenden der 
D.________ Ltd. und der E.________ Sarl) als Finanzertrag ausgewiesen und 
entsprechend in der jeweiligen Steuererklärung im Formular "Angaben über Beteiligungen 
2013" bzw. "Angaben über Beteiligungen 2014" als Erträge aus Beteiligungen deklariert 
worden.

Die für die Rekurrentin erstellte Konzernrechnung (Consolidated Financials for the 
periodfrom 1 January to 31 December 2014; nachfolgend: "Konzernrechnung") sei nach 
dem Rechnungsstandard des International Financial Reporting Standards (IFRS) als 
Gesamtergebnisrechnung geführt worden. Bei dieser Rechnungsdarstellung sei eine 
konsolidierte Darstellung der Ergebnisse der Rekurrentin und ihrer Tochtergesellschaften 
(Projektgesellschaften) erfolgt. Vor diesem Hintergrund sei die als Gewinnausschüttung an 
die Rekurrentin bezahlte Vorabdividende in der Form des Promotes in der konsolidierten 
Konzernrechnung als Einnahme (Revenue from Promote Fees realised) dargestellt und 
als solche auch im Anhang zur Konzernrechnung (lit. B.3.5.2) wie folgt umschrieben 
worden: 

"Promote Fees are generally agreed in the underlying documentation of the Project with 
the investors. This Fee is a compensation for A.________ AG (Anm.: die Rekurrentin) 
depending of the net projected returns (cash profit for the investors) of the underlying 
investment. Typically, this fee is between 15 % and 20 % of the net projected returns of 
the Project. Economically this fee is a performance-related component of the Asset 
Management Fee. The claim for the Promote fee is only recognised when the relevant 
transaction documentation resulting in a net project return has been validly entered into, 
and becomes payable after all Investor commitments have been fully repaid to the 
investors. The Promote fee is basically being paid out as a disproportional profit allocation 
and becomes payable after all investors commitments have been fully repaid". 

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Urteil A 2020 5

Die konsolidierte Darstellung der konzerninternen Vorabdividenden in Form des Promotes 
als Erträge in der Konzernrechnung entspreche den Vorgaben des Rechnungsstandards 
IFRS und sei auch im Hinblick auf den Börsengang der Rekurrentin bzw. ihrer 
Muttergesellschaft gewählt worden, um das für die Banken und Investoren einzig relevante 
operative Ergebnis darzustellen.

B.d In rechtlicher Hinsicht liess die Rekurrentin das Folgende ausführen:
B.d.a Das Gesetz enthalte keine Definition des Beteiligungsertrags. Der Begriff des 
Beteiligungsertrags sei daher im Sinne von Art. 70 DBG bzw. § 67 StG auf dem Wege der 
Auslegung zu ermitteln. Ratio legis des Beteiligungsabzugs sei gemäss Botschaft über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über die direkte 
Bundessteuer vom 25. Mai 1983 (BBl 1983 III 1, 61 und 116) die Vermeidung der 
wirtschaftlichen Mehrfachbelastung auf den Beteiligungserträgen. Der Beteiligungsabzug 
solle mithin verhindern, dass derselbe Gewinn zuerst von der Gesellschaft versteuert 
werden müsse, welche diesen Gewinn erwirtschaftet habe, und dann nochmals von der 
Gesellschaft, welche Inhaberin der ersten Gesellschaft sei und den bereits versteuerten 
Gewinn als Beteiligungsertrag ausbezahlt erhalte.

Mit Blick auf die Vermeidung der wirtschaftlichen Mehrfachbelastung sei es deshalb 
konsequent gewesen, dass es der Gesetzgeber unterliess, den Begriff des 
Beteiligungsertrags im Gesetz zu definieren und stattdessen festhielt, dass keine 
Beteiligungserträge vorlägen, soweit die Erträge bei der leistenden Gesellschaft einen 
geschäftsmässig begründeten Aufwand darstellten (Art. 70 Abs. 2 lit. b DBG). 
Entsprechend dieser ratio legis sei der Begriff der Beteiligungserträge weit auszulegen. 
Beteiligungserträge umfassten deshalb sämtliche Leistungen, welche eine Gesellschaft 
aufgrund ihres Beteiligungsverhältnisses an ihre Anteilsinhaber erbringe, vorausgesetzt, 
die Leistungen würden aus dem Eigenkapital erbracht und damit keinen geschäftsmässig 
begründeten Aufwand darstellen. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um ordentliche 
oder ausserordentliche, regelmässige oder unregelmässige Leistungen handle.

Ob die Leistungen Beteiligungsertrag oder geschäftsmässig begründeten Aufwand 
darstellten sei zudem aus Sicht der Gesellschaft und nicht aus Sicht der 
Anteilsinhaberinnen zu beurteilen. Im internationalen Verhältnis sei zudem entscheidend, 
ob die schweizerische Steuerbehörde diese Leistung bei der Gesellschaft als 
geschäftsmässig begründeten Aufwand zugelassen hätte. Auch bei Dividenden von 
ausländischen Gesellschaften sei deshalb die schweizerische Beurteilung massgebend.

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Das Bundesgericht lege den Begriff des Beteiligungsertrags ebenfalls weit aus. Dabei sei 
der Begriff des Beteiligungsertrags nach Meinung des Bundesgerichts nicht zivilrechtlich, 
sondern wirtschaftlich auszulegen. In einem hierzu ergangenen Leitentscheid habe das 
Bundesgericht festgehalten, dass beim Verkauf einer faktisch liquidierten Gesellschaft 
(Mantelhandel) ein Beteiligungsertrag und kein Kapitalgewinn vorliege. Gleichzeitig 
verlange das Bundesgericht im gleichen Entscheid, dass der Begriff der 
Beteiligungserträge in Übereinstimmung mit Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sowie Art. 4 Abs. 1 lit. 
b VStG bzw. Art. 20 VStV auszulegen sei. Somit seien nach Meinung des Bundesgerichts 
sämtliche geldwerten Leistungen an die Anteilsinhaber als Beteiligungserträge zu 
behandeln, sofern deren Auszahlung aufgrund des Beteiligungsverhältnisses erfolge.

Der vorliegend zur Diskussion stehende Promote sei von der Generalversammlung 
beschlossen und anschliessend aus dem Eigenkapital der jeweiligen Projektgesellschaft 
an die Rekurrentin ausbezahlt worden. Entsprechend hätten die Projektgesellschaften für 
den Promote keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand geltend machen können, 
weshalb der auf diese Weise ausgeschüttete Gewinn ohne den Beteiligungsabzug 
grundsätzlich doppelt besteuert würde.

Dass es sich bei den Projektgesellschaften um ausländische Gesellschaften handle, die 
gemäss den jeweiligen nationalen Gesetzgebungen zumindest teilweise keine 
Gewinnsteuern bezahlen müssten, spiele dabei keine Rolle. Nach der vorstehend 
erwähnten Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung sei einzig die schweizerische 
Auffassung massgebend, wonach Dividendenauszahlungen keinen geschäftsmässig 
abzugsfähigen Aufwand darstellten. In ihrem Einspracheentscheid bringe die 
Rekursgegnerin denn auch nicht vor, dass die Auszahlung des Promotes bei der 
Rekurrentin oder den Projektgesellschaften ordnungswidrig verbucht worden sei. 
Entsprechend sei davon auszugehen, dass die Rekursgegnerin anerkenne, dass der 
Promote bei den Projektgesellschaften richtigerweise nicht als Dienstleistungsaufwand, 
sondern als Ausschüttungen aus den Reserven verbucht worden sei. Nach der ratio legis 
von Art. 70 DBG bzw. § 67 StG sei deshalb der Beteiligungsabzug auch für den Promote 
zuzulassen.

Dass der Begriff des Beteiligungsertrags weit auszulegen sei und dass hierbei eine 
wirtschaftliche Betrachtungsweise im Vordergrund stehe, werde auch von der 
Rekursgegnerin anerkannt. Gleichzeitig sei diese jedoch der Ansicht, dass der Promote 

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Urteil A 2020 5

gemäss den JVA ausschliesslich für erbrachte Dienstleistungen bezahlt worden sei. 
Entsprechend stehe bei der Bezahlung des Promotes das Dienstleistungs- und nicht das 
Beteiligungsverhältnis im Vordergrund. Zur Begründung dieser Schlussfolgerung zitiere 
die Rekursgegnerin aus dem Anhang der Konzernrechnung wie folgt: "Promotion fees 
represent a compensation for the Group services rendered in connection with the Asset 
Management Agreements; Such fees are typically based on the volume of the underlying 
assets under management and the management performance; Economically this fee is a 
performance-related component of the Asset Management Fee." Dazu sei festzuhalten, 
dass es sich lediglich um eine verkürzte Darstellung dieser Bemerkung in Anhang handle. 
Der zweite Teil des verwendeten Zitats aus dem Anhang beziehe sich aber nicht nur auf 
den Promote, sondern auf sämtliche Fees, welche die Projektgesellschaften der 
Rekurrentin bezahlt habe: "Along the real estate investment lifecycle, the Group generates 
a variety of fees such as acquisition-related fees, management fees, as well as success 
fees (Promotes). Such fees are typically based on the volume of the underlying assets 
under management and the management performance." 

Zusätzlich stehe im Anhang jedoch auch: "The Promote fee is basically being paid out as 
a disproportional profit allocation and becomes payable after all investors commitments 
have been fully repaid." Der Anhang der Konzernrechnung weise also auch daraufhin, 
dass der Promote erst geschuldet sei, nachdem alle anderen Verpflichtungen der 
Projektgesellschaft erfüllt worden seien. Eine solche nachrangige Bezahlung sei nur dann 
üblich, wenn bei der Dienstleistungserbringerin das Beteiligungsverhältnis und nicht das 
Dienstleistungsverhältnis im Vordergrund stehe. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass 
es sich hierbei um den Anhang der Konzernrechnung handle, die im Hinblick auf den 
Börsengang der Rekurrentin bzw. ihrer Muttergesellschaft erstellt worden sei. Die 
Konzernrechnung sei nach dem Rechnungsstandard IFRS erstellt worden, welcher den 
Unternehmen hinsichtlich der Gliederung der einzelnen Positionen, z.B. bei den 
Einnahmen, gewisse Handlungsfreiheiten einräume. Um die verschiedenen Einnahmen 
der Rekurrentin gegenüber Banken und möglichen Investoren transparent darzustellen, 
seien die Einnahmen aus dem Promote im Konzernabschluss separat ausgewiesen 
worden (Revenue from Promote Fees realised). In diesem Zusammenhang sei auch die 
Bemerkung im Anhang zu verstehen. Vor diesem gesamten Hintergrund beweise der 
Anhang zur Konzernrechnung keineswegs, dass die Bezahlung des Promotes im 
Dienstleistungsverhältnis begründet gewesen sei.

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Urteil A 2020 5

Für die Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts des JVA sei zudem nicht eine Bemerkung 
im Anhang zur Konzernrechnung massgebend, sondern die konkrete vertragliche 
Ausgestaltung. Wie im Sachverhalt ausgeführt, hätten die Vertragsparteien vereinbart, 
dass der Promote erst bei einem Ausstieg der Rekurrentin ("at Exit") ausbezahlt werden 
solle. Der Anspruch der Rekurrentin auf den Promote sei zudem mit den Ansprüchen aller 
anderen Aktionären gleichgestellt worden ("...shall rank pari passu with the remaining Net 
Project Returns to be allocated to the Sponsors [Anm.: Aktionäre der 
Projektgesellschaft].)". Somit halte das JVA explizit fest, dass der Promote erst habe 
ausbezahlt werden dürfen, nachdem alle anderen Verpflichtungen der Projektgesellschaft 
erfüllt worden seien. Zudem werde vertraglich festgehalten, dass der Anspruch der 
Rekurrentin auf den Promote den Gewinnanteilsansprüchen der anderen Aktionäre 
gleichgestellt gewesen sei. Diese Bestimmung entspreche typischen 
Gewinnverteilungsbestimmungen bei Immobilienprojekten. Sie stelle sicher, dass die 
Rekurrentin den Promote erst erhalten solle, wenn das Projekt auch ein Erfolg werde. Der 
Promote stehe also genauso im Risiko wie das von ihr und den anderen Aktionären 
investierte Kapital. In Dienstleistungsverträgen seien solche Bestimmungen üblicherweise 
nicht zu finden, da Erbringer von Dienstleistungen i.d.R. nicht das gleiche wirtschaftliche 
Risiko trügen wie die Investoren. Entsprechend würden Dienstleistungserbringer 
normalerweise auch nicht erst bei einem allfälligen Exit bezahlt. Vielmehr sei es üblich, 
dass sie entweder nach Abschluss ihrer Dienstleistung oder in regelmässigen Abständen 
ihre Rechnungen stellten. Diese Tatsachen würden deutlich machen, dass beim Promote 
das Beteiligungs- und nicht das Dienstleistungsverhältnis im Vordergrund gestanden habe. 
Denn einer solchen Bestimmung stimme nur zu, wer als Investorin am wirtschaftlichen 
Erfolg des Projekts interessiert sei. Aus wirtschaftlicher Sicht habe der Promote somit 
einen Ertrag dargestellt, weshalb bei einer wirtschaftlichen Auslegung von Art. 70 DBG 
bzw. § 67 StG der Promote auch als Beteiligungsertrag zu behandeln und der 
Beteiligungsabzug anzuwenden sei.

B.d.b Betreffend Massgeblichkeitsprinzip führte die Rekurrentin das Folgende aus: 
Gemäss Art. 58 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 69 Abs. 1 StG gelte für juristische Personen das 
Massgeblichkeitsprinzip. Dabei werde zwischen dem Prinzip der materiellen 
Massgeblichkeit und demjenigen der formellen Massgeblichkeit unterschieden. Während 
das Prinzip der materiellen Massgeblichkeit besage, dass die 
Gewinnermittlungsvorschriften des Handelsrechts auch für das Steuerrecht massgebend 
seien, verpflichte das Prinzip der formellen Massgeblichkeit die Steuerbehörden auf die 
tatsächlichen von den Steuerpflichtigen eingereichten Jahresabschlüsse, einschliesslich 

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Urteil A 2020 5

der konkreten Werte in diesen Jahresrechnungen, abzustellen. Gemäss der formellen 
Massgeblichkeit seien die von den Steuerpflichtigen konkret vorgenommenen 
Verbuchungen für die steuerliche Gewinnermittlung massgebend und das Unternehmen 
werde auf seiner Darstellung in der Handelsbilanz behaftet. Beim Massgeblichkeitsprinzip 
handle es sich zwar nicht um ein Dogma, aber doch um ein grundlegendes und 
grundsätzlich geltendes Prinzip, von dem nicht ohne gesetzliche Grundlage abgewichen 
werden dürfe.

Die Rekurrentin habe mit ihren Steuererklärungen jeweils die nach den Grundsätzen des 
Schweizerischen Obligationenrechts erstellten und revidierten Jahresrechnungen 
eingereicht. Aus steuerlicher Sicht sei dabei neben der Jahresrechnung einzig der Anhang 
(und mit dem neuen Rechnungslegungsrecht auch die Geldflussrechnung) massgebend. 
Aus den Jahresrechnungen der Projektgesellschaften sei ersichtlich, dass der Promote 
jeweils aus den Gewinnreserven und somit aus dem Eigenkapital ausbezahlt worden sei, 
und die Rekurrentin den Promote in ihrer Jahresrechnung jeweils als Beteiligungsertrag 
verbucht habe. Auch diesbezüglich entspreche diese Verbuchung des Promotes der 
wirtschaftlichen Ausgestaltung. Auch hier bringe die Rekursgegnerin nicht vor, dass die 
Auszahlung des Promotes ordnungswidrig verbucht worden sei. Entsprechend sei davon 
auszugehen, dass sie anerkenne, dass der Promote bei allen beteiligten Gesellschaften 
richtig verbucht worden sei. Eine Abweichung von der Jahresrechnung und der konkreten 
Verbuchung als Beteiligungsertrag sei somit nur möglich, soweit hierfür eine gesetzliche 
Grundlage bestehe. Eine solche gesetzliche Grundlage mache die Rekursgegnerin aber 
auch nicht geltend, weshalb sie im Sinne des Massgeblichkeitsprinzips an die in den 
Jahresrechnungen ausgewiesenen Beteiligungserträge gebunden sei.

B.d.c Abschliessend sei zu erwähnen, dass die Steuerbehörden grundsätzlich an die 
privatrechtliche Ausgestaltung gebunden seien. Eine Abweichung von dieser sei nur 
soweit zulässig, als eine Steuerumgehung vorliege. Gemäss konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung werde eine Steuerumgehung angenommen, wenn 
(1) eine gewählte Rechtsgestaltung ungewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich und den 
wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen erscheine, (2) anzunehmen sei, 
dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen worden 
sei, um Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet 
seien, und (3) das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis 
führen würde, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde. 

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Urteil A 2020 5

Im vorliegenden Fall liege jedoch keine ungewöhnliche, sachwidrige oder absonderliche 
Sachverhaltsgestaltung vor. Vielmehr handle es sich bei den JVA um eine für 
lmmobilienprojekte normale vertragliche Ausgestaltung von Joint Venture Verträgen. 
Gerade bei Immobilienprojekten, bei denen ein Investor das Projekt zuerst entwickeln 
müsse, um anschliessend weitere Investoren suchen zu können, sei es üblich, dass eine 
von der Beteiligungsquote abweichende Ausschüttung vereinbart werde, um den 
ursprünglichen Aufwand und das höhere Risiko dieses Investors zu entschädigen. Genau 
das sei auch im vorliegenden Fall gemacht worden: Mit dem Promote in Form einer 
asymmetrischen Dividende werde der Rekurrentin lediglich ihr zusätzliches Risiko 
entschädigt, welches sie als Initialinvestorin gehabt habe. Diese Vorgehensweise sei 
sachlich umso mehr gerechtfertigt, als die Auszahlung des Promotes erst im Rahmen der 
Gewinnausschüttung an die anderen Aktionäre und somit erst nach Begleichung aller 
übrigen Schulden erfolgt sei. Damit sei sichergestellt worden, dass die Rekurrentin den 
Promote erst erhalte, wenn das Projekt ein Erfolg geworden sei. Bei solchen 
projektbasierten Investitionen sei das ein wirtschaftlich nachvollziehbares Vorgehen.

Es sei darauf hinzuweisen, dass das Obligationenrecht Vorzugsrechte für einzelne 
Aktionäre ausdrücklich erlaube, und dass die steuerrechtliche Rechtsprechung solche 
asymmetrischen Dividenden ausdrücklich anerkenne. So habe bspw. das 
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen in einem Entscheid vom 29. Juni 2017 
festgestellt, dass mit Zustimmung aller Aktionäre asymmetrische Dividenden zulässig 
seien und entsprechend von den Steuerbehörden zu akzeptieren seien, was in dem 
damals zu beurteilenden Fall zur Folge gehabt habe, dass das Teilbesteuerungsverfahren 
auch bei asymmetrischen Dividenden anzuwenden gewesen sei.

In einem anderen Entscheid habe die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. 
Gallen die Möglichkeit anerkannt, dass sich eine Vorzugsdividende auf einen Anteil am 
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beziehen könne. 

Auch in der steuer- und gesellschaftsrechtlichen Literatur würden Vorzugsrechte für 
einzelne Aktionäre als sachgerecht anerkannt. So weise die gesellschaftsrechtliche 
Literatur daraufhin, dass auch vertraglich vereinbarte asymmetrische Dividenden 
sachkonform seien, bspw. wenn die Parteien im Rahmen eines Joint Ventures 
vereinbarten, dass zwar alle Anteilsinhaber zu einem bestimmten Prozentsatz am Gewinn 
beteiligt seien, aber gleichzeitig nicht alle zu den entsprechenden Prozenten Einlagen 
leisten müssten.

14

Urteil A 2020 5

Somit sei festzuhalten, dass es sich bei den vorliegend zu beurteilenden JVA nicht um 
eine sachwidrige, absonderliche oder unübliche Rechtsgestaltung handle und damit auch 
keine Steuerumgehung vorliege. Die von der Rekurrentin gewählte Rechtsgestaltung sei 
deshalb von der kantonalen Steuerverwaltung zu akzeptieren. Zusammenfassend sei 
deshalb festzuhalten, dass die zur Diskussion stehenden Ausschüttungen als 
Beteiligungserträge im Sinne von § 67 StG bzw. Art. 70 Abs. 1 DBG zu behandeln und 
entsprechend der Beteiligungsabzug anzuwenden sei.

C. Den vom Gericht mit Schreiben vom 20. April 2020 verfügten Kostenvorschuss 
von Fr. 15'000.– bezahlte die Rekurrentin fristgerecht.

D. Mit Schreiben des Gerichts vom 23. April 2020 wurden die Rekursgegnerin und 
die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) aufgefordert, ihre 
Stellungnahmen einzureichen.

E. Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2020 beantragte die Rekursgegnerin die 
Abweisung des Rekurses, unter Kostenfolgen zu Lasten der Rekurrentin. Begründend 
führte sie aus: Streitig und zu prüfen sei vorliegend, ob drei als asymmetrische 
Interimsdividenden ausgerichtete Promote Fees (überproportionale Gewinnbeteiligungen) 
in Höhe von 20 % der Net Project Returns, die der Rekurrentin vertraglich zugesichert 
worden seien, zum Beteiligungsabzug gemäss § 67 Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG 
berechtigten.

E.a Im Allgemeinen handle es sich bei den fraglichen Promote Fees um sog. Carried 
lnterests, einen feststehenden Begriff im Vergütungssystem von Private Equity Fonds. 
Eine Management-Gesellschaft wie die Rekurrentin erbringe ihre Tätigkeit aufgrund von 
Management-Verträgen mit Investoren. Für diese Tätigkeit erhalte sie eine laufende, vom 
Ertrag unabhängige Management Fee von z.B. 2 % des Fondsvermögens. Dadurch könne 
sie ihren Aufwand decken und insbesondere die Saläre ihrer angestellten Fondsmanager 
bezahlen. Werde eine bestimmte Mindestrendite erreicht (sog. Hurdle Rate), würden die 
Management-Gesellschaft bzw. die Fondsmanager am Ende der Laufzeit des Fonds mit 
typischerweise 20 % der realisierten Gewinne des Fonds entschädigt. Diese 
Entschädigung bezeichne man in der Praxis als Carried Interest. 

15

Urteil A 2020 5

Exemplarisch könne auch auf die Definition der NASDAQ verwiesen werden: "In private 
equity fund or hedge fund, carried interest is a share of the profits of a successful 
partnership that is paid to the manager of the partnership as a form of compensation. 
Carried interest is typically up to 20 % of the profits and becomes payable once the 
original investment in the fund has been repaid to the investors, plus a predefined hurdle 
rate" (https://www.nasdaq.com/glossary/c/carried-interest; Stand: 18. Mai 2020).

Sodann würden Carried Interests in verschiedenen Ländern privilegiert besteuert, 
namentlich in Grossbritannien und den USA, was teilweise politisch umstritten sei (in den 
USA unter dem Begriff "Carried Interest Loophole"). Die Schweiz kenne keine privilegierte 
Besteuerung, was mitunter ebenfalls kontrovers diskutiert werde. Handle es sich beim 
Fondsmanager um eine natürliche Person, so qualifiziere der Carried Interest nicht als 
steuerfreier Kapitalgewinn, sondern unterliege als erfolgsabhängige Arbeitsentschädigung 
der Besteuerung. Das geplante Kreisschreiben betreffend Entschädigungen an Private 
Equity und Hedge Manager sei bis zum heutigen Zeitpunkt nicht publiziert worden.

E.b Im vorliegenden Fall fungiere die Rekurrentin gemäss den JVA jeweils als 
Management-Gesellschaft. Dies ergebe sich namentlich aus Ziff. 8 JVA C.________, Ziff. 
7 JVA D.________ und Ziff. 8 JVA E.________, wonach der Rekurrentin umfangreiche 
Aufgaben im Zusammenhang mit der Vornahme der Transaktionen, der Due Diligence, 
der Ausarbeitung und Implementierung der Business Pläne sowie diversen weiteren Asset 
Management Services übertragen worden seien. Diese Tätigkeiten seien 
Grundvoraussetzung dafür gewesen, dass die Investoren (zu ihren Ungunsten) dazu 
bereit gewesen seien, der Rekurrentin eine überproportionale Gewinnbeteiligung in Höhe 
von jeweils 20 % des Net Project Returns zuzusichern. Ein anderer Beweggrund der 
Investoren lasse sich den JVA nicht entnehmen und wäre bei auf Gewinnerzielung 
ausgerichteten Projekten wie den vorliegenden auch nicht nachvollziehbar. Mithin handle 
es sich bei den streitbetroffenen Promote Fees um Entschädigungen für von der 
Rekurrentin (direkt oder indirekt durch Dritte) erbrachte Dienstleistungen, was nicht zuletzt 
auch die zahlreichen Ausführungen zu den Promote Fees in der Konzernrechnung 
bestätigten.

Im Beteiligungsverhältnis begründete Gewinnausschüttungen (Dividenden) setzten keine 
(solchen) Dienstleistungen voraus, vielmehr würden sie den Anteilsinhabern ohne 
entsprechende Gegenleistung zugewendet. Gestützt auf die JVA habe die Rekurrentin 

16

Urteil A 2020 5

über schuldrechtliche Ansprüche auf die Promote Fees verfügt, die unabhängig von den 
Ausschüttungsbeschlüssen der Gesellschafter bestanden hätten.

In den JVA sei sodann auch nicht ausdrücklich vorgesehen, die Promote Fees in Form 
von Dividenden auszurichten. Hätten die betreffenden Projektgesellschaften keine 
entsprechenden Ausschüttungen vorgenommen, so hätte die Rekurrentin deshalb 
basierend auf den JVA erfolgreich auf Zahlung der vereinbarten Promote Fees klagen 
können.

Daraus erhelle, dass die Promote Fees nicht in den Beteiligungsverhältnissen begründet 
gewesen seien, obschon sie im Ergebnis als Dividenden ausgeschüttet worden seien, 
sondern vielmehr in den Dienstleistungsverhältnissen. Folglich handle es sich nicht um 
Beteiligungserträge, die zum Beteiligungsabzug berechtigten. Aus Sicht der 
Projektgesellschaften hätten die Promote Fees in der vorliegenden Konstellation als 
geschäftsmässig begründete Aufwendungen geltend gemacht werden können und wären 
als solche (jedenfalls nach schweizerischem Steuerrecht) akzeptiert worden. So sei denn 
auch die Dividende der D.________ Ltd. in der betreffenden Jahresrechnung als Aufwand 
verbucht worden, indem sie vom "Operating profit for the year/period" abgezogen worden 
sei und so die Position "(Loss)/Profit for the year/period" geschmälert habe.

Aus dem Umstand, dass die Promote Fees aus dem Eigenkapital der 
Projektgesellschaften ausgerichtet und (teilweise) nicht als Aufwand verbucht worden 
seien, lasse sich nichts zugunsten der Rekurrentin ableiten. Im internationalen Verhältnis 
werde der Zweck des Beteiligungsabzugs, die Vermeidung einer Vielfachbesteuerung, 
nicht immer vollständig erreicht. Grund dafür sei das Abstellen auf die schweizerischen 
Massstäbe bei der Qualifikation von ausländischen Leistungen, was zu objektiven 
Qualifikationskonflikten führen könne. Solche Qualifikationskonflikte könnten etwa 
bewirken, dass es zu einer Mehrfachbelastung derselben Erträge komme. Nicht 
überzeugen würden schliesslich auch die Ausführungen zum Massgeblichkeitsprinzip und 
zur Steuerumgehung. Vorliegend sei zu prüfen, ob die als asymmetrische 
Interimsdividenden ausgeschütteten Promote Fees als Beteiligungsertrag im Sinne von § 
67 Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG qualifizierten. Werde diese Frage verneint, so sei der 
beantragte Beteiligungsabzug zu verweigern. Daran vermöge weder das 
Massgeblichkeitsprinzip etwas zu ändern noch sei erforderlich, dass die Voraussetzungen 
für eine Steuerumgehung erfüllt seien.

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Urteil A 2020 5

E.c Zur Frage des Verwaltungsgerichts nach der Höhe des Streitwerts sei 
festzuhalten, dass im Falle einer vollumfänglichen Gutheissung des Rekurses ein 
Beteiligungsabzug von insgesamt 89,153 % resultieren würde (statt 36,025 % gemäss 
Einspracheentscheid). In der Folge würde daher die Steuerbelastung um Fr. _______ 
tiefer ausfallen (Fr. _______ anstelle von insgesamt Fr. _______ für die direkte 
Bundessteuer und die Kantons- und Gemeindesteuern).

F. Mit Vernehmlassung vom 9. Juli 2020 beantragte die ESTV den Rekurs unter 
Kostenfolge vollumfänglich abzuweisen, im Wesentlichen unter Berufung auf die 
folgenden Beweggründe:

F.a Die Rekurrentin habe im vorliegend zu beurteilenden Jahr 2014 von der 
C.________ Sarl einen Betrag in der Höhe von EUR _______ von der D.________ Ltd. 
einen Betrag in der Höhe von EUR _______ sowie von der E.________ Sarl einen Betrag 
in der Höhe von EUR _______ vereinnahmt. Die Überweisung dieser "Promote Fees" sei 
gestützt auf die jeweils anwendbaren JVA erfolgt. 

F.b Gemäss Art. 69 DBG ermässige sich die Gewinnsteuer einer Kapitalgesellschaft 
im Verhältnis des Nettoertrages aus den Beteiligungsrechten zum gesamten Reingewinn, 
wenn die Gesellschaft oder Genossenschaft zu mindestens 10 % am Grund- oder 
Stammkapital oder am Gewinn und an den Reserven einer anderen Gesellschaft beteiligt 
sei oder Beteiligungsrechte im Verkehrswert von mindestens einer Million Franken halte. 

Strittig und vorliegend zu klären sei, ob drei in der Form von asymmetrischen Interims-
dividenden ausgerichtete und vorgängig vertraglich zugesicherte "Promote Fees" in der 
Höhe von jeweils 20 % der Net Project Returns zum Beteiligungsabzug gemäss Art. 69 ff. 
DBG berechtigten oder nicht.

F.c Gemäss geltender Praxis zählten zu den Beteiligungserträgen gemäss Art. 70 
DBG insbesondere ordentliche oder ausserordentliche sowie offene oder verdeckte 
Gewinnausschüttungen, welche auf ein Beteiligungsverhältnis zurückzuführen seien. 
Gewinnausschüttungen gestützt auf das Beteiligungsverhältnis würden jeweils ohne 
Gegenleistung zugewendet. Nach diesem Verständnis habe die Rekursgegnerin auch die 
Berechnung des Beteiligungsabzugs in Anwendung der geltenden Steuerpraxis 
vorgenommen. Deshalb werde vorliegend seitens der ESTV vorab betreffend die direkte 

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Urteil A 2020 5

Bundessteuer auf die zutreffenden Ausführungen in der Vernehmlassung der 
Rekursgegnerin verwiesen. 

F.c.a Ergänzend gehe bereits aus dem Sachverhalt hervor, dass die Ausrichtung der 
"Promote Fees" zugunsten der Rekurrentin nicht auf die jeweiligen 
Beteiligungsverhältnisse zurückzuführen, sondern vertraglicher Natur seien. Im Rekurs 
werde unter Ziff. 5.3 denn auch auf den vertraglichen Anspruch der Rekurrentin auf den 
"Promote" hingewiesen. Gemäss den Ausführungen der Rekurrentin stünden nur ihr, nicht 
aber den übrigen Beteiligten diese vertraglich zugesicherten Ansprüche zu. Damit erhelle 
aber auch, dass der Rekurrentin die vertraglichen Ansprüche auf die besagten "Promote 
Fees" auch ohne Dividendenbeschlüsse zugestanden hätten. Da die "Promote Fees" im 
Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen ausgerichtet worden seien, könne in 
diesem Umfang kein Beteiligungsabzug gewährt werden. Der Hinweis der Rekurrentin auf 
die separat erfolgte Entschädigung für die Beratungstätigkeiten sei unbehelflich. Tatsache 
sei, dass die vorliegend streitbetroffenen "Promote Fees" untrennbar mit den von der 
Rekurrentin erbrachten Beratungstätigkeiten verbunden und sie mithin vertraglich 
zugesichert worden seien.

F.c.b Auch die Berufung auf die grundsätzliche steuerliche Zulässigkeit von 
asymmetrischen Dividenden ändere nichts an der vertraglichen Natur der Ansprüche auf 
"Promote Fees". Die formellen Beschlüsse der verschiedenen Gesellschaften, den 
geschuldeten Betrag in Form einer asymmetrischen Dividende auszuzahlen vermöge den 
tatsächlichen Rechtsgrund für die Zahlungen nicht zu beseitigen. Bezeichnenderweise 
seien die asymmetrischen Dividenden denn auch vollumfänglich zugunsten der 
Rekurrentin ausgerichtet worden, ohne dass die anderen Anteilseigner zu berücksichtigen 
gewesen seien. Zu Recht stelle die Rekurrentin die vertraglichen Verpflichtungen ihrer 
Vertragspartner zur Ausrichtung einer "Promote Fee" nicht in Frage. Schliesslich vermöge 
die Rekurrentin nicht zu belegen, dass sie mit ihrem lnvestment in einer frühen 
Projektphase besondere Risiken eingegangen und deshalb mittels asymmetrischer 
Dividenden zu begünstigen gewesen sei. Vielmehr werde im Rekurs unter Ziff. 6.2.1 
betont, dass die "Promote Fees" erst geschuldet gewesen seien, nachdem alle anderen 
Verpflichtungen der Projektgesellschaft erfüllt worden seien. Auch aus diesem Umstand 
gehe hervor, dass die Auszahlungen der "Promote Fees" vertraglicher Natur seien und es 
sich dabei nicht um klassische Gewinnausschüttungen handle. 

19

Urteil A 2020 5

Bezeichnenderweise sei vorliegend der grösste Teil der streitbetroffenen Beträge (Zahlung 
der D.________ Ltd. in der Höhe von EUR _______) bei der leistenden Gesellschaft 
soweit ersichtlich als Aufwand verbucht worden. Für die Berechnung des "(Loss)/Profit for 
the year/period" seien die ausbezahlten Dividenden in Abzug gebracht worden (Rekurs 
Ziff. 6.1.6 E "Management Accounts for the year ended 31 December 2014, S. 2). Dieser 
Umstand spreche zusätzlich zu den gemachten Ausführungen gegen die Anerkennung der 
Zahlung der D.________ Ltd. an die Rekurrentin als Dividende. 

Jedoch berechtigten auch die beiden weiteren streitbetroffenen Zahlungen an die 
Rekurrentin nicht zum Beteiligungsabzug, da sie vertraglich geschuldet seien. Die Frage 
der Gewährung des Beteiligungsabzugs sei gestützt auf die Schweizer Rechtsordnung zu 
beurteilen. Ausländische Rechnungslegungsvorschriften könnten hilfsweise berücksichtigt 
werden, seien jedoch im Hinblick auf die Anwendung der Schweizer Rechtsordnung nicht 
bindend.

F.c.c Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Streitfrage entgegen der 
diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde unter Ziff. 6.2.2 keine Frage des 
Massgeblichkeitsprinzips darstelle. Der Beteiligungsabzug werde nicht automatisch 
gestützt auf die vorgenommenen Verbuchungen durch die steuerpflichtige Gesellschaft 
gewährt. Vielmehr sei die Frage der Gewährung des Beteiligungsabzugs unter 
Berücksichtigung aller Umstände zu prüfen. Insbesondere sei vorliegend zu 
berücksichtigen, dass die streitbetroffenen Zahlungen gestützt auf vertragliche Ansprüche 
der Rekurrentin erfolgt seien. Die Verweigerung des Beteiligungsabzugs könne deshalb 
vorliegend entgegen der Ausführungen im Rekurs unter Ziff. 6.2.3 auch ohne Erbringung 
des Nachweises einer Steuerumgehung durch die Steuerbehörden erfolgen.

G. Mit Schreiben vom 8. August 2020 replizierte die Rekurrentin auf die 
Stellungnahmen der Rekursgegnerin und der ESTV wie folgt:

G.a Betreffend Carried Interest: Wie die Rekursgegnerin in ihrer Vernehmlassung 
ausführe, handle es sich beim Carried Interest um eine Gewinnbeteiligung des 
Fondsmanagements von Private Equity Fonds, die von einer vertraglich festgelegten 
Mindestrendite ("Hurdle Rate") abhänge. Das Private Equity Fondsmanagement erhalte 
den Carried Interest in der Regel also nur, wenn der Private Equity Fonds eine 
vorbestimmte Mindestrendite erreiche. Der Carried lnterest stelle somit eine 
erfolgsabhängige Entschädigung dar, welche das Fondsmanagement von Private Equity 

20

Urteil A 2020 5

Fonds für seine Erwerbstätigkeit erhalte und die das Fondsmanagement mit einer 
Teilhabe am Investment motivieren solle.

Vorliegend fehle es jedoch an wesentlichen Merkmalen eines Carried lnterests: Bei der 
Rekurrentin handelt es sich um keinen Private Equity Fonds, sondern um eine Immobilien 
Investment Managementgesellschaft. Als solche habe die Rekurrentin eigenes Kapital in 
die Projektgesellschaften investieren müssen, und zwar – anders als ein Private Equity 
Fonds – bevor die für die Realisierung des Projekts notwendigen Investoren vorhanden 
gewesen seien. Im Vergleich zum Management von Private Equity Fonds habe die 
Rekurrentin somit ein deutlich höheres wirtschaftliches Risiko getragen. Entsprechend 
stehe beim Promote auch keine Erwerbstätigkeit, sondern das (lnitial-)Investment im 
Vordergrund. Entsprechend hänge beim Promote – anders als beim Carried Interest – die 
Auszahlung von keiner Mindestrendite ("Hurdle Rate") ab. Die Auszahlung des Promotes 
werde vielmehr ausdrücklich den übrigen Dividendenausschüttungen gleichgestellt 
(vgl. Rekursschrift, Ziff. 6.1.5, "[...] and the Promote shall rank pari passu with the 
remaining Net Project Returns to be allocated to the Sponsors [Anm.: Aktionäre der 
Projektgesellschaft]"). Der Promote werde sogar nachrangig zu den Dividenden der 
übrigen Investoren ausbezahlt (vgl. JVA D.________, Ziff. 9.6: "[...] The claim for the 
Promote shall vest and become payable without unreasonable delay after all Sponsor 
Commitments have been fully repaid to the Sponsors."). Auch diese Regelung weiche von 
einem typischen Carried Interest ab und sei ein deutlicher Hinweis darauf, dass beim 
Promote das (lnitial-)Investment und nicht die erfolgsabhängige Erwerbstätigkeit im 
Vordergrund stehe. Mit der im Vergleich zu den übrigen Investoren höheren 
Dividendenausschüttung erfolge lediglich eine Entschädigung für das höhere 
wirtschaftliche Risiko.

Anders als von der Rekursgegnerin impliziert, schliesse eine Behandlung als Carried 
Interest zudem weder eine Besteuerung als Beteiligungsertrag noch die Anwendung des 
Beteiligungsabzugs aus. Sofern die Qualifikation als Carried Interest überhaupt in Betracht 
käme, sei gemäss gängiger Praxis der ESTV wie bei Private Equity Fondsmanager nicht 
einfach der gesamte Carried Interest als Erwerbseinkommen zu besteuern. Im Umfang in 
dem sich die Gewinnbeteiligung des Private Equity Fondsmanagements proportional zum 
Anteil am Eigenkapitals verhalte, könne das Management – wie unabhängige Dritte – von 
den Steuererleichterungen des Kapitalgewinns oder des direkten Grundbesitzes 
profitieren. Nur soweit die Private Equity Manager einen Gewinnanteil erhielten, der über 
ihren Anteil am Eigenkapital hinaus ginge, könne beim Private Equity Fondsmanagement 

21

Urteil A 2020 5

eine Qualifikation als steuerbares Erwerbseinkommen geprüft werden. Im vorliegenden 
Fall seien die beteiligten Gesellschaften mit einer Quote zwischen 4,95 % und 14,99 % an 
den jeweiligen Projektgesellschaften beteiligt. Würde es die Rekursgegnerin mit der 
Besteuerung als Carried lnterests ernst meinen, müsste sie zumindest in diesem Umfang 
von einem Beteiligungsertrag ausgehen und den Beteiligungsabzug zulassen.

G.b Betreffend schuldrechtlichem Anspruch auf asymmetrische Dividenden: Sowohl 
die Rekursgegnerin als auch die ESTV würden darauf hinweisen, dass die Rekurrentin 
über einen schuldrechtlichen Anspruch auf die Promote Fees verfüge, welcher 
unabhängig von den Ausschüttungsbeschlüssen bestehe. Darin zeige sich, dass die 
Promote Fees nicht im Beteiligungsverhältnis, sondern im Dienstleistungsverhältnis 
begründet seien. Dabei würden die Rekursgegnerin und die ESTV verkennen, dass es 
häufig vertragliche Ansprüche auf Dividendenausschüttungen gebe. So sei es bei Start-up 
Gesellschaften bspw. üblich, dass Investoren ihr wirtschaftliches Risiko vertraglich 
absicherten. Zu diesem Zweck würden deshalb in Aktionärbindungsverträgen von Start-up 
Gesellschaften regelmässig unterschiedliche Aktienkategorien oder Vorzugsaktien 
geschaffen und den Investoren Vorabdividenden oder Liquidationspräferenzen 
eingeräumt. Die Investoren erhielten dadurch einen schuldrechtlichen Anspruch auf eine 
(Vorab-)Dividende, ohne dass dadurch die Behandlung als Beteiligungsertrag in Frage 
gestellt werde. Im Rahmen der Privatautonomie des Privatrechts steht es den Aktionären 
frei, über ihre Dividenden vertraglich zu verfügen. In diesem Zusammenhang sei nochmals 
auf die gesellschaftsrechtliche Literatur verwiesen, welche vertraglich vereinbarte 
asymmetrische Dividenden ausdrücklich als sachgerecht bezeichne.

G.c Betreffend Massgeblichkeitsprinzip: Sowohl die Rekursgegnerin als auch die 
ESTV würden den Hinweis auf das Massgeblichkeitsprinzip als irrelevant ablehnen. Wie 
bereits in der Rekursschrift ausführlich dargelegt worden sei, stelle die Vermeidung der 
wirtschaftlichen Mehrfachbelastung die eigentliche ratio legis des Beteiligungsabzugs dar. 
Im Sinne des Beteiligungsabzugs liege somit nur dann ein Beteiligungsertrag vor, wenn 
die Leistung aus dem Eigenkapital der leistenden Gesellschaft erbracht und sie bei der 
leistenden Gesellschaft nicht als geschäftsmässig begründeter Aufwand verbucht worden 
sei. Die handelsrechtliche Verbuchung als Beteiligungsertrag bei der leistenden 
Gesellschaft sei deshalb Voraussetzung für die Anwendung des Beteiligungsabzugs. 
Entgegen den Ausführungen der Rekursgegnerin und der ESTV sei das 
Massgeblichkeitsprinzip somit der eigentliche Ausgangspunkt der vorliegend zu 
beurteilenden Rechtsfrage. Genau das sei im Übrigen auch der Grund, weshalb für die 

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Urteil A 2020 5

Beurteilung eines Beteiligungsertrags nicht die Sicht der Aktionäre, sondern einzig die 
Sicht der leistenden Gesellschaft massgebend sei.

Bezüglich der Darstellung der Dividende in der Jahresrechnung 2014 der D.________ Ltd. 
mit Sitz in Guernsey werde von den Gegenparteien nur die nach lokalen 
Rechnungslegungsstandards erstellte Erfolgsrechnung ("Profit and Loss Account"; S. 2) 
zitiert (vgl. Vernehmlassung der Rekursgegnerin, S. 3; Vernehmlassung der ESTV, 
Ziff. 2e). Von diesen nicht zitiert werde die Anmerkung 7 im Anhang der Jahresrechnung 
2014 ("Shareholders funds"; S. 5), welche eindeutig zeige, dass die Gewinnverteilung über 
die Gewinnreserven erfolgt sei. Die Dividende sei somit über das Konto "Kapital und 
Reserven" verbucht worden und nicht wie behauptet über den Aufwand.

H. Mit Duplik vom 18. August 2020 hielt die Rekursgegnerin an ihren Anträgen fest. 
Begründend führte sie zusätzlich das Folgende aus:

H.a Betreffend "Promote Fee" und "Carried Interest": Die Begriffe "Promote (Fee)" und 
"Carried Interest" seien hier grundsätzlich synonym zu verwenden. Unterschiede 
bestünden im Wesentlichen lediglich in Bezug auf die Branche. Während im 
Zusammenhang mit Immobilien-Investments in der Regel der Ausdruck "Promote" 
verwendet werde, sei bei Private Equity-Fonds eher der Begriff "Carried Interest" 
gebräuchlich. Zwar seien in der Praxis unterschiedliche Ausgestaltungen anzutreffen, so 
werde z.B. regelmässig eine Mindestrendite (Hurdle Rate) vorausgesetzt (was jedoch 
nicht begriffsnotwendig sei). Im Grundsatz handle es sich dabei aber immer um dasselbe, 
und zwar um eine zusätzliche, überproportionale Erfolgsentschädigung 
(Gewinnbeteiligung) des Fondsmanagers (der Management-Gesellschaft). Da die 
Bezeichnung "Promote" aus dem englischen Sprachraum stamme und (soweit ersichtlich) 
bisher keinen Eingang in die einschlägige schweizerische Steuerrechtsliteratur gefunden 
habe, werde auf die Webseite einer US-amerikanischen Immobilien-Investment-Plattform 
verwiesen (vgl. https://www.realtymogul.com/knowledge-center/article/sponsor-promote-
interests, besucht am 17. August 2020) sowie auf einen Artikel aus dem "New York Law 
Journal" (Beilage 3, S. 1, elektronisch verfügbar auf [kostenpflichtig]: 
https://www.law.com/newyorklawjournal/2019/08/13/crystallization-of-carried-interest-in-
jointventures, besucht am 17. August 2020), welche aufzeigen würden, dass zwischen 
"Promote" (bei Immobilien-Investments) und "Carried Interest" keine wesentlichen 
Unterschiede bestünden. Wie die streitbetroffenen Zahlungen bezeichnet würden 
("Promote [Fee]", "Carried Interest" oder etwa "Performance Fee" oder "Success Fee"), sei 

23

Urteil A 2020 5

letztlich aber unerheblich. Die Qualifikation als Beteiligungsertrag scheitere nicht an der 
Terminologie, sondern vielmehr daran, dass die Zahlungen Dienstleistungserträge im 
Zusammenhang mit den JVA darstellten. Es werde an dieser Stelle nochmals auf die 
Ausführungen in der Konzernrechnung der Rekurrentin verwiesen: "Promote fees repre-
sent a compensation for the Groups services rendered in connection with the Asset 
Management Agreements. Such fees are typically based on the volume of the underlying 
assets under management and the management performance. Economically this fee is a 
performance related component of the Asset Management Fee"; mit anderen Worten gehe 
es um eine erfolgsbasierte Honorarkomponente.

Soweit es sich bei den Zahlungen, wie von der Rekurrentin geltend gemacht, auch um 
Entschädigungen für das höhere wirtschaftliche Risiko handle, erscheine dies mit Blick auf 
die Ausführungen in der Konzernrechnung und die Ausgestaltung der JVA insgesamt von 
untergeordneter Bedeutung und vermöge nichts an der Qualifikation als 
Dienstleistungsertrag zu ändern. Eine teilweise Anerkennung als Beteiligungsertrag, wie 
mit Verweis auf eine einzelne Literaturmeinung gefordert werde, sei ebenfalls abzulehnen, 
und zwar namentlich deshalb, weil die Rekurrentin von den Projektgesellschaften nebst 
den "Promote Fees" zusätzlich proportionale Dividenden erhalten habe, für welche der 
Beteiligungsabzug gewährt worden sei. Es werde diesbezüglich auf eine vom zuständigen 
Bücherexperten im Veranlagungsverfahren als Arbeitsnotiz erstellte Darstellung (Beilage 
4) verwiesen.

Mit dem Hinweis auf den "Carried Interest" in der Vernehmlassung habe nicht zuletzt auch 
aufgezeigt werden sollen, dass es sich vorliegend nicht etwa um einen besonders 
speziellen Einzelfall handle, sondern durchaus grundsätzliche (und teilweise bisher 
gerichtlich ungeklärte) Fragen aufgeworfen würden, die zudem (politisch) umstritten seien. 
Wolle man Teile der Entschädigung von Fonds-Managern bzw. Vermögensverwaltern 
einer privilegierten Besteuerung unterstellen, so habe dies der Gesetzgeber explizit zu 
regeln. Weder das in der streitbetroffenen Steuerperiode noch das heute geltende Recht 
enthalte jedoch entsprechende Normen.

H.b Betreffend schuldrechtlichem Anspruch auf asymmetrische Dividenden: Zwar 
möge es zutreffen, dass sich Investoren bei Start-ups das wirtschaftliche Risiko vertraglich 
absichern liessen. Wenn es sich bei den geleisteten Zahlungen aber um 
Dienstleistungserträge handle (und darüber hinaus eine Ausschüttung als Dividende 

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Urteil A 2020 5

ursprünglich nicht ausdrücklich vorgesehen gewesen sei), falle eine Anerkennung als 
Beteiligungsertrag ausser Betracht.

H.c Betreffend Massgeblichkeitsprinzip: Es werde daran festgehalten, dass das 
Massgeblichkeitsprinzip im vorliegenden Fall nicht einschlägig sei. Verbuche eine 
Gesellschaft in ihrer Jahresrechnung eine Zahlung als Dividende und stelle sich heraus, 
dass es sich dabei wirtschaftlich betrachtet nicht um Beteiligungsertrag im Sinne von § 67 
Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG handle, so sei der Beteiligungsabzug zu verweigern. Mithin 
verhalte es sich entgegen der Ansicht der Rekurrentin nicht so, dass für jede als 
Beteiligungsertrag verbuchte Zahlung zwingend der Beteiligungsabzug zu gewähren sei.

I. Mit Schreiben vom 31. August 2021 reichte auch die ESTV ihre Duplik ein. Sie 
hielt an ihren Anträgen fest und begründete zusätzlich wie folgt:

I.a Betreffend Parallelen des vorliegenden Falles zu Hedge Fonds-Modellen bzw. 
Carried Interest: Aus dem Sachverhalt gehe hervor, dass die Vereinnahmung der 
erfolgsabhängigen Management-Dienstleistungserträge durch die Rekurrentin gestützt auf 
vertragliche Vereinbarungen erfolgt sei (Joint Venture Agreements). Dieser Umstand 
werde durch die Rekurrentin mit den Ausführungen unter Ziff. 1 zweiter Absatz der Replik 
zum Thema "Carried Interest" mit dem Verweis auf die Relevanz einer vertraglich 
festgelegten Mindestrendite sowie dem Vorliegen einer erfolgsabhängigen Entschädigung 
für Erwerbstätigkeit bei Private Equity Fonds sogar bestätigt. Zwar werde unter Ziff. 1, 
dritter Absatz der Replik darauf hingewiesen, dass es sich bei der Rekurrentin nicht um 
einen Private Equity Fonds handle, sondern vielmehr um eine Immobilien-
Investmentgesellschaft, welche eigenes Kapital in die Projektgesellschaften habe 
investieren müssen. Dieser Einwand vermöge jedoch nicht zu überzeugen. Denn aus den 
verfügbaren Unterlagen gehe hervor, dass vorliegend – wie bei Private Equity Fonds – 
nicht die Einbringung des eigenen Kapitals, sondern vielmehr die erfolgreiche Erbringung 
von Management-Dienstleistungen der Rekurrentin für ihre Kunden gestützt auf die JVA 
den Ausschlag für die Ausrichtung der vorliegend streitbetroffenen Entschädigungen 
gegeben habe.

Auch die Hinweise unter Ziff. 1, vierter Absatz der Replik auf die angebliche Gleichstellung 
der streitbetroffenen Entschädigungen in Form von "Promote Fees" mit anderen 
Dividendenausschüttungen oder deren nachrangige Auszahlung seien nicht stichhaltig, da 
die Promote Fees" nur gestützt auf die vertraglich vereinbarten Management-Dienst-

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Urteil A 2020 5

leistungen der Rekurrentin ausbezahlt worden seien. Auch stelle der Hinweis auf die 
Ausrichtung der "Promote Fees" als Entschädigung für ein höheres wirtschaftliches Risiko 
nach wie vor eine unbelegte Behauptung dar. 

Schliesslich stelle der "Carried Interest" in anderen Fallkonstellationen entgegen den 
Ausführungen unter Ziff. 1, fünfter Absatz der Replik gemäss Praxis der ESTV sehr wohl 
regelmässig eine zusätzliche, vollumfänglich steuerpflichtige Entschädigung an den Hedge 
Fonds Manager dar. Liege im Rahmen eines Hedge Fonds-Modells eine Beteiligung des 
Managements vor, könne nach vorliegendem Verständnis eine parallel erfolgende 
Gewinnbeteiligung einzig proportional zu anderen Anlegern erfolgen. Vorliegend seien die 
"Promote Fees" gestützt auf die abgeschlossenen JVA einzig der Rekurrentin ausgerichtet 
worden, da sie vertraglich zur Erbringung von Management-Dienstleistungen verpflichtet 
gewesen sei. Andere blosse Beteiligungsinhaber hätten keine "Promote Fees" erhalten.

I.b Betreffend schuldrechtlichem Anspruch der Rekurrentin auf asymmetrische 
Dividenden: Bei asymmetrischen Dividenden könne eine obligatorische Vereinbarung 
zwischen den Beteiligungsinhabern betreffend die Gewinnverwendung vorliegen, welche 
von einer – gestützt auf das Gesetz und die Statuten in der Regel proportionalen 
Gewinnausschüttung – abweiche. Eine solche Situation mit asymmetrischen Dividenden 
ohne vertragliche Bindung zwischen der ausschüttenden Gesellschaft und der 
Empfängerin unterscheide sich massgeblich von der vorliegenden Konstellation und sei 
deshalb für die Klärung der vorliegenden Streitfrage nicht sachdienlich. Die vorliegende 
Streitfrage betreffe die steuerliche Behandlung von Leistungen, für welche ausdrückliche 
vertragliche Vereinbarungen (JVA) zwischen den leistenden Gesellschaften und der 
empfangenden Rekurrentin bestünden. Damit könnten diese Leistungen zum vornherein 
keine Gewinnausschüttungen darstellen, da sie durch die Gegenparteien der Rekurrentin 
gestützt auf die abgeschlossenen JVA bereits vor der Gewinnermittlung geschuldet 
gewesen seien. Damit stelle die Auszahlung von "Promote Fees" in Form von 
"Dividenden" einzig eine Zahlungsmodalität dar, welche diese vertraglich geschuldeten 
Zahlungen für steuerliche Zwecke nicht in einen Beteiligungsertrag umzuwandeln 
vermöge.

I.c Betreffend die Kriterien für die Gewährung des Beteiligungsabzugs und zum 
Massgeblichkeitsprinzip: Gemäss Praxis der ESTV stellten insbesondere Guthaben eines 
an einer Kapitalgesellschaft Beteiligten keine Beteiligungen dar. Entgegen der 
Ausführungen in der Replik unter Ziff. 3 sei es deshalb unzulässig, für die Frage der 

26

Urteil A 2020 5

Zulässigkeit des Beteiligungsabzugs isoliert auf das Massgeblichkeitsprinzip abzustellen. 
Vielmehr seien bei der Frage des Vorliegens eines Beteiligungsertrages sowie der 
Gewährung des Beteiligungsabzugs alle Umstände des Einzelfalles und dabei 
insbesondere dem Willen der Vertragsparteien betreffend die streitbetroffenen Leistungen 
Rechnung zu tragen. Würden diese Überlegungen auf den vorliegenden Fall übertragen, 
könne es sich bei den ausgerichteten "Promote Fees" bereits deshalb nicht um einen 
Beteiligungsertrag handeln, weil deren Ausrichtung zwischen der Rekurrentin und ihren 
Gegenparteien vertraglich vereinbart worden seien. Auch aus diesem Grunde könne 
weder ein vollumfänglicher noch ein anteilsmässiger Beteiligungsabzug gewährt werden.

Es erfolgte kein weiterer Schriftenwechsel.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
(DBG; SR 642.11) kann der Steuerpflichtige gegen Einspracheentscheide der 
Veranlagungsbehörde für die direkte Bundessteuer innert 30 Tagen nach der Zustellung 
bei einer von der Steuerbehörde unabhängigen Rekurskommission schriftlich Beschwerde 
erheben. Nach § 75 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(VRG; BGS 162.1) ist das Verwaltungsgericht die kantonale Rekursbehörde im Sinne der 
Vorschriften über die direkte Bundessteuer. Die Beschwerden werden, unter Vorbehalt 
abweichender und ergänzender Vorschriften des Bundesrechts, wie kantonale 
Steuerstreitigkeiten behandelt (§ 75 Abs. 2 VRG). Gemäss § 136 Abs. 1 des 
Steuergesetzes des Kantons Zug (StG; BGS 632.1) kann die steuerpflichtige Person 
gegen den Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung innert 30 Tagen 
schriftlich Rekurs beim Verwaltungsgericht erheben. Der Rekurs muss einen Antrag und 
eine Begründung enthalten. Die notwendigen Beweisunterlagen sind beizulegen oder zu 
bezeichnen (§ 136 Abs. 3 StG; ähnlich Art. 140 Abs. 2 DBG). 

Die vorliegende Beschwerde (bezüglich der direkten Bundessteuer) und der vorliegende 
Rekurs (bezüglich der kantonalen und kommunalen Steuern) werden der einfacheren 
Lesbarkeit halber im Folgenden – mit Ausnahme des Rechtsspruchs im Dispositiv – als 

27

Urteil A 2020 5

Rekurs bezeichnet, wobei der Begriff "Rekurs" beide Rechtsmittel (Beschwerde und 
Rekurs) umfasst. Der vorliegende Rekurs gegen den Einspracheentscheid vom 17. März 
2020 datiert vom 16. April 2020 und ist am 17. April 2020 beim Gericht eingegangen. Er 
gilt daher als rechtzeitig eingereicht. Er entspricht auch den übrigen formellen 
Anforderungen, weshalb er vom Gericht zu prüfen ist. 

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkularweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung 
des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht kann Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung sowohl bezüglich kantonaler Steuern (§ 63 Abs. 3 VRG i.V.m. § 74 
Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 136 Abs. 2 StG) als auch bezüglich der direkten 
Bundessteuer (Art. 140 Abs. 3 DBG) in vollem Umfang überprüfen. Das 
Verwaltungsgericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. 
§ 121 StG i.V.m. § 137 Abs. 1 StG sowie Art. 142 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 130 Abs. 1 
DBG). Es gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 74 Abs. 2 VRG 
i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 137 Abs. 2 StG sowie Art. 143 Abs. 1 DBG). Das 
Verwaltungsgericht ist demzufolge verpflichtet, auf den – unter Mitwirkung der 
Verfahrensbeteiligten – festgestellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm, d.h. 
denjenigen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm 
diejenige Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Aus der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen folgt, dass das Verwaltungsgericht als Rekursinstanz nicht an die rechtliche 
Begründung der Begehren gebunden ist und einen Rekurs auch aus anderen als den 
geltend gemachten Gründen ganz oder teilweise gutheissen oder den angefochtenen 
Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz abweichenden Begründung bestätigen 
kann.

2.2 Ist der Sachverhalt unklar und daher zu beweisen, endet die Beweiswürdigung mit 
dem richterlichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu 
gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche 
Sachverhalt verwirklicht hat (Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, Schweizerisches 
Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. Aufl. 2018, § 19 Rz. 6). Auch wenn im 
harmonisierten Steuerrecht an sich das Beweismass der vollen Überzeugung 
("Regelbeweismass") herrscht, bedarf es keiner absoluten Gewissheit. Es genügt, dass 

28

Urteil A 2020 5

die Veranlagungs- bzw. Rechtsmittelbehörde nach erfolgter Beweiswürdigung und 
aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom 
Vorliegen eines rechtserheblichen Sachumstandes überzeugt ist. Die Auffassung kann auf 
Indizien beruhen und bedingt keinen direkten Beweis (BGer 2C_1067/2017 vom 11. 
November 2019 E. 2.2.3). Anders verhält es sich bei Beweisnot, bei welcher das mildere 
Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als ausreichend erachtet wird. Von 
einer Beweisnot ist nicht schon zu sprechen, wenn eine Tatsache, die ihrer Natur nach 
ohne weiteres dem unmittelbaren Beweis zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, 
weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im 
konkreten Einzelfall können zu keiner Beweiserleichterung führen (BGE 144 III 264 E. 
5.3). 

Gelangt die Behörde bzw. das Gericht zu keiner derart gewichtigen Überzeugung, 
kommen die Beweislastregeln von Art. 8 ZGB zur Anwendung. Im Abgaberecht gilt 
demnach, dass die Veranlagungsbehörde die Beweislast für die abgabebegründenden 
und -erhöhenden Tatsachen trägt, während die abgabepflichtige Person für die 
abgabeaufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (BGer 2C_480/2019 
vom 12. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Verweis auf die sogenannte Normentheorie in BGE 143 
II 661 E. 7.2). 

3. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die von der C.________ Sarl, der 
D.________ Ltd. und der E.________ Sarl in der Form von asymmetrischen 
Interimsdividenden ausgerichteten und in den entsprechenden JVA vereinbarten Promote 
Fees (oder nachfolgend auch "Promotes") bei der Rekurrentin zum Beteiligungsabzug 
gemäss § 67 Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG berechtigen. 

Die Rekurrentin bejaht die Anwendung des Beteiligungsabzugs, da die erhaltenen 
Promote Fees sowohl rechtlich und wirtschaftlich als steuerlich relevante 
Beteiligungserträge zu qualifizieren seien. Die Rekursgegnerin hingegen will den 
Beteiligungsabzug auf den Promotes nicht gewähren, da es sich bei diesen wirtschaftlich 
nicht um Beteiligungserträge, sondern um Entschädigungen für in den JVA vereinbarte 
Managementdienstleistungen handle. Betreffend Dividende der D.________ Ltd. wird 
zusätzlich angefügt, diese sei in der betreffenden Jahresrechnung als Aufwand verbucht 
worden, was der Qualifikation als Beteiligungsertrag auf Stufe der Rekurrentin im Wege 
stehe.

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Beweislast+Abgaberecht&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-264%3Ade&number_of_ranks=0#page264
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Beweislast+Abgaberecht&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-II-661%3Ade&number_of_ranks=0#page661
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Beweislast+Abgaberecht&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-II-661%3Ade&number_of_ranks=0#page661

29

Urteil A 2020 5

Nicht strittig ist, dass es sich bei den Promote Fees um der Steuerperiode 2014 
zuzurechnende Erträge der Rekurrentin handelt. Ebenfalls nicht strittig ist, dass die 
übrigen Voraussetzungen zur Gewährung des Beteiligungsabzugs vorliegend erfüllt sind 
(qualifizierende Beteiligungsquoten von 10 % bzw. Beteiligungsrechte im Verkehrswert 
von mindestens einer Million Franken), sollten denn die Promote Fees Beteiligungserträge 
i.S.v. Art. 69 DBG bzw. § 67 StG darstellen.

4.
4.1 Beteiligungsertrag im Allgemeinen: Mangels Legaldefinition muss der Begriff des 
Beteiligungsertrages auf dem Auslegungsweg gewonnen werden. Orientiert am Sinn und 
Zweck der Bestimmungen über den Beteiligungsabzug, welche in der Vermeidung der 
Mehrfachbelastung auf Stufe der Gesellschaft und des Aktionärs liegen, sind Beteiligungs-
erträge alle unmittelbar aus qualifizierenden Beteiligungen fliessenden ordentlichen und 
ausserordentlichen, offenen und verdeckten Gewinnausschüttungen. Im Sinne einer 
Positivliste fallen unter anderem darunter Dividenden, Gewinnanteile auf Stammeinlagen, 
Ausschüttungen auf Genussscheinen und alle übrigen offenen Gewinnausschüttungen. 
Beteiligungsertrag i.S.v. Gewinnausschüttungen sind sämtliche Leistungen, welche eine 
Gesellschaft aufgrund des Beteiligungsverhältnisses an ihre Anteilsinhaber erbringt. Die 
Leistung wird dabei aus dem Eigenkapital erbracht, so dass eine Entreicherung der 
Gesellschaft resultiert. Ob eine Gewinnausschüttung vorliegt, ist somit für die Belange des 
Beteiligungsabzugs aus Sicht der Gesellschaft und nicht aus Sicht der Beteiligten zu 
beurteilen. 

Zuweilen greift eine wirtschaftliche Betrachtungsweise, eine rein zivilrechtliche 
Betrachtungsweise ist nicht zulässig. So exemplarisch beim Verkauf einer massgeblichen 
Beteiligung an einer faktisch liquidierten Gesellschaft (sogenannter Mantelhandel): Der 
Veräusserungserlös stellt gewinnsteuerrechtlich "Dividendenertrag" (Liquidationserlös) 
dar, folglich Beteiligungsertrag i.S.v. Art. 70 Abs. 1 DBG bzw. § 67 Abs. 1 StG und nicht 
(an weitere Bedingungen geknüpften) steuerfreien "Kapitalgewinn" i.S.v. Art. 70 Abs. 4 
DBG bzw. § 67 Abs. 4 StG (Altorfer/Duss, in: Zweifel/Beusch, Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, 
Art. 70 N 4-5b, mit Verweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung; nachfolgend: 
Zweifel/Beusch, Kommentar DBG). Unter Referenz auf den wirtschaftlichen Gehalt wurden 
sodann durch den Gesetzgeber die Institute der "Transponierung" und der "indirekten 
Teilliquidation" geschaffen, unter welchen die Erlöse aus der zivilrechtlichen Veräusserung 
von Anteilen an Kapitalgesellschaften nicht als steuerfreie "private Kapitalgewinne", 

30

Urteil A 2020 5

sondern als steuerbare Dividendeneinkünfte gelten (Art. 7a des Bundesgesetzes über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14], 
Art. 20a DBG; VGer SG B 2015/323 vom 29. Juni 2017 E. 3.2 = StE 2018 B 24.4 Nr. 88). 
Es geht mithin bei diesen Fällen der wirtschaftlichen Betrachtungsweise um eine 
Umqualifizierung von privaten Kapitalgewinneinkünften in "Dividendeneinkünfte", weshalb 
sich daraus für den vorliegenden Fall, wo eben gerade das Vorliegen solcher 
"Dividendeneinkünfte" von der Rekurrentin geltend gemacht wird, direkt nichts 
Gegenteiliges ableiten lässt.

Der Begriff "Dividenden" bezieht sich auf offene Gewinnausschüttungen einer 
Aktiengesellschaft aus dem Bilanzgewinn oder aus hierfür gebildeten Reserven (Art. 675 
Abs. 2 OR). Es sind Leistungen einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft, die auf 
dem privatrechtlich hierfür vorgezeichneten Weg durch die zuständigen 
Gesellschaftsorgane beschlossen werden. Ausgerichtet werden diese Gewinnanteile nicht 
aus geschäftlichen Gründen, sondern wegen des Beteiligungsverhältnisses. Die 
handelnden Organe kommen damit nicht einer geschäftlichen Verpflichtung nach, die auch 
unabhängigen Dritten erbracht würde, sondern verwenden den Gewinn bzw. die Reserven 
im Interesse der Beteiligten (Reich/Weidmann, in: Zweifel/Beusch, Kommentar DBG, Art. 
20 N 40 ff.; VGer SG B 2015/323 vom 29. Juni 2017 E. 2.1.4 = StE 2018 B 24.4 Nr. 88). 
"Dividende" in diesem Sinne ist ein Begriff des Zivilrechts, dessen Gehalt grundsätzlich 
auch für das Steuerrecht massgebend ist (VGer SG B 2015/323 vom 29. Juni 2017 E. 
2.2.1 = StE 2018 B 24.4 Nr. 88, mit Verweis auf die einschlägige Literatur).

4.2 Asymmetrische Dividenden im Besonderen: Gemäss Art. 660 OR hat jeder 
Aktionär Anspruch auf einen verhältnismässigen Anteil am Bilanzgewinn einer 
Aktiengesellschaft. Der Anteil bemisst sich in Übereinstimmung mit Art. 661 OR und Art. 
745 Abs. 1 OR nach dem nominellen einbezahlten Aktienkapital, sofern die Statuten nichts 
anderes vorsehen. Werden Dividenden an die Aktionäre einer Aktiengesellschaft 
abweichend von deren kapitalmässiger Beteiligungsquote ausgerichtet, spricht man von 
einer asymmetrischen Dividende (Altorfer/Greter, in: Zweifel/Beusch/Bauer-Balmelli, 
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 
Verrechnungssteuer, 2. Aufl. 2012, Art. 5 N 169; nachfolgend: Zweifel/Beusch/Bauer-
Balmelli, Kommentar VST). 

Falls eine asymmetrische Dividendenzahlung erfolgt, die statutarisch nicht ausdrücklich 
vorgesehen ist, kann der Dividendenbeschluss von einem allenfalls benachteiligten nicht 

31

Urteil A 2020 5

zustimmenden Aktionär angefochten werden. Unterbleibt die Anfechtung oder stimmen 
dem asymmetrischen Dividendenbeschluss alle zustimmungsberechtigten Organe zu, so 
erlangt ein solcher Dividendenbeschluss nach herrschender Anschauung zivilrechtliche 
Gültigkeit (StGer SO SGSTA.2019.75/BST.2019.70 vom 14. Juni 2021 E. 2, mit 
ausführlichen Erläuterungen zur Abgrenzung von Anfechtbarkeit und Nichtigkeit von 
asymmetrischen Dividendenbeschlüssen, mit Verweisen auf die einschlägige Literatur).

5. Beteiligungserträge der C.________ Sarl und der E.________ Sarl
5.1 Dividendenbeschlüsse
Gemäss nicht strittigem Sachverhalt wurden die hier zu beurteilenden asymmetrischen 
(Interim-)Dividendenzahlungen im Umfang des "Promote" durch die C.________ Sarl 
(EUR _______) und die E.________ Sarl (EUR _______) durch deren 
Generalversammlungen beschlossen (GV-Protokolle der beiden Gesellschaften in 
Rekursbeilage 6.1.6 A für die C.________ Sarl und 6.1.6 F für die E.________ Sarl). Dies, 
unter dem expliziten Hinweis, dass es sich bei diesen (asymmetrischen) 
Dividendenzahlungen an die Rekurrentin um den in den JVA vereinbarten "Promote" 
handeln soll (Abs. 5 im GV Protokoll der C.________ Sarl und Abs. 4 im GV Protokoll der 
E.________ Sarl). Sodann halten diese GV-Protokolle fest, dass bei beiden 
Gesellschaften aufgrund von Zwischenabschlüssen festgestellt ist, dass genügend 
ausschüttbare Reserven vorhanden sind, um diese Dividendenzahlungen an die 
Rekurrentin vornehmen zu können (Abs. 6 im GV-Protokoll der C.________ Sarl und 
Abs. 5 im GV Protokoll der E.________ Sarl). Der Sachverhalt liefert keine Anhaltspunkte, 
dass diese Generalversammlungsbeschlüsse angefochten worden wären, weshalb 
anzunehmen ist, dass sie nach schweizerischer Anschauung, wie vorstehend dargelegt 
(E. 4.2), in Rechtskraft erwachsen sind und es sich somit um rechtsgültige 
Dividendenbeschlüsse handelt.

5.2. Steuerrechtliche Qualifikation
5.2.1 Aufgrund des vorstehend Erläuterten deutet das Vorliegen rechtsgültiger 
(asymmetrischer) Dividendenbeschlüsse vorerst darauf hin, dass die hierauf basierenden 
Zahlungen der C.________ Sarl und der E.________ Sarl an die Rekurrentin bei dieser 
Dividendeneinkünfte im Sinne des Steuerrechts darstellen, somit auch zum 
Beteiligungsabzug gemäss § 67 Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG berechtigen. Der 
Sachverhalt liefert weder Anhaltspunkte noch wird von der Rekursgegnerin behauptet, 
dass die an die Rekurrentin bezahlten Dividenden nicht aus dem Eigenkapital der beiden 
Luxemburgischen Gesellschaften bezahlt, sondern den Erfolgsrechnungen als 

32

Urteil A 2020 5

geschäftsmässig begründeter Aufwand belastet worden wären, was dem Zweck des 
Beteiligungsabzugs (Vermeidung der Mehrfachbesteuerung) abträglich wäre. Die in 
diesem Sinne formellen Voraussetzungen zur Gewährung des von der Rekurrentin 
beantragten Beteiligungsabzugs auf den asymmetrischen Dividendenzahlungen durch die 
C.________ Sarl und die E.________ Sarl gelten vorliegend daher grundsätzlich als 
erfüllt.

5.2.2 Dennoch will die Rekursgegnerin den Beteiligungsabzug nicht zulassen, mit der 
Begründung, die in Form von asymmetrischen Dividenden ausbezahlten "Promote" 
stellten wirtschaftlich nicht Entgelt für Kapitaleinsatz der Rekurrentin dar, sondern Entgelt 
für von dieser auf Basis der vereinbarten JVA erbrachte Managementdienstleistungen. Sie 
verweist dabei insbesondere auf die sich im Bereich des Private Equity für die 
sogenannten "Carried Interest" entwickelten Besteuerungsgrundsätze, wonach 
Übergewinnzahlungen an Private Equity Manager (vorab natürliche Personen) nicht als 
Dividenden, sondern Arbeitseinkommen qualifizierten. Die JVA würden nicht vorsehen, die 
Promote Fee in Form von Dividenden auszurichten. Sodann ergäbe sich aus der 
Konzernrechnung der Rekurrentin, dass es sich bei den "Promotes" um 
Managemententschädigungen handle.

Die Rekurrentin ihrerseits begründet den Dividendencharakter der "Promote"-Zahlungen 
einerseits mit den formalrechtlich gültigen Dividendenbeschlüssen. Andererseits mit ihrer 
wirtschaftlichen Rolle als Initialinvestorin und Promotorin der Projektgesellschaft in der 
frühen Projektphase, in welcher sie im Vergleich zu den übrigen Aktionären erhöhte 
wirtschaftliche Risiken übernehme. Diese würden mit einer Vorabdividende, dem hier 
strittigen "Promote", abgegolten, bei erfolgreichem Projektabschluss vorgängig der 
Rekurrentin als Initialinvestorin aus dem Gewinn der jeweiligen Projektgesellschaft 
ausbezahlt und als Dividendenertrag bei der Rekurrentin verbucht. Was die von der 
Rekurrentin im Bereich des Asset- und Projekt-Managements erbrachten 
Beratungsdienstleistungen betreffe, erhalte sie für ihre Tätigkeit als Beraterin eine 
marktübliche Entschädigung, welche als Beratungsertrag verbucht werde. Diese hätten 
insbesondere eine Acquisition Fee (Ziff. 9.2 JVA C.________, D.________ und JVA 
E.________), eine Asset Management Fee (Ziff. 9.3 JVA C.________ D.________) bzw. 
eine Project Management Fee (Ziff. 9.3 JVA E.________) sowie eine Capex Management 
Fee (Ziff. 9.3 JVA C.________ und Ziff. 9.4 JVA D.________) umfasst. Diese Honorare 
hätten insgesamt die Entschädigung für die erbrachten Dienstleistungen der Rekurrentin 
als Beraterin der jeweiligen Projektgesellschaft gebildet.

33

Urteil A 2020 5

5.2.3 Wie die Rekursgegnerin in ihrer Duplik richtig vermerkt, handelt es sich im Bereich 
der Besteuerung von asymmetrischen Dividendenzahlungen um ein Gebiet mit vielen 
ungeklärten Fragen, die bisher weder gesetzgeberisch angegangen noch abschliessend 
gerichtlich geklärt worden sind. Zwei neuere Fälle aus der Gerichtspraxis können 
diesbezüglich jedoch beigezogen werden:

Entscheid des Verwaltungsgerichts St. Gallen vom 29. Juni 2017 (VGer SG B 2015/323 
vom 29. Juni 2017 = StE 2018 B 24.4 Nr. 88): In diesem Fall ging es zwar um 
symmetrische Dividendenzahlungen einer Aktiengesellschaft (nachfolgend: A-AG) an drei 
Aktionäre (natürliche Personen), welche jedoch mit unterschiedlichen Kapitalquoten an der 
A-AG beteiligt waren. Aktionär X, welcher mit 20 % an der A-AG beteiligt war (die beiden 
anderen Aktionäre hielten je 40 %), arbeitete sodann bei dieser als Chief Sales und 
Marketing Officer. 

Die Veranlagungsbehörde gewährte dem Aktionär X die privilegierte Besteuerung der 
Dividende (zum hälftigen Satz) nur insoweit, als der Beteiligungsertrag im Verhältnis zum 
Kapitalanteil von 20 % stand. Weder Aktionärbindungsvertrag noch Statuten der A-AG (im 
Sinne von Vorzugsaktien) würden asymmetrische Dividendenzahlungen vorsehen, 
weshalb nach Ansicht der Veranlagungsbehörde der entsprechende 
Generalversammlungsbeschluss der A-AG gesellschaftsrechtswidrig und die den 
Kapitalanteil von 20 % übersteigende "Überdividende" (Fr. 800'000.–) an den Aktionär X 
als übriges bzw. Arbeitseinkommen zu besteuern sei. 

Das Verwaltungsgericht St. Gallen folgte dieser Argumentation nicht. Wie vorstehend 
unter E. 4.2 ausgeführt, stellte es vorab fest, dass asymmetrische Dividendenbeschlüsse 
gesellschaftsrechtliche Gültigkeit erlangen, wenn diese nicht angefochten bzw. einstimmig 
gefällt werden (VGer SG B 2015/323 vom 29. Juni 2017 E. 2.2.1 f.). Sodann wurde 
erwogen, die drei Aktionäre seien zu gleichen Teilen an der operativen Weiterentwicklung 
der A-AG beteiligt gewesen, weshalb die asymmetrisch nach Köpfen (statt nach 
Kapitalquoten) erfolgte Gewinnausschüttung aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbar 
und plausibel erscheine (Sachverhalt lit. B und E. 5 des zitierten Urteils). Unter 
Bezugnahme auf den Zweck des Beteiligungsabzugs (Vermeidung der 
Mehrfachbesteuerung von Aktionär und Gesellschaft) führte das Verwaltungsgericht St. 
Gallen weiter aus, dass die von der veranlagenden Behörde vertretene Auffassung, eine 
Umqualifizierung des nicht der Kapitalbeteiligung entsprechenden Dividendenanteils 

34

Urteil A 2020 5

ergäbe sich mittels blossem Rückgriff auf die wirtschaftliche Betrachtungsweise der 
Regeln zur Dividendenbesteuerung (Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. der entsprechenden 
kantonalen Norm), somit auch ohne Rückgriff auf das Rechtsinstitut der Steuerumgehung, 
nicht haltbar sei (E. 3 und 5 des zitierten Urteils). Eine Steuerumgehung könne im zu 
beurteilenden Fall nicht glaubhaft gemacht werden, da, im Gegenteil, die Umqualifizierung 
des asymmetrischen Dividendenteils (Fr. 800'000.–) in Arbeitslohn einen nicht mehr 
marktüblichen und geschäftsmässig begründeten Lohnbestandteil dargestellt hätte (E. 8 
des zitierten Urteils). Infolge Fehlens einer Steuerumgehung qualifizierte das 
Verwaltungsgericht St. Gallen die strittige asymmetrische Dividende in vollem Umfang als 
einen der privilegierten Besteuerung zugänglichen Beteiligungsertrag 
(Teileinkünfteverfahren bzw. Besteuerung zum privilegierten Steuersatz; E. 6 des zitierten 
Urteils).

Entscheid des Steuergerichts Solothurn vom 14. Juni 2021 (StGer SO SGSTA.2019.75/
BST.2019.70 vom 14. Juni 2021): In diesem Fall ging es um eine einseitige 
(asymmetrische) Dividendenzahlung einer Aktiengesellschaft (nachfolgend: BZ-AG) an 
einen von drei Aktionären (eine juristische Person, nachfolgend: AY-AG), deren einziger 
Verwaltungsrat (nachfolgend: CX) als Partner und Leiter Wirtschaftsprüfer bei der BZ-AG 
arbeitsvertraglich angestellt war. Anlässlich der Generalversammlungen zu den 
Geschäftsjahren 2016 und 2017 der BZ-AG wurde einstimmig beschlossen, lediglich der 
AY-AG eine Dividende von Fr. 133'600.– (2016) bzw. Fr 133'700.– (2017) zukommen zu 
lassen. AY-AG war mit 40 % an der BZ-AG beteiligt. 50 % wurden durch die DV-AG 
gehalten (deren einziger Verwaltungsrat EX ebenfalls bei der BZ-AG arbeitete). Die 
restlichen 10 % wurden durch eine weitere Person gehalten. Die asymmetrischen 
Dividendenbeschlüsse der BZ-AG zugunsten der AY-AG dienten gemäss 
Sachverhaltsdarstellung der Abgeltung für die Verwaltungsratstätigkeit der AY-AG, welche 
als juristische Person nicht selbst im Verwaltungsrat der BZ-AG Einsitz nehmen konnte, 
sondern hierfür CX entsandte.

Die Veranlagungsbehörde nahm "Korrekturen überhöhter Dividenden" vor, mit der 
Begründung, die fraglichen Dividendenbeschlüsse der BZ-AG hielten dem Drittvergleich 
nicht stand und seien, da nicht statutarisch vorgesehen, gesellschaftsrechtlich nichtig, da 
dem aktienrechtlichen Gleichheitsgebot widersprechend. Auch wenn vorliegend keine 
Steuerumgehung unterstellt werde, handle es sich aus steuerrechtlicher Sicht bei der an 
die AY-AG bezahlten Dividende um eine geldwerte Leistung an EX (als Alleinaktionär der 
DV-AG), gefolgt von einer Schenkung von EX an CX (als Alleinaktionär der AY-AG), 

35

Urteil A 2020 5

gefolgt von einer verdeckten Kapitaleinlage von CX in die AY-AG. Es könne insbesondere 
nicht argumentiert werden, dass die höheren Dividendenausschüttungen an die durch CX 
gehaltene AY-AG durch die höhere Arbeitsleistung von CX begründet sei. Diese sei mittels 
Lohnzahlung abzugelten (StGer SO SGSTA.2019.75/BST.2019.70 vom 14. Juni 2021 
Sachverhalt Ziff. 2).

Das Steuergericht Solothurn folgte dieser Argumentation nicht. Es stellte vorab fest, dass 
einstimmig gefasste bzw. nicht innert Frist angefochtene 
Generalversammlungsbeschlüsse betreffend asymmetrische Dividendenzahlungen 
Rechtsgültigkeit erlangten (E. 2.3.2 des zitierten Urteils). Es sei sodann der erhöhte 
Arbeitsaufwand des von ihr entsandten Verwaltungsratsmitglieds CX, welcher zur 
bevorzugten Dividendenausschüttung an die AY-AG geführt habe, nicht in Frage gestellt. 
Gleiches gelte für die Angemessenheit des von CX direkt von der BZ-AG bezogenen 
Salärs. Das Bundesgericht nehme in seiner Praxis lediglich dann eine Umqualifizierung 
von Dividenden in Lohnzahlungen vor, wenn offensichtliche Missverhältnisse zwischen 
Dividenden- und Lohnzahlungen vorlägen (unter Verweis auf BGer 9C_669/2011 vom 25. 
Oktober 2012). Ein solches Missverhältnis werde vorliegend nicht geltend gemacht (E. 2.4 
des zitierten Urteils). Auf Basis dieser Überlegungen und aufgrund des Vorliegens 
rechtsgültiger (asymmetrischer) Dividendenbeschlüsse entschied das Steuergericht 
Solothurn, es seien die asymmetrischen Dividenden entsprechend der Steuererklärungen 
der AY-AG zu veranlagen (E. 3 des zitierten Urteils).

5.2.4 Gemäss der vorstehend zitierten Judikatur sind asymmetrische 
Dividendenbeschlüsse rechtsgültig, wenn sie durch die zuständigen Gesellschaftsorgane 
einstimmig beschlossen bzw. nicht innert Frist angefochten werden. Als Folge wird ihnen 
daher auch der Charakter von Beteiligungsertrag im Sinne des Steuerrechts 
zugesprochen. Einziger Vorbehalt ist in der Steuerumgehung zu erblicken. 

Diese Würdigung deckt sich mit der in der Literatur vertretenen Auffassung. Danach stösst 
die Verweigerung der Anerkennung zivilrechtlich gültiger asymmetrischer 
Dividendenbeschlüsse auf Ablehnung. Es wird betont, dass die Steuerbehörde bei der 
Analyse des Sachverhalts durch den Inhalt und die Auswirkungen des Privatrechts 
gebunden seien. Die zu untersuchende Frage der Realisierung und Verteilung eines 
Vorteils zwischen den Anteilsinhabern müsse alleine nach den privatrechtlichen 
Ausgestaltungen gewürdigt werden, weshalb privatrechtliche Vereinbarungen steuerlich zu 
anerkennen seien. So sollen Aktionäre auch rein vertraglich untereinander von den 

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Beteiligungsquoten abweichende Ausschüttungen vorsehen können. Solche Instrumente 
würden z.B. von Joint Ventures gewählt, wenn die verschiedenen Beteiligten zwar in 
einem bestimmten Prozentsatz am Gewinn beteiligt sein sollen, aber nicht zu den 
entsprechenden Prozenten Einlagen leisten. Einzig, wenn solche Vereinbarungen sachlich 
nicht gerechtfertigte Unterscheidungen bewirkten, welche zu einem steuerlich 
unsachgemässen Ergebnis führten, sei der Sachverhalt unter dem Aspekt der 
Steuerumgehung zu würdigen. Wenn die Unterscheidung jedoch auf nachvollziehbaren 
wirtschaftlichen Erwägungen beruhe, wie es zum Beispiel nach einem Joint Venture oder 
einer Sanierung der Fall sein könne, fehle es an dem für die Steuerumgehung 
wesentlichen objektiven Element der ungewöhnlichen Rechtsgestaltung (Altorfer/Greter, 
in: Zweifel/Beusch/Bauer-Balmelli, Kommentar VST, Art. 5 N 169 f.).

Diese in Judikatur und Lehre angestrengte Betrachtungsweise überzeugt auch im 
vorliegend zu beurteilenden Fall, handelt es sich hier doch gerade um in Joint Venture 
Verträgen geregelte Gewinnanteilsvereinbarungen, wie sie in der vorstehend zitierten 
Literatur als grundsätzlich zulässig erachtet werden. In Anlehnung an diese 
Betrachtungsweise gilt daher auch für rechtsgültig beschlossene asymmetrische 
Dividenden, dass sie ein Begriff des Zivilrechts sind, deren Gehalt grundsätzlich auch für 
das Steuerrecht massgebend ist (vgl. vorstehend E. 4.1). Daraus folgt auch für 
(rechtsgültig beschlossene) asymmetrische Dividenden, dass sie vollumfänglich 
Beteiligungsertrag im Sinne von Art. 69 ff. DBG bzw. § 67 StG darstellen, folglich dem 
Beteiligungsabzug zugänglich sind. Vorbehalten bleibt einzig die Prüfung des 
Sachverhalts unter dem Aspekt der Steuerumgehung.

Bezogen auf die asymmetrischen Dividendenbeschlüsse der C.________ Sarl und der 
E.________ Sarl wurde bereits festgestellt, dass deren rechtmässiges Zustandekommen 
durch die Parteien nicht in Frage gestellt wurde (vgl. vorstehend E. 5.1). Als Folge dieser 
Betrachtungsweise stellen sie vollumfänglich Beteiligungsertrag im Sinne von Art. 69 ff. 
DBG bzw. § 67 StG dar und sind als solches dem Beteiligungsabzug zugänglich. Zu 
prüfen bleibt der Sachverhalt daher einzig noch unter dem Aspekt der Steuerumgehung.

5.2.5 Was in casu das Vorliegen einer Steuerumgehung betrifft, ist vorab festzustellen, 
dass eine solche durch die Rekursgegnerin nicht explizit geltend gemacht wird. In ihrer 
Vernehmlassung erwähnt sie vielmehr, dass bei der Prüfung, ob die als asymmetrische 
Interimsdividenden ausgeschütteten Promote Fees als Beteiligungsertrag im Sinne von § 
67 Abs. 1 StG bzw. Art. 69 DBG qualifizierten, es nicht erforderlich sei, dass die 

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Voraussetzungen für eine Steuerumgehung erfüllt seien (Vernehmlassung 
Rekursgegnerin, S. 4, zweiter Abschnitt; Vernehmlassung ESTV, S. 3, lit. f). 

Dieser Würdigung ist, in Anlehnung an die vorstehenden Ausführungen zur steuerlichen 
Anerkennung von asymmetrischen Dividendenbeschlüssen, nicht zu folgen. In 
Ermangelung der Berufung auf eine Steuerumgehung durch die Rekursgegnerin könnte es 
damit grundsätzlich sein Bewenden haben, umso mehr, als die Rekursgegnerin für 
Tatsachen, die eine Steuerumgehung begründen sollen, die Beweislast trägt (BGer 
2C_333/2020 vom 25. November 2020 E. 6.4.3). Dennoch soll an dieser Stelle auf die von 
der Rekursgegnerin zur Ablehnung des Beteiligungsabzugs vorgebrachten Argumente 
eingegangen werden.

5.2.5.1 Die Rekursgegnerin verweist in ihrer Argumentation zum einen auf die 
Besteuerungspraxis zu den sogenannten "Carried Interests", die typischerweise im 
Bereich von Private Equity Fonds als Vergütungssystem gegenüber dem Fonds 
Management eingesetzt würden (Vernehmlassung S. 2). Wie die Rekursgegnerin richtig 
bemerkt, geht es dabei typischerweise um die Umqualifizierung von (angestrebt) 
steuerfreiem privaten Kapitalgewinneinkommen in steuerbares Arbeitseinkommen der 
Fondmanager als natürliche Personen. Diese Praxis bildete sich heraus, da 
typischerweise das Fondmanagement keine oder eine nur äusserst kleine, risikotragende 
Kapitalbeteiligung an den betreffenden Private Equity Investments hielt, sich der beim 
Ausstieg (Verkauf) aus diesem Investment realisierte Gewinnanteil des 
Fondsmanagements (Carried Interest) folglich nicht mehr als "privater Kapitalgewinn" 
darstellen lies, sondern sich vielmehr als im Zusammenhang mit der vom 
Fondmanagement erbrachten Arbeitstätigkeit stehend darstellte. 

Bei dieser Sachlage ist der Rekurrentin zuzustimmen, wenn sie ausführt, es könnten 
vorliegend die zum "Carried Interest" im Bereich von natürlichen Personen entwickelten 
Besteuerungsgrundsätze nicht unbesehen übernommen werden. Die Rekurrentin hält in 
den hier relevanten Projektgesellschaften unbestrittenermassen Beteiligungsquoten von 
rund 5–15 %, mit Verkehrswerten von rund Fr. _______ bis Fr. _______. Die Auszahlung 
der als "Promote" in den JVA definierten Gewinnanteile wird den übrigen 
Dividendenausschüttungen gleichgestellt bzw. teilweise sogar nachrangig gestellt (Replik, 
S. 2). Die Rekurrentin ist somit nicht unwesentlich mit Risikokapital an den 
Projektgesellschaften beteiligt, womit ein direkter Vergleich mit den von den 

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Rekursgegnerin zitierten Grundsätzen zur Carried Interest-Besteuerung in casu nicht 
greift.

5.2.5.2 Gemäss Rekursgegnerin soll die Rekurrentin aus den JVA über schuldrechtliche 
Ansprüche auf die Promote Fees verfügt haben, die unabhängig von den 
Ausschüttungsbeschlüssen der Projektgesellschaften bestanden hätten, da in den JVA 
nicht ausdrücklich vorgesehen worden sei, die Promote Fees in der Form von Dividenden 
auszuschütten (Vernehmlassung S. 3, dritter Abschnitt; Duplik ESTV, S. 2, Ziff. 3). Diese 
Darstellung trifft insofern nicht zu, als im JVA der D.________ Ltd. mit den übrigen 
Investoren explizit vereinbart wurde, die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um die 
Promote Fee in der Form einer asymmetrischen Dividende ("disproportional profit 
distribution") vergüten zu können (Rekursbeilage 6.1.2 B, Ziff. 9.6). Nachdem die 
Generalversammlungsbeschlüsse der C.________ Sarl und der E.________ Sarl explizit 
auf die Auszahlung der Promote Fee verweisen (Rekursbeilagen 6.1.6 A und F), darf 
angenommen werden, dass der Wille, mit der Promote Fee einen in der Form der 
Dividende zu vergütenden Gewinnanteil zu schaffen (und keinen schuldrechtlichen 
Anspruch aus Dienstleistungserbringung) auch den diesbezüglichen JVA inhärent war. Ein 
derart übereinstimmender Parteiwille mag nicht für sich alleine ausschlaggebend sein, 
doch kommt diesem gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wie seitens der 
Rekursgegnerin selber vorgebracht wird, eine relevante Bedeutung zu (Duplik ESTV, S. 2, 
Ziff. 3., mit Verweis auf BGer 2C_123/2018 vom 21. März 2019 E. 3.2.1 ff.).

5.2.5.3 Weiter bringt die Rekursgegnerin vor, die Promote Fees seien nicht im 
Beteiligungsverhältnis begründet, sondern stellten einzig die Entschädigung für von der 
Rekurrentin gemäss den JVA zu erbringende Dienstleistungen dar (Asset Management 
Services), unter Verweis auf die entsprechenden Ziffern in den JVA (Ziff. 8 JVA 
C.________ und E.________ und Ziff. 7 JVA D.________). In diesen auch eine 
Entschädigung für das höhere wirtschaftliche Risiko der Rekurrentin sehen zu wollen, 
erscheine mit Blick auf die Ausgestaltung der JVA sowie die in der Konzernrechnung der 
Rekurrentin zu den Promote Fees gemachten Aussagen insgesamt von untergeordneter 
Bedeutung und vermöge nichts an deren Qualifikation als Dienstleistungserträge zu 
ändern (Duplik, S. 2, letzter Abschnitt).

Der Rekursgegnerin ist insoweit zuzustimmen, als die von der Rekurrentin zu 
erbringenden Dienstleistungen in den JVA geregelt werden. So ersichtlich am Beispiel des 
JVA C.________ in Ziff. 8, spezifiziert unter den Ziff. 8.1 (die Strukturimplementierung 

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betreffend) und 8.2 (die nachgelagerten Projektphasen betreffend). Hingegen wird in Ziff. 9 
des JVA C.________ auch explizit geregelt, wie diese Dienstleistungen der Rekurrentin zu 
entschädigen sind; in Ziff. 9.2 betreffend die Dienstleistungen gemäss Ziff. 8.1 (als 
"acquisition fee of 2 % … of the Gross Asset Value") und in Ziff. 9.3 betreffend diejenigen 
gemäss Ziff. 8.2 (als "Asset Management Fee of 0,6 % […] per annum of the Gross Asset 
Value of the Properties…"). 

Entgegen der Auffassung der Rekursgegnerin lässt sich daher nicht folgern, aufgrund der 
"Ausgestaltung der JVA" liesse sich schliessen, der Promote Fee käme zwingend 
ebenfalls der Charakter eines Dienstleistungshonorars zu. Die Promote Fee wird erst in 
Ziff. 9.4 des JVA C.________ geregelt, ohne einen Bezug zu den in den Ziff. 8.1 und 8.2 
vereinbarten Beratungsdienstleistungen herzustellen. 

Die Rekurrentin macht diesbezüglich geltend, die in den Ziff. 9.2 und 9.3 JVA C.________ 
vereinbarten Beraterhonorare stellten eine marktkonforme Vergütung für die in den JVA 
insgesamt vereinbarten Dienstleistungen dar (Rekurs, Ziff. 6.1.4). Hierzu nimmt die 
Rekursgegnerin nicht explizit Stellung, so wenig wie zur Frage, ob den 
Dienstleistungshonoraren in doch substantieller Höhe der erhaltenen Promotes überhaupt 
noch Marktüblichkeit zugesprochen werden könne. Stattdessen verweist sie auf 
Ausführungen in der Konzernrechnung 2014 der Rekurrentin, wonach der Promote als 
eine erfolgsbasierte Komponente der "Asset Management Fee" bezeichnet werde (Duplik, 
S. 2, dritter Abschnitt, mit Verweis auf die Rekursbeilage 6.1.8, S. 14, 24 und 27). Die 
Ausführungen der Rekursgegnerin sind korrekt, doch kann diesen Fundstellen der 
Konzernrechnung ebenfalls entnommen werden, dass derartige Promote Fees 
typischerweise in der Form von asymmetrischen Gewinnanteilen ausbezahlt werden 
("disproportional profit allocation"; Rekursbeilage 6.1.8, S. 14, B.3.5.2, am Schluss). Es 
bleibt anzufügen, dass die Konzernrechnung nach den International Financial Reporting 
Standards (IFRS) erstellt wurde, welche der zivilrechtlichen Ausgestaltung gewisser 
Sachverhalte nicht durchwegs folgen. So werden z.B. bestimmte Arten von Vorzugsaktien 
einer Aktiengesellschaft nach dem International Accounting Standard/IAS 32.18 nicht dem 
Eigenkapital, sondern de