# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a04d51d-4082-50fa-a73e-e54188de0d4d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.01.2015 100 2014 207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-207_2015-01-05.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 1. September 2015 abgewiesen 
(2C_129/2015).

100.2014.207U
MUT/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Januar 2015

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller und Müller
Gerichtsschreiberin Marti 

A.________
zzt. Regionalgefängnis Burgdorf, Dunantstrasse 9, 3400 Burgdorf
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge Straffälligkeit 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 20. Juni 2014; BD 154/13)

Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1990, Staatsangehöriger von Bosnien-Herzegowina, reiste am 
8. August 1994 mit seiner Mutter und seiner Schwester in die Schweiz ein. Am 10. August 2005 
erhielt er die Niederlassungsbewilligung. A.________ begann bereits in seiner frühen Jugend zu 
delinquieren und wurde u.a. mit Urteil des Jugendgerichts Emmental-Oberaargau vom 9. August 
2007 zu einem Freiheitsentzug von 12 Monaten verurteilt. 

Mit Verfügung vom 21. Mai 2013 widerrief das Amt für Migration und Personenstand des Kantons 
Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI) die Niederlassungsbewilligung von A.________, ordnete 
dessen Wegweisung aus der Schweiz an und bestimmte die Ausreise auf den 30. Juni 2013 bzw. 
auf den Tag der Haftentlassung. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 21. Juni 2013 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 

Am 3. April 2014 verurteilte das Regionalgericht Emmental-Oberaargau A.________ zu einer 
Freiheitsstrafe von 36 Monaten. Der Vollzug dieser Freiheitsstrafe wurde zugunsten einer 
stationären Massnahme für junge Erwachsene aufgeschoben. 

Mit Entscheid vom 20. Juni 2014 wies die POM die Beschwerde ab und gewährte A.________ die 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt. 

C.

Dagegen hat A.________ am 22. Juli 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er 
beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei zu verwarnen. Ferner ersucht er 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt. 

Mit Vernehmlassung vom 19. August 2014 beantragt die POM die Abweisung der Beschwerde; 
zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege enthält sie sich eines Antrags. Mit Eingaben vom 
19. August und 14. November 2014 hat der Beschwerdeführer weitere Unterlagen zu den Akten 
gereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen 
Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt (Art. 34 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt 
worden ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, 
dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). Der 
Bewilligungswiderruf ist in diesem Fall auch möglich, wenn sich die Ausländerin oder der 
Ausländer länger als 15 Jahre in der Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). – Das 
Regionalgericht Emmental-Oberaargau verurteilte den Beschwerdeführer am 3. April 2014 zu einer 
Freiheitsstrafe von 36 Monaten (Akten POM pag. 69). Er hat damit unbestrittenermassen den 
Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG gesetzt. Der Be-
schwerdeführer macht jedoch geltend, die Entfernungsmassnahme sei unverhältnismässig und 
halte vor Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) nicht stand 
(Beschwerde S. 7). 

2.2 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen 
Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 
und die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall (vgl. im Einzelnen BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1, 135 II 377 E. 4.3 und 
4.5, 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1).

3.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

3.1 Der Beschwerdeführer wurde am … 1990 in Bosnien geboren. Er gelangte mit seiner 
Mutter und der zwei Jahre älteren Schwester nach zweijähriger Flucht am 8. August 1994 in die 
Schweiz, wo die Familie nach Abweisung der Asylgesuche vorläufig aufgenommen wurde. Seine 
Mutter heiratete am 28. Juli 2000 einen Schweizer Bürger, worauf dem Beschwerdeführer im 
Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde; die 
Niederlassungsbewilligung erhielt er am 10. August 2005 (Akten MIDI pag. 333). Der 
Beschwerdeführer durchlief eine schwierige Kindheit und Jugendzeit; wegen verschiedener 
Diebstähle und Verhaltensauffälligkeiten sowie dissozialer Verhaltensweisen wurde er im Alter von 
neun Jahren in einem Kinderheim untergebracht und später zur stationären Beobachtung und 
Begutachtung in die Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuhaus in Ittigen eingewiesen. Bis ins Jahr 
2007 hielt er sich in verschiedenen Jugendheimen sowie auf einem Bauernhof in Frankreich auf; 
anschliessend folgten kürzere und längere Aufenthalte in Strafanstalten sowie in psychiatrischen 
Kliniken (vgl. Akten MIDI pag. 185, 337 f., 406 f., 411 f.; vgl. auch angefochtener Entscheid E. 7b). 
Von Ende 2009 bis Februar 2013 verfügte der Beschwerdeführer über keinen festen Wohnsitz, 
lebte auf der Strasse und kam gelegentlich bei Bekannten oder bei seiner Mutter unter. Seit 
1. September 2009 bezieht er wirtschaftliche Hilfe der Stadt B.________ (vgl. Akten MIDI pag. 326 
und 329). 

3.2 Die strafrechtlichen Verfehlungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben des 
Beschwerdeführers in der Schweiz: Zur ersten jugendgerichtlichen Untersuchung kam es bereits 
im Alter von neun Jahren (Akten MIDI pag. 31). Im Alter von elf Jahren wurde er u.a. wegen mehr-
fachen Diebstahls, mehrfachen geringfügigen Diebstahls, Hausfriedensbruchs, 
Sachbeschädigung, Besitzes und Konsums von Betäubungsmitteln (Akten MIDI pag. 11 f.) sowie 
wegen Mitfahrens in einem zum Gebrauch entwendeten Personenwagen verurteilt (Akten MIDI 
pag. 7 ff.). Da ihn das Jugendgericht Emmental-Oberaargau am 8. März 2001 in ein Erziehungs-
heim eingewiesen hatte, sah es von Strafen oder (weiteren) Massnahmen ab (Akten MIDI pag. 7, 9 
und 12). In den folgenden Jahren wurde der Beschwerdeführer in verschiedenen Einrichtungen 
platziert, aus denen er immer wieder entwich und erneut delinquierte (vgl. dazu Akten MIDI 
pag. 170 ff.). Am 9. August 2007 verurteilte das Jugendgericht Emmental-Oberaargau den damals 
16-jährigen Beschwerdeführer wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Tätlichkeiten, 
falschen Alarms, Gefährdung des Lebens, mehrfachen Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfacher 
Sachbeschädigung, mehrfachen geringfügigen Vermögensdelikts, Drohung, Nötigung, mehrfachen 
Hausfriedensbruchs, versuchten Schreckens der Bevölkerung, Gewalt und Drohung gegen 
Behörden und Beamte, Hinderung einer Amtshandlung, Vergehens gegen das Waffengesetz und 
Übertretung gegen die Transportgesetzgebung zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten (Akten 
MIDI pag. 201 ff.). Die erwähnten Taten hatte er von Mitte 2005 bis Mitte 2007 verübt. Weiter hat 
er sich wie folgt strafbar gemacht (vgl. Strafregisterauszug vom 9.1.2013, Akten MIDI pag. 334 f.): 

– Urteil ohne Hauptverhandlung des Jugendgerichts Emmental-Oberaargau vom 18. November 
2008: Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (begangen am 19.9.2008) und 
Verübung einer Tat in selbstverschuldeter Unzurechnungsfähigkeit (begangen am 30.11.2008): 
Busse von Fr. 400.-- unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von 
9 Monaten mit Begleitperson (Akten MIDI pag. 224);

– Urteil des Gerichtskreises V Burgdorf-Fraubrunnen vom 5. Mai 2009 wegen Gewalt und 
Drohung gegen Behörden und Beamte (begangen am 29.11. und 24.10.2008), einfacher 
Körperverletzung (begangen am 23.10.2008), Beschimpfung (begangen am 24.10.2008): 
Gemeinnützige Arbeit von 104 Stunden (Akten MIDI pag. 335; vgl. dazu auch Akten MIDI 
pag. 226-232); 

– Strafverfügung der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 6. Mai 2009 wegen Trunkenheit und 
unanständigen Benehmens (begangen am 25.1.2009): Busse von Fr. 100.-- (Akten MIDI 
pag. 248);

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts II Emmental-Oberaargau, Fraubrunnen vom 
8. Februar 2010 wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (begangen am 
14.6.2009), Übertretung des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel 
und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121; begangen am 
18.11.2009), Sachbeschädigung (begangen am 1.10.2009): Gemeinnützige Arbeit von 312 
Stunden (Akten MIDI pag. 335); 

– Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 2. Mai 2011 wegen einfacher 
Körperverletzung (begangen am 8.7.2010): Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (Akten 
MIDI pag. 335);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland, vom 
10. Februar 2012 wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (begangen am 
31.8. und 2.11.2011), Hinderung einer Amtshandlung (begangen am 31.8. und 2.11.2011), 
Übertretung gegen das BetmG (begangen am 31.8. und 2.11.2011), unanständigen 
Benehmens, Übertretung gegen das Eisenbahngesetz (begangen am 2.11.2011): Geldstrafe 
von 90 Tagessätzen zu Fr. 20.-- und Busse von Fr. 300.-- (Akten MIDI pag. 286); 

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern vom 1. Mai 2013 wegen Benützens 
eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültigen Fahrausweis (begangen am 31.1.2013): Busse 
von Fr. 60.-- (Akten POM pag. 24);

– Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 3. April 2014 wegen versuchter 
schweren Körperverletzung (begangen am 17.11.2012), Gewalt und Drohung gegen Behörden 
und Beamte (mehrfach begangen am 15.9. und 3.11.2012, 22.4.2013), Beschimpfung (mehr-
fach begangen am 3.11.2012 und 22.4.2013), einfacher Verletzung von Verkehrsregeln 
(begangen am 24.3.2013), Widerhandlungen gegen das BetmG (durch mehrfachen Kauf, 
Besitz und Verkauf von Marihuana, begangen in der Zeit von ca. 1.1.2009 bis 1.4.2013, sowie 
mehrfachen Kauf, Besitz und Konsum von Marihuana und Kokain, begangen in der Zeit von 

3.11.2011 bis 27.4.2013): Freiheitsstrafe von 36 Monaten; der Vollzug der Freiheitsstrafe wird 
zugunsten einer stationären Massnahme für junge Erwachsene aufgeschoben (Akten POM 
pag. 71-67). 

3.3 Aufgrund verschiedener Vorfälle und um Abklärungen bezüglich einer möglichen 
Massnahme zu treffen, verfügte die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau am 27. April 2013 
die Festnahme des Beschwerdeführers (Akten MIDI pag. 350). Anschliessend ordnete die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Emmental am 29. April 2013 die Einweisung zur 
stationären psychiatrischen Begutachtung ins Regionalgefängnis Burgdorf an (Akten POM, 
Beschwerdebeilage [BB] 4). Das von der KESB eingeholte Gutachten vom 17. Mai 2013 enthält 
folgende Diagnosen: Schwergradige kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit An-
teilen einer paranoiden, dissozialen, impulsiven und unreifen Persönlichkeitsstörung. Daneben 
liegt ein schädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1), Cannabis (ICD-10 F12.1) und von 
Kokain (ICD-10 F14.1) sowie aktenanamnestisch ein pathologisches Spielen (ICD-10 F63.0) vor 
(Akten MIDI pag. 417). Im Rahmen der am 6. Juni 2013 angeordneten fürsorgerischen 
Unterbringung wurde der Beschwerdeführer im Regionalgefängnis Burgdorf, in den Universitären 
Psychiatrischen Diensten (UPD) sowie im Massnahmenzentrum Arxhof untergebracht (Akten POM 
pag. 26, 36, 38, 46 f.). Im Gutachten vom 8. Oktober 2013 stellte der Forensisch-Psychiatrische 
Dienst (FPD) der Medizinischen Fakultät der Universität Bern folgende Diagnosen (Gutachten FPD 
[BB 2] S. 33): Persönlichkeitsstörung mit primär dissozialen Zügen (ICD-10 F60.2), schädlicher 
Gebrauch von Alkohol, Cannabis und Kokain, unter geschützten Bedingungen abstinent (ICD-10 
F10.1, 12.1 und 14.1); in den Tatzeiträumen Intoxikationen, insbesondere mit Alkohol (ICD-10 
F10.1) sowie pathologisches Spielen (ICD-10 F63.0). Der Beschwerdeführer befindet sich seit 
2. April 2014 im Regionalgefängnis Burgdorf (Akten POM pag. 64 f.), wobei die Aufnahme in das 
Massnahmenzentrum Uitikon geprüft wird (vgl. Aufnahmegesuch vom 10.11.2014 [act. 7A]).

4.

Die Vorinstanz beurteilt das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des 
Beschwerdeführers und der damit verbundenen Wegweisung als wesentlich (angefochtener 
Entscheid E. 6e), was der Beschwerdeführer bestreitet.

4.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Freiheitsstrafe auf 
sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses. Seine Schwere 
bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 
E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung 
sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als 
so gravierend eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremdenpolizeilicher 
Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in jedem Fall 
einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. 
BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4 zur vorliegend wegen der langen Aufenthaltsdauer 

zwar nicht anwendbaren «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens sind die 
Erwägungen dennoch massgeblich).

4.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass bereits das Strafmass von 36 Monaten auf ein schweres 
Verschulden schliessen lasse. Hinsichtlich der versuchten schweren Körperverletzung vom 
17. November 2012 sei aktenkundig, dass der Beschwerdeführer das bereits am Boden liegende 
Opfer mittels Fusstritts gegen den Kopf attackiert habe. Auch sei der Beschwerdeführer immer 
wieder durch sein aggressives, drohendes und unberechenbares Verhalten aufgefallen. Ernste 
Hinweise auf Einsicht oder Reue seien bei ihm nicht erkennbar. Es sei deshalb von einem 
erheblichen Verschulden auszugehen. – Zunächst ist festzuhalten, dass der Schuldspruch zu 
36 Monaten Freiheitsstrafe im abgekürzten Verfahren erging; der Beschwerdeführer hat somit der 
Anklageschrift zugestimmt und die ihm zur Last gelegten Taten anerkannt (vgl. Art. 360 f. der 
Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [Strafprozessordnung, StPO; 
SR 312.0]). Sein Einwand (Beschwerde S. 3), wonach er nach dem Vorfall zum Opfer 
zurückgekehrt sei und sich bei diesem entschuldigt habe, vermag die Schwere des Verschuldens 
nicht zu mindern. Diesbezüglich kann er auch nichts zu seinen Gunsten ableiten, dass er an einer 
Persönlichkeitsstörung leidet. Gemäss Gutachten des FPD vom 8. Oktober 2013 war die 
Einsichtsfähigkeit in das Unrecht der Taten jederzeit gegeben. In Bezug auf den Vorfall vom 
17. November 2012 wurde die Fähigkeit, gemäss dieser Einsicht zu handeln, als leicht bis mittel 
vermindert erachtet (Gutachten FPD [BB 2] S. 45). Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz ein erhebliches Verschulden des Beschwerdeführers angenommen hat. 

4.3 Zu berücksichtigen ist weiter das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig straffällig geworden sind, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar 
notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person von 
Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder 
fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). – 
Nach Auffassung der Vorinstanz verstärkt die mehrfache Delinquenz das öffentliche Interesse an 
einer Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Dabei hat die Vorinstanz gewürdigt, 
dass der Beschwerdeführer seit seinem 10. Altersjahr Straftaten begeht und diese in ihrer 
Gesamtheit, namentlich angesichts ihrer Häufigkeit sowie der verletzten Rechtsgüter, relativ 
schwer wiegen. Sodann seien mit Blick auf die versuchte schwere Körperverletzung klare 
Aggravierungstendenzen feststellbar (angefochtener Entscheid E. 6c). An dieser Einschätzung ist 
nichts auszusetzen. Weder die zahlreichen Verurteilungen noch die Aufenthalte in Unfreiheit oder 
die ausländerrechtliche Verwarnung vom 27. September 2007 vermochten den Beschwerdeführer 
nachhaltig zu beeindrucken (vgl. dazu BGer 2C_739/2011 vom 18.10.2012, E. 4.2.1). Zudem hat 
er zahlreiche Bussen (vorne E. 3.2) nicht beglichen, weshalb vier Ersatzfreiheitsstrafen von 
gesamthaft 84 Tagen angeordnet werden mussten (Akten MIDI pag. 288 f.). Das Verhalten des 
Beschwerdeführers gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen verleiht 
dem sicherheitspolitischen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung zusätzliches 
Gewicht. 

4.4 Mit Blick in die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. Der konkreten Prognose über 
das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des 
Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung 
ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag 
(BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1).

4.4.1 Die Vorinstanz hat unter Würdigung der Gesamtumstände festgehalten, dass vom 
Beschwerdeführer auch in Zukunft ein gewisses Restrisiko für die öffentliche Sicherheit ausgeht, 
und ihm daher eine ungünstige Legalprognose gestellt (angefochtener Entscheid E. 6d). Dabei hat 
sie das Gutachten vom 17. Mai 2013 (vgl. vorne E. 3.3) berücksichtigt, wonach beim 
Beschwerdeführer unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine deutlich verstärkte, ausgeprägte 
Drittgefährdung besteht (vgl. Akten MIDI pag. 418). Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, dass die 
Erfolgsaussichten einer Therapie völlig offen seien und angesichts seines bisherigen Verhaltens 
fraglich erscheine, ob er überhaupt therapiefähig bzw. therapiewillig sei. Der Beschwerdeführer 
habe bereits in der Vergangenheit ähnliche Beteuerungen nicht in Taten umsetzen können. 
Weitere Straftaten seien auch deswegen nicht auszuschliessen, weil er beruflich nicht integriert 
und vollumfänglich von der Sozialhilfe abhängig sei. Die Vorinstanz ist daher zum Schluss gelangt, 
dass der Beschwerdeführer bei einem Scheitern der therapeutischen Bemühungen nach der 
Entlassung nicht fähig sein werde, ein suchtmittel- und deliktfreies Leben zu führen.

4.4.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, die Rückfallgefahr sei im heutigen 
Zeitpunkt als «neutral bis günstig» zu beurteilen. Sodann sei er nach Einschätzung von 
Fachpersonen therapiebereit und die Chancen auf eine positive Entwicklung seien durchaus intakt. 
Zudem soll er im Verlauf der ambulanten Massnahme die nötige Unterstützung im beruflichen 
Bereich erhalten, womit ihm eine wirtschaftliche Perspektive eröffnet würde (Beschwerde S. 4 f.). 
Sodann attestiert der Therapiebericht des FPD vom 5. November 2014 dem Beschwerdeführer 
«beginnend eine erhöhte Einsicht und Verantwortungsübernahme für die Delikte, eine verbesserte 
Therapiemotivation sowie Veränderungsbereitschaft» (Therapiebericht FPD [act. 7B] S. 5). Weiter 
habe er den Willen geäussert, keinerlei Alkohol und Drogen mehr zu konsumieren und die 
Spielsucht mit professioneller Hilfe zu bearbeiten. Er wolle in Zukunft delinquente Kollegen 
konsequent meiden sowie eine Ausbildung beginnen, um seinen Unterhalt verdienen zu können. 
Aufgrund der drohenden Ausweisung komme es jedoch «immer wieder zu Ambivalenz, 
verzweifelt-impulsivem Verhalten und Motivationsminderung» (Therapiebericht FPD [act. 7B] S. 3).

4.4.3 Dem Beschwerdeführer kann darin gefolgt werden, dass das Gutachten des FPD vom 
8. Oktober 2013 die allgemeinen Therapiemöglichkeiten als neutral bis günstig, die realen 
Therapiemöglichkeiten als günstig und die Therapiebereitschaft als neutral bis eher günstig 
beurteilt (vgl. Gutachten FPD [BB 2] S. 43). Allerdings blendet der Beschwerdeführer dabei aus, 
dass in demselben Gutachten die Gefahr, dass er erneut Straftaten begehen wird, als hoch 
eingeschätzt wird (Gutachten FPD [BB 2] S. 46). Die Therapiebereitschaft sowie die bisher 
erlangten Fortschritte sind zwar anzuerkennen. Ob der Beschwerdeführer tatsächlich eine 
Ausbildung beginnt und diese durchsteht, ist derzeit jedoch völlig offen, zumal noch vor einem Jahr 

sein Arbeitswille, seine Motivation und Ausdauer als eher gering eingestuft wurden (Bericht Arxhof 
vom 22.11.2013, Akten POM pag. 42). Jedenfalls kann im heutigen Zeitpunkt nicht von wesentlich 
veränderten Lebensumständen ausgegangen werden, welche die Rückfallgefahr als gering 
erscheinen liessen. Zudem hat der Beschwerdeführer mit seiner notorischen Delinquenz gezeigt, 
dass er über einen längeren Zeitraum nicht willens oder nicht fähig war, die hiesige Rechtsordnung 
zu respektieren. Bei dieser Ausgangslage durfte die Vorinstanz ein gewisses Rückfallrisiko 
annehmen. Schliesslich hat sie auch zu Recht darauf hingewiesen, dass im Anwendungsbereich 
des AuG die Feststellung einer gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung für die Anordnung 
einer Entfernungsmassnahme ist (angefochtener Entscheid E. 6d); generalpräventive 
Überlegungen dürfen vielmehr mitberücksichtigt werden (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 
S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen).

4.5 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz angesichts des 
erheblichen Verschuldens, der wiederholten Straffälligkeit und der nicht auszuschliessenden 
Rückfallgefahr ein wesentliches öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
und der damit verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz angenommen 
hat. 

5.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme entgegenstehen können, 
sind die Dauer der Anwesenheit (E. 5.1), die Integration in der Schweiz (E. 5.2) sowie die dem 
Beschwerdeführer (E. 5.3) und seinen Angehörigen drohenden Nachteile (E. 5.4) zu 
berücksichtigen.

5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto strengere 
Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die 
ausländische Person in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem Ausländer, der bereits hier 
geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländer der 
«zweiten Generation»), ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung nicht ausgeschlossen (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 31 E. 2.3.1). Der 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher 
zulässig, wenn die ausländische Person in der Schweiz nicht integriert ist (BVR 2013 S. 543 E. 5.1 
mit Hinweisen; vgl. auch BGer 2C_888/2012 vom 14.3.2013, E. 4.3.1; VGE 2013/214 vom 
29.4.2014, E. 5.1 [bestätigt durch BGer 2C_540/2014 vom 10.6.2014]). – Der heute 24-jährige 
Beschwerdeführer ist mit knapp vier Jahren in die Schweiz gekommen und daher als Ausländer 
«zweiter Generation» zu behandeln. Es ist unbestritten, dass er in der Schweiz die prägenden 
Abschnitte seiner Kindheit und Jugend verbrachte und ein gewichtiges Interesse am Verbleib in 
der Schweiz hat. 

5.2 Hinsichtlich seiner Integration ergibt sich was folgt: 

Die frühe Delinquenz, die zahlreichen Platzierungen in Erziehungs- und Jugendheimen sowie die 
Aufenthalte in der Psychiatrie und in Strafanstalten legen nahe, dass der Beschwerdeführer eine 
schwierige Kindheit und Jugendzeit durchlief (vgl. vorne E. 3.1). Nach eigenen Angaben hat er die 
obligatorische Schule nur bis zur vierten Klasse besucht; eine Ausbildung hat er nicht absolviert. 
Soweit aus den Akten ersichtlich, ist es dem Beschwerdeführer nie gelungen, während einer 
gewissen Zeit einer Erwerbstätigkeit nachzugehen; aktenkundig sind bloss wenige Monate 
dauernde Arbeitseinsätze im Rahmen von Arbeitsintegrationsprogrammen (vgl. Akten MIDI 
pag. 242, 347, 329). Seit 1. September 2009 bezieht er Sozialhilfeleistungen (Akten MIDI 
pag. 329). Zur finanziellen Situation ergibt sich weiter, dass gegen den Beschwerdeführer 
Betreibungen im Umfang von Fr. 10ʹ788.90 sowie offene Verlustscheine von insgesamt 
Fr. 6ʹ018.90 bestehen (vgl. Akten MIDI pag. 328). Nicht kritisiert hat der Beschwerdeführer die 
vorinstanzliche Würdigung seiner sozialen Integration und des Umstands, dass er den geltend 
gemachten Kollegenkreis nicht näher konkretisiert hat. Ohnehin ist nicht erkennbar, inwiefern es 
sich bei diesen Kontakten um vertiefte soziale Bindungen handeln soll, deren Abbruch ihn beson-
ders hart treffen würde. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz (E. 7b), dass von einer stark 
beschränkten sozialen und von einer gänzlich fehlenden wirtschaftlichen Integration auszugehen 
ist, gibt somit zu keinen Beanstandungen Anlass. 

5.3 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer drohenden Nachteile bei einer 
Rückkehr nach Bosnien-Herzegowina.

5.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er kenne sein Herkunftsland nicht, da er es, 
abgesehen von ein paar Tagen Ferien, nie besucht habe. Seine Muttersprache Bosnisch habe er 
nie richtig gelernt, weshalb er über nur minimale mündliche und keine schriftlichen Kenntnisse 
verfüge. In Bosnien bestehen – ausser zu seiner Grossmutter – keine Beziehungen zu Verwandten 
und Bekannten; seine fünf Tanten und sein Onkel würden in der Schweiz wohnen. Die auf dem 
Land lebende Grossmutter werde ihm weder bei der sozialen noch bei der wirtschaftlichen 
Integration zur Seite stehen können. Letzteres erscheine angesichts der Wirtschaftslage schwierig 
bis unmöglich (Beschwerde S. 5 f.). – Das Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass eine Rückkehr 
nach 20-jähriger Landesabwesenheit für den Beschwerdeführer mit Schwierigkeiten verbunden 
sein wird. Jedoch ist er bis zum 10. Altersjahr in einer bosnischen Familie aufgewachsen, welche 
ihm die Bräuche und die Muttersprache – zumindest mündlich – vermitteln konnte. Unter 
Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer trotz rudimentärer Schulbildung offenbar über ein 
gutes Lesevermögen und -verstehen verfügt (vgl. Therapiebericht FPD S. 3 und 7), ist es nicht 
ausgeschlossen, dass er gewisse sprachliche Defizite mit entsprechenden Bemühungen aufholen 
kann (vgl. dazu BGer 2C_864/2011 vom 11.4.2012, E. 3.2; VGE 2012/227 vom 19.6.2013, 
E. 5.3.2). Jedenfalls liegen keine Hinweise vor, wonach er nicht fähig wäre, sich in seinem 
Herkunftsland zu verständigen. Als schwierig erweisen dürfte sich seine berufliche Integration; 
doch der Umstand, dass die wirtschaftliche Eingliederung bisher gescheitert ist (vorne E. 5.2), lässt 
nicht zwingend darauf schliessen, ihm würde diese auch in Bosnien nicht gelingen. Seine 
Deutschkenntnisse und die wenn auch bescheidenen Arbeitserfahrungen können die berufliche 
Integration möglicherweise begünstigen (vgl. VGE 2013/58 vom 15.8.2013, E. 5.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). Die hohe Arbeitslosigkeit und die allgemein schlechteren 

Lebensverhältnisse in Bosnien-Herzegowina stellen freilich keine spezifischen persönlichen 
Umstände dar, die einer Ausreise entgegenstehen, zumal hiervon nicht allein der Beschwer-
deführer, sondern vielmehr die gesamte dort lebende Bevölkerung betroffen ist (vgl. 
BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6; VGE 2013/214 vom 29.4.2014, E. 5.4.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_540/2014 vom 10.6.2014]). Gemäss eigenen Angaben lebt in Bosnien noch die 
Grossmutter des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 6), sodass er bei anfänglichen Schwierig-
keiten nicht gänzlich auf sich allein gestellt wäre (vgl. BGer 2C_739/2011 vom 18.10.2012, 
E. 4.2.2; VGE 2012/227 vom 19.6.2013, E. 5.3.2). Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass ihn seine 
Mutter und seine Verwandten von der Schweiz aus zumindest in der Anfangsphase mit Rat und 
Tat unterstützen. 

5.3.2 In Bezug auf seine gesundheitliche Situation wendet der Beschwerdeführer ein, er bedürfe 
zur Behandlung seiner Krankheit und seiner persönlichen Entwicklung einer fortgesetzten Therapie 
und eines stabilen Umfelds. Im geschützten Rahmen lebe er ohne Probleme abstinent. Das in der 
Therapie aufgebaute Vertrauen würde ihm mit einer Ausreise entzogen. Es sei davon auszugehen, 
dass er auch nach seiner Entlassung eine therapeutische Begleitung benötige (Beschwerde S. 6). 
– Hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme kann nur dann auf die Unzumutbarkeit der Rückkehr 
geschlossen werden, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland fehlt und 
aus diesem Grund mit einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des 
Gesundheitszustands der betroffenen Person gerechnet werden müsste. Als wesentlich wird dabei 
die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer 
menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls dann noch 
nicht vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizerischen Standard 
entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; 
BGer 2C_1113/2013 vom 23.6.2014, E. 2.4.2, 2D_3/2012 vom 2.8.2012, E. 3.5; BVGE 2009/2 
E. 9.3.2; VGE 2012/414 vom 11.7.2013, E. 5.2.3 [bestätigt durch BGer 2C_815/2013 vom 
26.5.2014]). Es wird nicht in Frage gestellt, dass der Beschwerdeführer in Bosnien-Herzegowina 
nicht auf dieselben therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten wie in der Schweiz zurückgreifen 
kann. Jedoch verfügt Bosnien-Herzegowina über ein Gesundheitssystem, und bei psychischen 
Erkrankungen ist eine medizinische Versorgung – wenn auch auf niedrigem Niveau – 
grundsätzlich vorhanden (vgl. BVGer E-4943/2008 vom 19.3.2012, E. 6.4.6; vgl. auch International 
Organisation for Migration [IOM], Länderinformationsblatt, Bosnien und Herzegowina, Oktober 
2013, einsehbar unter <www.bamf.de>, Rubriken «Rückkehrförderung», «Länderinformationen», 
«Informationsblätter», «Bosnien und Herzegowina», S. 11 ff.). Dass der Beschwerdeführer bei der 
Rückkehr einer lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt wäre, wird weder geltend gemacht, noch 
geht solches aus den eingereichten Berichten hervor. Wie die Vorinstanz zu Recht bemerkt hat 
(E. 7c), verstärken allfällige gesundheitliche Probleme zwar sein privates Interesse an einem 
Verbleib in der Schweiz; indes ist der Gesundheitszustand einer Person im Verfahren betreffend 
den Widerruf der Aufenthaltsberechtigung nur ein Element von mehreren und kann deshalb die 
Interessenabwägung nur beschränkt beeinflussen (BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 8.4.6; 
VGE 2012/454 vom 7.8.2014, E. 6.4.2 [nicht rechtskräftig]; vgl. auch VGE 2012/414 vom 
11.7.2013, E. 5.2.6 [bestätigt durch BGer 2C_815/2013 vom 26.5.2014]). 

http://www.bamf.de/

5.4 Zu würdigen sind schliesslich die der Familie des Beschwerdeführers durch die 
Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile.

5.4.1 Der Beschwerdeführer rügt, eine Wegweisung halte auch nicht vor Art. 8 EMRK stand 
(Beschwerde S. 7). Zwar begründet er nicht näher, inwieweit sein Recht auf Achtung des Privat- 
und Familienlebens verletzt werden könnte, macht jedoch geltend, dass seine Mutter eine wichtige 
Bezugsperson für ihn sei und sich seit 2009 eine stabile und tragfähige Beziehung zu ihr entwickelt 
habe. Er verstehe sich auch sehr gut mit seiner jüngeren Schwester. In diesem Zusammenhang 
hat die Vorinstanz erwogen (E. 7d), dass die Entfernungsmassnahme vor allem die Mutter nicht 
unerheblich treffen würde. Ein Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers sei zur weiteren Pflege 
dieser nicht besonders engen Beziehung jedoch nicht zwingend erforderlich. 

5.4.2 Das Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass die Ausweisung den Beschwerdeführer und 
dessen Familie wesentlich treffen würde, zumal sich in der Zwischenzeit die familiären Kontakte 
intensiviert und verbessert haben (vgl. dazu Therapiebericht FPD [act. 7B] S. 4). Da die 
betroffenen Familienmitglieder jedoch nicht zur Kernfamilie des längst volljährigen Be-
schwerdeführers zählen und zwischen ihnen und dem Beschwerdeführer kein besonderes 
Abhängigkeitsverhältnis besteht, das über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht, fallen 
diese weder durch Art. 8 EMRK noch Art. 13 Abs. 1 BV geschützten Beziehungen nicht wesentlich 
ins Gewicht (vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 mit Hinweis; BGer 2C_864/2011 vom 11.4.2012, E. 4, 
2C_839/2011 vom 28.2.2012, E. 3.3; VGE 2013/214 vom 29.4.2014, E. 5.4.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_540/2014 vom 10.6.2014], 2013/309 vom 19.12.2013, E. 4.3.2, 2012/58 vom 15.8.2013, 
E. 5.4.2 [bestätigt durch BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). Die Kontakte können im Übrigen 
anhand von Besuchsaufenthalten oder mittels der modernen Kommunikationsmittel in einem 
gewissen Rahmen auch vom Ausland aus gepflegt werden (BVR 2013 S. 543 E. 5.4). 

5.5 Zusammenfassend erscheinen – übereinstimmend mit der Beurteilung der POM – die 
privaten Interessen des Beschwerdeführers von einigem Gewicht. Zwar trifft den 
Beschwerdeführer die Wegweisung hart, zumal ihm der Verlust des familiären Beziehungsnetzes 
sowie schlechtere Therapiemöglichkeiten drohen. Indes kann seine Integration in keiner Hinsicht 
als gelungen bezeichnet werden. Die Wiedereingliederung in Bosnien-Herzegowina dürfte dem 
Beschwerdeführer eher schwer fallen, jedoch stehen der Rückkehr keine unüberwindbaren 
Hindernisse entgegen. 

6.

6.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt Folgendes: 

Der Beschwerdeführer hat sowohl als Jugendlicher als auch als Erwachsener wiederholt gegen die 
schweizerische Rechtsordnung verstossen. Er wurde unter anderem wegen versuchter schwerer 
Körperverletzung, mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie mehr-
facher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 
36 Monaten verurteilt. Bereits mit diesen Taten hat er eine erhebliche Schuld auf sich geladen 

(vorne E. 4.2). Der Beschwerdeführer hat über lange Zeit hinweg Straftaten begangen, und seine 
heutigen Lebensumstände stellen sich nicht wesentlich günstiger dar als in Zeiten der 
Deliktsbegehung. Ein gewisses Risiko, dass er erneut straffällig wird, kann deshalb nicht 
ausgeschlossen werden (vorne E. 4.4). Auch seine soziale und wirtschaftliche Integration muss als 
gescheitert betrachtet werden. Damit besteht ein ganz wesentliches öffentliches Interesse am 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung. Zwar 
erscheinen auch die privaten Interessen des Beschwerdeführers von einigem Gewicht. Er 
verbrachte nahezu sein gesamtes Leben in der Schweiz, und die Wiedereingliederung in Bosnien-
Herzegowina dürfte ihm schwer fallen, zumal er nicht auf ein bestehendes Beziehungsnetz 
zurückgreifen kann. Dies und der Umstand, dass der Beschwerdeführer nach Entlassung aus dem 
Massnahmenvollzug voraussichtlich weiterer therapeutischen Begleitung bedarf, steht einer 
Ausreise jedoch nicht entgegen, denn Bosnien-Herzegowina verfügt grundsätzlich über ein 
Gesundheitssystem mit Behandlungsmöglichkeiten für psychische Erkrankungen (vorne E. 5.3.2). 
Damit überwiegen die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme die privaten 
Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz. Der Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz erweisen sich somit als 
verhältnismässig und der angefochtene Entscheid hält der Rechtskontrolle stand. 

6.2 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei dieser 
Sachlage fällt die vom Beschwerdeführer beantragte Verwarnung unter (blosser) Androhung des 
Bewilligungswiderrufs (vgl. Art. 96 Abs. 2 AuG; vgl. vorne Bst. C) ausser Betracht. Eine solche 
würde den öffentlichen Interessen an der Wegweisung nicht gerecht (vgl. auch BVR 2013 S. 543 
E. 6.2).

6.3 Der MIDI bestimmte die Ausreise auf den 30. Juni 2013 bzw. auf den Tag der 
Haftentlassung (vorne Bst. A). Der Beschwerdeführer befindet sich derzeit im Regionalgefängnis 
Burgdorf (vgl. act. 7A). Unter diesen Voraussetzungen verzichtet das Verwaltungsgericht darauf, 
eine bestimmte Ausreisefrist festzulegen (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 8; VGE 2012/454 vom 
7.8.2014, E. 6.4.2 [nicht rechtskräftig], 2010/84 vom 23.8.2012, E. 6). Es wird Sache der 
Ausländerbehörde sein, eine solche Frist anzusetzen, wenn aus Sicht der zuständigen Straf- bzw. 
Massnahmenvollzugsbehörden die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht 
mehr erforderlich ist. 

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig und 
hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). 
Er hat indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. 

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, 
wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 
erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 

19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Voraussetzungen 
kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist 
nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn 
Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig 
geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die 
Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist 
dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 
Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 
eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie 
nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2, 129 I 129 E. 2.3.1).

7.2 Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt: Der Beschwerdeführer befindet sich im 
Massnahmenvollzug und wird von der Sozialhilfe unterstützt (vgl. vorne E. 3.1 und E. 3.3). 
Demnach ist ohne weiteres von seiner Prozessbedürftigkeit auszugehen. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann sodann mit Blick auf die vorliegend auf dem Spiel 
stehenden öffentlichen und privaten Interessen nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet 
werden. Der Beizug eines Rechtsvertreters erscheint hinsichtlich der sich stellenden Fragen als 
sachlich geboten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit gutzuheissen, und dem 
Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren sein Rechtsvertreter 
als amtlicher Anwalt beizuordnen.

7.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO). In 
Bezug auf die Parteikosten gibt die Kostennote des Rechtsanwalts vom 1. Dezember 2014 (act. 9) 
im Licht von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. 
März 2006 (KAG; BSG 168.11) und Art. 1 und 11 ff. der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die 
Bemessung des Parteikostenersatzes (PKV; BSG 168.811) zu folgenden Bemerkungen Anlass: 
Der Rechtsvertreter macht ein Honorar von Fr. 3'646.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 147.80 und 
Fr. 303.50 MWSt geltend. Das beantragte Honorar erscheint mit Blick auf die massgeblichen 
Kriterien als überhöht; auszugehen ist von einem gebotenen Aufwand von 10 Stunden. 
Entsprechend ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 2'500.--, zuzüglich Fr. 147.80 
Auslagen und Fr. 211.80 MWSt (8 % von Fr. 2ʹ647.80), insgesamt Fr. 2'859.60, festzusetzen. Die 
amtliche Entschädigung ist gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der 
Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und 
Anwälte (EAV; BSG 168.711) auf Fr. 2ʹ000.-- zuzüglich Fr. 147.80 Auslagen und Fr. 171.80 MWSt 
(8 % von Fr. 2ʹ147.80), insgesamt Fr. 2ʹ319.60, festzusetzen. Der Rechtsvertreter ist vorerst aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem 
Rechtsvertreter zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von 
Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt … 
als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren 
auf Fr. 2'859.60 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … aus der 
Gerichtskasse eine auf Fr. 2ʹ319.60 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte Entschädigung 
vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

und mitzuteilen:
- dem Amt für Freiheitsentzug und Betreuung des Kantons Bern, Abteilung Straf- und 

Massnahmenvollzug 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.