# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b36d9c90-b7a7-5ebb-9496-e5cd9b69bcbb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.01.2015 C-269/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-269-2014_2015-01-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-269/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

vertreten durch lic. iur. Sarah Brutschin, Advokatin,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentengesuch; Verfügung vom 22. November 2013. 

 

 

C-269/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1958 geborene, in seiner Heimat wohnhafte französische Staatsbürger 

A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) war seit 

1. Oktober 1990 als Grenzgänger in der Schweiz im Detailhandel in leiten-

der Stellung erwerbstätig und leistete dabei Beiträge an die schweizerische 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zuletzt arbei-

tete er ab September 2005 aus gesundheitlichen Gründen in einer adap-

tierten Tätigkeit und einem reduzierten Pensum von 50 %, ehe er ab Juni 

2011 krankheitsbedingt nicht mehr arbeitstätig war (IV-act. 113). 

B.  

Am 4. November 2004 meldete sich der Versicherte wegen Rückenbe-

schwerden bei der IV-Stelle (…) (nachfolgend: kantonale IV-Stelle) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1). Nach erfolgten Abklärungen durch die kan-

tonale IV-Stelle wurde das Gesuch insbesondere gestützt auf das Gutach-

ten von Dr. med. B._______, Facharzt für Orthopädie, vom 17. November 

2005 (IV-act. 28) von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: 

IVSTA oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 27. Dezember 2005 abgewie-

sen (IV-act. 30). In einer dagegen erhobenen Einsprache vom 30. Januar 

2006 liess der Versicherte erstmals psychische Probleme geltend machen 

(IV-act. 34), worauf die kantonale IV-Stelle ein Gutachten von Dr. med. 

C._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 31. Mai 

2007 (IV-act. 46) und Ergänzung vom 24. Juni 2007 (IV-act. 49) einholte. 

Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD) 

vom 13. März 2008, der die Einschätzung von Dr. med. C._______ als wi-

dersprüchlich betrachtete (IV-act. 51), holte die kantonale IV-Stelle ein Gut-

achten von Dr. med. D._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-

rapie, vom 23. Juni 2008 ein (IV-act. 54). Gestützt darauf wies die IVSTA 

nach Beurteilung durch den RAD die Einsprache mit Entscheid vom 7. Juli 

2008 ab (IV-act. 58). 

C.  

Eine dagegen am 11. September 2008 erhobene Beschwerde hiess das 

Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-5808/2008 vom 5. Februar 2010 

gut, hob den Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 auf und wies die Sache 

an die Vorinstanz zurück, damit diese dem Versicherten das rechtliche Ge-

hör gewähre und anschliessend neu verfüge (IV-act. 64). Nach durchge-

führtem Vorbescheidverfahren wies die IVSTA mit Verfügung vom 23. März 

2011 das Leistungsbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 0 % erneut ab 

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Seite 3 

(IV-act. 82). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 5. Mai 2011 

Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erheben und die Zuspra-

che einer ganzen Rente mit Wirkung ab August 2004 und einer halben 

Rente ab März 2005 beantragen (IV-act. 83). Zur Begründung machte er 

im Wesentlichen geltend, dass für die Beurteilung des Rentenanspruchs 

auf das Gutachten von Dr. med. C._______ und nicht auf das als unzuläs-

sige «second opinion» eingeholte Gutachten von Dr. med. D._______ ab-

zustellen sei. 

D.  

Während des laufenden Beschwerdeverfahrens reichte der Versicherte bei 

der kantonalen IV-Stelle am 15. September 2011 wegen einer neu aufge-

tretenen Prostatakrebserkrankung unter Beilage ärztlicher Berichte ein 

«Revisionsgesuch» ein (IV-act. 85). Dieses wurde dem Bundesverwal-

tungsgericht am 22. September 2011 zur Kenntnisnahme übermittelt 

(BVGer-act. 8, Beschwerdedossier B-2587/2011). Die kantonale IV-Stelle 

holte daraufhin beim RAD Stellungnahmen von Dr. med. E._______, Fach-

arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. November 2011 (IV-

act. 88) und von Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 

10. Mai 2012 (IV-act. 97) ein. Auf Empfehlung des RAD-Arztes Dr. med. 

F._______ vom 18. Juli 2012 (IV-act. 101) teilte die kantonale IV-Stelle der 

Rechtsvertreterin des Versicherten am 23. August 2012 mit, dass zur Klä-

rung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersu-

chung (Rheumatologie, Psychiatrie, Urologie) notwendig sei (IV-act. 102). 

Die Rechtsvertreterin teilte daraufhin am 7. September 2012 mit, dass eine 

dritte psychiatrische Begutachtung zum heutigen Zeitpunkt nicht notwendig 

sei und hielt die kantonale IV-Stelle an, das bereits seit einem Jahr hängige 

Revisionsgesuch zu beurteilen (IV-act. 104). Nach Rücksprache mit dem 

Rechtsdienst (IV-act. 105) und dem RAD (IV-act. 106) gab die kantonale 

IV-Stelle am 12. Oktober 2012 in der Folge lediglich eine urologische Ab-

klärung in Auftrag (IV-act. 108).  

Am 1. November 2012 erstellte Dr. med. G._______, Facharzt für Urologie, 

Universitätsspital I._______, ein Gutachten. Dieses ging in einer nicht un-

terzeichneten Version am 6. Februar 2013 bei der kantonalen IV-Stelle ein 

(IV-act. 116). Dazu nahm der RAD am 12. Februar 2013 Stellung (IV-act. 

117). Am 6. März 2013 ging eine veränderte und unterzeichnete Version 

des Gutachtens vom 1. November 2012 bei der kantonalen IV-Stelle ein 

(IV-act. 119). Nach Beurteilung durch den Rechtsdienst (IV-act. 130) stellte 

die kantonale IV-Stelle am 5. September 2013 dem Versicherten die Ab-

weisung des Leistungsbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 35 % in 

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Seite 4 

Aussicht (IV-act. 131). Auf seine Einwände hin (IV-act. 132) holte die kan-

tonale IV-Stelle Stellungnahmen vom RAD vom 22. Oktober 2013 und 7. 

November 2013 (IV-act. 135 und 139) sowie von Dr. med. G._______ vom 

28. Oktober 2013 (IV-act. 137) ein. Mit Verfügung vom 22. November 2013 

wies die IVSTA das Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 38 % 

sodann ab (IV-act. 143). 

E.  

Mit Urteil B-2587/2011 vom 18. November 2013 wies das Bundesverwal-

tungsgericht in der Zwischenzeit die vom Versicherten am 5. Mai 2011 er-

hobene Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. März 2011 ab (IV-

act. 142; Eingang bei der kantonalen IV-Stelle am 2. Dezember 2013). Zur 

Begründung hielt es im Wesentlichen fest, dass die Vorinstanz zu Recht 

auf das vollständige, widerspruchsfreie und in seinen Ergebnissen nach-

vollziehbare psychiatrische Gutachten von Dr. med. D._______ und nicht 

auf das Gutachten von Dr. med. C._______ abgestellt habe. 

F.  

Gegen die Verfügung vom 22. November 2013 erhob der Versicherte durch 

seine Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 13. Januar 2014 (Poststempel) 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Ja-

nuar 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die 

Sache zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen. Zudem ersuchte er um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und Verbeiständung durch seine Rechtsvertre-

terin (BVGer-act. 1). Die Beschwerdeeingabe vom 13. Januar 2014, die an 

das «Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 3000 Bern 14» adressiert war, 

wurde der Rechtsvertreterin von der Post am 16. Januar 2014 mit dem 

Vermerk «Weggezogen. Nachsendefrist abgelaufen» retourniert. Mit 

Schreiben vom 17. Januar 2014 reichte sie die Beschwerdeeingabe vom 

13. Januar 2014 im verschlossenen Umschlag dem Bundesverwaltungs-

gericht an die korrekte Adresse in St. Gallen ein (BVGer-act. 2). 

G.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 18. Februar 2014 

unter Hinweis auf die Ausführungen der kantonalen IV-Stelle vom 17. Feb-

ruar 2014, dass auf die Beschwerde infolge Fristversäumnis nicht einzu-

treten sei. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen (BVGer-act. 4). 

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Seite 5 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. Februar 2014 wurde das Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege abgewiesen und der Beschwerdeführer unter An-

drohung der Säumnisfolgen aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 

400.– zu leisten (BVGer-act. 6). Dieser Betrag wurde am 28. März 2014 zu 

Gunsten der Gerichtskasse überwiesen (BVGer-act. 10). 

I.  

Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 5. Mai 2014 an seinen Rechts-

begehren – mit Ausnahme des Antrags um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege – fest. Er reichte zudem einen Bericht seines behandelnden 

Psychiaters Dr. med. H._______ vom 21. Januar 2014 ein (BVGer-act. 11). 

J.  

Mit Duplik vom 3. Juli 2014 hielt die Vorinstanz gestützt auf eine Stellung-

nahme der kantonalen IV-Stelle vom 27. Juni 2014 an ihren Anträgen fest 

(BVGer-act. 13), worauf der Schriftenwechsel mit verfahrensleitender Ver-

fügung vom 10. Juli 2014 abgeschlossen wurde (BVGer-act. 14). 

K.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 

37 VGG). Auf Verfahren in Sozialversicherungssachen findet das VwVG 

jedoch keine Anwendung, soweit der ATSG (SR 830.1) anwendbar ist (Art. 

3 Bst. dbis VwVG). Das ist hier gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG (SR 831.20) der 

Fall, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG) und der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfü-

gung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 

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Seite 6 

an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; Art. 59 ATSG).  

1.3 Die Beschwerde wurde unter Berücksichtigung des Fristenstillstands 

während der Gerichtsferien vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG) gemäss Poststempel und Aufgabebestäti-

gung rechtzeitig am 13. Januar 2014 zu Handen des Bundesverwaltungs-

gerichts der Schweizerischen Post übergeben (Art. 21 Abs. 1 VwVG; 

Art. 39 Abs. 1 ATSG). Der Umstand, dass die Beschwerde mit der alten 

Adresse des Bundesverwaltungsgerichts in Bern («Postfach, 3000 Bern 

14») bezeichnet und der Rechtsvertreterin deshalb von der Post mit dem 

Vermerk "Weggezogen. Nachsendefrist abgelaufen" via Postfach am 

16. Januar 2014 retourniert wurde, ändert entgegen der Ansicht der Vo-

rinstanz an der Rechtzeitigkeit der Beschwerde nichts. Mit Eingabe vom 

17. Januar 2014 liess der Beschwerdeführer die Beschwerde vom 13. Ja-

nuar 2014 im verschlossenen Umschlag an die korrekte Adresse "Bundes-

verwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen" einreichen, womit eine 

rechtsmissbräuchliche Falschadressierung ausgeschlossen werden kann 

und ein Nichteintreten auf die Beschwerde infolge Fristversäumnis über-

spitztem Formalismus gleichkäme. Nachdem auch der Kostenvorschuss 

fristgerecht geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde vom 13. Januar 2014 daher einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 22. November 2013, mit welcher im Rah-

men eines Neuanmeldeverfahrens ein Rentenanspruch des Beschwerde-

führers bei einem Invaliditätsgrad von 38 % verneint wurde. Wie in der Zu-

ständigkeitsregelung des Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) vorgesehen, hat 

die kantonale IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Versicherte zuletzt in 

seiner Eigenschaft als Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, 

das Leistungsbegehren entgegengenommen und geprüft, während die Vo-

rinstanz die angefochtene Verfügung erlassen hat.  

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Seite 7 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger und wohnt 

in Frankreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge-

mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi-

schen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver-

ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie 

Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss 

Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, 

um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags-

staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und 

die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab-

weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze 

dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4), was sich auch mit dem Inkrafttreten 

der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. 

Urteil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach 

bestimmt sich vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch 

auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung hat, alleine auf-

grund der schweizerischen Rechtsvorschriften. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 22. November 2013) eingetretenen Sachver-

halt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 22. November 2013 in Kraft standen (so auch die Nor-

men des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-

Revision [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, 

die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die 

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Seite 8 

Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang 

sind. 

4.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG, vgl. E. 5.1 hiernach) 

und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen 

Dauer Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 

36 Abs. 1 IVG. Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt 

eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. 

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet, so dass die Vo-

raussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentli-

che Invalidenrente erfüllt ist. 

5.  

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

5.2 Der Nachweis der Invalidität im Rechtssinn setzt eine gesundheitlich 

bedingte, erhebliche und evidente, dauerhafte sowie objektivierbare Beein-

trächtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit voraus (BGE 139 V 547 E. 

9.4). Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher 

Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne des 

Gesetzes bewirken. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsscha-

dens setzt zunächst eine fachärztlich gestellte Diagnose nach einem wis-

senschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Eine solche lege 

artis gestellte Diagnose ist indes noch nicht hinreichend für die Annahme 

einer psychisch bedingten Invalidität (BGE 130 V 396 E. 6.3, BGE 127 V 

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Seite 9 

294 E. 4). Denn nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 

und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-

schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Auf-

bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer-

ten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend 

objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, vgl. auch BGE 102 V 165). 

5.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. 

5.4 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist auf dem Gebiet der 

Invalidenversicherung der örtlich zuständigen Invalidenversicherungsstelle 

die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersu-

chungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass ge-

stützt darauf die Verfügung im Sinn von Art. 49 ATSG über die jeweils in 

Frage stehende Leistung ergehen kann (BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be-

schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-

mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; BGE 125 V 256 E. 4).  

5.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; BGE 125 V 351 

E. 3a) und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver-

fügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

C-269/2014 

Seite 10 

5.6 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei-

gert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, 

wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. 

Demnach ist in der Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der 

Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen 

Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat 

sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 

der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditäts-

grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise 

wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 

130 V 71 E. 3, AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass 

der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung 

keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andern-

falls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung 

genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, 

und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche mate-

rielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 109 V 

108 E. 2b). Ob eine erhebliche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 

durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der 

versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer 

materiellen Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs mit rechts-

konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung ei-

nes Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 

erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht, mit dem-

jenigen zur Zeit der streitigen Verfügung; vorbehalten bleibt die Rechtspre-

chung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 

E. 3.2.3). 

6.  

Der Beschwerdeführer liess durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe 

vom 15. September 2011 einen «Antrag auf Revision» einreichen. Diese 

Eingabe erfolgte während des damals noch am Bundesverwaltungsgericht 

hängigen Beschwerdeverfahrens B-2587/2011, weshalb es sich nicht um 

ein Revisionsgesuch handeln konnte und aufgrund des Devolutiveffekts an 

das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet werden musste. Das unan-

gefochten gebliebene Urteil im Beschwerdeverfahren B-2587/2011 wurde 

am 18. November 2013 gefällt, womit die Verfügung vom 23. März 2011 

erst zu diesem Zeitpunkt rechtskräftig wurde. Die angefochtene Verfügung 

vom 22. November 2013 wurde unmittelbar danach erlassen, weshalb das 

parallel zum Beschwerdeverfahren B-2587/2011 durchgeführte Verwal-

tungsverfahren, das der angefochtenen Verfügung vom 22. November 

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Seite 11 

2013 voranging, wie ein Neuanmeldeverfahren zu behandeln ist. Da die 

Vorinstanz auf das am 15. September 2011 eingereichte Gesuch – aller-

dings verfrüht – eingetreten ist, erübrigt sich die richterliche Beurteilung der 

Eintretensfrage. Es gilt somit zu klären, ob sich der Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeitraum zwischen der mit Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts B-2587/2011 vom 18. November 2013 

bestätigten Verfügung vom 23. März 2011 (IV-act. 82), in welcher ein An-

spruch auf eine Invalidenrente verneint wurde, und der angefochtenen Ver-

fügung vom 22. November 2013 (IV-act. 143), welche die zeitliche Grenze 

für den zu beurteilenden Sachverhalt bildet, insoweit verschlechtert hat, 

dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.  

7.  

Die leistungsverweigernde Verfügung vom 23. März 2011 beruht auf der 

Annahme einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 10 % in ei-

ner den somatischen Beschwerden angepassten Tätigkeit. Die Vorinstanz 

stützte sich dabei im Wesentlichen auf folgende Arztberichte: 

7.1 Dr. med. B._______ hielt in seinem orthopädischen Gutachten vom 

17. November 2005 als Diagnose chronisch persistierende Lumbalgien 

(ICD-10 M54.5) mit/bei degenerativen Diskopathien L4/5 und L5/S1, dis-

kreten medianen Diskusprotrusionen (degenerativer Art) L4/5 und L5/S1 

sowie fehlenden radikulären Zeichen, fest. Er attestierte dem Beschwerde-

führer für die aktuell ausgeübte Tätigkeit im administrativen Bereich mit 

vorwiegenden Kontroll- und Organisationsaufgaben mit der Möglichkeit zu 

wechselbelasteter Tätigkeit und unter Vermeidung von körperlicher Belas-

tung eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Aufgrund der degenerativen Verän-

derungen bestehe für die angestammte Tätigkeit mit schweren körperli-

chen Belastungen (wie bis zum August 2003 ausgeübt) eine Einschrän-

kung in dem Sinne, dass die schweren körperlichen Belastungen nicht 

mehr möglich seien (IV-act. 28). 

7.2 Im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D._______ vom 23. Juni 

2008 wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

Dysthymie (ICD-10 F34.1) und als Diagnose ohne Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) genannt. 

Der Gutachter attestierte aus psychiatrischer Sicht eine längerfristige Ar-

beitsunfähigkeit von 10 % für eine den körperlichen Beschwerden ange-

passte Tätigkeit (IV-act. 54).  

C-269/2014 

Seite 12 

8.  

In der angefochtenen Verfügung vom 22. November 2013 geht die Vo-

rinstanz von einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 20 % für die bisherige Tä-

tigkeit aus. Sie stellte dabei auf das von ihr eingeholte urologische Gutach-

ten von Dr. med. G._______ von der Universitätsklinik I._______ vom 

1. November 2012 ab (unterzeichnete Version mit Eingangsstempel vom 

6. März 2013; IV-act. 119). 

8.1 Dr. med. G._______ hielt folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit fest: 

– Postoperative Blasenspeicherstörung bei Belastungsinkontinez Grad III 

(N39.3) mit/bei Status nach laparoskopischer radikaler Prostatektomie wegen 

Prostatakarzinoms 10/2011, Status nach Prostatastanzbiopsie mit Nachweis 

eines Prostatakarzinoms Gleason 3+3 5.7.2011 (C61) sowie postoperative 

erektile Dysfunktion (N48.4). 

– Depressives Zustandsbild. 

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er fest: 

– Status nach Thrombophlebitis Unterschenkel links 06/2011. 

– Hämorrhoiden. 

8.2 Der urologische Gutachter führte aus, dass beim Beschwerdeführer im 

Juli 2011 ein Prostatakarzinom diagnostiziert und im Oktober 2011 eine la-

paroskopische radikale Prostatektomie durchgeführt worden sei. Postope-

rativ habe sich gemäss dem behandelnden Urologen eine schwere Stres-

sinkontinenz und eine erektile Dysfunktion entwickelt. Für den Fall, dass 

der PSA-Wert in den nächsten zwei Jahren nicht ansteige, sei in Bezug auf 

das Prostatakarzinom von einer normalen Lebenserwartung auszugehen. 

Die urologischen Beschwerden würden zu einer zusätzlichen sozialen In-

teraktionsstörung durch die vom Beschwerdeführer geschilderte Proble-

matik (Uringeruch und Impotenz) führen. Zusätzlich müsse der Beschwer-

deführer tagsüber die Möglichkeit haben, den achtfachen Einlagenwechsel 

durchzuführen. In der aktuellen Situation sei eine körperliche Belastbarkeit 

mit einem zunehmenden Urinverlust verbunden. Da der Urinverlust bereits 

bei leichtem Husten auftrete, sei auch das Heben von geringen Lasten oder 

die Bewegung im Büro mit Inkontinenz verbunden. Die bisherige Tätigkeit 

im Detailhandel mit Heben von leichten Lasten und Bewegung im Büro 

C-269/2014 

Seite 13 

wäre aus rein urologischer Sicht grundsätzlich zumutbar, wobei die objek-

tivierte schwere Inkontinenz zu einer zeitlichen und qualitativen Einbusse 

der Leistung- und Einsatzfähigkeit führe (Notwendigkeit des Pausenbe-

darfs für Einlagenwechsel, Dringlichkeit des Harndrangs, Belastung durch 

Angst vor Uringeruch). Die Prognose hinsichtlich der Krebserkrankung sei 

sehr gut und die geplanten medizinischen Massnahmen (Bandeinlage 

und/oder künstlicher Schliessmuskel) würden mit dem Beschwerdeführer 

im Januar 2013 vom behandelnden Urologen erneut erörtert. Die Chancen, 

mit diesen Massnahmen die Inkontinenz erfolgreich zu behandeln, seien 

insbesondere mit dem künstlichen Schliessmuskel als relativ hoch anzuse-

hen. Aus isoliert urologischer Sicht bestehe mit der aktuell vorhandenen 

Stressinkontinenz Grad III eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 20 % seit der 

Prostataoperation. In Kombination mit der psychischen Belastungssitua-

tion wirke sich dies in einer effektiven Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus.  

8.3 Dr. med. F._______ vom RAD hielt in seiner abschliessenden Stellung-

nahme vom 7. November 2013 fest, dass im Gutachten von Dr. med. 

G._______ ganz klar aufgeführt werde, dass aus rein urologischen Grün-

den eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % bestehe. Der Rest 

der aktuellen Arbeitsunfähigkeit werde auf psychische Gründe zurückge-

führt, welche aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter abgeklärt werden 

dürften (IV-act. 139). 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht 

nicht berücksichtigt habe, dass Dr. med. G._______ dem Beschwerdefüh-

rer unter Berücksichtigung der psychischen Belastungssituation eine Ar-

beitsunfähigkeit von 100 % attestiert habe. Falls auf diese Einschätzung 

nicht abgestellt werden könne, hätte ein psychiatrisches Gutachten einge-

holt werden müssen. Er führte aus, dass mit Blick auf das am Bundesver-

waltungsgericht hängige Verfahren B-2587/2011, in welchem im Wesentli-

chen die Zulässigkeit der Einholung eines zweiten psychiatrischen Gutach-

tens strittig gewesen sei, er am 7. September 2012 die Erstellung eines 

dritten psychiatrischen Gutachtens abgelehnt habe. Dies sei jedoch in Un-

kenntnis der Beurteilung von Dr. med. G._______ erfolgt. Zudem habe die 

Vorinstanz bei der Beurteilung des Rentenanspruchs die im psychiatri-

schen Gutachten von Dr. med. D._______ vom 23. Juni 2008 attestierte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % zu Unrecht nicht berücksich-

tigt. Auch die von Dr. med. B._______ im Gutachten vom 17. November 

2005 erhobenen Befunde und Einschränkungen seien zu berücksichtigen 

C-269/2014 

Seite 14 

und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit unter Beizug sämtlicher Fachärzte 

im Sinne einer Gesamtschau zu ermitteln. In diesem Punkt erweise sich 

der entscheidwesentliche Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. 

9.2 Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dass aus dem Gutachten 

von Dr. med. G._______ kein Anspruch auf eine ganze Rente abgeleitet 

werden könne. Es erscheine widersprüchlich, dass der Beschwerdeführer 

nun eine erneute psychiatrische Begutachtung fordere, obwohl er bisher 

immer darauf bestanden habe, kein neues psychiatrisches Gutachten er-

stellen zu lassen. Zudem lasse sich aus dem Gutachten von Dr. med. 

D._______ keine psychische Krankheit mit Auswirkungen auf die Arbeits-

fähigkeit erkennen. Es bestehe damit kein Anlass, von den Ergebnissen 

des lege artis erstellten Gutachtens von Dr. med. G._______ abzuweichen 

oder weitere medizinische Abklärungen vornehmen zu lassen. 

10.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das Leistungsbegehren zu 

Recht gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. G._______ abgewiesen 

hat beziehungsweise ob sich der medizinische Sachverhalt als genügend 

abgeklärt erweist. 

10.1 Soweit der Beschwerdeführer aus der urologischen Beurteilung von 

Dr. med. G._______ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ableiten will, kann 

dem nicht gefolgt werden. Dr. med. G._______ führt die vollständige Ar-

beitsunfähigkeit soweit sie die rein urologisch begründete Arbeitsunfähig-

keit von 20 % übersteigt, auf psychische Ursachen zurück. Seine Einschät-

zung erfüllt die Anforderungen an eine beweiskräftige psychiatrische Beur-

teilung jedoch nicht, zumal für die verlässliche Beurteilung des psychischen 

Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in 

der Regel ein psychiatrischer Facharzt beizuziehen ist (vgl. Urteil des BGer 

8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2). Das Gutachten von Dr. med. 

G._______, welches ohnehin keinen Anspruch auf eine abschliessende 

psychiatrische Beurteilung erhebt, da darin ausdrücklich eine Evaluation 

der psychischen Problematik empfohlen wird, ist somit nicht geeignet, eine 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen rechtsgenüglich nachzuwei-

sen. Ob sich der Umstand, dass sich zwei nicht identische Versionen des 

Gutachtens vom 1. November 2012 in den Vorakten befinden, Einfluss auf 

den Beweiswert der Einschätzung von Dr. med. G._______ im Allgemei-

nen hat, kann offengelassen werden. Jedenfalls ist aber nicht ersichtlich, 

dass aus der ersten, nicht unterzeichneten Version des Gutachtens oder 

aus der zweiten, unterzeichneten Version eine über 20 % hinausgehende 

C-269/2014 

Seite 15 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus rein urologischen Gründen 

abgeleitet werden könnte.  

10.2 Wie sich aus den Akten ergibt und der RAD in seiner Stellungnahme 

vom 18. Juli 2012 (IV-act. 101) ausdrücklich festhält, treffen beim Be-

schwerdeführer verschiedene Gesundheitsbeeinträchtigungen zusam-

men. Es bestehen insbesondere urologische und psychiatrische Be-

schwerden, aber auch ein Rückenleiden. In einem solchen Fall ist es nicht 

gerechtfertigt, die somatischen und psychischen Befunde isoliert abzuklä-

ren. Vielmehr ist eine interdisziplinäre Untersuchung durchzuführen (vgl. 

Urteil des BGer 8C_168/2008 vom 11. August 2008 E. 6.2.2) und der Grad 

der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden 

fachärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen (vgl. Urteil des Eidgenös-

sischen Versicherungsgerichts I 850/02 vom 3. März 2003 E. 6.4.1). In die-

sem Sinn hielt auch der RAD in seiner Stellungnahme vom 18. Juli 2012 

(IV-act. 101) fest, dass aufgrund des aktuellen polymorbiden Gesundheits-

zustandes des Beschwerdeführers zur Klärung der ganzen Situation ein 

polydisziplinäres Gutachten mit den Zusatzfachrichtungen Psychiatrie, 

Rheumatologie und Urologie sinnvoll erscheine. Die aktenkundigen (fach-

)ärztlichen Berichte beinhalten aber keine in diesem Sinne zuverlässige 

bzw. schlüssig und nachvollziehbar begründete Gesamtbeurteilung. Ein 

polydisziplinäres Gutachten wurde nicht eingeholt. Die Vorinstanz hat sich 

ausschliesslich auf das urologische Gutachten von Dr. med. G._______ 

abgestützt. 

10.3 Was die psychische Problematik im Besonderen anbelangt, so ist 

diese im Rahmen der aktuellen Leistungsbeurteilung unberücksichtigt ge-

blieben. Insbesondere wurde ein allfälliger Einfluss der postoperativen Be-

schwerden auf die vorbestehende psychiatrische Problematik trotz ent-

sprechender ärztlicher Hinweise nicht abgeklärt. Dr. med. G._______ emp-

fahl in seinem Gutachten vom 1. November 2012 zu evaluieren, inwiefern 

die Krebsproblematik die psychische Situation des Beschwerdeführers ver-

schlechtert habe. Er führte aus, dass die aktuelle urologische Problematik 

mit Krebserkrankung, Operation, postoperativer Inkontinenz und erektiler 

Dysfunktion zu einer zusätzlichen Belastungssituation für den Beschwer-

deführer geführt habe, was durch einen beginnenden sozialen Rückzug, 

Selbstmordgedanken und letztendlich Verschlechterung der depressiven 

Grundstimmung ersichtlich werde. Inwiefern die Krebsproblematik die psy-

chische Situation des Beschwerdeführers verschlechtert habe, empfehle 

sich weiter zu evaluieren. Zudem hielt auch der RAD in seiner Stellung-

C-269/2014 

Seite 16 

nahme vom 18. Juli 2012 fest, dass er nicht wisse, wie sich diese medizi-

nische Situation auf den psychischen Zustand des Beschwerdeführers 

auswirke, welcher ja früher schon angeschlagen gewesen sei. Da sich das 

psychiatrische Gutachten von Dr. med. D._______, das bereits mehr als 

fünf Jahre vor Erlass der angefochtenen Verfügung und damit auch vor 

Eintritt der Krebserkrankung erstellt wurde, diese Entwicklung nicht berück-

sichtigt, ist es angesichts der Empfehlungen von Dr. med. G._______ und 

des RAD unumgänglich, eine aktuelle fachärztliche psychiatrische Begut-

achtung einzuholen, wobei auch das im Beschwerdeverfahren einge-

reichte, nach Erlass der angefochtenen Verfügungen erstellte ärztliche At-

test des behandelnden Psychiaters Dr. med. H._______ vom 21. Januar 

2014 zu berücksichtigen sein wird (Beilage zu BVGer-act. 11). 

10.4 Weitergehenden medizinischen Abklärungen steht nicht entgegen, 

dass sich der Beschwerdeführer am 7. September 2012 (IV-act. 104) ge-

gen die Notwendigkeit einer weiteren psychiatrischen Begutachtung aus-

gesprochen hat. Dies wurde mit dem damals noch hängigen Beschwerde-

verfahren am Bundesverwaltungsgericht begründet, in dem im Wesentli-

chen die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen zu 

prüfen und die entsprechenden Gutachten von Dr. med. D._______ und 

Dr. med. C._______ zu würdigen waren. Dieses Beschwerdeverfahren 

wurde kurz vor Erlass der angefochtenen Verfügung mit Urteil vom 18. No-

vember 2013 abgeschlossen. Ein treuwidriges Verhalten des Beschwerde-

führers ist nicht ersichtlich. Zudem ist es die Aufgabe der Vorinstanz bezie-

hungsweise der kantonalen IV-Stelle, von Amtes wegen die für die An-

spruchsprüfung notwendigen Abklärungen vorzunehmen und die erforder-

lichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Soweit ärztliche 

oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumut-

bar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 

Abs. 2 ATSG). Von einer (unentschuldbaren) Weigerung eines Versicher-

ten, sich einer angeordneten Begutachtung zu unterziehen kann erst dann 

gesprochen werden, wenn er vorher unter Einräumung einer angemesse-

nen Bedenkzeit schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen 

wurde (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Erst wenn dann eine versicherte Person den 

Mitwirkungspflichten nicht nachkommt, kann aufgrund der Akten entschie-

den und das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Be-

gründung abgewiesen werden, der Sachverhalt, aus dem diese ihre 

Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (vgl. Urteil des BGer 

8C_396/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 2.2). Da die Vorinstanz im vorlie-

genden Fall verfrüht auf das Gesuch vom 15. September 2011 eingetreten 

ist (vgl. E. 6) und kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hat, 

C-269/2014 

Seite 17 

kann sie sich nicht auf die Verweigerung der Mitwirkung des Beschwerde-

führers berufen.  

11.  

Angesichts der vorstehenden Darlegungen ist im Ergebnis festzuhalten, 

dass für die Leistungseinschätzung nicht alleine auf das urologische Gut-

achten von Dr. med. G._______ abgestellt werden kann. Es fehlt sowohl 

an einer multidisziplinären Gesamtbeurteilung des Gesundheitszustandes 

des Beschwerdeführers wie auch an einer alle Leiden berücksichtigenden 

schlüssigen Beurteilung des Grads der Arbeitsunfähigkeit. Daher ist es 

dem Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, aufgrund der Akten mit dem 

im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegen-

den Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welchem 

Umfang und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden-

rente hat. Im vorinstanzlichen Verfahren sind infolge unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. 

ATSG und Art. 12 VwVG) entscheidwesentliche Aspekte vollständig unge-

klärt geblieben. Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erhe-

bung anderer Beweismassnahmen ist daher abzusehen. Die Beschwerde 

ist folglich insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzu-

heben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. zur Rück-

weisung BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Vorinstanz ist anzuweisen, unter 

Berücksichtigung sämtlicher aktenkundiger Arztberichte sowie unter Bei-

zug weiterer verfügbarer medizinischer Unterlagen eine multidisziplinäre 

fachärztliche Begutachtung des Gesundheitszustands des Beschwerde-

führers sowie von dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorzuneh-

men. Anschliessend hat die Vorinstanz neu zu verfügen (vgl. Art. 61 Abs. 1 

VwVG). 

12.  

12.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 

Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt. Eine Rückweisung wegen mangelhafter Sachverhaltsabklärung 

durch die Vorinstanz gilt in Bezug auf die Verlegung der Verfahrenskosten 

in der Regel als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 

215 E. 6). Da der Beschwerdeführer bzw. seine Rechtsvertreterin im vor-

liegenden Fall aber trotz hängigen Beschwerdeverfahrens auf der Durch-

führung eines «Revisionsverfahrens» durch die Vorinstanz bestanden und 

damit die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mitverschuldet hat 

C-269/2014 

Seite 18 

(vgl. E. 6), rechtfertigt es sich, von einem teilweisen Obsiegen auszugehen 

und dem Beschwerdeführer einen Drittel der auf Fr. 400.– festzusetzenden 

Verfahrenskosten aufzuerlegen, abgerundet Fr. 130.– ausmachend (vgl. 

Art. 63 Abs. 4bis VwVG in Verbindung mit Art. 1, Art. 2 Abs. 1 und 2 sowie 

Art. 4 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) Dieser Betrag ist dem ge-

leisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 270.– ist 

dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz sind gestützt auf Art. 63 Abs. 2 

VwVG keine Kosten aufzuerlegen, weshalb die restlichen Verfahrenskos-

ten von Fr. 270.– auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. 

12.2 Ein obsiegender Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Be-

rücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundi-

gen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 

vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist eine um einen Drittel reduzierte 

(vgl. E. 12.1) Parteientschädigung von Fr. 1'800.– (inkl. Auslagen, ohne 

Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil des BVGer C-6173/2009 vom 

29. August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

VGKE) gerechtfertigt. Die unterliegende Vorinstanz hat keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung. 

 

  

C-269/2014 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 22. November 2013 aufgehoben und die Streitsache zur ergän-

zenden Sachverhaltsabklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von Fr. 130.– auferlegt. 

Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. Der 

Restbetrag von Fr. 270.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 1'800.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugespro-

chen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

  

C-269/2014 

Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die Beschwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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