# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** feced265-7a31-5924-9fda-b6ed89311fc7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.03.2014 SB130486
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130486_2014-03-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130486-O/U/cs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Burger,  

der Ersatzoberrichter lic. iur. Ernst sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. Oswald 

 

Urteil vom 4. März 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

B._____,  
Privatkläger und Anschlussberufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____  

 

betreffend versuchte schwere Körperverletzung   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 6. Mai 2013 
(DG120014) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 26. März 

2012 (Urk. 25) ist diesem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im 

Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, wo-

von insgesamt 5 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

27. Januar 2012 beschlagnahmten Gegenstände, 

nämlich 

− 1 Herrenhose (Asservate Nr. …), 
− 1 Herrenjacke (Asservate Nr. …), 

werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils dem Beschuldigten auf 

erstes Verlangen innerhalb von drei Monaten herausgegeben und ansons-

ten durch die Lagerbehörde (Lagerort: Forensisches Institut Zürich, Ge-

schäfts-Nr. 43061978) vernichtet. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz 

von Fr. 342.20 zu bezahlen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– als 

Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

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7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten  

Fr. 1'002.–   Auslagen Untersuchung 

Fr.     amtliche Verteidigung 

Fr.     Kosten des unentgeltlichen Vertreters des Privatklägers.  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

8. Die Verfahrenskosten (bestehend aus der Entscheidgebühr, den Untersu-

chungskosten, den Kosten der amtlichen Verteidigung sowie den Kosten für 

den unentgeltlichen Rechtsbeistand des Privatklägers) werden dem Be-

schuldigten auferlegt, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung 

und des unentgeltlichen Rechtsbeistands des Privatklägers, welche einst-

weilen auf die Staatskasse genommen werden. Eine Rückforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO bzw. Art. 426 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung der Privatklägerschaft wird je mit separatem 

Beschluss entschieden. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 54 S. 2 und Urk. 73 S. 2) 

1. Es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der versuchten schweren Körper-

verletzung vollumfänglich freizusprechen; 

2. Dem Beschuldigten sei für die erlittene Untersuchungshaft von 5 Tagen 

eine angemessene Genugtuung zuzusprechen; 

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3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

27. Januar 2012 beschlagnahmten persönlichen Gegenstände seien 

dem Beschuldigten auszuhändigen; 

4. Die Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung eines Schadener-

satzes von CHF 342.20 und einer Genugtuung von CHF 3'000.00 an 

den Privatkläger B._____ sei aufzuheben; 

5. Die Gerichtsgebühren seien abzuweisen und die Kosten des Verfah-

rens wie auch der amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich auf die 

Staatskasse zu nehmen. 

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-

steuer). 

Ergänzende Rechtsbegehren: 

7. Es seien die Abänderungsanträge gemäss Anschlussberufung des Pri-

vatklägers vom 20. Dezember 2013 vollumfänglich abzuweisen; 

8. Dies unter Kosten -und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-

steuer) des Privatklägers. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich:  

(Urk. 58, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.  

c) Des Vertreters der Privatklägerschaft: 

(Urk. 74 S. 2) 

1. Dem Geschädigten sei in Abänderung von Ziff. 6 des vorinstanzlichen 

Urteils eine Genugtuung von CHF 5'000.00 zuzusprechen. 

2. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschuldigten. 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Prozessuales 

 1. Der Beschuldigte A._____ wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Diet-

ikon vom 6. Mai 2013 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Er 

wurde mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten, abzüglich 5 Tage er-

standener Haft, bestraft. Die Probezeit wurde auf 2 Jahre festgesetzt. Ausserdem 

wurde die Herausgabe der beschlagnahmten Gegenstände (Herrenhose und Her-

renjacke) an den Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils angeord-

net. Der Beschuldigte wurde sodann verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 

342.20 Schadenersatz und Fr. 3'000.– Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

wurde das Genugtuungsbegehren abgewiesen (Urk. 53). 

 Das vorinstanzliche Urteil wurde dem Beschuldigten, der Staatsanwaltschaft 

und dem Privatkläger am 7. Mai 2013 mündlich eröffnet und im Dispositiv überge-

ben (Prot. I S. 16 f., Urk. 45). Mit Eingabe vom 8. Mai 2013 meldete der Beschul-

digte fristgerecht die Berufung an (Urk. 46). Die Vorinstanz fällte am 15. Oktober 

2013 ein Nachtragsurteil zum Urteil vom 6. Mai 2013, mit welchem die Entschädi-

gung des amtlichen Verteidigers festgesetzt wurde (Urk. 50). Das begründete Ur-

teil und das Nachtragsurteil wurden der Staatsanwaltschaft, dem Beschuldigten 

und dem Privatkläger am 18. Oktober 2013 zugestellt (Urk. 52/1-3). 

 Mit Eingabe vom 28. Oktober 2013 reichte die Verteidigung des Beschuldig-

ten fristgerecht die Berufungserklärung ein (Urk. 54). Die Staatsanwaltschaft ver-

zichtete auf Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzli-

chen Urteils (Urk. 58). Der Privatkläger erhob mit Eingabe vom 20. Dezember 

2013 Anschlussberufung (Urk. 59). Beweisergänzungen wurden keine beantragt. 

 Der Verteidiger erhob ausserdem mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 bei der 

III. Strafkammer des Obergerichts Zürich Beschwerde gegen das Nachtragsurteil 

vom 15. Oktober 2013 (Urk. 59B/2). Mit Beschluss der III. Strafkammer vom 

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23. Dezember 2013 wurde diese Beschwerde zur weiteren Behandlung an die 

II. Strafkammer des Obergerichts Zürich überwiesen (Urk. 59A), weshalb diese 

Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist. 

 Mit Eingabe vom 13. Januar 2014 liess der Beschuldigte beantragen, es sei 

der Privatkläger zu verpflichten, zur Deckung der Gerichtskosten und der Partei-

entschädigung eine angemessene Sicherheit, mindestens aber Fr. 15'000.–, zu 

leisten (Urk. 64). Dieser Antrag wurde mit Präsidialverfügung vom 31. Januar 

2014 abgelehnt (Urk. 69). 

 2. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in 

Rechtskraft (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 402 N 1; Art. 437 StPO). 

 Der Beschuldigte beantragte in seiner Berufungserklärung einen vollumfäng-

lichen Freispruch (Dispositivziffer 1). Auch die Dispositivziffern 2 (Strafe) und 3 

(Vollzug) haben als mitangefochten zu gelten, hängen sie doch mit dem ange-

fochtenen Schuldspruch zusammen. Weiter beantragte der Beschuldigte, Disposi-

tivziffern 5 und 6 seien aufzuheben (Zivilansprüche des Privatklägers) und die Ge-

richtsgebühren abzuweisen sowie die Kosten des Verfahrens und der amtlichen 

Verteidigung vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen (Dispositivziffer 7 und 

8) (Urk. 54). Hinsichtlich der Entschädigung der amtlichen Verteidigung beantrag-

te er eine Aufhebung der Dispositivziffer 1 des Nachtragsurteils (Urk. 59B/2). Wei-

ter beantragte der Beschuldigte die Herausgabe seiner beschlagnahmten persön-

lichen Gegenstände (Urk. 54). Da die von ihm beantragte Herausgabe bereits mit 

dem vorinstanzlichen Urteil angeordnet wurde, kann die entsprechende Disposi-

tivziffer 4 als rechtskräftig erachtet werden. Der Privatkläger beschränkte seine 

Anschlussberufung auf die Strafzumessung und den Vollzug (Dispositivziffern 2 

und 3) sowie die Genugtuung (Dispositivziffer 6) (Urk. 59). Anlässlich der Beru-

fungsverhandlung schränkte er sie weiter ein und beantragte nur noch eine Abän-

derung von Dispositivziffer 6 und im Übrigen eine Bestätigung des vorinstanzli-

chen Urteils (Urk. 74 S. 2). Die Privatklägerschaft kann einen Entscheid hinsicht-

lich der ausgesprochenen Sanktion ohnehin nicht anfechten (Art. 382 Abs. 2 

StPO). Damit ist festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

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6. Mai 2013 bezüglich der Dispositivziffer 4 (Herausgabe beschlagnahmter Ge-

genstände) in Rechtskraft erwachsen ist. 

 3. Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung liessen die Parteien die 

eingangs erwähnten Anträge stellen. 

II. Sachverhalt 

 1. Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, sich am 

Sonntag, 27. Februar 2011, zu einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt 

vor 19.43 Uhr, zusammen mit seiner Ehefrau C._____ zur Wohnung seiner Toch-

ter D._____ an der …strasse … in … begeben zu haben, um nachzusehen, ob 

sich der Privatkläger B._____ noch in der Wohnung aufhalte, nachdem D._____ 

und der Privatkläger zuvor einen Streit hatten. C._____ habe die Wohnung als 

Erste betreten, während ihr der Beschuldigte mit einem Holzknüppel in der Hand 

gefolgt sei. Sogleich sei C._____ vom Privatkläger im Korridor angegriffen wor-

den, wobei der Privatkläger ihr mit einem Küchenmesser am rechten Unterarm 

eine Schnittverletzung zugefügt habe. Der Beschuldigte habe daraufhin mit dem 

von ihm mitgebrachten Holzknüppel mehrmals auf den Privatkläger eingeschla-

gen, wobei dieser das Küchenmesser zu Boden fallen lassen habe und zum 

Wohnzimmer gerannt sei. Der Beschuldigte habe das Küchenmesser aufgehoben 

und sei dem Privatkläger zum Wohnzimmer gefolgt. Im Wissen um die möglich-

erweise Herbeiführung einer schweren oder lebensgefährlichen Verletzung sowie 

unter Inkaufnahme einer solchen Verletzung habe der Beschuldigte mit dem Kü-

chenmesser den Privatkläger in die linke Flanke bis in den Retroperitonealraum 

(Stichtiefe ca. 8-10 cm, Strichbreite ca. 2,5 cm) gestochen, welche Verletzung 

nicht lebensgefährlich gewesen sei und zu keinem bleibenden Nachteil geführt 

habe. Zudem habe der Privatkläger aufgrund der Schläge Kontusionen am linken, 

distalen Unterarm und am linken Oberschenkel sowie eine Prellmarke und 

Schwellungen im Gesicht links am Haaransatz erlitten (Urk. 25 S. 2). 

 2. Der Beschuldigte gestand in der Untersuchung, vor Vorinstanz und 

auch anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung ein, dem Privatkläger mehr-

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fach Schläge mit dem von ihm mitgebrachten Holzknüppel verabreicht sowie die-

sem mit dem Messer eine Stichverletzung zugefügt zu haben (Urk. 5/1 S. 4 f., 

Urk. 5/2 S. 3 und S. 5 f., Urk. 5/5 S. 5 und S. 7 f., Urk. 5/6 S. 3 ff., Urk. 37 S. 2 f. 

und S. 6, Prot. II S. 15 f.). Die ärztlichen Befunde bestätigen eine Messerstichver-

letzung in der linken Flanke, Kontusionen am linken Unterarm und linken Ober-

schenkel sowie eine Prellmarke und Schwellungen im Gesicht links am Haaran-

satz (Urk. 10/2-8), was vom Beschuldigten anerkannt wurde (Urk. 5/6 S. 2). Der 

äussere Sachverhalt ist in diesem Umfang unbestritten und deckt sich mit dem 

Untersuchungsergebnis, weshalb er insoweit erstellt ist. 

 Hingegen bestritt der Beschuldigte in der Untersuchung, vor Vorinstanz und 

anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung, dass er nach den Schlägen mit 

dem Holzknüppel das Küchenmesser vom Boden aufgehoben und damit dem Pri-

vatkläger zum Wohn-/Schlafzimmer gefolgt sei. Er machte geltend, nicht mehr zu 

wissen, wie er dem Privatkläger die Stichverletzung zugefügt habe bzw. dass das 

ihm Rahmen des Gerangels geschehen sei (Urk. 5/2 S. 3 und S. 5 f., Urk. 5/5 

S. 7, Urk. 5/6 S. 4, Urk. 37 S. 3 und S. 6, Prot. II S. 15 ff.). 

 Insoweit der Beschuldigte nicht geständig ist, ist nachfolgend zu prüfen, ob 

die vorliegenden Beweismittel genügen, um den Sachverhalt rechtsgenügend zu 

erstellen. 

 Der Privatkläger liess anlässlich der Berufungsverhandlung erneut seine 

Tatversion, wonach er selbst während des ganzen Vorfalls nie ein Messer in der 

Hand gehabt habe, darlegen (Urk. 74 S. 4 ff.). Da er abgesehen von der Erhö-

hung der Genugtuung beantragte, das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen (Urk. 

74 S. 2), ist nicht erneut auf seine Tatversion zurückzukommen. Vielmehr bleiben 

die Erwägungen der Vorinstanz, mit welchen sie die Darstellung des Privatklägers 

verwarf, unangefochten. Ausserdem ist das Gericht an den in der Anklage um-

schriebenen Sachverhalt gebunden bzw. kann nicht zuungunsten des Beschuldig-

ten davon abweichen (Art. 350 Abs. 1 StPO). Hinweise, die eine Rückweisung der 

Anklage an die Staatsanwaltschaft zur Änderung oder Erweiterung der Anklage 

rechtfertigen würden, liegen keine vor. 

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 3. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass der eingeklagte Sachver-

halt erstellt sei. Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen kann vorab auf diese 

zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 82 

Abs. 4 StPO; Urk. 53 S. 11 ff.). 

 4. Der eingeklagte Sachverhalt bzw. die Erkenntnisse der Vorinstanz be-

ruhen insbesondere auf den Aussagen des Beschuldigten, des Privatklägers und 

von C._____, der Ehefrau des Beschuldigten, welche im vorinstanzlichen Urteil 

wiedergegeben wurden (vgl. Urk. 53 S. 15 ff.). Als weitere Beweismittel liegen Fo-

tos der Kantonspolizei Zürich vom Tatort (Urk. 8), ein Gutachten des Instituts für 

Rechtsmedizin der Universität Zürich vom 24. November 2011 betreffend die 

Auswertung und Beweiswertberechnung von DNA-Spuren (Urk. 9/6) sowie ärztli-

che Befunde über den Beschuldigten (Urk. 12/2 und Urk. 12/4), den Privatkläger 

(Urk. 10/2) und C._____ (Urk. 11/3) vor. Zusammenfassend und teilweise ergän-

zend kann Folgendes festgehalten werden: 

 4.1. Betreffend die Verwertbarkeit der Aussagen und die Glaubwürdigkeit 

der einvernommenen Personen kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden (Urk. 53 S. 11 f. und S. 14 f.). 

 4.2. Durch die Verteidigung unbestritten ist der von der Vorinstanz erstellte 

Sachverhalt, soweit sie zum Schluss kam, dass der Privatkläger den Beschuldig-

ten und dessen Ehegattin sogleich nach deren Eintritt in die Wohnung der Tochter 

mit dem Küchenmesser angegriffen und der Ehegattin eine tiefe Schnittwunde am 

Unterarm zugefügt habe. Ebenso ist die Verteidigung mit der von der Vorinstanz 

erfolgten Qualifizierung der Schläge des Beschuldigten mit dem Holzstock gegen 

den Kopf und den Körper des Privatklägers als Notwehr resp. Notwehrhilfe ein-

verstanden (Urk. 54 S. 3 f.). Die Verteidigung rügt jedoch hinsichtlich des weiteren 

Tatgeschehens, dass die Vorinstanz die vom Beschuldigten nach seiner polizeili-

chen Erstaussage vom 27. Februar 2011 gemachten Schilderungen für lebens-

fremd und nachgeschoben und damit unglaubhaft halte. Der Beschuldigte habe 

bereits in der ersten polizeilichen Einvernahme vom 27. Februar 2011 ausgeführt, 

dass er nicht mehr genau wisse, wie er genau zugestochen habe. Der Privatklä-

ger habe versucht, ihm das Messer aus der Hand zu nehmen und es sei zu einem 

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Gerangel gekommen. In diesem Gerangel habe er den Privatkläger am Rücken 

erwischt, worauf dieser ins Badezimmer geflüchtet sei. Der Beschuldigte habe die 

Tatversion des Gerangels und Kampfes um das Messer also nicht erst im Laufe 

der weiteren Untersuchung vorgebracht, sondern bereits unmittelbar nach der Tat 

anlässlich der ersten Einvernahme so geschildert. In den nachfolgenden Befra-

gungen habe der Beschuldigte ausgeführt, dass man sich im Laufe des Geran-

gels im Korridor gegen das Wohn-/Schlafzimmer bewegt und er dem Privatkläger 

den Messerstich bei der Türschwelle zum Wohn-/Schlafzimmer zugefügt habe. 

Dies sei völlig kongruent mit den von der Kantonspolizei festgehaltenen Blutspu-

ren im Korridor unmittelbar vor dem Wohn-/Schlafzimmer und Badezimmer. Die 

Tatsache, dass sich im Korridor vor dem Wohn-/Schlafzimmer und Badezimmer 

am Boden eine grössere Ansammlung von Blut befunden habe, welches zudem 

noch verschmiert gewesen sei, spreche eindeutig für die Tatversion des Beschul-

digten, nämlich dass im Korridor gerangelt und gekämpft und der Privatkläger dort 

vom Beschuldigten verletzt worden sei. Ausserdem habe auch die Ehegattin des 

Beschuldigten an ihrer Erstbefragung vom 28. Februar 2011 ausgeführt, dass sie 

gesehen habe, wie die beiden miteinander gekämpft hätten. Sodann gebe der 

Privatkläger nicht an, wo genau er attackiert und verletzt worden sei. Aus dessen 

Aussagen, wonach der Beschuldigte nach Betreten der Wohnung sofort auf ihn 

losgegangen sei, lasse sich ableiten, dass die Verletzung auch nach Ansicht des 

Privatklägers im Korridor stattgefunden haben muss und nicht im Wohn-

/Schlafzimmer, war der im Bett "am Chillen" liegende Privatkläger gemäss seinen 

Aussagen doch aufgestanden und hatte sich in den Korridor begeben. Unklar sei 

sodann, wo der Privatkläger sein Mobiltelefon deponiert hatte, das er sich nach 

dem erfolgten Messerstich geschnappt habe. Es sei davon auszugehen, dass 

sich dieses im Wohn-/Schlafzimmer neben oder auf dem Bett befunden habe und 

der verletzte Privatkläger nach der Stichverletzung kurzzeitig das Wohn-

/Schlafzimmer betreten, dabei die von der Kantonspolizei fotografisch festgehal-

tenen Tropfspuren auf dem Parkett hinterlassen, sein Handy geschnappt und da-

bei das Bettduvet mit Blut verschmiert habe, anschliessend aus dem Zimmer und 

an der Ehegattin und dem Beschuldigten vorbeigegangen sei und sich dann in 

das WC eingesperrt habe. Die Schilderungen des Beschuldigten seien alles ande-

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re als "lebensfremd" und nachgeschoben. Vielmehr würden auch diese weiteren, 

von der Vorinstanz unberücksichtigt gelassenen Blutspuren und Aussagen der 

Beteiligten darauf hinweisen, dass sich der Tatablauf so abgespielt habe, wie er 

vom Beschuldigten anlässlich der Hauptverhandlung dargelegt worden sei. Es sei 

von dem für den Beschuldigten günstigeren Sachverhalt auszugehen (Urk. 54 

S. 4 ff., Urk. 73 S. 3 f.). 

 4.3. Der Beschuldigte führte am 27. Februar 2011, wenige Stunden nach 

dem eingeklagten Vorfall, anlässlich der polizeilichen Einvernahme aus, nachdem 

er den Privatkläger mit dem Holzstock geschlagen habe und das Messer im Gang 

zu Boden gefallen sei, sei der Privatkläger ins Schlafzimmer geflüchtet, wo er ihn 

erwischt habe (Urk. 5/1 S. 4). Weiter führte der Beschuldigte aus, zwischenzeitlich 

habe er das Messer vom Boden aufgehoben. Der Privatkläger sei ins Schlafzim-

mer geflüchtet und er habe ihn verfolgt. Zu diesem Zeitpunkt habe er die Kontrolle 

über sich verloren. Im Schlafzimmer habe er mit dem Messer in den Rücken des 

Privatklägers gestochen. Dieser habe ihm das Messer wegnehmen wollen, sei 

aber ins Badezimmer geflüchtet. Seine Frau sei hinter ihm gewesen und habe ihn 

von seinem Tun abhalten wollen. Sie habe nicht gewollt, dass er den Privatkläger 

verletze. Er habe nur einmal auf den Privatkläger eingestochen. Auf die Frage, 

"Wie genau?" antwortete er, das wisse er nicht mehr genau. Der Privatkläger ha-

be versucht, ihm das Messer aus der Hand zu nehmen und es sei zu einem Ge-

rangel gekommen. In diesem Gerangel habe er ihn am Rücken erwischt, worauf 

der Privatkläger ins Badezimmer geflüchtet sei (Urk. 5/1 S. 5). Er bestätigte den 

Vorhalt, wonach er das Messer aufgehoben und den Privatkläger in den Rücken 

gestochen habe, welcher anschliessend ins Bad geflohen sei (Urk. 5/1 S. 7). 

 In der Hafteinvernahme vom 28. Februar 2011 führte der Beschuldigte aus, 

nachdem dem Privatkläger das Messer aus der Hand gefallen sei, habe er es 

aufgenommen und im Gerangel habe er den Privatkläger verletzt, wie sich später 

herausgestellt habe. Dann sei der Privatkläger ins WC geflohen, habe die Tür zu-

gemacht und die Polizei gerufen (Urk. 5/2 S. 3). Auf die Frage, wie es zur Stich-

verletzung gekommen sei, führte er aus, es sei alles sehr schnell gegangen und 

er habe keine Zeit gehabt, um nachzudenken. Der Privatkläger habe seine Frau 

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verletzt und habe auch ihn mit dem Messer attackiert. Mit der wenigen Kraft, die 

er habe, habe er sich verteidigen müssen. Er habe die Orientierung verloren. Ihm 

sei nichts mehr durch den Kopf gegangen. In diesem Moment habe er nichts ge-

dacht. Er habe nur ihn vor den Augen gehabt (Urk. 5/2 S. 5). Auf die Frage, ob er 

dem Privatkläger mit dem Messer in der Hand ins Schlafzimmer gefolgt sei, ant-

wortete er, das stimme, aber der Korridor sei ein oder zwei Meter lang. Im Geran-

gel hätten sie sich einander bis ins Schlafzimmer gestossen. Der Korridor sei sehr 

eng, ein oder zwei Meter (Urk. 5/2 S. 6). 

 Anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit dem Privatkläger vom 7. De-

zember 2011 führte der Beschuldigte aus, er habe den Privatkläger mit dem Holz-

stock an der Hand getroffen, so dass diesem das Messer aus der Hand gefallen 

sei. Anschliessend habe er das Messer in die Hand genommen. Er habe den Pri-

vatkläger auch mit dem Messer verletzt und habe gesehen, wie er am Rücken 

blute. Das WC habe sich ca. 1 Meter von ihnen entfernt befunden. Es sei dem 

Privatkläger gelungen, ins WC zu flüchten (Urk. 5/5 S. 5). Weiter bestätigte der 

Beschuldigte, bei der Polizei die Wahrheit gesagt zu haben. Auf die Frage, was er 

mit dem Messer getan habe, antwortete er, er wisse es nicht mehr. Er denke seit 

8 Monaten darüber nach und er wisse nicht, wie es weitergegangen sei. Mit dem 

Messer habe er ihn nicht verletzen wollen, sondern nur mit dem Holzstock 

(Urk. 5/5 S. 7). Die Frage, ob es richtig sei, dass er dem Privatkläger gefolgt sei 

und ihm im Schlafzimmer das Messer in den Rücken gestochen habe, bejahte er. 

Er habe bei der Polizei die Wahrheit gesagt. Es sei so gewesen. Der Privatkläger 

habe ihm gesagt, er habe seine Niere getroffen und sei auf die Toilette geflüchtet. 

Auf die Frage, ob es richtig sei, dass der Privatkläger versucht habe, ihm das 

Messer wegzunehmen, dann aber ins Badezimmer geflüchtet sei, antwortete der 

Beschuldigte, er könne sich nicht mehr erinnern. Was er bei der Polizei gesagt 

habe, sei lange her und er sei auch vergesslich (Urk. 5/5 S. 8). 

 In der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft vom 23. Februar 2012 führte 

der Beschuldigte aus, er sei dem Privatkläger nicht ins Wohnzimmer gefolgt. Sei-

ne Tochter habe eine kleine Wohnung. Ein Raum diene als Wohn- und Schlaf-

zimmer. Er habe das Schlafzimmer gar nicht betreten. Er sei im Korridor geblie-

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ben. Den Privatkläger habe er bei der Türe zum Schlaf-/Wohnzimmer verletzt. Er 

könne nicht erklären, wie es dazu gekommen sei. Es könne sein, dass der Privat-

kläger sich die Verletzung selbst zugefügt habe oder vielleicht stammten sie von 

ihm (Urk. 5/6 S. 4 f.). 

 Vor Vorinstanz führte der Beschuldigte am 16. April 2013 schliesslich aus, er 

wisse nicht mehr, was geschehen sei, nachdem er das Messer vom Boden auf-

gehoben habe. Er wisse nur noch, dass er das Messer aufgehoben habe. Wie es 

dazu gekommen sei, dass er zugestochen habe, wisse er nicht mehr. Es sei eng 

und dunkel und schlimm gewesen. Es sei zwei Jahre her, er wisse es nicht mehr 

(Urk. 37 S. 3). Er habe das Messer aufgehoben. Wie es passiert sei, dass er den 

Privatkläger dann gestochen habe, wisse er nicht (Urk. 37 S. 6). 

 Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aus, 

nachdem dem Privatkläger das Messer aus der Hand gefallen sei, hätten sie um 

das Messer gekämpft. Auf die Frage, wie es zur Stichverletzung gekommen sei, 

antwortete er, er könne sich höchstens vorstellen, dass das passiert sei, als er 

das Messer aufgenommen habe und wieder aufgestanden sei. Er sei nicht ins 

Schlafzimmer gegangen. Das Ganze habe sich im Korridor abgespielt. Mehr als 

einen Schritt sei er nicht im Schlafzimmer gewesen. Er sei dem Privatkläger nicht 

gefolgt (Prot. II S. 16 ff.). 

 4.4. Der Privatkläger führte in der polizeilichen Einvernahme vom 2. März 

2011 aus, die Schläge mit dem Holzstock habe er im Korridor erhalten. Der Be-

schuldigte sei dann bis in die Stube gekommen. Er sei mit dem Messer in seine 

Richtung gekommen und er habe versucht, den Beschuldigten mit beiden Händen 

von sich weg zu halten. Und dann sei der Beschuldigte mit dem Messer gegen 

seinen linken Rücken gekommen. Er könne nicht sagen, dass es geschmerzt ha-

be, aber es sei Wärme und etwas Flüssiges herausgekommen. Dann sei die Frau 

zwischen sie gekommen und habe etwas zu ihm geschrien. Er habe sein Handy 

schnappen und auf die Toilette verschwinden können (Urk. 6/1 S. 5 und S. 7). 

 In der Hafteinvernahme vom 3. März 2011 führte der Privatkläger aus, der 

Beschuldigte sei mit dem Messer auf ihn zugekommen und er habe ihn abwehren 

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wollen. Dabei habe ihm der Beschuldigte das Messer in den Rücken gestossen. 

Es habe kein Gerangel gegeben, sondern sei direkt zum Stich gekommen. Nach 

dem Messerstich sei C._____ dazwischen gekommen und habe geschrien. Er 

habe diesen Moment genutzt und habe sich in die Toilette in Sicherheit begeben 

(Urk. 6/2 S. 3 f.). 

 Der Privatkläger führte anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 

7. Dezember 2011 aus, er sei im Wohnzimmer gestanden, als der Beschuldigte 

zurück ins Wohnzimmer gekommen sei. In der rechten Hand habe er das Messer 

gehabt und sei auf ihn zugekommen. Er habe den Beschuldigten an den Oberar-

men festgehalten, da habe dieser zugestochen. Die Frau des Beschuldigten habe 

dies gesehen und sei sofort zu ihnen gekommen und habe sich zwischen sie ge-

stellt. Sie habe geschrien. Er habe das Handy geschnappt und sei in die Toilette 

geflüchtet (Urk. 5/5 S. 11). 

 4.5. C._____, die Ehefrau des Beschuldigten, führte anlässlich der polizeili-

chen Einvernahme vom 28. Februar 2011 aus, der Beschuldigte habe dem Pri-

vatkläger gesagt, dass er das Messer loslassen solle. Der Privatkläger habe ge-

sagt, nein, nein. Dann wisse sie nicht mehr, was passiert sei. Die Männer hätten 

gekämpft. Dann habe sie ihren Schal genommen und damit ihre Hand verbunden. 

Der Beschuldigte habe ihr auch geholfen. In diesem Moment sei der Privatkläger 

ins Badezimmer geflüchtet. Was der Beschuldigte mit dem Messer gemacht habe, 

wisse sie nicht. Sie habe nur gesehen, dass beide miteinander gekämpft hätten 

(Urk. 7/1 S. 5 und S. 7). 

 4.6. Auf den Fotos des Tatorts ist ersichtlich, dass sich vor dem Badezim-

mer und im Wohn-/Schlafzimmer sowie auf dem Bett im Wohn-/Schlafzimmer 

Blutspuren befanden (Urk. 8). Aus der Auswertung und Beweiswertberechnung 

von DNA-Spuren des Instituts für Rechtsmedizin vom 24. November 2011 ergibt 

sich, dass das Blut, welches auf dem Parkettboden im Schlafzimmer gefunden 

wurde, vom Privatkläger stammt (Urk. 9/6 S. 4). 

 4.7. Es trifft zwar zu, dass der Beschuldigte in der ersten Einvernahme aus-

führte, nicht mehr genau zu wissen, wie genau er auf den Privatkläger eingesto-

- 15 - 

chen hatte. Sodann sprach der Beschuldigte zwar schon von der ersten Einver-

nahme an von einem Gerangel zwischen ihm und dem Privatkläger. Als ein Ge-

rangel empfand er es aber allenfalls auch deswegen, weil der Privatkläger ge-

mäss dessen Angaben versucht hatte, den Beschuldigten abzuwehren. Der Pri-

vatkläger verneinte aber ein Gerangel. C._____ sprach zwar auch davon, dass 

die beiden miteinander gekämpft hätten, ihre Aussagen können sich aber durch-

aus auch auf den Zeitpunkt beziehen, als der Kampf mit dem Holzstock stattfand, 

war sie danach doch einerseits damit beschäftigt, ihre Wunde mit dem Schal zu 

verbinden und führte sie aus, nicht zu wissen, was der Beschuldigte mit dem 

Messer gemacht habe. Ausserdem sprach auch der Privatkläger davon, dass die 

Ehegattin des Beschuldigten erst nach dem Messerstich dazwischen gekommen 

sei. 

 Davon, dass der Messerstich nicht im Gerangel erfolgte, ist vor allem des-

halb auszugehen, weil der Beschuldigte von sich aus in der ersten Einvernahme 

ausführte, dass er das Messer aufgehoben, dem Privatkläger ins Wohn-/Schlaf-

zimmer gefolgt sei und diesem das Messer im Wohn-/Schlafzimmer in den Rü-

cken gestochen habe. Von diesen Aussagen wich er sodann auch lange nicht ab, 

sondern bestätigte sie, als sie ihm vorgehalten wurden, sowohl in der Hafteinver-

nahme als auch anlässlich der Konfrontationseinvernahme. Erst in der Schluss-

einvernahme bestritt er, dem Privatkläger ins Wohn-/Schlafzimmer gefolgt zu sein 

oder dieses betreten zu haben. Neu führte er in der Schlusseinvernahme auch 

plötzlich aus, dass es sein könne, dass sich der Privatkläger die Verletzung selber 

zugefügt habe. Nachdem er in den vorherigen Einvernahmen nicht davon abge-

wichen war, dem Privatkläger in das Wohn-/Schlafzimmer gefolgt zu sein und ihm 

dort die Stichverletzungen zugefügt zu haben, sind diese neuen Ausführungen 

anlässlich der Schlusseinvernahme als Schutzbehauptungen zu qualifizieren. Es 

fällt ohnehin auf, dass sich der Beschuldigte von Einvernahme zu Einvernahme 

immer weniger zu erinnern vermochte und immer mehr betonte, dass er nichts 

gedacht und die Orientierung verloren habe sowie nicht erklären könne, wie es 

passiert sei. Selbstverständlich ist es normal, dass die Erinnerungen mit der Zeit 

verblassen, aber gerade deshalb ist umso mehr auf die erste Einvernahme abzu-

stellen, welche am gleichen Abend stattfand, als der Vorfall passierte und die Er-

- 16 - 

innerungen noch frisch waren. Ausserdem gab der Privatkläger - entgegen der 

Auffassung der Verteidigung - durchaus an, wo ihm die Verletzung zugefügt wur-

de. So führte er sowohl in der polizeilichen Einvernahme als auch anlässlich der 

Konfrontationseinvernahme aus, dass ihm der Beschuldigte ins Wohnzimmer ge-

folgt sei und ihn dort verletzt habe. 

 Entgegen der Auffassung der Verteidigung sprechen die Blutspuren nicht 

zwingend dafür, dass der Privatkläger im Korridor verletzt wurde. Einerseits floh 

der Privatkläger, nachdem er die Verletzung erlitten hatte, ins Badezimmer, wes-

halb er das Blut vor dem Badezimmer auch dort verloren haben kann, nachdem 

er die Blutspuren im Wohn-/Schlafzimmer hinterlassen hatte, und nicht in umge-

kehrter Reihenfolge, wie die Verteidigung geltend macht. Andererseits ist es auch 

nicht auszuschliessen, dass die Blutspuren oder ein Teil davon von der Ehefrau 

des Beschuldigten stammte, wurde sie doch im Korridor mit dem Messer verletzt 

und blutete ebenfalls. 

 Es ist sodann in Übereinstimmung mit der Verteidigung anzunehmen, dass 

sich das Handy des Privatklägers im Wohn-/Schlafzimmer befand und nicht etwa 

im Korridor, hatte er sich doch dort aufgehalten, als der Beschuldigte und dessen 

Ehefrau eintrafen. Da der Privatkläger aber ausführte, er habe sich, nachdem er 

gestochen worden sei, das Handy geschnappt und sei ins Badezimmer geflüchtet, 

kann der Darstellung der Verteidigung, wonach der Privatkläger zuerst vom Korri-

dor ins Wohn-/Schlafzimmer gerannt, dort das Handy geholt und dann erst ins 

Badezimmer gegangen sei, nicht gefolgt werden. Denn einerseits erwähnte der 

Privatkläger nicht, dass er das Handy zuerst in einem anderen Raum habe holen 

müssen, und andererseits deutet "Schnappen" darauf hin, dass das Handy gleich 

in Reichweite lag, was es eben war, wenn er sich bereits im Wohn-/Schlafzimmer 

aufgehalten hatte. 

 Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Mes-

ser vom Boden aufnahm, dem Privatkläger ins Wohn-/Schlafzimmer folgte und ihn 

dort in die linke Flanke stach. Demnach ist der Sachverhalt gemäss Anklage-

schrift erstellt. 

- 17 - 

III. Rechtliche Würdigung 

 1. Die Vorinstanz würdigte das Verhalten des Beschuldigten was das 

Schlagen mit dem Holzknüppel und die daraus resultierenden Verletzungen be-

trifft als (qualifizierte) einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 

Abs. 2 StGB, kam aber zum Schluss, dass aufgrund des Rechtfertigungsgrundes 

der Notwehr diesbezüglich keine Strafbarkeit vorliege. Ein formeller Freispruch er-

folgte nicht, da die einfache Körperverletzung auch nie Gegenstand der Anklage 

war (Urk. 53 S. 25 ff.). Auch eine versuchte schwerer Körperverletzung bezüglich 

der Stockschläge - wie sie der Privatkläger in seinen Ausführungen als erfüllt er-

achtet sieht (Urk. 74 S. 9) - war nie Gegenstand der Anklage. Mangels Anfech-

tung - der Privatkläger beantragte abgesehen von der Höhe der Genugtuung eine 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils - ist darauf nicht weiter einzugehen. 

 Den Stich des Beschuldigten mit dem Messer und die daraus resultierende 

Verletzung würdigte die Vorinstanz sodann als versuchte schwere Körperverlet-

zung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und ver-

neinte sowohl eine Notwehrsituation, einen Notwehrexzesses als auch Putativ-

notwehr. Die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz erweist sich als zutref-

fend. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann vorab auf die vorinstanzlichen Er-

wägungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StGB; Urk. 53 S. 23 ff.). 

 2. Die Verteidigung machte geltend, es sei nicht nur bezüglich der Schlä-

ge mit dem Holzstock, sondern auch bezüglich des Stiches mit dem Messer von 

einem Notwehrrecht des Beschuldigten auszugehen. Es sei von einem Weiterbe-

stehen der Angriffssituation auszugehen. Auch die vorinstanzliche Auffassung 

zum geltend gemachten Eventualstandpunkt, wonach der Beschuldigte eventuali-

ter in einem entschuldbaren Notwehrexzess gemäss Art. 16 Abs. 2 StGB gehan-

delt habe, sei willkürlich. Der Beschuldigte habe sich in einer asthenischen Affekt-

situation befunden (Urk. 54 S. 8 f., Urk. 73 S. 5 f.). 

 3. Der Beschuldigte fügte dem Privatkläger mit dem Küchenmesser eine 

ca. 8-10 cm tiefe und ca. 2,5 cm breite Stichverletzung an der linken Flanke mit 

Eröffnung des Retroperitonealraums zu. Lebenswichtige Strukturen befanden sich 

- 18 - 

unmittelbar in der Nähe der Verletzung. Es bestand aber keine unmittelbare Le-

bensgefahr und es gab keine bleibende Schäden (vgl. Urk. 10/2). Deshalb wurde 

Art. 122 StGB nicht als vollendetes Delikt erfüllt. 

 Durch den Stich mit dem Messer nahm der Beschuldigte jedoch in Kauf, 

dem Privatkläger eine lebensgefährliche Verletzung beizubringen. Denn auch 

wenn durch die zugefügte Verletzung keine unmittelbare Lebensgefahr entstand, 

hätte durch eine nur wenig abweichende Einstichstelle oder einen anderen Stich-

kanal aufgrund der in unmittelbarer Nähe der Stichverletzung liegenden lebens-

wichtigen Strukturen eine Verletzung dieser Strukturen erfolgen und Lebensge-

fahr oder eine bleibende Schädigung resultieren können. Es ist naheliegend, dass 

durch einen tiefen Einstich in den Rumpf das Opfer lebensgefährlich verletzt wer-

den kann. Das musste auch dem Beschuldigten bewusst sein, weshalb er es mit 

seinem Handeln in Kauf nahm. Der Beschuldigte tat alles, was für die Erfüllung 

des Tatbestandes von Art. 122 StGB nötig war, und es war nur dem Zufall zu ver-

danken, dass der Erfolg, d.h. die Lebensgefahr, nicht eintrat. 

 Zusammenfassend ist der Beschuldigte der versuchten schweren Körperver-

letzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schul-

dig zu sprechen. 

 4. Wie bereits unter Ziff. II erstellt, befand sich der Beschuldigte nicht in 

einer Notwehrsituation. Der Privatkläger hatte das Messer fallen gelassen und 

war ins Wohn-/Schlafzimmer geflüchtet. Der Angriff des Privatklägers gegen den 

Beschuldigten und dessen Ehefrau war zum Zeitpunkt, als der Beschuldigte auf 

den Privatkläger einstach, bereits beendet. Da der Beschuldigte weder angegrif-

fen noch unmittelbar mit einem Angriff bedroht wurde, sind seine Handlungen 

nicht als rechtfertigende Notwehr im Sinne von Art. 15 StGB zu qualifizieren. 

 Da keine Notwehrlage vorlag, konnte der Beschuldigte auch nicht die Gren-

zen der Notwehr überschreiten, weshalb auch keine entschuldbare Notwehr 

(Notwehrexzess) im Sinne von Art. 16 StGB vorlag. Selbst wenn man mit einem 

Teil der Lehre davon ausgehen würde, die Anwendung von Art. 16 Abs. 2 StGB 

sei trotz fehlender Notlage zu bejahen, insbesondere wenn eine solche kurz davor 

- 19 - 

bestanden habe, ist das Vorliegen einer entschuldbaren Aufregung oder Bestür-

zung des Beschuldigten zu verneinen. Der Beschuldigte spricht zwar davon, dass 

er Todesangst verspürt habe, als der Privatkläger im Korridor auf ihn und seine 

Frau zugekommen sei (Urk. 37 S. 7). Beim tatsächlichen Vorliegen einer solchen 

Angst, wäre es aber naheliegend, zu fliehen und nicht, ein Messer zu packen, je-

manden zu verfolgen und auf diesen einzustechen. Es kann nicht davon ausge-

gangen werden, dass das Handeln des Beschuldigten in einem asthenischen Af-

fekt erfolgt ist. Seine Vorgehensweise vermittelt eher den Eindruck einer Vergel-

tungsaktion. 

 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz kann auch eine Putativnotwehr im 

Sinne von Art. 13 Abs. 1 StGB ausgeschlossen werden, bestand für den Beschul-

digten doch kein Anlass, von einem Angriff seitens des Privatklägers auszugehen. 

Der Privatkläger war nicht mehr bewaffnet und in einen anderen Raum geflohen. 

Es lagen keine Umstände vor, aus welchen der Beschuldigte nachvollziehbar hät-

te schliessen können, dass er erneut angegriffen wird. Selbst der Beschuldigte 

führte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, er habe gewusst, dass vom Pri-

vatkläger keine Gefahr mehr ausgehe, als er das Messer an sich genommen ha-

be. Er habe keine Angst gehabt, da er ja den Holzknüppel in der Hand gehabt ha-

be und der Privatkläger ihn nicht habe angreifen können (Prot. I S. 18). 

 Damit liegen keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor. 

IV. Strafzumessung 

1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt abgesteckt und die gesetz-

lichen Zumessungsregeln wie auch die hier massgeblichen belastenden und ent-

lastenden Faktoren zutreffend dargelegt. Um unnötige Wiederholungen zu ver-

meiden, kann vorab auf diese Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwie-

sen werden (Urk. 53 S. 32 ff.). 

 2. Für die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB sieht 

das Gesetz eine abstrakte Strafdrohung einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren 

oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen vor. 

- 20 - 

3. Innerhalb des festgelegten Strafrahmens misst das Gericht die Strafe 

nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die 

persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben (Art. 47 

Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Ge-

fährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 

nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Ausgangspunkt bei der Strafzu-

messung ist die objektive Tatschwere, d.h. die Schwere der Verletzung oder Ge-

fährdung des betroffenen Rechtsguts bzw. der schuldhaft verursachte Erfolg. 

Ebenso massgeblich ist die subjektive Tatschwere, die sich aus der Intensität des 

deliktischen Willens sowie den Beweggründen für die Tat ergibt. Mit zu berück-

sichtigen sind schliesslich das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des 

Täters. 

 3.1. Betreffend die objektive Tatschwere ist hervorzuheben, dass aufgrund 

der vom Beschuldigten dem Privatkläger zugefügten Verletzung eine Operation 

und ein Spitalaufenthalt von vier Tagen notwendig waren und der Privatkläger 

während acht Tagen arbeitsunfähig war (Urk. 10/5). Die Verletzung führte zu star-

ken Schmerzen. Sie war zwar nicht lebensgefährlich, durch eine nur wenig ab-

weichende Einstichstelle oder einen etwas anderen Stichverlauf hätten aber Le-

bensgefahr oder eine bleibende Schädigung eintreten können. Das Vorgehen des 

Beschuldigten zeugt angesichts der Tiefe des Stichs, welcher auf eine hohe 

Kraftanwendung hinweist, von einer erheblichen kriminellen Energie. Nach dem 

Messerstich liess der Beschuldigte aber sofort vom Privatkläger ab. Sein Ver-

schulden wiegt in objektiver Hinsicht nicht mehr leicht. 

 Was die subjektive Tatschwere betrifft, so handelte der Beschuldigte even-

tualvorsätzlich. Der Beschuldigte ging davon aus, dass der Privatkläger seine 

Tochter mehrmals körperlich verletzt hatte und sie auch materiell und psychisch 

ausnutzte. Ausserdem hatte er unmittelbar vorher mitangesehen, wie seine Frau 

vom Privatkläger verletzt wurde. Deshalb handelte er nicht etwa aus egoistischen 

Motiven, sondern aus Wut oder Verzweiflung aufgrund der vom Privatkläger sei-

- 21 - 

ner Familie gegenüber zugefügten Verletzungen. Der Beschuldigte hätte jedoch 

die Wohnung verlassen können, nachdem der Angriff des Privatklägers vorüber 

war, entschied sich aber dagegen und griff seinerseits den Privatkläger an. In 

subjektiver Hinsicht wiegt das Verschulden noch leicht. 

Insgesamt erweist sich eine hypothetische Einsatzstrafe von 2 ¾ Jahren 

Freiheitsstrafe als dem Verschulden angemessen. 

 Beim Versuch im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB in der Ausformung des 

vormals als vollendeter Versuch bezeichneten Tathandlung, bei welcher der zur 

Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt, handelt es sich um eine Tat-

komponente, die verschuldensunabhängig ist. Deshalb ist sie bei der Gesamtein-

schätzung des Verschuldens nicht einzubeziehen. Sie hat sich indessen im Sinne 

einer Reduzierung der (hypothetischen) verschuldensangemessenen Strafe aus-

zuwirken. Das Mass dieser Minderung hängt u.a. von der Nähe des tatbestand-

mässigen Erfolges und von den tatsächlichen Folgen der Tat ab. Die Reduktion 

der Strafe wird umso geringer sein, je näher der tatbestandsmässige Erfolg und je 

schwerwiegender die tatsächlichen Folgen der Tat waren (BGE 127 IV 92 und 

BGE 136 IV 55; BSK StGB I-Wiprächtiger/Keller, 3. Auflage 2013, Art. 48a N 24; 

Mathys, SJZ 2004, 173 f.). 

 Die hypothetische Einsatzstrafe ist wegen der versuchten Tatbegehung zu 

mindern. Vorliegend ist bezüglich der schweren Körperverletzung von einem voll-

endeten Versuch auszugehen. Wie bereits ausgeführt, bestand für den Privatklä-

ger zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Lebensgefahr. Wäre die Einstichstelle 

oder der Stichverlauf aber nur wenig abgewichen, wäre aufgrund der in unmittel-

barer Nähe der Stichverletzung liegenden lebenswichtigen Strukturen mit lebens-

gefährlichen Verletzungen zu rechnen gewesen. Dass es nicht dazu kam, ist aber 

nicht dem Zutun des Beschuldigten, sondern allein dem Zufall zu verdanken. An-

gesichts des als recht hoch einzustufenden Risikos der Tatbestandsverwirkli-

chung ist die Einsatzstrafe aufgrund der versuchten Tatbegehung lediglich um ½ 

Jahr zu reduzieren. 

Es resultiert damit eine Einsatzstrafe von 2 ¼ Jahren Freiheitsstrafe. 

- 22 - 

 3.2. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

kann auf die Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 53 

S. 35 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte ergänzend 

aus, er sei im Kosovo aufgewachsen, habe dort die Mittelschule nach zwei Jahren 

abbrechen müssen, weil sie zu teuer und zu weit weg gewesen sei und verfüge 

über keine Berufsausbildung. Er sei 1972 ein erstes Mal in die Schweiz gekom-

men, um auf dem Bau zu arbeiten. Seit 2004 sei er Schweizer Bürger. Im Jahr 

1999 habe er sich am Rücken schwer verletzt und erhalte seit 2003 eine IV-

Rente. Er erhalte eine Rente der IV und des BVG von Fr. 3'500.– pro Monat und 

seine Frau verdiene als Reinigungsmitarbeiterin ca. Fr. 1'500.– monatlich. Mit sei-

ner Frau und zwei Söhnen lebe er in einer Eigentumswohnung (Prot. II S. 9 ff.). 

 Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

ergeben sich keine Anhaltspunkte, die für die Strafzumessung von wesentlicher 

Bedeutung wären. 

 Der Beschuldigte ist zwar nicht vorbestraft (Urk. 89), was aber ebenfalls kei-

ne Strafminderung rechtfertigt (BGE 136 IV 1). 

 Strafmindernd ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte die von ihm 

verursachten Körperverletzungen von Anfang an eingestand. Dies fällt aber nur 

leicht strafmindernd ins Gewicht, blieb ihm aufgrund der erdrückenden Beweisla-

ge doch kaum eine andere Wahl. Zudem machte er geltend, in Notwehr gehandelt 

zu haben und lässt keine Reue oder Einsicht erkennen. 

 Sonstige Straferhöhungs- oder -minderungsgründe sind nicht ersichtlich. 

 3.3. In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erweist 

sich eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren bzw. 24 Monaten als angemessen. Anzu-

rechnen sind 5 Tage erstandene Untersuchungshaft (Art. 51 StGB). 

- 23 - 

V. Vollzug 

 Die Vorinstanz hat den Vollzug der Freiheitsstrafe aufgeschoben. Dieser 

Entscheid ist schon aufgrund des Verschlechterungsverbotes ohne Weiteres zu 

bestätigen und die Probezeit auf zwei Jahre festzusetzen. Zur Begründung kann 

auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 53 

S. 37). 

VI. Zivilansprüche 

 1. Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten, dem Privatkläger 

B._____ Schadenersatz von Fr. 342.20 zu bezahlen. Weiter verpflichtete sie ihn, 

dem Privatkläger Fr. 3'000.– als Genugtuung zu bezahlen und wies das Genugtu-

ungsbegehren im Mehrbetrag ab (Urk. 53 S. 38 ff.). Der Beschuldigte liess mit 

seiner Berufungserklärung eine Aufhebung dieser Verpflichtungen beantragen 

(Urk. 54 S. 2). 

 2. Die geschädigte Person kann zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat 

als Privatklägerschaft adhäsionsweise im Strafverfahren geltend machen (Art. 122 

Abs. 1 StPO). Das Gericht entscheidet über die anhängige Zivilklage, wenn es die 

beschuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). Die Zivilklage 

wird auf den Zivilweg verwiesen, wenn die Privatklägerschaft ihre Klage nicht hin-

reichend begründet oder beziffert hat (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO). Wäre die voll-

ständige Beurteilung des Zivilanspruchs unverhältnismässig aufwendig, so kann 

das Gericht die Zivilklage nur dem Grundsatz nach entscheiden und sie im Übri-

gen auf den Zivilweg verweisen (Art. 126 Abs. 3 StPO). 

 Der Privatkläger machte einen Schadenersatzanspruch von Fr. 342.20 gel-

tend. Dabei handelt es sich um den Selbstbehalt, welchen der Privatkläger auf-

grund seines Spitalaufenthalts bezahlen musste (Urk. 39 S. 8). Die dem Privat-

kläger für den Selbstbehalt entstanden Kosten sind ausgewiesen (Urk. 40). Da 

der Beschuldigte schuldig gesprochen wird und die Voraussetzungen von Art. 41 

Abs. 1 OR (Schaden, Widerrechtlichkeit, Kausalzusammenhang und Verschul-

- 24 - 

den) erfüllt sind (vgl. Urk. 53 S. 39), ist er gegenüber dem Privatkläger schaden-

ersatzpflichtig. Der Beschuldigte ist deshalb zu verpflichten, dem Privatkläger 

B._____ Schadenersatz in der Höhe von Fr. 342.20 zu bezahlen. 

 3. Bei Tötung eines Menschen oder Körperverletzung kann das Gericht 

unter Würdigung der besonderen Umstände dem Verletzten oder den Angehöri-

gen des Getöteten eine angemessene Geldsumme als Genugtuung zusprechen 

(Art. 47 OR). Die Körperverletzung muss beim Verletzten zu einer immateriellen 

Unbill (zu einem Schmerz) geführt haben. Darüber hinaus muss der erlittene kör-

perliche bzw. seelische Schmerz von einer gewissen Schwere sein (BGE 110 II 

166 = Pra 1984, 486). Zu den besonderen Umständen eines Falles kann sodann 

das Verschulden des Haftpflichtigen eine bedeutende Rolle spielen (BGE 104 II 

264 = Pra 1979, 192). Zu den Umständen, die das Gericht zu berücksichtigen hat, 

gehört auch ein Mitverschulden des Verletzten. Ausgeschlossen wird ein Genug-

tuungsanspruch aber höchstens bei Vorliegen eines überwiegenden, groben 

Selbstverschuldens. In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht 

generell Zurückhaltung signalisiert, was die Mitberücksichtigung des Selbstver-

schuldens betrifft (BGE 117 II 50 ff., 60 ff.). Auch das konkrete Verhältnis zwi-

schen Verletztem und Schädiger ist zu berücksichtigen. Bei der Bezifferung der 

Genugtuung kommt dem Gericht erheblicher Ermessensspielraum zu. Es kommt 

vor allem auf die Art und Schwere der Verletzung, die Intensität und die Dauer der 

Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Betroffenen sowie auf den Grad des 

Verschuldens an (vgl. BSK OR I-Heierli/Schnyder, 5. Auflage 2011, Art. 47 N 20 

f.). 

 Der Privatkläger beantragte vor Vorinstanz und mit seiner Anschlussberu-

fung, dass der Beschuldigte zu verpflichten sei, ihm eine Genugtuung von 

Fr. 5'000.– zu bezahlen (Urk. 39 S. 8, Urk. 59 S. 2 f., Urk. 74 S. 2). Er führte aus, 

dass die Stockschläge und die Messerstichwunde noch während langer Zeit gros-

se Schmerzen verursacht hätten. Er habe vier Tage hospitalisiert werden müssen 

und auch seine Psyche sei enorm stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Er 

habe Todesangst gehabt (Urk. 74 S. 10). 

- 25 - 

 Der Messerstich des Beschuldigten führte zu einer nicht unerheblichen Ver-

letzung des Privatklägers. Es entspricht der Lebenserfahrung, dass eine solche 

Verletzung mit Schmerzen verbunden ist. Allerdings liegen keine Hinweise vor, 

dass es sich dabei um länger andauernde Schmerzen handelte. Bleibende Schä-

den sind nicht zu erwarten. Der stationäre Spitalaufenthalt dauerte vier Tage und 

die Arbeitsunfähigkeit acht Tage. Es ist auch einfühlbar, dass der Privatkläger un-

ter psychischen Nachwirkungen leidet. Das Verschulden des Beschuldigten, der 

eventualvorsätzlich gehandelt hat, wiegt strafrechtlich nicht mehr leicht. 

 Die vom Privatkläger beantragte Genugtuung erscheint verglichen mit ande-

ren ähnlich gelagerten Fällen aus der Praxis als übersetzt. Vorliegend ist eine 

Genugtuung von Fr. 3'000.– angemessen. Der Beschuldigte ist daher zu ver-

pflichten, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren abzuweisen. 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1. Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 und 

8) zu bestätigen. 

 Die mit Nachtragsurteil vom 15. Oktober 2013 festgesetzte Entschädigung 

des amtlichen Verteidigers wurde von diesem - wie bereits erwähnt - angefochten. 

Er machte für die Untersuchung und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren eine 

Entschädigung von Fr. 28'152.60, bestehend aus Fr. 24'825 Honorar, Fr. 993.– 

"Spesen prozentual (4 %)", Fr. 249.20 "Spesen" und Fr. 2'085.40 Mehrwertsteuer, 

geltend (Urk. 42). Von der Vorinstanz wurde ihm hingegen für seine Aufwendun-

gen eine Entschädigung von Fr. 17'279.15, bestehend aus Fr. 15'750.– Honorar, 

Fr. 249.20 Barauslagen und Fr. 1'279.95 Mehrwertsteuer, zugesprochen 

(Urk. 50). 

 In seiner Beschwerdeschrift vom 21. Oktober 2013 beantragte der Verteidi-

ger eine Entschädigung von Fr. 23'874.20 (inkl. Barauslagen von Fr. 249.20) zu-

züglich 8 % Mehrwertsteuer im Betrag von Fr. 1'910.–. In seiner Begründung führ-

te er aus, er akzeptiere die von der Vorinstanz vorgenommene Kürzung der Ho-

- 26 - 

norarnote um 4 Stunden sowie die Reduktion der 4 %-igen Spesenpauschale auf 

die effektiven Auslagen. Er machte aber geltend, dass im Falles eines vollständi-

gen Freispruchs des Beschuldigten die Zusprechung der Entschädigung auf hö-

herer Stundenansatzbasis als dem amtlichen Tarif von Fr. 200.– pro Stunde ge-

rechtfertigt sei und rechnete deshalb mit einem Stundenansatz von Fr. 300.– 

(Urk. 59B/2). Da der Beschuldigte vorliegend schuldig zu sprechen ist, erübrigen 

sich weitere Ausführungen zum geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 300.–, 

machte der Verteidiger diesen doch nur für den Fall eines Freispruchs geltend. 

Damit ist das Urteil vom 15. Oktober 2013 (Nachtragsurteil zum Urteil vom 6. Mai 

2013) zu bestätigen und der amtliche Verteidiger für seine Aufwendungen in der 

Untersuchung und im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren mit Fr. 17'279.15 (inkl. 

Barauslagen von Fr. 249.20 und Mehrwertsteuer von Fr. 1'279.95) zu entschädi-

gen. 

 2. In Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Sowohl der Beschul-

digte als auch der Privatkläger unterliegen mit ihrer Berufung bzw. Anschlussbe-

rufung vollständig. Der Verteidiger unterliegt mit seiner Beschwerde ebenfalls, 

was aber mangels relevantem Aufwand nicht kostenrelevant ist. Die Kosten des 

Berufungsverfahrens sind zu fünf Sechsteln dem Beschuldigten aufzuerlegen. Zu 

einem Sechstel sind sie auf die Gerichtskasse zu nehmen, da dem Privatkläger 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde (Urk. 18/20 = Urk. 68), weshalb er 

von Verfahrenskosten befreit ist (Art. 136 Abs. 2 lit. b StPO). 

 Die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche auf Fr. 8'195.75 (inkl. 8 % 

MWST) festzusetzen sind, sind - unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von fünf Sechsteln - auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers, welche auf 

Fr. 4'800.00 (inkl. 8 % MWST) festzusetzen sind, sind auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 

- 27 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 6. Mai 

2013 bezüglich der Dispositivziffer 4 (Herausgabe beschlagnahmter Gegen-

stände) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperver-

letzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 5 Tage 

durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 

Jahre festgesetzt.  

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ als Schaden-

ersatz Fr. 342.20 zu bezahlen. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– als 

Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 und 8) wird bestätigt. 

7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen in der Untersu-

chung und im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren mit Fr. 17'279.15 ent-

schädigt. 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

- 28 - 

Fr. 3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 8'195.75   amtliche Verteidigung 

Fr. 4'800.00   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatklägerschaft, werden zu fünf Sechsteln dem Beschuldigten auferlegt 

und zu einem Sechstel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt im Umfang von fünf Sechsteln vorbehalten. 

10. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden auf 

die Gerichtskasse genommen. 

11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Angeklagten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers (übergeben) 

 sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Angeklagten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten des DNA-Profils 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

- 29 - 

12. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 4. März 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Oswald 
 

 
 

	Urteil vom 4. März 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, wovon insgesamt 5 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 27. Januar 2012 beschlagnahmten Gegenstände, nämlich
	 1 Herrenhose (Asservate Nr. …),
	 1 Herrenjacke (Asservate Nr. …),

	werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils dem Beschuldigten auf erstes Verlangen innerhalb von drei Monaten herausgegeben und ansonsten durch die Lagerbehörde (Lagerort: Forensisches Institut Zürich, Geschäfts-Nr. 43061978) vernichtet.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 342.20 zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	7.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Verfahrenskosten (bestehend aus der Entscheidgebühr, den Untersuchungskosten, den Kosten der amtlichen Verteidigung sowie den Kosten für den unentgeltlichen Rechtsbeistand des Privatklägers) werden dem Beschuldigten auferlegt, mit Ausnahme der ...
	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung vollumfänglich freizusprechen;
	2. Dem Beschuldigten sei für die erlittene Untersuchungshaft von 5 Tagen eine angemessene Genugtuung zuzusprechen;
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 27. Januar 2012 beschlagnahmten persönlichen Gegenstände seien dem Beschuldigten auszuhändigen;
	4. Die Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung eines Schadenersatzes von CHF 342.20 und einer Genugtuung von CHF 3'000.00 an den Privatkläger B._____ sei aufzuheben;
	5. Die Gerichtsgebühren seien abzuweisen und die Kosten des Verfahrens wie auch der amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.
	6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer).
	Ergänzende Rechtsbegehren:
	7. Es seien die Abänderungsanträge gemäss Anschlussberufung des Privatklägers vom 20. Dezember 2013 vollumfänglich abzuweisen;
	8. Dies unter Kosten -und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) des Privatklägers.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	1. Dem Geschädigten sei in Abänderung von Ziff. 6 des vorinstanzlichen Urteils eine Genugtuung von CHF 5'000.00 zuzusprechen.
	2. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Prozessuales
	II.  Sachverhalt
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung
	V.  Vollzug
	VI.  Zivilansprüche
	VII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 6. Mai 2013 bezüglich der Dispositivziffer 4 (Herausgabe beschlagnahmter Gegenstände) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 5 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ als Schadenersatz Fr. 342.20 zu bezahlen.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 und 8) wird bestätigt.
	7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen in der Untersuchung und im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren mit Fr. 17'279.15 entschädigt.
	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu fünf Sechsteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Sechstel auf die Gerichtskasse genom...
	10. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen.
	11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers (übergeben)

	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers
	 die Vorinstanz
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	12.  Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.