# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74500b88-dfab-5c10-ad17-3a86fb889296
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2020 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-6_2020-06-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. Juni 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24,
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(versicherter Verdienst)

S 2020 6

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Urteil S 2020 6

A. Der Versicherte, A.________, war vom 1. Juli 2017 bis 23. Oktober 2018 als 
alleiniger Geschäftsführer bei der B.________ GmbH mit Sitz in C.________ angestellt 
(vgl. ALK-act. 36). Zudem hatte er vom 22. Mai bis 7. Juli 2017 die Funktion als 
Gesellschafter inne (vgl. Bf-act. 2). Seine Ehefrau, D.________, war ab dem 14. März 
2017 ebenfalls als Gesellschafterin der Unternehmung im Handelsregister eingetragen. 
Am 23. Oktober 2018 wurde über die B.________ GmbH der Konkurs eröffnet (vgl. ALK-
act. 62). Daraufhin meldete sich der Versicherte am 1. Juli 2019 per 15. April 2019 bei der 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an (ALK-
act. 46). Mit Verfügung vom 18. September 2019 setzte die Arbeitslosenkasse den 
versicherten Verdienst auf Fr. 0.– fest und begründete dies damit, dass aufgrund des 
fehlenden Nachweises eines tatsächlichen Lohnbezuges vor dem Hintergrund der 
arbeitgeberähnlichen Stellung kein versicherter Verdienst bestimmbar sei. Insofern 
könnten keine Leistungen ausgerichtet werden (ALK-act. 18). Die dagegen erhobene 
Einsprache (ALK-act. 17) wies die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid vom 
6. Dezember 2019 ab (ALK-act. 6). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. Januar 2020 beantragte A.________ 
die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 6. Dezember 2019 unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. Zur Begründung führte er im 
Wesentlichen aus, es treffe nicht zu, dass der ausbezahlte Lohn nicht nachvollzogen 
werden könne. Vielmehr sei es so, dass sich die Arbeitslosenkasse von Anfang an quer 
gestellt und alles darangesetzt habe, seinen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung 
abzulehnen. Die Arbeitslosenkasse habe bewusst Fakten und Informationen ignoriert und 
seine durch die Krankheit bedingte Schwäche und Eingeschränktheit im Handeln 
ausgenutzt. Dass es ihm aufgrund seiner Krankheit nicht möglich gewesen sei, eine 
komplette Buchhaltung abzugeben, habe die Arbeitslosenkasse trotz wiederholter 
Information schlichtweg nicht interessiert (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2020 beantragte die Arbeitslosenkasse die 
Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, vorliegend 
sei auch unter Berücksichtigung der mit der Beschwerde zusätzlich eingereichten 
Unterlagen nicht belegt, dass der Lohn für die im vorliegend relevanten 
Bemessungszeitraum vom 24. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2018 geleistete Arbeit 
tatsächlich realisiert worden sei, d.h. der entsprechende Geldbetrag vom Geschäftskonto 
der B.________ GmbH als Lohn des Beschwerdeführers abgebucht und ihm auch 
tatsächlich überwiesen worden sei. Den eingereichten Lohnabrechnungen sei zu 

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Urteil S 2020 6

entnehmen, dass der Monatslohn in Höhe von Fr. 8'840.– brutto geschuldet gewesen sei, 
wobei ein Teilbetrag (Fr. 2'778.– netto) in bar ausbezahlt und ein Teilbetrag (Fr. 5'100.–) 
als Miete für die Wohnung des Beschwerdeführers in Abzug gebracht worden sei. Eine 
solche Aufteilung bzw. der Anteil der Miete als Lohnbestandteil sei im Arbeitsvertrag nicht 
explizit festgehalten worden. Aufgrund der Banküberweisungen der B.________ GmbH 
der Wohnungsmiete des Beschwerdeführers an die E.________ AG lasse sich alleine 
nicht erschliessen, ob diese als Lohnbestandteil oder als Übernahme der Mietschuld des 
Beschwerdeführers zu qualifizieren seien. Des Weiteren sei auf den der Arbeitslosenkasse 
eingereichten Lohnabrechnungen der Vermerk "Betrag erhalten" nicht quittiert worden, 
während die der Beschwerde beigelegten Lohnabrechnungen teilweise quittiert gewesen 
seien. Unklarheiten wie diese liessen insgesamt betrachtet keine klaren Rückschlüsse auf 
den Lohnfluss zu, sodass dieser nicht nachvollziehbar sei (act. 5). 

D. Mit Schreiben vom 21. April 2020 stellte das Gericht dem Beschwerdeführer die 
Vernehmlassung mit Frist für allfällige Bemerkungen bis zum 12. Mai 2020 zu (act. 6). 
Innert dieser Frist gingen bei Gericht keine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der 
Schriftenwechsel per Mitte Mai 2020 als abgeschlossen gilt.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen 
betreffend Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht an dem Ort zuständig, wo die versicherte Person die Kontrollpflicht 
erfüllt (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. 
Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Das 
Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet 

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der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Der Beschwerdeführer erfüllte seine Kontrollpflicht im Kanton Zug. Demnach 
ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
6. Dezember 2019 wurde am 20. Januar 2020 am Schalter des Verwaltungsgerichts 
abgegeben und gilt somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – 
Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 ATSG – 30-tägige Frist – als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist in 
der Sache direkt betroffen und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe entspricht 
schliesslich den wenigen an eine Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, 
weshalb sie zu prüfen ist.

2. Vorab ist festzuhalten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 
grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. 
eines Einspracheentscheides – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung 
bzw. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren 
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist 
(BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a mit Hinweisen). 

Streitgegenstand ist vorliegend die Festsetzung des versicherten Verdienstes mit Fr. 0.–. 
Wenn und soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift Ausführungen 
betreffend Schadenersatzverfügung vom 25. Oktober 2016 in der Höhe von Fr. 621'266.82 
macht und auf Art. 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) als Beschwerdegrund verweist, ist darauf 
nicht weiter einzugehen. 

3.
3.1
3.1.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben nach Art. 8 Abs. 1 lit. a und b 
AVIG Versicherte, welche ganz oder teilweise arbeitslos sind und einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten haben. Bei Versicherten mit massgeblicher betrieblicher 
Entscheidungsbefugnis sowie bei im Betrieb mitarbeitenden Ehegatten ist – in analoger 
Anwendung der Bestimmungen über den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung im 

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Urteil S 2020 6

Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG – die Anspruchsberechtigung zu verneinen, solange 
die arbeitgeberähnliche Stellung nicht definitiv aufgegeben worden ist (BGE 123 V 234), 
da ein Arbeitsausfall solcher Personen aufgrund ihrer betrieblichen Stellung kaum 
kontrollierbar ist, was ein erhöhtes Missbrauchsrisiko birgt.

3.1.2 Bei Verwaltungsräten einer AG (Art. 716 ff. OR) und Gesellschafter einer GmbH 
(Art. 804 ff. OR) ergibt sich die massgebliche Einflussnahme von Gesetzes wegen. Die 
Arbeitslosenkasse hat in diesen Fällen ohne weitere Prüfung den Leistungsausschluss zu 
verfügen (AVIG-Praxis ALE B17). Bei den sonstigen Mitgliedern eines obersten 
Entscheidungsgremiums ist jeweils im Einzelfall zu prüfen, welche 
Entscheidungsbefugnisse den Personen aufgrund der intern betrieblichen Struktur 
tatsächlich zukommen. Diese einzelfallbezogene Prüfung der Entscheidbefugnisse gilt 
auch für Geschäftsführer einer AG und GmbH, die nicht gleichzeitig Verwaltungsräte bzw. 
Gesellschafter sind. Mehrheitlich dürfte jedoch der Ausschluss aufgrund umfassender 
Rechte und Pflichten der Geschäftsführer gegeben sein (AVIG-Praxis ALE B18). 

3.1.3 Damit eine versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, muss 
ihr Ausscheiden aus der Firma bzw. die Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung 
definitiv sein (AVIG-Praxis ALE B25). Der Eintrag im Handelsregister wird von der 
Rechtsprechung als wichtiges und einfach zu handhabendes Kriterium berücksichtigt, um 
eine arbeitgeberähnliche Stellung zu beurteilen. Grundsätzlich wird erst mit der Löschung 
im Handelsregister für Dritte in verlässlicher Weise kundgetan, dass die versicherte 
Person definitiv aus der Firma ausgetreten ist bzw. dass sie die arbeitgeberähnliche 
Stellung endgültig aufgegeben hat. Widersprechen die tatsächlichen Gegebenheiten 
eindeutig und nachweislich dem Handelsregistereintrag, ist von ersterem auszugehen 
(AVIG-Praxis ALE B28). Der Konkurs des Betriebes führt zum definitiven Ausscheiden aus 
der arbeitgeberähnlichen Stellung (AVIG-Praxis ALE B27). 

3.2
3.2.1 Eine weitere gesetzliche Voraussetzung für den Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit 
erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG 
erfüllt, wer innert der dafür vorgesehenen Rahmenfrist während mindestens zwölf 
Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Als Rahmenfrist für die 
Beitragszeit gelten gemäss Art. 9 Abs. 2 und 3 AVIG die zwei Jahre vor dem Tag, an dem 
sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

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Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichtspunkt 
der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist 
grundsätzlich einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der 
geforderten Dauer von zwölf Beitragsmonaten. Diese Tätigkeit muss genügend 
überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kommt dabei nach dem 
Gesagten nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber jener 
eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes 
für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche 
Beschäftigung nachgewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, 
hat eine Korrektur über den versicherten Verdienst zu erfolgen (Urteil BGer 8C_75/2013 
vom 25. Juni 2013 E. 2.2).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen 
Beschäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hierfür effektiv ein Lohn 
ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzahlung sollen und 
können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer verhindert werden. Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen 
Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder 
der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto. Bei behaupteter Barauszahlung 
fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von 
Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden 
Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unterzeichnete 
Lohnabrechnungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im individuellen Konto 
(BGE 131 V 444 E. 1.2).

3.2.3 Bei einer versicherten Person, die vor der Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte, muss die 
Arbeitslosenkasse hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende Abklärungen treffen. Diese 
Abklärungspflicht erstreckt sich auch auf die mitarbeitenden Ehegatten und Ehegattinnen 
von arbeitgeberähnlichen Personen (AVIG-Praxis ALE B146). Lassen sich in Fällen, die 
weitergehende Abklärungen bedingen, Bank- oder Postbelege beibringen, ist damit der 
Lohnfluss und die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung in der Regel 
nachgewiesen (AVIG-Praxis ALE B147). Wurde der Lohn bar bezogen, können das bei 
der Steuerverwaltung mit Lohnausweis deklarierte Einkommen, Lohnquittungen oder 
durch ein Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher jeweils in Verbindung mit einem 

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entsprechenden individuellen Kontoauszug der AHV (IK-Auszug) als Nachweis für den 
Lohnbezug akzeptiert werden. Widersprechen die genannten Beweismittel dem IK-
Auszug, so ist für die Bestimmung des versicherten Verdienstes vom geringeren Betrag 
auszugehen. Es ist denkbar, dass die versicherte Person, welche den Lohn bar bezogen 
hat, durch eine Kombination von anderen Beweismitteln den Lohnfluss nachzuweisen 
vermag. Der Lohnfluss lässt sich z. B. allein durch eine Lohnabrechnung, eine 
Lohnquittung, einen Arbeitsvertrag, eine Kündigungsbestätigung oder eine 
Lohnforderungseingabe im Konkurs nicht nachweisen. Solche Dokumente stellen lediglich 
Parteibehauptungen dar, über deren Wahrheitsgehalt niemand ausser die versicherte 
Person selbst Angaben machen kann. Ergeben sich aufgrund der eingereichten Belege 
keine klaren Rückschlüsse auf die in der fraglichen Zeit effektiv ausbezahlten Löhne, liegt 
Beweislosigkeit zulasten der versicherten Person vor, womit ein Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung infolge fehlender Beitragszeit verneint werden muss. Dem 
Nachweis des tatsächlich realisierten Lohnes kommt nicht nur bei der Bemessung der 
Beitragszeit, sondern auch bei der Festsetzung der Höhe des versicherten Verdienstes 
entscheidende Bedeutung zu. Ohne genaue Angaben über den Lohnfluss ist es nicht 
möglich, die Höhe des versicherten Verdienstes zu bestimmen (AVIG-Praxis ALE B148). 

3.2.4 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das 
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 
also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem 
Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche 
Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 144 V 195 E. 4.2). Das 
Gericht weicht jedoch insoweit von Weisungen ab, als sie nicht gesetzmässig sind bzw. in 
Ermangelung gesetzlicher Vorschriften mit den allgemeinen Grundsätzen des 
Bundesrechts nicht im Einklang stehen (BGE 132 V 121 E. 4.4).

3.3 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-
Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem 
oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 AVIV regelt den 
Bemessungszeitraum. Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem 
Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs. 2 bemisst er sich dann nach dem 

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Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Abs. 1.

3.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b).

4. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst 
des Beschwerdeführers infolge fehlenden Nachweises eines tatsächlichen Lohnbezuges 
vor dem Hintergrund der arbeitgeberähnlichen Stellung zu Recht auf Fr. 0.– festsetze und 
einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung verneinte. 

4.1 Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer vom 22. Mai bis 7. Juli 2017 als 
Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift bzw. vom 7. Juli 2017 bis 
23. Oktober 2018 als Geschäftsführer der B.________ GmbH im Handelsregister 
eingetragen war und dass er nach Konkurseröffnung über die B.________ GmbH per 
23. Oktober 2018 keine weitere beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Vor diesem 
Hintergrund hat die Beschwerdegegnerin für die Festlegung des versicherten Verdienstes 
zu Recht den Bemessungszeitraum vom 24. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2018 als 
relevant eingestuft (vgl. Art. 9 Abs. 1 und 3 AVIG). Der Beschwerdegegnerin ist sodann 
beizupflichten, dass sich bei Gesellschafter einer GmbH die massgebliche Einflussnahme 
von Gesetzes wegen ergibt (vgl. AVIG-Praxis ALE B17). Dementsprechend hatte der 
Beschwerdeführer vom 22. Mai bis 7. Juli 2017 eine arbeitgeberähnliche Stellung inne. 
Darüber hinaus ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer auch nach dem 7. Juli 2017 als alleiniger Geschäftsführer mit 
Einzelunterschriftsberechtigung eine massgebende Einflussnahme hatte (vgl. AVIG-Praxis 
ALE B18). Im Übrigen darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Ehefrau des 
Beschwerdeführers unabhängig von ihrer fehlenden Zeichnungsberechtigung als 
Gesellschafterin der Unternehmung im vorliegend relevanten Bemessungszeitraum eine 
arbeitgeberähnliche Stellung innehatte. An den Beweis der beitragspflichtigen 
Beschäftigung und den Lohnfluss des Beschwerdeführers sind deshalb erhöhte 

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Anforderungen zu stellen. Somit war die Beschwerdegegnerin auch dazu verpflichtet, 
hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende Abklärungen zu treffen (vgl. E. 3.2.3 hiervor). 
Der Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin von Beginn an 
alles getan habe, um ihm die Arbeitslosentaggelder zu verweigern, ist jedenfalls als 
unhaltbar zurückzuweisen.

4.2
4.2.1 Gemäss dem unbefristeten Arbeitsvertrag vom 25. Juni 2017 zwischen dem 
Beschwerdeführer und der B.________ GmbH betrug der vereinbarte Monatslohn bei 
einem 100 %-Pensum Fr. 8'840.– (Bruttogehalt; vgl. Ziff. 8 des Arbeitsvertrages [ALK-
act. 36]). Dies ergibt sich auch aus der vom Konkursamt bestätigten 
Arbeitgeberbescheinigung (vgl. ALK-act. 26). Den der Arbeitslosenkasse eingereichten 
Lohnabrechnungen ist zudem zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer in der Zeit von 
Juni 2017 bis Oktober 2018 von seinem Monatsgehalt von Fr. 8'840.–, nach Abzug der 
Sozialversicherungsbeiträge und der Wohnungsmiete in der Höhe von Fr. 5'100.–, jeweils 
ein Restbetrag von Fr. 2'778.– ausbezahlt wurde. Diese Auszahlung erfolgte gemäss 
Vermerkung auf der Lohnabrechnung jeweils in bar (vgl. ALK-act. 35). Der Nachweis der 
Lohnzahlungen für den vorliegend relevanten Bemessungszeitraum kann daher nicht 
mittels Kontoauszügen erbracht werden. Der Beschwerdegegnerin ist sodann 
beizupflichten, dass die der Arbeitslosenkasse eingereichten Lohnabrechnungen für die 
Zeit von Juni 2017 bis Oktober 2018 nicht quittiert waren. Demgegenüber war der 
Lohnbezug (in bar) des Beschwerdeführers auf den der Beschwerde beigelegten 
Lohnabrechnungen teilweise quittiert worden, wurde doch der Vermerk "Betrag erhalten" 
bei den Lohnabrechnungen des Monats August 2017 bis und mit Juli 2018 unterschriftlich 
bestätigt (vgl. Bf-act. 6). In Anbetracht der Tatsache, dass die quittierten 
Lohnabrechnungen erst nach Erhalt des zu Ungunsten des Beschwerdeführers 
ausgefallenen Einspracheentscheids eingereicht wurden, ist davon auszugehen, dass die 
Lohnabrechnungen auch erst nachträglich quittiert wurden. Den Lohnquittungen ist unter 
diesen Umständen jedenfalls jegliche Beweiskraft abzusprechen. Abgesehen davon ist 
anzumerken, dass diese Unterlagen zum Nachweis des Lohnbezuges ohnehin nicht 
ausreichen würden. Gemäss AVIG-Praxis ALE B148 lässt sich der tatsächliche Lohnfluss 
nicht allein durch Lohnabrechnungen, eine Lohnquittung, einen Arbeitsvertrag, eine 
Kündigungsbestätigung oder eine Lohnforderungseingabe im Konkurs nachweisen, wenn 
die versicherte Person – wie vorliegend – vor der Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte. Solche 
Dokumente stellen lediglich Parteibehauptungen dar. Dementsprechend genügt auch der 

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ins Recht gelegte Arbeitsvertrag (ALK-act. 36) den Anforderungen an den Nachweis des 
Lohnflusses nicht. Damit wird jedenfalls nicht belegt, ob der vereinbarte Lohn auch 
tatsächlich ausgerichtet wurde. 

4.2.2 Was die Deklarationen gegenüber den Sozialversicherungen und die 
entsprechenden Abrechnungen anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass auch solche 
höchstens ein Indiz, jedoch keinen Nachweis für tatsächliche Lohnzahlung darzustellen 
vermögen (vgl. BGE 131 V 444 E. 1.2). Die Ausgleichskasse stellte der 
Beschwerdegegnerin vorliegend am 11. Juli 2019 einen Auszug aus dem individuellen 
Konto (IK) des Beschwerdeführers zu. Daraus geht hervor, dass für das Jahr 2017 AHV-
pflichtige Bruttolöhne in der Höhe von Fr. 27'292.– und für das Jahr 2018 in der Höhe von 
Fr. 88'300.– abgerechnet wurden (vgl. ALK-act. 24). Daraus kann indessen nicht der 
Schluss gezogen werden, die den erhobenen Beiträgen zugrunde liegenden deklarierten 
Löhne seien effektiv bezogen worden. Die Ausgleichskassen üben gegenüber den 
angeschlossenen Arbeitgebern eine Aufsichtsfunktion aus; sie prüfen die Einhaltung der 
gesetzlichen Bestimmungen und der dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen 
(Kreisschreiben an die Ausgleichskassen über die Kontrolle der Arbeitgeber [KAA], 
Rz. 1001). Die Arbeitgeberkontrolle prüft, ob alle unselbständig erwerbenden Personen als 
Arbeitnehmer erfasst sind, ob alle zum massgebenden Lohn gehörenden Entgelte der 
Ausgleichskasse bescheinigt wurden, ob die Lohnbescheinigungen vollständig und die 
notwendigen Angaben vorliegen. Insofern beschlägt sie namentlich die buchhalterische 
Lohnerfassung (vgl. Urteil Verwaltungsgericht BE 200 2018 25 vom 31. Juli 2018 E. 3.2.2). 
Mit dem IK-Auszug pro 2017 und 2018 vermag der Beschwerdeführer folglich einzig zu 
belegen, dass der Ausgleichskasse eine Meldung betreffend sein Einkommen erstattet 
wurde. Damit ist ein effektiver Lohnfluss aber nicht bewiesen. 

4.2.3 Die Steuerunterlagen stellen ebenfalls höchstens Indizien für tatsächliche 
Lohnzahlungen dar (vgl. BGE 131 V 444 E. 1.2). Denn nach der Rechtsprechung sind 
Steuererklärungen für sich allein nicht geeignet, einen Lohnfluss zu belegen, da sie eine 
Selbstdeklaration der betroffenen Person darstellen und der Sozialversicherungsrichter 
ohnehin nicht an die gegenüber der Steuerbehörde gemachten Angaben gebunden ist. 
Daran vermag auch die eingereichte Steuererklärung 2018, mit der ein Nettolohn des 
Beschwerdeführers von Fr. 84'066.– deklariert wurde (vgl. ALK-act. 34 S. 3), nichts zu 
ändern. Selbst aus der eingereichten definitiven Veranlagungsverfügung vom 
14. November 2018 für das Steuerjahr 2017 kann der Beschwerdeführer nichts für sich 
ableiten, denn das tatsächliche Einkommen ist daraus nicht ersichtlich: das steuerbare 

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Einkommen des Ehepaars wurde durch die Steuerverwaltung nach Ermessen veranlagt, 
weil sie trotz eingeschriebener Mahnung keine Steuererklärung pro 2017 eingereicht 
hatten (vgl. ALK-act. 33). Zwar kann aus dem Umstand, dass kein Einkommen deklariert 
wurde, nicht geschlossen werden, der Beschwerdeführer habe keinen Lohn bezogen; 
indessen sind die Steuerunterlagen jedenfalls nicht dienlich, einen Lohnfluss bzw. eine 
beitragspflichtige Beschäftigung nachzuweisen. Im Übrigen fehlen entsprechende 
Lohnausweise des Beschwerdeführers, die zwar auch nur weitere Indizien darstellen 
würden, gänzlich.

4.2.4 Wurde der Lohn bar bezogen, können zum Nachweis für den Lohnfluss durch ein 
Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher herangezogen werden (vgl. AVIG-Praxis ALE 
B148). Vorliegend hat der Beschwerdeführer der Arbeitslosenkasse mit E-Mail vom 
7. August 2019 (vgl. ALK-act. 23 S. 1 f.) Buchhaltungsunterlagen der B.________ GmbH 
zukommen lassen. Dabei handelt es sich um die Bilanz und Erfolgsrechnung per 
31. Dezember 2017 (ALK-act. 11 S. 1 ff.), das entsprechende Buchhaltungsjournal (ALK-
act. 11 S. 14 ff.) sowie um die Kontoblätter des Jahres 2017 (ALK-act. 11 S. 34 ff.). 
Hinsichtlich der betrieblichen Finanzbuchhaltungsunterlagen mag es zwar zutreffen, dass 
die Lohnsumme gemäss dem Kontoblatt Nr. 5003 "Lohn A.________" (ALK-act. 11 S. 80) 
grundsätzlich mit dem Personalaufwand der Erfolgsrechnung per 31. Dezember 2017 
(ALK-act. 11 S. 7) übereinstimmt und die entsprechenden Abbuchungen der geltend 
gemachten Lohnbeträge auf den Gegenkonten Nr. 1000 "Kasse" (ALK-act. 11 S. 34 ff.) 
bzw. Nr. 1020 "Bankguthaben" (ALK-act. 11 S. 40 ff.) auszumachen sind. Nicht 
unberücksichtigt bleiben darf jedoch die Tatsache, dass es sich lediglich um eine 
provisorische, nicht unterzeichnete Buchhaltung handelt und der Ausdruck vom 
Beschwerdeführer als Geschäftsführer der B.________ GmbH selbst erstellt wurde. In 
Anbetracht dessen kam die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss, dass solche 
Buchhaltungsunterlagen nicht genügen, um eine effektive Lohnzahlung nachzuweisen, 
stellen diese doch allesamt nur Parteibehauptungen für tatsächliche Lohnzahlungen dar, 
über deren Wahrheitsgehalt niemand ausser die versicherte Person selbst Angaben 
machen kann. Entsprechend werden in solchen Fällen als Nachweis für den Lohnfluss 
durch ein Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher verlangt (vgl. AVIG-Praxis ALE B148). 
Solche Auszüge fehlen vorliegend jedoch gänzlich; dies obwohl der Beschwerdeführer 
seitens der Arbeitslosenkasse wiederholt darauf hingewiesen wurde, er habe weitere 
Unterlagen wie z.B. die von einem Treuhandbüro geführten Geschäftsbücher 
einzureichen. Im Übrigen ist festzuhalten, dass sich die eingereichten 
Buchhaltungsunterlagen ohnehin nur zum Geschäftsjahr 2017 äussern, während für das 

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Urteil S 2020 6

Geschäftsjahr 2018 weder Kontoblätter noch andere Buchhaltungsunterlagen 
(Geschäftsbücher, sonstige Belege) eingereicht wurden. In Berücksichtigung der 
vorhandenen Unterlagen kann somit nicht davon gesprochen werden, ein tatsächlicher 
Lohnfluss sei im massgeblichen Zeitraum anhand von treuhänderisch geführten, 
ordentlichen und transparenten Geschäftsbüchern nachgewiesen.

Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, es sei ihm infolge Krankheit nicht 
möglich gewesen, eine komplette Buchhaltung abzugeben, kann er damit nicht gehört 
werden. Die vorhandenen Arztzeugnisse attestieren dem Beschwerdeführer lediglich eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 19. Januar bis 30. Juni 2019 (vgl. ALK-act. 37, 48, 53 und 
54) und vom 20. Januar bis 28. Februar 2020 (vgl. Bf-act. 11). Dass der Beschwerdeführer 
auch in der Zwischenzeit vom 1. Juli 2019 bis 19. Januar 2020 in ärztlicher Behandlung 
war, lässt sich den genannten Unterlagen demgegenüber nicht entnehmen, geschweige 
denn eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit. Dementsprechend ist es nicht ersichtlich, 
inwiefern es dem Beschwerdeführer nicht zumutbar gewesen wäre, die geforderten 
Unterlagen zu beschaffen und der Beschwerdegegnerin einzureichen. 

4.2.5 Was schliesslich den auf den Lohnabrechnungen ersichtlichen Abzug für den 
Mietzins der Wohnung betrifft, ist anzumerken, dass Unterlagen fehlen, in welchen eine 
solche Aufteilung des Monatsgehalts des Beschwerdeführers bzw. der Anteil der Miete als 
Lohnbestandteil zwischen der B.________ GmbH und dem Beschwerdeführer explizit 
vereinbart worden wäre. So wird insbesondere im Arbeitsvertrag vom 25. Juni 2017 in 
Ziff. 8 lediglich erwähnt, der Arbeitnehmer erhalte ein Bruttogehalt von monatlich 
Fr. 8'840.–, von einem Anteil der Miete als Lohnbestandteil ist jedoch nicht die Rede (vgl. 
ALK-act. 36). Demgegenüber wird in den eingereichten Buchhaltungsunterlagen 2017, 
Kontoblatt Nr. 5003 "Lohn A.________", u.a. der Lohnanteil für die Wohnungsmiete 
festgehalten (vgl. ALK-act. 11 S. 80). Bezüglich Beweiskraft dieser 
Buchhaltungsunterlagen kann auf das bereits unter Erwägung 4.2.4 Gesagte verwiesen 
werden. Der Beschwerdegegnerin ist sodann zuzustimmen, dass Auszüge aus von einem 
Treuhandbüro geführten Geschäftsbüchern vorliegen müssten, aufgrund welcher eindeutig 
hervorgehen würde, dass der Lohn des Beschwerdeführers vom Geschäftskonto der 
B.________ GmbH aufgeteilt in Barauszahlungen und Wohnungsmiete abgebucht und 
entsprechend überwiesen wurde. In Anbetracht dessen hat die Arbeitslosenkasse weitere 
Abklärungen vorgenommen, indem das Konkursamt kontaktiert wurde, ob sich das 
Vorbringen des Beschwerdeführers (Bezahlung des Mietzinses durch die B.________ 
GmbH) allenfalls aus den dort vorliegenden Unterlagen belegen lässt. Am 10. September 

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Urteil S 2020 6

2019 teilte das Konkursamt jedoch mit, dass – soweit eine Sichtung der Unterlagen 
möglich gewesen sei – keine Hinweise auf Zahlungen der Miete vom Geschäftskonto der 
B.________ GmbH gefunden worden seien (vgl. ALK-act. 7). Aus dem eingereichten 
Kontoauszug der E.________ AG, F.________, ergibt sich sodann, dass die Miete der 
4 1/2-Zimmerwohnung inkl. zweier Parkplätze in der Höhe von Fr. 5'100.– im vorliegend 
massgebenden Bemessungszeitraum jeweils von der B.________ GmbH, A.________, 
überwiesen wurde (vgl. ALK-act. 10). Des Weiteren können einige dieser Überweisungen 
auch den ins Recht gelegten Kontoauszügen der Zuger Kantonalbank betreffend das 
Geschäftskonto der B.________ GmbH entnommen werden (21. Februar und 4. Juli 2017 
Vergütung F.________ in der Höhe von jeweils Fr. 15'300.–; vgl. Bf-act. 8). Zusammen mit 
dem Kontoauszug der E.________ AG können diese Transaktionen als Zahlungen der 
Wohnungsmiete identifiziert werden. Der Beschwerdeführer übersieht jedoch, dass die 
damit nachgewiesenen Überweisungen vorliegend insofern irrelevant sind, als es darum 
geht, den Lohnfluss für die Zeit vom 24. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2018 nachzuweisen 
und diesbezüglich vorliegend gerade keine Auszüge des Geschäftskontos der B.________ 
GmbH vorliegen. Im Parallelverfahren S 2020 9 wurden betreffend den massgebenden 
Bemessungszeitraum dann zwar noch entsprechende Auszüge des Geschäftskontos vom 
1. Januar bis 13. September 2018 ins Recht gelegt (Bf-act. 6). Nichtsdestotrotz kann der 
Beschwerdeführer auch daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, kann dabei doch 
lediglich die Transaktion vom 8. März 2018 (Vergütung F.________ in der Höhe von 
Fr. 10'200.–) eindeutig als Zahlung der Wohnungsmiete der B.________ GmbH an die 
E.________ AG identifiziert werden, während die anderen auf dem Kontoauszug der 
E.________ AG ersichtlichen Gutschriften der B.________ GmbH im 
Geschäftskontoauszug nicht abgebildet werden. Im Übrigen ist der Beschwerdegegnerin 
beizupflichten, dass sich alleine aufgrund der Banküberweisungen der B.________ GmbH 
an die E.________ AG nicht erschliessen lässt, ob diese als Lohnbestandteil oder als 
Übernahme der Mietschuld des Beschwerdeführers zu qualifizieren sind.

5. Zusammenfassend ist nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer vom 24. Oktober 
2017 bis 23. Oktober 2018 den geltend gemachten Lohn tatsächlich erhalten hat. Daran 
ändern auch die mit der Beschwerde zusätzlich eingereichten Unterlagen (Bf-act. 8–10) 
nichts. Von weiteren Beweismassnahmen ist im vorliegenden Fall angesichts der 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit von der Beschwerdegegnerin 
mehrmals aufgefordert wurde, weitere Belege zum Nachweis eines tatsächlichen 
Lohnflusses einzureichen, kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb 

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darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann. Der Beschwerdegegnerin 
kann in diesem Zusammenhang auch kein Vorwurf der Verletzung ihrer Abklärungspflicht 
gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG gemacht werden. Da der Beschwerdeführer aus dem 
behaupteten Lohnfluss Rechte ableiten will, trägt er die Beweislast insofern, als der 
Entscheid – zufolge Beweislosigkeit – zu seinen Ungunsten ausfällt (vgl. E. 3.2.3 hiervor). 
Weil der tatsächliche Lohnfluss nicht nachgewiesen ist, ging die Beschwerdegegnerin 
richtigerweise davon aus, dass sich damit auch der versicherte Verdienst i.S.v. Art. 23 
Abs. 1 AVIG nicht bestimmen lässt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst auf Fr. 0.– festgesetzt hat. Damit erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

6. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos und dem vollumfänglich 
unterliegenden Beschwerdeführer ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern. 

Zug, 29. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am