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**Case Identifier:** 225737e5-a8e1-59e1-87f2-7eff362612a2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.10.2023 200 2022 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-31_2023-10-18.pdf

## Full Text

200 22 31 BV
WIS/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Oktober 2023

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Kläger

gegen

R.________
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. C.________
Beklagte

D.________
Beigeladene

betreffend Klage vom 14. Januar 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Kläger) meldete sich 
erstmals im Juli 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB) wegen einer bipolaren 
Störung, Typ II, zum Bezug von Leistungen an (Akten der IVB [act. IIIA] 7). 
Mit Verfügung vom 1. Oktober 2015 wies die IVB das Leistungsbegehren 
ab (act. IIIA 27). Im September 2017 meldete er sich erneut bei der IVB 
zum Bezug von Leistungen an (act. IIIA 28). Mit Verfügung vom 8. April 
2019 sprach die IVB dem Versicherten ab 1. März 2018 bei einem Invali-
ditätsgrad von 100 % eine ganze Rente und ab 1. August 2018 bei einem 
Invaliditätsgrad von 51 % eine halbe IV-Rente zu (act. IIIA 90, 93). Mit 
Schreiben vom 24. Juli 2019 gab die behandelnde Psychiaterin eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes an (act. IIIA 104). Nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren (act. IIIA 148) sprach die IVB dem Versi-
cherten mit Verfügung vom 25. März 2021 ab 1. Oktober 2019 bei einem 
Invaliditätsgrad von 68 % eine Dreiviertelsrente zu (act. IIIA 154).

B.

Von August 2008 bis 30. September 2014 arbeitete der Versicherte mit 
einem Pensum von 100 % für E.________ als … (Akten von E.________ 
[act. IIIE] unpaginiert) und war dadurch bei der D.________ für die berufli-
che Vorsorge versichert. Ab 1. Oktober 2014 bis 31. Mai 2015 war er für 
die Stiftung F.________ als Verantwortlicher … zu 100 % tätig (Akten der 
Stiftung F.________ [act. IIIG 6, 12, 15]). Vom 1. Juni 2015 bis Ende April 
2016 arbeitete er mit einem Pensum von 80 % für den Verband 
G.________ als … des … (Akten Verband G.________ [act. IIID] unpagi-
niert) und war bei der R._______ (R.______) für die berufliche Vorsorge 
versichert (Klagebeilage [act. I] 18). Vom 16. August 2018 bis Ende Juli 
2019 war der Versicherte für den Verein H.________ … tätig (Akten der 
H.________ [act. IIIB] 1, 4). Ab 1. Februar 2020 arbeitete er zu 50 % für die 
I.________, vorerst befristet bis 30. November 2020 (Zwischenverdienst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 3

[act. III 68 f.; act. IIIA 140/2 f.]) und danach ab 1. Dezember 2020 schliess-
lich unbefristet (act. IIIA 146/2 f.).

C.

Mit Schreiben vom 8. Juni 2020 lehnte die R._______ die Leistungspflicht 
ab mit der Begründung, der Versicherte sei bereits vom 30. Januar bis 
30. September 2014 arbeitsunfähig gewesen und die Anstellung beim Ver-
band G.________ könne einem Arbeitsversuch gleichgestellt werden (act. I 
18). Auch die D.________ (Schreiben vom 26. Januar 2021 [act. I 19]) ent-
schied am 15. März 2021 ein Gesuch des Versicherten abschlägig (act. I 
20). Nach weiterer Korrespondenz (act. I 21 f.) verneinten die D.________ 
mit Schreiben vom 15. Mai 2021 eine Vorleistungspflicht (act. I 23) und die 
R.________ mit Schreiben vom 30. August 2021 eine Leistungspflicht (act. 
I 24; act. IIIA 162/3 f.).

D.

Mit Eingabe vom 14. Januar 2022 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Klage gegen die R.________ und beantragte 
das Folgende:

Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Invalidenrente seit dem 
1. Januar 2017 auszurichten, nebst Zins zu 5 % seit wann rechtens.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen   -

Mit Klageantwort vom 20. April 2022 beantragte die Beklagte, vertreten 
durch Rechtsanwältin lic. iur. C.________, das Folgende:

1. Es sei die Klage vollumfänglich abzuweisen;

2. eventualiter sei die Beklagte zur Ausrichtung einer ganzen Rente ab 
1. März 2018 bis 31. Juli 2018, ab 1. August 2018 auf eine 39%ige 
Rente, ab 1. Oktober 2019 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. De-
zember 2020 auf eine 56%ige Rente zu verpflichten;

3. unter Entschädigungsfolgen.

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Am 22. November 2022 reichte der Kläger auf Aufforderung durch die In-
struktionsrichterin (prozessleitende Verfügung vom 15. November 2022) 
die Ermächtigung zur Akteneinsicht und Auskunftserteilung ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Dezember 2022 holte die Instrukti-
onsrichterin die Akten der Krankentaggeldversicherung (J.________ AG) 
der IVB, des Amtes für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern (AVA), 
von E.________, der Stiftung F.________, der H.________, des Verban-
des Verbandes G.________ und der behandelnden Psychiaterin Dr. med. 
K.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, den Kläger 
betreffend ein.

Nach Eingang der Akten und Aufforderung durch die Instruktionsrichterin 
reichten der Kläger am 1. März 2023 und die Beklagte am 3. April 2023 
Stellungnahmen ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Mai 2023 lud die Instruktionsrichte-
rin die D.________ zum Verfahren bei. Mit Schreiben vom 30. Juni 2023 
verzichtete die D.________ auf Einreichung einer Stellungnahme.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 14. Januar 2022 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische Sitz 

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oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die ver-
sicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlgerichts-
stand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber oder – 
wie hier – die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 BVG 
Nr. 17 S. 62 E. 2.3). Der Kläger war bezüglich der Beklagten bei einem im 
Kanton Bern gelegenen Betrieb (Verband G.________) angestellt (act. IIID 
unpaginiert), womit das angerufene Gericht zur Behandlung der vorliegen-
den Klage örtlich zuständig ist. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen 
sind erfüllt, insbesondere ist die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VR-
PG). Auf die Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist, ob der Kläger ab 1. Januar 2017 Anspruch 
auf eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge der R.________ hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, rasches 
und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den Sach-
verhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitgegenstan-
des ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositions-
maxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 92 Abs. 3 VR-
PG; vgl. auch BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26).

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213). Dies gilt sinngemäss auch im Fall einer Änderung von 
Reglementen oder Statuten einer Vorsorgeeinrichtung (BGE 126 V 163 
E. 4b S. 166; SVR 2007 BVG Nr. 23 S. 79 E. 4.1). Mit Blick auf den Zeit-
punkt des geltend gemachten Beginns des Rentenanspruchs sind die zu 
diesem Zeitpunkt massgebenden Bestimmungen heranzuziehen.

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2.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, 
versichert waren.

2.3 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die IV (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verordnung vom 18. April 
1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht 
auf eine Rente der IV und demjenigen auf Invalidenleistungen nach BVG 
ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruf-
lichen Vorsorge und in der IV grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 
E. 3c S. 108).

2.3.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die IV ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle oder 
– im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversicherungsgerichts resp. 
des Bundesgerichts (BGer) gebunden, sofern sie in das invalidenversiche-
rungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete Fragestellung 
für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der IV entscheidend 
war und die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund 
einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar 
erscheint. Diese Bindungswirkung findet ihre positivrechtliche Grundlage in 
den Art. 23, 24 Abs. 1 (aufgehoben per 31. Dezember 2021 im Rahmen der 
Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20; Weiterentwicklung der IV {WE 
IV}] und weiterer Erlasse [insbesondere auch des BVG]; vgl. AS 2021 705) 
und 26 Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des IVG anknüpfen oder die-
se übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437; SVR 2020 BVG Nr. 35 
S. 150 E. 2.2).

2.3.2 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. 
Erfolgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine 
Bindungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 7

E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2019 BVG Nr. 44 E. 5.1 
S. 173).

2.4 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; 
SVR 2020 BVG Nr. 6 S. 26 E. 3.1).

Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung 
mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine 
in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Ar-
beitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. Der An-
spruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall 
nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derje-
nigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275; SVR 2018 
BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.3).

2.5 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Einbus-
se an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga-
benbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss mindes-
tens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2022 BVG Nr. 6 
S. 22 E. 2.1.1). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich 
arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – im 
Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder aber 
nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrachte, ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 8

von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist 
erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im Arbeitsverhält-
nis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz begründet, kon-
kret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen Abfall der Leis-
tungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitge-
bers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich be-
dingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf die 
Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in 
Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Arbeitneh-
mer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und 
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle 
Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden 
(SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leis-
tungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufge-
fallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der be-
ruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeu-
genden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 
Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 
nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative 
Überlegungen ersetzt werden (SVR 2022 BVG Nr. 17 S. 64 E. 5.2.1, 2021 
BVG Nr. 30 S. 121 E. 3.2, 2014 BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

Auch im Rahmen des Art. 23 BVG ist zu berücksichtigen, dass arbeitsun-
fähig nicht nur ist, wer gesundheitsbedingt die bisherige Tätigkeit nicht 
mehr oder nur noch beschränkt ausüben kann, sondern auch eine Person, 
welcher die weitere Verrichtung ihrer Berufsarbeit nur unter der Gefahr, 
ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, möglich ist (SVR 2014 BVG 
Nr. 36 S. 137 E. 6.1).

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2.6 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. 

2.6.1 Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b). 

2.6.2 Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, 
dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ur-
sache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeits-
fähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des 
konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesund-
heitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurtei-
lung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 
Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa 
die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person 
über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 
Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen 
werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die 
Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das 
Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht 
per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2020 BVG Nr. 36 S. 154 
E. 3.3, 2019 BVG Nr. 30 S. 118 E. 2.2).

Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses 
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird unterbro-
chen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 
80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine Arbeitsfähig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 10

keit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2021 BVG Nr. 31 S. 125 
E. 2.2). Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als drei-
monatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als Eingliederungs-
versuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägungen des Ar-
beitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahr-
scheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2022 BVG Nr. 17 S. 63 
E. 3, 2020 BVG Nr. 36 S. 154 E. 3.3). Eine zuverlässige Einschätzung des 
zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamt-
haft betrachtet wird. Die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit möglich war, ist somit auch im Lichte von erst später ge-
wonnenen Erkenntnissen zu beurteilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 
E. 5.3).

2.6.3 Nach der Rechtsprechung ist für Zeiträume, während welcher for-
mal keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen wurde, eine solche nur anzu-
nehmen, wenn besondere Umstände vorliegen. Eine berufsvorsorgerecht-
lich relevante Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen kann sich 
etwa aus einem vom Arbeitgeber dokumentierten Leistungsabfall ergeben. 
Hierbei ist auch die Eigenart des gesundheitlichen Geschehens massge-
bend. So ist bei Schubkrankheiten zu prüfen, ob eine länger als drei Mona-
te dauernde, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit 
tatsächlich mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbun-
den war. Selbst eine längerdauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt kei-
ne gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leis-
tungsvermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer gewis-
sen Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit führt (Entscheid des BGer vom 18. Februar 
2014, 9C_569/2013, E. 6.1 mit Hinweisen). 

Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des zeitlichen Konnexes 
im Falle von Schubkrankheiten kein allzu strenger Massstab anzulegen 
(vgl. Entscheide des BGer vom 9. November 2016, 9C_142/2016, E. 7.2 
und vom 23. Juli 2014, 9C_61/2014, E. 5.3.1, wonach bipolare affektive 
Störungen [ICD-10 F37.1] durch den wiederholten Wechsel von manischen 
und depressiven Phasen eine gewisse Ähnlichkeit zu den Schubkrankhei-
ten aufweisen). Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 11

derartige Krankheitsbilder unterschiedliche Verläufe aufweisen. Dies stellt 
ein erhöhtes Risiko dar, dass die Krankheit sich erst zu einem Zeitpunkt 
invalidisierend manifestiert, in welchem eine Versicherungsdeckung fehlt, 
was unter dem Gesichtspunkt des (obligatorischen) Versicherungsschutzes 
stossend sein kann. Daher kommt bei Schubkrankheiten den gesamten 
Umständen des Einzelfalls besondere Bedeutung zu (Entscheid des 
BGer vom 25. Januar 2019, 9C_333/2018, E. 6.1).

2.7 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429). Diese 
Rechtsprechung findet auch auf das Verfahren in der beruflichen Vorsorge 
Anwendung.

3.

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die von Amtes wegen zu prüfende Fra-
ge der Aktiv- und Passivlegitimation zur materiellen Begründetheit des Kla-
gebegehrens gehört, es sich mithin um materielle Anspruchsvoraussetzun-
gen handelt und nicht um Bedingungen im Sinne von Prozessvorausset-
zungen, von denen die Zulässigkeit der Klage abhängen würde (BGE 147 
V 2 E. 3.2.1 S. 5). Sie sind vorliegend nicht bestritten, und es bestehen 
keine Anzeichen für Umstände, die diese Voraussetzungen in Frage stellen 
könnten.

3.2 Gemäss Art. 26 Ziff. 1 und 2 des Kassenreglements der Beklagten 
in der ab dem 1. Januar 2017 gültig gewesenen Fassung haben Versicher-
te bei Vorliegen von Invalidität Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sie 
bei Beginn der massgebenden Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, bei der Beklagten versichert waren und das ordentliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 12

Pensionsalter noch nicht erreicht haben. Liegen andere Tatbestände vor, 
die nach BVG eine Leistungspflicht auslösen, beschränkt sich diese auf die 
Mindestleistungen nach BVG. Invalidität liegt in dem Masse vor, wie eine 
versicherte Person im Sinne der IV invalid ist (act. IIA 7/18 f.). Folglich geht 
die Beklagte vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die IV aus.

Der Kläger war vom 1. Juni 2015 bis 30. April 2016 für den Verband 
G.________ zu 80 % tätig und dadurch grundsätzlich bei der Beklagten 
versichert (vgl. act. IIID unpaginiert [Arbeitsvertrag vom 15. Mai 2015; Aus-
trittsabrechnung vom 3. März 2016]). Umstritten ist, ob in dieser Zeit die 
Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, welche zur Invalidität geführt hat. 

Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 8. April 2019 sprach die 
IVB dem Versicherten ab 1. März 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 
100 % eine ganze Rente und ab 1. August 2018 bei einem Invaliditätsgrad 
von 51 % eine halbe IV-Rente sowie mit Verfügung vom 25. März 2021 bei 
einem Invaliditätsgrad von 68 % eine Dreiviertelsrente zu (act. IIIA 90, 93, 
154). Weder diese Verfügungen noch die entsprechenden Vorbescheide 
(act. IIIA 84, 184/3 ff.) wurden der Beklagten zugestellt, weshalb den Fest-
stellungen und Beurteilungen der IVB keine Bindungswirkung zukommt. 
Abgesehen davon ging die IVB in der Verfügung vom 8. April 2019 zwar 
davon aus, dass das Wartejahr per 1. November 2016 abgelaufen war. 
Doch aufgrund der verspäteten IV-Anmeldung vom 13. September 2017 
bestand invalidenversicherungsrechtlich kein Anlass, den Verlauf der Ar-
beitsunfähigkeit mehr als sechs Monate vor dem Zeitpunkt der Anmeldung 
zu prüfen und hinsichtlich der weiter zurückliegenden Zeiten fallen daher 
verbindlichkeitsrechtlich massgebende Feststellungen und Beurteilungen 
der IVB von vornherein ausser Betracht (vgl. Entscheide des BGer vom 
16. Dezember 2016, 9C_896/2015, E. 4.2, und vom 16. Oktober 2012, 
9C_620/2012, E. 2.4).

4.

4.1 Den Akten ist bezüglich des Gesundheitszustandes sowie der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit im Wesentlichen das Folgende zu entneh-
men:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 13

4.1.1 Im Bericht vom 6. März 2001 diagnostizierte die damals behandeln-
de Psychiaterin Dr. med. K.________ das Folgende (act. IIIA 29/12): 

- Schwere depressive Entwicklung mit Somatisierungstendenz auf dem 
Hintergrund einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung 

- Verdacht auf eine Borderline Persönlichkeit
- Langjähriger Cannabis- und Benzodiazepine-Abusus
- Burnout bei psychosozialer Belastung (Arbeitsplatz, familiär)

Aufgrund der vorliegenden Pathologie werte sie den bisherigen Verlauf als 
positiv, sie sei aber von einer langfristigen und aktuell mindestens zwei-
wöchentlichen Begleitung überzeugt (act. IIIA 29/12).

4.1.2 Nach einem stationären Aufenthalt vom 4. Januar bis 24. März 2007 
führten die Ärzte der Klinik L.________ im Bericht vom 10. April 2007 aus, 
der Patient habe über eine Zunahme der bekannten depressiven Sympto-
matik seit ca. einem Jahr berichtet. Zum Klinikeintritt habe er sich aufgrund 
des psychophysischen Erschöpfungszustandes und der zunehmenden 
körperlichen Beschwerden auf Anraten der Hausärztin entschlossen. Die 
weitere Behandlung finde bei Dr. med. K.________ statt. Bis 7. April 2007 
werde noch eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert (act. IIIA 29/4 ff.).

4.1.3 Gemäss Anamnese im Bericht der Klinik M.________ vom 10. Juli 
2014 kam es Mitte 2013 zu einer Dekompensation mit progressiver weite-
rer Verschlechterung (act. IIIA 29/1) und der Kläger nahm im September 
2013 die ambulante Behandlung wieder auf (vgl. auch Bericht vom 23. April 
2014 von Dr. med. N.________, Oberarzt der Klinik M.________ [Arzt nicht 
im Medizinalberuferegister verzeichnet] zuhanden der Krankentaggeldver-
sicherung, J.________ AG [act. IIIA 3/2]). 

Zur Arbeitsfähigkeit liegt echtzeitlich eine handschriftliche Notiz vor, in wel-
cher die behandelnde Psychiaterin Dr. med. K.________ zum Verlauf be-
merkte "50-100 von Nov 13 bis Jan 14" (act. IIIC unpaginiert).

4.1.4 Vom 30. Januar bis 30. Juni 2014 hat sich der Kläger in der Tages-
klinik "…" der Klinik M.________ in teilstationärer Behandlung befunden. 
Im Austrittsbericht vom 10. Juli 2014 diagnostizierte Dr. med. N.________ 
eine bipolar affektive Störung, bei Eintritt gemischte Episode (ICD-10 
F31.6). Er hielt in der Anamnese fest, seit 1994 befinde sich der Kläger in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 14

psychiatrischer Behandlung wegen rezidivierenden Depressionen und 
schädlichem Gebrauch von Alkohol und Cannabis. Der Kläger habe nach 
einem ersten Einbruch eine fünf Jahre dauernde Psychoanalyse gemacht, 
welche ihm jedoch psychiatrisch nicht viel geholfen habe. Es seien wieder-
holte Behandlungsversuche mit unterschiedlichen Antidepressiva und Ben-
zodiazepinen erfolgt. Seit Februar 2008 sei er in ambulanter Behandlung 
bei Dr. med. N.________. Dieser habe eine bipolare Störung, gemischte 
Episode, diagnostiziert und eine Behandlungsänderung von Antidepressiva 
auf Phasenprophylaktika vorgenommen. Seit Mitte 2008 liege ein Verzicht 
auf Konsum psychotroper Substanzen vor und der Kläger sei bis dato ab-
stinent. Von Ende 2008 bis Mitte 2013 sei eine volle Remission eingetreten 
mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit. Mitte 2013 sei eine erneute Dekom-
pensation und progressive weitere Verschlechterung trotz absoluter Absti-
nenz und weitergeführter Medikation mit Quilonorm eingetreten. Seit Sep-
tember 2014 (recte: 2013) habe der Kläger wieder eine ambulante Behand-
lung aufgenommen, möglichweise durch den wirtschaftlichen und sozialen 
Druck. Unter Behandlung in der Tagesklinik sei eine langsame Verbesse-
rung der schnell wechselnden gemischten Zustände, insbesondere der 
Schlafqualität sowie der Motivation zu beobachten gewesen. Zum Schluss 
seien wieder deutliche Zukunftsperspektiven vorhanden gewesen. Der Pa-
tient habe am 30. Juni 2014 in stabilisiertem Zustand aus der teilstatio-
nären Behandlung entlassen werden können (act. IIIA 29/1 f.). Während 
dieses teilstationären Aufenthalts wurde dem Kläger für die Zeit vom 1. 
März bis 30. April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % und vom 1. Mai 
bis 30. Juni 2014 eine solche von 100 % attestiert (act. IIIA 3).

Im Bericht vom 18. Juli 2014 hielt Dr. med. N.________ fest, nach Austritt 
aus der teilstationären Behandlung finde weiterhin eine ambulante Behand-
lung statt. Der Kläger habe die Kündigung seiner bestehenden Arbeitsstelle 
erhalten. Er sei gegenwärtig zu 100 % krankgeschrieben, aber eine Besse-
rung der Arbeitsfähigkeit sei demnächst zu erwarten. Durch eine verhal-
tenstherapeutische Intervention sei es gelungen, dem Kläger eine neue 
Lebensperspektive zu vermitteln und ihn zu motivieren, sich für eine neue 
Stelle zu bewerben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen sei es ihm 
gelungen, eine für ihn geeignete Stelle zu finden und den neuen Arbeitge-
ber zu überzeugen. Er werde per 1. Oktober 2014 eine neue Arbeitsstelle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 15

antreten. Es sei zu erwarten, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Arbeits-
fähigkeit sich genügend verbessern werde, um den neuen Schritt ins Be-
rufsleben zu wagen. Die momentane Prognose sei gut, aber stark abhängig 
von der weiteren Entwicklung am neuen Arbeitsplatz. Eine Langzeit-
Prognose sei unter den aktuellen Umständen trotz der entsprechenden 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Unterstützung mit Vorsicht zu beurtei-
len (act. IIIA 18.2/2).

4.1.5 Seit 15. April 2015 befand sich der Kläger wieder bei Dr. med. 
K.________ in Behandlung (act. IIIA 40/1). Vom 24. November 2015 bis 
31. Januar 2016 attestierte sie ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Ak-
ten der behandelnden Psychiaterin Dr. med. K.________ [act. IIIC] unpagi-
niert).

Im Bericht vom 23. Oktober 2017 zuhanden der IVB diagnostizierte Dr. 
med. K.________ eine bipolare affektive Störung mit sekundärem Alkohol- 
und Drogenkonsum. Zum Verlauf führte sie aus, es sei eine Überweisung 
des Patienten durch Dr. med. N.________ in stabilem Zustand erfolgt. Ein 
Erstgespräch habe am 15. April 2015 stattgefunden, die weitere Begleitung 
sei in grösseren Abständen von vier bis sechs Wochen bis zur Kündigung 
der Arbeitsstelle im November 2015 erfolgt. Von diesem Zeitpunkt an be-
stehe eine kontinuierliche Verschlechterung bis heute (act. IIIA 40).

4.1.6 Vom 8. November 2017 bis 16. Januar 2018 befand sich der Kläger 
in stationärer Behandlung in der Klinik O.________. Im Bericht vom 26. Ja-
nuar 2018 hielt Dr. med. P.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, fest, der Patient sei am 16. Januar 2018 in psychisch und phy-
sisch stabilem Zustand, frei von Selbst- oder Fremdgefährdung, ins häusli-
che Umfeld ausgetreten. Es werde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 8. 
November 2017 bis 30. Januar 2018 attestiert (act. IIIA 54).

4.1.7 Im ärztlichen Zeugnis vom 5. Februar 2018 attestierte Dr. med. 
K.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vom 1. Februar bis 30. April 
2018 (act. IIIA 55). Im Verlaufsbericht vom 8. August 2018 diagnostizierte 
sie eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episo-
de. Der Gesundheitszustand habe sich verbessert. Es bestehe eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100 % bis 15. Juli 2018 und von 50 % ab 16. Juli 2018. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 16

Der Kläger arbeite seit 16. Juli 2018 zu 50 % als stellvertretender … für die 
H.________. Dies sei aktuell vermutlich zumutbar (act. IIIA 69).

Im Bericht vom 24. Juli 2019 führte Dr. med. K.________ aus, mittlerweile 
habe sich die gesundheitliche Situation weiter verschlechtert (act. IIIA 104).

Im Bericht vom 8. Januar 2020 diagnostizierte sie eine bipolare affektive 
Störung, aktuell leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F31.3), anamnestisch, aktuell sporadischer Konsum im Sinne einer 
Selbstmedikation (ICD-10 F10.1, F12.1). Eine Anstellung im ersten Ar-
beitsmarkt sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht realistisch. Die überdurch-
schnittlichen Kompetenzen des Patienten könnten dann möglicherweise 
wieder zum Einsatz kommen, wenn er in einem ruhigen wohlwollenden 
Nischenarbeitsplatz Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit (im … Be-
reich, Kenntnisse der … etc.) aufbauen könne. Dies ohne dabei gegenüber 
internen Konflikten (z.B. ein Betrieb, ein Team im Umbruch) oder durch die 
Arbeit bedingten herausfordernden Situationen exponiert zu sein (z.B. …). 
Eine Arbeit nach klaren Aufträgen, z.B. im Bereich …, …, ev. …, wäre 
denkbar. Vorsichtig geschätzt sei der Patient 50 % arbeitsfähig, sofern ob-
genannte Rahmenbedingungen erfüllt seien. Idealerweise erfolge ein stu-
fenweiser Aufbau (act. IIIA 133).

5.

5.1 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Gesundheitszustand 
des Klägers – nach vorgängig zumindest bereits einmal eingetretener 
vollständiger Arbeitsunfähigkeit im Jahre 2007 (vgl. Bericht vom 10. April 
2007 der Klinik L.________ [act. IIIA 29/4 f.]) – nach 2008 remittierte. Ab 
August 2008 arbeitete er als … für E.________ (vgl. "Contrat de travail" ab 
4. August 2008; act. IIIE unpaginiert) und war während ca. fünf Jahren oh-
ne Unterbruch in einem Vollpensum tätig. Ab Herbst 2013 verschlechterte 
sich sein Gesundheitszustand infolge der bipolaren affektiven Störung (act. 
IIIA 3/2, 18.2, 29, 72/3): Dr. med. K.________ ging für die Zeit von Novem-
ber 2013 bis Januar 2014 von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 bis 100 % 
aus und Dr. med. N.________ von der Klinik M.________ attestierte ihm 
eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % vom 1. März bis 30. April 2014 (act. IIIA 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 17

3/5) bzw. von 100 % ab 1. Mai 2014 (act. IIIA 3/1). Die Krankentaggeldver-
sicherung der E.________ erbrachte Taggeldleistungen bis Ende Septem-
ber 2014 (Akten der Krankentaggeldversicherung [act. IIIF] unpaginiert). 

Ab 1. Oktober 2014 war der Kläger für die Stiftung F.________ als Verant-
wortlicher … mit einem Pensum von 100 % angestellt (Akten der Stiftung 
F.________ [act. IIIG 15]). Laut einer Aktennotiz zu einem Telefonat des 
Vorgesetzten mit dem Kläger vom 27. November 2014 verlangte der Vor-
gesetzte aufgrund des auffälligen Verhaltens, dass der Kläger "eine psy-
chotherapeutische oder psychiatrische Beratung konsultiere mit dem Ziel, 
mehr innere Distanz zu gewinnen" (act. IIIG 8). Im Protokoll zu einer aus-
serordentlichen Sitzung vom 13. Mai 2015 wurde zudem auf eine von An-
fang an schwierige Zusammenarbeit hingewiesen mit den Worten "ist der 
Umgang auf persönlicher Ebene auch sehr schwierig" (act. IIIG 7). Mit 
Schreiben vom 20. Mai 2015 kündigte der Kläger das Arbeitsverhältnis per 
31. Mai 2015 (act. IIIG 6, 12). Für die Zeit dieser Anstellung ist in den me-
dizinischen Akten keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Somit arbeitete 
der Kläger während acht Monaten mit einem Pensum von 100 % an die-
sem Arbeitsplatz (act. IIIG 15).

Der Kläger suchte eine neue Arbeitsstelle und war ab 1. Juni 2015 beim 
Verband G.________ angestellt, allerdings lediglich mit einem Beschäfti-
gungsgrad von 80 % (act. IIID unpaginiert). Nachdem im Probezeitge-
spräch vom 11. September 2015 noch keine Probleme auf persönlicher 
Ebene erwähnt worden waren, kam es bereits am 12. November 2015 zu 
einer ausserordentlichen Sitzung aufgrund von Konflikten, in deren Folge 
der Kläger u.a. zu "Verbesserungen persönlicher Natur" aufgefordert wurde 
(act. IIID unpaginiert). Es liegen keine Arztberichte vor, welche bis zu die-
sem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit attestierten. Ab dem 24. November 
2015 bis 31. Januar 2016 attestierte Dr. med. K.________ eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100 %. Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 kündigte der Ver-
band G.________ dem Kläger die Arbeitsstelle per 30. April 2016 (act. IIID 
unpaginiert). Unklar ist, ob er während der Zeit vom 1. Februar bis 30. April 
2016 nochmals arbeitsfähig geschrieben wurde. 

Bereits im Februar 2016 – mit Blick auf die drohende Arbeitslosigkeit ab 
1. Mai 2016 – meldete sich der Kläger zur Arbeitsvermittlung beim RAV 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 18

(Akten des AVA [act. III] 326). Nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit 
meldete er sich am 13. September 2017 bei der IVB erneut zum Leistungs-
bezug an (act. IIIA 28). 

Vom 8. November 2017 bis 30. Januar 2018 wurde ihm eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100 % attestiert (wobei er sich vom 18. November 2017 bis 
16. Januar 2018 stationär in der Klinik O.________ aufhielt), vom 1. Febru-
ar bis 30. April 2018 eine solche von 50 % sowie vom 1. Mai bis 15. Juli 
2018 von 100 % (act. IIIA 47, 54, 55, 69). Ab 16. Juli 2018 attestierte Dr. 
med. K.________ eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, was sie als Maximum 
einschätzte (act. IIIA 69/3 Ziff. 11, 72/4). Am 16. August 2018 trat der Klä-
ger bei der H.________ eine Stelle mit einem Pensum von 50 % an. Nach-
dem eine Arbeitsbesprechung eskaliert war, fand am 22. Januar 2019 ein 
Personalgespräch statt. In der Folge lösten der Kläger und die H.________ 
das Arbeitsverhältnis mit Vereinbarung vom 18. März 2019 einvernehmlich 
auf. Das Arbeitsverhältnis mit der H.________ endete deshalb bereits am 
31. Juli 2019 (Akten der H.________ [act. IIIB] 3, 4). Mit Schreiben vom 24. 
Juli 2019 erklärte Dr. med. K.________ zuhanden der IVB, dass sich die 
bipolare Symptomatik verstärkt habe und eine Tätigkeit auf dem freien 
Markt zurzeit nicht realistisch sei (act. IIIA 104). 

5.2 Bei retrospektiver Betrachtungsweise zeigt sich aufgrund des so-
eben Dargelegten, dass ab Herbst 2013 mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit ein schubförmiger Verlauf der Krankheit mit wiederholten längeren 
und schliesslich dauerhaften Arbeitsunfähigkeiten auftrat. Mit Blick auf die 
Rechtsprechung insbesondere zur bipolaren affektiven Störung (E. 2.6.3 
hiervor) ist davon auszugehen, dass auch in den Zeiten der Erwerbstätig-
keiten bzw. in den Zeiten, für welche keine Arbeitsunfähigkeiten attestiert 
wurden, keine gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstel-
lung des Leistungsvermögens eingetreten war. Vielmehr wiederholte sich 
während den Anstellungen dasselbe Muster mit auffälligem Verhalten und 
Leistungsproblemen und es ist erstellt, dass der Kläger nach dem Ende 
des Arbeitsverhältnisses bei E.________ nicht mehr in der Lage war, eine 
Arbeitsstelle länger zu halten, auch wenn er dies immer wieder versuchte 
(vgl. auch act. IIIA 28/10). Der Umstand, dass der Kläger in der Zeit zwi-
schen dem Antritt der Stelle bei der Stiftung F.________ am 1. Oktober 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 19

2014 und dem Bekanntwerden im November 2015, dass er die Stelle beim 
Verband G.________ verlieren werde, nicht arbeitsunfähig geschrieben 
war, vermag den zeitlichen Konnex nicht zu unterbrechen. 

Der behandelnde Psychiater Dr. med. N.________ ging im Bericht vom 
18.  Juli 2014 zuhanden der Krankentaggeldversicherung der E.________ 
davon aus, dass die langfristige Prognose abhängig von der weiteren Ent-
wicklung am neuen Arbeitsplatz (der Kläger hatte damals die Anstellung bei 
der Stiftung F.________ ab 1. Oktober 2014 in Aussicht [Arbeitsvertrag 
vom 7. Juli 2014 {act. IIIG 15}]) und eine Langzeitprognose unter den aktu-
ellen Umständen trotz der entsprechenden psychiatrisch-psychothera-
peutischen Unterstützung mit Vorsicht zu beurteilen seien (act. IIIA 18.2/2). 
Somit bestand bereits ein erhöhtes Risiko, dass sich die bipolare affektive 
Störung invalidisierend manifestieren könnte. 

Die Akten der damaligen Arbeitgeber zeigen auf, dass sich die gesundheit-
lichen Beschwerden tatsächlich auf das Verhalten des Klägers auswirkten, 
so dass es jeweils nach kürzester Zeit am Arbeitsplatz zu Konflikten kam. 
Während der Anstellung bei der Stiftung F.________ ist zwar über Krank-
heitsabsenzen nichts bekannt, jedoch machten sich – entgegen der Mei-
nung des Klägers (Klage S. 9 Ziff. 5) – die gesundheitlichen Beschwerden 
insoweit bemerkbar, als dass die Zusammenarbeit und der Umgang auf 
persönlicher Ebene von Anfang an schwierig gewesen waren (act. IIIG 7) 
und der Vorgesetzte den Kläger bereits im November 2014 zu einer psych-
iatrischen Beratung aufforderte (Aktennotiz zum Telefonat des Vorgesetz-
ten Herr Q.________ und dem Kläger vom 27. November 2014 [act. IIIG 
8]). Zwar wurde dem Kläger danach nicht sofort eine Arbeitsunfähigkeit 
attestiert. Doch nahm er einen "geordneten Rückzug" vor (vgl. sein Schrei-
ben vom 2. März 2015 an den Vorgesetzen [act. IIIG 4]) und trat per 1. Juni 
2015 die Stelle beim Verband G.________ aus gesundheitlichen Gründen 
mit einem reduzierten Pensum von 80 % an. Der Kläger hat angegeben, er 
habe die Stelle bei der Stiftung F.________ mit einem Pensum von 80 % 
aus gesundheitlichen Gründen angenommen, bei guter Gesundheit hätte er 
zu 100 % gearbeitet (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 25. Januar 
2019 [act. IIIA 83/4 Ziff. 3.4]). Bereits nach sechsmonatiger Tätigkeit beim 
Verband G.________ führten erneut Konflikte zu einer ausserordentlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 20

Sitzung der …; die Situation endete mit einer Vereinbarung vom 12. No-
vember 2015 (Erwartung der … an den …) mit dem Kläger, mit welcher die 
... in Aussicht stellte, dass sie allenfalls eine Auflösung des Arbeitsverhält-
nisses beantragen werde (act. IIID unpaginiert). Der drohende Verlust der 
Arbeitsstelle hatte beim Kläger ab 25. November 2015 eine Arbeitsunfähig-
keit von 100 % zur Folge (act. III D unpaginiert).

Selbst eine länger dauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt keine ge-
sundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungs-
vermögens an, wenn – wie hier – jegliche berufliche Belastung nach einer 
gewissen Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt (Entscheid des BGer vom 16. Au-
gust 2022, 9C_170/2022, E. 2.1.3 mit Hinweisen).

5.3 Der Argumentation des Klägers, erst die angekündigte Kündigung 
durch den Verband G.________ im November 2015 habe zu einer erneu-
ten langdauernden und schliesslich invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit 
geführt (Replik S. 7 Art. 14), kann aufgrund des Dargelegten nicht gefolgt 
werden. Bereits dem Personaldossier der Stiftung F.________ bzw. dem 
Protokoll zur ausserordentlichen Sitzung vom 13. Mai 2015 ist zu entneh-
men, dass Mitarbeitende die Zusammenarbeit mit dem Kläger von Anfang 
an als sehr schwierig bezeichneten; es wurde erwähnt, es habe dem Klä-
ger an fachlicher Kompetenz gemangelt, doch sei der Umgang auf persön-
licher Ebene auch sehr schwierig gewesen. Es sei schon sehr früh zu Dro-
hungen gegenüber den Mitarbeitenden gekommen. Viele hätten anschlies-
send die Zusammenarbeit mit dem Kläger verweigert (vgl. Protokoll zur 
ausserordentlichen Sitzung vom 13. Mai 2015 [act. IIIG 7]). Es ist somit 
erstellt, dass nicht einzig interne Herausforderungen zur problematischen 
Situation führten (Replik S. 3 f.), sondern die psychischen Beschwerden, 
wobei der Kläger im November 2014 eine psychotherapeutische Hilfe aus-
schloss ("Ich gehe sicher nicht zum Psychiater/Therapeut" [act. IIIG 8]). Im 
Protokoll zum Probezeitgespräch vom 21. August 2015 mit dem Verband 
G.________ wurde vermerkt, der Kläger habe die Arbeit mit Elan aufge-
nommen. Anspruchsvoll seien für ihn zwischenmenschliche Auseinander-
setzungen, er sei hier nicht so breitschultrig und ziehe sich bei persönlichen 
Angriffen eher zurück. Der Kläger empfand die Art der Kritik einer indirekt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 21

zusätzlichen Vorgesetzten manchmal sehr unangenehm (act. IIID unpagi-
niert). Es ist mit Blick auf E. 5.2 hiervor und das Personaldossier (Aktenno-
tiz zur ausserordentlichen Sitzung vom 12. November 2015) mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Kläger aufgrund 
seiner psychischen Beschwerden den an ihn gestellten Anforderungen 
nicht gewachsen war. Auch an der Arbeitsstelle bei der H.________ mit 
einem Pensum von 50 % vom 16. August 2018 bis 31. Juli 2019 war er 
gemäss Personalgespräch vom 22. Januar 2019 (emotional) nicht belast-
bar (act. IIIB 3).

Der Umstand, dass die IVB nach der ersten Anmeldung des Klägers im Juli 
2014 mit Verfügung vom 1. Oktober 2015 den Fall – nach Mahnungen an 
den Kläger zur Rückmeldung – abschloss, ohne Leistungen zuzusprechen 
(act. IIIA 27), lässt ebenfalls nicht auf einen Unterbruch des zeitlichen Kon-
nexes schliessen. Bei der Anmeldung am 13. September 2017 erklärte der 
Kläger "Heute drei Jahre später, sehe ich mich schweren Herzens veran-
lasst, darauf zurückzukommen. Leider komme ich nicht mehr umhin, end-
lich einzusehen, dass der Gang zur IV nicht länger zu vermeiden ist", zuvor 
wollte er "auf IV-Leistungen verzichten, wollte es aus eigener Kraft schaf-
fen" (act. IIIA 28/10). Der Kläger ging somit lange davon aus, dass er ohne 
IV-Leistungen zu beziehen in verantwortungsvollen Arbeitsstellen in einem 
…. oder diesem ähnlichen Bereich tätig sein könne; die Belastungen führ-
ten jedoch jeweils nach kurzer Zeit wieder zu Krankheitssymptomen.

5.4 Nach dem Dargelegten ist die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit 
des Klägers nach der Aktenlage nicht erst während des Arbeitsverhältnis-
ses bei dem Verband G.________ bzw. dem Vorsorgeverhältnis mit der 
Beklagten eingetreten. Vielmehr dürften sich die Auswirkungen der Persön-
lichkeitsstörung bereits in früheren Arbeitsverhältnissen manifestiert haben, 
wozu aufgrund der sich aus dem IK-Auszug ergebenden Arbeitsplatzwech-
seln durchaus Anhaltspunkte bestehen. Im vorliegenden Klageverfahren 
kann jedoch offenbleiben, in welchem Zeitpunkt der Versicherungsfall 
tatsächlich eingetreten ist.

Zu Recht unbestritten ist der sachliche Konnex zwischen der im November 
2013 (erneut) eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der heutigen Invalidität. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 22

5.5 Damit ist erstellt, dass die Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität ge-
führt hat, nicht während der Versicherungsdeckung durch die Beklagte ein-
getreten ist. Die Klage ist somit abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Kläger keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 109 Abs. 1 VRPG [Umkehr-
schluss]). Die obsiegende Beklagte hat als Sozialversicherungsträgerin 
ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143 
E. 4b S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2023, BV/22/31, Seite 23

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Klägers
- Rechtsanwältin lic. iur. C.________ z.H. der Beklagten
- D.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.