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**Case Identifier:** 7fd9b062-f07b-5ca3-bd89-6998389a3bd8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.02.2014 720 2013 326 / 60 (720 13 326 / 60)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2013-326---60_2014-02-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Februar 2014 (720 13 326 / 60) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bemessung der Invalidität, Abzug vom Tabellenlohn 

 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Pascal 
Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1980 geborene A.____ war zuletzt vom 1. November 2002 bis 31. Dezember 2011 
im Zentrum X.____ als Tierpflegerin angestellt. Am 10. November 2010 meldete sie sich bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf eine Burnout-Problematik zum 
Bezug von Leistungen an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitli-
chen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt und zudem Eingliederungsmassnahmen durch-
geführt hatte, ermittelte sie bei der Versicherten ab 6. Juli 2011 einen IV-Grad von 56% und ab 
1. Januar 2012 einen solchen von 38%. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie A.____ nach 

 
 
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Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 für die Zeit vom 
1. Juli 2011 bis 30. April 2012 eine befristete halbe Rente zu. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 11. November 2013 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragte, in Aufhebung der Verfügung vom 11. Oktober 2013 sei die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, ihr ab 1. Juli 2011 eine Dreiviertelsrente und ab 1. Mai 2012 eine Viertelsrente zu-
zusprechen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die Bewilli-
gung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Fullin als unentgeltlichen Rechtsvertreter. 
Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass für den Zeitraum Juli 2011 bis Dezember 
2011 von einer Arbeitsfähigkeit von 45% auszugehen sei. Zudem sei der Einkommensvergleich 
nicht korrekt durchgeführt worden. 
 
C. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2013 zog die Beschwerdeführerin das Gesuch um Bewil-
ligung der unentgeltlichen Rechtspflege zurück. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Dezember 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde vom 11. November 2013 ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 
2013 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-

 
 
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lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Diese Definitionen entsprechen den vor Inkrafttreten des ATSG 
per 1. Januar 2003 von der Rechtsprechung entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung 
(BGE 130 V 343 ff.). 
 
3.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte 
Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder –  als alterna-
tive Voraussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch 
BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist.  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-
den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 
E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 

 
 
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4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits-
fähigkeit der Versicherten auf das von ihr bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, in Auftrag gegebene Gutachten vom 23. März 2013. Demnach wurden bei der Versicher-
ten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichte Episode (ICD-10 F33.0), eine nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische 
psychische Störung (ICD-10 F09) und eine Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) diagnosti-
ziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünde eine Lese- und Rechtschreibestörung 

 
 
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(ICD-10 F81.0) und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit selbstunsicheren, ängstlichen und 
emotional instabilen Zügen (ICD-10 Z73.1). Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von circa 30%. Diese sei in dem noch vorhandenen depressiven Zu-
standsbild in Kombination mit den Hirnleistungsstörungen begründet. Merk- und Konzentrati-
onsfähigkeit seien deutlich vermindert. Andererseits arbeite die Versicherte aktuell in einem 
50% Pensum. Zudem sei zu berücksichtigen, dass sie in der Lage sei, den Haushalt zu führen 
und Sachbücher zu lesen. Die Explorandin benötige bei ihrer Tätigkeit aufgrund der raschen 
Erschöpfbarkeit mehrere Pausen. Weiter seien an die berufliche Tätigkeit keine erhöhten An-
forderungen an Konzentration, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit zu stellen. In Berufen, die 
erhöhte Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit stellen würden so-
wie in administrativen Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von circa 50%. Es sei davon 
auszugehen, dass die Versicherte bis circa Mitte 2011 nahezu vollständig arbeitsunfähig gewe-
sen sei. Ab Mitte 2011 sei von einer Arbeitsunfähigkeit von circa 40% bis 50% und seit Ende 
2011 von einer solchen von circa 30% auszugehen. 
 
5.2 Die IV-Stelle ging demzufolge davon aus, dass die Versicherte ab Juli 2010 bis 30. Juni 
2011 vollständig arbeitsunfähig war und ab Juli 2011, zufolge Verbesserung des Gesundheits-
zustandes, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% aufwies. Für die Zeit ab Januar 
2012 wurde der Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 70% attestiert. Nach dem oben Gesag-
ten (vgl. E. 4.3 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Sol-
che Indizien liegen keine vor. Das Gutachten von Dr. B.____ vom 23. März 2013 erweist sich 
sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus 
gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend. Die Beschwerdeführerin hat zu Recht nicht 
beanstandet, dass die IV-Stelle darauf abgestellt hat. Demnach ist davon auszugehen, dass die 
Versicherte bis Mitte 2011 vollständig arbeitsunfähig war, im Zeitraum Juli 2011 bis Dezember 
2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 40% bis 50% und ab Januar 2012 eine solche von 30% auf-
wies. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die IV-Stelle hätte für den Zeitraum von Juli 2011 bis 
Dezember 2011 nicht von einer Arbeitsfähigkeit von 50%, sondern von einem Mittelwert von 
45% ausgehen müssen, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Dr. B.____ attestierte der Be-
schwerdeführerin in diesem Zeitraum eine Arbeitsunfähigkeit von circa 40% bis 50%, weshalb – 
unter Berücksichtigung des Mittelwertes (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2013, 
9C_730/2012, E. 4.2) – von einer Arbeitsfähigkeit von 55% auszugehen ist. 
 
6.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi-
cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht 
grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen ist 
(BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher – zu Recht unbestritten - auf Juli 2011 zu liegen kommt 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG). Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommens-

 
 
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vergleich sind demnach die zu diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massge-
bend. 
 
6.1.1 Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist 
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesunde tatsächlich verdie-
nen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massgebend ist, 
was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände 
unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend konkrete 
Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 29; ZAK 1985 S. 635 E. 3a sowie 
RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. E. 3b). Da im Gesundheitsfall erfahrungsgemäss die bisherige 
Tätigkeit in der Regel weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des 
Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommens-
entwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 E. 3b am Ende; vgl. auch 
ZAK 1990 S. 519 E. 3c). 
 
6.1.2 Die IV-Stelle ermittelte das Valideneinkommen aufgrund der Angaben der ehemaligen 
Arbeitgeberin im "Fragebogen Arbeitgeber" vom 7. Dezember 2010. Demnach resultiert ausge-
hend von einem Jahresverdienst von Fr. 59‘831.85 im Jahr 2010 und unter Berücksichtigung 
einer Nominallohnentwicklung im Jahr 2011 von 1% (vgl. BFS Lohnentwicklung Tabelle T 39) 
ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 60‘430.15. Wenn die Beschwerdeführerin ein-
wendet, es sei anzunehmen, dass sie ohne die angeborenen gesundheitlichen Probleme die 
Regelschule besuchen und einen Lehrabschluss hätte machen können, weshalb das massge-
bende Valideneinkommen auf der Basis der LSE Anforderungsniveau 3 zu veranschlagen sei, 
kann ihr nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass bei der Versicherten ein psychoorgani-
sches Syndrom (POS) diagnostiziert wurde. Aufgrund der Akten steht aber fest, dass sie trotz 
ihrer angeborenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach der obligatorischen Schulzeit in 
der Lage war, im Jahr 2008 einen Lehrabschluss als Tierpflegerin zu erwerben und danach bis 
Juli 2011 auf diesem Beruf gearbeitet hatte. Damit hatte die Beschwerdeführerin eine Betäti-
gung gefunden, welche sie bewältigen konnte und ihr ein branchenübliches Auskommen er-
möglichte. Da aufgrund der Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, 
dass die Versicherten im Gesundheitsfall die bisherige Tätigkeit weitergeführt hätte und bei der 
Bemessung des Valideneinkommens entscheidend ist, was eine versicherte Person als Gesun-
de überwiegend wahrscheinlich tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls ver-
dienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1), ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Vali-
deneinkommen aufgrund der Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin bemessen hat. 
 
6.2.1 Bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbaren Ein-
kommens (Invalideneinkommen) ist zu Recht unbestritten, dass dieses unter Beizug der der 
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu bestimmen ist. Laut Tabel-
le TA 1, belief sich der Zentralwert für die im Anforderungsniveau 4 beschäftigten Frauen im 
Jahr 2010 auf Fr. 4‘225.--. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen  Wochenarbeitszeit 
von 41,7 Stunden und einer Nominallohnentwicklung von 1% (vgl. BFS Lohnentwicklung Tabel-
le T 39) resultiert ab Juli 2011 (Arbeitsfähigkeit von 55%) ein Invalideneinkommen von 

 
 
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Fr. 29‘360.80 (Fr. 4‘225.-- x 12 : 40 x 41,7 x 101% x 55%) und ab Januar 2012 (Arbeitsfähigkeit 
von 70%) ein solches von Fr. 37‘368.30 (Fr. 4‘225.-- x 12 : 40 x 41,7 x 101% x 70%) 
 
6.2.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). 
Ein Abzug hat jedoch nicht automatisch, sondern nur dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall An-
haltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser 
Merkmale die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in fine). 
Besteht Anlass für einen Abzug, so ist dieser unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er darf 25% nicht übersteigen 
(BGE 135 V 301 E. 5.2 , 126 V 80 E. 5b/bb-cc). 
 
6.2.3 Vorliegend hat die IV-Stelle keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen. Die Be-
schwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass sie besser entlohnte Beru-
fe, etwa im administrativen Bereich, nur eingeschränkt ausüben könne, was zu einer weiteren 
Einkommenseinbusse führe und sich deshalb ein Abzug von 10% rechtfertige. 
 
6.2.4 Wie sich aus der massgebenden gutachterlichen Zumutbarkeitsbeurteilung von 
Dr. B.____ im Gutachten vom 23. März 2013 (vgl. E. 5.1 hiervor) ergibt, hat dieser bei der Fest-
legung der Arbeitsfähigkeit sowohl die verminderte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähig-
keit, als auch den erhöhten Pausenbedarf berücksichtigt. Eine zusätzliche Veranschlagung die-
ser Einschränkungen unter dem Titel des leidensbedingten Abzugs im Sinne von BGE 126 V 75 
würde somit zu einer unzulässigen doppelten Anrechnung desselben Faktors führen. Bei der 
Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt sind jedoch die 
bestehenden akzentuierten Persönlichkeitszüge mit selbstunsicheren, ängstlichen und emotio-
nal instabilen Zügen (ICD-10 F81) sowie die Lese- und Schreibstörung (ICD-10 F81). In Anbe-
tracht der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin infolge dieser Beeinträchtigungen im Ver-
gleich zu einer gesunden Person im Bereich der ihr zumutbaren Tätigkeiten doch deutlich ein-
geschränkt ist, was eine Reduktion des potenziell angebotenen Lohnes zur Folge haben könn-
te, erscheint - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - ein leidensbedingter Abzug von 10% als 
angemessen. Kriterien für die Vornahme eines weitergehenden Abzuges sind nicht ersichtlich, 
weshalb sich ein solcher nicht begründen lässt. Werden die vorstehend (vgl. E. 6.2.1 hiervor) 
ermittelten Einkommen von Fr. 29‘360.80 (ab Juli 2011) und von Fr. 37‘368.30 (ab Januar 
2012) um 10% gekürzt, so ergibt dies ein massgebendes Invalideneinkommen von 
Fr. 26‘424.70 (Fr. 29‘360.80 x 90%) resp. Fr. 33‘631.45 (Fr. 37‘368.30 x 90%). 
 
6.3 Stellt man im Einkommensvergleich diese Invalideneinkommen von Fr. 26‘424.70 resp. 
Fr. 33‘631.45 dem oben (vgl. E. 6.1.2 hiervor) ermittelten Valideneinkommen von Fr. 60‘430.15 
gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 34‘005.45 resp. Fr. 26‘798.70, 
was ab Juli 2011 einen IV-Grad von rund 56% (vgl. zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.) und 

 
 
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ab Januar 2012 von rund 44% ergibt. Demnach hat die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 
1. Juli 2011 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. April 2012 - unter Berücksichtigung der 
dreimonatigen Übergangsfrist (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) - Anspruch auf eine Viertelsrente. Die 
Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Auf-
grund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah-
renskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten erhoben werden und der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 600.--zurückzuerstatten ist. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote 
vom 23. Januar 2014 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 
7,75 Stunden und Auslagen von Fr. 37.30 geltend gemacht, was angesichts der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des Aktenumfangs nicht zu beanstanden ist. Damit ist 
der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2‘132.80 (7,75 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 37.30 zuzüglich 
8% MwSt.) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 11. Oktober 2013 auf-
gehoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wir-
kung ab 1. Juli 2011 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. April 
2012 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

 
 
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 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘132.80 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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