# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 715b94c4-1bb4-5569-bc0f-c55d7f713a0c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2009 C-3895/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3895-2007_2009-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3895/2007/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Vito Valenti, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z.________ (Indien)
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler, 
Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 7. Mai 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3895/2007

Sachverhalt:

A.
A._______,  geb.  am  (...)1953,  Schweizer  Bürgerin  (nachfolgend: 
Versicherte oder Beschwerdeführerin),  lebt  seit  April  1998 in  Indien. 
Sie war zuletzt von November 1993 bis August 1995 bei der Gemeinde 
X._______  als  Leiterin  der  Sozialberatung  zu  80%  angestellt  und 
leistete  Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invaliden-
versicherung  (act.  IV/5).  Diese  Stelle  gab  sie  wegen  Erschöpfung/
„Burn out“ auf. Da sie sich nicht – wie im Herbst 1995 erhofft – erholte, 
aus gesundheitlichen Gründen der Wiedereinstig in eine weniger be-
lastende Erwerbstätigkeit nicht möglich war und ihre Gesundheit sich 
weiter  verschlechterte,  meldete sie sich am 6. Juni  2004 bei  der IV-
Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) zum 
Bezug von IV-Leistungen für  Erwachsene an. Sie machte  als  Behin-
derungsgründe langjährige Rückenschmerzen (seit  ca. 1978), Osteo-
porose, Osteoartritis und Spondilitis, Fibromyalgie (seit 2003), Tinnitus 
(seit 1990) mit Schwindel sowie Müdigkeit und Reizdarm geltend (act. 
IV/1 und 2).

B.
B.a Die IVSTA liess den Anspruch der Beschwerdeführerin  abklären 
(vgl. act. 19). Insbesondere holte sie in Indien eine rheumatologische 
und eine psychiatrische medizinische Beurteilung ein (act. IV/20 – 27). 
Die Beschwerdeführerin reichte weiter einen Bericht eines Schweizer 
Rheumatologen vom 28. Juli 2005 ein (act. 29, 30). 

Der  regionalärztliche  Dienst  (nachfolgend:  RAD)  Rhône  (Dr. 
B._______,  Médecine  physique  et  réadaption  FMH)  nahm  am 
1. September 2005 zu den eingeholten ärztlichen Unterlagen Stellung 
(act. IV/31). Darauf gestützt wies die Vorinstanz das Leistungsgesuch 
mit Verfügung vom 21. September 2005 ab (act. IV/32).

B.b Die Beschwerdeführerin – vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter 
Stalder – erhob am 20. Oktober 2005 Einsprache. Sie beantragte die 
die  Zusprache  einer  Invalidenrente  sowie  Akteneinsicht  (act.  IV/33, 
34). In der nachgereichten Begründung vom 29. November 2005 rügte 
sie die fehlende Begründung der Verfügung, eine ungenügende Sach-
verhaltsabklärung  sowie  die  willkürliche  Würdigung  der  Akten  durch 
den  RAD. Darauf  gestützt  beantragte  sie  zur  Klärung  des  Sachver-

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haltes  die  Einholung  weiterer,  insbesondere  eines  psychiatrischen 
Gutachtens (act. IV/36).

B.c Der  RAD  (Dr.  C.________,  Fachrichtung  unbekannt)  kam  am 
12. März  2006  zum  Schluss,  es  sei  unumgänglich,  eine  weitere 
psychiatrische  Begutachtung  einzuholen,  um  Klarheit  darüber  zu 
erlangen,  ob  bei  der  Versicherten  ein  die  Arbeitsfähigkeit 
beeinträchtigendes  psychiatrisches  Leiden  vorliege.  Die  Einholung 
weiterer Gutachten sei indes nicht notwendig, da zu den somatischen 
Leiden genügend Unterlagen vorhanden seien (act. 38). 

Demnach  hiess  die  Vorinstanz  die  Einsprache  mit  Entscheid  vom 
16. März  2006  in  dem  Sinne  gut,  als  dass  die  Angelegenheit  zur 
Ergänzung der Akten an den zuständigen Dienst der IV-Stelle zurück-
gewiesen wurde (act. IV/39).

C.
C.a Die  IVSTA liess  die  angeforderte  psychiatrische  Abklärung  auf 
Antrag  der  Versicherten  in  Indien  einholen  (act.  IV/43  –  46).  Am 
21. August  2006  gab  die  Versicherte  der  IVSTA  an,  ihre  Rücken-
schmerzen  hätten  sich  massiv  verstärkt  und  reichte  diesbezügliche 
neue Akten ein (act. IV/49).

C.b Der RAD nahm am 18. Oktober 2006 (Dr. D._______, Facharzt für 
allgemeine Medizin FMH) und am 13. Dezember 2006 (Dr. B._______) 
zum eingeholten psychiatrischen Bericht von Dr. E._______ (MD DPM, 
Consultant Psychiatrist) vom 3. Juli 2006 Stellung (act. IV/45, 50, 52). 
Während  Dr.  D._______  angab,  die  im  Gutachten  festgestellten 
Störungen hätten keinen Einfluss auf die Tätigkeit als Sozialarbeiterin, 
empfahl  Dr. B._______,  das  Dossier  Dr. C._______  zu unterbreiten, 
der den psychiatrischen Bericht verlangt habe. Im Übrigen war er der 
Meinung,  die  Expertise  genüge  nicht,  um  die  Frage  nach  der 
psychiatrischen Komorbidität rechtsgenüglich zu beantworten,  da der 
eingeholte Bericht von der behandelnden Ärztin verfasst worden sei.

C.c Mit Vorbescheid vom 28. Dezember 2006 teilte die Vorinstanz der 
Versicherten mit,  aus den ergänzten Akten ergebe sich,  dass weder 
eine bleibende Erwerbsfähigkeit noch eine ausreichende durchschnitt-
liche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Deshalb müs-
se das Leistungsbegehren abgewiesen werden (act. IV/53).

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C.d Die Versicherte liess am 24. Januar 2007 gegen den Vorbescheid 
einen  Einwand  einreichen  (act.  IV/56).  In  ihrer  Begründung  vom 
14. März 2007 verlangte sie neben der Zusprechung einer Rente die 
Einholung  eines  psychiatrischen  oder  interdisziplinären  Gutachtens 
eines oder  mehrerer unabhängiger  Sachverständiger  und – vor dem 
allfälligen Erlass einer Leistungen der IV ablehnenden Verfügung – die 
Anhörung vor einem Arzt der IV-Stelle. Sie begründete dies insbeson-
dere damit, dass die in Indien erstellte Expertise in keiner Weise den 
gesetzlichen Anforderungen eines Gutachtens entspreche und die ent-
scheidenden  Fragen  zur  psychischen  Komorbidität  der  Erkrankung 
aus  dem  Gutachten  nicht  beantwortet  werden  könne.  Auch 
Dr. B._______ vom RAD habe festgestellt,  dass das Gutachten nicht 
ausreiche. Deshalb  sei  –  falls  nicht  direkt  eine  Rente  zugesprochen 
werden könne – ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes 
Gutachten in der Schweiz anzuordnen (act. IV/58).

C.e Gestützt  auf  die  Einwendung  legte  die  Vorinstanz  das  Dossier 
dem RAD (Dr. F._______, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho-
therapie) vor. Dieser stellte fest, aufgrund des nun vorliegenden aus-
führlichen  Berichts  vom  3.  Juli  2006  sei  evident,  dass  hier  keine 
Komorbidität vorliege (act. IV/61).

Die IVSTA wies das Leistungsgesuch mit  Verfügung vom 7. Mai 2007 
mit der Begründung ab, es ergebe sich aufgrund der ergänzten Akten, 
dass  eine  ausreichende  durchschnittliche  Arbeitsfähigkeit  während 
eines Jahres vorliege. Trotz des Gesundheitsschadens sei  eine dem 
Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Tätigkeit  noch im-
mer in rentenausschliessender Weise zumutbar, weshalb keine Invali-
dität vorliege, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge (act. 
IV/62). 

C.f Gegen diesen Bescheid  erhob die  Beschwerdeführerin  –  wiede-
rum vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stalder – am 6. Juni 2007 
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Auf-
hebung der Verfügung vom 7. Mai 2007 betreffend Ablehnung der Ren-
te, die Zusprechung einer Invalidenrente sowie eventualiter die Einho-
lung  eines  neuen  psychiatrischen  oder  eines  interdisziplinären  Gut-
achtens  eines  oder  mehrerer  unabhängiger  Sachverständiger  unter 
Zusprechung einer Parteientschädigung (act. 1). Sie rügte in formeller 
Hinsicht, ihrem Antrag, im Falle einer ablehnenden Verfügung sei sie 
vorgängig von einem IV-Arzt persönlich anzuhören, sei nicht entspro-

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chen worden. Durch den Verzicht auf eine Anhörung sei ihr rechtliches 
Gehör  genauso verletzt worden, wie auch die Vorinstanz sich mit der 
ausführlichen Kritik am fraglichen psychiatrischen Bericht vom 3. Juli 
2007 nicht auseinandergesetzt habe. Auch sei die Verwaltung ihrer Be-
gründungspflicht nicht nachgekommen. In materieller Hinsicht bemän-
gelte sie, die Vorinstanz sei ihrer Forderung, es sei ein den gesetzli-
chen Anforderungen genügendes Gutachten einzuholen, nicht gefolgt. 
Deshalb  sei  die  behördliche Pflicht  zur  umfassenden Abklärung des 
Sachverhalts verletzt worden.

C.g Die  Vorinstanz  äusserte  sich  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 
10. August 2007 einerseits insofern, dass kein Anspruch Versicherter 
auf  Anhörung durch den RAD bestehe. Andererseits  müssten Verfü-
gungen  der  Massenverwaltung  gemäss  bundesgerichtlicher  Recht-
sprechung  nur  soweit  begründet  werden,  dass  der  Betroffene  diese 
sachgerecht anfechten könne. Diesen Anforderungen sei in der ange-
fochtenen Verfügung knapp entsprochen worden. Die Beschwerdefüh-
rerin habe im Anhörungsverfahren Akteneinsicht erhalten und die Ver-
fügung sachgerecht  anfechten können. Aus diesen Gründen sei  das 
rechtliche  Gehör  nicht  verletzt  worden,  beziehungsweise  wäre  eine 
Verletzung anzunehmen,  sei  diese jedenfalls  nur  sehr  leichter  Natur 
und könne im Beschwerdeverfahren geheilt werden.

Hinsichtlich der  materiellen  Rügen stellt  sich die  Vorinstanz  auf  den 
Standpunkt,  die  eingeholten  Akten  würden  eine  genügende Darstel-
lung  des  Gesundheitszustandes  der  Beschwerdeführerin  darlegen. 
Insbesondere  der  von  der  Beschwerdeführerin  erst  nachträglich  als 
ungenügend kritisierte Bericht würde den gesetzlichen Anforderungen 
entsprechen. Im Übrigen habe die Beschwerdeführerin die Einholung 
des psychiatrischen Berichts in Indien gewünscht. Aufgrund antizipier-
ter Beweiswürdigung sei vorliegend auf die Einholung weiterer Beweis-
massnahmen zu verzichten, die Beschwerde abzuweisen und die an-
gefochtene Verfügung zu bestätigen (act. 3).

C.h Mit Replik vom 11. September 2007 nahm die Beschwerdeführer-
in ausführlich zur Vernehmlassung Stellung und hielt  an ihren Anträ-
gen fest (act. 6).

C.i In ihrer Duplik vom 21. September 2007 hielt die Vorinstanz eben-
falls an ihren Anträgen fest (act. 8).

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C.j Mit  Verfügung  vom  28.  September  2007  liess  das  Bundesver-
waltungsgericht  der  Beschwerdeführerin  die  Duplik  zukommen  und 
schloss den Schriftenwechsel ab (act. 9).

C.k Mit Triplik vom 23. Oktober 2008 reichte die Beschwerdeführerin 
ein  psychiatrisches  Gutachten  vom  13. Oktober  2008  von 
Dr. G._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
V._______, ein (act. 11). Der Rechtsvertreter führte dazu aus, es sei 
nun  zweifelsfrei  erstellt,  dass  bei  der  Beschwerdeführerin  ein 
invaliditätsrelevanter  Gesundheitsschaden  vorliege  und  es  der 
Beschwerdeführerin  auch  nicht  möglich  sei,  ihre  schweren  Be-
schwerden mit  einer zumutbaren Willensanstrengung zu überwinden. 
Deshalb  sei  sie  in  ihrem  bisherigen  Beruf  nicht  mehr  und  auf  dem 
gesamten  Arbeitsmarkt  nur  noch  zu  20%  leidensangepasst  arbeits-
fähig.  Somit  habe  sie  Anspruch  auf  eine  Rente  der  Invaliden-
versicherung. 

C.l Die zur Stellungnahme aufgeforderte Vorinstanz legte die Angele-
genheit  nochmals  dem  RAD  vor  (Dr.  F._______,  act.  13.1,  13.2). 
Dieser kam am 24. November 2008 zum Schluss, das Gutachten sei 
an sich sehr sorgfältig erstellt und aussagekräftig, auch wenn es von 
einem behandelnden Arzt stamme. Auf das Gutachten gestützt ändere 
dies  indes  an  der  bisherigen  Auffassung,  dass  keine  Komorbidität 
vorliege, nichts. 

Darauf  gestützt  hielt  die  Vorinstanz  in  ihrer  Quadruplik  vom 
28. November 2008 an ihrem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen 
und die angefochtene Verfügung zu bestätigen, fest (act. 13).

C.m Dr.  G._______  nahm  im  Rahmen  der  Quintuplik  und  später 
ergänzend zur Beurteilung des RAD vom 24. November 2008 Stellung. 
Die Beschwerdeführerin blieb bei ihrer Auffassung, sie habe Anspruch 
auf eine Rente der Invalidenversicherung (act. 15, 17).

C.n Die Vorinstanz  hielt  ihn  ihrer  Sextuplik  vom 5. März  2009 unter 
Bezugnahme  auf  die  nochmals  eingeholte  Stellungnahme des  RAD 
vom 2. März 2009 ebenfalls an ihren Anträgen fest (act. 18).

C.o Mit Verfügung vom 12. März 2009 liess das Bundesverwaltungs-
gericht der Beschwerdeführerin die Sextuplik vom 5. März 2009 inklu-
sive Stellungnahme des RAD zur Kenntnisnahme sowie der Vorinstanz 
die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 5. März 2009 inkl. Stellung-

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nahme von Dr. G._______ vom 27. Februar 2009 zugehen und schloss 
den Schriftenwechsel ab.

C.p Auf weitere Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung  vom  19.  Juni  1959  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des  Bun-
desgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Aus-
land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt  nicht  vor. Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur  Behandlung der Beschwerde 
zuständig.

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. Sie hat Rechtsanwalt 
Dr. Peter Stadler am 21. Mai 2007 mit  der Wahrung ihrer Interessen 
beauftragt  (act. 1.1). Der  die Beschwerde unterzeichnende Dr. Peter 
Stadler ist somit rechtsgültig bevollmächtigt.

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) und auch der eingeforderte 
Kostenvorschuss bezahlt wurde, ist darauf einzutreten.

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 

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das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim-
mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 
28 – 70) anwendbar, soweit  das IVG nicht  ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht.

2.2 Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Bürgerin und lebt in Indien. 
Da sie bis zu ihrer Auswanderung in der Schweiz lebte und obligato-
risch versichert war, ein Anspruch auf eine Schweizer Invalidenrente in 
Frage steht und im Übrigen kein Staatsvertrag zwischen der Schweiz 
und Indien zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung be-
steht,  bestimmt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin  auf  Leis-
tungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  nach  Schweizer 
Recht, insbesondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die In-
validenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reiche der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier der Verfügung vom 7. Mai 2007, eingetretenen Sach-
verhalt abstellen (BGE 130 V 329, 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind 
die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen des ATSG anwendbar. 
Das IVG ist in der Fassung vom 31. März 2003 [4. IVG-Revision] an-
wendbar (in Kraft seit 1. Januar 2004). Nicht zu berücksichtigen sind 
demnach die durch die 5. IVG-Revision eingeführten Änderungen, wel-
che am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Fol-
genden werden deshalb die ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen Bestimmungen des ATSG, des IVG und der IVV zitiert.

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 

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sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.2.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen).

3.2.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die 
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf 
eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung zu Recht ver-
neint und zu Recht auf weitere Abklärungen verzichtet hat. 

Betreffend die gerügte Verletzung des rechtlichen Gehörs ist  auf die 
Ausführungen in Erwägung 6.7 zu verweisen. 

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer invalid im Sinn des Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16 ATSG; 
Art. 4,  28,  29  IVG)  und  beim Versicherungsfall  mindestens  während 
eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

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Die  Versicherte  hat  während  mehr  als  einem  Jahr  Beiträge  an  die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet, so dass sie die gesetzliche Mindestbeitragsdauer erfüllt. Zu 
prüfen bleibt,  ob sie im Sinne des Gesetzes in rentenbegründendem 
Ausmass invalid geworden ist.

4.2 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.3 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Erwerbsunfähig-
keit ist, vereinfacht ausgedrückt, gesundheitlich bedingte Unfähigkeit, 
durch  zumutbare  Arbeit  ein  Erwerbseinkommen  zu  verdienen  (vgl. 
ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozialver-
sicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16).

4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art. 29 
Abs. 1 IVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, 
in  dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder  während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, Art. 6 
ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6).

4.4.1 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG besteht  bei  einem Invaliditätsgrad 
von 70% Anspruch auf  eine ganze Rente,  bei  einem Invaliditätsgrad 
von 60% Anspruch auf  eine Dreiviertelsrente,  bei  einem Invaliditäts-
grad von 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invalidi-
tätsgrad von 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an 
Versicherte  ausbezahlt,  die  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  im  Sinne 
von Art. 13  ATSG in  der  Schweiz  haben. Nach  der  Rechtsprechung 

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des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  (heute:  Bundesgericht) 
stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, son-
dern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE 121  V 264 
E. 6c).

4.4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen  und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz-
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 
versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt eingeschränkt ist.

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen Angaben und unter  Berücksichtigung der  übrigen Fä-
higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber 
nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. 
von  der  Berufsberatung  zu  beantworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  I  457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.6 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

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medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertinnen und Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten  darf  und  soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache  Rech-
nung tragen,  dass  Hausärzte  mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in  Zweifelsfällen eher  zu  Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt,  rechtfertigt  der 
Umstand  allein,  dass  eine  ärztliche  Stellungnahme von  einer  Partei 
eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem 
Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 Erw. 2a in fine). Auch den Berichten und 
Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert 
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver-
lässigkeit  bestehen  (vgl.  BGE 125  V  351  E. 3a  und  3b,  122  V  160 
E. 1c, 123 V 178 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufla-
ge, Zürich 2009, Art. 43 Rz. 35).

5.
Auf die folgenden massgeblichen und in ihrer Aussagekraft umstritte-
nen ärztlichen Beurteilungen ist einzugehen:

- Fragenkatalog an den Arzt und Bericht, Dr. E._______, MD DPM, 
Consultant Psychiatrist, W.________, vom 30. Juni 2005 (act. IV/24);

- Opinion, Dr. H._______, MD, Consulting Rheumatologist, W._______, 
vom 12. September 2005 (act. IV/25, 26);

- Dr. I._______, Rheumatologie, V._______, 28. Juli 2005 (act. IV/29);

- Psychological Examination, Dr. E._______, vom 3. Juli 2006 (act. 
IV/45);

- Psychiatrisches Gutachten, Dr. G._______, Psychiatrie und 
Psychotherapie, V._______, vom 13. Oktober 2008 (act. 11.1);

- Stellungnahmen zum Bericht des RAD, Dr. G._______, vom 
15. Januar 2009 und vom 27. Februar 2009 (act. 15.1, 17.1).

Der RAD hat  zum Gesundheitszustand der Bescherdeführerin  mehr-
fach Stellung genommen: 

- Avis SMR Rhône, Dr. B._______, Médecine physique et réadaptation 
FMH, 17. Mai 2005 (act. IV/19);

- Rapport final SMR Rhône, Dr. B._______, 1. September 2005 
(act. IV/31);

- Stellungnahme Dr. C._______, 12. März 2006 (act. IV/38);

- Stellungnahme Dr. D._______, Medicina Generale FMH, 18. Oktober 
2006 (act. IV/50);

- Rapport final SMR Rhône, Dr. B._______, 13. Dezember 2006 
(act. IV/52);

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- Stellungnahme,  Dr.  F._______,  Facharzt  FMH  für  Psychiatrie  und 
Psychotherapie, 25. April 2007 (act. IV/61);

- Stellungnahmen,  Dr.  F._______,  24.  November  2008  und  2.  März 
2009 (act. IV/64 = Beschwerdeakten 13.1, 18.1).

5.1 Die Beschwerdeführerin rügt, der in Indien am 3. Juli 2007 einge-
holte psychiatrische Bericht, auf welchen sich die Vorinstanz vor allem 
stütze, entspreche nicht einem Gutachten gemäss den rechtlichen Vor-
aussetzungen.  Der  Bericht  sei  unvollständig,  ungenau  und  ungenü-
gend begründet. Im Übrigen seien die entscheidenden Fragen nach ei-
ner  allfälligen  Erwerbsunfähigkeit  sowie  der  fraglichen  Komorbidität 
der beurteilenden Ärztin gar nicht  gestellt  worden. Somit  habe diese 
auch keine Aussagen dazu – gemäss Schweizer Rechtsauffassung – 
machen  können. Somit  könne  von  diesem Bericht  eine  –  angeblich 
nicht vorhandene – Invalidität  auch nicht abgeleitet werden. Im Übri-
gen habe die begutachtende Ärztin aufgrund der fortgeschrittenen Zeit 
nur 30 Minuten zur Untersuchung zur Verfügung gehabt,  auch wenn 
sie  ursprünglich  zwei  Stunden vorgesehen habe. Entsprechend wür-
den  entscheidende  Aussagen  zu  den  Phobien  fehlen,  insbesondere 
dass es Tage gebe, an denen die Beschwerdeführerin das Haus nicht 
verlassen könne (vgl. act. IV/58 Rz. 20 ff.; act. 1 Rz. 22 ff.).

Weiter  führt  sie  im  Rahmen ihrer  Quintuplik  aus,  aufgrund  des  von 
Dr. G._______ vom 13. Oktober 2008 in der Schweiz erstellten Gut-
achtens  ergebe sich  nun,  dass  sie  an einem IV-relevanten Gesund-
heitsschaden  leide  und  deshalb  Anspruch  auf  eine  Invalidenrente 
habe (act. 11).

5.2
5.2.1 Die  Psychiaterin  Dr. E._______  diagnostiziert  in  ihrem  ersten 
„Fragebogen für  den Arzt“  inklusive eines einseitigen „Interview with 
patient“ vom 30. Juni 2005 „Panic Disorder with Agoraphobia (seit dem 
12. Altersjahr) und Double Depression (Dysthymia with recurrent major 
Depression, the chronic fatigue and fibromyalgic symptoms could be 
explained by the depression) and Tinnitus“. Sie beurteilt die damalige 
Arbeitsunfähigkeit auf 75%.

5.2.2 Der „Psychological Examination of Mrs. A._______“ war von der 
IVSTA ein Fragekatalog (auf Deutsch, übersetzt durch die Schweizer 
Vertretung in Mumbai) zu Grunde gelegt (act. 44).

Dem Bericht  vom 3. Juli  2006 ist  eingangs zu entnehmen,  dass die 

Seite 13

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Krankengeschichte  einzig  anhand der  Angaben  der  Patientin  erstellt 
wurde.  Angegeben  werden  eine  familiäre  Vorbelastung  psychischer 
Krankheiten. Auch bei der Patientin selbst werden ab dem 12. Alters-
jahr in Phasen insbesondere wieder mit  17,  21,  27 – 31 Jahren die 
Entwicklung  von  Angststörungen  mit  Vermeidungsstrategien,  Agora-
phobie,  sowie  Phasen  mit  schwerer  Depression  mit  Suizidgedanken 
und Anorexie teilweise unter psychiatrischer Behandlung beschrieben. 
Mit  32 Jahren habe sie studiert  und als Sozialarbeiterin mit  leichten 
Angstsymptomen gearbeitet. Mit 21 Jahren hätten die Rückenschmer-
zen begonnen und seit 1991 leide sie an Tinnitus. Seit 1995 habe die 
Patientin signifikante soziale Ängsten mit periodischer phobischer Ver-
hinderung und einfachen Phobien für Fliegen und Schwimmen entwi-
ckelt. Die Arbeit habe sie im Jahr 1995 aufgrund „severe anxiety disor-
der related dysfunction“ endgültig aufgegeben. Die Panikattacken, die 
Agoraphobie  und  die  weiteren  Phobien  hätten  sie  daran  gehindert, 
wieder zu arbeiten. Seither lebe sie in Indien in relativer Isolation. Die 
Ärztin stellt  fest, dass die Patientin unter Therapie (Psychopharmaka 
und Psychotherapie) weiterhin unter „Panic Disorder with Agoraphobie 
und Social Phobia“ leide und deshalb nicht oft ausgehe, die Depressi-
onssymptome  und  die  (Gelenk-)Schmerzsymptome  hätten  sich  ver-
bessert. Trotzdem bleibe das Angst- und Vermeidungsverhalten in spe-
zifischen  Situationen  mit  Konzentrationsverlust,  sehr  leichter  Ermü-
dung  bei  minimaler  Arbeit,  periodischer  Wahrnehmung,  relativiertem 
Selbstgefühl  und  Funktionsfähigkeit.  Schliesslich  beurteilt  die  Ärztin 
die Arbeitsunfähigkeit (dysfunction) auf 65 – 75%.

5.3
5.3.1 Der  RAD (Dr. D._______)  stellt  aufgrund dieses  Berichts  fest, 
die bisher bekannten psychiatrischen Störungen würden bestätigt. Die 
Symptome der Depression hätten sich verbessert. Für die Tätigkeit als 
Sozialarbeiterin seien diese Störungen ohne Bedeutung. Die von der 
Psychiaterin  bezeichnete „Dysfunktion“ sei  nicht  nachvollziehbar  und 
könne nicht  mit  einer funktionellen Behinderung im bisherigen Beruf 
begründet werden.

5.3.2 Dr.  B._______  kommt  indes  am  13.  Dezember  2006  zum 
Schluss, die Expertise sei deshalb zu relativieren, weil die behandeln-
de  Ärztin  sie  verfasst  habe,  und  ein  behandelnder  Arzt  könne  nicht 
ohne Berücksichtigung des Vertrauensverhältnis zur Patientin eine Ex-
pertenmeinung ausdrücken. Aus medizinischer Sicht fehle eine funktio-
nelle Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als So-

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zialarbeiterin aufgrund der beschriebenen aktuellen psychischen Prob-
leme. Er verlangt, das Dossier noch Dr. C._______, der das psychiatri-
sche Gutachten veranlasst habe, vorzulegen und stellt fest, das Gut-
achten genüge nicht, um die Frage nach der psychiatrischen Komorbi-
dität rechtsgenüglich zu beantworten.

5.3.3 Der Psychiater  Dr. F.________ stellt  in seiner kurzen Stellung-
nahme am 25. April 2007 fest, die Diagnose sei eindeutig Somatofor-
me Schmerzstörung  und  alle  weiteren  Diagnosen  (Tinnitus,  Chronic 
Fatigue, Vertigo usw.) könnten darunter subsumiert  werden. Aufgrund 
des ausführlichen Berichts vom 3. Juli 2007 werde in dessen komplet-
ten Psychostatus kein einziges pathologisches psychiatrisches Symp-
tom genannt, das nicht wiederum zu der Somatoformen Schmerzstö-
rung gerechnet  werden könne,  weshalb  evident  sei,  dass hier  keine 
Komorbidität vorliege.

5.4 Der Psychiater  und Psychotherapeut  Dr. G._______ stellt  in sei-
nem Gutachten einleitend fest, er habe die Patientin im Rahmen psy-
chotherapeutischer Sitzungen im August  und September 2008 gese-
hen. Er diagnostiziert ein willentlich und objektiv nicht beeinflussbares 
Schmerzsyndrom  seit  dem  Jahr  2003.  Diese  Schmerzen  könnten 
durch  Schmerzmedikamente  nicht  beeinflusst  werden,  eine  gewisse 
Wirkung habe ein Antidepressivum. Die separaten Rückenschmerzen 
der Patientin seien mit Schmerzmitteln eindeutig günstig beeinflussbar. 
Die vorbestehenden psychiatrischen Syndrome und Symptome seien 
heute als komorbid zu betrachten. Gewisse Symptome hätten sich in 
Abhängigkeit  der  chronischen  Schmerzen  eindeutig  verschlechtert. 
Diese Störungszunahme sei dem chronischen Schmerzsyndrom zuzu-
schreiben, bzw. als sekundär zu betrachten, d.h. eine Folge des invali-
disierenden Haupt- oder Primärleidens. Weiter stellt er als seit Jahren 
– vor November 2003 – vorhandene psychiatrisch relevante Störungen 
unter Angabe der entsprechenden ICD-Codes fest: Eine (heute psychi-
atrisch-medikamentös behandelte) rezidivierende depressive Störung, 
mittelgradige Episoden mit somatischem Syndrom auf dem Boden ei-
ner Dysthymia, Angst- und depressive Störung gemischt, soziale Pho-
bie, Tendenz zu agoraphobischer und hypochondrischer Störung, so-
wie,  wenn auch streng genommen nicht  psychiatrisch,  Tinnitus,  wel-
cher für die Patientin sehr beeinträchtigend sei.

Nach einer eindrücklichen Familien- und Patientenanamnese mit vie-
len  (psychischen)  Krankheitsphasen  seit  der  Kindheit  und  Beschrei-

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bung  der  heutigen  Schmerz-Situation  inklusive  der  medikamentösen 
Behandlung geht er davon aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrem 
Beruf mit den Dauerschmerzen sicher zu 100% arbeitsunfähig sei. Es 
sei wegen der Dauerschmerzen in den Fingern auch schwierig, zu tip-
pen und gehe,  wenn überhaupt,  nur sehr langsam und mühsam. Im 
Haushalt  brauche sie phasenweise Hilfe. Dr. I._______ habe im Jahr 
2005 eine Restarbeitsfähigkeit von 30% festgestellt. Er schätze die Ar-
beitsfähigkeit  der Patientin  – wenn sie diese zeitlich an ihr  Befinden 
koppeln könne, auf 20% Arbeitsfähigkeit ein. Er schliesst seine Beur-
teilung  damit,  dass  die  Patientin  durch  ihre  dauernden  Schmerzen 
massiv  beeinträchtigt  sei.  Durch  den  gestörten  Schlaf  sei  sie  er-
schöpft. Die vorbestehenden psychiatrischen Störungen würden per-
sistieren und deren Symptome hätten sich seit November 2003 teilwei-
se  verstärkt.  Die  Arbeitsunfähigkeit  werde  sich  auf  absehbare  Zeit 
nicht verändern.

5.5 In  seiner  Stellungnahme  vom  24.  November  2007  stellt 
Dr. F._______ zwar fest, die vielfältigen Schmerzen seien eindringlich 
beschrieben und nachvollziehbar. Jeder Psychiater spreche sich hier 
für  eine  Arbeitsunfähigkeit  aus.  Auch  frühere  Berichte  würden  eine 
substantielle  Arbeitsunfähigkeit  bestätigen,  aber  immer  aufgrund der 
Somatoformen  Schmerzstörung.  Gemäss  bundesgerichtlicher  Recht-
sprechung  sei  indes  die  Komorbidität  zu  beurteilen. Der  Bericht  sei 
qualitativ  gut.  Die  eindrückliche  Familien-  und  Patientenanamnese 
habe die Patientin aber bisher nicht derart gehindert, dass sie arbeits-
unfähig geworden wäre. Die beschriebenen depressiven Stimmungen 
führt  er  reaktiv  auf  die Schmerzstörung zurück. Nach seiner Ansicht 
sei  es der Patientin unter Aufbringung allen guten Willens zumutbar, 
ihre Schmerzen zu überwinden. Jedenfalls bestehe keine eigenständi-
ge psychiatrische Komorbidität von einer Schwere, die Krankheitswert 
habe. 

6.
6.1 Das  Bundesgericht  führt  in  BGE  130  V  352  zur  somatoformen 
Schmerzstörung aus: 

„Das  Vorliegen  eines  fachärztlich  ausgewiesenen  psychischen  Leidens 
mit  Krankheitswert  -  worunter  anhaltende somatoforme Schmerzstörun-
gen grundsätzlich fallen -  ist  aus  rechtlicher  Sicht  wohl  Voraussetzung, 
nicht  aber  hinreichende  Basis  für  die  Annahme  einer  invalidisierenden 
Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  (...).  Namentlich  vermag  nach  der 
Rechtsprechung eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerz-

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störung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität 
führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 
IVG zu bewirken (...). Ein Abweichen von diesem Grundsatz fällt nur in je-
nen Fällen in Betracht, in denen die festgestellte somatoforme Schmerz-
störung nach Einschätzung des Arztes eine derartige Schwere aufweist, 
dass der versicherten Person die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeits-
kraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver Betrachtung (...) sozial-praktisch 
nicht mehr zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist (...). 
Die - nur in Ausnahmefällen anzunehmende - Unzumutbarkeit  einer wil-
lentlichen  Schmerzüberwindung  und  eines  Wiedereinstiegs  in  den  Ar-
beitsprozess setzt jedenfalls das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch 
ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä-
gung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit 
gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien voraus. So sprechen 
unter  Umständen  (1)  chronische  körperliche  Begleiterkrankungen  und 
mehrjähriger  Krankheitsverlauf  bei  unveränderter  oder  progredienter 
Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener sozia-
ler Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeu-
tisch nicht  mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss-
glückten,  psychisch  aber  entlastenden  Konfliktbewältigung  (primärer 
Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]; (...) oder schliesslich (4) un-
befriedigende  Behandlungsergebnisse  trotz  konsequent  durchgeführter 
ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit un-
terschiedlichem  therapeutischem  Ansatz)  und  gescheiterte  Rehabilita-
tionsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der 
versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der soma-
toformen Schmerzstörung“ (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit vielen weiteren 
Hinweisen auf Praxis und Literatur).

Letztlich  entscheidend  ist  stets,  ob  die  betroffene  Person,  von  ihrer 
psychischen Verfassung her besehen, objektiv an sich die Möglichkeit 
hat, trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen 
(vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.4; Verweis bei  ULRICH MEYER,  Die Recht-
sprechung  zur  Arbeitsunfähigkeitsschätzung  bei  somatoformen 
Schmerzstörungen, in: RENÉ SCHAFFHAUSER/FRANZ SCHLAURI [HRSG.], Medi-
zin und Sozialversicherung im Gespräch, St. Gallen 2006 S. 211, 213).

6.2 Im Vergleich der verschiedenen Beurteilungen ist im vorliegenden 
Fall  festzustellen,  dass  sowohl  die behandelnde Ärztin  in  Indien wie 
auch der behandelnde Arzt in der Schweiz übereinstimmend langdau-
ernde psychische Erkrankungen beschreiben, die mit Psychopharma-
ka  behandelt  werden.  Allerdings  fehlen  im  eingeholten  Bericht  von 
Dr. E._______ jegliche ICD-Codes. Anzumerken ist ausserdem, dass 
die  Krankengeschichte  auf  den  Angaben  der  Patientin  beruht, 

Seite 17

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jedenfalls finden sich keine Angaben im Bericht, auf welche weiteren 
Unterlagen  sich  die  Expertin  stützt.  Bei  Dr.  E._______  stehen  die 
psychischen Störungen im Vordergrund, insbesondere Angststörungen 
mit  starkem Rückzug und Isolation  sowie  depressive Störungen,  die 
unter  Therapie  verbessert  worden  seien.  Dr.  G._______  stellt  die 
Schmerzproblematik  – unter  Diversifikation zwischen behandelbaren, 
somatisch unbestritten vorhandenen Schmerzen im Rücken und der in 
der  Fibromyalgie  begründeten  mit  Psychopharmaka  ansatzweise 
behandelbaren  Schmerzen  (schmerzdistanzierend)  –  in  den 
Vordergrund,  aber  im  Kontext  mit  seit  Jahren  vorhandenen 
psychiatrisch relevanten Störungen.

6.3 Bei  beiden  Psychiatern,  die  den  Gesundheitszustand  der  Be-
schwerdeführerin  beurteilt  haben,  handelt  es  sich  um  behandelnde 
Ärzte, bei der Ärztin in Indien besteht eine regelmässige Behandlung 
seit zwölf Monaten. 

Insbesondere beim Bericht von Dr. E._______ ist  festzustellen,  dass 
dieser  nicht  einem unabhängigen Gutachten mit  einer  für  Schweizer 
Gutachten üblichen Begründungsdichte entspricht. Dr. B._______ vom 
RAD  stellte  fest,  diese  Expertise  reiche  nicht  aus,  um  rechtsge-
nügende Schlüsse zur psychiatrischen Komorbidität zu ziehen. 

6.4 Dr. D._______ und Dr. F._______ schliessen – aufgrund der Akten 
– eine vorhandene Komorbidität aus. Dr. F._______ übersieht dabei die 
Vorbehalte von Dr. B._______. Auch ist aus seinen Beurteilungen nicht 
ersichtlich, wie weit er die umfangreich beschriebenen psychiatrischen 
Krankheiten  unter  Berücksichtigung  der  Dauer  dieser  Erkrankungen 
und der seit 1995 geltend gemachten faktisch dauerhaft vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit mit verschiedenen Versuchen, wieder eine Tätigkeit 
aufzunehmen,  als  solche  berücksichtigt.  Es  erscheint  zudem  wider-
sprüchlich,  wenn Dr. F._______ gleichzeitig  ausführt,  das  Gutachten 
von  Dr. G._______  sei  sorgfältig  und  glaubwürdig  und  unter  diesen 
Umständen  würde  jeder  Psychiater  sich  für  eine  Arbeitsunfähigkeit 
aussprechen; es handle sich hier aber um ein Parteigutachten. Es fehlt 
gerade  bei  Dr.  F._______  eine  Auseinandersetzung  des  konkreten 
Gesundheitszustands  im  Rahmen  der  obgenannten  Kriterien  des 
Bundesgerichts  zum Schmerzsyndrom bezüglich  Chronifizierung  der 
Erkrankung und Dauer, sozialem Rückzug, therapeutisch angehbarem 
innerseelischen  Verlauf,  Ergebnissen  bezüglich  der  Behandlungs-
versuche. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, wie der RAD bei der 

Seite 18

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vorliegend  von  zwei  Psychiatern  ausführlich  dargelegten  Kranken-
geschichte und dem beschriebenen gesundheitlichen Zustand davon 
ausgeht,  der  Beschwerdeführerin  sei  weiterhin  vollschichtig  die  – 
psychisch und mental  anspruchsvolle  – Tätigkeit  als  Sozialarbeiterin 
zumutbar.  Arbeitsmedizinische  Ausführungen  zu  weiteren  möglichen 
Tätigkeiten fehlen. Im Übrigen fehlt in den Beurteilungen des RAD ab 
Oktober 2006 – nach Einholung des zusätzlichen psychiatrischen Be-
richts  –  auch  eine  Gesamtsicht  zu  weiteren  gesundheitlichen  Ein-
schränkungen  aufgrund  der  vorhandenen  umfangreichen  medizini-
schen Akten, auch dazu, dass die Beschwerdeführerin im August 2006 
geltend gemacht hatte, die Rückenprobleme hätten sich verschlechtert 
und diesbezügliche neue Akten nachreichte (siehe oben Sachverhalt 
C.a). 

6.5 Zusammenfassend stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass 
die vorliegenden Stellungnahmen des RAD nicht den vom Bundesge-
richt aufgestellten Anforderungen an (versicherungsinterne) medizini-
sche  Beurteilungen  bezüglich  Schlüssigkeit,  Nachvollziehbarkeit  und 
Begründetheit entsprechen (siehe oben E. 4.6) sowie widersprüchlich 
und  unvollständig  sind.  Zudem  bestehen  deutliche  Differenzen  zwi-
schen den Beurteilungen der RAD-Ärzte selbst und der beiden behan-
delnden Psychiatern. Unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung  zur  somatoformen  Schmerzstörung  (siehe  oben 
E. 6.1)  ist  es  dem Bundesverwaltungsgericht  ohne  die  medizinische 
Fachkenntnis indes nicht möglich, abschliessend zu beurteilen, ob hier 
eine  eigenständige  psychiatrische  Komorbidität  und  damit  ein  Aus-
nahmefall  im  Sinne  dieser  Rechtsprechung  vorliegt,  womit  die  Be-
schwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hätte.

Somit ist festzustellen – wie die Beschwerdeführerin mehrfach gerügt 
hat – dass vorliegend der Sachverhalt nicht entsprechend den gesetz-
lichen Anforderungen abgeklärt wurde. Insoweit beruft sich die Vorin-
stanz unzulässigerweise auf  die antizipierte Beweiswürdigung (siehe 
oben  E. 3.2.2).  Im  Übrigen  ist  anzumerken,  dass  der  RAD gemäss 
Art. 49 Abs. 2 IVV bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Ver-
sicherten durchführen darf  (Bestimmung in Kraft seit 1. Januar 2004, 
AS 2003 3859). Weshalb diese Möglichkeit nicht wahrgenommen wur-
de, obwohl die Beschwerdeführerin dies explizit beantragt hatte, kann 
hier offen bleiben. 

Seite 19

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6.6 Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und – soweit darin die Auf-
hebung der Verfügung und die Rückweisung der Angelegenheit an die 
Vorinstanz zur Ermittlung des relevanten Sachverhalts beantragt wur-
de – die Verfügung vom 7. Mai 2007 aufzuheben. Die Angelegenheit 
wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zur erneu-
ten Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Dabei  ist  die  Be-
schwerdeführerin  –  wie  explizit  beantragt  –  in  der  Deutschschweiz 
rheumatologisch,  orthopädisch,  neurologisch  und  psychiatrisch  mit 
entsprechender Labor- und Bildgebungstechnik sowie – falls im Sinne 
der Erwägungen notwendig – internistisch umfassend und unabhängig 
zu  begutachten. Aufgrund  der  erlangten  Erkenntnisse  zu  den  Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit  im bisherigen Beruf  und in einer 
allfälligen (zu bestimmenden) Verweistätigkeit  hat die Vorinstanz den 
Invaliditätsgrad zu berechnen und neu zu verfügen.

6.7 Unter diesen Umständen ist auf die Rügen, das rechtliche Gehör 
sei ungenügend gewährt und die Verfügung sei nicht gemäss gesetz-
lichen Voraussetzungen begründet worden, nicht weiter einzugehen.

7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.

7.1 Weder  der  unterliegenden  Vorinstanz  noch  der  obsiegenden 
Beschwerdeführerin  sind  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art.  63 
Abs. 1  und  2  VwVG).  Der  Beschwerdeführerin  ist  der  geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 400.-- zurückzuerstatten.

7.2 Der obsiegenden Partei kann nach Massgabe ihres Erfolges von 
Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachse-
ne notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen wer-
den (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2). 

Da keine Honorarnote eingereicht wurde, ist die Höhe der Entschädi-
gung aufgrund der Akten zu bestimmen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter 
Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands wird die Parteientschä-
digung  auf  Fr.  2'500.--  festgelegt.  Diese  ist  von  der  Vorinstanz  zu 
leisten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Seite 20

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1.
Die Beschwerde wird  in  dem Sinne gutgeheissen,  als  dass die  Ver-
fügung  vom 7. Mai  2007  aufgehoben und  die  Angelegenheit  an  die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung 
im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  vorliegende  Verfahren  eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'500.-- zugesprochen. Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstat-
tungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. 756.3379.8734.68)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 

Seite 21

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beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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