# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a213916-4445-5d1d-89ff-5c92023f7e23
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.07.2009 UV 2008/104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-104_2009-07-13.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/104

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 13.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 13.07.2009
Art. 18 UVG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG: Invaliditätsbemessung nach 
unfallbedingter Lisfranc-Luxationsfraktur. Bemessung des 
Invalideneinkommens anhand von DAP-Profilen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Juli 2009, UV 
2008/104).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiber Benedikt Fässler

Entscheid vom 13. Juli 2009

in Sachen

J.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a   Am 13. September 2005, stürzte J.___, geboren 1955, angelernter Baumonteur 

bei der A.___, bei der Fensterdemontage von einer Leiter und trug sich eine Lisfranc-

Luxationsfraktur des linken Fusses zu. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

A.b   Am 30. März 2007 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. B.___, Facharzt 

FMH für Chirurgie, untersucht. Dr. B.___ stellte als Folgen des Unfalls folgende 

Diagnosen: Lisfranc-Luxationsfraktur links, offen reponiert, Arthrodese TMT I-Gelenk 

mit Schraube und TMT II bis V mit Kirschnerdrähten, Metallentfernung; Narbenallodynie 

und Verdacht auf Dystrophie; Verdacht auf Lisfranc-Arthrose (act. G 8.1/91.2). Als 

unfallfremde Beschwerden stellte er folgende Diagnosen: Chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom links und Spondylarthropathie bei muskulärer Dys­

balance und Morbus Bechterew; Metabolisches Syndrom mit Diabetes mellitus Typ II, 

arterieller Hypertonie, Adipositas und Hyperlipidämie; Dyspepsie; seit sechs Jahren 

bekannte depressive Störung (act. G 8.1/91). Bezüglich der unfallbedingten 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kam Dr. B.___ zum Ergebnis, dass der Versicherte 

in einer angepassten Tätigkeit unter Einhaltung einer verlängerten Pause von einer 

Stunde jeweils vormittags und nachmittags künftig ganztägig arbeitsfähig wäre (act. 

G 8.1/91.2). Der Einschätzung von Dr. B.___, welche dieser im Rahmen einer 

ergänzenden Beurteilung am 2. August 2007 nochmals bestätigte (act. G 8.1/115), 

wurde vom Kantonsspital St. Gallen nach Untersuchung vom 4. Juli 2007 beigepflichtet 

(act. G 8.1/112).

A.c   Mit Verfügung vom 24. Januar 2008 (act. G 8.1/125) sprach die Suva dem 

Versicherten ab dem 1. Januar 2008 eine Invalidenrente aufgrund eines 

Invaliditätsgrades von 46 % und eine Integritätsentschädigung für eine 

Integritätseinbusse von 20 % zu. Das Valideneinkommen wurde von der Suva mit 

Fr. 73'368.-- festgesetzt. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ging die Suva 

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von einer gemäss Dr. B.___ zumutbaren Erwerbstätigkeit aus. Unter Heranziehung von 

fünf Arbeitsplätzen mit zumutbarem Tätigkeitsprofil aus der Internen Dokumentation 

von Arbeitsplätzen (DAP) ermittelte die Beschwerdegegnerin ein 

Durchschnittseinkommen aller DAP's von Fr. 52'463.--. Durch die aus ärztlicher Sicht 

nötige Einschaltung von 2 zusätzlichen Stunden Pause pro Tag ergebe sich bei 

Zugrundelegung einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden eine 

Beeinträchtigung von 24 %. Gestützt darauf wurde das Invalideneinkommen mit 

Fr. 39'872.-- (Fr. 52'463.-- abzüglich 24 %) festgesetzt. (act. G 8.1/122 und 123).

B.       

Mit Eingabe vom 28. Februar 2008 und Ergänzung vom 5. Mai 2008 erhob der 

Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Gallen, 

Einsprache gegen die Verfügung vom 24. Januar 2008 (act. G 8.1/126-131). Der 

Rechtsanwalt beantragte die Zusprechung einer höheren Invalidenrente entsprechend 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 48,5 % und einer Integritätsentschädigung von 

mindestens 25 %. Bezüglich der Berechnung des Invaliditätsgrads rügte der 

Rechtsanwalt, es müsse von einem höheren Valideneinkommen von mindestens 

Fr. 77'313.-- ausgegangen werden (act. G 8.1/131). Mit Einspracheentscheid vom 15. 

Juli 2008 wies die Suva die Einsprache ab (act. G 1.1/1 und act. G 8.1/134).

C.       

C.a   Am 15. September 2008 erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch 

Rechtsanwalt Niedermann, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid an das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (act. G 1). Darin beantragt er die 

Zusprechung einer Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von mindestens 

67 %. Beim Valideneinkommen sei, wie schon in der Einsprache geltend gemacht, von 

Fr. 77'313.-- auszugehen. In der Beschwerde wird neu auch das Invalideneinkommen 

bestritten. Zur Begründung verweist der Anwalt auf ein bidisziplinäres Gutachten der 

Klinik Valens vom 17. März 2008, wonach die unfallbedingte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit 50 % betrage (act. 

G 1.1/3 S. 31). Infolge des vorgerückten Alters von 53 Jahren, des Ausländerstatus und 

der minimalen Schul- und Deutschkenntnisse sei zudem vom Durchschnitt der 

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Minimaleinkommen der DAP-Profile von Fr. 48'829.-- und nicht vom 

Durchschnittseinkommen von Fr. 52'463.-- auszugehen. Somit ergebe sich bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 24'415.--, was selbst bei 

Zugrundelegung des bestrittenen Valideneinkommens von Fr. 73'368.-- zu einem 

Invaliditätsgrad von 67 % führen würde. Mit Beschwerdeantwort vom 24. November 

2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 8).

C.b   Am 9. Januar 2009 wurde dem Beschwerdeführer vom Präsidenten des 

Versicherungsgerichts die unentgeltliche Rechtsverbeiständung genehmigt (act. G 16). 

Mit Schreiben vom 12. März 2009 verzichtete der Rechtsanwalt des 

Beschwerdeführers nach mehrmaliger Fristerstreckung auf die Einreichung einer Replik 

(act. G 21).

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitgegenstand bildet einzig die Festsetzung des Invaliditätsgrades. Die 

Festsetzung der Integritätsentschädigung auf 20 % wird in der Beschwerde nicht mehr 

angefochten. Diesbezüglich ist der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2008 in 

Rechtskraft erwachsen.

1.2    Gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat ein Versicherter Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn er infolge des 

Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

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ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG). Beim Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG darf nicht einfach 

darauf abgestellt werden, welche Arbeitsleistung der Versicherte nach dem Unfall 

tatsächlich erbracht hat und was er dabei verdient hat. Entscheidend ist, was der 

Versicherte trotz der Unfallfolgen zumutbarerweise noch zu erwerben fähig ist.

2.        

2.1    Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist als Ausgangspunkt vom vor 

Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen. Dabei sind neben 

dem Grundlohn auch weitere Lohnbestandteile wie Vergütungen für regelmässig 

geleistete Überstunden zu berücksichtigen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. 

Auflage, 2009, Art. 16 Rz. 12 f.).

2.2    Das Valideneinkommen wurde von der Beschwerdegegnerin mit Fr. 73'368.-- 

festgesetzt (act. G 8.1/123). Sie stützte sich dabei auf Angaben der Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers, der A.___, für das Jahr 2007 (act. G 8.1/89 und 136). Danach 

beträgt die monatliche Arbeitszeit nach Gesamtarbeitsvertrag 180.3 Stunden 

(Jahresarbeitszeit x 12) bei einem Stundenansatz von Fr. 29.--. Dazu kommen Fr. 2.41 

pro Stunde als Gratifikation und Fr. 2.50 pro Stunde als Bauüberschuss, so dass sich 

gesamthaft ein Stundenlohn von Fr. 33.91 ergibt. Daraus ergibt sich das von der 

Beschwerdegegnerin berechnete Valideneinkommen von Fr. 73'368.-- (Fr. 33.91 x 

180.3 x 12). Der Anwalt des Beschwerdeführers macht geltend, das Valideneinkommen 

des Beschwerdeführers setze sich neben dem Grundgehalt zu einem erheblichen Teil 

aus leistungsabhängigen Zuschüssen (Akkord, Regie, etc.) zusammen. Dies ergebe 

sich u.a. aus der Berechnung des Jahresverdienstes von Fr. 83'993.-- für die Periode 

vom 13. September 2004 bis 12. September 2005 (act. G 8.1/118). Nach Abzug der 

Kinderzulagen in Höhe von Fr. 6'680.--, auf welche seit 2007 kein Anspruch mehr 

besteht, betrage das Valideneinkommen somit mindestens Fr. 77'313.-- (act. G 1 und 

act. G 8.1/131.1). In ihrem Einspracheentscheid hält die Beschwerdegegnerin 

demgegenüber fest, die Angaben des Betriebes seien klar und überzeugend und der 

vom Versicherten behauptete höhere Lohn sei nicht mit rechtsgenüglicher 

Wahrscheinlichkeit nachweisbar (act. G 1.1/1). In ihrer Beschwerdeantwort (act. G 8) 

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weist sie darauf hin, dass die Angaben zum Validenlohn von der Arbeitgeberin (A.___) 

am 20. November 2008 unterschriftlich bestätigt wurden (act. G 8.1/136). Zudem seien 

die in der Einsprache angesprochenen Bauzuschüsse bei der Berechnung des 

Validenlohns sehr wohl mitberücksichtigt worden (vgl. act. G 8.1/89 und 136, Position 

Bauüberschuss/Std.). Auch sei gegenüber 2005 eine Lohnerhöhung berücksichtigt 

worden.

2.3    Dem Beschwerdeführer ist zuzugestehen, dass die Beschwerdegegnerin die auch 

nach Abzug der Kinderzulagen noch erhebliche Differenz zwischen dem versicherten 

Verdienst und dem angenommenen Valideneinkommen nicht erläutert. Betrachtet man 

jedoch den für die Berentung massgeblichen Zeitraum vom 13. September 2004 bis 

zum 12. September 2005 (vgl. Art. 22 Abs. 4 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]), zeigt sich, dass Akkord- und Regiezulagen 

unregelmässig ausbezahlt wurden. Zudem erfolgte im Mai 2005 eine "Auszahlung 

Vorholzeiten" in der Höhe von Fr. 4'828.-- (vgl. act. G 8.1/118). Nach Angaben der 

Arbeitgeberin handelt es sich dabei um eine Auszahlung für Überzeiten (act. 

G 8.1/118.1). Dadurch lässt sich der relativ hohe versicherte Jahresverdienst von 

Fr. 83'399.-- erklären. Betrachtet man demgegenüber die AHV-pflichtige Lohnsumme 

für das Jahr 2004, beträgt diese lediglich Fr. 71'954.-- (act. G 8.1/118.3). Vor diesem 

Hintergrund erscheinen die Angaben der Arbeitgeberin nachvollziehbar. Diese hat unter 

der Position Bauüberschuss/Std. einen Zuschlag von Fr. 2.50 pro Arbeitsstunde 

berechnet. Damit dürften die unregelmässig ausbezahlten Akkordzuschüsse und 

Regiezulagen abgegolten sein. Dass Überzeiten regelmässig geleistet und abgegolten 

wurden, ist nicht nachgewiesen. Die Beschwerdegegnerin geht zudem bei der 

Berechnung von der monatlichen Arbeitszeit von 180.3 Stunden gemäss 

Gesamtarbeitsvertrag und nicht von der leicht niedrigeren betriebsüblichen Arbeitszeit 

von 41.5 Stunden pro Woche aus. Damit werden einige Überstunden bereits 

einkalkuliert. Das aufgrund der Angaben des Arbeitgebers festgelegte Validen­

einkommen von Fr. 73'368.-- ist somit nicht zu beanstanden.

3.        

3.1    Die Beschwerdegegnerin hat bezüglich der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit auf 

die Beurteilung von Dr. B.___ abgestellt. Dieser führt wörtlich aus: "Von seiten des 

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Fusses sind lange Gehstrecken, vor allem in unebenem Gelände und wiederholtes 

Treppensteigen eingeschränkt. Zu vermeiden ist das Besteigen von Leitern und 

Gerüsten sowie das Heben von schweren Gewichte, leichte Gewichte bis 5 kg häufig, 

Gewichte bis 10 kg gelegentlich, bevorzugt auf Tischhöhe, Vermeiden vom Boden 

wegen Eingehen in kauernde und knieflektierende Stellungen. In einer angepassten 

Tätigkeit vorwiegend sitzend, im Raum stehend und gehend wäre der Patient unter 

vorgenannten Einschränkungen vollschichtig künftig einsetzbar, aktuell unter 

theoretisch Einhalten einer verlängerten Pause von einer Stunde jeweils vormittags und 

nachmittags." (act. G 8.1/91.2). Infolge der zusätzlichen 2 Stunden Pause pro Tag 

ergibt sich bei Zugrundelegung einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

(durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 2007 gemäss Daten des 

Bundesamts für Statistik; http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/02-/

blank/data/07.html) in einer leidensangepassten Tätigkeit eine unfallbedingte 

Einschränkung von 24 % (act. G 8.1/123).

3.2    Der Anwalt des Beschwerdegegners macht geltend, die Arbeitsfähigkeit betrage 

unfallbedingt nur 50 % (act. G 1). Er stützt sich dabei auf ein bidisziplinäres Gutachten 

der Klinik Valens vom 17. März 2008, worin die Gutachter die unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit für eine leichte wechselbelastende Tätigkeit mit 50 % einschätzten. 

Dabei sollten Arbeiten wie Heben und Tragen und Arbeiten über Kopfhöhe sowie 

vorgeneigtes Sitzen und Stehen nur selten (rund 10 %) vorkommen (act. G 1.1/3 S. 31). 

In ihrer Beschwerdeantwort spricht die Beschwerdegegnerin dem Gutachten der Klinik 

Valens jegliche Beweistauglichkeit ab (act. G 8). Sie stützt sich dabei auf eine ärztliche 

Beurteilung vom 17. November 2008 durch Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie FMH, SUVA Versicherungsmedizin (act. G 8.1/135). Dr. C.___ kritisiert, dass 

die Gutachter der Klinik Valens nicht ausführten, wie der Wert von 50 % 

Arbeitsunfähigkeit errechnet wurde bzw. auf welche Daten bei der Quantifizierung in 

Prozentwerte abgestellt wurde. Ferner sei nicht ersichtlich, inwiefern die Feststellung 

der Gutachter, die Resultate der ergonomischen Tests seien wegen erheblicher 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz zur Beurteilung der 

zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar (act. G 1.1/3 S. 20 ff.), in die 

Beurteilung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit eingeflossen sei (act. G 8.1/135 S. 5 

und 8). Die Beschwerdegegnerin macht zudem geltend, die Tatsache, dass die 

Gutachter die Frage nach der krankheitsbedingten Leistungseinschränkung einerseits 

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und der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit andererseits identisch beantwortet hätten 

(vgl. act. G 1.1/3 S. 30 f.), zeige, dass sie keine Differenzierung zischen krankheits- und 

unfallbedingten Ursachen träfen (act. G 8 Ziff. 5.3). Die Kritik am Gutachten der Klinik 

Valens ist berechtigt. Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, gestützt auf welche Daten 

die Gutachter zu ihrer Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit gelangt sind. Insbesondere 

ist nicht ersichtlich, warum die Gutachter bezüglich der krankheits- und unfallbedingten 

Beschwerden zu einem identischen Behinderungsprofil gelangt sind. So ist z.B. in 

keiner Weise nachvollziehbar, inwiefern die unfallkausalen Beschwerden am Fuss dazu 

führen sollten, dass der Beschwerdegegner nicht mehr zu Arbeiten über Kopfhöhe 

sowie vorgeneigtem Sitzen oder Stehen in der Lage sein sollte (vgl. act. G 1.1/3 S. 31). 

Es muss angenommen werden, dass nicht zwischen unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit 

wegen der Fussbeschwerden und krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit infolge der 

Beschwerden vorab am Rücken sowie derjenigen psychischer Natur differenziert 

wurde. Die Beurteilung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit durch die Gutachter der 

Klinik Valens ist somit nicht verwertbar. Die Beschwerdegegnerin hat nach dem 

Gesagten bezüglich der zumutbaren Arbeitstätigkeit somit zu Recht auf die Beurteilung 

von Dr. B.___ abgestellt und daraus korrekt eine unfallbedingte Einschränkung von 

24 % ermittelt.

3.3    Die von der Beschwerdegegnerin ausgewählten fünf DAP-Arbeitsplätze (act. 

G 8.1/122.1 bis 122.10) sind den behinderungsbedingten Einschränkungen des 

Beschwerdeführers angepasst. Keiner der fünf Arbeitsplätze erfordert längere 

Gehstrecken. Kurze Strecken bis 50 Meter sind nur selten bis manchmal 

zurückzulegen. Auch das Heben von schweren Gewichten ist an keinem der 

Arbeitsplätze erforderlich. Zudem besteht an allen Arbeitsplätzen die Möglichkeit zum 

Einschalten von Pausen. Etwas höhere körperliche Anforderungen stellt nur die 

Tätigkeit als Punktschweisser (DAP-Nr. 9831; act. G 8.1/122.7). Hier müssen sehr oft 

Gewichte bis zu 5 kg, selten auch bis 10 kg bis auf Lendenhöhe gehoben werden. 

Gewichte bis 5 kg müssen oft auch über Brusthöhe gehoben werden. Selten müssen 

auch Gewichte über 5 kg über Brusthöhe gehoben werden. Die in E. 3.1 zitierte 

Beurteilung der unfallbedingten Einschränkungen durch Dr. B.___ ist jedoch 

dahingehend zu interpretieren, dass dem Beschwerdeführer das häufige Heben von 

leichten Gewichten bis 5 kg, gelegentlich auch bis 10 kg, bevorzugt auf Tischhöhe, 

zumutbar ist. Diese Einschätzung wird gestützt durch die Beurteilung durch Dr. C.___, 

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der die DAP-Tätigkeiten explizit als zumutbar erachtet, da diese ausgesprochen 

geringe Anforderungen an Heben und Tragen und praktisch keinerlei Anforderungen an 

die Belastbarkeit des Fusses stellten (act. G 8.1/135, S. 4 und 9). Somit erscheint auch 

das DAP-Profil mit den höchsten körperlichen Anforderungen dem Beschwerdeführer 

noch zumutbar.

3.4    Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus 

abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung, 

zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben zu machen über die 

Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden 

dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den 

Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden 

Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die 

Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die 

Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs 

einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 129 V 472 

E. 4.2.2). Im vorliegenden Fall liegen die erforderlichen Angaben vor (act. G 8.1/122). 

Daraus ergibt sich, dass die Gesamtzahl der in Frage kommenden Arbeitsplätze 90 

beträgt und sich das Mittel aus den Durchschnittslöhnen dieser Arbeitsplätze auf 

Fr. 49'170.-- beläuft bei einem Minimallohn (1. Dezil) von Fr. 37'523.-- und einem 

Maximallohn (9. Dezil) von Fr. 64'998.--. Der Durchschnittslohn aus den 5 von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profilen von Fr. 52'463.-- liegt zwar über dem 

Mittel der Durchschnittslöhne aller in Frage kommenden DAP-Profile von Fr. 49'170.--. 

Das der Beschwerdegegnerin zustehende Auswahlermessen gilt jedoch als gewahrt, 

wenn das aus den fünf massgeblichen DAP-Blättern ermittelte Invalideneinkommen 

nicht mehr als 10 % vom Durchschnitt der Durchschnittslöhne abweicht (vgl. Stefan A. 

Dettwiler, Suva "DAP"t nicht im Dunkeln, in: SZS 50/2006 S. 6 ff., 12).

3.5    Der Anwalt des Beschwerdeführers macht geltend, aufgrund des vorgerückten 

Alters von 53 Jahren, des Ausländerstatus und der minimalen Schul- und 

Deutschkenntnisse sei vom Durchschnitt der Minimaleinkommen der DAP-Profile von 

Fr. 48'829.-- und nicht vom Durchschnittseinkommen von Fr. 52'463.-- auszugehen 

(act. G 1). Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung sind im Rahmen des DAP-

Systems leidensbedingte Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht und damit nicht 

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zulässig, weil den spezifischen Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit bereits bei 

der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen wird (BGE 129 V 472 

E. 4.2.3). Bezüglich weiterer beruflicher und persönlicher Umstände besteht jedoch ein 

gewisser Spielraum. Da auf den DAP-Blättern neben dem Durchschnittslohn auch ein 

Maximum und ein Minimum angegeben werden, kann innerhalb dieser Spannbreite auf 

weitere persönliche und berufliche Umstände (z.B. Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl 

Dienstjahre, Aufenthaltsstatus) Rücksicht genommen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 

S. 482). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführer verweist diesbezüglich mit 

nachträglicher Eingabe vom 5. Juni 2009 auf einen inzwischen rechtskräftigen 

Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 25. März 2009 (VV 

2008.492/E). Darin stellte das Verwaltungsgericht aufgrund des vorgerückten Alters des 

Versicherten von 59 Jahren im Zeitpunkt des Rentenbeginns auf den Durchschnitt der 

Minimaleinkommen der fünf DAP-Profile ab (E. 4 des erwähnten Entscheids). In einem 

neueren Entscheid hat das Bundesgericht jedoch ausgeführt, dass bei einem DAP-

Profil mit einem Lohnband für die betreffende, dem Zumutbarkeitsprofil der 

versicherten Person entsprechende Tätigkeit grundsätzlich der Minimal- oder der 

Maximallohn erreichbar ist, je nach weiteren zu berücksichtigenden Umständen wie 

Alter, Anzahl Dienstjahre usw. In diesem Fall sei vom Durchschnittswert auszugehen, 

weil auch dieser die behinderungsbedingten Einschränkungen, die weiteren 

persönlichen und beruflichen Umstände sowie die regionalen Aspekte berücksichtigt 

und somit immer noch konkretere Angaben liefert als gesamtschweizerisch und 

unabhängig von den leidensbedingten Einschränkungen erhobene statistische Löhne 

(Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2008, 8C_72/2008, E. 5.2). Eine Abweichung 

vom Durchschnittslohn der DAP-Profile erscheint vor dem Hintergrund dieser 

Rechtsprechung als nur ausnahmsweise gerechtfertigt. Vorliegend wurde den vom 

Anwalt geltend gemachten Faktoren schon bei Auswahl der DAP-Profile Rechnung 

getragen: Bei den ausgewählten DAP-Profilen handelt es sich nur um Hilfsarbeiten, die 

weder berufliche Vorkenntnisse, noch besondere Sprachkenntnisse, sondern nur eine 

Grundschulausbildung erfordern. Eine Tätigkeit erfordert zwar ausdrücklich 

Deutschkenntnisse (DAP-Nr. 10463; act. G 8.1/122.10). Der Beschwerdeführer ist 

jedoch seit Jahrzehnten im deutschen Sprachraum arbeitstätig und hat damit 

bewiesen, dass seine hierzu erforderlichen Sprachkenntnisse ausreichend sind. Auch 

der Ausländerstatus ist angesichts der langjährigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz zu 

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vernachlässigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 8.4). 

Bezüglich des geltend gemachten fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers von 

53 Jahren ist zu bemerken, dass laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung Hilfsarbeiten 

auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) 

grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 8.4; Urteil des EVG vom 12. Oktober 2006, U 

404/05, E. 2.3.2). Das vom Anwalt des Beschwerdeführers angeführte Urteil des 

Thurgauer Verwaltungsgerichts setzt sich mit dieser Rechtsprechung nicht auseinander 

und ist damit wenig aussagekräftig. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin vom Mittelwert der Durchschnittslöhne der DAP-Profile 

ausgegangen ist.

4.        

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem 

Valideneinkommen von Fr. 73'368.-- ausgegangen ist. Auch das Invalideneinkommen 

wurde korrekt mit Fr. 39'872.-- (Durchschnittslohn der fünf DAP-Profile Fr. 52'463.-- 

abzüglich unfallbedingte Einschränkung von 24 %) ermittelt. Daraus ergibt sich der von 

der Beschwerdegegnerin errechnete Invaliditätsgrad von 46 %.

5.        

5.1    Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin 

den Invaliditätsgrad korrekt ermittelt hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

5.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.3 Dem Beschwerdeführer wurde am 9. Januar 2009 die unentgeltliche Rechtsverbei­

ständung bewilligt. Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu 

verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 

aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand 

lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Mangels Kostennote ist die Entschädigung vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen. Ein Betrag von Fr. 2'800.-- (80% von Fr. 3'500.--; 

inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) scheint der Bedeutung der Streitsache, der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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Schwierigkeit des Prozesses und dem Aufwand des Rechtsvertreters, welcher auf die 

Einreichung einer Replik verzichtet hat, angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat hat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.07.2009
	Art. 18 UVG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG: Invaliditätsbemessung nach unfallbedingter Lisfranc-Luxationsfraktur. Bemessung des Invalideneinkommens anhand von DAP-Profilen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Juli 2009, UV 2008/104).

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		2025-07-19T14:39:38+0200
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