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**Case Identifier:** 66fcf71e-9e4f-5538-9188-fd1371fd60c6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.11.2014 UE130326
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE130326_2014-11-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE130326-O/U/bru 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, 

Oberrichterin lic. iur. A. Meier sowie Gerichtsschreiber lic. iur. 

L. Künzli 

 

Beschluss vom 24. November 2014 
 

in Sachen 

 

1. A._____ AG, 
2. B._____,  
Beschwerdeführer 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. AX._____ 

2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. BX1._____ 

2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. BX2._____ 

 

gegen 

 

1. C._____, 
2. D._____,  
3. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. CY._____ 

2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. DY._____ 

 

betreffend Einstellung   
 
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zü-
rich - Limmat vom 30. Oktober 2013, C-1/2012/4483 

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Erwägungen: 

I. 

 1. Die A._____ AG (Anzeigeerstatterin und vorliegend Beschwerdeführerin 

1) betreibt ein Treuhandunternehmen mit Sitz in E._____ (Urk. 12/1 S. 2). 

 2. C._____ und D._____ (Beschuldigte und vorliegend Beschwerdegegne-

rinnen 1 und 2) waren bis zu ihrem Ausscheiden per Ende März 2010 für die Be-

schwerdeführerin 1 tätig. Die Beschwerdegegnerin 1 war Direktorin und übte das 

Amt der Präsidentin des Verwaltungsrates aus. Die Beschwerdegegnerin 2 arbei-

tete als Angestellte und verfügte über eine Kollektivprokura zu zweien (Urk. 12/1 

S. 3 mit Belegstellen).  

 3.1 B._____, damaliger Geschäftsführer und Mitglied des Verwaltungsrates 

mit Einzelunterschrift der Beschwerdeführerin 1 (vorliegend Beschwerdeführer 2), 

beauftragte die Kanzlei F._____ Rechtsanwälte am 29. November 2010 mit der 

Einreichung einer Strafanzeige in Sachen der Beschwerdeführerin 1 gegen die 

Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 (Urk. 12/2/1, Urk. 12/1 S. 4). Tags darauf, am 

30. November 2010, erstattete die Beschwerdeführerin 1, vertreten durch die 

Rechtsanwälte Dr. BX1._____ und/oder BX2._____, gegen die Beschwerdegeg-

nerinnen 1 und 2 Strafanzeige wegen mehrfacher Urkundenfälschung und mehr-

facher Erschleichung einer falschen Beurkundung (Urk. 12/1 S. 2).  

 3.2 In der Strafanzeige wurde den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 (zu-

sammengefasst) vorgeworfen, Beschlüsse der Generalversammlung und des 

Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin 1 sowie eine gestützt darauf einge-

reichte Handelsregisteranmeldung vorgetäuscht bzw. gefälscht zu haben. Die Be-

schwerdegegnerin 1 habe im März 2010 kurz vor ihrem vereinbarten Austritt aus 

der Beschwerdeführerin 1 mit Hilfe der Beschwerdegegnerin 2 durch die Falsch-

beurkundungen versucht, sich eine Beteiligung von 50 % am Aktienkapital der 

Beschwerdeführerin 1 zu verschaffen, obschon ihr bloss 30 % der Aktien zuge-

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standen hätten. Dabei hätten die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 die Umwand-

lung der bisherigen Inhaberaktien in Namenaktien veranlasst und hernach zwei 

Namenaktienzertifikate ausgestellt. Ein Aktienzertifikat für 50 % der Aktien habe 

die Beschwerdegegnerin 1 für den Beschwerdeführer 2 ausgestellt. Die anderen 

50 % der Namenaktien hätten auf den Namen der Beschwerdegegnerin 1 gelau-

tet. Mit einem 50 % Aktienanteil hätte die Beschwerdegegnerin 1 über eine 

Sperrminorität und damit über ein geeignetes Druckmittel zur Verfolgung eigener 

Interessen verfügt. Zudem wäre die Beteiligung des Beschwerdeführers 2 von tat-

sächlich 70 % auf 50 % der Aktien reduziert und die Beschwerdegegnerin 1 im 

gleichen Umfang bereichert worden. Das Unterfangen habe jedoch in letzter Mi-

nute verhindert werden können (vgl. Urk. 12/1 S. 3-10 und Urk. 2 S. 7-11). 

 4. Mit Verfügung vom 15. Februar 2011 stellte die Staatsanwaltschaft 

See/Oberland aufgrund der (damaligen) Aktenlage fest, es ergebe sich kein hin-

reichender Anfangstatverdacht für die Verfolgung eines strafbaren Verhaltens. 

Gleichzeitig beauftragte sie gestützt auf Art. 309 Abs. 2 StPO die Polizei, die Er-

mittlungen zu ergänzen (Urk. 12/3). Die Kantonspolizei Zürich befragte hierauf am 

9. August 2011 den Beschwerdeführer 2 als polizeiliche Auskunftsperson 

(Urk. 12/8). Am 24. August 2011 erstattete die Kantonspolizei Zürich ihren Vorer-

mittlungsbericht (Urk. 12/6). Am 10. Januar 2012 erteilte die Staatsanwaltschaft 

See/Oberland der Kantonspolizei Zürich in Anwendung von Art. 312 StPO den 

Auftrag, im Rahmen der bereits eröffneten Untersuchung ein polizeiliches Ermitt-

lungsverfahren durchzuführen und insbesondere eine Einvernahme der Be-

schwerdegegnerinnen 1 und 2 als Beschuldigte zu veranlassen (Urk. 12/9 und 

12/23). Mit Verfügung vom 28. Juni 2012 trat die Staatsanwaltschaft See/Ober-

land (wegen eines Amtsstellenübertrittes des zuständigen Staatsanwaltes) die 

Strafuntersuchung an die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (vorliegend Be-

schwerdegegnerin 3) ab (Urk. 12/25). Die Einvernahme der beiden Beschwerde-

gegnerinnen 1 und 2 als Beschuldigte fanden am 13. September 2012 bzw. am 

3. Oktober 2012 statt (Urk. 12/12 und 12/13). 

 5. Mit Verfügung vom 25. September 2013 informierte die Beschwerdegeg-

nerin 3 die Beschwerdeführerin 1 sowie die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 in 

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Anwendung von Art. 318 Abs. 1 StPO über den bevorstehenden Abschluss der 

Untersuchung, verbunden mit den standardmässigen Hinweisen an die Verfah-

rensbeteiligten (vgl. Urk. 12/26-28). Nach Einsicht in die Untersuchungsakten 

reichten die damaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 mit Eingabe 

vom 25. Oktober 2013 bei der Beschwerdegegnerin 3 die Beweisanträge ein 

(Urk. 12/32, vgl. auch Urk. 12/29). 

 6. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2013 stellte die Beschwerdegegnerin 3 in 

Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO die gegen die Beschwerdegegnerin-

nen 1 und 2 geführte Strafuntersuchung wegen Falschbeurkundung, Erschleichen 

einer falschen Beurkundung und unwahren Angaben gegenüber Handelsregister-

behörden ein (Urk. 7). 

 7. Gegen die Einstellungsverfügung erhoben die damaligen Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin 1 (vgl. Urk. 3) - nunmehr auch im Namen des Beschwer-

deführers 2 (vgl. Urk. 4) - mit Eingabe vom 14. November 2013 rechtzeitig Be-

schwerde bei der hiesigen Kammer des Obergerichts (Urk. 2 und 5/1-4 [Beila-

gen]). Darin lassen die Beschwerdeführer 1 und 2 den Antrag auf Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache zur Weiterführung der 

Strafuntersuchung stellen (Urk. 2 S. 3). Die Beschwerdeführer 1 und 2 leisteten 

die ihnen mit Präsidialverfügung vom 19. November 2013 auferlegte Prozesskau-

tion von einstweilen Fr. 5'000.– innert Frist (vgl. Urk. 8 und 9). Die Beschwerde-

gegnerin 3 verzichtete am 12. Dezember 2013 unter Hinweis auf ihre Begründung 

in der angefochtenen Verfügung auf eine Stellungnahme zur Beschwerdeschrift 

(Urk. 11). Der (erbetene) Verteidiger der Beschwerdegegnerin 1 reichte innert (er-

streckter) Frist mit Eingabe vom 27. Januar 2014 eine Stellungnahme zur Be-

schwerdeschrift ein und beantragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten 

(Urk. 22). Der (erbetene) Verteidiger der Beschwerdegegnerin 2 verzichtete innert 

(erstreckter) Frist mit Eingabe vom 27. Januar 2014 auf eine Stellungnahme (Urk. 

20). Mit Verfügung vom 27. Januar 2014 hat die Eidgenössische Finanzmarktauf-

sicht FINMA Rechtsanwalt G._____ als Untersuchungsbeauftragten bei der Be-

schwerdeführerin 1 (mit Einzelunterschrift) eingesetzt (Urk. 28 und 29). RA 

G._____ mandatierte (anstelle der bisherigen Rechtsvertreter) neu RA AX._____ 

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als Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 für das vorliegende Beschwerde-

verfahren (Urk. 26 und 27 i.V.m. Urk. 25 S. 3 Rz 2). Letzterer teilte mit Eingabe 

vom 6. Februar 2014 mit, dass er auf eine Replik verzichte (Urk. 25). Die Rechts-

vertreter des Beschwerdeführers 2 reichten unter Aufrechterhaltung ihrer bisheri-

gen Anträge eine Replik ein, verbunden mit dem neuen Eventualantrag, es sei die 

Frist gemäss Art. 318 Abs. 3 StPO wiederherzustellen und dem Beschwerdefüh-

rer 2 zu erlauben, am Verfahren als Privatkläger teilzunehmen (Urk. 31 S. 3). Der 

Verteidiger der Beschwerdegegnerin 1 reichte mit Eingabe vom 27. Februar 2014 

eine Duplik ein (Urk. 35). Die Beschwerdegegnerin 3 verzichtete am 18. Februar 

2014 unter Hinweis auf ihre Begründung in der angefochtenen Verfügung auf eine 

Duplik (Urk. 34). Der Verteidiger der Beschwerdegegnerin 2 liess sich stillschwei-

gend nicht vernehmen (vgl. Urk. 37). Die Duplik des Verteidigers der Beschwer-

degegnerin 1 sowie die Eingabe der Beschwerdegegnerin 3 vom 18. Februar 

2014 wurden den Beschwerdeführern 1 und 2 mit Schreiben vom 3. März 2014 

zur Kenntnisnahme zugestellt, verbunden mit dem Hinweis, dass allfällige Bemer-

kungen innert einer Frist von 10 Tagen einzureichen seien (Urk. 38 und 39). Sei-

tens der Beschwerdeführer 1 und 2 gingen keine weiteren Bemerkungen ein (vgl. 

Urk. 40 und 41). 

 8. Der Fall erweist sich als spruchreif. 

II. 

 1. Der Verteidiger der Beschwerdegegnerin 1 vertritt in der Stellungnahme 

zur Beschwerde die Auffassung, dass die Beschwerdeführerin 1 nicht beschwer-

delegitimiert sei (Urk. 22 S. 2-4). Weiter habe sich der Beschwerdeführer 2 nicht 

rechtzeitig als Privatkläger konstituiert, weshalb er mangels Privatklägerstellung 

ebenfalls nicht zur Beschwerde legitimiert sei (Urk. 22 S. 4-5). Der (neue) Rechts-

vertreter der Beschwerdeführerin 1 verzichtete (wie erwähnt) auf eine Replik und 

äusserte sich somit nicht mehr zur Frage der Beschwerdelegitimation der Be-

schwerdeführerin 1 (Urk. 25 S. 3). Die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2 

vertraten in ihrer Replik die Auffassung, dass dem Beschwerdeführer 2 die Stel-

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lung als Privatkläger aufgrund der konkreten Umstände nicht aberkannt werden 

könne. Darüber hinaus äusserten sie sich auch zur Beschwerdelegitimation der 

Beschwerdeführerin 1 (Urk. 31 S. 4-7). In der Duplik hielt der Verteidiger der Be-

schwerdegegnerin 1 mit weiteren Argumenten an seinem zuvor vertretenen 

Standpunkt betreffend fehlende Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer 1 

und 2 fest (Urk. 35 S. 2-4). 

 2. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdeführer 1 und 2 zur 

Einlegung der Beschwerde legitimiert sind. Die Rechtsmittellegitimation bildet eine 

Prozessvoraussetzung und ist daher ohnehin vorab von der mit der Sache be-

fassten Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen zu prüfen (etwa: SCHMID, Hand-

buch StPO, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, N 318, 321 und 1458). 

 3.1 a) Die geschädigte Person ist beschwerdelegitimiert, wenn sie sich als 

Privatklägerschaft konstituiert hat (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Art. 118 Abs. 1 StPO). 

 b) Als Geschädigter gilt nach Art. 115 Abs. 1 StPO die Person, die durch ei-

ne Straftat unmittelbar verletzt worden ist. Üblicherweise ist das der Träger des 

Rechtsgutes, welches durch das in einem Straftatbestand inkriminierte Verhalten 

verletzt oder (beim Versuch) hätte verletzt bzw. gefährdet werden sollen. Die er-

forderliche Unmittelbarkeit der Beeinträchtigung bestimmt sich mithin nach dem 

zur Diskussion stehenden Straftatbestand, wobei je nach den Interessen, die von 

der verletzten Strafnorm geschützt werden sollen, zu differenzieren ist (etwa: 

SCHMID, a.a.O., N 682 ff.; GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer 

Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 279). 

 3.2 Die Beschwerdeführer 1 und 2 beantragten in der Beschwerde die Fort-

führung der Strafuntersuchung ausdrücklich nur hinsichtlich der Tatbestände der 

Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB und der Erschleichung ei-

ner falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 StGB. Konkret geht es somit um 

die Frage, ob den Beschwerdeführern 1 und 2 in dieser Hinsicht eine Geschä-

digtenstellung im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zuerkannt werden kann. 

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 3.3 a) Gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt den Tatbestand der Urkundenfäl-

schung, wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu 

schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu ver-

schaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das 

echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt 

oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden 

lässt oder eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebraucht. 

 b) Nach Art. 253 StGB macht sich der Erschleichung einer falschen Beur-

kundung strafbar, wer durch Täuschung bewirkt, dass ein Beamter oder eine Per-

son öffentlichen Glaubens eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkun-

det, namentlich eine falsche Unterschrift oder eine unrichtige Abschrift beglaubigt 

(al. 1), oder wer eine so erschlichene Urkunde gebraucht, um einen andern über 

die darin beurkundete Tatsache zu täuschen (al. 2). 

 3.4 a) Die Urkundendelikte schützen in erster Linie die Allgemeinheit. Dane-

ben können auch private Interessen unmittelbar verletzt werden, falls die Urkun-

denfälschung auf die Benachteiligung einer bestimmten Person abzielt (zuletzt: 

BGE 6B_236/2014 vom 1. September 2014 m.H. auf BGE 119 Ia 342 E. 2/b und 

BGE 6B_ 496/2012 vom 18. April 2013 E. 5.2; vgl. ebenso: BGE 6B_41/2013 vom 

12. Dezember 2013 E. 1.3.2; BGE 6B_306/2013 vom 21. Februar 2014 E. 2.3; 

s.a. MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, BSK StPO, Basel 2011, N 73 zu Art. 115 StPO). 

 b) Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 im Rah-

men der ihnen vorgeworfenen Urkundendelikte auf eine Benachteiligung der Be-

schwerdeführerin 1 abgezielt haben könnten. 

 aa) In der Strafanzeige liess die Beschwerdeführerin 1 unter dem Titel "Vor-

bemerkungen" ausführen, im Sommer 2009 habe die Bundesanwaltschaft gegen 

den Beschwerdeführer 2 eine Strafuntersuchung wegen Geldwäscherei eingelei-

tet und ihn vorübergehend in Untersuchungshaft versetzt. Der Verdacht habe sich 

in keiner Weise erhärten lassen. Die Beschwerdegegnerin 1 habe während der 

Zeit der Untersuchungshaft nichts unversucht gelassen, um die Kunden des Be-

schwerdeführers 1 abzuwerben. Offenbar habe die Beschwerdegegnerin 1 schon 

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damals beabsichtigt, sich von der Beschwerdeführerin 1 zu trennen. Jedenfalls 

sei aufgrund der Differenzen eine weitere Zusammenarbeit undenkbar gewesen. 

Im gegenseitigen Einvernehmen sei daher vereinbart worden, dass die Be-

schwerdegegnerin 1 per Ende 2009 aus der Beschwerdeführerin 1 ausscheiden 

würde. Im Hinblick auf ihre künftige Tätigkeit habe die Beschwerdegegnerin 1 die 

H._____ AG errichtet. Als die Beschwerdegegnerin 1 um eine Verlängerung ihrer 

Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin 1 ersucht habe, um länger finanziell abgesi-

chert zu sein, sei der Austritt der Beschwerdegegnerin 1 bis Ende März 2010 auf-

geschoben worden (Urk. 12/1 S. 3-4). 

 In der Beschwerdeschrift wird insoweit weiter ausgeführt, die Beschwerde-

gegnerin 1 hätte mit einem 50 % Aktienanteil über eine Sperrminorität und damit 

über ein geeignetes Druckmittel zur Verfolgung "eigener Interessen" verfügt. Zu-

dem wäre die Beteiligung des Beschwerdeführers 2 von tatsächlich 70 % auf 

50 % der Aktien reduziert und die Beschwerdegegnerin 1 im gleichen Umfang be-

reichert worden. Durch die untersuchten Urkundendelikte seien somit die Interes-

sen der Beschwerdeführer 1 und 2 beeinträchtigt und gefährdet worden, weshalb 

sie beschwerdelegitimiert seien (Urk. 2 S. 7 Rz 6 und 7). 

 Der Beschwerdeführer 2 liess in der Replik zu diesem Punkt ergänzend aus-

führen, die Absicht der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 habe auf eine Benachtei-

ligung beider Beschwerdeführer abgezielt. Dank der neu geschaffenen Verteilung 

der Aktienstimmen hätten die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 "zwecks Durch-

setzung eigener Interessen" sämtliche Geschäftsführungsentscheide blockieren 

wollen, wodurch der wirtschaftliche Erfolg und sogar die Existenz der Gesellschaft 

(Beschwerdeführerin 1) massiv gefährdet worden sei. Das Schlimmste habe je-

doch noch abgewendet werden können, nachdem der Plan der Beschwerdegeg-

nerinnen 1 und 2 in letzter Sekunde habe verhindert werden können. Immerhin 

seien im Zusammenhang mit der rechtlichen Aufarbeitung des Vorfalles erhebli-

che Kosten entstanden, die von der Beschwerdeführerin 1 adhäsionsweise gel-

tend gemacht worden seien (Urk. 31 S. 5 Rz 10). 

 bb) Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschwerdegegne-

rin 1, nachdem der Beschwerdeführer 1 in Untersuchungshaft versetzt worden 

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war, nichts unversucht gelassen hatte, um die Kunden des Beschwerdeführers 1 

abzuwerben. Im Gegenteil: der Beschwerdeführer 1 erklärte anlässlich der polizei-

lichen Befragung vom 9. August 2011, nach der Zeit der Untersuchungshaft sei 

"die Firma in Auflösung begriffen" gewesen und hätte liquidiert werden sollen. 

I._____ sei aus eigenem Antrieb ausgetreten und die Beschwerdegegnerin 1 ha-

be eine eigene Firma (H._____ AG) gegründet (Urk. 12/8 S. 4 unten). Vor ca. 3-4 

Monaten habe die Beschwerdegegnerin 1 gegenüber ihm - dem Beschwerdefüh-

rer 2 - eine schriftliche Saldoerklärung unterzeichnet. Die Erklärung besage, dass 

sie ihm ihr gesamtes Aktienpaket per Datum der Saldoerklärung abtrete. Im Ge-

genzug seien sämtliche Forderungen der Beschwerdeführerin 1 gegenüber der 

H._____ AG gestrichen worden. Diese Forderungen seien entstanden, weil die 

Beschwerdegegnerin 1 mit ihrem Team ab Herbst 2009 in der Beschwerdeführe-

rin 1 für die H._____ haben arbeiten können. Das sei damals so abgesprochen 

worden (Urk. 12/8 S. 2 und S. 4 unten).  

 Somit ergeben sich selbst aus den Aussagen des Beschwerdeführers 2 kei-

nerlei Hinweise dafür, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Kunden des Be-

schwerdeführers 2 in unzulässiger Weise abgeworben haben könnte und/oder die 

Geschäftstätigkeit der Beschwerdeführerin 1 hätte blockieren wollen. Vielmehr 

war das Vorgehen der Beschwerdegegnerin 1 mit Blick auf eine Auflösung der 

Beschwerdeführerin 1 so abgesprochen worden, und es fand sich - nachdem sich 

der Beschwerdeführer 2 doch noch für eine alleinige Fortführung der Geschäftstä-

tigkeit der Beschwerdeführerin 1 entschieden hatte - auch eine einvernehmliche 

Lösung mit der Beschwerdegegnerin 1. Dass bzw. inwieweit die Beschwerdegeg-

nerinnen 1 und 2 eine Blockierung der Geschäftsführungsentscheide der Be-

schwerdeführerin 1 "zwecks Durchsetzung eigener Interessen" im damaligen 

Zeitpunkt hätten beabsichtigen wollen, ist mithin nicht ersichtlich, und wird seitens 

der Beschwerdeführer 1 und 2 auch nicht konkret behauptet. Eine Schädigung 

der Beschwerdeführerin 1 durch Blockierung von Geschäftsführungsentscheiden 

wäre bei einer beabsichtigten Erhöhung ihrer Beteiligung an dieser auch gar nicht 

in ihrem Interesse gewesen. 

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 cc) Nach dem Gesagten ist mangels einer entsprechenden Benachteili-

gungsabsicht der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 eine Geschädigtenstellung der 

Beschwerdeführerin 1 im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zu verneinen. Folglich 

ist sie auch nicht zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Dies führt insoweit zu ei-

nem Nichteintretensentscheid. 

 3.5 Unter der Prämisse, dass die angeblichen Urkundendelikte tatsächlich 

zutreffen, wäre eine Benachteiligungsabsicht der Beschwerdegegnerinnen 1 und 

2 in Bezug auf die Stellung des Beschwerdeführers 2 zu erkennen, da Letzterer 

gegebenenfalls 20 % der Aktien der Beschwerdeführerin 1 zugunsten der Be-

schwerdegegnerin 1 eingebüsst hätte. Die Geschädigtenstellung des Beschwer-

deführers 1 im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO ist somit unter diesem Gesichts-

punkt zu bejahen. 

 4.1 Als Geschädigter ist der Beschwerdeführer 1 beschwerdelegitimiert, 

wenn er sich als Privatklägerschaft konstituiert hat (vorstehend E. 3.1/a). 

 4.2 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer 2 bis zum Abschluss der 

Untersuchung keine Erklärung abgegeben hat, sich als Privatkläger beteiligen zu 

wollen. Es stellt sich daher die Frage, ob der Beschwerdeführer 2 mangels recht-

zeitiger Konstituierung seine Parteistellung als Privatklägerschaft im Strafverfah-

ren verwirkt hat. 

 4.3 Nach Art. 118 Abs. 3 StGB ist die Erklärung gegenüber den Strafverfol-

gungsbehörden spätestens bis zum Abschluss des Vorverfahrens abzugeben. 

Geschädigte, die sich bis zum Abschluss des Vorverfahrens nicht als Privatkläger 

konstituiert haben, können die Einstellungsverfügung mangels Parteistellung 

grundsätzlich nicht anfechten (Art. 104 Abs. 1 lit. b und Art. 118 Abs. 1 und 3 

i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Unter Berücksichtigung des An-

spruchs auf rechtliches Gehörs gilt diese Einschränkung dann nicht, wenn die ge-

schädigte Person noch keine Gelegenheit hatte, sich zur Frage der Konstituierung 

zu äussern, so etwa wenn eine Einstellung ergeht, ohne dass die Strafverfol-

gungsbehörde die geschädigte Person zuvor auf ihr Konstituierungsrecht auf-

merksam gemacht hat. Die Strafverfolgungsbehörden trifft denn auch nach Treu 

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und Glauben (Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO) eine entsprechende Auf- und Abklärungs-

pflicht (vgl. Art. 118 Abs. 4 StPO), deren Versäumnis nicht zu einer Verwirkung 

der Verfahrensrechte der geschädigten Person führen soll (vgl. etwa: BGE 

1B_298/2012 vom 27. August 2012 E. 2.1 m.w.H.; vgl. auch MAZZUCCHELLI/POS-

TIZZI, a.a.O., N 5 und 7 zu Art. 118 StPO). Unterbleibt der Hinweis nach Art. 118 

Abs. 4 StPO, muss die geschädigte Person noch nachträglich die Möglichkeit ha-

ben, sich als Privatklägerschaft zu konstituieren, es sei denn, sie hätte nachge-

wiesenermassen von dieser Bestimmung Kenntnis gehabt (LIEBER, in: Donatsch/ 

Hansjakob/Lieber, Kommentar StPO, 2. Auflage, Zürich 2014, N 14 zu Art. 118 

StPO). 

 4.4 Der Beschwerdeführer 2 hält dafür, dass die Beschwerdegegnerin 3 den 

Beschwerdeführer 2 im Sinne von Art. 118 Abs. 4 StPO zu einer eindeutigen Er-

klärung hätte veranlassen müssen. Aus den Aussagen des Beschwerdeführers 2 

anlässlich der polizeilichen Befragung sei für die Beschwerdegegnerin 3 ersicht-

lich gewesen, dass sich der Beschwerdeführer 2 als Geschädigter erachte. Als ju-

ristischem Laien könne ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er die 

Pflicht zur formellen Konstituierung als Privatkläger nicht erkannt und ergriffen 

habe. Ferner könne dem Beschwerdeführer 2 das Wissen der Beschwerdeführe-

rin 1 und der unterzeichnenden Rechtsanwälte nicht zugerechnet werden. Mit 

Wirkung vom 16. Januar 2013 sei der Beschwerdeführer 2 aus dem Verwaltungs-

rat der Beschwerdeführerin 1 ausgeschieden. Als (blosser) Aktionär habe er kei-

nen Zugang zu gesellschaftsinternen Informationen gehabt, die nicht für die Aus-

übung der Aktionärsrechte erforderlich seien. Mangels Organfunktion und ent-

sprechender Einsichtsrechte als Aktionär könne dem Beschwerdeführer 2 somit 

das Wissen der Beschwerdeführerin 1 in Bezug auf die vorliegende Untersuchung 

nicht zugerechnet werden. Gleiches gelte auch für das Wissen der unterzeich-

nenden Rechtsanwälte. Der Beschwerdeführer 2 habe die unterzeichnenden 

Rechtsanwälte am 5. November 2013 mandatiert und damit nach Erlass der an-

gefochtenen Einstellungsverfügung. Mangels Vertretungsverhältnis im fraglichen 

Zeitraum müsse sich der Beschwerdeführer 2 die Kenntnisse der unterzeichnen-

den Rechtsanwälte vom angekündigten Abschluss der Untersuchung nicht an-

rechnen lassen. Der Beschwerdeführer 2 habe keine Kenntnis von der angekün-

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digten Verfahrenseinstellung gehabt und müsse sich auch nicht das Wissen ande-

rer anrechnen lassen. Mangels Hinweis seitens der Strafverfolgungsbehörden auf 

das Erfordernis, sich formell als Privatkläger zu konstituieren, habe der Be-

schwerdeführer 2 daher darauf vertrauen dürfen, dass ihm sämtliche Verfahrens-

rechte eines Geschädigten zustehen würden (Urk. 31 S. 5-6). 

 4.5 a) Der Beschwerdeführer 2 beauftragte (wie einleitend erwähnt) als da-

maliger Geschäftsführer und Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift 

der Beschwerdeführerin 1 die Kanzlei F._____ Rechtsanwälte am 29. November 

2010 mit der Einreichung einer Strafanzeige in Sachen der Beschwerdeführerin 1 

gegen die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 (Urk. 12/2/1, Urk. 12/1 S. 4). Die 

Vollmacht für die Einreichung der Strafanzeige unterschrieb der Beschwerdefüh-

rer 2 (Urk. 12/2/1) und Letzterer hatte die mandatierten Rechtsanwälte im Hinblick 

auf die Einreichung der Strafanzeige als (damaliger) geschäftsführender Verwal-

tungsrat der Beschwerdeführerin 1 offensichtlich auch instruiert. In der am folgen-

den Tag erstatteten Strafanzeige liess die Beschwerdeführerin 1 vorsorglich den 

Antrag stellen, es sei ihr zu gestatten, am Strafverfahren als Privatklägerin im 

Sinne von Art. 118 Abs. 1 StPO teilzunehmen (Urk. 12/1 S. 2 und 17). Der Antrag 

auf Zulassung als Privatklägerin wurde somit einstweilen bewusst auf die Be-

schwerdeführerin 1 beschränkt. Dies, obschon man bereits in jenem Zeitpunkt, 

d.h. im Zeitpunkt der Anzeigeerstattung, auch hinsichtlich des Beschwerdeführers 

2 von einer Geschädigtenstellung ausgegangen war und es ihm unbenommen 

gewesen wäre, ebenfalls einen Antrag auf Zulassung als Privatkläger zu stellen 

(vgl. etwa: Urk. 12/1 S. 15 unten: "… Andererseits beabsichtigten die Angeschuldigten, 

B._____ einen Teil seiner Beteiligung streitig zu machen und diesen dadurch zu schädigen."). 

Weiter war dem Beschwerdeführer 2 auch bekannt, dass die Erklärung, sich am 

Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger beteiligen zu wollen, bis zum Abschluss 

des Vorverfahrens erfolgen muss. In der Strafanzeige findet sich nämlich ein all-

gemein gefasster rechtlicher Hinweis (Urk. 12/1 S. 17): "… Gemäss Art. 118 Abs. 1 
CH-StPO gilt als Privatkläger, wer gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ausdrücklich erklärt, 

sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen. Die Erklärung muss bis zum Ab-

schluss des Vorverfahrens erfolgen (Art. 118 Abs. 3 CH-StPO). …" 

- 13 - 

 b) Als (im damaligen Zeitpunkt) instruierendes Organ der Beschwerdeführe-

rin 1 musste der Beschwerdeführer 2 somit schon im Zeitpunkt der Anzeigeerstat-

tung gewusst haben, dass er als Geschädigter sein eigenes Konstituierungsrecht 

gegebenenfalls bis zum Abschluss des Vorverfahrens auszuüben hat. Die Aus-

übung des Konstituierungsrecht wäre ihm auch durchaus zuzumuten gewesen. 

 c) Die Beschwerdegegnerin 3 informierte mit Verfügung vom 25. September 

2013 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 in Anwendung von Art. 318 

Abs. 1 StPO über den bevorstehenden Abschluss der Untersuchung und die Ab-

sicht, das Verfahren einstellen zu wollen. Die Verfügung erhielt unter anderem 

den folgenden, standardmässigen Hinweis: "Nach Abschluss der Untersuchung 

ist es nicht mehr zulässig, dass sich Geschädigte als Privatklägerschaft konstitu-

ieren (Art. 118 Abs. 3 StPO). Geschädigte, die sich innert der Frist von 10 Tagen 

nicht konstituieren, riskieren den Verlust des Rechts auf Konstituierung." (vgl. 

Urk. 12/26-28). Der Beschwerdeführer 2 hatte die nämlichen Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin 1 als eigene Rechtsvertreter am 5. November 2013 manda-

tiert und damit erst nach Erlass der angefochtenen Einstellungsverfügung. Man-

gels eines (formellen) Vertretungsverhältnisses im fraglichen Zeitraum muss sich 

der Beschwerdeführer 2 daher die Kenntnisse der Rechtsvertreter vom angekün-

digten Abschluss der Untersuchung nicht anrechnen lassen. Per 16. Januar 2013 

schied der Beschwerdeführer 2 zudem aus dem Verwaltungsrat der Beschwerde-

führerin 1 aus. Mangels einer Organfunktion im fraglichen Zeitraum kann somit 

dem Beschwerdeführer 2 auch das Wissen der Beschwerdeführerin 1 in Bezug 

auf die Vorgänge in der Strafuntersuchung nicht (mehr) zugerechnet werden. 

 Angemerkt sei an dieser Stelle dennoch das Folgende:  

 Die damaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 reichten nach Ein-

sicht in die Untersuchungsakten vor Abschluss des Vorverfahrens mit Eingabe 

vom 25. Oktober 2013 bei der Beschwerdegegnerin 3 die Beweisanträge ein 

(Urk. 12/32, vgl. auch Urk. 12/29). Dabei reichten sie auch ein E-Mail des Be-

schwerdeführers 2 an I._____ vom 11. Januar 2010 zu den Akten (Urk. 12/32 

[Konvolut]). Darin könnte ein Hinweis dafür gesehen werden, dass die Rechtsver-

treter der Beschwerdeführerin 1 vom Beschwerdeführer 2 trotz seines (zwischen-

- 14 - 

zeitlichen) Ausscheidens aus dem Verwaltungsrat noch immer gewisse Instruktio-

nen entgegengenommen hatten, da nicht ersichtlich ist, wer sonst ausser dem 

Beschwerdeführer 2 das besagte E-Mail mit Blick auf die in der Strafanzeige er-

hobenen Vorwürfe als beweisdienlich hätte einstufen und den Rechtsvertretern 

der Beschwerdeführerin 1 zwecks Einreichung zuhanden der Beschwerdegegne-

rin 3 hätte zukommen lassen können. Weiter läge es diesfalls nahe, dass der Be-

schwerdeführer 2 bei dieser Gelegenheit auch vom bevorstehenden Abschluss 

der Untersuchung erfahren hatte, da der Anlass für die Stellung der Beweisanträ-

ge und die Einreichung der besagten E-Mail ja gerade der bevorstehende Ab-

schluss der Untersuchung bzw. die beabsichtigte Einstellung des Verfahrens ge-

bildet hatte.  

 Weiter war der Beschwerdeführer 2 zwar nicht mehr als Verwaltungsrat der 

Beschwerdeführerin 1 tätig. Er besass jedoch wie erwähnt nach der Fortführung 

der Geschäftstätigkeit sämtliche Aktien der Beschwerdeführerin 1. Dass der Be-

schwerdeführer 2 als (alleiniger) Inhaber der Beschwerdeführerin 1 nicht davon 

erfahren haben sollte, dass die Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegne-

rinnen 1 und 2 vor dem Abschluss stand bzw. eingestellt werden sollte, ist nicht 

vorstellbar, zumal er nach wie vor bei der Beschwerdeführerin 1 tätig war und mit 

J._____ offenbar ein naher Verwandter als Nachfolger von ihm im Verwaltungsrat 

(mit Einzelunterschrift) sass (vgl. Urk. 5/2). 

 d) Auch wenn man hier offen lässt, ob der Beschwerdeführer 2 vom bevor-

stehenden Abschluss der Untersuchung ausreichende Kenntnis hatte, lässt sich 

nicht auf eine Verletzung der in Art. 118 Abs. 4 StPO statuierten Auf- und Abklä-

rungspflicht seitens der Beschwerdegegnerin 3 schliessen. Der Beschwerdeführer 

2 hatte wie gesagt erwiesenermassen davon Kenntnis, dass er als Geschädigter 

sein eigenes Konstituierungsrecht gegebenenfalls bis zum Abschluss des Vorver-

fahrens auszuüben hat (vorstehend E. II.4.5/a und b). Weiter liess er noch als ge-

schäftsführendes Organ die Ausübung des Konstituierungsrechts ohne ersichtli-

chen Grund bewusst auf die Beschwerdeführerin 1 beschränken, obwohl einer 

Konstituierung seinerseits bereits im damaligen Zeitpunkt nichts im Wege gestan-

den hätte. Bei dieser Sachlage durfte die Beschwerdegegnerin 3 nach Treu und 

- 15 - 

Glauben davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer 2 letztlich bewusst auf die 

Ausübung seines Konstituierungsrechts verzichtete und er sich auf seine Rolle als 

Anzeige erstattendes (ehemaliges) Organ der Beschwerdeführerin 1 beschränken 

wollte. Dies, zumal er gegenüber den Ermittlungsbehörden keinerlei Hinweise 

machte, dass er aufgrund der behaupteten Vorfälle zu Schaden gekommen sei, 

sondern vielmehr angab, sich mit der Beschwerdegegnerin 1 zwischenzeitich güt-

lich geeinigt zu haben (vorstehend E. II.3.4/b/bb bzw. Urk. 12/8). 

 e) Der Beschwerdeführer 2 muss sich nach dem Gesagten anrechnen las-

sen, dass er bis zum Abschluss des Vorverfahrens keine entsprechende Erklä-

rung abgegeben hat, und die Beschwerdegegnerin 3 verletzte kein Bundesrecht, 

wenn sie den Beschwerdeführer 2 nicht nachträglich auf das Konstituierungsrecht 

hingewiesen hatte. Der Beschwerdeführer 2 hat somit mangels rechtzeitiger Kon-

stituierung seine Parteistellung als Privatklägerschaft im Strafverfahren einge-

büsst, weshalb er ebenfalls nicht zur Einlegung der Beschwerde legitimiert ist. 

 5.1 Die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2 stellten in der Replik den 

Eventualantrag, es sei die Frist gemäss Art. 318 Abs. 3 StPO wiederherzustellen 

und dem Beschwerdeführer 2 zu erlauben, am Verfahren als Privatkläger teilzu-

nehmen (Urk. 31 S. 3 und 7). 

 5.2 Hat eine Partei einen Termin versäumt, kann sie gestützt auf Art. 94 

Abs. 1 StPO die Wiederherstellung der Frist verlangen. Voraussetzung für die 

Wiederherstellung einer Frist ist, dass der säumigen Partei aus der Säumnis ein 

erheblicher und unersetzlicher Rechtsverlust erwächst. Dabei hat sie glaubhaft zu 

machen, dass sie an der Säumnis kein Verschulden trifft (Art. 94 Abs. 1 StPO). 

Jedes Verschulden, auch bloss leichte Fahrlässigkeit, schliesst eine Wiederher-

stellung der Frist aus (BRÜSCHWEILER, Kommentar StPO, a.a.O., N 2 zu Art. 94 

StPO, m.H.). Allgemein wird daher vorausgesetzt, dass es dem Betroffenen in 

seiner konkreten Situation unmöglich war, die fragliche Frist zu wahren oder mit 

der Fristwahrung eine Drittperson zu betrauen. Diese Gründe können objektiver 

oder subjektiver Natur sein (BGE 6B_125/2011 vom 7. Juli 2011, E. 1; RIEDO, 

BSK StPO, a.a.O., N 35 zu Art. 94 StPO; vgl. ebenso: SCHMID, Praxiskommentar, 

- 16 - 

2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, N 3 zu Art. 94 StPO und BRÜSCHWEILER, 

a.a.O., N 2 zu Art. 94 StPO). 

 5.3 Vorliegend kann nicht von einer Schuldlosigkeit des Beschwerdefüh-

rers 2 im Sinne von Art. 94 StPO ausgegangen werden. Die rechtzeitige Aus-

übung des Konstituierungsrechts war für den Beschwerdeführer 2 von grosser 

Wichtigkeit. Er wusste über seine Rolle als Geschädigter und das Konstituie-

rungsrecht Bescheid. In dieser Situation wäre es dem Beschwerdeführer 2 durch-

aus zuzumuten gewesen, sein eigenes Konstituierungsrecht auszuüben. Die Un-

terlassung muss sich der Beschwerdeführer 2 daher als Nachlässigkeit anrech-

nen lassen, da er sich aufgrund der geschilderten konkreten Umstände nicht da-

rauf verlassen durfte, dass ihn die Beschwerdegegnerin 3 jedenfalls noch zu einer 

entsprechenden Stellungnahme veranlassen würde. Die Voraussetzungen für ei-

ne Wiederherstellung der Frist im Sinne von Art. 118 Abs. 3 StPO sind somit nicht 

erfüllt. 

 6. Abschliessend ergibt sich, dass auf die Beschwerde der Beschwerdefüh-

rer 1 und 2 nicht einzutreten ist. 

III. 

 Ausgangsgemäss haben die mit ihren Anträgen unterliegenden Beschwer-

deführer 1 und 2 die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'200.– festzusetzen (vgl. §§ 2 und 

17 GebV OG) und ist mit der geleisteten Kaution zu verrechnen. Es rechtfertigt 

sich weiter, der obsiegenden Beschwerdegegnerin 1 eine Prozessentschädigung 

von Fr. 1'500.– (zuzüglich 8 % MwSt) zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. 

Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO und § 2 sowie § 19 Abs. 1 AnwGebV). Diese ist von der 

geleisteten Kaution zu beziehen und an den Rechtsvertreter der Beschwerdegeg-

nerin 1 zu erstatten. Da sich die Beschwerdegegnerin 2 vorliegend nicht zur Sa-

che vernehmen liess, ist ihr mangels eines entsprechenden Antrages keine Pro-

zessentschädigung zuzusprechen. Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird 

der Beschwerdeführerin 1 nach Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet. 

- 17 - 

 
Es wird beschlossen: 

 

1. Das Fristwiederherstellungsgesuch des Beschwerdeführers 2 wird abgewie-

sen. 

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt, den Beschwerdeführern 

1 und 2 auferlegt und mit der geleisteten Kaution verrechnet. 

4. Für das Beschwerdeverfahren wird der Beschwerdegegnerin 1 eine Pro-

zessentschädigung von Fr. 1'620.– zugesprochen, die von der geleisteten 

Kaution bezogen und an den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1 

ausgerichtet wird. 

5. Der Beschwerdegegnerin 2 wird keine Prozessentschädigung zugespro-

chen. 

6. Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird der Beschwerdeführerin 1 nach 

Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet. 

7. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1, zweifach, für sich und 
die Beschwerdeführerin 1 (per Gerichtsurkunde) 

− die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2, dreifach, für sich und 
den Beschwerdeführer 2 (per Gerichtsurkunde) 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1, zweifach, für sich und 
die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde) 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2, zweifach, für sich und 
die Beschwerdegegnerin 2 (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-1/2012/4483 (gegen Emp-
fangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

- 18 - 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten [Urk. 12)] (gegen Empfangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 
 
 

8. Rechtsmittel 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in 

der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 24. November 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. L. Künzli 
 

	Beschluss vom 24. November 2014
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	1. Das Fristwiederherstellungsgesuch des Beschwerdeführers 2 wird abgewiesen.
	2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt, den Beschwerdeführern 1 und 2 auferlegt und mit der geleisteten Kaution verrechnet.
	4. Für das Beschwerdeverfahren wird der Beschwerdegegnerin 1 eine Prozessentschädigung von Fr. 1'620.– zugesprochen, die von der geleisteten Kaution bezogen und an den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1 ausgerichtet wird.
	5. Der Beschwerdegegnerin 2 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	6. Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird der Beschwerdeführerin 1 nach Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet.
	7. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1, zweifach, für sich und die Beschwerdeführerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2, dreifach, für sich und den Beschwerdeführer 2 (per Gerichtsurkunde)
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1, zweifach, für sich und die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2, zweifach, für sich und die Beschwerdegegnerin 2 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-1/2012/4483 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (unter Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 12)] (gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)

	8. Rechtsmittel
	Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes ...