# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee709744-2ce0-5285-9d0e-af4b041e25a6
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 20.01.2022 602 2021 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2021-154_2022-01-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2021 154
602 2021 155

Urteil vom 20. Januar 2022

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher, Dominique Gross 
Gerichtsschreiber: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

OBERAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz,

B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Anton 
Henninger und Rechtsanwältin Anna Scheidegger

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen 

Baubewilligung, Grundstückzufahrt

Beschwerde vom 22. Oktober 2021 gegen die Entscheide vom 28. Septem-
ber 2021

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Sachverhalt

A. B.________ (Beschwerdegegnerin) ist Eigentümerin des Grundstücks Art. ccc des Grund-
buchs der Gemeinde D.________, gelegen E.________ in F.________. Am 12. November 2020 
reichte sie bei der Gemeinde D.________ ein Baugesuch für den Neubau eines sogenannten Tiny 
House (englisch für "winziges Haus") mit Wintergarten und Erdsonden-Wärmepumpe auf ebendie-
ser Parzelle ein. Das Grundstück grenzt im Norden an das Grundstück Art. ggg, das im Eigentum 
von A.________ (Beschwerdeführer) steht. Das Baugesuch wurde vom 15. bis 29. Januar 2021 
öffentlich aufgelegt.

B. Der Beschwerdeführer erhob am 28. Januar 2021 fristgerecht Einsprache gegen das Bauge-
such. Am 23. Februar 2021 leitete die Gemeinde das Baugesuch mit einem günstigen Gutachten 
mit Bedingungen an das Bau- und Raumplanungsamt (BRPA) weiter. Während das Amt für Mobilität 
(MobA) wegen fehlenden Nachweises betreffend die Sichtverhältnisse für die Zufahrten am 18. März 
2021 ein negatives Gutachten verfasste, begutachteten die übrigen vom BRPA konsultierten kanto-
nalen Dienststellen das Bauprojekt – unter Bedingungen – positiv. Aufgrund des negativen Gutach-
tens des MobA fiel das Gesamtgutachten des BRPA vom 17. Mai 2021 ebenfalls negativ aus.

Nachdem die Beschwerdegegnerin das Projekt und die Pläne am 25. Mai 2021 angepasst hatte, 
erteilte das MobA am 7. Juli 2021 ein günstiges Gutachten mit folgender Bedingung: "Bei der 
Ausfahrt auf die Gemeindestrasse ist das Sichtfeld jederzeit von allen Hindernissen frei zu halten 
(mindestens von 0,6 bis 3,0 m hoch), welche ein Motorfahrzeug oder ein leichtes Zweirad verdecken 
könnten. Die Sichtverhältnisse müssen garantiert sein und der VSS-Norm 40 273a entsprechen. Die 
Möglichkeit der Einhaltung nach den Artikeln 93, 93a, 94 und 95 des Strassengesetzes bleiben 
vorbehalten". Mit Schreiben vom 14. Juli 2021 informierte das Oberamt den Beschwerdeführer über 
die positive Begutachtung des Bauvorhabens durch nunmehr sämtliche kantonalen Ämter und gab 
ihm gleichzeitig die Möglichkeit zur Stellungnahme respektive zum Rückzug der Einsprache. Am 
16. August 2021 hielt der Beschwerdeführer an seiner Einsprache fest.

Mit zwei Entscheiden vom 28. September 2021 wies das Oberamt die Einsprache des Beschwerde-
führers ab und erteilte der Beschwerdegegnerin die Bewilligung für den Bau des Tiny House.

C. Am 22. Oktober 2021 hat der Beschwerdeführer gegen diese Entscheide Beschwerde (602 
2021 154) an das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt, die Einsprache betreffend die Zufahrt und 
Parkplätze "aufrechtzuerhalten" und ein neues Auflageverfahren durchzuführen. In verfahrensrecht-
licher Hinsicht ersucht er um Gewährung der aufschiebenden Wirkung (602 2021 155).

Mit Verfügung vom 26. Oktober 2021 (602 2021 156) wies die Instruktionsrichterin die Beschwerde-
gegnerin an, bis zum Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung jegliche Vollstre-
ckungsmassnahmen bzw. jegliche auf den Entscheid vom 28. September 2021 gestützte Bauarbei-
ten zu unterlassen.

Die Beschwerdegegnerin schliesst in ihren Bemerkungen vom 10. November 2021 auf Abweisung 
der Beschwerde. Zudem beantragt sie, der Beschwerde die superprovisorisch erteilte aufschieben-
de Wirkung zu entziehen und die aufschiebende Wirkung nicht zu gewähren. Am 12. November 
2021 hielt die Instruktionsrichterin an ihrer Verfügung vom 26. Oktober 2021 fest.

Die Vorinstanz beantragt am 16. November 2021 die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde 
nahm mit Schreiben vom gleichen Tag ebenfalls Stellung, ohne Anträge in der Sache zu stellen.

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In seinen Gegenbemerkungen vom 22. November 2021 bringt der Beschwerdeführer vor, dass die 
neuen Pläne, die ihm mit den Beilagen zu den Bemerkungen der Vorinstanz zugestellt wurden, sich 
nicht in den vorinstanzlichen Akten befunden hätten, die er bei seiner Konsultation vorgefunden 
habe. Er hält daran fest, dass die Bedingung des MobA in dessen Gutachten vom 7. Juli 2021 über-
haupt nicht eingehalten werden könne, weshalb das Bauvorhaben nicht bewilligungsfähig sei.

Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Legitimation des Beschwerdeführers sei zu verneinen. 
Konkret verneint sie den konkreten praktischen Nutzen, der dem Beschwerdeführer aus der Gutheis-
sung der Beschwerde erwachsen könnte.

1.1. Gemäss Art. 76 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungs-
rechtspflege (VRG; SGF 150.1) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch den angefochtenen 
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. 
Als unmittelbarer Anwohner des geplanten Neubaus erscheint der Beschwerdeführer rechtspre-
chungsgemäss grundsätzlich ohne Weiteres zur Beschwerdeerhebung legitimiert (vgl. nur Urteil 
BGer 1C_286/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 2). Er kann als Nachbar die Überprüfung des 
Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder tatsächlich in dem 
Sinne auf seine Stellung auswirken, dass ihm im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen 
entsteht (BGE 141 II 50 E. 2.1 mit Hinweisen). Ein solcher Nutzen ist zu bejahen, wenn das Durch-
dringen von Rügen dazu führen würde, dass das Bauvorhaben im den Beschwerdeführer belasten-
den Bereich nicht oder anders realisiert würde als geplant (BGE 139 II 499 E. 2.2 mit Hinweisen).

Die Beschwerdeschrift muss die Begehren des Beschwerdeführers und deren Begründung enthal-
ten, andernfalls auf die Eingabe nicht eingetreten werden kann (Art. 81 Abs. 1 VRG). Aus der Einga-
be des Beschwerdeführers ergibt sich zunächst nicht zweifelsfrei, was genau er beantragt 
("Aufrechterhalten der Einsprache" und Durchführung eines neuen Auflageverfahrens). Bei Laienbe-
schwerden sind in sprachlicher und formeller Hinsicht indes keine allzu strengen Anforderungen zu 
stellen (vgl. die Kommentierung zur analogen Bestimmung im VwVG bei MOSER, Kommentar VwVG, 
2. Aufl. 2019, Art. 52 N. 1). Offenbar geht es dem Beschwerdeführer jedoch darum, den – unmittelbar 
an sein Grundstück grenzenden – geplanten Neubau zu verhindern. Dies ergibt sich aus seiner 
zuletzt aufrechterhaltenen Rüge, wonach die Bedingung des Gutachtens des MobA vom 7. Juli 2021 
von vornherein überhaupt nicht eingehalten werden könne und das Bauvorhaben somit nicht bewilli-
gungsfähig sei. Diese Rüge hätte – sollte sie sich als begründet erweisen – die Aufhebung der 
Baubewilligung zur Folge, woraus dem Beschwerdeführer ein praktischer Nutzen im Sinne der 
obigen Rechtsprechung erwachsen würde. Seine Beschwerdelegitimation kann somit bejaht 
werden.

1.2. Da das Kantonsgericht im Übrigen zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gemäss 
Art. 141 Abs. 1 des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 (RPBG; 
SGF 710.1) in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. c VRG zuständig, die Beschwerdefrist eingehalten 
(Art. 79 Abs. 1 VRG) und der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt worden (Art. 128 Abs. 3 VRG) ist, 
kann auf die Beschwerde eingetreten werden.

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2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann im 
vorliegenden Verfahren – soweit sich überhaupt entsprechende Ermessensfragen stellen – nur im 
Rahmen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung 
(RPG; SR 700) in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 lit. c VRG gerügt werden.

3.

Der Beschwerdeführer moniert, die Pläne, welche er bei der Vorinstanz konsultiert habe, würden die 
kantonalen und kommunalen Bedingungen nicht enthalten. So hätten sich die im Mai 2021 geän-
derten Pläne nicht in den Akten befunden, die ihm zur Einsicht vorlagen. Er habe erst mit Zustellung 
der Bemerkungen der Vorinstanz von diesen Kenntnis nehmen können.

3.1. Soweit die Rüge des Beschwerdeführers darauf abzielt, dass sich die angepassten Projekt-
unterlagen bzw. Pläne, aufgrund derer das MobA sein negatives Gutachten vom 18. März 2021 am 
7. Juli 2021 durch ein positives Gutachten mit Bedingungen ersetzte, nicht in den Akten der Vorin-
stanz befunden hätten, drängen sich die folgenden Ausführungen auf.

3.1.1. Wie das Kantonsgericht bereits mehrfach festgehalten hat, fliesst aus dem Anspruch auf 
rechtliches Gehör des Einsprechers im Baubewilligungsverfahren ein Recht auf Akteneinsicht (vgl. 
Urteile KG FR 602 2020 106 vom 3. März 2021 E. 3; 602 2020 100 vom 16. November 2020 E. 2.2). 
Dieses umfasst sämtliche rechtserheblichen Unterlagen wie z.B. die Amtsberichte kantonaler 
Dienststellen. Den Einsprechern ist rechtzeitig Gelegenheit zur Einsicht- und Stellungnahme zu 
gewähren, damit sie ihre Mitwirkungsrechte vor Entscheidfällung wirksam ausüben können (vgl. 
Urteile BGer 1C_597/2014 vom 1. Juli 2015 E. 3.6; 1C_159/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 4.4).

Geänderte Projektunterlagen stellen ohne Zweifel rechtserhebliche Unterlagen dar, definieren sie 
doch, was Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens ist bzw. wofür eine Baubewilligung erteilt 
wird. Anders als im zitierten Urteil 602 2020 106 wurde der Beschwerdeführer im vorliegenden 
Verfahren auf den Aktenschluss hingewiesen, womit er grundsätzlich Gelegenheit erhielt, seinen 
Mitwirkungsrechten nachgehen zu können. Die Wahrung des Akteneinsichtsrechts setzt aber weiter 
voraus, dass der Beschwerdeführer auch tatsächlich Einsicht in sämtliche Unterlagen, d.h. auch in 
die geänderten Pläne vom Mai 2021, nehmen konnte.

3.1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm vor dem kantonsgerichtlichen Verfahren 
keine Einsicht in die neuen Pläne gewährt worden sei. Die Vorinstanz streitet eine Verletzung des 
Anspruchs auf Akteneinsicht pauschal ab. Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass im Zeit-
punkt der Konsultation des Dossiers durch den Beschwerdeführer am 15. Juli 2021 sämtliche Unter-
lagen vorlagen. 

Wie es sich in casu konkret verhält, kann offengelassen werden, weil eine allfällige Gehörsverletzung 
im Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht ohnehin als geheilt zu betrachten ist, da die 
angeblich fehlenden Unterlagen dem Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren zugestellt wurden 
(Beilagen zu den Bemerkungen der Vorinstanz vom 16. November 2021) und er Gelegenheit erhielt, 
sich zu diesen Unterlagen vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die in tatsächlicher und rechtli-
cher Hinsicht über volle Kognition verfügt (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.4; 137 I 195 E. 2.3.2). So hält er 

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denn auch in Kenntnis der (für ihn angeblich) neuen Unterlagen an seiner Beschwerde fest (vgl. 
Schreiben des Beschwerdeführers vom 22. November 2021).

3.2. Wie die Beschwerdegegnerin im Übrigen zu Recht vorbringt, bilden die Bedingungen inte-
grierender Bestandteil der Baubewilligung und sind bei der Realisierung des Bauvorhabens durch 
die Bauherrschaft umzusetzen. Verhält es sich dagegen so, dass eine bestimmte Bedingung von 
vornherein nicht erfüllt werden kann, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, ist zu prüfen, 
ob das Vorhaben unter diesen Umständen überhaupt bewilligt werden kann. Darauf wird nachfol-
gend eingegangen.

4.

In materieller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine ungenügende Grundstückzufahrt wegen 
mangelhafter Sichtverhältnisse.

4.1. Gemäss Art. 61 Abs. 1 des kantonalen Ausführungsreglements vom 1. Dezember 2009 zum 
Raumplanungs- und Baugesetz (RPBR; SGF 710.11) dürfen Zufahrten zu öffentlichen oder privaten 
Strassen für den Verkehr keine Behinderung oder Gefahr darstellen. Die Zufahrtsrampen müssen 
den SNV- und VSS-Normen entsprechen. Bezüglich solcher privater Regelwerke hat das Kantons-
gericht bereits festgehalten, dass deren schematische und starre Anwendung ungeachtet der 
konkreten Umstände des Einzelfalls selbst dann nicht zulässig ist, wenn das Gesetz diese für 
anwendbar erklärt (vgl. Urteil KG FR 602 2019 143 vom 8. Oktober 2020 E. 5.4).

4.2. Es ist unbestritten, dass die VSS-Norm 640 273a zur Anwendung gelangt und das Sichtfeld 
der Ausfahrt zwischen 0.6 und 3 m über der Fahrbahnebene von allen Hindernissen freizuhalten ist 
(vgl. auch die Bedingung gemäss Gutachten des MobA vom 7. Juli 2021). Anders als die Vorinstanz 
und die Beschwerdegegnerin ist der Beschwerdeführer jedoch der Ansicht, diese Bedingung könne 
durch die Beschwerdegegnerin überhaupt nicht erfüllt werden.

4.2.1. Was die Nichteinhaltung der Bedingung des MobA angeht, stützt sich der Beschwerdeführer 
im Wesentlichen auf den Umstand, dass das Sichtfeld im nördlichen Bereich von einer Steinmauer 
verdeckt werde, die 1.5 m hoch sei und sich auf seinem eigenen Grundstück befinde (siehe unten-
stehende Aufnahme des Beschwerdeführers). Damit liege ein unzulässiges Sichtfeldhindernis vor.

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4.2.2. Die Bedingung des "Freihaltens von Hindernissen", wie sie im Gutachten des MobA vom 
7. Juli 2021 festgehalten ist, bezieht sich offensichtlich auf die bereits bestehenden Sichtfelder bei 
der Zufahrt und damit nicht auf die vom Beschwerdeführer erwähnte Steinmauer. So war dem MobA 
die Existenz der Steinmauer auf dem Grundstück des Beschwerdeführers bestens bekannt, zumal 
es sich um eine vorbestehende Zufahrt handelt. Wenn die Bedingung auf die Entfernung der Stein-
mauer abgezielt hätte, wäre es offensichtlich notwendig gewesen, dies entsprechend genauer 
auszuformulieren und die Steinmauer in der Bedingung explizit zu erwähnen. Hierauf hat das MobA 
verzichtet. Davon ausgehend, dass es sich um eine wenig frequentierte Gemeindestrasse handelt, 
der das Grundstück verlassende Lenker vortrittsbelastet ist und die Geschwindigkeit stets den 
Umständen angepasst werden muss, erscheint der Schluss der Vorinstanz, der Gemeinde und des 
MobA, die gesetzlichen Voraussetzungen seien mit Bezug auf die bestehende Zufahrt auch für das 
geplante Tiny House erfüllt, als zutreffend. Dazu ist festzuhalten, dass die Vorinstanz, die Gemeinde 
und das MobA Fachbehörden sind, die über besondere fachtechnische Kompetenzen sowie – im 
Falle der Gemeinde – über Ortskenntnisse verfügen, die dem Kantonsgericht abgehen. Es darf sich 
daher – gerade auch im Hinblick auf Art. 78 Abs. 2 VRG – eine gewisse Zurückhaltung bei der 
Kontrolle von Entscheiden (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3; Urteil BGer 2C_60/2018 vom 31. Mai 2019 
E. 3.3) bzw. Amtsberichten (vgl. Urteil KG FR 602 2021 21 vom 10. Januar 2021 E. 5.5.2) speziali-
sierter Behörden auferlegen und nur aus triftigen Gründen von deren Beurteilung abweichen. Zieht 
man im Übrigen zum Vergleich das aus einem anderen Blickwinkel aufgenommene untenstehende 
Bild aus den vorinstanzlichen Akten heran, erscheinen die Sichtverhältnisse deutlich besser, als dies 
die obige Aufnahme des Beschwerdeführers suggeriert.

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4.2.3. Schliesslich – selbst wenn sich die Bedingung des MobA auf die Steinmauer beziehen 
würde – kann der Beschwerdeführer auch nichts zu seinen Gunsten ableiten, soweit er geltend 
macht, die Bedingung könne durch die Bauherrschaft nicht erfüllt werden. Damit scheint er darauf 
anzuspielen, dass sich die vorerwähnte Steinmauer auf seinem Grundstück befindet und sich damit 
dem Einflussbereich der Beschwerdegegnerin entzieht. Das Gutachten des MobA vom 7. Juli 2021 
behält Art. 93 ff. des kantonalen Strassengesetzes vom 15. Dezember 1967 (StrG; SGF 741.1) 
explizit vor. Gemäss Art. 93 Abs. 1 StrG dürfen die an eine Strasse grenzenden privaten oder öffent-
lichen Grundstücke keine Bauten oder Anlagen aufweisen, die den Verkehr gefährden könnten. Die 
Benützung dieser Grundstücke darf namentlich weder die Sicht der Benützer der Strasse und der 
Zugänge behindern noch nachteilige Auswirkungen für die Nachbarn verschärfen (Art. 93 Abs. 2 
StrG). Mauern dürfen zudem nur in einem Abstand von mindestens 1.65 m vom Fahrbahnrand 
öffentlicher Strassen erstellt, wiederhergestellt oder erhöht werden (Art. 93a Abs. 1 StrG). Sollte die 
Steinmauer des Beschwerdeführers, die unmittelbar an die Gemeindestrasse angrenzt, ohne den 
erforderlichen Mindestabstand zur Strasse einzuhalten, tatsächlich die Sichtverhältnisse der Zufahrt 
der Beschwerdegegnerin bzw. der bewilligten und bestehenden Zufahrt des Grundstücks Art. ccc in 
einem Ausmass beeinträchtigen, dass daraus eine Gefahr für die Verkehrssicherheit resultiert, wie 
der Beschwerdeführer im Ergebnis geltend macht, wäre dies gegebenenfalls durch die zuständigen 
Behörden zu prüfen. Der Beschwerdeführer irrt also, wenn er davon ausgeht, die Bedingung des 
MobA betreffend Freihalten der Sichtfelder könne ohne sein Zutun durch die Beschwerdegegnerin 
schlechterdings nicht erfüllt werden.

4.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rüge des Beschwerdeführers betreffend die 
Grundstückzufahrt unbegründet ist. Da das Bauvorhaben auch in den übrigen Punkten den gesetzli-
chen Vorschriften entspricht, wie sich dies aus den positiven Fachgutachten und der Überprüfung 
des Baugesuchdossiers durch die Vorinstanz ergibt, und was der Beschwerdeführer überdies auch 

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nicht (mehr) bestreitet, ist die Beschwerde (602 2021 154) abzuweisen und die Erteilung der Baube-
willigung bzw. die Abweisung der Einsprache zu bestätigen.

5.

Mit dem sofortigen Entscheid in der Sache ist das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden 
Wirkung (602 2021 155) als gegenstandslos abzuschreiben. Das superprovisorisch verfügte Bauver-
bot (602 2021 156) fällt dahin.

6.

Die Gerichtskosten, die auf CHF 1'500.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 2'500.- zu verrechnen (Art. 131 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 
1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [Tarif VJ; SGF 150.12]). 
Der Saldo von CHF 1'000.- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

Die Beschwerdegegnerin hat als obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Art. 137 ff. VRG). Die von ihr eingereichte Kostenliste vom 29. November 2021 entspricht insbe-
sondere hinsichtlich des geltend gemachten Stundentarifs und der Auslagen nicht vollumfänglich 
den gesetzlichen Bestimmungen (siehe Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 2 Tarif VJ). Es rechtfertigt sich 
daher, die Parteientschädigung ex aequo et bono auf CHF 3'200.- (Honorar und Auslagen), zuzüg-
lich Mehrwertsteuer zu 7.7 Prozent, ausmachend CHF 246.40, festzusetzen (Art. 11 Tarif VJ) und 
dem vollständig unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 141 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (602 2021 154) wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung (602 2021 155) wird als gegen-
standslos abgeschrieben.

III. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1'500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Saldo von CHF 1'000.- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet.

IV. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin zuhanden von Rechtsanwalt Anton 
Henninger und Rechtsanwältin Anna Scheidegger eine Parteientschädigung in der Höhe von 
CHF 3'446.40 (Honorar und Auslagen von CHF 3'200.-; zzgl. MwSt. zu 7.7 Prozent, ausma-
chend CHF 246.40) auszurichten.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten und der Parteientschä-
digung ist innert 30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur 
dieser Teil des Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 20. Januar 2022/mpo

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: