# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49aeec7a-4560-5228-92da-b13d892d1d67
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 21.05.2024 BS 2024 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2024-5_2024-05-21.pdf

## Full Text

20240503_200946_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2024 5

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber C. Schwegler

Beschluss vom 21. Mai 2024 [rechtskräftig]

in Sachen

1. A.________, 
2. C.________, 
3. D.________, 
4. E.________ AG,
5. F.________ AG, 
6. B.________,
alle vertreten durch Rechtsanwalt G.________ und/oder Rechtsanwältin H.________ und/oder 
Rechtsanwalt N.________, 
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwältin J.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Zulassung als Privatkläger

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Sachverhalt

1. Mit separaten Eingaben an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 7. November 2019 
erstatteten I.________, die F.________ AG und die B.________ (Letztere mit Sitz auf 
O.________) einerseits und P.________, die E.________ AG, die C.________, die 
A.________ und die D.________ (Letztere drei mit Sitz auf den O.________) Strafanzeige 
gegen K.________ und Q.________ betreffend ungetreue Geschäftsbesorgung und/oder 
Veruntreuung und/oder Betrug und Urkundenfälschung sowie Geldwäscherei und eventuali-
ter weitere Straftaten. In der Strafanzeige konstituierten sich die F.________ AG, die 
B.________, die E.________ AG, die C.________, die A.________ und die D.________ als 
Privatklägerinnen.

1.1 In den Strafanzeigen wurde im Wesentlichen ausgeführt, I.________ und P.________ hätten 
aufgrund ihres beruflichen Engagements ihr Privatvermögen der R.________ anvertraut. 
Diese bestehe aus der S.________, der T.________ und der U.________, alle mit Sitz in 
V.________. K.________ habe alle wichtigen Funktionen innerhalb der R.________ in seiner 
Person vereinigt. Q.________ sei Präsident des Verwaltungsrates der U.________ und Vi-
zepräsident des Verwaltungsrates der W.________. Die R.________ habe als sog. "Family 
Office" die Anzeigeerstatter seit ihrer Gründung im Jahre 2010 betreut. Die verwalteten Ver-
mögen der Anzeigeerstatter hätten sich auf je CHF 600 Mio. bis CHF 900 Mio. belaufen. 
P.________ und I.________ hätten rund 90 % zum Umsatz und zum Gewinn der 
R.________ beigetragen. Sie seien selber auch als Aktionäre an der U.________ beteiligt.

1.2 Im Herbst 2018 hätten sie von ihrem Kundenberater bei der X.________ erfahren, dass ih-
nen ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung monatlich exzessive und marktunübliche 
Gebühren von bis zu USD 500'000.00 belastet worden seien, seit Beginn der 
Vermögensverwaltungstätigkeit im Jahre 2010 rund CHF 50 Mio. Sie hätten in der Folge das 
Wirtschaftsprüfungsunternehmen Y.________ mit der Überprüfung ihrer Investitionen bei der 
R.________ und einer Analyse der Fondsstrukturen beauftragt. Gemäss dieser Analyse hät-
ten die Anleger des Z.________ ("Z.________"), des AA.________ ("AA.________"), des 
AB.________ ("AB.________") und der AC.________ ("AC.________") zwischen 2014 und 
Mitte 2018 Gebühren in der Gesamthöhe von ca. EUR 16.87 Mio. entrichtet. Die Hauptanle-
ger dieser Fonds seien dabei I.________ und P.________ gewesen. Gemäss der 
Y.________ sei kein sachlicher Grund ersichtlich, warum I.________ und P.________ in den 
Z.________, den AA.________ und den AB.________ investiert hätten, statt direkt in die 
darunterliegende AD.________ bzw. AE.________ zu investieren, da ersteres Vorgehen nur 
zu höheren Gebühren führe. Ausserdem sei es im Jahr 2018 zu einer Umstrukturierung be-
stimmter Investitionen (im Wesentlichen ausstehende Zahlungen in den AB.________) ge-
kommen, die vom neu gegründeten AC.________ übernommen worden seien. Dadurch sei-
en höhere Gebühren für I.________ und P.________ entstanden, wofür ebenfalls kein sach-
licher Grund ersichtlich sei. 

1.3 Die Y.________ habe festgestellt, dass es keinen wirtschaftlichen Grund für die äusserst 
komplexen und mehrstufigen Strukturierungen und Umstrukturierungen der Investitionen der 
Anzeigeerstatter gebe, dass diese mehrstufigen und äusserst undurchsichtigen Strukturen 
und Umstrukturierungen nur dazu dienen würden, unnötige und exzessive Gebühren für die 
R.________ zu generieren, welche letztlich den Beschuldigten zugutegekommen seien, und 

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dass die Anzeigeerstatter im Vergleich zu anderen Investoren verhältnismässig erheblich 
mehr Gebühren bezahlt hätten. 

1.4 K.________ und Q.________ hätten sich das Vertrauen der Anzeigeerstatter durch jahrelan-
ge irreführende Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen erschlichen. Zu Beginn 
seien sie (die Anzeigeerstatter) mit tiefen Gebühren und dem Versprechen von Transparenz 
geködert worden; über die Jahre habe sich so ein Vertrauensverhältnis entwickelt. 
K.________ und Q.________ hätten dieses Vertrauen sowie den Umstand, dass 
P.________ und I.________ aufgrund ihres beruflichen Engagements schlicht keine Zeit ge-
habt hätten, sich um die Verwaltung ihres Vermögens zu kümmern, ab ca. 2014 rücksichtslos 
und arglistig im Hinblick auf ihre eigene Bereicherung ausgenützt. Die Y.________ habe 
bestätigt, dass den Anzeigeerstattern überhöhte und ungerechtfertigte Gebühren in zweistel-
liger Millionenhöhe belastet worden seien. Die anvertrauten Vermögenswerte seien pflicht-
widrig entgegen den Interessen der Anzeigeerstatter angelegt worden, einzig mit dem 
Zweck, möglichst hohe Gebühren für die R.________ zu erwirtschaften. An diesen Gebühren 
hätten sich K.________ und Q.________ in Form von exorbitanten Salären und Boni bzw. 
Dividendenzahlungen in Millionenhöhe bereichert, K.________ zudem heimlich an Kickbacks 
bzw. Retrozessionen in Form von Verwaltungsratshonoraren. Zudem hätten K.________ und 
Q.________ den Anzeigeerstattern wiederholt Aktien der U.________ zu übersetzten Prei-
sen gestützt auf unzutreffende Bewertungen verkauft.

2. Mit Verfügung vom 29. Januar 2020 nahm die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung ge-
gen K.________ und Q.________ (nachfolgend: Beschuldigte) nicht an die Hand. Zur Be-
gründung führte sie aus, bezüglich der Z.________-Investitionen liege keine Geschäftsfüh-
rerstellung der Beschuldigten im Sinne von Art. 158 StGB vor, da die Anlagen in die Fonds 
direkt durch die Anzeigeerstatter ab deren Bankkonten vorgenommen worden seien. Ebenso 
wenig sei ein Betrug anzunehmen, zumal sämtliche Gebühren in den Fondsdokumenten aus-
reichend klar beschrieben worden seien und die Anzeigeerstatter diesen Konditionen vertrag-
lich zugestimmt hätten. Weitere Straftaten seien weder substanziiert noch erkennbar.

3. Mit Urteil vom 21. April 2021 (Verfahren BS 2020 16) hiess die I. Beschwerdeabteilung des 
Obergerichts die von der F.________ AG, der B.________, der E.________ AG, der 
C.________, der A.________ und der D.________ dagegen erhobene Beschwerde teilweise 
gut, soweit sie darauf eintrat. Sie hob die angefochtene Nichtanhandnahmeverfügung teil-
weise auf und wies die Staatsanwaltschaft an, allfällige strafbare Handlungen der Beschul-
digten K.________ und Q.________ im Zusammenhang mit der Tätigkeit der S.________ als 
Investment Manager des Z.________, des AA.________ und des AC.________, insbesonde-
re im Hinblick auf den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 
1 StGB, zu untersuchen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, es gebe Hin-
weise dafür, dass die S.________ als Investment Manager des Z.________ des 
AA.________ sowie des AC.________ damit betraut gewesen sei, fremdes Vermögen 
selbständig zu verwalten und der Beschuldigte K.________ in diesem Zusammenhang für 
die S.________ gehandelt habe. Aufgrund der Erkenntnisse der Y.________ liege ein An-
fangsverdacht vor, dass im Rahmen dieser Vermögensverwaltung pflichtwidrig eine unnötig 
komplizierte und mehrschichtige Struktur aufgebaut worden sei mit dem einzigen Zweck, 
zum Schaden der Beschwerdeführerinnen und letztlich zu Gunsten der Beschuldigten mög-
lichst hohe Erträge zu erzielen. Die Staatsanwaltschaft habe zu untersuchen, ob die 

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S.________ bzw. der für diese handelnde Beschuldigte K.________ über eine Geschäftsfüh-
rerstellung gegenüber den Fonds verfügt habe und ob die Anzeigeerstatter in Bezug auf eine 
potenziell unnötig hohe Gebührenstruktur der relevanten Fonds überhaupt direkt geschädigt 
bzw. in ihren Rechten unmittelbar verletzt seien.

4. Auf die von der F.________ AG, die B.________, die E.________ AG, die C.________, die 
A.________ und die D.________ dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit 
Urteil 6B_621/2021 vom 20. August 2021 nicht ein.

5. Mit Verfügung vom 4. Januar 2024 aberkannte die Staatsanwaltschaft der F.________ AG, 
der B.________, der E.________ AG, der C.________, der A.________ und der D.________ 
die Privatklägerstellung.

6. Gegen diese Verfügung erhoben die F.________ AG, die B.________, die E.________ AG, 
die C.________, die A.________ und die D.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin-
nen) mit Eingabe vom 18. Januar 2024 Beschwerde bei der I. Beschwerdeabteilung des 
Obergerichts mit folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 4. Januar 2024 sei aufzuheben. 

2. Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die Privatklägerstellung der Beschwerdeführerinnen 
anzuerkennen und diese in den Strafverfahren (2A 2021 113-114) als Privatklägerinnen zuzu-
lassen.

3. Es seien die Akten des Vorverfahrens (2A 2021 113-114) durch die Beschwerdeinstanz beizu-
ziehen und den Beschwerdeführerinnen sei Akteneinsicht zu gewähren.

4. Der Beschwerde sei in dem Sinne aufschiebende Wirkung zu erteilen, als die Staatsanwalt-
schaft von der Beschwerdeinstanz anzuweisen sei, Untersuchungshandlungen und Verfügun-
gen während der Dauer des Beschwerdeverfahrens zu unterlassen, soweit diese die Rechte 
der Privatklägerinnen beeinträchtigen könnten.

5. Den Beschwerdeführerinnen sei eine angemessene Entschädigung (inkl. MWST) für ihre Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren zu Lasten des Staates zuzusprechen.

6. Die Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen.

7. Der Abteilungspräsident teilte den Parteien am 23. Januar 2024 mit, dass über die Ertei-
lung der aufschiebenden Wirkung nach Vorliegen der Vernehmlassung der Staatsanwalt-
schaft und der Beschuldigten entschieden werde.

8. Die Staatsanwaltschaft beantragte in der Vernehmlassung vom 5. Februar 2024 die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde.

9. Die Beschuldigten K.________ und Q.________ schlossen in ihren Vernehmlassungen 
vom 26. Februar 2024 je auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. K.________ stell-
te zudem den Antrag, der Beschwerde sei keine aufschiebende Wirkung zu erteilen.

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10. Die Beschwerdeführerinnen replizierten mit Eingabe vom 2. April 2024, worauf der Be-
schuldigte Q.________ am 12. April 2024 und der Beschuldigte K.________ am 15. April 
2024 Stellung nahmen.

Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b, Art. 393 Abs. 1 lit. a, 
Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 2 Bst. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Auf die unbestritte-
nermassen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde der Beschwerdeführerinnen vom 
18. Januar 2024 ist mithin einzutreten.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Sach-
verhaltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die 
Beschwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie 
verfügt über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. Die Staatsanwaltschaft aberkannte den Beschwerdeführerinnen die Privatklägerstellung in 
der angefochtenen Verfügung aus den folgenden Gründen:

2.1 Die Beschwerdeführerinnen B.________ und die D.________ hätten Anteile am Z.________, 
am Z.________ II, am AB.________ sowie am AC.________ erworben, welche klassische 
Aktionärsrechte beinhalteten. Die erworbenen Anteile berechtigten indessen nicht dazu, Ge-
schäftsführungsaufgaben der Fonds wahrzunehmen. Die gerügten "Layering-Fees" seien 
dabei von den Fonds sowie von ihren Untergesellschaften bezahlt worden und würden zum 
Nachteil des Fondsvermögens gehen. 

2.2 Der Z.________, der Z.________ II und der AB.________ seien als geschlossene Fonds 
rechtlich mit den Investmentgesellschaften mit festem Kapital nach Art. 110 ff. KAG ver-
gleichbar. Dabei handle es sich um Aktiengesellschaften im Sinne des Obligationenrechts. 
Bei Vermögensdelikten zum Nachteil einer Aktiengesellschaft seien weder die Aktionäre 
noch die Gesellschaftsgläubiger unmittelbar verletzt, womit die Aktionäre des Z.________, 
des Z.________ II und des AB.________ nicht direkt im Sinne von Art. 115 StPO geschädigt 
seien. 

2.3 Der geschlossene AC.________ sei als AF.________ rechtlich mit der Kommanditgesell-
schaft für kollektive Kapitalanlagen nach Art. 98 ff. KAG vergleichbar. Dabei handle es sich 
um eine Spezialform der Kommanditgesellschaft, welche im Gegensatz zu einer Aktienge-
sellschaft über keine Rechtspersönlichkeit verfüge, aber dennoch im Geschäftsverkehr weit-
gehend als handlungs-, prozess- und betreibungsfähig eingestuft werde und sich auch direkt 
als Geschädigte an einem Strafprozess beteiligen könne. An Kommanditgesellschaften betei-
ligte Personen seien nicht im Sinne von Art. 115 StPO geschädigt, wenn es sich um Strafta-
ten zu Lasten des Sondervermögens der Kommanditgesellschaft handle. Die Anleger der 
AC.________ seien somit nicht direkt im Sinne von Art. 115 StPO geschädigt. 

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2.4 Entsprechend müssten die Verfahrensrechte vorliegend von den Organen der betroffenen 
Fonds ausgeübt werden und könnten nicht von den Anlegern der Fonds, den Beschwerde-
führerinnen B.________ und D.________, geltend gemacht werden. 

2.5 Betreffend die Beschwerdeführerinnen I.________ AG, E.________ AG, C.________ und 
A.________ sei nicht ersichtlich, inwiefern diese Gesellschaften durch eine potenziell unnötig 
hohe Gebührenstruktur der betreffenden Fonds direkt geschädigt bzw. in ihren Rechten un-
mittelbar verletzt sein sollten, zumal diese Gesellschaften nicht direkt in die Fonds investiert 
hätten.

3. Als Privatkläger im Zivil- und Strafpunkt kann sich konstituieren, wer in seinen Rechten un-
mittelbar verletzt worden ist; Privatklägerschaft setzt Geschädigteneigenschaft gemäss 
Art. 115 Abs. 1 oder Abs. 2 StPO voraus (Mazzucchelli/Postizzi, Basler Kommentar, 3. A. 
2023, Art. 118 StPO N 2). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrück-
lich erklärt, sich am Strafverfahren im Straf- oder Zivilpunkt zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 
StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden 
ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). In seinen Rechten unmittelbar verletzt ist, wer Träger des durch 
die verletzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes ist (BGE 
143 IV 77 E. 2.2; 141 IV 454 E. 2.3.1). 

4. Gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB wird bestraft, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen 
Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwal-
ten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung 
seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt wird. Die 
ungetreue Geschäftsbesorgung schützt den Wert des Vermögens als Ganzes. Als geschä-
digte Person gilt der jeweilige Vermögensinhaber (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_453/2015 vom 29. Januar 2016 E. 2.3.1 m.H.). Bei Vermögensdelikten zum Nachteil 
einer Aktiengesellschaft sind weder die Aktionäre noch die Gesellschaftsgläubiger unmittel-
bar verletzt und somit geschädigt (vgl. etwa BGE 140 IV 155 E. 3.3.1; Urteile des Bundes-
gerichts 6B_1315/2015 vom 9. August 2016 E. 1.2.1 und 6B_187/2016 vom 17. Juni 2016 
E. 1.3; je m.H.).

5. Die Beschwerdeführerinnen machen zunächst geltend, die Rechtsprechung zur ungetreuen 
Geschäftsbesorgung könne nicht zur Anwendung gelangen, wenn im Raum stehe, dass die 
Verantwortlichen die Investmentgesellschaften, die Fonds und die dahinterstehenden Gesell-
schaften gerade mit dem Zweck errichtet hätten, die Investoren zu täuschen und bewusst 
auch eine Personalunion von Gesellschaften, Fonds und Investment Managerin geschaffen 
worden sei. In einer solchen Konstellation müssten die Investoren als unmittelbar geschädigt 
gelten. Der zu untersuchende Sachverhalt sei daher umfassend und insbesondere auch un-
ter dem Tatbestand des Betrugs zu untersuchen (act. 1 Rz 60-69). 

5.1 Dem kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerinnen begründen nicht und es ist auch 
nicht ersichtlich, weshalb in solchen Konstellationen die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
zur unmittelbaren Schädigung bei Vermögensdelikten zum Nachteil einer Aktiengesellschaft 
nicht zur Anwendung kommen soll. Soweit die Beschwerdeführerinnen in diesem Zusam-
menhang die Weiterführung der Untersuchung unter dem Aspekt des Betrugs verlangen, ist 
daran zu erinnern, dass der Vorwurf des Betrugs nicht mehr im Raum steht, nachdem die 

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I. Beschwerdeabteilung des Obergerichts diesen im Urteil vom 21. April 2021 mangels Täu-
schung als offenkundig unbegründet erachtete und das Bundesgericht auf die von den Be-
schwerdeführerinnen dagegen erhobene Beschwerde nicht eintrat (vgl. unten E. 6).

5.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen ist auch nicht ersichtlich, inwiefern 
diese im Zusammenhang mit der Strukturierung der Fonds unmittelbar geschädigt wären.

Soweit die Beschwerdeführerinnen Anteile am Z.________, dem Z.________ II, dem 
AB.________ und dem AC.________ erworben haben, wurden die betreffenden "Layering-
Fees" von den Fonds und deren Untergesellschaften bezahlt, womit sie zu Lasten des 
Fondsvermögens und nicht der Investoren gehen. Daraus folgt, dass allenfalls das Vermö-
gen der Fonds und nicht dasjenige der Investoren unmittelbar beeinträchtigt wurde. Die 
Staatsanwaltschaft hat folglich in Bezug auf die in der Strafanzeige geltend gemachten 
Pflichtverletzungen der Beschuldigten als Investment Manager der verschiedenen Fonds ei-
ne direkte Schädigung der Beschwerdeführerinnen zu Recht verneint.

5.3 Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung sodann nachvollziehbar begrün-
det, dass die von den Beschwerdeführerinnen investierten Gelder, welche gemäss der Dar-
stellung der Beschwerdeführerinnen sorgfaltspflichtwidrig verwendet worden sein sollen, in 
das Eigentum der Fonds übergegangen sind, und die Beschwerdeführerinnen deshalb nicht 
unmittelbar geschädigt sind. In Bezug auf den Z.________, den Z.________ II und den 
AB.________ ordnete die Staatsanwaltschaft die Gesellschaften rechtlich unter die Invest-
mentgesellschaften mit festem Kapital nach Art. 110 ff. KAG ein, bei welchen es sich gemäss 
Art. 110 Abs. 1 KAG um Aktiengesellschaften gemäss OR handelt, womit die Beschwerde-
führerinnen als Aktionäre der betreffenden Fonds nicht direkt im Sinne von Art. 115 StPO ge-
schädigt sind, da die Vermögensanlagen im Eigentum der Gesellschaften stehen und die In-
vestoren nur Anteile an der Gesellschaften in Form von Aktien halten.

Die Beschwerdeführerinnen machen dazu in der Beschwerdeschrift keine Ausführungen und 
bestreiten insbesondere die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene Einordnung nicht. 
Sie bemängeln aber, dass die Staatsanwaltschaft den AC.________ als AF.________ mit ei-
ner Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen gemäss Art. 98 ff. KAG vergleicht. 
Nach Auffassung der Beschwerdeführerinnen könne mit dieser Argumentation eine direkte 
Schädigung der Beschwerdeführerinnen nicht verneint werden, da Art. 99 KAG auf die Be-
stimmungen des Obligationenrechts über die Kommanditgesellschaft verweise und diese im 
Gegensatz zur Aktiengesellschaft über keine eigene Rechtspersönlichkeit verfüge und keine 
juristische Person sei.

Zutreffend ist zwar, dass die Kommanditgesellschaft keine Rechtspersönlichkeit hat, das 
Vermögen den Gesellschaftern zur gesamten Hand zusteht und dieses ein Sondervermögen 
bildet. Zu beachten ist jedoch, dass es sich beim AC.________ um eine AF.________ han-
delt. Gemäss Art. 154 Abs. 1 IPRG unterstehen Gesellschaften dem Recht des Staates, nach 
dessen Vorschriften sie organisiert sind, wenn sie die darin vorgeschriebenen Publizitäts- 
oder Registrierungsvorschriften dieses Rechts erfüllen oder, falls solche Vorschriften nicht 
bestehen, wenn sie sich nach dem Recht dieses Staates organisiert haben. Nach 
AG.________ Recht (Art. 2 AH.________) verfügt die AF.________ über eigene Rechtsper-
sönlichkeit. Wie bei den Aktiengesellschaften nach Schweizerischem Recht können folglich 

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die beteiligten Personen nicht im Sinne von Art. 115 StPO direkt geschädigt sein, sondern 
wären die entsprechenden Verfahrensrechte von den Organen der betreffenden Gesellschaf-
ten auszuüben. Die Staatsanwaltschaft hat folglich auch unter diesem Gesichtspunkt den 
Beschwerdeführerinnen die Privatklägerstellung zu Recht aberkannt. 

6. Die Beschwerdeführerinnen machen sodann – wie erwähnt – geltend, vorliegend stehe be-
züglich der Fondsinvestitionen auch eine mutmasslich arglistige Täuschung im Sinne des Be-
trugs im Raum, und nicht bloss eine Verletzung der Vermögensfürsorgepflicht im Sinne einer 
ungetreuen Geschäftsbesorgung. Die Staatsanwaltschaft habe den Sachverhalt überhaupt 
nicht untersucht, weshalb sie den Untersuchungsgrundsatz verletze, wenn sie den Tatbe-
stand des Betrugs von vornherein ausschliesse (act. 1 Rz 70 ff.). 

6.1 Mit diesem Einwand sind die Beschwerdeführerinnen nicht zu hören. Die I. Beschwerde-
abteilung des Obergerichts hob, wie bereits ausgeführt, mit rechtskräftigem Urteil vom 
21. April 2021 die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft teilweise auf und 
wies Letztere an, allfällige strafbare Handlungen der Beschuldigten im Zusammenhang mit 
der Tätigkeit der S.________ als Investment Manager des Z.________, des Z.________ II 
und des AC.________ insbesondere im Hinblick auf den Tatbestand der ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB zu untersuchen. Den in der Anzeige eben-
falls erhobenen Vorwurf des Betrugs erachtete die I. Beschwerdeabteilung dagegen als of-
fenkundig unbegründet. Die Struktur der Fonds und die Höhe der Gebühren seien den Be-
schwerdeführerinnen unbestrittenermassen offengelegt worden. Es sei nicht ersichtlich, in-
wiefern die Beschuldigten die Beschwerdeführerinnen bzw. P.________ und I.________ 
getäuscht haben sollten. Das in diesem Zusammenhang geltend gemachte besondere Ver-
trauensverhältnis und die besondere Schutzbedürftigkeit von P.________ und I.________ 
wären nur von Belang im Zusammenhang mit der Arglist der Täuschung. Solange aber eine 
Täuschung gar nicht erkennbar sei, stelle sich auch die Frage der Arglist nicht. Zudem wider-
spreche es jeder Lebenserfahrung, dass geschäftserfahrene Investoren, auch oder gerade 
wenn sie über ein Milliardenvermögen verfügten, unbesehen Verträge über Investitionen in 
der geltend gemachten Höhe unterschrieben, und die Beschuldigten auf eine derart fahrläs-
sige Handlungsweise spekuliert hätten. 

6.2 Der Beschwerdeschrift sind zudem keine Hinweise zu entnehmen, welche neue Anhaltspunk-
te für ein täuschendes Verhalten der Beschuldigten liefern. Da der entsprechende Vorwurf 
somit rechtskräftig verneint wurde, ist er nicht mehr Gegenstand des hängigen Untersu-
chungsverfahrens. Somit ist auch dem Vorwurf der Beschwerdeführerinnen, die Staatsan-
waltschaft habe den Untersuchungsgrundsatz sowie den Grundsatz von Treu und Glauben 
verletzt, da sie nicht alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Personen bedeut-
samen Tatsachen abgeklärt habe, die Grundlage entzogen. Die Staatsanwaltschaft hat den 
Beschwerdeführerinnen die Privatklägerstellung auch unter diesem Gesichtspunkt zu Recht 
aberkannt. 

7. Nach dem Gesagten hat es die Staatsanwaltschaft zu Recht abgelehnt, die Beschwerdefüh-
rerinnen als Privatklägerinnen zuzulassen. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und 
ist abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung 
gegenstandslos.

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8. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführerin-
nen unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO; Art. 418 Abs. 2 
StPO) und die Beschwerdeführerinnen sind unter solidarsicher Haftbarkeit zu verpflichten, 
den Beschuldigten, wie von diesen beantragt, eine angemessene Entschädigung für die Kos-
ten der anwaltlichen Vertretung im Beschwerdeverfahren zu bezahlen.

Beschluss

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten dieses Verfahrens von

CHF 1'100.00Gebühren
CHF 100.00 Auslagen
CHF 1'200.00Total

werden den Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt und mit dem 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

3. Die Beschwerdeführerinnen haben den Beschuldigten K.________ für dessen Aufwendungen 
im Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit CHF 1'700.00 zu entschädigen.

4. Die Beschwerdeführerinnen haben den Beschuldigten Q.________ für dessen 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit CHF 1'840.00 
(inkl. MWST) zu entschädigen.

5. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach Art. 95 ff. BGG. 
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet 
und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der Beweismittel 
(vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

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6. Mitteilung an:
- Parteien
- Rechtsanwalt L.________ (z.H. Q.________)
- Rechtsanwalt M.________ (z.H. K.________)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

St. Scherer C. Schwegler
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: