# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cca90c5-23c1-55c3-b472-c0c4a7d096aa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.06.2024 200 2022 625
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-625_2024-06-20.pdf

## Full Text

200 22 625 IV
KNB/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Juni 2024

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. September 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Juli 2015 bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1). Hinsichtlich der Art der gesundheitlichen Be-
einträchtigung verwies sie auf Schwangerschaftsbeschwerden, eine 
Depression während der Schwangerschaft, ein Polytrauma (Femurfraktur 
rechts, Femurschaftfrakturen rechts, HWS-Frakturen, Fraktur BWK1/LWK1 
- 4), ein Thoraxtrauma und ein stumpfes Bauchtrauma nach einem … 
(act. II 1/5 Ziff. 6.2 f.). Nach Abklärung des Leistungsanspruches sprach die 
IVB der Versicherten mit Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 76) bei 
einem Invaliditätsgrad von 71 % ab dem 1. Februar 2016 eine ganze Rente 
zu, dies bei einem Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt. Diese Ver-
fügung blieb unangefochten.

Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen bestätigte die IVB am 11. Ju-
ni 2019 die Weiterausrichtung der bisherigen ganzen Rente (act. II 87).

B.

Mit Schreiben vom 3. März 2021 (act. II 89) informierte die zuständige Un-
fallversicherung, die C.________ AG (nachfolgend: C.________), die Ver-
sicherte unter Gewährung des rechtlichen Gehörs, dass die Heilungskosten 
und Taggelder per 15. März 2021 eingestellt würden, kein Rentenanspruch 
bestehe und eine Integritätsentschädigung von 60 % bzw. Fr. 75'600.-- 
ausgerichtet werde.

Die IVB leitete im März 2021 abermals eine Revision von Amtes wegen ein 
(act. II 90). Im entsprechenden Revisionsfragebogen vom 19. März 2021 
(act. II 94) gab die Versicherte an, ihr Gesundheitszustand sei seit dem 
letzten Rentenentscheid unverändert. Die IVB nahm erwerbliche und medi-
zinische Abklärungen vor (act. II 93, 98, 102), holte die Akten der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 3

C.________ sowie eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) ein (act. II 95.1 - 95.9, 104, 129.1 - 129.9), wobei in den Akten der 
C.________ zwei Gutachten der D.________ (MEDAS) enthalten waren 
(Expertise vom 20. Juli 2018 in den Fachgebieten Psychiatrie, Orthopä-
die/Traumatologie und Innere Medizin [act. II 95.4/376 - 445] und Expertise 
vom 14. Dezember 2020 in denselben Fachgebieten [act. II 129.3/1 - 73]). 
Am 10. September 2021 schloss die IVB die berufliche Eingliederung ab 
(act. II 110). Zudem liess sie einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb er-
stellen (Bericht vom 4. Februar 2022 [act. II 114]). Nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren und der Einholung einer Stellungnahme des RAD 
(act. II 115, 118, 123, 131) verfügte die IVB am 16. September 2022 (act. II 
132) bei einem im Rahmen der gemischten Methode (Status 70 % Erwerb 
und 30 % Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 37 % die Aufhebung 
der bisherigen ganzen Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfü-
gung folgenden Monats bzw. per Ende Oktober 2022. 

Am 27. Oktober 2022 verfügte die C.________ (act. II 135), dass die Tag-
geldleistungen und Heilungskosten per 15. März 2021 eingestellt worden 
seien, kein Rentenanspruch bestehe sowie die Integritätsentschädigung 
Fr. 75'600.-- (60 %) betrage.

C.

Gegen die Verfügung der IVB vom 16. September 2022 (act. II 132) erhob 
die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 18. Oktober 
2022 Beschwerde. Sie beantragt, unter Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung sei ein gerichtliches, polydisziplinäres Gutachten, mindestens der 
Disziplinen Orthopädie und Psychiatrie unter Einbezug einer neuropsycho-
logischen Erhebung, durchzuführen und der Beschwerdeführerin gestützt 
darauf eine IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Durch-
führung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2022 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Auf entsprechende Anfragen des Instruktionsrichters hin reichte die 
C.________ am 3. März 2023 per E-Mail eine Stellungnahme der MEDAS-
Gutachter vom 23. Februar 2023 und am 5. April 2023 die Einsprache der 
Beschwerdeführerin im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren vom 7. 
November 2022 inklusive Beilage ein. Die erwähnten Eingaben wurden mit 
prozessleitender Verfügung vom 6. April 2023 zu den Akten erkannt und 
den Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt. Gleichzeitig wurde das Be-
weisverfahren geschlossen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 16. September 2022 (act. II 
132). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 

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dabei insbesondere die Aufhebung der bisherigen ganzen Rente per Ende 
Oktober 2022. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705, BBl 2017 2535) und die Änderung 
vom 3. November 2021 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die In-
validenversicherung (IVV; SR 831.201 [AS 2021 706]) in Kraft getreten. 
Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in zeitli-
cher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei 
der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). Liegt bei einem Revisionsfall die massgebende Änderung 
vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen 
der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt die 
massgebende Änderung nach dem 31. Dezember 2021, finden die Be-
stimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 
1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung 
bestimmt sich nach Art. 88a IVV (Dreimonatsfrist; Rz. 9102 des Kreis-
schreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invali-
dität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Vorliegend war mit 
dem MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 2020 (act. II 129.3/1 - 73) eine 
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erstellt (vgl. E. 4.7 hiernach). Der mass-
gebende Zeitpunkt für die Verbesserung ist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 
März 2021, womit vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestim-
mungen (fortan: aArt.) zur Anwendung gelangen.

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2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). 

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 

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(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1). 

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.4.5 Bei Versicherten, welche die Leistung weder unrechtmässig erwirkt 
noch die Meldepflicht verletzt haben, erfolgt die Herabsetzung oder Aufhe-
bung der Renten frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung 
der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 IVV).

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3.

3.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 76) 
mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 16. Sep-
tember 2022 (act. II 132) zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen 
eine Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und 
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 und 2.4.3 hier-
vor). Bejahendenfalls ist eine umfassende freie Prüfung des Leistungsan-
spruchs vorzunehmen (vgl. E. 2.4.4 hiervor). Die Mitteilung vom 11. Juni 
2019 (act. II 87), mit welcher über die weitere Ausrichtung der ganzen Ren-
te informiert wurde, bildet vorliegend keinen Vergleichszeitpunkt, da damals 
keine umfassende Prüfung des Leistungsanspruches erfolgt war (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht präsentierte sich der Sachverhalt bis zur 
Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 76) folgendermassen:

3.2.1 Gemäss telefonischer Auskunft von Dr. med. E.________, Facharzt 
für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 11. August 2017 (act. II 
63/6) weile die Beschwerdeführerin weiterhin stationär in der Rehaklinik 
F.________. Sie leide an einer komplexen Verletzung des rechten Ober-
schenkels, der Heilungsverlauf sei langwierig gewesen. Sie könne zurzeit 
das rechte Bein nur teilweise belasten, d.h. bis zu 30kg. Sie gehe aktuell an 
Krücken und sei nicht belastbar. Die Frage, ob die Beschwerdeführerin 
aktuell in der Lage wäre, sich um Haushaltsarbeiten zu kümmern, wurde 
von Dr. med. E.________ klar verneint. Sie könne aktuell ca. 200 - 300m 
an Stöcken mit Pausen zurücklegen, für längere Strecken sei sie noch auf 
den Rollstuhl angewiesen.

3.2.2 In dem von der Unfallversicherung C.________ veranlassten ME-
DAS-Gutachten vom 20. Juli 2018 mit Untersuchungen am 11., 22. und 26. 
Juni 2018 in den Fachgebieten Psychiatrie, Orthopädie/Traumatologie und 
Innere Medizin (act. II 95.4/376 - 445) wurden die folgenden unfallrelevan-
ten Diagnosen aufgeführt (act. II 95.4/393):

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi-
sode (ICD-10: F33.1), ursächlich reaktive Einflüsse

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2. Belastungseinschränkung des rechten Oberschenkels nach zweitgradig offe-
ner Oberschenkelfraktur und multiplen Operationen

3. Bewegungseinschränkung des rechten Hüftgelenks nach hüftgelenksnaher 
Fraktur und DHS-Osteosynthese

4. Hochgradige, multidirektionale Instabilität des rechten Kniegelenks
5. Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule bei multietagerer HWS-

Fraktur und operativer Stabilisierung/Versteifung der Halswirbelsäule
6. Grosse Narbenhernie des linken Mittel- und Unterbauchs nach wiederholter 

Spongiosaentnahme aus dem linken Beckenkamm

Als nicht unfallrelevante Diagnosen wurden die Folgenden festgehalten 
(act. II 95.4/394): 

1. Zustand nach schwerer psychischer und Verhaltensstörungen im Wochenbett, 
anderenorts nicht klassifiziert (ICD-10: F53.1)

2. Zustand nach schwerer depressiver Episode (ICD-10: F32.2), ursächlich en-
dogene Einflüsse, durch reaktive Faktoren mit ausgelöst

3. Adipositas BMI 33.1 kg/m2
4. Gemischte Hyperlipoproteinämie
5. Verdacht auf nicht-alkoholische Fettlebererkrankung
6. Leichte CRP-Erhöhung unklarer Ursache

Die Experten gaben an (act. II 95.4/394), die Beschwerdeführerin leide an 
den Folgen eines … am 11. Februar 2015. Der … sei auf eine unfallunab-
hängige postpartale Psychose im Rahmen einer Schwangerschaftsdepres-
sion zurückzuführen. Während diese ursprüngliche depressive Erkrankung, 
die endogener Genese gewesen sei, mittlerweile abgeklungen sei, domi-
niere weiterhin eine mittelgradig depressive Episode, die nunmehr als Fol-
ge des Unfalls reaktiv bedingt werde. 

Die Gutachter führten aus (act. II 95.4/398 Ziff. 8.1 f.), die Arbeitsfähigkeit 
in der Tätigkeit als ... in Bezug auf ein 100 %-Pensum betrage aufgrund 
unfallbedingter Ursachen 0 %. Aufgrund krankheitsbedingter Ursachen 
betrage die Arbeitsfähigkeit 100 %. Insgesamt betrage die Arbeitsfähigkeit 
0 %. Aufgrund unfallbedingter Ursachen bestehe eine 100%ige Einschrän-
kung in allen ausser lediglich leichten Tätigkeiten. Die Gehfähigkeit sei 
stark eingeschränkt, da die Beschwerdeführerin auch für kürzere Gehstre-
cken auf zwei Unterarmgehstützen angewiesen sei. Nachzuvollziehen sei 
eine rasche Ermüdbarkeit aufgrund der Veränderungen der Halswirbelsäu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 10

le und der Schmerzen des rechten Beins und der Belastungseinschrän-
kung. 

Zu den noch zumutbaren Tätigkeiten hielten die Gutachter fest (act. II 
95.4/399 Ziff. 8.3), zumutbar seien aufgrund unfallbedingter Ursachen 
25 %, 2 Stunden pro Tag unter Beachtung des genannten Belastungspro-
fils. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, lediglich leichte und ganz ein-
fache Tätigkeiten auszuüben. Die Tätigkeiten müssten nahezu ausschliess-
lich im Sitzen sein, mit der Möglichkeit der selbst gewählten Positions-
wechsel. Weitere Voraussetzungen seien klar vorgegebene Handlungs-
richtlinien und es müssten die Möglichkeiten für zusätzliche Pausen 
eingeräumt werden. Krankheitsbedingte Ursachen seien nicht vorhanden. 
Insgesamt liege die Zumutbarkeit bei 25 %. 

3.2.3 Im Austrittsbericht der Rehaklinik F.________ vom 27. September 
2017 (act. II 57/3 ff.) im Zusammenhang mit den Aufenthalt vom 6. Februar 
bis 27. September 2017 wurden die folgenden (Haupt- und Neben-
)Diagnosen aufgeführt:

 Osteosyntheseversagen mit Pseudarthrose rechts mit/bei:
 St.n. Polytrauma bei … vom 11. Februar 2015 bei DD Psychose, DD …

 Iatrogene Insuffizienzfraktur Crista iliaca links nach Beckenkammspongio-
saentnahme 24. Januar 2017

 Postoperative Blutungsanämie
 St.n. … 02/2015: DD postpartale Psychose, DD Depression
 Nebendiagnosen

 Depression
 St.n. Notfall-Sectio caesarea Isthmica transversa 4. Februar 2015
 St.n. anämischer und kreislaufrelevanter vaginaler Blutung bei Plazenta 

praevia 5. Februar 2015

Bei Klinikaustritt sei die Beschwerdeführerin mit Unterarmgehstöcken mobil 
gewesen in der Ebene und auf der Treppe. Die berufliche Tätigkeit als ... 
sei aktuell nicht zumutbar. Es wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 
dem 27. September 2017 attestiert. 

3.3 Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 16. September 2022 
(act. II 132) basiert im Wesentlichen auf den folgenden medizinischen Un-
terlagen: 

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3.3.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, hielt in der Aktenbeur-
teilung vom 19. Juni 2019 (act. II 129.4/14 - 16) fest, in dem jetzt vorgeleg-
ten Bericht (des Spitals H.________ vom 29. November 2018 [act. II 
129.4/40 f.]) würden keine Beschwerden mehr im Bereich des rechten 
Hüftgelenks angegeben. Die Röntgenbilder zeigten den komplett integrier-
ten Graft mit guter Kallusformation. Es sei also seit der MEDAS-
Begutachtung im Juli 2018 eine wesentliche Verbesserung eingetreten. 

3.3.2 In dem ebenfalls von der Unfallversicherung C.________ veranlass-
ten MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 2020 mit Untersuchungen in 
den Fachgebieten Orthopädie/Traumatologie, Innere Medizin und Psychia-
trie (act. II 129.3/1 - 73) wurden die folgenden unfallrelevanten Diagnosen 
gestellt (act. II 129.3/6):

 Belastungsminderung der rechten unteren Extremität mit sekundärer Beinver-
kürzung von 3.5 cm
 nach zweitgradig offener Oberschenkelfraktur nach multiplen Operationen, 

zuletzt Femur-Rekonstruktion mittels Fibula-Transfer und Osteosynthese
 nach hüftgelenksnaher Fraktur und DHS-Osteosynthese
 mit multidirektionaler Instabilität des rechten Kniegelenkes

 Chronische Zervikozephalgie mit mittelgradiger Funktionseinschränkung der 
Halswirbelsäule nach multietagerer Stabilisation/Versteifung der Halswir-
belsäule C4 bis Th1

Als nicht unfallrelevante Diagnosen wurden die Folgenden aufgeführt 
(act. II 129.3/7):

 Adipositas (BMI von 36.7 kg/m2)
 Gemischte Hyperlipoproteinämie
 Hyperurikämie
 V.a. nichtalkoholische Fettlebererkrankung
 Verdacht auf arterielle Hypertonie
 Leichte Leukozytose (als pathologischer Laborwert)
 CRP-Erhöhung unklarer Ätiologie (als pathologischer Laborwert)
 Zustand nach schwerer psychischer Verhaltensstörung im Wochenbett

(ICD-10: F53.1)
 Zustand nach rezidivierender depressiver Störung, weitgehend remittiert 

(ICD-10: F33.4) mit diskreter, residueller ängstlich-depressiver Symptomatik

Die Gutachter gaben an (act. II 129.3/6 Ziff. 3), neben endogenen Faktoren 
und einer familiären Disposition zu depressiven Störungen bestünden psy-

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choreaktive Einflüsse, beispielsweise die Veränderung der Lebenssituation, 
auch eine noch im Hintergrund spürbare Verunsicherung durch die passa-
gere Trennung vom Ehemann. In diesem Zusammenhang entstünden auch 
die von der Beschwerdeführerin geschilderten Zukunftsängste. Insoweit sei 
also nunmehr ein Wechsel der Wesensgrundlage eingetreten und unfallbe-
dingte psychische Störungen könnten nicht mehr wahrscheinlich gemacht 
werden. Psychoreaktive Zuflüsse im Hinblick auf die Wahrnehmung der 
somatisch begründeten Folgen des … aus dem Jahre 2015 spielten zwar 
möglicherweise noch eine untergeordnete Rolle, aber unter Berücksichti-
gung des Zeitablaufs sei klar davon auszugehen, dass eine psychoreaktive 
Symptomatik im Sinne einer Anpassungsstörung mit emotionalen Sympto-
men (Angst und Depression) nicht mehr diagnostiziert werden könne. 

Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus (act. II 129.3/11 f. Ziff. 8.1 f.), 
in der bisherigen Tätigkeit als ... unter Berücksichtigung des bisherigen 
Arbeitspensums von 100 % bestehe aufgrund unfallbedingter somatischer 
Ursachen eine 0%ige Arbeitsfähigkeit. Es sei keine Veränderung der Ar-
beitsfähigkeit zu erwarten. Aufgrund krankheitsbedingter Ursachen bestehe 
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (8.5 Stunden pro 
Tag, 70 % Leistung). Insgesamt bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine 
0%ige Arbeitsfähigkeit. 

Aufgrund unfallbedingter Ursachen bestünden auch für körperlich leichte 
bis mittelschwere Tätigkeiten Einschränkungen: Leichte Tätigkeiten könn-
ten von der Beschwerdeführerin ausgeübt werden. Tätigkeiten im Stehen 
und Gehen sollten vermieden werden. Die Gehleistungsfähigkeit sei stark 
eingeschränkt, die Beschwerdeführerin sei auf die Nutzung einer Unter-
armgehstütze links angewiesen. Tätigkeiten in Zwangshaltungen (Vorbeu-
ge, Überkopfarbeiten, kniende und hockende Stellung) und erhöhten 
Anforderungen an die Standsicherheit (wie auf Leitern, Treppen oder 
Gerüsten), Tätigkeiten unter extremen Temperaturschwankungen (Hitze, 
Kälte und Nässe) sollten vermieden werden. In einer solchen Tätigkeit be-
stehe somatisch eine Arbeitsfähigkeit von 8.5 Stunden pro Tag mit einer 
100%igen Leistung. Aufgrund krankheitsbedingter Ursachen bestünden 
Affektregulationsstörungen im Zuge der ängstlich-depressiven Symptoma-
tik. Daraus resultiere aus rein psychiatrischer Sicht eine Einschränkung in 

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der Arbeitsfähigkeit von 30 % (integral betrachtet). Die Beschwerdeführerin 
könne lediglich Tätigkeiten durchschnittlicher geistiger Art mit durchschnitt-
lichen Verantwortungsbereichen, ohne besonderen Zeitdruck und ohne 
Anforderung an die Konfliktfähigkeit verrichten. Auszuschliessen seien 
Nachtarbeitsbedingungen, da diese zu einer Verstärkung der depressiven 
Symptome führen könnten. Eine solche angepasste Tätigkeit sei 8.5 Stun-
den pro Tag mit einer 70%igen Leistung zumutbar. 

3.3.3 Dr. med. I.________, Praktische Ärztin sowie Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, gab im Bericht vom 19. März 2021 (act. II 109/9 
f.) betreffend die psychiatrische Beurteilung im entsprechenden MEDAS-
Teilgutachten vom 8. September 2020 an, die Beschwerdeführerin befinde 
sich seit dem 28. Mai 2019 in ihrer psychiatrischen ambulanten Behand-
lung. Initial habe die Beschwerdeführerin vor allem über ihre schwierige 
Situation bezüglich der zu dem Zeitpunkt noch aktuellen Trennung von ih-
rem Ehemann geklagt. Kurze Zeit später sei dieser wie bekannt zu ihr 
zurückgekehrt. Nun habe die Beschwerdeführerin über belastende Angst-
symptome berichtet. Am sichersten fühle sie sich zu Hause, sie verlasse 
das Haus kaum noch, Ehemann und Söhne würden den Haushalt erledigen 
und einkaufen gehen. Sie versuche angstauslösende Situationen – soweit 
es gehe – zu meiden. Auch Räumlichkeiten, die sie an ein Spital erinnerten 
oder ein Spital selbst, würden ihr grosse Angst bereiten. Vom Unfallher-
gang an sich habe die Beschwerdeführerin jeweils in flüsterndem Ton be-
richtet. Im Weiteren habe sie wiederholt beschrieben, dass sie nicht mehr 
dieselbe Person wie früher sei, sie sei verändert, "ein anderer Mensch". Sie 
leide an Schlafstörungen, sei unruhig, wache vermehrt auf. Vor dem Unfall 
sei sie – abgesehen von der Depression – arbeitsfähig gewesen, habe im 
... gearbeitet. Dies könne sie sich jetzt nicht mehr vorstellen. Aus ärztlicher 
Sicht müsse aufgrund der vorliegenden Symptome (Angst, Unsicherheit, 
Hilflosigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Vermeidungsver-
halten) differentialdiagnostisch an eine Posttraumatische Belastungs-
störung (PTBS) nach schwerem Unfall gedacht werden.

3.3.4 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 8. Juni 2021 (act. II 102) 
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: 

Rezidivierende Depression, aktuell remittiert ICD-10: F33.4

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 St.n. schwerer depressiver psychotischer Episode mit … 2015 (…)
 Pos. FA: Vater mit Depressionen und … 2019, Cousine vs mit Depressionen 

und … 2021, ein Bruder mit Depressionen, eine Schwester mit Angststörung
Phobische Ängste mit Vermeidungsverhalten ICD-10: F40.0
 DD Posttraumatisch nach schwerem Unfall (…)
Multiple Frakturen nach …
 Bewegungseinschränkung, Schmerzen beim Gehen, bei längerem Sitzen

Dr. med. I.________ gab an, zu Beginn der Behandlung (am 28. Mai 2019) 
habe ein reduzierter Zustand mit noch deutlichen psychischen Folgen des 
Unfalls bestanden, die Beschwerdeführerin habe Mühe gehabt, darüber zu 
sprechen, sie sei weinerlich, klagend über ihren körperlichen Zustand ge-
wesen. Die Trennung von Seiten des Ehemannes habe sie belastet. Mitt-
lerweile sei es zu einer zunehmenden Stabilisierung des psychischen 
Zustandes mit Besserung der Stimmung gekommen. Die Rückkehr des 
Ehemannes zu ihr habe zur psychischen Stabilisierung beigetragen. Aktuell 
stünden vor allem Ängste (zu stürzen, die Kontrolle zu verlieren) im Vor-
dergrund. Dies traumabedingt, aber auch als Folge der Unsicherheit beim 
Stehen und Laufen. Die Beschwerdeführerin habe sich diesbezüglich ein-
gerichtet, vermeide Höhe, Autofahren, Benutzen des öffentlichen Verkehrs. 
Vor einem Spitalaufenthalt hätte sie grosse Angst, sie würde lieber sterben 
wollen, als jemals wieder in ein Spital gehen zu müssen. Zudem habe sie 
grosse Angst, die Medikation zu ändern, da sie fürchte, dass sich ihr Zu-
stand wieder verschlechtere bzw. Suizidgedanken aufkämen. Ihre psychi-
sche Verfassung habe sich dank der Medikamente verbessert. Die 
Beschwerdeführerin gebe an, dass sie sich verändert habe, sie sei nicht 
mehr dieselbe Person wie früher. Sie sei ängstlich und unsicher, traue sich 
viele Dinge nicht mehr. Am wohlsten fühle sie sich zu Hause. Sie müsse 
viel liegen, sei schnell müde, habe immer wieder Schmerzen am Körper 
(Bein, Nacken, Hüfte). Sie könne nur kurze Strecken laufen, auch sitzend 
halte sie es nicht lange aus. Den Haushalt würden ihr Mann und der mittle-
re Sohn, der noch zu Hause wohne, erledigen. Sie könne lediglich beim 
Kochen etwas helfen. Eine Arbeitsfähigkeit sei aus medizinischer Sicht vor 
allem auch aufgrund der körperlichen Einschränkungen nicht gegeben 
(kein Stehen, Laufen ungehindert möglich, längeres Sitzen mit Schmer-
zen). Sowohl die bisherige Tätigkeit als ... als auch eine leidensangepasste 
Tätigkeit seien nicht möglich.

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3.3.5 Im Bericht vom 12. August 2021 (act. II 104) hielt die RAD-Ärztin Dr. 
med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, auf die Frage, 
welche Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen, fest, 
es liege eine mangelnde Belastbarkeit der Wirbelsäule (hauptamtlich der 
HWS) bei Zustand nach Spondylodese C4 bis Th1 vor, ebenso wie eine 
eingeschränkte Beweglichkeit ebendort. Weiter bestehe eine mangelnde 
Belastbarkeit mit Schonhinken infolge iatrogen verursachter Beinverkür-
zung rechts nach stattgehabter schwerer Frakturierung des Oberschenkels 
und der Hüfte rechts bei Zustand nach Polytrauma 02/2015, sowie kompli-
ziertem Verlauf und Zustand nach mehreren rekonstruktiven Operationen. 
Auch hier bestehe eine eingeschränkte Beweglichkeit. Es liege eine chro-
nisch rezidivierende depressive Erkrankung vor, derzeit mit Remission un-
ter medikamentöser Therapie. Weiter bestehe ein metabolisches Syndrom 
bei Adipositas. Auf die Frage, ob – und gegebenenfalls, wie – sich der Ge-
sundheitszustand seit Erlass der Verfügung vom 7. September 2018 ver-
ändert habe, hielt die RAD-Ärztin fest, er habe sich verändert, und zwar mit 
der Dokumentation einer psychischen Verbesserung, anlässlich der Kon-
sultation bei der Psychiaterin Dr. med. I.________, ..., am 8. Juni 2021. 
Hier werde keine invalidisierende psychiatrische Diagnose mehr gestellt. 
Die Depression sei remittiert unter medikamentöser Therapie. Zum Zumut-
barkeitsprofil für die bisherige Tätigkeit als Hilfskraft im ... gab Dr. med. 
J.________ an, diese Tätigkeit könne nicht mehr zugemutet werden. Zu-
mutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten in sitzender Position mit der 
Möglichkeit intermittierend, bedarfsweise eine wechselbelastende Position 
einzunehmen. Eine Gewichtsbelastung > 5kg könne nicht zugemutet wer-
den. Die Tätigkeit mit angeführten Einschränkungen könne in einem 50 %-
Pensum, d.h. für 4 h 15 min/Tag ohne zusätzliche Leistungsminderung 
angenommen werden. Hier seien die notwendigen Pausen schon einge-
rechnet. Zu vermeiden seien anhaltende Zwangshaltungen des Oberkör-
pers wie z.B. längeres Verharren in vornüber geneigter Haltung, des 
Weiteren anhaltende Zwangshaltungen der Halswirbelsäule (z.B. längeres 
Sitzen mit vorgeneigtem Kopf), stereotype Kopfbewegungen, Arbeiten mit 
repetitiven Rotationsbewegungen des Oberkörpers, Rotation des Oberkör-
pers im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten 
körperfern, jegliches Heben von Lasten über Brusthöhe, unerwartete, 
asymmetrische Lasteinwirkungen, Überkopfarbeiten, repetitives Kauern, 

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Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung, repetitive, ste-
reotype Bewegungsabläufe im Bereich der HWS, das Besteigen von Lei-
tern und Gerüsten. In Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könn-
ten Gewichte von 5kg gehoben und getragen werden, dies jedoch nur bis 
Bauchhöhe. Kein längeres Stehen, kein Gehen, keine Arbeiten in gebück-
ter Haltung, kein Hocken und Knien, kein Gehen auf unebenem Gelände, 
kein Abwärtsgehen, kein Hinunterspringen, kein Steigen auf Leitern und 
Gerüste, kein Treppensteigen. Die zugemuteten Arbeiten sollten nicht eine 
erhöhte Verantwortlichkeit voraussetzen, ebenso sollte Zeitdruck vermie-
den werden, des Weiteren sollte kein erhöhter Anspruch auf eine hohe 
Konzentrationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum gestellt werden. 
Auch sollten die Arbeiten nicht ein erhöhtes Konfliktpotential beinhalten, 
ebenso wenig wie überdurchschnittliche geistige Fähigkeiten voraussetzen. 
Dies sei ab dem 8. Juni 2021 gültig. 

3.3.6 In der Stellungnahme vom 15. September 2022 (act. II 131) führte 
die RAD-Ärztin Dr. med. J.________ aus, die Beschwerdeführerin habe 
laut Dokumentenlage keine fachärztlichen Konsultationen, z.B. im Bereich 
der Psychiatrie, Orthopädie oder Viszeralchirurgie nach der RAD-
Stellungnahme vom 12. August 2021 mehr wahrgenommen. Eine Ver-
schlechterung des Zustandes sei nicht durch fachärztliche Berichte 
dokumentiert. Es könne weiterhin auf das Zumutbarkeitsprofil vom 12. Au-
gust 2021 abgestützt werden.

3.4 In der im vorliegenden Verfahren von der C.________ eingereichten 
Stellungnahme vom 23. Februar 2023 (im Gerichtsdossier) führten die 
MEDAS-Gutachter aus, die psychiatrische Exploration und die Gutachten-
erstellung seien nach den Standards des psychiatrischen Fachgebietes 
erfolgt, die Exploration der Beschwerdeführerin habe sich dabei auch auf 
eingehende Erkenntnisse aus dem Dossier und der Vorbegutachtung vom 
6. Juni 2018 stützen können. Viele psychobiographisch relevante Angaben 
seien durch die Beschwerdeführerin bestätigt worden, daher sei die Explo-
rationsdauer (offenbar) kürzer als zum Zeitpunkt der Erstbegutachtung im 
Jahre 2018 gewesen. Die erhobenen psychopathologischen Befunde seien 
nach AMDP dokumentiert. Die daraus resultierende Feststellung, dass die 
Symptomatik die Kriterien einer depressiven Episode nicht mehr hinlänglich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 17

erfüllt habe, sei eingehend diskutiert und dargestellt worden. Die Be-
schwerdeführerin habe Angstsymptome in den Vordergrund ihrer Be-
schwerden gerückt. Der Ausprägungsgrad der geschilderten Ängste sei 
allerdings deutlich geringer als von Dr. med. I.________ geschildert; aus 
diesem Grunde sei schlussendlich die Diagnose einer gemischt ängstlich-
depressiven Störung gestellt worden. Anhaltspunkte für das Vorliegen einer 
PTBS hätten sich nicht ergeben, es sei auch klar darauf hingewiesen wor-
den, dass eine Anpassungsstörung als Folge des … im Jahre 2015 nicht 
festgestellt werden könne. Bereits die Feststellung eines psychischen 
Primärschadens als Eingangsvoraussetzung für eine ereigniskausale PTBS 
sei vor diesem Hintergrund mithin zweifelhaft. Die diagnostischen Kriterien 
einer PTBS gemäss DSM-5 hätten ferner keineswegs bestanden, dies er-
gebe sich aus den vorliegenden Befunden eindeutig. Auch für das Vorlie-
gen einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung 
habe sich kein Hinweis ergeben. Festzuhalten sei ferner, dass die Psychia-
terin Dr. med. I.________ in ihrem Attest vom 8. Juni 2021 einen stabilisier-
ten psychischen Zustand unter Medikation beschreibe. Die rezidivierende 
Depression sei aktuell remittiert, es würden phobische Ängste mit Vermei-
dungsverhalten (ICD-10: F40.0) in diesem Attest beschrieben und Dr. med. 
I.________ habe keine manifeste invalidisierende psychiatrische Diagnose 
festgelegt. Auch vor diesem Hintergrund sei zu erwähnen, dass die Diffe-
rentialdiagnose einer PTBS oder andauernden Persönlichkeitsänderung 
gemäss den ICD-10-Kriterien nicht im Raume stehe. Selbstverständlich 
hätten dem orthopädischen Gutachter auch das Vorgutachten aus dem 
Jahre 2018 zur Verfügung gestanden und somit auch die vermeintlich un-
berücksichtigten 30 medizinischen Berichte. Naheliegend sei, dass beide 
orthopädischen Gutachter von gleichen Diagnosen ausgingen. Nach zwei 
Jahren sei bei einem Polytrauma nicht mit einer wesentlichen Veränderung 
der Diagnosen zu rechnen. Dennoch ergäben sich Unterschiede. Gemäss 
Aktenwürdigung seien seit der letzten Begutachtung vom 20. Juli 2018 kei-
ne weiteren orthopädischen Eingriffe durchgeführt worden. Die Röntgen-
kontrolluntersuchung vom 28. November 2018 des rechten Femurs nach 
Femurrekonstruktion dokumentiere einen sehr schönen Verlauf. Im rechten 
Hüftgelenk zeigten sich nur geringgradige degenerative Veränderungen. 
Mit der Berichterstattung des Spitals H.________ vom 29. November 2018 
würden durch die Beschwerdeführerin keine Beschwerden seitens des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 18

Hüftgelenks angegeben, so dass zusammenfassend eine Verbesserung 
des Gesundheitszustandes nachgewiesen sei. Mit Formulierung des Belas-
tungsprofils würden ausgeprägte qualitative Leistungseinschränkungen 
formuliert, die dem Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin gerecht 
würden. Eine quantitative Leistungseinschränkung aus somatischen Grün-
den liege zum Begutachtungszeitpunkt in einer angepassten Tätigkeit nicht 
mehr vor, da es hierfür keine Begründung mehr gebe. Der Befundbericht 
vom 14. März 2019 des Spitals H.________ fasse zusammen, dass die 
Beschwerdeführerin sich erfreulich erholt und keine Schmerzen mehr habe. 
Der Befundbericht vom 30. Juli 2019 des Spitals H.________ berichte, 
dass die Beschwerdeführerin mit dem Verlauf bis anhin sehr zufrieden sei. 
Auch zeigten die mit der Begutachtung erhobenen Laborwerte der angege-
benen Schmerzmittel (Novalgin und Paracetamol) einen deutlich unter dem 
Referenzbereich liegenden Wert. Somit komme Schmerz als Grund für eine 
quantitative Leistungsminderung nicht mehr in Frage.

4.

4.1

4.1.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

4.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 19

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.4 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1).

4.2 Das MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 2020 in den Fachgebie-
ten Orthopädie/Traumatologie, Innere Medizin und Psychiatrie (act. II 
129.3/1 - 73) erfüllt die an den Beweiswert einer medizinischen Expertise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 20

gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Dieses ist voll beweiskräf-
tig, da es – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und unter Berücksich-
tigung der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte umfassend ab-
handelt und in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde. Weiter leuchtet es 
in der medizinischen Beurteilung ein und die darin gezogenen Schlussfol-
gerungen werden eingehend begründet. Was die Beschwerdeführerin da-
gegen vorbringt ändert am Beweiswert nichts.

4.3 Die Beschwerdeführerin beanstandet den Umstand (Beschwerde 
S. 8 III./B./Ziff. 18 ff.), dass beim MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 
2020 (act. II 129.3/1 - 73) im Unterschied zum ersten MEDAS-Gutachten 
vom 20. Juli 2018 (act. II 95.4/376 - 445) kein Übersetzer beigezogen wur-
de (vgl. act. II 95.4/378 und 129.3/3). Insbesondere im Rahmen der psych-
iatrischen Untersuchung sei völlig unverständlich, wie mit Blick auf den 
Umstand, dass Deutsch nicht die Muttersprache der Beschwerdeführerin 
sei und ihre Deutschkenntnisse nicht sehr gut seien, eine Exploration lege 
artis habe stattfinden können. 

Nach der Rechtsprechung ist bei psychiatrischen Begutachtungen eine 
Übersetzungshilfe beizuziehen, sofern sprachliche Schwierigkeiten beste-
hen und das Untersuchungsgespräch nicht in der Muttersprache des Explo-
randen geführt werden kann (vgl. BGE 140 V 260 E. 3.2.1 S. 261). 

Im MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 2020 (act. II 129.3/1 - 73) wurde 
in der Gesamtbeurteilung (act. II 129.3/3), im orthopädisch-
traumatologischen Teilgutachten (act. II 129.3/34) und im psychiatrischen 
Teilgutachten (act. II 129.3/58) festgehalten, auf Wunsch (schriftliche 
Bestätigung) der versicherten Person sei die Untersuchung ohne professi-
onelle Übersetzung durchgeführt worden, wobei eine entsprechende 
schriftliche Bestätigung – soweit ersichtlich – nicht in den Akten enthalten 
ist. Im internistischen Teilgutachten (act. II 129.3/48) wurde zudem festge-
halten, im Unterscheid zur Vorbegutachtung habe die Untersuchung dies-
mal ohne Dolmetscher stattgefunden, die Beschwerdeführerin spreche 
ausreichend Deutsch; insgesamt ergäben sich keine Kommunikationspro-
bleme. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 21

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt vor (Beschwerde S. 8 
III./B./Ziff. 20), es habe "jedenfalls sicher nicht" der Wunsch der Beschwer-
deführerin bestanden, keinen Übersetzer beizuziehen, sie habe dies man-
gels Deutschkenntnissen auch nicht verstanden. Dies stellt eine blosse 
Schutzbehauptung dar; dies zumal keinerlei Hinweise und Gründe beste-
hen, weshalb die Gutachter dies hätten erfinden sollen. Dass es sich um 
eine blosse Behauptung handelt, ergibt sich auch daraus, dass der Rechts-
vertreter sogleich ergänzt, selbst wenn ein solcher Wunsch geäussert wor-
den wäre, hätten die Gutachter dem "angesichts der stark eingeschränkten 
Deutschkenntnisse" der Beschwerdeführerin keinesfalls entsprechen dür-
fen. Die Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin sind jedoch – entge-
gen der Schilderung in der Beschwerde – vorhanden und die Gutachter 
konnten sich durchaus mit ihr unterhalten und die entsprechende Begut-
achtung/Testung vornehmen. Der internistische Gutachter hielt explizit fest, 
die Beschwerdeführerin spreche ausreichend Deutsch; insgesamt hätten 
sich keine Kommunikationsprobleme ergeben (act. II 129.3/48). Im psychia-
trischen Teilgutachten wurde festgehalten (act. II 129.3/63), gelegentlich 
bestehe eine leichte Sprachbarriere, welche aber durch geduldiges Nach-
fragen gut überbrückt werden könne. 

In dieser Hinsicht ist denn auch zu beachten, dass die Beschwerdeführerin 
seit 1993 in der Schweiz lebt (act. II 95.4/408), d.h. 2020 waren dies 27 
Jahre (und arbeitete nicht etwa jahrelang in einer Fabrik, wo sie aussch-
liesslich mit Personen gleicher Muttersprache [sie stammt aus ...; act. II 
95.4/408] sprach, sondern im ... [vgl. act. II 129.3/62, 95.4/408]). Die in der 
Deutschschweiz lebende Beschwerdeführerin besitzt seit 2004 das 
Schweizer Bürgerrecht (act. II 2/6) und musste somit im Rahmen des Ein-
bürgerungsverfahrens ihre Kenntnisse der Landessprache nachweisen. 
Ihre Psychiaterin Dr. med. I.________ führte die Behandlung nicht in der 
Muttersprache der Beschwerdeführerin (...) durch. Im Medizinalberuferegis-
ter (www.medregom.admin.ch) wird Deutsch unter der Rubrik "Sprach-
kenntnisse" aufgeführt und im doctorfmh.ch-Register (www.doctorfmh.ch) 
wird zusätzlich Englisch angegeben. Zudem wurde auch im Austrittsbericht 
der Rehaklinik F.________ vom 27. September 2017 (act. II 57) festgehal-
ten, es bestünden ausreichende Deutschkenntnisse (act. II 57/8). Dies 
bestätigt, dass das zweite MEDAS-Gutachten vom 14. Dezember 2020 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 22

(act. II 129.3/1 - 73) und insbesondere auch die psychiatrische Begutach-
tung auf Deutsch durchgeführt werden konnte und durchgeführt werden 
durfte; der Beizug eines Dolmetschers für die Verlaufsbegutachtung war 
nicht notwendig. 

4.4 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend (Beschwerde S. 8 f. 
III./B./Ziff. 21), im ersten MEDAS-Gutachten vom 20. Juli 2018 (act. II 
95.4/376 - 445) fehlten in der Aktenzusammenfassung (act. II 95.4/378 - 
392) acht Berichte, welche im zweiten MEDAS-Gutachten vom 14. Dezem-
ber 2020 (act. II 129.3/1 - 73) aufgeführt seien (act. II 129.3/16 - 33). Im 
zweiten MEDAS-Gutachten würden über dreissig Berichte in der Aktenzu-
sammenfassung fehlen, welche im ersten MEDAS-Gutachten aufgeführt 
seien. Diese Rüge verfängt nicht, da sich die zweiten MEDAS-Gutachter 
auf das erste MEDAS-Gutachten und die darin zusammengefassten Be-
richte stützen konnten. 

4.5 Sodann bringt die Beschwerdeführerin bezüglich der beiden or-
thopädischen MEDAS-Teilgutachten vor (Beschwerde S. 10 III./C./Ziff. 24 
ff.), beide Gutachten würden von weitgehend identischen Befunden, Ein-
schränkungen, Beeinträchtigungen und Schmerzniveaus mit entsprechen-
dem Zumutbarkeitsprofil ausgehen. Bezüglich der Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit liege aber eine massiv unterschiedliche Beurteilung in Be-
zug auf den praktisch identischen Gesundheitszustand vor. Eine sachliche 
Begründung für diese massiv unterschiedliche Beurteilung im zweiten Gut-
achten liege nicht vor.

Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin hat sich zwischen den 
beiden Begutachtungen verbessert. So wurde im orthopädisch-
traumatologischen MEDAS-Teilgutachten vom 8. September 2020 festge-
halten (act. II 129.3/36), seit der letzten MEDAS-Begutachtung vom 20. Juli 
2018 seien keine orthopädischen Eingriffe durchgeführt worden. Die Rönt-
genuntersuchungen vom 28. November 2018 des rechten Femurs nach 
Femurrekonstruktion dokumentierten einen sehr schönen Verlauf. Im Be-
reich des rechten Hüftgelenks zeigten sich nur geringgradige degenerative 
Veränderungen. Mit der Berichterstattung des Spitals H.________ vom 29. 
November 2019 würden durch die Beschwerdeführerin keine Beschwerden 
seitens des Hüftgelenks angegeben, so dass zusammenfassend eine we-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 23

sentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Dies 
wird auch so in der Aktenbeurteilung von Dr. med. G.________ vom 19. 
Juni 2019 (act. II 129.4/14 - 16) festgehalten und nochmals in der MEDAS-
Stellungnahme vom 23. Februar 2023 (im Gerichtsdossier) ausgeführt. 
Obwohl diese Stellungnahme nach Erlass der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 16. September 2022 (act. II 132) – dem für das Gericht 
massgebenden Überprüfungszeitpunkt (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 
V 138 E. 2.1 S. 140) – verfasst wurde, ist diese vorliegend zu berücksichti-
gen, da sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Ver-
waltungsverfahrens bestehende Situation erlaubt (Umkehrschluss aus SVR 
2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Die Verbesserung zeigt sich auch daran, dass 
die Beschwerdeführerin 2018 für kürzere Gehstrecken auf zwei Unter-
armstützen angewiesen war (act. II 95.4/429), wohingegen sie 2020 nur 
noch auf die Nutzung einer Unterarmgehstütze links angewiesen war (act. 
II 129.3/41). Von einer Verbesserung berichtete auch der Hausarzt der Be-
schwerdeführerin, Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, am 22. Mai 2019 (act. II 85): Er hielt fest, seit einer Bauchwand-
hernienoperation am 21. Januar 2019 habe sich die Symptomatik gebes-
sert und gemäss den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin sei 
eine Besserung der psychischen Symptomatik eingetreten, aktuell auch 
eine Besserung des Gehens (kurze Strecken seien ohne Gehstützen mög-
lich). Schliesslich haben die MEDAS-Gutachter in der Stellungnahme vom 
23. Februar 2023 (im Gerichtsdossier) nochmals überzeugend und schlüs-
sig dargelegt, weshalb im Begutachtungszeitpunkt (2020) im orthopädi-
schen Fachgebiet – bezogen auf eine angepasste leichte Tätigkeit – keine 
quantitative Leistungseinschränkung mehr vorlag.

4.6

4.6.1 Bezüglich des psychiatrischen MEDAS-Teilgutachtens vom 8. Sep-
tember 2020 (act. II 129.3/58 - 73) bemängelt die Beschwerdeführerin (Be-
schwerde S. 11 III./D./Ziff. 29), dass keine Angaben über die Dauer der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 24

Begutachtung, welche gemäss Angaben der Beschwerdeführerin knapp 
eine Stunde betragen habe, gemacht worden seien, dies im Gegensatz 
zum psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten vom 29. Juni 2018 (act. II 
95.4/404 - 417), wo ein Zeitaufwand von 110 Minuten angegeben worden 
sei (act. II 95.4/410). 

Für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens kommt es 
grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist in 
erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüs-
sig ist. Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betrei-
bende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden 
Psychopathologie angemessen sein. Wie hoch dieser im Einzelfall zu ver-
anschlagen ist, unterliegt letztlich aber der Fachkenntnis und dem Ermes-
sensspielraum des damit befassten Experten (SVR 2021 IV Nr. 12 S. 34 
E. 3.2.3.2, 2019 IV Nr. 85 S. 280 E. 6, 2017 IV Nr. 75 S. 232 E. 4.3). Dafür, 
dass vorliegend die Explorationsdauer der Fragestellung und der zu beur-
teilenden Psychopathologie nicht angemessen gewesen wäre, gibt es kei-
ne Anhaltspunkte. Im Übrigen hielten die MEDAS-Gutachter in der 
Stellungnahme vom 23. Februar 2023 (im Gerichtsdossier) fest, die Explo-
ration der Beschwerdeführerin habe sich auch auf eingehende Erkenntnis-
se aus dem Dossier und der Vorbegutachtung vom 6. Juni 2018 stützen 
können. Viele psychobiographisch relevante Angaben seien durch die Be-
schwerdeführerin bestätigt worden, daher sei die Explorationsdauer offen-
bar kürzer als zum Zeitpunkt der Erstbegutachtung im Jahre 2018 
gewesen.

4.6.2 Auch aus dem Einwand, im Rahmen des zweiten psychiatrischen 
MEDAS-Teilgutachtens vom 8. September 2020 (act. II 129.3/58 - 73) sei 
keine Fremdanamnese und kein aktueller Bericht der behandelnden Psych-
iaterin eingeholt worden (Beschwerde S. 11 f. III./D./Ziff. 29 f.), kann die 
Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, denn praxisgemäss 
ist im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung die klinische Untersu-
chung in Kenntnis der Anamnese entscheidend. Eine Fremdanamnese und 
(schriftliche oder mündliche) Auskünfte der behandelnden Arztpersonen 
sind häufig wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Anfragen 
beim behandelnden Arzt oder bei der behandelnden Ärztin sind u.a. wert-

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voll, wenn sie erweiterte Auskünfte über Persönlichkeit und Compliance der 
zu explorierenden versicherten Person erwarten lassen. Die Notwendigkeit 
der Einholung solcher Fremdanamnesen ist in erster Linie eine Frage des 
medizinischen Ermessens. Auch aus den Qualitätsleitlinien für versiche-
rungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für 
Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser Hinsicht nichts ande-
res (SVR 2019 IV Nr. 41 S. 134 E. 5.2.2.1).

4.6.3 Soweit die Beschwerdeführerin auf die von Dr. med. I.________ 
erwähnten Angstsymptome verweist (Beschwerde S. 13 f. III./E./Ziff. 34), ist 
festzuhalten, dass diese im psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten vom 
8. September 2020 (act. II 129.3/58 - 73) thematisiert wurden (act. II 
129.3/59 f.) und in die Beurteilung eingeflossen sind. Der Gutachter führte 
überzeugend und schlüssig aus (act. II 129.3/66), abweichend von der 
Vorbegutachtung rücke die Beschwerdeführerin heute Angstsymptome in 
den Vordergrund ihrer Beschwerden. Deren Ausprägungsgrad sei jedoch 
nicht so stark, dass die Diagnose einer generalisierten Angststörung oder 
einer phobischen Störung gerechtfertigt wäre. Mit Blick auf die leichte de-
pressive Symptomatik und die geschilderten Ängste könne daher die Dia-
gnose einer gemischt ängstlich-depressiven Störung (ICD-10: F41.2) 
gestellt werden. Die MEDAS-Gutachter begründeten in der Stellungnahme 
vom 23. Februar 2023 (im Gerichtsdossier) zudem schlüssig und überzeu-
gend, weshalb weder eine PTBS noch eine andauernde Persönlichkeitsän-
derung vorliegt.

4.6.4 Zur gesundheitlichen Entwicklung in psychischer Hinsicht ist festzu-
halten, dass im ersten psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten als Diagnose 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depres-
sive Episode (ICD-10: F33.1); ursächlich reaktive Einflüsse, aufgeführt 
wurden (act. II 95.4/412), wohingegen im zweiten psychiatrischen MEDAS-
Teilgutachten lediglich noch ein Zustand nach rezidivierender depressiver 
Störung, weitgehend remittiert (ICD-10: F33.4) mit diskreter, residueller 
ängstlich-depressiver Symptomatik diagnostiziert wurde, was im Übrigen 
wie folgt überzeugend und schlüssig begründet wurde (act. II 129.3/65): 
Die diagnostischen Algorithmen einer depressiven Episode seien nicht 
mehr hinlänglich erfüllt. Eine depressive Stimmungslage über die meiste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 26

Zeit des Tages, annähernd täglich und im Wesentlichen unbeeinflusst von 
äusseren Umständen, lasse sich aktuell nicht mehr zuverlässig bestätigen. 
Ein vollständiger Interessen- oder Freudverlust bestehe ebenfalls nicht. 
Eine klare Antriebsminderung liege auch nicht vor: Subjektiv berichte die 
Beschwerdeführerin über eine gewisse Erschöpfbarkeit, welche sich jedoch 
im Rahmen der Exploration nicht eindeutig wiederspiegle. Vor diesem Hin-
tergrund lasse sich mithin nicht mehr bestätigen, dass mindestens zwei der 
Kernkriterien für eine depressive Episode erfüllt seien. Aktuell beklage die 
Beschwerdeführerin subjektiv Einschränkungen des Konzentrationsvermö-
gens und eine Reduktion des Selbstwertgefühls. Eine depressionstypische 
Inappetenz, psychomotorische Störungen, unangemessene, gar wahnhafte 
Schuldgefühle oder suizidales Verhalten bestünden derzeit nicht. Die Be-
schwerdeführerin berichte über Durchschlafstörungen, zeige aber im Zuge 
der psychiatrischen Exploration aktuell keine Tagesmüdigkeit. Vor diesem 
Hintergrund sei die depressive Symptomatik nicht mehr zuverlässig einer 
auch nur leichten depressiven Episode zuzuordnen. Diese Verbesserung 
spiegelt sich auch in den Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber 
der behandelnden Psychiaterin Dr. med. I.________ wieder, welche im 
Bericht vom 8. Juni 2021 (act. II 102) festhielt, es sei zu einer zunehmen-
den Stabilisierung gekommen. Die Rückkehr des Ehemannes zu ihr habe 
zur psychischen Stabilisierung beigetragen. Die psychische Verfassung der 
Beschwerdeführerin habe sich (auch) dank der Medikamente verbessert. 
Auch Dr. med. K.________ erwähnte im Bericht vom 22. Mai 2019 (act. II 
85) eine Verbesserung der psychischen Verfassung (vgl. E. 4.5 hiervor). 

4.6.5 Ob die psychiatrisch attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
auch rechtlich zu berücksichtigen ist (vgl. BGE 141 V 281), kann offen blei-
ben, da auch unter Berücksichtigung dieser Einschränkung ein rentenaus-
schliessender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 6.4.3 hiernach). 

4.7 Nach dem Dargelegten ist im relevanten Vergleichszeitraum (vgl. 
E. 3.1 hiervor) eine gesundheitliche Verbesserung eingetreten und es hat 
somit eine freie Prüfung des Leistungsanspruches zu erfolgen (vgl. E. 2.4.4 
hiervor), dies basierend auf der gemäss MEDAS-Gutachten vom 14. De-
zember 2020 (act. II 129.3/1 - 73) attestierten Arbeitsfähigkeit von 70 % in 
einer leidensangepassten Tätigkeit. Auf die Einschätzung der RAD-Ärztin 

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Dr. med. J.________ vom 12. August 2021 (act. II 104), wonach in einer 
leidensangepassten Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % be-
steht, kann nicht abgestellt werden, da sie als Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin nicht über die vorliegend erforderlichen Facharzttitel 
(Psychiatrie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates) verfügt und sie die Beschwerdeführerin auch nicht per-
sönlich untersucht hat; ihr Bericht enthält auch keine Elemente, die gegen 
die Zuverlässigkeit der Einschätzung der Gutachter sprächen. Die von der 
RAD-Ärztin erwähnte gesundheitliche Verbesserung in psychischer Hin-
sicht entspricht im Übrigen der von den MEDAS-Gutachtern bereits festge-
haltenen Verbesserung. Sodann ist seit der MEDAS-Begutachtung 2020 
bis zur massgebenden Verfügung vom 16. September 2022 (act. II 132) 
keine wesentliche gesundheitliche Veränderung erkennbar. Vorliegend sind 
damit keine weiteren Abklärungen angezeigt.

5.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 
3 IVG). 

5.2 Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten (act. II 114/6 Ziff. 5.2), 
dass es nachvollziehbar ist, dass die Beschwerdeführerin bei guter Ge-
sundheit das ausserhäusliche Arbeitspensum gegenüber dem letzten Ab-
klärungsbericht Haushalt vom 18. Januar 2018, wo ein Status 60 % 
erwerblicher Bereich und 40 % Haushalt angenommen wurde (act. II 63/5 
und 12 Ziff. 3.4 und 8), auf durchschnittlich 70 % erhöht hätte. Die Betreu-
ung des jüngsten Kindes ist mit dem Mittagstisch der Schule und der Be-
treuung durch den Ehemann gewährleistet. Folglich ist von einem Status 
70 % erwerblicher Bereich und 30 % Haushalt auszugehen, was denn auch 
unbestritten ist. Dieser geänderte Status ist im Übrigen ein (zusätzlicher) 
Revisionsgrund.

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6.

6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in 
Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie un-
fähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG; 
spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 
V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 
Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in 
Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 
IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätig-
keit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalidenein-
kommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu 
ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird 
schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die 
Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufga-
benbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-

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cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).

6.2

6.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-
nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 
22 S. 71 E. 4.2).

6.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2024, IV/22/625, Seite 30

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; 
SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

6.3 Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf den Zeitpunkt 
der Rentenrevision abzustellen (Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 12. Februar 2004, I 607/03, 
E. 7.2.1). Mit Blick auf das veränderte, ab Dezember 2020 gültige gutach-
terliche Zumutbarkeitsprofil – massgebender Zeitpunkt der Verbesserung 
gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist März 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor), wobei eine 
Rentenherabsetzung oder -einstellung einzig für die Zukunft erfolgen kann 
(vgl. E. 2.4.5 hiervor), – und den Umstand, dass seit der MEDAS-
Begutachtung 2020 bis zur vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
16. September 2022 (act. II 132) keine wesentliche Veränderung in Form 
einer gesundheitlichen Verschlechterung ausgewiesen ist (E. 4.7 hiervor), 
hat der Einkommensvergleich auf das Jahr 2022 hin zu erfolgen.

6.3.1 Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin das Vali-
deneinkommen gestützt auf statistische Daten festgelegt hat (vgl. act. II 
114/9 Ziff. 6.3). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer 
die im Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes bezogen auf den 
Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten statistischen Da-
ten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; SVR 2022 IV Nr. 23 S. 76 
E. 6.2.1 und 6.2.2). Vorliegend wurde die angefochtene Verfügung am 

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16. September 2022 (act. II 132) erlassen, womit auf die am 23. August 
2022 veröffentlichte LSE 2020, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher 
Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und 
Geschlecht, Privater Sektor, (vgl. www.bfs.admin.ch > Statistik finden > 
Kataloge und Datenbanken > Tabellen) abzustellen ist. Massgebend ist 
Ziff. …, …., Kompetenzniveau 1, Frauen, im Betrag von Fr. 3'957.-- monat-
lich bzw. Fr. 47'484.-- jährlich. Indexiert auf das Jahr 2022 resultiert ein 
Betrag von Fr. 48'006.30 (Tabelle T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen 2021 
- 2022, Ziff. …, …, Index 2020: 100 Punkte, Index 2022: 101.1 Punkte. An-
gepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Bereich Ziff. …, 
… im Jahr 2022 von 42.5 Stunden resultiert bei der Annahme einer hypo-
thetischen Vollzeittätigkeit (vgl. E. 6.1 hiervor) ein Betrag von Fr. 51'006.70 
(Fr. 48'006.30 : 40 h x 42.5 h). 

6.3.2 Auch das Invalideneinkommen ist anhand statistischer Daten zu 
bestimmen, da die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen hat (vgl. E. 6.2.2 hiervor). Auszugehen ist von der LSE 
2020, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) 
nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sek-
tor, Kompetenzniveau 1, Total, Frauen, im Betrag von Fr. 4'276.-- monatlich 
bzw. Fr. 51'312.-- jährlich. Indexiert auf das Jahr 2022 resultiert ein Betrag 
von Fr. 52'030.35 (Tabelle T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen 2021 - 2022, 
Total, Index 2020: 100 Punkte, Index 2022: 101.4 Punkte). Angepasst an 
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Bereich Total im Jahr 2022 
von 41.7 Stunden resultiert ein Betrag von Fr. 54'241.65 (Fr. 52'030.35 : 
40 h x 41.7 h). Unter Berücksichtigung der 70%igen Arbeitsfähigkeit resul-
tiert ein Invalideneinkommen von Fr. 37'969.15 (Fr. 54'241.65 x 0.7). Mit 
der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 70 % – mit psychisch 
bedingter 30%iger Leistungsminderung – wurde grundsätzlich auch den 
somatischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin Rechnung getra-
gen. Selbst bei einem hier maximalen zusätzlichen 10%igen Abzug resul-
tiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr (vgl. nachfolgend).

6.3.3 Somit ergibt die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkom-
men per 2022 eine Einschränkung im erwerblichen Bereich von 25.56 % 

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([Fr. 51'006.70 - Fr. 37'969.15] / Fr. 51'006.70 x 100), womit eine gewichte-
te Einschränkung von 17.89 % resultiert (25.56 % x 0.7) bzw. bei einem 
zusätzlichen 10%igen Abzug gewichtet eine Einschränkung von 23.1 %.

6.4 Für die Bestimmung der Einschränkung im Haushalt hat die Be-
schwerdegegnerin auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 4. Fe-
bruar 2022 (act. II 114) abgestellt. 

6.4.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

6.4.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 4. Februar 2022 (act. II 
114) ist voll beweiskräftig, da er von einer qualifizierten Person in Kenntnis 
der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der medizinischen 
Situation verfasst wurde. Sodann wurden die Angaben der versicherten 
Person berücksichtigt und der Bericht ist bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert und plausibel begründet (vgl. E. 6.4.1 
hiervor). Zudem bestehen keine Anhaltspunkte für Fehleinschätzungen der 
Abklärungsfachperson. Folglich liegt im Haushalt eine Einschränkung von 
19.3 % vor (act. II 114/15), womit eine gewichtete Einschränkung von 
5.79 % resultiert (19.3 % x 0.3).

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6.4.3 Nach dem Dargelegten ergibt die Invaliditätsbemessung per 2022 
einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad (vgl. E. 2.3 hiervor) von 
gerundet 24 % (17.89 % [Erwerb] + 5.79 % [Haushalt] = 23.68 %; zu den 
Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV 
Nr. 61 S. 198 E. 7.1) bzw. bei einem zusätzlichen 10%igen Abzug von ge-
rundet 29 %. In Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.4.5 hiervor) 
hat die Beschwerdegegnerin somit zur Recht die bisherige ganze Rente auf 
das Ende des der Zustellung der Verfügung vom 16. September 2022 fol-
genden Monats, d.h. per Ende Oktober 2022, eingestellt.

6.5 Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden. Die Be-
schwerde ist abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

7.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.