# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0de6bfa7-f8d1-5aa0-b970-ef543d285f42
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2025 C-1205/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1205-2023_2025-10-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1205/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Philipp Egli (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein, 

Richterin Caroline Bissegger, 

Gerichtsschreiberin Andrea Meier. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch Jörg Prinz, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 2. Februar 2023. 

 

 

 

C-1205/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (Beschwerdeführerin), geboren am (…) 1966, deutsche Staats-

angehörige mit Wohnsitz in Deutschland, ausgebildet als Diplom-Betriebs-

wirtin mit Fachrichtung Wirtschaftsinformatik/Datenverarbeitung, war von 

November 1991 bis Januar 2003 als Informatikerin in der Schweiz erwerbs-

tätig und leistete Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenversicherung (AHV/IV) (Akten der Vorinstanz [IVSTA-act.] 4, 

9 und 18 Seite 1). 

B.  

B.a Am 16. Juli 2020 meldete sich die Beschwerdeführerin gegenüber der 

Deutschen Rentenversicherung zum Bezug einer Rente an (Erstanmel-

dung; IVSTA-act. 4 und 6). Die Anmeldung wurde der IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland (IVSTA oder Vorinstanz) am 29. März 2022 (Eingang bei 

der Vorinstanz: 5. April 2022) zur Durchführung des zwischenstaatlichen 

Rentenverfahrens übermittelt (IVSTA-act. 5). Die Beschwerdeführerin 

machte bei ihrer Anmeldung diverse krankheitsbedingte Leiden geltend 

(Folgen einer Sepsis, chronische Müdigkeit, körperliche und geistige 

Schwäche, Schwindel, Diabetes, Bluthochdruck, Konzentrationsschwä-

che, Ängste, Schlaflosigkeit, Schmerzen im ganzen Körper, Steifheit in Kör-

per und Fingern, Netzhauteinblutung, Makuladegeneration, Depression) 

und gab an, sie sei seit Juli 2019 krank (letzter tatsächlich ausgeübter Ar-

beitstag: 14. Juli 2019), seit Juli 2020 sei sie erwerbsunfähig. Vom 23. Juli 

bis 9. August 2019 wurde die Beschwerdeführerin aufgrund einer septi-

schen Harnwegsinfektion stationär behandelt (IVSTA-act. 17, 35). 

B.b Die Deutsche Rentenversicherung sprach der Beschwerdeführerin mit 

Bescheid vom 14. Juli 2022 ab 1. Juli 2020 befristet bis zum 30. Juni 2023 

eine Rente zu (IVSTA-act. 20 und 22). 

B.c Nach dem Einholen von erwerblichen und medizinischen Unterlagen 

(IVSTA-act. 17 ff.) erliess die Vorinstanz am 28. Oktober 2022, gestützt auf 

die medizinische Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 

(RAD) vom 24. Oktober 2022 (IVSTA-act. 46), einen Vorbescheid und 

führte aus, sie beabsichtige, das Leistungsbegehren abzuweisen, da bei 

der Beschwerdeführerin keine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfä-

higkeit während eines Jahres vorliege. Trotz der Gesundheitsbeeinträchti-

gung sei die Ausübung der angestammten Tätigkeit immer noch zumutbar 

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Seite 3 

und schliesse einen Rentenanspruch aus (IVSTA-act. 47). Die Beschwer-

deführerin liess sich zu diesem Vorbescheid nicht vernehmen. 

B.d Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wies die Vorinstanz das Renten-

leistungsbegehren im Sinne des Vorbescheids ab (IVSTA-act. 54). 

C.  

C.a Gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 2. Februar 2023 liess die Be-

schwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jörg Prinz, am 1. März 

2023 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben. Sie bean-

tragte die Aufhebung der Verfügung vom 2. Februar 2023 und die Gewäh-

rung einer ganzen IV-Rente (Akten des Bundesverwaltungsgerichts 

[BVGer-act.] 3). 

C.b Der Instruktionsrichter erhob mit Zwischenverfügung vom 10. März 

2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- (BVGer-act. 4), der am 6. April 

2023 bezahlt wurde (BVGer-act. 7). 

C.c Mit Eingabe vom 15. März 2023 reichte die Beschwerdeführerin den 

«Befundbericht für die Deutsche Rentenversicherung» vom 17. Februar 

2023 von Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-

pie, ein (BVGer-act. 5). 

C.d In ihrer Vernehmlassung vom 19. Mai 2023 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde, ein Anspruch auf eine Invalidenrente sei 

nicht gegeben, die Beschwerdeführerin sei in ihrer zuletzt ausgeübten Tä-

tigkeit als Kundenberaterin im Innendienst uneingeschränkt arbeitsfähig. 

Die Vorinstanz stützte ihre Einschätzung auf den Bericht des RAD vom 

24. Oktober 2022 (BVGer-act. 9). 

C.e Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 14. Juni 2023 an ihrem 

Antrag auf Zusprache einer ganzen Rente fest. Hilfsweise beantragte sie 

die Einholung eines ergänzenden medizinischen Gutachtens hinsichtlich 

eines Restleistungsvermögens. Ausserdem gab sie eine fachärztliche Be-

scheinigung von Dr. B._______ vom 6. Juni 2023 zu den Akten (BVGer-

act.11). 

C.f Die Vorinstanz bestätigte mit Duplik vom 15. September 2023 ihren An-

trag auf Abweisung der Beschwerde und reichte eine somatische und eine 

psychiatrische Stellungnahme des RAD vom 8. bzw. 13. September 2023 

ein (BVGer-act.15). 

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C.g In ihrer Stellungnahme vom 15. November 2023 betonte die Be-

schwerdeführerin nochmals, sie sei in der Ausübung der bisherigen Tätig-

keit dauerhaft eingeschränkt. Die von der Vorinstanz vorgelegten Stellung-

nahmen des RAD seien in der Sache nicht nachvollziehbar und korrespon-

dierten nicht mit den übrigen ärztlichen Feststellungen (BVGer-act. 19). 

C.h Der Instruktionsrichter schloss den Schriftenwechsel mit Instruktions-

verfügung vom 23. November 2023 (BVGer-act. 20). 

C.i Mit Fax vom 7. November 2024 erkundigte sich die Beschwerdeführe-

rin über den Verfahrensstand (BVGer-act. 21 und 22). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Auf die 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 52 

Abs. 1 VwVG) ist, nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet 

wurde (Art. 63 Abs. 4 VwVG), einzutreten. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 

Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1). 

Nach der Rechtsprechung sind neue Verfahrensvorschriften mangels an-

ders lautender Übergangsbestimmungen mit dem Tag des Inkrafttretens 

sofort und in vollem Umfang anwendbar (BGE 130 V 1 E. 3.2; 129 V 113 

E. 2.2). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 2. Februar 2023, mit der die Vorinstanz das Leistungsbe-

gehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Streitig und vom 

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Seite 5 

Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdefüh-

rerin auf eine schweizerische Invalidenrente im Rahmen einer Erstanmel-

dung. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 2. Februar 2023) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 144 V 224 E. 6.1.1; 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-

ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und 

im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 

(vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je 

m.w.H.). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im So-

zialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 

3.4 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige, wohnt in 

Deutschland und war in der schweizerischen Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung (AHV/IV) versichert. Es liegt offensichtlich ein grenz-

überschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vor (vgl. dazu BGE 145 V 

231 E. 7.1; 143 V 354 E. 4; 143 V 81 E. 8.1). Damit gelangen das Freizü-

gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die 

Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz 

am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 

0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwen-

dung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) 

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Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in 

den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten an-

wendbar. Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt 

sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungs-

vorschriften nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Ur-

teil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und 

Anhang VII der Verordnung [EG] Nr. 883/2004). 

3.5 Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG und 

des ATSG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2020 5535; Bot-

schaft des Bundesrates vom 15. Februar 2017 [BBl 2017 2535]) sowie die 

Änderungen der IVV vom 3. November 2021 (AS 2021 706) in Kraft getre-

ten. Leistungsansprüche, die nach Inkrafttreten dieser Änderungen ent-

standen sind, sind nach den neuen Normen zu prüfen. Soweit Ansprüche 

zu prüfen sind, die noch vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, kommen 

die bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen zur Anwendung (vgl. auch 

Kreisschreiben des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversi-

cherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz. 9100 f.; 

Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line-

aren Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Ja-

nuar 2022, Rz. 1007–1010).  

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG) und gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des 

Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht 

hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-

unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-

benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

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zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-

sichtigt (Art. 6 ATSG). 

4.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Ge-

mäss Art. 28 Abs. 1bis IVG wird eine Rente nach Absatz 1 nicht zugespro-

chen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 

Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind. Zusätzliche kumulative  

Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist eine Mindestbeitragsdauer 

von drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG), welche vorliegend unbestritten und 

aktenkundig erfüllt ist (vgl. IVSTA-act. 9, 10). 

4.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 

nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-

spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 

Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (zum Verhältnis zwischen Art. 28 

Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2). Gemäss Art. 29 

Abs. 3 IVG wird die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem 

der Rentenanspruch entsteht. Als massgebliches Datum der Anmeldung 

gilt vorliegend unstrittig der 16. Juli 2020 (vgl. Urteil des BVGer  

C-5941/2022 vom 15. Juli 2024 E. 7.7 m.w.H.).  

4.4 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen 

und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen 

sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-

tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. 

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Urteile des BGer 9C_546/2018 vom 17. Dezember 2018 E. 4.3 mit Verweis 

auf BGE 137 V 210; 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 m.H.). 

4.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt vielmehr der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, 

das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-

mäss zu würdigen. Die Feststellungen ausländischer Versicherungsträger, 

Krankenkassen, Behörden und Ärzte sind bezüglich Invaliditätsgrad und 

Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz 

nicht verbindlich; vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende 

Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. dazu z.B. Ur-

teile des BVGer C-3782/2021 vom 8. September 2023 E. 7.2.2; C-

6073/2020 vom 4. August 2022 E. 3.7.2; C-5049/2013 vom 13. Februar 

2015 E. 3.2 m.H.). 

4.6 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht 

verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungs-

interner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fällen 

sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne 

zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen sind (BGE 145 V 97 E. 8.5; 139 V 225 E. 5.2). Die Stellungnah-

men des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) und des medizinischen 

Dienstes der IVSTA sind als versicherungsinterne Berichte zu würdigen 

(vgl. betreffend RAD: Urteile des BGer 9C_159/2016 vom 2. November 

2016 E. 2.2 f.; 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4). 

4.7 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie 

Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteile des BGer 9C_661/2019 vom 26. Mai 2020 E. 4.1; 9C_524/2017 

vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; je m.H.). 

Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht insbeson-

dere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für 

die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge 

über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen 

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Seite 9 

Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizinisch zu würdi-

gen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 m.H.; Urteil des 

BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie haben die vorhande-

nen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, wozu namentlich auch 

gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzu-

nehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu-

stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist 

(BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen Belange keine 

beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme einer versiche-

rungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende Beurtei-

lungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen An-

lass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). 

5. Gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG ist ein Anspruch auf eine Rente unter 

anderem an die Voraussetzung geknüpft, dass die versicherte Person wäh-

rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-

tens 40 % arbeitsunfähig (Art.6 ATSG) gewesen ist (vgl. E. 4.2 vorste-

hend). Die Vorinstanz führt aus, diese Voraussetzung sei im vorliegenden 

Fall nicht erfüllt, die Beschwerdeführerin macht hierzu keine Ausführungen. 

5.1 In den Akten finden sich zurzeit keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigun-

gen bzw. ärztlichen Berichte, aus denen sich ergibt, dass die Beschwerde-

führerin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist. 

5.1.1 Unklar äussert sich namentlich der behandelnde Psychiater 

Dr. B._______: In seinem «Befundbericht für die Deutsche Rentenversi-

cherung» vom 17. Februar 2023 führt er aus, krankheitsbedingt sei für die 

Beschwerdeführerin keinerlei Berufstätigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt mehr möglich. Gleichzeitig hält Dr. B._______ fest, die Be-

schwerdeführerin sei durch ihn nicht arbeitsunfähig geschrieben (BVGer-

act. 5). In seiner fachärztlichen Bescheinigung vom 6. Juni 2023 wider-

spricht Dr. B._______ zwar der Annahme der Vorinstanz, die Beschwerde-

führerin sei weder durch den Diabetes noch durch den abgelaufenen Harn-

wegsinfekt in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, macht selber aber keine 

präzisen Aussagen zu einer Arbeitsunfähigkeit und hält lediglich fest, die 

Beschwerdeführerin sei in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber einer gleich-

altrigen gesunden Frau «erheblich benachteiligt» und könne auf dem heu-

tigen Arbeitsmarkt keine «verwertbare Arbeitsleistung» mehr erbringen 

(BVGer-act. 11). Ob Dr. B._______ in seinem Bericht vom 1. September 

2020, auf den er in seinem «Befundbericht für die Deutsche 

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Seite 10 

Rentenversicherung» vom 17. Februar 2023 verweist (BVGer-act. 5), eine 

Aussage zur Arbeitsunfähigkeit macht, kann mangels Vorliegens dieses 

Berichts nicht beurteilt werden. Überhaupt hat es die Vorinstanz bislang 

unterlassen, die Unterlagen von Dr. B._______ wie auch diejenigen des 

behandelnden Hausarztes und Diabetologen, Dr. C._______ (vgl. IVSTA-

act. 4 Seiten 11 und 12; IVSTA-act. 17 Seite 1), einzuholen (vgl. dazu: 

E. 6.6.2 und E. 6.6.4 nachstehend). 

5.1.2 Von der Deutschen Rentenversicherung erhielt die Beschwerdefüh-

rerin zumindest für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2023 eine Rente 

(B.b vorstehend). Zudem bezog sie gemäss dem Formular «E 204» (Bear-

beitung eines Antrags auf Invalidenrente) Geldleistungen der Krankenver-

sicherung wegen Arbeitsunfähigkeit (IVSTA-act. 6 Ziffer 9.3). Der Tag des 

Beginns der Arbeitsunfähigkeit mit anschliessender Invalidität wurde auf 

den 15. Juli 2019 festgelegt (IVSTA-act. 6 Ziffer 7.2). Folglich müssen Ar-

beitsunfähigkeitsbescheinigungen für die Beschwerdeführerin vorliegen. 

Die den Entscheiden der deutschen Behörden zugrunde liegenden medi-

zinischen Akten wurden von der Vorinstanz bisher nicht beigezogen. Ge-

mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht für die rechtsanwen-

denden Behörden in der Schweiz zwar keine Bindung an die Feststellun-

gen ausländischer Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich In-

validitätsgrad und Anspruchsbeginn (BGE 130 V 253 E. 2.4 und AHI 1996, 

S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Jedoch berücksichtigt der Träger 

eines Mitgliedstaats die von den Trägern aller anderen Mitgliedstaaten er-

haltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie die verwaltungsmässi-

gen Auskünfte gemäss Art. 49 Abs. 2 VO Nr. 987/2009 ebenso, als wären 

sie in seinem eigenen Mitgliedstaat erstellt worden (Urteil des BVGer C-

4115/2023 vom 25. Juni 2024 E. 4.3 und E. 10.3; siehe auch Urteil des 

EuGH C-279/97 vom 10. Dezember 1998, Rz. 49 f., zur Vorgängernorm 

[Art. 40 VO Nr. 574/72]). Dabei unterliegen die von den Trägern der ande-

ren Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte der freien Be-

weiswürdigung (vgl. E. 4.5 vorstehend). Vorliegend erscheint es geboten, 

die medizinischen Akten der Deutschen Rentenversicherung beizuziehen.  

5.2 Vor der Vervollständigung der medizinischen Akten (vgl. E. 5.1.1 und 

E. 5.1.2 vorstehend) kann nicht beurteilt werden, ob die Beschwerdeführe-

rin während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG 

gewesen ist. Die Sachverhaltsabklärung ist diesbezüglich ungenügend er-

folgt (Art. 43 ATSG; vgl. E. 7.1 nachstehend).  

C-1205/2023 

Seite 11 

6. Weiter begründet die Vorinstanz ihre Abweisung des Rentenleistungs-

begehrens damit, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der ange-

stammten Tätigkeit noch immer in einem Pensum von 100 % zumutbar sei, 

was einen Rentenanspruch ausschliesse (IVSTA-act. 54). Die Beschwer-

deführerin sieht sich demgegenüber nicht mehr erwerbsfähig und fordert 

eine ganze IV-Rente. Die Einschätzungen der Vorinstanz seien nicht nach-

vollziehbar und korrespondierten nicht mit den übrigen ärztlichen Feststel-

lungen (BVGer-act. 3, 11, 19). Im Folgenden ist zu prüfen, ob die  

Vorinstanz zu Recht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit annimmt.  

6.1 Die Vorinstanz stützt ihre Verfügung vom 2. Februar 2023 auf die me-

dizinische Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. D._______, Fachärztin 

Innere Medizin FMH, vom 24. Oktober 2022. Nach Studium der bei den 

Akten liegenden ärztlichen Berichte stellt die RAD-Ärztin die Nebendiag-

nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eines Diabetes mellitus II, 

ICD-10 E11.9 (passager entgleist, Basal-Insulin August 2019, milde bis 

schwere nicht proliferative diabetische Retinopathie beidseits mit Makulo-

pathie Auge links kombiniert mit Uveitis intermedia links mehr als rechts, 

intravitreale Therapie, Visus beidseits 1) und die Nebendiagnose ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einer arteriellen Hypertonie, ICD-10 

I10.9. Eine Hauptdiagnose stellt die RAD-Ärztin nicht. Sie führt aus, die 

Beschwerdeführerin leide an einer Zuckerkrankheit Typ II und benötige un-

ter anderem ein basales Insulin. Vorübergehend sei im Rahmen eines hef-

tigen Harnwegsinfekts der Zucker entgleist. An den Augen seien zuckerbe-

dingte Veränderungen vorhanden, die behandelt würden und bislang keine 

Veränderung des Sehens nach sich zögen. Der Verdacht auf eine rheuma-

tologische Grunderkrankung aus dem Jahr 2019 scheine sich nicht bestä-

tigt zu haben. Die Beschwerdeführerin klage über Müdigkeit, was verschie-

dene Ursachen haben könne. Wichtig sei die gute Einstellung der Zucker-

erkrankung. Ein Grund für eine «lange Arbeitsunfähigkeit» könne nicht ab-

geleitet werden. Entsprechend kommt die RAD-Ärztin zum Schluss, die 

Beschwerdeführerin sei – mit Ausnahme der Zeit vom 16. Juli bis ca. 

16. August 2019, als sie an einer Sepsis erkrankt sei – in der angestamm-

ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (IVSTA-act. 46).  

6.2 Die RAD-Ärztin bezieht folgende, der Vorinstanz vorliegende Arztbe-

richte in ihre Beurteilung mit ein: 

6.2.1 Im Bericht vom 20. September 2018 der Internistischen Gemein-

schaftspraxis Ärztehaus E._______ in F._______ (Deutschland) 

C-1205/2023 

Seite 12 

diagnostiziert der zuständige Internist, Diabetologe (DDG) und Pneumo-

loge Dr. med. G._______ einen Diabetes mellitus Typ 2 (IVSTA-act. 33). 

6.2.2 Die Augenklinik F._______ (Deutschland) hält mit Bericht vom 

17. April 2019 fest, es bestehe eine milde bis schwere nicht proliferative 

diabetische Retinopathie beidseits mit Makulopathie am linken Auge kom-

biniert mit Uveitis intermedia (Entzündung des mittleren Augenabschnitts) 

(links mehr als rechts) (IVSTA-act. 38).  

6.2.3 Die Internistische Gemeinschaftspraxis Ärztehaus Klinik E._______ 

in F._______ (Deutschland) diagnostiziert in ihrem Bericht vom 19. August 

2019 über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 23. Juli 

bis 9. August 2019 eine Urosepsis, entzündliche cerebrale Veränderungen, 

ein Hyperglykäm entgleister Diabetes mellitus Typ 2 und ein Zustand nach 

unklarer Uveitis. Der behandelnde Arzt, Dr. G._______, empfiehlt im Be-

richt dringend eine rheumatologische, augenärztliche, neurologische und 

urologische weiterführende Abklärung (IVSTA-act. 35). 

6.2.4 H._______, Fachärztin für Neurologie, F._______ (Deutschland), 

stellt in ihrem Bericht vom 7. August 2019 die Diagnosen eines Verdachts 

auf eine rheumatische Grunderkrankung (Kollagenose/Morbus Behçet) mit 

Beteiligung des zentralen Nervensystems (MRT-Veränderungen, positive 

oligoklonale Banden) und mit Uveitis. Weiter diagnostiziert sie eine Uro-

sepsis und eine arterielle Hypertonie. Bezüglich Kollagenose/Morbus 

Behçet habe die ausführliche Abklärung inklusive Labordiagnostik keinen 

sicheren Anhalt gegeben. H._______ habe die Beschwerdeführerin vom 

29. Juli bis 5. August 2019 während ihres stationären Aufenthalts in der 

Klinik E._______ konsiliarisch mitbetreut, seither sei sie nicht mehr in ihrer 

Behandlung (IVSTA-act. 28). 

6.2.5 Am 11. August 2022 hält das Augenzentrum I._______ (Deutsch-

land) die Diagnosen eines Zustand nach Uveitis intermedia, eines Diabetes 

mellitus mit Netzhautveränderungen, eine Presbyopie, eines Zustands 

nach 1x intravitrealer operativer Medikamenten-Eingabe mit Avastin und 

Fortecortin am 30. April 2019 fest (IVSTA-act. 30). 

6.2.6 Die Hausärztin, Dr. med. J._______, Allgemeinmedizin, K._______ 

(Deutschland), berichtet am 27. August 2022, die Beschwerdeführerin 

habe sich in langjähriger Behandlung bei ihr befunden, jedoch ihre Praxis 

seit dem 31. Januar 2020 nicht mehr besucht. Sie führt die damaligen Di-

agnosen eines Diabetes mellitus Typ 2 (ICD-10 E11.90), einer arteriellen 

C-1205/2023 

Seite 13 

Hypertonie (ICD-10 I10.90), eines Erschöpfungssyndroms (ICD-10 F48.0), 

einer Infektanfälligkeit (ICD-10 Z86.1), eines Pruritus (Hautjucken; ICD-10 

L29.9), einer Herzrhythmusstörung (ICD-10 I49.9) und einer Schlafstörung 

(ICD-10 G47.9) auf. Sie legt ihrem Bericht weitere ärztliche Dokumente bei 

(IVSTA-act. 42). 

6.2.7 Keiner der in E. 6.2.1 bis 6.2.6 zitierten Berichte äussert sich aus-

drücklich zur Arbeitsfähigkeit.  

6.3 Der Bericht der RAD-Ärztin, Dr. D._______, vom 24. Oktober 2022, ist 

in Kenntnis der bestehenden Akten abgegeben worden. Die RAD-Ärztin 

würdigt die Akten und kommt – aufgrund fehlender gegenteiliger Einschät-

zungen behandelnder Ärztinnen und Ärzte nachvollziehbar – zum Schluss, 

die bisherige Tätigkeit sei aus somatischer Sicht nach wie vor zu 100 % 

zumutbar, ausgenommen sei die Zeit vom 16. Juli bis ca. 16. August 2019, 

als die Beschwerdeführerin an einer Sepsis erkrankt sei. Die RAD-Ärztin 

hält in ihrer Beurteilung fest, die Beschwerdeführerin leide an einer Zucker-

krankheit Typ II, die mit Insulin behandelt werde. Eine gute Einstellung der 

Zuckerkrankheit sei wichtig. Einen Grund für eine «lange Arbeitsunfähig-

keit» sieht die RAD-Ärztin nicht (IVSTA-act. 46). 

Der Bericht der RAD-Ärztin ist in der Beurteilung schlüssig und erfüllt die 

Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (vgl. E. 4.6 vorstehend). Es lie-

gen für die geklagten somatischen Leiden keine Arztberichte bei den Akten, 

die die Beurteilung der RAD-Ärztin in somatischer Hinsicht in Zweifel zie-

hen könnten. Die Beschwerdeführerin behauptet in ihrer Replik zwar, die 

Vorinstanz gehe in der Annahme fehl, dass weder der Diabetes mellitus 

noch der Zustand nach Harnwegsinfektion einen Leistungsanspruch be-

gründen würden. Hierzu verweist sie auf den Bericht des behandelnden 

Psychiaters, Dr. B._______, vom 6. Juni 2023 (vgl. E. 5.1.1 vorstehend). 

Seine Aussage begründet Dr. B._______ jedoch nicht. Ausserdem macht 

er damit Aussagen über Diagnosen, für die er fachärztlich nicht spezialisiert 

ist. Aus der reinen Behauptung der Beschwerdeführerin in der Stellung-

nahme vom 15. November 2023, die Stellungnahmen des RAD seien in 

der Sache nicht nachvollziehbar und korrespondierten nicht mit den übri-

gen ärztlichen Feststellungen, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren 

Gunsten ableiten; die Aussage ist unsubstantiiert und vermag den Bericht 

der RAD-Ärztin, Dr. D._______, vom 24. Oktober 2022 nicht in Zweifel zu 

ziehen. 

C-1205/2023 

Seite 14 

6.4 Mit Bezug auf ihren psychischen Gesundheitszustand legt die Be-

schwerdeführerin im Beschwerdeverfahren Berichte ihres behandelnden 

Psychiaters, Dr. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

und Facharzt für Anästhesiologie, L._______ (Deutschland), ins Recht. 

6.4.1  In dem mit Eingabe vom 15. März 2023 eingereichten «Befundbe-

richt für die Deutsche Rentenversicherung» vom 17. Februar 2023 hält 

Dr. B._______ fest, er behandle die Beschwerdeführerin seit dem 3. April 

2020, bis November 2021 mit wöchentlichen Therapiesitzungen, danach 

mit einer Therapiesitzung alle ca. drei Monate. Die Beschwerdeführerin 

leide an einer mittelgradigen Depression (ICD-10 F32.1) und einem Zu-

stand nach Urosepsis im Juli 2019 (ICD-10 A41.9), zu allenfalls verschrie-

benen Medikamenten macht Dr. B._______ keine Angaben. 

Dr. B._______ attestiert der Beschwerdeführerin, sie könne auf dem aus-

geglichenen Arbeitsmarkt krankheitsbedingt keinerlei Berufstätigkeit mehr 

ausüben. In der Untersuchung zeige sich ein körperlich reduzierter Allge-

meinzustand. Die Beschwerdeführerin habe wenig Kraft und leide an chro-

nischen Schmerzen. Die Beschwerdeführerin befinde sich seit 2019 in ei-

nem Zustand, der ein einfaches Leben ohne besondere Herausforderun-

gen bei gleichmässiger Routine möglich mache. Ihre körperliche und kog-

nitiv-emotionale Belastbarkeit sei erheblich eingeschränkt. Die Beschwer-

deführerin sei ledig, single, kinderlos und lebe alleine. Konkret sieht 

Dr. B._______ Einschränkungen beim Lernen und bei der Wissensanwen-

dung, beim Verrichten allgemeiner Aufgaben und Anforderungen, nicht 

durchführbar seien Arbeit und Beschäftigungen (vgl. Tabelle in Ziffer 5 des 

Befundberichts). Eine Besserung des Gesundheitszustands sei nicht rea-

listisch, die (deutsche) Rente solle unbefristet weiter gewährt werden. 

Dr. B._______ hält ausserdem fest, dass die Beschwerdeführerin zur Zeit 

der Berichtschreibung von ihm nicht arbeitsunfähig geschrieben sei 

(BVGer-act. 5). 

6.4.2 Mit der Replik hat die Beschwerdeführerin eine fachärztliche Be-

scheinigung von Dr. B._______ vom 6. Juni 2023 zu den Akten gegeben. 

Darin schreibt Dr. B._______, die IVSTA gehe davon aus, der Diabetes 

mellitus und der Zustand nach Harnwegsinfektion 2019 begründe keine Ar-

beitsunfähigkeit. Dem sei «klar» zu widersprechen. Es gehe nicht um eine 

isolierte Betrachtung eines Diabetes oder eines abgelaufenen Infekts, son-

dern um den heutigen gesundheitlichen Zustand und die aktuelle sowie 

zukünftige Leistungsfähigkeit. Hierzu müsse «ganz klar und zweifelsfrei» 

bescheinigt werden, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähig-

keit gegenüber einer gleichaltrigen gesunden Frau erheblich benachteiligt 

C-1205/2023 

Seite 15 

sei. Sie könne nur deutlich langsamer arbeiten, Konzentration, Gedächtnis 

und Entscheidungsfähigkeit seien beeinträchtigt und sie sei schon mit prin-

zipiell überschaubaren Aufgaben, welche die tägliche Routine überstiegen, 

überfordert. Eine auf dem heutigen Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsleis-

tung sei «überhaupt nicht vorhanden». Dr. B._______ empfiehlt eine neu-

ropsychologische Testung, die die genannten Defizite beschreiben würden 

(BVGer-act. 11). 

6.5 Die Vorinstanz hat die neu eingereichten Berichte von Dr. B._______ 

vom 17. Februar 2023 und 6. Juni 2023 dem RAD zur Stellungnahme vor-

gelegt und sie mit Duplik vom 15. September 2023 dem Gericht einge-

reicht.  

6.5.1 Die RAD-Ärztin, Dr. D._______, Fachärztin Innere Medizin FMH, lis-

tet in ihrem Bericht vom 8. September 2023 dieselben Diagnosen auf wie 

in ihrem Bericht vom 24. Oktober 2022 (vgl. E. 6.1 vorstehend). Sie führt 

aus, Dr. B._______ beschreibe eine im Allgemeinzustand reduzierte und 

wenig belastbare Beschwerdeführerin, ohne dass er sich genau zu soma-

tischen oder psychiatrischen Symptomen äussere. Da die Beschwerdefüh-

rerin neu eine mittelgradige Depression geltend mache, sei der Fall dem 

RAD Psychiatrie vorzulegen (BVGer-act. 15).  

6.5.2 Der RAD-Arzt, Dr. med. M._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, hält in seinem Bericht vom 13. September 2023 fest, im 

medizinischen Dossier seien bisher lediglich somatische Leiden aufge-

führt. Dr. B._______ sei in seiner Argumentation sehr vage und spreche 

von einem reduzierten physischen und psychischen Gesundheitszustand. 

Er diagnostiziere eine mittelgradige Depression, ohne Angabe von klini-

schen Elementen, die diese Diagnose stützen würden. Auch erwähne er 

keine Therapie und behaupte, der Gesundheitszustand könne nicht ver-

bessert werden. Dies sei nicht nachvollziehbar, da eine mittelgradige De-

pression eine behandelbare Erkrankung darstelle. Auch gebe es im Bericht 

keine konkreten psychiatrischen Elemente, die eine Arbeitsunfähigkeit 

rechtfertigten. Dr. B._______ stütze seine Einschätzung auf empathische 

Elemente, nicht auf klinische. In den somatischen Berichten seien auch 

keine psychiatrischen Diagnosen vermerkt. Die beiden Berichte von 

Dr. B._______ seien nicht ausreichend, um eine Aussage zum psychi-

schen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin abzugeben. Wenn der 

aktuelle psychiatrische Gesundheitszustand eruiert werden solle, müsse 

über die Verbindungsstelle ein psychiatrischer Bericht eingeholt werden 

(BVGer-act. 15). 

C-1205/2023 

Seite 16 

6.6  

6.6.1 Gestützt auf die beiden unter E. 6.5 zitierten RAD-Berichte hält die 

Vorinstanz in ihrer Duplik vom 15. September 2023 an ihrem Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest. Sie führt aus, die zeitliche Grenze der 

richterlichen «Rechts- und Sachprüfung» bilde der Erlass der angefochte-

nen Verfügung, vorliegend der 2. Februar 2023. Folglich seien die mit den 

Berichten vom 17. Februar 2023 und 6. Juni 2023 neu geltend gemachten 

psychiatrischen Leiden in einem neuen Verfahren eingehend zu prüfen 

(BVGer-act. 15).  

6.6.2 Diese Ausführungen sind insofern unzutreffend, als die Beschwerde-

führerin ihre psychischen gesundheitlichen Probleme nicht erst im Be-

schwerdeverfahren, sondern bereits bei der Anmeldung zum Bezug von 

Leistungen geltend gemacht hatte. Die Einreichung der Anmeldung gegen-

über der Deutschen Rentenversicherung erfolgte am 16. Juli 2020 (IVSTA-

act. 6 Seite 9), die Übermittlung an die Vorinstanz am 29. März 2022 (IV-

STA-act. 5). Im Anhang zum Selbsteinschätzungsbogen (Formular R0215 

der Deutschen Rentenversicherung), den die Beschwerdeführerin am 

22. November 2021 ausgefüllt hatte, vermerkte die Beschwerdeführerin 

ihre Gesundheitsbeeinträchtigungen. Neben somatischen führte sie auch 

psychische Beschwerden an, so etwa eine Depression, körperliche und 

geistige Schwäche, eine chronische Erschöpfung, kognitive Defizite oder 

mangelnde Konzentrationsfähigkeit (IVSTA-act. 4 Seite 20). Als behan-

delnden Arzt führte sie unter anderem Dr. B._______, Psychotherapeut, an 

(IVSTA-act. 4 Seite 12). Dem «Fragebogen für die/den Versicherten» der 

Vorinstanz vom 7. Juni 2022 legte die Beschwerdeführerin einen Anhang 

mit dem Titel «Gesundheitl. Probleme» bei, auf dem sie – neben körperli-

chen Beschwerden – psychische Beschwerde wie chronische Müdigkeit, 

geistige Schwäche, Konzentrationsschwäche, Ängste, Schlaflosigkeit, 

Schmerzen im ganzen Körper und Depression aufführte (IVSTA-act. 17 

Seite 23). Bei den derzeit behandelnden Ärzten (Ziffer 1a des Fragebo-

gens) nannte die Beschwerdeführerin Dr. B._______ als Psychotherapeu-

ten und Dr. C._______ als Hausarzt/Diabetologe (IVSTA-act. 17 Seite 1). 

Bei der Frage, von welchen Ärztinnen und Ärzten sie zuletzt behandelt wor-

den sei, verwies die Beschwerdeführerin auf einen Anhang (IVSTA-act. 17 

Seiten 1 und 23). Die Vorinstanz holte bei allen im Anhang aufgeführten 

Ärztinnen und Ärzten Unterlagen zur Behandlung der Beschwerdeführerin 

ein (IVSTA-act. 23 - 27), die eingereichten Berichte liegen bei den Akten 

(IVSTA-act. 28 - 42). Sie holte aber keine Unterlagen bei Dr. B._______ 

und Dr. C._______ ein. Entsprechend fehlen die Berichte dieser beiden 

C-1205/2023 

Seite 17 

Ärzte. Bei Dr. B._______ handelt es sich um die Berichte seit Beginn der 

Psychotherapie am 3. April 2020, so insbesondere der im Befundbericht 

für die Deutsche Rentenversicherung vom 17. Februar 2023 erwähnte Be-

richt vom 1. September 2020 (IVSTA-act. 5). 

6.6.3 Vor dem Hintergrund der fehlenden Berichte, insbesondere jener des 

behandelnden Psychiaters, Dr. B._______, konnte der RAD-Psychiater, 

Dr. M._______, keine rechtsgenügliche Einschätzung abgeben (vgl. E. 4.6 

vorstehend). Auch wenn Dr. M._______ richtig festhält, dass 

Dr. B._______ in seinen aktuellen Berichten keine nachvollziehbaren Aus-

führungen mache zu seiner Einschätzung, die Beschwerdeführerin sei auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar, kann – aufgrund 

des fehlenden Einbezugs der Vorakten und der sich daraus ergebenden 

unvollständigen Anamneseerhebung (vgl. E. 4.4 vorstehend) – nicht auf 

die Einschätzung von Dr. M._______ vom 13. September 2023 abgestellt 

werden. 

6.6.4 Aufgrund dessen, dass die Beschwerdeführerin bereits bei der Erst-

anmeldung vom 16. Juli 2020 psychische Probleme und deren Behandlung 

bei Dr. B._______ deklariert hat, ist deren allfälliger Einfluss auf die Arbeits- 

und Erwerbsfähigkeit im Rahmen der Erstanmeldung zu prüfen und die 

Beschwerdeführerin nicht auf den Weg der Neuanmeldung zu verweisen. 

Da – wie unter E. 6.6.2 erwogen – die ärztlichen Berichte des Psychiaters, 

Dr. B._______, und des Hausarztes und Diabetologen, Dr. C._______, im 

vorliegenden Verfahren der Erstanmeldung nicht eingeholt wurden, ist von 

einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt auszugehen. Die Vorinstanz 

ist ihrer Aufgabe, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersu-

chungsgrundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfügung über 

die in Frage stehende Leistung ergehen kann, nicht rechtsgenüglich nach-

gekommen, weshalb weitere Abklärungen angezeigt sind (vgl. Art. 43 

ATSG). Dies betrifft auch den bislang fehlenden Beizug der medizinischen 

Akten der Deutschen Rentenversicherung (vgl. E. 5.1.2 und E. 5.2 vorste-

hend).  

7.  

7.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet die Beschwerdeinstanz in 

der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Wei-

sungen an die Vorinstanz zurück. Eine Rückweisung ist gemäss höchstge-

richtlicher Rechtsprechung insbesondere dann gerechtfertigt, wenn sie in 

der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage 

C-1205/2023 

Seite 18 

begründet liegt (BGE 139 V 99 E. 1.1; 137 V 210 E. 4.4.1.4). Im vorliegen-

den Fall erweist sich der medizinische Sachverhalt als nicht rechtsgenüg-

lich abgeklärt. Einerseits müssen für die Beurteilung, ob die Beschwerde-

führerin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. E. 5 vorste-

hend), die vollständigen Akten vorliegen. Andererseits liegt in psychiatri-

scher Hinsicht kein rechtsgenüglicher Bericht vor; der RAD-Arzt, 

Dr. M._______, war bei seiner Einschätzung vom 13. September 2023 

nicht im Besitz der Vorakten von Dr. B._______. Bei dieser Sachlage kann 

nicht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet werden. Eine Rückwei-

sung ist daher in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 VwVG und entsprechend 

dem sinngemässen Eventualantrag der Beschwerdeführerin (BVGer-

act. 11) gerechtfertigt.  

7.2 Die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 ist folglich aufzuhe-

ben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz hat 

das medizinische Dossier zu aktualisieren und dabei insbesondere die 

kompletten Unterlagen des Psychiaters, Dr. B._______, und des Hausarz-

tes, Dr. C._______, sowie der Deutschen Rentenversicherung anzufor-

dern. Nach der Aktualisierung des medizinischen Dossiers hat die Vo-

rinstanz darüber zu befinden, ob die Anspruchsvoraussetzungen für eine 

Invalidenrente erfüllt sind (insb. Art. 28 IVG). Gegenwärtig – vorbehältlich 

neuer Erkenntnisse durch die Vervollständigung der Akten – ist namentlich 

die psychische Situation weiter abklärungsbedürftig. Dazu hat die Vo-

rinstanz die einzuholenden und bereits vorhandenen Berichte durch eine 

Fachärztin oder einen Facharzt der Psychiatrie und Psychotherapie beur-

teilen zu lassen. Diese fachärztliche Beurteilung hat sich insbesondere zur 

Auswirkung der gesundheitlichen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit zu 

äussern (Art. 28 Abs. 1 Bst. b und c IVG). Entsprechend ihrer Verpflichtung 

zur allseitigen und umfassenden Sachverhaltsabklärung (Art. 43 ATSG) 

hat die Vorinstanz nötigenfalls weitere medizinische Abklärungen vorzu-

nehmen, wobei im jetzigen Zeitpunkt von einer verbindlichen gerichtlichen 

Anordnung einer Begutachtung nach Art. 44 ATSG abzusehen ist. Sollten 

sich durch die Aktenvervollständigung Hinweise darauf ergeben, dass ver-

schiedenartige Leiden für sich und in ihrem Zusammenwirken invalidisie-

rend wirken können, ist eine interdisziplinäre Begutachtung angezeigt (Ur-

teil des BGer 9C_330/2018 vom 5. Februar 2019 E. 5.1.1).   

 

 

 

C-1205/2023 

Seite 19 

8.  

8.1 Die Rückweisung der Sache zu erneuter Abklärung gilt für die Frage 

der Auferlegung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung als voll-

ständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das ent-

sprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (vgl. 

BGE 146 V 28 E. 7; 141 V 281 E. 11.1; Urteil des BGer 8C_104/2024 vom 

22. Oktober 2024 E. 7.1). 

8.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei grundsätzlich die unterliegende Partei die Ver-

fahrenskosten tragen muss. Der obsiegenden Beschwerdeführerin sind 

keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, weshalb ihr der geleistete Kosten-

vorschuss von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurück-

zuerstatten ist. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.3 Die obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteient-

schädigung zu Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht 

wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 

Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des ge-

botenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und 

der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens sowie in An-

betracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschädigungen (vgl. 

insb. Urteil des BVGer C-6288/2024 vom 10. Juni 2025) erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 1'400.- (inkl. Auslagen) angemes-

sen, wobei aufgrund des ausländischen Wohnsitzes der obsiegenden Be-

schwerdeführerin kein Mehrwertsteuerzuschlag gemäss Art. 9 Abs. 1 

Bst. c VGKE zu gewähren ist (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 8 Abs. 1 

MWSTG [SR 641.20]). 

 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-1205/2023 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 2. Februar 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklä-

rung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der von ihr geleistete Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.- nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 1'400.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Philipp Egli Andrea Meier 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-1205/2023 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

 

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