# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91740677-8d69-515e-87f7-aafb1d0ec342
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2023 III 2022 190
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-190_2023-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 190

Entscheid vom 22. Februar 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, 

gegen

Genossame C.________,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. D.________,

Gegenstand Verfahrensrecht (Rechtsverweigerung)

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Sachverhalt:

A. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2022 (Postaufgabe am 21.12.2021) mit 
dem Vermerk 

Geschäft Nr. […]: 
Vergabe des Baurechts auf der Parzelle GB __01 E.________ C.________ im 
Losverfahren gemäss § 12 der Verordnung über die Wohnzone "E.________" vom 
11. November 2016"

betreffend "Baurechtsvergabe im Losverfahren" lässt A.________ beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde erheben mit den folgenden An-
trägen:

1. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, das seit Frühjahr 2021 in 
Aussicht gestellte Vergabeverfahren betreffend das auf der Parzelle GB __01 
E.________ C.________ eingetragene Baurecht (Eigenbaurecht der 
Genossame C.________) gemäss § 12 der Verordnung über die Wohnzone 
«E.________» vom 11. November 2016 (nachstehend: Verordnung 
E.________) im Losverfahren unter Beiladung der Beschwerdeführerin als 
einer der heutigen, über anteilige Nutzungsrechte verfügenden Pachtparteien 
bis Ende Januar 2023 zu eröffnen und beförderlich bis spätestens Ende März 
2023 durchzuführen und abzuschliessen;

2. es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Beschwerdeführerin im 
Falle, dass dieser das Baurecht auf der Parzelle GB __01 E.________ 
C.________ im Losverfahren nicht zugeschlagen werden sollte, für ihre Baute 
auf Basis Verkehrswert (Schatzwert 2023) zu entschädigen, jedoch 
mindestens gemäss Sektion XII/Ziff. 2 des seit 1. Januar 2005 zwischen den 
Parteien geltenden Pachtvertrags;

3. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

B. Mit Verfügungen vom 22. Dezember 2022 setzte der verfahrensleitende 
Richter einerseits der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines Kostenvor-
schusses von Fr. 1'000.-- bis 5. Januar 2023 an, anderseits der Vorinstanz zur 
Einreichung einer Vernehmlassung bis spätestens 23. Januar 2023, wobei für 
den Säumnisfall Verzicht angenommen wurde. Die Beschwerdeführerin leistete 
den Kostenvorschuss am 29. Dezember 2022. Die Vorinstanz liess sich nicht 
vernehmen. 

C. Am 19. Januar 2023 reicht die Beschwerdeführerin die Originalvollmacht 
sowie eine Kopie des Teil-Grundbuchauszugs des Grundbuchamtes F.________ 
vom 3. Januar 2023 betreffend die Parzelle GB __01 E.________ C.________ 
mit ausgewiesenem Baurecht als selbständigem und dauerndem Recht bis 
22. Dezember 2070 ein. Das Schreiben samt dem Teil-Grundbuchauszug wurde 
der Vorinstanz mit Schreiben vom 20. Januar 2023 zur Kenntnisnahme zuge-
stellt.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der vorliegenden Rechtsverweigerungs-/Rechtsverzögerungsbeschwerde 
liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: 

1.1.1 Die Vorinstanz ist Alleineigentümerin des Grundstücks KTN __01, 
E.________, im Halte von 524 m2 in der Gemeinde C.________. Das Grundstück 
liegt in der Wohnzone für eingeschossige Bauten (W1) und (aufgrund des See-
anstosses) in einer Zone mit mittlerer Gefährdung (vgl. ÖREB [öffentlich-
rechtliche Eigentumsbeschränkungen]-Kataster-Auszug). Die Beschwerdeführe-
rin ist derzeit gestützt auf den seit 1. Januar 2005 geltenden Pachtvertrag, der 
einen vorbestehenden vom 1. Januar 1992 ersetzt hat, Pächterin des eines Teils 
des auf sie und eine Drittpartei (G.________ aufgeteilten Grundstücks. 

Mit "Verordnung über die Wohnzone 'E.________' " vom 11. November 2016 re-
gelte die Genossengemeinde gestützt auf § 19 lit. a der Statuten vom 13. No-
vember 2009 (genehmigt vom Regierungsrat mit Beschluss [RRB] Nr. 1328 vom 
9.12.2009) die Abgabe von Bauland in der Wohnzone "E.________" an die Ge-
nossenbürgerinnen und -bürger sowie an Nichtgenossen neu. 

Mit Schreiben vom 15. April 2021 (Bf-act. 5) orientierte die Vorinstanz die Be-
schwerdeführerin (Bf-act. 5), dass die Vorinstanz den Baurechtsvertrag für das 
Grundstück KTN __01 wegen der örtlichen Situation nur mit einer Partei einge-
hen werde. Leider hätten sich die beiden Parteien nicht einigen können. In ab-
sehbarer Zeit werde die Pacht mit beiden Parteien gekündigt. Zwischenzeitlich 
werde auf dem Grundstück ein Eigenbaurecht zu Gunsten der Vorinstanz errich-
tet, welches nach der Vergabe an den künftigen Baurechtsnehmer übertragen 
werde. Die Vergabe richte sich nach der Verordnung E.________. Dies bedeute, 
dass sich beide Parteien nach der Kündigung für das Baurecht bewerben könn-
ten. Es käme dann zum Losentscheid, wenn keine Partei verzichte. 

Am 28. Juni 2022 kündigte die Vorinstanz den Pachtvertrag. Eine allfällige Über-
nahme der Bauten und Anlagen erfolge durch die Vorinstanz, gemäss Pachtver-
trag gegen eine Entschädigung von 60% des Versicherungswertes/ Wiederher-
stellungswertes der Gebäulichkeiten und Anlagen. Es werde ohne gegenteilige 
Beweise von einer je hälftigen Finanzierung der beiden bisherigen Pächterpartei-
en ausgegangen. Die Partei, mit welcher der Baurechtsvertrag abgeschlossen 
werde, habe mit Abschluss des Baurechtsvertrages diese 60% der anderen Par-
tei an die Vorinstanz zu bezahlen. 

1.1.2 Mit Schreiben vom 28. Juli 2022 beantwortete die Vorinstanz ihr von der 
Beschwerdeführerin unterbreitete Fragen (Vi-act. 7). Unter Ziff. 3 wurde das Be-

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streben geäussert, das Vergabeverfahren für das Baurecht in der zweiten Jah-
reshälfte 2022 durchführen und abschliessen zu können. Sollte es zu Verzöge-
rungen kommen, sei die Vorinstanz bereit, der Beschwerdeführerin die Week-
endhausparzelle über den 31. Dezember 2022 hinaus bis zur Vergabe des Bau-
rechts zum Gebrauch zu überlassen. Ob dies ein befristeter Pachtvertrag oder 
stattdessen eine Gebrauchsleihe sein werde, müsse noch mit dem juristischen 
Berater der Genossame geklärt werden. 

1.2 Gemäss ihren Angaben hat die Beschwerdeführerin ein Pachterstre-
ckungsverfahren eingeleitet, das noch pendent ist. Nach einer ergebnislosen 
Verhandlung vor der Schlichtungsbehörde in Mietsachen der F.________ vom 
12. Dezember 2022 stand im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung die Klagebewil-
ligung noch aus (Beschwerde S. 5 unten). 

2.1 Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von 
Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für eine Sachverfügung oder einen 
Sachentscheid erfüllt sind (§ 27 Abs. 1 erster Satz Verwaltungsrechtspflegege-
setz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Sie prüft insbesondere die Zuständig-
keit (lit. a), die Rechtsmittelbefugnis (lit. d) und die Zulässigkeit des Rechtsmittels 
(lit. e). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft die Behörde eine 
Nichteintretensverfügung oder einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

2.2.1 Die Beschwerdeführerin macht Ausführungen zur Zuständigkeit des Ver-
waltungsgerichts (Beschwerde S. 5 Ziff. 4, mit Hinweis auf § 66 der Verfassung 
des Kantons Schwyz [KV; SRSZ 100.100] vom 24.11.2010 i.V.m. § 4 Abs. 1 lit. b 
und §§ 14 ff. des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009). § 66 KV 
betrifft die "Verwaltungsrechtspflege", § 4 Abs. 1 lit. b JG definiert das Verwal-
tungsgericht als ein oberstes kantonales Gericht und §§ 14 ff. JG enthält       Be-
stimmungen betreffend das Verwaltungsgericht. In § 16 Abs. 1 JG wird betref-
fend Zuständigkeit auf die VRP verwiesen, Abs. 2 enthält drei vorliegend nicht in-
teressierende Zuständigkeitsbereiche. 

2.2.2 Ihre Legitimation zur Rechtsverweigerungs/-verzögerungsbeschwerde be-
gründet die Beschwerdeführerin damit, dass das Vergabeverfahren für das 
Grundstück seitens der Vorinstanz bis anhin nicht anhand genommen worden 
sei. Dies tangiere ihre Rechtsposition massgeblich, insbesondere angesichts des 
per 31. Dezember 2022 auslaufenden Pachtvertrages ohne Konditionszusagen 
der Beschwerdegegnerin für die Zeit der Gebrauchsüberlassung nach dem 
1. Januar 2023 und des pendenten Pachterstreckungsverfahrens. Hinzu komme, 
dass aufgrund der ungewissen Rechtslage die Verfügungsrechte der Beschwer-
deführerin über ihre Baute massgeblich eingeschränkt worden seien und insbe-

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sondere ein Verkauf der Beschwerdeführerin seit Frühjahr 2021 nicht hätte an-
hand genommen werden können (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 5). Bei ihren Aus-
führungen materiellrechtlicher Art bringt die Beschwerdeführerin überdies (und 
ergänzend) vor, die Vorinstanz habe das Verfahren zur Vergabe des auf dem 
Grundstück KTN __01 errichteten Baurechts noch nicht eröffnet und insbesonde-
re weder eine Frist zur Eingabe einer formellen Bewerbung gesetzt noch die 
Vorgaben für eine solche formelle Bewerbung nebst den geforderten Beilagen 
bekannt gegeben. Entsprechend habe die Beschwerdeführerin lediglich informell 
ihr Interesse an einer Teilnahme am Vergabeverfahren deponiert und mehrfach 
eine formelle Verfahrenseinleitung angemahnt, zuletzt anlässlich der Verhand-
lung vor der Schlichtungsbehörde in Mietsachen am 12. Dezember 2022 (Be-
schwerde S. 7 f. lit. D). 

2.3.1 Korporationen sind selbständige Körperschaften des kantonalen öffentli-
chen Rechts (§ 75 Abs. 1 KV). Ihr Bestand und ihre Selbstverwaltung im Rahmen 
der Rechtsordnung bleiben gewährleistet (§ 75 Abs. 2 KV). Sie sorgen für die 
Werterhaltung ihrer Güter und verwalten und nutzen diese selbständig (§ 75 
Abs. 3 KV).

2.3.2 Bei der Vorinstanz handelt es sich um eine (altrechtliche) Körperschaft des 
kantonalen öffentlichen Rechts im Sinne von Art. 59 Abs. 3 ZGB (§ 1 der Statu-
ten; vgl. § 18 des Einführungsgesetzes zum schweizerischen Zivilgesetzbuch 
[EGzZGB; SRSZ 210.100] vom 14.9.1978). Die Mitgliedschaft ("Genossenbür-
ger") in der Genossame wird in den §§ 3 bis 7 der Statuten geregelt. 

2.4 Jedes Mitglied (einer Genossame) kann Beschlüsse der Genossenver-
sammlung, die Gesetze oder Statuten verletzen oder ein wohlerworbenes Recht 
aufheben oder beeinträchtigen, innert zehn Tagen seit der Beschlussfassung 
nach den Vorschriften über die Verwaltungsrechtspflege beim Verwaltungsge-
richt anfechten (§ 20 EGzZGB). 

§ 21 EGzZGB verweist für den Fall, dass das EGzZGB oder die Statuten keine 
Regel enthalten, auf die sinngemässe Anwendbarkeit des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gemeinden und Bezirke (Gemeindeorganisationsgesetz, GOG; 
SRSZ 152.100) vom 25. Oktober 2017. §§ 93 f. GOG regelt die Beschwerde ge-
gen Gemeindebeschlüsse (Beschlüsse und Wahlen des Volkes), welche innert 
zehn Tagen seit dem Wahl- und Abstimmungstag beim Verwaltungsgericht ein-
zureichen sind (§ 94 Abs. 1 GOG; vgl. § 51 lit. d VRP). § 95 GOG regelt die Be-
schwerde gegen andere Gemeindeorgane: soweit Verfassung, Gesetz oder Ver-
ordnung nichts anderes vorschreiben, können Beschlüsse und Verfügungen von 
Behördemitgliedern, Kommissionen, Verwaltungsstellen sowie Mitarbeitern der 

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Gemeinde innert 20 Tagen beim Gemeinderat als erster Beschwerdeinstanz und 
sämtliche Beschlüsse des Gemeinderates mit Beschwerde beim Regierungsrat 
angefochten werden (Abs. 1). 

2.5.1 Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass sie ein Mitglied der Genossa-
me ist. Hiervon ist angesichts des Namens der Beschwerdeführerin, der keinem 
der althergestammten Genossenbürgernamen entspricht (vgl. https://www.ge-
nossame-C.________.ch/, eingesehen am 14.2.2023), auch nicht auszugehen. 
Das Beschwerderecht gemäss § 20 EGzZGB ist jedoch den Mitgliedern vorbe-
halten. Indes ist es irrelevant, ob die Beschwerdeführerin ein Mitglied der Genos-
same ist. 

2.5.2 Die von der Genossengemeinde am 11. November 2016 erlassene Ver-
ordnung über die Wohnzone "E.________" (nachstehend "Verordnung") regelt 
die Abgabe von Bauland in der Wohnzone "E.________" an die Genossenbürger 
sowie an Nichtgenossen (§ 1 der Verordnung). Die Genossengemeinde ermäch-
tigt mit der Verordnung den Genossenrat, Bauland nach Massgabe der Bestim-
mungen der Verordnung abzugeben und die entsprechenden Verträge abzusch-
liessen (§ 2 der Verordnung). 

Die Beschwerdeführerin rügt eine bisher unterlassene Einleitung und Durch-
führung des Vergabeverfahrens gemäss der "Verordnung". Ihre Beschwerde rich-
tet sich somit genau besehen nicht gegen die Genossame, sondern gegen den 
Genossenrat. Gegen eine Verfügung des Genossenrates und entsprechend auch 
gegen ein allfälliges Untätigwerden des Genossenrates im Sinne einer Rechts-
verweigerung/-Verzögerung müsste daher gestützt auf § 21 EGzZGB i.V.m. § 95 
GOG (Rechtsverweigerungs-)Beschwerde beim Regierungsrat erhoben werden. 

Auf die Beschwerde ist somit mangels Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
nicht einzutreten. 

3. Fraglich sind auch die Zulässigkeit des Rechtsmittels und die Beschwerde-
befugnis der Beschwerdeführerin.

3.1.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können beim Verwaltungsgericht 
gemäss § 51 lit. b VRP Verfügungen, Entscheide sowie die in § 36 Abs. 1 lit. b 
VRP erwähnten Zwischenentscheide anderer Instanzen (d.h. als des Regie-
rungsrates, vgl. § 51 lit. a VRP) angefochten werden, sofern dies durch einen 
Rechtssatz vorgesehen ist. 

3.1.2 Verfügungen sind hoheitliche, individuelle und einseitige Anordnungen ei-
ner Behörde (§ 6 Abs. 1 Einleitungssatz VRP), mit welchen unter anderem Rech-

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te und Pflichten bestimmter Personen begründet, abgeändert oder aufgehoben 
werden (lit. a). Den Verfügungen ist die unrechtmässige Verweigerung oder Ver-
zögerung gleichgestellt (§ 6 Abs. 2 VRP). 

3.1.3 Die Berechtigung zur Einreichung eines Rechtsmittels setzt gemäss § 37 
Abs. 1 VRP unter anderem ein besonderes Berührtsein durch den angefochte-
nen Entscheid oder die angefochtene Verfügung voraus (lit. b) sowie ein schutz-
würdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der 
Verfügung (lit. c).

3.2.1 § 9 der Statuten normiert die Nutzungsrechte der Genossenbürger: Diese 
umfassen unter anderem den Anspruch auf Erwerb eines Bauplatzes für ein 
Wohnhaus oder eines Wohnobjektes (Stockwerkeinheit) zu Eigentum oder im 
Baurecht, solange verfügbar (lit. b). Die Ausübung der Nutzungsrechte wird von 
der Genossame in zu erlassenden Verordnungen geregelt (§ 10 Abs. 1 der Sta-
tuten). 

3.2.2 Im III. Kapitel der Verordnung (§§ 3 bis 17 der Verordnung) werden die 
Vergabesätze normiert mit den Abschnitten "Abgabe im Baurecht" (lit. A, §§ 3 bis 
8 der Verordnung), "Gesuchstellung und Reihenfolge der Abgabe von Bauparzel-
len" (lit. B, §§ 9 bis 12 der Verordnung) sowie "Baubeginn/Rückübertragungs-
recht bei nicht überbauten Parzellen (lit. C, §§ 13 bis 17 der Verordnung).

3.2.3 Gemäss § 3 der Verordnung wird das Bauland ausschliesslich im Baurecht 
abgegeben, d.h. als selbständige und dauernde Baurechte im Sinne von Art. 675 
und Art. 779 ZGB (§ 3). Die Dauer des Baurechts wurde auf 49 Jahre festgesetzt 
(§ 4). 

Gesuchstellung und Reihenfolge der Abgabe von Bauparzellen werden wie folgt 
geregelt: 

§ 9 Wird eine Parzelle frei, wird durch den Genossenrat die Neuvergabe des 
Baurechts bekannt gegeben. Der Tag der Bekanntgabe gilt als Stichtag. 
Nach diesem Stichtag wird den Interessenten eine Eingabefrist von 20 
Tagen gewährt. 

§ 10 Wer von der Genossame C.________ eine Bauparzelle im Baurecht 
erwerben will, hat der Genossame innert der Eingabefrist eingeschrieben ein 
schriftliches Gesuch einzureichen.
Es wird keine Warteliste geführt. 

§ 11 Hat der Genossenrat Bedenken, dass der Bewerber seinen Verpflichtungen 
aus dem Baurechtsvertrag nachkommen wird, darf er den Bewerber vom 
Vergabeverfahren ausschliessen.

§ 12 Reichen zwei oder mehrere Bewerber für die gleiche Parzelle ein Gesuch 
um Erwerb ein, gilt für die Vergabe folgende Rangordnung: 

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1. Genossenbürger, welche noch kein Wohnbauland von der Genossame 
bezogen haben.

2. Genossenbürger, welche bereits Wohnbauland bezogen haben.
3. Personen, welche nicht im Genossenkreis wohnhaft sind, sofern sie das 

26. Altersjahr vollendet haben und die übrigen Bedingungen für eine 
Aufnahme in die Genossame erfüllen würden.

4. Nichtgenossen.

Bei mehreren Bewerbungen im gleichen Rang entscheidet das Los definitiv 
und verbindlich über die Zuteilung der Baurechtsparzelle.

Die Losziehung findet öffentlich statt, d.h. im Beisein der Bewerber im 
gleichen Rang. 

Mit Blick auf bestehende und abzulösende (Pacht-)Verträge wird in den Überg-
angs- und Schlussbestimmungen Folgendes festgehalten:

§ 18 Die bisherigen Verträge mit den Bauberechtigten sind vom Genossenrat auf 
den nächstmöglichen Zeitpunkt aufzulösen und mit ihnen Baurechtsverträge 
nach Massgabe der vorliegenden Verordnung abzuschliessen.

Verzichten bisherige Bauberechtigte auf den Erwerb nach Massgabe der 
vorliegenden Verordnung oder lehnt der Genossenrat bisherige 
Bauberechtigte gemäss § 11 ab, gelten für die Neuvergabe der Parzellen 
§§ 9 ff.

3.3.1 Mit VGE 919/05 vom 20. April 2006 hat das Verwaltungsgericht wie zuvor 
der Regierungsrat die Weigerung einer Korporation, einen Baurechtsvertrag mit 
einem Korporationsbürger abzuschliessen, als rechtsgeschäftliche Willenser-
klärung ohne hoheitlichen Charakter qualifiziert. Obwohl im Kanton Schwyz die 
altrechtlichen Korporationen und Genossamen im Gesetz als öffentlich-rechtlich 
qualifiziert würden, sei nicht zu verkennen, dass sie keine staatlichen Aufgaben 
erfüllten (ausser solche würden ihnen durch den Staat übertragen, z.B. bezüglich 
der Wasserversorgung). Es kämen ihnen auch keine hoheitlichen Befugnisse zu. 
Insbesondere stelle die Ausübung der wirtschaftlichen Betätigung im Interesse 
der Mitglieder keine hoheitliche Aufgabe dar. Die Weigerung der öffentlich-
rechtlichen Körperschaft, einen Vertrag abzuschliessen, könne lediglich dann als 
anfechtbare Verfügung qualifiziert werden, wenn das öffentliche Recht unter be-
stimmten Voraussetzungen Anspruch auf Abschluss eines Vertrags einräume. 
Dies sei jedoch nicht der Fall. Das Bundesgericht bestätigte diesen Entscheid mit 
Urteil 1P.342/2006 vom 9. März 2007. 

3.3.2 Nicht anders ist vorliegend zu entscheiden. Der in § 12 der Verordnung 
vorgesehenen Losziehung, welche vorliegend nur zur Anwendung kommt, weil 
die Beschwerdeführerin wie auch die am bisherigen Pachtgrundstück mitberech-
tigte Drittpartei Interesse am Abschluss des Baurechtsvertrages bekundet haben, 
kann kein hoheitlicher Charakter zuerkannt werden. Hiergegen ist die Verwal-

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tungsbeschwerde also nicht zulässig. In der verzögerten Losziehung kann ent-
sprechend auch keine Rechtsverweigerung/-verzögerung erkannt werden. 

3.4 Die finanziellen Aspekte und Fragen rund um den Verkauf der von der Be-
schwerdeführerin auf dem Grundstück errichteten Bauten, was die Beschwerde-
führerin zur Stütze ihrer Beschwerdebefugnis ins Felde führt, betreffen den 
Pachtvertrag bzw. stehen jedenfalls mit diesem und dessen Beendigung in en-
gem Zusammenhang und dürften entsprechend der Zivilgerichtsbarkeit unterste-
hen (vgl. Ziff. XIV.3-5 des Pachtvertrages). Dies ergibt sich einerseits auch aus 
der von der Vorinstanz mit Schreiben vom 28. Juni 2022 (Bf-act. 6) in Aussicht 
gestellten Übernahme der Bauten und Anlagen zu den im Pachtvertrag verein-
barten Konditionen und anderseits aus der von der Vorinstanz mit dem Schrei-
ben vom 28. Juli 2022 (Bf-act. 7) zugesagten temporären Fortführung des Nut-
zungsrechts der Beschwerdeführerin am Grundstück unter dem Titel eines befris-
teten Pachtvertrages oder einer Gebrauchsleihe: beim einen wie beim anderen 
handelt es sich um zivilrechtliche Fragestellungen. 

4. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen kann somit nicht auf die Be-
schwerde eingetreten werden. 

5. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'000.-- der Beschwerde-
führerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 74 Abs. 1 VRP). Die Vor-
instanz hat sich nicht vernehmen lassen und daher so oder anders keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Nachdem sie am 
29. Dezember 2022 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt hat, 
ist die Rechnung ausgeglichen. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R)
- den Regierungsrat (EB, z.K.) 
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts-  und Beschwerdedienst (EB, 

z.K.). 

Schwyz, 22. Februar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. März 2023

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