# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf33a875-dd00-56d3-be45-c2e1ac358c6d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2015 200 2015 713
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-713_2015-11-06.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 11. April 2016 abgewiesen 
(8C_926/2015).

200 15 713 IV bis
200 15 715 IV (3)
SCJ/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2015

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Bundesgasse 16, Post-
fach 144, 3000 Bern 7
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend drei Verfügungen vom 18. Juni 2015 bzw. 20. Juli 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2015, IV/15/713, Seite 2

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2015, IV/15/713, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), Mutter zweier Kinder und zuletzt als ... erwerbstätig, meldete sich 
im Juni 2010 erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an, zog dieses Gesuch im August 2010 indes vorbe-
haltlos wieder zurück (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], [act. II], 2; 14 f.; 16). Im August 2012 meldete sich die 
Versicherte unter Hinweis auf eine Narkolepsie erneut bei IV zum Leis-
tungsbezug an (act. II 16). Nachdem die IVB erwerbliche und medizinische 
Unterlagen, darunter einen ärztlichen Bericht von Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Neurologie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD [act. II 
49]), eingeholt hatte, gewährte sie der Versicherten – welcher ihre letzte, im 
Rahmen eines 80%-Pensums bekleidete Arbeitsstelle bei der D.________ 
per Ende Oktober 2013 gekündigt worden war (act. II 34 S. 1) – Beratung 
und Unterstützung bei der Stellensuche (act. II 46) und sprach ihr einen 
Arbeitsversuch im Bereich ... zu (act. II 53 f.), welcher indes zu keiner An-
stellung führte (vgl. Protokolleintrag vom 24. April 2014, S. 13 [in den Ge-
richtsakten]). Hierauf holte die IVB weitere ärztliche Berichte bei der RAD-
Ärztin Dr. med. C.________ (act. II 61; 66) sowie einen Bericht des 
behandelnden Arztes ein (act. II 70). Im September 2014 (act. II 75) erteilte 
die IVB eine weitere (und im November 2014 verlängerte [act. II 85]) Kos-
tengutsprache für einen Arbeitsversuch im Bereich Administration (act. II 76 
S. 2), welchen die Versicherte indes abbrach (act. II 96; vgl. Protokollein-
träge vom 1. bis 9. Dezember 2014, S. 23 ff. [in den Gerichtsakten]). Nach-
dem die IVB durch Dr. med. C.________ einen Untersuchungsbericht hatte 
erstellen lassen (act. II 92), stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 12. Dezember 2014 bei einem nach Massgabe der Einkommensver-
gleichsmethode ermittelten Invaliditätsgrad von 64% die Ausrichtung einer 
Dreiviertelsrente ab Juni 2013 in Aussicht (act. II 100), wogegen die Versi-
cherte Einwand erheben liess. Ferner schloss die IVB mit (unangefochten 
gebliebener) Verfügung vom 16. Februar 2015 (act. II 110) die Arbeitsver-
mittlung verbunden mit der Feststellung ab, eine Eingliederung in den ers-
ten Arbeitsmarkt sei trotz gezielter Unterstützung nicht erfolgt. Mit drei 

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weiteren, den Rentenanspruch betreffenden Verfügungen vom 18. Juni 
bzw. 20. Juli 2015 entschied die IVB schliesslich wie im Vorbescheid vom 
12. Dezember 2014 in Aussicht gestellt, wobei sie der Versicherten zusätz-
lich eine Kinderrente für die 1995 geborene Tochter zusprach (act. II 
113 f.). 

B.

Gegen die Verfügungen vom 18. Juni und 20. Juli 2015 liess die Versicher-
te, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 13. August 
2015 Beschwerde erheben und die folgenden Rechtsbegehren stellen: 

1. Die drei Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 18. Juni 2015 bzw. 
20. Juli 2015 seien aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei rückwir-
kend ab dem 1. Juni 2013 eine volle Invalidenrente auszurichten.

2. Eventualiter seien die drei Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 
18. Juni 2015 bzw. 20. Juli 2015 aufzuheben und die Sache sei zur neu-
en Beurteilung des Invaliditätsgrades an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

In der Begründung macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen gel-
tend, die Feststellung des (rechtsgenüglich) abgeklärten Gesundheitszu-
standes sei nicht zu beanstanden. Hingegen sei das Zumutbarkeitsprofil 
unzutreffend: Sowohl der behandelnde Arzt, Professor Dr. med. 
E.________, Facharzt für Neurologie FMH, als auch die RAD-Ärztin Dr. 
med. C.________ hätten ein Pensum von 40% für zumutbar gehalten, mit 
welcher Einschätzung sich die Beschwerdeführerin einverstanden erklären 
könne (S. 6, Ziffer 3.8); die Beschwerdegegnerin habe jedoch in der ange-
fochtenen Verfügung eine „abwechslungsreiche, lebhafte Tätigkeit zwi-
schen 40% bis maximal 50%“ als zumutbar erachtet, was den ärztlichen 
Einschätzungen widerspreche. Richtigerweise sei das Zumutbarkeitsprofil 
dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin eine „abwechs-
lungsreiche, lebhafte Tätigkeit“ in einem Pensum von 40% zumutbar sei 
(S. 6, Ziffer 3.9). Sodann sei das von der Beschwerdegegnerin errechnete 
Valideneinkommen von Fr. 92‘950.-- korrekt (S. 6, Ziffer 4.1). Mit Bezug auf 
das Invalideneinkommen sei ferner nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin auf Tabelle 17 und das Kompetenzniveau 2 abgestellt 

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habe; hingegen könne nicht auf die spezifische Untergruppe der allgemei-
nen Büro- und Sekretariatskräfte gemäss Ziffer 41 abgestellt werden, son-
dern auf die allgemeine Gruppe 4 und den dortigen Durchschnittslohn für 
Frauen der Alterskategorie 30 bis 49 Jahre von Fr. 5‘902.-- (S. 7, Ziffer 
4.3). Sodann sei dem Invalideneinkommen ein Pensum von 40% zugrunde 
zu legen (S. 7, Ziffer 4.2). Schliesslich sei der Abzug vom Tabellenlohn 
unter Berücksichtigung der leidensbedingten Einschränkungen – insbeson-
dere der Kataplexie – und dem Erfordernis zusätzlicher Pausen sowie 
mangels Ausbildung für das zugrunde gelegte Berufsprofil gemäss Tabelle 
17 der LSE, auf mindestens 15% zu veranschlagen (S. 8 f., Ziffer 4.6 ff.), 
was einen Invaliditätsgrad von 73% und damit Anspruch auf eine volle In-
validenrente ergebe (S. 10, Ziffer 5.2). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. August 2015 vereinigte der In-
struktionsrichter die Verfahren 200 2015 713-715.

Mit Eingabe vom 16. September 2015 schliesst die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde, wobei sie unter Verweis auf die Verfügung 
vom 18. Juni 2015 auf eine ausführliche Beschwerdeantwort verzichtete. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bilden die Verfügungen vom 18. Juni und 
20. Juli 2015 (act. II 113 f.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Fra-
ge, ob sie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

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mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entneh-
men: 

3.1.1 Im Rahmen diverser schlafmedizinischer Untersuchungen zwi-
schen März und September 2012 wurde die Diagnose einer Narkolepsie 
mit im Wesentlichen exzessiver Tagesschläfrigkeit sowie einer Kataplexie 
gestellt (act. II 20 S. 5 ff.).

Dr. med. F.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on, Tropenmedizin und Reisemedizin sowie Allgemeine Innere Medizin 
FMH, RAD, hielt am 4. Dezember 2012 (act. II 23) auf Anfrage der Be-
schwerdegegnerin fest, die Diagnose der Narkolepsie (mit Kataplexie) sei 
eindeutig gestellt. Die Arbeitsunfähigkeit als ... betrage – bei einem 80%-
Pensum – 50% ab dem 19. Juni 2012 und „dürfte“ in nächster Zeit unver-

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ändert bleiben, so dass ab Juni 2013 vermutlich eine Rentenabklärung an-
gezeigt sei. 

3.1.2 Mit Bericht vom 4. Juli 2013 (act. II 37) hielt Prof. Dr. med. 
E.________ fest, die Beschwerdeführerin leide unter einer exzessiven Ta-
gesschläfrigkeit, welche sich vor allem bei monotonen Arbeiten, speziell im 
Sitzen vor dem Computer, manifestiere. Sie arbeite während vier Tagen die 
Woche vier Stunden pro Tag (S. 2). Vor allem in den Morgenstunden könne 
die Beschwerdeführerin „auf eine Wachheit zählen.“ Empfehlenswert sei 
eine Arbeit mit nicht monotonen Tätigkeiten und mit regelmässigem Wech-
sel der Körperstellung (S. 3). 

3.1.3 Mit ärztlichem Bericht vom 12. November 2013 (act. II 49) hielt Dr. 
med. C.________ (RAD) unter Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Narkolepsie mit Kataplexie (ICD-10 G47.4), sporadisch, 
primäre Form und unter Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit ein Cervicalsyndrom, eine Fibromyalgie sowie eine seronegative 
Spondarthropathie mit rezidiverenden Lumbosakralgien HLB- B27 positiv, 
fest (S. 3). Die Beschwerdeführerin erhalte (mit Bezug auf die Narkolepsie) 
eine adäquate Behandlung und sei über die schlafhygienischen Massnah-
men aufgeklärt. Mit dieser Strategie habe eine Besserung der Symptome 
erzielt werden können, eventuell könne die Behandlung noch optimiert 
werden, was diskutiert worden sei. Für die nächsten Jahre sei von einem 
stabilen Verlauf auszugehen. Die seronegative Spondarthropathie zeige 
einen bisher relativ guten Verlauf. Es bestehe vor allem ab Mittag eine er-
höhte Tagesschläfrigkeit mit imperativem Schlafdrang. Auch morgens wür-
den „schlaffördernde“ Umstände – wie Sitzen in einem abgedunkelten 
Raum und monotone Arbeit – zu unwiderstehlichem Einschlafen führen. 
Wegen der kataplektischen Anfälle seien sämtliche Tätigkeiten, welche die 
Beschwerdeführerin bei einem Sturz gefährden würden, wie beispielsweise 
Tätigkeiten an gefährlichen Maschinen, ungesicherte Arbeiten in der Höhe 
oder Personentransporte in einem Fahrzeug, nicht möglich. Zudem sei eine 
Tätigkeit mit vorwiegendem Kundenkontakt oder eine Tätigkeit, bei welcher 
die Beschwerdeführerin häufig sozial exponiert sei, eher ungünstig. Aktuell 
sei auch eine Tätigkeit, welche Autofahren bedinge, äusserst ungünstig 
(S. 3).

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Im Weiteren sei aufgrund des Cervikalsyndroms eine Tätigkeit verbunden 
mit Überkopfarbeiten nicht günstig. Bei rezidivierenden Lumbosakralgien 
sei eine regelmässige, leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeit nicht 
zumutbar. In der bisherigen, offenbar abwechslungsreichen Tätigkeit sei 
von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 50% (von 100%) auszugehen, vor-
ausgesetzt, die Symptomatik habe sich seit der letzten Kontrolle vom 
Sommer 2013 bei Prof. Dr. med. E.________ etwas gebessert. Eine wech-
selbelastende Tätigkeit wäre günstig zur Minderung der Tagesschläfrigkeit. 
Ob die Beschwerdeführerin eine theoretische 50%ige Leistungsfähigkeit 
auch umsetzen könne, hänge teils von der Arbeitsumgebung aber auch 
von einer optimalen medikamentösen Einstellung ab. Ganz optimal sei zu-
dem, wenn die Beschwerdeführerin die Möglichkeit habe, sich bei imperati-
vem Schlafdrang hinzulegen. Ferner sollte sie unbedingt am Morgen 
arbeiten können. Sodann würden sich die Symptome in jeglicher Tätigkeit 
auswirken, wobei monotone Arbeiten diese eher verstärkten. Schliesslich 
seien aus Sicht des RAD Eingliederungsmassnahmen sinnvoll; in der Folge 
könne dann auch die Leistungsfähigkeit genauer definiert werden (S. 4). 

Mit ärztlichem Bericht vom 28. April 2014 (act. II 61) hielt Dr. med. 
C.________ an ihren im Bericht vom 12. November 2013 (act. II 49) zur 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie zum Zumutbarkeitsprofil getroffenen 
Einschätzungen fest.

Im ärztlichen Bericht vom 14. Juli 2014 (act. II 66) hielt Dr. med. 
C.________ fest, die dem (von Februar bis Mai 2014 durchgeführten und 
gescheiterten [act. II 54; Protokolleintrag vom 24. April 2014, S. 13 {in den 
Gerichtsakten}]) Arbeitsversuch zugrunde liegende Tätigkeit sei monoton 
gewesen und habe dem Zumutbarkeitsprofil „nicht wirklich“ entsprochen. 
Zur Beurteilung der Situation sei eine Einschätzung des behandelnden 
Neurologen einzuholen (S. 3). 

3.1.4 Mit Bericht vom 27. August 2014 (act. II 70) hielt Prof. Dr. med. 
E.________ fest, der Gesundheitszustand sei „eher stationär“ (S. 1). Das 
aktuelle Pensum (vier Stunden am Vormittag an vier Tagen die Woche) sei 
zumutbar. Tätigkeiten, welche in nicht sitzender Position stattfänden und 
keine kontinuierliche Wachheit/Konzentration verlangten, könnten auch 
über längere Zeit zumutbar sein. Es seien hierbei sicher Arbeiten nicht vor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2015, IV/15/713, Seite 10

zusehen, bei welchen Unfälle wegen Schwankungen in der Vigi-
lanz/Konzentration auftreten könnten. Die Beschwerdeführerin könne zu-
dem nicht Auto fahren (S. 2). 

3.1.5 Im Untersuchungsbericht vom 4. Dezember 2014 (act. II 92) hielt 
Dr. med. C.________ (RAD) fest, die Beschwerdeführerin leide nachweis-
lich an einer Narkolepsie mit Kataplexie. An Symptomen beständen eine 
abnorme Tagesschläfrigkeit, ein Tonusverlust der Muskulatur – getriggert 
durch Emotionen –, absenzenartige Episoden mit automatischen Handlun-
gen, das Auftreten von ungewollten Schläfchen sowie Schlafparalysen wie 
auch optischen Halluzinationen während des Einschlafens. Episoden mit 
Kataplexien hätten während der Untersuchung zweimalig beobachtet wer-
den können. Eine Optimierung der Therapie komme derzeit nicht in Frage, 
da die Alternativmedikation wegen starken (und bekannten) Nebenwirkun-
gen (Depression) nicht mehr eingenommen worden sei. Die Beschwerde-
führerin werde medizinisch adäquat behandelt. Aufgrund der bisherigen 
Erfahrungen mit diesem Krankheitsbild und den medizinischen Berichten 
sei aktuell nachvollziehbar, dass sie in ihrer Tätigkeit entweder in einem 
50%-Pensum, mit 10% Leistungsminderung oder in einem 40%-Pensum 
mit voller Leistung tätig sein könne. Die Beschwerdeführerin sollte unbe-
dingt morgens arbeiten und die Möglichkeit haben, die Arbeit zu unterbre-
chen für einen kurzen Schlaf; unter Umständen könnte die Arbeitsfähigkeit 
auf diese Weise günstigenfalls auch auf 50% gesteigert werden (S. 4). 

Das Zumutbarkeitsprofil sei bereits ausführlich im Rahmen der RAD-
Anfrage vom 12. November 2013 (act. II 49) besprochen worden. Wichtig 
sei, dass es sich um eine abwechselnde, lebhafte Tätigkeit handle und 
nicht um eine monotone Tätigkeit. Die aktuelle Leistungsfähigkeit müsse 
jedoch korrigiert bei 40% angesetzt werden. Da sich die Symptome in jegli-
cher Tätigkeit noch schlimmer auswirken könnten, könne die Leistungs-
fähigkeit derzeit nicht gesteigert werden (S. 5). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2015, IV/15/713, Seite 11

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die im Recht liegenden Unterlagen erlauben eine zuverlässige 
Beurteilung des vorliegend strittigen Rentenanspruchs (vgl. E. 3.2 hiervor). 
Insbesondere sind sich die involvierten Ärzte in der (die Arbeitsfähigkeit 
einzig einschränkenden) Diagnose einer Narkolepsie (mit Kataplexie) sowie 
in der Beurteilung der entsprechenden funktionellen Auswirkungen einig. 
Insoweit kommt den medizinischen Berichten volle Beweiskraft zu, was 
denn auch die Beschwerdeführerin ausdrücklich anerkennt (vgl. Beschwer-
de, S. 4, Ziffer 3.1). 

Analoges gilt grundsätzlich auch mit Bezug auf das (von der RAD-Ärztin Dr. 
med. C.________ erstellte) Zumutbarkeitsprofil sowie die Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit, welche seit Juni 2012 einhellig in einer Bandbreite zwi-
schen 40% und 50% veranschlagt wird. Während jedoch die Beschwerde-
gegnerin der Ermittlung des Invaliditätsgrades einen Mittelwert von 45% 
zugrunde legte, stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 
sowohl der behandelnde Arzt, Professor Dr. med. E.________, als auch Dr. 
med. C.________ hätten ein Pensum von lediglich 40% für zumutbar er-
achtet (S. 6, Ziffer 3.8). 

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Sowohl im ärztlichen Bericht vom 12. November 2013 (act. II 49) als auch 
in jenem vom 28. April 2014 (act. II 61) stellte Dr. med. C.________ die 
Realisierung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit unter den Vorbehalt günstiger 
Arbeitsvoraussetzungen. Im Rahmen der Diskussion im Untersuchungsbe-
richt vom 4. Dezember 2014 (act. II 92) erachtete sie es mit Blick auf die 
Beurteilung von Prof. Dr. med. E.________, welcher ein Arbeitspensum 
von vier Stunden an vier Vormittagen als realistisch beurteilt habe (vgl. act. 
II 70), als „nachvollziehbar“, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit 
entweder in einem 50%igen Pensum – mit 10% Leistungsminderung –, 
oder in einem 40%igen Pensum mit voller Leistung tätig sein könne bzw. 
die Arbeitsfähigkeit günstigenfalls auch auf 50% gesteigert werden könne 
(S. 4). Bei der Beantwortung der Fragen hielt sie demgegenüber fest, „die 
aktuelle Leistungsfähigkeit“ müsse „jedoch korrigiert bei 40% angesetzt 
werden“ (S. 5). 

Mithin sind die Einschätzungen der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ hin-
sichtlich des Grades der verbliebenen Arbeitsfähigkeit nicht ganz eindeutig 
und erlauben einen Interpretationsspielraum sowohl im Sinne der Be-
schwerdegegnerin als auch in jenem der Beschwerdeführerin. Auf eine 
präzisierende Nachfrage kann indes verzichtet werden, da – wie nachste-
hend zu zeigen ist – der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente auch dann zu 
bestätigen ist, wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin von einer bloss 
40%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Zeitpunkt des für die 
Bemessung des Invaliditätsgrades massgeblichen Zeitpunkts des frühest 
möglichen Rentenbeginns korrekt auf den Juni 2013 festgesetzt, nachdem 
die (mindestens 40%ige) Arbeitsunfähigkeit spätestens am 18. bzw. 19. 
Juni 2012 ihren Anfang genommen hat (act. II 34 S. 3; 23 S. 2; 22 S. 2), 
sich die Beschwerdeführerin am 31. August 2012 (erneut) zum 
Leistungsbezug angemeldet (act. II 16 S. 6; vgl. E. 2.2 vorne) und das erste 
Leistungsgesuch vom Juni 2010 (act. II 2) vorbehaltlos zurückgezogen hat 
(act. II 14 f.). 

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Ferner legte die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Verfügungen 
vom 18. Juni und 20. Juli 2015 (act. II 113 f.) gestützt auf die Angaben der 
Beschwerdeführerin, wonach sie im Gesundheitsfall ab August 2012 voll 
erwerbstätig gewesen wäre (act. II 42 S. 2; 36 S. 2), einen Status von 
100% Erwerbstätigkeit zugrunde. Mit Blick auf den Umstand, dass die im 
September 1995 geborene Tochter (act. II 16 S. 2) die reguläre Schulzeit 
gemäss Angaben der Beschwerdeführerin im August 2012 beendet hatte, 
ist dies nicht zu beanstanden. 

Ausgehend von der diesfalls anwendbaren Einkommensvergleichsmethode 
(vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG sowie E. 4.2 nachstehend) ist nachfolgend der 
Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

4.2

4.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
pass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2015, IV/15/713, Seite 14

Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Abzustellen ist auf die im Verfügungszeitpunkt aktuellste LSE-Tabelle (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Juli 2015, 8C_78/2015, 
E. 4). Im Geltungsbereich der alten LSE-Tabellen (bis 2010) wendete die 
Rechtsprechung für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand 
von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle 
TA1 („Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, 
Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor"), 
Zeile „Total", an. Bisweilen wurde aber auch auf Löhne einzelner Sektoren 
(Sektor 2 „Produktion" oder 3 „Dienstleistungen") oder gar einzelner 
Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht erschien, um der im 
Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden 
Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. Dies geschah namentlich bei 
Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem Bereich 
tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum 
in Frage kam. Es bestand jedoch kein Grundsatz, wonach stets auf die 
Tabelle TA1 abzustellen war. So konnte es sich nach den konkreten 
Umständen des Einzelfalls rechtfertigen, anstatt auf die Tabelle TA1 auf die 
Tabelle TA7 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Tätigkeit, 
Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht – Privater Sektor 
und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzustellen, wenn dies eine 
genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubte und dem 
Versicherten der entsprechende Sektor offen stand und zumutbar war 
(Entscheid des BGer vom 7. März 2014, 9C_841/2013, E. 4.2). Nichts 
anderes hat mit Bezug auf die Tabellen gemäss LSE 2012 zu gelten, wobei 
im Anwendungsbereich der alten Tabelle TA7 nunmehr Tabelle 17 
einschlägig ist (vgl. Anhang zum IV-Rundschreiben Nr. 328). 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert 
(Tabellenlohn) um maximal 25% zu kürzen, wenn persönliche und 
berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 
Dienstjahre, Nationalität resp. Aufenthaltskategorie oder 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben und die 

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versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3 Hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens ist überwie-
gend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde 
auch fortan als ... beim letzten Arbeitgeber (der D.________) gearbeitet 
hätte, zumal die Aktenlage nicht den Schluss auf eine überwiegend wahr-
scheinlich anderweitige berufliche Entwicklung zulässt. Gemäss Angaben 
im Fragebogen Arbeitgeber erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2013 
ein Einkommen von Fr. 74‘360.-- (act. II 34 S. 2), welcher Betrag auch dem 
Lohn im Gesundheitsfall entsprochen hätte (vgl. S. 3). Dies ergibt im mass-
gebenden Zeitpunkt im Juni 2013 sowie umgerechnet auf ein Pensum von 
100% (vgl. E. 4.1 vorne) ein hypothetisches (und im Übrigen unbestrittenes 
[vgl. Beschwerde, S. 6, Ziffer 4.1]) Valideneinkommen von Fr. 92‘950.-- 
(Fr. 74‘360.-- / 0.8). 

4.4 Indem die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erfolglos 
blieb (vgl. act. II 110), ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
statistische Werte gemäss LSE abzustellen, wobei mit Blick auf den Verfü-
gungserlass im Juni respektive Juli 2015 die Tabellen des Jahres 2012 
massgeblich sind (vgl. E. 4.2.3 vorne). 

Aufgrund der narkolepsiebedingten funktionellen Einschränkungen respek-
tive zwecks Minderung der Tagesschläfrigkeit muss eine Verweistätigkeit 
gemäss Dr. med. C.________ abwechselnd und lebhaft sein. Zudem sind 
aufgrund der kataplektischen Anfälle sämtliche Tätigkeiten, welche die Be-
schwerdeführerin bei einem Sturz gefährden würden sowie Tätigkeiten, bei 
denen sie sozial exponiert ist, nicht zumutbar (vgl. act. II 49 S. 4; 92 S. 4 f.). 
Aus dem Lebenslauf geht weiter hervor, dass die Beschwerdeführerin vor 
Eintritt der zur Arbeitsunfähigkeit führenden Gesundheitsschädigung über 
viele Jahre hinweg im … tätig war (act. II 21). Vor diesem Hintergrund so-
wie mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil ist demnach zu Recht nicht bestrit-
ten, dass das Invalideneinkommen gestützt auf Tabelle 17 zu berechnen 
ist, erlaubt diese doch – worauf die Beschwerdegegnerin in der (u.a.) ange-

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fochtenen Verfügung vom 18. Juni 2015 (vgl. act. II 113 S. 11) zu Recht 
hinweist – eine präzisere Festlegung des Invalideneinkommens als die üb-
licherweise zur Anwendung gelangende Tabelle TA1 (vgl. E. 4.2.3 vorne). 
Ferner hat die Beschwerdegegnerin – was ebenso unbestritten und mit 
Blick auf das über die Jahre hinweg gewonnene grosse Fachwissen nicht 
zu beanstanden ist – die zumutbare Tätigkeit im Bereich der Berufshaupt-
gruppe gemäss Ziffer 4 angesiedelt, welche dem Kompetenzniveau 2 re-
spektive – im Anwendungsbereich der bis 2010 gültigen LSE-Tabellen – 
dem früheren Anforderungsniveau 3 entspricht (vgl. Entscheid des BGer 
vom 20. April 2015, 8C_67/2015, E. 2.2). Dass sie für die Ermittlung des 
Invalideneinkommens sodann die spezifische Untergruppe „Allgemeine 
Büro- und Sekretariatskräfte“ gemäss Ziffer 41 und nicht – wie von der Be-
schwerdeführerin verlangt – den Lohn der Berufshauptgruppe „Bürokräfte 
und verwandte Berufe“ (Ziffer 4) berücksichtigt hat, gibt zu keiner Kritik An-
lass, geht aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin (act. II 21) doch 
hervor, dass diese in der Vergangenheit teilweise qualifizierte Arbeiten im 
Bürobereich verrichtet hat, was durch Ziffer 41 der Tabelle 17 genauer ab-
gebildet wird. Für ein Abstellen auf die nämliche Ziffer spricht im Übrigen 
auch das bei der D.________ zuletzt erzielte, relativ hohe (und deutlich 
über dem hier zugrunde gelegten Tabellenlohn liegende) Einkommen, wel-
ches zwar nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Juni 2012 gemäss Anga-
ben des Arbeitgebers nicht mehr der erbrachten Arbeitsleistung entsprach 
(vgl. act. II 34 S. 4), aber dennoch die guten beruflichen Qualifikationen der 
Beschwerdeführerin widerspiegelt. 

Was schliesslich den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten be-
hinderungsbedingten Abzug von 15% betrifft, ist zunächst festzuhalten, 
dass mit der (zu ihren Gunsten tief angesetzten) Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 40% die leidensbedingten Einschränkungen umfassend ab-
gedeckt sind. Dies folgt insbesondere aus dem Untersuchungsbericht von 
Dr. med. C.________ vom 4. Dezember 2014, wonach die Beschwerdefüh-
rerin entweder in einem 50%-Pensum, mit 10% Leistungsminderung oder 
in einem 40%-Pensum „mit voller Leistung“ tätig sein könne (act. II 92 S. 4), 
wobei sämtliche zum zumutbaren Arbeitspensum hinzutretenden qualitati-
ven und quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit – insbesondere 
auch die kataplektischen Anfälle sowie das Erfordernis, am Arbeitsort nar-

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kolepsiebedingt gegebenenfalls „ein Schläfchen halten“ zu müssen – beim 
Zumutbarkeitsprofil mitberücksichtigt wurden. Vom zumutbaren Spektrum 
erwerblicher Tätigkeiten zu unterscheiden ist die Gegenstand des leidens-
bedingten Abzugs vom Tabellenlohn bildende Frage, ob mit Bezug auf die 
konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer 
Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Ist – wie 
vorliegend – von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren 
Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel 
leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, 
die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu 
bezeichnen sind (Entscheid des BGer vom 22. September 2015, 
9C_366/2015, E. 4.3.1). Mit Bezug auf die zusätzlich erforderlichen 
Pausen, welche sich durch die schlafbedingten Arbeitsunterbrüche situativ 
ergeben können, ist festzuhalten, dass diesem Faktor bereits beim 
Zumutbarkeitsprofil Rechnung getragen wurde, weshalb er grundsätzlich 
nicht nochmals unter dem hier diskutierten Rechtstitel berücksichtigt 
werden darf (Entscheid des BGer vom 20. Januar 2015, 8C_536/2014, E. 
4.3). Im Weiteren ist fraglich, ob der Umstand, wonach die Beschwerdefüh-
rerin „unbedingt morgens“ (vgl. act. II 92 S. 4) arbeiten sollte, zwingend als 
lohnmindernd respektive abzugsrelevant zu qualifizieren ist. Wohl bedingt 
er eine verstärkte Rücksichtnahme von Arbeitskollegen und Vorgesetzten; 
dies allein vermag indes praxisgemäss noch keinen Abzug zu begründen 
(vgl. BGer 9C_366/2015, E. 4.3.1). Selbst jedoch, wenn im Erfordernis 
zusätzlicher Pausen sowie der auf den Vormittag beschränkten 
Arbeitstätigkeit auch mit Bezug auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
lohnmindernde Umstände zu erblicken wären, so beliefe sich der 
behinderungsbedingte Abzug – nachdem die übrigen, praxisgemäss zu 
berücksichtigenden Kriterien Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität resp. 
Aufenthaltskategorie oder Beschäftigungsgrad (vgl. E. 4.2.3 vorne) 
offensichtlich nicht erfüllt sind respektive die Beschwerdeführerin entgegen 
ihrer Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 8, Ziffer 4.7) ein hinreichendes 
berufliches Rüstzeug im Sinne eines über Jahre hinweg gewonnenen 
Fachwissens auszuweisen vermag – auf insgesamt maximal 5%. Daran 
ändert auch der Verweis auf die gescheiterten Arbeitsversuche nichts, ist 
insoweit doch festzuhalten, dass die Tätigkeit im Rahmen des ersten Ar-

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beitsversuchs zu monoton war und damit nicht dem Zumutbarkeitsprofil 
entsprach (vgl. act. II 66 S. 3); sodann scheiterte der zweite, zwischen Sep-
tember und Dezember 2014 absolvierte Arbeitsversuch nicht in erster Linie 
aufgrund gesundheitsbedingter Defizite, abgesehen davon, dass die Be-
schwerdeführerin diesen von sich aus abbrach (vgl. Protokolleinträge vom 
3. und 4. Dezember 2014 [in den Gerichtsakten]). 

4.5 Wird dem Invalideneinkommen eine Arbeitsfähigkeit von (minimal) 
40% sowie ein leidensbedingter Abzug von (maximal) 5% zugrunde gelegt, 
so resultiert gestützt auf die LSE 2012, Tabelle T17, Lebensalter 30-49 
Jahre, Frauen, sowie unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wo-
chenarbeitszeit (Bundesamt für Statistik [BFS], Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt Sektor III) und den statistischen 
Lohnerhöhungen (BFS, T1.2.05 Nominallohnindex, Frauen, 2011-2014, 
Abschnitt Sektor 3 Dienstleistungen) per 2013 ein massgebliches Invali-
deneinkommen von minimal Fr. 28‘637.35 (Fr. 5‘983.-- x 12 Monate / 40 x 
41.7 Wochenstunden / 101.9 x 102.6 [statistische Lohnerhöhung pro 2013] 
x 0.4 x 0.95). 

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt dies eine 
Erwerbseinbusse von maximal Fr. 64‘312.65 und damit einen 
Invaliditätsgrad von gerundet höchstens 69% (Fr. 64‘312.65 / Fr. 92‘950.-- 
x 100 [zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123]), womit der 
Anspruch auf Ausrichtung einer Dreiviertelsrente zu bestätigen ist (vgl. E. 
2.2 vorne).

4.6 Nach dem Dargelegten erweisen sich die Verfügungen vom 
18. Juni und 20. Juli 2015 als rechtens. Die Beschwerde ist somit abzuwei-
sen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 

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dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men.

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.