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**Case Identifier:** 84330934-3647-5ac7-9f9e-7e60336bb492
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 07.07.2021 810 21 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-101_2021-07-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 7. Juli 2021 (810 21 101) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

 

 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Heimplatzierung 
 
 

Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Jgnaz 
Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichts-
schreiber Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Patrick Frey, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

 C.____, z.Zt. E.____, vertreten durch Dr. Nina Blum, Advokatin 
  

 

Betreff Änderung von Kindesschutzmassnahmen (Entscheid der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 23. März 2021) 

 

 

A. Der am XX. XX. 2005 geborene C.____ ist das gemeinsame Kind der Eltern A.____ und 

B.____. Für C.____ besteht bereits seit dem 14. Februar 2011 eine Erziehungsbeistandschaft, 

welche von der damaligen Vormundschaftsbehörde F.____ angeordnet wurde. Der für C.____ 

zuständige Beistand hat seither mehrmals gewechselt. Heute ist der Leiter der Abteilung Sozia-

les, Gesundheit und Alter der Gemeinde F.____, G.____, der verantwortliche Beistand für 

C.____.  

 

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B. Aufgrund eines Vorfalles von häuslicher Gewalt zwischen den Eltern von C.____ am 

2. Dezember 2017 kam es zu einer Trennung vom Kindsvater, woraufhin die Mutter vorüberge-

hend zusammen mit C.____ und dessen Bruder in einer eigenen Wohnung lebte. Im Juli 2018 

kehrte die Mutter mit den Kindern zu A.____ zurück. Dieser Vorfall führte dazu, dass der damalige 

Beistand mit Bericht vom 2. August 2018 eine Platzierung von C.____ in H.____ im E.____ be-

antragte, welche die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) mit Entscheid vom 

30. August 2018 vorsorglich abwies. Nachdem der KESB am 30. Oktober 2018 vom Sozialdienst 

der Gemeinde F.____ ein angeblich sexuell übergriffiges Verhalten von A.____ gegenüber 

C.____ gemeldet worden war, verfügte die KESB am 31. Oktober 2018 superprovisorisch die 

Platzierung von C.____ im E.____. Mit provisorischem Entscheid vom 10. Dezember 2018 entzog 

die KESB den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.____ und gewährte der Kinds-

mutter Besuchskontakte zu ihm. Mit provisorischem Entscheid vom 29. März 2019 verfügte die 

KESB ein begleitetes Besuchsrecht für den Kindsvater.  

 

C. Mit Urteil vom 21. Dezember 2020 verurteilte das Strafgericht Basel-Landschaft (Strafge-

richt) A.____ zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 11 Monaten wegen der im Jahr 

2017 gegenüber der Kindsmutter verübten Körperverletzung sowie wegen Besitzes verbotener 

Pornografie. Gleichzeitig sprach ihn das Strafgericht von der Anklage wegen sexueller Handlun-

gen mit Kindern frei.  

 

D. Nach Vorliegen der aktuellen Berichte des Beistandes und des E.____ über C.____ sowie 

der Anhörung der Kindseltern bestätigte die KESB mit Entscheid vom 23. März 2021 den Entzug 

des Aufenthaltsbestimmungsrechts von B.____ und A.____ über C.____ und entschied, dass die 

Platzierung von C.____ im E.____ aufrecht zu erhalten sei. Weiter bestätigte die KESB den Auf-

trag an den Beistand, C.____ in alltäglichen medizinischen Fragestellungen zu vertreten. Im Üb-

rigen regelte die KESB den persönlichen Verkehr zwischen C.____ und seinen Eltern neu und 

beauftragte den Beistand, bis zum 30. September 2021 einen weiteren Bericht über den Verlauf 

der Besuche sowie die Wohnsituation der Eltern zu verfassen. Schliesslich bestätigte die KESB 

die Weisung, die es den Eltern von C.____ untersagt, diesen mit Essen, Süssigkeiten und Süss-

getränken zu versorgen, und hielt präzisierend fest, dass die Eltern pro Besuch 50 Gramm Süs-

sigkeiten mitbringen dürfen und dass bei längeren Aufenthalten auf eine angemessene Ernäh-

rung zu achten sei. 

 

E. Gegen diesen Entscheid erhoben B.____ und A.____, beide vertreten durch Patrick Frey, 

Advokat, mit Eingabe vom 22. April 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfas-

sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Begehren, es seien die Ziff. 1, 4 und 5 

des Entscheids der KESB vom 23. März 2021 aufzuheben und demgemäss sei von der Aufhe-

bung des Aufenthaltsbestimmungsrechts gemäss Art. 310 Abs. 1 i.V.m. Art. 445 Abs. 1 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 abzusehen beziehungs-

weise sei den Beschwerdeführern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.____ per sofort wie-

derzuerteilen. Eventualiter sei eine mildere Massnahme anzuordnen. Die Beschwerdeführer stell-

ten ihre Anträge unter o/e-Kostenfolge, wobei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 

sei.  

 

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F. Mit Eingabe vom 17. Mai 2021 liess sich die Vorinstanz vernehmen und schloss unter o/e-

Kostenfolge auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 

könne.  

 

G. Mit Schreiben vom 18. Mai 2021 liess sich der zum Verfahren Beigeladene C.____, ver-

treten durch Dr. Nina Blum, Advokatin, unter Verweisung auf seine Eingabe an die KESB vom 

5. Februar 2021 vernehmen. 

 

H.  Mit Eingabe vom 25. Mai 2021 reichten die Beschwerdeführer die für die Beurteilung der 

unentgeltlichen Rechtspflege erforderlichen Unterlagen nach.  

 

I. Mit Präsidialverfügung vom 9. Juni 2021 wurde das Gesuch der Beschwerdeführer um 

unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt und der Fall der Kammer zur Beur-

teilung überwiesen.  

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 

Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 

kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 

2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, 

Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den 

Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungspro-

zessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Be-

schwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen 

(Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des ange-

fochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführer sind als direkte Verfahrensbeteiligte 

und Eltern von C.____ zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraus-

setzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die 

Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist 

auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde einzutreten. 

 

2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemes-

senheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde somit volle Kognition zu. 

 

3. Im Folgenden ist die Rechtmässigkeit des Entzuges des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

der Beschwerdeführer über C.____ und der Aufrechterhaltung der Platzierung von C.____ im 

E.____ zu prüfen.  

 

4.1 Gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB trifft die Kindesschutzbehörde die geeigneten Massnah-

men zum Schutz des Kindes, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist und die Eltern nicht von 

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sich aus für Abhilfe sorgen oder sie dazu ausserstande sind. Das Kindeswohl gilt als oberste 

Maxime des Kindesrechts (BGE 142 III 612 E. 4.2 und 141 III 328 E. 5.4 mit Hinweisen). Im Sinne 

einer positiven und nicht abschliessenden Beschreibung gehören zum Kindeswohl die Förderung 

und Entwicklung in geistiger, körperlicher und seelischer Hinsicht, ein Umfeld von Kontinuität und 

Stabilität, die Möglichkeit einer inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen sowie 

die Achtung des Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (BGE 146 III 313 

E. 6.2.2; Urteil des Bundesgerichts 5P.83/2006 vom 3. Mai 2006 E. 4.1 jeweils mit Hinweisen). 

Entsprechend ist das Wohl eines Kindes gefährdet, sobald nach den Umständen die ernstliche 

Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen, seelischen oder geistigen Wohls des Kindes 

vorauszusehen ist (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Auflage, Bern 1999, 

N 26.04a ff. und 27.09). Die Gefährdung kann dabei nur in jedem einzelnen Fall unter Berück-

sichtigung der Gesamtheit aller Umstände bestimmt werden. Die objektiv fassbare Gefahr einer 

Beeinträchtigung muss einigermassen konkret sein, auch wenn regelmässig prognostische Ele-

mente miteinzubeziehen sind (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; YVO BIDERBOST, in: Breitschmid/Jungo 

[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht inkl. Partner-

schaftsgesetz, 3. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 307 ZGB; vgl. PETER BREITSCHMID, in: Gei-

ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, Basel 2018, N 18 

zu Art. 307 ZGB).  

 

4.2 Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Kindesschutz-

behörde es den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 

1 ZGB). Die Gefährdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so ge-

schützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig 

wäre. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in 

der Anlage oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung 

liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. 

Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen 

müssen erforderlich sein und es ist immer die mildeste, Erfolg versprechende Massnahme anzu-

ordnen (Proportionalität und Subsidiarität); diese soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, son-

dern ergänzen (Komplementarität). Die Wegnahme ist entsprechend nur zulässig, wenn ʺder Ge-

fährdung des Kindes nicht anders begegnet werdenʺ und das Kind in seiner körperlichen, geisti-

gen und sittlichen Entwicklung nicht anders geschützt werden kann, was das Subsidiaritätsprinzip 

deutlich zum Ausdruck bringt und den Vorrang ambulanter, die Familiengemeinschaft respektie-

render, vor stationären Massnahmen unterstreicht (vgl. BREITSCHMID, a.a.O., N 3 zu Art. 310 

ZGB). Mit anderen Worten ist die Entziehung der elterlichen Obhut respektive des Aufenthalts-

bestimmungsrechts nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder 

von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteile des Bundesgerichts 5A_379/2019 vom 

26. September 2019 E. 3.4.1; 5A_540/2015 vom 26. Mai 2016 E. 4.4; 5A_188/2013 vom 17. Mai 

2013 E. 3; 5A_701/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2.1 jeweils mit Hinweisen; HEGNAUER, a.a.O., 

N 27.09 ff., 27.36 und 27.40 f.). Die Dauer der Massnahme richtet sich nach den Gegebenheiten 

des Einzelfalls. Die Massnahme ist aufzuheben, beziehungsweise abzuändern, wo sie nicht mehr 

geboten (und daher nicht mehr verhältnismässig) ist (vgl. BREITSCHMID, a.a.O., N 15 zu Art. 310 

ZGB).  

 

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5.1 Die Vorinstanz begründet die im angefochtenen Entscheid angeordneten Massnahmen 

im Wesentlichen mit der massiven Gewaltanwendung des Kindsvaters gegen die Kindsmutter 

vom 2. Dezember 2017, welche C.____ und sein Bruder direkt mitbekommen hätten. Die Gewalt 

in der Beziehung der Eltern sei zudem mehrfach polizeilich dokumentiert worden, weshalb es 

sich beim vorgenannten Eklat nicht um einen isolierten Vorfall handle. Zudem sei die aktuelle 

Wohnsituation der Eltern nicht geklärt, weil das Haus in welchem sie leben, zum Abriss vorgese-

hen sei und bis Ende September 2021 geräumt werden müsse. Gleichzeitig würden sich die El-

tern nicht ernsthaft um eine neue Wohnung kümmern, sondern diese Verantwortung dem Sozi-

aldienst ihrer Wohngemeinde überlassen. Die KESB weist neben der grundsätzlich mangelhaften 

Kooperationsbereitschaft der Eltern in der Zusammenarbeit mit den Behörden und dem E.____ 

insbesondere auf die Nichteinsichtigkeit der Eltern im Zusammenhang mit der Abgabe von zu-

sätzlichem Essen und Trinken an C.____ hin. Trotz der seit Jahren erfolgenden Gesprächen und 

Hinweisen des Heimes in Bezug auf die Ess- und Verdauungsproblematik von C.____, würden 

ihm die Eltern regelmässig zusätzliches Essen, Süssigkeiten und Süssgetränke mitbringen. Die 

KESB führt weiter aus, dass es für C.____ bis zu seinem vollstationären Aufenthalt im E.____ 

schwierig gewesen sei, einen geeigneten Tag-Nacht-Rhythmus zu finden, und dass er oftmals 

nicht angemessen angezogen gewesen sei. Schliesslich werde aus den Unterlagen ersichtlich, 

dass die Eltern Schwierigkeiten mit der Haushaltsführung hätten und dass in der Vergangenheit 

zumindest das vom Vater praktizierte unangemessene Sammeln von elektronischen Geräten zu 

einer erheblichen Erschwernis der Haushaltsführung beigetragen habe.  

 

5.2 Aufgrund seiner Autismus-Spektrum-Störung bedürfe C.____ einer ständigen Überwa-

chung und sei auf viel Ruhe und einen geregelten und geordneten Alltag angewiesen. All dies 

könne ihm der E.____ im aktuellen Setting gut ermöglichen. Dagegen seien ungeklärte respektive 

wechselnde Wohnverhältnisse für Personen mit autistischen Störungen unbefriedigend, da eine 

vertraute Umgebung Sicherheit und Orientierung vermittle. Ob das elterliche Umfeld C.____ unter 

den genannten Voraussetzungen die gleiche Stabilität wie der E.____ gewährleisten könne, 

müsse zuerst erprobt werden. Zusammenfassend hält die KESB schliesslich fest, dass einzelne 

der genannten Defizite von ihr akzeptiert werden könnten, die Kombination dieser aber eine Ge-

fährdung des Kindeswohls von C.____ bedeute. In Bezug auf den strafrechtlichen Freispruch des 

Kindsvaters hinsichtlich sexuellen Handlungen mit Kindern ist die Vorinstanz im Übrigen der An-

sicht, dass dieser keine entscheidenden Änderungen der aus ihrer Sicht weiter vorliegenden Ge-

fährdungen des Kindeswohls und Unzulänglichkeiten der Eltern im zuvor beschriebenen Sinne 

bewirke.  

 

6.1 Die Beschwerdeführer bringen dagegen vor, dass die Platzierung von C.____ im E.____ 

unverhältnismässig sei. Die psychische Erkrankung von C.____ müsse neutral gewertet werden 

und könne – mangels Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung – nicht zu Kindesschutzmassnah-

men führen. Die Beschwerdeführer seien selber in der Lage, ihren elterlichen Pflichten sowohl in 

fürsorgerischer, erzieherischer, medizinischer als auch in emotionaler Hinsicht gegenüber C.____ 

vollumfänglich nachzukommen, was sie auch in der Vergangenheit stets bewiesen hätten. Weiter 

sei zu berücksichtigen, dass der Kindsvater vom Vorwurf sexueller Handlungen mit Kindern 

rechtskräftig freigesprochen wurde, weshalb nicht nachvollzogen werden könne, dass sich die 

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Vorinstanz mit dieser Thematik überhaupt noch befasse. Jedenfalls dürfe die KESB in ihrem Ent-

scheid daraus nichts mehr zuungunsten des Kindsvaters ableiten. Vielmehr sei mit dem rechts-

kräftigen Freispruch des Kindsvaters der Grund für die Kindesschutzmassnahmen dahingefallen.  

 

6.2 In Bezug auf die von der Vorinstanz beanstandete Wohnsituation führen die Beschwerde-

führer aus, dass der Abriss der Liegenschaft nicht in ihrem Verschulden liege und es ferner nicht 

einzusehen sei, inwiefern der bevorstehende Liegenschaftsabriss in den vorinstanzlichen Ent-

scheid-Erwägungen ein zu berücksichtigendes Kriterium darstellen könne. Die Beschwerdeführer 

sind weiter der Ansicht, dass ihre ehelichen Konflikte in der Vergangenheit nicht ausreichen wür-

den, um eine Kindeswohlgefährdung zu bejahen, denn die Kinder seien in keinem Fall involviert 

oder betroffen gewesen, was sich auch aus den entsprechenden Polizeiberichten ergebe. Im 

Übrigen seien Auseinandersetzungen in einer Ehe normal und jede Ehe kenne solche Konflikte. 

Die Beziehung zwischen den Eltern habe sich in letzter Zeit denn auch stark verbessert, indem 

sie einen anständigen Umgang untereinander pflegen und heute eine friedliche Ehe führen wür-

den. Schliesslich stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass weder ein womög-

lich unkooperatives Verhalten mit den Behörden noch eine fragwürdige Haushaltsführung etwas 

mit der Frage nach einer Gefährdung des Kindeswohls zu tun hätten. Nachdem ihnen die Vo-

rinstanz ihr Kind weggenommen habe, sei es vielmehr selbstverständlich, dass sie nicht mehr 

freudig mit den Behörden kommunizieren würden und sich auch nicht vorschreiben liessen, wie-

viel Süssigkeiten ihr Kind pro Tag zu sich nehmen dürfe.  

 

7.1 Einleitend ist festzuhalten, dass der vorliegende Fall aufgrund der bei C.____ diagnosti-

zierten stark ausgeprägten Autismus-Spektrum-Störung entscheidrelevante Besonderheiten auf-

weist. Neben einem starken Pflegebedarf (C.____ ist beispielsweise nicht in der Lage, sich im 

Strassenverkehr alleine zurecht zu finden, und beim Ankleiden sowie bei der Körperpflege muss 

er anleitend unterstützt werden) kann sich der heute sechszehnjährige C.____ auch zu einfachen 

Bedürfnissen verbal nicht ausdrücken, geschweige denn seinen Willen kommunizieren. Dies hat 

für das vorliegende Verfahren einerseits zur Konsequenz, dass C.____ seinen eigenen Willen 

und Standpunkt nicht mitteilen kann. Andererseits ist es auch nicht möglich, die Fragen nach dem 

Willen, den Wünschen und den Bedürfnissen von C.____ gutachterlich abklären zu lassen. Aus 

den vorinstanzlichen Unterlagen ist ersichtlich, dass entsprechende Gutachten-Anfragen der 

KESB durch Fachspezialisten mit dem Hinweis abgelehnt wurden, dass es für Betroffene, welche 

an einer Autismus-Spektrum-Störung leiden, bis heute keine wissenschaftlich anerkannten Diag-

nosemethoden gebe. Dies wiederum bedeutet und ist somit auch nicht zu beanstanden, dass die 

Vorinstanz ihren Entscheid auf andere objektive Faktoren und Umstände abstellen musste. Dabei 

hat sie als verantwortliche Kindesschutzbehörde zu Recht die sich gegenüberstehenden Interes-

sen mit bestem Wissen und Gewissen anhand eines objektiven Kindeswohlmassstabes aus der 

Sicht von C.____ gegeneinander abgewogen. Schliesslich ist hervorzuheben, dass Einigkeit aller 

Betroffenen darin besteht, dass für C.____ eine stark strukturierte und reizarme Umgebung, die 

Vertrautheit, Ruhe, Überschaubarkeit und Vorhersehbarkeit bietet, sehr wichtig ist.  

 

7.2 Offensichtlich ist, dass die Meldung eines angeblich sexuellen Missbrauchs von C.____ 

durch seinen Vater durch den Sozialdienst der Gemeinde F.____ an die KESB vom 30. Oktober 

2018 zur superprovisorischen und damit sofortigen Platzierung von C.____ im E.____ geführt 

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hatte. Aus den Akten ergibt sich dagegen, dass eine permanente Platzierung von C.____ im 

E.____ im Zeitpunkt der vorerwähnten Meldung an die KESB ohnehin Gegenstand laufender 

Abklärungen durch die Vorinstanz war. Im Zusammenhang mit der Vorgeschichte dieser im Zeit-

punkt der superprovisorischen Verfügung bereits laufenden vorinstanzlichen Abklärungen ist Fol-

gendes zu ergänzen:  

 

7.2.1 Zunächst ist zu erwähnen, dass für C.____ bereits seit dem 14. Februar 2011 eine Erzie-

hungsbeistandschaft besteht. Zudem nahmen die Eltern die partielle Unterstützung des E.____ 

seit längerer Zeit in Anspruch, indem C.____ seit August 2017 – auf freiwilliger Basis – jeweils 

zwei Nächte pro Woche im E.____ verbrachte.  

 

7.2.2 Neben dieser bereits gelebten Zusammenarbeit kam es in der Ehe zwischen den Eltern 

von C.____ zu Vorfällen, welche die Thematisierung einer permanenten Platzierung von C.____ 

im E.____ akzentuierten. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der Vorfall von häuslicher 

Gewalt vom 2. Dezember 2017 zu nennen, bei welchem es zu einer massiven Gewaltanwendung 

des Ehemannes gegenüber der Ehefrau und Mutter von C.____ kam. C.____ und sein Bruder 

haben diesen Vorfall direkt mitbekommen. Aus den Akten ist ersichtlich, dass es sich dabei nicht 

um einen isolierten Vorfall handelte und dass diese gewalttätigen Beziehungskonflikte zu einer 

Traumatisierung von C.____ und seinem Bruder führten. Der Kindsvater wurde für diesen Vorfall 

vom 2. Dezember 2017 denn auch mit Urteil des Strafgerichts vom 21. Dezember 2020 zu einer 

bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 11 Monaten verurteilt. Aufgrund dieses Vorfalles und 

der unklaren Wohnsituation der Eltern beantragte der Beistand mit Bericht vom 2. August 2018 

die permanente Platzierung von C.____ im E.____, was die KESB mit Entscheid vom 30. August 

2018 vorsorglich abwies. In der Begründung wies sie darauf hin, dass der Beistand zu Recht 

erhebliche Bedenken zur zukünftigen Unterbringung von C.____ bei den Eltern geäussert habe 

und dass C.____ auf einen festen Tagesrhythmus angewiesen sei. Da er zudem sehr sensibel 

auf Störungen und Eskalationen reagiere, könne eine dauerhafte Unterbringung von C.____ im 

E.____ diese Gefährdung abwenden.  

 

7.3 Somit steht fest, dass die KESB den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Be-

schwerdeführer über C.____ bereits im vorsorglichen Entscheid vom 30. August 2018 prüfte, 

dann aber davon absah, weil sie in der befürchteten Eskalation in der Zusammenarbeit mit den 

Eltern im damaligen Zeitpunkt ebenfalls eine Gefährdung des Kindeswohls sah. Damit wollte die 

KESB insbesondere die nachhaltige Zusammenarbeit mit den Eltern fördern respektive nicht ge-

fährden. Vielmehr war es ihre Absicht, vorerst abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten 

Wochen entwickeln wird, um danach einen weiteren Entscheid treffen zu können. In Übereinstim-

mung mit dem Gesagten wies die KESB die Beschwerdeführer im vorsorglichen Entscheid vom 

30. August 2018 denn auch darauf hin, dass es ihnen in dieser Zeit eventuell möglich sei, eine 

angemessene Wohnung zu finden oder einer freiwilligen Platzierung zuzustimmen. Genau in die-

ser Phase der weiteren Abklärungen betreffend eine Platzierung von C.____ im E.____, und zwar 

rund zwei Monate nach dem vorsorglichen Entscheid der KESB vom 30. August 2018, erhielt die 

Vorinstanz am 30. Oktober 2018 vom Sozialdienst der Gemeinde F.____ die Meldung, dass der 

Kindsvater C.____ schwer misshandelt habe. Nach dem Gesagten kann den Beschwerdeführern 

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somit nicht gefolgt werden, wenn sie behaupten, mit dem Freispruch des Kindsvaters vom Vor-

wurf des sexuellen Missbrauchs von C.____ sei jeglicher Grund für die Kindesschutzmassnah-

men weggefallen. Bildlich gesprochen ist es vielmehr so, dass die Meldung des Sozialdienstes 

der Gemeinde F.____ lediglich ein bereits volles Fass schlussendlich zum Überlaufen gebracht 

hatte und den – aus damaliger behördlicher Sicht unmittelbaren und nachvollziehbaren – Grund 

für eine superprovisorische Platzierung von C.____ im E.____ darstellte, welche die KESB mit 

Verfügung vom 31. Oktober 2018 auch vollzog.  

 

7.4 Auf der anderen Seite ist den Beschwerdeführern zuzustimmen, dass sich der anfängliche 

Missbrauchsverdacht strafrechtlich nicht erhärtet hat, zumal der Kindsvater mit Urteil des Straf-

gerichts vom 21. Dezember 2020 vom Vorwurf von sexuellen Handlungen mit Kindern freigespro-

chen wurde. Damit wurde er im Ergebnis zu Unrecht einer schwerwiegenden Straftat beschuldigt. 

Tatsache ist und bleibt dagegen, dass seit der superprovisorischen Platzierung von C.____ im 

E.____ vom 31. Oktober 2018 eine lange Zeit, und zwar 2 Jahre und 8 Monate, vergangen ist, in 

welcher Fakten geschaffen wurden. Bei dieser Ausgangslage ist zu prüfen, zu welchen Lasten 

dieser Umstand der langen Verfahrensdauer gehen soll, indem basierend auf einer Analyse der 

aktuellen Verhältnisse die Interessen von C.____ an einem festen äusseren Rahmen, an ge-

wohnten Abläufen und Ritualen sowie an einem allfälligen stufenweisen Ausstieg aus dem aktu-

ellen Setting im E.____ gegenüber den Interessen der Kindseltern an einer sofortigen Wiederer-

teilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts über C.____ abzuwägen sind.  

 

7.4.1 Aufgrund seiner Autismus-Spektrum-Störung leidet C.____ an einer fehlenden Sprach-

entwicklung, einer Intelligenzminderung und einer erheblichen Einschränkung der emotionalen 

Empathie. Gleichzeitig wurde bei ihm eine starke Objektbezogenheit insbesondere zu Wasser 

oder zu Personenaufzügen festgestellt und ist die Bindungsfähigkeit zu Personen stark einge-

schränkt. Aus all diesen Gründen ist C.____ auf eine engmaschige und permanente Betreuung 

angewiesen, und zwar in einer Umgebung, die Vertrautheit, Ruhe, Überschaubarkeit und Vorher-

sehbarkeit bietet. Das aktuelle Setting im E.____ bietet C.____ durch ein professionelles 2:1-

Betreuungsverhältnis den bestmöglichen Rahmen, all den genannten Anforderungen gerecht zu 

werden und ihn zumindest kleine, aber für ihn sehr wichtige und relevante Fortschritte erzielen 

zu lassen. Aus den Berichten des Beistandes vom 18. September 2020 und des E.____ vom 

10. Februar 2021 geht denn auch hervor, dass C.____ seit seiner Platzierung im E.____ wichtige 

Abläufe des täglichen Lebens erlernt und mehr Selbständigkeit erworben habe. Kindliche und 

zwangshafte respektive stereotype Verhaltensmuster (wie beispielsweise wegrennen, Essen ent-

wenden, stereotype Drehbewegungen beim Laufen) hätten deutlich abgenommen. Mit der Ein-

führung eines elektronischen Kommunikationsmittels im Sommer 2020 habe C.____ erstmals die 

Möglichkeit erhalten, sich akustisch auszudrücken und der diesbezügliche Lernprozess habe er-

folgreich begonnen. Zu anderen Jugendlichen und dem Betreuungspersonal pflege C.____ eine 

gesunde Beziehung. In Situationen von Gewalt reagiere C.____ sehr sensibel, ängstlich und ner-

vös (inklusive Einnässen und Einkoten), weshalb er im E.____ besonderen Schutz und Aufmerk-

samkeit erhalte. Die für C.____ zuständige Sozialpädagogin hält im vorerwähnten Bericht ab-

schliessend fest, dass sich C.____ im E.____ wohl zu fühlen scheine und gut entwickle.  

 

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7.4.2 Demgegenüber stehen die Interessen der Eltern, das Familienleben zusammen mit 

C.____ umgehend wieder bei ihnen zu Hause aufnehmen zu können. Obwohl aus einer Akten-

notiz von einer Besprechung der KESB zusammen mit den Eltern vom 9. März 2021 hervorgeht, 

dass sich die Eltern einverstanden erklären, dass eine Rückkehr von C.____ schrittweise erfolgen 

könne, stellen sie sich nun auf den Standpunkt, dass eine weitere Fremdplatzierung von C.____ 

im E.____ unverhältnismässig sei, und beantragen somit eine sofortige Wiedererteilung des Auf-

enthaltsbestimmungsrechts über C.____. Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Wohnsituation 

der Eltern nach wie vor ungeklärt ist, weil das Haus, in welchem sie leben, zum Abriss vorgesehen 

sei und sie dieses deshalb laut Angaben des Beistandes bis im September 2021 zu verlassen 

hätten. Das wird von den Eltern weder hinreichend bestritten, noch zeigen sie auf, wo sie an-

schliessend wohnen möchten, weshalb der Beistand in seinem Bericht vom 18. September 2020 

zum Schluss kommt, dass die Eltern nach wie vor nicht über eine minimale Wohnkompetenz 

verfügten. Zudem seien die hygienischen Verhältnisse im Elternhaus prekär, wobei die Eltern 

gleichzeitig keine Fortschritte machen wollten oder könnten. Gemäss Bericht des E.____ vom 10. 

Februar 2021 habe C.____ seinen Vater seit dem 15. Mai 2019 offiziell nicht mehr gesehen, da 

der Vater die begleiteten Besuchsrechte ablehne, weil er sich in seiner Ehre verletzt fühle. Die 

Besuche der Mutter seien zuverlässiger geworden und die Kommunikation zwischen der Mutter 

und der Wohngruppe habe sich deutlich verbessert. Sie nehme ihre Besuchstermine wahr und 

erscheine auch rechtzeitig. C.____ seinerseits erwarte seine Mutter zur vereinbarten Zeit stets 

gespannt und scheine sich zu freuen. Dagegen kooperiere die Mutter beim Thema Essen immer 

noch nicht. Trotz gegenteiliger Weisungen der KESB bringe die Mutter jedes Mal üppige Mahl-

zeiten, Süssgetränke und Süssigkeiten mit. Gemäss den Betreuern im E.____ könne C.____ 

seinen Essbedarf nicht selber abschätzen und brauche Unterstützung in der Regulierung seiner 

Mahlzeitenmengen. Ohne diese Unterstützung überesse sich C.____, was dann zu Durchfall oder 

vereinzelt sogar zum Erbrechen führe. C.____ leide ständig unter schwerem Durchfall und müsse 

Windeln tragen, um ihm Peinlichkeiten zu ersparen. Die Beschwerdeführer sind in diesem Punkt 

uneinsichtig und sehen den Zusammenhang zwischen dem Essverhalten und den körperlichen 

Beschwerden von C.____ nicht. Soweit sie sich auf den Standpunkt stellen, dass es sich bei dem 

durch sie verabreichten zusätzlichen Essen teilweise um I.____ Spezialitäten handle und die Be-

schwerdeführer aus einer anderen Kultur stammten, welche es zu respektieren gelte, können sie 

daraus im Hinblick auf das Kindeswohl von C.____ nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Voll-

ständigkeit halber ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Beschwerdeführer die Weisung ge-

mäss Ziffer 6 des KESB-Entscheides vom 23. März 2021, welche es ihnen untersagt, C.____ 

(unkontrolliert) mit Essen, Süssigkeiten und Süssgetränken zu versorgen, denn auch nicht ange-

fochten haben.  

 

7.5 Nach dem Gesagten steht fest, dass sich C.____ im E.____ zurzeit in einem für ihn opti-

malen und stabilen Setting mit einer engmaschigen und aufwendigen Betreuung befindet, 

wodurch in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt werden konnten. Dagegen präsentiert 

sich die Situation der Eltern insbesondere aufgrund deren unklarer Wohnsituation und deren teil-

weise mangelnder Kooperationsbereitschaft nach wie vor instabil. Unter diesen Umständen kann 

den Eltern zum jetzigen Zeitpunkt keine hinreichende Übernahme von Verantwortung für den 

unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidenden C.____ attestiert werden, die seine sofortige 

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Rückkehr ins Elternhaus rechtfertigen würde. Bei dieser Ausgangslage stellt eine sofortige Wie-

dererteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts an die Eltern eine Gefährdung des Kindeswohls 

von C.____ dar. Ob die Beschwerdeführer im Übrigen heute in der Lage sind, ihre Ehekonflikte 

in einer für C.____ zumutbaren Art und Weise lösen zu können, ist im Rahmen der stufenweisen 

Rückführung von C.____ (vgl. dazu E. 7.6 hiernach) und unter der sich gegebenenfalls zuneh-

mend aufbauenden Beziehung zwischen Eltern und Kind immer wieder neu zu beurteilen.  

 

7.6 Das Kindeswohl von C.____, welches aufgrund seiner Autismus-Spektrum-Störung durch 

einen objektivierten Massstab ermittelt werden muss und welches es im vorliegenden Verfahren 

primär zu schützen gilt, ist in der vorliegenden Konstellation einzig durch eine stufenweise Rück-

führung von C.____ in den elterlichen Haushalt gewahrt. Die von der KESB in diesem Zusam-

menhang verfügte Besuchsregelung erscheint fürs Erste angemessen und ist nicht zu beanstan-

den. Es wird insbesondere von der nächsten Berichterstattung des Beistandes per Ende Sep-

tember 2021 (vgl. Ziffer 5 im Dispositiv des angefochtenen Entscheids) und natürlich auch den 

aktuellen Einschätzungen des Betreuungspersonals des E.____ abhängig sein, ob die Besuchs-

zeiten ausgeweitet und intensiviert werden können. Die Beschwerdeführer sind deshalb aus-

drücklich darauf hinzuweisen, dass sie es insbesondere durch kooperatives Verhalten gegenüber 

den Behörden, das Aufzeigen einer geregelten und nachhaltigen Wohnsituation sowie die Über-

nahme einer hinreichenden Verantwortung gegenüber ihrem an einer Autismus-Spektrum-Stö-

rung leidenden Sohn selber beeinflussen können, die Kontakte zu C.____ nachhaltig auszuwei-

ten und zu intensivieren. Das bedeutet konkret, dass der Verlauf der stufenweisen Rückführung 

zu einem grossen Teil vom Verhalten und der Einstellung der Eltern abhängt. Dies kann, wie das 

bereits die KESB richtig erwogen hat, nicht nur die Erweiterung der Besuchsrechte, sondern im 

Idealfall auch die Wiedererteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts über C.____ umfassen.  

 

7.7.1 Es ist zusammengefasst nicht zu beanstanden, dass die KESB die objektivierten Interes-

sen von C.____ an einem festen äusseren Rahmen, an gewohnten Abläufen und Ritualen sowie 

an einem allfälligen stufenweisen Ausstieg aus dem aktuellen, perfekt auf ihn abgestimmten und 

stabilen Setting im E.____ höher gewichtete als die Interessen der Kindseltern, das Familienleben 

zusammen mit C.____ sofort wieder aufnehmen zu können. Die Aufrechterhaltung der Platzie-

rung von C.____ im E.____ erweist sich deshalb aus heutiger Sicht als verhältnismässig.  

 

7.7.2 Zum Eventualantrag der Beschwerdeführer ʺEventualiter unter Anordnung einer milderen 

Massnahmeʺ bleibt folgendes anzufügen: Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid unter 

Berücksichtigung des Kindeswohls sinnvoll aufeinander abgestimmte Massnahmen bestätigt res-

pektive teilweise ergänzt und den Eltern gleichzeitig eine Perspektive aufgezeigt, wie diese Mas-

snahmen im Idealfall schritt- und stufenweise gelockert werden können. Die Beschwerdeführer 

dagegen zeigen einerseits nicht hinreichend auf, was sie konkret unter ʺmilderen Massnahmenʺ 

verstehen und wie diese ausgestaltet sein sollten. Andererseits besteht der angefochtene Ent-

scheid aus diversen, gut aufeinander abgestimmten und voneinander abhängigen Massnahmen, 

die zudem laufend angepasst werden können. Eine einzelne Massnahme kann deshalb nicht 

isoliert abgeändert werden, ohne das funktionierende Gesamtkonzept zu verändern. Da das Kin-

deswohl von C.____ durch die aktuellen Kindesschutzmassnahmen bestmöglich gewahrt ist und 

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eine Alternative durch mildere Massnahmen weder objektiv ersichtlich ist noch von den Be-

schwerdeführern konkret aufgezeigt wird, ist die Beschwerde sowohl im Haupt- als auch im Even-

tualantrag vollumfänglich abzuweisen. 

 

8.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 

die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 

auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend werden Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 1'600.-- er-

hoben. Als Verfahrenskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind grundsätzlich die Kosten der 

Kindsvertretung (KGE VV vom 23. Juli 2014 [810 14 202] E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 

5A_840/2011 vom 13. Januar 2012 E. 6; vgl. MARANTA/AUER/MARTI, a.a.O., N 39 zu Art. 449a). 

Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass Dr. Nina Blum von der KESB mit Entscheid vom 21. 

August 2020 als Kindsvertreterin gemäss Art. 314abis ZGB eingesetzt wurde, weshalb sie eine 

Mandatsentschädigung, welche auch die Bemühungen im Rahmen des vorliegenden Beschwer-

deverfahrens mitumfasst, bei der KESB wird geltend machen können. Die vorliegenden Verfah-

renskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1’600.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt und 

gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse.  

 

8.2  Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug 

eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegen-

partei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Parteikosten 

wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführer ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote 

vom 16. Juni 2021 macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer einen Aufwand von gesamt-

haft Fr. 1'140.35 geltend. Dieses Honorar und der geltend gemachte Zeitaufwand mit einem Stun-

denansatz von Fr. 200.-- sind angesichts der sich stellenden Rechtsfragen und des Aktenumfan-

ges als angemessen zu bezeichnen. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ist folglich ein 

Honorar in der Höhe von Fr. 1'140.35 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse 

auszurichten.  

 

8.3 Die Beschwerdeführer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-

lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-

kasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a Abs. 1 des 

Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Feb-

ruar 2001).  

 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'600.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgelt-

lichen Prozessführung zu Lasten der Gerichtskasse. 

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-

rer ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'140.35 (inkl. Auslagen und 7.7% 

MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.  

 

 

 

 

Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

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