# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ffdd2a0-0cbc-5eb7-8dcc-ba8ca8845c4e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.09.2025 200 2024 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-154_2025-09-02.pdf

## Full Text

UV 200 2024 154 
FRC/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 2. September 2025

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG 
p.A. Rechtsdienst Personenversicherung, Postfach 99, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 19. Januar 2024 (Referenznummer: 
11.97.41033-3)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sept. 2025, UV 200 2024 154

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Sachverhalt:

A.

Dem 1943 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erbrachte die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (Hel-
vetia bzw. Beschwerdegegnerin) bzw. deren Rechtsvorgängerin Nationale 
Suisse im Zusammenhang mit den erlittenen Unfällen vom 12. Juni 1997, 
19. Februar 1999 und 14. Dezember 2002 Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung, namentlich Heilkosten- und Taggeldleistungen. In der 
Folge wurden dem Versicherten eine Invalidenrente bei einer Erwerbsun-
fähigkeit von 100 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Inte-
gritätseinbusse von 100 % zugesprochen (vgl. Akten der Helvetia [act. II] 44 
S. 2, 146, 151 S. 15 Ziff. 5). 

Am 31. August 2020 (act. II 1) liess der Versicherte durch seinen behan-
delnden Arzt bei der Helvetia ein Gesuch um Kostenübernahme für eine 
chiropraktische Behandlung der Beschwerden an der Halswirbelsäule 
(HWS) einreichen (vgl. auch act. II 18). Mit Verfügung vom 12. November 
2020 (act. II 29) hielt die Helvetia fest, dass die vom Versicherten geklagten 
Beschwerden an der HWS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 12. Juni 1997 stünden. Es bestehe 
für die Behandlung der diesbezüglichen Beschwerden durch einen Chiro-
praktiker ab dem 19. August 2020 keine Leistungspflicht der Helvetia. Da-
gegen erhob der Versicherte am 11. Dezember 2020 Einsprache (act. II 35, 
39 f.). Nach Vornahme diverser Abklärungen (vgl. act. II 52, 89, 100) und 
Unterbreitung eines Vergleichsvorschlags (act. II 120), mit welchem sich 
der Versicherte am 16. August 2022 nicht einverstanden erklärte 
(act. II 124), wies die Helvetia mit Entscheid vom 19. Januar 2024 
(act. II 151) die Einsprache ab. 

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B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. Februar 2024 Be-
schwerde. Er macht im Wesentlichen geltend, er wünsche keine Behand-
lungen an der HWS mehr, da ihm zwei Chiropraktiker davon abgeraten 
hätten.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 19. Febru-
ar 2024) reichte der Beschwerdeführer am 27. Februar 2024 eine verbes-
serte Beschwerde ein, mit den Anträgen, in Aufhebung der Verfügung vom 
21. (recte: 12.) November 2020 sei die Beschwerdegegnerin zu ermahnen, 
sich an alle verfügbaren Akten zu halten und auf die Erstellung von Verord-
nungen zu verzichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. März 2024 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin das Nichteintreten auf die Beschwerde, eventualiter deren Abwei-
sung.

Am 16. und 28. April 2024 reichte der Beschwerdeführer Stellungnahmen 
ein. 

Am 1. Mai 2024 ging eine Stellungnahme der Beschwerdegegnerin beim 
Gericht ein. 

Am 26. Mai 2024 reichte der Beschwerdeführer Schlussbemerkungen ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Ferner sind auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 19. Januar 
2024 (act. II 151), mit welchem die Verfügung vom 12. November 2020 
(act. II 29) bestätigt wurde. Darin verneinte die Beschwerdegegnerin ihre 
Leistungspflicht für die Behandlung der Beschwerden an der HWS durch 
einen Chiropraktiker ab dem 19. August 2020, da kein überwiegend wahr-
scheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten 
Schmerzen und dem Unfall vom 12. Juni 1997 bestehe.

1.2.1 Soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der (dem angefochte-
nen Einspracheentscheid zu Grunde liegenden) Verfügung vom 12. No-
vember 2020 (act. II 29; vgl. Eingabe vom 27. Februar 2024, S. 2) bean-
tragt, ist darauf nicht einzutreten. Anfechtungsgegenstand im kantonalen 
Beschwerdeverfahren bildet allein der Einspracheentscheid. Dieser tritt an 
die Stelle der vorgängig erlassenen Verfügung, und zwar auch dann, wenn 
er sie – wie hier – bloss bestätigt (BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; SVR 2020 
AHV Nr. 9 S. 25, 9C_659/2019 E. 1; RKUV 1998 U 308 S. 454 E. 2a). 

1.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt bzw. macht hauptsächlich geltend, 
er wünsche keine Behandlungen an der HWS mehr, da ihm zwei Chiro-
praktiker davon abgeraten hätten ("Damit hat sich das Thema chiroprakti-
sche Behandlung der HWS erledigt."; "Es braucht keine umständlichen 
Erörterungen zum Thema chiropraktische Behandlung, von keiner Seite 
wird daran festgehalten."; "[…], dass inzwischen zwei Chiropraktoren eine 
Behandlung wegen möglicher Interferenzen mit anderen Schwachstellen 
abgelehnt haben, was die Diskussionen zum Thema chiropraktorische Be-
handlung der HWS erübrige."; vgl. Eingaben des Beschwerdeführers vom 
16. Februar 2024 [S. 1], 27. Februar 2024 [S. 2], 16. April 2024 [S. 1], 
28. April 2024 [S. 2] und 26. Mai 2024 [S. 2]). 

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1.3 Es stellt sich vorab die Frage, ob der Beschwerdeführer ein schutz-
würdiges Interesse an der Beurteilung des Einspracheentscheides vom 
19. Januar 2024 (act. II 151) hat und damit zur Beschwerde legitimiert ist.

1.3.1 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfü-
gung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 ATSG). Die Be-
schwerdelegitimation muss im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung gege-
ben sein (BGE 149 V 49 E. 5.6 S. 55).

Als Sachurteilsvoraussetzung verlangt Art. 59 ATSG, dass die Beschwerde 
führende Person durch die angefochtene Verfügung oder den Einspra-
cheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Änderung hat. Der Begriff des schutzwürdigen Interesses für das 
Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht (Art. 61 ATSG) ist 
materiellrechtlich gleich auszulegen wie derjenige nach Art. 89 Abs. 1 lit. c 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren (BGE 149 V 
49 E. 5.1 S. 53, 138 V 292 E. 3 S. 294; SVR 2020 UV Nr. 13 S. 47, 
8C_296/2019 E. 2.2). Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges 
Interesse im Sinne von Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG jedes praktische oder 
rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person 
an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwür-
dige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung 
der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder 
– anders ausgedrückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideel-
ler, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die ange-
fochtene Verfügung mit sich bringen würde (BGE 138 V 292 E. 3 S. 295, 
133 V 188 E. 4.3.1 S. 191; SVR 2009 BVG Nr. 27 S. 97, 8C_539/2008 
E. 2.2).

1.3.2 Soweit in der Ziff. 1 des Dispositivs der Verfügung vom 12. No-
vember 2020 (act. II 29 S. 2) festgehalten wird, dass die Schmerzen an der 
HWS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusam-
menhang zum Unfall vom 12. Juni 1997 stünden, handelt es sich dabei 
nicht um eine reine Tatsachenfeststellung, sondern um eine wertende Be-
urteilung des Kausalzusammenhangs. Nach ständiger bundesgerichtlicher 

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Rechtsprechung ist der Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs 
als Tatfrage anzusehen, welche im Rahmen einer umfassenden Beweis-
würdigung nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu beurteilen ist (vgl. BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; 
SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 8C_537/2009 E. 5.1). Vor diesem Hintergrund 
entfaltet Ziff. 1 des Dispositivs der Verfügung – auch wenn sie durch den 
Einspracheentscheid vom 19. Januar 2024 (vgl. act. II 151 S. 17 Ziff. 15) 
bestätigt wurde – keine Rechtswirkung, da es sich dabei um eine wertende 
Beurteilung handelt, welche nicht als feststehende Tatsache übernommen 
werden kann. 

Demzufolge kann Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens einzig die 
mit Verfügung vom 12. November 2020 (act. II 29) – bestätigt durch Ein-
spracheentscheid vom 19. Januar 2024 (act. II 151) – verneinte Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin für die Behandlung der Beschwerden an 
der HWS durch einen Chiropraktiker ab dem 19. August 2020 bilden (zum 
Begriff des Streitgegenstandes im Allgemeinen: vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 
S. 165; SVR 2010 BVG Nr. 14 S. 53, C-2399/2006 E. 4.1). Diesbezüglich 
hat der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren mehrfach ausdrücklich 
erklärt, dass sich die Auseinandersetzung betreffend die chiropraktische 
Behandlung der HWS erledigt habe (vgl. E. 1.2.2 hiervor), mit anderen 
Worten die beantragte Kostenübernahme durch die Beschwerdegegnerin 
nicht mehr nötig sei. Dem Beschwerdeführer fehlt somit das schutzwürdige 
Interesse an einer materiellen Prüfung der Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin hinsichtlich der beantragten Behandlung durch einen Chiro-
praktiker (vgl. act. II 1, 18). Es sind keine wirtschaftlichen, ideellen, materi-
ellen oder sonstigen Nachteile ersichtlich, welche sich aus der Ablehnung 
der Leistungspflicht ergeben (vgl. E. 1.3.1 hiervor). Sollte der Beschwerde-
führer in Zukunft alternative oder weitere Behandlungen an der HWS wün-
schen (vgl. Eingabe vom 16. April 2024, S. 1 f.), wäre die Beschwerdegeg-
nerin – nach Einreichung eines entsprechenden Gesuchs – verpflichtet, 
den Sachverhalt zu ermitteln, die erforderlichen Abklärungen vorzunehmen 
und eine anfechtbare Verfügung zu erlassen. Gegenwärtig fehlt dem Be-
schwerdeführer jedoch ein aktuelles und schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des Einspracheentscheides vom 19. Januar 
2024 (act. II 151; vgl. E. 1.3.1 hiervor). 

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1.4 Zusammenfassend besteht beim Beschwerdeführer kein schutz-
würdiges Interesse an einer Beurteilung des Einspracheentscheides vom 
19. Januar 2024 (act. II 151). Damit fehlt die erforderliche Legitimation zur 
Erhebung der Beschwerde, weshalb auf diese (insgesamt) nicht einzutre-
ten ist. 

Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Weiterungen zu den Vorbringen des 
Beschwerdeführers hinsichtlich der Ermahnung zur vollständigen Akten-
berücksichtigung sowie der Anweisung zum Verzicht auf Verordnungser-
stellung (vgl. Eingabe vom 27. Februar 2024, S. 2).

1.5 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rinnen oder Einzelrichter unter anderem Beschwerden, auf die offensicht-
lich nicht eingetreten werden kann (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

2.

2.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 
lit. fbis ATSG (Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfah-
renskosten zu erheben.

2.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG). 

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als mit der Durchführung der ob-
ligatorischen Unfallversicherung beauftragte Versicherung ebenfalls keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 
E. 5b S. 133) und es liegen auch keine Verhältnisse im Sinne Art. 104 
Abs. 4 VRPG vor, welche Anlass gäben, von dieser Praxis abzuweichen.

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Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (samt Einga-

be des Beschwerdeführers vom 26. Mai 2024)
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.