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**Case Identifier:** c9d474df-0a1d-5b71-aaee-c85bfe68e97b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.09.2016 200 2016 501
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-501_2016-09-08.pdf

## Full Text

200 16 501 IV
SCJ/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. September 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. April 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2016, IV/16/501, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 20. September 2013 wegen Brustkrebs bei der 
IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Bezug 
eines Hilfsmittels (Perücke) an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Mit 
Mitteilung vom 25. September 2013 (AB 6) erteilte die IVB hierfür Kosten-
gutsprache. 

Am 31. Januar 2014 (AB 8) meldete sich die Versicherte aufgrund dessel-
ben Leidens zur Früherfassung an. Die IVB holte beim zuständigen Kran-
kentaggeldversicherer die Akten ein (AB 12). Daraus ist zu entnehmen, 
dass die Versicherte ab dem 17. Juni 2013 (AB 10) zu 100% arbeitsunfähig 
geschrieben wurde. Wie dem undatierten, bei der Beschwerdegegnerin am 
19. September 2014 (AB 20) eingegangenen Schreiben zu entnehmen ist, 
bestand ab dem 18. August 2014 im Umfang des 70%-igen Arbeitspen-
sums eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit. Wegen eines am 7. Dezember 2014 
erlittenen Sturzes musste die Versicherte erneut vollständig mit ihrer Arbeit 
aussetzen (vgl. u.a. AB 22). Gestützt auf die medizinische Aktenbeurteilung 
von Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie FMH vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 4. Au-
gust 2015 (AB 28) und dem Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 7. Ja-
nuar 2016 (AB 32) stellte die IVB der Versicherten mit Vorbescheid vom 25. 
Januar 2016 (AB 33) in Aussicht, in Anwendung der gemischten Methode 
(70% Erwerb, 30% Haushalt) für die Zeit vom 1. Juni 2014 bis 28. Februar 
2015 eine halbe und vom 1. März 2015 bis 30. Juni 2015 eine ganze Inva-
lidenrente zuzusprechen. Anschliessend, so die IVB, bestehe bei einem 
Invaliditätsgrad von 17% kein Rentenanspruch mehr. Nachdem die Versi-
cherte hiergegen Einwände erhoben hatte (AB 34), holte die IVB bei Dr. 
med. B.________ eine weitere Stellungnahme vom 9. März 2016 (AB 37) 
ein. Gestützt hierauf entschied sie mit Verfügung vom 29. April 2016 (AB 
39) wie im Vorbescheid angekündigt. 

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B.

Mit Eingabe vom 19. Mai 2016 erhob die Versicherte hiergegen Beschwer-
de mit dem sinngemässen Antrag auf weitere Ausrichtung der ab 1. März 
2015 bezogenen ganzen Invalidenrente. Der Beschwerde beigelegt waren 
diverse Arztberichte (vgl. Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeila-
gen [BB] 3 bis 8). Am 5. Juni 2016 stellte die Versicherte dem Verwal-
tungsgericht einen weiteren medizinischen Bericht (BB 9) zu, am 20. Juni 
2016 ergänzte sie ihre Beschwerde. 

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2016 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. April 2016 (AB 39), 
mit welcher der Beschwerdeführerin ab Juni 2014 eine halbe Invalidenrente 
und für die Zeit ab März 2015 befristet bis Ende Juni 2015 eine ganze Ren-
te zugesprochen wurde. 

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete Invalidenren-
te zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Invalidenrente - unter Einschluss der grundsätzlich unbe-
stritten gebliebenen Zusprechung einer halben Rente vom 1. Juni 2014 bis 
28. Februar 2015 sowie der ganzen Rente vom 1. März 2015 bis zum 30. 
Juni 2015 - zu prüfen und dabei insbesondere, ob die ganze Rente zu 
Recht per Ende Juni 2015 befristet wurde.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150).

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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2.5.2 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der 
in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) festzu-
setzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massge-
benden Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
16. Juni 2009, 8C_87/2009, E. 2.2 mit Hinweisen).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer 
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu 
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

3.1 Was den medizinischen Sachverhalt betrifft, ist durch die Akten er-
stellt und zwischen den Parteien insoweit unbestritten, dass bei der Be-
schwerdeführerin am 11. Juni 2013 ein Mammakarzinom links und rechts 
festgestellt wurde (vgl. undatierter Bericht von Dr. med. C.________, Fach-
arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe FMH [AB 15.4/4]), und deswegen in 
der Folge Chemo-, Radio- und Hormontherapie durchgeführt wurde (vgl. 
Bericht von Dr. med. B.________ vom 4. August 2015 [AB 28/5]). Ab dem 
17. Juni 2013 (AB 10) wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 
ab dem 18. August 2014 fing die Beschwerdeführerin wieder an, gemäss 
der vom Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, attestierten Arbeitsfähigkeit (vgl. undatierter, der Beschwerdegeg-
nerin am 24. April 2015 zugegangener Bericht [AB 25]), drei Stunden pro 
Tag, d.h. rund 50% ihres vormaligen 70%-Pensums, zu arbeiten (AB 20). 

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Seit Aufnahme der Chemotherapie, erstmals am 23. August 2013, klagte 
die Beschwerdeführerin über Erschöpfungszustände, Taubheitsgefühl spe-
ziell in den Füssen, Wassereinlagerungen im Arm- und Brustbereich, Ver-
brennungen der Schleimhäute, Schwindel und Ohnmachtsanfälle, welche 
zu den bereits früher bestehenden Beschwerden wie Rheuma, Arthritis und 
Bauchspeicheldrüsenentzündungen dazugekommen seien (vgl. Schreiben 
der Beschwerdeführerin vom 18. Februar 2016 [AB 34]). Am 7. Dezember 
2014 erlitt sie bei einem Sturz ein Polytrauma und musste vorübergehend 
vollständig mit ihrer Arbeit aussetzen (vgl. Austrittsbericht des Spitals 
K.________ vom 9. Dezember 2014 [AB 24/8] sowie undatierter Bericht 
von Dr. med. D.________ [AB 25/4 Ziff. 1.6]). Am 6. April 2016 wurde ihr 
ein Herzschrittmacher implantiert (vgl. Bericht der Klinik H.________ vom 
5. April 2016 [BB 3]) und am 23. Mai 2016 erfolgte in der Klinik I.________ 
des Spitals J.________ wegen eines Aneurysmas ein operativer Eingriff 
(vgl. Bericht vom 20. Mai 2016 [BB 9]). 

3.2 Gestützt auf den RAD-Arzt Dr. med. B.________ ist erstellt, dass 
die Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG aufgrund der Krebserkrankung 
am 17. Juni 2013 eröffnet wurde und danach bis zum Ende der Radiothe-
rapie im April 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Da-
nach postulierte der RAD-Arzt aufgrund der Folgen dieser Therapie über-
zeugend eine 30%-ige Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als … bei der Firma 
E.________ AG. Richtigerweise nahm er für die Folgen der beim Sturz vom 
Dezember 2014 erlittenen Rippenfrakturen für vier Monate eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit an (AB 28 S. 7 f. Ziff. 5). Diese Erkenntnisse werden 
durch die weiteren medizinischen Akten gestützt und sind insoweit unbe-
stritten. Ebenfalls unbestritten ist der von der Beschwerdegegnerin ange-
nommene Status Erwerbsfähigkeit von 70% bzw. Haushalt von 30%, was 
angesichts des langjährigen Arbeitspensums der Beschwerdeführerin im 
Rahmen von 70% bei der Firma E.________ AG (vgl. AB 23 S. 2 Ziff. 2.9) 
ohne weiteres überzeugt. Was die Einschränkungen im Haushalt betrifft, 
wurde im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 7. Januar 2016 (AB 32) 
nachvollziehbar und im Einklang mit den übrigen Akten dargelegt, dass die 
Beschwerdeführerin ab 17. Juni 2014 zu 40% und ab 1. Dezember 2014 zu 
60% eingeschränkt war. Dass für diese Zeitspannen keine Haushaltsab-
klärung an Ort und Stelle stattgefunden hat, lässt sich nicht beanstanden, 

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denn die von der Beschwerdegegnerin angenommenen Einschränkungen 
im Haushalt sind im Lichte der medizinischen Situation durchaus nachvoll-
ziehbar. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin der Beschwer-
deführerin zu Recht ab 1. Juni 2014 eine halbe Invalidenrente zugespro-
chen, ist ab Dezember 2014 von einem Revisionsgrund ausgegangen und 
hat die Rente unter Berücksichtigung der Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes nach der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. 
E. 2.5.2 hiervor) ab 1. März 2015 auf eine ganze Rente erhöht.

Aufgrund der in der Beschwerde vorgebrachten Einwendungen ist nachfol-
gend in erster Linie zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht im 
März 2015 einen Revisionsgrund angenommen und in der Folge die ganze 
Invalidenrente per 30. Juni 2015 aufgehoben hat. Diesbezüglich ist insbe-
sondere zu überprüfen, ob Dr. med. B.________ zu Recht davon ausging, 
dass die Beschwerdeführerin ab Mitte April 2015 im Rahmen des bisheri-
gen Pensums von 70% als … bei der Firma E.________ AG wiederum 
vollständig arbeitsfähig gewesen sei. Hierzu ergibt sich aus den medizini-
schen Akten im Wesentlichen das Folgende:

3.2.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Medizinische Onkologie und 
Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im undatierten, der Be-
schwerdegegnerin am 9. April 2015 (AB 24) zugegangenen Bericht ein 
bilaterales Mammakarzinom (S. 2 Ziff. 1.1). In Bezug auf die Krebserkran-
kung lägen keine Gründe vor, nicht einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. 
Diesbezüglich sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit zumutbar 
und zwar ohne Minderung der Leistungsfähigkeit. Sie leide seit mehreren 
Jahren unter Rückenbeschwerden, welche nicht durch die Krebserkran-
kung bedingt seien. Zuletzt hätte sie einen Sturz mit Polytrauma erlitten, 
weswegen sie vorübergehend 100% arbeitsunfähig gewesen sei (S. 3 Ziff. 
1.7). Seit dem 12. Januar 2015 sei sie wieder zu 50% arbeitsfähig (S. 4 Ziff. 
1.9). 

3.2.2 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. D.________ schilderte im un-
datierten, der Beschwerdegegnerin am 24. April 2015 (AB 25) zugegange-
nen Bericht einen stabilen Allgemeinzustand. Die Beschwerdeführerin wer-
de gegen Mittag müde. Weiter berichtete er über eine Kraftlosigkeit und 

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fehlende Belastbarkeit (S. 3 Ziff. 1.4). Sie sei in ihrer bisherigen Tätigkeit 
auf Dauer zu 50% arbeitsfähig. 

3.2.3 Im RAD-Bericht vom 4. August 2015 (AB 28) diagnostizierte Dr. 
med. B.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Brustkrebs rechts 
und links (Erstdiagnose im Juni 2013), ein Polytrauma, eine rheumatoide 
Arthritis (Erstdiagnose 1998) sowie ein thorakovertebrales und lumboverte-
brales Schmerzsyndrom (S. 4 ff.). Seit dem 17. Juni 2013 sei eine gesund-
heitlich bedingte Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 7 Ziff. 3). Als Folge 
der diagnostizierten Krebserkrankung der Brust und als Folge der durchge-
führten Therapien (Chemotherapie, Operationen, Radiotherapie) seien eine 
Allgemeinzustandsverschlechterung und eine Müdigkeit/Ermüdung aufge-
treten, die funktionelle Einschränkungen auslösen würden, welche das 
Ausüben der Tätigkeit als … verunmöglicht hätten. Als Folge der Frakturen 
von sechs Rippen links, des Nasenbeins sowie der verschiedenen Kontusi-
onen mit einem Hämatom der Bursa des rechten Knies nach einem Sturz 
sei die bisherige Arbeit vorübergehend nicht mehr zumutbar gewesen (Ziff. 
4). Bis am Ende der Radiotherapie im April 2014 sei eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit medizinisch gerechtfertigt. Ab dem 1. Juni 2014 wäre es 
zumutbar gewesen, dass die Beschwerdeführerin zwölf Stunden pro Wo-
che, d.h. 2.4 Stunden täglich, gearbeitet hätte. Ihre Tätigkeit als … sei eine 
leichte wechselbelastende Arbeit ohne das wiederholte Heben und Tragen 
von Lasten > 10 kg. Als Folge der durchgemachten Therapien sei es zu 
erwarten, dass sie an einer vermehrten Pausenbedürftigkeit bei Müdig-
keit/Ermüdung/reduziertem Allgemeinzustand gelitten habe, weswegen sie 
nicht sofort mit ihrem vollen gewöhnlichen Pensum habe starten können. 
Monatlich hätte sie das Pensum um 20% erhöhen können (bis sie 28 Stun-
den in der Woche, d.h. 5.6 Stunden pro Tag, gearbeitet hätte). Somit hätte 
sie ab Dezember 2014 28 Stunden wöchentlich arbeiten können (S. 7 f. 
Ziff. 5). Im Anschluss an das Polytrauma im Dezember 2014 hätte eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit von rund drei Monaten bis Mitte März 2015 
bestanden. Anschliessend hätte die Beschwerdeführerin mit ihrem halben 
gewöhnlichen Pensum starten können. Nach einem Monat, d.h. ab Mitte 
April 2015, hätte sie wieder in ihrem bisherigen 70%-igen Pensum arbeiten 
können (S. 4). 

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3.2.4 Im Bericht der Klinik G.________, Abteilung für Neurorehabilitation, 
Parkinson-Zentrum und Epileptologie, vom 26. Februar 2016 (BB 5) wur-
den rezidivierende Synkopen unklarer Aetiologie (Differentialdiagnose: 
rhythmogen), ein Aneurysma, ein Status nach Mamma-Karzinom sowie 
eine Polyneuropathie, am ehesten toxisch nach Chemotherapie im Rah-
men eines Grades 3, diagnostiziert (S. 1). Am ehesten kämen kardia-
le/rhythmogene oder auch vasovagale Synkopen bei gleichzeitiger Angabe 
von Prodromi (unspezifisches Unwohlsein, Schwarzwerden vor Augen) in 
Frage. Die Befunde sprächen gegen eine epileptische Genese. Im EEG 
hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. Weitere epileptologische Ab-
klärungen seien nicht notwendig und die Indikation für eine anfallsunterdrü-
ckende Therapie sei nicht gegeben. Die nebenbefundlich vorgefundene 
symmetrisch längenabhängige Polyneuropathie sei am ehesten im Rah-
men der Chemotherapie zu interpretieren (S. 2).

3.2.5 Dr. med. B.________ führte im Bericht vom 9. März 2016 (AB 37) 
aus, die neu von der Beschwerdeführerin aufgeführten medizinischen Pro-
bleme (sensorische Neuropathie der Füsse, Wassereinlagerungen im Arm 
und Brustbereich, Synkope, Atrophie der frontalen Anteile des Gehirns so-
wie Aneurysma eines zerebralen Gefässes) hätten, wenn sie überhaupt 
relevant seien, keine Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit in 
einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit (S. 5 ff. ).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte 
kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der Verfügung vom 29. April 
2016 (AB 39) im Wesentlichen auf die RAD-Aktenberichte von Dr. med. 
B.________ vom 4. August 2015 (AB 28) und 9. März 2016 (AB 37) ge-
stützt. Diese erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an medizi-
nische Berichte (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen. Der RAD-Arzt hat sich 
in seinen Beurteilungen sorgfältig mit den in den medizinischen Akten hin-
reichend dokumentierten gesundheitlichen Einschränkungen der Be-
schwerdeführerin auseinandergesetzt. Er hat einleuchtend und nachvoll-
ziehbar begründet, warum sie drei Monate nach dem erlittenen Polytrauma 
vom 7. Dezember 2014, d.h. ab Mitte März 2015, mit ihrem halben ge-
wöhnlichen Pensum und ab Mitte April 2015 wieder im bisherigen Rahmen 
von 70% als … bei der E.________ AG arbeits- und leistungsfähig war (AB 
28 S. 4). Eine Aktenbeurteilung war bei der gegebenen Situation zulässig, 
nachdem es lediglich um eine Würdigung eines bereits erstellten medizini-
schen Sachverhalts ging und von einer persönlichen Untersuchung keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2016, IV/16/501, Seite 13

neuen Erkenntnisse zu erwarten waren. In der Folge ist auf die besagten 
RAD-Berichte abzustellen. Daran vermögen die übrigen medizinischen 
Berichte in den Akten sowie die Einwendungen der Beschwerdeführerin - 
wie nachfolgend dargelegt - nichts zu ändern und begründen keine Zweifel 
an der Zuverlässigkeit der RAD-Berichte. 

Die vom Onkologen Dr. med. F.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
50% (AB 24/4 Ziff. 1.9) überzeugt nicht, wenn er zugleich ausführt, aus 
onkologischer Sicht würden keinerlei Umstände vorliegen, die gegen eine 
Arbeitstätigkeit sprechen würden und der Beschwerdeführerin wäre aus 
onkologischer Sicht die bisherige Tätigkeit zumutbar und zwar ohne ver-
minderte Leistungsfähigkeit (AB 24/3 Ziff. 1.7). Dem Bericht fehlen denn 
auch sowohl eine Begründung für die angenommene hälftige Arbeitsun-
fähigkeit als auch die Angabe eines Zumutbarkeitsprofils. Was die von der 
Beschwerdeführerin in der Beschwerde vorgebrachte Müdigkeit, Erschöp-
fung und Schwäche anbelangt, so bestehen aufgrund der Akten, insbeson-
dere der Berichte des behandelnden Onkologen Dr. med. F.________ (AB 
24), keine bzw. nicht genügend Anhaltspunkte, dass vorliegend eine invali-
disierende Cancer-related-Fatigue (CRF; vgl. BGE 139 V 346) vorliegen 
könnte. Daran ändert auch nichts, dass der Hausarzt Dr. med. D.________ 
eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit wegen der Müdigkeit, Kraftlosigkeit und 
mangelnden Belastbarkeit annimmt (AB 25 S. 4 Ziff. 4 i.V.m. S. 6 Ziff. 
1.13). Diesbezüglich hat RAD-Arzt Dr. med. B.________ überzeugend da-
hingehend Stellung bezogen, dass die Erschöpfungszustände eine Ein-
schränkung lediglich bis einen Monat nach Abschluss der Radiotherapie im 
April 2014 und bis vier Monate nach Abschluss der Chemotherapie im März 
2014 bewirkt haben (AB 37 S. 2 und 6). Die Beschwerdeführerin hätte ab 
Juni 2014 mit einem Pensum von 30% mit der Arbeit beginnen und dieses 
Pensum monatlich um 20% erhöhen können. Ab Dezember 2014 hätte sie 
wieder vollständig in ihrem ursprünglichen Pensum von 70% und nach ei-
ner Wiedereinarbeitungszeit sogar in einem 100%-Pensum arbeiten kön-
nen (AB 28/7). Weiter ändern die im Beschwerdeverfahren eingereichten 
Berichte (vgl. BB 3-9) nichts an den Schlussfolgerungen des RAD-Arztes, 
soweit sie in zeitlicher Hinsicht überhaupt berücksichtigt werden dürfen 
(vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140, wonach sich der zeitliche Überprü-

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fungshorizont des angerufenen Gerichts grundsätzlich nur bis zur ange-
fochtenen Verfügung erstreckt). 

3.5 Aufgrund des Gesagten kann betreffend die Beurteilung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit im Erwerb ab 15. März 2015 auf die RAD-
Beurteilungen vom 4. August 2015 (AB 28) und 9. März 2016 (AB 37) ab-
gestellt werden, ohne dass weitere Abklärungen erforderlich wären, zumal 
hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Danach ist in Folge 
einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ein Revisionsgrund aus-
gewiesen. Anders als jedoch die Beschwerdegegnerin annimmt (vgl. u.a. 
AB 32 S. 12 Ziff. 9 und AB 39), war die Beschwerdeführerin nicht bereits ab 
Mitte März 2015 in ihrem ursprünglichen Arbeitspensum von 70% vollstän-
dig arbeitsfähig. Vielmehr bestand diese Einschätzung erst ab Mitte April 
2015; ab Mitte März 2015 war die Beschwerdeführerin in ihrer angestamm-
ten Tätigkeit im Rahmen eines Pensums von 70 % noch zu 50 % arbeitsun-
fähig. Der Invaliditätsgrad im Erwerb beläuft sich bei einer Einschränkung 
von 50% gewichtet auf 35% (50% x 70%). Dieses Vorgehen ist hier zuläs-
sig, da Validen- und Invalideneinkommen (vgl. E. 2.3.1 hiervor) identisch 
sind; gleichzeitig ist damit der Gewichtung im Rahmen der Gesamtinvali-
dität Rechnung getragen. In der Folge erübrigt sich eine zahlenmässige 
Bemessung und Gewichtung der Einschränkung im Erwerbsbereich. Was 
die Einschränkungen im Haushalt betreffen, kann nicht auf die Einschät-
zung in der Verfügung vom 29. April 2016 (AB 39), wonach gestützt auf 
den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 7. Januar 2016 (AB 32) ab 
Mitte März 2015 eine Einschränkung von 20.1% besteht, abgestellt werden. 
Vielmehr ist diese Einschätzung erst ab Mitte April 2015 massgebend. Auf-
grund der Akten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, ana-
log der Einschränkung im Erwerb, ab Mitte März 2015 bis Mitte April 2015 
im Haushalt ebenfalls zu 50% eingeschränkt war. Die Einschränkung be-
trägt hier gewichtet 15% (50% x 30%). Der Invaliditätsgrad beträgt somit ab 
15. März 2015 50% (15% + 35%), was nach Ablauf von drei Monaten, d.h. 
ab Juli 2015, den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet.

3.6 Wie dargelegt (vgl. E. 3.4 f. hiervor) ist ab Mitte April 2015 eine wei-
tere Verbesserung des Gesundheitszustandes und somit ein weiterer Revi-
sionsgrund ausgewiesen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Beschwerdeführerin 

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in ihrem ursprünglichen Arbeitspensum von 70% als … vollständig arbeits-
fähig. Ob der von der Beschwerdegegnerin gewährte gesundheitsbedingte 
Abzug von 15% (vgl. AB 32 S. 6 Ziff. 3.10) tatsächlich vorzunehmen ist, 
kann offenbleiben. Selbst wenn dieser zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
berücksichtigt würde, ergäbe dies keinen rentenbegründenden Invaliditäts-
grad. Die Behinderung würde im Bereich Erwerb bei einer Einschränkung 
von 15% gewichtet 10.5% (15% x 70%) betragen. Im Haushalt wurde 
nachvollziehbar, im Einklang mit den Akten und ohne dass die Beschwer-
deführerin Einwände erhoben hätte, eine Einschränkung von 20.1% er-
rechnet (vgl. AB 32/12 Ziff. 9). Der Behinderungsgrad beträgt hier 6.03% 
(20.1% x 30%). Ab 15. April 2015 besteht somit ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von gerundet 17% (10.5% + 6.03%).

3.7 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Invaliditätsgrad der 
Beschwerdeführerin ab Mitte März 2015 50% (vgl. E. 3.5 hiervor) und ab 
Mitte April 17% (vgl. E. 3.6 hiervor) beträgt. Die Verbesserungen sind je-
weils nach Ablauf von drei Monaten zu berücksichtigen (vgl. Art. 88a Abs. 1 
IVV und E. 2.5.2 hiervor). 

In der Folge ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die angefoch-
tene Verfügung dahingehend abzuändern, als die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin zusätzlich im Juli 2015 eine auf diesen Monat befriste-
te halbe Invalidenrente auszurichten hat. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Beschwerdeführerin obsiegt lediglich in geringem Ausmass, nämlich 
insofern, als ihr im Juli 2015 eine halbe Invalidenrente ausgerichtet wird. 
Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind mit Blick auf 
diesen Ausgang im Verhältnis 1/8 zu 7/8 zu teilen, wobei der Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2016, IV/16/501, Seite 16

rerin Fr. 700.-- zur Bezahlung aufzuerlegen sind und die Beschwerdegeg-
nerin im Umfang ihres Unterliegens die restlichen Fr. 100.-- zu tragen hat 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der Anteil der Beschwer-
deführerin wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- entnom-
men. Der Restbetrag von Fr. 100.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

4.2 Für die grösstenteils obsiegende Beschwerdegegnerin besteht kein 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Trotz ihres teilweisen Obsiegens hat die nicht vertretene Beschwerdeführe-
rin nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, 
da ihr Aufwand den Rahmen dessen nicht überschreitet, was der Einzelne 
üblicherweise und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner per-
sönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b 
S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 29. April 2016 dahingehend abgeändert, 
als der Beschwerdeführerin zusätzlich vom 1. Juli 2015 bis zum 31. Ju-
li 2015 eine halbe Invalidenrente zugesprochen wird. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden im Umfang von Fr. 700.-- 
der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem Kostenvorschuss ver-
rechnet. Der restliche Kostenvorschuss von Fr. 100.-- wird der Be-
schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet. Der Beschwerdegegnerin werden Verfahrenskosten im Umfang 
von Fr. 100.-- zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2016, IV/16/501, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.