# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc206ebc-9d8b-577b-975d-14ad12505295
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.01.2023 D-5825/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5825-2022_2023-01-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5825/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;  

Gerichtsschreiberin Regula Aeschimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) zugunsten von 

B._______, geboren am (…), Afghanistan;  

Verfügung des SEM vom 15. November 2022 / N (…). 

 

 

 

D-5825/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin und ihre Kinder sind afghanische Staatsangehö-

rige, die im Rahmen eines Resettlements in die Schweiz einreisen konnten. 

In der Folge wurde ihnen am 8. September 2021 im Sinn von Art. 56 Abs. 1 

AsylG (SR 142.31) in der Schweiz Asyl gewährt.  

B.  

Mit Eingabe vom 28. September 2022 (Poststempel) stellte die Beschwer-

deführerin beim SEM ein Gesuch um Familiennachzug für ihren Ehemann 

und Vater ihrer Kinder, B._______. Zum Beweis des Eheschlusses reichte 

sie Kopien der schweizerischen Aufenthaltsbewilligung, Kopien ihrer Hei-

ratsurkunde, eine Bestätigung der Vertretung des UN-Hochkommissariats 

für Flüchtlinge (UNHCR) in Indonesien vom 18. Juli 2022, aus der hervor-

geht, dass B._______ am 17. Februar 2016 registriert und am 27. Dezem-

ber 2017 als Flüchtling anerkannt wurde, sowie eine Kopie der afghani-

schen Identitätskarte ihres Ehemannes ein.  

C.  

Mit Verfügung vom 15. November 2022 – eröffnet am 16. November 2022 

– lehnte das SEM das Gesuch um Familiennachzug ab und verweigerte 

B._______ die Einreise in die Schweiz.  

D.  

Mit Eingabe vom 16. Dezember 2022 erhob die Beschwerdeführerin gegen 

diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, das Gesuch um Fami-

liennachzug gutzuheissen sowie die Einreise zu bewilligen. In verfahrens-

rechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

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Seite 3 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG, Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Vorab ist festzustellen, dass aufgrund der Aktenlage keine Veranlassung 

besteht, die vorinstanzliche Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben. 

Die Beschwerdeführerin führt zwar aus, dass sie keine Rechtsvertretung 

gehabt habe und dem SEM nie im Detail die Fluchtgründe und -geschichte 

ihres Ehemannes habe erläutern können. Zudem habe das SEM sie vor 

dem negativen Entscheid nicht um zusätzliche Angaben gebeten bezie-

hungsweise ihr mitgeteilt, dass es das Gesuch ablehnen werde. Dieses 

Vorbringen kann sinngemäss als Rüge der Verletzung des rechtlichen Ge-

hörs verstanden werden. Zu diesen Einwänden ist zunächst festzuhalten, 

dass es der Beschwerdeführerin unbenommen gewesen wäre, eine 

Rechtsvertretung beizuziehen. Im Weiteren kommt das Gericht zum 

Schluss, dass das SEM den Sachverhalt aus den nachfolgend dargelegten 

Gründen als erstellt erachten durfte und nicht verpflichtet war, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes weitere Abklärungen in die Wege zu leiten. 

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Dies ergibt sich zunächst aus den Informationen welche den Asylakten der 

Beschwerdeführerin zu ihrem Beziehungsstatus entnommen werden kön-

nen (vgl. SEM-Akten, unpaginiertes Protokoll der Personalienaufnahme 

von 3. September 2022, Ziff. 1.14). Des Weiteren ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 

AsylG verpflichtet gewesen wäre, bereits im Rahmen ihres Gesuches die 

Umstände ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann und dessen Fluchtge-

schichte darzulegen und mit geeigneten Beweismitteln zu untermauern. 

Das SEM war damit nicht gehalten, die Beschwerdeführerin vor Erlass der 

ablehnenden Verfügung anzuhören beziehungsweise ihr das rechtliche 

Gehör zur beabsichtigten Ablehnung zu gewähren. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und 

ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, 

wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl). Wur-

den die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht getrennt und be-

finden sie sich im Ausland, ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen 

(Art. 51 Abs. 4 AsylG).  

5.2 Die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt 

gemäss konstanter Rechtsprechung eine zum Zeitpunkt der Flucht vorbe-

standene Familiengemeinschaft, die alleine aufgrund der Fluchtumstände 

beruhende und somit unfreiwillige Trennung der Familie durch die Flucht 

sowie die beabsichtigte Familienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. 

BVGE 2012/32 E. 5).  

Zentrale Bedingung für die Erteilung einer Einreisebewilligung zum Zwecke 

der Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist, dass 

bereits vor der Flucht aus dem Verfolgerstaat eine Familiengemeinschaft 

zwischen der gesuchstellenden und der anspruchsberechtigten Person be-

standen hat und diese Familienbeziehung auch nach der Flucht im Rah-

men des Möglichen aufrechterhalten wird und vom Willen der Wiederver-

einigung der Familie getragen ist. Insbesondere dient die Familienzusam-

menführung nicht der Wiederaufnahme von zwischenzeitlich abgebroche-

nen Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1; 2012/32 E. 5.1 je m.w.H.). 

Ein Abbruch der Beziehung wurde in der bisherigen Praxis etwa angenom-

men, wenn zwar im Zeitpunkt der Ausreise eine Familiengemeinschaft be-

stand, diese aber während einer längeren Zeit nicht mehr gelebt bezie-

hungsweise nach der Flucht aufgegeben wurde (vgl. BVGE 2015/29 E. 3.2; 

2012/32 E. 5.1). 

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Seite 5 

6.  

6.1 Das SEM begründete seine Verfügung damit, dass die Beschwerde-

führerin in der Personalienaufnahme vom 3. September 2021 angegeben 

hatte, dass sie seit 2016 von ihrem Ehemann getrennt sei, weil dieser im 

Januar 2016 in den Iran gegangen sei und sie seit August 2016 keinen 

Kontakt mehr zu ihm gehabt hätte. Die Gewährung der Familienzusam-

menführung bedinge allerdings, dass der Flüchtling vor der Ausreise aus 

dem Heimatland in einem gemeinsamen Haushalt mit dem Familienmit-

glied gelebt habe, für das der Familiennachzug verlangt werde, und dass 

sie durch die Flucht getrennt worden seien. Vorliegend sei jedoch von einer 

abgebrochenen Beziehung auszugehen, weil die Beschwerdeführerin seit 

2016 weder mit ihrem Ehemann zusammengelebt habe noch mit ihm in 

Kontakt gestanden sei. Da der Familiennachzug aus dem Ausland nicht 

der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehungen diene, seien 

die Bedingungen für die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Fami-

lienzusammenführung nicht gegeben. Daran vermochten auch die von ihr 

eingereichten Dokumente nichts zu ändern. Somit sei das Gesuch um Fa-

miliennachzug abzulehnen und die Einreise in die Schweiz nicht zu bewil-

ligen.  

6.2 In der Beschwerde brachte die Beschwerdeführerin vor, die Feststel-

lungen des SEM seien nicht richtig. Ihr Ehemann sei nicht in den Iran, son-

dern nach Indonesien geflüchtet. Er habe sie und ihre Kinder nicht freiwillig 

verlassen, sondern einzig wegen der Todesdrohungen vonseiten der Tali-

ban. Aus Angst habe sie allen gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr hätten 

und er in den Iran geflüchtet sei. Selbst ihren Arbeitskolleginnen und Ar-

beitskollegen, mit denen sie gemeinsam geflüchtet und im Bundesasyl-

zentrum gewesen sei, habe sie nicht die Wahrheit gesagt. Da sie befürchtet 

habe, sie hätten sie als Lügnerin bezeichnet, wenn sie plötzlich in der Be-

fragung die Wahrheit gesagt hätte, habe sie auch anlässlich der Persona-

lienaufnahme gelogen und erklärt, sie und ihr Ehemann hätten seit 2016 

keinen Kontakt mehr. 

Ihr Ehemann habe sich entgegen ihren Aussagen regelmässig bei ihr ge-

meldet. Seit er sich in Indonesien aufhalte, habe er sie ungefähr einmal pro 

Woche angerufen. Dazu habe er ihrem Bruder auf Facebook geschrieben 

und diesen gebeten, ihr zu sagen, dass sie online sein solle. Sodann hätten 

sie über Whatsapp telefoniert. Als Beweismittel könne sie nur einige Face-

book-Nachrichten von ihrem Ehemann an ihren Bruder einreichen, weil sie 

das IPad, von dem aus sie telefoniert hätte, nicht mehr besitze. 

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Seite 6 

7.  

7.1 Der Anspruch auf Familienzusammenführung setzt voraus, dass die 

eheliche Beziehung unfreiwillig durch die Flucht getrennt wurde und seit 

dieser Trennung ununterbrochen Bestand hat. Dabei ist nicht der formelle 

Fortbestand der Ehe massgeblich, sondern es muss vielmehr eine echte, 

willentliche Bindung glaubhaft gemacht werden. Dies gelingt der Be-

schwerdeführerin vorliegend nicht. So brachte sie anlässlich der Persona-

lienaufnahme gegenüber dem SEM auf Nachfrage unmissverständlich vor, 

dass sie von ihrem Ehemann zwar nicht geschieden sei, aber seit 2016 

getrennt lebe und keinen Kontakt mehr zu ihm pflege (vgl. SEM-Akten, un-

paginiertes Protokoll der Personalienaufnahme vom 3. September 2021, 

Ziff. 1.14, S. 3). Sie gab insbesondere in dieser Befragung an, sie seien 

seit sechs oder sieben Jahren getrennt. Dies würde allerdings bedeuten, 

dass sie bereits vor seiner angeblichen Flucht im Jahr 2016 getrennt gelebt 

haben müssten. Die Erklärung, wonach ihre damaligen Aussagen gelogen 

seien, vermag nicht zu überzeugen, zumal sie im Rahmen der Anhörung 

ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass ihre Aussagen vertraulich 

behandelt würden und sie ohne Furcht reden könne. Damit bestand entge-

gen ihrer Ansicht offensichtlich nicht die Gefahr, dass ihre Arbeitskollegin-

nen davon erfahren und sie entsprechend als Lügnerin entlarvt hätten. Der 

Beschwerdeführerin gelingt auch nicht darzulegen, dass sie nach der an-

geblich unfreiwilligen Trennung im Jahr 2016 regelmässig im Kontakt mit 

ihrem Ehemann stand und ihre Beziehung im Rahmen des ihr Möglichen 

weiterführte. Daran vermögen auch die eingereichten Chat-Verläufe nichts 

zu ändern, zumal sie keinen regelmässigen Kontakt belegen können. Auch 

der Einwand, es könnten keine weiteren Beweismittel eingereicht werden, 

da sie das IPad, von dem aus sie telefoniert hätte, nicht mehr besitze, ist 

als Schutzbehauptung zurückzuweisen. Ohnehin wäre zu erwarten gewe-

sen, dass sie bei einem ununterbrochenen, regelmässigen Kontakt über 

mehrere Jahre hinweg deutlich mehr Beweismittel hätte vorlegen können. 

In diesem Zusammenhang ist auch festzuhalten, dass auch der Ehemann, 

der gemäss Bestätigung des UNHCR-Büros in Indonesien am 27. Dezem-

ber 2017 dort als Flüchtling anerkannt wurde, sich seinerseits um den 

Nachzug der Beschwerdeführerin und der gemeinsamen Kinder nach In-

donesien hätte bemühen können. 

7.2 Das Bundesverwaltungsgericht teilt die Einschätzung der Vorinstanz, 

dass die Beschwerdeführerin nicht überzeugend darlegen konnte, dass sie 

trotz dessen Ausreise aus Afghanistan bis heute ununterbrochen und fort-

dauernd eine enge (Familien-)Beziehung mit B._______ geführt hat. Es ist 

somit festzustellen, dass die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 und 4 

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Seite 7 

AsylG nicht erfüllt sind, weshalb das SEM das Gesuch um Einreisebewilli-

gung und um Familienzusammenführung mit der Beschwerdeführerin zu 

Recht abgelehnt hat. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Nach Prüfung der Akten haben sich die gestellten Rechtsbegehren als 

aussichtslos erwiesen, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Prozess-

führung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG unbesehen der finanziellen Verhält-

nisse der Beschwerdeführerin abzuweisen ist.  

9.2 Die Verfahrenskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Bolz-Reimann Regula Aeschimann 

 

 

Versand: