# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ec6ed54-305e-5647-80b8-15709dab365b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2025 D-5574/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5574-2025_2025-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5574/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen,  

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche,     

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 27. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5574/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 16. November 

2022 aus der Türkei aus- und am 22. November 2022 in die Schweiz 

einreiste (SEM act. 2/2), wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass am 30. November 2022 die Personalienaufnahme sowie die summa-

rische Befragung zu seinen Asylgründen stattfand (SEM act. 11/8) und er 

am 1. Dezember 2022 dem Kanton B._______ zugewiesen wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 15. Mai 2024 nach Art. 29 AsylG zu seinen 

Asylgründen angehört wurde (SEM act. 25/20) und dabei im Wesentlichen 

vorbrachte, er sei in C._______ geboren und aufgewachsen und habe bis 

zu seiner Ausreise zusammen mit seinen Eltern und seinen sechs Ge-

schwistern in C._______ gelebt,  

dass er in der Türkei im Jahre 2018 das (…) und eine Ausbildung als (…) 

sowie anschliessend für sechs Monate den Militärdienst absolviert habe, 

und er daraufhin als (…), auf (…) sowie im (…) bis wenige Tage vor seiner 

Ausreise gearbeitet habe,  

dass einer seiner Cousins sich im Jahre 2015 der Guerilla angeschlossen 

habe, weshalb die Polizei den Beschwerdeführer Ende Oktober 2022 

– nach einer anonymen Verleumdungsanzeige – in seinem Elternhaus auf-

gesucht, sein Elternhaus und seinen Laptop durchsucht und ihn zusam-

men mit den gefundenen Sachen auf den Polizeiposten von (…) mitge-

nommen habe,  

dass er dort während drei Tagen festgehalten und ungefähr sieben bis acht 

Mal verhört worden sei, wobei man ihm vorgeworfen habe, seinem Cousin 

Unterkunft und Unterstützung gewährt zu haben,  

dass er danach in einem psychisch schlechten Zustand gewesen sei und 

das Spital aufgesucht habe,  

dass er einige Tage nach seiner Freilassung auf seinem Weg zur Arbeit auf 

dem Motorrad von zwei Personen in Zivil verfolgt worden sei, 

dass er daraufhin von der Polizei in einer Verkehrskontrolle angehalten 

worden sei, die Polizei ihn aber, als er erklärt habe, auf dem Weg zur Arbeit 

zu sein, habe weiterfahren lassen,  

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dass ein Freund von ihm einen ähnlichen Fall erlebt habe, und dieser eben-

falls wegen eines Cousins, der sich der Guerilla angeschlossen habe, ver-

haftet worden sei,  

dass er (der Beschwerdeführer) deshalb aus Angst, das gleiche Schicksal 

zu erleiden, die Türkei verlassen habe,  

dass am 23. Mai 2024 die Zuteilung in das erweiterte Verfahren erfolgte,  

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Juni 2025 feststellte, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch 

ablehnte, ihn aus der Schweiz wegwies und den Kanton mit dem Vollzug 

der Wegweisung beauftragte,  

dass der Beschwerdeführer dagegen mit Eingabe vom 25. Juli 2025 Be-

schwerde erhob und beantragt, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, 

es sei ihm der Flüchtlingsstatus zuzuerkennen und Asyl zu gewähren; es 

sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumut-

bar und unmöglich sei, und es sei ihm die vorläufige Aufnahme zu erteilen,  

dass der Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses und um Beiordnung eines amtlichen 

Rechtsbeistands sowie – falls erforderlich – um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde ersuchte, 

dass der Beschwerdeführer zudem beantragte, das SEM sei vorsorglich 

anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimatstaates 

sowie jegliche Datenbekanntgabe an dieselben zu unterlassen, und – falls 

bereits Informationen übermittelt worden seien – sei ihm dies mit einem 

separaten Beschluss mitzuteilen, 

dass dem Beschwerdeführer am 28. Juli 2025 der Eingang seiner Be-

schwerde bestätigt wurde,  

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 12. August 2025 

feststellte, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands abwies 

und den Beschwerdeführer zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von 

Fr. 750.– bis zum 27. August 2025 aufforderte,  

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dass er mit gleicher Zwischenverfügung das Gesuch um Erlass einer vor-

sorglichen Massnahme betreffend Datenweitergabe abwies, und auf den 

in gleichem Zusammenhang eventualiter gestellten Antrag betreffend Er-

lass eines separaten Entscheids, nicht eintrat, 

dass der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss am 27. Au-

gust 2025 leistete, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art.108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin beziehungsweise ei-

nes zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde und das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

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Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG),  

dass die Vorinstanz zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen aus-

führt, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten sieben oder acht 

Einvernahmen während seiner drei Tagen Haft als zu wenig intensiv im 

Sinne des Asylrechts zu bewerten seien, 

dass die Befürchtungen des Beschwerdeführers, aufgrund der Situation 

seines Freundes und seiner dreitätigen Erfahrungen auf dem Polizeiposten 

bei einer Rückkehr in die Türkei inhaftiert zu werden, objektiv nicht begrün-

det sei, zumal er strafrechtlich unbescholten und nach der Festhaltung auf 

dem Polizeiposten nicht weiter belangt worden sei, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers, auf seinem Arbeitsweg von 

zwei Polizisten in Zivil verfolgt worden zu sein, lediglich eine Vermutung 

sei,  

dass den Akten keine Hinweise auf ein Risikoprofil und eine politische Ex-

poniertheit des Beschwerdeführers zu entnehmen seien,  

dass die türkischen Behörden nach seiner Ausreise – die mittlerweile zwei-

einhalb Jahre zurückliege – keinen weiteren Kontakt zum Beschwerdefüh-

rer aufgenommen hätten, was wiederum die Einschätzung der Vorinstanz 

stütze, die Befragungen hätten lediglich dem Zwecke der Aufklärung des 

bei der Polizei angezeigten Vorwurfs gedient und seien nicht auf ein be-

sonderes Interesse der Behörden am Beschwerdeführer zurückzuführen, 

dass in der Türkei sodann keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche, der 

Beschwerdeführer ein junger Mann mit (…)abschluss sei und über mehrere 

Jahre Berufserfahrung sowie über ein stabiles tragfähiges soziales Bezie-

hungsnetz verfüge, welches er nach seiner Rückkehr reaktivieren könne, 

dass die Türkei über eine dem westlichen Standard entsprechende psychi-

atrische Versorgung verfüge, welche dem Beschwerdeführer auch zugäng-

lich sei, weshalb keine Anhaltspunkte bestünden, der Beschwerdeführer 

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könnte bei einer Rückkehr in die Türkei in eine medizinische Notlage gera-

ten, 

dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist und in Bezug auf die 

fehlende flüchtlingsrechtliche Relevanz der Verfolgungsvorbringen des Be-

schwerdeführers auf die im Ergebnis zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden kann (vgl. angefochtene Verfügung Ziff. II),  

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde seine Fluchtgründe wie-

derholt, wobei er neu vorbringt, während seiner Haft misshandelt und ge-

foltert worden zu sein und weiter ausführt, davon keine schriftlichen Be-

weise vorlegen zu können, da solche Vorgänge in der Türkei häufig ohne 

offizielle Dokumentation stattfinden würden,  

dass verspätete Vorbringen auf Beschwerdeebene berücksichtigt werden 

können, wenn diese im Sinne von Art. 7 AsylG glaubhaft gemacht werden 

und auch die Gründe erkennbar sind, warum diese Vorbringen bisher im 

Verfahren (noch) nicht vorgebracht werden konnten (vgl. dazu Entschei-

dungen und Mitteilungen der [ehemaligen] Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK]) 2003 Nr. 17 E. 4a-c und BVGE 2009/51), 

dass die Definition von Misshandlung psychische und physische Leidens-

zufügungen mit einer gewissen Schwere umfasst, wobei die Schwere mit-

tels einer Gesamtwürdigung zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2014/21 E. 5.4),   

dass sich in der Beschwerdeschrift ausser der pauschalen Aussage, er sei 

während seiner Haft misshandelt und gefoltert worden, keine weitere Sub-

stantiierung oder Belege im Sinne von Arztberichten oder psychologischen 

Gutachten zur Unterstützung seiner neuen Vorbringen finden lassen,  

dass sich in den vorinstanzlichen Akten ebenfalls keine Hinweise – im 

Sinne von Arztbesuchen oder Arztberichten – entnehmen lassen, dass der 

Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz auf psychologische 

Unterstützung angewiesen gewesen wäre (SEM act. 11/8 Ziff. 5.03),  

dass der Beschwerdeführer während seiner Asylanhörung vom 15. Mai 

2024 mehrmals die Gelegenheit erhielt, über die Erfahrungen während sei-

nes Polizeigewahrsams zu berichten, wobei er repetitiv vorbrachte, sein 

Verhör habe sich so gestaltet, dass der einvernehmende Polizist ihn be-

schuldigt habe, seinem Cousin Unterstützung und Unterkunft gewährt zu 

haben und er (der Beschwerdeführer) daraufhin immer wieder erwidert 

habe, dies stimme nicht, er gehe nur seiner Arbeit nach und sie sollten ihm 

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Seite 7 

die Vorwürfe beweisen (vgl. dazu SEM act. 25/20 F76-78; F81-83; F88-91; 

F100f.; F106-108; F119-124; F136-137; SEM act. 11/8 Ziff. 5.01), 

dass der Beschwerdeführer seinen eigenen Angaben zufolge nach seinem 

dreitägigen Polizeigewahrsam das Spital aufgesucht habe, er sei dort je-

doch vertröstet worden, und man habe ihm sinngemäss gesagt, wenn es 

psychologisch sei, «dann schauen wir später» (SEM act. 25/20 A137),  

dass die Foltervorbringen des Beschwerdeführers mangels konkreten Hin-

weisen in den vorinstanzlichen Akten und mangels Substantiierung auf Be-

schwerdeebene als nachgeschoben und unglaubhaft zu qualifizieren sind,  

dass somit im Einklang mit der Vorinstanz festzustellen ist, die dreitägige 

Festnahme des Beschwerdeführers, welche ohne weitere Auflagen zu ei-

ner Freilassung geführt hat, flüchtlingsrechtlich nicht von Relevanz ist, gel-

ten mehrstündige Festnahmen beziehungsweise Festhaltungen, nach der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in der Regel als zu wenig 

intensiv, um flüchtlingsrechtlich relevant zu sein (vgl. hierzu Urteile des 

BVGer D-2311/2018 vom 7. Juni 2019 E. 6.2 und D-33/2022 vom 21. Feb-

ruar 2023 E. 6.2.4.3. und E-5134/2024 vom 17. Oktober 2024 E. 6.4 und 8 

m.w.H.),  

dass die Vorinstanz auch zu Recht darauf verwiesen hat, gegen den Be-

schwerdeführer sei in der Türkei bis heute kein strafrechtliches Verfahren 

eröffnet worden, die türkischen Behörden hätten nach seiner Ausreise kei-

nen weiteren Kontakt zu ihm oder seinen Familienmitgliedern aufgenom-

men, und der Beschwerdeführer habe sich sowohl in der Türkei als auch 

nach seiner Ausreise seinen eigenen Angaben nach nie politisch exponiert,  

dass seine Sorge, es könnte ihm das gleiche wie seinem Freund widerfah-

ren, nämlich eine Anzeige und Verurteilung zu Haft, aufgrund der Aktenlage 

sich somit objektiv als nicht begründet erweist,  

dass der Beschwerdeführer aus seinen pauschalen Beschwerdevorbrin-

gen, Personen mit familiären Verbindungen seien in der Türkei weiterhin 

gefährdet und willkürlichen Festnahmen, Überwachung, Inhaftierung und 

Misshandlungen ausgesetzt, und dass zahlreiche internationale Organisa-

tionen wie Amnesty International und Human Rights Watch wiederholt auf 

diese systematischen Menschenrechtsverletzungen hingewiesen hätten, 

mangels Bezugnahme zu seinen Asylvorbringen ebenfalls nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten vermag, 

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dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), der Beschwerdeführer weder im Besitz einer kantonalen 

Aufenthaltsbewilligung ist noch Anspruch auf Erteilung einer solchen hat 

(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach von der Vorinstanz ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

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Seite 9 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass in der Türkei keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, das Land 

über ein modernes Gesundheitssystem verfügt und die Versorgung weit-

gehend westeuropäischen Standards entspricht, weshalb auch die Be-

handlung von psychischen und physischen Problemen – wie sie der Be-

schwerdeführer geltend macht – in der Türkei möglich ist (vgl. Referenzur-

teil E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 E. 7.3.5.3),  

dass der Beschwerdeführer ein junger Mann mit (…)abschluss und meh-

reren Jahren Berufserfahrung aus einem stabilen tragfähigen sozialen Be-

ziehungsnetz, welches er nach seiner Rückkehr reaktivieren kann, und 

grundsätzlich gesunder Verfassung ist,  

dass der Vorinstanz somit beizupflichten ist, dass weder die allgemeine 

Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunftsstaat des Beschwerdeführers 

noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie-

gend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich als möglich zu erachten ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), und es 

dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere 

mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 

E. 12), 

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist und diesbezüglich im Übrigen auf die zutreffen-

den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann 

(vgl. angefochtene Verfügung, Ziff. III), 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG [SR 142.20]),  

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Seite 10 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

soweit darauf einzutreten ist (vgl. oben S. 5).  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und der 

einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu 

verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

 

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