# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5121b345-70d1-5553-a402-a45176cbe436
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-03-11
**Language:** de
**Title:** Rentenanspruch und IE strittig; psychische Unfallfolgen nicht ausgewiesen, Adäquanzprüfung,
**Docket/Reference:** UV.2018.00296
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2018.00296.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2018.00296
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Hediger
Urteil
vom
11. März 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf
Schlegel Kempf Rechtsanwälte
Webernstrasse 5, Postfach, 8610 Uster
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1986
geborene
X.___
, ohne Berufsausbildung,
war seit dem 1
6.
April 2010 als
Gerüstbauer bei der Firma
Y.___
AG
angestellt und dadurch bei der
Suva
obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert,
als er am 2
9.
Juli 2013
von einem Baug
erüst vier Meter in die Tiefe fiel (
vgl.
Schadenmeldung vom 1
2.
August 2013,
Urk.
9/1)
.
Die selben
Tags
erstbehandelnden Ärzte
des Spitals
Z.___
diagnostizierten eine mehrfra
gmentäre
Kalkaneusf
raktur
l
inks mit
Kompart
ments
yndrom
. Nach initia
ler Anlage
ein
es Gelenk überbrückenden
Fixateur Externe
und
Logenspaltung
sowie
computertomographisch b
estätigter
partielle
r
Luxation
folgte
n
anfangs
August 2013
der Sekundärverschluss
und
die
offene Reposition
sowie
Osteo
syn
these (
vgl. Operationsberichte vom
5.
und
9.
August 2013,
Urk.
9/13
f
f
.
).
Die
Suva
anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Versiche
rungs
leistungen (Urk.
9/5
).
Postoperativ
berichtete der Versicherte
über
Belastungs
schmerzen
und kam es zur
Spitzfussbildung
(vgl.
Urk.
9/18 f.
), woraufhin
er
im
September/Oktober 2013 zur
stationären Rehabilitation in der Rehaklinik
A.___
weilte
(
vgl.
Austrittsbericht vom 2
5.
Oktober 2013,
Urk.
9/32).
Im Juni/Juli 2014
wurde selben Orts eine berufliche Standortabklärung sowie Grund
ab
klä
rung durchgeführt
(vgl. Berichte vom 1
1.
Juni und 3
0.
Juli
2014,
Urk.
9/64,
Urk.
9/75).
Im September 2014
erfolgte die Entfernung des
Osteosyn
thesemate
rial
s
(
OSME
, vgl. Operationsbericht vom 16.
September 2014,
Urk.
9/84)
.
Anfangs 2015
nahm
Dr.
med.
B.___
, Fachar
zt FMH für Chirurgie, eine kreis
ärztliche Untersuchung vor (vgl. Untersuchungsbericht vom 2
7.
Januar 2015,
Urk.
9/129).
Gestützt hierauf
stellte die Suva die bisher erbrachten Leistungen mit Schreiben vom 22. September 2015 bei Erreichen des Endzustandes per 31. Okto
ber 2015 ein (Urk. 9/168).
Im
April
2015 wurde
eine fortgeschrittene posttrauma
tische
Arthrose
im unteren Sprunggelenk (USG)
diagnostiziert
(vgl. MRI
vom
7.
April
2015,
Urk.
9
/158
)
. Diese hatte die
anfangs
2016
durchgeführte
U
SG-
Arthrodese
mittels
talokalkanearer
Verschraubung
zur Folge
(
vgl. Operations
bericht vom 23.
Februar 2016,
Urk.
9/
182
), weshalb die Suva erneut vorüber
gehende Leis
tung
en ausrichtete. Im Anschluss daran absolvierte der Versicherte mit Unter
stützung der Invalidenversicherung ein Arbeitstraining und bezog bis 4. Novem
ber
2016 Taggelder der Invalidenversicherung (Urk. 9/215, Urk. 2/205). An
schlies
send
gewährte die Invalidenversicherung Unterstützung bei der Stellen
such
e
in Form von Arbeitsvermittlung (Urk. 9/229). Im Juni 2017
führte
Dr.
med.
C.___
, Fachärztin FMH für Chirurgie,
die
kreisärztliche
Abschlussu
nter
suchung
durch
; zudem gab sie eine medizinische Beurteilung des Integrit
äts
schadens ab (
vgl. Untersuchungsbericht vom
7.
Juni 2017,
Urk.
9/248 f.). Ge
stützt darauf ver
n
einte die Suva mit Verfügung vom 2
0.
Juni 2017 einen An
spruch des Versicherten auf
eine UV-Rente und sprach ihm eine Integritäts
ent
schädigung auf der Grundlage einer 15%igen Integritätseinbusse zu (
Urk.
9/251). Die am 1
0.
Juli 2017 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
9/255) wies die Suva
nach
Beizug
der kreisärztlich
en Stellungnahme vom 2
6.
März 20
18 (
Urk.
9/
283
)
mit
Einspracheentscheid
vom 27.
November 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 1
1.
Dezember 2018 Be
schwerde
und bean
tragte, es seien ihm
in Aufhebung des angefochtenen Ent
scheids
rückwirkend Taggelder, ab Erreichen des Endzustandes eine Rente sowie eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen
.
Zudem seien weitere Hei
lungskosten
und die
Kosten für Hilfsmittel zu übernehmen.
Eventualiter sei
die
Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdean
t
wort vom
3.
April 2019
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten sei
(Urk.
8). Letzteres
wurde dem Beschwerdeführer am 5
.
April
2
019 zur Kenntnis gebracht
(Urk. 10
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar
2017 sind die am 25.
September
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Besti
mmungen des Bundesge
s
et
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der
Verordnung über die Unfallver
si
che
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
9.
Juli 2013
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
1.5.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
sal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5.2
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Ge
sund
heitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzu
stellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Ge
sunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus ver
sicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall
und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass de
m Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hin
weisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenomm
en wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle ander
seits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
;
SVR
1999
UV
Nr. 10 E. 2).
1.5.3
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.5
.4
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Un
falles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt
wür
digung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf
fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwie
rigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite
rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenz
bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berück
sichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu for
schen, die möglicher
weise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten
(BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
;
RKUV
2001 Nr. U 442
S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S.
215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.6
1.6
.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf
den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht
übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vor
aussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des An
hanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.6
.2
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter
) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Pro
zentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1
.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4).
Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.9
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung be
ziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwer
deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid
qualifizierte
die Beschwerdegegnerin
das Geschehen vom 2
9.
Juli 2013 als mittelschweren Unfall im mittleren Bereich. Da indes keine drei Zusatzkriterien oder zumindest eines
davon
in besonders ausgeprägter Weise
vorliege/n
, sei die Adäquanz
betreffend die psychischen
Leiden
zu verneinen. In somatischer Hinsicht sei
alsdann
gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
in
eine
r
angepassten Verweistätigkeit aus
zugehen.
Aus dem Einkommens
vergleich basierend auf den Angaben der l
etzten Arbeitgeberin sowie Lohn
angaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) resultiere keine Erwerbseinbusse und
damit
auch kein Rentenanspruch. Schliesslich
sei
aufgrund
der
U
SG-Arthrose gestützt auf die kreisärztliche Beur
teilung
von einer Integritätseinbusse
in der Höhe
von 15
%
auszugehen
(Urk. 2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
ein, vorliegend seien die Kriterien zur Bejahung der Adäquanz zwischen dem Unfallereignis und den psy
chischen Beschwerden ausreichend erfüllt.
In somatischer Hinsicht könne nicht auf die
kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbeu
rt
eilung abgestellt werden
. Vielmehr sei
davon auszugehen, dass hinsichtlich einer wechselbelastenden Tätigkeit keine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, weshalb auch die
eruierten Suva-Dokumen
tationen von Arbeitsplätzen (DAP)
nicht zur Bestimmung des Invaliditätsgrades herangezogen werden könnten. Se
lbst wenn auf die besagten DAP
a
bgestellt würde, so sei gestützt auf den Bericht von
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
, vom 1
7.
August 2017
von einer 60 bis 80%igen
Arbeitsfähigkeit
auszugehen. Daraus resultiere
ein rentenbegrün
dender Invaliditätsgrad von 33
%
resp. 11
%
. Unter Berücksichtigung der psychi
schen Unfallfolgen sowie
Druckdolenz
im
oberen Sprunggelenk (
OSG
)
bestehe schliesslich eine Inte
gritätseinbusse von mehr als 15
% (
Urk.
1).
3.
3.1
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
geh
enden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
li
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24
Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist.
Der Anspruch auf ein Taggeld endet ausserdem mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16 Abs. 1 und 2
UVG
i.V.m
. Art. 6 ATSG; BGE 137 V 199 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). Ausserdem wird
das Taggeld der Unfall
versicherung nicht gewährt, solange Anspruch auf ein Taggeld der Inva
liden
versicherung besteht (Art. 16 Abs. 3 UVG).
3.2
Der
Beschwerdeführer
hat
gegen den Fallabschluss
gemäss einfachem
Schreiben vom 22. September 2015 (Urk. 9/168, vgl. Sachverhalt Ziff. 1) innerhalb eines Jahres keine Einwä
nde erhoben, weshalb
dieses
rechtliche Verbindlichkeit
erlangt hat (
vgl.
BGE 134 V 145)
. Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Be
schwer
defahren «rückwirkend» Taggelder sowie die «Übernahme von weiteren
Heilungskosten/Kosten für Hilfsmittel» beantragt, liegt, jedenfalls für den Zeit
raum vor der
Arthrodese
-Operation, sein Rechtsbegehren damit ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzu
treten (vgl. E. 1.9).
Der angefochtene Entscheid vom 27. November 2018 (Urk. 2
)
hat zwar aus
schliesslich den Anspruch de
s Beschwerdeführers auf eine Rente sowie Integri
tätsentschädigung zum Inhalt. Diese Leistungsansprüche setzen indes grund
sätz
lich gleichzeitig die Einstellung der vorübergehenden Leistungen voraus, weshalb damit sinngemäss der Anspruch auf weitere Heilbehandlung und Taggeld
leis
tungen verneint wurde.
Nach der Operation im Februar 2016 erfolgten ausser postoperative Untersu
chungen und Physiotherapie keine therapeutischen Massnahmen mehr (vgl. Urk.
9/248). Eine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit war auch schon deshalb nicht mehr zu erwarten, als der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit erneut eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreichte (vgl. nachfolgend und E. 5.2). Ferner bezog er ab Juli 2016 Taggelder der Invalidenversicherung in Höhe der bisherigen Unfallversicherungstaggelder.
Soweit mit der Beschwerde Hilfsmittel beantragt werden, so fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung (BGE 125 V 413 E. 1a), weshalb darauf ebenfalls nicht einzutreten ist. Im Übrigen wurden
Hilfsmittel in Form von Spezialschuhen effektiv gesprochen (Urk. 9/275, Urk.
9/233
).
Strittig und zu prüfen bleiben damit der Rentenanspruch und die Höhe der Inte
gritätsentschädigung.
4.
4.1
Dem Untersuchungsbericht vom 2
7.
Januar 2015 von
Kreisarzt
Dr.
B.___
ist folgende Diagnose zu entnehmen (
Urk.
9/129/1):
-
Sturz vom Gerüst am 2
9.
Juli
2013 mit
-
mehrfragment
ärer
Kalkaneusfraktur
links
-
Kompa
rtmentsyndrom
des linken Fusses
-
p
rimär
er Anlage eines G
elenk
überbrückenden Fixateur externe und Lo
gen
spaltung
Fuss
links am 2
9.
Juli 2013;
Demontage Fixateur externe
a
m 0
8.
August
2013
; o
ffene Reposition und Osteosynthese mittels
Kalkaneusplatte
und Verschraubung über lateralen und
medi
a
len Zugang;
OSME am 1
6.
September
2014
Subjektiv persistierten belastungsabhängige Schmerzen, Kälteempfindlichkeit und
Beschwerden beim Gehen auf unebenem Boden oder auf schrägen Ebenen. Objek
tiv
zeig
t
e
sich eine unauffällige
Trophik
des linken Fusses, minimale Ein
schrän
kung der Plantar- und Dors
alflexion des linken Fusses und mä
ssige Einschrän
kung in Bezug auf Pro- und Supination im Seitenvergleich.
Alsdann bestünden
(nach Angaben des
Beschwerdeführer
s
)
a
nlagebedingte
Krallenzehen links,
ein
Hallux
valgus
und
Senkspreizfüsse beidseits
sowie
bildgebend eine beginnende USG
-
Arthrose
(
Urk.
9/129/5)
.
Dr.
B.___
definierte
das optimale Belastungsprofil wie folgt: K
örperlich
leichte
bis mittelschwere Tätigkeit mit
sitzenden
und
gehend/stehend
en Anteilen
, ohne Notwendigkeit des Bege
hens von Leitern und Gerüsten und
ohne Gehen auf une
benem Boden oder auf schiefen Ebenen.
In diesem Rahmen bestehe eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/129/5 f.)
.
4.2
Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
7.
Juni 2017 hielt
Dr.
C.___
folgende Diagnosen fest (
Urk.
9/248):
-
Restbeschwerden bei
-
Status nach USG-
Arthrodese
mittels
ta
lokalkanearer
Verschraubung
-
Status nach USG-Arthrose
-
Status nach
Kalkaneus
-Mehrtrümmerfraktur links mit
Vorfusskom
part
ment
und
Kompartmentspaltung
Juli 2013
Die im
Februar 2016 durchgeführte
USG-
Arthrodese
habe sich betreffend
Eingriff und
postoperative
n
Heil
verlauf aktenanamnestisch
komplikationslos
gestaltet.
So
dann sei r
adiologisch (vgl. CT OSG/USG vom 2
4.
März
2017
,
Urk.
9/244
) eine
zunehmende
Durchbauung
der USG-
Arthrodese
dokumentiert worden. Dem
gegen
über habe der Beschwerdeführer berichtet,
die Versteifungsoperation
habe ihm subjektiv keinen wirklichen
«
Benefit
» gebracht; es bestünden weiterhin belas
tungsabhängige
Bes
chwerden
und es
fehle
ihm
in beruflicher Hinsicht an
eine
r
Zukunftsperspektive
(Urk.
9/248/6)
.
Klinisch zeige sich
ein reizfreier linker Untersche
nkel/Fuss. Die Beweglichkeit sei
im Bereich des
OSG
im Seitenvergleich
endgradig
eingesch
ränkt. Alsdann sei die Inver
sion/
Eversion
links aufgehoben durch die
Arthrodese
.
Palpatorisch
habe der Beschwerdeführer im Bereich der
Arthrodese
Beschwerden verneint. Auch be
stünden keine
lokalen Druck
schmerzen über den
Calcanei
beidseits.
Damit
zeige
sich
nach
der
USG-
Arthrodese
im
Februa
r 2016
ein gutes Ergebnis
. Im Vergleich zur kreisärztlichen Voruntersuchung (Januar 2015) habe
sich im Grossen und Ganzen keine gravierende Veränderung der objektiven
klinischen Befunde erge
ben
. Das von
Dr.
B.___
definierte Zumutbarkeitsprofil
habe wieder Gültigkeit
; zu
mutbar seien wechselbelastende, körper
lich leichte bis mittelschwere Tätig
keit
e
n (stehend, gehend, sitzend
zu
je 1/3),
ohne Notwendigkeit des Begehens von
Leiter und Gerüst, ohne Gehen auf unebenem
Boden oder auf schiefer Ebene, o
hne Bedienen vibrierender Maschinen mit dem linken
Fuss und
ohne Zwangs
haltung für den linken
Fuss
(
Urk.
9/248/6).
Schliesslich sei der Beschwerdeführer aufgrund der verminderten Belastbarkeit und Funktionseinschränkung des linken Fusses
bei
Status nach U
SG-
Arthrodese
mittels
ta
lokalkanearer
Verschraubung, Status nach USG-Arthrose,
Status nach
Kalkaneus
-Mehrtrümmerfraktur links mit
Vorfusskompartment
sowie
Kompart
mentspaltung
im
Juli
2013
bleibend beeinträchtigt. Daraus resultiere
g
estützt auf die Suva-Tabelle 5 Seite 2 ein Integritätsschaden von 15
%
(Urk.
9/249).
4.3
Im
einwand
weise
eingereichten
Bericht vom
1
7.
August 2017
hielt
Dr.
D.___
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
appa
ra
tes,
keine neuen Diagnosen fest
. Subjektiv
be
stünden belastungsabhängige Fuss
schmerzen mit Intensivierung der Beschwerden bei längerer Gehstrecke.
Klinisch zeige sich mit Schuhen ein l
eicht hinkendes Gangbild links; Barfuss ein knapper
Fersenballengang mit vorsichtigem Aufsetzen.
Der Zehenstand gelinge nur mäs
sig. Alsdann bestünden im Bereich des linken Fussgelenks verschiedentlich
Druck
dolenzen
. Eine Rückkehr in die Tätigkeit als Gerü
stbauer sei nur schwer vor
stell
bar. Demgegenüber sei eine rei
n sitzende
Tätigkeit vermutlich nahezu im 100%-Pensum möglich; eine wechselbelastende Tätigkeit, ohne Heben schwerer Ge
wichte sei vermutlich im Bereich von 60 b
is 80
%
zumutbar
(
Urk.
9/269
).
4.4
Kreisärztin
Dr.
C.___
nahm
auf
Vorlage
des Berichts von
Dr.
D.___
am 26. März 2018
erneut zu
r
Sache Stellung und
bestätigte
dabei ihre Einschätzung, wonach
der Beschwerdeführer – hinsichtlich einer näher umschriebenen Verweis
tät
igkeit – zu 100
%
arbeitsfähig sei
(
Urk.
9/283).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im
angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
in somatischer Hinsicht auf die
fachärztlich-chirurgischen
Beurteilungen
von
Dres
.
B.___
und
C.___
vom 2
7.
Januar 2015,
8.
Juni 2017 und 2
6.
März 2018
,
welche
den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genügend als beweiskräftig anzusehen
s
ind
(vgl. E. 1.8
)
und in diagnostischer Hinsicht unangefochten verblieben
.
Umstritten
ist
demgegenüber
die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
.
Soweit
Dr.
D.___
am
1
7.
August 2017 eine «vermutlich nahezu» 100%ige Arbeitsfähigkeit
in
einer rein sitzenden Tätigkeit, demgegenüber eine «vermutlich» 60-80%ige Arbeitsfähigkeit hinsicht
lich einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben schwerer Gewichte postu
lierte (
Urk.
9/269/2), liess er hierfür jegliche Be
gründung vermissen und kann ihm
nicht gefolgt werden. Ganz abgesehen davon, dass mit
vagen,
vermutungsweisen
Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit dem im Sozialversicherungsrecht massge
ben
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht Genüge getan wird.
Inwiefern der Umstand, dass der Beschwerdeführer «nach einer 4-5 stündigen Gehzeit Schmerzen hat und am nächsten Tag nicht mehr so viel gehen kann» - so wie beschwerdeweise ausgeführt (
Urk.
1 S. 5) – eine vollschichtig ausgeführte wechselbelastende Tätigkeit verunmöglichen sollte, ist nicht einzusehen.
Wurden doch längeres Gehen und Stehen am Stück aus dem medizinischen Belastbar
keits
profil
ausgeschlossen
, indem dem Beschwerdeführer ausschliesslich wechsel
belastende Tätigkeiten zugemutet werden
.
Auch bleibt es dem Beschwerdeführer damit unbenommen
,
seine Arbeitsposition nach Massgabe der Beschwerden zu
ändern/abzu
wechseln.
Damit geht
schliesslich
auch der beschwerdeweise Hinweis darauf,
wonach
der Beschwerdeführer
auch
bei der Zubereitung der Malzeiten nicht 1 bis 1.
5 Stunden am Stück stehen könne, ins Leere (vgl.
Urk.
1 S. 5).
5.2
Mithin
is
t
zusammen mit der Beschwerdegegnerin
gestützt auf die überzeugende Einschätzung von
Dr.
C.___
davon auszugehen, dass d
er
Beschwerdeführer
jeden
falls seit Juni 2017
(Zeitpunkt Rentenprüfung)
in einer – näher um
schrie
benen - leidensangepassten Ve
rweistätigkeit zu 100 % arbeits
fähig ist.
Bei diesem Ergebnis besteht – entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 2) - kein weiterer
Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
6.
6.1
Sodann liefern die
vorliegenden Akten
verschiedentlich
vage
Hinweise au
f psy
chische
Leiden des
Beschwerdeführer
s
.
N
amen
tlich im Austrittsbericht der
A.___
vom 2
5.
Oktober 2013 wurde
n
(fachfremd)
eine Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt sowie mit vereinzelten
psychotraumatologischen
Symptomen (I
CD
-10: F43.22)
diagnostiziert
(
Urk.
9/32
; vgl. auch
Urk.
9/64/2
)
. Als
dann
notierte
der stellvertretende chirurgische Chefarzt
im Sprechstunden
be
richt des Spitals
Z.___
vom 1
7.
April 2015,
der Beschwerdeführer
sei
«aktuell psychisch äusserst belastet
,
da
seine Beziehung in die Brüche gegangen
»
sei
(
Urk.
9/140).
Weiter
hielt
Dr.
C.___
am
7.
Juni 2017 fest, subjektiv sei die Situa
tion für den Beschwerdeführer belastend; früher sei er viel mit dem Velo unter
wegs gewesen, dies könne er jetzt nicht mehr
.
Auch fehle es ihm in beruflicher Hinsicht an einer Zukunftsperspektive.
Mittlerweile sei
der Beschwerdeführer denn auch
in psyc
hotherapeutischer Behandlung
(Urk.
9/248/4
,
Urk.
9/248/6
).
Schliesslich
erwähnte
Dr.
D.___
im Bericht
vom 1
7.
August 2017
die Einnahme von Antidepressiva
(
vgl.
Urk.
9
/269/2).
Demgegenüber
liegen keine
fachärzt
li
ch
en
Unterlagen vor. Mit anderen Worten ist
eine fachärztlich diagnostizierte
psychische Erkrankun
g nicht ausgewiesen
(vgl. auch
Urk.
1, wonach selbst be
schwerdeweise
keine konkrete psyc
hiatrische Diagnose genannt wurde
).
Unklar bleibt auch, ob und inwiefern allfällige psychische Leiden als natürlich u
nfall
k
ausal zu betrachten sind (E. 1.4)
. All dies kann indes offengelassen werden, zu
mal die Adäquanz
nach Massgabe von BGE 115 V 133 („Psycho-Praxis“
, E. 1.5
)
jedenfalls
zu verneinen ist,
wie nachfolgend aufzuzeigen sein
wird.
6.2
6.2.1
Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass das Ereignis
vom
2
9.
Juli 2013
den mittelschweren Unfä
ll
en
im
engeren Sinne zuzuordnen ist. Daraus ergibt sich
kein Anlass zu ge
richtlicher
Korrektur
(
vgl. Kasuistik in Urteil des Bundesgerichts in Sachen K. vom 2
7.
April 1998, U 169/97,
publ
. in: RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448)
.
Damit die Adäquanz bejaht werden kann, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kr
iterien
gemäss
BGE 115 V 140 E
. 6c/
aa
in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein
(vgl. E. 1.5.4)
.
6.2.2
Weder liefern die vorhandenen Akten Hinweise darauf
,
noch hat der Beschwer
deführer geltend gemacht, dass beim Sturz vom 2
9.
Juli 2013 besonders drama
tische Begleitumstände vorgelegen hätten und/oder das Unfallgeschehen beson
ders eindrücklich gewesen wäre.
Der Umstand, dass der Beschwerdeführer vier Meter
in die Tiefe
fiel
,
vermag d
as Kriterium der Eindrücklichkeit
aus objektiver Sicht
jedenfalls
für sich allein nicht zu erfüllen
.
Kommt hinzu, dass
jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklich
keit eigen
ist
, welche somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (
vgl.
vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesge
richtes zum Sozialversiche
rungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auf
lage 2012
,
S. 69 mit weiteren Hinweisen).
Der Beschwerdeführer
zog sich anlässlich des Unfalls vom
2
9.
Juli 2013
eine mehrfragmentäre
Kalkaneusluxationsfraktur
mit Logensyndrom
links
zu.
Zwar
trifft es zu, dass
die
Verletzungen ärztlicherseits als „schweres Trauma“
resp. „komplizierte
Fussfraktur
“
taxiert
wurden
(vgl.
Urk.
9/10, vgl. auch
Urk.
9/18
,
Urk.
9/32/3,
Urk.
1 S. 6
). Damit ist indes weder gesagt noch einzusehen, inwiefern
die erlittenen Verletzungen
erfahrungsgemäss
besonders dazu geeignet wären, psychische Fehlentwicklungen auszulösen
.
Sodann liegen weder ärztliche Fehlbehand
lungen noch erhebliche Komplika
tio
nen vor.
Zwar gestaltete sich die Konsolidierung
initial
zögerlich
(
Urk.
9/13,
Urk.
9/26/4).
Allerdings
konnte
n
im Rahmen der stationären Rehabilitation
im September/Oktober 2013 sowohl betreffend die Schmerzproblematik als auch Be
weglichkeit Verbesserung
en
erreicht werden (vgl.
Urk.
9/32/5
)
und ergaben sich – bis auf die noch immer eingeschränkte Zehenbeweglichkeit - Ende Oktober
2013 insoweit unauffällige klinische Befunde (vgl. Sprechstundenbericht vom 3
1.
Oktober 2013,
Urk.
9/33/1)
.
Die im weiteren Verlauf entwickelte Arthrose
qualifiziert nicht als
erhebliche Komplikation, zumal Frakturen und operative Interventionen notorisch mit einem höheren
Arthroserisiko
vergesellschaftet sind. Auch
zei
gte
die USG-
Arthrodese
sowohl klinisch als auch bildgebend ein gutes Ergebnis; subjektiv berichtete der Besch
werdeführer keine Beschwerden in diesem Bereich (
Urk.
9/248/6).
Schliesslich
genügen auch die
Ei
nnahme von Medikamen
ten und Durchführung verschiedener Therapien
nicht zur Bejahung d
er
oben genannten
Kriterien. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz
regelmässiger
Therapie keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte (vgl.
Rumo-Jungo
/
Holzer, a.a.O., S.
73
mit weiteren Hinweisen
).
Die postoperative B
ehandlung erschöpfte sich im Wesentlichen in medikamen
tö
ser und Physiotherapie. Damit fehlt das Kriterium einer fortgesetzten spezifischen bela
sten
den ärztlichen Behandlung. Unter diesen Umständen kann das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung nicht als erfüllt gel
ten. Die Behandlung der psychischen
Leiden
hat
– entgegen dem Beschwerde
führer (
Urk.
1
S. 7
) -
im Rahmen der Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu bleiben.
Nicht als erfüllt gelten kann sodann das Kriterium von Grad und Dauer der phy
sisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.). Gilt das Kriterium doch erst bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit während fast drei Jahren als erfüllt (
vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O., S. 73 mit weiteren Hinweisen). Vor
liegend
hat der Beschwerdeführer
bereits
im Dezember 2014 eine neue Stelle bei der Ex-
Libris
AG angetreten (
Urk.
9/108/4,
Urk.
9/124/2).
Schliesslich
berichtete
der
Beschwerdeführer
durchwegs
vor allem belastungs
abhängige B
eschwerden; in Ruhe bzw. im Liegen gab er an, kaum bis wenig Be
schwerden zu haben
(
Urk.
9/19
/1
,
Urk.
9/33/1,
Urk.
9/40/1,
Urk.
9/129/3,
Urk.
9/269/1
).
Zudem hat er zwischenzeitlich
auch
eine
Schmerzregredienz
be
richtet (
Urk.
9/222/1). Vor diesem Hinter
grund ist das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen
– entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 6) -
nicht erfüllt.
6.2
.3
Dieses Ergebnis hat zur Folge, dass
die heute
allenfalls
bestehenden psy
chischen Beschwerden
dem
Unfall vom
2
9.
Juli 2013
jedenfalls nicht
rechtlich zugeordnet werden können.
7
.
7
.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
markt
lage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
7.2
Vorliegend gehen die Parteien gestützt auf die
Angaben der Arbeitgeberin über
ein
stimmend davon aus, dass der Beschwerdeführe
r bei guter Gesundheit als Ge
rü
stbauer bei der
Y.___
AG
2017
einen
Jahreslohn
von Fr.
55'250.-
-
erwirtsc
haftet hätte (
Fr.
4'250.- x 12
x 1,08.333
,
Urk.
9/285,
Urk.
l S. 8,
Urk.
2 S.
14
).
7.3
Kann - wie hier - für die Bestim
mung des Invalideneinkommens nicht auf die konkrete beruflich-erwerbliche Situation abgestellt werden, können nach der Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne gemäss
LSE
oder
die
DAP
heran
gezogen werden
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 126 V 75 E. 3b; RKUV 1999 Nr. U
343 S.
412).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsäch
lich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabel
la
ri
schen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaber
innen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gericht
lichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinde
rungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt.
7.4
Vorliegend hat die Beschwerdeg
egnerin zur Berechnung des
Invalidenein
kom-mens
DAP
-Profile herangezogen. Dabe
i ist sie von fünf, den gesundheitlichen
Beeinträchti
gungen angepassten Arbeitsstellen in der von ihr erstellten Doku
men
tation von Arbeitsplätzen, unter Auszug von 171 weiteren, bezüglich des Belastungsprofils vergleichbaren Arbeitsstellen, ausgegangen (
Urk.
9/286). Mit der vorliegenden DAP-Dokumentation hat sie den Beweis für das zumut- und
erzielbare hypotheti
sche
Invalideneinkommen rechtsprechu
ngskonform und aus
reichend erbracht. Auch ist nach Durchsicht der ausgewählten Arbeitsstellen fest
zus
tellen, dass diese dem kreisärztlich festgelegten Belastun
gsprofil entsprechen. Mithin ist nicht zu beansta
nden, dass die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Invalidenein
kommens auf den Durchschnittslohn der fünf DAP-Profile von
Fr.
61'390.- (
Urk.
9/286/8 ff.)
abgestellt hat
.
7
.5
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert keine
Erwerbseinbu
sse und damit auch
kein Rentenanspru
ch
.
8
.
Als Integritätsschaden
hielt
Dr.
C.___
eine bleibende verminderte Belastbarkeit und Funktionseinschränkung des linken Fusses fest (
Urk.
9/249)
und bezifferte diese
gestützt auf die
Suva-Tabelle
5
(Integritätsschaden bei
Arthrosen
)
mit 15
%
, entsprechend dem Tabellenwert für USG-Arthrosen mit erfolgter
Arthrodese
.
Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers
durfte sich die
Beschwerde
gegnerin
bei der Überprüfung der Einschätzung des Integritätsschadens ohne Weite
res
auch
auf die schlüssi
ge kreisärztliche Stellungnahme vom
7.
Juni 2017
stützen.
Die
medizinischen Akten
enthalten
keine Hinweise, welche eine höhere Entschädigung rechtfertigen könnten
.
Daran vermag – entgegen dem Beschwer
deführer (
Urk.
1 S. 9)
–
auch die von Dr.
D.___
dokumentierte
Druckdolenz
im
OSG
(
Urk.
9/269/2) nichts zu ändern.
Bildet
diese
doch Bestandteil des von
Dr.
C.___
gewürdigten Gesamtbilds
bei Status nach USG-
Arthrodese
mittels
talokalkanearer
Verschraubung, Status nach USG-Arthrose, Status nach
Kalka
neus-Mehrtrümmerfraktur
links mit
Vorfusskompartment
und
Kompartmentspal
tung
im Juli 2013 (Urk. 9/249
/1).
Im Übrigen
greift
das Gericht nicht ohne Not bzw. nur
insoweit
e
in
, als dass
die unfallmedizinische Beurteilung sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde. Dies ist nach dem Gesagten vorliegend offensichtlich nicht der Fall.
9
.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, was zur Abwei
sung führt, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Tomas Kempf
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
Hurst
Hediger