# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7639d4b5-ac21-5f7e-927c-7e0db68a53b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.09.2025 760 25 138 (760 2025 138)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_760-25-138_2025-09-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. September 2025 (760 25 138) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Familienzulagen  

 

 

Das im Zeitraum vom 1. August 2024 bis 31. Juli 2025 erzielte monatliche Einkommen 

aus dem absolvierten Praktikum liegt höher als der Betrag einer maximalen vollen Alters-

rente der AHV. Damit befand sich der Sohn des Versicherten in dieser Zeit nicht in Aus-

bildung im Sinne des Gesetzes, womit kein Anspruch auf Ausbildungszulagen besteht.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Familienausgleichskasse Arbeitgeber Basel, Viaduktstrasse 42, 
Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ausbildungszulagen für Sohn B.____  
 
 
 
A. Die Familienausgleichskasse Arbeitgeber Basel (Familienausgleichskasse) erliess am 
1. Juli 2022 einen Zulagenentscheid, worin sie A.____ unter anderem für seinen Sohn B.____ 
gestützt auf seine Anstellung bei der C.____ GmbH Ausbildungszulagen zusprach. Die Famili-
enausgleichskasse erfasste die Ausbildungszulagen ab 1. August 2022 bis auf Weiteres. Mit E-

 

 
 
Seite 2    

Mail vom 10. Februar 2025 liess die Arbeitgeberin des Versicherten der Familienausgleichskas-
se einen Praktikumsvertrag vom 14. Mai 2024 zukommen. Der Vertrag wies ein Praktikum von 
Sohn B.____ in der Zeit vom 1. August 2024 bis 31. Juli 2025 im Rahmen seiner Ausbildung an 
der Wirtschaftsmittelschule D.____ zum Kaufmann mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und 
Berufsmaturität aus. In der Folge verneinte die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 13. Februar 
2025 rückwirkend einen Anspruch auf Ausbildungszulagen ab 1. August 2024. Zur Begründung 
führte sie an, dass kein Anspruch auf Ausbildungszulagen bestehe, wenn das durchschnittliche 
monatliche Einkommen des Kindes in Ausbildung höher als die maximale AHV-Rente sei. An 
dieser Auffassung hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid 
vom 6. März 2025 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. März 
2025 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 6. März 2025; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, 
dass der von seinem Sohn erzielte Praktikumslohn im Jahr 2024 auf einen Monatsdurchschnitt 
des betreffenden Kalenderjahres umgerechnet werden soll. Hierzu verwies er auf die Weglei-
tung über die Renten (RWL). 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 24. April 2025 schloss die Familienausgleichskasse auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Nach Art. 22 des Bundesgesetzes über die Familienzulagen (FamZG) vom 24. März 
2006 entscheidet in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 das Versiche-
rungsgericht jenes Kantons über Beschwerden gegen Entscheide der Familienausgleichskas-
sen, dessen Familienzulagenordnung anwendbar ist. Im vorliegenden Fall ist gestützt auf 
Art. 12 Abs. 2 FamZG die Familienzulagenordnung des Kantons Basel-Landschaft anwendbar, 
da die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ihren Sitz im Kanton Basel-Landschaft hat. Ent-
sprechend kann gemäss § 40 Abs. 1 EG FamZG in Verbindung mit § 54 Abs. 2 lit. a des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen der Familienausgleichskassen, gegen welche 
eine Einsprache ausgeschlossen ist, innert 30 Tagen beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht, Beschwerde erhoben werden. Auf die vorliegend beim örtlich und sachlich 
zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 27. März 2025 ist ein-
zutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch 
des Beschwerdeführers auf monatliche Ausbildungszulagen von Fr. 250.-- für seinen Sohn 

 

 
 
Seite 3    

B.____ für den Zeitraum ab 1. August 2024 bis 31. Juli 2025. Die Beurteilung der Beschwerde 
fällt deshalb in die Kompetenz der präsidierenden Person der Abteilung Sozialversicherungs-
recht des Kantonsgerichts. 
 
2.1 Nach Art. 3 FamZG umfassen die Familienzulagen die Kinder- und die Ausbildungszu-
lagen. Die Ausbildungszulage wird ab Ende des Monats, in dem das Kind das 16. Altersjahr 
vollendet, bis zum Abschluss der Ausbildung ausgerichtet, längstens jedoch bis zum Ende des 
Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet (Art. 3 Abs. 1 lit. b FamZG). Gemäss Art. 1 der 
Verordnung über die Familienzulagen (FamZV) vom 31. Oktober 2007 besteht ein Anspruch auf 
eine Ausbildungszulage für Kinder, die eine Ausbildung im Sinne von Art. 25 Abs. 5 des Bun-
desgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 
absolvieren.  
 
2.2 Art. 25 Abs. 5 Satz 2 AHVG beauftragt den Bundesrat, den Begriff der Ausbildung zu 
regeln was er mit Art. 49bis und 49ter der Verordnung zur Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVV) vom 31. Oktober 1947 getan hat. In Ausbildung ist demnach ein Kind, wenn es sich auf 
der Grundlage eines ordnungsgemässen, rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Bil-
dungsganges systematisch und zeitlich überwiegend entweder auf einen Berufsabschluss vor-
bereitet oder sich eine Allgemeinausbildung erwirbt, die Grundlage bildet für den Erwerb ver-
schiedener Berufe (Art. 49bis Abs. 1 AHVV). Nicht als in Ausbildung gilt demgegenüber ein Kind, 
wenn es ein durchschnittliches monatliches Erwerbseinkommen erzielt, das höher ist als die 
maximale volle Altersrente der AHV (Art. 49bis Abs. 3 AHVV).  
 
2.3 Zur Berechnung des massgeblichen Einkommens des Kindes gilt gemäss Randziffer 
3129 Abschnitt c der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die Renten in 
der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL; Stand 1. Januar 
2024 [gültig ab 1. Januar 2024]) Folgendes: Befindet sich das Kind in einem Praktikum, in wel-
chem das durchschnittliche Monatseinkommen über dem Betrag einer maximalen vollen Alters-
rente liegt, sind die Praktikumsmonate gesondert vom Rest der übrigen Monate zu betrachten. 
Nur wenn das Praktikum in einer üblichen unterrichtsfreien Zeit (gemäss Art. 49ter Abs. 3 AHVV) 
gemacht wird oder der monatliche Praktikumslohn unter dem Betrag der maximalen vollen Al-
tersrente liegt, wird das gesamte Einkommen auf einen Monatsdurchschnitt des betreffenden 
Kalenderjahres umgerechnet. 
 
2.4 Verwaltungsweisungen, zu welchen auch die RWL zählt, richten sich primär an die 
Durchführungsstellen und sind für das Kantonsgericht somit nicht verbindlich. Deren Regeln 
werden vom Kantonsgericht dennoch berücksichtigt, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste 
und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das 
Gericht weicht daher nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre-
ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu ge-
währleisten, Rechnung getragen (vgl. BGE 140 V 314 E. 3.3, BGE 133 V 587 E. 6.1, 133 V 257 
E. 3.2 je mit Hinweisen). 

 

 
 
Seite 4    

3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versiche-
rungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 
144 V 427 E. 3.2). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklä-
rungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus 
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 2. Juni 2020, 9C_805/2019, E. 8.1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt 
indessen nicht uneingeschränkt; er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien 
(BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen).  
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR / 
DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-
Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist 
vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit 
diversen Hinweisen). 
 
4.1 Vorliegend ist aktenkundig und unbestritten, dass der Sohn des Beschwerdeführers in 
der Zeit vom 1. August 2024 bis 31. Juli 2025 ein Praktikum absolviert und dabei ein Einkom-
men von Fr. 3'000.-- pro Monat erzielt hat. Nachdem das Praktikum sowohl bezogen auf das 
Jahr 2024 als auch auf dasjenige 2025 mehr als vier Monate gedauert hat, fällt er sodann nicht 
unter die Sonderregelung von Art. 49ter Abs. 3 lit. a AHVV. 
 
4.2 Die Frage, ob sich der Sohn des Beschwerdeführers im streitigen Zeitraum in Ausbil-
dung im Sinne des Gesetzes befunden hat, bestimmt sich demnach im vorliegenden Fall einzig 
nach Art. 49bis Abs. 3 AHVV. Dabei sind nach der Regelung der RWL zur Bemessung des 
durchschnittlichen Einkommens die Monate, in welchen er sich im Praktikum befunden hat, ge-
trennt von den übrigen Zeiten zu betrachten (vgl. E. 2.3 hiervor). In der Zeit vom 1. August 2024 
bis 31. Juli 2025 erzielte er ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 3'000.--. Dieser Betrag 
liegt höher als jener einer maximalen vollen Altersrente der AHV, welcher im Jahr 2024 
Fr. 2'450.-- betrug und im Jahr 2025 Fr. 2'520.-- beträgt (vgl. Art. 34 Abs. 3 i.V.m. Abs. 5 AHVG 
in der ab 1. Januar 2025 geltenden Fassung sowie in der bis zum 31. Dezember 2024 in Kraft 
gestandenen Fassung). Nachdem er demnach in dieser Zeit ein Einkommen erzielte, welches 
über dem Grenzbetrag von Art. 49bis Abs. 3 AHVV lag, befand er sich gemäss dieser Bestim-
mung nicht in Ausbildung im Sinne des Gesetzes (vgl. E. 2.2 hiervor). Andere Schlussfolgerun-
gen lassen sich – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – aus den vorstehend zi-

 

 
 
Seite 5    

tierten Bestimmungen der RWL nicht herauslesen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Dezember 2014, 8C_800/2014, E. 4.1 ff.). Ferner besteht vorliegend kein Anlass, von den 
Ausführungen in der RWL abzuweichen. Sofern der Beschwerdeführer geltend macht, dass 
sein Sohn den überwiegenden Anteil des Jahres 2024 kein Einkommen erzielt habe und die 
Zeit von Januar bis Juli 2024 durch sein Einkommen nicht ausgleichen könne, kann er daraus 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es ist ihm entgegenzuhalten, dass der Anspruch auf Ausbil-
dungszulagen nur für den Zeitraum ab August 2024 verneint wurde, in welchem sein Sohn ef-
fektiv ein Einkommen erwirtschaftete, welches über dem Betrag der maximalen vollen Altersren-
te lag. Für den Zeitraum davor (Januar bis Juli 2024) wurde ihm der Anspruch hingegen nicht 
abgesprochen.  
 
5. Nach dem Gesagten befand sich der Sohn des Beschwerdeführers im Zeitraum vom 
1. August 2024 bis 31. Juli 2025 nicht in Ausbildung im Sinne des Gesetzes, womit für diesen 
Zeitraum kein Anspruch auf Ausbildungszulagen besteht. Die Beschwerde ist demnach abzu-
weisen. 
 
6. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das AHVG keine grundsätzli-
che Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
 
 
  

 

 
 
Seite 6    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.