# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5caba922-1375-5ed6-b18b-bd3872e9c779
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2011 D-2692/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2692-2010_2011-10-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­2692/2010

U r t e i l   v om   2 0 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli­Busi;  
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

Parteien X._______, geboren am _______,
Kroatien,  
vertreten durch lic. iur. Andreas Fäh, _______,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 19. März 2010 / _______.

D­2692/2010

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  _______  in  _______  einen  in  der 
Schweiz anerkannten Flüchtling aus Kosovo heiratete, 

dass sie am 18. Mai 2009 beziehungsweise 26. Februar 2010 beim BFM 
ein  Asylgesuch  respektive  ein  Gesuch  um  Einbezug  in  die 
Flüchtlingseigenschaft ihres Gatten stellen liess, 

dass sie dazu am 5. März 2010 summarisch befragt wurde, 

dass die Vorinstanz gleichentags eine Anhörung durchführte, 

dass  die  Beschwerdeführerin  geltend  machte,  von  Geburt  an  bis  zum   
31. Januar 2010 in _______ (Kroatien) Wohnsitz gehabt zu haben, 

dass sie darlegte, keine eigenen Asylgründe zu haben, 

dass  sie  Ende  Januar  2010  in  die  Schweiz  gereist  sei,  um  mit  ihrem 
Ehemann zusammenzuleben, 

dass  das  BFM  dieses  Gesuch  mit  Verfügung  vom  19.  März  2010 – 
eröffnet am selben Tag – gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und 2 sowie Art. 51 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ablehnte 
und die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz sowie den 
Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  ihres  Entscheids  ausführte,  die 
Beschwerdeführerin  mache  keine  Gründe  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG 
geltend, 

dass  gemäss  Art.  51  Abs.  1  AsylG  Ehegatten  von  Flüchtlingen  als 
Flüchtlinge anerkannt würden und ihnen Asyl gewährt werde, wenn keine 
besonderen Gründe dagegen sprächen, 

dass der Ehemann der Beschwerdeführerin zwar als Flüchtling anerkannt 
worden  sei  und  in  der  Schweiz  über  eine  Niederlassungsbewilligung 
verfüge, 

dass  die  Beschwerdeführerin  als  kroatische  Staatsbürgerin  visumsfrei 
und somit jederzeit legal in die Schweiz einreisen könne, 

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dass sie nicht geltend mache, im Heimatland Probleme gehabt zu haben, 

dass sowohl Serbien wie auch Kroatien als "Safe Country" im Sinne von 
Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG gälten, 

dass  mithin  nicht  davon  auszugehen  sei,  der  Ehemann  der 
Beschwerdeführerin, welcher  sich gemäss Aktenlage bereits  in Kroatien 
aufgehalten habe, riskiere dort eine Gefährdung, 

dass hinreichend Anhaltspunkte dafür bestünden, der Ehemann, welcher 
mutmasslich  der  kroatischen  Sprache  mächtig  sei,  sehr  gut  Deutsch 
spreche und über Arbeitserfahrung verfüge, werde zusammen mit seiner 
Gattin  vor  Ort  zumutbare  Existenzbedingungen  antreffen,  zumal  in 
_______ auch Angehörige der Beschwerdeführerin lebten, 

dass es den Eheleuten mithin zuzumuten sei, die Ehe im Heimatland der 
Beschwerdeführerin  zu  leben,  weshalb  ihr  kein  Asyl  zu  erteilen 
beziehungsweise  sie  nicht  in  die  Flüchtlingseigenschaft  ihres  Gatten 
einzubeziehen sei, 

dass  die  Vorinstanz  in  diesem  Zusammenhang  auf  Entscheide  und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  1996 
Nr. 14 verwies,

dass nach dem Gesagten besondere Gründe im Sinne von Art. 51 Abs. 1 
AsylG vorlägen,

dass  es  der Beschwerdeführerin  indes  unbenommen  sei,  ein Verfahren 
um  Erteilung  einer  ausländerrechtlichen  Bewilligung  im Wohnsitzkanton 
des Ehemannes einzuleiten, 

dass der Vollzug der Wegweisung nach Kroatien zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  zuzumuten  sei,  den  Ausgang  des 
allenfalls  in  der  Schweiz  eingeleiteten  Verfahrens  um  Erteilung  einer 
ausländerrechtlichen Bewilligung in ihrem Heimatland abzuwarten, 

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit zwei eigenen und einer 
Eingabe  ihrer  Rechtsvertretung  vom  19.  April  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht anfocht,

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dass sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, den Einbezug in 
die  Flüchtlingseigenschaft  ihres  Gatten  beziehungsweise  die 
Asylgewährung und eventualiter die Feststellung der Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs  verbunden  mit  der  vorläufigen  Aufnahme  in  der 
Schweiz beantragen liess,

dass  sie  zur  Begründung  geltend  machte,  die  Anhörung  durch  die 
Vorinstanz sei sehr knapp ausgefallen, 

dass  die  Probleme  ihres  Gatten  im  Falle  des  Ehelebens  in  Kroatien 
unberücksichtigt  geblieben  und  sie  sowie  ihr  Gatte  dazu  zu  befragen 
seien, 

dass  ihr  Gatte  als  ethnischer  Albaner  einer  in  Kroatien  de  facto  nicht 
geduldeten Minderheit angehöre, 

dass er  bei  der  versuchten Eheschliessung  in Kroatien und dem später 
versuchten  Eintrag  der  in  der  Schweiz  geschlossenen  Ehe  staatlich 
diskriminiert worden sei, 

dass er über keine heimatlichen Papiere verfüge und auch keine solchen 
erhältlich machen könne, 

dass er in Kroatien als unerwünschte Person angesehen werde, 

dass  auch  die  Eltern  der  Beschwerdeführerin  Mühe  mit  der 
gemischtethnischen Ehe bekundeten, 

dass  ihr  Gatte  und  letztlich  auch  sie  selber  in  Kroatien  diskriminiert 
würden, was klarerweise ihren Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft zur 
Folge haben müsse, 

dass ihr Mann seit 21 Jahren in der Schweiz lebe und für ihn und mithin 
auch sie in Kroatien im Rahmen der Ehe keine zumutbaren Perspektiven 
bestünden, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 22. April 
2010 auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete, 

dass  das BFM mit  Vernehmlassung  vom  30.  April  2010  die  Abweisung 
der Beschwerde beantragte, 

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dass  die  Vorinstanz  darin  hervorhob,  eine  erneute  Befragung  erübrige 
sich,  da  die  Beschwerdeführerin  bei  der  Anhörung  keine  Probleme  in 
Kroatien geltend gemacht habe, 

dass ihre angeblichen behördlichen Probleme im Zusammenhang mit der 
Ehe  in  Anbetracht  der  rechtsstaatlichen  Verhältnisse  vor  Ort  nicht 
nachvollzogen werden könnten, 

dass es  ihrem Gatten gemäss einer Auskunft  der  kroatischen Botschaft 
_______ vielmehr ohne weiteres möglich sei, eine Aufenthaltsbewilligung 
für Kroatien zu erhalten, 

dass  sich  in  Anbetracht  der  aktuellen  Situation  in  Kosovo  überdies  die 
Fragen betreffend Widerruf des Asyls des Gatten und der Aberkennung 
der Flüchtlingseigenschaft stellten, 

dass die Vorinstanz erneut auf den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung in der Schweiz verwies, 

dass  die  Beschwerdeführerin  nach  gewährten  Fristerstreckungen  mit 
Replik vom 13. Oktober 2010 an ihren bisherigen Vorbringen festhielt, 

dass  sie  darlegte,  ihr  Ehemann  hätte  in  Kroatien  aufgrund  seiner 
albanischen Wurzeln nach wie vor mit Diskriminierungen zu rechnen, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  12.  Juli  2011  dem  Ehegatten  der 
Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft entzog und  ihm das Asyl 
aberkannte, 

dass  dieser  Entscheid  den  Akten  zufolge  unangefochten  in  Rechtskraft 
erwuchs, 

dass  in  der  Beschwerde  insbesondere  ein  Einbezug  der 
Beschwerdeführerin  in  den  vormaligen  Status  ihres  Gatten  beantragt 
wurde, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  entsprechend  mit 
Zwischenverfügung  vom  24.  August  2011  der  Beschwerdeführerin 
Gelegenheit  einräumte,  angesichts  der  veränderten  Sachlage  eine 
Stellungnahme einzureichen, 

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dass  in  dieser  Verfügung  ferner  auf  die  Niederlassungsbewilligung  des 
Gatten in der Schweiz hingewiesen wurde, 

dass  vor  diesem Hintergrund  ein  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine  Aufenthaltsbewilligung  in  der  Schweiz  grundsätzlich  als  gegeben 
erscheine, 

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  Aktenlage  noch  kein  Gesuch  um 
Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  bei  der  zuständigen  kantonalen 
Behörde gestellt habe, 

dass sie  im Rahmen  ihrer Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8 AsylG) gehalten 
sei,  innert  anzusetzender  Frist  ein  entsprechendes  Gesuch  bei  der 
kantonalen  Behörde  zu  stellen  und  einen  Beleg  für  die 
Gesuchseinreichung dem Bundesverwaltungsgericht zu übermitteln, 

dass  bei  unbenutztem  Fristablauf  respektive  negativer  Antwort  davon 
auszugehen  sei,  die  Beschwerdeführerin  verzichte  auf  die 
Geltendmachung  entsprechender  Wegweisungshindernisse  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, 

dass  das Gesuch  um Fristerstreckung  der Beschwerdeführerin  vom 22. 
September 2011 am 24. September 2011 gutgeheissen wurde, 

dass  innert  der  bis  zum  6.  Oktober  2011  erstreckter  Frist  beim 
Bundesverwaltungsgericht keine Stellungnahme eintraf, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

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dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – aktuell 
als  offensichtlich  unbegründet  erscheint,  weshalb  darüber  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  zu  entscheiden  ist  (Art.  111 
Bst. e AsylG),

dass  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Anhörung  keine  eigenen 
Asylgründe geltend machte, 

dass  sie  in  die  Schweiz  gereist  sei,  um  mit  ihrem  Ehemann 
zusammenzuleben, 

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dass  sie  auf  Nachfragen  erklärte,  es  gebe  keine  Gründe,  die  sie  noch 
nicht  erwähnte  habe  und  die  gegen  die  Rückkehr  ins  Heimatland 
sprechen würden, 

dass  vor  diesem  Hintergrund  dem  BFM  entgegen  den 
Beschwerdevorbringen  nicht  anzulasten  ist,  es  habe  den  Sachverhalt 
unvollständig abgeklärt, und sich erneute Befragungen erübrigen, 

dass das BFM ausserdem zu Recht auf die demokratische Entwicklung in 
Kroatien  hinweist  und  der  Schweizerische  Bundesrat  dieses  Land  im 
Januar 2007 als verfolgungssicheren Staat bezeichnete, 

dass  gewisse  Diskriminierungen  ethnischer  Minderheiten  durch  lokale 
Behörden  zwar  nach  wie  vor  nicht  generell  ausgeschlossen  werden 
können  und  sich  insoweit  bei  der  Anerkennung  der  Ehe  der 
Beschwerdeführerin  möglicherweise  gewisse  Schwierigkeiten  ergeben 
haben könnten, 

dass  es  ihr  indes  möglich  und  zumutbar  gewesen  wäre,  auf  dem 
Rechtsweg gegen allfällig fehlbare Beamte vorzugehen, 

dass  jedenfalls  nicht  von  einer  erlittenen  oder  drohenden  Verfolgung 
asylrelevanten  Ausmasses  wegen  der  gemischtethnischen  Ehe 
auszugehen ist, 

dass  die  Beschwerdeführerin  eine  solche  auch  nicht  explizit  geltend 
macht  und  insbesondere  einen  Einbezug  in  die  Flüchtlingseigenschaft 
ihres Gatten beantragte, 

dass diesem indes am 12. Juli 2011 die Flüchtlingseigenschaft entzogen 
und  ihm  das  Asyl  aberkannt  wurde,  wobei  der  Entscheid  gemäss 
Aktenlage unangefochten in Rechtskraft erwuchs, 

dass  entsprechend  eine  Anerkennung  als  Flüchtling  und  die 
Asylgewährung  gestützt  auf Art.  51 Abs.  1 AsylG  zum Vornherein  nicht 
mehr in Betracht kommen, 

dass  die Beschwerdeführerin  zum neuen Sachverhalt  bis  zum heutigen 
Datum keine Stellungnahme eingereicht hat, 

dass  es  der  Beschwerdeführerin  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 

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machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat, 

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass die Wegweisung  jedoch nicht anzuordnen  ist beziehungsweise die 
vom  BFM  angeordnete  Wegweisung  gegenstandslos  wird,  wenn  die 
betroffene  Person  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung 
verfügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 

dass  von  der  Anordnung  der  Wegweisung  praxisgemäss  auch  dann 
abzusehen  ist,  wenn  ein  Anspruch  auf  Aufenthaltsbewilligung  besteht, 
dies  jedoch  bedingt,  dass  der  entsprechende  Anspruch  bei  der 
zuständigen  ausländerrechtlichen  Behörde  geltend  gemacht  worden  ist 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 21 E. 9­11),

dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  über  ein  gefestigtes 
Anwesenheitsrecht  in  der  Schweiz  verfügt  und  damit  die 
Beschwerdeführerin  grundsätzlich  einen  Anspruch  auf 
Aufenthaltsbewilligung  hat  (vgl.  Art.  43  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]),

dass  die  Beschwerdeführerin  jedoch  trotz  ausdrücklicher  Aufforderung 
bisher  kein  Gesuch  um  Aufenthaltsbewilligung  in  der  Schweiz  bei  den 
zuständigen  Behörden  gestellt  hat,  weshalb  die  Anordnung  der 
Wegweisung vorliegend zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

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einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  der 
Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­
Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und 
keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihr in Kroatien droht,

dass  zwar  Art.  8  EMRK  vorliegend  dem  Vollzug  der  Wegweisung  im 
Wege  stehen  könnte,  nachdem  es  die  Beschwerdeführerin  jedoch 
unterlassen  hat,  ihre  diesbezüglichen  Rechte  bei  der  zuständigen 
Behörde  geltend  zu  machen,  bleibt  eine  entsprechende  Prüfung 
vorliegend androhungsgemäss ausgeschlossen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt konkret gefährdet 
sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  im  safe  country  Kroatien  offensichtlich  nicht  von  einer 
Gewaltsituation im obenerwähnten Sinne auszugehen ist, 

dass auch keine  individuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung der 
Beschwerdeführerin,  welche  vor  Ort  über  soziale  Anknüpfungspunkte 
verfügt, im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

dass  die  allfälligen  Schwierigkeiten  bei  der  behördlichen  Anerkennung 
der Ehe wie erwähnt bei den zuständigen vorgesetzten Stellen zu rügen 
wären, 

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dass  das  BFM  im  Übrigen  zurecht  auf  Integrationsfaktoren  auch  zu 
Gunsten  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  hinweist,  sollte  er 
seiner Gattin nach Kroatien folgen, 

dass  es  ihr  im  Sinne  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  überdies 
unbenommen  ist,  ein  Gesuch  um  eine  Aufenthaltsbewilligung  in  der 
Schweiz von dort aus oder bei einer erneuten visumsfreien Einreise in die 
Schweiz zu stellen, 

dass der Vollzug der Wegweisung demnach zumutbar ist, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  schliesslich 
möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), 
und  es  der  Beschwerdeführerin  obliegt,  bei  der  Beschaffung  allenfalls 
noch  erforderlicher  gültiger  Reisepapiere mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1­3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

D­2692/2010

Seite 12

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand: