# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 187e320b-d18b-5cb9-8de6-d289071758ca
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.09.2017 SK.2017.30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2017-30_2017-09-19.pdf

## Full Text

Urteil vom 19. September 2017 
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Martin Stupf, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber Tornike Keshelava  

Parteien 

 

BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch    

Staatsanwältin des Bundes Manuela Graber,         

  

 

gegen 

  A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Urs Markus 

Lischer, 

  

Gegenstand 

 

Versuchte Widerhandlung gegen das Güterkontroll-

gesetz 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2017.30 

- 2 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 
 

Gestützt auf Art. 337 StPO wird dem Gericht beantragt, der Beschuldigte A. sei gemäss 

Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 26. April 2017 zu verurteilen und zu bestrafen. 

Dem Dispositiv des genannten Strafbefehls können folgende Anträge entnommen wer-

den: 

 

1. A. sei wegen versuchter Widerhandlung gegen das Güterkontrollgesetz (Art. 14 Abs. 

1 lit. a GKG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GKV und Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig zu sprechen.  

 

2. A. sei mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je Fr. 240.– zu bestrafen. Der Voll-

zug der Geldstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

 

3. A. sei zusätzlich mit einer Busse von Fr. 700.– zu bestrafen; bei schuldhaftem Nicht-

bezahlen ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen.  

 

4. Die Kosten des Verfahrens von Fr. 1‘000.– (Fr. 980.– Gebühren und Fr. 20.– Ausla-

gen) seien A. anteilsmässig, ausmachend Fr. 600.–, aufzuerlegen.  

 

5. Nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils sei der Kanton Schaffhausen für den Vollzug 

als zuständig zu erklären. 

 
 
Anträge der Verteidigung: 
 

1. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen und der Strafbefehl der 

Bundesanwaltschaft vom 26. April 2017 sei aufzuheben. 

 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

 

Prozessgeschichte: 

A. Am 21. März 2017 meldete B. im Auftrag seines Arbeitgebers, der Firma C. 

GmbH, eine gebrauchte CNC-Maschine (Model: E.1; Baujahr: 2007, Ursprungs-

land: Italien) mittels NCTS (Neues Computerisiertes Transitsystem) zur Ausfuhr 

aus der Schweiz nach Deutschland bzw. (als Bestimmungsland) Rumänien an. 

Die Sendung war als bewilligungsfrei deklariert. Versender der Ware war die 

Firma D. AG mit Sitz in Z., vertreten durch A., welcher auch für den Verkauf bzw. 

den Export der CNC-Maschine verantwortlich war. Die Zollstelle Thayngen blo-

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ckierte die Ausfuhr der Sendung, da Abklärungen beim Staatssekretariat für Wirt-

schaft (SECO) ergaben, dass es sich bei der Ware um ein bewilligungspflichtiges 

Dual-Use-Gut gehandelt haben soll. 

B. Auf Anzeige des SECO vom 28. März 2017 eröffnete die Bundesanwaltschaft am 

31. März 2017 eine Strafuntersuchung gegen B. wegen Widerhandlung gegen 

Art. 14 des Bundesgesetzes über die Kontrolle zivil und militärisch verwendbarer 

Güter, besonderer militärischer Güter sowie strategischer Güter vom 13. Dezem-

ber 1996 (Güterkontrollgesetz, GKG, SR 946.202). Am 21. April 2017 dehnte sie 

die Strafuntersuchung auf A. aus. 

C. Am 26. April 2017 erliess die Bundesanwaltschaft gegen A. einen Strafbefehl 

wegen versuchter Widerhandlung gegen das Güterkontrollgesetz gemäss Art. 14 

Abs. 1 lit. a GKG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Kontrolle zivil und 

militärisch verwendbarer Güter, besonderer militärischer Güter sowie strategi-

scher Güter vom 3. Juni 2016 (Güterkontrollverordnung, GKV, SR 946.202.1) 

und Art. 22 Abs. 1 StGB und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 15 Tagessät-

zen zu je Fr. 240.–, bedingt erlassen auf eine Probezeit von 2 Jahren, und zu 

einer Busse von Fr. 700.–.  

D. A. erhob hierauf am 4. Mai 2017 firstgerecht Einsprache. Am 19. Juni 2017 

reichte sein Verteidiger zudem eine Einsprache-Begründung mit diversen Beila-

gen bei der Bundesanwaltschaft ein. 

E. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft drängte sich keine weitere Beweisab-

nahme im Sinne von Art. 355 Abs. 1 StPO auf. Sie hielt am Strafbefehl fest 

(Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und überwies diesen am 21. Juni 2017 dem hiesigen 

Gericht als Anklageschrift zur Durchführung eines Hauptverfahrens (Art. 356 

Abs. 1 StPO). 

F. Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte der Einzelrichter des Bundesstrafge-

richts die erforderlichen Beweismittel zu den persönlichen Verhältnissen von A. 

(Strafregister- und Betreibungsregisterauszüge, Steuerunterlagen) sowie zwei 

Amtsberichte des SECO vom 4. und 21 Juli 2017 (mit Beilagen) zur Frage der 

Qualifikation der verfahrensgegenständlichen Maschine als bewilligungspflichti-

ges Dual-Use-Gut. Im Weiteren wies der Einzelrichter mit Verfügung vom 5. Sep-

tember 2017 den Beweisantrag des Verteidigers auf Einholung einer Expertise 

der Maschine durch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsan-

stalt (EMPA) ab. 

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G. Am 19. September 2017 fand die Hauptverhandlung in Anwesenheit des Be-

schuldigten und seines Verteidigers am Sitz des Bundesstrafgerichts statt; die 

Bundesanwaltschaft hatte auf eine Teilnahme an der Hauptverhandlung verzich-

tet. Gleichentags eröffnete der Einzelrichter das Urteil und begründete es münd-

lich. 

H. Am 21. September 2017 verlangte die Bundesanwaltschaft gestützt auf Art. 82 

Abs. 2 lit. a StPO fristgerecht eine schriftliche Begründung des Urteils. 

 

Der Einzelrichter erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Zuständigkeit 

Gemäss Art. 18 Abs. 1 GKG unterstehen die Verfolgung und Beurteilung der Wi-

derhandlungen nach Art. 14 dieses Gesetzes der Bundesstrafgerichtsbarkeit. 

Die sachliche Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts ist somit gegeben. 

Die Kompetenz des Einzelgerichts ergibt sich aus Art. 19 Abs. 2 lit. b StPO i.V.m. 

Art. 36 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des 

Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71). 

1.2 Gültigkeit des Strafbefehls und der Einsprache 

Hinsichtlich der Gültigkeit des Strafbefehls und der Einsprache, die das Gericht 

vorfrageweise zu prüfen hat (Art. 356 Abs. 2 StPO), stellen sich keine besonde-

ren Fragen. 

2. Materielles 

2.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, sich der versuchten Wider-

handlung gegen das Güterkontrollgesetz im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. a GKG 

i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GKV und Art. 22 Abs. 1 StGB gemacht zu haben, indem er 

versucht habe, die verfahrensgegenständliche CNC-Maschine ohne die erforder-

liche Bewilligung des SECO aus der Schweiz auszuführen. 

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2.2 Der Beschuldigte weist den Anklagevorwurf von sich (TPF 2.930.3). Er macht 

insbesondere geltend, die Ausfuhr der Maschine unterstehe aufgrund der tech-

nischen Spezifikationen nicht der Bewilligungspflicht gemäss Art. 3 Abs. 1 GKV 

(s. E. 2.5.1). 

2.3  

2.3.1 Das GKG bezweckt u.a. die Kontrolle doppelt verwendbarer Güter (Art. 1 GKG). 

Als doppelt verwendbar (Dual-Use) gelten gemäss Art. 3 lit. b GKG Güter, die 

sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke verwendet werden können. 

Dual-Use-Güter sind Waren, welche grundsätzlich für einen zivilen Verwen-

dungszweck konzipiert und hergestellt wurden, deren Verwendung aufgrund ih-

rer Eigenschaften (z.B. Materialbeschaffenheit oder Leistungsfähigkeit) auch für 

militärische Zwecke nicht ausgeschlossen werden kann (PETERMANN, Dual-Use, 

Zürich/St. Gallen 2014, Rn. 288).  

Welche Güter als doppelt verwendbar gelten, bestimmt der Bundesrat (Art. 2 

Abs. 2 GKG) in einer ausführenden Verordnung (GKV) in generell-abstrakter 

Weise. Gemäss Art. 2 GKV sind die zivil und militärisch verwendbaren Güter in 

Anhang 2 GKV aufgeführt. Dieser enthält eine Liste, in welcher Waren und Tech-

nologien nach technischen Merkmalen kategorisiert sind. 

2.3.2 Nach Art. 14 Abs. 1 GKG sind verschiedene Formen vorsätzlicher Verletzungen 

von Pflichten im Bereich der Güterkontrolle unter Strafe gestellt. Gemäss Art. 14 

Abs. 1 lit. a GKG macht sich strafbar, wer vorsätzlich ohne entsprechende Bewil-

ligung Waren herstellt, lagert, weitergibt, verwendet, ein-, aus-, durchführt oder 

vermittelt oder an eine Bewilligung geknüpfte Bedingungen und Auflagen nicht 

einhält. Der Tatbestand von Art. 14 Abs. 1 lit. a GKG schliesst eine sich aus Art. 3 

GKV i.V.m. Anhang 2 zu dieser Verordnung ergebende Bewilligungspflicht mit 

ein. Die Ausfuhr von Gütern des Anhangs 2 GKV ist der Bewilligungspflicht un-

terstellt (Art. 3 Abs. 1 GKV). Es gilt das Selbstdeklarationsprinzip, d.h. wer Güter 

der Anhänge zur GKV ausführt, muss beim SECO eine Bewilligung beantragen. 

Den objektiven Tatbestand von Art. 14 Abs. 1 lit. a GKG erfüllt, wer die nach Art. 

3 Abs. 1 GKV vorgeschriebene Ausfuhrbewilligung des SECO nicht einholt und 

trotzdem Güter von schweizerischem Staatsgebiet ausführt. 

2.4  

2.4.1 Beim verfahrensgegenständlichen Gut handelt es sich um ein CNC-gesteuertes 

Bearbeitungszentrum – eine sog. Fräsmaschine – der Marke E.1 des Herstellers 

E. S.r.l., Italien. Gemäss Anklage, die sich diesbezüglich auf die Beurteilung des 

SECO stützt, sei diese Maschine aufgrund der technischen Spezifikationen (Po-

- 6 - 

sitioniergenauigkeit) von der Exportkontrollnummer (EKN) 2B201a Ziff. 1 des An-

hangs 2 GKV erfasst, weshalb deren Ausfuhr einer Bewilligungspflicht des SECO 

unterliege. 

2.4.2 EKN 2B201a Ziff. 1 des Anhangs 2 GKV erfasst Werkzeugmaschinen für Fräsbe-

arbeitung mit folgender Eigenschaft: „Positioniergenauigkeit mit ‚allen verfügba-

ren Kompensationen‘ von kleiner (besser)/gleich 6 μm nach ISO 230-2:1988       

oder entsprechenden nationalen Normen entlang der Linearachse“.  

Gemäss Anmerkung zur EKN 2B201a werden Fräsmaschinen von dieser Num-

mer nicht erfasst und unterstehen demzufolge nicht der Bewilligungspflicht nach 

Art. 3 Abs. 1 GKV, wenn kumulativ folgende Voraussetzungen gegeben sind:  

a) Verfahrweg der x-Achse ist grösser als 2 m; 

b) Gesamtpositioniergenauigkeit der x-Achse ist grösser (schlechter) als 30 μm. 

2.5  

2.5.1 Der Verteidiger reichte im Vorverfahren mit der Einsprache-Begründung eine Be-

stätigung der Herstellerfirma E. S.r.l. vom 9. Juni 2017 ein, der zu entnehmen ist, 

dass die interessierende Maschine die beiden in der Anmerkung zur EKN 

2B201a umschriebenen technischen Voraussetzungen erfüllt (TPF 2.661.4). Im 

nachträglichen Bewilligungsverfahren vor dem SECO wurde die Positionier-

genauigkeit der x-Achse vom Beschuldigten mit 0.1 mm (mithin deutlich unter der 

Grenze von 30 μm) angegeben. Das SECO hat diese Angabe akzeptiert und die 

Ausfuhr der Maschine am 1. Mai 2017 bewilligt (TPF 2.661.4/19). Im Weiteren 

gab der Beschuldigte anlässlich seiner Einvernahme in der Hauptverhandlung 

an, die Maschine habe eine Achsenlänge von 3 m und die Positioniergenauigkeit 

sei nicht besser als 0.1 mm (TPF 2.930.7). 

2.5.2 Ob in casu die beiden fraglichen technischen Voraussetzungen tatsächlich vor-

gelegen haben, wurde seinerzeit im Rahmen der Blockierung und vor der defini-

tiven Ausfuhr der Maschine aus der Schweiz nicht näher überprüft. Bei dieser 

Sachlage ist zu Gunsten des Beschuldigten von der Richtigkeit seiner und der 

Angaben des Herstellers zu den technischen Eigenschaften der Maschine aus-

zugehen. 

2.6  

2.6.1 Das SECO führt in seinen vom Gericht eingeholten Amtsberichten vom 4. und 

21. Juli 2017 unter Hinweis auf die im Anhang 2 GKV enthaltene technische An-

merkung zur EKN 2B201 aus, die Positioniergenauigkeit der Werkzeugmaschine 

müsse mit einem sog. individuellen Testprotokoll dokumentiert werden; als Alter-

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native dazu könnten amtliche Werte für jedes Werkzeugmaschinenmodell heran-

gezogen werden. Ohne ein solches Testprotokoll bzw. einen amtlichen Wert wür-

den CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen immer als genau im Sinne der Kate-

gorie 2 des Anhangs 2, Teil 2 GKV gelten. In casu liege kein amtlicher Wert vor, 

da keine Messungen vorgenommen worden seien, und es sei zu keinem Zeit-

punkt im Zoll-, nachträglichen Bewilligungs- oder Strafverfahren den Behörden 

ein Testprotokoll vorgelegt worden. Die Ausnahmeregelung der Anmerkung zur 

EKN 2B201a komme daher vorliegend nicht zur Anwendung, so dass die fragli-

che Maschine der Bewilligungspflicht nach Art. 3 Abs. 1 GKV unterliege (TPF 

2.661.1 ff./181 ff.). 

2.6.2 Diese Auffassung findet im Gesetz keine Stütze. Die vom SECO zitierte techni-

sche Anmerkung zur EKN 2B201 lautet, soweit hier von Bedeutung, wie folgt: 

„Als Alternative zu individuellen Testprotokollen können für jedes Werkzeugma-

schinenmodell amtliche Werte für die Positioniergenauigkeit herangezogen wer-

den …“. Aus dieser Vorschrift ergibt sich nicht, jedenfalls nicht mit der dem Be-

stimmtheitsgebot (Art. 1 StGB) genügenden Klarheit, dass das Testprotokoll 

zwingend („muss“) vom Exporteur unaufgefordert vorzulegen ist. Eine solche 

Verpflichtung deckt sich insbesondere auch nicht mit Art. 18 Abs. 1 GKV, wonach 

erst auf Verlangen des SECO mit entsprechenden Unterlagen nachgewiesen 

werden muss, dass die Güter zu Recht bewilligungsfrei ausgeführt wurden. Dass 

der Beschuldigte vorliegend vom SECO zur Vorlage eines Testprotokolls aufge-

fordert wurde, ergibt sich aus den Akten nicht. 

2.6.3 Beim Beschuldigten handelt es sich nachweislich um einen juristischen Laien. 

Gemäss seinen glaubhaften Aussagen hat er erstmals ein solches Gut ins Aus-

land exportiert (BA 13.2.6; TPF 2.930.4 f.). Gerade für einen juristischen Laien 

ohne einschlägige Erfahrungen im Exportbereich war eine besondere Pflicht zur 

Beilegung eines Testprotokolls infolge mangelnder Bestimmtheit der vom SECO 

angerufenen gesetzlichen Grundlage nicht erkennbar.  

2.6.4 Ebenso wenig kann der Schlussfolgerung des SECO gefolgt werden, wonach 

ohne ein Testprotokoll oder einen amtlichen Wert CNC-gesteuerte Werkzeugma-

schinen immer als genau im Sinne der Kategorie 2 des Anhangs 2, Teil 2 gelten 

würden. Eine derartige Schlussfolgerung lässt sich weder aus dem Gesetzes- 

und Verordnungstext zur Güterkontrollgesetzgebung noch aus der hier interes-

sierenden technischen Anmerkung zur EKN 2B201 ableiten. 

2.7 Nach dem in den E. 2.5 und 2.6 Gesagten erfüllt die verfahrensgegenständliche 

Maschine die technischen Voraussetzungen gemäss Anmerkung zur EKN 

2B201a. Demzufolge war die Ausfuhr der Maschine nicht bewilligungspflichtig im 

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Sinne von Art. 3 Abs. 1 GKV und somit nicht tatbestandsmässig im Sinne von 

Art. 14 Abs. 1 lit. a GKG. 

Der Beschuldigte ist folglich freizusprechen.  

3. Verfahrenskosten 

Es bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte für eine allfällige Kostenauferlegung 

an die freigesprochene Person gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO. Die Verfahrens-

kosten sind demnach von der Eidgenossenschaft zu tragen. 

4. Entschädigung 

4.1 Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das 

Verfahren gegen sie eingestellt, so hat sie gemäss Art. 429 Abs. 1 StPO unter 

anderem Anspruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene 

Ausübung ihrer Verfahrensrechte (lit. a). 

Die Entschädigung richtet sich nach dem Reglement des Bundesstrafgerichts 

vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-

desstrafverfahren (BStKR, SR 173.713.162; vgl. Art. 22 Abs. 3). Gemäss Art. 10 

BStKR sind auf die Berechnung der Entschädigung der freigesprochenen Person 

die Bestimmungen über die amtliche Verteidigung anwendbar. Die Anwaltskos-

ten umfassen das Honorar und die notwendigen Auslagen, namentlich für Reise, 

Verpflegung und Unterkunft sowie Porti und Telefonspesen (Art. 11 Abs. 1 

BStKR). Das Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewiesenen Zeitauf-

wand des Anwalts für die Verteidigung bemessen, wobei der Stundenansatz min-

destens 200 und höchstens 300 Franken beträgt (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Bei 

Fällen im ordentlichen Schwierigkeitsbereich beträgt der Stundenansatz gemäss 

ständiger Praxis der Strafkammer Fr. 230.– für Arbeitszeit und Fr. 200.– für Rei-

sezeit. Der Stundenansatz für Praktikanten beträgt in der Regel Fr. 100.– (Urteile 

des Bundesstrafgerichts SK.2015.12 vom 15. September 2015 E. 9.2; 

SN.2011.16 vom 5. Oktober 2011 E. 4.1, je m.w.H.). Die Auslagen werden im 

Rahmen der Höchstansätze aufgrund der tatsächlichen Kosten vergütet (Art. 13 

BStKR). 

4.2 Der Beschuldigte beantragt den Ersatz der Kosten seiner Wahlverteidigung. 

Rechtsanwalt Urs Markus Lischer macht in seiner Kostennote einen Arbeitsauf-

wand von 18.18 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 280.– für seine Arbeit 

(15.68 Stunden) resp. Fr. 100 für die Arbeit der Praktikantin (2.5 Stunden), 4 

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Stunden Reise- und Wartezeit à Fr. 280.– sowie Auslagen von Fr. 241.90 (zzgl. 

MWST), ausmachend insgesamt Fr. 7‘692.10, geltend (TPF 2.925.1 ff.). 

4.3 Der geltend gemachte Zeitaufwand und die Auslagen des Verteidigers erschei-

nen insgesamt angemessen. Hingegen ist der Stundenansatz auf Fr. 230.– zu 

reduzieren; das Verfahren stellte keine überdurchschnittlichen Anforderungen an 

die Verteidigung. Auf der anderen Seite rechtfertigt es sich vorliegend ausnahms-

weise, diesen Stundenansatz auch auf den Arbeitsaufwand der Praktikantin an-

zuwenden. Die Reise- und Wartezeit sind praxisgemäss mit Fr. 200.– zu vergü-

ten. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer ist der Beschuldigte demnach 

durch die Eidgenossenschaft aufgerundet mit Fr. 6‘640.– für die Kosten der 

Wahlverteidigung zu entschädigen. 

 

  

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Der Einzelrichter erkennt: 

I.  

1. A. wird freigesprochen.  

2. Die Kosten des Verfahrens trägt die Eidgenossenschaft.  

3. A. wird durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 6‘640.– entschädigt. 

II.  

Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Einzelrichter mündlich 

begründet. Das Urteilsdispositiv wird der anwesenden Partei ausgehändigt; der nicht an-

wesenden Partei wird es schriftlich zugestellt. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird zugestellt an: 

 Bundesanwaltschaft 

 Rechtsanwalt Urs Markus Lischer (Verteidiger von A.) 

 
 
Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde 

 

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Rechtsmittelbelehrung 
 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be-

schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 
 
Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 BGG). Die 
Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer 
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang 
des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 4. Oktober 2017