# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a6bcb0d-16bb-5aef-b4c6-c6fa98b1f5b3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.09.2015 725 15 9 / 235 (725 2015 9 / 235)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-9---235_2015-09-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  17. September 2015 (725 15 9 / 235) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und geltend 

gemachten Beschwerden / Würdigung der vorhandenen Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichte-

rin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Michael Kull, Advokat, 
Marktplatz 18, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherungen AG, Aeschengraben 21, Postfach, 
4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Manfred 
Bayerdörfer, Advokat, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1962 geborene A.____ war seit 1. Januar 2003 bei der B.____ AG als Küchengehil-
fe angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Basler Versicherung AG (Basler) gegen die Fol-
gen von Unfällen versichert. Am 29. September 2011 stürzte A.____ an seinem Arbeitsplatz in 
der Küche des Spitals C.____, wobei er sich eine Beule am Kopf sowie eine kleine Hautablede-
rung am rechten Oberarm zuzog. Die Triagestation des Spitals C.____ bescheinigte ihm an-

 

 
 
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schliessend eine Arbeitsunfähigkeit für zwei Tage (29./30. September 2011). Damals erfolgte 
keine Schadenmeldung.  
 
Mit Schadenmeldung vom 28. September 2012 meldete die Arbeitgeberin, A.____ sei am 
29. September 2011 beim Abwaschen schwindlig geworden und er sei mit dem Kopf und Arm 
auf dem Gitterrost aufgeschlagen. Dabei habe er sich Schürfungen am Schädel und am Vor-
derarm/Unterarm rechts zugezogen.  
Nach dem Unfallereignis klagte A.____ vermehrt über Kopfschmerzen. Ab Juli 2012 verspürte 
A.____ Schmerzen in der rechten Schulter. In der Folge wurden weitere medizinische Abklä-
rungen vorgenommen und schliesslich am 18. Oktober 2013 eine Schulterarthroskopie vorge-
nommen. Im Operationsbericht wurde unter anderem eine Rotatorenmanschettenruptur rechts 
vom 29. September 2011 diagnostiziert.  
 
Mit Verfügung vom 2. Juli 2014 lehnte die Basler die Übernahme der Heilungskosten ab. Die 
Krankenkasse, der die Verfügung ebenfalls eröffnet worden war, verzichtete auf eine Einspra-
che. Die Basler hielt auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 11. November 
2014 an der Leistungsablehnung fest.  
 
B. Am 1. Dezember 2014 reichte A.____ bei der Basler nochmals eine „Einsprache“ ein. 
Die „Einsprache“ wurde von der Basler nicht an das zuständige Gericht weitergeleitet. Mit 
Schreiben vom 5. Januar 2015 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht), beantragte A.____, nunmehr vertreten durch Advokat 
Dr. Michael Kull, vorweg die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Des Weiteren wurde 
beantragt, dem Beschwerdeführer sei nach Beurteilung des Gesuchs um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege entweder eine Frist zur ergänzenden Beschwerdebegründung einzu-
räumen oder nach Einholung einer Beschwerdeantwort das Replikrecht zu gewähren.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. März 2015 beantragte die Basler, vertreten durch Ad-
vokat Dr. Manfred Bayerdörfer, die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Der Beschwerdeführer, weiterhin vertreten durch Dr. Michael Kull, beantragte mit Replik 
vom 25. März 2015 der Einspracheentscheid vom 11. November 2014 sei aufzuheben und dem  
Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Am Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde festgehalten.  
 
E.  Mit Schreiben vom 23. Juli 2015 verzichtete der Beschwerdeführer durch seinen 
Rechtsvertreter auf eine weitere Stellungnahme. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

 

 
 
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vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Nach Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröff-
nung des Einspracheentscheides einzureichen. Gelangt die Partei rechtzeitig an einen unzu-
ständigen Versicherungsträger, so gilt die Beschwerdefrist gemäss Art. 60 Abs. 2 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 39 Abs. 2 ATSG als gewahrt. Vorliegend hat der Versicherte seine als Einspra-
che bezeichnete Beschwerde am 1. Dezember 2014 und somit innert der dreissigtägigen Be-
schwerdefrist erhoben, allerdings ist er mit seiner Eingabe innert Frist nicht an das örtlich und 
sachlich zuständige Kantonsgericht, sondern an die Beschwerdegegnerin gelangt. Da die Be-
schwerdegegnerin ihrer Weiterleitungspflicht nicht nachgekommen ist (vgl. Art. 58 Abs. 3 
ATSG), hat der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Januar 2015 die Beschwerde an das 
Kantonsgericht weitergeleitet. Nach dem Gesagten gilt die Beschwerde als rechtzeitig erhoben, 
weshalb darauf einzutreten ist.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemach-
ten Beschwerden in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 29. Sep-
tember 2011 stehen und ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Dabei hat 
der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 UVG). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 
10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 

 

 
 
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2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen-
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. 
 
2.3 Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzu-
kommen, dass zwischen den geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Ursachen im 
Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 
der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs-
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis im Sinne einer Teilursache zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). 
 
2.4 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. Bei einem Rückfall han-
delt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu 
ärztlicher Behandlung kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 
im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit be-
grifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürli-
cher und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. In diesem Zusammenhang gilt es 
klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf 
der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden 
kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
 
3.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, über welche die rechtsanwendende 
Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung zu befinden hat. Dabei hat sie ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 
(vgl. dazu BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste gewürdigt wird (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 
Bei Vorliegen eines Rückfalles oder von Spätfolgen ist das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall ebenfalls mit dem Be-

 

 
 
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weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Ab-
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 
Person aus. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversi-
cherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen 
dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3 mit Hinweis). 
 
3.2 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 
nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 122 V 
158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrund-
satz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall 
der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in der 
Sozialversicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisregel 
greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie-
gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b; 
ULRICH MEYER-BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
3.3 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hin-
weisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinwei-
sen). Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 
eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 
352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  

 

 
 
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3.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c je mit Hinwei-
sen). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von 
Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits 
erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang 
und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr 
wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden 
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und der Frage der 
Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 29. September 2011 und den ab Juli 2012 einset-
zenden Beschwerden liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Unterlagen vor: 
 
4.1 Dr. med. E.____, Oberarzt der medizinischen Klinik des Spitals C.____, führte mit Arzt-
bericht vom 3. Oktober 2011 aus, der Beschwerdeführer habe am 29. September 2011 die Tri-
age des Spitals aufgesucht. Er sei bei der Arbeit zusammengebrochen, nachdem ihm kurz vor-
her schwarz vor den Augen geworden sei. Er habe sich beim Sturz eine Beule am rech-
ten/seitlichen Kopf zugezogen. Er sei zu keinem Zeitpunkt bewusstlos gewesen. Kopfschmer-
zen habe er keine gehabt. Etwas Ähnliches sei ihm vorher noch nie passiert. Palpitationen habe 
er nicht verspürt. Weiter sei eine kleine Hautablederung am rechten Oberarm festgestellt wor-
den. Für den 29. und 30. September 2011 sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 
worden. 
 
4.2 Nach einer Magnetresonanztomographie (MRT) berichtete Dr. med. F.____, FMH für 
Radiologie, G.____, am 15. November 2011 von einem unauffälligen MRT des Neurokraniums 
ohne Anhaltspunkt für eine intrazerebrale Pathologie und einer chronischen Panusinusitis.  
 
4.3 Am 30. August 2012 erfolgte eine Überweisung zur Physiotherapie durch med. pract. 
H.____, Assistenzarzt Chirurgie des I.____, gestützt auf den Verdacht auf ein subakromiales 
Impingement, DD: RM-Läsion. 
 
4.4 Dr. med. K.____, Oberarzt am I.____, hielt mit Bericht vom 30. August 2012 fest, der 
Patient habe nach einem Sturz auf die rechte Schulter vor ca. 5 Monaten seit zwei Wochen 
starke Schmerzen und könne nachts nicht schlafen. Als Befund wurde eine kleinere zystische 
Läsion im Unterrandbereich des Glenoids festgestellt. Das Glenoid stelle sich relativ flach dar. 

 

 
 
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Es bestehe eine leichte Irregularität am Unterrand des Glenoids, möglicherweise Status nach 
alter Bankart-Läsion. 
 
4.5 Am 6. September 2012 folgte ein Bericht von Dr. med. L.____, Leitender Arzt am I.____, 
zu einer MR-Arthrographie vom gleichen Tag. Der Patient habe vor 5 Monaten einen Sturz auf 
die Schulter erlitten und habe seit drei Wochen progrediente Schmerzen. In seiner Beurteilung 
hielt Dr. L.____ einen Befund vereinbar mit einem tiefen, gelenkseitigen Riss der Supraspi-
natussehne im Insertionsbereich mit feiner Restlamelle bursaseitig wie bei einer „gedeckten“ 
Ruptur, ebenfalls Tendopathie, DD narbige Veränderungen des superioren Anteils der Subsca-
pularissehne , weiter fibrovasukuläre Veränderungen im Rotatorenintervall fest. Weiter führte er 
eine Bizepssehne ohne relevante Pathologie sowie eine AC-Arthrose mit Kapsulitis an.  
 
4.6 Dr. med. M.____, Oberarzt des I.____, empfahl mit Schreiben vom 14. September 2012 
eine Schulterarthroskopie mit Acromioplastik sowie die Beurteilung der Rotatorenmanschetten 
und gegebenenfalls Refixation. Der Patient wünsche zunächst noch ein konservatives Vorge-
hen. 
 
4.7 Mit Schreiben vom 12. September 2013 führt Dr. med. N.____, FMH Allgemeinmedizin, 
aus, da es sich hauptsächlich um eine Läsion der Subscapularis handle, müsse von einem Un-
fallgeschehen ausgegangen werden. Da die Beschwerden anamnestisch sofort nach dem Un-
fallereignis vom 29. September 2011 aufgetreten seien, sei die Kausalität gegeben.  
 
4.8 Mit Operationsbericht vom 18. Oktober 2013 hält Dr. med. O.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie, P.____, als Indikation für die erfolgte Operation das Unfallereignis vom 29. Septem-
ber 2011 fest.  
 
Dr. O.____ berichtete am 25. März 2014, dass sich die Situation mit Bezug auf die Schmerzen 
durch den Arbeitsversuch zwischenzeitlich erheblich verschlechtert habe. 
 
4.9 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. Q.____, FMH Innere Medizin, 
führte mit Stellungnahme vom 30. April 2014 aus, die Kausalität sei seines Erachtens bestritten.  
 
4.10 Dr. med. R.____, Zertifizierte Medizinische Gutachterin SIM, erstattete am 16. Juni 2014 
eine ausführliche versicherungsmedizinische Stellungnahme zu Handen der Basler. In ihrer 
zusammenfassenden Beurteilung führte sie aus, unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten 
und Befunde würden sich keine strukturellen Organkorrelate einer überwiegend wahrscheinlich 
unfallbedingten Läsion im Bereich des rechten Schultergelenks objektivieren lassen. Hingegen 
bestehe ein krankhafter (degenerativer) Vorzustand. Der Unfallmechanismus sei ungeeignet 
und der Versicherte sei nach dem Unfallereignis nicht arbeitsunfähig gewesen (allenfalls zwi-
schen dem 29. und 30. September 2011). Erst ab dem 09.12.2012 seien dem Beschwerdefüh-
rer bezüglich des rechten Schultergelenks Arbeitsunfähigkeiten zwischen 30 und 100 % attes-
tiert worden, dies bei erst ab Mai/Juni 2012 geklagten, langsam an Intensität zunehmenden 
Beschwerden im Bereich des rechten Schultergelenks. 
 

 

 
 
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4.11 Mit Aktennotiz vom 8. Juli 2014 nahm Dr. O.____ zum Gutachten von Dr. R.____ Stel-
lung. Dr. R.____ habe grossen Wert auf den Sturzmechanismus oder das Ereignis gelegt, wel-
ches zu der fraglichen Schulterverletzung geführt habe. Die Erfahrung zeige aber, dass Patien-
ten häufig einen genauen Sturzablauf nicht mehr beschreiben könnten, da der Sturz unverhofft 
und sehr schnell abgelaufen sei. Bei einer Bewusstlosigkeit oder einem Schwindelzustand sei 
eine Beschreibung des Unfallmechanismus in der Regel gar nicht mehr möglich. Die Argumen-
tation von Dr. R.____ könne in diesem Punkt nicht nachvollzogen werden. Dr. R.____ habe 
festgehalten, eine Schulterverletzung sei nicht dokumentiert. Dies obwohl eine Hautablederung 
am rechten Oberarm beschrieben sei. Die lang anhaltenden Beschwerden und die Beule am 
Kopf würden auf ein namhaftes Ereignis hinweisen, welches schlussendlich auch zur MRI des 
Kopfes geführt habe. In Bezug auf den Sturzablauf sei unter diesen Umständen alles möglich, 
von Abstützbewegungen bis Haltebewegungen bis Distorsion der Schulter. Die Beurteilung von 
Dr. R.____, dass keine Schulterluxation stattgefunden habe, stehe auf ausgesprochen  
wackligen Füssen. Das Verletzungsbild entspreche am ehesten einem forcierten Abduk- 
tions-/Aussenrotationstrauma. Ein solches entstehe häufig bei Halte- oder Auffangbewegungen, 
wie es zur Verhinderung von Sturzereignissen oft beschrieben werde. Insgesamt sei die versi-
cherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. R.____ sehr lückenhaft und bei genauer Betrach-
tung widersprüchlich und in der Schlussfolgerung falsch. 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts vollumfänglich auf das von ihr veranlasste Gutachten von Dr. R.____ vom 16. Juni 2014. 
Sie ging demzufolge davon aus, dass sich keine überwiegend wahrscheinlich unfallbedingte 
Läsion im Bereich des rechten Schultergelenks objektivieren lasse. Zudem fehle nach dem am 
29. September 2011 stattgefundenen Ereignis ein charakteristischer Verlauf der Beschwerde-
symptomatik, welcher richtungsweisend für eine am 29. September 2012 eingetretene frische 
strukturelle Schädigung des rechten Schultergelenks wäre. Der Unfallmechanismus sei zudem 
ungeeignet und der Versicherte sei nach dem rubrizierten Ereignis nicht arbeitsunfähig ge-
schrieben gewesen (allenfalls am 29. und 30. September 2011). Diese vorinstanzliche Beweis-
würdigung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Bericht eines 
versicherungsinternen Arztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. Ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), soweit zu berück-
sichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen 
bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der 
Feststellungen von Dr. R.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass sich deren Gut-
achten hinreichend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinander-
setzt und eine schlüssige Kausalitätsbeurteilung vornimmt. 
 
5.2 Was der Versicherte in seiner Beschwerde vorbringt, führt zu keiner anderen Beurtei-
lung der strittigen Kausalitätsfrage. Der Beschwerdeführer beruft sich im Wesentlichen auf die 
Ausführungen von Dr. O.____ in seiner Aktennotiz vom 8. Juli 2014. Dr. O.____ nimmt im We-
sentlichen zu den Ausführungen von Dr. R.____ zum Sturzablauf Stellung. Er gelangt dabei 
zum Schluss, dass diesbezüglich alles möglich sei, von Abstützbewegungen bis Haltebewe-
gungen bis Distorsion der Schulter. Ausserdem sei seiner Ansicht nach eine Schultersubluxati-
on aufgrund des Sturzereignisses möglich. Die Verletzung entspreche aus arthroskopischer 

 

 
 
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Sicht am ehesten einem forcierten Abduktions-/Aussenrotationstraumat. Auffällig ist dabei, dass 
Dr. O.____ keine Bemerkungen zum zeitlichen Ablauf vorbringt. Es kann daher davon ausge-
gangen werden, dass Dr. O.____ keine Kenntnis davon hatte, dass der Beschwerdeführer ge-
mäss den Arztberichten des I.____ erstmals anlässlich einer Notfallkonsultation am 30. August 
2012 angegeben hat, nach einem Sturz vor fünf Monaten (also ca. Ende März 2012) auf die 
Schulter, nun seit zwei Wochen unter starken Schmerzen zu leiden. Dies würde bedeuten, dass 
die Schmerzen erst 10 Monate nach dem Sturzereignis vom 29. September 2012 aufgetreten 
sind. Diesbezüglich ist ebenfalls darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer weder anläss-
lich der Erstuntersuchung vom 29. September 2011 (vgl. Bericht vom 3. Oktober 2011 von Dr. 
E.____) noch anlässlich von Arztkonsultationen im November 2011 über Schulterschmerzen, 
sondern über Kopfschmerzen geklagt hat. Auf diese echtzeitlichen Angaben des Beschwerde-
führers ist abzustellen. Des Weiteren bejaht auch Dr. N.____ mit Arztbericht vom 
12. September 2013 die Kausalität zum Unfallereignis vom 29. September 2011. Er geht dabei 
aber fälschlicherweise ebenfalls davon aus, dass die Beschwerden unmittelbar nach dem Un-
fallereignis aufgetreten sind.  
 
Dr. R.____ berücksichtigt zu Recht, dass der Beschwerdeführer frühestens ab Mai/Juni 2012 
und damit rund 7-8 Monate nach dem Unfallereignis, über Schulterbeschwerden geklagt hat 
und lässt dies in ihre Beurteilung miteinfliessen. Sie weist zudem daraufhin, dass in der Literatur 
mehrere Mechanismen beschrieben würden, die zu einer Schädigung der Subscapularissehne 
führen würden, welche atraumatische/degenerative Pfade beinhalten würden. Ausserdem könn-
ten degenerative Teilläsionen trügerisch sein, da der Sehnenansatz sehr gross sei und der 
Muskel auch direkt unterhalb der Sehne noch Kontakt zum Oberarm habe, sodass ein Funkti-
onsverlust degenerativer Art zunächst unbemerkt schleichend zunehmen könne. Die Argumen-
tation von Dr. R.____ ist plausibel und überzeugend. Die Vorbringen von Dr. O.____ und Dr. 
N.____ sind nicht geeignet, Zweifel an der Beurteilung von Dr. R.____ hervorzurufen, weshalb 
auf den Bericht von Dr. R.____ vom 16. Juni 2014 abgestellt werden kann. 
 
5.3 Anzumerken bleibt, dass in mehreren Arztberichten ein Ereignis bzw. ein Stolpersturz 
ca. im April 2012 (vgl. Berichte vom 30. August 2012 von Dr. K.____, vom 6. September 2012 
von Dr. L.____ sowie vom 6. November 2012 von Dr. med. S.____) erwähnt wird. Es erscheint 
deshalb nicht ausgeschlossen, dass die geklagten Schulterbeschwerden auf ein anderes Ereig-
nis zurückzuführen sind, als das vorliegend geltend gemachte Unfallereignis vom 29. Septem-
ber 2011. Allerdings liegen diesbezüglich zu wenige Anhaltspunkte vor, insbesondere wird ein 
solches Ereignis im April 2012 auch vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht, als dass im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes diesbezüglich weitere Abklärungen vorzunehmen wä-
ren.  
 
6. In Bezug auf die von den Parteien vorgebrachte Frage der Beweislastverteilung ist Fol-
gendes anzumerken: Vorliegend wurde das Unfallereignis vom 29. September 2011 der Be-
schwerdegegnerin erst mit Unfallmeldung vom 28. September 2012 gemeldet. Die Beschwer-
degegnerin hat – ohne zur Frage der Unfallkausalität Stellung zu nehmen – Leistungen er-
bracht. Dies bedeutet nicht, dass die Beschwerdegegnerin damit die Unfallkausalität bejaht hat. 
Die geklagten Schulterbeschwerden sind erst im Verlaufe des Sommers 2012 aufgetreten und 
die Unfallmeldung vom 28. September 2012 erfolgte erst ein Jahr nach dem Unfall vom 

 

 
 
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29. September 2011. Der Unfallversicherer hatte somit ernsthafte Gründe die Kausalitätsfrage 
abzuklären. Dies bedeutet, dass vorliegend kein vom Unfallversicherer anerkannter Grundfall 
vorliegt. Rückfall oder Spätfolgen stehen damit nicht zur Diskussion. Da vorliegend die Frage zu 
beantworten ist, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, 
liegt die Beweislast beim Versicherten (vgl. dazu oben Ziff. 3.2). 
 
7. Der Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereig-
nis vom 29. September 2011 ist gestützt auf die obigen Erwägungen nicht mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu bejahen, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Be-
schwerdegegnerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf 
eine Parteientschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 
8.2 Es bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm die unentgelt-
liche Verbeiständung zu bewilligen. Nach Art. 61 lit. f ATSG in Verbindung mit § 22 Abs. 2 VPO 
wird der Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wenn ihr 
die nötigen Mittel fehlen, ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos und die anwaltliche 
Vertretung zur Wahrung ihrer Rechte notwendig oder doch geboten erscheint (vgl. Urteil des 
EVG vom 7. April 2004, U 333/03, E. 3.2 und 4). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gege-
ben, weshalb das betreffende Gesuch zu bewilligen ist.  
 
8.3 Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. Novem-
ber 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltli-
cher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in 
seiner Honorarnote vom 30. Juni 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
10 Stunden und 20 Minuten geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich angesichts der sich 
stellenden Rechtsfragen als angemessen. Nicht zu beanstanden sind auch die geltend gemach-
ten Auslagen von Fr. 71.75. Dem Rechtsvertreter ist somit ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2‘309.50 (10,33 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 71.75 + 8% Mehrwertsteu-
er) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2‘309.50 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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