# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb09c309-8dcc-5e37-83a3-da256b94b645
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.01.2022 II 2021 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-71_2022-01-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 71

Entscheid vom 18. Januar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. Suva, Versicherungstechnik, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 
6002 Luzern, 
Vorinstanz,

2. B.________,

3. C.________,

4. D.________,

5. E.________,

6. F.________,

7. G.________,

8. H.________,
Beigeladene,

Gegenstand Versicherteneigenschaft; Prämienforderung

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Sachverhalt:

A. Am 1. Januar 2009 wurde die A.________ (nachfolgend A.________) als 
Betrieb bei der Suva erfasst (Vi-act. 2). Im Zuge einer Revision kam die Suva 
I.________ am 22. Oktober 2020 zum Schluss, dass verschiedene Personen 
(darunter auch die Beigeladenen), welche im Revisionszeitraum vom 1. Januar 
2015 bis 31. Dezember 2018 für die A.________ tätig waren, als unselbständige 
Erwerbstätige zu qualifizieren sind. Darauf gestützt forderte die Suva mit Rech-
nung vom 27. Oktober 2020 von der A.________ eine Nachzahlung der entspre-
chenden Prämien für die Berufsunfall- (BUV) und die Nichtberufsunfallversiche-
rung (NBUV) im Gesamtwert von Fr. 954.20 ein (mit Fälligkeit am 1.12.2020; Vi-
act. 154). 

B. Mit Einschreiben am 2. November 2020 (Postversand gleichentags) erhob 
E.________ als Generalbevollmächtigter im Namen der A.________ Einsprache 
gegen das Revisionsergebnis bzw. die Rechnung vom 27. Oktober 2020 (Vi-act. 
154). Eine mit Einsprache erbetene Fristerstreckung wurde von der Suva mit 
Schreiben vom 5. November 2020 abgelehnt (Frist für Nachreichung von 
Rechtsbegehren und Begründung bis 30. November 2020; Vi-act. 155). Darauf-
hin beantragte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 27. November 2020 
im Wesentlichen, dass sämtliche betroffenen Personen hinsichtlich ihrer Tätigkeit 
für die A.________ im Revisionszeitraum als Selbständigerwerbende zu beurteil-
ten seien. Die Suva unterrichtete am 9. Februar 2021 und 18. Februar 2021 die 
betroffenen Personen über die Revision bzw. die Rechnung vom 27. Oktober 
2020 und gewährte ihnen die Möglichkeit zur Einsprache (Bf-act. 02/99 bzw. Vi-
act. 183), worauf diese verzichteten.

C. Mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 hiess die Suva die Einsprache 
insofern gut, als für den Revisionszeitraum die Prämien für E.________ auf der 
Lohnsumme von Fr. 50'000.-- pro Jahr erhoben und die prämienpflichtigen Lohn-
summen für die Personen J.________ und K.________ im Jahr 2017 auf  Fr. 0.-- 
reduziert wurden. Im Weiteren wurde die Einsprache abgewiesen (Vi-act. 194).

D. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 erhebt die A.________ 
am 14. Juni 2021 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz und beantragt (sinngemäss), der Einspracheentscheid vom   12. Mai 
2021 und die Rechnung vom 27. Oktober 2020 seien aufzuheben und die betrof-
fenen Personen, welche zwischen 2015 und 2018 für die A.________ tätig wa-
ren, seien als selbständig erwerbende Personen zu qualifizieren; unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegner.

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E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. Juni 2021 lädt das Verwal-
tungsgericht B.________, C.________, D.________, E.________, F.________, 
G.________ und H.________ in das Verfahren bei. Zur Einreichung der Ver-
nehmlassung wird Ihnen sowie der Suva Frist bis 13. Juli 2021 angesetzt. 

F. Mit Stellungnahme vom 19. Juni 2021 (Gesuch) beantragt die Beschwerde-
führerin (sinngemäss) zur sachdienlichen Objektivierung und für elementare Er-
gänzungen eine Erweiterung der Beigeladenen um zwei Gründungsmitglieder 
und Gesellschafter der L.________ GmbH, M.________ und N.________, sowie 
den Coach und Auftragnehmer O.________ von P.________.

G. Mit Vernehmlassung vom 8. Juli 2021 äussern sich E.________ und 
G.________ mit gemeinsamem Schreiben (mitunterzeichnet durch M.________) 
zum Sachverhalt, ohne Anträge zu stellen. Die übrigen Beigeladenen lassen sich 
innert angesetzter Frist nicht vernehmen.

H. Die Suva beantragt vernehmlassend mit Eingabe vom 13. Juli 2021, die 
Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 sei 
zu bestätigen. Zur Begründung verweist sie auf die Ausführungen des Einspra-
cheentscheides vom 12. Mai 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Werden durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich 
schützenswerte Interessen eines Dritten betroffen, so kann ihn die Behörde auf 
sein Gesuch hin oder auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen als 
Nebenpartei in das Verfahren einbeziehen. Der Beigeladene kann im Verfahren 
Parteirechte ausüben; er kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der 
Hauptparteien stellen. Die Verfügung oder der Entscheid wird auch gegenüber 
dem Beigeladenen rechtswirksam (§ 14 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP, 
SRSZ 234.110] vom 6.6.1974).

1.1.2 Die Beiladung ist ein Ausfluss des rechtlichen Gehörs (Art. 29 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 
18.4.1999). Das Beiladungsinteresse setzt die voraussichtlich schützenswerten 
Interessen eines Dritten voraus. Schützenswert sind grundsätzlich jene 
Interessen, die zur Beschwerdebefugnis nach § 37 Abs. 1 VRP ausreichen. Die 
Besonderheit der Beiladung liegt nun darin, dass sich die 
Interessensbeeinträchtigung noch nicht aktualisiert hat, wie dies bei einer 
beschwerdeführenden Partei der Fall ist (Josef Hensler, Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Schwyz, S. 35).

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1.1.3 Zweck der Beiladung ist es im Wesentlichen, die Rechtskraft des 
Entscheides auf Drittpersonen auszudehnen, die nicht Verfahrenspartei sind, 
durch den ausstehenden Entscheid aber voraussichtlich in ihren 
schützenswerten Interessen betroffen werden. Diese Rechtskraftausdehnung 
verhindert ein zweites Verfahren über den gleichen Streitgegenstand. Die 
Beiladung dient mithin der Prozessökonomie, der Rechtssicherheit und den 
Interessen Dritter. In der Praxis wird den Verfügungs- und Entscheidinstanzen 
bei der Frage, ob eine Beiladung anzuordnen ist, ein gewisser 
Ermessensspielraum eingeräumt. Das Verwaltungsgericht bejaht das 
Beiladungsinteresse umso eher, wenn der Beizuladende zur 
Sachverhaltsermittlung Wesentliches beitragen kann (VGE 539/92Z vom 
12.5.1992 Erw. 2a; VGE 594/95Z vom 20.7.1995 Erw. 2; EGV-SZ 1990 S. 17, 
VGE 1047 + 1048/03 vom 29.1.2004 Erw. 4.3 = EGV-SZ 2004, Nr. B 1.7; Merkli/ 
Aeschlimann/ Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege 
im Kanton Bern, N 1 zu Art. 14).

1.2 Die Beschwerdeführerin macht in ihrem Gesuch (Schreiben vom 
19.6.2021) geltend, für die sachdienliche Objektivierung des Verfahrens seien die 
Gründungsmitglieder und Gesellschafter der L.________ GmbH, M.________ 
und N.________, sowie der Auftragnehmer und Coach für die Verselbständigung 
der Teilnehmer, O.________ von P.________, beizuladen. Sie begründete ihr 
Gesuch wie folgt:

Es ist mithin entscheidend, dass Gründungsmitglieder und Beauftragte an diesem 
Verfahren mit ihren Angaben teilhaben können, welches zu einer ordentlichen 
Urteilsfindung führt.

Eine Objektivierung durch Personen, welche nur sehr kurze Zeit Teil dieses 
Projektes waren, welches über drei Jahre andauerte, von rund 3 Wochen 
(B.________) oder rund 3 Monate (F.________) sind für verlässliche und objektive 
Angaben in jeglicher Hinsicht somit nicht relevant.

1.3.1 Im vorliegenden Fall werden M.________ und N.________, sowie 
O.________ bzw. P.________ weder von der Revisionsverfügung der Suva, 
noch vom Einspracheentscheid der Vorinstanz berührt. Eine Aufhebung oder 
Änderung des Entscheides bzw. der Verfügung durch das Verwaltungsgericht 
hätte für sie - im Gegensatz zu den Beigeladenen, deren Versichertenstellung 
bestritten ist - keine Auswirkung. Sie besitzen deshalb kein schützenswertes 
Interesse an einer Beiladung. Die Beschwerdeführerin vermag auch nicht näher 
zu begründen, weshalb es erforderlich wäre, diese Dritten in das Verfahren 
beizuladen und mit Parteirechten auszustatten. Es ist auch nicht klar, auf was die 
Beschwerdeführerin mit der Forderung der Objektivierung genau abzielt bzw. 
inwiefern diese Dritten weitere Aspekte in das Verfahren einbringen müssen, die 

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nicht auch durch die Beschwerdeführerin selbst eingebracht werden können. Im 
Verfahren steht es der Beschwerdeführerin frei, Aussagen und Beweismittel von 
Dritten in das Verfahren einzubringen, ohne dass diese als Beigeladene in das 
Verfahren eingebunden werden müssen. Dies hat die Beschwerdeführerin mit 
der Bestätigung von M.________ im Schreiben vom 8. Juli 2021 auch 
entsprechend getan.

1.3.2 Aufgrund des fehlenden schützenswerten Interesses sieht das Gericht von 
einer Beiladung von M.________, N.________ und O.________ ab.

2.1.1 Der sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und 
Verwaltungsgerichtsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 
Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die 
Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 
427 E. 3.2 S. 429 mit Hinweis).

Der Untersuchungsgrundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt; er findet sein 
Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 Erw. 2 mit 
Hinweisen), die diejenigen Beweismittel, die sie in Händen haben oder die sie 
sich allenfalls bei Dritten besorgen können, beizubringen haben. Mithin kommt 
die Mitwirkungspflicht naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei 
besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht 

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mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 
8.6.4).

Ist die Mitwirkung des Versicherten für die Abklärung des Sachverhalts in Bezug 
auf eine Versicherungsunterstellung notwendig und kommt er dieser, trotz 
Aufforderung und Mahnung (samt Rechtsbelehrung und Einräumung einer 
Bedenkzeit) auf ungerechtfertigte Weise nicht nach, so kann der 
Versicherungsträger gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die vorhandenen 
Akten verfügen. Eine ungerechtfertigte Weise kann angenommen werden, wenn 
das Verhalten des Versicherten nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann 
gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar 
ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist.

2.1.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt so-
dann der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach, nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (vgl. 
Hans Schmid, Basler Kommentar, Art. 8 ZGB N 78). Auf ein beantragtes Be-
weismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten ver-
zichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Be-
weiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei be-
weisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine 
Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswür-
digung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 BV erblickt 
werden (BGE 144 II 427 Erw. 3.1.3; BGE 141 I 60 Erw. 3.3).

Die Beurteilung einer sozialversicherungsrechtlichen Stellung von Erwerbstätigen 
ist, gerade bei neuartigen Arbeitsformen wie Pilotprojekten, ein Prozess des Ge-
genüberstellens und der Abwägung verschiedenster Merkmale. Im Rahmen der 
Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen einer selbständigen Erwerbs-
tätigkeit kommen in der Regel Indizien massgebliche Bedeutung zu. Die Verwal-
tung hat die mit Einsprache vorgebrachten Beweismittel der Einsprecherin um-
fassend zu prüfen und pflichtgemäss zu würdigen. Sie begeht aber nicht zwin-
gend eine Gehörsverletzung, wenn sie nicht auf jedes einzelne Beweismittel ein-
zugeht. Die Verwaltung kann nach objektiver Prüfung nach freier Überzeugung 
entscheiden, sofern die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
gestatten. 

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2.2.1 Hinsichtlich Auseinandersetzung mit ihren Vorbringen kritisiert die Be-
schwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift (S. 2):

Wir stellen fest, dass die SUVA in der Bearbeitung dieser Angelegenheit sich nicht 
mit dem Inhalt der Gegenpartei auseinandergesetzt hat und die eingereichten Be-
weismittel zudem kategorisch ignorierte. Die Interpretationen der SUVA werden 
immer zum angestrebten und eigenen Resultat führen, da die Ausgangslage für In-
terpretationen immer aus der Sichtweise einer Unselbständigkeit definiert werden.

3.6.3 Die Stellungnahme zu eingereichten Dokumenten und Beweismittel

In der Einsprache vom 27.11.2020 haben wir unter Punkt F folgendes von der SU-
VA gefordert;

"nachfolgend gehen wir nummeriert im Bezug auf die einzelnen Personen vor, in 
der Belegung der Dokumente. Die Stellungnahme der SUVA hat in dem erwähnten 
Nummernbezug zu den eingereichten Dokumenten auch so zu erfolgen.

Wir behalten uns vor, Ignorierungen von wichtigen Aussagen und Dokumenten der 
nächsten Instanz wiederum vorzulegen."

Unser erklärtes Ziel war es, dass die SUVA auf die einzelnen Beweismittel einge-
hen muss, ansonsten ein verzerrtes Bild durch freie Interpretationen entstehen 
kann, was nun im Besonderen im Einspracheentscheid zum Ausdruck gekommen 
ist.

2.2.2 Vorab gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz nach Eingang der Einspra-
che die Beschwerdeführerin telefonisch kontaktierte, um die Eingabe besser ver-
stehen und einordnen zu können (Vi-act. 173). Anschliessend hat sie der Be-
schwerdeführerin gestützt auf die Einsprache und das Telefonat einen Fragenka-
talog unterbreitet, um den Sachverhalt beurteilen zu können (Vi-act. 174). Detail-
liertere Angaben bzw. eine Beantwortung verweigerte die Beschwerdeführerin 
(Vi-act. 177; vgl. Erw. 2.3.5 f.).

Aus dem Entscheid der Vorinstanz ist weiter ersichtlich, dass Beilagen der Be-
schwerdeführerin in der Beweiswürdigung bzw. Entscheidfindung durchaus 
berücksichtigt wurden. So finden sich direkte Verweise auf Beilage 7 und 52 (Vi-
act. 194 Erw. 4.1. und 4.2). Weiter entschied die Vorinstanz in der Neubeurtei-
lung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von J.________ und 
K.________ entsprechend den Beilagen 14 bis 35 und zeigt mit der Neubeurtei-
lung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung der Fahrradmechaniker gleich-
zeitig auf, dass der Entscheid nicht tendenziös und voreingenommen, sondern 
ergebnisoffen, unter Berücksichtigung neuer Aspekte erfolgte. Die Beweismittel 
der Beschwerdeführerin wurden nicht kategorisch ignoriert, sondern es hat eine 
Auseinandersetzung damit stattgefunden; auch wenn die Vorinstanz der Auffor-
derung der Beschwerdeführerin, zu jedem Beweismittel einzeln Stellung zu be-
ziehen, nicht folgte. Die Beschwerdeführerin vermag im Weiteren nicht fundiert 

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zu begründen, inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Würdigung der Beweise eine 
Gehörsverletzung bewirkt haben soll.

2.3.1.Hinsichtlich Untersuchungsgrundsatz bringt die Beschwerdeführerin in ihrer 
Beschwerdeschrift vor (S. 2):

3.3 Informationsbeschaffung

Die SUVA forderte aber nach der eingeleiteten Einsprache weitere Informationen 
an, welche wir mit eingeschriebenen Schreiben am 26.1.2021 in der Vorgehens-
weise bemängelt haben (ausweichende und fehlerhafte Verwaltungshandlungen). 
(Beweismittel Nr. 97).

3.4. Die Anfrage von Adressaten für ein rechtliches Gehör

Die SUVA stellte erneut 12.2.21 ausserhalb des Einspracheverfahrens die Anfrage 
an die Firma A.________ für Adressaten der Pilot-Projektteilnehmer bezüglich ei-
nes rechtlichen Gehörs. Erneut haben wir die SUVA darauf hingewiesen, dass wir 
in einem laufenden Verfahren keine weiteren Angaben zu leisten haben. (Be-
weismittel 98)

Zusätzlich rügt die Beschwerdeführerin (S. 4):

Die SUVA reduziert sich in der eigenen Betrachtungsweise selbst, da Sie sachlich 
keinen Anhaltspunkt findet dieses Projekt nur in den Ansätzen einschätzen zu 
können. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihrer Auskunftspflicht nachgekommen zu 
sein, indem sie der Treuhandgesellschaft mit E-Mail vom 28. September 2020 
einen Kurzbeschrieb des ökologischen Pilotprojektes zukommen liess und ihre 
Treuhandfirma die vorhandenen Unterlagen beim Betriebsbesuch dem Revisor 
offengelegt habe (Vi-act. 196 Ziff. 3.2). Ausserdem bemängelt die Beschwerde-
führerin, dass die Suva erst nach erhobener Einsprache weitere Informationen 
einholen wollte. Man habe der Vorinstanz deshalb eröffnet, im laufenden Verfah-
ren keine Angaben mehr zu leisten. 

2.3.2 Aus den Akten ergibt sich hierzu folgendes:

2.3.3 Nachdem ein Betriebsbesuch bei der Beschwerdeführerin im November 
2019 nicht möglich war (vgl. Vi-act. 120), erfolgte am 24. Januar 2020 ein erster 
Betriebsbesuch bei der Q.________ AG. Aufgrund der besonderen Situation der 
Covid-19-Pandemie kam es in der Folge zu einer Verzögerung der Revision. Mit 
Schreiben vom 13. Mai 2020 an die Beschwerdeführerin und Kopie an die 
Q.________ forderte der Revisor fehlende Belege und Erläuterungen ein (Vi-act. 
135, Schreibweise gemäss Original):

Unterstützen Sie uns bitte und halten Sie folgende Unterlagen (auf Papier oder elek-
tronisch) für den Besuch bereit:
- Veranlagungsverfügungen 2015, 2016, 2017 und 2018

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- Begründungen / Berechnungen der folgenden Positionen auf Kto. 1120:
 Gutschrift Jahresmieten CH 20'000 / 2017; CHF 20'000 /2016
 Büromiete zu Hause 2015, 2016, 2017: CHF 5'000 pro Jahr, Wohnungsgrös-

se, Eigenmietwert
 Nebenkosten Büro zu Hause 2015, 2016: 2017 CHF 1'200 pro Jahr; Ge-

samtkosten der Nebenkosten
 Privat bezahlte Autokosten 2015, 2016, 2017 3600 pro Jahr; Fahrtenbuch 

Fahrzeugart Berechnung
 Privatanteil Geschäftsfahrzeug 2015, 2016, 2017 CHF 750/Jahr (Fahrzeug-

wert)
 Pauschalspesen + Spesen 2015, 2016, 2017 CHF 4'800 pro Jahr / Belege 

der Aufwendungen
 Verwaltungskosten CHF 12'000/2017; CHF 12'000/2016; CHF 6'000/2015
 Fremdleistungen E.________: 2016 CHF 24'000; 2017 CHF 36'000
 Vorleistungen Gesellschafter: 2016 CHF 51'746.15

- Adressen sowie je ein Rechnungsbeleg von untenstehenden Personen:

 M.________ (2015, 2016, 2017)
 C.________ (2016 + 2017)
 F.________ (2016)
 B.________ (2015)
 K.________ (2017)
 J.________ (2017)

2.3.4 Der zweite angesetzte Revisionsbesuch bei der Q.________ AG am 
23. Juni 2020 wurde mit E-Mail vom 19. Juni 2020 von R.________ 
(Q.________) abgesagt, da die Beschwerdeführerin die entsprechenden Unter-
lagen für die Revision nicht bereitstellen könne. Grund dafür seien Probleme von 
E.________, verursacht durch die Folgen eines früheren Unfalles und damit zu-
sammenhängende Rechtsstreite mit der Suva bzw. den Versicherungen des Un-
fallverursachers (Vi-act. 142). Im Zuge einer erneuten Anfrage für einen Revisi-
onstermin, wurde dem Revisor von der Q.________ AG am 16. September 2020 
telefonisch mitgeteilt, dass der Kunde auf Anfrage der Q.________ AG keine Un-
terlagen einreiche (vgl. Vi-act. 147 S. 4, Feststellungen und Anträge). Mit Schrei-
ben vom 17. September 2020 mahnte die Suva I.________ letztmals und forder-
te die Nachreichung der erforderlichen Unterlagen mit Frist bis am 18. Oktober 
2020 um 9 Uhr, mit Hinweis auf allfällige Rechtsfolgen (Vi-act. 143). Der letzten 
Aufforderung der Suva leistete die Beschwerdeführerin keine Folge. Nach unge-
nutzter Frist entschied der Revisor gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der 
Akten und besprach am 21. September 2020 das Revisionsergebnis mit 
R.________ bei der Q.________ AG (vgl. Vi-act. 147 S. 4, Feststellungen und 
Anträge).

2.3.5 Nachdem die Beschwerdeführerin gegen den Revisionsentscheid und die 
darauf gestützt erfolgte Rechnung Einsprache erhoben hatte, wurde sie am       

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7. Dezember 2020 von einem Suva-Mitarbeiter telefonisch kontaktiert. Absicht 
des Anrufes sei die Klärung der Frage gewesen, ob im Rahmen der Einsprache 
eine Lohngrundlage gewollt sei oder nicht. Gemäss Aktennotiz habe E.________ 
mehrmals erwähnt, dass es sich bei den Entschädigungen für ihn nicht um Löh-
ne, sondern um selbständige Einkommen handle. Indes sei unklar geblieben, ob 
er an den deklarierten Löhnen festhalten wolle. Da bezüglich Entschädigung und 
Tätigkeiten noch Unklarheiten bestehen geblieben seien, sei vereinbart worden, 
dass man der Beschwerdeführerin ein Schreiben mit Fragen zustelle, die 
E.________ zur Klärung des Sachverhalts beantworten solle (Vi-act. 173). Im 
Schreiben vom 28. Dezember 2020 listete die Vorinstanz folgende Angaben und 
Unterlagen auf, welche aus ihrer Sicht für die Beurteilung noch notwendig waren 
und bis zum 28. Januar 2021 einzureichen seien (Vi-act. 174):

- Detaillierte Beschreibung des von Ihnen in der Einsprache erwähnten ökologi-
schen Projekts:

o Welches war das Angebot an Endkunden?
o Welche Leistungen wurden erbracht?
o Wie war der Ablauf der Aufträge?
o Bitte geben Sie für jede aufgerechnete Person (inkl. Sie [E.________] 

selbst) an, welches die genaue Tätigkeit für die Firma A.________ war.
- Für Ihre Person wurden in den betreffenden Jahren 2015 bis 2018 aufgrund einer 

Vereinbarung Prämien auf einer Lohnsumme von CHF 50'000.- pro Jahr erhoben 
(dies wurde mit der Revision korrigiert). Diesbezüglich bitten wir Sie, uns Folgen-
des mitzuteilen:

o Stellen Sie den Antrag, dass die Lohnsumme gemäss Vereinbarung in 
den Jahren 2015-2019 als Grundlage dient und bei der Suva darauf 
Prämien erhoben werden (Revisionskorrektur rückgängig machen)?

o Stellen Sie den Antrag, dass die Lohnsumme gemäss Vereinbarung in 
den Jahren 2015-2018 nicht als Grundlage dient und darauf keine Prä-
mien erhoben werden (Revisionskorrektur wäre korrekt)?

o Stellen Sie den Antrag, dass die geflossenen Entschädigungen an Sie 
als selbständiges Einkommen gewertet werden?

- Sie erwähnten im Zusammenhang mit D.________ die L.________ GmbH. Bitte 
geben Sie an, inwiefern die L.________ GmbH in das Verhältnis der A.________ 
zu verschiedenen aufgerechneten Personen involviert war und was die Anfrage 
der L.________ GmbH war.

- Sollten betreffend die aufgerechneten Personen noch nicht eingereichte Rech-
nungen, Zusammenarbeitsvereinbarungen oder weitere Dokumente vorhanden 
sein, bitten wir Sie, uns diese einzureichen.

2.3.6 Mit Einschreiben vom 26. Januar 2021 teilte die Beschwerdeführerin mit, 
dass sich sämtliche Fragestellungen des Schreibens vom 28. Dezember 2020 
mit der Einsprache beantworten liessen und auf weitere Ausführungen verzichtet 
werde (Vi-act. 177). Mit Hinweis, dass sich die Antworten auf die konkreten Fra-
gen der Suva nicht aus der Einsprache ergäben, jedoch für die Überprüfung der 
Lohnaufrechnung nötig seien, mahnte die Suva die Beschwerdeführerin mit 

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Schreiben vom 19. Februar 2021, setzte eine letzte Frist (Einreichung bis spätes-
tens 12.3.2021) und wies auf die Mitwirkungspflicht, Rechtfolgen und darauf hin, 
dass bei Säumnis die Möglichkeit bestehe, dass die Aufrechnung bestehen blie-
be (Vi-act. 186). Die Beschwerdeführin kam der Aufforderung der Suva nicht 
nach.

2.4.1 Indem die Vorinstanz weitere Informationen bei der Beschwerdeführerin 
einforderte sowie zusätzliche Abklärungen bei den Beigeladenen und Behörden 
(insb. der SVA S.________) vornahm, folgte sie dem geltenden Untersuchungs-
grundsatz.

2.4.2 Die Beschwerdeführerin wurde in beiden Verfahrensabschnitten (Verfü-
gungs- und Einspracheverfahren) auf ihre Mitwirkungspflicht und auf die Not-
wendigkeit Ihrer Mithilfe aufmerksam gemacht. Ihr wurden über mehrere Monate 
(24.1.2020-18.10.2020 sowie 7.12.2020-12.3.2021) wiederholt und mit ange-
messener Frist Möglichkeiten geboten, die für die Abklärung des Sachverhalts 
notwendigen Informationen einzubringen. Obwohl die Beschwerdeführerin Ein-
sprache erhob und den Sachverhalt als fehlerhaft rügte, zeigte Sie sich nicht be-
reit, die Fragen der Vorinstanz zu beantworten und die erfragten Dokumente 
nachzureichen. Die Beschwerdeführerin liess sich durch Vertreter entschuldigen 
(vgl. Vi-act. 114, 142), ohne konkrete Ausführungen zu den Gründen und ohne 
Bitte um Fristerstreckung; auch verwies sie auf die bestehende (und von der   
Vorinstanz als unzureichend bezeichnete) Aktenlage bzw. Einsprache. Die Ein-
reichung der entsprechenden Dokumente oder Beantwortung der Fragen waren 
der Beschwerdeführerin grundsätzlich zumutbar; zumal sie gegenüber der       
Vorinstanz keine konkreten Gründe für eine Unzumutbarkeit vorbrachte. Das 
Verhalten der Beschwerdeführerin ist nicht nachvollziehbar. Es liegt offenkundig 
eine nicht entschuldbare Verletzung der Mitwirkungspflicht vor. Die Folgen einer 
Verletzung der Mitwirkungspflicht hat die Suva der Beschwerdeführerin mehrfach 
angedroht. Die Voraussetzungen für ein Vorgehen nach Art. 43 Abs. 3 ATSG 
sind im vorliegenden Fall erfüllt und die Vorinstanz hat zu Recht gestützt auf die 
vorhandene Aktenlage entschieden. Das Verhalten der Beschwerdeführerin ver-
dient in dieser Hinsicht keinen Rechtschutz und oben angeführte (vgl. Erw. 2.3.1) 
oder ähnliche Vorbringen der Beschwerdeführerin finden in den folgenden Aus-
führungen keine Berücksichtigung.

3. Materiell ist im vorliegenden Fall die sozialversicherungsrechtliche Qualifi-
zierung der beruflichen Tätigkeit der Beigeladenen, d.h. von B.________, 
C.________, D.________, E.________, F.________, G.________ und 
H.________ bei der Beschwerdeführerin umstritten und zu prüfen.

12

3.1 Obligatorisch versichert sind gemäss Art. 1a Abs. 1 des Bundesgesetztes 
über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 die in der 
Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, 
Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Per-
sonen. Arbeitnehmer im Sinne des Gesetztes ist, wer eine unselbständige Er-
werbstätigkeit im Sinne des Bundesgesetztes über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung (AHVG) ausübt (Art. 1 der Verordnung über die Unfallversiche-
rung [UVV; SR 832.202] vom 20.12.1982). Gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung ist im Interesse eines möglichst umfassenden Versicherungsschutzes 
gegen die arbeitsimmanenten Gefahren der Begriff des Arbeitnehmers weiter zu 
verstehen, als jener im Arbeitsrecht oder im Bereich der AHV (BGE 141 V 313 
Erw. 2.1).

3.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der 
Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien; entscheidend 
sind vielmehr die wirtschaftlichen bzw. tatsächlichen Gegebenheiten. Die zivil-
rechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die 
AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. 
Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem 
Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht ab-
hängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsät-
zen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendba-
ren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden 
Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen 
Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu be-
urteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss 
sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall 
überwiegen (BGE 144 V 111 Erw. 4.2; 123 V 161 Erw. 1; 119 V 161 Erw. 2; vgl. 
auch SVR 2018 UV Nr. 19 S. 66, 8C_571/2017 Erw. 2 und SVR 2015 UV Nr. 7; 
8C_183/2014 Erw. 7.1; 8C_218/2019 Erw. 2.2; VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 
Erw. 3.2).

3.3.1 Gemäss Wegleitung über den massgebenden Lohn (WML) in der AHV, IV 
und EO (Stand 1.1.2021) sind Merkmale für das Bestehen eines Unternehmerri-
sikos namentlich (Rz. 1019):

- das Tätigen erheblicher Investitionen,
- die Verlusttragung,
- das Tragen des Inkasso- und Delkredererisikos,
- die Unkostentragung,

13

- das Handeln in eigenem Namen und auf eigene Rechnung,
- das Beschaffen von Aufträgen,
- die Beschäftigung von Personal,
- eigene Geschäftsräumlichkeiten.

Auf der anderen Seite kommt das wirtschaftliche respektive arbeitsorganisatori-
sche Abhängigkeitsverhältnis Unselbständigerwerbender beim Vorhandensein 
folgender Merkmale zum Ausdruck (Rz. 1020):

- eines Weisungsrechts,
- eines Unterordnungsverhältnisses,
- der Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung,
- eines Konkurrenzverbots,
- einer Präsenzpflicht.

3.3.2 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind 
für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner 
Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste 
und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen 
zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungs-
weisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen 
Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne 
Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 114 III 353 Erw. 2.2; 144 V 361 Erw. 6.2.8; VGE I 2019 64 vom 
16.3.20 Erw. 3.4).

3.4. Die laufende Flexibilisierung und Optimierung von Arbeitsprozessen in der 
Wirtschaft führt (insbesondere im Dienstleistungssektor) zur Entwicklung von 
neuen Arbeitsformen (z.B. Jobsharing, Crowdwork, Portage Salarial, Employee 
Sharing). Damit man Erwerbstätigen in diesen Bereichen einen möglichst umfas-
senden Versicherungsschutz gewähren sowie Rechtssicherheit und -gleichheit 
schaffen kann, ist es notwendig, dass sich auch neuartige und innovative Arbeits-
formen anhand der üblichen bzw. herkömmlichen Abgrenzungskriterien in 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit einteilen lassen (Hürze-
ler/Kieser, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG 
[Bundesgesetz über die Unfallversicherung], Bern 2018, Art. 1a N 24 ff.; vgl. Erw. 
2.1). Den Besonderheiten der neuen Arbeitsformen soll durch die Beurteilung im 
Einzelfall und mittels einer Gesamtbetrachtung Rechnung getragen werden (Hür-
zeler/Kieser, a.a.O, Art. 1a N 25 ff.). 

4. Sachverhaltsgemäss ergibt sich aus den Akten was folgt:

14

4.1. Die Beschwerdeführerin (CHE-________; besteht seit __.__.2002; seit 
__.__.2011 [Tagesregistereintrag] mit Sitz in ________ [vormals S.________]) 
bezweckt gemäss Handelsregistereintrag das Ausführen von Kurierdiensten und 
als Dienstleister den Einkauf und Verkauf von Produkten sowie Beratungsdienst-
leistungen aller Art, etc. Sie verfügt über ein Stammkapital von Fr. 20'000.--. 
T.________ ist seit Gründung der GmbH Gesellschafterin und Geschäftsführerin 
mit Einzelunterschrift. Ferner war ____________ bis zum 14. Februar 2011 (Ta-
gesregistereintrag) ebenfalls Gesellschafter (ohne Zeichnungsberechtigung) mit 
einem Stammanteil von Fr. 1'000.-- (Internet-Handelsregisterauszug vom 
24.9.2021).

4.2 Am 1. Januar 2009 wurde die Beschwerdeführerin personalaktiv. Sie wurde 
bei der Suva S.________ als Betrieb im Bereich Beratung, Logistik und Trans-
port von Sendegütern erfasst (Kunden-Nr. _________; Vi-act. 1-2) und schloss 
eine Berufs- (BUV) und Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) ab (Vi-act. 3-5, 62 
f., 72). 

4.3.1 Die Beschwerdeführerin realisierte zwischen 2014 und 2018 ein Pilotpro-
jekt. Ziel war es, die herkömmliche Form der Zustellung ökologisch zu optimie-
ren, um CO2-Emissionen zu reduzieren (Bf-act. 02/7 bzw. Vi-act. 170/17). Aus 
der Buchhaltung ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin neben vereinzelten 
Aufträgen (bspw. für __________ AG oder __________ AG) überwiegend für 
das U.________, die V.________ AG und __________ tätig war (Vi-act. 160-
164). Für die Erfüllung der Aufträge beschäftigte die Beschwerdeführerin unter 
anderem die Beigeladenen, B.________ (7.2015), D.________ (9.2015-6.2016), 
C.________ (12.2015-12.2017), F.________ (7.2016-9.2016), G.________ 
(7.2016-11.2017) und H.________ (11.2016-7.2018).

4.3.2 Ende 2015 wurde die Beschwerdeführerin gemeinsam mit den Projektteil-
nehmern N.________, M.________ und D.________ Gesellschafterin der 
L.________ GmbH (CH-__________; seit __.__.2015 [Tagesregistereintrag] mit 
Sitz in ________; einzelzeichnungsberechtigt: Geschäftsführerin T.________ 
und Vorsitzender der Geschäftsführung, E.________), die aus einer Mantelge-
sellschaft (vormals __________ GmbH; Sitz in __________) gegründet wurde. 
Diese Gesellschaft bezweckte neu die Ausführung von Kurierdiensten und Son-
derfahrten für Güter aller Art in der Schweiz sowie in Europa und die Erbringung 
aller damit verbundenen Dienstleistungen. Ziel der Gesellschaftsgründung war 
es, die Umsetzung, Entwicklung und Weiterführung des ökologischen Vorhabens 
nach Beendigung des Pilotprojekts zu ermöglichen, ohne grosse finanzielle Auf-
wendungen der Beteiligten (Vi-act. 170/7 Ziff. 18; vgl. Schreiben vom 8.7.2021). 

15

Nach 10 Monaten wurde D.________ durch Beschluss der Gesellschafterver-
sammlung ausgeschlossen. Anschliessende Auseinandersetzungen führten 
schliesslich zur Liquidation der inaktiven L.________ GmbH (Gesellschaftsbe-
schluss __.4.2017; Löschung __.__.2018 [Tagesregistereintrag]).

4.4.1 E.________ ist der Ehemann der Gesellschafterin und Geschäftsführerin 
T.________ (vgl. Vi-act. 190) und vertritt als Generalbevollmächtigter die Be-
schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren (vgl. Vi-act. 170/9). Selbst hatte er 
jedoch nie eine Gesellschafterstellung inne. Im Zeitraum von 2015 bis 2018 de-
klarierte die Beschwerdeführerin jährlich einen Jahreslohn von Fr. 50'000.-- für 
E.________ (vgl. Vi-act. 67, 82, 92, 101 und 110). 

Aus seinem Kurzbeschrieb des ökologischen Projekts (Mail vom 28.9.2020) geht 
hervor, dass E.________ im Jahr 2014 zusammen mit der Beschwerdeführerin 
das ökologische Projekt aufgleiste, Vorabklärungen traf und Unterstützter für das 
Projekt akquirierte (vgl. Vi-act. 170/17). Aus der Einsprache ergibt sich, dass er 
während des Projektes unter anderem Dienstleister evaluierte, deren Einteilung 
innerhalb des Projekts vornahm und unselbständige Teilnehmer der Institution 
P.________ zuführte (als sein Stellvertreter übernahm auch N.________ diese 
Aufgaben; vgl. Vi-act. 170 Ziff. 6).

4.4.2 Zwischen 2015 und 2018 deklarierte E.________ gegenüber der Suva im 
Zusammenhang mit Schadens- bzw. Unfallmeldungen dreimal eine entspre-
chende Anstellung bei der Beschwerdeführerin:

Bei einer Unfallmeldung mit Schadensdatum am 15. Februar 2015 gab 
E.________ ein Anstellungsverhältnis als Kaufmann mit einem Pensum von 
100% (45 Stunden pro Woche) und einem Lohn von Fr. 50'000.-- bei der Be-
schwerdeführerin an (Vi-act. 192, S. 6-14). Im Zuge einer weiteren Schadens-
meldung vom     12. Januar 2017 (Schadensdatum 10.1.2017) meldete 
E.________ eine Tätigkeit als Velokurier (Angestellter) mit einem 100% Pensum 
(45 Stunden pro Woche) bei der Beschwerdeführerin (Vi-act. 192, S. 1 f.). Bei ei-
ner Meldung eines Berufsunfalles mit einem Velo am 20. November 2018 (Scha-
densdatum 6.11.2018) gab E.________ eine Anstellung bei der Beschwerdefüh-
rerin als Velokurier (40 Stunden pro Woche) in höherer Kaderstellung an (Vi-act. 
192, S. 3 f.).

4.4.3 Auch bei einer späteren Schadensmeldung (Unfall mit Roller und Fahr-
zeug) am 2. Juli 2019 (Schadensdatum 11.3.2019) meldete sich E.________ als 
angestellter Kaufmann in höherer Kaderposition der Beschwerdeführerin in ei-
nem 100% Pensum (45 Stunden pro Woche) bei der Suva (Vi-act. 192, S. 5 f.).

16

4.5 Eine Prüfung der Unterlagen und Abklärung der sozialversicherungsrechtli-
chen Stellung von Simon Jägers Tätigkeit im Bereich Kurierdienst durch die Suva 
S.________ ergaben, dass diese bei Sozialversicherungen als unselbständiger-
werbend gelte und er als Arbeitnehmer durch seine Arbeitgeberin bzw. die Be-
schwerdeführerin obligatorisch gegen Unfall zu versichern sei. Darüber wurde die 
Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 25. November 2016 durch die Suva 
S.________ in Kenntnis gesetzt (Vi-act. 91).

4.6 Mit Schreiben vom 25. April 2019 informierte die Suva I.________ die Be-
schwerdeführerin, dass die Überprüfung der aktuellen Betriebsverhältnisse an-
stehe und dafür eine neue Betriebsbeschreibung mit Angaben von "Lohnanteilen 
in %" erforderlich sei (Vi-act. 113). Mit Schreiben vom 21. Mai 2019 und Mail vom 
23. Juli 2019 informierte Timucin Türkogul (P.________) die Suva I.________ im 
Namen der Beschwerdeführerin, aufgrund von pendenten Fällen (Verzögerung 
der Unfallabwicklung) bei der Suva könne noch keine Stellung genommen wer-
den (Vi-act. 114). Die Suva I.________ forderte die Beschwerdeführerin während 
dem darauffolgenden Jahr mehrfach auf, die entsprechende Betriebsbeschrei-
bung abzugeben (vgl. Vi-act. 116, 123, 130, 134, 138, 139).

4.7 Wie bereits in Erw. 2.3.3 f. aufgezeigt, wurde die Beschwerdeführerin im 
Rahmen von Betriebsbesuchen vom Revisor und der Q.________ AG angehal-
ten, fehlende Belege und Erläuterungen nachzureichen und an einem Betriebs-
besuch teilzunehmen (Vi-act. 135, 142, 147 S. 4). Die Beschwerdeführerin leiste-
te keiner Aufforderung Folge. Mit Schreiben vom 17. September 2020 erfolgte 
eine letztmalige Aufforderung zur Nachreichung der erforderlichen Unterlagen, 
samt Mahnung und Hinweis auf allfällige Rechtsfolgen (vgl. Vi-act. 143). Nach 
ungenutzter Frist erfolgte ein Revisionsergebnis gestützt auf die Akten, welches 
am 21. September 2020 mit der Q.________ AG besprochen wurde (vgl. Vi-act. 
147 S. 4).

4.8 Am 22. Oktober 2020 erfolgte der finale Revisionsbericht betreffend Be-
schwerdeführerin für die Revisionsperiode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 
2018. Der Revisor hielt im Bericht fest, der Betrieb bzw. die Beschwerdeführerin 
gehe fälschlicherweise davon aus, dass alle Kuriere selbständigerwerbend ge-
wesen seien. Es fehle daher an einem BVG-Anschluss, sowie einem Lohnpro-
gramm bzw. einer Lohnbuchhaltung (Vi-act. 147). 

Laut Revisionsbericht fehle es auch an einer korrekten Abrechnung der Lohn-
summen von Fr. 50'000.-- (Vi-act. 147). Weiter wurden Feststellungen und An-
träge gestellt zu N.________, G.________, H.________, M.________ und fest-
gestellt, dass zu C.________, F.________, B.________, K.________ und 

17

J.________ keine Angaben in Erfahrung gebracht werden konnten und sie auf-
gerechnet worden seien (Vi-act. 147 S. 4f). In einem ergänzenden Bericht hielt 
der Revisor fest, dass bei den gemeldeten Schadensfällen (11.3.2019, 
6.11.2018, 10.1.2017, 15.2.2015) die Taggelder an den verunfallten E.________ 
auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 50'000.-- bezahlt wurden, 
weil E.________ nicht Gesellschafter der Beschwerdeführerin gewesen sei und 
dementsprechend auch keinen versicherten Lohn im Sinne von Art. 22 Abs. 2   
lit. c UVG aufgewiesen habe. Die Beschwerdeführerin habe den effektiven Ver-
dienst von E.________ dabei nicht als ordentlichen Lohn verbucht, sondern unter 
dem Aufwandkonto als "Fremdarbeit/Drittleistung" sowie "Verwaltungskosten". 
Diese Zahlungen seien anlässlich der Lohnrevision als prämienpflichtiger Lohn 
aufgerechnet worden, was zu folgenden Lohnsummen geführt habe: im Jahr 
2015 zu Fr. 0.--, im Jahr 2016 zu Fr. 38'390.--, im Jahr 2017 zu Fr. 50'948.-- und 
im Jahr 2018 zu Fr. 0.-- (Vi-act. 146). 

4.9 Das Ergebnis der Betriebsrevision (Revisionsbericht und entsprechende 
Aufrechnungen der Lohnsummen) wurde der Beschwerdeführerin und der Ge-
schäftsführerin am 23. Oktober 2020 per Einschreiben resp. A-Post zugestellt 
(Vi-act. 150 f.). Darauf gestützt folgte am 27. Oktober 2020 eine Rechnung nach 
Revision 1.1.2015 - 31.12.2018 für ein Prämientotal von Fr. 954.25 (Fälligkeit 
1.12.2020) der Suva (Vi-act. 153).

4.10 Mit Einschreiben vom 2. November 2020 (Vi-act. 154) - ergänzt durch 
Schreiben von 27. November 2020 (Bf-act. 02/78 bzw. Vi-act. 170/1) - erhob die 
Beschwerdeführerin Einsprache. Sie macht (sinngemäss) geltend, der Revisi-
onsentscheid der Suva sei aufzuheben und die Betroffenen seien als Selbständi-
gerwerbende zu qualifizieren. Sie begründet dies (sinngemäss) wie folgt:

Die Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdeführerin sowie die meisten Belege 
hätten sich im Zeitpunkt der Revisionsbesuche bei der Q.________ AG befun-
den, wodurch die Suva entgegen ihren Aussagen Zugang zu den erforderlichen 
Unterlagen gehabt habe (Bf-act. 02/78, Bst. A bzw. Vi-act. 170/1). Das Revisi-
onsergebnis lasse sich nicht aus den Unterlagen erschliessen und müsse daher 
auf Annahmen und Mutmassungen beruhen (Bf-act. 02/78, Bst. B bzw. Vi-act. 
170/1). Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass seitens der Suva 
keine Aufforderung erfolgt und damit auch keine Gelegenheit geboten worden 
sei, mögliche Anstellungsverhältnisse im Zusammenhang mit dem ökologischen 
Projekt zu entkräften (Bf-act. 02/79, Bst. D bzw. Vi-act. 170/2).

Das ökologische Pilotprojekt sei zu keinem Zeitpunkt darauf ausgelegt gewesen, 
die Teilnehmer in einem Anstellungsverhältnis einzubinden. Dies ergebe sich 

18

auch aus der E-Mail von Frau __________ (Q.________ AG, vom 25.8.2017), 
dem Kurzbeschrieb des Projekts (E-Mail von E.________ an Q.________ AG, 
vom 28.9.2017) sowie den Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdeführerin (Bf-
act. 02/79, Ziff. 2 bzw. Vi-act. 170/2). Sämtliche Teilnehmer des Projektes seien 
gleichbehandelt (identisch gehandhabt) worden. Es gäbe weder mündliche noch 
schriftliche Belege, welche das Gegenteil beweisen könnten (Bf-act. 02/80, Ziff. 5 
bzw. Vi-act. 170/3). 

N.________ sei von Anfang an selbständig und Stellvertreter von E.________ 
gewesen und habe im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt wesentliche Aufga-
ben übernommen. Er sei für die Evaluation der Dienstleister, deren Einteilung im 
Projekt sowie für die Zuweisung der unselbständigen Teilnehmer an die Instituti-
on P.________ (zur Einleitung der Selbständigkeit) zuständig gewesen. Ende 
2017 sei dieser aus dem Projekt ausgestiegen (Bf-act. 02/80, Ziff. 6 bzw. Vi-act. 
170/3). 

J.________, K.________ und __________ seien Betreiber einer Velowerkstatt 
gewesen, in der die Lastenvelos und Velos des Pilotprojekts zur Reparatur und 
Revision gebracht worden seien (Bf-act. 02/81, Ziff. 7 bzw. Vi-act. 170/4). Ihre 
(selbständige) Tätigkeit stehe in keiner Verbindung zum Pilotprojekt oder zur 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin (Bf-act. 02/81, Ziff. 8 bzw. Vi-act. 170/4). 

H.________ habe vor ihrer Teilnahme viele andere Tätigkeiten ausgeübt und ihre 
Selbständigkeit während dem Projekt angestrebt, die sie in Zusammenarbeit mit 
P.________ schlussendlich erlangt habe (Bf-act. 02/81, Ziff. 9 bzw. Vi-act. 
170/4). 

C.________ habe sich ebenfalls vor seiner Teilnahme vielseitig engagiert und 
während dem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit P.________ eine Verselbstän-
digung angestrebt (Bf-act. 02/81, Ziff. 10 bwz. Vi-act. 170/4). 

G.________ bilde eine Ausnahme, da er als einzige Person für drei Monate bei 
der Beschwerdeführerin als unselbständiger Erwerbstätiger angestellt gewesen 
sei. Auch er habe sich in einem (langatmigen) Verselbständigungsprozess be-
funden (Bf-act. 02/82, Ziff. 11 i.V.m. Ziff. 2; Vi-act. 170/5). 

D.________ habe während seiner Teilnahme ebenfalls in Zusammenarbeit mit 
P.________ eine Selbständigkeit angestrebt, dies aber nach seinem Ausschluss 
aus der L.________ GmbH wieder aufgegeben. Um eine gerichtliche Auseinan-
dersetzung mit der AHV-Schwyz zu vermeiden, habe man nachträglich seine 
AHV-Beiträge entrichten müssen (Bf-act. 02/83, Ziff. 13 bzw. Vi-act. 170/6). 

F.________ habe rund drei Monate am Projekt teilgenommen. Er sei als 
Selbständigerwerbender bereits bei __________ im Einsatz und zusätzlich in 

19

anderen Bereichen selbständig gewesen (Bf-act. 02/83, Ziff. 14 bzw. Vi-act. 
170/6). 

B.________ sei einen Monat als selbständiger Teilnehmer am Projekt beteiligt 
und gleichzeitig im Gesundheitsbereich bereits selbständig tätig gewesen (Bf-act. 
02/83, Ziff. 15 bzw. Vi-act. 170/6).

Die Revisionsrechnung der Suva stimme in Bezug auf E.________ nicht, da die-
ser als Selbständiger ordentlich mit der SVA-S.________ abgerechnet habe und 
eine Belastung zusätzlich durch Beiträge eines Unselbständigerwerbenden eine 
Doppelbelastung darstellen würden (Bf-act. 02/82, Ziff. 12 bzw. Vi-act. 170/5). 
Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass eine im Jahr 2002 obligato-
risch abgeschlossene Betriebsausfallsversicherung von Fr. 50'000.-- weiterhin 
Bestand habe, sofern keine Vertragserneuerung bzw. -anpassung erfolge (Bf-act. 
02/82, Ziff. 12 bzw. Vi-act. 170/5). 

Der Prozess der Verselbständigung nehme eine gewisse Zeit in Anspruch. Ande-
re Teilnehmer hätten gegenüber der Beschwerdeführerin ihre Selbständigkeit be-
teuert. Sofern diese nur kurzfristig am Projekt teilgenommen hätten, sei die Be-
schwerdeführerin nicht in der Lage, der Steuerbehörde den Nachweis deren 
Selbständigkeit und weitere Auskünfte für diese zu geben (Bf-act. 02/84, Ziff. 16 
Vi-act. 170/7).

Für das ökologische Projekt und um die Weiterführung der Idee nach Ablauf des 
Projektes zu ermöglichen, habe man die L.________ GmbH gegründet. Es habe 
sich dabei um eine inaktive Mantelgesellschaft gehandelt, um den Teilnehmern 
ohne Kapitaleinsatz eine Rolle als Gesellschafter zu ermöglichen (Bf-act. 02/84, 
Ziff. 17 f. bzw. Vi-act. 170/7).

Zusammenfassend hält die Beschwerdeführerin fest (Bf-act. 02/85, Ziff. 21 bzw. 
Vi-act. 170/8):

Es ist unschwer erkennbar, dass mehrere Teilnehmer bereits im Vorfeld verschie-
dene und unterschiedliche Tätigkeiten in selbständiger Tätigkeit ausgeübt haben. 
Aus dem Revisionsergebnis der SUVA geht ohne Zweifel und unverkennbar und 
besondere Motivation hervor. Die bereits verschiedenen Tätigkeiten der einzelnen 
Teilnehmer auf eine Institution zu reduzieren und dies als Arbeitgeber zu deklarie-
ren ist sehr einzigartig und lässt eindeutig Feststellungen unsererseits zu, welches 
Ziel eine derartige Erhebung und Deklarierung überhaupt verfolgt.

4.11 Am 7. Dezember 2020 wurde die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz 
telefonisch kontaktiert, um Unklarheiten in Bezug auf die Einsprache zu klären 
(Vi-act. 173). Wie vereinbart, wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
28. Dezember 2020 ein Fragebogen zugestellt, mit dessen Beantwortung der 
Sachverhalt geklärt werden solle (Vi-act. 174). Mit Einschreiben vom 26. Januar 

20

2021 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie auf die Beantwortung bzw. wei-
tere Ausführungen verzichte (Vi-act. 177). Mit Ansetzung einer letzten Frist sowie 
Hinweis auf die Mitwirkungspflicht, die Notwendigkeit der Klärung und allfällige 
Rechtsfolgen bei Säumnis, forderte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit 
Schreiben vom 19. Februar 2021 erneut zur Beantwortung der konkreten Fragen 
auf (Vi-act. 186). Die Beschwerdeführung kam der Aufforderung der Suva nicht 
nach (vgl. auch Erw. 2.3.5 f.).

4.12 Am 17. Februar 2021 kontaktierte die Suva F.________ und B.________ 
telefonisch und erfasste ihre Postadressen für die Zustellung eines Schreibens 
betreffend rechtliches Gehör (Vi-act. 183). Weiter kontaktierte die Suva mit Tele-
fonat vom 20. April 2021 die SVA S.________ und erhielt folgende Auskünfte (Vi-
act. 193, Schreibweise gemäss Original):

E.________: War vom 01.08.2018 - Ende 2020 als S mit der Branche "Kunst" er-
fasst.
Kollektivgemeinschaft K.________/J.________/________: Erfasst bei SVA 
S.________ seit 01.02.2018 als S für die Tätigkeit Fahrradreparatur/Fahrradhan-
del.

4.13 Am 12. Mai 2021 entschied die Vorinstanz gestützt auf die vorhandenen 
Akten und Beweismittel. In ihrem Einspracheentscheid kommt sie zum Schluss, 
dass die Beigeladenen in ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin die Merkmale 
gemäss der WML, welche für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechen (vgl. 
Erw. 3.3.1), nicht erfüllen. Da sie in einem arbeitsorganisatorischen Abhängig-
keitsverhältnis zur Beschwerdeführerin stehen und kein spezifisches Unterneh-
merrisiko tragen, würden klar die Merkmale für eine unselbständige Erwerbs-
tätigkeit überwiegen (Vi-act. 194, Erw. 6).

Im Einzelnen hat die Vorinstanz erwogen, die Beschwerdeführerin sei ihrer Aus-
kunftspflicht nicht nachgekommen, weil sie trotz mehrfacher Aufforderung mit 
Hinweis auf die Mitwirkungspflicht die benötigten Angaben und Unterlagen nicht 
eingereicht habe. Es habe der Vorinstanz für die Beurteilung insbesondere ge-
naue Angaben zum ökologischen Projekt, zu den konkreten Tätigkeiten der Per-
sonen sowie zum Antrag gefehlt. Sofern der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die 
Festlegung und eingeleiteten Massnahmen der Suva würden nur auf Annahmen 
und Mutmassungen beruhen, eine Rüge einer Gehörsverletzung beinhalte, sei 
diese in Anbetracht ihres Verhaltens im Abklärungsverfahren und der Möglich-
keit, Vorbingen im Einspracheverfahren darzutun, als geheilt zu betrachten (Vi-
act. 194, Erw. 3).

Aus dem Kurzbeschrieb in der E-Mail der Beschwerdeführerin vom 28. Septem-
ber 2020 (Bf-act. 02/7) ergehe einzig, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Pi-

21

lotprojekt die Zustellung im herkömmlichen Bereich auf eine andere Art und Wei-
se anstrebe. Gemäss Zweckangabe im Handelsregister, führe die Beschwerde-
führerin unter anderem Kurierfahrten aus, was sich mit den Angaben von 
B.________ decke. Sofern zu den Beigeladenen keine anderslautenden Informa-
tionen vorlägen, dürfe davon ausgegangen werden, dass sie (F.________, 
G.________, B.________, H.________, C.________ und D.________) im Kern-
bereich der Beschwerdeführerin tätig gewesen seien und Fahrradkurierfahrten 
ausführten. Dafür spreche auch, dass die Beschwerdeführerin gemäss Buchhal-
tung zwei Kunden habe (U.________ und V.________ AG), deren Aufträge sie 
zur Ausführung an ihre Kurierfahrer habe weitergeben müssen. In dieser Konstel-
lation seien die Beigeladenen als Subunternehmer zur Beschwerdeführerin und 
grundsätzlich als Unselbständigerwerbende zu qualifizieren. Der Erwerb eines 
Fahrrades könne nicht als erhebliche Investition i.S. eines Unternehmerrisikos 
betrachtet werden. Weiter sei nicht erkennbar, dass die Kuriere sonstige erhebli-
chen Kosten oder das eigene Inkasso- und Delkredererisiko getragen, Kunden 
für die Beschwerdeführerin akquiriert hätten oder im eigenen Namen und auf ei-
gene Rechnung tätig gewesen wären. Es gebe keine Hinweise auf einen aktiven 
Marktauftritt im Bereich Fahrradkurierfahrten oder das Tragen eines Unterneh-
merrisikos. Im Revisionszeitraum seien die entsprechenden Personen auch nicht 
oder bloss für eine andere Tätigkeit bei einer Ausgleichskasse als Selbständi-
gerwerbende registriert gewesen. In arbeitsorganisatorischer Hinsicht seien die 
Kuriere für die Kunden der Beschwerdeführerin tätig gewesen, weshalb anzu-
nehmen sei, dass sie gegenüber den Endkunden im Interesse der Beschwerde-
führerin gehandelt und die Kurierfahrten in arbeitsorganisatorischer Abhängigkeit 
zu ihr erledigt hätten. Vertragsfahrer, wozu auch Kurierdienste zählen, seien 
selbständig erwerbend, soweit sie ein Unternehmerrisiko tragen und arbeitsorga-
nisatorisch nicht in besonderem Masse vom Arbeitgeber abhängig seien. 
F.________, G.________, B.________, H.________, C.________ und 
D.________ seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unselbständiger-
werbend zu qualifizieren. Aufgrund der Aktenlage könne keine andere Beurtei-
lung getroffen werden. Im Fall von G.________ sei dies bereits im Jahr 2016 
festgestellt worden, als seine Anmeldung als selbständiger Kurierdienst mit 
Schreiben der Suva vom 25. November 2016 abgelehnt und als unselbständige 
Tätigkeit qualifiziert worden sei. Davon habe die Beschwerdeführerin Kenntnis 
gehabt (Vi-act. 194 Erw. 4.1). 

Bei der gesonderten Beurteilung von E.________ erwog die Vorinstanz, er sei im 
Revisionszeitpunkt nicht als Gesellschafter eingetragen gewesen, weshalb ein 
berufsüblicher Lohn (vgl. Art. 92 UVG) nicht herangezogen werden könne. Die 
eingereichte Beitragsverfügung der SVA S.________ habe eine selbständige 

22

Tätigkeit des Beigeladenen bescheinigt, jedoch hätten telefonische Abklärungen 
der Vorinstanz bei der SVA S.________ (vgl. Vi-act. 193) ergeben, dass diese 
Selbständigkeit in der Branche 'Kunst' erfasst sei und damit in keinem Zusam-
menhang mit seiner Tätigkeit für die Beschwerdeführerin stehe. Die von der Be-
schwerdeführerin zwischen 2015 und 2018 jährlich erfolgten Lohnmeldungen mit 
Lohnsummen von jeweils Fr. 50'000.-- zugunsten des Arbeitnehmers 
E.________ habe dieser bestätigt, indem er die Fr. 50'000.-- gegenüber der Suva 
als prämienpflichtigen Lohn deklariert und als bestehende Bemessungsgrundla-
ge geltend gemacht habe. Allerdings seien in den Buchungsunterlagen der Be-
schwerdeführerin der Revisionsperiode (2015-2018) keine Lohnaufwendungen 
ersichtlich. Indes seien Fremdleistungen und Verwaltungskosten zugunsten von 
E.________ verbucht worden, welche mit der Revision als Lohn aufgerechnet 
worden seien. Weil E.________ auf Unfall- und Schadensmeldungen in den Jah-
ren 2015 und 2017, sowie 2018 und 2019 angegeben habe, dass er zwischen 40 
und 50 Stunden pro Woche zu 100% für die Beschwerdeführerin als Arbeitneh-
mer (Velokurier und Kaufmann) gearbeitet habe und sich die Unfallmeldung 2018 
und 2019 auf Berufsunfälle mit dem Fahrrad bezogen, folgerte die Vorinstanz, 
dass E.________ selbst Fahrten ausgeführt habe und mit Bezug auf die Fahr-
radkuriertätigkeit sowohl strategisch wie auch operativ tätig gewesen sei. Es sei-
en keine Hinweise ersichtlich, die darauf hindeuten würden, dass E.________ für 
die Beschwerdeführerin mit einem eigenen Unternehmerrisiko oder arbeitsorga-
nisatorisch unabhängig gearbeitet habe. Vielmehr habe er regelmässig und ent-
geltlich für die Beschwerdeführerin gearbeitet. Mit Verweis auf die Ausführungen 
zu den anderen betroffenen Personen (vgl. Vi-act. 194 Erw. 4.1) werde auch 
E.________ Tätigkeit für die Beschwerdeführerin als unselbständige qualifiziert 
(Vi-act. 194 Erw. 4.2).

Die Vorinstanz korrigierte im Einspracheentscheid ihre Einschätzung der Fahr-
radmechaniker J.________ und K.________ (__________ war gar nie betroffen). 
Deren Tätigkeit (Veloreparaturen) falle nicht unter das Kerngeschäft der Be-
schwerdeführerin, somit seien sie nicht als Subunternehmer zu qualifizieren. Da 
sie ihre Arbeit in eigenen Betriebsräumlichkeiten und mit eigenen Betriebsmitteln 
verrichten würden, bestehe auch kein arbeitsorganisatorisches Abhängigkeits-
verhältnis. Ihre Tätigkeit für die Beschwerdeführerin müsse als selbständig be-
wertet werden (Vi-act. 194 Erw. 4.3). Diese Qualifikation ist im weiteren Verfah-
ren unbestritten.

Zusammengefasst wurden die Beigeladenen für ihre Tätigkeit bei der Beschwer-
deführerin von der Vorinstanz als Unselbständigerwerbende eingeschätzt und 
darauf gestützt wurden verschiedene Buchungen im Revisionszeitraum als prä-
mienpflichtige Entgelte bzw. Löhne beurteilt (Vi-act. 194 Erw. 5 f.). 

23

4.14 Gegen den Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Schrei-
ben vom 14. Juni 2021 Beschwerde vor Verwaltungsgericht (Vi-act. 196). Sie 
macht (sinngemäss) geltend, die Beurteilung und Qualifizierung der Vorinstanz 
gehe fehl. Die Beschwerdeführerin hält grundsätzlich an den Ausführungen in ih-
rer Einsprache fest und macht folgende ergänzende Ausführungen:

Es habe sich beim ökologischen Pilotprojekt um einen Versuch gehandelt, der 
auf eine (unbestimmte) Laufzeit begrenzt gewesen sei und dessen Ziel darin be-
standen habe, sich von einer traditionellen Arbeitsweise zu lösen und durch kon-
trovers ausgeführte Abholtouren bzw. Zustellungen den CO2-Ausstoss von Sen-
dungen zu reduzieren. Eine Innovation strebe nach anderen, günstigeren We-
gen, um mit einem minimalen Risiko eine Grundlage für eine Alternative zu den 
herkömmlichen Marktprodukten zu schaffen und erfordere deshalb andere Vor-
gehensweisen und Rahmenbedingungen. Eine der besonderen Voraussetzun-
gen sei gewesen, dass die Teilnehmer nur auf selbständiger Basis hätten teil-
nehmen können und für das Projekt geeignet sein mussten. Im Rahmen des Pro-
jekts habe die Plattform P.________ (noch unselbständige) Teilnehmer im Pro-
zess zur Selbständigkeit begleitet und unterstützt. Die Vorinstanz habe keine An-
haltspunkte gehabt, um das Projekt in seinen Ansätzen sachlich einschätzen zu 
können und sei gezwungen gewesen, das Projekt, auf einfache Velokurieraufträ-
ge in einem Anstellungsverhältnis zu reduzieren. Durch diese Reduktion habe die    
Vorinstanz jedoch die Ausführungen der Beschwerdeführerin verkannt und sie 
habe zu einem falschen Ergebnis geführt. Die Vorinstanz habe die Teilnahme am 
Pilotprojekt fälschlicherweise unter den Begriff der unselbständigen Erwerbs-
tätigkeit subsumiert. Bei Pilotprojekten bestehe generell nie ein Weisungsrecht, 
ein Unterordnungsverhältnis, eine Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, ein 
Konkurrenzverbot oder eine Präsenzpflicht. Es handle sich vielmehr um ein Auf-
tragsverhältnis. Indem die Suva M.________, N.________ und __________ nicht 
in ihrer Revision berücksichtigt habe, obwohl die Beschwerdeführerin darauf hin-
gewiesen habe, dass sämtliche Teilnehmer unter den gleichen Voraussetzungen 
in das Pilotprojekt involviert gewesen seien, habe die Vorinstanz das Resultat der 
Gesamtbeurteilung verfälscht (Vi-act. 196 Ziff. 4.0).

In Bezug zur Betriebsausfallsversicherung, welche bei der Gründung im Jahr 
2002 abgeschlossen worden sei, habe die Suva fälschlicherweise die Vorleistung 
von Fr. 51'746.-- und Fremdleistung von Fr. 24'000.--, beide von E.________ pri-
vat investiert, als Lohnbezüge deklariert. Im Revisionszeitraum habe die Suva die 
Lohnsumme anschliessend willkürlich festgelegt (Vi-act. 196 Ziff. 4.0).

5. Im vorliegenden Verfahren geht es um die sozialversicherungsrechtliche 
Qualifizierung von Erwerbstätigen, welche im Rahmen eines Pilotprojekts zwi-

24

schen 2015 und 2018 für die Beschwerdeführerin tätig waren. Die Beschwerde-
führerin selber erachtet die Teilnehmer des Projekts, aufgrund der neu entwickel-
ten Arbeitsform, als Selbständigerwerbende in einem Auftragsverhältnis. 

5.1.1 Übt eine versicherte Person gleichzeitig mehrere Erwerbstätigkeiten aus, 
ist die beitragsrechtliche Qualifikation nicht aufgrund einer Gesamtbeurteilung 
über alle Tätigkeiten vorzunehmen. Vielmehr ist jedes einzelne Erwerbseinkom-
men dahin zu prüfen, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbs-
tätigkeit stammt (BGE 144 V 111 Erw. 6.1; BGE 123 V 161 Erw. 4a; BGE 122 V 
169 Erw. 3b; VGE I 2019 63 vom 16.3.2020 Erw. 7). 

Bei der Beurteilung dieser Frage ist nicht auf interne Vereinbarungen der beteilig-
ten Parteien, sondern auf die äusseren Erscheinungsformen der wirtschaftlichen 
Sachverhalte abzustellen. Bei der Beurteilung, ob eine selbständige oder un-
selbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, ist aufgrund der konkreten Vertragsverein-
barungen und unter Würdigung der gesamten Umstände abzuklären, welche der 
massgeblichen Kriterien beider Erwerbsarten im Einzelfall überwiegen (vgl. vor-
stehend Erw. 3.2).

5.1.2 Es ist unbestritten, dass die Beigeladenen neben ihrer untergeordneten 
Tätigkeit für die Beschwerdeführerin auch anderen Erwerbstätigkeiten, teils auch 
selbständigen, nachgingen. Beispielsweise waren C.________ (vgl. Bf-act. 42 f. 
bzw. Vi-act. 170/51 ff.) und F.________ (Vi-act. 170/74 Ziff. 14) unter anderem 
als Künstler oder B.________ als selbständiger Masseur (Vi-act. 170/74 Ziff. 15) 
tätig. Dies ist allerdings ohne Belang für die sozialversicherungsrechtliche Quali-
fizierung ihrer Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin. Der Einwand der Beschwer-
deführerin, dass die Vorinstanz durch die Nichtbeachtung anderer Selbständig-
keiten das Ergebnis der Gesamtbewertung verzerre, geht fehl. Die Tätigkeit der 
Beigeladenen für die Beschwerdeführerin ist getrennt bzw. unabhängig von allfäl-
ligen anderen (selbständigen) Erwerbstätigkeiten zu beurteilen.

Weiter hat weder eine Vereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin und den 
Teilnehmern noch die Einschätzung der Treuhandgesellschaft, dass die Be-
schwerdeführerin nur Selbständigerwerbende beauftrage, einen Einfluss auf die 
sozialversicherungsrechtliche Qualifikation. Die zivilrechtlichen Verhältnisse ver-
mögen allenfalls gewisse Anhaltspunkte zu bieten, ohne jedoch ausschlagge-
bend zu sein (BGE 122 V 169 Erw. 3a). Da sich in den Akten keine Vertragsver-
einbarungen zwischen den Beigeladenen und der Beschwerdeführerin finden, 
hat die Beurteilung der massgeblichen Kriterien (vgl. vorstehend Erw. 3.3.1 f.) 
gestützt auf die konkreten Umstände und Akten (vgl. vorstehend Erw. 3.2) zu er-
folgen.

25

5.2.1 Bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung der Erwerbstätigkeit 
kommt dem Merkmal des Unternehmerrisikos besondere Bedeutung zu. Es 
zeichnet sich dadurch aus, dass bei selbständiger Erwerbstätigkeit neben der 
Leistung von Arbeit auch der Einsatz von Kapital erfolgt (Frésard-Fellay/ Klett/ 
Leuzinger, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 
Basel 2020, N 6 zu Art. 12 ATSG; BGE 115 V 161 Erw. 9a m.w.H.; Urteil BGer 
9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3) und die betreffende Person dadurch die 
Gefahr eingeht, dass sie als Folge von beruflichem Fehlverhalten oder von beruf-
lichen Fehleinschätzungen in der Zukunft mit einer Verminderung des Ge-
schäftsvermögens zu rechnen hat (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 
zu Art. 12 ATSG; vgl. Hürzeler/ Kieser, Kommentar zum schweizerischen Sozial-
versicherungsrecht, UVG [Bundesgesetz über die Unfallversicherung], Bern 
2018, Art. 1a N 18). Bei investitionsarmen Dienstleistungstätigkeiten wird das 
Merkmal der betriebswirtschaftlich-arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit ge-
genüber dem Unternehmerrisiko jedoch stärker gewichtet (BGE 144 V 111 E. 
6.1.1 m.w.H.; Urteil 9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3).

5.2.2 Zunächst stellt sich die Frage nach den erheblichen Investitionen sowie der 
Tragung von Unkosten. Erhebliche Investitionen zeichnen sich insb. dadurch 
aus, dass mit eigenem oder fremdem Kapital Arbeitsgeräte, Produktionsanlagen 
oder sonstiges Umlauf- oder Anlagevermögen angeschafft wird. Die Investitionen 
müssen zudem betragsmässig von einer gewissen Bedeutung ("erheblich") sein 
(Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 15 zu Art. 10 ATSG m.w.H; BGE 122 
V 169 E. 3c). Bei Fahrzeugen kann ein Risiko darin bestehen, dass es im Ge-
gensatz zu Personen- oder Stationsfahrzeugen ausschliesslich berufsspezifisch, 
nicht zu privaten oder anderen erwerblichen Zwecken eingesetzt werden kann 
(vgl. Urteil BGer 8C_357/2014 vom 17.6.2014 Erw. 4.2 m.w.H.; VGE I 2019 64 
vom 16.3.2020 Erw. 8.1; Rz. 4087 - 4089 WML). Die Kosten für Parkplatz, Unter-
halt, Versicherung usw. fallen auch bei einer rein privaten Nutzung eines Fahr-
zeuges an und sind nicht als relevante Unkosten zu qualifizieren, welche für das 
Vorliegen eines Unternehmerrisikos sprechen (VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 
Erw. 8.1).

Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 und 2016 
mindestens drei Lastenvelos (Vi-act. 161/04-06), ein Rennrad, (Vi-act. 162/09) 
und zwei Veloanhänger (Vi-act. 161/05 f.) erworben hat. Weiter hat sie motori-
sierte Nutzfahrzeuge geleast (vgl. __________ Leasing AG, Vi-act. 161 ff.) und 
gemietet (vgl. __________ AG, Vi-act. 162 ff.) sowie im August 2018 einen Sko-
da erworben (Vi-act. 164/47). Sofern die Beigeladenen zusätzliche Fahrzeuge für 
die Erfüllung der Kurier- bzw. Transportaufträge selbst anschaffen mussten, ist 

26

unter Berücksichtigung der Projektziele und -erfolge (nach Angaben der Be-
schwerdeführerin gesamthafte Einsparung von 450 t CO2, Beschwerdeschrift S. 
4) davon auszugehen, dass es sich dabei ebenfalls um (Lasten-) Fahrräder oder 
kleinere motorisierte Fahrzeuge (vgl. Mofakuppung, Vi-act. 161/04) handelte. Wie 
die Vorinstanz richtig erkannte, ist ein solches Transportfahrzeug angesichts der 
geltenden Rechtsprechung nicht als erhebliche Investition zu werten, zumal so-
wohl ein Personenwagen, als auch ein (Lasten-) Fahrrad privat oder für andere 
erwerbliche Zwecke genutzt werden kann.

Die Beschwerdeführerin übernahm auch Unkosten, welche die Beigeladenen im 
Rahmen ihrer Tätigkeit im Pilotprojekt betrafen. So investierte sie in Arbeitsmate-
rial (z.B. Material wie Velorucksack [Vi-act. 162/05], Abdeckplane [Vi-act. 
162/10], etc.), Fahrzeugunterhalt sowie Berufskleidung der L.________ GmbH im 
Wert von Fr. 4'200.-- (Vi-act. 162/01), mietete Geschäftsräume und kam für 
Website (vgl. __________ GmbH, Vi-act. 161/06 ff.) und für Werbung (vgl. Auto-
beschriftung [Vi-act. 161/01], __________ [Vi-act. 161/10]) auf. Die Beigeladenen 
benötigten im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin weder eigene 
Geschäftsräumlichkeiten noch Personal. Für Lohnkosten mussten sie nicht auf-
kommen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie hypothetisch die Mög-
lichkeit gehabt hätten, Personal einzustellen. Es müssen effektive Kosten anfal-
len, welche unabhängig vom Arbeitserfolg entstehen, damit von einem spezifi-
schen Unternehmerrisiko gesprochen werden kann (Urteil BGer 9C_618/2015 
vom 22.1.2016 Erw. 2.5.2; 9C_250/2017 vom 30.10.2017 Erw. 5.4.3). Die Be-
schwerdeführerin macht nicht geltend, dass den Beigeladenen weitere Investitio-
nen angefallen sind. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Beigela-
denen bei ausbleibenden Aufträgen bzw. Kundschaft keine grösseren Fixkosten 
bzw. Unkosten zu bewältigen gehabt hätten.

Zudem führt E.________ in seinen ergänzenden Erläuterungen zur L.________ 
GmbH (CHE-__________) aus (Schreiben v. 8.7.2021 S. 1 f.): 

Wir, das heisst die Gesellschafter haben im Vorfeld damals festgehalten, welches 
im Auftrag der Firma A.________ dann ausgeführt wurde.

Der gemeinsam bestimmte Auftrag hiess damals, nach Möglichkeit eine inaktive 
Mantelfirma zu erwerben, welche den Gesellschaftern mit ihrem gemeinsamen und 
prospektiven Wirken im Verlauf des ökologischen Projektes, aber auch für die Zu-
kunft mit Partizipation eine geeignete Plattform in der gemeinsamen Entwicklung 
sich erarbeiten kann und dies ohne eine Investition tätigen zu müssen.

Die Ausführungen machen deutlich, dass die finanziellen Risiken der Teilnehmer 
(darunter des beigeladenen D.________) bewusst so gering wie möglich gehal-
ten wurden und die Investitionen sowie die damit einhergehenden Risiken über-

27

wiegend auf die Beschwerdeführerin (mit Stammanteilen von Fr. 10'400.-- am 
Stammkapital von Fr. 20'000.-- an der L.________ GmbH) übertragen wurden.

Den Beigeladenen sind infolge ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin somit 
weder erhebliche Investitionen noch Unkosten angefallen, die für ein Unterneh-
merrisiko sprechen würden.

5.2.3 Ein weiteres Element des Unternehmerrisikos ist das Risiko der Verlusttra-
gung. Erschöpft sich das Risiko der betroffenen Person darin, ob und in welchem 
Umfang sie mit Aufträgen rechnen kann, ist es gleich zu gewichten wie das eines 
Arbeitnehmers, seine Stelle zu verlieren. Es ist nicht gleich zu setzten mit dem 
Verlustrisiko eines Selbständigerwerbenden (Urteil BGer 9C_127/2009 vom 
28.8.2009 Erw. 5.3; BGE 122 V 169 Erw. 6a/dd; BGE 144 V 111 Erw. 6.2.1). 

Soweit es sich feststellen lässt, hing die Zuteilung von Aufträgen hauptsächlich 
davon ab, ob sich die betreffende Person im Sinne einer ökologischen Vorge-
hensweise in einem konkreten Fall als Kurier eignete oder nicht. Die Beurteilung 
der Eignung wurde durch die Beschwerdeführerin vorgenommen. Nach welchen 
Kriterien diese Einschätzung erfolgte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es 
muss aber davon ausgegangen werden, dass diese ausschlaggebenden Ele-
mente nicht allein beim Kurier lagen, sondern zusätzlich äussere Faktoren 
berücksichtigte (z.B. Abhol- und Zustelladresse, Dringlichkeit, Transportgegen-
stand), welche die Beigeladenen nicht oder nur beschränkt beeinflussen konnten. 
Letztlich muss es in der alleinigen Kompetenz der Beschwerdeführerin gelegen 
haben, ob ein Auftrag erteilt wurde. In diesem Sinne trugen die Beigeladenen im 
Rahmen ihrer Tätigkeit grundsätzlich nur soweit ein Verlustrisiko, als dass sie je 
nach Nachfrage und Voraussetzungen nur wenige oder keine Aufträge erhalten 
würden. Dies spricht mithin gegen ein Unternehmerrisiko. 

5.2.4 Selbständigerwerbende tragen das Inkasso- und Delkredererisiko, d.h. die 
Folgen einer allfälligen Zahlungsunfähigkeit oder -willigkeit ihrer Kundschaft 
(Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 17 zu Art. 10 ATSG).

Im vorliegenden Fall zahlten die Endkunden direkt an die Beschwerdeführerin, 
welche den Beigeladenen wiederum ihre Leistungen entsprechend vergütete 
(vgl. Vi-act. 161 ff.). Die Beigeladenen trugen zwar ein Risiko in Bezug auf eine 
Zahlungsunfähigkeit der Beschwerdeführerin; diesbezüglich unterscheidet sich 
ihr Risiko allerdings nicht von demjenigen von Arbeitnehmern (vgl. VGE I 2019 
64 vom 16.3.2020 Erw. 8.3). Insofern erkannte die Vorinstanz richtig, dass die 
Beigeladenen ohne eigenes Inkasso- oder Delkredererisiko tätig waren.

28

5.2.5 Im Rahmen ihrer Tätigkeit treten Selbständigerwerbende grundsätzlich in 
eigenem Namen auf. Dieses Kriterium bestimmt sich massgeblich über die Art 
und den Umfang des Kontakts zwischen der Person und dem Kunden (z.B. Ak-
quirieren, Auftragserteilung, Rechnungsstellung). 

Es finden sich keine Hinweise, dass die Beigeladenen bei Erfüllung der Kurier-
aufträge gegenüber den Kunden direkt Aufträge entgegennahmen oder bei Auf-
tragserfüllung in eigenem Namen auftraten. Die Beschwerdeführerin macht auch 
nichts dergleichen geltend. Aus der E-Mail der Beschwerdeführerin vom 28. Sep-
tember 2020 geht hervor, dass das Akquirieren der Kunden über die Beschwer-
deführerin bzw. über ihren Generalbevollmächtigten E.________ erfolgte ("[…] 
Die Auftraggeber konnte ich so dazu führen, dieses Projekt zu unterstützten […]", 
Bf-act. 02/7 bzw. Vi-act. 170/17). Es handelt sich bei den Kunden um einen klei-
nen Kreis von erlesenen Unternehmen, welche regelmässig die Dienste der Be-
schwerdeführerin in Anspruch nahmen. Aufgrund der Beschreibung des Projek-
tes kann geschlossen werden, dass die Aufträge der Kunden direkt an die Be-
schwerdeführerin erfolgten, diese unter Berücksichtigung der grösstmöglichen 
CO2-Einsparung die Aufträge koordinierte und sie auf ihre Kuriere verteilte (vgl. 
vorstehend Erw. 4.3.1). Die Beigeladenen führten daraufhin eine einfache Dienst-
leistung aus, welche im Gegensatz zu einer komplexen Arbeit (vgl. Unterneh-
mensberatung, Urteil BGer 9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3) keine materiel-
le Beziehung oder besondere Bindung zum Dienstleistungsbezüger erforderte. 
Zudem waren einzelne Beigeladene nur für kurze Zeit Projektteilnehmer, so dass 
(über die gesamte Projektdauer) eine Kundenbindung gegenüber der Beschwer-
deführerin bestanden haben muss. Entsprechend nahmen die Kunden primär die 
Beschwerdeführerin und nicht die einzelnen Kuriere als Vertragspartner wahr, 
zumal auch die Bezahlung über die Beschwerdeführerin lief. Die Beschwerdefüh-
rerin war in der Beziehung zu den Dienstleistungsbezügern mehr als eine vermit-
telnde Unternehmung in einem Dreiparteienverhältnis. 

5.2.6 Insgesamt sprechen die vorstehend geprüften Merkmale gegen das Vorlie-
gen eines unternehmerischen Risikos bei den Beigeladenen und damit gegen ei-
ne selbständige Erwerbstätigkeit. 

5.3 Da es sich jedoch bei Kurierdiensten (meist) um investitionsarme Dienst-
leistungstätigkeiten handelt, ist das folgend zu prüfende Merkmal des betriebs-
wirtschaftlich-arbeitsorganisatorischen Abhängigkeitsverhältnisses stärker zu 
gewichten (vgl. vorstehend Erw. 5.2.1). Eine wirtschaftliche Abhängigkeit liegt 
vor, wenn die erwerbstätige Person örtlich, zeitlich und mit Bezug auf ihre Ar-
beitstätigkeit weisungsgebunden, Dienstleistungen nach diesen Weisungen 
"fremdgesteuert" erbringt und rechenschaftspflichtig sowie hierarchisch (Unter-

29

ordnungsverhältnis) in eine fremde Arbeitsorganisation eingegliedert ist (VGE I 
2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 9.1 m.H.; Hürzeler/Kieser, a.a.O., Art. 1a N 27). 
Hinweise für eine selbständige Erwerbstätigkeit sind demgegenüber eine weitge-
hend freie Einteilung der Arbeitstätigkeit und eine Weisungsgebundenheit nur in 
Bezug auf das Arbeitsergebnis, nicht aber mit Bezug auf die Art und Weise der 
Arbeitstätigkeit (vgl. Riemer-Kafka, Plattformarbeit oder andere Formen der Zu-
sammenarbeit, SZS 2008 S. 584 f. m.H.).

5.3.1  Die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers muss sich insbesondere auf Ele-
mente beziehen wie die Arbeitszeit, das Verhalten am Arbeitsort, das Arbeitsver-
fahren, die Zuweisung von Arbeiten, den Einsatzplan und vergleichbare Aspekte, 
bei welchen es sich um Anordnungen handelt, die sich nicht nur auf das anzu-
strebende Ziel, sondern auch auf die Art der Durchführung beziehen (BGE 146 V 
139 Erw. 6.2.2 m.w.H.). Eine Weisungsbefugnis fehlt bei selbständig Erwerbs-
tätigen weitgehend, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsweise oder der Prä-
senzzeit (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 zu Art. 13 ATSG).

Wie die Beschwerdeführerin anführt, ist nicht zu verkennen, dass auch im Rah-
men eines Auftragsverhältnisses von Seiten des Auftraggebers Anforderungen 
an den Dienstleister gestellt werden und Vorgaben in Bezug auf die gewünschte 
Ausführung der Arbeit gemacht werden, woraus nicht schon auf ein Abhängig-
keitsverhältnis geschlossen werden kann (vgl. VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 
Erw. 9.2). Vorliegend bestehen jedoch Vorgaben hinsichtlich Verrichtung (Route) 
und Fahrzeug, sowie eine darauf bezogene Rechenschaftspflicht gegenüber der 
Beschwerdeführerin. Gemäss Beschwerdeführerin grenzte sich der Kurierdienst 
durch seine innovative Art der Zustellung und dem Ziel, die CO2-Emmissionen zu 
minimieren, von den herkömmlichen Zustelldiensten ab (Beschwerdeschrift Erw. 
4.0). Ihre Lieferungen gingen über einen professionellen und ordnungsgemässen 
Service hinaus. Die Kuriere ordneten sich dem Ziel der Beschwerdeführerin unter 
und die Beschwerdeführerin machte gegenüber den Kurieren die notwendigen 
Vorgaben hinsichtlich Art und Ausführung der Arbeit, um die CO2-Emmissionen 
effektiv reduzieren zu können. In ihrer Beschwerdeschrift erläutert die Beschwer-
deführerin, dass die CO2-Einsparungen durch "andere Mittel" und "andere Wege 
reduziert auf ein Minimum" erreicht wurden (Beschwerdeschrift Erw. 4.0). Aus 
Letzterem kann abgeleitet werden, dass die Beschwerdeführerin für die Zuteilung 
Kenntnis der Standorte der Kuriere haben musste und die ideale Route vor-
schrieb. Der Hinweis auf die Ausführung mit "anderen Mitteln" zeigt, dass die Be-
schwerdeführerin gegenüber den Kurieren Vorgaben hinsichtlich der Fahrzeuge 
gemacht hat, um die ökologische Zielsetzung verwirklichen zu können. Folglich 

30

unterlagen die Beigeladenen gewissen Weisungen hinsichtlich der Arbeitsweise 
und dem -verfahren. 

Es finden sich in den Akten keine Hinweise auf eine Präsenzpflicht. Wie bereits 
ausgeführt wurde, erfolgte jedoch die Auftragsverteilung über die Beschwerde-
führerin. Die Beigeladenen nahmen weder direkt Aufträge entgegen, noch akqui-
rierten sie eigens Kunden bzw. Aufträge. Auch wenn die Arbeitszeiten flexibel 
ausgestaltet sein mochten, konnten sie aufgrund der Auftragsvermittlung durch 
die Beschwerdeführerin nicht komplett frei in der Ausgestaltung ihrer Arbeitszei-
ten sein. Um die Aufträge der Beschwerdeführerin erfüllen zu können, insb. Ex-
press- oder Notfallsendungen (vgl. Beschwerdeschrift S. 4), musste ein zeitliches 
Weisungsrecht der Beschwerdeführerin gegenüber den beigeladenen Projektteil-
nehmern bestanden haben. Kommt hinzu, dass auch bei fehlender Präsenz-
pflicht, vollständiger Freiheit zur An- oder Ablehnung einer Arbeit weitere Fakto-
ren für das Vorliegen einer arbeitsorganisatorischen Einbindung sprechen kön-
nen (vgl. BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1). Entscheidend ist, dass der Kurier bei An-
nahme der Arbeit die Tätigkeit anhand der dargestellten Vorgaben der Be-
schwerdeführerin zu erledigen hat. 

Der Aspekt, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Aufträge sowie die Zahlun-
gen der Endkunden entgegennahm, deutet ebenfalls darauf hin, dass die Beige-
ladenen gegenüber den Endkunden im Interesse der Beschwerdeführerin han-
delten. Weil die Kuriere weder selbstbestimmt Aufträge annehmen oder ablehnen 
sowie allfällige Preise festlegen konnten, ist davon auszugehen, dass die Be-
schwerdeführerin die Konditionen festlegte und diese für die Kurierfahrer verbind-
lich waren. Dies sind allesamt Indizien für das Vorliegen eines gewissen Wei-
sungsrechts der Beschwerdeführerin gegenüber den Beigeladenen.

5.3.2 Gegenstück zum Weisungsrecht des Arbeitgebers ist das Vorliegen eines 
Unterordnungsverhältnisses seitens der unselbständig erwerbstätigen Person. 
Der Arbeitnehmer hat demnach für den Arbeitgeber (in dessen Namen und auf 
dessen Rechnung) Arbeit zu erledigen und sich dabei dessen Weisungen zu un-
terwerfen (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 zu Art. 13 ATSG).

Im vorliegenden Fall finden sich in den Akten keine Hinweise auf eine Präsenz-
pflicht, ein Konkurrenzverbot, weitere Kontrollbefugnisse der Beschwerdeführerin 
oder eine Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung. Diese Merkmale stellen 
grundsätzlich allesamt Indizien für das Fehlen eines Subordinationsverhältnisses 
dar. Allerdings sprechen das Fehlen einer Präsenzpflicht und eine zeitliche Flexi-
bilität bei der Ausübung der Erwerbstätigkeit gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung - wie dargelegt - nicht per se gegen eine faktische arbeitsorganisatori-
sche Einbindung (BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1; Urteil BGer 9C_407/2016 vom 

31

23.11.2016 Erw. 4.2.2; VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 9.3). Auch bei feh-
lender Präsenzpflicht und dem Fehlen von umfassenden Kontrollbefugnissen 
können weitere Faktoren für das Vorliegen einer arbeitsorganisatorischen Ein-
bindung sprechen (vgl. BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1).

Letztlich weist die von den Beigeladenen für die Beschwerdeführerin ausgeübte 
Tätigkeit als Kuriere auch in Bezug auf das Kriterium des Abhängigkeits- und Un-
terordnungsverhältnisses verschiedene Indizien auf, die auf das Vorliegen eines 
solchen hinweisen. Die Beigeladenen mussten in der Ausübung ihrer Erwerbs-
tätigkeit Weisungen befolgen, um das Erreichen des übergeordneten Ziels der 
Beschwerdeführerin, dem sie sich unterordneten, zu ermöglichen (arbeitsorgani-
satorische Abhängigkeit). Die Beschwerdeführerin führte in der Beschwerde-
schrift aus, dass das Projekt Erfolge in Form von erheblichen Einsparungen von 
CO2-Emissionen aufweisen konnte (vgl. Beschwerdeschrift S. 4), was indiziert, 
dass diese Unterordnung und Befolgung von Weisungen auch tatsächlich erfolgt 
ist. Weiter spricht die zentrale Stellung der Beschwerdeführerin in der Koordinati-
on und Zuteilung der Aufträge, im direkten Kundenkontakt, sowie in der Abwick-
lung des Zahlungsverkehrs für eine gewisse Abhängigkeit der Beigeladenen 
(wirtschaftliche Abhängigkeit). 

5.3.3 Die Würdigung der gesamten Umstände ergibt, dass ein Ungleichgewicht 
zwischen der Beschwerdeführerin und den Beigeladenen bestand. Den Beigela-
denen kommt nicht die Stellung von gleichberechtigten Vertragspartnern zu. Die 
Beschwerdeführerin kann nicht als blosse Vermittlerin zwischen Kunden und un-
abhängigen Kurierdiensten qualifiziert werden. Sie wirkte gestaltend auf die Ku-
rierdiensttätigkeit ein, wodurch sie die Fahrer in ihre Betriebsorganisation einge-
bunden hat.

5.4. Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Beschwerdeschrift darauf hin, dass 
sämtliche Teilnehmer im Pilotprojekt den gleichen Bedingungen unterstanden 
(vgl. Beschwerdeschrift S. 4). In Bezug auf die gesonderte Beurteilung von 
E.________ kann grundsätzlich auf die vorherigen Ausführungen (vgl. vorste-
hend Erw. 5.2.1 ff.) zu den anderen Beigeladenen verwiesen und folgendes hin-
zugeführt werden:

5.4.1 Wie die Vorinstanz korrekt erkannte, war E.________ weder bei der Be-
schwerdeführerin, noch bei der L.________ GmbH (ab Gründung am 
18.12.2015) im Revisionszeitraum als Gesellschafter eingetragen (Internet-
Handelsregisterauszug vom 22.11.2021). Die Beschwerdeführerin führt in der 
Beschwerdeschrift aus, dass E.________ im Zeitpunkt der Gründung der 
L.________ GmbH (18.12.2015) für sie noch unselbständig tätig war. Mit Schrei-

32

ben vom 8. Juli 2021 bestätigt dies E.________. Wie die anderen Teilnehmer am 
Projekt wollte er unter der Leitung von N.________ und P.________ bzw. 
O.________, die Selbständigkeit erlangen (Schreiben vom 8.7.2021, S. 2). Seine 
anschliessend erlangte Selbständigkeit bezog sich gemäss Angaben der SVA 
S.________ auf die Kunstbranche (vgl. Vi-act. 193) und erfasste somit nicht sei-
ne Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin, deren Zweck gemäss Handelsregister 
auf Kurierdienste gerichtet war. Die von der Beschwerdeführerin mit Einsprache 
eingereichten Beilagen (Vi-act. 170/62-68) vermögen nicht aufzuzeigen, inwie-
fern die Leistungen an die SVA S.________ im Zusammenhang mit seiner Arbeit 
für die Beschwerdeführerin stehen. 

5.4.2 E.________ leistete im Vorfeld des Projektes Vorbereitungsarbeiten und 
akquirierte für die Beschwerdeführerin Auftraggeber (vgl. Vi-act. 170/17). Im dar-
auffolgenden Revisionszeitraum deklarierte die Beschwerdeführerin gegenüber 
der Vorinstanz auf Lohnerklärungen im Revisionszeitraum einen Jahreslohn für 
E.________ von jeweils Fr. 50'000.-- (2014 Vi-act. 67, 2015 Vi-act. 82/1, 2016 Vi-
act. 92/1, 2017 Vi-act. 101, 2018 Vi-act. 110). E.________ machte zudem ge-
genüber der Vorinstanz im Rahmen von Schadens- und Unfallmeldungen in den 
Jahren 2015, 2017 sowie 2018 eine unselbständige Anstellung bei der Be-
schwerdeführerin mit einem Pensum von 100% als Velokurier bzw. Kaufmann 
(Erw. 4.4.2) und 2015 ausdrücklich einem Jahreslohn von Fr. 50'000.-- (vgl. Vi-
act. 192/10) geltend. Die Annahmen der Vorinstanz, E.________ sei wie die an-
deren Beigeladenen für die Beschwerdeführerin strategisch (vgl. Erw. 4.4.1; u.a. 
Evaluation von Dienstleistern, sowie Einteilung der Teilnehmer) wie auch opera-
tiv (eigentliche Kuriertätigkeit) tätig gewesen, sind schlüssig. Die Beschwerdefüh-
rerin vermag mit ihrer Beschwerde nicht aufzuzeigen, inwiefern E.________ in 
seiner Tätigkeit für sie selbständig erwerbstätig war.

5.5 Nach dem Gesagten weist die Tätigkeit der Beigeladenen für die Be-
schwerdeführerin zwar verschiedene Merkmale einer selbständigen Erwerbs-
tätigkeit auf (insbesondere die Beschaffung für Fahrzeuge, fehlende Präsenz-
pflicht, fehlende Kontrollbefugnisse, fehlendes Konkurrenzverbot). Eine Gesamt-
betrachtung der Elemente des Unternehmensrisikos und des Abhängigkeitsver-
hältnisses ergeben jedoch, dass gestützt auf die Akten eine Vielzahl von Fakto-
ren für eine unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen. Die Beigeladenen traten 
im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin gegen aussen nicht in ei-
genem Namen auf. Sie erscheinen diesbezüglich als vollständig in die Betriebs-
organisation der Beschwerdeführerin eingebunden. Sie konnten keine Rechnun-
gen stellen und das Inkasso oblag allein der Beschwerdeführerin. Die Beigelade-
nen waren auf die Administration und Organisation der Beschwerdeführerin an-

33

gewiesen. Sie hatten keinen unmittelbar ersichtlichen Einfluss auf die Preisge-
staltung oder den Erhalt bzw. die Vergabe der Fahraufträge. Des Weiteren be-
standen durch die Unterordnung der Zielsetzung des Projektes bestimmte Vor-
gaben in Bezug auf die Art und Weise der Arbeitsverrichtung. Insofern liegt of-
fenkundig ein Weisungsrecht der Beschwerdeführerin gegenüber den Beigelade-
nen vor. Diese Gesamtbetrachtung der Voraussetzungen ergibt, dass die Beige-
ladenen in ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin als unselbständige Erwerbs-
tätige zu qualifizieren sind.

5.6.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass sämtliche beigelade-
nen Teilnehmer, die zu Beginn ihrer Projektteilnahme noch keine Selbständigkeit 
vorwiesen und bei der Beschwerdeführerin unselbständig erwerbend gewesen 
seien, durch die Unterstützung von O.________ von P.________ im Rahmen 
des Pilotprojektes die Selbständigkeit angestrebt und erreicht hätten (vgl. Vi-act. 
196/3 Ziff. 4.0). H.________ (vgl. Bf-act. 02/39 bzw. Vi-act. 170/49) und 
C.________ (vgl. Bf-act. 02/46f. bzw. Vi-act. 170/56 f.) hätten ihre Selbständig-
keit als Kurierdienst am 1. Juli 2017 erlangt; G.________ habe seine Selbstän-
digkeit im Transportgewerbe bereits am 1. Juli 2016 erlangt (vgl. Bf-act. 02/48 
bzw. Vi-act. 170/58). 

5.6.2 Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin sind unbehelflich, denn ein bis-
heriger Arbeitnehmer wird noch nicht dadurch selbständig, dass er das bisherige 
Anstellungsverhältnis durch ein Auftragsverhältnis ersetzt, wenn sich an seiner 
tatsächlichen Stellung nichts ändert (vgl. Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], 4. Aufl., Zürich 
2020, Art. 10 N 28 mit Hinweisen). Es ist demnach erforderlich, dass bei ansons-
ten gleichbleibenden wirtschaftlichen Beziehungen veränderte Tatsachen einen 
Wechsel von der unselbständigen in die selbständige Position begründen bzw. 
rechtfertigen. Die Beschwerdeführerin erklärt, dass die Teilnehmer zu Beginn un-
selbständig erwerbend waren, vermag indes nicht aufzuzeigen, inwiefern sich die 
tatsächliche Stellung der Teilnehmer während des Projekts bzw. mit Erlangung 
der angeblichen Selbständigkeit verändert habe. Aus den Akten und den Buch-
haltungsunterlagen der Beschwerdeführerin lässt sich ebenfalls keine Verände-
rung des Verhältnisses zwischen den Teilnehmern ab dem 1. Juli 2016 bzw. dem 
1. Juli 2017 erkennen.

6.1 Nicht zu hören ist der Einwand der Beschwerdeführerin, es handle sich bei 
zwei Zahlungen ("Vorleistungen Gesellschafter für A.________" Fr. 51'746.15; 
"E.________ Fremdleistungen" Fr. 24'000.--) vom 31. Dezember 2016 an 

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E.________ nicht um Lohnzahlungen, sondern die Rückerstattung von Kapital-
einsätzen, welche er zuvor privat in die GmbH investiert habe. 

6.2 Den Einwand der Rückerstattung von Kapitaleinsätzen hat die Beschwer-
deführerin in ihrer Einsprache gegenüber der Vorinstanz nicht vorgebracht und 
dementsprechend wurde er auch nicht geprüft. Da die in den Vorgang involvierte 
Beschwerdeführerin und ihr Generalbevollmächtigter E.________ deutlich mach-
ten, dass sie im laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte mehr machen, ist 
eine weitere Ermittlung des Sachverhaltes nicht greifbar und die Beurteilung hat 
gestützt auf die Akten zu erfolgen. Weder lassen sich aus den Unterlagen der 
Geschäftsjahren 2015 und 2016 (Vi-act. 161 f.) Investitionen seitens E.________ 
erkennen, noch gibt es andere Hinweise, welche einen Kapitaleinsatz bzw. des-
sen Rückzahlung mindestens wahrscheinlich machen. Die Bezeichnungen der 
Zahlungen in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin, "Vorleistung Gesellschaf-
ter für A.________" und "E.________ Fremdleistung", deuten ebenfalls nicht auf 
eine Rückzahlung des Kapitaleinsatzes hin; zumal E.________ nie Gesellschaf-
ter war (vgl. vorstehend Erw. 4.3.2 und 4.4.1) und Fremdleistungen auch in ande-
ren Jahren verrechnet wurden, diese jedoch nicht als Rückzahlung von Kapital-
einsätzen geltend gemacht werden. Aus den Akten geht nicht hervor, dass die 
Zahlungen eine Rückerstattung von Kapitaleinsätzen waren. 

6.3 Die Beschwerdeführerin möchte mit diesem Vorbringen eine neue Beurtei-
lung der Zahlungen zu ihren Gunsten erwirken, bringt jedoch keine Unterlagen 
oder andere Nachweise vor, welche ihre Darlegung stützen würden. Sie vermag 
ihren Einwand nicht zu substantiieren und hat die Folgen der Beweislosigkeit zu 
tragen. Es ist der Einschätzung der Vorinstanz zu folgen, welche die entspre-
chenden Zahlungen des Kontos "Drittleistungen, Fremdabreiten" als Lohnzah-
lungen gegenüber E.________ qualifizierte.

7. Insgesamt überwiegen die Merkmale einer unselbständigen Erwerbstätig-
keit der Beigeladenen. Am dargelegten Ergebnis vermögen die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Entsprechend ist der angefochtene Ein-
spracheentscheid, mit welchem die Tätigkeit der Beigeladenen für die Beschwer-
deführerin als unselbständig qualifiziert wird, zu bestätigen und die Beschwerde 
ist abzuweisen.

8. Gemäss dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 
1 Abs. 1 KVG musste das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
u.a. für die Parteien kostenlos sein. Für nach dem 1. Januar 2021 eingeleitete 
Verfahren gilt neu Art. 61 lit. fbis ATSG (vgl. Übergangsbestimmung Art. 83 
ATSG). Danach ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich-

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tig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz 
keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Par-
tei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Mithin 
wurde mit der ATSG-Revision 2019 die allgemeine Kostenlosigkeit gestrichen 
und es kommt bezüglich Verfahrenskosten das kantonale Recht zur Anwendung 
(Art. 61 Satz 1 ATSG; § 71 ff. VRP), soweit nicht die Kostenlosigkeit gemäss 
neuem Art. 61 lit. fbis ATSG greift (vgl. zum Ganzen VGE II 2021 4 Erw. 6.1).

Vorliegend handelt es sich nicht um eine Streitigkeit über Leistungen im Sinne 
von Art. 61 lit. fbis ATSG. Streitgegenstand sind Beiträge, womit das Verfahren 
kostenpflichtig ist. 

Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von ins-
gesamt Fr. 500.-- (vgl. § 3 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die 
Rechtspflege im Kantons Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975 i.V.m. § 
25 Ziff. 29 GebO [Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- für verwal-
tungsgerichtliche Beschwerdeverfahren]) sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 24. Ju-
ni 2021 einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rech-
nung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- die Beigeladenen (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. Januar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. Februar 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II