# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a2ba41c-95c4-55b0-b1b8-ccdc48309aca
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.12.2023 UE230069
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230069_2023-12-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE230069-O/U/HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, die Ersatzoberrichterinnen 

lic. iur. S. Mathieu und lic. iur. R. Hürlimann sowie Gerichtsschreiber 

M.A. HSG F. Niessner 

 

Beschluss vom 7. Dezember 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Beiständin B._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. C._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
Beschwerdegegner 

 

betreffend Einstellung 
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft  
Zürich-Limmat vom 27. Februar 2023, C-3/2022/10020435  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am 15. August 2022 rapportierte die Kantonspolizei Zürich (nachfolgend: Kan-
tonspolizei) wegen eines Verkehrsunfalls in D._____ zwischen dem Personenwa-

gen von C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner 1) und A._____ auf seinem 

Motorfahrrad (nachfolgend: Beschwerdeführer; Urk. 12/1). Mit Verfügung vom 

27. Februar 2023 stellte die Staatsanwaltschaft Zürich – Limmat das Verfahren 

gegen den Beschwerdeführer sowie den Beschwerdegegner 1 ein (Urk. 3/1). 

2. Gegen diese Einstellungsverfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe 
vom 7. März 2023 Beschwerde erheben und das Folgende beantragen (Urk. 2 

S. 2): 

"1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich – 
Limmat betreffend die Strafsache gegen C._____ wegen Ver-
dacht der fahrlässigen schweren Körperverletzung (Art. 125 
Abs. 2 StGB) sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft zu ver-
pflichten, das Strafverfahren fortzusetzen und ein verkehrstechni-
sches Gutachten in Auftrag zu geben. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zulasten 
der Staatskasse." 

3. Mit Verfügung vom 10. März 2023 wurde dem Beschwerdeführer aufgegeben 
eine Prozesskaution in Höhe von Fr. 1'800.– zu leisten (Urk. 5). Nach fristgerech-

ter Leistung der Kaution (Urk. 7) wurde die Beschwerdeschrift der Staatsanwalt-

schaft zur Stellungnahme unter Einreichung der Akten bzw. dem Beschwerde-

gegner 1 zur freigestellten Stellungnahme übermittelt (Urk. 8). Am 27. März 2023 

beantragte die Staatsanwaltschaft die Abweisung der Beschwerde und verwies 

zur Begründung vollumfänglich auf die angefochtene Einstellungsverfügung 

(Urk. 11). Der Beschwerdegegner 1 liess sich nicht vernehmen. 

II. 

1. Angefochten ist eine Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft. Dage-
gen ist die Beschwerde bei der hiesigen Kammer grundsätzlich zulässig (Art. 393 

- 3 - 

Abs. 1 lit. a StPO und § 49 GOG). Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht 

erhoben. 

2. Der Beschwerdeführer steht unter einer Vertretungsbeistandschaft mit Ein-
kommens- und Vermögensverwaltung (Urk. 3/3). Die vorliegende Beschwerde 

wurde durch die von der Beiständin B._____ bevollmächtigte Rechtsanwältin 

lic. iur. X._____ eingereicht (Urk. 2; Urk. 3/2). Auf die Beschwerde ist demnach 

einzutreten. 

III. 

1. Hintergrund des Strafverfahrens ist wie erwähnt ein Verkehrsunfall zwischen 
dem Beschwerdegegner 1 und dem Beschwerdeführer. Dabei ist es am 11. Juni 

2022 um ca. 15.55 Uhr auf der E._____-strasse in D._____ zu einer Kollision zwi-

schen dem Personenwagen des Beschwerdegegners 1 und dem Motorfahrrad 

(Mofa) des Beschwerdeführers gekommen. Der Beschwerdeführer ist in Folge der 

Kollision gestürzt und erlitt schwere Verletzungen (Urk. 12/1). 

2. Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Einstellungsverfügung zu-
sammengefasst aus, es sei aufgrund der detaillierten Fotodokumentation der 

Kantonspolizei erstellt, dass es auf der Fahrspur des Beschwerdegegners 1 zur 

Kollision gekommen sei. Aus der Fotodokumentation, den Aussagen des Be-

schwerdegegners 1 und des befragten Zeugen F._____ gehe weiter hervor, dass 

es zur Kollision gekommen sei, als der Beschwerdeführer links über die Fahrspur 

des Beschwerdegegners 1 habe abbiegen wollen. Ebenso gehe aus den Aussa-

gen und der Fotodokumentation hervor, dass der Beschwerdeführer nicht vor-

trittsberechtigt gewesen sei und auch kein Handzeichen zum Abbiegen gegeben 

habe. Es bestünden sodann keinerlei Anzeichen dafür, dass der Beschwerdegeg-

ner 1 mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Die Aussagen des 

Beschwerdegegners 1, wonach er eine Vollbremsung eingeleitet habe, ausgewi-

chen sei und aufgrund des sich kurz nach der Unfallstelle befindenden Kreisver-

kehrs auch nicht zu schnell gefahren sei, würden schliesslich durch die dokumen-

tierte Unfallsituation gestützt. Insgesamt bestünden deshalb keinerlei Anzeichen 

dafür, dass dem Beschwerdegegner 1 ein Fehlverhalten im Strassenverkehr bzw. 

- 4 - 

eine Sorgfaltspflichtwidrigkeit vorgeworfen werden könnte, welche kausal für die 

Verletzungen des Beschwerdeführers in Folge des Unfalls wäre. Ebenso bestün-

den keine Anzeichen dafür, dass der Beschwerdegegner 1 die Kollision hätte vo-

raussehen bzw. vermeiden können, zumal er sich habe darauf verlassen können, 

dass sich der ihm entgegenkommende Beschwerdeführer ebenfalls verkehrsre-

gelgerecht verhalten würde (Urk. 3/1 S. 1f.). 

3. Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer vorbringen, es liege ausserhalb der 
fachlichen Kompetenz der Staatsanwaltschaft, durch die Sichtung der polizeili-

chen Fotodokumentation rechtsgenügend festzustellen, ob der Beschwerdegeg-

ner 1 mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sei oder nicht. Hierfür benötige es 

zwingend ein verkehrstechnisches Gutachten, welches eine Spurenanalyse vor-

nehme, und insbesondere auch die Vermeidbarkeit der Kollision berechne, indem 

geprüft werde, ob der Beschwerdegegner 1 mit übersetzter Geschwindigkeit ge-

fahren sei oder allenfalls zu spät reagiert habe. Die Erstellung eines solchen Gut-

achtens sei insbesondere angezeigt, zumal der Beschwerdeführer aufgrund der 

erlittenen schweren Körperverletzungen nicht einvernahmefähig sei und sich so-

mit zum Unfallvorgang gar nie habe äussern können (Urk. 2 S. 4ff.). 

4. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den 
Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das 

Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere 

hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentli-

ches beizutragen vermögen. Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens 

entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu 

erheben oder das Verfahren einzustellen ist (Art. 318 StPO). Eine vollständige 

oder teilweise Einstellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 StPO u. a., wenn sich ein 

Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten lässt, der eine Anklage rechtfertigt 

(lit. a). Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend An-

haltspunkte vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, und 

die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe bzw. Massnahme im 

Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. Keine Anklage ist zu er-

- 5 - 

heben, wenn mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch 

zu rechnen ist. Sinn und Zweck von Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte Person 

vor Anklagen zu schützen, die mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen führen 

müssten (BGE 138 IV 186 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_184/2012 vom 

27. August 2012 E. 3.3). 

5.  

5.1. Wenn der Beschwerdeführer ausführen lässt (Urk. 2 S. 6), die Staatsanwalt-
schaft hätte ein verkehrstechnisches Gutachten zur Ermittlung der Geschwindig-

keit des Beschwerdegegners 1 im Unfallzeitpunkt in Auftrag geben müssen, so 

kann ihm nicht gefolgt werden. Dies, zumal vorliegend nicht erkennbar ist, worauf 

die Annahme, der Beschwerdegegner 1 könnte mit einer überhöhten Geschwin-

digkeit gefahren sein, beruht. So sagte der Beschwerdegegner 1 aus, er sei zwi-

schen 55 und 57 km/h gefahren, weil kurz nach der Unfallstelle ein Kreisverkehr 

komme, wo man ohnehin bremsen müsse. Schnell könne man an dieser Stelle 

jedenfalls nicht fahren. Der Beschwerdeführer sei ihm dabei auf seinem Mofa ent-

gegengekommen und habe links abbiegen wollen. Das Mofa habe über keinen 

Blinker verfügt und er habe auch kein Handzeichen des Beschwerdeführers 

wahrgenommen. Als der Beschwerdeführer auf seine Strassenseite gekommen 

sei, habe er sofort reagiert, indem er gebremst habe und nach rechts ausgewi-

chen sei. Wäre er nicht ausgewichen, hätte er den Beschwerdeführer wohl frontal 

getroffen (Urk. 12/3 F/A 7ff.).  

Diese Aussagen des Beschwerdegegners 1 werden von den Aussagen der Aus-

kunftsperson F._____ im Wesentlichen gestützt, wobei dieser die Geschwindig-

keit des Beschwerdegegners 1 zwar nicht zu beurteilen vermochte, aber keine 

Anzeichen für eine überhöhte Geschwindigkeit desselben anführte (Urk. 12/4 F/-

A 3ff.). 

Auch aus dem Rapport der Kantonspolizei bzw. der durch sie erstellten Fotodo-

kumentation lassen sich keine Hinweise auf eine überhöhte Geschwindigkeit des 

Beschwerdegegners 1 entnehmen (Urk. 12/1; Urk. 12/2). Vielmehr sind die Aus-

sagen des Beschwerdegegners 1 anhand der Fotodokumentation nachvollziehbar 

- 6 - 

– ohne dass hierfür vertieftes Fachwissen benötigt würde. Vor diesem Hinter-

grund handelt es sich bei der vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Frage nach 

einer allfälligen überhöhten Geschwindigkeit des Beschwerdegegners 1 um eine 

blosse Spekulation. Dies bildet keine genügende Veranlassung, um zur Fahrge-

schwindigkeit des Beschwerdegegners 1 ein verkehrstechnisches Gutachten ein-

zuholen. Eine Behörde kann auf die Abnahme beantragter Beweise namentlich 

dann verzichten, wenn sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre 

Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener (antizipierter) 

Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Be-

weiserhebungen nicht geändert würde (RIEDO/FIOLKA, in: Basler Kommentar, 

Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N 72 zu Art. 6 StPO). Vorlie-

gend ist die Staatsanwaltschaft aufgrund der getätigten Ermittlungen im Rahmen 

ihres Ermessen willkürfrei und damit zu Recht zum Schluss gekommen, dass kei-

ne Anzeichen für ein Fehlverhalten, insbesondere eine Geschwindigkeitsüber-

schreitung , des Beschwerdegegners 1 vorliegen (Urk. 3/1 S. 2). 

5.2. Ohnehin erscheint fraglich, inwiefern ein verkehrstechnisches Gutachten 
Hinweise für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten des Beschwerdegegners 

1 geben könnte. Aufgrund der derzeitigen Ermittlungsergebnisse kann als erstellt 

gelten, dass der Beschwerdeführer kein Handzeichen zum Anzeigen des Links-

abbiegens gab (Urk. 12/3 F/A 3; Urk. 12/4 F/A 7). An diesem Beweisergebnis 

würde ein verkehrstechnisches Gutachten nichts zu ändern vermögen. Damit ist 

das beantragte verkehrstechnische Gutachten auch insbesondere nicht dafür ge-

eignet, die fehlende Möglichkeit einer Einvernahme des Beschwerdeführers in 

dieser Hinsicht auszugleichen (vgl. Urk. 2 S. 6). 

5.3. Zusammenfassend ist die Staatsanwaltschaft vorliegend zu Recht zum 
Schluss gekommen, dass keine Anzeichen für ein strafrechtlich relevantes Fehl-

verhalten des Beschwerdegegners 1 in Bezug auf den Verkehrsunfall vom 11. Ju-

ni 2022 vorliegen. Für die Erstellung des vom Beschwerdeführer beantragten ver-

kehrstechnischen Gutachtens besteht damit keine Veranlassung, wobei ohnehin 

sehr unwahrscheinlich erscheint, dass ein solches Gutachten am Beweisergebnis 

etwas Massgebliches zu ändern vermöchte. Schlussfolgernd erfolgte die ange-

- 7 - 

fochtene Einstellungsverfügung zu Recht und die Beschwerde ist damit abzuwei-

sen. 

IV. 

1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands 
des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'000.– 

festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b – d GebV OG). Ausgangsge-

mäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzu-

erlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und aus der von ihm geleisteten Prozesskaution 

von Fr. 1'800.– zu beziehen (Urk. 7). Im Restbetrag (Fr. 800.–) ist die Kaution 

dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung 

allfälliger Rechtsmittelverfahren zurückzuerstatten – vorbehältlich allfälliger Ver-

rechnungsansprüche des Staates. 

2. Dem Beschwerdegegner 1 ist mangels Antrags und erheblichen Aufwänden 
sowie dem Beschwerdeführer ausgangsgemäss keine Entschädigung zuzuspre-

chen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. 

Im Restbetrag (Fr. 800.–) wird die Kaution dem Beschwerdeführer nach Ab-

lauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfah-

ren zurückerstattet – vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des 

Staates. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

- 8 - 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwältin lic. iur. X._____, zweifach für sich sowie zuhanden des 
Beschwerdeführers (per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich – Limmat ad Geschäfts-Nr. C-3/2022/-

10020435 (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich – Limmat, unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten ad Geschäfts-Nr. C-3/2022/10020435 (Urk. 12; 
gegen Empfangsbestätigung) 

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 

- 9 - 

Zürich, 7. Dezember 2023 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Der Präsident: 

 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

M.A. HSG F. Niessner 
 
 

	Beschluss vom 7. Dezember 2023
	Erwägungen:
	I.
	1. Am 15. August 2022 rapportierte die Kantonspolizei Zürich (nachfolgend: Kantonspolizei) wegen eines Verkehrsunfalls in D._____ zwischen dem Personenwagen von C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner 1) und A._____ auf seinem Motorfahrrad (nachfolgen...
	2. Gegen diese Einstellungsverfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. März 2023 Beschwerde erheben und das Folgende beantragen (Urk. 2 S. 2):
	3. Mit Verfügung vom 10. März 2023 wurde dem Beschwerdeführer aufgegeben eine Prozesskaution in Höhe von Fr. 1'800.– zu leisten (Urk. 5). Nach fristgerechter Leistung der Kaution (Urk. 7) wurde die Beschwerdeschrift der Staatsanwaltschaft zur Stellung...
	II.
	1. Angefochten ist eine Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft. Dagegen ist die Beschwerde bei der hiesigen Kammer grundsätzlich zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und § 49 GOG). Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht erhoben.
	2. Der Beschwerdeführer steht unter einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung (Urk. 3/3). Die vorliegende Beschwerde wurde durch die von der Beiständin B._____ bevollmächtigte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eingereicht...
	III.
	1. Hintergrund des Strafverfahrens ist wie erwähnt ein Verkehrsunfall zwischen dem Beschwerdegegner 1 und dem Beschwerdeführer. Dabei ist es am 11. Juni 2022 um ca. 15.55 Uhr auf der E._____-strasse in D._____ zu einer Kollision zwischen dem Personen...
	2. Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Einstellungsverfügung zusammengefasst aus, es sei aufgrund der detaillierten Fotodokumentation der Kantonspolizei erstellt, dass es auf der Fahrspur des Beschwerdegegners 1 zur Kollision gekommen se...
	3. Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer vorbringen, es liege ausserhalb der fachlichen Kompetenz der Staatsanwaltschaft, durch die Sichtung der polizeilichen Fotodokumentation rechtsgenügend festzustellen, ob der Beschwerdegegner 1 mit überhöhter G...
	4. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsan...
	5.
	5.1. Wenn der Beschwerdeführer ausführen lässt (Urk. 2 S. 6), die Staatsanwaltschaft hätte ein verkehrstechnisches Gutachten zur Ermittlung der Geschwindigkeit des Beschwerdegegners 1 im Unfallzeitpunkt in Auftrag geben müssen, so kann ihm nicht gefol...
	Diese Aussagen des Beschwerdegegners 1 werden von den Aussagen der Auskunftsperson F._____ im Wesentlichen gestützt, wobei dieser die Geschwindigkeit des Beschwerdegegners 1 zwar nicht zu beurteilen vermochte, aber keine Anzeichen für eine überhöhte G...
	Auch aus dem Rapport der Kantonspolizei bzw. der durch sie erstellten Fotodokumentation lassen sich keine Hinweise auf eine überhöhte Geschwindigkeit des Beschwerdegegners 1 entnehmen (Urk. 12/1; Urk. 12/2). Vielmehr sind die Aussagen des Beschwerde...
	5.2. Ohnehin erscheint fraglich, inwiefern ein verkehrstechnisches Gutachten Hinweise für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten des Beschwerdegegners 1 geben könnte. Aufgrund der derzeitigen Ermittlungsergebnisse kann als erstellt gelten, dass d...
	5.3. Zusammenfassend ist die Staatsanwaltschaft vorliegend zu Recht zum Schluss gekommen, dass keine Anzeichen für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten des Beschwerdegegners 1 in Bezug auf den Verkehrsunfall vom 11. Juni 2022 vorliegen. Für di...
	IV.
	1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'000.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b – d GebV OG). Ausgangsgemäss sind die Koste...
	2. Dem Beschwerdegegner 1 ist mangels Antrags und erheblichen Aufwänden sowie dem Beschwerdeführer ausgangsgemäss keine Entschädigung zuzusprechen.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen.
	Im Restbetrag (Fr. 800.–) wird die Kaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren zurückerstattet – vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwältin lic. iur. X._____, zweifach für sich sowie zuhanden des Beschwerdeführers (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich – Limmat ad Geschäfts-Nr. C-3/2022/10020435 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich – Limmat, unter Rücksendung der beigezogenen Akten ad Geschäfts-Nr. C-3/2022/10020435 (Urk. 12; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 ...
	Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.