# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1930f7cc-08df-5a37-ad38-6690257d8e50
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.07.2009 C-897/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-897-2007_2009-07-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-897/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  J u l i  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

A._______, 
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Beschwerdegegnerin,

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-897/2007

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1960  geborene  Beschwerdeführerin  bosnischer  Natio-
nalität lebte von 1979 bis 1992 in der Schweiz. Gemäss Exposé der IV-
Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  Vorinstanz)  vom 
30. August 2006 (act. 20) arbeitete sie von 1980 bis April 1992 im Res-
taurant X._______, Y._______, im Service, am Buffet und in der Kü-
che.  1992  kehrte  sie  nach  Bosnien  zurück  und  übte  dort  keine  Er-
werbstätigkeit mehr aus bzw. war als Hausfrau tätig. 

B.
Mit Gesuch vom 16. August 2005 (act. 1), eingegangen bei der Vorin-
stanz am 29. August 2005, beantragte die Beschwerdeführerin die Zu-
sprechung einer Invalidenrente.

Mit Schreiben vom 29. September 2005 (act. 5) teilte lic. iur. G. Reljic 
der  Vorinstanz  mit,  er  habe  die  Vertretung  der  Beschwerdeführerin 
übernommen.

C.
Die Vorinstanz zog namentlich folgende Unterlagen zu den Akten:
• Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten vom 21. März 

2006 (act. 14), unterzeichnet am 4. April 2006
• Dokumentation  des  Gesundheitszentrums B._______  vom 20. Juli 

2005 (act. 19) mit übersetzten Berichten der Dres. med. C._______, 
D._______, und E._______ ... (Nachname fehlt), alle Arbeitsmedizin 
(act. 19 S. 1-2), sowie der Dres. med. F._______, Physikalische Me-
dizin, vom 13. Juli 2005 (act. 19 S. 7), und G._______, Rheumatolo-
gie, vom 12. Juli 2005 (act. 19 S. 10)

Aufgrund der medizinischen Dokumentation nannte Dr. H._______ im 
Schlussbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Rhone vom 
4. Dezember 2006 (act. 22) als Hauptdiagnose ein lumbo-vertrebrales 
Syndrom  mit  degenerativen  Veränderungen  sowie  als  Nebendiagno-
sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine zweiseitige Coxar-
throse und einen Status  nach Fraktur  des linken Fersenbeins  1984. 
Unter Verweis auf den Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versi-
cherten vom 21. März 2006 (act. 14), unterzeichnet am 4. April 2006, 
schätzte  Dr.  H._______  die  Beschwerdeführerin  für  Tätigkeiten  im 
Haushalt ab Juli 2005 als zu 40% eingeschränkt ein. In angepassten 

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Verweisungstätigkeiten  bestehe  jedoch  unter  Vorbehalt  der  funktio-
nellen Einschränkungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

D.
Mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2006 (act. 23) teilte die Vorinstanz 
der Beschwerdeführerin mit, es liege keine rentenbegründende Invali-
dität vor, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werden müsste.

E.
Den mit  Eingabe  vom 18. Dezember  2006 (act. 24)  erhobenen Ein-
wand der Beschwerdeführerin wies die Vorinstanz mit Verfügung vom 
26.  Januar  2007  (act.  27)  ab  und  bestätigte  den  Vorbescheid  vom 
13. Dezember 2006 (act. 23). Bei versicherten Personen, die vor der 
Beeinträchtigung ihrer  Gesundheit  nicht  erwerbstätig  gewesen seien 
und denen eine Erwerbstätigkeit  nicht  zugemutet  werden könne,  be-
stimme sich die Invalidität nach den Art. 8 Abs. 3 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1), Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959 über  die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  und 
Art. 28 Abs. 2bis IVG. Die Invalidität bestehe in der Unmöglichkeit, sich 
im bisherigen Aufgabenbereich (wie zum Beispiel in der Führung des 
Haushalts) zu betätigen. Für die Bemessung der Invalidität werde dar-
auf abgestellt, in welchem Masse die versicherte Person behindert sei, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen.

F.
Gegen die Verfügung vom 26. Januar 2007 liess die Beschwerdeführe-
rin, weiterhin vertreten durch lic. iur. G. Reljic, am 1. Februar 2007 Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben mit den Anträgen, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, der Beschwerdeführerin 
sei eine Invalidenrente zuzusprechen oder die Sache sei erneut abzu-
klären. Zur Begründung machte sie geltend, aus der ausführlichen me-
dizinischen  Dokumentation  der  vorinstanzlichen  Akten  gehe  hervor, 
dass sie für sämtliche Tätigkeiten und so auch für Arbeiten im Haus-
halt zu mindestens 50% arbeitsunfähig sei. Aus diesem Grund könne 
die Beurteilung des RAD Rhone nicht akzeptiert werden. Es hätte die 
Beurteilung der Fachgruppe und nicht nur eines Arztes eingeholt wer-
den müssen. Die Beschwerdeführerin hätte in der Schweiz multidiszip-
linär untersucht werden müssen.

G.
Mit Vernehmlassung vom 23. April 2007 beantragte die Vorinstanz die 

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Abweisung der Beschwerde. Da sich keine neuen medizinischen Sach-
verhaltselemente  ergeben hätten,  könne vollumfänglich  auf  die  Stel-
lungnahme  des  RAD  Rhone  vom  14.  Dezember  2006  (act.  22/21) 
verwiesen werden. Demnach vermöchten die funktionellen Einschrän-
kungen des Bewegungsapparates gemäss der spezifischen Methode 
des Betätigungsvergleichs gesamthaft einen Invaliditätsgrad von 40% 
zu begründen. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG würden Renten, die einem 
Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprächen, nur an versicherte 
Personen mit  Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt  in der Schweiz 
ausgerichtet.

H.
Mit Replik vom 7. Mai 2007 liess die Beschwerdeführerin an ihren An-
trägen  festhalten  und  wiederholte  ihre  Begründung,  wonach  ange-
sichts der verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden der Invalidi-
tätsgrad bzw. die Arbeitsunfähigkeit nur aufgrund einer gemeinsamen 
Beurteilung  der  Fachärzte  oder  anhand  einer  Untersuchung  in  der 
Schweiz beurteilt werden könnten.

I.
Die Vorinstanz teilte mit Duplik vom 16. August 2007 mit, mangels neu-
er  Sachverhaltselemente  beantrage sie weiterhin die  Abweisung der 
Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung.

J.
Der  mit  Verfügung  vom 22.  Mai  2007  einverlangte  Kostenvorschuss 
wurde fristgerecht bezahlt. Der Schriftenwechsel wurde am 23. August 
2007 geschlossen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG erlassen wurden. Beim ange-
fochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im Sinn von 
Art. 5 VwVG, und die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vor-
instanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b 
IVG sind die Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland di-

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rekt  beim Bundesverwaltungsgericht  anfechtbar. Dieses ist  somit  für 
die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil-
genommen. Sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse (Art. 59 ATSG, vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist daher 
zur Beschwerdeführung legitimiert.

1.3 Die  angefochtene  Verfügung  trägt  das  Datum  vom  26.  Januar 
2007. Die am 1. Februar 2007 der Schweizerischen Post übergebene 
Beschwerde wurde somit fristgemäss im Sinn von Art. 60 Abs. 1 ATSG 
(vgl. auch Art. 50 Abs. 1 VwVG) eingereicht. Auch die Formerfordernis-
se im Sinn von Art. 52 Abs. 1 VwVG sind erfüllt, so dass auf die Be-
schwerde einzutreten ist.

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig  und zu prüfen ist  im Fol-
genden, ob die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 26. Januar 2007 das 
Gesuch um Zusprechung einer  Invalidenrente  zu  Recht  abgewiesen 
hat.

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

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4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Die Beschwerdeführerin ist Staatsangehörige der Republik Bos-
nien-Herzegovina und hat dort  seit 1992 ihren Wohnsitz. Ein Abkom-
men über soziale Sicherheit zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft und der Republik Bosnien-Herzegovina wird derzeit ausge-
arbeitet. Bis  zu  dessen Inkrafttreten ist  das  Abkommen vom 8. Juni 
1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föde-
rativen  Republik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR 
0.831.109.818.1, in Kraft seit 1. März 1964) anwendbar. Gemäss Art. 2 
des Abkommens sind Angehörige der Vertragsstaaten in den Rechten 
und  Pflichten  aus  der  Bundesgesetzgebung  über  die  Invalidenversi-
cherung einander gleichgestellt, soweit in diesem Abkommen und sei-
nem Schlussprotokoll nichts Abweichendes bestimmt ist.

Mangels einer einschlägigen abkommensrechtlichen Regelung ist die 
Ausgestaltung  des  Verfahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvor-
aussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sa-
che der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Dar-
aus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den 
Leistungsanspruch  der  beschwerdeführenden  Partei  grundsätzlich 
nach den Regeln des schweizerischen Rechts zu beurteilen haben.

4.2.2 Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG und des ATSG 
vom 21. März 2003 sowie der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 21. Mai 2003 (IVV, SR 831.201) in Kraft getreten (4. IV-Revi-
sion, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859). Ein allfälliger Leistungsan-
spruch ist für die Zeit vor dem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen 
und ab diesem Zeitpunkt aufgrund der neuen Bestimmungen zu prüfen 
(BGE 130 V 445 E. 1). Die Änderungen des IVG und des ATSG vom 
6. Oktober 2006 sowie der IVV und der Verordnung vom 11. Septem-
ber  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11) vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 
5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind im vorlie-
genden  Verfahren  nicht  anwendbar,  da  der  angefochtene  Entscheid 

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vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist (vgl. 
auch  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Auflage,  Zürich  Basel  Genf 
2009, Art. 82 Rz. 5).

5.
Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bundesgerichts  ist 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt im  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Sozialversicherungsgericht  nach  den  tatsächlichen  Verhältnissen  zur 
Zeit  des  Erlasses der  angefochtenen Verfügung  zu beurteilen  (BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des 
Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20). Vor-
liegend ist somit das Datum der Verfügung vom 26. Januar 2007 mass-
geblich.

6.
6.1 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invali-
dität"  nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern  nach der 
Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu erzielen  (BGE 110 V 273 E. 4a, 
BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu  betäti-
gen. Dabei sind die Erwerbs-  bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im 
angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. 

6.2 Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich blei-
bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfä-
higkeit. Art. 4 IVG führt  dazu aus, dass die Invalidität Folge von Ge-
burtsgebrechen,  Krankheit  oder Unfall  sein kann; nach Art. 4  Abs. 2 
IVG gilt  die Invalidität  als eingetreten, sobald sie die für die Begrün-
dung des Anspruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und 
Schwere erreicht hat.

6.3 Nach der vorliegend anwendbaren, vom 1. Januar 2004 bis zum 
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung des Art. 28 Abs. 1 IVG 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente bei einem Grad der Invalidität 
von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen von 
mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von mindes-
tens 50% und auf  eine Viertelsrente bei einem solchen von mindes-
tens 40%. 

Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung)  werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von 
weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ih-

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ren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  ab  1.  Juni 
2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige  von 
Mitgliedstaaten  der  Europäischen  Union,  welche  Anspruch  auf  Vier-
telsrenten haben,  wenn sie  in  einem Mitgliedstaat  der Europäischen 
Union  Wohnsitz  haben.  Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizeri-
schen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Aus-
zahlungsvorschrift,  sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung 
dar (BGE 121 V 264 E. 6c).

7.
7.1 Die Beschwerdeführerin  ist  seit  1992 nicht  mehr berufstätig  und 
reichte im Jahr 2005 ein Gesuch um Zusprechung einer Invalidenrente 
ein. Somit stellt sich die Frage, nach welcher Methode der Invaliditäts-
grad  zu  bestimmen  sei.  Aus  der  vorliegenden  medizinischen  Doku-
mentation  geht  nicht  hervor,  seit  wann  die  gesundheitlichen  Beein-
trächtigungen  der  Beschwerdeführerin  bestehen.  Die  Berichte  der 
behandelnden Ärzte stammen jedoch alle aus dem Jahr 2005. Es kann 
daher  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Gesundheitsschaden 
nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit  eingetreten ist. Dementsprechend 
qualifizierte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin als Nichterwerbstä-
tige (Art. 28 Abs. 2bis IVG, Art. 8 Abs. 3 ATSG, beide in der bis zum 
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung).

Die Statusfrage wird nach dem hypothetischen Willen der betreffenden 
Person  und  unter  Berücksichtigung  der  konkreten  Umstände  beant-
wortet (BGE 133 V 504 E. 3.3; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufla-
ge,  Zürich Basel  Genf 2009,  Art. 8 Rz. 25). Die Beschwerdeführerin 
hat seit ihrer Rückkehr aus der Schweiz nach Bosnien im Jahr 1992 
gemäss den vorliegenden Akten keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt 
und war als Hausfrau tätig. Die Akten geben keinen Anlass zur Vermu-
tung, dass die Beschwerdeführerin nicht auch im Gesundheitsfall  als 
Hausfrau  tätig  gewesen  wäre.  Sie  ist  daher  von  der  Vorinstanz  zu 
Recht als Nichterwerbstätige eingestuft worden.

7.2 Die Vorinstanz wandte für die Berechnung des Invaliditätsgrades 
die spezifische Methode an. Danach wird bei nicht erwerbstätigen Ver-
sicherten, welche im Aufgabenbereich – vorliegend im Haushalt – tätig 
sind und denen nach Eintritt des Gesundheitsschadens die Aufnahme 
einer  Erwerbstätigkeit  nicht  zugemutet  werden kann,  für  die  Bemes-
sung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, 

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in welchem Masse sie behindert sind, sich im Aufgabenbereich zu be-
tätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG, Art. 28 Abs. 2bis IVG [beide in der bis zum 
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung], Art. 27 IVV). Bei der 
Bestimmung des Invaliditätsgrades  nach  dieser  für  die  Beschwerde-
führerin günstigen Bemessungsmethode kam die Vorinstanz zu Recht 
zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung habe, wie in E. 8 aufzuzeigen ist. 

Es kann daher offen gelassen werden, ob der Beschwerdeführerin tat-
sächlich nicht zugemutet werden könnte, selbst nach Eintritt des Ge-
sundheitsschadens  eine  leidensangepasste  Erwerbstätigkeit  aufzu-
nehmen. Im vorliegenden Fall ist jedenfalls nicht ohne Weiteres nach-
vollziehbar,  warum  der  Beschwerdeführerin  die  Aufnahme  einer  Er-
werbstätigkeit  nicht  zugemutet  werden könnte,  zumal  Dr. H._______ 
im Schlussbericht RAD Rhone vom 4. Dezember 2006 (act. 22) eine 
100%ige  Arbeitsfähigkeit  in  leidensangepassten  Verweisungstätigkei-
ten festgestellt hat (vgl. E. 8.1). Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü-
gung war die Beschwerdeführerin 46 Jahre alt und lebte ohne Betreu-
ungspflichten in einem Zweipersonenhaushalt mit ihrem Mann zusam-
men (vgl. Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten vom 4. 
April 2006, act. 14). 

8.
8.1 Die Vorinstanz stützte sich bei der Festsetzung der Arbeitsfähig-
keit  bzw.  der  Einschränkung  im  Aufgabenbereich  auf  den  von  Dr. 
H._______ verfassten Schlussbericht  RAD Rhone vom 4. Dezember 
2006 (act. 22). Darin erachtete Dr. H._______ die vorliegenden medi-
zinischen  Informationen  für  ausreichend. Die  Versicherte  leide  unter 
Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Schmerzen im linken Bein als 
Folge  degenerativer  Veränderungen,  was  durch  Radiographien  und 
eine  medizinische  Untersuchung  von  Juli  2005  belegt  sei.  Die  Be-
schwerden seien recht stark und rechtfertigten eine teilweise Arbeits-
unfähigkeit  in  einer  schweren  Tätigkeit,  erlaubten  jedoch  eine  volle 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit seit Juli 2005. In 
der Beilage zum Schlussbericht RAD Rhone vom 4. Dezember 2006 
(act. 22) nannte Dr. H._______ zumutbare Tätigkeiten im Wachdienst, 
im Verkauf, in der Dokumentation und im internen Kurierdienst. 

Die  vorliegenden  medizinischen  Unterlagen  waren  im  Zeitpunkt  der 
angefochtenen Verfügung 1½ Jahre alt. Grundsätzlich ist  dieser Zeit-
raum  als  obere  Grenze  zu  betrachten,  da  die  tatsächlichen  Ver-

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hältnisse im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung massgeblich sind 
(vgl. E. 5) und die verfügende Behörde gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG 
verpflichtet ist, den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Im vor-
liegenden Fall lagen jedoch keine Anhaltspunkte für eine Verschlechte-
rung  des  Gesundheitszustands  vor;  insbesondere  hat  auch  die  Be-
schwerdeführerin auf die Einreichung aktueller Arztberichte verzichtet 
und in  der  Beschwerdeschrift  die  vorhandenen Unterlagen als  "aus-
führliche medizinische Dokumentation" bezeichnet. Vor diesem Hinter-
grund ist nachvollziehbar, dass die Vorinstanz ohne weitere Abklärun-
gen auf Dr. H._______, Beurteilung abgestellt hat. 

8.2 Nach Einschätzung von Dr. H._______, war die Beschwerdeführe-
rin  im Haushalt  zu 40% eingeschränkt  (vgl. Beiblatt  zum Schlussbe-
richt RAD Rhone "Versicherte im Haushalt – Einschätzung der Invalidi-
tät"  vom 4. Dezember  2006,  act.  21).  Die  Vorinstanz  hat  diese  Ein-
schätzung übernommen und den Grad der Invalidität, der bei nichter-
werbstätigen  Versicherten  bei  Anwendung  der  spezifischen  Bemes-
sungsmethode  infolge  Wegfalls  der  Einkommenseinbusse  mit  dem 
Grad der Behinderung im Aufgabenbereich zusammenfällt (vgl. Art. 28 
Abs. 2bis IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fas-
sung),  auf  40% festgesetzt.  Aus  der  angefochtenen  Verfügung  bzw. 
den ihr zugrunde liegenden Akten geht nicht hervor, ob und inwieweit 
die Vorinstanz die Schadensminderungspflicht, welcher bei im Aufga-
benbereich  tätigen  Versicherten  erhebliche  Relevanz  zukommt,  be-
rücksichtigt hat. Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person 
Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behin-
derungen  im  hauswirtschaftlichen  Bereich  reduzieren  und  ihr  eine 
möglichst unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. 
Der Umstand, dass diese Arbeiten nur mühsam und mit höherem Zeit-
aufwand bewältigt werden können, begründet nicht ohne Weiteres eine 
Invalidität. Zudem wird eine Unterstützung durch Familienangehörige 
vorausgesetzt, welche weiter geht als im Gesundheitsfall (BGE 130 V 
97 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Die Einschränkung von 40% in Bezug auf 
Arbeiten im Haushalt erscheint vor diesem Hintergrund eher als hoch. 
Jedenfalls  aber  wäre  für  die  Beschwerdeführerin  als  bosniakische 
Staatsangehörige  ein  Invaliditätsgrad  von  mindestens  50% erforder-
lich, um in den Genuss einer Rente zu kommen (vgl. E. 6.3). Aufgrund 
des  Invaliditätsgrades  von  40%  hat  sie  daher  keinen  Anspruch  auf 
eine Invalidenrente. 

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9.
Aufgrund der klaren medizinischen Situation erübrigt sich eine interdis-
ziplinäre  Untersuchung  der  Beschwerdeführerin.  Der  entsprechende 
Antrag ist daher abzuweisen.

10.
Zusammenfassend  wird  festgehalten,  dass  der  gesundheitliche  Zu-
stand der Beschwerdeführerin keine Invalidität in einem rentenrelevan-
ten Ausmass zu begründenden vermag. Die Beschwerde erweist sich 
somit als unbegründet und ist daher abzuweisen.

11.
Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Verfahrenskosten zu 
auferlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie sind mit dem geleisteten Kosten-
vorschuss von Fr. 300.- zu verrechnen. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens  ist  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  64  Abs. 1 
VwVG contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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