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**Case Identifier:** 850ebd5f-726b-52cd-9bb0-183f6657db8f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.03.2021 720 20 379/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-379-80_2021-03-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. März 2021 (720 20 379 / 80) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Einschätzung der medizinischen Situation durch den RAD ist nicht zu beanstanden; 

kein Anspruch auf IV-Leistungen wegen der morbiden Adipositas 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1985 geborene A.____ arbeitete ab 1. Oktober 2005 in einem 100 %-Pensum als 
Chauffeur/Lagerist bei der B.____ AG. Mit Gesuch vom 29. Mai 2018 meldete er sich unter Hin-
weis auf Rückenbeschwerden und Bewegungseinschränkungen bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerb-

 

 
 
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lichen Verhältnisse und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft mit Verfügung vom 1. September 2020 einen Rentenanspruch basierend auf ei-
nem Invaliditätsgrad von 2 % ab.  
 
B. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 1. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der medizinische Sachverhalt sei ergänzend 
abzuklären. Auf der Basis des neu abgeklärten Sachverhalts seien ihm – nach Massgabe der 
festgestellten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit – die sich daraus ergebenden Leistungen auszu-
richten. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass der Entscheid der IV-Stelle auf 
unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. Aufgrund der Adipositas und der Rücken-
schmerzen läge eine mindestens 70%ige Arbeitsunfähigkeit vor. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 4. November 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde.  
 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht sowie form- und fristgerecht ein-
gereichte Beschwerde vom 1. Oktober 2020 ist einzutreten. Strittig und zu prüfen ist, ob die Ab-
klärung der gesundheitlichen Verhältnisse sowie die Ablehnung des Rentenanspruchs durch die 
Beschwerdegegnerin korrekt erfolgt sind. Massgebend für diese Beurteilung sind die tatsächli-
chen Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. September 2020 (vgl. 
BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol-
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewe-
sen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem 

 

 
 
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Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde –  die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht –  auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 
1). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurtei-
lung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausge-
übte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch ver-
richtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle anderen 
Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-

 

 
 
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tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 
1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutach-
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 
E. 4) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende –  Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un-
gewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2019, 
8C_549/2019, E. 3.2 mit Hinweis, und vom 8. April 2020, 8C_60/2020, E. 3.2). 
 
3.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 
2

bis 
IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durch-

führen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). RAD-Berichte sind versicherungsin-
terne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser 
Norm vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine 
Wirkung (vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 
8C_385/2014, E. 4.2.1). 
 
3.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über 

 

 
 
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die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist 
hinsichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid aus-
schliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte ge-
hören –, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind 
bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun-
gen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 
4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2, 
mit weiteren Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
5.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte 
zu berücksichtigen: 
 
5.2 Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parats, Klinik D.____, diagnostizierte am 29. Dezember 2017 persistierende Lumbalgien mit Aus-
strahlung ins linke Bein (differentialdiagnostisch [DD]: muskulär; DD: Iliosakralgelenk [ISG] links 
mit/bei Ausschluss einer Bandscheibenpathologie in der Magnetresonanztomographie [MRT]). 
Der Versicherte leide seit November 2017 ohne Trauma vor allem an in den linken Oberschenkel 
ausstrahlenden Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (LWS) und zeitweisen Kribbelparästhesien. 
Es lägen aber weder Taubheitsgefühle noch ein Kraftverlust vor. Die Schmerzen bestünden ins-
besondere beim Stehen und Gehen, wobei sie bereits nach kurzer Belastung auftreten würden. 
Da sich klinisch eine deutliche Symptomatik bei weitestgehend unauffälliger MRT zeige, sei am 
ehesten von muskulär-funktionellen Beschwerden auszugehen. In Ergänzung zur bisherigen Be-
handlung seien ein Muskelrelaxans einzunehmen und eine osteopathische Behandlung zur Mo-
bilisation der unteren LWS und des ISG einzuleiten.  
 
5.3 Pract. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte mit Bericht vom 29. 
Januar 2018 persistierende Lumboischialgien linksbetont. Der Versicherte habe erstmals im Juni 
2017 eine akute ISG-Blockade links gehabt, welche sich aber nach 3 Wochen gebessert habe. 
Im November 2017 sei es zu einem Rezidiv gekommen. Dabei hätten auch die Einnahme von 
Schmerzmedikamenten und Physiotherapie nicht zu einer Besserung der Beschwerden geführt. 
Der Beschwerdeführer sei seit dem 7. November 2017 zu 100 % arbeitsunfähig. 
 

 

 
 
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5.4 Pract. med. E.____ bestätigte am 10. Juli 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit we-
gen persistierenden Rückenschmerzen. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein ob-
struktives Schlafapnoesyndrom (OSAS), eine Hyperlipidämie, eine arterielle Hypertonie und eine 
Adipositas per magna. Aktuell könnten ausser Druck- und Klopfschmerzen im Bereich der LWS 
(L3 - S1 und ISG links) keine weiteren pathologischen Befunde erhoben werden.  
 
5.5 Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung nahm Dr. med. F.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, eine fachärztliche Einschätzung des Ge-
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor. In ihrem Bericht vom 
22. November 2018 diagnostizierte sie eine morbide Adipositas mit einem BMI von über 50 kg/m2 
mit Auswirkungen auf die Diagnosen des internistischen und orthopädischen Fachgebiets. Es 
lägen inzwischen chronische Beschwerden lumbal vor bei ausgeprägter Fehlstatik und Haltungs-
insuffizienz sowie erheblicher muskulärer Dysbalance am Rumpf. Zudem bestünde eine Hypo-
sensibilität am rechten Oberschenkel lateral und beidseits eine verkürzte Ischiokruralmuskulatur. 
Seit Anfang 2017 leide der Beschwerdeführer an lumbale Beschwerden, welche sich im Sommer 
2017 verstärkt hätten und ab November 2017 eine fortlaufende 100%ige Arbeitsunfähigkeit für 
die Tätigkeit als Lastwagenchauffeur verursacht hätten. Eine MRT-Untersuchung habe keine pa-
thologischen Befunde ergeben, welche diese Beschwerden ausreichend erklärt hätten. Physio-
therapie habe eine Linderung der Schmerzen, jedoch keinen dauerhaften Erfolg gebracht. Zuletzt 
habe der Versicherte Infiltrationen an den Facettengelenken und am ISG gehabt. Seit der Kind-
heit bestünde ein erhebliches Übergewicht. Dr. F.____ riet daher zur Vorstellung in einer Adipo-
sitas-Sprechstunde und bestätigte die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Sie 
empfahl eine Reevaluation per anfangs April 2019. Sie ging davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt 
eine körperlich leichte Arbeit wieder ganztags möglich sein sollte.  
 
5.6 Am 15. Februar 2019 berichtete der behandelnde Arzt des Spitals G.____, dass der 
Beschwerdeführer mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einem lumbospondylogenen 
Reizsyndrom der basalen Facettengelenke und an einer beidseitigen ISG-Blockade leide. Weder 
die Infiltration der lumbalen Facettengelenke noch die Radiofrequenzablation der Facetten L4-S1 
beidseits hätten eine wesentliche Beschwerdeverbesserung gebracht. Im November 2018 sei 
eine beidseitige ISG-Infiltration durchgeführt worden, welche eine Linderung der Beckenbe-
schwerden und auch der Schmerzausstrahlung in den dorsalen linken Oberschenkel gebracht 
hätte. Aktuell persistiere noch ein tieflumbaler Schmerz, welcher als lumbospondylogen bei Über-
lastung der Facettengelenke beurteilt werden müsse. Der Beschwerdeführer habe im Januar 
2019 ein Aufbautraining der rumpfstabilisierenden Muskulatur aufgenommen und er habe bereits 
nach 6 Wochen Training eine leichte Besserung der chronischen Rückenschmerzen beschrieben. 
Er sei weiterhin in der angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Es wurde eine Umschu-
lung empfohlen.  
 
5.7 In ihrem RAD-Bericht vom 24. April 2019 teilte Dr. med. H.____, Fachärztin für Physika-
lische und Rehabilitative Medizin, mit, dass seit der Untersuchung bei Dr. F.____ keine neuen 
objektiven Befunde vorliegen würden. Grundsätzlich bestünden beim Beschwerdeführer sehr gut 
behandelbare, d.h. reversible Ursachen seiner Rückenschmerzen (Fehlstatik und allgemeine De-
konditionierung), welche durch Massnahmen der Gewichtsreduktion (Diät und Bewegung) und 

 

 
 
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durch eine medizinische Trainingstherapie (MTT) in den Griff zu bekommen seien und es ihm 
ermöglichen sollten, eine rückenadaptierte Tätigkeit zu 100 % aufzunehmen. 
 
5.8 Am 16. Oktober 2019 teilte pract. med. E.____ mit, dass der Beschwerdeführer weiterhin 
an chronischen Rückenschmerzen leide. Die Situation habe sich zwischenzeitlich soweit stabili-
siert, dass er 30 % Büroarbeit verrichten könne.  
 
5.9 Am 20. November 2019 berichtete Dr. H.____, dass der aktuelle Bericht von pract. med. 
E.____ keine klinischen Befunde nenne. Ebenso sei unklar, ob der Versicherte die von Dr. F.____ 
empfohlenen Massnahmen zur Gewichtsreduktion bei morbider Adipositas mit Hilfe der Adiposi-
tas-Sprechstunde und einer MTT im Sinne einer Schadenminderung umgesetzt habe.  
 
5.10 Auf entsprechende Anfrage der IV-Stelle vom 21. November 2019 teilte die Krankentag-
geldversicherung am 20. Februar 2020 mit, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2019 regel-
mässig die Ernährungsberatung im Spital I.____ besuche. Die Rekonditionierung erfolge wäh-
rend der Physiotherapie und des Fitnesstrainings. Weiter fände eine bariatrische Beratung beim 
Hausarzt pract. med. E.____, aber nicht in einer Adipositas-Sprechstunde statt. Die MTT würde 
aktuell 1 Mal und das Fitnesstraining 2 - 3 Mal wöchentlich durchgeführt.  
 
5.11 Der Beschwerdeführer befand sich vom 24. Februar 2020 bis 17. März 2020 im Spital 
I.____. Dem Austrittsbericht vom 18. März 2020 ist als Diagnose eine chronische Schmerzstö-
rung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zu entnehmen. Als Nebendi-
agnosen wurden eine Adipositas per magna, eine OSAS, eine Hyperlipidämie und eine arterielle 
Hypertonie genannt. Der Beschwerdeführer sei sehr motiviert gewesen, sein Leben neu zu ge-
stalten. Beim Abschluss wurde die Weiterführung der Physiotherapie empfohlen, psychiatrisch-
psychotherapeutisch bestehe aber kein Handlungsbedarf. Dem Beschwerdeführer wurde eine 
stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Klinik für Essstörungen empfohlen. 
 
5.12 Dr. H.____ hielt am 26. Mai 2020 fest, dass der aktuell dokumentierte klinische Status 
deutlich aufzeige, dass die beklagten Rückenbeschwerden auf die chronische Gewichtsüberlas-
tung der lumbalen Strukturen bei morbider Adipositas zurückzuführen seien. Die Adipositas stelle 
aber kein invalidisierendes Leiden dar, da sie mit bariatrischer Behandlung und unterstützender 
Verhaltenstherapie sehr gut behandelbar sei. Es sei dem Beschwerdeführer zumutbar, dass er 
zu einer adäquate Adipositasbehandlung in eine Adipositas-Sprechstunde gehe. Eine eigentliche 
psychiatrische Erkrankung liege gemäss Austrittsbericht des Spitals I.____, Klinik für 
Schmerztherapie, auch nicht vor. Der Versicherte esse aus Langeweile, so das eine Verhaltens-
änderung erlernt werden könne. Es lasse sich nicht nachvollziehen, dass er seit über drei Jahren 
keine bariatrische Konsultation und keine psychologische Begleitung zur Änderung seines Ess-
verhaltens in Anspruch genommen habe. Dies weise auch auf einen nicht sehr hohen Leidens-
druck hin. Es sei ihm trotz der Adipositas eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit der Mög-
lichkeit, bei Bedarf aufzustehen und kurze Strecken zu gehen, retrospektiv seit dem 1. November 
2017 bis auf weiteres ganztags zumutbar. Die Tätigkeit als Lagerist und Chauffeur im Getränke-
handel könne er aufgrund der zusätzlichen Gewichtsbelastung nicht mehr ausüben. 
 

 

 
 
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6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung in erster Linie auf die Ausfüh-
rungen ihrer RAD-Ärztin Dr. H.____ vom 26. Mai 2020 und ging davon aus, dass dem Beschwer-
deführer spätestens ab November 2018 (Ablauf Wartejahr) die angestammte Tätigkeit als Lage-
rist/Chauffeur nicht mehr zumutbar sei. Für die Ausübung einer leichten, wechselbelastenden 
Tätigkeit bestehe aber eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Wie oben ausgeführt, ist grundsätzlich 
nicht zu beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterla-
gen stützt, die er versicherungsintern eingeholt hat. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anfor-
derungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen 
Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 3.5 hiervor und die dortigen Hinweise 
auf die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend ergeben sich keine Zwei-
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit an den von der Beschwerdegegnerin als massge-
bend erachteten versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen von Dr. H.____. Es ist vielmehr 
festzuhalten, dass sie sich hinreichend mit den wesentlichen medizinischen Unterlagen ausei-
nandergesetzt und insgesamt ein vollständiges Bild des Gesundheitszustands des Beschwerde-
führers vermittelt hat. Sie erkannte zu Recht und in Übereinstimmung mit Dr. F.____ und dem 
behandelnden Arzt des Spitals G.____, dass die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers 
auf die chronische Gewichtsüberlastung der lumbalen Strukturen bei morbider Adipositas zurück-
zuführen sind. Auch leuchtet ihre Auffassung ein, dass beim Beschwerdeführer keine eigentliche 
psychiatrische Erkrankung vorliegt. Zwar diagnostizierte das Spital I.____, eine chronische 
Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD10 F45.41). In der Folge ist dem 
Austrittsbericht vom 18. März 2020 aber zu entnehmen, dass aus psychiatrisch-psychotherapeu-
tischer Sicht kein Handlungsbedarf bestehe. Da auch den übrigen Berichten kein Hinweis auf 
eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen ist, durfte der 
RAD bzw. die IV-Stelle von weiteren psychiatrischen Untersuchungen absehen. Weiter nahm Dr. 
H.____ eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vor, indem 
sie ausführte, dass beim Beschwerdeführer wegen der Haltungsinsuffizienz und der Wirbelsäu-
lenfehlstatik bei morbider Adipositas keine Arbeitsfähigkeit mehr vorliege. Demgegenüber sei ihm 
trotz der Gesundheitsprobleme die Ausübung jeder leidensangepassten Verweistätigkeit in einem 
Ganztagespensum zumutbar, die er überwiegend sitzend verrichten könne mit der Möglichkeit, 
bei Bedarf die Körperposition zu wechseln und kurze Strecken zu gehen. Zudem müsse diese 
Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten, ohne Bücken, ohne Arbeiten Überkopf, ohne Wir-
belsäulenzwangshaltungen, ohne Steigen auf Gerüsten, Leitern und Treppen, ohne Gehen auf 
unebenem Boden, ohne Knien, Hocken und Kauern und ohne Schichtarbeit verrichtet werden 
können. Diese Beurteilung leuchtet ein und steht im Einklang mit dem Gesundheitszustand, wie 
er in den übrigen medizinischen Unterlagen dokumentiert wird. Der Bericht von Dr. H.____ genügt 
somit den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten, 
weshalb darauf abgestellt werden kann (vgl. oben E. 3.5). 
 
6.2 Der Beschwerdeführer wendet gegen den Beweiswert der Beurteilung von Dr. H.____ 
insbesondere ein, dass sie den Beurteilungen der behandelnden Ärzte sowohl in medizinischer 
Hinsicht als auch betreffend deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ungenügend Rechnung ge-
tragen habe. Dazu ist festzuhalten, dass keiner der behandelnden Ärzte den Beschwerdeführer 
als in der freien Wirtschaft nicht vermittelbar bezeichnete. Ihm wurde lediglich attestiert, dass er 

 

 
 
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in seiner angestammten Tätigkeit als Lagerist/Chauffeur nicht mehr arbeitsfähig sei. Diese Beur-
teilung stimmt mit derjenigen von Dr. H.____ überein. Auch Dr. F.____, deren Einschätzung Dr. 
H.____ bestätigte und welche ebenfalls die Adipositas als Ursache für die orthopädischen Be-
schwerden erachtete, ging davon aus, dass der Beschwerdeführer für eine körperlich leichte Ar-
beit ab anfangs April 2019 wiederum ganztags arbeitsfähig sei. Einzig pract. med. E.____ attes-
tierte unter Berücksichtigung der Rückenbeschwerden auch in einer Bürotätigkeit eine 70%ige 
Arbeitsunfähigkeit. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das Gericht in Bezug auf 
Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen der Erfahrungstatsache Rechnung tragen soll, 
dass diese im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Anders ist zu 
beurteilen, wenn die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Davon ist vorliegend aber nicht auszugehen, nennt pract. med. 
E.____ in seinen Berichten doch keine Befunde, welche durch Dr. H.____ nicht berücksichtigt 
wurden. Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, dass die IV auf eine persönliche Untersuchung 
verzichtet habe. Wie oben in Erwägung 3.4 ausgeführt, kann der RAD bei Bedarf selber ärztliche 
Untersuchungen von versicherten Personen durchführen (vgl. Art. 49 Abs. 2 IVV). Eine Pflicht, 
selbständig den Gesundheitszustand abzuklären, lässt sich aus dieser Bestimmung aber nicht 
ableiten. Somit steht fest, dass ein Anspruch auf eine persönliche Untersuchung durch den RAD 
nicht besteht. Dr. H.____ stützte sich vorliegend bei ihren Ausführungen auf das umfangreiche 
Aktendossier und verzichtete in der Folge auf eine eigene Untersuchung. Dieses Vorgehen ist 
nicht zu beanstanden, war es ihr doch auch so möglich, eine umfassende und rechtgenügende 
Beurteilung vorzunehmen. Der Beschwerdeführer kann daher auch aus dieser Argumentation 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
 
6.3 Als Zwischenergebnis steht somit zusammenfassend fest, dass keine Zweifel an der 
Schlüssigkeit des RAD-Berichts von Dr. H.____ ersichtlich sind, so dass die Beschwerdegegnerin 
zu Recht darauf abstellte. Demnach ist davon auszugehen, dass die vom Beschwerdeführer ge-
klagten Rückenbeschwerden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in einer leichten adaptierten 
Tätigkeit haben. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine weiterführenden Erkennt-
nisse zu erwarten. Damit ist der Antrag auf ergänzende medizinische Abklärungen in antizipierter 
Beweiswürdigung (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d) abzuweisen. 
 
7.1 Zu beachten ist weiter, dass im Gebiet der IV ganz allgemein der Grundsatz gilt, dass 
die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, das ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, 
um die Folgen ihres invalidisierenden Gesundheitsschadens soweit wie möglich zu mildern (vgl. 
BGE 120 V 368 E. 6b). Von den versicherten Personen können jedoch nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalls zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a). Rechtsprechungsgemäss bewirkt eine Adi-
positas an sich keine Invalidität. Eine solche kann nur angenommen werden, wenn das Überge-
wicht schon zu Gesundheitsschäden geführt hat oder wenn es selber die Folge gesundheitlicher 
Störungen ist, dadurch die Erwerbsfähigkeit wesentlich vermindert wird und diese durch keine 

 

 
 
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zumutbaren Massnahmen in bedeutendem Grade verbessert werden kann (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 12. Dezember 2017, 8C_663/2017, E. 3.2). 
 
7.2 In den Akten gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Adipositas eine Folge gesund-
heitlicher Störungen wäre. Der Beschwerdeführer erwähnt im Rahmen des Aufenthalts im Spital 
I.____ (vgl. Bericht vom 18. März 2020, Seite 2), dass er aus Langeweile und Gewohnheit esse. 
Weiter ist mit Blick auf die erhobenen radiologischen Befunde erstellt, dass die persistierenden 
Lumbalgien nicht auf eine Bandscheibenpathologie zurückzuführen sind, sondern am ehesten 
von muskulär-funktionellen Beschwerden auszugehen sei (vgl. Bericht von Dr. C.____ vom 29. 
Dezember 2017). Zudem sind weder den Berichten des Hausarztes noch jenen der behandeln-
den Fachärzte Hinweise zu entnehmen, dass die beklagten Rückenbeschwerden nicht mit Phy-
siotherapie und MTT behandelbar wären. Folgeschäden durch die Adipositas können damit mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Einigkeit besteht aufgrund der Akten 
auch, dass die Belastungssituation für den Rücken und die Arbeitsfähigkeit erst dann eine Ver-
besserung erfährt, wenn das Gewicht reduziert wird. Es stellt sich somit die Frage, ob die Adipo-
sitas durch eine geeignete Behandlung oder zumutbare Anstrengung auf ein Mass reduziert wer-
den kann, das die Erwerbsfähigkeit nicht mehr wesentlich beeinträchtigt wird (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 13. Juni 2013, 8C_372/2012, E. 3.4). 
 
7.3 Dies ist zu bejahen und wird auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Gestützt auf 
die vorstehend zitierten Arztberichte steht fest, dass keiner der involvierten Ärzte davon ausging, 
die Adipositas sei nicht behandelbar und eine Gewichtsabnahme sei nicht zumutbar. So wies 
Dr. F.____ unter anderem darauf hin, dass der Beschwerdeführer wegen der Adipositas per 
magna eine Adipositas-Sprechstunde aufsuchen solle. Von einer grundsätzlichen Behandelbar-
keit der Adipositas ging auch der behandelnde Arzt des Spitals G.____ aus. In seinem Bericht 
vom 15. Februar 2019 führte er aus, dass der Beschwerdeführer im Januar 2019 ein Aufbautrai-
ning der rumpfstabilisierenden Muskulatur aufgenommen und bereits nach 6 Wochen Training 
eine leichte Besserung der chronischen Rückenschmerzen bestätigt habe. Auch dem Austritts-
bericht des Spitals I.____, vom 18. März 2020 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
motiviert sei, das während des Klinikaufenthalts Erlernte weiter zu führen. Dazu wurde ihm neben 
Physiotherapie auch eine Gewichtsreduktion in einer speziellen Einrichtung empfohlen.  
 
7.4 Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass aufgrund der vorstehenden Ausführun-
gen eine invalidisierende Wirkung der Adipositas zu verneinen ist.  
 
8. Der Einkommensvergleich, den die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü-
gung vornahm, wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Es ergeben sich aus den Akten keine 
Hinweise, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine 
andere Berechnung vorzunehmen wäre. Somit erübrigen sich weitere Ausführungen dazu. Dem-
nach liegt der Invaliditätsgrad bei 2 %, womit der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente hat. Aus dem Gesagten folgt, dass sich die Beschwerde als unbegründet erweist 
und somit abzuweisen ist. 
 

 

 
 
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9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind.  
 
9.2 Bei diesem Prozessausgang ist keine Parteientschädigung zuzusprechen.   
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 
Fr. 800.-- verrechnet. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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