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**Case Identifier:** 16b01a64-1392-56ab-93c9-b4850f9c22c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.04.2010 B-7208/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7208-2009_2010-04-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7208/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), 
Richterin Eva Schneeberger, Richter Ronald Flury, 
Gerichtsschreiberin Anita Kummer.

X._______, 
vertreten durch Agriprotect, Rechtsschutzversicherung,
Beschwerdeführer,

gegen

Departement für Inneres und Volkswirtschaft des 
Kantons Thurgau,
Vorinstanz,

Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau,
Erstinstanz.

Direktzahlungen 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7208/2009

Sachverhalt:

A.
Im  Rahmen  der  Betriebsstrukturdatenerhebung  2008  deklarierte 
X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  auf  dem  Formular B 
"Tiererhebung 2008" per 1. Januar 2008 erstmals einen Bestand von 
394 Tieren und per  2. Mai  2008 einen Bestand von 292 Tieren. Auf 
dem  Formular K  "Kulturenverzeichnis  2008"  deklarierte  er  12.19 ha 
landwirtschaftliche Nutzfläche.

Mit Schreiben vom 12. August 2008 und 8. September 2008 forderte 
das  Landwirtschaftsamt  Thurgau  (nachfolgend: Erstinstanz)  den  Be-
schwerdeführer  auf,  u.a  Kaufbelege  für  die  Übernahme  der  Schafe 
und die Inventarübernahme im Zusammenhang mit der Schafhaltung, 
Belege  für  den  An-  und  Verkauf  von  Schafen,  Tierarztrechnungen, 
Rechnungen  für  Impfungen  und  den  Transport  der  Schafe  auf  die 
Alpung,  den  Anstellungsvertrag  und  AHV-Abrechnungen für  den  bei 
der  Betriebsstrukturdatenerhebung  2008  gemeldeten  Angestellten 
einzureichen sowie anzugeben, wer für die Schafhaltung zuständig sei 
bzw. welche  Arbeiten  im  Zusammenhang  mit  der  Schafhaltung  von 
wem ausgeführt würden.

Mit  Schreiben  26. September  2008 äusserte  sich  die  Y._______  AG 
namens und im Auftrag des Beschwerdeführers zu den verlangten Be-
legen und Fragen und legte die Pachtverträge bei. Der Beschwerde-
führer habe die Schafe nicht zu Eigentum übernommen, sondern sei 
lediglich Halter, weshalb keine Kaufbelege vorlägen. Der Beschwerde-
führer  verfüge  selbst  über  genügend  Maschinen,  Geräte  und  Ein-
richtungen.  Daher  habe  er  kein  Inventar  abgekauft.  Z._______  sei 
beim  Beschwerdeführer  angestellt  und  werde  von  diesem  entlöhnt. 
Zuständig  für  alle  Belange  sei  der  Beschwerdeführer,  Z._______ 
erledige die Aufträge im Rahmen seiner Anstellung.

Mit Schreiben vom 11. November 2008 teilte die Erstinstanz dem Be-
schwerdeführer mit, die neu angemeldeten Parzellen würden aufgrund 
der eingereichten Pachtverträge als direktzahlungsberechtigte Flächen 
anerkannt. Der für die eigenständige Schafhaltung notwendige Nach-
weis  sei  nicht  erbracht,  weshalb  von einer  Falschdeklaration  auszu-
gehen sei, die zu einer Kürzung der Direktzahlungen führe. 

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B-7208/2009

Mit  Entscheid  vom  24. November  2008  setzte  die  Erstinstanz  die 
Direktzahlungen  auf  brutto  Fr. 68'687.– fest  und  kürzte  diese  um 
Fr. 16'446.– als  Verwaltungsmassnahme  wegen  Nichteinhaltens  von 
Bedingungen  und  Auflagen  mit  der  Begründung  "Falsche  Angabe: 
Tierzahl". 

Gegen  diesen  Entscheid  erhob  der  Beschwerdeführer  am 
22. Dezember 2008 Rekurs. Er beantragte, ihm seien Direktzahlungs-
beiträge  im  Zusammenhang  mit  der  Schafhaltung  in  der  Höhe  von 
Fr. 8223.– auszurichten und es sei die Kürzung von Fr. 16'446.– auf-
zuheben.  Für  die  zurückgehaltenen  Beiträge  von  insgesamt 
Fr. 24'669.– seien ihm ab dem Datum der Auszahlung der Abrechnung 
2008 Verzugszinsen von 5 % zu vergüten. Eventualiter sei die Sache 
an  die  Erstinstanz  zur  Neubeurteilung  zurückzuweisen,  da  der  Ent-
scheid der Erstinstanz ungenügend begründet sei.

Mit  Entscheid  vom  19. Oktober  2009  wies  das  Departement  für 
Inneres  und  Volkswirtschaft  Thurgau  (nachfolgend:  Vorinstanz)  den 
Rekurs  ab  und  bestätigte  den  Entscheid  der  Erstinstanz  vom 
24. November 2008.

B.
Mit  Beschwerde  vom 17. November  2009  hat  der  Beschwerdeführer 
den  Entscheid  der  Vorinstanz  vom 19. Oktober  2009  beim  Bundes-
verwaltungsgericht angefochten. Er stellt folgende Anträge:

1. Der Entscheid der Vorinstanz vom 19. Oktober 2009 sei aufzuheben.
2. Die  Schafhaltung auf  dem Betrieb des Beschwerdeführers sei  als  bei -
tragsberechtigter Tierbestand für Direktzahlungen 2008 anzuerkennen und es 
seien die bisher verweigerten Direktzahlungen von Fr. 8'223.- auszuzahlen.
3. Die Kürzung der  Direktzahlungen 2008 um Fr. 16'446.-  wegen falscher 
Angabe sei ersatzlos aufzuheben.
4. Für die bisher verweigerten Direktzahlungen von Fr. 8'223.- und für die 
aufzuhebende Kürzung von Fr. 16'446.- seien ab Datum der Auszahlung des 
Direktzahlungsbeitrages 2008 Verzugszinsen von 5% zu vergüten.

C.
Mit  Stellungnahme vom 7. Januar  2010  äussert  sich  die  Erstinstanz 
zur Beschwerde vom 17. November 2009 und verweist zusätzlich auf 
die Stellungnahmen vom 20. Februar 2009, 15. Mai 2009 und 8. Juni 
2009. Sie beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

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D.
Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2010 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde und verweist für die Begründung auf den 
angefochtenen  Entscheid  vom  19. Oktober  2009  und  die  Stellung-
nahme der Erstinstanz vom 7. Januar 2010. 

E.
Mit  Replik  vom  9. Februar  2010  bestreitet  der  Beschwerdeführer 
einzelne Aussagen in den Stellungnahmen der Erst- und Vorinstanz. 

F.
Mit Stellungnahme vom 3. März 2010 äussert sich das Bundesamt für 
Landwirtschaft  (BLW) als  Fachbehörde  zum vorliegenden  Verfahren. 
Es  unterstützt  den  Entscheid  der  Vorinstanz  vom 19. Oktober  2009 
und die Stellungnahme der Erstinstanz vom 7. Januar 2010. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 19. Oktober 2009 ist in Anwendung 
von  Bundesverwaltungsrecht  ergangen  und  gilt  somit  als  Verfügung 
gemäss Art. 5 Abs. 2  des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver-
fahren vom 20. Dezember  1968 (VwVG, SR 172.021). Als  Verfügung 
einer  letzten  kantonalen  Instanz  gemäss  Art. 33  Bst. i  des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR 173.32)  ist 
dieser Entscheid gemäss Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes 
vom 29. April 1998 (LwG, SR 910.1) und im Rahmen der allgemeinen 
Bestimmungen  über  die  Bundesverwaltungsrechtspflege  beim 
Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 31 ff. und Art. 37 ff. VGG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teil-
genommen, ist vom angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
hat  als  Verfügungsadressat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Eingabefrist  und 
-form  sind  gewahrt  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG),  der  Kostenvor-
schuss  wurde  fristgemäss  bezahlt  (Art. 63  Abs. 4  VwVG)  und  die 
übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.
Die Beschwerde ist  nur im Rahmen des Streitgegenstands zulässig. 
Dieser wird durch den Gegenstand des angefochtenen Entscheids und 
durch  die  Parteibegehren  bestimmt,  wobei  der  angefochtene  Ent-
scheid den möglichen Streitgegenstand begrenzt (vgl. BGE 133 II 35 
E. 2).

Streitgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist,  ob  der  Be-
schwerdeführer  für  die  Schafhaltung  bzw.  den  Tierbestand  im  Bei-
tragsjahr  2008 direktzahlungsbeitragsberechtigt  und die  Kürzung der 
Direktzahlungen  um  Fr. 16'446.– aufgrund  der  allfälligen  Falsch-
deklaration  gerechtfertigt  war. Nicht  strittig  sind  die  Berechnung  der 
allfälligen Kürzung der Direktzahlungen, die übrigen in der Verfügung 
vom  24. November  2008  aufgeführten  Direktzahlungen  sowie  dass 
keine Betriebszweiggemeinschaft nach Art. 12 der landwirtschaftlichen 
Begriffsverordnung vom 7. Dezember 1998 (LBV, SR 910.91) bestand.

3.
Grundsätzlich finden diejenigen Rechtssätze Anwendung, die bei Er-
füllung eines rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten, es sei denn, der Gesetzgeber hätte eine 
davon abweichende (Übergangs-)Regelung getroffen. Der hier zu be-
urteilende Sachverhalt bezieht sich auf Direktzahlungen für das Jahr 
2008,  weshalb  die  jeweiligen  damals  geltenden  Rechtssätze  anzu-
wenden sind (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-8363/2007 
vom 18. Dezember 2008 E. 3.2). Die Bestimmungen der LBV haben im 
Übrigen – soweit  hier  interessierend – keine  Änderungen  erfahren. 
Auch  die  vom  BLW erlassenen  "Weisungen  und  Erläuterungen  zur 
Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von 
Betriebsformen" vom 31. Januar 2008 (nachfolgend: Weisungen LBV) 
stimmen bezüglich der vorliegend interessierenden Bestimmungen mit 
der  aktuellen  Version  vom  Februar  2010  überein.  Sofern  die  Be-
stimmungen  der  Direktzahlungsverordnung  vom  7. Dezember  1998 
(DZV, SR 910.13) geändert  haben, wird in der Folge die zugehörige 
Fundstelle in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts (AS) zitiert, 
ansonsten die (unveränderte) Fassung der Systematischen Sammlung 
des Bundesrechts (SR). Bei der Berechnung der Kürzungen ist auf die 
im  Jahr 2008  gültig  gewesene  Fassung  der  Richtlinie  der  Landwirt-
schaftsdirektorenkonferenz  vom  27. Januar  2005  zur  Kürzung  von 
Direktzahlungen  (Direktzahlungs-Kürzungsrichtlinie,  DZKR)  abzu-
stellen.

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3.1 Bei  den  Weisungen  handelt  es  sich  dem  Inhalt  nach,  wie  bei  
Merkblättern  oder  Kreisschreiben,  um  eine  Verwaltungsverordnung. 
Verwaltungsverordnungen sind für  die Durchführungsorgane verbind-
lich, begründen indessen im Gegensatz zu Rechtsverordnungen keine 
Rechte und Pflichten für Private. Ihre Hauptfunktion besteht vielmehr 
darin,  eine  einheitliche  und  rechtsgleiche  Verwaltungspraxis – vor 
allem im Ermessensbereich – zu gewährleisten. Auch sind sie in der 
Regel Ausdruck des Wissens und der Erfahrung einer Fachstelle. Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  als  verwaltungsunabhängige  Gerichts-
instanz  (Art. 2  VGG)  nicht  an  Verwaltungsverordnungen  gebunden, 
sondern bei deren Überprüfung frei. In der Rechtspraxis werden Ver-
waltungsverordnungen  vom  Richter  bei  der  Entscheidfindung  mit-
berücksichtigt, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende  Auslegung  der  anwendbaren  gesetzlichen  Bestimmungen 
zulassen (vgl. BGE 132 V 200 E. 5.1.2, BGE 130 V 163 E. 4.3.1). 

4.

4.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  der  Sachverhalt  um  den 
Mailverkehr  vom  17. November  2008  und  die  Erklärungen  von 
Z._______ seien verzerrt,  unrichtig und unvollständig wiedergegeben 
worden.  Z._______  habe  ein  von  der  Erstinstanz  vorgelegtes 
Dokument vom 3. November 2008 unter grossem Druck und in einer 
aussergewöhnlichen  Zwangssituation  unterzeichnet,  dies  aber  mit 
Schreiben vom 18. November 2008 berichtigt. Zur Klärung des Sach-
verhalts  seien  A._______  der  Erstinstanz  und  B._______  der 
Y._______ AG als Zeugen zu befragen. Sodann hätten die Erst- und 
Vorinstanz  die  eingereichten  Belege  ungenügend  gewürdigt  und 
falsche Rückschlüsse daraus gezogen. Da der Beschwerdeführer nicht 
Eigentümer der Schafe sei,  könne er auch keine Belege für den An- 
und Verkauf von Schafen vorweisen, die von Z._______ vom Betrieb 
weggeführt  worden  seien.  Z._______ und  der  Beschwerdeführer 
hätten  sich  zudem  geeinigt,  dass  nach  einer  Übergangsphase  der 
ganze Schafbestand ins Eigentum des Beschwerdeführers übergehe. 
Die Vorinstanz habe eine Besichtigung vor Ort  abgelehnt und weder 
die  spezielle  Situation  der  Aufbauphase  der  Schafhaltung noch  den 
persönlichen Einsatz des Beschwerdeführers und der Familie berück-
sichtigt,  was  unverhältnismässig  sei.  Die  Schafhaltung  des  Be-
schwerdeführers  habe  sich  in  der  Aufbauphase  befunden.  Aus  den 
Angaben auf  dem Erhebungsformular,  d.h. dem Rückgang des Tier-
bestands  vom  1. Januar  2008  bis  zum  2. Mai  2008,  könne  nichts 

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Gegenteiliges  abgeleitet  werden.  Während  des  Winters  seien  Tiere 
kurzfristig auf  eine Weide ausserhalb des Betriebs gebracht  worden, 
weshalb diese im Mai auf dem Formular nicht deklariert seien. Zudem 
seien ältere durch jüngere Tiere ersetzt worden. Im Nachhinein könne 
nicht mehr festgestellt werden, wann wie viele Tiere wohin verschoben 
worden seien. In der Aufbauphase habe der Beschwerdeführer mit der 
Schafhaltung keinen Ertrag erwirtschaftet; erst im Frühjahr 2009 habe 
er zu seinen Gunsten Tiere verkauft. Im Übrigen sei die Berechnung 
des Marktwertes der Tiere unzutreffend.  Der Beschwerdeführer habe 
zudem nie behauptet, dass er die deklarierte Schafhaltung allein auf 
eigene  Rechnung  und  Gefahr  geführt  habe.  Der  Beschwerdeführer 
und Z._______ hätten bei der Haltung der Schafe immer zusammen-
gearbeitet.  Die vom  Beschwerdeführer  deklarierte  Schafhaltung  sei 
jedoch  als  eigenständige  von  den  im  Eigentum  von  Z._______ 
stehenden  Schafen unabhängige Schafhaltung  anzusehen. Es seien 
keine Tiere  ausgetauscht  worden und bei  den vom Betrieb  vom Be-
schwerdeführer  weggeführten  Tieren,  habe  es  sich  lediglich  um 
Lämmer gehandelt, die nicht zur Zucht vorgesehen gewesen seien. Im 
ersten Jahr der Schafhaltung sei er froh um die Unterstützung durch 
Z._______ gewesen,  habe ihm relativ  freie  Hand bei  der  Betreuung 
der  Schafe  gelassen und  ihm  für  die  Mitarbeit  einen  Lohn  von 
Fr. 10'000.– bezahlt.  Damit  sei  auch  die  Übernahme  von  Inventar 
(Lämmermilchpulver, Mineralstoffe, Wanne, Absperrgitter) entschädigt 
worden. Weitere Einrichtungen für  die Schafhaltung seien bereits  im 
Besitz des Beschwerdeführers gewesen (Zelt, Tränkefass, Miststreuer). 
Z._______ sei als Wanderschafhirte in den Wintermonaten 2007/2008 
mit der Schafherde unterwegs und ab Mai mit ihnen auf der Alp ge-
wesen. Die Arbeiten der Schafhaltung seien somit nicht weitestgehend 
von  Z._______,  sondern  vom  Beschwerdeführer  erledigt  worden. 
Zudem habe der Beschwerdeführer auf seine Rechnung Auslagen für 
die  Schafhaltung  getätigt  (Kauf  von  Weidezelt,  Lämmermilch, 
Mineralsalz Schafe etc.) und im Februar 2009 ein Baugesuch für einen 
Schafstall  eingereicht,  was zudem belege,  dass er  einen neuen Be-
triebszweig Schafhaltung habe aufbauen wollen. Die Schlussfolgerung 
der Vorinstanz, wonach aufgrund der Kalkulation des Marktwertes von 
angeblich  weggeführten  Tieren  die  Schafhaltung  vollumfänglich  von 
Z._______  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr  betrieben  worden  sei, 
obwohl  Belege  für  Leistungen  vom  Beschwerdeführer  vorlägen,  sei 
nicht  nachvollziehbar. Das wirtschaftliche Risiko sei  sowohl  vom Be-
schwerdeführer  als  auch von Z._______ getragen worden. Eine Ab-

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sicht, Direktzahlungen mittels falscher Angaben zu erschleichen, habe 
nie bestanden.

4.2 Die  Vorinstanz  führt  in  ihrem  Entscheid  vom  19. Oktober  2009 
aus,  der  Beschwerdeführer habe  im Beitragsjahr  2008  keine  Schaf-
haltung auf eigene Rechnung und Gefahr betrieben. Der Beschwerde-
führer  habe  den  Nachweis  für  eine  unabhängige  und  damit  eigen-
ständige  Schafhaltung  im  Jahr  2008  nicht  erbracht  bzw.  nicht  er-
bringen können. Die eingereichten Belege vermöchten nur einen Teil 
der im ganzen Beitragsjahr 2008 anfallenden Kosten der Schafhaltung 
zu belegen. Die eingereichten Fotos zeigten zwar ein Inventar für die 
Schafhaltung,  ob dieses jedoch im Eigentum vom Beschwerdeführer 
sei  und  bereits  im  Jahr  2008  dort  gestanden  habe,  lasse  sich  den 
Fotos  nicht  entnehmen.  Ein  Augenschein  mache  ebenfalls  keinen 
Sinn, da dadurch nur die aktuellen Verhältnisse und nicht  diejenigen 
im  Beitragsjahr  2008  zu  sehen  wären. Fraglich  sei  zudem,  weshalb 
Z._______  einen  Lohn  von Fr. 10'000.– erhalten  habe,  wenn  haupt-
sächlich  der  Beschwerdeführer  und  seine  Frau  die  anfallenden 
Arbeiten im Zusammenhang mit  den auf  seinem Betrieb  gehaltenen 
Schafen  erledigt  hätten.  Es  sei  davon  auszugehen,  dass  das 
wirtschaftliche Risiko der Schafhaltung zumindest noch im Jahr 2008 
Z._______ als Eigentümer der Schafe getragen habe. Festzuhalten sei 
zudem, dass Z._______ im Jahr 2007 Direktzahlungen für die Schaf-
haltung erhalten habe, welche er jedoch im Jahr 2008 aufgrund des 
Erreichens der Altersgrenze nicht mehr habe beanspruchen können. 

4.3 Die Erstinstanz macht geltend, sie habe umfassende Abklärungen 
betreffend  die  vom  Beschwerdeführer  deklarierte  Schafhaltung  ge-
macht  und  dem  Beschwerdeführer  mehrmals  Gelegenheit  gegeben, 
Unterlagen einzureichen, die die Schafhaltung auf  eigene Rechnung 
und  Gefahr  nachweisen  würden. Der  Beschwerdeführer  habe  keine 
Belege über An- und Verkauf von Tieren einreichen und nur vereinzelte 
Ausgabenbelege,  datiert  im  Dezember  2008,  vorlegen  können.  Der 
Beschwerdeführer habe somit nicht nachweisen können, dass er das 
wirtschaftliche Risiko für die ganzjährige Schafhaltung getragen habe. 
Z._______  sei  nach  wie  vor  Eigentümer  der  Schafe  geblieben  und 
habe vom Beschwerdeführer einen Lohn von Fr. 10'000.– für geleistete 
Arbeit  erhalten.  Im  Weiteren  habe  Z._______  und  nicht  der  Be-
schwerdeführer  Schafe  mit  einem Wert  von  Fr. 35'600.– auf  eigene 
Rechnung  verkauft.  Diese  Tatsache  spreche  dafür,  dass  die  Schaf-
haltung  von  Z._______  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr  betrieben 

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worden sei. Dieser habe weiterhin alle Kosten im Zusammenhang mit 
der  Schafhaltung  übernommen  und  habe  über  das  notwendige  In-
ventar  verfügt.  Der  Ertrag  und  das  Risiko  der  Schafhaltung  seien 
demnach bei  Z._______  und nicht  beim Beschwerdeführer  gelegen. 
Der  Beschwerdeführer  habe  die  von  ihm  deklarierte  Schafhaltung 
weder  wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  selbständig  noch 
unabhängig von der Schafhaltung von Z._______ geführt. Schliesslich 
verfüge der Ackerbaustellenleiter nicht über alle nötigen Informationen 
und habe nicht die Kompetenz über die Direktzahlungsberechtigung zu 
entscheiden. 

4.4 Das  BLW  hält  in  ihrer  Stellungnahme  vom  3. März  2010  fest, 
Zweck des Betriebszweigs Schafhaltung sei der Verkauf der Tiere und 
der  Wolle,  wofür  der  Bewirtschafter  auch Eigentümer der  Tiere  sein 
müsse. Nur so könne dieser Betriebszweig auf eigene Rechnung und 
Gefahr geführt werden.

5.
Im  Verwaltungsverfahren  besteht  grundsätzlich  die  Pflicht,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (Art.  12 
VwVG).  Dieser  Untersuchungsgrundsatz  wird  jedoch  zum  einen 
faktisch  durch  die  objektive  Beweislast  eingeschränkt  und  zum 
anderen rechtlich dadurch gemildert, dass den Parteien aufgrund von 
Art. 13 VwVG gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfest-
stellung  obliegen  (vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 
Rz. 105 ff. und 268 ff.). Die Parteien sind gehalten, sich an der Fest -
stellung des Sachverhalts zu beteiligen, wenn sie das Verfahren durch 
eigenes Begehren eingeleitet haben oder darin eigene Rechte geltend 
machen (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG; BGE 128 II 139 E. 2b).

5.1 Der  vom Beschwerdeführer  beanstandete  Sachverhalt  stellt  sich 
für das Bundesverwaltungsgericht wie folgt dar:

Mit Schreiben vom 3. November 2008 bestätigte Z._______, er sei im 
Beitragsjahr 2008 Tierhalter und Bewirtschafter einer Schafherde von 
ca.  400 Tieren  gewesen,  welche  bei  der  Betriebsstrukturdaten-
erhebung  2008  vom Beschwerdeführer  deklariert  worden  seien.  Mit 
Schreiben  vom  18. November  2008  berichtigte  Z._______  die  Er-
klärung vom 3. November 2008. Die Erstinstanz habe ihn angehalten, 
die  beigelegte  Vereinbarung  zu  unterzeichnen,  damit  er  die  TVD-
Nummer  zurück  und  eine  Bewilligung  für  die  Wanderschafherde  er-

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halte.  Seit  dem  1. Januar  2008  sei  er  beim  Beschwerdeführer  an-
gestellt,  Halter  der  Schafherde  sei  der  Beschwerdeführer  gewesen. 
Neben  der  Anstellung betreibe er  auf  eigene Rechnung einen Vieh-
handel und über den Winter die Wanderschafe. Besitzer und Halter der 
Wanderschafherde sei er.

Mit E-Mail vom 17. November 2008 machte die Y._______ AG geltend, 
die  Erklärung  vom 3. November  2008  sei  von  C._______  der  Erst-
instanz erstellt worden, was dieser am 17. November 2008 telefonisch 
bestätigt habe. Z._______ sei dazu genötigt worden, das Dokument zu 
unterschreiben. Demnach stelle sich die Frage der Nötigung und der 
Anstiftung  zu  einer  Falschbeurkundung  durch  die  Erstinstanz.  Im 
Weiteren machte die Y._______ AG einen Vorschlag für die Beilegung 
der Angelegenheit ohne Präjudiz. 

Mit  E-Mail  vom 17. November  2008 antwortete  A._______  der  Erst-
instanz, dass bei einer Falschdeklaration die DZKR verbindlich anzu-
wenden sei und kein Verhandlungsspielraum bestehe. Der Vorwurf der 
Nötigung und Anstiftung zu einer Falschbeurkundung weise er mit aller 
Heftigkeit zurück.

5.2 Für das Bundesverwaltungsgericht ist vorliegend nicht ersichtlich, 
inwiefern eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts durch die Erstinstanz bzw. Vorinstanz vorliegen könnte. Die Vor-
instanz  hat  zwar  den  Sachverhalt  betreffend  die  Erklärungen  von 
Z._______ und den Mailverkehr zwischen A._______ der Vorinstanz 
und B._______ der Y._______ AG in ihrem Entscheid vom 19. Oktober 
2009  nicht  im  Einzelnen  wiedergegeben,  ihr  kann  jedoch  nicht  vor-
geworfen  werden,  dass  sie  den  Sachverhalt  ungenügend  abgeklärt 
hat. Die Erklärung, Berichtigung und der Mailverkehr sind in den Vor-
akten enthalten, weshalb davon auszugehen ist,  dass die Vorinstanz 
sich damit  befasste,  ihren Entscheid jedoch nicht  darauf  stützte und 
daher auf weitere Ausführungen dazu verzichtete. Der Mailverkehr und 
die  Erklärungen  von  Z._______  sind  für  die  Beurteilung  der  hier 
strittigen Rechtsfrage, ob der Beschwerdeführer für die Schafhaltung 
im  Jahr  2008  direktzahlungsberechtigt  war,  sodann  auch  nicht  ent -
scheidend.  Der  Sachverhalt  erscheint  aufgrund  der  Akten  als  hin-
reichend abgeklärt. Es besteht daher keinen Grund, den Beweisantrag 
des  Beschwerdeführers  der  Einvernahme  von  A._______  der  Erst-
instanz  und  B._______  der  Y._______  AG als  Zeugen  zur  weiteren 

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Sachverhaltsabklärung  anzunehmen (Art. 14  Abs. 1  VwVG). Der  Be-
weisantrag ist daher in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen.

6.
Nach  Art. 70  Abs. 1  LwG richtet  der  Bund  Bewirtschaftern  und  Be-
wirtschafterinnen von bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betrieben 
unter  der  Voraussetzung  des  ökologischen  Leistungsnachweises  all-
gemeine Direktzahlungen aus. 

6.1 Die LBV umschreibt einzelne Begriffe, welche für das LwG und die 
gestützt  darauf  erlassenen  Verordnungen  gelten.  Als  Bewirtschafter 
oder Bewirtschafterin  nach Art. 2 Abs. 1 LBV gilt  die natürliche oder 
juristische Person oder die Personengesellschaft, die einen Betrieb auf 
eigene  Rechnung  und  Gefahr  führt.  In  Art. 2  DZV  sind  die  Voraus-
setzungen  für  die  Beitragsberechtigung  der  Bewirtschafter  und  Be-
wirtschafterinnen festgehalten. Demnach erhalten Bewirtschafter  und 
Bewirtschafterinnen  Direktzahlungen,  die  u.a.  einen  Betrieb  führen 
(Art. 2 Abs. 1 Bst. a DZV).

Als Betrieb nach Art. 6 Abs. 1 LBV gilt ein landwirtschaftliches Unter-
nehmen,  das:  a) Pflanzenbau  oder  Nutztierhaltung  oder  beide  Be-
triebszweige  betreibt;  b) eine  oder  mehrere  Produktionsstätten  um-
fasst;  c) rechtlich,  wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  selb-
ständig sowie unabhängig von anderen Betrieben ist; d) ein eigenes 
Betriebsergebnis  ausweist;  und  e) während  des  ganzen  Jahres  be-
wirtschaftet  wird. Als  Produktionsstätte  gilt  eine  Einheit  von  Land, 
Gebäuden und Einrichtungen, die räumlich als solche erkennbar und 
getrennt  von anderen  Produktionsstätten  ist,  und  auf  der  eine  oder 
mehrere  Personen tätig  sind (Art. 6  Abs. 2 LBV). Nach Art.  6 Abs. 4 
LBV ist  die Anforderung von Abs. 1 Bst. c insbesondere nicht  erfüllt, 
wenn:  a) der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin  die Entscheide 
zur  Führung  des  Betriebes  nicht  unabhängig  von  Bewirtschaftern 
anderer Betriebe treffen kann; b) der Bewirtschafter  oder die Bewirt-
schafterin  eines  anderen  Betriebes,  oder  deren  Gesellschafter,  Ge-
nossenschafter, Aktionär oder Vertreter, zu 25 oder mehr Prozent am 
Kapital  des  Betriebes  beteiligt  ist;  oder  c)  die  auf  dem Betrieb  an-
fallenden  Arbeiten  ohne  anerkannte  Gemeinschaftsform  nach  den 
Art. 10  oder 12  mehrheitlich  von  anderen  Betrieben  ausgeführt 
werden.

Gemäss  den  Weisungen  LBV  heisst  rechtlich,  wirtschaftlich, 
organisatorisch  und  finanziell  selbständig  und  unabhängig  im  Sinne 

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von Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV, dass der Bewirtschafter unabhängig von 
anderen  Bewirtschaftern  alle  Entscheidungen  treffen  und  über  den 
Betrieb verfügen kann. Er ist immer Eigentümer oder Pächter des Be-
triebs. Dieser ist organisatorisch selbständig und mit keinem anderen 
Betrieb verbunden. Ohne diese Eigenständigkeit bzw. Selbständigkeit 
kann eine Einheit von Land, Gebäuden und Inventar nicht als eigen-
ständiger  Betrieb  gelten. Es  handelt  sich  dann  lediglich  um  eine 
Produktionsstätte, das heisst, um einen Betriebsteil.  Das Inventar hat 
mindestens jene Maschinen und Geräte zu umfassen, welche für die 
Verrichtung der täglich anfallenden Arbeiten notwendig sind. Dem Be-
trieb müssen grundsätzlich betriebseigene Arbeitskräfte zur Verfügung 
stehen.  Als  betriebseigene  Arbeitskräfte  gelten  familieneigene 
Arbeitskräfte und Angestellte. Der Nachweis kann über die Lohn- oder 
AHV-Abrechnung erbracht werden. 

6.2 Das Kriterium der Betriebsführung "auf eigene Rechnung und Ge-
fahr" von Art. 2 Abs. 1 LBV weist darauf hin, dass als Bewirtschafter 
nur gelten kann, wer einen Betrieb tatsächlich und unabhängig führt. 
Demgemäss ist  diejenige Person als  Bewirtschafterin  zu betrachten, 
welche das wirtschaftliche Risiko trägt, im Betrieb eine massgebende 
Funktion bei der Führung und Entscheidfällung einnimmt, sowie eine 
aktive Rolle im täglichen Geschehen ausübt und selber Hand anlegt. 
Eine bloss gelegentliche Mithilfe genügt  nicht,  um als Bewirtschafter 
bzw. als anspruchsberechtigte Person gelten zu können (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts  2A.237/1997  vom  13. Februar  1998  E. 2a).  Mit 
Direktzahlungen  zu  entschädigen  ist  derjenige,  der  die  Hauptarbeit 
leistet  und  dabei  auch  das  geschäftliche  Risiko  trägt.  Die  Bewirt-
schaftung  umfasst  sowohl  die  geistige  Auseinandersetzung  mit  dem 
betrieblichen  Geschehen  als  auch  die  praktische  Ausführung  (Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  B-2231/2006  vom  13. Juli  2007 
E. 3.1).  Selbständige  rechtliche  Bewirtschaftung  setzt  notwendiger-
weise voraus, verfügungsberechtigt zu sein, denn wer über diese Be-
rechtigung nicht verfügt, der kann auch nicht allein in zulässiger Weise 
die erforderlichen Entscheide und Massnahmen treffen. Faktische Ver-
fügungsmacht  über  einen  Betrieb  ersetzt  nicht  die  rechtliche  Herr -
schafts- und Entscheidungsgewalt (vgl. BGE 134 II 287 E. 3.3).

6.3 Nach Art. 63 LwG werden landwirtschaftliche Direktzahlungen nur 
auf  Gesuch  hin  ausgerichtet.  Insofern  hat  der  Beschwerdeführer  im 
Sinne  von  Art. 8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember  1907 (ZGB, SR 210)  darzulegen,  dass  er  die  Voraus-

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setzungen zum Erhalt  von Direktzahlungen erfüllt. Der Gesuchsteller 
trägt die Beweislast für die rechtsbegründenden Tatsachen, aus denen 
er  seinen  Rechtsanspruch  ableitet  (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 1623 ff.). Der Gesuchsteller hat somit die 
notwendigen  Unterlagen  für  eine  Prüfung  seines  Direktzahlungs-
anspruchs einzureichen. 

6.4 Der  Beschwerdeführer  reichte  während des Verfahrens  folgende 
Belege für den Nachweis ein, dass er die Schafhaltung im Jahr 2008 
auf eigene Rechnung und Gefahr führte:

- Pachtverträge
- Rechnung des Landwirtschaftsamts vom 21. November 2008 Tierseuchen-
fonds-Beitrag 2008 von Fr. 450.- ausgestellt auf Z._______, bezahlt vom Be-
schwerdeführer am 9. Dezember 2008
- Quittung vom 24. November 2008 betreffend die Bezahlung eines Lohnes für 
geleistete Arbeit von Fr. 10'000.- an Z._______
- Rechnung F._______ vom 5. Dezember 2008 von Fr. 10'600.- 
- Rechnung G._______ vom 31. Dezember 2008 von Fr.417.75
- Rechnung G._______ vom 31. Januar 2009 von Fr. 685.45
- Rechnung G._______ vom 28. Februar 2009 von Fr. 1007.-
- Lohnausweis vom 14. April 2009 in der Höhe von Fr. 10'000.- für Z._______
- Fotodokumentation vom Betrieb

6.5 Unbestritten  ist,  dass  nicht  der  Beschwerdeführer,  sondern 
Z._______ im Beitragsjahr 2008 Eigentümer der Schafe war. Ob das 
Eigentum an den Schafen in der Zwischenzeit  auf den Beschwerde-
führer  übergegangen ist,  ist  unerheblich,  da  vorliegend  auf  die  Ver-
hältnisse im Jahr 2008 abzustellen ist. Da der Beschwerdeführer nicht 
Eigentümer  der  Schafe  war,  kann  er  auch  keine  Kaufbelege für  die 
Übernahme  der  Schafe  bzw.  den  An-  und  Verkauf  von  Schafen 
während des Beitragsjahres 2008 vorlegen. Gemäss dem Formular B 
Tiererhebung  2008  nahm  der  Schafbestand  im  Zeitraum  vom 
1. Januar 2008 und bis zum 1. Mai 2008 um insgesamt 102 Tiere ab. 
Auch  wenn  unklar  ist,  wie  viele  dieser  Schafe  tatsächlich  verkauft  
wurden (Belege für den Verkauf der Schafe liegen keine vor), so sind 
doch  zumindest  eigene  Schafe  von  Z._______  vom  Betrieb  weg-
geführt worden. Diese Verkäufe und allfällige weitere An- und Verkäufe 
von  Schafen  erfolgten  im  Beitragsjahr  2008  durch  Z._______  als 
Eigentümer der Schafe. Die Erträge aus dem Verkauf der Schafe und 
die Kosten für den Kauf von Schafen gingen sodann auch zugunsten 
bzw. zulasten von Z._______. Da der Hauptzweck des Betriebszweigs 
der Schafhaltung der Verkauf von Schafen ist, hat der erwirtschaftete 
Ertrag normalerweise zum Bewirtschafter des Betriebs zu fliessen. Der 

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Bewirtschafter  muss  über  den  An-  und  Verkauf  von  Schafen  ent -
scheiden können, damit er im Betrieb eine massgebende Funktion bei 
der Führung und Entscheidfällung einnehmen kann. Zudem muss er 
das  wirtschaftliche  Risiko  der  Betriebsführung tragen.  Da vorliegend 
nicht  der  Beschwerdeführer,  sondern  Z._______ als  Eigentümer der 
Schafe die Entscheidungen im Zusammenhang mit dem An- und Ver-
kauf der Schafe traf, konnte der Beschwerdeführer den Betriebszweig 
Schafhaltung  weder  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr  führen  noch 
einen Ertrag aus der Schafhaltung erwirtschaften. Ein Ertrag ist zwar 
nicht  zwingend  notwendig,  um  Bewirtschafter  und  direktzahlungs-
berechtigt zu sein, die rechtliche Verfügungsmacht und das wirtschaft-
liche  Risiko  muss  jedoch  beim  Bewirtschafter  liegen. 
Direktzahlungsberechtigt  ist  nur  derjenige,  welcher  auch  das 
wirtschaftliche Risiko trägt. Da der Beschwerdeführer die Entscheide 
zur Führung des Betriebs in einem entscheidenden Bereich nicht un-
abhängig von Z._______ treffen konnte, und, wenn überhaupt, nur ein 
geringes  wirtschaftliches  Risiko  trug,  führte  er  den  Betriebszweig 
Schafhaltung nicht auf eigene Rechnung und Gefahr. Er war deshalb 
nicht  Bewirtschafter  des  Betriebszweigs  Schafhaltung  im  Sinne  von 
Art. 2 LBV und Art. 2 DZV und erfüllte daher im Beitragsjahr 2008 die 
Voraussetzungen  zum Bezug von Direktzahlungen  für  den  Betriebs-
zweig  Schafhaltung  nicht.  Dementsprechend  haben  die  Erstinstanz 
und  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  die  Ausrichtung  der 
Direktzahlungen für  die Schafhaltung im Beitragsjahr 2008 zu Recht 
verweigert. 

Da der Beschwerdeführer das wirtschaftliche Risiko der Schafhaltung 
im  Beitragsjahr  2008  nicht  selbst  trug,  daher  den  Betrieb  nicht  un-
abhängig und auf eigene Rechnung und Gefahr führte und somit auch 
nicht  beitragsberechtigter  Bewirtschafter  des Betriebszweigs war, er-
übrigen sich weitere Ausführungen zum benötigten Inventar, der Auf-
teilung der anfallenden Arbeiten,  dem Angestelltenverhältnis und der 
damit  verbundenen  Lohnzahlung  von  Fr. 10'000.– sowie  der  Foto-
dokumentation.  Abgesehen  davon,  dass  die  vom  Beschwerdeführer 
eingereichten  Belege  eine  Schafhaltung  im  Beitragsjahr  2008  auf 
eigene Rechnung und Gefahr des Beschwerdeführers nicht zu belegen 
vermögen. Die Beschwerde ist demnach insoweit abzuweisen, als sie 
sich  gegen  die  verweigerten  Direktzahlungen  für  das  Beitragsjahr 
2008 richtet. 

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7.
Der  Beschwerdeführer  hat  im  Rahmen  der  Betriebsstrukturdaten-
erhebung 2008  per  1. Januar  2008 erstmals  einen Bestand von 394 
Tieren und per 2. Mai 2008 einen Bestand von 292 Tieren deklariert, 
obwohl  er  im  Jahr 2008  nicht  direktzahlungsberechtigt  gewesen  ist 
(vgl. oben E. 6). Die Angaben auf dem Tiererhebungsformular B sind 
demnach falsch.  Zu prüfen bleibt daher, ob die auf die Falschangabe 
gestützte  Kürzung  von  Direktzahlungen  für  das  Jahr  2008  von 
Fr. 16'446.– zulässig war. 

7.1 Der Beschwerdeführer macht bezüglich der Falschdeklaration und 
der Kürzung der Direktzahlungen geltend, die Aussage der Vorinstanz, 
wonach  eine  Falschdeklaration  immer  mindestens fahrlässig  erfolge, 
widerspreche dem Wortlaut und dem Willen des Gesetzgebers. Hätte 
der Gesetzgeber gewollt,  dass jede falsche Angabe zur Kürzung der 
Beiträge  führe,  wäre  die  Einschränkung  auf  vorsätzliche  oder  fahr-
lässige Angaben nicht nötig gewesen. Zudem hätte die Behörde dem 
Beschwerdeführer ein Verschulden nachweisen müssen. Im Weiteren 
gehe  aus  dem  Formular B  nicht  klar  hervor,  dass  nur  beitrags-
berechtigte Tiere zu deklarieren seien. Abgesehen davon sei d ie Vor-
instanz  von  einer  fahrlässigen  Falschangabe  ausgegangen,  ohne 
diese  zu  begründen.  Dadurch  habe  sie  die  Begründungspflicht  und 
damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Der Be-
schwerdeführer  habe  sich  sowohl  an  die  Wegleitung  zur  Betriebs-
strukturdatenerhebung als auch an die Erläuterungen der Wegleitung 
gehalten.  Er  habe  das  Formular  mit  grosser  Sorgfalt  ausgefüllt  und 
eine  Fachperson,  den  Ackerbaustellenleiter  D._______,  beigezogen. 
Anlässlich  der  Betriebsstrukturdatenerhebung  2008  sei  dieser  der 
Ansicht gewesen, die Deklaration auf dem Formular des Beschwerde-
führers entspreche den Anforderungen und sei richtig. 

7.2 Die  Vorinstanz  macht  geltend,  die  DZKR  unterscheide  nicht 
zwischen vorsätzlicher und fahrlässiger Falschdeklaration. In anderen 
Punkten sei bei einem vorsätzlichen Verhalten jedoch eine schwerere 
Sanktion  vorgesehen.  Fehle  eine  solche  Differenzierung,  impliziere 
eine  festgestellte  Rechtsverletzung  im  Zusammenhang  mit  Direkt-
zahlungen, dass mindestens Fahrlässigkeit vorliege. Dies sei bei einer  
falschen  Deklaration  insofern  gerechtfertigt,  als  den  Bewirtschaftern 
stets eine Wegleitung zur Betriebsstrukturdatenerhebung zugeschickt 
werde,  der  die  erforderlichen  Informationen  für  das  Ausfüllen  der 
Formulare zu entnehmen seien. Aus der Wegleitung gehe klar hervor, 

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dass auf  dem Betrieb gehaltene durch betriebsfremde Personen be-
treute Tiere durch die Drittperson auf einem separaten Formular B zu 
deklarieren seien. Die Bewirtschafter könnten sich bei Fragen an die 
Gemeindestellen  für  Landwirtschaft  oder  das  Landwirtschaftsamt 
wenden, die Verantwortung für eine korrekte Deklaration trügen aber 
die Bewirtschafter. Mit  der Unterschrift  auf den Erhebungsformularen 
bestätigten sie die Richtigkeit  der gemachten Angaben. Eine Falsch-
deklaration  erfolge  somit  immer  zumindest  fahrlässig  und  müsse 
sanktioniert werden; ein Verschulden sei nicht nachzuweisen. Für eine 
Kürzung  genüge,  dass  der  Bewirtschafter  den  Tierbestand  seiner 
Schafe auf dem Tiererhebungsformular 2008 falsch angegeben habe. 
Die  Berechnung der  Kürzung von Fr. 16'446.– durch die  Erstinstanz 
sei deshalb korrekt. 

7.3 Die  Erstinstanz  war  ebenfalls  der  Ansicht,  dass  die  Deklaration 
des  Schafbestandes  durch  den  Beschwerdeführer  zumindest  eine 
fahrlässige Falschdeklaration war, weshalb sie die Direktzahlungen um 
Fr. 16'446.– kürzte. Der Beschwerdeführer und Z._______ versuchten 
eine  Lösung  zu  finden,  trotz  des  Erreichens  der  Altersgrenze  von 
Z._______,  weiterhin  Direktzahlungen  für  die  Schafe  zu  erhalten. 
Deshalb  seien  sie  eine  Pseudo-Anstellung  eingegangen.  Allein  der 
Betriebsleiter  sei  für  die Deklaration auf  den Formularen verantwort-
lich.  Aus  der  Bestätigung  des  Gemeindestellenleiters  könne  weder 
eine  Direktzahlungsberechtigung  abgeleitet  noch  eine  Falsch-
deklaration ungeschehen gemacht werden. Der Gemeindestellenleiter 
verfüge  nicht  über  alle  nötigen  Informationen  und  habe  keine 
Kompetenzen über die Direktzahlungsberechtigung zu entscheiden. 

7.4 Beiträge können gekürzt  oder  verweigert  werden, wenn der Ge-
suchsteller oder die Gesuchstellerin das LwG, dessen Ausführungsbe-
stimmungen oder die gestützt darauf erlassenen Verfügungen verletzt 
(Art. 170  Abs. 1  LwG).  Nach  Art. 70  Abs. 1  aDZV  (AS  2007  6117) 
kürzen oder verweigern die Kantone die Beiträge gemäss DZKR, wenn 
der  Gesuchsteller  oder  die  Gesuchstellerin  a) vorsätzlich  oder  fahr-
lässig falsche Angaben macht; b) Kontrollen erschwert; c.) die Mass-
nahmen, die er anwenden will,  nicht  rechtzeitig anmeldet; d) die Be-
dingungen und Auflagen der DZV und weitere, die ihm oder ihr auf -
erlegt  wurden,  nicht  einhält;  e) landwirtschaftsrelevante  Vorschriften 
des  Gewässerschutz-,  des  Umweltschutz-  oder  des  Natur-  und 
Heimatschutzgesetzes  nicht  einhält.  Nach  A.1  DZKR  erfolgt  bei 
falschen Angaben im Sinne von Art. 70 Abs. 1 Bst. a aDZV (AS 2007 

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6117) a) eine Kürzung der Direktzahlungen auf die tatsächlichen Ver-
hältnisse; b) und zusätzlich eine Kürzung aufgrund der Differenz der 
betroffenen Direktzahlungen zwischen den falschen und den korrekten 
Angaben. 

7.5 In verwaltungsrechtlichen Erlassen folgen die Strafbestimmungen 
den Grundsätzen der Strafrechtsdogmatik (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH 
ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3. Aufl.,  Bern 
2009,  § 18  Rz. 15). Die  Kürzung  der  Direktzahlungen  nach  Art.  70 
Abs. 1  Bst. a  aDZV (AS  2007  6117)  ist  zwar  verwaltungsrechtlicher 
Natur, hat aber teilweise auch Strafrechtscharakter. Dementsprechend 
sind  vorliegend  die  allgemeinen  Bestimmungen  des  Strafrechts 
heranzuziehen.  Fahrlässig  handelt,  wer  die  Folge  seines  Verhaltens 
aus  pflichtwidriger  Unvorsichtigkeit  nicht  bedenkt  oder  darauf  nicht 
Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter 
die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach 
seinen  persönlichen  Verhältnissen  verpflichtet  ist  (vgl. Art. 12 Abs. 3 
des  Schweizerischen  Strafgesetzbuchs  vom  21.  Dezember  1937 
[StGB,  SR  311.0]; GÜNTER STRATENWERTH,  Schweizerisches  Strafrecht, 
Allgemeiner Teil, 3. Aufl., Bern 2005, § 16 N 9 ff.). Fahrlässigkeit setzt 
ein  Verschulden  des  Betroffenen  voraus  (vgl. STRATENWERTH,  a.a.O., 
§ 16 N 32 ff.).

Fahrlässigkeit  im  Sinne  von  Art.  70  Abs. 1  Bst. a  aDZV  (AS  2007 
6117)  liegt  demnach  vor,  wenn  der  Gesuchsteller  nach  seinen 
individuellen  Fähigkeiten  in  der  Lage  gewesen  wäre,  sorgfältiger  zu 
handeln und dadurch eine Falschangabe hätte vermeiden können. Die 
DZKR stützt sich u.a. auf Art. 70 Abs. 1 Bst. a aDZV (AS 2007 6117), 
der klar festhält, dass eine falsche Angabe fahrlässig oder vorsätzlich 
erfolgen muss, damit sie zu einer Kürzung der Direktzahlungen führen 
kann. 

Den  Ausführungen  der  Vorinstanz,  wonach  aufgrund  der  fehlenden 
Differenzierung zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz bei einer Falsch-
deklaration  in  der  DZKR  immer  mindestens  Fahrlässigkeit  vorliege, 
kann  nicht  gefolgt  werden.  Für  eine  Kürzung  wegen  fahrlässiger 
Falschangabe ist  vielmehr der Nachweis eines Verschuldens im dar -
gelegten Sinne erforderlich. Auf den hier  zu beurteilenden Fall über-
tragen bedeutet  dies,  dass es nicht  genügt,  dass der  Bewirtschafter 
den Tierbestand seiner Schafhaltung auf dem Tiererhebungsformular 
2008 falsch angegeben hat; vielmehr muss er dies mindestens fahr -

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lässig  getan  haben,  was  wie  dargelegt  eine  pflichtwidrige  Unvor-
sichtigkeit bzw. ein Verschulden voraussetzt. 

7.6 Die Bewirtschafter  haben im Rahmen der  Betriebsdatenstruktur-
erhebung insbesondere den Tierbestand auf ihrem Betrieb anzugeben 
und haben mit  ihrer  Unterschrift  die  Richtigkeit  der  Angaben zu be-
stätigen.  Aus  der  mit  dem  Formular B  zugesandten  Wegleitung  für 
Tierhalter und Tierhalterinnen zur Betriebsstrukturerhebung 2008 vom 
8. März  2008,  Ziffer  4,  geht  klar  hervor,  dass  alle  Halter  und 
Halterinnen von Nutztieren verpflichtet sind, die eigenen und fremden 
auf dem Betrieb gehaltenen und mehrheitlich selbst betreuten Tiere zu 
deklarieren. Auf dem Betrieb gehaltene Nutztiere, die durch betriebs-
fremde  Personen  (z.B. Eigentümer)  betreut  werden,  müssen  durch 
diese  Drittperson  auf  einem  separaten  Formular  deklariert  werden. 
Festgehalten wird  sodann,  dass  sich  die  Halter  und Halterinnen bei 
Fragen  im  Zusammenhang  mit  dem  Ausfüllen  des  Tiererhebungs-
formulars  an die  örtliche  Gemeindestelle  für  Landwirtschaft  oder  an 
das Landwirtschaftsamt wenden können. 

7.7 Für die Schlussfolgerung der Erstinstanz, dass der Beschwerde-
führer  und  Z._______  eine  Lösung  suchten,  um  unrechtmässig 
Direktzahlungen  beziehen  zu  können,  liegen  vorliegend  keine  hin-
reichend eindeutigen Indizien bzw. Beweise vor. Der Beschwerdeführer 
deklarierte die ganze Schafherde, die wenn überhaupt von Z._______ 
hätte deklariert werden müssen (vgl. E. 6). Er gab aber keine falsche 
Anzahl  Tiere  an.  Durch  die  Deklaration  der  Schafe  wären  zwar  un-
gerechtfertigt  Beiträge  bezogen  worden,  falls  die  Vorinstanz  die 
fehlende Anspruchsgrundlage nicht festgestellt hätte, doch liegt allein 
in diesem Umstand keine zu sanktionierende Falschdeklaration. Eine 
solche läge nur  vor,  wenn der  Beschwerdeführer  objektiv  betrachtet 
nicht  in  guten Treuen davon ausgehen konnte,  Anspruch auf  Direkt-
zahlungen erheben zu können. 

Dies  ist  hier  jedoch  nicht  der  Fall.  Um  Fehler  beim  Ausfüllen  des 
Formulars  zu  vermeiden,  zog  der  Beschwerdeführer  den  Ackerbau-
stellenleiter der Gemeinde P._______, D._______, bei und bat ihn um 
Rat. Dieser bestätigte mit Schreiben vom 15. November 2009, dass er 
mit  dem  Beschwerdeführer  die  korrekte  Deklaration  der  gehaltenen 
Schafe besprochen habe,  und er  ihm geraten habe,  die  auf  seinem 
Betrieb gehaltenen Schafe auf dem Formular B zu deklarieren. Neben 

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dem Beschwerdeführer unterzeichnete auch der Ackerbaustellenleiter 
das Formular B des Beschwerdeführers. 

Der  Beschwerdeführer  durfte  aufgrund  seines  Wissenstands  und 
seiner  persönlichen  Verhältnisse  auf  die  Auskunft  des  Ackerbau-
stellenleiters vertrauen. Er hatte keinen Anlass daran zu zweifeln, dass 
der Ackerbaustellenleiter ihn von der Einreichung eines unberechtigten 
Gesuchs  abgehalten  hätte.  Ausgehend  davon  war  der  Beschwerde-
führer  nicht  verpflichtet,  weitere  Abklärungen  vorzunehmen bzw. Er-
kundigungen  einzuholen,  und  er  durfte  davon  ausgehen,  dass  er 
direktzahlungsberechtigt und Halter der von ihm deklarierten Tiere war. 
Ihm kann deshalb keine Sorgfaltspflichtverletzung und damit auch kein 
Verschulden vorgeworfen werden. Der Beschwerdeführer machte folg-
lich weder vorsätzlich noch fahrlässig falsche Angaben im Sinne von 
Art. 70 Abs. 1 Bst. a aDZV (AS 2007 6117). Die Kürzung der Direkt-
zahlungen  des  Beschwerdeführers  um  Fr. 16'446.– nach  der  DZKR 
erfolgte demnach zu Unrecht. 

7.8 Die  Beschwerde  ist  daher  insoweit  gutzuheissen,  als  sie  sich 
gegen  die  Kürzung  der  Direktzahlungen  aufgrund  von  falschen  An-
gaben richtet. Bei diesem Ausgang erübrigt es sich, die in diesem Zu-
sammenhang erhobene Rüge der Verletzung der Begründungspflicht 
bzw. des rechtlichen Gehörs näher einzugehen. 

8.
Der  Beschwerdeführer  macht  schliesslich  geltend,  ihm seien  für  die 
bisher verweigerten Direktzahlungen von Fr. 8'223.– und für die auf-
zuhebende Kürzung  von Fr. 16'446.– ab Datum der  Auszahlung der 
Direktzahlungsbeiträge 2008 Verzugszinsen von 5 % zu vergüten.

8.1 Der Beschwerdeführer ist für die Schafhaltung im Jahr 2008 nicht 
direktzahlungsberechtigt (vgl. E. 6). Deshalb ist nachfolgend einzig zu 
prüfen,  ob  und  ab  welchem  Zeitpunkt  dem  Beschwerdeführer  Ver-
zugszinsen für  die unrechtmässige Kürzung von Fr. 16'446.– zu ent-
richten sind. 

8.2 Weder das LwG noch die DZV enthalten Bestimmungen über die 
Verzugszinsen. Art. 68 Abs. 3 DZV ist einzig zu entnehmen, dass die 
Kantone  die  Direktzahlungen  bis  zum 31.  Dezember  des  jeweiligen 
Beitragsjahres zu überweisen haben. Mit dieser Bestimmung wollte der 
Bundesrat  jedoch nicht,  dass die Direktzahlungen am 31. Dezember 
des Beitragsjahres fällig werden. Die Fälligkeit soll  grundsätzlich erst 

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mit  Eintritt  der  Rechtskraft  des  massgeblichen Entscheids  eintreten. 
Ein  Verzugszins  ist  ausnahmsweise  auszurichten,  wenn  die  Ver-
zögerung des Entscheids auf  widerrechtliches oder  trölerisches Ver-
halten  der  Verwaltung  beruht  (vgl.  zum Ganzen: Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  B-3704/2009  vom 3. Februar  2010  E. 2.3 ff.,  mit 
weiteren Hinweisen).

8.3 Da weder der Erstinstanz noch der Vorinstanz ein widerrechtliches 
oder trölerisches Verhalten vorgeworfen werden kann, tritt  die Fällig-
keit  der  zu  Unrecht  gekürzten  und  auszuzahlenden Direktzahlungen 
von  Fr. 16446.– erst  mit  Rechtskraft  des  angefochtenen  Entscheids 
bzw. hier  des  Beschwerdeentscheids  ein.  Demnach  sind  vorliegend 
keine Verzugszinsen geschuldet.

9.
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Bei-
tragsjahr  2008  nicht  berechtigt  war,  Direktzahlungen  für  die  Schaf-
haltung zu beziehen. Obwohl der Beschwerdeführer den Tierbestand 
falsch  deklarierte,  kann  ihm  jedoch  keine  Sorgfaltspflichtverletzung 
vorgeworfen  werden.  Die  Kürzung  der  Direktzahlungen  2008  um 
Fr. 16'446.– erfolgte zu Unrecht, weshalb der erst- und vorinstanzliche 
Entscheid in  teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit  aufzu-
heben  und  die  Erstinstanz  anzuweisen  ist,  dem  Beschwerdeführer 
Fr. 16'446.– ohne  Verzugszinsen  auszuzahlen.  Die  Beschwerde  ist 
teilweise gutzuheissen.

10.
Die  Beschwerdeinstanz  auferlegt  die  Verfahrenskosten  in  der  Regel 
der  unterliegenden  Partei  (Art. 63 Abs. 1  VwVG).  Der  Beschwerde-
führer hat vorliegend in einem wesentlichen Punkt obsiegt. Es recht-
fertigt  sich  daher, die  Verfahrenskosten um die Hälfte  zu  reduzieren 
und  auf  Fr. 600.– festzusetzen.  Diese  werden  mit  dem  am 
18. Dezember 2009 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ver-
rechnet.  Der  Vorinstanz  werden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt 
(Art. 63  Abs. 2  VwVG)  und  sie  hat  als  Bundesbehörde  keinen  An-
spruch  auf  Parteientschädigung  (Art. 7  Abs. 3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Der  teilweise  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf 
Begehren  eine  Entschädigung  für  die  ihr  erwachsenen  notwendigen 
Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 

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VGKE).  Der Beschwerdeführer wurde im Beschwerdeverfahren durch 
seine  Rechtsschutzversicherung  vertreten.  Es  ist  ihm  daher  keine 
Parteientschädigung  auszurichten  (Art. 64 Abs. 1  VwVG  und  Art. 7 
Abs. 1 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  soweit  sie  sich  gegen 
die  Kürzung  der  Direktzahlungen  aufgrund  von  falschen  Angaben 
richtet.  Der  Entscheid  der  Erstinstanz  vom 24. November  2008  wird 
insoweit  aufgehoben  und  die  Erstinstanz  angewiesen,  dem  Be-
schwerdeführer  Fr. 16'446.– auszurichten.  Soweit  weitergehend  wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'200.– verrechnet. Der  Restbetrag  von  Fr. 600.– wird  dem  Be-
schwerdeführer  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  dieses  Urteils  aus  der 
Gerichtskasse zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
- die Erstinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Landwirtschaft BLW (Gerichtsurkunde)
- das  Eidgenössische  Volkswirtschaftsdepartement  EVD  (Gerichts-

urkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Anita Kummer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14 Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 16. April 2010

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