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**Case Identifier:** a476d22c-50a2-5331-a963-b960df6f0c9d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.06.2024 III 2024 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-35_2024-06-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 35

Entscheid vom 17. Juni 2024 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. Am 28. Oktober 2023 um 16:07 Uhr überschritt A.________ (Jg. 1986; be-
larussische Staatsangehörige; Inhaberin eines schweizerischen Führer-
ausweises) in C.________ (ZH) mit einem Personenwagen die signalisierte 
Höchstgeschwindigkeit in einer Tempo-30-Zone abzüglich der Sicherheitsmarge 
von 3 km/h um 27 km/h (Vi-act. 1).

B. Mit Schreiben vom 24. Januar 2024 räumte das Verkehrsamt des Kantons 
Schwyz A.________ das rechtliche Gehör hinsichtlich des in Betracht gezogenen 
Entzugs des Führerausweises für 3 Monate ein (vgl. Vi-act. 2). Nachdem die hier-
für angesetzte Frist unbenutzt verstrich, untersagte das Verkehrsamt des Kan-
tons Schwyz A.________ mit Verfügung vom 14. Februar 2024 (Postaufgabe: 
gleichentags) das Führen von Motorfahrzeugen aller Kategorien und Unterkate-
gorien sowie der Spezialkategorie F während der Dauer des dreimonatigen Ent-
zuges. Weiter wurde A.________ verpflichtet, den Führer-ausweis und allfällig 
vorhandene weitere Ausweise bis spätestens 30 Tage nach Erhalt der Verfügung 
abzugeben (Vi-act. 3). Aus der Telefonnotiz des Verkehrsamts des Kantons 
Schwyz vom 15. Februar 2024 geht hervor, dass sich der Rechtsvertreter von 
A.________ nach dem Verfahrensstand erkundigt habe und ihm mitgeteilt wor-
den sei, die Verfügung sei am Vortag bereits verschickt worden (Vi-act. 4).

C. Gegen genannte Verfügung lässt A.________ am 12. März 2024 (Postauf-
gabe: gleichentags) fristgerecht wie folgt Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz erheben:

1. Die Verfügung vom 14. Februar 2024 sei in eine Verwarnung umzuwandeln.

2. Eventualiter, sei die Verfügung in ein zeitlich eingeschränktes Fahrverbot zu 
Randzeiten umzuwandeln, konkret in ein Fahrverbot von Montags-Freitags 
zwischen 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens sowie am Wochenende jeweils 
zwischen Freitag 18:00 Uhr und Montag 06:00 Uhr.

3. Sub-eventualiter, sei der Führerausweisentzug zeitlich auf den 1. Juli 2024 bis 
30. September 2024 anzuordnen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten der 
Staatskasse.

D. Mit Vernehmlassung vom 2. April 2024 beantragt das Verkehrsamt des 
Kantons Schwyz die Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten 
sei, unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Am 3. April 2024 leitet 
sie ausserdem dem Verwaltungsgericht den rechtskräftigen Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 8. März 2024 weiter. Aus diesem geht 
hervor, dass die Beschwerdeführerin infolge fahrlässiger grober Verletzung von 

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Verkehrsregeln mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je Fr. 230.00 und ei-
ner Busse von Fr. 700.00 bestraft wird, wobei der Vollzug der Geldstrafe dabei 
unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben wird. Die Be-
schwerdeführerin lässt am 25. April 2024 eine Stellungnahme mit unveränderten 
Rechtsbegehren einreichen. Die Vorinstanz lässt sich am 29. April 2024 erneut 
vernehmen, ebenso die Beschwerdeführerin am 13. Mai 2024.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Wer ein Motorfahrzeug führt, bedarf des Führerausweises (Art. 10 Abs. 2 
des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 741.01] vom 19. Dezember 1958). Die-
ser wird von den kantonalen Verwaltungsbehörden am Wohnsitz des Fahrzeug-
führers erteilt und entzogen (Art. 22 Abs. 1 SVG). 

1.2 Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Stras-
senverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussen-
gesetz (OBG; SR 314.1) vom 18. März 2016 ausgeschlossen ist, der Führeraus-
weis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen; bei der Festsetzung der 
Dauer des Entzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, na-
mentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund 
als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug 
zu führen, wobei die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf 
(Abs. 3). 

1.3.1  Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet in Art. 16a bis 16c SVG zwi-
schen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen.

Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung 
von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, so-
fern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten 
Widerhandlung wird die fehlbare Person abgesehen von erschwerenden Um-
ständen verwarnt (vgl. Abs. 2 und 3); in besonders leichten Fällen wird auf jegli-
che Massnahme verzichtet (Abs. 4).

Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrs-
regeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt 
(Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der 
Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG).

Gemäss Art. 16c SVG begeht eine schwere Widerhandlung, wer durch grobe 
Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer 
hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer schweren Widerhandlung 

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wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Art. 16c Abs. 2 
lit. a SVG).

Leichte und mittelschwere Widerhandlungen werden von Art. 90 Abs. 1 SVG als 
einfache Verkehrsregelverletzungen erfasst (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.4; Urteile 
BGer 1C_263/2021 vom 27.1.2022 E. 3.1 und 1C_135/2022 vom 24.8.2022 
E. 2.1 m.w.H.). Eine schwere Widerhandlung entspricht einer groben Verkehrs-
regelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG (BGE 141 II 220 E. 3.3.3).

1.3.2  Gemäss Rechtsprechung stellt die mittelschwere Widerhandlung nach 
Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht 
alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 
lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhand-
lung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.2.2; 
Urteile BGer 1C_263/2021 vom 27.1.2022 E. 3.2 und 1C_135/2022 vom 
24.8.2022 E. 2.1; BBl 1999 4487). 

Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qualifizierte 
objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. Ist die Gefähr-
dung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch 
und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor. Glei-
ches gilt bei einer mittelgrossen Gefährdung und einem mittelschweren oder 
schweren Verschulden. Eine Gefahr für die Sicherheit anderer im Sinne von 
Art. 16a-c SVG ist bei einer konkreten oder auch bei einer erhöhten abstrakten 
Gefährdung zu bejahen. Eine erhöhte abstrakte Gefahr besteht, wenn die Mög-
lichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegt. Welche Art der 
Gefährdung vorliegt, ist anhand der jeweiligen Verhältnisse im Einzelfall zu beur-
teilen (vgl. BGE 136 II 447 E. 3.2 = Pra 100 [2011] Nr. 34; Urteile BGer 
1C_650/2017 vom 28.03.2018 E. 2.1 m.H.; 1C_632/2020 vom 19.10.2021 
E. 2.4).

1.4 In Bezug auf die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten 
hat die Rechtsprechung im Interesse der rechtsgleichen Behandlung Grenzwerte 
zur Sanktionierung festgelegt. Eine schwere Widerhandlung im Sinne von 
Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG ist gegeben, wenn innerorts die Höchstgeschwindigkeit 
von 50 km/h um 25 km/h oder mehr überschritten wird. Dies gilt ungeachtet der 
konkreten Umstände wie z.B. günstige Verkehrsverhältnisse oder ein tadelloser 
automobilistischer Leumund. Nach der Rechtsprechung ist die Überschreitung 
der Höchstgeschwindigkeit bei Vorliegen eines objektiv schweren Falles in der 
Regel mindestens grobfahrlässig. Diese Schematisierung entbindet die Entzugs-
behörde allerdings nicht, den Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. 

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Eine Ausnahme kommt allenfalls dann in Betracht, wenn der Lenker oder die 
Lenkerin aus nachvollziehbaren Gründen gemeint hat, er befinde sich noch nicht 
oder nicht mehr im Innerortsbereich (Urteil BGer 1C_156/2020 vom 15.4.2021 
E. 4.2 m.H.).

1.5 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Verwaltungsbehörde 
grundsätzlich an die Tatsachenfeststellungen des Strafgerichts gebunden. Sie 
darf davon nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid 
zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Be-
weise erhebt oder wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den 
Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich die Verletzung be-
stimmter Verkehrsregeln übersehen hat (BGE 139 II 95 E. 3.2 m.w.H. = Pra 102 
[2013] Nr. 83; BGE 136 II 447 E. 3.1 = Pra 100 [2011] Nr. 34 m.H.a. BGE 
129 I 312 E. 2.4 = Pra 93 [2004] Nr. 4). Nicht gebunden ist die Verwaltungs-
behörde hingegen an die rechtliche Beurteilung, namentlich des Verschuldens, 
des Strafgerichts. Der Warnungsentzug ist eine der Strafe ähnliche, aber von ihr 
unabhängige Verwaltungsmassnahme mit präventivem Charakter, die primär die 
Erziehung des fehlbaren Fahrzeuglenkers im Interesse der Verkehrssicherheit 
und nicht dessen Bestrafung bezweckt, auch wenn sie mitunter vom Betroffenen 
als Strafe empfunden wird. Die straf- und die verwaltungsrechtliche Beurteilung 
der Schwere eines strassenverkehrsrechtlich massgeblichen Fehlverhaltens 
müssen sich daher nicht zwingend decken (vgl. Urteil BGer 1C_564/2019 vom 
28.5.2020 E. 3.2 m.H.a. BGE 136 I 345 E. 6.4 und BGE 136 II 447 E. 3.1 = Pra 
100 [2011] Nr. 34; Urteil BGer 1C_263/2019 vom 25.2.2020 E. 3.2).

1.6 Die Verwaltungsbehörde hat - sofern eine Anzeige bei der Strafverfol-
gungsbehörde erfolgt oder mit einer solchen zu rechnen ist - grundsätzlich mit ih-
rem Entscheid zuzuwarten, bis ein rechtskräftiger Strafbefehl bzw. ein rechtskräf-
tiges Strafurteil vorliegt. Mit diesem Vorgehen soll vermieden werden, dass der-
selbe Lebensvorgang zu voneinander abweichenden Sachverhaltsfeststellungen 
von Verwaltungs- und Justizbehörden führt und insbesondere die erhobenen 
Beweise in verschiedener Weise gewürdigt und rechtlich beurteilt werden. Aus-
serdem bietet das Strafverfahren durch die verstärkten Mitwirkungsrechte des 
Beschuldigten, die umfassenderen persönlichen und sachlichen Ermittlungs-
instrumente sowie durch die weiterreichenden prozessualen Befugnisse besser 
Gewähr dafür, dass das Ergebnis der Sachverhaltsermittlung näher bei der mate-
riellen Wahrheit liegt als im nicht durchwegs derselben Formstrenge unterliegen-
den Verwaltungsverfahren. Eine Ausnahme ist namentlich zulässig, sofern und 
soweit die noch offenen strafrechtlichen Punkte des in Frage stehenden Verhal-

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tens im Verwaltungsverfahren nicht von Bedeutung sind (BGE 119 Ib 158 
E. 2c/bb; Urteil BGer 1C_464/2020 vom 16.3.2021 E. 2.3).  

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt im Rahmen ihrer Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde zunächst, aufgrund ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung sei keine 
weitere Person oder Sache ernstlich gefährdet worden, wie dies Art. 16c lit. a 
SVG voraussetze. Sie fordert insb. aufgrund fehlender Führerausweisentzüge in 
der Vergangenheit sowie der geringen Überschreitung des praxisgemässen 
Schwellenwerts von 25 km/h in einer 30-er Zone um 2 km/h die Aussprache einer 
Verwarnung anstelle eines Führerausweisentzugs. Auch sei die Beschwerdefüh-
rerin aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als CEO auf ihr Fahrzeug angewiesen, 
da jede Woche Kundenbesuche in umliegenden Ländern stattfänden, welche 
nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln wahrgenommen werden könnten. Sie ver-
tritt die Auffassung, der von der Vorinstanz verfügte dreimonatige Führerausweis-
entzug widerspreche dem Verhältnismässigkeitsprinzip. Eventualiter fordert sie - 
ebenfalls aus Verhältnismässigkeitsgründen - die Beschränkung des dreimonati-
gen Führerausweisentzugs auf ihre Freizeit, d.h. ein eingeschränktes Fahrverbot 
zu Randzeiten. Subeventualiter fordert sie die Verschiebung des Zeitraums für 
den Führerausweisentzug auf den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2024 bis zum 
30. September 2024.

2.2 Die Vorinstanz weist vernehmlassend darauf hin, dass die Beschwerdefüh-
rerin mit ihrem Verhalten andere Verkehrsteilnehmer offensichtlich gefährdet ha-
be, zumal sie nahezu doppelt so schnell unterwegs gewesen sei, wie erlaubt, 
und es sich um eine Tempo-30-Zone gehandelt habe, in der Fahrzeuge beson-
ders langsam unterwegs sein müssten und in welcher andere Verkehrsteilneh-
mer mit langsam heranrollenden Fahrzeugen rechneten. Es handle sich um eine 
schwere Widerhandlung und von einer leichten könne keine Rede sein. In der 
Praxis werde nur sehr zurückhaltend eine berufliche Angewiesenheit bejaht und 
die Beschwerdeführerin habe nicht belegt, dass die Termine vor Ort wahrge-
nommen werden müssten oder sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder al-
lenfalls einem Chauffeur erreicht werden könnten. Ebenfalls sei der Beschwerde 
zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit als CEO auch von der 
Schweiz aus ausführen könne. Die durch den Führerausweisentzug verursachten 
Unannehmlichkeiten würden zudem mit der Erziehungsfunktion, die der War-
nungsentzug haben solle, im Einklang stehen. Zum beantragten zeitlich be-
schränkten Fahrverbot erklärt die Vorinstanz, dass diese Massnahme weder ge-
setzlich vorgesehen noch mit Blick auf den erzieherischen Charakter der Mass-
nahme sinnvoll wäre. Zum beantragten Vollzugsaufschub erörtert die Vorinstanz 
die konstante Praxis, Warnungsentzüge grundsätzlich sofort zu vollziehen, indes 

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aber die Möglichkeit eines Vollzugsaufschubs in Härtefällen bestehe. Durch das 
vorliegende Beschwerdeverfahren erfolge der Vollzug indes ohnehin verspätet. 

2.3 Die Beschwerdeführerin erwidert replicando, das Schreiben vom 24. Janu-
ar 2024 (rechtliches Gehör) nicht erhalten und entsprechend vorgängig keine Ge-
legenheit gehabt zu haben, sich zum Sachverhalt zu äussern oder den Aufschub 
des Vollzugsbeginns zu beantragen. Hinsichtlich der beruflichen Einschränkun-
gen führt sie aus, die Rolle als CEO erst ab dem Sommer innezuhaben. Bis da-
hin müsse sie weiterhin oft Kundenbesuche im Ausland wahrnehmen, wofür sie 
mit dem Auto anreisen müsse. Der persönliche Kontakt mit den Kunden sei uner-
lässlich. 

2.4 In den weiteren Eingaben werden keine zusätzlichen entscheidrelevanten 
Argumente vorgetragen.

3. Es gilt nachfolgend zu beurteilen, ob in der beschwerdeführerischen Ge-
schwindigkeitsüberschreitung eine schwere Widerhandlung i.S.v. Art. 16c Abs. 1 
lit. a SVG zu erblicken ist und ob die durch die Vorinstanz verfügte Massnahme, 
der dreimonatige Führerausweisentzug, verhältnismässig erscheint.

3.1 Die Beschwerdeführerin lenkte am 28. Oktober 2023 um 16:07 Uhr einen 
auf sie lautenden Personenwagen auf der D.________-strasse in C.________ 
(ZH) in Fahrtrichtung E.________, wobei sie die dort signalisierte und zulässige 
Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im Innenortsbereich nach Abzug der Tole-
ranzmarge von 3 km/h um 27 km/h überschritt. Nachdem die Beschwerdeführerin 
den Sachverhalt nicht bestreitet (Beschwerdeschrift, Rz. 6) und in der Sache ein 
rechtskräftiger Strafbefehl vorliegt, erübrigen sich sachverhaltsbezogene Weite-
rungen. 

3.2 Die Beschwerdeführerin hat mit ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung von 
27 km/h innerorts die rechtsprechungsgemässe Schwelle von 25 km/h überschrit-
ten (s. E. 1.4), womit grundsätzlich eine schwere Widerhandlung im Sinne von 
Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG vorliegt. Ebenfalls rechtsprechungsgemäss ist dabei 
zumindest eine Grobfahrlässigkeit anzunehmen. Trotz dieser Schematisierung 
gilt es nachfolgend, allfällige fallspezifische Besonderheiten zu prüfen.

3.2.1 Hinsichtlich des Vorliegens einer objektiven Gefährdung, bestehend in der 
Schaffung einer erhöhten abstrakten Gefahr, führt die Vorinstanz zu Recht aus, 
dass insbesondere in einer Tempo-30-Zone eine besonders langsame und vor-
sichtige Fahrweise geboten ist und die anderen Verkehrsteilnehmer mit langsam 
heranrollenden Fahrzeugen rechnen (dürfen). Gemäss Art. 22a der Signalisati-

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onsverordnung (SSV; SR 741.21) vom 5. September 1979 kennzeichnen Tempo-
30-Zonen denn auch Strassen in Quartieren oder Siedlungsbereichen, auf denen 
besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gefahren werden muss. Die Anordnung 
einer Tempo-30-Zone ist demnach grundsätzlich bereits an sich Ausdruck einer 
von höheren Geschwindigkeiten ausgehenden erhöhten abstrakten Gefahr an 
der entsprechenden Lage.

Eine übersetzte Geschwindigkeit stellt gerade innerorts eine erhebliche Gefahr 
dar. Die Zahl der vom Lenker zu verarbeitenden Reize ist innerorts grösser als 
ausserorts und auf der Autobahn, was eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfor-
dert. Zudem sind innerorts viele schwache Verkehrsteilnehmer vorhanden (Fuss-
gänger, Velofahrer), die - vor allem Kinder und ältere Menschen - einem beson-
deren Risiko ausgesetzt sind. Darüber hinaus besteht eine erhöhte Gefahr von 
Seitenkollisionen. Die anderen Verkehrsteilnehmer dürfen sich, auch soweit sie 
wartepflichtig sind, auf den Vertrauensgrundsatz berufen. Sie müssen sich nicht 
darauf einstellen, dass ein Fahrzeug innerorts mit einer übersetzten Geschwin-
digkeit herannaht. Welch schwerwiegende Folgen Geschwindigkeitsüberschrei-
tungen innerorts, wo Fahrzeug-Fussgänger-Kollisionen häufig sind, haben kön-
nen, zeigen physikalische Berechnungen (Urteil BGer 6B_1028/2008 vom 
16.04.2009 E. 3.5 und 3.6; Urteil BGer 1C_222/2008 vom 18.11.2008 E. 2.2.4; je 
mit weiterführenden Hinweisen). 

3.2.2 Insoweit sich die Beschwerdeführerin sinngemäss auf ihren automobilisti-
schen Leumund und die günstigen Verkehrsverhältnisse beruft (vgl. Beschwer-
deschrift, Rz. 6 f.), ist dem zum einen zu entgegnen, dass beides nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung unbeachtlich ist (s. E. 1.4), und zum anderen, 
dass die Verkehrsverhältnisse ohnehin keineswegs besonders günstig gewesen 
sein dürften. Die Geschwindigkeitsüberschreitung hat sich schliesslich nach-
mittags um 16:07 Uhr in einem dicht besiedelten Wohnquartier (vgl. htt-
ps://maps.zh.ch) ereignet. 

3.2.3 Ebenfalls hat die Vorinstanz zutreffenderweise hervorgehoben, dass die 
Beschwerdeführerin nahezu doppelt so schnell unterwegs war, wie erlaubt. Vor 
diesem Hintergrund vermag die beschwerdeführerische Bagatellisierung ihrer 
Straftat, wonach ihre Geschwindigkeit lediglich "ganz knapp" über dem praxis-
gemässen Schwellenwert von 25 km/h liege, nicht zu überzeugen. Es kommt 
hinzu, dass das Bundesgericht einerseits bereits in Betracht zog, für Tempo-30-
Zonen einen tieferen Schwellenwert zur Annahme eines schweren Falles festzu-
setzen (was indes offengelassen wurde), und es zudem u.a. bereits bei einer 
Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h um 26 km/h eine schwe-

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re Widerhandlung angenommen hat (Urteil BGer 1C_144/2011 vom 26.10.2011 
E. 3.4).

3.2.4 Rechtsprechungsgemäss ist - wie in E. 1.4 beschrieben - die Überschrei-
tung der Höchstgeschwindigkeit bei Vorliegen eines objektiv schweren Falles in 
der Regel mindestens als grobfahrlässig zu qualifizieren. Eine Grobfahrlässigkeit 
genügt dabei bereits zur Bejahung eines schweren Verschuldens i.S.v. Art. 16c 
Abs. 1 lit. a SVG (Urteile BGer 1C_536/2022 vom 25.7.2023 E. 4.1.2 und 
1C_144/2011 vom 26.10.2011 E. 3.3). Gründe, welche Anlass für eine Ausnah-
me von der regelmässig zu bejahenden Grobfahrlässigkeit geben würden, sind 
denn auch nicht ersichtlich und wurden nicht geltend gemacht.

3.2.5 Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen zur Bejahung einer schwe-
ren Widerhandlung i.S.v. Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG sowohl in objektiver (erhöhte 
ab-strakte Gefahr) als auch subjektiver Hinsicht (schweres Verschulden) erfüllt. 

3.3 Nach einer schweren Widerhandlung i.S.v. Art. 16c Abs. 1 SVG wird der 
Lernfahr- oder Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Art. 16c 
Abs. 2 lit. a SVG). Nachdem gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Mindestentzugs-
dauer nicht unterschritten werden darf, verbleibt der Vorinstanz diesbezüglich 
kein Ermessensspielraum, innerhalb dessen Verhältnismässigkeitsüberlegungen 
Platz finden. 

Lediglich der Vollständigkeit halber ist die vonseiten der Beschwerdeführerin gel-
tend gemachte berufliche Notwendigkeit einer Fahrerlaubnis zu untersuchen. Die 
anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat nicht ausreichend substantiiert 
oder gar belegt, dass alternative Fortbewegungsmittel (Fahrdienst, öffentliche 
Verkehrsmittel, Flüge etc.) für die Wahrnehmung ihrer Auslandstermine unmög-
lich oder unzumutbar wären und ist ebenfalls nicht auf allfällige finanzielle Folgen 
eingegangen (vgl. Urteil BGer 1C_204/2008 vom 25.11.2008 E. 3.3.2). Es wurde 
ebenfalls nicht aufgezeigt, ob allenfalls alternative Handlungsoptionen denkbar 
wären, wie bspw. eine Anreise am Vortag oder einzelne Terminverschiebungen. 
Aus der beschwerdeführerischen Auflistung ihrer Auslandstermine (Bf-act. 3) 
geht jedenfalls hervor, dass es sich dabei - mit Ausnahme eines Termins in In-
dien, welcher vorliegend unbeachtlich ist - um europäische Gross- oder Haupt-
städte handelt, welche ohne Schwierigkeiten mit diversen Verkehrsmitteln er-
reicht werden können. Obschon - indes nicht in der erforderlichen Tiefe - die 
Notwendigkeit der physischen Präsenz der Beschwerdeführerin an genannten 
Terminen beschrieben wurde, kann höchstens von einer erschwerten, aber kei-
neswegs einer unmöglichen Berufsausübung die Rede sein, wenn die Möglich-
keit der Berufsausübung selbst bei täglich im Aussendienst stehenden Versiche-

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rungsberatern, welche offenkundig durch einen Ausweisentzug stärker getroffen 
werden, regelmässig bejaht wird (vgl. Urteil BGer 1C_415/2020 vom 17.2.2021 
E. 3.1 und 3.5). Ein gewisser organisatorischer, zeitlicher oder finanzieller Mehr-
aufwand ist die Folge eines jeden Führerausweisentzugs und ist hinzunehmen, 
sofern dieser in Bezug auf die Berufsausübung nicht das übliche Mass sprengt, 
welches mit jedem Führerausweisentzug einhergeht (ebd.). 

3.4 Es bleibt, den beschwerdeführerischen Eventualantrag um Erteilung eines 
zeitlich beschränkten Fahrverbots während der Entzugszeit sowie den Subeven-
tualantrag um Verschiebung des Führerausweisentzugs zu prüfen.

3.4.1 Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, ist ein auf gewisse Uhr- bzw. Tages-
zeiten beschränkter Führerausweisentzug gesetzlich nicht vorgesehen. Auch ei-
ne Staffelung des Vollzugs, d.h., dass der Vollzug in zeitlich getrennte Vollzugs-
abschnitte gestaffelt wird, widerspricht der gesetzgeberischen Konzeption des 
Warnungsentzugs und ist folglich ausgeschlossen (BSK SVG-Rütsche, Art. 16 
N 88; KG FR III 603 2015 185 vom 18.3.2016 E. 6c; BGE 134 II 39 E. 3 = Pra 97 
[2008] Nr. 110). Gleiches gilt auch für die Beschränkung des Führerausweisent-
zugs auf die Freizeit (Urteil BGer 6A.102/2001 vom 9.1.2002 E. 3b). Weitere mil-
dere Mittel als der vollumfängliche Warnungsentzug für die Mindestdauer von 
3 Monaten sind nicht ersichtlich: Die in Art. 33 Abs. 5 der Verordnung über die 
Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (Verkehrszulas-
sungsverordnung, VZV; SR 741.51) vom 27. Oktober 1976 statuierte Härtefall-
klausel ermöglicht zwar unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen für zur 
Berufsausübung notwendige Fahrten. Genannte Klausel kann indes nie für Fahr-
ten zur Berufsausübung während eines Führerausweisentzugs infolge Begehung 
einer mittelschweren Widerhandlung (Art. 16b SVG) oder schweren Widerhand-
lung (Art. 16c SVG) angerufen werden (ASTRA, Erläuterungen zur Änderung der 
Verkehrszulassungsverordnung, 22. Juni 2022, S. 4), sodass sie i.c. nicht ein-
schlägig ist. Die allgemeinere Härtefallregelung i.S.v. Art. 33 Abs. 6 VZV (vormals 
Abs. 5; s. ASTRA, ebd.) erlaubt zwar eine differenzierte Bestimmung der Dauer 
des Ausweisentzugs je Kategorie, jedoch ebenfalls nie die Unterschreitung der 
gesetzlichen Mindestentzugsdauer, sodass auch diese Bestimmung keine 
Grundlage für ein zeitlich eingeschränktes Fahrverbot zu Randzeiten bilden 
kann.

3.4.2 Der Vollzugsaufschub des Warnungsentzuges ist allgemein anerkannt (vgl. 
BSK SVG-Rütsche, Art. 16 N 87 m.H.) und ist in der Praxis der Vorinstanz vorge-
sehen. Hierdurch sollen unnötige Härten vermieden und der betroffenen Person 
eine Vorbereitung auf die anstehende Umstellung ermöglicht werden, was dem 

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abschreckenden und erzieherischen Zweck des Warnungsentzugs grundsätzlich 
nicht entgegensteht (vgl. BGE 107 Ib 395 E. 2a). Damit dies indes der Fall sein 
kann, muss sich der zeitliche Aufschub in Grenzen halten (vgl. Urteil BGer 
6A.49/2001 vom 30.10.2001 E. 2b; vgl. BSK SVG-Rütsche, Art. 16 N 87). Das 
Verwaltungsgericht hat denn auch hinsichtlich der Fragestellung, wie lange der 
Entzug längstens aufgeschoben werden könne, in ständiger Praxis entschieden, 
dass eine Verschiebung um 5 oder 6 Monate unzulässig ist, wobei die Dauer des 
Rechtsmittelverfahrens mitumfasst wird (statt vieler: VGE III 2017 85 vom 
28.06.2017 E. 3.5).

3.5 Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die Vorinstanz zu 
Recht einen dreimonatigen Führerausweisentzug infolge schwerer Widerhand-
lung gegen die Strassenverkehrsvorschriften verfügt hat. Anlass oder gesetzliche 
Grundlage für Vollzugserleichterungen bestehen nicht. Die Beschwerde erweist 
sich damit als unbegründet. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfah-
renskosten von Fr. 900.00 der Beschwerdeführerin auferlegt (vgl. § 72 Abs. 2 
VRP). Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.00 festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen, ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. Juni 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. Juni 2024