# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60e1a6e6-9151-591f-9c7e-68b4ae489821
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 21.05.2008 SB 2008 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2008-9_2008-05-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 21. Mai 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 08 9 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Möhr und Michael Dürst 
Aktuarin Duff Walser

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In der strafrechtlichen Berufung

des X., Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, 
Postfach 545, Gäuggelistrasse 16, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 13. November 2007, mit-
geteilt am 27. Februar 2008, in Sachen gegen den Angeklagten und Berufungsklä-
ger, 

betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand,

hat sich ergeben:

2

A. X. wurde am 23. November 1978 in D. geboren und wuchs zusammen 
mit zwei Geschwistern in geordneten Verhältnissen bei seinen Eltern in S. auf, wo 
er auch die Primar- und Sekundarschule besuchte. Nach dem Schulabschluss trat 
er bei der C.-Bahn eine Lehre als Maschinenzeichner an, die er jedoch wegen Dif-
ferenzen mit dem Lehrmeister abbrach. In der Folge absolvierte X. bei der Firma A.-
AG in B. eine zweijährige Lehre als Radio-/TV-Verkäufer, worauf er im Jahre 1998 
die Rekrutenschule besuchte. Im Anschluss daran arbeitete X. während je eines 
Jahres in seinem erlernten Beruf als Verkäufer im F.-Markt in D. sowie bei der Firma 
R.-AG in I.. Seit zirka vier Jahren ist X. selbständig. Er betreibt zusammen mit sei-
nem Vater und seinem Bruder ein Transportunternehmen, wobei er fünf Angestellte 
beschäftigt. Eigenen Angaben zufolge erzielt er mit dieser Tätigkeit ein monatliches 
Nettoeinkommen von  Fr. 3'500.-- bis Fr. 3'600.--. X. hat weder Schulden noch Ver-
mögen. 

Am 11. Mai 2007 hat X. geheiratet.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit zwei Eintragungen ver-
zeichnet. Mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 3. Dezember 2004 
wurde X. der groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 
SVG schuldig gesprochen und unter Ansetzung einer Probezeit von einem Jahr mit 
einer Busse von Fr. 1'000.-- bestraft. Am 14. Juni 2005 verurteilte die Staatsanwalt-
schaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, X. wegen Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG (Motorfahrzeug, qualifizierte Blutal-
koholkonzentration) sowie Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 
1 SVG und bestrafte ihn dafür mit 30 Tagen Gefängnis sowie einer Busse von Fr. 
800.--. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von 
vier Jahren aufgeschoben. Aus den Akten ergibt sich zudem, dass X. mit Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein vom 26. Juni 2007 der Verletzung von Ver-
kehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 7 Abs. 2 VRV in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG, gemäss Art. 51 Abs. 1 und Abs. 3 SVG und Art. 54 Abs. 1 VRV 
in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG sowie gemäss Art. 29 SVG in Verbindung mit 
Art. 93 Ziff. 2 Abs. 1 SVG schuldig gesprochen und dafür mit einer Busse von Fr. 
500.-- bestraft wurde. 

Im SVG-Massnahmenregister (ADMAS) sind folgende Eintragungen ver-
zeichnet: In Zusammenhang mit den obgenannten Vorfällen wurde X. der Füh-
rerausweis am 28. Dezember 2004 für einen Monat und am 6. Juli 2005 für sechs 
Monate entzogen.

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B. Mit Verfügung vom 21. Februar 2006 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Strafuntersuchung gegen X. wegen Fahrens in angetrunkenem 
Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG. Mit der Durchführung der Untersuchung 
wurde das Untersuchungsrichteramt Chur beauftragt. 

C. Mit Mandatsantrag bei Verbrechen und Vergehen vom 19. April 2006 
ersuchte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Kreispräsidenten Chur, X. wegen 
fahrlässigen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG 
schuldig zu sprechen und ihn dafür unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren 
mit 60 Tagen Gefängnis und einer Busse von Fr. 1’000.-- zu bestrafen. Am 17. Mai 
2006 erkannte der Kreispräsident Chur X. im Sinne des Mandatsantrags schuldig 
und bestrafte ihn dafür mit 50 Tagen Gefängnis und einer Busse von Fr. 1’500.--. 
Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren 
aufgeschoben. Gleichzeitig wurde die mit Strafbefehl vom 14. Juni 2005 bedingt 
ausgesprochene Gefängnisstrafe von 30 Tagen widerrufen.

Gegen diesen Entscheid liess X. am 29. Mai 2006 Einsprache beim Kreisprä-
sidenten Chur erheben, welcher in der Folge die Untersuchung ergänzen liess. 
Schliesslich erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Verfügung vom 25. Juli 
2006 Anklage gegen X. wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 
Abs. 1 Satz 2 SVG und überwies die Sache dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur 
zur Beurteilung. 

Am 1. Dezember 2006 teilte die Staatsanwaltschaft Zürich Sihl dem Unter-
suchungsrichteramt Chur mit, dass im Kanton Zürich ein Strafverfahren gegen X. 
wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln (Geschwindigkeitsüberschreitung) 
geführt werde. Diese Strafuntersuchung trat die Staatsanwaltschaft Zürich Sihl am 
11. Dezember 2006 an das Untersuchungsrichteramt Chur ab. Infolgedessen gin-
gen die Strafakten nochmals an die Staatsanwaltschaft Graubünden zurück, welche 
nach erfolgter Untersuchungsergänzung am 19. März 2007 beim Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur Anklage gegen X. wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG sowie grober Verletzung von Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs. 1 und 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG 
erhob. Dieser Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

„X. wird angeklagt

1. des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 
Satz 2 SVG

In der Silvesternacht 2005 hat X. eigenen Angaben zufolge sehr 
viel Alkohol konsumiert, wobei er dazu keine detaillierten Angaben 

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mehr machen kann. Am 1. Januar 2006 kam er um ca. 07.00 Uhr 
in die Wohnung seines Geschäftspartners E. in Q. und legte sich 
dort schlafen. Zwischen 19.00 Uhr und 22.00 Uhr nahm er zusam-
men mit E. eine Mahlzeit ein und trank dazu ca. zwei Gläser Rot-
wein à 1,5 dl. Etwa um 22.00 Uhr ging der Angeklagte wieder ins 
Bett. Nach Mitternacht erhielt er einen Telefonanruf von seiner 
Kollegin T., wohnhaft an der H.-Strasse in D.. Anschliessend zog 
er sich an und fuhr mit seinem Personenwagen, einem VW Golf 
Variant, über die Autobahn A13 nach D.. Bei D. Süd verliess er 
die Autobahn und fuhr über die V.-Strasse Richtung P.-Strasse. 
Höhe Garage O. wurde er dann um 02.50 Uhr von der Stadtpolizei 
D. angehalten und kontrolliert. Da von ihm Alkoholmundgeruch 
ausging, wurde er zwei Atemlufttests unterzogen, welche positiv 
ausfielen. Die Auswertung der anschliessend im Kantonsspital D. 
entnommenen Blutprobe ergab für den Zeitpunkt der in Frage ste-
henden Fahrt einen Blutalkoholgehalt von mindestens 0,90 Ge-
wichtspromille.

(…).

2. der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 
und 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.

Am 25. Juni 2006 befuhr X. um 18.04 Uhr mit dem auf die M.-
GmbH eingelösten Personenwagen Volvo V70, die J.-Strasse in 
L. mit einer registrierten Geschwindigkeit von 100 km/h. Damit 
überschritt er die allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h 
- nach Abzug der Sicherheitsmarge von 5 km/h - um 45 km/h. Die 
entsprechende Messung erfolgte durch die Stadtpolizei L. mit ei-
nem Messgerät Marke TP1 III-SR.

(…).“

D. Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte in der Ergänzung der An-
klageschrift vom 19. März 2007 folgende Anträge:

„1. X. sei des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 
1 Satz 2 SVG sowie der groben Verletzung von Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs. 1 und 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 
90 Ziff. 2 SVG schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er zu verurteilen

– zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 90.--.

Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung ei-
ner Probezeit von 4 Jahren.

– zur Bezahlung einer Busse von Fr. 900.--, ersatzweise zu einer 
Freiheitsstrafe von 15 Tagen.

3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Zweig-
stelle Horgen, am 14. Juni 2005 bedingt ausgesprochene Gefäng-

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nisstrafe von 30 Tagen sei zu widerrufen und in eine (unbedingte) 
Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 90.-- umzuwandeln.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

E. Mit Urteil vom 13. November 2007, mitgeteilt am 27. Februar 2008, 
erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur:

„1. Der anlässlich der Hauptverhandlung gestellte Antrag, das Urteil 
des Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein aus dem Recht zu 
weisen, wird abgelehnt.

2. X. wird vom Tatvorwurf der groben Verletzung von Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 90 
Ziff. 2 SVG freigesprochen.

3. X. ist des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 
1 Satz 2 SVG schuldig.

4. Dafür wird er mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 60.00 
bestraft.

5. Es wird davon abgesehen, den mit Strafbefehl der Staatsanwalt-
schaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 für 
die dreissigtägige Gefängnisstrafe gewährten bedingten Strafvoll-
zug zu widerrufen.

6. Die Kosten des Verfahrens von CHF 3'705.00 (Untersuchungskos-
ten der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 2'205.00, Gerichts-
kosten von CHF 1'500.00) gehen zur Hälfte, mithin im Umfang von 
CHF 1’852.50, zu Lasten von X.. Die restlichen Verfahrenskosten 
trägt der Kanton Graubünden (CHF 1'102.50) bzw. die Gerichts-
kasse (CHF 750.00). Die Gerichtskasse hat X. ferner mit CHF 
3’498.10 (inkl. Barauslagen und 7.6 % MWST) zu entschädigen.

Die Kosten des Kreisamtes Chur von CHF 300.00 gehen zu Las-
ten von X. und sind innert 30 Tagen direkt ans Kreisamt Chur zu 
bezahlen.

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung).“

Mit Erläuterung vom 3. März 2008, mitgeteilt am 4. März 2008, hielt das Be-
zirksgerichtspräsidium Plessur fest, dass das Gericht versehentlich von Untersu-
chungskosten von Fr. 2'205.-- anstelle von Fr. 2'520.-- ausgegangen sei, weshalb 
das Urteil diesbezüglich zu berichtigen sei. Demnach erkannte das Bezirksgerichts-
präsidium Plessur: 

„1. Ziffer 6 des Dispositives des Urteils des Bezirksgerichtsausschus-
ses Plessur vom 13. November 2007, mitgeteilt am 27. Februar 
2008, wird aufgehoben. Die Kosten des Verfahrens von CHF 
4'020.00 (Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubün-

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den CHF 2'520.00, Gerichtskosten von CHF 1'500.00) gehen zur 
Hälfte, mithin im Umfang von CHF 2'010.00, zu Lasten von X.. Die 
restlichen Verfahrenskosten trägt der Kanton Graubünden (CHF 
1'260.00) bzw. die Gerichtskasse (CHF 750.00). Die Gerichts-
kasse hat X. ferner mit CHF 3’498.10 (inkl. Barauslagen und 7.6 
% MWST) zu entschädigen.

Die Kosten des Kreisamtes Chur von CHF 300.00 gehen zu Las-
ten von X. und sind innert 30 Tagen direkt ans Kreisamt Chur zu 
bezahlen. 

2. Für diese Erläuterung werden keine Kosten erhoben.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“ 

In einer weiteren Erläuterung vom 5. März 2008, mitgeteilt am 6. März 2008, 
erkannte das Bezirksgerichtspräsidium Plessur:

„1. Ziff. 4 des begründeten Strafurteils vom 13. November 2007, mit-
geteilt am 27. Februar 2008, in Sachen X. wird berichtigt und lau-
tet neu wie folgt:

Dafür wird er mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 
70.00 bestraft.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

F. Gegen das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 13. 
November 2007, mitgeteilt am 27. Februar 2008, sowie die die Erläuterungen vom 
3. März 2008, mitgeteilt am 4. März 2008, und vom  5. März 2008, mitgeteilt am 6. 
März 2008, liess X. am 20. März 2008 Berufung an das Kantonsgericht von 
Graubünden erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Ziff. 1 und 3 bis 5 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts-
ausschusses Plessur vom 13. November 2007 sowie die Erläute-
rung vom 5. März 2008 (Ziff. 1 des Dispositivs) seien vollumfäng-
lich aufzuheben. Ziff. 6 des Dispositivs des Urteils des Bezirksge-
richtsausschusses Plessur vom 13. November 2007 sowie die Er-
läuterung vom 3. März 2008 (Ziff. 1 Dispositiv) seien insoweit auf-
zuheben, als dem Berufungskläger Verfahrenskosten auferlegt 
und ihm die Verteidigungskosten nicht vollumfänglich entschädigt 
worden sind.

2. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähi-
gem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG vollumfänglich 
freizusprechen und es sei dem Berufungskläger für die Verteidi-
gungsaufwendungen im vorinstanzlichen Verfahren neben der zu-

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gesprochenen Entschädigung von Fr. 3'498.10 eine zusätzliche 
Entschädigung von Fr. 3'498.10, insgesamt Fr. 6'996.25 (inkl. Ver-
teidigungsaufwendungen grober Verletzung von Verkehrsregeln) 
zuzusprechen.

Eventualiter sei der Berufungskläger für den Fall der Bestätigung 
des Schuldspruches wegen fahrlässigen Fahrens in fahrunfähi-
gem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG mit einer beding-
ten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 10.-- zu bestrafen. So-
dann sei davon abzusehen, den mit Strafbefehl der Staatsanwalt-
schaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 für 
die 30-tägige Gefängnisstrafe gewährten bedingten Strafvollzug 
zu widerrufen.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge“

Unter Hinweis auf die Akten und das angefochtene Urteil beantragte die 
Staatsanwaltschaft Graubünden in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2008 die kos-
tenfällige Abweisung der Berufung.

Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 14. April 2008 auf die Einrei-
chung einer Vernehmlassung. 

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie die Erwägun-
gen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichtsausschüsse können 
der Verurteilte, das Opfer und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsausschuss 
Berufung einlegen (vgl. Art. 141 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden [StPO; BR 350.000]). Gegen Erläuterungsentscheide ist das gegen 
das berichtigte Urteil zulässige Rechtsmittel gegeben (vgl. Willy Padrutt,  Kommen-
tar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden [StPO], 2. Aufl., D. 1996, S. 
367 Ziff. 5). Die beiden vorliegenden Erläuterungsentscheide sind folglich ebenfalls 
mittels Berufung anfechtbar. Diese ist innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des angefochtenen Entscheids einzureichen. Sie ist zu begründen und 
hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheids gerügt werden und 
ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (vgl. Art. 142 
Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Berufung vom 20. 
März 2008 zu genügen. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung von X. 
ist daher einzutreten.

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2. Das Kantonsgerichtspräsidium kann eine mündliche Verhandlung von 
sich aus oder auf Antrag der Parteien anordnen, wenn die persönliche Befragung 
des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache wesentlich ist (Art. 144 Abs. 1 
StPO). Findet keine mündliche Verhandlung statt, so trifft der Kantonsgerichtsaus-
schuss seinen Entscheid ohne Parteivortritt auf Grund der Akten (Art. 144 Abs. 3 
StPO). Der Betroffene kann auf die Durchführung einer mündlichen Berufungsver-
handlung von sich aus verzichten. Voraussetzung eines wirksamen Verzichts ist, 
dass er ausdrücklich erklärt wird oder sich aus dem Stillschweigen des Betroffenen 
eindeutig ergibt.

Der durch einen Rechtsanwalt vertretene Berufungskläger hat im vorliegen-
den Fall nicht die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung verlangt. 
Es besteht aber auch kein Grund, dass das urteilende Gericht von sich aus eine 
mündliche Berufungsverhandlung anordnet, nachdem der Bezirksgerichtsaus-
schuss Plessur als Vorinstanz bereits in Anwesenheit des Berufungsklägers öffent-
lich verhandelt hat, im vorliegenden Fall vorwiegend Rechtsfragen zur Diskussion 
stehen, sich zudem keine Fragen zur Person und zum Charakter des Berufungsklä-
gers stellen, welche sich nicht mit genügender Hinlänglichkeit aus den Akten erge-
ben, und eine reformatio in peius ausgeschlossen ist. Zudem steht einem nichtöf-
fentlichen Verfahren kein wichtiges öffentliches Interesse entgegen (vgl. BGE 119 
Ia 316 E. 2b, S. 318 f.). Die streitige Strafsache kann somit gestützt auf die vorlie-
genden Akten sachgerecht entschieden werden. Ein persönliches Vortreten des Be-
rufungsklägers vor Gericht ist nicht notwendig.

3. a) Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass dem Kantonsge-
richtsausschuss als Berufungsinstanz zwar eine umfassende, uneingeschränkte 
Kognition zukommt (Art. 146 Abs. 1 StPO), er jedoch das vorinstanzliche Urteil 
grundsätzlich nur im Rahmen der in der Berufung und Anschlussberufung gestellten 
Anträge überprüft.

b) Vorliegend ist unbestritten, dass der Berufungskläger in der Nacht vom 1. 
auf den 2. Januar 2006 alkoholisiert von Q. nach D. gefahren ist, wobei der vom 
Institut für Rechtsmedizin St. Gallen ermittelte Mindestblutalkoholwert von 0.9 Ge-
wichtspromille (vgl. act. 3.6) vom Berufungskläger vorbehaltlos anerkannt wurde 
(vgl. act. 3.1 S. 2; act. 3.2; act. 3.10, S. 1; act. 04.1.23; act. 01, S. 4/5 Ziff. 2.). 
Entsprechend wird auch der der Anklage zu Grunde liegende Sachverhalt, welcher 
auf die Angaben von X. abstellt, von diesem nicht beanstandet. Wohl übt der Beru-
fungskläger in tatsächlicher Hinsicht am vorinstanzlichen Urteil insoweit Kritik, als 
er einwendet, die Vorinstanz habe seine Angaben zur Trinkmenge zu Unrecht in 

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Zweifel gezogen. Ebenso ungerechtfertigt sei deren Vorwurf, er habe hinsichtlich 
der Silvesternacht kein einziges der besuchten Lokale benennen und auch seinen 
Alkoholkonsum nicht einmal annähernd bestimmen können, obgleich ihm letzteres 
anhand des ausgegebenen Geldes hätte möglich sein müssen. Wie jedoch der Be-
rufungskläger selbst einräumt (vgl. act. 01, S. 5/6 Ziff. 4), ist die Vorinstanz trotz der 
dargelegten Zweifel schliesslich ebenfalls davon ausgegangen, dass sich der Sach-
verhalt so zugetragen hat, wie er vom Berufungskläger im Rahmen der strafrechtli-
chen Untersuchung geschildert und in der Anklageschrift wiedergegeben worden ist 
(vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 4. dd, S. 14 [act. 1. 33]). Die Kritik des Berufungsklä-
gers an den vorinstanzlichen Erwägungen zur Sachverhaltsfeststellung erweist sich 
daher als unbehelflich, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. Dass 
der Berufungskläger - wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat - ausgehend von 
dieser Sachverhaltsdarstellung den Tatbestand des Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG in objektiver Hinsicht erfüllt hat, wird von 
diesem im Übrigen ebenfalls nicht in Abrede gestellt. Der Kantonsgerichtsaus-
schuss als Berufungsinstanz braucht deshalb auch darauf nicht weiter einzugehen. 

Der Berufungskläger macht jedoch in rechtlicher Hinsicht geltend, dass ihm 
unter den konkreten Umständen keine Fahrlässigkeit im Sinne von Art. 12 Abs. 3 
StGB vorgeworfen werden könne. Sofern die Berufungsinstanz dem nicht folgen 
sollte, beruft sich X. alsdann auf das Vorliegen einer die Rechtswidrigkeit seines 
Handelns ausschliessenden Notstandssituation. Dementsprechend verlangt er in 
seinem Hauptbegehren, dass er vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG freizusprechen und die vorinstanzliche 
Kostenregelung entsprechend zu korrigieren sei. Schliesslich ersucht er für den Fall, 
dass der vorinstanzliche Schuldspruch gleichwohl bestätigt würde, um Reduktion 
des Strafmasses auf eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 10.-- 
sowie um Verzicht auf Widerruf des mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmat-
tal/Albis, Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 für die ausgefällte dreissigtägige 
Gefängnisstrafe gewährten bedingten Strafvollzugs. Im Folgenden gilt es mithin das 
angefochtene Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 13. November 
2007 hinsichtlich dieser vom Berufungskläger beanstandeten Punkte zu überprüfen.

4. a) Gemäss Art. 12 Abs. 3 StGB handelt fahrlässig, wer die Folgen sei-
ner Tat aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rück-
sicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht 
beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnis-
sen verpflichtet ist. Bei Tätigkeitsdelikten, wie dem vorliegend zur Diskussion ste-
henden Fahren mit einem qualifizierten Blutalkoholgehalt, ist indes nicht das Her-

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beiführen eines verpönten Erfolges, sondern schon eine bestimmte Handlung als 
solche mit Strafe bedroht. Es geht daher beim fahrlässigen Tätigkeitsdelikt nicht 
darum, die Folgen eines pflichtwidrigen Verhaltens zu erkennen und zu vermeiden. 
Vielmehr muss hier die Definition der Fahrlässigkeit gegenüber Art. 12 Abs. 3 StGB 
in der Weise abgewandelt werden, dass sich die Unvorsichtigkeit auf das tatsächli-
che Merkmal bezieht, welches das Unrecht der Handlung begründet,  beim Fahren 
in fahrunfähigen Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG mithin auf das Tatbestands-
merkmal der Angetrunkenheit (vgl. Guido Jenny, in Basler Kommentar, Strafrecht I, 
Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 64 zu Art. 12 StGB; Andreas Donatsch/Bri-
gitte Tag, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 8. Aufl., L. 2006, S. 360 f.; Marina 
Schmutz,  Fahren in angetrunkenem Zustand, Diss., Diessenhofen 1978, S. 62 Ziff. 
II.1). Dabei muss der Täter die nach den Umständen und seinen persönlichen Ver-
hältnissen geforderte Vorsicht missachtet haben. Dem Täter kann mithin als straf-
rechtliche Fahrlässigkeit nur das angerechnet werden, was unter den Tatumstän-
den von ihm bei Anwendung der gebotenen Vorsicht und bei Berücksichtigung sei-
ner Kenntnisse und Erfahrungen erwartet werden darf (BGE 99 IV 65, 131, 103 IV 
13, 292, 106 IV 80, 120 IV 309, 121 IV 211, 122 IV 147, 129 IV 121, 284, 130 IV 
10). Daraus folgt, dass besondere Kenntnisse oder Erfahrungen des Täters zu einer 
erhöhten Sorgfaltspflicht führen (BGE 97 IV 172, vgl. auch BGE 98 IV 177, 103 IV 
292, 104 IV 19, 118 IV 134, 122 IV 22, 126 IV 16. f., 123 IV 94 f). In Bezug auf Art. 
91 Abs. 1 SVG ist folglich dann von fahrlässiger Tatbegehung auszugehen, wenn 
eine vernünftige und besonnen handelnde Person unter Beachtung der konkreten 
Umstände und der persönlichen Verhältnisse des Täters ihre Fahrunfähigkeit in Be-
tracht gezogen und dementsprechend davon abgesehen hätte, ein Fahrzeug zu len-
ken.

b) Vorliegend steht fest, dass der Berufungskläger in der Nacht vom 31. De-
zember 2005 auf den 1. Januar 2006 bis in den frühen Morgen hinein in D. Silvester 
gefeiert und dabei gemäss eigenen Angaben eine erhebliche Menge Alkohol zu sich 
genommen hat, bevor er schliesslich zirka um 07.00 Uhr mit einem Taxi nach Q. in 
die Wohnung seines Geschäftspartners E. gefahren ist (vgl. act. 3.18, S. 1; act. 01, 
S. 4 Ziff. 2; act. 3.13, S. 2. 3). Dort hat X. alsdann von zirka 09.00 Uhr bis gegen 
17.00 Uhr geschlafen (vgl. act. 3.13, S. 3;  act. 1.8, S. 1 lit. a und b; act. 1.15, S. 1; 
act. 3.1, S. 3). Anschliessend hat er zwischen 19.00 Uhr und 22.00 Uhr gemeinsam 
mit E. eine Mahlzeit eingenommen und dazu etwa um 20.00 Uhr zwei Gläser Rot-
wein zu je zirka 1.5 dl getrunken (vgl. act. 3.13, S. 2; act. 3.18, S. 1 f.; act. 3.1, S. 2; 
act. 3.5). Etwa um 22.00 Uhr hat sich X. dann wieder schlafen gelegt (vgl. act. 3.10, 
S. 2; act. 3.18, S. 2.). Am 2. Januar 2006 zwischen Mitternacht und 02.00 Uhr erhielt 

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er schliesslich einen Telefonanruf seiner damaligen Kollegin, T., worauf er sich an-
zog und von Q. nach D. fuhr (vgl. act. 3.10, S. 2; act. 3.18, S. 2, act. 23, S. 3). Um 
02.50 Uhr wurde X. in D. von der Polizei angehalten und kontrolliert, wobei die Aus-
wertung der anschliessend entnommenen Blutprobe (vgl. act. 3.4, act. 3.5) für den 
Zeitpunkt der in Frage stehenden Fahrt einen Mindestblutalkoholgehalt von 0.9 Ge-
wichtspromille ergab (vgl. act. 3.6). 

aa) Bezüglich seiner Trinkmenge in der Silvesternacht konnte X. zwar keine 
detaillierten Angaben mehr machen. Er räumte jedoch selbst ein, dass er in jener 
Nacht „sehr viel Alkohol“ getrunken habe (vgl. act. 3.18, S.1). Dabei habe er Bier, 
Wein und auch andere alkoholische Getränke konsumiert, wobei er präzisierte, dass 
er „weniger Bier, hingegen ziemlich viel hochprozentige alkoholische Getränke“ zu 
sich genommen habe (vgl. act. 3.18, S. 1). Entsprechend führte auch sein Verteidi-
ger mit Schreiben an das Untersuchungsrichteramt D. vom 12. April 2006 (act. 1.8) 
aus, sein Mandant habe „während der Silvesternacht umfangreiche alkoholische 
Getränke bis in den frühen Morgen, als er ins Bett ging, konsumiert“. Ebenso wurde 
gemäss Plädoyer vor Vorinstanz dargelegt (vgl. act. 04.23 Ziff. 4, S. 2), dass X. in 
der fraglichen Nacht „beträchtliche“ Mengen auch „hochprozentiger“ alkoholischer 
Getränke zu sich genommen habe, wobei der Trinkkonsum des Berufungsklägers 
als „intensiv“ bezeichnet wurde (vgl. act. 04.23 Ziff. 4, S 4). Dabei erweisen sich 
auch die weiteren Ausführungen im vorinstanzlichen Plädoyer, worin selbst die Ver-
teidigung von nichts Geringerem als einem „Trinkgelage“ ihres Mandanten in der 
besagten Silvesternacht spricht (vgl. act. 04.23 Ziff. 4, S. 3), im Hinblick auf Umfang 
und Gehalt der von X. in jener Nacht einverleibten alkoholischen Getränke als un-
missverständlich. Auch wenn keine genauen Angaben bezüglich der in der Nacht 
vom 31. Dezember 2005 auf den 1. Januar 2006 konsumierten Alkoholmenge vor-
liegen, steht mithin angesichts der dargelegten Ausführungen fest, dass X. während 
der ganzen Nacht bis zum Morgen getrunken und dabei enorme Mengen, davon 
mehrheitlich hochprozentige, alkoholische Getränke zu sich genommen haben 
muss. Dazu bleibt vergleichsweise festzuhalten, dass allein schon der Konsum von 
vier hochprozentigen Schnapsgetränken, 4.5 dl Wein und drei Stangen Bier, unter 
Anwendung der Widmark-Formel (Blutalkoholkonzentration = konsumierter Alkohol 
in g : (Körpergewicht in kg x Resorptionsfaktor 0.68 für Männer)), wiedergegeben 
bei Macri (Pierre Mario Macri, Schluss- und Nachtrunk beim Fahren in angetrunke-
nem Zustand, Diss., L. 1976, S. 59), ausgehend vom Körpergewicht des Berufungs-
klägers von 70 kg eine Blutalkoholkonzentration von 2.49 Gewichtspromille ergeben 
kann (vgl. auch www.kardiolab.ch/Alkohol_Widmark.html sowie Pierre Mario Macri, 
a.a.O., S. 64 f.). Dabei ist zu beachten, dass diesbezüglich bei weitem noch nicht 

12

von einem Trinkgelage gesprochen werden kann. Die dargelegten Ausführungen 
des Berufungsklägers und seines Verteidigers zur Trinkmenge in der Silvesternacht, 
wonach von ausschweifendem Alkoholkonsum während der ganzen Nacht bis zum 
Morgen ausgegangen werden muss, lassen mithin auf eine erhebliche Blutalkohol-
konzentration am Neujahrsmorgen schliessen. 

Hinzu kommt, dass X. anlässlich des Nachtessens mit E. am 1. Januar  2006 
um zirka 20.00 Uhr, also nur etwa 13 Stunden nach durchzechter Silvesternacht, 
zusätzlich nochmals zwei Gläser Rotwein zu je zirka 1.5 dl getrunken hat. Zwar ist 
bei gleichzeitiger Einnahme einer Mahlzeit von einer verzögerten Alkoholresorption 
auszugehen, so dass die Blutalkoholkonzentration nicht so rasch ansteigt und somit 
ein niedrigerer Gipfelpunkt erreicht wird (vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 101; H.F. 
Brettel, Die Alkoholbegutachtung, in: Praxis der Rechtsmedizin für Mediziner und 
Juristen, Stuttgart 1986, S. 441). Selbst unter entsprechender Berücksichtigung ei-
nes Resorptionsdefizites von 20% resultieren jedoch aus dem Konsum von 3 dl Rot-
wein bei einem Körpergewicht von 70 kg gemäss Widmark (vgl. oben) nochmals 
rund 0.45 Gewichtspromille (vgl. auch www.kardiolab.ch/Alkohol_Widmark. html), 
welche zu dem vom Alkoholkonsum in der Silvesternacht beim Berufungskläger 
noch vorhandenen Alkholspiegel hinzukamen und dessen Wirkung erhöht haben 
(vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 110 unten). Dabei bleibt festzuhalten, dass sich 
der gemäss Widmark-Formel errechnete Promillewert von 0.45 entgegen den Aus-
führungen der Verteidigung, welche diesbezüglich von lediglich 0.3 Gewichtspro-
mille ausgeht, auch aus dem von ihr ins Recht gelegten Kreisschieber der schwei-
zerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (sfa/ispa) ergibt (vgl. 
act. 01.4). Eine Glaseinheit Wein entspricht nämlich 1 dl (vgl. Pierre Mario Macri, 
a.a.O., S. 64 sowie www.kardiolab.ch/Alkohol_Widmark.html), so dass ausgehend 
vom bestätigten Konsum von zwei Gläsern Rotwein zu je zirka 1.5 dl beim Ablesen 
des Kreisschiebers vom Promillewert auszugehen ist, welcher für drei Gläser Wein 
angegeben wird (vgl. act. 01.4). 

Die Verteidigung wendet zwar richtig ein, dass der Berufungskläger nach sei-
ner Rückkehr nach Q. am frühen Neujahrsmorgen zunächst geschlafen und ansch-
liessend eine Mahlzeit zu sich genommen habe, bevor er nach D. gefahren ist, wo 
er um 02.50 Uhr von der Polizei angehalten und kontrolliert wurde. Die vorliegend 
zur Diskussion stehende Trunkenheitsfahrt hat demnach etwa 19 Stunden nach Be-
endigung des Trinkkonsums in der Silvesternacht beziehungsweise rund 6 Stunden 
nach dem weiteren Rotweinkonsum anlässlich des Abendessens vom 1. Januar 
2006 stattgefunden. Allerdings bleibt zu berücksichtigen, dass die durchschnittliche 
Abbaurate des Blutalkoholgehalts lediglich bei 0.1 bis 0.15 Gewichtspromille pro 

13

Stunde liegt (vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 60), wobei im Anfangsbereich der 
Eliminationsphase noch eine Resorption im Gange ist, so dass der effektive Elimi-
nationswert wegen des erneuten Nachschubs an Alkohol in der Regel unterhalb des 
Werts von 0.15 Gewichtspromille liegt (vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 102 f.). 
Entsprechend propagiert auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung ([bfu], vgl. 
www.bfu.ch/PDFLib/1010_42pdf sowie www. bfu.ch/German/strassenverkehr/Do-
cuments/promille_de.swf), dass der Abbau von Alkohol mit etwa 0.1 Alkoholpromille 
pro Stunde erfolge, wobei sich der Berufungskläger als langjähriger Autolenker - wie 
die Vorinstanz richtig festgehalten hat - die ungefähre Kenntnis dieser Abbauwerte 
anrechnen lassen muss. Dies um so mehr, als er nur rund sechseinhalb Monate vor 
der hier zu beurteilenden Trunkenheitsfahrt, nämlich mit Strafbefehl der Staatsan-
waltschaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 wegen Fahrens 
in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG (qualifizierte Blutalko-
holkonzentration) verurteilt worden ist. X. war also bereits einschlägig vorbestraft, 
womit von ihm aufgrund seiner diesbezüglichen Erfahrung entsprechende Sorgfalt 
und damit ungefähre Kenntnisse in Bezug auf die Abbaugeschwindigkeit des Blut-
alkohols erwartet werden darf. Ebenso muss dem Berufungskläger aufgrund seiner 
einschlägigen Erfahrung bewusst gewesen sein, dass er nach seiner Rückkehr 
nach Q. infolge der in der Silvesternacht konsumierten massiven Alkoholmenge 
eine erhebliche Blutalkoholkonzentration aufgewiesen hat. In Anbetracht dessen 
sowie der lediglich etwa 13 Stunden später erfolgten neuerlichen Aufnahme von 
etwa 3 dl Rotwein hätte der Berufungskläger folglich in Betracht ziehen müssen, 
dass er mit dem Restalkohol aus der Silvesternacht und dem zusätzlich genossenen 
Alkohol bei Antritt der Fahrt nach D. am 2. Januar 2006 um zirka 02.30 Uhr morgens 
immer noch zuviel Alkohol im Blut hatte, um ein Fahrzeug lenken zu dürfen. Heute 
kann sich in der Regel niemand mehr darauf berufen, von der Wirkung des Restal-
kohols nicht gewusst zu haben. Vielmehr ist diese Kenntnis beim Autolenker vor-
auszusetzen (Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 111).

bb) Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass gemäss Proto-
koll der Blutentnahme von ärztlicher Seite mit Ausnahme von Alkoholgeruch und 
Amnesie beim Berufungskläger keinerlei alkoholbedingten Verhaltensauffälligkeiten 
festgestellt wurden und der untersuchende Arzt entsprechend zur Einschätzung ge-
langte, dass X. nicht merkbar unter Alkoholeinfluss zu stehen scheine (vgl. act. 3.5). 
Immerhin ergibt sich nämlich aus dem Polizeirapport (vgl. act. 3.1 S. 2), dass beim 
Berufungskläger anlässlich der Kontrolle neben Alkoholmundgeruch auch ein unsi-
cherer Gang festgestellt wurde. Überdies bleibt festzuhalten, dass zwischen ver-
schiedenen Personen oft ganz beträchtliche Unterschiede in Bezug auf ihre Alko-

14

holverträglichkeit bestehen. So kann bei zwei Personen mit gleicher Blutalkoholkon-
zentration der eine als fast nüchtern erscheinen, während der andere stark betrun-
ken wirkt. Es gibt keine strenge Abhängigkeit des Trunkenheitsgrades von der Blut-
alkoholkonzentration (vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 106; H.F. Brettel, a.a.O., S. 
454), wobei davon auszugehen ist, dass eine trinkerfahrene Person um ihre Alko-
holverträglichkeit weiss und die entsprechenden Auswirkungen auf ihr Verhalten in 
etwa kennt. Der Berufungskläger durfte mithin entgegen dem Einwand der Verteidi-
gung allein aufgrund des Fehlens von alkoholbedingten Verhaltensauffälligkeiten 
nicht auf seine uneingeschränkte Fahrfähigkeit schliessen. Angesichts der einge-
nommenen Alkoholmenge  - nebst den am 1. Januar 2006 um zirka 20.00 Uhr kon-
sumierten 3 dl Rotwein ist von einer beträchtlichen Restalkoholmenge aus der 
durchzechten Silvesternacht auszugehen - musste er vielmehr in Betracht ziehen, 
dass er auch noch am 2. Januar 2006 um zirka 02.30 Uhr derart unter Alkoholein-
fluss stand, dass er kein Fahrzeug lenken durfte. Daran ändert auch nichts, dass er 
in den rund 13 Stunden zwischen seiner Rückkehr nach Q. und dem Rotweinkon-
sum anlässlich des Nachtessens von zirka 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr geschlafen hat. 
Wie bereits dargelegt, verringert sich der Blutalkoholgehalt nämlich lediglich um 
durchschnittlich 0.1 bis 0.15 Gewichtspromille pro Stunde, wobei es keinerlei Mög-
lichkeiten gibt, den Promillewert schneller zu senken. Der Abbau geschieht mit einer 
konstanten Rate im Verhältnis zur Zeit und ist unabhängig von irgendwelchen Kon-
trollmechanismen, wie beispielsweise Schlaf oder Medikamenten (vgl. Pierre Mario 
Macri, a.a.O., S. 112).

Angesichts seines „Trinkgelages“ in der Silvesternacht und der Tatsache, 
dass er nur etwa 13 Stunden nach schwerst durchzechter Nacht zusätzlich noch-
mals etwa 3 dl Rotwein getrunken hat, hätte X. demnach bei pflichtgemässer Sorg-
falt damit rechnen müssen, dass der konsumierte Alkohol bei Antritt der Fahrt nach 
D. am 2. Januar 2006 um zirka 02.30 morgens noch nicht soweit abgebaut war, 
dass diese Fahrt zulässig gewesen wäre. Indem er sich dessen ungeachtet in sein 
Auto gesetzt und nach D. gefahren ist, handelte er folglich fahrlässig im Sinne von  
Art. 12 Abs. 3 StGB.

cc) Musste der Berufungskläger aber aufgrund seines erheblichen Alkohol-
konsums schon unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Alkoholabbaus in 
Betracht ziehen, dass er zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrt immer noch fahrun-
fähig im Sinne von Art. 91 Abs.1 Satz 2 SVG war, so vermöchte ihm selbst die 
gutachterliche Bestätigung eines verlangsamten individuellen Alkoholabbaus im 
konkreten Fall nicht zu helfen. Der Antrag des Berufungsklägers auf medizinische 
Exploration seines individuellen Abbaus von Blutalkohol ist folglich schon aus die-

15

sem Grunde abzuweisen. Überdies bleibt zwar einzuräumen, dass tatsächlich indi-
viduelle, genetisch bedingte Unterschiede bei den am Alkoholabbau beteiligten En-
zymsystemen auftreten. So gibt es Menschen, welche ein atypisches Enzymsystem 
aufweisen, bei dem die Enzyme das Abbauprodukt Acetaldehyd nur sehr langsam 
abbauen, wie es die Verteidigung auch für den Berufungskläger geltend macht. Die-
ser verlangsamte Alkoholabbau bewirkt eine starke Ansammlung des giftigen Acet-
aldehyds, worauf der Körper mit Erweiterung der Hautgefässe, Kopfschmerzen, 
Übelkeit, Benommenheit, Herzklopfen und erhöhter Herzfrequenz (sog. Flush-Syn-
drom) reagiert (vgl. dazu Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, Hrsg. Walter de 
Gruyter, 260. Aufl., Berlin 2004, S. 11, 44 sowie www.sfa-ispa.ch/DocUpload/al-
koho_körper.pdf). Dass solche Symptome beim Berufungskläger aufgetreten sind, 
ergibt sich indes weder aus den Akten noch wird dies von der Verteidigung geltend 
gemacht, womit ein verlangsamter Alkoholabbau beim Berufungskläger auszusch-
liessen ist. Damit wird aber nochmals bestätigt, dass dem für den 2. Januar 2006 
frühmorgens um 02.50 Uhr ausgewiesenen Mindestblutalkoholgehalt von 0.9 Ge-
wichtspromille (vgl. act. 3.6) ein massiver Alkoholexzess in der Silvesternacht zu 
Grunde gelegen haben muss, wie ihn auch die Verteidigung selbst als zweite mög-
liche Ursache für die ermittelte Blutalkoholkonzentration nennt (vgl. act. 01, S. 9 
oben) und aufgrund dessen der Berufungskläger ausgehend von mittleren Abbau-
werten mit seiner Fahrunfähigkeit rechnen musste (vgl. dazu oben E. 4. b.aa. und 
bb. S. 11-15). 

Ebenfalls abzuweisen ist dementsprechend die vom Berufungskläger weiter 
beantragte Begutachtung der Abbauwerte gemäss Kreisschieber der schweizeri-
schen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (sfa/ispa) sowie der von 
der Vorinstanz angewendeten Faustregeln gemäss bfu, wonach in einer Stunde 
etwa 0.1 - 0.15 Gewichtspromille abgebaut werden (vgl. oben sowie act. 01.4) re-
spektive Fahrzeuglenker ihren Alkoholkonsum auf maximal ein Glas beschränken 
sollten. Die erwähnten Abbauwerte entsprechen nämlich - wobei sich die Verteidi-
gung gar selbst auf jene der sfa/ispa beruft - im Wesentlichen den in der Fachlitera-
tur bestätigten und anerkannten Durchschnittswerten (vgl. Pierre Mario Macri, 
a.a.O., S. 102 f. mit Hinweis auf A. Ponsold, Lehrbuch der gerichtlichen Medizin, 3. 
Aufl., Stuttgart 1967, S. 239; H.B. Wuermeling, Alkoholresorption und Blutalkohol-
gehalt, Hab., Freiburg  i. Br., 1966; W. Naeve/B. Brinkmann, Blutalkoholspiegel und 
Trunkenheitsgrad nach Sturztrunk, in: BA 1970 45; H.F. Brettel, a.a.O., S. 448). 
Ebenso steht die im Sinne einer Faustregel propagierte Beschränkung auf ein Glas 
Alkohol mit der von Widmark entwickelten, in Lehre und Rechtsprechung anerkann-
ten Formel in Einklang, wonach je nach Körpergewicht, Geschlecht und weiteren 

16

Faktoren bereits zwei Gläser Wein oder zwei Stangen Bier ausreichen können, um 
die gesetzlich zulässige Blutalkoholkonzentration von 0.5 Gewichtspromille zu über-
schreiten (vgl. Pierre Mario Macri, a.a.O., S. 59, 64 f.,105 f. wie auch www.kardio-
lab.ch/Alkohol_Widmark.html).

c) Entgegen der Auffassung der Verteidigung steht im Ergebnis demnach  
fest, dass X. den Tatbestand des fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG nicht nur in objektiver, sondern auch in subjekti-
ver Hinsicht erfüllt hat. 

5. Wer eine mit Strafe bedrohte Tat begeht, um ein eigenes oder das 
Rechtsgut einer anderen Person aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendba-
ren Gefahr zu retten, handelt rechtmässig, wenn er dadurch höherwertige Interes-
sen wahrt (Art. 17 StGB). Vorausgesetzt wird stets das Vorliegen einer unmittelba-
ren und damit auch konkreten Gefahr für ein individuelles Rechtsgut. Dabei darf 
diese Gefahr Art. 17 StGB zufolge nicht anders abwendbar sein, als durch die be-
gangene Tat (Grundsatz der Subsidiarität). Falls also die Möglichkeit der Rettung 
des bedrohten Rechtsgutes durch eine Handlung besteht, welche keinen Straftat-
bestand erfüllt, ist von dieser Gebrauch zu machen und von der strafbaren Hand-
lung abzusehen (vgl. Andreas Donatsch/Brigitte Tag, Strafrecht I, Verbrechens-
lehre, 8. Aufl., L. 2006, § 20, S. 229 ff.; Kurt Seelman, in: Basler Kommentar, Straf-
recht I, Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 3 ff. zu Art. 17 StGB). 

a) Der Berufungskläger macht geltend, er habe die inkriminierte Fahrt vor 
dem Hintergrund des überraschenden Telefonanrufes seiner damaligen Kollegin, 
T., ausgeführt. Letztere sei betrunken sowie in äusserst schlechtem Zustand gewe-
sen und habe ihn am Telefon aufgefordert, zu ihr nach D. zu kommen. Angesichts 
dessen sowie des Umstands, dass T. früher - vor allem in alkoholisiertem Zustand 
- Suizidabsichten angedeutet habe, sei er in der Folge zu ihr nach D. gefahren. Es 
liege mithin eine die Rechtswidrigkeit der zu beurteilenden Trunkenheitsfahrt aus-
schliessende Notstandssituation vor.

T. bestätigte die Aussage des Berufungsklägers, wonach sie diesen in der 
Nacht auf den 2. Januar 2006 angerufen und gebeten habe, zu ihr nach D. zu kom-
men (vgl. act. 3.17, S. 2). Sie bestritt jedoch klar, in jener Nacht in äusserst schlech-
tem Zustand gewesen zu sein (vgl. act. 3.17, S. 3). Wohl gab sie an, dass sie sich 
nicht mehr an die Details des damaligen Telefongesprächs erinnern könne. Sie 
habe damals wahrscheinlich zu viel getrunken gehabt. Ebenso konnte sie nicht 
mehr sagen, ob sie am Abend des 1. Januar 2006 im Ausgang gewesen sei oder 

17

gearbeitet habe. Jedenfalls könne sie aber nicht bestätigen, dass es ihr äusserst 
schlecht gegangen sei. Wenn es ihr schlecht gegangen wäre, dann wüsste sie dies 
heute noch (vgl. act. 3.17, S. 2, 3). Diese Aussagen erscheinen durchaus nachvoll-
ziehbar. Die Einvernahme von T. fand nämlich erst am 12. Juli 2006 (vgl. act. 3.17) 
und damit mehr als ein halbes Jahr nach dem Telefongespräch vom 2. Januar 2006 
statt, womit die fehlende Erinnerung der Zeugin an dessen detaillierten Inhalt und 
den Zeitpunkt ihrer damaligen Arbeitseinsätze nicht aussergewöhnlich erscheint. 
Demgegenüber leuchtet ebenso ein, dass ein derart schlechter Gemütszustand, wie 
ihn der Berufungskläger festgestellt haben will, nämlich eben eine Notlage, der Zeu-
gin trotz damaliger Angetrunkenheit auch noch nach längerer Zeit im Gedächtnis 
verankert geblieben wäre. Wenn die Verteidigung die Aussagen von T. betreffend 
ihren damaligen Gemütszustand aufgrund der von ihr zugestandenen Erinnerungs-
lücken in Zweifel zieht, kann ihr demnach nicht gefolgt werden. Daran vermag auch 
die Aussage von E. nichts zu ändern, wonach T. unter starken Gefühlsschwankun-
gen gelitten haben soll (vgl. act. 3.13, S. 2). Letzterer hat nämlich nach eigenen 
Angaben den Berufungskläger nach dem Nachtessen am 1. Januar 2006 nicht mehr 
gesehen und konnte daher - wie er auch selbst einräumte - aus eigener Wahrneh-
mung keinerlei Angaben über das Telefongespräch vom 2. Januar 2006 (vgl. act. 
3.13, S. 2) und damit auch über den damaligen Gemütszustand der Zeugin machen.

Dafür, dass keine unmittelbare Notlage bestand, spricht im Übrigen auch die 
Tatsache, dass sich der Berufungskläger gemäss eigenen Angaben nach Erhalt des 
Telefonanrufs offenbar doch einige Zeit gelassen hat, bis er sich schliesslich um 
zirka 02.30 Uhr auf den Weg nach D. zu T. machte. So gab er gegenüber der Polizei 
auf entsprechende Frage zu Protokoll, dass letztere ihn zwischen Mitternacht und 
01.00 Uhr morgens angerufen habe (vgl. act. 3.10, S. 2), was er denn auch anläss-
lich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme nochmals klar bestätigte (vgl. act. 
3.18, S. 2). Erst als ihn der Untersuchungsrichter mit der langen Zeitspanne zwi-
schen dem Telefonanruf und der Abfahrt nach D. um ca. 02.30 Uhr konfrontierte, 
setzte X. nun plötzlich nach, dass er ein schlechtes Zeitgefühl habe und T. vielleicht 
auch erst um 02.00 Uhr angerufen haben könnte (vgl. act. 3.18, S. 2), was somit 
angesichts der zuvor wiederholt bestätigten klaren Zeitangabe offensichtlich als 
blosse Schutzbehauptung erscheint. Ausgehend von seinen Angaben, wonach der 
Anruf von T. zwischen Mitternacht und 01.00 Uhr erfolgte, hat sich X. mithin nach 
dem Telefonat über eine Stunde Zeit gelassen, bis er endlich losgefahren ist. Ent-
sprechend führte der Berufungskläger denn auch aus, dass er sich nach dem Anruf, 
wie er es auch sonst fast immer tue, noch einmal „im Bett gedreht“ habe, bevor er 
aufgestanden sei (vgl. act. 3.18, S. 2). Folglich lassen nicht nur die Angaben der 

18

Zeugin, sondern auch jene des Berufungsklägers selbst darauf schliessen, dass es 
T. offenbar nicht derart schlecht ging, dass der Berufungskläger die Situation als 
extrem dringend eingeschätzt hätte. Hätte er nämlich aufgrund des Anrufes tatsäch-
lich angenommen, dass sich seine Kollegin etwas antun könnte, so hätte X. wohl 
kaum noch über eine Stunde zugewartet und sich, wie üblich, nochmals „im Bett 
gedreht“, bevor er sich schliesslich auf den Weg zu ihr machte. Vielmehr ist zu er-
warten, dass er angesichts einer unmittelbar drohenden Gefahr für Leib und Leben 
von T. sofort aufgestanden und nach kurzem Überstreifen der Kleider umgehend 
losgefahren wäre. Indem X. in der Berufungsschrift ausführen lässt, dass es für ihn 
schwierig gewesen sei, den damaligen Zustand von T. abzuschätzen (vgl. act. 01 
Ziff. 9, S.10/11), räumt er im Übrigen selbst ein, dass er aufgrund ihres Telefonan-
rufs nicht auf eine unmittelbare Notlage schliessen konnte. In Würdigung der dar-
gelegten Aussagen ist mithin das Vorliegen einer Notstandslage klar zu verneinen.

Selbst wenn ungeachtet der vorstehenden Ausführungen eine Notstandssi-
tuation zu bejahen gewesen wäre, vermöchte sich der Berufungskläger im Übrigen 
nicht auf Art. 17 StGB zu berufen. Es  bleibt nämlich zu beachten, dass er auch 
diesfalls nur dann zur vorliegend zu beurteilenden Trunkenheitsfahrt berechtigt ge-
wesen wäre, wenn die bestehende Gefahr nicht anders abzuwenden gewesen 
wäre. Davon kann jedoch vorliegend nicht die Rede sein. Wie die Vorinstanz zutref-
fend festgestellt hat, wäre es X. durchaus zumutbar gewesen, für die Fahrt nach D. 
ein Taxi zu nehmen, um T. zu Hilfe zu eilen. Der Einwand von Rechtsanwalt Suen-
derhauf, wonach sein Mandant den Beizug eines Taxifahrzeugs nachvollziehbar 
nicht in Betracht gezogen habe, weil er nicht von einer Restalkoholisierung ausge-
gangen sei, erweist sich dabei als völlig unbehelflich. Die Frage, ob X. eine straf-
rechtlich relevante Restalkoholisierung in Betracht ziehen musste, beschlägt näm-
lich nicht die Prüfung der Rechtswidrigkeit seines Verhaltens, sondern die Frage der 
subjektiven Tatbestandsmässigkeit, welche bereits vorstehend klar bejaht wurde. 
Andernfalls wäre das Vorliegen einer die Rechtswidrigkeit ausschliessenden Not-
standssituation gar nicht mehr zu überprüfen gewesen. Wie im Übrigen im ange-
fochtenen Urteil ebenfalls richtig erwogen wurde, hätte der Berufungskläger ebenso 
die Möglichkeit gehabt, die zuständigen Behörden um Hilfe zu ersuchen bezie-
hungsweise einen Notfallarzt zu alarmieren. Ginge man davon aus, dass T. tatsäch-
lich in derart schlechtem Zustand war, wie ihn der Berufungskläger geltend macht, 
ist - auch wenn es zwischen 01.00 und 02.00 Uhr morgens war - entgegen den 
Ausführungen in der Berufungsschrift nicht einzusehen, weshalb diesbezüglich Be-
denken angebracht gewesen wären. 

19

Die Voraussetzungen eines die Rechtswidrigkeit ausschliessenden Notstan-
des gemäss Art. 17 StGB sind mithin - wie die Vorinstanz richtig erwogen hat - vor-
liegend nicht gegeben. 

b) Entgegen dem weiteren Einwand der Verteidigung liegt sodann auch kein 
Putativnotstand vor. Das Vorliegen einer Putativnotstandssituation setzt voraus, 
dass der Täter irrtümlich von einer Notlage ausging (vgl. Andreas Donatsch/ Brigitte 
Tag, a.a.O., § 20 Ziff. 5.a, S. 238; Guido Jenny, in Basler Kommentar, Strafrecht I, 
Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 12 zu Art. 13; Stefan Trechsel, Schweizeri-
sches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl., 2005, N 11 zu aArt. 34 StGB, N 6 
zu aArt. 19 StGB). Vorliegend wird jedoch aufgrund des Verhaltens von X. nach 
dem Anruf von T. - er hat sich „wie immer“ verhalten und sich „noch einmal im Bett 
gedreht“ - und der langen Zeitspanne zwischen Telefonanruf und Antritt der Fahrt 
nach D. (vgl. oben E. 5.a) deutlich, dass der Berufungskläger offenbar nicht von 
einer unmittelbaren Gefahr für seine Kollegin ausging, welche entsprechende Eile 
geboten hätte. Das Vorliegen eines Putativnotstandes ist folglich schon aus diesem 
Grunde ebenfalls zu verneinen. 

Die Vorinstanz hat X. demnach zu Recht des Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand gemäss Art. 91 Abs.1 Satz 2 SVG schuldig gesprochen.

6. Ist der Schuldspruch des Bezirksgerichtsausschusses Plessur nach 
dem Gesagten zu bestätigen, so bleibt im Folgenden das vom Berufungskläger 
ebenfalls angefochtene Strafmass zu überprüfen. Dabei ist zu beachten, dass der 
Kantonsgerichtsausschuss bei der Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumes-
sung sein Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt und die Regeln 
über die Strafzumessung selbständig anwendet (Art. 146 Abs. 1 StPO). 

a) Der Berufungskläger hat die vorliegend zu beurteilende strafbare Hand-
lung am 2. Januar 2006 und damit noch vor Inkrafttreten der revidierten Bestimmun-
gen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 begangen. 
Seine Beurteilung hat mithin - wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat und auch 
vom Berufungskläger nicht beanstandet wird -  gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB nach 
dem für ihn milderen neuen Recht zu erfolgen (Art. 2 Abs. 2 StGB, lex mitior), wel-
ches für den vorliegenden Vergehenstatbestand die Möglichkeit der Ausfällung ei-
ner Geldstrafe vorsieht (Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG; vgl. dazu auch die nachfolgen-
den Ausführungen unter E. 6.a.,b und c), währenddem bei Anwendung des alten 
Rechts die strengere Sanktion einer Gefängnisstrafe hätte ausgesprochen werden 
müssen. 

20

Grundlage der Strafzumessung im vorliegenden Fall bildet mithin der in Art. 
91 Ziff. 1 Satz 2 SVG vorgesehene Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jah-
ren oder Geldstrafe, wobei hinsichtlich der Wahl der zur Verfügung stehenden Sank-
tionen zu beachten ist, dass kurze unbedingte Freiheitsstrafen unter 6 Monaten mit 
Blick auf Art. 41 Abs. 1 StGB und Art 37 StGB nur subsidiär anzuwenden sind, wenn 
keine Alternative in Frage kommt. Die Geldstrafe gilt also als Regelsanktion, welche 
Freiheitsstrafen unter 6 Monaten ersetzt (vgl. Annette Dolge, in: Basler Kommentar, 
Strafrecht I, Art. 1-110 StGB, 2. Aufl., Basel 2007, N 24 zu Art. 34 StGB), womit im 
vorliegenden Fall - wie die Vorinstanz ebenfalls richtig erwogen hat - eine Geldstrafe 
auszufällen ist. Dabei hat deren Bemessung im Tagessatzsystem in zwei Schritten 
zu erfolgen, welche im Hinblick auf die Transparenz der Strafzumessung sowie den 
Grundsatz der Opfergleichheit strikte zu trennen sind. So bestimmt das Gericht 
zunächst die Anzahl Tagessätze nach dem Verschulden des Täters (Art. 34 Abs. 1 
StGB). Im Anschluss daran hat es alsdann die Höhe des Tagessatzes nach seinen 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Urteils festzuset-
zen (Art. 34 Abs. 2 StGB). Der Gesamtbetrag der Geldstrafe, die dem Verurteilten 
auferlegt wird, ergibt sich erst aus der Multiplikation von Zahl und Höhe der Tages-
sätze (vgl. dazu  Annette Dolge, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 27 ff. zu Art. 34 
StGB sowie Urteile des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.2, 
3.3 und 3.4 und vom 17. März 2008 [6B_366/2007, E. 5.2).

b) Bestimmt es das Gesetz nicht anders, so beträgt die Geldstrafe höchstens 
360 Tagessätze (Art. 34 Abs. 1StGB). Die Bemessung der Tagessatzanzahl richtet 
sich nach dem Verschulden des Täters (Art. 34 Abs. 1 StGB). Dabei gilt die allge-
meine Regel von Art. 47 StGB, wonach das Gericht neben dem Verschulden im 
engeren Sinn (Art. 47 Abs. 2 StGB; sog Tatkomponente) das Vorleben, die persön-
lichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters zu 
berücksichtigen hat (Art. 47 Abs. 1 StGB; sog. Täterkomponente). Das Verschulden 
wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgu-
tes, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des 
Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 
Abs. 2 StGB). Die persönlichen Verhältnisse und eine allenfalls erhöhte Strafemp-
findlichkeit im Sinne von Art. 47 Abs. 1 StGB sind indes bei der Bemessung der 
Anzahl der Tagessätze nur zu berücksichtigen, soweit sie nicht die finanzielle Situa-
tion des Täters betreffen. Denn seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhält-
nisse im Zeitpunkt des Urteils stellen das Kriterium für die Bemessung der Höhe 
des Tagessatzes dar, das vom Verschuldenskriterium streng zu trennen ist (vgl. 

21

Annette Dolge, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 39, 40 zu Art. 34 StGB  sowie Urteile 
des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.3 und vom 17. März 
2008 [6B_366/2007, E. 5.3).

Das Verschulden von X. wiegt, auch wenn von einer fahrlässigen Tatbege-
hung auszugehen ist, nicht leicht, hat er doch in alkoholisiertem Zustand eine be-
trächtliche Strecke (Q.-D.) von etwa 12 km zurückgelegt, wobei er mit einem Min-
destblutalkoholgehalt von 0.9 Gewichtspromille unterwegs war, welcher deutlich 
über dem gesetzlichen Grenzwert von 0.5 Gewichtspromille liegt. Dies, obschon 
es ihm - wie bereits dargelegt - ohne weiteres möglich und zumutbar gewesen 
wäre, von der Trunkenheitsfahrt abzusehen und stattdessen mit einem Taxi nach 
D. zu T. zu fahren beziehungsweise die Behörden oder einen Notarzt zu alarmie-
ren. Der Berufungskläger muss sich demzufolge zu seinen Ungunsten anrechnen 
lassen, dass die Trunkenheitsfahrt aus völlig haltlosen Gründen erfolgte. 

Wohl bleibt einzuräumen, dass der Berufungskläger auf seiner Trunkenheits-
fahrt keinen Unfall verursacht hat. Ebenso trifft es zu, dass sich die bei ihm festge-
stellte Restalkoholisierung gemäss Angaben im polizeilichen Erhebungsbericht of-
fenbar von aussen nicht wesentlich erkennbar auf seine Fahrweise niedergeschla-
gen hat. Allerdings bleibt dabei entsprechend den zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger nicht bloss ausserorts un-
terwegs war, sondern beim Verlassen von Q. mehrere Kreuzungen überqueren 
musste und schliesslich auch noch auf die Autobahn gefahren ist. Dabei fällt ent-
sprechend negativ ins Gewicht, dass angetrunkene Autolenker nachts noch stärker 
behindert werden als bei Tage, da ihre Blendempfindlichkeit grösser, ihre Wahrneh-
mungsfähigkeit stärker herabgesetzt und ihr Blickfeld eingeschränkt ist (vgl. BGE 
104 IV 37 f.; Urteil des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden vom 19. April 
1999 in Sachen gegen D. E. B. [SB 99 22] ). Folglich vermag X. auch aus dem 
erfahrungsgemäss geringeren Verkehrsaufkommen bei Nacht nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten. Der Berufungskläger hat vielmehr mit seinem Verhalten in Kauf 
genommen, das Leben und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erheblichen 
Gefahren auszusetzen, was auf entsprechend mangelndes Verantwortungsbe-
wusstsein schliessen lässt. Daran ändert entgegen dem Einwand der Verteidigung 
auch der Umstand nichts, dass er seiner Kollegin zu Hilfe eilen wollte, zumal ihm ja 
- wie mehrfach dargelegt - zu diesem Zwecke mehrere andere zumutbare Möglich-
keiten offen gestanden wären. Ungeachtet dessen ist er in alkoholisiertem Zustand 
nach D. gefahren, wobei sich straferhöhend auswirkt, dass X. bereits einmal am 14. 
Juni 2005 und damit nur rund sechseinhalb Monate vor der zu beurteilenden Trun-
kenheitsfahrt von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, we-

22

gen Fahrens in fahrunfähigem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration 
verurteilt worden ist. In diesem Zusammenhang wurde ihm sodann auch der Füh-
rerausweis für den Zeitraum vom 5. Mai bis 4. November 2005 entzogen (act. 2.3), 
womit er erst seit kurzem - nämlich gerade einmal knapp zwei Monate - wieder im 
Besitze seines Führerausweises war, als er erneut in alkoholisiertem Zustand Auto 
fuhr. Offensichtlich hat der Berufungskläger demzufolge weder aus dem vorange-
gangenen einschlägigen Strafverfahren noch aus der gegen ihn verhängten Admi-
nistrativmassnahme die nötigen Konsequenzen gezogen, obwohl er aufgrund des 
ihn kurz zuvor treffenden Führerausweisentzugs noch unter deren Eindruck gestan-
den haben muss. Offenbar fehlt es dem Berufungskläger denn auch an der nötigen 
Einsicht, beruft er sich doch durchwegs darauf, dass er bei Antritt der Fahrt am 2. 
Januar 2006 nachvollziehbar vom Fehlen einer Restalkoholisierung ausgehen 
durfte, weshalb er von Schuld und Strafe freizusprechen sei. Dies, obschon er - wie 
vorstehend dargelegt wurde (vgl. oben E. 4.b. aa. und bb.) - gestützt auf seinen 
Trinkexzess in der Silvesternacht und dem später konsumierten Rotwein mit seiner 
Fahruntüchtigkeit rechnen musste. Was sodann die Verurteilung durch den Bezirks-
gerichtsausschuss Hinterrhein vom 26. Juni 2007 betrifft, wendet die Verteidigung 
zwar zutreffend ein, dass zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrt noch kein formelles 
Verfahren eröffnet worden war, womit dem Berufungskläger auch nicht vorgeworfen 
werden kann, dass er daraus nicht die nötigen Lehren gezogen habe. Immerhin 
bleibt diese Verurteilung - der ihr zugrunde liegende Sachverhalt ereignete sich be-
reits am 26. November 2005 - jedoch im Hinblick auf die persönlichen Verhältnisse 
- massgeblich ist hiefür der Urteilszeitpunkt - sowie das sich daraus ergebende 
Täterbild zu berücksichtigen und wirkt sich diesbezüglich ebenfalls zu Ungunsten 
von X. aus. Straferhöhend ist sodann zu veranschlagen, dass der Berufungskläger 
neben der Trunkenheitsfahrt aus dem Jahre 2005 eine weitere strafrechtliche Ver-
urteilung wegen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz aufweist. So 
wurde er mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 3. Dezember 2004 
wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln verurteilt und dafür mit einer Busse 
von Fr. 1'000.-- bestraft. Strafmindernd sind dem Berufungskläger demgegenüber 
der im Übrigen gute bürgerliche Leumund sowie sein Geständnis hinsichtlich des 
Fahrens in fahrunfähigem Zustand anzurechnen. Im selben Sinne bleibt sodann zu 
berücksichtigen, dass das Fehlen von X. als Chauffeur im eigenen Paketausliefe-
rungsdienst zufolge des drohenden Führerausweisentzugs nicht gänzlich ohne fi-
nanzielle Folgen bleiben wird. Allerdings ist dabei einschränkend zu berücksichti-
gen, dass der Berufungskläger als Mitinhaber des Betriebes fünf Angestellte be-
schäftigt, wobei gemäss eigenen Angaben auch noch sein Vater und sein Bruder 
als weitere Mitinhaber bei Bedarf im Geschäft aushelfen. In Anbetracht dessen ver-

23

mag X. seine Geschäftstätigkeit somit durchaus so zu organisieren, dass grössere 
finanzielle Einbussen und erst recht die Zerstörung seiner wirtschaftlichen Existenz, 
wie sie die Verteidigung geltend macht, auszuschliessen sind. Strafmilderungs- wie 
auch Strafschärfungsgründe liegen keine vor.

Den vorliegenden Strafminderungsgründen (guter allgemeiner Leumund, 
Geständnis, Strafempfindlichkeit) stehen somit mehrere gewichtige Strafer-
höhungsgründe (Vorstrafen, Tatumstände, Täterbild und Charakterschwäche, ge-
trübter automobilistischer Leumund) gegenüber. In Würdigung der dargelegten 
Strafzumessungsgründe erscheint dem Kantonsgerichtsausschuss daher die von 
der Vorinstanz festgelegte Anzahl von 60 Tagessätzen dem Verschulden des Beru-
fungsklägers als angemessen. 

c) Es bleibt mithin die vorinstanzliche Festlegung der Tagessatzhöhe zu 
überprüfen.

aa) In diesem Zusammenhang ist zunächst auf die mit Erläuterung vom 5. 
März 2008 durch den Bezirksgerichtspräsidenten vorgenommene Korrektur der in 
Ziffer 4 der Entscheidformel des begründeten Urteils angegebenen Tagessatzhöhe 
von Fr. 60.-- auf Fr. 70.-- einzugehen. Der Berufungskläger macht nämlich geltend, 
die Erläuterung vom 5. März 2008 sei nichtig respektive rechtswidrig und damit auf-
zuheben. Zur Begründung führt er aus, dass für die Erläuterung nicht der Bezirks-
gerichtspräsident, sondern der Bezirksgerichtsausschuss als erkennende Behörde 
zuständig gewesen wäre. Ausserdem sei dem Berufungskläger das rechtliche 
Gehör verweigert worden. Dem kann nicht gefolgt werden. 

In der bündnerischen Strafprozessordnung wird das Institut der Erläuterung  
nicht erwähnt. Die Praxis lässt jedoch die Erläuterung als ausserordentliches 
Rechtsmittel zu, wobei die entsprechenden Bestimmungen der ZPO hilfsweise bei-
zuziehen sind (vgl. Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden [StPO], 2. Aufl., D. 1996, Ziff. 5 zu Art.141 StPO, S. 367; PKG 1998 
Nr. 36, E. 2, S. 140; PKG 1994 Nr. 32, E. a., S. 104 f.; PKG 1991 Nr. 23, E. 1, S. 
94; Urteil des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden  vom 17. September 
2003 in Sachen F.G. und N.N. [SB 02 15/17/28], E. 17. a., S. 37 f. mit Hinweisen). 
Erläutern bedeutet aufklären, präzisieren, deuten. Der Zweck der Erläuterung ist 
demnach gemäss Art. 238 ZPO auf die Aufhellung unklarer richterlicher Entscheide 
beschränkt. Eine unklare richterliche Entscheidung liegt unter anderem dann vor, 
wenn Widersprüche zwischen Erwägungen und Dispositiv bestehen (vgl. PKG 1998 
Nr. 36, E. 2 S. 140 f. mit Hinweisen sowie Urteil des Kantonsgerichtsausschusses 

24

von Graubünden vom 17. September 2003 in Sachen F.G. und N.N. [SB 02 
15/17/28], E. 17. a., S. 38). Handelt es sich dabei um Schreibfehler, offenkundige 
Rechnungsirrtümer oder irrige Benennung der Parteien, korrigiert der Gerichtsprä-
sident diese von sich aus mit amtlicher Fertigung (Art. 240 Abs. 3 ZPO). 

In Dispositivziffer 4 des begründeten Urteils vom 13. November 2007, mitge-
teilt am 27. Februar 2008, wird festgehalten, dass X. mit einer Geldstrafe von 60 
Tagessätzen à Fr. 60.-- bestraft werde. Demgegenüber geht aus den Urteilserwä-
gungen klar hervor, dass das Gericht dem Berufungskläger eine Geldstrafe von 60 
Tagessätzen zu je Fr. 70.-- auferlegen wollte. So gelangt die Vorinstanz in ihren 
Erwägungen auf Seite 28 des angefochtenen Urteils nach detaillierter Berechung 
anhand des Nettoeinkommensprinzips zum Ergebnis, dass die anrechenbaren Ta-
geseinkünfte von X. Fr. 75.40 bis Fr. 78.-- betragen würden und hält unter Abrun-
dung dieser Beträge in der Folge ausdrücklich fest, dass dem Angeklagten somit 
ein Tagessatz von Fr. 70.-- aufzuerlegen sei (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. 01.1], 
E. 6.f., S. 28). Zusammenfassend hebt sie dabei nochmals hervor (vgl. vorinstanz-
liches Urteil [act. 01.1], E. 6.g., S. 28), „dass der Angeklagte für das Fahren in 
fahrunfähigem Zustand mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 70.00 be-
straft wird.“ Dass das Gericht die Tagessatzhöhe auf Fr. 60.-- festlegen wollte, wie 
im Dispositiv unter Ziffer 4 angegeben, scheint dabei auch angesichts der vor der 
Abrundung ermittelten Ausgangsbeträge von deutlich mehr als Fr. 70.-- völlig ab-
wegig. Demgemäss führt der Bezirksgerichtsausschuss denn auch auf Seite 29 des 
angefochtenen Urteils abermals klar aus (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. 01.1], 
E.7.a., S. 29): „Der Angeklagte wird für das Fahren in fahrunfähigem Zustand mit 
einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 70.00 bestraft…“. Diese Tagessätz-
höhe von Fr. 70.-- wird schliesslich auch auf Seite 34 der vorinstanzlichen Erwä-
gungen von Neuem bestätigt, indem das Gericht in Zusammenhang mit seinen Aus-
führungen zur Frage des Widerrufs des bedingten Strafvollzugs mehrmals unmiss-
verständlich zum Ausdruck bringt, dass die gegen X. ausgefällte Geldstrafe 60 Ta-
gessätze zu je Fr. 70.-- betrage (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. 01.1], E.7.f, S. 34). 
All diese Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil indizieren mithin eindeutig, dass es 
der klare Wille des Gerichtes war, die Tagessatzhöhe auf Fr. 70.-- festzulegen. Ent-
sprechend wurden die Verfahrensbeteiligten auch mit Dispositivmitteilung vom 14. 
November 2007 darüber in Kenntnis gesetzt, dass X. für das Fahren in fahrunfähi-
gem Zustand mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätze à Fr. 70.-- bestraft werde (vgl. 
act. 04.1.24, S. 2 Ziff. 4). Dabei ist angesichts der eben zitierten klaren und über-
einstimmenden Erwägungen im begründeten Urteil entgegen der Auffassung der 
Verteidigung auszuschliessen, dass die Tagessatzfestlegung von Fr. 70.-- in der 

25

Dispositivmitteilung einem Verschrieb entspricht. Vielmehr steht aufgrund der Erwä-
gungen im angefochtenen Urteil zweifelsfrei fest, dass hinsichtlich der Tagessatz-
höhe ein Schreibfehler in der Entscheidformel des begründeten Urteils vorliegt, wel-
cher nicht dem tatsächlichen Willen des Gerichtes entspricht. Ist aber diesbezüglich 
von einem Schreibfehler auszugehen, so durfte der Gerichtspräsident diesen 
gemäss Art. 240 Abs. 3 ZPO von sich aus korrigieren. Dabei bleibt anzufügen, dass 
damit kein Mangel an der gerichtlichen Willensbildung beseitigt, sondern aussch-
liesslich deren Inhalt und Tragweite klargestellt wurde. Die Straferkenntnis selbst 
hat also durch die vorgenommene Korrektur des Schreibfehlers keine inhaltliche 
Änderung erfahren, zumal nichts beigefügt wurde, was im begründeten Strafurteil 
nicht bereits enthalten war. Folglich fällt auch die von der Verteidigung geltend ge-
machte Gehörsverletzung ausser Betracht. Die von der Verteidigung beanstandete 
Erläuterung erweist sich demzufolge weder als nichtig noch als rechtswidrig.

Bei der nachfolgenden Überprüfung der von der Vorinstanz festgelegten Ta-
gessatzhöhe ist daher von dem mit Erläuterung vom 5. März 2008 korrigierten Be-
trag von Fr. 70.-- auszugehen. 

bb) Bei der Bemessung der Tagessatzhöhe lassen sich in rechtsvergleichen-
der Hinsicht das von der Vorinstanz angewendete Nettoeinkommensprinzip und 
das sogenannte Einbusseprinzip unterscheiden, dessen Anwendung vom Beru-
fungskläger geltend gemacht wird. Nach dem erstgenannten Prinzip ist in der Re-
gel vom Nettoeinkommen auszugehen, das der Täter durchschnittlich an einem 
Tag hat oder haben könnte, wobei Korrekturen im unteren und oberen Bereich der 
Anwendungsbreite möglich sind. Dem steht das Einbusseprinzip gegenüber, wel-
ches dem Täter dasjenige Einkommen belässt, was er pro Tag notwendigerweise 
für seinen und seiner Angehörigen Lebensunterhalt benötigt. Bereits der Entwurf 
des Bundesrates sah vor, dass das Gericht bei der Bestimmung der Höhe des 
Tagessatzes in der Regel vom Nettoeinkommen ausgeht, das der Täter im Zeit-
punkt des Urteils durchschnittlich erzielt. Das Einbussesystem lehnt die Botschaft 
entschieden ab mit der nachvollziehbaren Begründung, dass sonst die Ausfällung 
einer Geldstrafe für die einkommensschwächsten Täter von vornherein ausge-
schlossen sei. Deshalb dürfe der Tagessatz nicht mit dem Einkommen gleichge-
setzt werden, das dem Täter über das betreibungsrechtliche Existenzminimum 
hinaus verbleibe (vgl. Botschaft 1998, S. 2021). Die Gesetz gewordene Wendung, 
wonach es auf die Würdigung der persönlichen Verhältnisse ankommt, geht auf 
den erst beratenden Ständerat zurück, der dem Gericht mehr Ermessen einräu-
men wollte. Der Nationalrat fügte dann einzelne Bemessungskriterien (darunter 
auch das Existenzminimum) hinzu, ohne diese allerdings zu erläutern. Unabhän-

26

gig davon blieb in der parlamentarischen Beratung jedoch unbestritten, dass die 
Geldstrafe auch für Mittellose zur Verfügung stehen soll. Eine Abkehr vom Netto-
einkommensprinzip oder gar eine Zuwendung zum Einbusseprinzip lässt der Ge-
setzgebungsprozess mithin nicht erkennen (vgl. Annette Dolge, in : Basler Kom-
mentar, a.a.O., N 31, 32, 34 35 zu Art. 34 StGB sowie Urteil des Bundesgerichts 
vom 17. März 2008 [6B_366/2007, E. 5.4 mit Hinweisen auf die Literatur). Die ge-
setzliche Regelung geht demzufolge, wie es auch das Bundesgericht in einem 
neueren Entscheid festgehalten hat, vom Nettoeinkommensprinzip aus (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.4).  

Ausgangspunkt für die Bemessung der Tagessatzhöhe nach dem Nettoein-
kommensprinzip bildet das durchschnittliche Tagesnettoeinkommen des Täters, 
wobei subsidiär auch das Vermögen zu berücksichtigen ist, wenn besondere Ver-
mögensverhältnisse einem vergleichsweise geringen Einkommen gegenüberste-
hen. Vom Nettoeinkommen abzuziehen sind allfällige Familien- und Unterstüt-
zungspflichten, soweit der Verurteilte ihnen tatsächlich nachkommt. Denn das Ge-
setz will verhindern, dass die Familienangehörigen von der Einschränkung des Le-
bensstandards betroffen werden. Schliesslich ist bei der Bemessung des Tages-
satzes das Existenzminimum zu berücksichtigen. Aus der gesetzlichen Konzep-
tion, die von der freiwilligen Bezahlung der (unbedingten) Geldstrafe ausgeht, er-
gibt sich zwar, wie dargelegt, dass der Tagessatz nicht auf dasjenige einkommen 
beschränkt bleibt, das in der Zwangsvollstreckung voraussichtlich erhältlich ge-
macht werden könnte. Auch für einkommensschwache Personen bildet mithin das 
strafrechtliche Nettoeinkommen Grundlage und Ausgangspunkt für die Bemes-
sung des Tagessatzes. Der Hinweis auf das Existenzminimum gibt dem Gericht 
allerdings eine Korrekturmöglichkeit zur Hand, welche erlaubt, vom Nettoeinkom-
mensprinzip abzuweichen und den Tagessatz tiefer zu bemessen. Dabei soll der 
Tagessatz indes nicht so weit herabgesetzt werden, dass er lediglich symboli-
schen Wert hat. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die Geldstrafe als un-
zweckmässige Sanktion angesehen würde und vielfach auf eine Freiheitsstrafe 
erkannt werden müsste. Der Tagessatz für Verurteilte, die nahe oder unter dem 
Existenzminimum leben, ist daher in einem Masse herabzusetzen, das einerseits 
die Ernsthaftigkeit der Sanktion erkennen, andererseits den Eingriff nach den per-
sönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen noch zumutbar erscheinen lässt. 
Demgemäss sieht die bundesgerichtliche Rechtssprechung als Richtwert für diese 
Fälle eine Herabsetzung des Nettoeinkommens um mindestens die Hälfte vor (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 3.4.1 und E. 
3.4.3 sowie vom 17. März 2008 [6B_366/2007], E. 6.2, 6.4, 6.5.1).  

27

cc) X. erzielt nach eigenen Angaben ein monatliches Nettoeinkommen von 
Fr. 3'550.--. Vermögen besitzt er keines, wobei diesbezüglich jedoch festzuhalten 
bleibt, dass fehlendes Vermögen keinen Grund darstellt, die Höhe des Tagesatzes 
zu senken (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. März 2008 [6B_476/2007], E. 
3.4.2). Allerdings ist zu berücksichtigen, dass X. für den Unterhalt seiner Ehefrau 
aufzukommen hat, welche im Jahre 2007 in die Schweiz gezogen ist und bis anhin 
keine Arbeitsstelle gefunden hat. Nach dem oben Gesagten ist mithin vom Netto-
einkommen des Berufungsklägers zunächst ein entsprechender Abzug für die Un-
terstützung der nicht erwerbstätigen Ehefrau vorzunehmen, wobei diesbezüglich 
auf die von der Konferenz der Schweizerischen Strafbehörden (KSBS) zur Berech-
nung der Geldstrafe herausgegebenen Richtlinien abzustellen ist. Danach ist dem 
Berufungskläger für den nicht erwerbstätigen Ehepartner ein Unterstützungsabzug 
von 15 % des Nettoeinkommens, also Fr. 532.50, zuzugestehen, womit ein Netto-
einkommen von Fr. 3'017.50  (Fr. 3'550.-- ./. Fr. 532.50) verbleibt. Stellt man so-
dann dem eingangs erwähnten monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 3'550.-- das 
gemäss Berechnung in der Berufungsschrift ausgewiesene Existenzminimum des 
Berufungsklägers von Fr. 3’240.-- (Grundbedarf Ehepaar Fr. 1'550.-- + Kranken-
kassenprämie Fr. 390.-- [act. 01.6 ] + Mietanteil für die  Wohnräume Fr. 1'300.-- 
[act. 01.5]) gegenüber, resultiert ein Überschuss von lediglich Fr. 310.-- (Fr. 3'550.-
- ./. Fr. 3'240.--). In Anbetracht dessen wird somit deutlich, dass X. nahe am Exis-
tenzminimum lebt, womit gemäss oben zitierter bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung eine weitere Herabsetzung des verbleibenden monatlichen Nettoeinkom-
mens von Fr. 3'017.50 um 50 % angezeigt ist. Daraus ergeben sich Nettoeinkünfte 
von Fr. 1'508.75  (Fr. 3'017.50 : 2) im Monat. Folglich betragen die anrechenbaren 
Tageseinkünfte von X., welche die Grundlage für die Festlegung der Tagessatz-
höhe bilden, lediglich Fr. 50.30 (Fr. 1'508.75 : 30). 

Die Höhe der Tagessätze ist mithin in Abweichung zum vorinstanzlichen Ur-
teil auf Fr. 50.-- festzulegen.

d) Im Ergebnis bleibt demnach festzuhalten, dass sich die Berufung von X. 
hinsichtlich der Tagessatzhöhe als teilweise begründet erweist und somit in die-
sem Punkt teilweise gutzuheissen ist. Ziffer 4 des angefochtenen Urteils ist daher 
aufzuheben und X. ist mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 50.-- zu 
bestrafen.

7. a) Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer 
Geldstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig er-
scheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen ab-

28

zuhalten. In subjektiver Hinsicht hat das Gericht also für die Gewährung des be-
dingten Strafvollzuges wie bisher eine Prognose über das zukünftige Verhalten 
des Täters zu stellen. Dabei bleiben die vom Bundesgericht entwickelten Progno-
sekriterien weiterhin massgebend. So ist bei der Prüfung, ob der Verurteilte für ein 
dauerndes Wohlverhalten Gewähr bietet, eine Gesamtwürdigung aller wesentli-
chen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben 
den Tatumständen, das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsa-
chen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner 
Bewährung zulassen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein möglichst 
vollständiges Bild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Dabei sind die persönlichen 
Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Urteils miteinzubeziehen (vgl. BGE 134 IV 1, 
E. 4.2. und 4.2.1 S. 5 sowie Roland M. Schneider/ Roy Garré, in: Basler Kommen-
tar, Strafrecht I, a.a.O., N 37, 45 zu Art. 42 StGB je mit Hinweisen auf Literatur und 
Rechtsprechung).

 Die Anforderungen an die Prognose der Legalbewährung liegen allerdings 
unter dem neuen Recht etwas tiefer. Früher setzte nämlich der Aufschub der Strafe 
die bestimmte Erwartung voraus, der Verurteilte werde sich durch eine bedingt 
vollziehbare Strafe von weiteren Delikten abhalten lassen. Der Täter musste zu-
reichende Gewähr für eine dauernde Besserung bieten, um auf eine positive Pro-
gnose schliessen zu können. Das bisherige Recht verlangte mithin positiv eine 
günstige Prognose, währenddem nunmehr das Fehlen einer ungünstigen Pro-
gnose genügt. Die Gewährung des Strafaufschubs setzt mit anderen Worten nicht 
mehr die positive Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren. Vielmehr 
genügt für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs, dass keine Befürchtung 
besteht, der Täter werde sich in Zukunft nicht bewähren (vgl. BGE 134 IV 1, E. 
4.2.2 S. 5, 6 sowie  Roland M. Schneider/ Roy Garré, in: Basler Kommentar, Straf-
recht I, a.a.O., N 37 zu Art. 42 StGB je mit Hinweisen).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass einer gesicherten Rückfallprognose zahl-
reiche Hindernisse im Weg stehen. Es gibt insbesondere keine wissenschaftlichen 
Prognoseverfahren, die in der Mehrzahl der Fälle hinreichend verlässliche Voraus-
sagen über das künftige Verhalten eines Verurteilten ermöglichen. Dem Richter 
bleibt daher auf weiten Strecken nichts anderes übrig, als seine Beurteilung ge-
stützt auf die persönliche Lebens- und Berufserfahrung sowie den gesunden Men-
schenverstand vorzunehmen. Die Rechtsprechung räumt daher dem Richter not-
wendigerweise ein weites Ermessen bei der Beurteilung von Tat und Täter ein (vgl. 
Roland M. Schneider/ Roy Garré, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, a.a.O., N 50 
zu Art. 42 mit Hinweisen auf die Literatur).

29

b) X. wurde bereits einmal, nämlich am 14. Juni 2005 von der Staatsanwalt-
schaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, wegen Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG 
sowie Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG verurteilt und 
dafür, unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren, mit 30 Tagen Gefängnis 
sowie einer Busse von Fr. 800.-- bestraft. Nur rund sechseinhalb Monate nach der 
damaligen Verurteilung hat er nunmehr erneut gegen die Strassenverkehrsgesetz-
gebung verstossen. Diesbezüglich bleibt zwar, wie die Verteidigung richtig einwen-
det, zu beachten, dass vorliegend im Unterschied zur damaligen Trunkenheitsfahrt 
von einer fahrlässigen Tatbegehung auszugehen ist. Allerdings hat der Berufungs-
kläger auch im konkreten Fall erneut in angetrunkenem Zustand ein Auto gelenkt, 
und zwar wiederum mit qualifiziertem Blutalkoholgehalt, womit er kaum mehr als 
ein halbes Jahr nach der vorangehenden Verurteilung von neuem gegen die ge-
nau gleiche Strassenverkehrsvorschrift verstossen hat. X. wird also vorliegend be-
reits zum zweiten Mal innert kürzester Zeit des Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration für schuldig befunden, was bei der Pro-
gnosestellung als erheblich ungünstiges Element zu gewichten ist (vgl. Roland M. 
Schneider/Roy Garré, in: Balser Kommentar, Strafrecht I, a.a.O., N 59, S. 770 mit 
Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). 

Dabei fällt auch der Umstand ins Auge, dass das Strassenverkehrsamt 
Graubünden, welches gegenüber X. bereits  im Jahre 2004 wegen einer Ge-
schwindigkeitsüberschreitung einen Führerausweisentzug von einem Monat für 
den Zeitraum von 30. März 2005 bis 29. April 2005 verfügt hatte, dem Berufungs-
kläger in Zusammenhang mit der Verurteilung vom 14. Juni 2005 erneut den Füh-
rerausweis entzogen hat, und zwar für die Dauer von 6 Monaten vom 5. Mai 2005 
bis zum 4. November 2005 (vgl. act. 2.3; act. 2.4). Der Berufungskläger war also, 
nachdem er aufgrund seines wiederholt fehlbaren Verhaltens im Strassenverkehr 
im kurzen Zeitraum von 30. März 2005 bis 4. November  2005 zwei Führeraus-
weisentzüge für die Dauer von insgesamt 7 Monaten gewärtigen musste, nicht 
einmal zwei Monate wieder im Besitze des Führerausweises, als er sich am 2. 
Januar 2006 schon wieder mit qualifiziertem Blutalkoholgehalt in sein Auto setzte 
und dieses in fahrunfähigem Zustand von Q. nach D. lenkte. Die dargelegten Um-
stände lassen demzufolge entgegen der Auffassung der Verteidigung klar darauf 
schliessen, dass es dem Berufungskläger offenbar schwer fällt, sich an die Ver-
kehrsvorschriften zu halten sowie die Teilnahme als Autolenker im Strassenver-
kehr und den Konsum von Alkohol genügend zu trennen. Daran vermag auch die 
Darstellung des Berufungsklägers nichts zu ändern, wonach er die Trunkenheits-

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fahrt nur ausgeführt habe, um seiner damaligen Freundin zu Hilfe zu eilen. Wie 
bereits mehrfach ausgeführt, hätte X. dazu nämlich, sofern überhaupt von einer 
Notlage auszugehen und die Hilfeleistung geboten gewesen wäre, ohne weiteres 
ein Taxi nehmen können. 

Erschwerend kommt hinzu, dass die vorliegend zu beurteilende Trunken-
heitsfahrt sowie jene gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 
Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 nicht die einzigen Verfehlungen des Beru-
fungsklägers gegen die Strassenverkehrsvorschriften bilden. Gemäss Auszug aus 
dem Strafregister wurde X. nämlich bereits mit Strafmandat vom 3. Dezember 
2004 des Kreispräsidenten Fünf Dörfer wegen grober Verletzung der Verkehrsre-
geln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig gesprochen und, unter Ansetzung 
einer Probezeit von einem Jahr für die Löschung, mit einer Busse von Fr. 1000.-- 
bestraft. Angesichts der Tatsache, dass X. in der Vergangenheit bereits einmal 
wegen desselben Deliktes sowie wegen weiterer, auch grober Verstösse auf dem 
Gebiete des Strassenverkehrsrechts verurteilt worden ist, kann folglich mit Bezug 
auf den vorliegenden Fall nicht mehr von einer einmaligen persönlichkeitsfremden 
Entgleisung gesprochen werden. Offenbar vermochte X. weder aus der bislang 
ausgesprochenen bedingten Gefängnisstrafe von 30 Tagen noch aus den ausge-
fällten Bussen die nötigen Lehren zu ziehen. Ebenso liessen nicht nur die beiden 
früheren Führerausweisentzüge von insgesamt 7 Monaten keine Wirkung ver-
spüren, sondern hat ihn auch ein weiterer drohender Entzug in keiner Weise be-
eindruckt. Vielmehr ist der Berufungskläger trotz seiner einschlägigen Erfahrungen 
auf dem Gebiete des Strassenverkehrsrechts innerhalb von nur rund einem halben 
Jahr nach seiner letzten Verurteilung abermals straffällig geworden und legt somit 
in dieser Hinsicht eine erhebliche Charakterschwäche an den Tag. Dieses hin-
sichtlich der Prognosestellung ungünstige Täterbild wird denn auch dadurch 
bestätigt, dass der Berufungskläger am 26. Juni 2007 vom Bezirksgerichtsaus-
schuss Hinterrhein erneut wegen Verfehlungen gegen die Strassenverkehrsvor-
schriften - begangen am 26. November 2005, also nur knapp drei Wochen nach 
Wiedererteilung des Führausweises - verurteilt und dafür mit einer Busse von Fr. 
500.-- bestraft worden ist (vgl. act. 04.1.21). Auch wenn bereits der erneut dro-
hende Führerausweisentzug für X. als Transportunternehmer nicht ohne Auswir-
kungen bleiben wird, besteht somit unter den gegebenen Umständen die konkrete 
Befürchtung, dass er sich ohne spürbare Strafe nicht von weiteren Verstössen ge-
gen das Strassenverkehrsrecht abhalten lassen wird. 

Zwar darf mit Blick auf das Erfordernis einer Gesamtwürdigung aller wesent-
lichen Umstände nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Berufungskläger 

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abgesehen von seinen Vorstrafen einen guten Leumund aufweist (vgl. act. 2.6). 
Im Bemühen um eine möglichst vollständige Beurteilung von Tat und Täter muss 
jedoch ebenso berücksichtigt werden, dass sich neben den mehrfachen Vorstrafen 
auf dem Gebiete des Strassenverkehrsrechts auch die Umstände der Trunken-
heitsfahrt vom 2. Januar 2006 hinsichtlich der Prognosestellung ungünstig auswir-
ken. Wie bereits ausgeführt, hat nämlich der Berufungskläger sein Auto mitten in 
der Nacht mit einem Mindestblutalkoholgehalt von 0.9 Gewichtspromille über eine 
Strecke von rund 12 km gelenkt, wobei er auch innerorts unterwegs war und meh-
rere Kreuzungen passierte, bevor er schliesslich auf die Autobahn gefahren ist. 
Auch wenn er dabei nicht vorsätzlich handelte, lässt seine diesbezügliche Sorg-
faltspflichtverletzung im Hinblick auf die Tatsache, dass angetrunkene Autolenker 
nachts noch stärker behindert werden als bei Tage (vgl. BGE 104 IV 37 f; Urteil 
des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden vom 19. April 1999 in Sachen 
gegen D. E. B. [SB 99 22]) und die dadurch in Kauf genommene erhebliche Gefahr 
für Leben und Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer auf mangelndes Verantwor-
tungsbewusstsein im Strassenverkehr schliessen. Dies um so mehr, als der Beru-
fungskläger ohne weiteres mit dem Taxi nach D. hätte fahren können. 

Die Tatsache, dass X. die strafbare Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 
durchwegs damit zu entschuldigen sucht, dass er nicht mit einer Restalkoholisie-
rung rechnen musste, obwohl nach dem Gesagten (vgl. oben E. 4.b. aa. und bb.) 
feststeht, dass er seine Fahruntüchtigkeit aufgrund des Alkoholkonsums in der Sil-
vesternacht und am 1. Januar 2006 in Betracht ziehen musste, spricht im Übrigen 
nicht gerade für seine Einsichtigkeit. Sie trägt damit ebenfalls zur Gesamteinschät-
zung bei, wonach es eine unbedingte Strafe braucht, um den Berufungskläger von 
weiteren Taten abzuhalten. In Anbetracht der dargelegten Umstände vermag mit-
hin auch der gute allgemeine Leumund die konkrete Befürchtung eines weiteren 
Rückfalls nicht zu tilgen.

Die Gewährung des bedingten Strafvollzugs wurde dem Berufungskläger da-
her zu Recht verweigert.

8. a)  Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder 
Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so 
widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe (Art. 
46 Abs. 1 Satz 1 StGB). Demgegenüber verzichtet das Gericht auf einen Widerruf, 
wenn nicht zu erwarten ist, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird 
(Art. 46 Abs. 2 Satz 1 StGB). Ein Verbrechen oder Vergehen während der Probe-
zeit führt mithin nicht zwingend zum Widerruf. Vielmehr ist auch in diesem Zusam-

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menhang die Prognosestellung entscheidend, das heisst also, ob trotz des neuer-
lichen Delikts keine weiteren Straftaten mehr zu erwarten sind. Dabei ist in Über-
einstimmung zu Art. 42 Abs. 1 und 2 StGB von einer Gesamtbetrachtung auszu-
gehen, wobei die mögliche Warnwirkung der neuen zu vollziehenden Strafe bei 
Beurteilung der Bewährungsaussichten im Rahmen von Art.  46 StGB mitberück-
sichtigt werden muss. Das gleiche gilt auch umgekehrt in Bezug auf die Wirkung 
einer Strafe aufgrund des Widerrufes des bedingten Strafvollzugs (vgl. Roland M. 
Schneider/Roy Garré, in: Basler Kommentar. Strafrecht I, a.a.O., N 36 zu Art. 46 
StGB mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; C. Schwarzenegger/M. Hug/D. Jo-
sitsch, Strafrecht II, Strafen und Massnahmen, § 6 Ziff. 5.2.2, S. 144 f. sowie BGE 
116 IV 97 f.; BGE 116 IV 177 f.).

 b) X. wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limattal/Albis, Zweig-
stelle Horgen, vom 14. Juni 2005 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im 
Sinne von Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG und Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne 
von Art. 90 Ziff. 1 SVG verurteilt und dafür mit 30 Tagen Gefängnis sowie mit einer 
Busse von Fr. 800.-- bestraft, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe für die Dauer 
von vier Jahren aufgeschoben wurde. Die vorliegend zur Diskussion stehende 
Straftat hat der Berufungskläger in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 2006 ver-
übt. Er ist also noch in der Probezeit wieder straffällig geworden, wobei er damit, 
wie bereits dargelegt (vgl. oben E. 6.b. und E. 7.b.), zum wiederholten Male auf 
dem Gebiete des Strassenverkehrsrechts delinquiert hat. Weder die bisherigen 
Führerausweisentzüge noch die früheren Verurteilungen wegen Verfehlungen ge-
gen das Strassenverkehrsrecht vermochten X. von einem weiteren einschlägigen 
Verstoss abzuhalten. Diesbezüglich gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass der 
Berufungskläger beruflich und sozial integriert ist, also in geregelten Verhältnissen 
lebt und abgesehen von seinen Vorstrafen einen guten allgemeinen Leumund ge-
niesst. Auch wenn er die Trunkenheitsfahrt aus völlig nichtigen Gründen unter-
nommen hat - deren einziger Zweck war das Aufsuchen einer Kollegin, wobei er 
dazu ohne weiteres ein Taxi hätte nehmen können - und dabei entsprechend ver-
antwortungslos handelte, bleibt im Übrigen ebenso anzuführen, dass er dabei zu-
mindest nicht vorsätzlich handelte. Angesichts dieser Umstände sowie unter 
Berücksichtigung der erhöhten Warnwirkung einer unbedingt ausgesprochenen 
Strafe ist demnach zu erwarten, dass sich der Berufungskläger unter dem Ein-
druck der nun zu vollziehenden Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 50.-- in Zu-
kunft wohl verhalten wird. Vom Widerruf der mit Strafbefehl vom 14. Juni 2005 
bedingt ausgesprochenen Gefängnisstrafe von 30 Tagen ist demnach abzusehen.

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Dem bleibt beizufügen, dass der Vollzug der neu verhängten Geldstrafe, soll 
dem Berufungskläger gegenüber eine entsprechende Warnwirkung erzielt wer-
den, dem Widerruf des mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 
Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 gewährten bedingten Strafvollzugs vorzu-
ziehen ist. Davon, dass X. bereits durch den Vollzug der damals bedingt ausge-
fällten dreissigtägigen Gefängnisstrafe, welche diesfalls in eine Geldstrafe von 30 
Tagessätzen zu Fr. 50.-- umzuwandeln wäre, von weiterem fehlbaren Verhalten 
abzuhalten ist, kann unter den vorliegenden Umständen nicht ausgegangen wer-
den. Der Berufungskläger ist nämlich bereits aufgrund seiner früheren Verkehrs-
regelverstösse mit Bussgeldern von bisher total Fr. 2'300.-- beziehungsweise bis 
zur Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 von Fr. 1'800.-- bestraft worden, welche 
die im Falle eines Widerrufs zu bezahlende Geldstrafe von Fr. 1'500.-- überschrei-
ten. Gleichwohl hat er noch innerhalb des ersten Jahres der Probezeit bereits zum 
dritten Mal gegen wesentliche Regeln des Strassenverkehrs verstossen respektive 
zum zweiten Mal den Tatbestand des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss 
Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG erfüllt. Offenbar vermochte ihn demnach die bis zur 
Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 wegen seines Fehlverhaltens erlittene fi-
nanzielle Einbusse zufolge Bussen von Fr. 1’800.-- nicht davon abzuhalten, erneut 
auf dem Gebiete des Strassenverkehrsrechts straffällig zu werden. Davon, dass 
sich der Berufungskläger - wie die Verteidigung behauptet - in jedem Falle, also 
unabhängig von ihrer Höhe, von der Warnwirkung einer unbedingten Geldstrafe 
beeindrucken lässt, ist in Anbetracht dieser Umstände somit eben gerade nicht 
auszugehen. Eine solche Betrachtungsweise erschiene denn auch lebensfremd, 
ist doch bei vernünftiger allgemeiner Lebensanschauung grundsätzlich anzuneh-
men, dass der Täter mit steigender Höhe der Geldstrafe um so empfindlicher in 
seinen Finanzen getroffen und damit um so spürbarer zu einem Umdenken und 
einer nachhaltigen Besserung angehalten wird. Zur Erreichung der nötigen Warn-
wirkung muss demnach unter den konkreten Umstände nach Auffassung des Kan-
tonsgerichtsausschusses dem Vollzug der neu ausgesprochenen Geldstrafe von 
60 Tagessätzen zu je Fr. 50.-- unter Verzicht auf den Widerruf des mit Strafbefehl 
der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, vom 14. Juni 2005 
gewährten bedingten Strafvollzugs der Vorzug gegeben werden. 

9. Schliesslich beanstandet X. gemäss Rechtsbegehren in der Berufung 
den vorinstanzlichen Kostenspruch. 

X. ist zwar mit seiner Berufung bezüglich der Höhe des Strafmasses teilweise 
durchgedrungen, gleichzeitig wird er jedoch wegen Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand gemäss Art. 91 Abs.1 Satz 2 SVG verurteilt. Dabei ist zu berücksichtigen, 

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dass die Ermittlungshandlungen der Polizei sowie die Untersuchungshandlungen 
des Untersuchungsrichters während des Strafverfahrens auch dann angefallen 
wären, wenn bereits die Vorinstanz eine tiefere Strafe ausgesprochen hätte. Bei der 
Anklage wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 und Art. 32 
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG, von welcher bereits die Vorinstanz den 
Berufungskläger freigesprochen hat, handelte es sich im Übrigen um einen unter-
geordneten Anklagepunkt, der praktisch keine Aufwendungen in der Untersuchung 
verursacht hat. Es stehen mithin annähernd sämtliche Kosten der Untersuchung in 
Zusammenhang mit der erfolgten Verurteilung. Dies gilt auch für die Kosten der 
Vorinstanz, hat doch der Anklagepunkt wegen Verletzung von Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG kaum 
Aufwendungen im vorinstanzlichen Gerichtsverfahren verursacht. Selbst wenn be-
reits die Vorinstanz eine tiefere Strafe ausgesprochen hätte, wäre eine mündliche 
Hauptverhandlung durchzuführen und über die einzelnen Anklagepunkte sowie die 
Strafzumessung zu entscheiden gewesen. Die Kosten der Vorinstanz stehen daher 
ebenfalls grösstenteils in Zusammenhang mit der erfolgten Verurteilung. In Anbe-
tracht dessen sowie der Tatsache, dass das angefochtene Urteil nur betreffend die 
festgelegte Tagessatzhöhe zu korrigieren ist, erscheint daher eine Abänderung des 
vorinstanzlichen Kostenspruches, welcher dem Berufungskläger ausserordentlich 
grosszügig lediglich die Hälfte der Untersuchungs- und Gerichtskosten überbindet 
und eine entsprechend reduzierte Umtriebsentschädigung zuspricht, nicht als ge-
rechtfertigt. 

10.  Wird eine Rechtsmitteleingabe gutgeheissen, so entscheidet das Ge-
richt über die Kostenverteilung zwischen dem Obsiegenden, dem Staat, der ersten 
Instanz und dem Unterliegenden (Art. 160 Abs. 3 StPO). Die Rechtsmittelinstanz 
kann dem Obsiegenden eine aussergerichtliche Entschädigung zu Lasten des Un-
terliegenden, der Vorinstanz oder des Staates zusprechen (Art. 160 Abs. 4 StPO). 

Da der Berufungskläger mit seiner Berufung hinsichtlich der Höhe der Strafe 
teilweise durchgedrungen ist, rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfah-
rens in Höhe von Fr. 2’500.-- zu 4/5 dem Berufungskläger und zu 1/5 dem Kanton 
Graubünden aufzuerlegen, welcher den Berufungskläger zudem angemessen zu 
entschädigen hat. Bei der Festlegung der ausseramtlichen Entschädigung bleibt al-
lerdings zu berücksichtigen, dass die Verteidigung nichts zu der im Berufungsver-
fahren erreichten Strafreduktion beigetragen hat. Diese ist nämlich allein auf die 
neueste bundesgerichtliche Rechtsprechung zurückzuführen, welche für nahe oder 
unter dem Existenzminimum lebende Verurteilte eine Herabsetzung des Tagessat-

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zes um mindestens die Hälfte vorsieht, wobei die Verteidigung dazu in der Beru-
fungsschrift nichts ausgeführt hat.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 4 des angefochtenen 
Urteils wird aufgehoben. 

2. X. wird mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à Fr. 50.-- bestraft.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.-- gehen zu 4/5 zu Lasten 
von X. und zu 1/5 zu Lasten des Kantons Graubünden, welcher X. mit Fr. 
500.-- inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen hat.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zuläs-
sigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: