# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96bff101-18f5-5618-83d7-35218a115c29
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 25.08.2025 BS 2025 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2025-30_2025-08-25.pdf

## Full Text

20250725_160940_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2025 30

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber F. Eller

Beschluss vom 25. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Kostenauflage / Entschädigung

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Sachverhalt

1. Am 20. Oktober 2022 erstattete C.________ Strafanzeige gegen A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz. Zusammengefasst 
warf er der Beschwerdeführerin vor, sein Zwergpudel "Chili", welcher von einer Zahnextrakti-
on genesen und im Übrigen gesund gewesen sei, habe beim Coiffeurtermin vom 3. Oktober 
2022 bei ihr eine Kieferverletzung erlitten und habe notfallmässig in der Tierklinik operiert 
werden müssen. Als C.________ den Pudel nach dem Hundefrisörtermin abgeholt habe, sei 
dessen Kiefer schräg gewesen und Ober- und Unterkiefer hätten nicht mehr aufeinander ge-
passt. Auf die Fragen, was passiert sei, habe die Beschwerdeführerin geantwortet, dass 
nichts passiert sei. "Chili" habe sie beissen wollen und sie sei möglicherweise beim Wegzie-
hen mit der Hand hängengeblieben. Gemäss tierärztlicher Beurteilung habe eine äussere 
Einwirkung zur Verletzung geführt. Nur die Beschwerdeführerin wisse, wie es zum Kiefer-
bruch gekommen sei.

2. Gestützt darauf eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, eine Strafun-
tersuchung gegen die Beschwerdeführerin (Verfahren 1A 2022 1823). Am 27. Januar 2023 
wurden C.________ bzw. am 8. März 2023 die Beschwerdeführerin von der Zuger Polizei im 
Auftrag der Staatsanwaltschaft einvernommen. Zudem wurden verschiedene Unterlagen 
ediert und hinsichtlich diverser Fragen im Zusammenhang mit dem Kieferbruch des Zwerg-
pudels ein tierärztliches Gutachten eingeholt. 

3. Mit Verfügung vom 28. März 2025 stellte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung ge-
gen die Beschwerdeführerin ein, auferlegte ihr aber die Verfahrenskosten von CHF 3'157.00 
und sprach ihr keine Entschädigung und keine Genugtuung zu. Die Zivilforderung von 
C.________ verwies sie auf den Zivilweg.

4. Die Beschwerdeführerin erhob dagegen am 11. April 2025 Beschwerde beim Obergericht 
des Kantons Zug mit dem Antrag, die Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen, und es 
sei ihr eine angemessene Entschädigung für die ihr entstandenen Anwaltskosten (zzgl. 
MWST) auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Gesetz. 

5. Die Staatsanwaltschaft beantragte am 17. April 2025 die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b, Art. 393 Abs. 1 lit. a 
und Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 lit. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Auf die form- und 
fristgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung, die unvollständige 
oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden 

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(Art. 393 Abs. 2 StPO). Die Beschwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren 
(Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie verfügt über volle Kognition (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. Die Staatsanwaltschaft auferlegte der Beschwerdeführerin die Kosten des Verfahrens 
1A 2022 1823 gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO und sprach ihr entsprechend weder eine 
Entschädigung noch eine Genugtuung zu. Sie begründete dies damit, dass die Beschwerde-
führerin entgegen ihrer Sorgfaltspflicht nach Erkennen des Kieferproblems von "Chili" die 
Behandlung nicht sofort abgebrochen, sondern diese noch während über einer Stunde trotz 
erkennbarem Unbehagen und Schmerzen der Hündin weitergeführt habe. Die Sorgfaltspflicht 
hätte einen Abbruch der Behandlung verlangt, um weiteren Schaden zu verhindern. Denn ein 
Festhalten des Tieres, welches evtl. Schmerzen habe und ängstlich sei, könne ein Abwehr-
verhalten auslösen, das zu weiteren Verletzungen führe. Die Beschwerdeführerin habe die 
Kieferfehlstellung gemäss ihrer Aussage erkannt, diese in Verbindung zur kürzlich durchge-
führten Zahnextraktion gestellt und in der weiteren Behandlung darauf Rücksicht genommen, 
allerdings sorgfaltswidrig in zu geringem Masse. Diese Sorgfaltspflichtverletzung habe von 
Beginn des Vorverfahrens an im Raum gestanden und dazu geführt, dass einerseits für "Chi-
li" das offensichtliche Unbehagen aufgrund von Schmerzen im Sinne von Art. 4 Abs. 1 
TSchG unnötig verlängert worden sei, und dass andererseits der Verdacht gegen die Be-
schwerdeführerin auf Tierquälerei im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG nicht nur bezüg-
lich Zufügens eines Kieferbruchs, sondern auch bezüglich Verschlimmerung des Gesund-
heitszustands nach dem Kieferbruch durch Weiterführung der Coiffeurbehandlung habe un-
tersucht werden müssen. 

3. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, die Ursache des Kieferbruchs 
von "Chili" lasse sich nicht bestimmen. Daher sei auch unklar, wann dieser entstanden sei. 
Gemäss Gutachter sei die Durchführung der Coiffeurbehandlung trotz der zuvor erfolgten 
Zahnextraktion unter Berücksichtigung besonderer Vorsicht in Ordnung gewesen. Laut Gut-
achten habe die Beschwerdeführerin ferner nach dem Zuschnappen von "Chili" richtig rea-
giert und den Kopf nicht weiter gekämmt. Der Gutachter erachte die Fortsetzung der Behand-
lung im Hinblick auf die Sorgfaltspflicht sodann lediglich als "fraglich". Aus dieser Formulie-
rung werde klar, dass keine belastbaren bzw. rechtsgenügenden Beweise vorliegen würden, 
dass sie sorgfaltswidrig und damit fahrlässig gehandelt habe. Eine Sorgfaltspflichtverletzung 
sei nicht gegeben und damit seien die Voraussetzungen für die Kostenauferlegung nicht er-
füllt. Für die Beschwerdeführerin sei es nicht erkennbar gewesen, dass bzw. ob "Chili" unter 
Schmerzen gelitten habe. Es hätten keine Anzeichen dafür bestanden. Gemäss Gutachter 
würden Hunde denn auch in einer Stresssituation wie z.B. beim Hundecoiffeur keine 
Schmerzen zeigen. 

4. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 
StPO). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, so kön-
nen ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig 
und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert 
hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Unter den gleichen Voraussetzungen kann nach Art. 430 Abs. 1 
lit. a StPO eine Entschädigung herabgesetzt oder verweigert werden. Der Kostenentscheid 
präjudiziert die Entschädigungsfrage (Urteile des Bundesgerichts 6B_940/2023 vom 18. März 
2024 E. 1.3.1; 6B_1119/2021 vom 6. Oktober 2022 E. 2.3.2).

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Eine Kostenauflage bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens verstösst gegen die Un-
schuldsvermutung (Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), wenn der 
beschuldigten Person in der Begründung des Kostenentscheids direkt oder indirekt vorge-
worfen wird, es treffe sie ein strafrechtliches Verschulden. Damit käme die Kostenauflage ei-
ner Verdachtsstrafe gleich. Dagegen ist es mit Verfassung und Konvention vereinbar, einer 
nicht verurteilten beschuldigten Person die Kosten zu überbinden, wenn sie in zivilrechtlich 
vorwerfbarer Weise – d.h. im Sinne einer analogen Anwendung der sich aus Art. 41 OR er-
gebenden Grundsätze – eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm, die sich 
aus der Gesamtheit der schweizerischen Rechtsordnung ergeben kann, klar verletzt und da-
durch das Strafverfahren veranlasst oder dessen Durchführung erschwert hat. In tatsächli-
cher Hinsicht darf sich die Kostenauflage nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewie-
sene Umstände stützen. Das Verhalten einer angeschuldigten Person ist widerrechtlich, 
wenn es klar gegen Normen der Rechtsordnung verstösst, die sie direkt oder indirekt zu ei-
nem bestimmten Tun oder Unterlassen verpflichten (vgl. Art. 41 Abs. 1 OR). Das Verletzen 
bloss moralischer oder ethischer Pflichten genügt für die Auferlegung der Verfahrenskosten 
nicht. Vorausgesetzt sind regelmässig qualifiziert rechtswidrige, rechtsgenüglich nachgewie-
sene Verstösse. Die Behörde muss darlegen, inwiefern die beschuldigte Person durch ihr 
Handeln in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise klar gegen eine Verhaltensnorm verstossen hat 
(Urteile des Bundesgerichts 6B_940/2023 vom 18. März 2024 E. 1.3.2; 6B_287/2021 vom 
11. November 2021 E. 1.2.1).

5. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung der Strafuntersuchung damit, dass der 
Beschwerdeführerin kein strafrechtlich relevantes Verschulden am Kieferbruch von "Chili" 
nachgewiesen werden könne. Ebenfalls könne nicht rechtsgenüglich bewiesen werden, dass 
sie durch die sorgfaltswidrige Weiterbehandlung von "Chili" nach Erkennen der Kieferpro-
blematik "Chili" Leiden bzw. Schmerzen zugefügt habe, welche die für eine Tierquälerei im 
Sinne von Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG erforderliche Intensität erreicht hät-
ten. Damit stehe fest, dass kein Verdacht gegen die Beschwerdeführerin auf Widerhandlung 
gegen das Tierschutzgesetz gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a oder Abs. 2 TSchG erhärtet werden 
könne, der eine Anklage rechtfertige. Betreffend die Kostenauferlegung führte die Staatsan-
waltschaft – wie erwähnt (vgl. vorne E. 2) – aus, die Sorgfaltspflichtverletzung der Beschwer-
deführerin, d.h. die Fortsetzung der Behandlung trotz festgestellter Fehlstellung des Kiefers, 
habe dazu geführt, dass für "Chili" das offensichtliche Unbehagen aufgrund von Schmerzen 
im Sinne von Art. 4 Abs. 1 TSchG unnötig verlängert worden sei. 

Mit der zitierten Begründung wird der Beschwerdeführerin ein strafrechtliches Verschulden 
vorgeworfen, weshalb die Kostenauferlegung gegen die Unschuldsvermutung verstösst. Es 
ist nicht erkennbar, wie sich der Vorwurf, sie habe sorgfaltswidrig Schmerzen von "Chili" un-
nötig verlängert, von einer fahrlässigen Tierquälerei i.S.v. Art. 26 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 2 
TSchG unterscheiden sollte. Eine fahrlässige Tierquälerei hat die Staatsanwaltschaft in der 
Einstellungsverfügung aber ausdrücklich verneint. Inwiefern die Schmerzen von "Chili" nicht 
die erforderliche Intensität erreicht haben, um den Tatbestand der Tierquälerei zu erfüllen, 
aber dennoch eine (zivilrechtlich vorwerfbare) Sorgfaltspflichtverletzung der Beschwerdefüh-
rerin begründet hätten, erschliesst sich ebenfalls nicht. Denn gemäss Gutachten könnten 
keine genauen Angaben zum Leidensdruck und zu den Schmerzen von "Chili" gemacht wer-
den, welche durch den Kieferbruch und die Coiffeurbehandlung ausgelöst wurden. Weiter ist 
gemäss den Akten auch nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin bemerkte, dass "Chili" 

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Schmerzen hatte. Laut Gutachter kann es denn auch sein, dass der Hund aufgrund der 
Stresssituation beim Hundecoiffeur keinen Schmerz gezeigt hatte. Betreffend die Schmerzen 
von "Chili" liegt somit kein klar nachgewiesener Sachverhalt vor. Zusammengefasst sind die 
Voraussetzungen, um der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten aufzuerlegen, nicht er-
füllt. Die Beschwerde ist daher in diesem Punkt gutzuheissen und die Verfahrenskosten sind 
auf die Staatskasse zu nehmen. 

6. Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdeführerin auch die in der Einstellungsverfügung 
getroffene Entschädigungsregelung zu Recht rügt, präjudiziert doch der Kostenentscheid die 
Entschädigungsfrage (vgl. vorne E. 4).

6.1 Wird das Verfahren eingestellt, so hat die beschuldigte Person namentlich Anspruch auf eine 
nach dem Anwaltstarif festgelegte Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene 
Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Die Strafbehörde kann die 
Entschädigung gemäss Art. 430 Abs. 1 StPO herabsetzen oder verweigern, wenn die be-
schuldigte Person rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder 
dessen Durchführung erschwert hat (lit. a), die Privatklägerschaft die beschuldigte Person zu 
entschädigen hat (lit. b) oder die Aufwendungen der beschuldigten Person geringfügig sind 
(lit. c).

6.2 Ein Herabsetzungs- oder Verweigerungsgrund liegt nicht vor. Insbesondere hat die Be-
schwerdeführerin weder das Verfahren rechtswidrig und schuldhaft bewirkt noch dessen 
Durchführung erschwert (vgl. vorne E. 5.). Ebenso besteht keine Grundlage, um die Ent-
schädigung der Privatklägerschaft aufzuerlegen (vgl. Art. 432 StPO). Entsprechend ist die 
Beschwerdeführerin für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte aus der Staats-
kasse zu entschädigen. 

6.3 Gestützt auf § 2 AnwT sind die Honorare der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte inner-
halb der in diesem Tarif festgelegten Grenzen nach der Schwierigkeit des Falls sowie nach 
dem Umfang und der Art der angemessenen Bemühungen festzulegen. Für den Bereich der 
Strafsachen wird im Anwaltstarif präzisiert, dass sich das Honorar nach dem angemessenen 
Zeitaufwand des Rechtsanwalts oder der Rechtsanwältin bemisst (§ 15 Abs. 1 AnwT), wobei 
der Stundenansatz in der Regel CHF 220.00 beträgt. Er kann in besonderen Fällen bis auf 
CHF 300.00 erhöht werden (§ 15 Abs. 2 AnwT). Das Honorar wird dabei nach den Regeln 
zur Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters gemäss § 14 AnwT festgelegt (§ 15 
Abs. 2 AnwT). 

6.4 Der erbetene Verteidiger der Beschwerdeführerin reichte bei der Staatsanwaltschaft eine 
Honorarnote über CHF 5'039.85 (inkl. Auslagen und MWST) ein. Dieser Betrag ist zu hoch 
und wie folgt zu kürzen: Die Honorarnote enthält diversen Aufwand betreffend Vergleichsver-
handlungen mit dem Privatkläger C.________ (Positionen vom 11.11.2022, 18.11.2022, 
22.03.2023). Dieser Aufwand betrifft nicht die Verteidigung im Strafverfahren und ist daher 
nicht vom Staat zu entschädigen. Entsprechend ist eine Kürzung um zwei Stunden und 
CHF 10.80 Auslagen vorzunehmen. Die Entgegennahme und Weiterleitung einer Vorladung 
stellt eine Sekretariatsarbeit dar und wird nicht entschädigt (Position vom 06.01.2023, Kür-
zung um 0,25 Stunden). Auch Rechtsstudium wird, aussergewöhnliche Rechtsfragen vorbe-
halten, welche sich vorliegend nicht stellten, nicht entschädigt (Position vom 13.03.2023, 

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Kürzung um 0,5 Stunden). Sodann erscheint der geltend gemachte Aufwand für die Prüfung 
der diversen Eingaben der Gegenpartei und das Verfassen der eigenen Stellungnahmen ge-
nerell überhöht. So wurden beispielsweise für das Verfassen der Eingaben vom 19. Juni 
2023 (3 Seiten) und vom 27. November 2024 (2 Seiten) je 1,5 Stunden verrechnet. Es recht-
fertigt sich eine pauschale Kürzung um drei Stunden, wobei zwei Stunden der Periode bis 
31. Dezember 2023 zuzurechnen sind. Die Entschädigung ist somit auf gerundet 
CHF 3'665.00 (14,75 Stunden zu CHF 220.00 + CHF 154.10 Auslagen + CHF 265.80 MWST 
[7,7 % auf CHF 2'377.80 und 8,1 % auf CHF 1'021.30) festzusetzen. 

7. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde weitgehend als begründet. Die Verfahrenskosten 
können nicht der Beschwerdeführerin auferlegt werden. Zudem ist sie für ihre Aufwendungen 
im vorinstanzlichen Verfahren angemessen zu entschädigen. Das von ihrem Rechtsvertreter 
geltend gemachte Honorar ist indessen zu kürzen. Somit sind Dispositiv-Ziffern 3 und 4 der 
Einstellungsverfügung aufzuheben und die Kosten- und Entschädigungsfolgen sind im Sinne 
der vorstehenden Erwägungen zu regeln.

8. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführerin obsiegt im Beschwerde-
verfahren insoweit, als die vorinstanzlichen Verfahrenskosten auf die Staatskasse zu neh-
men sind. Hingegen ist die von ihrem Rechtsvertreter im vorinstanzlichen Verfahren einge-
reichte Honorarnote um rund einen Drittel zu kürzen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens zu 5/6 auf die Staatskasse zu nehmen und zu 1/6 der Beschwer-
deführerin aufzuerlegen. Zudem ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine (redu-
zierte) Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 3 StPO; vgl. Urteil des Obergerichts 
Zug BS 2021 85 vom 13. April 2022 E. 7). Bei der Festsetzung der Entschädigung für das 
Beschwerdeverfahren ist – angesichts der fallbezogenen notwendigen Aufwendungen und 
der kurzen Beschwerdeschrift – von einem Aufwand von 3 Stunden zu einem Ansatz von 
CHF 220.00 (§ 15 Abs. 2 AnwT) auszugehen. Hinzuzurechnen ist eine Auslagenpauschale 
von 3 %. Zur Parteientschädigung ist mangels eines ausdrücklichen Antrags im Beschwerde-
verfahren keine Mehrwertsteuer hinzuzurechnen (vgl. Weisung des Obergerichts über die 
Mehrwertsteuer in der Zivil- und Strafrechtspflege vom 29. Juli 2015). Die reduzierte Partei-
entschädigung beträgt mithin CHF 570.00.

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Beschluss

1.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 der Einstel-
lungsverfügung vom 28. März 2025 aufgehoben und wie folgt ersetzt:

"3. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 600.00 Gebühr (Grundgebühr und 2 pol. EVs; inkl. Auslagenpauschale ZuPo)
CHF 2'400.00 tierärztliches Gutachten
CHF 157.00 Porti
CHF 3'157.00 Total

und werden vollumfänglich auf die Staatskasse genommen.

 4. Der erbetene Verteidiger, Rechtsanwalt B.________, wird mit CHF 3'665.00 (inkl. MWST) 
aus der Staatskasse entschädigt. Der Beschuldigten wird keine Genugtuung ausgerichtet."

1.2 Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 800.00 Gebühren
CHF 20.00 Auslagen
CHF 820.00 Total

und werden zu 5/6 (CHF 683.35) auf die Staatskasse genommen und zu 1/6 (CHF 136.65) 
der Beschwerdeführerin auferlegt. Die Gerichtskasse stellt in diesem Betrag Rechnung.

3. Rechtsanwalt B.________, erbetener Verteidiger der Beschwerdeführerin, wird mit 
CHF 570.00 aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

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5. Mitteilung an:
- Parteien (an die Staatsanwaltschaft unter Rückgabe der eingereichten Akten)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget F. Eller
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

versandt am: