# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 372ae749-78fd-5812-b8c6-d19428cec7e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2008 B-93/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-93-2008_2008-11-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-93/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), 
Richter Bernard Maitre (Abteilungspräsident), 
Richterin Maria Amgwerd, 
Gerichtsschreiber Said Huber.

A._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT),
Effingerstrasse 27, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung eines Diploms.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-93/2008

Sachverhalt:

A.

A.a Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsbürger. Als Grenzgän-
ger arbeitet er seit dem 1. September 2001 als Revisor bei der Finanz-
kontrolle des Kantons X._______. Am 11. April  2003 ersuchte er die 
Vorinstanz, seinen am 13. Oktober 1999 von der Fachhochschule für 
öffentliche Verwaltung in Kehl (Deutschland) ausgestellten Abschluss 
als "Diplomverwaltungswirt (FH)" als gleichwertig anzuerkennen mit ei-
nem schweizerischen Fachhochschulabschluss. Dieses Gesuch wies 
die Vorinstanz am 10. Juli 2003 ab. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 28. Juli  2003 Beschwerde 
bei der Rekurskommission EVD (REKO/EVD) mit dem Antrag, es sei 
die Gleichwertigkeit  seines  Diplomes mit  dem eines "Betriebsökono-
men (HWF/FH)" festzustellen. In der Folge zog er seine Beschwerde 
am 22. August 2003 zurück, worauf die REKO/EVD das Verfahren am 
27. August 2003 als durch Rückzug erledigt abschrieb. 

A.b Im April  2005 wandte sich  der  Beschwerdeführer  erneut  an die 
Vorinstanz, weil er  den Vorbereitungsunterricht zur Berufsprüfung für 
Treuhänder besuchte und für die Zulassungsprüfung eine Bestätigung 
der Gleichwertigkeit mit einem eidgenössischen Fachausweis (3-jähri-
ge Ausbildung) benötigte. Nach Rücksprache mit der Vorinstanz bestä-
tigte  der  Kaufmännische  Verband  Schweiz  dem  Beschwerdeführer, 
dass er zur Berufsprüfung für Treuhänder zugelassen werden könne. 
In der Folge besuchte der Beschwerdeführer bis Januar 2007 vier von 
fünf  Semestern  des  entsprechenden  Vorbereitungskurses,  ohne  je-
doch die Berufsprüfung abzulegen. 

B.

B.a Am 5. September 2007 teilte der Beschwerdeführer der Vorinstanz 
per E-mail  mit,  sein gegenwärtiger Arbeitgeber – die Finanzkontrolle 
des Kantons X._______ – beabsichtige, sich gestützt auf das Revisi-
onsaufsichtsgesetz vom 16. Dezember  2005 (RAG, SR 221.302) als 
Revisionsunternehmen registrieren zu lassen. Dazu benötige sein Ar-
beitgeber einen Nachweis über die Gleichwertigkeit seines Abschlus-
ses im Sinne von Art. 4 Abs. 2 Bst. d RAG. Deshalb ersuche er um die 
amtliche Auskunft, ob sein Abschluss als "Diplomverwaltungswirt (FH)" 

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dem "Eidg. Fachausweis Rechnungswesen oder Treuhand" oder einem 
schweizerischen Fachhochschulabschluss entspreche. 

B.b Mit E-mail vom 10. September 2007 teilte die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer mit, die Verfügung vom 10. Juli 2003 sei nach wie vor 
massgebend.  Wünsche  er  jedoch  eine  bestimmte  Gleichwertigkeit, 
weil sich sein Arbeitgeber als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunter-
nehmen registrieren lassen wolle, müsse er ein neues Gesuch einrei-
chen und die Diplome genau angeben, welche hinsichtlich Gleichwer-
tigkeit miteinander verglichen werden sollen. 

B.c In  der  Folge  reichte  der  Beschwerdeführer  einen  ausführlichen 
Lebenslauf, weitere Beilagen sowie das von der Vorinstanz geforderte, 
vollständig ausgefüllte Formular E2 "Anerkennung ausländischer Dip-
lome und Ausweise" ein.

C.
Am 20. Dezember 2007 eröffnete die Vorinstanz dem Beschwerdefüh-
rer ein Schreiben, welches, ohne ein Dispositiv zu enthalten, mit "Ver-
fügung (Abweisung des Gesuchs)" betitelt war. Darin fasste die Vorin-
stanz das Ersuchen des Beschwerdeführers dahingehend zusammen, 
er beantrage erneut die Anerkennung seines Diploms, um sich ins Re-
gister  der  Eidgenössischen  Revisionsaufsichtsbehörde  eintragen  zu 
lassen. Im Wesentlichen verlange er die Anerkennung der Gleichwer-
tigkeit seines Diploms mit einem der in Art. 4 Abs. 2 RAG erwähnten 
Diplome. In den Erwägungen wird festgehalten, für in der Schweiz reg-
lementierte Berufe erfolge die Anerkennung eines in einem EU-Staat 
ausgestellten Diploms nach dem einschlägigen Anhang III des Abkom-
mens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mit-
gliedstaaten andererseits  über die Freizügigkeit  (Freizügigkeitsabkom-
men, FZA, SR 0.142.112.681). Die Diplomanerkennung für den Beruf 
des Revisors werde in den Richtlinien 2006/43/EG (vom 17.5.2006, ABl. 
L 157 vom 9.6.2006, S. 87) bzw. 89/48/EWG (vom 21.12.1988, ABl. L 19 
vom 24.1.1989, S. 16) oder 92/51/EWG (vom 18.6.1992, ABl. L 209 vom 
24.7.1992, S. 25) geregelt und zwar je nach Ausbildungsniveau, das der 
Aufnahmestaat  verlange.  Zwar  sei  die  Richtlinie  2006/43/EG  in  der 
Schweiz nicht anwendbar, doch sähen auch die Richtlinien 89/48/EWG 
und 92/51/EWG vor, dass ein Migrant, der einen Beruf in seinem Her-
kunftsstaat  ausüben  darf,  auch  im  Aufnahmestaat  gleichbehandelt 
werden müsse. Insofern könnte der Beschwerdeführer hier nur ein Dip-

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lom anerkennen lassen, das in der Schweiz Zugang zu dem Beruf ver-
schaffe, für den er im Diplomausstellungsland auch ausgebildet wor-
den sei. In Deutschland werde zwischen der - nicht reglementierten - 
internen Revision (Controlling) und der – reglementierten – externen 
Revision  (Wirtschaftsprüfung,  Buchprüfung)  unterschieden. Die  Wirt-
schafts- bzw. Buchprüfung erfordere einen wirtschafts- oder rechtswis-
senschaftlichen Studienabschluss mit anschliessend einschlägiger Tä-
tigkeit  (sowie berufsbegleitender Weiterbildung) und danach das Be-
stehen  einer  staatlichen  Abschlussprüfung.  Insofern  sei  der  Hoch-
schulabschluss "kein deutsches Endprodukt"  im Sinne der Richtlinie. 
Habe der Beschwerdeführer, wie er selbst einräume, keine staatliche 
Prüfung abgelegt, die ihm in Deutschland die Tätigkeit als Revisor er-
laube, sei er gemäss Richtlinie auch in der Schweiz nicht zur Arbeit als 
Revisor berechtigt. Darüber hinaus komme auch die Anerkennung für 
ein anderes Schweizerisches Diplom nicht in Frage, da die Verfügung 
vom 10. Juli 2003 rechtskräftig sei und in der Schweiz kein vergleich-
barer  Ausbildungsgang  bestehe.  Entspreche  das  Diplom  des  Be-
schwerdeführers  nicht  dem  eines  "Betriebsökonomen  FH",  sei  es 
zwecklos, seine Ausbildung mit den in Art. 4 Abs. 2 RAG aufgeführten 
Diplomen zu vergleichen. Die im RAG aufgezählten Diplome entsprä-
chen offensichtlich nicht  der  Ausbildung zum "Diplomverwaltungswirt 
(FH)" zumal es in Deutschland Ausbildungen gebe, wie etwa der "Wirt-
schaftsprüfer", die den in Art. 4 Abs. 2 RAG erwähnten Diplomen ähn-
lich seien. Aus diesem Grunde falle eine auf Art. 4 Abs. 3 RAG und auf 
Art. 69 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 2003 (BBV, 
SR 412.101) basierende Anerkennung ausser Betracht. Abschliessend 
hielt die Vorinstanz fest, hier sei lediglich die Anerkennung zu prüfen. 
Demgegenüber  sei  einzig  die  Eidgenössische  Revisionsaufsichtsbe-
hörde  (RAB)  dafür  zuständig,  Art.  4  RAG auszulegen  bzw. allfällige 
Ausnahmen festzulegen. 

D.
Diese Verfügung focht der Beschwerdeführer am 4. bzw. am 11. Januar 
2008 beim Bundesverwaltungsgericht an mit folgenden Begehren: 

"1. Die Richtigkeit der Verfügung der [BBT] vom 10. Juli 2003 ist zu prüfen. 

2. Die Verfügung der BBT vom 20. Dezember 2007 ist aufzuheben.

3. Die  BBT  hat  eine  nachvollziehbare  Gleichwertigkeitsprüfung  meines  Berufsab-
schlusses gemäss den Richtlinien 2005/36 EG und 2006/43/EG in Verbindung mit 
dem Art. 4 RAG sowie etwaige vergleichbare schweizerische Abschlüsse im Rech-
nungswesen, in der Verwaltung oder in der Revision durchzuführen. Die Details der 

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Analyse sind mir in der Entscheidung mitzuteilen. Dabei sind durchführbare Aus-
gleichsmassnahmen oder Eignungsprüfungen vorzusehen, die es mir ermöglichen 
eine Gleichwertigkeit zu erlangen und Registrierung gemäss RAG durchführen zu 
können.

4. Die BBT hat zusammen mit der RAB für meine Registrierung zu sorgen.

5. Meine Begehren sind ohne weitere Kostenfolge vorzunehmen."

Zur Begründung hält der Beschwerdeführer im Wesentlichen fest, sein 
erstes Gesuch aus dem Jahre 2003 sei auf eine akademische Aner-
kennung  gerichtet  gewesen.  Lediglich  aus  verfahrenstechnischen 
Gründen habe er damals seine Beschwerde gegen die Verfügung vom 
10. Juli 2003 zurückgezogen. Diese sei jedoch nicht rechtens, da darin 
weder  die  massgeblichen  EU-Richtlinien  noch  die  möglichen  Aus-
gleichsmassnahmen  oder  Eignungsprüfungen  berücksichtigt  werden. 
Nach Auskunft des RAB sei für die hier beantragte Anerkennung allein 
die Vorinstanz zuständig. 

Im vorliegenden Gesuch habe er – zu beruflichen Zwecken – die Aner-
kennung der Gleichwertigkeit seines Berufsabschlusses mit den Aus-
bildungen mit Fachausweisen oder Berufsprüfungen nach Art. 4 RAG 
beantragt,  insbesondere  betreffend  die  Ausbildung  Treuhandexperte 
bzw. Experte in Rechnungslegung und Controlling (Art. 4 Abs. 2 Bst. b 
RAG),  Fachleute  im Finanz-  und  Rechnungswesen  oder  Treuhänder 
(Art. 4 Abs. 2 Bst. c RAG) bzw. die gleichwertigen Ausbildungen (Art. 4 
Abs. 2 Bst. d RAG). Die in Art. 4 RAG aufgezählten Ausbildungen dürf-
ten  unter  dem  Niveau  seines  Fachhochschulabschlusses  liegen.  Er 
habe sich auf eigene Kosten im Register der RAB eintragen lassen, 
aber  bisher  noch  keine  Eintragungsbestätigung  erhalten. Angesichts 
der negativen Verfügung erwarte er auch keine provisorische Regist-
rierung. Im Widerspruch zur Auffassung der Vorinstanz sei  nach den 
Auskünften  der  RAB  und  der  zuständigen  EU-Generaldirektion  die 
Richtlinie 2006/43/EG anwendbar. Verfehlt sei ferner die Bezugnahme 
der Vorinstanz auf die Richtlinien 89/48/EWG und 92/51/EWG, welche 
am 20. Oktober 2007 durch die Richtlinie 2005/36/EG (vom 7.9.2005, 
ABl. L 255 vom 30.9.2005, S. 22) ersetzt worden seien. Gemäss einer 
Informationsschrift  der  deutschen  Bundesagentur  für  Arbeit  dürfe  er 
mit seinem Abschluss in Deutschland in der Revision tätig sein, insbe-
sondere bei Rechnungshöfen und Rechnungsprüfungsstellen der Län-
der und Kommunen. Da sich zumindest die Rechnungshöfe mit der Fi-
nanzkontrolle  vergleichen liessen,  sei  nicht  einsehbar, weshalb er  in 
der Schweiz nicht auch als Revisor arbeiten dürfe. Die angefochtene 

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Verfügung bedeute ein Berufsverbot, was weder mit dem FZA noch mit 
der Richtlinie 2005/36/EG vereinbar sei. Zu unterscheiden sei die in-
terne und die externe Revision. Betreffend die Berufe der externen Re-
vision unterscheide sich Deutschland von der Schweiz. Während hier-
zulande die  unter  Art.  4  RAG genannten Berufe externe Revisionen 
durchführen  dürfen,  seien  in  Deutschland  damit  vorwiegend  Wirt-
schaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer betraut. In der Schweiz seien 
der Treuhänder sowie der Revisor reglementiert. Die Vorinstanz habe 
es  fälschlicherweise  unterlassen,  den  "Diplomverwaltungswirt  (FH)" 
mit allen Abschlüssen aus dem Bereich Rechnungswesen, Verwaltung 
und Revision zu vergleichen bzw. die Gleichwertigkeit nach der Richtli-
nie  2005/36/EG  bzw. nach  der  Richtlinie  2006/43/EG  zu  prüfen.  Im 
Lichte der letztgenannten Richtlinie seien noch Ausnahmen zu berück-
sichtigen. Die Vorinstanz habe es ferner unterlassen, die hier allenfalls 
nötigen Ausgleichsmassnahmen zu erörtern. Solche seien nach den 
massgeblichen  Richtlinien  wie  auch  nach  Art.  70  BBV  vorgesehen. 
Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer, die Verfügung sei inso-
fern  widersprüchlich,  als  die  Vorinstanz  eine auf  Art.  4  Abs. 3  RAG 
bzw. Art. 69 BBV gestützte Anerkennung ausschliesst und sich gleich-
zeitig für unzuständig erklärt, die Bestimmungen des RAG auszulegen.

E.
Mit Vernehmlassung vom 2. April  2008 beantragt die Vorinstanz voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde: 

Der Beruf des Revisors sei erst mit Inkrafttreten des RAG am 1. Sep-
tember 2007 reglementiert worden, weshalb im Jahre 2003 keine Aus-
gleichsmassnahmen angeboten werden mussten. Des Weiteren gehe 
die  Auffassung  der  RAB  und  der  zuständigen  EU-Generaldirektion 
fehl,  die Richtlinie 2005/36/EG sei  anwendbar. Denn diese werde im 
FZA  nicht  erwähnt,  weshalb  sich  Diplomanerkennungen  weiterhin 
nach den Richtlinien 89/48/EWG und 92/51/EWG richteten. Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers sei dessen Diplom kein "End-
produkt" im Sinne der Richtlinie, das die Ausübung des Berufes des 
Revisors erlauben würde. Abschliessend weist  die Vorinstanz  darauf 
hin,  dass  die  Schweiz  mit  der  EU-Kommission  zu  diesem Fall  eine 
übereinstimmende Sicht  erzielt  habe. Der  Beschwerdeführer  sei  von 
der EU-Kommission entsprechend informiert worden.

F.
Zu dieser Vernehmlassung reichte der Beschwerdeführer am 22. April 

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2008  eine  Replik  ein.  Darin  legt  er  vorab  dar,  er  werde  seit  dem 
1. Januar 2008 nicht  mehr als  Revisor eingesetzt,  was einem diskri-
minierenden  Berufsverbot  gleichkäme.  Ob  ihm  wegen  des  Funkti-
onswechsels  der Lohn gekürzt  oder später  gar gekündigt  werde,  sei 
noch offen. Daher sei er auf eine baldige Registrierung nach RAG an-
gewiesen. Wie bereits im Jahre 2003 habe es die Vorinstanz auch im 
vorliegenden  Verfahren  unterlassen,  ihm  mögliche  Ausgleichsmass-
nahmen  oder  Eignungsprüfungen  mitzuteilen,  obschon  nach  den 
einschlägigen  EU-Richtlinen  89/48/EWG  (Art.  3b)  und  92/51/EWG 
bzw. Art.  70  BBV solche vorgesehen seien,  wie  die  zuständige EU-
Generaldirektion mit Schreiben vom 17. März 2008 bestätigt habe. Ab-
weichend vom bisher vertretenen Standpunkt weist der Beschwerde-
führer  darauf  hin,  laut  Auskünften  des  Sekretariats  der  deutschen 
Kultusministerkonferenz  seien  die  Richtlinien  2005/36/EG  bzw. 
2006/43/EG hier nicht anwendbar. In Deutschland könne er mit seinem 
Berufsabschluss im Finanz- und Rechnungswesen, im Controlling, in 
der  Beratung  und  in  der  Revision  tätig  sein,  diesbezüglich  insbe-
sondere  auf  allen  Behördenebenen,  wo  Revisionen  des  Gemein-
wesens  durchgeführt  werden  (wie  z.B.  in  Rechnungshöfen,  Rech-
nungsprüfstellen  des  Landes  oder  der  Kommunen).  Zumindest  die 
deutschen Rechnungshöfe  seien mit  seinem derzeitigen  Arbeitgeber 
vergleichbar, weshalb nicht nachvollziehbar sei, weshalb er nicht auch 
in der Schweiz als Revisor bei der Finanzkontrolle sollte arbeiten dür-
fen. Bisher habe die Vorinstanz weder eine fachlich kompetente Ent-
scheidung  getroffen,  noch  die  Besonderheiten  des  RAG  geprüft. 
Angesichts  der  Unsicherheiten  der  Behörden  wäre  vorab  zu  klären, 
wer  überhaupt  für  die  Anerkennung ausländischer  Berufsabschlüsse 
im Rahmen des RAG zuständig sei. Unbestrittenermassen dürfe er mit 
seinem Berufsabschluss  weder  in  Deutschland noch in  der  Schweiz 
als Wirtschaftsprüfer im Sinne von Art. 4 Abs. 2 Bst. a RAG arbeiten. 
Andererseits dürfe er in der Schweiz wie in Deutschland als Fachmann 
in  Finanz-  und  Rechnungswesen  arbeiten.  Diesen  Punkt  habe  die 
Vorinstanz nicht geprüft. 

G.
Mit Duplik vom 22. Mai 2008 hielt die Vorinstanz an ihren bisherigen 
Anträgen fest. Darin wird zum eingereichten Schreiben der zuständi-
gen EU-Generaldirektion vom 17. März 2008 festgehalten, diese gehe 
zu  Unrecht  davon  aus,  der  Treuhandexperte,  der  Experte  in  Rech-
nungslegung  und  Controlling,  der  Fachmann  im  Finanz-  und  Rech-
nungswesen mit eidgenössischem Fachausweis seien nach Art. 4 RAG 

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reglementiert. Vielmehr regle das RAG nur die Zulassung von Perso-
nen, die Revisionsdienstleistungen erbringen. Gegenstand seien Dip-
lome, die Zugang zu reglementierten Tätigkeiten gewähren. Hingegen 
bestimme das RAG nicht, welche beruflichen Tätigkeiten reglementiert 
seien. Art. 727 ff. OR (SR 220) benenne die reglementierten Tätigkei-
ten im Bereiche der spezialgesetzlich besonders geregelten Revision. 
Dennoch  bestätige  die  EU-Generaldirektion  mit  Schreiben  vom 
17. März 2008 im Ergebnis  die Korrektheit  der angefochtenen Verfü-
gung. Insbesondere halte die EU-Generaldirektion zu Recht fest, dass 
der Beschwerdeführer mangels entsprechender Qualifikation nicht als 
externer Revisor arbeiten dürfe. Nicht reglementiert sei in der Schweiz 
die interne Revision,  welche dem Beschwerdeführer  offenstehe, was 
hier auch eine Anwendung des FZA ausschliesse. 

H.
Auf die dargelegten und weitere Vorbringen wird, soweit sie rechtser-
heblich sind, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht prüft  von Amtes wegen und mit  freier 
Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt  sind und ob auf die 
Beschwerde einzutreten ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Das Schreiben  der  Vorinstanz  vom 20. Dezember  2007,  in  wel-
chem im Ergebnis das Gesuch des Beschwerdeführers um Anerken-
nung  der  Gleichwertigkeit  seines  ausländischen  Diploms  mit  drei 
schweizerischen  Diplomen  ("eidg.  dipl.  Experte  in  Rechnungslegung 
und Controlling"  bzw. "eidg. FA Finanz-  und Rechnungswesen"  bzw. 
"Treuhänder") abgelehnt wird, vermag in formeller Hinsicht den Anfor-
derungen an eine Verfügung zwar kaum zu genügen, nachdem nicht 
nur ein klares Dispositiv fehlt, sondern auch Erörterungen zur Frage, 
inwieweit überhaupt auf die Begehren eingetreten wird. Diese erhebli-
chen  Mängel  lassen  indessen  die  von  der  Vorinstanz  beabsichtigte 
Verfügung nicht geradezu als nichtig erscheinen (vgl. zu den Voraus-
setzungen für die Annahme von Nichtigkeit nach der sog. Evidenztheo-
rie:  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwal-
tungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 955 ff. sowie Urteil des Bundes-
gerichts 6B_113/2007 vom 16. August  2007 E. 2.5). Die vorliegende 
Beschwerde  richtet  sich  somit  gegen  eine  Verfügung  im  Sinne  von 

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Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfah-
ren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). 

Das Bundesverwaltungsgericht, das gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 132.32) als Beschwer-
deinstanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beur-
teilt, ist nach Art. 33 Bst. d VGG für die Behandlung der vorliegenden 
Streitsache zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilge-
nommen, ist  als Adressat  durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ände-
rung. Er ist  daher zur Beschwerdeführung legitimiert  (Art. 48 Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).

Die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift (Art. 52 
VwVG)  sind  erfüllt.  Die  Beschwerde  ist  fristgerecht  erfolgt  (Art.  50 
Abs. 1 und 52 VwVG). Der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt 
(Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher insoweit einzutreten, als sie sich gegen 
die  Verweigerung  der  Anerkennung  der  Gleichwertigkeit  der  Ausbil-
dung des Beschwerdeführers mit den drei genannten Diplomen richtet.

1.3 In Ziffer 4 seines Rechtsbegehrens verlangt der Beschwerdefüh-
rer, dass die Vorinstanz in Zusammenarbeit mit der RAB für seine Re-
gistrierung zu sorgen habe. Soweit der Beschwerdeführer damit – zu-
mindest implizit auch – die direkte Zulassung als Revisionsexperte an-
streben sollte, wäre auf seine Beschwerde von vornherein nicht einzu-
treten.

1.3.1 Wie die Vorinstanz zu Recht betont, bedürfen natürliche Perso-
nen und Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen erbrin-
gen, seit dem 1. September 2007 einer Zulassung (Art. 3 Abs. 1 RAG). 

Eine natürliche Person wird  als  Revisionsexpertin  oder  Revisionsex-
perte  zugelassen,  wenn  sie  die  Anforderungen  an  Ausbildung  und 
Fachpraxis  erfüllt  und  über  einen  unbescholtenen  Leumund  verfügt 
(Art. 4 Abs. 1 RAG). Die Anforderungen an Ausbildung und Fachpraxis 
erfüllen  eidgenössisch  diplomierte  Wirtschaftsprüferinnen  und  Wirt-
schaftsprüfer (vgl. Art. 4 Abs. 2 Bst. a RAG), eidgenössisch diplomierte 
Treuhandexpertinnen  und  Treuhandexperten,  Steuerexpertinnen  und 

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Steuerexperten sowie Expertinnen und Experten in Rechnungslegung 
und Controlling, je mit mindestens fünf Jahren Fachpraxis  (vgl. Art. 4 
Abs. 2 Bst. b RAG),  Absolventinnen und Absolventen eines Universi-
täts-  oder  Fachhochschulstudiums  in  Betriebs-,  Wirtschafts-  oder 
Rechtswissenschaften an einer schweizerischen Hochschule, Fachleu-
te  im  Finanz-  und  Rechnungswesen  mit  eidgenössischem Fachaus-
weis  sowie  Treuhänderinnen  und  Treuhänder  mit  eidgenössischem 
Fachausweis,  je  mit  mindestens zwölf  Jahren Fachpraxis  (vgl. Art. 4 
Abs. 2 Bst. c RAG) sowie Personen, die eine den soeben erwähnten 
vergleichbare ausländische Ausbildung abgeschlossen haben, die ent-
sprechende  Fachpraxis  aufweisen  und  die  notwendigen  Kenntnisse 
des schweizerischen Rechts nachweisen, sofern ein Staatsvertrag mit 
dem Herkunftsstaat dies so vorsieht oder der Herkunftsstaat Gegen-
recht hält  (vgl. Art. 4 Abs. 2 Bst. d RAG). Der Bundesrat kann weitere 
gleichwertige Ausbildungsgänge zulassen und die Dauer der notwen-
digen Fachpraxis bestimmen (Art. 4 Abs. 3 RAG). Die Fachpraxis muss 
vorwiegend auf  den Gebieten des Rechnungswesens und der Rech-
nungsrevision  erworben  worden  sein,  davon mindestens  zwei  Drittel 
unter Beaufsichtigung durch eine zugelassene Revisionsexpertin oder 
einen zugelassenen Revisionsexperten oder durch eine ausländische 
Fachperson mit  vergleichbarer Qualifikation. Fachpraxis  während der 
Ausbildung wird angerechnet, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind 
(Art. 4 Abs. 4 RAG). 

Über Gesuche um Zulassung und Registrierung entscheidet die Eidge-
nössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB), eine öffentlich-rechtliche 
Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit (Art. 15 i.V.m. 28 Abs. 1 und 2 
RAG). 

1.3.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts liegt 
die Prüfung, ob ein ausländischer Ausbildungsgang mit einem der in 
Art.  4  Abs. 2  RAG aufgelisteten  schweizerischen  Ausbildungen  ver-
gleichbar ist, im pflichtgemässen Ermessen der RAB, welche bei ihrem 
Entscheid  Rücksprache  mit  anderen  Behörden  nimmt  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B-3393/2008  vom  24.  September  2008 
E. 4.1 bzw. B-1940/2008 vom 10. Juni 2008 E. 2.5). Diese Auffassung 
scheint auch die Vorinstanz in Ziffer 9 der angefochtenen Verfügung zu 
vertreten.

Soweit der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde allenfalls die di-
rekte Zulassung als Revisor anstreben sollte, läge sein Begehren aus-

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serhalb  des  hier  zu  beurteilenden  Anfechtungsobjekts,  das  –  wenn 
auch formal mangelhaft abgefasst – einzig die Abweisung seines Ge-
suches um Anerkennung der Gleichwertigkeit seines Diploms mit drei 
schweizerischen Diplomen beinhaltet (vgl. E.1.1). Insofern wäre darauf 
nicht einzutreten. Dass die Vorinstanz mangels Zuständigkeit auf allen-
falls implizit vorgebrachte, ebenfalls die direkte Zulassung betreffende 
Begehren nicht  vertieft  einging (vgl. Ziff. 9  der angefochtenen Verfü-
gung betr. Zuständigkeit  der RAB), ist unter diesen Umständen nicht 
zu beanstanden (vgl. E. 3.1). 

1.4 In Ziffer 1 beantragt der Beschwerdeführer, es sei die Richtigkeit 
der Verfügung der Vorinstanz vom 10. Juli 2003 zu prüfen. 

Im angefochtenen Entscheid, wie zuvor in einer E-mail vom 10. Sep-
tember 2007 an den Beschwerdeführer, nimmt die Vorinstanz auf die-
se Verfügung Bezug. Deren Dispositiv erwuchs nach dem Rückzug der 
dagegen im Jahre 2003 erhobenen Beschwerde an die REKO/EVD in 
Rechtskraft. Auf Rügen des Beschwerdeführers zu diesem Entscheid 
wäre daher nur dann und insoweit  einzugehen, als geltend gemacht 
würde, die Vorinstanz hätte zu Unrecht eine Widererwägung dieser in 
Rechtskraft erwachsenen Verfügung aus dem Jahre 2003 verweigert. 
Dies bringt der Beschwerdeführer hier indessen nicht vor, sondern er 
äussert rein appelatorische Kritik, ohne hier (oder auch vor der Vorin-
stanz) Gründe vorzubringen, die ein Zurückkommen auf die Verfügung 
rechtfertigen würden. Insofern ist auf die diesbezügliche Kritik des Be-
schwerdeführers hier nicht mehr weiter einzugehen. 

2.

2.1 Nach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 
(BBG, SR 412.10) regelt dieses Gesetz sämtliche Berufsbereiche aus-
serhalb der Hochschulen,  so unter  anderem die berufliche Grundbil-
dung (einschliesslich der Berufsmaturität),  die  höhere Berufsbildung, 
die  berufsorientierte  Weiterbildung  und  die  Qualifikationsverfahren, 
Ausweise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG). 

Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die Regelung der Anerken-
nung ausländischer Diplome und Ausweise der Berufsbildung im Gel-
tungsbereich des BBG. Zur Förderung der internationalen Zusammen-
arbeit und Mobilität in der Berufsbildung kann der Bundesrat in eigener 
Zuständigkeit internationale Vereinbarungen abschliessen (Art. 68 Abs. 

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2 BBG). Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen, wo das 
Gesetz die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 65 Abs. 1 BBG). 

2.2 Mit dem Erlass der BBV (zitiert unter C.) hat der Bundesrat diesen 
Auftrag erfüllt und in Art. 69 BBV Folgendes bestimmt:

1 Das Bundesamt anerkennt ausländische Diplome und Ausweise, wenn diese: 

a. im Herkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und 

b. einem schweizerischen Ausweis oder Titel gleichwertig sind. 

2 Einem schweizerischen Diplom oder Ausweis gleichwertig ist ein ausländisches
  Diplom oder ein ausländischer Ausweis dann, wenn: 

a. die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; 

b. die Bildungsdauer äquivalent ist; 

c. die Inhalte vergleichbar sind; und

d. der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Qualifikationen umfasst. 

3 Antragsberechtigt ist, wer in der Schweiz Wohnsitz hat oder als Grenzgängerin oder
  Grenzgänger tätig ist. 

4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. 

Wird die Ausübung einer Berufstätigkeit  durch Rechtsvorschriften an 
den Besitz eines bestimmten Diploms oder Ausweises gebunden und 
verfügt die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller über ein ausländi-
sches Diplom oder einen ausländischen Ausweis, der in der Schweiz 
nicht als gleichwertig anerkannt ist, so sorgt das BBT in Zusammenar-
beit mit den Kantonen oder mit Organisationen der Arbeitswelt für Aus-
gleichsmassnahmen, mit denen die verlangten Qualifikationen erreicht 
werden  können.  Ausgleichsmassnahmen  bestehen  in  ergänzenden 
Eignungsprüfungen, Anpassungslehrgängen oder anderen Qualifikati-
onsverfahren (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 

2.3 Am 1. Juni 2002 trat das im Sachverhalt unter C. erwähnte Freizü-
gigkeitsabkommen in  Kraft. Nach  dessen  Art.  1  Bst.  a  hat  das  FZA 
zum  Ziel,  den  Staatsangehörigen  der  Mitgliedstaaten  der  Europäi-
schen Gemeinschaft und der Schweiz ein Recht auf Einreise, Aufent-
halt, Zugang zu einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit und Nieder-
lassung als Selbstständiger sowie das Recht auf Verbleib im Hoheits-
gebiet der Vertragsparteien einzuräumen. Der in Art. 2 FZA verankerte 

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Grundsatz der Nichtdiskriminierung gewährleistet den Staatsangehöri-
gen der Schweiz und der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemein-
schaft das Recht, in der Anwendung des Abkommens nicht schlechter 
gestellt zu werden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom-
men handhabt  (YVO HANGARTNER,  Der  Grundsatz  der  Nichtdiskriminie-
rung wegen der Staatsangehörigkeit  im Freizügigkeitsabkommen der 
Schweiz  mit  der  Europäischen  Gemeinschaft,  AJP  2003  S.  257  ff., 
S. 260). 

Deshalb bestimmt Art. 9 FZA, dass die Vertragsparteien gemäss An-
hang III die erforderlichen Massnahmen treffen, um den Staatsangehö-
rigen  der  Mitgliedstaaten  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  der 
Schweiz  den  Zugang  zu  unselbstständigen  und  selbstständigen  Er-
werbstätigkeiten  und  deren  Ausübung  sowie  die  Erbringung  von 
Dienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "Ge-
genseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen". Nach dessen Be-
stimmungen wenden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseiti-
gen  Anerkennung  beruflicher  Befähigungsnachweise  untereinander 
die gemeinschaftlichen Rechtsakte, auf die Bezug genommen wird, in 
der  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  des  Abkommens  geltenden 
Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs genannten 
Änderungen oder  gleichwertige  Vorschriften  an (vgl. hierzu und zum 
Ganzen: Botschaft  des Bundesrates vom 23. Juni 1999 zur Genehmi-
gung der sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der  EG, 
Botschaft, BBl 1999 6128, insbesondere S. 6155 und S. 6347 ff.; Urteil 
des Bundesgerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 mit Hin-
weis auf: RUDOLF NATSCH, Gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifi-
kationen, in: Bilaterale Verträge Schweiz - EG, Zürich 2002, S. 195 ff., 
insbes. S. 204;  MAX WILD, Die Anerkennung von Diplomen im Rahmen 
des Abkommens über die Freizügigkeit der Personen, in: Bilaterale Ab-
kommen  Schweiz  -  EU,  Basel  etc.  2001,  S.  383  ff.,  insbes.  S. 403; 
BUNDESAMT FÜR BERUFSBILDUNG UND TECHNOLOGIE,  Bericht über die Anerken-
nung  ausländischer  Diplome  in  der  Schweiz  und  die  Anerkennung 
schweizerischer Diplome im Ausland: Regelungen, bestehende Prakti-
ken und Handlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f.).

2.3.1 Hinsichtlich der Anerkennung der beruflichen Qualifikationen er-
fasst das FZA nur die im Aufnahmestaat reglementierten beruflichen Tä-
tigkeiten. Alle nicht reglementierten Berufe stehen der freien Ausübung 
offen. Deshalb ist für sie die Anerkennung nach dem FZA ohne Bedeu-
tung. Ist ein Beruf im Aufnahmestaat nicht reglementiert, bedarf es so-

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mit keiner Prüfung der Gleichwertigkeit des Diploms und eine Arbeitsbe-
willigung genügt zur Berufsausübung (vgl.  NATSCH, a.a.O., S. 205; WILD, 
a.a.O., S. 386 f.; HILDEGARD SCHNEIDER, Die Anerkennung von Diplomen in 
der Europäischen Gemeinschaft, Antwerpen-Apeldoorn 1995, S. 177).

2.3.2 Als reglementierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätig-
keit, bei  der die Aufnahme oder Ausübung oder eine der Arten ihrer 
Ausübung  in  einem  Mitgliedstaat  direkt  oder  indirekt  durch  Rechts- 
oder  Verwaltungsvorschriften  an den Besitz  eines Ausbildungs-  oder 
Befähigungsnachweises  (bzw.  Diploms)  gebunden  ist.  Dazu  gehört 
insbesondere die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit  in Verbindung 
mit  der  Führung  eines  Titels,  der  nur  von Personen  geführt  werden 
darf, die einen Ausbildungs- oder Befähigungsnachweis (bzw. ein Dip-
lom) besitzen, die in einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschrif-
ten festgelegt sind (...) (vgl. Art. 1 Bst. f der Richtlinie 92/51/EWG bzw. 
Art. 1 Bst. d der Richtlinie 89/48/EWG, beide zitiert im Sachverhalt un-
ter C.). 

Die Vorinstanz hat im Internet eine Liste der reglementierten Berufe in 
der  Schweiz  veröffentlicht  (abrufbar  unter:  www.bbt.admin.ch  >  The-
men > Internationale Diplomanerkennung > EU-Diplomanerkennung > 
Links und Dokumente > Liste der reglementierten Berufe; zuletzt be-
sucht am 6. November 2008).

3.
In  Ziffer  3 seines  Beschwerdebegehrens beantragt  der  Beschwerde-
führer im Wesentlichen, die Vorinstanz sei zu verpflichten, gestützt auf 
die  Richtlinien  2005/36/EG und  2006/43/EG  sowie  Art.  4  RAG eine 
Gleichwertigkeitsprüfung  seines  Berufsabschlusses  durchzuführen 
und  die  allenfalls  für  eine  Registrierung  gemäss  RAG  notwendigen 
Ausgleichsmassnahmen oder Eignungsprüfungen festzulegen.

3.1 Dem Antrag kann im vorliegenden Verfahren indessen nicht so ent-
sprochen werden, wie ihn der Beschwerdeführer vorbringt. Zum einen 
sind hier nämlich, wie auch er in seiner Replik vom 22. April 2008 zu 
Recht  einräumt,  weder  die  Richtlinie  2005/36/EG noch  die  Richtlinie 
2006/43/EG anwendbar,  zum anderen obliegt  –  nach  der  Rechtspre-
chung des Bundesverwaltungsgerichts – der RAB die Prüfung, ob ein 
ausländischer Ausbildungsgang mit einem in Art. 4 Abs. 2 RAG aufgelis-
teten schweizerischen Ausbildungsgang vergleichbar sei (vgl. E. 1.3.2). 
Dabei  hat  auch  sie  die  allenfalls  nötigen  Ausgleichsmassnahmen  zu 

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verfügen.  Der  Vorinstanz  kann  daher  nicht  vorgeworfen  werden,  sie 
habe solche Massnahmen zu Unrecht nicht in Betracht gezogen (vgl. 
E. 1.3.2).

Dem Beschwerdeführer ist indessen insoweit zuzustimmen, als er vor-
bringt, die Vorinstanz habe sich in ihrer Verfügung selbst widersprochen, 
indem sie sich einerseits nicht für zuständig hält, die Bestimmungen des 
RAG auszulegen,  aber  andererseits  eine  auf  Art. 4  Abs. 3 RAG und 
Art. 69 BBV gestützte Anerkennung ausschliesst.

Dies  vermag aber  an  der  grundsätzlichen Beurteilung  des  Antrages 
ebensowenig zu ändern, wie der Verweis des Beschwerdeführers auf 
eine Informationsschrift  der deutschen Bundesagentur für Arbeit, wo-
nach er mit seinem Abschluss in Deutschland auch in der Revision bei 
Rechnungshöfen – die sich seiner Ansicht  nach mit  seinem jetzigen 
Arbeitgeber  vergleichen lassen – und Rechnungsprüfungsstellen  der 
Länder und Kommunen tätig sein dürfe. Denn der Beschwerdeführer 
war in der Zeit  vor dem RAG-Registrierungsgesuch seines Arbeitge-
bers – d.h. während rund sechs Jahren – bei diesem tätig, ohne über 
eine  Gleichwertigkeitsbestätigung der  Vorinstanz  zu  verfügen. Die  in 
diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer vorgebrachte Rüge, er 
sei  Opfer eines unzulässigen Berufsverbotes geworden, ist  daher im 
vorliegenden Verfahren haltlos. Allfällige diesbezügliche Fragen könn-
ten  sich  erst  im  Rahmen  eines  vom  RAB  gestützt  auf  Art.  4  RAG 
durchgeführten Zulassungsverfahrens stellen.

3.2 Die vom Beschwerdeführer im "Formular E2" genannten Diplome 
(eidgenössischer  "Experte  Rechnungslegung  und  Controlling"  bzw. 
eidgenössischer Fachausweis "Finanzwesen" bzw. "Treuhänder"),  de-
ren Gleichwertigkeit mit  seinem Diplom geprüft  werden soll,  gehören 
nach der in Erwägung 2.3.2 erwähnten Liste nicht zu gesamtschweize-
risch  reglementierten  Berufen. Deshalb  dürfen die  mit  diesen  Diplo-
men  verbundenen  Tätigkeiten  grundsätzlich  frei  ausgeübt  werden, 
ohne dass ein Gleichwertigkeitsnachweis vorliegen muss. Angesichts 
des eingeschränkten Streitgegenstandes (vgl. E. 1.3.2) stehen hier be-
rufliche Tätigkeiten in Frage, welche nicht im Sinne der EU-Richtlinien 
reglementiert sind. Deshalb bestimmt sich die hier zu prüfende allfälli-
ge  Anerkennung  der  Gleichwertigkeit  dieser  Diplome  mit  ausländi-
schen Diplomen allein nach den Vorschriften des BBG bzw. der BBV. 

Dass der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde letztlich die direkte 

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Zulassung als Revisor anstrebt (und deshalb auch ein entsprechendes 
Begehren stellt, auf das nicht einzutreten ist, vgl. E. 1.3.2), vermag da-
ran  nichts  zu  ändern.  Wie  bereits  erwähnt,  ist  nicht  die  Vorinstanz, 
sondern die RAB (allenfalls unter Beibezug der Vorinstanz) alleine zur 
Auslegung von Art. 4 RAG und damit (1.) zur Beurteilung von Zulas-
sungsgesuchen betreffend Gleichwertigkeit ausländischer Diplome so-
wie (2.) zur Festlegung der staatsvertraglich vorgesehenen, allenfalls 
notwendigen Ausgleichsmassnahmen zuständig.

3.3 Das vom Beschwerdeführer eingereichte "Forumlar E2" "Anerken-
nung ausländischer Diplome und Ausweise" zeigt, dass es ihm um die 
Prüfung  der  Frage  geht,  ob  sein  Diplom als  gleichwertig  anerkannt 
werden kann mit dem eidgenössischen Diplom "Experte Rechnungsle-
gung und Controlling" (vgl. Art. 4 Abs. 2 Bst. b RAG) bzw. mit dem eid-
genössischen  Fachausweis  "Finanzwesen"  bzw.  "Treuhänder"  (vgl. 
Art. 4 Abs. 2 Bst. c RAG).

3.3.1 Die Vorinstanz hätte folglich gestützt auf Art. 69 Abs. 2 BBV ab-
klären müssen, ob hinsichtlich der obgenannte Diplome in Bezug auf 
die Ausbildung des Beschwerdeführers die gleiche Bildungsstufe ge-
geben ist (Bst. a), ob die Bildungsdauer äquivalent ist (Bst. b), ob die 
Inhalte vergleichbar sind (Bst. c) und ob der Bildungsgang neben theo-
retischen auch praktische Qualifikationen umfasst (Bst. d). 

Statt dessen beschränkte sie sich darauf, festzuhalten, das Diplom des 
Beschwerdeführers  könne,  nachdem es  mit  rechtskräftiger  Verfügung 
vom 10. Juli 2003 nicht als gleichwertig mit dem Diplom eines "Betriebs-
ökonomen FH"  erachtet  worden  sei,  mit  keinem anderen Schweizeri-
schen Diplom verglichen werden, da in der Schweiz kein dem "Diplom-
verwaltungswirt  (FH)"  entsprechender  Ausbildungsgang  bestehe.  Die 
Ausbildung des Beschwerdeführers mit den in Art. 4 Abs. 2 RAG aufge-
führten Diplomen zu vergleichen, erachtete sie – unter Verweis auf die 
mangelnde Vergleichbarkeit mit dem Diplom eines "Betriebsökonom FH" 
– als zwecklos, weil die dort aufgezählten Diplome angeblich nicht der 
Ausbildung  zum  Diplomverwaltungswirt  (FH)  entsprächen  und  es  in 
Deutschland Ausbildungen gebe, wie etwa diejenigen zum "Wirtschafts-
prüfer", die den in Art. 4 Abs. 2 RAG erwähnten Diplomen ähnlich seien. 
Dabei scheint sie indessen – wie der Beschwerdeführer zu Recht ein-
wendet  –  zu  verkennen,  dass  hier  gerade  nicht  um  eine  allfällige 
Gleichwertigkeit mit dem eidgenössischen Diplom eines "Wirtschafts-
prüfers" im Sinne von Art. 4 Abs. 2 Bst. a RAG ersucht wurde.

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Die  Vorinstanz  hat  daher  die  nach  Bildungsgesetzgebung  gebotene 
eingehende Prüfung der Frage, ob und inwiefern die Ausbildung des 
Beschwerdeführers in Bezug auf die von ihm im Gesuchsformular aus-
drücklich  genannten  Diplome  die  in  Art.  69  Abs.  2  BBV  genannten 
Punkte  erfüllt,  zu  Unrecht  gänzlich  unterlassen. Die  Rechtskraft  der 
vorinstanzlichen Verfügung vom 10. Juli 2003 hätte einer solchen ein-
gehenden Prüfung nicht entgegengestanden, da sich diese grundsätz-
lich nur auf das Verfügungsdispositiv bezieht (FRITZ GYGI,  Bundesver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 323) und hier keine Aus-
weitung der Rechtskraft auf die Erwägungen der besagten Verfügung 
in  Frage kommen kann,  nachdem diese  in  Bezug  auf  vergleichbare 
Ausbildungsgänge keine hinreichende Begründungsdichte aufweisen.

3.3.2 Unter diesen Umständen rechtfertigt  es sich, die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die vorliegende Streitsache zur erneuten 
Prüfung der  Gleichwertigkeit  der  Ausbildung des Beschwerdeführers 
mit  den Diplomen "Eidgenössisch diplomierter Experte Rechnungsle-
gung und Controlling" bzw. eidgenössischer Fachausweis "Finanzwe-
sen" bzw. "Treuhänder" an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4.

4.1 Angesichts  der  aussergewöhnlichen  Umstände der  Streitsache, 
insbesondere  auch  der  von  der Vorinstanz  bzw. der  RAB  dem  Be-
schwerdeführer gegenüber abgegebenen bisweilen verwirrenden und 
teilweise widersprüchlichen Rechsauskünften sind bei diesem Verfah-
rensausgang dem hauptsächlich obsiegenden Beschwerdeführer keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht, VGKE, SR 173.320.2). Der 
erhobene  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von Fr. 1'000.-  ist  dem Be-
schwerdeführer nach Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Der  Beschwerdeführer,  welcher  nicht  anwaltlich  vertreten  war, 
macht keine Parteientschädigung geltend. Eine solche ist ihm nicht zu-
zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird,  soweit  darauf  einzutreten ist,  teilweise  gutge-
heissen, die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Streitsache 
im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, weshalb dem Beschwer-
deführer  nach  Rechtskraft  dieses  Urteils  der  erhobene  Kostenvor-
schuss von Fr. 1'000.- zurückerstattet wird.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. AZ 353/tag/2387; Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkun-

de)
- die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Vera Marantelli Said Huber

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14, Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 10. November 2008

Seite 19