# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c69ab01-e616-5b69-b3f1-f9bda97dd80e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2011 D-5015/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5015-2011_2011-09-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5015/2011

U r t e i l   v om   2 1 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;  
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Guinea, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. September 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Guinea am (…) in 
Richtung B._______ verliess, von dort in elf Tagen auf dem Seeweg nach 
C._______  weiterreiste  und  nach  einem  viertägigen  Aufenthalt  am 
25. Juni 2011 per Bahn in die Schweiz gelangte,

dass  er  am  4. Juli  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) 
D._______  um  Asyl  nachsuchte  und,  da  er  bei  der  Meldung  des 
Asylgesuchs zum Nachweis seiner  Identität keinerlei Dokumente abgab, 
aufgefordert wurde,  innert 48 Stunden  rechtsgenügliche Ausweispapiere 
nachzureichen,  verbunden  mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall 
werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten,

dass er –  jeweils  im EVZ – am  (…) summarisch befragt und am (…)  in 
Anwendung  von  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) durch das Bundesamt zu den Asylgründen angehört 
wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, sein 
Vater sei durch (…) zu grossem Reichtum gelangt,

dass der Beschwerdeführer und sein Bruder bereits in jungen Jahren die 
(…) Geschäfte ihres Vaters in E._______ geführt hätten,

dass  der  Vater  zwei  Frauen  gehabt  habe,  wobei  er mit  der  einen  zwei 
Söhne  und  mit  der  Mutter  des  Beschwerdeführers  drei  Kinder  gezeugt 
habe,

dass  der  Vater  im  Juni  2010  bei  einem  Verkehrsunfall  ums  Leben 
gekommen  und  seine  Mutter  fünf  Monate  vorher  an  einer  Krankheit 
gestorben sei,

dass,  obwohl  das  Nachlassvermögen  traditionsgemäss  gleichmässig 
unter  allen  betroffenen  Familien  aufgeteilt  werde,  in  der  Heimat  des 
Beschwerdeführers viele Leute die Auffassung vertreten würden, dass die 
Erstfamilie den grösseren Anteil beanspruchen dürfe,

dass am (…) die Halbbrüder des Beschwerdeführers  (…) zurückgekehrt 
seien und des Nachts seinen Bruder getötet hätten,

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dass der Beschwerdeführer durch das Geschrei seines Bruders geweckt 
worden  und  nach  draussen  gestürmt  sei,  dort  einem  seiner Halbbrüder 
begegnet  sei,  diesen  mit  einer  Machete  am  Bein  verletzt  habe  und 
daraufhin in den Wald geflohen sei,

dass er sich, dessen sicher, dass seine beiden Halbbrüder seinen Bruder 
umgebracht hätten, da sie es auf das Erbe des Vaters abgesehen hätten, 
in Todesgefahr gewähnt habe und nicht nach Hause habe zurückkehren 
können,

dass er nach einem (…) Aufenthalt im Wald mit nach F._______ gelangt 
sei, wo er seine Geschichte einem weissen Mann erzählt habe, woraufhin 
ihn  dieser  an  Bord  eines  Schiffes  gebracht  habe,  das  nach C._______ 
gefahren sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. September 2011 gestützt auf Art. 32 
Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eintrat  und  dessen Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete,  wobei  er 
diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  ihres  Entscheids  im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der 
ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe 
keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere eingereicht,

dass  er  erklärt  habe,  nie  irgendwelche  guineischen  Ausweispapiere 
besessen beziehungsweise seine Identitätskarte bereits vor vielen Jahren 
verloren zu haben, in Guinea nie Identitätskontrollen durchgeführt würden 
und  die  Reise  über  Senegal  und  C._______  in  die  Schweiz  ohne 
Identitätsdokumente unternommen zu haben,

dass  er,  selbst  wenn  er  im  Besitz  von  Identitätsdokumenten  gewesen 
wäre,  aufgrund  der  geschilderten  Umstände  keine  Zeit  gehabt  hätte, 
irgendwelche Dokumente mitzunehmen,

dass – so das BFM – die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe 
nie  irgendwelche  Identitätspapiere  besessen  und  sei  ohne  solche  von 
Guinea in die Schweiz gereist, jeglicher Grundlage entbehre, ebenso wie 
die  Schilderung  der  Reiseumstände,  wonach  er  in  F._______  einen 
weissen  Mann  getroffen  habe,  der  ihn,  nachdem  er  ihm  seine 
Verfolgungsgeschichte  erzählt  habe,  an  Bord  eines  Schiffes  gebracht 
habe,  wo  ihm  ein  Platz  zugewiesen  und  er  auf  einer  (…)  Reise  nach 

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C._______  verpflegt  worden  sei,  bis  er  schliesslich  (…)  in  die  Schweiz 
gelangt sei,

dass  vor  dem  Hintergrund  dieser  als  unplausibel  und  gesamthaft  als 
realitätsfremd zu beurteilenden Reisewegschilderung davon auszugehen 
sei,  der  Beschwerdeführer  versuche,  seinen  Reiseweg  zu  verschleiern 
und  enthalte  seine  Identitätspapiere  dem  BFM  bewusst  vor,  um  seine 
wahre Identität nicht preiszugeben und einen Vollzug zu erschweren oder 
gar zu verunmöglichen,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für die Nichteinreichung der 
erforderlichen Dokumente vorliegen würden,

dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf 
Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfülle,

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zur  Ermordung  seines 
jüngeren  Bruders  beziehungsweise  zur  geltend  gemachten  Bedrohung 
durch seine beiden Halbbrüder wegen Erbstreitigkeiten als undifferenziert 
und unlogisch und daher als unglaubhaft zu qualifizieren seien,

dass der Beschwerdeführer nicht  in der Lage gewesen sei,  diesem von 
ihm  geltend  gemachten  Ausreisegrund  die  nötige  Stringenz  und 
Plausibilität zu verleihen,

dass  sich  mithin  seine  Verfolgungsvorbringen  als  offensichtlich 
unglaubhaft  erwiesen,  weshalb  sich  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses erübrigten,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung  zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  12. September  2011 
(Datum  des  Poststempels)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  es 
sei  der  angefochtene  Entscheid  aufzuheben  und  die  Vorinstanz 
anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten; es sei festzustellen, dass er 
die Flüchtlingseigenschaft erfülle, und  ihm Asyl zu gewähren; es sei die 

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Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  festzustellen  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  beantragte  und  um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. September 2011 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist, 
weshalb – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – auf die frist­ 
und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 AsylG 
sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1  und Art. 52 
VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, 

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wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die 
Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch 
nicht eingetreten ist, wogegen die Vorinstanz die Frage der Wegweisung 
und des Vollzugs materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene  Verfügung 
aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1. 
S. 240 f.),

dass  zwar  –  wie  sich  aus  den  nachfolgenden  Erwägungen  ergibt – 
vorliegend die Flüchtlingseigenschaft ebenfalls Prozessgegenstand ist, 
indessen  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  darin  die 
Asylgewährung beantragt wird,

dass  gemäss  der  revidierten,  am  1.  Januar  2007  in  Kraft  getretenen 
Bestimmung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht  innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise­ oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt wird  (Art.  32 Abs. 3 Bst.  b AsylG) 
oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass  mithin  nach  erfolgter  Gesetzesrevision  seit  dem  1.  Januar  2007 
auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des 
Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft – sei es, weil 
die  Vorbringen  offensichtlich  unglaubhaft  sind,  oder  sei  es,  weil  sie 
offensichtlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  nach  Art.  3  AsylG 
aufweisen  –  und  das  offenkundige  Fehlen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 
E. 2.1),

dass  in  der Beschwerde eingewendet wird,  der Beschwerdeführer  habe 
seine Identitätskarte zu Hause gelassen, die Behörden hätten sein Haus 
mehrmals  durchsucht,  seine  Familie  habe  ihm  das  Dokument  nicht 
senden können und er könne nicht genau erklären, wie er versucht habe, 
dieses zu erhalten,

dass  in  Widerspruch  dazu  im  selben  Abschnitt  der  Beschwerde 
ausgeführt wird, der Beschwerdeführer habe nie über eine Identitätskarte 
oder einen Reisepass verfügt,

dass  die  im  Zusammenhang  mit  den  Reise­  beziehungsweise 
Identitätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung  der  Akten  und  unter  Berücksichtigung  der 
Beschwerdeeingabe  als  zutreffend  zu  erachten  sind  und  zwecks 
Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  nicht  darzulegen  vermag,  dass  er 
durch  nicht  selbst  zu  verantwortende  Umstände  an  der  unverzüglichen 
Einreichung  von  Reise­  oder  Identitätspapieren  im  Sinne  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden ist (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass  – wie  bereits  erwähnt  –  seit  dem  1.  Januar  2007  bei  Anwendung 
von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet  und  sich  die 
Offensichtlichkeit deren Fehlens auch auf die Asylrelevanz beziehen kann 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass  die  Überprüfung  der  Akten  in  diesem  Kontext  ergibt,  dass  die 
Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  Recht  als 
offensichtlich  unglaubhaft  qualifizierte,  wobei  wiederum  auf  die 
entsprechenden Erwägungen des BFM  in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

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dass  in  der  Beschwerde  nichts  Neues  geltend  gemacht,  sondern  in 
pauschaler Weise lediglich ausgeführt wird, der Beschwerdeführer werde 
erst in einer Beschwerdeergänzung erklären können, weshalb die von der 
Vorinstanz  dargelegten  Widersprüche  nicht  zutreffen  würden  (vgl. 
Beschwerde S. 4),

dass indes auf eine Nachfrist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung 
zu  verzichten  ist,  da  die  vorliegende  Beschwerdesache  weder  einen 
aussergewöhnlichen  Umfang  noch  besondere  Schwierigkeiten  aufweist, 
weshalb die Voraussetzungen von Art. 53 VwVG nicht gegeben sind,

dass die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen durch die Vorinstanz 
zu Recht  als  offensichtlich  unglaubhaft  qualifiziert  wurden  und  sich  aus 
den Ausführungen in der Beschwerdeschrift keine Erkenntnisse ergeben, 
die  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Beurteilung  führen 
könnten,

dass  überdies  davon  auszugehen  ist,  die  Schwierigkeiten  des 
Beschwerdeführers beruhten auf einer Erbstreitigkeit, und nicht ersichtlich 
ist, inwiefern er in diesem Zusammenhang aus einem der in Art. 3 AsylG 
abschliessend aufgeführten Gründe verfolgt worden sein soll,

dass  unter  diesen  Umständen  von  zusätzlichen  Abklärungen  im  Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder 
eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf  Erteilung 
einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs. 1 
AsylG,  Art.  32  Bst. a  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis 
nach  den  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 

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16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise auf Verfolgung vorliegen und insbesondere keine Anhaltspunkte 
für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der 
Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer  in  seinem Heimatstaat  drohen  könnte  (Art. 83  Abs. 3 
AuG),

dass  weder  die  im  Heimatstaat  herrschende  politische  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass  auch  den Akten  keine Anhaltspunkte  zu  entnehmen  sind, wonach 
der  Vollzug  der  Wegweisung  für  den  Beschwerdeführer  in  den 
Heimatstaat unzumutbar wäre,

dass  vor  dem  Hintergrund  der  offensichtlich  unglaubhaften 
Verfolgungsvorbringen  entgegen  den Aussagen  des Beschwerdeführers 
nicht  davon  auszugehen  ist,  er  besitze  in  seinem  Heimatstaat  kein 
tragfähiges soziales oder familiäres Beziehungsnetz,

dass  der  noch  relativ  junge  Beschwerdeführer,  welcher  in  Guinea 
angeblich  als  Händler  erfolgreich  tätig  gewesen  sein  will,  soweit 
aktenkundig,  zudem  an  keinen  schwerwiegenden  gesundheitlichen 
Problemen leidet,

dass  unter  den  gegebenen  Umständen  nicht  davon  auszugehen  ist,  er 
würde bei einer Rückkehr  in eine existenzbedrohende Situation geraten, 
die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  schliesslich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  grundsätzlich 
möglich  (Art.  83  Abs.  2  AuG)  erscheint,  da  es  Pflicht  des 
Beschwerdeführers  ist,  sich  um  die  Beschaffung  der  für  die  Rückkehr 
notwendigen  Reisepapiere  zu  bemühen  (vgl.  Art.   8  Abs. 4  AsylG  und 
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),

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Seite 10

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darüber nicht 
mehr zu befinden ist,

dass  schliesslich  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung und Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG  –  ungeachtet  der  vom  Beschwerdeführer  nicht  nachgewiesenen 
prozessualen  Bedürftigkeit  –  abzuweisen  sind,  da  die 
Beschwerdebegehren  –  wie  sich  aus  den  vorstehenden  Erwägungen 
ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG).

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Seite 11

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Daniel Widmer

Versand: