# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5540f9c-3680-5eb6-87b5-87a9c7710c37
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 26.04.2021 S 2020 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-117_2021-04-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 26. April 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Zwischenverfügung betreffend Zusatzfragen)

S 2020 117

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Urteil S 2020 117

A. Der 1981 geborene A.________ meldete sich am 7. November 2018 unter 
Hinweis auf die Folgen eines Blitzschlagunfalles bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die Verwaltung tätigte in der Folge erwerbliche und 
medizinische Erhebungen. Am 27. März 2020 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, 
dass eine umfassende medizinische Untersuchung als notwendig erachtet werde. 
Gleichzeitig wurde der Fragenkatalog zugestellt (IV-act. 49 und 50). Der Rechtsvertreter 
teilte am 9. April 2020 mit, er wolle (kausalitätsspezifische) Zusatzfragen einbringen (IV-
act. 55). Mit Schreiben vom 29. April 2020 erteilte die IV-Stelle der medexperts AG den 
Auftrag und sandte auch die Ergänzungsfragen des Rechtsvertreters mit (IV-act. 59). 
Gemäss Aktennotiz teilte die Gutachtensstelle am 23. Juli 2020 mit, die Zusatzfragen des 
Beschwerdeführers würden nicht beantwortet, da sie nicht im Leistungs- bzw. Tarifumfang 
enthalten seien. Lediglich die Zusatzfragen 5 und 6 würden beantwortet werden (IV-
act. 70). Der Rechtsvertreter wurde tags darauf entsprechend informiert (IV-act. 71). 
Dieser hielt daran fest (IV-act. 72 S. 1), weshalb die IV-Stelle verfügungsweise die 
Zusatzfragen Ziff. 1–4 nicht zuliess (IV-act. 73).

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, die Zwischenverfügung sei 
aufzuheben und die Zusatzfragen seien vollumfänglich zuzulassen. Es sei festzuhalten, 
dass ihm für die Beantwortung der Zusatzfragen keine Kosten in Rechnung gestellt 
werden dürfen (act. 1).

C. Der mit Verfügung vom 15. September 2020 erhobene Kostenvorschuss von 
Fr. 500.– wurde durch den Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3).

D. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).

E. In einem zweiten und dritten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 7, 9, 11 und 13). Auf die Ausführungen zur Begründung der 
Anträge wird – soweit für die Entscheidfindung wesentlich – in den Erwägungen 
eingegangen.

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Urteil S 2020 117

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 83 ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 14. September 2020 der Post übergeben, weshalb 
die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden 
Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer 
hat Wohnsitz in C.________. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. 

2.2 Bei der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 10. August 2020 handelt es sich 
um eine Zwischenverfügung i.S.v. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Gegen eine solche 
kann grundsätzlich direkt Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht erhoben 
werden (Art. 52 Abs. 1 i.V.m. Art. 56 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeschrift wurde am 
14. September 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht 
ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit 
unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG gewahrt. 

2.3 Die Beschwerdeschrift enthält auch Antrag und Begründung, entspricht somit den 
formellen Anforderungen an eine Beschwerde.

2.4 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

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Urteil S 2020 117

3. Anfechtungsgegenstand bildet die Zwischenverfügung vom 10. August 2020. 
Streitig und zu prüfen ist somit allein die Weigerung der Beschwerdegegnerin, die vom 
Beschwerdeführer eingereichten Zusatzfragen dem Gutachter zu unterbreiten. Will der 
Beschwerdeführer vorliegend gegen die von der IV-Stelle verfügte Ablehnung von 
Zusatzfragen Beschwerde erheben, hat er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil 
nachzuweisen, welcher vom Gericht als Eintretensvoraussetzung zu prüfen ist (vgl. BGE 
141 V 330 E. 5–8). Zu prüfen ist somit, ob ein nicht wieder gutzumachender Nachteil als 
Voraussetzung für die Anfechtbarkeit der Zwischenverfügung vom 10. August 2020 
vorliegt.

3.1 Der Beschwerdeführer wollte im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren den 
Gutachtern folgende Zusatzfragen stellen (IV-act. 55 S. 2):

1. Wäre der Gesundheitszustand ohne das Unfallereignis vom 8. August 2018 
heute derselbe?

2. Wäre der heutige Gesundheitszustand auch ohne das Unfallereignis vom 
8. August 2018 zur gleichen Zeit und in derselben Intensität eingetreten?

3. Wäre der Verlauf der Gesundheitsbeeinträchtigung auch ohne das 
Unfallereignis vom 8. August 2018 derselbe gewesen?

4. Sofern sich diese Fragen nicht eindeutig beantworten lassen:

Was ist wahrscheinlicher: Das heutige Beschwerdebild steht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zumindest noch in einem direkten oder indirekten 
teilkausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. August 2018 oder aber 
das heutige Beschwerdebild hat gar nichts mehr mit dem Unfallereignis vom 8. 
August 2018 zu tun?

Der Beschwerdeführer begründete die Zusatzfragen damit, er habe ein Interesse daran, 
kausalitätsspezifische Ergänzungsfragen einzubringen, was im Einklang mit der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe (IV-act. 55 S. 1). Ferner sei zurzeit ein 
Prozess im Unfallverfahren vor Gericht hängig, welches sistiert worden sei. Es sei somit 
offensichtlich, dass die Fragen des Beschwerdeführers relevant seien (IV-act. 72 S. 1).

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3.2 Die IV-Stelle lehnte die Zusatzfragen mit Verfügung vom 10. August 2020 ab und 
begründete dies damit, dass die Zusatzfragen Ziff. 1–4 den Kausalzusammenhang 
zwischen einem Unfall vom 8. April 2018 und dem Gesundheitszustand des Versicherten 
beträfen. Für die IV-Stelle sei die Beantwortung dieser Fragen nicht von Interesse. Daher 
sei deren Beantwortung nicht im Leistungsumfang bzw. Tarifumfang des Gutachtens 
enthalten. Die IV-Stelle habe die Gutachterstelle angefragt, ob die Zusatzfragen im 
Zusammenhang mit der Kausalität beantwortet werden könnten, was verneint worden sei. 
Dem Verwaltungsgericht Zug sei der Gutachtensauftrag der IV-Stelle an die medexperts 
AG bekannt gewesen. Das Gericht habe dennoch explizit bisher darauf verzichtet, 
Ergänzungsfragen an die Gutachter zu stellen. Damit sei davon auszugehen, dass das 
Gericht die Beantwortung der vom Beschwerdeführer gestellten zusätzlichen Fragen zur 
Klärung des Prozessstoffs nicht für notwendig halte. Daran ändere auch der Umstand 
nichts, dass das Verwaltungsgericht das Verfahren gegen die Unfallversicherung bis zur 
Erstattung des von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens 
sistiert habe. Die Sistierung bedeute letztlich nur, aber immerhin, dass das Gericht das 
Gutachten zur Klärung des Prozessstoffs für wichtig halte, aber es sich mit der 
Beantwortung der IV-seitig üblichen Fragen an die Gutachter zufrieden gebe. Somit sei 
keine Notwendigkeit ersichtlich, die gestellten Zusatzfragen Ziff. 1–4 zuzulassen (IV-
act. 73).

3.3 Zum Nachweis eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils brachte der 
Beschwerdeführer unter Hinweis auf BGE 141 V 330 vor, gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung seien in einem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren Fragen zum 
natürlichen Kausalzusammenhang explizit zulässig. Die von ihm gestellten Fragen dienten 
dazu, den natürlichen Kausalzusammenhang zu klären. Solche Fragen seien gemäss 
Bundesgericht ohne weiteres zuzulassen. Da die Verwaltung ebenfalls an einer profunden 
Abklärung des medizinischen Sachverhalts interessiert sei, seien sie bereits bei der 
Anordnung des Gutachtens zuzulassen. Die Argumentation der Verwaltung sei 
widersprüchlich. Wenn sie davon ausgehe, dass es sich um prinzipiell zulässige 
Zusatzfragen im Sinne der Rechtsprechung handle, dann dürften diese nicht mit dem 
Argument abgewiesen werden, die Beantwortung sei nicht im Leistungs- und Tarifumfang 
enthalten. Das Gutachten sei zudem über den invalidenversicherungsrechtlichen 
Anspruch hinaus von Interesse, was die Verfahrenssistierung in der 
unfallversicherungsrechtlichen Angelegenheit zeige. Da es sich vorliegend um einen 
Blitzunfall handle und die Pathophysiologie von Blitzbeschwerden noch nicht restlos 
geklärt sei, dürfe erwartet werden, dass die Gutachter die Plausibilität und 

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Nachvollziehbarkeit der Beschwerden und Befunde im Rahmen der zu prüfenden 
Konsistenz und der nachvollziehbaren Symptomentwicklung abzuklären hätten, was 
entsprechende Kausalitätsüberlegungen miteinschliesse. Deshalb sei auch nicht 
nachvollziehbar, weshalb er – der Beschwerdeführer – für die Abklärung dieser Fragen die 
Kosten selber tragen solle, wenn es sich um Themenkomplexe handle, die ohnehin bereits 
implizit abzuklären seien. Kosten dürften ihm nur im Rahmen von Art. 45 Abs. 3 ATSG 
auferlegt werden. Er erleide somit einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, wenn die 
Fragen nicht zugelassen würden resp. wenn er dafür kostenpflichtig werde. Denn er könne 
es sich nicht leisten, für Zusatzfragen Kosten zu tragen. Auch würde er das Risiko 
eingehen, auf solchen Kosten sitzen zu bleiben. Aufgrund der Tatsache, dass die 
Kostenauferlegung gesetzlich nicht vorgesehen sei, relativiere sich im vorliegenden Fall 
auch eine strikte Handhabung des Kriteriums des nicht leicht wieder gutzumachenden 
Nachteils. Eventualiter sei auf dieses Erfordernis zu verzichten. Das Bundesgericht sei in 
der Vergangenheit auch schon auf Beschwerden gegen Zwischenentscheide eingetreten, 
wenn absehbar sei, dass sich die Vorinstanz nicht an die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung halte und dies auch in Zukunft nicht tun werde. Gleiches müsse gelten, 
wenn der versicherten Person Kosten auferlegt werden sollten, welche nicht gesetzlich 
vorgesehen seien. Es sei in casu anzunehmen, dass die IV-Stelle zukünftig gleich 
entscheiden und eigentlich zulässige Zusatzfragen nicht zulassen werde (act. 1 Ziff. 10 ff.). 

4.
4.1
Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, als das Bundesgericht in BGE 141 V 
330 erkannt hat, dass ergänzende oder präzisierende Fragen, die bezwecken, genauere 
oder umfassendere Antworten auf die Grundfragen zu ermöglichen, zuzulassen seien. 
Denn die Verwaltung sei an einer profunden Abklärung der medizinischen Sachlage 
interessiert. Sei die Instruktion unvollständig, müsse sie zu einem späteren Zeitpunkt 
komplettiert werden, was mit grösserem Aufwand und Verzögerungen verbunden sein 
könne. Es spreche nichts dagegen, diesem Umstand bereits bei der Anordnung des 
Gutachtens Rechnung zu tragen (E. 6.2.1 des eingangs genannten Urteils). Weiter hielt 
das Bundesgericht fest, Rechtsfragen, wie etwa diejenige nach der Adäquanz des 
Kausalzusammenhangs, seien nicht zuzulassen (E. 6.2.3 des eingangs genannten 
Urteils). Ebenso wenig statthaft seien sachfremde Fragen, wie beispielsweise solche, die 
sich auf invaliditätsfremde Aspekte beziehen oder die Persönlichkeit der Gutachter 
betreffen würden. Davon ausgenommen sein könne allenfalls die Frage nach dem 
natürlichen Kausalzusammenhang. Dieser bedürfe im invalidenversicherungsrechtlichen 

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Verfahren zwar regelmässig keiner Klärung. Sei er aber in einem Parallelverfahren 
umstritten, könne es sich im Rahmen der erwünschen Koordination rechtfertigen, die 
Frage zusätzlich zu prüfen (E. 6.2.4 des eingangs genannten Urteils).

4.2 Aus der dargelegten Rechtsprechung erhellt somit, dass es zwar wünschenswert 
ist, ergänzende Fragen zuzulassen, wozu auch die Frage nach dem natürlichen 
Kausalzusammenhang zählen kann, um einen grösseren Aufwand oder Verzögerungen zu 
vermeiden. Indessen besteht grundsätzlich keine Pflicht seitens der Invalidenversicherung 
dazu, solche Fragen tatsächlich zuzulassen. Dies muss vorliegend umso mehr gelten, als 
die IV-Stelle die Unfallversicherung mit Schreiben vom 28. Februar 2020 über die 
beabsichtigte medizinische Abklärung orientiert hat und gleichzeitig Gelegenheit zur 
Stellung von Zusatzfragen gab (IV-act. 47). Hierauf verzichtete die Unfallversicherung 
ausdrücklich (IV-act. 48). Damit war die Verwaltung im Ergebnis nicht gehalten, die vom 
Beschwerdeführer formulierten Fragen, welche auf den Nachweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs abzielten, den Sachverständigen zu unterbreiten.

4.3 Überdies vermag der Beschwerdeführer einen nicht wieder gutzumachenden 
Nachteil nicht darzulegen. Er bringt zwar vor, dieser sei im Umstand begründet, dass er 
kostenpflichtig würde, wenn er die Zusatzfragen stellen wolle. Dieser Einwand geht fehl. 
Es ist zu berücksichtigen, dass es sich vorliegend um das 
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren handelt. Ihm steht es offen, im Verfahren 
gegen die Unfallversicherung eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu rügen, 
namentlich dass der natürliche Kausalzusammenhang nicht rechtsgenüglich abgeklärt 
bzw. verneint worden sei. Die IV-Stelle ist nicht verpflichtet, diese Frage abschliessend zu 
klären, ist diese für sie – im Gegensatz zur Leistungspflicht der Unfallversicherung – doch 
regelmässig nicht relevant.

4.4 Auf das Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils kann vorliegend 
ebenso wenig verzichtet werden, wie der Beschwerdeführer geltend macht (act. 1 Ziff. 20). 
Die von ihm angerufene Rechtsprechung (BGer 9C_463/2019 vom 25. September 2019) 
ist nicht einschlägig. Zudem kann vorliegend nicht von einer systematischen Missachtung 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gesprochen werden.

4.5 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht im Entscheid BGE 141 V 
330 E. 8.1 ausdrücklich festgehalten hat, dass, sofern eine Frage abgelehnt wird, es der 
versicherten Person offen stehe, diese nach Erstattung des Gutachtens erneut zu 

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unterbreiten. Es sei nicht ersichtlich, dass das Begutachtungsergebnis als Ganzes 
dadurch beeinflusst würde. Erwiesen sich solche Fragen, auch seitens der Verwaltung, 
entgegen der Beurteilung vor der Begutachtung als zur Klärung des 
entscheidwesentlichen Sachverhalts notwendig, so gäbe es keinen Grund, sie nicht 
nachträglich noch zu stellen. Vom Gutachter sei zu erwarten, dass er die betreffenden 
Fragen mit der gleichen Sorgfalt und Unvoreingenommenheit prüft, wie er dies bereits bei 
der erstmaligen Begutachtung getan hat und allenfalls von seinen ursprünglichen 
Erkenntnissen abrücken wird, wenn wesentliche zusätzliche Aspekte zu berücksichtigen 
sind (vgl. BGE 141 V 330 E. 8.1). 

Ob es, wie der Beschwerdeführer geltend macht, im Verwaltungsverfahren zu einer 
Verletzung des rechtlichen Gehörs gekommen ist, indem er weder vom Gutachten noch 
von den gestellten Ergänzungsfragen rechtzeitig Kenntnis erhalten hat, braucht an dieser 
Stelle nicht geprüft zu werden, ist dies weder Anfechtungs- noch Streitgegenstand des 
vorliegenden Verfahrens (vgl. dazu: BGE 125 V 413 E. 1). Ihm ist aber insoweit 
zuzustimmen, als gemäss BGE 136 V 113 E. 5.4 die Verwaltung dann, wenn sie der 
Gutachterperson Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen zu stellen gedenkt, die versicherte 
Person darüber zu informieren hat und ihr eine Kopie des Gutachtens zuzustellen hat. 
Daran hat sich selbstredend auch die IV-Stelle zu halten.

Aufgrund des Gesagten scheidet aber auch eine Kostenauferlegung und Zusprache einer 
Parteientschädigung aus. Die Zwischenverfügung erging am 10. August 2020, das 
Gutachten wurde am 18. August 2020 erstattet bzw. die IV-Stelle erhielt es tags darauf 
(IV-act. 74). Damit ist nicht erkennbar, wie die Verwaltung das vorliegende Verfahren hätte 
verursachen sollen, indem sie die Expertise nicht zugestellt habe (act. 7 S. 2).

4.6 Ergänzend sei dennoch angefügt, dass die Argumentation der IV-Stelle, 
Zusatzfragen würden nicht zugelassen, weil diese nicht im Leistungsumfang bzw. 
Tarifumfang enthalten seien, nicht überzeugt. Gemäss Anhang 2 der Vereinbarung des 
Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) und den Gutachterstellen wird eine 
Expertise mittels einer Pauschale, welche von der Anzahl Spezialisten abhängig ist, 
zuzüglich Zusatzkosten (Laboranalyse, Radiologie, Abklärungen von medizinischen 
Leistungen durch Dritte) vergütet. Mit keinem Wort wird ein standardisierter Fragenkatalog 
erwähnt, welcher die Stellung von Zusatzfragen ausschliessen würde. Da laut 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung in entsprechenden Fällen eine Koordination 
erwünscht und auch schon erfolgt ist, ist nicht erkennbar, weshalb die medexperts AG die 

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vom Versicherten formulierten Zusatzfragen unter Verweis auf den Leistungs- und 
Tarifumfang hätten verweigern können. Letztlich ist die Invalidenversicherung die 
Auftraggeberin und bestimmt den Umfang, wozu selbstredend auch die Fragen gehören.

Ebenso wenig stichhaltig ist das Argument, das Gericht habe auf die Stellung von 
Zusatzfragen verzichtet, weshalb davon auszugehen sei, dass das Gericht die 
Beantwortung der vom Beschwerdeführer gestellten zusätzlichen Fragen zur Klärung des 
Prozessstoffs nicht für notwendig halte. Hierbei handelte es sich um eine Mutmassung 
ohne Grundlage. Dies ohne genaue Kenntnis der Aktenlage des 
Unfallversicherungsverfahrens als Begründung zu verwenden, geht nicht an, zumal das 
Gericht im Zeitpunkt der Erklärung keinerlei Kenntnis der gewünschten Zusatzfragen 
hatte.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer den ihm obliegenden 
Nachweis eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils nicht erbracht hat. 
Dementsprechend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten gestützt auf Art. 61 lit. a 
ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei eine 
Spruchgebühr von Fr. 500.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen 
erscheint. Die Spruchgebühr ist mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang 
des Verfahrens nicht auszurichten. Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in 
Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde 
führende Partei eine Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 26. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am