# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d79db831-f69f-56c3-8be2-9201d082da9d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.06.2021 810 21 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-98_2021-06-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. Juni 2021 (810 21 98) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Regelung des Besuchsrechts / Absehen von Kindesschutzmassnahmen 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Daniel Ivanov, Jgnaz Jermann, Gerichts-
schreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Jascha Schneider-
Marfels, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dominique Anwander, 
Advokatin 
 

  
  
Betreff Regelung des Besuchsrechts / Absehen von Kindesschutzmassnah-

men  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
2. Juli 2020) 

 
 
 

 

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A. D.____, geboren 2009, und E.____, geboren 2008, sind die gemeinsamen Kinder von 
C.____ und A.____ (wohnhaft in Deutschland). Die Kindseltern trennten sich im September 
2012 und das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die beiden Töchter wurde vorläufig der 
Kindsmutter übertragen. Am 20. Oktober 2015 unterzeichneten die Kindseltern eine gerichtlich 
genehmigte Besuchs- und Ferienrechtsvereinbarung für den Kindsvater und die beiden Kinder. 
Diese Vereinbarung sieht ein Besuchswochenende alle zwei Wochen sowie eine hälftige Schul-
ferienaufteilung vor. C.____ heiratete im Dezember 2016 ihren jetzigen Ehemann, welcher zu 
dieser Zeit in Brüssel wohnhaft war. Mit einem Umzug seiner beiden Töchter nach Brüssel war 
A.____ nicht einverstanden, weshalb das Amtsgericht F.____, Familiengericht, mit Beschluss 
vom 12. April 2017 das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die Sorge für die schulischen Ange-
legenheiten für die beiden Kinder auf die Mutter übertrug. Darauffolgend zog C.____ mit den 
beiden Kindern nach Brüssel. 
 
B. Nachdem A.____ im November 2018 den Vollzug des am 20. Oktober 2015 vereinbar-
ten Besuchs- und Ferienrechts verlangt hatte, beantragte C.____ im Januar 2019 beim Nieder-
ländischen Gericht der ersten Instanz Brüssel, Familiengericht, eine neue Umgangsregelung. 
Am 28. Mai 2019 hat das niederländische Familiengericht entschieden, dass aufgrund der kon-
fliktbeladenen Situation vorläufig kein Umgang zwischen dem Kindsvater und den beiden Kin-
dern erfolgen solle. In einem ersten Schritt sei ein Gutachten zu erstellen, um einschätzen zu 
können, wie im Interesse der Kinder ein Besuchsrecht aufgebaut werden und stattfinden könne. 
 
C. Aus beruflichen Gründen zog C.____ mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern per 
1. Oktober 2019 nach G.____. Mit E-Mail vom 7. September 2019 gelangte C.____ an die Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) und ersuchte um eine Regelung der per-
sönlichen Kontakte zwischen dem Kindsvater und den beiden Kindern. Weiter nahm C.____ 
Kontakt auf zur Familien-, Paar- und Erziehungsberatung Basel, um eine gemeinsame Anlauf-
stelle für sich und den Kindsvater vorzuschlagen. 
 
D. Am 23. Oktober 2019 wurden C.____ und A.____ von der KESB persönlich angehört. 
E.____ und D.____ wurden am 4. November 2019 ebenfalls persönlich von der KESB zu den 
Kontakten zu ihrem Vater angehört. Dabei habe D.____ den Wunsch geäussert, ihren Vater 
wieder sehen zu wollen. E.____ wolle den Vater hingegen nicht sehen. 
 
E. Die KESB erteilte mit Schreiben vom 11. November 2019 der Sozialberatung G.____ 
den Auftrag, abzuklären, wie das Kontaktrecht zwischen dem Vater und D.____ aufgebaut und 
umgesetzt werden könnte. 
 
F. Am 13. Januar 2020 fand ein erstes begleitetes Treffen zwischen D.____ und ihrem Va-
ter in der H.____ statt. Im Anschluss daran wurden die weiteren Besuche in einem Intervall von 
sechs Wochen geplant. Diese sollten jeweils an einem Sonntagnachmittag mit anschliessender 
Besprechung bei der Familien- und Jugendberatung (FJB) stattfinden. Am 9. Februar 2020 fand 
ein zweites begleitetes Treffen zwischen D.____ und ihrem Vater statt. Die Eltern haben am 
10. Februar 2020 einen ersten Termin bei der FJB wahrgenommen. Aufgrund von Corvid-19 

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war für den Vater eine Einreise in die Schweiz nicht mehr möglich, weshalb keine weiteren Be-
suche mehr stattfanden. 
 
G. Am 29. Mai 2020 wurden beide Kinder von der KESB nochmals zu den Besuchen beim 
Vater angehört. D.____ habe dabei erklärt, dass sie ihren Vater vielleicht später wieder einmal 
sehen wolle. E.____ wolle den Vater nach wie vor nicht sehen. 
 
H. Mit Schreiben vom 12. Juni 2020 gewährte die KESB den Kindseltern das rechtliche 
Gehör zum weiteren Vorgehen. Demnach beabsichtigte die KESB vorerst keine weiteren Besu-
che durchzuführen oder anzuordnen. Mit E-Mail vom 24. Juni 2020 nahm der Kindsvater Stel-
lung und mit Schreiben vom 24. Juni 2020 reichte die Kindsmutter ihre Stellungnahme ein. 
 
I. Mit Entscheid vom 2. Juli 2020 sah die KESB von der Errichtung von Kindesschutz-
massnahmen für D.____ und E.____ vorerst ab. Gleichzeitig wurden die Kindseltern bei ihrer 
Zusage behaftet, regelmässige Gespräche bei der FJB in Anspruch zu nehmen. Weitere Be-
suchstage wurden vorerst nicht festgelegt. Ein erster Erinnerungskontakt sei im Frühjahr 2021 
geplant und werde von der KESB organisiert. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'800.-- 
wurden je hälftig beiden Elternteilen auferlegt. 
 
J. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 17. September 2020 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des Entscheids vom 
2. Juli 2020. 
 
K. Am 28. Januar 2021 wurden D.____ und E.____ vom Vizepräsidenten des Kantonsge-
richts im Gerichtsgebäude angehört. 
 
L. Mit Urteil vom 3. Februar 2021 (Verfahren Nr. 810 20 231) stellte das Kantonsgericht in 
Gutheissung der Beschwerde die Nichtigkeit des Entscheids der Vorinstanz vom 2. Juli 2020 
fest, da dieser Entscheid direkt postalisch ins Ausland zugestellt worden und somit mangels 
rechtsgültiger Eröffnung nichtig sei. 
 
M. Die KESB stellte dem Beschwerdeführer den Entscheid vom 2. Juli 2020 nochmals zu, 
worauf dieser, vertreten durch Dr. Jascha Schneider-Marfels, mit Eingabe vom 15. April 2021 
beim Kantonsgericht Beschwerde erhob. Er beantragte, es sei der Entscheid der Vorinstanz 
vom 2. Juli 2020 vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die unent-
geltliche Rechtspflege zu bewilligen sei. 
 
N. Die KESB liess sich mit Schreiben vom 7. Mai 2021 vernehmen und schloss auf Abwei-
sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 

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O. Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dominique Anwander, Advokatin, liess sich 
mit Eingabe vom 25. Mai 2021 vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde un-
ter o/e-Kostenfolge. 
 
P. Mit Verfügung vom 2. Juni 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen 
und dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung 
und Prozessführung bewilligt. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Urteil schriftlich eröffnet 
werde und die Akten des Verfahrens 810 20 231 beigezogen würden. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom  
10. Dezember 1907 in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Kindes-
schutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im 
Sinne dieser Regelung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetz-
buches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach den Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind 
die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG 
ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren be-
teiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Der Beschwerdeführer ist als direkter Verfahrensbeteiligter zur Beschwerdeerhebung 
legitimiert. Da die Beschwerde zudem form- und fristgerecht eingereicht wurde, ist darauf einzu-
treten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig und zu prüfen ist, ob die KESB zu Recht von der Errichtung von Kindesschutz-
massnahmen für D.____ und E.____ abgesehen hat. 
 
4.1 Die KESB begründet ihren Entscheid dahingehend, dass zwischen den Eltern ein länger 
andauernder Konflikt bestehe, der sich auf das Wohlbefinden der Kinder im Zusammenhang mit 
der Ausübung der Besuche beim Vater auswirken würde. Bei E.____ verhalte es sich so, dass 
sie durch den elterlichen Konflikt gestresst sei und diesen mittels Allianzbildung mit der Mutter 
bewältige. Somit schaffe sie für sich die nötige Klarheit, um die inneren Spannungen besser 
aushalten zu können. Sie erspare sich somit im Vorfeld wie auch danach den Stress und die 
Angst, welche sie mit den Besuchen verbinde. Bei D.____ habe sich diese Strategie noch nicht 
durchgesetzt. Sie sei anfangs den Treffen mit dem Vater offen gegenübergestanden. Was sie 
letztlich dazu bewogen habe, weitere Besuche abzulehnen, könne nicht abschliessend beant-
wortet werden. Im Grundsatz könne festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer in der 

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Lage sei, sich um die Kinder zu kümmern und ihnen ein altersgerechtes Programm zu bieten, 
während er die Kinder in seiner Obhut habe. Die Hauptproblematik liege in der Beziehung zwi-
schen den Eltern. Die Kinder würden Angst und Loyalitätskonflikte am meisten belasten. Eine 
diesbezügliche Veränderung könnten die Eltern nur gemeinsam herbeiführen. Seit Beginn des 
Kindsschutzverfahrens versuche der Beschwerdeführer die KESB von einer Entfremdung der 
Kinder durch die Beschwerdegegnerin zu überzeugen. Die Kinder seien jedoch im Verlaufe der 
letzten acht Jahre nicht vom Elternkonflikt verschont worden, weshalb sie einen grossen Teil 
ihrer bis anhin erlebten Kindheit mit diesem Konflikt in Verbindung bringen würden. Die in der 
Zwischenzeit erfolgte Persönlichkeitsentwicklung bei den Kindern sei zu respektieren und ihre 
Meinung angemessen zu berücksichtigen. Die Kinder seien in ihrem Alltag nicht belastet. Das 
Durchsetzen von Besuchen zum jetzigen Zeitpunkt könne nur mit Widerstand der Kinder erfol-
gen und wäre weder mit den Persönlichkeitsrechten der Kinder vereinbar noch helfe es den 
Eltern, ihre Differenzen zu bereinigen. Auf die Ernennung einer Kindesvertretung sei verzichtet 
worden, da die Kinder im Verlauf des Verfahrens mehrmals von der KESB angehört und eng 
begleitet worden seien. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, dass die gegenwärtige Entfremdungssi-
tuation sich nicht wie im angefochtenen Entscheid angenommen, durch widrige Umstände oder 
bedingt durch das schlechte Kommunikationsverhältnis der Kindseltern eingestellt habe. Viel-
mehr sei diese während der vergangenen Jahre bewusst und vorsätzlich von der Beschwerde-
gegnerin herbeigeführt worden. Diese habe nach dem Umzug ins Ausland den Kindesumgang 
verhindert und die Kinder so manipuliert, dass diese nun keinen Kontakt mehr zum Beschwer-
deführer wollen würden. Die KESB habe diese Manipulation, welche offensichtlich seit Jahren 
stattfinde, zu wenig untersucht. Aus diesem Grund sei der angefochtene Entscheid aufzuheben 
und die Vorinstanz anzuweisen, umfassende Abklärungen durchzuführen. 
 
4.3 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass sich der Beschwerdeführer bisher unkoopera-
tiv gezeigt und sich geweigert habe, an einer konstruktiven Lösung zum Wohl der Kinder mit-
zuwirken. Der Beschwerdeführer habe sich zudem entgegen seiner Zusicherung seit Juli 2020 
nicht bei der FJB gemeldet. Beide Kinder hätten anlässlich ihrer Anhörungen klar geäussert, 
dass sie den Beschwerdeführer zumindest zur Zeit nicht sehen wollen würden. Die Meinung der 
Kinder sei zwingend zu berücksichtigen.  
 
5.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind 
haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). 
Dieses Recht steht dem Betroffenen um seiner Persönlichkeit willen zu (vgl. BGE 136 III 353 
E. 3.4; 123 III 445 E. 3b). Als sog. "Pflichtrecht" dient es freilich in erster Linie dem Interesse 
des Kindes. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten Inte-
ressenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind 
in dessen Interesse zu regeln (vgl. BGE 120 II 229 E. 3b/aa). Als oberste Richtschnur für die 
Ausgestaltung des Besuchsrechts gilt somit immer das Kindeswohl, das anhand der gegebenen 
Umstände zu beurteilen ist. Allfällige Interessen der Eltern haben zurückzustehen (vgl. BGE 
123 III 445 E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3; 
5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.2). 

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5.2 Der Vater und die Mutter haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes 
zum anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe der erziehenden Person erschwert 
(Art. 274 Abs. 1 ZGB). Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, 
üben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert 
oder liegen andere wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr 
verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Gefährdung des Wohls des Kin-
des im genannten Sinn liegt dann vor, wenn dessen ungestörte körperliche, seelische oder sitt-
liche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtig-
ten Elternteil bedroht ist. Bei der Beschränkung des persönlichen Verkehrs ist stets das Gebot 
der Verhältnismässigkeit zu beachten. So darf er in der Regel nicht allein wegen elterlichen 
Konflikten dauerhaft eingeschränkt werden, jedenfalls soweit das Verhältnis zwischen dem be-
suchsberechtigten Elternteil und dem Kind gut ist. Der gänzliche Ausschluss eines Elternteils 
vom persönlichen Verkehr kommt schliesslich nur als ultima ratio in Frage; er ist einzig dann 
statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen eines Besuchsrechts nicht anderweitig in für 
das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_367/2015 vom 
12. August 2015 E. 5.1.2).  
 
5.3 Von grosser Bedeutung für die Regelung des Besuchsrechts ist der Wille des Kindes. 
Bei der Berücksichtigung des Willens des Kindes ist zunächst dessen Alter bzw. dessen Fähig-
keit zu autonomer Willensbildung, welche ungefähr ab dem 12. Altersjahr anzunehmen ist, so-
dann aber auch das Aussageverhalten und namentlich die Konstanz des geäusserten Willens 
zentral (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_367/2015 vom 12. August 2014 E. 5.1.3). Zur Ermitt-
lung des Kindeswillens ist das Kind anzuhören (Art. 314a ZGB). Der Kindswille ist nicht nur bei 
der Ausgestaltung des Besuchsrechts im Einzelnen zu berücksichtigen, sondern vor allem auch 
bei der Frage, ob überhaupt Besuche stattfinden sollen (vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE 
COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456, 
6. Auflage, Basel 2018, N 11 zu Art. 273). 
 
6. Unbestritten ist, dass das Verhältnis zwischen den Eltern seit der Trennung im Septem-
ber 2012 insgesamt sehr konfliktbehaftet ist. In den vorliegenden Akten sind jedoch Bemühun-
gen der Beschwerdegegnerin dokumentiert, mit welchen sie versucht, mit behördlicher Unter-
stützung ein Besuchs- und Kontaktrecht zwischen den beiden Töchtern und dem Beschwerde-
führer anzustreben. So hat die Beschwerdegegnerin nach der Trennung im Rahmen des Um-
gangsverfahrens am Amtsgericht F.____ um eine Elternberatung gebeten, die damalige Um-
gangsvereinbarung unterzeichnet und die Besuche zwischen dem Beschwerdeführer und den 
beiden Töchtern haben einigermassen regelmässig stattgefunden (vgl. Urteil des Amtsgerichts 
F.____, Familiengericht, Beschluss vom 12. April 2017). Im Januar 2019 beantragte die Be-
schwerdegegnerin beim Niederländischen Gericht der ersten Instanz Brüssel, Familiengericht, 
eine neue Umgangsregelung (vgl. Entscheid des Niederländischen Gericht der ersten Instanz 
Brüssel, Familiengericht, vom 28. Mai 2019). Nach dem Umzug in die Schweiz meldete sich die 
Beschwerdegegnerin im September 2019 bei der KESB, um ein Besuchsrecht des Beschwer-
deführers mit den Kindern wiederaufzubauen, wovon die KESB mit vorliegendem Entscheid 
jedoch absah. Die Beschwerdegegnerin ist in dieser Hinsicht ernstlich bemüht, und es lassen 
sich keine Hinweise dafür finden, dass sie mit allen Mitteln versuchen würde, die Mädchen vom 

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Beschwerdeführer fernzuhalten, wie dieser behauptet. Der Beschwerdeführer bringt zudem kei-
ne Belege vor, welche seine Sicht bestätigen und auf ein konkretes Fehlverhalten der Be-
schwerdegegnerin hinweisen. Dessen ungeachtet lässt sich nicht erkennen, dass sich der Be-
schwerdeführer aus eigenem Antrieb um ein realistisches Besuchsrecht bemüht oder die fest-
gefahrene Situation durch konstruktive Vorschläge zu lösen versucht hätte. Vielmehr zeigt sich 
aus den Akten, dass er nach wie vor die Schuld für den Kontaktabbruch allein bei der Be-
schwerdegegnerin sucht und weder sein eigenes Verhalten reflektiert, noch auf die Wünsche 
der Kinder eingeht (vgl. E-Mails des Beschwerdeführers an die KESB vom 16. September 2019, 
vom 3. Dezember 2019, vom 10. Februar 2020, vom 8. April 2020, 12. Mai 2020 und vom 
24. Juni 2020; Protokoll der WhatsApp-Besprechung zwischen der KESB und den Kindseltern 
vom 30. März 2020). Im Umgangsverfahren vor dem Amtsgericht F.____ hat der Beschwerde-
führer zudem die vom Gericht dringend empfohlene Erziehungsberatung abgelehnt (vgl. Urteil 
des Amtsgerichts F.____, Familiengericht, Beschluss vom 12. April 2017) und auf eine Anpas-
sung der Umgangsvereinbarung nach dem Umzug der Beschwerdegegnerin zur Sicherung re-
gelmässiger Besuchskontakte verzichtet (Protokoll der Sitzung des Amtsgerichts F.____ vom 
28. März 2017). Der Ansicht des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin würde ihm die 
Töchter seit Jahren vorenthalten, kann somit nicht gefolgt werden. 
 
7.1 Die beiden Mädchen wurden von der KESB zur Frage des Besuchsrechts im November 
2019 und im Mai 2020 angehört. D.____ hat anfangs versuchen wollen, ihren Vater zu treffen. 
E.____ wollte den Beschwerdeführer nicht sehen, da sie Angst vor ihm habe (vgl. Anhörungs-
protokoll vom 4. November 2019). In der Folge kam es im Januar 2020 zu einem ersten und am 
9. Februar 2020 zu einem zweiten Treffen zwischen dem Beschwerdeführer und D.____. Beide 
Besuche wurden durch Fachpersonen begleitet. Im Anschluss an die Besuche hat D.____ ge-
äussert, dass sie das Treffen nicht toll gefunden habe und sie den Vater nicht mehr gleich wie-
der treffen wolle. Der Beschwerdeführer habe ihr gesagt, dass sie von der Beschwerdegegnerin 
beeinflusst werde. D.____ habe Angst, dass der Beschwerdeführer ihr die Mutter wegnehmen 
und sie und E.____ nach Deutschland holen wolle. Zudem traue sich D.____ nicht, dem Be-
schwerdeführer eine ehrliche Rückmeldung zu geben, da sie Angst habe, dass er laut werden 
könnte (vgl. Rückmeldung zum Gespräch zwischen D.____ und der Sozialarbeiterin vom 
20. Februar 2020). D.____ wünsche sich, dass der Beschwerdeführer nicht mehr schlecht über 
die Beschwerdegegnerin sprechen würde (vgl. Rückmeldung zum Gespräch zwischen D.____ 
und der Sozialarbeiterin vom 20. Februar 2020). E.____ wolle den Vater nach wie vor nicht se-
hen, da dieser schlecht über die Beschwerdegegnerin geredet und sie Angst vor ihm habe 
(vgl. Rückmeldung zum Gespräch zwischen D.____ und der Sozialarbeiterin vom 20. Febru-
ar 2020, Anhörungsprotokoll vom 29. Mai 2020). Anlässlich ihrer Anhörung im kantonsgerichtli-
chen Verfahren gaben beide Töchter an, keine Besuchskontakte zum Beschwerdeführer zu 
wünschen. D.____ führt dabei aus, sie habe sich beim Beschwerdeführer unwohl und nicht si-
cher gefühlt. Beide Mädchen äussern, dass sie früher vor dem Beschwerdeführer Angst gehabt 
hätten, wenn dieser wütend geworden sei. Zudem habe der Beschwerdeführer immer schlecht 
über die Beschwerdegegnerin gesprochen. D.____ wolle den Beschwerdeführer erst wiederse-
hen, wenn sie dazu bereit sei. E.____ habe den Beschwerdeführer nie sehen wollen, sei aber in 
Deutschland trotzdem zu den Besuchen gegangen. Sie wolle den Beschwerdeführer nicht mehr 
sehen. Er sei unhöflich, gemein, schreie viel und denke immer nur an sich. E.____ habe dem 

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Beschwerdeführer früher ihre Meinung gesagt, weshalb dieser zu ihr gemeiner gewesen sei als 
zu D.____, die sich das nicht getraut hätte. E.____ wünsche sich, dass der Beschwerdeführer 
akzeptiere, dass sie ihn nicht sehen wolle. Beide Mädchen könnten sich nichts vorstellen, was 
ihre Meinung bezüglich der Kontakte mit dem Vater ändern könnte (vgl. Protokoll der Anhörung 
vom 28. Januar 2021). 
 
7.2 Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz sind die beiden Mäd-
chen urteilsfähig und in der Lage, ihre eigene Meinung klar zu äussern. Aus den verschiedenen 
Anhörungen der beiden Mädchen ergibt sich deutlich, dass diese den Kontakt zum Beschwer-
deführer ablehnen. Der Wunsch der beiden beruht schwergewichtig auf eigenen Erfahrungen, 
welche sie gegenüber dem Gericht, der KESB sowie der Sozialarbeiterin in gleicher Weise wie-
derholt haben. Dabei schilderten sie, dass sie in gewissen Situationen Angst vor dem Be-
schwerdeführer gehabt hätten, er in der Vergangenheit nicht immer auf ihre Bedürfnisse einge-
gangen sei und schlecht über die Beschwerdegegnerin gesprochen habe. Entgegen der An-
nahme des Beschwerdeführers geben D.____ und E.____ daher nicht einfach nur die Sicht und 
Werturteile der Beschwerdegegnerin wieder, sondern beziehen sich auf eigene Erlebnisse, was 
für die Ernsthaftigkeit ihres Willens spricht (vgl. E. 5.3 hiervor). Zudem unterstreicht der anfäng-
liche Wunsch von D.____, den Beschwerdeführer sehen zu wollen, um herauszufinden, wie 
sich ein Treffen nach so langer Zeit für sie anfühlt, die Authentizität ihres eigenen Willens und 
spricht gegen eine Manipulation durch die Beschwerdegegnerin. 
 
7.3 Wie die KESB richtig dargestellt hat, entsteht eine Haltung oder Meinung nie ohne Be-
zug zur sozialen Umwelt und zu emotionalen Erfahrungen. Der bei den Kindern unbestritten 
vorhandene Loyalitätskonflikt wurde durch beide Elternteile verursacht, indem diese ihre Prob-
leme und ihre eigenen Enttäuschungen zum Wohl der Kinder nicht haben von diesen fernhalten 
können. Die Kinder haben in all den Jahren seit der Trennung der Eltern mitbekommen, dass es 
im Zusammenhang mit den Besuchen immer zu Konflikten und Unstimmigkeiten zwischen den 
Eltern gekommen ist, was die Kinder zweifelsohne in ihrer Willensbildung beeinflusst hat 
(vgl. GISELA KILDE, Der persönliche Verkehr: Eltern-Kind-Dritte, Zürich 2015, N 139 f.). Der so 
gebildete Wille der beiden urteilsfähigen Mädchen ist jedoch als Teil ihrer Persönlichkeit zu res-
pektieren und zu berücksichtigen (vgl. KILDE, a.a.O., N 140; Urteile des Bundesgerichts 
5A_111/2019 vom 9. Juli 2019 E. 2.3; 5A_875/2017 vom 6. November 2018 E. 3.3, in: FamP-
ra.ch 2019 S. 255). Dem Beschwerdeführer ist insofern zuzustimmen, dass keine direkte Ge-
fährdung des Wohls der Kinder durch Begegnungen mit ihm vorliegt. Die Anordnung eines Be-
suchsrechts mit Blick auf die deutlichen und konstanten Aussagen der beiden urteilsfähigen 
Mädchen käme jedoch einer gegen ihren Willen zwangsweisen Durchsetzung gleich, was dem 
Kindeswohl klar widerspricht (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht [KGE VV], vom 4. Dezember 2019 [810 19 203] E. 4.4; KGE VV vom 20. Februar 
2019 [810 18 222] E. 4.3.2; Urteile des Bundesgerichts 5A_111/2019 vom 9. Juli 2019 E. 2.3; 
5A_875/2017 vom 6. November 2018 E. 3.3, in: FamPra.ch 2019 S. 255; 5A_463/2017 vom 
10. Juli 2018 E. 4.5.5, nicht publ. in: BGE 144 III 442, aber in: FamPra.ch 2018 S. 1150; 
5A_926/2014 vom 28. August 2015 E. 4; 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 6.2.2, in: SJ 
2016 I S. 136 f.). Vor dem Hintergrund, dass ein Besuchsrecht in erster Linie dem Interesse des 
Kindes dienen soll (vgl. E. 5.1 hiervor) ist der Wunsch der beiden Mädchen unter den gegebe-

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nen Umständen zu berücksichtigen und auf ein gegen deren Willen behördlich angeordnetes 
Besuchsrecht zu verzichten. 
 
8. Um ein gelingendes Besuchsrecht aufgleisen zu können, ist es unerlässlich, dass die 
Eltern zuverlässig kommunizieren und ihren Töchtern dadurch Sicherheit geben können. Aus 
den Akten zeigt sich, dass die Eltern grundsätzlich bereit sind, an ihren Kommunikationsschwie-
rigkeiten zu arbeiten, weshalb sie bei dieser Bereitschaft zu behaften sind. Die im angefochte-
nen Entscheid vorgesehene Elternberatung zum Aufbau einer funktionierenden Kommunikation 
ist dringend in Anspruch zu nehmen. Eine Kommunikation ausschliesslich über Drittpersonen 
würde, insbesondere mit Blick auf die grosse räumliche Distanz, unweigerlich zu Missverständ-
nissen und nicht zu einer Entlastung der Situation führen. Eine Begutachtung der Mädchen ist 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers vorliegend nicht zielführend, zumal eine solche 
nicht zur Verbesserung der elterlichen Kommunikationsbereitschaft beitragen kann, die Be-
schwerdegegnerin Kontakte zwischen dem Beschwerdeführer und den Mädchen nicht verhin-
dern würde und die Ansichten der Mädchen klar zum Ausdruck gekommen sind. Aufgrund der 
Bereitschaft der Beschwerdegegnerin, Besuche zwischen dem Beschwerdeführer und den bei-
den Töchtern zu ermöglichen, und der bislang getroffenen Massnahmen (zwei Besuchskontakte 
mit Vor- und Nachbesprechung mit D.____ sowie mit den Eltern, wiederholte Anhörungen der 
beiden Mädchen und der Eltern sowie die Aufgleisung einer Elternberatung) sowie der Tatsa-
che, dass die Mädchen im Urteilszeitpunkt 12 und 13 Jahre alt sind, mit ihrem Vater seit 2017 
keinen Kontakt mehr hatten und diesen ablehnen, die Eltern Bereitschaft zeigen, ihre beste-
henden Kommunikationsprobleme anzugehen und ein Erinnerungskontakt vorgesehen ist, ist 
der derzeitige Verzicht auf Kindesschutzmassnahmen verhältnismässig.  
 
9. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist erstellt, dass die KESB zu Recht auf Kin-
desschutzmassnahmen verzichtet hat. Die Beschwerde ist demzufolge vollumfänglich abzuwei-
sen. 
 
10.1 Gemäss § 20 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung zulasten der Gerichtskasse.  
 
10.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann nach § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug 
eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Ge-
genpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist der anwaltlich 
vertretenen Beschwerdegegnerin als obsiegender Partei antragsgemäss eine Parteientschädi-
gung auszurichten. Der von der Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin in der Honorarnote 
vom 16. Juni 2021 geltend gemachte Aufwand von 6.25 Stunden à Fr.  250.-- ist nicht zu bean-
standen. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin für das vorliegende Verfahren 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

demzufolge eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'682.80 (inkl. 7.7% MWST) zu be-
zahlen.  
 
10.3 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote 
vom 16. Juni 2021 macht der Rechtsvertreter einen Aufwand von gesamthaft 11.54 Stunden à 
Fr. 200.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 6.30 geltend. Dabei wird ein zeitlicher Aufwand 
von 1.33 Stunden aufgeführt, welcher das Verfahren Nr. 810 20 231 betrifft und in diesem Zu-
sammenhang bereits entschädigt wurde. Die Honorarnote ist folglich in diesem Punkt zu redu-
zieren. Im Übrigen erweist sich die Honorarnote als angemessen. Dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ist somit ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'206.-- (inkl. Auslagen und 7.7% 
MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
10.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001).  
 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltli-
chen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 1'682.80 (inkl. 7.7 % MWST) zu bezahlen. 
Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen.  
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'206.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin