# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d147a26e-0bee-5bc5-9012-3f86af919a3a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-17
**Language:** de
**Title:** Beweiskräftiges polydisziplinäres Gutachten; allfällige zukünftige und unvorhersehbare Krankheitsschübe wurden zu Recht nicht im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einbezogen, sondern würden allenfalls einen Leidensabzug rechtfertigen; Einkommensvergleich; von Vorinstanz verfügte befristete Rentenzusprechung erweist sich als korrekt. (BGE 8C_118/2019)
**Docket/Reference:** IV.2017.00871
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00871.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00871
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiber Würsch
Urteil
vom
1
7.
Januar 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Susanne von Aesch
KSPartner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1966 geborene
X.___
hat keine berufliche Ausbildung absolviert und ist Mutter
dreier erwachsener Kinder.
Seit ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 1998 war sie bei verschiedenen Arbeitgebern als Raumpflegerin angestellt
(
Urk.
9/6, 9/11 und
9/23
).
Unter Hinweis auf eine
Thrombopenie
mel
dete
sie sich
am 2
0.
Januar 2014 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
9/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte nebst Auszügen aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk.
9/11, 9/86) insbesondere diverse Arztberichte ein (
Urk.
9/12, 9/15 f., 9/28, 9/31
f., 9/35, 9/38, 9/45
,
9/48 f.
, 9/53 und 9/59
).
Mit Schreiben vom
8.
März 2016 teilte sie der Ver
sicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (
Urk.
9/
51).
Im Weiteren gab sie beim
Y.___
, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
Y.___
-Gutachten vom 1
7.
November 2016,
Urk.
9/83). Darüber hinaus liess sie einen Haushaltabklä
rungsbericht erstellen (
Urk.
9/88).
Mit Vorbescheid vom
9.
März 2017 stellte
sie
der Versicherten die Zusprechung einer ganzen Rente für den befristeten Zeitraum vom
1.
Juli 2014 bis 3
0.
Juni 2016
in Aussicht (
Urk.
9/91). Am 2
9.
Juni 2017 verfügte
die IV-Stelle
im angekündigten Sinne (
Urk.
9/108 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 2
8.
August 2017 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihr die gese
tzlich geschuldeten Leistungen,
insbeson
dere über den 3
1.
März 2016 hinaus w
eiterhin eine ganze Rente,
auszurichten.
Zudem ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Pro
zessführung sowie Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin in der Per
son von Rechts
anwältin Susanne von Aesch (
Urk.
1 S. 2).
Nachdem die Ver
sicherte mit Verfügung vom 2
9.
August 2017 aufgefordert worden war, innert einer Frist von 30 Tagen zu erklären, ob sie über eine Rechtsschutzversicherung verfüge und bei bestehender Versicherung anzugeben, aus welchem Grund eine Kostenübernahme abgelehnt werde (
Urk.
5), zog sie ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Eingabe vom 1
9.
September 2017 zurück (
Urk.
7).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
Oktober 2017 schloss die IV-Stelle auf Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
8). Darüber wurde
die Versicherte mit Verfügung vom
6.
Oktober 2017 in Kenntnis gesetzt
(
Urk.
10), worauf sie
mit Eingabe vom 1
7.
Oktober 2017 (
Urk.
11) weitere Arztberichte einreichte (
Urk.
12/1-2). Diese Dokumente wurden der IV-Stelle mit Schreiben vom 1
9.
Oktober 2017 zur Kennt
nisnahme zugestellt
(
Urk.
13)
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
Mä
rz 2018 E. 7.4).
1.4
1.4.1
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rz
11 zu Art. 30–31 IVG). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Ver
fügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Invali
denversicherung [
IVV
]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
9.
Juni 2017 (
Urk.
2
; vgl. zudem Urk.
6/91
) zog die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen in Erwägung, die Ver
sicherte
habe glaubhaft dargelegt,
dass sie
bei guter Gesundheit in einem 100%-Pensum einer Hilfsarbeitertätigkeit nachgehen würde. Gestützt auf die medizini
schen Unterlagen
sei davon auszugehen, dass es ihr vom
1.
Juli 2012 bis 3
1.
März 2016
gesundheitsbedingt
nicht möglich gewesen sei, ihr
er angestammten Tätig
keit als Raumpflegerin
oder einer anderen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Jeden
falls habe im genannten Zeitraum eine Restarbeitsfähigkeit von durchschnittlich weniger als 30
%
vorgelegen, weshalb sich der Invaliditätsgrad auf 100
%
belau
fen habe. Seit April 2016 sei der Beschwerdeführerin eine dem Belastungsprofil entsprechende Tätigkeit wieder zu 100
%
zumutbar, da der Gesundheitszustand im März 2016 habe stabilisiert werden können.
Da das Wartejahr per 3
0.
Juni 2013 abgelaufen sei und der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entstehe, sei
der Ver
sicherten vom
1.
Juli 2014
bis 3
0.
Juni 2016 eine ganze Rente der Inva
lidenversicherung aus
zurichten.
2.2
Die Versicherte
machte
in ihrer Beschwerdeschrift vom 2
8.
August 2017 zusam
mengefasst
geltend
,
dass die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation und die Rentenzusprechung für den Zeitraum vom
1.
Juli 2014 bis 3
1.
März 2016 nicht umstritten seien. Nicht einverstanden sei sie jedoch mit der ab
1.
April 2016 attestierten vollen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit.
Das
Y.___
-Gutachten vom 1
7.
November 2016 beruhe insgesamt auf einer unvollständigen und folglich nicht beweistauglichen medizinischen Grundlage.
So
habe sich
di
e gesundheitliche Situation
seit der Begutachtung
verschlechtert, da sie seit März 2017 auch an Beschwerden in bei
den Armen leide. Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten die Gut
achter darüber hinaus insbesondere nicht berücksichtigt, dass eine schwere chro
nische
Erkrankung
mit immer wieder auftretenden Krankheitsaktivitäten vorliege
. Ferner habe das psychiatrische Teilgutachten nur unzureichend Eingang in die
Konsensbeurteilung gefunden
.
Vor diesem Hintergrund sei auch über den 3
1.
März 2016 hinaus von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen, weshalb weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente bestehe
(
Urk.
1 S. 4 ff.)
.
Falls
wider Erwarten auf das
Y.___
-Gutachten abgestellt werden sollte, h
ätte
die Ren
tenaufhebung in Anwendung von
Art.
88a
Abs.
1
IVV
frühestens per 3
0.
Juni 2016
erfolgen dürfen
(
Urk.
1 S. 7).
2.3
Mit Stellungnahme vom 1
7.
Oktober 2017 (
Urk.
11)
reichte die Beschwerdefü
h
rerin weitere Arztberichte ein
(
Urk.
12/1-2)
und wies insbesondere darauf hin, dass d
ie behandelnde Psychiaterin nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiere
. Die durch die anhaltende depressive Erkrankung verursachte
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen der Begutachtung nicht adäquat gewürdigt worden. Dieser komme invalidisierende Wirkung zu, selbst wenn das Gericht wider Erwarten nicht von einer Therapieresistenz ausgehe
n sollte
.
3.
Dem polydisziplinären
Y.___
-Gutachten vom 1
7.
November 2016 sind folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (
Urk.
9/83/50):
-
chronische
Immunthrombozytopenie
(Erstdiagnose Juli 2012),
-
Budd
-
Chiari
-Syndrom (Erstdiagnose Mai 2015),
-
rezidivierendes
lumbospondylogenes
respektive Status nach
lumboradi
kulärem
Reizsyndrom S1 rechts mit Diskushernie L5/S1 (MRI Februar 2015), aktuell Beschwerdefreiheit.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien demgegenüber im Wesent
lichen:
-
Angst und depressive Störung, gemischt,
-
Störungen durch Benzodiazepine, schädlicher Gebrauch,
-
Adipositas (Body-Mass-Index 34.3 kg/m
2
),
-
Status nach einmaligem Bewusstseinsverlust 2015, wahrscheinlich
vaso
vagal
,
-
perniziöse Anämie gemäss Akten (Erstdiagnose April 2012).
Gegenüber
Dr.
med.
Z.___
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, habe die Versicherte über eine Kraftlosigkeit und Müdigkeit geklagt. Jeden Morgen erwache sie zudem mit einer Übelkeit, die nach Einnahme von
Motilium
gegen Mittag etwas nachlasse. Sie reagiere auch sehr empfindlich auf unangenehme oder starke Gerüche. Seit sie
Rituximab
-Infusionen erhalte, seien keine Häma
tome mehr aufgetreten. Psychisch gehe es ihr schlecht; sie weine oft und fühle
sich einsam (
Urk.
9/83/18 f.).
Aus internistischer Sicht sei bei der Beschwerde
führerin seit Juli 2012 eine
chronische primäre
Immunthrombo
zytopenie
bekannt, welche zunächst mit Steroidstosstherapien behandelt worden sei.
Nach einer notfallmässigen Umstellung auf
Revolade
ab April 2014 sei die Behandlung im Mai 2015 gestoppt worden, nachdem ein
Budd
-
Chiari
-Syndrom diagnostiziert worden sei.
Infolge weiterer Steroidstosstherapien seien im Dezember 2015 starke Nebenwirkungen aufgetreten. Nach einem erneuten
Thrombozytenabfall
im Feb
ruar 2016 habe man sich für eine Immuntherapie mit
Rituximab
entschieden, wobei die Versicherte die vier intravenösen Gaben im März 2016 bis auf leichte Hautveränderungen gut toleriert habe. Die
Thrombozytenzahl
sei anschliessend angestiegen, habe sich normalisiert und sei seither stabil geblieben. Wegen der erhöhten Blutungsgefahr bei
Immunthrombozytopenie
und der gleichzeitig auf
grund des
Budd
-
Chiari
-Syndroms durchgeführten oralen Antikoagulation seien für die Versicherte Tätigkeiten mit erhöhter Verletzungsgefahr nicht geeignet (
Urk.
9/83/20 f.).
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
hielt
in seiner Teilexpertise fest, dass
die Versicherte in Bezug auf das rezidivierende
lumbospondylogene
Schmerzsyndrom zurzeit beschwerdefrei sei. Sie habe auch jeweils rasch auf Behandlungen mit Infiltra
tionen und Physiotherapie angesprochen. Im Rahmen der Grunderkrankung mit
Thrombozytopenie
komme es immer wieder zur Bildung von Hämatomen. Vor vier Tagen sei eine Schwellung
im Bereich des linken Oberarms aufgetreten, welche
palpatorisch
ebenfalls auf ein Hämatom hinweise. Diesbezüglich sei in den nächsten Tagen eine weitere Abklärung in der behandelnden Klinik vorgese
hen.
Aus orthopädischer Sicht seien repetitive Tätigkeiten in Zwangspositionen zu vermeiden. Nicht zumutbar sei im Weiteren das Heben von Lasten über zehn Kilogramm
(
Urk.
9/83/25
f
f.).
Dem Teilgutachten von
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie, ist zu entnehmen, dass
sich in Bezug auf
das seit Mai 2015 bekannte
Budd
-
Chiari
-Syndrom ein bis dato komplikations
loser Verlauf und eine Stabilisierung unter der Therapie mit oralen
Antikoagu
lantien
gezeigt habe. Unter Berücksichtigung der Laborresultate könne keine sig
nifikante Leberfunktionseinschränkung erkannt werden.
Insgesamt könne von einer leichtgradigen Hepatopathie bei
Budd
-
Chiari
-Syndrom mit erhaltener
hepatopetaler
Zirkulation und Leberperfusion ausgegangen werden (
Urk.
9/83/30 f.).
Im Rahmen der neurologischen Untersuchung bei
Dr.
med.
C.___
, Fach
arzt für Neurologie, habe die Explorandin angeben, aktuell weder unter Rücken
schmerzen
noch unter Ausstrahlungen in die Beine zu leiden. Es bestünden auch keine Gefühlsstörungen oder Schwächen. Seit dem Wechsel auf
Rituximab
seien ausserdem weniger Blutungen aufgetreten (
Urk.
9/83/34).
Der neurologische Sta
tus sei insgesamt unauffällig gewesen. So hätten weder ein relevantes
Lumbover
tebralsyndrom
noch eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallsymptomatik nachgewie
sen werden können. Ein gewisses Rückfallrisiko persistiere. Funktionsstörungen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
seien theoretisch keine vorhanden, wobei rückenbelastende Tätigkeiten unter Berücksichtigung der Vorgeschichte ungünstig seien (
Urk.
9/83/36 f.).
Anlässlich der psychiatrischen Exploration
durch
Dr.
med.
D.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
habe die Beschwerdeführerin
angegeben, depressiv gewesen zu sein, weshalb sie sich ab 2013 bei
Dr.
med.
E.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
in Behandlung begeben habe. Sie habe auch sehr unter der Gewichtszunahme durch das Kortison gelitten. Das seit circa zwei Jahren von ihr verwendete
Temesta
helfe gegen Anspannung, Traurigkeit und Ängste. Sie habe dadurch auch weniger Appetit
, was die Gewichtsabnahme unterstütze. Im Weiteren leide sie unter Zukunftsängs
ten
und wisse nicht, wie es weitergehen solle. Die Krankheit habe sie viel Kraft gekostet und sie habe auch grosse finanzielle Sorgen. Überdies habe sie Mühe mit dem Gedächtnis und vergesse viel (
Urk.
9/83/41 f.).
Bei der psychiatrischen Untersuchung
sei die Versicherte gepflegt, bewusstseinsklar, allseits orientiert und freundlich zugewandt gewesen. Sie habe ein hohes Mitteilungsbedürfnis gehabt, wobei die Gestik und Mimik situationsadäquat, reichhaltig und tempera
mentvoll gewesen seien. Der Antrieb sei erhalten gewesen. Beim Berichten über ihre Probleme habe die Explorandin mehrfach geweint, sich jedoch auch von selbst wieder beruhigt. Das Denken sei geordnet, logisch und frei von Störungen gewesen. Hinweise auf Zwänge
, Wahn oder Ich-Störungen
hätten sich nicht ergeben. Es bestünden jedoch Ängste in Bezug auf die Zukunft und die Gesund
heit.
Die Beschwerdeführerin habe eher ratlos gewirkt und die Stimmung sei leicht in den depressiven Bereich verschoben gewesen. Anhaltspunkte für Eigen- oder Fremdgefährdung hätten sich nicht ergeben (Urk.
9/83/42 f.).
In Anbetracht dieser Befunde sei die depressive Symptomatik leichtgradig ausgeprägt.
Im Vordergrund stehe eine Affektlabilität. Die Versicherte habe den chronischen Charakter ihrer Erkrankung noch nicht emotional in ihr Leben integriert. Sie habe wenige gute Krankheitsbewältigungsstrategien, sei jedoch vom psychischen Zustand her in der Lage
,
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sie benötige ein wohlwollendes Um
feld mit einer klaren Arbeitsaufgabe und Rückmeldungen.
In Konfliktsituationen reagiere sie mit Stress und wahrscheinlich mit Kopfschmerzen und Affektlabilität.
Durch die Merkfähigkeitsstörung seien zudem komplexe Tätigkeiten eher ungünstig (
Urk.
9/83/44 f.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass der Versicherten Tätigkeiten mit erhöhtem Verletzungsrisiko nicht zumutbar seien. Aus
hepatologischer
Sicht bestehe ausserdem eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Körperlich belastende Tätigkeiten mit repetitivem Heben von Lasten über zehn Kilogramm oder repetitiven Arbeiten in Zwangspositionen seien ferner aufgrund der Rückenproblematik ungünstig. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen sei die Versicherte in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungskraft seit April 2016 voll arbeitsfähig.
Eine Stellungnahme bezüglich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit seit erstmaligem Auftreten der
Immunthrombozytopenie
im Juli 2012 gestalte sich schwierig. Im Durchschnitt könne davon ausgegangen werden, dass eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 30
%
vorgelegen habe.
Es liege eine bis vor Kurzem von Rezidiven geprägte Krankheit vor, weshalb der Versicherten immer wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Im Verlauf sei die Situation durch das
Budd
-
Chiari
-Syndrom insofern erschwert worden, als noch zusätzlich eine Antikoagulation notwendig geworden sei. Es sei zwar nicht ausgeschlossen, dass zwischenzeitlich vorübergehend zumindest eine teilweise oder allenfalls auch eine volle Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe, allerdings unter Berücksichtigung der instabilen Situation ohne realistische Umsetzbarkeit im freien Arbeitsmarkt über längere Zeiträume (
Urk.
9/83/53 f.).
4.
4.1
Die angefochtene Verfügung vom 2
9.
Juni 2017 (
Urk.
2) basiert in erster Linie auf dem polydisziplinären
Y.___
-Gutachten vom 1
7.
November 2016, weshalb vorab auf de
ssen Beweiswert einzugehen ist.
Die Expertise beruht auf umfassenden internistischen, orthopädischen,
gastro
enterologischen
, neurologischen und psychischen Abklärungen. Zudem wurde sie in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (
Urk.
9/83/5 ff.).
Die Versicherte konnte gegenüber den einzelnen Gutachtern ihre aktuellen Beschwerden schil
dern und wurde von diesen jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - einge
hend befragt.
Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen Themenbereichen wie dem gewöhnlichen Tagesablauf
sowie den familiären und beruflichen Ver
hältnissen äussern (
Urk.
9/83/14 ff., 9/83/23 f., 9/83/
27 f., 9/83/33
f. und 9/83/37
ff.). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Feststellung der Diag
nosen Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und
erläutert wurden (
Urk.
9/83/20 f., 9/83/25 ff., 9/83/29 ff., 9/83/35
ff., 9/83/43 ff. und 9/83/50 ff.).
Soweit möglich erfolgte ausserdem eine Auseinandersetzung mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
9/83/22, 9/83/26, 9/83/31, 9/83/37 und 9/83/44 ff.). Insgesamt erfüllt das polydisziplinäre Gutachten somit die formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E.
1.5
).
4.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Versicherten für einen befristeten Zeitraum eine ganze Rente zugesprochen, was von dieser grundsätzlich auch nicht beanstandet wird (vgl.
Urk.
1 S. 4).
Diese
unbestritten gebliebenen Bezugszeiten
sind
nicht von der gerichtlichen Beurteilung auszuklammern (vgl. E. 1.4.1)
,
überzeugen
jedoch
namentlich
in Anbetracht
der
Au
sführungen der Gutachter
.
Diese gingen davon aus, dass von
Juli 2012 bis März 2016 durchschnittlich eine Arbeitsfähig
keit von weniger als 30
%
vorgelegen habe. In diese Einschätzung bezogen sie sowohl
die Auswirkungen der von Rezidiven geprägten
Immunthrombozytopenie
sowie des im Verlauf aufgetretenen
Budd
-
Chiari
-Syndroms
mit ein
.
Im Weiteren
würdigten
die Gutachter die von verschiedenen behandelnden Ärzten attestierten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/83/54).
Hinweise für eine im genannten Zeitraum instabile gesundheitliche Situation
bilden ausserdem die
mehrfach notwendig gewordenen Medikamentenumstellungen
(vgl.
Urk.
9/83/20 f.) sowie
die
Hospitalisationen
(vgl.
Urk.
9/32, 9/35).
Angesichts dieser konkreten Umstände ist nicht zu beanstanden, dass
die Beschwerdegegnerin
den Anspruch auf
eine ganze Rente der Invalidenversiche
rung
(mindestens)
für den Zeitraum
vom
1.
Juli 2014 bis 3
0.
Juni 2016
bejaht
hat (
Urk.
2). In diesem Zusammenhang ist
mit Blick auf den
Antrag der Versicherten,
wonach
ihr zumindest bis 3
0.
Juni 2016 eine ganze Rente zuzusprechen sei (
Urk.
1 S. 7),
festzuhalten
, dass
insoweit
kein Rechts
schutzinteresse
besteht
,
da
die IV-Stelle im angefochtenen Entscheid
unter Beachtung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV
bereits
entsprechend verfügt hat.
4.3
4.3.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch
auch
berech
tigterweise
per
1.
Juli
2016
verneint
hat.
Die Versicherte macht zum einen gel
tend,
die Gutachter hätten den Umstand, dass sie unter schweren und chronischen somatischen Erkrankungen mit
Rezidivgefahr
leide, nicht berücksichtigt. Die
Schübe der
Immunthrombozytopenie
würden
zudem mit einer ausgeprägten
Fatigue
-Symptomatik und einer Infektionsneigung einher
gehen
, womit sich die Gutachter nicht auseinandergesetzt hätten. Im Weiteren habe
sich ihr Gesund
heitszustand
im Zeitraum zwischen
der Begutachtung durch das
Y.___
und dem Erlass der angefochtenen Verfügung
weiter
verschlechtert, da sie nun auch an
Beschwerden in beiden Armen leide. In psychischer Hinsicht sei die Arbeitsfähig
keit aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung ebenfalls erheblich einge
schränkt (
Urk.
1 S. 4 ff.,
Urk.
11).
4.3.2
In der Annahme
, dass die angestammte Tätigkeit als Reinigungskraft dem zumut
baren Belastungsprofil entspreche, gingen d
ie Gutachter davon aus, dass
der Ver
sicherten die
se Tätigkeit
ab April 2016 wieder
zu 100
%
zumutbar gewesen sei (
Urk.
9/83/53).
Diese Beurteilung erweist sich in Anbetracht der von somatischer Seite erhobenen Befunde als schlüssig und nachvollziehbar. Einerseits
litt
die Versicherte im Zeitpunkt der Begutachtung
nicht mehr unter Rückenschmerzen
(
Urk.
9/83/24)
. Andererseits hatte sich die
Thrombozytenzahl
seit der Immunthe
rapie im März 2016 normalisiert, was
sich
auch
in
den Laborwerten
widerspiegelt
(
Urk.
9/83/59).
Im Weiteren wurde d
ie Leberfunktion bei Vorliegen eines milde verlaufenden chronischen
Budd
-
Chiari
-Syndroms als normal
eingestuft
(
Urk.
9/83/31).
Entgegen der A
rgumentation
der Beschwerdeführerin
waren sich die Gutachter darüber im Klaren, dass es sich bei der
Immunthrombozytopenie
und dem
Budd
-
Chiari
-Syndrom um chronische Erkrankungen handelt, welche mit Krankheits
schüben einhergehen.
Sie bezogen denn auch den bisherigen Verlauf der Symp
tomatik in ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit ein und gingen von einer aktuell stabilen gesundheitlichen Situation aus (
Urk.
9/83/
53 ff.).
Dem Einwand der Versicherten ist zudem entgegenzuhalten, dass
gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich nur
regelmässig
wiederkehrende krankheits
bedingte Absenzen vom Arbeitsplatz bei der Festlegung des zeitlich zumutbaren Umfangs der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen sind. Nicht vorhersehbare und schwer kalkulierbare Absenzen, wie sie
typischerweise
durch Krankheitsschübe verursacht werden,
können
demgegenüber
im Rahmen des Einkommensver
gleichs bei der Festlegung des Invalideneinkommens einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_179/2018 vom 2
2.
Mai 2018 E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen
; vgl. auch
nachstehende
E. 4.4
).
Soweit die Versicherte geltend macht, ihr körperlicher Gesundheitszustand habe sich im Zeitraum zwischen der Begutachtung und dem Erlass der angefochtenen Verfügung verschlechtert, ist darauf hinzuweisen, dass
die am 3
0.
Mai 2017
sonographisch
festgestellte Partialruptur der
Supraspinatussehne
links mit Begleitbursitis beidseits (
Urk.
3/4
, vgl. zudem
Urk.
12/1
)
zwar einen Gesundheits
schaden darstellt, welcher
durch die Gutachter nicht beurteilt worden war.
Auf die
von
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in diesem Zusammenhang
am 2
2.
August 2017
attestierte
Arbeitsunfähigkeit für jegliche berufliche Tätigkeit (
Urk.
3/3) kann allerdings nicht abgestellt werden. Abgesehen
davon, dass
behandelnde
Arztpersonen
beziehungsweise Therapiekräfte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen
(
BGE 135 V
465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc),
und der Bericht keine nachvollziehbare Begründung für die attestierte Arbeitsunfähigkeit enthält
, verfügt
Dr.
F.___
nicht über die notwendige fachliche Qualifikation,
weshalb seiner Einschätzung
nicht gefolgt werden kann.
Im Übrigen
ist weder ersichtlich noch seitens der Beschwerdeführerin substan
tiiert dargelegt, inwiefern die Schulterbeschwerden sich dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten
körperlichen Tätigkeit auswirken
könnten
, weshalb in diesem Kontext auch kein Anlass für ergänzende medizi
nische Abklärungen besteht.
4.3.3
Die Beschwerdeführerin
übt
überdies Kritik am psychiatrischen Teilg
utachten, wobei sie in diesem Zusammenhang primär auf den Bericht der behandelnden Psychiaterin
Dr.
E.___
vom 2
5.
September 2017 verweist (
Urk.
11,
Urk.
12/2).
Jene erklärte sich mit der von
Dr.
D.___
gestellten Diagnose (Angst- und depressive Störung, gemischt [ICD-10 F41.2]) nicht einverstanden und sprach sich
gestützt auf die von ihr erhobenen Befunde
für das Vorliegen einer rezidivieren
de
n
depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), aus.
E
in Administrativ- oder Gerichtsgutachten
ist jedoch nicht
stets in Frage zu stel
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnde
Arztperson
zu andersl
autenden Einschätzungen gelangt
. Dies gilt insbesondere, wenn die anderslautenden Einschätzungen wie im konkreten Fall im Wesent
lichen auf rein subjektiver Interpretation entspringenden Aspekten beruhen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hin
weisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06])
. Ausserdem ist nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend, sondern dessen konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2013 vom 2
6.
Juni 2013 E. 4.1.4 mit Hinweis).
Z
u klären
bleibt indes
, ob die Beurteilung von
Dr.
D.___
, wonach die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht grundsätzlich nicht eingeschränkt sei (vgl.
Urk.
9/83/47)
,
auch mit Blick auf
die vom Bundesgericht vorgenommene Praxisänderung, gemäss derer
prinzipiell für sämtliche psychischen Leiden für anwendbar erklärte strukturierte Beweisverfahren
gemäss BGE 141 V 281
anwendbar ist,
überzeugt (vgl. E. 1.3).
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist
dabei
sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anfor
derungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrens
standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Ein
zelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen ent
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrund
lagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
).
Zur Kategorie
«funktioneller Schweregrad»
ist zunächst festzuhalten, dass die Gutachterin die depressive Symptomatik als leichtgradig
eingestuft hat
(
Urk.
9/83/45), was in Anbetracht der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde schlüssig erscheint.
So war die Stimmung anlässlich der gutachterlichen Exploration nur leicht in den depressiven Bereich verschoben, das Denken war logisch sowie geordnet und der Antrieb war ebenfalls erhalten. Im Weiteren erga
ben sich weder Hinweise für Zwänge, noch für Wahn- oder Ich-Störungen.
Die Versicherte war zudem bewusstseinsklar, allseits orientiert, im Gespräch lenk- und leitbar. Auffälligkeiten ergaben sich in Bezug auf die Affektlabilität sowie Angstsymptome (
Urk.
9/83/42 f.).
In Bezug auf den Indikator «
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
» ist entgegen der Auffassung der Versicher
ten (vgl.
Urk.
11 S. 3) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht davon auszu
gehen, dass eine Therapieresistenz der depressiven Störung vorliegt. Solches geht namentlich weder aus dem psychiatrischen Teilgutachten, noch aus dem Bericht von
Dr.
E.___
vom 2
5.
September 2017 hervor (vgl.
Urk.
9/83/47,
Urk.
12/2 S. 4).
Hinsichtlich des Indikators «Komorbiditäten» ist anzumerken, dass eine gewisse Wechselwirkung zwischen den chronischen somatischen Erkrankungen sowie der Angst- und depressiven Symptomatik naheliegt.
Was die Persönlich
keitsstruktur der Versicherten anbelangt, gilt es zu berücksichtigen, dass keine Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne vorliegt.
Obwohl
Dr.
D.___
akzentuierte Persönlichkeitszüge für wahrscheinlich erachtete, führte sie diese im Gegensatz zur behandelnden Psychiaterin nicht als Diagnose auf (
vgl.
Urk.
9/15/2, 9/31/2, 9/83/43 und
9/83/46
). Ihr ist jedoch insofern beizu
pflichten, als diese Persönlichkeitsakzentuierungen eine Abweichung von der Norm und keine Krankheit im eigentlichen Sinne darstellen
(
vgl. auch
Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1).
Zum Komplex «Sozialer Kontext» ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
über ein intaktes soziales Umfeld verfügt und in dieser Hinsicht auf entsprechende Ressourcen zurückgrei
fen kann.
Unter anderem lebt sie seit zehn Jahren in einer Beziehung,
wobei sie ihren Partner jeweils am Wochenende besucht. Ferner
steht
sie
in regelmässigem Kontak
t mit
den in Bolivien lebenden Familienmitgliedern,
ihren erwachsenen Kindern,
den Enkeln
sowie mehreren Freundinnen
(
Urk.
9/83/18, 9/83/38 ff.).
Vor diesem Hintergrund ist ein krankheitsbedingter sozialer Rückzug
somit
nicht erkennbar.
Zum beweisrechtlich entscheidenden Aspekt der «Konsistenz» ist einerseits fest
zuhalten, dass ein gewisser Leidensdruck in Anbetracht des Umstandes, dass
sich
die Versicherte seit
Januar 2013 regelmässig bei
Dr.
E.___
in ambulante
psy
chiatrische Behandlung
be
gibt
(vgl.
Urk.
9/15/2, 9/31/2
;
Urk.
12/2)
, ausgewiesen ist. Es kann jedoch angesichts der vielfältigen Alltagsaktivitäten der Versicherten nicht von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen ver
gleichbaren Lebensbereichen ausgegangen werden. So ist die Beschwerdeführerin nicht nur in der Lage, ihren Haushalt bis auf Tätigkeiten mit erhöhter Verlet
zungsgefahr selbständig ohne die Hilfe von Drittpersonen zu führen.
Sie bewegt
sic
h auch viel, unternimmt Spaziergänge und
trifft sich
regelmässig
mit
ihrem Partner sowie ihren Kindern und Enkeln. Zudem pflegt sie Kontakt zu
mehreren
Freundinnen, mit denen sie spazieren geht oder Tarot spielt (
Urk.
9/83/18, 9/83/40).
Gesamthaft ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
D.___
in Anbetracht der massgeblichen Standardindikatoren und deren Würdigung schlüssig und nachvollziehbar. Gegen eine erhebliche Einschränkung
der Leis
tungsfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht
sprechen nicht nur die weitgehend unauffälligen objektiven Befunde, sondern insbesondere auch das hohe Aktivi
tätsniveau
und das intakte soziale
Beziehungsnetz
.
Ein
rechtsgenüglicher
Bezug zwischen den gestellten Diagn
osen und deren funktionellen Ausw
irkungen im Sinne einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ist insgesamt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgewiesen, weshalb die materiell beweisbelastete Beschwerdeführerin die Folgen zu tragen hat (BGE 141 V 281 E. 6; 141 V 547 E. 2).
4.4
Nach dem Gesagten
überzeugt die Beurteilung der
Y.___
-Gutachter, wonach die
Beschwerdeführerin
ab April 2016 wieder in der Lage
gewesen
ist,
ihrer
ange
stammten
Tätigkeit als Reinigungskraft - in der Annahme, diese entspr
icht
dem individuellen Belastungsprofil -
in einem 100%-Pensum nachzugehen.
Mit der
zum genannten
Zeitpunkt eingetretenen Stabilisierung des somatischen Gesund
heitszustandes ist eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsäch
lichen Verhältnisse eingetreten, weshalb ein Revisionsgrund
vorliegt (vgl. E.
1.4.2)
und sich die Aufhebung der ab Juli 2014 zugesprochenen Rente per 3
0.
Juni 2016
in Anwendung von
Art.
17
Abs.
1 ATSG in Ver
bindung mit Art.
88a
Abs.
1 IVV
als korrekt erweist
.
Der Rentenanspruch ab Juli 2016 wäre im Übrigen auch zu verneinen, wenn davon ausgegangen würde, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der nach dem Zeitpunkt der Begutachtung aufgetretenen Schulterbeschwerden (vgl. E. 4.3.2) dauerhaft in ihrer zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit eingeschränkt wäre.
Wie
bereits ausgeführt, ist nicht ersichtlich, weshalb ihre Arbeitsfähigkeit unter diesen Umständen für ihr offenstehende Hilfsarbeiten wie leichte Überwachungs-, Prüf- und Kontrollarbeiten in der Industrie oder die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen respektive Produktionseinheiten oder Sortier
arbeiten, welche allesamt keine besonderen Qualifikationen
erfordern
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_599/2015 vom 2
2.
Dezember 2015 E. 5.1), eingeschränkt sein sollte.
Ausgehend davon, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig wäre (vgl.
Urk.
9/88), würde sich das Invalideneinkommen gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstruk
turerhebung (LSE 2014
, TA1
_tirage_skill_level
, Monatlicher Bruttolohn [Zentral
wert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sek
tor,
Total, Kompetenzniveau 1
, Frauen
) für das Jahr 2016 unter Berücksichtigung der durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche
(vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei
lungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeitskräfte von 2’6
73 Punkten im Jahr 2014 auf 2’709 Punkte im Jahr 2016
(vgl. www.bfs.admin.ch)
auf
Fr.
54'517.48 belaufen (
Fr.
4'300.--
/ 40 * 41.7 * 12 / 2'673 * 2‘70
9)
.
Das
Valideneinkommen
wäre derweil ausgehend vom IK-Auszug für die Jahre 2010 und 2011
(
Urk.
9/86/2 f.)
,
als
die Versicherte
gemäss
eigenen Angaben zu 100
%
erwerbstätig war (vgl.
Urk.
9/88/3), und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
bis 2016
auf Fr.
39‘717.--
festzusetzen ([(
Fr.
33‘734
.-- +
Fr.
42‘621.--) / 2] / 2‘6
04
* 2‘709)
.
Auf der Grundlage dieser Vergleichseinkommen
würde selbst bei Gewährung eines maximalen leidensbedingten Abzuges vom Invalideneinkommen
- etwa aufgrund
unvorhersehbarer
Krankheitsschübe (vgl. E. 4.3.2) -
in Höhe von 25
%
(vgl. BGE 126 V 75 E. 5b/cc) kein Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
und folglich kein Rentenanspruch resultieren (vgl. E. 1.2
). E
ine Parallelisierung der Vergleichseinkommen hätte
im Übrigen
ebenfalls
keinen Rentenanspruch zur Folge. So liegt das hiervor ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr.
39'717.
-- um Fr. 14'800.48, mithin 27.15
%
, unter der branchenüblichen
Entlöhnung
([Fr.
54'517.
48 .
/.
Fr.
39'717.--
] * 100 / 54'517.48
).
Rechtsprechungsgemäss
ist
das
Valideneinkommen
demnach um den 5
%
übersteigenden Prozentsatz der Unterdurchschnittlichkeit, also um 22.15
%
, zu parallelisieren (vgl. BGE 135 V 297 E.
6.1.3
).
Mit anderen Worten
ist
d
as
Valideneinkommen
für das Jahr 2016 auf Fr.
51‘017.34
.-- zu erhöhen, wobei der Betrag von Fr. 39‘717.-- dem Prozent
satz von 77.85 % (100 % - 22.15 %) gleichzusetzen und auf 100 % ho
chzurech
nen
ist
(Fr.
39‘717
.-- / 77.85 *
100; vgl. zur Berechnung
Urteil des Bundesgerichts
8C_2/2017 vom 16. August 2017 E. 2).
Wiederum ausgehend von einem Invali
deneinkommen von
Fr.
54‘517.48
resultiert
selbst bei Gewährung eines maxima
len Leidensabzuges kein Invaliditätsgrad
von mindestens 40
%
.
5.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin der Versicherten zu Recht für den befristeten Zeitraum vom
1.
Juli 2014 bis 3
0.
Juni 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen
. Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) ist daher nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abz
uweisen, soweit darauf einzutreten ist.
6
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Susanne von Aesch
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GrünigWürsch