# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d87531d-8456-5e58-ab5e-79d044c5728b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 26.03.2021 530 2020 42 (530 20 42)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-2020-42_2021-03-26.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 26. März 2021 (530 20 42) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Wirtschaftlicher Neubau 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter M. Zeller (Ref.), 
J. Felix, Dr. L. Schneider, M. Angehrn, Gerichtsschreiber i.V. J.-P. Stoll 
 
 

Parteien A.B.____ und B.B.____, vertreten durch Enderle/Felix/Haidlauf/Schmid 
/Bron, Advokatur und Notariat, Postfach 732, Herr Ch. Haidlauf, Haupt-
strasse 8, 4153 Reinach, 
 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend direkte Bundessteuer 2014 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Steuererklärung der direkten Bundessteuer 2014 vom 19. September 2017 deklarierten die 

Pflichtigen Unterhaltskosten für Liegenschaften ausserhalb des Kantons Basel-Landschaft in 

Höhe von Fr. 210’120.--, insbesondere Fr. 200’000.-- für die Liegenschaft in der Gemeinde 

C.____, und ein steuerbares Einkommen von Fr. 19’309.--. 

 

Mit Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019 kürzte die Steuerverwaltung die steuerlich ab-

zugsfähigen Liegenschaftskosten für die betreffende Liegenschaft in C.____ von Fr. 200'000.-- 

auf Fr. 54'100.-- und setzte das steuerbare Einkommen auf Fr. 174’300.-- fest. 

 

 

B. 

Am 24. Juli 2019 erhob die damalige Vertreterin der Pflichtigen Einsprache gegen die Veranla-

gungsverfügung und lieferte am 20. August 2019 die Begründung nach. Darin machte sie gel-

tend, dass die Kürzung des Liegenschaftsunterhalts nicht gerechtfertigt sei. Es sei eine umfas-

sende Sanierung vorgenommen worden und von den Gesamtkosten von Fr. 1'300'000.-- seien 

mindestens 31% werterhaltende Kosten gewesen. Das Schreiben der Bauherrenvertretung 

D.____ bestätige dies. Entsprechend seien Fr. 200'000.-- als Liegenschaftsunterhalt für das 

Steuerjahr 2014 und gleichzeitig derselbe Betrag nochmals für das Steuerjahr 2015 zum Abzug 

zuzulassen. 

 

Mit Schreiben vom 16. Juli 2020 bat die Steuerverwaltung um eine detaillierte Baukostenab-

rechnung (X.____strasse 32, 32a und 33) über die angefallenen Kosten (inkl. Zuordnung der 

angefallenen Kosten im betreffenden Jahr gemäss Rechnungsstellung), um Baupläne (farbig) 

sowie um eine Fotodokumentation zur Beurteilung des Sachverhalts. 

 

Am 9. September 2020 reichte die Vertreterin weitere Unterlagen ein. Die werterhaltende Ge-

samtsumme von Fr. 400'000.-- sei je hälftig auf die Jahre 2014 und 2015 gelegt worden, da 

aufgrund der Konstellation mit einem Generalunternehmer und dem Fehlen einer detaillierten 

Baukostenabrechnung die Aufteilung in wertvermehrende und werterhaltende Zahlungen 

schwierig sei. Der Liegenschaftssteuerkanton E.____ habe dies so mit der Veranlagungsverfü-

gung der Kantons- und Gemeindesteuer 2014 und 2015 vom 20. Mai 2019 vollumfänglich ak-

zeptiert. 

 

Die Steuerverwaltung wies die Einsprache mit Entscheid vom 22. September 2020 ab und führ-

te an, dass die nachgereichten Unterlagen nicht nachweisen würden, dass es sich vorliegend 

nicht um einen Abriss und Neubau, sondern um eine umfassende Sanierung gehandelt habe. 

Es lägen widersprüchliche Aussagen vor und es seien keine Fotos während des Umbaus bei-

gebracht worden. Aufgrund des Baubeschriebs und in Anbetracht der investierten Mittel von 

Fr. 1'300'000.-- sei davon auszugehen, dass die alten Gebäulichkeiten nahezu vollständig ab-

gebrochen und zumindest ein faktischer Neubau erstellt worden sei. Entsprechend würden die 

Baukosten in ihrer Gesamtheit überwiegend eine wertvermehrende Investition darstellen. Ent-

gegenkommenderweise habe die Steuerverwaltung einen Betrag von Fr. 54'100.-- als Liegen-

 
 
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schaftsunterhaltsabzug zugelassen. Mangels steuerbarem Einkommen im Kanton E.____ habe 

sich eine konkrete Überprüfung der geltend gemachten Kosten durch den Kanton E.____ erüb-

rigt. 

 

 

C. 

Gegen den Einspracheentscheid erhebt der Vertreter der Pflichtigen, neu Herr Christian Haid-

lauf, mit Eingabe vom 23. Oktober 2020 Beschwerde und begehrt, (1) der Einspracheentscheid 

der Steuerverwaltung Basel-Landschaft vom 22. September 2020 sei aufzuheben und das 

steuerbare Einkommen bei der direkten Bundessteuer 2014 sei auf Fr. 0.-- festzusetzen, 

(2) eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur materiellen 

Neubeurteilung an die Steuerverwaltung zurückzuweisen sowie (3) unter Entschädigungsfolge 

zu Lasten des Staates. Als Verfahrensantrag seien die Steuerakten der Beschwerdeführer zur 

Staatssteuer 2014 und zur Staatssteuer 2015 zum Verfahren beizuziehen. Es stelle sich die 

Frage, in welchem Umfang die getätigten Baukosten als wertvermehrende und als werterhal-

tende Aufwendungen zu betrachten seien. Die Steuerverwaltung habe ihr Ermessen nicht 

pflichtgemäss ausgeübt, als sie argumentiert habe, dass die alten Gebäulichkeiten nahezu voll-

ständig abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt worden seien. Die drei konkreten Objekte 

der Liegenschaft in C.____ seien vielmehr differenziert zu betrachten. 

Der Autounterstand/Schopf «X.____strasse 32a» sei in seiner Bauweise vollständig unverän-

dert belassen worden. Er habe denselben Zweck vor wie auch nach den Bauarbeiten. Die auf 

dieses Objekt fallenden Kosten seien mit Fr. 99'187.-- zu beziffern, welche vollumfänglich als 

Renovationskosten und somit als werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten zu akzeptie-

ren seien. Beim Objekt «X.____strasse 32» habe sich das Volumen und die Art der Nutzung als 

Wohnhaus nach den Bauarbeiten nicht verändert. Die Sanierungsarbeiten seien aufgrund eines 

Holzwurmbefalls notwendig gewesen. Die Kosten hierfür würden sich auf Fr. 592'293.-- belau-

fen. Diese hätten nicht zu einem höheren Wert als den Neuwert der ersetzten Einrichtungen 

geführt. Wenn also von den Beschwerdeführern bloss 60% dieser Kosten als werterhaltenden 

Liegenschaftsunterhalt geltend gemacht würden, zeuge dies vom Augenmass und der Vernunft 

der Beschwerdeführer und es sei nicht ersichtlich, weshalb man diesen Anteil noch weiter redu-

zieren solle. Die Kosten in Höhe von Fr. 648'520.-- für das Objekt «X.____strasse 33» seien 

zugestandenermassen grösstenteils als wertvermehrend zu betrachten. Einzig die Grundmau-

ern und die Kellerräume der ehemaligen Scheune seien beibehalten und saniert worden. Es sei 

fraglich, ob nicht doch ein Teil dieser Arbeiten als werterhaltend zu berücksichtigen sei. Das sei 

von den Beschwerdeführern aber weder in den Steuererklärungen 2014 und 2015 noch in der 

Einsprache geltend gemacht worden. 

Der massgebende Zeitpunkt für die Abzugsfähigkeit von Liegenschaftsunterhalt sei das Datum 

der Rechnungsstellung. Von den gesamten Kosten in Höhe von Fr. 1'340'000.-- seien 

Fr. 819'000.-- (rund 60%) im Jahr 2014 in Rechnung gestellt worden. Entsprechend könnten die 

geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten von total Fr. 400'000.-- zu Fr. 240'000.-- auf 

das Jahr 2014 verlegt werden. Daraus ergebe sich, dass für das Jahr 2014 kein steuerbares 

Einkommen mehr resultiere. Zum Vorwurf, die Steuerverwaltung E.____ habe nicht pflichtge-

mäss und gesetzeskonform veranlagt, sei erwidert, dass dies nicht belegt sei und E.____ als 

Belegenheitskanton «näher am Geschehen dran» sei. Es müsse von der Korrektheit der Veran-

 
 
Seite 4   

lagung des Kantons E.____ ausgegangen werden, da bei der direkten Bundessteuer aus-

schliesslich auf die Unterhaltskosten des Belegenheitskantons abgestellt werde. 

 

Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der 

Beschwerde und begründet dies damit, dass eine Totalsanierung, die praktisch einem Neubau 

gleichkomme, aus steuerlicher Sicht eine Herstellung darstelle, weshalb die damit verbundenen 

Kosten einkommenssteuerrechtlich nicht absetzbar seien. Aufwendungen, die mit einer Nut-

zungsänderung einhergehen würden, würden üblicherweise als wertvermehrend gelten. Im vor-

liegenden Fall sei nebst der Totalsanierung auch zumindest ein Teilabbruch mit anschliessen-

dem Neubau vorgenommen worden. Wie die Fotos dokumentieren würden, habe innen wie 

aussen eine völlige Umgestaltung und Umnutzung stattgefunden. 

Als Hauptsteuerdomizil gehe der Kanton Basel-Landschaft dem Kanton E.____ als sekundäres 

Steuerdomizil vor. Wegen des geringen Einkommens aus der Liegenschaft sei der Kanton 

E.____ auch nicht an einer qualifizierten Beurteilung der Liegenschaftsinvestitionen interessiert. 

Während des Neu- bzw. Umbaus habe so oder so kein steuerbares Einkommen im Kanton 

E.____ resultiert. 

Der Generalunternehmervertrag beinhalte den «Abbruch Wohnhaus und Scheune sowie Er-

satzneubau 4-Familienhaus mit Velounterstand». Obwohl die Zahlungsmodalitäten an Zeitpunk-

te wie «Baubeginn inkl. Abbruch» und «nach betonierter Betondecke» geknüpft seien, werde 

weiterhin behauptet, dass es sich mehrheitlich um Liegenschaftsunterhalt handle. Im Baube-

schrieb werde auch die Umnutzung des Schopfes in einen Autounterstand erwähnt. Die amtli-

chen Gebäudeversicherungswerte nach dem Um- bzw. Neubau würden ausserdem eine Ver-

dopplung bis Vervierfachung aufweisen. Auf Anfrage des Gemeindesteueramts F.____ bei der 

Gemeindeverwaltung G.____ sei bestätigt worden, dass das ganze Bauernhaus mitsamt 

Scheune abgebrochen worden sei und die neu erstellten Wohnungen zwischen August 2015 

und Mai 2016 von Mietern bezogen worden seien. Des Weiteren habe sich der mit dem Gene-

ralunternehmer vereinbarte Pauschalbetrag wegen Mehraushubarbeiten um Fr. 40'000.-- er-

höht, wobei fraglich sei, wofür Aushubarbeiten bei einer Vornahme von Liegenschaftsunterhalt 

notwendig seien. Unter diesen Umständen wäre sachgerecht, dass keinerlei Unterhaltskosten 

zum Abzug zuzulassen wären, weshalb sich die Steuerverwaltung den Antrag auf eine reforma-

tio in peius vorbehalte. 

 

An der heutigen Verhandlung halten die Parteien an ihren Begehren fest.  

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 

direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zu-

ständig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung vom 13. Dezember 1994 zum Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer (VV DBG; SGS 336.21) i.V.m. § 129 Abs. 3 des Gesetzes 

vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) 

 
 
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Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 10’000.-- übersteigt, 

vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. Da 

die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne 

weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2. 

Im vorliegenden Fall gilt es zu beurteilen, ob die von den Beschwerdeführern geltend gemach-

ten Aufwendungen in Höhe von Fr. 200'000.-- als Liegenschaftsunterhaltskosten zu qualifizieren 

und somit bei der Einkommenssteuer zum Abzug zuzulassen sind. 

 

2.1. Gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG können die notwendigen Kosten für die Verwaltung des Ver-

mögens, dazu bei Liegenschaften die Aufwendungen für den Unterhalt, von den steuerbaren 

Einkünften abgezogen werden. Die Kosten des Unterhalts und der Verwaltung von Grund und 

Boden können in ihrem tatsächlichen Umfang, jene von Gebäuden, sofern sie nicht zum Ge-

schäftsvermögen gehören, nach der Wahl des Steuerpflichtigen für jede Veranlagungsperiode 

entweder in ihrem tatsächlichen Umfang oder in Form einer Pauschale abgezogen werden 

(Art. 32 Abs. 4 DBG). Werden sie in ihrem tatsächlichen Umfang geltend gemacht, sind sie als 

steuermindernde Tatsachen von der steuerpflichtigen Person durch substantiierte Sachdarstel-

lung zu beweisen (Urteil des Steuergerichts [StGE] vom 3. Juli 2015, 530 15 11, E. 3a, m.w.H.).  

 

Als Aufwendungen für den Unterhalt von Liegenschaften gelten gemäss Art. 1 Abs. 1 der Ver-

ordnung vom 24. August 1992 über die abziehbaren Kosten von Liegenschaften des Privatver-

mögens bei der direkten Bundessteuer (ESTV-Liegenschaftsverordnung; SR 642.116.2) insbe-

sondere Auslagen für Reparaturen und Renovationen, Einlagen in den Reparatur- oder Erneue-

rungsfonds von Stockwerkeigentumsgemeinschaften und die Betriebskosten (lit. a Ziff. 1 - 3), 

die Sachversicherungsprämien für die Liegenschaft (Brand-, Wasserschäden-, Glas- und Haft-

pflichtversicherungen; lit. b) sowie die Verwaltungskosten (lit. c). Bei den Unterhaltskosten han-

delt es sich demgemäss um Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte bezwecken 

und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Mit anderen Wor-

ten sind Unterhaltsarbeiten Aufwendungen, welche ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form 

und Zweckbestimmung unverändert weiterbestehen lassen; es werden einzig die mangelhaften 

Teile ersetzt oder instand gestellt (vgl. StGE vom 3. Juli 2015, 530 15 11, E. 3c, m.w.H.).  

 

Nicht abzugsfähig sind die Aufwendungen für die Anschaffung und die Verbesserung von Ver-

mögensgegenständen, also diejenigen Aufwendungen, welche zur Wertvermehrung eines 

Grundstückes führen (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ESTV-Liegenschaftsverordnung e contrario). Die 

Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach objektiv-technischen 

Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zustand versetzen, 

z.B. ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvolleren Gebäudes aufrücken las-

sen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für die Instandstellung oder Mo-

dernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neueinrichtung gleichkommen, 

sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig. Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unter-

haltskosten von den wertvermehrenden Aufwendungen hat die Beschwerdegegnerin im Merk-

blatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, 

 
 
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Denkmalpflege“, Stand 1. Januar 2020 (Merkblatt), einen nicht abschliessenden Katalog aufge-

stellt (StGE vom 22. Mai 2015, 510 14 89, E. 2d, m.w.H.). 

 

Keine Unterhaltskosten liegen insbesondere dann vor, wenn die Liegenschaft völlig um- und 

ausgebaut worden ist, d.h. wenn die "Renovation" umfangmässig eine Totalsanierung darstellt 

und wirtschaftlich einem Neubau gleichkommt; dann ist stattdessen auf "Herstellungskosten" zu 

schliessen, die nicht abziehbar sind. Das Bundesgericht hat zum wirtschaftlichen Neubau meh-

rere Kriterien entwickelt. Demnach ist von einem wirtschaftlichen Neubau auszugehen, wenn 

das Investitionsvolumen die Anschaffungskosten übersteigt, die Gebäudehülle ersetzt wird oder 

eine Aushöhlung des Gebäudes oder von Gebäudeteilen mit Neugestaltung der Innenraumver-

teilung vorgenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 2C_425/2020 vom 13. Juli 2020, 

E. 3.5.3). Herstellungskosten sind ebenfalls gegeben, wenn die Liegenschaft einem anderen 

Zweck zugeführt wird. So gelten Aufwendungen, die mit einer Nutzungsänderung einhergehen, 

üblicherweise als wertvermehrend. Als Herstellung zu gelten haben allgemein sämtliche Mass-

nahmen, die den Ausbau mit Wohnraumerweiterung erst ermöglichen bzw. alle anfallenden 

Kosten, die durch den Ausbau unmittelbar veranlasst werden (Urteil des Bundesgerichts [BGE] 

123 II 218, E. 2; BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2017, E. 2.4.1; 2C_153/2014 vom 

4. September 2014, E. 2.2; 2C_666, 667/2012 vom 12. Dezember 2012, E. 2; StGE vom 

27. April 2018, 530 17 66, E. 4.). 

 

2.2. Zunächst ist festzuhalten, dass der Wohnsitzkanton Basel-Landschaft bei der Erhebung der 

Einkommenssteuer und bei der rechtlichen Qualifikation dieser steuerrelevanten Tatsachen 

nicht an die Beurteilung des Belegenheitskantons E.____ gebunden ist. Der Kanton Basel-

Landschaft kann als Hauptsteuerdomizil der Beschwerdeführer die einkommenssteuerrechtliche 

Abzugsfähigkeit der Aufwendungen autonom bewerten. Nur wenn der werterhaltende Charakter 

einer Aufwendung auch wirklich gegeben ist bzw. es sich tatsächlich um Liegenschaftsunter-

haltskosten handelt, hat der Hauptsteuerdomizilkanton den Aufwandsüberschuss zum Abzug 

zuzulassen (vgl. dazu BGE 131 I 285, E. 3.1). Der Einwand der Beschwerdeführer, die Qualifi-

kation als Unterhaltskosten sei vom Kanton Basel-Landschaft vorbehaltlos zu akzeptieren, ver-

mag daher nicht zu überzeugen. 

 

2.3. Sodann ist dem Vertreter der Beschwerdeführer teilweise zuzustimmen, dass der Schopf 

«X.____strasse 32a» separat von den beiden anderen Liegenschaften Nummer 32 und 33 zu 

beurteilen ist. Nach den Bauarbeiten beim Wohnhaus und der ehemaligen Scheune liegt jedoch 

zweifelsfrei nur noch ein Objekt vor, was eine gemeinsame Beurteilung unumgänglich macht. 

Das ergibt sich einerseits aus den Fotos, die vor den Umbauten zwei verschiedene Gebäude 

zeigen, die zwar räumlich aneinandergrenzten, aber optisch und strukturell voneinander ge-

trennt waren, wohingegen nach den Umbauten eine äussere Differenzierung zwischen den bei-

den Gebäudeteilen nicht mehr erkennbar ist. Andererseits ergibt sich dies auch aus den Bau-

plänen, die ebenfalls von einer einheitlichen Struktur ausgehen, die beide Gebäudeteile zu-

sammenfasst. Insofern können die beiden Altbauten Bauernhaus und Scheune nicht einzeln 

betrachtet werden, wie das von den Beschwerdeführern vorgebracht wird. Demzufolge wird in 

den nachfolgenden Erwägungen zwischen dem Wohngebäude «X.____strasse 32 und 33» und 

dem Schopf «X.____strasse 32a» unterschieden. 

 

 
 
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2.4. Zur Beurteilung, ob beim Objekt «X.____strasse 32 und 33» objektiv-technische Unter-

haltskosten aufgewendet worden sind oder es sich um einen wirtschaftlichen Neubau handelt, 

bei dem keine werterhaltenden Kosten angerechnet werden können, werden die verschiedenen 

in den Akten befindlichen Unterlagen hinzugezogen.  

 

Im Generalunternehmervertrag, den die Beschwerdeführer mit der G.____ Genossenschaft zur 

Umsetzung des Bauprojekts abgeschlossen haben, inklusive Baubeschrieb und den allgemei-

nen Vertragsbedingungen ist an mehreren Stellen ersichtlich, dass Abbrucharbeiten und ein 

Neubau vorgenommen wurden. So ist dem Baubeschrieb zu entnehmen, dass das Wohnhaus 

und die Scheune abgebrochen und ein Ersatzneubau vorgenommen werden sollte. Weiter sei 

das Gebäude über die ganze Fläche mittels einer durchgehenden Platte fundiert worden, was 

einen Abbruch des oberirdischen Gebäudeteils erfordert. Auch der Zahlungsplan ist entspre-

chend an Zeitpunkte wie «Baubeginn inkl. Abbruch», «nach betonierter Kellerdecke» und «bei 

aufgerichtetem Dachstuhl» geknüpft. Das E-Mail vom 10. Mai 2019 der Gemeindeverwaltung 

G.____ bestätigte auf Anfrage der Gemeinde F.____, dass beim Ersatzbau des besagten 

Wohnhauses das ganze Bauernhaus und die Scheune abgerissen worden seien. 

Die von den Beschwerdeführern eingereichten Fotos zeigen ausserdem, dass es sich nach den 

Umbauarbeiten optisch um ein völlig anderes Gebäude handelt. Die Struktur des alten Objekts 

ist nicht mehr erkennbar. Die Bauweise, die Front, das Dach und die Fenster wurden völlig um-

gestaltet. 

Zusätzlich weisen die Versicherungspolicen der Gebäudeversicherung E.____ eine markante 

Zunahme der Versicherungssumme auf. So erhöhte sich die Summe des Wohnhauses 

«X.____strasse 32» von Fr. 507'500.-- auf Fr. 1'030'000.-- und bei der ehemaligen Scheune 

«X.____strasse 33» von Fr. 157'900.-- auf Fr. 730'000.--. Des Weiteren erfuhr die Bauart eine 

Änderung von «nicht massiv» zu «massiv» und als Mutationsgrund wurde «Abbruch und Neu-

bau» vermerkt. Schliesslich mussten für die Liegenschaften Nrn. 32 und 33 Baugesuche einge-

reicht werden. 

Überdies ist noch auf das Schreiben vom 14. August 2019 der D.____ zu verweisen, in dem 

festgehalten wird, dass das alte Wohnhaus aufgrund Holzwurmbefalls nicht mehr bewohnbar 

gewesen sei. Der Holzwurmbefall des ab Erdgeschoss aus Holz bestandenen Gebäudes sowie 

dessen Unbewohnbarkeit verdeutlichen, dass eine Totalsanierung erforderlich war. 

Wie von den Beschwerdeführern bestätigt wurde und der Gebäudeversicherungspolice zu ent-

nehmen ist, wurde die ehemalige Scheune zudem von einem landwirtschaftlichen Betriebsge-

bäude zu einem Wohnhaus umfunktioniert. Eine derartige Zweckänderung widerspricht grund-

sätzlich einem blossen Liegenschaftsunterhalt (BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2017, 

E. 2.4.1). 

 

2.5. Aufgrund all dieser Anhaltspunkte kommt das Steuergericht zum Schluss, dass es sich bei 

den Liegenschaften «X.____strasse 32 und 33» um einen beinahe kompletten Abbruch und 

eine Erstellung eines neuen Objekts und deswegen um eine Totalsanierung handelt. Die Mau-

ern, der Dachstock und die gesamte Struktur mussten neu erstellt werden, was den Rahmen 

eines bloss werterhaltenden Liegenschaftsunterhalts sprengt (vgl. auch Urteil des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Bern [VGE] vom 20. Januar 2015, 100 2013 370, E. 3.3.3). Zusätzlich 

sind die investierte Bausumme von insgesamt Fr. 1'300'000.-- und die markante Wertsteigerung 

der Gebäudeversicherungswerte zu berücksichtigen, welche Indizien für einen wirtschaftlichen 

 
 
Seite 8   

Neubau darstellen. Massgebend ist letztendlich der Gesamteindruck der durchgeführten Arbei-

ten und der baulichen Veränderungen. Der Umbau der Liegenschaften hat ein derartiges Aus-

mass angenommen, dass nicht mehr von Unterhaltskosten ausgegangen werden kann. So ent-

spricht es einem wirtschaftlichen Neubau, welchem als Ganzes wertvermehrenden Charakter 

zukommt. Eine detaillierte Unterscheidung zwischen einzelnen werterhaltenden und wertver-

mehrenden Positionen ist in diesem Fall nicht möglich und allfällige effektive Liegenschaftsun-

terhaltskosten können bei der Einkommenssteuer nicht zum Abzug gebracht werden (BGE 123 

II 218, E. 2; BGer 2C_63/2010 vom 6. Juli 2010, E. 2.1; StGE vom 27. April 2018, 530 17 66, 

E. 5.3.). 

 

2.6. Hinsichtlich des Schopfes «X.____strasse 32a» ist festzustellen, dass dieser vor den Arbei-

ten bereits als Autounterstand genutzt wurde und somit keine Zweckänderung einherging, auch 

wenn der Gebäudeversicherungswert eine markante Wertzunahme aufweist. Ausserdem wurde 

die grundlegende Struktur des Schopfes und die nichtmassive Bauart beibehalten. Teure Aus-

baukosten wie für Heizung, Küche, Bad etc. waren nicht notwendig. Aus diesen Überlegungen 

ist es situationsgerecht und vertretbar, einen grösseren Teil der Kosten als Liegenschaftsunter-

halt anzurechnen. Da die Aufteilung zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden Aufwen-

dungen praxisgemäss schwierig ist, kann sich mit Pauschallösungen beholfen werden. In Anbe-

tracht der im Jahr 2014 in Rechnung gestellten Arbeiten werden in diesem Sinne dem Schopf 

die in der Veranlagungsverfügung der direkten Bundessteuer 2014 vom 27. Juni 2019 zuge-

standenen Fr. 54'100.-- als werterhaltende Liegenschaftsunterhaltskosten zugewiesen. Es ist 

festzuhalten, dass sich dieser Betrag ausschliesslich auf den Schopf beschränkt und, wie oben 

dargelegt, bei den Liegenschaften Nrn. 32 und 33 keine Unterhaltskosten angerechnet werden 

können. 

 

 

3. 

Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei in an-

gemessenem Ausmass aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG i.V.m. § 130 StG und § 20 Abs. 1 

und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-

ordnung [Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde die Beschwerde 

abgewiesen, weshalb die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1'500.-- den Beschwerdeführern auf-

zuerlegen sind. Eine Parteientschädigung wird im Unterliegensfall nicht ausgerichtet (Art. 144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021] e contrario). 

 

  

 
 
Seite 9   

Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Beschwerdeführer haben die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- zu bezahlen, 

welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

4. 

Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Beschwerdeführer (2), die Eidgenössische 

Steuerverwaltung, Bern (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).