# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c84cef5-551f-5330-b3c2-310ea1730193
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.02.2013 UV 2012/12, UV 2012/21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-12--UV-2012-_2013-02-26.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/12, UV 2012/21

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.12.2020

Entscheiddatum: 26.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2013
Art. 18 UVG und Art. 16 ATSG. Art. 69 ATSG. Bemessung von Validen- und 
Invalideneinkommen bei einem als Versicherungsberater im Aussendienst 
tätigen Versicherten. Prüfung der Frage der Überentschädigung (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 26. Februar 2013, UV 
2012/12 und 2012/21).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 26. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Marktplatz 4, 9004 St. Gallen,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. April 2002 bei den B.___ 

Versicherungen (nachfolgend: B.___) in St. Gallen als Vorsorgeberater im Aussendienst 

tätig und dadurch obligatorisch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) 

unfallversichert. Ferner war er Inhaber des Treuhandbüros C.___. Am 21. Juni 2003 

verunfallte der Versicherte beim Rasenmähen und zog sich dabei eine Mehrfachfraktur 

im linken Unterschenkelbereich zu (UV-act. K1, K15, M2 und M3). Nach vollständiger 

Arbeitsunfähigkeit vom 21. Juni 2003 bis zum 20. Januar 2004 nahm der Versicherte 

seine Arbeit ab 21. Januar 2004 teilweise wieder auf (UV-act. M10). Er arbeitete 

durchschnittlich viereinhalb Stunden pro Tag. Vom 18. Oktober bis 31. Dezember 2004 

war er nochmals vollständig arbeitsunfähig. Eine volle Arbeitsfähigkeit erreichte er in 

der Folge nicht mehr. Die Helsana anerkannte ihre Leistungspflicht für das 

Unfallereignis und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilkosten und 

Taggelder). Trotz diverser Heilbehandlungsmassnahmen (Operationen, Rehabilitations- 

und Kuraufenthalte, medikamentöse Schmerztherapie, Schuhversorgung, 

Physiotherapie, Muskelaufbautraining, Kraftraumtherapie, Massagen, Lymphdrainagen, 

Schwimm- sowie Wassertherapie, analgetische/antiarthrotische Therapie, 

Ernährungstherapie bei Adipositas und alternative Behandlungen) persistierten 

belastungs-, ruhe- und wetterabhängige Beschwerden im Bereich von Unterschenkel 

und Sprunggelenk links (UV-act. M11-M22). Dr. med. D.___ von der chirurgischen 

Abteilung des kantonalen Spitals E.___, wo die Mehrfachfraktur operativ versorgt 

wurde, hielt im Bericht vom 24. November 2005 fest, dass zweieinhalb Jahre nach dem 

Unfallereignis und gut ein Jahr nach der Osteosynthesematerial-Entfernung mit 

rehabilitativen Massnahmen keine Verbesserung des Beschwerdebildes mehr zu 

erwarten sei. Für eine sitzende (Büro-)Arbeit bestehe eine 50%-Arbeitsfähigkeit (UV-

act. M23).

A.b   Nach Einholung eines Administrativgutachtens von PD Dr. med. F.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Zürich, vom 12. April 2007 (UV-act. M29) stellte die Helsana die Heilbehandlungen und 

Taggeldleistungen mit Verfügung vom 10. Juli 2008 ein und sprach dem Versicherten 

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eine Invalidenrente ab 1. Juni 2008 auf der Basis eines 25%igen Invaliditätsgrads sowie 

eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 15% zu (UV-

act. K131). Dagegen liess der Versicherte am 6. August 2008 durch Rechtsanwalt Dr. 

iur. U. Glaus, St. Gallen, Einsprache erheben und beantragen, diese Verfügung sei 

aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 

mindestens 64% sowie eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage eines 

Integritätsschadens von 30% zuzusprechen. Der Versicherte wandte insbesondere ein, 

die Bemessung des Valideneinkommens sei nicht korrekt erfolgt, weil die 

Einkommensentwicklung nicht berücksichtigt worden sei (UV-act. K134). Mit Verfügung 

vom 9. Juni 2009 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten – bei 

einem Invaliditätsgrad von 50% – eine halbe Rente ab 1. Juni 2004 zu. Der 

Rentenberechnung legte sie ein Valideneinkommen von Fr. 133'050.-- zugrunde mit 

dem Hinweis, dass dieses auf den realen durchschnittlichen Einkommen basiere, das 

der Versicherte von 2003-2007 mit einer 50%igen Leistungsfähigkeit habe erzielen 

können (UV-act. K171, Beilagen). In der Folge erstellte der Vertrauensarzt der Helsana, 

Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, am 23. Juni 2009 ein Aktengutachten 

(UV-act. M33).

A.c   Mit Verfügung vom 29. Juli 2009 machte die Helsana gestützt auf eine 

Überentschädigungsberechnung betreffend den Zeitraum vom 24. Juni 2003 bis 31. 

Mai 2008 gegenüber dem Versicherten eine Rückforderung von Fr. 42'387.15 geltend. 

Ihrer Berechnung legte sie als Überentschädigungsgrenze mutmasslich entgangene 

Jahresverdienste von Fr. 110'455.-- (2003-2006) bzw. Fr. 111'550.-- (2007/2008) 

zugrunde und bezog neben dem effektiv erzielten Verdienst und den UVG-Taggeldern 

den Umstand mit ein, dass dem Beschwerdeführer rückwirkend ab Juni 2004 eine IV-

Rente zugesprochen worden sei (UV-act. K166). Gegen diese Verfügung erhob 

Rechtsanwalt Dr. Glaus für den Versicherten am 26. August 2009 Einsprache (UV-act 

K171).

A.d   Am 10. Februar 2011 erstattete das Gutachtenzentrum Zihlschlacht GZZ im 

Auftrag der Helsana einen Bericht betreffend Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL; UV-act. M34). Hierauf wurde eine interdisziplinäre 

Begutachtung des Versicherten bei der Academy of Swiss Insurance Medicine GmbH 

(nachfolgend asim) in Bern durchgeführt (Gutachten vom 23. Juni 2011; UV-act. M35). 

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Nach seinen Angaben bezog der Versicherte seit dem 31. März 2011 eine Altersrente 

(UV-act. M35, asim-Gutachten vom 23. Juni 2011, S. 1, 14).

A.e   Im Rahmen des Einspracheverfahrens betreffend Überentschädigung/ 

Rückerstattung (Verfügung vom 29. Juli 2009) errechnete die Helsana eine 

Überentschädigung von Fr. 66'917.25, weshalb sie dem Versicherten am 12. Januar 

2012 eine reformatio in peius androhte (UV-act. K254). Hierzu nahm Rechtsanwalt Dr. 

Glaus am 10. Februar 2012 für den Versicherten Stellung und hielt an der Einsprache 

fest (UV-act. K267). Mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2012 wies die Helsana 

die Einsprache ab und hielt fest, dass der Versicherte aus Überentschädigung einen 

Betrag von Fr. 66'917.25 zurückzuerstatten habe (UV-act. K268).

A.f    Mit Einspracheentscheid vom 12. Januar 2012 hatte die Helsana die Einsprache 

gegen die

Verfügung vom 10. Juli 2008 teilweise gutgeheissen und unter anderem den 

Invaliditätsgrad von 25% auf 39% erhöht (Ziff. 1.1), den versicherten Verdienst mit Fr. 

102'675.-- bestätigt (Ziff. 1.2) sowie die monatliche Rente auf Fr. 2'752.30 (Ziff. 1.3) 

festgesetzt (UV-act. K255). Anschliessend wurde mit Verfügung vom 9. Februar 2012 

festgehalten, die Erhöhung des Invaliditätsgrads auf 39% führe zu einem höheren 

Rentenbetreffnis und somit zu einer Nachzahlung der Rentenleistungen (UV-act. K265). 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte mit Eingabe vom 8. März 2012 Einsprache 

(betreffend Zeitpunkt der Rentennachzahlung und Anspruch auf Verzugszins) erheben. 

Mit Entscheid vom 20. März 2012 wurde diese Eingabe gutgeheissen (act. G 3.1 zum 

Verfahren UV 2012/12).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Januar 2012 hatte Rechtsanwalt Dr. 

Glaus für den Versicherten mit Eingabe vom 10. Februar 2010 Beschwerde (UV 

2012/12) erhoben und beantragt, der angefochtene Entscheid sei bezüglich der Ziffern 

1.1 bis 1.3 aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer eine Rente auf der 

Grundlage eines Invaliditätsgrads von mindestens 61% zuzusprechen, zuzüglich Zins 

zu 5% betreffend den nachzuzahlenden Rentenbetrag. Eventualiter sei die 

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Angelegenheit zur Festsetzung der Rente an die Verwaltung zurückzuweisen; alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Rechtsvertreter hielt fest,  der 

Beschwerdeführer anerkenne den Einspracheentscheid in Bezug auf die 

Heilbehandlung, die Integritätsentschädigung sowie den Rentenbeginn per 1. Juni 

2008. Bezüglich der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit sei das asim-Gutachten weder 

überzeugend noch nachvollziehbar. In der EFL sei korrekterweise eine zumutbare 

Arbeitszeit von vier bis fünf Stunden ermittelt worden, weshalb im Durchschnitt ein 

Mittelwert – nämlich viereinhalb Stunden – anzunehmen sei. Es sei sodann bei der 

Bemessung des Valideneinkommens nicht bloss eine Teuerung und 

Reallohnsteigerung auf das Einkommen anzurechnen, sondern es sei vielmehr 

aufgrund des von ihm generierten Provisionseinkommens abzuschätzen, welches 

Provisionseinkommen er ohne Unfall im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunder tatsächlich verdient hätte. Da es ihm als "Spitzenverkäufer" bereits in den 

Jahren 2002 und 2003 gelungen sei, eine Einkommenssteigerung zu erzielen, sei ein 

höheres Valideneinkommen zu berücksichtigen. In den knapp sechs Monaten des 

Jahres 2003 habe er Fr. 63'555.-- erwirtschaftet, was auf das ganze Jahr umgerechnet 

rund Fr. 128'000.-- ergebe. Das Abstellen der Beschwerdegegenerin auf eine 

betriebsübliche Arbeitszeit sei bei einem Aussendienstmitarbeiter unsinnig. Im 

Schreiben vom 15. August 2011 halte die Arbeitgeberin selber fest, dass eine 

wöchentliche Arbeitszeit für die Bestimmung des Einkommens bei Mitarbeitenden im 

Aussendienst sehr schwer abzuschätzen sei, weil keine aussagekräftige Relation 

zwischen Arbeitszeit und Einkommen hergeleitet werden könne. Der Beschwerdeführer 

sei nicht nur während einer betriebsüblichen Arbeitszeit tätig gewesen, sondern 

darüber hinaus. Im Übrigen sei bei einem Mitarbeitenden im Aussendienst die 

erbrachte Produktivität und – daraus ableitend – das generierte Einkommen höher zu 

gewichten als die Arbeitszeit. Ohne die invaliditätsbedingten Einschränkungen hätte er 

mindestens doppelt so hohe Provisionseinkünfte erzielen können. Es sei ein 

Valideneinkommen von mindestens Fr. 140'000.-- überwiegend wahrscheinlich; es sei 

angemessen (um wenigstens 5% pro Jahr) zu erhöhen. Daraus resultiere per 2008 ein 

Brutto-Provisionseinkommen von Fr. 178'000.--. Es sei ein Gutachten zum 

hypothetischen Valideneinkommen per 31. Mai 2008 einzuholen (act. G 1 zu UV 

2012/12).

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B.b   In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. März 2012 (UV 2012/12) beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf 

die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, in Bezug 

auf die Arbeitsfähigkeit sei auf die Aussage im asim-Gutachten, Ziff. 5, zu verweisen, 

wonach die Leistungsfähigkeit als Kundenberater eingeschränkt sei auf fünf Stunden 

täglich zuzüglich Pause. Eine weitere, leistungsmindernde Einschränkung innerhalb 

dieses Arbeitspensums bestehe gesamtmedizinisch unfallkausal nicht. Demnach sei es 

dem Beschwerdeführer – bezogen auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Stunden 

(vgl. Unfallmeldung UVG vom 26. Juni 2003, UV-act. K1) – möglich, im Umfang von 

25 Stunden pro Woche zu arbeiten, was einer Arbeitsfähigkeit von etwa 61% 

entspreche. Die Beschwerdegegnerin halte aus unfallkausalen Gründen an diesem 

Grad der Arbeitsfähigkeit fest. Mithin resultiere daraus ein IV-Grad von 39%. Die 

Verzinsung einer allfälligen Nachzahlung von Rentenleistungen sei nicht Gegenstand 

des vorliegenden Verfahrens, weshalb nicht darauf einzutreten sei. Aufgrund der 

teilweisen Gutheissung der Einsprache (UV-act. K255) sei die Rentennachzahlung 

aufgrund des höheren Invaliditätsgrads erbracht worden (act. G 3 zum Verfahren UV 

2012/12).

B.c   Mit Schreiben vom 30. April 2012 verzichtete der Beschwerdeführer auf einen 

zweiten Schriftenwechsel (act. G 5 zum Verfahren UV 2012/12).

C.     

C.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Februar 2012 hatte Rechtsanwalt Dr. 

Glaus für den Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. März 2012 Beschwerde (UV 

2012/21) erhoben und beantragt, der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben, das Rückerstattungsbegehren von Fr. 66'917.25 sei abzuweisen und die 

in der Hauptsache am Versicherungsgericht anhängig gemachte Beschwerde vom 10. 

Februar 2012 (Verfahren UV 2012/12) sei mit der vorliegenden Beschwerde 

verfahrensmässig zu vereinigen (act. G1 zum Verfahren UV 2012/21). Zur Begründung 

legte der Rechtsvertreter unter anderem dar, die Höhe der von der 

Beschwerdegegnerin der Überentschädigungsberechnung zugrunde gelegten 

Versicherungsleistungen (UVG-Taggelder und IV-Renten) und des effektiv erzielten 

Verdienstes werde nicht bestritten. Die Beschwerdegegnerin gehe für die Berechnung 

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des mutmasslich entgangenen Verdienstes (Überentschädigungsgrenze) vom 

versicherten Einkommen aus und rechne die Nominallohnentwicklung bis 31. Mai 2008 

hinzu. Die Gleichstellung des mutmasslich entgangenen Verdienstes mit dem 

versicherten Verdienst verletze die einschlägigen Gesetzesbestimmungen. Der 

Beschwerdeführer hätte eindeutig mehr verdient, wenn er nicht verunfallt wäre. Er halte 

zwar das von der Invalidenversicherung angenommene mutmassliche Einkommen 

(Valideneinkommen von Fr. 133'050.--) auch für zu tief. Er habe indessen die IV-

Verfügung nicht angefochten. Selbst wenn nur das erwähnte Einkommen der 

Überentschädigungsberechnung zugrunde gelegt werde, resultiere keine 

Überentschädigung. Der Verdienst im Jahr 2003 hätte mutmasslich Fr. 133'319.-- 

ausgemacht (act. G 1 zu UV 2012/21).  

C.b   In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2012 (UV 2012/21) beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid (act. G3 zum Verfahren UV 2012/21).

C.c   Mit Schreiben vom 11. Mai  2012 verzichtete der Beschwerdeführer auf einen 

zweiten Schriftenwechsel (act. G5 zum Verfahren UV 2012/21).

Erwägungen:

1.      

Der Beschwerdeführer beantragte die Vereinigung der beiden beim 

Versicherungsgericht hängigen Beschwerdeverfahren UV 2012/12 und UV 2012/21. Da 

beiden Verfahren derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, dieselben Parteien an den 

Verfahren teilnehmen und das Verfahren betreffend Invalidenrente mit dem Verfahren 

betreffend Überentschädigung in sachlich engem Zusammenhang steht, rechtfertigt es 

sich, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 

128 V 124 E. 1 und 128 V 192 E. 1, je mit Hinweisen).

2.        

2.1    Streitig und zu prüfen ist vorab die Bemessung der Invalidität des 

Beschwerdeführers als Folge des Unfalls vom 21. Juni 2003 bzw. die Höhe des 

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Validen- sowie Invalideneinkommens (Verfahren UV 2012/12). Der Beschwerdeführer 

akzeptierte den Einspracheentscheid vom 12. Januar 2012 hinsichtlich 

Integritätsentschädigung (Dispositiv-Ziff. 1.4) und Heilbehandlung (Dispositiv-Ziff. 1.5) 

ausdrücklich; diesbezüglich sowie mangels Anfechtung in Bezug auf die Dispositiv-Ziff. 

2 bis 5 erwuchs der Einspracheentscheid in Rechtskraft. Die Verzinsung einer allfälligen 

Nachzahlung von Rentenleistungen bildet nicht Gegenstand der angefochtenen 

Entscheide; hierauf kann dementsprechend nicht eingetreten werden. 

2.2    Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) besteht Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn der Versicherte infolge des 

Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

3.        

3.1   

3.1.1           Der Orthopäde Dr. med. H.___, Kantonales Spital Y.___, kam im Bericht 

vom 8. August 2006 unter anderem zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Finanzplaner/Vorsorgeberater 

problemlos möglich sein sollte (UV-act. M28). Im Administrativgutachten vom 12. April 

2007 diagnostizierte der orthopädische Chirurge und Traumatologe Prof. F.___ eine 

leichtgradige, posttraumatische obere Sprunggelenksarthrose links mit endgradiger 

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Bewegungseinschränkung (Dorsalflexion und Plantarflexion) und Schmerzsyndrom, 

belastungs- und witterungsabhängig bzw. als Ruheschmerz, im distalen linken 

Unterschenkel und Rückfuss nach Sudeck'scher Dystrophie (unfallkausal); Hypertonie 

(krankheitsbedingt) sowie Innenohrschwindel, kompensiert unter medikamentöser 

Therapie (krankheitsbedingt). Weiter führte der Gutachter aus, die relativ geringfügigen, 

heute objektivierbaren klinischen und radiologischen Befunde würden zu Recht die 

Frage aufwerfen, weshalb der Patient in seiner Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter 

einer Versicherungsgesellschaft nicht zu mehr als 50% arbeitsfähig sei. Wer mit dem 

Krankheitsbild der Sudeck'schen Dystrophie vertraut sei, wisse jedoch, dass die vom 

Patienten glaubhaft beschriebenen belastungsabhängigen, witterungsbedingten und 

auch nächtlichen Ruheschmerzen tatsächlich auch bei blanden klinischen und 

radiologischen Befunden mit einer Schmerzintensität einhergehen könnten, welche die 

beschriebenen Arbeitszeitbeschränkungen zumindest glaubhaft und plausibel machen 

würden, wenn diese – wie im vorliegenden Fall – auch nicht objektiviert werden 

könnten. Vier Jahre nach dem Unfall sei die Prognose in dem Sinne ungünstig, als es 

überwiegend wahrscheinlich erscheine, dass die Schmerzsituation noch länger dauere 

oder im ungünstigen Fall dauernd bestehen bleibe. Unter diesem Aspekt neige der 

Gutachter dazu, den Endzustand als erreicht zu betrachten. Im Beruf als Finanzplaner/

Vorsorgeberater im Aussendienst schätze er die Arbeitsfähigkeit auf 50%. Eine 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 50% sei nur dann möglich, wenn dem 

Beschwerdeführer die Ausübung seiner Finanzplaner- und Vorsorgeberatungstätigkeit 

bei sich zu Hause ermöglicht würde, wo es einfacher sei, Ruhepausen einzuschalten 

und anschliessend die Arbeitstätigkeit wieder aufzunehmen. Unter der Voraussetzung 

einer solchen Arbeitsplatzgestaltung sei die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf, 

und naturgemäss in jeder Tätigkeit, die unter solchen optimalen Bedingungen ausgeübt 

werden könne, auf 75% zu veranschlagen (UV-act. M29). Im Aktengutachten vom 23. 

Juni 2009 schätzte der Vertrauensarzt Dr. G.___ die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit abweichend von Prof. F.___ auf 75% und in einer zumutbaren 

bestangepassten Tätigkeit auf 100% (UV-act. M33).

3.1.2           Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) im 

Gutachtenzentrum Zihlschlacht GZZ ergab gemäss Bericht vom 10. Februar 2011 eine 

Zumutbarkeit in der Tätigkeit als Versicherungs- und Vorsorgeberater/Treuhänder 

sowie in jeder anderen, sehr leichten, vorwiegend sitzenden, wechselbelastenden 

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Arbeit von 4-5 Stunden pro Tag, über den ganzen Tag verteilt. Der Beschwerdeführer 

benötige nach zwei Stunden sitzender oder sitzend/gehender Tätigkeit eine längere 

Entlastungspause. Die Gutachter empfahlen die Beibehaltung der bisherigen Tätigkeit 

im bisherigen Umfang (UV-act. M34). Im polydisziplinären Gutachten zuhanden der 

Beschwerdegegnerin vom 23. Juni 2011 diagnostizierten die asim-Gutachter mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Funktionsstörung des linken oberen 

Sprunggelenks. Sie hielten unter anderem fest, gemäss Angabe des 

Beschwerdeführers betrage seine tägliche Arbeitszeit aktuell zwischen 4 und 4.5 

Stunden. In der Gesamtbeurteilung schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit bei 

einer Arbeitsaufteilung von ca. 70% Aussendienst und 30% Büro (UV-act. K16 S. 2) auf 

fünf Stunden pro Tag. In einer reinen Bürotätigkeit in Heimarbeit betrage die 

Arbeitsfähigkeit 6 Stunden pro Tag. Eingeschlossen in diese Beurteilung seien die in 

der neurologischen Fachbegutachtung erhobenen neuropathischen Schmerzen. Der 

medizinische Endzustand sei erreicht (UV-act. M35; polydisziplinäres Gutachten S. 

23-26). Die asim-Gutachter setzten sich ausführlich mit den abweichenden (früheren) 

ärztlichen Stellungnahmen auseinander (Gutachten S. 19-21). 

3.2    Die vorstehend dargelegten ärztlichen Berichte und Gutachten stimmen darin 

überein, dass die beim Beschwerdeführer nach dem 1. Juni 2008 (Rentenbeginn) 

vorliegende Arbeitsfähigkeitseinschränkung auf den unfallbedingten 

Gesundheitsschaden im linken Bein zurückzuführen ist. Nachdem der Orthopäde Dr. 

H.___ bereits im August 2006 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als "problemlos" realisierbar 

erachtet hatte (UV-act. M28), diskutierte der orthopädische Gutachter Prof. F.___ im 

April 2007 mit Blick auf die relativ geringfügigen objektivierbaren klinischen und 

radiologischen Befunde zwar die Frage, weshalb die Arbeitsfähigkeit nicht grösser als 

50% sei. Er bejahte aber dennoch eine Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang in der 

angestammten Tätigkeit. Prof. F.___ zog allerdings eine Steigerung der 50%-

Arbeitsfähigkeit unter der Voraussetzung in Betracht, dass die Einschaltung von 

Pausen möglich sei, was er am besten bei Heimarbeit gewährleistet sah(UV-act. M29 

S. 9-13). Während der Vertrauensarzt und Aktengutachter Dr. G.___ hierauf im Juni 

2009 eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit annahm (UV-act. 

M33), gingen die EFL-Berichterstatter im Februar 2011 von der Zumutbarkeit einer 

adaptierten Tätigkeit im Umfang von 4-5 Stunden pro Tag aus. Sie merkten jedoch 

ausdrücklich an, dass die EFL eine ausführliche medizinische Begutachtung nicht 

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ersetzen könne (UV-act. M34 S. 2 oben). Aus einem nicht nur orthopädischen 

Blickwinkel, sondern in einer polydisziplinären Gesamtschau schätzten in der Folge die 

asim-Gutachter die Arbeitsfähigkeit bei einer Arbeitsaufteilung von Aussendienst und 

Büro im Verhältnis von 70/30 auf fünf Stunden pro Tag. Sie begründeten dies 

ausführlich und nachvollziehbar und diskutierten insbesondere auch die früheren 

ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen und Stellungnahmen (UV-act. M35 S. 19-26). 

Das von den asim-Gutachtern festgehaltene Ergebnis erweist sich als überzeugend 

und steht im Wesentlichen auch mit dem Bericht von Prof. F.___ in Einklang, wenn der 

erwähnte Umstand berücksichtigt wird, dass letzterer eine Steigerung der hälftigen 

Arbeitsfähigkeit von der - im asim-Gutachten ebenfalls vorausgesetzten - Möglichkeit 

der Pauseneinschaltung abhängig gemacht hatte. In diesem Sinn erscheint die 

Zumutbarkeit einer Arbeitsfähigkeit von fünf Stunden täglich überwiegend 

wahrscheinlich belegt.

4.        

4.1    Das Valideneinkommen ist nach dem Wortlaut von Art. 16 ATSG eine 

hypothetische Grösse. Entscheidend ist, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 

Rentenbeginns (1. Juni 2008) ohne versicherte gesundheitliche Beeinträchtigung bei 

sonst gleichen Verhältnissen wahrscheinlich verdienen würde. Die 

Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen und sämtliche 

Erwerbseinkommen (auch Nebeneinkünfte) zu berücksichtigen. Das so ermittelte 

Einkommen ist sodann den Lohnentwicklungen bis zum Zeitpunkt der 

Invaliditätsbemessung anzupassen, wobei rechtsprechungsgemäss Teuerung und 

Reallohnentwicklung zu berücksichtigen sind (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. 

Aufl., Art. 16 Rz. 11 und Peter Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen 

Unfallversicherung, Freiburg 1995, S. 168). Kann auf gefestigte Verhältnisse abgestellt 

werden, bereitet die Prognose der Einkommensentwicklung keine Schwierigkeiten. 

Unstabile Verhältnisse (z.B. unregelmässige Tätigkeit, häufiger Beschäftigungswechsel) 

oder auch der Umstand, dass zwischen dem Unfall und dem Rentenbeginn längere 

Zeit verstreicht, können die Voraussage erschweren. Diesfalls ist aus den gesamten 

Umständen des Einzelfalls der wahrscheinliche Verlauf ohne Unfall zu suchen und es 

ist davon auszugehen, was eine gesunde Person gleichen Alters und Geschlechts bei 

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gleicher Ausbildung und entsprechenden oder ähnlichen beruflichen Verhältnissen 

unter denselben örtlichen Gegebenheiten verdient (Omlin, a.a.O., S. 169).

4.2    Nach Lage der Akten (UV-act. K58, K98) bestand für die selbständige 

Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers keine obligatorische Unfallversicherung, 

weshalb das diesbezügliche Einkommen bei der Invaliditätsbemessung und damit auch 

bei der Bemessung des Valideneinkommens ausser Betracht zu bleiben hat (Art. 28 

Abs. 2 UVV; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2007, U 232/06, E. 3.3.3). Der 

Beschwerdeführer war seit dem 1. April 2002 bis zu seiner Pensionierung (im März 

2011; vgl. UV-act. M35 S. 14) im Aussendienst als Vorsorge- und Finanzberater für die 

B.___ in St. Gallen tätig. In erster Linie bearbeitete er einkommensstarke und/oder 

vermögende Privatkunden und war in seinem Segment gebietsübergreifend tätig. Er 

war verantwortlich für die Betreuung und den Ausbau der bestehenden 

Kundenbeziehungen sowie für die Akquisition neuer Kunden. Als Vorsorge- und 

Finanzberater kümmerte er sich um Marktanteile, Marktdurchdringung und die 

Reputation des Unternehmens (allgemeine Funktionsbeschreibung der B.___ für 

Vorsorge- und Finanzberater; UV-act. K107). Überdies ist dem Bericht des 

Schadeninspektors der Helsana vom 11. September 2003 als Ergebnis eines 

Gesprächs mit dem Beschwerdeführer vom 9. September 2003 zu entnehmen, dass 

seine Arbeit zu etwa 70% aus der Tätigkeit im Aussendienst sowie zu 30% aus der 

Bürotätigkeit bestanden habe (UV-act. K16). Zur Mitarbeiterqualifikation des 

Beschwerdeführers führte der zuständige Personalleiter aus, der Beschwerdeführer 

habe seine Funktion mit einer hohen Qualitäts- und Serviceorientierung ausgeübt. Sein 

Vorgesetzter bestätige, dass er vor dem Unfall sehr ehrgeizige Ziele gehabt und zu den 

besten Kundenberatern gehört habe (UV-act. K114). Zudem geht aus einer von der 

Beschwerdegegnerin verfassten Telefonnotiz vom 22. Februar 2008 hervor, dass die 

Arbeitgeberin den Beschwerdeführer als sehr guten Kundeberater erachtet habe (UV-

act. K109). Anlässlich einer Besprechung vom 22. April 2008 führte die Arbeitgeberin 

aus, sie habe den Beschwerdeführer auch in einem reduzierten Pensum 

weiterbeschäftigen wollen; eine Frühpensionierung sei nicht in Frage gekommen, denn 

sie habe ihn als Mitarbeiter so lange wie möglich behalten wollen (UV-act. K114).

4.3    Für die Festlegung des Valideneinkommens ist von der Annahme auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden überwiegend wahrscheinlich 

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eine Validenkarriere mit dem beschriebenen Tätigkeitsprofil durchlaufen hätte 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2009, 8C_638/2008, E. 4.3). Gemäss 

Auskunft der Arbeitgeberin ist ein Mitarbeiter im Aussendienst nicht einer 

Normalarbeitszeit unterworfen, sondern es liege in seiner Verantwortung, wie viel Zeit 

er für seine Tätigkeit aufwende. Eine wöchentliche Arbeitszeit für die Bestimmung des 

Einkommens sei bei einem Mitarbeiter im Aussendienst schwer abzuschätzen, da keine 

aussagekräftige Relation zwischen Arbeitszeit und Einkommen hergeleitet werden 

könne, um eine hypothetische Arbeitszeit zu bestimmen (UV-act. K232). Die 

Arbeitgeberin gab den AHV-pflichtigen Lohn des Beschwerdeführers im Jahr vor dem 

Unfall (Juni 2002 bis Mai 2003) mit Fr. 102'675.-- an. Die (hypothetische) Frage nach 

dem AHV-pflichtigen Lohn, wenn sich der Unfall nicht ereignet hätte, beantwortete die 

Arbeitgeberin am 28. März 2006 (UV-act. K54) mit folgenden Beträgen: Fr. 136'346.-- 

(2004), Fr. 136'895.-- (2005), Fr. 110'455.-- (2006). Hierbei dürfte sie sich auf die 

konkrete Einkommensentwicklung in vergleichbaren Arbeitsverhältnissen gestützt 

haben. Am 5. Juni 2007 gab die Arbeitgeberin telefonisch bekannt, das 

Valideneinkommen für 2007 sei höchstens ein Prozentpunkt höher als im 2006, also Fr. 

111'550.-- (UV-act. K97). Dem Sitzungs-Foto-Protokoll vom 22. April 2008 ist zwar zu 

entnehmen, dass die Arbeitgeberin als Ziel ein Gehalt von 25'000.-- pro Monat 

(zuzüglich Spesen) vorgesehen hatte (UV-act. K115 S. 3). Diese Angabe ist jedoch als 

blosse Absichtserklärung zu verstehen und korrespondiert überdies nicht mit den 

vorerwähnten Salären. Die Einkommenssteigerung im Jahr 2003 (Periode 1. Januar bis 

31. Mai 2003: Fr. 43'875.--, vgl. UV-act. K54, hochgerechnet auf das ganze Jahr: 

Fr. 105'300.--) betrug gegenüber dem Jahr 2002 (Periode 1. April bis 31. Dezember 

2002: Fr. 75'600.--, vgl. UV-act. K57, hochgerechnet auf das ganze Jahr: 

Fr. 100'800.--) rund 4.5%.

4.4    Wenn das Einkommen in einem Berufszweig - wie dies auch vorliegend der Fall 

war - verhältnismässig starken, nicht zum vornherein absehbaren Schwankungen 

unterworfen ist, wird für die Berechnung des Valideneinkommens praxisgemäss von 

einem Durchschnittsverdienst während einer mehrjährigen Zeitperiode ausgegangen 

(vgl. ZAK 1985, 466). Vorliegend stehen wie dargelegt die Angaben der Arbeitgeberin 

betreffend die vom Beschwerdeführer hypothetisch/mutmasslich erzielbaren 

Einkommen der Jahre 2004 (Fr. 136'346.--), 2005 (Fr. 136'895.--), 2006 (Fr. 110'455.--) 

und 2007 (Fr. 111'550.--) zur Verfügung. Die Angabe für 2007 basiert jedoch auf einer 

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blossen Telefonnotiz, welche in einem Zeitpunkt erstellt wurde, in welchem die 

Einkommensentwicklung für dieses Jahr noch gar nicht abschliessend absehbar war 

(UV-act. K97). Der Durchschnitt der drei Jahre 2004 bis 2006, welche zuerst je einzeln 

der Nominallohnentwicklung bis 2008 (Jahr des Rentenbeginns) anzupassen sind, 

dürfte dabei ein zureichend ausgewogenes Resultat ergeben. Dieser Durchschnitt 

beläuft sich auf Fr. 134'308.-- (Fr. 144'423.-- [2004] + Fr. 143'767.-- [2005] + 

Fr. 114'733.-- [2006] / 3). Dieser Betrag trägt den beim Beschwerdeführer vorliegenden 

Verhältnissen angemessen Rechnung. Diese Berechnung berücksichtigt - durch 

Ausklammerung des im Jahr vor dem Unfall erzielten Einkommens - den vom 

Beschwerdeführer sinngemäss angeführten Umstand, dass er im Unfallzeitpunkt erst 

ein Jahr bei der Arbeitgeberin tätig war und das tiefere Einkommen 2002 noch aus der 

Einarbeitungsphase stammte. Das der IV-Verfügung zugrunde gelegte 

Valideneinkommen im Sinn eines "realen Durchschnitts" von Fr. 133'050.-- (vgl. UV-

act. K171 Beilage) steht mit dem vorangehend errechneten Betrag in Einklang, wobei 

im vorliegenden Verfahren keine Bindung an das Valideneinkommen der 

Invalidenversicherung besteht. Vor dem geschilderten Hintergrund rechtfertigt es sich, 

auf die Durchführung einer Zeugenbefragung und die Einholung eines Gutachtens zum 

hypothetischen Valideneinkommen zu verzichten. Hieraus würden sich angesichts der 

geschilderten Unwägbarkeiten überwiegend wahrscheinlich keine genaueren Werte 

oder "besseren" Erkenntnisse ergeben; bestenfalls kämen weitere 

Einkommensschätzungen und Meinungsäusserungen zu den bereits vorliegenden 

Zahlen und Standpunkten hinzu, was jedoch für die Festlegung eines hypothetischen 

Werts im Ergebnis nichts beizutragen vermöchte.

5.      

5.1    Für die Festsetzung des trotz unfallbedingter Behinderung realisierbaren 

Verdienstes (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ 

– besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen angesichts der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

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Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 

129 V 472, E. 4.2.1).

5.2    Der Beschwerdeführer liess im vorliegenden Verfahren bestätigen, dass sein 

unfallbedingtes teilzeitliches Pensum im Umfang von vier bis fünf Stunden pro Woche 

rund 50% eines betriebsüblichen Pensums ausmachen würden (act. G 1 zum Verfahren 

UV 2012/12). Das tatsächlich erzielte Einkommen kann vorliegend als Grundlage für 

das Invalideneinkommen herangezogen werden, da der Beschwerdeführer seine 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ausschöpfte und das 

erzielte Einkommen der Arbeitsleistung entsprach (kein Soziallohn). Er erwirtschaftete 

vom 21. Januar 2004 bis 31. Mai 2008 ein AHV-pflichtiges Einkommen von insgesamt 

Fr. 300'782.15 (Periode 21. Januar bis 17. Oktober 2004: Fr. 68'254.25, vgl. UV-act. 

K57, K251, K253, M10, M14; Periode 1. Januar bis 31. Dezember 2005: Fr. 83'642.10, 

vgl. UV-act. K251, K253; Periode 1. Januar bis 31. Dezember 2006: Fr. 61'434.95, vgl. 

UV-act. K102, K253; Periode 1. Januar bis 31. Dezember 2007: Fr. 55'742.05, vgl. UV-

act. K111, K253; Periode 1. Januar bis 31. Mai 2008: Fr. 31'708.80, vgl. UV-act. K251). 

Daraus resultiert ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 72'187.70 (Fr. 300'782.15 : 

50 Monate x 12). Dabei erscheint von Bedeutung, dass die erbrachte Produktivität und 

das daraus erzielte Einkommen auch nach Ansicht der Arbeitgeberin höher zu 

gewichten ist als die eingesetzte Arbeitszeit (UV-act. K232). Aus der letzteren lassen 

sich somit für sich allein keine verwertbaren Schlussfolgerungen ziehen. Immerhin kann 

festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer mit der tatsächlich eingesetzten 

Arbeitszeit nach Eintritt des unfallbedingten Gesundheitsschadens deutlich über die 

Hälfte seiner ursprünglichen wirtschaftlichen Produktivität erreichen konnte. Dies steht 

auch im Einklang mit der im asim-Gutachten beschriebenen medizinischen Situation. 

Aus dem Vergleich der beiden Einkommen (Fr. 134'308.-- Valideneinkommen und Fr. 

72'188.-- Invalideneinkommen) resultiert ein Invaliditätsgrad von 46%. Im Übrigen kann 

auf das Invalideneinkommen von Fr. 66'525.--, welches die Invalidenversicherung 

ermittelte (UV-act. K171 Beilage), für das vorliegende Verfahren nicht abgestellt 

werden, weil es sich aus einer Halbierung des Valideneinkommens (entsprechend einer 

hälftigen Arbeitsfähigkeit) ergab und das konkret erzielte Einkommen nicht 

berücksichtigt wurde. Aus einem Beizug der IV-Akten (act. G 3 Ziff. 8 [UV 2012/12]) 

dürften unter diesen Umständen für das vorliegende Verfahren keine weiteren 

Erkenntnisse resultieren.

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6.      

Der Beschwerdeführer liess auch Dispositiv-Ziffer 1.2 des Einspracheentscheids vom 

12. Januar 2012 anfechten (vgl. act. G 1 S. 2 Ziff. 1 des Verfahrens UV 2012/12), mit 

welcher die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst in Anwendung von Art. 15 

Abs. 2 UVG und Art. 22 Abs. 4 UVV auf Fr. 102'675.-- festsetzte. In der Beschwerde­

begründung nahm er jedoch überhaupt keine Stellung zur Frage des versicherten 

Verdienstes. Der Betrag von Fr. 102'675.-- entspricht dem vom Beschwerdeführer im 

Jahr vor dem Unfall (1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003) erzielten AHV-Lohn (vgl. UV-act. K8 

und K54). Anhaltspunkte dafür, dass die Berechnung der Beschwerdegegnerin 

unzutreffend sein könnte, werden weder geltend gemacht noch ergeben sich solche 

aus den Akten.  

7.        

7.1    Zu prüfen bleibt die Frage einer allfälligen Überentschädigung (Verfahren UV 

2012/21) aus der Kumulation von IV-Rentenleistungen, UVG-Taggeldern und effektiv 

erzieltem Verdienst im Zeitraum vom 24. Juni 2003 (Unfall) bis 31. Mai 2008 

(Taggeldende und Beginn der Unfallrente). Die im Einspracheentscheid vom 

14. Februar 2012 aufgeführten Versicherungsleistungen (Fr. 235'177.25 [UVG-

Taggelder] und Fr. 51'970.-- [IV-Rentenleistung]) sowie der effektiv erzielte Verdienst 

(Fr. 300'782.15) blieben unbestritten, und es lassen sich den Akten diesbezüglich keine 

Anhaltspunkte für unzutreffende Werte entnehmen.

7.2    Gemäss Art. 68 ATSG werden Taggelder unter Vorbehalt der Überentschädigung 

kumulativ zu Renten anderer Sozialversicherungen gewährt. Das Zusammentreffen von 

Leistungen verschiedener Sozialversicherungen darf nicht zu einer Überentschädigung 

führen (Art. 69 Abs. 1 ATSG). Der Versicherte soll durch einen Unfall finanziell nicht 

besser gestellt werden, als er es ohne den Eintritt dieses Risikos gewesen wäre. In Art. 

69 Abs. 2 ATSG ist das Verbot der Überentschädigung dergestalt umschrieben, dass 

die gesetzlichen Sozialversicherungsleistungen den wegen des Versicherungsfalls 

mutmasslich entgangenen Verdienst zuzüglich die durch den Versicherungsfall 

verursachten Mehrkosten und allfällige Einkommenseinbussen von Angehörigen nicht 

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übersteigen sollen. Mutmasslich entgangen ist derjenige Verdienst, den die versicherte 

Person ohne das schädigende Ereignis wahrscheinlich erzielt hätte (BGE 126 V 471).  

7.3    Vorliegend nahm die Beschwerdegegnerin eine globale 

Überentschädigungsberechnung für die Zeit vom 24. Juni 2003 bis zum 31. Mai 2008 

vor, was nicht zu beanstanden ist (vgl. dazu auch RKUV 2006 Nr. U 585 S. 251). Der 

von ihr ermittelte Rückerstattungsanspruch in der Höhe von Fr. 66'917.25 resultiert als 

Differenz zwischen den bezogenen Versicherungsleistungen zuzüglich des effektiv 

erzielten Verdienstes und dem entgangenen Verdienst (Fr. 521'012.15 [von der 

Beschwerdegegnerin eruierter mutmasslich entgangener Verdienst] minus 

[Fr. 235'177.25 UVG-Taggelder + Fr. 51'970.-- IV-Rentenleistungen + Fr. 300'782.15 

effektiv erzielter Verdienst]).

7.4    Unter dem Begriff des mutmasslich entgangenen Verdienstes ist das 

hypothetische Einkommen zu verstehen, welches die versicherte Person ohne 

Invalidität erzielen könnte, und zwar im Zeitpunkt, in dem sich die Kürzungsfrage stellt 

(BGE 123 V 197 E. 5a, 209 E. 5b, je mit Hinweisen). Der mutmasslich entgangene 

Verdienst stimmt begrifflich mit dem Valideneinkommen überein (vgl. auch Art. 51 Abs. 

3 UVV). Die Überentschädigungs-Grenze orientiert sich somit vorliegend am 

Valideneinkommen 2008 von Fr. 134'307.--, wobei überdies die Angaben der 

Arbeitgeberin betreffend die vom Beschwerdeführer hypothetisch/mutmasslich 

erzielbaren Einkommen der Jahre 2004 (Fr. 136'346.--), 2005 (Fr. 136'895.--), 2006 (Fr. 

110'455.--) zu berücksichtigen sind (vgl. vorstehende E. 4.4). Ausgehend von einem 

Durchschnitt dieser Zahlen (Fr. 129'500.-- pro Jahr) für die Globalrechnung betreffend 

den hier interessierenden Zeitraum vom 24. Juni 2003 bis zum 31. Mai 2008 wäre 

dementsprechend ein mutmasslich entgangener Verdienst von rund Fr. 639'000.-- zu 

berücksichtigen. Die Überentschädigungsberechnung (mutmasslich entgangener 

Verdienst von Fr. 639'000.-- abzüglich des effektiv erzielten Verdienstes von 

Fr. 300'782.15 sowie der anrechenbaren Versicherungsleistungen in der Höhe von Fr. 

287'147.25) ergibt keine Überentschädigung. Damit fehlt es auch an einem 

Rückforderungsanspruch der Beschwerdegegnerin betreffend die ausgerichteten UVG-

Taggelder.

8.       

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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8.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist in Gutheissung der UV-Beschwerde 

2012/12, soweit darauf einzutreten ist, der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. 

Januar 2012 betreffend die Dispositiv-Ziffern 1.1 und 1.3 aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer ab 1. Juni 2008 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 

46% zuzusprechen. Zur Rentenfestsetzung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Sodann ist in Gutheissung der UV-Beschwerde 2012/21 der 

Einspracheentscheid vom 14. Februar 2012 aufzuheben.

8.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Der obsiegende 

Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Das 

Versicherungsgericht spricht in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren gestützt auf 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; 

sGS 963.75]) regelmässig eine pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.00 und Fr. 

4'500.00 zu. Mit Blick auf vergleichbare Fälle und die Tatsache, dass vorliegend zwei 

Beschwerden beurteilt werden, erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 

6'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die UV-Beschwerde 2012/12 wird, soweit darauf einzutreten ist, unter 

Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1.1 und 1.3 des Einspracheentscheids vom 12. Januar 

2012 gutgeheissen, dem Beschwerdeführer eine Rente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrads von 46% zugesprochen und die Angelegenheit zur Rentenfestsetzung 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.       Die UV-Beschwerde 2012/21 wird gutgeheissen und der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 14. Februar 2012 aufgehoben.

3.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.       Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 6'000.-- zu 

entschädigen (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2013
	Art. 18 UVG und Art. 16 ATSG. Art. 69 ATSG. Bemessung von Validen- und Invalideneinkommen bei einem als Versicherungsberater im Aussendienst tätigen Versicherten. Prüfung der Frage der Überentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 26. Februar 2013, UV 2012/12 und 2012/21).

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