# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de70b9e1-5e6b-51cc-a9de-b78ec785afeb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.01.2021 200 2020 309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-309_2021-01-18.pdf

## Full Text

200 20 309 IV
SCP/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Januar 2021

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________, lic.iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1978 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Februar 2012 mit Hinweis auf eine Depression 
bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Die IVB tätigte in der Folge 
berufliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere gewährte sie 
Frühinterventionsmassnahmen (Arbeitsvermittlung; act. II 20, 22) sowie 
berufliche Massnahmen (Arbeitstraining mit Jobcoaching; act. II 36, 40). 
Per 1. April 2013 konnte die Versicherte im D.________ eine 80%-Stelle 
als dipl. ... antreten (act. II 44/2). Mit Verfügung vom 10. Juni 2013 (act. II 
49) schloss die IVB die beruflichen Massnahmen ab, ermittelte in der Folge 
in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
(100% Erwerb) einen Invaliditätsgrad von 3% und verneinte am 11. Juni 
2013 (act. II 50) verfügungsweise einen Rentenanspruch. Die Verfügungen 
blieben unangefochten. 

B.

Im Februar 2019 (act. II 56) meldet sich die Versicherte sinngemäss erneut 
bei der IVB zum Leistungsgesuch an. In der Folge tätigte Letztere abermals 
erwerbliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere gewährte sie 
Frühinterventionsmassnahmen (Ausbildungskurse; act. II 82), holte bei Dr. 
med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gut-
achten vom 1. November 2019 (act. II 84.1) ein und tätigte eine Abklärung 
vor Ort (Abklärungsberichte Haushalt/Erwerb vom 13. Dezember 2019 [act. 
II 86/2] bzw. "Hilflosenentschädigung für volljährige Versicherte der IV" vom 
13. Dezember 2019 [act. II 87/2]). Mit Verfügung vom 11. Februar 2020 
(act. II 103) verneinte die IVB unangefochten einen Anspruch auf eine Hilf-
losenentschädigung. Bereits mit Vorbescheid vom 27. Dezember 2019 (act. 
II 91) stellte sie bei einem in Anwendung der gemischten Methode (80% 
Erwerb, 20% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 32% die Verneinung 
eines Rentenanspruchs in Aussicht. Nach hiergegen erhobenem Einwand 

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(act. II 100) tätigte die IVB durch ihren Abklärungsdienst weitere Abklärun-
gen (Aktennotiz vom 26. Februar 2020 [act. II 104], Stellungnahme vom 12. 
März 2020 [act. II 105], ergänzter Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 
12. März 2020 [act. II 106/2]) und verfügte am 16. März 2020 (act. II 107) 
dem Vorbescheid entsprechend.

C.

Mit Eingabe vom 27. April 2020 erhob die Versicherte, vertreten durch den 
B.________, lic. iur. C.________, hiergegen Beschwerde. Sie beantragt, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, sie sei als rein Erwerbstätige 
zu betrachten und ihr sei eine Rente zuzusprechen. Gleichentags ersuchte 
sie um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 25. Mai 
2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss (vgl. Schreiben des Instruktionsrichters vom 22. Juli 
2020) machte die … am 23. Juli 2020 (in den Gerichtsakten) nähere Anga-
ben zum Arbeitsverhältnis, insbesondere zu welchem Pensum die Be-
schwerdeführerin in eine Festanstellung übertreten wollte.

Mit Replik vom 17. September 2020 hält die Beschwerdeführerin an ihren 
beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. September 2020 wies der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und am 4. De-
zember 2020 schloss er, nach Bezahlung des Kostenvorschusses, das 
Beweisverfahren. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG; vgl. 
Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG und Art. 1 der Verordnung vom 20. März 2020 
über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Auf-
rechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit dem Coronavirus [COVID-
19; SR 173.110.4]) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 16. März 2020 
(act. II 107). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil er-
werbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die In-
validität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 6

(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.3.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditäts-
grads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invali-
ditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 
27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Be-
zug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Va-
liden- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbsein-
busse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person 
hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 
IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung 
im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei 
der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die 
versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand 
des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

2.3.4 Erfolgt die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspen-
sums, ohne dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem 
Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, ist dies für die 
Methode der Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung. Die Gründe für eine 
ohne Gesundheitsschaden bloss teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit 
sind für die Wahl der Bemessungsmethode lediglich insofern von Interesse, 
als sie in Zusammenhang stehen mit der Tätigkeit in einem Aufgabenbe-
reich nach Art. 5 Abs. 1 IVG (und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Insbesondere wer-
den alleinstehende Personen bei einer Reduktion des Beschäftigungsgra-
des aus freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen 
mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung. Ist im 
konkreten Fall von einer Teilzeiterwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich 
auszugehen, so gelangt die gemischte Methode nicht zur Anwendung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 7

(BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54). Bei teilerwerbstätigen Ver-
sicherten ohne Aufgabenbereich ist die anhand der Einkommensver-
gleichsmethode (Art. 16 ATSG) zu ermittelnde Einschränkung im allein ver-
sicherten erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypotheti-
schen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen. Der Invaliditätsgrad ent-
spricht der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich und 
kann damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische 
Teilzeitpensum definiert wird, nicht übersteigen (BGE 142 V 290 E. 7.3 S. 
298; SVR 2019 IV Nr. 34 S. 105 E. 4.1). Die proportionale Gewichtung 
gemäss BGE 142 V 290 hat nicht auf der Ebene der Arbeitsfähigkeits-
schätzung zu erfolgen, vielmehr ist das Ergebnis des Einkommensver-
gleichs proportional (entsprechend dem hypothetischen erwerblichen Teil-
pensum) zu veranschlagen (SVR 2017 IV Nr. 53 S. 160 E. 5.5).

2.3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 8

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Februar 
2019 (act. II 56) eingetreten. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – 
vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Da sich im 
September 2018 erneut eine depressive Episode mit damit einhergehender 
mehrmonatiger Arbeitsunfähigkeit manifestierte (vgl. Berichte von Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 
G.________, delegierte Psychologin FSP, vom 18. Dezember 2018 [act. II 
64.2] und vom 1. Februar 2019 [act. II 56/2]) bzw. die Frequenz der seit 
Jahren bestehenden rezidivierenden depressiven Episoden mit jeweils ein-
hergehenden Arbeitsunfähigkeiten zugenommen hat (psychiatrisches Gut-
achten von Dr. med. E.________ vom 1. November 2019 [act. II 84.1/17 f. 
Ziff. 7.2 und 8]), liegt offensichtlich ein Revisionsgrund vor, so dass nach-
folgend eine freie Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen hat (BGE 141 
V 9 E. 2.3 S. 11).

3.2 Die Verfügung vom 16. März 2020 (act. II 107) basiert im Wesentli-
chen auf dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. E.________ vom 1. 
November 2019 (act. II 84.1). Darin diagnostizierte diese mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär-
tig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11; Erst-
diagnose: 2011; S. 9 Ziff. 6). Aufgrund des Krankheitsverlaufes sei nicht 
von einer günstigen Prognose bezüglich einer Heilung auszugehen. Um 
weiteren depressiven Episoden vorzubeugen, sei die Arbeitsfähigkeit auf 
ein für die Versicherte stabil zu gewährleistendes Niveau von 60% in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als ... festzulegen (S. 17 Ziff. 7.2). Sie könne 
während fünf Stunden täglich anwesend sein; dabei bestehe keine Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit. Dies gelte seit dem 1. Januar 2019. In 
einer angepassten Tätigkeit (geregelte Arbeitszeiten mit klarer Zeitstruktur 
und keinem Schichtdienst, was etwa der Tätigkeit als ..., zu welcher sich 
die Versicherte habe ausbilden lassen, entspreche), wäre es der Versicher-
ten zumutbar, an 6.3 Stunden pro Tag zu arbeiten. Dabei bestehe keine 
Leistungseinschränkung. Auf ein 100%-Pensum bezogen bestehe in einer 
leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 75% 
(S. 18 Ziff. 8).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 9

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. E.________ vom 1. 
November 2019 (act. II 84.1) erfüllt die Anforderungen an medizinische 
Gutachten (E. 3.3 hiervor) und überzeugt. Die Psychiaterin hat sich in ihrer 
Beurteilung sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen ausein-
andergesetzt und ihre Schlussfolgerungen in Übereinstimmung mit den 
Akten getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Damit ist eine 
Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 60% und in einer 
leidensangepassten Arbeit von 75% erstellt (act. II 84.1/18 Ziff. 8), was von 
der Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten wird. In der Folge ist auf 
das psychiatrische Gutachten abzustellen. Mit Blick auf die Invaliditätsbe-
messung (vgl. E. 5.6 hiernach) kann offen bleiben, ob diese rein medizini-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 10

sche Einschätzung einer rechtlichen Prüfung anhand eines strukturierten 
Beweisverfahrens i.S.v. BGE 141 V 281 standhielte.

4.

Umstritten ist unter den Parteien dagegen der Status der Beschwerdeführe-
rin resp. der Umfang, in welchem sie als Gesunde erwerbstätig wäre. 
Während die Beschwerdeführerin postuliert, im Gesundheitsfall 100% er-
werbstätig zu sein (Beschwerde S. 3 ff. sowie Replik), weshalb die Metho-
de des Einkommensvergleichs zur Anwendung gelange, geht die Be-
schwerdegegnerin von einem Status mit 80% Erwerb sowie 20% Haushalt 
und damit von der Anwendung der gemischten Methode aus (act. II 107/2), 
was – wie die nachfolgende Prüfung ergibt (vgl. E. 4 in fine sowie E. 5 hier-
nach) – nicht zu beanstanden ist. 

Bei der Beschwerdeführerin traten im August 2010 gesundheitliche Proble-
me auf (Schlafstörung, Appetitverminderung, Schwindelgefühl; act. II 2/4 ff. 
Ziff. 6.2 f., 11/3 Ziff. 1.4) und ab Oktober 2010 wurde eine Arbeitsunfähig-
keit attestiert (act. II 16.2/11 Ziff. 4). Bereits ab 2008 und damit noch als 
Gesunde bemühte sie sich gemäss eigenen Angaben darum, die Ausbil-
dung zur ... zu absolvieren (act. II 42/2), da sie vom ... wegkommen wollte 
(act. II 84.1/7); ab Juli 2010 und damit ebenfalls noch im Gesundheitsfall 
hat sie sich gemäss eigenen Angaben "ohne Anstellung" im kreativen Be-
reich umorientiert und sich intensiver mit der laufenden Ausbildung zur ... 
auseinandergesetzt (act. II 12/2, 48/2). Damit ist erstellt, dass zumindest 
das initiale Ziel nicht – wie später vorgebracht – darin bestand, sich mit der 
... ein zweites Standbein zum ... zu schaffen (act. II 64.2/2 Ziff. 4.1, 84.1/12, 
Beschwerde S. 3 Ziff. 3, Replik S. 2 lit. k und m) und die Aussage der Be-
schwerdeführerin, sie habe die Ausbildung als ... gesundheitsbedingt in 
Angriff genommen, erweist sich demgemäss als unzutreffend (act. II 64.2/3 
Ziff. 9). Die erwähnte Ausbildung begann sie berufsbegleitend im Januar 
2009 (act. II 5/8, 12/6). Ob sie bis zu deren Abschluss im Jahr 2012 zu-
sammen mit ihrer beruflichen Tätigkeit in der ... ein Vollpensum ausgeübt 
hat (act. II 105/2), ist vorliegend bei Neuanmeldung per Februar 2019 nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 11

relevant; zudem stellt diese berufsbegleitende Ausbildung keine erwerbli-
che Tätigkeit dar. 

Anlässlich des Eingliederungsmanagement-Assessments der Beschwerde-
gegnerin gab die Beschwerdeführerin am 11. April 2012 zwar an, sie suche 
eine Neuorientierung und möchte nicht mehr im ... arbeiten (Protokoll per 
25. Mai 2020 [im Gerichtsdossier] S. 1). Im Verlauf der durch das Regiona-
le Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) initiierten Berufs- und Laufbahnbera-
tung wurde jedoch klar und zwar gesundheitsunabhängig, dass die "..." 
nicht den "Haupterwerb bilden könne" und der Fokus bei der Wiederein-
gliederung wurde wieder in den ... gesetzt. Die Beschwerdeführerin gab 
denn auch an, sie schätze das "Eingebundensein in ein Team" (vgl. Bericht 
der Berufs- und Laufbahnberatung vom 26. April 2012 [act. II 14/2]) und 
möchte in einem kompetenten Team mit regelmässigen Arbeitszeiten und 
angepasster finanzieller Entlöhnung arbeiten (act. II 12/25). Die in der Fol-
ge gewährten beruflichen Massnahmen (act. II 36, 40), erfolgten aussch-
liesslich im ...bereich (act. II 23, 31, 33, 39), wo es in der Folge per 1. April 
2013 zu einer Festanstellung als diplomierte ... mit einem Pensum von 80% 
kam (act. II 42/2, 44). Somit war es – unabhängig vom Gesundheitszustand 
– das Ziel der Beschwerdeführerin, wieder in den ... einzusteigen (vgl. auch 
act. II 47/2 Ziff. 2, 47/6). 

Mit Verfügung vom 11. Juni 2013 (act. II 50) entschied die Beschwerdegeg-
nerin rechtskräftig und damit auch für dieses Verfahren gültig, dass der Be-
schwerdeführerin die Tätigkeit als ... weiterhin zu 100% zumutbar ist. Die 
diesbezüglich in der Replik (auf S. 1 f. lit. e) vorgebrachten Einwände än-
dern daran nichts. Für die später im Bericht der H.________ vom 1. Febru-
ar 2019 erwähnten und von einem anderen Arzt attestierten Arbeitsun-
fähigkeiten von 20% vom 13. Oktober 2013 bis zum 20. März 2014 und 
vom 17. Januar 2017 bis zum 16. Juli 2017 (act. II 56/3; vgl. auch Be-
schwerde S. 4 Ziff. 3 und Replik S. 2 f. lit. k und m) liegen keine echtzeitli-
chen Berichte und Befunde vor, weshalb davon auszugehen ist, dass auch 
in dieser Zeit und bis zum erneuten Auftreten einer depressiven Episode im 
September 2018 (act. II 56/3) eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit bestanden 
hat. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 12

Wie bereits dargelegt, absolvierte die Beschwerdeführerin ab Januar 2009 
(act. II 5/8 ff., 12/24) die Ausbildung zur ..., welche per Dezember 2012 
abgeschlossen wurde (act. II 48/2, 84.1/7, 84.1/12 und 86/3 Ziff. 3.1 sowie 
Beschwerde S. 2; vgl. auch ihre aktuelle Homepage: 
http://.../ueber-mich/). Das Diplom zur "Dipl. ... " wurde dagegen erst am 1. 
Dezember 2016 ausgestellt (act. II 80/3). Damit benötigte sie für die theore-
tische und praktische Diplomprüfung sowie die Diplomarbeit vier Jahre, 
während der sie zumindest während dreieinhalb Jahren vollständig arbeits-
fähig war. Damit ist erstellt, dass sie die Weiterbildung nicht zielstrebig und 
konsequent verfolgte, d.h. es bestehen mit Blick auf einen Berufswechsel 
bzw. die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit keine konkreten 
Anhaltspunkte für ein planmässiges Vorgehen. Dies zeigt sich auch für die 
Zeit nach Erhalt des Diploms. So zieht sich der Praxisaufbau im Bereich ... 
seit Jahren hin, ohne dass die Beschwerdeführerin mit Ausnahme von 
"Übungsklienten" über Kundschaft verfügen würde. Zumindest bis im Sep-
tember 2018 bestand eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und es hätte genü-
gend Zeit bestanden, ihre Praxistätigkeit als ... gewinnbringend und damit 
(neben)erwerbsorientiert zu betreiben (vgl. diesbezüglich auch Beschwer-
deantwort S. 3 Ziff. 7). Damit erweist sich die Argumentation der Be-
schwerdeführerin, der Gesundheitszustand habe eine gewinnbringende 
Tätigkeit als ... verunmöglicht oder erschwert (Replik S. 2 f. lit. k und m), als 
unzutreffend (das Gesagte hat auch für die Ausbildung/Tätigkeit zur/als ... 
zu gelten). Dem Auszug aus dem individuellen Konto geht hervor (act. II 
60/2), dass die Beschwerdeführerin als ... seit Abschluss der Weiterbildung 
2012 kein Einkommen erzielte und diesbezüglich auch keine Sozialversi-
cherungsbeiträge entrichtete. Damit ist gestützt auf die zutreffenden Aus-
führungen in der Stellungnahme des Bereichs Abklärungen davon auszu-
gehen, dass sie in diesem Bereich nie erwerbstätig war und die Tätigkeit 
als .../... sozialversicherungsrechtlich als Hobby bzw. als nichtversicherte 
Freizeitbeschäftigung zu behandeln ist (vgl. act. II 105/4). Dass sie im Be-
schwerdeverfahren eine handschriftliche Aufstellung von Einnahmen ein-
reichte, wonach sie ab April 2019 Einnahmen aus der selbstständigen 
Tätigkeit als ... bzw. ... erzielte, ändert daran nichts, zumal diese Einnah-
men in der "Steuererklärung 2019" nicht deklariert wurden (Akten der Be-
schwerdeführerin [act. IA]) und somit die Tätigkeit auch von der Steuer-
behörde als Hobby qualifiziert worden sein dürfte (vgl. auch prozessleiten-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 13

de Verfügung vom 21. September 2020 Ziff. 1 lit. e). Zudem ist auf das Fol-
gende hinzuweisen: Gemäss der erwähnten Auflistung erzielte sie im Jahr 
2019 von April bis Dezember als .../... einen Umsatz von Fr. 790.--. Was die 
Aufwendungen für die erwähnte Tätigkeit betrifft, ist den Akten das Folgen-
de zu entnehmen: Im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 27. April 
2020 (in den Gerichtsakten) machte die Beschwerdeführerin Weiterbil-
dungskosten von monatlich Fr. 300.-- bzw. von jährlich Fr. 3'600.-- geltend. 
Weiter betragen die Wohnungskosten (inkl. Praxismiete) Fr. 18'540.--. Un-
ter Berücksichtigung, dass die Miete der Wohnung inkl. Nebenkosten jähr-
lich Fr. 15'288.-- beträgt (act. IA), beliefe sich die Mietsumme für die Praxis 
auf Fr. 3'252.-- (Fr. 18'540.-- - 15'288.--), womit sich die Auslagen für die 
Tätigkeit als .../... auf jährlich mindestens Fr. 6'852.-- belaufen. Dabei noch 
nicht berücksichtigt sind die Kosten des Generalabonnements, welches die 
Beschwerdeführerin u.a. auch für die Weiterbildungen benötigt (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. IB], Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege [in 
den Gerichtsakten] sowie Replik S. 3 lit. k und m) sowie die Kosten für die 
Erneuerung des …-Qualitätslabels und die Berufshaftpflichtversicherung 
(act. IB). Bei Gegenüberstellung der Einnahmen von maximal Fr. 790.-- 
und geltend gemachten Aufwendungen von weit über Fr. 6'852.-- hat als 
erstellt zu gelten, dass die Tätigkeit als .../... nicht gewinnbringend bzw. 
erwerbsorientiert ausgeführt wird, was nicht mit den gesundheitlichen Ein-
schränkungen der Beschwerdeführerin zu begründen ist, entspricht doch 
diese Tätigkeit dem Zumutbarkeitsprofil optimal (act. II 107/18 Ziff. 8). Da-
mit ist schwer nachvollziehbar, dass sie bei guter Gesundheit weiterhin auf 
einen nicht rentablen Nebenerwerb setzen würde. Die Tätigkeit ist in der 
Folge bei der Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigen. 

Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall 
in einem Pensum von lediglich 80% im ...bereich tätig wäre. Was sie dage-
gen vorbringt (Beschwerde und Replik), vermag nicht zu überzeugen. So 
gab sie gegenüber dem Abklärungsdienst anlässlich der Erhebung vor Ort 
am 29. November 2019 an, im Gesundheitsfall zu 80% als ... tätig zu sein; 
einen Wunsch nach einem Nebenerwerb (.../...) erwähnte sie nicht (act. II 
106/5 Ziff. 3.4). Dass sie die Frage, zu wie viel Prozent sie bei guter Ge-
sundheit arbeiten würde, nicht richtig verstanden hätte, bzw. die Frage, in 
welchem Pensum sie hauptberuflich als ... arbeiten würde, beantwortet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 14

hätte (Beschwerde S. 4 Ziff. 4), erweist sich im Sinne der Beweismaxime, 
wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der 
Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 
5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), als eine blosse von versicherungs-
rechtlichen Überlegungen überlagerte Behauptung. Es ist denn auch ge-
richtsnotorisch und entspricht einer Erfahrungstatsache, dass im ...bereich 
überwiegend Teilzeit gearbeitet wird (Entscheide des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Bern vom 29. November 2004, IV 64452, E. 3.4, und vom 23. 
Mai 2006, IV 65089, E. 3.2.2). Diese Schlussfolgerung wird auch durch 
diverse Studien bestätigt (vgl. der im Auftrag der Gesundheits- und Fürsor-
gedirektion des Kantons Bern in Auftrag gegebene Synthesebericht "Die 
Arbeitssituation im ...bereich im Kanton Bern" vom März 2002, S. 20 [ab-
rufbar unter: htt-
ps://www....ch/fileadmin/Files/2002/gef_arbeitssituation_...bereich_synthes
ebericht.pdf]; SILVIA STRUB, Teilzeitarbeit in der Schweiz, Eine Untersu-
chung mit Fokus auf die Geschlechterverteilung und der familiären Situati-
on der Erwerbstätigen, 2003, IX und S. 24 [abrufbar unter: htt-
ps://www.ebg.admin.ch/], die im Auftrag der Kommission für die Gleichstel-
lung von Frau und Mann und der Fachstelle für Gleichstellung von Frau 
und Mann des Kantons Zürich erstellte Lohnstudie aus dem Jahr 2016, S. 
22 f. [abrufbar unter: https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-
dokumente/themen/wirtschaft-arbeit/gleichstellung/diskriminierungsschutz/
lohnstudie_schnell_2016.pdf] sowie der Kantonale Hochschulbericht 
"Fachkräftemangel im …- und ...bereich" der Dienststelle für Hochschulwe-
sen des Kantons Wallis, 2017, S. 28 [abrufbar unter: https://edudoc.ch/]). 
Auf den zitierten "Synthesebericht" stützte sich denn auch das Verwal-
tungsgericht im Urteil vom 21. Oktober 2009, IV 69832, E. 3.3, in dem es 
ausführte, gemäss diesem Bericht würden ... in der Regel als Teilzeit und 
nicht als Vollzeitbeschäftigung ausgeübt und der Beschäftigungsgrad be-
trage im Durschnitt aller ...institutionen 65.4%. 

Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Ge-
sundheitsfall aus erwerblicher Sicht maximal im Umfang von 80% im ...be-
reich tätig wäre und die Tätigkeit als .../... bei der Invaliditätsbemessung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 15

mangels erzieltem Nettoeinkommen als nicht versichertes Hobby bzw. nicht 
versicherte Freizeitbeschäftigung unberücksichtigt zu bleiben hat. Damit ist 
die Beschwerdeführerin im Nachfolgenden bei der Invaliditätsbemessung 
als Teilerwerbstätige mit einem Anteil Erwerb von 80% und ohne Aufga-
benbereich zu beurteilen und die gemischte Methode kommt nicht zur An-
wendung (E. 2.3.4 hiervor). Aber selbst wenn zu ihren Gunsten die ge-
mischte Methode mit einem zusätzlichen Aufgabenbereich von 20% anzu-
wenden wäre, hätte dies wie nachfolgend unter E. 5 dargelegt kein anderes 
Resultat zur Folge, da die Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich keine 
Invalidität aufweist (vgl. act. II 106/7 ff. Ziff. 7 f.) und dies denn auch nicht 
geltend macht, so dass sich der Invaliditätsgrad in jedem Fall alleine aus 
der erwerblichen Einbusse ergibt (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. 
August 2019, 9C_303/2019, E. 4.2). 

5.

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 
S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 16

5.3 Frühestmöglicher Rentenbeginn wäre unter der Berücksichtigung 
der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Neuanmel-
dung vom Februar 2019 (act. II 56) August 2019. Jedoch ist eine Arbeitsun-
fähigkeit erst ab 26. September 2018 erstellt (act. II 56/2, 64.2), weshalb 
das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erst Ende September 2019 
abgelaufen ist. Der Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginnes ist 
demnach der 1. September 2019 (Art. 29 Abs. 3 IVG), weshalb auf diesen 
Zeitpunkt hin der Einkommensvergleich durchzuführen ist.

5.4 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen auf Fr. 
82'580.-- bei einem Pensum von 100% festgesetzt (act. II 106/6), was nicht 
zu beanstanden ist, sich aus den Akten ergibt (act. II 104) und von der Be-
schwerdeführerin nicht bemängelt wird.

5.5 Was das Invalideneinkommen betrifft, setzt die Beschwerdeführerin 
die ärztliche attestierte Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu 
60% um. Zu Recht bezifferte die Beschwerdegegnerin daher das Invaliden-
einkommen auf Fr. 49'548.-- (Fr. 82'580.-- x 60%; act. II 106/6), was von 
der Beschwerdeführerin denn auch nicht gerügt wird. 

5.6 Damit resultiert aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkom-
men im Erwerbsbereich per 2019 eine Einschränkung von ungewichtet 
40% ([Fr. 82'580.-- - Fr. 49'548.--] / Fr. 82'580.-- x 100) bzw. gewichtet 32% 
(40% x 0.80); im Aufgabenbereich ist die Beschwerdeführerin nicht einge-
schränkt, weshalb diesbezüglich keine Invalidität besteht (vgl. E. 4 hiervor). 
Damit resultiert ein maximaler und rentenausschliessender Invaliditätsgrad 
von 32%. Die angefochtene Verfügung vom 16. März 2020 (act. II 107) 
erweist sich damit als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG (in der bis 31. Dezember 2020 gülti-
gen Fassung) ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von 
IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensauf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 17

wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Für die obsiegende Beschwerdegegnerin besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/20/309, Seite 18

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.