# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1efbdf5-9de6-5948-9ccf-13030539d2f8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2008 D-380/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-380-2007_2008-12-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-380/2007
teb/med/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8  

Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), 
Richter Walter Lang, Richterin Nina Spälti Giannakitsas,
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A.____ Sri Lanka, B._____
Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreise und Asyl; Verfügung des BFM 
vom 30. November 2006 / N_____

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-380/2007

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer  – ein srilankischer Staatsangehöriger muslimi-
scher Ethnie aus C.____mit letztem Wohnsitz in Colombo – suchte mit 
auf  den  8.  Dezember  2005  datierter,  bei  der  Schweizerischen  Bot-
schaft in Colombo am 6. Januar 2006 eingelangter Eingabe um Asyl 
nach.

Er  gab  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  unter  anderem an,  er 
habe in der srilankischen Armee gedient und sei von der LTTE bedroht 
worden, weshalb er gezwungen sei, immer wieder seinen Wohnort zu 
wechseln. 

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte er folgende Beweismittel ein: 

- Schreiben  des  Beschwerdeführers  vom 15.  September  2005  an 
den  Verteidigungsminister  in  Kopie  samt  Übersetzung  in  englischer 
Sprache 

- Schreiben der LTTE vom 15. Mai 2005 an den Beschwerdeführer 
in Kopie samt Übersetzung in englischer Sprache

- zwei  Dokumente  in  singhalesischer  Sprache  ohne  Übersetzung, 
mit der Überschrift „parliament“

- Bestätigungsschreiben  der  D.____vom  11.  Januar  2006  in 
englischer Sprache (Kopie)

- Zahlreiche Dokumente in singhalesischer Sprache ohne Überset-
zung (Kopie)

B.
Mit Schreiben vom 13. Januar 2006 forderte die Schweizerische Bot-
schaft in Colombo den Beschwerdeführer auf, sämtliche seinem Aus-
landsgesuch zugrunde liegenden Umstände bis 13. Februar 2006 de-
tailliert und mit sämtlichen verfügbaren – in Englisch übersetzten – Be-
weismitteln  untermauert  darzulegen,  ansonsten  davon  ausgegangen 
werde, dass er an seinem Gesuch um Einreise in die Schweiz bezie-
hungsweise um Asylgewährung nicht länger festhalte.

Seite 2

D-380/2007

C.
Mit  Eingabe vom 7. Februar  2006 reichte  der  Beschwerdeführer  fol-
gende weitere Beweismittel ein:

- Handschriftliches  Bestätigungsschreiben  in  englischer  Sprache 
von E.____ vom 28. August 2004 im Original

- Polizeirapport vom 22. Januar 2006 im Original samt Übersetzung 
in englischer Sprache

- Zahlreiche Schreiben des Beschwerdeführers an verschiedene po-
litische Behörden und Vollzugsbehörden (Polizei,  Verteidigungsminis-
ter,  Parlamentsmitglieder)  in  Kopie  samt  Übersetzung  in  englischer 
Sprache

- Bestätigungsschreiben des Polizeiinspektors von F.____ in Kopie 
samt Übersetzung 

D.  
Anlässlich der Befragung in der Schweizerischen Botschaft in Colom-
bo vom 20. März 2006 gab der Beschwerdeführer ergänzend zu sei-
nen bisherigen Vorbringen an, von April 1987 bis Oktober 1993 sei er 
in  G._____  für  den  Sicherheitsdienst  der  srilankischen  Armee  (In-
telligence  Unit)  tätig  gewesen.  Danach  habe  er  bis  1998  in  seiner 
Funktion als Polizist wichtige Informationen über Mitglieder der LTTE 
ermittelt  und  weitergeleitet  und  hätte  für  diese  Informationen  insge-
samt dreissig Prämien erhalten sollen. Indessen seien ihm diese Prä-
mien in  der  Folge nicht  ausgerichtet  worden,  weshalb er  der Polizei 
von 2001 an keine Informationen mehr habe zukommen lassen. Nach 
einem Aufenthalt  in H._____ hätten sich im November 2004 und am 
20. Januar  2005  Angehörige  der  LTTE  bei  seinem  Bruder  in 
G._____nach seinem Aufenthalt  erkundigt. In  der  Folge habe er  am 
15. Mai 2005 von der LTTE eine Vorladung erhalten, wonach er, sollte 
er  sich  nicht  melden,  auf  deren  Todesliste  gesetzt  werde,  einer 
Aufforderung,  der  er  nicht  nachgekommen  sei.  Später  habe  er  von 
einem  ehemaligen  Mitglied  der  LTTE  erfahren,  dass  die  LTTE 
beabsichtigt gehabt habe, während seines Aufenthaltes im Juli 2005 in 
G.______ sein Fahrzeug in  die Luft  zu sprengen. Am 25. Dezember 
2005  hätten  sich  ihm  in  I.____  zwei  Männer  auf  einem  Motorrad 
genähert und aus einer Distanz von fünfzig Metern einen Schuss auf 
ihn abgegeben, ihn aber nicht getroffen. In der Folge habe er bei der 
Polizei  Anzeige  erstattet.  Aus den  genannten Gründen  befürchte  er, 
von der LTTE umgebracht zu werden. 

Seite 3

D-380/2007

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer weitere 
Dokumente  ein  (Bestätigungsschreiben  der  K.____vom  15.  Januar 
2006,  des  „divisional  secretary“  vom  18.  Februar  2006  sowie  der 
D.____vom  11.  Januar  2006,  alle  im  Original  und  in  englischer 
Sprache).

E.
Mit Verfügung vom 30. November 2006 verweigerte das BFM dem Be-
schwerdeführer die Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch 
ab. 

F.
Mit undatierter Eingabe gelangte der Beschwerdeführer unter Einrei-
chung  weiterer  Bestätigungsschreiben  am  5.  Januar  2007  an  die 
Schweizerische Botschaft in Colombo, welche diese Eingabe am 9. Ja-
nuar  2007 als  allfällige  Beschwerde gegen  den  Entscheid  des  BFM 
vom 30. November 2006 an das Bundesverwaltungsgericht übermittel-
te.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die Beschwerde ist zwar nicht in einer Amtssprache des Bundes 
abgefasst, jedoch kann auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerde-
verbesserung verzichtet werden, da sich aus der in englischer Sprache 
verfassten  Beschwerdeschrift  genügend  klare,  sinngemässe  Rechts-

Seite 4

D-380/2007

begehren mit entsprechender Begründung ergeben und praxisgemäss 
ohne weiteres darüber befunden werden kann. 

1.3 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 und 52 
VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  
3.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei 
einer  Schweizerischen Vertretung gestellt  werden,  welche es mit  ei-
nem Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG).

3.2 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ableh-
nen,  wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu-
tet werden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss 
Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Ein-
reise zur Abklärung des Sachverhaltes,  wenn ihnen nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu bleiben oder  in 
ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann 
das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweize-
rische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu be-
willigen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib 
und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 
AsylG bestehe.

3.3 Bei  diesem Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die 
Erteilung einer Einreisebewilligung, wobei den Behörden ein weiter Er-
messensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind  namentlich  die  Beziehungsnähe  zur 
Schweiz, die Möglichkeit  der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Mög-
lichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche so-

Seite 5

D-380/2007

wie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs-  und  Assimilationsmöglich-
keiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.- 
g. S. 131 ff., welcher angesichts bloss redaktioneller Änderungen bei 
der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat).

3.4 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4.
4.1 Das  Bundesamt  lehnte  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
mit  der  Begründung  ab,  dessen  Vorbringen  seien  in  verschiedenen 
Punkten als realitätsfremd und damit unglaubhaft zu erachten. 

So  wird  unter  anderem das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  die 
LTTE  habe  am  25.  Dezember  2005  versucht,  ihn  in 
I.____umzubringen,  in  Zweifel  gezogen.  Die  LTTE  pflege  bei  ihren 
Attentaten  effizient  und  professionell  vorzugehen,  weshalb  es 
unglaubhaft sei, dass auf einer belebten Strasse und in Anwesenheit 
eines  Verkehrspolizisten  ein  Schuss  aus  fünfzig  Metern  Distanz  auf 
den  Beschwerdeführer  abgegeben  worden  sei.  Zudem  sei  dieser 
Vorfall auch nicht in den srilankischen Medien erwähnt worden. 

Der Beschwerdeführer entgegnet in seiner Beschwerde, dass es nor-
mal sei, dass dieser Vorfall nicht von den Medien aufgegriffen worden 
sei, da solche Dinge täglich geschehen würden.

Diese  Erklärung  des  Beschwerdeführers  vermag  die  Zweifel  an  der 
Glaubhaftigkeit  seiner  Aussage nicht  auszuräumen. Die Schilderung, 
dass zwei Personen auf dem Motorrad auf einer belebten Strasse ei-
nen Schuss auf  den Beschwerdeführer  abgegeben  haben,  dies  aus 
fünfzig Metern Distanz und in Anwesenheit eines Polizisten, ohne dass 
dieser spektakuläre Vorfall von den srilankischen Medien aufgegriffen 
worden sei, ist tatsächlich als realitätsfremd zu erachten, wird doch er-
fahrungsgemäss in den srilankischen Medien regelmässig ausführlich 

Seite 6

D-380/2007

von solchen Ereignissen berichtet. Im Weiteren ist zu berücksichtigen, 
dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, seine Behauptung, 
den Vorgang der Polizei gemeldet zu haben, durch Einreichung eines 
entsprechenden Polizeirapports zu belegen.

4.2 Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  bei  einer  Reise  in 
G._____sei ein Attentat auf seinen Wagen geplant gewesen, welchem 
er nur dank dem Hinweis von Freunden habe entgehen können. Die 
Vorinstanz betrachtet auch diese Aussage als nicht überzeugend. Es 
sei  realitätsfremd,  dass  die  Organisation  L.____der  LTTE  Informa-
tionen über den Aufenthaltsort  des Beschwerdeführers habe zukom-
men lassen, da sich diese Organisationen feindlich gegenüberstehen 
würden.

Der Beschwerdeführer äussert sich in seiner Beschwerde nicht zu die-
sem Umstand und erwähnt auch dieses geltend gemachte Ereignis in 
der Beschwerdeschrift nicht mehr. Diese Vorbringen sind deshalb, wie 
von der  Vorinstanz  richtigerweise  festgestellt,  als  unglaubhaft  zu  er-
achten.

4.3 Im Weiteren weist die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zutreffend darauf hin, dass aus der vom Beschwerdeführer eingereich-
ten Polizeianzeige vom 22. Januar 2006 hervorgehe, dass er gegen-
über der Polizei angegeben habe, von der LTTE telefonisch Todesdro-
hungen erhalten zu haben, sich indessen anlässlich der Befragung in 
der schweizerischen Botschaft vom 20. März 2006 an dieses zentrale 
Ereignis nicht mehr habe erinnern können, was nicht nachvollziehbar 
sei, weshalb dieses geltend gemachte Ereignis nicht geglaubt werde.

4.4 Schliesslich  ist  mit  der  Vorinstanz  die  geltend  gemachte  Vorge-
hensweise der LTTE, dem Beschwerdeführer eine Vorladung an seine 
Wohnadresse zuzustellen, worin mitgeteilt wird, er sei als Angehöriger 
der  srilankischen Sicherheitskräfte,  welcher  die  LTTE bekämpfe,  auf 
eine Todesliste zu setzen, wenn er sich nicht bei der LTTE melde, als 
realitätsfremd zu erachten, ist doch davon auszugehen, dass die LTTE 
den Beschwerdeführer bei entsprechendem Verdacht  unmittelbar zu-
hause aufgesucht hätte. Aus diesem Grund ist denn auch die vom Be-
schwerdeführer in Kopie eingereichte, angeblich von der LTTE verfass-
te Vorladung vom 15. Mai 2005 als nicht beweistauglich zu erachten. 

4.5 Aus diesen Erwägungen folgt, dass die Vorinstanz zutreffend die 
geltend gemachten Behelligungen, wegen seiner Aktivitäten für die sri-

Seite 7

D-380/2007

lankischen Sicherheitsbehörden Behelligungen durch die LTTE ausge-
setzt gewesen zu sein, als nicht glaubhaft erachtet hat. An dieser Ein-
schätzung vermögen  auch  die  übrigen im Rahmen des vorinstanzli-
chen Verfahrens und auf Beschwerdeebene eingereichten Dokumente 
nichts zu ändern. Zum Einen enthalten die zahlreichen Schreiben des 
Beschwerdeführers  an  verschiedene  politische  Behörden  und  Voll-
zugsbehörden  (Polizei,  Verteidigungsminister,  Parlamentsmitglieder) 
lediglich  dessen  -  als  nicht  glaubhaft  erachteteten  -  Behauptungen, 
von der LTTE wegen seiner Tätigkeit für die srilankischen Sicherheits-
behörden behelligt zu werden, zum Anderen sind vor dem Hintergrund 
der Unglaubhaftigkeit die zahlreich eingereichten Bestätigungsschrei-
ben, wenn nicht bereits wegen fehlendem sachlichem Zusammenhang 
zu den Vorbringen des Beschwerdeführers, im Weiteren wegen der na-
heliegenden Möglichkeit, dass es sich um reine Gefälligkeitsschreiben 
handelt, als nicht beweistauglich zu erachten. 

Die Frage, ob der Beschwerdeführer tatsächlich wie geltend gemacht, 
von April 1987 bis Oktober 1993 für den Sicherheitsdienst (Intelligence 
Unit)  und danach als  verdeckter  Ermittler  bis  1998 beziehungsweise 
2001  für  die  srilankische  Polizei  tätig  gewesen  sei,  muss  nicht  ab-
schliessend beurteilt  werden, da es dem Beschwerdeführer nicht ge-
lungen  ist,  glaubhaft  darzutun,  deswegen  Behelligungen  durch  die 
LTTE  erfahren  zu  haben.  Es  ist  auch  nicht  von  einer  begründeten 
Furcht  des  Beschwerdeführers  auszugehen,  künftig  solchen  Behelli-
gungen ausgesetzt  zu sein, hat  er  doch nach eigenen Angaben seit 
1998 beziehungsweise 2001 die geltend gemachte Tätigkeit  als  ver-
deckter Ermittler nicht weiter ausgeübt und in der Folge keine Behelli-
gungen erlitten. Schliesslich ist festzuhalten, dass sich die übrigen Ar-
gumente in der Beschwerdeschrift in blossen Behauptungen und allge-
meinen Angaben erschöpfen und daher nicht geeignet sind, die vorin-
stanzliche Einschätzung in Frage zu stellen. 

4.6 Somit  ist  es dem Beschwerdeführer  nicht  gelungen,  eine Verfol-
gung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft  zu machen. Das BFM hat 
demnach dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die Schweiz 
verweigert beziehungsweise dessen Asylgesuch abgelehnt.

4.7 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü-
gung  Bundesrecht  nicht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). 
Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

Seite 8

D-380/2007

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grund-
sätzlich dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen (Art. 63  Abs. 1 VwVG). 
Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  und  in  Anwendung  von 
Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 3 Bst. a des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist allerdings auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

D-380/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung der schweizerischen Ver-
tretung in Colombo (per EDA-Kurier)

- die Schweizerische Vertretung in Colombo ad (..., mit der Bitte um 
Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung 
der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht (per EDA-Kurier; in Kopie)

- das BFM, mit den Akten Ref.-Nr. N_____

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

Versand:

Seite 10