# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfe863af-cb30-579e-8c6a-039cb2e6dbd2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.12.2017 UV 2016/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-50_2017-12-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 04.12.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2017
Der Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG ist mangels Nachweises eines 
ungewöhnlichen Faktors nicht erfüllt. Weiter ergibt sich aus den gestellten 
Diagnosen keine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 aUVV, weshalb eine 
Leistungspflicht der Unfallversicherung auch aus diesem Grund entfällt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen vom 4. 
Dezember 2017, UV 2016/50).

Entscheid vom 4. Dezember 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und a.o. 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiber Markus Lorenzi             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/50         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Florian Weishaupt, MLaw, Küng Rechtsanwälte & Notare 

AG, Haldenstrasse 10, 9200 Gossau SG,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei B.___ als Bademeister tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung vom 30. September 2015 meldete die 

Arbeitgeberin der Suva, der Versicherte habe am 24. September 2015 beim 

Fussballspiel den linken Fuss überdehnt (Suva-act. 1). Der erste Arztbesuch war 

gemäss Angaben auf dem Fragebogen zur Schadenmeldung am 29. September 2015 

erfolgt (Suva-act. 9). Der behandelnde Arzt, Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, 

vermerkte im Arztzeugnis UVG vom 15. Januar 2016 die Diagnose einer Distorsion 

linkes OSG (Suva-act. 11). Im Rahmen der weiteren Untersuchungen diagnostizierte Dr. 

med. D.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, Orthopädie Rosenberg St. Gallen, am 26. Dezember 2015 

nach Durchführung eines MRI beim Versicherten ein dorsales Impingement und eine 

Rotationsinstabilität OSG links mit kleinen, möglicherweise knöchernen Trümmern 

(Suva-act. 17). Am 18. Februar 2016 unterzog sich der Versicherte einer dorsalen OSG-

Arthroskopie mit Débridement und Entfernung von freien Gelenkkörpern links (Suva-

act. 23).

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A.b  Mit formlosem Schreiben vom 4. Februar 2016 lehnte die Suva den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen für die gemeldete Verletzung und deren Folgen ab. Bei 

Vergleich der leistungsbegründenden Voraussetzungen mit dem Sachverhalt und den 

medizinischen Feststellungen ergebe sich, dass weder ein Unfall noch eine 

unfallähnliche Körperschädigung vorlägen (Suva-act. 15). Auf Wunsch des Versicherten 

erliess die Suva am 14. März 2016 eine negative Verfügung (Suva-act. 25).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 22. März 2016 Einsprache. Die 

Suva habe bei Erlass ihrer Verfügung die detaillierte Beschreibung des Hergangs in der 

Stellungnahme vom 26. Februar 2016 ausser Acht gelassen. Er habe dem 

Aussendienstmitarbeiter damals erklärt, dass bei einem Zweikampf mit einem 

Gegenspieler ein scharfer Ball plötzlich und unglücklich seine Fussspitze getroffen 

habe, wodurch der Fuss ungewöhnlich stark überstreckt und die Ferse 

zusammengedrückt worden seien. In derselben Situation sei er dann mit überstrecktem 

Fuss stark auf dem Boden aufgeschlagen, wodurch die Ferse zusammengestaucht 

worden sei. Die Suva habe folglich den Sachverhalt augenscheinlich falsch festgestellt. 

Entsprechend dem tatsächlichen Unfallhergang sei der Knochenabbruch in seinem 

Fussgelenk offensichtlich aufgrund einer plötzlichen, nicht beabsichtigten 

schädigenden Einwirkung (Zweikampf, scharfer Ball) eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors entstanden. Infolgedessen beantragte der Versicherte, die entstandenen 

Kosten aus besagtem Unfall seien zu übernehmen (Suva-act. 27).

B.b  Mit Schreiben vom 7. April 2016 erhob die Atupri Krankenkasse als 

Krankenversicherer des Versicherten ebenfalls provisorische Einsprache (Suva-act. 32). 

Am 12. April 2016 äusserte sich der Versicherte anlässlich eines weiteren Gesprächs 

mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva zum Unfallhergang (Suva-act. 34). Am 18. 

April 2016 zog die Krankenkasse ihre Einsprache zurück (Suva-act. 37).

B.c  Mit Entscheid vom 16. Juni 2016 wies die Suva die Einsprache des Versicherten 

ab. Ein äusserer Faktor, der den Rahmen des Alltäglichen oder Üblichen überschreite, 

sei auch den weiteren Sachverhaltsschilderungen nicht zu entnehmen. Der Zweikampf 

und die Ballabnahme hätten sich nicht unter aussergewöhnlichen Umständen 

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abgespielt. Der Beschwerdeführer sei grundsätzlich auf den von links kommenden Ball 

gefasst gewesen. Es könne folglich auch nicht von einer unkoordinierten Bewegung 

gesprochen werden. Der Beschwerdeführer habe den von links kommenden Ball mit 

dem linken Fuss abnehmen wollen und habe dies auch getan. Der Bewegungsablauf 

sei somit nicht durch eine Programmwidrigkeit gestört worden. Beim harten 

Aufschlagen des Fusses bzw. nicht ideal ausgeführten Wiederaufsetzen des linken 

Fusses aufgrund des „scharfen“ Balles handle es sich sodann lediglich um eine leichte 

Abweichung vom Normalfall, welche in der gewöhnlichen Bandbreite der vielfältigen 

Bewegungsabläufe eines Fussballspiels liege. Aufgrund der fehlenden Diagnose, 

welche für die Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung erforderlich wäre, sei 

auch eine solche vorliegend nicht gegeben (Suva-act. 40).

C.  

C.a Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Florian Weishaupt, mit Eingabe vom 15. Juli 2016 

(Datum der Postaufgabe) Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, 

Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit 

zur Vornahme weiterer Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines Gutachtens bei 

einer neutralen Stelle, und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Er beantragte zudem unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Der 

Beschwerdeführer machte insbesondere geltend, dass seine Schilderung des 

Hergangs zu Beginn nicht sehr detailliert gewesen sei, da er sich als 

versicherungsrechtlicher Laie nicht bewusst gewesen sei, dass die Ungewöhnlichkeit 

des Verletzungshergangs relevant sei. Dies habe er bereits anlässlich der Befragung 

durch die Beschwerdegegnerin erklärt. Es sei sowohl von einem Unfall wie auch von 

einer unfallähnlichen Körperschädigung auszugehen (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 22. September 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids. Sie trug vor, dass die nachträglichen Angaben des 

Beschwerdeführers rechtsprechungsgemäss unbeachtlich seien. Es sei ferner kein 

ungewöhnlicher Faktor ersichtlich. Im Rahmen der anfänglichen Angaben seien keine 

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Programmwidrigkeit oder unkoordinierte Bewegung dokumentiert. Demzufolge sei ein 

Unfall im Rechtssinn zu verneinen. Auch eine unfallähnliche Körperschädigung entfalle 

vorliegend, da es sich bei der Verletzung des Beschwerdeführers nicht um eine 

Körperschädigung im Sinne der Gesetzgebung handle. Im Übrigen fehle es an einem 

äusseren Faktor (act. G 5).

C.c Mit Schreiben vom 18. Oktober 2016 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers 

um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 6).

C.d Auf die Einsichtnahme in die Akten der Beschwerdegegnerin wurde seitens des 

Beschwerdeführers verzichtet und keine weitere Stellungnahme eingereicht (act. G 7).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend steht ein Unfall vom 24. September 2015 zur 

Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen gegenüber der Beschwerdegegnerin 

aus der obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 24. 

September 2015.

3.   

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3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

3.2  Zu prüfen ist im Folgenden, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper 

des Beschwerdeführers eingewirkt hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein 

äusserer Faktor ist aussergewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, BGE 121 V 38 E. 1a, je 

mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 

2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, 

S. 176 f.). Bei unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 

erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ beeinflusst hat, was beispielsweise 

dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen 

Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige 

Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 

4.1). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt. 

Immerhin ist festzuhalten, dass der Nachweis eines Unfalls bei Schädigungen, die sich 

auf das Körperinnere beschränken, insofern strengen Anforderungen unterliegt, als die 

unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt 

werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich 

wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte 

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Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (RKUV 1996 Nr. U 253 

S. 204 E. 4d).

4.   

4.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, beim Ereignis vom 24. September 2015 

handle es sich um einen Unfall im Rechtssinne. Er habe während eines Zweikampfes 

versucht, den heranfliegenden, scharf gespielten Ball vor dem Gegenspieler 

abzufangen, wobei ihm dies im letzten Moment gelungen sei, indem er mit der 

Fussspitze in der Luft noch irgendwie an den Ball gekommen sei. Beeinträchtigt durch 

den Zweikampf habe ihn dabei der Ball an der Fussspitze derart unglücklich getroffen, 

dass sich der linke Fuss stark überstreckt habe und dabei das Fussgelenk 

zusammengedrückt worden sei. In derselben Situation sei er dann durch den Kontakt 

mit dem Gegenspieler unkoordiniert mit überstrecktem Fuss auf den Boden 

aufgeschlagen, wobei die Ferse bzw. der Fuss auf den Boden aufgeschlagen sei (act. 

G 1). Die Beschwerdegegnerin bestreitet ein solches Geschehen. Der 

Beschwerdeführer habe diese Sachverhaltsdarstellung erst nach dem abschlägigen 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 4. Februar 2016 vorgebracht. Es müsse auf 

seine Aussagen der ersten Stunde abgestellt werden, bezüglich derer eine 

Ungewöhnlichkeit zu verneinen sei (act. G 5).

4.2  Unter diesen Umständen ist vorab der massgebende Sachverhalt im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. September 2015 festzustellen, auf dessen 

Grundlage das Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne und die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin zu beurteilen ist.

4.3  Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die Elemente eines Unfalls 

erfüllt sind; zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu 

untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (= 

Untersuchungsgrundsatz; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 2 f., § 70 N. 20; UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 13, Art. 61 N 96 ff., Art. 

61 N 111 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

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Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; RKUV 1990Nr. U 86 S. 50). 

Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigt (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen). Bei sich widersprechenden Aussagen 

der versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die 

Beweismaxime abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der 

ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die 

versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die 

sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach 

Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit 

Hinweisen; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 29 f.). Die Anwendbarkeit dieser Beweismaxime 

setzt allerdings voraus, dass die Aussage präzise und vollständig aufgezeichnet 

worden ist (ANNA-KATHARINA PANTLI/UELI KIESER/VOLKER PRIBNOW, Die 

"Aussage der ersten Stunde" im Schadensausgleichsrecht - und die Mangelhaftigkeit 

ihrer Aufzeichnung, AJP 2000/10, S. 1195 ff., S. 1200 ff.). Darüber hinaus muss 

gegebenenfalls die Unbeholfenheit und die beschränkte sprachliche 

Ausdrucksfähigkeit der versicherten Person berücksichtigt werden (vgl. MAURER, 

a.a.O., S. 263). Die Beweismaxime kann sodann nicht auf Aussagen Dritter angewandt 

werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 5. April 2004, I 814/03, E. 2.4.2). 

Grundsätzlich gilt, dass die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" keine 

förmliche Beweisregel, sondern lediglich eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG) zu berücksichtigende Entscheidungshilfe darstellt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 2).

4.4  Den Akten sind folgende Sachverhaltsdarstellungen zu entnehmen: Gemäss 

Schadenmeldung vom 30. September 2015 hat sich der Beschwerdeführer bei einem 

Fussballspiel den Fuss überdehnt (Suva-act. 1). Im Rahmen der Untersuchung vom 7. 

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Dezember 2015 bei Dr. D.___ wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer bei 

einem Fussballspiel initial einen scharfen Ball mit der Fussspitze angenommen habe 

und diesen scharf habe zurückspielen wollen (Suva-act. 3). Im Fragebogen zur 

Schadenmeldung gab der Beschwerdeführer am 4. Januar 2016 als ausführliche 

Schilderung des Vorfalls ein hartes Aufschlagen mit der Ferse auf dem Boden beim 

Fussballspielen an. Die Frage, ob etwas Besonderes (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen 

usw.) passiert sei, verneinte er (Suva-act. 9). Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ 

vom 15. Januar 2016 wird unter Angaben des Patienten vermerkt, dass es bei einem 

Fussballspiel bei einer Ballabnahme zu einer Distorsion gekommen sei (Suva-act. 11). 

Anlässlich der Gespräche mit dem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin 

vom 26. Februar und 12. April 2016 (Suva-act. 20, 34) sowie in der Beschwerde vom 

15. Juli 2016 (act. G 1) wurde das Ereignis vom 24. September 2015 wie in E. 4.1 

erwähnt geschildert.

4.5  Unstreitig ist, dass das in der Beschwerde beschriebene Ereignis einen 

Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG darstellt. In Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin ist jedoch festzustellen, dass die für ein Unfallereignis 

sprechenden Spezifikationen erst im Anschluss an die ablehnende Haltung der 

Beschwerdegegnerin vom 4. Februar 2016 (Suva-act. 15) hinzugefügt worden sind und 

dieser Umstand Zweifel an dem später geschilderten Unfallereignis weckt.

4.6  Die Ereignisschilderungen gemäss der Schadenmeldung, dem Bericht von Dr. 

D.___ und dem Arztzeugnis von Dr. C.___ (vgl. vorstehende E. 4.4) stellen kein 

Geschehen entsprechend einer programmwidrigen, sinnfälligen Störung mit einer 

übermässigen Beanspruchung des Körpers dar. Der Unfallbegriff und in diesem 

Zusammenhang ein besonderes Vorkommnis im Sinne der vorerwähnten 

Rechtsprechung (vgl. E. 3.2) ist mit den Ausführungen in diesen Dokumenten also nicht 

erfüllt. Angesichts dessen, dass die Formulierungen der Ereignisschilderungen nicht 

vom Beschwerdeführer stammen, ist ihnen jedoch für sich allein kein massgebender 

Beweiswert beizumessen.

4.7 

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4.7.1      Eine erste Gelegenheit zur persönlichen Äusserung zum Ereignis vom 24. 

September 2015 bekam der Beschwerdeführer mit dem Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin. Dieser dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung 

der tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund 

stehen entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der 

Unfallversicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben 

hat, ist er seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen und es 

überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person einen 

bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als Schadensursache erst nach 

einer abschlägigen Mitteilung schildert. Der Unfallversicherer ist nicht gehalten, die 

versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur weiteren 

Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (Urteile des EVG vom 26. 

Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). In Bezug auf 

den vorliegenden Fall lässt sich sagen, dass erstmals der Bericht vom 26. Februar 2016 

eine den Unfallbegriff erfüllende Beschreibung des Ereignisses vom 24. September 

2015 enthält.

4.7.2      Im Fragebogen (Suva-act. 9) erwähnte der Beschwerdeführer bei Aufforderung 

zu einer ausführlichen Schilderung des Vorfalles nur ein hartes Aufschlagen mit der 

Ferse auf den Boden beim Fussballspielen. Eine relevante Programmwidrigkeit – wie es 

sich allenfalls aus einem Zweikampf ergeben kann und wie es später beschrieben 

wurde – ist der Ereignisschilderung des Beschwerdeführers im Fragebogen nicht zu 

entnehmen. Dies obwohl er um eine "ausführliche Schilderung des Vorfalles" ersucht 

worden war (Frage 1). Mit der Formulierung der Frage 3 wird sodann klar und 

verständlich geprüft, ob sich etwas Besonderes wie namentlich "Ausgleiten, Sturz, 

Anschlagen usw." ereignet hat. Wenn also nach einem besonderen Ereignis gefragt 

wird, ist es nicht nachvollziehbar, wenn eine versicherte Person diese konkrete Frage 

verneint und einen Zweikampf bzw. Kontakt mit einem Gegenspieler bzw. Kampf um 

den Ball unerwähnt lässt. Die Fragen des Fragebogens sind so verfasst, dass sie von 

einer versicherten Person ohne weiteres beantwortet werden können. Eine anwaltliche 

Vertretung ist dafür nicht erforderlich. Von der versicherten Person werden keine 

hochstehenden, fehlerfreien und ausgeklügelten, jedoch die wesentlichen Elemente 

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umfassende, vollständige Schilderungen erwartet. Was ein wesentliches Element ist, 

wird mit der Frage 3 des Fragebogens deutlich gemacht. Es ist entsprechend nicht 

nachvollziehbar, inwiefern die dem Beschwerdeführer konkret gestellten Fragen von 

ihm nicht präzise hätten beantwortet werden können.

4.8  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Beurteilung der Streitfrage, ob 

das Ereignis vom 24. September 2015 die Merkmale des Unfalls gemäss Art. 4 ATSG 

erfüllt, von den Angaben des Beschwerdeführers im Fragebogen (Suva-act. 9) 

auszugehen ist, wonach er während eines Fussballspiels mit der Ferse hart auf den 

Boden aufgeschlagen ist. Zugunsten des Beschwerdeführers ist weiter von den ersten 

Angaben bei den behandelnden Ärzten Dr. C.___ und Dr. D.___ auszugehen, wonach er 

vor dem Aufschlagen der Ferse auf den Boden einen scharfen Ball mit der Fussspitze 

angenommen- und abgegeben hat (Suva-act. 3, 11). Mit dem sich daraus ergebenden 

Sachverhalt ist das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen Faktors im Sinne der 

vorerwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 3.2) nicht erfüllt.

4.9  Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses 

lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Nachdem Diagnosen 

(vorliegend ein dorsales Impingement, freie Gelenkkörper und eine Rotationsinstabilität 

OSG links bei einem Status nach einer Distorsion [Suva-act. 23]) aber zumindest 

Indizien für das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens liefern können (Urteil des 

EVG vom 3. Januar 2000, U 236/98, E. 2.d), sind diese nachfolgend dennoch 

abzuhandeln.

4.9.1      Bei einer Distorsion handelt es sich zwar im Regelfall um eine traumatisch 

bedingte Diagnose (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412, 1097, 1120), doch ist zu beachten, dass sich der 

medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches 

Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem 

eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter der 

Ungewöhnlichkeit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar 

2000, U 236/98, E. 2.d; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Insbesondere Distorsionen 

zeichnen sich durch verschiedenste Schweregrade aus und können auch nach einem 

geringfügigen Trauma auftreten (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 1097; vgl. dazu auch 

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Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99). Damit ist bereits allgemein gesagt, 

dass eine Distorsion nicht in jedem Fall einem Unfall mit unphysiologischer, 

programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors entspricht. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen 

Bewegungsablauf und bei solchen dem Normalablauf entsprechenden sportlichen 

Aktivitäten Verdrehungen von Körperteilen nichts Aussergewöhnliches darstellen. Für 

eine Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in 

Verbindung mit Art. 4 ATSG kann nicht jedes Geschehen bzw. jede Bewegung des 

Körpers genügen, sondern es muss eben ein Unfallereignis im Rechtssinne vorliegen. 

Allein die Diagnose der Distorsion vermag damit das Merkmal des ungewöhnlichen 

Faktors nicht zu begründen.

4.9.2      Das beschriebene dorsale Impingement des oberen Sprunggelenks (sog. 

«Fussballerknöchel») wird häufig auf mechanische Mikrotraumata und forcierte 

Dorsalextensionen zurückgeführt, wovon gemäss medizinischen Studien mehrheitlich 

Fussballer betroffen seien (MATTHIAS G. WALCHER, Sprunggelenks- und 

Fusserkrankungen bei Fussballern, in: Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und 

Sporttraumatologie 58 (2)/2010, S. 44 ff.). Diese Mikrotraumata sind 

rechtsprechungsgemäss als krankheitsbedingt zu qualifizieren (vgl. Urteil des EVG vom 

13. Dezember 2000, U 226/00, E. 1), weshalb der Befund des dorsalen Impingements 

überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur und nicht geeignet ist, Indizien für 

das Vorliegen eines ungewöhnlichen Faktors zu liefern.

4.9.3      Was die zwei knöchernen Trümmer bzw. die zwei anlässlich der Operation 

vom 18. Februar 2016 entfernten abgerundeten freien Gelenkkörpern betrifft, ist von 

Relevanz, dass deren Entstehung auf unterschiedlichen Ursachen beruhen kann. Freie 

Gelenkkörper sind nicht (nur) typische Folgen einer äusseren Einwirkung. In Betracht 

kommen zwar unmittelbare und mittelbare Gelenksverletzungen (z.B. 

Knorpelabsprengung, Abscherung von Kapselteilen, eingeschlagene Meniskusrisse, 

Bänderriss). Ursache dafür können aber auch Entzündungen und degenerative 

Prozesse (z.B. Synovialitis, Osteoarthritis mit Abstoßung von Gelenkkörperteilen, 

Osteochondrosis dissecans) sein (vgl. dazu https://de.wikipedia.org/wiki/

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Freier_Gelenkk%C3%B6rper, abgerufen am 23. November 2017). Zwar ergibt sich aus 

den medizinischen Berichten nicht ausdrücklich eine Ursache für die zwei freien 

Gelenkkörper. Es bestehen aber gewichtige Anhaltspunkte für eine degenerative 

Ursache. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang die mittels MRI und anlässlich der 

Operation festgestellte Synovialitis im gesamten dorsalen Gelenkraum (Suva-act. 12, 

23). Ebenfalls als Ursache wahrscheinlicher als eine einmalige ungewöhnliche äussere 

Einwirkung sind aufgrund des dorsalen Impingements abgebrochene knöcherne 

Auswüchse, welche Folge von immer wiederkehrenden kleinen Verletzungen sind (vgl. 

dazu https://gelenk-klinik.de/orthopaedische-erkrankung/

sprunggelenk/impingement-oberes-sprunggelenk.html, abgerufen am 23. November 

2017). Die freien Gelenkkörper lassen sich gestützt auf diese Ausführungen nicht mit 

Wahrscheinlichkeit dem Ereignis vom 24. September 2015 zuordnen, womit auch 

damit eine allfällige Ungewöhnlichkeit des Ereignisses nicht begründet werden kann.

4.9.4      Bezüglich Rotationsinstabilität des OSG links ist unbestritten, dass diese nicht 

vom Ereignis vom 24. September 2015 herrührt.

4.9.5      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch die gestellten Diagnosen nicht 

stichhaltig für ein unfallmässiges Geschehen sprechen. Entsprechend entfällt eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.

5.   

5.1  Somit bleibt die Frage zu beantworten, ob es sich bei der Verletzung des 

Beschwerdeführers um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 

UVV handelt.

5.2  Folgende, in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend aufgeführte Körperschädigungen 

sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen 

gleichgestellt: Knochenbrüche; Verrenkungen der Gelenke; Meniskusrisse; Muskelrisse; 

Muskelzerrungen; Sehnenrisse; Bandläsionen und Trommelfellverletzungen. Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers ist jedoch – auch wenn einer der in Art. 9 Abs. 2 

UVV aufgeführten Befunde erhoben wird – nur gegeben, wenn die Verletzung, wie in 

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Art. 4 ATSG vorgesehen, auf eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines äusseren Faktors zurückzuführen ist. Bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entfällt im Vergleich zu den 

eigentlichen Unfällen nach Art. 4 ATSG einzig das Tatbestandselement der 

Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen 

Begriffsmerkmale eines Unfalls müssen hingegen auch bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des 

einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, 

objektiv feststellbarer, sinnfälliger – eben unfallähnlicher – Einfluss auf den Körper zu 

verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen 

Bewegung bestehen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 

2.3).

5.3  Das Fussballspiel ist rechtsprechungsgemäss ein Geschehen mit einem 

gesteigerten Gefährdungspotenzial, indem eine Vielzahl von nicht alltäglichen 

Bewegungen (wie abruptes Beschleunigen und Stoppen, seit- und rückwärts Laufen, 

Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim Kopfball etc.), die den 

gesamten Körper mannigfach belasten, ausgeführt werden. Es stellt auch für einen 

geübten Fussballspieler nicht eine alltägliche Lebensverrichtung wie etwa das blosse 

Bewegen im Raum dar (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 

8.4 mit Hinweisen). Entsprechend besteht eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin, wenn aus dem Ereignis vom 24. September 2015 trotz Fehlens 

einer Ungewöhnlichkeit eine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV resultierte

5.4  Beim Beschwerdeführer wurde keine einschlägige Diagnose gestellt. Zwar wäre 

die Subsumtion der Distorsion als Verrenkung eines Gelenkes (lit. b) vorstellbar, das 

Bundesgericht steht dieser weiten Auslegung jedoch ablehnend gegenüber. Als 

Gelenksverrenkungen werden ausschliesslich vollständige Verrenkungen (Luxationen) 

anerkannt, nicht aber Verdrehungen (Torsionen) und Verstauchungen (Distorsionen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 4. Februar 2013, 8C_909/2012, E. 5.2). Hinweise für 

eine Luxation bestehen nicht. Dass im Zuge der diagnostizierten Distorsion die zwei 

freien Gelenkkörper abgesprengt wurden, ist nicht wahrscheinlich (vgl. dazu die 

vorstehende E. 4.9.3). Bei Möglichkeit unterschiedlichster Ursachen und gewichtigen 

Anhaltspunkten gegen im Zuge der Distorsion des linken Sprunggelenkes 

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abgesprengten freien Gelenkkörper ist nicht zu erwarten, dass weitere medizinische 

Abklärungen respektive ein medizinisches Gutachten genügende Klarheit schaffen 

würden. Von Weiterungen ist damit in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 

136 I 236 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b), wobei selbst bei 

unfallkausaler Absprengung der knöchernen Trümmer die Anwendbarkeit von Art. 9 

Abs. 2 lit. a UVV (Knochenbrüche) fraglich wäre. Eine abschliessende Beurteilung dazu 

kann indes unterbleiben.

5.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer am 24. 

September 2015 keine Listenverletzung zugezogen hat, weshalb eine Leistungspflicht 

der Beschwerdegegnerin aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung entfällt.

6.   

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 16. Juni 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.2  Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. 

Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

vergleichbare Fälle bei lediglich einfachem Schriftenwechsel eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3‘000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘400.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.3  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2‘400.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2017
	Der Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG ist mangels Nachweises eines ungewöhnlichen Faktors nicht erfüllt. Weiter ergibt sich aus den gestellten Diagnosen keine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 aUVV, weshalb eine Leistungspflicht der Unfallversicherung auch aus diesem Grund entfällt (Entscheid des Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen vom 4. Dezember 2017, UV 2016/50).

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