# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 994be395-de4a-539c-b431-aa716653415a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.09.2010 C-5789/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5789-2007_2010-09-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5789/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______, (wohnhaft in Australien)
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.

Beitritt zur freiwilligen AHV/IV; Einspracheentscheid der 
SAK vom 7. August 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5789/2007

Sachverhalt:

A.
A.a A._______  (im  Folgenden:  die  Beschwerdeführerin),  geboren 
1963, Schweizer Staatsbürgerin, war ab dem 1. Januar 1994 bei der 
schweizerischen  freiwilligen  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invaliden-
versicherung  (im  Folgenden:  freiwillige  Versicherung)  versichert 
(damaliger  Wohnsitz:  Venezuela)  und  bezahlte  in  der  Folge 
regelmässig  ihre  Versicherungsbeiträge  (vgl.  Akten  der  Schweizeri -
schen Ausgleichskasse [im Folgenden: SAK bzw. Vorinstanz] SAK/1, 2, 
5).

A.b Die  Beschwerdeführerin  heiratete  [...]  2000  einen  Staats-
angehörigen der Niederlande, brachte [...] 2001 ein Kind zur Welt und 
zog am 1. Mai  2002 zusammen mit  ihrem Ehemann in die  Schweiz 
([Gemeinde  B._______,  Kanton  C._______),  wo  dieser  umgehend 
eine  Erwerbstätigkeit  aufnahm,  während  die  Beschwerdeführerin  bis 
Mai  2003  als  Mutter  und  Hausfrau  keiner  Erwerbstätigkeit  nachging 
(vgl. SAK/4, 6, 7, 9, 11, 12, sowie Beschwerdeakten act. 1, 4.1, 8.C, 
13.1).

A.c Mit Schreiben vom 27. November 2002 ersuchte die Beschwerde-
führerin die Ausgleichskasse des Kantons C._______ (im Folgenden: 
Ausgleichskasse  C._______)  um  Zustellung  eines  Zusammenrufs 
("rassemblement") der Beiträge der letzten Jahre und ersuchte - unter 
Hinweis darauf, dass ihr Ehemann seit  ihrer Rückkehr (mit  Kind und 
Ehemann)  in  die Schweiz im Mai  2002 in der  Schweiz arbeite -  um 
Information darüber, welche Massnahmen zu ergreifen seien,  sollten 
ihre Versicherungsbeiträge unvollständig und entsprechend nachzube-
zahlen sein (act. 13.1).

A.d Am  10.  Juli  2003  liess  die  Ausgleichskasse  C._______  der 
Beschwerdeführerin einen Auszug aus ihrem individuellen Konto (im 
folgenden: IK)  zukommen (act.  8.b  und  8.b.1).  Sie  beantwortete  die 
Anfrage der Beschwerdeführerin und teilte ihr insbesondere mit, dass 
ihr  Ehemann  ab  2002,  falls  er  in  der  Schweiz  angestellt  sei,  AHV-
Beiträge bezahle und sie auch decke ("couvre").

A.e Mit Verfügung vom 8. Januar 2004 (deren Erhalt die Beschwerde-
führerin  bestreitet)  schloss  die  SAK  die  Beschwerdeführerin  rück-
wirkend ab dem ersten Tag der Zahlungsperiode, für welche die Beiträ-

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ge  nicht  vollständig  bezahlt  oder  für  welche  die  Dokumente  nicht 
beigebracht  wurden (vorliegend: 1. Januar  2002)  aus der  freiwilligen 
Versicherung aus (vgl. SAK/3-5, act. 6 und 12).

A.f Mit Schreiben vom 10. Juni 2005 teilte die Beschwerdeführerin der 
SAK mit, dass sie im Jahr 2002 wieder in die Schweiz zurückgekehrt 
sei  und  ihr  Mann  im  Jahr  2002  in  der  Schweiz  Beiträge  an  die 
obligatorische  Versicherung  (AVH/IV)  (im  Folgenden:  obligatorische 
Versicherung)  bezahlt  habe,  während  sie  erst  im  Juni  2003  wieder 
arbeitstätig  geworden  sei  (vgl.  SAK/4).  Sie  ersuchte  die  SAK  um 
mehrere  Auskünfte,  insbesondere  zur  Frage,  wie  lange  sie  wirklich 
(freiwillig)  versichert  gewesen  sei  und  welche  allfälligen  Schritte  zu 
unternehmen seien, damit keine Beitragslücke bestehe.

A.g Am  27.  Juli  2005  beantwortete  die  SAK  die  Anfrage  der 
Beschwerdeführerin  und  teilte  ihr  insbesondere  mit,  dass  sie 
rückwirkend per 31. Dezember 2000 [recte: 2001] aus der freiwilligen 
Versicherung ausgeschlossen worden sei (vgl. SAK/5). Da sie seit dem 
Jahr 2002 ihren zivilrechtlichen Wohnsitz wieder in der Schweiz habe 
und ihr Ehegatte in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausübe, sei sie 
der Ausgleichskasse des Arbeitgebers ihres Ehegatten unterstellt und 
habe somit eine Beitragslücke vermeiden können.

A.h Per 31. Oktober 2006 meldete sich die Beschwerdeführerin in der 
Schweiz ab und zog mit ihrer Familie nach Australien (vgl. SAK/7).

B.
B.a Mit  Formular  vom 28. April  2007 meldete  sich die Beschwerde-
führerin zur Aufnahme in die freiwillige Versicherung an (SAK/7).

B.b Mit Verfügung vom 29. Juni 2007 wies die SAK die Aufnahme in 
die  freiwillige  Versicherung  ab  (SAK/8).  Sie  begründete  dies  damit, 
dass die Beschwerdeführerin sich erst per 1. Mai 2002 in der Schweiz 
angemeldet habe und damit die Voraussetzung für die Aufnahme in die 
freiwillige Versicherung nicht erfülle, unmittelbar vor dem Ausscheiden 
aus  der  obligatorischen  Versicherung während mindestens 5  Jahren 
bei der schweizerischen AHV/IV angeschlossen gewesen zu sein.

B.c Mit  Schreiben  vom 17.  Juli  2007  legte  die  Beschwerdeführerin 
Einsprache gegen diese Verfügung ein und beantragte die Aufnahme 
in die freiwillige Versicherung. Sie begründete dies damit, dass sie vor 
dem 1. Mai 2002 während viel  mehr als fünf Jahren bei der AHV/IV 

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versichert  und  insbesondere  während  ihres  Auslandaufenthaltes  der 
freiwilligen AHV/IV (bis Ende 2001) angeschlossen gewesen sei,  um 
keine Beitragslücken aufzuweisen.

B.d Mit  Einspracheentscheid  vom 7. August  2007 wies  die SAK die 
Einsprache - mit der selben Begründung wie in der Verfügung vom 29. 
Juni 2007 - ab. 

C.  
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin 
mit  Schreiben  vom  27.  August  2007  Beschwerde  an  das  Bundes-
verwaltungsgericht.  Sie  beantragte  die  Aufhebung  des  Einsprache-
entscheids  und  die  Aufnahme  in  die  freiwillige  Versicherung.  Sie 
begründete  die  Beschwerde  im  Wesentlichen  damit,  dass  sie  über-
zeugt gewesen sei,  dass sie für  das ganze Jahr 2002 als versichert  
gelte,  wenn  ihr  Ehemann  das  Doppelte  des  Mindestbeitrages  für 
Erwerbstätige  bezahle.  Scheinbar  habe  sie  nun  doch  eine 
Versicherungslücke für die Monate Januar bis April 2002. Zurzeit kläre 
sie  mit  der  kantonalen  Ausgleichskasse,  ob  sie  diese  Lücke  nach-
träglich  schliessen  könne.  Dann  erfülle  sie  die  Voraussetzung  der 
unmittelbar  vorgängigen  fünfjährigen  Versicherungsdauer  für  die 
Aufnahme in die freiwillige Versicherung. Soweit dies nicht möglich sei, 
machte  die  Beschwerdeführerin  geltend,  dass  der  Ausschluss  vom 
Versicherungsschutz eine besondere Härte für sie darstelle, zumal er 
nur auf einer viermonatigen Lücke beruht, sie davor über mehr als 20 
Jahre  ununterbrochen  versichert  gewesen  sei  und  den  Ver-
sicherungsschutz  bewusst  auch  während  des  Auslandaufenthaltes 
aufrecht erhalten habe, und sie die resultierende (neue) Lücke nach 
einer allfällige Rückkehr in die Schweiz nicht mehr schliessen könne. 

C.b Mit  E-Mail  vom  13.  September  2007  und  Schreiben  vom  25. 
September  2007  liess  die  Beschwerdeführerin  dem  Bundesver-
waltungsgericht  diverse  Dokumente  zukomme  und  machte  geltend, 
dass sie auf Grund dieser Korrespondenz im Glauben geblieben sei, 
dass  sie  voll  versichert  sei  und keine Versicherungslücken aufweise 
(vgl. act. 3, 4, 4.1-4.3). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 8. November 2007 beantragte die SAK 
die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochte-
nen  Einspracheentscheids  (act.  6).  Sie  begründete  diesen  Antrag 
damit, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzung zum Beitritt zur 
freiwilligen  Versicherung  von  fünf  ununterbrochenen  Jahren  per  31. 

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Oktober 2006 nicht erfülle, da sie für den Zeitraum von Januar bis April 
2002  weder  der  obligatorischen  noch  der  freiwilligen  Versicherung 
angehört  habe. Soweit  die von der SAK der Beschwerdeführerin am 
27. Juli  2005 erteilte  Auskunft  nicht  zutreffe,  beruhe dies  auf  unge-
nauen  Angaben  der  Beschwerdeführerin.  Im  Übrigen  hätte  die 
Beschwerdeführerin  auch  bei  einer  differenzierteren  Auskunft  keine 
Dispositionen zur Abwendung der Beitragslücke treffen können. 

C.d Mit Replik vom 17. Dezember 2007 hielt die Beschwerdeführerin 
an  ihrem Antrag auf  Aufhebung  des  Einspracheentscheids  und Auf-
nahme in die freiwillige Versicherung fest (act. 8). Sie legte dar, welche 
"grossen Anstrengungen"  sie  unternommen habe,  um ihre  Versiche-
rungsposition  zu  klären  und  allfällige  Probleme  rechtzeitig  zu  lösen 
bzw. allfällige  Versicherungslücken zu vermeiden  oder  zu  füllen. Sie 
machte geltend, dass sie auf Grund der unterschiedlichen Auskünfte 
zuständiger  AHV-Stellen  davon  ausgegangen  sei,  dass  bei  ihrem 
Wegzug nach Australien keine Versicherungslücke bestand bzw. ent-
stehen würde. Ausserdem sei sie davon ausgegangen, dass im Falle 
einer  Unklarheit  oder  Unsicherheit  (betreffend  ihre  Anfragen)  zuerst 
eine Rückfrage vorgenommen werde, bevor eine Auskunft/Bestätigung 
erteilt werde. Schliesslich sei sie erst mit Schreiben der SAK vom 27. 
Juli  2005 über den Ausschluss informiert  worden, wobei ihr zugleich 
bestätigt worden sei, dass sie keine Beitragslücke aufweise. 

C.e Mit  Duplik  vom 6. Februar  2008 beantragte die  SAK erneut  die 
Abweisung der Beschwerde (act. 10). Sie führte namentlich aus, dass 
die  Beschwerdeführerin  selbst  die  Versicherungslücke  verursacht 
habe, indem sie erst im Mai 2002 in die Schweiz gezogen sei, was von 
der  Ausgleichskasse  C._______  sowieso  nicht  hätte  rückgängig 
gemacht  werden  können.  Im  Übrigen  sei  der  Ausschluss  der 
Beschwerdeführerin  aus der  freiwilligen Versicherung selbst  dann in 
Rechtskraft  erwachsen,  wenn  die  Beschwerdeführerin  die 
Ausschlussverfügung nicht  erhalten  und erst  mit  Schreiben  vom 25. 
Juli  2005  vom  Ausschluss  erfahren  habe,  zumal  sie  darauf  nicht 
reagierte  und  auch  im  Rahmen  des  Einspracheverfahrens  den 
Ausschluss aus der Versicherung nicht in Frage gestellt habe.

C.f Am  18.  Februar  2008  schloss  das  Bundesverwaltungsgericht  - 
unter dem Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen - den Schriften-
wechsel (act. 11).

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C.g Auf Anfrage des Bundesverwaltungsgericht liess die Ausgleichs-
kasse C._______ dem Bundesverwaltungsgericht am 3. Oktober 2008 
eine Kopie des an sie gerichteten Schreibens der Beschwerdeführerin 
vom 27. November 2002 zukommen (act. 12, 13, 13.1).

C.h Am 5. August  2009 nahm die  SAK Stellung zur  Korrespondenz 
zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  der  Ausgleichskasse 
C._______ (Schreiben vom 27. November 2002 und 10. Juli 2003) (vgl. 
act. 15). Sie  führte  insbesondere aus,  dass  für  die  Ausgleichskasse 
C._______ am 10. Juli 2003 keine Versicherungslücke ersichtlich sein 
konnte,  die  Beschwerdeführerin  im  Jahre  2002  richtigerweise  durch 
den  Gatten  mitversichert  gewesen  sei  und  die  Ausgleichskasse  die 
Beschwerdeführerin dementsprechend nicht falsch informiert habe. 

C.i Am  18.  August  2009  räumte  das  Bundesverwaltungsgericht  der 
Beschwerdeführerin  Frist  ein,  um  allfällige  Bemerkungen  zur 
Stellungnahme der SAK vom 5. August 2009 einzureichen, ansonsten 
der  Schriftenwechsel  geschlossen werde (act.  16). Die  Beschwerde-
führerin reichte in der Folge keine Stellungnahme zu den Akten.

D.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 
lit. d VGG sowie Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG, SR 
831.10)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von 
Personen  im  Ausland  gegen  Verfügungen  der  Vorinstanz.  Es  liegt 
keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. 

1.2 Aufgrund  von  Art.  3  Bst.  dbis des  Bundesgesetzes  vom  20. 
Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
findet  das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

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Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 
im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 
anwendbar,  soweit  das  AHVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung 
vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einsprache-
entscheid  vom 7.  August  2007  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass sie im Sinne 
von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
ATSG und Art. 52 VwVG) eingereicht wurde, ist  auf  die Beschwerde 
einzutreten.

2.
Die  Beschwerdeführerin  ist  Schweizer  Staatsbürgerin.  Daher  richtet 
sich die Abweisung des Gesuchs um Beitritt  der Beschwerdeführerin 
in  die  freiwillige  Versicherung  in  materiell-  und  verfahrensrechtlicher 
Hinsicht nach Schweizer Recht. 

3.
3.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht  einschliesslich der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

3.2 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den  Tatbestandes  Geltung  haben,  und  weil  ferner  die  Gerichte  im 
Bereiche  der  Sozialversicherung  bei  der  Beurteilung  eines  Falles 
grundsätzlich auf  den im Zeitpunkt  des Erlasses des angefochtenen 
Verwaltungsaktes, hier des Einspracheentscheids vom 7. August 2007, 
eingetretenen Sachverhalt abstellen (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weisen),  sind  die  Bestimmungen  des  AHVG,  der  Verordnung  vom 
31. Oktober  1947  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung 
(AHVV, SR 831.101) sowie der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die 
freiwillige  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (VFV, 
SR 831.111) anwendbar, die zum damaligen Zeitpunkt Geltung hatten 
und  in  der  Folge  zitiert  werden.  Nicht  zur  Anwendung  gelangen 
namentlich die am 1. Januar 2008 bezüglich der freiwilligen Versiche-
rung in Kraft getretenen Änderungen der VFV (AS 2007 1359).

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4.
4.1 Vorliegend  ist  strittig  und  vom  Bundesverwaltungsgericht  zu 
prüfen,  ob  die  SAK  die  Beschwerdeführerin  zu  Recht  nicht  in  die  
freiwillige Versicherung aufgenommen hat. 

4.2 Art.  2  Abs.  1  AHVG  bestimmt,  dass  Schweizer  Bürger  und 
Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft 
oder  der  Europäischen  Freihandelsassoziation,  die  nicht  in  einem 
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen 
Freihandelsassoziation  leben,  der  freiwilligen  Versicherung  beitreten 
können, falls sie unmittelbar vorher während mindestens fünf aufeinan-
derfolgenden  Jahren obligatorisch versichert  waren (vgl. auch Art.  7 
Abs. 1 VFV). In der Praxis werden allerdings nicht nur die Jahre in der 
obligatorischen  Versicherung,  sondern  auch  die  Jahre  der  Unter-
stellung  unter  die  freiwillige  Versicherung  berücksichtigt  (vgl.  AHI-
Praxis  1/2001  S.  23  sowie  die  Wegleitung  zur  freiwilligen  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [WFV] gültig ab 1. Januar 
2003 [Stand 1. April 2006 und Stand 1. Januar 2007, je Rz. 2001 4/06 
und Rz. 2008 1/05]).

4.3 Da  die  Beschwerdeführerin  die  Schweiz  am  31.  Oktober  2006 
nach Australien verlassen und per 1. November 2006 hin die Aufnah-
me in die freiwillige Versicherung beantragt hat,  ist zu prüfen, ob die 
Beschwerdeführerin  während  den  vorangehenden  fünf  aufeinander-
folgenden Jahren, also vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2006,  
in der freiwilligen und/oder schweizerischen AHV/IV versichert war. 

4.4 Aus  den  Akten  und  den  übereinstimmenden  Ausführungen  der 
Parteien geht hervor, dass die Beschwerdeführerin - gestützt auf die 
damals geltenden Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen - per 1. 
Januar 1994 in die freiwillige Versicherung aufgenommen und per 31. 
Dezember  2001  aus  der  freiwilligen  Versicherung  ausgeschlossen 
wurde (vgl. oben A.a, A.e und act. 6).

4.5
4.5.1 Gemäss Art. 1a Abs. 1 AHVG sind obligatorisch versichert:

a.) die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz; 

b.)  die  natürlichen  Personen,  die  in  der  Schweiz  eine  Er-
werbstätigkeit ausüben; 

c.) […]. 

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4.5.2 Gemäss  Art.  3  Abs.  1  AHVG  sind  die  erwerbstätigen 
Versicherten  beitragspflichtig,  solange  sie  eine  Erwerbstätigkeit 
ausüben.  Für  Nichterwerbstätige  beginnt  die  Beitragspflicht  am  1. 
Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende 
des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr 
vollendet haben. 

Die  eigenen Beiträge gelten gemäss Art. 3  Abs. 3 Bst. a  AHVG bei 
nichterwerbstätigen  Ehegatten  von  erwerbstätigen  Versicherten  als 
bezahlt,  sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten 
Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat.

4.5.3 Die Pflicht  zur Entrichtung von Beiträgen an die obligatorische 
Versicherung  im  Sinne  von  Art.  3  Abs.  1  und  Abs.  3  AHVG  setzt 
voraus, dass die betreffende Person im Sinne von Art. 1a Abs. 1 AHVG 
obligatorisch  versichert  ist.  Dass  eine  Person  Beiträge  an  die 
obligatorische Versicherung bezahlt,  führt  hingegen nicht  dazu,  dass 
diese Person unter die obligatorische Versicherung fällt (vgl. neben der 
Gesetzessystematik  den  Wortlaut  von  Art.  3  Abs.  1  AHVG:  „Die 
Versicherten sind  beitragspflichtig [...]“)  sowie  Art.  16  Abs. 3  AHVG 
und  Art.  41  AHVV  betreffend  Rückerstattung  von  zu  viel  bezahlten 
Beiträgen;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-
1790/2007 vom 20. Juni 2008 E. 3.4). 

4.5.4 Aus den Akten und den Ausführungen der Parteien geht ferner 
hervor, dass die Beschwerdeführerin zusammen mit  ihrem Kind und 
ihrem Ehemann (erst) am 1. Mai 2002 von Venezuela in die Schweiz 
(in  die  Gemeinde  B._______)  gezogen  ist  und  hier  Wohnsitz  be-
gründet hat, und dass die Familie die Schweiz am 31. Oktober 2006 in 
Richtung Australien verlassen hat (vgl. SAK/7, 8, 12 sowie act. 1, 6, 8,  
13.1).  Daher  war  sie  vom  1.  Mai  2002  bis  31.  Oktober  2006 
obligatorisch versichert (vgl. oben E. 4.5.1). 

4.6 Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2002 hatte sie keinen 
Wohnsitz in der Schweiz, war hier nicht erwerbstätig und weist auch 
keinen  sonstigen  Bezugspunkt  auf,  welcher  zu  einer  Unterstellung 
unter  die  obligatorische  Versicherung  führen  würde  (vgl.  SAK/4  und 
act. 1, 6, 8, 13.1). 

Für  den Zeitraum vom 1. Januar bis  30. April  2002 gehörte  die Be-
schwerdeführerin somit weder der obligatorischen noch der freiwilligen 

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Versicherung  an  und  es  besteht  für  diesen  Zeitraum  eine  Ver-
sicherungslücke, welche von den Parteien anerkannt wird.

4.7 Die  Beschwerdeführerin  hat  sich  bemüht,  nachträglich  rück-
wirkend per 1. Januar 2002 als Nichterwerbstätige in die obligatorische 
Versicherung aufgenommen zu werden (vgl. SAK/13, act. 1, 3, 4.3). Da 
die  Beitragsbemessung  als  Nichterwerbstätige  voraussetzt,  dass  die 
entsprechende  Person  der  obligatorischen  Versicherung  untersteht, 
was für  den Zeitraum vom 1. Januar  bis  30. April  2002 bei  der  Be-
schwerdeführerin  nicht  der  Fall  ist,  ist  eine  entsprechende  rück-
wirkende  Aufnahme in  die  obligatorische  Versicherung  ausgeschlos-
sen (vgl. oben E. 4.5.3). 

4.8 Die  Beschwerdeführerin  hat  auch  angeboten,  durch  "Nach-
zahlung" von Beiträgen die Versicherungslücke vom 1. Januar bis 30. 
April 2002 zu schliessen (vgl. act. 1). Wie bereits ausgeführt, führt die 
Bezahlung  nicht  geschuldeter  Beiträge  aber  nicht  zu  einer 
Unterstellung unter die obligatorische Versicherung. 

4.9 Eine  Anrechnung  von  Beitragszeiten  zur  Füllung  von  Beitrags-
lücken ist nur in einem engen Rahmen möglich: durch Beitragszeiten, 
die  vor  dem  1.  Januar  nach  Vollendung  des  20.  Altersjahres 
zurückgelegt  wurden,  oder  durch  Beitragszeiten  zwischen  dem  31. 
Dezember vor dem Eintritt des Versicherungsfalles und der Entstehung 
des  Rentenanspruchs  sowie  für  fehlende  Beitragsjahre  vor  dem  1. 
Januar  1979  (vgl.  Art.  52b, 52c und  52d AHVV).  Eine  allfällige 
entsprechende Lückenfüllung ist allerdings erst im Zusammenhang mit 
der Rentenberechnung massgebend (vgl. Art. 29bis AHVG). In  Bezug 
auf die vorgängige fünfjährige Versicherungsdauer für die Aufnahme in 
die freiwillige Versicherung ist eine solche Lückenfüllung nicht relevant.

4.10 Nicht  geprüft  werden  muss,  ob  die  Beschwerdeführerin  über 
ihren  holländischen  Ehemann  während  der  Versicherungslücke  (1. 
Januar bis 30. April 2002) bei einer  holländischen Sozialversicherung 
versichert war. Denn auch unter Berücksichtigung des (teilweise auch 
Versicherungszeiten  vor  seinem  Inkrafttreten  beschlagenden)  am  1. 
Juni 2002 in Kraft  getretenen Abkommens zwischen der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
vom  21.  Juni  1999  (Freizügigkeitsabkommen,  SR  0.142.112.681), 
seinem  Anhang  II,  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  1408/71  (SR 
0.831.109.268.1) sowie der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates 

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vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 
1408/71, SR 0.831.109.268.11) gilt  in einer solchen Konstellation für 
Schweizer  Staatsangehörige  ausschliesslich  Art.  2  Abs.  1  AHVG, 
wonach  eine  fünfjährige  schweizerische Vorversicherungszeit  gefor-
dert  wird,  um dem System der freiwilligen Versicherung beitreten zu 
können (vgl. BVGE 2009/47 E. 5 und 6 mit Hinweisen). 

4.11 Es  ergibt  sich,  dass  -  da  die  Beschwerdeführerin  im 
massgebenden Zeitraum vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2006 
eine viermonatige Versicherungslücke aufweist (1. Januar bis 30. April 
2002)  -  eine  Aufnahme  in  die  freiwillige  Versicherung  grundsätzlich 
ausgeschlossen ist.

5.
5.1 Die  Beschwerdeführerin  rügt  -  unter  Berufung  auf  ihre  Ab-
klärungen  zum Bestehen  einer  Versicherungslücke  und  die  entspre-
chenden behördlichen Auskünfte  -  eine Verletzung  des Grundsatzes 
von Treu und Glauben. Zu prüfen ist daher, ob eine solche Verletzung 
vorliegt,  die  Versicherungslücke der  Beschwerdeführerin  aus diesem 
Grunde nicht entgegen gehalten werden kann und sie trotz dieser in 
die freiwillige Versicherung aufzunehmen ist.

5.2 Der in Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) veran-
kerte  Grundsatz von Treu und Glauben schützt den Bürger in seinem 
berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeutet u.a., 
dass  falsche  Auskünfte  von  Verwaltungsbehörden  unter  bestimmten 
(kumulativen)  Voraussetzungen  eine  vom  materiellen  Recht  abwei-
chende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten. 

Gemäss  Rechtsprechung  und  Doktrin  ist  eine  falsche  Auskunft 
bindend,

1. wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf 
bestimmte Personen gehandelt hat;

2.  wenn  sie  für  die  Erteilung  der  betreffenden  Auskunft 
zuständig  war  oder  wenn  der  Bürger  die  Behörde  aus 
zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte;

3. wenn der  Bürger  die  Unrichtigkeit  der  Auskunft  nicht  ohne 
weiteres erkennen konnte; 

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4. wenn er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispo-
sitionen getroffen oder unterlassen hat, die nicht ohne Nachteil  
rückgängig  gemacht  werden  können  und  von  denen  anzu-
nehmen ist,  dass er sie ohne die fehlerhafte Auskunft  nicht in 
dieser Form getroffen bzw. unterlassen hätte;

5.  wenn  die  gesetzliche  Ordnung  seit  der  Auskunftserteilung 
keine Änderung erfahren hat (vgl. BGE 121 V 65 E. 2a und 2b, 
ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines Verwal-
tungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 668  ff.  und 
ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozial-
versicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 7 Rz. 9 ff., je mit 
weiteren Hinweisen).

5.3 Mit Schreiben vom 27. November 2002 ersuchte die Beschwerde-
führerin die Ausgleichskasse des Kantons C._______ (im Folgenden: 
Ausgleichskasse  C._______)  um  Zustellung  eines  Zusammenrufs 
("rassemblement") der Beiträge der letzten Jahre und wies darauf hin,  
dass sie seit 1991 Beiträge bezahlt habe (act. 13.1). Sie erklärte, nach 
einem zehnjährigen  Auslandaufenthalt  in  die  Schweiz  zurückgekehrt 
zu sein,  während welcher Zeit  sie mindestens bis und mit  dem Jahr 
2000, eventuell auch für 2001 Beiträge an die freiwillige Versicherung 
bezahlt  habe.  Seit  ihrer  Rückkehr  (mit  Kind  und  Ehemann)  in  die 
Schweiz im Mai 2002 arbeite ihr Ehemann in der Schweiz, weshalb sie 
glaube, dass er versichert sei. Sie erkundigte sich, ob dies korrekt sei,  
zumal  er  noch  keinen  Versicherungsausweis  erhalten  habe. 
Ausserdem ersuchte sie um Information darüber, welche Massnahmen 
zu  ergreifen  seien,  sollten  ihre  (eigenen)  Versicherungsbeiträge 
unvollständig und entsprechend zu bezahlen sein.

Am  10.  Juli  2003  liess  die  Ausgleichskasse  C._______  der 
Beschwerdeführerin  einen  Auszug  aus  dem  individuellen  Konto  (im 
folgenden: IK) sowie ein Erläuterungsmerkblatt dazu zukommen (act. 
8.b und 8.b.1). Sie beantwortete die Anfrage der Beschwerdeführerin 
dahingehend, dass diese nur bis ins Jahr 2000 versichert sei. Ob sie 
für  das Jahr 2001 versichert  sei,  müsse die Beschwerdeführerin mit 
der SAK klären. Ab 2002 ("A partir de 2002") zahle ihr Ehemann, falls 
er in der Schweiz angestellt sei, AHV-Beiträge und decke sie auch. 

Die  Auskunft,  dass  die  Beschwerdeführerin  unter  Berücksichtigung 
von AHV-Beiträgen des Ehemannes, wenn dieser solche leiste, für das 
(ganze) Jahr 2002 gedeckt (bzw. versichert) sei, war unzutreffend, da 

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die  Versicherungspflicht  erst  am  1.  Mai  2002  begann  (vgl.  oben  E. 
4.5.4).

Da  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Anfrage  ausdrücklich  auf  ihre 
Einreise  und die  Aufnahme der  Erwerbstätigkeit  des  Ehemannes  im 
Mai  2002 hinwies  und  ausdrücklich  darum ersuchte,  ihr  mitzuteilen, 
welche Massnahmen zu ergreifen seien, sollten noch eigene Beiträge  
zu  bezahlen  sein, durfte  die  Beschwerdeführerin  die  Antwort  der 
Ausgleichskasse C._______ dahingehend verstehen, dass die für das 
Jahr 2002 erteilte Auskunft das ganze Jahr und nicht nur den Zeitraum 
ab 1. Mai betraf. Dieses Vertrauen ist umso mehr schützenswert,  als 
die  Ausgleichskasse  C._______  in  anderer  Hinsicht  differenziert 
Auskunft  gab,  indem sie  die  Beschwerdeführerin  für  das  Jahr  2001 
ausdrücklich  an  die  SAK  verwies  und  für  die  Frage  der  Erwerbs-
tätigkeit des Ehemannes in der Schweiz ausdrücklich die Konditional-
form wählte.

Die Beschwerdeführerin erhielt somit von der für die Beantwortung der 
Frage  zuständigen  Ausgleichskasse  C._______  in  Bezug  auf  ihre 
konkrete  Anfrage  eine  falsche  Antwort,  deren  Unrichtigkeit  sie  nicht 
ohne  weiteres  erkennen  konnte.  Sie  durfte  somit  nach  Treu  und 
Glauben davon ausgehen, dass für das ganze Jahr 2002 für sie keine 
Versicherungslücke bestand.

5.4 Mit Schreiben vom 10. Juni 2005 teilte die Beschwerdeführerin der 
SAK mit, dass sie im Jahr 2002 wieder in die Schweiz zurückgekehrt 
sei  und  ihr  Mann  im  Jahr  2002  in  der  Schweiz  Beiträge  an  die 
obligatorische Versicherung (AVH/IV) bezahlt  habe, während sie erst 
im Juni 2003 wieder arbeitstätig geworden sei (vgl. SAK/4). Gemäss 
dem eingeforderten IK-Auszug und der dazugehörigen Erklärung seien 
im IK der Beschwerdeführerin bei der SAK nur bis Ende 2000 Einträge 
vorhanden.  Daher  ersuche  sie  die  SAK  darum,  ihr  mitzuteilen,  wie 
lange  sie  wirklich  versichert  gewesen  sei,  was  mit  dem  -  ihr  mit  
Kontostandsmeldung  vom  17.  November  2000  bescheinigten  - 
Beitragsüberschuss geschehen sei und welche allfälligen Schritte zu 
unternehmen seien, damit keine Beitragslücke bestehe.

Am 27. Juli 2005 beantwortete die SAK die Anfrage der Beschwerde-
führerin dahingehend, dass der von ihr erwähnte Überschuss für das 
Beitragsjahr  2001  gutgeschrieben  worden  sei,  dass  damit  der 
Jahresbeitrag  für  das  Beitragsjahr  2001  allerdings  nicht  vollständig 
bezahlt gewesen sei, weshalb sie rückwirkend per 31. Dezember 2000 

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[recte: 2001] aus der freiwilligen Versicherung ausgeschlossen worden 
sei (vgl. SAK/5; vgl. auch SAK/8 und 12 sowie act. 6 und 15). Da die  
Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2002 ihren zivilrechtlichen Wohnsitz 
wieder  in  der  Schweiz  habe  und  ihr  Ehegatte  in  der  Schweiz  eine 
Erwerbstätigkeit ausübe, sei sie der Ausgleichskasse des Arbeitgebers 
ihres  Ehegatten  unterstellt  und  habe  somit  eine  Beitragslücke 
vermeiden können.

Die  Auskunft,  dass  die  Beschwerdeführerin  eine  Beitragslücke habe 
vermeiden können, ist falsch, zumal für den Zeitraum vom 1. Januar 
bis  30.  April  2002  eine  Lücke  zwischen  der  Versicherungsdeckung 
durch  die  freiwillige  und jener  durch  die  obligatorische Versicherung 
bestand (vgl. oben E. 4.5.4).

Dass  diese  Auskunft  nur  gestützt  auf  die  Angaben  der 
Beschwerdeführerin  (und  den  IK-Auszug  betreffend  die  freiwillige 
Versicherung) beruhte,  war für  die Beschwerdeführerin  nicht  ersicht-
lich. Dabei hätte die SAK ohne Weiteres transparent machen können, 
dass ihre Antwort lediglich auf den Angaben der Beschwerdeführerin 
beruhte  und  die  Antwort  nur  gültig  sei,  soweit  die  Angaben  der 
Beschwerdeführerin zutreffen würden. Stattdessen bestätigte die SAK 
der  Beschwerdeführerin  auf  deren  diesbezügliche  Anfrage 
ausdrücklich  und  ohne  Einschränkung,  dass  sie  eine  Beitragslücke 
habe  vermeiden  können. Die  Beschwerdeführerin  durfte  davon  aus-
gehen, dass die SAK eine solche klare und vorbehaltlose Bestätigung 
nur  in  Kenntnis  aller  für  die  Beurteilung  der  Anfrage  notwendigen 
Informationen  erteilte,  und  entsprechende  Informationen  vorweg 
eingeholt hatte. Dies hat die SAK unterlassen.

Angesichts  der  klaren  und  vorbehaltslosen  Bestätigung,  dass  keine 
Versicherungslücke  bestand,  kann  offen  bleiben,  wie  die  SAK  die 
Anfrage  der  Beschwerdeführerin  betreffend  den  Zeitpunkt  der 
Wohnsitznahme  in  der  Schweiz  ("im  Jahre 2002")  verstehen  durfte. 
Ebenfalls  offen  bleiben  kann,  wie  die  Beschwerdeführerin  die 
diesbezügliche Formulierung im Antwortschreiben der SAK ("seit dem 
Jahr 2002") - für sich alleine genommen - hätte verstehen müssen.

Die Beschwerdeführerin erhielt somit von der (insbesondere) für AHV-
Fragen  (mit  Auslandsbezug)  zuständigen  SAK  in  Bezug  auf  ihre 
konkrete Anfrage eine unzutreffende Antwort,  deren Unrichtigkeit  sie 
nicht ohne weiteres erkennen konnte. Sie durfte somit nach Treu und 

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Glauben davon ausgehen, dass für das ganze Jahr 2002 keine Bei-
tragslücke bestand.

5.5 Angesichts dieser beiden - von teils kumulativ teils alternativ zu-
ständigen  Behörden  -  erteilten  Auskünfte,  durfte  die  Beschwerde-
führerin in gutem Glauben davon ausgehen, dass im Jahr 2002 keine 
Beitragslücke bestand, wie sie ihr von der SAK bezüglich des Beitritts 
in die freiwillige Versicherung nun aber entgegengehalten wird.

5.6 Dabei  ist  auch zu berücksichtigen,  dass die Beschwerdeführerin 
nach ihrer Wohnsitznahme in der Schweiz am 1. Mai 2002 (jedenfalls 
bis  31.  Dezember  2002)  weder  als  Erwerbstätige  noch  als  Nicht-
erwerbstätige  Beiträge  an  die  obligatorische  Versicherung  bezahlen 
musste.  Vielmehr  galten  diese  Beiträge  durch  die  von  ihrem  Mann 
bezahlten Beiträge im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. a AHVG als bezahlt.  
Es  erfolgte  somit  kein  Abzug  oder  Einverlangen  von Versicherungs-
beiträgen,  aus  welchen  die  Beschwerdeführerin  anderweitig  hätte 
ableiten  können,  dass  diese nur  den Zeitraum ab dem 1. Mai  2002 
betrafen. 

Die  vom  erwerbstätigen  Ehegatten  abgeleiteten  "fiktiven"  Beitrags-
zahlungen "gelten als bezahlt" und werden im individuellen Konto der 
betroffenen Versicherten nicht eingetragen (vgl. Art. 28 Abs. 5 AHVV e 
contrario i.V.m. Art. 28 Abs. 4bis AHVV sowie Art. 137 bis 140 AHVV e 
contrario).  Selbst  wenn  die  Beschwerdeführerin  Einsicht  in  die 
Einträge auf  ihrem individuellen Konto für  das Jahr 2002 bekommen 
hätte (vgl. Art. 141 AHVV), hätte sie daraus nicht ersehen können, für  
welchen Zeitraum - falls überhaupt - ihre Beiträge als bezahlt gelten. 
Tatsächlich  haben  weder  die  Ausgleichskasse  C._______  mit  ihrer 
Auskunft vom 10. Juli 2003 noch die SAK mit Schreiben vom 27. Juli 
2005 der Beschwerdeführerin einen IK-Auszug zukommen lassen, aus 
welchem die Einträge für das Jahr 2002 ersichtlich wären (vgl. act. 8b 
und 8.b1 in Verbindung mit Art. 139 AHVV sowie SAK/5 und act. 8.d1). 
Umso  mehr  war  die  Beschwerdeführerin  darauf  angewiesen  bzw. 
durfte  sie  darauf  vertrauen,  dass  die  von  der  Ausgleichskasse 
C._______ und der SAK abgegebenen Auskünfte richtig waren.

5.7 Im  Übrigen  kann  offen  bleiben,  ob  weitere  Handlungen/Unter-
lassungen  von  mit  der  freiwilligen  und  obligatorischen  Versicherung 
beauftragten Stellen die Beschwerdeführerin in ihrem guten Glauben 
zusätzlich bestärkten. 

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5.7.1 Insbesondere kann offen bleiben,  ob die Beschwerdeführerin - 
wie sie geltend macht (vgl. act. 8 und 8.a) - nach Erhalt einer Beitrags-
verfügung  vom 24.  Oktober  2001  bei  der  Botschaft  in  Caracas  und 
danach bei der Auslandsvertretung in Buenos Aires in Bezug auf die 
anstehende Rückkehr in  die Schweiz per Mitte  des Jahres 2002 um 
Beantwortung bestimmter Fragen ersucht und den Willen zur weiteren 
Bezahlung von Versicherungsbeiträgen deklariert  hat, und ob/wie die 
entsprechenden Stellen reagiert haben.

5.7.2 Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  erst  mit  Antwort-
schreiben der SAK vom 27. Juli  2005 von ihrem Ausschluss aus der 
freiwilligen Versicherung erfahren zu haben. Angesichts der zugleich 
von  der  SAK  erhaltenen  Zusicherung,  dass  sie  eine  Beitragslücke 
vermieden  habe,  bestand  für  die  Beschwerdeführerin  kein  Anlass 
dazu,  den  Ausschluss  aus  der  freiwilligen  Versicherung  zu 
hinterfragen.  Offen  bleiben  kann,  ob  die  Beschwerdeführerin  den 
Ausschluss  andernfalls  angefochten  hätte,  und  ob  eine  solche 
Anfechtung erfolgreich gewesen wäre. 

5.8 Aus  der  zweiten,  späteren  Mitteilung  der  Ausgleichskasse 
C._______ vom 10. bzw. 11. September 2007 (act. 3 und 4.3), wonach 
sie  (bzw.  ihre  Beiträge)  "für  das  Jahr  2002"  durch  die  von  ihrem 
Ehemann geleisteten Beiträge mehr als  ausreichend gedeckt  waren, 
kann  die  Beschwerdeführerin  nichts  zu  ihren  Gunsten  ableiten,  da 
diese  Mitteilung  zu  spät  erfolgte,  um  Einfluss  auf  allfällige 
Dispositionen,  namentlich  eine  Verschiebung  des  Verlassens  der 
Schweiz, zu haben.

6.
6.1 Die  ersten  drei  Voraussetzungen  für  eine  erfolgreiche  Berufung 
auf den Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. oben E. 5.2 Ziffern 1.-
3.)  sind  somit  betreffend  die  der  Beschwerdeführerin  vorgehaltenen 
Versicherungslücke vom 1. Januar bis 30. April 2002 erfüllt. Zu prüfen 
bleibt,  ob  die  beiden  anderen  Voraussetzungen  vorliegend  ebenfalls 
erfüllt sind.

6.2 Eine erfolgreiche Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glau-
ben  bedingt,  dass  die  betroffene  Person  im  Vertrauen  auf  die 
Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen oder unterlassen hat, 
die nicht ohne Nachteil  rückgängig gemacht werden können und von 
denen  anzunehmen  ist,  dass  sie  sie  ohne  die  fehlerhafte  Auskunft 
nicht in dieser Form getroffen bzw. unterlassen hätte.

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6.3
6.3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie sich nicht be-
wusst  war, dass unter den konkreten Umständen bei  ihrem Wegzug 
aus der Schweiz am 31. Oktober 2006 (vgl. SAK/7) für den Zeitraum 
vom 1. Januar bis 30. April  2002 eine Versicherungslücke entstehen 
würde, welche auf Grund der vorausgesetzten vorgängigen fünfjähri-
gen  Versicherungsdauer  einen  erneuten  Beitritt  zur  freiwilligen  Ver-
sicherung und die Weiterführung der durch die schweizerische AHV/IV 
gewährten  Versicherungsdeckung  verunmöglichen  würde.  Hätte  sie 
das gewusst,  führt  sie  an,  so hätte  sie "problemlos  [ihren]  erneuten 
Wegzug ins Ausland um fünf Monate nach hinten verschieben können 
(um die fünfjährige Wohnsitzdauer in der Schweiz zu gewährleisten)". 
Dass  die  Beschwerdeführerin  (zusätzlich  oder  stattdessen)  sonstige 
Dispositionen  getroffen hätte,  um eine  Abweisung  des  Beitrittsgesu-
ches  zu  verhindern,  macht  sie  nicht  geltend  und  ist  daher  nicht  zu 
prüfen. Es  ist  davon auszugehen,  dass  sie  -  wenn überhaupt  -  den 
Wegzug  ins  Ausland  um  die  notwendige  Anzahl  von  Monaten  ver-
schoben hätte,  um die  fünfjährige Unterstellung unter  die  obligatori-
sche Versicherung zu gewährleisten. Dabei handelt  es sich nicht um 
die von ihr (versehentlich) angegebenen fünf, sondern um sechs Mo-
nate.  Denn  erst  bei  einer  Abreise  fünf  Jahre  nach  dem  Ende  der 
Versicherungslücke - d.h. fünf Jahre nach dem 1. Mai 2002 - also am 
30.  April  2007  (statt  31.  Oktober  2006)  fällt  die  Versicherungslücke 
(vom 1. Januar bis 30. April 2002) für die Voraussetzung der vorgängi -
gen fünfjährigen Versicherungsdauer ausser Betracht. 

6.3.2 Eine entsprechende Verschiebung der Abreise der Beschwerde-
führerin hätte  -  entgegen der von der SAK vertretenen Ansicht  (vgl.  
act. 6) - tatsächlich dazu geführt, dass die Versicherungslücke vom 1. 
Januar  bis  30.  April  2002  für  die  Wiederaufnahme  in  die  freiwillige 
Versicherung ausser Betracht gefallen wäre.

6.3.3 Zu  prüfen  ist,  ob  die  Beibehaltung  der  Versicherungsdeckung 
durch  die  schweizerische  AHV/IV  -  durch  Beitritt  in  die  freiwillige 
Versicherung - als Grund ausgereicht hätte, um zu einer Verschiebung 
der Abreise nach Australien zu führen. Zu prüfen bleibt  also, ob ein 
Kausalzusammenhang  im  Sinne  der  bundesgerichtlichen  Recht-
sprechung besteht, und davon auszugehen ist, dass die Beschwerde-
führerin die Abreise tatsächlich verschoben hätte, wenn sie die richtige 
Auskunft erhalten hätte.

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6.3.4 Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  werden  an  den 
Beweis  des  Kausalzusammenhangs  zwischen  Auskunft  und 
Disposition nicht allzu strenge Voraussetzungen gestellt. Denn bereits 
aus  dem  Umstand,  dass  eine  versicherte  Person  Erkundigungen 
einholt,  erwächst  eine natürliche Vermutung dafür,  dass sie im Falle 
einer korrekten Information ein anderes Vorgehen gewählt  hätte. Der 
erforderliche  Kausalitätsbeweis  darf  deshalb  schon  als  geleistet 
gelten,  wenn es auf  Grund der allgemeinen Lebenserfahrung und in 
Würdigung der gesamten Umstände als glaubhaft erscheint, dass sich 
die versicherte  Person ohne die  fragliche Auskunft  anders verhalten 
hätte (vgl. BGE 121 V 65 E. 2.b und 4.b). 

6.3.5 Grundsätzlich  kann  nicht  ohne  Weiteres  davon  ausgegangen 
werden,  dass  (alleine)  zur  Optimierung  der  Versicherungssituation 
eine Verschiebung einer Abreise (zwecks Wegzugs nach Australien) in 
Kauf genommen bzw. veranlasst wird. 

Vorliegend  ist  allerdings  zu  berücksichtigen,  dass  die  Beschwerde-
führerin (gemäss eigenen, von der SAK nicht bestrittenen Ausführun-
gen  [vgl.  act.  1  und  13.1])  seit  1991  bzw.  seit  Aufnahme  der 
Erwerbstätigkeit  vor  über  20 Jahren stets  bei  der  AHV/IV  versichert  
gewesen ist  (wenn nicht  sogar  noch länger, zumal  die Beschwerde-
führerin  1963  geboren  wurde).  Dazu  gehören  auch  die  über  acht 
Jahre,  während  welchen  die  Beschwerdeführerin  mit  Wohnsitz  in 
Venezuela  der  freiwilligen  Versicherung  angeschlossen  war. Es  liegt 
somit  ein  langjähriges  Versicherungsverhältnis  vor,  dessen  Weiter-
führung  der  Beschwerdeführerin  sehr  am Herzen liegt.  Im Vergleich 
dazu fällt ein Zeitraum von vier Monaten (1. Januar bis 30. April 2002), 
der  zu  einem gänzlichen  Abbruch  der  Versicherungsdeckung  führen 
würde,  wenig  ins  Gewicht.  Dass  die  Aufrechterhaltung  der 
Versicherungsdeckung  der  Beschwerdeführerin  am  Herzen  liegt,  ist 
auch  aus  ihren  verschiedenen  Bemühungen  ersichtlich,  den 
Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten bzw. abzuklären, ob allfällige 
Versicherungslücken  vorlagen,  und  diese  nach  Möglichkeit  zu 
schliessen.  Dabei  soll  die  Anfrage  an  die  SAK  vom  10.  Juni  2005 
schon  unter  dem  Aspekt  eines  erneuten  Auslandaufenthalts  erfolgt 
sein (vgl. act. 8). Wäre ihr zu diesem Zeitpunkt die richtige Auskunft  
betreffend die Versicherungslücke erteilt  worden, hätte sie noch über 
ein  Jahr  lang  Zeit  gehabt,  um  eine  Verschiebung  der  Abreise 
vorzubereiten (und noch länger, wenn die Ausgleichskasse C._______ 
ihr  am  10.  Juli  2003  eine  korrekte  Auskunft  erteilt).  Weiter  ist  zu 

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berücksichtigen, dass der strittige Anschluss der Beschwerdeführerin 
an  die  freiwillige  Versicherung  nur  eine  Verschiebung  ihrer  eigenen 
Abreise notwendig gemacht hätte. Die Ausreise ihres Ehemannes (und 
gegebenenfalls ihres Kindes) hätte zwar verschoben werden können, 
musste  aber  nicht  verschoben  werden.  Ausserdem  verfügt  die 
Beschwerdeführerin - wie schon aus der Zustelladresse ersichtlich ist - 
über  Familie  in  der  Schweiz.  Ausserdem kommt  der  Versicherungs-
deckung nicht nur für die Beschwerdeführerin selbst, sondern auch für 
ihren Ehemann und ihre  Tochter  (als  indirekt  durch  einen  allfälligen 
Rentenanspruch  der  Beschwerdeführerin  und  als  direkt  betroffene 
potentielle  Hinterbliebene)  Bedeutung  zu.  Schliesslich  ist  der  Be-
schwerdeführerin  eine  besondere  internationale  Ausrichtung  (na-
mentlich: langjähriger Aufenthalt in Venezuela, Heirat eines Holländers 
und nach rund fünf  Jahren Aufenthalt  in der Schweiz Ausreise nach 
Australien), die eine gewisse Flexibilität bei der Wohnsitzverschiebung 
verlangt, nicht abzusprechen.

6.3.6 Unter  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  erscheint  es 
glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin ihre Ausreise nach Australien 
zur Sicherung der Wiederaufnahme in die freiwillige Versicherung um 
sechs Monate verschoben hätte, wenn sie auf ihre Anfragen hin richtig  
über das Bestehen der Versicherungslücke vom 1. Januar bis 30. April 
2002 informiert worden wäre. 

6.4 Im  Übrigen  hat  die  gesetzliche  Ordnung  seit  der  Auskunfts-
erteilung  keine  für  den  vorliegenden  Sachverhalt  massgebende 
Änderung erfahren. 

6.5 Damit  beruft  sich  die  Beschwerdeführerin  zu  Recht  auf  den 
Grundsatz von Treu und Glauben, und es darf ihr die Versicherungs-
lücke vom 1. Januar bis 30. April 2002 für die Wiederaufnahme in die 
freiwillige Versicherung nicht  entgegen gehalten werden. Stattdessen 
ist  die  nahtlose  Ablösung  der  obligatorischen  durch  die  freiwillige 
Versicherung, welche auf Grund der falschen Auskünfte unterblieb, zu 
gewährleisten.  Die  Beschwerde  ist  somit  gutzuheissen,  der 
angefochtene  Einspracheentscheid  vom 7. August  2007  aufzuheben 
und die Beschwerdeführerin rückwirkend per 1. November 2006 in die 
freiwillige Versicherung aufzunehmen.

7.
Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG).

Seite 19

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8.
Weder  die  obsiegende  Beschwerdeführerin,  welche  nicht  anwaltlich 
vertreten war und welcher keine notwendigen, verhältnismässig hohen 
Kosten  entstanden  sind,  noch  die  unterliegende  Vorinstanz  haben 
Anspruch auf  eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie 
Art.  7  Abs.  1,  3  und  4  des  Reglements  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 
2008 [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 
7. August 2007 aufgehoben. Die SAK wird im Sinne der Erwägung 6.5 
angewiesen,  die  Beschwerdeführerin  rückwirkend  per  1.  November 
2006 in die freiwillige Versicherung aufzunehmen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

Seite 20

C-5789/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 (BGG, SR 
173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren 
Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu 
enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind, 
soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Seite 21