# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6159f1cc-f93c-5d2c-9134-3ec911f3f70c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2012 A-607/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-607-2012_2012-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-607/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richter Michael Beusch, Richter Pascal Mollard,    

Gerichtsschreiberin Iris Widmer. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______ AG,  

vertreten …, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
MWST; Leistungsaustausch, Gewinnbeteiligung an Spieler-

transfers, Vorsteuerabzug, "Sponsoring", "Mitgliederbeiträge" 

(1/98-2/03). 

 

 

A-607/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die X._______ AG (Steuerpflichtige) bezweckt nach eigenen Angaben die 

Organisation und die Durchführung von Fussballveranstaltungen für den 

Verein Z._______, die Bereitstellung von Spielerkontingenten sowie die 

Ausübung aller Tätigkeiten, die mit diesem Zweck direkt oder indirekt im 

Zusammenhang stehen. 

An diversen Tagen der Jahre 2003 bis 2005 führte die Eidgenössische 

Steuerverwaltung (ESTV) bei der Steuerpflichtigen eine Kontrolle betref-

fend die Abrechnungsperioden 1. Quartal 1998 bis 2. Quartal 2003 (1. Ja-

nuar 1998 bis 30. Juni 2003) durch. Die ESTV beanstandete u.a. Um-

satzdifferenzen in den Bereichen "Übern. Aufwand Y._______ AG", "Mit-

gliederbeiträge", "B._______-Vereinigung", "Ertrag Transferrechte" und 

"Ertrag Leihgebühr". Die Steuerpflichtige habe zudem unberechtigte Vor-

steuerabzüge vorgenommen. Daraus resultierten – separiert nach den 

jeweils für die kontrollierten Quartale geltenden rechtlichen Grundlagen 

(vgl. die Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer 

[aMWSTV, AS 1994 1464] bzw. das Bundesgesetz vom 2. September 

1999 über die Mehrwertsteuer [aMWSTG, 2000 1300]) – diverse Ergän-

zungsabrechnungen (EA) und Gutschriften (GS), welche die Steuerpflich-

tige mit (zwei) Schreiben vom 30. Juni 2006 teilweise, namentlich betref-

fend die oben erwähnten Punkte, bestritt. Mit Entscheiden je vom 30. Ja-

nuar 2008 hielt die ESTV an ihren Forderungen fest.   

B.  

B.a Am 29. Februar 2008 erhob die Steuerpflichtige in einer einzigen 

Eingabe Einsprache gegen die beiden genannten Entscheide und bean-

tragte deren Aufhebung. 

Sie brachte im Wesentlichen vor, die Steuerpflichtige habe an die 

Y._______ AG Leistungen erbracht, welche als "Zurverfügungstellung von 

Arbeitskräften" bezeichnet werden könnten. Die Leistungen der 

Y._______ AG an die Steuerpflichtige in der Form von "verschiedensten 

Leistungen zur Ermöglichung des Spielerbetriebs, der Organisation und 

Vermarktung" stellten aber ebenfalls steuerbare Leistungen dar. Für diese 

Leistungen könne die Y._______ AG ihre Vorsteuern in Abzug bringen. 

Wegen "Werteparität" der gegenseitig erbrachten Leistungen resultiere 

keine Steuerlast für die beiden Gesellschaften. Wichtig sei nun aber, dass 

die Y._______ AG "endlich" als Steuerpflichtige im Register eingetragen 

werde. Hinsichtlich der "Mitgliederbeiträge" führte sie aus, dass diese auf 

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Briefpapier des Vereins Z._______ eingefordert werden; die Steuerpflich-

tige "nehme" die Mitgliederbeiträge "ein" und schreibe sie "intern dem 

Verein gut", wobei sie gleichzeitig eine Verrechnung vornehme für die 

Leistungen, welche sie dem Verein erbringe. Betreffend die "B._______-

Vereinigung" stellte sie sich auf den Standpunkt, dass ein Hinweis auf ei-

ne Spende im geschlossenen Mitgliederkreis "keine Werbung darstelle, 

welche die Mehrwertsteuer auszulösen im Stande sei". Hinsichtlich der 

Zahlungen "im Bereich 'Transfer' von Spielern" handle es sich um von der 

Steuer ausgenommene Ausbildungsentschädigungen. Die mit ausländi-

schen Vereinen geschlossenen Vereinbarungen betreffend "den 'Transfer' 

von Spielern" bzw. die auf dieser Basis geleisteten Zahlungen stellten seit 

dem "Bosman Urteil" reine Schadenersatzzahlungen für die vorzeitige 

Auflösung von Verträgen dar. Diese Zahlungen unterlägen nicht der 

Mehrwertsteuer. Die Verweigerung ihres Rechts auf Vorsteuerabzug 

durch die Verwaltung sei aber "auch dann falsch", wenn man von steuer-

baren Leistungen ausgehe. Es sei nämlich zu beachten, dass sie, die 

Steuerpflichtige, mit der A._______ (vgl. Verfahren A-6759/2011) eine "In-

teressengemeinschaft" bilde und die steuerlichen Folgen einheitlich fest-

zulegen seien. Auch bei ihr müsse deshalb der "Export steuerfrei blei-

ben". Hinsichtlich des Rechts auf Abzug der Vorsteuer bat die Steuer-

pflichtige um Dokumentierung, welche Vorsteuerabzüge auf Transferauf-

wendungen zugelassen worden seien. 

B.b Die ESTV wies in ihrem Einspracheentscheid vom 19. Dezember 

2011 die Einsprache ab und machte für den Zeitraum vom 1. Januar 1998 

bis zum 31. Dezember 2000 Mehrwertsteuern in der Höhe von 

Fr. 611'721.– (nebst Zins) bzw. für den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis 

zum 30. Juni 2003 von Fr. 1'015'188.– (nebst Zins), insgesamt ausma-

chend Fr. 1'626'909.–, geltend. 

In ihrer Begründung brachte sie hauptsächlich vor, gemäss bundesge-

richtlicher Rechtsprechung gelte der Spielertransfer als steuerbare 

Dienstleistung (Überlassung immaterieller Werte und Rechte). Von dieser 

Rechtsprechung abzuweichen, bestehe vorliegend kein Grund. Hinsicht-

lich der "Transferrechte" hielt sie fest, die A._______ habe die Rechte an 

den Spielern besessen und nicht die Steuerpflichtige. Für die von der 

A._______ anlässlich des "Verkaufs" der Spieler erhaltenen "Anteile am 

Transfererlös" handle es sich um "steuerbaren Ertrag". Dieser "Ertrag" 

stelle keine Entschädigung für steuerausgenommene Bildungsleistungen 

dar. Betreffend die "B._______-Vereinigung" führte sie u.a. aus, dabei 

handle es sich um einen Verein, welcher die Interessen des Vereins 

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Z._______ wahre und unterstütze. Den Mitgliedern stünde ein exklusives 

Clublokal zur Verfügung, welche es den Mitgliedern erlaube, private und 

geschäftliche Kontakte zu pflegen. Die Angabe der Namen der Donatoren 

innerhalb der auch kleinen Vereinigung werde "altrechtlich" als Werbung 

betrachtet bzw. als steuerbare Gegenleistung für das "Sponsoring". Die 

"Mitgliederbeiträge" wiederum seien beim Verein Z._______ nicht als 

"Durchlaufposten" verbucht, sondern direkt bei der Steuerpflichtigen als 

Ertrag gutgeschrieben worden. Die beantragte Kürzung der Steuer kom-

me deshalb nicht in Frage. Hinsichtlich des Ersuchens der Steuerpflichti-

gen "um Dokumentierung der Vorsteuerabzüge" verweist die ESTV auf 

das Selbstveranlagungsprinzip. Mit Bezug auf das Verhältnis zwischen 

der Steuerpflichtigen und der Y._______ AG führte die ESTV aus, die Be-

rechtigung zum Vorsteuerabzug sei für jedes der beteiligten Unternehmen 

separat – und vorliegend einzig betreffend die Steuerpflichtige – zu beur-

teilen. Jedenfalls sei ein "Nullsummenspiel" ohne Deklaration der Umsät-

ze unzulässig.  

C.   

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Steuerpflichtige (Be-

schwerdeführerin) am 1. Februar 2012 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheids (Zif-

fer 1). Zudem sei die ESTV anzuweisen, die Y._______ AG per 1. Januar 

1998 rückwirkend als Steuerpflichtige ins Register einzutragen und der 

Y._______ AG und der Beschwerdeführerin sei zu gestatten, die alsdann 

fakturierten Leistungen gegenseitig als Vorsteuern abziehen zu dürfen 

(Ziffer 2); unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In ihrer Begründung 

hält sie im Wesentlichen an den bereits in der Einsprache vorgetragenen 

Argumenten fest. 

C.b In ihrer Vernehmlassung vom 29. März 2012 schliesst die ESTV (Vor-

instanz) betreffend den Beschwerdeantrag gemäss Ziffer 1 auf Abwei-

sung der Beschwerde. Auf den Beschwerdeantrag gemäss Ziffer 2 sei 

nicht einzutreten. Sie nimmt zu ausgewählten Punkten Stellung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Angefochten ist ein Einspracheentscheid der ESTV und damit eine 

Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 

das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwal-

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Seite 5 

tungsgericht ist die zuständige Beschwerdeinstanz (Art. 31, Art. 32 e 

contrario und Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 

das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 

173.32]). Das vorliegende Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit 

das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

1.2 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegen-

stand des Einspracheentscheids war oder nach richtiger Gesetzesausle-

gung hätte sein sollen (Anfechtungsobjekt). Gegenstände, über welche 

die Vorinstanz nicht entschieden hat, und über die sie nicht zu entschei-

den hatte, sind aus Gründen der funktionellen Zuständigkeit durch die 

zweite Instanz nicht zu beurteilen (Urteile des Bundesgerichts 

2C_642/2007 vom 3. März 2008 E. 2.2, 2A.121/2004 vom 16. März 2005 

E. 2.1; statt vieler: BVGE 2010/12 E. 1.2.1). Der Streitgegenstand wird 

zudem durch die Parteianträge definiert und braucht mit dem Anfech-

tungsobjekt nicht übereinzustimmen. Er darf sich im Laufe des Beschwer-

deverfahrens nur verengen, er kann nicht erweitert oder qualitativ verän-

dert werden (Urteil des Bundesgerichts 2A.121/2004 vom 16. März 2005 

E. 2.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1626/2010 vom 28. Ja-

nuar 2011 E. 1.2.1). Was Streitgegenstand ist, bestimmt sich nach dem 

angefochtenen Entscheid und den Parteibegehren (BGE 133 II 35 E. 2). 

Die Beschwerdeführerin beantragt, die Vorinstanz sei anzuweisen, die 

Y._______ AG per 1. Januar 1998 rückwirkend als Steuerpflichtige ins 

Register der Mehrwertsteuerpflichtigen einzutragen, und es sei der 

Y._______ AG und der Beschwerdeführerin zu gestatten, die fakturierten 

Leistungen gegenseitig als Vorsteuer abziehen zu dürfen. Die Vorinstanz 

beantragt, auf dieses Begehren sei nicht einzutreten, da es über den 

Streitgegenstand hinausgehe. Ausserdem sei der Antrag auch deshalb 

fraglich, weil ihrer Ansicht nach die Beschwerdeführerin aufgrund der 

konkreten Umstände offensichtlich nicht in der Lage sei, nachträglich kor-

rekte Mehrwertsteuerabrechnungen zu erstellen.  

Der Vorinstanz ist zu folgen. Die Frage der Steuerpflicht der Y._______ 

AG war nicht Gegenstand des Einspracheentscheids und hätte es – da 

ein anderes Steuersubjekt betreffend – auch nicht sein müssen. Da sich 

der Streitgegenstand im Laufe des Beschwerdeverfahrens nicht erweitern 

darf, ist auf diesen Antrag nicht einzutreten. Wie es sich mit dem Recht 

der Beschwerdeführerin auf Abzug der in diesem Zusammenhang allen-

falls entstandenen Vorsteuer verhält, wird im Nachfolgenden zu beurteilen 

sein (vgl. E. 6).  

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Seite 6 

Mit diesen Einschränkungen ist auf die im Übrigen form- und fristgerecht 

eingereichte Beschwerde einzutreten. 

1.3 Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die 

Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) in Kraft getreten. Das MWSTG löst 

das aMWSTG ab, welches seinerseits per 1. Januar 2001 die aMWSTV 

ersetzte. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die darauf 

gestützt erlassenen Vorschriften bleiben grundsätzlich weiterhin auf alle 

während ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen 

Rechtsverhältnisse anwendbar (Art. 112 Abs. 1 MWSTG). Die Beurteilung 

des vorliegenden Sachverhalts, sofern er sich in der Zeit vom 1. Januar 

2001 bis zum 30. Juni 2003 ereignete, richtet sich demnach nach dem 

aMWSTG; sofern sich der Sachverhalt in der Zeit vom 1. Januar 1998 bis 

zum 31. Dezember 2000 zugetragen hat, beurteilt sich dieser – gemäss 

der inhaltlich Art. 112 Abs. 1 MWSTG entsprechenden Regelung in Art. 93 

Abs. 1 aMWSTG – nach der aMWSTV. 

Demgegenüber ist das neue mehrwertsteuerliche Verfahrensrecht im 

Sinn von Art. 113 Abs. 3 MWSTG auf sämtliche im Zeitpunkt des Inkraft-

tretens hängige Verfahren anwendbar. Allerdings ist Art. 113 Abs. 3 

MWSTG insofern restriktiv zu handhaben, als gemäss höchstrichterlicher 

Rechtsprechung nur eigentliche Verfahrensnormen sofort auf hängige 

Verfahren anzuwenden sind, und es dabei nicht zu einer Anwendung von 

neuem materiellen Recht auf altrechtliche Sachverhalte kommen darf 

(ausführlich: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1113/2009 vom 

23. Februar 2010 E. 1.3, vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

A-6299/2009 vom 21. April 2011 E. 2.2 und E. 5.7, A-6642/2008 vom 

8. November 2010 E. 1.3, A-7652/2009 vom 8. Juni 2010 E. 1.3, mit Hin-

weisen). 

2.   

2.1 Der Mehrwertsteuer im Inland unterliegen die entgeltliche Lieferung 

von Gegenständen, die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, der Ei-

genverbrauch sowie der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen aus 

dem Ausland, sofern sie nicht ausdrücklich von der Besteuerung ausge-

nommen oder befreit sind (Steuerobjekt; Art. 4 Bst. a-d aMWSTV, Art. 14 

und 15 aMWSTV; Art. 5 Bst. a-d aMWSTG, Art. 18 und 19 aMWSTG).  

Eine Dienstleistung liegt unter anderem vor, wenn immaterielle Werte 

oder Rechte überlassen werden (Art. 6 Abs. 2 Bst. a aMWSTV; Art. 7 

Abs. 2 Bst. a aMWSTG).  

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2.2 Damit eine steuerbare Leistung überhaupt vorliegt, muss sie im Aus-

tausch mit einer Gegenleistung (Entgelt) erfolgen. Die Entgeltlichkeit stellt 

ein unabdingbares Tatbestandsmerkmal einer mehrwertsteuerlichen Leis-

tung dar (Ausnahme: Eigenverbrauch [Art. 4 Bst. c aMWSTV; Art. 5 Bst. c 

aMWSTG]). Besteht kein Austauschverhältnis in diesem Sinn zwischen 

Leistungserbringer und -empfänger, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich ir-

relevant und fällt nicht in den Geltungsbereich der Mehrwertsteuer (statt 

vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1648/2006 vom 27. April 

2009 E. 2.2 [u.a. betreffend "Spielertransfer"]). 

2.2.1 Die Annahme eines solchen Leistungsaustausches setzt voraus, 

dass zwischen Leistung und Gegenleistung eine innere wirtschaftliche 

Verknüpfung gegeben ist (BGE 126 II 443 E. 6a, mit Hinweisen; IVO P. 

BAUMGARTNER, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz über die 

Mehrwertsteuer, Basel/Genf/München 2000, Rz. 6 und 8 zu Art. 33 Abs. 1 

und 2). Die Beantwortung der Frage nach der inneren Verknüpfung erfolgt 

nicht in erster Linie nach zivilrechtlichen, sondern nach wirtschaftlichen, 

tatsächlichen Kriterien. Insbesondere ist für die Annahme eines Leis-

tungsaustausches das Vorliegen eines Vertragsverhältnisses nicht zwin-

gend erforderlich (BGE 126 II 249 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts vom 

13. Februar 2008, veröffentlicht in: Archiv für Schweizerisches Abgabe-

recht [ASA] 77 S. 191 E. 3.2). Es genügt vielmehr, dass Leistung und 

Gegenleistung innerlich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine Ge-

genleistung auslöst. Ausreichend kann folglich auch sein, wenn einer 

Leistung eine erwartete (Üblichkeit) oder erwartbare Gegenleistung (nach 

den Umständen ist erwartbar, dass eine Leistung die Gegenleistung aus-

löst) gegenübersteht, d.h. dass nach den Umständen davon auszugehen 

ist, die Leistung löse eine Gegenleistung aus (statt vieler: Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts A-1218/2011 vom 24. Januar 2012 E. 2.3 f., 

A-135/2011 vom 27. September 2011 E. 2.1.1). 

2.2.2 Zum Entgelt gehört alles, was der Empfänger oder an seiner Stelle 

ein Dritter als Gegenleistung für die Lieferung oder Dienstleistung auf-

wendet. Die Gegenleistung erfasst auch den Ersatz aller Kosten, selbst 

wenn diese gesondert in Rechnung gestellt werden (Art. 26 Abs. 2 

aMWSTV, Art. 33 Abs. 2 aMWSTG).  

Beim Tausch von Gegenständen und bei tauschähnlichen Umsätzen gilt 

der Wert jeder Lieferung oder jeder Dienstleistung als Entgelt für die an-

dere Lieferung oder die andere Dienstleistung (Art. 26 Abs. 4 aMWSTV, 

Art. 33 Abs. 4 aMWSTG). Ein Tausch oder tauschähnlicher Umsatz liegt 

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vor, wenn als Entgelt für eine Leistung nicht ein Geldbetrag, sondern eine 

andere Leistung erbracht wird. Die Besonderheit besteht darin, dass hier 

zwei selbständige Leistungen vorliegen. Ein Tausch liegt vor, wenn beide 

Parteien einen Gegenstand liefern und somit beide Parteien Leistungs-

erbringer und Leistungsempfänger sind. Ein tauschähnlicher Umsatz liegt 

dagegen vor, wenn als Entgelt für eine Dienstleistung eine Lieferung oder 

eine Dienstleistung erbracht wird. Für jede Leistung gilt der Wert der er-

brachten Leistung oder Dienstleistung als Entgelt (Urteile des Bundes-

verwaltungsgerichts A-1593/2006 vom 25. Januar 2008 E. 2.2, 

A-1567/2006 vom 28. Dezember 2007 E. 2.2.4; UELI MANSER, in: 

mwst.com, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 33).  

2.3 Beim Vorliegen einer Gesamtleistung erfolgt eine einheitliche steuerli-

che Behandlung des Ganzen (vgl. Art. 36 Abs. 4 aMWSTG).  

Eine Gesamtleistung, welche als einheitlicher wirtschaftlicher Vorgang 

behandelt wird, liegt vor, wenn die Leistungen wirtschaftlich derart eng 

zusammengehören und ineinandergreifen, dass sie ein unteilbares Gan-

zes bilden. Sie müssen sachlich, zeitlich und vom wirtschaftlichen Gehalt 

her in einer derart engen Verbundenheit stehen, dass sie untrennbare 

Komponenten eines Vorgangs verkörpern, der das gesamte Handeln um-

fasst. Liegt eine solche Leistungseinheit vor, erfolgt die mehrwertsteuerli-

che Behandlung nach der für diese wesentlichen Eigenschaft, d.h. nach 

der Leistung, welche wirtschaftlich betrachtet im Vordergrund steht (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 2A.567/2006 vom 25. April 2007 E. 4.3, 

2A.452/2003 vom 4. März 2004 E. 4, veröffentlicht in: ASA 75 401; BVGE 

2007/14 E. 2.3, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2572/2010 

26. August 2011 E. 3.3). 

2.4  

2.4.1 Verwendet eine steuerpflichtige Person Gegenstände oder Dienst-

leistungen für steuerbare Ausgangsleistungen, so kann sie in ihrer Steu-

erabrechnung die ihr von anderen Steuerpflichtigen in Rechnung gestellte 

Steuer für Lieferungen und Dienstleistungen abziehen (Art. 29 Abs. 1 und 

2 aMWSTV; Art. 38 Abs. 1 und 2 aMWSTG). Art. 29 Abs. 1 Bst. a 

aMWSTV und Art. 38 Abs. 1 Bst. a aMWSTG sehen vor, dass zum Vor-

steuerabzug nur berechtigt ist, wer die geltend gemachten Beträge mit 

Belegen nach Art. 28 Abs. 1 und 3 aMWSTV bzw. Art. 37 Abs. 1 und 3 

aMWSTG nachweisen kann. Welche Angaben die Rechnung enthalten 

muss, ist in Art. 28 Abs. 1 aMWSTV bzw. Art. 37 Abs. 1 aMWSTG veran-

kert. Von der Rechtsprechung wurde anerkannt, dass diese Regelung 

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(der aMWSTV) verfassungsmässig ist und die Verwaltung und die Gerich-

te im Prinzip durch diesen gesetzlichen Formalismus gebunden sind. 

Wenn die Rechnungen die in der aMWSTV bzw. im aMWSTG aufgestell-

ten Voraussetzungen für die Vornahme des Vorsteuerabzugs nicht kumu-

lativ erfüllen, muss die ESTV den Abzug verweigern (vgl. Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts A-6555/2007 vom 30. März 2010 E. 2.1, mit zahl-

reichen Hinweisen; zur Frage der Korrekturmöglichkeiten sowie der Be-

handlung von Formmängeln, vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-6555/2007 vom 30. März 2010 E. 2.2 und E. 2.3).  

2.4.2 Bei Tausch und tauschähnlichen Umsätzen (vgl. E. 2.2.2) sind beide 

Leistungen mehrwertsteuerbar, sodass jede mehrwertsteuerpflichtige 

Partei die eigene Leistung abrechnen muss und die allfällige Mehr-

wertsteuer auf der Gegenleistung zurückfordern kann. Entweder stellen 

beide Parteien für ihre Leistungen je eine eigene Rechnung aus (Art. 28 

aMWSTV; Art. 37 aMWSTG, vgl. E. 2.4.1) oder es wird eine einzige 

Rechnung ausgestellt, worin beide Geschäfte aufgeführt sind. Wichtig ist 

in jedem Fall, dass für beide Geschäftsvorfälle die Formerfordernisse an 

die Rechnungsstellung erfüllt werden (MANSER, in: mwst.com, a.a.O., 

Rz. 2 zu Art. 33). 

2.5 Die Steuerbehörde trägt die Beweislast für Tatsachen, welche die 

Steuerpflicht als solche begründen oder die Steuerforderung erhöhen, 

das heisst für die steuerbegründenden und -mehrenden Tatsachen. Dem-

gegenüber ist die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und 

steuermindernden Tatsachen beweisbelastet, das heisst für solche Tatsa-

chen, welche Steuerbefreiung oder Steuerbegünstigung bewirken (statt 

vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2005, veröffentlicht in: ASA 

75 S. 495 ff. E. 5.4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1373/2006 

vom 16. November 2007 E. 2.1). Eine von der steuerpflichtigen Person zu 

beweisende steuermindernde Tatsache stellt etwa das Recht zum Vor-

steuerabzug dar (Urteil des Bundesgerichts 2A.406/2002 vom 31. März 

2004 E. 3.4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1648/2006 vom 

27. April 2009 E. 2.7; Entscheide der Eidgenössischen Steuerrekurs-

kommission [SRK] vom 15. Oktober 1999, veröffentlicht in: Verwaltungs-

praxis der Bundesbehörden [VPB] 64.47 E. 5b, vom 14. Januar 2005, 

veröffentlicht in: VPB 69.88 E. 3c/bb, mit Hinweis). 

 

 

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3.  "Mitgliederbeiträge" 

Im Streit liegt die mehrwertsteuerliche Beurteilung von Zahlungen an die 

Beschwerdeführerin, die sie in ihrer Buchhaltung unter dem Titel "Mitglie-

derbeiträge" verbucht hat.  

3.1 Die Beschwerdeführerin erklärt diesbezüglich, sie ziehe bei den Mit-

gliedern des Vereins Z._______ den jährlichen Mitgliederbeitrag ein. Sie 

tue dies auf Briefpapier und mit Einzahlungsscheinen des Vereins. Das 

Vereinsmitglied ersehe aus der Faktura klar und deutlich, dass es den 

jährlichen Beitrag an den Verein Z._______ zahle. In der Folge buche sie 

die Mitgliederbeträge "intern dem Verein gut". Sie nehme dabei gleichzei-

tig eine Verrechnung für Leistungen, welche sie dem Verein erbringe, vor. 

So verbleibe ein Anteil von 25% für den Verein, der diesem auch tatsäch-

lich gutgeschrieben würde. "Mitgliederbeträge" seien von der Steuer aus-

genommen. Die bei ihr nachgeforderte Steuer sei aus diesem Grund um 

25% zu kürzen. 

3.2  

3.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin dem Verein 

Z._______ steuerbare Leistungen erbracht hat. Dies ist nicht bestritten. 

Die Leistungen bestanden darin, dass die Beschwerdeführerin für den 

Verein Z._______ die Organisation und die Durchführung von Fussball-

veranstaltungen übernommen hat und ihr die hierfür nötigen Spielerkon-

tingente bereit gestellt hat (vgl. auch Sachverhalt, Bst. A). Unstrittig ist 

auch, dass das Entgelt hierfür dem eigenen Konto "Mitgliederbeiträge" 

entnommen wurde. Die Beschwerdeführerin bringt nun vor (vgl. E. 3.1), 

das Entgelt entspreche lediglich 75% von den bei den Vereinsmitgliedern 

erhobenen "Mitgliederbeiträgen".  

3.2.2 Bei dieser Sachlage ist zunächst einmal klarzustellen, dass es hier 

nicht primär um die mehrwertsteuerliche Thematik der "Mitgliederbeiträ-

ge" und deren allfällige Steuerausnahme geht, welche das Verhältnis zwi-

schen dem Verein und den Mitgliedern betrifft. Vielmehr geht es darum, in 

welchem Umfang die den "Mitgliederbeiträgen" entsprechende Geld-

summe herangezogen wurde, um die Leistungen abzugelten, welche die 

Beschwerdeführerin dem Verein Z._______ erbracht hat.  

3.2.3 Nach den Feststellungen der Vorinstanz vor Ort hat die Beschwer-

deführerin die "Mitgliederbeiträge" nicht etwa als "Durchlaufposten" ver-

bucht, sondern unbestrittenermassen als eigenen Ertrag. Die Vorinstanz 

durfte unter diesen Umständen davon ausgehen, die Beschwerdeführerin 

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Seite 11 

habe die fraglichen Beiträge zur Abgeltung ihrer Leistungen an den Ver-

ein verwendet, was dem Grundsatze nach auch unbestritten ist (vgl. 

E. 3.2.1). Die Behauptung, wonach die Beschwerdeführerin als Entgelt 

jedoch hier 75% der "Mitgliederbeiträge" erhalten hat, bzw., dass dem 

Verein Z._______ "tatsächlich" 25% gutgeschrieben worden sind, hat die 

Beschwerdeführerin nicht belegt. Auch im Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht hat sie keinerlei Dokumente eingereicht, um ihre Behaup-

tung zu beweisen. Es ist aufgrund dieser Sachlage nicht zu beanstanden, 

wenn die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin geschuldete Mehr-

wertsteuer nach der gesamten Höhe der "Mitgliederbeiträge" bemisst, ob-

liegt es doch der Beschwerdeführerin, diese steuermindernde Tatsache 

nachzuweisen (vgl. E. 2.5). Die Rüge, die Steuernachforderung sei dies-

bezüglich um 25% zu reduzieren, erweist sich als unbegründet. 

3.3 Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich abzuweisen. 

4. "Beiträge B._______ Vereinigung" 

Strittig sind weiter Zahlungen, welche die Beschwerdeführerin unter dem 

Titel "Beiträge B._______ Vereinigung" eingenommen und verbucht hat.  

4.1 Die Beschwerdeführerin erklärt diesbezüglich, dass auf Rechnungs-

stellung des Vereins Z._______ hin die "B._______ Vereinigung" Beiträge 

an diesen ausgerichtet habe. Das Konto werde – gleich wie das Konto 

der "Mitgliederbeiträge" – von der Beschwerdeführerin verwaltet. Sie ha-

be diese "Gelder behalten" und für den "eigenen, ordentlichen Finanzbe-

darf verwendet". An die "B._______ Vereinigung" habe sie aber keine 

Gegenleistung erbracht. Das Clublokal, das der "B._______ Vereinigung" 

zur ausschliesslichen Nutzung zur Verfügung gestanden habe, sei dieser 

vom Verein Z._______ überlassen worden. Sie selbst sei hier aber nicht 

involviert gewesen. In diesem Zusammenhang hätten ausserdem auch 

kein "Sponsoring" bzw. keine Werbeleistungen vorgelegen, denn die Na-

men der Mitglieder der "B._______ Vereinigung" würden in keiner Form 

Dritten gegenüber publik gemacht. Im Übrigen handle es sich bei den 

Mitgliedern der "B._______ Vereinigung" nicht um Unternehmen, sondern 

um Privatpersonen. Im geschlossenen Mitgliederkreis vermöge die Nen-

nung der Namen, ohne Hinweis auf die Höhe der Spende, die Mehr-

wertsteuer nicht auszulösen.  

4.2 Dass – wie die Beschwerdeführerin schildert – der Verein Z._______ 

die strittigen Zahlungen der "B._______ Vereinigung" im "Innenverhältnis" 

ihr "überlassen" habe, deckt sich mit den Untersuchungen bzw. mit der 

A-607/2012 

Seite 12 

Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz. Demnach hat die Beschwerde-

führerin die Zahlungen nämlich nicht im Sinne eines "Durchlaufpostens" 

an den Verein Z._______ weitergeleitet. Dass die Beschwerdeführerin 

diese Gelder behalte, mache – so die Vorinstanz weiter – in der vorlie-

genden Konstellation denn auch wirtschaftlich Sinn: Die Beschwerdefüh-

rerin habe nämlich für den Verein Z._______ sämtliche Aufgaben im Zu-

sammenhang mit dem Spielbetrieb übernommen und diesem die für eine 

Fussballveranstaltung erforderlichen Spieler überlassen. Als Gegenleis-

tung habe die Beschwerdeführerin ein Anrecht auf Deckung der entspre-

chenden Kosten.  

4.3 Aus diesen Ausführungen erhellt, dass die Vorinstanz die Beiträge der 

"B._______ Vereinigung", die der Verein Z._______ der Beschwerdefüh-

rerin überlassen hat, als Entgelt für die von der Beschwerdeführerin an 

den Verein Z._______ erbrachten Leistungen qualifiziert. Nach Auffas-

sung des Bundesverwaltungsgerichts ist dies bundesrechtskonform. Wie 

bereits ausgeführt (vgl. E. 3.2), erbringt die Beschwerdeführerin dem Ver-

ein Z._______ Leistungen im Bereich der Organisation und der Durchfüh-

rung von Fussballspielen. Als Gegenleistung erhält die Beschwerdeführe-

rin vom Verein Z._______ – neben den "Mitgliederbeiträgen" (vgl. 

E. 3.2.3) – auch die den "Beiträgen B._______ Vereinigung" entspre-

chenden Summen. Die Beschwerdeführerin weist denn auch selber dar-

auf hin, dass sie diese "Gelder" für den "eigenen, ordentlichen Finanzbe-

darf verwendet" habe (vgl. E. 4.1). Die mit ihrer Tätigkeit als Organisatorin 

von Fussballveranstaltungen erzielten Umsätze der Beschwerdeführerin 

unterliegen der Mehrwertsteuer.  

Bilden die hier diskutierten "Beiträge der B._______ Vereinigung" aber 

Entgelt für von der Beschwerdeführerin an den Verein Z._______ er-

brachte Leistungen, erübrigt sich eine Klärung sich allenfalls stellender 

Rechtsfragen betreffend die "Zurverfügungstellung des Clubhauses" so-

wie betreffend die möglicherweise vorliegenden "Werbeleistungen". Eine 

Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen, teilweise ausschweifenden 

Ausführungen beider Parteien erübrigt sich somit. 

4.4  Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich ebenfalls abzuweisen. 

5. "Erlöse aus Transferentschädigungen" 

Strittig ist weiter die mehrwertsteuerliche Beurteilung von Zahlungen, die 

die Beschwerdeführerin von der A._______ im Zusammenhang mit dem 

A-607/2012 

Seite 13 

"Verkauf" von Spielerrechten erhalten hat (sog. "Erlöse aus Transferent-

schädigung").  

5.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei, um überhaupt Spieler er-

werben zu können, auf die finanzielle Unterstützung der A._______ (vgl. 

Verfahren A-6759/2011) angewiesen gewesen. Die A._______ habe die 

Rechte an den Spielern erworben, und diese Rechte seien bei dieser 

auch bilanziert worden. Sie habe gegebenenfalls zwar von der A._______    

einen bestimmten, vertraglich festgeschriebenen Anteil am Gewinn aus 

dem Handel mit den Rechten an den Spielern erhalten, hierfür aber keine 

Gegenleistung erbracht. Weil sie keine "eigenständige Leistung" – weder 

gegenüber der A._______ noch gegenüber einem beliebigen Dritten" – 

erbracht habe, müsse ihr jeweils erhaltener Gewinnanteil mehrwertsteu-

erfrei bleiben.  

Zum Nachweis des fehlenden Leistungsaustausches betreffend die Ge-

winnanteile reicht die Beschwerdeführerin exemplarisch drei inhaltlich 

vergleichbar ausgestaltete "Vereinbarungen" (nachfolgend: "Spieler-

Vereinbarung") ein, die zwischen der A._______ (in den Verträgen als 

"…." bezeichnet) und der Beschwerdeführerin sowie dem Verein 

Z._______ pro Spieler abgeschlossen wurden (Beschwerdebeilagen 16-

18). 

5.1.1 Gemäss diesen "Spieler-Vereinbarungen" verpflichtet sich die Be-

schwerdeführerin, mit dem Spieler, an dem die A._______ die Rechte 

hält, während eines definierten Zeitraumes einen Nationalliga-

Spielervertrag abzuschliessen und den daraus entstehenden finanziellen 

Verpflichtungen (Salärzahlungen, Prämien, Berufsschutz etc.) nachzu-

kommen. Die A._______ verpflichtet sich, eine allfällige Transferfinanzie-

rung bezüglich des betroffenen Spielers auch nach Ablauf des Nationalli-

ga-Spielervertrages zu übernehmen, falls sich der Verein Z._______ so-

wie die Beschwerdeführerin und der Spieler auf eine weitere Tätigkeit 

beim Verein Z._______ einigen. Diesfalls sollen sich die Parteien über die 

Höhe einer von der Beschwerdeführerin an die A._______ zu zahlenden 

Gebühr verständigen. Die Beschwerdeführerin verpflichtet sich gemäss 

diesen "Spieler-Vereinbarungen" weiter, der A._______ monatlich eine 

Gebühr zu entrichten. Die Beschwerdeführerin wird im Falle einer Spie-

lerausleihe zudem zu 20% an einer allfälligen Leihgebühr beteiligt. Für 

den Fall einer Weiterveräusserung des Spielers während der Laufzeit des 

Nationalliga-Spielervertrages durch die A._______ wird dem Verein 

Z._______ ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Ausserdem wird der Beschwer-

A-607/2012 

Seite 14 

deführerin unter bestimmten Bedingungen ein Gewinnanteilsrecht zuge-

standen, um an einem allfälligen Nettoerlös aus dem Verkauf der Rechte 

zu partizipieren.  

5.1.2 Die Vorinstanz bejahte einen Leistungsaustausch zwischen der Be-

schwerdeführerin und der A._______ mit der Begründung, die Beschwer-

deführerin erhalte die Anteile an den "Transfererlösen" als Gegenleistung 

für den Einsatz der Spieler an Fussballveranstaltungen sowie für die von 

ihr "gegenüber der A._______ eingegangenen Verpflichtungen". Nur am 

Rande sei bemerkt, dass die Vorinstanz im Verfahren A-6759/2011 betref-

fend die A._______ diesbezüglich einen Leistungsaustausch zwischen 

dieser und der Beschwerdeführerin mangels Entgeltlichkeit verneint hat. 

5.1.3 Der vertragsrechtlichen Ausgestaltung kann bei der Beurteilung der 

mehrwertsteuerlichen Folgen von wirtschaftlichen Vorgängen Indizwir-

kung zukommen, dies jedenfalls dann, wenn dem Vertrag auch tatsäch-

lich nachgelebt wird. Massgebend sind indes die tatsächlichen, wirtschaft-

lichen Verhältnisse (vgl. E. 2.2.1). Entscheidend ist also, ob die 

A._______ und die Beschwerdeführerin einander tatsächlich gegenseitig 

Leistungen erbracht haben. 

5.1.3.1 In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die A._______ die 

Rechte an den Fussballspielern gehalten hat, und dass sie diese Spieler 

der Beschwerdeführerin überlassen bzw. zur Verfügung gestellt hat. In 

sachverhaltsmässiger Hinsicht ist überdies unbestritten, dass die 

A._______ der Beschwerdeführerin jeweils im Falle eines Verkaufes ei-

nen Gewinn- und im Falle einer Ausleihe einen Leihgebührenanteil aus-

gerichtet hat. Die Beschwerdeführerin hat – das ist ebenfalls unstrittig – 

mit dem jeweiligen Spieler einen Nationalliga-Spielervertrag abgeschlos-

sen und ist den daraus erwachsenen Pflichten nachgekommen. Dies ent-

spricht ganz dem vertraglich Vereinbarten (vgl. E. 5.1.1). Umstritten ist al-

lerdings, ob die Beschwerdeführerin darüber hinaus die vereinbarte mo-

natliche Gebühr tatsächlich entrichtet hat. 

5.1.3.2 Mehrwertsteuerlich sind diese Vorgänge wie folgt zu beurteilen:  

Die A._______ überlässt der Beschwerdeführerin den jeweiligen Spieler, 

damit Letztere mit dem betroffenen Fussballspieler einen Nationalliga-

Spielervertrag abschliesst (und in der Folge an Fussballveranstaltungen 

beim Verein Z._______ einsetzt). Für eine allfällige Ausleihe oder einen 

allfälligen "Verkauf" des Spielers an Dritte während der Laufzeit durch die 

A-607/2012 

Seite 15 

A._______ entrichtet diese der Beschwerdeführerin gegebenenfalls eine 

Ausleihgebühr bzw. eine Gewinnbeteiligung. Die in der "Spieler-Verein-

barung" vereinten Leistungskomponenten – wie die Zurverfügungstellung 

des Spielers sowie die allfälligen Leihgebühren- und Gewinnanteile – 

können in der vorliegenden Konstellation nicht unabhängig voneinander 

betrachtet werden, setzen doch die genannten Beteiligungen die Zurver-

fügungstellung eines Spielers überhaupt erst voraus. Mit anderen Worten 

würde ohne die Zurverfügungstellung an die Beschwerdeführerin die Aus-

richtung von Beteiligungen (bei Ausleihe oder "Verkauf" an Dritte) an die-

se keinen Sinn ergeben. Die beschriebenen Leistungen greifen sachlich, 

zeitlich und wirtschaftlich derart ineinander, dass sie mehrwertsteuerlich 

ein unteilbares Ganzes darstellen. Aufgrund ihrer tatsächlichen untrenn-

baren Verknüpfung bilden sie zusammen eine Gesamtleistung (vgl. 

E. 2.3).  

Dadurch, dass im Gegenzug die Beschwerdeführerin mit den entspre-

chenden Fussballspielern jeweils einen Spielervertrag eingeht, erfüllt sie 

ihre gegenüber der A._______ eingegangene vertragliche Verpflichtung. 

Dabei erbringt sie gegenüber der A._______ gleichzeitig eine Leistung im 

Sinne des Mehrwertsteuerrechts. Eine innere Verknüpfung bzw. ein un-

mittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Leistungen der 

A._______ und der Gegenleistung der Beschwerdeführerin ist mithin ge-

geben. Ein mehrwertsteuerlicher Leistungsaustausch – in der Gestalt ei-

nes tauschähnlichen Vorganges – ist deshalb zu bejahen (vgl. E. 2.2.2) 

und zwar unabhängig davon, ob zusätzlich die monatliche Zahlung ge-

leistet worden ist oder nicht. 

5.1.4 Die von der Beschwerdeführerin aus diesem Leistungsaustausch 

erzielten Umsätze, die mit den so genannten "Transfererlösen" (gemeint 

sind vorliegend damit primär die Gewinnanteile) abgegolten wurden, un-

terliegen deshalb der Mehrwertsteuer. Aus diesem Grund ist die Be-

schwerde in diesem Punkt abzuweisen. 

5.2  

5.2.1 Sollte – so die Beschwerdeführerin weiter – die "Besteuerung der 

Gewinnanteile aus den Transferrechten nicht entfallen", müssten diesel-

ben Überlegungen gelten, wie im Verfahren A._______ (Verfahren 

A-6759/2011) hinsichtlich des "Rechts auf Vorsteuerabzug im Zusam-

menhang mit dem Erwerb von Rechten an Fussballspielern". Es sei zu-

mindest teilweise ein Abzug der Vorsteuern zu gewähren und zwar in je-

nen Fällen, in denen der Spieler weiterveräussert worden sei. Namentlich 

A-607/2012 

Seite 16 

die Umsätze aus den Veräusserungen der Spieler "…" und "…" ins Aus-

land müssten steuerfrei belassen werden, handle es sich doch um einen 

"steuerfreien Export".  

5.2.2 Die ESTV hat in ihrer Nachbelastung ausschliesslich jene "Transfer-

anteile" erfasst, welche die A._______ der Beschwerdeführerin ausge-

richtet hat. Die entsprechenden Umsätze hat sie, wie gesehen (E. 5.1.4), 

zu versteuern. Ausserdem wurden – wie ausgeführt (vgl. E. 5.1.3) – der 

Beschwerdeführerin die Spieler von der A._______ zur Verfügung ge-

stellt. Mit anderen Worten war die A._______ Inhaberin der Rechte an 

den einzelnen Spielern und folglich zu deren "Verkauf" berechtigt. Inwie-

fern es sich bei den beiden genannten Spielern anders verhalten haben 

soll und also die Beschwerdeführerin die Rechte selber inne gehabt so-

wie die Spieler ins Ausland "verkauft" haben soll, hat die Beschwerdefüh-

rerin nicht nachgewiesen. Entsprechende Belege und Dokumente hat sie 

keine eingereicht. Sie hat damit den ihr obliegende Beweis für diese 

steuermindernde Tatsache nicht erbracht (vgl. E. 2.5). Dem Antrag der 

Beschwerdeführerin kann deshalb nicht entsprochen werden.  

5.3  

5.3.1 Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, das vorliegend ge-

wählte Konstrukt beim Erwerb von Rechten an Fussballspielern könne 

auch als "reines Finanzgeschäft" beurteilt werden. Die A._______ habe 

der Beschwerdeführerin die für den Transfer der jeweiligen Spieler nöti-

gen Mittel zur Verfügung gestellt und zwar in einer für sie risikolosen Art. 

Handle es sich aber um ein Finanzgeschäft, entfalle die Steuerbarkeit 

auch der "Gewinnanteile aus den Transferrechten". Ein ähnlich aufgebau-

tes Konstrukt sei inzwischen von der ESTV als "reines Finanzvehikel", 

welches "ausserhalb der Wirkung der Mehrwertsteuer stehe", anerkannt 

und akzeptiert worden. Der einzige Unterschied zwischen diesem "neuen 

System Investorengruppe" und dem "alten System …" bestehe darin, 

dass die Rechte an den Spielern im ersten Fall bei der Beschwerdeführe-

rin verbleiben würden, während diese in der zweiten Konstellation "in der 

Buchhaltung" der A._______ "geführt", aber während der Vertragsdauer 

trotzdem der Beschwerdeführerin überlassen würden. 

5.3.2 Nachdem zwischen der Beschwerdeführerin und der A._______ ein 

Leistungsaustausch zu bejahen ist (vgl. E. 5.1.4), kann von einem "reinen 

Finanzierungsgeschäft ausserhalb der Mehrwertsteuer" oder von einer 

"Schenkung oder einem Sanierungsbeitrag" keine Rede mehr sein. Wie 

die Vorinstanz das "neue System Investorengruppe" mehrwertsteuerlich 

A-607/2012 

Seite 17 

beurteilt, ist vorliegend somit irrelevant, zumal die Beschwerdeführerin 

ohnehin selber darauf hinweist, dass sich die vorliegend zu beurteilende 

Konstellation vom "neuen System" unterscheidet. 

6. "Vorsteuerabzugsberechtigung"  

6.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich sodann auf den Standpunkt, ihr 

stehe das Recht auf Abzug der Vorsteuern auf den von der Y._______ AG 

in Rechnung gestellten Leistungen zu. Sie habe an die Y._______ AG 

Leistungen erbracht, welche als "Zurverfügungstellung von Arbeitskräf-

ten" bezeichnet werden könne. Die Y._______ AG habe wiederum an sie 

Leistungen erbracht und zwar in der Form von verschiedenen Verrichtun-

gen zur Ermöglichung des Spielerbetriebs, der Organisation und der 

Vermarktung. Für diese Leistungen könne die Y._______ AG ihre Vor-

steuern in Abzug bringen. Wegen "Werteparität" der gegenseitig erbrach-

ten Leistungen resultiere keine Steuerlast für die beiden Gesellschaften, 

m.a.W. ergebe sich "zwischen zu leistender Steuer und Vorsteuer ein 

Ausgleich".  

6.2 Unbestritten ist, dass zwischen der Beschwerdeführerin und der 

Y._______ AG ein Leistungsaustausch besteht. Die Beschwerdeführerin 

hat der Y._______ AG Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt und hat im 

Austausch hierfür Leistungen in der Form von verschiedenen Verrichtun-

gen zur Ermöglichung des Spielerbetriebs, der Organisation und der 

Vermarktung erhalten. Bei solchen tauschähnlichen Umsätzen gilt der 

Wert jeder Dienstleistung als Entgelt für die andere Dienstleistung (vgl. 

E. 2.2.2). Die Anforderungen an die Belege für die Geltendmachung der 

Vorsteuern gelten auch beim Tausch und bei tauschähnlichen Umsätzen 

(vgl. E. 2.4.2). Diesbezüglich gesteht die Beschwerdeführerin selbst ein, 

dass über diese Leistungen "damals keine Fakturen ausgestellt" worden 

seien und "auch kein Zahlungsfluss" erfolgt sei. Ein Vorsteuerabzug steht 

deshalb ausser Frage. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass ein "Null-

summenspiel" ohne Deklaration der Umsätze unzulässig ist. Durch dieses 

Vorgehen hat die Beschwerdeführerin – so führt die Vorinstanz zu Recht 

aus – vielmehr "steuerbare Umsätze der beiden Gesellschaften durch di-

rekte, gegenseitige, aber buchhalterisch nicht erfasste Verrechnung der 

Versteuerung" entzogen. 

6.3 Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb ebenfalls abzuweisen. 

 

A-607/2012 

Seite 18 

7.   

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. Die Verfahrenskosten vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

welche auf CHF 22'000.– festgesetzt werden, sind der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Eine Parteientschädigung 

an die Beschwerdeführerin ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e 

contrario). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 22'000.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 22'000.– verrechnet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Riedo Iris Widmer 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

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Seite 19 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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