# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae9ec120-6d67-586e-b8e4-be734b497cd9
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-29
**Language:** de
**Title:** Renteneinstellung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung geschützt; Zumutbarkeit der Selbsteingliederung trotz Überschreiten des 55. Altersjahrs bejaht.
**Docket/Reference:** IV.2012.00513
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00513.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00513
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiber Giger
Urteil
vom
29. März 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard
Werdstrasse 36, 8004 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1956, war seit 1991 als Reiniger bei den
Y.___
angestellt.
Daneben arbeitete er seit 1993 ebenfalls als Reinigungskraft für eine Zahnarztpraxis.
Am 6. Juli 2004 stürzte er
im Rahmen seiner Tätigkeit bei den
Y.___
während Reinigungs
ar
beiten an einem Tram aus ca. 1,5 m Höhe auf den Hallenboden. Da
bei zog er sich eine instabile Fraktur des ersten Lendenwirbelkörpers (LWK-1) zu, welche am 8. und 16. Juli 2004 im
Z.___
mittels dorsaler und ventraler Spondylodese von Th12 bis L2 operativ behandelt wurde. Während zweier sta
ti
o
närer Aufenthalte in der Rehabilitationsklinik
A.___
(vom 2. August bis 8. September 2004 und vom 13. April bis 8. Juni 2005) wurde mittels verschie
dener therapeutischer Massnahmen versucht, die Arbeitsfähigkeit allmählich bis auf ein als zumutbar erachtetes Vollpensum zu steigern. Es folgte nochmals ein ambulant durchgeführtes Ergonomie-Trainingsprogramm in der Rehabilitati
onsklinik
A.___
vom 19. Dezember 2005 bis 27. Januar 2006. Danach sahen die behandelnden Ärzte und Therapeuten keine Indikation mehr für eine weitere Behandlung und empfahlen dem Versicherten, der seine Arbeitsstelle zwischen
zeitlich verloren hatte (Entlassung per 30. September 2005), mit Hilfe der Arbeitslosen- ev. der Invalidenversicherung eine leichte bis mittelschwere Arbeit zu suchen. Per 30. September 2006 stellte die
Schweizerische Unfallver
sicherungsanstalt (
SUVA
)
die Taggeldleistungen und
per 31.
März 2007 auch die Leistungen für Be
hand
lungsmass
nahmen ein. Mit Verfügung vom 30. November 2007 sprach die SUVA
dem Beschwerdeführer
ab 1. Oktober 2006 eine Invalidenrente von 19 % zu und rich
tete
ihm
bei einer Integritätseinbusse von 15 % eine Integritätsentschädigung aus. Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin mit Ent
scheid vom 25. März 2009 fest. Die hiegegen gerichtete Beschwerde des Versicherten vom 11. Mai 2009
wies das
Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 2
0.
Juni 2011 ab (vgl. zum Ganzen Prozess Nr. UV.
2009.00182).
2.
Im August 2005 hatte sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen der Invali
denversicherung angemeldet (
Urk.
7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte die erwerblichen und medizinischen Abklä
rungen und zog Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
7/7
;
Urk.
7/13;
Urk.
7/19
),
drei
zuhanden der Pensionska
sse
M.___
erstattete
Gutach
ten von
Dr.
med.
B.___
,
Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 2
6.
Januar, 2
1.
März und 3
0.
August 2005 (
Urk.
7/10),
zwei
Fragebogen für Arbeitgebende
von
Dr.
med. dent.
C.___
vom 1
5.
September 2005 und der
Y.___
vom 2
0.
Oktober
2005 (
Urk.
7/11;
Urk.
7/14), einen IK-Auszug (
Urk.
7/12) sowie die Akten des Unfallversicherers (
Urk.
7/16;
Urk.
7/18;
Urk.
7/21;
Urk.
7/23;
Urk.
7/25;
Urk.
7/30-31
)
bei
. Mit Vorbescheid vom 1
0.
Dezember 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Ablehnung des Rentengesuchs in Aussicht (
Urk.
7/34), woraufhin dieser am
3.
Januar/1
8.
Februar 2008 durch Rechtsanwalt D. Chopard Einwand erheben liess (
Urk.
7/35
,
Urk.
7/40
).
Die IV-Stelle zog in der Folge weitere Arztbericht
e
sowie Akten der SUVA bei (
Urk.
7/42-44). Am 2
8.
Juli 2009 gab s
ie
bei
Dr.
med.
D.___
, Spezialarzt FMH für Neurologie, ein neurologisches Gutachten in Auftrag, welches am
2
2.
September 2009 erstattet wurde. Der Gutachter bezifferte darin den Grad der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
zur Zeit
auf 50
%
(
Urk.
7/47). Gestützt auf diese Beurteilung sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom
6.
April 2010, basierend auf eine
m
IV-Grad von 66
%
,
ab
1.
Juni 2008
eine Dreiviertelsrente zu (
Urk.
7/58).
Mit Verfü
gung vom 2
3.
September 2010 erfolgte eine Neuberechnung des Rentenbetreff
nisses (
Urk.
7/77).
3.
Im Januar 2011 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein. Mit ausge
fülltem Revisionsfragebogen vom
2.
Februar 2011 erklärte der Versicherte, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (
Urk.
7/82).
Die IV-Stelle tätigte hierauf erneut erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog einen IK-Auszug (
Urk.
7/83) sowie einen Arztbericht von
Dr.
med.
E.___
, Arzt für Allgemeinmedizin FMH
vom
2.
Mai 2011
(
Urk.
7/84), bei. Am 2
7.
Mai 2011 gab s
ie
bei d
er Klinik
F.___
ein Gutachten in Auftrag, welches am
1
9.
Oktober 2011
erstattet wurde
(
Urk.
7/88)
.
Laut den Ergebnissen des Gutachtens
lag
beim Beschwerdeführer weder aus neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
vor
. Mit Vorbescheid vom 2
8.
November 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der I
V-Rente in Aussicht (
Urk.
7/91),
wogegen dieser
am 2
7.
Februar 2012 durch Rechtsanwalt Chopard Einwand erheben
liess
(
Urk.
7/95). Die IV-Stelle verfügte am 2
8.
März 2012 im Sinne des Vorbescheids und stellte die IV-Rente per Ende April 2012 ein (
Urk.
2).
4.
Hiegegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
Mai 2012 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben; es sei ihm die bisherige Rente weiterhin auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungs
folge zulasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1)
. In ihrer Vernehmlassung vom 2
5.
Juni 2012 stellte die Beschwerdegegnerin Antrag auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am 2
6.
Juni 2012 angezeigt wurde (
Urk.
8).
Mit Verfügung vom 1
1.
November 2013 hielt das Sozialversi
cherungsgericht gegenüber dem Beschwerdeführer fest, es ziehe in Erwägung, die angefochtene Verfügung mit der substituierten Begründung (zweifellose Unrichtigkeit der Rentenverfügung vom
6.
April 2010) zu schützen, und setzte ihm Frist an, sich dazu zu äussern (
Urk.
9). Seitens des Beschwerdeführers ging in der Folge innert (zweimal erstreckter) Frist keine Stellungnahme ein.
5
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Beschwerdeführer erhebt zunächst formelle Rügen gegen die Rentenrevisi
ons
verfügung vom 2
8.
März 201
2.
Er macht geltend, i
ndem sich die Beschwerdegegnerin darin ungenügend mit den von ihm am 2
7.
Februar 2012 erhobenen Einwänden auseinandergesetzt habe, liege eine Verletzung der Begründungspflicht bzw. des rechtlichen Gehörs vor, weshalb die angefochtene Verfügung nur schon aus diesem Grund aufzuheben sei.
1.2
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, d.h. eine Darstellung des vom Versicherungs
träger als relevant erachteten Sachverhal
tes und der rechtlichen Erwä
gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof
fene Person ihn gegebenen
falls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwal
tung
ausdrücklich mit jeder tatbe
ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinandersetzen muss; viel
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
1.3
Der Beschwerdeführer begründete seine Einwendungen vom 2
7.
Februar 2012 damit,
es
liege keine Verbesserung des Gesundheitszustands, sondern eine revi
sionsrechtlich unbeachtliche Neubeurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor
.
Überdies könnte
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aufgrund der Tatsache, dass er das 5
5.
Altersjahr bereits über
schritten habe, eine Rentenaufhebung erst nach vorgängiger Durchführung von Eingliederungsmassnahmen erfolgen.
Der
angefochtenen Verfügung
ist
zu ent
nehmen, das Gutachten der Klinik
F.___
stelle klar einen Zustand fest, wel
cher gegenüber demjenigen der Erstbegutachtung verbessert sei. Es werde kein Cervikobrachialsyndrom mehr aufgeführt und die HWS sei ohne klinische ein
schränkende Befunde.
Was die Frage betrifft, ob die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionstatbestands zureichend begründet hat, ist daher
eine Verletzung der Begründungspflicht zu verneinen.
Mit der
Frage, ob die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall aufgrund des Alters des Beschwerde
führers verpflichtet gewesen wäre, vor der Renteneinstellung Eingliederungs
massnahmen durchzuführen,
hat
sich die angefochtene Verfügung
hingegen nicht auseinander
ge
setzt, weshalb i
nsoweit eine Verletzung der Begründungs
pflicht zu bejahen
ist
, was von der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlas
sung grundsätzlich auch nicht bestritten wurde.
1.4
Nach herkömmlicher Auffassung ist das Recht, angehört zu werden, formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaus
sichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkre
ten Fall für den Ausgang der materi
el
len Streitentscheidung von Bedeu
tung ist, d.h. die Be
hörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390; 127 V 431 E. 3d/aa S. 437). In der Rechtsprechung wird aber auch darauf hingewiesen, dass
eine
nicht besonders schwerwiegende
Ver
letzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten
darf
, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer
de
instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechts
lage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa S. 437). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist
ferner
selbst bei einer schwerwiegenden Verlet
zung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückwei
sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der
betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu ver
einbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis)
.
Vorliegend wurde von der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung ausführ
lich begründet, weshalb keine Pflicht zur Unterstützung bei der Einglie
derung von ihrer Seite her bestehe. Es ist damit absehbar, dass sie im Falle einer Rückweisung gleich wie
in
der angefochtenen Verfügung entscheiden würde. Zu berücksichtigen
ist
im Übrigen auch, dass der Beschwerdeführer einer materiel
len Beurteilung selber offenbar ebenfalls den Vorzug gibt, stellte er in seiner Beschwerde nämlich keinen Antrag auf Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin. Gesamthaft ist deshalb festzustellen, dass eine Rückwei
sung im vorliegenden Fall nur zu einem formalistischen Leerlauf führen würde.
Dies
genügt
, den an sich nicht gering zu schätzenden Verfahrensmangel mit dem Beschwerdeverfahren, in welchem das Gericht mit voller Kognition ausge
stattet ist, zu heilen. Folgerichtig ist der materielle Streitpunkt zu prüfen.
2.
2
.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
2
.2
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung be
fugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beur
tei
lung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre
Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53 Abs. 2 ATSG). Unter die
sen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann ab
ändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17 ATSG nicht erfüllt
sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfü
gung erst
vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17 ATSG gestützte Revisions
verfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 S. 369)
.
Eine voraussetzungslose Neubeurteilung der invaliditätsmässigen
Voraussetzun
gen genügt nach ständiger Rechtsprechung nicht, um eine
Invalidenrente auf dem Wege der Wieder
erwägung herabzusetzen oder gar
aufzuheben. Eine Re
duk
tion der Rente unter dem
Titel "Wiedererwägung" kann nur
bei Unvertret
barkeit der ursprünglichen Rente
nzusprache erfolgen, drohte die
Wiedererwä
gung in einer Vielzahl langjä
hriger Rentenbezugsverhältnisse
ansonsten doch zum Instrument einer solchen vo
raussetzungslosen Neuprüfung zu
werden, was sich mit dem Wesen der Rechtsbestä
ndigkeit formell zugesprochener
Dauerleis
tungen nicht vertrüge. Zurückhaltu
ng bei der Annahme zweifelloser
Unrichtig
keit ist stets dann geboten, wenn der Wiedere
rwägungsgrund eine
materielle An
spruchsvoraussetzung - wie hier di
e Invalidität - betrifft, deren
Beurteilung
massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elemen
ten
beruht, die notwendigerweise Ermess
enszüge aufweisen. Eine vor dem
Hin
ter
grund der seinerzeitigen Rechtspra
xis vertretbare Beurteilung der
invalidi
täts
mässigen Anspruchsvoraussetzungen
kann nicht zweifellos unrichtig
sein (Urteil 9C_621/2010 vom 2
2.
Dezember 2010 E. 2.2.2 mit Hinweisen).
2
.
3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbs
unfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fas
sung).
2
.
4
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
2
.
5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe
richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3
.
Streitig und zu prüfen ist, ob seit dem massgebenden Vergleichszeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom
6.
April 2010 eine wesentliche Verbes
serung des Ges
undheitszustands eingetreten ist, welche einen Rentenanspruch ausschliesst.
4
.
Die ursprüngliche Rentenverfügung vom
6.
April 2010 basierte auf dem Gutach
ten von
Dr.
D.___
vom 2
2.
September 2009 (
Urk.
7/47)
.
4
.1
In dem Gutachten werden folgende Diagnosen au
f
geführt
(
Urk.
7/47/6)
:
-
Status nach LWK-1-Fraktur mit Spondylodese Th12-L2 und ventraler Abstüt
zung TH12/L2 (6.7.2004);
-
Zervikobrachialsyndrom bei radiologisch nachgewiesenen degenerativen Ver
änderungen der HWS (und Ausschluss einer Einklemmungsneuropathie im Carpaltunnel), langsam progredientes Auftreten;
-
Verdacht auf beginnende zervikale Myelopathie.
4
.2
Im Zusammenhang mit den neurologischen Befunden führte
Dr.
D.___
aus, im Bereich des Kopfs hätten nirgends Klopf- oder Druckdolenzen bestanden und die Exkursionen seien in allen Richtungen mässig eingeschränkt mit zunehmender Verspannung der Muskulatur gewesen. Die Hirnnerven hätten sich unauffällig präsentiert. An den Beinen hätten lebhafte bis gesteigerte Eigenreflexe bestanden, die Bauchhautreflexe seien erhalten gewesen, der Babinsiki negativ. In Bezug auf die Motorik wurde ausgeführt, der Beschwer
deführer sei Rechtshänder. Es seien keine Atro
p
hien sichtbar
gewesen, der Gang habe sich fliessend präsentiert, die Mitbewegungen jedoch leicht vermindert.
Was die Sensibilität betreffe, hätten nicht genau abgrenzbare Hypästhesien im linken Oberschenkel bestanden, ausserdem sei die Vibration an beiden Knöcheln verkürzt gewesen. Im Bereich der Koordination
seien
der Romberg negativ und der Strichgang etwas unsicher gewesen. Die Diadochokinese habe mässig ver
langsamt gewirkt, der Finger-Nase-Versuch sei jedoch sicher durchführbar gewesen. In Bezug auf den Allgemeinstatus wird ausgeführt, der Beschwerde
führer sei 1.64 m gross und 90 kg schwer.
Paravertebral sei die Muskulatur etwas verspannt gewesen. Der Finger-Bodenabstand habe 1 Meter betragen, der lumbale Schober 10-14 cm. Der Lasègue sei nicht durchführbar gewesen, da der Beschwerdeführer bei 35 Grad „gebremst“ habe. HWS und LWS seien klopfdo
lent gewesen. Beim Drehen des Kopfs nach rechts und links habe ein Ziehen in beiden Unterarmen bestanden. Sodann seien leichte Parästhesien diffus in den Fingern auszumachen gewesen. Der Psychostatus wurde vom Gutachter dahin
gehend beschrieben, der Beschwerdeführer habe allseits orientiert gewirkt, das Verhalten sei adäquat gewesen und es
hätten
keine
Hinweise für
eine mnesti
sche Störung
vorgelegen
.
4
.3
In seiner Beurteilung führte
Dr.
D.___
aus, der Verlauf des Unfalls vom
6.
Juli 2004 sei klinisch
und vor allem radiologisch als befriedigend anzusehen. Beschwerden lumbal habe der
Beschwerdeführer
aber vom ersten Tag an und anhaltend bis heute angegeben. Diese äusserten sich in Form von zum Teil bewegungsabhängigen Schmerzen. Durch die Fraktur und Fixierung sei die Beweglichkeit im lumbalen
Bereich erheblich eingeschränkt
, vor allem beim Bücken. Nach dem Unfall seien zusätzlich auch Beschwerden am Oberkörper
bzw. an den Armen aufgetreten, welche mit vor allem nächtlichen Parästhesien der Finger verbunden seien. Ein klinisch zu vermutendes Carpaltunnelsyndrom habe als Ursache ausgeschlossen werden können, so dass man diese Beschwer
den im Sinne eines Zervikalsyndroms interpretieren müsse. Entsprechend
hätten
die radiologischen Befunde an der HWS deutliche degenerative Veränderungen
gezeigt
. Während der neurologische Befund anfänglich im Grossen und Ganzen normal gewesen sei, habe der Neurologe
Dr.
G.___
im Februar 2008 nebst den panvertebralen Schmerzen gestützt auf den Reflexbefund eine „Tetraspastik“ festgestellt. In Berücksichtigung des radiologischen Befunds dürfte es sich hier
bei um eine leichte bzw. beginnende zervikale Myelopathie handeln. Durch die erlittene Fraktur, operative Sanierung derselben,
das
Zervikalsyndrom und
die
möglicherweise beginnende Myelopathie sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit bzw. Beweglichkeit eingeschränkt. Diese bzw. alle drei Ursa
chen zusammen seien zurzeit als zu 50
%
einschränkend einzuschätzen, vorausgesetzt
,
dass
der Beschwerdeführer
keine schweren Lasten
tragen
und sich nicht häufig bücken
müss
e.
Eine Reinigungstätigkeit mit dem betre
ffenden Anforderungsprofil könn
e er sofort beginnen (zunächst auf ein Jahr befristet) und dann
,
je nach Befund
,
eventuell
steigern
. Es sei daher eine Kontrolle in einem Jahr zu empfehlen
:
es sollte dann aber auch
überprüft
werden, ob eine Progredienz der leichten bzw. beginnenden zervikalen Myelopathie bzw. Spastik vorliege. Der Befund habe seit der Feststellung (Februar 08) sicher nicht zuge
nommen
(
Urk.
7/47/5-6)
.
Bezugnehmend auf den zeitlichen Verlauf legte der Gutachter dar, eine medizi
nisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20
%
und mehr bestehe seit dem Unfall im Juli 200
4.
Eine Steigerung
der Arbeitsfähigkeit
auf 50
%
wäre auch nach Ablauf der Konsolidierung bzw. einem Jahr möglich. Wann genau das Zervikobrachialsyndrom aufgetreten sei, könne heute nicht bestimmt werden, diese
s
ermögliche jedoch zurzeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Nach Ablauf eines Jahres sei eine klinische (eventuell auch radiologische und neurophysiolo
gische) Kontrolle zur Frage einer weiteren Steigerung indiziert.
Im Zusammen
hang mit der Frage
nach
medizinische
n
oder berufliche
n
Massnahmen erklärte
Dr.
D.___
, e
ine gezielte bzw. konsequente Physiotherapie des Zervikobra
chialsyndroms
vermöchte
die Arbeitsfähigkeit
zu
verbessern bzw.
zu
steigern. Eine rasche Aufnahme der Arbeit bzw. Tätigkeit, vorausgesetzt, der Beschwer
deführer müsse keine schweren Lasten tragen und sich nicht häufig bücken, wäre für den Verlauf wichtig. Die Tätigkeit als Tramreiniger würde diese Bedin
gungen erfüllen, insbesondere da der Versicherte eine solche Tätigkeit bereits vor dem Unfall ausgeübt habe (
Urk.
7/47/7-8).
5
.
5
.1
Dr.
med.
H.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
Klinik
F.___
, führte in sein
em psychiatrischen Teilgutachten vom 1
9.
Oktober 2011 aus, beim Beschwerdeführer sei vom psychiatrischen Fachgebiet
her
keine Diagnose aus
zumachen.
Hinsichtlich des psychiatrischen Untersuchungsbefunds
erklärte
der Gutachter, der Beschwerdeführer sei pünktlich zur Begutachtung erschienen. Er habe altersentsprechend gewirkt
,
sei sauber gekleidet gewesen. Er sei ohne Probleme mit dem Untersucher in Kontakt getreten und habe sich kooperativ gezeigt. Der bewusstseinsklare Explorand sei örtlich, zeitlich, autopsychisch und situativ vollumfänglich orientiert gewesen. Er seien weder Auffassungs- noch Konzent
rationsstörungen festzustellen gewesen. Das Ultrakurz
-
, das Kurz- und Lang
zeitgedächtnis
hätten
sich unauffällig präsentiert
, ebenso das formelle und inhaltliche Denken
.
Halluzinationen und Ich-Störungen hätten sich nicht erhe
ben lassen. Der Beschwerdeführer habe eine ausgeglichene Stimmung ohne jedweden Anhalt für eine
depressive Auslenkung. Appetit-,
oder Gewichts
prob
leme
oder Schlafstörungen seien nicht genannt worden. Ängste oder Zwänge seien nicht in Erscheinung getreten. Eine akute Suizidalität sei nicht vorhanden
gewesen
. Anhaltspunkte für eine Übermüdung seien im Rahmen der Exploration nicht auszumachen gewesen. Themenwechsel
n
sei der Begutachtete problemlos gefolgt und er habe eigene Themen spontan aufgenommen.
In seiner Beurteilung führte der Gutachter aus, aufgrund der psychiatrisch blan
den Anamnese und des unauffälligen psychiatrischen Untersuchungsbefunds sei eine
beim Beschwerdeführer bestehende psychiatrische Erkrankung nicht wahrscheinlich. Insbesondere lasse sich bei ihm im Rahmen der reklamierten Schmerzproblematik kein reaktives depressives Zustandsbild feststellen. Anzu
merken sei dabei, dass auch im aktuellen klinischen Eindruck kein ausreichen
der Anhalt für eine wesentliche Schmerzbeeinträchtigung bestanden habe. In der Exploration sei keine depressive Verstimmung in einem deutlich unge
wöhnlichen Ausmass zu verzeichnen gewesen. Hinweise für einen Interesse- oder Freudeverlust, verminderten Antrieb, eine gesteigerte Ermüdbarkeit, Ver
lust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühls, unangemessene Schuld
gefühle, wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid, alltags-relevan
tes vermindertes Denk- und Konzentrationsvermögen hätten nicht bestanden.
Im Untersuchungsgespräch sei keine psychomotorische Hemmung oder Erre
gung in Erscheinung getreten. Über Schlafstörungen oder einen verminderten Appetit habe der Beschwerdeführer nicht berichtet. Die ICD-Kriterien eines depressiven Syndroms seien also nicht erfüllt. Die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers sei somit psychiatrischerseits als uneingeschränkt und zu 100
%
als gegeben anzusehen. Einschränkungen der Kognition
und Affektivität hätten nicht bestanden. Der Beschwerdeführer bringe die für einen Arbeitsplatz notwendigen Ressourcen, wie pünktliches Erscheinen, flexibles Verhalten sowie die Fähigkeit, neue Informationen in seine kognitiven und emotionalen Sche
mata zu integrieren
,
mit. Aus psychiatrischer Sicht sei keine Behandlung not
wendig. Die psychiatrische Prognose sei demzufolge als sehr gut einzuschätzen (
Urk.
7/88/7-9).
5
.2
5
.2.1
Mit neurologischem Teilgutachten vom 1
9.
Oktober 2011 stellte Prof.
Dr.
med.
I.___
, Neurologie FMH,
Klinik
F.___
,
folgende Diagnosen
(
Urk.
7/88/27)
:
-
Kein ausreichender Anhalt für eine behindernde Läsion am zentralen oder peri
pheren Nervensystem;
-
l
eichtgradiges Vertebralsyndrom mit paravertebralem Hartspann und einge
schränkter Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule.
5
.2.2
Im Zusammenhang mit dem klinischen Untersuchungsbefund
(
Urk.
7/88/23-27)
führte
Dr.
I.___
aus, der Beschwerdeführer habe den Untersuchungsraum rasch mit einem flüssigen Gangbild betreten. An- und Auskleiden seien zügig und geschickt gelungen. Der Beschwerdeführer sei Rechtshänder. Der Kopf sei spontan frei in alle Richtungen gewandt worden. Während der gesamten Untersuchung habe der Beschwerdeführer – deutlich diskrepant zu den anam
nestischen Angaben zur aktuellen Schmerzstärke – nicht schmerzgequält oder anderweitig beeinträchtigt gewirkt. Sodann seien ein allseits muskulöser Habi
tus als Zeichen der regen physischen Tätigkeit und ein wettergegerbtes Integu
ment als Zeichen des häufigen Aufenthalts im Freien erkennbar gewesen.
Im Rahmen des inte
r
nistischen Befunds habe eine Adipositas permagna impo
niert (Körpergewicht 93 kg, Körpergrösse 163). Entlang der BWS/LWS habe eine reizlose Narbe bestanden. Der übrige internistische
Befund an Herz, Lunge, Abdomen und im Gefässstatus sei regelrecht gewesen.
Im Bereich Kopf/Halswirbelsäule habe kein Meningismus bestanden, die Nerven
austrittspunkte seien frei gewesen. Es habe eine freie Beweglichkeit in alle Richtungen bestanden, geprüft nach der Neutral-Null-Methode. Über der Schädelkalotte seien keine Strömungsgeräusche auszumachen gewesen.
Im Bereich der Hirnnerven
(
Nummer
n
I
bis XI
I)
fanden sich überall intakte Befunde.
Im Bereich Motorik und Koordination habe ein leichtgradiges Vertebralsyndrom bestanden, mit gering ausgeprägtem paravertebralem Hartspann und gering ausgeprägter Einschränkung der Beweglichkeit in alle Richtungen. Der Finger-Boden-Abstand habe 20 cm betragen. Der Lasègue und der umgekehrte Lasègue seien negativ gewesen. Es habe kein radikulärer Schmerz provoziert werden können. Der Romberg-Stehversuch sei bei offenen und geschlossenen Augen sicher durchgeführt worden. Das Gangbild habe sich unauffällig präsentiert. Der Strichgang sei sicher möglich gewesen. Der Unterberger-Tretversuch habe sicher und ohne pathologische Drehtendenz ausgeführt werden können. Der Finger-Finger-Versuch bzw. Finger-Naseversuch
und der Knie-Hacken-Versuch sei beidseitig zielsicher gewesen. Das monopedale Hüpfen habe beidseitig unauffäl
lig gewirkt. Halteversuche seien seitengleich ohne Absinktendenz möglich gewesen. Bei den Muskeleinzelprüfungen hätten kein
e
Atrophien und keine Paresen bestanden und der Muskeltonus sei regelrecht gewesen.
Die Sensibilität an Rumpf und Extremitäten sei allseits intakt gewesen.
Die Muskeldehnungsreflexe an Armen und Beinen seien seitengleich mittelleb
haft auslösbar gewesen.
Was die Pyramidenbahnzeichen betreffe, sei das Zeichen nach Babinski beidsei
tig nicht auslösbar gewesen. Die Bauchhautreflexe seien hingegen in allen Eta
gen seitengleich auslösbar gewesen.
Im Bereich des
Vegetativum
sei keine Schweissneigung und kein Tremor auszu
machen gewesen.
Im Zusammenhang mit der äusseren Erscheinung und dem Verhalten wird ausge
führt, der Beschwerdeführer sei altersentsprechend sauber gekleidet und gepflegt gewesen. Mimik und Gestik hätten sich unauffällig präsentiert. Im Kontaktverhalten sei der Beschwerdeführer freundlich und auskunftsbereit gewesen. Er habe mit einer klaren und verständlichen Sprache gesprochen.
Bezüglich qualitativer und quantitative
r
Bewusstseinsveränderungen und Orien
tierung
wurde
dargelegt, der Beschwerdeführer sei wach und bewusstseinsklar gewesen. Er sei zu Zeit, Ort, Person und Situation scharf orientiert gewesen.
Was die Mnestik betreffe, sei diese intakt gewesen. Der Beschwerdeführer sei in der Lage gewesen, mühelos seine biographischen Daten und Ereignisse aus der Vergangenheit wiederzugeben, welche anhand der vorliegenden Akten durch den Gutachter hätten überprüft werden können.
Bezüglich Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung w
u
rd
e
ausgeführt, der Beschwerdeführer sei dem Gespräch konzentriert gefolgt. Er habe aufmerk
sam gewirkt und Fragen klar und präzise beantwortet. Er sei durch äussere
Reize nicht ablenkbar gewesen. Konzentration und Aufmerksamkeit seien unauffällig gewesen. Hinweise für eine Störung der verbalen oder bildlichen Auffassung hätten sich nicht ergeben.
Das Denken sei formal geordnet und kohärent gewesen. Inhaltliche Denkstörun
gen hätten nicht vorgelegen.
Was die Intelligenz betreffe, liege diese unter Berücksichtigung der biographi
schen Angaben und der sprachlichen Differenziertheit im Durchschnittsbereich. Eine ausführliche neuropsychologische Testung der Intelligenz habe nicht statt
gefunden.
Psychomotorik, Antriebslage und Intentionalität seien normal gewesen.
Die Stimmung habe ausgeglichen und situat
ionsadäquat gewirkt. Der Affekt s
ei sowohl spontan wie auch auf Fremdreize gut modulierbar gewesen.
Was die neuropsychologischen Funktionen betreffe, hätten keine Hinweise für eine Störung von Sprache (Aphasie)
,
Rechnen (Dys-/Akalkulie), Schreiben (Dys-/Agraphie), Handlungsplanung und
-ausführung (Apraxie), räumlichem Vor
stellungsvermögen und Orientierung, Links-Rech
t
s-Orientierung, Körperschema, Wahrnehmung visueller, taktiler oder akustischer Reize (Neglekt, Hernieextinkt bei Simultanreizung) bestanden.
5
.2.3
In seiner Beurteilung
(
Urk.
7/88/
27-29)
führte der Gutachter aus, die Untersu
chung habe keinen ausreichenden Anhalt für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem ergeben. Als partielles Korrelat für die geklagten Beschwerden habe sich ein leichtgradiges Vertebralsyndrom mit paravertebralem Hartspann und eingeschränkter Beweglichkeit der Lendenwir
belsäule gefunden. Angesichts der im Jahr 2004 stattgehabten Wirbelkörper
fraktur habe sich dieses biologisch hinreichend plausibel auf die seinerzeit erlittene Verletzung kausal zurückführen lassen. Der behindernde Effekt sei aus Sicht des Gutachters jedoch als insgesamt gering einzuschätzen, bestenfalls könnte hierdurch eine qualitative Minderung der Arbeitsfähigkeit im Sinne eines Ausschlusses von Tätigkeiten mit schwerer körperlicher Arbeit (schweres Heben und Tragen) und Tätigkeiten mit häufiger Zwangshaltung der Lenden
wirbelsäule attestiert werden. Für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit bestehe jedoch kein Hinweis für eine Minderung der Arbeitsfähigkeit.
Die hier gemachte Beobachtung einer deutlichen Diskrepanz zwischen der anam
nestisch
angegebenen Schmerzstärke und dem unbeeinträchtigten klini
schen Eindruck sowie der gesamte klinische Aspekt eines muskulösen Begut
achteten mit wettergegerbtem Integument spreche bereits gegen eine wesentli
che somatische Beeinträchtigung und für eine bewusstseinsnahe Aggravation, was bei Bewertung der Klagen stets zu berücksichtigen sei.
Klinisch stehe vor allem auch das erhebliche Übergewicht im Vordergrund. Die
ses sei durch eine konsequente Diät und körperliche Aktivität zu reduzieren, da hierdurch auch eine Besserung der geklagten chron
ischen Lumbalgien erwartet werden dürfe. Die hierzu notwendige Mitarbeit sei dem Beschwerdeführer gut zumutbar, stehe in seinem Gesundheitsinteresse und könne auch als Mass des Leidensdrucks (und somit auch der Krankheitswertigkeit der beklagten Beschwerden) angesehen werden.
Für die anamnestisch beklagten sensiblen Störungen im Bereich der Hände habe sich in der körperlichen Untersuchung kein ausreichendes Korrelat gefunden. Die Verteilung der Symptomatik sei nicht ausreichend radikulär zuzuordnen. Der Palpationsbefund über dem Retinaculum flexorum und dem S
ul
cu
s
ulnaris sei nicht wegweisend, dennoch könne hier differentialdiagnostisch ein leicht
gradiges
peripher-nervales kompressives Syndrom in anatomischen Engen (Kar
paltunnelsyndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom) erwogen und mittels neurophysi
ologischer Diagnostik weiter verfolgt werden. Angesichts fehlender klinischer Hinweise auf einen resultierenden behindernden Effekt könne dies im Rahmen der hausärztlichen Betreuung erfolgen, druckentlastende Massnahmen konser
vativer (oder ggf. auch operativer) Art seien unter Umständen geeignet, die angesichts des klinischen Befunds in jedem Falle geringgradige Symptomatik zu bessern.
Klinische Hinweise für eine psychische Gestörtheit habe der psychiatrische Gut
achter nicht erhoben.
Zusammenfassend habe die Begutachtung keinen ausreichenden klinischen Stö
rungsbefund ergeben, der gegen eine volle Einsetzbarkeit (
100%iges Rendement, 100%iges Pensum) des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten oder jeder vergleichbaren Tätigkeit spräche. Auszuschliessen seien indes schwere körperli
che Arbeiten sowie Tätigkeiten mit häufiger Zwangshaltung der Lendenwirbel
säule. Diese Einschätzung sei sowohl ab dieser Begutachtung als auch spätes
tens ab Januar 2005 als gültig anzusehen. Anderslautenden Einschätzungen könne nicht gefolgt werden, da diese vorrangig von den geklagten Beschwerden abgeleitet seien und das Fehlen wesentlicher Störungsbefunde in den klinischen Befunden sowie die auch mehrfach aktenkundigen deutlichen Hinweise auf eine bewusstseinsnahe Aggravation unzureichend würdigten.
5
.3
In
d
er Gesamtbeurteilung
(
Urk.
7/88/1-2)
komm
en
die
Gutachter der
Klinik
F.___
zum Ergebnis, die Begutachtung habe auf neurologischem Fachgebiet kei
nen ausreichenden klinischen Störungsbefund ergeben, der gegen eine volle
Einsetzbarkeit (100%iges Rendement, 100%iges Pensum) des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten oder jeder vergleichbaren Tätigkeit spräche. Auszu
schliessen seien indes schwere körperliche Arbeiten sowie Tätigkeiten mit häu
figer Zwangshaltung der Lendenwirbelsäule. Diese Einschätzung sei aus neuro
logischer Sicht sowohl ab dieser Begutachtung als auch spätestens ab Januar 2005 als gültig anzusehen. Die psychiatrische Begutachtung habe keine Hin
weise für eine bestehende oder jemals bestandene psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
ergeben. Die Arbeitsfähigkeit des Versi
cherten sei somit auch aus psychiatrischer Sicht als uneingeschränkt und zu 100
%
als gegeben anzusehen.
6
.
Im Übrigen wird hinsichtlich der medizinischen Aktenlage auf die Anamnese im neurologischen Teilgutachten der Klinik
F.___
(
Urk.
7/88/17-23) sowie auf das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 2
0.
Juni 2011 betreffend das Verfahren bei der Unfallversicherung (Prozess Nr. UV.2009.00182)
ver
wiesen.
7.
Die Beschwerdegegnerin stützte die Aufhebung der ganzen Rente auf das Gutach
ten der Klinik
F.___
vom 1
9.
Oktober 201
1.
Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt,
aufgrund dieses
Gutachten
s
sei
eine Verbesse
rung des Gesundheitszustands nicht
ausgewiesen
.
7.1
Konkret bringt
der Beschwerdeführer
gegen das Gutachten
zunächst
vor, die Beschwerdegegnerin habe am 2
7.
Mai 2011 eine „bidisziplinäre (orthopädisch-neurologisch-psychiatrisch)“ medizinische Abklärung in Auftrag gegeben. Was am 1
9.
Oktober 2011 erstattet worden sei, sei eine „bidisziplinäre Begutach
tung“, bestehend aus einem psychiatrischen sowie einem neurologischen Gut
achten. Mit anderen Worten fehle die von der Beschwerdegegnerin erwartete orthopädische Beurteilung
. In dieser Hinsicht sei zu beachten, dass das kanto
nale Sozialversicherungsgericht in seinem Urteil vom 2
0.
Juni 2011 unter anderem aufgrund der orthopädischen Beurteilung von
Dr.
med.
J.___
, FMH orthopädische Chirurgie, vom 1
2.
Juni 2009, erkannt habe, die Arbeitsfä
higkeit des Beschwerdeführers sei in qualitativer Hinsicht eingeschränkt.
Vorlie
gend wird vom Beschwerdeführer zutreffend darauf hingewiesen, dass sich der von der Beschwerdegegnerin erteilte Gutachterauftrag missverständlich bzw. widersprüchlich erweist. Aufgrund der erwähnten Formulierung „bidisziplinär (orthopädisch-neurologisch-psychiatrisch)“ erscheint in der Tat fraglich, ob die Beschwerdegegnerin
unter diesem Auftrag nebst dem
in der Folge von der Kli
nik
F.___
durchgeführten psychiatrischen
und dem neurologischen Konsilium
auch eine orthopädische Begutachtung verstanden hatte.
Es stellt sich nun somit die Frage, ob
es korrekt war, dass die Klinik
F.___
von einer orthopä
dischen Begutachtung abgesehen hat.
Eine in einem solchen Fall zu erwartende Rückfrage der Gutachter an die Beschwerdegegnerin ist aktenmässig nicht dokumentiert, wie auch im Gutachten selber nirgends ausgeführt wird, weshalb hier ein eigenes orthopädisches Konsilium nicht erforderlich sei.
Aufgrund der medizinischen Anamnese erscheint der Entscheid der Gutachter indes nachvoll
ziehbar. So ist
zu beachten,
dass beim Beschwerdeführer zuletzt von fachärztli
cher Seite
klar
die
neurologische Behandlung im Zentrum stand.
Dokumentiert sind diesbezüglich die Berichte von
Dr.
med.
K.___
, Fachärztin FMH für Neurologie vom
5.
September 2005 (
Urk.
7/25/69-70), sowie von
Dr.
med.
G.___
, Facharzt FMH für Neurologie, vom 2
9.
September 2006 (
Urk.
7/25/31-32), vom 1
5.
Februar 2008 (
Urk.
7/42/6-8) und vom 1
5.
Mai 2009 (
Urk.
7/71/7-8).
Spezifische fachärztliche
orthopädische
Untersuchung
en
fanden im Nachgang
zur
heute konsilidierten LWK-1-Fraktur durch
Suva-Kreisarzt
Dr.
L.___
,
Orthopädische Chirurgie FMH
,
statt
(vgl. die Berichte
vom 2
4.
Februar 2005, vom
9.
November 2005 und vom 2
0.
November 2006
[
Urk.
7/16/58-60;
Urk.
7/16/1-5;
Urk.
7/25/4-8
]
).
Von wesentlicher Bedeutung erscheint sodann, dass im Rahmen der Erstbegutachtung durch
Dr.
D.___
im September 2009 ebenfalls kein orthopädisches, sondern einzig ein neurolo
gisches Konsilium stattfan
d. Schliesslich ist entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers auch darauf hinzuweisen, dass im Gutachten der Klinik
F.___
den qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ausreichend Rech
nung getragen wird, wie der Umstand deutlich macht, dass schwere körperliche Arbeiten und häufige Zwangshaltungen der LWS als unzumutbar erachtet wer
den (
Urk.
7/88/29).
Diese Beurteilung wird im Übrigen durch jene des Erstgut
achters
Dr.
D.___
gestützt, dieser hatte die qualitativen Anforderungen einer adaptierten Tätigkeit dahingehend umschrieben,
es sei vorauszusetzen, dass der Beschwerdeführer keine schweren Lasten tragen und sich nicht häufig bücken
dürfe
(
Urk.
7/47/6).
Zusammenfassend ist
– aufgrund des geklagten Beschwerdebildes -
kein Mangel darin zu erblicken, dass im Rahmen der der angefochtenen Verfügung zugrunde liegenden Begutachtung kein orthopädi
sches Konsilium durchgeführt wurde.
7.2
Der Beschwerdeführer rügt weiter, die neurologische Begutachtung beruhe offen
sichtlich auf unvollständiger Aktenlage. Ein Blick in die Aktenzusammen
fassung mache deutlich, dass insbesondere die kreisärztlichen Beurteilungen fehlten, welche ergangen seien, nachdem im Dezember 2006 am
Z.___
ein Einsinken des Cage radiologisch gefunden worden
sei
, ebenso fehle die bereits erwähnte Beurteilung von
Dr.
J.___
vom 1
2.
Juni 200
9.
Vorliegend ist zunächst festzustellen, dass in den Akten der Beschwerdegegnerin keiner
der
vom
Beschwerdeführer zitierten Berichte zu finden ist. Hingegen ist dem Urteil des hiesigen Gerichts vom
2
0.
Juni 2011 (UV.2009.00182) zu entnehmen, dass am 2
4.
Januar 2007 offenbar nochmals eine kreisärztliche Beurteilung durch
Dr.
L.___
stattfand
,
und ebenso wird der Bericht von
Dr.
J.___
von der S
UVA
-internen Abteilung für Versicherungsmedizin erwähnt. Wenn auch diese Berichte den Gutachtern der Klinik
F.___
anscheinend tatsächlich nicht zur Verfügung gestanden hatten, erscheint dies für die vorliegenden Belange nicht von wesentlicher Bedeutung.
So hielt
Dr.
L.___
im Zusammenhang mit den neu im
Z.___
angefertigten Bildern fest, anstelle von L1 liege ein Cage, der sich an der oberen Platte von Th12 und an der Deckplatte von L2 abstütze. Der Cage sei im seitlichen Strahlengang leicht gekippt, kranial weiter ventral als kaudal, stehe leicht links der zentralen Achse, ap sei die Ausrichtung korrekt. Eine Veränderung gegenüber den Aufnahmen vom 26. Juli 2005 (angefertigt nach Entfernung des Fixateur interne am 20. Juli 2005) habe sich nicht ergeben.
Dr.
L.___
interpretierte damit die Röntgenbilder etwas anders als der Radiologe Dr. med.
Z.___
, der in seinem Bericht vom 5. Dezember 2006 (ebenfalls nicht bei den Akten) ausführte, im Vergleich zu den Voruntersuchungen zeige sich ein zunehmender Einbruch der Deckplatte L2 mit Einsinken des Cages im ante
rioren Bereich, während die Bodenplatte Th12 und die Hinterkante von L1 un
verändert seien. Im Übergang L1 zu L2 komme es infolge Höhenminderung im ventralen Anteil zu einer Kyphosierung in diesem Segment.
Der Suva-Arzt
Dr.
J.___
räumte diesbezüg
lich ein
, es sei nach Entfernung des Fixateur interne zu einer leichten Kypho
sierung gekommen, was allerdings bei einem Implantat wie dem Fixateur interne nicht ungewöhnlich sei, da dieser einer Kyphosieru
ng entgegengestan
den habe. Inso
fern sei die These einer Instabilität bzw. eines weiteren Einsin
kens des Cages in die Deckplatte von LWK-2 nicht unplausibel. O
b dies eine geringere Belastbar
keit der Wirbelsäule zur Folge habe, sei unklar.
Doch ändere dies an der bisheri
gen Zumutbarkeitsbeurteilung für berufliche Tätigkeiten nichts, da man zum Vornherein von Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von relevanten Lasten aus
gegangen sei
(E. 2.3 – 2.4 des Urteils)
.
Nachdem also aus den Berichten
von Kreisarzt
L.___
vom 2
4.
Januar 2007
und von
Dr.
J.___
vom 1
2.
Juni 2009
aus versicherungsmedizinischer Sicht keine neuen Erkenntnisse hervorgehen, schadet im Ergebnis nicht, dass diese den Gutachtern nicht zur Verfügung gestanden hatten
, zumal bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in erster Linie die klinische Befunderhebung massgebend ist.
7.3
In materieller Hinsicht ist festzustellen, dass das Gutachten der Klinik
F.___
zu überzeugenden Ergebnissen gelangt. Es wird n
achvollziehbar aufgezeigt, dass der behindernde Effekt des leichtgradigen Vertebralsyndrom
s
mit paraver
tebralem Hartspann und eingeschränkter Beweglichkeit der LWS als Folge der im Jahr 2004 stattgehabten Wirbelkörperfraktur insgesamt gering einzuschätzen
ist
bzw. dass für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit kein ausreichender Anhalt für eine Minderung der Arbeitsfähigkeit besteh
t
. Zu berücksichtigten
ist nach gutachterlicher Einschätzung
diesbezüg
lich insbesondere, dass sich im Rahmen der Untersuchung eine deutliche Dis
krepanz zwischen der anamnestisch angegebenen aktuellen Schmerzstärke und dem unbeeinträchtigten
klinischen Eindruck ergeben ha
t
. Zusammen mit dem gesamten klinischen Eindruck eines muskulösen Begutachteten mit wetterge
gerbtem Integument spr
icht
dies gegen eine wesentliche somatische Beeinträch
tigung und für eine bewusstseinsnahe Aggravation.
Kann dem Gutachten der Klinik
F.___
grundsätzlich somit voller Beweiswert zuerkannt werden, stellt sich nun die Frage, inwieweit mit dieser Beurteilung eine Verbesserung des Gesundheitszustands ausgewiesen ist. Der Beschwerde
führer macht diesbezüglich geltend,
bei diesem Gutachten
handle es sich
bloss
um eine revisionsrechtlich unbeachtliche Neubeurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts.
Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, im Gutachten werde kein Zervikobrachialsyndrom mehr aufgeführt. Zudem seien
vormals
die HWS-Bewegungen in allen Richtungen mässig eingeschränkt gewesen, wohingegen aktuell eine volle Bewegung möglich sei. Des Weiteren sei der aktuelle Strichgang nun sicher und von der früher aufgeführten mögli
chen Myelopathie seien keine Befunde gegeben.
In Bezug auf den gesundheitli
chen Verlauf
wird in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des Gutachtens der Klinik
F.___
ausgeführt, auf neurologischem Fachgebiet habe sich kein ausreichender klinischer Störungsbefund ergeben, der gegen eine volle Einsetz
barkeit (100%-Rendement, 100%iges Pensum) des Begutachteten in der zuletzt ausgeübten oder jeder vergleichbaren Tätigkeit unter Berücksichtigung eines Ausschlusses schwerer körperlicher Arbeiten und häufiger Zwangshaltungen der LWS sprechen würden. Diese Einschätzung gelte aus Sicht des neurologischen Gutachters sowohl ab dieser Begutachtung als auch spätestens ab Januar 200
5.
Der psychiatrische Gutachter habe demgegenüber keine Hinweise für eine bestehende oder jemals bestandene psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erheben können
(
Urk.
7/88/1-2)
. Gemäss dieser Beurteilung wird vom Beschwerdeführer zu
Recht darauf hingewiesen
, dass seit 2005 von einem im Wesentlichen gleichgebliebenen Gesundheitszustand ausgegangen werden muss. Der Auffassung der Beschwerdegegnerin
,
wonach
aufgrund der erwähnten Befunden/Diagnosen von einer erheblichen
gesundheitlichen Ver
besserung im Sinne von
Art.
17 ATSG auszugehen sei, kann aufgrund
der
gut
achterlichen
Eins
chätzungen nicht gefolgt werden. Was die zervikale Myelopa
thie betrifft, ha
t
eine solche
nach
Ansicht
des neurologischen Gutachters zudem gar nie bestanden.
Da eine massgebende Veränderung der tatsächlichen Ver
hältnisse seit dem letzten Rentenentscheid n
icht ausgewiesen ist, müssen die gutachterlichen Einschätzungen
der Klinik
F.___
als blosse Neubeurteilung eines im Wesentlichen gleichgebliebenen Sachverhalts qualifiziert werden. Dies vermag die revisionsweise Einstellung der Invalidenrente
nicht zu rechtfertigen.
7.4
Zu prüfen bleibt, ob sich die ursprüngliche Rentenverfügung allenfalls als zwei
fellos unrichtig erweist.
Dr.
D.___
hatte in seiner Beurteilung (
Urk.
7/47/5-6) ausgeführt, durch die erlittene Fraktur, die operative Sanierung derselben, das Zervikalsyndrom und die möglicherweise beginnende Myelopa
thie sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit bzw. Beweglichkeit ein
geschränkt. Alle drei Ursachen bedeuteten derzeit eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, vorausgesetzt, der Beschwerdeführer müsse sich nicht häufig bücken und keine schweren Lasten tragen. An anderer Stelle, im Zusammenhang mit der Zusatzfrage nach dem Grad der Arbeitsfähigkeit, hatte der Gutachter demgegenüber erklärt,
seitens der konsolidierten Fraktur wäre der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig. Die hinzugekommenen Störungen an den Armen (Zervikobrachialsyndrom) und der Umstand, dass der Versicherte schon seit längerem nicht mehr gearbeitet habe, begründeten derzeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Frage der beginnenden zervikalen Myelopathie im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit bleibe offen, zurzeit habe sie keine kli
nische Relevanz, müsse aber im Verlauf kontrolliert werden (
Urk.
7/47/7). Wie
derum an anderer Stelle, im Zusammenhang mit der Frage nach dem zeitlichen Verlauf, hatte
Dr.
D.___
sodann angegeben,
wann genau das Zervikobra
chialsyndrom aufgetreten sei, könne heute nicht genau bestimmt werde
n
, jedoch ermögliche dieses zurzeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/47/7)
.
Gemäss diesen Erwägungen erscheinen die Angaben von
Dr.
D.___
zur Ursache für die 50%ige
Arbeitsunfähigkeit
widersprüchlich. Es kann nicht nachvollzogen werden, ob das Zervikobrachialsyndrom nun alleine oder zusammen mit anderen Faktoren für die Arbeitsunfähigkeit verantwortlich ist.
Für sich betrachtet erscheinen auch die Ausführungen im Rahmen der „Beur
teilung“
nicht schlüssig, wonach die erlittene Fraktur, die operative Sanierung derselben, das Zervikalsyndrom und die möglicherweise beginnende Myelopa
thie die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit darstellten. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass von Seiten des neurologischen Gutachters
der Klinik
F.___
plausibel dargelegt wurde, eine zervikale Myel
o
pathie sei weder klinisch noch bildmorphologisch jemals belegt worden noch angesichts des jetzigen Befundes wahrscheinlich, die genannte rentenbegründende Diagnose sei also nicht wahr
scheinlich (gewese
n) und zu revidieren (
Urk.
7/88/32)
. Beruhte die betreffende
Beurteilung
von
Dr.
D.___
somit unter anderem auf einer Verdachtsdiag
nose, welche sich in der Folge nicht
bestätigte, so muss jene
als zweifellos unrichtig angesehen werden.
Ebenso wenig schlüssig ist die
Beantwortung der Zusatzfrage
betreffend den Grad der
Arbeitsunfähigkeit von
Dr.
D.___
zu qualifizieren, wonach das Zervikobrachialsyndrom und der Umstand, dass der Beschwerdeführer schon seit längerem nicht mehr gearbeitet habe, als ursäch
lich
für die 50%ige Einschränkung
anzusehen seien. Bei eben diesem letzteren Umstand handelt
es sich um einen IV-fremden Fak
tor, welcher bei der medizi
nischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Rolle spielen kann.
Augenfällig ist bei dieser Zusatzfrage sodann insbesondere der Widerspruch zur „Beurtei
lung“. Während bei letzterer die erlittene Fraktur bzw. die operative Sanierung und die möglicherweise beginnende Myelopathie noch als Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit angesehen wurden, wird bei der Zusatzfrage ausgeführt, seitens der konsolidierten Fraktur wäre der Versicherte voll arbeitsfähig und sei die Myelopathie ohne klinische Relevanz bzw. bleibe deren Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit offen.
Gesamthaft ist festzustellen,
dass die Invaliditätsbemes
sung im Rahmen des ursprünglichen Rentenprüfungsverfahrens auf
keiner nachvollziehba
ren ärztlichen Einschätzung der
massgeblichen Arbeitsfähigkeit
basierte. Eine solche
Invaliditätsbemessung ist nicht
rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unric
htig im
wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil
des Bundesgerichts
9C_290/2009 vom 2
5.
September 2009 E.3.1.3 mit Hinweisen).
Unter Bejahung eines Wiedererwägungsgrundes
war die Beschwerdegegnerin daher befugt,
die
ursprüngliche
Renten
verfügung vom
6.
April 2010 aufzuheben.
8.
Bei der Wiedererwägung einer formell recht
skräftigen Verfügung oder eines
formell rechtskräftigen Einspracheen
tscheides, sei es im Rahmen der
substitu
ierten Begründung bei Gelegenheit eine
s Revisionsverfahrens nach Art.
17
Abs.
1 ATSG und
Art.
87 ff.
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
, sei es
sonst von Amtes wegen oder auf
Gesuch hin, gilt es, wenn spezi
fisch IV-rechtliche Aspekte zur Diskussion
stehen, mit Wirkung ex nunc et pro futur
o einen rechtskonformen Zustand
herzustellen (
Art.
85
Abs.
2,
Art.
88
bis
Abs.
1
lit. c IVV; BGE 110 V 291 E. 3
S. 293 ff.; Urteil 9C_215/2007 vom
2.
Juli 2007
E. 6.1). Um die Frage nach dem
zukünftigen Rentenanspruch prüfen zu können, mus
s die zweifellose Unrichtigkeit
der ursprünglichen Rentenverfügung festgestellt sein.
Ist dies – wie vorliegend - der Fall und die
Berichtigung von erheblicher Bedeutung, was
auf periodische Dauerleistungen
regelmässig zutrifft (vgl. BGE 119 V 475 E.
1c S. 480 mit Hinweisen; Urteil
9C_655/2007 vom
4.
Januar 2008 E. 2), sin
d die Anspruchsberechtigung und
allenfalls der Umfang
des Anspruchs pro futur
o zu prüfen (Urteil 9C_215/2007
vom
2.
Juli 2007
E.
6.1). Es kann somit
nicht mit der Feststellung der
zweifellosen Unrichtigkeit der ursprüngliche
n Rentenverfügung sein Bewenden
haben. Vielmehr ist wie bei einer materiellen Re
vision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG
auf der Grundlage eines richtig und vollständig
festgestellten Sachverhalts der
Invaliditätsgrad im Zeit
punkt der Verfügung od
er des Einspracheentscheides zu
ermitteln (in diesem Sinne auch Urteil I 859/05 vom 1
0. Mai 2006 E. 2.3),
woraus sich die Anspruchsberechtigung und alle
nfalls der Umfang des Anspruchs
ergeben (
Art.
28
Abs. 2
IVG; Urteil 9C_11/2008 vom 2
9.
April 2008 E. 4.2.1).
Vorliegend ist somit zu prüfen, ob sich aufgrund der aktenmässig dokumentier
ten Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Invaliditätsgrad zuverlässig ermitteln lässt.
Diesbezüg
lich wurde bereits oben darauf hingewiesen, dass das Gutachten der Klinik
F.___
für die Beurteilung des Rentenanspruchs
eine beweistaugliche Grundlage darstellt
.
Gestützt auf diese medizinische Beurteilung ist davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkei
ten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht.
Die
Einstellung der Rente
in der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
März 2012 erweist sich im Ergebnis somit als korrekt bzw. ist
sie
mit der substituierten Begründung der Wiederer
wägung zu schützen.
9.
9.1
Der Beschwerdeführer lässt vortragen, von der Beschwerdeführer sei in unzulässi
ger Weise ausser Acht gelassen worden, dass gemäss bundesgerichtli
cher Rechtsprechung bei versicherten Personen, die das 5
5.
Altersjahr zurück
gelegt hätten, eine Rentenaufhebung die vorgängige Durchführung von Einglie
derungsmassnahmen voraussetze.
9.2
Im Regelfall ist eine medizinis
ch attestierte Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbste
ingliederung zu verwerten. Nach
langjährigem Renten
bezug können ausnahmsweise E
rfordernisse des Arbeitsmarktes
der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistung
sfähigkeit und medizinisch
möglichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei
hervor
geht, dass die Verwertung eines best
immten Leistungspotenzials ohne
vorgän
gige Durchführung befähigend
er Massnahmen allein vermittels
Eigenanstren
gung der versicherten Person
nicht möglich ist (Urteil des Bundesgerichts
9C_163/2009 vom 1
0.
September
2010, E. 4.2.2, in: SVR 2011 IV
Nr. 30 S. 86). Diese Rechtsprechung ist grundsät
zlich auf Fälle zu beschränken,
in denen die (revisions- oder wiedererwägungswei
se) Herabsetzung oder Aufhebung
der Invalidenrente eine versicherte Person betr
ifft, welche das 5
5.
Altersjahr
zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15
Jahren bezogen hat (Urteil des Bundesgerichts
9C_228/2010 vom 2
6.
April 2011 E. 3.3, in:
SVR 2011 IV Nr. 73
S. 220). Die Übernahme der beiden Abgrenzungskr
iterien (vgl. lit. a
Abs.
4 der
Schlussbestimmungen der Änderung vom 1
8.
Mä
rz 2011 [
6.
IV-Revision, erstes
Massnahmenpaket]) bedeutet
nicht, dass die darunter fallen
den Rentnerinnen und Rentner im
jeweiligen revisions- (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) bzw. gegebenenfalls
wiedererwägungsrechtlichen (
Art.
53
Abs.
2 ATSG) Kontext einen
Besitzstands
anspruch geltend machen könnten; es wird ihnen l
ediglich
zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen -
auf Grund des fortgeschrittenen
Alters oder einer langen Rentendauer die
Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts
9C_
367/2011 vom 1
0.
August 2011 E.
3.3).
9.3
Vorliegend hatte der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Renteneinstellung im März 2012 das 5
5.
Altersjahr bereits überschritten. Mit der Beschwerdegegnerin ist jedoch davon auszugehen, dass die Verw
ertbarkeit des noch vorhandenen
Restleistungsvermögens
grundsätzlich
gewährleistet
erscheint. So geht aus
der
Beurteilung der Klinik
F.___
hervor
, dass
dem
Beschwerdeführer seine
ange
stammte
Arbeit
als Reinigungskraft bei den VBZ Trambetrieben der Stadt Zürich, die er von 1991 bis zu seinem Unfall im Jahr 2005 inne hatte uneinge
schränkt zumutbar
ist
, wie er auch in der Lage
ist
, jede andere vergleichbare Tätigkeit zu einem 100%-Pensum auszuüben. Bei einem derartigen medizinisch-
theoretischen Zumutbarkeitsprofil steht einer Selb
steingliederung
objektiv betrachtet
nichts entgegen. Im Übrigen wurde auch von Seiten der Gutachter der Klinik
F.___
die Frage, ob berufliche Massnahmen bzw. Integrations
massnahmen
zurzeit
a
ussichtsreich
seien, dahingehend beantwortet, solche Massnahmen seien medizinisch nicht begründbar, es bestehe per sofort eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(
Urk.
7/88/30
).
Schliesslich ist von Bedeutung, dass der Rentenbezug nur für eine
relativ kurze Zeit
erfolgte
.
Gesamthaft ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin vor der Renteneinstellung von der Durchführung von Eingliederungs
massnahmen abgesehen hat.
1
0.
10.1
Zusammenfassend ist die Beschwerde in sämtlichen Punkten abzuweisen.
10.2
Gemäss
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61 lit. a ATSG das Be
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1000.-- festgelegt. Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Dominique Chopard
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstGiger