# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be64273d-e29d-5a29-a99e-cf4666d07492
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.03.2024 RT230166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT230166_2024-03-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: RT230166-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Engler sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner

Urteil vom 18. März 2024

in Sachen

A._____, 
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Staat Zürich und Gemeinde B._____, 
Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Steueramt B._____

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 22. August 2023 (EB230182-I)

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Erwägungen:

1. a) Die Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) stell-

ten mit Eingabe vom 11. Mai 2023 vorinstanzlich das Gesuch, es sei ihnen in der 

Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Volketswil (Zahlungsbefehl vom 6. März 

2023) definitive Rechtsöffnung zu erteilen für die Staats- und Gemeindesteuern 

2018 in der Höhe von Fr. 432.05 nebst Zins zu 4.5 % seit 4. März 2023, für 

Fr. 46.– aufgelaufener Zins bis 3. März 2023, für Kosten des vorhergehenden Be-

treibungsverfahrens in der Höhe von Fr. 240.30 und für die aktuellen Betreibungs-

kosten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchsgegners 

und Beschwerdeführers (fortan Gesuchsgegner; Urk. 1, Urk. 2/1).

Mit Vorladung vom 10. Juli 2023 setzte die Vorinstanz die Rechtsöffnungs-

verhandlung auf den 22. August 2023 an (Urk. 6). Der Gesuchsgegner nahm 

diese Vorladung am 18. Juli 2023 persönlich in Empfang (vgl. Urk. 7 S. 1). Zur 

Verhandlung vom 22. August 2023 erschien keine der Parteien (Prot. Vi S. 5).

Mit Urteil vom 22. August 2023 erteilte die Vorinstanz in der vorgenannten 

Betreibung gestützt auf den rechtskräftigen Einschätzungsentscheid für die 

Staats- und Gemeindesteuern des Jahres 2018 vom 14. August 2020 (Urk. 2/2), 

die entsprechende rechtskräftige Schlussrechnung vom 11. September 2020 

(Urk. 1, Urk. 2/3) und das rechtskräftige Urteil des Einzelgerichts im summari-

schen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 14. Juni 2021 (EB210147-I; 

Urk. 2/4, Urk. 9/2) definitive Rechtsöffnung für Fr. 432.05 nebst Zins zu 4.5 % seit 

4. März 2023, für Fr. 46.–, für Fr. 200.–, für die Betreibungskosten sowie für Kos-

ten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils. Im Mehr-

betrag wurde das Begehren abgewiesen (Urk. 14 = Urk. 17).

b) Innert Beschwerdefrist (Art. 321 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 251 lit. a ZPO, 

Urk. 15 S. 3) erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 27. Oktober 2023 gegen 

das vorgenannte Urteil "Einsprache/Rekurs" mit dem sinngemässen Antrag, es 

sei das angefochtene Urteil teilweise aufzuheben und das Gesuch um Erteilung 

der definitiven Rechtsöffnung im Umfang von Fr. 200.– abzuweisen (Urk. 16).

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c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-15).

2. Die Schweizerische Zivilprozessordnung (fortan ZPO) sieht im 2. Teil, 

"9. Titel: Rechtsmittel" die "Einsprache" oder den "Rekurs" gegen erstinstanzliche 

Entscheide nicht vor (vgl. Art. 308 ff. ZPO), weshalb vorliegend in Anwendung von 

Art. 319 lit. a ZPO i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO ein Beschwerdeverfahren ge-

mäss Art. 319 ff. ZPO eröffnet wurde (vgl. dazu auch Urk. 17 S. 6 Dispositivzif-

fer 6). Dies teilte die erkennende Kammer den Parteien mit Schreiben vom 3. No-

vember 2023 mit (Urk. 18).

3. a) Der Gesuchsgegner macht in seiner Rechtsmitteleingabe geltend, es 

ergebe sich aus dem angefochtenen Urteil nicht, um was für einen Betrag es sich 

bei den Fr. 200.– handle, welche in Erwägung 4.4 aufgeführt seien. Hierzu sei nir-

gends etwas erwähnt. Die Vorinstanz sei in den Erwägungen diesbezüglich nicht 

konkret. Er akzeptiere demnach die Forderung in der Höhe von Fr. 200.– nicht 

(Urk. 16).

b) Entgegen den Ausführungen des Gesuchsgegners geht aus der Erwä-

gung 4.2 des angefochtenen Urteils unmissverständlich hervor, dass sich die 

Fr. 200.– aus dem Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Be-

zirksgericht Uster vom 14. Juni 2021 (EB210147-I) ergeben. In diesem Entscheid 

wurde der Gesuchsgegner verpflichtet, den Gesuchstellern die von ihnen bezo-

gene Spruchgebühr in der Höhe von Fr. 150.– zu ersetzen (vgl. Urk. 2/4 S. 2 Dis-

positivziffern 2 f.) sowie eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 50.– zu be-

zahlen (vgl. Urk. 2/4 S. 2 Dispositivziffer 4). Folglich erwog die Vorinstanz zu 

Recht, dass das genannte Urteil für Fr. 200.– einen definitiven Rechtsöffnungstitel 

darstelle (Urk. 17 S. 4 E. 4.2). Im Umfang von Fr. 200.– erteilte daher die Vorin-

stanz betreffend die von den Gesuchstellern geltend gemachte Forderung zu den 

Kosten des vorhergehenden Betreibungsverfahrens von Fr. 240.30 korrekter-

weise definitive Rechtsöffnung.

4. Im Übrigen setzt sich der Gesuchsgegner nicht mit den vorinstanzlichen 

Erwägungen des angefochtenen Urteils auseinander. Damit erweist sich die Be-

schwerde als offensichtlich unbegründet. Es kann daher davon abgesehen wer-

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den, eine Beschwerdeantwort der Gesuchsteller oder eine Stellungnahme der 

Vorinstanz einzuholen (Art. 322 ZPO, Art. 324 ZPO). Die Beschwerde ist abzu-

weisen.

5. Der Gesuchsgegner stellt für das Beschwerdeverfahren kein konkretes 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. Urk. 16). Da – wie 

aufgezeigt – die Beschwerde von vornherein als aussichtslos anzusehen war, 

wäre dieses jedoch ohnehin abzuweisen gewesen. Der Anspruch auf unentgeltli-

che Rechtspflege setzt neben der Mittellosigkeit nämlich zusätzlich voraus, dass 

das Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 lit. b ZPO).

6. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr ist ausgangsgemäss dem Gesuchs-

gegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und gestützt auf Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen. Mangels wesentlicher Umtriebe 

ist den Gesuchstellern für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzu-

sprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Der Gesuchsgegner seinerseits hat als unter-

liegende Partei keinen Anspruch auf Entschädigung (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), 

wobei er im Beschwerdeverfahren ohnehin keinen diesbezüglichen Antrag stellte 

(Urk. 16).

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens wird auf Fr. 150.– festgesetzt.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner aufer-

legt.

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage ei-

ner Kopie der Urk. 16, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 200.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 18. März 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Baumgartner

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