# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6783f5f5-ad00-51ed-8aa1-ee21d2b2458e
**Source:** Zürich (entscheidsuche) (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.10.2025 PS250354
**Docket/Reference:** PS250354
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS250354_2025-10-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PS250354-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Urteil vom 27. Oktober 2025

in Sachen

A._____ GmbH, 
Schuldnerin und Beschwerdeführerin

gegen

Sammelstiftung BVG der B._____,
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes in Konkurssachen des 
Bezirksgerichtes Winterthur vom 15. Oktober 2025 (EK250707)

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Erwägungen:

1.1 Mit Eingabe vom 20. Oktober 2025 (Datum Poststempel: 21. Oktober 2025) 

erhob die Schuldnerin Beschwerde gegen das Urteil des Einzelgerichts in Kon-

kurssachen des Bezirksgerichtes Winterthur vom 15. Oktober 2025, mit welchem 

über sie aufgrund einer Forderung der Gläubigerin von Fr. 15'391.70 (Betreibung 

Nr. 1 des Betreibungsamtes Oberwinterthur) der Konkurs eröffnet wurde. Sie be-

antragt die Aufhebung des Konkurses und die Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung (act. 2; Entscheid Vi.: [act. 3 =] act. 9 [= act. 10/3]; vgl. zur Rechtzeitigkeit 

act. 10/7). 

1.2 Mit Verfügung vom 22. Oktober 2025 wurde der Beschwerde der Schuldne-

rin einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt. Zudem wurde ihr Frist an-

gesetzt, um für das Konkursverfahren einen Vorschuss zu leisten (act. 5). Die 

erstinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 10/1–8). Die Schuldnerin leistete 

den Vorschuss innert Frist (act. 7). Das Verfahren ist spruchreif. 

2.1 Im Beschwerdeverfahren können neue Tatsachen, die vor dem erstinstanzli-

chen Entscheid eingetreten sind, ohne Einschränkung geltend gemacht werden. 

Dazu gehört insbesondere, dass die Forderung der Gläubigerin schon vor der 

Konkurseröffnung nebst Zinsen und Kosten bezahlt wurde, was nach Art. 172 

Ziff. 3 SchKG zur Abweisung des Konkursbegehrens geführt hätte, wenn es dem 

Konkursgericht bekannt gewesen wäre. Für die Gutheissung der Beschwerde ist 

zudem erforderlich, dass innert der Beschwerdefrist auch die Kosten des Konkur-

samts und des erstinstanzlichen Konkursgerichts sichergestellt werden. Nach 

ständiger Praxis der Kammer wird von der Prüfung der Zahlungsfähigkeit im 

Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG abgesehen, wenn sich der Konkursaufhebungs-

grund vor der Konkurseröffnung verwirklichte. Dass ein Schuldner in dieser Kon-

stellation die Kosten des Konkursgerichts (zusammen mit jenen des Konkursam-

tes) erst nach der Konkurseröffnung sichergestellt hat, bleibt dabei unberücksich-

tigt (vgl. zum Ganzen ZR 110/2011 Nr. 79; OGer ZH, Urteil vom 24. April 2025 

[PS250096] E. 3.1).

An dieser Stelle bleibt indes darauf hinzuweisen, dass sich das Bundesge-

richt im zur Publikation vorgesehenen Entscheid 5A_375/2025 vom 11. August 

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2025 (E. 3.4) der Auffassung angeschlossen hat, es müssten namentlich auch die 

Kosten des Konkursgerichtes bereits vor der Konkurseröffnung getilgt bzw. si-

chergestellt sein, damit von der Prüfung der Zahlungsfähigkeit abgesehen werden 

könne. Die bisherige Praxis der Kammer wird entsprechend anzupassen sein. Bis 

zur amtlichen Publikation des erwähnten Bundesgerichtsentscheids ist jedoch im 

Sinne des Vertrauensschutzes insbesondere Laien gegenüber die langjährige 

Praxis der Kammer  weiterhin anzuwenden und von einer Prüfung der Zahlungs-

fähigkeit abzusehen, auch wenn die Kosten des Konkursgerichts und des Konkur-

samts erst nach der Konkurseröffnung getilgt oder sichergestellt wurden. 

2.2 Die Schuldnerin macht geltend, die der Konkurseröffnung zugrundeliegende 

Forderungen vor der Konkurseröffnung getilgt zu haben (vgl. act. 2), und sie be-

legt diese Behauptung mit einer entsprechenden Abrechnung des Betreibungs-

amtes Oberwinterthur, die der Betreibung Nr. 1 zu Grunde liegende Forderung mit 

Valuta-Datum vom 20. August 2025 und damit vor Konkurseröffnung vollständig 

getilgt zu haben (act. 4/2). Ebenso belegt die Schuldnerin, den Kostenvorschuss 

für das Konkursamt Oberwinterthur-Winterthur am 16. Oktober 2025, d.h. nach 

der Konkurseröffnung, geleistet zu haben (act. 4/3).

2.3 Die Voraussetzungen für die Aufhebung des Konkurses sind damit nach der 

vorliegend noch zur Anwendung gelangenden bisherigen Praxis der Kammer er-

füllt. Von der Prüfung der Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin kann demnach abge-

sehen werden, da sie die Forderung vor der Konkurseröffnung getilgt hat. Die Be-

schwerde ist gutzuheissen und das Urteil des Einzelgerichtes in Konkurssachen 

des Bezirksgerichtes Winterthur vom 15. Oktober 2025 ist aufzuheben. 

3. Die Schuldnerin hat es versäumt, die erfolgte Tilgung rechtzeitig vor dem Er-

lass des angefochtenen Urteils dem Konkursgericht mitzuteilen. Da die Zahlung 

erfolgte, nachdem der Schuldnerin die Vorladung zur Verhandlung über das Kon-

kursbegehren zugestellt worden war (act. 10/3), durfte sie sich nicht darauf verlas-

sen, dass eine Teilnahme an der Verhandlung über das Konkursbegehren oder 

eine Mitteilung an das Konkursgericht nicht mehr erforderlich wären. Dies insbe-

sondere mit Blick auf Art. 172 Ziff. 3 SchKG, wonach das Konkursbegehren abzu-

weisen ist, wenn der Schuldner durch Urkunden beweist, dass die Schuld, Zinsen 

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und Kosten inbegriffen, getilgt ist. Indem die Schuldnerin vor Vorinstanz nicht 

rechtzeitig den Nachweis für die erfolgte Zahlung erbrachte, hat sie sowohl die 

erstinstanzliche Konkurseröffnung als auch das Beschwerdeverfahren verursacht. 

Entsprechend hat sie die Kosten des Beschwerdeverfahrens, die Kosten des erst-

instanzlichen Konkursgerichtes und die Kosten des Konkursamtes zu tragen. Die 

Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist mit dem geleisteten Vorschuss 

zu verrechnen.

Es wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Einzelge-

richtes in Konkurssachen des Bezirksgerichtes Winterthur vom 15. Oktober 

2025 aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidge-

bühr von Fr. 300.– wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt.

3. Das Konkursamt Oberwinterthur-Winterthur wird angewiesen, von dem bei 

ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'500.– (Fr. 1'000.– Zahlung der 

Schuldnerin sowie Fr. 1'500.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursge-

richt geleisteten Vorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldne-

rin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag aus-

zuzahlen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an das Einzelgericht in Konkurssachen des Be-

zirksgerichtes Winterthur (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) 

und das Konkursamt Oberwinterthur-Winterthur, ferner im Urteils-Dispositiv 

an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt 

Oberwinterthur, je gegen Empfangsschein.

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

versandt am:
28. Oktober 2025