# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 95aeb79c-1b11-5c58-82db-075a609349ab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.11.2016 KV 2014/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-2014-7_2016-11-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV 2014/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: KV - Krankenversicherung

Publikationsdatum: 02.11.2016

Entscheiddatum: 02.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 02.11.2016
Art. 25 Abs. 1 KVG. Art. 32 Abs. 1 KVG. Teilweise Gutheissung der 
Beschwerde. Wirksamkeit einer Liposuktion bei Lipödem verneint. Pflicht 
zur Kostenübernahme für massangefertigte Kompressionsstrümpfe bejaht 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. 
November 2016, KV 2014/7).Entscheid vom 2. November 2016 

Besetzung                                                                      

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschrei-berin Katja 

Meili           

Geschäftsnr.                                                                                                                    

KV 2014/7          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley,

Blumenbergplatz 1, 9000 St. Gallen,

gegen

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Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 

Postfach, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG 

(nachfolgend Concordia) im Rahmen der obligatorischen Krankenpflege versichert (vgl. 

act. G5.1). Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Angiologie, diagnostizierte bei ihr am 13. 

September 2011 ein Lipödem beidseits, eine diskrete primäre Varikose und eine seit 

ca. 1994 bestehende Psoriasisarthritis (act. G5.66). Die Concordia übernahm die 

Kosten für die im Jahr 2011 durchgeführten manuellen Lymphdrainagen, welche Dr. 

med. C.___, Rheumatologie FMH, unter Angabe der Diagnose Psoriasisarthritis und 

Lymphödem verordnet hatte (act. G5.67 bis G5.70). Dr. med. D.___, plastisch-

rekonstruktive und ästhetische Chirurgie FMH, und Dr. C.___ ersuchten die Concordia 

zwischen Oktober 2011 und März 2012 mehrfach um Kostengutsprache für eine 

aufgrund des Lipödems geplante Liposuktion (Fettabsaugen; vgl. act. G5.64, G5.61, 

G5.56, G5.52). Die Concordia lehnte die Gesuche nach Einholung von Stellungnahmen 

der Vertrauensärzte Dr. med. E.___ (vgl. act. G5.63, G5.60, G5.57, G5.54, G5.48) und 

Dr. med. F.___ (vgl. act. G5.44) jeweils ab (act. G5.62, G5.59, G5.53, G5.50, G5.47, 

G5.43). Hingegen übernahm sie die Kosten für zwei im September und Oktober 2011 

massangefertigte Paar Kompressionsstrümpfe (act. G5.55).

A.b  Dr. D.___ nahm die Liposuktion am 17. April 2012 vor (act. G1.17). Im Mai 2012 

vergütete die Concordia der Versicherten ein Paar konfektionierte 

Kompressionsstrumpfhosen (act. G5.40). Am 17. August 2012 ersuchte die 

beigezogene Rechtschutzversicherung die Concordia um Kostenübernahme für die 

Liposuktion (act. G5.35). Die Concordia lehnte nach Beurteilung durch Dr. E.___ (act. 

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G5.34) ihre Leistungspflicht wiederum ab, da keine medizinische Indikation bzw. kein 

genügender Krankheitswert für eine Liposuktion bestanden habe (act. G5.33). Auch 

nach dem Schreiben von Dr. D.___ vom 10. Oktober 2012 (act. G5.32) hielt die 

Concordia an ihrem ablehnenden Entscheid fest (Schreiben vom 22. Oktober 2012, act. 

G5.31). An die Kosten der im September und November 2012 massangefertigten 

Kompressionsstrümpfe Klasse II vergütete die Concordia den Maximalbetrag für 

konfektionierte Kompressionsstrümpfe Klasse II (vgl. act. G5.30, G5.28, G5.26). Nach 

Aufforderung der Rechtsvertreterin der Versicherten zur Übernahme der Kosten für die 

Liposuktion und der Kompressionstherapie (Schreiben vom 30. März 2013; act. G5.23) 

und diesbezüglicher Stellungnahme von Dr. E.___ vom 29. April 2013 (act. G5.22) 

verfügte die Concordia am 1. Juli 2013 formell die Ablehnung der Kostenübernahme für 

die Liposuktion und die Kompressions-Massstrümpfe (act. G5.19).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 1. Juli 2013 erhob die Versicherte am 4. September 

2013 Einsprache und beantragte, es seien ihr die Kosten der Operation vom 17. April 

2012 (Liposuktion) rückzuerstatten und die Kosten für Kompressions-Massstrümpfe zu 

übernehmen. Sie führte aus, die Liposuktion sei eine notwendige, zweckmässige und 

wirtschaftliche Behandlung des Lipödems gewesen und die Kosten dafür daher zu 

vergüten. Ohne Fortführung der Kompressionstherapie mit massangefertigten 

Kompressionsstrümpfen bestehe das Risiko, dass die Krankheit erneut fortschreite und 

Beschwerden verursache (act. G5.15).

B.b  Am 2. September 2013 berichtete Dr. med. G.___, Chirurgie FMH/Phlebologie 

SGP, über ein Lipödem vom Ganzbeintyp (voroperiert). Die Beschwerden seien nach 

der Liposuktion teilweise verschwunden, ein Druck- und Spannungsgefühl in den 

Beinen sei aber noch immer vorhanden. Bei diesem Beschwerdebild halte er es 

medizinisch für sinnvoll, die bestehenden Fettzellen durch eine erneute Liposuktion 

komplett zu entfernen. Aktuell halte er das Tragen einer Kompressionsstrumpfhose für 

notwendig (act. G5.16).

B.c  Im April 2014 wurde die Versicherte durch Dr. med. H.___ und Dr. med. E.___, 

Vertrauensärzte der Concordia, untersucht. Diese hielten in ihren Berichten vom 14. 

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und 30. April 2014 fest, weder ein behandlungsbedürftiger Befund noch ein eigentlich 

somatisch begründeter Leidensdruck habe je bestanden. Es habe niemals ein 

krankheitswertiger Befund vorgelegen. Daraus könne kein Anspruch gegenüber der 

Concordia abgeleitet werden. Es gebe auch keine Indikation für 

Kompressionsstrümpfe, zumal solche bei dem minim ausgeprägten Lipödem der 

Beschwerdeführerin ohne begleitendes Lymphödem gar nichts brächten (act. G5.10 

und G5.8).

B.d  Mit Einspracheentscheid vom 16. Mai 2014 (act. G1.2) wies die Concordia die 

Einsprache ab und bestätigte ihre Verfügung vom 1. Juli 2013.

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 16. Mai 2014 (vgl. act. G1.2) richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 17. Juni 2014 (act. G1). Die Beschwerdeführerin 

beantragt darin dessen Aufhebung. Weiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 

der Beschwerdeführerin die Kosten der Operation vom 17. April 2012 (Liposuktion) 

zurückzuerstatten und die Kosten der Beschwerdeführerin für Kompressions-

Massstrümpfe zu übernehmen; unter Entschädigungsfolge. Sie begründet, das 

Lipödem sei nicht etwa “nur“ eine blosse Befindlichkeitsstörung, sondern eine echte 

Krankheit. Die konservative Therapie, welche unter anderem Lymphdrainage und 

konsequente Kompressionstherapie umfasse, sei nur kurzfristig erfolgreich, sodass sie 

konsequent angewandt und lebenslang wiederholt werden müsse. Eine Reduktion des 

krankhaft vermehrten Fettgewebes sei nur durch Liposuktion möglich. Bisherige 

Studien belegten, dass die Beschwerden – namentlich die Schmerzen – dadurch 

deutlich gebessert werden könnten, und die behandelnden Ärzte der 

Beschwerdeführerin hätten die Behandlungsbedürftigkeit des Lipödems durch 

Liposuktion bejaht. 

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. September 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G5). Sie bringt vor, bezüglich der Liposuktion lägen weder 

umfassende Studien noch Langzeitergebnisse vor. Das diagnostizierte Lipödem 

Stadium I habe nicht eine Schwere aufgewiesen, welche mit dem im 

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Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

als krankheitswertig zu bezeichnen sei. Erhebliche Beschwerden – wie von der 

Rechtsprechung für die Kostenübernahme einer vorwiegend ästhetisch motivierten 

Operation verlangt – seien ebenfalls nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.

C.c Mit Replik vom 5. Januar 2015 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest 

(act. G11). Sie führt aus, die Diagnose des Lipödems beinhalte per se Schmerzen. Bei 

ihr sei das Lipödem – und damit die Schmerzhaftigkeit der Erkrankung – diagnostiziert 

worden. Die Liposuktion führe nicht zur Heilung der Krankheit, wohl aber zu einer 

erheblichen Besserung der Beschwerden. Sie stützt sich bei ihren Ausführungen unter 

anderem auf einen eingereichten Bericht von Dr. med. I.___, Arzt für Angiologie, vom 

29. Dezember 2014 (act. G11.2).

C.d Mit Duplik vom 6. Mai 2015 hält die Beschwerdegegnerin an ihren Rechtsbegehren 

und Ausführungen vollumfänglich fest (act. G19). Sie bringt vor, die Erkrankung der 

Beschwerdeführerin sei nicht behandlungsbedürftig gewesen. Es werde bestritten, 

dass die Beschwerdeführerin durch die Liposuktion eine erhebliche Schmerzlinderung 

erfahren habe, zumal sie bereits vor der Operation in Bezug auf das Lipödem keine 

Schmerzen gehabt habe. Gängige Kompressionsstrümpfe erfüllten den Zweck ebenso 

wie die vielfach teureren massangefertigten Kompressionsstrümpfe. Die 

Beschwerdegegnerin legte mit ihrer Duplik eine Stellungnahme von Dr. H.___ vom 30. 

Januar 2015 ins Recht (act. G19.1).

Erwägungen

1.   

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist die Pflicht zur 

Kostenübernahme der Beschwerdegegnerin für die Liposuktion vom 17. April 2012 und 

die massangefertigten Kompressionsstrümpfe.

1.1  Nach Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 

832.10) übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für die 

Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen 

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dienen. Art. 25 Abs. 2 KVG enthält einen Katalog von Leistungen, die unter die 

Übernahmepflicht der Krankenversicherer fallen. Als Pflichtleistung aufgeführt sind 

unter anderem die von einem Arzt oder einer Ärztin ambulant, stationär oder in einem 

Pflegeheim durchgeführten Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen 

(lit. a Ziff. 1) sowie der Aufenthalt im Spital entsprechend dem Standard der 

allgemeinen Abteilung (lit. e).

1.2  Die Übernahmepflicht des Krankenversicherers wird durch Art. 32 Abs. 1 KVG 

begrenzt. Danach sind nur jene Leistungen zu vergüten, welche wirksam, zweckmässig 

und wirtschaftlich sind, wobei die Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Methoden 

nachgewiesen sein muss. Der Leistungserbringer muss sich in seinen Leistungen auf 

das Mass beschränken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den 

Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG).

1.3  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, BGE 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte; bei einer leistungsaufhebenden Tatfrage liegt die Beweislast 

somit beim Versicherer, bei einer leistungsbegründenden Tatfrage bei der versicherten 

Person. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich 

erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung 

einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).

1.4  Im Sozialversicherungsprozess gelten gemäss Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

Grundsätze der Untersuchungspflicht und der freien Beweiswürdigung. Demgemäss 

hat der Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen 

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Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien 

gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a am Schluss). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzten bzw. von Vertrauensärzten der Versicherer 

kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und 

BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

2.   

Zu prüfen ist vorerst, ob es sich beim Lipödem der Beschwerdeführerin um eine 

Krankheit handelt. Die Beschwerdegegnerin verneint den Krankheitswert des Lipödems 

der Beschwerdeführerin gestützt auf die Stellungnahmen der Vertrauensärzte Dr. E.___, 

Dr. F.___ und Dr. H.___ (vgl. insb. act. G5.63, G5.60, G5.48, G5.44, G5.22, G5.10). Die 

Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber gestützt auf die Berichte ihrer 

behandelnden Ärzte die Auffassung, beim Lipödem handle es sich um eine Krankheit, 

welche Beschwerden, insb. Schmerzen, verursache und behandlungsbedürftig sei (act. 

G1, G11).

2.1  Krankheit ist gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) jede Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist 

und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat. Die gesundheitliche Störung wird durch ein 

pathologisches Geschehen verursacht oder hat – anders ausgedrückt – eine 

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medizinische Grundlage. Das subjektive “Sichkrankfühlen“ erfüllt für sich allein den 

Krankheitsbegriff im Rechtssinn noch nicht. Die Störung oder Beeinträchtigung der 

Gesundheit muss so gewichtig sein, dass eine medizinische Behandlung oder doch 

Untersuchung nötig ist. Die Behandlungsnotwendigkeit oder das Vorliegen einer 

Arbeitsunfähigkeit muss objektiv durch den Arzt oder die Ärztin festgestellt werden. 

Das Sozialversicherungsrecht verlangt somit eine durch Medizinalpersonen 

objektivierbare und festgestellte Beeinträchtigung der Gesundheit, damit eine Leistung 

beansprucht werden kann (THOMAS LOCHER und THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern/Zürich 2014, S. 72 f.). Die Trennlinie zur 

Nichtkrankheit wird in der Rechtsprechung vielfach mit dem Begriff des 

Krankheitswerts gezogen. Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss ein gewisses 

Mindestmass erreichen, um Krankheitswert zu erlangen bzw. das Krankheitskriterium 

der Behandlungsbedürftigkeit zu erfüllen (GEBHARD EUGSTER, Bundesgesetz über 

die Krankenversicherung, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Freiburg/Basel 2010, Art. 1a Rz 6 mit Hinweisen).

2.2  Schönheitsfehler, die im Rahmen der natürlichen Entwicklung entstehen, sind nicht 

Krankheit, soweit damit keine erheblichen Funktionsstörungen verbunden oder konkret 

zu erwarten sind. Doch kann ein weit von der Norm abweichender ästhetischer Mangel 

Krankheitscharakter haben (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Art. 1a Rz 8 mit Hinweisen). 

Eine Leistungspflicht besteht dann, wenn der Eingriff medizinisch indiziert ist bzw. die 

Beschwerden erheblich sind und andere, vor allem ästhetische Motive genügend 

zurückdrängen (BGE 121 V 211 E. 4; siehe auch das Urteil 9C_890/2015 vom 14. April 

2016 E. 3.3, in dem das Bundesgericht eine Orientierung an den in BGE 121 V 211 für 

eine Korrektur einer Mammahypertrophie erstellten Grundsätzen auch im 

Zusammenhang mit der Leistungspflicht für eine Liposuktion bei Lipödemen als 

sachgerecht bezeichnete).

2.3  Das Lipödem ist nach ICD klassifiziert (ICD-10: R60.9; Ödem, nicht näher 

bezeichnet), woraus abzuleiten ist, dass ihm im Einzelfall durchaus Krankheitswert 

zukommen kann. Die von der Beschwerdeführerin eingereichten wissenschaftlichen 

Beiträge (act. G1.21 bis G1.24, G1.26, G1.27) sprechen von der Erkrankung, der 

Krankheit bzw. dem Krankheitsbild Lipödem und stellen verschiedene 

Therapiemöglichkeiten dar. Allgemein zum Krankheitswert eines Lipödems führte Dr. 

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D.___ mit Schreiben vom 26. Oktober 2011 aus, bei einem Lipödem werde Flüssigkeit 

übermässig in die Fettzellen aufgenommen. Die Situation sei medizinisch nur zu 

verbessern, indem man die Fettzellen reduziere, weshalb keine andere Lösung in Frage 

komme als die Liposuktion (act. G5.61). Mit Schreiben vom 16. Februar 2012 hielt er 

sodann fest, es handle sich um ein behandlungsbedürftiges Krankheitsbild (act. G5.52). 

Auch Dr. G.___ und Dr. J.___ sahen das Lipödem als Krankheit bzw. Erkrankung an 

(act. G5.16, G5.36). Dr. B.___,

Dr. C.___, Dr. K.___ und Dr. I.___ erwähnten mögliche Therapien des Lipödems und 

gingen folglich mindestens implizit von einer behandlungsbedürftigen Krankheit aus 

(act. G5.66, G5.56, G5.24, G11.2). Dem Lipödem kann somit mindestens im Einzelfall 

Krankheitswert zukommen.

2.4  Laut Bericht von Dr. B.___ vom 13. September 2011 klagte die 

Beschwerdeführerin über eine relativ akute Schwellung beider Ober- und 

Unterschenkel seit März 2011. Auch sei ihr eine starke Schwellung der Innenseite der 

Knie beidseits aufgefallen. Starke Schmerzen habe sie jetzt immer wieder in beiden 

Fusssohlen rechts mehr als links und diffus in beiden Unterschenkeln sowie an der 

Innenseite der Knie. Aufgrund der anamnestischen Angaben sowie der klinischen und 

farbduplexsonographischen Befunde diagnostizierte Dr. B.___ gemäss Bericht vom 13. 

September 2011 ein Lipödem Stadium I beidseits, welches die typische 

Schwellungsneigung im Bereich der Ober- und Unterschenkel sowie im medialen 

Kniebereich mit Aussparung der Knöchel und Füsse erkläre (act. G5.66). Dr. D.___ 

berichtete am 7. Oktober 2011, die Beschwerdeführerin werde seit der Diagnose des 

Lipödems mit Lymphdrainagen und Kompressionsstrümpfen behandelt. Was dazu 

gekommen sei, seien ihre Schmerzen im Bereich der Fettansammlungen (act. G5.64). 

Dr. C.___ beschrieb am 1. Februar 2012 bei der Beschwerdeführerin eine chronische 

und komplexe Beinproblematik mit multiplen Enthesopathien im Rahmen einer 

Psoriasisarthritis sowie eines Lipödems an den Ober- und Unterschenkeln. Die 

Beinbeschwerden liessen sich durch medikamentöse Behandlung der Enthesopathien 

und physikalische Behandlung des Lipödems nur ungenügend beeinflussen (act. 

G5.56). Dr. G.___ stellte bei einer Untersuchung im August 2013 fest, das Lipödem 

könne auch nach der Liposuktion (vom 17. April 2012) noch als Blickdiagnose 

diagnostiziert werden. Im Bereich der noch vorhandenen Fettansammlungen bestehe 

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immer noch deutlicher Druckschmerz. Die bestehende Schwellneigung an beiden 

Beinen und die geschilderten Beschwerden seien am ehesten mit dem bestehenden 

Lipödem zu erklären (act. G5.16). Dr. I.___ berichtete im Dezember 2014, bei der 

Beschwerdeführerin sei es im Frühjahr 2011 zu typischen Beinbeschwerden mit 

Schwellungsneigung und Stauungs- bis Berstungsgefühl, in beiden Beinen gleich 

ausgeprägt, gekommen. Eine Hämatomneigung habe schon seit Jahren bestanden 

(act. G11.2). In ihrem Schreiben vom 25. Juni 2012 an die Beschwerdegegnerin hatte 

die Beschwerdeführerin vorgebracht, ihre Beine hätten sich Anfang 2010 äusserlich 

stark verändert. Im März 2011 habe sie Schmerzen in den Unterschenkeln und einige 

Wochen später zusätzlich in den Knieinnenseiten bekommen. Dazu seien starke 

Berührungsschmerzen gekommen, welche sich eindeutig von den Arthritisschmerzen 

unterschieden hätten. Nach den täglichen Spaziergängen habe sie schmerzende, 

geschwollene Beine gehabt. Seltsamerweise habe sie auch nicht mehr richtig Wasser 

lösen können (act. G5.38). Die genannten körperlichen Beschwerden können durchaus 

als diagnosetypische Beschwerden mit Krankheitswert gelten (vgl. act. G1.21 ff.).

2.5  Dr. E.___ erwähnte am 18. Oktober 2011 bezüglich Kostenübernahme einer 

Liposuktion, der ästhetische Aspekt stehe ganz im Vordergrund, es bestehe keine 

Pathologie, die zwingend behandelt werden müsse (act. G5.63). Am 4. November 2011 

befand er dann, es sei ein Problem der Ästhetik ohne jeden Krankheitswert (act. 

G5.60). Dr. E.___ hielt im weiteren Verfahren an seiner Stellungnahme fest (act. G5.57, 

G5.48, G5.34, G5.22) und Dr. F.___ schloss sich dieser an (act. G5.44). Die äusserst 

kurz gehaltenen Stellungnahmen der Vertrauensärzte enthalten keine detaillierte 

Begründung für die Einschätzung, wonach das Lipödem der Beschwerdeführerin 

keinen Krankheitswert habe. Sie verweisen auf die von Dr. D.___ eingereichten 

Aufnahmen der Beine der Beschwerdeführerin (vgl. act. G1.12), woraus sich ersehen 

lasse, dass es sich um ein Problem der Ästhetik ohne jeden Krankheitswert handle und 

keine Liposuktion nötig gewesen sei. Es liege eine leichte sogenannte 

“Reithosenadipositas“ vor, welche völlig in der Norm liege und sicher keinen 

krankheitswertigen Befund darstelle (act. G5.22, G5.60, G63). Diese Einschätzung ist 

jedoch nicht nachvollziehbar, zumal sich - wie von Dr. D.___ sinngemäss vorgebracht 

(vgl. act. G5.58) - alleine aus den Bildern (vgl. act. G11.2) kein eindeutiger Anlass für 

eine ästhetische Korrektur erkennen lässt, sondern die Beinform der nicht 

übergewichtigen Beschwerdeführerin (vgl. act. G11.2, act. G5.36) kaum von der heute 

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gängigen gesellschaftlichen Norm abzuweichen scheint. Eine Auseinandersetzung mit 

den von der Beschwerdeführerin gegenüber den behandelnden Ärzten vorgebrachten 

Beschwerden enthalten die Stellungnahmen der Vertrauensärzte nicht. Wie sich den 

Berichten über die vertrauensärztliche Untersuchung vom 2. April 2014 entnehmen 

lässt, gaben die unterschiedlichen Überzeugungen der Beschwerdeführerin und der 

Vertrauensärzte bezüglich des Krankheitswerts des Lipödems sowie die Notwendigkeit 

und den Erfolg der durchgeführten Behandlungen Anlass zu Diskussion (act. G5.8, 

G5.10). Abgesehen von den erwähnten Bildern enthalten die Berichte keine 

Begründung für die Verneinung des Krankheitswerts. Zudem erwähnt der Bericht vom 

14. April 2014 (act. G5.10) zwar, die Beschwerdeführerin habe Beinschmerzen erwähnt, 

geht jedoch nicht darauf ein. Gemäss Beschwerdeführerin erkundigten sich die 

Vertrauensärzte gar nicht über allfällige Schmerzen (vgl. act. G1) und eine 

entsprechende Nachfrage lässt sich dem Bericht auch nicht entnehmen. Wie die 

Beschwerdeführerin richtig vorbringt, ist zudem nicht nachvollziehbar, weshalb die 

Vertrauensärzte ihre Beine nicht untersuchten (vgl. act. G1). Selbst nach durchgeführter 

Liposuktion hätten sich allfällige Hinweise auf präoperativ bestandene Beschwerden, 

insb. Druckschmerzen, ergeben können. Die Einschätzungen der Vertrauensärzte 

bezüglich des Krankheitswerts des Lipödems der Beschwerdeführerin sind somit 

insgesamt nicht nachvollziehbar, stützen sich nicht auf eigene Untersuchungen und 

sind nicht geeignet die Beurteilung der behandelnden Ärzte in Frage zu stellen.

2.6  Die dargelegte medizinische Aktenlage enthält eindeutige Indizien für die Annahme 

eines Krankheitswerts der geklagten Beschwerden. Dr. D.___ geht davon aus, dass es 

sich um eine Krankheit handelt, welche durch eine Liposuktion zu behandeln ist (act. 

G5.58, G5.61). Zumindest im Rahmen einer konservativen Therapie lassen die 

Ausführungen von Dr. B.___ eine Behandlungsnotwendigkeit, allenfalls im 

Zusammenhang mit der parallel bestehenden Psoriasisarthritis der 

Beschwerdeführerin, annehmen (act. G5.66). Auch Dr. C.___ (act. G5.56) und Dr. G.___ 

(act. G5.16) stellten eine Behandlungsbedürftigkeit fest. Beim Lipödem der 

Beschwerdeführerin handelt es sich somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 

eine Krankheit i.S.v. Art. 25 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 ATSG.

3.   

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Weiter stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten der im April 2012 

durchgeführte Liposuktion unter Berücksichtigung der gesetzlichen Voraussetzungen 

von Art. 32 Abs. 1 KVG zu übernehmen hat.

3.1  Die Wirksamkeit einer Leistung ist dann gegeben, wenn die betreffende 

Behandlung objektiv geeignet ist, das angestrebte diagnostische oder therapeutische 

Ziel zu erreichen (BGE 128 V 159 E. 5c/aa). Gemäss Art. 32 Abs. 1 KVG muss die 

Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Methoden erwiesen sein. Es reicht nicht aus, die 

Wirksamkeit einer Behandlungsmethode einzelfallbezogen und retrospektiv auf Grund 

der jeweiligen konkreten Behandlungsergebnisse zu beurteilen. In der klassischen 

universitären Medizin gilt der Wirksamkeitsnachweis als erbracht, wenn die 

Behandlungsmethode für das in Frage stehende Behandlungsziel wissenschaftlich 

anerkannt ist, d.h. von Forschern und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf 

breiter Basis akzeptiert wird. Wichtig ist, dass die Methode auf soliden, ausreichenden 

experimentellen Unterlagen beruht. Auch die Erfolgsdauer kann ein wesentlicher Faktor 

sein (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Art. 32 Rz 4 f. mit weiteren Hinweisen). 

Zweckmässigkeit setzt Wirksamkeit voraus und versteht sich als “angemessene 

Eignung im Einzelfall“. Zweckmässig ist jene Anwendung, welche gemessen am 

angestrebten Erfolg und unter Berücksichtigung der Risiken den besten diagnostischen 

oder therapeutischen Nutzen aufweist (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Art. 32 Rz 7 mit 

weiteren Hinweisen). Wirtschaftlichkeit setzt Wirksamkeit und Zweckmässigkeit voraus. 

Sie ist das massgebende Kriterium für die Auswahl unter den zweckmässigen 

Behandlungsalternativen. Wirtschaftlich ist bei vergleichbarem medizinischem Nutzen 

die kostengünstigere Alternative. Unnötige therapeutische Massnahmen oder solche, 

die durch weniger kostspielige ersetzt werden können, sind daher nicht kassenpflichtig 

(GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Art. 32 Rz 11 mit weiteren Hinweisen).

3.2  Eine Liposuktion wird meist aus kosmetischen Gründen durchgeführt (vgl. dazu 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1215). 

Unbestrittenermassen kann jedoch auch ein Lipödem im Grundsatz mit einer 

Liposuktion behandelt werden (vgl. u.a. act. G1.21 bis G1.28, http://www.awmf.org/

uploads/tx_szleitlinien/037-012l_S1_Lipoedem_2016-01.pdf, abgerufen am 2. 

November 2016).

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3.2.1      Die Beschwerdegegnerin stellt sich gestützt auf die Einschätzung ihrer 

Vertrauensärzte auf den Standpunkt, die Liposuktion sei keine anerkannte 

Behandlungsmethode, und es lägen weder umfassende Studien noch 

Langzeitergebnisse zur Liposuktion vor (act. G5, G5.54, G5.53). Die 

Beschwerdeführerin führt hingegen aus, eine eigentliche kausale Behandlung des 

Lipödems existiere derzeit nicht, da die genaue Ursache unbekannt sei. Der Erfolg der 

konservativen Therapiemassnahmen sei nur kurzfristig, so dass sie konsequent 

angewandt und lebenslang wiederholt werden müssten. Eine Reduktion des krankhaft 

vermehrten Fettgewebes sei nur durch das operative Verfahren der Liposuktion 

möglich. Bisherige Studien belegten, dass die Beschwerden – namentlich die 

Schmerzen – dadurch deutlich gebessert werden könnten. Negative Folgen des 

Eingriffs hätten sich bislang nicht feststellen lassen. Die behandelnden Ärzte der 

Beschwerdeführerin hätten die Behandlungsbedürftigkeit teils mit Vehemenz bejaht 

(act. G1). 

3.2.2      Die Beschwerdeführerin stützt ihre Ausführungen auf wissenschaftliche 

Beiträge (act. G1.21 bis G1.28). Diese zählen als etablierte konservative Therapie 

physikalische Entstauungstherapie, regelmässige Lymphdrainagen und das Tragen von 

Kompressionsstrümpfen sowie Bewegungstherapie und Hautpflege auf (act. G1.21, 

G1.22). Die Liposuktion wird als neuere Behandlungsmethode beschrieben (act. G1.22, 

G1.24). Wie die Beschwerdeführerin vorbringt, weisen die Beiträge, abgesehen von den 

Risiken der Operation an sich, auf keine negativen Folgen einer Liposuktion hin. Die im 

Oktober 2015 aktualisierte Version der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für 

Phlebologie (vgl. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/

037-012l_S1_Lipoedem_2016-01.pdf, abgerufen am 2. November 2016) spricht von 

ausgeprägten Verbesserungen von Spontan- und Druckschmerz sowie geringerer 

Ödem- und Hämatomneigung und einer Verminderung der konservativen Therapie, z.T. 

sogar einer Therapiefreiheit durch die Liposuktion. Die Befundbesserungen blieben 

mehrheitlich über viele Jahre bestehen. Den weiteren aktenkundigen 

wissenschaftlichen Beiträgen lassen sich zwar kurzfristige positive Auswirkungen der 

Liposuktion entnehmen (vgl. act. G1.22), die Einschätzungen zur Langzeitwirkung 

stützen sich jedoch auf einige wenige Studien (vgl. insb. act. G1.22, G1.24 und G1.27), 

welche auf eine positive Wirkung in einem Zeitraum von rund 4 bzw. bis zu 8 Jahren 

hindeuten. Zudem existieren auch Studien, welche die Liposuktion als nicht etablierte 

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Behandlung eines Lipödems bezeichnen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts 

St.Gallen vom 11. Juli 2013, KV 2012/20 E. 6.2.1).

3.2.3      Dr. I.___ führt aus, die Vornahme einer Liposuktion bedeute nicht, dass die 

Patientin im Anschluss garantiert beschwerdefrei sei. Es gebe über den Effekt der 

Liposuktion im Zusammenhang mit dem Lipödem kaum Studien. Eine der ganz 

wenigen Studien habe zeigen können, dass fast alle Patientinnen profitierten, aber nur 

einige wenige ganz beschwerdefrei geworden seien und auf jegliche Therapie hätten 

verzichten können (act. G11.2). In der Sendung “Puls“ vom 24. November 2014 

kommentierte Dr. I.___ unter anderem, der langfristige Effekt einer Liposuktion sei noch 

nicht gesichert, da die Veranlagung für ein Lipödem nicht behandelbar sei. Das 

Problem des  Lipödems könne damit nicht behoben werden. Er weise seine Patienten 

jeweils auf die Option einer Liposuktion hin, erwähne aber auch, dass der 

Langzeiteffekt unsicher sei (act. G11.1).

3.2.4      Insgesamt können die wenigen dafür sprechenden Studien die grundsätzliche 

Wirksamkeit der Liposuktion nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegen. 

Auch bei der Beschwerdeführerin scheint die Wirksamkeit der durchgeführten 

Liposuktion fraglich. Dr. G.___ riet ihr im September 2013, mithin nur rund 1 Jahr und 5 

Monate nach der ersten Liposuktion, zu einer erneuten Liposuktion. Die Liposuktion sei 

sicherlich sehr gut durchgeführt worden und das Lipödem an sich in seinem Ausmass 

deutlich reduziert. Es fänden sich jedoch Fettansammlungen, welche dem Lipödem 

zugeordnet werden könnten. Auch bestehe immer noch ein lokaler Druckschmerz (act. 

G5.44). Die Beschwerdeführerin äusserte im Dezember 2014 gegenüber Dr. I.___ eine 

deutliche Reduktion der Beschwerden, bei Belastungssituationen verspüre sie jedoch 

immer noch in geringerem Ausmass die gleichen Beschwerden wie vor dem Eingriff 

(act. G11.2).

3.3  Bei nicht überwiegend wahrscheinlicher Wirksamkeit der Liposuktion als 

Behandlung eines Lipödems ist die Zweckmässigkeit i.S.v. Art. 32 Abs. 1 KVG nicht 

weiter zu prüfen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass aufgrund der Aktenlage 

Zweifel an der Zweckmässigkeit bestehen. So hielt einzig Dr. D.___ eine Liposuktion 

bedingt durch das Lipödem für eindeutig indiziert (act. G5.64, G5.61, G5.52). Dr. B.___ 

sprach von einem von medizinischer Seite her unbedenklichen Lipödem Stadium I. Da 

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die Beschwerdeführerin aber doch erheblich durch das Lipödem gestört sei, habe er 

mit ihr die Möglichkeit einer Liposuktion besprochen und ihr angeraten, bei einem 

Wunsch nach der invasiven Therapie einen entsprechend versierten Kollegen 

aufzusuchen (act. G5.66, vgl. auch seine Stellungnahme dazu in act. G5.4). Die Leitlinie 

der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie erwähnt, in der Liposuktion erfahrene 

Operateure rieten zu einer kritischen Indikationsstellung bei einem Körpergewicht > 

120kg oder einem BMI > 32kg/m2. Primär sollte ein Therapieversuch mit konservativen 

Massnahmen unternommen werden. Bleibe eine entsprechende Besserung der 

Beschwerden aus, sei eine Liposuktion zu erwägen (http://www.awmf.org/uploads/

tx_szleitlinien/037-012l_S1_Lipoedem_2016-01.pdf, S. 13 und 15). In der Sendung 

“Puls“ vom 24. November 2014 wurde die Liposuktion als letzte Möglichkeit 

beschrieben, wenn alle weiteren Behandlungsmöglichkeiten nicht helfen (act. G11.1). 

Die Zweckmässigkeit der Liposuktion bei der normalgewichtigen Beschwerdeführerin 

(vgl. act. G5.36) bei einem Lipödem Stadium I, mithin der geringstmöglichen 

Ausprägung, ist somit ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich. 

3.4  Letztlich ist auch nicht nachgewiesen, dass im konkreten Fall keine geeignetere 

und kostengünstigere Behandlungsmethode als eine Operation für die durch das 

Lipödem bewirkten Beschwerden in Frage kam. Die Beschwerdeführerin begann mit 

einer konservativen Behandlung  in Form von Lymphdrainagen und 

Kompressionsstrümpfen. Dr. D.___ hielt fest, bei einem Lipödem komme zur 

medizinischen Verbesserung der Situation einzig eine Liposuktion in Betracht. Zudem 

sei eine Langzeitbehandlung mit Kompressionsstrümpfen notwendig (act. G5.61). 

Chirurgisch könne das Lipödem nur durch eine Verringerung der Fettmenge im Bereich 

des gesamten Beines verbessert werden. Konservativ kämen für den Rest des Lebens 

Entstauungen und Kompressionsbehandlungen in Frage. Dieser Behandlungsbedarf 

entfalle oder verringere sich stark nach der Liposuktion (act. G5.58). Er setzte sich bei 

seinen Ausführungen nicht vertieft mit der Situation der Beschwerdeführerin und der 

Weiterführung der konservativen Therapie auseinander. Unter Beachtung des 

Umstands, dass die Beschwerdeführerin auch nach der Liposuktion aufgrund weiterhin 

bestehender Beschwerden eine Kompressionstherapie durchführt (vgl. act. 11.2), ist 

die Wirtschaftlichkeit einer Liposuktion im Falle der Beschwerdeführerin zusätzlich in 

Frage gestellt.

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3.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen der 

Kostenübernahme gemäss Art. 32 Abs. 1 KVG für die im April 2012 durchgeführte 

Liposuktion nicht erfüllt sind.

4.   

Schliesslich ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten von Kompressions-

Massstrümpfen zu übernehmen hat.

4.1  Die eingereichten Studien zählen die Kompressionstherapie in Form des Tragens 

von Kompressionsstrümpfen als Teil der im Vordergrund stehenden konservativen 

Therapie eines Lipödems auf (vgl. act. G1.21, G1.22, G1.23, G1.24). Die behandelnden 

Ärzte empfahlen das Tragen eines Kompressionsstrumpfs zur Linderung der 

Beschwerden des Lipödems (act. G5.66, G5.61, G5.36). Auch nach der Liposuktion 

gingen Dr. B.___,

Dr. K.___ und Dr. G.___ davon aus, die Kompressionstherapie sei medizinisch indiziert 

(act. G5.4, G5.24, G5.16). Die Beschwerdegegnerin anerkannte mit ihrem Schreiben 

vom 4. September 2012, dass die Beschwerden bei einem Lipödem das konsequente 

Tragen von Kompressionsstrümpfen notwendig machen (act. G5.33). Einzig die 

Vertrauensärzte stellten die Wirksamkeit einer Kompression nach der Liposuktion und 

nunmehr geringer Ausprägung des Lipödems grundsätzlich in Frage. Sie stellten fest, 

das Tragen von Kompressionsstrümpfen bringe bei einem Lipödem ohne begleitendes 

Lymphödem gar nichts, ohne ihre von den behandelnden Ärzten abweichende 

Einschätzung zu begründen (vgl. act. G5.10, G5.8). Die Beurteilung der 

Vertrauensärzte, welche die Beschwerdeführerin weder selbst untersuchten, noch 

detailliert zu den Gründen für die Kompression befragten, sind somit nicht 

nachvollziehbar. Folglich ist die Wirksamkeit von Kompressionsstrümpfen, ob 

massangefertigt oder konfektioniert, zur Behandlung des Lipödems überwiegend 

wahrscheinlich.

4.2  Dr. B.___ riet der Beschwerdeführerin im September 2011, zur Reduktion der 

orthostatischen Schwellungsneigung zunächst einen Versuch mit Stützstrumpfhosen 

zu machen, wie sie in jedem Warenhaus erhältlich seien. Sollte es dadurch zu einer 

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Besserung kommen und sie diese Kompressionstherapie gut ertragen, so könnte dann 

eine medizinische Kompressionstherapie mit schenkelhohen Kompressionsstrümpfen 

der Kompressionsklasse II begonnen werden (act. G5.66). Später präzisierte Dr. B.___, 

er rate Patientinnen bei fehlender vorgängiger Therapie vorerst meistens zu 

konfektionierten Kompressionsstrümpfen, damit diese sehen könnten, ob sie eine 

Kompressionstherapie überhaupt tolerierten und was sie ihnen nütze. Allenfalls sei 

dann die Kompressionstherapie zu intensivieren und je nach Situation seien dann auch 

flachgestrickte Kompressionsstrümpfe notwendig. Gewisse Patientinnen ertrügen nur 

flachgestrickte (massangefertigte) und keine rundgestrickten Kompressionsstrümpfe. 

Dass die Beschwerdeführerin ohne dadurch verspürte Beschwerdeminderung trotzdem 

eine Kompressionstherapie mit flachgestrickten Kompressionsstrumpfhosen 

durchführe, sei sehr unwahrscheinlich (Bericht vom 9. Juni 2014; act. G5.4). Dr. C.___ 

teilte im Januar 2013 mit, die Beschwerdeführerin sei wegen eines chronischen 

Lipödems und Lymphödems in Behandlung, weshalb Kompressionsstrümpfe Klasse II 

flachgestrickt und angepasst seit September 2012 indiziert seien (act. G5.27). Dr. K.___ 

führte am 26. März 2013 (also nach der Liposuktion) aus, die üblichen konfektionierten 

Kompressionsstrumpfhosen hätten bei der Beschwerdeführerin im Fuss-/

Knöchelbereich und im Kniebereich derart eingeschnitten, dass es schon nach 

wenigen Stunden zu einer Verstärkung der Beinbeschwerden gekommen sei. Aus 

diesem Grund habe sie auf einen für Lymph- und Lipödeme spezialisierten 

massangefertigten Strumpf ausweichen müssen. Der Druckgradient sei bei den 

rundgestrickten Kompressionsstrümpfen oftmals ungenügend und das sogenannte 

Einschneiden bekannt. Für die Beschwerdeführerin sei es unbedingt notwendig, einen 

massangefertigten Kompressionsstrumpf zu tragen (act. G5.24). Auch die L.___ AG 

gab an, rundgestrickte Kompressionsstrümpfe böten bei einem Lymph-Lipödem nicht 

genug Druck und würden einschneiden, wodurch sich das Ödem verstärken könne 

(act. G5.25). Dr. I.___ führte aus, Flachstrickstrümpfe würden im Vergleich zu 

Rundstrickstrümpfen deutlich weniger stark ermüden und seien damit im Tagesverlauf 

effektiver, da sie eine geringere Einschwellung zuliessen. Da Patienten mit einem 

Lipödem Beschwerden verspürten, wenn Flüssigkeit eingelagert werde, liege es nahe, 

dass man möglichst kurzzugige Kompressionsstrümpfe einsetzen möchte. Kurzzugige 

Kompressionsstrümpfe seien in der Regel vom Flachstricktyp, welche immer 

massangefertigt werden müssten. Die Erfahrungen zeigten, dass Lipödem-Patientinnen 

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selten mit einem Rundstrickstrumpf adäquat versorgt werden könnten, sondern meist 

einen Flachstrickstrumpf dazu benötigten (act. G11.2). In den Akten findet sich eine im 

Mai 2012, mithin kurz nach der Liposuktion, ausgestellte Rechnung für konfektionierte 

Kompressionsstrumpfhosen (act. G5.40). Dies deutet darauf hin, dass die 

Beschwerdeführerin zuerst das Tragen von konfektionierten Strümpfen versuchte und 

erst nach fehlendem Therapieerfolg flachgestrickte Strümpfe massangefertigt wurden. 

Es ist zwar richtig, dass, wie von der Beschwerdegegnerin vorgebracht, keine 

wissenschaftlichen Studien zur Maschentechnik von Kompressionsstrümpfen bekannt 

sind (vgl. act. G19.1). Die Ausführungen der behandelnden Ärzte sprechen aber 

übereinstimmend und nachvollziehbar für die Indikation von massangefertigten 

Kompressionsstrümpfen. Die Schreiben von Dr. C.___ (vgl. act. G5.27) und der L.___ 

AG (vgl. act. G5.25) erwähnen auch die für die Beschwerdeführerin unzutreffende 

Diagnose Lymphödem. Die Ausführungen von Dr. K.___ (act. G5.24) und Dr. I.___ (act. 

G11.2) lassen jedoch selbst bei einem Lipödem auf die Zweckmässigkeit der 

massangefertigten Kompressionsstrümpfe schliessen. Auch gemäss den Leitlinien der 

Deutschen Gesellschaft für Phlebologie ist aufgrund der Extremitätenform und der 

Gewebebeschaffenheit in der Regel eine Massanfertigung von Flachstrickstrümpfen 

erforderlich (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/

037-012l_S1_Lipoedem_2016-01.pdf, S. 11). Schliesslich führt auch der Ratgeber 

Lipödem der BSN-Jobst GmbH aus, Flachstrick- hätten einen wesentlich höheren 

therapeutischen Nutzen als Rundstrickstrümpfe. Da die Beinumfänge beim Lipödem 

meist deutlich ausserhalb der Normmasse lägen, seien in der Regel massgefertigte 

flachgestrickte Strümpfe notwendig. Sie sollten durch ihren Druck auf Haut und 

Unterhaut ein “Nachlaufen“ der Ödeme verhindern (abrufbar unter http://

www.lipoedem-schweiz.ch/das-lipödem/broschüren/, eingesehen am 2. November 

2016). Insgesamt ist die Zweckmässigkeit somit zu bejahen.

4.3  Massangefertigte Kompressionsstrümpfe sind unbestritten wesentlich teurer als 

konfektionierte (vgl. act. G19.1, G5.40, G5.30). Wie dargelegt und von den 

behandelnden Ärzten bestätigt, ist jedoch ein konfektionierter Kompressionsstrumpf für 

die Beschwerdeführerin ungeeignet und hat keinen vergleichbaren medizinischen 

Nutzen wie ein massangefertigter Kompressionsstrumpf. Die Wirtschaftlichkeit ist somit 

ebenfalls zu bejahen.

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4.4  Ob die Vergütung der im September und Oktober 2011 angefertigten 

Massanfertigungen von Kompressionsstrümpfen durch die Beschwerdegegnerin wie 

von ihr vorgebracht auf der fälschlicherweise im System erfassten Diagnose 

Lymphödem und der darauf basierenden Einschätzung einer Sachbearbeiterin, wonach 

Massanfertigungen indiziert seien, erfolgte oder die Indikation tatsächlich durch einen 

Vertrauensarzt bejaht wurde, kann offen bleiben (vgl. act. G5, G5.51). Der Umstand, 

dass die Beschwerdegegnerin an die im Dezember 2012 massangefertigten 

Kompressionsstrümpfe den Maximalbeitrag für konfektionierte 

Kompressionsstrumpfhosen vergütete, deutet jedenfalls darauf hin, dass die 

Beschwerdegegnerin trotz gegenteiliger Ausführungen eine gewisse Indikation für eine 

Kompressionstherapie als gegeben erachtete (vgl. act. G5.19).

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 16. Mai 

2014 insofern aufzuheben und die Beschwerde teilweise gutzuheissen, als die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, die Kosten für massangefertigte 

Kompressionsstrümpfe der Beschwerdeführerin zu übernehmen. Im Übrigen ist die 

Beschwerde abzuweisen.

5.2  Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.3  Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist bei teilweisem Obsiegen auf 

pauschal Fr. 2‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Eine 

höhere Entschädigung erscheint nicht ausgewiesen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Der angefochtene Einspracheentscheid wird in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 

insofern aufgehoben, als die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, die Kosten für 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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massangefertigte Kompressionsstrümpfe zu übernehmen. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

2‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.11.2016
	Art. 25 Abs. 1 KVG. Art. 32 Abs. 1 KVG. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Wirksamkeit einer Liposuktion bei Lipödem verneint. Pflicht zur Kostenübernahme für massangefertigte Kompressionsstrümpfe bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. November 2016, KV 2014/7).Entscheid vom 2. November 2016 

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