# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f767f25b-2167-5a33-a5d1-0fcb586928d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2010 E-5558/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5558-2010_2010-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5558/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Marokko,
c/o _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 20. Juli 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5558/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge den Heimatstaat 
am Ende des Jahres 2007 oder zu Beginn des Jahres 2008 verliess 
und Anfang 2008 nach Italien gelangte, wo er bis zum 15. März 2010 
verweilte,

dass er nach ununterbrochenem Aufenthalt in Italien am 16. März 2010 
über B._______ illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags im 
Empfangs-  und Verfahrenszentrum (EVZ)  B._______ ein  Asylgesuch 
stellte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ  vom 
30. März 2010 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  habe  Marokko  ausschliesslich  wegen  seiner 
C._______krankheit verlassen,

dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung vom 30. März 
2010 das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Italien 
gewährt wurde (vgl. EVZ-Protokoll S. 10),

dass er dabei festhielt, er wolle, dass sein Asylgesuch in der Schweiz 
behandelt werde, er wisse nicht, wohin er sich in Italien wenden solle 
und er könne nicht alleine leben,

dass das BFM mit Verfügung vom 20. Juli 2010 – eröffnet am 30. Juli  
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
den Beschwerdeführer nach Italien wegwies,

dass es zur Begründung seiner Verfügung ausführte, gestützt auf die 
einschlägigen  staatsvertraglichen  Bestimmungen  (Abkommen  vom 
26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren 
zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in ei -
nem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin-
Assoziierungsabkommen, SR 0.142.392.68]; Verordnung [EG] Nr. 343/ 
2003 des Rates  vom 18. Februar  2003 zur  Festlegung der  Kriterien 
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung 
eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  ge-
stellten  Asylantrags  zuständig  ist  [Dublin-II-VO];  Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/ 2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchfüh-

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rungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates 
[DVO Dublin]) sei Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig,

dass sich Italien auf  Anfrage hin  innert  festgelegter  Frist  nicht  habe 
vernehmen  lassen,  weshalb  die  Zuständigkeit  gestützt  auf  Art.  18 
Abs. 7 Dublin-II-VO auf Italien übergegangen sei,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Gewährung 
des rechtlichen Gehörs zur Wegweisung nach Italien kein Hindernis für 
eine Wegweisung nach Italien darstellten, weil Italien ein Rechtsstaat 
und gemäss Dubliner-Abkommen zur Rückübernahme verpflichtet sei,

dass  das  BFM  insbesondere  mit  Bezug  auf  die  Krankheit  des  Be-
schwerdeführers festhielt, gemäss eigener Aussagen sei dieser in Ita -
lien  von  den  dortigen  sozialen  und  medizinischen  Strukturen  auf-
gefangen  worden,  habe  die  entsprechenden  medizinischen  Be-
handlungen in  verschiedenen italienischen Spitälern  empfangen und 
könne nach einer Rückkehr nach Italien diese Leistungen wieder er-
halten,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Italien zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 4. August  2010 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei inhaltlich die Aufhebung der angefochtenen Verfügung so-
wie  die  Anweisung der  Vorinstanz beantragte,  ihr  Selbsteintrittsrecht 
auszuüben  und  ihre  Zuständigkeit  für  das  vorliegende  Verfahren  zu 
erklären,

dass er in prozessualer  Hinsicht die Herstellung der aufschiebenden 
Wirkung  der  Beschwerde,  die  Anweisung  der  Vorinstanz,  bis  zum 
Entscheid  des Bundesverwaltungsgerichts  über  die  Beschwerde  von 
einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  den  Verzicht  auf  die  Er-
hebung eines Kostenvorschusses und die Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) beantragte,

dass er als Beweismittel die Fotokopien eines medizinischen Berichts 
vom _______, eines Aufgebots zu einer medizinischen Abklärung vom 

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_______,  von  fünf  Rezepten  für  Medikamente,  eines  In-
formationsschreibens vom 3. Dezember 2009 des CIR (Consiglio Ita-
liano per i Rifugiati) und eines Schreibens der Unità Dublino des ita -
lienischen Innenministeriums vom 29. November  2009 zu den Akten 
reichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht  am 5. August  2010 den Vollzug 
der angefochtenen Verfügung mittels vorsorglicher Massnahme provi-
sorisch aussetzte,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  im  Asylbereich  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet  (Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 37  VGG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass mit  diesem Entscheid in der Sache selbst die Anträge auf Her -
stellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie auf  An-
weisung  an  die  Vollzugsbehörden,  bis  zum  Entscheid  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  von  einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen, 
hinfällig geworden sind, weshalb nicht weiter darüber zu befinden ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge vor seiner 
Einreise in  die Schweiz von Anfang 2008 bis zum 15. März 2010 in 
Italien  aufgehalten hat,  indessen dort  kein Asylgesuch gestellt,  son-
dern dort nur um eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung ersucht ha-
ben will,

dass  gemäss den einschlägigen Bestimmungen der Dublin-II-VO vor-
liegend Italien für die Behandlung des vorliegenden Asylgesuchs des 
Beschwerdeführers zuständig ist,  was auch in der Beschwerde nicht 
bestritten wird,

dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmensch-
liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist 
und keine konkreten Hinweise dafür bestehen, dieses Land werde sich 
im vorliegenden Fall nicht an die aus diesen Übereinkommen resultie-
renden Verpflichtungen halten,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs zu einer allfälligen Wegweisung nach Italien bloss vorbrachte, 

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er wolle eine Behandlung seines Asylgesuchs in der Schweiz, er wisse 
nicht, wohin er in Italien gehen solle und er könne nicht alleine leben 
(vgl. EVZ-Protokoll S. 10),

dass  er  indessen  in  der  Beschwerdeschrift  vor  allem  auf  seine  ge-
sundheitlichen Schwierigkeiten verweist,

dass  er  zudem verschiedene  allgemeine  Vorbehalte  gegenüber  den 
Aufenthaltsbedingungen  für  Asylsuchende  respektive  anerkannte 
Flüchtlinge in Italien aktenkundig macht,

dass das Bundesverwaltungsgericht sich in letzter Zeit in zahlreichen 
Urteilen zu dieser Thematik geäussert hat (vgl. etwa das Urteil E-2902/ 
2010 vom 11. Mai 2010 mit weiteren Hinweisen),

dass  das  Gericht  dabei  jeweils  festgestellt  hat,  dass  sich  Asyl-
suchende in Italien zwar beispielsweise bei der Unterkunft, der Arbeit 
und  dem  Zugang  zu  medizinischer  Infrastruktur  durchaus  gewissen 
Schwierigkeiten ausgesetzt sehen könnten,

dass Dublin-Rückkehrende betreffend Unterbringung von den italieni-
schen  Behörden  jedoch  bevorzugt  behandelt  und  sich  –  neben  den 
staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private  Hilfsorganisationen 
der  Betreuung  von Asylsuchenden  und  Flüchtlingen  annehmen wür-
den,

dass die  Organisation  "Arci  con Fraternità"  seit  dem 1. Januar  2009 
die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino (Rom) organi-
siere und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbiete,

dass an diesen Feststellungen auch das Vorbringen nichts zu ändern 
vermag, dass der Beschwerdeführer gemäss dem beigelegten Bericht 
von  Dr.  med  C.C.  vom  _______  an  C._______krankheit  mit  ver-
schiedenen  Nebenleiden,  einem  D._______  und  einer  E._______ 
erkrankt  ist  und am _______ am Universitätsspital  F._______ in der 
Klinik für Hämatologie weitere medizinische Abklärungen durchgeführt 
worden sind (vgl. Beschwerde S. 2 f.),

dass in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass Italien offen-
bar  in  Stellungnahmen  vom  November  2009  (vgl.  oben  erwähntes 
Schreiben  der  Unità  Dublino) zu  anderen  Rückübernahmeersuchen 
gestützt auf die Dublin-II-VO vorübergehend darum ersucht hatte, von 

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der  Überführung  besonders  verletzlicher  Personen  abzusehen,  an 
vorliegenden Ausführungen nichts zu ändern vermag,

dass  in  diesem  Zusammenhang  vorab  auf  die  spezifischen  völker-
rechtlichen Verpflichtungen Italiens verwiesen werden kann, nament-
lich die EU-Richtlinie 2003/9/EG vom 27. Januar 2003 zur Festlegung 
von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerbern in den Mit -
gliedstaaten,  zu  deren  Durchsetzung  die  EU-Länder  auch  ent-
sprechende  Rechtsmittel  vorzusehen  haben  (vgl.  Art.  21  der  so-
genannten Aufnahmerichtlinie),

dass in der Beschwerde auch nicht konkret ausgeführt wird, dass und 
aus welchem Grund die  konkrete medizinische Behandlung des Be-
schwerdeführers nicht in Italien durch- respektive weitergeführt werden 
könnte, nachdem dies während des mehr als zweijährigen Aufenthalts 
in  diesem Land bereits  –  anerkanntermassen in  adäquater  Weise – 
der Fall war (vgl. EVZ-Protokoll S.7, Beschwerde S. 5),

dass unter diesen Umständen davon auszugehen ist, die weitere me-
dizinische Behandlung  des Beschwerdeführers  sei  in  Italien  möglich 
und erhältlich zu machen, und die in der Beschwerde in Aussicht ge-
stellten medizinischen Berichte nicht abzuwarten sind, 

dass  vor  allem auch  festzuhalten  ist,  dass  sich  der  Bruder  des Be-
schwerdeführers  wieder  in  Italien  aufhält  (vgl.  EVZ-Protokoll  S.  8), 
wodurch Letzterer dort  wieder über familiäre Beziehungen respektive 
einen familiären Anknüpfungspunkt verfügt und somit auch wieder auf 
entsprechende familiäre Unterstützung bauen kann,

dass das Vorbringen in der Beschwerde (vgl. dort  S. 4),  wonach der 
Aufenthaltsort des Bruders in Italien nicht bekannt sei und keine Mög-
lichkeit der Kontaktaufnahme bestehe, als unglaubhaft zu qualifizieren 
ist,  zumal  dann  nicht  ersichtlich  wäre,  wie  der  Beschwerdeführer 
überhaupt von der Rückkehr des Bruders nach Italien erfahren hätte,

dass sich jedenfalls der Wohnort jenes Bruders zweifellos in Erfahrung 
bringen liesse, sei  es durch Mithilfe der italienischen Behörden oder 
weiterer (auch in Marokko verbliebener) Familienangehöriger,

dass  eine  existentielle  Gefahr  für  den  Beschwerdeführer  durch  die 
Rückführung  in  den  Nachbarstaat  der  Schweiz  nach  dem Gesagten 

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nicht  konkret  und überzeugend dargelegt  worden ist  und auch nicht 
geltend gemacht worden ist, er sei längerfristig nicht reisefähig,

dass  unter  diesen  Umständen  keine  Veranlassung  bestand  und  be-
steht, vom Selbsteintrittsrecht gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO Ge-
brauch zu machen, weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist,

dass die mit  dem Vollzug der angefochtenen Verfügung beauftragten 
Behörden angewiesen werden, die italienischen Asylbehörden vor dem 
Transfer des Beschwerdeführers in geeigneter Weise auf dessen me-
dizinische Situation aufmerksam zu machen,

dass den Akten nach dem Gesagten keine Gründe zu entnehmen sind, 
die einer Zuständigkeit Italiens zur Behandlung des vorliegenden Asyl-
gesuchs  entgegenstehen  könnten,  und  das  BFM damit  zu  Recht  in 
Anwendung von  Art.  34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend keine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung erteilt  wurde 
und auch kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Be-
stimmungen steht und demnach zu bestätigen ist, 

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens  –  bei  dem es  sich  um ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt für Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 16. Dezember  2005 über  die Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20])

dass eine entsprechende Beurteilung soweit  notwendig vielmehr be-
reits im Rahmen der Prüfung des Selbsteintritts stattfinden muss,

dass in diesem Sinn das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Ita-
lien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 

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oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  das  mit  der  Beschwerde gestellte  Gesuch um Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses mit dem vorliegenden Entscheid in 
der Sache hinfällig geworden ist,

dass  das mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG schon we-
gen der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die mit  dem Vollzug der  angefochtenen Verfügung  beauftragten Be-
hörden werden angewiesen,  die italienischen Asylbehörden vor  dem 
Transfer des Beschwerdeführers in geeigneter Weise auf dessen me-
dizinische Situation aufmerksam zu machen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kanto-
nale Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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