# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9fdeeb9-01c9-5c53-8978-c5cedd8e36b5
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-28
**Language:** de
**Title:** Gemäss beweiskräftigem Gutachten aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht wieder volle Arbeitsfähigkeit, Einstellung bisheriger Rente gerechtfertigt; Abweisung
**Docket/Reference:** UV.2017.00193
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2017.00193.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2017.00193
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiber Brühwiler
Urteil
vom
2
8.
Juni 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg
Sigg Schwarz
Advokatur
Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sach
verhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1966, war bei der Suva obligatorisch unfall
versi
chert, als er am 14. Januar 2006 einen Autounfall erlitt (Urk.
8/6; Urk. 8/9 Ziff. 1; Urk. 8/181), bei welchem er sich eine Commotio cerebri, eine Fraktur der
Scapula
links,
eine
Halswirbelsäulen
(HWS)-Distorsion sowie multiple Kontusionen am linken Unterarm, de
m
linken
Hemithorax
sowie an der rechten Nierenloge zuz
o
g (vgl. Urk. 8/3). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) und
sprach
ihm mit Verfügung vom 28. Februar 2013
gestützt auf eine Integritätseinbusse von 35 % eine Integritätsentschädigung
(Urk. 8/176)
und sodann
mit Verfügung vom 10. September 2013
eine Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 54 % ab dem 1. Oktober 2013
(Urk. 8/212)
zu
.
Mit Verfügung vom 13. April 2017 (Urk. 8/280) hob die Suva die Invalidenrente rückwirkend per Ende Juli 2016 auf. Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 19. Mai 2017 (Urk. 8/286) wies die Suva mit Entscheid vom 25. Juli 2017 (Urk. 8/289 = Urk. 2) ab.
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Versi
cherten mit Verfügungen vom 1
2.
u
nd 16. August 2013
(Urk. 8/201-202)
ab Januar 2007 eine ganze Invaliden
ren
te, von Mai 2009 bis Juni 2011 ein
e
halbe Invalidenrente, von Juli 2011 bis August 2013 eine ganze Invalidenrente, von September 2012 bis Juli 2013 eine halbe Invalidenrente und ab August 2013 eine halbe Invalidenrente zu.
Im Rahmen einer Rentenrevision änderte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. Februar 2016 (Urk. 8/240) den Rentenanspruch des Versi
cherten dahingehend ab, dass vo
n
Juli 2011 bis September 2012 ein Anspruch auf eine ganze Rente be
stand
.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 29. August 2017 Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom 25. Juli 2017 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 54 % auszurichten (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2017 (Urk. 6) beantragte die Suva die Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom 12. Januar 2018 (Urk. 12) hielt der Beschwerdeführer an seinen Begehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (Urk. 15).
2.2
Mit Schreiben vom 16. Januar 2019 (Urk. 17) informierte der Beschwerdeführer das Gericht, dass er nochmals umfassen
d
neurologisch und neuropsycholog
isch
abgeklärt worden sei und er diesen Abklärungsbericht nachreichen werde (S. 1).
Nach erfolgter Nachfrage (vgl. Urk. 19) wurde
mit Eingabe vom 10. Mai 2019 (Urk. 20) dem Gericht
der medizinische Bericht (Urk. 21) eingereicht. Die gericht
liche Aufforderung zur einer Stellungnahme hierzu (vgl. Verfügung vom 14. Mai 2019, Urk. 22) blieb von der Beschwerdegegnerin unbeantwortet, womit Verzicht angenommen wurde.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
ver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 14. Januar 2006 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Aus
wirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl mass
ge
blichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen).
Ob eine Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach
verhal
tes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechts
kräftigen Verfügung vorlag, welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des
Ein
spracheentscheides
(BGE 133 V 108 E. 5.4).
Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Aufgrund der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (Art. 8 ATSG) in der Invali
den- und Unfallversicherung hat die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen prinzipiell denselben Invalidi
tätsgrad zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen zu einer abweichenden Invaliditätsbemessung führen. Bereits abgeschlossene Invaliditäts
festlegungen sind
mitzuberücksichtigen
. Es besteht jedoch keine Bindungs
wirkung der Invali
ditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversiche
rungszweig (Urteil des Bundesgerichts 8C_543/2011 vom 25. August 2011 E. 3 mit Hinweisen auf
BGE 133 V 549
E. 6,
119 V 468
E. 2b).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) gestützt auf das
von der Invalidenversicherung eingeholte polydisziplinäre
Gut
achten vom
17. August 2015
davon aus, dass
eine reduzierte Arbeitsun
fähigkeit
einzig noch aufgrund unfallfremder Beschwerden ausgewiesen sei und d
er
Beschwerdeführer zumindest seit Juni 2015 aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr in dem Masse benachteiligt sei wie im Zeitpun
kt der ursprünglichen Berentung. Selbst die angestammte Tätigkeit wäre wieder zumutbar
(S. 2
lit
. E
).
Eine Reduk
tion der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit um 25 % werde einzig noch aufgrund der unbestrittenermassen unfallfremden Harninkontinenz als Folge eines operativ exzidierten Karzinoms in der Harnblase attestiert
, weshalb sich ab diesem Zeit
punkt auch die Invalidenrente von 54
% nicht mehr rechtfertig
e
(S. 4
Ziff.
3a
).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin in
ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 6
) grund
sätzlich fest.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (Urk. 1), es sei keine gesund
heitliche Verbesserung eingetreten
. Die ursprüngliche
Rentenzusprache
habe
auf einem ausführlichen Gutachten der
Y.___
beruht. Es könne davon ausgegangen werden, dass bereits damals der Sachverhalt genüg
end abgeklärt worden sei. Verglei
che man die Diagnose
im
Gutachte
n
der
Y.___
mit den Diagnosen
im
Gutachte
n
des
Z.___
, falle auf, dass diese weitgehend über
einstimm
t
en, weshalb es bei der neuerlichen Begutachtung nur um eine unter
schiedliche Beurteilung des
gleichen Gesundheitsschadens durch eine neue Gut
achtensstelle gehe bei einem wesentlich gleich gebliebenen Sachverhalt. Dies stelle jedoch keine revisionsbegründende Tatsachenänderung im Sinne von Art. 7
ATSG dar (S. 3 f.).
Replicando
(Urk. 12) präzisiert
e der Beschwerdeführer, dass er
einzig aufgrund der Hirnverletzung und ihre
n
Folgen eine Rente zugesprochen erhalten habe (S. 4 oben).
Der fallführende Neurologe der
Y.___
habe festgestellt, dass ein dauernder Schaden vorliege und mit einer richtungsweisenden Verbesserung bzw. Verschlechterung nicht mehr zu rechnen sei (S. 3).
Der Vergleich der neu
ro
psychologischen Tests in den zwei Gutachten ergebe ziemlich genau die glei
chen Einschränkungen (S. 4 f.). Hinsichtlich der Invaliditätsbe
messu
ng sei anzu
merken, dass der Invaliditätsgrad von 54 % gestützt auf eine angepasste Tätigkeit von 80 % errechnet worden sei, womit die 70%ige Arbeitsunfähigkeit im Beruf als
Garagist
gar nicht berücksichtigt worden sei (S. 5 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die revisionsweise rückwirkende Aufhebung der zugesprochenen Invalidenrente rechtens ist, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verbessert respek
tive sich die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verän
dert hat.
3.
Die
Rentenzusprache
im Oktober 2013 basierte im Wesentlichen
(vgl. Urk. 8/211)
auf
dem
folgende
n
polydisziplinäre
n
Gutachten
:
Am 9. Februar 2009
erstatteten die
Ärzte der
Y.___
ein poly
dis
zi
plinäres Gutachten
,
dies gestützt
a
uf eine
neurootologische
(Urk. 8/126), neuro
psycho
logische (Urk. 8/127),
psychiatrische
(Urk. 8/
128),
physikalisch-medizi
nische
(Urk.
8/129
)
und
neurologische (Urk. 8/130
)
Untersuchung des Beschwer
de
führers im Novem
ber 2008 und den zur Verfügung gestellten Akten.
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen
(Urk. 8
/
1
27/4;
Urk. 8
/129/5; Urk.
8
/130/26
):
-
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung, hirnorganische Schädigung (ICD-10 F07.2 oder F04)
-
leichte traumatische Hirnverletzung nach Unfall vom 14. Januar 2006
-
Halswirbelsäulen (HWS)-Distorsion
In der interdisziplinären Zusammenfassung
(Urk. 8/
130
/18-21)
führten die Gut
achter aus, es sei aus neuropsychologischer Sicht festzuhalten, dass der Beschwer
de
führer im
Rahmen des Unfalles vom 14. Januar 2006 eine leichte traumatische Hirnverletzung erlitten habe. Aus
neurootologischer
Sicht werde eine zentrale vestibuläre Funktionsstörung leichter Ausprägung beschrieben sowie eine diskrete Hörstörung mit gut kompensiertem Tinnitus. Aus neuro
psychologischer Sicht hätten sich mittelgradige Einschränkungen der verbalen
Behaltensleistun
gen
(freier Abruf, Wiedererkennungsleistungen) sowie der Aufmerksamkeitsbe
lastung gezeigt. Leichte Einbussen (Interferenzunter
drückung, intellektuelle Flexibilität) seien auch bei einzelnen Exekutivfunktionen festgestellt worden. Die hohe Spezifität des Ausfallmusters im Bereich der
Mnestik
spreche klinisch für eine hirnorganische Schädigung, wobei die Störung als leicht bis mittelschwer zu beurteilen sei. Aus physikalisch-medizinischer Sicht habe der Beschwerdeführer beim Unfall eine HWS-Distorsion erlitten. Es würden weiterhin belastungsabhän
gige Schmerzen, für die sich aktuell kein strukturelles Korrelat finden lasse, per
sistieren (
Urk. 8
/129/5
). Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Anhaltspunkte für eine depressive Verstimmung oder eine
psycho
traumatologische
Störung (Urk. 8
/128/14
). Infolge der Unfallfolgen sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit im Beruf des
Garagisten
und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leistungsvermindert, wobei im angestammten Beruf als
Garagist
eine Arbeitsun
fähigkeit von 70 % bestehe. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien körperlich leicht bis mittelschwere Tätigkeiten und kognitiv leichte Tätigkeiten (zum Beispiel einfache manuelle Tätigkeiten) zumutbar, wobei von einer Leistungsminderung von
etwa 20 % auszugehen sei (Urk. 8
/
130/20
).
4.
4.1
Im Rahmen eines Revisionsverfahrens wurde von der Invalidenversicherung ein polydisziplinäres Gutachten veranlasst
(vgl. Urk. 8/228)
.
Die Ärzte des
Z.___
erstatteten ihr Gut
achten am 17. August 2015 (Urk. 7) gestützt auf die Untersuchung des Beschwer
deführers sowie die Akten. Sie nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 42 f. Ziff. 5.1):
-
Harninkontinenz
-
Adenokarzinom
der Harnblase mit Anteilen eines kleinzelligen neuro
endokrin differenzierten Karzinoms
-
Status nach radikaler
Zystoprostatovesikulektomie
mit Anlegen eines orthotopen
Ileumpouches
sowie
Rektosigmoidresektion
am 20. Januar 2012
-
i
nzidentelles Prostatakarzinom
-
Status nach Chemotherapie mit 4 Zyklen
Cisplatin
und
Etopophos
vom 3. Oktober bis 5. Dezember 2011
-
Status nach erster TUR-Blase am 1. Juli 2011
-
Status nach TUR-Blase Nachresektion am 23. August 2011
-
l
eichtgradige Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beidseits
-
Tinnitus beidseits (aktuell kompensiert)
-
i
ntermittierende Schwindelsymptomatik
-
u
nauffällige periphere vestibuläre Funktionsstörung
-
Differentialdiagnose
(DD)
:
orthostatisch
bedingt
Weiter nannten sie folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 43 Ziff. 5.2):
-
Zustand nach Verkehrsunfall Januar 2006 mit wahrscheinlicher Commotio cerebri und HWS-Distorsionstrauma mit
persistierendem
leich
te
n
HWS-Syndrom ohne
radikuläre
oder
medulläre
Beteiligung
-
l
eichte kognitive Störung, multifaktoriell bedingt
-
r
ezidivierende Diarrhoe
-
c
hronische Nacken-Schulter-Armbeschwerden der dominanten linken Seite
-
Status nach konservativ behandelter
Skapulafraktur
und Distorsion der HWS vom 14. Januar 2006
-
u
nauffällige Untersuchung der HWS und der oberen Extremitäten
,
r
adiologisch unauffälliger Befund der HWS und Schulter
Die Gutachter
führten aus, anlässlich der Expl
o
ration habe der Beschwerdeführer seit dem Unfall im Jahre 2006
bestehende
links betonte Nackenschmerzen mit Ausstrahlung gegen die vordere Halsseite und die obere
Thoraxapertur
, Schmer
zen im Bereich des linken Ellbogengelenks
, intermittierend auftretende Schmer
zen im Handgelenksbereich links, eine vermehrte Vergesslichkeit, ein Unvermö
gen, neue Dinge zu erlernen, be
i auswärtigem Essen auftretender
Durchfall und Bauchkrämpfe, eine vermehrte Müdigkeit und einen Tinnitus links mehr als rechts
beklagt
. Aufgrund seiner Beschwerden vermöge sich der Beschwerdeführer keine Steigerung seines aktuell ausgeübten Arbeitspensums vorstellen (S. 44
Ziff. 6.1
).
Insgesamt habe anlässlich der Begutachtung eine Diskrepanz zwischen dem Aus
mass der subjektiv geklagten Beschwerden und den objektivierbaren Befunden imponiert. Weder aus orthopädischer, neurologischer, neuropsychologischer,
gastroenterologischer
noch
internistischer Sicht könnten Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Nachvollziehbar sei allenfalls ein gewisser Leidensdruck bei Hohlrücken samt
Protraktion
von Kopf und Schultern, welcher sich in einer körperlich leichten bis schweren Tätigkeit unter Wechselbe
lastung jedoch nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke.
Aufgrund der beim Beschwerdeführer bestehenden Harninkontinenz bestehe aus urologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25
%
, wobei zu betonen sei, das
s 3 1/2
Jahre nach erfolgter
Zystoprostatovesikulektomie
ein erfreulicher Befund erhoben werden könne. Die Harnblasenentleerung sei nahezu restharnfrei möglich, die Nieren
seien
sonographisch
bland
.
Aus
otorhinolaryngologischer
Sicht ergäben sich qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, indem aufgrund der H
ochtonschallempfindungs
schwer
hö
rigkeit Tätigkeiten unter erhöhtem
S
törlärm
gemieden werden sollten. A
usser
dem empfehle sich die Vermeidung von sturzgefährdenden Tätigkeiten bei inter
mittierender Schwindelsymptomatik.
In der i
nterdisziplinären Konsensbesprechung
kamen die beteiligten Gutachter zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Werkstattchef wie auch in sämtlichen anderen Tätigkeiten, welche nicht unter erhöhtem
Störlärm
ausgeübt werden müssten und welche nicht sturzgefährdend seien, eine ganztags verwertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 75 % bestehe (S. 44 Ziff. 6.2).
Hinsichtlich Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit führten die Gutachter aus, aufgrund der anamnestischen Angaben, ihrer Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
sei davon auszugehen
, dass die aktuellen Angaben zur Arbeitsunfähigkeit mit Sicherheit ab Juni 2015 gälten. Aus urologischer Sicht sei von Juli 2011 bis Juni 201
2
retrospektiv eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten zu attestieren.
Seither sei wahrscheinlich von der aktuellen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit
,
wie von der Suva anerkannt, könne von ihnen nicht nachvollzogen werden (S. 44 f. Ziff. 6.3). Von medizini
schen Massnahmen sei keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, beruf
liche Massnahmen seien nicht indiziert (S. 45 Ziff. 6.8).
4.2
Mit Bericht vom 5. Januar 2016
(Urk. 8/238) hielt Dr. med.
A.___
, Fach
ärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie
für
Phoniatrie
,
fest, seit zirka zwei Monaten habe sich der bereits vorbestehende chronische Tinnitus ohne klare Auslöser deutlich verschlechtert, sodass sie dem Beschwerdeführer eine Therapie mit
Rezirkane
und
Relaxane
empfohlen habe (S. 1).
4.3
Prof. Dr. med. B.___
, Leitender Arzt,
C.___
, berichtete am 22. Juli 2016 (Urk. 8/256) und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
-
Zustand nach Autounfall mit folgendem HWS-Distorsionstrauma und Schädelhirntrauma Januar 2016
-
z
ervikozephales
Schmerzsyndrom
-
c
hronisch
dekompensierter
Tinnitus (altersents
p
rechend normales Gehör)
-
p
sychosoziale Belastungssituation
-
Verdacht auf Anpassungsstörung
-
Zustand nach Operation und Chemotherapie eines Blasenkarzinoms vor fünf Jahren
Als Befund erhob der Arzt ein reizloses und intaktes Trommelfell bei lufthaltiger Pauke. In der Reintonaudiometrie habe sich eine symmetrische,
geringgradige
,
sensorineurale
Schwerhörigkeit im Hochfrequenzbereich be
i
dseits gezeigt. Im Tinnitus-Handicap-Inventar habe der Beschwerdeführer einen
Scorewert
von 58 erzielt, was einem Schweregrad
4 (schwer)
im Sinne eines
dekompensierten
Tinnitus entspreche (S. 2 Mitte). Da das Ohrgeräusch erst seit dem Unfall bestehe, sei auf jeden Fall ein posttraumatischer Zusammenhang anzunehmen. Dieser könne sowohl aufgrund der erlittenen HWS-Distorsion als auch aufgrund der Airbag-Detonation möglich sein. Letztlich habe sich ein zunächst kompensiertes Ohrengeräusch in langsamer Form offensichtlich zu einem
dekompensierten
Ohr
geräusch gewandelt.
Otologisch
oder audiologisch bestünden keine wesentlichen Auffälligkeiten. Die den Beschwerdeführer belastende Schlafsituation sei sowohl aufgrund des Ohrgeräusches als auch durch den Zustand nach Blasenkarzinom zu erklären. Letztlich sei auch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Vorstel
lung sinnvoll (S. 2 unten).
Mit ORL-Bericht vom 23. November 2016 (Urk. 8/269/1-2) führte Prof.
B.___
aus, er sehe, dass der Beschwerdeführer in seiner jetzigen Verfassung sicherlich nicht zu 100 % arbeitsfähig sei (S. 2 oben).
4.4
Nach dem Erlass des
Einspracheentscheids
reichte der Beschwerdeführer einen Abklärungsbericht von Dr. med.
M
S
c
ETH
D.___
, Facharzt für Neuro
logie
und für
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Dezember 2018 ein (Urk. 21). Darin nannte Dr.
D.___
als Diagnosen
attentionale
und mnestische Defizite (ICD-10 F06.8), DD: Status nach Schädel-Hirntrauma 2016 und 2018, zusätzliche vorbestehende ADHS, einen Status nach Blasenresektion bei
Urothel
-Karzinom sowie rheumatoide Arthritis (S. 1).
Nachdem sich der Beschwerdeführer bezüglich Konzentrationsproblemen von einem Autounfall 2006 erholt habe, leide er seit einem Sturz auf den Kopf am 22. Mai 2018
unter Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
. Er könne nicht mehr zwei Dinge tun. So sei es zu Fehlleistungen gekommen, die gefährlich seien
,
wie zum Beispiel eine nicht wieder montierte Bremsscheibe. Daneben leide er im Laufe des Tages zunehmend an Nacken- und Kopfschmerzen, wobei diese unter Therapie besser würden. Weil er alle 2-3 Stunden den Blasen-
P
o
uch
entleeren müsse, sei der Nachtschlaf nicht erholsam
(S. 1).
In der neuropsychologischen Untersuchung finde sich eine verminderte tonische und verminderte geteilte Aufmerksamkeit bei sonst unauffälligen bis über
durch
schnittlichen Leistungen, insbesondere auch bei einem Test der exekutiven Funk
tionen. Dies sei nicht als Inkonsistenz, welche für
depressiogene
Defizite spreche, sondern als Nachweis der Bemühungen des Beschwerdeführers zu werten. Bei psychogenen Defizite wäre auch zu erwarten, dass das Gedächtnis sowohl für verbale als auch figurale Inhalte gleichermassen eingeschränkt wäre. Beim Beschwerdeführer finde sich aber – in Übereinstimmung zur Anamnese – eine Asymmetrie zu Ungunsten der verbalen Inhalte. Weiter finde sich im quantita
tiven EEG eine
fronto
-temporale Unteraktivierung (Alpha) links, welche mit mnestischen Defiziten oder auch depressiven Symptomen korrelieren könnte. Zudem finde sich bei den kognitiv evozierten Potentialen eine verminderte kognitive Kontrolle, welche sich typischerweise bei Frontalhirnfunktions
störun
gen oder auch einer ADHS finde. Insgesamt
liessen sich somit Defizite objekti
vieren. Inwiefern diese allein Folge der Unfälle oder aber auch Ausdruck einer vorbestehenden
,
aber nie diagnostizierten ADHS seien, müsse
offen bleiben
. Auf
fällig sei aber die
m
otorische Unruhe des Beschwerdeführers, welche seit der Kindheit bestehe. Aktuell sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % adäquat (S. 2).
5.
5.1
Zur Beantwortung der Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2013
wesentlich verändert hat,
stellte die Beschwerdegegnerin auf das
von der Invalidenversicherung veranlasste
Z.___
Gutachten
(vgl. vorstehend E. 4.1)
ab.
Vorab ist festzuhalten, dass der Inva
liditätsbegriff in der Invalidenversicherung grundsätzlich mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und in der Militärversicherung) über
ein
stimmt, weshalb die Schätzung der Invalidität, auch wenn sie für jeden Versiche
rungszweig grundsätzlich selbstständig vorzunehmen ist, mit Bezug
auf
den glei
chen
Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis zu führen
hat (BGE
126 V 288 E.
2.a). Angesichts dessen
kann auch
ein Gutachten aus dem Invali
den
versicherungsverfahren im Verfahren der Unfallversicherung berück
sichtigt werden
(vgl. auch vorstehend E. 1.4)
.
Im
Z.___
-Gutachten erfolgten eingehende B
eurteilungen in
allgemein
inter
nisti
scher, psychiatrischer,
orthopädischer,
neurologischer
, neuropsycho
lo
gischer,
gastroenterologischer
, urologischer und
otorhinolaryngolo
gischer
Hin
sicht.
Das Gutachten basiert auf allseitigen Untersuchungen und ist für die streitigen Belange umfassend, es wurde unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben und es enthält einleuchtend begründete, nachvollziehbare Schluss
folgerungen. Damit genügt es den
praxisgemässen
Kriterien (
vorstehend E. 1.3
) vollumfänglich
,
und es ist grundsätzlich darauf abzustellen.
5.2
Hinsichtlich des
neuropsychologischen
Leidens ist seit der im Rahmen der
Rentenzusprache
erfolgten Begutachtung
(vgl. vorstehend E. 3.2)
eindeutig eine wesentliche Besserung eingetreten. So wurde von den
Z.___
-Gutachtern
(vorste
hend E. 4.1)
in überzeugender Weise festgehalten, dass
die leichte kognitive Störung
– im Gutachten der Ärzte der
Y.___
noch als leicht bis mittel
schwer ausgewiesen (vorstehend E. 3.2)
nunmehr keine Diagnose mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit darstellte und die attestierte Arbeits
unfähigkeit von 25 %
einzig
auf die unfallfremde Harninkontinenz
nach Status eines
Adeno
karzinoms
in der Harnblase
beruhe.
Der neuropsychologische
Z.___
Gutachter hielt denn auch
ausdrücklich
fest, dass im Vergleich zu den vor
be
stehenden neuropsy
chologischen Untersuchungen nun eine normale kogni
tive Leistungsfähigkeit
wiederhergestellt sei
(Urk. 7 S. 35 Ziff. 4.4.7).
Dies deckt sich auch mit den Aus
führungen von Dr.
D.___
, welcher in seinem Bericht vom 20. Dezember 2018 anamnestisch festhielt, der Beschwerdeführer habe sich bezüglich Konzentra
tionsproblemen von einem Autounfall 2006 erholt (vgl.
vor
stehend E. 4.5).
Vor diesem Hintergrund vermag die Rüge des Beschwerde
führers, wonach
es sich lediglich um eine unterschiedliche Beur
teilung des gleichen Gesundheitsschadens handle (Urk. 1 S. 4
; Urk. 12 S. 4
)
,
nicht durchzudringen.
Ebenso ist
nach dem Gesagten das Argument
der unter
schiedlichen Unter
suchungsdauer und Auf
merksamkeitsspanne
nicht
geeignet,
das
Z.___
-Gutachten in Zweifel zu ziehen
, liegt doch die Explorations
dauer grundsätzlich im Ermessen des medizinischen Experten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_246/2010 vom 11. Mai 2010 E. 2.2.2).
5.3
Zu ergänzen bleibt, dass auch der nach Erlass des
Einspracheentscheid
e
s
ergangene Arztbericht von Dr.
D.___
(vgl. vorstehend E. 4.
4
) nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers verändern vermag. Die im Dezember 2018 diagnosti
zier
ten
attentionalen
und mnestischen Defizite konnten vom Arzt nicht aus
schliess
lich
beziehungsweise mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
auf das Unfallereig
nis von 2006 zurückgeführt werden, zumal
der Beschwerdeführer
von
Kon
zentrations
- und Gedächtnisschwäche erst seit dem neuerlichen Sturz auf den Kopf am 22. Mai 2018 berichtete und ausserdem die gesundheitlichen Defizite
gemäss Dr.
D.___
auch
auf
ein vorbestehende
s
,
bislang nicht
diagnostizierte
s
ADHS
zurückgehen
könnten
, was indes aus unfallvers
icherungsrechtlicher Sicht unbeachtlich zu bleiben hat.
5.4
Auch die nach Erstellung des
Z.___
-Gutachtens eingegangenen medizinischen Berichte sind nicht geeignet, die festgestellte gesundheitliche Verbesserung
in Abrede zu stellen
.
D
er von Dr.
A.___
(vorstehend E. 4.2) und Prof.
B.___
(vorstehend E. 4.3)
diagnostizierte
dekompensierte
Tinnitus stellt eine bloss vorübergehende Beeinträchtigung dar, zumal
sich
Dr.
A.___
nicht zur Arbeits
unfähigkeit äusserte
beziehungsweise Prof.
B.___
eine
solche nicht
substantiiert und demnach
nicht
nachvollziehbar
attestierte
.
Im
Abklärungs
be
richt von Dr.
D.___
(vorstehend E. 4.4
)
wurden denn auch
keine
Tinnitus
be
schwerden
(mehr)
erwähnt
.
5.
5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
im Vergleich zu 2013 aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht wesentlich verändert hat.
Mit der entsprechenden Verbesserung gut vereinbar ist auch der Unterschied in der attestierten Arbeits
un
fähigkeit. Diese wurde
von den Ärzten der
Y.___
2013 mit
70 % bezogen auf die Tätigkeit als
Garagist
veranschlagt
;
hingegen
gaben die Ärzte
bei körperlich leichten bis mit
telschweren und kognitiv leichten Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Leistungsminderung um etwa 20 %
an
mit dem Hinweis auf einen gewissen Ermessensspielraum
(vgl. vorstehend E. 3.2
)
. Gemäss der aktuellen gutachterli
chen Beurteil
ung besteht mittlerweile eine 25
%ige Arbeits
un
fähigkeit bezogen auf die aktuell ausgeübte Tätigkeit, welche aber gemäss überzeugender medizini
scher Einschätzung unfallfremd
und somit krankheits
bedingt
ist, da
sich
diese
Einschränkung
einzig
auf die Restbe
schwerden des erlittenen
Krebsleiden
s
bezieht
(vgl. vorstehend E. 4.1)
. Auf diese Einschätzung ist abzustellen.
Auch der nach Erlass des
Einspracheentscheids
ergangene Arzt
bericht von Dr.
D.___
(vor
stehend
E. 4.4
) vermag daran nichts zu ändern, bezieht dieser sich bei der attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit
einzig
auf
subjektive Angaben
des Beschwerde
führers
, welcher angab, er könne aktuell nur 50 % Leistung erbringen
.
D
amit
bestand
– entgegen der Meinung des Beschwerdeführers -
in jedem Fall Anlass zur Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (vgl. vorstehend E.
1.
2
) und der Rentenanspruch
durfte von der Beschwerdegegnerin
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig»)
geprüft werden
(BGE 141 V 9 E. 2.3).
Die Verbesserung ist ausgewiesen.
5.6
Abschliessend
bleibt festzuhalten, dass im Zeitpunkt des angefochtenen Ent
scheids
aus unfallrechtlicher Sicht wieder eine
volle Arbeitsfähigkeit bestanden hat, womit sich die damit erfolgte Einstellung der bisher ausgerichteten Invali
denrente als rechtens erweist, der Entscheid zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Lotti Sigg
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannBrühwiler