# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1bcfcf5-a45a-5e5f-b4bb-44a38d77e4b6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 04.04.2022 UV 2021/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2021-16_2022-04-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.08.2022

Entscheiddatum: 04.04.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2022
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
lagen überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen Beschwerden mehr 
vor. Die Leistungseinstellung ist damit nicht zu beanstanden. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 4. April 2022, UV 2021/16).

Entscheid vom 4. April 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Blättler

Geschäftsnr.

UV 2021/16

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion Bern, 

Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Heilbehandlung / Taggeldleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG als C.___ tätig und dadurch bei der Schweizerische 

Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) obligatorisch gegen die 

Folgen von Unfällen versichert. Am 11. September 2019 meldete die Arbeitgeberin der 

Mobiliar, der Versicherte habe sich am 23. August 2019 beim Rüsten "in vollem Schuss 

umgedreht" und sei mit dem Rücken gegen einen Gabelstapler gestossen (UV-act. 

UM). Der erstbehandelnde Dr. med. D.___, Facharzt Innere Medizin FMH, hatte am 2. 

September 2019 die Diagnose einer Lumboischialgie gestellt und eine Infiltration 

durchgeführt. Da diese keine Besserung gebracht hatte, hatte der Versicherte tags 

darauf Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, konsultiert. Dieser war von 

einem Lumboradikulärsyndrom ausgegangen und hatte eine MR-Untersuchung 

veranlasst (vgl. UV-act. M8). Diese hatte am 4. September 2019 eine grossvolumige 

breitbasige mediolinkslateral bevorzugte Hernierung der Bandscheibe L5/S1 mit links 

mehr als rechts rezessaler Einengung und Nervenwurzelkompression linksseitig vor 

allem S1, eine dehydrierte und höhengeminderte Bandscheibe sowie mässige 

Degenerationen der Intervertebralgelenke L4/5 und L5/S1 zur Darstellung gebracht 

(UV-act. M1). Dr. E.___ hatte dem Versicherten vom 2. bis 8. September 2019 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (UV-act. AUZ1). 

A.a. 

Ab 9. September 2019 war der Versicherte durch Dr. med. F.___, Chiropraktor 

SCG/ECU, behandelt worden. Dieser hielt in seinem Bericht vom 24. September 2019 

als vorläufige Diagnosen eine Kontusion der Wirbelsäule und ein lumboradikuläres 

Syndrom mit Nervenwurzelkompression S1 links fest (UV-act. M2). Er attestierte dem 

A.b. 

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Versicherten vom 7. September bis 10. Oktober 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 

% (UV-act. AUZ2, davon abweichend UV-act. AUZ3 [vom 7. bis 24. September 2019 

100 %; ab 25. September 2019 50 %]).

Am 27. September 2019 beurteilte Dr. med. G.___, Arzt für Chirurgie und 

Orthopädie, beratender Arzt der Mobiliar, die Prellung/Kontusion der 

Lendenwirbelsäule (LWS) sei überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 

23. August 2019 zurückzuführen. Die übrigen Veränderungen, insbesondere die 

Diskushernie L5/S1, seien sicher nicht unfallkausal. Der Status quo sine sei spätestens 

am 4. September 2019 (Ausschluss traumatischer Veränderungen per MRT) erreicht 

gewesen (UV-act. M3).

A.c. 

Mit Schreiben vom 30. September 2019 teilte die Mobiliar dem Versicherten mit, 

seine Beschwerden stünden ab dem 5. September 2019 nicht mehr mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. August 2019. Sie 

lehne daher ab diesem Datum einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ab (UV-act. 

K5).

A.d. 

Dr. E.___ wies den Versicherten am 18. Oktober 2019 Dr. med. H.___, Neurologie 

FMH, zu. Er führte aus, der Versicherte habe sich am 3. September 2019 wegen 

starker, krampfartiger Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein bei ihm 

gemeldet. Wohl aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten habe er damals nicht 

realisiert, dass offenbar am 23. August 2019 ein Unfall mit einem Gabelstapler 

stattgefunden habe. Gemäss jetziger Übersetzungshilfe durch seine Ehefrau sei der 

Versicherte damals beim Umdrehen mit seiner linken Gesässhälfte heftig gegen die 

Gabel eines Gabelstaplers gestossen. Es finde sich eine ausgeprägte Druckdolenz über 

dem Valleix-Punkt links, so dass er von einer Ischiadicus-Quetschung ausgehe und um 

eine diesbezügliche Beurteilung ersuche (UV-act. M4). Dr. H.___ diagnostizierte am 26. 

Oktober 2019 eine posttraumatische Ischialgie links nach Unfall vom 23. August 2019. 

Sie beurteilte, klinisch bestünden keine neurologischen Ausfälle. Elektrophysiologisch 

habe sie keine relevante neurogene Läsion zur linken unteren Extremität nachweisen 

können. Sie empfehle die Weiterführung der intensiven physikalisch-medizinischen 

Therapie inklusive Akupunktur (UV-act. M5 f.).

A.e. 

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B.  

Am 22. Oktober 2019 hatte Dr. E.___ der Mobiliar ein "Wiedererwägungsgesuch" 

eingereicht. Er hatte darin im Wesentlichen den Inhalt des Schreibens vom 18. Oktober 

2019 an Dr. H.___ (vgl. UV-act. M4) wiederholt und geltend gemacht, unter diesen 

neuen Gesichtspunkten sei klar von einer Unfallfolge auszugehen. Er hatte die Mobiliar 

daher gebeten, für die diesbezüglichen Heilungs- und Arbeitsunfähigkeitskosten 

aufzukommen (UV-act. M7, vgl. auch das Schreiben vom 15. November 2019; UV-act. 

M8). Er hatte dem Versicherten vom 10. bis 20. Oktober 2019 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % und vom 21. Oktober bis 30. November 2019 eine solche von 50 % 

attestiert (UV-act. AUZ4 f.).

A.f. 

Dr. G.___ beurteilte am 26. November 2019, es lägen keinerlei Hinweise dafür vor, 

dass die Veränderungen der LWS traumatisch bedingt seien. Aufgrund der Eingabe 

von Dr. E.___ ergäben sich keine Gründe, um von der bisherigen Beurteilung 

abzuweichen (UV-act. M9).

A.g. 

Mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 stellte die Mobiliar ihre Leistungen per 5. 

September 2019 ein (UV-act. K14).

A.h. 

Dagegen erhob der Versicherte am 13. Dezember 2019 Einsprache. Er reichte 

mehrere Berichte von behandelnden Ärzten, insbesondere von Dr. med. I.___, J.___ 

Praxis, von Dr. med. K.___, Orthopädie L.___ und von Dr. med. M.___, Facharzt für 

Chirurgie, ein (UV-act. K16). Dr. I.___ hatte am 19. November 2019 berichtet, dass er 

den Versicherten seit 25. Oktober 2019 mitbetreue. Dieser leide nach einem Schlag 

vom Gabelstapler bei der Arbeit unter starken Schmerzen am linken Gesäss. Die 

Schmerzen hätten sich zum Teil auf den lateralen proximalen Oberschenkel 

"verteilt" (UV-act. M10). Dr. K.___ hatte am 6. Dezember 2019 über eine ambulante 

Untersuchung vom 4. Dezember 2019 berichtet, bei welcher er eine am 23. August 

2019 erlittene Hüftkontusion diagnostiziert hatte. Er hatte befunden, es bestehe ein 

regelrechter Verlauf und mithilfe der Physiotherapie werde ein "Status quo ante" 

erreicht werden. Der Versicherte sei zu 25 % arbeitsunfähig (UV-act. M12, bzgl. der 

Arbeitsunfähigkeit von 25 % vom 2. bis 15. Dezember 2019 vgl. UV-act. AUZ6). Dr. 

M.___ hatte in seinem Bericht vom 10. Dezember 2019 eine Kontusion Trochanter 

major links diagnostiziert. Der Versicherte sei vor drei Monaten mit der linken Hüfte 

B.a. 

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C.  

gegen einen Gabelstapler gestossen und habe seither Schmerzen im Bereich des 

Trochanters links. Die Prognose sei gut, der Versicherte solle weiterhin 

physiotherapeutisch und antiphlogistisch behandelt werden. Eventuell sei eine 

Infiltration zu erwägen (UV-act. M11).

Mangels wesentlicher Linderung der Beschwerden veranlasste Dr. K.___ auf 

Wunsch des Versicherten eine MR-Untersuchung (UV-act. M13). Diese ergab am 14. 

Januar 2020 eine diskrete Bursitis trochanterica, eine etwas verstärkte acetabuläre 

Überdachung mit grundsätzlicher Konstellation zu einem femoroazetabulären Pincer-

Impingement sowie eine kulineare Signalalteration am Labrum kranioventral basisnah 

(Differentialdiagnose: kleiner sublabraler Sulcus/kleiner Einriss; UV-act. M14). Am 24. 

Januar 2020 führte Dr. K.___ aus, aufgrund der MR-Untersuchung seien keine 

Traumafolgen eruierbar. Die Physiotherapie solle mit Fokus auf den Tractus iliotibialis 

und allenfalls Stosswelle am Trochanter major weitergeführt werden (UV-act. M15).

B.b. 

Im Auftrag der Mobiliar erstellte Dr. med. N.___, Facharzt für Chirurgie, am 28. Juli 

2020 ein Aktengutachten. Er beurteilte, die Diskushernie L5/S1 könne nicht durch den 

Unfall vom 23. August 2019 verursacht worden sein. Bezüglich einer Prellung bzw. 

Kontusion der LWS sei ab dem 5. September 2019 von einem Status quo sine 

auszugehen. Eine kontusionsbedingte Quetschung des Nervus ischiadicus sei sodann 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Es sei nicht erklärbar, dass der 

Versicherte nun erst drei Monate nach dem Ereignis angegeben habe, er habe sich die 

linke Hüfte angeschlagen, nicht das linke Gesäss. Auch an der linken Hüfte lägen aber 

keine traumabedingten Folgen vor. Der Entscheid der Mobiliar, wonach ab dem 5. 

September 2019 ein Status quo sine bestehe, sei dementsprechend korrekt (UV-act. 

M17).

B.c. 

Mit Entscheid vom 29. Januar 2021 wies die Mobiliar die Einsprache ab (UV-act. 

K20).

B.d. 

 Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. rer. publ. HSG M. B. Graf, St. Gallen, am 24. Februar 2021 

Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2021 sei 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin auf vorübergehende 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggelder) über den 5. September 2019 

hinaus. 

aufzuheben und die Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, 

ihm die gesetzlichen Leistungen (insbesondere Heilbehandlung und Taggelder) über 

den 5. September 2019 hinaus zu gewähren; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Eventualiter seien die behandelnden Ärzte und Therapeuten 

anzufragen, welche Diagnosen bzw. Befunde Ursache der Arbeitsunfähigkeit gewesen 

seien und welche Beschwerden behandelt und therapiert worden seien (act. G1).

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 25. Juni 2021 die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde (act. G7). Sie stützte sich dabei unter anderem auf eine 

Stellungnahme von Dr. N.___ vom 25. April 2021 (UV-act. M18).

C.b. 

Mit Replik vom 13. September 2021 und Duplik vom 21. Oktober 2021 hielten die 

Parteien an ihren Anträgen fest (act. G11, 13).

C.c. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die versicherte Person 

hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

1.2. 

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Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs (bzw. des Wegfalls desselben) wird in erster Linie 

mittels Angaben der medizinischen Fachpersonen geführt (Urteil des Bundesgerichts 

vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2; KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; 

BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 135 V 250 E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 f. E. 3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; 

SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. 

das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint werden können bzw. nachgewiesen 

sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht 

(Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

2014, § 70 N. 58 f.; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 4).

Eine durch einen Unfall verursachte Gesundheitsschädigung oder eine auftretende 

Beschwerdesymptomatik kann einen zuvor intakten oder einen bereits 

vorgeschädigten Körperteil betreffen. Ist letzteres der Fall kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung höchstens als vorübergehende oder richtunggebende 

Verschlimmerung eines Vorzustandes in Betracht. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers bei einem verschlimmerten oder überhaupt erst manifest 

gewordenen Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche oder 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder 

der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustands früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist. Eine richtunggebende Verschlimmerung liegt vor, wenn medizinischerseits 

feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht 

werden können (vgl. KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 

6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

1.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

1.4. 

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2.

Der Beschwerdeführer erlitt am 23. August 2019 unbestritten einen Unfall, bei welchem 

er gegen einen Gabelstapler stiess (vgl. UV-act. UM). Damit ist jedoch noch nichts 

darüber ausgesagt, welche Verletzungen sich der Beschwerdeführer beim Unfall 

zugezogen hat. In der Regel kann nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine 

Verletzung mit nachfolgenden Beschwerden zeitigen. Gemäss Unfallmeldung schlug 

der Beschwerdeführer mit dem Rücken gegen den Gabelstapler (UV-act. UM). Dr. 

E.___ realisierte offenbar vorerst nicht, dass es zu einem Unfall gekommen war. Er 

diagnostizierte aber aufgrund der geklagten Rückenbeschwerden und des 

diesbezüglich bestehenden Vorzustandes (vgl. UV-act. M2, act. G1.3) ein 

Lumboradikulärsyndrom, veranlasste ein MRT der LWS und verordnete eine 

chiropraktische Behandlung (vgl. UV-act. M1 f., M8). Erst am 18. Oktober 2019 führte 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 

E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch 

reine Beurteilungen aufgrund der Akten beweiskräftig sein können, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1).

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Dr. E.___ aus, er habe aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten des Beschwerdeführers 

nicht realisiert, dass dieser am 23. August 2019 die linke Gesässhälfte heftig gegen die 

Gabel eines Gabelstaplers gestossen habe. Er gehe nun von einer Ischiadicus-

Quetschung aus und veranlasse eine Beurteilung bei Dr. H.___ (UV-act. M4, vgl. UV-

act. M7). Am 6. Dezember 2019 berichtete Dr. K.___ sodann erstmals über eine 

Hüftkontusion, welche der Beschwerdeführer am 23. August 2019 erlitten habe (UV-

act. M12). Den Akten sind also drei Varianten von Kontusionen, eine solche der LWS, 

des Gesässes bzw. des Ischiasnervs und der Hüfte, zu entnehmen. Während der 

Beschwerdeführer im Einspracheverfahren einen starken Zusammenstoss des 

Gesässes mit dem Gabelstapler beschrieb (UV-act. K16), lässt er im 

Beschwerdeverfahren vorbringen, er sei mit der Hüfte links gegen den Gabelstapler 

geprallt. Aufgrund seiner sprachlichen Schwierigkeiten habe er dies als medizinischer 

Laie mit dem Gesäss verwechselt (UV-act. M1, M11). Präsentiert eine versicherte 

Person während des Verwaltungsverfahrens widersprüchliche oder inhaltlich 

wechselnde Sachverhaltsdarstellungen, ist der Grundsatz zu berücksichtigen, dass die 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 

sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 

121 V 47 E. 2a; RKUV 2004 2004 Nr. U 524 S. 546). Hierbei handelt es sich nicht um 

eine förmliche Beweisregel, sondern lediglich um eine im Rahmen der freien 

Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe. Vorliegend erscheint ein 

Anschlagen der Hüfte als die am wenigsten überzeugende Sachverhaltsversion, weil 

den Akten eine solche erst über drei Monate nach dem Unfall zu entnehmen ist. Eine 

(sprachliche) Verwechslung der Hüfte mit der LWS und insbesondere dem Gesäss 

erscheint zwar insofern plausibel, als sich diese Körperteile - vor allem das Gesäss und 

die Hüfte - zumindest gemäss einem laienhaften medizinischen Verständnis nahe 

beieinander finden bzw. direkt aneinandergrenzen und der Beschwerdeführer aufgrund 

seiner eingeschränkten Deutschkenntnisse allenfalls nicht in der Lage war, den 

betroffenen Körperteil exakt zu benennen (vgl. act. G11). Der nachfolgend dargestellte 

Verlauf der Beschwerden und der erhobenen Befunde sprechen jedoch insbesondere 

gemäss der überzeugenden Beurteilung von Dr. N.___ (UV-act. M18) höchstens für 

eine Kontusion der LWS und gegen eine solche der Hüfte, was, wie dargelegt, eine 

unfallkausale Verletzung der Hüfte ausschliesst. Im Regelfall führen erlittene 

Verletzungen zu Schmerzen und werden unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder 

zumindest unfallnah auch wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen 

Untersuchung beschrieben. 

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3.  

Der Beschwerdeführer suchte am 2. September 2019, mithin 10 Tage nach dem 

Unfall, Dr. O.___ (Praxiskollege von Hausarzt Dr. E.___) auf und klagte über heftige, ins 

Bein ausstrahlende Rückenschmerzen. Dr. O.___ diagnostizierte eine Lumboischialgie 

und führte Infiltrationen durch. Mangels Besserung der Beschwerden konsultierte der 

Beschwerdeführer tags darauf Dr. E.___, welcher ein Lumboradikulärsyndrom 

vermutete (vgl. UV-act. M8). Die von ihm veranlasste MR-Untersuchung brachte am 4. 

September 2019 eine Diskushernie auf Höhe L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzel 

S1 links zur Darstellung (UV-act. M1). Nachdem Dr. E.___ im Oktober 2019 realisiert 

hatte, dass am 23. August 2019 ein Unfallereignis stattgefunden hatte (vgl. UV-act. M4, 

M7, vgl. auch UV-act. M8), tätigte er weitere Abklärungen und verordnete 

Physiotherapie (s. dazu unten E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer war offenbar nie der 

Ansicht, dass es beim Unfall vom 23. August 2019 zu einer Diskushernie gekommen 

war und seine nach dem genannten Unfall aufgetretenen Beschwerden darauf 

zurückzuführen gewesen seien (vgl. act. G1). Er verneint damit die Unfallkausalität der 

im MRI vom 4. September 2019 dargestellten Veränderungen der LWS in 

Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (act. G7). Es entspricht denn auch einer 

medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien degenerativ 

entstehen. Ein Unfall im Rechtssinne kann nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache 

in Betracht fallen. Voraussetzung dafür ist in der Regel, dass das fragliche Ereignis von 

besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. 

U 379 S. 193, E. 2a mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Diese 

Voraussetzungen sind vorliegend unbestritten nicht erfüllt. Hingegen ist den Akten zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits früher wegen Rückenbeschwerden in 

Behandlung gewesen ist (vgl. act. G1.3, M1 f.). Es bestand damit ein gewisser 

Vorzustand. Entsprechend der übereinstimmenden Ansicht der Parteien und der 

Beurteilung von Dr. G.___ sowie Dr. N.___ ist insgesamt davon auszugehen, dass die 

Veränderungen der LWS nicht durch das Unfallereignis vom 23. August 2019 

verursacht wurden und bei einer allfälligen Kontusion der LWS spätestens am 4. 

September 2019 (Datum der MR-Untersuchung) der Status quo sine wieder erreicht 

war (vgl. act. G1, G7, G11, UV-act. M3, M9, M17 f.).

3.1. 

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 3.2. 

In seinen Schreiben vom 18. und 22. Oktober 2019 erwähnte Dr. E.___ erstmals, 

gemäss Übersetzung der Ehefrau des Beschwerdeführers habe sich am 23. August 

2019 ein Unfall ereignet, bei dem der Beschwerdeführer beim Umdrehen heftig mit 

seiner linken Gesässhälfte gegen die Gabeln eines Gabelstaplers gestossen sei. Dr. 

E.___ habe bei der klinischen Untersuchung eine ausgeprägte Druckdolenz über dem 

Valleix-Punkt links gefunden, so dass er von einer unfallbedingten Ischiadicus-

Quetschung ausgehe. Er habe Physiotherapie und hochdosiert NSAR verordnet. 

Zudem habe er den Beschwerdeführer zur Abklärung an Dr. H.___ überwiesen (UV-act. 

M4, M7). Diese diagnostizierte am 26. Oktober 2019 eine posttraumatische Ischialgie 

links nach Unfall. Sie beurteilte, klinisch bestünden keine neurologischen Ausfälle. Sie 

habe elektrophysiologisch keine relevante neurogene Läsion zur linken unteren 

Extremität, insbesondere keine axonale Radiculopathie S1 links bzw. L5 links und keine 

Polyneuropathie, nachweisen können. Therapeutisch empfehle sie die Weiterführung 

der intensiven physikalisch-medizinischen Therapie inklusive Akupunktur (UV-act. M5 

f.). Damit war keine neurologische Beeinträchtigung nachweisbar. Die von Dr. E.___ 

vermutete Ischiadicus-Quetschung wurde - soweit aktenkundig - nicht bestätigt. Dr. 

I.___ berichtete zwar am 19. November 2019 ebenfalls über eine starke 

Schmerzangabe des Beschwerdeführers betreffend das linke Gesäss nach einem 

Schlag von einem Gabelstapler, stellte jedoch keine konkrete Diagnose (UV-act. M10).

3.2.1. 

 Dr. N.___ beurteilte am 28. Juli 2020, die von Dr. E.___ postulierte Quetschung 

des Nervus ischiadicus hätte theoretisch bei einem massiven Anprall des Gesässes 

verursacht werden können. Dr. H.___ habe eine solche Quetschung jedoch 

elektrophysiologisch ausgeschlossen. Auch beim Chiropraktor Dr. F.___ hätten keine 

Hinweise für eine solche bestanden. Eine Quetschung des Nervus ischiadicus hätte 

sofort zu entsprechenden Schmerzen mit einer Arbeitsunfähigkeit in der Logistik führen 

müssen, was jedoch nicht der Fall gewesen sei. Mit einer derartigen Quetschung 

hätten im MRI der LWS vom 4. September 2019 auch noch Hämatome und Ödeme 

nachweisbar sein müssen. Solche hätten sich aber weder im genannten MRI der LWS, 

noch im später durchgeführten MRI der linken Hüfte vom 14. Januar 2020 gezeigt. Die 

Latenz vom Ereignis bis zur Erstkonsultation, die dafür fehlenden Befunde im MRI und 

der Elektrophysiologie sowie auch der anschliessende Schmerzwechsel zur Hüfte (s. 

dazu E. 2.3) schlössen eine kontusionsbedingte Quetschung des Nervus ischiadicus 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus (UV-act. M17, vgl. auch UV-act. M18).

3.2.2. 

Damit ist eine Quetschung des Nervus ischiadicus anlässlich des Unfalls vom 23. 

August 2019 nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. 

3.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/14

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Der Beschwerdeführer macht im Beschwerdeverfahren eine Hüftkontusion sowie 

damit zusammenhängende Beschwerden geltend (act. G1, G11).

3.3. 

Dr. K.___ berichtete am 6. Dezember 2019 erstmals über eine am 23. August 

2019 erlittene Hüftkontusion. Der Beschwerdeführer werde seit ca. sechs Wochen 

physiotherapeutisch behandelt, was zu einer deutlichen Regredienz der Beschwerden 

mit noch verbleibenden Restbeschwerden von ca. 30 % geführt habe. Auch die 

Akupunktur verhelfe ihm zu einer deutlichen Schmerzlinderung. Er sei noch zu 25 % 

arbeitsunfähig. Der Verlauf sei regelrecht und mit weiterer Physiotherapie werde ein 

Status quo ante erreicht. Eine MRI-Bildgebung sei nicht indiziert. Die Verlaufskontrollen 

würden abgeschlossen, eine Wiedervorstellung sei bei Bedarf möglich (UV-act. M12). 

Dr. K.___ äusserte sich nicht zur Unfallkausalität der beklagten Beschwerden an der 

Hüfte. Dem festgehaltenen Befund lassen sich - abgesehen von einer Druckdolenz 

entlang des Tractus iliotibialis - zudem keine Auffälligkeiten entnehmen (vgl. UV-act. 

M12). Dr. M.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 10. Dezember 2019 eine 

Kontusion Trochanter major links. Bei der gleichentags erfolgten Untersuchung hätten 

sich keine Anhaltspunkte für eine lumboradikuläre Ursache der Beschwerden 

gefunden. Es liege ein eindeutiges Unfallereignis vor und die Beschwerden seien 

seither vorhanden. Die klinische Untersuchung passe zu den angegebenen 

Beschwerden und zum Unfallereignis vom 23. August 2019. Die Prognose sei gut. 

Auch Dr. M.___ hielt neben einer Dolenz über dem Trochanter major und dem Tractus 

iliotibialis einen unauffälligen Befund fest. Er empfahl die Weiterführung der 

physiotherapeutischen und antiphlogistischen Behandlung sowie eventuell eine 

Infiltration (UV-act. M11). Bezugnehmend auf diese beiden Berichte stellte Dr. N.___ am 

28. Juli 2020 grundsätzlich in Frage, ob am 23. August 2019 eine Kontusion der Hüfte 

links stattgefunden habe, zumal der Beschwerdeführer diese erst drei Monate nach 

dem Ereignis vorgebracht habe. Er begründete weiter, bei der Untersuchung von Dr. 

K.___ hätten sich keine Bewegungseinschränkungen gezeigt und auch Dr. M.___ habe 

über eine völlig unauffällige und physiologische Beweglichkeit der Hüfte berichtet (UV-

act. M17). 

3.3.1. 

Am 8. Januar 2020 klagte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. K.___ über 

gleichbleibende Beschwerden an der linken Hüfte und wünschte eine MR-

Untersuchung (UV-act. M13). Diese ergab am 14. Januar 2020 eine diskrete Bursitis 

trochanterica, eine etwas verstärkte acetabuläre Überdachung mit grundsätzlicher 

Konstellation zu einem femoroazetabulären Pincer-Impingement sowie eine kulineare 

Signalalteration am Labrum kranioventral basisnah (Differentialdiagnose: kleiner 

sublabraler Sulcus/kleiner Einriss; UV-act. M14). Dr. N.___ befand diesbezüglich in 

3.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/14

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4.  

Entscheid

seiner Beurteilung vom 25. April 2021 (UV-act. M18), die nachgewiesene diskrete 

Bursitis trochanterica belege nicht, dass es initial - beim Ereignis vom 23. August 2019 

- zu einer massiven Hüftkontusion gekommen sei. Dagegen spreche auch die 

Beurteilung von Dr. K.___ vom 24. Januar 2020, welcher Traumafolgen verneint habe 

(vgl. UV-act. M15). Dr. N.___ führte am 25. April 2021 (UV-act. M18) zudem aus, sowohl 

Dr. E.___ als auch Dr. F.___ hätten initial linksseitige Gluteal- sowie Rückenschmerzen 

dokumentiert und seien von einer Kontusion der LWS ausgegangen (vgl. UV-act. M2, 

M7). Am 18. Oktober 2019 habe Dr. E.___ sodann über eine Druckdolenz über dem 

Valleix-Punkt links berichtet (vgl. UV-act. M4). Dr. N.___ argumentierte überzeugend, 

eine Hüftprellung führe jedoch weder zu lumbalen Schmerzen, noch zu einem Husten-/

Niesschmerz oder einer schmerzhaften Druckdolenz des Valleix-Punkts. 

Hüftbeeinträchtigungen führten hingegen zu ventral betonten Schmerzen mit Projektion 

in Richtung Knie und es könne bei einer direkten Kontusion der Hüftregion zu 

Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks kommen. Eine massive Bursitis 

trochanterica hätte sofort zu starken bewegungsabhängigen Schmerzen der linken 

Hüfte führen müssen. Derartige Beschwerden seien jedoch von keinem der initial 

behandelnden Ärzte dokumentiert worden. Gegen eine initiale Verletzung der linken 

Hüfte spreche auch, dass keine Prellmarken oder Hämatome in dieser Region 

bestanden hätten. Die Annahme des Beschwerdeführers, dass es initial zu einem 

Schlag auf die linke Hüfte mit einer reaktiven Bursitis trochanterica gekommen sei, 

entspreche weder dem Unfallhergang, noch den initialen Beschwerden (UV-act. M18).

Insgesamt ist damit nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen, dass nach 

dem Datum der Leistungseinstellung per 5. September 2019 noch unfallkausale 

Beschwerden bestanden. Wie Dr. N.___ am 25. April 2021 nachvollziehbar ausführte 

(UV-act. M18), ergeben sich aus den vorhandenen medizinischen Berichten keine 

Widersprüche, insbesondere auch nicht bezüglich der Diagnosen. Folglich ist auf den 

eventualiter beantragten Beizug von weiteren Berichten bzw. Stellungnahmen der 

behandelnden Ärzte zu verzichten (vgl. act. G1, G11). 

3.4. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 29. 

Januar 2021 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

4.1. 

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

4.2. bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/14

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2022
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor. Die Leistungseinstellung ist damit nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. April 2022, UV 2021/16).

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