# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42f0c1bb-e708-50b3-b95d-75dc2d72e41d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-20
**Language:** de
**Title:** Voraussetzungen einer wiedererwägungsweisen Aufhebung der ursprünglichen Rentenverfügung gegeben, Rückweisung zu weiteren Abklärungen
**Docket/Reference:** IV.2013.00710
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00710.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00710
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Kreyenbühl
Urteil
vom
20. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin
Dr.
Sonja Gabi
Gabi/
Zarro
/von Gunten, Rechtsanwälte
Flurstrasse 30, 8048 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren
1971,
Mutter zweier Kinder (geboren 2000 und 2002
,
Urk.
7/125/36
),
meldete sich
am
9.
April 1997 (Eingangsdatum)
wegen starker Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich
infolge
eines
Schleu
dertraumas
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, I
V-Stelle, zum Leistungsbezug
(
Berufsberatung und Umschulung) an (
Urk.
7/4).
Mit Ver
fügung vom
6.
August 1997 erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für eine Umschulung (
Urk.
7/12), im Rahmen der
er die Versicherte, die zuletzt
als
Ser
viceangestellte
tätig gewesen war
,
am 2
7.
Juli 1999 das Handelsdiplom VSH erwarb (
Urk.
7/27
). Mit Verfügung vom 1
1.
September 1999 stellte
die IV-Stelle
fest, dass die Versicherte rentenausschliessend beruflich eingegliedert sei (
Urk.
7/29).
1.2
Am 1
9.
Oktober 2001 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug
(Rente)
an (
Urk.
7/32). Die IV-S
telle nahm be
ruflich
-erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und sprach der Versi
cherten m
it Verfügung
vom 2
4.
Februar 2003
gestützt auf einen
Invaliditäts
grad
von 52
%
mit Wirkung ab dem
1.
Juni 2002 eine halbe Rente zu (
Urk.
7/68, vgl. auch
Urk.
7/60).
In der Folge sprach die
Schweizerische Unfall
versicherungsanstalt (
SUV
A
)
der Versicherten
mit Verfügung vom 24.
Juni 2003 basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 40
%
mit Wirkung ab dem
1.
Juni 2002
ebenfalls
eine Invalidenrente und
aufgrund einer
Integritätsein
busse
von 15
%
eine Integritätsentschädigung zu (
Urk.
7/81).
Mit Mitteilungen vom 1
5.
Juli 2004 (
Urk.
7/93)
und vom 3
0.
November 2006 (Urk.
7/99) bestä
tigte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine halbe Rente
.
1.3
Im Rahmen eines
im Juli
2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die
IV-Stelle den Bericht von
Dr.
med.
Y.___
, FMH Allgemeine Medi
zin,
vom 2
4.
August 2009 (
Urk.
7/108) und d
en Arbeitgeberbericht der
Z.___
GmbH vom 1
8.
September 2009 (
Urk.
7/109) ein und gab beim
A.___
ein interdisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 1
7.
Oktober 2010 erstattet wurde (
Urk.
7/125). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid vom
3.
Januar 2012, Urk.
7/129, und Einwand vom
1
2.
Januar bzw.
8.
März 2012,
Urk.
7/131
und
Urk.
7/135
) hob die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
9.
Juni 2013
die
Verfügung vom 2
4.
Februar 2003 wiedererwägungsweise auf und stellte die bisherige
halbe
Rente der Versicherten
gestützt
auf einen Invaliditätsgrad von 0
%
mit
Wirkung auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
ein
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
0.
August 2013 Beschwerde und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die
Beschwerdegegne
rin
sei
zu verpflichten,
ihr -
allenfalls nach Einholung ergänz
ender medizini
scher Abklärungen -
weiterhin eine halbe Rente auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
September 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am 2
5.
September 2013 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
S
treitig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin
die
Verfügung vom 24.
Februar 2003 zu Recht
wiedererwägungsweise aufgehoben
hat
und
ob sie
die
halbe
Invalidenrente
der Beschwerdeführerin zu Recht
(per Ende Juli 2013) eingestellt hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Einglie
derungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Die seit dem
1.
Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer
Rentenbezü
gerin
in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut
Art.
17
Abs.
1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzuset
zen oder aufzuheben. Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwal
tung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvorausset
zungen des
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrich
tigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17
Abs.
1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwal
tung mit dieser Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Mass
gebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475
E.
1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hin
weisen.
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in
H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Der
Rentenzusprache
vom
2
4.
Februar 2003
lagen folgende medizin
ische Beurtei
lungen zugrunde (
Urk.
7/47)
:
2.
1
Dr.
Y.___
stellte in seinem
Bericht
vom 2
3.
Oktober 2001
als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/33/1):
(1)
ein
Panvertebralsyndrom
bei
-
Status nach HWS-Distorsionstrauma
im
Okt
ober
1996
-
Status nach Auto
unfall am
3.
Juli 1997 mit Commotio cerebri
und
HWS-
D
ist
o
rsionstrauma
-
1
6.
Juli 1997: seitliche Kollision
-
Status nach HWS-Kontusions
trauma am 2
5.
Juli 1997
(2)
ein Asthma bronchiale
(3)
eine Disku
shernie L4/L5
mit
pregmal
linksbetonte
r Kompression des Dura
lsackes
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
Y.___
nicht. Er gab an, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wie folgt arbeitsunfähig gewesen sei (
Urk.
7/33/1):
100
%
vom 2
6.
Oktober 1996 bis zum
7.
Januar 1997
50
%
vom
8.
Januar
bis zum 2
5.
März 1997
100
%
vom 2
6.
März
bis zum 1
3.
November 1997
66,
6
%
vom 1
4.
November 1997 bis zum
8.
Juli 1998
100
%
vom
9.
Juli
bis zum
7.
August 1998
50
%
vom
8.
August
1
998 bis ca. Februar
2000
0
%
ab dem 1
4.
Februar 2000
50
%
vom 1
6.
Juni 2001 bis auf
W
eiteres
2.
2
Dr.
med.
B.___
,
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
leiten
der Arzt des
C.___
,
D.___
,
hielt
in seinem
an die SUVA gerichteten
Gutachten vom 1
6.
Januar 2002 folgende Diagnosen
fest
(
Urk.
7/40/19-20)
:
(1)
ein panvertebrales Schmerzsyndrom
-
überwiegend chronische
lumbospondylogene
Symptomatik beidseits bei
Segmentdegeneration L4/
L
5 und L5
/S1, Fehlstatik mit Skoliose
-
eine chronische
z
ervikospondylogene
Symptomatik bei Zustand nach
zweimalig
relevante
m
HWS-Trauma am 2
2.
Oktober 1996 und am 2
5.
Juli
1997
(2
)
eine posttraumatische PHS links
(3)
posttraumatische Ellbogenschmerzen rechts nach Verletzung anlässlich des
Verkehrsunfalles am
3.
Juli 1997, Zustand nach Entfernung einer
Fettgewebsnekrose
(4)
ein COPD, anamnestisch
Nikotinabusus
Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
nach deren Umschulung M
itte Januar 1999
äusserte sich
Dr.
B.___
in seinem Gutachten
lediglich dahin
gehend, dass die Beschwerdeführerin eine Bürotätigkeit zu 100
%
habe
auf
nehmen
und bis zum
7.
Schwangerschaftsmonat habe aufrechterhalten können. Nach der Geburt im Dezember 2000 habe die Beschwerdeführerin im August 2001 ihre Bürotätigkeit wieder zu 50
%
aufgenommen (
Urk.
7/40/19).
2.
3
Im Verlaufsbericht vom 1
5
.
April 2002 erklärte
Dr.
Y.___
, dass die Beschwer
den der Beschwerdeführerin s
eit der Berichterstattung vom 2
3
.
Oktober 2001 eigentlich unverändert geblieben seien.
Sie
habe an ihrer Arbeitsstelle vorüber
gehend für einige Tage ganztags arbeiten müssen, was zu einer massiven Ver
schlechterung ihrer Befunde geführt habe, so dass sie die Arbeitsstelle von sei
ner Seite her habe
kündigen müssen
. Diese Episode, die sich mehrmals wieder
holt habe, zeige eindeutig, dass die Beschwerdeführerin nach vier Stunden Arbeit an ihr Limit gelange und keine darüber hinausgehende
n
Arbeitsstellen mehr annehmen dürfe
. Die Beschwerdeführerin könne keine allzu schweren Gewichte tragen und körperli
chen Belastungen ausgesetzt werden
. Deshalb sei ihre Tätigkeit zum Teil im Gastgewerbe zweifellos ungünstig für sie. Solange sie noch in leitender Funktion sei und als Koordinatorin amte, könne sie zweifellos gut eingesetzt werden. Auch Büroarbeiten wären für die Beschwerdeführerin zweifellos geeignet, da sie auch die entsprechende Ausbildung habe
(
Urk.
7/45
).
3.
3.1
Nach der
Rentenzusprache
vom 2
4.
Februar 2003 zog die Beschwerdegegnerin im Juli 2003
von der SUVA
weitere
ärztliche Beurteilungen
bei
(
Urk.
7/83):
3.1.1
Dr.
B.___
erklärte in seinem an
E.___
von der
SUVA gerichteten Schreiben vom 1
2.
November 2002
– unter Bezugnahme auf eine zuvor erfolgte gemeinsame Besprechung -,
dass der Unfall der Beschwerdeführerin im Jahr 1996 zu einer passageren, selbstlimitierenden Verschlechterung der
vorbeste
henden
Situation und zu keiner richtungsweisenden Schädigung der LWS geführt habe. 18 Monate nach dem Unfallereignis seien
die
residuelle
n
lumba
le
n
Probleme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativen krankhaften Prozessen zuzuordnen.
Die erneute HWS-
Beschwerdeexaz
erbation
und die bis heute andauernden
HWS-
Restbeschwe
rden seien mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf den Unfall vom 2
5.
Juli 1997 zurückzuführen. Eine Quantifi
zierung bezüglich Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sei
diesbezüglich
aber schwie
rig, da im Januar 1998
(richtig: 1999)
eine volle berufliche Wiedereingliederung gemeldet worden sei. Am
rechten Ellbogen liege
sodann
ein chronischer
Reiz
zustand
vor. Eine Integritätsentschädigung
result
iere
jedoch
nicht, da die Funk
tion des Ellbogens nicht eingeschränkt sei.
Würden die Beschwerden der rech
ten Schulter zunehmen, sei allenfalls eine
sonographische
Beurteilung der Weichteile, gegebenenfalls eine kernspintomographische Untersuchung zu empfehlen, wenn invasive therapeutische Massnahmen in Betracht gezogen würden.
Schliesslich geht aus dem Schre
iben von Dr.
B.___
vom 12.
November 2002 hervor, dass
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin bei wechselbelastender Tätigkeit he
ute 50
%
betragen dürfte und dass mindestens 50
%
davon auf die krankhafte LWS-Problematik mit ungünstig
er Prognose zurückzuführen sei
en
. Dazu bemerkte
Dr.
B.___
nun, dass ihm diese Beurteilung bezüglich Wertung von Krankheit
s- und Unfallfolgen
korrekt scheine (
Urk.
7/84/7-9).
3.1.2
Dr.
med.
F.___
, FMH Orthopädische Chirurgie, von der SUVA führte in seiner
ärztlichen Beurteilung vom 2
1.
März 2003
aus,
dass aus den vorlie
genden medizinischen Akten
einheitlich
hervorgehe, dass bei der Beschwerde
führerin wahrscheinlich eine strukturell bedingte leichte Skoliose der mittleren BWS vorliege, welche vermutlich zuvor nicht bekannt gewesen sei. Ob diese Skoliose für die Beschwerde
n
vor und nach den Unfällen (
in den Jahren 1996 und 1997
) verantwortlich gewesen
sei,
werde unterschiedlich beurteilt. Er gehe davon aus,
dass sie
eher nicht der Grund
für nennenswerte Beschwerden gewesen sei
– zu keinem Zeitpunkt
. Ebenfalls einheitlich beurteilt werde
in den medizinischen Akten
die bildgebende Dokumentation. Es lägen eine leichte Bandscheibendegeneration C5/C6
und auch L4/L5 mit jeweils
Pro
trusion
ohne Kompression von neuralen Strukturen vor (zum jeweiligen
Untersuchungszeit
punkt
). Einheitlich beurteilt werde sodann auch, dass keines der genannten Ereignisse bildgebend fassbare Läsionen gesetzt habe. Ebenso sei man
überein
stimmend
der Auffassung, dass die Ereignisse mit überwiegender Wahrschein
lichkeit auch nicht langfristig oder sekundär zu solchen Veränderungen geführt hätten.
Z
wischen sämtlichen Beurteilern, die diesen Vergleich hätten vorneh
men können,
bestehe Einigkeit,
dass radiologisch
- insbesondere betreffend Halswirbelsäule – keine Progredienz vorliege. Demzufolge könne (radiologisch gesehen) nicht von einer Verschlimmerung, erst recht nicht von einer dauern
den oder richtungsgebenden
Verschlimmerung
, ausgegangen werden. Einheit
lich sei die Beurteilung der Ärzte
schliesslich auch insofern, als
lediglich Weichteilverletzungen an LW
S und HWS sowie am
Ellbogen angenommen worden seien und zwar solche, welche sich nicht objektiv nachweisen liessen, das heisse geringfügige.
Dr.
F.___
kam zum Schluss, dass die Akten somit ein eindeutiges Bild ergeben würden. Objektiv, das heisse an organischen Befunden gemessen, habe keiner der genannten Unfälle eine längerfristige oder gar dau
ernde Auswirkung ausgeübt.
Die Beurteilungen und die Versuche, Schätzungen vorzunehmen, hätten sich somit ausschliesslich auf Symptome und daraus abgeleitete Funktionseinschränkungen bezogen. Hierzu habe weitgehend den Angaben der Beschwerdeführerin
gefolgt werden müssen. Dazu
habe
auch gegolten, Kenntnisse über den natürlichen Verlauf von alltäglichen Beschwer
den wie lumbales Rückenweh, Nackenweh und Kopfweh einzubeziehen. An der Wirbelsäule der Beschwerdeführerin seien keine Veränderungen festgestellt worden, welche Wirbelsäulen
-orthopädisch eine Invalidität
begründen
könnten
.
Es sei überdies unwahrscheinlich, dass bei einer näheren Untersuchung
des rechten Ellbogens
erhebliche und eindeutig im Alltag behindernde Befunde erhoben werden könnten. Er gehe auch nicht davon aus, dass bildgebende Untersuchungen wie zum Beispiel
ein
MRI an HWS oder LWS neu erhebliche, eindeutig in
validisierende Befunde ergeben
würden
(Urk.
7/84/14-16).
3.2
Anlässlich der im Januar 2004 eingeleiteten Rentenrevision (
Urk.
7/86) holte die IV-Stelle den Bericht von
Dr.
Y.___
vom 1
1.
Februar 2004 ein. Dr.
Y.___
erklärte darin,
dass sich die Situation seit seinem letzten Bericht kaum verändert habe.
Die Beschwerdeführerin habe unterdessen allerdings zwei Kinder, so dass die Arbeitsunfähigkeit nun nicht definitiv beurteilt werden könne, da sie weitgehend im Haushalt tätig sei. Sie komme aber immer wieder
wegen akuter Schmerzinter
ventionen zu ihm und müsse auch regelmässig phy
siotherapeutische Massnahmen durchführen lassen. Die Schmerzen seien z
wei
fellos in unverändertem Mass
vorhanden. Da sich die Beschwerdeführerin im Haushalt immer wieder hinlegen und den Haushalt zusammen mit ihrem Ehe
mann führen könne, sei die Belastung auf den
Rücken deutlich zurückgegan
gen, so dass weder von einer Verschlechterung noch von einer Verbes
serung gesprochen werden könne
(
Urk.
7/87/4).
3.3
Im Rahmen
der im August 2006
eingeleiteten Rentenrevision (
Urk.
7/95) holte die IV-Stelle den Bericht von
Dr.
Y.___
vom 3
1.
Oktober 2006 ein. Dr.
Y.___
führte aus, dass
die Beschwerdeführe
rin
bekanntermassen
mindes
tens vier
Unfälle mit Bet
eiligung der HWS erlitten habe. D
rei
davon hätten einem Schleudertrauma
entsprechend
zugeordnet werden können. Zudem hät
ten eine seitliche Kontusion und eine direkte Kontusion des Nackens vorgele
gen. Hinzu gekommen seien kleinere Unfälle, die zwar sonst unbedeutend wären, welche die bestehenden Heilungsprozesse aber immer wieder gestört hätten. Daneben bestehe auch eine Kontusion der LWS bei nachgewiesener
Dis
kushernie
L4/
L
5 mit
Duralsackkompression
und entsprechenden
radikulären
Symptomen, die allerdings nicht permanent vorhanden seien, sondern gele
gentlich wieder auftreten würden
, sowie eine kleine median
e Diskushernie L5/S1, welche so stark geworden sei, dass eine PRT notwendig geworden sei. Gesamthaft sei der Zustand der Beschwerdeführerin stabil, sofern sie keinen
grösseren
Belastungen ausgesetzt sei
(
Urk.
7/97/4).
4.
Anlässlich
des vorliegenden Revisionsverfah
rens
äusserten sich die beteiligten Ärzte wie folgt:
4.1
Dr.
Y.___
nannte
im Bericht vom 2
4.
August 2009 als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Diskushernie L5/S1 links, (2) eine chronische
Lumboischialgie
linksbetont, (3) eine chronische
Zervika
lgie
un
d Lumbago nach Autounfällen im Oktober 1996 und 1997 mit HWS-Distorsion und (4) eine
Sequesterektomie
L5/S1 im Mai 200
7.
Als Diagnosen ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit hiel
t er (1) Migräneanfälle und (2)
asthmoide
Beschwerden fest.
Dr.
Y.___
gab an, dass für die Beschwerdeführerin
sowohl das Sitzen wie auch
Tätigkeit
en
im Service ungeeignet und unmöglich seien
. Ob der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, könne er nicht beurteilen, da sie seines Wissens zurzeit nicht arbeitstätig sei
(
Urk.
7/108/6-7).
4.2
Die
Ärzte des
A.___
stellten im
interdisziplinären
Gutachten vom 1
7.
Oktober 2010 keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Diagnosen ohne Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten
sie folgende (
Urk.
7/125/40):
(1)
ein chronisches
zervikoz
epha
l
es
und
z
ervikobrachiales
Schmer
z
syndrom mit/bei:
-
Fehlhaltung und
skoliotischer
Fehlstatik
-
ausgeprägter mus
k
ulärer
Dysbalance
/muskulärer
Dekonditionierung
-
Verdacht auf anteilmässigen Analgetika-induzierten Kopfschmerz
(2)
ein chronisches
lumbospo
ndylogenes
Schmerzsyndrom links
mit/bei:
-
Fehlhaltung und
skoliotischer
Fehlstatik
-
über das a
ltersentsprechende Mass hinausgehender
Osteo
chondrose
LWK5/SWK1
mit nur diskreten Zeichen einer initialen
Spondylarthrose
beidseits
-
Status nach
Sequesterektomie
LWK5/SWK1 im Mai 2007
-
Kettentendomyose
links
-
aktuell Funktionsstörung beider ISG
(3)
ein
Verdacht auf Migräne ohne Aura (DD: Spannungstypkopfschmerzen,
Analge
tika-
induzierte Kopfschmerzen)
(4)
ein
Opiatabusus
mit/b
ei:
-
anamnestisch Obstipation
(5)
ein
Nikotinabusus
(6)
ein
Dolichocolon
Die Ärzte des
A.___
erklärten, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichti
gung aller Gegebenheiten und Befunde aus interdisziplinärer (internistischer, rheumatologischer und psychiatrischer) Sicht bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Büroangestellte bzw. kaufmännische Angestellte uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Für die in den 90er-Jahren
und intermittierend auch im Jahr 2000
ausgeübte Tätigkeit als Servicekraft mit regelhaft auftretenden
wirbelsäu
lenb
elastenden
Tätigkeiten bestehe seit 1997
keine v
erwertbare Arbeitsfähigkeit
mehr
. Im r
etrospektiven Längsschnitt habe
zu keinem Zeitpunkt ein
Gesund
heitsschaden
bestanden, der versicherungsmedizinisch betrachtet eine dauer
hafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der immer noch ausgeübten Tätig
keit als kaufmännische Angestellte hätte begründen können
(
Urk.
7/125/46-47).
4.3
Dr.
med.
G.___
, leitender Arzt Wirbelsäulenchirurgie der
Klinik
H.___
, führte
in seinem an
Dr.
Y.___
gerichteten Bericht vom 6.
Februar 2012
aus
, dass der aktuelle Röntgenbefund LWS
ap
und seitlich sowie MRI LWS im Vergleich zu den Voraufnahmen von 2007 eine Zunahme der Bandscheibendegeneration L5/S1 mit Höh
enminderung und
Osteochondrose
und
daneben auch im heutigen MRI eine
breitbasige
Diskusherni
e L5/S1 mit Kompression bzw.
rez
essaler
Einengung der W
urzel S1 beidseits zeigen würde. Damals habe nur
eine Diskushernie
links
vorgelegen. Daneben bestehe eine nur
leichtgradige
zentrale
Protrusion
der Bandscheibe L4/
L
5.
Die
Modicveränderun
gen
L5/S1 hätten im Vergleich zu 2007 zugenommen. Die persistierenden Beschwerden lumbal seien durchaus mit der
fortgeschrittenen
degenerativen Bandscheibenerkrankung insbesondere L5/S1
zu
vereinbar
en
. Als Erweiterung der konservativen Therapie und auch zur Abklärung, ob hier noch eine Beein
flussbarkeit bestehe, sei mit der Beschwerdeführerin vereinbart worden, dass
Dr.
med.
I.___
, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie
der Klinik
H.___
,
eine diagnostisch
und therapeutisch kombinierte Infiltration der
Facet
tengelen
ke
L5/S1 beidseits mit einem Sak
ra
lblock durchführen werde (
Urk.
7
/134/1
-2
).
4.4
Dr.
med.
J.___
, Oberärztin Neurologie der Klinik
H.___
, gab in ihrem Bericht vom 2
2.
Februar 2012 zuhanden von
Dr.
G.___
an, dass das aktuelle MRI HWS
leichtgradige
degenerative Veränderungen mit
Osteochond
rose
und medialer
Diskusprotrusion
auf der Höhe C5/6 ohne sichere
Forami
nalstenose
n
gezeigt habe. Ansonsten sei die Kernspintomographie unauffällig. Bei der Beschwerdefüh
rerin bestehe ein langjähriges
zervikoz
ephales
,
zerviko
brachia
les
Schmerzsyndrom,
welches aufgrund der klinischen Untersuchung vorwiegend
myofaszial
bedingt sei. Es fänden sich keine Hinweise für fokal neurologische Defizite in Form einer Myelopathie oder
Radikulopathie
.
Diffe
renzialdiagnostisch
habe sie wegen der
Parästhesien
der Finger auch
an ein zusätzliches CTS gedacht. H
ierfür fänden sich in der Elekt
rophysiologie
aber keine Anhaltspunkte (
Urk.
7
/134/5).
5.
5.1
Zu prüfen ist zunächst, ob die Verfügung vom 2
4.
Februar 2003, mit welcher der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem
1.
Juni 2002 eine halbe Rente zugesprochen wurde,
von der Beschwerdegegnerin zu Recht in Wiedererwägung gezogen wurde.
5.2
Die
Verwaltung
kann auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erhebli
cher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit im wiedererwägungsrechtlichen Sinn liegt
etwa
vor, wenn die Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen oder wenn
massgebliche
Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden.
Weiter kann eine z
weifellose Unrichtigkeit der
ursprünglichen Rentenverfügung
auch bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG und
Art.
61
lit
. c ATSG). Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung
einschliesslich
unrichtiger Feststel
lung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Eine auf keiner nachvollzieh
baren ärztlichen Einschätzung der
massgeblichen
Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfü
gung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 8C_947/2010 vom
1.
April 2011 E. 2.2.1 mit weiteren Hinwei
sen). Auch klar unzutreffende Annahmen, die für die Diagnosestellung von entscheidender Bedeutung sind, können in gleicher Weise wie das Fehlen einer nachvollziehbaren fachärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine
Leis
tungszusprechung
als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_86/2013 vom 3
0.
April 2013
E.
2.1
mit Hinweisen).
Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich einer Revision bestätigt worden ist, steht einer späteren Wiedererwägung nicht ent
gegen; die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente ist
wiedererwägun
gsrecht
lich
unerheblich (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage,
Zürich/Basel/Genf 2014,
S. 443 mit Hinweis).
5.3
Die Beschwerdegegnerin
ging bei der
Rentenzusprache
vom
2
4.
Februar 2003
davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit seit dem 1
6.
Juni 2001 zu
50
%
arbeitsunfähig sei. Dieser Beurteilung lagen
im Wesent
lichen
die
beiden
Bericht
e
des
behandelnden
Allgemeinmediziners
Dr.
Y.___
vom 2
3.
Okt
ober 2001 und vom 1
5.
April 2002
zugrunde
(vgl.
Feststellungs
-
blatt vom 2
3.
April 2002,
Urk.
7/47
).
Der
sehr kurze
Bericht von
Dr.
Y.___
vom 2
3.
Oktober 2001
enthält
dabei
eine Auflistung von Diagnosen,
ein angekreuztes Formular betreffend Zumutbarkei
t von einzelnen Tätigkeiten und
Einschätzung
en
der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit
dem 2
6.
Okto
ber
199
6.
Aufgrund
welcher Befunde
und
Funktionsein
schränkungen
Dr.
Y.___
zu seinen
Einschätzungen
zur
Arbeitsfähigkeit kam
, ist jedoch
nicht
nachvollziehbar, da
eine Befunderhebung
in seinem Bericht
gänzlich fehlt
.
Unklar
ist
weiter
auch
, ob sich
seine
Beurteilung
, wonach die Beschwer
-
deführerin
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit dem 1
6.
Juni 2001 zu 50
%
arbeitsunfähig sei, auf die
von ihr
über viele Jahre ausgeübte Tätigkeit als
Ser
-
viceangestellte
oder
auf
die
mutmasslich
angepasste
Tätigkeit als
kauf
männi
-
sche
Angestellte
bezieht.
Auch der
in der Folge
von
Dr.
Y.___
erstellte
Ver
-
laufsbericht
vom 1
5.
April 2002
,
dem zu entnehmen ist, dass die Beschwer
-
den s
eit der Berichterstattung vom 2
3.
Oktober 200
1 eigentlich
unverän
-
dert
geblieben seien,
schafft
diesbezüglich
keine Klarheit
, im Gegenteil.
Dr.
Y.___
führte
in diesem Verlaufsbericht
, d
er
ebenfalls keine Befund
-
erhebung enthält,
nämlich
–
in nicht wirklich
nachvollziehbarer Weise
–
aus
, dass die Tätigkeit der Beschwerdeführerin zum Teil im Gastgewerbe zweifellos ungünstig sei. Solange sie noch in leitender Funktion und als Koordinatorin amte, könne sie aber zweifellos gut eingesetzt werden.
Auch
Büroarbeiten wären für si
e zwei
fellos geeignet,
da sie auch die entsprechende Ausbildung habe
(vgl. E. 2.3
).
Nebst den beiden Berichten von
Dr.
Y.___
lag der Beschwerdegegnerin
schliesslich
noch das Gutachten von
Dr.
B.___
vom 1
6.
Januar 2
002 vor
, in dem sich dieser
z
ur
Arbeitsfähigkeit der Beschwer
-
d
eführerin
nach deren Umschulung im Jahr 1999
jedoch
gar nicht geäussert
hat
(vgl.
Urk.
7/40/25-26).
5.4
Nach der
Rentenzusprache
vom 2
4.
Februar
2003
zog die Beschwerdegegnerin
im Juli 2003
das Schreiben von
Dr.
B.___
vom
1
2.
November 2002 bei, aus dem hervorgeht, dass die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerde
führerin bei wechselbelastender Tätigkeit heute 50
%
betragen dürfte und dass mindestens 50
%
davon auf die krankhafte LWS-Problematik mit ungünstiger Prognose zurückzuführen sei
en
. Diese nachträgliche Einschätzung
zur
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
, mit welcher
Dr.
B.___
auf sein
Gutachten vom 1
6.
Januar 2002
Bezug nahm, leuchtet
indes ebenfalls nicht
ein
. Dies zunächst deshalb nicht,
weil
auch
er
in
seine
m Schreiben vom 12.
November 200
2 über
haupt nicht
begründet hat
, aufgrund welcher Befunde und
Funktionseinschrän
kungen
er zu dieser Einschätzung kam
(
Urk.
7/84/7-9)
.
Des Weiteren
hatte
Dr.
B.___
in seinem Gutachten
- die von ihm anlässlich seiner Untersu
chung vom 3
1.
Oktober 2000 erhobenen Befunde
waren weitgehend u
n
auffällig (vgl.
Urk.
7/40/12-13)
–
auch noch angegeben
, dass
nach der Umschulung der Beschwerdeführerin im Januar 1998 (ri
chtig:
1999)
offenbar
eine
volle berufli
che Integration der Beschwerdeführerin erfolgt sei
(
Urk.
7/40/26
).
Hinzu kommt, dass
die
Einschätzung
von
Dr.
B.___
auch im
Widerspruch zur Beurteilung von
Dr.
F.___
von der SUVA vom 21.
März 2003
steht
, der die vorhandenen
medizinischen
Akten
detailliert analysiert hatte und daraufhin
zumindest
hinsichtlich der Unfallfolgen
klar
festhielt, dass objektiv, das heisse an organischen Befunden gemessen, keiner der von der Beschwerdeführerin in den Jahren 1996 und 1997
erlittenen
Unfälle eine längerfristige oder gar dau
ernde Auswirkung ausgeübt habe. Die Beurteilungen und die Versuche, Schät
zungen vorzunehmen, hätten sich somit ausschliesslich auf Symptome und dar
aus abgeleitete F
unktionseinschränkungen bezogen.
Hierzu habe
weitgehend den Ang
aben der Beschwerdeführerin
gefolgt werden müssen (vgl. E. 3.1.2
).
5.5
Nicht
prüfend nachvollziehen lassen
sich
sodann auch
die anlässlich der beiden Revisionsverfahren
, im Rahmen derer der Anspruch der Beschwerdeführerin mit
Mitteilungen vom 1
5.
Juli 2004 und vom
30.
November 2006
bestätigt wurde
,
eingeholten
wenig aussagekräftigen
Berichte von
Dr.
Y.___
vom 1
1.
Februar 2004
(vgl. E. 3.2
)
und vom 31.
Oktober 2006
(vgl. E. 3.3
)
,
in denen in erster Linie die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin bzw. die von ihr berichteten Schmerzen wiedergegeben w
u
rden.
5.6
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass
sich die Beschwerdegegnerin
bei
der
Rentenzusprache
vom 2
4.
Februar 2003 in medizinischer Hinsicht
auf eine nicht begründete und
nicht nachvollziehbare
Einschätzung
betreffend Arbeits
fähigkeit
des Allgemeinmediziners und behandelnden
Dr.
Y.___
stützte, des
sen Beurteilungen im Übrigen aufgrund der
auftragsrechtlicher Vertrauensstel
lung zur Beschwerdeführerin ohnehin mit Vorbehalt zu würdigen waren (
BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Die von der Beschwerdegegnerin angenommene 50%ige Arbeitsunfähigkeit
in einer angepassten Tätigkei
t ab dem 1
6.
Juni 2001 konnte unter diesen Umständen
keineswegs
als
ausgewiesen
betrachtet werden
. Der Sachverhalt war aufgrund
einer klaren Verletzung des
Untersuchungsgrundsat
zes
unvollständig abgeklär
t. Die
Verfügung vom 24
.
Februar 2003
, mit welcher der Beschwerdeführerin
mit Wirkung ab dem 1.
Juni 2002
eine halbe Rente zugesprochen wurde,
ist
demzufolge
als zweifellos unrichtig im
wiedererwä
gungsrechtlichen
Sinne einzustufen
.
Da die
Berichtigung der Verfügung vom 2
4.
Februar 2003
, mit der eine Rente bzw.
eine
periodische
Leistung
zugesprochen wurde
,
auch von erheblicher Be
deutung ist, war die Beschwerdegegnerin demnach
befugt,
wiedererwä
gungsweise
darauf zurückzukommen.
Die Verfügung vom 2
4.
Februar 2003 wurde von der Beschwerdegegnerin daher zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben.
6.
6.1
Sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt, müssen die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs pro
futuro
geprüft werden. Wie bei einer materiellen Revision nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG ist auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad zu ermitteln
(
Urteile des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3
0.
August 2011 E. 3.1
und
9C_960/2008 vom
6.
März 2009 E. 1.2 mit Hin
weisen).
6.2
Im Gutachten vom 1
7.
Oktober 2010 legten
d
ie Ärzte des
A.___
im Wesentlichen dar
, dass
bei der Beschwerdeführerin aus internistischer Sicht aufgrund der geklagten Kopfschmerzen differenzialdiagnostisch eine Migräne in Erwägung zu ziehen sei, wobei auch Spannungs
typkopfschmerzen in Frage kämen.
Zudem sei zumi
ndest anteilsmässig
ein
A
nalgetika
-
induzierter
Kopfschmerz in
Erwä
gung zu ziehen
. Neben dem
Überkonsum von
Dafalgan
bestehe
bei ihr auch
ein
Opiatabusus
, was auch
– nebst ihrem
Dolichocolon
– eine Erklärung für ihre Obstipation sei. Bei der aktuellen rheumatologischen Begutachtung imponiere eine ausgeprägte
Insuffizienz insbesondere der w
irbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der
skoliotischen
Fehlstatik und der
Fehl
haltung
zu einer ständigen Fehl- und Überbelastung insbesondere des
Achsen
organes
mit konsekutiven mu
l
tiple
n
, linksbetonten
Insertionstendinopathien
bzw.
Tendinosen
(im Sinne einer
Kettentendomyose
) und aktuell
einer
Funkti
onsstörung beider ISG führe. Eine derartige muskuläre
Dysbalance
bzw.
Dekon
ditionierung
stelle jedoch aus versicherungsmedizinischer Sicht keinen invali
disierenden Gesundheitsschaden dar. Die aktuellen konventionellen Röntgen
darstellungen von HWS, BWS und LWS würden neben einer Fehlhaltung auch eine
deutliche
skoliotische
Fehlstatik sowie eine über das altersentsprechende Mass hinausgehende
Osteochondrose
LWK5/SWK1 bei Status
nach
Seques
terektomie
in diesem
Segment ergeben. Abgesehen vom
Segment LWK5/SWK1 ergebe die Bildgebung keine über das altersentsprechende Mass hinausgehende oder sonstige Pathologien
, welche die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und insbesondere auch deren Intensität in a
usreichendem
Mass
erklären könnten.
Insbesondere fänden sich auch z
ervikal keinerlei Anzeichen für einen sekundären evolutiven Prozess, der für eine initial übersehene Läsion sprechen würde. Hinweise für eine Makroinstabilität könnten in den
Funktions
aufnahmen
ebenfalls nicht objektiviert werden. Bei der aktuellen neurologi
schen Untersuchung würden sich keine Hinweise auf eine
neuroradikuläre
Symptomatik ergeben. Im Rahmen der psychiatrischen Exploration sei die
Beschwerdeführerin in der Schmerzschilderung sehr v
age geblieben. Trotz mehrmaligem
Nachfragen habe sie keine genaue Schmerzlokalisation angeben können. Sie habe über Nacken- und Rückenschmerzen berichte
t, über einen ziehenden Schmerz
, der stärker wie ein Muskelkater sei. Die Schmerzen seien während des Gespräches aber nicht im Hauptfokus
der Aufmerksamkeit
der Beschwerdeführerin gestanden. Spontan sei es zu keinen Schmerzäusserunge
n gekommen. Die Schmerzen seien
nur auf konkrete Nachfrage angegeben
wor
den
.
Während des ganzen Gespräches sei es auch zu keinen schmerzinduzierten Positionsveränderungen oder anderweitigen S
chmerzäusserungen gekommen. Es z
eige sich auch keine Selbs
t
limitierung im Alltag durch die Schmerzen. Die Beschwerdeführerin könne ih
re Tätigkeit als Jugendtrain
erin
im Bereich Fuss
ball voll und mit viel Spass ausüben.
Ein Leidensdruck sei während des gesam
ten Gespräches nicht spürbar gewesen
. Zusammenfassend ergäben sich keine Hinweise für das Vorliegen einer psychiatrischen Symptomatik von
Krank
heitswert
, insbesondere könnten eine Depression, eine
somatoforme
Schmerz
störung
oder eine Angststörung aus
geschlossen werden (
Urk.
7/125/
45-46). Die Ärzte des
A.___
kamen daher zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin
unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde aus interdisziplinärer (internistischer, rheumatologischer und psychiatrischer) Sicht bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Büroangestellte bzw. kaufmännische Angestellte uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Für die in den 90er-Jahren
und intermittie
rend auch im Jahr 2000
ausgeübte Tätigkeit als Servicekraft mit regelhaft auf
tretenden wirbelsäulenbelastenden Tätigkeiten bestehe aber
seit 1997
keine verwertbare Arbeitsfähigkeit
mehr
. Im retrospektiven Längsschnitt habe zu kei
nem Zeitpunkt ein Gesundheitsschaden bestanden, der
versicherungsmedizi
nisch
betrachtet eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der immer noch ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte hätte begrün
den können. Durch die fünf Unfallereignisse in den Jahren 1996 und 1997 sei es behandlungsbedingt zu jeweils vorübergehenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auch in einer allfälligen Verweistätigkeit gekommen. Diese hätten jedoch stets einen therapeutischen Hintergrund aufgewiesen. Das gleiche gelte auch für die
Sequesterektomie
LWK5/SWK1 im Mai 2007 bei akuter
Wur
zelreizsymptomatik
(
Urk.
7/125/46-47).
Diese Beurtei
lung der Ärzte des
A.___
, die sie
in Kenntnis und Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
abgaben, ist angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu
plausibel und einleuchtend
. Es kann deshalb darauf abge
stellt werden.
6.3
Im Weiteren ist zu prüfen,
ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, dass zwischen der Begutachtung
durch die Ärzte des
A.___
, die am 2
3.
bzw.
26.
August 2010
stattfand (
Urk.
7/125/1),
und dem Erlass der angefochtenen Verfügung am
1
9.
Juni 2013
keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten ist.
6.3.
1
Mit Einwand vom
8.
März 2012 (
Urk.
7/135) reichte
die
Beschwerdeführerin im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
zwei
Berich
te der Klinik
H.___
vom 6.
u
nd vom 2
2.
Februar 2012 ein
(vgl. E. 4.3 und E. 4.4)
.
Zudem
gab
sie
in der Beschwerdeschrift an, dass im Februar 2013 ein weiterer operativer Eingriff erfolgt sei, bei dem das Bandscheibenmaterial entfernt und die Wirbel L5/S1 versteift worden seien. Die nächtlichen Krämpfe in den Beinen, welche sie am Durchschlafen gehindert hätten, würden seither viel weniger häufig auftreten. Die Rückenbeschwerden hätten aber nicht merklich abgenommen (
Urk.
1 S.
4
f.).
6.3.
2
Dr.
med.
K.___
, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom Regionalen Ärztli
chen Dienst (RAD)
legte zu den beiden genannten Berichten der Kli
nik
H.___
in seiner Stellungnahme vom 2
8.
März 2012 dar, dass sich die beschriebe
nen Beschwerden und Befunde bereits im Gutachten des
A.___
finden würden und dort auch in Bezug auf die berufsrelevanten Einschränkungen diskutiert und beurteilt worden seien
. Die erneute
neurologische Abklärung der Nacken- und Armbeschwerden habe keine neuen funktionsrelevanten Gesichtspunkte ergeben. Ein Fortschreiten der degenerativen Veränderungen in der „Pro
blem
zone“ L5/S1 entspreche einem
natürlichen Verlauf und nicht einer Verschlech
terung in ein höheres klinisches Stadium. Von den berichteten Befunden her sei dieses Segment auch nicht aktiv.
Eine
versicherungsmedizinisch
relevante Ver
schlechterung könne daher ausgeschlossen werden (
Urk.
7/139/4).
6.3.
3
Diese Beurteilung von RAD-Arzt
Dr.
K.___
ist
zwar
insofern
nachvollziehbar, als sich die in den Berichten der Klinik
H.___
beschriebenen Beschwerden und Befunde
an sich tatsächlich
bereits im Gutachten des
A.___
finden
.
Ange
sichts dessen, dass
Dr.
G.___
am
6.
Februar 2012 – unter Berufung auf neuerliche bildgebende Untersuchungen -
jedoch
von einer
Zunahme der Bandscheibendegeneration L5/S1 und
von
einer
breitbasigen
Diskusherni
e L5/S1 mit Kompression bzw.
rez
essaler
Einengung der Wurzel S1 beidseits sprach und erklärte, dass die persistierenden Beschwerden lumbal mit der dege
nerativen Bandscheibenerkrankung insbesondere L5/S1 durchaus
zu
vereinba
r
en
seien,
und
auch
angesichts dessen, dass sich die Beschwerdeführerin gemäss ihre
n
eigenen Angaben ein Jahr später - im Februar 2013
–
einer
Rückenope
ration
unterziehen musste, s
ind aber doch Anhaltspunkte für eine möglicher
weise invalidenversicherung
srechtlich relevante
Verschlechterung des
Gesund
heitszustands gegeben.
Unter diesen Umständen wären weitere medizinische Abklärungen der Beschwerdeführerin angezeigt gewesen.
7
.
Zusammenfassend ist
somit festzuhalten,
dass die
Beschwerdegegnerin die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der
Verfügung vom 2
4.
Februar 2003
zu Recht als erfüllt betrachtet hat.
E
ine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
nach der Begutachtung im
A.___
ist
aufgrund der vorliegenden Akten
jedoch
nicht möglich.
Die an
gefochtene Verfügung ist
deshalb
insofern aufzuheben, als die Rente der Beschwerdeführerin
mit
Wirkung auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats aufgehoben wurde. Im Weiteren ist die Sache
an die Besch
werdegegnerin zurückzuweisen
, damit diese
abklärt oder abklären lässt
, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin und dessen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit nach der Begutachtung
im
A.___
in invaliden
versicherungsrechtlich relevanter Weise verschlechtert ha
ben
.
G
egebenenfalls wird sie dara
n eine Haushaltsabklärung
an
zuschliessen
haben, da bei einer Mutter
von zwei Kindern nicht ohne
W
eiteres
davon auszugehen ist, dass sie ohne Gesundheitsschaden Vollzeit arbeiten würde.
Danach hat sie über
den Rentenanspruch
der Besch
werdeführerin
wiedererwägungsweise
neu zu verfü
gen
.
In diesem Sinne ist die Beschwerde
teilweise
gutzuheissen
.
8.
8.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen, weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Prozessentschä
digung
hat. Diese ist gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht unter Berück
sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses auf Fr. 2‘000
.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise
gutgeheissen
,
dass die angefochtene Verfügung vom 1
9.
Juni 2013 insoweit aufgehoben wird, als die Rente der Beschwer
deführerin mit
Wirkung auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf
gehoben wurde, und
die Sache wird
an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, zurückgewiesen
, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
wiedererwägungs
weise
neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessentschä
digung
von
Fr.
2‘000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin
Dr.
Sonja Gabi
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstKreyenbühl