# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48ece952-12be-5f3b-a936-6d35ad88eeee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.03.2025 720 23 318 (720 2023 318)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-318_2025-03-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. März 2025 (720 23 318) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens; Bemessung des Invalideneinkommens: Der Beschwerdeführer muss sich 

vorliegend die Einkünfte als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die er auf dem allge-

meinen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jonas Steiner, Rechtsan-
walt, schadenanwaelte AG, Buchserstrasse 18, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1975 geborene und zuletzt als Rangierlokführer tätig gewesene A.____ erlitt am 
5. Juli 2019 einen Unfall. Hierbei zog er sich eine Schulterdistorsion mit posttraumatischem Im-
pingementsyndrom bei muskulärer Dysbalance mit Scapula-Dyskinesie zu. Mit Gesuch vom 

 

 
 
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18. Dezember 2019 meldete er sich unter Hinweis auf starke Schmerzen sowie eine einge-
schränkte Funktion der linken Schulter bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse ver-
neinte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 12. September 2023 einen 
Rentenanspruch. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Jonas Steiner, Advokat, 
mit Eingabe vom 16. Oktober 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung vom 12. Sep-
tember 2023 sei aufzuheben und ihm sei eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ihm 
eine befristete Invalidenrente zuzusprechen. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, eine neue psychiatrische Begutachtung unter Ausschluss der Begutachtungsinstitut 
GmbH (ABI) in Auftrag zu geben; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht er-
suchte er um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Advokat Steiner als Rechts-
vertreter. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass das von der IV-Stelle eingeholte 
Gutachten, auf das sich die Verfügung stütze, in verschiedener Hinsicht nicht beweiskräftig sei.  
 
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 10. November 2023 bewilligte die instruierende Prä-
sidentin dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbei-
ständung mit Advokat Steiner als Rechtsvertreter.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Januar 2024 schloss die IV-Stelle unter Hinweis auf 
eine Stellungnahme ihres regionalen ärztlichen Diensts (RAD) vom 20. Oktober 2023 auf Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Juni 2024 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandenen 
medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und 
zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei PD Dr. 
B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, anzuordnen.  
 
F. Das Gutachten erging am 6. November 2024. Die Parteien erhielten in der Folge Gele-
genheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse 
auf den Leistungsanspruch des Versicherten auswirken würden. Mit Eingabe vom 18. November 
2024 beantragte der Beschwerdeführer die Zusprache einer Teilrente. In erwerblicher Hinsicht 
wurde geltend gemacht, dass das Invalideneinkommen auf der Grundlage des tatsächlich erziel-
ten Bruttoverdiensts bei C.____ zu bestimmen sei. Hierfür seien alle Voraussetzungen erfüllt. Es 
liege ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis vor, die verbleibende Arbeitsfähigkeit werde voll 
ausgeschöpft und beim Stundenlohn gemäss Arbeitsvertrag vom 15. Mai 2023 handle es sich 
nicht um einen Soziallohn. Mit Stellungnahme vom 9. Dezember 2024 brachte die IV-Stelle eben-
falls keine Einwände gegen das Gerichtsgutachten vor. Ferner beantragte sie, dass ab 1. Juli 
2020 eine Invalidenrente von 53% und ab 1. Januar 2024 eine Invalidenrente von 57% zuzuspre-
chen sei.  

 

 
 
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Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen 
intertemporalrechtlichen Grundsätzen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezem-
ber 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch 
entstanden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2023, 9C_484/2022, E. 2). Trifft dies 
zu, erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter des Ren-
tenbezügers bzw. der -bezügerin gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur 
Änderung vom 19. Juni 2020 (WEIV; vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des Bundesam-
tes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]).  
 
2.2 Gemäss lit. b Abs. 1 der Übergangsbestimmungen WEIV bleibt für Rentenbezügerinnen 
und Rentenbezüger, deren Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten dieser Änderung entstanden 
ist und die – wie der Beschwerdeführer – beim Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr 
noch nicht vollendet haben, der bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der Invali-
ditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG) vom 3. Oktober 2000 ändert (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 
2023, 9C_499/2022, E. 4.1). Wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG erfüllt sind 
(Änderung im Invaliditätsgrad von mindestens 5%), werden nach Rz. 9201 KSIR laufende Renten 
von versicherten Personen, welche am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr noch nicht erreicht ha-
ben, ins neue stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG) überführt. 
 
2.3 Zu beachten ist jedoch, dass die rückwirkenden Zusprache einer in der Höhe abgestuf-
ten und/oder zeitlich befristeten Rente sich temporalrechtlich grundsätzlich nach denselben Re-
geln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG richtet 
(BGE 144 V 209 E. 5.3). In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Fol-
gendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen 
des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung 
Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, sind die Bestimmungen 
des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung an-
zuwenden. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. 
die Urteile des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 und vom 8. Februar 
2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3).  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die 

 

 
 
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während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid 
sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertels-
rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende Dezember 2021 geltenden 
Fassung). Gemäss den ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen wird die Höhe des Renten-
anspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b Abs. 1 IVG). Bei 
einem Invaliditätsgrad von 50 – 69% entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 
2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem 
Invaliditätsgrad von 40 – 50% gelten prozentuale Anteile zwischen 25% und 47.5% (Abs. 4). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  

 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, dass 
das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Exper-
ten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu 
stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). 
Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung ent-
sprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). Schliesslich lässt es die Natur des Begutachtungsauftrags 
eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil 
des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, 
E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht rein subjektiver ärzt-
licher Interpretation entspringende − Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, 
E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 12. September 2023 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf 
das polydisziplinäre Gutachten der Ärztlichen Begutachtungsinstituts (ABI) GmbH vom 9. August 
2022. Gestützt darauf verneinte sie einen Rentenanspruch. Den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund einge-
hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-
sigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 4.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolg-
ten Urteilsberatung vom 6. Juni 2024 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, 
dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Hinsichtlich der allge-
meininternistischen, orthopädischen und neurologischen Fachgutachten sah das Kantonsgericht 
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige Beurteilungsgrundlage als 
erfüllt an. Aus Sicht dieser Fachdisziplinen wurde für eine leichte bis mittelschwere wechselbe-
lastende Tätigkeit, ohne das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 15kg, keine quan-
titative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Hingegen gab das psychiatrische Fachgut-
achten Anlass zu Zweifel. So erwies sich das Gutachten sowohl in Bezug auf die Herleitung der 
Diagnosen als auch die daraus resultierenden funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
als unvollständig und enthielt zahlreiche Ungereimtheiten und Widersprüche. Ins Gewicht fiel 
hierbei, dass die Ausführungen zur Frage einer möglichen depressiven Störung zu kurz griffen. 

 

 
 
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Es fehlte insbesondere an einer sorgfältigen Herleitung der Diagnose anhand von objektiven Kri-
terien. Ferner setzte der Gutachter sich selbst in Widerspruch zu seinen Schlussfolgerungen, 
indem er einerseits zwar das Vorliegen einer Depression verneint, andererseits aber dafürgehal-
ten hatte, dass aufgrund der Alkoholabhängigkeit eine entsprechende Diagnose gar nicht erho-
ben werden könne. Die gleiche Widersprüchlichkeit ergab sich auch aus den Äusserungen des 
Gutachters zur Frage nach dem Vorliegen einer möglichen Persönlichkeitsstörung. Auch in die-
sem Kontext hatte er die Auffassung vertreten, dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung 
bei anhaltendem Alkoholkonsum nicht gestellt werden könne. Ferner fehlte es in Bezug auf diese 
Diagnose auch an einer Diskussion der innerpsychischen Struktur des Versicherten. Eine solche 
wäre aber umso mehr angezeigt gewesen, als sich vorliegend mit Blick auf die Sozial- und Fami-
lienanamnese bereits in der Kindheit des Versicherten Hinweise auf mögliche Ursachen für diag-
nose-inhärente Merkmale hatten eruieren liessen. Ungeklärt blieb insbesondere auch die für den 
Leistungsanspruch zentrale Frage nach den funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 
So mangelte es dem Gutachten beispielsweise an einer sorgfältigen Diskussion der das Leis-
tungsvermögen abbildenden Standardindikatoren. Nachdem es darüber hinaus an einer rechts-
genüglichen retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fehlte, waren die gutachterlichen 
Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit im Ergebnis nicht überzeugend (vgl. zum Ganzen den 
Beschluss des Kantonsgerichts vom 6. Juni 2024). Nachdem sich dementsprechend mit Be-
schluss des Kantonsgerichts vom 6. Juni 2024 die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens als 
unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutachten von PD Dr. B.____ vom 
6. November 2024 im Zentrum der medizinischen Beurteilung. 
 
5.2 In diesem Gutachten werden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), diagnostiziert. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Störung durch Alkohol, bei einem Status 
nach schädlichem Gebrauch (ICD-10 F10.1). Hinsichtlich der innerpsychischen Struktur des Ver-
sicherten hielt der Gutachter im Wesentlichen fest, dass die frühe Anamnese des Exploranden 
durch erhebliche und immer wiederkehrende Diskontinuitäten in seinen Beziehungsgestaltungen 
geprägt gewesen sei, so dass die Beziehungsgestaltungen teilweise höchst dysfunktional ausge-
fallen seien. Der Vater des Exploranden sei schwerster Alkoholiker gewesen und die Mutter habe 
die Familie verlassen, als der Explorand fünfjährig gewesen sei. In der Folge habe sie kaum 
Kontakt mit dem Exploranden aufgenommen. Als der Explorand selbst Vater geworden sei, habe 
sich vorübergehend ein Kontakt zur Mutter ergeben, der sodann wieder gänzlich aufgelöst wor-
den sei. Die Beziehungsgestaltung des Exploranden zu seiner Mutter sei höchst auffällig und für 
sich allein schon pathologisch. Da der Explorand weitgehend sich selbst überlassen gewesen 
sei, sei er von den Behörden zunächst im Durchgangsheim der Stadt X.____und später in Hei-
men in Y.____ und Z.____ untergebracht worden. Der Explorand habe sowohl ein Mutterbild wie 
auch ein Vaterbild internalisieren müssen, welches nie wirklich präsent gewesen sei. Die interna-
lisierten Elternbilder seien also ausserordentlich schwach und strukturlos geblieben, was be-
deute, dass der Explorand einen Selbstwert entwickelt habe, der insuffizient habe bleiben müs-
sen, weil er in diesen höchst dysfunktionalen Beziehungsgestaltungen nie gefördert worden sei. 
Damit sei die Basis zur Entwicklung einer eigentlichen Bindungsstörung gelegt worden. Die frühe 
und ausgeprägte narzisstische Problematik des Exploranden sei in den Vorgutachten nicht 

 

 
 
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erfasst worden, da sich der Explorand nach aussen keineswegs "selbstunsicher" präsentiere. Er 
habe im Gegenteil sowohl in der Schule als auch im Fussball immer der Beste sein wollen und 
sei auch überzeugt gewesen, bei der Arbeit immer der Beste zu sein. Er sei immer ein belehren-
der Arbeitnehmer gewesen, der die anderen zurechtgewiesen habe. Wenn der Explorand gegen 
aussen hin das Einmalige und Grandiose vermittelt habe, liege dies daran, dass er innerpsychisch 
die Insuffizienzgefühle früh abgespalten habe. Damit sei es ihm möglich gewesen, sich nicht per-
manent mit der eigenen narzisstischen Insuffizienz bzw. mit den schwierigen und belastenden 
frühen Lebensabschnitten und Beziehungsgestaltungen konfrontieren zu müssen. Entsprechend 
könne erklärt werden, dass er offenbar früh eine Begabung entwickelt habe, offen und kommuni-
kativ auf Menschen zuzugehen. Durch die abgespaltenen insuffizienten Persönlichkeitsanteile 
habe der Explorand nach aussen hin als kompetenter Arbeitnehmer auftreten können, wobei ihm 
zugutegekommen sei, dass er ganz offensichtlich auch qualitativ gute Arbeit verrichtet habe. Auf 
diese Weise sei es ihm gelungen, auf dem ersten Arbeitsmarkt längerfristig zu bestehen, wobei 
das Bestehen auch dadurch begünstigt worden sei, dass der Explorand immer wieder Stellen-
wechsel vorgenommen habe und immer wieder auch temporär tätig gewesen sei. Durch die re-
gelmässigen Stellenwechsel hätten interaktionelle Defizite kompensiert bzw. verdeckt bleiben 
können. Was die Beziehungen im privaten Lebensbereich angehe, so sei die Beziehung zur Ex-
Ehefrau wie auch zur Ex-Partnerin von häuslicher Gewalt geprägt gewesen, zu seinen beiden 
Söhnen pflege der Explorand kaum noch Kontakt. Bei dieser anamnestischen Evidenz sei es 
nicht verständlich, dass die Vorgutachter keine Persönlichkeitspathologie erkannt hätten. Bei der 
Beleuchtung der relevanten anamnestischen Lebensbereiche erkenne man, dass der Explorand 
nicht in der Lage gewesen sei, nachhaltige und dauerhafte Beziehungsgestaltungen zu etablie-
ren, ohne dass sein primärer insuffizienter Selbstwert permanent abgespalten geblieben sei. Als 
er im Juli 2019 seinen Arbeitsunfall erlitten habe, habe er nicht nur einen Verlust der körperlichen 
Integrität erlitten, sondern auch die Möglichkeit verloren, sich bei der beruflichen Tätigkeit als 
Bester zu erleben. Mit dem Unfall sei der narzisstische Überbau des Exploranden zusammenge-
brochen, was zu einer psychischen Beschwerdeentwicklung, explizit zu einer depressiven Ent-
wicklung, habe führen müssen. Der Mechanismus der Abspaltung habe nicht mehr greifen kön-
nen, so dass die frühe Selbstwertinsuffizienz immer deutlicher hervorgebrochen sei. Damit sei 
die Kardinaldefinition für eine eigentliche Persönlichkeitsstörung und nicht nur für eine Persön-
lichkeitsakzentuierung erfüllt. Für den Subtyp der narzisstischen Persönlichkeitsstörung seien 5-
6 der 9 Kriterien erfüllt, auch die Kriterien des Subtyps der dissozialen Persönlichkeitsstörung 
seien ausreichend erfüllt.  
 
Im Kontext der Affektpathologie führte der Gutachter im Wesentlichen aus, dass anhand der ob-
jektiven Untersuchungsbefunde lediglich eine leichte depressive Grundstimmung, nicht aber eine 
mittelgradige oder schwere depressive Grundstimmung vorgelegen habe. Auch die restlichen af-
fektiven Parameter seien maximal leicht pathologisch ausgelenkt gewesen. Aus objektiver Sicht 
lasse sich zum Begutachtungszeitpunkt lediglich eine leichte depressive Episode diagnostizieren. 
Aufgrund der Tagesaktivitäten seien keine Hinweise auf eine ausgeprägte Antriebsminderung 
erkennbar. Der Explorand arbeite durchschnittlich 50-60% im ersten Arbeitsmarkt, fahre regel-
mässig Auto, erledige einen Teil der Haushaltsarbeit, könne administrative Arbeiten alleine erle-
digen und sei noch bis Mai 2023 als Fussballtrainer einer Damenmannschaft tätig gewesen. 
Diese zusätzlichen Angaben würden deutlich machen, dass die innerpsychische Vitalität des 

 

 
 
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Exploranden nicht in ausgeprägtem Ausmass beeinträchtigt sein könne, was die Beurteilung ge-
mäss objektivem Psychostatus unterstütze. Diese objektiven Untersuchungsbefunde müssen pri-
oritär gewürdigt werden, wenn der Schweregrad der depressiven Störung beurteilt werde. Im Hin-
blick darauf, dass einzelne affektpathologische Episoden vorgelegen hätten, könne im affektpa-
thologischen Langzeitverlauf wohl eine rezidivierende depressive Störung diagnostiziert werden. 
Der Explorand könne im Rahmen seiner Persönlichkeitspathologie einen weniger sublimierten 
und adäquaten Umgang mit seinen Schulterschmerzen abrufen, was aber nicht bedeute, dass 
eine somatoforme Überlagerung vorliege. Die Schmerzen hätten zwar zur depressiven Fehlent-
wicklung beigetragen und die Frustrationstoleranz des Exploranden gerade gegenüber öffentli-
chen Ämtern reduziert, eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren liege aber nicht vor. Im Weiteren habe der Explorand früher mehrfach im Übermass Alkohol 
konsumiert, es gebe aber keine Hinweise für relevante kognitive Einbussen oder für eine We-
sensveränderung, die durch den Alkoholkonsum entstanden wären, so dass der frühere schädli-
che Gebrauch von Alkohol keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Die gegenteilige Auffas-
sung im ABI-Gutachten sei nicht nachvollziehbar. Da der Explorand im Rahmen seiner Persön-
lichkeitsstörung nicht auf ausreichend sublimierte Abwehrmechanismen zurückgreifen könne, 
seien primär invaliditätsfremde psychosoziale Belastungsfaktoren sekundär immer auch invalidi-
tätsrelevant. Die Persönlichkeitsstörung sei aber nicht mit einem schwerwiegenden Defizit des 
Strukturniveaus verbunden, was auch daraus ersichtlich sei, dass der Explorand wieder in den 
ersten Arbeitsmarkt zurückgekehrt sei. Er benötige im Rahmen seiner Persönlichkeitsstörung im-
mer wieder genügend Erholungszeiten, nicht zwingend von der Arbeitsbelastung, da die Arbeit 
für ihn immer die wichtigste Quelle für die narzisstische Aufwertung sei, sondern Abstand von der 
Nähe zu anderen Menschen, die er aufgrund seiner narzisstischen und dissozialen Persönlich-
keitsstruktur nie wirklich akzeptieren könne, und die bei ihm mitunter zu gewalttätigen Denkinhal-
ten und Affekten führe. Ein Ganztagespensum mit ganztägiger Präsenz sei weder dem Exploran-
den noch seinem Arbeitsumfeld zuzumuten. Was die Ressourcen des Exploranden angehe, so 
seien die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, die Entscheidungs- und Urteilsfä-
higkeit, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit und die qualitative Funk-
tionsfähigkeit in sozialen Interaktionen maximal mittelgradig beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Pla-
nung und Strukturierung von Aufgaben, die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten, die Fähig-
keit zur Selbstversorgung und die Selbstbehauptungsfähigkeit seien leicht beeinträchtigt. Nicht 
beeinträchtigt sei die Wegefähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht seien die qualitativen Funktions-
fähigkeiten in den relevanten Beurteilungsdimensionen insgesamt maximal mittelgradig beein-
trächtigt, so dass aus psychiatrischer Sicht im ersten Arbeitsmarkt sowohl für die bisherige als 
auch für jegliche angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60% attestiert werden könne. Die 
attestierte Arbeitsfähigkeit von 60% habe ihren Ursprung im Arbeitsunfall vom 5. Juli 2019, so 
dass sie seit diesem Zeitpunkt bestehe. 
5.3 Wie oben ausgeführt (E. 4.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe 
es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend besteht kein Anlass, von den Ergebnissen des 
Gerichtsgutachtens abzuweichen. Das Gutachten ist umfassend und die darin dargelegten me-
dizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nach-
vollziehbar und überzeugend. PD Dr. B.____ hat den Versicherten persönlich untersucht, eine 

 

 
 
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umfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf seine Angaben und Beschwerden ein. 
Er setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinan-
der und begründet abweichende Einschätzungen in überzeugender Weise. Das Gerichtsgutach-
ten enthält eine ausführliche Diskussion der innerpsychischen Struktur des Versicherten und eine 
eingehende Würdigung der Affektpathologie. Dabei vermag PD Dr. B.____ namentlich auch die 
Diagnosen der Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und narzisstischen Anteilen sowie die re-
zidivierende depressive Störung nachvollziehbar zu begründen. Anhand einer eingehenden und 
sorgfältigen Diskussion der Standardindikatoren sowie der Mini-ICF-APP-Kriterien (vgl. hierzu 
ausführlich Gutachten S. 48 ff.) schliesst der Gutachter auf eine Beeinträchtigung des Funktions-
niveaus in allen Lebensbelangen und gelangt zur überzeugenden Schlussfolgerung, dass beim 
Versicherten auf dem ersten Arbeitsmarkt in Bezug auf die angestammte wie auch eine leidens-
adaptierte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60% besteht. Insgesamt sind die medizinisch-diag-
nostischen Feststellungen im Gutachten bzw. namentlich die daraus resultierenden Schlussfol-
gerungen betreffend die funktionelle Leistungsfähigkeit umfassend und plausibel begründet wor-
den, und es ergibt sich ein lückenloses Bild der Gesundheitsschädigung und der Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Die ausschlaggebende Beweiskraft des Gerichtsgut-
achtens von PD Dr. B.____ wird von den Parteien in ihren Stellungnahmen vom 18. November 
2024 bzw. 9. Dezember 2024 – zu Recht – nicht infrage gestellt. Demnach kann vollumfänglich 
auf das Gerichtsgutachten von PD Dr. B.____ vom 6. November 2024 abgestellt werden und die 
darin formulierte Arbeitsfähigkeitseinschätzung ist der Prüfung des Rentenanspruchs zugrunde 
zu legen (vgl. E. 6.1 ff. hiernach). Wie bereits dargelegt, ergibt sich aus den weiteren Fachdiszip-
linen ein eingeschränktes Zumutbarkeitsprofil in quantitativer Hinsicht (vgl. E. 5.1 hiervor sowie 
das orthopädische Fachgutachten der ABI vom 27. April 2022, S. 55).  
 
6.1 Streitig und zu prüfen bleiben hingegen die erwerblichen Auswirkungen der gesundheit-
lichen Beeinträchtigung. Gemäss Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi-
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (BGE 128 V 30 E. 1). Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gege-
benheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 
V 174). Dem Gerichtsgutachten von PD Dr. B.____ zufolge besteht die Beeinträchtigung der Ar-
beitsfähigkeit im attestierten Umfang seit dem Arbeitsunfall vom 5. Juli 2019. Damit kommt der 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG unter Berück-
sichtigung des auf den besagten Monat festgelegten Beginns des Wartejahres und der sechsmo-
natigen Karenzfrist nach Eingang der Anmeldung von Dezember 2019 auf den 1. Juli 2020 zu 
liegen. 
 

 

 
 
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6.2 Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2024, dass 
das Valideneinkommen anhand der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin festzulegen sei. Hier-
bei geht sie für das Jahr 2020 von einem massgebenden Valideneinkommen von Fr. 83'224.-- 
aus. Bereits in ihrer Verfügung vom 12. September 2023 ermittelte sie das Valideneinkommen 
gestützt auf diese Angaben. Dies wird seitens des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde vom 
16. Oktober 2023 bzw. seiner Stellungnahme vom 18. November 2024 zu Recht nicht bean-
standet. Auch aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, wonach im Rahmen der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, 
zumal vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, denen zufolge der Versicherte sein bisheriges 
Pensum auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung aufgegeben hätte. 
 
6.3 Zwischen den Parteien streitig ist indessen die Festlegung des Invalideneinkommens. 
Während die IV-Stelle der Auffassung ist, dass dieses auf der Grundlage der Tabellenlöhne zu 
bestimmen sei, stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass der gegenwärtig bei 
C.____ erzielte Bruttoverdienst als Invalideneinkommen zu veranschlagen sei.  
 

6.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach konstanter Rechtsprechung 
zwar primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person 
konkret steht. Allerdings wird für die Anrechnung des tatsächlichen Verdienstes als Invalidenein-
kommen nach Eintritt der Invalidität (kumulativ) vorausgesetzt, dass das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen erscheint, mithin keinen Soziallohn darstellt, und es im Rahmen 
eines besonders stabilen Arbeitsverhältnisses sowie unter zumutbarer voller Ausschöpfung der 
verbleibenden Arbeitsfähigkeit erzielt wird (statt vieler BGE 135 V 297 E. 5.2).  Indessen gebietet 
die in der Sozialversicherung allgemein geltende Schadenminderungspflicht von einer versicher-
ten Person auch, sich nicht (zu Lasten der Invalidenversicherung) mit einem Einkommen zu be-
gnügen, das tiefer liegt als dasjenige, das sie auf Grund des verbleibenden Rendements zumut-
barerweise erzielen könnte. Liegt der tatsächlich erwirtschaftete Verdienst erheblich unter dem 
zumutbarerweise erzielbaren, so rechtfertigt sich ein Abstellen auf die tatsächliche Situation nicht 
mehr. Stattdessen ist der versicherten Person unter diesen Umständen ein Stellenwechsel zuzu-
muten, vergleichbar mit der Konstellation des selbstständig Erwerbenden, der im eigenen Betrieb 
ein erheblich tieferes Einkommen erzielt als in einer Anstellung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 2. März 2023, 8C_4/2023, E. 5.4 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 8. 
Februar 2023, 8C_738/2021, E. 3.5). 
 
6.3.2 Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer seit Mitte Mai 2023 bei C.____ in einem 
Pensum von rund 60% arbeitet und damit seine bestehende Restarbeitsfähigkeit zumindest in 
zeitlicher Hinsicht ausschöpft. Der vertraglich vereinbarte Stundenlohn von Fr. 22.22 brutto ist 
indessen eher tief angesetzt, womit sich die Frage eröffnet, ob der Beschwerdeführer seine Rest-
arbeitsfähigkeit auch in wirtschaftlicher Hinsicht im Sinne der Schadenminderungspflicht voll aus-
schöpft. Für die Frage der vollen Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit sind gemäss bundesge-
richtlicher Praxis die tatsächlichen Verhältnisse massgebend. Dabei ist das tatsächlich erzielte 
Einkommen dem in Anwendung der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) ermittelten Invalideneinkommen gegenüberzustellen. Liegt der tatsächlich erwirtschaftete 
Lohn nicht nur wenig unter dem Tabellenlohn, so ist von einer nicht vollen Ausschöpfung der 

 

 
 
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Restarbeitsfähigkeit auszugehen. Zum zulässigen Umfang dieser Differenz gibt es eine umfang-
reiche Rechtsprechung, wobei das Bundesgericht diese Frage restriktiv beurteilt. So verneinte 
das Bundesgericht die Frage der vollen Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit in Fällen, in denen 
das effektive Einkommen zwischen 7% bis 30% tiefer als das anhand der LSE-Tabellenwerte 
ermittelte Invalideneinkommen für die zumutbare Tätigkeit war (vgl. hierzu Urteile des Bundes-
gerichts vom 12. Juli 2024, 8C_829/2023, E. 10, vom 18. Dezember 2019, 8C_631/2019, E. 6.2, 
vom 22. November 2019, 8C_590/2019, E. 5.4, vom 5. Dezember 2017, 8C_475/2017, E. 6.2 
und vom 15. Januar 2013, 8C_799/2012, E. 4.3.2). Bejaht hatte das Bundesgericht dieses Krite-
rium in einem Fall, indem der Minderverdienst lediglich 2,5% (konkret Fr. 700.--) unter dem sta-
tistischen Wert lag. Es erwog hierbei, dass eine (relativ geringe) Lohndifferenz nicht genüge, um 
auf eine nicht optimal verwertete Arbeitsfähigkeit zu schliessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 22. Februar 2019, 9C_479/2018, E. 4.2).  
 
6.3.3 Als Vergleichsgrösse ist vorliegend die Tabelle TA1, Sektor Total, Männer, Kompetenz-
niveau 1, der LSE 2022 heranzuziehen. Bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 5'305.-- re-
sultiert nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und 
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (1,7% für das Jahr 2023) ein Jahreseinkom-
men von Fr. 67'494.-- bzw. bei einem 60%-Pensum ein solches von Fr. 40'496.--, welches der 
Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen könnte. 
Gemäss Auszug aus dem beigebrachten Jahreslohnkonto 2024 liegt der bei C.____ erzielte Ver-
dienst hochgerechnet auf ein Jahr bei rund Fr. 29'200.--. Damit beträgt der Minderverdienst aber 
fast 28%. Von einer vollen Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit durch die Tätigkeit bei C.____ 
kann somit unter Berücksichtigung der hiervor zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
keine Rede sein. Der Beschwerdeführer muss sich bei der Invaliditätsbemessung daher die Ein-
künfte als Invalideneinkommen anrechnen lassen, die er auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an 
einer zumutbaren Stelle erzielen könnte.  
 
6.4 Mit Blick auf den frühestmöglichen Rentenbeginn (vgl. E. 6.1 hiervor) massgebend ist 
konkret die Tabelle TA1, Sektor Total, Männer, Kompetenzniveau 1, der LSE 2020 und damit ein 
monatliches Einkommen von Fr. 5'261.--. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche 
Arbeitszeit von 41,7 Stunden ergibt sich bei einem Pensum von 60% ein Jahreseinkommen von 
Fr. 39'489.--. Die Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 83'224.-- (vgl. E. 6.2 
hiervor) ergibt einen Invaliditätsgrad von 53%. Da der Rentenanspruch in zeitlicher Hinsicht vor 
dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. E. 6.1 hiervor), gelangen daher die Bestimmungen des IVG 
und der IVV in der bis 31. Dezember 2021 geltenden Fassung zur Anwendung. Damit besteht ab 
1. Juli 2020 Anspruch auf eine halbe Rente. Entgegen den Darlegungen der Beschwerdegegnerin 
in ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2024 führt der per 1. Januar 2024 eingeführte gesetzli-
che Pauschalabzug von 10% gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV im vorliegenden Fall indessen nicht zu 
einer Überführung ins neue stufenlose Rentensystem (vgl. E. 2.2 hiervor und Art. 28b IVG). Rich-
tig ist zwar, dass vorliegend per 1. Januar 2024 beim Invalideneinkommen ein Pauschalabzug 
von 10% gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV zu berücksichtigen ist. Wie sich aus dem Dargelegten 
ergibt (vgl. E. 6.3.3 hiervor), würde das Invalideneinkommen gemäss LSE zu diesem Zeitpunkt 
Fr. 40'496.-- und mit dem berücksichtigten Abzug von 10% Fr. 36'446.-- betragen. Rechnet man 
das bei der bisherigen Arbeitgeberin erzielte Einkommen von Fr. 83'224.-- unter Berücksichtigung 

 

 
 
Seite 12    

der Nominallohnentwicklung (0,1% 2021, 0,5% 2022 Tabellen BFS T1.1.15, Nominallohnindex 
Männer, 2016-2022, Sektor 49-53) ebenfalls auf diesen Zeitpunkt hoch, resultiert ein Validenein-
kommen von Fr. 83'723.--. Die Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt ab 1. Januar 
2024 somit einen Invaliditätsgrad von 56%. Damit liegt aber keine Änderung im Invaliditätsgrad 
von mindestens 5% vor (vgl. E. 2.2 hiervor), womit es bei einem Anspruch auf eine halbe Rente 
bleibt. Auf das gleiche Ergebnis gelangt man im Übrigen auch wenn man dem Einkommensver-
gleich das seitens der Beschwerdegegnerin gestützt auf minim abweichende Prozentsätze der 
Nominallohnentwicklung errechnete Valideneinkommen für das Jahr 2024 von Fr. 85'233.-- zu-
grunde legt. Hierbei ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 57%, was einer Änderung im Invaliditäts-
grad von nur 4% entspricht.  
 
7. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde demnach gutzuheissen. 
Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. September 2023 ist aufzu-
heben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2020 Anspruch auf eine 
halbe Rente hat. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen infolge wiederholter Urteilsberatungen 
durch das Kantonsgericht ein grosser Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die 
Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 1'000.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem 
Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende 
Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- sind 
somit der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
8.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnah-
men an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung 
der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-
Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (das soeben zitierte Urteil E. 4.4.2). Vorliegend war 
das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 6. Juni 2024 zum Ergebnis gelangt, 
dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es 
kann in dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts 
vom 6. Juni 2024 verwiesen werden (vgl. auch E. 5.1 hiervor). In Anbetracht der dort erwogenen 
Umstände war die gerichtliche Begutachtung durch PD Dr. B.____ nicht nur angezeigt, sondern 
unerlässlich. Es tritt hinzu, dass das Gerichtsgutachten nunmehr zweifellos die Grundlage für die 
dem Beschwerdeführer zuzusprechende Invalidenrente bildet. Im Lichte der geschilderten 

 

 
 
Seite 13    

Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung 
vom 6. November 2024 auf Fr. 7'000.-- belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerle-
gen.  
 
8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach-
dem der Beschwerdeführer mehrheitlich obsiegt hat, hat er Anspruch auf Ersatz seiner Partei-
kosten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seinen Honorarnoten vom 1. März 
2024, 18. November 2024 und 10. Februar 2025 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen 
Zeitaufwand von insgesamt 19 Stunden und 36 Minuten ausgewiesen. Hierbei gilt es allerdings 
zu berücksichtigen, dass die Honorarnote vom 18. November 2024 in der Honorarnote vom 10. 
Februar 2025 aufgeht. Der deckungsgleiche Aufwand beläuft sich insgesamt auf 3 Stunden und 
36 Minuten, womit ein Gesamtaufwand von 16 Stunden zu vergüten ist. Dieser Zeitaufwand er-
weist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. 
Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittli-
che Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Für die 
im Zeitraum vom 18. September 2023 bis 1. März 2024 erbrachten Leistungen ergibt sich ein zu 
vergütendes Honorar gemäss Honorarnote vom 1. März 2024 in der Höhe von Fr. 3'050.60 (11 
Stunden à Fr. 250.-- + Fr. 82.50 [Spesenpauschale von 3%] inkl. 7,7% Mehrwertsteuer). Für die 
im Zeitraum vom 8. März 2024 bis 6. Februar 2025 erbrachten Bemühungen ergibt sich ein zu 
vergütendes Honorar von Fr. 1'391.80 (5 Stunden à Fr. 250.-- + Fr. 37.50 [Spesenpauschale von 
3%] inkl. 8,1% Mehrwertsteuer). Dem Beschwerdeführer ist somit eine Parteientschädigung in 
der Höhe von insgesamt Fr. 4'442.40 (inkl. Spesen und 7,7% bzw. 8,1% Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
Seite 14    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. September 2023 wird aufgehoben 
und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2020 An-
spruch auf eine halbe Rente hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von Fr. 7’000.-
- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'442.40 (inkl. Spesen und 7,7% bzw. 
8,1% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.