# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dfa8851c-f218-5f7b-87dc-117d4e2119e0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-07-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.07.2021 E-741/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-741-2021_2021-07-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-741/2021 und E-777/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  J u l i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richter Yanick Felley, Richter Lorenz Noli,    

Gerichtsschreiberin Martina Stark. 

   

Parteien 

 
A._______,  

eigenen Angaben zufolge geboren am (...), 

Pakistan,   

amtlich verbeiständet durch MLaw Lara Märki, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung, 

Datenänderung im Zentralen Migrationsinformations- 

system (ZEMIS); 

Verfügung des SEM vom 14. Januar 2021 / N (...). 

 

 

 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der aus Pakistan stammende Beschwerdeführer verliess den Heimatstaat 

eigenen Angaben zufolge im April oder Mai 2018 und gelangte via 

B._______ in den Iran. Nach rund zwei Wochen sei er in die Türkei weiter-

gereist und habe dort während sechs Monaten gearbeitet, bevor er nach 

Griechenland gelangt sei, wo er ein Jahr lang gearbeitet habe. Am 19. Sep-

tember 2020 sei er in die Schweiz eingereist und habe gleichentags um 

Asyl nachgesucht. Als Geburtsdatum gab der Beschwerdeführer sowohl 

auf dem Personalienblatt für Asylsuchende als auch an der in Urdu geführ-

ten Erstbefragung für Unbegleitete Minderjährige Asylsuchende (UMA) 

vom 1. Oktober 2020 den (...) an. Als Grund für die Ausreise aus seinem 

Heimatstaat gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, der Sohn eines Nach-

barn habe in der Vergangenheit ihn und seine Mutter mit einem Messer 

verletzt und sei deshalb zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er (Be-

schwerdeführer) sei zu diesem Zeitpunkt ungefähr zehn Jahre alt gewesen. 

Daraufhin habe sein Vater von dieser Nachbarsfamilie Drohanrufe bekom-

men, in welchen er zu einer Einigung gedrängt worden sei, ansonsten man 

ihn (Beschwerdeführer) töten würde. In der Folge habe er sein Heimatdorf 

verlassen und seither keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern gehabt. 

B.  

Am 26. November 2020 fand die Anhörung zu den Asylgründen in Punjabi 

statt. Der Beschwerdeführer führte dabei aus, er habe im Alter von unge-

fähr neun Jahren regelmässig ein Mädchen aus der Nachbarschaft getrof-

fen, was deren Familie nicht gutgeheissen habe. Aus diesem Grund sei er 

durch deren Brüder bedroht und geschlagen worden. Sein Vater habe er-

folglos versucht die Situation mit dieser Familie zu klären. In der Folge 

habe er den Kontakt zum Mädchen abbrechen wollen, diese habe sich aber 

nicht daran halten wollen, woraufhin ihr Bruder eines nachts bei ihnen ein-

gebrochen sei und sowohl ihn selbst als auch seine Mutter und seinen 

Grossvater verletzt habe. Man habe ihn wegen seiner schweren Verletzun-

gen in ein Spital gebracht und operiert. Nach der Entlassung aus dem  

Spital habe sein Vater die Familie in ein anderes Dorf gebracht und es habe 

ein Verfahren gegen den Bruder dieses Mädchens gegeben; sie hätten  

dabei auch einen Rechtsanwalt gehabt. Die Täterfamilie habe eine Eini-

gung angestrebt, damit der Sohn aus dem Gefängnis hätte entlassen wer-

den können. Als sie dies verweigert hätten, hätten die Drohungen angefan-

gen. Gemeinsam mit seiner Familie sei er deshalb nach C._______ gegan-

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 3 

gen und von dort alleine nach D._______, E._______ und F._______ ge-

reist, wo er jeweils einige Zeit gearbeitet habe. Zu seiner Familie sei er 

nicht mehr zurückgekehrt und habe auch nicht versucht, sie zu kontaktie-

ren, weil er nicht gewusst habe, ob sie noch an derselben Adresse leben 

würden. 

C.  

Mit Entscheid vom 3. Dezember 2020 wurde der Beschwerdeführer dem 

erweiterten Verfahren zugeteilt. Gleichentags informierte die Rechtsvertre-

tung des Beschwerdeführers über die Beendigung des Mandatsverhältnis-

ses. 

D.  

Das SEM gab beim Institut für Rechtsmedizin (IRM) des Kantonsspitals 

G._______ ([…]) ein Altersgutachten in Auftrag. Hierzu wurde der Be-

schwerdeführer am 4. Dezember 2020 rechtsmedizinisch untersucht. 

E.  

Am 7. Dezember 2020 wurde der Beschwerdeführer dem Kanton 

H._______ zugewiesen, und am 10. Dezember 2020 wurde ihm eine neue 

Vertrauensperson zugeordnet. 

F.  

Dem Beschwerdeführer wurde vom SEM mit Schreiben vom 17. Dezember 

2020 das rechtliche Gehör zum Altersgutachten gewährt und ihm hierzu 

eine anonymisierte Version des Dokuments zugestellt. Das SEM führte 

aus, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Anhörung unsubstanziierte 

und teilweise widersprüchliche Angaben zu seinem Alter gemacht. Das aus 

diesen Gründen in Auftrag gegebene Altersgutachten habe ein Mindestal-

ter im Zeitpunkt der Untersuchung von (...) Jahren und ein wahrscheinli-

ches Alter von (...) Jahren ergeben. Infolgedessen erweise sich sein ange-

gebenes chronologisches Lebensalter von (...) Jahren als unzutreffend. 

Die geltend gemachte Minderjährigkeit könne folglich nicht geglaubt wer-

den, weshalb er fortan als volljährig betrachtet werde. Angesichts der gros-

sen Differenz zwischen seinen Angaben und dem Ergebnis der Altersun-

tersuchung müsse davon ausgegangen werden, er habe vorsätzlich ver-

sucht über seine Identität zu täuschen. Es werde aufgrund dessen auch in 

Betracht gezogen, das im ZEMIS eingetragene Alter anzupassen.  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 4 

G.  

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers informierte das SEM am 

21. Dezember 2020 über ihre Mandatierung und bat um Akteneinsicht. 

H.  

In seiner Stellungnahme vom 12. Januar 2021 liess der Beschwerdeführer 

ausführen, dass er auf seiner Altersangabe bestehe. Er habe an der Anhö-

rung schlüssige und ausführliche Aussagen zu seiner Minderjährigkeit  

gemacht und sein Aussageverhalten entspreche auch demjenigen einer 

minderjährigen Person. Mangels Kontakt zu seiner Familie sei es ihm leider 

weiterhin nicht möglich, sein Alter anhand von objektiven Beweismitteln  

zu belegen. Er würde sich aber nochmals einer medizinischen Abklärung 

unterziehen, sollte dies als notwendig erachtet werden. Die medizinische 

Altersabklärung mit einem durchschnittlichen Lebensalter von (...) bis 

(...) Jahren sei nämlich sehr ungenau ausgefallen und könne so kaum aus-

schlaggebend sein. 

I.  

Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 – eröffnet am 19. Januar 2021 – lehnte 

das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete die Weg-

weisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Weiter ver-

fügte es die Änderung des Geburtsdatums des Beschwerdeführers im 

ZEMIS auf den (...) und brachte einen Bestreitungsvermerk an. 

J.  

In den Verfahrensakten befindet sich ein Nachgutachten des rechtsmedizi-

nischen Instituts des (...) vom 4. Februar 2021. Darin wurde einleitend fest-

gehalten, die Nachbegutachtung erfülle einen Auftrag vom 27. Januar 2021 

und ersetze das Gutachten vom 9. Dezember 2020. 

K.  

Gegen die Verfügung des SEM vom 14. Januar 2021 liess der Beschwer-

deführer mit Eingabe vom 18. Februar 2021 beim Bundesverwaltungs- 

gericht Beschwerde erheben. Er beantragte die Aufhebung von Ziffer 7 der 

angefochtenen Verfügung sowie die Anweisung der Vorinstanz; das Ge-

burtsdatum sei im ZEMIS auf den (...) zu ändern; weiter seien die Ziffern 

3–6 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und er wegen Unzumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz auf-zunehmen. 

Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte 

der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

sowie um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses. 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 5 

L.  

Am 25. Februar 2021 ging beim Bundesverwaltungsgericht die Bestäti-

gung der Unterstützung des Beschwerdeführers durch den Sozialdienst 

des Kantons H._______ ein (datierend vom 23. Februar 2021). 

M.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. März 2021 hiess der Instruktionsrichter die 

Gesuche des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung gut und setzte Rechtsanwältin 

Lara Märki als amtliche Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers ein.  

Er lud zudem das SEM zur Vernehmlassung ein. 

N.  

In der Vernehmlassung vom 11. März 2021 hielt das SEM an seinen Erwä-

gungen in der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abwei-

sung der Beschwerde. 

O.  

Der Instruktionsrichter gab dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 

17. März 2021 dem Beschwerdeführer die Gelegenheit zur Vernehmlas-

sung des SEM Stellung zu nehmen. 

P.  

Nach gewährter Fristerstreckung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 16. April 2021 eine Replik zu den Akten reichen und an seinen Anträ-

gen festhalten. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-

ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde. Das Verfahren 

richtet sich nach dem VwVG, dem VGG, dem BGG und dem AsylG (Art. 37 

VGG und Art. 6 AsylG). 

  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 6 

1.2  

1.2.1 Vorliegend bildet neben der Änderung des Geburtsdatums im ZEMIS 

lediglich die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung Beschwerdegegen-

stand, zumal die Dispositivziffern 1–3 der Verfügung des SEM vom 14. Ja-

nuar 2021 (Flüchtlingseigenschaft, Asylgewährung und Anordnung der 

Wegweisung) mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen sind. 

1.2.2 Praxisgemäss wird das Beschwerdeverfahren betreffend ZEMIS- 

Datenbereinigung (E-777/2021) neben dem Wegweisungs-Beschwerde-

verfahren (E-741/2021) separat geführt (vgl. BVGE 2018 VI/3). Vorliegend 

kann – aufgrund der Verfahrenskonstellation und des Prozessausgangs – 

jedoch in einem Urteil über beide Verfahren befunden werden. 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 2 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1, Art. 50 sowie Art. 52 VwVG). 

1.4 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts (vgl. BVGE 2014/26 E. 5) wie 

auch hinsichtlich der ZEMIS-Berichtigung nach Art. 49 VwVG. Das Bun-

desverwaltungsgericht überprüft demnach beide Aspekte mit uneinge-

schränkter Kognition. 

3.  

3.1 Zur Begründung seiner ablehnenden Verfügung führte das SEM an, die 

anlässlich der Befragungen gemachten Angaben des Beschwerdeführers 

zu seinem Alter seien unsubstanziiert und teilweise widersprüchlich ausge-

fallen, weshalb ein Altersgutachten in Auftrag gegeben worden sei. Ge-

mäss diesem Gutachten habe sein Mindestalter im Zeitpunkt der Untersu-

chung 21 Jahre betragen und das wahrscheinliche Alter sei bei (...) Jahren 

gelegen, weshalb die Eintragung im ZEMIS angepasst worden sei. Der Be-

schwerdeführer habe sodann in seiner Stellungnahme keine Argumente 

vorgebracht, welche eine Änderung des Standpunkts des SEM rechtferti-

gen würde und die Volljährigkeit in Frage stellen könne. Hinsichtlich der 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 7 

vorgebrachten Asylgründe führte das SEM aus, es sei nicht davon auszu-

gehen, der pakistanische Staat komme seiner Schutzpflicht nicht nach, weil 

dieser nicht jeden denkbaren Übergriff präventiv verhindern könne. Viel-

mehr sei vorliegend der Täter verhaftet worden und es sei ein Gerichtsver-

fahren eingeleitet worden. Wegen weiterer Drohungen seitens der Familie 

des Täters habe er sich aber nicht mehr an die Behörden gewandt, zumal 

die pakistanischen Behörden ohne Bestechung nicht arbeiten würden. Sei-

nen Aussagen zufolge sei er durch seine Familie unterstützt worden und 

sie hätten auch einen Rechtsanwalt genommen. Die staatlichen Behörden 

hätten ihm zudem den erforderlichen Schutz gewährt. Die geltend gemach-

ten Ereignisse seien zudem bereits im Jahr 2014 erfolgt und er habe seinen 

Heimatstaat erst im Jahr 2018 verlassen, ohne dass es in dieser Zeit zu 

weiteren Vorkommnissen gekommen sei. Es sei folglich einerseits nicht 

davon auszugehen, die Flucht ins Ausland sei die einzige Möglichkeit für 

ihn gewesen der vorgebrachten Verfolgungssituation zu entgegen, und an-

dererseits fehle es an der nötigen Aktualität. Es fehle seinen Vorbringen 

folglich bereits an der Asylrelevanz. Weiter seien keine Gründe ersichtlich, 

die dem Wegweisungsvollzug entgegenstünden. In Pakistan herrsche 

keine Situation generealisierter Gewalt, welches sich über weite Teile des 

Staatsgebiets erstrecken würden, und der Beschwerdeführer sei jung und 

gesund und könne Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen vorwei-

sen. Es sei sodann davon auszugehen, dass er bei einer Rückkehr auf 

Bekannte zurückgreifen könne, die ihn für seine Ausreise unterstützt  

hätten. Es erweise sich als unwahrscheinlich, dass sämtliche Kontakte zu 

seiner Familie abgebrochen seien. Auch eine mögliche Infizierung mit 

SARS-CoV-2 spreche nicht gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs, zumal die Ansteckungsgefahr aktuell weltweit gross sei. 

3.2  

3.2.1 Der Beschwerdeführer liess in seiner Beschwerdebegründung zu-

nächst bemängeln, dass nicht ersichtlich sei, aus welchen Gründen über-

haupt ein Altersgutachten durchgeführt worden sei. Einerseits sei das 

blosse Fehlen von Identitätspapieren neutral als Tatsache und nicht etwa 

als Anhaltspunkt gegen eine vorgetragene Minderjährigkeit zu berücksich-

tigen. Andererseits habe er stets dasselbe Geburtsdatum angegeben und 

seine Aussagen dazu seien immer stringent gewesen und hätten chrono-

logisch Sinn ergeben. Die Erwartungen der Vorinstanz an die Genauigkeit 

seiner Angaben seien zudem keineswegs altersgerecht und es sei keine 

seinem Alter und Bildungsniveau entsprechende Anhörung durchgeführt 

worden. Hinzuweisen sei insbesondere auf die ihm vorgeworfenen Wider-

sprüche, zumal aus dem Protokoll der Erstbefragung klar hervorgehe, dass 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 8 

es zu Verständigungsproblemen gekommen sei. Es würden insgesamt 

starke (und zusätzliche schwache) Indizien für seine Minderjährigkeit spre-

chen. Die Durchführung eines zweiten Altersgutachtens, worin das wahr-

scheinliche Alter gestrichen worden sei, zeige ausserdem die allgemeinen 

Unsicherheiten auf, mit welchen Altersabklärungen verbunden seien. Aus 

welchen Gründen von einem Mindestalter von (...) Jahren ausgegangen 

worden sei, habe schliesslich nicht nachvollziehbar aufgezeigt werden kön-

nen. Seine sich aus der Minderjährigkeit ergebende, spezifische Situation 

sei vor diesem Hintergrund beim Vollzug des Wegweisungsvollzugs unter 

dem Aspekt der Zumutbarkeit zu beachten, und es seien entsprechende 

Abklärungen zur persönlichen Situation vorzunehmen. Zu berücksichtigen 

sei dabei der Grundsatz des Kindeswohls nach Art. 3 des Übereinkom-

mens über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention; SR 0.107). 

Aufgrund der Annahme seiner Volljährigkeit habe sich die Vorinstanz nur in 

pauschaler Weise mit seinem familiären Umfeld auseinandergesetzt und 

sei wegen der als unglaubhaft taxierten Vorbringen zu Unrecht von einem 

noch intakten Beziehungsnetz im Heimatstaat ausgegangen. Er habe aber 

glaubhaft dargetan, dass er seit der Auseinandersetzung mit einer Nach-

barsfamilie keinen Kontakt mehr zu seiner Familie pflege und nicht einmal 

wisse, ob sie noch am selben Ort wohne. Es sei weiter bedenklich, dass 

das SEM seine frühere Kinderarbeit als Arbeitserfahrung betitle. Nachdem 

er auch keine Schulbildung habe geniessen können, würde ihn bei einer 

Rückkehr eine aussichtslose Zukunft erwarten. Der Wegweisungsvollzug 

erweise sich folglich als unzumutbar.  

3.2.2 Eventualiter sei die Sache in diesem Punkt an die Vorinstanz zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen, weil sie fälschlicherweise von seiner Voll-

jährigkeit ausgegangen sei. Darüber hinaus seien zwei problematische An-

hörungen durchgeführt worden, bei welchen den besonderen Aspekten 

seiner Minderjährigkeit keine Rechnung getragen worden sei; es habe Ver-

ständigungsprobleme gegeben, er sei gesundheitlich angeschlagen gewe-

sen und ausserdem gesiezt worden, was nicht zu einer angenehmen  

Atmosphäre beigetragen habe. Das SEM habe sich auch in ungenügender 

Weise mit der Stellungnahme der Rechtsvertretung vom 12. Januar 2021 

auseinandergesetzt. 

3.3 Das SEM führte in der Vernehmlassung aus, es sei bedauerlich, dass 

das Nachgutachten des IRM nach dem Asylentscheid erfolgt sei und zu-

dem die zuständige Rechtsberatungsstelle nicht auf direktem Weg darüber 

informiert worden sei. Die Verfügung des SEM sei aber nicht mit dem im 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 9 

ersten Altersgutachten noch erwähnten wahrscheinlichen Alter des Be-

schwerdeführers begründet worden, sondern stütze sich auf das Mindest-

alter ab. Beide Gutachten würden keine Zweifel an der Volljährigkeit des 

Beschwerdeführers zulassen, zumal darin von einem durchschnittlichen 

Lebensalter von (...) bis (...) Jahren sowie einem Mindestalter von (...) aus-

gegangen werde. Bei der Durchführung des Altersgutachtens könne kei-

neswegs von einem unzumutbaren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des 

Beschwerdeführers gesprochen werden, habe er doch selber angeboten, 

sich einer erneuten Untersuchung zu unterziehen. Auch die Vorwürfe be-

treffend die Befragungssituationen seien entschieden von der Hand zu wei-

sen. Die Erstbefragung sei bewusst kurzgehalten und relevante Fragen 

seien im Rahmen der Anhörung nachgeholt worden. Der Beschwerdefüh-

rer sei auch mehrfach gefragt worden, ob er sich in der Lage sehe, die 

Befragung fortzuführen, und sei darauf hingewiesen worden, sich zu mel-

den, sollte sich sein Zustand verschlechtern. Aus den Anhörungsprotokol-

len gehe sodann hervor, dass er die ihm gestellten Fragen verstanden 

habe und adäquat habe beantworten können. Es sei sodann nicht unüb-

lich, einen jungen Erwachsenen zu siezen. Eine Abklärung der persönli-

chen Situation im Heimatstaat habe sich vorliegend erübrigt, zumal von 

seiner Volljährigkeit ausgegangen worden sei. 

3.4 In seiner Replik widerspricht der Beschwerdeführer den Ausführungen 

des SEM, wonach mit dem wahrscheinlichen Alter argumentiert worden 

sei. Die Vorinstanz habe es sowohl unterlassen, die Hintergründe der in 

Auftrag gegebenen Nachbegutachtung zu erläutern, als auch darzutun, wie 

es auf das Mindestalter von (...) Jahren gekommen sei. Bereits wegen der 

grossen Altersspanne hinsichtlich des Durchschnittsalters würden grund-

legende Zweifel an der Richtigkeit der Resultate aufkommen. Diese wür-

den erhärtet durch die immensen Unterschiede zwischen den Resultaten 

der einzelnen Altersuntersuchungen. Sein Angebot, ein weiteres Alters- 

gutachten durchzuführen, ändere schliesslich nichts an der Unrechtmäs-

sigkeit des zuvor ohne seine Einwilligung erfolgten Altersgutachtens. Der 

Beschwerdeführer habe an der Anhörung auch von Anfang an darauf hin-

gewiesen, er würde diese Befragung lieber nicht durchführen. Dieser 

Wunsch sei übergangen und ihm ein anderer Vorschlag unterbreitet wor-

den. Es liege auf der Hand, dass es für ihn als UMA schwieriger gewesen 

sei, seine Bedürfnisse und Interessen gegenüber den Behörden selbst-

ständig durchzusetzen. Mit dem als Replikbeilage eingereichten aktuellen 

Arztbericht wolle er auf seine depressive Episode sowie seine Posttrauma-

tische Belastungsstörung hinweisen.  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 10 

4.  

4.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (SR 142.513; 

ZEMIS-Verordnung) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren  

Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Infor-

mationen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personen- 

daten, nach dem Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1) und dem VwVG. 

4.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundes- 

organen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, 

dass unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 25 Abs. 3 Bst. a DSG). Ist die Unrichtigkeit erstellt, besteht ein unein-

geschränkter Anspruch auf Berichtigung (vgl. statt vieler Urteil des BVGer 

A-7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.2, m.w.H.). 

4.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (vgl. Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 

2012 E. 3.1; BVGE 2013/30 E. 4.1). Nach den massgeblichen Beweisre-

geln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung 

sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen 

Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. 

5.  

5.1 Zunächst ist die durch den Beschwerdeführer behauptete und vom 

SEM bestrittene Minderjährigkeit zu beurteilen. Die Vorinstanz geht wegen 

des Altersgutachtens vom 9. Dezember 2020 beziehungsweise vom 

4. Februar 2021 von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers aus, wel-

ches aufgrund der fehlenden Identitätsdokumente sowie den wenig sub-

stanziierten und teilweise widersprüchlichen Angaben zu seinem Alter ver-

anlasst worden sei. Der Beschwerdeführer seinerseits hält an seiner Min-

derjährigkeit fest. 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 11 

5.2 Im Asylverfahren ist die Minderjährigkeit – der allgemeinen asylrechtli-

chen Beweisregel folgend – von der beschwerdeführenden Person zumin-

dest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3 und E. 4.2.3). 

5.3 Demnach obliegt es vorliegend grundsätzlich dem SEM zu beweisen, 

dass das aktuell im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum ([…]) korrekt ist. 

Der Beschwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, dass das von ihm im 

Datenänderungsgesuch geltend gemachte Datum ([…]) richtig bezie-

hungsweise zumindest wahrscheinlicher ist als das im ZEMIS erfasste, ihm 

mithin eine höhere Glaubwürdigkeit zukommt als dem bisherigen Eintrag 

(vgl. Urteil des BVGer A-3051/2018 vom 12. März 2019 E. 5.5). Gelingt kei-

ner Partei der sichere Nachweis, ist dasjenige Geburtsdatum im ZEMIS zu 

belassen oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist. 

6.  

6.1 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind von 

den in der Schweiz angewandten Methoden der medizinischen Altersab-

klärung nur die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die 

zahnärztliche Untersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse 

und die ärztliche körperliche Untersuchung) zum Beweis der Minder-  

beziehungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. Die medizinischen 

Altersabklärungen stellen – je nach Ergebnis – unterschiedlich zu gewich-

tende Indizien für das Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit einer 

Person dar (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.). 

6.2  

6.2.1 Im vorliegenden Verfahren wurde – offensichtlich vom SEM ein zwei-

tes Altersgutachten in Auftrag gegeben. Dieses vom 4. Februar 2021  

datierende Dokument nennt als Datum für den "Auftrag […] um Nach- 

begutachtung" den 27. Januar 2021. Aus welchem Grund dieser Folge- 

auftrag überhaupt erging – seltsamerweise zwei Wochen nach Erlass der 

hier zu beurteilenden Verfügung vom 14.  Januar 2021 und damit während 

laufender Beschwerdefrist – ergibt sich aus den Akten nicht. Ebenso eigen-

tümlich erscheint, dass das neue Gutachten dem Beschwerdeführer  

gemäss Akten durch das SEM nicht eröffnet wurde. Seine heutige Rechts-

vertretung wurde davon offenbar durch die frühere (im beschleunigten ers-

ten Teil des erstinstanzlichen Verfahrens eingesetzte) amtliche Rechtsver-

tretung in Kenntnis gesetzt und reichte das zweite Gutachten zusammen 

mit der Beschwerde ein für den Fall, dass "das revidierte Gutachten noch 

keinen Einzug in die Akten gefunden haben sollte" (vgl. Beschwerde S. 5). 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 12 

6.2.2 Durch die in der Vernehmlassung mit Bedauern eingestandenen 

Mangel bei der Information über die Nachbegutachtung ist dem Beschwer-

deführer zwar – dank dem Engagement der Rechtsvertretungen des Be-

schwerdeführers – im Ergebnis kein Nachteil erwachsen. Trotzdem bleiben 

die Fragen unbeantwortet im Raum, wieso das SEM einen Folgeauftrag 

erteilte und vor allem, warum es dies erst zwei Wochen nach Ausfällung 

des Asylentscheids tat, zu einem Zeitpunkt also, in dem das neue Doku-

ment im erstinstanzlichen Verfahren gar nicht mehr berücksichtigt werden 

konnte. Dieses Vorgehen erweckt den Anschein, die Vorinstanz sei sich 

nach ihrem Entscheid plötzlich nicht mehr sicher gewesen, ob sie auf einer 

korrekten Aktengrundlage entschieden habe. 

6.2.3 Ein Vergleich der beiden Dokumente ergibt allerdings, dass die ein-

zige Veränderung des zweiten Gutachtens darin besteht, dass die Ausfüh-

rungen im ersten Bericht zum "wahrscheinlichsten Alter" (vgl. A29 S. 2  

und 5) im zweiten entfernt wurden. Auch aus dem zweiten Gutachten wird 

der Grund hierfür nicht ersichtlich; es wird bloss eingangs festgehalten, das 

zweite Dokument ersetze das Gutachten vom 9. Dezember 2020 vollum-

fänglich (vgl. A40 S. 1). 

6.2.4 Unter den gegebenen Umständen können weitere Abklärungen in 

diesem Zusammenhang zwar unterbleiben. Das SEM ist aber aufzufordern 

in Zukunft die Gründe für allfällige Nachbegutachtung aktenkundig zu ma-

chen und auch die Asylsuchenden darüber transparenter zu informieren. 

6.3  

6.3.1 Im Gutachten des IRM vom 9. Dezember 2020 beziehungsweise 

4. Februar 2021 wird die forensische Lebensaltersschätzung des Be-

schwerdeführers auf eine körperliche Untersuchung, eine Röntgenuntersu-

chung der Hand und eine Erstellung einer Panoramaröntgenuntersuchung 

von Ober- und Unterkiefer sowie eine computertomographische Unter- 

suchung beider Schlüsselbein-Brustbeingelenke abgestützt. Die Hand-

knochenanalyse ergab ein Mindestalter von (...) Jahren; die Schlüssel-

beinanalyse ein Mindestalter vom (...) Jahren sowie eine Altersspanne von 

(...) bis (...) Jahren; die zahnärztliche Untersuchung ein Mindestalter von 

(...) Jahren sowie eine Altersspanne von (...) bis (...) Jahren (vgl. A29 resp. 

A40 je S. 4 f.). Aufgrund dieser Angaben ist zwar tatsächlich nicht ersicht-

lich, aus welchen Gründen im Gutachten vom 9. Dezember 2020 von ei-

nem Mindestalter von (...) Jahren ausgegangen wurde (vgl. A29 bzw. A40 

je S. 5). Dennoch wertete das SEM zu Recht das Altersgutachten als Indiz 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 13 

für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers, zumal gemäss der zuvor ge-

nannten Rechtsprechung als starkes Indiz für die Volljährigkeit zu werten 

ist, wenn – wie vorliegend – das Mindestalter bei der Schlüsselbein- res-

pektive Skelettaltersanalyse oder der zahnärztlichen Untersuchung über 

18 Jahren liegt und die sich anhand der beiden Analysen ergebenden Al-

tersspannen überlappen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2). 

6.3.2 Der Beschwerdeführer gab sowohl auf dem Personalienblatt als auch 

anlässlich seiner Befragungen als sein Geburtsdatum den (...) zu Protokoll. 

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Lebensumstände ist seine Erklä-

rung, er habe sein Geburtsdatum durch seine Mutter erfahren, als plausibel 

zu erachten. Es erschliesst sich dem Gericht auch nicht, inwiefern die dies-

bezüglichen Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der BzP vage ge-

blieben seien, nachdem aus dem Befragungsprotokoll hervorgeht, dass 

der Beschwerdeführer wegen Verständigungsschwierigkeiten an mehreren 

Stellen darauf hingewiesen wurde, er könne an der Anhörung vertieft er-

zählen (vgl. angefochtene Verfügung S. 6; A13 S. 3, 7 und 8). Hingegen 

fielen in der Anhörung die Schilderungen der persönlichen, beruflichen und 

familiären Lebensumstände, zu Identitätsdokumenten und zu den Umstän-

den der Ausreise aus dem Heimatstaat wenig substanziiert aus, wie das 

SEM in seiner Verfügung zutreffend festhielt (vgl. angefochtene Verfügung 

S. 6; A18 S. 6 ff.). 

6.3.3 Der Beschwerdeführer reichte keine Identitätsdokumente zu den  

Akten und hat sich auch offensichtlich nicht um die Beschaffung solcher 

bemüht. Seine Erklärung, er verfüge über keinerlei Identitätsdokumente 

und stehe ausserdem mit keiner Person aus seinem Heimatstaat in Kon-

takt, erscheint als Schutzbehauptung. So handelte es sich beim geltend 

gemachten Konflikt, weswegen er seinen Heimatstaat verlassen habe, ge-

rade nicht um eine familiäre Auseinandersetzung. Es ist aus diesem Grund 

nicht nachvollziehbar, weshalb er deswegen den Kontakt zu sämtlichen Fa-

milienangehörigen hätte abbrechen sollen (vgl. A18 ad F63 ff.).  

6.4 Bei der Einschätzung des Alters des Beschwerdeführers ist eine Ge-

samtwürdigung vorzunehmen, bei der auch die protokollierten Aussagen 

zu den persönlichen Lebensumständen zu berücksichtigen sind (vgl. Ent-

scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

[EMARK] 2004 Nr. 30 E. 6.4.3 f.: insbes. [übereinstimmende] Angaben 

zum Alter, zu Identitätspapieren bzw. zu den Gründen für deren Nichtein-

reichung, zu den familiären Umständen, zum Schulbesuch, zu Berufsbil-

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 14 

dung sowie Berufstätigkeit und zu den Ausreiseumständen sowie nachvoll-

ziehbare länderspezifische Angaben zum behaupteten Herkunftsgebiet). 

Angesichts des Resultats des Altersgutachtens sowie der vorangegange-

nen Ausführungen zu den durch den Beschwerdeführer beschriebenen 

persönlichen Lebensumstände ist festzustellen, dass die für die Volljährig-

keit des Beschwerdeführers sprechenden Indizien überwiegen. Daher 

kommt das Gericht zum Schluss, dass die Volljährigkeit des Beschwerde-

führers wahrscheinlicher ist als dessen Minderjährigkeit. 

6.5 Nach dem Gesagten ist die im ZEMIS erfasste Angabe wahrscheinli-

cher als das durch den Beschwerdeführer geltend gemachte Geburtsda-

tum. Folglich ist der Beschwerdeantrag auf Änderung des Eintrags im 

ZEMIS abzuweisen. 

7.  

7.1 In seinem Rechtsmittel beantragte der Beschwerdeführer die Rückwei-

sung der Sache an die Vorinstanz, weil der Sachverhalt hinsichtlich des 

angeordneten Wegweisungsvollzugs ungenügend abgeklärt und sein An-

spruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei, indem zwei problemati-

sche und nicht kindgerechte Anhörungen durchgeführt worden seien. Wei-

ter habe sich das SEM nicht mit der Stellungnahme vom 12. Januar 2021 

zum Altersgutachten auseinandergesetzt und im Asylentscheid nur unge-

nügend gewürdigt. Nachdem der Entscheid bereits einen Tag nach Ein-

gang der Stellungnahme ergangen sei, bestehe der Verdacht, der Ent-

scheid sei bereits vor Eingang der Stellungnahme gefällt worden.  

7.2 Vor dem Hintergrund der Ausführungen in Erwägung 6 erweisen sich 

die Rügen des Beschwerdeführers, die Anhörungen seien nicht kind- 

gerecht durchgeführt worden und das SEM hätte Abklärungen zu seinem 

familiären Umfeld im Heimatstaat vornehmen müssen, als unbegründet. 

7.3 Auch die Rüge, die Vorinstanz habe sich nicht in angemessener Weise 

mit der Stellungahme zum Altersgutachten vom 12. Januar 2021 auseinan-

dersetzt, ist unbegründet. So wurde in der angefochtenen Verfügung der 

Inhalt der Stellungnahme zusammengefasst widergegeben, und das SEM 

setzte sich damit auseinander (vgl. Verfügung S. 6). 

7.4 Der Antrag des Beschwerdeführers auf Rückweisung der Sache an die 

Vorinstanz ist nach dem Gesagten ebenfalls abzuweisen. 

  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 15 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 16 

8.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofs für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–

127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat 

lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 

erscheinen.  

8.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinn 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 In Pakistan herrscht nach konstanter Rechtsprechung, trotz regional 

teilweise angespannter Lage, keine landesweite Situation allgemeiner Ge-

walt, die zur Annahme führen müsste, jede dorthin zurückkehrende Person 

sei mit erheblicher Wahrscheinlichkeit konkret gefährdet. Der Wegwei-

sungsvollzug ist daher nicht generell unzumutbar (vgl. dazu das Referenz-

urteil des BVGer E-3258/2018 vom 2. Juni 2020 E. 12.4.1 sowie das Urteil 

des BVGer D-2534/19 vom 7. April 2021 E. 8.4.2, je m.w.H.). 

8.3.3 Angesichts der in der vorangegangenen Erwägung 6 gewonnenen 

Erkenntnisse sind die Erwägungen des SEM in der angefochtenen Verfü-

gung betreffend Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs des Beschwer-

deführers nicht zu beanstanden. Es hat sich in genügender Weise mit sei-

ner konkreten Situation im Falle seiner Rückkehr in den Heimatstaat aus-

einandergesetzt. Der Übergriff des Sohnes der Nachbarn wurde von den 

heimatlichen Behörden verfolgt und dieser wurde auch zu einer Gefäng-

nisstrafe verurteilt. Beim Beschwerdeführer handelt es sich sodann um ei-

nen volljährigen jungen Mann, dem es trotz – seinen Angaben zufolge – 

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 17 

fehlender Schulbildung gelang, in verschiedenen Städten für seinen  

Lebensunterhalt aufzukommen (vgl. A13 S. 5; A18 ad F41 ff. und F75 ff.). 

Nachdem auch das Gericht seine Behauptung, er habe jegliche Kontakte 

zu seinen Verwandten im Heimatstaat abgebrochen, als unglaubhaft er-

achtet, ist von einem bestehenden Beziehungsnetz auszugehen, welches 

ihn bei seiner Rückkehr wird unterstützen können. Es bestehen folglich 

keine konkreten Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer in seinem 

Heimatstaat in eine existenzielle Notlage geraten würde. Blosse soziale 

und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölkerung 

im Allgemeinen betroffen ist, genügen nicht, um eine konkrete Gefährdung 

im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AIG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2). 

8.3.4 Mit der Replik liess der Beschwerdeführer einen Bericht eines Not-

fallgesprächs vom 3. März 2021 ins Recht legen. Darin wird ausgeführt, 

der Beschwerdeführer zeige Hinweise auf eine depressive Erkrankung 

und/oder eine Posttraumatische Belastungsstörung. Eine akute Selbst-  

oder Fremdgefährdung könne ausgeschlossen werden. Es sei aber unklar, 

ob die aktuelle Symptomatik reaktiv auf den Asylentscheid entstanden sei 

oder bereits zuvor bestanden habe, weshalb um Einleitung einer ausführ-

lichen psychotherapeutischen Abklärung gebeten werde. 

8.3.5 Das Gesundheitswesen und die damit verbundene Versorgungslage 

in Pakistan ist – bemessen an der Grösse der zu versorgenden Bevölke-

rung – begrenzt und es besteht für die Patientinnen und Patienten meist 

die Notwendigkeit die (an sich grundsätzlich kostenlosen) Leistungen 

selbst zu zahlen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-6084/2020 

vom 15. Juni 2021 E. 10.4.3; Malik, M. A., Universal health coverage  

assessment Pakistan, 12.2015, < https://ecommons.aku.edu/pakistan_ 

fhs_mc_chs_chs/203/ > abgerufen am 22. Juni 2021; sowie Quellen der 

World Health Organization [WHO], Primary Care Systems Profiles & Per-

formance (PRIMASYS), 2017, < https://www.who.int/alliance-hpsr/pro-

jects/AHPSR-Pakistan-061016.pdf >, abgerufen am 22. Juni 2021).  

In der Provinz Punjab, der Herkunft des Beschwerdeführers, bestehen zu-

sätzlich Behandlungsmöglichkeiten in psychiatrischer Hinsicht, insbeson-

dere in der Stadt Lahore, die mit dem Punjab Institute of Mental Health 

(PIMH) grundsätzlich über eine spezialisierte Einrichtung für die Behand-

lung von psychiatrischen Erkrankungen verfügt (vgl. Specialized Health-

care & Medical Education Department, < https://health.punjab.gov.pk/ 

TertiaryHospitals.aspx >, abgerufen am 22. Juni 2021). 

https://www.who.int/alliance-hpsr/projects/AHPSR-Pakistan-061016.pdf
https://www.who.int/alliance-hpsr/projects/AHPSR-Pakistan-061016.pdf

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 18 

8.3.6 Das Gesundheitssystem in Pakistan ist zwar nicht vergleichbar mit 

demjenigen in der Schweiz, eine Grundversorgung ist aber gewährleistet. 

Vor diesem Hintergrund sind die gesundheitlichen Probleme des Be-

schwerdeführers nicht als derart schwerwiegend einzustufen, als dass sie 

der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs entgegenzustehen vermöch-

ten. Zudem kann der Beschwerdeführer beim SEM bei Bedarf ein Gesuch 

um medizinische Rückkehrhilfe stellen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG und 

Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfra-

gen [AsylV 2; SR 142.312]). 

8.3.7 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da ihm jedoch mit 

Verfügung vom 2. März 2021 die unentgeltliche Prozessführung gemäss 

Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde, sind keine Verfahrenskosten aufzuer-

legen. 

  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 19 

10.2 Mit derselben Verfügung wurde der Antrag auf amtliche Rechtsverbei-

ständung gutgeheissen und dem Beschwerdeführer Rechtsanwältin Märki 

als amtliche Rechtsbeiständin beigeordnet. Dieser ist deshalb ein amtli-

ches Honorar zulasten der Gerichtskasse zu entrichten, wobei nur der not-

wendige Aufwand zu entschädigen ist (vgl. Art. 12 i.V.m. Art. 8 Abs. 2 

VGKE). Es wurde keine Kostennote eingereicht, weshalb der notwendige 

Aufwand anhand der Akten festzulegen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE). In An-

wendung der massgebenden Bemessungsfaktoren und unter Anwendung 

des in der Zwischenverfügung vom 2. März 2021 angekündigten Stunden-

ansatzes ist der unentgeltlichen Rechtsbeiständin durch das Gericht ein 

Honorar von insgesamt Fr. 1800.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzu-

schlag i.S.v. Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) auszurichten. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit die Aufhebung der Ziffern 3–5 

des Dispositivs der Verfügung vom 14. Januar 2021 beantragt worden ist. 

2.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit die Aufhebung der Ziffer 7 des 

Dispositivs der Verfügung vom 14. Januar 2021 beantragt worden ist. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Das Honorar der amtlichen Rechtsbeiständin wird auf insgesamt Fr. 1800.– 

festgesetzt und durch die Gerichtskasse vergütet. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde, das Generalsekretariat des EJPD sowie den Eidgenössi-

schen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. 

(Rechtsmittelbelehrung nächste Seite) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Martina Stark 

 

 

Versand:  

E-741/2021 

E-777/2021 

 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen Ziffer 2 dieses Urteils kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind beizulegen, soweit sie 

der Beschwerdeführer in Händen hat (vgl. Art. 42 BGG).