# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e90f01cd-363d-5d3a-9a8b-b257c61b1e40
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2008 D-5392/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5392-2008_2008-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5392/2008
sch/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch, 
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung, 
Verfügung des BFM vom 19. August 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5392/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer Nigeria eigenen Angaben zufolge im Juni 
2008 verliess und am 5. Juli 2008 in die Schweiz einreiste, wo er glei-
chentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 28. Juli 2008 in (...) und am 7. August 2008 vom BFM in 
Bern  zu  seinen  Personalien,  zum  Reiseweg  und  zu  seinen 
Asylgründen angehört wurde,

dass er bei den Anhörungen geltend machte, er habe von seiner im 
April 2008 verstorbenen Mutter erst kürzlich erfahren, dass sein Vater, 
den er nie gekannt habe, von seiner ersten Frau umgebracht worden 
sei,

dass seine Mutter ihm geraten habe, er solle sich von Frauen fernhal-
ten, da diese gefährlich seien,

dass er im Dezember 2007 einen ehemaligen Schulkollegen getroffen 
habe, der die Aussagen seiner Mutter über Frauen bestätigt und ihn in 
die homosexuelle Liebe eingeführt habe, wobei er mit ihm nur einmal 
intim geworden sei,

dass er  anschliessend eine einige  Wochen dauernde Beziehung mit 
einem anderen Mann eingegangen sei,

dass er darauf einen anderen jungen und sexuell unerfahrenen Mann 
getroffen habe, der ihn zur im Februar 2008 stattfindenden Hochzeits-
feier seiner Schwester eingeladen habe,

dass er in der Nacht nach der Hochzeitsfeier intim mit diesem Mann 
geworden sei, wobei dieser laut geschrien habe, worauf die anderen 
im selben Haus schlafenden Personen aufgewacht seien,

dass man ihm vorgeworfen habe, er habe ein Tabu gebrochen, und ihn 
geschlagen habe,

dass er vom Vater des jungen Mannes mit einer Machete geschlagen 
worden sei, weshalb er sich nach seiner Flucht aus dem Haus in Spi-
talpflege begeben habe, wo er von Mitgliedern der katholischen, cha-
rismatischen Bewegung besucht worden sei, die ihm gesagt hätten, er 
habe eine Sünde und eine Abscheulichkeit begangen,

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dass er, nachdem er zum heimischen Hof zurückgekehrt sei, schlagar-
tig erblindet sei, was wohl dem Einfluss eines Nachbarn – einem tradi-
tionellen Doktor, Zauberer und sehr bösen Menschen – zuzuschreiben 
sei,

dass dieser Nachbar auch verantwortlich für die Lähmung seiner Tante 
und den Tod deren Ehemannes sei,

dass er auf Bitte seiner Mutter von einem ehemaligen Freund seines 
Vaters nach Port Harcourt gebracht worden sei, wo er sich etwa drei 
Monate lang in einer Kirche aufgehalten habe, bis er sein Augenlicht 
unerwartet zurück gewonnen habe,

dass er von Port Harcourt aus seine Reise in die Schweiz angetreten 
habe,

dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 19. August 2008 – eröffnet am glei-
chen Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordne-
te,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe keine entschuldbaren Gründe für  das Nichtein-
reichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren,  da  seine  Angaben  zum 
Fehlen  bzw. zur  eventuell  möglichen  Beschaffung  von  Papieren  als 
Standardvorbringen und Schutzbehauptungen zu werten seien, wie sie 
von  vielen  Gesuchstellern,  welche  den  Asylbehörden  ihre  Identität 
nicht offenlegen wollten, vorgebracht würden,

dass hinsichtlich der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Homose-
xualität festzuhalten sei, dass er sie nur dreimal praktiziert haben und 
heute überwunden habe wolle, da er sich die Gründung einer Ehe und 
die Zeugung von Nachkommen durchaus vorstellen könne,

dass die geltend gemachte Homosexualität nicht glaubhaft erscheine, 
da er weder über mögliche Geschlechtspartner seines ersten Freun-
des noch über einschlägige Schwulenorganisationen oder -treffs etwas 
wisse,

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dass die Probleme mit  dem traditionellen Doktor  auch bezüglich der 
plötzlichen Blindheit samt wundersamer Heilung nicht nur nicht glaub-
haft, sondern auch als nachgeschoben zu werten seien,

dass die unsubstanziierten und detailarmen Schilderungen seiner Rei-
se nach Europa die Vorbringen als nicht glaubhaftes Konstrukt auswie-
sen,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage 
nicht erforderlich seien,

dass für den weiteren Inhalt der Verfügung auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass  der  Beschwerdeführer mit  englischsprachiger  Eingabe  vom 
21. August 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, die Verfü-
gung des BFM sei auf ihre Rechtsmässigkeit hin zu überprüfen,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  Amtssprachen  des  Bundes  das  Deutsche,  Französische  und 
Italienische sind (vgl. Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]),

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dass die in englischer Sprache eingereichte Beschwerde aufgrund ih-
rer Verständlichkeit und der Dringlichkeit der Sache im Interesse aller 
am Verfahren Beteiligter ohne präjudizielle Wirkung entgegen zu neh-
men ist,

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass die Beschwerdeeingabe als abschliessend zu beurteilen und der 
Sachverhalt  als  erstellt  zu  erachten  ist,  weshalb  sich  ein  Entscheid 
während noch laufender Rechtsmittelfrist als zulässig erweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 1997 Nr. 13 E. 1 S. 95 ff.), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass seine Schilderung, wonach er von Port Harcourt – ohne im Besitz 
von Reisepapieren zu sein – auf die von ihm genannte Art bis in die 
Schweiz gelangt sei, nicht glaubhaft erscheint,

dass seine Behauptung, er habe in Nigeria ausser seiner gelähmten 
Tante  keine Verwandten oder  Freunde,  die  ihm bei  der  Beschaffung 
von Identitätspapieren  behilflich  sein  könnten,  angesichts  der  sozio-

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kulturellen Gegebenheiten in seinem Heimatland nicht zu überzeugen 
vermögen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 7. August 2008 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den  konnte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft 
offenkundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der 
Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass die Umstände, unter welchen der Beschwerdeführer homosexuell 
„geworden sein solle“, nicht nachvollziehbar erscheinen,

dass die von ihm geschilderten Begleitumstände, wie seine homosexu-
ellen Beziehungen aufgedeckt worden seien,  ebenso wenig zu über-
zeugen vermögen,

dass der Beschwerdeführer bei der Direktbefragung angab, er sei auf-
grund der Aussprache mit den Angehörigen der katholischen, charis-
matischen Bewegung zur Auffassung gelangt, er habe eine Sünde und 
eine Abscheulichkeit begangen,

dass er im Gegensatz zu den Aussagen bei der Anhörung in der Be-
schwerde wiederum behauptet,  er  empfinde homosexuell  und könne 
seine Veranlagung in Nigeria nicht leben, da sie dort unter Strafe ge-
stellt sei,

dass  er  ausführt,  er  habe  sich  bei  der  Anhörung  nicht  getraut,  die 
Wahrheit zu sagen, da er nicht gewusst habe, dass er offen über seine 
Homosexualität sprechen könne,

dass diese Ausführungen nicht stichhaltig sind, da er anlässlich beider 
Befragungen  offen  über  sein  Sexualleben  sprechen  konnte  und  auf 
seine Mitwirkungs- und die Wahrheitspflicht hingewiesen wurde,

dass  sich  eine  weitere  Anhörung  des  Beschwerdeführers  somit  als 
nicht notwendig erweist (vgl. Beschwerde S. 2 und 3),

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er fürchte sich auch vor 
einem bösen Nachbarn, der sich die Ländereien seines Vaters ange-

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eignet  habe  und  für  seine  plötzliche  Erblindung  verantwortlich  sei, 
nicht zu überzeugen vermag, da er es bei der Erstbefragung nicht gel-
tend machte und die Angaben zu seiner Erblindung und dem Wieder-
erlangen des Augenlichts kaum der Wahrheit entsprechen können,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 

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Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass insbesondere nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer 
verfüge in Nigeria über kein verwandtschaftliches Beziehungsnetz,

dass er  gemäss eigenen Aussagen aus einer wohlhabenden Familie 
stammt, über eine durchschnittliche Schulbildung und berufliche Erfah-
rung auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb verfügt, sodass er bei 
einer  Rückkehr in  sein Heimatland nicht  in  eine existenzbedrohende 
Lage geraten wird,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit der 
Bitte  um Eröffnung des Urteils  an  den Beschwerdeführer  und um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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