# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d416033-2cd2-528d-b4ee-dca0f342fa6e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.10.2016 810 16 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-6_2016-10-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Oktober 2016 (810 16 6) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Beat Walther, Kantonsrichterin Helena 
Hess, Gerichtsschreiberin i.V. Claudia Caderas 
 

Beteiligte A.A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 2061 vom 22. Dezember 2015) 
 
 
 
A. A.A.____, mazedonischer Staatsangehöriger, wurde 1984 geboren. Am 8. Januar 2006 
reiste er 22-jährig in die Schweiz ein und stellte daraufhin am 13. Januar 2006 ein Asylgesuch, 
welches mit Entscheid vom 23. Januar 2006 abgelehnt und A.A.____ aus der Schweiz wegge-
wiesen wurde. Auf das daraufhin eingereichte Revisionsgesuch wurde mit Entscheid der dama-
ligen Schweizerischen Asylrekurskommission vom 1. Mai 2006 nicht eingetreten. In der Folge 
hielt sich A.A.____ illegal in der Schweiz auf. 
 

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B. Am 20. April 2011 heiratete A.A.____ die Schweizer Staatsangehörige B.B.____, gebo-
ren 1988, weshalb er am 2. Dezember 2011 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei sei-
ner Ehefrau erhielt. A.A.____ und B.A.____ haben vier gemeinsame Kinder (geb. 2010, 2011, 
2012 und 2014).  

 
C. Aufgrund verschiedener strafrechtlicher Verurteilungen im Zeitraum von 2006 bis 2010 
wurde A.A.____ durch das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM) mit Schrei-
ben vom 19. März 2012 verwarnt und darauf hingewiesen, dass im Falle erneuter Verstösse 
gegen die Rechtsordnung seine Wegweisung aus der Schweiz geprüft werde.  
 
D. Mit Schreiben vom 11. Juli 2013 sprach das AfM gegenüber A.A.____ eine zweite Ver-
warnung aus. Dabei verwies es auf eine weitere Verurteilung wegen rechtswidrigen Aufenthalts 
sowie Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung, auf offene Verlustscheine in der Höhe von rund 
Fr. 17‘180.-- sowie auf die Tatsache, dass die Familie A.____ seit Mai 2011 durch die Sozialhil-
febehörde C.____ mit rund Fr. 111‘600.-- habe unterstützt werden müssen. A.A.____ wurde 
darauf aufmerksam gemacht, dass er künftig keinerlei Schulden mehr generieren dürfe, die al-
ten Schulden im Rahmen seiner Möglichkeiten sukzessive abzuzahlen habe, zu keinerlei Kla-
gen mehr Anlass geben dürfe und sich aktiv um die Entlastung der Sozialhilfe zu bemühen ha-
be. Ebenfalls erwarte man von ihm, dass er sich intensiv um eine Arbeitsstelle bemühe.  
 
E. Vom 1. Mai 2011 bis zum Wegzug nach D.____ am 31. Juli 2014 hatten A.A.____ und 
seine Familie in C.____ Sozialhilfe im Umfang von insgesamt Fr. 156‘722.30 bezogen.  
 
F. Mit Schreiben vom 28. November 2014 wurde A.A.____ seitens des AfM das rechtliche 
Gehör in Bezug auf die beabsichtigte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Weg-
weisung aus der Schweiz gewährt, welches er mit Schreiben vom 5. Dezember 2014 wahr-
nahm.  
 
G. Mit Verfügung vom 11. Juni 2015 verzichtete das AfM schliesslich auf die Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung von A.A.____ und wies ihn aus der Schweiz weg. Dies begründete 
es im Wesentlichen mit der erheblichen Unterstützung seitens der Sozialhilfe, der Schuldensi-
tuation und dem Legalverhalten A.A.____s sowie mit den ihm anhaftenden Vorwürfen der häus-
lichen Gewalt. 
 
H. Gegen diese Verfügung des AfM liess A.A.____, vertreten durch Marco Albrecht, Advo-
kat in Muttenz, mit Schreiben vom 22. Juni 2015 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) erheben. Dabei beantragte er die Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung und die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung; sämtliches unter o/e-
Kostenfolge. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Eine Wegweisung 
würde das Familienleben definitiv zerstören und den Prozess der Ablösung von der Sozialhilfe 
unterbrechen. Schliesslich sei eine Wegweisung, welche bloss auf die bezogene Sozialhilfe und 
die lange Zeit zurückliegenden Straftaten abgestützt werde, nicht verhältnismässig. 
 

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I. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 2061 vom 22. Dezember 2015 (RRB) wurde die Be-
schwerde abgewiesen. Begründet wurde der Entscheid hauptsächlich damit, dass A.A.____ seit 
seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 2006 ganz erheblich seitens der Sozialhilfe (zunächst 
C.____, anschliessend D.____) unterstützt worden sei. Des Weiteren wies der Regierungsrat 
auf das problematische Legalverhalten von A.A.____ hin, welches in der Vergangenheit mehr-
fach zu wünschen übrig gelassen hätte, da dieser häufig mit der Rechtsordnung in Konflikt ge-
raten sei und sich auch nicht durch straf- und ausländerrechtliche Massnahmen habe beeindru-
cken lassen. 
 
J. Mit Eingabe vom 4. Januar 2016 erhob A.A.____, weiterhin vertreten durch Marco Alb-
recht, gegen den RRB vom 22. Dezember 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt, es 
sei der Entscheid des Regierungsrates vom 22. Dezember 2015 aufzuheben und die Be-
schwerde gutzuheissen; sämtliches unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die 
unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen sei. In der Folge blieb eine Beschwerdebegrün-
dung seitens des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, da dieser mit Schreiben vom 
3. März 2016 die Niederlegung seines Mandates mitteilte.  
 
K. Mit Eingabe vom 16. März 2016 reichte der Beschwerdeführer eine ergänzende Be-
schwerdebegründung sowie die erforderlichen Belege zur Ausweisung seiner Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse ein. In seiner Beschwerdebegründung teilte er mit, dass er ab dem 
1. April 2016 eine Arbeitsstelle mit einem Pensum von 50 % antreten werde. Zudem wolle er mit 
seiner Familie in der Schweiz bleiben. Er hoffe auf eine Chance, wolle sich bessern und mit 
seiner Frau die Kinder gemeinsam aufziehen. Er habe am Anfang Schwierigkeiten gehabt, sich 
anzupassen. 
 
L. Am 11. April 2016 liess sich der Regierungsrat vernehmen und beantragte die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
M. Mit Schreiben vom 24. August 2016 hielt die Sozialhilfebehörde D.____ fest, dass der 
Beschwerdeführer seit dem 1. August 2014 finanzielle Unterstützung erfahre, welche sich per 
24. August 2016 auf die Summe von Fr. 190‘041.95 belaufe. 
 
N. Mit Verfügung vom 3. Mai 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen 
und dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung 
bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer ein schutzwürdiges 

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Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheides hat, die übrigen formellen Voraus-
setzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind und die Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
sowohl örtlich als auch sachlich gegeben ist, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Wei-
teren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
3.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Wegwei-
sung zu Recht erfolgten. 
 
3.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005, auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet gemäss 
Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem Aus-
land – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstä-
tigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die ausländi-
sche Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich-
tungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; ROSA MARIA LOSADA, in: Caroni/Gächter/Thurn-
herr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 6 zu 
Art. 3 AuG).  
 
3.3 Zwischen der Schweiz und Mazedonien besteht kein Staatsvertrag, der dem Be-
schwerdeführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind ent-
sprechend die Bestimmungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, an-
wendbar. 
 
3.4 Ein gesetzlicher Anspruch eines ausländischen Ehegatten auf Anwesenheit in der 
Schweiz liegt gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG insbesondere dann vor, wenn dieser mit einer 
Schweizerin bzw. einem Schweizer verheiratet ist und mit ihr bzw. ihm zusammenwohnt. Auf-
grund der am 20. April 2011 gültig geschlossenen Ehe des Beschwerdeführers mit der Schwei-
zerin B.A.____, mit welcher er vier gemeinsame Kinder hat und zusammenwohnt, hat dieser 
grundsätzlich einen Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 42 
Abs. 1 AuG.  
 
4.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem 
inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

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senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem anderen Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnah-
me zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem 
Aspekt des Privat- und Familienlebens, Europäische Grundrechte-Zeitschrift [EuGRZ] 2013, 
S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt sein, wenn einer 
ausländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit un-
tersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesge-
richtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehö-
rigen über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie 
das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Auf-
enthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zu-
dem müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haus lebende, min-
derjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu 
ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa).  
 
4.2 Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat mit ihr vier Kinder, 
welche ebenfalls über die Schweizer Staatsangehörigkeit verfügen. Er lebt zurzeit nach wie vor 
mit seiner Familie zusammen und führt nach eigenen Aussagen und nach Ansicht seiner Ehe-
frau ein intaktes Familienleben. In ihrer Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 äusserte sich 
die Ehefrau des Beschwerdeführers dahingehend, dass sie ihrer Zukunft mit ihrem Ehemann 
und ihren Kindern positiv entgegenblicke und sie und der Beschwerdeführer eine gute Ehe füh-
ren würden. Das Verhältnis ihres Ehemannes zu ihren gemeinsamen Kindern sei gut, er unter-
nehme viel mit ihnen und liebe sie. Ihr Ehemann habe aus seinen Fehlern gelernt, bereue diese 
und habe sich geändert. Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerdebegründung vom 
16. März 2016 sinngemäss geltend, dass er sich fortan fürsorglich für seine Familie einsetzen, 
die Kinder gemeinsam mit seiner Ehefrau aufziehen und auch sonst mithelfen wolle. Er wolle 
sich bessern und habe am Anfang durchaus Schwierigkeiten gehabt, sich anzupassen. Seiner 
Schweizer Ehefrau ist es nicht von vornherein zumutbar, ihrem Ehemann im Falle einer Aus-
weisung nach Mazedonien zu folgen, zumal sie in der Schweiz offenbar stark verwurzelt ist und 
durch ihre eigene Familie erheblich unterstützt wird. Der Beschwerdeführer kann sich folglich 
grundsätzlich auf das Recht auf Familienleben berufen, um einen Anspruch auf Aufenthalt in 
der Schweiz geltend zu machen.  
 
5. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 42 Abs. 1 AuG 
noch der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut.  
 
6.1 Eine nach Art. 42 Abs. 1 AuG erteilte Bewilligung kann gemäss Art. 62 Abs. 1 AuG 
unter anderem widerrufen werden, wenn der betroffene Ausländer zu einer längerfristigen Frei-
heitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von 
Art. 59 - 61 oder Art. 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 
1937 angeordnet wurde (lit. b), er erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere 

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oder die äussere Sicherheit gefährdet (lit. c), oder er selbst bzw. eine Person, für die er zu sor-
gen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist (lit. e). 
 
6.2 Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen 
werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer 
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, 
das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung zur Verhinderung von straf-
baren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten 
anderer notwendig ist.  
 
6.3 Es ist festzuhalten, dass die strafrechtlichen Sanktionen, zu welchen der Beschwerde-
führer im Zeitraum von 2006 bis 2010 verurteilt wurde, keine längere Freiheitsstrafe i.S.v. 
Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG beinhalteten. Eine solche ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung 
grundsätzlich bei einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe anzunehmen (BGE 135 III 377 
E. 4.2). Eine Zusammenrechnung verschiedener Freiheitsstrafen von einem Jahr oder weniger 
ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zulässig. Der Widerrufsgrund ist vielmehr 
(nur) dann erfüllt, wenn eine Strafe für sich alleine das Kriterium der Längerfristigkeit erfüllt, d.h. 
die Dauer von einem Jahr überschreitet (BGE 137 III 297 E. 2). Obschon der Beschwerdeführer 
mehrfach strafrechtlich verurteilt wurde, stellt keine der ausgesprochenen Strafen eine einjähri-
ge Freiheitsstrafe dar, weshalb die Voraussetzungen für einen Widerruf gestützt auf diese Be-
stimmung nicht erfüllt sind. Auch die mehrfach ausgesprochenen Geldstrafen und Bussen ent-
ziehen sich einer Zusammenrechnung und Gleichsetzung mit einer längeren Freiheitsstrafe. 
Folglich beschränkt sich die nachfolgende Prüfung auf die weiteren vorstehend erwähnten Wi-
derrufsgründe (E. 6.1). 
 
6.4 Wie vorstehend in E. 6.1 erwähnt, setzt derjenige einen Ausweisungsgrund, der erheb-
lich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Aus-
land verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder äussere Sicherheit gefährdet 
(Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG). Eine Aufenthaltsbewilligung einer ausländischen Person kann dem-
nach widerrufen werden, wenn deren Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie nicht bereit ist, 
sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen. Die Befolgung der öffentlichen Ordnung, 
welche die Gesamtheit der ungeschriebenen Ordnungsvorstellungen umfasst, ist nach herr-
schender sozialer Anschauung als unerlässliche Voraussetzung eines geordneten menschli-
chen Zusammenlebens anzusehen. Die öffentliche Sicherheit beinhaltet die Unverletzlichkeit 
der objektiven Rechtsordnung, der Rechtsgüter der Einzelnen sowie der Einrichtungen des 
Staates (SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Auslän-
derinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 32 zu Art. 62 AuG). Eine Verletzung der öffentli-
chen Sicherheit und Ordnung liegt i.S.v. Art. 80 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufent-
halt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 insbesondere dann vor, wenn gesetzli-
che Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet werden (lit. a) oder mutwillig öffent-
lich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtungen nicht erfüllt werden (lit. b). Der Widerrufs-
grund kann auch erfüllt sein, wenn einzelne strafbare Handlungen für sich allein betrachtet noch 
keinen Widerruf rechtfertigen, deren wiederholte Begehung aber darauf hinweist, dass die be-
treffende Person nicht bereit ist, sich an die geltende Ordnung zu halten (BGE 139 I 16 E. 2.1; 

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BGE 137 II 297 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 2.1). 
Das Interesse an der Verhütung weiterer Straftaten ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen  
(Art. 80 Abs. 2 VZAE; vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_935/2012 vom 14. Januar 2013 
E. 6.1; 2C_141/2012 vom 30. Juli 2012 E. 3.2). 
 
6.5 Seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 2006 hat der Beschwerdeführer folgende 
Straftaten verübt:  

− Verurteilung durch den Strafbefehlsrichter Basel-Stadt vom 13. Januar 2006 wegen rechts-
widriger Einreise und rechtswidrigem Aufenthalt zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 5 
Tagen. 

− Verurteilung durch das Amtsstatthalteramt Sursee vom 15. Februar 2007 wegen Vergehen 
gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) vom 
26. März 1931 zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von 
Fr. 400.--.  

− Verurteilung durch das Strafgericht Basel-Stadt mit Strafbefehl vom 28. November 2007 
wegen Diebstahls zu einer bedingten Geldstrafe von 14 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer 
Busse von Fr. 200.--. 

− Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 13. August 2008 wegen Nichttragens der Sicher-
heitsgurte, Busse von Fr. 60.--. 

− Strafverfügung des Kantons Luzern vom 25. August 2008 wegen Überschreitens der zuläs-
sigen Parkzeit, Busse von Fr. 40.--. 

− Strafverfügung des Kantons Luzern vom 28. Oktober 2008 wegen Überschreitens der 
Höchstgeschwindigkeit, Busse von Fr. 180.--. 

− Strafverfügung des Kantons Solothurn vom 31. Oktober 2008 wegen Überschreitens der 
Höchstgeschwindigkeit, Busse von Fr. 120.--. 

− Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Sissach vom 15. Mai 2009 wegen Nichtanpassens 
der Geschwindigkeit an die gegebenen Strassenverhältnisse, Busse von Fr. 300.--.  

− Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Liestal vom 4. November 2009 wegen Widerhand-
lung gegen das ANAG, bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 90.-- und Busse von 
Fr. 200.-- (wurden in der Folge wegen Rückfalls in der Probezeit für vollstreckbar erklärt).  

− Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Liestal vom 6. Oktober 2010 wegen Tätlichkeiten, 
Vergehen gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffenge-
setz, WG) vom 20. Juni 1997, Sachentziehung, geringfügigen Widerhandlungen gegen das 
AuG vom 16. Dezember 2005, Verletzung der Verkehrsregeln, Fahrens ohne Haftpflicht-
versicherung, Nichtabgabe von Ausweisen und Kontrollschildern und Widerhandlungen ge-
gen das Strassenverkehrsgesetz (SVG) vom 19. Dezember 1958, bedingte Geldstrafe von 
60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sowie Busse von Fr. 900.--.  

− Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Baden vom 2. Juli 2012 wegen in Verkehr Bringens ei-
nes Fahrzeugs in nicht vorschriftsgemässem Zustand, Busse von Fr. 300.--. 

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− Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 23. Januar 2013 wegen mehrfa-
chen Widerhandlungen gegen das AuG, bedingte Geldstrafe von 85 Tagessätzen von 
Fr. 60.-- sowie Busse von Fr. 1‘700.--.  

 
Den aufgeführten Verurteilungen lässt sich entnehmen, dass die einzelnen Verfehlungen des 
Beschwerdeführers für sich alleine betrachtet jeweils nicht besonders schwer wiegen. Jedoch 
verstiess der Beschwerdeführer während Jahren immer wieder gegen die Rechtsordnung. Her-
auszuheben sind insbesondere die immer wiederkehrenden Vorwürfe häuslicher Gewalt ge-
genüber seiner ehemaligen sowie seiner jetzigen Ehefrau, bei welchen es jedoch infolge Rück-
zugs der jeweiligen Strafanträge nie zu einer Verurteilung gekommen ist. Für den Beschwerde-
führer spricht in diesem Zusammenhang einzig die Tatsache, dass in den letzten drei Jahren 
keine neuen Verurteilungen hinzugekommen sind. Dennoch ist für die Beurteilung stets das 
Gesamtverhalten der betroffenen ausländischen Person massgebend, womit auch die zahlrei-
chen Verstösse seit seiner Einreise im Jahre 2006 mitzuberücksichtigen sind. Die im März 2012 
ausgesprochene ausländerrechtliche Verwarnung hielt den Beschwerdeführer nicht davon ab, 
erneut straffällig zu werden, wurde er doch im Januar 2013 wegen mehrfachen Widerhandlun-
gen gegen das AuG erneut verurteilt. Aus der Gesamtheit des bisherigen Verhaltens des Be-
schwerdeführers ergibt sich, dass sich dieser von strafrechtlichen Massnahmen offensichtlich 
nicht beeindrucken liess und er weder gewillt noch in der Lage ist, die hiesige Rechtsordnung 
zu respektieren, weshalb ihm die wiederholte Missachtung gesetzlicher Vorschriften i.S.v. 
Art. 80 Abs. 1 lit. a VZAE vorzuwerfen ist. 
 
6.6 Schliesslich hat der Beschwerdeführer privatrechtliche und öffentlich-rechtliche Schul-
den i.S.v. Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE in beträchtlicher Höhe vorzuweisen. Gemäss Auszug aus 
dem Betreibungsregister vom 10. Dezember 2015 sind auf seinen Namen in den letzten fünf 
Jahren 36 Betreibungen in einem Gesamtbetrag von Fr. 56‘247.60 und 26 Verlustscheine von 
insgesamt Fr. 45‘466.45 registriert. Das Gesetz selbst kennt keine betragsmässige Grenze, ab 
welcher sich eine Verschuldung der betroffenen ausländischen Person auf eine Bewilligung 
bzw. Verfügung betreffend die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auswirken kann. Die 
öffentlichen Interessen an einer Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einer ausländi-
schen Person sind jedoch umso gewichtiger, je mehr sich diese verschuldet und sich trotz Ver-
warnungen nicht um Schuldentilgung bemüht. Die Mutwilligkeit einer Schuldenwirtschaft ist an-
zunehmen, wenn keine wesentliche Besserung des Verhaltens zu verzeichnen ist bzw. das un-
erwünschte Verhalten auch nach der Verwarnung fortgesetzt wird, sich die ausländische Per-
son mithin weiterhin mutwillig verschuldet hat (Urteil des Bundesgerichts 2C_97/2012 vom 
14. Dezember 2012 E. 2.3; HUNZIKER, a.a.O., N 37 zu Art. 62 AuG).  
 
6.7 Während beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der zweiten Verwarnung des AfM vom 
11. Juli 2013 noch 7 offene Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 17‘174.-- festgestellt wer-
den konnten, waren es im März 2015 bereits deren 19 in der Gesamthöhe von Fr. 32‘865.05. 
Zudem war die Zahl der gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten Betreibungen um 11 weite-
re angestiegen. Im Mai 2015 waren beim Beschwerdeführer 32 Betreibungen in der Höhe von 
Fr. 43‘175.50, 23 Verlustscheine von insgesamt Fr. 40‘763.20 und 21 offene Verlustscheine von 
insgesamt Fr. 35‘729.60 zu verzeichnen, wobei sich die Forderungen Gläubigern sowohl des 

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öffentlich-rechtlichen als auch des privatrechtlichen Bereiches zuordnen lassen. Im Dezember 
2015 wies der Beschwerdeführer schliesslich 36 Betreibungen in einem Gesamtbetrag von 
Fr. 56‘247.60 und 26 Verlustscheine von insgesamt Fr. 45‘466.45 auf. Dass es während Jahren 
zu keinem Abbau von Schulden kam, sondern dass sich diese im Gegenteil immer weiter an-
häuften, deutet darauf hin, dass der Beschwerdeführer nicht gewillt oder in der Lage ist, seine 
Ausgaben den Einkünften anzupassen. Es bestehen zudem keine Anzeichen dafür und werden 
auch nicht geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer ernsthaft bemüht war, seine Schulden 
zu verringern bzw. keine neuen Schulden entstehen zu lassen. Selbst die ausländerrechtlichen 
Verwarnungen führten nicht zu einer ersichtlichen Veränderung des Verhaltens des Beschwer-
deführers. Unter diesen Umständen ist zudem nicht davon auszugehen, dass sich das Verhal-
ten des Beschwerdeführers ändern wird, zumal er diesbezüglich keine Bemühungen oder An-
strengungen aufgezeigt hat. Folglich ist dem Beschwerdeführer die mutwillige Nichterfüllung 
öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Verpflichtungen i.S.v. Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE vor-
zuwerfen. Aufgrund der Bejahung der Voraussetzungen von Art. 80 Abs. 1 lit. a und b VZAE 
liegt der Widerrufsgrund i.S.v. Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG vor.  
 
7.1 Gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG kann eine Aufenthaltsbewilligung unter anderem wi-
derrufen – bzw. nicht mehr verlängert – werden, wenn der Ausländer oder eine Person, für die 
er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Für den Widerruf einer Bewilligung wegen So-
zialhilfeabhängigkeit ist neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen auch die wahr-
scheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen. Ein Widerruf kommt in Be-
tracht, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen erhalten hat und nicht damit 
gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird (vgl. Wei-
sungen und Erläuterungen Ausländerbereich [Weisungen AuG] des Staatssekretariats für Mig-
ration [SEM], Bern 2013 [aktualisiert 2016], Ziff. 8.3.1 lit. e; Urteile des Bundesgerichts 
2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3, 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 3.4). Nach der 
bundesgerichtlichen Praxis rechtfertigt sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung wegen 
dauerhafter und erheblicher Fürsorgeabhängigkeit bei einem Sozialhilfebezug von mehr als 
Fr. 80'000.-- während mindestens zwei bis drei Jahren (vgl. Weisungen AuG, Ziff. 8.3.2 lit. d; 
BGE 123 II 529 E. 4 und Urteil des Bundesgerichts 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3). 
Bei einem Ehepaar, welches während sieben Jahren Sozialhilfeleistungen im Umfang von ins-
gesamt Fr. 217‘000.-- beanspruchte, nahm das Bundesgericht ebenfalls eine erhebliche Unter-
stützung i.S.v. Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG an (Urteil des Bundesgerichts 2C_1160/2013 vom 
11. Juli 2014 E. 5.1). In einem aktuellen höchstrichterlichen Entscheid wurde schliesslich die 
finanzielle Unterstützung eines Ehepaares während knapp zehn Jahren im Umfang von 
Fr. 200‘000.-- als erhebliche Sozialhilfeabhängigkeit betrachtet (Urteil des Bundesgerichts 
2C_1092/2015 vom 13. April 2016 E. 2.2). 
 
7.2 Der Beschwerdeführer hat seit dem 1. August 2014 Sozialhilfeleistungen im Umfang 
von gesamthaft Fr. 190‘041.95 bezogen (vgl. Bestätigungsschreiben der Sozialhilfebehörde 
C.____ vom 24. August 2016). Zuvor wurden der Beschwerdeführer und seine Familie während 
der Zeitspanne vom 1. Mai 2011 bis zum Wegzug nach C.____ am 31. Juli 2014 mit insgesamt 
Fr. 156‘722.30 finanziell unterstützt. Gesamthaft sind damit während der letzten fünf Jahre So-
zialhilfekosten in der Höhe von über Fr. 345‘000.-- entstanden. Die zusätzlichen monatlichen 

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Kosten für die Heimunterbringung der drei Söhne und deren Beistand, welche ebenfalls von der 
Öffentlichkeit getragen werden mussten, sind darin nicht enthalten. Die Sozialhilfeabhängigkeit 
des Beschwerdeführers hat damit sowohl in masslicher als auch in zeitlicher Hinsicht ein erheb-
liches Ausmass erreicht. Folglich stellt die bereits erfolgte finanzielle Unterstützung des Be-
schwerdeführers und seiner Familie im Umfang von über Fr. 345‘000.-- innert fünf Jahren eine 
im Sinne der vorstehend erwähnten bundesgerichtlichen Praxis erhebliche Sozialhilfeabhängig-
keit dar und würde neben dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung auch einen Widerruf einer 
Niederlassungsbewilligung i.S.v. Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG rechtfertigen. Entgegen seiner Darstel-
lung in der Beschwerdeschrift vom 12. August 2015 ist von keiner baldigen Ablösung des Be-
schwerdeführers von der Sozialhilfe auszugehen, da dieser auch gegenwärtig kein Einkommen 
erzielt. In seiner nachträglichen Beschwerdebegründung vom 16. März 2016 führte der Be-
schwerdeführer aus, dass er ab dem 1. April 2016 eine Anstellung zunächst in einem Pensum 
von 50 % antreten werde, wobei das Pensum erhöht werden könne. Der Beschwerdeführer 
konkretisierte jedoch nicht, um welche Art von Arbeit es sich hierbei handelt und reichte die mit 
Verfügung des Kantonsgerichts vom 22. August 2016 verlangten aktuellen Lohnabrechnungen 
sowie die Bestätigung seines Arbeitgebers über den Inhalt, die Dauer und das Pensum seiner 
neuen Anstellung nicht ein.  
 
7.3 Obgleich der Beschwerdeführer dazu verpflichtet gewesen wäre, hat er nach Angaben 
der Sozialhilfebehörde C.____ keine Nachweise für allfällige Arbeitsbemühungen erbracht (Ak-
tennotiz des Rechtsdienstes von Regierungsrat und Landrat vom 7. April 2016). Seitens des 
AfM wurde mit Eingabe vom 12. Oktober 2016 schliesslich bestätigt, dass der Beschwerdefüh-
rer derzeit über keine Arbeitsstelle verfüge. Eine Anstellung bei der E.____AG, welche er ab 
August 2016 hätte antreten können, nahm der Beschwerdeführer nicht wahr. Somit ist festzu-
halten, dass der Beschwerdeführer derzeit kein Erwerbseinkommen erwirtschaftet, welches 
seinen Lebensunterhalt zu decken vermag. Mangels näher nachgewiesener Arbeitsbemühun-
gen des Beschwerdeführers ist zudem davon auszugehen, dass dieser auch in absehbarer Zeit 
keine Anstellung annehmen wird und folglich seine Eigenversorgung nicht nachhaltig wird stei-
gern können. Vielmehr ist eine weiterhin bestehende Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerde-
führers und seiner Familie in erheblichem Ausmasse und während einer langen Zeitdauer 
höchstwahrscheinlich (Urteil des Bundesgerichts 2C_795/2008 vom 25. Februar 2009 E. 4.3). 
Die Voraussetzungen von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG sind damit erfüllt, womit ein weiterer Wider-
rufsgrund vorliegt.  
 
7.4 Beim Beschwerdeführer liegen somit gestützt auf Art. 62 Abs. 1 lit. c und e AuG Grün-
de für die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung vor, was grundsätzlich seine Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG). Das Vorliegen der Widerrufs-
gründe nach Art. 62 AuG rechtfertigt dem Grundsatz nach gleichzeitig einen Eingriff in den 
grundrechtlich begründeten Anwesenheitsanspruch, denn der angefochtene Entscheid stützt 
sich auf eine gesetzliche Grundlage und bezweckt die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ord-
nung, das wirtschaftliche Wohl des Landes sowie die Verhinderung von weiteren strafbaren 
Handlungen. Er verfolgt somit öffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdrücklich 
erwähnt sind.  
 

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8.1 Das Vorliegen von Widerrufsgründen nach Art. 62 AuG und von Rechtfertigungsgrün-
den nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK führt nicht automatisch zum Erlöschen der eingeräumten Rechts-
ansprüche auf Erteilung und Verlängerung ausländerrechtlicher Bewilligungen. Vielmehr recht-
fertigt sich die Nichterteilung resp. Nichtverlängerung und die damit verbundene Wegweisung 
nach Art. 96 Abs. 1 AuG nur dann, wenn diese Massnahme im Einzelfall gestützt auf eine um-
fassende Güterabwägung verhältnismässig erscheint. Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls 
zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzu-
wägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Auslän-
derinnen und Ausländer, Bern 2010, N 3 zu Art. 51; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Eine umfassende Darstellung der Rechtsstellung von 
Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, Basel 2009, N 8.48). Verlangt ist insofern eine 
Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung 
und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwie-
gen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinwei-
sen). Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in 
Art. 13 BV. Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG verlangt auch die EMRK in diesem Zusammenhang 
eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Verlängerung der 
Bewilligung und den öffentlichen Interessen an deren Nichtverlängerung. Der Europäische Ge-
richtshof für Menschenrechte (EGMR) stützt sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit aufent-
haltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die gleichen Aspekte 
wie die bundesgerichtliche Praxis (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Dar-
aus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne von Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnismässig 
erweist, grundsätzlich auch vor Art. 8 EMRK standhält (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 
 
8.2 Im Rahmen dieser Interessenabwägung sind nach der bundesgerichtlichen Praxis na-
mentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat ver-
gangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad der Integration 
bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie dro-
henden Nachteile zu berücksichtigen (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 12 f.; BGE 135 II 377 E. 4.3). 
Ähnliche Vorgaben ergeben sich auch aus der Praxis des EGMR. Demgemäss sind die Natur 
und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und 
das seitherige Verhalten der betreffenden Person zu berücksichtigen. Von Bedeutung sind auch 
die Dauer des Aufenthaltes der ausländischen Person im Gastgeberstaat und die Intensität ih-
rer sozialen, kulturellen und familiären Bindungen sowohl im Gastgeberstaat als auch im Hei-
matland (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], 
vom 21. August 2013 [810 13 52] E. 5.2 mit Hinweisen auf die Urteile des EGMR Kissiwa Koffi 
gegen die Schweiz [54273/00] vom 2. August 2001 § 48).  
 
8.3 Eine Wegweisung ist für die Erreichung von fremdenpolizeilichen Zielen eine geeignete 
Massnahme, wobei im vorliegenden Fall der Schutz vor weiteren Sozialhilfebezügen, die Ver-
meidung der Generierung von weiteren Schulden durch den Beschwerdeführer sowie die 
Durchsetzung der restriktiven Ausländerpolitik im Vordergrund stehen. Mildere Massnahmen 
sind vorliegend nicht ersichtlich, insbesondere da der Beschwerdeführer bereits erfolglos er-

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mahnt und verwarnt wurde. Somit bleibt zu prüfen, ob die Massnahme als verhältnismässig im 
engeren Sinne zu qualifizieren ist, ob also der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Ver-
hältnis zu den Belastungen steht, die dem Beschwerdeführer auferlegt werden. Der Beschwer-
deführer ist im Alter von 22 Jahren in die Schweiz eingereist und hält sich nun seit über zehn 
Jahren in der Schweiz auf. Gemäss Bundesgericht muss ab einer zehnjährigen Anwesenheits-
dauer von einem grossen Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz ausgegangen werden 
(BGE 119 Ib 1 E. 4c). Dieses vorhandene private Interesse wird allerdings durch die weiteren 
Umstände relativiert.  
 
8.4 Der Beschwerdeführer ist in Anbetracht seines langjährigen Aufenthaltes in der 
Schweiz schlecht integriert. Die wirtschaftliche Integration ist angesichts der Sozialhilfebezüge 
und der Schulden nicht gegeben. In beruflicher Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschwerde-
führer zurzeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Der Beschwerdeführer ist auch schon mehrfach 
strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die soziale Integration des Beschwerdeführers ist teil-
weise vorhanden, so lebt er zurzeit mit seiner Familie zusammen. Gemäss eigenen Angaben 
hat der Beschwerdeführer wenige Freunde in der Schweiz (vgl. Schreiben vom 5. Dezember 
2014). Jedoch lebt ein Teil seiner Verwandtschaft – sein Bruder mit seiner Familie, seine Tante 
mit ihrer Familie, sein Cousin mit seiner Familie sowie seine drei Cousinen mit ihren Familien – 
in der Schweiz. Weiter ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer im Alter von 22 Jahren in 
die Schweiz gekommen ist und somit seine gesamte Kindheit und Jugend sowie einen Teil sei-
nes Erwachsenenlebens in Mazedonien verbracht hat. Er ist mit den dortigen Verhältnissen 
sehr vertraut und spricht die mazedonische Sprache fliessend. Ein Teil seiner Familie – seine 
beiden Eltern und seine drei Schwestern mit ihren Familien – lebt grösstenteils in Mazedonien. 
Er verfügt somit im Falle einer Rückkehr in seine Heimat über ein soziales Netz, das ihm behilf-
lich sein kann. Den Kontakt zu seinen vier Kindern und zu seiner Ehefrau kann der Beschwer-
deführer auch aus Mazedonien aufrechterhalten, sei dies durch regelmässige Kurz- und Feri-
enaufenthalte oder mittels moderner Kommunikationsmittel in Bild- und Schriftform. Die Ehefrau 
des Beschwerdeführers ist derzeit nicht berufstätig und bezieht für sich und die gemeinsamen 
Kinder Sozialhilfe. Die Wegweisung ihres Ehemannes aus der Schweiz hätte in finanzieller Hin-
sicht keinerlei Auswirkungen auf sie, da sie weiterhin finanziell vom Staat unterstützt würde, bis 
sie wieder einer Erwerbstätigkeit nachgeht, was gemäss ihren Aussagen im Schreiben vom 
5. Dezember 2014 ihr Vorhaben darstellt. Auch wenn eine Rückkehr des heute 32 Jahre alten 
Beschwerdeführers nach Mazedonien diesen und dessen Familie zweifellos hart treffen würde, 
ergibt sich daraus jedoch kein Hindernis für eine Wegweisung. Eine Rückkehr nach Mazedoni-
en ist ihm zumutbar. In Würdigung der gesamten Umstände erweist sich die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der Schweiz als verhältnismässig.  
 
9.1 Zu prüfen ist abschliessend, ob allenfalls ein Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG 
vorliegt. Für die Auslegung dieser Bestimmung kann auf die bisherige Härtefallpraxis im Rah-
men von Art. 13 lit. f der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (aBVO) vom 
6. Oktober 1986 abgestellt werden (MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka 
[Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 4. Aufl., Zürich 2015, N 5 zu Art. 30 AuG). Für die Anwen-
dung der Härtefallregelung ist erforderlich, dass sich die betreffende ausländische Person in 

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einer persönlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass ihre Lebens- und Daseinsbedingungen 
gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen in gesteigertem Mas-
se in Frage gestellt sein müssen, bzw. die Verweigerung von der Ausnahme der zahlenmässi-
gen Begrenzung für die betroffene Person schwere Nachteile zur Folge hätte (BGE 119 Ib 33 
E. 4c; BGE 123 II 125 E. 2 und 3). Bei der Beurteilung des Härtefalls sind alle Gesichtspunkte 
und Besonderheiten des Einzelfalles miteinzubeziehen (BGE 124 II 110 E. 2 mit Hinweisen). In 
diesem Zusammenhang sind die in Art. 31 VZAE aufgezählten Kriterien betreffend schwerwie-
gende persönliche Härtefälle zu berücksichtigen: Die Integration, die Respektierung der 
Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teil-
habe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die Dauer der Anwesenheit in der 
Schweiz, der Gesundheitszustand sowie die Möglichkeit für eine Wiedereingliederung im Her-
kunftsstaat.  
 
9.2 Der Regierungsrat hält in seinem Beschluss zu Recht fest, dass die Voraussetzungen 
zur Erteilung einer Härtefallbewilligung nicht gegeben sind. Es ist dem Beschwerdeführer zu-
mutbar, in sein Heimatland zurückzukehren. Sodann sprechen auch die nach Art. 31 VZAE zu 
berücksichtigenden Kriterien nicht für den Beschwerdeführer: Der Beschwerdeführer ist 
schlecht integriert, hat schon mehrere Male gegen die Rechtsordnung verstossen, ist verschul-
det und der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung ist nur be-
schränkt ersichtlich. Dem steht lediglich die lange Anwesenheit in der Schweiz entgegen. Es 
liegt mithin kein persönlicher Härtefall i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG vor und es bestehen zudem 
keine Anhaltspunkte dafür, dass der Regierungsrat das ihm zustehende Ermessen rechtsfeh-
lerhaft ausgeübt hätte. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers und seine Wegweisung aus der Schweiz erfolgten nach dem Gesagten zu Recht, was zur 
Abweisung der Beschwerde führt.  
 
10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Gewäh-
rung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichts-
kasse. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 
 
10.2 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft des Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse.  

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
   
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

 
Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 6. März 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_260/2017) erhoben.