# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4241e01-44bf-51f6-bb96-8b40dc79e777
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.12.2022 S 2021 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-15_2022-12-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 19. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2021 15

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Urteil S 2021 15

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1975, meldete sich am 7. März 1999 
erstmals zum Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle Zug an und bat aufgrund seiner 
Rückenprobleme um Umschulung (IV-act. 1 S. 13 ff.). Die IV-Stelle gewährte ihm 
berufliche Massnahmen, errechnete nach Durchführung derselben einen Invaliditätsgrad 
von 36 % und wies mit Verfügung vom 6. Juni 2005 (IV-act. 16) bzw. Einspracheentscheid 
vom 2. November 2005 (IV-act. 22 S. 2 ff.) die Ausrichtung einer Invalidenrente ab, was 
das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil S 2005 221 vom 21. Juli 2006 
bestätigte (IV-act. 22 S. 18 ff.). Auf ein am 30. März 2007 gestelltes neues 
Leistungsbegehren (IV-act. 25) trat die IV-Stelle nicht ein (IV-act. 38). 

Die bis dato letzte Neuanmeldung – unter Hinweis auf seit 2000 bestehende 
Rückenschmerzen und ein am 19. Juli 2016 erstmals festgestelltes Asperger-Syndrom 
sowie eine Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – datiert vom 26. April 2017 
(IV-act. 45). Nach Würdigung der alten und neuen medizinischen Aktenlage durch RAD-
Arzt Dr. C.________ und RAD-Psychiater D.________ (IV-act. 48 f.) trat die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 9. Januar 2018 auf das Leistungsbegehren wiederum nicht ein (IV-
act. 61). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug mit Urteil S 2018 18 vom 26. September 2018 in dem Sinne gut, als die Verfügung 
vom 9. Januar 2018 aufgehoben und die IV-Stelle verpflichtet wurde, auf das 
Leistungsbegehren einzutreten und dieses materiell zu prüfen (IV-act. 67). In der Folge 
holte die IV-Stelle aktuelle Arztberichte ein und veranlasste eine polydisziplinäre 
Begutachtung in den Fachbereichen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, 
Psychiatrie und Neurologie (IV-act. 94, 97 und 100). Das Zentrum für Interdisziplinäre 
Medizinische Begutachtungen AG (nachfolgend ZIMB) erstattete sein Gutachten am 
23. Juni 2020. Dabei kamen die Sachverständigen zum Schluss, dass dem Versicherten 
seine angestammte Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar sei, während in einer 
leidensangepassten körperlich leichten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe 
(IV-act. 105). Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid 
vom 27. Oktober 2020 an, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (IV-
act. 119). Trotz erfolgten Einwands vom 6. November 2020 (IV-act. 121) verfügte die IV-
Stelle am 5. Januar 2021 wie vorbeschieden (IV-act. 124). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. Februar 2021 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 5. Januar 2021 sei aufzuheben und das Verfahren zwecks 
Ergänzung und Wiederholung der medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle 
zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht verlangte der Beschwerdeführer die 

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Urteil S 2021 15

unentgeltliche Prozessführung und in der Person der Unterzeichnenden eine 
unentgeltliche Rechtsvertreterin. Materiell wurde im Wesentlichen die Verwertbarkeit des 
ZIMB-Gutachtens und dabei insbesondere das neurologische und psychiatrische 
Teilgutachten sowie die Tatsache, dass kein Lungenspezialist beigezogen worden sei, 
gerügt (act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 3. Februar 2021 bewilligte der Vorsitzende i.V. der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des 
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihm für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht in der Person von RA lic. iur. B.________ eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bei (act. 2). 

D. Mit Vernehmlassung vom 4. März 2021 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 3).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 5 und 7). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 5. Januar 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 
V 364 E. 7.1).

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil die angefochtene 
Verfügung vor dem Inkrafttreten dieser IVG-Änderung datiert, finden die bis 31. Dezember 
2021 gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in 
dieser Fassung zitiert.

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Urteil S 2021 15

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort 
der IV-Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 5. Januar 
2021; diese ging tags darauf bei der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein. In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 2. Februar 2021 der 
Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-

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Urteil S 2021 15

kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit weiteren Hinweisen). 

3.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-Grades bereits 
einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person 
glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat 
demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorzugehen. Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr 
eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 
V 198 E. 3a). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren – analog 
zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er 
im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden 
hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3).

4. Fest steht vorliegend, dass sich der Beschwerdeführer im März 1999 erstmals bei 
der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug anmeldete, dass der Rentenanspruch nach 
Durchführung einer medizinischen Abklärung durch die MEDAS Basel und nach 
Abschluss von beruflichen Massnahmen mit Verfügung vom 6. Juni 2005 bzw. 
Einspracheentscheid vom 2. November 2005 abgewiesen wurde, dass es in der Folge zu 

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Urteil S 2021 15

einem Nichteintretensentscheid kam resp. dass sich der Beschwerdeführer am 26. April 
2017 bereits zum dritten Mal zum Leistungsbezug anmeldete. Als erstellt gilt weiter, dass 
die IV-Stelle den Beschwerdeführer in der Folge internistisch, rheumatologisch, 
psychiatrisch und neurologisch abklären liess und dass sie das Leistungsbegehren 
schliesslich im Wesentlichen gestützt auf das polydisziplinäre ZIMB-Gutachten mit 
Verfügung vom 5. Januar 2021 erneut abwies. Somit gilt es nachfolgend zu prüfen, ob sich 
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Zeitpunkt des 
Einspracheentscheids vom 2. November 2005 bis zum Zeitpunkt der vorliegend 
angefochtenen Verfügung vom 5. Januar 2021 in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers bzw. zu deren Entwicklung seit der Leistungsverweigerung vom 
2. November 2005 bis zum 5. Januar 2021 lässt sich den Akten Folgendes entnehmen: 

4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrem Einspracheentscheid vom 2. November 
2005 im Wesentlichen auf das polydisziplinäre (d.h. internistische, rheumatologische und 
psychiatrische) Gutachten der MEDAS Basel vom 19. Juni 2001 ab. 

Die internistische Untersuchung ergab dabei beim Versicherten keine Besonderheiten. 

Im rheumatologischen Teilgutachten kam Dr. med. E.________, stellvertretender Oberarzt 
der Rheumatologischen Universitätsklinik, zum Schluss, dass beim Versicherten ein 
thorakolumbovertebrales bis -spondylogenes Syndrom vorliege bei/mit segmentaler 
Dysfunktion der mittleren Beckenwirbelsäule, ausgeprägter Dekonditionierung und 
mässiger muskulärer Dysbalance. Zusätzlich diagnostizierte er eine Polytoxikomanie. Dies 
habe bei einer vermutlich konstitutionell ungünstigen Wirbelsäulenform mit ungünstiger 
Gesamtstatik zu einer segmentalen Überbelastung und Dysfunktion geführt, die durch 
muskuläre Insuffizienzen und Dysbalancen bei fehlender Stabilisationsfähigkeit infolge 
Dekonditionierung akzentuiert werde. Die zur Behandlung derartiger Zustände zu 
empfehlende aktive Vorgehensweise habe bis anhin noch nicht durchgeführt werden 
können. Durch das ausgeprägte Schonverhalten mit mehrwöchiger "Liegekur" seien die 
muskulären Insuffizienzen im Verlauf akzentuiert worden. Die Durchführung aktiver 
Therapieansätze sei durch eine prinzipiell wirkende Oppositionshaltung des Versicherten 
gegenüber zunächst schmerzverstärkend wirkenden therapeutischen Regimes erschwert. 
Zum Abbau dieser Dysbalancen, zur Haltungskorrektur sowie zur allgemeinen 
Rekonditionierung empfehle sich die Aufnahme einer medizinischen Trainingstherapie, die 
nach Erlernen des Übungsprogrammes in Einzeltherapie im Rahmen eines allgemeinen 

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Fitnesstrainings durchgeführt werden sollte. Zur Unterstützung der 
Reintegrationsbemühungen sowie zur Begleitung im Rahmen eines allfälligen 
Drogenentzuges erscheine eine engmaschige Betreuung des Versicherten durch den 
Hausarzt oder eine spezialisierte Sozialeinrichtung indiziert. Das arbeits-medizinisch 
relevante Problem bestehe in einer verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule für das 
Heben und Tragen von Lasten sowie für das Arbeiten in Zwangspositionen längerdauernd 
vornübergeneigt, stehend oder sitzend oder Überkopf mit erhobenen Armen. In einer 
rückenadaptierten, leichten bis bestenfalls mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit 
ohne Heben von Lasten über 15 kg wie einer leichten Bürotätigkeit oder in 
Kontrollfunktionen sowie einer leichten Montagetätigkeit dagegen bestehe aus rein 
rheumatologischer Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit (100 % arbeitsfähig). 
Die bisherige körperlich schwere Tätigkeit im Maurerberuf erscheine derzeit nicht 
zumutbar (0 % arbeitsfähig). In einer wie beschrieben angepassten leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

Doktor med. G.________, Assistenzarzt der Psychiatrischen Universitäts-Poliklinik, und 
Dr. med. F.________, stellvertretender Oberarzt, stellten beim Versicherten als Diagnose 
mit Einfluss auf dessen Arbeitsfähigkeit "Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich 
vermeidendem Charakter (ICD-10 Z73.1)" fest. Der Versicherte zeige bezüglich des 
emotionalen Zugangs zu Konflikten eine mangelnde Fähigkeit, was dazu führe, dass er 
diese nur mit Hilfe von Drogen aushalten könne. Er konsumiere ca. drei bis fünf Joints pro 
Tag und in besonders stressigen Situationen noch ca. einmal pro Monat Heroin. Im 
Umgang mit Konflikten habe er kein alternatives Verhalten als die Einnahme von Drogen. 
Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe eine leichte qualitative Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit, insbesondere bezogen auf das Konfliktverhalten. Der Versicherte sei zu 
ca. 25 % arbeitsunfähig. Im Weiteren wurden die Diagnosen des Episodischen 
Opiatgebrauchs und der Cannabis-Abhängigkeit gestellt. Diese hätten allerdings keinen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, da im Fall des Opiats der Konsum nur etwa einmal im 
Monat stattfinde und im Fall von Cannabis dies lediglich das Bedienen oder Führen von 
gefährlichen Maschinen und Motorfahrzeugen betreffe.

Zusammenfassend zogen die MEDAS-Gutachter den Schluss, dass der Versicherte in 
seinem Beruf als Maurer und Gipser dauerhaft vollständig in seiner Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt sei und zwar sicher seit der Begutachtung durch Dr. H.________, 
Orthopädie FMH, vom 18. Februar 2000. In einer angepassten Verweistätigkeit sei er 
aufgrund der im rheumatologischen Gutachten gemachten Einschränkungen zu 100 % 

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Urteil S 2021 15

arbeitsfähig. Aufgrund seiner Psychopathologie werde aber eine 25%ige 
Arbeitseinschränkung angenommen. Diese beziehe sich auf die qualitative Hinsicht; er sei 
aber ohne weiteres in der Lage eine Ganztagesarbeit auszuführen. Insgesamt sei er somit 
zu mindestens 75 % arbeitsfähig (IV-act. 1 S. 56 ff.).

4.2
4.2.1 Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 26. September 
2018, mit welchem die IV-Stelle verpflichtet wurde, auf das Leistungsbegehren des 
Versicherten einzutreten und dieses materiell zu prüfen, holte die IV-Stelle aktuelle 
Arztberichte ein (IV-act. 78 und 80) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung in 
den Fachbereichen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Psychiatrie und 
Neurologie beim ZIMB. Das ZIMB erstattete sein Gutachten am 23. Juni 2020. In der 
interdisziplinären Gesamtbeurteilung stellten die Gutachter die sich auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirkenden Diagnosen einer chronisch-obstruktiven Pneumopathie (COPD), Stadium II 
nach GOLD sowie eines Panvertebralsyndroms bei Fehlhaltung der Wirbelsäule. 
Folgenden Diagnosen massen sie keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bei: 
episodische Migräne, mittelgradige depressive Episode, in Remission (ICD-10 F32.4), 
Polytoxikomanie (ICD-10 F19.2), Verdacht auf ein Asperger Syndrom (ICD-10 F84.5), 
Verdacht auf eine ADHS (ICD-10 F90.0), Status nach Bimalleolarfraktur rechts mit 
Osteosynthese im Juli 2013, abgeheilt und am ehesten medikamenteninduzierte 
Gangunsicherheit.

Im aktuellen internistischen Status habe sich ein Versicherter in normalem 
Allgemeinzustand gezeigt, aber mit klinischen Hinweisen auf das Vorliegen eines 
Lungenemphysems. Dafür würden die Glockenform des Thorax und das abgeschwächte 
Atemgeräusch bei der Lungenauskultation sprechen. Radiologisch komme eine 
Überblähung der Lungen mit abgeflachten Zwerchfellen und vermehrtem retrokardialem 
Raum zur Darstellung. Die Spirometrie habe das Vorliegen einer mittelschweren 
obstruktiven Ventilationsstörung mit einem FEV1, das nur noch 54 % des Sollwertes 
(einem GOLD Stadium II entsprechend) betrage, bestätigt. Ursache dieser COPD sei 
sicherlich der langjährige Nikotinabusus und auch der Cannabis-Abusus sowie das 
regelmässige Rauchen und Sniffen von Heroin. Damit sei auch die subjektiv beklagte 
Anstrengungsdyspnoe des Versicherten zu erklären, der wegen seiner Pneumopathie 
auch längerfristig für schwere und mittelschwere körperliche Tätigkeiten nicht mehr 
geeignet sei. Auch müsse hier seine Tauchtauglichkeit in Frage gestellt werden. Die 
Schädigung der Lunge sei als irreversibel zu betrachten. Ein konsequenter Nikotinstop 

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und auch eine Reduktion der anderen inhalativen Noxen stellten die einzige Möglichkeit 
dar, eine weitere Progression der Pneumopathie zu verhindern. Ansonsten sei der 
internistische Status unauffällig, ohne Hinweise für eine kardiale oder peripher-arterielle 
Pathologie. Auch die Laboruntersuchungen seien bis auf einen deutlich erhöhten 
Fluoxetinspiegel im Blut, was auf die unübliche hohe Dosierung des Fluoxetins 
zurückzuführen sei, weitgehend unauffällig. In der Urinprobe bestätige sich auch die 
Opiateinnahme.

Bei der rheumatologischen Untersuchung des Bewegungsapparates könnten beim 
Versicherten pathologische Befunde lediglich im Bereich der Wirbelsäule objektiviert 
werden, wo eine Skoliose der BWS nach links und tieflumbal eine Skoliose nach rechts 
bestehe. Zudem finde sich eine akzentuierte hohe Brustkyphose. Diese Fehlhaltung und 
die radiologisch beschriebenen degenerativen Veränderungen der LWS mit Chondrosen 
der zwei untersten Segmente würden einerseits die Bewegungseinschränkung im BWS- 
und LWS-Bereich und andererseits auch die vor allem belastungsabhängigen 
Beschwerden ohne Ausstrahlung in die unteren Extremitäten erklären. Eine readikuläre 
Reiz- oder Ausfallsymptomatik lasse sich aber nicht objektivieren. Bedingt durch die 
objektiv vermindert belastbare Wirbelsäule seien schwere körperliche Arbeiten in 
Zwangshaltungen oder verbunden mit dem Tragen und Heben von schweren Lasten auf 
Dauer nicht mehr zumutbar. Die vom Versicherten vorwiegend im Winter angegebenen 
Kniegelenkschmerzen hätten hingegen keinem rheumatologischen Krankheitsbild 
zugeordnet werden können. Die Untersuchung beider Kniegelenke hätten keine 
pathologischen Befunde gezeigt. Auch im Zustand des Schmerzes berichte der 
Versicherte über blande, nicht geschwollene und nicht überwärmte Kniegelenke. Der 
Status nach operierter Bimalleolarfraktur 2013 auf der rechten Seite sei abgeheilt; das 
OSG rechts sei schmerzlos vollumfänglich beweglich.

Aus neurologischer Sicht liege zum einen eine episodische Migräneerkrankung vor. Diese 
sei in den Wintermonaten verstärkt und auch in dieser Zeit sei die Frequenz maximal bei 
ein bis zwei Attacken pro Woche. Die Akuttherapie mit Relpax helfe gut. In den 
Sommermonaten sei die Frequenz seltener bzw. es würden gar keine Attacken auftreten. 
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die episodische Migräne bestehe nicht. 
Bezüglich der Rückenschmerzen sei es so, dass auch diese im Winter deutlich stärker 
erscheinen würden. Diese seien meist lokal in der Lendenwirbelsäule lokalisiert. 
Radikuläre Ausfälle seien in der klinischen Untersuchung nicht zu finden, ebenso keine 
Hinweise auf eine Myelopathie. Ansonsten zeige sich bei der klinischen Untersuchung, 

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Urteil S 2021 15

dass in den Koordinationsprüfungen (Romberg-Versuch, Seiltänzergang, Fersengang) 
eine leichte Unsicherheit bestehe. Auch das Vibrationsempfinden sei im Bereich Patellae 
bzw. Malleoli mediales leicht reduziert. Die Unsicherheit in den Koordinationsprüfungen 
seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die eingenommenen Substanzen und 
Medikamente bedingt.

Im Rahmen der psychiatrischen Exploration schildere der Versicherte seine Beschwerden 
stimmig und nachvollziehbar. Der aktuelle psychopathologische Status sei weitgehend 
unauffällig. Der Versicherte berichte über zwischenzeitlich deutlich ausgeprägte 
psychische Beschwerden mit depressiven Störungen. Unter der aktuellen 
medikamentösen Behandlung mit Fluoxetin und der ambulanten psychotherapeutischen 
Behandlung gehe es ihm relativ gut. Im psychopathologischen Befund hätten sich noch 
leichte Restsymptome, beispielsweise leichte depressive Beschwerden und Verminderung 
des Kurzzeitgedächtnisses, gezeigt, die möglicherweise auch durch den THC-Konsum 
mitbedingt sein könnten, die jedoch objektivierbar keine stärkere Einschränkung mehr 
bedingten. Insgesamt scheine der Versicherte durch seine depressiven Symptome unter 
der jetzigen Behandlung nur wenig eingeschränkt. Betreffend seine Polytoxikomanie gebe 
der Versicherte an, er habe bereits während der Ausbildung begonnen, die 
verschiedensten illegalen Drogen zu konsumieren. Er habe schliesslich in erheblichem 
Umfang THC, Ectasy und Heroin sowie verschiedene andere Drogen ausprobiert. Nach 
vielen Jahren des Drogenmissbrauches sei der Konsum aktuell relativ gering. 
Zwischenzeitlich hätte er grössere Mengen konsumiert, vor allen Dingen THC. Inzwischen 
sei dies deutlich vermindert. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei durch die Sucht 
und dem inzwischen deutlich verminderten Konsum nicht gegeben. In einem früheren 
Bericht sei der Verdacht auf ein Asperger-Syndrom gestellt worden. Der Versicherte selbst 
sei der Meinung, dass dies nicht so sei. Ein Leidensdruck bestehe hier auch nicht. Er gebe 
an, dass er keine Umarmungen möge und er es schlecht zu emotionaler Nähe kommen 
lassen könne. Objektivierbar seien keine Hinweise auf ein Asperger-Syndrom im 
psychopathologischen Befund. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne dadurch 
nicht abgeleitet werden. In der Vorgeschichte sei auch der Verdacht auf eine ADHS 
geäussert worden. Eine Behandlung finde derzeit nicht statt, ein Leidensdruck liege beim 
Versicherten diesbezüglich nicht vor. Während der Begutachtung würden sich keine 
Hinweise auf eine ADHS ergeben. Da weder ein Leidensdruck noch eine objektivierbare 
Symptomatik vorliege, bedinge dies ebenfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

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Zur Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter an, dass diese durch die COPD und durch die 
Rückenproblematik in qualitativer Hinsicht eingeschränkt sei, weshalb dem Versicherten 
die körperlich schwere Arbeit als Maurer nicht mehr zumutbar sei. Wegen der 
wahrscheinlich medikamentös-toxisch bedingten Gangunsicherheit erscheine es aus 
neurologischer Sicht nicht sinnvoll, dass der Versicherte Tätigkeiten mit einem hohen 
Eigen- oder Fremdgefährdungspotential ausführe, wie z.B. auf Gerüste klettern. In einer 
körperlich leichten, rückenadaptierten Tätigkeit ohne Rauch- und Staubexposition sowie 
ohne Arbeiten bei kalter und nasser Witterung sei er hingegen aus interdisziplinärer Sicht 
zu 100 % arbeits- und leistungsfähig. Eine zusätzliche psychiatrisch bedingte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei gutachterlich nicht ausgewiesen. Die hier gestellten 
Diagnosen aus dem psychiatrischen Fachbereich seien allesamt ohne limitierenden 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 105). 

4.2.2 Der für den Fall des Versicherten zuständige RAD-Arzt Dr. med. C.________, 
Facharzt Allgemeine Innere Medizin, nahm am 30. Juli 2020 zum somatischen Teil des 
ZIMB-Gutachtens und zur Stellungnahme der Rechtsvertreterin vom 16. Juli 2020 (IV-
act. 107) Stellung und führte unter anderem aus, die somatischen Teilgutachten seien 
inhaltlich korrekt und vermöchten die qualitativen Anforderungen an ein medizinisches 
Gutachten durchwegs zu erfüllen. Bereits zum Zeitpunkt der Begutachtung im Juni 2001 
seien die Gutachter zum Schluss gekommen, dass dem Versicherten die angestammte 
Tätigkeit als Maurer aufgrund der Rückenproblematik dauerhaft nicht mehr zumutbar sei. 
Limitierend wirke sich zudem die chronisch obstruktive Lungen-Krankheit aus, wobei in 
körperlich leichter Tätigkeit ohne Rauch- und Staubexposition und ohne Arbeiten bei kalter 
und nasser Witterung mit keiner über die qualitativen hinausgehenden zeitlichen 
Einschränkungen zu rechnen sei. Die Kritik der Rechtsanwältin bezüglich des 
Versäumnisses des Zuzugs eines Pneumologen müsse aus allgemein internistischer Sicht 
klar zurückgewiesen werden, da Dr. med. I.________ als Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und zertifizierter medizinischer Gutachter sehr wohl in der Lage sei, unter 
Berücksichtigung der Vorgeschichte/Anamnese, des klinischen Untersuchungsbefundes 
und der lungenfunktionellen Untersuchungsergebnisse eine Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vorzunehmen. Das Faktum, dass der 
Versicherte sich selbst als sportlich einschätze und angebe, er klettere und tauche gerne, 
lasse denn auch keine Zweifel an einer uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
in körperlich leichter Tätigkeit aufkommen. Er empfehle aber das Einholen des Berichts 
über die geplante pneumologische Untersuchung vom 18. August 2020. Bei anamnestisch 
und klinisch neurologisch unauffälliger Befundlage in Bezug auf die Senso-Motorik habe 

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der neurologische Teilgutachter nachvollziehbar von einer elektrophysiologischen 
Zusatzuntersuchung abgesehen. In Bezug auf die somatischen Teilgutachten könne auf 
die rein medizinischen Aspekte aus RAD-Sicht abgestellt werden (IV-act. 109). 

4.2.3 Auch der für den Fall des Versicherten zuständige RAD-Psychiater J.________ 
nahm am 30. Juli 2020 zum ZIMB-Gutachten, namentlich zum psychiatrischen 
Teilgutachten Stellung. Dabei gab er an, Dr. L.________ könne klinisch weder eine 
depressive Symptomatik noch gravierende Hinweise für eine Beeinträchtigung durch eine 
anamnestische allenfalls subsyndromale Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) oder eine 
Autismus-Spektrum-Störung (ASS) finden. Trotz Opioidsubstitution sei der Versicherte 
klinisch insbesondere kognitiv nicht auffällig gewesen. Insgesamt habe Dr. L.________ 
kein Gesundheitsschaden objektivieren können, der eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen 
könne. Doktor L.________ habe seine Beurteilung unter Berücksichtigung der 
vorhandenen medizinischen Aktenlage und mittels der Anamnese, der eigenen 
Untersuchung/erhobenen Befunde und in der Auseinandersetzung mit den 
Differentialdiagnosen erklärt und erläutert, so dass auf sein Gutachten abgestellt werden 
könne. Auch seien die Erkenntnisse dieses Teilgutachtens in die Schlussfolgerungen der 
interdisziplinären Konsensbeurteilung miteingeflossen. Zu den seitens der 
Rechtsvertreterin bemängelten Punkte des psychiatrischen Teilgutachtens führte RAD-
Arzt J.________ aus, der Sachverständige habe die anamnestischen Angaben und die 
Befunde sorgfältig beurteilt und dokumentiert und sei aufgrund seiner klinischen 
Erfahrungen zum Ergebnis gekommen, dass sich zum Begutachtungszeitpunkt die 
vorbestehende depressive Störung in Rückbildung befunden habe, mithin die Ausprägung 
klinisch nicht mehr so relevant gewesen sei, als dass eine Arbeitsunfähigkeit damit 
begründet werden könnte. Wie die Remission bewerkstelligt werde, sei dabei nicht 
ausschlaggebend. Offensichtlich habe gerade der Behandler Dr. K.________ mit seiner 
unüblich hohen Medikamenteneinstellung die Remission der psychischen 
Beeinträchtigung erreicht. Insgesamt habe der Gutachter keine psychiatrische Störung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit identifizieren können, weshalb es folgerichtig sei, dass 
für eine berufliche Tätigkeit keine Einschränkung bestehe. Insofern sei es müssig bzw. 
unerheblich, was Dr. L.________ als angestammte Tätigkeit zugrunde gelegt habe. Gegen 
eine Verwechslung spreche, dass in der interdisziplinären Konsensbeurteilung eine 
komplette Arbeitsunfähigkeit einzig aufgrund der somatischen Gesundheitsschäden für die 
angestammte Tätigkeit beurteilt worden sei. Die Gutachter, also auch Dr. L.________, 
müssten daher sehr wohl im Bilde gewesen sein, für welchen Arbeitsmarkt sie die 
Arbeitsfähigkeit zu beurteilen gehabt hätten. Unter diesem Aspekt sei auch nicht wichtig, 

13

Urteil S 2021 15

ob Dr. L.________ möglicherweise die Hobbybeschäftigung Tauchen als berufliche 
Tätigkeit gewertet haben könnte. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht seien die 
Argumente der Rechtsanwältin nicht ausreichend stichhaltig oder überzeugend, als dass 
die Beurteilungen von Dr. L.________ ernsthaft in Frage gestellt werden müssten (IV-
act. 110). 

4.2.4 In der Folge holte die IV-Stelle noch die aktuellen Berichte des Pneumologen 
Dr. med. M.________ ein. Im Sprechstundenbericht vom 19. August 2020 führte 
Dr. M.________ beurteilend aus, die Lungenfunktion zeige eine schwere, partiell 
reversible Obstruktion mit Überblähung und statischem Air-Trapping. Er stellte deshalb die 
Diagnose eines COPD GOLD II mit Emphysem. Die Diffusionskapazität sei mittelschwer 
eingeschränkt und in der ABGA zeige sich entsprechend eine ausgeprägte 
Globalinsuffizienz mit schwerer Hypoxämie. Dem Versicherten sei die Wichtigkeit eines 
konsequenten Nikotin- und auch Heroinverzichts erklärt worden. Zudem sei ihm dringend 
empfohlen worden, den Tauchsport einzustellen, da das Risiko eines schweren Unfalles 
zu hoch sei (IV-act. 114). Im Rahmen der Sprechstunde vom 24. September 2020 zeige 
die Lungenfunktion einen unveränderten Befund mit nach wie vor schwerer Obstruktion 
und Überblähung. Die ergänzend durchgeführte CT ergab ein ausgeprägtes 
zentrilobuläres Lungenemphysem mit deutlicher Oberlappenbetonung sowie Betonung in 
den superioren Unterlappen ohne Hinweise für ein Malignom. Doktor M.________ wies im 
Sprechstundenbericht vom 25. September 2020 darauf hin, dass er dem Versicherten 
nochmals die Wichtigkeit einer konsequenten Nikotin- und auch inhalativen 
Heroinabstinenz erklärt habe. Zudem sei ihm auch erklärt worden, dass die inhalative 
Therapie einer Dauertherapie entspreche und keine passagere Therapie darstelle. Aktuell 
seien keine weiteren fixen Kontrollen mehr geplant. Falls Probleme auftreten sollten, 
werde um erneute Zuweisung gebeten (IV-act. 114 S. 6 und 115). 

4.2.5 Am 6. Oktober 2020 nahm RAD-Arzt Dr. C.________ zu den neuen medizinischen 
Unterlagen Stellung und hielt dazu fest, dass die von Dr. M.________ gestellte Diagnose 
mit den lungenfunktionellen Eckwerten unstrittig eine pulmonale Minderbelastbarkeit 
bedinge, weshalb dem Versicherten körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten 
nicht mehr zugemutet werden könnten. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden 
Tätigkeit mit relevantem Sitzanteil sei vorbehältlich einer guten Behandlungs-Compliance 
(inhalative Therapie, konsequente Nikotin- und Heroinabstinenz) mit keiner länger 
andauernden oder gar dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen. 
Vordergründig bleibe die konsequente Nikotin- und inhalative Heroinabstinenz; dies 

14

Urteil S 2021 15

einerseits um ein Fortschreiten der Pneumopathie zu verhindern bzw. zu verlangsamen 
und andererseits infektgetriggerte Exacerbationen möglichst zu vermeiden. Die 
Zwerchfellhernie (Bochdalek) bedinge keine funktionellen Einschränkungen bezogen auf 
eine körperlich leichte Tätigkeit. Eine entsprechende Symptomatik und eine sich daraus 
ergebende Behandlungsindikation lasse sich dem Dossier nicht entnehmen (IV-act. 118). 

5. Die Beschwerdegegnerin stellt zur Beurteilung des Leistungsgesuchs im 
Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten des ZIMB vom 23. Juni 2020 ab, wonach 
in einer körperlich leichten, rückenadaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
bestehe. Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer die Beweiskraft des genannten 
Gutachtens.

5.1 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

5.2 Das polydisziplinäre Gutachten des ZIMB ist umfassend, basiert auf Kenntnis der 
Vorakten und beruht auf einer eingehenden internistischen, rheumatologischen, 
neurologischen und psychiatrischen Abklärung. Zudem enthält das Gutachten 
anamnestische Angaben, es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten 
Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild seines Gesundheitszustandes. Die 
Schlussfolgerungen sind zudem begründet, einleuchtend und nachvollziehbar. Dem 
Gutachten kommt damit grundsätzlich voller Beweiswert zu. Im Folgenden bleibt zu 
prüfen, ob die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen und Einwendungen gegen 
das Gutachten stichhaltig sind und an dessen Beweiswert etwas zu ändern vermögen.

5.3
5.3.1 Soweit der Beschwerdeführer zunächst bemängelt, dass zwischen dem Untersuch 
und der Erstellung des Gutachtens fast sechs [recte: fünf] Monate liegen würden, kann er 
daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch wenn das schriftliche Gutachten nach der 
gutachterlichen Untersuchung möglichst zeitnah zu erstellen und eine Frist von in casu 
fünf Monaten zwischen Untersuchung des Beschwerdeführers und Abfassung des 
Gutachtens eher als lang erscheint, kann allein daraus noch nicht auf die Unverwertbarkeit 

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Urteil S 2021 15

des Gutachtens geschlossen werden. Massgeblich ist vielmehr, ob das Gutachten 
nachvollziehbar und schlüssig ist, was es im Nachfolgenden noch zu prüfen gilt. 

5.3.2 In somatischer Hinsicht war bereits zum Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung im 
Jahr 2001 ausgewiesen, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als 
Maurer aufgrund der Rückenproblematik dauerhaft nicht mehr zumutbar ist. In einer 
seinem Rückenleiden angepassten leichten bis bestenfalls mittelschweren 
wechselbelastenden Tätigkeit bestand keine Arbeitsunfähigkeit. Daran hat sich 
offensichtlich nichts geändert, wird im rheumatologischen Teilgutachten des ZIMB in einer 
rückenadaptierten Tätigkeit doch weiterhin von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. 
Gegen die Verwertbarkeit des rheumatologischen Teilgutachtens bringt der 
Beschwerdeführer denn auch keine Einwände vor, sodass sich weitere Ausführungen 
dazu erübrigen. 

5.3.3 Unbestritten ist des Weiteren, dass infolge des langjährigen Nikotin- und 
Cannabismissbrauches inzwischen neu eine Lungenproblematik im Sinne einer COPD 
(chronisch obstruktive Lungenerkrankung) hinzugekommen ist. Zum Vorwurf des 
Beschwerdeführers, es sei trotz der gestellten Diagnose kein Lungenfachspezialist 
beigezogen worden, ist einleitend darauf hinzuweisen, dass den Gutachtern – was die 
Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft – ein weiter Ermessenspielraum zukommt. Das 
beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärungen, wonach die 
Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachterfragen abhängt und je nach 
Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im 
Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (BGer 
8C_780/2014 vom 25. März 2015 E. 5.1). 

Der Gutachter Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte eine mittelgradige obstruktive Ventilationsstörung (chronisch-obstruktive 
Pneumopathie [COPD] entsprechend einem Stadium II nach GOLD). Dies erscheint vor 
dem Hintergrund des aus der am 17. Januar 2020 durchgeführten Spirometrie 
resultierenden Lungenfunktionswerts FEV1 von nur noch 54 % des Sollwertes als 
nachvollziehbar und steht im Einklang mit der GOLD-Einteilung, welche den Schweregrad 
der Atemwegsverengung beschreibt (vgl. 
https://www.pschyrembel.de/COPD/K0QAG/doc/; zuletzt besucht am 5. September 2022). 
Dass die Pneumopathie eine pulmonale Minderbelastbarkeit bedingt, ist unbestritten. Dies 
anerkennt auch Dr. I.________, indem er in Bezug auf die Lungenproblematik von einer in 

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Urteil S 2021 15

qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgeht und dem Beschwerdeführer 
körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr als zumutbar erachtet. 
Zudem sind ihm auch Tätigkeiten mit Rauch- und Staubexposition sowie Arbeiten bei 
kalter und nasser Witterung nicht mehr zuzumuten. In einer leidensangepassten Tätigkeit 
nimmt der Gutachter hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit an. 

Soweit sich der Beschwerdeführer demgegenüber auf den Standpunkt stellt, dass er auch 
in einer körperlich leichten Tätigkeit aus pneumologischer Hinsicht eingeschränkt sei, kann 
ihm nicht gefolgt werden. Auch wenn es sich bei Dr. I.________ nicht um einen Facharzt 
für Pneumologie handelt, darf, wie RAD-Arzt Dr. C.________ mit Stellungnahme vom 
30. Juli 2020 (IV-act. 109) zu Recht festgestellt hat, davon ausgegangen werden, dass er 
als Facharzt für Allgemeine Innere Medizin durchaus in der Lage war, die 
Untersuchungsbefunde inkl. der Ergebnisse der Lungenfunktionsprüfung zu würdigen und 
dementsprechend eine Beurteilung hinsichtlich Arbeits- und Leistungsfähigkeit abzugeben. 
Doktor C.________ erachtete die Beurteilung von Dr. I.________ denn auch als korrekt. 
Zudem darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die IV-Stelle im Nachgang zum 
polydisziplinären Gutachten die fachärztliche pneumologische Untersuchung bei 
Dr. M.________ abgewartet und die entsprechenden Berichte (IV-act. 114 f.) eingeholt 
hat, sodass sicherlich keine Rede davon sein kann, die Lungenproblematik sei nicht 
fachkompetent abgeklärt worden. Der Pneumologe führte eine Bodyplethysmographie 
durch, wobei sich die Diagnose einer chronisch obstruktiven Pneumopathie entsprechend 
einem Stadium II nach GOLD bestätigte. Eine mittelschwere COPD macht sich indes bei 
einem bewegungsarmen Lebensstil – mithin auch in einer körperlich leichten Tätigkeit – 
noch nicht wirklich bemerkbar (vgl. http://www.leichter-atmen.de/copd-gold-stadien; zuletzt 
besucht am 5. September 2022). Eine COPD GOLD Stadium II spricht denn grundsätzlich 
auch nicht gegen eine Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit. Anhand des 
Ausmasses der Symptome und der Anzahl akuter Verschlechterungen erfolgt sodann eine 
Zuordnung der Erkrankung zu den Gruppen A, B, C und D. Doktor M.________ teilte die 
COPD in die Risikogruppe B ein. Im Weiteren diagnostizierte er ein Lungenemphysem, 
das er als ausgeprägt einstufte; dies im Unterschied zu Dr. I.________, der "nur" ein 
beginnendes Lungenemphysem erwähnte. Unabhängig davon, geht dies indessen in der 
bisherigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auf, sind dem Beschwerdeführer doch bereits 
aufgrund der mittelschwer obstruktiven Ventilationsstörung sowieso nur noch körperlich 
leichte, wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Eine zusätzliche pneumologisch 
bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist damit jedenfalls nicht ausgewiesen. Es 
gibt denn auch keinen Arztbericht, der für angepasste Tätigkeiten aus pneumologischer 

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Urteil S 2021 15

Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festhält. Dementsprechend ist es nicht zu 
beanstanden, wenn RAD-Arzt Dr. C.________ mit Stellungnahme vom 6. Oktober 2020 
(IV-act. 118) – vorbehältlich einer guten Compliance (inhalative Therapie, konsequente 
Nikotin und Heroinabstinenz) – weiterhin von keiner wesentlichen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit relevantem 
Sitzanteil ausging. 

Dass Dr. C.________ kein Pneumologe ist und eine persönliche Untersuchung durch ihn 
nicht stattgefunden hat, tut der Beweiskraft seiner Stellungnahme dabei keinen Abbruch. 
Zu berücksichtigen ist, dass es sich bei Dr. C.________ um einen RAD-Arzt mit 
langjähriger Erfahrung handelt, dem ja gerade die Berichte von Dr. M.________ vorlagen. 
Er konnte sich somit auf fachärztliche Berichte abstützen und tat dies denn auch. Wie der 
Stellungnahme vom 6. Oktober 2020 entnommen werden kann, lagen dem RAD-Arzt denn 
auch sämtliche Berichte des behandelnden Pneumologen (Sprechstundenberichte vom 
18. August 2020 und 24. September 2020) und darüber hinaus auch der Radiologiebefund 
vom 17. September 2020 (CT Thorax) vor. In den genannten Sprechstundenberichten 
werden die am 18. August 2020 und am 21. September 2020 gemessenen 
Lungenfunktionswerte aufgeführt. Es trifft daher nicht zu, dass Dr. C.________ keine 
Kenntnis der im September 2020 gemessenen Lungenfunktionswerte gehabt hätte. 
Angesichts dessen, dass dem RAD-Arzt die aktuellsten Berichte mit den aktuellsten 
Lungenfunktionswerten vorlagen und seitens Dr. M.________s keine weiteren Kontrollen 
mehr geplant waren, bestand auch keine Veranlassung, nochmals eine 
Lungenfunktionsprüfung vorzunehmen. Zudem standen in pneumologischer Hinsicht die 
medizinischen Diagnosen fest, sodass es bei der Beurteilung durch Dr. C.________ im 
Wesentlichen nur noch um die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen der 
medizinisch feststehenden Diagnosen ging. Indem sich der RAD-Arzt auf die vorhandenen 
Berichte abstützen konnte und er seine Stellungnahme offensichtlich in Kenntnis 
sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte abgegeben hat, erscheint eine persönliche 
Untersuchung durch ihn als unnötig. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können 
auch nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende Berichte und Stellungnahmen der 
RAD-Ärzte beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung mit der versicherten Person 
in den Hintergrund rückt (BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1), was vorliegend 
klarerweise der Fall ist. 

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Urteil S 2021 15

5.3.4 Betreffend das neurologische Teilgutachten kann der Beschwerdeführer ebenfalls 
nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn er sich auf den Standpunkt stellt, der 
neurologische Teilgutachter verfüge über keine Zulassung als Arzt in der Schweiz und 
damit auch nicht über eigene Praxisräume. Eine praktische Tätigkeit in der Schweiz wird 
von den medizinischen Experten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht 
verlangt (BGer 8C_771/2019 vom 19. Mai 2020 E. 4.3.3). Des Weiteren ist mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass es keinerlei Anhaltspunkte gibt, wonach Dr. 
med. N.________, Facharzt Neurologie, die erforderlichen Abklärungen unterlassen hätte. 
RAD-Arzt Dr. C.________ hat mit Stellungnahme vom 30. Juli 2020 (IV-act. 109) denn 
auch darauf hingewiesen, dass bei anamnestisch und klinisch neurologisch unauffälliger 
Befundlage von einer elektrophysiologischen Zusatzuntersuchung habe abgesehen 
werden dürfen. 

Was sodann die diagnostizierte Gangunsicherheit anbelangt, ist festzustellen, dass 
Dr. N.________ diese Diagnose am ehesten als durch die eingenommenen Medikamente 
und Drogen bedingt beurteilte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellte 
der neurologische Gutachter hinsichtlich Ursache der Gangunsicherheit daher nicht nur 
eine Vermutung auf, sodass auch kein weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf mögliche 
Ursachen bestand. Des Weiteren nahm der Gutachter mit hoher Wahrscheinlichkeit an, 
dass die diskrete Gangunsicherheit durch eine Abstinenz von Heroin gebessert wäre. Von 
einer reinen Hypothese kann daher ebenfalls keine Rede sein. Darüber hinaus wies 
Dr. N.________ darauf hin, dass eine Abstinenz von Substanzen wie Heroin eine 
unabdingbare Voraussetzung für eine Arbeitsfähigkeit sei und die Koordination nach 
Suchtkarenz und eventueller Medikamentenreduktion beurteilt werden müsste. Die 
Durchführung weiterer Abklärungen hätte daher zunächst die Abstinenz der erwähnten 
Drogen und Medikamente bedingt. Der Beschwerdegegnerin ist indes Recht zu geben, 
dass es nicht Aufgabe des Neurologen war, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob 
es dem Beschwerdeführer zumutbar ist, den Drogenkonsum aufzugeben. Des Weiteren 
war der Experte auch nicht der Meinung, dass der Beschwerdeführer die ihm 
ärztlicherseits verschriebenen Medikamente einfach eigenmächtig absetzen solle. 
Vielmehr wies er in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der behandelnde Psychiater 
bzw. Schmerztherapeut entscheiden müsse, ob eine Änderung der Medikation möglich 
sei. Schliesslich berücksichtigte der Gutachter die medikamentös-toxisch bedingte 
Gangunsicherheit bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insofern, als dem 
Beschwerdeführer deswegen Tätigkeiten mit einem hohen Eigen- oder 
Fremdgefährdungspotential (z.B. auf Gerüste klettern) nicht mehr als zumutbar erachtet 

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Urteil S 2021 15

wurden. Da aus rein neurologischer Sicht indes keine Anpassung der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit notwendig war, erübrigten sich auch weitere Abklärungen diesbezüglich. Was 
daran falsch sein sollte, erschliesst sich dem Gericht nicht, zumal der Neurologe lediglich 
eine leichte, diskrete Gangunsicherheit feststellen konnte. Mit der Beschwerdegegnerin ist 
somit einig zu gehen, dass keinerlei Mängel am neurologischen Teilgutachten erkennbar 
sind, wovon auch bereits RAD-Arzt Dr. C.________ mit Stellungnahme vom 30. Juli 2020 
(IV-act. 109) ausgegangen ist, hatte er am neurologischen Teilgutachten doch nichts zu 
beanstanden. 

5.3.5 Was die vom Beschwerdeführer in psychiatrischer Hinsicht geklagten 
Beschwerden betrifft, kamen die Fachärzte im MEDAS-Gutachten aus dem Jahr 2001 zum 
klaren Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner psychischen Erkrankung, 
nämlich Vorliegen einer akzentuierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden 
Zügen (ICD-10 Z73.1) in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Diese Beeinträchtigung 
attestierten sie nicht in zeitlicher Hinsicht, wo ihm grundsätzlich eine 100%ige 
Beschäftigung zugemutet wurde, sondern in qualitativer Beziehung. Aufgrund der infolge 
der psychischen Erkrankung verminderten sozialen Kompetenzen stellten sie eine um 25 
% verminderte Arbeitsleistung fest.

Im Rahmen der Neuanmeldung im Jahr 2017 kamen die möglichen Diagnosen eines 
Asperger-Syndroms und einer ADHS auf. Damit setzte sich der psychiatrische 
Teilgutachter des ZIMB Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, eingehend auseinander und merkte an, dass im psychopathologischen 
Befund keine Hinweise auf ein Asperger-Syndrom hätten objektiviert werden können. 
Zudem hätten sich während der Begutachtung auch keine Hinweise auf eine ADHS 
ergeben. Angesichts dessen erscheint es nachvollziehbar, wenn er sowohl das Asperger-
Syndrom als auch die ADHS lediglich als Verdachtsdiagnose aufgeführt hat, zumal auch 
der Beschwerdeführer selbst anlässlich der psychiatrischen Begutachtung der Meinung 
war, dass er nicht an einem Asperger-Syndrom leide. Im Übrigen wies Dr. L.________ 
nachvollziehbar daraufhin, dass die aktenkundigen Verdachtsdiagnosen eines Asperger-
Syndroms bzw. ADHS keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten, selbst 
wenn sie sich verifizieren lassen würden, was anlässlich der psychiatrischen Exploration 
aber gerade nicht der Fall war. Dieser Schlussfolgerung steht auch die Einschätzung von 
Dr. med. O.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Neurologie FMH, nicht 
entgegen, ging er in seinem Bericht vom 2. August 2016 (IV-act. 47 S. 1 ff.) doch lediglich 
von einem leicht ausgeprägten Asperger-Syndrom aus und wies darauf hin, dass der 

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Urteil S 2021 15

Versicherte auch mit Menschen noch sozial in Kontakt treten könne, er aber Mühe habe 
im sozialen Verständnis und in der Einfühlung. Angesichts dessen empfahl er keinen Beruf 
mit Anforderungen an die soziale Kompetenz. Darüber hinaus mass er der Störung 
indessen keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bei. Eine Tätigkeit im umgeschulten 
Beruf (Bürofachdiplom) dürfte die Bedingungen erfüllen, wie sie von Dr. O.________ 
beschrieben wurden. Die von Dr. O.________ beschriebene ADHS in der Kindheit war 
sodann bereits zum damaligen Zeitpunkt nur noch subsyndromal vorhanden, sodass in 
der Folge auch diesbezüglich ohnehin nur von einer leichten Ausprägung ausgegangen 
wurde. 

Im Weiteren berücksichtigte der psychiatrische Teilgutachter den Drogenkonsum des 
Beschwerdeführers und zeigte auf, dass der Konsum deutlich vermindert wurde. Während 
der Beschwerdeführer in der Vergangenheit noch in erheblichem Umfang THC, Ecstasy 
sowie Heroin konsumierte und auch verschiedene andere Drogen ausprobierte, nimmt er 
seit 2005 kein Cannabis mehr, raucht jedoch weiterhin täglich Heroin. Dementsprechend 
erscheint die Schlussfolgerung des Sachverständigen, wonach die Suchtproblematik nicht 
mehr so stark im Vordergrund stehe und höchstens zu gewissen Einschränkungen in 
Bezug auf Tätigkeiten auf Gerüsten, Leitern oder Dächer (aufgrund der Sturzgefahr) führe, 
schlüssig, zumal auch der Beschwerdeführer nicht aufzeigt, was daran falsch sein sollte. 

Darüber hinaus stufte Dr. L.________ die depressive Symptomatik zum 
Begutachtungszeitpunkt als gering ausgeprägt ein. Dies erklärte er unter Verweis auf den 
weitgehend unauffälligen psychopathologischen Befund – es zeigten sich lediglich leichte 
depressive Beschwerden und eine geringe Verminderung des Kurzzeitgedächtnisses – 
nachvollziehbar. Dafür sprechen auch die eigenen Angaben des Beschwerdeführers 
gegenüber dem psychiatrischen Teilgutachter, wonach es ihm relativ gut gehe. Angesichts 
dessen erscheint es auch schlüssig, wenn Dr. L.________ durch die depressiven 
Beschwerden nur eine geringe Einschränkung objektivieren konnte, sodass er der Störung 
keinen limitierenden Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beimass. 
Dennoch stellte er nicht in Abrede, dass die in den Vorberichten beschriebene 
mittelgradige depressive Episode in der Vergangenheit vorgelegen hat. Er kam aber zum 
Schluss, dass die vorbestehende depressive Störung erfolgreich behandelt und 
gegenwärtig remittiert sei. Dementsprechend diagnostizierte Dr. L.________ eine 
mittelgradige depressive Episode in Remission (ICD-10 F32.4). Auch diese 
Schlussfolgerung ist in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer anlässlich 
der Exploration angegeben hat, es gehe ihm, der zuvor ausgesprochen depressiv 

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Urteil S 2021 15

gewesen sei, deutlich besser, seit er begonnen habe, das Medikament Fluoxetin in hoher 
Dosierung einzunehmen, nachvollziehbar. Offensichtlich hat gerade die 
psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlung zu einer Remission der 
vorbestehenden depressiven Störung geführt. Wie RAD-Arzt J.________ mit 
Stellungnahme vom 30. Juli 2020 (IV-act. 110) nachvollziehbar dargelegt hat, erscheint es 
dabei irrelevant, wie die Remission bewerkstelligt wird. Dementsprechend kann der 
Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er hochdosiert mit Fluoxetin behandelt wird, 
nichts zu seinen Gunsten ableiten und für Dr. L.________ bestand auch keine 
Veranlassung, die Medikamenteneinstellung eingehender zu thematisieren bzw. zu 
kritisieren, wurde mit der Behandlung das Ziel – Remission der psychischen 
Beeinträchtigung – ja offensichtlich erreicht. Zu den darüber hinaus verabreichten 
Medikamenten (Quetiapin und Sevre-Long) nahm RAD-Arzt J.________ am 30. Juli 2020 
ebenfalls Stellung; darauf kann verwiesen werden. Dass eine eingehende 
Auseinandersetzung hierzu im psychiatrischen Teilgutachten fehlt, macht das Gutachten 
jedenfalls nicht unverwertbar. Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass dem 
psychiatrischen Teilgutachter gefolgt werden kann, wonach die Ausprägung der 
depressiven Störung zum Begutachtungszeitpunkt klinisch nicht mehr so relevant 
gewesen ist, als dass damit eine Arbeitsunfähigkeit hätte begründet werden können. 

Mangelhaft ist das psychiatrische Teilgutachten jedoch aus einem anderen Grund. Wie 
soeben dargelegt, erklärte der Sachverständige zwar in einleuchtender Weise, weshalb 
die depressive Episode gegenwärtig als remittiert anzusehen sei. Damit anerkannte er, 
dass die aktenkundig beschriebene mittelgradige depressive Episode in der 
Vergangenheit vorgelegen hat. Doktor L.________ unterliess es an dieser Stelle jedoch, 
sich eingehend mit dem Verlauf der diagnostizierten psychischen Störung 
auseinanderzusetzen. Insbesondere lassen sich dem Gutachten keine Angaben zur 
Entwicklung des Gesundheitszustandes bzw. zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit finden. 
Vielmehr wies der psychiatrische Teilgutachter lediglich pauschal darauf hin, dass die 
Arbeitsfähigkeit seit der letzten Begutachtung im Jahr 2001 unverändert sei. Dabei scheint 
er aber auch zu verkennen, dass die MEDAS-Gutachter zum damaligen Zeitpunkt 
aufgrund einer akzentuierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden Zügen 
immerhin von einer um 25 % verminderten Arbeitsleistung ausgegangen sind, während 
Dr. L.________ keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annahm. Im gleichen 
Zusammenhang setzte sich der Sachverständige auch nicht mit der dem 
Beschwerdeführer zum damaligen Zeitpunkt attestierten Psychopathologie auseinander. 
Zudem scheint es widersprüchlich, wenn Dr. L.________ einerseits von einer Remission 

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Urteil S 2021 15

der depressiven Störung ausgeht, andererseits aber pauschal auf eine unveränderte 
Arbeitsfähigkeit seit 2001 verweist. An dieser Stelle hätte sich der Sachverständige 
immerhin mit der Frage auseinandersetzen müssen, wann es retrospektiv mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Verbesserung des psychischen 
Gesundheitszustandes gekommen ist und ob für eine frühere Zeitperiode allenfalls eine 
Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht bestanden hat. Dies wäre umso wichtiger 
gewesen, als das Gutachten des ZIMB eigentlich als Grundlage hätte dienen sollen, um 
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung 
umfassend abzuklären. Insofern lautete auch der Gutachtensauftrag dahingehend, dass 
der Verlauf nach der letzten MEDAS-Begutachtung aus dem Jahr 2001 beurteilt werden 
solle. Dem kam der psychiatrische Teilgutachter indes in keinster Art und Weise nach. 
Insbesondere fehlt eine Auseinandersetzung mit den Vorberichten aus den Jahren 2014 
bis 2019, die dem Beschwerdeführer unter anderem auch aufgrund einer rezidivierenden 
leichten bis mittelgradigen depressiven Episode eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % 
attestierten und aus denen eine gewisse Veränderung des Gesundheitszustandes über 
die Jahre durchaus entnommen werden kann. Insbesondere geht daraus auch hervor, 
dass eine antidepressive Medikation, infolge dessen sich die depressiven Symptome 
besserten, erst 2018 installiert werden konnte. Soweit der psychiatrische Teilgutachter des 
ZIMB mit der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode in Remission nun 
lediglich den aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers beurteilt, genügt das 
genannte Gutachten nicht, um der Beschwerdegegnerin als Entscheidungsgrundlage zu 
dienen. 

5.4 Nachdem sich der psychiatrische Teilgutachter mit der Entwicklung des 
Gesundheitszustandes und dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht auseinandergesetzt und 
zu den abweichenden Beurteilungen nicht Stellung genommen und diese gewürdigt hat, 
kann das Teilgutachten nicht als beweiskräftig eingestuft werden. Angesichts des 
festgestellten Mangels ist die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit das Gutachten des ZIMB durch die vorgenannte fehlende Auseinandersetzung mit 
den Berichten der Behandler und dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit ergänzt werden kann. 
Je nachdem wie die Schlussfolgerung des psychiatrischen Sachverständigen ausfällt, hat 
er dabei auch der Rechtsprechung nach BGE 141 V 281 Rechnung zu tragen und die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Lichte der Indikatoren zu beurteilen. 

6. Aus den dargelegten Gründen ist die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung bzw. zu entsprechenden Rückfragen und zum anschliessenden 

23

Urteil S 2021 15

Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne erweist sich 
die Beschwerde als begründet und ist gutzuheissen. Nachdem der Beschwerdegegnerin 
im vorliegenden Fall eine ungenügende Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist, erweist 
sich eine Rückweisung zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung auch unter dem 
Gesichtswinkel des BGE 139 V 99 E. 1 als rechtmässig, zumal es lediglich darum geht, 
eine Ergänzung der gutachterlichen Ausführungen einzuholen und der Beschwerdeführer 
explizit eine Rückweisung an die Vorinstanz beantragt. 

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach eine 
Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Praxisgemäss wir die 
Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit dem anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zusteht. Dem Beschwerdeführer ist zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, 
welche ermessensweise auf Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt wird. 

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Urteil S 2021 15

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom 5. Januar 
2021 aufgehoben und die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung im 
Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden Neuentscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der 
Beschwerdegegnerin auferlegt wird. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (samt einem Doppel der Eingabe des Beschwerdeführers vom 14. 
Dezember 2022 inkl. Beilage; Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an 
das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 19. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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