# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a423bd8-208d-5d57-9196-8239bdcfd645
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2016 E-4678/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4678-2014_2016-03-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-4678/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), 

Richterin Esther Marti, Richterin Sylvie Cossy,    

Gerichtsschreiberin Regina Derrer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

alle Syrien,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisung); Verfügung des BFM vom 22. Juli 

2014 / N (…). 

 

 

 

E-4678/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden – syrische Staatsangehörige arabischer 

Ethnie mit letztem Wohnsitz in Aleppo – suchten am 4. Dezember 2013 im 

Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel um Asyl nach. Anlässlich 

der Kurzbefragung vom 24. Januar 2014 und der einlässlichen Anhörung 

vom 20. Mai 2014 trugen sie im Wesentlichen folgendes vor:  

A.b Sie hätten bis ungefähr im September respektive Oktober 2012 im 

Quartier (…) in Aleppo gewohnt. Dort sei der Beschwerdeführer ungefähr 

seit Mai 2012 wiederholt in die Kontrollen an den zahlreichen, unausweich-

lichen Checkpoints des syrischen Militärs geraten und habe jeweils seine 

Identitätskarte vorweisen müssen. Da zwei seiner Cousins – einer von 

ihnen habe gleich geheissen wie er, der andere habe denselben Nachna-

men wie er gehabt – aufgrund ihrer oppositionellen Aktivitäten von der sy-

rischen Regierung gesucht und schliesslich ermordet worden seien, und 

weil der Beschwerdeführer aus D._______ in der Provinz E._______ – ei-

nem Ort, aus dem viele Oppositionelle und Anhänger der Freien Syrischen 

Armee (FSA) kämen – stamme, sei er immer wieder verhört, beschimpft, 

erniedrigt und gar geschlagen worden. Er sei jeweils gefragt worden, mit 

wem auf Seiten der Opposition er zusammenarbeite, wie oft er nach 

D._______ gereist sei und wie die Oppositionellen die Waffen besorgten, 

obwohl er mit diesen Aktivitäten nichts zu tun gehabt habe. Nach einer bis 

eineinhalb Stunden sei er jeweils wieder freigelassen worden. Wieso, 

wisse er nicht, glaube aber, dass der Grund dafür gewesen sei, dass er 

seinen Wohnsitz in Aleppo und nicht in D._______ gehabt habe. Einmal, 

als er mit seiner Ehefrau und seinem damals neugeborenen Sohn unter-

wegs zum Arzt gewesen sei, sei er erneut angehalten worden. Die Solda-

ten hätten ihm verboten, sich zum Arzt zu begeben. Gegen Ende August, 

Anfang September 2012 habe er sich entschlossen, das Haus wegen der 

Schikanen und Misshandlungen an den Checkpoints und seiner damit ein-

hergehenden nervlichen Probleme nicht mehr zu verlassen.  

Auch die Beschwerdeführerin sei jeweils an den Checkpoints in Aleppo an-

gehalten worden. Wegen des Namens ihres Vaters ([…] auch der Name 

eines bekannten Mitglieds der Hisbollah), der auf ihrer Identitätskarte ver-

merkt sei, sei sie jeweils an den Checkpoints der FSA verhört und be-

schimpft worden. Mehr sei indes jeweils nicht passiert. Aus Syrien ausge-

reist sei sie in erster Linie wegen der Verfolgung ihres Mannes und wegen 

der Kriegszustände. So sei einmal eine Bombe in der Nähe ihres Hauses 

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Seite 3 

in Aleppo explodiert, deren Splitter ihren Sohn im Gesicht verletzt hätten. 

Aufgrund dieses Ereignisses habe sie einen Nervenzusammenbruch erlit-

ten. 

Im November 2012 seien die Beschwerdeführenden – nachdem sie im 

September respektive Oktober 2012 zunächst vom Quartier (…) ins Quar-

tier (…) und dann vom Quartier (…) in ein Quartier mit Namen (…) geflohen 

seien – von Aleppo in die Türkei gereist. Nach gut einem Monat sei der 

Beschwerdeführer alleine nach Syrien zurückgekehrt, um seinen Sohn dort 

– zwecks Nachweis, dass er sein Kind sei – registrieren zu lassen. Auf dem 

Weg nach E._______ sei er, wegen seiner Herkunft aus D._______ und 

seinem Namen, erneut an einem Kontrollposten von der syrischen Armee 

festgenommen und für etwas mehr als einen Monat inhaftiert worden. In 

Haft sei er von Beamten des Geheimdienstes immer wieder nach seinen 

oppositionellen Aktivitäten befragt und auch gefoltert worden. Zudem seien 

ihm die Augenbinden während acht Tagen nicht abgenommen worden. 

Nachdem die FSA das Gebiet, in dem er inhaftiert gewesen sei, erobert 

habe, sei er befreit worden. Da die FSA Fotografien von der Befreiung des 

Gefängnisses gemacht und diese auf YouTube gestellt habe, wisse er nun, 

dass er im [Name und Ort des Gefängnisses] gesessen und [Anfang] 2013 

befreit worden sei. Nach seiner Befreiung habe er sich zunächst während 

gut einem Monat (vgl. B12/15, F92) respektive bis Anfang März 2013 (vgl. 

B4/11, Rz. 5.02) an der Grenze zur Türkei medizinisch behandeln lassen, 

bevor er zu seiner Frau und seinem Sohn zurückgekehrt und mit diesen 

über (…) mit dem Flugzeug in die Schweiz eingereist sei.    

A.c Zur Untermauerung dieser Vorbringen wies der Beschwerdeführer die 

Vorinstanz während seiner Bundesanhörung auf zwei Videos auf YouTube 

hin. Gemäss Befragungsprotokoll ist auf dem einen ein verletzter oder toter 

Mann, nach Angaben des Beschwerdeführers sein erschossener Cousin, 

sowie der Vermerk, D._______, E._______, der Märtyrer (…), (…) 2011, 

zu sehen. Auf dem anderen ist – gemäss Befragungsprotokoll – die Befrei-

ung der Gefangenen aus dem [Name und Ort des Gefängnisses] [Anfang] 

2013, nach Angaben des Beschwerdeführers durch die FSA, zu sehen. 

Ferner reichten der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin ihre sy-

rischen Pässe und Identitätskarten ein (vgl. B12/15, F103).  

B.  

Am 4. Januar 2014 teilte [eine Ärztin] dem Durchgangszentrum in (…) mit, 

dass der Beschwerdeführer an Panikzuständen und Atemnot aus Panik 

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leide und es für ihn aufgrund dieser Probleme schwer sei, in einem Vier-

bettzimmer, wo das Licht systematisch abgelöscht werde, zu schlafen 

(B3/1).  

C.  

C.a Mit Verfügung vom 22. Juli 2014 – eröffnet am 24. Juli 2014 – verneinte 

die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden, 

lehnte ihre Asylgesuche ab, verfügte ihre Wegweisung, nahm sie jedoch 

wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz 

auf.  

C.b Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, dass die 

Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaft-

machung gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht Stand hielten. So wider-

spreche es der allgemeinen Erfahrung respektive der Logik des Handelns, 

dass die syrischen Behörden eine Person, die in ihr Visier geraten sei, über 

mehrere Monate täglich neu befragen und schlagen würden, statt die Per-

son festzunehmen und entsprechend zu belangen. Auch vor dem Hinter-

grund der Erklärungen des Beschwerdeführers, sonst nie Probleme mit 

den syrischen Behörden gehabt zu haben, sei das von ihm beschriebene 

behördliche Vorgehen nicht nachvollziehbar. Ferner habe er bezüglich der 

Dauer seiner Haft im Dezember 2012 keine verbindlichen und detaillierten 

Angaben machen können, habe er an einer Stelle doch von mehr als einem 

Monat gesprochen, um an anderer Stelle einen Monat und sieben Tage 

anzugeben. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer auch keine Anga-

ben zum Sicherheitsposten machen können, zu dem er angeblich nach der 

vorgebrachten Festnahme im Dezember 2012 gebracht worden sei. Die 

Vorbringen in der Bundesanhörung, er sei vor seiner Ausreise behördlich 

gesucht und anlässlich seiner Verhaftung im Dezember 2012 gefoltert wor-

den, wirkten überdies nachgeschoben, da sie in der Befragung zur Person 

nicht erwähnt worden seien.   

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, an Checkpoints kontrolliert und 

beschimpft worden zu sein, wobei darüber hinaus keine weiteren Behelli-

gungen erfolgt seien, seien mangels der erforderlichen Intensität nicht asyl-

relevant. Auch die von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Aus-

wirkungen des syrischen Bürgerkrieges, wie die Bombardierung ihres Hau-

ses, unter denen sie gelitten hätten, seien mangels Gezieltheit nicht asyl-

relevant.  

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Seite 5 

D.  

D.a Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführenden mit Ein-

gabe vom 21. August 2014 (Poststempel) Beschwerde und beantragten, 

die Verfügung vom 22. Juli 2014 sei aufzuheben und es sei ihnen in der 

Schweiz Asyl zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung.   

D.b Zur Begründung führten sie im Wesentlichen aus, dass die Vorinstanz 

bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerde-

führers die tatsächliche Praxis des syrischen Regimes nicht berücksichtigt 

habe. Auch habe sie ausser Acht gelassen, dass eine Person in Syrien 

nicht schuldig sein müsse, um ins Visier des Regimes zu geraten. In die-

sem Zusammenhang sei zu wiederholen, dass der Beschwerdeführer an 

den Checkpoints in Aleppo deshalb erniedrigt worden sei, weil er aus 

D._______ stamme und die Leute von dort angesichts ihres revolutionären 

Engagements bei der Regierung im Verruf seien. Das Argument der Vo-

rinstanz, der Beschwerdeführer habe bezüglich der Dauer seiner Haft im 

Dezember 2012 keine verbindlichen und detaillierten Angaben machen 

können, habe er an einer Stelle doch von mehr als einem Monat, an ande-

rer Stelle von einem Monat und sieben Tagen gesprochen, sei zudem nicht 

sehr überzeugend. So habe er während seiner Haft nicht einen Moment 

daran gedacht, dass er je einmal ein Asylgesuch in einem anderen Land 

stellen würde. Das einzige, was ihm durch den Kopf gegangen sei, sei der 

Moment seiner Exekution gewesen. Folglich habe er sich nicht auf die ge-

naue Dauer seiner Festnahme konzentriert. Zudem stünden seine Aussa-

gen, mehr als ein Monat respektive einen Monat und sieben Tage inhaftiert 

gewesen zu sein, gar nicht im Widerspruch zueinander. Auch sei eine ent-

sprechend ungefähre Zeitangabe vor dem Hintergrund seiner Inhaftierung 

glaubhafter als eine genaue Angabe von deren Dauer. Bezüglich des Ar-

guments der Vorinstanz, gewisse Elemente der Verfolgungsvorbringen des 

Beschwerdeführers seien nachgeschoben, sei auszuführen, dass die Vor-

instanz genau wisse, dass Asylsuchende anlässlich der Kurzbefragung nur 

eine Zusammenfassung ihrer Geschichte vortragen könnten. Zudem habe 

er, der Beschwerdeführer, im Rahmen der eingehenden Anhörung klar ge-

sagt, dass er anlässlich der Kurzbefragung nicht alles habe vortragen kön-

nen.  

Bezüglich der vorinstanzlichen Einschätzung der Asylrelevanz der Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin wurde auf Beschwerdeebene geltend ge-

macht, dass sie sich anlässlich der Anhaltungen an den Checkpoints je-

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weils vor den Blicken der Wachposten gefürchtet habe. Es sei nicht ver-

ständlich, weshalb die vorgetragenen Behelligungen der Beschwerdefüh-

rerin an den Checkpoints nicht ausreichten, und fraglich, was denn genau 

hätte passieren müssen.  

Zusammenfassend fehle es dem angefochtenen Entscheid an Objektivität 

und Professionalität, würden darin doch, anstatt einer ganzheitlichen Beur-

teilung, selektiv Aspekte ihrer Verfolgungsvorbringen angeführt, mit dem 

Zweck, das Gesuch abzulehnen. Nachdem die Beschwerdeführenden zwi-

schenzeitlich zahlreiche syrische Asylsuchende kennengelernt hätten, die 

ebenfalls einen negativen Entscheid erhalten hätten, sei ihnen auch aufge-

fallen, dass die Vorinstanz ihre Verfügungen jeweils fast gleich begründe, 

was den Eindruck vermittle, dass ihre Entscheide eher politisch als juris-

tisch motiviert seien.  

D.c Zur Untermauerung ihrer Vorbringen gaben die Beschwerdeführenden 

einen nicht mehr gültigen YouTube-Link an und machten dazu geltend, 

dass über diesen Link ein Video des toten Cousins des Beschwerdefüh-

rers, welcher von der syrischen Armee und dem Sicherheitsdienst erschos-

sen worden sei, einsehbar sei. Da die Verwandten des Beschwerdeführers 

an der syrischen Revolution beteiligt seien, sei die gesamte Familie [Nach-

name von A._______], einschliesslich des Beschwerdeführers, zu einer 

Zielgruppe des syrischen Regimes geworden.    

E.  

In seiner Zwischenverfügung vom 27. August 2014 hielt das Bundesver-

waltungsgericht fest, dass die Beschwerdeführenden aufgrund der von der 

Vorinstanz angeordneten vorläufigen Aufnahme über eine Berechtigung 

zum Aufenthalt in der Schweiz verfügten und somit in jedem Fall den Aus-

gang des Verfahrens hierzulande abwarten könnten. Ferner hiess es das 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut und ver-

zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.  

F.  

Mit Eingabe bei der Vorinstanz vom 1. September 2014 – von dieser 

zwecks Bestellung des N-Dossiers ans Bundesverwaltungsgericht weiter-

geleitet – ersuchten die Beschwerdeführenden diese um Einsicht in die vor-

instanzlichen Akten. Nachdem das Gericht das N-Dossier mit Brief vom 

9. September 2014 an die Vorinstanz übermittelt hatte, kam diese dem Er-

suchen der Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 24. September 2014 

nach.  

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Seite 7 

G.  

Mit Schreiben vom 21. November 2014 teilten die Beschwerdeführenden 

dem Bundesverwaltungsgericht ihre neue Adresse in (…) mit.  

H.  

Mit Schreiben vom 13. März 2015 ersuchten die Beschwerdeführenden 

das Gericht um Zustellung einer Kopie des Briefes vom 9. September 2014 

(vgl. Bst. F). Am 17. März 2015 liess das Gericht den Beschwerdeführen-

den eine Kopie des gewünschten Briefes zukommen.  

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Mai 2015 bot das Gericht der Vorinstanz 

Gelegenheit zur Einreichung einer Stellungnahme zur Beschwerde. In sei-

ner Vernehmlassung vom 5. Juni 2015 – welche den Beschwerdeführen-

den zur Kenntnis zugestellt wurde – hielt die Vorinstanz fest, dass die Be-

schwerdeschrift keine neuen, erheblichen Tatsachen oder Beweismittel 

enthalte, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. 

Im Übrigen werde auf die Erwägungen, an denen sie vollumfänglich fest-

halte, verwiesen.  

J.  

Mit Eingabe vom 7. Oktober 2015 reichten die Beschwerdeführenden ein 

ärztliches Zeugnis ihres Psychiaters vom 9. September 2015 ein. Diesem 

ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erlebnisse 

in Syrien – insbesondere wegen der von ihm erlittenen Inhaftierung – an 

einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide, welche sich durch eine 

[Symptome] kennzeichne. Die vor diesem Hintergrund durchgeführte The-

rapie setze sich aus [Art der Therapie und Madikation], zusammen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM respektive 

SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vor-

instanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende 

Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch 

vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Seite 8 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist somit einzutreten. 

1.4 Das vorliegende Verfahren wird gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG in 

deutscher Sprache geführt.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauung ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (vgl. Art. 

3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentliche die Gefähr-

dung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die 

einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 Abs. 2 AsylG).  

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).  

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Seite 9 

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt in Würdigung aller Akten zum 

Schluss, dass die Argumentation der Vorinstanz in der angefochtenen Ver-

fügung vor dem Hintergrund der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

zu überzeugen vermag.   

4.2 Bezüglich der geltend gemachten Behelligungen an den Checkpoints 

der syrischen Armee in Aleppo erscheint es zwar tatsächlich etwas über-

trieben, dass es den Beschwerdeführer täglich getroffen haben soll. Indes 

ist nicht unplausibel, dass er wegen seines Namens und seines Heimator-

tes immer wieder vom syrischen Militär belästigt und nach wenigen Stun-

den jeweils wieder freigelassen worden ist. So sind Strassensperren gera-

dezu charakteristisch für den Konflikt in Aleppo, wobei deren Anzahl über 

die Jahre 2012 und 2013 hinweg stetig zugenommen hat. Im vom syri-

schen Regime kontrollierten Westen der Stadt war die Dichte der Stras-

sensperren in den Jahren 2012 und 2013 besonders hoch (vgl. American 

Association for the Advancement of Science [AAAS], Conflict in Aleppo, 

Syria: A Retrospective Analysis, ohne Datum, < http://www.aaas.org/al-

eppo_retrospective#Figure 12: Proliferation of roadblocks in Aleppo >, ab-

gerufen am 16. Februar 2016; vgl. ferner Caerus, Mapping the conflict in 

Aleppo, Syria, Februar 2014, S. 19 ff.). Der auf der syrischen Identitätskarte 

des Beschwerdeführers vermerkte Heimatort D._______ war Anfang des 

Jahres 2012 zudem tatsächlich eine Rebellenhochburg, welcher deswegen 

wiederholt von der syrischen Armee angegriffen wurde (vgl. [Quellenan-

gabe]). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Hinweis im Befra-

gungsprotokoll des Beschwerdeführers, auf dem von ihm angegebenen Vi-

deo auf YouTube sei ein toter Mann und der Vermerk D._______, 

E._______, der Märtyrer (…), (…) 2011, zu sehen (vgl. B12/15, F103), er-

scheint sein Vorbringen, dass er wegen seines Namens und seiner Her-

kunft an den Checkpoints der syrischen Armee in Aleppo wiederholt ange-

halten und behelligt worden sei, nicht unwahrscheinlich. Dass er nach kur-

zer Zeit jeweils wieder freigelassen worden ist, ist ebenfalls nicht unplausi-

bel. So ist kaum zu erwarten, dass an den häufig behelfsmässig aufgebau-

ten Strassensperren (vgl. AAAS, a.a.O.; B12/15, F47) über die angehalte-

nen, aber wieder freigelassenen Personen Buch geführt worden ist, um zu 

verhindern, dass eine Person wiederholt untersucht würde. Ob die Behel-

ligungen an den Checkpoints der Armee für sich alleine genommen einen 

genügend intensiven Nachteil im Sinne von Art. 3 AsylG zu begründen ver-

mögen, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen offenbleiben. 

Indes untermauern sie das zweite Vorbringen des Beschwerdeführers, er 

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sei im Dezember 2012 auf dem Weg nach E._______ wegen seinem Na-

men und seiner Herkunft aus D._______ von Regierungstruppen festge-

nommen und für ungefähr einen Monat inhaftiert worden.  

4.3 So überzeugen denn auch die in der angefochtenen Verfügung gegen 

dieses zweite Vorbringen angeführten Argumente nicht. Bei den von der 

Vorinstanz für widersprüchlich befundenen Aussagen bezüglich der Haft-

dauer bezieht sich die aus der Bundesanhörung zitierte Zeitangabe von 

einem Monat und sieben Tagen (vgl. B12/15, F92) gar nicht auf die Haft-

dauer, sondern ist die Antwort auf die Frage, wie lange der Beschwerde-

führer nach seiner Befreiung aus dem Gefängnis noch in Syrien geblieben 

ist. Bei einer Befreiung [Anfang] 2013 wäre der Beschwerdeführer somit 

letztmals Anfang März 2013 aus Syrien ausgereist, was mit seinen Anga-

ben anlässlich der Kurzbefragung, er sei am 4. oder 5. März 2013 in die 

Türkei zurückgekehrt, übereinstimmt (vgl. B4/11, Rz. 5.02). Auch dass er 

keine Angaben über den Sicherheitsposten respektive das Gefängnis, in 

das er nach seiner Festnahme im Dezember 2012 gebracht wurde, ma-

chen konnte, ist entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht unglaubhaft. So 

führte er anlässlich seiner Bundesanhörung aus, dass er noch im Rahmen 

seiner Festnahme am Checkpoint gefesselt worden sei und ihm die Augen 

verbunden worden seien. Folglich habe er nicht gesehen, wo er hinge-

bracht worden sei. Er habe lediglich gemerkt, dass er eine Treppe herun-

tergeführt worden sei (vgl. B12/15, F82 f.). Das Argument der Vorinstanz, 

das Foltervorbringen des Beschwerdeführers wirke nachgeschoben, habe 

er dieses doch erst in der Bundesanhörung vorgebracht, ist zudem unstatt-

haft. So spricht es gerade nicht gegen die Glaubhaftigkeit einer Gewalter-

fahrung, wenn diese nicht von Beginn weg, sondern erst im Verlauf des 

Verfahrens geltend gemacht wird (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 

der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 1). Im Üb-

rigen schilderte der Beschwerdeführer seine Festnahme und Haft im De-

zember 2012 respektive Januar 2013 bereits anlässlich seiner Kurzbefra-

gung relativ detailliert. So erwähnte er im Sinne eines Hinweises auf ein 

traumatisches Erlebnis denn auch, dass er seither an Atemproblemen leide 

und aus Angst vor der Dunkelheit nicht gut schlafen könne (vgl. B4/11, Rz. 

7.01). Die Foltervorbringen des Beschwerdeführers anlässlich seiner ein-

gehenden Anhörung erscheinen denn auch vor dem Hintergrund der in den 

Akten liegenden Arztzeugnisse vom 4. Januar 2014 (vgl. Bst. B) und vom 

9. September 2015 (vgl. Bst. J), wonach er unter typischen Symptomen 

einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide, plausibel.  

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Die vom Beschwerdeführer geschilderte Festnahme im Dezember 2012 ist 

in Würdigung aller Akten auch nicht aus anderen Gründen unglaubhaft. Es 

erscheint nicht abwegig, dass er, aus Angst, dass man ihm und der Be-

schwerdeführerin mangels Papieren nicht glauben würde, dass es sich bei 

C._______ um ihren Sohn handelt, zwecks dessen Registrierung nach [Sy-

rien] zurückgekehrt ist, nachdem er seine Familie in der Türkei in Sicherheit 

gebracht hat (vgl. B12/15, F74 f.). So betonten sowohl der Beschwerdefüh-

rer als auch seine Ehefrau anlässlich ihrer Befragungen, dass sie das Ge-

fühl hatten, illegal von Syrien in die Türkei ausgereist zu sein, weil ihr Sohn 

weder Papiere hatte noch registriert war (vgl. B12/15, F21; B13/8, F15). 

Ferner weisen die Schilderungen des Beschwerdeführers bezüglich seiner 

Haft verschiedene Realkennzeichen auf. Er vermochte sich daran zu erin-

nern, dass er in einer Einzelzelle festgehalten wurde, in der es ein Fenster 

hatte, durch das Luft hereinkam (vgl. B12/15, F83). Weiter berichtete er im 

Zusammenhang mit seiner Befreiung durch die FSA von den Gedanken, 

die ihm dabei durch den Kopf gingen. So habe er, als er die Schüsse der 

Befreier gehört habe, zuerst gedacht, es würden wieder Häftlinge, die unter 

Folter standen, erschossen. Als er freigekommen sei, habe er an seine 

Ehefrau und seinen Sohn gedacht und zu weinen begonnen, weil er nie 

geglaubt habe, dass er lebend freikommen würde (vgl. B12/15, F91). Fer-

ner führte er in der ohne Rechtsvertreter verfassten Rechtsmittel-eingabe 

aus, dass er sich nicht auf die Dauer der Haft habe konzentrieren können, 

weil das einzige, woran er im Gefängnis habe denken können, der Moment 

seiner Exekution gewesen sei. Diese sehr subjektiv geprägten Schilderun-

gen deuten darauf hin, dass der Beschwerdeführer die vorgetragene Fest-

nahme nicht einfach erfunden, sondern selbst erlebt hat. Des Weiteren gab 

auch die Beschwerdeführerin zu Protokoll, ihr Ehemann sei von der Türkei 

aus nach E._______ gereist, um ihren Sohn registrieren zu lassen. Auf 

dem Weg dorthin sei er wegen seines Namens und seiner Herkunft aus 

D._______ an einem Kontrollposten festgenommen und inhaftiert worden. 

Nach eineinhalb bis zwei Monaten sei er wieder in die Türkei zurückge-

kehrt, nachdem er von der FSA befreit worden sei (vgl. B5/10, Rz. 5.02 und 

7.01). Diese Ausführungen der Beschwerdeführerin stimmen weitgehend 

mit jenen des Beschwerdeführers überein, wirken aber gerade deshalb be-

sonders glaubhaft, weil aus ihnen die Distanz einer nicht unmittelbar betei-

ligten Person hervorgeht. Schliesslich wurde das Gefängnis in E._______, 

in dem der Beschwerdeführer inhaftiert gewesen sein soll, gemäss Medi-

enberichten tatsächlich [Anfang] 2013 von Oppositionellen angegriffen, 

wodurch ein Teil der Insassen die Flucht ergreifen konnte (vgl. [Quellenan-

gabe]). Einzig unklar erscheint, weshalb der Beschwerdeführer im Rahmen 

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Seite 12 

der Kurzbefragung zu Protokoll gegeben hatte, er sei drei Monate im Ge-

fängnis gewesen (vgl. B4/11, Rz. 5.02), während aus der Bundesanhörung 

hervorgeht, dass er im Dezember 2012 nach Syrien zurückgekehrt und 

festgenommen worden, [Anfang] 2013 aus der Haft freigekommen und et-

was mehr als einen Monat an der syrisch-türkischen Grenze in medizini-

scher Behandlung gewesen sei (vgl. B12/15, F32, F74 ff.). Angesichts der 

Tatsache, dass die Vorinstanz anlässlich der Bundesanhörung diesbezüg-

lich keinerlei Rückfragen gestellt hat und der vorgetragene Sachverhalt im 

Übrigen keine weiteren tiefgreifenden Widersprüche aufweist, vermag 

diese unklare Aussage die Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen der Be-

schwerdeführenden jedoch nicht umzustossen.  

4.4 Nach dem Gesagten ist – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer in seinem Heimatland ernsthafte Nachteile – in Form der 

glaubhaft gemachten Folter – im Sinne von Art. 3 AsylG erlebt hat. Ange-

sichts dieser Erlebnisse und angesichts der Tatsache, dass er nicht aus der 

Haft entlassen, sondern von der FSA befreit worden ist, vermögen seine 

Vorbringen den Anforderungen an eine begründete Furcht vor zukünftiger 

asylrelevanter Verfolgung zu genügen. Folglich hat die Vorinstanz zu Un-

recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein 

Asylgesuch abgewiesen. 

4.5 Obwohl die Behelligungen der Beschwerdeführerin an den Check-

points in Aleppo sie und ihren Ehemann verständlicherweise in Angst ver-

setzt haben, ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass diese mangels Intensität 

keine Asylrelevanz zu begründen vermögen. Auch ist der Vorinstanz be-

züglich der zweifellos schrecklichen Auswirkungen des syrischen Bürger-

krieges auf die Beschwerdeführerin und ihre Familie beizupflichten, dass 

es diesen an der vom Asylrecht geforderten Gezieltheit mangelt. Indes sind 

die Beschwerdeführerin und der Sohn, C._______, gestützt auf Art. 51 

Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge anzuerkennen und ins Asyl des Beschwerde-

führers einzubeziehen.  

5.  

Nach dem Gesagten verletzt die angefochtene Verfügung Bundesrecht. 

Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Die Verfügung der Vorinstanz vom 

22. Juli 2014 ist aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, dem Be-

schwerdeführer in der Schweiz Asyl zu gewähren. Die Beschwerdeführerin 

und der Sohn, C._______, sind gestützt auf Art. 51 AsylG ins Asyl ihres 

Ehemannes respektive Vaters einzubeziehen.  

E-4678/2014 

Seite 13 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann von der Beschwer-

deinstanz von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 

erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen 

werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da die Beschwerdeführenden im Beschwer-

deverfahren nicht vertreten waren, ist nicht ersichtlich, welche unverhält-

nismässig hohen Kosten ihnen entstanden sein könnten, weshalb ihnen 

keine Entschädigung zuzusprechen ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-4678/2014 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Verfügung der Vorinstanz vom 22. Juli 2014 wird aufgehoben. Das 

SEM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden in der Schweiz Asyl zu 

gewähren.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Es ist keine Parteientschädigung geschuldet.  

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Luterbacher Regina Derrer 

 

 

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