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**Case Identifier:** e921f028-04e0-539e-91b9-6e133cf21999
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2019 200 2019 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-108_2019-08-07.pdf

## Full Text

200 19 108 UV
KOJ/LUB/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. August 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Lüthi

SWICA Krankenversicherung AG
Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Unfall AG
Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

A.________
Beigeladener

betreffend Einspracheentscheid vom 11. Januar 2019 (2010.10258.18.4)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beigeladener) war über 
seine Arbeitgeberin bei der Helsana Unfall AG (Helsana bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er sich gemäss Schadenmel-
dung UVG am 24. April 2018 bei einem Autounfall Prellungen am ganzen 
Körper zuzog (Akten der Helsana [act. IIA] 1). Am 3. Juli 2018 unterzog er 
sich einer Schulterarthroskopie mit Refixation der Subscapularis-sehne und 
Tenotomie mit Tenodese der langen Bicepssehne, Acromioplastik und AC-
Gelenksresektion rechts (Akten der Helsana [act. II] M11). Mit formlosem 
Schreiben vom 24. Juli 2018 (act. IIA K9) teilte die Helsana dem Versicher-
ten mit, den ärztlichen Berichten und MRI-Befunden vor und nach dem Un-
fall sei zu entnehmen, dass sich die Befunde nicht geändert hätten und 
auch keine durch den Unfall verursachten strukturellen Läsionen vorlägen. 
Gemäss Beurteilung ihres ärztlichen Beraters habe der Unfall lediglich zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung eines bereits vorbestehenden 
Gesundheitsschadens geführt und der Zustand, wie er sich nach dem 
schicksalsmässigen Verlauf eines Vorzustands auch ohne Unfall eingestellt 
hätte, sei spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis erreicht worden. 
Die aktuell noch bestehenden Beschwerden seien auf unfallfremde Fakto-
ren zurückzuführen. Aus diesem Grund übernehme die Helsana die Be-
handlung bis und mit 30. Juni 2018. Nach diesem Zeitpunkt bestehe kein 
Anspruch mehr auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung. 
Hiermit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden (act. IIA K14, 
K18 f.), worauf die Helsana mit Verfügung vom 19. September 2018 
(act. II K20) die vorübergehenden Leistungen per 30. Juni 2018 einstellte 
und einen Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen verneinte. Daran 
hielt sie auf Einsprachen sowohl der Swica Krankenversicherungen AG 
(Swica bzw. Beschwerdeführerin) als auch des Versicherten hin 
(act. IIA K23 f.) mit Entscheid vom 11. Januar 2019 (act. IIA K 29) fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 7. Februar 2019 erhob die Swica Beschwerde und bean-
tragt, der Einspracheentscheid vom 11. Januar 2019 sei aufzuheben und 
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die Folgen des Unfalls vom 
24. April 2018 aufzukommen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. März 2019 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 1. April 2019 reichte die Beschwerdeführerin einen medi-
zinischen Bericht des operierenden Arztes zu den Akten.

Der mit prozessleitender Verfügung vom 12. März 2019 beigeladene Versi-
cherte nahm mit Eingabe vom 9. April 2019 Stellung. 

Mit Eingabe vom 26. April 2019 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stel-
lungnahme ihrer beratenden Ärztin ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Die Beschwerdeführerin ist als Trägerin der obligatorischen Krankenpflege-
versicherung des Versicherten vor dem Hintergrund der intersystemischen 
Koordination i.S.v. Art. 64 f. ATSG (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum 
ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 64 N. 22) durch den angefochtenen Entscheid 

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berührt, ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchge-
drungen und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, wes-
halb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 49 Abs. 4 ATSG bzw. Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 11. Januar 
2019 (act. IIA K29). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin 
ihre Leistungen für die Folgen des Ereignisses vom 24. April 2018 zu Recht 
per 30. Juni 2018 eingestellt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.1). 

Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 2018, 
8C_781/2017, E. 5.1). Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche 
Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 
E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1; Entscheid des BGer vom 

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21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufheben-
de Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 
2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. 
a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse 
(lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

Das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnli-
chen Körperschädigung hängt nicht vom Vorliegen eines äusseren Ereig-
nisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körper-
schädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine un-
fallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer über-
nommen werden muss. Dieser kann sich aus der Leistungspflicht befreien, 
wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung 
oder Krankheit zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 2008 zur Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5411 [Ziff. 
2.1.2] und 5425 [zu Art. 6 Abs. 2]; Zusatzbotschaft vom 19. September 
2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 
2014 7922 [Ziff. 2.2] und 7934 [zu Art. 6 Abs. 2]).

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3.

3.1 Dass das Ereignis vom 24. April 2018 die kumulativen Tatbestands-
voraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 
hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Dr. med. B.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
19. Dezember 2017 (act. II M8) eine Epicondylopathie humeri radialis beid-
seits und den Verdacht auf anterosuperioren Konflikt mit Affektion der lan-
gen Bicepssehne (LBS) und Oberrandläsion Subscapularis sowie anteroin-
feriore unidirektionale Schulterinstabilität nach Trauma 2008.

Nachdem am 22. Dezember 2017 eine MR-Arthrographie der Schulter 
rechts einen Humeruskopfhochstand, eine ansatznahe Tendinose der Su-
praspinatussehne und kleinere degenerativ bedingte zystische Verände-
rungen dorsolateral am Humeruskopf offenbart hatte (act. II M2), nannte 
Dr. med. B.________ im Bericht vom 20. März 2018 (act. II M4) als Dia-
gnosen eine regrediente Epicondylopathia humeri radialis beidseits und 
eine regrediente Schmerzsymptomatik nach Sulcus bicipitalis Infiltration bei 
Verdacht auf anterosuperioren Konflikt mit Affektion LBS und Oberrandlä-
sion Subscapularis sowie anteroinferiore unidirektionale Schulterinstabilität 
nach Trauma 2008. Es zeige sich nun ein schöner Verlauf mit deutlich re-
gredienten Beschwerden. Nach wie vor bestünden gewisse Schmerzen im 
Bereich des Sulcus bicipitalis, jedoch seit mehreren Wochen nun stabil.

3.2.2 Im Bericht des Spitals C.________ über die Behandlung vom 
24. April 2018 wurden als Diagnosen eine Schulterprellung rechts und ein 
Status nach Nierentransplantation in die rechte Fossa iliaca am 17. De-
zember 2016 aufgeführt. Als Nebendiagnosen wurden ein Status nach Epi-
didymitis am 14. September 2017, chronische posttraumatische Rücken-
schmerzen nach Autounfall 2008 und ein Status nach Thrombozytopenie 
am 20. Dezember 2016 erwähnt (act. II M1 S. 1). Die transplantierte Niere 
sei nicht ektatisch gewesen. Konventionell-radiologisch hätten sich keine 
Hinweise für Traumafolgen der Schulter ergeben und in der klinischen Un-

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tersuchung fänden sich keine Hinweise für eine Rotatorenmanschettenrup-
tur (S. 2).

3.2.3 Nach einer weiteren MR-Arthrographie der rechten Schulter vom 
4. Mai 2018, die vergleichend zur Voruntersuchung eine stabile Situation 
einer rim-rent Läsion der Supraspinatussehne, eine intakte Darstellung der 
Subscapularissehne und die bekannte Akromioklavikulargelenkarthrose mit 
Einbauchung des muskulotendinösen Übergangs der Supraspinatussehne 
zeigte (act. II M5), diagnostizierte Dr. med. B.________ am 14. Mai 2018 
eine Subscapularis-Oberrandruptur mit ventraler Biceps-Pulleyläsion rechts 
und eine regrediente Epicondylopathia humeri radialis beidseits. Es zeige 
sich aktuell eine Subscapularis-Partialruptur passend zu den klinischen 
Befunden. Er empfehle die Rekonstruktion der Subscapularissehne, welche 
arthroskopisch möglich sei. Gleichzeitig müsste eine Tenodese der langen 
Bicepssehne durchgeführt werden, um den Auslöser der Partialruptur zu 
minimieren. Die schnappende Bicepssehne sei verantwortlich für die nun 
doch recht ausgedehnte Subscapularissehnenruptur (act. II M6). 

3.2.4 Die beratende Ärztin der Helsana, Dr. med. D.________, Fachärztin 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
führte am 26. Juni 2018 aus, die Befunde vor und nach dem Unfallereignis 
seien gleichbleibend. In den radiologischen Befunden werde die Subscapu-
larissehne als unauffällig beschrieben. In der orthopädischen Untersuchung 
würden eine Oberrandläsion und eine Bicepsinstabilität beschrieben. Die 
Ellenbogenschmerzen seien ebenfalls vorbestehend. Der Versicherte habe 
sich am 24. April 2018 eine Kontusion der rechten Schulter zugezogen. 
Eine neue zum besagten Unfall kausale strukturelle Läsion liege nicht vor. 
Die geplante Operation vom 3. Juli 2018 sei nur möglicherweise auf das 
Ereignis vom 24. April 2018 zurückzuführen (act. II M7 S. 1). Es sei davon 
auszugehen, dass die unfallkausalen Beschwerden sechs Wochen nach 
dem Unfallereignis abgeklungen gewesen seien (act. II M7 S. 2).

3.2.5 Im Operationsbericht vom 3. Juli 2018 (act. II M11) über die glei-
chentags durchgeführte Schulterarthroskopie mit Refixation der Subscapu-
larissehne und Tenotomie mit Tenodese der langen Bicepssehne, Acro-
mioplastik und AC-Gelenksresektion rechts diagnostizierte Dr. med. 

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B.________ eine instabile lange Bicepssehne mit subtotaler Avulsion der 
Subscapularissehne und symptomatische AC-Gelenksarthrose rechts. 

Am 15. August 2018 berichtete Dr. B.________, sowohl im klinischen Be-
fund als auch im MRI-Befund liege eine deutliche Diskrepanz der Grösse 
der Läsion vor und die Ausweitung der Subscapularisruptur entspreche 
nicht einem normalen Krankheitsverlauf. Insbesondere die intraoperativen 
Befunde mit subtotaler Ruptur der Subscapularissehne mit klaren Avulsi-
onszeichen seien ein klarer Indikator der traumatischen Genese der Schä-
digung (act. II M12 S. 2).

3.2.6 Dr. med. D.________ hielt am 11. September 2018 fest, die Schul-
ter sei vor und nach dem Unfallereignis umfangreich, auch MR-
tomographisch, dokumentiert. In der Untersuchung blieben die Befunde 
ebenfalls konstant. Intraoperativ habe sich nun eine Ablösung der Subsca-
pularissehne vom Tuberculum minus gezeigt. Dies habe sich in der MR-
Untersuchung so nicht dargestellt. Aber trotzdem sei dies kein Beweis, 
dass diese Läsion am 24. April 2018 verursacht worden sei. Die Subscapu-
larisläsion sei lediglich möglicherweise auf das Unfallereignis vom 24. April 
2018 zurückzuführen (act. II M13 S. 2).

3.2.7 Der Vertrauensarzt der Swica, Dr. med. E.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, führte in der Stellungnahme vom 1. Oktober 
2018 (act. II M17) aus, er verweise auf die Beurteilung von Dr. med. 
B.________ vom 15. August 2018. Wenn dies so sei und der MRI-Befund 
die Situation nicht richtig dargelegt habe, dann habe der Unfall eine Bedeu-
tung resp. könne als Teilursache nicht weggedacht werden. Die subtotale 
Ruptur der Subscapularissehne mit klaren Avulsionszeichen sei unfallbe-
dingt.

3.2.8 Dr. med. D.________ erwähnte am 4. Dezember 2018 (act. II M16), 
die Subscapularisläsion sei unbestritten. Diese und die Affektion der Bi-
cepssehne sei lediglich möglicherweise durch das Unfallereignis vom 
24. April 2018 verursacht worden, weil die Affektion der langen Bicepsseh-
ne und die Oberrandläsion des Subscapularis seit Dezember 2017 bekannt 
gewesen seien, bereits im Januar oder Februar 2018 eine Infiltration der 
betroffenen Bicepssehne (erfolgreich) durchgeführt worden sei, bei der 

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Untersuchung vom 30. April 2018 (sechs Tage nach dem Unfallereignis) 
das Unfallereignis im Bericht nicht erwähnt worden und die Schulter bei der 
Untersuchung frei beweglich gewesen sei, diese Untersuchung in Diskre-
panz zu den in der Einsprache des Versicherten erwähnten Einschränkun-
gen stehe und der behandelnde Arzt am 14. Mai 2018 (20 Tage nach dem 
Unfallereignis) die schnappende Bicepssehne (welche schon vor dem Un-
fallereignis mit einer Infiltration behandelt worden sei) als Auslöser für die 
Partialruptur gesehen habe (S. 3).

3.2.9 Im Bericht vom 21. März 2019 (Akten der Swica [act. I] 3) nannte 
Dr. med. B.________ als Hauptdiagnosen eine ausgeprägte Scapuladyski-
nesie Typ I und II nach Kibler bei Status nach arthroskopischer Rotatoren-
manschettenrekonstruktion (Subscapularissehne), Tenodese der langen 
Bicepssehne und AC-Gelenksresektion rechts. Die Arbeitsfähigkeit betrage 
100 %. Bezüglich der rechten Schulter zeige sich ein relativ guter Verlauf 
(S. 1). Sowohl klinisch als auch MR-tomographisch bestünden im Verlauf 
zwischen dem 22. Dezember 2017 und dem 4. Mai 2018 deutliche Diskre-
panzen. Im initialen MRI vom 22. Dezember 2017 habe eine intakte Inserti-
on der Subscapularissehne bestanden mit leichten Tendinopathiezeichen 
im mittleren Sehnenanteil, jedoch ohne Läsion der Sehneninsertion. In der 
erneuten MRI-Untersuchung vom 4. Mai 2018 habe sich jedoch eine Avul-
sion der cranialen Hälfte der Subscapularissehne mit Retraktion des proxi-
malen Sehnenanteils gezeigt. Dies entspreche auch den intraoperativen 
Befunden, welche bildgebend dokumentiert seien. Dies seien eindeutige 
Hinweise einer frischen traumatischen Genese als Ursache für die Subsca-
pularissehnenruptur (S. 2).

3.2.10 Am 23. April 2019 hielt Dr. med. D.________ fest, der Bericht des 
Dr. med. B.________ vom 21. März 2019 ändere nichts an ihrer Beurtei-
lung vom 4. Dezember 2018. Da keine neuen Erkenntnisse vorlägen, habe 
sie auch nichts mehr hinzuzufügen (Akten der Helsana [act. IIB] 1).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 11

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweis-
grundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.4 Umstritten ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab dem 
30. Juni 2018 für die geklagten rechtsseitigen Schulterbeschwerden, wel-
che am 3. Juli 2018 operativ behandelt wurden (act. II M11). Soweit die 
Beschwerdeführerin postuliert, der Beschwerdegegnerin obliege der Be-
weis, dass per 30. Juni 2018 keinerlei Unfallfolgen mehr vorliegen (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 3), kann ihr nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Aus 
den amtlichen Akten ergeben sich keine Hinweise, dass die Beschwerde-
gegnerin ihre Leistungspflicht hinsichtlich der besagten Schulterbeschwer-
den jemals anerkannt hat (vgl. E. 2.2 hiervor; SZS 2017 S. 658 ff.). Sie ver-
neinte denn auch in der formlosen Mitteilung vom 24. Juli 2018 wie auch in 
der Verfügung vom 19. September 2018 (act. II K20) bzw. im Einspra-
cheentscheid vom 11. Januar 2019 (act. II K29) durch den Unfall verur-
sachte strukturelle Läsionen an der rechten Schulter. Letztlich kann jedoch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 12

offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin die leistungsbegründende natür-
liche Unfallkausalität in Bezug auf diesen Gesundheitsschaden anerkannte 
und demnach die Beweislast (im Falle einer Beweislosigkeit) für das Dahin-
fallen des Kausalzusammenhangs bei ihr läge (vgl. E. 2.2 hiervor). Denn 
selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdegegnerin davon ausgegangen 
würde, dass sie die leistungsbegründende Unfallkausalität für die fraglichen 
Schulterbeschwerden nicht anerkannt hätte, ist diese gestützt auf die vor-
liegenden medizinischen Akten nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt.

3.5 Der operierende Dr. med. B.________ legt in den Berichten vom 
15. August 2018 (act. II M12) und 21. März 2019 (act. I 3) schlüssig und 
nachvollziehbar dar, dass sich nach dem Unfall vom 24. April 2018 bildge-
bend eine vergrösserte Läsion gezeigt bzw. eine Avulsion der cranialen 
Hälfte der Subscapularissehne vorgelegen habe, was auch den bilddoku-
mentierten intraoperativen Befunden entspreche.

Diese Beurteilung findet Rückhalt in den medizinischen Akten. Die MR-
Arthrographie der rechten Schulter vom 22. Dezember 2017 zeigte eine 
unauffällige Darstellung der Infraspinatus-, Subscapularis- und Teres mi-
nor-Sehne und eine regelrechte Lage der langen Bicepssehne im Sulcus 
intertubercularis bei einem unauffälligen intraartikulären Verlauf (act. II M2). 
Bei der nach dem Unfall am 4. Mai 2018 durchgeführten (Arthro-)MRI-
Untersuchung stellte der Radiologe zwar ebenfalls eine intakte Darstellung 
der Subscapularissehne fest, dies jedoch bei einem Injektionsartefakt 
(act. II M5; vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, 
S. 157 [Artefakt: Auffälligkeit in einem Untersuchungsbefund ohne physiol. 
bzw. pathol. Korrelat]). Dr. med. B.________ führte sodann anlässlich der 
Konsultation vom 14. Mai 2018 zum radiologischen Befund vom 4. Mai 
2018 namentlich aus, dass eine Subscapularisoberrand-Ruptur transmural 
betreffend die Hälfte des Sehnendurchmessers vorliege, und stellte ge-
stützt auf die klinisch erhobenen Befunde eine Subscapularis-Partialruptur 
fest (act II M6). Diese Befunde bestätigten sich denn auch intraoperativ am 
3. Juli 2018. So führte der orthopädische Chirurge im entsprechenden Ope-
rationsbericht aus, die Subscapularissehne zeige eine Läsion der cranialen 
30 % komplett sowie der inneren 2/3 der Sehneninsertion für etwa 3/4 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 13

Sehnendurchmessers und nannte als Diagnose eine instabile lange Bi-
cepssehne mit subtotaler Avulsion der Subscapularissehne rechts 
(act. II M11). Zur Ursache der Schädigung führte er aus, die Grösse der 
Läsion und die Ausweitung der Subscapularisruptur entsprächen nicht ei-
nem normalen Krankheitsverlauf, insbesondere der intraoperative Befund 
mit subtotaler Ruptur der Subscapularissehne mit klaren Avulsionszeichen 
sei ein klarer Indikator der traumatischen Genese (act. II M12 S. 12). 
Nachdem der Vertrauensarzt der Swica Kenntnis des intraoperativen Be-
fundes erhalten hatte, schloss er sich dieser Beurteilung an (act. II M17). 

Es überzeugt deshalb, wenn Dr. med. B.________ im Bericht vom 21. März 
2019 (act. I 3) ausführt, im initialen MRI vom 22. Dezember 2017 habe eine 
intakte Insertion der Subscapularissehne bestanden mit leichten Tendino-
pathiezeichen im mittleren Sehnenanteil, jedoch ohne Läsion der Sehnen-
insertion. In der erneuten MRI-Untersuchung vom 4. Mai 2018 habe sich 
jedoch eine Avulsion der cranialen Hälfte der Subscapularissehne mit Re-
traktion des proximalen Sehnenanteils gezeigt, was auch den intraoperati-
ven Befunden entspreche. Dies seien eindeutige Hinweise einer frischen 
traumatischen Genese als Ursache für die Subscapularissehnenruptur 
(S. 2). Durch diese Beurteilung ist seine frühere Einschätzung, wonach die 
schnappende Bicepssehne für die ausgedehnte Sehnenruptur verantwort-
lich sein könnte (act. II M6), überholt.

3.6 Die Einschätzung der beratenden Ärztin der Helsana, Dr. med. 
D.________, überzeugt demgegenüber nicht. So bestätigte sie im Bericht 
vom 11. September 2018 (act. II M13) ebenfalls, dass sich intraoperativ 
eine Ablösung der Subscapularissehne gezeigt habe; soweit sie weiter 
festhält, dies sei kein Beweis, dass die Läsion am 24. April 2018 verursacht 
worden sei, genügt dies nicht, um Zweifel an der Beurteilung von Dr. med. 
B.________ zu wecken. Eine plausible Begründung lässt sich nämlich ihrer 
Einschätzung nicht entnehmen. Der blosse Hinweis, dass sich die Ablö-
sung der Subscapularissehne in der MR-Untersuchung so nicht dargestellt 
habe, genügt nicht. Auch deren Stellungnahmen vom 4. Dezember 2018 
(act. II 16) und 23. April 2019 (act. IIB 1) vermögen keine Zweifel zu we-
cken. Die beratende Ärztin setzte sich darin mit den intraoperativ erhobe-
nen Befunden, insbesondere der Grösse der Läsion und den klaren Avulsi-

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onszeichen (act. II M11), nicht ansatzweise auseinander, und es fehlt auch 
eine Auseinandersetzung mit der Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. 
B.________ in den Berichten vom 15. August 2018 (act. II M12) und 
21. März 2019 (act. I 3). Weshalb nun doch die schnappende Bicepssehne 
als Auslöser für die Partialruptur des Subscapularis zu sehen sei, begrün-
det sie ebenfalls nicht näher.

3.7 Unter diesen Umständen hat als erstellt zu gelten, dass der Ge-
sundheitsschaden an der rechten Schulter, welcher mit der Operation vom 
3. Juli 2018 (act. II M11) behandelt wurde, mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit durch den Unfall vom 24. April 2018 verursacht wurde. Damit er-
weist sich die von der Beschwerdegegnerin per 30. Juni 2018 angeordnete 
Leistungseinstellung als verfrüht.

Hinzu kommt, dass es sich bei der am 3. Juli 2018 operativ behandelten 
(subtotalen) Ruptur der Subscapularissehne (act. II M11) um eine Listen-
diagnose nach Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG (Sehnenrisse) handelt. Unter Seh-
nenrissen sind auch Teilrupturen zu subsumieren, sofern diese eindeutig 
festgestellt wurden (BGE 114 V 298 E. 5c S. 306). Das Bestehen der von 
Dr. med. B.________ diagnostizierten (subtotalen) Ruptur der Subscapula-
rissehne ist aufgrund der Akten erstellt und zwischen den Parteien denn 
auch zu Recht unbestritten (act. II M11, M16 f.). Folglich besteht aufgrund 
der gesetzlichen Vermutung für diese Körperschädigung – unabhängig vom 
Vorliegen eines äusseren Ereignisses – eine Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin. Denn der Ausschlusstatbestand – d.h. dass die Läsion 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist – ist, wie 
zuvor dargelegt (vgl. E. 3.5 hiervor), nicht erfüllt (vgl. E. 2.3 hiervor). Aus-
serdem ist selbst nach der Einschätzung der beratenden Ärztin der Be-
schwerdegegnerin die Subscapularisläsion nicht vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen. Sie erachtet eine unfallbedingte Verursa-
chung als möglich (act. II act. II M7 S. 1, M16). Es liegt damit eine un-
fallähnliche Körperschädigung vor, für welche die Beschwerdegegnerin 
unabhängig des Ereignisses vom 24. April 2018 die gesetzlichen Leistun-
gen nach UVG zu erbringen hat.

3.8 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistun-
gen hinsichtlich des Ereignisses vom 24. April 2018 zu Unrecht per 30. Juni 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 15

2018 eingestellt. In Gutheissung der Beschwerde ist demnach der Einspra-
cheentscheid vom 11. Januar 2019 (act. IIA K29) aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin ist zu verpflichten, Versicherungsleistungen auch nach 
dem 30. Juni 2018 zu erbringen und namentlich für die Operation vom 
3. Juli 2018 und ihre Folgen (Heilbehandlung und Taggelder) aufzukom-
men.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungs-
trägerin nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrund-
satz keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 
E. 5b S. 133).

Der Beigeladene hat hier ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung, zumal der Aufwand zur Wahrung seiner Interessen den Rah-
men dessen nicht überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumut-
barerweise zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu 
nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Helsana Unfall AG vom 11. Januar 2019 aufgeho-
ben. Die Helsana Unfall AG wird im Sinne der Erwägungen verpflichtet, 
auch nach dem 30. Juni 2018 die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen zu erbringen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2019, UV/19/108, Seite 16

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- SWICA Krankenversicherung AG 
- Helsana Unfall AG, Recht & Compliance 
- A.________
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.