# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6410c19e-edbb-5a9a-99a0-3898467c7ece
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.07.2020 SK.2019.55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2019-55_2020-07-28.pdf

## Full Text

Urteil vom 28. Juli 2020  
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 
Gerichtsschreiberin Fiona Krummenacher  

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 
Staatsanwältin des Bundes Lucienne Fauquex,  

  
2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, 

Generalsekretariat EFD, vertreten durch 
Fritz Ammann, Leiter Rechtsdienst EFD,  

  

 gegen 

  A., erbeten verteidigt durch Advokatin Monika Roth,  
  

Gegenstand  Verletzung der Meldepflicht 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2019.55 

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Anträge der Bundesanwaltschaft: 

Die Bundesanwaltschaft stellt keine Anträge. 
 

Anträge des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD): 

1. A. sei schuldig zu sprechen der vorsätzlichen Verletzung der Meldepflicht gemäss 
Art. 37 Abs. 1 GwG, begangen in der Zeit vom 9. Oktober 2009 bis zum 6. Sep-
tember 2012. 
 

2. A. sei zu verurteilen: 
 
a) zu einer Busse von Fr. 20'000.--; 

 
b) zur Bezahlung der Verfahrenskosten, inkl. der Kosten des Vorverfahrens des 

EFD und der Anklageführung in der Höhe von Fr. 5'090.--. 

Eventualiter: 

1. A. sei schuldig zu sprechen der fahrlässigen Verletzung der Meldepflicht gemäss 
Art. 37 Abs. 1 [recte: i.V.m. Abs. 2] GwG, begangen in der Zeit vom 9. Okto-
ber 2009 bis zum 6. September 2012. 
 

2. A. sei zu verurteilen: 
 
a) zu einer Busse von Fr. 10'000.--; 

 
b) zur Bezahlung der Verfahrenskosten, inkl. der Kosten des Vorverfahrens des 

EFD und der Anklageführung in der Höhe von Fr. 5'090.--. 
 

Anträge der Verteidigung: 

1. Das Verfahren sei einzustellen. 
 

2. Eventualiter sei A. von der Anklage freizusprechen. 
 

3. Unter o/e Kostenfolge zulasten der Eidgenossenschaft. 

 
 

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Prozessgeschichte: 

A. Gestützt auf eine Strafanzeige der Finanzmarktaufsicht (nachfolgend: FINMA) 
vom 6. Februar 2017 eröffnete das Eidgenössische Finanzdepartment (nachfol-
gend: EFD) am 10. August 2018 gegen A. (nachfolgend: der Beschuldigte) und 
B. ein Verwaltungsstrafverfahren nach dem Bundesgesetz über das Verwal-
tungsstrafrecht vom 22. März 1974 (VStrR, SR 313.0) wegen Verdachts auf Ver-
letzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 des Bundesgesetzes vom 10. Okto-
ber 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzie-
rung im Finanzsektor (Geldwäschereigesetz, GwG, SR 955.0; Akten EFD [Ver-
fahrens-Nr. 442.3-099] act. 20.1). 

B. Mit Strafverfügung vom 3. September 2019 sprach das EFD den Beschuldigten 
wegen vorsätzlicher Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 GwG, 
begangen vom 9. Oktober 2009 bis zum 6. September 2012, schuldig und verur-
teilte ihn zu einer Busse von Fr. 10'000.-- sowie zur Bezahlung der Verfahrens-
kosten von Fr. 3'590.-- (EFD act. 100.1 ff.). B. wurde mittels separater Verfügung 
gleichen Datums wegen fahrlässiger Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 
Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 GwG, begangen vom 27. Januar 2010 bis zum 31. Dezem-
ber 2014, schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 13'000.-- und zur 
Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 3'510.-- verurteilt (Art. 70 VStrR; 
EFD act. 101.1 ff.). 

C. Der Beschuldigte und B. verlangten mit Schreiben vom 13. bzw. 16. Septem-
ber 2019 beim EFD die gerichtliche Beurteilung (Art. 72 VStrR; EFD act. 100.62 
und 101.54). 

D. Mit Übermittlungsschreiben vom 4. Oktober 2019 überwies das EFD die Akten 
gemäss Art. 50 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Eidgenössische Finanz-
marktaufsicht vom 22. Juni 2007 (Finanzmarktaufsichtsgesetz [FINMAG], 
SR 956.1) an die Bundesanwaltschaft zuhanden des Bundesstrafgerichts. Das 
EFD beantragte, der Beschuldigte und B. seien der Verletzung der Meldepflicht 
gemäss Art. 37 Abs. 1 GwG, eventualiter gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. 
Abs. 2 GwG, schuldig zu sprechen, begangen vom 9. Oktober 2009 bis zum 
6. September 2012 bzw. vom 12. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2014, und 
zu einer Busse von Fr. 20'000.-- bzw. Fr. 35'000.-- sowie zur Bezahlung der Ver-
fahrenskosten von Fr. 3'590.-- bzw. Fr. 3'510.--, zuzüglich Kosten der Anklage-
vertretung und Kosten des Gerichtsverfahrens, zu verurteilen 
(SK act. 12.100.3 ff.). 

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E. Am 8. Oktober 2019 reichte die Bundesanwaltschaft die Akten des EFD zusam-
men mit den Begehren um gerichtliche Beurteilung beim Bundesstrafgericht ein 
(SK act. 12.100.1 ff.). 

F. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2019 zog B. sein Begehren um gerichtliche Be-
urteilung zurück (SK act. 12.522.1). 

G. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 trennte das Einzelgericht des Bundesstraf-
gerichts das gegen B. geführte Strafverfahren vom Verfahren SK.2019.55 ab, 
führte dieses unter der Verfahrensnummer SK.2019.57 weiter und stellte es ge-
stützt auf Art. 78 Abs. 3 VStrR (Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurtei-
lung) ein (SK act. 12.930.1 ff.). 

H. Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte der Einzelrichter von Amtes wegen 
einen Strafregisterauszug sowie einen Betreibungsregisterauszug und die den 
Beschuldigten betreffenden Steuerunterlagen ein (SK act. 2.231.1.1 f., 
2.231.3.1 f., 2.231.2.1 ff.). Mittels prozessleitender Verfügung vom 10. Dezem-
ber 2019 wies die Verfahrensleitung den Antrag des Beschuldigten vom 13. No-
vember 2019 auf Rückweisung der Anklage ab, soweit darauf eingetreten wurde 
(SK act. 12.255.1 ff.). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2019 hiess die Verfah-
rensleitung den Beweisantrag des Beschuldigten auf Beizug des Audio-Files der 
Telefonkonferenz vom 4. Februar 2019 und Erläuterung der Bedeutung des Ver-
merks «Updated Februar 2015» betreffend das Audio-File gut. Sein Antrag, das 
Audio-File in ein schriftliches Wort-Protokoll zu fassen, wurde hingegen abgewie-
sen (SK act. 12.250.1 f.). Am 12. Dezember 2019 bzw. 8. Januar 2020 verfügte 
die Verfahrensleitung die Edition des Audio-Files bei der Untersuchungsbeauf-
tragten C. AG (nachfolgend: C. AG oder Untersuchungsbeauftragte) und er-
suchte diese um Auskunftserteilung (SK act.12.661.1 ff. und -6 ff.).  

I. Die Hauptverhandlung fand am 26. Mai 2020 in Anwesenheit des Vertreters des 
EFD sowie der Verteidigung und des Beschuldigten vor dem Einzelrichter der 
Strafkammer des Bundesstrafgerichts am Sitz des Gerichts statt 
(SK act. 12.720.1 ff.). Die Bundesanwaltschaft verzichtete auf eine Teilnahme 
(Art. 75 Abs. 4 VStrR; SK act. 12.310.4). Anlässlich der Hauptverhandlung wurde 
der Beschuldigte und B. als Zeuge vom Gericht einvernommen 
(SK act. 12.720.4). 

 
 
 

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Der Einzelrichter erwägt: 

1. Prozessuales und Vorfragen 

1.1 Anwendbares Recht 

1.1.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 2 VStrR wird nach geltendem Recht beur-
teilt, wer nach dessen Inkrafttreten ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat. 
Dies gilt auch für Übertretungen (Art. 104 StGB). Massgebend ist der Zeitpunkt 
der Vornahme der tatbestandsmässigen Handlung (RIKLIN, Schweizerisches 
Strafrecht, Allgemeiner Teil, Verbrechenslehre, 3. Auflage, 2007, § 8 N. 5; 
POPP/BERKEMEIER, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 4. Aufl., 
2019, Art. 2 StGB N. 5). Als Ausnahme bestimmt Art. 2 Abs. 2 StGB, dass eine 
Tat, welche vor Inkrafttreten des Gesetzes begangen wurde, nach dem neuen 
Recht zu beurteilen ist, wenn dieses für den Täter das mildere ist (lex mitior). Ein 
Dauerdelikt ist nach neuem Recht zu beurteilen, wenn es (auch) begangen 
wurde, nachdem dieses in Kraft trat. Daran ändert nichts, wenn die Handlung nur 
teilweise unter das neue Recht fällt (POPP/BERKEMEIER, a.a.O., Art. 2 StGB 
N. 11). Die Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 GwG ist ein Dauerdelikt. 
Die Meldepflicht i.S.v. Art. 9 GwG entsteht, sobald der Finanzintermediär weiss 
oder den begründeten Verdacht hat, dass die in die Geschäftsbeziehung invol-
vierten Vermögenswerte einen der in dieser Bestimmung aufgeführten Tatbe-
stände erfüllen könnte und dauert grundsätzlich solange weiter, wie die streitigen 
Vermögen entdeckt und eingezogen werden können (BGE 144 IV 391 E. 3.1; 
142 IV 276 E. 5.4.2).  

1.1.2 Gemäss Anklage soll der Beschuldigte die Meldepflichtverletzung im Zeitraum 
vom 9. Oktober 2009 bis zum 6. September 2012 begangen haben. Das GwG in 
der Fassung vom 1. Februar 2009 stand bis zum 31. Dezember 2015 in Kraft und 
sah eine identische Strafandrohung wie die derzeit geltende revidierte Fassung 
des GwG vor. Die vorliegend relevanten Passagen von Art. 9 GwG blieben auch 
durch zwischenzeitliche Revisionen unverändert. Entsprechend findet die Straf-
bestimmung von Art. 37 GwG i.V.m. Art. 9 GwG in der bis zum 31. Dezem-
ber 2015 geltenden Fassung Anwendung. 

1.1.3 In Bezug auf die verwaltungsrechtlichen Regelungen betreffend GwG-Sorgfalts-
pflichten ist das Recht massgebend, das zur Tatzeit in Kraft stand. 

1.1.4 Vom 18. Dezember 2002 bis zum 31. Dezember 2010 stand die Verordnung 
über die Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Ban-
ken-, Effektenhändler- und Kollektivanlagenbereich (GwV-FINMA 1) in Kraft 

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(vgl. Ziff. I 4 der Verordnung der FINMA vom 20. November 2008 über die An-
passung von Behördenverordnungen an das Finanzmarktaufsichtsgesetz, in 
Kraft seit 1. Januar 2009, AS 2008 5616). Die GwV-FINMA 1 wurde per 1. Ja-
nuar 2011 zusammen mit zwei weiteren von den jeweiligen FINMA-Vorgänger-
organisationen ausgearbeiteten GeIdwäschereiverordnungen in der Verordnung 
der FINMA über die Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzie-
rung vom 8. Dezember 2010 (aGwV-FINMA, AS 2010 6295) zusammengeführt. 
Die relevanten Normen der bis dahin bestehenden Verordnungen wurden wei-
testgehend unverändert in die neue Verordnung überführt. Die materiellen Rege-
lungen betreffend die Sorgfaltspflichten haben keine vorliegend relevanten Än-
derungen erfahren. Die aGwV-FINMA stand vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezem-
ber 2015 in Kraft. Vorliegend anwendbar ist mit Blick auf den Zeitpunkt der Ent-
stehung einer möglichen Meldepflicht (vgl. hinten E. 2.4.4) die GwV-FINMA 1.  

1.1.5 Die Änderungen des seit dem 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Sanktionen-
rechts sind nicht milder (TRECHSEL/PIETH, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Praxiskom-
mentar, 3. Aufl., 2018, Art. 2 StGB N. 11), so dass bei der Strafzumessung vom 
im Tatzeitpunkt geltenden Recht ausgegangen werden kann. 

1.2 Zuständigkeit 

1.2.1 Gemäss Art. 50 Abs. 1 Satz 2 FINMAG ist das EFD verfolgende und urteilende 
Behörde bei Widerhandlungen gegen die Strafbestimmungen des FINMAG und 
der übrigen Finanzmarktgesetze i.S.v. Art. 1 Abs. 1 FINMAG. Art. 50 Abs. 2 FIN-
MAG sieht unter anderem vor, dass die strafbare Handlung der Bundesgerichts-
barkeit untersteht, wenn die gerichtliche Beurteilung verlangt wurde. In diesem 
Fall überweist das EFD die Akten der Bundesanwaltschaft zuhanden des Bun-
desstrafgerichts. Die Überweisung gilt dabei als Anklage. 

1.2.2 Das vorliegende Verfahren hat eine Widerhandlung gegen das GwG zum Ge-
genstand. Das GwG zählt zu den Finanzmarktgesetzen (Art. 1 Abs. 1 lit. f FIN-
MAG). Nachdem der Beschuldigte fristgerecht nach Eröffnung der Strafverfü-
gung die gerichtliche Beurteilung verlangt hat (vgl. vorne lit. C), ist die Zuständig-
keit der Strafkammer des Bundesstrafgerichts gegeben (Art. 72 VStrR i.V.m. 
Art. 35 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation 
der Strafbehörden des Bundes, Strafbehördenorganisationsgesetz [StBOG], 
SR 173.71). 

Die Kompetenz des Einzelrichters der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
ergibt sich aus Art. 19 Abs. 2 lit. b StPO i.V.m. Art. 36 Abs. 2 StBOG. 

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1.3 Verfahren  

Das Verfahren vor Bundesstrafgericht bestimmt sich nach Massgabe der  
Art. 73–80 VStrR (Art. 81 VStrR); subsidiär sind die Bestimmungen der StPO 
heranzuziehen (Art. 82 VStrR). Das Gericht entscheidet in der Sache und bezüg-
lich der Kosten neu (HAURI, Verwaltungsstrafrecht, 1998, S. 155 f.); hierbei 
kommt ihm freie Kognition zu (HAURI, a.a.O., S. 149 f.). Das Urteil ist mit den 
wesentlichen Entscheidungsgründen den Parteien schriftlich zu eröffnen, unter 
Angabe der Rechtsmittelbelehrung (Art. 79 Abs. 2 VStrR).  

1.4 Verjährung 

Übertretungen nach Art. 37 GwG verjähren gemäss Art. 52 FINMAG nach sie-
ben Jahren. Solange die Meldepflicht andauert, ist ihre Verletzung möglich. Ein 
eventuell strafbares Verhalten endete mithin am letzten Arbeitstag des Be-
schuldigten, d.h. am 6. September 2012 (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_1304/2017 vom 25. Juni 2018 E. 2.4.1; hinten E. 2.3.5 und E. 2.4.4). Am 
7. September 2019 wäre somit die Verfolgungsverjährung eingetreten. Die Straf-
verfügung des EFD vom 3. September 2019 verhinderte vorliegend die Verjäh-
rung (vgl. BGE 133 IV 112 E. 9.4.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_1304/2017 
vom 25. Juni 2018 E. 2.4.2). 

1.5 Anwaltliche Verteidigung 

Gemäss Art. 129 Abs. 1 StPO ist eine beschuldigte Person berechtigt, in jedem 
Strafverfahren einen Wahlverteidiger zu bestellen oder, unter Vorbehalt von 
Art. 130 StPO, sich selber zu verteidigen. Im Jahr 2014 reichte die Verteidigung 
des Beschuldigten im Auftrag des Fonds E. eine Strafanzeige gegen die Bank D. 
ein (EFD act. 20.58 Rz. 25; […]). Da vorliegend kein Fall von notwendiger Ver-
teidigung vorliegt (vgl. Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
SK.2018.53 vom 23. Mai 2019 E. 4.2 und SK.2019.41 vom 5. Dezember 2019 
E. 1.6), kann unter prozessualem Gesichtspunkt offenbleiben, ob sich die Vertei-
digung des Beschuldigten in einem Interessenkonflikt befindet.  

1.6 Antrag auf Verfahrenseinstellung 

1.6.1 Die Verteidigung rügt in ihrem Parteivortrag, das Beschleunigungsgebot sei ver-
letzt worden. Sie macht geltend, das EFD habe erst 18 Monate nach Eingang der 
Strafanzeige der FINMA das Verfahren gegen den Beschuldigten eröffnet. Zu-
dem sei das EFD weitere vier Monate inaktiv gewesen, indem es dem Aktenein-
sichtsersuchen des Beschuldigten vom 23. Januar 2019 erst am 29. Mai 2019 
nachgekommen sei. Aufgrund dieser insgesamt 22-monatigen Inaktivität des 
EFD und dem Umstand, dass das EFD schliesslich bloss drei Tage vor Ablauf 

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der Verfolgungsverjährung den Strafbescheid erlassen habe, sei das Strafver-
fahren gegen den Beschuldigten einzustellen (SK act. 12.721.25 f.). 

1.6.2 Das in Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt II 
sowie in Art. 5 StPO verankerte Beschleunigungsgebot verpflichtet die Behörden, 
das Strafverfahren während seiner gesamten Dauer zügig voranzutreiben. Die 
beschuldigte Person soll nicht länger als notwendig den Belastungen des Straf-
verfahrens ausgesetzt sein (vgl. BGE 133 IV 158 E. 8; Urteil des Bundesgerichts 
6B_1076/2009 vom 22. März 2010 E. 2.2). Die Beurteilung der Verfahrensdauer 
entzieht sich starren Regeln. Welche Zeitspanne angemessen ist, hängt von den 
Umständen des Einzelfalles ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Dabei 
sind insbesondere die Komplexität des Falls, dessen Behandlung durch die Be-
hörden sowie das Verhalten des Beschuldigten zu berücksichtigen (vgl. 
BGE 130 IV 54 E. 3.3.3). Gemäss Rechtsprechung ist für die Berechnung der 
Verfahrensdauer vom Datum der offiziellen amtlichen Mitteilung der zuständigen 
Behörde an den Betroffenen, wonach ihm die Begehung einer Straftat angelastet 
werde, bzw. ab dem Zeitpunkt, in welchem die betroffene Person vom Verfahren 
Kenntnis hat und beeinträchtigt wird, auszugehen (vgl. BGE 117 IV 126 E. 3; 
SUMMERS, in: Niggli, Heer, Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 2. Aufl., 
2014, Art. 5 StPO N. 2). Verfahrensverzögerungen oder eine überlange Verfah-
rensdauer können nachträglich nicht geheilt werden und führen deshalb in der 
Regel zu einer Strafreduktion, gegebenenfalls zu einem Verzicht auf Bestrafung 
oder als ultima ratio sogar zu einer Verfahrenseinstellung (BGE 143 IV 373 
E. 1.4.1; 133 IV 158 E. 8). Die massgebende Verfahrensdauer des Untersu-
chungsverfahrens des EFD betrug somit entgegen der Ansicht der Verteidigung 
bloss ein gutes Jahr (Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung im August 2018 bis An-
klageüberweisung im Oktober 2019 an die Bundesanwaltschaft und deren Wei-
terleitung ans Gericht). Diese Verfahrensdauer ist nicht unangemessen lang, wo-
mit auch nicht gegen das Beschleunigungsgebot verstossen wurde. Der Vertei-
digung ist insofern beizupflichten, als es nicht nachvollziehbar ist, weshalb das 
EFD für die Gewährung der Akteneinsicht rund vier Monate benötigte. Dem da-
mals bereits anwaltlich vertretenen Beschuldigten ist jedoch entgegenzuhalten, 
dass er die Akteneinsicht während den rund vier Monaten nie anmahnte, sondern 
bloss zuwartete und erst nach gewährter Akteneinsicht mittels Einsprache vom 
12. Juni 2019 diesbezüglich gegenüber dem EFD eine grobe Verletzung der Ver-
fahrensregeln vorwarf (EFD act. 20.52 ff., -53). Der Einstellungsantrag ist daher 
abzuweisen. 

1.7 Beweisverwertbarkeit 

1.7.1 Der Beschuldigte stellt sich im Rahmen des Parteivortrags seiner Verteidigung 
wie bereits mit Eingabe vom 9. März 2020 (teilweise) erneut auf den Standpunkt, 

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seine Einvernahme durch die Untersuchungsbeauftragte vom 5. Juli 2016 (nach-
folgend: Einvernahme durch die C. AG) und seine Einvernahme durch die FINMA 
am 23. Januar 2018 (nachfolgend: FINMA-Einvernahme) seien im vorliegenden 
Strafverfahren nicht bzw. zumindest nicht zu seinen Ungunsten verwertbar, da 
keine (vollständigen) Rechtsbelehrungen i.S.v. Art. 143 Abs. 1 lit. c StPO statt-
gefunden hätten. Dies würde dem Prinzip eines fairen Verfahrens gemäss Art. 6 
Ziff. 1 EMRK widersprechen und gemäss Art. 158 Abs. 2 StPO zu deren Unver-
wertbarkeit führen. Im Zusammenhang mit der monierten Unverwertbarkeit der 
Einvernahme durch die C. AG vertritt der Beschuldigte die Ansicht, diese würde 
bloss ein informelles «Interview» darstellen, welches auch in der «Schweizer-
Illustrierten» hätte publiziert werden können, womit es im Strafprozess bedeu-
tungslos sei. Im Zusammenhang mit der FINMA-Einvernahme bringt der Be-
schuldigte zudem vor, die FINMA habe im gegen ihn geführten Enforcementver-
fahren gezielt verschwiegen, dass sie gegen ihn bereits am 6. Februar 2017 
Strafanzeige (nachfolgend: FINMA-Strafanzeige) beim EFD erstattet habe. Da-
mit habe die FINMA ihre Aufklärungspflicht verletzt. Gleichzeitig beanstandet er 
auch, die FINMA-Aktenführung sei insofern unvollständig bzw. rechtswidrig ge-
wesen, als sich die FINMA-Strafanzeige nicht in deren Akten befunden habe. Die 
FINMA habe den Beschuldigten somit getäuscht, womit seine damaligen Aussa-
gen i.S.v. Art. 141 Abs. 1 StPO unverwertbar seien. Unter Hinweis auf die Recht-
sprechung des EGMR wird schliesslich geltend gemacht, die Verwertung der 
FINMA-Einvernahme durch das EFD würde den Grundsatz «nemo tenetur» ver-
letzen. Der Beschuldigte moniert, es hätte ihm trotz seiner verwaltungsrechtli-
chen Mitwirkungspflichten im Enforcementverfahren aufgrund der FINMA-Straf-
anzeige an der FINMA-Einvernahme ein Schweigerecht zugestanden. Aufgrund 
der vorerwähnten Täuschung durch die FINMA habe er jedoch keine Kenntnis 
gehabt von diesem Recht (SK act. 12.720.5; 12.721.26 ff.). 

1.7.2 Der definitive Entscheid über gesetzliche Beweisverwertungsverbote 
(Art. 140 f. StPO) obliegt nach der Praxis des Bundesgerichts grundsätzlich der 
zuständigen Verfahrensleitung bzw. dem erkennenden Sachrichter im Rahmen 
des Endentscheids (vgl. BGE 143 IV 475 E. 2.7 m.w.H.). Zunächst ist festzuhal-
ten, dass der Beschuldigte zu Recht nicht vorbringt, die fehlende Möglichkeit zur 
Ausübung des Fragerechts stünde vorliegend einer Verwertung der Einvernah-
meprotokolle der Untersuchungsbeauftragten entgegen. Der Anspruch, einem 
Belastungszeugen Fragen zu stellen, gilt nur dann absolut, wenn das betreffende 
Zeugnis den einzigen oder einen wesentlichen Beweis darstellt. Gemäss Recht-
sprechung des Bundesgerichts ist dabei zu prüfen, wie weit die anderen Beweis-
mittel für sich einen Schuldspruch zu tragen vermöchten. Würden diese alleine 
für einen Schuldspruch zwar nicht ausreichen, aber immerhin einen schweren 
Tatverdacht begründen, so kann die Berücksichtigung der Aussage auch ohne 

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Möglichkeit zu einer wirksamen Ausübung des Fragerechts als zusätzlicher Mo-
saikstein zum Schuldspruch führen, ohne dass dadurch die Verteidigungsrechte 
verletzt werden (vgl. BGE 133 I 33 E. 4.4.1 S. 46). Vorliegend stellen die zu den 
Akten erkannten Einvernahmeprotokolle der Untersuchungsbeauftragten sowie 
die Einvernahmeprotokolle der FINMA weder die einzigen noch die wesentlichs-
ten Beweise für die vorgeworfene Verletzung von Art. 37 GwG dar. Für sich allein 
sind diese Aussagen für die Beweisführung, die sich in erster Linie auf Sachbe-
weise stützt (vgl. hinten E. 2.3), nur von untergeordneter Bedeutung.  

Als beschuldigte Person gilt – in der Regel eine natürliche – Person, die einer 
(Verwaltungs-)Straftat hinreichend verdächtigt ist bzw. nach Verfahrenseröffnung 
wegen einer solchen beschuldigt wird (EICKER/FRANK/ACHERMANN, Verwaltungs-
strafrecht und Verwaltungsstrafverfahrensrecht, 2012, S. 160). Die FINMA-Straf-
anzeige richtete sich «gegen die Verantwortlichen der Bank D. sowie gegen all-
fällige weitere involvierte Personen» (EFD act. 10.1 f.). Weder die FINMA-Straf-
anzeige noch die ihr beigelegte Verfügung der FINMA vom 27. Januar 2017 be-
treffend die Bank D. lasteten dem Beschuldigten eine Widerhandlung an 
(EFD act. 10.1 f. und 11.1 ff.). Vielmehr musste die FINMA die Rolle und allfälli-
gen Verantwortlichkeiten des Beschuldigten im genannten Kontext aus ihrer 
Sicht zuerst noch klären, weshalb sie am 27. April 2017 gegen den Beschul-
digten ein Enforcementverfahren gemäss Art. 53 FINMAG eröffnete 
(EFD act. 30.40). Der Beschuldigte erhielt seinen Beschuldigtenstatus nicht vor 
August 2018, d.h. im Zeitpunkt, als das EFD ein Verwaltungsstrafverfahren ge-
gen ihn eröffnete (EFD act. 20.1). Entgegen der Ansicht des Beschuldigten hatte 
er somit weder anlässlich seiner Einvernahme durch die Untersuchungsbeauf-
tragte am 5. Juli 2016 noch anlässlich seiner Einvernahme durch die FINMA am 
23. Januar 2018 Beschuldigtenstatus.  

1.7.3 Der Beschuldigte wurde eingangs der Einvernahme durch die C. AG von der Un-
tersuchungsbeauftragten darauf hingewiesen, dass die Befragung auf freiwilliger 
Basis beruhe und keine formelle Einvernahme darstelle (EFD act. 12.5328). 
Mangels Beschuldigtenstatus war eine Rechtsbelehrung im Sinne der «miranda 
warnings» bzw. gemäss Art. 143 Abs. 1 lit. c StPO in diesem Rahmen nicht er-
forderlich (vgl. auch Art. 142 Abs. 1 StPO). Fehl geht auch der Einwand des Be-
schuldigten, die Einvernahme durch die C. AG würde ein blosses «Interview» 
darstellen und damit keine Beweisrelevanz haben. Im Sinne der Wahrheitsfin-
dung gilt im Strafrecht der Grundsatz der Beweisfreiheit (vgl. Art. 139 
Abs. 1 StPO). Das Gericht würdigt die Beweise frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). Die 
Bezeichnung als «Interview» ist für die Beurteilung der Beweisrelevanz der Ein-
vernahme durch die C. AG unerheblich. Obschon der Beweiswert von protokol-
lierten Befragungen ausserhalb des Strafprozesses unter Umständen reduziert 

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ist, spricht in casu nichts gegen deren Verwendung im Rahmen der freien Be-
weiswürdigung. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass der Beschuldigte die 
Richtigkeit seiner damaligen Aussagen vor der Untersuchungsbeauftragten an-
lässlich der Hauptverhandlung vor Gericht bestätigte (SK act. 12.731.4 Z. 29 f.). 

1.7.4 Nach dem im Strafprozessrecht allgemein anerkannten sowie in Art. 14 Ziff. 3 
lit. g UNO-Pakt II und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerten «nemo tenetur» Grundsatz 
(«nemo tenetur se ipsum accusare») ist im Strafverfahren niemand gehalten, zu 
seiner Belastung beizutragen (vgl. nunmehr Art.  113 Abs. 1 StPO; sog. Grund-
satz der Selbstbelastungsfreiheit bzw. Verbot des Selbstbelastungszwangs). Die 
beschuldigte Person ist mithin nicht zur Aussage verpflichtet. Vielmehr ist sie auf-
grund ihres Aussageverweigerungsrechts berechtigt zu schweigen, ohne dass 
ihr daraus Nachteile erwachsen dürfen. Namentlich darf sie nicht mit Druckmit-
teln zur Aussage gezwungen werden und ihr Schweigen darf nicht als Indiz für 
ihre Schuld gewertet werden. Aus dem Recht des Beschuldigten, nicht zu seiner 
eigenen Verurteilung beitragen zu müssen, ergibt sich insbesondere, dass die 
Behörden ihre Anklage führen müssen, ohne auf Beweismittel zurückzugreifen, 
die durch Zwang oder Druck in Missachtung des Willens des Beschuldigten er-
langt worden sind (vgl. BGE 142 IV 207 E. 8; Urteil des Bundesgerichts 
6B_843/2011 vom 23. August 2012 E. 3.3.1). Der EGMR hat in seiner Recht-
sprechung verschiedentlich die Verwertung von in Verwaltungsverfahren er-
zwungenen Informationen im Strafprozess als unzulässig qualifiziert und damit 
letztlich ein Beweisverwertungsverbot aufgestellt. Als «leading case» gilt das Ur-
teil des EGMR im Sinne Saunders vs. UK vom 17. Dezember 1996, Nr. 19187/91 
(nachfolgend: Saunders vs. UK) (MACULA, Mitwirkungspflichten nach Art. 29 FIN-
MAG – zulässige Grenze strafprozessualer Selbstbelastungsfreiheit?, recht 
2016, S. 30 ff., S. 41 m.w.H.). In Berücksichtigung der Rechtsprechung des 
EGMR hat auch das Bundesgericht wiederholt festgehalten, dass bspw. bloss 
ein strafbewehrter Befehl an die beschuldigte oder an eine andere aussagever-
weigerungsberechtigte Person, potentiell belastende Beweisunterlagen heraus-
zugeben oder belastende Aussagen gegen sich oder (im Rahmen des Aussa-
genverweigerungsrechts) eine andere Person zu machen, gegen das Verbot des 
Selbstbelastungszwangs verstösst (vgl. BGE 142 IV 207 E. 8.3.1; 140 II 384 
E. 3.3.4; 138 IV 47 E. 2.6.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_843/2011 vom 23. Au-
gust 2012 E. 3.3; siehe auch TPF 2018 107 E. 5.8.2.8).  

1.7.5 Anlässlich der FINMA-Einvernahme ermahnte die FINMA den Beschuldigten in 
Anwesenheit seiner anwaltlichen Vertretung – die heutige Verteidigung – zur 
wahrheitsgemässen Auskunft und wies ihn darauf hin, dass er die Beantwortung 
von Fragen insbesondere verweigern könne, falls er sich dabei der Gefahr der 
strafrechtlichen Verfolgung aussetzen würde. Zudem machte sie ihn auf die 
Strafbarkeit bei falscher Auskunftserteilung aufmerksam. Schliesslich erfolgte 

- 12 - 

der Hinweis auf Art. 38 Abs. 1 und 3 FINMAG, wonach die FINMA mit den Straf-
behörden im Rahmen der Zusammenarbeit und zur Erfüllung ihrer Aufgaben not-
wendige Informationen austauscht und verpflichtet ist, bei Kenntnis von Strafta-
ten dies der zuständigen Behörde anzuzeigen (EFD act. 30.81). Der Beschul-
digte wurde somit umfassend informiert. Die Aufforderung der FINMA gegenüber 
dem Beschuldigten zur Auskunftserteilung war nicht strafbewehrt. Das FINMAG 
sieht denn auch keine Straffolgen für verweigerte Auskünfte vor. Ebenso wenig 
erfolgte verfügungsweise eine Strafandrohung nach Art. 48 FINMAG oder 
Art. 292 StGB. Entgegen der Ansicht des Beschuldigten unterstand er damals 
keiner umfassenden Auskunfts- bzw. Mitwirkungspflicht. Einer solchen unterste-
hen gemäss Art. 29 Abs. 1 FINMAG bloss qualifiziert oder massgebend an Be-
aufsichtigten beteiligte Personen bei Vorabklärungen. Die vorliegende Aus-
gangslage ist nicht vergleichbar mit der Konstellation im Fall Saunders vs. UK, 
da dort eine Aussageverweigerung des beschwerdeführenden Mr. Saunders zur 
Verhängung einer Geldbusse oder einer Freiheitsstrafe geführt hätte («... the ap-
plicant was subject to legal compulsion to give evidence to the inspectors. 
[…] A refusal by the applicant to answer the questions put to him could have led 
to a finding of contempt of court and the imposition of a fine or committal to prison 
for up to two years»; Saunders vs. UK, Rz. 70). Die FINMA drohte dem Beschul-
digten mit keinerlei Zwangsmitteln, womit auch keine Verletzung des «nemo 
tenetur» Grundsatzes vorliegt. Entgegen der Behauptung des Beschuldigten ist 
es im Übrigen nicht ersichtlich, inwiefern die FINMA-Strafanzeige in den Akten 
des gegen den Beschuldigten geführten Enforcementverfahrens hätte enthalten 
sein müssen. Vielmehr war diese – zu Recht – Bestandteil der Akten des Unter-
suchungsverfahrens des EFD. Ebenfalls fehl geht der Einwand, der Beschuldigte 
sei von der FINMA getäuscht worden. Da die FINMA nicht konkret gegen den 
Beschuldigten eine Strafanzeige beim EFD erstattet hatte, konnte sie ihn diesbe-
züglich auch nicht täuschen. 

Im Ergebnis steht fest, dass die Belehrung anlässlich der FINMA-Einvernahme 
klar, wahr und vollständig war und die Aussagen des Beschuldigten ohne Zwang 
erfolgten. Es wird nicht gegen verbotene Beweiserhebungsmethoden i.S.v. 
Art. 140 Abs. 1 StPO verstossen. Die Rechtsbelehrung erfolgte korrekt und war 
ausreichend, damit der Beschuldigte seine Verteidigungsrechte wahrnehmen 
konnte. Die Einwände des Beschuldigten sind demnach unbegründet und die 
FINMA-Einvernahme ist verwertbar. Im Übrigen ist festzuhalten, dass der Be-
schuldigte selber mittels Einsprache gegen den Strafbescheid beim EFD den 
Beizug der FINMA-Einvernahme beantragt (EFD act. 20.52) und mithin sein Ver-
halten dem Grundsatz von Treu und Glauben widerspricht, wenn er diese nun 
als unverwertbar bezeichnet («venire contra factum proprium»; vgl. Urteil der 
Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2016.19 vom 19. September 2018 
E. 5.2.3). 

- 13 - 

2. Verletzung der Meldepflicht (Art. 37 GwG) 

2.1 Anklagevorwurf 

Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, als Teamleiter der 
Geldwäschereifachstelle bzw. der «anti-money laundering» (nachfolgend: AML) 
Einheit und als verantwortlicher «money laundering reporting officer» (nachfol-
gend: MLRO) der Bank D. im Zusammenhang mit der Geschäftsbeziehung zur 
F. Ltd. bzw. Jho Taek Low (nachfolgend: Jho Low) zwischen dem 9. Okto-
ber 2009 bis zum 6. September 2012 der Meldestelle für Geldwäscherei (der 
«money laundering reporting office Switzerland»; nachfolgend: MROS) geldwä-
schereiverdächtige Vermögenswerte nicht gemeldet und dadurch die Melde-
pflicht im Sinne von Art. 37 i.V.m. Art. 9 GwG verletzt zu haben. 

Der Beschuldigte weist den Anklagevorwurf von sich. Er macht insbesondere 
geltend, der Initialverdacht nach der Überweisung von USD 700 Mio. habe aus 
Sicht der Bank ausgeräumt werden können, und es seien während seiner An-
stellung nie neue Verdachtsmomente aufgekommen. Entsprechend habe er 
auch keinen Anlass gehabt, eine Verdachtsmeldung einzureichen 
(SK act. 12.721.34). 

2.2 Rechtliches 

2.2.1 Nach Art. 37 Abs.1 GwG macht sich strafbar, wer vorsätzlich die Meldepflicht 
nach Art. 9 GwG verletzt. Ebenfalls strafbar ist, wer dabei fahrlässig handelt 
(Art. 37 Abs. 2 GwG). 

2.2.2 Gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a GwG muss der Finanzintermediär der MROS unver-
züglich Meldung erstatten, wenn er weiss oder den begründeten Verdacht hat, 
dass die in die Geschäftsbeziehung involvierten Vermögenswerte im Zusammen-
hang mit einer strafbaren Handlung nach Art. 260ter Ziff. 1 oder 305bis StGB ste-
hen (Ziff. 1), aus einem Verbrechen herrühren (Ziff. 2), der Verfügungsmacht 
einer kriminellen Organisation unterliegen (Ziff. 3), oder der Terrorismusfinanzie-
rung (Art. 260quinquies Abs. 1 StGB) dienen (Ziff. 4). 

2.2.3 Die Verletzung der Meldepflicht ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt (ORDOLLI, 
in: Thelesklaf/Wyss/van Thiel et al. [Hrsg.], Kommentar GwG/AMLA, 3. Aufl., 
2019, Art. 37 GwG N. 4) und stellt ein echtes Unterlassungsdelikt dar (HILF, in: 
Kunz/Jutzi/Schären [Hrsg.], Handkommentar Geldwäschereigesetz (GwG), 
2017, Art. 37 GwG N. 21). Der Straftatbestand stellt ein Dauerdelikt dar. Solange 
die Meldepflicht andauert, liegt – unter gegebenen subjektiven Voraussetzun-
gen – ihre tatbestandsmässige Verletzung vor (vgl. vorne E. 1.1.1). Die Unterlas-

- 14 - 

sung ist in Art. 37 GwG die einzig denkbare Form der Rechtsverletzung. Das De-
likt erschöpft sich entsprechend in der Unterlassung der Meldung als solcher. 
Eines konkreten (Gefährdungs-)Erfolgs bedarf es nicht.  

2.2.4 Der Tatbestand von Art. 37 GwG leistet einen Beitrag zur direkten Verbrechens-
bekämpfung (bspw. in der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismus-
finanzierung) und dient darüber hinaus der Deliktsprävention und dem Schutz 
der Integrität des schweizerischen Finanzplatzes (vgl. BGE 134 III 529 E. 4.3; 
THELESKLAF, in: Thelesklaf/Wyss/van Thiel et al. [Hrsg.], Kommentar 
GwG/AMLA, 3. Aufl., 2019, Art. 9 GwG N. 3). 

2.2.5 Zu den einzelnen kumulativ erforderlichen Tatbestandsmerkmalen für eine Ver-
letzung der Meldepflicht gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a GwG folgende Bemerkungen: 

2.2.5.1 Da die Meldepflichtverletzung gemäss Art. 9 GwG ein echtes Sonderdelikt dar-
stellt, muss der Täter für einen Finanzintermediär handeln (HILF, a.a.O., Art. 37 
N. 6). 

2.2.5.2 Die Vermögenswerte müssen «in die Geschäftsbeziehung involviert» sein (Art. 9 
Abs. 1 lit. a GwG). Der Begriff «Vermögenswerte» ist dabei weit zu fassen. Er 
umfasst namentlich Buchgelder in Finanztransaktionen (THELESKLAF, a.a.O., 
Art. 9 GwG N. 9). 

2.2.5.3 Als «Verbrechen» im Sinne von Art. 9 GwG gelten Widerhandlungen, die mit 
einer Freiheitsstrafe von über drei Jahren bedroht sind (Art. 10 Abs. 2 StGB). 
Wird die Vortat im Ausland begangen (und ist diese dort strafbar), ist zu beurtei-
len, ob der gleiche Vorgang, hätte er im Inland stattgefunden, ein Verbrechen 
darstellen würde.  

2.2.5.4 Gemäss Art. 6 Abs. 2 GwG in seiner bis 31. Dezember 2015 geltenden Fassung 
(nachfolgend: aGwG) muss der Finanzintermediär die wirtschaftlichen Hinter-
gründe und den Zweck einer Transaktion oder einer Geschäftsbeziehung abklä-
ren, wenn die Transaktion oder die Geschäftsbeziehung ungewöhnlich erschei-
nen, es sei denn, ihre Rechtmässigkeit sei erkennbar (lit. a), oder wenn Anhalts-
punkte vorliegen, dass Vermögenswerte aus einem Verbrechen herrühren, der 
Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation (Art. 260ter Ziff. 1 StGB) unter-
liegen oder der Terrorismusfinanzierung (Art. 260quinquies Abs. 1 StGB) dienen 
(Iit. b).  

Das Gesetz lässt offen, wann eine Transaktion oder Geschäftsbeziehung im 
Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. a aGwG ungewöhnlich erscheint. Die Abklärungspflicht 
wird nach herrschender Lehre ausgelöst, wenn eine Transaktion oder Geschäfts-
beziehung entweder subjektiv (aus Sicht des konkreten Finanzintermediärs) oder 

- 15 - 

objektiv (bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt) ungewöhnlich erscheint (WYSS, 
in: Thelesklaf/Wyss/van Thiel et al. [Hrsg.], Kommentar GwG/AMLA, 3. Aufl., 
2019, Art. 6 GwG N. 28). Ganz allgemein handelt es sich um eine ungewöhnliche 
Transaktion, «wenn im Vergleich zu den durch den Finanzintermediär gewöhn-
lich zu erbringenden Finanzdienstleistungen die vom Vertragspartner verlangte 
Auftragsbesorgung den wirtschaftlichen Zweck nicht erkennen Iässt, wirtschaft-
lich als unsinnig erscheint oder die dahinter stehende Konstruktion auf einen wi-
derrechtlichen Zweck hindeutet; ebenso wenn Transaktionen den üblichen ge-
schäftlichen Rahmen der Vertragspartei sprengen oder ausserhalb der üblichen 
Geschäftstätigkeit des Finanzintermediärs liegen oder sich die Transaktionen mit 
dem Wissensstand des Finanzintermediärs über die Vertragspartei nicht verein-
baren lassen» (REINLE, Die Meldepflicht im GeIdwäschereigesetz, Diss. 2007, 
Rz. 412; BASSE-SIMONSOHN, GeIdwäschereibekämpfung und organisiertes Ver-
brechen, Diss. 2002, S. 322 f.).  

Der Anhang der GwV-FINMA 1 enthält eine beispielhafte, nicht abschliessende 
Aufzählung verschiedener Anhaltspunkte, welche jeweils für sich allein in der Re-
gel noch keinen ausreichenden Verdacht für das Vorliegen einer strafbaren Geld-
wäschereitransaktion begründen, aber im Zusammentreffen mehrerer dieser Ele-
mente auf GeIdwäscherei hindeuten können. Genannt werden unter anderem 
Transaktionen, die sich mit den Kenntnissen und Erfahrungen des Finanzinter-
mediärs über den Kunden und über den Zweck der Geschäftsbeziehung nicht 
vereinbaren lassen (Anhaltspunkt A7) oder deren Konstruktion wirtschaftlich un-
sinnig erscheinen (Anhaltspunkt A3) und Transaktionen, bei denen es unerfind-
lich ist, warum der Kunde gerade diesen Finanzintermediär oder diese Ge-
schäftsstelle für seine Geschäfte ausgewählt hat (Anhaltspunkt A5). Sodann ist 
grundsätzlich jeder Kunde verdächtig, der dem Finanzintermediär falsche oder 
irreführende Auskünfte erteilt oder ihm ohne plausiblen Grund für die Geschäfts-
beziehung notwendige und für die betreffende Tätigkeit übliche Auskünfte und 
Unterlagen verweigert (Anhaltspunkt A8).  

Der Finanzintermediär muss vom Vertragspartner die zur Klärung ungewöhnli-
cher Situationen oder zur Beseitigung berechtigter Zweifel erforderlichen Infor-
mationen verlangen. Er muss sich die Informationen beschaffen und deren Plau-
sibilität überprüfen, um die wirtschaftlichen Hintergründe von Transaktionen aus-
reichend beurteilen zu können (vgl. BGE 136 IV 188 E. 6.3.1). Er darf somit nicht 
einfach die Erklärungen seines Vertragspartners akzeptieren, sondern muss 
diese – unabhängig vom bestehenden Vertrauensverhältnis – kritisch auf ihre 
Glaubhaftigkeit überprüfen. Der Umfang dieser Überprüfung bestimmt sich na-
mentlich nach der Natur der Geschäftsbeziehung und den Gründen, welche die 
Abklärung rechtfertigen. Letztere soll sich insbesondere auf die Herkunft der in-
volvierten Mittel, die berufliche oder kommerzielle Tätigkeit des Vertragspartners 

- 16 - 

sowie seine wirtschaftlichen Verhältnisse beziehen (vgl. BGE 136 IV 188 
E. 6.3.1). 

2.2.5.5 Die Meldung muss «unverzüglich» (Art. 9 Abs. 1 GwG) bzw. «so rasch als mög-
lich» (Art. 20 GwV-FINMA 1) erstattet werden. Dies bedeutet, die Verdachtsmel-
dung muss eingereicht werden, sobald Wissen vorliegt bzw. der Verdacht be-
gründet ist, d.h., sobald die Hintergrundabklärungen nach Art. 6 GwG abge-
schlossen sind und der Verdacht nicht ausgeräumt werden konnte. Ob die Mel-
dung rechtzeitig erfolgte, entscheidet sich aufgrund der Umstände im Einzelfall. 
Eine Meldung muss auch dann unverzüglich erstattet werden, sobald die Voraus-
setzungen dafür gegeben sind, selbst wenn Abklärungen nach Art. 6 GwG noch 
andauern. Auch ein Hinauszögern der Abklärungen (durch den Finanzinterme-
diär oder den Kunden) stellt keinen relevanten Grund dar, keine Meldung zu er-
statten (THELESKLAF, a.a.O., Art. 9 GwG N. 17). 

2.2.6 Gemäss Art. 6 Abs. 1 VStrR wird u.a. eine Widerhandlung, die beim Besorgen 
von Angelegenheiten juristischer Personen begangen wird, denjenigen natürli-
chen Personen zugerechnet, welche die Tat verübt haben. 

Als Täter einer Widerhandlung gegen Art. 37 GwG kommen namentlich in Frage: 
die nach der internen Kompetenzordnung für die Erstattung der Meldung verant-
wortliche Person, die mit der Erstattung der Meldung beauftragte betriebsfremde 
Person, die Organe, welche die Grundlagen für Instruktion und Überwachung der 
für die Meldung verantwortlichen Stelle bereitstellen müssen sowie die Organe 
und Mitarbeiter, denen die Instruktion und Überwachung der für die Meldung ver-
antwortlichen Stelle obliegt (vgl. Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
SK.2017.54 vom 19. Dezember 2017 E. 2.2.4.1 m.w.H.). 

2.2.7 In subjektiver Hinsicht verlangt Art. 37 Abs. 1 GwG Vorsatz. Mithin ist strafbar, 
wer mit Wissen und Willen die Meldung gemäss Art. 9 GwG unterlassen hat so-
wie wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 
Abs. 1 StGB). Vorsatz liegt namentlich vor, wenn der Täter Kenntnis vom Vorlie-
gen eines begründeten Verdachts hat und es wissentlich und willentlich unter-
lässt, der MROS unverzüglich Meldung zu erstatten. Eventualvorsatz liegt vor, 
wenn der Täter annehmen muss, dass die in die Geschäftsbeziehung involvier-
ten Vermögenswerte aus einem Verbrechen herrühren könnten, aber es den-
noch unterlässt, die erforderlichen Abklärungen zu tätigen (Art. 6 GwG) und ge-
gebenenfalls Meldung zu erstatten oder, mit anderen Worten, sich mit der Situa-
tion abfindet (THELESKLAF, a.a.O., Art. 37 GwG N. 8 m.w.H.). Dies ist der Fall, 
wenn die für die Meldung verantwortliche Person zwar Ungewöhnliches festge-
stellt hat oder auf Anhaltspunkte für eine verbrecherische Herkunft von Vermö-
genswerten gestossen ist, dies aber nicht sonderlich beunruhigend findet und es 

- 17 - 

darauf ankommen lässt, obwohl sie vom Kunden keine befriedigende Erklärung 
erhalten hat (DE CAPITANI, in: Schmid [Hrsg.], Kommentar Einziehung – Organi-
siertes Verbrechen – Geldwäscherei, Band I und II, 1. Aufl., 2002, Art. 37 GwG 
N. 20). Es ist weder erforderlich, dass der Finanzintermediär den Typ des Ver-
brechens kennt, aus welchem die Vermögenswerte stammen, noch, dass der 
begründete Verdacht sich auf ein konkretes Verbrechen bezieht (THELESKLAF, 
a.a.O., Art. 9 GwG N. 13). In diesem Rahmen genügt die Vermutung einer 
schweren Widerhandlung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  
B-6815/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.7.4). Im Zweifelsfall ist Meldung zu erstatten 
(THELESKLAF, a.a.O., Art. 9 GwG N. 10). Gemäss Rechtsprechung löst bereits 
ein verbleibender «simple doute», dass Vermögenswerte aus einer Straftat stam-
men könnten, die Meldepflicht aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_433/2017 
vom 21. März 2018 E. 4.9). 

2.3 Beweismittel 

2.3.1 Der malaysische Staatsfonds «1Malaysia Development Berhad» (nachfolgend: 
1MDB oder der Staatsfonds) wurde anfangs 2009 gegründet mit dem Zweck, die 
wirtschaftliche Entwicklung Malaysias zu fördern. Er war dem Finanzministerium 
unterstellt, stand jedoch unter der persönlichen Kontrolle des damaligen Premi-
erministers G. (EFD act. 40.19 ff.). Am 28. Februar 2015 veröffentlichte die ma-
laysisch-britische Enthüllungsplattform «H.» einen Bericht, wonach sehr hohe 
Beträge unrechtmässig aus dem Staatsfonds abgezweigt worden seien. Ende 
September 2009 seien USD 700 Mio. an einen 28-jährigen Geschäftsmann na-
mens Jho Low, einen Freund des Stiefsohns von Premierminister G., geflossen. 
Der Premierminister habe sich die Vermögenswerte auf sein persönliches Bank-
konto umleiten lassen. Verwandte und Vertraute des Regierungschefs sollen mit 
Geldern aus dem Fonds unter anderem Luxuswohnungen in New York und teure 
Kunstobjekte gekauft haben (EFD act. 12.5627 ff.). 

2.3.2 Die Bank D. (nachfolgend: Bank D./ Bank D. Schweiz oder die Bank) war eine 
Privatbank mit Hauptsitz in Zürich. Im zu beurteilenden Zeitpunkt bildete sie Teil 
der I.-Bank-Gruppe mit Hauptsitz in Z., welche sich ihrerseits seit dem Jahr 2009 
grösstenteils im Eigentum des britischen Staates befand. Die Bank D. Schweiz 
stand an der Spitze einer aus diversen Tochtergesellschaften und ausländischen 
Zweigniederlassungen bestehenden Privatbankengruppe. So besass die 
Bank D. u.a. eine Niederlassung in Singapur (nachfolgend: Bank D. Singapur) 
und Hong Kong. Im Jahr 2015 wurde die Bank D. von der Bank J. übernommen 
(EFD act. 12.12 ff.).  

- 18 - 

2.3.3 Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre rund um den steuerfinanzierten 
malaysischen Staatsfonds eröffnete die FINMA gegen die Bank D. ein En-
forcementverfahren und setzte mit Verfügung vom 31. März 2016 die C. AG als 
Untersuchungsbeauftragte bei der Bank D. ein. Die C. AG war insbesondere da-
mit beauftragt, den Sachverhalt betreffend die Geschäftsbeziehungen Bank D. 
mit Jho Low und Tang Keng Chee sowie die damit zusammenhängenden poten-
tiellen Mängel und möglichen Verstösse gegen aufsichtsrechtliche Bestimmun-
gen durch die Bank abzuklären (EFD act. 12.12). Am 29. Juli 2016 lag der Un-
tersuchungsbericht der C. AG bzw. am 8. September 2016 deren Addendum 
dazu vor (EFD act. 12.1 ff., 14.1 ff.). Mit Verfügung vom 27. Januar 2017 stellte 
die FINMA fest, dass die Bank D. aufsichtsrechtliche Bestimmungen schwer ver-
letzt hatte, insbesondere durch die viel zu späte Einreichung der Verdachtsmel-
dung betreffend die Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. Der Zweck der Bank D. 
besteht seither in der Abwicklung von Gerichts-, Verwaltungs- und Aufsichtsver-
fahren im In- und Ausland (EFD act. 11.1 ff., -34). 

2.3.4  

2.3.4.1 Gemäss den Vorgaben der «I.-Bank-group policy standard» der Bank basierte 
das interne Kontrollsystem der Bank D. im zu beurteilenden Zeitpunkt auf dem 
Modell der drei Verteidigungslinien («three lines of defence»). Danach trugen die 
ertragsorientierten Geschäftseinheiten als erste Verteidigungslinie («first line of 
defence») die Verantwortung für die Beurteilung, Steuerung, Überwachung und 
Reduktion von Risiken. Die zweite Verteidigungslinie («second line of defence») 
diente der Steuerung und Überwachung der Risikomanagementfunktionen der 
ersten Verteidigungslinie. Hierzu gehört die Festlegung von Methoden und Ver-
fahren für das Risikomanagement, die Vorgaben durch Leit- und Richtlinien, die 
Überwachung der Risiken sowie das Reporting an die Unternehmensleitung. Als 
unabhängige Kontrollinstanz überwachte sie die eingegangenen Risiken bzw. die 
Einhaltung der internen und externen Vorschriften. Schliesslich oblag der dritten 
Verteidigungslinie («third line of defence») als interne Revision die unabhängigen 
Prüfungen und Beurteilung bezüglich der Angemessenheit und Wirksamkeit der 
Organisation, der Prozesse und Kontrollen (EFD act. 12.249, -5576 ff.).  

2.3.4.2 Im zu beurteilenden Zeitraum war die Bank D. in Bezug auf die Compliance und 
Geldwäschereibekämpfung (zweite Verteidigungslinie) folgendermassen organi-
siert:  

a) Der Chief Risk Officer (nachfolgend: CRO), welcher auch Mitglied der Ge-
schäftsleitung war, zeichnete für den Bereich «risk management & legal» verant-
wortlich. Diesem waren u.a. die Einheit «regulatory risk» (nachfolgend: RegRisk) 
unterstellt. Die Einheit RegRisk war für die Compliance-Funktion zuständig. 

- 19 - 

RegRisk unterteilte sich weiter in die Einheiten «regulatory advice & monitoring» 
und AML (EFD act. 12.13, -51). Gemäss «terms of reference» der Bank vom 
22. Januar 2008 war die Einheit RegRisk hauptverantwortlich, sicherzustellen, 
dass die Geschäftstätigkeit der Bank im Einklang mit den rechtlichen sowie inter-
nen Vorgaben erfolgte. RegRisk stellte den MLRO, der direkt dem Head of 
RegRisk rapportierte. Zudem war in den «terms of reference» festgelegt, dass 
RegRisk einen ungehinderten Zugang zur Geschäftsleitung und zum Verwal-
tungsrat (via CRO) sowie zu allen Geschäftsleitungsausschüssen und Mitarbei-
tenden und zu sämtlichen Informationen und Dokumenten der Bank besass 
(EFD act. 12.5688 ff.). Die Einheit RegRisk wurde vom 1. April 2008 bis zum 
31. Dezember 2014 von B., Head of RegRisk, geleitet (EFD act. 12.29, -1896).  

b) Gemäss Anhang VI des am 27. März 2007 in Kraft getretenen Organisations- 
und Geschäftsreglements der Bank führte Bank D. eine dem Head of RegRisk 
unterstellte Geldwäschereifachstelle bzw. die Einheit AML, welche u.a. zuständig 
war, Geldwäschereiverdachtsfälle gemäss Art. 9 GwG zu melden 
(EFD act. 12.3377 f.).  

Die bankinterne Weisung 1 «money laundering prevention and higher risk 
transactions» (nachfolgend: Weisung 1) regelte den Umgang der Bank mit er-
höhten Risiken. Sie legte insbesondere die Kriterien für deren Qualifikation sowie 
den Genehmigungs- und Überwachungsprozess fest. Elektronische Überweisun-
gen von mehr als Fr. 500'000.-- (oder entsprechende Werte in Fremdwährungen) 
waren als Transaktionen mit erhöhten Risiken klassifiziert. Diese Klassifikation 
hatte zur Folge, dass der verantwortliche Kundenberater einen sogenannten 
«large transaction report» (nachfolgend: LTR) erstellen musste, um den Hinter-
grund der Transaktion sowie seine Genehmigung zu dokumentieren. Der LTR 
war im Computersystem Avaloq der Bank zu erfassen, damit er von den Perso-
nen gemäss der Empowerment-Liste freigegeben werden konnte. Erforderte der 
Hintergrund einer Transaktion mehr Abklärung, musste der Kundenbetreuer eine 
schriftliche Erklärung des Kunden oder Dokumente beibringen, welche die Hin-
tergründe der Transaktion belegen. Bei ungenügender Erklärung des Kunden 
oder Widersprüchen zum «know your customer» Profil hatte der Kundenbetreuer 
über seinen Team-Manager den «money laundering prevention officer» (nach-
folgend: MLPO) zu informieren. Ebenso hatte er einen allfälligen Verdacht auf 
Geldwäscherei seinem Team-Manager und dem MLPO zu melden 
(EFD act. 12.259 ff.; -447 ff.). Gemäss Ziffer 2 der Weisung 1 war für die Sicher-
stellung der Einhaltung der Geldwäschereibestimmungen die Einheit AML ver-
antwortlich (EFD act. 12.447). In Ziffer 5 hielt die Weisung 1 zudem fest, dass 
der MLRO bzw. der MLPO der Bank insbesondere für die Entgegennahme von 
bankinternen Verdachtsmeldungen und die Erstattung von Verdachtsmeldungen 
an die MROS zuständig war. Vor der Erstattung einer Verdachtsmeldung wegen 

- 20 - 

Geldwäscherei musste der MLRO bzw. MLPO Rücksprache mit dem Team-Ma-
nager und dem Head of RegRisk nehmen. Die Verantwortung für die Meldung 
lag beim MLPO (EFD act. 12.447 ff., -449 Ziff. 5). Gemäss dem vom Beschuldig-
ten in seiner Funktion als MLRO der Bank D. am 24. Februar 2010 unterzeich-
neten «entity annual MLRO report» betreffend das Geschäftsjahr 2009 gehörte 
die Meldung an die MROS zur Hauptverantwortung («key responsibility») des 
MLRO (EFD act. 12.5659 ff.). 

2.3.5 Der Beschuldigte erwarb im Jahr 1993 an der Universität St. Gallen das Lizenziat 
in Staatswissenschaften. Von 1996 bis 1999 arbeitete er bei der Bank K. in Zürich 
im Compliance-Bereich und wechselte anschliessend zur Bank D., bei der er in 
der Geldwäschereiprävention tätig war. Im Jahr 2003 absolvierte er an […] einen 
berufsbegleitenden Weiterbildungskurs und erwarb das Diplom in Advanced Stu-
dies, Compliance Management. Der Beschuldigte leitete von 2005 bis zum 
6. September 2012 bei der Bank D. das AML-Team, welches er selber aufgebaut 
hatte. In leitender Funktion des AML-Teams war der Beschuldigte für sämtliche 
Aspekte der Geldwäscherei- und Korruptionsbekämpfung verantwortlich, insbe-
sondere im Umgang mit Kontoeröffnungen, in der Bearbeitung von Geschäftsbe-
ziehungen und bei Transaktionen mit erhöhten Risiken. Gemäss eigener Angabe 
war der Beschuldigte auch für die Implementierung der schweizerischen Regu-
lierungen im Bereich Geldwäschereibekämpfung bzw. AML und für die Einfüh-
rung und Weiterentwicklung der gewichtigsten Geldwäschereibekämpfungssys-
teme für das «payment filtering» und «client screening» bzw. «monitoring» der 
Bank verantwortlich. Gleichzeitig führte der Beschuldigte im Bereich von Geld-
wäschereiprävention Mitarbeitertrainings durch und war verantwortlicher MLRO 
bzw. MLPO der Bank (EFD act. 30.69 ff., -82 ff., -135 f.; 50.2 f.; 12.5328 f.; 
SK act.12.731.2 Z. 22 ff., -4 Z. 45).  

2.3.6 Die Sitzgesellschaft F. Ltd. wurde am 18. Mai 2009 in der Republik der Seychel-
len gegründet. Die Geschäftsbeziehung zwischen der Bank D. und der F. Ltd. 
wurde am 12. Juni 2009 von Mitarbeitern in Singapur eröffnet. Zu Beginn war die 
Geschäftsbeziehung im sogenannten «booking center» gebucht, d.h. das Konto 
und Depot der F. Ltd. wurde durch die Bank D. in der Schweiz geführt, die Kun-
denbetreuung erfolgte jedoch durch Mitarbeiter der Niederlassung in Singapur. 
Aufgeführt als wirtschaftlich Berechtigter der F. Ltd. war Jho Low, ein malaysi-
scher Staatsbürger mit Jahrgang 1981. Gemäss Bankkontoeröffnungsunterlagen 
gab sich Jho Low als Geschäftsführer und einziger Zeichnungsberechtigter der 
F. Ltd. aus. Insgesamt unterhielt die Bank D. Schweiz drei Geschäftsbeziehun-
gen mit Jho Low, welche alle auf Sitzgesellschaften bzw. Offshore-Gesellschaf-
ten lauteten, deren wirtschaftlich Berechtigter Jho Low war. Bei den Niederlas-
sungen der Bank D. in Singapur und Hong Kong unterhielt Jho Low weitere Ge-
schäftsbeziehungen (EFD act. 12.14 f., -64, -66 f., -339, -341 ff., -4218 ff.). Im zu 

- 21 - 

beurteilenden Zeitraum wurden die Transaktionen von Jho Low am Hauptsitz der 
Bank D. in Zürich hauptsächlich über das Konto der F. Ltd. abgewickelt 
(EFD act. 12.19, -201 ff.).  

2.3.7 L. Ltd., eine am 18. Mai 2009 gegründete Sitzgesellschaft in der Republik der 
Seychellen, verfügte ab Juli 2009 über eine Geschäftsbeziehung mit der Bank D. 
Wirtschaftlich Berechtigter an der Gesellschaft war gemäss Formular A Tang 
Keng Chee. Die Geschäftsbeziehung war im «booking center» in der Schweiz 
gebucht und von Kundenberatern der Niederlassung in Singapur betreut 
(EFD act. 12.21, -51, -55, -239 ff., -310 ff., -2749 ff.). Die einzige, nennenswerte 
Überweisung im Betrag von rund USD 1.7 Mio. erfolgte anfangs August 2009 
vom Konto der Gesellschaft M. Ltd. bei der Bank D. Singapur.  

2.3.8 Zur Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. hielt das erste Kundenprofil der Bank D. 
Singapur mit Druckdatum vom 12. Juni 2009 (nachfolgend: KYC [«know your 
customer»]) fest, dass auf dem Bankkonto der F. Ltd. innert zwei bis drei Jahren 
Eingänge im Gesamtumfang von USD 10 Mio. zu erwarten seien. Betreffend die 
Mittelherkunft verwies der KYC Report auf eine Vielzahl von Beratungsprojekten 
von Jho Low sowie auf dessen familiären Hintergrund. Sein jährliches Ein-
kommen variiere zwischen einer und zehn Millionen USD. Sein geschätztes 
Durchschnittseinkommen betrage USD 2 Mio. und sein Gesamtvermögen 
USD 50 Mio. Der KYC Report verwies darauf, dass man Jho Low in den vergan-
genen Jahren mehrmals in seiner Residenz besucht habe. Wer ihn besucht und 
wann diese Besuche stattgefunden haben, ist den Bankunterlagen nicht zu ent-
nehmen (EFD act. 12.70 ff., -356 ff.). 

2.3.9 Im September 2009 wurde die Betreuung der Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. 
auf Wunsch von Jho Low in die Schweiz übertragen (EFD act. 12.14, -53, -66,  
-69, -670). Mit E-Mail vom 29. September 2009 informierte Jho Low seinen da-
maligen Kundenberater N. der Bank D. Schweiz, dass er in Kürze eine Überwei-
sung von Vermögenswerten auf das Konto der F. Ltd. erwarte, ohne sich über 
deren Höhe zu äussern. Gleichzeitig bemängelte Jho Low, dass er von der Nie-
derlassung Singapur weiterhin Mitteilungen betreffend das Konto der F. Ltd. er-
halte. Er wünsche, ab sofort nur noch mit der Bank in der Schweiz zu kommuni-
zieren (EFD act. 12.614 f.). Gleichentags präzisierte Jho Low per E-Mail gegen-
über dem Kundenberater, welche Kontaktdaten sein Kundendossier bei der 
Bank D. in der Schweiz enthalten dürfe und verlangte, dass sämtliche das Konto 
der F. Ltd. betreffende Korrespondenzen ausschliesslich banklagernd («hold 
mail») erfolge. Elektronisch dürfe nur über die E-Mail-Adresse «chair-
man.f@gmail.com» mit ihm kommuniziert werden. Weiter verlangte er, dass 
keine Unterlagen im Zusammenhang mit dem Konto der F. Ltd. bei der Nieder-
lassung Singapur verbleiben dürften (EFD act. 12.5212).  

- 22 - 

Am 30. September 2009 teilte Jho Low dem Kundenberater N. per E-Mail mit, 
dass 1MDB gleichentags den Betrag von USD 700 Mio. an die F. Ltd. habe über-
weisen lassen (EFD act. 12.3166). Im E-Mail-Anhang befand sich eine Kopie der 
SWIFT Zahlungsmitteilung der Bank O. in Kuala Lumpur. Darin war anstelle des 
Namens des Begünstigten der Hinweis «for further credit to acct 2» aufgeführt 
(EFD act. 12.617). Weiter befand sich im E-Mail-Anhang ein «investment ma-
nagement agreement» vom 29. September 2009 zwischen 1MDB («client») und 
F. Ltd. («investment manager») (nachfolgend: IMA) (EFD act. 12.618 ff.). Ge-
mäss IMA handle es sich bei der F. Ltd. um eine neu gegründete Investment-
Gesellschaft, die bezwecke, eine begrenzte Anzahl von Investoren bei der welt-
weiten Geldanlage zu unterstützen. Die F. Ltd. beabsichtige, von nicht mehr als 
15 Investoren bis zu USD 3.5 Mrd. an Kapital aufzubringen. 1MDB sei ein Grün-
dungsinvestor und wünsche die F. Ltd. mit einem initialen Kapitalzuschuss im 
Umfang von USD 700 Mio. zu unterstützen. Gemäss diesem IMA konnte die 
F. Ltd. die Anlagestrategie weitgehend selbst bestimmen. Das IMA war für die 
F. Ltd. durch P. und für 1MDB durch Tang Keng Chee unterzeichnet.  

Der Kundenberater N. leitete die E-Mail von Jho Low inklusive Anhänge noch am 
30. September 2009 an den Beschuldigten weiter mit der Anweisung, das Konto 
der F. Ltd. nach Eingang der USD 700 Mio. zu blockieren. Zudem bat N. den 
Beschuldigten, zusätzliche Informationen zum wirtschaftlichen Berechtigten so-
wie zu 1MDB zu beschaffen und herauszufinden, weshalb Jho Low künftig jegli-
chen Kontakt mit der Niederlassung Singapur vermeiden wolle 
(EFD act. 12.3166). Als schliesslich gleichentags der Betrag von USD 700 Mio. 
auf das auf die F. Ltd. lautende Konto bei der Bank D. einging, wurde dieses 
gesperrt (EFD act. 12.93 ff., -3151). 

2.3.10 Im Nachgang zur Initialüberweisung und der Kontosperrung wurden unter Mitwir-
kung der Einheit AML des Beschuldigten Abklärungen zur Herkunft der Vermö-
genswerte vorgenommen (EFD act. 12.15 f.): 

2.3.10.1 Am 1. Oktober 2009 mailte Q., Market Intelligence Officer sowie Mitglied des 
AML-Teams (EFD act. 12.52, -5448) dem Kundenberater N. (mit u.a. Kopie an 
den Beschuldigten) eine Zusammenfassung ihrer Rechercheergebnisse betref-
fend Jho Low und 1MDB. Zu Jho Low führte sie aus, er habe an der Wharton 
School der Universität in Pennsylvania studiert und sei am 19. September 2008 
in den Vorstand der Unternehmung R., einer im Jahr 1992 gegründeten malay-
sischen «investment holding company», gewählt worden. Überdies sei er als 
«group advisor» in verschiedenen internationalen Unternehmen tätig. Zum 
Staatsfonds 1MDB erläuterte sie, dieser stünde vollumfänglich im Besitz der ma-
laysischen Regierung und sei erst kürzlich gegründet worden, um strategische 
Initiativen für eine langfristige und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und 

- 23 - 

den Zufluss von Direktinvestitionen in das Land zu fördern. Weiter führte sie aus, 
Malaysia und das ölreiche Saudi-Arabien, vertreten durch die S. Ltd., hätten im 
Oktober 2009 eine USD 2.5 Mrd. «joint venture company» (nachfolgend: JVC) 
gegründet. Die S. Ltd. mit Sitz in Al-Khobar, Saudi-Arabien, sei mandatiert wor-
den, Investitionen auszuführen, welche die Beziehung zwischen Saudi-Arabien 
und «key countries worldwide» stärken. In einer gemeinsamen Pressemitteilung 
habe 1MDB und S. Ltd. preisgegeben, der Zweck der Joint-Venture Unterneh-
mung sei «to seek, explore, and participate in business and economic opportuni-
ties which results in the enhancement of and promotion of the future prosperity 
and long-term sustainable economic development of Malaysia.» Saudi-Arabien 
würde für die JVC insgesamt USD 1.5 Mrd. und Malaysia den restlichen Betrag 
beisteuern (EFD act. 12.94 f., -3171 f.).  

Am 1. Oktober 2009 mailte der Beschuldigte einen Ausschnitt der Rechercheer-
gebnisse von Q. an T. (nachfolgend: T. oder CEO), CEO der Bank, um diese von 
AA., Verwaltungsratsmitglied der Bank, bestätigen zu lassen (EFD act. 12.22, -
3181 f.). Noch gleichentags bestätigte ihm der CEO, mit AA. gesprochen zu ha-
ben. Dieser würde die Personen nicht kennen, habe jedoch die Existenz von 
1MDB, welche der malaysischen Regierung unterstehe, bestätigt. AA. habe er-
wähnt, dies klinge plausibel, es müsse jedoch noch mehr herausgefunden wer-
den (EFD act. 12.3183 f.). 

2.3.10.2 Am 2. Oktober 2009 bestätigte die Bank O. gegenüber der Bank D., dass die 
F. Ltd. mit der Kontonummer 2 die Begünstigte der Transaktion von 
USD 700 Mio. sei (EFD act. 12.3188 ff.).  

2.3.10.3 Ebenfalls am 2. Oktober 2009 trafen verschiedene Vertreter der Bank D. – da-
runter auch der Beschuldigte – Jho Low persönlich bei der Bank D. in Zürich. 
Anlässlich dieses Treffens erwähnte Jho Low, dass er über enge Verbindungen 
zum Premierminister und zum König von Malaysia verfüge, so dass im Anschluss 
an dieses Treffen das Konto noch gleichentags gestützt auf die formelle Deblo-
ckierungsanordnung des Beschuldigten an die zuständige Organisationseinheit 
deblockiert wurde (EFD act. 12.15 f., -96, -3193).  

2.3.10.4 Basierend auf ihre Rechercheergebnisse vom 1. Oktober 2009 (vgl. vorne 
E. 2.3.10.1) verfasste Q. am 6. Oktober 2009 einen «money laundering preven-
tion investigation report» (nachfolgend: Investigation Report). Darin hielt sie zu-
sätzlich fest, dass im Juli 2009 Malaysias Premierminister G. auf der Website der 
Botschaft von Malaysia eine Initiative der Regierung von Abu Dhabi bekannt ge-
geben habe, wonach deren Staatsfonds in Malaysia voraussichtlich USD 1 Mrd. 
in den Energie-, Immobilien- und Gastgewerbesektor investieren werde («sover-
eign wealth fund […] is set to make a $1 billion investment in malaysia in the 

- 24 - 

energy, real estate and hospitality sectors.»). Der Premierminister habe bekannt 
gegeben, dass die geplante Investition «in partnership with 1MDB» realisiert 
werde. Weiter wies der Investigation Report darauf hin, dass gemäss einem Ar-
tikel in der «New Straits Times» (Malaysia) vom 2. Oktober 2009 die Ankündi-
gung zum Joint-Venture Unternehmen zwischen 1MDB und Saudi-Arabien nicht 
bloss ein «memorandum of understanding» gewesen sei. Der malaysische Pre-
mierminister habe bekannt gegeben, dass die Joint-Venture Unternehmung am 
darauffolgenden Tag mit der Verwaltung des Fonds starten werde 
(EFD act. 12.97, -604 ff.). 

2.3.10.5 Anfangs Oktober 2009 wurde die Rechtsabteilung der Bank D. in die Abklärun-
gen betreffend die Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. involviert. Am 7. Okto-
ber 2009 wies ein Senior Legal Counsel der Rechtsabteilung den Leiter der 
Rechtsabteilung darauf hin, dass die Erklärung von Jho Low zum Hintergrund 
der Initialtransaktion von USD 700 Mio. bzw. der «Set-up alles andere als plau-
sibel» sei und er ein «höchst ungutes Gefühl» habe. Der Senior Legal Counsel 
hob in seiner E-Mail hervor, dass offenbar ein 28-jähriger alleine einen Betrag 
von USD 700 Mio. verwalte und das Geld unter die totale Kontrolle der auf den 
Seychellen domizilierten Gesellschaft F. Ltd. geraten sei, was zur Realisierung 
einer Vermögensverwaltung nicht erforderlich sei. Schliesslich wies er darauf hin, 
dass die Angelegenheit verifiziert werden müsse, wobei diese Verifizierung nicht 
mit den der Bank präsentierten Vertretern von 1MDB durchgeführt werden dürfe, 
da diese die Vermögenswerte möglicherweise vorher veruntreut haben könnten 
(EFD act. 12.608 f.). In der Folge leitete der Leiter der Rechtsabteilung die vor-
erwähnte E-Mail am nächsten Tag an den Beschuldigten weiter und empfahl die-
sem, bei Ein- und Ausgängen auf dem betreffenden Konto sehr vorsichtig zu sein 
und die Geschäftsbeziehung durch einen externen Spezialisten abklären zu las-
sen (EFD act. 12.608 f.).  

2.3.10.6 Im Vorfeld zu einem am 9. Oktober 2009 in Zürich stattfindenden zweiten Kun-
dentreffen mit Jho Low informierte der Kundenberater N. den Beschuldigten am 
7. Oktober 2009 per E-Mail darüber, dass sich Jho Low nach den Fragen erkun-
digt habe, welche der Beschuldigte beim Treffen stellen werde. N. führte aus, er 
habe daraufhin gegenüber Jho Low die folgenden drei Dinge erwähnt: Corporate 
Dokumente über 1MDB inkl. einer Liste der Direktoren, eine notariell beglaubigte 
Originalversion des IMA und ein «financial statement» von 1MDB, welches die 
Investition in die F. Ltd. bestätigte. Jho Low habe daraufhin geäussert, er sei nicht 
sicher, ob er die Bestätigung von 1MDB betreffend das Investment in die F. Ltd. 
beibringen könne (EFD act. 12.612 f.). Am 8. Oktober 2009 antwortete der Be-
schuldigte gegenüber dem Kundenberater ebenfalls per E-Mail, dass weitere Si-
cherheiten erforderlich seien und die Bank weitere Vertreter von 1MDB treffen 
und eventuell einen unabhängigen Prüfer beauftragen wolle. Der Beschuldigte 

- 25 - 

erklärte, es müsse der ganze «Set-up» von 1MDB bzw. vom malaysischen Staat 
bestätigt werden (EFD act. 12.612). 

2.3.10.7 Im Due Diligence Report vom 12. Oktober 2009 führte der Beschuldigte aus, Jho 
Low habe am ersten Treffen vom 2. Oktober 2009 seine guten Beziehungen zum 
Premierminister und zum König von Malaysia betont. Jho Low habe seine Bezie-
hungen zu royalen Familien aus dem mittleren Osten aufgrund seiner Freund-
schaften mit deren Söhnen, mit denen er studiert habe, aufbauen können. Basie-
rend auf diese Ausführungen schloss der Beschuldigte im Report, der Kunde sei 
als «politically exposed person» (nachfolgend: PEP) zu qualifizieren. Weiter 
führte der Beschuldigte in seinem Report aus, die meisten der von Jho Low ge-
lieferten Informationen zu dessen geschäftlichem Hintergrund würden Sinn ma-
chen und sich mit externen Quellen decken. Obwohl die mangelhaften Kennt-
nisse von Jho Low über das Vermögensverwaltungsgeschäft Fragen aufgewor-
fen hätten, bestünde grundsätzlich kein Grund, an den Hintergrundinformationen 
zu zweifeln. Zudem habe man sich mit Jho Low geeinigt, dass dieser beim nächs-
ten Besuch eine Bestätigung betreffend die Zeichnungsberechtigung der Perso-
nen, die das IMA unterzeichnet hätten, sowie weitere Informationen betreffend 
1MDB (Struktur, Zweck, Zusammensetzung der Geschäftsleitung und des Ver-
waltungsrats) beibringen würde. Weiter habe der Kunde versprochen, dass die 
F. Ltd. regelmässig für deren Investoren «statements and reports» vorbereiten 
und die Bank davon Kopien erhalten würde. Im Zusammenhang mit der Initial-
transaktion von USD 700 Mio. habe der Kunde erklärt, es sei unmöglich, ohne 
Zustimmung der Zentralbank eine so grosse Summe aus Malaysia auszuführen. 
Dieser Umstand würde der Bank zusätzliche Sicherheit über die Gültigkeit der 
Überweisung geben. Als Grund für die Kontoeröffnung habe der Kunde seine 
Unzufriedenheit mit den Verhältnissen bei der Bank D. Singapur genannt. Unter 
Verweis auf mehrere im Investigation Report aufgeführte Presseartikel hob der 
Beschuldigte zudem hervor, diese würden bestätigen, dass der Staatsfonds 
1MDB und Saudi-Arabien, vertreten durch die S. Ltd., beabsichtigten, 
USD 2.5 Mrd. zu investieren. Eine erste ausgehende Zahlung von USD 85 Mio. 
zugunsten der S. Ltd. würde dies untermauern. Der Kunde habe Verständnis ge-
zeigt für die Anforderungen der Bank und sei gewillt zu kooperieren. Der Due 
Diligence Report schliesst mit der Bemerkung: «The situation needs to be fol-
lowed up closely and reassessed after the next meeting planned 21.10.» 
(EFD act. 12.102 ff., -644 ff.). 

2.3.10.8 Am 20. Oktober 2009 instruierte Jho Low seinen Kundenberater N., 
USD 148 Mio. auf ein «interest on lawyer trust account» der Anwaltskanzlei BB. 
bei der Bank CC. in New York zu überweisen. Der Kundenberater informierte 
hierüber den Beschuldigten, worauf sich dieser noch gleichentags per E-Mail u.a. 
mit den folgenden Zeilen an Jho Low wendete: «May I please ask you to forward 

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me anything you have in order to support your order to the bank CC. Of course, 
we could in the meantime verify the existence of the law firm and of the proper-
ties, but we have still not completed our initial due diligence, I believe it is fair to 
ask for anything else you have to back up this payment (e.g. copy of SPA, of 
presentation for the bid, any confirmation from the law firm etc.).» 
(EFD act. 12.108, -4905). Jho Low versprach dem Beschuldigten gleichentags, 
die relevanten Vertragsdokumente nachzuliefern, sollte der Vertrag zustande 
kommen. Gleichzeitig unterstrich er die Dringlichkeit der Finanztransaktion 
(EFD act. 12.4904 f.). Am 21. Oktober 2009 wandte sich der Beschuldigte per  
E-Mail an den Kundenberater und riet diesem, sich von der US-Anwaltskanzlei 
bestätigen zu lassen, dass diese beim «property deal» tatsächlich die Interessen 
von Jho Low repräsentieren würde und dass die Gelder zur Bank zurückfliessen 
würden, falls das Immobiliengeschäft nicht zustande käme (EFD act. 12.4907). 
Die Überweisung von USD 148 Mio. erfolgte noch gleichentags auf das auf die 
Anwaltskanzlei BB. lautende Konto. Gemäss Feststellungen der Untersuchungs-
beauftragten fehlten die Unterlagen, welche die Zahlung plausibilisierten, wie 
etwa Verträge betreffend die Immobilieninvestitionen. Eine Rücküberweisung ist 
nicht dokumentiert (EFD act. 12.108 f.).  

2.3.10.9 Am 28. Oktober 2009 traf der Beschuldigte zusammen mit B. Jho Low und Tang 
Keng Chee, den Executive Director, von 1MDB, persönlich in Zürich. Mit E-Mail 
vom 29. Oktober 2009 teilte der Beschuldigte dem Kundenberater N. mit, Jho 
Low habe nicht allzu viele neue Dokumentationen geliefert. Tang Keng Chee 
habe jedoch eine zufriedenstellende Erklärung betreffend die Herkunft der Ver-
mögenswerte und betreffend die Gültigkeit der Transaktion geliefert. Im Übrigen 
habe der Kunde bestätigt, die Vertragsgrundlage müsse abgeändert werden, um 
mit islamischem Recht vereinbar zu sein (EFD act. 12.104 f., -3228).  

2.3.11 Am 19. November 2009 informierte Bank D. Singapur den Beschuldigten, dass 
sie bei der «monetary authority of Singapore» am 9. Oktober 2009 eine Geldwä-
schereiverdachtsmeldung gegen Jho Low eingereicht hätte. Auf Anfrage hin 
übermittelte die Niederlassung Singapur dem Beschuldigten noch gleichentags 
die eingereichte Verdachtsmeldung. Als Verdachtsgründe waren darin u.a. Zah-
lungen an Casinos, Rückerstattungen von Casinos, Zahlungen an Amex Credit 
Card im Betrag von ca. USD 6 Mio. sowie der Erwerb von Schmuck aufgeführt. 
Weiter wurde unter der Rubrik «Verdachtsgründe» auf die Transaktionsbewe-
gungen dreier Konten hingewiesen, wonach im Zeitraum Mai bis Septem-
ber 2009 insgesamt USD 128 Mio. ein- und USD 122 Mio. wieder ab- (Konto 1) 
und im Zeitraum Januar bis September 2009 insgesamt USD 21 Mio. ein- und 
USD 24 Mio. ab- (Konto 2) bzw. insgesamt USD 10 Mio. ein- und gleichviel wie-

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der abgeflossen seien (Konto 3). Schliesslich erfolgte der Hinweis, dass die Kon-
toaktivitäten und der Saldo im Widerspruch zum dokumentierten Nettovermögen 
von Jho Low stehen würden (EFD act. 12.16, -77 ff., -458 ff., -4911). 

2.3.12 Im Januar 2010 ersetzten 1MDB und F. Ltd. das IMA, die bisherige vertragliche 
Grundlage der Initialüberweisung von USD 700 Mio., durch ein zwischen ihnen 
am 12. Januar 2010 abgeschlossenes «loan agreement» (nachfolgend: Darle-
hensvertrag) (EFD act. 12.106). Mittels E-Mail vom 12. Januar 2010 sandte Jho 
Low seinem Kundenberater und dem Beschuldigten eine Kopie des Darlehens-
vertrags über ein Darlehen im Betrag von USD 700 Mio. (EFD act. 12.717). Im 
Vertrag waren die Vertragsparteien falsch bezeichnet, indem F. Ltd. als «lender» 
(Darlehensgeberin) und 1MDB als «borrower» (Darlehensnehmerin) aufgeführt 
wurden. Der Darlehensvertrag war wie das IMA vom 29. September 2009 von P. 
für die F. Ltd. und von Tang Keng Chee für 1MDB unterzeichnet 
(EFD act. 12.727 ff.). Zusätzlich beinhaltete die E-Mail von Jho Low einen «up-
dated legal advice» der Anwaltskanzlei DD. vom 12. Januar 2010. Darin wurde 
auf abstrakte Weise die Frage diskutiert, welche Vertragspartei gemäss einer 
dem Anwalt eingereichten Vorlage für einen Darlehensvertrag an der Darlehens-
summe wirtschaftlich berechtigt sei. Dabei kam die Anwaltskanzlei zum Schluss, 
dass gemäss dem vorgelegten Vertragsentwurf der Darlehensnehmer als wirt-
schaftlich berechtigt an der Darlehenssumme anzusehen sei. Die konkrete Kons-
tellation zwischen 1MDB und F. Ltd. sowie der involvierten natürlichen Personen 
wurden im Schreiben der Anwaltskanzlei nicht thematisiert (EFD act. 12.718 ff.). 
Der Beschuldigte leitete die E-Mail von Jho Low zusammen mit den Beilagen 
gleichentags an B. weiter mit der Bemerkung: «B., just fyi, client is cooperative 
and delivers as promised.» (EFD act. 12.717). In seiner E-Mail vom 26. Ja-
nuar 2010 drückte der Beschuldigte gegenüber Jho Low dann jedoch sein Er-
staunen über die falsche Bezeichnung der Parteien im Darlehensvertrag aus 
(EFD act. 12.733). Mit E-Mail vom 14. Februar 2010 entschuldigte sich Jho Low 
beim Beschuldigten dafür, ihm die falsche Version gesandt zu haben und stellte 
ihm gleichentags im E-Mail-Anhang einen offenbar rückdatierten, korrigierten 
Darlehensvertrag zu, welcher 1MDB neu als «lender» und F. Ltd. als «borrower» 
bezeichnete (EFD act. 12.784 ff.). 

2.3.13 Am 26. Januar 2010 erhielt der Beschuldigte in Kopie eine E-Mail eines Compli-
ance-Mitarbeiters der Bank D. Singapur weitergeleitet, worin auf diverse Medien-
berichte hingewiesen wurde, die das verschwenderische Ausgabeverhalten von 
Jho Low in New York thematisierten und wonach Jho Low gerüchteweise mit 
Waffenhandel («arm dealing») in Verbindung gebracht werde. Zudem wurde im 
E-Mail darauf hingewiesen, dass auf den Konten von Jho Low viele Transaktio-
nen stattgefunden hätten, jedoch keine wirklichen Investitionen vorgenommen 
worden seien. Das Geld sei u.a. für Casinos, Schmuck und Immobiliengeschäfte 

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ausgegeben worden (EFD act. 12.78 f., -4924 f.). Am 26. Januar 2010 wies der 
Beschuldigte den CRO der Bank D. auf einen Internetartikel der «New York Post» 
vom 8. November 2009 mit dem Titel «Big-spending Malaysian is the mystery 
man of city club scene» hin. Darin wurde der extravagante Lebensstil von Jho 
Low thematisiert und ausgeführt, dass Jho Low bei Malaysia-Kennern unbekannt 
sei und dass niemand sein eigenes Geld so ausgeben würde wie Jho Low. Dies 
sei «just weird». Der Beschuldigte bemerkte gegenüber dem CRO, dass ihm der 
Satz, wonach malaysische «officials» Jho Low nicht kennen würden, Sorgen ma-
che (EFD act. 12.3238; 40.14 f.). Auch sein Vorgesetzter B. teilte in einer E-Mail 
mit Kopie an den Beschuldigten dem CRO mit, beunruhigt zu sein, da die Ver-
tragsparteien im Darlehensvertrag falsch bezeichnet worden seien und Jho Low 
in den Finanzkreisen Malaysias unbekannt sei. Weiter schrieb B.: « […] It would 
be the first time in my career that I would see a case where in an agreement over 
the amount of USD 600 million or so the role of the parties has been confused.» 
(EFD act. 12.779).  

Am 28. Januar 2010 übermittelte der Beschuldigte per E-Mail einen am 17. De-
zember 2009 in der singapurischen Tageszeitung «The Straits Times» erschie-
nenen Artikel über Jho Low an B. mit der Bemerkung, dass dieser ihm «more 
comfort» gäbe. Es scheine, als wäre man nicht alleine mit dem Versuch «to get 
the picture». Der Zeitungsartikel thematisierte die engen Verbindungen von Jho 
Low zu den malaysischen Machtträgern und wies u.a. darauf hin, dass Jho Low 
offenbar beim Aufbau des malaysischen Staatsfonds 1MDB beteiligt gewesen 
sei. Weiter erwähnte der Artikel, Jho Low habe in den letzten drei Monaten rie-
sige Geldsummen für Partys ausgegeben (EFD act. 12.4912 f.). 

2.3.14 Am 4. Februar 2010 fand eine Telefonkonferenz zwischen Mitarbeitern der 
Bank D. Singapur und Zürich statt, an der u.a. auch der Beschuldigte teilnahm. 
Anlässlich der Telefonkonferenz äusserten die Mitarbeiter in Singapur ihr Unbe-
hagen hinsichtlich der dort geführten Geschäftsbeziehungen mit Jho Low, da 
viele Transaktionen stattgefunden hätten und ständig Geld rein- und rausgeflos-
sen sei. Es seien keine richtigen Investitionen vorgenommen worden, sondern 
das Geld sei u.a. für Kasinos, Schmuck und Veranstaltungen in Las Vegas aus-
gegeben worden. Demgegenüber sagten die Schweizer Mitarbeiter, dass solche 
Transaktionen bei den in Zürich gebuchten Geschäftsbeziehungen nicht vorge-
kommen seien (EFD act. 11.11). 

2.3.15 Im Nachgang zur Initialtransaktion im Umfang von USD 700 Mio. von Ende Sep-
tember 2009 erfolgten auf dem Konto der F. Ltd. zahlreiche, zum Teil ausseror-
dentlich hohe Zahlungsausgänge. Weniger als vier Monate nach der Initialtrans-
aktion hatten über USD 400 Mio. die Bank wieder verlassen (EFD act. 12.14,  
-108 ff.). 

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2.3.16 Im Zusammenhang mit einer Transaktion vom 12. Mai 2010 im Umfang von 
USD 18.8 Mio. vom Konto der F. Ltd. zur Bank EE. Hong Kong zu Gunsten der 
Anwaltskanzlei FF. erhielt der Beschuldigte in Kopie eine E-Mail vom Head of 
Portfolio Management, worin eine mögliche Geldwäscherei thematisiert wurde 
(EFD act. 12.3155).  

2.3.17 Gemäss Erkenntnissen der Untersuchungsbeauftragen erfolgten bei der Bank D. 
ab dem 24. Juni 2010 Zahlungen ab dem Konto der F. Ltd. für sogenannte «Ge-
schäftsevents» und private Vergnügungsaktivitäten und Luxusdienstleistungen 
(EFD act. 12.90, -117, -121, -126 ff.).  

2.3.18 Mit E-Mail vom 2. August 2010 wandte sich der Beschuldigte mit Blick auf einen 
bevorstehenden Besuch von «Sir F.» an den Kundenberater GG. und bat diesen, 
von Jho Low u.a. Informationen zu den Immobiliengeschäften und zu den Private 
Equity Investments zu verlangen und das Thema der «private expenses via 
F. Ltd.» anzusprechen. GG. solle Jho Low mitteilen, dass die Bank D. inskünftig 
solche Transaktionen nicht mehr ausführen werde. Zudem informierte der Be-
schuldigte GG., dass man eine Übersicht mit allen bis zum damaligen Zeitpunkt 
ausgeführten Zahlungen erstellt habe (EFD act. 12.82 f., -4956).  

2.3.19 Mit E-Mail vom 6. Oktober 2010 teilte der Beschuldigte seinem Vorgesetzten B. 
mit, der Ansicht zu sein, dass im Zusammenhang mit der Geschäftsbeziehung 
zu der F. Ltd. freiwillig eine Meldung erstattet werden sollte, falls in den Medien 
Berichte über allfällige Zweckentfremdungen von Geldern oder Auffälligkeiten in 
der Buchführung auftauchen sollten. Zudem wies er darauf hin, dass er einen 
Mitarbeiter gebeten habe, eine «flag» im System «lexis-nexis» zu setzen. Sein 
Vorgesetzter B. pflichtete ihm daraufhin per E-Mail bei (EFD act. 30.38). 

2.3.20 Am 9. März 2015 erstattete die Bank D. eine Verdachtsmeldung gemäss 
Art. 9 GwG an die MROS betreffend die Geschäftsbeziehungen mit der F. Ltd. 
(EFD act. 12.21, -232 f., -3925 ff.). 

2.3.21 Anlässlich der Einvernahme durch die Untersuchungsbeauftragte am 
5. Juli 2016 führte der Beschuldigte aus, er bzw. die Bank sei von der Initialtrans-
aktion extrem überrascht worden, da es sehr unüblich gewesen sei, Geld aus 
dem Ausland zu akquirieren. Der Prozess sei etwas «durcheinandergeraten» 
und man habe den Informationen «hinterherrennen» müssen. Die Geschäftsbe-
ziehung mit der F. Ltd. habe ihn im Compliance in den ersten Monaten stark be-
schäftigt. Er bzw. sein Team hätten die Geschäftsbeziehung intensiv begleitet 
und verschiedene Transaktionen geprüft und ausgewertet. Eine gewisse Erwar-
tungshaltung an die Compliance, dass diese sich nicht gegen das «Business» 
entscheide, sei in jeder Bank vorhanden. Er sei jedoch in Bezug auf die Ge-

- 30 - 

schäftsbeziehung mit der F. Ltd. nicht beeinflusst worden, weder von Vorgesetz-
ten noch von Kundenberatern. Nach der Initialtransaktion sei zunächst die 
SWIFT Zahlungsmitteilung der Bank O. ausgetauscht worden. Dabei seien der 
Absender, der Betrag und die Bank geprüft worden. Aufgrund dessen habe die 
Transaktion nicht beanstandet werden können. Seine Abteilung habe 1MDB nä-
her geprüft. Deren Recherche habe nicht viele Informationen hervorgebracht. Es 
habe jedoch festgestellt werden können, dass 1MDB als kürzlich gegründeter 
Staatsfonds existiere. Die Rechercheergebnisse habe er in seiner E-Mail vom 
1. Oktober 2009 an den CEO festgehalten. Zum Kundentreffen vom 2. Okto-
ber 2009 führte der Beschuldigte aus, dieses habe sich hauptsächlich um Due 
Diligence Fragen gedreht. Er sei mit den am Kundentreffen erhaltenen Informa-
tionen von Jho Low relativ zufrieden gewesen. Jho Low habe auf die Frage, wes-
halb er die Bank D. gewählt habe, geantwortet, die Staatsgarantie der Bank D. 
sei für ihn vertrauenserweckend. Die Geschichte sei für ihn plausibel gewesen, 
andernfalls hätte er keine Deblockierung angeordnet. Der Beschuldigte hob her-
vor, es sei unüblich gewesen, dass er als MLRO und Head of AML am Kunden-
gespräch teilgenommen habe. Die Compliance habe in der Bank D. einen hohen 
Stellenwert gehabt. Er sei aufgrund der Bedeutung, der Komplexität und der 
Grösse der Transaktion beigezogen worden. 

Damals sei nicht das ursprüngliche Kundenprofil von Jho Low im Vordergrund 
gestanden, sondern 1MDB als Zahlungsabsender. Man habe sich darauf fokus-
siert, abzuklären, wer wirtschaftlich Berechtigter der Vermögenswerte gewesen 
und in welchem Verhältnis 1MDB und Jho Low zueinandergestanden seien. Auf 
Vorhalt der von der Rechtsabklärung am 8. Oktober 2009 geäusserten Bedenken 
hinsichtlich der Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. führte der Beschuldigte aus, 
er habe die Rechtsabteilung nicht in den Fall miteinbezogen, und er wisse auch 
nicht weshalb sie in den Fall einbezogen worden sei. Der Beschuldigte machte 
geltend, dass im Anschluss an die Kontodeblockierung noch viele weitere Abklä-
rungen stattgefunden hätten. Die Geldwäschereifachstelle sei nicht jeder E-Mail 
der Rechtsabteilung ausdrücklich nachgegangen, hätte deren Meinung jedoch 
im Rahmen der weiteren Abklärungen berücksichtigt. Die Konklusion in seinem 
Report vom 12. Oktober 2009 sei das Ergebnis einer Arbeitswoche Due Dili-
gence gewesen.  

Weiter erklärte der Beschuldigte, nicht gewusst zu haben, dass Tang Keng Chee, 
den er am 28. Oktober 2009 getroffen habe, mit der Bank D. eine Geschäftsbe-
ziehung unterhalten habe. Auf Vorhalt, dass im Darlehensvertrag über eine 
Summe von USD 700 Mio. die Parteien vertauscht worden seien, erklärte der 
Beschuldigte, sich nicht mehr daran erinnern zu können. Er habe im Okto-
ber 2010 einen Bankmitarbeiter gebeten, im «lexis-nexis» zu Jho Low eine «flag» 

- 31 - 

zu setzen, wodurch negative Informationen zu Jho Low hätten «generiert» wer-
den können. Das «lexis-nexis» ermögliche eine noch weitergehende Überwa-
chung als «world-check». Zu jenem Zeitpunkt hätten der Kundenbetreuer N. und 
B. die Bank bereits verlassen, wodurch sich die Geschäftsbeziehung mit der 
F. Ltd. in einer Übergangsphase zu einem neuen Kundenberater befunden habe.  

Im Zusammenhang mit der ihm zur Kenntnis gebrachten Verdachtsmeldung der 
Niederlassung Singapur führte der Beschuldigte aus, er habe sich aufgrund von 
«Bankgeheimnisüberlegungen» nicht weiter mit den Mitarbeitern in Singapur 
über die Verhältnisse in der Schweiz austauschen können. Zum damaligen Zeit-
punkt seien die Erkenntnisse aus Singapur für die Bank D. Schweiz nicht aus-
schlaggebend gewesen. Aufgrund des Kundenkontakts in Zürich hätten sie an-
genommen, ein besseres Verständnis zu haben als die Bank D. Singapur. Ob 
eine Meldung erstattet werde oder nicht, sei immer von verschiedenen Aspekten 
wie dem Melderegime des einzelnen Landes und der subjektiven Wahrnehmun-
gen der Entscheidungsträger abhängig. Die Umstände in Zürich seien anders 
gewesen als in Singapur. In Zürich hätten sie zu wenig Anhaltspunkte für eine 
Meldung gehabt (EFD act. 12.5328 ff.).  

2.3.22 Am 18. August 2017 wies die Verteidigung namens des Beschuldigten gegen-
über der FINMA darauf hin, dass bei der Bank D. im Sinne des «three lines of 
defence»-Modells der Kundenberater für die Beziehung zum Kunden und für das 
KYC verantwortlich gewesen sei (EFD act. 30.60). Im Zusammenhang mit der 
Transaktionsüberwachung habe das AML-Team des Beschuldigten regelmässig 
die Qualität der LTR kontrolliert (EFD act. 30.62). Die Front habe nie einen Ver-
dachtsmoment betreffend die F. Ltd. zur weiteren Beurteilung an die Compliance 
weitergeleitet (EFD act. 30.64). Der Beschuldigte sei vielmehr bankintern im Zu-
sammenhang mit der Geschäftsbeziehung zur F. Ltd. nur selektiv informiert wor-
den (EFD act. 30.65). Er habe bloss wenige Transaktionen betreffend die F. Ltd. 
vorgelegt erhalten. Jho Low habe den Beschuldigten ab und zu als Ansprech-
partner für das Due Diligence betrachtet und ihm gelegentlich Unterlagen zu 
Transaktionen gesendet (EFD act. 30.62). Bei sämtlichen Ausgängen, bei denen 
der Beschuldigte beigezogen worden sei, habe es sich um «property invest-
ments» gehandelt, welche mit «supporting documents» belegt worden seien. Die 
Begünstigten seien jeweils bekannte Anwaltskanzleien wie BB. LLP gewesen. 
Die getätigten Investitionen der F. Ltd. hätten in den Jahren 2009 bis 2010 öko-
nomisch Sinn gemacht, da sich der US-Immobilienmarkt nach der Finanz-/Immo-
bilienkrise in einem Tief befunden habe (EFD act. 30.63, -66). Dem Beschuldig-
ten könne nicht angelastet werden, dass die Transaktion vom 21. Oktober 2009 
nicht mit den von ihm eingeforderten Unterlagen dokumentiert worden sei, da für 
die Dokumentation der Kundenberater N. zuständig gewesen sei 
(EFD act. 30.66). Der Beschuldigte sei mittels E-Mail vom 9. Oktober 2009 auf 

- 32 - 

die von der Rechtsabteilung geäusserten Zweifel eingegangen und habe die An-
gelegenheit an seinen Vorgesetzten «eskaliert». B. sei mit dem IMA und an-
schliessend auch mit dem Darlehensvertrag sowie mit der Berichterstattung des 
Beschuldigten zufrieden gewesen und habe keine weiteren Schritte verlangt 
(EFD act. 30.59). Die Höhe des Salärs des Beschuldigten sei nicht vom Beste-
hen der Geschäftsbeziehung zur F. Ltd. abhängig gewesen (EFD act. 30.57). 

2.3.23 Anlässlich der FINMA-Einvernahme vom 23. Januar 2018 im Rahmen des gegen 
den Beschuldigten geführten Enforcementverfahrens führte dieser aus, am Kun-
dentreffen vom 2. Oktober 2009 habe Jho Low seinen Werdegang und sein Be-
ziehungsnetz aufgezeigt und erklärt, weshalb er mit der Vermögensverwaltung 
beauftragt worden sei. Unterlagen habe Jho Low am Treffen keine übergeben. 
Dessen Erklärungen und Informationen seien für seinen Vorgesetzten und ihn 
plausibel gewesen. Ausreichend seien sie jedoch erst im Zeitpunkt gewesen, als 
sie den 1MDB-Vertreter getroffen, den Darlehensvertrag erhalten hätten und das 
Rechtsgutachten der Anwaltskanzlei über die wirtschaftliche Berechtigung vor-
gelegen habe. Medienartikel wie derjenige in «The Straits Times» vom 17. De-
zember 2009 über Jho Low und 1MDB, welche den «Set-up» bestätigt hätten 
(vgl. vorne E. 2.3.13), hätten ihnen zusätzliche Sicherheit gegeben 
(EFD act. 30.90 Z. 228 ff., -91 Z. 244 ff.). Er habe damals den «Lead» in der Ge-
schäftsbeziehung der F. Ltd. gehabt. Da die Rechtsabteilung die bis zum dama-
ligen Zeitpunkt durchgeführte Due Diligence nicht gekannt habe, habe er auch 
deren Empfehlungen vom 8. Oktober 2009 nicht umgesetzt. Man habe entschie-
den, stattdessen einen Vertreter von 1MDB einzuladen, damit dieser der Bank 
den «Set-up» bestätigen könnte (EFD act. 30.92 Z. 276 ff.). Auf die Frage, ob die 
Bank D. die Unterlagen erhalten bzw. eingefordert habe, auf deren Beibringung 
sich die Bank mit Jho Low am Treffen vom 9. Oktober 2009 geeinigt habe, ins-
besondere jene betreffend die Legitimation der Personen, welche die ursprüngli-
che Grundlage für die Initialtransaktion – das IMA – unterzeichnet hätten, führte 
der Beschuldigte aus, man habe es eingefordert, jedoch nicht erhalten. Es habe 
Zeitungsartikel gegeben, welche gewisse Sachen bestätigt hätten. Zudem sei es 
nicht an ihm gelegen, dies einzufordern. Dies sei letztlich die Aufgabe des Kun-
denberaters gewesen (EFD act. 30.95 Z. 383 ff.). Am Treffen vom 28. Okto-
ber 2009 mit Tang Keng Chee habe dieser bestätigt, den «Set-up» zu kennen 
und damit einverstanden zu sein. Zur Überprüfung, ob Tang Keng Chee tatsäch-
lich ein Vertreter von 1MDB sei, habe er eine Passkopie von Tang Keng Chee 
erstellt und mit den Informationen auf der Website von 1MDB verglichen 
(EFD act. 30.94 Z. 350 ff.). Sie seien enttäuscht gewesen, dass Tang Keng Chee 
keine Dokumente mitgebracht habe. Tang Keng Chee habe ihn und seinen Vor-
gesetzten B. allerdings damit vertröstet, die Dokumente nachzuliefern. Das Tref-
fen mit Tang Keng Chee sei ein zusätzlicher «Komfort» gewesen. Sie seien sich 
allerdings einig gewesen, dass die Abklärungen damit noch nicht abgeschlossen 

- 33 - 

waren und hätten daher ihre weiteren Anforderungen erneut bekräftigt 
(EFD act. 30.95 Z. 365 ff.).  

Auf Vorhalt, dass die Bank D. damals eine Geschäftsbeziehung mit Tang Keng 
Chee unterhalte und Jho Low dem Konto von Tang Keng Chee am 5. Au-
gust 2009 rund USD 1.7 Mio. überwiesen habe, erklärte der Beschuldigte aber-
mals, dies nicht gewusst zu haben. Es sei ihm nicht in den Sinn gekommen, dass 
Tang Keng Chee bei der Bank D. auch eine Beziehung haben könnte 
(EFD act. 30.95 Z. 372 ff., -109 Z. 661 f.). Die Frage, ob er die Zeichnungsbe-
rechtigung von P. für die F. Ltd. überprüft habe, verneinte der Beschuldigte unter 
Hinweis, dass die vertraglichen Elemente von den Rechtsspezialisten geprüft 
worden seien. Sein Vorgesetzter habe den Darlehensvertrag und die wirtschaft-
liche Berechtigung genau überprüft (EFD act. 30.96 Z. 389 ff.). Im Anschluss an 
seinen Due Diligence Report habe er der Front die Anweisung zur Überwachung 
von Transaktionen gegeben. Sein Team habe in der Anfangsphase über jeden 
Ein- und Ausgang informiert werden wollen. Die Überwachung der Transaktionen 
hätten sie jedoch weiterhin der Front überlassen. Man sei davon ausgegangen, 
die Vermögenswerte von USD 700 Mio. würden über die Bank «gemanaged» 
und bei dieser verbleiben. Die Due Diligence wäre eigentlich in der Verantwor-
tung der Front gelegen. Er habe jedoch das Due Diligence übernommen, da es 
sonst niemand durchgeführt habe und er auch ein wenig dazu aufgefordert wor-
den sei (EFD act. 30.93 Z. 307 ff.). 

Im Oktober 2009 sei er sehr intensiv und in den folgenden drei bis vier Monaten, 
d.h. bis zum «Conference Call» vom Februar 2010, noch relativ intensiv in die 
Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. involviert gewesen. Nachdem der zuständige 
Kundenberater N. die Bank verlassen habe, habe es eine Zwischenphase gege-
ben, in der er von Jho Low teilweise und gegen seinen Willen direkt angeschrie-
ben worden sei. Die direkte Kontaktaufnahme mit dem Kunden sei nicht in seinen 
normalen Zuständigkeitsbereich gefallen. Das Problem in dieser Zwischenphase 
habe darin bestanden, dass er als einziger der Due Diligence nachgegangen sei. 
Allgemein sei es eine «chaotische» Zeit für die Bank gewesen. Er sei erleichtert 
gewesen, als die Kundenbeziehung im Frühling/Sommer 2010 auf den neuen 
Kundenberater GG. übertragen worden sei und die Bank eine klare Frontan-
sprechperson definiert habe. Mit Übergabe an GG. sei die Geschäftsbeziehung 
mit der F. Ltd. wieder in guten Händen gelegen (EFD act. 30.87 Z. 126 ff.). 

Zu der Verdachtsmeldung der Bank D. Singapur führte der Beschuldigte aus, 
diese sei für ihn ein ernstzunehmender Hinweis gewesen, dass auf den Konten 
in Asien auffällige Transaktionen stattgefunden hätten. Aufgrund des Bankge-
heimnisses sei zum damaligen Zeitpunkt eine aktive Kommunikation mit der 
Bank D. Singapur über ihre Beziehung zu Jho Low nicht möglich gewesen. Sie 

- 34 - 

seien davon ausgegangen, dass die Sachlage in Asien anders als in der Schweiz 
gewesen sei. Im Übrigen seien die Melderegimes in Asien und der Schweiz zu 
diesem Zeitpunkt nicht vergleichbar gewesen (EFD act. 30.96 Z. 401 ff., -95 
Z. 412 ff.). Zudem seien sie davon ausgegangen, ein besseres Verständnis der 
Kundenbeziehung zu haben, da in Asien nach dem Exodus von Mitarbeitern 
bloss noch ein «Rumpfteam» – auch in der Compliance – bestanden habe 
(EFD act. 30.97). 

Der Beschuldigte anerkannte, dass damals eine Vermischung des Vermögens 
aus dem Vermögensverwaltungsauftrag mit privaten Ausgaben einen wesentli-
chen Verdachtsmoment dargestellt hätte (EFD act. 30.98 Z. 439). Der Umstand, 
wonach F. Ltd. und 1MDB im Januar 2010 die Vertragsgrundlage für die Initial-
transaktion geändert haben, habe ihm seinen Gesamteindruck bestätigt, wonach 
der Kunde einen nicht professionellen «Set-up» besessen habe (EFD act. 30.99 
Z. 459 ff.). Die Frage, welchen Zusammenhang die Immobiliengeschäfte von 
F. Ltd. mit Malaysia bzw. dem malaysischen Staatsfonds 1MDB besessen habe, 
konnte der Beschuldigte nicht beantworten. Er wies allerdings darauf hin, dass 
letztlich Jho Low für seine Investitionen verantwortlich gewesen sei. Diese hätten 
keinen Konnex zu Malaysia aufweisen müssen. Weder er noch die Bank seien 
damit beauftragt gewesen, dies zu überwachen (EFD act. 30.100 Z. 484 ff.). 

Auf Vorhalt seiner E-Mail an Jho Low vom 2. August 2010 gestand der Beschul-
digte, damals der Ansicht gewesen zu sein, die Dokumentationslage sei ungenü-
gend. Einige Immobiliendeals seien in der Schwebe gewesen und man habe 
diese weiterverfolgen müssen. Weiter führte der Beschuldigte aus, die wenigen 
Transaktionen der F. Ltd., an denen er beteiligt gewesen sei, seien von Okto-
ber 2009 bis März 2010 ungenügend bzw. schwach dokumentiert gewesen. Die 
Dokumente seien jedoch immer nachträglich geliefert worden. Die Dokumenta-
tion habe sich anschliessend verbessert (EFD act. 30.104 Z. 555 ff.). Auf Vorhalt, 
dass er im Zusammenhang mit der Prüfung zur Zahlungsfreigabe auf dem Konto 
der F. Ltd. vom Kundenberater GG. mehrmals kontaktiert worden sei, erklärte 
der Beschuldigte, nie eine «Firstline-Rolle» übernommen zu haben. Er habe da-
mals nicht gewusst, was GG. von ihm gewollt oder weshalb dieser ihm umfang-
reiche Unterlagen zu den Transaktionen der F. Ltd. zugestellt habe. Er sei kein 
Anwalt und könne daher auch nicht erklären, was ein «back-to-back buy and si-
multaneaously sell arrangement» gewesen sei, welches GG. damals mit E-Mail 
vom 31. Mai 2011 erwähnt und als Vertragsgrundlage für eine Überweisung im 
Betrag von USD 85 Mio. der F. Ltd. an die HH. Ltd. gedient habe 
(EFD act. 30.102 Z. 514 ff., 12.1174). Er habe an der Konformität der Geschäfts-
beziehung mit der F. Ltd. nicht gezweifelt. Für ihn seien damals jeweils die Hin-
tergründe der Transaktionen genügend plausibel gewesen (EFD act. 30.105 
Z. 590 ff.). Zweifel hinsichtlich der Herkunft und Legitimität der sich auf dem 

- 35 - 

Konto der F. Ltd. befindenden Vermögenswerte habe er bloss in der Anfangs-
phase gehabt, nachher nicht mehr (EFD act. 30.111 Z. 684). Die Kontoführung 
habe bei der Front gelegen. Er habe die Risiken aufgezeigt, und es sei die Ver-
antwortung der Front gewesen, dem nachzugehen und die Risiken im Auge zu 
behalten (EFD act. 30.106 Z. 596 ff.). Auf die Frage, wie er sichergestellt habe, 
dass seine Anweisungen betreffend Privatausgaben befolgt werden, verwies der 
Beschuldigte auf die Verantwortung der Front (EFD act. 30.107 Z. 615 f.). Eine 
Pressenachricht zu einer Party von Jho Low, welche im Sommer 2010 in Saint-
Tropez stattgefunden habe, sei der erste richtige Verdachtsmoment gewesen, 
der ihn bewogen habe, seinem Vorgesetzten mitzuteilen, dass eine Verdachts-
meldung gemacht werden müsse, sollte sich dies wiederholen (EFD act. 30.107 
Z. 619 ff.). Auf Vorhalt seiner entsprechenden E-Mail vom 6. Oktober 2010 an 
seinen Vorgesetzen führte der Beschuldigte aus, eine freiwillige Meldung sei von 
der Medienberichterstattung abhängig gewesen, da sein AML-Team hauptsäch-
lich externen Verdachtsmomenten nachgegangen sei (EFD act. 30.108 
Z. 631 ff.).  

2.3.24 Mit Verfügung vom 9. März 2018 stellte die FINMA das gegen den Beschuldigten 
geführte Enforcementverfahren ein mit der Begründung, der Beschuldigte sei sei-
nen Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Rahmen der organisatorischen Struk-
turen bei der Bank als Leiter der Geldwäschereifachstelle grundsätzlich nachge-
kommen und der ursprünglich gegen ihn gehegte Verdacht auf eine schwere 
Verletzung von Aufsichtsrecht (Sorgfaltspflichten gemäss GwG) habe sich nicht 
hinreichend erhärtet (EFD act. 30.112 ff.). 

2.3.25 Anlässlich der Hauptverhandlung bestätigte der Beschuldigte vor Gericht grund-
sätzlich die Angaben in seinem Lebenslauf und in seinem Arbeitszeugnis der 
Bank D. (SK act. 12.731.2 Z. 26 ff., -4 Z. 43 ff. bzw. -5 Z. 1; vgl. auch vorne 
E. 2.3.5) und bemerkte, sich kontinuierlich weitergebildet zu haben 
(SK act. 12.731.2 Z. 30 ff.). Weiter bestätigte er die Richtigkeit seiner damaligen 
Aussagen vor der Untersuchungsbeauftragten sowie vor der FINMA 
(SK act. 12.731.4 Z. 29 ff.) und gestand ein, von der Zweckentfremdung der Ver-
mögenswerte durch Jho Low für private Zwecke nachträglich in einem Fall erfah-
ren zu haben (SK act. 12. 731.11 Z. 42). Der Beschuldigte wies darauf hin, dass 
ihm als Leiter der Geldwäschereifachstelle Transaktionen mit erhöhten Risiken, 
d.h. Transaktionen, welche den Betrag von Fr. 500'000.-- überschritten hätten, 
angezeigt worden seien (SK act. 12.731.6 Z. 32 ff.). Er hob hervor, die «first line» 
sei für die Kontrolle einer ausreichenden Dokumentation von Transaktionen zu-
ständig gewesen, und er sei bloss involviert worden, wenn die Front einen Ver-
dacht gehabt und ihm einen LTR weitergeleitet habe (SK act. 12.731.6 Z. 5 ff.,  
-12 Z. 15 f.). Weiter wies der Beschuldigte darauf hin, es sei damals sehr unge-
wöhnlich und unangenehm gewesen, dass Jho Low ihn direkt angeschrieben 

- 36 - 

habe (SK act. 12.731.7 Z. 12 f.). Er anerkannte, im anklagerelevanten Zeitpunkt 
die Anhaltspunkte A1 bis A39 und insbesondere A4, A5 und A7 des Anhangs der 
aGwV-FINMA 1 für Geldwäscherei gekannt zu haben (SK act. 12.731.13 
Z. 27 ff.). 

2.3.26 Der Zeuge B. bestätigte anlässlich der Hauptverhandlung seine früheren Aussa-
gen vor der FINMA, soweit er damals ausgesagt habe (SK act. 12.761.3 Z. 43). 
Er führte aus, mit dem Beschuldigten Geldwäschereimeldungen erläutert zu ha-
ben, was der Vorgabe in der Weisung 1 entsprochen habe (SK act. 12.761.6 
Z. 32). Geldwäschereimeldungen seien im Sinne einer Genehmigung bespro-
chen bzw. zur Information in der Hierarchie der Bank nach oben weitergeleitet 
worden (SK act. 12.761.7 Z. 5 ff.). Weiter wies der Zeuge darauf hin, die Geld-
wäschereifachstelle sei innerhalb der Organisation das Kompetenzzentrum für 
sämtliche geldwäschereispezifische Fragen gewesen (SK act. 12.761.10 Z. 14). 
Die ihr vorgesetzten Stellen hätten sich in geldwäschereispezifischen Belangen 
auf deren Fachwissen gestützt (SK act. 12.761.10 Z. 19). Die Schaffung von 
Fachstellen bezwecke, dass diese die betreffenden Inputs abgeben. Angesichts 
dessen hätte er der Geldwäschereistelle nicht untersagt, eine Verdachtsmeldung 
zu erstatten (SK act. 12.761.11 Z. 12 ff.). Der Beschuldigte habe ihm nie mitge-
teilt, es sei bezüglich der Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. eine Geldwäscher-
eimeldung zu erstatten (SK act. 12.761.7 Z. 29 ff.). Zur Front führte der Zeuge 
aus, diese habe überprüft, dass die vom Kunden versprochenen bzw. von der 
Front geforderten Unterlagen im Kundendossier vorgelegen hätten 
(SK act. 12.761.5 Z. 1 ff.). Weiter erklärte der Zeuge, die Geldwäschereiabtei-
lung sei für die Überwachung der Front verantwortlich gewesen 
(SK act. 12.761.4 Z. 34 ff.). Zudem sei sie auch durch deren eigene Leitung kon-
trolliert gewesen (SK act. 12.761.11 Z. 6). Die Geldwäschereiabteilung habe be-
züglich einer korrekten Dokumentation Stichproben durchgeführt 
(SK act. 12.761.5 Z. 2 f. und Z. 41). Der Beschuldigte und er selber hätten auf 
die Unterlagen der Front Zugriff gehabt, sofern sie abgelegt gewesen seien 
(SK act. 12.761.5 Z. 30 ff.). Der Beschuldigte als Leiter der Geldwäschereiabtei-
lung habe der Front Anweisungen erteilen können und sei für deren Umsetzung 
verantwortlich gewesen (SK act. 12.761.5 Z. 3 ff.). Bei der Bank seien alle davon 
ausgegangen, die USD 700 Mio. seien zum Zwecke der Vermögensverwaltung 
zur Bank D. Schweiz überwiesen worden. Er habe von der Front und der Geld-
wäschereiabteilung erwartet, dass dies auch so umgesetzt würde 
(SK act. 12.761.9 Z. 38 ff.). 

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2.4 Beweiswürdigung und Subsumtion 

2.4.1 In objektiver Hinsicht 

2.4.1.1 Bis auf die Verdachtslage ist der in der Anklage aufgeführte Sachverhalt im 
Wesentlichen unbestritten (EFD act. 30.56 ff., -82 ff.; 12.5328 ff.; SK act. 
12.731.4 ff.; 12.721.25 ff., insb. -33) und aktenmässig erstellt. 

2.4.1.2 Die ersten beiden Tatbestandsmerkmale für eine Strafbarkeit nach Art. 37 GwG 
sind vorliegend unbestrittenermassen erfüllt: die Bank D. war im Tatzeitraum eine 
Bank im Sinne des Bankengesetztes (BankG, SR 952.0) und damit ein Finanz-
intermediär i.S.v. Art. 2 Abs. 2 lit. a GwG. Der Beschuldigte als ihr damaliger Mit-
arbeiter handelte somit für einen Finanzintermediär. Die Bank D. unterhielt eine 
Geschäftsbeziehung mit der F. Ltd. Auf das Konto der Bank D. wurden Geldsum-
men verschoben (vgl. vorne E. 2.3.9), d.h. es existierten Vermögenswerte, wel-
che in die Geschäftsbeziehung involviert waren.  

2.4.1.3 Zu prüfen ist nachfolgend, ob die Bank D. ex-ante wusste oder einen begründe-
ten Verdacht besass, dass die fraglichen Vermögenswerte im Zusammenhang 
mit einem Verbrechen st