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**Case Identifier:** 34a66d05-c38e-5c3c-b4a0-1bb28c9baf26
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 31.10.2014 BE.2014.47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BE-2014-47_2014-10-31.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BE.2014.47

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 31.10.2014

Entscheiddatum: 31.10.2014

Entscheid Kantonsgericht, 31.10.2014
Art. 59 Abs. 2 lit. a und e sowie Art. 242 ZPO (SR 272). Das Verfahren 
betreffend Mieterausweisung wird mit der gegen den Willen des Mieters 
vollzogenen Räumung in der Sache selbst dann gegenstandslos, wenn 
gegen den Ausweisungsentscheid noch ein Beschwerdeverfahren anhängig 
ist. Eine inhaltliche Überprüfung des Ausweisungsentscheides im Rahmen 
durch die Rechtmittelinstanz verbietet sich trotz eines allfälligen 
schützenswerten Interesses des Mieters dann, wenn auf die Beschwerde 
wegen Verpassens der Beschwerdefrist nicht hätte eingetreten werden 
können (Kantonsgericht, Einzelrichter im Obligationenrecht, 31. Oktober 
2014; BE.2014.47). Das Bundesgericht ist auf eine gegen diesen Entscheid 
erhobene Beschwerde am 11. Februar 2015 nicht eingetreten (BGer 
4A_697/2014 neues Fenster)

Erwägungen (Auszug)

II.

[…]

2.   Mit der Ausweisung des Beklagten aus der Wohnung und der Räumung derselben 

ist der eingeklagte Rückgabeanspruch nach Art. 267 Abs. 1 OR untergegangen, 

weshalb das Verfahren in der Sache gegenstandslos geworden ist.

3.   Es stellt sich noch die Frage, ob das Verfahren nunmehr, wie von Art. 242 ZPO 

vorgesehen, ohne Weiteres abzuschreiben ist, oder ob der Beschwerdeführer, dem die 

Mietsache während der Pendenz des Beschwerdeverfahrens gegen seinen Willen 

entzogen worden ist und dem ein Interesse an der Überprüfung der Rechtmässigkeit 

des angefochtenen Entscheides grundsätzlich ohne weiteres zuzubilligen ist, einen 

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Anspruch auf eine solche Überprüfung noch im vorliegenden Verfahren habe oder ob 

er mit seinen allfälligen Schadenersatzansprüchen auf den Weg eines separaten 

Prozesses zu verweisen sei.

Ersteres ist allerdings schon deshalb zu verneinen, weil der Beklagte mit seiner 

Eingabe vom 17. Oktober 2014 die Beschwerdefrist von zehn Tagen (Art. 321 Abs. 2 

ZPO), welche einen Tag nach Zustellung des Entscheides, d.h. am 1. Oktober 2014 zu 

laufen begann und am 10. Oktober 2014 endete (Art. 142 Abs. 1 ZPO), verpasst hat. 

Auf seine Beschwerde könnte daher selbst dann, wenn die Ausweisung noch nicht 

vollzogen und das Verfahren in der Sache noch nicht gegenstandslos geworden wäre, 

nicht eingetreten werden. Umso weniger kommt eine Überprüfung der Rechtmässigkeit 

der Ausweisung im Abschreibungsbeschluss in Frage. Da die Sache, wie soeben 

festgestellt wurde, mittlerweile – d.h. seit 11. Oktober 2014 – wegen Verpassens der 

Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen, d.h. rechtskräftig entschieden ist, fehlt es 

an der Prozessvoraussetzung von Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO. Daran ändert sich selbst 

dann nichts, wenn man dem Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse im Sinne 

der Prozessvoraussetzung von Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO zubilligen wollte.

[…]

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	Entscheid Kantonsgericht, 31.10.2014
	Art. 59 Abs. 2 lit. a und e sowie Art. 242 ZPO (SR 272). Das Verfahren betreffend Mieterausweisung wird mit der gegen den Willen des Mieters vollzogenen Räumung in der Sache selbst dann gegenstandslos, wenn gegen den Ausweisungsentscheid noch ein Beschwerdeverfahren anhängig ist. Eine inhaltliche Überprüfung des Ausweisungsentscheides im Rahmen durch die Rechtmittelinstanz verbietet sich trotz eines allfälligen schützenswerten Interesses des Mieters dann, wenn auf die Beschwerde wegen Verpassens der Beschwerdefrist nicht hätte eingetreten werden können (Kantonsgericht, Einzelrichter im Obligationenrecht, 31. Oktober 2014; BE.2014.47). Das Bundesgericht ist auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde am 11. Februar 2015 nicht eingetreten (BGer 4A_697/2014 neues Fenster)

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