# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2285626-7e51-5074-8589-86c3e2501542
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 16.05.2024 BRGE I Nrn. 0091-0092/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-I-Nrn--0091-009_2024-05-16.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

 

 

 
 
 
G.-Nrn. R1S.2023.05109 und R1S.2023.05110 
BRGE I Nrn. 0091/2024 und 0092/2024 

 
 
  Entscheid vom 16. Mai 2024 
 
 
 

Mitwirkende Abteilungspräsident Claude Reinhardt, Baurichterin Beatrice Bosshard, Bau-
richter Christian Hurter, Gerichtsschreiber Andreas Mahler     

 
 

in Sachen Rekurrierende 

R1S.2023.05109 

Zürcher Heimatschutz ZVH, Neptunstrasse 20, 8032 Zürich  

vertreten durch […]  

R1S.2023.05110 

1. A, […]  
2. B, […] 
3. C, […] 
4. D, […] 

alle vertreten durch […] 

 

gegen Rekursgegnerschaft 

R1S.2023.05109 

1. Bausektion der Stadt Zürich, c/o Amt für Baubewilligungen,  
Rechtsabteilung, Amtshaus IV, 8021 Zürich  

2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 
8090 Zürich  

3. Stadtrat von Zürich, Stadthausquai 17, 8022 Zürich  

Nr. 3 vertreten durch Dr. André Odermatt,  
Vorsteher des Hochbaudepartements  

dieser wiederum vertreten durch Hochbaudepartement der Stadt  
Zürich, Rechtsabteilung, Lindenhofstrasse 19, Postfach, 8001 Zürich  

4. E AG, […] 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 2 

Nr. 4 vertreten durch […] 

R1S.2023.05110 

1. Bausektion der Stadt Zürich, c/o Amt für Baubewilligungen,  
Rechtsabteilung, Amtshaus IV, 8021 Zürich  

2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 
8090 Zürich  

3. E AG, […]  

Nr. 3 vertreten durch […] 

 

 
betreffend R1S.2023.05109 

Beschluss der Bausektion vom 6. Juni 2023 (Bauentscheid Nr. 1321/23); Ge-
samtverfügung Nr. BVV 22-2660 der Baudirektion Kanton Zürich vom 
13. Februar 2023; Beschluss des Stadtrates vom 11. Januar 2023; Baube-
willigung für Ersatzneubauten und Umbau sowie Festsetzung Inventarblatt 
und Feststellung Schutzzweck, […] 

 R1S.2023.05110 
 Beschluss der Bausektion vom 6. Juni 2023 (Bauentscheid Nr. 1321/23); Ge-

samtverfügung Nr. BVV 22-2660 der Baudirektion Kanton Zürich vom 
13. Februar 2023; Baubewilligung für Ersatzneubauten und Umbau, […] 
_______________________________________________________ 

hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 6. Juni 2023 erteilte die Bausektion des Stadtrats von 

Zürich der E AG die baurechtliche Bewilligung für Ersatzneubauten mit 50 

Wohnungen, Beherbergungs-, Kultur- und Veranstaltungsbetrieben etc. so-

wie den teilweisen Umbau des Gebäudes H-Strasse 22 auf dem Grundstück 

Kat.-Nr. 1 an der I-Strasse 1, 1a und 7, J-Strasse 3 und H-Strasse 10, 20 

und 22 in Zürich. 

Gleichzeitig eröffnet wurde die Gesamtverfügung der Baudirektion Kanton 

Zürich vom 13. Februar 2023 betreffend Einbauten in Grundwasserträger, 

Lage im Hochwassergefahrenbereich und im Perimeter gemäss Kaster der 

belasteten Standorte sowie Versickerung. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 3 

Ebenfalls eröffnet wurde der Beschluss des Stadtrats vom 11. Januar 2023, 

mit dem das Inventarblatt zum Gebäude H-Strasse 22 festgesetzt und fest-

gestellt wurde, dass die ordnungsgemässe Ausführung der Bauarbeiten den 

Schutzzweck nicht beeinträchtige. 

B. 

Gegen diese Entscheide erhob der Zürcher Heimatschutz ZVH mit Eingabe 

vom 13. Juli 2023 Rekurs und verlangte deren Aufhebung. Vor Erteilung ei-

ner neuen Baubewilligung seien die im kommunalen Inventar aufgenom-

mene Härterei (Gebäude K) der ehemaligen M Zahnräder AG, H-Strasse 22, 

sowie die Montagehalle und der sechsgeschossige Büroturm, H-Strasse 24, 

unter Schutz zu stellen. Die Kosten seien den Rekursgegnerinnen aufzuer-

legen. 

Gegen die Baubewilligung und die Gesamtverfügung der Baudirektion erho-

ben sodann A, B, C und D Rekurs und beantragten die Aufhebung dieser 

beiden Entscheide. Die Bausektion sei zu verpflichten, die M-Halle unter 

Schutz zu stellen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der privaten Rekursgegnerin. 

C. 

Mit Verfügungen vom 17. Juli 2023 wurden die Rekurseingänge unter den 

Geschäfts-Nrn. R1S.2023.05109 (ZVH, nachfolgend Rekurrent 1) und 

R1S.2023.05110 (A etc., nachfolgend Rekurrentschaft 2) vorgemerkt und 

das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. 

D. 

Nach zwischenzeitlicher Sistierung der Verfahren beantragte die Rekursgeg-

nerschaft im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05109 mit Eingaben vom 15. Au-

gust 2023, 9. November 2023, 22. November 2023 und 23. November 2023 

die Abweisung des Rekurses. Der Stadtrat und die private Rekursgegnerin 

beantragten zudem die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung. 

Im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110 beantragte die Bausektion mit Eingabe 

vom 13. Dezember 2023, auf den Rekurs von B sei nicht einzutreten, im 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 4 

Übrigen sei der Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Bau-

direktion sowie die private Rekursgegnerin beantragten mit Eingaben vom 

9. November 2023 bzw. 8. Dezember 2023 die Abweisung des Rekurses, 

Letztere unter Zusprechung einer Umtriebsentschädigung. 

E. 

Mit Repliken vom 25. bzw. 26. Januar 2024 hielten die Rekurrierenden an 

ihren Anträgen fest, der ZVH mit den zusätzlichen Eventualanträgen, wo-

nach vor der Erteilung einer neuen Baubewilligung die Nichtunterschutzstel-

lung der Härterei (H-Strasse 22) und der Montagehalle samt Büroturm (H-

Strasse 24) zu publizieren sei. 

Im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05109 hielten die kommunale Baubehörde 

und die private Rekursgegnerin in ihren Dupliken vom 16. bzw. 19. Februar 

2024 an ihren Anträgen fest. Die Baudirektion und der Stadtrat verzichteten 

stillschweigend auf eine weitere Vernehmlassung. Mit Datum 4. März 2024 

reichte die Rekurrentin eine Triplik ein. 

Im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110 nahmen die kommunale Baubehörde 

und die private Rekursgegnerin mit Dupliken vom 19. und 16. Februar 2024 

und die Baudirektion mit Eingabe vom 14. Februar 2024 – unter Verweis auf 

den Mitbericht des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) vom 

12. Februar 2024 – zur Replik Stellung, jeweils unter Aufrechterhaltung der 

gestellten Anträge. Mit Datum 1. März 2024 erfolgte eine weitere Stellung-

nahme der Rekurrierenden. 

F. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit zur Entscheidbegründung erfor-

derlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 5 

1. 

Die Rekurse beziehen sich auf dasselbe Bauvorhaben. Die Verfahren sind 

daher aus prozessökonomischen Gründen zu vereinigen. 

2.1. 

Gemäss § 338b Abs. 1 lit. a Planungs- und Baugesetz (PBG) sind gesamt-

kantonal tätige Verbände, die sich seit wenigstens zehn Jahren im Kanton 

statutengemäss dem Natur- und Heimatschutz oder verwandten, rein ideel-

len Zielen widmen, zum Rekurs gegen Anordnungen und Erlasse berechtigt, 

soweit sich diese auf den III. Titel (Natur- und Heimatschutz, §§ 203-217 

PBG) oder § 238 Abs. 2 PBG stützen. Der Rekurrent 1 erfüllt diese Voraus-

setzungen unbestrittenermassen.  

Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hängt die Rekurs- und 

Beschwerdelegitimation der Natur- und Heimatschutzverbände in der Regel 

davon ab, ob das betreffende Objekt in ein gestützt auf § 203 Abs. 2 PBG 

erstelltes Inventar Aufnahme gefunden hat. Die blosse Behauptung, ein nicht 

inventarisiertes Objekt sei dennoch schutzwürdig, verschafft den Verbänden 

keinen Zugang zum Rekursverfahren. Sodann darf § 338b Abs. 2 PBG nicht 

rein prozessual betrachtet werden, sodass schon die Berufung auf eine Miss-

achtung des III. Gesetzestitels bzw. von § 238 Abs. 2 PBG legitimationsbe-

gründend wäre. Die Verbandsbeschwerde kommt nur dann zum Zug, wenn 

die Behörde ihren Entscheid auf den III. Titel oder § 238 Abs. 2 PBG stützte 

bzw. aufgrund eines Inventareintrags darauf hätte stützen sollen. Dement-

sprechend muss die angefochtene Anordnung ein bereits förmlich erfasstes 

(§ 205 PBG) oder zumindest schon inventarisiertes (§ 203 Abs. 2 PBG) 

Schutzobjekt im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. a–g PBG betreffen. In zwei Aus-

nahmefällen hat das Verwaltungsgericht bisher die Legitimation der Ver-

bände in der Rechtsprechung auch bei nicht inventarisierten Objekten be-

jaht. Erstens in einem Fall, in welchem ein Inventareintrag einzig mangels 

rechtzeitiger Entdeckung des Schutzobjekts unterblieben und zudem die 

Schutzwürdigkeit unbestritten war. Als Zweites in Fällen, in denen das zu-

ständige Gemeinwesen seiner Pflicht zur Inventarisierung nicht nachgekom-

men war und die Schutzwürdigkeit als glaubhaft dargetan wurde sowie wahr-

scheinlich erschien. Allerdings besteht ein Anfechtungsrecht des vorliegen-

den Rekurrenten weitergehend bereits dann, wenn eine Inventarisierung der 

betroffenen Liegenschaft offensichtlich zu Unrecht unterblieben ist 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 6 

(VB.2022.00393 vom 13. April 2023, E. 4.1.; BGr 1C_92/2021 vom 7. Juni 

2021, E. 4). 

Der vorliegend angefochtene Stadtratsbeschluss stützt sich auf §§ 203 ff. 

PBG. Soweit der ZVH die Beeinträchtigung des Inventarobjekts H-Strasse 

22 moniert, ist er zum Rekurs berechtigt. Soweit er die Schutzwürdigkeit der 

nicht inventarisierten M-Halle (H-Strasse 24) geltend macht, wird nachfol-

gend dargelegt, dass deren Inventarisierung offensichtlich zu Unrecht unter-

blieben ist. Somit ist, da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind, auf den Rekurs im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05109 einzutreten. 

2.2.1. 

Der Rekurrent 2 im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110 ist Mieter einer Woh-

nung im 9. Stock an der I-Strasse […]. Indes fehlt das zur Wahrung des Re-

kursrechts erforderliche rechtzeitige Zustellbegehren (§§ 315 f. PBG). Der 

Rekurrent bringt dazu vor, das Projekt sei viel zu tief ausgesteckt gewesen, 

die hohen Dimensionen des Hochhauses seien nicht dargestellt worden. Er 

habe sich auf die über 20 m zu wenig ausgesteckte Höhe verlassen und sei 

davon ausgegangen, die Aussicht würde ihm nicht versperrt. Die am Ort des 

Bauvorhabens aufgestellten Tafeln, die offenbar auf die ungenügende Aus-

steckung hingewiesen hätten, habe er nicht wahrgenommen, weil er das 

Bauareal aus gesundheitlichen Gründen nicht betreten könne. Von seiner 

Wohnung aus habe er nur die zu tiefen Profile gesehen. Statische Gründe 

(Tragfähigkeit der M-Halle) hätten einer korrekten Aussteckung nicht entge-

gengestanden. 

Die kommunale Vorinstanz entgegnet, aus statischen Gründen seien nur 

zwei Eckprofile in der vollen Höhe des Hochhauses errichtet worden, die bei-

den weiteren Eckprofile hätten nur etwa die Hälfte der geplante Höhe aufge-

wiesen. Massgebend seien indes die Projektpläne und nicht die Ausste-

ckung. Die Aussteckung sei durch Informationstafeln ergänzt worden, die im 

Ausschreibungstext explizit erwähnt worden seien.  

2.2.2. 

Darstellbare Bauvorhaben sind vor der öffentlichen Bekanntmachung auszu-

stecken. Hiervon ausgenommen sind Grenzveränderungen. Die Ausste-

ckungen müssen mindestens während der ganzen Auflagefrist stehen. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 7 

Werden sie vor der rechtskräftigen Erledigung des Baugesuches entfernt, 

kann in streitigen Fällen die Wiederherstellung angeordnet werden 

(§ 311 PBG). 

Mängel des baurechtlichen Verfahrens, zu welchem auch die Aussteckung 

des Bauvorhabens gehört, können vom Nachbarn dann erfolgreich gerügt 

werden, wenn sie sich auf dessen Rechts- und Interessenwahrnehmung 

nachteilig auswirken, indem der Anfechtende das Projekt und seine Auswir-

kungen nicht bzw. nicht hinreichend beurteilen konnte. Entsteht kein solcher 

Nachteil, liegt auch kein wesentlicher Verfahrensmangel vor, womit diesbe-

züglich kein Grund zur Aufhebung der Baubewilligung besteht 

(VB.2017.00353 vom 30. November 2017, E. 2.4.; VB.2000.00086 in BEZ 

2000 Nr. 39, auch zum Folgenden). 

Die Aussteckung des Bauvorhabens dient dazu, den Nachbarn auf das Bau-

vorhaben und dessen mögliche Auswirkungen auf sein Grundstück aufmerk-

sam zu machen und ihn so zur Publikation des Bauvorhabens und zur Auf-

lage der Baugesuchsunterlagen (§ 314 PBG) hinzulenken. Für den Inhalt 

des Projektes sind indes allein die Baugesuchsunterlagen massgebend. 

Diese können während der Auflagefrist eingesehen werden. Unterlässt der 

Nachbar die Einsicht, hat er einen hieraus resultierenden Rechtsverlust sel-

ber zu vertreten. Eine fehlerhafte Aussteckung kann mithin höchstens dann 

einen wesentlichen Verfahrensmangel bilden, wenn sie im Ergebnis an der 

rechtzeitigen Begehrensstellung gemäss § 315 Abs. 1 PBG gehindert hat. 

2.2.3. 

Das geplante Hochhaus wurde mit vier Profilstangen ausgesteckt (s. Plan 

Baugespann, act. 33.1, R1S.2023.05110): Zwei ausserhalb des Gebäude-

grundrisses der Bestandesbaute (M-Halle) in voller Höhe mit einer Stangen-

länge von 52 m, zwei auf dem Dach der ca. 10 m hohen M-Halle mit einer 

Stangenlänge von 20 m. Gemäss den Fotos in Abbildung 2 der Rekursschrift 

konnte der Rekurrent 2 von seiner Wohnung aus alle vier Profilstangen se-

hen. Eines der 52 m hohen Profile (Gittermast) ist auf einem der Fotos deut-

lich zu erkennen. Wieso er nur die kürzeren Profile gesehen haben will, ist 

nicht nachvollziehbar. Er hätte somit deutlich erkennen können und müssen, 

dass ein 52 m hohes Gebäude geplant ist, welches ihm mit seiner breiteren 

Seite die Aussicht verstellt. Über die genauen Gebäudedimensionen hätte er 

sich durch Einsichtnahme in die Baupläne informieren müssen. Die 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 8 

Aussteckung ist daher nicht zu beanstanden. Mangels rechtzeitigem Zustell-

begehren hat der Rekurrent 2 sein Rekursrecht verwirkt (§ 316 Abs. 1 PBG), 

weshalb auf den Rekurs im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110, soweit er 

durch den Rekurrenten 2 erhoben wurde, nicht einzutreten ist. 

2.3. 

A ist Eigentümerin der Parzellen […]. Von den oberen Stockwerken der Lie-

genschaft besteht ein direkter Sichtbezug auf das in einer Distanz von ca. 

120 m geplante, ca. 52 m hohe Hochhaus. Die Rekurrierenden 3 und 4 im 

Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110 sind Stockwerkeigentümer bzw. Mieter in 

der Liegenschaft […]. Aufgrund der engen räumlichen Beziehung und der 

vorgebrachten Rügen sind die Genannten zur Rekurserhebung im Sinne von 

§ 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) legitimiert. 

Obwohl sie den Stadtratsbeschluss vom 11. Januar 2023 nicht angefochten 

haben, sind die Rekurrierenden 1, 3 und 4 im Verfahren G.-Nr. 

R1S.2023.05110 entgegen der Auffassung der privaten Rekursgegnerin ins-

besondere zur Rüge legitimiert, bei der M-Halle handle es sich um ein 

Schutzobjekt. Es trifft nicht zu, dass der Stadtrat mit besagtem Beschluss 

festgestellt hat, dass ein Rückbau der M-Hallen (H-Strasse 24) keine Schutz-

ziele beeinträchtige. Der Stadtratsbeschluss bezieht sich explizit nur auf das 

Gebäude H-Strasse 22 und den in den Plänen mit "TP1" bezeichneten Teil 

des Gesamtprojekts. 

Da die übrigen Prozessvoraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf den 

Rekurs im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110, soweit er durch die Rekurrie-

renden 1, 3 und 4 erhoben wurde, einzutreten. 

3. 

Es wird die Durchführung eines Augenscheins beantragt (vgl. § 7 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). Das Baurekursgericht hat unbesehen 

von Parteianträgen nur dann einen Augenschein durchzuführen, wenn die 

Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, auf Grund der Akten aber noch 

unklar sind. Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt, so dass kein 

Augenschein durchzuführen war. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 9 

4. 

Das Baugrundstück Kat.-Nr. 1 im Halte von 9'507 m2 liegt im Perimeter der 

Sonderbauvorschriften (SBV) M-Areal Plus. Es ist überstellt mit Industriebau-

ten der ehemaligen M Zahnräder AG, konkret die sogenannte Härterei (H-

Strasse 22) sowie daran angebaut die sogenannte M-Halle samt sechsge-

schossigem Büroturm (H-Strasse 24). Die Härterei ist im Inventar der kunst- 

und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung aufge-

führt. Geplant sind der teilweise Umbau der Härterei und anstelle der M-Halle 

Neubauten mit 50 Wohnungen, einem Beherbergungsbetrieb, Kultur- und 

Veranstaltungsbetrieben, Läden, Büros, Gastronomiebetrieben und Aussen-

gastronomie. 

5.1. 

Die Rekurrierenden machen die Schutzwürdigkeit der zum Rückbau vorge-

sehenen, nicht inventarisierten M-Halle geltend und bringen diesbezüglich je 

ein Gutachten vor. Zum einen ein bauhistorisches Gutachten von F vom Mai 

2023, erstellt im Auftrag des Zürcher Heimatschutzes und des Stadtzürcher 

Heimatschutzes, zum anderen ein denkmalpflegerisches Gutachten von G 

vom Dezember 2022, erstellt im Auftrag der A. 

Dem 152 Seiten umfassenden Gutachten von F kann zusammenfassend 

und auszugsweise wiedergegeben folgendes entnommen werden:  

Sowohl die M Halle als auch der Büroturm seien als hochgradige städtebauliche, 

siedlungs-, stadt-, kultur-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Zeugen der indust-

riellen, hochkonjunkturellen Blütezeit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für 

das gesamte ehemalige Industriequartier Kreis 5 / Zürich West, das M-Areal und als 

eigenständige Baukörper im Sinne der Schutzfaktoren des § 203 Abs. 1 lit. c PBG 

zu qualifizieren. Der Erhalt dieser beiden noch verbliebenen Industriebauten als En-

semble mit der baulich verbundenen Härterei, der vis-à-vis situierten Spedition so-

wie der Gassenraum der H-Strasse mit den Industriegleisen sei für das gesamte 

Industriequartier von sehr entscheidender Bedeutung. Die M Halle mit den vielfälti-

gen Kulturangeboten sei das, was das Quartier Zürich West im Wesentlichen zum 

Trendquartier gemacht habe - es sei gleichsam der Puls der Lebendigkeit des gan-

zen Quartiers. In Kombination mit dem vormals industriellen Baubestand habe sich 

durch die gesellschaftliche Akzeptanz eine mit dem Ort und der M-Halle verknüpfte 

Identität und Stadtkultur gebildet. Auch in diesem Zusammenhang sei die M Halle 

von grösster Bedeutung. Aufgrund der Vorgaben des ISOS bestehe für die Ge-

bäude des Ensembles bereits ein Schutz hinsichtlich ihres Situationswertes resp. 

ISOS-Ensemblewertes (substanzieller Erhalt).  

 

 

R1S.2023.05109 Seite 10 

Zum Situationswert und zur städtebaulichen und siedlungsgeschichtlichen Bedeu-

tung wird ausgeführt, dass von den baulichen Zeugen der industriellen Vergangen-

heit im Kreis 5 lediglich ein verhältnismässig kleiner Restbestand von Fabrikgebäu-

den übriggeblieben sei. Gerade mit dem Rückbau der grossen, imposant wirkenden 

Werkhallen, welche charakteristisch und strukturbildend für die Industrieanlagen ge-

wesen seien, werde die Gebietsstruktur entfremdet. Mit dem Verlust der histori-

schen Werkhallen und entsprechenden industriellen Infrastrukturbauten würde auch 

ein erheblicher Teil des Erinnerungswertes und damit der Quartieridentität verloren 

gehen. Von den ursprünglich neun Fabrikarealen im Industriequartier sei heute nur 

noch ein gutes Drittel erhalten. In der Gesamtbetrachtung des Industriequartiers 

komme den wenigen verbliebenen Fabrikarealen zur Lesbarkeit des Quartiercha-

rakters eine sehr grosse und prägende Rolle zu. 

Würde die Gebäudeanzahl durch den Rückbau insbesondere der sehr industriell 

geprägten M-Halle und des Büroturms bis auf zwei - die Spedition und Härterei - 

weiter reduziert, wäre das M-Areal aus dem Quartier fast gänzlich verschwunden. 

Der Erhalt des M-Areals mit dem verbliebenen Rest seiner Industriebauten sei als 

bedeutender Eckpfeiler des Quartiers und zur Lesbarkeit eines typischen Industrie-

ensembles sehr dringlich und von unschätzbarem Wert. 

Die M-Halle und der Büroturm zählten zu den letzten baulichen Zeugen der funkti-

onalistisch rational geprägten Gebäude des Industriequartiers, welche die typisch 

schweizerische unprätentiöse Architektur dieser Zeit repräsentieren würden. Sie 

würden in ihrer Situierung ein wichtiges Zeugnis der Arealausdehnung ablegen. Das 

Bürogebäude sei der letzte erstellte Bau auf dem M-Areal und es kennzeichne den 

Abschluss der Arealentwicklung. Als städtebaulicher Akzent signalisiere es die Brei-

tenausdehnung des M-Areals und sei zur Lesbarkeit der Arealgrösse von grosser 

Wichtigkeit. 

Das Ensemble von Spedition, Härterei, M-Halle und Büroturm verdeutliche exemp-

larisch die Bebauungsstruktur des M-Areals in seiner enormen Kompaktheit und 

Dichte. In ihm werde diese besondere, aus den betrieblichen Notwendigkeiten ge-

nerierte Bebauungsstruktur noch nachvollziehbar und es sei daher ein bedeutendes 

architektonisches Dokument dieser bemerkenswerten städtebaulichen Konzeption. 

Das Ensemble sei ein herausragender Vertreter von klassischer Moderne und rati-

onalem Funktionalismus der Nachkriegsmoderne. Über eine starke raumbildende 

Wirkung verfüge auch der Gassenraum der H-Strasse zwischen der Spedition und 

der M Halle / Härterei. Er widerspiegle mit den Resten der noch vorhandenen Gleise 

die betriebliche Funktionalität, Freiraumstruktur und das Ambiente des Industrieare-

als. 

Von den grossen Produktionshallen auf dem M-Areal sei einzig die M-Halle übrig-

geblieben. In ihr manifestiere sich identifikatorisch am stärksten die industrielle Nut-

zung und sie wirke somit gleichsam als Markstein. Kraft dieses Alleinstellungsmerk-

mals müsse der M-Halle eine sehr hohe Bedeutung als letzte Zeugin der grossen 

Hallenbauten auf dem M-Areal zugesprochen werden. Das harmonisch weiterge-

baute, gewachsene 'Weltbild M" sei bis heute vor allem an der südöstlichen Stras-

senfront komplett erhalten und habe eine identitätsfördernde Ausstrahlung, die mit 

der Neunutzung […] wesentlich zum heutigen Stadtbild beitrage. Die funktional und 

zugleich repräsentativ gestaltete Strassenfront könne zweifellos als Ensemble 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 11 

begriffen werden, das die Qualifikation als wichtiges schützenswertes Ortsbild ver-

diene. 

Zum Eigenwert der M-Halle und des Büroturms wird ausgeführt, die Halle wider-

spiegle mit ihrer subtil gestalteten, wohlausgewogenen Stahl- und Glaskonstruktion 

in überzeugender Weise den rationellen, auf Funktionalität zielenden Ausdruckswil-

len ihrer Zeit. Hinsichtlich der hohen Belichtungsqualitäten übernehme die Halle 

eine Vorbildfunktion für den arbeitshygienischen Industriebau. Der 1971 errichtete 

Büroturm sei ein Zeugnis für die konsequente vertikale Ausrichtung der Vorhang-

fassade in der Skelettbauweise. Vom Typus der rationalen Bürohausarchitektur un-

prätentiös schweizerischer Prägung seien heute nur noch vereinzelte Beispiele in 

Zürich West existent. Die Gebäude der M Zahnräder-Fabrik zeugten von einer sehr 

stringenten und organisatorisch brillant durchdachten Architektur und stünden für 

einen richtungsweisenden Beitrag zur Etablierung der spezialisierten Baugattung 

Industriearchitektur. lm Oeuvre von L zählten die M Halle und der Büroturm zu den 

sehr ausgereiften Werken. 

Weiter attestiert das Gutachten der M-Halle mit integriertem Büroturm eine hohe 

wirtschaftliche Zeugenschaft, da sie die Periode der boomenden Hochkonjunktur 

der Firma M widerspiegle. Auf dem M-Areal zeugten lediglich das Ensemble mit der 

ehemaligen Spedition, der Härterei, die M Halle, der Büroturm und die H-Strasse 

mit den Resten des Industriegleises von der grossen Vergangenheit der M Zahnrä-

derfabrik. Würden die M Halle und der Büroturm abgebrochen, zerfiele dieses En-

semble und mit dem Rückbau der wesentlich prägenden Fabrikhalle, welche insbe-

sondere der Identifikation des M-Areals als Industrieanlage diene, würde das M-

Areal in seiner noch lesbaren Existenz eliminiert. 

Mit der M Halle werde der Wandel von der Industrialisierung zur Deindustrialisierung 

– die Transformation von der Fabrikhalle zur Eventhalle – ausgesprochen deutlich. 

Die einst industrielle Vergangenheit bleibe aufgrund der Fabrikarchitektur im Aus-

druck der grossflächigen Halle mit seinen grossen, für den Industriebau charakte-

ristischen Glasfassaden stets spürbar. Der Abbruch der M Halle bedeutete den Ver-

lust von Identität und Erinnerungswert – nicht nur für das M-Areal, sondern auch für 

das ganze ehemalige Industriequartier. 

Das Ensemble mit Spedition, Härterei, M-Halle, Büroturm und Strassenraum der H-

Strasse sei mit den noch teilweise bestehenden Schienen der Industriegleise in Wi-

derspiegelung der typischen kompakten Bebauungsstruktur des M-Areals und der 

substanziell erhaltenen Bausubstanz noch weitgehend intakt. Die M-Halle sowie der 

Büroturm seien trotz Umnutzungen und einhergehenden baulichen Anpassungen in 

einem weitgehend unveränderten, bauzeitlich authentischem Zustand. Die Einzel-

objekte und der Strassenraum des Ensembles hätten einen äusserst hochgradigen 

Denkmalwert mit einer sehr bedeutenden siedlungsgeschichtlichen, ortsbildprägen-

den, baukünstlerischen, kulturellen, stadt-, sozial- und wirtschaftsgeschichtliche 

Zeugenschaft. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 12 

5.2. 

Das Gutachten von G kommt ebenfalls zum Schluss, dass es sich bei der in 

den Jahren 1969 bis 1971 für die Zahnräderfabrik M erbauten Halle um ein 

Schutzobjekt handelt: 

Die M-Halle sei eine bedeutende Zeugin der industriellen Vergangenheit Zürichs. 

lm sechsgeschossigen Bürogebäude hätten sich alle wichtigen Büros des internati-

onal tätigen Unternehmens befunden. Der Industriebau sei nicht nur einer der letz-

ten auf dem M-Areal, sondern auch einer der wenigen verbleibenden in Zürich. 

Die M-Halle sei ein wichtiger Zeuge für die Industriekultur der Schweiz. Als ehema-

lige Produktionsstätte für Zahnräder und Zahnradmaschinen stehe das Gebäude 

für die sprichwörtliche Schweizer Präzision und es handle sich schon daher um ein 

exemplarisches Stück Schweizer Industriekultur. Nach der industriellen Primärnut-

zung erfülle das Gebäude seit vielen Jahren eine kulturelle Sekundärnutzung und 

stehe daher sowohl für die Industrialisierung als auch die Desindustrialisierung in 

Zürich. 

Die M-Halle, deren Gebäudegeometrie durch das Industriegleis und die I-Strasse 

begrenzt und definiert werde, verdeutliche mit ihren Gebäudeumrissen die überge-

ordneten Strukturen des Industriequartiers. Das Gebäude referenziere damit so-

wohl auf das schachbrettartige Strassenraster des planmässig angelegten Indust-

riequartiers als auch auf das durch das Industriequartier zur industriellen Erschlies-

sung angelegte, bis heute benutzte Industriegleis. Das M-Areal als Ganzes nehme 

am Schnittpunkt der Bahnlinie und der sie querenden K-Strasse eine Schlüssel-

stelle im Industriequartier ein. 

Die M-Halle sei ein typischer Industriebau der 1960er Jahre und zeige die sachliche 

Zweckmässigkeit des Funktionalismus. Die völlig in Sprossenfenster aufgelösten 

Fassadenbereiche würden die Architektur des Hallenbaus als Folge der Sachlich-

keit der Moderne und als Ausdruck des Funktionalismus verstehen lassen. Mit dem 

Flachdach und den Curtainwall-Fassaden zeige das Bauwerk wesentliche ästheti-

sche Merkmale der Moderne. 

Die M-Halle sei ein Zeuge der für die Nachkriegszeit typischen Stahlbauweise im 

Industriebau bzw. ein typischer Bauzeuge der Nachkriegsmoderne. Mit der Stahl-

konstruktion bringe die M-Halle die zeitgenössische Industriearchitektur Ende der 

1960er Jahre bildhaft zum Ausdruck.  

Die M-Halle sei ein Werk der bedeutenden Industriearchitekten L. Diese hätten sich 

mit zahlreichen Industriebauten, unter anderem für weltbekannte Firmen wie die 

Maschinenfabrik Oerlikon und Escher Wyss & Cie, einen Namen gemacht.  

Die M-Halle sei ein wertvoller Zeuge des hochwertigen Industriebaus in der 

Schweiz. Die grossflächige Halle zeige eine eindrückliche Stahlkonstruktion: Regel-

mässig verteilte Stahlstützen würden das flache Dach und die Kranbahnen tragen, 

Fassadenstützen aus Stahl und feingliedrige Stahlprofile erlaubten die fast vollstän-

dige Verglasung der Fassaden. Besonders die durchgehende Verglasung der lan-

gen Fassaden mit Sprossenfenstern mache die M-Halle einzigartig. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 13 

6.1. 

Die Bausektion verzichtet im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05109 explizit auf 

Ausführungen zur Schutzabklärung, da sich die Vorbringen der Rekurrieren-

den inhaltlich auf den Beschluss des Stadtrates beziehen würden.  

Im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110 führt die Bausektion zur Schutzwürdig-

keit aus, die relativ junge M-Halle sowie der Büroturm seien anlässlich der 

Erarbeitung der Sonderbauvorschriften "M-Areal Plus" (SBV) nicht als mate-

riell schützenswert betrachtet und deshalb nicht ins Denkmalinventar aufge-

nommen worden. In der Zwischenzeit seien weitere signifikante Veränderun-

gen an den besagten Bauten vorgenommen worden. So sei für den Einbau 

der provisorischen T-Halle in einem grossen Teilbereich die gesamte Dach-

konstruktion durch einen Neubau dieses Gebäudeteils ersetzt worden (dies 

entspreche dem Bereich des eingebauten Saals der provisorischen T-Halle). 

Auch aufgrund dieser Veränderungen sei die M-Halle samt Büroturm bei der 

Aufnahme der Härterei ins Inventar nicht berücksichtig worden. Dieses Ge-

bäudekonglomerat gelte auch nach mehreren Untersuchungen durch die 

städtische Denkmalpflege nicht als wichtiger Zeuge gemäss § 203 Abs. 1 

lit. c PBG (fehlender Eigenwert). Es bilde auch kein Zeugnis im Sinne von 

Satz 2 dieser Bestimmung (fehlender Situationswert). Daran ändere auch 

das von den Rekurrierenden eingeholte Parteigutachten von G nichts, wel-

chem lediglich eine beschränkte Aussagekraft zukomme. Auf das Gutachten 

geht die Bausektion unter Verweis auf die Ausführungen der privaten Re-

kursgegnerin nicht ein. 

Des Weiteren hätten denkmalschutzinteressierte Personenkreise beispiels-

weise mit einer Verwaltungsrechtsbeschwerde beim Kanton einen allfälligen 

Inventarmangel platzieren können oder bei der letzten Revision der Bauzo-

nenordnung die Möglichkeit gehabt, einen erweiterten Schutz durch das Pla-

nungsrecht auch auf dem Rechtsweg einzufordern. Es wäre gegen Treu und 

Glauben, wenn der Stadtrat von Zürich – als zuständige Instanz – erst bei 

einem abgeschlossenen Projekt im Rahmen einer Baueingabe eine Schutz-

abklärung durchführen würde. Dies gelte umso mehr, als auf dieser Parzelle 

rechtskräftige Sonderbauvorschriften gelten würden, die bereits im Jahr 

2003 auch unter Berücksichtigung der Anliegen des Denkmalschutzes von 

Kanton und Parlament bestätigt worden seien.  

 

 

R1S.2023.05109 Seite 14 

6.2. 

Der Stadtrat bringt zum Rekurs des Rekurrenten 1 vor, das Gebäudekonglo-

merat H-Strasse 24 könne nicht als wichtiger Zeuge gemäss § 203 Abs. 1 

lit. c PBG gelten (fehlender Eigenwert) und bilde auch kein Zeugnis im Sinne 

von Satz 2 dieser Bestimmung (fehlender Situationswert). Diese Einstufung 

habe der Rekurrent 1 vor wenigen Jahren durch die Unterzeichnung des Ver-

gleichs mit dem Stadtrat vom 28. Juni 2018 (act. 26.2.1., R1S.2023.05109) 

anerkannt. Es widerspreche daher der vor wenigen Jahren geschlossenen 

Vereinbarung, auch den Schutz der weiteren Gebäude des streitbetroffenen 

Grundstücks zu fordern, ohne dass sich seither das Recht und wesentliche 

Tatsachen in Bezug auf eine allfällige Schutzwürdigkeit geändert hätten. 

Die fraglichen Gebäude aus den Jahren 1968 und 1971 seien gewöhnliche 

Industriebauten dieser Zeit. Sie seien stark verändert worden, zuletzt mit der 

neuen Dachkonstruktion und weiteren Abbrüchen durch den Einbau des T-

Hallenprovisoriums. 

Auf das Gutachten von F geht der Stadtrat nicht ein. 

6.3. 

Die private Rekursgegnerin verweist zunächst auf das von ihr eingeholte 

Gutachten "Ortsbauliche Interessenabwägung zur Entwicklung des M-Areals 

Zürich unter spezieller Berücksichtigung des ISOS", datiert vom 6. Oktober 

2023 und erstellt von der Fachhochschule N. Die Autoren hätten unter Be-

rücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung und der baurechtlichen Rah-

menbedingungen sowie anhand von zwei Projekten die Interessen am Erhalt 

der M-Hallen sowie die Interessen an deren Rückbau geprüft und seien zum 

Schluss gelangt, dass bei objektiver Betrachtung die Interessen an jenem 

Projekt, welches den Rückbau der M-Hallen vorsehe, klar überwiegen wür-

den. 

Abgesehen von Ausnahmefällen lasse es sich mit dem Gebot der Rechtssi-

cherheit nicht vereinbaren, ein formell erlassenes kommunales Inventar bei 

drohendem Abbruch von nicht inventarisierten Gebäuden im Rechtsmittel-

verfahren gegen eine Baubewilligung, die im Vertrauen auf den fehlenden 

Inventareintrag erwirkt worden sei, in Frage zu stellen. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 15 

Das M-Areal sei in den 1990er-Jahren Gegenstand einer vertieften denkmal-

pflegerischen Abklärung gewesen, welche alle Industriebauten der ehemali-

gen M Zahnradfabrik AG auf dem Kernareal erfasst habe. In einem Bericht 

an den damaligen Stadtbaumeister Rüegg vom Februar 1994 habe die städ-

tische Denkmalpflege mitgeteilt, dass nur die ehemalige Härterei von 1941 

erhaltenswert sei (act. 23.6., R1S.2023.05109). Auch in einem weiteren Be-

richt vom September 1999 (act. 23.7., R1S.2023.05109) sei für die H-

Strasse 24 keine potentielle Schutzwürdigkeit erkannt worden. Nach der 

Festsetzung des ISOS für die Stadt Zürich im Jahr 2016 habe die städtische 

Denkmalpflege erneut geprüft, ob für Objekte mit ISOS-Erhaltungsziel A 

oder in den Perimetern "A" bzw. "a, B" eine Schutzvermutung vorliege und 

deshalb eine Inventaraufnahme angezeigt sei. Die Fachbehörden hätten für 

die M-Hallen mit dem Büroturm wiederum keinen Anlass für eine Inventari-

sierung erkannt. Es könne somit keine Rede davon sein, dass die H-

Strasse 24 pflichtwidrig nicht inventarisiert worden sei. Die Baudirektion sei 

am 5. Oktober 2022 bei der Beurteilung einer Aufsichtsbeschwerde zu genau 

dieser Frage zum Schluss gekommen, dass es sich bei den M-Hallen nicht 

um "vergessene Schutzobjekte" handle. 

Schliesslich handle es sich auch gemäss den Sonderbauvorschriften "M-

Areal-Plus" nicht um ein erhaltenswertes Gebäude. Gemäss Bebauungskon-

zept sollten die M-Hallen mit dem Büroturm zurückgebaut werden, um Platz 

für Neubauten zu schaffen. 

Das Gutachten von F beschränke sich darauf, ausschliesslich die bewahren-

den Interessen darzulegen, während die überwiegenden entgegenstehen-

den Interessen an einem Rückbau bzw. einem Ersatzneubau kein Thema 

seien. Der Eigenwert der M-Hallen müsse als gering bezeichnet werden. Sie 

seien erstellt worden, als die Industrialisierung in der Stadt Zürich bereits seit 

Jahren rückläufig gewesen sei. Später errichtete Bauten könnten folglich 

nicht mehr als wichtige Zeugen einer bestimmten Epoche qualifiziert werden. 

Sodann sei die frühere Nutzung als Montagehallen angesichts der mannig-

faltigen baulichen Änderungen heute kaum noch ablesbar. Der im Gutachten 

vorgenommenen Beurteilung der Ensemblewirkung könne nicht gefolgt wer-

den. Die verschiedenen Etappen wirkten nicht als ein harmonisches Zusam-

menspiel, sondern eher als zusammengewürfelter Mix verschiedener Archi-

tekturstile. Die M-Hallen seien direkt an die Härterei angebaut und beein-

trächtigten deren Schutzziel erheblich. Ausserdem erfasse der Anbau auch 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 16 

das Strassenareal der früheren Lichtstrasse, die durch den Bau der Monta-

gehallen unterbrochen worden sei. 

6.4.1. 

Als Schutzobjekte in Betracht fallen gemäss § 203 Abs. 1 lit. c PBG unter 

anderem Gebäude und Teile sowie Zugehör von solchen, die als wichtige 

Zeugen einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukünstlerischen 

Epoche erhaltenswürdig sind oder die Landschaften oder Siedlungen we-

sentlich mitprägen, samt der für ihre Wirkung wesentlichen Umgebung. In 

der Praxis werden diese beiden Eigenschaften als Eigenwert und als Situa-

tionswert bezeichnet. Während sich der Eigenwert auf die Bedeutung des 

Bauwerks selbst bezieht, bezeichnet der Situationswert den Wert eines Ob-

jekts, der sich in Bezug auf seine Stellung in der gesamten Umgebungsstruk-

tur ergibt.  

Für die Inventarisierung ist einzig die potenzielle Schutzwürdigkeit vorausge-

setzt. In das Inventar werden entsprechend nicht nur Objekte aufgenommen, 

die mit Sicherheit formell geschützt werden, sondern auch Objekte, bei de-

nen die Möglichkeit besteht, dass sie sich bei genauer Untersuchung als 

Denkmal erweisen könnten (VB.2022.00393, E. 4.2.). 

6.4.2. 

Die beiden von den Rekurrierenden beigebrachten Gutachten gelangen 

übereinstimmend zum Schluss, dass es sich bei der M-Halle samt Bürotrakt 

um ein Schutzobjekt handelt. Die unbestritten fachkundigen Autoren haben 

sich vertieft mit dem Gebäude befasst und begründen sehr ausführlich und 

nachvollziehbar, weshalb sie zu diesem Ergebnis gelangen. Die Gutachten 

sind aktuell und gehen vom derzeitigen Zustand des Gebäudes aus. Berück-

sichtigt wurden namentlich die seit dem Erlass der Sonderbauvorschriften 

eingetretenen, laut Baubehörde "signifikanten" Veränderungen, namentlich 

der Einbau des Saals der provisorischen T-Halle und die Entfernung der 

Oberlichter (Gutachten F, S. 89 und 110; Gutachten G, S. 15, 17 und 26). 

Sodann ist es nicht Aufgabe der Sachverständigen, die Verhältnismässigkeit 

von Schutzanordnungen zu beurteilen. Hierbei handelt es sich um eine 

Rechtsfrage, die durch die zuständige Behörde (§ 211 PBG) zu beantworten 

ist. Die Rüge der privaten Rekursgegnerin, die entgegenstehenden 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 17 

Interessen an einem Rückbau bzw. einem Ersatzneubau seien kein Thema 

gewesen, zielt damit ins Leere. 

Die Rekursgegnerschaft setzt sich, wenn überhaupt, nicht näher mit den Gut-

achten auseinander und bringt nichts vor, was diese in wesentlichen Punkten 

in Frage stellen würde. Insbesondere ergibt sich die potenzielle Schutzwür-

digkeit nicht (und noch weniger allein) daraus, dass es sich bei der M-Halle 

um einen Zeugen der Epoche der Industrialisierung, verstanden als die 

Phase im 19. Jahrhundert, in welcher die Industrie zum wichtigsten Sektor 

der Wirtschaft wurde, handeln soll. Eine dahingehende Einordnung ergibt 

sich aus den Gutachten nicht. Gemäss Gutachten F (S. 28) wird mit der M-

Halle der Wandel von der Industrialisierung zur Deindustrialisierung – die 

Transformation von der Fabrikhalle zur Eventhalle – deutlich. Laut Gutachten 

G (S. 4) handelt es um einen wichtigen Zeugen für die Industriekultur der 

Schweiz; er stehe sowohl für die Industrialisierung als auch die Desindustri-

alisierung in Zürich. 

Unbehelflich ist auch der Einwand der Rekurrentschaft 2, im Jahr 2013 seien 

die 81 besten und wertvollsten Bauten der Epoche 1960 bis 1980 ins Inventar 

aufgenommen worden, die M-Halle aber nicht. Während es im Verfahren 

nach § 205 PBG zulässig sein kann, mit Blick auf das Vorhandensein ande-

rer Objekte von einer Unterschutzstellung abzusehen und eine engere Aus-

wahl zu treffen, setzt die Inventarisierung, wie bereits erwähnt, einzig die po-

tenzielle Schutzwürdigkeit voraus. Für die Inventarisierung dürfen keine zu 

strengen Anforderungen gestellt werden (VB.2022.00065, E. 4.4.1.; 

BGr 1C_92/2021, E. 5.2. und 5.4.). Entscheidend ist hier, dass mit der Fest-

setzung des Inventars nicht definitiv und rechtsverbindlich auf Schutzmass-

nahmen für die M-Halle verzichtet wurde. 

Wesentlich ist im vorliegenden Zusammenhang, dass dem Gebäude gemäss 

den sachverständigen Beurteilungen ein besonderer Eigen- und Situations-

wert zukommt und es zudem auch noch über alte Substanz verfügt. Damit 

erscheint das Gebäude als potenziell schutzwürdig und ist damit offensicht-

lich zu Unrecht nicht inventarisiert worden (vgl. VB.2022.00065 vom 10. No-

vember 2022, E. 4.4.1).  

 

 

R1S.2023.05109 Seite 18 

6.4.3. 

Wenn die private Rekursgegnerin der Auffassung ist, die Interessen am ge-

planten Projekt, welches den Rückbau der M-Hallen vorsehe, würden das 

Interesse am Erhalt überwiegen, so zielt sie auf die Verhältnismässigkeit von 

Schutzmassnahmen (§ 204 Abs. 1 PBG). Diese gilt indes nicht für die Inven-

tarisierung, für die einzig die potenzielle Schutzwürdigkeit vorausgesetzt ist. 

Zur Aufnahme eines Objekts in das Inventar genügt die Möglichkeit, dass es 

sich bei genauer Untersuchung als Denkmal erweisen könnte. Zweck des 

Inventars ist die lückenlose Erfassung derjenigen Objekte, bei welchen in 

Zukunft gestützt auf entsprechende Entscheide möglicherweise Schutzmas-

snahmen im Sinne von §§ 205-210 PBG ergriffen werden müssen (BGr 

1C_92/2021, E. 5.2. und 5.4.). Von dieser Pflicht bzw. von der Pflicht, 

Schutzobjekte zu erhalten (§ 204 Abs. 1 PBG) kann sich der Stadtrat nicht 

durch die erwähnte Vereinbarung mit dem Rekurrenten 1 vom 28. Juni 2018 

entbinden. Abgesehen davon trifft es nicht zu, dass der Rekurrent 1 damals 

die fehlende Schutzwürdigkeit anerkannt habe. Vielmehr wurde unter ande-

rem betreffend die M-Halle vereinbart, dass diese und weitere Objekte nach 

fachlicher Beurteilung für die Aufnahme in das Inventar der kunst- und kul-

turhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung geprüft werden 

sollen (Vergleich vom 28. Juni 2018, Ziff. 1). 

6.4.4. 

Im Weiteren ist es den Rekurrierenden unbenommen, die Schutzwürdigkeit 

des nicht inventarisierten Objekts erst mit der Anfechtung der Baubewilligung 

geltend zu machen (s. VB.2015.00554 vom 21. April 2016, E. 3.1, betreffend 

die Rechtsmittelbefugnis von Nachbarn und BGr 1C_92/2021 betreffend die-

jenige von Verbänden gemäss § 338b PBG). Ob gegebenenfalls Gründe des 

Vertrauensschutzes gegen die allfällige Anordnung von Schutzmassnahmen 

sprechen, ist für die zunächst vorzunehmende Schutzabklärung unerheblich. 

Unerheblich ist sodann die Antwort der Baudirektion vom 5. Oktober 2022 

auf die Aufsichtsbeschwerde des Stadtzürcher Heimatschutzes betreffend 

den fehlenden Inventareintrag der M-Halle (act. 23.8, R1S.2023.05109). Das 

Baurekursgericht ist nicht an die darin erfolgte Beurteilung der potenziellen 

Schutzwürdigkeit gebunden. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 19 

6.4.5. 

Mit den Sonderbauvorschriften "M-Areal Plus" wurde nicht über die Schutz-

würdigkeit der M-Halle entschieden, auch wenn das Bebauungskonzept von 

deren Beseitigung ausgeht. Im Zusammenhang mit der Sondernutzungspla-

nung erfolgte auch keine fundierte Abklärung der Schutzwürdigkeit. Im be-

sagten, knapp zweiseitigen Bericht des Hochbauamts, Büro für Denkmal-

pflege, an den Stadtbaumeister vom 24. Februar 1994 (act. 23.6, 

R1S.2023.05109) wurden bezüglich des gesamten Bereichs der M AG, 

O AG und P, der in etwa den Teilgebieten 1, 2, 3, 4 und 8 der Sonderbau-

vorschriften entspricht, nach Vornahme eines Augenscheins die vorhande-

nen Bauten mit Erstellungsjahr aufgelistet. Es wurde festgehalten, eine sum-

marische Überprüfung der Schutzwürdigkeit dieser Bauten habe ergeben, 

dass für die Härterei ein Schutzverdacht nicht von der Hand zu weisen sei, 

was kurz begründet wird. Auf dieser Grundlage kann weder über eine Inven-

taraufnahme geschweige denn einen definitiven Verzicht auf Schutzmass-

nahmen entschieden werden. Der Bericht stand auch in keinem Zusammen-

hang mit entsprechenden Verfahren.  

Gleiches gilt für den Bericht der städtischen Denkmalpflege vom September 

1999 (act. 23.7., R1S.2023.05109). Er enthält einen kurzen Abriss der Bau-

geschichte des M-Areals. Die summarische Überprüfung der Schutzwürdig-

keit der bestehenden Bauten habe für vier aufgelistete Gebäude – wobei die 

hier streitbetroffene M-Halle nicht dazuzählt – einen Schutzverdacht erge-

ben, weshalb deren Erhalt empfohlen werde. Von vertieften denkmalpflege-

rischen Abklärungen, wie die private Rekursgegnerin ausführt, kann keine 

Rede sein.  

Aufgrund der Sonderbauvorschriften besteht keine Verpflichtung zum Ab-

bruch der M-Halle und die Richtlinien für das Bauen nach den Sonderbau-

vorschriften gemäss Art. 4 SBV (act. 23.1, R1S.2023.05109) lassen Raum 

für deren Erhalt. Gemäss Art. 28 SBV dürfen bestehende Gebäude um- und 

ausgebaut sowie anderen Nutzungen zugeführt werden, soweit dadurch die 

Überbauung nach den Sonderbauvorschriften nicht nachteilig beeinflusst 

wird. Dementsprechend sah die Projektstudie von G, die aus einem von der 

privaten Rekursgegnerin initiierten Studienauftrag hervorging, den "radikalen 

Erhalt des gesamten jetzt dort befindlichen Bauvolumens" sowie deren Über-

lagerung mit neuen Gebäudestrukturen vor (Studienauftrag Mlive, S. 21, 

act. 23.3, R1S.2023.05109). Obgleich sich diese Projektstudie als 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 20 

baurechtswidrig erwiesen haben soll (Lage von Teilen der M-Halle und not-

wendiger statischer Verstärkungen ausserhalb der Baubegrenzungslinie, 

s. Schlussbericht, S. 11, act. 23.4., R1S.2023.05110), zeigt sie doch vom 

Grundsatz her eine Möglichkeit auf, im Rahmen des Bebauungskonzepts der 

Sonderbauvorschriften die M-Halle zu erhalten und mit Neubauten zu ergän-

zen. Damit ist nichts gesagt, inwiefern die bauliche Umgestaltung im Sinne 

der Studie aus denkmalpflegerischer Sicht zulässig wäre. 

6.4.6. 

Nach dem Gesagten steht fest, dass vor Erteilung einer Baubewilligung auf 

entsprechendes Gesuch der privaten Rekursgegnerin hin (§ 213 PBG) die 

Schutzwürdigkeit der M-Halle abzuklären und die zuständige Behörde über 

Schutzmassnahmen oder den Verzicht darauf zu entscheiden hat. Dies führt 

zur Aufhebung des angefochtenen Bauentscheids. 

Auf die weiteren Rügen, namentlich betreffend den Umbau des Gebäudes 

H-Strasse 22, ist bei diesem Ergebnis nicht mehr einzugehen. 

Auf die Anträge, die Härterei (H-Strasse 22) und die M-Halle (H-Strasse 24) 

seien unter Schutz zu stellen sowie die Eventualanträge, eine allfällige Nicht-

unterschutzstellung sei zu publizieren, ist nicht einzutreten. Schutzmassnah-

men oder der Verzicht darauf sind nicht Gegenstand der angefochtenen Ent-

scheide und können daher nicht Gegenstand der vorliegenden Rekursver-

fahren sein. 

7. 

Zusammengefasst ist auf den Rekurs im Verfahren G.-Nr. R1S.2023.05110, 

soweit er durch den Rekurrenten 2 erhoben wurde, nicht einzutreten.  

Im Übrigen sind die Rekurse gutzuheissen, soweit auf sie einzutreten ist. 

Demgemäss ist der Beschluss der Bausektion des Stadtrats von Zürich vom 

6. Juni 2023 aufzuheben. 

In Bezug auf die Gesamtverfügung der Baudirektion vom 13. Februar 2023 

und den Beschluss des Stadtrats vom 11. Januar 2023 sind die Verfahren 

als gegenstandslos geworden abzuschreiben. 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 21 

8.1. 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten zu 1/15 B und zu je 7/15 der 

Bausektion und der privaten Rekursgegnerin aufzuerlegen (§ 13 VRG).  

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwaltungs-

gerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr nach sei-

nem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem bestimm-

baren Streitwert oder dem tatsächlichen Streitinteresse fest. Liegt wie hier 

ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die Gerichtsgebühr 

in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 Abs. 2 GebV 

VGr). In besonders aufwendigen Verfahren kann die Gerichtsgebühr bis auf 

das Doppelte erhöht werden (§ 4 Abs. 1 GebV VGr). Bei der Bemessung der 

Gebührenhöhe steht der Rekursinstanz ein grosser Ermessensspielraum zu 

(Kaspar Plüss, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 

Rz. 25 ff.).  

Im Lichte des vorliegend gegebenen tatsächlichen Streitinteresses (finanzi-

elle Bedeutung des Bauvorhabens im streitgegenständlichen Umfang, Bau-

kosten ca. Fr. 83 Mio.), des getätigten Verfahrensaufwandes (zweiter Schrif-

tenwechsel) und der Vereinigung mehrerer Rekursverfahren ist die Gerichts-

gebühr auf Fr. 8'000.-- festzusetzen (BGr 1C_566/2015 vom 18. Februar 

2016, E. 2; BGr 1C_244/2013 vom 4. Juli 2013, E. 4; BRGE II Nrn. 0162 und 

0163/2012 vom 23. Oktober 2012, E. 16, in BEZ 2014 Nr. 36; Entscheid be-

stätigt mit VB.2012.00774 vom 22. August 2013, dieser bestätigt mit BGr 

1C_810/2013 vom 14. Juli 2014; www.baurekursgericht-zh.ch). 

8.2. 

Gemäss § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu ei-

ner angemessenen Entschädigung für die Umtriebe der Gegenpartei ver-

pflichtet werden, wenn die rechtsgenügende Darlegung komplizierter Sach-

verhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder 

den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte. Die Bemessung der Um-

triebsentschädigung richtet sich nach § 8 GebV VGr. 

Der Beizug eines Rechtsbeistandes ist in aller Regel als Grund für die Zu-

sprechung einer Umtriebsentschädigung einzustufen (VB.2003.00093 vom 

16. Oktober 2003, E. 3.1.). Demnach ist vorliegend dem Rekurrenten 1 und 

 

 

R1S.2023.05109 Seite 22 

der Rekurrentschaft 2 (ohne Rekurrent 2) zulasten der privaten Rekursgeg-

nerin eine Umtriebsentschädigung zuzusprechen. Angemessen erscheint 

ein Betrag von je Fr. 3'500.-- (insgesamt Fr. 7'000.--). Da die Umtriebsent-

schädigung pauschal festgelegt wird, entfällt die Zusprechung eines Mehr-

wertsteuerzusatzes von vornherein (BRKE II Nrn. 0247 und 0248/2007 in 

BEZ 2007 Nr. 56; www.baurekursgericht-zh.ch).