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**Case Identifier:** b8b2c784-3428-5dba-a338-6cdfb395166a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 07.06.2017 810 16 335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-335_2017-06-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 7. Juni 2017 (810 16 335) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit und Schulden-

wirtschaft 

 
 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin i.V. Daniela Spitteler 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Stefan Suter, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1595 vom 15. November 2016) 
 
 
 
 
A. Der ledige, kinderlose, türkische Staatsangehörige A.____ wurde am XX.XX.1989 in 
B.____ geboren, verfügt über eine Niederlassungsbewilligung und hat sich seit seiner Geburt 
ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten. 
 

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B. A.____ ist mehrmals strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die Jugendanwaltschaft 
Basel-Landschaft verurteilte ihn am 7. Februar 2002 wegen Tätlichkeit und Körperverletzung zu 
sechs Halbtagen Arbeitsleistung. Am 17. Februar 2010 erging durch das Bezirksstatthalteramt 
Liestal ein Strafurteil wegen fahrlässiger Körperverletzung, mehrfacher einfacher und mehrfa-
cher grober Verletzung der Verkehrsregeln, Führens eines Motorfahrzeugs in nicht vorschrifts-
mässigem Zustand, Führens eines Fahrzeugs trotz Entzugs des Führerausweises, Widerhand-
lung gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG) 
vom 20. Juni 1997 und mehrfacher Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäu-
bungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG) vom 3. Oktober 
1951 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 50 Tagessätzen à Fr. 80.-- bei einer Probe-
zeit von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 2‘700.--. Das Strafgericht des Kantons Basel-
Stadt (Strafgericht) verurteilte A.____ am 8. Juni 2011 wegen gewerbs- und bandenmässigen 
Diebstahls, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, 
mehrfacher qualifizierter Sachbeschädigung, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 
Hausfriedensbruchs, Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln, Fahrens trotz Entzugs des 
Führerausweises sowie mehrfachen Betäubungsmittelkonsums zu einer bedingten Freiheits-
strafe von zwei Jahren unter Auferlegung einer Probezeit von drei Jahren sowie einer Busse 
von Fr. 1‘000.--, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksstatthalteramts Liestal vom 
17. Februar 2010. Die gegen ihn am 17. Februar 2010 ausgesprochene Geldstrafe von 
50 Tagessätzen wurde für vollziehbar erklärt. Mit Urteil vom 19. Juli 2012 verurteilte die Staats-
anwaltschaft Luzern A.____ schliesslich wegen Führens eines Lieferwagens ohne den erforder-
lichen Führerausweis und unvorsichtigen Öffnens der Fahrzeugtür zu einer unbedingten Geld-
strafe von 20 Tagessätzen à Fr. 80.-- und einer Busse in der Höhe von Fr. 250.--. 
 
C. Am 8. Februar 2013 verwarnte das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) A.____ 
wegen den bis dahin ergangenen Verurteilungen und seiner Schuldenlage (gemäss Betrei-
bungsregisterauszug vom 31. Juli 2012 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 68‘638.50 und 
offene Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 20‘974.--). Es wies ihn darauf hin, sich zukünftig 
an die gesetzlichen Vorschriften zu halten, seinen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig nachzu-
kommen sowie seine Schulden abzubauen. 
 
D. Am 31. Juli 2013 verurteilte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft A.____ wegen 
versuchten Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs (Deliktszeitraum Februar 
2012), mehrfachen Führens eines Personenwagens trotz Annullation des Führerausweises auf 
Probe (Deliktszeitraum Dezember 2011) zu einer unbedingt vollziehbaren Geldstrafe von 
30 Tagessätzen à Fr. 80.-- und einer Busse in der Höhe von Fr. 1‘600.--. Die Probezeit des Ur-
teils des Strafgerichts vom 8. Juni 2011 wurde auf vier Jahre verlängert. 
 
E. Am 6. Oktober 2015 erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt einen 
Strafbefehl gegen A.____ wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs (Delikts-
zeitpunkt zwischen dem 27. und 29. Juni 2014) sowie wegen mehrfacher Übertretung nach 
Art. 19a Betäubungsmittelgesetz (Deliktszeitraum 1. November 2012 bis 15. Oktober 2014) und 
verurteilte ihn zu 160 Tagen Freiheitsstrafe. A.____ erhob Einsprache gegen den Strafbefehl, 
woraufhin das Strafgericht am 3. Mai 2016 den Strafbefehl grundsätzlich bestätigte, aber die 

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Strafe zu einer teilbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à Fr. 100.-- (davon 60 Tages-
sätze unbedingt) und einer Busse in der Höhe von Fr. 400.-- bei einer Probezeit von fünf Jahren 
abänderte. 
 
F. Am 21. Juli 2016 gewährte das AfM A.____ das rechtliche Gehör zum drohenden Wi-
derruf seiner Niederlassungsbewilligung und der damit einhergehenden Wegweisung, welches 
er am 2. August 2016 wahrnahm. 
 
G. Am 30. August 2016 verfügte das AfM den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
und die Wegweisung von A.____ bis zum 29. September 2016. 
 
H. Am 8. September 2016 erhob A.____ Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) gegen die Verfügung vom 30. August 2016 des AfM und be-
antragte deren Aufhebung und die Verlängerung der Niederlassungsbewilligung. 
 
I. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1595 
vom 15. November 2016 ab. 
 
J. A.____, vertreten durch Stefan Suter, Advokat in Basel, erhob gegen den 
RRB Nr. 1595 vom 15. November 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt, es sei der Ent-
scheid des Regierungsrats vom 15. November 2016 aufzuheben und die Vorinstanz anzuwei-
sen, die Niederlassungsbewilligung zu verlängern; es seien keine Kosten zu erheben und es sei 
dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen; ferner sei die 
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. 
 
K. Der Regierungsrat liess sich am 6. Dezember 2016 vernehmen und beantragt die Ab-
weisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
L. Am 27. Dezember 2016 erliess die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft einen Strafbe-
fehl gegen den Beschwerdeführer wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(Deliktszeitraum Ende Mai 2015 bis 21. August 2015) sowie gegen das Strassenverkehrsgesetz 
(SVG) vom 19. Dezember 1958 (Deliktszeitpunkt 4. April 2016). Als Zusatzstrafe zum Urteil des 
Strafgerichts vom 3. Mai 2016 wurde er zur Leistung gemeinnütziger Arbeit von 10 Mal 
4 Stunden, total 40 Stunden, anstelle einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 
Fr. 100.-- verurteilt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Als Adressat des angefochtenen Entscheids ist 

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der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
auf. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche als auch die 
sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, ist auf die vorliegende Beschwerde 
einzutreten. 
 
2. Die Kognition des Kantonsgerichts beschränkt sich gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO darauf, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu über-
prüfen bzw. zu prüfen, ob die Vorinstanz ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. 
Im Weiteren kann beurteilt werden, ob diese den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig fest-
gestellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen im vorlie-
genden Fall verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung zu Recht erfolg-
ten. 
 
3.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. AuG und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder 
ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Anwesenheitsbewilli-
gung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtli-
che Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/ 
Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.3 Zwischen der Schweiz und der Türkei besteht kein Staatsvertrag, der dem Beschwer-
deführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind entspre-
chend die Bestimmungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, anwend-
bar. 
 
3.4 Die Niederlassungsbewilligung verleiht ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbe-
fristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz (Art. 34 Abs. 1 AuG). Es 
ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufent-
halt in der Schweiz auszugehen. 
 
3.5.1 Des Weiteren können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen aus dem in 
Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäi-
sche Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem inhaltlich gleich-
wertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) 
vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens einen An-
spruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Ent-
fernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS 

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HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbeson-
dere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, Europäische Grundrechte-Zeitschrift 
[EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt 
sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die 
Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss stän-
diger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhal-
tenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere 
der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen 
oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsan-
spruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen 
Haushalt lebende, minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und in-
takte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 
127 II 60 E. 1d/aa). Nach der Rechtsprechung fallen zudem die sozialen Bindungen eines Aus-
länders im Aufenthaltsstaat und zur Gemeinschaft, in der er lebt – insbesondere wenn er im 
Aufenthaltsstaat geboren wurde oder im jungen Kindesalter eingereist ist –, bei einer langen 
Aufenthaltsdauer in den Schutzbereich des Privatlebens (kombinierter Schutzbereich des Pri-
vat- und Familienlebens, vgl. Urteile des BGer 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3 so-
wie 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2).  
 
3.5.2 Die Garantie des Familienlebens ist bei ledigen und kinderlosen jungen Erwachsenen 
namentlich berührt, wenn sie dem Elternhaus noch nicht entwachsen sind, sondern weiterhin 
mit den Eltern oder anderen Familienmitgliedern in einem gemeinsamen Haushalt wohnen (vgl. 
Urteil des BGer 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.2). Losgelöst vom Familienleben 
kann bei einer sehr langen Aufenthaltsdauer der Schutzbereich des Privatlebens betroffen sein 
(vgl. Urteil des BGer 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.2). Unabhängig vom Bestehen 
eines Familienlebens wird bei im Aufenthaltsstaat geborenen und aufgewachsenen (erwachse-
nen) Ausländerinnen und Ausländern der zweiten Generation insbesondere dann ein Anspruch 
aus der kombinierten Garantie des Privat- und Familienlebens angenommen, wenn eine auf-
enthaltsbeendende Massnahme die Trennung von den hier lebenden Eltern und Geschwistern 
bedeutet (vgl. z.B. Urteile des BGer 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3 sowie 
2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2) 
 
3.5.3 Der heute 28-jährige, ledige und kinderlose Beschwerdeführer ist in der Schweiz gebo-
ren und zur Schule gegangen. Er hat sein gesamtes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht, 
wo sich auch sämtliche seiner sozialen Bindungen befinden und er entsprechend verwurzelt ist. 
Der Beschwerdeführer kann sich folglich als Ausländer der zweiten Generation auf den kombi-
nierten Schutzbereich des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 
Abs. 1 BV berufen. 
 
4.1 Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AuG 
noch der grundrechtliche Anspruch auf Privat- und Familienleben absolut. Die Niederlassungs-
bewilligung kann widerrufen werden, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstra-
fe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG 
in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 137 II 297 E. 2; BGE 135 II 377 E. 4.2). Dabei 

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spielt es keine Rolle, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde 
(vgl. BGE 139 I 16 E. 2.1). Ein Widerruf ist überdies möglich, wenn der Ausländer in schwer-
wiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland 
verstossen hat sowie diese oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 63 
Abs. 1 lit. b AuG). Die Praxis geht hiervon aus, wenn die ausländische Person durch ihr Han-
deln besonders hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat, sich von straf-
rechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt und sich im Rahmen einer Gesamtbetrach-
tung zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu hal-
ten (BGE 139 I 16 E. 2.1, BGE 137 II 297 E. 3). Diese Widerrufsgründe gelten auch, wenn eine 
ausländische Person sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss im 
Land aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG; BGE 139 I 16 E. 2.1). 
 
4.2 Bereits mit der Verurteilung gemäss Urteil des Strafgerichts vom 8. Juni 2011 zu einer 
bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 24 Monaten ist vorliegend eine längerfristige Freiheits-
strafe ausgesprochen worden und der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbin-
dung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gegeben. Ob das Verhalten des Beschwerdeführers als 
schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu werten ist, bedarf 
keiner näheren Betrachtung, weil dieser Widerrufsgrund nur dann zur Anwendung kommt, wenn 
es an den Voraussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristi-
gen Freiheitsstrafe fehlt (BGE 135 II 377 E. 4.1; Urteile des BGer 2C_888/2012 vom 13. März 
2013 E. 3 und 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 E. 3.1). 
 
5.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 63 AuG ist Grundvoraussetzung für 
den Widerruf der Bewilligung, wobei dessen Bestehen aber nicht zwingend zum Entzug der 
Niederlassungsbewilligung führt. Vielmehr rechtfertigt sich der Widerruf und die damit verbun-
dene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) nach Art. 96 AuG nur dann, wenn diese Mass-
nahme im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheint. 
Verlangt ist eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen am Belassen der 
Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Widerruf, wobei Letztere in dem Sinne 
überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit 
Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration 
beziehungsweise die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner 
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3; Urteile des BGer 
2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1; 2C_50/2012 vom 28. September 2012 E. 5; ANDREAS 
ZÜND/LADINA ARQUINT HILL; in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel 2009, N 8.31). Die Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich 
schon seit längerer Zeit hier aufhält, soll nur mit Zurückhaltung widerrufen werden. Bei wieder-
holter beziehungsweise schwerer Straffälligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlos-
sen, wenn der Ausländer hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz 
verbracht hat. Bei schweren Straftaten und bei Rückfall beziehungsweise wiederholter Delin-
quenz besteht regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse, die Anwesenheit eines Aus-
länders zu beenden, der dermassen die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt (Ur-
teile des BGer 2C_486/2013 vom 4. November 2013 E. 3.2 und 2C_339/2013 vom 18. Juli 
2013 E. 2.3). 

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5.2 Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 
(EGMR) zu Art. 8 EMRK sind im Rahmen der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeenden-
der Massnahmen dieselben Elemente massgebend wie nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung: (1) die Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straftaten, wobei beson-
ders ins Gewicht fällt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener begangen und es sich 
dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht; (2) die Dauer des Aufenthalts im Land; (3) die 
seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten des Betroffenen während dieser; (4) 
die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland; 
(5) sein gesundheitlicher Zustand sowie (6) die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme 
verbundene Dauer der Fernhaltung (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2). Keines dieser Elemente ist für 
sich allein ausschlaggebend; geboten ist in jedem Fall eine Gesamtwertung (Urteile des BGer 
2C_659/2015 vom 20. August 2015 E. 4.1 sowie 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2012 E. 2.3). 
 
5.3 Der Regierungsrat kam in seinem Entscheid im Wesentlichen zum Schluss, dass sich 
eine Wegweisung des Beschwerdeführers als verhältnismässig erweise mit der Begründung, 
dass dieser bereits im Alter von 12 Jahren wegen Tätlichkeiten und einfacher Körperverletzung 
zu einer Strafe von sechs Tagen Arbeitsleistung verurteilt worden sei. Über die Jahre seien wei-
tere Delikte in mehreren Deliktsbereichen dazu gekommen (Einbruchsdelikte, Körperverletzung, 
Strassenverkehrsdelikte sowie Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz). Dem 
Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, über einen längeren Zeitraum straffrei zu leben, was 
von einer schlechten Legalprognose zeuge. Ins Gewicht falle besonders, dass er trotz der aus-
länderrechtlichen Verwarnung vom 8. Februar 2013 während der laufenden Probezeit erneut 
straffällig geworden sei und hochwertige Rechtsgüter wie Leib, Leben, Gesundheit und Eigen-
tum verletzt habe. Daneben würden gegen den Beschwerdeführer mehrere Betreibungen und 
Verlustscheine vorliegen. Damit bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz. 
In Bezug auf seine privaten Interessen führte der Regierungsrat aus, der Beschwerdeführer sei 
hier geboren und aufgewachsen und weise somit eine lange Anwesenheitsdauer auf. Er sei 
ledig und kinderlos, aber seine sozialen Beziehungen würden sich allesamt in der Schweiz be-
finden. In beruflicher Hinsicht sei es ihm nicht gelungen, sich zu integrieren: so verfüge er bis 
heute über keine ordentliche Ausbildung, arbeite temporär als Lagermitarbeiter und könne seine 
Lebenshaltungskosten nur durch die Unterstützung des Vaters seiner Freundin bestreiten. Ak-
tuell absolviere der Beschwerdeführer zwar eine Erwachsenenausbildung als Logistiker EFZ, 
doch sei fraglich, ob er diese Ausbildung erfolgreich abschliessen werde. Zusammenfassend 
überwiege daher das öffentliche Interesse sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz. 
 
5.4 Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanz das öffentliche Sicherheitsinteresse zu 
stark gewichtet habe. Die Verurteilung der Jugendanwaltschaft vom 7. Februar 2002 dürfe nicht 
berücksichtigt werden, da der Beschwerdeführer damals erst 12 Jahre alt gewesen sei. Zudem 
hätten sich die Tathandlungen der fünf weiteren Verurteilungen, welche der Beschwerdeführer 
im jungen Erwachsenenalter begangen habe, alle "eher im unteren Bereich" abgespielt, dies 
zeigten die ausgefällten Strafen (zwischen 10 und 50 Tagessätze). Selbst das Urteil des Straf-
gerichts vom 3. Mai 2016 habe dem Beschwerdeführer "lediglich" eine teilbedingte Geldstrafe 
von 120 Tagessätzen auferlegt. Zudem liege die schwerste Verurteilung vom 8. Juni 2011 be-

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reits sechs Jahre zurück und dürfe nicht mehr so stark gewichtet werden. Daneben moniert der 
Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe seine privaten Interessen zu wenig berücksichtigt. So 
sei er in der Schweiz geboren sowie aufgewachsen und lebe seit über einem Jahr mit seiner 
Schweizer Freundin C.____ zusammen. Betreffend seine berufliche Integration sei darauf hin-
zuweisen, dass er einer geregelten Arbeit im Rahmen einer Temporäranstellung bei der 
C.____AG nachgehe und ihm eine Festanstellung in Aussicht gestellt worden sei. Zudem ab-
solviere er eine Nachholausbildung zum Logistiker EFZ. Daneben bemühe er sich darum, seine 
Schuldenlage in den Griff zu bekommen und habe mehrere Zahlungen an das Betreibungsamt 
B.____ geleistet. 
 
5.5 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens und die vorzunehmende ausländer-
rechtliche Interessenabwägung sind die vom Strafgericht verhängten Strafen (Urteil des BGer 
2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 8.4.1). Dabei fallen insbesondere zwei Verurteilungen 
des Beschwerdeführers ins Gewicht. Einerseits auferlegte das Strafgericht dem Beschwerde-
führer am 8. Juni 2011 eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren sowie eine Busse in der 
Höhe von Fr. 1‘000.-- wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, gewerbsmässigen 
betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher qualifizierter Sachbe-
schädigung, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Fahrens unter 
Einfluss von Betäubungsmitteln, Fahrens trotz Entzugs des Führerausweises sowie mehrfachen 
Betäubungsmittelkonsums. Das Strafgericht führte im Urteil aus, dass der bandenmässige 
Diebstahl als schwerste der begangenen Straftaten Ausgangspunkt für die Strafzumessung 
bilde. Straferhöhend habe sich die Deliktsmehrheit ausgewirkt. Insgesamt würde beim Be-
schwerdeführer ein erhebliches Verschulden vorliegen, da ihm in der professionellen, rück-
sichtslos agierenden Gruppierung eine führende Rolle zugekommen sei. Zu seinen Gunsten 
müsse allerdings berücksichtigt werden, dass sich der Beschwerdeführer im Verfahren koope-
rativ gezeigt habe und einer Arbeit nachgehe (vgl. Urteil des Strafgerichts vom 8. Juni 2011 
S. 38 f.). Andererseits erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt einen Strafbefehl 
gegen den Beschwerdeführer wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs (De-
liktszeitpunkt zwischen dem 27. und 29. Juni 2014) sowie wegen mehrfacher Übertretung nach 
Art. 19a Betäubungsmittelgesetz (Deliktszeitraum 1. November 2012 bis 15. Oktober 2014) und 
verurteilte ihn zu 160 Tagen Freiheitsstrafe. Der Beschwerdeführer sei nachts gegen 22 Uhr in 
ein Bürogebäude durch Eindrücken eines schräg gestellten Fensters eingebrochen und habe 
Bargeld im Gesamtwert von Fr. 462.20 erbeutet. Da aufgrund der einschlägigen Vorstrafen kei-
ne günstige Prognose gestellt werden könne, erscheine eine unbedingte Strafe als notwendig, 
um den Beschwerdeführer vor der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten. Da er keinen Beruf 
erlernt habe, verschuldet und vermögenslos sei, sei nicht zu erwarten, dass er eine hohe Geld-
strafe würde bezahlen können (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 
vom 6. Oktober 2015 S. 2 f.). Der Beschwerdeführer erhob Einsprache gegen den Strafbefehl, 
woraufhin das Strafgericht am 3. Mai 2016 den Strafbefehl grundsätzlich bestätigte, aber die 
Strafe zu einer teilbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à Fr. 100.-- (davon 60 Tages-
sätze unbedingt) bei einer Probezeit von fünf Jahren abänderte. 
 
5.6 Wie dargelegt, wurde der Beschwerdeführer insgesamt wegen bandenmässigen Dieb-
stahls, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und mehrfacher Widerhandlung gegen das 

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Strassenverkehrsgesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Dabei verletzte er hoch-
wertige Rechtsgüter Dritter (Leib und Leben, Gesundheit, körperliche und psychische Integrität, 
Eigentum). Mit den Verurteilungen vom 8. Juni 2011 bzw. vom 3. Mai 2016 (zwei Jahre bedingt 
vollziehbare Freiheitsstrafe und 120 Tagessätzen Geldstrafe) liegen ferner zwei deutlich schwe-
rer wiegende Verurteilungen vor. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen kann festgehalten 
werden, dass der Beschwerdeführer wiederholt und teilweise in schwerwiegender Weise straf-
fällig geworden ist. Es besteht demzufolge ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung. 
 
5.7 Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers 
gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches 
anhand von sämtlichen der massgeblichen Kriterien zu beurteilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). 
Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren sowie aufgewachsen und lebt seit 28 Jahren 
hier. Er hat seine gesamte Schulzeit hier verbracht und lebt zusammen mit seiner Schweizer 
Freundin C.____ in E.____. Bezüglich seiner beruflichen Situation ist festzuhalten, dass der 
Beschwerdeführer seit dem Abschluss der obligatorischen Schule als ungelernter Logistikmitar-
beiter mit Unterbrüchen in verschiedenen Betrieben tätig war. Über die D.____ AG fand der 
Beschwerdeführer schliesslich eine befristete Anstellung bei der F.____ Genossenschaft per 
21. Oktober 2016 (vgl. Arbeitsvertrag D.____ AG vom 20. Oktober 2016) und aufgrund seiner 
guten Arbeitsleistung wurde ihm dieser Vertrag verlängert (vgl. Arbeitszeugnis der D.____ AG 
vom 7. November 2016), bis er im Frühling 2017 eine unbefristete Festanstellung bei der 
F.____ Genossenschaft per 1. Mai 2017 erhielt (vgl. Arbeitsvertrag F.____ Genossenschaft 
vom 18. April 2017). Ferner ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er im August 
2016 eine Nachholbildung zum Logistiker EFZ begonnen hat, welche er voraussichtlich nächs-
tes Jahr abschliessen wird (vgl. Bestätigung der gewerblich-industriellen Berufsschule B.____ 
vom 22. Mai 2017). In finanzieller Hinsicht ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in den 
letzten Jahren zahlreiche Betreibungen und Verlustscheine angehäuft hat (vgl. Auszug des Be-
treibungsregisters vom 22. August 2016). Seit August letzten Jahres ist der Beschwerdeführer 
jedoch bemüht, seine Schuldensituation zu bereinigen und hat erste Rückzahlungen zwischen 
Fr. 500.-- und Fr. 1‘000.-- an das Betreibungsamt B.____ geleistet, was aktenmässig belegt ist 
(vgl. Quittungen vom 9. August 2016, 30. September 2016 sowie 3. November 2016). Betref-
fend die soziale Integration des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass er deutsch und 
schweizerdeutsch spricht. Seine Eltern, seine Schwester und viele seiner Cousins, seine 
Schweizer Freundin und sein Bekanntenkreis leben in der Schweiz. Wie sich aus den Akten 
ergibt, führt er offenbar seit mindestens einem Jahr eine Beziehung mit C.____. Deren Familie, 
insbesondere auch ihr Vater G.____, unterstützen den Beschwerdeführer im Alltag und es 
scheint dem Beschwerdeführer mit Hilfe dieses Helfernetzes zu gelingen, deliktfrei zu leben. 
Der Beschwerdeführer ist ferner bemüht, sich beruflich weiter zu integrieren und offenbar ge-
willt, ein geregeltes und schuldenfreies Leben zu führen. In der Türkei leben zwar weitere Fami-
lienmitglieder (Grossmutter, zwei Onkel und ein Cousin), gemäss den Angaben des Beschwer-
deführers besteht zu diesen aber kein Kontakt und er war letztmals im Jahre 2012 ferienhalber 
in der Türkei. Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen ist zusammenfassend davon auszu-
gehen, dass die Verbundenheit des Beschwerdeführers zur Schweiz gross ist, insbesondere 
auch, weil der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren und aufgewachsen sowie sein ge-

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samtes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat. Aufgrund der lebenslangen Anwesen-
heitsdauer, seiner beruflichen Integration und der Beziehungsverhältnisse überwiegen die priva-
ten Interessen des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall das öffentliche Interesse an einem 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers sowie dessen Wegweisung. 
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als unverhältnismässig und die Beschwerde ist 
folglich gutzuheissen. 
 
6.1 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (Urteil des BGer 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1). 
 
6.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer sich beruflich 
und sozial integriert hat und dass er aktuell seine Schulden ratenweise zurückzahlt. Sollte er 
allerdings in absehbarer Zeit erneut in relevanter Weise straffällig werden oder in relevanter 
Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder diese gefährden oder die 
innere oder die äussere Sicherheit gefährden und damit das durch das Gericht in ihn gesetzte 
Vertrauen missbrauchen, muss er trotz seiner langen Anwesenheit mit dem Widerruf seiner 
Niederlassungsbewilligung rechnen. Der Beschwerdeführer ist deshalb im Rahmen des vorlie-
genden Urteils ausdrücklich ausländerrechtlich zu verwarnen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren so-
wie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen können nur dann Verfahrenskosten 
auferlegt werden, wenn sie das Kantonsgericht in Anspruch nehmen (vgl. § 20 Abs. 3 und 
Abs. 4 VPO). Dementsprechend sind im vorliegenden Verfahren keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 
 
7.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei für den Beizug einer Anwältin  
oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden. Entspre-
chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens ist dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung zulasten der Vorinstanz zuzusprechen. In seiner Honorarnote vom 31. Mai 2017 
macht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 12 Stunden und 
75 Minuten à Fr. 250.-- und Spesen in der Höhe von Fr. 154.-- geltend, was nicht zu beanstan-
den ist. Demzufolge hat der Regierungsrat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von insgesamt Fr. 3‘608.80 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) zu bezahlen. 
 
7.3 Bezüglich der Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Ange-
legenheit zum neuen Entscheid an den Regierungsrat zurückzuweisen.  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://:  1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrecht-

lich verwarnt. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanz-

lichen Verfahrens an den Beschwerdegegner zurückgewiesen. 
   
 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 5. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 3‘608.80 (inkl. Auslagen und 
8 % MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.