# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07f51d57-7ba9-5378-966d-0bfde5bf0d49
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 29.05.2024 RH.2024.4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RH-2024-4_2024-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid vom 29. Mai 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Nathalie Zufferey,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A., zurzeit im Zentralgefängnis, vertreten durch 

Rechtsanwälte Dominik Brändli und Sarah Stirnemann,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung, 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RH.2024.4 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Am 4. November 2021 verursachte A. in der Gemeinde Z. in Kosovo in fahr-

unfähigem Zustand, Blutalkoholgehalt 1.78 Promille, einen Verkehrsunfall, in 

dessen Folge das Unfallopfer am 18. November 2021 verstarb. A. wurde 

deswegen am 19. Januar 2022 vom Amtsgericht Gjakove in Verbindung mit 

einem Urteil des Berufungsgerichts Gjakove vom 22. April 2022 wegen Fah-

rens in unfähigem oder betrunkenem Zustand zu einer Freiheitsstrafe von 

drei Jahren verurteilt, unter Anrechnung der vom 4. November 2021 bis zum 

19. Januar 2022 ausgestandene Untersuchungshaft.  

 

 

B. Gestützt auf ein Ersuchen des Justizministeriums der Republik Kosovo vom 

30. Oktober 2023 (mit mehrere Ergänzungen) erliess das Bundesamt für 

Justiz am 15. März 2024 einen Auslieferungshaftbefehl gegen A. (act. 2) und 

liess ihn am 21. März 2024 verhaften. 

 

 

C. Mit Eingabe vom 2. April 2024 liess der unterdessen anwaltlich vertretene A. 

beim Bundesstrafgericht Beschwerde gegen den Auslieferungshaftbefehl er-

heben (act. 1).  

 

 

D. Mit Schreiben vom 3. April 2024 setzte die Beschwerdekammer dem Bun-

desamt für Justiz Frist zur Stellungnahme und dem Beschwerdeführer Frist 

für eine allfällige Replik (act. 3). Gleichtags liess der Beschwerdeführer die 

Beschwerde zurückziehen (act. 4).  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Wird eine Beschwerde zurückgezogen, ist das diesbezügliche Verfahren als 

erledigt vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.  

 

2.  

2.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat in der Regel die Partei zu bezah-

len, die unterliegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs 2 lit. b und Art. 37 

Abs. 2 lit. a StBOG).  

  

2.2 Der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, gilt grundsätzlich 

als unterliegende Partei (vgl. z.B. Beschluss des Bundesstrafgerichts 

- 3 - 

 

 

RH.2024.1 vom 7. Februar 2024). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren 

gelangt das Kostenreglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

(BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung. Unter Berücksichtigung aller Um-

stände und des relativ geringen Kanzleiaufwands ist die Gerichtsgebühr vor-

liegend auf Fr. 300.-- festzusetzen (Art. 5 und Art. 8 Abs. 3 lit. a BStKR). 

 

 

 

  

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug der Beschwerde erledigt 

abgeschrieben.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 29. Mai 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Dominik Brändli und Sarah Stirnemann 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).