# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5af8542d-62c5-56e7-a22a-823a91499a4c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.05.2015 C-2314/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2314-2015_2015-05-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2314/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  M a i  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richter Markus Metz (Vorsitz), 

Richterin Franziska Schneider, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Agnieszka Taberska. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung; Rechtsverzögerungsbeschwerde. 

 

 

 

C-2314/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 25. Januar 2011 meldete sich A._______ (nachfolgend: der Beschwer-

deführer) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons B._______ zum 

Leistungsbezug an. Nach durchgeführten medizinischen Abklärungen und 

erlassenem Vorbescheid vom 13. Juli 2012 wies die IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) das Leistungsgesuch mit Ver-

fügung vom 11. Oktober 2012 ab. Mit rechtskräftigem Urteil C-5948/2012 

vom 20. Mai 2014 hiess das Bundesverwaltungsgericht die hiergegen er-

hobene Beschwerde insofern teilweise gut, als es die angefochtene Verfü-

gung aufhob und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückwies (Akten der Vor-instanz, [nachfolgend: IV-act.] 

137).  

B.  

Mit Eingabe vom 16. Oktober 2014 gelangte der Beschwerdeführer an das 

Bundesverwaltungsgericht und stellte die Frage, was das Bundesverwal-

tungsgericht tun könne, um seinem Urteil zu Aufmerksamkeit zu verhelfen 

und die Vorinstanz zu einem Handeln zu veranlassen, da diese trotz mehr-

maligem Nachfragen untätig geblieben sei (IV-act. 169 S. 2 f.). Mit Schrei-

ben vom 22. Oktober 2014 wurde die Eingabe an die Vor-instanz überwie-

sen und dem Beschwerdeführer mitgeteilt, das Bundesverwaltungsgericht 

biete keine prozessuale Rechtsberatung an (IV-act. 169 S. 1). 

C.  

Mit Eingabe vom 10. April 2015 gelangte der Beschwerdeführer erneut an 

das Bundesverwaltungsgericht und machte sinngemäss das Vorliegen ei-

nes Rechtsverzögerungstatbestands geltend, da die Vorinstanz noch im-

mer keinen Vorbescheid in der Sache gefällt habe. Am 3. und 22. Dezem-

ber 2014 seien Untersuchungen erfolgt, seither habe sich trotz mehrmali-

gem Nachfragen nichts getan. Zudem habe die Vorinstanz ungerechtfertigt 

die angeforderte Einsichtnahme in das von ihr eingeholte medizinische 

Gutachten verweigert (act. 1). 

D.  

Mit Verfügung vom 17. April 2015 wurde die Vorinstanz ersucht, bis zum 

18. Mai 2015 eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzureichen und sich 

insbesondere zum Verfahrensstand in dieser Angelegenheit zu äussern 

(act. 2).  

C-2314/2015 

Seite 3 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 30. April 2015 beantragte die Vorinstanz unter 

Verweis auf die beiliegenden Akten, die Beschwerde als unbegründet ab-

zuweisen, ohne sich zum Verfahrensstand in der Sache zu äussern (act. 3).  

F.  

Mit Verfügung vom 6. Mai 2015 wurde dem Beschwerdeführer die Ver-

nehmlassung zur Kenntnisnahme zugestellt und der Schriftenwechsel un-

ter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen für abgeschlossen erklärt 

(act. 4). 

G.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1  

Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, die von den in Art. 33 VGG als 

Vorinstanz genannten Behörden erlassen wurden. Dazu gehören gemäss 

Art. 33 lit. d VGG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) 

Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Gemäss Art. 56 Abs. 

2 ATSG (SR 830.1) kann auch Beschwerde erhoben werden, wenn der 

Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Partei keine 

Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt (vgl. auch Art. 46a 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit als Beschwerdeinstanz 

zur Beurteilung der vorliegenden Rechtsverzögerungsbeschwerde zustän-

dig.  

1.2 Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Ver-

fügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung hat. Analog ist zur Erhebung einer Rechtsver-

zögerungsbeschwerde legitimiert, wer durch das Fehlen einer anfechtba-

ren Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Erlass 

hat (vgl. BGE 133 V 188 E. 4.1). Da der Beschwerdeführer Partei im vo-

rinstanzlichen Verfahren ist und ein schutzwürdiges Interesse an der anbe-

gehrten Verfügung hat, mit welcher sein Leistungsgesuch beurteilt werden 

soll, ist er zur vorliegenden Beschwerde legitimiert.   

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Seite 4 

1.3 Die Rechtsverzögerungsbeschwerde kann jederzeit erhoben werden 

(Art. 50 Abs. 2 VwVG). Die Anforderungen an die Form der Beschwerde-

schrift (Art. 52 VwVG) sind angesichts der herabgesetzten  formellen An-

forderungen bei rechtsunkundigen Parteien ebenfalls als erfüllt zu betrach-

ten (vgl. MOSER/ BEUSCH/ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 120 Rz. 2.211). Auf die Beschwerde ist 

folglich einzutreten.  

2.   

2.1 Das Verbot der Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung fliesst 

aus der allgemeinen Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 1 BV, wonach 

jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen An-

spruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert 

angemessener Frist hat. Dieser Anspruch ist verletzt, wenn die zuständige 

Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber 

nicht binnen der Frist fasst, die nach der Natur der Sache und nach der 

Gesamtheit der übrigen Umstände als angemessen erscheint. Ein Ver-

schulden der Behörde ist nicht vorausgesetzt, womit ein Verstoss gegen 

Art. 29 Abs. 1 BV auch dann vorliegen kann, wenn die Verzögerung auf 

objektive Umstände wie hohe Geschäftslast oder Unterbelegung zurück-

zuführen ist (vgl. BGE 130 I 332 E. 5.2; MOSER/ BEUSCH/ KNEUBÜHLER, 

a.a.O., S. 298 Rz. 5.26; MÜLLER, in: Auer et. al. [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), 2008, Rz. 6 zu Art. 

46a VwVG). Welche Verfahrensfrist als angemessen gilt, ist im konkreten 

Einzelfall unter Berücksichtigung der gesamten Umstände zu beurteilen 

und in ihrer Gesamtheit zu würdigen. Dabei sind insbesondere die Art des 

Verfahrens, die Schwierigkeit der Materie, der Umfang sowie die Komple-

xität der Sache, das Verhalten der betroffenen Privaten und der Behörden, 

die Bedeutung für die Betroffenen sowie die für die Sache spezifischen 

Entscheidungsabläufe zu berücksichtigen. Zeiten, in denen das Verfahren 

stillsteht, können der Behörde nicht ohne Weiteres zum Vorwurf gemacht 

werden, da sie in einem Verfahren oft unumgänglich sind; solange keine 

einzelne solcher Zeitspannen stossend wirkt, greift die Gesamtbetrachtung 

(vgl. Urteil des BGer 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.2; BGE 135 I 277 

E. 4.4; 130 IV 56 E. 3.3.3; 125 V 191 E. 21). 

2.2 Im sozialversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahren steht die Un-

tersuchungspflicht der Verwaltung (Art. 43 ATSG) in einem gewissen Span-

nungsverhältnis zum Anspruch auf ein zügiges Vorantreiben des Verfah-

rens. Das Gebot des raschen Verfahrens hat dabei grundsätzlich keinen 

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Seite 5 

Vorrang vor dem Untersuchungsgrundsatz. Dieses darf insbesondere nicht 

zur Folge haben, dass deswegen der medizinische Sachverhalt nicht mit 

der erforderlichen Sorgfalt untersucht und beurteilt wird. Aus diesem Grund 

stellt die durch die Einholung eines medizinischen Gutachtens verursachte 

Verzögerung des Abklärungsverfahrens grundsätzlich keine unzulässige 

Rechtsverzögerung dar (Urteil des BGer 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 

E. 3.2.1). 

3.  

3.1 Vorweg ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer gerügte Ab-

weisung seines Gesuchs um Akteneinsicht bei der Vorinstanz im vorliegen-

den Verfahren nicht beurteilt werden kann, da sich der Streitgegenstand 

auf die Frage der allfälligen Rechtsverzögerung beschränkt (MOSER/ 

BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 294 Rz. 5.18). Auf den sinngemässen An-

trag, die Vorinstanz zur Gewährung der Akteneinsicht zu verpflichten, kann 

deshalb nicht eingetreten werden.  

3.2 Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz die nach dem 

genannten Rückweisungsurteil vom 20. Mai 2014 gebotenen Handlungen, 

mithin die Einholung medizinischer Abklärungen und neue Verfügung in der 

Sache, über Gebühr hinausgezögert hat. 

3.3 Den Akten lassen sich seit ergangenem Rückweisungsurteil im We-

sentlichen die folgenden Verwaltungshandlungen entnehmen:  

 Am 27. Juni 2014 forderte die Vorinstanz den Beschwerdeführer 

zum Einreichen von Unterlagen und einer Vollmacht auf; zudem in-

formierte sie den Beschwerdeführer, es werde eine polydisziplinäre 

Gutachterstelle mit der Durchführung von Untersuchungen beauf-

tragt (IV-act. 140; act. 141); 

 am 18. Juli 2014 beauftragte die Vorinstanz die C._______ GmbH 

mit der Durchführung einer interdisziplinären medizinischen Abklä-

rung (IV-act. 142); 

 am 31. Juli 2014 wurden dem Beschwerdeführer die verfügbaren 

Termine für die medizinischen Gutachten mitgeteilt (IV-act. 150);  

 mit Mahnung vom 19. August 2014 wurde der Beschwerdeführer 

erneut aufgefordert, eine Vollmacht einzureichen. Zudem wurde er 

informiert, dass auf seine mit Schreiben vom 22. Juli 2014 gestellte 

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Seite 6 

Forderung, es sei die Untersuchung in D._______ durchzuführen, 

mangels Vereinbarung mit dem Bundesamt für Sozialversicherun-

gen sowie aufgrund Auftragsvergabe nach Zufallsprinzip nicht ein-

gegangen werden könne; auf seine weiteren Einwände werde in 

einem separaten Schreiben nach Eingang der Vollmacht eingegan-

gen (IV-act. 154); 

 am 21. August 2014 wurde der Arzt der IV-Stelle RAD Rhone auf-

gefordert, zu den Einwänden und Forderungen des Beschwerde-

führers vom 22. Juli 2014 betreffend Durchführung der interdiszip-

linären Begutachtung Stellung zu nehmen (IV-act. 155); 

 auf die E-Mail des Beschwerdeführers vom 24. August 2014 (IV-

act. 156), mit welcher er bemängelte, seit seinem Schreiben vom 

22. Juli 2014 sei bereits über ein Monat ohne Reaktion vergangen, 

antwortete die Vorinstanz am 27. August 2014, die Einwände hätten 

erst nach Stellungnahme des internen Rechtsdienstes beantwortet 

werden können und das entsprechende Schreiben sei am 19. Au-

gust 2014 per Einschreiben verschickt worden (IV-act. 157); 

 am 5. September 2014 wurde der Arzt der IV-Stelle RAD Rhone 

aufgefordert, zu den weiteren Einwänden des Beschwerdeführers 

vom 1. September 2014 Stellung zu nehmen (IV-act. 165); 

 am 17. September 2014 nahm der Arzt des RAD Rhone Stellung 

zu den Einwänden des Beschwerdeführers (IV-act. 166);   

 mit Schreiben vom 13. Oktober 2014 wurde der Beschwerdeführer 

informiert, die medizinische Untersuchung fände am 3. Dezember 

2014 statt (IV-act. 168);  

 am 31. Oktober 2014 nahm die Vorinstanz zur Eingabe des Be-

schwerdeführers an das Bundesverwaltungsgericht vom 16. Okto-

ber 2014 Stellung und informierte ihn über das weitere Vorgehen 

(IV-act. 170; act. 169);  

 in Folge der Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. Oktober 

2014 teilte die Vorinstanz ihm am 7. November 2014 eine Termin-

verschiebung mit und lehnte seinen Antrag auf Kostenübernahme 

für eine Taxifahrt ab, da nur der Transport mittels öffentlichem Ver-

kehr vergütet werde (IV-act. 174);  

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 mit Schreiben vom 27. November 2014 wurde der Beschwerdefüh-

rer nach Erheben erneuter Einwände informiert, er habe die auf den 

3. Dezember 2014 vorgesehene Untersuchung in Wahrung seiner 

Mitwirkungspflicht wahrzunehmen. Zudem wies sie erneut darauf 

hin, die Kosten für Taxifahrten oder Privattransporte würden nicht 

vergütet (IV-act. 177);  

 am 23. Dezember 2014 wurde dem Beschwerdeführer nach des-

sen Antrag vom 15. Dezember 2014 mitgeteilt, die Vergütung für 

die Reisekosten von Fr. 119.80 könne ihm vorab auf sein Konto 

überwiesen werden (IV-act. 180; act. 178); 

 am 27. Januar 2015 wurde das polydisziplinäre orthopädisch-psy-

chiatrische Gutachten mit internistischer Beurteilung durch die 

C._______ GmbH fertiggestellt (IV-act. 185); 

 am 23. Februar 2015 wurde der Arzt der IV-Stelle RAD Rhone auf-

gefordert, gestützt auf das eingeholte Gutachten zur Arbeitsfähig-

keit des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

Stellung zu nehmen (IV-act. 190); 

 nach erneuten Anträgen des Beschwerdeführers um Kostenvergü-

tung sowie Akteneinsicht vom 22. Dezember 2014 und 5. Februar 

2015 teilte die Vorinstanz mit Schreiben vom 25. Februar 2015 mit, 

das Zehrgeld für den Untersuchungstag werde zeitnah überwiesen. 

Sodann bat sie ihn um Zustimmung zur Zusendung des Gutachtens 

an den behandelnden Arzt, da eine direkte Zustellung an den Be-

schwerdeführer aufgrund vertraulicher Daten nicht möglich sei (IV-

act. 181; act. 182; act. 191); 

 am 4. März 2015 erging die Stellungnahme des RAD Rhone zum 

polydisziplinären Gutachten (IV-act. 192);  

 am 20. März 2015 wurde der behandelnde Arzt des Beschwerde-

führers, Dr. med. E._______, um Einreichung medizinischer Unter-

lagen, insbesondere des Behandlungsprotokolls bezüglich der vom 

Beschwerdeführer vorgebrachten Diabeteserkrankung, gebeten 

(IV-act. 195);  

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Seite 8 

 mit Schreiben vom 20. Februar 2015 nahm die Vorinstanz zur er-

neuten Eingabe des Beschwerdeführers vom 4. März 2015 betref-

fend Akteneinsicht und Kostenübernahme Stellung (V-act. 193; act. 

196);  

 am 15. April 2015 stellte die Vorinstanz dem Arzt des Beschwerde-

führers das pluridisziplinäre Gutachten vom 27. Januar 2015 zu und 

teilte ihm mit, es seiner ärztlichen Einschätzung überlassen, inwie-

weit dem Beschwerdeführer Einsicht in das Gutachten mit dem da-

rin enthaltenen psychiatrischen Teilgutachten gewährt werden 

sollte (IV-act. 198).  

3.4 Aus dem dargelegten Verfahrensablauf wird ersichtlich, dass sich die 

Vorinstanz um ein zügiges Vorantreiben des Verfahrens bemüht und regel-

mässig Verfahrensschritte im Hinblick auf die Abklärung des medizinischen 

Sachverhalts unternommen hat, welche einzeln betrachtet nicht als unver-

hältnismässig lang beurteilt werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, 

dass die Behandlung von Leistungsgesuchen der Invalidenversicherung 

eine sowohl in juristischer als auch in tatsächlicher Hinsicht komplexe Ma-

terie darstellt, die in hohem Mass durch externe Faktoren wie das Einholen 

ärztlicher Gutachten und Stellungnahmen des Rechtsdienstes bedingt ist. 

Auf die Terminvorgaben durch die Begutachtungsstellen hat die Vorinstanz 

jedoch keinen Einfluss. Somit kann ihr nicht der Vorwurf gemacht werden, 

sie sei zu lange untätig geblieben.  

3.5 Eine gewisse Verfahrensverzögerung hat sich der Beschwerdeführer 

auch selbst zuzuschreiben, musste er doch zum Einreichen der Vollmacht 

gemahnt werden, nachdem er deren Erteilung zunächst verweigert hatte 

(IV-act. 141; act. 143; act. 154; act. 162; act. 164). Sodann erhob er mit 

Eingaben vom 22. Juli, 1. September, 29. Oktober und 17. November 2014 

diverse Einwände, stellte Forderungen zur Durchführung des medizini-

schen Gutachtens und reichte medizinische Unterlagen ein, zu welchen die 

Vorinstanz erst nach Konsultation des internen Rechtsdienstes sowie des 

ärztlichen Dienstes Stellung nehmen konnte (IV-act. 143; 146; 149; 164; 

165; 171; 175; 176; 177). Nun kann der Beschwerdeführer nicht die Be-

handlung seiner Einwände und Forderungen von der Vorinstanz verlangen 

und gleichzeitig die Verfahrenslänge bemängeln, die sich gerade durch die 

sorgfältige Behandlung seiner Eingaben ergeben hat. Sodann ist aufgrund 

der vom Beschwerdeführer vorgebrachten, zwischenzeitlich aufgetretenen 

Diabeteserkrankung eine weitere Verfahrensverzögerung absehbar, wird 

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Seite 9 

die Vorinstanz die entsprechenden, bereits beim behandelnden Arzt bean-

tragten Unterlagen wohl erneut ihrem ärztlichen Dienst zur Stellungnahme 

vorlegen müssen, um über eine allfällige Ergänzung des Gutachtens zu 

entscheiden. Dass die Vorinstanz sich in Anwendung des Untersuchungs-

grundsatzes um sorgfältige Abklärung des medizinischen Sachverhalts be-

müht, ist nicht zu beanstanden. Mit Blick auf die gesamte Verfahrensdauer 

kann dem Unmut des Beschwerdeführers ein gewisses Verständnis entge-

gengebracht werden. Seit dem Rückweisungsentscheid vom 20. Mai 2014 

ist jedoch keine gravierende Verzögerung aufgetreten, die es rechtfertigen 

würde, der Vorinstanz Untätigkeit im Sinne einer Rechtsverzögerung vor-

zuwerfen. Insbesondere ist die sich aus der Einholung des medizinischen 

Gutachtens ergebende Verfahrensdauer nicht als Rechtsverzögerung zu 

betrachten (vgl. E. 2.2 hiervor). 

3.6 Zusammenfassend kann der Vorinstanz keine Rechtsverzögerung vor-

geworfen werden. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und 

ist abzuweisen. 

4.  

4.1 Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 

Parteientschädigung. 

4.2 Die Verfahrenskosten sind in der Regel der unterliegenden Partei auf-

zuerlegen. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden (Art. 63 Abs. 1 

VwVG; Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). In der Praxis wird bei Rechtsverzögerungsbeschwerden aus-

nahmsweise von der Kostenpflicht abgesehen (MOSER/ BEUSCH/ KNEUBÜH-

LER, a.a.O., S. 258 Rz. 4.50). Ein Fall mutwilliger Prozessführung, welcher 

die Auferlegung von Verfahrenskosten dennoch rechtfertigen würde, ist 

vorliegend nicht ersichtlich. Somit sind keine Verfahrenskosten zu erheben.  

4.3 Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Vorinstanz 

hat als obsiegende Behörde ebenfalls keinen Anspruch auf Parteientschä-

digung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

 

 

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Rechtsverzögerungsbeschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– Das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus Metz Agnieszka Taberska 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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