# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16344810-a6f3-536d-b3db-c38da0aa83a2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-30
**Language:** de
**Title:** Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Alkoholabhängigkeitssyndrom, IV-relevanter Gesundheitsschaden (Leberzirrhose). Kein Rentenanspruch.
**Docket/Reference:** IV.2015.01104
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.01104.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.01104
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Janett
Urteil
vom
30. November 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda
Schweri
Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1958,
eidgenössisch diplomierter Elektro
installa
teur,
arbeitete
zuletzt
als
Corporate Real Estate Manager
bei der
Y.___
, als er sich am 18.
Januar 2012 bei einem Skiunfall
eine
Wirbel
fraktur
zuzog (Urk. 8/3
, Urk. 8/6
, Urk. 8/12
).
Nach
M
eldung zur Früherfassung (Urk. 8/2
,
Urk.
8/3
)
meldet
e
er
sich
mit Datum vom 26. März 2012
bei
der Eid
genössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an (Urk. 8/6)
. Die
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog d
ie Akten der
T
aggeldversicherung
(Urk. 8/10
, Urk. 8/21
)
sowie
einen Auszug aus dem i
ndivi
duellen Konto (IK-Auszug vom 1
6.
Mai 2012, Urk. 8/14)
bei
und
tätigte berufli
che und medizinische Abklärungen (Urk. 8/12,
Urk. 8/13
,
Urk. 8/17
).
A
m
16.
Mai 2012 teilte
sie
dem Versicherten mit
,
da
ss
keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich
seien
(Urk. 8/15).
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 8/25, Urk. 8/26,
Urk. 8/35
) wies die IV-Stelle das
Leistungs
begehren
mangels rentenbegründender Erwerbsunfähigkeit
mit Verfü
gung vom 7. Juni 2013 ab
(Urk. 8/36).
Dagegen erhob der Versicherte
am 5.
Juli 2013 Beschwerde
(Urk. 8/41/3+6-7)
und beantragte
mit ergänzend
er
Beschwer
debegründung
vom 24.
Februar 2014
(Urk. 8/52/5-9)
unter Beilage neuer medi
zinischer Unterlagen
weitere Abklärungen. Nachdem
die
IV-Stelle
am 1. April 2014 (Urk. 8/54) gestützt auf die Stellungnahme des
R
egionale
n
Ärztliche
n
Dienst
s
(RAD;
Urk. 8/5
3
)
ebenfalls die Rü
ckweisung zu weiteren Abklärungen beantragt
hatt
e, hiess das hiesige Gericht die Beschwerde
mit Urteil IV.20
13.00637 vom 22.
April 2014
gut und wies
die Sache
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung
zur weiteren Abklärung und
anschliessende
n
neue
n
Verfügung
an die IV-Stelle
zurück (Urk.
8
/55).
1.2
I
n Umsetzung des Urteils vom 22.
April 2014 veranlasste die IV-Stelle eine
poly
disziplinäre
Begutachtung des Versicherten (Urk. 8/66
), welche vom
Z.___
(
Z.___
)
durchgeführt wurde (Gutachten vom 31. März 2015,
Urk. 8/79).
Nach Vorbescheid vom
5.
Juni 2015 (
Urk.
8/83) und dagegen erhobenem Einwand des Versicherten (
Urk.
8/85,
Urk.
8/90) wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren m
it Verfügung vom
23
.
September
2015
ab (Urk. 2).
2.
Dageg
en erhob der Versicherte am 26.
Oktober 2015 Beschwerde und bean
tragte, die angefo
chtene Verfügung sei aufzuheben und
es seien ein
Obergut
achten
zur Frage der noch verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu veranlassen und danach der Invaliditätsgrad neu festzusetzen (Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort
vom 27.
November 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-94), was
dem Beschwer
deführer
am
2.
Dezember 2015
zur Kenntnis gebracht
wurde (Urk. 9).
Mit Datum vom 8.
Dezember 2015 (Urk. 10) reichte der Beschwerdeführer einen
weiteren Arztb
ericht (Urk. 11) zu den Akten.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Geburts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundes
gesetz
es über
die
Invalidenversicherung
, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.3
Alkoholismus (wie auch Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit) begrün
det für sich allein keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird er invaliden
versicherungsrechtlich erst relevant, wenn er eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychi
scher, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden einge
treten ist, oder wenn er selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychi
schen
Gesund
heitsschadens
ist, dem Krankheitswert zukommt (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 2). Dabei ist das ganze für die Alko
holsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine
Gesamt
würdigung
einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechsel
wirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer
Begleit
erkrankung
Rechnung zu tra
gen ist (Urteile des Bundesgerichts I 758/01 vom 5. November 2002 E. 3.2, und I
390/01 vom 19. Juni 2002 E. 2b). Was die
krankheits
bedingten
Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die
invalidenversiche
rungsrechtliche
Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche
Teilursa
che
der Alkoholsucht darstellt (Urteil des Bundesgerichts I 192/02 vom 23. Oktober 2002 E. 1.2.2 mit Hinweis); es genügt nicht, wenn es sich nur um eine ganz untergeordnete Teilursache handelt (nicht ver
öffentlichtes Urteil des Bundesgerichts I 130/93 vom 29. August 1994). Mit dem Erfordernis des
Krank
heitswerts
einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird ver
langt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ein
schränkt (BGE 99 V 28 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I
940/05 vom 10. März 2006 E. 2.2; erwähntes Urteil I 758/01 E. 3.1).
1.
4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwer
defall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
ge
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abge
geben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
gemäss
umfas
sende
m
und nachvollziehbare
m
Z.___
-Gutachten vom
31. März 2015
habe die Leberzirrhose Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
. Diese Auswirkungen begründeten die andauernde 30%ige Arbeitsunfähigkeit.
Entgegen dessen Einwendungen seien di
e
Einschränkungen
des Beschwerde
führers
in der Beurteilung
der Arbeitsunfähigkeit
hinreichend gewürdigt wor
den.
In
schwere
n
körperliche
n
Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer zu 75 % arbeits
unfähig. Da Rückfälle bezüglich der Alkoholabstinenz wiederholt vorge
kommen seien und wohl auch aktuell wieder
vorlägen, werde zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Mitwirkungspflicht eine absolute
Alkoholabsti
nenz
empfohlen
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte
seinerseits
geltend,
das
Z.___
-Gutachten sei in der Beurteilung
seiner Arbeitsfähigkeit
nicht schlüssig. Die Gutachter hätten sich nicht mit den abweichenden medizinischen Beurteilungen auseinandergesetzt.
Auch
eine
Auseinandersetzung mit der Beurteilung des Vertrauensarztes der Pensionskasse der Arbeitgeberin habe nicht stattgefunden.
Die frühere Tätigkeit sei ausserdem zu Unrecht als angep
asste Tätigkeit erachte
t worden
.
Auch stehe d
ie Konsensbeurteilung des Gutachtens im inneren Widerspruch zu den Aus
führungen der einzelnen Gutachter. Im Weiteren hätten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit unter der Voraussetzung, dass sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers unter strikter Alkoholabstinenz stabilisieren werde, beurteilt, was eine prognostische Beurteilung sei. Die Gutachter stütz
t
en sich weiter auf theoretische Annahmen, welche offensichtlich losgelöst vom konkreten Patien
ten erfolgt seien.
Aus diesen Gründen sei ein Obergutachten zu veranlassen und es werde zu berücksichtigen sein, dass der Beschwerdeführer auch künftig krankheitsbedingt nicht in der Lage sein werde, eine strikte Alkoholkarenz durchzuhalten
(Urk. 1).
3.
3.
1
In medizinischer Hinsicht
stützt
e
sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf das polydisziplinäre Gutachten des
Z.___
vom
31.
März
2015 (Urk.
8/79).
Darin w
urden
die bis zur Begutachtung de
s
Beschwerdeführers
aktenkundigen medi
zinischen Berichte zusammengefasst (Urk. 8/
79/3-14)
,
weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
Es wird, s
oweit erforderlich
,
in den nachfolgenden Erwägungen darauf Bezug genommen.
3.
1.1
Das
Z.___
-Gutachten
beruht auf internistischen, orthopädischen
,
gastroenterolo
gi
schen
sowie psychiatrischen
Untersuchungen.
Die Gutachter stellten folgende Diagnose
n mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
(Urk. 8/79/40-41)
:
(1)
Äthy
lische
Leberzirrhose Child B, E
rstdiagnose
2012, Dekompensation 08/2013,
unter Diuretika
aszitesfrei
,
Ösophagusvarizen
Grad II-III,
(2)
Alkoholab
hängigkeits
syndrom
, Status nach mehreren
Entzugsbehand
lungen
, (
3
) chro
nisches
thoraco
-lumbales Schmerzsyndrom, BWS-Kyphose mit fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der unteren BWS mit zum Teil
Keilwirbel
bildungen
, Status nach BWK 12 Kompressionsfraktur, instabil, am 18.01.2012,
Reposition, Stabilisation und
Spongiosaplastik
am 21.01.2012,
(
4
) Degeneration L4/L5 und L5/S1 mit Spondylosen und
Spondylarthrosen
, (
5
) rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht (ICD-10 F33.0), sowie
(
6
) kombinierte
Per
sönlichkeitsstörung
mit ängstlich-abhängigen Zügen (ICD-10 F61.0). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden
unter anderem
eine
arterielle Hypertonie, ein chronischer
Nikotinabusus
sowie Übergewicht (BMI 29.7).
3.1.2
Im internistischen Teilgutachten hielt die
Gutachterin
fest
, aus
allgemein-
inter
nistischer Sicht liege kein invalidisierendes Leiden vor
(Urk. 8/79/24)
.
Der ortho
pädische Gutachter führte aus,
bei der angestammten Tätigkeit hand
le es sich um eine mehrheitlich
sitzende
Tätigkeit
mit zum Teil Kontrollgängen, jedoch ohne
eigentliche
Monteurarbeiten. In einer solchen Tätigkeit sei der Beschwer
deführer
seit der Fraktur im Januar 2012
als zu 80 % arbeitsfähig ein
zustufen, entsprechend Ganztagsarbeit mit vermindertem Rendement.
Letzteres
ergebe sich durch die Notwendigkeit, vermehrt Pausen einzulegen
(Urk.
8/
79/29). Der
gastroenterologische
Gutachter
hielt seinerseits fest, mit dem Skiunfall im Januar 2012 und den in der Folge eingeleiteten medizinischen Abklärungen sei erst
mals eine fortgeschrittene Leberzirrhose diagnostiziert wor
den. Gemäss Anga
ben des Beschwerdeführers habe zu diesem Zeitpunkt ein ausgeprägter
Äthyl
abusus
bestanden. Das Child
-
Stadium B der Leberzirrhose müsse als
System
erkrankung
verstanden
werden
und habe entsprechende Aus
wirkungen auf die Leistungsfähigkeit
,
sowohl auf Physis als auch Intellekt. Letzteres sei mit dem pathologischen
Number
-
Connection
-
Test dokumentiert.
Unter einer
abso
luten
Alkoholkarenz und guter Compliance bezüglich der
medi
kamentösen
Behandlung dürfe von einem stabilen Verlauf der Hepatopa
thie/Leberzirrhose ausgegangen werden. Unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs sei aber anzunehmen, dass die Hepatopathie im Child
-
Stadium B ver
bleiben dürfte. In der Zusammenschau der Symptome müsse von einer 30%igen Arbeitsun
fähigkeit sowohl in der angestammten wie auch in leichten
Ver
weistätigkeiten
ausgegangen werden. Die Arbeitsunfähigkeit für schwere kör
perliche Arbeiten betrage über 75 %
. Die
in der Anamnese und dem aktuellen klinischen Status
erhobenen Befunde liessen sich mit Blick auf die anlässlich der
Hospitalisation
des Beschwerdeführers in der
A.___
im Jahr 2013
erfolgten Abklärungen
verifizieren
.
Somit könne von einem seit einein
halb Jahren stabilen Verlauf ausgegangen werden. Die anlässlich der langen
Hospitalisation
in der
A.___
dokumentierten Testunterlagen und deren Inter
pretation würden nur leicht eingeschränkte kognitive Fähigkei
ten erkennen lassen
.
D
ies könne anhand des nur leicht pathologischen
Number
-Connection-Tests auch aktuell nachvollzogen werden
(Urk. 8/79/31-32).
Die psychiatrische Gutachterin führte aus,
der Beschwerdeführer weise eine positive
Familien
anamnese
mit affektiven Störungen aus, ebenfalls fänden sich Hin
weise auf Probleme im Abhängigkeitsbereich. Er habe berichtet, dass ihn der
Alkohol
konsum
zunächst
aufgeputscht habe und ihn sicherer gemacht habe. Aus der
Selbst
therapie
sei dann eine Abhängigkeit geworden.
Die Depressivität sei unter Alkoholkonsum stärker.
Die Diagnose einer rezidivierenden depressi
ven Störung sei
gerechtfertigt, aktuell bestehe ein eher
leichtgradiges
Ausmass (Urk. 8/79/36
37).
3.1.3
Im Rahmen der
Konsensbeurteilung
hielten d
ie Gutachter fest,
a
ufgrund der vorliegenden Untersuchung und der bekannten Dokumentation könne von einem stabilen Verlauf der Hepatopathie ausgegangen werden.
Es
sei von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit in schweren körperlichen Tätigkeiten auszugehen. Hier sei unter Berücksichtigung der
Ösophagusvarizen
der Anstieg des
intraab
dominalen
Drucks, insbesondere das Heben schwerer Lasten, zu
vermeiden
(Urk. 8/79/
4
1
)
.
Hinsichtlich der bisherigen
sowie einer adaptierten
Tätigkeit sei mit Bezugnahme auf die Hepatopathie von einer 30%igen Einschränkung der physischen
so
wie
intellektuellen
Leistungsfähigkeit auszugehen.
Letzteres sei allerdings mit Vorbehalt zu interpretieren, da di
e
angewandten kognitiven Tests keine eindeutige Einschränkung und zudem die Akten auch keine relevanten entsprechenden Testergebnisse dokumentieren liessen. Allein das Stadium Child
B mache aber eine subklinische
Enzephalopathie
wahrscheinlich. Eine abso
lute Alkoholkarenz sei unbedingt zu fordern.
D
ie psychiatrische
Vordiag
nose
rezidivierende depressive Störung könne nachvollzogen werden, wobei die Beschwerden aktuell eher leicht seien.
Bezüglich des Abhängigkeitssyndroms von Alkohol bestehe eine völlige Übereinstimmung mit den Vorbefunden (Urk. 8/79/42-43).
Zusammenfassend ergebe sich gesamtmedizinisch eine
Rest
arbeitsfähigkeit
von 70 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Lehrlingsaus
bildner
sowie Verantwortlicher für den Unterhalt elektrischer Anlagen ohne Monteurarbeiten sowie für leichte Verweistätigkeiten. In schwerer körperlicher Arbeit sei der Beschwerdeführer zu über 75 % arbeitsunfähig. Dies gelte ab Juli 2012 nach Rehabilitation der
Spondylodese
.
3.1.
4
Die Gutachter nahmen zur Frage, ob die Sucht Folge oder Ursache eines psychi
schen oder somatischen IV-relevanten Leidens sei, dahingehend Stellung, dass der Beschwerdeführer
angegeben habe,
beim Umfall
am 18.
Januar 2012 unter Alkoholeinfluss gestanden
und
zu diesem Zeitpunkt bereits regelmässig getrun
ken
zu haben
. Die psychischen und Verhaltensstörungen beziehungsweise die Veränderung der Persönlichkeit seien nicht erst durch den Alkohol entstanden, sondern hätten bereits vorher bestanden. Es fänden sich entsprechende Hin
weise in der Biografie
.
Der langjährige
Äthylabusus
habe zu
der
fortgeschritte
nen Leberzirrhose geführt, welche im momentanen Ausprägungsstadium für sich alleine eine IV-relevante Ursache darstelle
(Urk. 8/79/43)
.
3.2
Der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
B.___
, Facharzt FM
H
für Pneumologie, führte im Bericht vom 1
2.
August 2015 (Urk. 8/89) aus, die Diagnosen
des „IV Berichts“
seien sicherlich korrekt und die
daraus abge
leiteten medizinisch-
theoretischen Überlegungen zur Arbeitsfähigkeit könne er durchaus nachvollziehen. Allerdings gingen die Überlegungen von einer strik
ten Alkoholkarenz aus, was leider nicht der Realität der letzten Monate entspre
che. Der Beschwerdeführer könne eine Alkoholkarenz nicht einhalten mit entsprechender gesundheitlicher Verschlechterung, dokumentiert als inter
mittieren
de Verschlechterung der Leberwerte und der
Makrozytose
. Aufgrund des fortge
setzten Alkoholkonsums sei eine Progredienz der Leberzirrhose zu befürchten, was Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe.
Es bestünden fol
gende kör
perliche Einschränkungen: Kein Heben von Lasten über 5 kg, kein längeres Sitzen oder Stehen, keine körperliche Belastungen, welche über leichte Belastungen hinausgehen. Psychisch bestünden eine Verlangsamung,
Kon
zentrationsprobleme
und leichte kognitive Einschränkungen. Es sei zu bezwei
feln, dass in einer angepassten Tätigkeit eine dauerhaft geregelte
Arbeits
tätig
keit
ausgeübt
werden könne.
3.3
Der RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 19. September 2015 (Urk. 8/91/2-3) fest,
s
owohl im Arbeitgeberfragebogen als auch im Verlaufsprotokoll der
E
in
gliederu
n
g
sberatung
sei
die bisherige Tätigkeit als Lehrlingsausbildner
als
überwiegende Bürotätigkeit mit zeitweisen Kontrollgängen der elektrischen Anlagen
beschrieben
.
Diese Tätigkeit
könne als körperlich leichte Tätigkeit angesehen werden, für welche keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit aus somati
scher Sicht ausgewiesen sei.
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten des
Z.___
vom
31. März 2015
erfüllt sämtliche
rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (
v
gl. E. 1.
6
). Es beruht auf fachärztlichen
allgemein
medi
zinischen
, orthopädischen,
gastroenterologischen
und psychiatri
schen
Unter
su
chungen und wurde in Kenntnis der rele
v
anten
V
orakten
(Urk. 8/79/3-
14) abge
geben.
Sowohl die einzelnen Teilgutachten als auch die interdis
ziplinäre
Kon
sensbeurteilung
sind schlüssig.
Die Gutachter setzten sich aus
führlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung des Beschwer
de
führers auseinander und
nahmen zu früheren medizinischen Beur
teilungen Stellung
(Urk.
8/79
/
24
, Urk.
8/79
/
27
, Urk.
8/79/32
,
Urk. 8/79/36
)
. Die
vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und die Gut
achter setzten sich mit diesen hinreichend auseinander. Die medizinischen
Zusammen
hänge und die medizinische Situation wurden einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
Entgegen den Vorbrin
gen des Beschwerdeführers (E. 2.2) kann zur
Entscheid
findung
auf das Gutach
ten abgestellt werden.
4.2
D
em Gutachten ist in Übereinstimmung mit
den
Vorakten
die Diagnose einer Alkoholabhängigkeit zu entnehmen. Diese begründet nach ständiger Recht
spre
chung des Bund
esg
e
richts
für sich alleine keine
Invalidität sondern nur in Ver
bindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beein
trächtigenden geistigen, körperli
chen oder psychischen
Gesundheitsschaden mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren Folge eingetreten ist
(
vgl.
E. 1.3)
.
Vorliegend
ist
mit der
Diagnose einer
Leberzirrhose Stadium Child B ein körperlicher
Gesund
heitsschaden
ausgewiesen, der für sich alleine invalidenrechtlich relevant ist
,
eine
Einschränkung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit
begrün
det
und entsprechend von den Gutachtern berücksichtigt worden ist
(E. 3.1.2
, E. 3.1.4
).
Bezüglich der
Diagnose der leichten
rezidivierenden depressiven Störung ist festzuhalten, dass leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidi
vierender oder episodischer Natur rechtsprechungsgemäss einzig dann als inva
lidisierende Krankheiten in Betracht
fallen, wenn sie erwiesenermassen
thera
pieresistent
sind
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_399/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
Dabei gilt insbesondere eine
leicht
e
depressive
Episode grundsätzlich nicht als geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit Hinweisen)
.
Obwohl
die
depressive Störung von den Gut
achtern als Diag
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde
(E. 3.1.1)
, ist
diesbezüglich
somit
jedenfalls
keine
invalidisierende psychische Erkrankun
g im Sinne des Gesetzes gegeben
, we
lche die Annahme einer höheren
als die g
ut
achterlich attestierte 30%ige
Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 8/79/40)
rechtfertigen würde.
4.3
Die Gutachter hielten fest, dass
der
Beschwerdeführer
in
schwere
n
körperliche
n
Tätigkeiten aufgrund der
H
epatopathie
und
de
r
Ösophagusvarizen
sowie
de
r
Ein
schränkungen seitens des Bewegungsapparates gesamthaft zu 75 % arbeits
unfähig ist. In der angestammten Tätigkeit sowie in leichten Verweistätigkeiten besteht
aufgrund
der
H
epatopathie
sowie
den
entsprechenden
gastroenterologi
sche
n
un
d psychiatrischen Diagnosen
eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit.
Entgegen de
r Argumentation de
s Beschwerdeführers (E. 2.2) haben die Gutachter ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung somit nicht prognostisch, sondern aufgrund der beste
henden gesundheitlichen Einschränkungen begründet.
Auch eine
bloss theo
retische
Betrachtungsweise ist
entgegen des Beschwerdeführers nicht
ersicht
lich
.
Damit steht das psychiatrische Teilgutachten auch nicht im Wider
spruch zum Hauptgutachten (vgl. Urk. 1 S. 4).
4.4
I
m Weiteren
machte der Beschwerdeführer geltend
(E. 2.2), die frühere Tätigkeit
werde
zu Unrecht als angepasste Tätigkeit erachtet
. Die Gutachter
gingen davon aus, dass es sich bei der bisherigen Tätigkeit um eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit mit zum Teil Kontrollgängen ohne eigentliche Monteurarbeiten han
delte (E. 3.1.
3
)
. Wie der RAD zutreffend festhielt (E. 3.3), kann die bisherige Tätigkeit aufgrund des Arbeitgeberfragebogens (Urk. 8/12) als angepasste Tätig
keit angesehen werden, zumal der Beschwerdeführer selten Lasten über 10 kg heben muss. Sodann hatte
der Beschwerdeführer
anlässlich
der
Eingliederungs
beratung
selbst
angegeben (Urk.
8
/16/3)
, dass es sich
bei seiner Tätigkeit
haupt
sächlich um einen Bürojob handle. Er führte aus, dass er zum Teil die Anlagen vor Ort kontrollieren müsse, was teilweise mittelschwere Arbeit sei
,
er
jedoch
davon aus
gehe, dass er diese Aufgabe
delegieren könne
(vgl. auch Urk. 8/79/17
, wonach der Beschwerdeführer angehende Elektriker geschult und ausgebildet, gelegentlich Kleinaufträge organisiert und Abrechnungen kon
trol
liert habe
)
.
4.
5
4.5.1
Der Beschwerdeführer
führt
e
gegen die Beweiskraft des Gutachtens Berichte der behandelnden Ärzte
und insbesondere die Stellungnahme von Dr.
B.___
(E. 3.2) an
(E. 2.2)
. Diesbezüglich ist
darauf hinzuweisen, dass ein den Beweisanforde
rungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten nicht in Frage gestellt werden muss und auch kein Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen nachher zu einer unter
schiedlichen Beurteilung gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichen
den Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt geb
lieb
en waren und die geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen (vgl. das Ur
teil des Bundesgerichts vom 29.
Juli 2008, 9C_830/07, E.
4.3 mit Hinweisen).
Die Gutachter nahmen zu den
ihnen im Zeitpunkt der Begut
achtung
vorliegenden medizinischen Berichten
ausführlich Stellung (E. 4.1
)
.
Bezüglich des Berichtes von
Dr.
B.___
(E. 3.2)
ist darauf hinzuweisen, dass
dieser die
Diagnosen als korrekt bezeichnete und die
gutachterlichen Über
legungen zur Arbeitsfähigkeit als durchaus nachvollziehbar erachtete.
So
geht
er in Übereinstimmung
mit dem
Gutachten von körperlichen Einschrän
kungen in Bezug auf das Heben von Lasten, das längere Sitzen oder Stehen sowie
über leichte Belastungen hinausgehende
körperliche
Tätigkeiten
aus.
Soweit
Dr.
B.___
anführt
e
, dass keine dauerhafte Alkoholabstinenz beibehalten werden konnte, ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter aufgrund der vor
liegenden
Werte keine Aussage zur aktuellen Alkoholkarenz machen und einen
Äthylabusus
weder vollständig ausschliessen noch beweisen konnten (Urk. 8/79/38).
Bei der Annahme, dass
aufgrund des
fortgesetzten
Alkohol
ko
n
sums
eine Progredienz der Leberzirrhos
e zu befürchten
sei
, was Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe,
handelt es sich um eine rein progno
stische Beur
teilung ohne Bedeutung für die
aktuelle
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit.
Im Übrigen deckt sich auch diese Feststellung mit der Einschätzung der Gutachter (E. 3.1.2).
Die aufge
führten kognitiven Ein
schränkungen stehen sodann im Widerspruch zur übrigen medizinischen Aktenlage und insbesondere zu der von der
C.___
im Januar 2014 durchgeführten neuro
psycho
logischen Testung (
Urk. 8/63/3
). Im Rahmen dieser kognitiven Tests zur Prüfung der Auf
merk
sam
-
keitsleistungen
, der Exekutivfunktionen, der
Mnestik
sowie der visuell–räumlichen Fähigkeiten hatte der Beschwerdeführer durch
schnittliche Leistun
gen erzielt. Es hatten keine Gedächtniseinbussen objektiviert werden können und die Leistungen und das Antwortverhalten des Beschwerde
führers waren unauffällig
(vgl. auch E. 3.1.2, wonach sich diese Befunde verifi
zieren liessen)
.
Mithin ergeben sich aus dem
Bericht von Dr.
B.___
keine Hinweise, welche das Gutachten in Frage zu stellen vermögen.
4.5.2
Auch kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass
Dr.
med. D.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Vertrauensarzt der Pensions
kasse der Arbeitgeber
in des Beschwerdeführers am 10.
Juni 2014 (Urk. 8/63/7-
8) die Voraussetzungen für eine volle Berentung als gegeben erachtete, nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal
der Bericht des Vertrauensarztes ein halbes Jahr vor der Begutachtung erfolgte und
den Gutachtern vorlag (Ur
k
. 8/79/24).
4.
5.3
Schliesslich ist darauf hinzuweise
n
, dass das Gericht
bei der Beurteilung einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü
gung eingetretenen Sachverhalt ab
stellt
. Berichte,
die
nach diesem Zeitpunkt datieren, sind zu berücksichtigen, sofern sie Rückschlüsse in Bezug auf die im Zeitpunkt des Verfügungserlasses bestehende Situation erlauben (
BGE 129 V 4 E. 1.2
, BGE 121 V 366 E. 1b
).
Der nach Abschluss des Schriftenwechsels
einge
gangene
Bericht von
Dr.
E.___
(
Urk.
11
) enthält keine neuen Befunde, welche im orthopädischen Teilgutachten des
Z.___
(Urk. 8/79/26-29) nicht berücksichtigt
worden wären
, sondern befasst sich vielmehr mit einer zukünftigen operativen Behandlungsmöglichkeit.
4.
6
Nach dem Gesagten ist
gestützt auf das Gutachten des
Z.___
mit dem im Sozial
versicherungsrecht massgebenden Beweisgrad
der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit erstellt, dass
der Beschwerdeführer
s
eit Juli 2012
i
n der
zuletzt ausge
übte
n
Tätigkeit
als
Lehrlings
ausbildner
sowie Verantwortlicher für den Unter
halt
elektrischer Anlagen ohne
Monteur
arbeiten
sowie
in
leichte
n
Verweis
tätigkeiten
zu 30 % arbeitsunfähig
ist beziehungs
weise nach Rehabilitation der
Spondylo
dese
in schweren körperlichen Tätig
keiten
eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit
besteht
.
Aufgrund der beweis
kräftigen medi
zi
nischen Aktenlage besteht entge
gen der Auffassung de
s
Beschwerde
führer
s (E. 2.2
) kein weiterer
Abklärungsbe
darf
(antizipierte
Beweis
würdigung
; vgl. Urteil des Bundes
ge
richtes
8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
4.
7
Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die mit
Schreiben vom
2
3.
September
2015
(
Urk.
8/92
)
geforderte
Alkoholabstinenz
nicht Bestandteil der angefochtenen Verfügung bildet, weshalb das Gericht nicht darüber zu befinden hat
. Eine solche wäre
erst
bei einer allfälligen Neuanmeldung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht zu prüfen.
5.
5.1
Ausgehend von einer
70
%igen Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
sowie
in
leichten Verweistätigkeiten
bleiben die erwerblichen Auswirkungen
der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen.
Da
dem Beschwerdeführer
die ange
stammte Tätigkeit trotz seiner Gesundheitsbeeinträchtigung weiterhin zumutbar ist
(vgl. E. 4.4)
,
ist zur Festlegung sowohl
des Invalideneinkommens
als auch des
Valideneinkommen
s
auf dieselben Werte abzustellen
.
Der von der
Beschwer
degegnerin
durchgeführte Prozentvergleich
(
Urk. 8/81;
vgl.
BGE 114 V 312 E. 3a)
ist somit nicht zu beanstanden.
Wie von der Beschwerdegegnerin ausgeführt, ist ein zusätzlicher Abzug (vgl.
BGE 126 V 75)
vorliegend nicht angezeigt
. Der
eingeschränkte
n
Leistungsfähigkeit
(unter anderem vermehrter Pausenbedarf, verminderte Konzentrationsspanne, Antriebsschwäche sowie
Erschöpf
barkeit
) wurde
mit der 30%igen Arbeitsunfähigkeit genügend
Rech
nung getragen
.
Somit
ist von einem Invaliditätsgrad von 30 % auszugehen, womit ein Rentenanspruch entfällt.
5.2
Die rentenabweisende Verfügung vom
23. September 2015
erweist sich
damit
als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahre
ns sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
vom
Beschwerdeführer
zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen
Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Yolanda
Schweri
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage einer Kopie von Urk. 10+11
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstJanett