# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f2f77a7-a677-519f-a0ea-676fd2c157a6
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 08.03.2016 605 2014 128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2014-128_2016-03-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2014 128

Urteil vom 8. März 2016

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer     

gegen

VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG, Vorinstanz     

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität, Rückfall

Beschwerde vom 13. Juni 2014 gegen den Einspracheentscheid vom 
16. Mai 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1952, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. August 1972 als 
kaufmännischer Angestellter bei der C.________. Er war im Rahmen dieser Anstellung bei der 
VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) gegen 
Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 8. September 2007 kam es zu Hause aufgrund einer Synkope unklarer Ursache zu einem 
Sturz, wobei er sich unter anderem eine Kontusion des rechten Handgelenks sowie des linken 
Oberschenkels ventral zuzog. Im weiteren Verlauf war von einem Distorsionstrauma des linken 
Beins sowie einer medialen Meniskusläsion links die Rede. Die Vaudoise übernahm die gesetz-
lichen Leistungen und schloss den Fall am 29. Dezember 2008 ab.

Am 14. Januar 2010 machte A.________ einen Rückfall geltend. Nach monatelangen leichten 
Schmerzen im linken Obararm sei es zu einer Insertionstendinopathie des Bizeps am proximalen 
linken Oberarm gekommen. Mit Verfügung vom 4. November 2010, bestätigt durch rechtskräftigen 
Einspracheentscheid vom 5. Mai 2011, lehnte die Vaudoise ihre Leistungspflicht ab, da ein Kausal-
zusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 8. Septem-
ber 2007 nur möglich aber nicht überwiegend wahrscheinlich sei, was nicht genüge.

B. Mit Unfallmeldung vom 6. September 2011 meldete A.________ der Vaudoise ein weiteres 
Ereignis. Am 2. September 2011 sei er bei einer MTB-Tour, infolge eines Grenzsteins mitten auf 
dem Feldweg, gestürzt. Er zog sich eine Rissquetschwunde am linken Ellbogen sowie eine 
Kontusion des linken Ellbogens und der linken Hüfte zu. Er nahm seine Arbeit am 6. September 
2011 wieder im Vollpensum auf.

Am 25. Oktober 2013 meldete er einen Rückfall. Nach monatelangen leichten Schmerzen in der 
linken Schulter würden diese immer stärker. Mit weiterer Unfallmeldung vom 7. März 2014 wurde 
die Vaudoise über eine notwendige Schulter-Arthroskopie am 19. März 2014 informiert.

Mit Verfügung vom 12. März 2014, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 16. Mai 2014, lehnte 
die Vaudoise ihre Leistungspflicht für die Schulterbeschwerden ab, weil diese kranheitsbedingter 
und degenerativer Natur seien. Für den Unfall vom 2. September 2011 würden die Leistungen per 
31. Dezember 2011 eingestellt.

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ am 13. Juni 2014 Beschwerde am 
Kantonsgericht, Sozialversicherungsgerichtshof, und stellt sinngemäss den Antrag, die Vaudoise 
sei auch für die Schulterbeschwerden leistungspflichtig. Bei beiden Unfällen sei jeweils ebenfalls 
die linke Schulter als betroffener Körperteil angegeben worden.

In ihren Bemerkungen vom 11. August 2014 bestätigt die Vaudoise ihren Einspracheentscheid und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde. Ein Kausalzusammenhang zwischen den beiden Un-
fällen und den Schulterbeschwerden sei nur möglich, was für die Bejahung der Kausalität nicht ge-
nüge.

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Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Mit Eingabe vom 25. Januar 2016 erklärt der Beschwerdeführer, beide Unfälle seien für den Riss 
der Bizepssehne verantwortlich, weshalb die Vaudoise auch die Folgekosten zu übernehmen 
habe. Der Vaudoise wurde dieses Schreiben am 28. Januar 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 13. Juni 2014 gegen den Einspracheentscheid der Vaudoise vom 
16. Mai 2014 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz einge-
reicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, 
I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Vaudoise ebenso hinsichtlich der linken Schulter 
leistungspflichtig ist.

2. a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhn-
lichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Mit dieser Umschreibung des 
Unfalls wurde vom Gesetzgeber keine neue Definition des Unfalls vorgenommen, weshalb die bis-
herige Rechtsprechung weiterhin ihre Gültigkeit hat (KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, 
Rz. 13 zu Art. 4).

b) Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; 
es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm ob-
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über-

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wiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs ge-
nügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Der Richter hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b).

Ferner ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Formel 
"post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den 
Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung kommt (BGE 
119 V 335 E. 2b/bb). Auch besteht im Sozialversicherungsrecht kein Rechtsgrundsatz, wonach die 
Verwaltung oder der Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. 
Vielmehr haben die Versicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im 
Rahmen des ihnen Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu 
tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbei-
zuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für 
Schäden nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adä-
quaten Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
125 V 456 E. 5c; 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen).

c) Die Versicherungsleistungen werden nach Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 
1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 
Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank-
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit 
organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild 
führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfall-
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur 
auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 
versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).

Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, 
weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leis-
tungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als 
Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die 
Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auf-
treten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Im Falle der Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten des Versicherten aus, der aus dem unbewiesen ge-
bliebenen natürlichen Kausalzusammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ab-

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leiten wollte. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversiche-
rung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen 
nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil BGer 8C_506/2008 vom 5. März 
2009 E. 3.1 mit Hinweisen).

3. Vorliegend ist streitig, ob die Vaudoise ebenfalls für die Beschwerden an der linken Schulter 
leistungspflichtig ist.

a) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Schulterproblematik sei weder krankheitsbedingter 
noch degenerativer Natur. Die am 19. März 2014 durchgeführte Operation wäre ohne die beiden 
zuvor erlittenen Stürze gar nie nötig gewesen. Bei beiden Ereignissen sei die linke Schulter als 
betroffener, verletzter Körperteil angegeben worden. Bei der Operation sei eine abgerissene 
Sehne beim Bizeps, welche weder auf den Röntgenaufnahmen noch auf dem MRI ersichtlich ge-
wesen war, festgestellt und operativ behandelt worden.

b) Die Vaudoise ihrerseits ist der Ansicht, die Schulterbeschwerden stünden einzig in 
einem möglichen Zusammenhang zu den beiden Unfällen, was nicht genüge. Sowohl zwei Jahre 
nach dem ersten, als auch zwei Jahre nach dem zweiten Unfall habe der Beschwerdeführer je-
weils Schulterbeschwerden geltend gemacht. Hinsichtlich der Meldung von 2010 sei rechtskräftig 
entschieden worden, dass die Vaudoise nicht leistungspflichtig sei. Zudem hätten die Schulterbe-
schwerden erst ab Oktober 2013 eine ärztliche Behandlung zur Folge gehabt, weshalb die Schul-
terbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 2. September 
2011 zurückgeführt werden könnten.

c) Bezüglich des ersten Unfalls von 2007 ist dem Bericht des Notfalls des Spitals 
D.________ vom Unfalltag zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer eine Rissquetschwunde 
der Unterlippe, Zahndislokationen, eine Kontusion des rechten Handgelenks sowie des linken 
ventralen Oberschenkels vorlagen.

Gemäss der Unfallmeldung vom 10. September 2007 wurde es dem Beschwerdeführer schwindlig, 
er stolperte über einen Teppich, schlug mit dem Kopf gegen die Wand und stürzte vier Treppen-
tritte hinunter. Als betroffene Körperteile wurden Lippe, Zähne, Kopf, Rücken, Handgelenk und 
Schulter sowie als Art der Schädigung eine Schnittwunde, Verschiebung/Bruch von Zähnen, ein 
Knochenanriss sowie Prellungen angegeben.

In der Folge wurden beim Beschwerdeführer namentlich Zahnbehandlungen durchgeführt. Am 
19. Juni 2008 berichtete der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere 
Medizin, von einem Status nach Distorsionstrauma des linken Beins sowie aktuellen Zeichen einer 
medialen Meniskusläsion links. Dieser Verdacht wurde am 20. Juni 2008 von Dr. med. 
F.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, bestätigt. Dieser führte am 3. September 2008 eine Kniearthroskopie links durch.

Mit Schadensmeldung vom 14. Januar 2010 machte der Beschwerdeführer Schmerzen im linken 
Oberarm geltend. Diese seien monatelang leicht gewesen, seien nun immer stärker geworden und 
hätten schliesslich zu einem Kraftverlust geführt.

Der Hausarzt erklärte am 18. Januar 2010, seit dem Unfall von 2007 beständen Beschwerden der 
linken Schulter und des linken Oberarms, und er stellte die Diagnose einer Insertionstendinopathie 
Bizeps links am proximalen Oberarm. 

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Die Vaudoise stellte dem Beschwerdeführer ein Frageblatt Rückfall zu. Seiner Antwort vom 8. Feb-
ruar 2010 ist zu entnehmen, nach monatelangen leichten Schmerzen im linken Oberarm seien die 
Schmerzen in den letzten Monaten immer heftiger geworden bis zum Kraftverlust in den letzten 
Wochen Ende 2009. Nach dem Sturz vom September 2007 hätten die Kopf-, Zahn-, Hüft-, und 
Knieschmerzen überwogen. Erst nachdem diese weg waren, sei das Stechen im Oberarm ge-
kommen. Seit diesem Unfall habe er das Krafttraining nicht mehr aufnehmen können. Zwischen 
dem 31. Dezember 2008 und dem 14. Januar 2010 seien weder Medikamente noch Therapien 
verschrieben worden.

Am 18. Februar 2010 legte die Vaudoise das Dossier ihrer Vertrauensärztin Dr. med. G.________, 
Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin vor, welche wiedergab, dass vor dem Bericht des 
Hausarzts vom Januar 2010 in keinem medizinischen Bericht Oberarm- bzw. Schulterbeschwer-
den notiert worden waren. Zudem sei die vom Hausarzt gestellte Diagnose krankheitsbedingter 
Natur.

d) Was den zweiten Unfall vom September 2011 betrifft, so wurde in der Unfallmeldung 
vom 6. September 2011 als betroffene Körperteile Kopf, Schulter, Ellbogen, Hüfte, Knie linke Seite 
angegeben und als erlittene Verletzungen ein Loch beim Ellbogen, Prellungen usw.

Am Unfalltag wurden im Spital D.________ der Ellbogen links, das Becken sowie die Hüfte axial 
links radiologisch untersucht. Im dazugehörigen Radiologie-Bericht vom 5. September 2011 
wurden einzig Zeichen einer Coxarthrose links notiert. Demgegenüber fanden sich in den 
abgebildeten Körperteilen keine Frakturhinweise. Der Ellbogen sei unauffällig.

Dr. med. H.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates des Spitals D.________, erwähnte am 5. September 2011 einen Status 
nach Wundversorgung einer Rissquetschwunde Ellbogen links am 2. September 2011 bei 
Ellbogenkontusion links sowie Hüftkontusion links. Die Behandlung wurde abgeschlossen (Bericht 
vom 5. September 2011).

Die Schulterproblematik wurde zum ersten Mal in der Schadensmeldung vom 25. Oktober 2013 er-
wähnt. Nach monatelangen leichten Schmerzen an der linken Schulter seien die Schmerzen in den 
letzten Monaten immer heftiger und die Beweglichkeit immer schmerzhafter geworden.

Der Hausarzt erklärte, der Beschwerdeführer gebe einen Status nach Kontusion der Schulter im 
September 2011 an. Der Hausarzt diagnostizierte eine AC-Arthrose sowie eine SS-Tendinopathie 
(Bericht vom 26. Oktober 2013). Ein am 13. November 2013 durchgeführtes MRI der linken Schul-
ter bestätigte diese Diagnosen. Es wurden nur degenerative Veränderungen, aber keine Risse 
festgehalten (Bericht vom 19. November 2013).

Die Vaudoise stellte dem Beschwerdeführer einen Fragebogen zu. In seiner Antwort vom 28. No-
vember 2013 gab er wieder, seit dem 4. Juli 2013 sei er wegen der linken Schulter bei seinem 
Hausarzt in Behandlung. Nach monatelangen leichten Schmerzen seien diese im Mai/Juni 2013 
immer heftiger geworden. Er habe seit dem 2. September 2011 keinen weiteren Unfall erlitten. Er 
treibe Sport (1–2 pro Woche Radfahren).

Die Vaudoise unterbreitete das Dossier ihrem beratenden Arzt, Dr. med. I.________, Facharzt 
FMH für Chirurgie. Dieser war der Ansicht, nach dem Unfall vom 2. September 2011 hätten sich 
keine signifikant fassbaren Läsionen im Schulterbereich ergeben. Die im MRI festgestellten 

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Befunde seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht unfallkausal. Der unfallbedingte 
Endzustand sei Ende 2011 erreicht worden (Bericht vom 28. Januar 2014).

Gemäss dem Operationsbericht vom 20. März 2014 von Dr. med. F.________ betreffend die am 
Vortag durchgeführte Schulterarthroskopie lagen folgende Diagnosen vor: SLAP Läsion II, 
subacriomiales Impingement, traumatisierte AC-Gelenksarthrose sowie subacromiale Bursitis linke 
Schulter. Der Bicepsanker sei von vorne bis hinten abgerissen gewesen.

e) Aus den dargestellten Unterlagen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer bei beiden Un-
fällen jeweils auch die Schulter als betroffenen Körperteil angegeben hat. Dies allein genügt aber 
nicht für die Bejahung eines Kausalzusammenhangs zwischen den Unfällen und den geltend ge-
machten Schulterbeschwerden.

Vielmehr ist von Bedeutung, dass die Oberarm- bzw. Schulterbeschwerden ihren Niederschlag in 
den medizinischen Akten jeweils sehr viel später gefunden haben. In Folge des Unfalls vom Sep-
tember 2007 erklärte der Hausarzt erst in seinem Bericht vom Januar 2010, der Beschwerdeführer 
leide seit dem Unfall an Oberarm- und Schulterbeschwerden, was im klaren Widerspruch zu 
seinem Bericht vom Juni 2008 steht, in welchem der Hausarzt einzig ein Distorsionstrauma des 
linken Beins sowie aktuelle Zeichen einer medialen Meniskusläsion links angab. Damit ergeben 
sich keine eindeutigen Brückensymptome zwischen dem Unfall von 2007 und den erstmals im 
Januar 2010 angegeben Beschwerden im linken Oberarm bzw. in der linken Schulter. Zudem 
handelt es sich bei der vom Hausarzt gestellten Diagnose der Insertionstendinopathie nicht um 
eine Verletzung traumatischer Natur, sondern um eine krankheitsbedingte, wie es die Ver-
trauensärztin zu Recht festgestellt hatte.

Ebenso in Folge des MTB-Unfalls von 2011 ergab sich eine ärztliche Behandlung der Schulter erst 
nach fast zwei Jahren, wie es der Beschwerdeführer selber bestätigte, womit auch hier wiederum 
nicht von einem Kausalzusammenhang mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zwischen dem Unfall und den Schulterbeschwerden ausgegangen werden kann. Denn falls 
die Schulter beim Unfall wirklich signifikant verletzt worden wäre, wäre sicherlich schon früher eine 
ärztliche Behandlung notwendig gewesen. Zudem ergibt sich aus dem MRI vom November 2013, 
dass bei der linken Schulter nicht eine traumatische Verletzung vorliegt, sondern die Beschwerden 
rein degenerativer bzw. krankheitsbedingter Natur sind. Daran ändert die Angabe des Operateurs, 
wonach es sich um eine traumatisierte AC-Gelenksarthrose handle und der Bicepsanker abge-
rissen gewesen sei, nichts. Falls der abgerissene Bicepsanker durch den MTB-Unfall von 2011 
verursacht worden wäre, ist es wenig wahrscheinlich, dass der operative Eingriff erst über zwei 
Jahre später notwendig geworden wäre. Auch ist nicht auszuschliessen, dass das im Jahr 2013 
wieder aufgenommene Krafttraining allenfalls bereits vorhandene degenerative Schäden an der 
Schulter verstärkt hat und schlussendlich zum Abriss des Bicepsankers geführt hat.

Überdies ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass das Argument, vor dem Unfall bzw. 
den Unfällen habe er keine Schulterprobleme gehabt, nicht gehört werden kann. Wie oben darge-
stellt, kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, eben 
gerade nicht zur Anwendung und der Beschwerdeführer kann daraus nichts zu seinen Gunsten 
ableiten.

Somit ist mit überliegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Schulterprobleme 
weder in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom September 2007 noch mit demjenigen 

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von 2011 stehen. Dem Beschwerdeführer gelingt es nicht, das Vorliegen von eindeutigen Brücken-
symptomen zu beweisen, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat und der Ent-
scheid zu seinen Lasten ausfällt.

4. Zusammenfassend hat die Vaudoise zu Recht ihre Leistungspflicht in Bezug auf die 
Beschwerden an der linken Schulter verneint. Die Beschwerde ist abzuweisen und der Einsprache-
entscheid vom 16. Mai 2014 zu bestätigen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 8. März 2016/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter