# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efc601ee-1b31-555e-a4a0-28bfc325629b
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-07
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2017
**Docket/Reference:** DB.2023.34
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2023.34--2-st.2023.42.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2023.34 
2 ST.2023.42 

Entscheid 

7. Februar 2024 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Hans Heinrich Knüsli und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

A   A G ,    

In Sachen 

gegen 

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

Beschwerde/ 
Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2017 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2017 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. 1.  Die  A  AG  (vormals  AB;  nachfolgend  die  Pflichtige)  bezweckt  seit  ihrer 

Gründung im Jahr 2002 vornehmlich den Betrieb einer […]. Das Aktienkapital ist in 589 

Namenaktien aufgeteilt. Ihre Tochtergesellschaft (100%-Beteiligung), die C AG (nach-

folgend C AG; bis zum … 2017 firmierend als "D AG"), mit Sitz in E/SZ beschäftigte sich 

bis zur Namensänderung mit […]. Seither befasst sie sich mit […]. Die Pflichtige hat drei 

Verwaltungsräte: F und G sind beide einzelzeichnungsberechtigt, während H kollektiv-

zeichnungsberechtigt ist.  

Am … 2016 verkaufte die Treuhandfirma I GmbH, die je zur Hälfte durch deren 

beiden Gesellschafter bzw. Geschäftsführer G und F kontrolliert wird, der C AG 95 Aktien 

der Pflichtigen zum Preis von Fr. 96'900.-.  

Die 589 Namenaktien der Pflichtigen waren zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 

im Besitz von folgenden Aktionären bzw. Aktionärinnen: 

I GmbH, J 

K AG, E/SZ   

L GmbH, J 

M AG, N/SZ   

O, P/ZH 

C AG/SZ 

217 

(37%) 

51 

61 

49 

(9%) 

(10%) 

(8%) 

116 

(20%) 

95 

(16%) 

Das grösste Aktienpaket (37%) hielt nach wie vor die I GmbH.  

Die L GmbH bezweckt den Import und den Handel mit Q, im speziellen R und 

S (…, etc.) und T. Sie wurde im hier interessierenden Zeitraum ihrerseits je zur Hälfte 

von der I GmbH und von U beherrscht.  

Indirekt kontrollierten somit die beiden Geschäftspartner G und F die Pflichtige 

zu Beginn des Jahres 2017 je zu 29%, und zwar über die I GmbH zu je 18,5%, über die 

Tochtergesellschaft C AG zu je 8% und über die L GmbH zu je 2,5%. 

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2. Mit Kaufvertrag vom … 2017 verkaufte die C AG, vertreten durch ihren Ver-

waltungsrat V, das genannte Aktienpaket von 95 Namenaktien der Pflichtigen für nun-

mehr Fr. 10'000.- an die W SA, ebenfalls mit Sitz in E/SZ. Letztere Firma wird durch den 

einzigen  Verwaltungsrat  G  geführt,  der  an  ihr  eine  Minderheitsbeteiligung  von  17%  

(51 von 300 Aktien) hält. Wer die übrigen Aktionäre bzw. Aktionärinnen sind, ist  nicht 

bekannt. 

Die Pflichtige reichte ihre Steuererklärung (inkl. Bilanz und Erfolgsrechnung) für 

die Steuerperiode 2017 am 31. Mai 2018 ein. Darin wies sie einen steuerbaren Reinge-

winn von Fr. 6'621.- und ein steuerbares Eigenkapital von Fr. 796'784.- aus.  

3. Im Veranlagungsverfahren betreffend Steuerperiode 2017 der C AG forderte 

die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz diese auf, verschiedene Unterlagen einzu-

reichen. Die Veranlagungsverfügung vom 18. Februar 2019 enthielt im Begründungsteil 

den Hinweis, dass der Verkauf der Beteiligung an der Pflichtigen an die W SA für ledig-

lich Fr. 10'000.- nur schon mit Blick auf das anteilmässige Eigenkapital (Fr. 127'453.-; 

16.13% von Fr. 790'163.-) nicht zu rechtfertigen sei. Die Steuerverwaltung ging zudem 

davon aus, dass es sich bei der W SA um eine nahestehende Gesellschaft handle, weil 

G deren einziger Verwaltungsrat sei und zudem früher auch als Verwaltungsrat der C AG 

fungiert habe. Der dargelegte Sachverhalt hatte auf die Steuerfaktoren keine Auswirkun-

gen, weil auch nach Aufrechnung der Kaufpreisdifferenz von Fr. 86'900.- zwischen dem 

Buchwert (Ankauf im … 2016) und dem Verkaufspreis (Fr. 10'000.-) ein Verlust resul-

tierte.  Der  steuerbare  Gewinn  lautete  auf  Fr.  0.-  und  konnte  von  der  C  AG  mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht mit Einsprache angefochten werden. Sie erwuchs unan-

gefochten in Rechtskraft. 

4. Die Steuerbehörde des Kantons Schwyz hatte bereits am ... Januar 2019 mit 

"Meldeformular geldwerte Leistung an den Kanton Zürich" in knapper Form einen "Un-

terpreislichen Verkauf einer Beteiligung" in Höhe von Fr. 86'900.- gemeldet. Als Emp-

fängerin  einer  "geldwerten  Leistung"  nannte  das  Formular  ausdrücklich  die  Pflichtige 

(und nicht die W SA).  

5. Das kantonale Steueramt griff das Thema des unterpreislichen Verkaufs zu-

nächst im persönlichen Einschätzungsverfahren von G auf, und schlug vor, bei ihm die 

Kaufpreisdifferenz von Fr. 86'900 als geldwerte Leistung i.S.v. Art. 20 Abs. 1 lit. c des 

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Bundesgesetzes  über  die direkte Bundessteuer vom  14.  Dezember  1990 (DBG)  bzw. 

§ 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) aufzurechnen, und zwar im 

Verhältnis der von ihm gehaltenen Aktien der W SA (17% bzw. Fr. 14'773.-). Die Steu-

erbehörde berief sich dabei auf die Dreieckstheorie.  

Die  Anwendung  der  Dreieckstheorie  führt  im  Gegensatz  zur  Anwendung  

Direktbegünstigungstheorie dazu, dass ein geldwerter Vorteil nicht bei der Gesellschaft, 

die eine  dem  Drittvergleich nicht  entsprechende Leistung direkt  erhalten hat,  sondern 

beim Anteilseigner bzw. der Anteilseignerin beider an der Transaktion beteiligten Gesell-

schaften aufgerechnet wird. Der Steuerkommissär nahm im Lauf des Verfahrens u.a. mit 

dem zuständigen Steuerbeamten im Kanton Schwyz Kontakt auf. Dieser erklärte seinem 

zürcherischen Kollegen, er wisse nicht, ob seine Meldung korrekt sei, er kenne die ge-

samte Firmenstruktur nicht und habe sie auch nicht weiter abgeklärt, sondern einfach 

die Meldung abgesetzt.  

Das kantonale Steueramt untersuchte den Sachverhalt rund um die Eigentums-

verhältnisse  der  involvierten  Firmen  im  Verfahren  betreffend  G  nicht  mehr  weiter  und 

sah  von  einer  Aufrechnung  einer  geldwerten  Leistung  ab.  Die  Veranlagung  bzw.  Ein-

schätzung von G erging Mitte … 2019 gemäss Steuererklärung und erwuchs im … 2019 

in Rechtskraft. 

6. Im Verfahren betreffend die Pflichtige hatte mittlerweile am ... und ... 2019 in 

ihren Geschäftsräumlichkeiten am  … 5, J, in Anwesenheit von Verwaltungsrat  G eine 

Buchprüfung zu  den  Steuerperioden  2017  und 2018  stattgefunden.  Der Steuerrevisor 

verfasste in einem ersten Schritt im Anschluss an die Schlussbesprechung vom … 2019 

ein  Protokoll,  und  verschickte  einen  Tag  später  einen  Veranlagungs-  bzw.  Einschät-

zungsvorschlag. Er schlug vor, dem deklarierten Gewinn von Fr. 6'621.- die durch den 

Kanton Schwyz gemeldete verdeckte Gewinnausschüttung in Höhe von Fr. 86'900.- hin-

zuzurechnen, was zu einem steuerbaren Gewinn von gerundet Fr. 93'500.- geführt hätte, 

unter Gewährung eines Beteiligungsabzugs von 87,937%. Die Pflichtige lehnte den Vor-

schlag mit Schreiben vom 1. Dezember 2019 ab. Sie erklärte, beim Verkauf der 95 Na-

menaktien Ende … durch die I AG an die C AG habe es sich aufgrund der beherrschen-

den  Stellung  der  beiden  Firmeninhaber  G  und  F  um  eine  Transaktion  unter 

nahehestehenden  juristischen  Personen  gehandelt,  weshalb  bei  der  Festlegung  des 

Kaufpreises darauf geachtet worden sei, dass der Preis einem Drittvergleich standhalte. 

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Im Zuge einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells habe die C AG im … den X V als 

neuen  Geschäftsführer  eingestellt  und  diesen  am  …  2017  unter  Ablösung  von  G  mit 

Einzelzeichnungsberechtigung  in  den  Verwaltungsrat  berufen.  Mit  Blick  auf  die  durch 

Herrn  V  in  Angriff  genommene  Neuausrichtung  des  Geschäftsmodells  ...  habe  dieser 

u.a. aus regulatorischen Gründen entschieden, die Beteiligung an der Muttergesellschaft 

abzustossen. Die Käuferin des Aktienpakets, die W SA, sei eigenständig: Sie werde zwar 

von G geleitet, doch sei das Aktionariat viel breiter gestreut. Der Unterschied zwischen 

Erwerbspreis und niedrigerem Verkaufserlös habe verschiedene Gründe; u.a. habe sich 

auf  dem  Markt  niemand  gefunden,  der  eine  Minderheitsbeteiligung  von  16%  an  einer 

Gesellschaft erworben hätte, die im volatilen […geschäft] gerade erhebliche Umsatzein-

bussen erlitten habe.  

Der Steuerrevisor erstellte seinen Bericht zur Buchprüfung am … 2021. Mit Ver-

anlagungsverfügung  und  Einschätzungsentscheid  vom  28.  Mai  2021  veranlagte  die 

Steuerkommissärin die Pflichtige betreffend direkte Bundessteuer und Staats- und Ge-

meindesteuer  für  die  Steuerperiode  1.1.  -  31.12.2017  unter  Gewährung  des  Beteili-

gungsabzugs  von  87,937%  mit  einem  steuerbaren  Reingewinn  von  Fr. 93'500.-.  Das 

steuerbare Eigenkapital setzte sie auf Fr. 796'000.- fest. Die knappe Begründung für die 

Aufrechnung  einer  verdeckten  Gewinnausschüttung  in  Höhe  von  Fr. 86'900.-  be-

schränkte sich auf die Aussagen:"Geldwerte Leistung von C AG; Unterpreislicher Ver-

kauf  einer  Beteiligung[.]  Ihr  Schreiben  vom  1. Dezember  2019  sowie  Ihre  Argumente 

wurden bei dieser Veranlagung berücksichtigt".  

B. Mit Einsprache vom 20. Juni 2021 beantragte die Pflichtige gemäss den in 

der Steuererklärung deklarierten Steuerfaktoren veranlagt und eingeschätzt zu werden. 

Das kantonale Steueramt wies die Einsprache mit Entscheid vom 6. Januar 2023 ab.  

C. Gegen den Entscheid der Steuerbehörde erhob die Pflichtige am 7. Februar 

2023 Beschwerde bzw. Rekurs, wobei sie ihren Einspracheantrag wiederholte. Das kan-

tonale Steueramt schloss am 8. März 2023 auf Abweisung der Rechtsmittel.  

Nach Beizug der Steuerakten der beteiligten natürlichen und juristischen Per-

sonen  nahm  der  mit  dem  Fall  betraute  Einzelrichter  am  12.  Dezember  2023  mit  der 

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Steuerkommissärin  Kontakt  auf  und  erläuterte  seine  ganz  persönliche  vorläufige Mei-

nung zum Sachverhalt und zur Rechtslage. Er erklärte, die Meldung aus dem Kanton 

Schwyz führe wohl nicht zu einer Beweislastumkehr, weil die C AG auch ohne die Auf-

rechnung einen Verlust aufweise bzw. rechtskräftig mit einem steuerbaren Gewinn von 

Fr. 0.- veranlagt worden sei. Die Gesellschaft habe deshalb mangels Rechtsschutzinte-

resses keine Möglichkeit gehabt, die lediglich in der Begründung enthaltene Feststellung 

der schwyzerischen Steuerbehörde mit Einsprache anzufechten. Der Einzelrichter wies 

weiter darauf hin, dass es sich beim vorliegenden Firmenkonstrukt nicht um einen Kon-

zern  handle,  denn G kontrolliere  die  Pflichtige  indirekt  zu 29%  und die W  zu  lediglich 

17%. Die Beteiligungsverhältnisse bei der W SA seien in keinem der Steuerverfahren 

betreffend W, C AG, G bzw. die Pflichtige untersucht worden.  

Die  Steuerkommissärin  hielt  mit  E-Mail  vom  13.  Dezember  2023  daran  fest, 

dass es sich bei der Pflichtigen und der W SA um nahestehende Unternehmen handle. 

Im Anhang schickte sie das Wertschriftenverzeichnis 2017 von G mit, aus welchem sich 

dessen "51% Beteiligung" ergebe. 

Am 17. Januar 2024 setzte sich der Einzelrichter erneut mit der Steuerkommis-

särin in Verbindung und wies darauf hin, dass G im Wertschriftenverzeichnis 2017 51 Ak-

tien (nicht 51%) aufgeführt habe. Dies entspreche einer Minderheitsbeteiligung von le-

diglich 17%. Die Steuerkommissärin stellte sich sodann auf den Standpunkt, die Stellung 

von G als Verwaltungsrat der W SA führe dazu, dass Letztere als nahestehend einzu-

stufen sei. Die Beweislage sei vorliegend ausreichend. Das kantonale Steueramt wäre 

mit  einer  Rückweisung  zur  weiteren  Untersuchung  der  Beteiligungsverhältnisse  nicht 

einverstanden. Eine Gutheissung käme indessen ebenfalls nicht in Frage, weshalb die 

Steuerbehörde das Steuerrekursgericht nach wie vor um einen begründeten (abweisen-

den) Entscheid ersuche.  

Auf die Parteivorbringen wird – soweit rechtserheblich – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.  

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a) Gegenstand der Gewinnsteuer ist der Reingewinn (Art. 57 DBG und § 64 

StG). Der steuerbare Reingewinn setzt sich gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG bzw. § 64 Abs. 1 

StG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldo-

vortrages des Vorjahres (lit. a bzw. Ziff. 1), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgs-

rechnung  ausgeschiedenen  Teilen  des  Geschäftsergebnisses,  die  nicht  zur  Deckung 

von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden (lit. b bzw. Ziff. 2), wie 

insbesondere  Kosten  für  die  Anschaffung,  Herstellung oder  Wertvermehrung von Ge-

genständen des Anlagevermögens (al. 1 bzw. lit. a), geschäftsmässig nicht begründete 

Abschreibungen und Rückstellungen (al. 2 bzw. lit. b), Einlagen in die Reserven (al. 3 

bzw. lit. c), Einzahlungen auf das Eigenkapital aus Mitteln der juristischen Person, soweit 

sie nicht aus als Gewinn versteuerten Reserven erfolgen (al. 4 bzw. lit. d) sowie offene 

und verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründete Zuwen-

dungen an Dritte (al. 5 bzw. lit e), und den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen 

Erträgen, mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne (lit. c bzw. 

Ziff. 3).  

b) aa) Gemäss Bundesgericht liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung dann 

vor, wenn kumulativ folgende drei Voraussetzungen erfüllt sind: (i) Es wird eine Leistung 

ausgerichtet, der keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht, sodass sich die 

Leistung als Entnahme von Gesellschaftsmitteln, in einer Verminderung des durch die 

Gewinn-  und  Verlustrechnung  ausgewiesenen  Geschäftsergebnisses  auswirkt.  (ii)  Mit 

der Leistung wird ein Anteilsinhaber (oder eine ihm nahestehende Person) begünstigt, 

d.h. die Leistung wird direkt oder indirekt zugehalten, wobei anzunehmen ist, dass die 

Leistung  unterblieben  oder  wesentlich  geringer  wäre,  wenn  der  Begünstigte  eine  der 

Gesellschaft fernstehende Person wäre, die Leistung also insofern ungewöhnlich ist und 

sich nicht mit sachgemässem Geschäftsgebaren vereinbaren lässt. (iii) Das Missverhält-

nis von Leistung und Gegenleistung muss für die handelnden Organe erkennbar gewe-

sen sein, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Begünstigung beabsichtigt 

war (Oesterhelt/Mühlemann/Bertschinger, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuer-

recht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 4. A., 2022, Art. 58 N 56 DBG, mit 

Hinweisen).  

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bb) Der Empfänger der verdeckten Gewinnausschüttung muss somit entweder 

ein Anteilsinhaber an der (verdeckt) ausschüttenden Gesellschaft sein oder zumindest 

zu einer solchen Person nahestehend sein. Der Grund für die geldwerten Vorteile, wel-

che die Empfänger erhalten, liegt dabei nicht in der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, 

sondern im Beteiligungsverhältnis. Empfangen alle Gesellschafter eine Leistung, deren 

geschäftsmässige Begründetheit in Frage gestellt wird, spricht eine starke Vermutung 

für das Vorliegen einer verdeckten Gewinnausschüttung. Erhält dagegen nur ein Teil der 

Gesellschafter oder nur einer, welcher nicht selbst Hauptaktionär ist, eine solche Leis-

tung, erscheint eine verdeckte Gewinnausschüttung als fraglich. Diesfalls muss zusätz-

lich die Beherrschungsmöglichkeit der bzw. des Begünstigten gegenüber der leistenden 

Gesellschaft geprüft werden. Sowohl die herrschende Lehre als auch das Bundesgericht 

vertreten die Meinung, dass zusätzlich zur Gesellschafterstellung eine massgebliche Be-

herrschung des Gesellschafters auf das Unternehmen vorliegen muss, damit der Tatbe-

stand einer verdeckten Gewinnausschüttung erfüllt ist. Die massgebliche Beherrschung 

ist dabei von der massgeblichen Beteiligung zu unterscheiden. Das Bundesgericht hat 

entschieden,  dass  auch  Minderheitsbeteiligte  oder  gar  Nichtgesellschafter  mit  Organ-

stellung einen entscheidenden Einfluss auf das Unternehmen haben können, wenn be-

sondere  Umstände  vorliegen.  Das  Bundesgericht spricht  ebenfalls  von  einer massge-

benden  Beherrschung,  wenn  die 

leistende  Gesellschaft  mittelbar  durch  eine 

zwischengeschaltete Gesellschaft beherrscht wird. Das heisst, der Leistungsempfänger 

beherrscht die leistende Gesellschaft indirekt über die unmittelbar gehaltene Mutterge-

sellschaft, und wird steuerrechtlich so betrachtet, als ob er die leistende Tochtergesell-

schaft  selbst  beherrschen  würde.  Das  Tatbestandsmerkmal  der  Gesellschaftereigen-

schaft wird somit durch das Kriterium der massgeblichen Beherrschung ergänzt, wobei 

diese Beherrschung mehr qualitativer als quantitativer Natur ist. Die kapitalmässige Be-

herrschung  allein  ist  gemäss  Bundesgericht  grundsätzlich  unerheblich,  stellt  aber  im-

merhin ein gewichtiges Indiz dar, dass das Gesellschafterverhältnis das Motiv einer ver-

deckten Gewinnausschüttung ist (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum 

DBG, 4. A., 2023, Art. 20 N 169 DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 

2021, § 20 N 177 StG). Die massgebliche Beherrschung ist von der massgeblichen Be-

teiligung zu unterscheiden. Das Bundesgericht hat entschieden, dass auch Minderheits-

beteiligte oder gar Nichtgesellschafter mit Organstellung einen entscheidenden Einfluss 

auf  das  Unternehmen  haben  können,  wenn  besondere  Umstände  vorliegen,  und  der 

Minderheitsbeteiligte oder Nichtgesellschafter so in der Gesellschaft eine beherrschende 

Stellung einnimmt. Solche Situationen liegen vor, wenn sich Minderheitsaktionäre, z.B. 

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durch Abschluss eines Aktionärbindungsvertrages, zusammenschliessen und dadurch 

einen  massgeblichen  Einfluss  auf  die  Aktiengesellschaft  ausüben  können,  oder  wenn 

der  Minderheitsaktionär  eine  Schlüsselstellung  im  Verwaltungsrat  einnimmt  (Oester-

helt/Mühlemann/Bertschinger, Art. 58 N 90 DBG).  

cc) Als nahestehende Dritte sind somit natürliche oder juristische Personen zu 

bezeichnen,  die  zum  beherrschenden  Gesellschafter  wirtschaftliche  oder  persönliche 

enge Verbindungen besitzen. Dabei begründet der Umstand, dass der Dritte eine aus-

sergewöhnliche Leistung empfängt, allein noch keine derartige Verbindung zum Gesell-

schafter. Vielmehr ist eine zusätzliche, objektiv feststellbare Beziehung zu diesem wie 

Freundschaft,  Verwandtschaft,  geschäftliche  Beziehung  usw.  erforderlich  (Richner/ 

Frei/Kaufmann/Rohner, Art. 20 N 177 DBG und § 20 N 184 StG). Die Ungewöhnlichkeit 

einer Leistung (insbesondere das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung 

im  Drittvergleich)  ist  lediglich  ein  Indiz  (neben  anderen),  dass  die  geldwerte  Leistung 

aufgrund  persönlicher  Merkmale,  insbesondere  einer  engen  Beziehung  zwischen  Ge-

sellschaft  oder  Beteiligungsinhaber  und  dem  begünstigten  Dritten  erbracht  worden  ist 

(Oesterhelt/Mühlemann/Bertschinger, Art. 58 N 110 DBG, mit Verweis auf BGr, 19. No-

vember 2012, 2C_414/2012, E. 6.1). Das Bundesgericht verlangte zunächst keinen di-

rekten Beweis der Nahestehendeneigenschaft; vielmehr dürfe die Steuerverwaltung ver-

mutungsweise davon ausgehen, dass die Leistung zu Gunsten des Aktionärs oder einer 

nahestehenden Drittperson erbracht wurde, wenn sich dieser Schluss gebieterisch auf-

drängt und eine andere Erklärung für die Vorgänge nicht zu finden ist (BGE 119 Ib 431 

E. 3b). Diese extensive Auslegung der Nahestehendeneigenschaft wurde in der Lehre 

scharf kritisiert. Das Bundesgericht hat dies erkannt und festgehalten, dass die Voraus-

setzungen aller Elemente einer verdeckten Gewinnausschüttung "an sich" von der Steu-

erbehörde darzutun sind. Die Steuerbehörde müsse die Art des Nahestehens mit Hilfe 

der steuerpflichtigen Person aufzeigen oder zumindest glaubhaft machen, bevor auf eine 

geldwerte  Leistung  geschlossen  werden  könne  (Oesterhelt/Mühlemann/Bertschinger, 

Art. 58 N 103 DBG, mit Verweis auf BGr, 9. September 2009, 2C_377/2009, E. 3.4). 

dd) Die Vorgänge, bei denen eine verdeckte Gewinnausschüttung zu beurteilen 

ist, zeichnen sich regelmässig dadurch aus, dass zwei verschiedene Ebenen betroffen 

sind, nämlich zum einem die beherrschende Ebene und dann die beherrschte Ebene. 

Es liegen somit zwei verschiedene (Rechts- und) Steuersubjekte vor, die aber zumindest 

beteiligungsrechtlich,  häufig  aber  auch  noch  über  zusätzliche  Verträge  (Arbeits-, 

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Darlehensverträge usw.) eng miteinander verbunden sind. Die Konstellation ist dabei in 

vielen  Fällen  so,  dass  die  Veranlagung des  Beteiligungsinhabers  derart  eng  mit jener 

der Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft zusammenhängt, dass jeweils beide Ebe-

nen in die Überlegungen einzubeziehen sind. Das Bundesgericht spricht in diesem Zu-

sammenhang von zweidimensionalen Sachverhalten (Richner/Frei/Kauf-mann/Rohner, 

Art. 20 N 166 DBG und § 20 N 177 StG). Obwohl es bei einer verdeckten Gewinnaus-

schüttung i.d.R. um einen solchen zweidimensionalen Sachverhalt geht, ist in formeller 

Hinsicht aber zu beachten, dass die Feststellung der verdeckten Gewinnausschüttung 

in der  Veranlagung der Gesellschaft  noch  nicht als  rechtskräftige  Feststellung gegen-

über dem Beteiligungsinhaber zu erkennen ist, da nur das Dispositiv der Veranlagung in 

Rechtskraft erwächst und nicht die Begründung. Ein Aufrechnungsautomatismus (weil 

bei der Gesellschaft eine verdeckte Gewinnausschüttung aufgerechnet wurde, wird auch 

beim Empfänger der verdeckten Gewinnausschüttung eine Aufrechnung vorgenommen) 

besteht nicht. Daher ist es letztlich für die Besteuerung des Beteiligungsinhabers uner-

heblich, ob bei der Gesellschaft tatsächlich eine verdeckte Gewinnausschüttung erfasst 

wurde (ebenso wenig kommt es für die steuerrechtliche Erfassung auf Seiten der Ge-

sellschaft  darauf  an,  ob  der  geldwerte  Vorteil  beim  Beteiligungsinhaber  besteuert 

wurde). Das Fehlen eines Aufrechnungsautomatismus beruht auf der unterschiedlichen 

Beweislastverteilung: Während die Gesellschaft in erster Linie die geschäftsmässige Be-

gründetheit  von  geltend  gemachten  Aufwendungen  nachzuweisen  und  dementspre-

chend die Folgen zu tragen hat, wenn ihr dieser Nachweis nicht gelingt, ist es beim Be-

teiligungsinhaber genau umgekehrt. Hier hat die Steuerbehörde nachzuweisen, dass ein 

Zufluss  beim  Beteiligungsinhaber  erfolgt  ist.  Diesen  Beweis  wird  die  Behörde  in  aller 

Regel mit der (erfolgten) Aufrechnung bei der Gesellschaft antreten. Es ist dann am Be-

teiligungsinhaber,  den Gegenbeweis  anzutreten. Er muss,  wenn er  gleichzeitig Organ 

der Gesellschaft ist, Bestand und Umfang der verdeckten Gewinnausschüttung detailliert 

bestreiten.  Bei fehlender  oder  bloss  pauschaler Bestreitung  darf  die Veranlagungsbe-

hörde dagegen auch hinsichtlich des Aktionärs und Organs von der Richtigkeit der bei 

der Aktiengesellschaft rechtskräftig festgestellten verdeckten Gewinnausschüttung aus-

gehen. Gelingt der Gegenbeweis nicht, kommt es auch auf der Ebene des Beteiligungs-

inhabers  zur  Aufrechnung  der  geldwerten  Leistung  (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, 

Art. 20 N 175 f. DBG und § 20 N 182 f. StG). 

ee) Ein besonderes Problem ergibt sich in einem Konzern oder bei konzernähn-

lichen Konstrukten, in welchen die Beteiligungsverhältnisse weit verzweigt sind. Sehr oft 

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sind mehr als nur zwei Ebenen anzutreffen, mit entsprechenden Mutter-, Tochter-, En-

kel-, Urenkel-, Schwester-, Nichten-, Tanten- und Cousinengesellschaften, die letztlich 

alle durch dieselbe Gesellschaft(en) oder Person(en) gehalten und (möglicherweise) be-

herrscht werden. Die verschiedenen Gesellschaften bzw. die natürlichen Personen, die 

Beteiligungen halten, sind nicht immer im gleichen Kanton oder im gleichen Land ange-

siedelt und unterliegen damit unter Umständen verschiedenen Steuerhoheiten bzw. ver-

kehren mit unterschiedlichen Steuerbehörden bzw. innerhalb derselben Steuerverwal-

tung mit unterschiedlichen Steuerbeamten.  

Richtet eine Konzerngesellschaft nun einer anderen Konzerngesellschaft (jed-

welchen Verwandtschaftsgrades) einen verdeckten Vorteil aus, und steht bei der aus-

richtenden Gesellschaft nach eingehender Untersuchung fest, dass es sich – weil sich 

Konzerngesellschaften in der Regel stets alle vermutungsweise nahe stehen – um eine 

verdeckte Gewinnausschüttung handelt, so ist damit noch nicht gesagt, wer genau die 

Empfängerin bzw. wer der Empfänger der Leistung sein soll. In Frage kommt dabei ei-

nerseits (falls es sich nicht um eine Gesellschaft mit weit verstreutem Aktionariat handelt) 

aufgrund der Dreieckstheorie die natürliche Person, die über das gesamte (Firmen-)Im-

perium herrscht (nach Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG oder – falls die 

Beteiligungen  zum Geschäftsvermögen gehören  –  nach  Art.  18  DBG  bzw.  §  18  StG). 

Anderseits kann dieselbe verdeckte Gewinnausschüttung mit ähnlicher Argumentation 

innerhalb  des  Konzerns  auch  einer  oder  mehreren  anderen,  die  ausrichtende  Gesell-

schaft beherrschenden Mutter-, Grossmutter- bzw. Urgrossmuttergesellschaften zuge-

rechnet werden, denn Letztere dürften der empfangenden Gesellschaft in der Regel auf-

grund  des  (wenn  auch  u.U.  entfernten)  Verwandtschaftsverhältnisses  ebenfalls  nahe 

stehen.  

Es ist offensichtlich, dass Konflikte vorprogrammiert sind, insbesondere wenn 

verschiedene  Kantone  bzw.  Länder  oder  auch  nur  verschiedene  Steuerkommissäre 

bzw.  Steuerkommissärinnen  sich  die  (leistungsempfangenden)  Steuersubjekte  nach 

Gutdünken aussuchen können. Immerhin können die Steuerfolgen, je nachdem welche 

in Frage kommende Person in Anspruch genommen wird, erheblich von einander ab-

weichen: Natürliche Personen unterliegen progressiven Steuertarifen. Die Steuertarife 

und -füsse der involvierten Gemeinden und Kantone weichen erheblich voneinander ab. 

Dass dieselbe Leistung nicht zwei Mal besteuert werden darf, leuchtet ohne Weiteres 

ein, denn ein und dieselbe Leistung kann notwendigerweise nur einer einzigen Person 

2 DB.2023.34 
2 ST.2023.42 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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zugerechnet  werden  bzw.  nur  einer  einzigen  Person  zufliessen;  ebenso  liegt  auf  der 

Hand, dass der Steuerertrag nicht jenem Gemeinwesen zukommen darf, das (zufälliger-

weise oder gar mit Absicht) schneller reagiert. Schliesslich geht es nicht an, dass eine 

Behörde,  nur  weil  die  Besteuerung  der  Leistung  im  Verfahren  der  einen Empfängerin 

nicht gelingt, sich alsdann im Konzern ein weiteres "Opfer" aussucht und ihr Glück dort 

versucht.  Um  eine  allgemeingültige  Regel  aufzustellen,  ist  die  Frage  zu beantworten, 

welcher Empfänger bzw. welche Empfängerin der ausrichtenden Gesellschaft denn nä-

her ist: Deren direkte Muttergesellschaft, eine zwischengeschaltete Gesellschaft auf ei-

ner höheren Ebene oder die alles beherrschende Eigentümerin (natürliche Person oder 

beherrschende  Konzernmutter, falls  deren  Aktien  im  Streubesitz  sind). Richtigerweise 

ist als "nahestehendste Person" diejenige Person ins Recht zu fassen, die die Fäden in 

der Hand hält und auf deren Geheiss hin und in deren Interesse die fragliche nicht dritt-

konforme  Transaktion  vorgenommen  wurde.  Dies  dürfte  bei  personenbezogenen  Fir-

menkonstrukten in der Regel die oberste Ebene des Inhabers bzw. der Inhaberin und 

damit  der  natürlichen  Person  betreffen.  Die  Steuerbehörde  ist  demnach  in  der  Regel 

gehalten, sich, sofern Letztere nicht im Ausland wohnhaft ist, an diese und nur diese zu 

halten – und nicht an mehr oder weniger willkürlich ausgewählte Konzern(zwischen-)ge-

sellschaften. So ist nicht zuletzt sichergestellt, dass im Rahmen des Steuerbezugs auf 

das gesamte beim Eigentümer des Konzerns liegende Haftungssubstrat gegriffen wird, 

ungeachtet dessen, wo das (verwertbare) Vermögen sich in einem Firmengeflecht bzw. 

im weiterverzweigten Konzern genau verbirgt.  

2. a) Als umspannende Klammer, welche nach Ansicht des kantonalen Steuer-

amts das Nahestehendenverhältnis zwischen der Tochter der Pflichtigen (C AG) und der 

W SA begründen soll, wird vom kantonalen Steueramt die natürliche Person G aufge-

führt. Nach der eben formulierten Regel wäre die verdeckte Gewinnausschüttung durch 

die  erwähnte  unterpreisliche  Veräusserung  des  Aktienpakets  an  der  Pflichtigen  dem-

nach – in welchem Umfang auch immer – ihm und nur ihm zugeflossen. Ein doppelter 

bzw.  mehrfacher  Einkommenszufluss  derselben  verdeckten  Gewinnausschüttung  bei 

verschiedenen  Rechtsträgern  ist  ausgeschlossen,  weshalb  eine  Aufrechnung  bei  der 

Pflichtigen  oder  bei  anderen  prima  vista  in  Frage  kommenden  (sich  nahestehenden) 

Konzerngesellschaften nicht in Frage kommt. Das kantonale Steueramt ist denn auch 

richtig vorgegangen, indem es das Thema der verdeckten Gewinnausschüttung auf der 

obersten  Ebene  im  persönlichen  Veranlagungsverfahren  von  G  unter  dem  Titel  von 

2 DB.2023.34 
2 ST.2023.42 

 
 
 
 
 
 
 
 
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Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG thematisierte und nach Erkundigungen 

bei  der  federführenden Schwyzer  Steuerbehörde  aufgrund  der  unklaren  Beteiligungs-

verhältnisse zum nachvollziehbaren Schluss kam, es fehle am Kriterium des Naheste-

hendenverhältnisses bzw. am notwendigen Grad der Beherrschung aller beteiligten ju-

ristischen  Personen  durch  G.  Das  Rechtsmittel  ist  nur  schon  aus  diesem  Grund 

gutzuheissen, was dazu führt, dass die durch das kantonale Steueramt vorgenommene 

Aufrechnung der Kaufpreisdifferenz rückgängig zu machen ist.  

b)  Die  Steuerverwaltung  des  Kantons  Schwyz  und  das  kantonale  Steueramt 

haben eine eingehende Untersuchung zum Aktionariat der W SA nie durchgeführt, wes-

halb im Dunkeln bleibt, welche Eigentümer denn überhaupt in überwiegendem Masse 

vom  aktenkundigen  unterpreislichen  Aktienverkauf  profitiert  haben  könnten.  Verwal-

tungsrat G konnte aus der Transaktion – wenn überhaupt – einen persönlichen Vorteil 

höchstens im Umfang von 17% bzw. rund Fr. 15'000.- der Kaufpreisdifferenz von rund 

Fr. 90'000.- ziehen und hätte im Zuge der Transaktion überdies 71% der wirtschaftlich 

an der C AG teilhabenden anderen Aktionäre um immerhin insgesamt rund Fr. 65'000.- 

geprellt.  

Den  Akten  bzw.  den  Ausführungen  des  kantonalen  Steueramts  lassen  sich 

keine Hinweise dafür entnehmen, der fragliche Verkauf habe vornehmlich dem Zweck 

gedient, dem Firmeninhaber G verdeckt Gewinne einer oder mehrerer durch ihn gehal-

tenen  Firmen  auszuschütten.  Für  die  unterpreisliche  Veräusserung  von  Aktiven  sind 

viele andere Gründe, auch unlautere, denkbar, die mit einer direkten Gewinnausschüt-

tung an den Beteiligungsinhaber der involvierten Firmen nichts zu tun haben. In Frage 

kommen z.B. Massnahmen zur Gewinnung von Kunden (Marketing), die Entschädigung 

von Gegengeschäften jeglicher Art, die durchaus im Geschäftsinteresse der C AG und 

aufgrund eines unabhängigen Entscheids durch dessen einzelzeichnungsberechtigten 

Verwaltungsrat V vorgenommen worden sein könnten. Denkbar ist schliesslich schlicht 

und einfach auch die Annahme, es handle sich um eine im Wirtschaftsalltag täglich vor-

kommende,  im  damaligen  Kontext  plausibel  erscheinende  unternehmerische  Fehlent-

scheidung.  

Wie gesehen sind jedenfalls die Steuerbehörden gehalten, die Umstände sub-

stantiiert darzutun, die eine Transaktion, die dem Drittvergleich nicht standhält, als ein 

Geschäft  zwischen  Nahestehenden  erscheinen  lassen.  Von  einem  unterpreislichen 

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2 ST.2023.42 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Verkauf  allein  automatisch  auf  ein  Nahestehendenverhältnis  zu  schliessen,  verbietet 

sich nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts. Die Steuermeldung durch 

die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, es sei eine verdeckte Gewinnausschüttung 

an die Muttergesellschaft der C AG festgestellt worden, führt zudem vorliegend gerade 

nicht dazu, dass G bzw. die Pflichtige den Sachverhalt substantiiert bestreiten müssten, 

denn eine rechtskräftige Aufrechnung einer verdeckten Gewinnausschüttung konnte wie 

oben dargelegt im Verfahren der C AG gar nicht erst vorgenommen werden, gegen die 

sich diese hätte wehren können: Es resultierte trotz der (angeblichen) verdeckten Ge-

winnausschüttung ein steuerbarer Gewinn von Fr. 0.-, eine Anfechtung wäre unweiger-

lich am mangelnden Rechtsschutzinteresse gescheitert. Der Begründung des Veranla-

gungsentscheids im Kanton Schwyz bzw. der Steuermeldung kommt deshalb vorliegend 

keine weitere verfahrensrelevante Bedeutung zu.  

Das kantonale Steueramt hat sich ausdrücklich dagegen verwahrt, den Sach-

verhalt  weiter  zu untersuchen.  Eine  weitere  Untersuchung durch das  Steuerrekursge-

richt drängt sich aufgrund der vorliegenden Akten nicht auf. 

3. Nach alledem sind Rekurs und Beschwerde vollumfänglich gutzuheissen. Die 

Kosten sind dem unterliegenden Beschwerde- und Rekursgegner aufzuerlegen (Art. 141 

Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). Eine Parteientschädigung wurde nicht verlangt und 

steht der nicht durch Dritte vertretenen Pflichtigen ohnehin nicht zu.  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin wird für die direkte Bun-

dessteuer,  Steuerperiode  1.1.  -  31.12.2017,  mit  einem  steuerbaren  Gewinn  von 

Fr. 6'600.- (Steuersatz 8,5%) veranlagt. 

Das steuerlich massgebende Eigenkapital der Steuerperiode 1.1. - 31.12.2017 be-

trägt Fr. 796'000.- (Art. 131 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

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2 ST.2023.42 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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2.  Der Rekurs wird gutgeheissen. Die Rekurrentin wird für die Staats- und Gemeinde-

steuern,  Steuerperiode  1.1.  -  31.12.2017,  mit  einem  steuerbaren  Reingewinn  von 

Fr. 6'600.-  (Gewinnsteuersatz  8,0%)  und  einem  steuerbaren  Eigenkapital  von 

Fr. 796'000.- (Kapitalsteuersatz 0,75‰) eingeschätzt. 

[…] 

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2 ST.2023.42