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**Case Identifier:** e0871860-111a-5d86-9543-4dd9e84431dc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.04.2025 200 2024 790
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-790_2025-04-01.pdf

## Full Text

IV 200 2024 790 
FRC/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. April 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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Sachverhalt:

A.

Der 1977 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwer-
deführer), geboren im … (Schweizer Bürgerrecht seit dem TT. Mai 2007), 
ohne berufliche Ausbildung und ab dem 1. April 2007 als selbstständiger … 
tätig, war bei der C.________ gegen die Folgen von Berufs- und Nichtbe-
rufsunfällen versichert, als er am 6. August 2012 von einer Leiter fiel und 
auf den Rücken stürzte. Die C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht, 
gewährte Heilbehandlungen und richtete Taggelder aus. Mit Verfügung 
vom 28. Mai 2013 stellte sie die Versicherungsleistungen im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 6. August 2012 per 31. Mai 2013 ein. Die da-
gegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 31. Juli 2013 ab. 
Der Einspracheentscheid blieb unangefochten (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin; act. II] 1 i.V.m. 7.1/1 ff.). 

B.

Im Dezember 2013 meldete sich der Versicherte mit Verweis auf die Fol-
gen des Ereignisses vom 6. August 2012 (eingeklemmter Nerv in der Wir-
belsäule) bei der IVB zum Leistungsbezug an (act. II 1). Nach medizini-
schen und beruflichen Abklärungen verneinte diese mit Verfügung vom 
27. April 2015 (act. II 52) bei einem Invaliditätsgrad von 22 % den Anspruch 
auf eine Invalidenrente. Die dagegen erhobene Beschwerde (act. II 54/3) 
wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil IV 200 2015 490 
vom 7. September 2016 (act. II 58) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad 
von 15 % ab. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

C.

Im Oktober 2021 (act. II 60) meldete sich der Versicherte mit Verweis auf 
ein seit dem 28. April 2021 bestehendes Lungenleiden erneut bei der IVB 
zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 1. Februar 2022 (act. II 66) 

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und der Begründung, der Versicherte habe eine wesentliche Veränderung 
der beruflichen und medizinischen Situation seit der Leistungsablehnung 
am 27. April 2015 nicht glaubhaft dargelegt, trat die IVB auf das erneute 
Leistungsgesuch nicht ein. Die Verfügung blieb unangefochten.

D.

Gemäss der Schadenmeldung UVG vom 16. August 2022 (act. II 107.5) er-
litt der Versicherte am 5. August 2022 bei einem Treppensturz eine Stau-
chung der Wirbelsäule. Im März 2023 (act. II 69) reichte dieser zusammen 
mit seinem behandelnden Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, und dem Hinweis, in den letzten Jahren mehre-
re Arbeitsunfälle erlitten zu haben und unter erheblichen Rückenschmerzen 
zu leiden, bei der IVB ein erneutes Leistungsbegehren ein. Nachdem der 
Versicherte die hierauf erfolgte Aufforderung der IVB, eine erhebliche Ver-
änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung glaub-
haft zu machen, ansonsten auf das Leistungsbegehren nicht eingetreten 
werde (act. II 70), bei der Schweizerischen Post nicht abgeholt (act. II 71/1) 
und auf die erneute Zustellung vom 31. März 2023 (act. II 72) ebenfalls 
nicht reagiert hatte, stellte ihm die IVB mit Vorbescheid vom 24. April 2023 
(act. II 73) in Aussicht, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten. Nach 
dagegen vom Versicherten zusammen mit Dr. med. D.________ erhobe-
nem Einwand unter Verweis auf ein im August 2022 erlittenes Unfallereig-
nis (act. II 74) forderte die IVB den Versicherten auf, weitere medizinische 
Akten einzureichen (act. II 76), was dieser im Juni 2023 tat (act. II 77). In 
der Folge trat die IVB auf das Leistungsgesuch ein und tätigte medizinische 
und erwerbliche Abklärungen. Insbesondere holte sie beim Abklärungs-
dienst einen Abklärungsbericht von der E.________ GmbH vom 21. August 
2024 (act. II 124) und beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine Ak-
tenbeurteilung vom 22. April 2024 (act. II 119) ein. Mit Vorbescheid vom 
27. August 2024 (act. II 125) stellte sie in Aussicht, bei Invaliditätsgraden 
von 17 % ab dem 8. August 2023 und 26 % ab dem 1. Januar 2024 einen 
Rentenanspruch zu verneinen. Nach dagegen vom Versicherten alleine 
(act. II 126) sowie zusammen mit Dr. med. D.________ (act. II 129) erho-

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benen Einwänden entschied die IVB mit Verfügung vom 28. Oktober 2024 
(act. II 130) dem Vorbescheid vom 27. August 2024 entsprechend. 

E.

Mit Eingabe vom 26. November 2024 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2024 sei auf-
zuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwerdeführer ei-
ne angemessene Invalidenrente auszurichten.

3. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit sie nach Vornahme weiterer Abklärungen neu verfüge.

– Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezem-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 

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(Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 28. Oktober 2024 
(act. II 130). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-

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der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 
2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

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2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom März 2023 
(act. II 69) eingetreten (act. II 78). Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig 
– vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

3.2

3.2.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der Verfügung vom 27. April 2015 (act. II 52), mit welcher der Anspruch des 
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 
22 % abgelehnt worden war, und der hier angefochtenen Verfügung vom 
28. Oktober 2024 (act. II 130) zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnis-
sen eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. E. 
2.4.2). 

Die Verfügung vom 1. Februar 2022 (act. II 66), mit welcher eine Glaubhaft-
machung einer Veränderung seit der Verfügung vom 27. April 2015 
verneint und auf die Neuanmeldung vom Oktober 2021 (act. II 60) nicht 
eingetreten wurde, stellt keine Vergleichsbasis dar, erfolgte doch keine 

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umfassende Überprüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer 
medizinischer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung 
eines Einkommensvergleichs (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114).

3.2.2 Die Verfügung vom 27. April 2015 (act. II 52) stützte sich in medizi-
nischer Sicht im Wesentlichen auf das bei Dr. med. F.________, Fachärztin 
für Neurochirurgie, eingeholte neurochirurgische Gutachten vom 12. Sep-
tember 2014 (act. II 37.2). Darin diagnostizierte diese ein chronifiziertes 
zervikales und zervikobrachialgieformes Schmerzsyndrom links mit/bei 
Halswirbelsäulen (HWS) -Fehlform/-haltung und degenerativen HWS-
Veränderungen. Dem Beschwerdeführer seien körperlich leichte bis körper-
lich mittelschwere (der Anteil mittelschwerer Arbeit sei mit 50 % begrenzt) 
wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von achtein-
halb Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche bei dabei bestehender 
verminderter Leistungsfähigkeit von 10 bis maximal 20 % zumutbar. Aus-
geschlossen seien körperlich schwer und ständig sowie häufig/überwie-
gend körperlich mittelschwere Verrichtungen, die Lendenwirbelsäule (LWS) 
statisch belastende Tätigkeiten, Arbeiten mit Haltungs- und Positionsmono-
tonien der LWS, Betätigungen in Zwangshaltungen der LWS (vornüberge-
neigte Tätigkeiten), Arbeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen der 
LWS, Verrichtungen mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan. 
Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 15 kg, repetitiv mit 
10 kg, limitiert. Gemäss diesem positiven und negativen Leistungsbild sei 
dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit mit Einschränkungen noch 
zumutbar und zwar in einem zeitlichen Rahmen von viereinhalb Stunden 
pro Tag an fünf Tagen die Woche bei dabei bestehender 10 % verminder-
ter Leistungsfähigkeit (S. 21 ff.). 

Die anlässlich der Begutachtung im Jahr 2014 am 14. Juli 2014 angefertig-
ten radiologischen Bilder der LWS ergaben folgenden Befund 
(act. II 37.2/12):

"Streckhaltung. Korrektes Alignement. In den Funktionsaufnahmen normale 
Beweglichkeit. Keine AP für Instabilität. Leichtgradige Osteochondrose der 
gesamten LWS mit zirkulärem disc bulging, kleinem Anulus fibrosus-Riss 
L2/3 dorsomedian und L5/S1links mediolateral. Keine neurokompressive 
DH. Leichtgradige Spondylarthrose. V.a. Hämangiom LWK4. Keine relevan-
te Einengung des Spinalkanals und der Neuroforamina. Conus medullaris 
o.B."

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Demgegenüber ergaben die bildgebenden Aufnahmen der LWS und der 
ISG vom 3. November 2022 folgenden Befund (act. II 97):

"Lumbale Diskopathie mit Akzentuierung im Segment LWK 3/4 mit zirkumfe-
renter Diskusprotrusion und zusätzlicher kleiner medianer Hernie. Konseku-
tive hochgradige Spinalkanalstenose. Zudem auch etwas enge Verhältnisse 
rezessal im Segment LWK 4/5 bei insbesondere hypertropher Spondylar-
throse, wobei eine Wurzeltangierung möglich ist. Jedoch kein Anhalt für eine 
Wurzelkompression."

Aufgrund der sich aus dem Vergleich dieser Befunde ergebenden Verände-
rungen, dem Unfallereignis aus dem Jahr 2019 (Sturz von einem Gerüst 
mit Exazerbation der vorbestehenden Nackenschmerzen; act. II 74/2) bzw. 
insbesondere dem Treppensturz vom 5. August 2022 mit Stauchung der 
Wirbelsäule (vgl. etwa act. II 107.5) und den Ausführungen des RAD, wo-
nach gestützt auf die Akten nachvollziehbar ausgeprägte degenerative Ver-
änderungen der Wirbelsäule mit Auswirkung auf die Belastbarkeit von LWS 
und HWS vorlägen, eine Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule ausgewiesen 
sei, was im Zumutbarkeitsprofil zu berücksichtigen sei, und seit dem Ereig-
nis vom 12. August 2022 eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit 
von 20 % oder mehr bestehe (vgl. RAD-Aktenbeurteilung vom 22. April 
2024 [act. II 119]), ist eine erhebliche Änderung des medizinischen Sach-
verhalts seit der Verfügung vom 27. April 2015 (act. II 52) und damit ein 
Revisionsgrund ausgewiesen, so dass eine freie Prüfung des Rentenan-
spruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 2.4.4 hiervor). 

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 2024 (act. II 130) ba-
siert aus medizinischer Sicht im Wesentlichen auf den Aktenbeurteilungen 
von Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates vom RAD, vom 30. Oktober 2023 
(act. II 91) und vom 22. April 2024 (act. II 119).

3.3.1 In der RAD-Aktenbeurteilung vom 30. Oktober 2023 (act. II 91) stell-
te Dr. med. G.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende 
Diagnosen:

- chronische Beschwerden seitens der LWS bei Bandscheibenvorfall 
L3/4 und Spondylarthrose 

- chronische Beschwerden seitens der HWS 

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Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Adipositas (BMI 
von 32.7), eine Dyslipidämie sowie ein Verdacht auf ein obstruktives 
Schlafapnoesyndrom. Begründend für das aktuelle Leistungsgesuch aus 
dem Jahr 2023 würden durch den Hausarzt Dr. med. D.________ im Be-
richt vom 13. Mai 2023 (act. II 74) Verschlechterungen im Bereich der LWS 
nach zwei weiteren Unfällen im Jahr 2019 sowie zuletzt im August 2022 bei 
Treppensturz angegeben. Berichte der C.________ lägen hierzu im Dossi-
er nicht vor, obgleich laut Hausarzt eine Unfallmeldung erfolgt sei. Spezia-
lärztlich würden die panvertebralen Beschwerden als chronifiziert mit Ver-
dacht auf Symptomausweitung betrachtet und nun vor allem seitens der 
LWS auf degenerative Veränderungen mit Bandscheibenvorfall und Spon-
dylarthrose zurückgeführt. Entsprechend den Ausführungen von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, im Bericht vom 9. Oktober 2023 (act. II 89) bestehe 
eine gegenüber dem neurochirurgischen Gutachten vom 12. September 
2014 (act. II 37.2) reduzierte Leistungsfähigkeit nur noch für leichte Tätig-
keiten, hierin aber ganztägig mit einer Arbeitsfähigkeit von 100 %. Diese 
Einschätzung lasse sich anhand der Aktenlage nicht sicher nachvollziehen, 
da Selbige nur auf einer Aktenbeurteilung der letztmaligen Konsultation 
vom Dezember 2022 basiere. Hausärztlich und spezialärztlich werde ein 
verschlechterter Gesundheitszustand berichtet, der anhand der Aktenlage 
hinsichtlich einer möglichen versicherungsmedizinischen Auswirkung der-
zeit noch nicht beurteilt werden könne, da die angegebenen Beschwerden 
aktenanamnestisch zum grossen Teil gleichsam bereits zum Zeitpunkt der 
neurochirurgischen Begutachtung im Jahre 2014 bestanden hätten. Zumin-
dest schienen gemäss den vorliegenden Berichten keine massgeblichen 
Einflüsse aufgrund von psychischen, rheumatologischen oder internisti-
schen Erkrankungen vorzuliegen. Die Berichte und das Verhalten des Be-
schwerdeführers wiesen Inkonsistenten auf. Die von Dr. med. H.________ 
(eindringlich) empfohlene intensive physiotherapeutische Behandlung so-
wie auch wirbelsäulennahe Infiltrationen würden durch den Beschwerde-
führer abgelehnt. Weitere Termine bei Dr. med. H.________ oder anderen 
Spezialärzten hätten anscheinend nicht stattgefunden. Hierbei werde ein 
besonderer Leidensdruck nicht schlüssig dokumentiert. Im Bericht der 
Q.________ vom 4. Juli 2023 (act. II 86/6) werde erwähnt, dass der Be-
schwerdeführer wieder mit Fitness beginnen und Velofahren möchte, was 

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er aus Zeitgründen vernachlässigt habe. Dies werfe die Frage auf, ob in der 
Zwischenzeit ausreichend therapeutische Bemühungen seitens des Be-
schwerdeführers stattgefunden hätten. Auch scheine die bisherige orale 
Analgetikatherapie vor dem Hintergrund des Beschwerdevortrags insuffizi-
ent und ausbaufähig. Nachvollziehbar seien eine akute Beschwerdever-
schlimmerung mit lumbalen Schmerzen mit Ausstrahlung, welche vermut-
lich auf degenerative Veränderungen mit Bandscheibenverlagerung und bei 
Spondylarthrose zurückgeführt werden könnten. Nicht nachvollziehbar sei-
en jedoch Beschwerdedauer und -intensität hierbei, da diesbezüglich keine 
Verlaufsberichte vorlägen. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit 
von 20 % oder mehr bestehe seit dem Treppensturz am 12. August 2022. 
Die Prognose sei ungünstig für die Tätigkeit als … . Hinsichtlich einer an-
gepassten Tätigkeit lasse sich anhand der wenigen Berichte keine Aussage 
machen. Dr. med. G.________ empfahl, weitere Berichte der Behandler 
einzuholen und ihm alsdann das Dossier zur erneuten Beurteilung vorzule-
gen.

3.3.2 Im Nachgang zur Aktenbeurteilung von Dr. med. G.________ vom 
30. Oktober 2023 (act. II 91) holte die Beschwerdegegnerin weitere Akten 
ein:

Der behandelnde Hausarzt Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 10. Mai 2023 (act. II 107.3/7) ein chronisches lumbales und zervikales 
Schmerzsyndrom, akzentuiert nach Sturz am 5. August 2022. Weiter beste-
he ein Verdacht auf eine Symptomausweitung. Der Beschwerdeführer kön-
ne nur administrative Arbeiten in seinem … erledigen. Die Tätigkeit als … 
selber sei ihm wegen der Schmerzen nicht möglich (S. 2 Ziff. 5).

Dr. med. I.________, Facharzt für Rheumatologie, Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, stellte im von der Krankentaggeldversicherung in 
Auftrag gegebenen Untersuchungsbericht vom 26. Juni 2023 (act. II 107.2) 
folgende Diagnosen (S. 4):

- Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits
- Chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom beidseits

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Von den behandelnden Ärzten sei eine Symptomausweitung und eine 
Chronifizierung vermutet worden. Der Beschwerdeführer leide seit ca. 2012 
unter rezidivierenden Nackenbeschwerden, welche die Arbeitsfähigkeit als 
selbstständiger … mit Angestellten nur anfangs vorübergehend einschränk-
ten. Seit einem Sturzereignis im August 2022 beklage er neu aufgetretene 
lumbale Rückenschmerzen, teils mit nicht-dermatombezogenen Ausstrah-
lungen in beide Beine, dabei könnten klinisch keine sensomotorischen Aus-
fälle objektiviert werden. Dem Beschwerdeführer sei eine Arbeitsunfähigkeit 
von 80 % attestiert worden, wobei er die verbliebenen 20 % gemäss seinen 
Angaben für administrative Aufgaben und Aufsichtstätigkeiten auf … nutze. 
Bildgebend habe sich ein klar pathologischer Befund im MRI der LWS vom 
3. November 2022 gezeigt, namentlich eine deutliche Spinalkanalstenose 
bei L3/4. Dabei sei die Symptomatik nicht klar mit dem bildgebenden Be-
fund korrelierend. Die Schilderungen der Beschwerden durch den Be-
schwerdeführer seien nicht durchgehend konsistent und wie beschrieben 
könnten nur leichte Funktionsstörungen der LWS, aber keine sensomotori-
schen Ausfälle objektiviert werden. Darüber hinaus sei die Schilderung der 
tatsächlichen Arbeitstätigkeit nicht ganz konsistent. Der Beschwerdeführer 
habe über administrative Tätigkeiten und Aufsichtstätigkeiten einerseits 
sowie eine "nicht so gute Auftragslage" andererseits berichtet. Darüber 
hinaus habe er beschrieben, er habe bereits seit Auftreten der Nackenbe-
schwerden im Jahr 2012 die körperlichen Tätigkeiten teilweise "zurückge-
fahren" und vermehrt administrative und Aufsichtstätigkeiten ausgeübt. 
Gesamthaft werde daher die aktuelle Arbeitsunfähigkeit auf 50 % einge-
schätzt, dies in der Annahme, dass etwa die Hälfte der Tätigkeit einer nicht-
rückenbelastenden Arbeit entspreche. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei 
ab sofort ganztags zumutbar. Eine solche entspreche einer leichten Wech-
seltätigkeit mit nur leichter bis selten mittelschwerer Belastung der lumba-
len Wirbelsäule. Wiederholte Rumpfbeugen oder Arbeiten, welche repetitiv 
eine Rumpfextension erforderten, seien nicht zumutbar. Gewichte könnten 
bis 10 kg gehoben und getragen werden (S. 5 f.).

Im Verlaufsbericht vom 3. Dezember 2023 (act. II 109) diagnostizierte 
Dr. med. D.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Lungen-
erkrankung (Status nach residuellen Symptomen nach COVID-19-Infektion 
im April 2021, aktuell beschwerdefrei). Anzeichen für ein obstruktives 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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Schlafapnoe-Syndrom bestünden nicht (S. 2 Ziff. 3). Als weitere Erkran-
kungen lägen eine Dyslipidämie sowie eine Adipositas Grad I vor (Ziff. 4). 
Seit längerem bestehe ein chronifiziertes Leiden ohne Tendenz zur Besse-
rung (S. 3 Ziff. 9). Der Beschwerdeführer könne in seinem Betrieb nur ad-
ministrative Arbeiten und Überwachungsaufgaben ausführen. … seien nicht 
möglich (Ziff. 11).

Der behandelnde Physiotherapeut J.________ führte in seinem Bericht 
vom 1. Februar 2024 (act. II 114) aus, er hätte im Jahr 2012 den Beschwer-
deführer zum ersten Mal aufgrund eines zervikoradikulären Syndroms be-
handelt. Nach vier Serien hätte die Behandlung mit gewissen Restbe-
schwerden abgeschlossen werden können. Im Jahr 2020 hätte er den Be-
schwerdeführer nach einem Sturz auf die Beine für eine kurze Zeit behan-
delt. Nach weiteren Behandlungen im Jahr 2022 habe sich der Beschwer-
deführer im September 2022 abermals infolge eines Unfalls mit Distorsion 
der LWS gemeldet. Seither manifestierten sich immer wieder rezidivierende 
Beschwerden, teils lumbal teils zervikal.

Im Sprechstundenbericht der Q.________ vom 8. Februar 2024 
(act. II 117/2) wurde der Einsatz eines neuen Medikaments für eine Ge-
wichtsabnahme diskutiert. 

3.3.3 Dr. med. G.________ stellte in der Aktenbeurteilung vom 22. April 
2024 (act. II 119/4) folgende Diagnosen:

- Chronische Beschwerden seitens der LWS bei Bandscheibenvor-
fall L3/4 und Spondylarthrose mit konsekutiv hochgradiger Spi-
nalkanalstenose

- Chronisches zervikales Schmerzsyndrom beidseits ohne senso-
motorische Ausfälle

- Adipositas
- Dyslipidämie
- Intermittierende Dyspnoe

Plausibel lägen objektiviert ausgeprägte degenerative Veränderungen der 
Wirbelsäule mit Auswirkung auf die Belastbarkeit von LWS und HWS vor. 
Wenngleich bislang keine sensomotorischen Defizite, mithin keine Hinwei-
se auf eine Neurokompression, vorlägen, sei dennoch eine erhebliche Min-
derbelastbarkeit der Wirbelsäule ausgewiesen, was im Zumutbarkeitsprofil 
zu berücksichtigen sei. Die angestammte Tätigkeit sei in Gänze nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

-14-

zumutbar. Diese Beurteilung weiche von der vertrauensärztlichen Einschät-
zung der Krankentaggeldversicherung ab. Die im MRI der LWS vom No-
vember 2022 dokumentierten morphologisch-strukturellen Veränderungen 
passten zu den Beschwerden des Beschwerdeführers. Die körperlich for-
dernde handwerkliche Tätigkeit als … lasse im Arbeitsalltag keine adä-
quate Schonung und genügend Erholungszeiten bezüglich der Verteilung 
von "leichten" gegenüber "schweren" Arbeitsinhalten zu. Eine Arbeitsun-
fähigkeit von 20 % oder mehr bestehe nachvollziehbar seit dem Treppen-
sturz vom 12. August 2022. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit habe sich seit-
her nachvollziehbar gemäss den Attestierungen im Dossier entwickelt. Es 
sei von einer Progredienz auszugehen. Hinsichtlich der angestammten 
Tätigkeit als … bleibe die Prognose ungünstig. Diese sei unter Berücksich-
tigung der letzten RAD-Beurteilung und der seit dieser Stellungnahme neu 
im Dossier eigetroffenen medizinischen Berichte dem Beschwerdeführer 
nicht mehr zumutbar, da sie hinsichtlich der degenerativen Wirbelsäulenbe-
schwerden körperlich zu streng, nicht wechselbelastend und mit häufigen 
Zwangshaltungen verbunden sei. Der Einschätzung des Vertrauensarztes 
der Krankentaggeldversicherung hinsichtlich einer noch verbliebenen Rest-
leistungsfähigkeit von 50 % könne nicht gefolgt werden, da der noch relativ 
junge Beschwerdeführer im beruflichen Setting nicht über genügend Er-
holungsressourcen verfüge, um sich im Arbeitsalltag einer 5-Tage-Woche 
als … von den Stressoren für HWS und LWS zu erholen. Entsprechend 
bestehe aus Sicht des RAD dauerhaft eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
für diese Tätigkeit. Zumutbar seien körperlich leichte bis ausnahmsweise 
mittelschwer wechselbelastende Tätigkeiten ganztags über achteinhalb 
Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung. Zu vermeiden seien 
Zwangshaltungen des Kopfes und des Oberkörpers (z.B. längeres Verhar-
ren in vornübergeneigter Haltung, ob stehend oder sitzend), Arbeiten mit 
stereotypen Bewegungen der HWS, Tätigkeiten mit repetitiven Rotations-
bewegungen der HWS oder des Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im 
Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, 
repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Be-
steigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach 
vorne geneigter Haltung, repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im Be-
reich der LWS sowie unerwartete, asymmetrische Lasteneinwirkungen. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10 kg 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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gehoben und getragen werden. Eine solchermassen leidensgerecht ange-
passte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch ab 
dem 26. Juni 2023 möglich. Der RAD folge mit dieser Beurteilung in Bezug 
auf eine leidensangepasste Tätigkeit dem Vertrauensarzt der Krankentag-
geldversicherung nach dessen persönlicher Untersuchung des Beschwer-
deführers (act. II 107.2/5 f.; vgl. auch E. 3.5 hiernach). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 7, 
8C_131/2021 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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ten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug 
auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 
IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). Trotz dieser grundsätzlichen Be-
weiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 
Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem ge-
richtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger 
veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versiche-
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, 
so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Beste-
hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Ur-
teil des Bundesgerichts [BGer] 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 
2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 
S. 107).

3.5 Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. G.________ vom 30. Oktober 
2023 (act. II 91) und 22. April 2024 (act. II 119) erfüllen die 
Voraussetzungen der Rechtsprechung an eine medizinische 
Aktenstellungnahme und erbringen vollen Beweis. Dass der RAD-
Orthopäde auf eine klinische Exploration des Beschwerdeführers 
verzichtete, ist nicht zu beanstanden, konnte er sich aufgrund der 
vorhandenen Unterlagen doch ein lückenloses Bild verschaffen. Zudem 
geht es hier im Wesentlichen um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhalts (vgl. E. 3.4 hiervor). Mit den 
RAD-Berichten liegen überzeugende und schlüssige fachärztliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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Beurteilungen aus orthopädischer Sicht vor. Dr. med. G.________ kommt 
darin zum nachvollziehbaren Schluss, dass dem Beschwerdeführer die 
angestammte Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar ist, zumal diese Arbeit 
hinsichtlich der degenerativen Wirbelsäulenbeschwerde körperlich zu 
streng und nicht wechselbelastend ist und mit häufigen Zwangshaltungen 
verbunden ist, er jedoch seit dem 26. Juni 2023 (Datum des von der 
Krankentaggeldversicherung bei Dr. med. I.________ in Auftrag 
gegebenen Untersuchungsberichts [act. II 107.2]) körperlich leichte bis 
ausnahmsweise mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ganztags 
über achteinhalb Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung ausführen 
kann. Mit den beiden RAD-Aktenbeurteilungen liegen nachvollziehbare und 
schlüssige fachärztliche Beurteilungen vor, so dass darauf abzustellen ist. 
Die Vorbringen des Beschwerdeführers wie auch die übrigen Akten 
vermögen – wie nachfolgend dargelegt – keine auch nur geringen Zweifel 
an den RAD-Beurteilungen zu wecken:

Der RAD-Orthopäde Dr. med. G.________ geht in seiner Beurteilung vom 
22. April 2024 davon aus, dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätig-
keit als … nicht mehr zumutbar (act. II 119/6). Damit widerspricht er der 
von der Krankentaggeldversicherung bei Dr. med. I.________ eingeholten 
Stellungnahme "Plausibilisierung der Arbeitsunfähigkeit" vom 26. Juni 2023 
(act. II 107.2), welcher für die Tätigkeit als … eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % postuliert (act. II 107.2/5), aber nur auf den ersten Blick. Denn 
Dr. med. I.________ geht in seiner Beurteilung davon aus, dass diesbezüg-
lich etwa die Hälfte der angestammten Tätigkeit einer nicht-rückenbe-
lastenden Arbeit entspricht, d.h. auch er geht davon aus, dass körperlich 
schwere Arbeiten, welche der Tätigkeit als … inhärent sind, nicht mehr zu-
mutbar sind. Die von den beiden Ärzten erstellten Zumutbarkeitsprofile wi-
dersprechen sich denn im Wesentlichen auch nicht, weshalb diesbezüglich 
von einem stimmigen Bild auszugehen ist, zumal auch der behandelnde 
Spezialist Dr. med. H.________ betreffend eine leidensangepasste Tätig-
keit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % postuliert (vgl. Bericht vom 9. Oktober 
2023 [act. II 89/2 Ziff. 14]). In der Folge ist eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten Tätigkeit erstellt. Daran vermögen die übrigen 
medizinischen Berichte, insbesondere jene des behandelnden Hausarztes 
Dr. med. D.________ – wie nachfolgend dargelegt – nichts zu ändern.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

-18-

Die Eingaben und Berichte des behandelnden Hausarztes Dr. 
med. D.________ vom 6. März 2023 (act. II 67), 13. Mai 2023 (act. II 74), 
27. August 2023 (act. II 86) und 3. Dezember 2023 (act. II 109) lagen 
Dr. med. G.________ vor und wurden von diesem in seinen Beurteilungen 
berücksichtigt. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hat Dr. med. D.________ 
dabei mehrfach explizit angegeben, dass er diese nicht beurteilen kann 
(vgl. etwa act. II 86/4). Soweit eine leidensangepasste Tätigkeit betreffend, 
sind die besagten Dokumente deshalb nicht geeignet, Zweifel an der 
vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu we-
cken. Dr. med. D.________ selbst gibt keine Gründe für ein Abweichen 
davon an bzw. er selbst vermag es nicht, die Arbeitsfähigkeit in einer lei-
densangepassten Tätigkeit (anders) zu beurteilen. Vielmehr weist er darauf 
hin, dass auch – invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich unbeachtli-
che – soziokulturelle Faktoren einen starken Einfluss hätten, bzw. er macht 
keine Ausführungen, inwieweit eine leidensangepasste Tätigkeit dem Be-
schwerdeführer zumutbar ist. Ebenfalls enthalten die Eingabe von Dr. med. 
D.________ vom 13. Oktober 2024 an die Beschwerdegegnerin (act. II 
129) sowie die in der Beschwerde erwähnte (S. 5 Art. 3) und dieser beige-
legte Stellungnahme von Dr. med. D.________ an den Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers vom 25. November 2024 (Akten des Beschwerdefüh-
rers [act. I] 4) keine neuen medizinischen Erkenntnisse und sind in der Fol-
ge nicht geeignet, an der Beurteilung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten Tätigkeit Zweifel zu wecken. Die genannten 
"chronischen Schmerzen thorakal" (act. II 129/29), "chronischen Schmer-
zen, vor allem im Bereich des Nackens und des Schultergürtels aber auch 
im restlichen Rücken" und Nacken sind bereits den früheren medizinischen 
Berichten zu entnehmen und wurden bereits fachärztlich berücksichtigt 
bzw. gewürdigt. Weiter ist Dr. med. D.________ Hinweis auf das Ausblei-
ben einer Besserung trotz physiotherapeutischen Massnahmen zu relativie-
ren: Wie Dr. med. G.________ in seiner Beurteilung vom 22. April 2024 zu 
Recht darauf hinweist, bestehen vorliegend hinsichtlich der Angaben zur 
Frequenz der Physiotherapie Inkonsistenzen (act. II 119/5). Während der 
Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin angab, seit dem 
8. August 2022 zwei Mal pro Woche Physiotherapiesitzungen in Anspruch 
zu nehmen (act. II 99), gab er gegenüber von Dr. med. I.________ am 
26. Juni 2023 an, lediglich einmal pro Woche physiotherapeutische Mass-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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nahmen in Anspruch zu nehmen (act. II 107.2/2, 107.2/6), wobei es sich 
lediglich um (eher) passive Massnahmen handelt (vgl. auch Bericht von Dr. 
med. D.________ vom 27. August 2023 [act. II 86/4 Ziff. 7]). Der Wider-
spruch braucht jedoch nicht abschliessend aufgelöst zu werden. Denn be-
züglich der Therapieoption wurde in den Akten durchgehend von den be-
handelnden Spezialärzten (vgl. Beurteilungen der Dres. med. K.________, 
Facharzt für Neurochirurgie, vom 7. Dezember 2012 [act. II 7.1/49] und 
H.________ vom 20. Dezember 2022 [act. II 77/2]) eine Infiltration empfoh-
len, was der Beschwerdeführer aber jeweils ablehnte. Diesbezüglich legte 
Dr. med. G.________ in der Beurteilung vom 22. April 2024 (act. II 119/5) 
zu Recht dar, dass in Bezug auf den Leidensdruck nicht nachvollziehbar 
sei, warum der Beschwerdeführer solche relativ niederschwelligen Mass-
nahmen, welche eine gute Behandlungsoption für die geschilderten Be-
schwerden darstellten, ablehnt. Warum eine Verweistätigkeit nur zu 50% 
zumutbar sein sollte (act. I 4/2), wird von Dr. med. D.________ weder mit 
konkreten Befunden noch einer medizinischen Begründung untermauert. 
Schliesslich geht Dr. med. D.________ fehl in der Annahme, wenn er mit 
Verweis auf die fehlende Ausbildung des Beschwerdeführers davon aus-
geht, es kämen lediglich noch manuelle Tätigkeiten in Frage. Abgesehen 
davon, dass es sich dabei um ein invaliditätsfremdes Element handelt, hat 
der Beschwerdeführer als alleiniger Inhaber und Geschäftsführer der 
L.________ GmbH (vgl. hierzu Ausführungen unter E. 4.7 hiernach) neben 
den eigentlichen körperlichen schweren Arbeiten als … auch administrative 
Arbeiten und Aufsichtstätigkeiten, d.h. körperliche leichte Tätigkeiten, zu 
erledigen (vgl. etwa act. II 86/3 Ziff. 4, 107.2/5). 

Aufgrund des Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-
stellt, dass dem Beschwerdeführer schwere körperliche Arbeiten, wie er sie 
als … ausgeführt hat, nicht mehr zumutbar sind, er in einer körperlich leich-
ten bis ausnahmsweise mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit 
ganztags über achteinhalb Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung 
arbeitsfähig ist. Die Beschwerdegegnerin hat mit der Einholung der vollum-
fänglich beweiskräftigen Aktenbeurteilungen von Dr. med. G.________ 
vom RAD vom 30. Oktober 2023 (act. II 91) und 22. April 2024 (act. II 119) 
den medizinischen Sachverhalt hinreichend abgeklärt, zumal auch keine 
weiteren Einschränkungen, insbesondere keine psychischen Einschrän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

-20-

kungen, beklagt werden, welche weitergehende Abklärungen initiiert hätten 
(vgl. Bericht von Dr. med. M.________ vom 8. Januar 2014 [act. II 11/4 Ziff. 
1.7], von Dr. med. D.________ vom 8. Februar 2014 [act. II 16/5 Ziff. 1.7] 
und 3. Dezember 2023 [act. II 109/4 Ziff. 12]). 

3.6 Zusammenfassend überzeugen die Schlussfolgerungen von 
Dr. med. G.________ vom RAD. Der Sachverhalt ist liquid und in antizipier-
ter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 
2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4) kann – entgegen dem beschwerdeweise gestellten 
Eventualantrag (Einholung eines bidisziplinären orthopädisch-
neurochirurgischen Gutachtens [Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 2 
sowie S. 5]) – auf weitere Abklärungen verzichtet werden

4.

4.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend ge-
nau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statis-
tischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbil-
dung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 
Abs. 4 IVV). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls verdienen könnte 
(BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV Nr. 29 
S. 91, 9C_472/2020 E. 2.2).

Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung der inva-
lidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichsein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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kommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen 
kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zumeist auf-
grund der Einträge im Individuellen Konto (IK) bestimmt werden. Weist das 
bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnis-
mässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei 
auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsver-
dienst abzustellen (SVR 2023 IV Nr. 40 S. 135, 8C_396/2022 E. 3.2.2, 
2017 IV Nr. 6 S. 15, 9C_644/2015 E. 4.6.2).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Erwerbseinkommens nach Eintritt der Invali-
dität (Invalideneinkommen; Art. 16 ATSG) präsentierte sich die Rechtslage 
bis 31. Dezember 2023 folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 
IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige 
Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). So-
weit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich 
festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergän-
zend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (Ur-
teil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorge-
sehen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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4.2.2 Ab 1. Januar 2024 präsentiert sich die Rechtslage hinsichtlich des 
Invalideneinkommens wie folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 
IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige 
Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom statistisch bestimmten 
Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

4.3 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der 
Leistungsanmeldung vom März 2023 (act. II 69) September 2023. Zu 
diesem Zeitpunkt war das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG unter 
Berücksichtigung der seit dem Treppensturz vom 5. August 2022 
ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit (act. II 119/6) erfüllt. Demnach ist auf 
das Jahr 2023 hin ein erster Einkommensvergleich vorzunehmen.

4.4 Die Beschwerdegegnerin hat für die Bestimmung des 
Valideneinkommens die im IK-Auszug verbuchten Einkommen der Jahre 
2019-2021 herbeigezogen (act. II 123), zusätzlich die dementsprechenden 
Betriebsgewinne bzw. -verluste der L.________ GmbH der entsprechenden 
Jahre gemäss den Buchhaltungsabschlüssen (act. II 121.5 ff.) 
berücksichtigt, vom Gesamten einen Durchschnittswert berechnet und 
diesen an die Nominallohnentwicklung per 2023 bzw. 2024 angepasst, 
womit sie sowohl per 2023 als auch 2024 auf ein Valideneinkommen von 
Fr. 81'553.-- kam (act. II 124/6 Ziff. 6). Dieses Vorgehen wird vom 
Beschwerdeführer nicht bemängelt, erscheint jedoch aufgrund der 
Ausführungen unter E. 4.7 ff. hiernach zumindest als fraglich. Die Frage 
braucht jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden, da das von der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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Beschwerdegegnerin gewählte Vorgehen zu Gunsten des 
Beschwerdeführers ausfällt und so oder anders kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad vorliegt (vgl. E. 4.6 und 4.9 hiernach). 

4.5 Soweit das Invalideneinkommen betreffend, hat die Beschwerde-
gegnerin dieses gestützt auf statistische Werte (LSE 2022 Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Totalwert, Männer) auf Fr. 67'481.-- bestimmt, was 
unter Berücksichtigung der Ausführungen unter E. 4.7 ff. hiernach ebenfalls 
zumindest als fraglich erscheint. Auch diese Thematik braucht jedoch nicht 
abschliessend geklärt zu werden, da das Vorgehen der Beschwerdegegne-
rin – wie bereits bezüglich Valideneinkommen – für den Beschwerdeführer 
vorteilhafter ist und so oder anders kein rentenbegründender Invaliditäts-
grad resultiert. Nur der Vollständigkeit halber ist zu den vom Beschwerde-
führer gegen die Berechnung des Invalideneinkommens vorgenommenen 
Einwänden Stellung zu nehmen. Wie unter E. 3.5 hiervor dargelegt, ist der 
Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % und oh-
ne Einschränkung arbeits- und leistungsfähig. Damit besteht für die in der 
IVV seit 1. Januar 2022 vorgesehene Abzugsmöglichkeit vom statistisch er-
hobenen Einkommen wegen Teilzeitarbeit (vgl. Art. 26bis Abs. 3 IVV in der 
bis 31. Dezember 2023 gültigen Fassung bzw. Art. 26bis Abs. 3 Satz 2 IVV 
in der seit 1. Januar 2024 gültigen Fassung) mangels genügender Ein-
schränkung kein Raum. Sodann besteht auch kein weiterer Korrekturbedarf 
im Sinne der bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. dazu BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3; vgl. E. 4.1.2 in fine hiervor). Die medizinisch beding-
ten Einschränkungen wurden bereits mit der Einschätzung der funktionellen 
Leistungsfähigkeit durch den RAD-Arzt Dr. med. G.________ bzw. mit dem 
von ihm festgelegten Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt und 
dürfen daher nicht nochmals in die Bemessung mittels eines leidensbeding-
ten Abzugs einfliessen. Zudem rechtfertigt praxisgemäss eine Leistungs-
einschränkung bei einer ganztags ausübbaren Verweisungstätigkeit keinen 
Abzug vom Tabellenlohn. Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, 
"aufgrund des sehr einschränkenden Zumutbarkeitsprofils" dränge sich ein 
Abzug "geradezu" auf (vgl. Beschwerde S. 5 Art. 4), ist ihm nicht zu folgen. 
Zwar sind im Kompetenzniveau 1 bei den Männern auch Tätigkeiten ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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halten, die versicherte Personen wegen ihres medizinischen Zumutbar-
keitsprofils nicht mehr ausüben können, doch führt dies nicht dazu, dass 
grundsätzlich ein Tabellenlohnabzug vorzunehmen ist, weil dieses Kompe-
tenzniveau nicht nur (körperlich schwere) Hilfsarbeiten, sondern auch eine 
Vielzahl von leichten bis mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Entscheid des 
BGer vom 26. April 2018, 8C_699/2017, E. 3.3). Auch die übrigen Faktoren 
(Alter und Dienstjahre) vermögen keinen Abzug zu begründen. Da Hilfsar-
beiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeits-
markt altersunabhängig nachgefragt werden, wirkt sich der Faktor Alter 
nicht (zwingend) lohnsenkend, sondern im Kompetenzniveau 1 sogar loh-
nerhöhend aus (Urteil des BGer 8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 6.3). 
Weiter gilt es zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten 
Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das 
Kompetenzniveau 1 kommt dem Umstand, dass der Beschwerdeführer im 
Rahmen einer Verweistätigkeit keine Dienstjahre und kein Erfahrungswis-
sen aufweist, keine relevante Bedeutung zu (vgl. hierzu u.a. Urteil des 
BGer 8C_699/2017 vom 26. April 2018 E. 3.2). Schliesslich ist in Bezug auf 
das Kriterium Nationalität zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 
am … das Schweizer Bürgerrecht erlangt hat (act. II 2/1 Ziff. 1.7) und sich 
daher ein diesbezüglicher Abzug rechtsprechungsgemäss (vgl. SVR 2025 
IV Nr. 6 S. 27, 8C_621/2023 E. 5.2.3) nicht rechtfertigt. Damit hat es mit 
dem errechneten Invalideneinkommen von Fr. 67'481.-- per 2023 sein Be-
wenden. Per 2024 ist diesbezüglich der seit 1. Januar 2024 vorgesehene 
Pauschalabzug von 10 % gemäss Art. 26bis Abs. 1 Satz 1 IVV zu berück-
sichtigen, womit sich das Invalideneinkommen auf Fr. 60'733.-- beläuft.

4.6 Bei Einkommenseinbussen von Fr. 14'072.-- (Fr. 81'553.-- – 
Fr. 67'481.--) per 2023 bzw. Fr. 20'820.-- (Fr. 81'553.-- – Fr. 60'733.--) per 
2024 besteht bei diesbezüglichen Invaliditätsgraden von 17 % (Fr. 14'072.-- 
/ Fr. 81'553.-- x 100) bzw. 26 % (Fr. 20'820.-- / Fr. 81'553.-- x 100) kein 
Rentenanspruch. Wie bereits erwähnt und unter E. 4.7 ff. hiernach darge-
legt, ergeben sich aufgrund der Akten Hinweise, dass die beiden Ver-
gleichseinkommen anders zu bestimmen sind, als dies die Beschwerde-
gegnerin tat. Aufgrund des Ergebnisses braucht die Frage jedoch nicht 
abschliessend beantwortet zu werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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4.7 Durch die Akten erstellt und von den Parteien zu Recht unbestritten 
ist, dass der Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung verfügt und 
seit 2007 als selbstständigerwerbender … tätig ist (vgl. etwa act. II 2/4 Ziff. 
5). Gemäss Zentralem Firmenindex (<www.zefix.ch>) war bzw. ist der Be-
schwerdeführer dabei an folgenden Unternehmen beteiligt bzw. angestellt:

- N.________ GmbH in Liquidation (vormals N.________ GmbH; 
UID: CHE …; Zweck: Betrieb einer …): von April 2007 bis Oktober 2007 
Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift. Löschung 
der GmbH im Handelsregister im Mai 2019.

- N.________ GmbH (UID: CHE …; Zweck: …): seit Juli 2008 alleiniger 
Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift.

- L.________ GmbH; (UID: CHE …; Zweck: Betrieb einer …): Ab Mai 
2012 Geschäftsführer mit Einzelunterschrift (seine Ehefrau Gesellschaf-
terin ohne Zeichnungsberechtigung), seit März 2016 alleiniger Gesell-
schafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift.

- O.________ AG (vormals P.________ AG; UID: CHE …; Zweck: … . 
Seit Mai 2020 Geschäftsführer mit Einzelunterschrift, seine Ehefrau 
Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift.

Unter Berücksichtigung der Akten seit der Erstanmeldung im Jahr 2013 
ergeben sich sowohl in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit, den durchgeführ-
ten Erwerbstätigkeiten wie auch den Einkünften des Beschwerdeführers 
diverse Ungereimtheiten: 

Obwohl der Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis vom 6. August 
2012 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben war und folglich für ihn vorerst 
von der C.________ und anschliessend von einer Krankentaggeldversiche-
rung Taggelder ausbezahlt wurden, sind den Akten Hinweise zu entneh-
men, dass er zu dieser Zeit berufliche Tätigkeiten wahrgenommen hat, die 
nicht mit den ärztlichen Attesten zu vereinbaren gewesen sind (vgl. etwa 
die Vereinbarung mit dem Krankentaggeldversicherer [14/2], wonach u.a. 
der Beschwerdeführer anerkenne, dass er während der Zeit, als er vom 
Arzt zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben gewesen sei, berufliche Tätigkei-
ten wahrgenommen habe, die nicht mit den ärztlichen Attesten zu vereinba-
ren seien, der Beschwerdeführer ausdrücklich auf das Taggeld per 31. Au-
gust 2013 bis zum Ende der vertraglichen Leistungsdauer verzichte und 
damit einverstanden sei, dass der Schadenfall per Saldo aller Ansprüche 
per 31. August 2013 abgeschlossen und der Versicherungsvertrag rückwir-
kend auf den 1. Juni 2013 aufgehoben werde). Weiter gab der Beschwer-
deführer seinerzeit (Dezember 2013 bzw. Juli 2014) gegenüber der Kran-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2024 790

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kentaggeldversicherung wie auch Dr. med. F.________ an, seit dem Unfall 
im "Betrieb" "nichts" mehr gearbeitet zu haben, bzw. seither ausserhäuslich 
nicht arbeitstätig zu sein und keinerlei Einkommen zu erzielen (act. II 6/12, 
37.2/9: vgl. auch VGE IV 200 2016 490 E. 4.2.1 [act. II 58/12]). Diese Aus-
sagen widersprechen den tatsächlichen Gegebenheiten, ansonsten für das 
Jahr 2014, in welchem weder Taggelder der C.________ noch der Kran-
kentaggeldversicherung geflossen sind, kein Einkommen von Fr. 36'400.-- 
im IK-Auszug (act. II 81) hätte verbucht werden können. 

Eine weitere Inkonsistenz zeigt sich dadurch, dass der Beschwerdeführer 
in dem seit März 2023 laufenden Neuanmeldungsverfahren nie erwähnt 
hat, an der O.________ AG beteiligt zu sein, womit er seiner Mitwirkungs-
pflicht nicht nachgekommen ist. Dennoch hat er unterschriftlich bestätigt, 
dass sämtliche Angaben wahrheitsgetreu und vollständig sind (act. II 60/8).

In der Folge hat sich die wirtschaftliche Situation der N.________ GmbH 
bzw. der L.________ GmbH massiv verbessert, konnten gemäss IK-
Auszug in den Jahren ab 2016 wieder Löhne wie vor dem Unfall im August 
2012, d.h. zwischen Fr. 60'000.-- und Fr. 65'000.--, bzw. ab 2019 von über 
Fr. 70'000.-- und ab 2022 gar über Fr. 100'000.-- verbucht werden. Damit 
lagen die Löhne des Beschwerdeführers 2022 und 2023 über Fr. 35'000.-- 
höher als vor dem Unfall im August 2012 bzw. erfolgte vom Jahr 2021 auf 
das Jahr 2022 eine Lohnerhöhung von über Fr. 22'000.--. Wohl war es dem 
Beschwerdeführer auch wieder möglich, als … zu arbeiten, zumal er im 
Juni 2019 einen Sturz von Gerüst und im August 2022 einen Treppensturz 
"bei der Arbeit" erlitt (vgl. etwa act. II 86/3 Ziff. 3). Diese Umstände wider-
sprechen sowohl den Ausführungen des behandelnden Hausarztes 
Dr. med. D.________ (vgl. Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 
6. März 2023 [act. II 67] und 13. Mai 2023 [act. II 74]), wonach der Be-
schwerdeführer seit längerer Zeit nur noch teilzeitlich arbeite, sich die "ak-
tuellen chronischen Beschwerden" seit dem Leistungsgesuch 2015 deutlich 
verstärkt hätten, wie auch seinen Arbeitsunfähigkeitsattesten (ab Ende 
April 2021 bis Ende Oktober 2021 zu 100 % bzw. 80 % und danach 50 %; 
act. II 62). Die Aussagen des Beschwerdeführers im Juni 2023, er hätte 
"Angestellte auf Abruf", gebe Aufträge an "Akkordanten" weiter, welche er 
kontrolliere, er habe jedoch weniger Aufträge (act. II 107.2/2), widerspre-

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chen ebenfalls den Akten. Wie bereits dargelegt, bezog der Beschwerde-
führer in den Jahren 2022 und 2023 ein Jahresgehalt von jeweils über Fr. 
100'000.-- (vgl. act. II 81/2, 121.2, 121.3, 121.4); Personalaufwand für an-
dere Angestellte für diese Jahre sind den Buchhaltungsunterlagen indes 
nicht zu entnehmen (act. II 121.3/4, 121.4/4). Vergleicht man diese mit den 
Einträgen im IK-Auszug sind lediglich für die Jahre 2019 (act. II 121.7/5) 
und 2020 (act. II 121.6/3) Lohnzahlungen an andere Personen zu vermu-
ten, was erstaunt. Die attestierten Arbeitsunfähigkeiten (100 % vom 8. bis 
zum 15. August 2022 und danach anhaltend von 80 % [act. II 86/4 Ziff. 11] 
bei einem Krankentaggeldbezug gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 
80 % ab 9. Februar 2023 und von 50 % ab 1. September 2023) kontrastie-
ren zum Produktionserlös der L.________ GmbH im Jahr 2023 und dem 
vom Beschwerdeführer in diesem Jahr bezogenen Gehalt von über Fr. 
100'000.-- (act. II 121.3/4). 

4.8 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
einen Durchschnittswert der in den Buchhaltungsabschlüssen und im IK-
Auszug angegebenen Einkommen der Jahre 2019 bis 2021 berechnet, was 
offen bleiben kann (vgl. E. 4.4. hiervor). Im Jahr 2021 war der Beschwerde-
führer ab April 2021 wegen eines Lungenleidens vollständig, ab 21. Juni 
2021 zu 80% und ab Ende Oktober 2021 zu 50 % arbeitsunfähig geschrie-
ben (act. II 62). Damit konnte er seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit 
nicht mehr bzw. zumindest nicht mehr im gewohnten Umfang nachgehen, 
weshalb das Einkommen 2021 kein Valideneinkommen darstellt. Daher ist 
für die Bestimmung der Durchschnitt der im IK-Auszug verrechneten Ein-
kommen für die Jahre 2019 (Fr. 71'387.--) und 2020 (Fr. 78'000.--), d.h. 
Fr. 74'693.50, massgebend. Angepasst an die Nominallohnentwicklung 
(vgl. Tabelle Nominallohnindex, 2021-2023, Ziff. 41-43 [Baugewerbe/Bau]) 
ergibt dies per 2023 ein massgebendes Valideneinkommen von 
Fr. 76'710.20 (Fr. 74'693.50 / 100 [2020] x 102.7 [2023]). Dieses erhöht 
sich per 2024 auf Fr. 77'860.85 (Fr. 76'710.20 x 101.5 % [vgl. Tabelle 
Quartalschätzung der Nominallohnentwicklung, Veränderung in % gegenü-
ber dem gleichen Quartal des Vorjahres, 2024 Dritte Schätzung]).

4.9 Soweit das Invalideneinkommen betreffend, hat die Beschwerde-
gegnerin dies gestützt auf statistische Werten (LSE 2022 Tabelle 

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TA1_tirage_skill_level, Totalwert, Männer) bestimmt, was offen bleiben 
kann (vgl. E. 4.5 hiervor). Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerde-
führer Inhaber und Geschäftsführer dreier Unternehmen ist und seit 2022 
alleine bei der N.________ GmbH (act. II 81, 121.3/4) einen um mehr als 
Fr. 22'000.-- höheren Lohn als im Jahr davor erzielte, konkret 
Fr. 100'812.--, ist fraglich, ob es korrekt war, auf die LSE-Tabellen abzustel-
len. Vielmehr ist wahrscheinlicher, dass der Beschwerdeführer vor allem 
administrative Tätigkeiten, …, … etc. übernommen hat. Zudem ist die 
O.________ AG auf …, … und … spezialisiert. Solche Tätigkeiten wären 
dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar und es wäre selbst bei aussch-
liesslicher Berücksichtigung der Geschäftszahlen der L.________ GmbH 
davon auszugehen, dass er damit seine zumutbare (Rest-)Arbeitsfähigkeit 
bestmöglich verwertet. Wenn das Invalideneinkommen nicht anhand von 
statistischen Werten bestimmt wird, verböte es sich auch, Abzüge hiervon 
(vgl. E. 4.2 hiervor) zu tätigen. Eine Anpassung an die Nominallohnentwick-
lung würde sich zu Gunsten des Beschwerdeführers ebenfalls erübrigen, 
da dies zu einem höheren Invalideneinkommen führen würde. Bei einem 
Invalideneinkommen welches höher wäre als das Valideneinkommen – 
wozu es gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kommen kann (vgl. 
Urteil des BGer 9C_674/2019 E. 3.4.4) – bestünde per se kein Rentenan-
spruch. 

5.

Aufgrund des Dargelegten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
28. Oktober 2024 (act. II 130) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-

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hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.