# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9621a926-d583-5542-a475-7ebb3bf7d1b4
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.08.2012 RR.2012.171
**Docket/Reference:** RR.2012.171
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2012-171_2012-08-07

## Full Text

Auslieferung an Deutschland (Art. 55 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Verbesserung der Beschwerdeschrift (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 53 Abs. 3 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland (Art. 55 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Verbesserung der Beschwerdeschrift (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 53 Abs. 3 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland (Art. 55 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Verbesserung der Beschwerdeschrift (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 53 Abs. 3 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland (Art. 55 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Verbesserung der Beschwerdeschrift (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 53 Abs. 3 VwVG).

Entscheid vom 7. August 2012 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A.,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS-

LIEFERUNG,  

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland (Art. 55 IRSG) 

 

Kostenvorschuss (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. 

Art. 63 Abs. 4 VwVG); Verbesserung der Beschwer-

deschrift (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 53 

Abs. 3 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2012.171 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- das Amtsgericht Landshut/BRD am 2. Januar 2012 gegen den bosnischen 

Staatsangehörigen A., dem Verletzung der Unterhaltspflicht vorgeworfen 

wird, einen Haftbefehl erliess; 

 

- in diesem Zusammenhang das bayerische Staatsministerium der Justiz mit 

Schreiben vom 6. März 2012 an die Schweiz gelangte und um Auslieferung 

von A. ersuchte; 

 

- das Bundesamt für Justiz am 5. Juni 2012 die Auslieferung von A. an 

Deutschland für die dem Auslieferungsersuchen zugrunde liegenden Straf-

taten bewilligte (act. 1.2); 

 

- A. mit Eingabe vom 4. Juli 2012 an die Beschwerdekammer des Bundes-

strafgerichts gelangte und sinngemäss die Aufhebung des Auslieferungs-

entscheides beantragte (act. 1);   

 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. Juli 2012 eingeladen wurde, 

bis zum 23. Juli 2012 einen Kostenvorschuss von CHF 3'000.-- zu leisten 

und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Be-

schwerde nicht eingetreten werde (act. 3);  

 

- der Beschwerdeführer ausserdem mit dem gleichen Schreiben aufgefordert 

wurde, die Beschwerdeschrift bis zum 23. Juli 2012 zu verbessern, damit 

sie in Bezug auf Inhalt und Form den Anforderungen des Art. 52 VwVG ge-

nügt, und darauf hingewiesen wurde, dass bei unbenütztem Ablauf der 

Frist aufgrund der Akten entschieden oder, wenn Begehren, Begründung 

oder Unterschrift in der verbesserten Beschwerdeschrift fehlen, auf die Be-

schwerde nicht eingetreten werde; 

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der schweizerischen Post überge-

ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 

(Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG), und die Rechtzei-

tigkeit im Zweifelsfall vom Pflichtigen zu beweisen ist; 

 

- der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss nicht bezahlte 

und weder um Zahlungserleichterung noch um die Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege ersuchte; 

 

- 3 - 

 

 

- der Beschwerdeführer zudem auch der Aufforderung, seine Beschwerde zu 

verbessern, nicht nachgekommen ist; 

 

- auf die Beschwerdeschrift daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist 

(Art. 39 Abs. 2 lit. d StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG und Art. 53 Abs. 3 

VwVG); 

 

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 39 Abs. 2 lit. d StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be-

rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des 

Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt 

(Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG und Art. 22 Abs. 3 

BStKR); die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist. 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- 4 - 

 

 

Danach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 7. August 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A.,  

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).