# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c4e7dfd-5d2e-5497-90e6-27a3ce9434fb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.08.2018 III 2018 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-71_2018-08-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 71

Entscheid vom 28. August 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, 
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. Die russische Staatsangehörige A.________ (Jg. 1980) heiratete am 4. 
April 2007 in Deutschland den deutschen Staatsbürger C.________ (Jg. 1975). 
Gemeinsam reisten sie am 29. September 2007 in die Schweiz ein, woraufhin 
das Migrationsamt des Kantons Zürich A.________ im Rahmen des Familien-
nachzugs eine bis 28. September 2012 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA 
erteilte. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. Oktober 2012 wurde die 
Ehe von A.________ und C.________ geschieden. In der Folge lehnte das Mi-
grationsamt des Kantons Zürich mit Verfügung vom 3. Juli 2013 eine Verlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab und setzte ihr eine Frist bis 
zum 2. Oktober 2013, um die Schweiz zu verlassen. Diesen Entscheid zog 
A.________ bis vor das Bundesgericht weiter, welches ihre Beschwerde mit Ur-
teil 2C_474/2014 vom 7. August 2015 abwies. Alsdann wurde die Ausreisefrist 
auf den 7. Oktober 2015 festgesetzt.

B. Am 5. Oktober 2015 heiratete A.________ in Schwyz den Schweizer 
D.________ (Jg. 1950). Gleichentags stellte dieser für seine Ehefrau 
A.________ das Gesuch um Familiennachzug, woraufhin das Migrationsamt des 
Kantons Schwyz ihr aufgrund der Heirat eine bis 4. Oktober 2016 gültige Aufent-
haltsbewilligung für ausländische Ehegatten eines Schweizerbürgers erteilte.

C. Mit Verfügung vom 22. Mai 2017 lehnte das Amt für Migration des Kantons 
Schwyz das Gesuch von A.________ vom 13. September 2016 um Erteilung ei-
ner vorzeitigen Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) ab. Gleichzeitig verlän-
gerte es die Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) bis am 4. Oktober 2017.

D. Am 12. Juli 2017 stellte das Amt für Migration gestützt auf das Gemeinde-
registrationssystem (GERES) fest, dass sich der Ehemann von A.________, 
D.________, per 31. März 2017 beim Einwohneramt E.________ abgemeldet 
hatte und nach Deutschland weggezogen war. Am 21. Juli 2017 informiert es 
A.________, dass es infolge der Dauer der ehelichen Gemeinschaft von 1.5 Jah-
ren (5. Oktober 2015 bis 31. März 2017) die Nichtverlängerung ihrer Aufenthalts-
bewilligung in Erwägung ziehe. Gleichzeitig gewährte es ihr das rechtliche Gehör 
und forderte sie auf, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht zu diversen Fragen Stel-
lung zu nehmen und Unterlagen einzureichen. Dem kam A.________ mit Einga-
be vom 17. August 2017 nach. Nach weiteren Sachverhaltsabklärungen und ei-
ner schriftlichen Befragung sowie Stellungnahme vom 9. September 2017 von 
D.________ bezüglich der Trennung der ehelichen Gemeinschaft gewährte ihr 
das Amt für Migration am 11. September 2017 erneut das rechtliche Gehör. Dazu 
nahm A.________ mit Schreiben vom 6. Oktober 2017 Stellung.

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E. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 erliess das Amt für Migration betref-
fend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) und Wegweisung 
von A.________ was folgt:

1. Die Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) gültig gewesen bis zum 4. Oktober 
2916 (recte: 2017) von A.________, geb. ________ 1980, (recte: wird) nicht 
weiter verlängert.

2. A.________ wird aus der Schweiz ausgewiesen und hat das Land bis 
spätestens 8 Wochen nach Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen.

(3.-5. Kosten, Gebühren und Rechnungsstellung; Rechtsmittel; Zustellung)

Die dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat nach 
beantragtem Beizug der Akten des Eheschutzverfahrens des Bezirksgerichts 
F.________ vom 14. Februar 2018 mit RRB Nr. 137 vom 6. März 2018 ab.

F. Mit Eingabe vom 17. März 2018 lässt A.________ gegen den RRB Nr. 137 
vom 6. März 2018 (Versand: 13.3.2018) fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz wie folgt erheben:

ANTRÄGE:

1. Es seien der Beschluss Nr. 137/2018 der Vorinstanz 2 (hier: Regierungsrat) 
vom 06. März 2018 sowie die Verfügung der Vorinstanz 1 (hier: Amt für Mi-
gration) vom 12. Oktober 2017 aufzuheben und es sei festzustellen, dass 
die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu verlängern ist, und die 
Vorinstanz sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilli-
gung zu erteilen.

2. Eventualiter seien der Beschluss Nr. 137/2018 der Vorinstanz 2 (hier: Regie-
rungsrat) vom 06. März 2018 sowie die Verfügung der Vorinstanz 1 (hier: 
Amt für Migration) vom 12. Oktober 2017 aufzuheben, und die Sache sei 
zwecks zusätzlicher Sachverhaltsabklärungen und Neuentscheidung an das 
Migrationsamt Schwyz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

VERFAHRENSANTRAG :

1. Das Verfahren sei zu sistieren, bis das Gesuch der Gesuchstellerin um Er-
teilung der Niederlassungsbewilligung vom 17. April (recte: März) 2018 
rechtskräftig beurteilt ist.

G. Das Amt für Migration bzw. das den Regierungsrat instruierende Sicher-
heitsdepartement schliessen mit Vernehmlassung vom 25. April 2018 sowie 
15. Mai 2018 bzw. 9. Mai 2018 auf Abweisung der Beschwerde − soweit darauf 
eingetreten werden kann − unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. 
Am 5. Juli 2018 liess die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme sowie weitere 
Belege einreichen. Während sich das Sicherheitsdepartement hierzu mit Schrei-
ben vom 19. Juli 2018 äusserte, verzichtet das Amt für Migration auf eine weitere 
Stellungnahme in der Angelegenheit.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei das Verfahren bis zur rechtskräf-
tigen Beurteilung des Gesuchs vom 17. April (recte: März) 2018 um Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung zu sistieren.

1.1 Die Verfahrenssistierung ist in der Verordnung über die Verwaltungsrechts-
pflege (VRP, SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 nicht ausdrücklich vorgesehen. 
Dennoch kommt die Sistierung in der Praxis vor. Sie ist im Rahmen der Verfah-
rensleitung als Rechtsinstitut allgemein anerkannt (Bertschi/Plüss, in: Griffel, 
Kommentar VRG, Zürich 2014, Vorbemerkungen zu §§ 4-31 N 35). Da die Ver-
fahrenssistierung in einem Spannungsverhältnis und gewissen Widerspruch zu 
dem im Gesetz verankerten und auch für das Verwaltungsgericht geltenden Be-
schleunigungsgebot steht (§ 73 lit. a des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] 
vom 19.11.2009), ist dieses Rechtsinstitut nur zurückhaltend und namentlich nur 
dann einzusetzen, wenn die Sistierung sinnvoll ist, d.h. wenn gute Gründe für die 
Sistierung sprechen. Wann die Sistierung sinnvoll ist, wird kasuistisch von Fall zu 
Fall geprüft.

Die Verwaltungsgerichtspraxis erachtet die Sistierung insbesondere dann als ge-
rechtfertigt, wenn ein verwaltungsgerichtlicher Entscheid von einem anderen 
Entscheid massgeblich abhängt oder wenn die Parteien ernsthafte Verständi-
gungsbemühungen aufgenommen haben, die mit einer gewissen Wahrschein-
lichkeit erwarten lassen, dass sich das Verfahren ganz oder teilweise erledigen 
oder mindestens massgeblich vereinfachen lässt (vgl. VGE I 2007 3 vom 
11.4.2007 Erw. 1.2 mit Hinweisen auf VGE 1008/1009/1010/02Z vom 10.6.2002 
mit weiteren Zitaten; KZ 1014/06 vom 6.4.2006). Das Gericht darf bei seinem 
Entscheid über die Verfahrenssistierung auch die Prozessaussichten in anderen 
Verfahren abschätzen und miteinbeziehen, deren Ausgang für das Verfahren al-
lenfalls bedeutsam ist (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz 
über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 38 Rz 11).

1.2 Den Sistierungsantrag begründet die Beschwerdeführerin mit dem mit Ge-
such vom 17. März 2018 um vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung 
beim Amt für Migration anhängig gemachten Verfahren. Demgegenüber teilte 
das Amt für Migration mit Vernehmlassung vom 25. April 2018 mit, das Verfahren 
bezüglich der Erteilung der Niederlassungsbewilligung werde bis zum vorliegend 
rechtskräftigen Entscheid betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung sistiert (vgl. Verfügung des Amtes für Migration vom 25.4.2018). Es be-
gründete seinen Entscheid damit, dass die Erteilung der Niederlassungsbewilli-
gung ein ausländerrechtliches Aufenthaltsrecht in Form einer Aufenthaltsbewilli-

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gung (Ausweis B) voraussetze. Über ein solches verfüge die Beschwerdeführerin 
nicht, da ihre Aufenthaltsbewilligung nach Ablauf der Gültigkeit nicht mehr ver-
längert wurde und die Beschwerdeführerin dagegen nun bis vor das Verwal-
tungsgericht gezogen sei. Mithin könne derzeit denn auch nicht materiell über ihr 
Gesuch um vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung entschieden wer-
den, weshalb das Verfahren sistiert werde. Zu diesem Sistierungsentscheid äus-
serte sich die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 5. Juli 2018 nicht.

1.3 Das vorliegend zu beurteilende Verfahren ist nicht abhängig vom Ausgang 
des Verfahrens um vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung gestützt 
auf Art. 34 Abs. 3 AuG. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist einzig und 
allein die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 50 AuG) sowie die 
Wegweisung (Art. 64 AuG). Der Ausgang des Verfahrens um vorzeitige Erteilung 
einer Niederlassungsbewilligung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die 
Frage, ob die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern ist. Im Gegenteil verhält 
es sich entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht umgekehrt, weshalb das 
Amt für Migration das Verfahren um vorzeitige Erteilung einer Niederlassungs-
bewilligung mit Verfügung vom 25. April 2018 sistiert hat. Dagegen hat die Be-
schwerdeführerin nicht opponiert.

Ohnehin ist darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob vorliegend die Vorausset-
zungen von Art. 34 Abs. 3 AuG erfüllt sind und mithin der Beschwerdeführerin ei-
ne Niederlassungsbewilligung zu erteilen ist, weder Gegenstand des vorliegen-
den Beschwerdeverfahrens ist noch das Verwaltungsgericht erstinstanzlich für 
deren Beurteilung zuständig ist. Soweit daher die Beschwerdeführerin den Sistie-
rungsantrag − wie auch den Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
− damit begründet, dass die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 3 AuG erfüllt sei-
en, weshalb sich die Beschwerdeführerin für eine Niederlassungsbewilligung 
qualifiziere, sind die entsprechenden Vorbringen (vgl. Beschwerdeschrift vom 17. 
März 2018 Lit. B., Kapitel II Ziffern 1 bis 3) vorliegend nicht zu hören.

1.4 Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Gründe (vgl. Beschwerde-
schrift vom 17. März 2018, Lit. B, Kapitel II, Ziffer 1) für die Erteilung der Nieder-
lassungsbewilligung können mithin die Einwände, welche gegen eine Sistierung 
sprechen, nicht aufwiegen. Denn ins Gewicht fällt und gegen die Sistierung spre-
chen insbesondere die vom Amt für Migration verfügte Verfahrenssistierung vom 
25. April 2018 sowie die vom Verwaltungsgericht geübte Zurückhaltung bei der 
Sistierung. Weitere rechtserhebliche Gründe, die ausnahmsweise eine Sistierung 
nahezulegen vermöchten, bringt die Beschwerdeführerin keine vor.

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1.5 Zusammenfassend erweist sich die Sache als entscheidungsreif und eine 
Sistierung als nicht zweckmässig. Es besteht daher kein Anlass, dem Sistie-
rungsbegehren statt zu geben, weshalb dieses denn auch abzuweisen ist.

2.1 Am 12. Oktober 2017 verfügte das Amt für Migration die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) und die Wegweisung der Beschwerde-
führerin, da es für die Aufrechterhaltung der Aufenthaltsbewilligung nach der 
Trennung vom Ehemann an der dafür notwendigen Dreijahresfrist fehle sowie 
wichtige persönliche Gründe für einen Verbleib nicht ersichtlich seien. Es erwog, 
es seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, die für das Vorliegen von ehelicher Ge-
walt hindeuten würden, noch dass die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen 
worden wäre. Auch sei nicht nachvollziehbar, dass die soziale Wiedereingliede-
rung der Beschwerdeführerin in ihrer Heimat stark gefährdet wäre. Mithin lägen 
keine Gründe vor, die einen weiteren Verbleib der Beschwerdeführerin in der 
Schweiz aufgrund eines persönlichen Härtefalles rechtfertigen würden. Der Re-
gierungsrat bestätigte diese Verfügung mit dem vorliegend angefochtenen Be-
schwerdeentscheid Nr. 137/2018 vom 6. März 2018.

2.2 Vor Verwaltungsgericht bringt die Beschwerdeführerin vor, es bestehe ent-
gegen der vorinstanzlichen Annahme ein Anspruch auf Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung aufgrund eines persönlichen Härtefalls und mithin aufgrund der 
Erfüllung der Voraussetzungen nach Art. 50 Abs. 2 AuG. Sie begründet dies da-
mit, dass sie bereits kurz nach der Heirat massive psychische häusliche Gewalt 
in ihrer Ehe erfahren bzw. sie seit Beginn der Ehe erheblich unter dem fordern-
den Verhalten ihres Ehemannes gelitten habe. Abgesehen davon erweise sich 
denn auch eine Rückkehr nach Russland als unverhältnismässig, da ihre soziale 
Wiedereingliederung in Russland infolge mangelnder medizinischer Versorgung 
ihrer schwerwiegenden Depression stark gefährdet sei. Schliesslich hätten es die 
Vorinstanzen unterlassen, den Sachverhalt dahingehend abzuklären, ob ein wei-
terer wichtiger Grund für einen Verbleib in der Schweiz vorläge.

3.1 Die Beschwerdeführerin ist russische Staatsangehörige. Nachdem mit 
Russland kein völkerrechtlicher Vertrag betreffend Aufenthalt und Niederlassung 
besteht, ist die Rechtmässigkeit der Nichtverlängerung und Wegweisung gemäss 
dem Bundesgesetz über die Ausländer und Ausländerinnen (AuG; SR 142.20) 
vom 16. Dezember 2005 zu prüfen (Art. 2 Abs. 1 AuG).

3.2 Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr 
als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AuG). Sie wird für einen bestimmten 
Aufenthaltszweck erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden 
(Art. 33 Abs. 2 AuG). Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert 

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werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 33 Abs. 3 
AuG).

Die zuständige Behörde kann gemäss Art. 62 AuG Bewilligungen, ausgenommen 
die Niederlassungsbewilligung, und andere Verfügungen nach diesem Gesetz 
unter anderem widerrufen, wenn die Ausländerin oder der Ausländer eine mit der 
Verfügung verbundene Bedingung nicht einhält (lit. d). Neben anderen 
Bedingungen fällt darunter insbesondere die Auflösung der 
Familiengemeinschaft, in deren Rahmen die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde.

3.3 Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben 
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie 
mit diesen zusammenwohnen (vgl. Art. 42 Abs. 1 AuG). Nach Auflösung der Ehe 
oder der Familiengemeinschaft besteht gestützt auf Art. 50 Abs. 1 AuG jedoch 
ein Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung nach den Artikeln 42 und 43 weiter, wenn die 
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche 
Integration besteht (lit. a; vgl. hierzu BGE 136 II 113 Erw. 3.3.3) oder wichtige 
persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich 
machen (lit. b). Wichtige persönliche Gründe nach Absatz 1 Buchstabe b können 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher 
Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die 
soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 
Abs. 2 AuG).

4.1 Der ursprünglich aus der Ehe mit einem Schweizer Bürger abgeleitete An-
spruch der Beschwerdeführerin auf Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 42 Abs. 1 
AuG ist mit dem Wegzug des Ehemannes nach München und damit dem Ende 
des ehelichen Zusammenlebens per 31. März 2017 unbestrittenermassen entfal-
len. Einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 42 Abs. 1 AuG macht die Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend. Bleibt 
zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin trotz Auflösung der ehelichen Gemein-
schaft gestützt auf Art. 50 AuG Anspruch auf Verlängerung der Bewilligung hat.

4.2 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erfolgt vorliegend ge-
stützt auf Art. 42 AuG i.V.m. Art. 50 AuG. Dernach besteht nach Auflösung des 
ehelichen Zusammenlebens der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Erteilung 
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nur weiter, wenn die 
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hatte und eine erfolgreiche 
Integration besteht oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt 
in der Schweiz erforderlich machen. Eine Ehegemeinschaft liegt vor, solange die 

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eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille 
besteht (vgl. Urteil des BGer 2C_904/2010 vom 27.4.2011 Erw. 2.2 und 2.3.1).

4.3 In diesem Zusammenhang rechtfertigt sich der Hinweis, dass die 
Beschwerdeführerin sich zu Recht nicht auf einen Bewilligungsanspruch gemäss 
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG beruft. Denn die eheliche Gemeinschaft dauerte 
unbestrittenermassen höchstens 1.5 Jahre (5. Oktober 2015 [Heirat in Schwyz] 
bis 31. März 2017 [Wegzug des Ehemannes nach München]) und mithin weniger 
als drei Jahre. Auch die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte vorbildliche 
Integration in der Schweiz (vgl. Beschwerdeschrift vom 17.3.2018, Lit. B, Kapitel 
II, Ziffer 1.5.2) vermag daran nichts zu ändern, zumal die Voraussetzungen der 
Dreijahresdauer und der Integration ohnehin kumulativ erfüllt sein müssen (vgl. 
Urteil BGer 2C_773/2013 vom 25.3.2014 Erw. 3.8).

4.4 Die Beschwerdeführerin vertritt die Ansicht, es würden wichtige persönliche 
Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegen, namentlich sei sie Opfer 
häuslicher Gewalt geworden und es sei ihre soziale Wiedereingliederung in 
ihrem Heimatland Russland stark gefährdet, (vgl. Beschwerdeschrift vom 17. 
März 2018, Lit. B, Kapitel II, Ziffer 4). Zu prüfen bleibt nachfolgend somit, ob die 
Beschwerdeführerin einen Bewilligungsanspruch gestützt auf einen nacheheli-
chen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG 
hat.

5.1 Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG bezweckt, Härtefälle bei der 
Bewilligungsverlängerung nach der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu 
vermeiden. Diese Bestimmung ist mithin für Situationen gedacht, in denen die 
Voraussetzungen der lit. a nicht erfüllt sind, sei es, dass der Aufenthalt während 
der Ehe von kürzerer Dauer war oder dass die Integration nicht fortgeschritten ist 
oder es an beidem fehlt, aber − aufgrund sämtlicher weiterer Umstände − eine 
Härtefallsituation vorliegt, welche früher im Rahmen von Art. 13 lit. f BVO (AS 
1986 1792) hätte berücksichtigt werden können (vgl. Urteil BGer 2C_773/2013 
vom 25.3.2014 Erw. 2 mit Hinweisen). Allerdings müssen immerhin "wichtige 
persönliche Gründe" den weiteren Aufenthalt "erforderlich" machen.

5.2 Wichtige persönliche Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können gemäss 
Abs. 2 namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer eheli-
cher Gewalt wurde oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark 
gefährdet erscheint. Die eheliche Gewalt einerseits und die starke Gefährdung 
der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland andererseits können ihrem 
Ausmass und den Gesamtumständen entsprechend bei der Beurteilung je für 
sich allein bereits einen wichtigen persönlichen Grund begründen. Unter Um-

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ständen können somit sowohl die eheliche Gewalt wie auch die Gefährdung der 
sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland grundsätzlich einen wichtigen 
persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG darstellen; diese Be-
dingungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Dies schliesst indessen nicht aus, 
im Einzelfall beide Elemente zu berücksichtigen und den Härtefall auch zu 
bejahen, wenn diese je für sich selber hierzu zwar nicht genügen würden, ihre 
Kombination aber wertungsmässig einem wichtigen persönlichen Grund im Sinne 
von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG gleichkommt (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2 mit 
Hinweisen; BGE 136 II 1 Erw. 5; Urteil BGer 2C_221/2011 vom 30.7.2011 Erw. 
2).

5.3 Die Aufzählung der Gründe gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG ist nicht 
abschliessend, sodass den Behörden ein gewisser Beurteilungsspielraum 
verbleibt. Bei der Beurteilung der wichtigen persönlichen Gründe sind sämtliche 
Aspekte des Einzelfalles mitzuberücksichtigen (vgl. auch Art. 31 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, 
SR 142.201]). Es handelt sich hierbei um den Grad der Integration, die Respek-
tierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnis-
se und der Gesundheitszustand. Ferner gehören dazu die Umstände, die zur 
Auflösung der Gemeinschaft geführt haben (vgl. BGE 137 II 1 Erw. 4.1 mit Hin-
weisen).

5.4 Bedeutsam kann daher unter anderem sein, wie lange der Ausländer in der 
Schweiz gelebt hat, u. U. auch ausserhalb der Ehe, um welche es geht. Hat der 
Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur 
Schweiz geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begründen, 
wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt. 
Entscheidend ist, ob die persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliede-
rung als stark gefährdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz ein-
facher wäre. Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt aufgrund der konkre-
ten Umstände eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und 
Familienleben der ausländischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation 
nach dem Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG 
abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (vgl. Urteil BGer 
2C_773/2013 vom 25.3.2014, Erw. 4.1 mit Hinweisen).

6. Vorweg sei darauf hingewiesen, dass die von der Beschwerdeführerin 
vorgebrachte 10-jährige Aufenthaltsdauer, ihre Integration in der Schweiz, ihr 
straf- sowie betreibungsrechtlich tadelloses Verhalten, keine 
Fürsorgeabhängigkeit sowie das Beherrschen der deutschen Sprache (vgl. Be-

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schwerdeschrift vom 17. März 2018 Lit. B., Kapitel II Ziffern 1.5.2) für sich alleine 
keinen wichtigen persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu 
begründen vermögen (vgl. hierzu Urteil des BGer 2C_773/2013 vom 25.3.2014 
Erw. 4.3). Die Rechtmässigkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
ist damit von den weiteren, von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 
wichtigen persönlichen Gründen – d.h. ob die Beschwerdeführerin Opfer eheli-
cher Gewalt wurde und/oder ob die soziale Wiedereingliederung im Heimatland 
stark gefährdet erscheint − abhängig.

6.1.1  Ein nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG kann 
insbesondere vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher 
Gewalt wurde (Art. 50 Abs. 2 AuG). Nach der Rechtsprechung ist jede Form ehe-
licher bzw. häuslicher Gewalt, sei sie körperlicher oder psychischer Natur, ernst 
zu nehmen (BGE 138 II 229 Erw. 3.2). Häusliche Gewalt bedeutet systematische 
Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben und nicht eine ein-
malige Ohrfeige oder eine verbale Beschimpfung im Verlauf eines eskalierenden 
Streits (vgl. BGE 136 II 1 Erw. 5 mit Hinweisen; Urteil BGer 2C_930/2012 vom 
10.1.2013 Erw. 4.1). Die physische oder psychische Zwangsausübung und deren 
Auswirkungen müssen vielmehr von einer gewissen Konstanz bzw. Intensität 
sein (vgl. Urteil BGer 2C_155/2011 vom 7.7.2011 Erw. 4). Auch psychische bzw. 
sozio-ökonomische Druckausübung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, 
Drohen und Einsperren kann einen für die Annahme eines nachehelichen Härte-
falls relevanten Grad an unzulässiger Oppression erreichen. Häusliche Oppres-
sion bedeutet systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle 
auszuüben (vgl. Urteil BGer 2C_428/2012 vom 18.5.2012 Erw. 2.2.3). Dies ist 
praxisgemäss der Fall, wenn die psychische Integrität des Opfers bei einer Auf-
rechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde (vgl. Ur-
teil BGer 2C_460/2017 vom 23.3.2018 Erw. 3.2). 

6.1.2  Die anhaltende, erniedrigende Behandlung muss derart schwer wiegen, 
dass von der betroffenen Person bei Berücksichtigung sämtlicher Umstände 
vernünftigerweise nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus 
bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe aufrechterhält und in einer ihre 
Menschenwürde und Persönlichkeit verneinenden Beziehung verharrt. Eine 
glaubhaft gemachte oppressionsbedingte Aufhebung der Hausgemeinschaft soll 
für die betroffene Person keine ausländerrechtlichen Nachteile zur Folge haben, 
wenn sie durch das Zusammenleben in ihrer Persönlichkeit ernsthaft gefährdet 
wäre und ihr eine Fortführung der ehelichen Gemeinschaft bei objektiver 
Betrachtungsweise nicht mehr zugemutet werden kann. Es handelt sich hierbei 
um einen Ausfluss der sich aus dem Verfassungs- und Konventionsrecht 

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ergebenden staatlichen Schutzpflichten (Art. 7 und Art. 35 Abs. 1 und 3 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 
18. April 1999 sowie Art. 3 [Schutz vor unwürdiger, erniedrigender Behandlung] 
und Art. 8 [Schutz des Privatlebens: Freie Gestaltung der Lebensführung] der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, SR 
0.101] vom 28.11.1974; vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2 mit Hinweisen). Die 
Abhängigkeit des Opfers häuslicher Gewalt bzw. psychischer Oppression vom 
Täter soll durch die Bewilligungsfrage nicht verstärkt und die gewaltbetroffene 
nachgezogene Person nicht vor das Dilemma gestellt werden, in der 
Zwangssituation verbleiben oder den Verlust des Aufenthaltsrechts hinnehmen 
zu müssen. Diesbezüglich gilt es eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen (vgl. 
BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2 mit Hinweisen).

6.1.3  Indes vermag nicht jede unglückliche, belastende und nicht den eigenen 
Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer Beziehung bereits einen nach-
ehelichen Härtefall und ein weiteres Anwesenheitsrecht zu begründen. Der blos-
se Umstand, dass die Ehe schlecht verläuft, genügt dafür nicht (vgl. Urteil BGer 
2C_474/2014 vom 7.8.2015 Erw. 3.1 mit Hinweis auf BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2).

6.2 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die ausländische Person bei den 
Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine weitreichende Mitwir-
kungspflicht trifft. Sie muss die eheliche Gewalt bzw. häusliche Oppression in 
geeigneter Weise glaubhaft machen (Arztberichte oder psychiatrische Gutachten, 
Polizeirapporte, Berichte/Einschätzungen von Fachstellen [Frauenhäuser, Opfer-
hilfe usw.], glaubwürdige Zeugenaussagen von weiteren Angehörigen oder 
Nachbarn etc.). Allgemein gehaltene Behauptungen oder Hinweise auf punktuel-
le Spannungen genügen nicht; wird häusliche Gewalt in Form psychischer Op-
pression behauptet, muss vielmehr die Systematik der Misshandlung bzw. deren 
zeitliches Andauern und die daraus entstehende subjektive Belastung objektiv 
nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (vgl. Urteil 
BGer 2C_460/2017 vom 23.3.2018 Erw. 3.3 mit Hinweisen u.a. auf BGE 138 II 
229 Erw. 3.2.3). Dasselbe gilt, soweit damit verbunden geltend gemacht werden 
soll, bei einer Rückkehr erweise sich die soziale Wiedereingliederung als stark 
gefährdet. Auch hier genügen allgemeine Hinweise nicht; die befürchtete Beein-
trächtigung muss im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft er-
scheinen (vgl. Urteil BGer 2C_515/2016 vom 22.8.2017 Erw. 2.3 und 
2C_474/2014 vom 7.8.2015 Erw. 3.1 beide mit Hinweis auf BGE 138 II 229 Erw. 
3.2.3).

12

6.3 Als erstes ist die im Vordergrund stehende Frage zu beurteilen, ob die Be-
schwerdeführerin Opfer ehelicher Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG wurde 
− und falls ja – diese eheliche Gewalt die geforderte Intensität erreichte.

6.3.1  Die Beschwerdeführerin bringt vor, ihr damaliger Ehemann habe sie sozial 
isolieren wollen und sie daher zur Aufgabe ihres Jobs gedrängt. Ferner habe er 
ihre Freunde persönlich wie auch telefonisch immer wieder aufgesucht bzw. kon-
taktiert. In der Folge habe sie ihre Freunde immer seltener getroffen und zahlrei-
che ihrer Hobbys innerhalb weniger Wochen gänzlich aufgegeben (vgl. Be-
schwerdeschrift vom 17. März 2018 Lit. B., Kapitel I Ziffern 6-11). 

Die Vorinstanz stellte zu Recht fest, dass das Aufsuchen des Freundes sowie der 
Freundin der Beschwerdeführerin durch den damaligen Ehemann zwar etwas 
seltsam anmutet. Indes kann daraus noch keine psychische Gewaltanwendung 
abgeleitet werden. Selbst den entsprechenden Schreiben der betroffenen Freun-
de der Beschwerdeführerin (vgl. Schreiben des besten Freundes vom 10.10 
2017 und 8.4.2018 sowie E-Mail der Freundin vom 4.4.2018) lässt sich hierzu 
nichts entnehmen. Im Gegenteil hält der Freund in seinem Schreiben unmissver-
ständlich fest, dass die Beschwerdeführerin sehr am gesellschaftlichen Leben 
teilnehme, viel Sport – insbesondere Snow- und Wakeboarden − betreibe und 
sehr gerne an Vorlesungen sowie Theater- oder Kinovorstellungen gehe. Weder 
in seinem Schreiben vom 10. Oktober 2017 noch vom 8. April 2018 äussert sich 
der beste Freund der Beschwerdeführerin dahingehend, dass sie ihren Kontakt 
infolge des Verhaltens des Ehemannes hätten abbrechen müssen und dass sie 
sozial von ihrem Ehemann isoliert worden wäre. Zudem erwähnt ein weiterer 
Freund in seinem Schreiben vom 9. April 2018, dass sie − seit sie sich im Som-
mer 2016 beim Wakeboarden in Pfullendorf in Deutschland kennen gelernt hät-
ten − seither häufigen Kontakt gehabt hätten, sei es bei einem Abendessen mit 
Freunden oder bei Theatervorstellungen. Die Aussagen einer weiteren Freundin, 
wonach die Beschwerdeführerin infolge des Drucks ihres Ehemannes ihre Hob-
bys sowie den Kontakt zu ihren Freunden aufgegeben habe, basiert lediglich auf 
Hörensagen ohne den Ehemann persönlich gekannt zu haben, noch entspre-
chenden behaupteten Situation beigewohnt zu haben (vgl. Schreiben vom 
6.4.2018). Auch fällt auf, dass durch die Beschwerdeführerin keine echtzeitlichen 
Dokumente beigebracht werden, die eine häusliche Oppression belegen würden; 
sämtliche aufgelegten Schreiben wurden erst erstellt, nachdem das migrations-
rechtliche Bewilligungsverfahren eingesetzt hatte. Demgegenüber handelt es 
sich bei der vom ehemaligen Ehemann eingereichten Korrespondenz zwischen 
den Ehepartnern um echtzeitliche Dokumente. Diese lässt zweifellos nicht auf ei-
ne harmonische Ehe schliessen, sondern enthält vielmehr gegenseitige Vorwürfe 

13

und Anschuldigungen. Auch wenn es sich dabei wohl kaum um die umfassende 
Korrespondenz handeln dürfte (immerhin reicht aber die Beschwerdeführerin 
keine ergänzenden Korrespondenzen ein), kann daraus nicht auf eine Oppressi-
on seitens des Ehemannes geschlossen werden. Schliesslich spricht auch die 
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin während der Ehe ihre eigene Wohnung 
in Zürich behielt und sich mehrheitlich in ihrer Wohnung aufhielt (was sich auch 
aus der ehelichen Korrespondenz ergibt), gegen eine soziale Isolierung durch 
den Ehemann und mithin die Möglichkeit überhaupt genügend psychischen 
Druck ausüben zu können. Insoweit kann denn auch auf die zutreffenden Aus-
führungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Beschwerdeentscheid Nr. 
137/2018 vom 6.3.2018 Erw. 4.6 - 4.8).

6.3.2  Für einen Fall der massiven psychischen Gewaltanwendung während der 
Dauer der ehelichen Gemeinschaft von rund 1.5 Jahren fehlt es entgegen der 
subjektiven Behauptung der Beschwerdeführerin an glaubhaften Anzeichen. Die 
− vom ehemaligen Ehemann zu den Akten gelegten − eheliche Korrespondenz 
gibt wohl nicht das Bild einer harmonischen Ehe ab. Es erhellt vielmehr, dass 
bereits die Umstände des Eheschlusses problematisch waren (und durchaus 
motiviert durch die damals drohende Wegweisung aus der Schweiz). Von 
Anbeginn weg wurden gegenseitige Vorwürfe geäussert. Diese Situation ist 
zweifelsohne − für beide − Ehepartner belastend und vermag durchaus auch die 
geistige Verfassung zu beeinträchtigen. Hingegen ist nicht glaubhaft, dass die 
eheliche Beziehung an sich von systematischer Erniedrigung der 
Beschwerdeführerin durch den Ehemann geprägt war. Entsprechende 
Behauptungen der Beschwerdeführerin bleiben unbelegt. Vielmehr ist die 
nachvollziehbare Belastungssituation Ausfluss verschiedener Faktoren wie der 
Hintergründe des Eheschlusses, der kurzen Ehedauer, der separaten 
Wohnungen, des nicht geteilten Freundschaftskreises, des ausländerrechtlichen 
Verfahrens, der rezidivierenden depressiven Störung der Beschwerdeführerin 
(die bereits nach Beendigung der ersten Ehe aktenkundig ist) etc. Diesbezüglich 
fällt auch auf, dass die Beschwerdeführerin in ihrer ersten Stellungnahme vom 
17. August 2017 nicht erwähnt, sie sei Opfer häuslicher Gewalt geworden. Sie 
führt wohl aus, man habe aus Liebe geheiratet, der Ehemann habe sich jedoch 
nach der Heirat schnell verändert; es sei ihm nur noch um ihn und seine 
Wünsche gegangen; bei jeder Kleinigkeit habe er ihr gesagt, nicht zufrieden zu 
sein und mit der Trennung gedroht. Anderseits führt sie aber auch aus, man 
habe gemeinsam vieles unternommen, ein aktives Liebesleben geführt und 
Hobbies und Haushalt (zumindest an den Wochenenden) geteilt. Auch schloss 
sie nicht aus, der Ehe noch eine Chance zu geben. Wäre die 
Beschwerdeführerin tatsächlich Opfer unzumutbarer häuslicher Gewalt gewesen, 

14

ist nicht nachvollziehbar, dass sie dies im Rahmen des rechtlichen Gehörs nicht 
klar darlegt und auch begründet, dass ihr ein weiteres Zusammenleben geradezu 
unzumutbar ist (dies nicht zuletzt auch, weil sie bereits aus ihrem ersten 
migrationsrechtlichen Verfahren bis vor Bundesgericht wissen musste, dass sie 
die häusliche Gewalt glaubhaft machen müsste). 

6.3.3  Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe das ärztliche 
Attest vom 8. November 2017 zu Unrecht als Gefälligkeitsattest bezeichnet, so ist 
darauf hinzuweisen, dass sich die Vorinstanz gleichwohl eingehend mit den 
entsprechenden Vorbringen auseinandergesetzt hat (vgl. hierzu den 
angefochtenen RRB Nr. 137/2018 vom 6.3.2018 Erw. 4.11.2-4.11.3). Die 
Vorinstanz folgerte, dass gewisse Divergenzen in den Angaben bzw. 
Ausführungen der Beschwerdeführerin und ihrer Psychiaterin bestehen, 
insbesondere bezüglich ihres Gesundheitszustandes sowie des Grundes für die 
Beendigung der Ehe. Auch wies sie darauf hin, dass das Attest vom 8. 
November 2017 nur sehr vage formuliert sei, sodass keine konkreten 
Anhaltspunkte für das Vorliegen von psychischer Gewalt zu entnehmen seien.

Dieser vorinstanzlichen Auffassung ist auch vorliegend zu folgen, denn das 
ärztliche Attest hält lediglich fest, dass die Beschwerdeführerin über 
Verhaltensweisen des Ehemannes bzw. Erfahrungen in der Ehe berichtet habe, 
die sich nachhaltig schädigend auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt 
hätten. Es habe sich dabei um Ausübung von unangebrachtem, übermässigem 
psychischen Druck von Seiten des Ehemannes gehandelt, um seinen Willen 
durchzusetzen. In der Folge hätten sie sich entschieden, die eheliche Beziehung 
zu beenden. Die gesundheitlichen Folgen bei einem weiteren Verbleib in dieser 
Ehe müssten für die Beschwerdeführerin als schädlich eingestuft werden.

Mit diesem allgemein gehaltenen ärztlichen Attest vermag die 
Beschwerdeführerin indes keine systematische, andauernde psychische 
Misshandlung bzw. Unterdrückung während der Ehe nachvollziehbar zu 
konkretisieren noch beweismässig zu unterlegen. Dies auch deshalb, da sie 
bereits seit dem 19. November 2013 und mithin zwei Jahre vor der 
Eheschliessung aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung bei der 
entsprechenden Psychiaterin zur Behandlung war und bereits vom 29. Oktober 
2014 bis 31. Dezember 2014 und somit rund ein Jahr vor der besagten 
Eheschliessung wegen schwerwiegenden Depressionen hospitalisiert werden 
musste. Soweit daher die Beschwerdeführerin behauptet, die massiven 
emotionalen Übergriffe durch ihren Ehemann hätten zu einer schweren 
Depression geführt, welche schliesslich einen Klinikaufenthalt notwendig 
gemacht hätten (vgl. Beschwerdeschrift vom 17. März 2018 Lit. B., Kapitel II 

15

Ziffer 4.5 Absatz 5), so trifft dies erwiesenermassen nicht zu. Es ist zwar 
festzustellen, dass gewisse eheliche Spannungen bereits kurz nach Eheschluss 
im Oktober 2015 vorherrschten (vgl. Korrespondenz der Eheleute) und diese sich 
auch auf die psychische Gesundheit der Beschwerdeführerin auswirken konnten. 
Indes kann aus dieser zusätzlichen Belastungssituation nicht ohne weiteres eine 
andauernde psychische Misshandlung bzw. Unterdrückung durch den Ehemann 
glaubhaft abgeleitet werden. Dem Bundesgerichtsurteil 2C_474/2014 vom 7. 
August 2015 kann zudem entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin 
bereits damals in psychiatrischer Behandlung war und diese auf die damalige, 
erste Ehe zurückführte. Auch eine Freundin bestätigte am 6. April 2018 (Bf-act. 
9), die Probleme in der ersten Ehe hätten bei der Beschwerdeführerin zu 
psychischen Problemen geführt, die eine Behandlung notwendig gemacht hätten. 
Das beigebrachte ärztliche Attest indes spricht ausschliesslich von ehelichen 
Problemen, ohne zu differenzieren. Schliesslich stellt die Beschwerdeführerin die 
Bedeutung der psychischen Probleme selber in Frage, wenn sie gegenüber dem 
Amt für Migration in der Stellungnahme vom 6. Oktober 2017 schreibt, sie gehe 
zwar zu einer Psychologin, um gewisse Dinge der Vergangenheit anzuschauen, 
sie sei aber durchwegs gesund und fit. Mithin vermag das ärztliche Attest vom 8. 
November 2017 keinesfalls eine häusliche Gewalt im Sinne einer systematischen 
Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben, glaubhaft zu 
machen. 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass sich die Einholung eines 
weiteren psychiatrischen Gutachtens mangels zeitlicher Nähe zu den 
behaupteten Übergriffen ihres Ehemannes denn auch erübrigt.

6.3.4  Die Vorinstanz hat die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich 
unkontrollierter Eifersucht, erniedrigender Behandlung, Drohung, emotionaler 
Erpressung, Spionage, Denunzierung sowie sozialer Isolation seitens ihres 
Ehemann und die von ihr entsprechend ins Verfahren eingebrachten bzw. 
beigezogenen Unterlagen − namentlich ärztliches Attest der Privatklinik 
G.________ vom 8. November 2017 sowie die Akten aus dem Verfahren des 
Bezirksgerichts F.________ − insgesamt eingehend und umfassend geprüft und 
beweiswürdigend gefolgert, die erhobenen Behauptungen und Vorwürfe 
bezüglich der massiven psychischen Gewaltanwendung seitens ihres 
Ehemannes seien unglaubhaft (vgl. hierzu den angefochtenen RRB Nr. 137/2018 
vom 6.3.2018 Erw. 4.4 - 4.12). Inwiefern diese Beweiswürdigung unrichtig sein 
soll, vermag die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nicht 
rechtsgenüglich zu begründen. Die Beschwerdeführerin wiederholt lediglich die 
gleichen pauschalen und vagen Behauptungen wie im vorinstanzlichen 

16

Verfahren bzw. weitgehend nur ihre eigene Sicht der Dinge, ohne diese weiter zu 
konkretisieren bzw. zu belegen (vgl. Beschwerdeschrift vom 17.3.2018 Lit. B., 
Kapitel I Ziffern 5-20 sowie Kapitel II Ziffern 4.5 - 4.8).

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass zweifelsohne keine 
glückliche eheliche Gemeinschaft vorlag und der Ehemann sich durchaus nicht 
immer geschickt verhalten haben mag (was er selber in seiner Stellungnahme 
antönt mit dem Hinweis, nicht immer "geduldig" reagiert zu haben). Eine 
eigentliche, häusliche Oppression ist aber nicht glaubhaft nachgewiesen. Allein 
eine unglückliche, nicht den Vorstellungen und Wünschen entsprechende Ehe 
vermag jedoch noch keine wichtigen persönlichen Gründe im Sinne von Art. 50 
Abs. 1 lit. b AuG darzustellen. 

6.4 Ebenso wenig liegt eine Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im 
Herkunftsland vor, weswegen auch unter diesem Titel kein Anspruch auf Bewilli-
gungsverlängerung besteht. Die von der Beschwerdeführerin gegen eine Rück-
reise lediglich pauschal vorgebrachten Gründe − Ausreise aus Russland vor rund 
13 Jahren, ganzes Berufsleben in der Schweiz verbracht, nur sporadischer bzw. 
distanzierter Kontakt zur Familie, schlechte soziale Stellung in Russland, (vorü-
bergehende) Wohnungs-, Erwerbs- und Mittellosigkeit − gehen nicht über die 
Entbehrungen hinaus, wie sie üblicherweise mit der Ausreise in ein wirtschaftlich 
weniger entwickeltes Land verbunden sind. Es ist denn auch nicht ersichtlich, 
weshalb die Beschwerdeführerin, die immerhin rund 24 Jahre in ihrer Heimat ge-
lebt und ihre Grund- sowie Berufsausbildung in Russland absolviert hat, bei ihrer 
Wiedereingliederung vor besondere Probleme gestellt werden sollte. Zudem wer-
den ihre Deutschkenntnisse, die hier absolvierten Ausbildungen und beruflichen 
Erfahrungen auch in der Heimat von Vorteil sein und die wirtschaftliche Einglie-
derung positiv unterstützen. Sodann kann aufgrund der Aktenlage (vgl. die mit 
der Beschwerdeschrift vom 17.3.2018 eingereichten Beilagen Nr. 8, 9, 18) der 
beschwerdeführerischen Behauptung, wonach sie seit ihrer Einreise in die 
Schweiz im Jahre 2007 keinen Kontakt zu ihren Landsleuten in der Schweiz bzw. 
Russland pflege, nicht gefolgt werden. Mithin kann insoweit ebenso wenig von 
einer Entwurzelung im Verhältnis zu ihrem Heimatland Russland gesprochen 
werden. Gründe, weshalb die Beschwerdeführerin sich in ihrem Heimatland in 
privater wie auch beruflicher Hinsicht nicht wieder integrieren sollte bzw. ihre so-
ziale Wiedereingliederung gefährdet sein sollte, sind weder dargetan noch er-
sichtlich. Auch in diesem Zusammenhang kann auf die zutreffenden Ausführun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Beschwerdeentscheid Nr. 137/2018 
vom 6.3.2018 Erw. 5).

17

6.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass aufgrund der im Recht 
liegenden Akten keine objektiven Anhaltspunkte, Arztberichte und dergleichen für 
das behauptete Vorhandensein ehelicher Gewalt während ihrer Ehe vorliegen 
noch die hierfür geforderte Intensität glaubhaft ist. Ferner kann im Falle einer 
Ausreise der Beschwerdeführerin aus der Schweiz nicht die Rede von einer star-
ken Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung in ihrem Heimatland Russland 
sein. Insgesamt sind die Vorinstanzen daher zu Recht davon auszugehen, dass 
die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung aus einem nachehelichen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und 
Abs. 2 AuG zu ihren Gunsten ableiten kann.

7.1 Die Nichtverlängerung der Bewilligung und die Wegweisung aus der 
Schweiz ist nicht automatische Rechtsfolge, sondern kommt nur in Frage, wenn 
dies bei sorgfältiger Ausübung des Ermessens als verhältnismässig erscheint. 
Gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der 
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhält-
nisse sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Besteht 
folglich kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, so liegt die 
Frage nach der Wegweisung bzw. nach der erneuten Bewilligungserteilung im 
behördlichen Ermessen (Bolzli, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka, Kom-
mentar Migrationsrecht, a.a.O., N 4 zu Art. 33 AuG).

7.2 Wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt, haben sich die Vorinstan-
zen in ihren angefochtenen Entscheiden nicht explizit zur Verhältnismässigkeit 
der Wegweisung geäussert. Indes liessen sich sowohl die Beschwerdeführerin, 
wie auch die Vorinstanzen im vorliegenden Verfahren eingehend hierzu verneh-
men, weshalb es sich aus prozessökonomischen Gründen rechtfertigt, sich mit 
den damit verbundenen Rügen vorliegend ebenfalls auseinanderzusetzen.

7.3 Die Vorinstanzen gewichten das öffentliche Interesse an einer restriktiven 
Migrationspolitik höher als die privaten, gesundheitlichen Interessen der Be-
schwerdeführerin am weiteren Verbleib in der Schweiz.

7.4 Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse ist zu wiederholen, dass die bald 
37-jährige Beschwerdeführerin zwar seit 2007 in der Schweiz gelebt hat, indes 
den prägenden Teil ihres Lebens im Heimatland verbracht hat, mit dessen Sitten 
und Gebräuchen sie nach wie vor bestens vertraut sein muss. Dass die Wieder-
eingliederung nicht mit besonderen Schwierigkeiten verbunden sein wird, hat das 
Gericht bereits zuvor ausgeführt (vgl. hierzu Erw. 6.4). Der Beschwerdeführerin 
wird es zu Beginn zwar sicherlich nicht allzu leicht fallen, nach Russland zurück-
zukehren, allerdings kann ihr das zugemutet werden. Von einer existenziellen 

18

Notlage kann keine Rede sein. Zudem war der Aufenthaltsweck des Verbleibs 
beim Ehegatten gerade Mal während 1.5 Jahren erfüllt. Der Beschwerdeführerin 
ist zugute zu halten, dass sie sich bis jetzt in der Schweiz klaglos verhalten hat. 
Positiv zu erwähnen ist ferner, dass sie keine Sozialhilfeleistungen bezogen hat 
und beruflich immer wieder Erwerbstätigkeiten nachging (allerdings wurden diese 
teils durch ihren Ehemann im Bekanntenkreis vermittelt und er unterstützte sie 
mit monatlichen Zahlungen in der Höhe von Fr. 3'000.-- zzgl. Rechnungsbeglei-
chungen, was nach der Trennung gefährdet war [vgl. Stellungnahme Beschwer-
deführerin vom 6.10.2017]). Des Weiteren hat die Beschwerdeführerin erfolgreich 
die deutsche Sprache erlernt. Diese Umstände lassen die vorinstanzliche Anord-
nung der Wegweisung jedoch noch nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen. Denn 
das Verhalten der Beschwerdeführerin geht insgesamt nicht über das hinaus, 
was allgemein erwartet werden darf.

7.5.1  Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, dass eine Rückkehr 
nach Russland infolge ihrer seit dem 19. November 2013 anhaltenden schwer-
wiegenden Depressionen und ihrer damit verbundenen Arzneimitteltherapie un-
zumutbar sei. Denn eine medizinische Behandlung sei infolge niedriger Gehälter, 
den schwierigen Arbeitsbedingungen und dem geringen Ansehen der Ärzte in 
Russland nicht gesichert. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis 
hin zur Suizidalität sei zu befürchten.

7.5.2  Medizinische Gründe sprechen praxisgemäss gegen die Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs (vgl. Art. 83 Abs. 4 AuG) bzw. für die Bejahung einer Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn bei der Rückkehr in die Heimat eine 
überlebensnotwendige Behandlung nicht erhältlich gemacht werden kann (me-
dizinische Notlage); die fehlende Möglichkeit der (Weiter-) Behandlung mit ande-
ren Worten eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Ge-
sundheitszustands nach sich zöge. Diesbezüglich gelten im Zusammenhang mit 
Art. 10 Abs. 3 BV bzw. Art. 3 EMRK (unmenschliche Behandlung), welche das 
Bundesgericht weitgehend auf die Auslegung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG über-
tragen hat, relativ hohe Anforderungen, da es dabei nicht unmittelbar um Hand-
lungen oder Unterlassungen staatlicher oder privater Akteure geht, sondern um 
einen natürlichen Prozess (Krankheit) bzw. das Verhalten der betroffenen Person 
selber, die zu den entsprechenden Konsequenzen (Tod, Verschlechterung des 
Gesundheitszustands usw.) führen (vgl. das EGMR-Urteil N. gegen Vereinigtes 
Königsreich vom 27.5.2008 [Grosse Kammer; Nr. 26565/05] § 29 f., 45 sowie 
die Urteile BGer 2C_672/2015 vom 14.3.2016 Erw. 2.2; 2C_856/2015 vom 
10.10.2015 Erw. 3 und 2C_1130/2013 vom 23.1.2015 Erw. 3, je mit Hinweisen; 
vgl. auch EMARK 2005/23). Abgesehen von aussergewöhnlichen Situationen, in 

19

welchen Art. 10 Abs. 3 BV bzw. Art. 3 EMRK eine Abschiebung verunmöglichen 
können, haben Personen ohne Aufenthaltsberechtigung regelmässig keinen ver-
fassungs- oder konventionsmässigen Anspruch darauf, im Aufnahmestaat ver-
bleiben zu können, um weiterhin medizinische, soziale oder andere Unterstüt-
zungsleistungen zu beziehen (Urteil BGer 2C_300/2016 vom 19.8.2016 Erw. 
4.4.5 mit Hinweisen; vgl. EMARK 2005/23 Erw. 5.1). 

7.5.3 Auch eine wegweisungs- oder krankheitsbedingte Gefahr, dass die betrof-
fene Person bei einer Pflicht, das Land verlassen zu müssen, ihrem Leben ein 
Ende setzen könnte, genügt rechtsprechungsgemäss nicht, um die Wegweisung 
bzw. deren Vollzug dauerhaft als unverhältnismässig bzw. unzulässig erscheinen 
zu lassen und die Erteilung einer nachehelichen Härtefallbewilligung zu rechtfer-
tigen (vgl. Urteil BGer 2D_14/2018 vom 13.8.2018). Die schweizerischen Behör-
den sind gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen 
Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmässig sicherzustellen, 
dass das Leben und die Gesundheit der rückkehrpflichtigen Person möglichst 
nicht beeinträchtigt wird; sie sind verfassungsrechtlich jedoch nicht verpflichtet, 
im Hinblick auf eine punktuell kritische psychische Situation in Abweichung von 
den gesetzlichen Vorgaben dem Gesuch auf Erteilung einer Anwesenheitsbe-
rechtigung zu entsprechen (vgl. BGE 139 II 393 Erw. 5.2.2; Urteile BGer 
2C_300/2016 vom 19.8.2016 Erw. 4.4.5 und 2C_856/2015 vom 10.10.2015 Erw. 
3.2.1 und 2C_573/2014 vom 4.12.2014 Erw. 4.3).

7.5.4  Dem ärztlichen Attest vom 8. November 2017 ist zu entnehmen, dass die 
Beschwerdeführerin infolge einer rezidivierenden depressiven Störung seit dem 
19. November 2013 in psychiatrischer ambulanter wie auch stationären Behand-
lung ist bzw. war. Akute suizidale Handlungen lassen sich diesem jedoch keine 
entnehmen. Auch lassen sich keine Hinweise entnehmen, es bestehe bei einer 
Rückkehr deswegen ein erhöhtes Risiko sich das Leben zu nehmen. Es ist nicht 
nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin nicht auch in ihrer Heimat be-
handelt und entsprechend betreut werden soll. Ohnehin ist darauf hinzuweisen, 
dass sich die Beschwerdeführerin selber für fit und gesund hält (vgl. Erw. 6.3.3). 
Die pauschal vorgebrachten Gründe, wonach eine medizinische Behandlung zu-
folge niedrigen Gehältern, schwierigen Arbeitsbedingungen und dem geringen 
Ansehen der Ärzte nicht gesichert sei, erweist sich nicht als wichtiger persönli-
cher Grund. Denn dies betrifft alle dort lebenden Personen gleichermassen. Zwar 
mag es der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer derzeitigen gesundheitlichen Pro-
bleme schwer fallen, die Schweiz verlassen zu müssen. Es ist denn auch unbe-
stritten, dass das Gesundheitswesen wie auch die Medikamente in Russland 
nicht mit jenen in der Schweiz verglichen werden können. Der blosse Umstand 

20

jedoch, dass diese nicht miteinander vergleichbar sind und die hiesige medizini-
sche Versorgung einem höheren Standard entspricht, hat jedoch nicht bereits die 
Unzumutbarkeit einer Rückkehr in die früheren Verhältnisse zur Folge (vgl. BGE 
139 II 393 Erw. 6 mit Hinweis auf Urteil BGer 2C_833/2011 vom 6.6.2012 Erw. 
3.3.2 und BGE 128 II 200 Erw. 5.3). Es handelt sich hierbei um keinen wichtigen 
persönlichen Grund, der einen weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der 
Schweiz erforderlich machen würde. 

7.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanzen mit dem Entscheid 
der Wegweisung, wonach die öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung das private Interesse der Beschwerdeführerin am wei-
teren Aufenthalt in der Schweiz überwiegen, den ihnen zustehenden Ermessens-
spielraum nicht überschritten haben.

8.1 Nach dem Gesagten haben die Vorinstanzen die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu Recht verfügt. Die Wegwei-
sung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz erweist sich als recht- und ver-
hältnismässig. Die Beschwerde ist damit unbegründet und daher abzuweisen.

8.2 Diesem Ergebnis entsprechend werden die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden 
Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der Be-
schwerdeführerin auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP). Anspruch auf Parteientschädigung 
besteht nicht.

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat einen Kos-
tenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rechnung ausgeglichen 
ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst 
- das Amt für Migration 
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 28. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. September 2018