# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1f097e3-5d19-5ec3-8dcc-6aec9765ed5e
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-10
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 10.01.2024 60/2023/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_60-2023-11_2024-01-10.pdf

## Full Text

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Submission; Rechtzeitigkeit von Rügen; Vollständigkeit von Angeboten; 

qualitative Angebotsbewertung; Bewertungsmassstab einer Notenskala – 

Art. 3 EG BGBM; § 5 Abs. 1 ViVöB; Art. 27 lit. h VRöB.  

Eine inhaltliche Ergänzung der Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist ist 

– abgesehen von echten Noven – grundsätzlich nur zulässig, soweit Eingaben an-

derer Verfahrensbeteiligter dazu Anlass geben oder die Vorbringen nicht früher 

beigebracht werden konnten; verspätete Rügen sind nicht zu hören (E. 2). 

Von der Anbieterin im Projekt vorgesehene aber nicht von ihr angebotene Leistun-

gen (Turmsanierung) sind nicht beim Preis, sondern bei der qualitativen Bewertung 

zu berücksichtigen (E. 6.2). 

Wurde eine in der Ausschreibung geforderte aber beim Zuschlag nicht berücksich-

tigte Option (Grauwassernetz) nicht angeboten, führt dies nicht zwingend zum Aus-

schluss des Angebots (E. 8.3). 

Die Anwendung einer Notenskala bedingt einen der Notenskala zugrundeliegen-

den Bewertungsmassstab (E. 14.1). 

OGE 60/2023/11 vom 22. Dezember 2023 

Keine Veröffentlichung im Amtsbericht 

Sachverhalt 

Die Stadt Schaffhausen führte zur Neuerstellung eines Werkhofs unter dem Titel 

"Gesamtleistungswettbewerb Magazin Birch" eine Submission im selektiven Ver-

fahren im Staatsvertragsbereich durch. Den Zuschlag erteilte sie der X. AG (Ange-

botspreis: Fr. 11'549'110.–; Bewertung mit 4.19 von 5 Punkten). Dagegen erhob 

die zweitplatzierte Y. AG (Bewertung mit 3.83 von 5 Punkten) Beschwerde ans 

Obergericht des Kantons Schaffhausen. Dieses hiess die Beschwerde bloss in ei-

nem untergeordneten Punkt teilweise gut und erteilte (wiederum) der X. AG den 

Zuschlag für die Summe von Fr. 11'249'109.90. 

Aus den Erwägungen 

2. Das Obergericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Untersu-

chungsgrundsatz; Art. 44 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 

20. September 1971 [VRG, SHR 172.200] i.V.m. Art. 7 des Einführungsgesetzes 

zum BGBM vom 29. Juni 1998 [EG BGBM, SHR 172.500] und § 5 Abs. 2 der 

Verordnung zur IVöB vom 15. April 2003 [ViVöB, SHR 172.511]) und wendet das 

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Recht von Amtes wegen an. Der Untersuchungsgrundsatz wird indes durch das 

Rügeprinzip bzw. die Mitwirkungspflichten der Parteien relativiert, wonach diese 

die notwendigen Sachvorbringen fristgerecht selbst vorzutragen haben (vgl. Art. 3 

EG BGBM und § 5 Abs. 1 ViVöB). Das Obergericht kann in diesem Sinne Fragen 

nachgehen, die von den Parteien zwar nicht ausdrücklich aufgeworfen wurden, zu 

deren Beantwortung aufgrund der Parteivorbringen in Kombination mit den Akten 

aber Anlass besteht bzw. wenn rechtliche Mängel offensichtlich sind (zum Ganzen 

OGE 60/2022/3 vom 21. Februar 2023 E. 10 mit Hinweisen). Davon unabhängig 

ist eine inhaltliche Ergänzung der Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist – 

abgesehen von echten Noven – grundsätzlich nur zulässig, soweit Eingaben an-

derer Verfahrensbeteiligter dazu Anlass geben oder die Vorbringen nicht früher 

beigebracht werden konnten; verspätete Rügen sind nicht zu hören (vgl. OGE 

60/2020/39 vom 21. Dezember 2021 E. 1.2 mit Hinweisen). 

3. Die Beschwerdeführerin bringt erst in der Stellungnahme vom 23. März 

2023 vor, sie habe keine an sie adressierte Verfügung und keine summarische 

Begründung des Zuschlagsentscheids erhalten. Soweit sie diese Umstände bei der 

Kostenverlegung berücksichtigt haben will, erfolgen die Rügen verspätet und sind 

nicht zu hören. 

4. Die Beschwerdeführerin bringt in der Replik vom 22. Mai 2023 vor, das Ju-

ryprotokoll vom 23. [recte: 20.] Februar 2023 sei nicht unterzeichnet und erst nach 

der Publikation des Zuschlags verfasst worden. Letzteres ist offensichtlich unzu-

treffend. Die Jurysitzung datiert vom 16. Dezember 2022. Das Protokoll wurde am 

23. Dezember 2022 erstellt, was sich aus dem Datum der Fusszeile auf der letzten 

Seite ergibt. Zwar ist jeweils im "Briefkopf" des Protokolls der 20. Februar 2023 

aufgeführt. Dabei dürfte es sich aber um das Druckdatum handeln. Die Stadt 

Schaffhausen weist sodann zu Recht darauf hin, beim Protokoll handle es sich um 

ein Hilfsprotokoll und der Jurybericht sei vorschriftsgemäss unterzeichnet worden. 

Dem setzt die Beschwerdeführerin zu Recht nichts mehr entgegen. Sie rügt jedoch, 

A. habe an der Jurysitzung teilgenommen, sei aber im Wettbewerbsprogramm 

nicht aufgeführt gewesen. Aus dem Juryprotokoll gehe nicht hervor, ob dieser Ex-

perte nur beratend teilgenommen habe. Die Stadt Schaffhausen erklärt, A. habe 

per 1. August 2022 die Leitung des städtischen Hochbauamts übernommen und 

sei in dieser Funktion als Experte beigezogen worden. Ein Stimmrecht sei ihm nicht 

zugekommen. Die Teilnahme A.'s als Experte und nicht als Preisrichter ergibt sich 

unmittelbar aus der ersten Seite des Juryprotokolls, wonach A. als neuer Stadtbau-

meister (Nachfolger von B.) an der Jurierung als zusätzlicher Experte teilnehme. 

Die Teilnahme A.'s als Experte und nicht als Preisrichter ergibt sich schliesslich 

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auch direkt aus der Publikation des Zuschlags und dem Jurybericht. Beide Doku-

mente lagen der Beschwerdeführerin bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeerhe-

bung vor. Insofern ist die Rüge betreffend die Teilnahme A.'s ohnehin verspätet. 

5. Die Beschwerdeführerin bringt weiter auch erst in der Replik vom 22. Mai 

2023 vor, der Preisrichter-Ersatz C. sei befangen, da er als Wettbewerbsbegleitung 

in einem Auftragsverhältnis zur Stadt Schaffhausen stehe. Dies sei gemäss 

Art. 10.4–10.7 SIA 142 nicht zulässig, da somit über die Hälfte des Preisgerichts 

aus nicht unabhängigen Preisrichtern bestehe. Hinzu komme, dass C. an der Be-

wertung der Projekte sowie an der Beantwortung der Fragen federführend teilge-

nommen habe, was ebenfalls unzulässig sei. Der Beschwerdeführerin war bereits 

im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung bekannt, dass C. mit der Wettbewerbsbe-

gleitung beauftragt war, dass das Büro von C. die Fragenbeantwortung durchführte 

und dass C. als Preisrichter-Ersatz fungierte. Die auf die Befangenheit C.'s und auf 

die unzulässige Zusammensetzung des Preisgerichts zielenden Rügen hätten in-

nerhalb der Beschwerdefrist erfolgen können. Sie sind verspätet und nicht zu hö-

ren. Unabhängig davon ist darauf hinzuweisen, dass die Teilnahme C.'s als Preis-

richter-Ersatz bereits in der Ausschreibung vom 8. April 2022 angekündigt wurde. 

Die selbständig anfechtbare Ausschreibung (vgl. Art. 15 Abs. 1bis lit. a der Interkan-

tonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 

1994/15. März 2001 [IVöB, SHR 172.510]) blieb unangefochten, weshalb eine 

nachträgliche Überprüfung der Zusammensetzung des Preisgerichts gestützt auf 

die vorgetragenen Rügen ausser Betracht fällt. 

6. Damit die Beschwerdeführerin den Zuschlag erhalten bzw. ihre Be-

schwerde gutgeheissen werden kann, darf ihr Angebot nicht vom Verfahren aus-

geschlossen werden. 

6.1. Die Stadt Schaffhausen weist darauf hin, der Beitrag der Beschwerdefüh-

rerin sehe den Erhalt des Wasserturms vor. Die Beschwerdeführerin habe in ihrem 

Angebot für die Sanierung des Wasserturms jedoch keine Kosten genannt. Das 

Angebot der Beschwerdeführerin sei daher unvollständig. Die Beschwerdeführerin 

bestreitet nicht, zum Erhalt des Wasserturms keine Kosten angegeben zu haben. 

Sie macht indes geltend, der Erhalt des Wasserturms sei keine offerierte Option, 

sondern lediglich eine zusätzliche Idee gewesen. 

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6.2. Im Rahmen der Fragenbeantwortung wurde zum alten Wasserturm am 

Schluss das Folgende ausgeführt: 

Zusätzliche Information: 

Es hat sich eine Gruppe von Personen gemeldet, welche den alten Wasserturm 

gerne erhalten möchten. 

Das Hochbauamt der Stadt Schaffhausen hat diese Option bereits im Zuge der 

Wettbewerbsvorbereitung geprüft. Dabei ist aber deutlich geworden, dass der 

Erhalt des Turmes mit grossen Problemen verbunden wäre und die kon-

zentrierte, ressourcenschonende Überbauung verunmöglichen oder zumindest 

stark erschweren würde. Aus diesem Grund wurde die Entlassung des Turms 

aus dem VKD beantragt. Der Entlassung wurde in der Folge zugestimmt, und 

damit der Rückbau ermöglicht. 

Grundsätzlich schliesst das Wettbewerbsprogramm aber nicht aus, den Turm zu 

belassen und zu sanieren. Die im Wettbewerbsprogramm enthaltenen Vorgaben 

und Ziele müssen aber eingehalten werden. 

Es ist zutreffend, dass der Beitrag der Beschwerdeführerin den Erhalt des Wasser-

turms als Möglichkeit vorsah: 

DER TURM – EIN HISTORISCHER ZEITZEUGE 

Ein Abbruch des historischen Wasserturmes ist nicht notwendig, der Perimeter 

lässt genügend Gestaltungsfreiheiten. Der Turm soll vielmehr erhalten und leicht 

saniert werden. Sollte eine Sanierung nicht möglich oder erwünscht sein, würde 

das Projekt auch ohne Turm funktionieren. 

Das Wahrzeichen für die industrielle Vergangenheit wird den Ort weiterhin prä-

gen und ist Orientierungs- und Identifikationsobjekt des neuen Magazins Grün 

Schaffhausen. Zusätzlich wird der Turm mit wenigen kleinen Eingriffen zum 

neuen Lebensraum für gefährdete und ortstypische Tierarten. 

Dachöffnungen werden belassen, Fledermauskästen und Vogelbrutkästen wer-

den montiert, stellenweise Lehmputzschichten und Fassadenbegrünung bilden 

neue Lebensräume für Insekten. So entsteht vor dem Turm ein neuer Begeg-

nungs- und Beobachtungsort für Naturfreunde. 

Ebenso trifft zu, dass die Beschwerdeführerin für die Sanierung des Turms kein 

Preisangebot eingereicht hat. Indes stellt sich die Frage, ob die Beigeladene 

ihrerseits ein gültiges Preisangebot für die Turmsanierung eingereicht hat. Der 

von ihr offerierte Pauschalpreis gemäss Totalunternehmerangebot beträgt 

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Fr. 11'249'109.90 (inkl. MwSt.). In der Kostenzusammenstellung ist unter 

BKP 211.7 "Instandsetzungsarbeiten" eine "Budgetposition für Erhalt Wasserturm" 

von Fr. 300'000.– vorgesehen. Dieser Betrag wurde in der Kostenzusammenstel-

lung nicht aufsummiert und ist nicht im Pauschalpreis von Fr. 11'249'109.90 ent-

halten. Ebenso enthält der Baubeschrieb der Beigeladenen keine Ausführungen 

zur BKP-Position 211.7 "Instandsetzungsarbeiten", sondern hält unter BKP 291 

"Architektur" lediglich fest, der Turm werde erdbebenertüchtigt und sanft saniert 

und im Inneren werde eine neue Stahltreppe die gesamte Höhe erlebbar machen; 

es sei denkbar, dass dort die Geschichte der örtlichen Industrialisierung für Schul-

klassen und Interessierte erklärt und sichtbar gemacht werden könne. Daher ist 

– entgegen der Stadt Schaffhausen – davon auszugehen, dass die Beigeladene 

ebenfalls kein Preisangebot für die Turmsanierung eingereicht hat. Dies erscheint 

allerdings nicht zwingend. So ist bzw. war der Abbruch der bestehenden Bauten, 

inkl. Wasserturm, Sache der Stadt Schaffhausen und nicht Teil der ausgeschrie-

benen Leistungen. Entsprechend ist auch die Turmsanierung grundsätzlich Sache 

der Stadt Schaffhausen und nicht zwingend Teil der zu beschaffenden Leistungen. 

Mangels eines Preisangebots für die Turmsanierungsarbeiten braucht es demnach 

ein separates Beschaffungsverfahren. Folglich sind in der vorliegenden Ausschrei-

bung die Sanierungskosten nicht beim Preis, sondern bei den qualitativen Zu-

schlagskriterien im Rahmen der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Dies ermög-

licht letztlich auch eine Vergleichbarkeit mit denjenigen Beiträgen, die vom Abbruch 

des Wasserturms und somit von im Vergleich zu einer Sanierung geringeren Kos-

ten für die Stadt Schaffhausen ausgehen. Somit ist der Beitrag der Beigeladenen 

ausgehend von einem Angebotspreis von Fr. 11'249'109.90 (inkl. MwSt.) beim 

Zuschlagskriterium 2 "Preisangebot" (Gewichtung 40% und lineare Preisbewer-

tungsformel mit einer Preisspanne von 50%) mit der Note 3.72 anstelle der 

Note 3.42 zu bewerten: 

Max. Punkte 5 x (Mindestpreis Fr. 9'973'147.– + Preisspanne Fr. 4'986'573.50 –  

Angebotspreis Fr. 11'249'109.90) 

Preisspanne Fr. 4'986'573.50 Mio. 

6.3. Mangels eines Angebots für die Turmsanierung erweist sich der Zuschlag 

an die Beigeladene für die Angebotssumme von Fr. 11'549'110.– allerdings als 

rechtsfehlerhaft, da in dieser Summe auch die Kosten für die Turmsanierung ent-

halten sind. Die Beschwerde erweist sich im Umfang der Turmsanierungsarbeiten 

als begründet. Der Zuschlag ist somit in diesem Umfang aufzuheben. Für die Turm-

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sanierungsarbeiten hat die Stadt Schaffhausen ein separates Beschaffungsverfah-

ren durchzuführen, an dem sich gegebenenfalls auch die Beschwerdeführerin wird 

beteiligen können. 

7. Die Beschwerdeführerin verwies bereits in der Beschwerde auf die Einhal-

tung des Kostenrahmens von Fr. 9 Mio. Dieser Betrag solle nicht überschritten wer-

den, was an der Begehung vor Ort nochmals explizit erwähnt worden sei. In der 

Beschwerdeergänzung schliesst sie, gestützt auf die Angaben im Wettbewerbs-

programm, die Fragenbeantwortung und die vergaberechtlichen Prinzipien der 

Transparenz sowie der Gleichbehandlung aller Anbieterinnen sei von einem fixen 

Kostenrahmen auszugehen, der einzuhalten sei. 

7.1. Vorgaben der Ausschreibung sind nach dem Vertrauensprinzip so auszu-

legen, wie sie von den Anbieterinnen in guten Treuen verstanden werden durften 

und mussten. Auf den subjektiven Willen der Vergabestelle bzw. der für diese han-

delnden Personen kommt es nicht an. Das Gericht hat im Beschwerdeverfahren 

angesichts des Spielraums, welcher der Vergabestelle bei der Umsetzung der in 

den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Vorgaben zukommt, von mehreren 

möglichen Auslegungen indes nicht die ihm zweckmässig scheinende auszuwäh-

len, sondern die Grenze des rechtlich Zulässigen abzustecken (OGE 60/2022/3 

vom 21. Februar 2023 E. 5.1 mit Hinweis auf BGer 2C_698/2019 vom 24. April 

2020 E. 4.3 und OGE 60/2020/39 vom 21. Dezember 2021 E. 2.2). 

7.2. Die Ausschreibungsunterlagen sehen nicht ausdrücklich vor, dass Bei-

träge, welche den Kostenrahmen von Fr. 9 Mio. nicht einhalten, für den Zuschlag 

nicht in Frage kommen. Das Wettbewerbsprogramm führt zum bestehenden Rea-

lisierungskredit und zur Werkvertragssumme Folgendes aus: 

In der Volksabstimmung vom 26.9.2021 wurde bereits ein Realisierungskredit 

gutgeheissen. Darin enthalten ist die Werkvertragssumme von Fr. 9 Mio. exkl. 

MwSt. für die Leistungen gemäss vorliegender Ausschreibung. Dieser Betrag 

soll nicht überschritten werden. 

Das Wettbewerbsprogramm führt zur Weiterbearbeitung des Siegerprojekts so-

dann u.a. Folgendes aus: 

Sofern sich die gesamten Projektkosten innerhalb des vom Souverän bewilligten 

Globalkredites befinden, kann die Veranstalterin unmittelbar an den Wettbewerb 

ohne weitere Volksabstimmung einen Werkvertrag eingehen. 

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Die Veranstalterin behält sich als Bauherrschaft ausdrücklich das Recht vor, vor-

gängig Modifikationen, beispielsweise aus Kostengründen, anzuordnen. Ent-

spricht keines der eingereichten Projekte den Erwartungen des Auftraggebers 

oder scheitert die Realisierung an der fehlenden Zustimmung der politischen In-

stanzen, so behält sich der Auftraggeber das Recht vor, auf die Ausführung des 

Wettbewerbsprojektes ohne weitere Entschädigung zu verzichten. 

Die Kosten waren auch Thema der Fragenbeantwortung: 

3.  Den Wettbewerbsunterlagen liegt eine Kostenschätzung/Baubeschrieb  

der Motivo bei. Diese bildet Gesamtkosten BKP 1-9 inkl. MwSt. von 

CHF 13'997'900.– ab. Bei der offiziellen Begehung vor Ort wurde mitgeteilt, dass 

die nördliche Zufahrt nicht Teil vom Projekt ist und somit ca. CHF 1'000'000.– 

weniger Kosten anfallen. Im Wettbewerbsprogramm auf Seite 4 wird eine Werk-

vertragssumme exkl. MwSt. von CHF 9'000'000.– ausgewiesen. Wie erklärt sich 

die Differenz von ca. CHF 3'000'000.–? 

Antwort: Ausgehend von der Kostenschätzung hat die Bauherrschaft Einsparun-

gen und Umbuchungen vorgenommen. So wurden beispielsweise Mehrwert-

steuer, Vorstudien, Abbrüche, Mobiliar und grosse Teile der Umgebungsarbei-

ten herausgerechnet. Die Bauherrschaft ist der Meinung, die beschriebenen 

Leistungen seien im Bereich von 9 Mio. Fr. ausführbar (zumindest ohne Berück-

sichtigung der aktuellen Teuerung). 

Ein frankenmässiger Nachvollzug der Überarbeitung ist nicht erforderlich, da be-

züglich Projektumfang und Standard das Wettbewerbsprogramm massgebend 

ist und nicht die Machbarkeitsstudie. 

4. Wie setzt sich die Vorgabe der Werkvertragssumme in Höhe von 9 Mio. zu-

sammen? 

In der Kostenschätzung vom 18.01.2021 der Motivo ging man von knapp 14 Mio. 

aus. 

Antwort: s. vorhergehende Antwort. 

7.3. Die Ausschreibung enthält sicherlich eine Anweisung an die Anbieterinnen, 

sich an der Werkvertragssumme von Fr. 9 Mio. zu orientieren. Der Hinweis, wo-

nach der Betrag von Fr. 9 Mio. exkl. MwSt. nicht überschritten werden solle, ist hier 

jedoch nicht als eigentliche Vorgabe zu verstehen, deren Nichtbeachtung zum Aus-

schluss des Angebots führt. Die Verwendung des Verbs "sollen" bringt den Effekt 

einer sprachlichen Ungenauigkeit mit sich, die sowohl eine Auslegung als eigentli-

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che Vorgabe als auch eine Auslegung als reine Orientierungshilfe zulässt. Im Rah-

men der Fragenbeantwortung war denn auch von einem "Bereich" von Fr. 9 Mio. 

die Rede (vgl. oben E. 7.2). Hätte die Stadt Schaffhausen die Fr. 9 Mio. als feste 

Grenze verankern wollen, hätte sie wohl die Vorgabe gemacht, dass das Angebot 

diesen Betrag nicht überschreiten darf oder unter diesem Betrag bleiben muss. 

Wie die Stadt Schaffhausen zutreffend ausführt, gibt es gute Gründe, den Anbie-

terinnen einen Hinweis auf die erwartete Grössenordnung des Projekts zu geben. 

Einer Vergabestelle steht es frei, eine Beschaffung abzubrechen, wenn sich die 

eingereichten Angebote ausserhalb ihrer preislichen Vorstellung bewegen. Dass 

auch die Anbieterinnen die Werkvertragssumme von Fr. 9 Mio. offenbar als Orien-

tierungshilfe auffassten, zeigt sich bereits darin, dass fünf der sechs Anbieterinnen, 

einschliesslich der Beschwerdeführerin, diese Summe zum Teil klar überschritten. 

Die Anbieterinnen konnten dabei namentlich nicht darauf vertrauen, dass die Werk-

vertragssumme von Fr. 9 Mio. für die Bewertung indexiert wird, da eine solche 

Indexierung in den Ausschreibungsunterlagen nicht angekündigt worden war (vor-

gesehen war lediglich eine Indexierung der angebotenen Preise ab 1. Januar 

2023). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Stadt Schaffhausen das Ange-

bot der Beigeladenen wie auch dasjenige der Beschwerdeführerin trotz Über-

schreitens der Werkvertragssumme von Fr. 9 Mio. für den Zuschlag berücksichtigt 

hat. 

8. Die Beschwerdeführerin beantragt gestützt auf die Einsicht in die Vergabe-

akten mit Beschwerdeergänzung vom 19. Juli 2023, die Beigeladene bzw. deren 

Wettbewerbsbeitrag wegen Unvollständigkeit des Angebots vom Verfahren auszu-

schliessen. 

8.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Beitrag der Beigeladenen sei 

in Bezug auf die Option "Grauwassernetz" unvollständig. Das Wettbewerbspro-

gramm habe vorgesehen, dass die gesamte Grauwasseranlage als Option mit ei-

nem pauschalen Zusatzpreis errechnet werden solle. Auf dem Formular "Kosten-

zusammenstellung" sei der pauschale Preis für die Option "Grauwassernetz" inkl. 

Erdarbeiten, Elektroanschlüsse, Planungskosten, Honorare, TU-Zuschläge etc. als 

Zusatz zur Grundversion mit Trinkwasserspeisung auszuweisen gewesen. Ein An-

gebot ohne Option "Grauwassernetz" sei nicht zulässig gewesen. Die Beigeladene 

habe keine solche Option angeboten. Der Wettbewerbsbeitrag der Beigeladenen 

sei wegen Unvollständigkeit vom Verfahren auszuschliessen. Die Stadt Schaffhau-

sen führt hierzu aus, im Angebot der Beigeladenen sei diese Option erwähnt. Auch 

sei zudem "Komplettes Grauwassernetz als Zusatz zur Grundversion gemäss 

Pkt. 12.7" vermerkt worden. Richtig sei, dass dort ein Preis gefehlt habe. Es sei 

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jedoch davon ausgegangen worden, dass dieser in der Kostenübersicht mitberück-

sichtigt worden sei. Wäre eine Bereinigungsphase durchgeführt worden, hätte 

nachgefragt werden können, ob die Option bereits im Gesamtbetrag einkalkuliert 

worden sei. Das Preisgericht habe zu Recht entschieden, dass dies aber nicht we-

sentlich sei – die übrigen Anbieterinnen hätten für die Option zwischen Fr. 33'925.– 

und 202'648.– (inkl. MwSt.) offeriert – und dass sich ein Ausschluss nicht rechtfer-

tige. Das Preisgericht sei demnach davon ausgegangen, die Kosten seien bereits 

im Angebot enthalten. 

8.2. Das Wettbewerbsprogramm führt zum Grauwassernetz Folgendes aus: 

12.7 Grauwassernetz 

In Anbetracht der relativ grossen Dachflächen und des ansehnlichen Bedarfes 

an Waschwasser für die Waldfahrzeuge könnte eine Anlage zur Regenwas-

sernutzung ökologisch und finanziell vorteilhaft sein. Da deren Wirtschaftlichkeit 

aber noch nicht nachgewiesen werden konnte und es nicht sicher ist, ob die 

Anlage innerhalb des Kostendaches erstellt werden kann, soll die gesamte 

Grauwasseranlage als Option mit einem pauschalen Zusatzpreis errechnet wer-

den. 

Die gesamte Anlage besteht aus Erdtank, Komplettmodul, Grauwassernetz und 

allen erforderlichen Leitungen und Anschlüssen. 

Funktionsweise: Das Wasser aller Dachflächen wird in einem unterirdischen 

Tank gesammelt, vor dem Tank wird ein Schlammfang installiert. Mittels einer 

Pumpenanlage wird das Wasser des Tanks auf den Betriebsdruck von ca. 4 bar 

gepumpt und in einem Grauwassernetz zu allen WC-Spülkästen und dem Aus-

senhahn bei Pkt. 11.6 NB E, Fahrzeughallen, Position "Waschplatz" geführt. 

Das dem Tank zu viel zugeführte Wasser wird über einen syphonierten Überlauf 

der Sauberwasserkanalisation zugeleitet. 

Erforderliche Elemente: 

Erdtank aus Beton- oder Kunststoff mit Fassungsvermögen von ca. 30 m3, inkl. 

Domschacht und Schachtdeckel, LKW-befahrbar, mit beruhigtem Einlauf, 

schwimmende Entnahme mit Feinfilter, Siebfilter, demontierbar zum Reinigen, 

Steuer- und Saugleitung von Tank zu Komplettmodul; 

Kompakte Pump- und Steuerungseinheit (Komplettmodul) in nahe gelegenem, 

frostfreiem Raum; automatische Steuerung, integrierter Notüberlauf, wartungs- 

und korrosionsfrei, Kreiselpumpe mit Schaltautomat und Trockenlaufschutz, in-

tegrierte Trinkwassernachspeisung in Vorlagebehälter, Füllstandsanzeige, 

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Schwimmerventil, kompakte Bauform, vollständig vormontiert, rückspülbarer 

Feinfilter vor Netzeinspeisung, Beschriftungsset; 

Ausführung des Grauwassernetzes analog Trinkwassernetz; 

Anlage wie Aqua-Center-Silentio Connect der Firma Otto Graf GmbH, D-793312 

Teningen, oder gleichwertig, auf Schweizer Vorschriften angepasst; 

Auf dem Formular "Kostenzusammenstellung" ist der pauschale Preis für die 

Option "Grauwassernetz" inkl. Erdarbeiten, Elektroanschlüsse, Planungskosten, 

Honorare, TU-Zuschläge, etc. als Zusatz zur Grundversion mit Trinkwasserspei-

sung auszuweisen. 

Dem Beitrag der Beigeladenen ist punkto nachhaltiges Bauen folgende Aussage 

zu entnehmen: 

Durch den Neubau wird ein Grossteil der Oberfläche des Betrachtungsperime-

ters versiegelt. Damit dennoch das anfallende Regenwasser dem unmittelbaren 

Kreislauf nicht entzogen wird, gelangt es vom befahrenen Bereich, dem Flach-

dach des Hauptbaus und dem Satteldach der Fahrzeughalle über Schlamm-

sammler zurück in den Vorfluter Durach. Vor dem Waschplatz könnte ein Re-

genwassertank im Boden verbaut werden, dies ist im Projekt als Preisoption 

ausgewiesen. Gespiesen würde dieser über das anfallende Meteorwasser des 

Satteldachs. Mittels einer Pump- und Druckerhöhungsanlage könnte das Grau-

wasser für die Fahrzeugreinigung genutzt werden.  

8.3. Der Kostenzusammenstellung der Beigeladenen ist keine Preisoption für 

ein Grauwassernetz zu entnehmen, sei es für ein komplettes Grauwassernetz, sei 

es für eine Grauwasseranlage für die Fahrzeugreinigung. Soweit die Stadt Schaff-

hausen darauf hinweist, dass die Option Grauwassernetz im Angebot bzw. in der 

Kostenzusammenstellung unter "Komplettes Grauwassernetz als Zusatz zu 

Grundversion gemäss Pkt. 12.7" erwähnt werde, genügt der Hinweis, dass diese 

Position bereits im Kostenzusammenstellungsformular war. Selbst wenn die Op-

tion für eine Grauwasseranlage für die Fahrzeugreinigung tatsächlich im Totalun-

ternehmerangebot enthalten sein sollte, ohne separat ausgewiesen worden zu 

sein, wie von der Stadt Schaffhausen in Erwägung gezogen, bleibt der Umstand, 

dass dem Angebot der Beigeladenen keine Option für ein komplettes Grauwasser-

netz zu entnehmen ist. Das Angebot der Beigeladenen ist folglich dahingehend zu 

verstehen, dass sie entgegen den Vorgaben des Wettbewerbsprogramms keine 

Option für ein komplettes Grauwassernetz ausgewiesen hat. Das Angebot der Bei-

geladenen erscheint in diesem Sinne als unvollständig. Zu beachten ist allerdings, 

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dass die Option für ein komplettes Grauwassernetz jeweils nicht Teil der Totalun-

ternehmerangebote war. Massgebend war das Offertformular, welches auf einen 

Pauschalpreis lautete. In diesem Pauschalpreis war die Option für ein komplettes 

Grauwassernetz nicht enthalten, denn das aus dem Kostenzusammenstellungsfor-

mular in das Offertformular zu übertragende Total war ausdrücklich exklusive der 

Grauwassernetzoption. Dementsprechend wurde die Option auch nicht in die 

Preisbewertung miteinbezogen. Hinzu kommt, dass die Anbieterinnen nur einen 

Pauschalpreis für ein komplettes Grauwassernetz auszuweisen hatten. Sie muss-

ten keine planerische oder technische Lösung für ein solches Netz aufzeigen. So 

lässt sich denn auch dem Baubeschrieb der Beschwerdeführerin nichts zu einem 

Grauwassernetz entnehmen. Dementsprechend war das Grauwassernetz auch 

nicht Gegenstand der qualitativen Bewertung. Unter diesen Umständen hatte die 

Nennung eines pauschalen Preises für ein komplettes Grauwassernetz lediglich 

die Funktion, der Stadt Schaffhausen Indikatoren zur Beurteilung der noch offenen 

Frage der Wirtschaftlichkeit eines solchen Netzes zu liefern. Zu welchem Schluss 

die Stadt Schaffhausen bezüglich der Wirtschaftlichkeit eines kompletten Grau-

wassernetzes gekommen ist, ist im Übrigen nicht bekannt. Jedenfalls lässt sich 

dazu weder dem Jurybericht noch dem Beschluss des Stadtrats vom 24. Januar 

2023 etwas entnehmen. Soweit die Stadt Schaffhausen das Magazin Birch noch 

mit einem kompletten Grauwassernetz ausstatten möchte, müsste sie eine sepa-

rate Beschaffung tätigen. Vor diesem Hintergrund erschiene es unverhältnismäs-

sig, das Angebot der Beigeladenen wegen der fehlenden, im Endeffekt unverbind-

lichen Option für ein komplettes Grauwassernetz gestützt auf Art. 27 lit. h der 

Vergaberichtlinien vom 15. April 2003 zur IVöB (VRöB, SHR 172.512) aus dem 

Verfahren auszuschliessen, zumal die Vergleichbarkeit der Angebote dadurch 

nicht beeinträchtigt wird (vgl. OGE 60/2020/39 vom 21. Dezember 2021 E. 4.4.1). 

Der Antrag auf Ausschluss des Angebots der Beigeladenen ist abzuweisen. 

9. Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine unzulässige Änderung bzw. Erwei-

terung der qualitativen Zuschlagskriterien. 

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9.1. Das Wettbewerbsprogramm sah zur qualitativen Bewertung der Angebote 

Folgendes vor: 

Gestalterische und funktionelle Qualitäten (Gewichtung 60 %) 

Es kommen folgende Beurteilungskriterien zur Anwendung: 

- Städtebau und Gestaltung: 

städtebauliche und landschaftsgestalterische Einpassung, architektonischer 

Ausdruck, räumliche Qualität der Bauten und Innenräume, Verkehrsführung, 

Freiraumgestaltung; 

- Qualitäten für die Nutzer: 

Funktionalität Gesamtbetrieb, Erfüllung Raumprogramm, Identifikationsmöglich-

keiten; Wirtschaftlichkeit bezüglich der zu erwartenden Betriebs- und Unterhalts-

kosten; 

- Ökologie und Nachhaltigkeit: 

Nachhaltigkeit bezüglich Ökologie, energetischer Aspekte und der Konstruktion. 

Erläuterungen zum Beurteilungskriterium "Ökologie / Nachhaltigkeit" s. Pkt. 15. 

Die Reihenfolge der Kriterien bedeutet keine Gewichtung der Kriterien. Das 

Preisgericht wird auf Grund der aufgeführten Kriterien eine Gesamtbewertung 

vornehmen. Die Bewertung erfolgt mittels Noten von 0 - 5, wobei 5 die beste 

Note ist. 

Ein Projekt muss in der Bewertung der gestalterischen und funktionellen Quali-

täten die Mindestnote von 3 erreichen, ansonsten erfolgt keine weitere Bewer-

tung. 

Das Preisgericht beurteilte die Beiträge anhand der folgenden fünf gleichgewichte-

ten Kriterien: Städtebauliche Einpassung/räumliche Qualität der Bauten, Archi-

tektonischer Ausdruck/Identifikation/Qualität der Innenräume, Freiraumgestaltung/

Einpassung/Verkehrsführung, Funktionstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen so-

wie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 

9.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die drei im Wettbewerbsprogramm ge-

nannten qualitativen Unterkriterien seien gleichwertig zu gewichten. Die neuen Zu-

schlagskriterien und deren Gewichtung entsprächen nicht den publizierten Zu-

schlagskriterien. Ursprüngliche Kriterien, wie dasjenige der Ökologie, seien nicht 

mehr bewertet worden. 

2023 

 

 

13 

     

 

Die Stadt Schaffhausen entgegnet, es seien keine Kriterien hinzugefügt worden. 

Es sei die Gewichtung des Zuschlagskriteriums "Gestalterische und funktionelle 

Qualität" von 60% einzuhalten gewesen. Bei der Bewertung sei dem Preisgericht 

ein grosses Ermessen zugekommen. Inwiefern die einzelnen Unterkriterien in die 

Bewertung einfliessen, sei vollständig im Ermessen des Preisgerichts gelegen. So 

seien die bestehenden Kriterien aufgesplittet worden. Eine solche Auffächerung 

bzw. Präzisierung sei zulässig. Alle Kriterien seien bereits wortwörtlich in der Be-

schreibung des Zuschlagskriteriums enthalten gewesen. Es seien sämtliche Krite-

rien berücksichtigt worden, einschliesslich des Kriteriums der Ökologie und Nach-

haltigkeit. Die einzelnen Beschreibungen seien etwas aufgefächert worden, indem 

die Gewichtung innerhalb der Kriterien erfolgt sei. Damit habe eine spezifischere 

Beurteilung vorgenommen werden können. Die Unterkriterien seien auch nicht alle 

gleich zu gewichten gewesen. Das Wettbewerbsprogramm habe vielmehr eine Ge-

samtbewertung vorgesehen und ausgeführt, dass die Reihenfolge keine Gewich-

tung zeige. Wären alle Kriterien gleich zu gewichten gewesen, hätte dies so stehen 

müssen. 

9.3. Gemäss Wettbewerbsprogramm bedeutet die Reihenfolge der Kriterien 

keine Gewichtung der Kriterien. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die drei 

Unterkriterien seien innerhalb des Zuschlagskriteriums "Gestalterische und funkti-

onelle Qualität" gleich zu gewichten gewesen, kann ihr nicht gefolgt werden. Die 

Gewichtung der Unterkriterien war vielmehr eine Ermessensfrage. Soweit das 

Preisgericht namentlich das Unterkriterium "Städtebau und Gestaltung" in die 

Punkte "Städtebauliche Einpassung/räumliche Qualität der Bauten", "Architektoni-

scher Ausdruck/Identifikation/Qualität der Innenräume" und "Freiraumgestaltung/

Einpassung/Verkehrsführung" unterteilte und jeden dieser Punkte innerhalb des 

Zuschlagskriteriums "Gestalterische und funktionelle Qualität" mit 20% und somit 

im Vergleich zu den übrigen Unterkriterien gemäss Wettbewerbsprogramm stärker 

gewichtete, ist dies nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin bestreitet so-

dann nicht mehr, dass die Ökologie im Rahmen der "Wirtschaftlichkeit und Nach-

haltigkeit" berücksichtigt wurde. Die Nachhaltigkeit bezieht sich gemäss dem Wett-

bewerbsprogramm denn auch auf die Ökologie, die energetischen Aspekte und die 

Konstruktion; die Ökologie war mithin im Rahmen der Nachhaltigkeit zu bewerten 

und stellte kein eigenständiges Kriterium dar. Dass andere Bewertungspunkte als 

die Ökologie aus den im Wettbewerbsprogramm publizierten Unterkriterien nicht 

berücksichtigt worden wären, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Die Rüge, 

das Zuschlagskriterium "Gestalterische und funktionelle Qualitäten" sei in unzuläs-

siger Weise abgeändert bzw. erweitert worden, erweist sich folglich, soweit sie hin-

reichend substantiiert vorgetragen wurde, als unbegründet. 

2023 

 

 

14 

 

 

10. Die Beschwerdeführerin beanstandet sodann eine unzulässige relative Be-

wertung der Beiträge. Soweit die Beschwerdeführerin kritisiert, die Projekte seien 

immer mit Bezug auf die anderen Projekte und deren Bewertung beim Preis be-

notet und verglichen worden, was keine unabhängige Bewertungsmethode dar-

stelle, ist darauf hinzuweisen, dass eine relative Bewertungsmethode verboten ist, 

eine rechtsgleiche Bewertung aber zwingend einem Quervergleich mit konkurrie-

renden Angeboten standhalten muss. Gleiche Stärken und Schwächen von Pro-

jekten sollen gleich bewertet werden. Dies bedingt, dass die einzelnen Projekte bei 

der Bewertung auch verglichen werden (vgl. OGE 60/2020/39 vom 21. Dezember 

2021 E. 6.3.4.1 mit Hinweis). Dies bedeutet selbstredend nicht, dass die Projekte 

nicht an denselben objektiven Vorgaben zu messen wären. Diesbezüglich bringt 

die Beschwerdeführerin vor, es stehe fest, dass der Bezugspunkt der Bewertung 

wohl immer das bereits vor der offiziellen Bewertung feststehende Siegerprojekt 

"Hof Berslingen" gewesen sei. Die Stadt Schaffhausen erklärt hierzu, dass die ein-

zelnen Beiträge bei der Bewertung anonymisiert gewesen seien. Die Beschwerde-

führerin stützt ihren Verdacht der Vorselektion einzig auf die folgende Passage aus 

dem Juryprotokoll: 

(TK) erläuterte anschliessend noch einmal die Punkte-Bewertung. Er machte 

darauf aufmerksam, dass die 5 zu vergebenden Bewertungspunkte pro Beurtei-

lungskriterium nicht wie Schulnoten, sondern immer im Vergleich zu den ande-

ren Projekten verteilt werden sollten. Nur so würde es eine abgestufte Bewer-

tung der Projekte ergeben. 

Aus dieser Passage kann jedoch nicht gefolgert werden, der Beitrag der Beigela-

denen habe von vornherein als Siegerprojekt festgestanden und habe als Mass-

stab für die anderen Projekte gedient. Im Gegenteil ergibt sich daraus, dass jeweils 

ein Vergleich mit den anderen Projekten, und nicht nur mit einem gewissen Projekt, 

vorgesehen war. Weitere Argumente oder Belege für eine Vorselektion bringt die 

Beschwerdeführerin nicht vor. Die Rüge einer unzulässigen relativen Bewertung 

erweist sich somit als unbegründet. 

11. Die Beschwerdeführerin moniert überdies eine unzulässige Schärfung der 

Notengebung. Dies verzerre den Wettbewerb. Die Stadt Schaffhausen führt hierzu 

aus, am Schluss sei ein Kontrollrundgang erfolgt. Dieser habe dazu gedient, zu 

reflektieren, ob die Projekte fair bewertet worden seien. Es ist nicht ersichtlich, und 

wird von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter erklärt, inwiefern eine ab-

schliessende Kontrolle und eine in deren Rahmen erfolgte letzte Anpassung der 

Bewertung für sich alleine eine Wettbewerbsverzerrung darstellen sollten. Die 

Rüge der unzulässigen Schärfung der Notengebung erweist sich als unbegründet. 

2023 

 

 

15 

     

 

12. Die Beschwerdeführerin rügt weiter die Bewertung ihres Beitrags beim 

Zuschlagskriterium "Gestalterische und funktionelle Qualität". 

12.1. Beim Entscheid darüber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien 

das wirtschaftlich günstigste ist, und damit insbesondere auch bei der Bewertung 

der Zuschlagskriterien selbst, steht der Vergabestelle ein erheblicher Ermessens-

spielraum zu, in welchen das Gericht nicht eingreifen kann, es sei denn, er werde 

überschritten oder missbraucht (vgl. Art. 16 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 IVöB). Die Ge-

bote der Transparenz und der Gleichbehandlung der Anbieterinnen (Art. 1 Abs. 3 

lit. b und c IVöB) setzen aber voraus, dass die Bewertung den bekannt gegebenen 

Zuschlagskriterien entspricht, die Punkteverteilung pflichtgemäss und nachvoll-

ziehbar erfolgt und auf alle Angebote gleich angewandt wird (vgl. zum Ganzen 

OGE 60/2022/3 vom 21. Februar 2023 E. 6 mit Hinweisen). 

12.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert zunächst, die Bewertung ihres Beitrags 

sei widersprüchlich. Einerseits werde das Projekt als zu wenig stringent wirkend 

bezeichnet, wie etwa im überdimensionierten Kopfgebäude oder dem expressiven 

Dach, dessen funktionaler Mehrwert zu wenig vorhanden sei. Andererseits werde 

ausgeführt, der Kopfbau des Bürokomplexes setze sich in Volumen und Gestaltung 

von den restlichen Volumen ab; er markiere zusammen mit dem bestehenden 

Wasserturm die neue Adresse des Werkhofs. Oder es werde ausgeführt, der Kopf-

bau empfange die Mitarbeiter im Erdgeschoss mit einer gut platzierten, grosszügi-

gen Kantine mit überdachtem Aussenbereich mit Sicht auf die Durach. Garderoben 

und WC seien im ersten Obergeschoss untergebracht, die Büroräumlichkeiten be-

fänden sich im 2. Obergeschoss; das Gebäude sei effizient und logisch organisiert. 

Die Stadt Schaffhausen bestreitet eine Widersprüchlichkeit. Die einzelnen Aussa-

gen seien unter verschiedenen Titeln im Jurybericht aufgeführt und an unterschied-

lichen Positionen im Rahmen der Bewertung geäussert worden. So sei zuerst im 

Rahmen der Qualität eine Beschreibung vorgenommen und als Gesamtfazit dann 

allerdings festgehalten worden, das Projekt weise eine gewisse Überdimensionie-

rung auf. Diese Ansicht ist zutreffend. Es ist denn auch nicht so, dass der Kopfbau 

im Einzelnen ausschliesslich positiv bewertet worden wäre. Die Beschwerdeführe-

rin zitiert nicht die vollständige Beschreibung des architektonischen Ausdrucks ih-

res Beitrags, die wie folgt lautet: 

Architektonischer Ausdruck/Qualität der Innenräume 

(…) 

Für die einfache Nutzung eines Werkhofes ist die Konstruktion aufwändig, der 

Einsatz der Mittel ist fragwürdig. Der Kopfbau des Bürokomplexes setzt sich in 

2023 

 

 

16 

 

 

Volumen und Gestaltung von den restlichen Volumen ab. Er markiert zusammen 

mit dem bestehenden Wasserturm die neue Adresse des Werkhofes. Die archi-

tektonische Ausformulierung des Kopfbaus mit der auskragenden Stützensitua-

tion wirkt etwas überinszeniert in Anbetracht der Nutzung. 

Es ist folglich keine Widersprüchlichkeit zu erkennen, wenn der Beitrag der Be-

schwerdeführerin in der Gesamtbetrachtung unter Anführung des überdimensio-

nierten Kopfgebäudes und des expressiven Dachs als zum Teil zu wenig stringent 

wirkend bezeichnet wird. Die Rüge der widersprüchlichen Bewertung erweist sich 

als unbegründet. 

12.3. Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter die Beurteilung, wonach eine bes-

sere Übersicht aus dem Büro des Leiters auf den Werkhof wünschbar gewesen 

wäre. Diese Anmerkung sei weder im Wettbewerbsprogramm ersichtlich noch zeit-

gemäss. Der Einwand, dass der Werkhof nicht überwacht werden könnte, sei auch 

unverhältnismässig, da dieser Umstand mit einer kleinen Projektänderung, einem 

Fenster im Chefbüro, gelöst werden könnte. Die Stadt Schaffhausen führt hierzu 

aus, die Anordnung der Büros sei den Anbieterinnen oblegen. Je mehr diese ein 

Verständnis für den Betrieb des Werkhofs hätten aufzeigen können, desto besser 

sei diese Funktionalität auch bewertet worden. Es gehe nicht darum, wie das Pro-

jekt der Beschwerdeführerin anzupassen wäre, sondern um die Bewertung der Bei-

träge, wie sie eingereicht worden seien. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, und 

es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der Einbezug der Überwachbarkeit des 

Werkhofs aus dem Leiterbüro bei der Bewertung der "Funktionstüchtigkeit/Nutzung 

Innen und Aussen" gegen das Wettbewerbsprogramm verstossen sollte. Soweit 

sie den Einwand als unverhältnismässig kritisiert, da dem Umstand mit dem An-

bringen eines Fensters im Chefbüro begegnet werden könnte, ist mit der Stadt 

Schaffhausen lediglich darauf hinzuweisen, dass die Beiträge so zu beurteilen wa-

ren, wie sie eingereicht wurden. Ob negativ bewertete Punkte im Projekt allenfalls 

leicht geändert werden können, ist unerheblich (vgl. auch Art. 20.2 SIA Norm 142). 

12.4. Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter die negative Beurteilung ihres Vor-

schlags einer Warenhebebühne. 

12.4.1. Das Siegerprojekt weise auch einen Warenlift zum OG auf, worauf im Ju-

rybericht zum Siegerprojekt keine Anmerkung getätigt worden sei. Das Wettbe-

werbsprogramm spreche von einem elektrischen Aufzug, der die Funktion eines 

Warenlifts haben solle. Laut Ausschreibung seien verschiedene Konzepte und Lifte 

möglich gewesen. Festzuhalten sei, dass die Beschwerdeführerin die SUVA-

Vorschriften mit dem Scherenlift einhalte, weshalb keine "sicherheitstechnischen 

Fragen aufgeworfen" werden könnten. Die Stadt Schaffhausen entgegnet, ein 

2023 

 

 

17 

     

 

Warenlift und eine Warenhebebühne seien nicht dasselbe Produkt und nicht ver-

gleichbar. Eine Warenhebebühne berge für den Betrieb gewisse (Absturz-)Gefah-

ren. Die SUVA erlaube derartige Einrichtungen nur mit grossen Sicherheitsaufla-

gen. Diese seien betrieblich hinderlich. Das Wettbewerbsprogramm sehe einen 

Warenlift vor und enthalte Vorgaben zur Kabine und zur Ausstattung. Zudem habe 

das Preisgericht die von der Beschwerdeführerin vorgesehene Hebebühne im 

Internet nicht finden können. 

12.4.2. Der Jurybericht führt zum Beitrag der Beschwerdeführerin bei der Bewer-

tung der "Funktionstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen" zur vorgeschlagenen 

Warenhebebühne Folgendes aus: 

Funktionstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen 

(…) 

Die Werkstätten sind gut angeordnet, die zugeordneten Lager zum Teil jedoch 

weit entfernt, was betrieblich lange Wege erzeugt (z.B. Schreinerei – Holzlager; 

Malerei – Hebebühne – Lager im 1. Obergeschoss). Die Anordnung der Lager 

im 1. Obergeschoss macht es schwierig, grossvolumiges Lagergut zu platzieren. 

Lager für Fallschutzmatten und Sportgeräte sollten im Erdgeschoss unterge-

bracht werden. Die Lagererschliessung des Obergeschosses mit einer Waren-

hebebühne wirft sicherheitstechnische Fragen auf. 

Das Wettbewerbsprogramm sah zum Aufzug Folgendes vor: 

G 02 Aufzug 

- Elektrischer Aufzug dient in erster Linie als Warenlift für Arbeits- und Lager-

flächen, welche sich nicht auf EG-Niveau befinden; der Aufzug kann aber 

auch als Behindertenlift zur Erschliessung der Nutzungsbereiche A, B, C und 

aller gemäss behördlicher Vorschriften für Behinderte zu erreichenden 

Räume dienen; 

- Je nach Konzept sind auch mehrere Aufzüge erforderlich; die untenstehen-

den Angaben betreffen lediglich den Warenlift; ein weiterer Lift müsste allen-

falls rollstuhlgerecht sein. 

- Minimale Leistungsdaten: 

Kabinenmasse: 1.6 m x 2.6 m, H = 2.3 m 

Tragkraft: >1.6 t 

Geschwindigkeit: ca. 1 m/[s]; bei hydraulischem Lift geringere Geschwindig-

keit zulässig 

2023 

 

 

18 

 

 

- Wenn die in Pkt. 12.8 "Interne Warenbeförderung" geschilderten Förderpro-

bleme anders als mit dem Aufzug gelöst werden, so darf der Lift kleiner di-

mensioniert werden; das Minimalmass von 1.3 m x 1.75 m soll nicht unter-

schritten werden. 

- Schachttüren in Stahl, gestrichen 

- Übliche Ausstattung mit Kabinenlicht, Steuertableau in behindertengerech-

ter Höhe, Kabinentelefon, etc. 

- Kabinenausstattung auf Warentransport ausgelegt  

strapazierbare Boden- und Wandbeläge, Hartholz-Schutzleisten an Längs-

wänden 

12.8 Interne Warenbeförderung 

Die Räume D44 bis D46 umfassen eine Fläche von über 420 m2. Die klimati-

schen Ansprüche der Räume sind bescheiden. Die Räume eignen sich gut als 

Obergeschoss-Nutzung über Werkstätten oder Einstellräumen. Weil sie aber 

recht sperrige Waren beherbergen, muss das Förderproblem auf praktikable 

Weise gelöst werden. Ein typischer zu lagernder Gegenstand ist die Parkbank 

mit einer Grundfläche von 2.2 m x 1.0 m; auf derartige Gegenstände ist das 

Förderkonzept auszurichten. 

Die im Raumprogramm enthaltenen Elemente gehen von folgendem Bewe-

gungsablauf aus: Ein mit Parkbänken beladener Lieferwagen wird in einem 

(Werkstatt-)Raum (vorzugsweise der Malerei) mit dem Stapler entladen; der 

Stapler fördert die Bänke in den nahe situierten Warenlift; im oberen Stockwerk 

werden die Bänke an den Lagerplatz gestellt; Lage und Grösse des Lifts und der 

Vorplätze erlauben einen speditiven Umschlag. Da die weitere Bearbeitung der 

Bänke im Laufe des Winters hauptsächlich in der Malerei stattfindet, ist die Nähe 

des Lagers zur Werkstatt erwünscht. 

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die vertikale Verschiebung mittels inter-

nem Kran oder anderer Mittel stattfindet. In dem Falle könnte der Warenlift klei-

ner dimensioniert werden. Aber Vorsicht: Lösungen, bei denen zum Warentrans-

port im Obergeschoss Geländerelemente vorübergehend entfernt werden, weil 

ein Kran oder ein Stapler Waren abladen will, werden von der SUVA nicht mehr 

toleriert. 

Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass das Wettbewerbsprogramm Hebe-

bühnen nicht ausschloss, sondern vorsah, dass die vertikale Verschiebung auch 

mittels anderer Mittel stattfinden kann. Allerdings zeigt die Beschwerdeführerin 

2023 

 

 

19 

     

 

nicht auf, wie ihr Konzept mit der Hebebühne genau funktioniert. Dies auch nicht, 

nachdem die Stadt Schaffhausen angegeben hat, dass das Preisgericht die von 

ihr vorgesehene Hebebühne im Internet nicht habe finden können. Die Beschwer-

deführerin macht lediglich pauschal und ohne Nachweis geltend, sie halte die 

SUVA-Vorschriften mit dem Scherenlift ein. Sie bestreitet auch nicht, dass Waren-

hebebühnen, wie von der Stadt Schaffhausen geltend gemacht, Sicherheitsaufla-

gen erfordern, die für den Betrieb im Werkhof hinderlich sind. Zumindest erscheint 

eine Aufzugslösung mit einer geschlossenen Kabine aus sicherheitstechnischer 

Sicht einfacher. Insgesamt ist es angesichts des Umstands, dass die Beschwerde-

führerin nicht weiter aufgezeigt hat, wie ihr Konzept mit der Hebebühne genau 

funktioniert, nicht zu beanstanden, dass das Preisgericht bei der Bewertung der 

"Funktionstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen" berücksichtigte, dass offene si-

cherheitstechnische Fragen bestehen. 

12.4.3. Die Beschwerdeführerin bringt im Zusammenhang mit der Frage der Hebe-

bühne schliesslich vor, bei ihrem Projekt betrage der Weg zwischen Malerwerkstatt 

und dem Bankraum/Schreinerei nicht einmal einen Meter. Die Stadt Schaffhausen 

hatte in Ziff. II.A.3.9.2 ihrer Stellungnahme vom 20. April 2023 ausgeführt, der sehr 

lange Weg von Malerwerkstatt zum Banklager sei sehr nachteilig. Sie hat nicht den 

Weg zwischen Malerei und Schreinerei, also den Weg zwischen den Werkräumen, 

sondern den Weg zwischen der Malerwerkstatt und dem Lagerraum kritisiert. Ent-

sprechend stellte auch das Preisgericht zum Teil lange Wege zwischen den Werk-

stätten und den dazugehörigen Lagern fest. Die Anordnung der Werkstätten im 

Beitrag der Beschwerdeführerin befand es demgegenüber für gut. Das Vorbringen 

der Beschwerdeführerin, der Weg zwischen Malerwerkstatt und Bankraum/Schrei-

nerei betrage nicht einmal einen Meter, ist deshalb unbehelflich. 

12.5. Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter die Bewertung der von ihr vorge-

schlagenen Dachkonstruktion. 

12.5.1. Dem Jurybericht sei die Aussage zu entnehmen, die Ausbildung der Dach-

konstruktion als Fachwerk ohne Brettschichtholz sei ökologisch interessant, die 

Ökonomie der Mittel allerdings zu hinterfragen. Diese Aussage sei fragwürdig, da 

ihr Projekt im Ganzen günstiger sei als das Projekt der Beigeladenen. Die Stadt 

Schaffhausen führt hierzu aus, beim Dach der Beschwerdeführerin handle es sich 

um ein Sheddach mit Trapezblech und diversen Dachrinnen. Ökologisch sei das 

Dach interessant, da die Fachwerkkonstruktion ohne Leim erstellt werden könne 

und damit regionales Holz verwendet werden könnte. Aufgrund der expressiven 

Form des Dachs, welche für den Werkhof keinen Nutzen bringe, werde wesentlich 

mehr Material verbaut als notwendig und daher die Ökonomie der Mittel hinterfragt. 

2023 

 

 

20 

 

 

Auch müssten die vielen Dachrinnen regelmässig gereinigt werden, so dass der 

Aufwand bzw. die Betriebskosten für den Unterhalt als hoch eingeschätzt worden 

seien. Die Beschwerdeführerin entgegnet, die Aussage, wonach aufgrund mögli-

cher Reinigungsarbeiten der Dachrinnen die Unterhaltskosten hoch sein könnten, 

sei nur eine Mutmassung und halte einer sachlichen Überprüfung nicht stand. Ihr 

geneigtes Dach mit Trapezblech habe eine viel längere Lebensdauer als das 

schlichte Flachdach der Beigeladenen. Der Unterhalt eines Flachdachs sei um 5% 

intensiver als derjenige eines Steildachs. Die Unterhaltskosten als Teil der Wirt-

schaftlichkeit (Lebenszykluskosten) seien mit den gängigen Instrumenten zu be-

werten und müssten in die Angebotsbewertung einfliessen. Werde diese gemacht, 

sei ihr Beitrag klar besser zu bewerten als derjenige der Beigeladenen. 

12.5.2. Die Aussage, wonach die Ausbildung der Dachkonstruktion als Fachwerk 

ohne Brettschichtholz ökologisch interessant, die Ökonomie der Mittel allerdings 

zu hinterfragen sei, findet sich im Fazit der Bewertung des Beitrags der Beschwer-

deführerin. Die "Ökonomie der Mittel" ist im Zusammenhang mit der Bewertung der 

Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit zu sehen. Bei der Bewertung der Wirtschaftlich-

keit/Nachhaltigkeit des Beitrags der Beschwerdeführerin wird im Jurybericht das 

Folgende ausgeführt: 

Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit 

(…) 

Die Dachlandschaft bedarf wegen der vielen Rinnen etc. etlichen Unterhalt. 

Soweit die Beschwerdeführerin grössere Unterhaltskosten bezüglich der von der 

Beigeladenen vorgeschlagenen Dachstruktur geltend macht, ist zu berücksichti-

gen, dass es sich bei der von ihr vorgeschlagenen Dachkonstruktion nicht um ein 

einfaches Steildach, sondern um ein Sheddach (Sägezahndach) handelt. Aus die-

sem Grund überzeugt der von ihr vorgenommene Vergleich zwischen einem Flach-

dach und einem Steildach nicht. Sie vermag namentlich nicht aufzuzeigen, dass 

die Einschätzung des Preisgerichts, wonach die Reinigung der Dachrinnen bei ei-

nem Sheddach höhere Unterhaltskosten verursacht, unhaltbar ist, und dass die 

von ihr vorgeschlagene Dachkonstruktion bezüglich Wirtschaftlichkeit besser als 

die von der Beigeladenen vorgeschlagene Dachkonstruktion zu bewerten wäre. 

Schliesslich ist zu erwähnen, dass im Beitrag der Beigeladenen für das Nebenge-

bäude ein einfaches Steildach vorgesehen ist, was nach Ansicht der Beschwerde-

führerin in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit positiv zu bewerten wäre. Lediglich für 

das Gebäude mit den Büros und Werkräumen ist ein Flachdach vorgesehen. Um-

gekehrt trägt im Beitrag der Beschwerdeführerin das Kopfgebäude ebenfalls ein 

2023 

 

 

21 

     

 

Flachdach, was nach Ansicht der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Wirtschaft-

lichkeit negativ zu berücksichtigen wäre. Nach dem Gesagten erweist sich die 

Rüge der unzulässigen Bewertung der von der Beschwerdeführerin vorgeschlage-

nen Dachkonstruktion als unbegründet. 

12.6. Die Beschwerdeführerin kritisiert schliesslich die Bewertung des solaren 

Potenzials ihres Beitrags. 

12.6.1. Dem Jurybericht sei die Aussage zu entnehmen, dass das solare Potenzial 

nicht optimal genutzt werden könne, weil das Fachwerk die Dachflächen in eine 

Nord- und Südausrichtung aufteile. Die gemäss Wettbewerbsprogramm geforderte 

Leistung sei erfüllt und nach KBOB (Koordinationskonferenz der Bau- und Liegen-

schaftsorgane der öffentlichen Bauherren) nicht abzugsfähig oder kritikwürdig. Im 

Gegenzug dazu werde im Siegerprojekt kein Leistungsnachweis für die PV-Anlage 

geliefert, jedoch würden die Dachflächen ausdrücklich für die PV-Anlage gewür-

digt. Die Stadt Schaffhausen führt hierzu aus, das Wettbewerbsprogramm habe 

explizit festgehalten, wie die Bauten mit einer Photovoltaik-Anlage auszurüsten 

seien. Darüber hinaus seien die Anbieterinnen aufgefordert gewesen, zusätzliche 

Flächen für die Installation weiterer Module zu benennen. Die Beschwerdeführerin 

habe zwar einige zusätzliche Oberflächen benennen können. Durch die Konzep-

tion ihres Dachs als Sheddach habe sie aber weniger solares Potenzial ausweisen 

können, da Photovoltaikmodule jeweils nur auf der Südseite der einzelnen Pult-

dächer hätten angebracht werden können. Die Beschwerdeführerin entgegnet, 

auch das von der Beigeladenen vorgeschlagene Flachdach sei in den Expositionen 

Süd/Nord ausgerichtet. Mit Leistungseinbussen an der Nordexposition müsse auch 

hier gerechnet werden. Das von der Beigeladenen angegebene Leistungstotal von 

348 kWp sei bei summarischer Betrachtung der Projektskizze nicht zu erreichen. 

12.6.2. Die Bewertung des solaren Potenzials des Beitrags der Beschwerdeführe-

rin erfolgte unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit. Die Bei-

geladene hat eine PV-Anlage mit einer Leistung von 30 kWp und dafür auf dem 

Flachdach des Hauptgebäudes eine Fläche von 140 m2 vorgesehen. Eine Nordex-

position liegt nicht vor, da alle Module gen Süden hin ausgerichtet werden können. 

Die Beigeladene hat für das Hauptgebäude insgesamt ein Potenzial von 180 kWp 

bei einer Fläche von 900 m2 errechnet. Für das Nebengebäude hat sie ein Poten-

zial von 138 kWp auf einer Fläche von 680 m2 errechnet. Das errechnete maximale 

Leistungspotenzial beträgt damit 318 kWp und nicht, wie von der Beschwerdefüh-

rerin behauptet, 348 kWp. Soweit die Beschwerdeführerin zu bedenken gibt, dass 

eine solche Leistung nicht erreicht werden könne, da die Dachflächen ohne Ab-

stände (Dachränder etc.) mit Modulen belegt seien, erscheinen diese Bedenken 

2023 

 

 

22 

 

 

als unbegründet, denn auf den Vordächern sind keine Module vorgesehen. Dem-

gegenüber hat die Beschwerdeführerin auf dem Flachdach des Verwaltungsge-

bäudes eine PV-Anlage mit einer Leistung von 15.85 kWp und ca. 45 Modulen 

vorgesehen. Wie bei der Beigeladenen liegt auf dem Flachdach keine Nordexpo-

sition vor. Weiter hat die Beschwerdeführerin ein Potenzial von 125.4 kWp für das 

Dach der grossen Halle und 91.2 kWp für das Dach der kleinen Halle errechnet, 

wobei sie jeweils die südseitigen Dachneigungen berücksichtigte. Die nordseitigen 

Dachneigungen stehen nicht zur Verfügung. Das errechnete maximale Leistungs-

potenzial beträgt folglich 232.45 kWp. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das 

Preisgericht das geringere solare Potenzial des von der Beschwerdeführerin vor-

geschlagenen Sheddachs negativ berücksichtigte. 

12.7. Die von der Beschwerdeführerin gegen die qualitative Bewertung ihres Bei-

trags vorgetragenen Rügen erweisen sich zusammenfassend als unbegründet. 

13. Die Beschwerdeführerin rügt auch die qualitative Bewertung des Beitrags 

der Beigeladenen. 

13.1. Das Projekt der Beigeladenen missachte die Gewässerschutzlinie und sei 

nicht bewilligungsfähig, was im Jurybericht keine Beachtung und bei der Bewer-

tung keinen Abzug gebracht habe. Der Gewässerraum sei noch nicht rechtsgültig 

ausgeschieden. Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung könne nicht mit einer 

Auflage "geheilt" werden und hänge von Dritten ab. Ausnahmebewilligungen ver-

ursachten zudem immer zusätzliche Kosten, welche im Angebot der Beigeladenen 

nicht eingerechnet seien. Die Stadt Schaffhausen habe bestätigt, dass dies "allen-

falls zu kostentreibenden Anpassungen" führe. Die Angebote seien nicht vergleich-

bar. Es sei zudem mehr als fraglich, ob eine gewässerschutzrechtliche Ausnahme 

möglich sei, da das geplante Bauvorhaben nicht im öffentlichen Interesse liege. 

Müsse das Projekt der Beigeladenen infolge der Anpassung an die Gewässer-

schutzzone überarbeitet werden, würde die bisherige Bewertung (z.B. grosszügi-

ger Innenhof) nicht mehr dem heutigen Projekt und dessen Bewertung entspre-

chen. Die Stadt Schaffhausen weist darauf hin, dass der Gewässerraum Gegen-

stand der Fragenbeantwortung war und hierfür keine Punkteabzüge erfolgen soll-

ten. Sofern der Gewässerraum tangiert sei, könnte das gesamte Projekt immer 

noch an die Gewässerlinie gestellt oder mit einer Ausnahmebewilligung realisiert 

werden. Eine solche Ausnahmebewilligung sei von der Fachstelle "Gewässer-

schutz" in Aussicht gestellt worden. Es sei ohnehin unklar, ob der entsprechende 

Baubereich überhaupt noch tangiert sein werde, wenn die definitiven Gewässer-

räume festgelegt seien. 

2023 

 

 

23 

     

 

13.2. Der Baubereich wird im Wettbewerbsperimeter definiert und tangiert unbe-

stritten den Gewässerraum der Durach. Dieser Umstand wurde auch im Rahmen 

der Fragenbeantwortung thematisiert: 

25.  Gemäss GIS Schaffhausen überlagert sich der Gewässerraum nach 

Übergangsbestimmungen der Durach mit dem Bearbeitungsperimeter des Wett-

bewerbs und damit auch den Volumen der Machbarkeitsstudie um bis zu 4m. 

Im Grundsatz dürfen im Gewässerraum keine neuen Bauten erstellt werden. Die 

Bewilligungsbehörden dürfen gemäss Art. 41c GSchV jedoch innerhalb dieses 

Übergangs-Gewässerraums standortgebundene, im öffentlichen Interesse lie-

gende Anlagen bewilligen. 

Wurde dieser Konflikt mit den Bewilligungsbehörden vorbesprochen? Kann da-

von ausgegangen werden, dass aufgrund des gegebenen öffentlichen Interes-

ses der Anlage eine Bewilligung von Bauten innerhalb des Übergangs-Gewäs-

serraumes möglich ist oder wird dies ausgeschlossen? 

Antwort: Es ist bekannt, dass der Wettbewerbsperimeter und insbesondere der 

Baubereich den Gewässerraum nach Übergangsbestimmung tangieren.  

Das Thema wurde mit den zuständigen Stellen besprochen. Die def. Gewässer-

raumfestlegung ist in Arbeit und steht vor der Verabschiedung. 

Sollten sich Friktionen zwischen dem auszuführenden Projekt und dem Gewäs-

serraum nach Übergangsbestimmung ergeben, so besteht die Möglichkeit einer 

Ausnahmebewilligung. 

Nicht ausgeschlossen ist auch, dass die Gewässerraumneufestlegung bis zur 

Baueingabe rechtskräftig ist und dann den Baubereich nicht mehr tangiert. 

Wettbewerbsperimeter und Baubereich gelten somit gemäss den Wettbewerbs-

unterlagen. 

Aus der Antwort ergibt sich, dass der gesamte Baubereich für die Ausarbeitung der 

Beiträge benutzt werden durfte, unabhängig davon, ob sich dieser mit dem Gewäs-

serraum überlagert. Der Umstand, dass der Beitrag der Beigeladenen dementspre-

chend den Baubereich voll ausschöpfte, darf deshalb bei der qualitativen Bewer-

tung nicht negativ berücksichtigt werden. Eine qualitative Bewertung des Beitrags 

der Beigeladenen mit der Note 1 fällt ausser Betracht. Die Vorgabe, wonach der 

gesamte Baubereich berücksichtigt werden durfte, ist davon abgesehen auch vor 

dem Hintergrund zu sehen, dass der Gewässerraum nach Übergangsbestimmung 

provisorisch ist und der Baubereich nicht zwingend in den definitiven Gewässer-

raum hineinragen wird. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich einwendet, es 

sei mehr als fraglich, ob eine Ausnahme für einen Bau im Gewässerraum möglich 

sei, da das geplante Bauvorhaben nicht im öffentlichen Interesse liege, kann ihr 

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nicht gefolgt werden, denn dass der geplante Werkhof im öffentlichen Interesse 

liegt, kann kaum ernsthaft bestritten werden. Entgegen der Beschwerdeführerin ist 

beim Beitrag der Beigeladenen somit nicht zum Vornherein von einem bewilli-

gungsunfähigen Projekt auszugehen. Weitere Rügen gegen die qualitative Bewer-

tung des Beitrags der Beigeladenen bringt die Beschwerdeführerin nicht vor. 

14. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, die Bewertung mit den 

Noten 0 bis 5 sei anhand der Bewertungstabelle KBOB – bezogen auf die Erfüllung 

der Kriterien – (Note 0 = nicht beurteilbar, Note 1 = sehr schlecht erfüllt, Note 2 = 

schlecht erfüllt, Note 3 = erfüllt, Note 4 = gut erfüllt, und Note 5 = sehr gut erfüllt) 

umzusetzen. Ihr Beitrag sei qualitativ mit der Note 4 zu bewerten. Die Stadt Schaff-

hausen bringt vor, die KBOB-Bewertungsmethoden seien für die Bewertung des 

qualitativen Zuschlagskriteriums nicht anwendbar. Das Preisgericht habe die 

ganze Notenskala von 0 bis 5 Punkten anwenden müssen. Die sprachliche Be-

gründung in Worten der Bewertung sei nur in Punkte "übersetzt" worden, damit so 

eine Endpunktezahl habe resultieren können. 

14.1. Der Stadt Schaffhausen ist zunächst zuzustimmen, dass die Ausschrei-

bungsunterlagen eine Notenskala von 0 bis 5 Punkten vorsahen und nicht vor-

schrieben, dass die qualitative Bewertung nach der Bewertungsmethode der Ko-

ordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauher-

ren (KBOB) vorzunehmen war. Allerdings legt sie nicht dar, welchen Massstab sie 

der Notenskala von 0 bis 5 Punkten zugrunde legte und nach welcher Massgabe 

sie die sprachliche Begründung in die Bewertung nach Punkten überführte. Mithin 

ist nicht klar, was die einzelnen Noten bedeuten. Unter diesen Umständen ist es 

nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin eine Bewertung anhand der Bewer-

tungstabelle der KBOB fordert, zumal auch diese eine Skala von 0 bis 5 Punkten 

vorsieht und eine übliche Bewertungsmethode darstellt. Allerdings vermag die Be-

schwerdeführerin auch bei einer Anwendung der KBOB-Tabelle in der qualitativen 

Bewertung nicht auf den ersten Rang vorzustossen, wie die nachfolgenden Aus-

führungen zeigen. Aus diesem Grund erübrigt sich eine Rückweisung an die Stadt 

Schaffhausen. 

Das Gericht prüft nachfolgend, welche Note(n) der Beitrag der Beschwerdeführerin 

ausgehend von der im Ergebnis nicht zu beanstandenden Bewertung des Preisge-

richts (vgl. oben E. 12 bis E. 13.2) bei Übersetzung in die Bewertungstabelle der 

KBOB höchstens erhalten darf und welche Note(n) der Beitrag der Beigeladenen 

mindestens erhalten muss. Das Gericht ersetzt mithin nicht die Bewertung des 

Preisgerichts durch eine eigene Bewertung, sondern prüft lediglich, wie die Bewer-

tung des Preisgerichts nach pflichtgemässem Ermessen in eine Bewertung nach 

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KBOB-Tabelle zu "übersetzen" ist, wobei von der für die Beschwerdeführerin güns-

tigsten Bewertung bzw. "Übersetzung" auszugehen ist. 

14.2. Zunächst ist die höchstens zulässige Bewertung des Beitrags der Be-

schwerdeführerin nach KBOB-Tabelle zu bestimmen. 

14.2.1. Die Bewertung des Beitrags der Beschwerdeführerin bezüglich der "Städte-

baulichen Einpassung/räumlichen Qualität der Bauten" fiel durchwegs positiv aus. 

Zu bemängeln ist gemäss dem Preisgericht indes, dass das Projekt mit dem "Ener-

giehügel mit Energiewäldchen und Energiegras" in Funktionen ausserhalb des 

Wettbewerbsperimeters eingreift. Der Beitrag der Beschwerdeführerin ist bezüg-

lich der städtebaulichen Einpassung und räumlichen Qualität der Bauten höchs-

tens mit der KBOB-Note 4.5 bzw. dem Prädikat "gut bis sehr gut erfüllt" zu bewer-

ten. 

14.2.2. Die Bewertung des Beitrags der Beschwerdeführerin bezüglich "Architek-

tonischer Ausdruck/Identifikation/Qualität der Innenräume" fiel abgesehen von der 

Identifikation, wonach der Projektvorschlag mittels Weiterbauens der bestehenden 

Situation eine aus dem Ort entwickelte, unverwechselbare Identität anstrebt, 

durchzogen aus. Bemängelt wurden die folgenden Punkte: 

Architektonischer Ausdruck/Qualität der Innenräume 

(…) 

Die expressive Form des Daches mit den seitlichen spitzwinkeligen Verglasun-

gen vermag allerdings im Vergleich mit dem selbstverständlichen Nutzwert ei-

nes konventionellen Sheddaches funktional und gestalterisch zu wenig zu über-

zeugen. 

Für die einfache Nutzung eines Werkhofes ist die Konstruktion aufwändig, der 

Einsatz der Mittel ist fragwürdig. Der Kopfbau des Bürokomplexes setzt sich in 

Volumen und Gestaltung von den restlichen Volumen ab. Er markiert zusammen 

mit dem bestehenden Wasserturm die neue Adresse des Werkhofes. Die archi-

tektonische Ausformulierung des Kopfbaus mit der auskragenden Stützensitua-

tion wirkt etwas überinszeniert in Anbetracht der Nutzung. 

Der Projektvorschlag der Beschwerdeführerin vermochte das Preisgericht im Hin-

blick auf Identität und Erscheinung des Werkhofs letztlich wenig zu überzeugen. 

Der Beitrag der Beschwerdeführerin ist bezüglich des architektonischen Aus-

drucks, der Identifikation und der Qualität der Innenräume höchstens mit der 

KBOB-Note 3.5 bzw. dem Prädikat "erfüllt bis gut erfüllt" zu bewerten. 

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14.2.3. Die Bewertung des Beitrags der Beschwerdeführerin bezüglich "Freiraum-

gestaltung/Einpassung/Verkehrsführung" fiel ebenfalls durchzogen aus. Das Preis-

gericht bemängelte namentlich Folgendes: 

Freiraumgestaltung/Einpassung/Verkehrsführung 

Die Projektverfasser zeigen einen grossen Ideenreichtum zur Freiraumgestal-

tung. Sie schiessen aber zum Teil über das Ziel hinaus, da letztlich die Nutzung 

als Werkhof im Vordergrund steht und nicht die Schaffung eines Biotops. 

Durch die erdgeschossige Anordnung der Kantine entsteht zusammen mit dem 

Aussenraum zur Durach eine hochwertige Aufenthalts- und Nutzungsqualität für 

das Personal abseits der Strasse. 

Die geschwungenen Wege entlang der Durach sind dagegen unrealistisch und 

unnötig. 

Der bestehende Wasserturm dient Fledermäusen und anderen Kleintieren als 

Unterschlupf, steht aber einer Nutzung für den Werkhof nicht zur Verfügung. 

Das Projekt Werkhof kann mit und ohne Wasserturm realisiert werden, jedoch 

würde die Qualität des Aussenraumes ohne Wasserturm gemindert. 

Um den bestehenden Wasserturm herum entsteht eine grosszügige Grünfläche 

mit Bäumen und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen und einer öffentlichen 

Nutzung einladen. Für eine öffentliche Nutzung besteht aber an diesem Standort 

kaum eine Nachfrage; sie lässt sich zudem schwer von der betriebsinternen Nut-

zung abgrenzen. 

Für die Freiraumgestaltung seien insgesamt viele gute Ideen enthalten. Etliche da-

von seien aber in Bezug auf den Bedarf zu hinterfragen, andere schlicht unnötig. 

Der Beitrag der Beschwerdeführerin ist bezüglich der Freiraumgestaltung, Einpas-

sung und Verkehrsführung höchstens mit der KBOB-Note 3.5 bzw. dem Prädikat 

"erfüllt bis gut erfüllt" zu bewerten. 

14.2.4. Die Bewertung des Beitrags der Beschwerdeführerin punkto "Funktions-

tüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen" fiel grundsätzlich positiv aus. Das Preisge-

richt bemängelte jedoch die folgenden Punkte: 

Funktionstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen 

(…) 

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Die Werkstätten sind gut angeordnet, die zugeordneten Lager zum Teil jedoch 

zu weit entfernt, was betrieblich lange Wege erzeugt (z.B. Schreinerei – Holzla-

ger; Malerei – Hebebühne – Lager im 1. Obergeschoss). Die Anordnung der 

Lager im 1. Obergeschoss macht es schwierig, grossvolumiges Lagergut zu 

platzieren. Lager für Fallschutzmatten und Sportgeräte sollten im Erdgeschoss 

untergebracht werden. Die Lagererschliessung des Obergeschosses mit einer 

Warenhebebühne wirft sicherheitstechnische Fragen auf. 

(…) Das Gebäude ist effizient und logisch organisiert. Wünschbar wäre dazu 

eine bessere Übersicht aus dem Büro des Leiters auf den Werkhof. 

Insgesamt dürfte der Projektvorschlag der Beschwerdeführerin gemäss dem Preis-

gericht in allen Bereichen – mit Ausnahme der Lager im Obergeschoss – eine 

zweckmässige und wirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Die weite Entfernung der 

Lager von den Werkstätten wirkt sich indes negativ auf die Betriebsabläufe aus 

und fällt deshalb stark ins Gewicht. Der Beitrag der Beschwerdeführerin ist bezüg-

lich der Funktionstüchtigkeit und der Nutzung der Innen- und Aussenräume höchs-

tens mit der KBOB-Note 3 bzw. dem Prädikat "erfüllt" zu bewerten. 

14.2.5. Die Bewertung des Beitrags der Beschwerdeführerin bezüglich "Wirtschaft-

lichkeit und Nachhaltigkeit" fiel schliesslich ebenfalls grundsätzlich positiv aus. An-

lass zur Kritik gab die Dachkonstruktion: 

Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit 

(...) 

Weil das Fachwerk die Dachflächen in eine Nord- und Südausrichtung aufteilt, 

kann das solare Potential nicht optimal genutzt werden. Die Dachlandschaft be-

darf wegen der vielen Rinnen etc. etlichen Unterhalt. 

Positiv hervorzuheben sind gemäss dem Preisgericht dagegen die kompakten Ge-

bäudeformen, der Einsatz der Fachwerk-Tragkonstruktion ohne Brettschichtholz, 

das Auffüllen des bestehenden Untergeschosses mit Aushubmaterial sowie die 

klare Trennung von Tragstruktur und Installationselementen. Insgesamt aner-

kannte das Preisgericht, dass der Projektvorschlag der Beschwerdeführerin gros-

sen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Negativ zu berücksichtigen sind indes die im 

Vergleich zum Abbruch des Wasserturms höheren Kosten für dessen Sanierung 

(vgl. oben E. 6.2). Auch unter Berücksichtigung, dass der Projektvorschlag der 

Beschwerdeführerin bezüglich Nutzung des solaren Potenzials suboptimal bleibt, 

ist der Beitrag der Beschwerdeführerin bei der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit 

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höchstens mit der KBOB-Note 3.5 bzw. dem Prädikat "erfüllt bis gut erfüllt" zu 

bewerten. 

14.2.6. Im Ergebnis ist der Beitrag der Beschwerdeführerin in qualitativer Hinsicht 

nach KBOB-Tabelle höchstens mit der Note 3.6 (Gewichtung: 60%) zu bewerten. 

Beim Preis (Gewichtung: 40%) ist der Beitrag der Beschwerdeführerin mit der 

Note 4.63 zu bewerten. In der Gesamtwertung erreicht der Beitrag der Beschwer-

deführerin somit höchstens die Note 4.01. 

14.3. Weiter ist die mindestens zulässige Bewertung des Beitrags der Beigela-

denen nach KBOB-Tabelle zu bestimmen. 

14.3.1. Das Preisgericht bewertete den Beitrag der Beigeladenen in Bezug auf die 

"Städtebauliche Einpassung/räumliche Qualität der Bauten" mit der Bestnote 5, 

was in der KBOB-Tabelle konsequenterweise der Note 5 bzw. dem Prädikat "sehr 

gut erfüllt" entspricht. Die Beschwerdeführerin beanstandet diese Bewertung – ab-

gesehen von der Überschreitung der Gewässerabstandslinie (vgl. oben E. 13.1) – 

nicht, und es ist auch nicht ersichtlich, dass diese Bewertung eine zulässige Er-

messensausübung überschreiten würde. 

14.3.2. Die Bewertung des Beitrags der Beigeladenen bezüglich "Architektonischer 

Ausdruck/Identifikation/Qualität der Innenräume" fiel positiv aus. Das Preisgericht 

attestierte dem Projektvorschlag ein unaufgeregtes "Nicht-Design", was eine 

würdige Bescheidenheit ausstrahle und die Nutzung des Werkhofs überzeugend 

repräsentiere, sowie eine gute Massstäblichkeit, eine feingliedrige, rhythmisierte 

Erscheinung und eine ruhige Proportionierung der Fassade. Die Unterscheidung 

der beiden Bauten in Massstäblichkeit und Typologie sei gut begründet, wobei der 

untergeordnete Bau längs der Mühlentalstrasse eine Reminiszenz an den Bestand 

darstelle. Auch diese Bewertung beanstandet die Beschwerdeführerin nicht. Der 

Beitrag der Beigeladenen ist in Bezug auf den architektonischen Ausdruck, die 

Identifikation und die Qualität der Innenräume folglich mindestens mit der KBOB-

Note 4 bzw. dem Prädikat "gut erfüllt" zu bewerten. 

14.3.3. Die Bewertung des Beitrags der Beigeladenen bezüglich "Freiraumgestal-

tung/Einpassung/Verkehrsführung" fiel ebenfalls positiv aus. Das Preisgericht er-

achtete den Freiraum und die Erschliessung als logisch und zweckmässig aus dem 

Konzept entwickelt. PW-Parkierung und Erschliessung des Tiefbauamtsgeländes 

lägen gut. Die Gestaltung des Aussenraums werde mit gezielten Akzenten ergänzt. 

Bemängelt wurde der Übergang vom Kreiselast zum Rampenfuss; dieser müsse 

verkehrstechnisch und bezüglich Umzäunung noch geklärt werden. Ebenso sei im 

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Bereich des Wasserturms die Abgrenzung zwischen öffentlichen und betriebsinter-

nen Aufenthaltsbereichen noch zu lösen. Die Einhaltung des Gewässerabstands 

sei zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Nichteinhaltung des Ge-

wässerabstands darf nicht negativ berücksichtigt werden (vgl. oben E. 13.2). Bei 

den beiden anderen Punkten handelt es sich um Abgrenzungsfragen bzw. Präzi-

sierungen, denen ein untergeordnetes Gewicht zukommt. Abgesehen von der Ein-

haltung des Gewässerabstands beanstandet die Beschwerdeführerin die Bewer-

tung nicht. Der Beitrag der Beigeladenen ist in Bezug auf die Freiraumgestaltung, 

Einpassung und Verkehrsführung folglich mindestens mit der KBOB-Note 4 bzw. 

dem Prädikat "gut erfüllt" zu bewerten. 

14.3.4. Das Preisgericht bewertete den Beitrag der Beigeladenen bei der "Funkti-

onstüchtigkeit/Nutzung Innen und Aussen" mit der Bestnote 5. Das Preisgericht 

attestierte dem Projektvorschlag der Beigeladenen eine durchdachte Funktionali-

tät, hohe Flexibilität in der Zuordnung der Räume und eine gute Übersichtlichkeit. 

Ein geringfügiges Optimierungspotenzial erblickte das Preisgericht in den Zuord-

nungen im Bereich der Kleingerätelager. Sodann hinterfragte es den inneren Er-

schliessungskorridor im Erdgeschoss. Auch hier beanstandet die Beschwerdefüh-

rerin die Bewertung nicht. Angesichts der Geringfügigkeit der vom Preisgericht kri-

tisierten Punkte ist der Beitrag der Beigeladenen in Bezug auf die Funktionstüch-

tigkeit und die Nutzung der Innen- und Aussenräume folglich mindestens mit der 

KBOB-Note 4.5 bzw. dem Prädikat "gut bis sehr gut erfüllt" zu bewerten. 

14.3.5. Schliesslich bewertete das Preisgericht den Beitrag der Beigeladenen be-

züglich "Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit" ebenfalls mit der Bestnote 5. Das 

Preisgericht attestierte dem Beitrag der Beigeladenen eine fundierte Auseinander-

setzung mit dem Thema ressourcenschonendes Bauen und bewertete ihn im 

Quervergleich mit Abstand am besten. Positiv hervorgehoben wurden insbeson-

dere der kompakte beheizte Gebäudeteil und das hohe solare Potenzial. Auch hier 

beanstandet die Beschwerdeführerin die Bewertung nicht. Negativ zu berücksich-

tigen sind indes – wie bei der Beschwerdeführerin (vgl. oben E. 14.2.5) – die im 

Vergleich zum Abbruch des Wasserturms höheren Kosten für dessen Sanierung 

(vgl. oben E. 6.2). Angesichts der ansonsten ausgezeichneten Nachhaltigkeitsbi-

lanz ist der Beitrag der Beigeladenen bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltig-

keit folglich mindestens mit der KBOB-Note 4.5 bzw. dem Prädikat "gut erfüllt bis 

sehr gut erfüllt" zu bewerten. 

14.3.6. Nach dem Gesagten ist der Beitrag der Beigeladenen in qualitativer Hin-

sicht nach KBOB-Tabelle mindestens mit der Note 4.4 (Gewichtung: 60%) zu be-

werten. Beim Preis (Gewichtung: 40%) ist der Beitrag der Beigeladenen mit der 

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Note 3.72 zu bewerten (vgl. oben E. 6.2). In der Gesamtwertung erreicht der Bei-

trag der Beigeladenen somit mindestens die Note 4.13. 

14.4. Der Vergleich der Bewertung der Beiträge der Beschwerdeführerin und der 

Beigeladenen nach KBOB-Tabelle ergibt, dass der Beitrag der Beschwerdeführe-

rin insgesamt höchstens mit der Note 4.01 (vgl. oben E. 14.2.6) und derjenige der 

Beigeladenen mindestens mit der Note 4.13 (vgl. vorstehende E. 14.3.6) zu bewer-

ten ist. Der Beitrag der Beigeladenen verbleibt somit selbst bei der für die Be-

schwerdeführerin günstigsten Bewertung bzw. "Übersetzung" auf dem ersten 

Rang. Entsprechend erübrigt sich eine Rückweisung an die Stadt Schaffhausen 

(vgl. oben E. 14.1). 

15. Weitere Rügen bringt die Beschwerdeführerin nicht vor. Zusammenfassend 

ist die Beschwerde im Umfang der Turmsanierungsarbeiten teilweise gutzuheissen 

(vgl. oben E. 6.3). Darüber hinaus ist sie abzuweisen. Der Zuschlag vom 25. Januar 

2023 für die Angebotssumme von Fr. 11'549'110.– (inkl. Turmsanierung und 

MwSt.) ist dementsprechend aufzuheben und der Beigeladenen für die Angebots-

summe von Fr. 11'249'109.90 (exkl. Turmsanierungsarbeiten, inkl. MwSt.) zu er-

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