# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c865ad52-04b4-5fae-9e00-6a7272caa0d6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 22.10.2021 V-2021/258
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_V-2021-258_2021-10-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: V-2021/258

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Kindes- und Erwachsenenschutz

Publikationsdatum: 04.10.2022

Entscheiddatum: 22.10.2021

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 22.10.2021
Fürsorgerische Unterbringung, Zwangsernährung (Art. 426 ff. ZGB): Die 
Voraussetzungen von Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 2 ZGB für die 
Fortführung des zwangsweisen Aufenthalts der Beschwerdeführerin im 
Kantonsspital St. Gallen im heutigen Zeitpunkt sind erfüllt. Die 
fürsorgerische Unterbringung ist insbesondere verhältnismässig, d.h. sie 
stellt eine geeignete, erforderliche und angemessene Massnahme dar, um 
der Beschwerdeführerin die notwendige persönliche Fürsorge zukommen zu 
lassen (E. 2). Der Beschwerdeführerin droht ohne Zwangsernährung ein 
ernsthafter gesundheitlicher Schaden bis hin zu einem tödlichen Verlauf. Die 
Konsequenzen einer fehlenden Behandlung wiegen eindeutig schwerer und 
es besteht keine Alternative zur Zwangsernährung (E. 3; VRKE V-2021/258 
vom 22. Oktober 2021).

Präsidentin Louise Blanc Gähwiler, Fachrichter Thomas Angehrn und Fachrichterin 

Sieglinde Marte, Gerichtsschreiberin Nicole Ingold

 

A.__, verbeiständet durch B.__, Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Sieber

gegen

1. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region St. Gallen,

2. Kantonsspital St. Gallen,

betreffend fürsorgerische Unterbringung und Behandlung ohne Zustimmung

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Sachverständiger:       Dr. med. S.__, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie

 

Sachverhalt:

A.- Bei A.__, geboren (…) 2003, besteht seit dem 11. Lebensjahr eine Anorexia 

nervosa. Sie hat zur Behandlung der diagnostizierten Essstörung bereits verschiedene 

stationäre Therapien hinter sich und war bereits mehrmals mit Verfügungen der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) K.__ fürsorgerisch untergebracht. Bis zu ihrer 

Volljährigkeit im Januar 2021 lebte A.__ im Schulheim E.__, seither wohnte sie bei ihrer 

Mutter. Sie wurde seit August 2020 ambulant durch das Ostschweizer Kinderspital 

betreut, welches am 23. Juni 2021 bei der KESB Region St. Gallen eine 

Gefährdungsmeldung einreichte. Im Juni 2021 errichtete die KESB Region St. Gallen 

für A.__ eine Beistandschaft, da sie aufgrund ihrer chronischen Erkrankung und der 

langen Spitalaufenthalte auf Vertretung bei administrativen und finanziellen 

Angelegenheiten angewiesen ist. Mit Verfügungen vom 30. Juli und 10. August 2021 

erweiterte die KESB Region St. Gallen die Aufträge der Beiständin auf gesundheitliche 

und medizinische Angelegenheiten und gab eine ambulante Begutachtung in Auftrag. 

Am 15. August 2021 erging in der Folge das psychiatrische Gutachten zur 

Urteilsfähigkeit von A.__ in Bezug auf medizinische und gesundheitliche Belange.

B.- Mit Verfügung vom 18. August 2021 ordnete der Amtsarzt die fürsorgerische 

Unterbringung von A.__ im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) für höchstens sechs 

Wochen an. Er führte aus, A.__ habe momentan einen Body-Mass-Index (BMI) von 

10.4. Sie habe keine Krankheitseinsicht und die ambulante Therapie sei nicht 

erfolgreich gewesen. Dagegen erhob A.__ am 18. August 2021 Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) und beantragte die 

Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und ihre Entlassung aus dem KSSG. Mit 

Entscheid vom 31. August 2021 wies die VRK die Beschwerde ab (VRKE V-2021/200).

C.- Am 13. September 2021 beantragte das KSSG bei der KESB Region St. Gallen die 

Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung im Kantonsspital. Zur Begründung 

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wurde im Wesentlichen ausgeführt, die aktuelle Behandlung verlaufe schleppend, die 

Patientin kooperiere bedingt, indem sie die dringend empfohlene Massnahme der 

künstlichen Ernährung via Magensonde ablehne und stattdessen weiter selbständig 

esse und wieder erbreche. Ziel der Behandlung sei weiterhin ein Gewichtsaufbau. 

Dadurch ergebe sich das Erfordernis einer verlängerten Behandlungsdauer. Ohne die 

Behandlung im KSSG bestehe ein hohes Risiko für Leib und Leben. Am 24. September 

2021 erging ein von der KESB in Auftrag gegebenes fachpsychologisches 

Kurzgutachten zur Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung. Mit Verfügung 

vom 28. September 2021 verlängerte die KESB in der Folge die fürsorgerische 

Unterbringung im KSSG und ergänzte die bestehenden Aufträge der Beiständin. Die 

Zuständigkeit für die Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung wurde dem 

KSSG übertragen. Gegen die Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung hat A.__ 

mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 11. Oktober 2021 Beschwerde bei der VRK 

erhoben. Sie beantragte die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung sowie die 

unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.

D.- Am 11. Oktober 2021 ordnete der stellvertretende Chefarzt der Klinik für Allgemeine 

Innere Medizin/Hausarztmedizin des KSSG bei A.__ eine zwangsweise Ernährung an 

und hielt fest, es sei eine Zwangsernährung über eine Sonde geplant. Daraufhin erhob 

A.__ durch ihren Rechtsvertreter am 15. Oktober 2021 auch gegen die Behandlung 

ohne Zustimmung Beschwerde bei der VRK.

E.- Am 22. Oktober 2021 fand im Kantonsspital St. Gallen die mündliche Verhandlung 

statt, an welcher A.__ mit ihrer Beiständin und dem Rechtsvertreter teilnahm. Die KESB 

Region St. Gallen als Vorinstanz wurde von Behördenmitglied C.__ vertreten. Als 

Auskunftspersonen des Spitals waren die zuständige Oberärztin D.__, Klinik für 

Allgemeine Innere Medizin/Hausarztmedizin, die Assistenzärztin E.__, Klinik für 

Allgemeine Innere Medizin/Hausarztmedizin, und der Leitende Arzt der Klinik für 

Psychosomatik, F.__, anwesend. Zudem nahm die Leiterin des Rechtsdienstes des 

Kantonsspitals an der Verhandlung teil. Rechtsanwalt G.__ war als Vertrauensperson 

der Beschwerdeführerin anwesend. Der Sachverständige befragte die 

Beschwerdeführerin und die Auskunftspersonen der Klinik und erstattete die 

gutachterlichen Berichte mündlich (vgl. Protokoll der Verhandlung).

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Auf weitere tatsächliche Gegebenheiten und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum 

Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Die 

Beschwerde vom 11. Oktober 2021 gegen die Verlängerung der fürsorgerischen 

Unterbringung und die Beschwerde vom 15. Oktober 2021 gegen die Behandlung ohne 

Zustimmung sind rechtzeitig eingereicht worden und erfüllen in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 450, 450b und 450e des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches [SR 210, abgekürzt: ZGB], Art. 27 des 

Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht [sGS 912.5, 

abgekürzt: EG-KES] sowie Art. 41  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[sGS 951.1, abgekürzt: VRP]). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

2.- Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB setzt die fürsorgerische Unterbringung in materieller 

Hinsicht voraus, dass die davon betroffene Person entweder an einer psychischen 

Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist und 

deswegen der Behandlung oder Betreuung bedarf, die ihr nicht anders als durch die 

Einweisung in eine geeignete Einrichtung der tatsächlich gewählten Art erwiesen 

werden kann. Ob eine psychische Störung vorliegt, beurteilen die Sachverständigen 

nach dem weltweit anerkannten Diagnoseklassifikationssystem ICD-10 der 

Weltgesundheitsorganisation (im Internet abrufbar unter: www.dimdi.de/dynamic/de/

klassifikationen/icd/icd-10-gm). Bei der Beurteilung sind auch die Belastung der 

Umgebung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen (Abs. 2). 

Die fürsorgerische Unterbringung dient in jedem Fall dem Schutz der betroffenen 

Person. Sie ist deshalb nur zulässig, wenn die Betroffene eines besonderen Schutzes 

bedarf und dieser nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann. Besteht ein 

Bedürfnis nach persönlicher Fürsorge, liegt eine besondere Schutzbedürftigkeit vor. 

Die persönliche Fürsorge erfasst einerseits therapeutische Massnahmen und 

andererseits jede Form von Betreuung, welche eine Person für ein menschenwürdiges 

Dasein braucht. Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und der 

Zwecktauglichkeit ist die fürsorgerische Unterbringung nur zulässig, wenn keine 

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weniger einschneidende Massnahme der betroffenen Person genügenden Schutz 

bieten kann (vgl. Botschaft zur Änderung des ZGB, BBl 2006 7062; BSK ZGB I-Geiser/

Etzensberger, 6. Aufl. 2018, Art. 426 N 7 ff. und N 24 f.; ESR Komm-Rosch, 2. Aufl. 

2015, Art. 426 ZGB N 6 ff.).

a) Im mündlich erstatteten Gutachten diagnostizierte der Sachverständige eine 

chronische, langdauernde Anorexia nervosa (F50.1 gemäss ICD-10-Codierung) sowie 

ein Ruminationssyndrom (im Zusammenhang mit der Anorexia nervosa). Diese 

Einschätzung deckt sich mit der Diagnose der Klinikärzte (Verhandlungsprotokoll, S. 2 

und 3). Angesichts der übereinstimmenden Diagnosen der Fachärzte und der 

langjährigen Krankheitsgeschichte der Beschwerdeführerin besteht kein Zweifel daran, 

dass diese an einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leidet.

b) Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin auf medizinische und 

therapeutische Hilfe angewiesen ist. Die Beschwerdeführerin wird in Bezug auf die 

Anorexia nervosa mit einem aktuellen BMI von 10.4 mit Olanzapin (10mg, Anpassung 

respektive Erhöhung der Dosis seit August 2021), Circadin, Calcium, Vitaminen und 

Nahrungsergänzungsmitteln behandelt. Gemäss dem Sachverständigen ist dies eine 

adäquate, aber ausbaufähige Medikation (Verhandlungsprotokoll, S. 12). Das Ziel des 

Spitals ist weiterhin, das Gewicht der Beschwerdeführerin zu steigern 

(Verhandlungsprotokoll, S. 2 und 9). Die Beschwerdeführerin ist gemäss Beurteilung 

der Auskunftspersonen des Spitals und des Sachverständigen nur sehr eingeengt und 

zu wenig ausreichend krankheits- und in keiner Weise behandlungseinsichtig 

(Verhandlungsprotokoll, S. 3 und 13). Es bestehen grosse Divergenzen, was die 

Behandlung betrifft. Gemäss dem Sachverständigen besteht eine absolute Indikation 

für eine stationäre Behandlung und Betreuung (Verhandlungsprotokoll, S. 12). Auch die 

Auskunftspersonen verneinen momentan die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung 

klar und sehen dies als nicht realistisch (Verhandlungsprotokoll, S. 3). Eine 

kontinuierliche Gewichtszunahme müsse sichergestellt werden – ohne eine 

Stabilisierung nehme die Anorexie einen tödlichen Verlauf (Verhandlungsprotokoll, S. 

3). Zudem müssten die körperlichen Folgen der Anorexie sofort erkannt und behandelt 

werden können. Auch gemäss Aussage des Sachverständigen kann die notwendige 

Behandlung und Betreuung nicht ambulant erfolgen, auch wenn der Hausarzt das 

Gewicht kontrolliere (Verhandlungsprotokoll S. 12). Nach ihrem Übertritt aus dem 

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stationären Rahmen in den ambulanten Bereich im August 2020 hat die 

Beschwerdeführerin stark abgenommen. Das Ostschweizer Kinderspital machte 

daraufhin im Juni 2021 eine Gefährdungsmeldung (act. 4/5 und 7, 

Verhandlungsprotokoll, S. 10). Gemäss Auskunft der behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals hat sich die Situation zu Hause seit dem letzten Aufenthalt im 

Kantonsspital im Juli 2021 im ambulanten Setting (2-3 Wochen) zudem nochmals 

verschlechtert (Verhandlungsprotokoll, S. 3). Ein BMI von 10.4 stelle eine hochgradige 

Gefährdung dar, medizinische Komplikationen seien wahrscheinlich, bis hin zu einem 

Herz-/Kreislaufstillstand. Mit einer weiteren Gewichtsabnahme nehme des Risiko noch 

zu (Verhandlungsprotokoll, S. 3). Es brauche nun dringend eine Stabilisierung und 

einen Gewichtsaufbau bis zu einem Gewichtsziel von 29 kg, was einem BMI von 13 

entspreche. Deshalb sei die fürsorgerische Unterbringung zu verlängern (vgl. act. 4/2 

und Verhandlungsprotokoll, S. 2). Durch das Verhalten der Beschwerdeführerin 

bestehe eine äusserst destruktive Seite (Verhandlungsprotokoll, S. 3). Auch der 

Sachverständige hielt fest, die Beschwerdeführerin sei durch ihre Erkrankung 

hochgradig gefährdet, ihr Leben zu verlieren. Es bestehe ein hohes Sterberisiko 

(Verhandlungsprotokoll, S. 12). Ein erhöhter Schutzbedarf in Form der Unterstützung 

bei der Gewichtszunahme, der Überwachung, um bei einer Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes sofort reagieren zu können, sowie einer gesicherten Medikation 

ist somit dargetan. Dazu ist der schützende, strukturierte Rahmen des Spitals nötig, 

denn bei ausbleibender respektive nicht ausreichender Behandlung und Betreuung 

würde sich die bereits bestehende lebensgefährliche Gesamtsituation noch weiter 

verschärfen (Verhandlungsprotokoll, S. 3).

Die Belastung des Umfelds der Beschwerdeführerin ist gross. Die Beziehung der 

Beschwerdeführerin zur Mutter ist sehr schwierig. Sie will einerseits mit ihr nichts zu 

tun haben und die beiden sprechen nicht miteinander (act. 11), andererseits möchte die 

Beschwerdeführerin so schnell als möglich temporär in ihr Zimmer bei der Mutter, um 

gesund zu werden (Verhandlungsprotokoll S. 7). Auch gemäss Aussagen der Mutter ist 

es jedoch notwendig, zunächst die somatische Seite zielgerichtet in einer Klinik, d.h. 

stationär, zu behandeln (act. 4/3 und 11). Die Beziehung zum Vater ist ebenfalls sehr 

belastet. Die Beschwerdeführerin hat weiterhin die fixe Vorstellung, dass ihr primär in 

[Land] geholfen werden und sie dort eine Ausbildung machen könne, obwohl die 

behandelnden Ärzte des Kantonsspitals festhalten, ein Langstreckenflug sei aufgrund 

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der bestehenden Gesundheitssituation nicht zu empfehlen, und diese Vorstellung 

sowohl im psychiatrischen Gutachten vom 15. August 2021 als auch im 

fachpsychologischen Kurzgutachten vom 24. September 2021 und von der Beiständin 

als nicht realistisch bezeichnet wird (Verhandlungsprotokoll, S. 5, 8 und10).

c) Art. 426 Abs. 1 ZGB setzt schliesslich voraus, dass die betroffene Person in einer 

geeigneten Einrichtung untergebracht wird. Der Begriff der Einrichtung ist weit 

auszulegen (BBl 2006 S. 7062). Darunter fällt jede öffentlich-rechtliche oder private 

offene oder geschlossene Einrichtung, in der der Betroffenen ohne oder gegen ihren 

Willen persönliche Fürsorge unter spürbarer Einschränkung der Bewegungsfreiheit 

erbracht werden kann. Geeignet ist nicht gleichbedeutend mit ideal. Es genügt, wenn 

die Einrichtung den wesentlichen Bedürfnissen der Schutzbefohlenen in Bezug auf die 

persönliche Fürsorge entspricht. Lässt sich keine geeignete Einrichtung finden, hat die 

Unterbringung zu unterbleiben (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 35 ff.).

Gemäss den Aussagen der Auskunftspersonen kann der Beschwerdeführerin im 

Kantonsspital St. Gallen resp. in den Kliniken für Innere Medizin und Psychosomatik 

des Kantonsspitals im jetzigen Zeitpunkt die notwendige stationäre Behandlung und 

Betreuung gewährt werden. Andernfalls ist die zwingend erforderliche somatische 

Behandlung, Betreuung und Überwachung nicht möglich und ein Gewichtsaufbau nicht 

realistisch (Verhandlungsprotokoll, S. 3). Ein solcher Gewichtsaufbau bis zu einem BMI 

von 12 bis 13 ist jedoch unabdingbare Voraussetzung für die in der Folge dringend 

erforderliche, stationäre psychiatrische Behandlung (Verhandlungsprotokoll, S. 2 und 

13). Die behandelnden Ärzte halten fest, der Grundauftrag des Spitals sei zu schauen, 

dass die Beschwerdeführerin nicht sterbe, das Behandlungsziel des Kantonsspitals sei 

klar, man habe die Beschwerdeführerin noch nicht aufgegeben. Man gehe immer noch 

davon aus, dass die Beschwerdeführerin eine Chance auf ein einigermassen normales 

Leben habe bei einer Besserung/Heilung der Anorexie (Verhandlungsprotokoll, S. 5, 6 

und 7). Mit dem Sachverständigen und entgegen den Ausführungen des 

Rechtsvertreters, wonach die notwendige Fürsorge der Beschwerdeführerin in einem 

anderen Betreuungssetting besser gewährleistet sei und es sich beim KSSG nicht um 

eine geeignete Institution handle (vgl. act. 1 Ziffer 12 ff. sowie Ausführungen im 

Plädoyer), ist somit davon auszugehen, dass das Kantonsspital resp. die medizinische 

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Abteilung zurzeit wegen der somatischen Folgen der Essstörung für die Behandlung 

der Beschwerdeführerin geeignet ist (Verhandlungsprotokoll, S. 13).

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen von Art. 426 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 429 Abs. 2 ZGB für die Fortführung des zwangsweisen Aufenthalts der 

Beschwerdeführerin im Kantonsspital St. Gallen im heutigen Zeitpunkt erfüllt sind. Die 

fürsorgerische Unterbringung ist insbesondere verhältnismässig, d.h. sie stellt eine 

geeignete, erforderliche und angemessene Massnahme dar, um der 

Beschwerdeführerin die notwendige persönliche Fürsorge zukommen zu lassen. Die 

Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

3.- Mit Verfügung vom 11. Oktober 2021 ordnete das KSSG die Behandlung ohne 

Zustimmung (Zwangsernährung) nach Art. 434 ZGB an, weil die Beschwerdeführerin 

nicht in die Behandlung durch Ernährung mit einer Magensonde eingewilligt hat.

a) Fehlt die Zustimmung der betroffenen Person, so können die im Behandlungsplan 

vorgesehenen medizinischen Massnahmen angeordnet werden. Dafür zuständig ist der 

Chefarzt der Abteilung oder sein Stellvertreter (Art. 434 ZGB). Da der ärztliche 

Heileingriff tief in die Persönlichkeit der betroffenen Person eingreift und um dem 

rechtsstaatlichen Gebot der Unbefangenheit Rechnung zu tragen, sollte eine 

Behandlung ohne Zustimmung nur dann erfolgen, wenn mindestens zwei Spezialärzte 

von deren Notwendigkeit überzeugt sind. Dies hat zur Folge, dass derjenige Arzt, der 

den Behandlungsplan aufgestellt hat oder als behandelnder Arzt tätig ist, nicht auch 

über die Anordnung medizinischer Massnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen 

entscheiden darf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 434/435 N 32 ff.).

Die Verfügung über die Behandlung ohne Zustimmung (Zwangsernährung) wurde vom 

Stv. Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin/Hausarztmedizin des KSSG 

erlassen (act. 6b/2). Dieses (mögliche) Vorgehen resp. das Behandlungsziel und die 

Behandlungsmassnahme wurden der Beschwerdeführerin gemäss Einträgen in der 

Krankengeschichte wiederholt von den behandelnden Ärzten des KSSG dargelegt, mit 

ihr besprochen und sie konnte sich dazu äussern (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 4 und 

die abgegebenen Auszüge aus der Krankengeschichte [act. 13]). Daraus ergibt sich, 

dass die Zwangsernährung nicht von demjenigen Arzt angeordnet wurde, der für die 

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Errichtung des Behandlungsplans verantwortlich resp. als behandelnder Arzt / 

behandelnde Ärztin tätig war. Die Anforderung, dass (mindestens) zwei Spezialärzte 

von der Notwendigkeit der angeordneten Behandlung überzeugt sein müssen, wurde 

somit erfüllt.

b) Die Beschwerdeführerin erklärte sich, gemäss Einträgen in der Krankengeschichte 

und auch anlässlich der Verhandlung, mit der Zwangsernährung nicht einverstanden 

und verweigert diese vehement. Es ist daher davon auszugehen, dass ihr 

Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung der Verfügung vom 11. Oktober 2021 nach 

wie vor gegeben ist.

c) Eine Behandlung ohne Zustimmung ist zulässig, wenn ohne Behandlung der 

betroffenen Person ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden droht oder das Leben 

oder die körperliche Integrität Dritter ernsthaft gefährdet ist (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 

ZGB), die betroffene Person bezüglich ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig ist 

(Ziff. 2) und keine angemessene Massnahme zur Verfügung steht, die weniger 

einschneidend ist (Ziff. 3). Diese drei Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein; 

dies geht aus dem Gesetzeswortlaut hervor.

aa) Die Beschwerdeführerin befindet sich aufgrund einer fürsorgerischen Unterbringung 

im Spital und ist offenkundig behandlungsbedürftig (vgl. vorne E. 2b). Die 

behandelnden Ärzte und der Sachverständige halten unmissverständlich fest, ohne 

kontinuierliche Gewichtszunahme und ohne eine Stabilisierung nehme die Anorexie 

einen tödlichen Verlauf, diese Behandlung sei die letzte Möglichkeit.

bb) Gemäss dem fachkundigen Sachverständigen besteht kaum Krankheits- und keine 

Behandlungseinsicht, was die psychische Störung (Anorexia nervosa) betrifft. Es ist 

deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bezüglich der medizinischen 

Behandlung nicht urteilsfähig ist (Verhandlungsprotokoll S. 14). Dies geht auch aus 

dem psychiatrischen Gutachten vom 15. August 2021 und dem fachpsychologischen 

Kurzgutachten vom 24. September 2021 hervor. Es fehlt der Beschwerdeführerin an 

den notwendigen kognitiven Fähigkeiten, um in die Behandlung (Zwangsernährung) 

einzuwilligen, was aber nicht heisst, dass sie nicht intelligent ist. Vielmehr ist sie nicht in 

der Lage, den Zusammenhang zwischen ihrem Zustand und der Behandlung zu 

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begreifen (vgl. zum Begriff der Urteilsfähigkeit BSK ZGB I-Bigler-Eggenberger/

Fankhauser, a.a.O., Art. 16 N 1 ff.; Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 434/435 N 18). Das 

zeigte sich unter anderem daran, dass sie festhielt, die Ärzte seien nur an der 

Zwangsernährung interessiert. Sie wolle unter ihren Bedingungen gesund werden, sie 

erachte eine palliative Behandlung für eine gute Idee als übergangsmässige Lösung, 

danach gehe sie nach [Land] (Verhandlungsprotokoll S. 8, 9 und 10).

cc) Laut den Auskunftspersonen des KSSG ist der nächste notwendige Schritt eine 

Ernährung über eine Magensonde, der Versuch einer normalen Ernährung sei 

gescheitert. Die Zwangsernährung sei nun zwingend erforderlich, da die körperlichen 

Ressourcen aufgebraucht seien. Die Magensonde werde unter Kurznarkose gelegt und 

die Beschwerdeführerin in der Folge fixiert, da sie sonst die Magensonde herausziehe. 

Es erfolge keine Sedierung, da dies in der körperlichen Verfassung der 

Beschwerdeführerin ein zu grosses Risiko sei. Es werde eine Gewichtszunahme von 

500 Gramm pro Woche angestrebt, sonst bestehe die Gefahr eines Refeeding-

Syndroms (Reaktion des Körpers auf die Nahrungsaufnahme mit einer Blut- und 

Salzverschiebung in den Zellen und Gefahr von Herzrhythmusstörungen). Die ganze 

Behandlung daure etwa zwölf Wochen, wobei die Beschwerdeführerin ein bis zwei 

Wochen auf der Intensivstation sei und in der Folge auf die Normalstation verlegt 

werde. Es erfolge ein optimales Monitoring, mit einer dauernden Überwachung auf der 

Intensivstation und einer Sitzwache auf der Normalstation (Verhandlungsprotokoll, S. 2, 

3, 4 und 6). Der beigezogene Sachverständige hielt hierzu fest, diese Behandlung sei 

die letzte Möglichkeit. Weniger einschneidende Massnahmen gebe es zurzeit nicht, es 

sei denn, man wolle in Kauf nehmen, dass die Beschwerdeführerin sterbe. Wenn die 

Gewichtszunahme erreicht werde und mit einer dauernden Überwachung der 

Beschwerdeführerin seien die Nebenwirkungen vernachlässigbar 

(Verhandlungsprotokoll S. 14).

Bei einer Zwangsernährung über zwölf Wochen mit der erforderlichen Fixierung der 

Beschwerdeführerin handelt es sich zweifelsohne um eine äusserst einschneidende 

Massnahme und einen grossen Eingriff. Das Spital hat sich nach eingehendem und 

sorgfältigem Abwägen und interdisziplinärer Besprechung sowie in Berücksichtigung 

der Folgen, wenn eine stabile, kontinuierliche Gewichtszunahme ausbleibt, für die 

Anordnung einer Zwangsernährung entschieden. Die Auskunftsperson des Spitals hat 

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zudem festgehalten, dass mit der Zwangsernährung erst dann begonnen werde, wenn 

die Beschwerdeführerin durch konservative Nahrungsaufnahme nicht 500 Gramm pro 

Woche zunehme. Man erhoffe sich bei der Zwangsernährung zudem eine gewisse 

Einsicht der Beschwerdeführerin, so dass die Fixierung auf der Normalstation 

aufgehoben werden könne. Wenn man zudem merke, dass die Zwangsbehandlung 

aussichtslos sei, es der Beschwerdeführerin zum Beispiel gelinge, die Magensonde 

wiederholt herauszuziehen, breche man die Zwangsernährung ab 

(Verhandlungsprotokoll S. 5 und 6).

Die Behandlung erscheint somit als verhältnismässig. Die Konsequenzen einer 

fehlenden Behandlung wiegen eindeutig schwerer. Es besteht keine Alternative zur 

Zwangsernährung. Gemäss den Auskünften der behandelnden Ärzte hat der bisherige 

Versuch, konservativ eine Gewichtszunahme zu erreichen, nicht funktioniert. Die 

bisherige Behandlung hat keine Stabilisierung, keine Verbesserung gebracht 

(Verhandlungsprotokoll S. 3 und 4). Es sind daher keine weniger einschneidenden 

Behandlungsmöglichkeiten ersichtlich. Schliesslich hat auch die Beschwerdeführerin 

ein überwiegendes Interesse an einer wirksamen Behandlung, welches höher zu 

gewichten ist als die momentane Entscheidungsfreiheit und der Schutz vor zu 

erwartenden Nebenwirkungen (vgl. zum Ganzen auch BGer 5A_655/2014 vom 

8. September 2014 E. 4.1). Ethisch legitimiert ist die Anwendung von Zwang hierbei 

durch die Annahme, dass mit steigendem Gewicht die Psychopathologie abnehmen 

und die Beschwerdeführerin ein psychotherapeutisches Angebot annehmen wird und 

annehmen kann, was ihr wiederum die Chance auf ein Leben mit guter Lebensqualität 

gibt (Westermair/Perrar/Schweiger, Ein palliativer Ansatz für schwerste Anorexia 

nervosa ?, 2020, abrufbar unter: https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/192109/8/

Ein_palliativer_Ansatz_fur_schwerste_Anorexia_nervosa_V4.pdf).

d) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die am 11. Oktober 2020 vom KSSG 

angeordnete Behandlung ohne Zustimmung den gesetzlichen Anforderungen 

entspricht; insbesondere droht der Beschwerdeführerin ohne Zwangsernährung ein 

ernsthafter gesundheitlicher Schaden bis hin zu einem tödlichen Verlauf. Die 

Beschwerde gegen die Behandlung ohne Zustimmung ist deshalb ebenfalls 

abzuweisen.

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4.- a) Nach Art. 11 lit. a EG-KES i.V.m. Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jene 

Beteiligte die Kosten zu tragen, deren Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Es gilt der Grundsatz der Kostentragung nach Massgabe des Obsiegens und 

Unterliegens. Da die Beschwerde abzuweisen ist, hat die Beschwerdeführerin die 

Kosten zu bezahlen. Im Verfahren zur fürsorgerischen Unterbringung werden indes 

keine amtlichen Kosten erhoben, wenn sich die Betroffene in ungünstigen 

wirtschaftlichen Verhältnissen befindet (Art. 97  Abs. 1 lit. a VRP). Dies ist bei der 

Beschwerdeführerin der Fall. Auf die Erhebung der amtlichen Kosten ist daher zu 

verzichten.

b) Die Beschwerdeführerin hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

gestellt; darüber hat die Abteilungspräsidentin zu befinden (Art. 13 lit. d des 

Reglements über den Geschäftsgang der VRK [sGS 941.223]). Die Voraussetzungen 

sind im vorliegenden Fall erfüllt. Rechtsanwalt Patrick Sieber, St. Gallen, ist als 

unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestimmen.

c) Im Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission wird das Honorar als Pauschale 

ausgerichtet; der Rahmen liegt zwischen Fr. 1'500.– und Fr. 15'000.– (Art. 22 Abs. 1 

lit. b der Honorarordnung [sGS 963.75, abgekürzt: HonO]). In Kindes- und 

Erwachsenenschutzverfahren ist Art. 20 Abs. 1 lit. b HonO als Vergleichsnorm 

beizuziehen. Danach beträgt das Honorar in diesen Verfahren pauschal Fr. 1'000.– bis 

Fr. 7'500.–. Innerhalb dieses Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen 

Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des 

Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO). 

Das Honorar wird bei unentgeltlicher Prozessführung oder amtlicher Verteidigung um 

einen Fünftel herabgesetzt (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Folglich 

beträgt der Rahmen für die ordentliche Pauschale in Kindes- und 

Erwachsenenschutzverfahren noch Fr. 800.– bis Fr. 6'000.–. Mit dem Höchstbetrag des 

ordentlichen Pauschalhonorars von Fr. 6'000.– müssen rechtlich und tatsächlich sehr 

schwierige Fälle abgedeckt werden können. Der Rechtsvertreter reichte an der 

Verhandlung eine Honorarnote ein. Angesichts des Aktenumfangs und der 

Besonderheit des konkreten Falles sowie in Berücksichtigung der Art und des Umfangs 

der Bemühungen erscheint das von ihm geltend gemachte Honorar von Fr. 3'400.– (17 

Stunden zum bereits um einen Fünftel herabgesetzten Ansatz von Fr. 200.– [vgl. Art. 31 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70]) für beide Beschwerdeverfahren 

(Fürsorgerische Unterbringung, Behandlung ohne Zustimmung) gerade noch als 

angemessen. Zum Honorar hinzuzuzählen sind pauschale Barauslagen zum Satz von 

4% des Honorars im Betrag von Fr. 136.– (Art. 28  HonO) und die Mehrwertsteuer im 

Umfang von Fr. 272.25 (Art. 29 HonO). Die ausseramtliche Entschädigung beläuft sich 

somit auf Fr. 3'808.25. Auf eine allfällige spätere Rückzahlung infolge verbesserter 

Vermögensverhältnisse wird aufgrund der besonderen Umstände verzichtet.

Präsidialverfügung:

Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch 

Rechtsanwalt Patrick Sieber, St. Gallen, gewährt.

Entscheid:

1.

Die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerde gegen die Behandlung ohne Zustimmung wird abgewiesen.

3.

Die amtlichen Kosten von Fr. 1'500.– werden der Beschwerdeführerin auferlegt; auf die 

Erhebung wird verzichtet.

4.

Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Patrick 

Sieber, St. Gallen, wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 3'808.25 entschädigt.

bis

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 22.10.2021
	Fürsorgerische Unterbringung, Zwangsernährung (Art. 426 ff. ZGB): Die Voraussetzungen von Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 2 ZGB für die Fortführung des zwangsweisen Aufenthalts der Beschwerdeführerin im Kantonsspital St. Gallen im heutigen Zeitpunkt sind erfüllt. Die fürsorgerische Unterbringung ist insbesondere verhältnismässig, d.h. sie stellt eine geeignete, erforderliche und angemessene Massnahme dar, um der Beschwerdeführerin die notwendige persönliche Fürsorge zukommen zu lassen (E. 2). Der Beschwerdeführerin droht ohne Zwangsernährung ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden bis hin zu einem tödlichen Verlauf. Die Konsequenzen einer fehlenden Behandlung wiegen eindeutig schwerer und es besteht keine Alternative zur Zwangsernährung (E. 3; VRKE V-2021/258 vom 22. Oktober 2021).

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