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**Case Identifier:** 45a86671-e998-54d7-9fb4-8057ff79e9e2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.08.2015 715 15 87 (715 2015 87)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-15-87_2015-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. August 2015 (715 15 87) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Bejahung der Vermittlungsfähigkeit einer versicherten Person, die vorwiegend in der 

Baubranche tätig ist; kein Anwendungsfall der Rechtsprechung, die versicherte Perso-

nen betrifft, welche bewusst nur saisonale Beschäftigungen eingehen. 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Vermittlungsunfähigkeit 
 
 
 
A. Der 1982 geborene A.____ arbeitet seit Ende Juli 2011 über das Temporärbüro B.____ 
als Strassenbauer/Tiefbauarbeiter mit Unterbrüchen für verschiedene Einsatzfirmen. Aufgrund 
der häufig gekündigten Anstellungen infolge Auftragsrückgangs meldete sich A.____ wiederholt 
zum Leistungsbezug bei der Arbeitslosenversicherung an. So erfolgte auch eine Anmeldung am 
18. November 2013, nachdem er vom 2. April 2013 bis 15. November 2013 über die B.____ bei 

 
 
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der C.____ einen Arbeitseinsatz hatte. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2013 machte ihn das 
Regionale Arbeitsvermittlungszentrum Liestal (RAV) darauf aufmerksam, dass er mehrmals 
über die Temporärfirma B.____ für Einsatzfirmen tätig gewesen sei, bei welchen mit saisonal 
bedingten Arbeitsunterbrüchen zu rechnen sei. Es stelle sich daher die Frage, ob er diese Un-
terbrüche in der Arbeitstätigkeit bewusst in Kauf genommen habe und daher als nicht vermitt-
lungsfähig betrachtet werden müsse. Es wurde ihm sodann dargelegt, welche Bemühungen um 
eine neue Arbeitsstelle bei einer erneuten Anmeldung zum Taggeldbezug von ihm erwartet 
würden. Ab 3. März 2014 konnte er wiederum einen Arbeitseinsatz bei der C.____ leisten. Die-
se Stelle wurde ihm am 17. September 2014 per 31. Oktober 2014 gekündigt. Am 22. Oktober 
2014 meldete er sich erneut zur Arbeitsvermittlung und am 6. November 2014 zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung ab 1. November 2014 an. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2014 
sprach das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland (KIGA) die Vermitt-
lungsfähigkeit von A.____ ab 3. November 2014 ab. Daran hielt die Einspracheinstanz des 
KIGA auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 6. Februar 2015 fest. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 
3. März 2015 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), mit den Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und 
die Vorinstanz zu verurteilen, dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter 
o/e-Kostenfolge. In der Begründung wurde angeführt, dass der Versicherte - entgegen den Aus-
führungen der Vorinstanz - durchaus bereit sei, eine unbefristete Dauerstelle anzunehmen. Er 
sei ein sehr motivierter und engagierter Arbeitnehmer, der jede sich bietende Gelegenheit er-
greife, um zu arbeiten. Er nehme eine Arbeitslosigkeit im Winter nicht bewusst im Kauf. Viel-
mehr bemühe er sich, seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit Besuchen von Kursen zu ver-
bessern. Er finde jedoch immer nur Arbeiten in der Baubranche, weil er dort bislang gearbeitet 
habe und Kompetenz nachweisen könne. Unter diesen Umständen könne seine Vermittlungs-
fähigkeit nicht abgesprochen werden. Es treffe aber zu, dass er seine Pflicht, während der Kün-
digungsfrist ausreichende Arbeitsbemühungen zu tätigen, verletzt habe. Diese Pflichtverletzung 
könne jedoch nicht zur Verneinung der Vermittlungsfähigkeit führen, sondern müsse mit Ein-
stelltagen sanktioniert werden.  
 
C. In seiner Vernehmlassung vom 20. April 2015 beantragte das KIGA die Abweisung der 
Beschwerde. Es wies darauf hin, dass die Ablehnung der Vermittlungsfähigkeit auf der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung zu den "Überwinterern" beruhe. Der Versicherte sei mehrmals 
daraufhin hingewiesen worden, dass er zur Vermeidung von Beschäftigungseinbrüchen im Win-
ter alles unternehmen müsse, um rechtzeitig eine Dauerstelle oder zumindest eine die in der 
Bau- und Baunebenbranche beschäftigungsarme Wintersaison überbrückende Erwerbstätigkeit 
zu finden. Solche Vorkehrungen habe der Versicherte aber nicht getroffen. Da der Versicherte 
mit der B.____ am 16. Januar 2015 einen neuen Einsatzvertrag per 19. Januar 2015 abge-
schlossen habe, sei eventualiter die Dauer der abgesprochenen Vermittlungsfähigkeit auf den 
18. Januar 2015 zu begrenzen. Am 24. April 2015 reichte das KIGA zur Vervollständigung der 
Akten den zwischen dem Versicherten und der B.____ geschlossenen Einsatzvertrag vom 
16. April 2015 ein. 
 

 
 
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D. Der Versicherte liess durch seine Rechtsvertreterin am 29. April 2015 ausführen, dass 
er dem Eventualantrag der Vorinstanz folgen könne. Im Übrigen hielt er aber an seiner Be-
schwerde fest.  
 
E. Mit Duplik vom 20. Mai 2015 verwies das KIGA auf ihre bisherigen Eingaben und bean-
tragte weiterhin die Abweisung der Beschwerde.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 
56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Da der 
Versicherte der Kontrollpflicht im Kanton Baselland nachgeht, ist die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht ein-
gereichte Beschwerde vom 3. März 2015 ist einzutreten. 
 
2.1 Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob dem 
Versicherten zu Recht ab 3. November 2014 die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen wurde mit 
der Folge, dass dieser ab diesem Zeitpunkt keine Arbeitslosenentschädigung beanspruchen 
kann. Dabei sind sich die Parteien einig, dass die Vermittlungsfähigkeit aufgrund des Arbeits-
einsatzes des Versicherten per 19. Januar 2015 lediglich für die Zeit vom 3. November 2014 bis 
18. Januar 2015 zu prüfen ist. 
 
2.2 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, 
dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11), in der Schweiz wohnt (Art. 12), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der Alters- und Hinterlassenversicherung (AHV) er-
reicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfül-
lung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14), vermittlungsfähig ist (Art. 15) und die Kontroll-
vorschriften erfüllt (Art. 17).  
 
2.3 Die arbeitslose Person ist vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt 
ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Art. 
15 Abs. 1 AVIG). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach auch die persönliche Bereitschaft, 

 
 
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die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit 
einzusetzen (BGE 123 V 216 E. 3 mit Hinweisen). Die Bereitschaft der versicherten Person, 
eine neue Stelle anzutreten, ist aufgrund objektiver Kriterien zu prüfen. Der Wille allein oder die 
bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft der versicherten Person genügen nicht (BGE 122 
V 266 f. E. 4). Vielmehr ist die versicherte Person gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermitt-
lung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich intensiv 
nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversiche-
rung, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale 
Sicherheit, 2. Aufl., Basel/Genf/München 2007, S. 2261 Rz 270 mit Hinweisen). 
 
2.4 Wesentliches Merkmal der Vermittlungsfähigkeit ist die Bereitschaft zur Annahme einer 
Dauerstelle (ARV 2004 Nr. 13 S. 126 E. 2.3 mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 17. Juni 2003, C 272/02). Nach höchstrichterli-
cher Rechtsprechung sind Personen, die bewusst nur saisonale Arbeitsverhältnisse eingehen 
und deren Arbeitsbemühungen sich stets auf zeitlich befristete Stellen beschränken, nicht ver-
mittlungsfähig (ARV 2000 Nr. 29 S. 150, 2005 Nr. 19 S. 212 E. 2.2). Disponiert ein Arbeitneh-
mer oder eine Arbeitnehmerin bewusst so, dass sich immer wieder kurze Unterbrüche der Er-
werbstätigkeit ergeben, nimmt er bzw. sie die entsprechenden Verdiensteinbussen freiwillig in 
Kauf (ARV 2005 Nr. 19 S. 213 E. 2.3). Um der Schadenminderungspflicht zu genügen, muss 
eine versicherte Person ihre Arbeitsbemühungen auf berufsfremde Dauerstellen ausdehnen, 
wovon sie weder Alter noch Ausbildung und bisherige Tätigkeit oder die wirtschaftliche Lage 
entbinden (ARV 2000 Nr. 29 S. 150). Die bisherigen Arbeitsbemühungen können Aufschluss 
über die subjektive Bereitschaft geben, Einkommenseinbussen während der Übergangszeit zu 
vermeiden (Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2013, 8C_1030/2012, publiziert in: ARV 
2013 S. 347 ff. E. 2; Urteil des EVG vom 24. Dezember 2004, C 157/04, publiziert in: ARV 2005 
S. 211 ff. E. 2.2; je mit weiteren Hinweisen).  
 
2.5 Die Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit hat prospektiv und aufgrund einer gesamthaf-
ten Würdigung der für die Anstellungschancen im Einzelfall wesentlichen, objektiven und sub-
jektiven Faktoren zu erfolgen. Ausser dem Umfang des für die versicherte Person in Betracht 
fallenden Arbeitsmarktes ist auch die Art der gesuchten zumutbaren Arbeit von Bedeutung 
(ARV 1992 Nr. 2 S. 74 f. E. 1b und 3, 1991 Nr. 3 S. 24 E. 3a). 
 
3.1 Das KIGA stellt sich im Einspracheentscheid vom 6. Februar 2015 im Wesentlichen auf 
den Standpunkt, es sei davon auszugehen, dass der Versicherte keine Dauerstelle suche. Er 
habe jeweils im Herbst von der Temporärfirma B.____, über welche er seit August 2011 bei 
verschiedenen Unternehmen als Bauarbeiter tätig gewesen sei, eine Kündigung wegen Be-
schäftigungsrückgangs erhalten. Er habe deshalb auch im Herbst 2014 mit einer Kündigung 
rechnen und sich rechtzeitig um eine Dauerstelle bemühen müssen. Dies umso mehr, als er mit 
dem Informationsschreiben vom 17. Dezember 2013 und anlässlich des Beratungsgesprächs 
vom 6. Februar 2014 ausdrücklich auf seine Pflicht zur Stellensuche und die Überprüfung der 
Vermittlungsfähigkeit im Falle ungenügender Arbeitsbemühungen hingewiesen worden sei. Er 
sei somit darüber informiert gewesen, dass er monatlich mindestens acht Arbeitsbemühungen 
in den letzten drei Monaten vor dem zu erwartenden saisonalen Unterbruch in der Erwerbstä-

 
 
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tigkeit oder vor Beendigung des befristeten Arbeitsvertrages nachzuweisen habe. Die Bemü-
hungen hätten zudem in Branchen oder auf Anstellungen zu erfolgen, die nicht von saisonalen 
Unterbrüchen betroffen seien. Aufgrund der eingereichten Arbeitsbemühungen könne nicht da-
rauf geschlossen werden, dass er ernsthafte Bemühungen unternommen habe, eine nicht von 
saisonalen Beschäftigungsunterbrüchen betroffene Anstellung zu finden. Der Versicherte habe 
nach Erhalt der Kündigung erstmals am 23. Oktober 2014 zwei telefonische, nicht überprüfbare 
Anfragen bei Baufirmen getätigt. Desgleichen habe er sich im November 2014 hauptsächlich 
bei Baufirmen beworben und dabei die quantitativen Vorgaben nicht eingehalten. Darüber hin-
aus seien sie auch in qualitativer Hinsicht ungenügend, da er lediglich telefonische Stellenan-
fragen getätigt habe. Arbeitsbemühungen hätten in der Regel schriftlich zu erfolgen und müss-
ten sich auf offene Stellen beziehen. Zudem könnten sie nicht konkret überprüft werden. In der 
Vernehmlassung vom 20. April 2015 hielt das KIGA mit Verweis auf das Urteil des Bundesge-
richts vom 22. Februar 2013, 8C_937/2012 (Vermittlungsfähigkeit bei sog. Überwinterern) an 
den Ausführungen des angefochtenen Einspracheentscheides fest.   
 
3.2.1 Der Versicherte bestreitet nicht, dass seine Arbeitsbemühungen nach Erhalt der Kün-
digung am 17. September 2014 ungenügend gewesen seien. In der Tat bewarb sich der Versi-
cherte erstmals telefonisch am 23. Oktober 2014 bei der Firma D.____ als Strassenbauer. Die 
zweite telefonische Bewerbung als Strassenbauer fand am 28. Oktober 2014 bei der E.____ 
statt. Mit den erst im Oktober 2014 begonnenen Stellenbemühungen erfüllt der Versicherte die 
Vorgaben gemäss Informationsschreiben vom 17. Dezember 2014 nicht, wonach er bereits 
3 Monate vor dem zu erwartenden Beschäftigungsrückgang Arbeitsbemühungen hätte nach-
weisen sollen. Zudem sind zwei auf die Baubranche beschränkte Stellenbewerbungen im Mo-
nat Oktober 2013 sowohl in qualitativer und quantitativer Hinsicht ungenügend. Im Monat No-
vember 2014 erfolgten 7 telefonische Stellenanfragen, 6 davon waren in der Baubranche. Damit 
sind die Anforderungen an die Stellenbemühungen für diesen Monat quantitativ knapp nicht 
erfüllt; qualitativ sind sie eindeutig ungenügend (vgl. Nachweis der persönlichen Arbeitsbemü-
hungen vom 28. November 2014). Am 28. November 2014 hatte der Versicherte das Erstge-
spräch beim RAV. Dabei wurde mit dem Versicherten vereinbart, dass er im Monat Dezember 
2014 und Januar 2015 mindestens 8 Arbeitsbemühungen auch ausserhalb der Baubranche 
einzureichen habe. Im Monat Dezember 2014 trug er 8 Arbeitsbemühungen ein, wovon jedoch 
der vom 15. bis 19. Dezember 2012 absolvierte Kurs zum Baumaschinenführer für Kleinbagger 
und Kleinmaschinenfahrzeuge nicht als Arbeitsbemühung angerechnet werden kann, handelt 
es sich doch bei einem Kursbesuch nicht um eine Stellenbewerbung. Von den 7 verbleibenden 
Arbeitsbemühungen sind 5 Stellenanfragen in Branchen erfolgt, die von Saisonalität oder ande-
ren Unterbrüchen betroffen sind (vgl. Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für De-
zember 2014). Demgemäss sind im Monat Dezember 2014 nur die quantitativen Anforderungen 
an die Stellenanfragen nicht erfüllt. Seine Arbeitsbemühungen im Januar 2015 sind dagegen 
weder in quantitativer noch qualitativer Hinsicht zu beanstanden, erfüllt er mit 13 Stellennach-
weisen in 12 Betrieben ausserhalb der Baubranche die Vorgaben. Dass er den Nachweis seiner 
Arbeitsbemühungen im Januar 2015 zu spät einreichte, bedeutet nicht, dass diese ungenügend 
sind. Damit ist festzuhalten dass der Versicherten die Auflagen an die Arbeitsbemühungen ge-
mäss Schreiben vom 17. Dezember 2013 in den Monaten Oktober bis Dezember 2014 nicht 
erfüllt. 

 
 
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3.2.2 Im Zusammenhang mit den Arbeitsbemühungen ist darauf hinzuweisen, dass telefoni-
sche Stellenanfragen - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - nicht per se ungenügend sind. 
Andernfalls dürfte auf dem Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" von den 
möglichen Bewerbungsformen die Rubrik "telefonisch" nicht aufgeführt werden. Dazu kommt, 
dass anlässlich des Beratungsgesprächs vom 28. November 2014 mit dem Versicherten ver-
einbart wurde, dass er in den Monaten Dezember 2014 und Januar 2015 mindestens 8 Arbeits-
bemühungen einzureichen habe. Ob diese schriftlich, persönlich oder telefonisch zu erfolgen 
haben, wurde dem Versicherten überlassen. Aus dem von der Vorinstanz zitierten Urteil des 
Bundesgerichts vom 22. Februar 2007 (C 16/07) ist jedenfalls nicht zu entnehmen, dass telefo-
nische Stellenbewerbungen ungenügend sind. Dagegen trifft es zu, dass gemäss dieser bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung sich eine versicherte Person in erster Linie für ausgeschriebe-
ne Stellen zu bewerben hat. Gleichzeitig wird aber auch ausgeführt, dass Bewerbungen auf 
Stellen ohne konkrete Angebote hinsichtlich einer Abklärung, ob eine Stelle frei sei, sinnvoll 
sein könnten (vgl. Erwägung 3.1 des zitierten Urteils). Aufgrund der vom Versicherten einge-
reichten Stellenbemühungen kann aufgrund der vereinzelten Begründungen für die Absagen 
wie "keine offene Stelle", "kein Bedarf" oder "keine Arbeit" angenommen werden, dass es sich 
bei den entsprechenden Stellenanfragen um solche Blindbewerbungen handelt. Ob dieser Um-
stand ausreicht, um die Arbeitsbemühungen allein deswegen als ungenügend zu qualifizieren, 
ist fraglich. Jedenfalls sah sich die zuständige RAV-Beraterin anlässlich des Gesprächs vom 
28. November 2014 nicht dazu veranlasst, die vom Versicherten im Oktober und November 
2013 nachgewiesenen Arbeitsbemühungen zu beanstanden, weil sie nicht auf offene Stellen 
hin erfolgt sind (vgl. Ziffer 7 des Protokolls vom 28. November 2014).  
 
3.3.1 Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass fortdauernd ungenügende Bemühungen um 
eine neue Stelle ein wesentlicher Hinweis darauf sein können, dass die versicherte Person 
(während einer bestimmten Zeitspanne) nicht gewillt ist, ihre Arbeitskraft anzubieten, was zur 
Verneinung der Vermittlungsfähigkeit führt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2013, 
8C_966/2012, E. 2.2; NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2262 Rz. 272). Im Allgemeinen ist aber eine un-
zureichende Stellensuche nur Ausdruck davon, dass die versicherte Person ihrer Schadenmin-
derungspflicht ungenügend nachkommt (BGE 112 V 218 E. 1b; ARV 1996/97 Nr. 19 S. 101 
E. 3b, Nr. 8 S. 31 E. 3 je mit Hinweisen). Für die Absprache der Vermittlungsfähigkeit aufgrund 
ungenügender Arbeitsbemühungen bedarf es gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung be-
sonders qualifizierender Umstände. Erst wenn sich eine versicherte Person trotz Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG über längere Zeit hinweg nicht um 
eine neue Stelle bemüht, darf angenommen werden, es fehle ihr an der Vermittlungsbereit-
schaft. Sind aber immerhin gewisse Anstrengungen der versicherten Person festzustellen, kann 
grundsätzlich nicht auf fehlende Vermittlungsbereitschaft geschlossen werden, es sei denn, 
dass trotz des äusseren Scheins nachweislich keine Absicht zur Wiederaufnahme einer Arbeit-
nehmertätigkeit bestanden hat (Urteil des EVG vom 10. November 2000, C 65/00, E. 3b).  
 
3.3.2 Vorliegend steht fest, dass die vom Versicherten nachgewiesenen Stellenbewerbungen 
in den Monaten Oktober bis Dezember 2014 den Vorgaben nicht entsprechen. Von wiederholt 
ungenügenden Arbeitsbemühungen kann jedoch nicht gesprochen werden. Denn den Akten ist 

 
 
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nicht zu entnehmen, dass er in den vorangegangen Jahren die Auflagen der Vorinstanz nicht 
einhielt; er wurde deswegen auch nie mit Einstelltagen gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG sankti-
oniert. Dagegen ist im hier massgebenden Zeitraum festzustellen, dass seine Arbeitsbemühun-
gen zu Beginn den Anforderungen nicht genügten. So begann er nach Erhalt der Kündigung im 
September 2014, erst im Oktober 2014 und damit verspätet sich zu bewerben. Dabei waren 
seine Stellenanfragen quantitativ und qualitativ ungenügend. Im November 2014 verbesserten 
sich seine Arbeitsbemühungen dahingehend, als er bereits 7 Stellenanfragen tätigte. Das Erst-
gespräch vom 28. November 2013 zeigte sodann insofern Wirkung, als er seine Stellensuche in 
den Monaten Dezember 2014 und Januar 2015 vereinbarungsgemäss auf Betriebe ausdehnte, 
die nicht saisonabhängig waren. Während er im Dezember 2014 anstelle von den 8 geforderten 
Arbeitsbemühungen nur 7 vorlegte, wies er im Januar 2015 deren 13 nach. Aus dieser verän-
derten Verhaltensweise ist zu schliessen, dass er sich intensiv bemühte, eine Arbeitsstelle zu 
finden. Unter diesen Umständen kann aufgrund ungenügenden Arbeitsbemühungen nicht von 
vornherein auf fehlende Vermittlungsbereitschaft geschlossen werden (Urteil des Bundesge-
richts vom 16. April 2013, 8C_1030/2012, E. 4.3). Die ungenügenden quantitativen und qualita-
tiven Arbeitsbemühungen sind vielmehr gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG mit Einstelltagen zu 
sanktionieren.  
 
4.1 Kann die Vermittlungsbereitschaft wegen ungenügender Arbeitsbemühungen nicht 
verneint werden, ist zu prüfen, ob der Versicherte subjektiv tatsächlich eine Dauerstelle anstreb-
te und im Hinblick darauf all jene Vorkehrungen traf, die man zwecks Vermeidung von Arbeits-
losigkeit vernünftigerweise von ihm erwarten durfte (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 
2013, 8C_937/2012). Aus den Akten gibt es keine Hinweise, dass er bevorzugt saisonale Stel-
len suchte und seine Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten bewusst in Kauf nahm. Aufgrund 
der Tatsache, dass er mit dem Temporärbüro vorwiegend unbefristete Einsatzverträge ab-
schloss, ist vielmehr davon auszugehen, dass er gewillt war, eine unbefristete Festanstellung 
zu finden. Seinen Nachweisen von Arbeitsbemühungen ist auch nicht zu entnehmen, dass er 
sich für befristete Stellen interessierte. Seit dem Erstgespräch vom 28. November 2014 unter-
nahm er Anstrengungen, nicht nur Beschäftigungen in der Baubranche, sondern auch Tätigkei-
ten als Verkäufer, Lagerist, Logistiker, Reinigungs- und Produktionsmitarbeiter zu suchen. Er 
beschränkte sich auch nicht mehr auf telefonische Bewerbungen, sondern sprach bei den po-
tentiellen Arbeitgebern persönlich vor. Mit seiner seither intensivierten Stellensuche machte er 
deutlich, dass er bereit ist, eine Dauerstelle anzunehmen. Bei dieser Sachlage kann ihm - trotz 
mehrjährigen befristeten Arbeitseinsätzen - die Vermittlungsfähigkeit nicht abgesprochen wer-
den (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2013, 8C_966/2012). 
 
4.2 An diesem Ergebnis ändert auch das vom KIGA zitierte Urteil des Bundesgerichts vom 
22. Februar 2013, 8C_937/2012, nichts. Das Bundesgericht verneinte in dieser Angelegenheit 
die Vermittlungsfähigkeit des Versicherten, welcher während den Sommermonaten immer als 
Eisenleger arbeitete, letztlich mit dem Hinweis darauf, dass dieser sich nicht genügend um eine 
Dauerstelle bemüht habe. Der Sachverhalt im Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013 
ist jedoch mit dem vorliegenden nicht identisch. Jener Versicherte arbeitete seit September 
2007 fast ununterbrochen im gleichen Betrieb. Jeweils im Herbst erhielt er aufgrund der unsi-
cheren Auftragslage die Kündigung. Im vorliegenden Fall war der Versicherte nicht immer im 

 
 
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gleichen Bauunternehmen tätig. Er konnte deshalb nicht darauf vertrauen, dass er von den Ein-
satzfirmen von Jahr zu Jahr wieder angestellt wird. Zudem hatte er nicht nur in den Wintermo-
naten beschäftigungslose Zeiten. So war er im Juni bis Juli 2012, im September 2012 und im 
März 2013 arbeitslos. Die Kündigungen wurden somit nicht nur im Hinblick auf die Wintermona-
te, in denen in der Baubranche erfahrungsgemäss weniger Aufträge eingehen, ausgesprochen 
worden. Die Schlussfolgerungen des Bundesgerichts im Entscheid vom 22. Februar 2013 zu 
den sogenannten Überwinterern können deshalb nicht auf den vorliegenden Fall übertragen 
werden. 
 
5. Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Ausführungen festzuhalten, dass 
beim Versicherten die Vermittlungsfähigkeit im Sinne von Art. 15 Abs. 1 AVIG vom 3. November 
2014 bis 18. Januar 2015 zu bejahen ist. Die gegen den Einspracheentscheid vom 6. Februar 
2015 erhobene Beschwerde ist dahingehend gutzuheissen, als die Angelegenheit zur Prüfung 
der übrigen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 AVIG an die Vorinstanz zurückzuweisen 
ist.  
 
6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.  
 
6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, ist dem ob-
siegenden Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zu Lasten des KIGA zuzusprechen. 
Seine Rechtsvertreterin machte in ihrer Honorarnote vom 22. Juni 2015 für das vorliegende 
Verfahren einen Zeitaufwand von 12,083 Stunden geltend. Dieser Aufwand erweist sich um-
fangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. 
Der ausgewiesene Zeitaufwand ist zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittli-
che Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu 
beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 117.--. Dem Be-
schwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'388.85 (inkl. Ausla-
gen von Fr. 117.-- und 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten des KIGA zuzusprechen. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-

 
 
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weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 6. Februar 2015 aufgehoben und festge-
stellt wird, dass der Beschwerdeführer vermittlungsfähig ist. 

Die Angelegenheit wird zur Prüfung der übrigen Anspruchsvorausset-
zungen ab 3. November 2014 und zum Erlass einer neuen Verfügung 
an das KIGA Baselland zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Das KIGA Baselland hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung in Höhe von Fr. 3'388.85 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteu-
er) auszurichten. 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde vom KIGA Baselland am 6. November 2015 Beschwerde beim 
Bundesgericht (8C_825/2015) erhoben.