# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30ee3edc-747e-592e-ae24-962cc3de2fcb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 05.10.2023 SB220630
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220630_2023-10-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB220630-O/U/nk 
 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller, Präsidentin, Ersatzoberrichter 

lic. iur. Kessler und Ersatzoberrichter Dr. Bezgovsek sowie Gerichts-

schreiberin MLaw Boese 

 

 

Urteil vom 5. Oktober 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Sachbeschädigung   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom 
8. November 2022 (GG210013) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft l des Kantons Zürich vom 4. März 2021 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 21). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB (Anklagesachverhalt III./2.; 1.-3., 5.-7., 9., 12. und 13. 

Lemma) schuldig. Von den weiteren Vorwürfen wird der Beschuldigte freige-

sprochen. 

2. Der Beschuldigte wird mit einer unbedingten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestraft, welche vollständig als durch Haft 

geleistet gilt. 

3. Die folgenden, mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft I vom10. August 

2020 (act. 11/1) und vom 3. Dezember 2020 (act. 11/4) beschlagnahmten 

Gegenstände werden dem Beschuldigten nach Rechtskraft dieses Urteils 

auf erstes Verlangen herausgegeben: 

− 1 Mobiltelefon, Marke Samsung, IMEI- Nr. 1 / 2 [inkl. beschädigte Hül-
le] 

− 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 20 cm, inkl. Holster 
(A013'992'728) 

− 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 20 cm, inkl. Holster mit 
Handschlaufe (A013'992'740) 

− 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 11 cm, inkl. Holster 
(A013'992'762) 

− 4 Funkgeräte, Marke Baofeng (A013'992'784) 
− 1 Sackmesser, Marke Viktorinox, inkl. Holster (A013'992'795) 
− 1 Fernglas, Marke Bresser (A013'992'808) 
− 1 Survival Kit UK in Alubox (A013'992'819) 
− Diverse Abzeichen Militär / Polizei (A013'992'820) 
− 1 Schraubenset (A013'992'831) 

- 3 - 

− 1 Memory-Stick Holz mit Aufschrift: B._____ (A013'992'842) 
− 1 Zugticket C._____-D._____ vom 11. Juli 2020 (A013'992'853) 

Verlangt der Beschuldigte die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach 

Rechtskraft des Urteils, sind die Gegenstände zu vernichten. 

4. Die Zivilansprüche der Privatklägerin werden auf den Zivilweg verwiesen. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 
Fr. 12'029.10   Auslagen (Gutachten) 
Fr. 4'252.–   Telefonkontrolle 
Fr. 650.–   Auslagen Polizei 
Fr. 16.65   Entschädigung Zeuge 
Fr. 38'012.25   amtliche Verteidigung 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

6. a) Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser 

diejenigen der amtlichen Verteidigung und der Telefonkontrolle, werden 

dem Beschuldigten zu einem Neuntel (1/9) auferlegt. 

b) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I vom 3. Dezember 2020 be-

schlagnahmte Barschaft (act. 11/4, Disp.-Ziff. 1./l.) im Gegenwert von 

Fr. 2'108.20 werden zur Deckung der den Beschuldigten gemäss Dis-

positivziffer 6a treffenden Verfahrenskosten verwendet. Der verblei-

bende Restbetrag wird beim Beschuldigten nachgefordert. 

c) Die Kosten der Telefonkontrolle (Fr. 4'252.–), die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sowie die verbleibenden Kosten von acht Neunteln (8/9) 

werden auf die Staatskasse genommen. 

d) Hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt einen Nach-

forderung bis zu einem Neuntel (1/9) des in Dispositivziffer 8 festge-

- 4 - 

setzten Honorars (d.h. bis zum Betrag von Fr. 4'223.60) gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

7. Dem Beschuldigten wird für 73 Tage Überhaft eine Genugtuung von 

Fr. 8'760.– zugesprochen. 

8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als 

amtlicher Verteidiger mit Fr. 38'012.25 (Betrag enthält Mehrwertsteuer) aus 

der Gerichtskasse entschädigt. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 70 S. 3 f.; Urk. 86 S. 1) 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Ein-

zelgericht, vom 8. November 2022 (Geschäfts-Nr. GG210013) hinsicht-

lich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen Sachbe-

schädigung betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 2 sowie sämtliche 

Freisprüche), 3 bis 5, 6 lit. c und 8 in Rechtskraft erwachsen ist.  

2. Der Beschuldigte sei der einfachen Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und von allen übrigen Vor-

würfen freizusprechen. Eventualiter sei der Beschuldigte der mehrfa-

chen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig 

zu sprechen. 

3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer bedingten Geldstrafe von 

20 Tagessätzen à Fr. 20.–, eventualiter von 30 Tagessätzen à Fr. 20.–, 

unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. 

4. Dem Beschuldigten sei für die erstandene Untersuchungshaft eine an-

gemessene Genugtuung zuzusprechen. Ferner sei ihm eine angemes-

sene Entschädigung zu entrichten. 

- 5 - 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

3. Dezember 2020 beschlagnahmte Barschaft im Gegenwert von 

Fr. 2'108.20 sei dem Beschuldigten auf erstes Verlangen herauszuge-

ben. 

6. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen 

Gerichtsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidi-

gung, seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen, soweit sie 

nicht ohnehin ausser Ansatz fallen. 

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft l des Kantons Zürich:  

Keine Anträge. 

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 

Erwägungen: 

I.  Verfahren 

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 

8. November 2022 wurde der Beschuldigte betreffend den Anklagesachverhalt 

III.2. Lemma 1-3, 5-7, 9, 12 und 13 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Von den weiteren Vorwürfen der 

Anklage wurde er freigesprochen. Für die mehrfache Sachbeschädigung wurde er 

mit einer unbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft, wobei 

festgestellt wurde, dass diese als durch Haft geleistet gelte. Im Weiteren wurde 

die Herausgabe diverser beschlagnahmter Gegenstände an den Beschuldigten 

verfügt und über die Zivilansprüche der Privatklägerin befunden. Schliesslich wur-

den die Kosten- und Entschädigungsfolgen geregelt, dies unter Zusprechung ei-

ner Genugtuung an den Beschuldigten für die im Verfahren erlittene Überhaft 

(Urk. 66 bzw. Urk. 69 S. 55 ff.). 

- 6 - 

2. Der Beschuldigte reichte gegen das erstinstanzliche Urteil, welches ihm am 

11. November 2022 in begründeter Form schriftlich zugestellt worden war, mit 

Eingabe vom 25. November 2022 innert der 20-tägigen Frist gemäss Art. 399 

Abs. 3 StPO direkt die Berufungserklärung ein (Urk. 70), was gemäss der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung einer rechtskonformen Wahrung der Berufungs-

frist gleichkommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_429/2020 vom 1. Oktober 

2020 E. 1.1.). Nach anschliessender Fristansetzung an die Staatsanwaltschaft I 

des Kantons Zürich und die Privatklägerin (Urk. 76) liess sich die Staatsanwalt-

schaft nicht vernehmen, während die Privatklägerin mit Schreiben vom 23. Januar 

2023 auf eine Anschlussberufung verzichten liess (Urk. 78).  

3. In der Folge wurde auf den 4. Oktober 2023 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen (Urk. 81). Zu dieser erschienen der Beschuldigte persönlich in Beglei-

tung seiner amtlichen Verteidigung (Prot. II S. 4). Im Rahmen der Berufungsver-

handlung wurden zwei Zeugen einvernommen (vgl. dazu sogleich Ziff. II.1.). Nach 

Abschluss der Parteiverhandlungen verzichteten der Beschuldigte und seine amt-

liche Verteidigung auf eine mündliche Urteilseröffnung und erklärten sich mit der 

schriftlichen Zustellung des Urteilsdispositives einverstanden (Prot. II S. 36 f.). 

Das Urteil wurde am 5. Oktober 2023 gefällt und den Parteien hernach schriftlich 

im Dispositiv mitgeteilt (Prot. II S. 38 ff.; Urk. 87). 

II.  Formelles 

1. Im Rahmen der zweitinstanzlichen Bearbeitung des Falles hat sich erge-

ben, dass das Datum des angefochtenen Urteils (8. November 2022) nicht mit 

dem entsprechenden Protokolleintrag betreffend die Beratung und das Urteil (22. 

November 2022) übereinstimmt (vgl. Prot. I S. 30A und S. 31). Es handelt sich 

dabei nicht um einen schwerwiegenden prozessualen Mangel, der einer Heilung 

im Berufungsverfahren nicht zugänglich wäre (vgl. Art. 409 Abs. 1 StPO; BGE 148 

IV 155 E. 1.4.1). Demzufolge wurde die vorinstanzliche Gerichtsbesetzung im 

Rahmen der Berufungsverhandlung in den Zeugenstand berufen, wo bezeugt 

wurde, dass die Urteilsberatung am 8. November 2022 abgeschlossen wurde, das 

- 7 - 

Urteil tatsächlich an diesem Tag erging und es sich beim Protokolleintrag unter 

dem 22. November 2022 um ein offensichtliches Versehen handelt (vgl. Prot. II S. 

9 ff., S. 16 ff.), wofür im Übrigen auch die im Recht liegenden Empfangsscheine 

sprechen, gemäss welchen das vorinstanzliche Urteil den Parteien am 10. bzw. 

11. November 2022 zugestellt wurde (vgl. Urk. 67). Der Widerspruch zwischen 

dem Datum des angefochtenen Urteils und dem entsprechenden Protokolleintrag 

über die Beratung und Urteilsfällung konnte mithin auf dem Weg der Befragung 

der vorinstanzlichen Gerichtsbesetzung ordnungsgemäss bereinigt bzw. behoben 

werden, so dass sich eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz erübrigt 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 3.4; Urteil 

des Obergerichts des Kantons Zürich vom 22. September 2016, Geschäfts-

Nr. SB160063, E. II.2.). Demgemäss ist nachfolgend betreffend den erstinstanzli-

chen Entscheid nicht vom Protokolleintrag, sondern vom im Zeugenstand bestä-

tigten Datum des 8. November 2022 gemäss der schriftlichen Urteilsausfertigung 

auszugehen (vgl. Urk. 69 S. 1). 

2.  Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Be-

schuldigte richtet seine Berufung gegen den vorinstanzlichen Entscheid primär 

gegen den Schuldspruch wegen der Sachbeschädigungen gemäss Anklageziffer 

III.2. Lemma 1, 3, 5-7, 9, 12 und 13 (Dispositivziffer 1) sowie die gestützt auf die-

sen Schuldspruch verhängte Sanktion (Dispositivziffer 2). Sodann ficht er die 

erstinstanzliche Kostenregelung (inkl. die Verwendung der beschlagnahmten 

Barschaft zur Deckung der ihm auferlegten Verfahrenskosten) gemäss der Dis-

positivziffer 6 lit. a, b und d an. Obwohl die Dispositivziffer 6 lit. c von der Beru-

fung des Beschuldigten nicht erfasst ist, hat sie aufgrund des engen und un-

trennbaren Sachzusammenhangs mit der übrigen Kostenregelung als mitange-

fochten zu gelten. Der Beschuldigte rügt schliesslich die Höhe der ihm zugespro-

chenen Genugtuung (Dispositivziffer 7). Das angefochtene Urteil des Bezirksge-

richtes Horgen ist damit hinsichtlich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuld-

spruch wegen Sachbeschädigung betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 2 sowie 

sämtliche Freisprüche), 3 (Herausgabe der beschlagnahmten Gegenstände), 4 

(Regelung der Zivilansprüche der Privatklägerin) sowie 5 und 8 (Festsetzung der 

- 8 - 

Kosten und Entschädigungen) in Rechtskraft erwachsen, was vorab mit Be-

schluss festzustellen ist. In den angefochtenen Punkten (Dispositivziffern 1 teil-

weise, 2, 6 und 7) ist das Urteil hingegen in zweiter Instanz im Sinne von Art. 398 

Abs. 2 StPO umfassend zu überprüfen. 

3.  Seitens des Beschuldigten wurden im Berufungsverfahren keine Beweis-

anträge gestellt und es drängen sich in zweiter Instanz – abgesehen von der 

erneuten Befragung des Beschuldigten – auch von Amtes wegen keine weiteren 

Beweisabnahmen mehr auf. 

III.  Schuldpunkt 

1.  Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des 

Kantons Zürich vom 4. März 2021 betreffend die im vorliegenden Berufungsver-

fahren noch relevanten Vorfälle zusammengefasst vorgeworfen, zwischen dem 

13. und 14. Juli 2020 am Wohnort der Privatklägerin in E._____ wissentlich diver-

se ihr gehörende Gegenstände im Gesamtwert von Fr. 11'836.– beschädigt zu 

haben, was er auch gewollt bzw. zumindest in Kauf genommen habe (Urk. 21 S. 8 

f. [Anklageziffer III.2.]). 

2.  Der Beschuldigte hat diese Vorfälle – bis auf die Beschädigung der Wand 

durch Zerkratzen bzw. Einritzen der Buchstaben "F._____" (Urk. 5/3 S. 5 und 

S. 14; Urk. 5/4 S. 2; Urk. 5/6 S. 3 und S. 9; vgl. auch Urk. 57 S. 4 und S. 8; Urk. 

70 S. 3) – in der Untersuchung mit der Argumentation bestritten, dass es sich 

auch um vorbestehende Beschädigungen handeln könnte, da die Wohnung 

allgemein viele von den Hunden der Privatklägerin herrührende Defekte 

aufgewiesen habe (Urk. 5/1 S. 5). In der Berufungsverhandlung hielt der 

Beschuldigte an seinem Standpunkt fest (Prot. II S. 30 ff.). 

3. Nachdem der vorliegend noch massgebliche Sachverhalt mithin auch in 

zweiter Instanz bestritten blieb, ist im Folgenden nochmals zu prüfen, inwiefern 

sich die umstrittenen Punkte gestützt auf die im Recht liegenden Beweismittel in 

Berücksichtigung der gesamten Tatumstände rechtsgenügend nachweisen las-

- 9 - 

sen. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang im Rahmen ihrer Ausführun-

gen zum Sachverhalt die geltenden Grundsätze der Beweiswürdigung vollständig 

wiedergegeben und sich in der Folge auch zutreffend zur Glaubwürdigkeit der 

Verfahrensbeteiligten geäussert (vgl. Urk. 69 S. 13 ff.), wobei in der Tat ins Auge 

sticht, dass beide Seiten aufgrund der höchst problembehafteten Beziehung im 

Vorfeld der eingeklagten Ereignisse gleichermassen ein Interesse haben, sich 

selbst in einem möglichst günstigen und den anderen in einem entsprechend un-

günstigen Licht erscheinen zu lassen. Bei dieser Ausgangslage ist deshalb im 

Wesentlichen auf den materiellen Gehalt der im Recht liegenden Aussagen und 

die sich daraus ergebenden objektiven Umstände abzustellen. Die prozessuale 

Verwertbarkeit der zu Protokoll gegebenen Depositionen steht dabei nicht in Fra-

ge, so dass für den Nachweis des relevanten Sachverhaltes vollumfänglich auf 

die Einvernahmen des Beschuldigten und der Privatklägerin abgestellt werden 

kann. 

4.  Gemäss dem angefochtenen Entscheid können diejenigen eingeklagten 

Sachbeschädigungen, welche durch die im Recht liegende Fotodokumentation be-

legt sind, ausnahmslos dem Beschuldigten zugerechnet werden, so dass der 

Sachverhalt der Anklage insofern erstellt sei (vgl. Urk. 69 S. 28 ff.). Diese Würdi-

gung, welche im Wesentlichen darauf basiert, dass angesichts der zeitlichen Ab-

läufe am Tattag keine andere Täterschaft realistisch erscheint, vermag ohne Wei-

teres zu überzeugen. Der Beschuldigte selbst hat denn auch eingestanden, dass 

er am Morgen des 14. Juli 2020 nach Kenntnisnahme eines Chat-Protokolls auf 

dem Mobiltelefon der Privatklägerin eifersüchtig geworden sei und in seiner Wut in 

deren Wohnhaus die Initialen "F._____" an die Wand gekritzt habe (Urk. 5/1 S. 3; 

Prot. II S. 31). In der Folge konsumierte er gemäss übereinstimmenden Äusserun-

gen übermässig Alkohol und schlief dann zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr im 

Haus ein, während sich die Privatklägerin zur Polizei begab (vgl. Urk. 5/1 S. 4; 

Urk. 6/1 S. 2; Prot. II S. 31 f.). Letztere rückte gegen Abend mit einer verstärkten 

Patrouille zum Tatort aus, wo der Beschuldigte schliesslich um 22.45 Uhr in der 

Nähe des Wohnhauses der Privatklägerin verhaftet werden konnte (vgl. Urk. 15/1). 

Auch wenn der Beschuldigte mithin nicht bei der Beschädigung der inkriminierten 

Gegenstände beobachtet wurde, sondern erst einige Zeit später in der Nähe des 

- 10 - 

Tatortes arretiert wurde, ist aufgrund der geschilderten Abläufe am Tattag nur die 

Täterschaft des Beschuldigten denkbar. Namentlich erscheint es entgegen der 

Verteidigung (vgl. Urk. 57 S. 24; Urk. 86 S. 5 ff.) gänzlich unplausibel, dass sich 

ein anderer Täter während der Abwesenheit der Privatklägerin ins Haus geschli-

chen oder gar die Privatklägerin selbst die inkriminierten Gegenstände vor dem 

Gang zur Polizei beschädigt hat, um sich des Beschuldigten auf diese Art zu ent-

ledigen. Ausgeschlossen ist insbesondere auch, dass die bestrittenen Sachbe-

schädigungen nach der Verhaftung des Beschuldigten durch eine unbekannte Tä-

terschaft verursacht wurden. Daran ändert nichts, dass die Fotodokumentation 

des Tatorts auf den 15. Juli 2020 datiert (Urk. 3). Es ist nämlich belegt, dass un-

mittelbar nach der Verhaftung des Beschuldigten eine Durchsuchung der Woh-

nung der Privatklägerin angeordnet und die Polizei damit beauftragt wurde, Be-

weismittel sicherzustellen. Diese Hausdurchsuchung dauerte bis in die frühen 

Morgenstunden des 15. Juli 2020 (01.10 Uhr; Urk. 10/1; Urk. 10/4; vgl. auch 

Urk. 6/2 F/A 240). Es ist deshalb ohne rechtserhebliche Zweifel davon auszuge-

hen, dass die angeklagten Sachbeschädigungen im Rahmen der Hausdurchsu-

chung vom 14./15. Juli 2020 fotografiert wurden, die Fotodokumentation allerdings 

erst nach Abschluss der Durchsuchung zusammengestellt und ausgedruckt wer-

den konnte, weshalb sie das (Druck-) Datum des 15. Juli 2020 trägt. Es bestehen 

jedenfalls keine objektiven Anhaltspunkte dafür, dass die Polizei zu einem späte-

ren Zeitpunkt am 15. Juli 2020 nochmals in der Wohnung der Privatklägerin war 

und die aktenkundigen Fotos erst dann erstellte.  

In diesem Zusammenhang ist denn auch nochmals darauf hinzuweisen, dass der 

Beschuldigte am Tattag eingestandenermassen enttäuscht bzw. wütend auf die 

Privatklägerin war und in dieser Gefühlslage bereits die Wand im Treppenbereich 

des Hauses beschädigt hat. Dass er sich in der Folge in seiner besonderen 

Stimmung unter Alkoholeinfluss zu weiteren Sachbeschädigungen hat hinreissen 

lassen, liegt demnach nahe. Entgegen den Behauptungen des Beschuldigten sind 

die dokumentierten Sachbeschädigungen als durchaus frisch einzustufen und 

können aufgrund ihrer Art und ihres Umfanges grösstenteils nicht von einem 

Hund stammen. Der vorliegend noch zu beurteilende Sachverhalt betreffend die 

Beschädigung von diversen Gegenständen am Wohnort der Privatklägerin (na-

- 11 - 

mentlich des grossen und kleinen Sofas, der verschiedenen Kleidungsstücke, des 

Velohelmes bzw. -pneus sowie der Variluxbrille, des Bettes und eines Bildes) 

durch den Beschuldigten ist demzufolge ohne Weiteres als erstellt zu erachten. 

5.  Die Höhe des Sachschadens der besagten Gegenstände ist in der Ankla-

geschrift gestützt auf die Angaben der Privatklägerin mit Fr. 11'836.– beziffert 

(Urk. 21 S. 8 f.; Urk. 14/12; vgl. auch Urk. 1 S. 8 f.). Die Verteidigung moniert, 

dass der entstandene Sachschaden nicht in der angeklagten Höhe ausgewiesen 

sei. Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Taten hätten höchstens eine Scha-

denssumme von Fr. 920.– zur Folge gehabt (Urk. 86 S. 8 ff.). 

Als Sachschaden gelten namentlich die Kosten für die Wiederbeschaffung oder 

die Reparatur der beschädigten Gegenstände. Zum Schaden zählen auch die 

Folgeschäden (WEISSENBERGER, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-

tar Strafrecht I, 4. Auflage 2019, N 100 zu Art. 144 StGB). Im Verlauf der Untersu-

chung spezifizierte die Privatklägerin die beschädigten Gegenstände und schätzte 

den entstandenen Schaden, wobei sie naturgemäss nur ungefähre Angaben ma-

chen konnte (Urk. 14/12; vgl. auch Urk. 1 S. 8 f. Urk. 6/2 F/A 241). Diese Angaben 

sind nachfolgend einer genaueren Prüfung zu unterziehen. 

Das grosse Sofa der Privatklägerin wurde durch einen langen Schnitt beschädigt. 

Eine Reparatur des Sofas war beim Ausmass der dokumentierten Beschädigung 

nicht mehr angezeigt, sofern eine solche überhaupt noch möglich gewesen wäre. 

Die von der Privatklägerin bezifferten Kosten für die Wiederbeschaffung eines 

vergleichbaren Sofas erscheinen mit Fr. 2'500.– zu hoch. Für den Erwerb eines 

durchschnittlichen 3-Sitz-Sofas erweist sich vielmehr ein Betrag von Fr. 1'500.– 

angemessen.  

Beschädigt wurde weiter das kleine Sofa bzw. die Sitzbank der Privatklägerin. 

Angesichts der zahlreichen Schnitte, mit denen die Sitzfläche verunstaltet wurde, 

erscheint auch hier eine Reparatur nicht angezeigt. Für die Wiederbeschaffung 

eines vergleichbaren Möbelstücks sind Fr. 500.– zu berücksichtigen, nachdem die 

von der Privatklägerin angegebenen Kosten von Fr. 574.– zwar als etwas hoch, 

aber nicht völlig unangemessen erscheinen.  

- 12 - 

Der durch das Zerschneiden und Zerreissen diverser Kleidungsstücke (u.a. Dau-

nenjacke, T-Shirts und Unterwäsche) entstandene Schaden wurde von der Privat-

klägerin mit insgesamt Fr. 2'200.– beziffert. Dieser Betrag erscheint mit der Vertei-

digung als übertrieben und nicht mehr angemessen (Urk. 86 S. 9). Bezüglich der 

zerschnittenen Daunenjacke erweist sich eine Wiederbeschaffung als unumgäng-

lich. Dafür ist ein Betrag von Fr. 300.– einzusetzen, was der Privatklägerin ohne 

Weiteres ermöglicht, eine Jacke von vergleichbarer Qualität zu erwerben. Für die 

Wiederbeschaffung der weiteren Kleidungsstücke, die zerrissen wurden und des-

halb ebenfalls nicht mehr tragbar sind, ist pauschal ein Betrag von Fr. 300.– zu be-

rücksichtigen, zumal nicht ersichtlich oder belegt ist, dass es sich bei den beschä-

digten T-Shirts und der Unterwäsche um besonders teure Kleidungsstücke han-

delte. 

Eine Wiederbeschaffung drängt sich sodann auch beim beschädigten Velohelm 

der Privatklägerin auf. Dafür machte sie einen Betrag von Fr. 229.– geltend, was 

bei einem Vergleich mit dem Neuwert von qualitativ ähnlichen Helmen noto-

rischerweise als zu hoch erscheint. Für den Erwerb eines durchschnittlichen Velo-

helms ist somit lediglich ein Betrag von Fr. 150.– zu berücksichtigen. Gemäss An-

gaben der Privatklägerin hatte das Aufschneiden der Pneus an ihrem Velo einen 

Schaden von Fr. 180.– zur Folge. Der Verteidigung ist zuzustimmen, wenn sie 

vorbringt, dass der zu dieser Schadensposition eingereichte Beleg den Ersatz von 

zwei Velopneus und zwei Schläuchen ausweist, allerdings nur ein einziger platter 

Pneu dokumentiert ist (Urk. 86 S. 10). Für die Reparatur des beschädigten Velo-

pneus ist deshalb lediglich ein Betrag von gerundet Fr. 100.– zu berücksichtigen.  

Beschädigt wurde weiter eine Variluxbrille der Privatklägerin. Eine Wiederbe-

schaffung erweist sich als unumgänglich, nachdem die gesamte Brille regelrecht 

zerquetscht wurde, wobei nicht nur das Brillengestell kaputt ging, sondern mit 

grösster Wahrscheinlichkeit auch die empfindlichen Brillengläser in Mitleiden-

schaft gezogen wurden. Für den Kauf einer vergleichbaren Variluxbrille sind 

Fr. 1'000.– einzusetzen, da der von der Privatklägerin geltend gemachte Betrag 

von Fr. 1'200.– als eher hoch erscheint. 

- 13 - 

Für die Reinigung des durch Urin verunreinigten Bettes gab die Privatklägerin ei-

nen Betrag von Fr. 470.– an, den sie durch die Quittung einer Bettwarenfabrik be-

legte. Es ist ohne Weiteres nachvollziehbar und berechtigt, dass die Privatklägerin 

ihr Bett, in welches der Beschuldigte uriniert hatte, professionell und gründlich rei-

nigen liess. Die entstandenen Kosten sind durch den eingereichten Beleg ausge-

wiesen und somit im vollen Umfang zu berücksichtigen.  

In ihrer detaillierten Aufstellung bezifferte die Privatklägerin den Schaden, der 

durch die Beschädigung mehrerer Bilder entstanden sein soll, mit Fr. 300.–. Er-

stellt ist allerdings nur die Beschädigung eines einzigen Bildes. Für die Wiederbe-

schaffung eines ähnlichen Bildes samt eines neuen Rahmens ist deshalb lediglich 

ein Betrag von Fr. 100.– vorzusehen.  

Der Beschuldigte hat schliesslich den Wandverputz im Treppenbereich des Wohn-

hauses durch Zerkratzen bzw. Einritzen der Buchstaben "F._____" beschädigt. 

Den entstandenen Schaden bezifferte die Privatklägerin mit insgesamt Fr. 1'200.–, 

welcher Betrag jedoch auch die Ausbesserung eines zerkratzten Fenstersimses 

umfasst. Dass der Beschuldigte einen Fenstersims in der Wohnung der Privatklä-

gerin beschädigte, ist jedoch nicht erstellt. Folglich ist als Schaden ein reduzierter 

Betrag von rund Fr. 1'000.– zu berücksichtigen, was den voraussichtlichen Kosten 

für die Ausbesserung und einen neuen Anstrich der zerkratzten Wand entspricht. 

Als Folge der angeklagten Sachbeschädigungen, welche noch Gegenstand des 

Berufungsverfahrens bilden, ist nach den vorstehenden Erwägungen ein Schaden 

im Bereich von rund Fr. 5'500.– erstellt. 

6.  Die rechtliche Würdigung der erstellten Tathandlungen des Beschuldigten 

gibt zu keinen weiterführenden Erwägungen Anlass. Mit der Vorinstanz kann da-

von ausgegangenen werden, dass die inkriminierten Gegenstände in zwei Pha-

sen beschädigt wurden, wobei der Beschuldigte in einer ersten Phase die Wand 

im Treppenbereich des Hauses verunstaltete und in der zweiten Phase dann in 

eine wahre Zerstörungswut geraten sein muss, als er nach seinem Erwachen 

wahrnahm, dass die Privatklägerin zwischenzeitlich das Haus verlassen hatte, 

was für diese zweite Phase eine einheitliche Betrachtung der Handlungen im Sin-

- 14 - 

ne eines unmittelbar miteinander zusammenhängenden Geschehens als gerecht-

fertigt erscheinen lässt. Der Beschuldigte muss in beiden Phasen mit direktem 

Vorsatz gehandelt haben, was sich insbesondere auch anhand des fotografisch 

dokumentierten Spurenbildes zeigt (vgl. Urk. 3 S. 1 ff.), welches ein derart geziel-

tes Vorgehen nahelegt, dass für ein eventualvorsätzliches Handeln kein Raum 

mehr verbleibt.  

7.  Der Beschuldigte ist demzufolge auch in zweiter Instanz – nebst dem be-

reits in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruch wegen Sachbeschädigung betref-

fend Anklageziffer III.2. Lemma 2 – einer weiteren Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 1, 3, 5-7, 9, 12 

und 13 schuldig zu sprechen. 

IV.  Strafe 

1.  Die Vorinstanz hat sich zu den theoretischen Grundlagen der Strafzumes-

sung umfassend und korrekt geäussert und auch den anwendbaren Strafrahmen 

zutreffend abgesteckt (Urk. 69 S. 32 und S. 34). Es ist entsprechend der vorgän-

gigen rechtlichen Würdigung von zwei tatbeständlichen Sachbeschädigungen 

auszugehen, für welche die angemessene Sanktion im Falle von gleichartigen 

Strafen unter jeweiliger Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponente nach den 

Grund-sätzen der Gesamtstrafenbildung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB festzu-

legen ist, wobei in einem ersten Schritt eine Einsatzstrafe für die schwerste Tat 

festzulegen und diese in einem zweiten Schritt in Anwendung des Asperations-

prinzips angemessen zu schärfen ist. Ohne Weiteres nachvollziehbar ist dabei, 

dass die Vor-instanz von den verschiedenen Beschädigungen in der zweiten 

Phase der Delinquenz als schwerster Straftat ausgegangen ist (vgl. Urk. 69 S. 33 

f.).  

2.  Betreffend die objektive Tatschwere der vorerwähnten Beschädigungen in 

der von der Privatklägerin bewohnten Liegenschaft ist mit der Vorinstanz davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte aus niederen Beweggründen in blinder Zer-

störungswut handelte und dabei nahezu systematisch zahlreiche Gegenstände im 

- 15 - 

persönlichen Eigentum der Privatklägerin unbrauchbar machte, wobei gerade Bil-

der auch einen gewissen Affektionswert aufweisen können, was den Verlust umso 

schwerer verkraftbar macht. Ähnlich schwer zu akzeptieren waren die Sachbe-

schädigungen sicherlich auch mit Bezug auf diejenigen Gegenstände, welche die 

Privatklägerin im regelmässigen Gebrauch hatte. Berücksichtigt man dazu die ge-

zielte Verunreinigung durch menschliche Exkremente, wodurch die Privatklägerin 

offenbar speziell gedemütigt werden sollte, so ist insgesamt von einem keines-

wegs mehr leichten Verschulden auszugehen, welches in subjektiver Hinsicht le-

diglich durch die Alkoholisierung leicht reduziert zu werden vermag, so dass trotz 

des insgesamt nicht sehr hohen Schadens im Bereich von rund Fr. 4'500.– im 

Endeffekt von einem zumindest nicht mehr leichten Verschulden auszugehen ist. 

Unter diesen Umständen erscheint die vorinstanzlich angesetzte Einsatzstrafe 

von 75 Tagessätzen Geldstrafe als zu tief (vgl. Urk. 69 S. 41).  

Dass die Vorinstanz trotz der diversen Vorstrafen des Beschuldigten, welche auch 

zu teilweise unbedingten Freiheitsstrafen führten, ohne dass sich der Beschuldig-

te hiervon im Hinblick auf seine weitere einschlägige Delinquenz hätte beeindru-

cken lassen, noch eine Geldstrafe ausgefällt hat, ist nur beschränkt nachvollzieh-

bar. Aus Gründen der präventiven Effizienz hätte sich bei dieser Sachlage trotz 

der noch kurzen Sanktion vielmehr eine Freiheitsstrafe aufgedrängt (vgl. Art. 41 

Abs. 1 lit. a StGB). Aufgrund des vorliegend geltenden Verbots der reformatio in 

peius (Art. 391 Abs. 2 StPO) ist diese Frage indessen nicht mehr weiter zu disku-

tieren, so dass es auch in zweiter Instanz bei der Geldstrafe zu bleiben hat. Für 

die Beschädigung von diversen Gegenständen am Wohnort der Privatklägerin 

(namentlich des grossen und kleinen Sofas, der verschiedenen Kleidungsstücke, 

des Velohelmes bzw. -pneus sowie der Variluxbrille, des Bettes und eines Bildes) 

erscheint eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen angemessen. 

3.  Was sodann die Beschädigung der Wand im Treppenbereich anbelangt, so 

ist für diese einzelne Tat von einem moderateren Verschulden auszugehen, wel-

ches sich insgesamt noch im eher leichten Bereich bewegt, zumal hier der negati-

ve Einfluss des Alkoholkonsums ausgeprägter gewesen sein muss, wobei in 

Nachachtung des Verschlechterungsverbotes auch diesbezüglich eine Geldstrafe 

- 16 - 

und keine Freiheitsstrafe auszufällen ist. Insgesamt rechtfertigt sich hier eine 

Sanktion im Bereich von 60 Tagessätzen Geldstrafe, wobei die Einsatzstrafe auf-

grund des engen Zusammenhanges der beiden Verfehlungen indessen lediglich 

zu 50 Prozent im Umfang von 30 Tagessätzen zu asperieren ist, so dass sich im 

Rahmen der Beurteilung der Tatkomponenten eine Geldstrafe von insgesamt 150 

Tages-sätzen rechtfertigt. 

4.  Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz das Notwendige ausgeführt 

(Urk. 69 S. 35 ff.). Ergänzend ist festzuhalten, dass diejenigen Vorstrafen, welche 

im Zeitpunkt des Berufungsurteils im Strafregister von C._____ eingetragen wa-

ren (Urk. 89), im Rahmen der Strafzumessung nach wie vor berücksichtigt werden 

dürfen, sofern die entsprechenden Einträge in analoger Anwendung der neuen 

Be-stimmungen des Strafregistergesetzes (StReG; SR 330) rechtmässig wären 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_518/2022 vom 16. Juni 2023 E. 1.3.1; Art. 70 

Abs. 1 StReG), was vorliegend zutrifft. 

Aus den persönlichen Verhältnissen und den aktenkundigen Vorstrafen des Be-

schuldigten ergibt sich das Bild einer Person, welche ihre bereits länger andau-

ernden psychischen Instabilitäten trotz offensichtlichem Bedarf nie angegangen 

und nunmehr bereits zum vierten Mal einschlägig rückfällig geworden ist. Im Jahr 

2010 wurde sogar eine empfindliche Freiheitsstrafe von drei Jahren gegen den 

Beschuldigten ausgesprochen, was diesen jedoch nicht zu einer Abkehr von sei-

nem problematischen Lebenswandel bewegen konnte. Zudem erscheint der Be-

schuldigte nicht zur Aufnahme einer deliktpräventiven Therapie gewillt, obwohl 

seine wiederholte Delinquenz teilweise auf die bei ihm diagnostizierte emotional-

instabile Persönlichkeitsstörung zurückzuführen ist (vgl. Urk. 17/13 S. 50). Auch 

wenn die Vorstrafen des Beschuldigten bereits mehrere Jahre zurückliegen, 

rechtfertigt ein solch belastetes Vorleben, welches sich bis in die heutige Zeit hin-

einzieht, eine sehr deutliche Erhöhung der Strafe im Bereich von rund 40 Prozent. 

5.  Die vorinstanzliche Hauptverhandlung fand am 3. Dezember 2021 statt 

(vgl. Prot. I S. 11 ff.). Das Urteil wurde dem Beschuldigten in der Folge am 8. No-

vember 2022 in begründeter Form schriftlich eröffnet (vgl. vorne Ziffer II.2.). Wes-

halb es von der Verhandlung bis zur Eröffnung des Urteils rund 11 Monate dauer-

- 17 - 

te, wird – abgesehen von der Anführung einer nicht näher spezifizierten Überlas-

tung des Gerichtes (vgl. Urk. 62/1) – weder aus den Akten noch aufgrund der Ur-

teilsbegründung ersichtlich. Es ergibt sich daraus auch in Berücksichtigung der 

Bestimmung von Art. 84 Abs. 4 StPO eine massgebliche Verletzung des Be-

schleunigungsgebotes, was nach konstanter Praxis des Bundesgerichtes grund-

sätzlich in eine Strafminderung münden muss (vgl. BGE 143 IV 373 E. 1.4.1 f.; 

143 IV 49 E. 1.8.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_402/2022 vom 24. April 2023 

E. 4.4.2; je mit Hinweisen), welche sich vorliegend aufgrund der nicht mehr ge-

ringfügigen Zeitlücke zumindest im Umfang von 20 Prozent zu bewegen hat. 

6. Insgesamt ist nach dem Gesagten die vorinstanzlich festgesetzte Geldstrafe 

von 180 Tagessätzen zu bestätigen. Nach seinen Einkünften befragt, erklärte der 

Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung, dass er ab dem 1. November 

2023 netto EUR 1'450.– pro Monat verdienen werde. Von seiner Arbeitgeberin 

werde ihm eine Mitarbeiterwohnung zur Verfügung gestellt, weshalb er künftig 

kostenlos logiere (Prot. II S. 23 f.; Urk. 86 S. 15). Nachdem sich im Berufungsver-

fahren mithin keine Anhaltspunkte für eine massgeblich verbesserte oder ver-

schlechterte finanzielle Situation des Beschuldigten ergeben haben, hat es bei der 

erstinstanzlich anberaumten Tagessatzhöhe von Fr. 30.– zu bleiben. 

7.  Was den Vollzug der Geldstrafe anbelangt, so kann vollumfänglich auf die 

korrekten Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden, wo zu Recht 

festgehalten wird, dass insbesondere die wiederholt gleichartige Delinquenz des 

Beschuldigten gegen eine günstige Prognose spricht (Urk. 69 S. 43). Angesichts 

der weiteren von der Vorinstanz erwähnten Umstände, insbesondere der hohen 

Rückfallgefahr gemäss der Einschätzung im psychiatrischen Gutachten vom 

28. Januar 2021 (Urk. 17/13 S. 66) und der Tatsache, dass der Beschuldigte nach 

wie vor keine deliktpräventive Behandlung seiner psychischen Störung aufge-

nommen hat, ist ihm darüber hinaus eine eigentliche Schlechtprognose zu stellen, 

welche einem bedingten Strafvollzug entgegensteht (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB). Der 

Vollzug der Strafe erweist sich unter diesen Umständen als unabdingbar, woran 

auch die wenig substantiierten Einwendungen der Verteidigung anlässlich der 

- 18 - 

erst- und zweitinstanzlichen Parteivorträge nichts zu ändern vermögen (vgl. Urk. 

57 S. 27; Urk. 86 S. 17 f.). 

8.  Zusammengefasst ist der Beschuldigte mithin auch nach durchgeführtem 

zweitinstanzlichen Verfahren mit einer zu vollziehenden Geldstrafe von 180 Ta-

ges-sätzen zu Fr. 30.– zu bestrafen, welche indessen aufgrund der verbüssten 

Haft von 253 Tagen (vgl. Urk. 15/1; Urk. 24) bereits als vollständig geleistet zu gel-

ten hat. 

- 19 - 

V.  Beschlagnahmen 

  Die Untersuchungsbehörde hat beim Beschuldigten Bargeld im Betrag von 

EUR 2'000.– beschlagnahmt (vgl. Urk. 11/4 S. 2). Die Verteidigung wies anläss-

lich der Berufungsverhandlung erstmals darauf hin, dass neben diesem Geldbe-

trag weitere EUR 390.– aus den Effekten des Beschuldigten sichergestellt wor-

den seien, worüber aber bislang noch nicht verfügt worden sei. Dem Beschuldig-

ten sei demnach der Gesamtbetrag von EUR 2'390.– auf erstes Verlangen her-

auszugeben (Urk. 86 S. 18). Diesem Vorbringen der Verteidigung ist zu entgeg-

nen, dass in den Akten – abgesehen vom Verhaftsrapport – lediglich ein Bar-

geldbetrag von EUR 2'000.– vermerkt ist, der bei der Verhaftung des Beschuldig-

ten sichergestellt und anschliessend zuhanden der Kasse der Staatsanwaltschaft 

eingezahlt wurde (Urk. 1/1 S. 3; Urk. 10/3). Gegen die Beschlagnahmeverfügung 

der Staatsanwaltschaft vom 3. Dezember 2020 über diesen Bargeldbetrag von 

umgerechnet Fr. 2'108.20 liess der Beschuldigte kein Rechtsmittel mit der Rüge 

der Unvollständigkeit erheben. Folglich ist allein über die Verwendung der be-

schlagnahmten Fr. 2'108.20 zu entscheiden, wobei diesbezüglich kein delikti-

scher Bezug feststellbar ist. Infolge des zweitinstanzlich bestätigten Schuldspru-

ches der Vorinstanz ist dieser Betrag zur Deckung der dem Beschuldigten als 

Folge der Verurteilung teilweise aufzuerlegenden Verfahrenskosten heranzuzie-

hen (vgl. Art. 268 Abs. 1 lit. a StPO), zumal die Verteidigung diesen Punkt in 

zweiter Instanz nur für den Fall eines weiteren Freispruches des Beschuldigten 

moniert (vgl. Urk. 70 S. 4; Urk. 86 S. 18 und S. 21). 

  

- 20 - 

VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Der Berufungsprozess brachte im Schuldpunkt keine Änderung des Urteils 

der Vorinstanz. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 6 lit. a, c und 

d) ist demzufolge vollumfänglich zu bestätigen (vgl. Art. 426 Abs. 1 StPO). 

2. Im Beschwerdeverfahren bei der III. Strafkammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich betreffend Anordnung von Untersuchungshaft gegen den Be-

schuldigten (Geschäfts-Nr. UB200128) wurde die Gerichtsgebühr auf Fr. 300.– 

festgesetzt und die Regelung der Kostenauflage dem Endentscheid vorbehalten 

(Urk. 15/15). Da die zulässige Haftdauer in diesem Verfahren überschritten wurde 

und dem Beschuldigten für die erlittene Überhaft eine Genugtuung zuzusprechen 

ist (vgl. nachfolgend Ziff. VI.4.), erscheint es gerechtfertigt, die Kosten des Be-

schwerdeverfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens haben die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In-

wiefern eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt 

insbesondere davon ab, in welchem Ausmass ihre mit der Berufungserklärung 

gestellten Anträge gutgeheissen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_491/2023 vom 7. August 2023 E. 3.3 mit Hinweisen). 

3.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'600.– zu ver-

anschlagen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 

lit. b GebV OG). 

3.2. Der Beschuldigte vermag sich in zweiter Instanz mit seinem Antrag auf 

teilweisen Freispruch nicht durchzusetzen und das erstinstanzliche Urteil ist auch 

im Übrigen zu bestätigen. Somit sind die Kosten des Berufungsverfahrens – mit 

Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung – ebenfalls vorbehaltlos dem Be-

schuldigten aufzuerlegen.  

3.3. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten macht für ihre Bemühungen 

und Barauslagen im Berufungsverfahren einen Betrag von insgesamt Fr. 4'991.85 

- 21 - 

(inkl. MwSt) geltend (Urk. 85). Dieser Aufwand ist ausgewiesen und das geltend 

gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der kantonalen Anwalts-

gebührenverordnung. Unter Berücksichtigung einer zweistündigen Besprechung 

mit dem Beschuldigten am 3. Oktober 2023 (Prot. II S. 37) und des Zeitaufwands 

für die Berufungsverhandlung (inkl. Weg zum Verhandlungsort und Nachbespre-

chung mit dem Beschuldigten) erscheint es mithin angemessen, den amtlichen 

Verteidiger pauschal mit insgesamt Fr. 6'400.– (inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse 

zu entschädigen. 

3.4. Die zweitinstanzlichen Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Ge-

richtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

4.  Der Beschuldigte wendet sich auch gegen die Höhe der ihm vor Vorinstanz 

zugesprochenen Genugtuung für die erlittene Überhaft und moniert dabei insbe-

sondere den festgelegten Entschädigungsansatz von Fr. 120.– pro Tag. Stattdes-

sen wird geltend gemacht, es rechtfertige sich vorliegend entgegen der bundes-

gerichtlichen Praxis keine Abweichung vom üblichen Regelsatz von Fr. 200.–, da 

jeder Tag in Haft grundsätzlich gleich schwer wiege (Urk. 57 S. 28; Urk. 86 S. 19 

f.).  

4.1.  Der angefochtene Entscheid befasst sich ausführlich mit der aufgeworfe-

nen Fragestellung und gibt insbesondere die diesbezüglich geltende Rechtspre-

chung des Bundesgerichtes wie auch die dortigen Überlegungen, welche für ein 

Abweichen vom Regelsatz von Fr. 200.– sprechen können, korrekt wieder (Urk. 

69 S. 50 ff.). Es handelt sich dabei um eine mittlerweile langjährige Praxis, welche 

in einem aktuellen Entscheid vom 8. August 2023 explizit bestätigt wurde, wobei 

in diesem Fall gar ein Ansatz von Fr. 50.– pro Tag noch nicht als willkürlich einge-

stuft wurde. Namentlich wird dabei betont, dass es sich beim Regelsatz von Fr. 

200.– nur um ein Ausgangskriterium für die Ermittlung der Grössenordnung der 

Genugtuung handle. In einem weiteren Schritt seien sodann auch die Auswirkun-

gen der Haft auf das Privat-, Sozial- und Berufsleben zu berücksichtigen, wobei 

insbesondere ins Gewicht fallen könne, dass der Inhaftierte aufgrund der unge-

rechtfertigten Haft weder in beruflicher noch in sozialer Hinsicht wesentliche Ein-

- 22 - 

bussen erlitten habe (Urteil des Bundesgerichts 6B_1094/2022 vom 8. August 

2023 E. 2.4).  

4.2.  Diese Überlegungen können auf den vorliegenden Fall ohne Weiteres 

übertragen werden. Nebst der Tatsache, dass von einer länger andauernden Haft 

auszugehen ist, welche überwiegend nicht ungerechtfertigt verbüsst wurde, fällt 

hier in Betracht, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschuldigte – wie bereits 

die Vor-instanz teilweise zutreffend festgehalten hat (Urk. 69 S. 52) – durch die 

ungerechtfertigte Haftverbüssung in seinem beruflichen Fortkommen behindert 

oder aus einem intakten sozialen Umfeld gerissen wurde, wobei diesbezüglich 

auch vor dem Berufungsgericht keine substantiierten und insoweit belegten Aus-

führungen erfolgten, welche die damalige Situation des Beschuldigten in ein an-

deres Licht zu stellen vermöchten. Stattdessen ergeht sich die Verteidigung in ei-

ner allgemeinen Kritik an der bundesgerichtlichen Praxis zur Haftentschädigung, 

ohne im Einzelnen die Kausalität zwischen der überlangen Haftverbüssung und 

dem angeblichen Job- bzw. Wohnungsverlust des Beschuldigten in C._____ auf-

zuzeigen (vgl. Urk. 57 S. 27 f.; Urk. 86 S. 19 f.). Der von der Vorinstanz festge-

setzte Entschädigungsansatz von Fr. 120.– pro Tag ist unter diesen Umständen 

nicht zu beanstanden, was auch in zweiter Instanz zu einer Genugtuung von ins-

gesamt Fr. 8'760.– für die ungerechtfertigt erlittene Haft führt. Die Zusprechung 

eines Zinses ist in dieser Hinsicht weder vor erster noch vor zweiter Instanz ver-

langt worden.  

5.  Der Beschuldigte beantragt schliesslich die Zusprechung einer angemes-

senen Entschädigung für den materiellen Schaden, der ihm aufgrund dieses 

Strafverfahrens und der erlittenen Haft entstanden sei, was ihm von der Vo-

rinstanz zu Unrecht verwehrt worden sei (Urk. 57 S. 27 f.; Urk. 86 S. 20). Wie im 

zivilen Schadenersatzverfahren trägt der Ansprecher auch nach der Strafpro-

zessordnung die Beweislast für die Höhe und das Ausmass des Schadens, der in-

folge von erlittener Überhaft entstanden sein und gestützt auf Art. 431 Abs. 1 

StPO entschädigt werden soll (WEHRENBERG/FRANK, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 

[Hrsg.], Basler Kommentar StPO, 3. Auflage 2023, N 9 und N 13 zu Art. 431 

StPO). Dazu zählt auch die Kausalität zwischen dem geltend gemachten Schaden 

- 23 - 

und dem übermässigen Freiheitsentzug. Der Beschuldigte hat indessen nicht be-

legt, dass und in welchem Umfang ihm ein Vermögensschaden entstanden ist 

durch den Verlust bzw. die Kündigung seiner Wohnung in C._____ und die Ent-

sorgung des dort verbliebenen Mobiliars. Weiter hat er nicht dargetan, dass die 

besagten Umstände kausal auf die erlittene Überhaft zurückzuführen waren. 

Ebenso hat der Beschuldigte nicht ausreichend substantiiert bzw. belegt, dass er 

infolge des übermässigen Freiheitsentzugs seine damalige Anstellung verlor und 

in welcher Höhe ihm deshalb Erwerbseinkünfte entgingen. Bei dieser Ausgangs-

lage trägt der Beschuldigte die Folgen der Beweislosigkeit, weshalb seine ent-

sprechende Schadenersatzforderung abzuweisen ist. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelge-

richt in Strafsachen, vom 8. November 2022 bezüglich der Dispositivziffern 1 

teilweise (Schuldspruch wegen Sachbeschädigung betreffend Anklagezif-

fer III.2. Lemma 2 sowie sämtliche Freisprüche), 3 (Herausgabe der be-

schlagnahmten Gegenstände), 4 (Regelung der Zivilansprüche der Privat-

klägerin) sowie 5 und 8 (Festsetzung der Kosten und Entschädigungen) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der Sachbeschädigung im Sin-

ne von Art. 144 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 1, 3, 5 - 

7, 9, 12 und 13. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer zu vollziehenden Geldstrafe von 

180 Tagessätzen zu Fr. 30.–, welche durch die erstandene Haft als vollstän-

dig geleistet gilt. 

- 24 - 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 3. De-

zember 2020 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 2'108.20 wird 

zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.  

4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffern 6 lit. a, c und d) wird 

bestätigt. 

5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens bei der III. Strafkammer des Oberge-

richts des Kantons Zürich (Geschäfts-Nr. UB200128) von Fr. 300.– werden 

auf die Gerichtskasse genommen. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'400.–   amtliche Verteidigung. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

vorbehalten. 

8. Dem Beschuldigten wird für die erlittene Überhaft eine Genugtuung von 

Fr. 8'760.– aus der Gerichtskasse zugesprochen. Im Mehrbetrag wird die 

Genugtuungsforderung abgewiesen. 

9. Die Schadenersatzforderung des Beschuldigten wird abgewiesen. 

10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− den Rechtsvertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhan-

den der Privatklägerin G._____ 

- 25 - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− den Rechtsvertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhan-

den der Privatklägerin G._____ 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte, unter Hinweis auf Dispositivzif-

fer 3 
− die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich betreffend 

Geschäfts-Nr. UB200128 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung 
des DNA-Profils 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.  

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

- 26 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 5. Oktober 2023 
 
 

Die Präsidentin: 
 
 
 

Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Boese 
 

 

	Urteil vom 5. Oktober 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Anklagesachverhalt III./2.; 1.-3., 5.-7., 9., 12. und 13. Lemma) schuldig. Von den weiteren Vorwürfen wird der Beschuldigte freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird mit einer unbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestraft, welche vollständig als durch Haft geleistet gilt.
	3. Die folgenden, mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft I vom10. August 2020 (act. 11/1) und vom 3. Dezember 2020 (act. 11/4) beschlagnahmten Gegenstände werden dem Beschuldigten nach Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben:
	 1 Mobiltelefon, Marke Samsung, IMEI- Nr. 1 / 2 [inkl. beschädigte Hülle]
	 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 20 cm, inkl. Holster (A013'992'728)
	 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 20 cm, inkl. Holster mit Handschlaufe (A013'992'740)
	 1 Messer, Marke extrema ratio, Klingenlänge 11 cm, inkl. Holster (A013'992'762)
	 4 Funkgeräte, Marke Baofeng (A013'992'784)
	 1 Sackmesser, Marke Viktorinox, inkl. Holster (A013'992'795)
	 1 Fernglas, Marke Bresser (A013'992'808)
	 1 Survival Kit UK in Alubox (A013'992'819)
	 Diverse Abzeichen Militär / Polizei (A013'992'820)
	 1 Schraubenset (A013'992'831)
	 1 Memory-Stick Holz mit Aufschrift: B._____ (A013'992'842)
	 1 Zugticket C._____-D._____ vom 11. Juli 2020 (A013'992'853)

	Verlangt der Beschuldigte die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Rechtskraft des Urteils, sind die Gegenstände zu vernichten.
	4. Die Zivilansprüche der Privatklägerin werden auf den Zivilweg verwiesen.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	6. a) Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen der amtlichen Verteidigung und der Telefonkontrolle, werden dem Beschuldigten zu einem Neuntel (1/9) auferlegt.
	b) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I vom 3. Dezember 2020 beschlagnahmte Barschaft (act. 11/4, Disp.-Ziff. 1./l.) im Gegenwert von Fr. 2'108.20 werden zur Deckung der den Beschuldigten gemäss Dispositivziffer 6a treffenden Verfahrenskosten ve...
	c) Die Kosten der Telefonkontrolle (Fr. 4'252.–), die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie die verbleibenden Kosten von acht Neunteln (8/9) werden auf die Staatskasse genommen.
	d) Hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt einen Nachforderung bis zu einem Neuntel (1/9) des in Dispositivziffer 8 festgesetzten Honorars (d.h. bis zum Betrag von Fr. 4'223.60) gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	7. Dem Beschuldigten wird für 73 Tage Überhaft eine Genugtuung von Fr. 8'760.– zugesprochen.
	8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Verteidiger mit Fr. 38'012.25 (Betrag enthält Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom 8. November 2022 (Geschäfts-Nr. GG210013) hinsichtlich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen Sachbeschädigung betreffend Anklageziffer III.2. Lemm...
	2. Der Beschuldigte sei der einfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und von allen übrigen Vorwürfen freizusprechen. Eventualiter sei der Beschuldigte der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. ...
	3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 20.–, eventualiter von 30 Tagessätzen à Fr. 20.–, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
	4. Dem Beschuldigten sei für die erstandene Untersuchungshaft eine angemessene Genugtuung zuzusprechen. Ferner sei ihm eine angemessene Entschädigung zu entrichten.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 3. Dezember 2020 beschlagnahmte Barschaft im Gegenwert von Fr. 2'108.20 sei dem Beschuldigten auf erstes Verlangen herauszugeben.
	6. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen, soweit sie nicht ohnehin ausser Ansatz fallen.
	––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
	Erwägungen:
	1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 8. November 2022 wurde der Beschuldigte betreffend den Anklagesachverhalt III.2. Lemma 1-3, 5-7, 9, 12 und 13 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StG...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 8. November 2022 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen Sachbeschädigung betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 2 sowie säm...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer III.2. Lemma 1, 3, 5 - 7, 9, 12 und 13.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer zu vollziehenden Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.–, welche durch die erstandene Haft als vollständig geleistet gilt.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 3. Dezember 2020 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 2'108.20 wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffern 6 lit. a, c und d) wird bestätigt.
	5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Geschäfts-Nr. UB200128) von Fr. 300.– werden auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäs...
	8. Dem Beschuldigten wird für die erlittene Überhaft eine Genugtuung von Fr. 8'760.– aus der Gerichtskasse zugesprochen. Im Mehrbetrag wird die Genugtuungsforderung abgewiesen.
	9. Die Schadenersatzforderung des Beschuldigten wird abgewiesen.
	10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 den Rechtsvertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin G._____
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 den Rechtsvertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin G._____
	 die Vorinstanz
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte, unter Hinweis auf Dispositivziffer 3
	 die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich betreffend Geschäfts-Nr. UB200128
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.