# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e25abd3-d31b-5603-9ebf-8f959c4c0b8a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2009 D-6734/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6734-2009_2009-10-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6734/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...),
Russland,
sowie mehrere Alias-Identitäten,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6734/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer unter der Identität B._______ am 19. März 
1996  in  der  Schweiz  erstmals  um  Asyl  nachsuchte,  wobei  das 
damalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mit  Verfügung vom 3. Juli 
1996  auf  das  Gesuch  wegen  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht 
(verschwunden ohne Adressangabe) nicht eintrat,

dass der Beschwerdeführer am 29. November 1996 nach C._______ 
ausgeschafft wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  unter  der  Identität  D._______  am 
24. August 1998 in der Schweiz ein zweites Mal um Asyl nachsuchte, 
wobei das BFF auch auf dieses Gesuch wegen Verletzung der Mitwir-
kungspflicht (unterbliebene Mitteilung des Aufenthaltsorts nach Abho-
lung  durch  die  Polizei  wegen  mehrfacher  Ausschreibung)  mit  Verfü-
gung vom 2. November 1998 nicht eintrat, 

dass Abklärungen überdies ergeben hatten, dass der Beschwerdefüh-
rer  unter  der Identität  E._______ bereits im Jahr 1995 in F._______ 
ein Asylgesuch gestellt hatte, das am (Datum) abgelehnt worden war, 

dass der Beschwerdeführer unter der Identität A._______ am 14. Juli 
2009  ein  drittes  Mal  in  der  Schweiz  um Asyl  nachsuchte,  wobei  er 
keine Identitätspapiere zu den Akten reichte,

dass  er  anlässlich  der  Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrens-
zentrum (EVZ) G._______ vom 22. Juli 2009 im Wesentlichen angab, 
er  habe vier Mal seinen Familiennamen geändert  und sei nun russi-
scher Staatsangehöriger, 

dass er  nach der Ablehnung des zweiten Asylgesuchs im Jahr 1998 
nach Russland ausgereist  sei,  sich seither jedoch wieder drei  Mal  – 
ohne Aufenthaltstitel – in der Schweiz aufgehalten habe, 

dass er  seit  dem Jahr 2003 als Auftragsmörder tätig sei  und aktuell 
den  Auftrag  gehabt  habe,  in  H._______  einen  I._______ 
(Staatsangehörigkeit) umzubringen, 

dass  er  die  Zielperson  in  H._______  jedoch  nicht  erwischt  habe, 
weshalb er dieser bis in die Schweiz – ins EVZ G._______ – gefolgt 
sei, 

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Anschluss  an  die  Erstbefragung  am 
22. Juli  2009  polizeilich  befragt  wurde,  wobei  er  aussagte,  nicht  die 
Absicht zu haben, den erwähnten Tötungsauftrag auszuführen,

dass der Beschwerdeführer am 18. August 2009 durch das BFM nach 
Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31) angehört wurde und  im Wesentlichen angab, er habe seinen 
Nachnamen  geändert  und  die  russische  Staatsangehörigkeit  ange-
nommen, als er nach Russland gezogen sei, 

dass ihm sein Auftraggeber J._______ – ein I._______ – am (Datum) 
mitgeteilt  habe,  dass  er  –  der  Beschwerdeführer  –  allein  nach 
H._______ reisen solle, um dort einen I._______ umzubringen, 

dass  sich  in  H._______  jedoch  herausgestellt  habe,  dass  die 
Zielperson bereits in die Schweiz weitergereist sei,

dass er zum ersten Mal ohne J._______ unterwegs gewesen sei und 
die  Chance  zum  Ausstieg  habe  nutzen  wollen,  weshalb  er  die 
Zielperson  im  EVZ  G._______  gewarnt  und  ihr  auch  gesagt  habe, 
dass er nicht die Absicht habe, den Auftrag auszuführen, 

dass er seit  dem Jahr 1991 für J._______ gearbeitet habe, wobei er 
zwischendurch  versucht  habe  zu  fliehen,  jedoch  von  der  Schweiz 
beziehungsweise  F._______  zurückgeführt  worden  sei,  worauf 
J._______ ihm die Pässe abgenommen habe, 

dass er seit dem Jahr 1991 vierzehn Mal im Einsatz gewesen sei, 

dass in  der Regel  J._______ die Zielpersonen – immer I._______ – 
getötet  habe,  jedoch  manchmal  auch  er  –  der  Beschwerdeführer  – 
dies habe übernehmen müssen, 

dass  es  sich  beim  Hauptauftraggeber  um  K._______  handle,  einen 
bekannten, politisch tätigen I._______, 

dass er aufgrund der Nichtausführung des aktuellen Auftrags befürch-
te, selbst liquidiert zu werden, zumal der Auftraggeber bereits die Hälf-
te des vereinbarten Betrags als Anzahlung geleistet habe,

dass seine (Verwandte) in Russland zwischenzeitlich wegen ihm um-
gebracht worden sei,

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dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelhei-
ten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den Ak-
ten verwiesen wird (vgl. C1 und C27),

dass der  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung keine 
Identitätspapiere eingereicht hat,

dass er zur Begründung angab, er habe sowohl den Pass als auch den 
Inlandspass  seinem  Auftraggeber  J._______  in  L._______  abgeben 
müssen, und seine (Verwandte), die ihm als Einzige vielleicht bei der 
Beschaffung  des  in  seiner  Wohnung  befindlichen  Führerausweises 
hätte behilflich sein können, sei zwischenzeitlich ermordet worden (vgl. 
C1 S. 5 f., C27 S. 3 f.), 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  19. Oktober  2009  –  eröffnet  am 
21. Oktober 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdefüh-
rers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  Eingabe  vom  27. Oktober 
2009 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und um 
Aufhebung der  vorinstanzlichen Verfügung und um Rückweisung der 
Sache an das BFM zur materiellen Prüfung des Asylgesuchs ersuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem in  formeller  Hinsicht  um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Oktober 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist, weshalb auf die form- und fristgerecht einge-
reichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  AsylG  sowie  Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht  auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsge-
richts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-
ten wird,  wenn Asylsuchende den Behörden nicht  innert  48 Stunden 
nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 

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Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass unter  den Begriff  „Reise- oder Identitätspapier“  gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a  AsylG nur Dokumente fallen,  welche von den heimatli-
chen Behörden zum Zweck des Identitätsnachweises ausgestellt wor-
den sind, weshalb grundsätzlich nur Reisepässe oder Identitätskarten 
diese Anforderungen erfüllen, nicht aber zu anderen Zwecken ausge-
stellte Dokumente wie Führerausweise oder Geburtsurkunden (Art. 1 
Bst. b und c  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfah-
rensfragen  [AsylV 1,  SR 142.311]; vgl.  BVGE 2007/7  E. 6),  weshalb 
die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zur  fehlenden  Möglichkeit 
der Erhältlichmachung seines Führerausweises unbeachtlich sind, da 
dieser kein rechtsgenügliches Dokument darstellen würde, 

dass der Beschwerdeführer es trotz entsprechender Aufforderung un-
terliess, Dokumente zu seiner Identifizierung abzugeben, und bis zum 
jetzigen Zeitpunkt offensichtlich auch keine Anstrengungen zur Papier-
beschaffung unternommen hat, 

dass  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers,  sein  Auftraggeber  in 
Russland  habe  ihm  die  Ausweispapiere  abgenommen,  nachdem  er 
versucht  habe  zu  fliehen,  jedoch  von der  Schweiz  beziehungsweise 
F._______  zurückgeschafft  worden  sei,  nicht  glaubhaft  erscheinen, 
zumal die Rückführungen bereits in den Jahren 1996 und 1998 erfolgt 
sind (erstere überdies nicht nach Russland und somit nicht zurück zum 
angeblichen Auftraggeber, sondern nach M._______), wohingegen die 
betreffenden  Ausweispapiere  gemäss  eigenen  Angaben  des  Be-
schwerdeführers erst in den Jahren (...) (Inlandspass) und (...) (Pass) 
ausgestellt worden sind (vgl. C1 S. 5), 

dass es zudem nicht realistisch erscheint, dass der Beschwerdeführer 
ohne Mitgabe eines Identitätsdokuments zur Erledigung eines Auftrags 
ins Ausland geschickt würde, 

dass  dem  Beschwerdeführer  angesichts  der  wiederholten  Asylge-
suchseinreichung zudem die Wichtigkeit  von Identitätsdokumenten in 
einem Asylverfahren bekannt sein dürfte, 

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dass überdies die Tatsache, wonach der Beschwerdeführer bei jeder 
Asylgesuchseinreichung unter einer anderen Identität auftrat, ebenso-
wenig  zu  seiner  Glaubwürdigkeit  beiträgt  wie  sein  Verhalten  in  der 
Schweiz, das wiederholt zu strafrechtlichen Verzeigungen (u. a. wegen 
[Aufzählung Straftatbestände]) geführt hat,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für das Versäumnis des Be-
schwerdeführers, innert der gesetzlichen Frist rechtsgenügliche Identi-
tätsdokumente einzureichen, vorliegen,

dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers, 
wonach er aufgrund der Weigerung, einen Auftragsmord auszuführen, 
befürchte, selbst umgebracht zu werden, im Ergebnis zutreffend man-
gels Realkennzeichen und aufgrund diverser Widersprüche und Unge-
reimtheiten sowie angesichts grundsätzlicher Zweifel am behaupteten 
Schutzbedürfnis aufgrund wiederholter Erfassung in der Schweiz we-
gen der Begehung strafrechtlicher Delikte als nicht glaubhaft und nicht 
asylrechtlich relevant erachtet hat,

dass hierzu auf die zu bestätigenden Erwägungen in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  insbesondere  die  Tatsache,  wonach  der  Beschwerdeführer  die 
drei  Asylgesuche  in  der  Schweiz  mit  völlig  unterschiedlichen  Verfol-
gungsvorbringen begründete (Aufzählung), zu erheblichen Zweifeln an 
der  Glaubhaftigkeit  der  aktuellen  Vorbringen  führt,  zumal  er  bereits 
zuvor versucht habe, vor J._______ – für den er seit dem Jahr 1991 
tätig sei – zu fliehen und deswegen Asylgesuche in der Schweiz und 
F._______ eingereicht habe, weshalb nicht nachvollziehbar erscheint, 
dass er  dies bei  den Asylgesuchseinreichungen in den Jahren 1996 
und 1998 mit keinem Wort erwähnt hatte, 

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen in 
einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten  Vorbringen  erschöpfen  und  die  vom  BFM  aufgezeigten 
Mängel nicht zu substanziieren und keine asylrechtlich relevante Ver-
folgung zu begründen vermögen, 

dass auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel – Be-
richte  aus dem Internet  über  den vom Beschwerdeführer  genannten 
Hauptauftraggeber  K._______  –  an  dieser  Einschätzung  nichts  zu 
ändern vermögen, 

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dass sich aus diesen Berichten kein Bezug zum Beschwerdeführer ab-
leiten  lässt  und insgesamt  vielmehr  der  Eindruck entsteht,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  aktuellen  Verfolgungsvorbringen  unter  Bezug-
nahme auf in der Öffentlichkeit bekannte Umstände konstruiert habe, 

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass  das  Bundesamt demzufolge zu  Recht  auf  das  Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine  derartige  Bewilligung  verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1  des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30)],

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dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker- 
und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für 
eine  menschenrechtswidrige  Behandlung im Sinne von Art. 3  EMRK 
ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situa-
tionen wie Krieg, Bürgerkrieg,  allgemeiner Gewalt  und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  in  Russland  nicht  von einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder 
kriegerischen Auseinandersetzungen ausgegangen werden kann, auf-
grund derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre, 

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  (...)  und  über  ver-
wandtschaftliche  Beziehungen  im  Heimatstaat  verfügenden 
Beschwerdeführers,  der  keine  medizinische  Notlage  geltend  macht 
([...], vgl. C27 S. 5) und gemäss eigenen Angaben während (...) Jahren 
die  Schule  besucht  hat,  nebst  seiner  Muttersprache  Russisch  über 
umfangreiche  Fremdsprachenkenntnisse  verfügt  (u. a.  [Aufzählung]) 
und  vor  seiner  Ausreise  aus  dem  Heimatstaat  als  (Beruf)  ein 
Einkommen erzielt hat (vgl. C1 S. 3 f., C27 S. 6 ff.), somit als zumutbar 
erweist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung auch möglich ist, da keine Vollzugs-
hindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerde-
führer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt und der Voll-
zug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art. 106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist, 

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dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegenstands-
los geworden ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG – un-
geachtet  der allfälligen Bedürftigkeit  des Beschwerdeführers – abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorlie-
genden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

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