# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14cea2bb-c2b7-5727-80cb-8e1ce1494392
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-23
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 23.08.2021 V 2020 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-51_2021-08-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 23. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

Dr. pharm. A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA Dr. iur. B.________, 

gegen

Direktion des Innern des Kantons Zug, Neugasse 2, Postfach, 6301 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Personalrecht 
(Fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses / Sprungbeschwerde)

V 2020 51

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Urteil V 2020 51

A. Doktor pharm. A.________, geboren am xx.xx.xxxx, arbeitete seit dem yy.yyyy.yy 
in einer unbefristeten Festanstellung in der Funktion als Heilmittelinspektor beim Amt für 
Gesundheit in der Gesundheitsdirektion (GD). Am 30. Juli 2020 reichte er namens des 
Amtes für Gesundheit bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Strafanzeige gegen 
Regierungsrat C.________, Kantonsarzt Dr. med. D.________ und gegen Dr. med. 
E.________ mit der Begründung ein, eine von ihm beabsichtigte Heilmittelinspektion in 
den Praxisräumen von Dr. E.________, welche er mit polizeilicher Unterstützung am 
29. Juli 2020 habe durchführen wollen, sei auf Intervention des Kantonsarztes verhindert 
worden. Mutmasslich hätten die Angeschuldigten gegen Art. 181 StGB (Nötigung) i.V.m. 
Art. 286 StGB (Hinderung einer Amtshandlung) verstossen. Am 7. August 2020 reichte er 
eine weitere Strafanzeige gegen Dr. med. E.________ wegen Übertretung von 
Bestimmungen der Heilmittel-, Betäubungsmittel- und Gesundheitsgesetzgebung ein. 
Anlässlich einer am 7. August 2020 durchgeführten Inspektion habe er zahlreiche Mängel 
und Übertretungen festgestellt, welche er in 21 Punkten auflistete. Aufgrund der unter 
anderem gegen den Gesundheitsdirektor sowie gegen seinen direkten Vorgesetzten, den 
Kantonsarzt, eingereichten Strafanzeigen übernahm die Direktion des Innern die Prüfung 
von allfälligen personalrechtlichen Massnahmen. Mit Verfügung vom 7. August 2020, 
welche mit Verfügung vom 11. August 2020 gemäss § 10a Abs. 2 der Personalverordnung 
von der Direktion des Innern vollumfänglich genehmigt wurde, stellte das Sekretariat der 
Direktion des Innern A.________ im Sinne einer unaufschiebbaren vorsorglichen 
Massnahme per sofort und bis auf weiteres von seinen Arbeitsverpflichtungen frei. 
A.________ orientierte am 9. August 2020 die übrigen Mitglieder des Regierungsrates wie 
auch – unter Bekanntgabe aller Namen – diverse Medienschaffende über seine 
Strafanzeigen.

Mit Verfügung vom 31. August 2020 löste die Direktion des Innern anstelle der 
Gesundheitsdirektion das Arbeitsverhältnis mit A.________ mit sofortiger Wirkung fristlos 
auf. Für den seit der Freistellung vom 7. bzw. 11. August 2020 ausbezahlten Lohn erfolge 
keine Rückforderung und für den noch nicht bezogenen Ferienanspruch werde 
A.________ entschädigt. Sein Verhalten stelle eine schwerwiegende Verletzung der 
Treue- und Interessenwahrungspflicht gegenüber dem Kanton dar. Er habe sich 
möglicherweise der Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gemacht, indem er die 
Medien mit Kopien der Strafanzeigen unter voller Namensnennung bedient und damit 
auch in nicht zu rechtfertigender Weise die Persönlichkeitsrechte der angezeigten 
Personen verletzt habe. Die für eine Zusammenarbeit notwendige Vertrauensgrundlage 
sei nachvollziehbar und unwiederbringlich zerstört und eine Weiterführung des 

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Urteil V 2020 51

Arbeitsverhältnisses weder in der angestammten noch in einer anderen Funktion 
zumutbar. Es gebe keinen Raum für weniger weitreichende Massnahmen. 

B. Am 9. September 2020 reichte A.________ beim Regierungsrat des Kantons Zug 
gegen die fristlose Auflösung seines Arbeitsverhältnisses eine Verwaltungsbeschwerde 
ein. Dabei stellte er folgende Anträge: "1. Zum Wohle und zum Schutz der Gesundheit der 
Zuger Bevölkerung ist Dr. pharm. A.________ sofort wieder als Heilmittelinspektor 
einzustellen, damit die heilmittel- und betäubungsmittelrechtlichen Bestimmungen wieder 
eingehalten werden. Das Arbeitsverhältnis ist ab dem 1. September 2020 so 
weiterzuführen, wie wenn keine Kündigung erfolgt wäre. 2. Als Entschädigung für die 
missbräuchliche Kündigung von Dr. pharm. A.________ überweist die Staatskasse 
Fr. 1'000'000.– an die Schweizerische Berghilfe. 3. Als Entschädigung für die 
missbräuchliche Kündigung von Dr. pharm. A.________ überweist die Staatskasse 
Fr. 1'000'000.– an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zweckgebunden für die 
Bekämpfung von Korruption. 4. Allfällige Kosten für Anwälte von Dr. pharm. A.________ 
sind auf die Staatskasse zu nehmen. 5. Der abschliessende Entscheid betreffend die 
fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit Dr. pharm. A.________ ist vom Ausgang 
der Strafverfahren gegen die verschiedenen Mitglieder des Regierungsrates abhängig zu 
machen." Da seine Ersuchen an den Gesamtregierungsrat, den die Heilmittelsicherheit 
und die Patientensicherheit gefährdenden Aktivitäten von Dr. med. E.________ Einhalt zu 
gebieten und die Zuständigkeit im vorliegenden Fall aufgrund der verzeigten/befangenen 
verantwortlichen Personen der Direktion des Innern und der Gesundheitsdirektion ohne 
Antwort/Entscheid/Umsetzung geblieben seien, habe er am 8. September 2020 gegen die 
übrigen Mitglieder des Regierungsrates Strafanzeige wegen Beihilfe zum Amtsmissbrauch 
eingereicht. Daher müsse sich die nächsthöhere Instanz, das Verwaltungsgericht, mit 
seinem Fall beschäftigen. 

C. In der Folge wurde die Verwaltungsbeschwerde an das Verwaltungsgericht zur 
Beurteilung überwiesen. Der Beschwerdeführer bezahlte fristgerecht den Kostenvorschuss 
von Fr. 5'000.–. 

D. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2020 beantragte die Direktion des Innern 
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Sie halte vollumfänglich an der 
Kündigungsverfügung fest. Der Beschwerdeführer stelle den Sachverhalt nicht in Abrede. 
Soweit er sinngemäss die Aufhebung der Kündigung beantrage, bestehe dafür keine 

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Rechtsgrundlage. Er mache keine Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend, weshalb 
er wohl meine, dass sich die Kündigung nicht auf sachliche Gründe abstütze. Tatsächlich 
habe er aber mehrfach gegen das Personalgesetz und gegen arbeitsrechtliche 
Anweisungen seines Arbeitgebers verstossen und seine Pflichten als Arbeitnehmer krass 
verletzt. Im Zusammenhang mit den Vorkommnissen bezüglich der Inspektion der Praxis 
von Dr. med. E.________ habe er sich vorsätzlich über Weisungen von Vorgesetzten 
hinweggesetzt, habe in mehrfacher Weise das Amtsgeheimnis verletzt, habe in 
eigenmächtiger Weise gegen Mitarbeitende und Vorgesetzte sowie weitere Personen 
Strafanzeigen eingereicht und habe mit seinem Verhalten bewusst die Rufschädigung des 
Kantons Zug in Kauf genommen. Ihm seien zahlreiche Möglichkeiten geboten worden, 
sich zu den Gründen der Praxis-Inspektion zu äussern und sein Handeln zu rechtfertigen. 
Er habe sich aber nie aktiv um Klärung bemüht und habe sämtliche Gespräche 
konsequent verweigert. Sein Verhalten habe das Vertrauensverhältnis irreparabel 
beschädigt, weswegen nur noch eine sofortige Entlassung in Frage gekommen sei. 

E. Am 29. Oktober 2020 präzisierte und ergänzte der unterdessen mandatierte 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dessen in der Beschwerde vom 9. September 
2020 gestellte Anträge: Es sei erstens festzustellen, dass die gegenüber Dr. A.________ 
ausgesprochene fristlose Kündigung vom 31. August 2020 der Direktion des Innern des 
Kantons Zug formell mangelhaft und zweitens sachlich nicht gerechtfertigt und 
missbräuchlich sei. Drittens sei der Kanton Zug zu verpflichten, ihm eine Entschädigung in 
der Höhe von 9 Monatsgehältern zu bezahlen. Weitere Schadenersatz- und 
Genugtuungsansprüche blieben vorbehalten. Viertens seien die noch zu bestimmenden 
Anwaltskosten von Herrn A.________, welche aufgrund des vorliegenden Verfahrens 
entstünden, vom Kanton Zug zu erstatten. Fünftens alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde 
vorgebracht, dass an Eingaben von Laien nicht zu strenge Anforderungen gestellt werden 
dürften. Der Beschwerdeführer habe den Streitgegenstand bestimmt, nämlich die 
Anfechtung der Kündigung wegen Missbräuchlichkeit. Entsprechend stellten die Begehren 
1 und 2 nur Präzisierungen des damaligen Rechtsbegehrens dar. Das Begehren auf 
Fortführung des Arbeitsverhältnisses beruhe auf fehlender Kenntnis der Rechtsfolgen 
einer missbräuchlichen Kündigung. Mit der Forderung einer Entschädigung von total Fr. 2 
Mio. an Drittpersonen habe der Beschwerdeführer § 14 PG ungenau interpretiert, 
weswegen nur eine Entschädigung im gesetzlich vorgesehenen Rahmen beantragt werde. 
Das damalige Begehren sei so zu interpretieren, dass die Zahlung an den 
Beschwerdeführer zu leisten sei, welcher dann über die Weitergabe an Dritte entscheide. 

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Das nun gestellte Rechtsbegehren 3 sei eine Einengung resp. Präzisierung der damals 
gestellten Anträge und somit zulässig. Die Rechtsbegehren 4 seien identisch. Das 
Rechtsbegehren 5 der Eingabe vom 9. September 2020 werde zurückgezogen. Das 
jetzige Begehren 5 sei zwar neu, stelle aber keine Ausweitung dar, da die Kostenfrage von 
Amtes wegen zu entscheiden sei. 

Mit Replik vom 26. November 2020 hielt der Beschwerdeführer fest, dass er den von der 
Beschwerdegegnerin geschilderten Sachverhalt grundsätzlich bestreite, soweit er ihn nicht 
ausdrücklich anerkenne. Diese ihrerseits anerkenne, dass er die Kündigung wegen 
Missbräuchlichkeit anfechte, weshalb er seine Rechtsbegehren in korrekter Weise 
angepasst habe. Er mache formelle und materielle Mängel bei der Kündigung geltend. Der 
Arbeitgeber habe seine Fürsorgepflicht krass verletzt. Die Kompetenzen eines 
Heilmittelinspektors ergäben sich aus § 4 GesV. Auch gemäss Pflichtenheft habe er die 
Pflicht und die Kompetenz gehabt, die Berufsausübung im Zusammenhang mit Heil- und 
Betäubungsmitteln und Medizinprodukten in allen Bereichen zu prüfen und falls notwendig 
zu intervenieren, was selbstredend auch Inspektionshandlungen beinhalte. Ein Ausschluss 
von Inspektionen im Detailhandel ergebe sich daraus nicht. Eine gegenteilige "Weisung 
seines Arbeitgebers" werde lediglich pauschal behauptet und sei nicht aktenkundig und 
nicht verfügt. Auch die behaupteten "diversen Beanstandungen von Vertretern des 
Detailhandels" seien nicht aktenkundig. Beim Beschwerdeführer handle es sich um einen 
sehr sorgfältigen und pflichtbewussten Mitarbeiter, was sich aus den aktenkundigen MAB 
ergebe. Nichts anderes sei aktenkundig. Selbst wenn eine solche Weisung existieren 
würde, wäre sie nichtig. Die Kompetenzen seien gemäss Verordnung durch den 
Gesamtregierungsrat übertragen und könnten nur durch diesen mittels einer 
Verordnungsänderung angepasst werden. Von einem Kadermitarbeiter werden auch 
während Büroabwesenheiten (insb. Ferien) Erreichbarkeit und Einsatz erwartet, 
insbesondere wenn es sich um dringliche Einsätze handle. Dass medizinische Vorfälle an 
einem Wochenende Relevanz erlangen könnten, sei selbstredend. Ob die betroffene 
Person mit einer Inspektion einverstanden sei oder nicht, sei zur Kenntnis zu nehmen. Es 
liege aber einzig im Ermessen des Heilmittelinspektors, über Dringlichkeit und 
Notwendigkeit einer Inspektion zu entscheiden. Die Widerrede von Dr. E.________ sei 
vom Beschwerdeführer gehört, wiedererwägt und abgelehnt worden. Das sei normales 
Verwaltungshandeln. Nicht nachvollziehbar sei, dass sich ein politisch gewählter 
Regierungsrat als fachlicher Laie in die wissenschaftlich fundierte Beurteilung eines 
Heilmittelinspektors einmische. Der Beschwerdeführer habe seine Gründe für seine 
Vorgehensweise vom 30. Juli 2020 umfassend dargelegt und rechtsgenügend erklärt. 

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Damit habe er das rechtliche Gehör wahrgenommen. Das Bestehen von Gründen für eine 
Freistellung werde bestritten. Die Wahrnehmung von Rechtsbefehlen (auch die Erstattung 
von Strafanzeigen) könne in einem Rechtsstaat per se nicht als missbräuchlich oder 
vertrauenszerstörend erachtet werden. Die Notwendigkeit zur Freistellung aufgrund von 
betrieblichen oder gar öffentlichen Interessen sei nicht ansatzweise ersichtlich. Eine 
unterschiedliche Ansicht über die Zulässigkeit einer Inspektion stelle ebenfalls keinen 
Grund dar. Die Weisung zur Unterlassung einer Inspektion sei nichtig. Selbstredend hätte 
er sich vor der Strafanzeige an die ins Geschehen involvierten Personen wenden können. 
Damit hätte er aber allenfalls den Zweck einer möglichen Strafuntersuchung unterwandern 
können, was ihm evtl. als Gesetzesverstoss hätte angelastet werden können. 

Selbstverständlich liege es auch in seinem Ermessen zu entscheiden, wie er bei 
inkorrektem Handeln seiner Stellvertreterin vorgehe. Insbesondere dürfe er deren 
fehlerhaften Entscheid übersteuern. Ohnehin handle es sich bei den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin zur Vorgehensweise des Beschwerdeführers um unbelegte 
Behauptungen. Paragraph 28ter PG sage nichts zur Vorgehensweise bei 
Anzeigeerstattungen. Seien die Vorgesetzten in ein Tatgeschehen involviert, seien sie 
selbstredend nicht in die Anzeigeerstattung einzuweihen. Bei § 28ter Abs. 1 PG handle es 
sich ohnehin nur um eine Ordnungsvorschrift. Die Beschwerdegegnerin nehme das 
Ergebnis einer möglichen strafrechtlichen Untersuchung ohne genügende Abklärungen 
vorweg, was eine unzulässige Kompetenzüberschreitung darstelle. Sie mache infolge des 
Verhaltens des Beschwerdeführers mediale Veröffentlichungen zwischen 11. und 19. 
August 2020 geltend. Es werde bestritten, dass das Verhalten des Beschwerdeführers 
dafür kausal sei. Es zeige aber, dass sie spätestens am 11. August 2020 von diesen 
Berichten Kenntnis genommen habe. Ihre pauschale und voreilige Folgerung, dass 
dadurch § 29 PG verletzt worden sei, werde bestritten. Selbst bei Kundgabe von amtlich 
erfahrenen Tatsachen sei nicht dargelegt, inwiefern solche geheim zu halten wären. Wenn 
schon ein absoluter Vertrauensverlust geltend gemacht werde, sei ein solcher auf das 
Verhalten des Arbeitgebers zurückzuführen. Insgesamt bestünden keine materiellen 
Gründe, welche eine ausserordentliche Kündigung rechtfertigen würden. Wenn schon 
hätte eine externe Vertrauensperson, z.B. der Ombudsmann, versuchen müssen, die 
relevanten Punkte zu klären. Zudem sei eine fristlose Vorgehensweise nur in unmittelbarer 
zeitlicher Nähe zum Bekanntwerden solcher Gründe möglich. Der Arbeitgeber habe 
bereits Wochen, seit dem 30. Juli 2020, von der Inspektion sowie der Arbeit während der 
Ferien gewusst. Eine ausserordentliche Kündigung einen Monat später sei nicht mehr 
rechtzeitig, was auch für die Strafanzeigen gelte. Aber auch eine ordentliche Kündigung 

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wäre unverhältnismässig gewesen, da weniger weitreichende Massnahmen zur 
Deeskalation der Situation – Beizug einer externen Schlichtungsperson, evtl. Verweis – 
möglich gewesen wären. Wegen Unrechtmässigkeit einer fristlosen Vorgehensweise seien 
per se Verfahrensvorschriften einer Kündigung verletzt worden.

F. Mit Duplik vom 18. Dezember 2020 stellte die Beschwerdegegnerin in Frage, ob 
die in der Replik abgeänderten Rechtsbegehren, so neu Anspruch auf neun 
Monatsgehälter gegenüber den beschwerdeweise verlangten Fr. 2 Mio. an Dritte, und die 
nachgeschobenen Gründe zulässig seien und darauf eingetreten werden könne. Weiter 
brachte sie kurz zusammengefasst vor, dass der Beschwerdeführer klärende Gespräche 
kategorisch verweigert habe. Der Beschwerdeführer sei in die Organisation seines 
Arbeitgebers eingegliedert und dem Weisungsrecht seines Vorgesetzten, konkret dem 
Leiter des Amts für Gesundheit Dr. D.________, unterstellt gewesen. Explizit stehe im 
Arbeitsvertrag, dass für ihn die personalrechtlichen Erlasse, also Personalgesetz und 
Personalverordnung, gelten würden. Bei der Weisung, dass der Beschwerdeführer für 
Inspektionen im Grosshandel, seine Stellvertreterin für Inspektionen im Detailhandel 
zuständig gewesen seien, handle es sich um eine amtsinterne Zuständigkeitsregelung, die 
nicht schriftlich festgehalten worden sei. Diverse Mitarbeiter des Amts für Gesundheit 
könnten bezeugen, dass dieser Weisung nachgelebt worden sei. Diese Weisung habe 
vom Vorgesetzten des Beschwerdeführers erlassen werden müssen, weil es in der 
Vergangenheit zu Beanstandungen wegen harschen Vorgehens und 
Kompetenzüberschreitungen seitens des Beschwerdeführers im Bereich des 
Detailhandels gekommen sei. Im Übrigen sei der "Heilmittelinspektor" gemäss GesV eine 
Funktion und nicht an eine Person geknüpft. Wer die Funktion übernehme, könne und 
werde behördenintern geregelt. Dass dem Beschwerdeführer seine Zuständigkeit resp. 
Unzuständigkeit bewusst gewesen sei, habe sich im Gespräch mit der Generalsekretärin 
des Amtes für Gesundheit gezeigt, wo er seinen Frust darüber geäussert habe, dass sein 
Aufgabenbereich eingeschränkt worden sei. Der Erlass von amtsinternen Weisungen 
obliege nicht dem Gesamtregierungsrat, sondern dem jeweiligen Vorgesetzten. Der 
Beschwerdeführer habe sich – mit Ausnahme der besagten Inspektion bei Dr. E.________ 
– an die Weisung gehalten und er habe sich auch nie gegen die Zuständigkeitsregelung 
gewehrt. Zu den Gründen, die ihn zur "dringlichen" Inspektion während seiner Ferien 
veranlasst hätten, habe er sich nie geäussert und schweige sich bis heute aus. Hätte er 
dafür handfeste Gründe vorgelegt, hätte sie von seiner Stellvertreterin durchgeführt 
werden können. Inwiefern die Arbeitgeberin durch den Erlass der internen Weisung ihre 
Fürsorgepflicht verletzt haben sollte, sei nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer sei bei 

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seiner Tätigkeit auch an den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und das Willkürverbot 
gebunden. Er habe sich unter keinen Umständen von der Inspektion abhalten lassen, 
obwohl weder eine Dringlichkeit noch irgendwelche konkrete Anhaltspunkte für ein 
Fehlverhalten vorgelegen hätten, die unmittelbar zuvor von der zuständigen Stelle erteilte 
und auf vier Monate befristete Bewilligung – welche notabene davor für dieselbe Praxis 
während Jahrzehnten erteilt worden sei – zu überprüfen. Offenbar habe er sich von rein 
persönlichen Motiven leiten lassen. Der Beschwerdeführer habe falsch gehandelt und 
mehrfach gegen die Anweisungen seiner Arbeitgeberin verstossen. 

Der Beschwerdeführer habe während seines Arbeitsverhältnisses immer wieder dazu 
ermahnt werden müssen, seine Ferien zu beziehen. Dass sich ein Arbeitnehmer 
ausreichend erholen könne, gehöre zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Seine 
Stellvertreterin hätte dringliche Geschäfte in seinem Zuständigkeitsbereich wahrnehmen 
können. Für Inspektionen im Detailhandel sei ohnehin sie zuständig gewesen, weshalb 
erst recht kein Anlass für den Beschwerdeführer bestanden habe, während seiner Ferien 
tätig zu werden. 

Der Beschwerdeführer habe entgegen aller Weisungen die Praxis des Arztes zu einem 
Zeitpunkt inspiziert, als er gegen diesen bereits Strafanzeige eingereicht habe, weshalb 
darüber hinaus ein Ausstandsgrund vorgelegen habe. Die Möglichkeit der Inspektion 
durch eine externe Stelle habe der Beschwerdeführer durch sein eigenmächtiges und 
weisungswidriges Verhalten selber verunmöglicht. Dies nun zu fordern, sei mehr als nur 
widersprüchlich. Ein Heilmittelinspektor müsse sich an die verfassungs- und 
verwaltungsrechtlichen Grundsätze halten. Eine erteilte Bewilligung, die wie vorliegend 
einige Tage zuvor erteilt und explizit für gut befunden wurde, könne nicht aus dem Nichts 
und voraussetzungslos wieder aufgehoben werden. Seine Meinung, seine Arbeit könne 
von niemandem fachlich beurteilt werden, sei offensichtlich falsch. Zumindest sein 
Vorgesetzter sei dazu in der Lage. 

Betreffend Strafanzeigen gegen seinen Vorgesetzten und den Gesundheitsdirektor hätte 
er sich vorgängig an die Ombudsstelle wenden müssen (§ 28bis PG i.V.m. §§ 17a ff. PV). 
In Bezug auf die Strafanzeige gegen den Arzt habe er klar seine Pflicht nach § 29ter PG 
[rechte: § 28ter PG] verletzt. Dass er nicht wirklich von strafrechtlichen Handlungen seines 
Vorgesetzten ausgehe, zeige seine Bewerbung vom 3. Oktober 2020 bei seinem 
Vorgesetzten für die mittlerweile wieder ausgeschriebene Stelle des Heilmittelinspektors. 

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In seinem Motivationsschreiben lobe er dessen verständnisvolle und besonnene Art und 
freue sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit. 

Insgesamt hätten nicht nur die Strafanzeigen, sondern die Summe aller weisungswidrigen 
Handlungen, das eigenmächtige, unbegründete Vorgehen, die Verletzung des 
Amtsgeheimnisses zum massiven Vertrauensverlust und infolgedessen zur Kündigung 
geführt. Wäre er nicht freigestellt worden, hätte die Gefahr für weitere Handlungen von ihm 
zum Schaden des Kantons bestanden. 

Er sei am 6. August 2020 informiert worden, dass personalrechtliche Massnahmen gegen 
ihn geprüft würden. Er habe auf sämtliche Angebote zur mündlichen resp. schriftlichen 
Gewährung des rechtlichen Gehörs nicht reagiert. Nachdem er auch die letzte bis zum 
28. August 2020 gewährte Frist ausgeschlagen habe, sei die fristlose Kündigung am 
31. August 2020 erfolgt. Von fehlender zeitlicher Nähe könne nicht die Rede sein resp. er 
könne aus seiner Untätigkeit keinen Vorteil für sich ableiten. Ausserdem sei es seit dem 
30. Juli 2020 immer wieder zu Verstössen gekommen und habe sein unberechtigtes 
Handeln erst richtig begonnen. Der Beschwerdeführer habe zugegeben, dass er als 
Quelle der Medien fungiert und ihnen Interna preisgegeben habe; damit gestehe er die 
Amtsgeheimnisverletzung ein. Der Vorwurf, die Verfahrensvorschriften für eine ordentliche 
Kündigung seien per se verletzt worden, da eine ausserordentliche Kündigung 
ausgesprochen worden sei, laufe ins Leere.

G. Am 12. Februar 2021 liess der Beschwerdeführer eine Triplik einreichen. Mit 
Eingabe vom 10. März 2021 nahm die Direktion des Innern dazu Stellung, woraufhin der 
Beschwerdeführer mit einer weiteren Stellungnahme vom 22. März 2021 reagierte. Auf die 
jeweiligen Ausführungen ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen. 

In der Folge wurden keine Schriften mehr gewechselt.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. a) Bei öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnissen richtet sich die Rechtspflege 
gemäss § 70 Abs. 1 des Gesetzes über das Arbeitsverhältnis des Staatspersonals 

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(Personalgesetz, PG; BGS 154.21) nach den Bestimmungen des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; BGS 162.1). Die Direktion des Innern des 
Kantons Zug löste am 31. August 2020 das Arbeitsverhältnis mit A.________ mit 
sofortiger Wirkung fristlos auf. Dagegen wehrte sich der Gekündigte mit fristgerecht 
eingereichter Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Zug, verlangte 
aber gleichzeitig die Beurteilung seiner Beschwerde durch das Verwaltungsgericht wegen 
Befangenheit der Regierungsräte. In der Folge überwies der Regierungsrat in zulässiger 
Anwendung von § 61 Abs. 2 VRG (Sprungbeschwerde) die Verwaltungsstreitsache auf 
Antrag des Beschwerdeführers unter Verzicht auf einen Entscheid an das 
Verwaltungsgericht zur direkten Beurteilung. Gestützt auf § 63 VRG unterliegt die von der 
Direktion des Innern ausgesprochene Kündigung sowohl der Rechts- wie auch der 
Ermessenskontrolle durch das Gericht. Die Beschwerde erfüllt auch die übrigen formellen 
Voraussetzungen, weshalb sie zu prüfen ist. 

2.
2.1
2.1.1 Gemäss § 8 PG endigt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis durch schriftliche 
Kündigung seitens der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters oder seitens des Kantons. Der 
Kanton kann gemäss § 10 Abs. 1 PG das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der für die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geltenden Kündigungsfristen kündigen. Vor der 
Kündigung ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das rechtliche Gehör zu gewähren 
und die Kündigung ist zu begründen (§ 10 Abs. 3 PG). Bevor die Kündigung 
ausgesprochen wird, ist die Angemessenheit weniger weitreichender Massnahmen zu 
erwägen wie förmliche Erteilung eines Verweises, Gehaltskürzung, Aufschub oder 
Verweigerung der Treue- und Erfahrungszulage, Zuweisung anderer Arbeit, Versetzung 
an eine andere Stelle (Funktionsänderung) oder Androhung der Entlassung (§ 10 Abs. 4 
PG). Als vorsorgliche Massnahme kann eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter freigestellt 
werden, wenn öffentliche oder betriebliche Interessen dies erfordern (§ 10bis Abs. 1 PG). 
Die zuständige Instanz entscheidet über Weiterausrichtung, Kürzung oder Entzug des 
Lohns. Über eine Nach- oder Rückzahlung wird spätestens mit dem Entscheid über die 
Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses entschieden. Der Lohn kann insbesondere dann 
ganz oder teilweise entzogen bzw. zurückgefordert werden, wenn die freigestellte Person 
wiederholt oder schwer ihre Berufspflichten verletzt oder in anderer Weise ihre 
Vertrauenswürdigkeit schwer beeinträchtigt hat (§ 10bis Abs. 2 PG). Gemäss § 13 Abs. 1 
PG ist eine Kündigung seitens des Kantons missbräuchlich, wenn Verfahrensvorschriften 
verletzt wurden oder wenn sie sich nicht auf sachliche Gründe stützen lässt.

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Urteil V 2020 51

2.1.2 Eine missbräuchliche Kündigung begründet Anspruch auf Entschädigung (§ 14 
Abs. 1 PG). Die Entschädigung beträgt vom 1. bis 3. Dienstjahr drei Monatsgehälter, für 
jedes weitere Dienstjahr ein zusätzliches Monatsgehalt, höchstens jedoch neun 
Monatsgehälter. Ein angefangenes zählt dabei als volles Dienstjahr. 
Bemessungsgrundlage ist das im Zeitpunkt der Kündigung massgebende Jahresgehalt 
einschliesslich Teuerungs-zulage, Sozialzulagen sowie Treue- und Erfahrungszulage (§ 
14 Abs. 2 PG). Gemäss Abs. 3 dieses Paragraphen kann aber aus einer missbräuchlichen 
Kündigung kein Anspruch auf Fortführung des Arbeitsverhältnisses abgeleitet werden.

2.1.3 Aus den Materialien zum Personalgesetz ergibt sich, dass der Gesetzgeber mit 
der Verletzung der Verfahrensvorschriften eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und der 
Begründungspflicht meint. Als sachliche Gründe für eine Kündigung werden in den 
Materialien etwa ungenügende fachliche, führungsmässige oder charakterliche 
Fähigkeiten oder Eignung, mangelnde Leistung, grobes Fehlverhalten, gravierende 
Dienstpflichtverletzung oder erhebliche Beeinträchtigung des Arbeitsklimas bezeichnet 
(vgl. hierzu den Bericht und Antrag des Regierungsrates zum Personalgesetz vom 
1. Februar 1994, Vorlage Nr. 130.4, Laufnummer 8257, S. 25; vgl. BGer 8C_690/2010 
vom 1. November 2010 E. 4.2.2, welches unzureichende Leistungen, unbefriedigendes 
Verhalten, erhebliche Störungen der Arbeitsgemeinschaft oder betriebliche Motive als 
sachliche Gründe erwähnt). Die Gründe müssen nicht die Intensität eines wichtigen 
Grundes erreichen, welcher die Fortsetzung des Dienstverhältnisses unzumutbar macht 
(nur eine fristlose Entlassung verlangt einen wichtigen Grund). Als unsachlich gelten z.B. 
Gründe, welche im Sinne von Art. 336 OR missbräuchlich wären (vgl. hierzu den mit 
Art. 336 Abs. 1 OR teilweise identischen Wortlaut von § 13 PG). Allgemein umschrieben 
ist eine Kündigung dann sachlich begründet, wenn die Weiterbeschäftigung des 
betreffenden Angestellten dem öffentlichen Interesse, insbesondere demjenigen an einer 
gut funktionierenden Verwaltung, widerspricht (Matthias Michel, Beamtenstatus im 
Wandel, 1998, S. 299). Zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses genügen auch objektive, 
nicht vom Mitarbeiter verschuldete Gründe wie gesundheitliche Probleme oder 
Verhaltensweisen, welche die Vertrauenswürdigkeit beeinträchtigen (Entscheid des VGer 
ZH vom 2. September 1999, in: Peter Hänni, Das öffentliche Dienstrecht der Schweiz, 
2. Aufl. 2008, S. 558). Weitere sachlich haltbare (triftige) Gründe zur ordentlichen 
Beendigung des Angestelltenverhältnisses sind folgenden Beispielen aus der 
Rechtsprechung verschiedener Kantone zu entnehmen: Fehlender Wille zur 
Zusammenarbeit, inexistentes gegenseitiges Vertrauen, undenkbare Zusammenarbeit; 

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Urteil V 2020 51

gestörtes Vertrauensverhältnis; quantitativ und qualitativ ungenügende Arbeitsleistungen; 
persönliche Schwierigkeiten sowohl mit Unterstellten als auch mit Vorgesetzten, die das 
Vertrauens- und Arbeitsverhältnis nachhaltig ungünstig beeinflussen (vgl. zum Ganzen 
Peter Hänni, a.a.O., S. 567 f., mit weiteren Verweisen).

2.1.4 Im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gilt es weiter das Willkürverbot, den 
Grundsatz von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu 
beachten. Letzterer findet seinen Niederschlag explizit in § 10 Abs. 4 PG, indem vor der 
Entlassung weniger weitreichende Massnahmen seitens des Arbeitgebers zu prüfen sind. 
Die Kündigung muss daher zur Lösung eines Problems nicht nur geeignet, sondern auch 
erforderlich sein. Die Abwägung der gegenseitigen Interessen muss eine Kündigung als 
gerechtfertigt erscheinen lassen (vgl. Matthias Michel, a.a.O., S. 301). Bei dieser 
Interessenabwägung kann bei Personen mit Beispielsfunktionen (wie dies etwa bei 
Lehrpersonen der Fall ist) oder mit Vorgesetztenfunktionen ein strengerer Massstab 
angelegt werden. Anderseits ist auch die Dauer des bisher bestehenden 
Arbeitsverhältnisses in die Interessenabwägung einzubeziehen, ist doch eine Kündigung 
für eine langjährige Mitarbeiterin oder einen langjährigen Mitarbeiter von 
einschneidenderer Bedeutung als für eine jüngere Person.

2.2
2.2.1 Beim Vorliegen wichtiger Gründe, die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses 
nach Treu und Glauben unzumutbar machen, kann das Arbeitsverhältnis beidseitig ohne 
Einhaltung der Kündigungsfristen und Kündigungstermine bzw. der festen Vertragsdauer 
aufgelöst werden. Vor der Entlassung ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das 
rechtliche Gehör zu gewähren. Die Entlassung ist zu begründen (§ 16 PG). Gemäss § 17 
PG besteht bei fristloser Entlassung ohne wichtigen Grund Anspruch auf Ersatz dessen, 
was die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter verdient hätte, wenn das Arbeitsverhältnis unter 
Einhaltung der Kündigungsfrist und des Kündigungstermins oder durch Ablauf der 
Vertragsdauer eines befristeten Arbeitsverhältnisses beendigt worden wäre. An diesen 
Schadenersatz wird angerechnet, was die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter infolge der 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses erspart sowie durch anderweitige Arbeit verdient 
oder zu verdienen absichtlich unterlassen hat. Der Anspruch auf Schadenersatz besteht 
unabhängig von einem allfälligen Anspruch auf Entschädigung wegen missbräuchlicher 
Kündigung. Ein Anspruch auf Fortführung des Arbeitsverhältnisses kann aus einer 
ungerechtfertigten fristlosen Kündigung nicht abgeleitet werden. Beschwerden wegen 
ungerechtfertigter fristloser Entlassung haben keine aufschiebende Wirkung. 

13

Urteil V 2020 51

2.2.2 Bei wichtigen Gründen handelt es sich um qualifizierte sachliche 
Kündigungsgründe. Es bedarf schwerer Verfehlungen, die geeignet sind, die für das 
Arbeitsverhältnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstören oder zumindest so 
tiefgreifend zu erschüttern, dass die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr 
zuzumuten ist. Die Treuepflicht des Arbeitnehmers gilt für leitende Angestellte in erhöhtem 
Masse, weshalb eine Verletzung durch solche Angestellte schwerer wiegt (vgl. BGer 
4A_658/2018 vom 15. März 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Nur wenn zur sachlichen 
Begründung eine besondere Dringlichkeit hinzukommt und jede Weiterarbeit des 
betroffenen Angestellten nach Treu und Glauben ausgeschlossen ist, lässt sich eine 
fristlose Entlassung rechtfertigen. Diese einschneidende Massnahme muss immer gegen 
die Möglichkeit einer ordentlichen Kündigung abgewogen werden. Erst wenn die 
Weiterarbeit während der Kündigungsfrist von einigen Monaten undenkbar ist, erscheint 
eine fristlose Entlassung angezeigt (vgl. Matthias Michel, a.a.O., S. 303 f.). Je länger die 
ordentliche Kündigungsfrist ist, umso eher kann eine fristlose Entlassung gerechtfertigt 
sein resp. die Unzumutbarkeit der Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bejaht werden. 

2.2.3 Während sich die Rechtmässigkeit der fristlosen Kündigung von öffentlich-
rechtlichen Dienstverhältnissen in sachlicher Hinsicht weitgehend an den Vorgaben des 
OR orientiert, weicht sie in formeller Hinsicht ab. Da vor diesem Entscheid immer das 
rechtliche Gehör gewährt werden muss, bedarf dieser einer gewissen Zeit für die 
Abklärung, ohne dass das Recht auf sofortige Vertragsauflösung als verwirkt gilt (vgl. 
BGer 8C_340/2014 vom 15. Oktober 2014 E. 6.5, mit Verweis auf BGE 138 I 113 E. 6). 
Die besonderen Verfahrensvorschriften im öffentlichen Personalrecht rechtfertigen somit 
auch im Falle von fristlosen Entlassungen längere Entscheidungszeiten.

3. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die ihnen übertragenen Aufgaben 
sorgfältig auszuführen und die berechtigten Interessen des Kantons in guten Treuen zu 
wahren (§ 28 PG). Stellen sie in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeiten einen Missstand 
innerhalb der Organisation oder Institution fest, namentlich strafbare Handlungen oder 
anderweitige Unregelmässigkeiten, und geben die vorgesetzten Stellen der Meldung keine 
Folge, können sie den Missstand einer Meldestelle melden (§ 28bis PG). Wie in solchen 
Fällen, namentlich auch bei Korruption, vorzugehen ist, ist in den § 17a ff. der 
Personalverordnung (BGS 154.211) festgelegt. In diesen Fällen sind die Mitarbeitenden 
aufgefordert, sich an die Ombudsstelle zu wenden. Gemäss § 28ter Abs. 1 Satz 1 PG 
müssen sie strafbare Handlungen, die von Amtes wegen verfolgt werden und die ihnen in 

14

Urteil V 2020 51

Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt werden, nach Absprache mit der 
vorgesetzten Stelle der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit allen sachdienlichen Angaben 
anzeigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstehen dem Amtsgeheimnis. Es ist 
ihnen grundsätzlich untersagt, Drittpersonen Tatsachen mitzuteilen, die sie bei der 
Ausübung ihres Amtes erfahren und an denen ein öffentliches Geheimhaltungsinteresse 
oder ein Persönlichkeitsschutzinteresse besteht (vgl. § 29 PG).

4. Der Beschwerdeführer verlangte in seiner von ihm selber verfassten Beschwerde 
die Weiterführung seines Arbeitsverhältnisses ab 1. September 2020 sowie eine 
Entschädigung von insgesamt Fr. 2 Mio. an Dritte. Als Begründung verweist er auf die 
nach seiner Meinung missbräuchlich ausgesprochene fristlose Kündigung. Beide 
Rechtsfolgen sieht das zugerische Personalgesetz unabhängig von der Rechtsmässigkeit 
einer Kündigung nicht vor. Der im Nachhinein mandatierte Rechtsvertreter hat die 
Begehren entsprechend modifiziert. Soweit er – in deutlicher Reduktion der Summe – eine 
Entschädigung von 9 Monatsgehältern begehrt, ist dies eine vom Gesetz vorgesehene 
Rechtsfolge einer missbräuchlichen Kündigung und ist daher dieser Antrag entgegen der 
Meinung der Beschwerdegegnerin zu beurteilen. Soweit der Beschwerdeführer sich 
allerdings weitere Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche vorbehält, ist darauf nicht 
weiter einzugehen. Weder das PG noch das VRG bieten eine Rechtsgrundlage für 
Genugtuungsansprüche. Betreffend Schadenersatz kann eine ungerechtfertigte fristlose 
Entlassung eine solche Leistungspflicht nach sich ziehen. Zwar wendet das 
Verwaltungsgericht das Recht von Amtes wegen an, doch wird dieser Grundsatz durch die 
Begründungspflicht bzw. das Rügeprinzip relativiert. Im streitigen Verwaltungsverfahren 
gilt eine abgeschwächte Untersuchungspflicht. Die rechtsmittelführende Partei hat die ihre 
Rügen stützenden Tatsachen darzulegen und allenfalls Beweismittel einzureichen (vgl. 
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, 
Kaspar Plüss, § 7 N 33, sowie Marco Donatsch, § 20 N 44 ff., und § 50 N 62). Dieser 
Substanziierungspflicht ist der berufsmässig vertretene Beschwerdeführer in keiner Weise 
nachgekommen. 

5. Gemäss § 1 Abs. 3 PG wird der Kanton als Arbeitgeber, sofern dieses Gesetz 
nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt, durch den Regierungsrat vertreten. Der 
Regierungsrat kann seine gesetzlichen Zuständigkeiten, mit Ausnahme der Anstellung und 
Entlassung von Amtsleitenden, an die Direktionen delegieren (§ 1 Abs. 4 PG). Die 
Zulässigkeit der Kompetenzdelegation ist auch in § 6 des Gesetzes über die Organisation 
der Staatsverwaltung (Organisationsgesetz, OG; BGS 153.1) festgehalten. In § 2 der 

15

Urteil V 2020 51

Delegationsverordnung (DelV; BGS 153.3) wird bestimmt, welche Personalgeschäfte in 
der alleinigen Kompetenz des Regierungsrates liegen, resp. welche nach unten delegiert 
sind. Abgesehen von der höchsten Hierarchiestufe in der Verwaltung sind demzufolge im 
Grundsatz die Direktionen für die Anstellung und Entlassung der in ihrem Bereich tätigen 
Mitarbeiter zuständig. Entsprechend wurde der Beschwerdeführer per yy.yyyy.yy vom 
damaligen Gesundheitsdirektor angestellt. Gemäss Ziff. 1 der Delegationsverordnung der 
Gesundheitsdirektion (DelV GD, BGS 153.766) hätte der Amtsleiter – jedenfalls die 
ordentliche – Kündigung seines ihm unterstellten Mitarbeiters aussprechen können. Trotz 
der internen Delegation muss es aber immer zulässig sein, dass der dem Amtsleiter 
übergeordnete Regierungsrat, hier der Gesundheitsdirektor, ein aus welchen Gründen 
auch immer ihm wichtig erscheinendes Personalgeschäft an sich ziehen kann. 
Stellvertreter des Gesundheitsdirektors ist der Direktor des Innern. Die von ihm 
angeordnete fristlose Kündigung ist damit rechtswirksam erfolgt (vgl. BGer 2P.104/2004 
vom 14. März 2005 E. 6.4.1), was im Übrigen vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten 
wurde.

Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die fristlose Entlassung des Beschwerdeführers 
rechtmässig war, oder ob, sofern dies verneint wird, immerhin eine ordentliche Kündigung 
sachlich gerechtfertigt gewesen wäre oder ob auch eine solche als missbräuchlich zu 
beurteilen wäre. Der Sachverhalt ergibt sich aus den Akten wie folgt:

5.1 Der Beschwerdeführer trat per yy.yyyy.yy die Stelle als Heilmittelinspektor in 
einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im Kanton an. Gemäss Stellenbeschrieb und 
Pflichtenheft gehörte die Überwachung der Befolgung der eidgenössischen und 
kantonalen Heilmittelgesetzgebung, die Kontrolle der zur Abgabe von Heilmitteln an das 
Publikum berechtigten Stellen (Betriebsbewilligungen, Inspektionen von Räumlichkeiten 
etc.), die Kontrolle der Betriebe, die zur Herstellung von oder zum Grosshandel mit 
Heilmitteln berechtigt sind, und die Beratung der kantonalen Behörden zu seinen 
Hauptaufgabengebieten. Administrativer Vorgesetzter war der Leiter Medizinalamt. Als 
fachliche Stellvertretung war die Heilmittelkontrolle Zürich eingesetzt. Per 1. Januar 2014 
wurde er zum Abteilungsleiter Heilmittelkontrolle im Medizinalamt ernannt. Per 1. Januar 
2019 wurde sein bisheriges Arbeitspensum auf eigenen Wunsch von 100 % auf 80 % 
reduziert und F.________ als dessen Stellvertreterin bestimmt (vgl. Akten des 
Personaldossiers A.________ der Gesundheitsdirektion, nachfolgend GD-act. bezeichnet, 
hier GD-act. 32). Gleichzeitig wurde er in eine höhere Gehaltsklasse befördert. Am 31. 
August 2020 wurde er fristlos entlassen. Am 3. Oktober 2020 bewarb er sich bei seinem 

16

Urteil V 2020 51

ehemaligen Vorgesetzten Dr. med. D.________ beim Amt für Gesundheit wieder für seine 
Stelle, die mit Ausnahme der Abteilungsleitung wieder ausgeschrieben war. Als Motivation 
gab er an, er habe sich "Sorgen gemacht, wie es mit der Kantonalen Heilmittelkontrolle 
Zug weitergeht, nachdem die Korrekturen der Inspektionsberichte und der Briefe seiner 
Untergebenen jeweils sehr viel Zeit beansprucht hatten und ihnen auch sonst oft Fehler 
unterlaufen waren". Er habe es bedauert, dass die Direktion des Innern sein Dossier 
übernommen habe, da Dr. D.________ in seiner Funktion jeweils sehr verständnisvoll und 
besonnen reagiert habe. Die Angelegenheit wäre anders herausgekommen, wenn der 
Kantonsarzt das Mandat zur Lösung erhalten hätte. Er freue sich auf die Zusammenarbeit. 
Er schloss seine Bewerbung mit der Frage, ob sie beide gemeinsam für die Gerechtigkeit 
und das Wohl der Bevölkerung kämpfen würden.

5.2 In den Mitarbeiterbeurteilungen (MAB) der Jahre 2015 bis September 2019 
wurden seine Leistungen gesamthaft als gut bezeichnet. In der verbalen 
Gesamtbeurteilung wurden praktisch immer seine hohe Sorgfalt und sein ausgeprägtes 
Pflichtbewusstsein besonders vermerkt (z.B. MAB betr. September 2018 bis September 
2019, GD-act. 8). In persönlicher Hinsicht wurde er regelmässig aufgefordert, seine Ferien 
zu beziehen und den Ausgleich zur Arbeit zu pflegen. Generell lässt sich den 
Beurteilungen entnehmen, dass der Beschwerdeführer in seiner Bereitschaft zu 
Leistungen und Ansprüchen eher gebremst werden musste (vgl. beispielhaft MAB per 
2017 (…), GD-act. 10). Ebenfalls in den Akten finden sich insbesondere von 
Grosshandelsbetrieben viele lobende Rückmeldungen betreffend seine Arbeit. Anderseits 
lässt sich auch entnehmen, dass mit dem Detailhandel offenbar Probleme bestanden. Im 
Newsletter der Ärztegesellschaft vom Dezember 2015 ist notiert, dass die Probleme bei 
der Inspektion durch den kantonalen Arzneimittelinspektor zu vielen Klagen seitens der 
Mitglieder geführt hätten. Der Vorstand habe sich intensiv mit diesem Problemfeld 
beschäftigt und in diversen Gesprächen mit ihm versucht, einen Konsens zur vernünftigen 
Zusammenarbeit zu finden (GD-act. 15). Weiters wurde er am 22. Februar 2016 mit der 
mildesten aller personalrechtlichen Massnahmen schriftlich ermahnt, weil er im Bericht 
über die heilmittelrechtliche Inspektion der Klinik G.________ seine Kompetenzen als 
Heilmittelinspektor überschritten habe, die Klinikleitung mit unbelegten Mutmassungen 
unbegründet in ein schlechtes Licht gestellt habe und mit seinem Vorgehen das 
Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Rechtssubjekt untergrabe (GD-act. 13). 
Betreffend Zeitraum Oktober 2017 bis Oktober 2018 wurde als Leistungsziel eine zeitliche 
und inhaltliche Vereinfachung der Detailhandelsinspektion festgelegt, was gemäss MAB-
Gespräch vom 21. September 2018 auf gutem Weg sei (GD-act. 9). Im MAB betreffend 

17

Urteil V 2020 51

Zeitraum September 2018 bis September 2019 (GD-act. 8) wurde dann vermerkt, dass 
sich sein Verhältnis zum Detailhandel (Inspektion) deutlich beruhigt habe. Als 
Leistungsziel wurde festgehalten, dass die neue HMK-Stellvertreterin in das breite 
Spektrum der Detailhandelsinspektion eingeführt und eingesetzt sei. Per September 2019 
bis September 2020 wurde u.a. der effiziente Einsatz der HI-Stellvertreterin formuliert (GD-
act. 07). 

5.3
5.3.1 Dr. med. E.________ betrieb seit Jahrzehnten eine Arztpraxis in H.________. 
Dabei hatte er die Bewilligung zur Führung einer betrieblichen Privatapotheke. Am 
zz.zz.zzzz wurde die Praxis I.________ in H.________, zwecks Führung einer 
Gemeinschaftspraxis mit breitem medizinischen Beratungs- und Behandlungsangebot 
gegründet. Am 20. Juli 2020 erteilte F.________, stellvertretende Heilmittelinspektorin, der 
Praxis I.________ die Bewilligung zum Führen der Privatapotheke am Standort in 
H.________, ad interim vom 1. Juli 2020 bis 31. Oktober 2020. Grund für diese 
ausserordentliche Bewilligung war, dass zwar bereits Abrechnungen getätigt wurden über 
die Praxis I.________, deren Leiter Dr. med. E.________ ist, aber die neuen 
Praxisräumlichkeiten noch nicht eröffnet waren. Am gleichen Tag teilte der 
Beschwerdeführer seiner Stellvertreterin mit, dass sie der Praxis I.________ für diese 
Bewilligung noch eine Gebühr in Rechnung stellen müsse (vgl. Akten der 
Beschwerdegegnerin, Bg-act. 4).

Im Zusammenhang mit einem von einer Ärztin (…) Mitte Juli 2020 verhinderten Eintritt 
einer betagten Frau in ein Alters- und Pflegeheim entstand daraus ein Konflikt, in welchen 
Dr. E.________ eine Beteiligung von A.________ ins Spiel brachte und dies am 15. Juli 
2020 dem Kantonsarzt anzeigte (Bg-act. 2). Dr. E.________ äusserte zudem den Vorwurf, 
dass diese Ärztin bevorzugt mit einer Medikamentenerlaubnis praktizieren dürfe, sie selber 
sich mit dem (…) Netzwerk brüste, während der Praxis "I.________" mit allen optimierten 
Abläufen seit Monaten auf eine solche Erlaubnis warte. Aufgrund dieser Vorgänge, deren 
Verlauf nicht in den Akten ist, hielt der Kantonsarzt gegenüber dem Gesundheitsdirektor 
auf dessen Anfrage betreffend Kompetenzverteilung fest, dass grundsätzlich nur noch die 
stellvertretende Heilmittelinspektorin für die Arztpraxen zuständig sei, dass aber gewisse 
Korrespondenz noch teilweise über A.________ laufe.

5.3.2 Am Sonntag, 26. Juli 2020, 14:48 Uhr, während seiner Ferien, teilte der 
Beschwerdeführer den beiden Ärzten J.________ und E.________ mit Kopien u.a. an den 

18

Urteil V 2020 51

Gesundheitsdirektor C.________ und den Kantonsarzt Dr. D.________ mit, dass die von 
Frau F.________ erteilte Interims-Bewilligung gemäss den Bestimmungen der 
Heilmittelverordnung widerrechtlich erteilt und damit ungültig sei. Er verlange von ihnen bis 
31. Juli 2020 die Einreichung der aktuellen Pläne aller Praxisräumlichkeiten in H.________ 
samt Zweckbezeichnungen der Räume. Sie (damit wohl die verantwortlichen Personen 
der Heilmittelkontrolle gemeint) beabsichtigten die möglichst baldige Vornahme der 
Praxisinspektion, vorzugsweise am 29. oder 30. Juli 2020. In Beantwortung dieses Mails 
äusserte am gleichen Abend Dr. E.________ sein Befremden über dieses Vorgehen. 
Seine Bewilligungen lägen seit Jahrzehnten vor und die Praxis sei bekannt. Ebenso sei 
das Gesundheitsamt über die neuen Räumlichkeiten informiert, welche besichtigt werden 
könnten, sobald der Umbau vollendet sei. Der Termin im September sei bereits 
abgemacht. Es sei unsinnig, die sofortige Einsendung von Plänen einer 30 Jahre alten 
Praxis einzufordern, die bekanntlich nur noch bis 30. September 2020 betrieben werde, 
und mitten in den Ferien, wenn seine Praxis als einzige in K.________ geöffnet sei, eine 
Inspektion innert vier Tagen anzusetzen. Auf das Mail des Gesundheitsdirektors an den 
Kantonsarzt, worin dieser auf die Zuständigkeit von F.________ verwies und wünschte, 
dass A.________ das Dossier E.________ entzogen werde, hielt Dr. D.________ 
gegenüber seinem Vorgesetzten fest, dass auch er vom Vorgehen von A.________ 
überrascht worden sei, zumal dessen Stellvertreterin zuständig sei. Im Übrigen sei die von 
F.________ erteilte Bewilligung nicht illegal; sie sei mit ihm, dem Kantonsarzt so 
abgesprochen worden. Sie hätten das für eine vernünftige Lösung für die kurze 
Übergangszeit ohne immensen bürokratischen Aufwand erachtet. Notabene habe sich 
Dr. E.________ schon vor Wochen im Hinblick auf die Apotheke für die neue Praxis bei 
der HMK gemeldet, sei dann aber letztlich hängen geblieben. Am selben Abend noch, 
26. Juli 2020, 20:43 Uhr, teilte Regierungsrat C.________ A.________ mit, dass er nicht 
akzeptiere, dass er solche Mails an einem Sonntagnachmittag versende. Solches Handeln 
entspreche nicht dem Umgang, den er von seinen Mitarbeitern mit Externen erwarte. Dies 
wiederum provozierte A.________ um 21:28 Uhr zur Antwort an den Gesundheitsdirektor, 
dass er verpflichtet sei, Fehler seiner Untergebenen zu korrigieren. Das Wohl des Kantons 
Zug sei ihm wichtiger als seine Ferien. Um 21:52 Uhr schlug A.________ Dr. E.________ 
den Donnerstagnachmittag, 30. Juli 2020, als Inspektionstermin vor.

Nach einem weiteren Schriftwechsel, in welchem Dr. E.________ sein Unverständnis für 
die plötzliche Eile und die Desavouierung der Stellvertreterin durch A.________ 
bekanntgab, hielt dieser mit Mail vom 27. Juli 2020, 10:25 Uhr, am Inspektionstermin von 
Donnerstag, 30. Juli, 08:30 Uhr, fest. Diesen Termin lehnte Dr. E.________ gleichentags 

19

Urteil V 2020 51

ab, da er seit Jahr und Tag am Donnerstagmorgen jeweils Hausbesuche in den 
Altersheimen mache, er bestätige aber unter Protest den Termin vom 
Donnerstagnachmittag.

Am Mittwoch, 29. Juli 2020, 18:18 Uhr, fragte A.________ den Kantonsarzt und den 
Gesundheitsdirektor, weshalb sie ihm die Durchführung einer routinemässigen, gesetzlich 
vorgeschriebenen Inspektion bei Dr. E.________ verböten und warum er, der für den 
Vollzug der Heilmittel- und Betäubungsmittelgesetzgebung im Kanton Zug verantwortlich 
sei, nicht unterstützt werde. Sei dies so zu verstehen, dass sie von Dr. E.________ in 
irgendeiner Weise abhängig seien? Der Kantonsarzt habe sogar veranlasst, dass er bei 
der Inspektion keine polizeiliche Unterstützung erhalte, obwohl er von Dr. E.________ 
bedroht worden sei. Trotz all dieser Widrigkeiten werde er die Inspektion zum Wohl und 
Gut des Kantons und gegen alle Korruption durchführen. Um 18:40 Uhr schrieb Dr. 
D.________ an A.________, dass er ihn mehrfach auf verschiedenen Wegen erfolglos zu 
erreichen versucht habe. Er weise den Vorwurf der Abhängigkeit von Dr. E.________ in 
aller Form zurück. Korruptionsvorwürfe seien auf dem strafrechtlichen Weg zu klären und 
seien nicht Sache des Heilmittelinspektors. Eine heilmittelrechtliche Inspektion der Praxis 
von Dr. E.________, welche seines Wissens all die vergangenen Jahre nicht durchgeführt 
worden sei, mache wenige Monate vor der Überführung in einen neuen Betrieb keinen 
Sinn und sei schlicht nicht nachvollziehbar. Darum ordne er ausdrücklich an, dass die 
heilmittelrechtliche Inspektion nur mit ausdrücklicher Bewilligung der Gesundheitsdirektion 
zu erfolgen habe (vgl. zum Ganzen Bg-act. 2: Zusammenstellung E-Mail-Verkehr).

Am 30. Juli 2020 erhob der Beschwerdeführer auch namens des Amtes für Gesundheit bei 
der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Strafanzeige gegen den Regierungsrat 
C.________, den Kantonsarzt Dr. D.________ und gegen Dr. E.________, da diese 
mutmasslich gegen Art. 181 in Verbindung mit Art.  286 StGB verstossen hätten. Er 
beantragte dabei auch die baldmöglichste Hausdurchsuchung in der Praxis von Dr. 
E.________ (vgl. Bg-act. 3b). Via E-Mail informierte er die drei von ihm Angeschuldigten 
über sein Vorgehen. Ebenfalls mit Mail an die Beteiligten hielt Dr. E.________ fest, dass 
er dem Heilmittelinspektor Zugang gewährt habe, dass dieser aber vor Zeugen 
(Ärztepräsident, Angestellte und Patienten) erklärt habe, er habe die Inspektion abgesagt 
und werde sie später durchführen. Eine Anzeige wegen Verhinderung einer Amtshandlung 
erfolge somit wider besseres Wissen und sei missbräuchlich (vgl. Bg-act. 2, ebenfalls in 
Akten Dossier Direktion des Innern, nachfolgend DI-act. bezeichnet, hier DI-act. 02) 

20

Urteil V 2020 51

Die Generalsekretärin der Gesundheitsdirektion hielt in einer Aktennotiz vom 31. Juli 2020 
die Vorgänge betreffend die nicht durchgeführte Inspektion vom 30. Juli 2020 fest (vgl. Bg-
act. 5 sowie DI-act. 2) und fasste darin das mit dem Beschwerdeführer anschliessend 
geführte Gespräch zusammen. Demzufolge habe er beklagt, dass er das Vertrauen zu 
seinem Vorgesetzten und dem Gesundheitsdirektor verloren habe, da sie ihn nicht 
unterstützt hätten. Weiter habe er sich generell über die mangelnde Sorgfalt der 
stellvertretenden Heilmittelinspektorin beklagt, über deren Fehler er immer grosszügig 
hinweggesehen habe. Letzthin habe er aber einen gravierenden Fehler entdeckt; er wolle 
die hohe Qualität der Heilmittelkontrolle in Zug aufrechterhalten, was mit seiner 
Stellvertreterin nicht möglich sei. Deshalb habe er jetzt eingreifen müssen. Die mangelnde 
Qualität der Arbeit seiner Stellvertreterin habe er mit seinem Vorgesetzten noch nie 
besprochen. Er vermute jedoch, dass sie von ihrem Vorgesetzten gedeckt werde und 
überhaupt nur wegen ihrer Verbindungen zum Gesundheitsdirektor eingestellt worden sei. 
Er sei in den vergangenen Jahren in seiner amtlichen Tätigkeit immer mehr 
zurückgebunden worden, obwohl er ausgezeichnete Arbeit leiste. Das sei frustrierend und 
er wolle demonstrieren, dass er seine Arbeit zum Wohl des Kantons auch gegen 
Widerstände mache. Dem Vorschlag, ein zeitnahes Gespräch am gleichen Tag mit dem 
Gesundheitsdirektor zu führen, habe er zugestimmt, sei dann aber nicht mehr erreichbar 
gewesen und habe auf den Terminvorschlag am gleichen Abend um 17:00 Uhr nicht mehr 
reagiert, sondern nachmittags nur noch über seine Strafanzeige informiert.

5.3.3 Am 31. Juli 2020 wies der Kantonsarzt A.________ an, seine vom 13. Juli bis 
14. August 2020 dauernden Ferien zu beziehen, während dieser Zeit nicht zu arbeiten und 
insbesondere keine Inspektionen mehr durchzuführen. Es sei nicht akzeptabel, dass er 
entgegen den ausdrücklichen Weisungen handle. Am 3. August (evtl. vordatiert am 
Sonntag 2. August) 2020 unterschrieb A.________ eine Betriebsbewilligung für eine 
Apotheke (vgl. Bg-act. 5 sowie GD-act. 02).

5.3.4 Am 6. August 2020 (mitgeteilt per Mail und per Postversand, zugestellt am 
7. August, DI-act. 04a und 04b) lud die Direktion des Innern den Beschwerdeführer zu 
einem Gespräch zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs ein, da aufgrund der 
geschilderten Ereignisse personalrechtliche Massnahmen geprüft würden, so namentlich 
eine (vorsorgliche) Freistellung, die förmliche Erteilung eines Verweises oder die 
Androhung einer Entlassung. Allenfalls könne auch eine einvernehmliche Auflösung des 
Dienstverhältnisses in Betracht gezogen werden (DI-act. 04). Als Gesprächstermin wurde 
der 12. August 2020, 14:00 bis 16:00 Uhr, bestimmt. Er wurde auch auf die Möglichkeit 

21

Urteil V 2020 51

hingewiesen, sich schriftlich zu äussern, sofern er den Gesprächstermin nicht 
wahrnehmen wolle. 

5.3.5 Am 7. August 2020 führte der Beschwerdeführer die Heilmittelkontrolle in der 
Praxis von Dr. E.________ durch. Gleichentags reichte er gegen den Arzt eine 
Strafanzeige wegen Übertretung von Bestimmungen der Heilmittel-, Betäubungsmittel- 
und Gesundheitsgesetzgebung ein und verwies auf 21 aufgelistete Mängel, welche in 
Kombination die Gesundheit von Patienten gefährdeten. Schwer wögen diese Mängel u.a., 
weil der Praxiszustand schon seit Jahren bekannt sei. Es sollte ein Verfahren zum Entzug 
der Privatapothekenbewilligung eingeleitet werden, was jedoch am Widerstand der 
Gesundheitsdirektion scheitern dürfte. Es sei auch zu befürchten, dass die angetroffenen 
Mängel auch in der neuen Praxis, die Dr. E.________ eröffnen wolle, weiterbestünden (DI-
act. 06). Daraufhin wurde er mit Verfügung vom gleichen Tag vom Sekretariat der 
Direktion des Innern vorsorglich freigestellt (DI-act. 05), was von der Direktion des Innern 
am 11. August 2020 bestätigt wurde (DI-act. 09).

5.3.6 Am 9. August 2020 wandte sich der Beschwerdeführer an die übrigen 
Regierungsräte und bat sie um ihre Hilfe. Der Gesundheitsdirektor und der Kantonsarzt 
hätten seinen Zugang zum kantonalen Intranet und seinem Dienstmobile gesperrt sowie 
seine kantonale E-Mail-Adresse gelöscht. Dies, weil er sich erlaubt habe, eine Inspektion 
bei deren Freund durchzuführen, welche eine Schliessung der Arztpraxis zur Folge hätte 
haben können. Mit den Sperrungen hätten sie verhindern wollen, dass die Wahrheit publik 
werde. Er sei überzeugt, dass der Regierungsrat für die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands sorgen und mit ihm zusammen für das Wohl des Kantons 
kämpfen werde (DI-act. 06). Über diese Vorgänge und auch die beiden Strafanzeigen – 
unter Bekanntgabe des Namens des Arztes – informierte A.________ auch diverse 
Medien (vgl. DI-act. 06: Orientierungskopien mit Anhängen an Zeitungen und SRF sowie 
an die Heilmittelkontrolle des Kantons Zürich; DI-act.  07 und 08: Pressemitteilungen der 
Luzerner Zeitung vom 11. August 2021 und Tele 1). 

5.3.7 Am 11. resp. 12. August 2020 verlangte der Beschwerdeführer die Entsperrung 
seiner IT-Zugänge und seines Diensttelefons. Er habe am 18. August 2020 eine 
Inspektion im Auftrag der Swissmedic durchzuführen, für deren Vorbereitung er Zugang zu 
seinem Büro und den elektronischen Mitteln brauche. Ihm wurde daraufhin mitgeteilt, dass 
infolge seiner Freistellung die Zugänge gesperrt blieben bis die personalrechtlichen 
Fragen geklärt seien. Da er den Gesprächstermin nicht bestätigt habe, könne er sich 

22

Urteil V 2020 51

schriftlich vernehmen lassen (DI-act. 10). In der Folge ersuchte er um (elektronische) 
Zustellung der Akten an seine private Adresse. Die Möglichkeit der Akteneinsicht am 
Montag, 17. August 2020, in den Räumlichkeiten des Personalamtes lehnte er ab (DI-
act. 11). 

5.3.8 Mit Schreiben vom 13. August 2020 an den Beschwerdeführer fasste die 
Generalsekretärin diese Geschehnisse ausführlich zusammen und ersuchte ihn um eine 
schriftliche Stellungnahme zum Sachverhalt, zu den Vorhalten, zur vorsorglichen 
Freistellung und zu einer allfälligen fristlosen Entlassung. Dabei stellte sie zwölf explizite 
Fragen zur Klärung der Vorfälle, um deren Beantwortung sie bis spätestens 21. August 
2020 bat (Bg-act. 8 sowie DI-act. 12). 

5.3.9 Mit Mail vom 26. August 2020 an den Beschwerdeführer hielt die 
Generalsekretärin fest, dass das Schreiben vom 13. August 2020 betreffend Gewährung 
des rechtlichen Gehörs der Direktion als "nicht abgeholt" retourniert worden sei. Da es ihm 
aber auch zusammen mit den übrigen Akten am 19. August 2020 elektronisch zugestellt 
worden sei, werde ihm eine letzte Nachfrist zur Stellungnahme bis zum 28. August 2020, 
12:00 Uhr gewährt. Treffe von ihm keine Eingabe ein, gehe sie davon aus, dass er auf das 
Einreichen einer Stellungnahme verzichte (Bg-act. 9 sowie DI-act. 13). Der 
Beschwerdeführer liess sich auch in der Folge nicht vernehmen. 

6.
6.1 Vorab lässt sich feststellen, dass die fristlose Entlassung in verfahrensrechtlicher 
Hinsicht überhaupt nicht zu beanstanden ist. Wie oben dargelegt, muss bei öffentlich-
rechtlichen Dienstverhältnissen auch in Fällen der vom Arbeitgeber geltend gemachten 
Unzumutbarkeit der Fortführung des Vertrages immer das rechtliche Gehör gewährt 
werden, was zwangsläufig Zeit in Anspruch nimmt. Dem Beschwerdeführer wurde in 
Nachachtung dieser öffentlich-rechtlichen Pflicht Gelegenheit zur Stellungnahme zu den 
vorgesehenen Massnahmen gegeben. Es wäre von einem Angestellten seines 
Bildungsstandes zu erwarten gewesen, dass er spätestens nach seiner vorsorglichen 
Freistellung vom 7. August resp. 11. August 2020 sich auf die angebotenen persönlichen 
Gespräche hätte einlassen können und sich sowie sein Verhalten persönlich erklärt hätte. 
Diesen Angeboten hat er sich konstant verweigert. Die schlussendlich am 31. August 2020 
ausgesprochene fristlose Entlassung erfolgte somit zeitgerecht. Der Arbeitgeber hat die 
ihm obliegenden Verfahrensvorschriften eingehalten und dem Beschwerdeführer deutlich 
und klar die Beweggründe für die personalrechtlichen Massnahmen offengelegt. Eine 

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Missbräuchlichkeit der Kündigung aus formellen Gründen ist weder für den Fall der 
fristlosen noch der ordentlichen Entlassung gegeben.

6.2 In Würdigung dieser durch Akten belegten Geschehnisse ist die fristlose 
Entlassung aber auch in sachlicher Hinsicht klar gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer irrt, 
wenn er meint, dass er bloss dem Gesamtregierungsrat verpflichtet gewesen wäre resp. 
nur von ihm Weisungen hätte entgegennehmen müssen. Seine Ansicht, seine 
Kompetenzen hätten vom Regierungsrat auf dem Verordnungsweg bestimmt resp. 
angepasst werden müssen, mutet eher abenteuerlich an. Die Unterstellungsverhältnisse 
im Amt für Gesundheit sind klar; der Kantonsarzt war sein unmittelbarer Vorgesetzter, 
weshalb er dessen Weisungen zu folgen hatte. Dies hat er offensichtlich unterlassen und 
sich um dessen Anordnungen komplett foutiert. Eine Weisung, dass er den Detailhandel 
nicht mehr selber zu prüfen habe, sondern nur für den Grosshandel zuständig sei, liegt 
zwar in dieser expliziten Form nicht vor, hingegen ergibt sich diese unmissverständlich aus 
den zwischen seinem Vorgesetzten und ihm bestimmten Zielvereinbarungen der letzten 
Jahre. Demgemäss war Meinung, dass der Detailhandel vornehmlich von seiner 
Stellvertreterin zu bearbeiten war. 

Der Beschwerdeführer wurde von seinem Vorgesetzten schriftlich, klar und 
unmissverständlich angewiesen, seine Ferien zu beziehen und während dieser Zeit keine 
Arbeiten, insbesondere keine Inspektionen im Detailhandel, zu tätigen. Dieser Anordnung 
widersetzte er sich. Wenn er geltend macht, ein Kadermitarbeiter müsse auch in den 
Ferien immer einsatzbereit sein, mag dies bei gegebenen Voraussetzungen — 
unaufschiebbare Geschäfte, grosse Dringlichkeit, Verhinderungen von konkret drohenden 
Gefahren, keine Stellvertretung usw. — wohl gegeben sein. Was er aber hier vorbrachte 
— Gefährdung der Patienten durch einen seit Jahrzehnten in H.________ praktizierenden 
Arzt — ist nicht im Geringsten nachvollziehbar. Sein eifriges Vorgehen erweckt den 
Eindruck, als ob er mit diesem Arzt aus irgendwelchen Gründen eine private Fehde hätte 
ausfechten wollen — unter Einsatz seiner amtlichen Macht und Missachtung aller 
Weisungen. Zu keinem Zeitpunkt brachte er auch nur irgendeinen Grund vor, weshalb 
eine seit vielen Jahren funktionierende Praxis, die in nur wenigen Monaten in neuer 
Gesellschaftsform in neue Räumlichkeiten überführt werden sollte, innert apodiktisch 
angesetzten vier Tagen umfassend inspiziert werden sollte. Dass er in diesem 
Zusammenhang gegenüber der Generalsekretärin seine Stellvertreterin in nicht 
akzeptabler Weise desavouierte (ihre fehlende Kompetenz, Verbandelung mit dem 
Gesundheitsdirektor usw.), ergibt das Bild einer uneinsichtigen, anmassenden Haltung. 

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Unbestritten ist, dass er selber an sich hohe Fachkompetenz und Pflichtbewusstsein 
besitzt und dass er von "Kunden" der Gesundheitsdirektion durchaus auch Wertschätzung 
erfuhr, ansonsten sein Arbeitsverhältnis wohl nicht so lange gedauert hätte und er nicht 
befördert worden wäre. Allerdings wurde auch regelmässig sein offenbar rauer, brüsker 
Umgangston moniert. Mit den Strafanzeigen gegenüber seinen Vorgesetzten und dem 
Arzt sowie mit der Bekanntgabe an die Medien, deren Urheberschaft er nicht ernsthaft 
bestreiten kann, hat er eine Linie überschritten, die das Vertrauensverhältnis nachhaltend 
und dauernd erschütterte. Als Mitarbeiter im oberen Kader hätte er das korrekte Vorgehen 
bei vermuteten Missständen kennen müssen oder er hätte sich vorab an den 
Gesamtregierungsrat wenden können, den er nach eigener Darlegung immerhin als 
Vorgesetzten akzeptierte. Dass er sich mit seinem Gang an die Medien mutmasslich auch 
einer Amtsgeheimnisverletzung schuldig gemacht hat, muss hier nicht vertieft geklärt 
werden. Wie er seinem Arbeitgeber in diesem Zusammenhang im Nachgang vorwerfen 
kann, er hätte deeskalierende Massnahmen suchen und anwenden müssen, ist nicht 
verständlich. Dass er sich nach der fristlosen Entlassung wieder um seine Stelle bewarb 
und dabei die hohe Kompetenz seines Vorgesetzten lobte, welchen er gleichzeitig der 
Begünstigung und Korruption verdächtigte, lässt doch auf eine gewisse Realitätsferne des 
Beschwerdeführers schliessen, der sich offenbar der Wirkungen und Bedeutungen seines 
Handelns nicht bewusst war. Sein Vorbringen, seine Bewerbung gründe auf seinem 
Anliegen für das Patientenwohl und das Wohl des Kantons Zug, zeigt eine gewisse 
Selbstüberschätzung betreffend die eigene Unentbehrlichkeit. Aufgrund seiner hohen 
Funktion innerhalb der Gesundheitsdirektion muss sein uneinsichtiges Vorgehen und 
seine Haltung gegenüber Vorgesetzten und seiner Stellvertreterin insgesamt als 
beispiellos und unerträglich qualifiziert werden. Eine Weiterführung des 
Arbeitsverhältnisses mit einer ordentlichen Kündigungsfrist von immerhin noch vier 
Monaten (vgl. § 10 Abs. 1 mit Verweis auf § 9 Abs. 2 lit. b PG) war daher nicht mehr 
zumutbar und seine fristlose Entlassung somit gerechtfertigt. Bei dieser Beurteilung 
erübrigt sich selbstredend die Prüfung einer missbräuchlichen Kündigung oder der Frage, 
ob weniger weit gehende Massnahmen genügt hätten.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde – soweit darauf eingetreten 
werden kann – als unbegründet abgewiesen werden muss. Verfahren im öffentlichen 
Personalrecht sind bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.– kostenlos (§ 70 Abs. 4 PG). 
Der Beschwerdeführer beantragte eine Entschädigung von neun Monatsgehältern. Im Jahr 
2019 betrug sein Lohn für sein 80%-Pensum Fr. x.________ resp. monatlich 
Fr. x.________. (vgl. GD-act. 33), womit der Streitwert auch ohne die von ihm verlangten 

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und unbezifferten Entschädigungen und Genugtuungsbeträge weit über Fr. 90'000.– liegt. 
Das Verfahren ist deshalb kostenpflichtig. Der Beschwerdeführer, der vor dem 
Verwaltungsgericht vollständig unterliegt, hat somit die Verfahrenskosten zu tragen (§ 23 
Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig. Gemäss § 1 Abs. 2 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht (BGS 162.12) werden die Kosten nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand 
des Gerichtes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Streitwert 
oder den sonstigen Interessen der Parteien an der Beurteilung der Angelegenheit 
festgesetzt (vgl. dazu die vom Verwaltungsgericht publizierten Richtlinien für die 
Festlegung der Gerichtskosten vom 25. Oktober 2017). In Nachachtung dieser Richtlinien 
werden die Gerichtskosten auf Fr. 5'000.– festgesetzt und mit dem in gleicher Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Ausrichtung einer Parteientschädigung ist bei 
diesem Verfahrensausgang nicht geschuldet. Den in ihrem Wirkungskreis amtenden 
Behörden wird gemäss § 28 Abs. 2a VRG keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Spruchgebühr von Fr. 5'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt und mit 
dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel) und an die 
Direktion des Innern des Kantons Zug (dreifach) und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 23. August 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am