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**Case Identifier:** 009ad2d3-f401-5c1b-b1a9-30b9d606eeeb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.09.2019 200 2019 510
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-510_2019-09-04.pdf

## Full Text

200 19 510 IV
JAP/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 4. September 2019

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. Mai 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2019, IV/2019/510, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1976 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 14. Dezember 2016 unter Hinweis auf einen am 2. Mai 
2016 erlittenen Unfall bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 3). Im Rahmen 
der erwerblichen und medizinischen Abklärungen edierte die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) insbesondere das vom zuständigen Un-
fallversicherer C.________ veranlasste orthopädische Gutachten vom 
30. August 2018 (AB 89.2). Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD; AB 98-100) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 4. März 
2019 (AB 106) die Zusprache einer vom 1. Juni 2017 bis 30. November 
2018 befristeten ganzen Rente bzw. das Verneinen eines Rentenan-
spruchs für die Zeit danach in Aussicht. Auf dagegen erhobenen Einwand 
der Versicherten hin (AB 111, 114), empfahl der RAD die Einholung eines 
polydisziplinären Gutachtens (AB 115-117). Am 11. April 2019 informierte 
die IVB darüber, dass sie eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung 
für notwendig erachte (AB 118), wobei sie am 16. Mai 2019 unter Nennung 
der beteiligten Fachärzte bekanntgab, dass die Expertise bei der MEDAS 
D.________ erfolgen werde (AB 127). Damit zeigte sich die Versicherte am 
27. Mai 2019 nicht einverstanden (AB 128), woraufhin die IVB mit Verfü-
gung vom 29. Mai 2019 (AB 129) am geplanten Vorgehen festhielt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 24. Juni 2019 Beschwerde. Sie lässt die folgenden Anträge stellen:

• Die angefochtene Verfügung vom 29. Mai 2019 sei aufzuheben und die 
Sache sei an die IV-Stelle zurückzuweisen, mit den Weisungen zu prü-
fen, ob die MEDAS D.________ über einen in dieser Sache geforderten 
Schulterspezialisten verfügt, und der Beschwerdeführerin sei anschlies-
send das rechtliche Gehör zu gewähren.

• Eventuell: Die angefochtene Verfügung vom 29. Mai 2019 sei aufzuhe-
ben und die Sache zur weiteren Abklärung an eine der folgenden ME-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2019, IV/2019/510, Seite 3

DAS zu überweisen: E.________, F.________ oder MEDAS 
G.________, dies soweit diese MEDAS über einen in dieser Sache ge-
forderten Schulter-spezialisten verfügen.

• Subeventuell: Die fachliche und fallbezogene Eignung von Dr. med. 
H.________, Orthopäde der MEDAS D.________, sei gerichtlich abzu-
klären, insbesondere ob er seine Tätigkeit auf Schulterpathologie aus-
gerichtet hat und ob er über ausreichende fachliche Erfahrungen und 
Detailkenntnisse verfügt (Nachweis case load / selbständige operative 
Tätigkeit).

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2019 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, es sei festzustellen, dass vorliegend keine Begutachtung notwendig 
sei, eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide.

Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]); solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. 
Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für das erstinstanzliche Beschwer-
deverfahren in IV-Angelegenheiten zu bejahen, womit die entsprechende 
Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen rechtlicher 
und tatsächlicher Natur angefochten werden kann (BGE 138 V 271 E. 1.2.1 
S. 275 und E. 1.2.3 S. 276, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Zwischenverfügung vom 29. Mai 2019 (AB 129). 
Streitig und zu prüfen ist die Zulässigkeit der angeordneten Begutachtung 
bei der MEDAS D.________. 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin vorab eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs geltend, indem sie beanstandet, dass die 
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung (AB 129) nicht auf 
die im Rahmen des Schreibens vom 27. Mai 2019 (AB 128) vorgebrachten 
Argumente eingegangen sei (Beschwerde S. 5-6 Ziff. 3 und 4.1).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Die Begründungspflicht ist wesentli-
cher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 
Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen 
Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung ge-

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gebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl 
die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Trag-
weite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies 
bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständli-
chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 
muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-
sichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a 
S. 181; SVR 2017 KV Nr. 6 S. 30 E. 5).

2.3 Die angefochtene Verfügung (AB 129) erweist sich als hinlänglich 
begründet. Die Beschwerdegegnerin legte dar, weshalb sie am Vorgehen 
bzw. an der Begutachtung durch die MEDAS D.________ festhält. Nament-
lich hat sie auf die Einwendungen vom 27. Mai 2019 (AB 128) und dabei 
insbesondere zur geltend gemachten Unzumutbarkeit der Anreise und vor-
gebrachten fehlenden Transparenz hinsichtlich Kompetenz und Erfahrung 
der Fachärzte in sachgerechter Weise Bezug genommen. Damit hat die 
Beschwerdegegnerin die wesentlichen Überlegungen genannt, von denen 
sie sich leiten liess und auf welche sie ihre Verfügung stützte (vgl. E. 2.2 
hiervor). Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich so-
mit als unbegründet. Im Übrigen wäre eine (leichte) Verletzung des rechtli-
chen Gehörs jedenfalls im vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt, da 
die Beschwerdeführerin ihre Rügen uneingeschränkt vortragen konnte und 
das Gericht volle Kognition hat (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 
126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

3.

3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

3.3 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Um-fang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidis-
ziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen 
der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung 
der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) 
personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140V 507 E. 3.1 S. 510, 
139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 
S. 257).

3.4 Die Gutachterwahl bei polydisziplinären Gutachten hat immer nach 
dem Zufallsprinzip zu erfolgen. Für eine einvernehmliche Benennung der 
Experten bleibt kein Raum (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510 und E. 3.2.1 
S. 511). Im Falle stichhaltiger Einwendungen gegen bezeichnete Sachver-
ständige ist die Zufallszuweisung allenfalls zu wiederholen bzw. zu modifi-
zieren, indem die Beteiligten z.B. übereinkommen, an der ausgelosten 
MEDAS festzuhalten, dabei aber einen Arzt oder eine Ärztin nicht mitwirken 

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zu lassen. Bei erneuter Nichteinigkeit wird letztlich eine Zwischenverfügung 
erlassen (BGE 139 V 349 E. 5.2.1 S. 354).

4.

4.1 Im vorliegenden Verfahren ist kein Leistungsentscheid zu fällen und 
dementsprechend auch keine abschliessende Würdigung der medizini-
schen Sachlage vorzunehmen. Da die Beschwerdegegnerin indessen in 
der Beschwerdeantwort nunmehr prinzipiell die Auffassung vertritt, die von 
ihr zunächst angeordnete Begutachtung (AB 129) sei nicht notwendig, ist 
die Frage der Notwendigkeit vorab zu prüfen.

4.2 Ob das im Auftrag des Unfallversicherers erstellte orthopädische 
Gutachten von Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 30. August 2018 
(AB 89.2; vgl. dazu auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 27. Oktober 2017, IV/2017/534) den Anforderungen der final konzipier-
ten IV (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178) genügt und in Bezug auf den Zeit-
raum bis zur Exploration (5. Juni 2018 [AB 89.2/1]) beweiskräftig ist (vgl. 
zum Beweiswert eines ärztlichen Berichts BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 
134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352), kann offen bleiben. 
Denn nach der Begutachtung unterzog sich die Beschwerdeführerin am 
10. Juli 2018 im Spital K.________ einer weiteren (vgl. zuvor AB 26/8, 
47/2-3) Schulteroperation (AB 84/3-4), woraufhin Dr. med. L.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, im Bericht vom 28. September 
2018 festhielt, es sei eher zu einer Zunahme der Schmerzen gekommen 
und es sei auch noch eine Operation des Karpaltunnelsyndroms erfolgt 
(AB 90/2; vgl. auch AB 110/2, wonach am 14. August 2018 die vierte Ope-
ration erfolgt sei). Es bestehe eine persistierende 100%ige Arbeitsunfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit als … (AB 90/3); weitere medizinische Ab-
klärungen seien angezeigt (AB 90/4). Im Bericht vom 9. Januar 2019 dia-
gnostizierte Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurologie, insbesondere 
chronische Brachialgien rechts sowie zusätzlich einen Verdacht auf eine 
funktionelle Affektion des Plexus brachialis und ein resultierendes neuro-
genes Thorax-Outlet-Syndrom rechts (AB 110/7). Sie veranlasste eine MR-

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Untersuchung des Plexus brachialis (AB 110/9), anlässlich welcher die 
Nerven beidseits regelrecht dargestellt sowie keine Raumforderung, keine 
Gefässeinengung in Armabduktion und keine muskuläre Denervation fest-
gestellt wurden (AB 121/2, MR vom 18. Januar 2019). Dr. med. 
M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 28. Januar 2019 die Diagnose 
einer Neuropathie des Plexus brachialis für möglich und stellte eine erneute 
Revision des Nervus suprascapularis zur Diskussion (AB 114/27-28). Im 
Bericht vom 8. März 2019 bestätigte Dr. med. N.________, Facharzt für 
Chirurgie, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als … (AB 110/13). Er zog 
eine neurogene bzw. neuropathische Schmerzsymptomatik in Betracht und 
empfahl weiterführende Abklärungen (AB 110/14). Das am 19. März 2019 
konsultierte Zentrum O.________ in … diagnostizierte neu ein chronisches 
CRPS (AB 110/2). Aus chirurgischer Sicht verneinte es eine Verbesse-
rungsmöglichkeit und sah eine absolute Indikation zur schmerztherapeuti-
schen Behandlung in einem spezialisierten Schmerzzentrum (AB 110/3).

Bei dieser Ausgangslage erweist sich der rechtserhebliche medizinische 
Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Damit kann auf das Gutachten von 
Dr. med. J.________ vom 30. August 2018 (AB 89.2) sowie auf das von 
den RAD-Ärzten Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, und Dr. med. Q.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, erstellte Zumutbarkeitsprofil 
vom 20. Dezember 2018 (AB 98-99, vgl. auch AB 100), welches Basis des 
Vorbescheids vom 4. März 2019 (AB 106) bildete, nicht ohne weiteres ab-
gestellt werden. Massgeblich vor dem Hintergrund teilweise inkonsistenter 
Befunde und des bisherigen Verlaufs empfahlen die RAD-Ärzte am 
10. April 2019 denn auch die hier im Streit liegende polydisziplinäre Begut-
achtung (AB 116/7-8). Sodann schliesst alleine der Umstand, dass die Be-
schwerdeführerin nicht in fachärztlicher psychiatrischer Behandlung steht 
(Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. C.4, vgl. AB 90/2 Ziff. 7), die Notwendigkeit 
einer psychiatrischen Begutachtung nicht aus. Damit wurde die polydiszi-
plinäre Begutachtung zu Recht angeordnet.

4.3 Soweit die Beschwerdeführerin Einwände gegen die in Auftrag ge-
gebene Begutachtung vorbringt, kann ihr nicht gefolgt werden:

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Hinsichtlich des Antrages, die Beschwerdegegnerin habe zunächst abzu-
klären, ob die MEDAS D.________ über einen in der Sache geforderten 
Schulterspezialisten verfüge (Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren 1, vgl. 
auch S. 6 Ziff. III.4.1), ist zu beachten, dass im Rahmen der Begutachtung 
insbesondere eine orthopädische Untersuchung vorgesehen ist (AB 126/1, 
127/1). Die Orthopädie befasst sich mit Störungen der Form und Funktion 
im Bereich der Bewegungsorgane, die unter anderem den Schultergürtel 
umfasst (vgl. COTTA/PUHL, Orthopädie, 5. Aufl. 1993, S. 1 und 344-351). 
Sie ist für die Erfassung der hier zu beurteilenden Beeinträchtigungen un-
bestrittenermassen ein geeignetes medizinisches Teilgebiet. Zudem verfügt 
der für die orthopädische Expertise vorgesehene Dr. med. H.________ 
(AB 126/1, 127/1) gemäss Medizinalberuferegister (vgl. 
<www.medregom.admin.ch>) über einen in der Schweiz seit 11. August 
2009 anerkannten Weiterbildungstitel in Orthopädischer Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates. Ein solcher Facharzttitel in der 
entsprechenden medizinischen Disziplin ist für die gutachterliche Tätigkeit 
massgebend und auch ausreichend (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.3.2 S. 246; 
ERIK FURRER, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem Weg zum Ge-
richtsgutachten in der Invalidenversicherung, in: SZS 2019 S. 6). Aufgrund 
der Reglementierung des Facharzttitels lassen sich hinreichende Rück-
schlüsse auf den beruflichen Werdegang und die durchlaufene Aus- und 
Weiterbildung bis hin zum Spezialarzt ableiten (vgl. SUSANNE LEUZINGER-
NAEF, Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialversiche-
rungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: RIEMER-KAFKA/RUMO-JUNGO, Soziale 
Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Ge-
burtstag, 2010, S. 432). Hinweise, dass Dr. med. H.________ seine Wei-
terbildung vernachlässigt hätte oder nicht hinreichend qualifiziert wäre, den 
Sachverhalt in orthopädischer Sicht zu beurteilen, liegen nicht vor. Es ist 
nicht erforderlich, dass ein Gutachter in der zu beurteilenden Fachdisziplin 
über eine weitere Spezialisierung oder Zusatzqualifikation verfügt, zumal er 
jedenfalls auch kompetent wäre, gegebenenfalls einen über seine eigene 
Fachkompetenz hinausgehenden Abklärungsbedarf zu erkennen (vgl. hier-
zu u.a. auch Entscheide des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 
8C_820/2016, E. 5.5, und 20. April 2016, 9C_753/2015, E. 3.3, wonach die 
Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärungen im Ermessen 
der Gutachter liegt). Zudem war die Beschwerdegegnerin auch nicht ver-

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pflichtet, mit der Nennung der Namen und der ärztlichen Spezialisierung 
der vorgesehenen Gutachter (AB 126/1, 127/1) auf deren beruflichen Wer-
degang oder Aus- und Weiterbildungstitel hinzuweisen (UELI KIESER, Kom-
mentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 44 N. 36). Sodann führt der Um-
stand, dass sich vor einer Begutachtung bereits ausgewiesene Spezialisten 
oder gar namhafte Koryphäen mit dem spezifischen Leiden eines Explo-
randen befassten (vgl. AB 117/1) nicht dazu, dass ein in Aussicht genom-
mener Sachverständiger sich bezüglich seines Werdeganges bzw. seines 
beruflichen Renommees mindestens auf demselben Niveau bewegen 
muss. Denn er hat sich allemal mit den verschiedenen ärztlichen Einschät-
zungen zu befassen und es ist sodann Sache der rechtsanwendenden 
Behörden beweisrechtlich zu würdigen, ob die gutachterliche Auseinander-
setzung mit den Vorakten überzeugt oder nicht (vgl. E. 3.1 hiervor sowie 
zum Beweiswert eines ärztlichen Berichts BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 
134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Vor diesem Hintergrund 
erübrigt sich in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 
S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 
S. 18 E. 4.2) der subeventualiter gestellte Antrag, die fachliche und fallbe-
zogene Eignung von Dr. med. H.________ gerichtlich abklären zu lassen 
(Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren 3).

Bezüglich dem Eventualbegehren, die Sache direkt an eine bestimmte 
MEDAS zur Beurteilung zu übergeben (Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren 
2, vgl. auch S. 6-8 Ziff. III.4.2), ist festzuhalten, dass bei polydisziplinären 
Gutachten nach der klaren höchstrichterlichen Rechtsprechung für eine 
einvernehmliche Benennung der Experten kein Raum bleibt. Diese hat im-
mer nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen (vgl. E. 3.4 hiervor), so dass sich 
weitere Ausführungen hierzu erübrigen.

Unbehelflich ist der weitere Einwand der in Bern wohnhaften Beschwerde-
führerin, ihr sei eine Begutachtung in R.________ nicht zumutbar (Be-
schwerde S. 7-8 Ziff. III.4.2). Aus den Akten ergibt sich zwar, dass von ei-
ner (zumindest vorübergehenden) schmerzbedingten verminderten Belast-
barkeit der Schulter auszugehen ist, nicht jedoch, dass eine Auto- oder 
Zugfahrt unzumutbar wäre. Bei einer Autofahrt mit einer Begleitperson, 
jedenfalls aber bei einer Zugreise hätte die Beschwerdeführerin die Mög-

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lichkeit von Positionswechseln zwischen Sitzen, Stehen und Umhergehen. 
Eine medizinisch begründete Unzumutbarkeit betreffend den Ort der Be-
gutachtung liegt nicht vor. 

4.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Zwischenverfügung 
vom 29. Mai 2019 (AB 129) nicht zu beanstanden und die dagegen erho-
bene Beschwerde abzuweisen. 

Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdegegnerin sicherzustellen hat, dass 
die Gutachter über die vollständigen medizinischen Akten verfügen. In die-
sem Zusammenhang ist augenfällig, dass die Beschwerdegegnerin seitens 
der C.________ lediglich die Akten hinsichtlich Krankentaggeld (Ref. 
12.079.210/0300; AB 105.1-105.6), nicht aber jene der obligatorischen Un-
fallversicherung (Ref. …; vgl. AB 60, 65, 81, 94) – abgesehen vom Gutach-
ten von Dr. med. J.________ vom 30. August 2018 (AB 89.2) – edierte. Die 
Unfallversicherungsakten könnten allenfalls von Bedeutung sein, soweit sie 
beispielsweise zusätzliche Erkenntnisse über den biomechanischen Ablauf 
des Schadensereignisses oder bisher nicht bekannte medizinische Unter-
lagen beinhalten.

5.

5.1 Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona-
len Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verwei-
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver-
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- 
bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Anordnung eines Gutachtens ist Bestandteil des Verfahrens zur Beur-
teilung des Leistungsanspruchs (vgl. Beschluss der erweiterten Abteilungs-
konferenz des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2013). 
Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe ent-
nommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2019, IV/2019/510, Seite 12

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.