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**Case Identifier:** fd36f0ad-73bf-5cf6-9910-bd23286109ae
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-09-24
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** ST.2023.60
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2023.60.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2023.60 

Entscheid 

24. September 2024 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Marc Gerber, Steuerrichter Hans Heinrich Knüsli, Steuerrichterin 
Verena Bieri und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

In Sachen 

1.  A ,    

2.  B ,    

vertreten durch weber schaub & partner ag,  
Mühlebachstrasse 2, Postfach 22, 8024 Zürich,  

Rekurrenten,  

gegen 

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt, Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2018 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B  (nachfolgend  der  bzw.  die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen) 

waren bis und mit Steuerperiode 2017 unbeschränkt im Kanton Zürich steuerpflichtig. 

Per 31. Oktober 2018 meldete sich der Pflichtige (Jahrgang 1951) an seinem bisheri-

gen Wohnsitz in der zürcherischen Gemeinde C ab und per 1. November 2018 im Kan-

ton Schwyz an. Die Pflichtige (Jahrgang 1950) habe sich schon im Jahr 2012 nach  D 

[Ausland] abgemeldet, wo sie sich seither auch grossmehrheitlich aufhalte.  

Nachdem  die  zürcherische  Gemeinde  C  aufgrund  des  Wegzugs  des  Pflichti-

gen am 15. November 2018 eine (Schluss)Abrechnung über die Staats- und Gemein-

desteuern  2018  erstellt  hatte,  reichten  die  Pflichtigen  ihre  Steuererklärung  2018  am 

18. Dezember 2019 im Kanton Schwyz ein. Darin deklarierten sie ein steuerbares Ein-

kommen von Fr. […] und ein steuerbares Vermögen von Fr. […]. Aufgrund der beste-

henden Nutzniessung an der ehemals eigenen Liegenschaft in der zürcherischen Ge-

meinde C reichten sie dort gleichentags eine Kopie dieser Steuererklärung ein. 

Mit  Veranlagungsverfügung  bzw.  Einschätzungsentscheid  vom  17.  Au-

gust 2020 setzte das Steueramt des Kantons Schwyz das steuerbare Einkommen be-

treffend  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  auf  Fr.  […]  (satzbestimmend  Fr. […])  und 

das  steuerbare  Vermögen  auf  Fr.  […]  (satzbestimmend  Fr. […])  fest.  Diese  Veranla-

gung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

Für  die  Steuereinschätzung  bzw.  zur  Festsetzung  des  Verrechnungssteuer-

anspruchs forderte das kantonale Steueramt die Pflichtigen mit Verfügung vom 3. Feb-

ruar  2022 zur  Beantwortung diverser  Fragen  bzw.  zur  Einreichung  verschiedener  Un-

terlagen  auf.  Nachdem  die  Pflichtigen  mit  Eingabe  vom  30. April 2022  auf  diese 

Aufforderung reagiert hatten, entschied das kantonale Steueramt, dass sich der Wohn-

sitz  und  damit  die  unbeschränkte  Steuerpflicht  der  Pflichtigen  in  der  Steuerperiode 

2018  weiterhin  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  befand  und  schätzte  diese  –  auf-

grund mangelhafter Mitwirkung – am 17. Juni 2022 mit einem steuerbaren Einkommen 

in  Höhe  von  Fr. […]  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr.  […],  beides  je  auch 

satzbestimmend, ein. 

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B. Dagegen erhoben die Pflichtigen mit Schreiben vom 18. Juli 2022 Einspra-

che  und  beantragten,  dass  ihr  steuerrechtlicher  Wohnsitz  im  Kanton  Schwyz  anzuer-

kennen  und  die  Besteuerung  im  Kanton  Zürich  auf  die  Nutzniessung  an  der  Liegen-

schaft in der zürcherischen Gemeinde C zu beschränken sei.  

Mit Auflage vom 19. September 2022 forderte das kantonale Steueramt weite-

re Informationen und Belege ein. Am 14. Dezember 2022 nahmen die Pflichtigen unter 

Beilage diverser Unterlagen Stellung. 

Da die tatsächliche Wohnsitzverlegung (nach wie vor) nicht als nachgewiesen 

erachtet  wurde,  wies  das  kantonale  Steueramt  die  Einsprache  mit  Entscheid  vom 

20. Januar 2023 ab. 

C.  Mit  einem  dagegen  gerichteten  Rekurs  vom  22.  Februar  2023  liessen  die 

Pflichtigen folgende Anträge stellen: 

"1.  Infolge  fehlender  unbeschränkter  Steuerpflicht  der  Rekurrenten  infolge 

Wohnsitz im Kanton Schwyz seien sie für das Jahr 2018 im Kanton Zürich le-

diglich  beschränkt  steuerpflichtig  für  die  Direkten  Steuern  aus  der  Nutznies-

sung an der Liegenschaft in der zürcherischen Gemeinde C. 

2.  Der  zürcherische  Steueranspruch  aus  unbeschränkter  Steuerpflicht  sei  für 

das Steuerjahr 2018 als verwirkt festzustellen. 

3. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien der Rekursgegnerin aufzuer-

legen." 

Unter  Verweis  auf  seine  Begründung  im  Einspracheentscheid vom  20.  Janu-

ar 2023  schloss  das  kantonale  Steueramt  mit  Rekursantwort  vom  29.  März  2023  auf 

kostenfällige Abweisung des Rekurses.  

Die zürcherische Gemeinde C liess sich nicht vernehmen. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird  – soweit rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen.  

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Vorab  ist  der  Antrag  der  Pflichtigen  auf  Feststellung  der  Verwirkung  des 

Steueranspruchs des Kantons Zürich aus unbeschränkter Steuerpflicht für das Steuer-

jahr 2018 zu prüfen. 

a) aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verwirkt ein Kanton, der 

die für die Steuerpflicht massgebenden Tatsachen kennt oder kennen kann, das Recht 

auf  Besteuerung,  wenn  er  gleichwohl  mit  der  Erhebung  des  Steueranspruchs  unge-

bührlich lange zuwartet bzw. das rechtzeitig eingeleitete Verfahren ungebührlich lange 

verzögert  wird  und  wenn  überdies  ein  anderer  Kanton  bei  Gutheissung  dieses  erst 

nachträglich  erhobenen  Steueranspruchs  zur  Rückerstattung  von  Steuern  verpflichtet 

werden  müsste,  die  er  formell  ordnungsgemäss,  in  guten  Treuen  und  in  Unkenntnis 

des  kollidierenden  Steueranspruchs  bezogen  hat  (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, 

Kommentar zum  Zürcher  Steuergesetz,  4.  A.,  2021,  § 3 N 113 f.  StG,  auch  zum  Fol-

genden).  

Die Steuereinschätzung wird als verspätet betrachtet, wenn sie für die Steuer-

periode  n  im  heute  gesamtschweizerisch  geltenden  System  der  Gegenwartsbemes-

sung nicht innerhalb des auf die Einschätzungsperiode folgenden Jahrs eingeleitet wird 

("n+2").  Eingeleitet  wird  die  Einschätzung  periodischer  Steuern  mit  der  ersten,  nach 

aussen  wirksamen,  d.h.  i.d.R.  schriftlichen  Handlung  der  Steuerbehörde,  die  auf  die 

Einschätzung  der  steuerpflichtigen  Person  gerichtet  ist.  Zumeist  besteht  diese  Einlei-

tungshandlung  in  der  Zustellung  des  Steuererklärungsformulars.  Fristwahrend  wirken 

etwa  auch  die  Mahnung  zur  Einreichung  der  Steuererklärung,  die  Ankündigung  und 

Vornahme  einer  Buchprüfung,  eine  Auflage  und  deren  Mahnung,  die  Mitteilung  der 

Steuereinschätzung  usw.  Auch  die  Zustellung  einer  provisorischen  Steuerrechnung 

aufgrund der Steuererklärung stellt eine solche Einforderungshandlung dar.  

Die Einrede der Verwirkung des Steueranspruchs kann nur durch einen Kan-

ton, nicht aber durch die steuerpflichtige Person, geltend gemacht werden, da der die 

Einrede  erhebende  Kanton  davor  bewahrt  werden  soll,  schon  bezogene  Steuern  auf-

grund  eines  an  sich  vorrangigen,  aber  erst  ungebührlich  spät  erhobenen  Steueran-

spruchs  des  anderen  Kantons  zurückerstatten  zu  müssen  (BGr,  19.  Januar  2021, 

2C_428/2020, E. 4.3; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 3 N 116 StG, mit Hinweisen). 

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bb) Gegenstand eines Feststellungsentscheids bilden sodann Bestand, Nicht-

bestand  oder  Umfang  öffentlichrechtlicher  Rechte  oder  Pflichten.  Dabei  muss  es  sich 

um konkrete Rechtsverhältnisse handeln und um Klarstellungen von Rechtslagen. All-

gemein gilt  dabei,  dass ein  Anspruch  auf  einen Feststellungsentscheid besteht,  wenn 

dafür ein schutzwürdiges Interesse geltend gemacht werden kann. Ein solches Interes-

se ist gegeben, wenn der Gesuchsteller darlegt, dass er an der Beseitigung einer Un-

klarheit  über  Bestand,  Nichtbestand  oder  Umfang  öffentlichrechtlicher  Rechte  und 

Pflichten  interessiert  ist, weil  er  sonst Gefahr  laufen  würde,  ihm  nachteilige Massnah-

men zu treffen oder zu unterlassen. Eine Feststellungsklage ist aber nur subsidiär, in-

dem sie hinter die Möglichkeit der Ergreifung eines gestaltenden Rechtsmittels zurück-

zutreten hat (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 139 N 97 f. StG).  

b) Die Pflichtigen bringen vor, dass der Kanton Zürich das Einschätzungsver-

fahren betreffend das Steuerjahr 2018 nicht im Jahr 2020, sondern – mit Auflage vom 

3. Februar 2022 – erst im Jahr 2022 eingeleitet und dadurch seinen Besteuerungsan-

spruch verwirkt  habe.  Diese  Einrede könne  nur  der  Kanton  Schwyz  im  Verfahren  vor 

dem Bundesgericht erheben. Aus diesem Grund bestehe bezüglich der Verwirkung im 

vorliegenden Verfahren ein klares Feststellungsinteresse seitens der Pflichtigen.  

c)  Mit  ihrer  Argumentation  verkennen  die  Pflichtigen,  dass  ihnen  hinsichtlich 

Geltendmachung einer allfälligen Verwirkung des Besteuerungsanspruchs des Kantons 

Zürich  keine  Aktivlegitimation  zukommt  und  sie  entsprechend  auch  nicht  befugt  sind, 

einen Feststellungsentscheid zu beantragen. Es ist des Weiteren nicht erkennbar und 

wird seitens der Pflichtigen auch nicht ausgeführt, welche Massnahmen sie treffen oder 

unterlassen  wollten,  die  ihnen  zum  Nachteil  gereichen  könnten.  Entsprechend  bleibt 

das  schutzwürdige  Interesse  der  Pflichtigen  an  der  beantragten  Feststellung  im  Dun-

keln.  Schliesslich  kann  ein  Feststellungsbegehren  wie  erwähnt  nur  subsidiär,  sofern 

kein Gestaltungsbegehren  möglich  ist,  gestellt werden. Indem  die Pflichtigen  in ihrem 

ersten  Antrag  die  beschränkte  Steuerpflicht  im  Kanton  Zürich  aus  der  Nutzniessung 

der Liegenschaft in der zürcherischen Gemeinde C fordern, haben sie selbst das vor-

rangige  Gestaltungsbegehren  gestellt.  Für  den  gestellten  Feststellungsantrag  bleibt 

daher kein Raum. 

Auf das Begehren auf Feststellung der Verwirkung des züricherischen Steuer-

anspruchs aus unbeschränkter Steuerpflicht für das Steuerjahr 2018 kann folglich nicht 

eingetreten werden.  

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2. In materieller Hinsicht ist im Folgenden zu ermitteln, ob die Pflichtigen be-

treffend  das  Steuerjahr  2018  ihr  Hauptsteuerdomizil  (weiterhin)  in  der  zürcherischen 

Gemeinde  C  hatten  und  entsprechend  im  Kanton  Zürich  unbeschränkt  steuerpflichtig 

sind oder ob sich ihr steuerrechtlicher Wohnsitz (neuerdings) – entsprechend dem poli-

zeilichen Domizil – im Kanton Schwyz befand. 

Unbestritten  ist  indes  die beschränkte  Steuerpflicht  der  Pflichtigen  im  Kanton 

Zürich aufgrund der Nutzniessung an der Liegenschaft in der zürcherischen Gemeinde 

C. 

a) aa)  Natürliche  Personen  sind  aufgrund  persönlicher  Zugehörigkeit  steuer-

pflichtig,  wenn  sie  ihren  steuerrechtlichen  Wohnsitz  oder  Aufenthalt  im  Kanton  haben 

(§  3  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  [StG];  vgl.  auch  Art.  3  Abs.  1  des 

Bundesgesetzes  über  die  Harmonisierung  der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Ge-

meinden vom 14. Dezember 1990 [StHG]). Einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kan-

ton hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält 

oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist 

(§  3  Abs.  2  StG;  Art.  3  Abs.  2  StHG).  Bei  persönlicher  Zugehörigkeit  ist  die  Steuer-

pflicht im entsprechenden Kanton unbeschränkt und begründet ein Hauptsteuerdomizil, 

weshalb grundsätzlich das gesamte Einkommen und Vermögen eines Steuerpflichtigen 

dort  unbeschränkt  der  Besteuerung  unterliegt  (§  5  Abs.  1  StG;  Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, § 5 N 3 StG). Ist ein steuerrechtlicher Wohnsitz einmal ordnungsgemäss 

begründet,  so  besteht  er  grundsätzlich  fort,  solange  die  betreffende  Person  nicht 

äusserlich  erkennbar  ihre  Absicht,  ihn  aufzugeben,  kundtut  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Rohner, § 3 N 9 StG, mit weiteren Hinweisen).  

bb) Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes setzt sich aus einem objekti-

ven,  äusseren  (Aufenthalt)  und  einem  subjektiven,  inneren  Element  (Absicht)  zusam-

men.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Praxis  zu  Art.  127  Abs.  3  der  Bundesverfassung 

vom  18. April  1999  (BV)  gilt  dies  auch  im  interkantonalen  Verhältnis.  Das  Hauptsteu-

erdomizil  einer  natürlichen  Person  befindet  sich  am  steuerrechtlichen  Wohnsitz  und 

damit  dort,  wo  faktisch  der  Mittelpunkt  ihrer  Lebensinteressen  liegt  (BGr,  17.  Au-

gust 2012,  StE  A  24.21  Nr.  24,  E.  4,  auch zum  Folgenden).  Bei  der  Feststellung  des 

Hauptsteuerdomizils geht es demnach darum, aufgrund von objektiven, äusseren Um-

ständen auf innere Tatsachen zu schliessen. Dabei kann gemeinhin kein klarer Beweis 

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geführt  werden,  sondern  es  ist  aufgrund von  Indizien  eine  Gewichtung vorzunehmen. 

Hierzu ist eine sorgfältige Berücksichtigung und Gewichtung sämtlicher Berufs-, Fami-

lien- und Lebensumstände notwendig. Auf die bloss geäusserten Wünsche der steuer-

pflichtigen  Person  oder die gefühlsmässige  Bevorzugung eines Ortes kommt  es nicht 

an. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar. Gleichermassen spielt 

das  polizeiliche  Domizil,  an  welchem  die  Schriften  hinterlegt  sind  oder  wo  die  politi-

schen  Rechte  ausgeübt  werden,  keine  entscheidende  Rolle.  Als  äussere  Merkmale 

können  sie  ein  Indiz  für  den  steuerrechtlichen  Wohnsitz  bilden,  falls  auch  das  übrige 

Verhalten der Person dafür spricht. Pflegt eine Person Kontakte zu mehreren Orten, ist 

für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem 

Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält. Dabei ist diese Frage jeweils aufgrund der 

Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen.  

cc) Ausgangspunkt ist der gewöhnliche Aufenthaltsort der betroffenen Person. 

Die  persönlichen,  familiären,  beruflichen  und  gesellschaftlichen  Interessen  einer  Per-

son  können  sie  aber  so  eng  mit  einem  anderen  Ort  verbinden,  dass  dieser  als  Le-

bensmittelpunkt  erscheint,  obschon  die  betroffene  Person  dort  weniger  Zeit  verbringt. 

Relevant sind in diesem Zusammenhang etwa der gewöhnliche Aufenthaltsort der Fa-

milienmitglieder (Ehegatten, Kinder, Eltern und Geschwister), die ausserfamiliären so-

zialen  Beziehungen  (z.B.  Teilnahme  am  Vereinsleben),  die  berufliche  Stellung  des 

Steuerpflichtigen  und  die  Wohnverhältnisse  an  den  verschiedenen  Orten.  Auf  diese 

Kriterien ist auch abzustellen, wenn sich eine Person gleich oder annähernd gleich oft 

an  mehreren Orten  aufhält.  Die verschiedenen  Kriterien sind  in Abhängigkeit  der  per-

sönlichen  Situation  der  betroffenen  Person  (z.B.  Alter)  zu  gewichten  und  im  Rahmen 

der  gebotenen  Gesamtbetrachtung  gegeneinander  abzuwägen,  um  den  steuerrechtli-

chen Wohnsitz per Jahresende zu bestimmen. Die tatsächlichen Verhältnisse zu einem 

früheren oder späteren Zeitpunkt sind zwar nicht unmittelbar relevant, können aber als 

Indizien  berücksichtigt  werden  (zum  Ganzen  BGr,  28.  Dezember  2021,  2C_55/2021, 

E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

Die  Bestimmung  des  Hauptsteuerdomizils  einer  Person  oder  eines  Paars  im 

Rentenalter stellt erfahrungsgemäss besondere Schwierigkeiten. Ob Rentner am neu-

en Ort derart Fuss gefasst haben, dass sich geradezu sagen lässt, sie hielten sich dort 

nicht  bloss  auf,  sondern  täten  dies  in  der  Absicht  des  dauernden  Verbleibens,  ist  an-

hand der Gesamtheit der äusserlich wahrnehmbaren Umstände zu beurteilen. Wie im 

Fall jüngerer Personen ist von einem steuerlich vollzogenen Wechsel des Wohnsitzes 

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erst auszugehen, sobald sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen an den neuen Ort 

verlagert hat. Das Entstehen neuer Interessen (z.B. das Wandern in der neuen, land-

schaftlich reizvollen Umgebung) oder das Weiterführen einzelner Freizeitbeschäftigun-

gen am neuen Ort erweisen sich als unzureichend. Tendenziell wird sich sagen lassen, 

dass  der  Lebensmittelpunkt  älterer  und  betagter Personen  weniger  mobil  ist als jener 

der jüngeren Bevölkerung (BGr, 17. August 2012, StE 2013 A 24.21 Nr. 24, E. 5.3). 

b)  aa)  Die  Steuerbehörden  sind  aufgrund  der  Untersuchungsmaxime  gehal-

ten, den gesamten Sachverhalt genau abzuklären, einschliesslich Tatsachen, die sich 

zugunsten  der  steuerpflichtigen  Person  auswirken.  Mit  anderen  Worten  tragen  die 

Steuerbehörden  für  sämtliche  relevanten  Tatsachen  die  sogenannte  Beweisführungs- 

oder  subjektive  Beweislast  (§ 132  StG).  Der  Untersuchungspflicht  der  Steuerbehörde 

stehen  allerdings  Mitwirkungspflichten  der  steuerpflichtigen  Person  gegenüber  (§  135 

StG; statt vieler BGr, 8. Juni 2021, 2C_211/2021, E. 5.1.1, mit Hinweisen). Zu erbrin-

gen  sind  in  diesem  Rahmen  sämtliche  Mitwirkungshandlungen,  welche  im  Interesse 

einer  vollständigen  und  richtigen  Einschätzung  geeignet,  erforderlich  und  der  steuer-

pflichtigen  Person  zumutbar  sind;  die  Entscheidung  darüber,  welche  Auskünfte  zu  er-

teilen sind, liegt dabei grundsätzlich im pflichtgemässen Ermessen der Steuerbehörde. 

bb)  Grundsätzlich  haben  die  Behörden  den  Sachverhalt  so  abzuklären,  dass 

sie  von  den  relevanten  Tatsachen  "voll  überzeugt"  sind  (sog.  Regelbeweismass).  Es 

bedarf  dabei  jedoch  keiner  absoluten  Gewissheit,  vielmehr  genügt,  wenn  die  Steuer- 

bzw. die Steuerjustizbehörde nach erfolgter Beweiswürdigung und aufgrund objektiver 

Gesichtspunkte mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" vom Vorliegen einer 

relevanten  Tatsache  überzeugt  ist.  Es  ist  zulässig  und  oft  notwendig,  dass  sich  die 

Behörden in ihrer Beweiswürdigung auch auf Indizien stützen und daraus Schlüsse auf 

relevante  Tatsachen  ziehen  (sog.  natürliche  Vermutungen).  Wenn  die  Steuerbehörde 

eine relevante Tatsache nicht mit verhältnismässigem Aufwand direkt feststellen kann, 

jedoch  ein  oder  mehrere  Indizien  ihre  Verwirklichung  mit  hinreichender  Gewissheit 

vermuten  lassen,  steht  es  dem  Steuerpflichtigen  frei,  diese  natürliche  Vermutung  zu 

entkräften, indem er das oder die Indizien (Vermutungsbasis), die relevante Tatsache 

(Vermutungsfolge) oder allenfalls auch den Erfahrungssatz, der Vermutungsbasis und 

Vermutungsfolge verbindet, widerlegt (sog. Gegenbeweis). Verletzt der Steuerpflichtige 

seine Mitwirkungspflichten, kann dieses Verhalten ein Indiz für oder gegen die Verwirk-

lichung  einer  steuerrelevanten  Tatsache  bilden  (zum  Ganzen  BGr,  28.  Dezem-

ber 2021, 2C_55/2021, E. 4.1.2 mit Hinweisen). 

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cc)  Erst  wenn  eine  relevante  Tatsache  trotz  allen  zumutbaren  Aufwands  be-

weislos bleibt, stellt sich die Frage nach der objektiven Beweislast. Dabei gilt auch im 

öffentlichen Recht der Grundsatz, wonach derjenige die (objektive) Beweislast für eine 

Tatsache trägt, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB analog). Im Steuerrecht hat die 

Praxis  diesen  Grundsatz  dahingehend  konkretisiert,  dass  steuerbegründende  und  

-erhöhende Tatsachen von der Steuerbehörde, steuerausschliessende und -mindernde 

Tatsachen  vom  Steuerpflichtigen  nachzuweisen  sind  (sog.  Normentheorie;  BGr, 

28. Dezember 2021, 2C_55/2021, E. 4.1.3, mit Hinweisen). Die Umstände, die anneh-

men  lassen,  der  Steuerpflichtige  habe  seinen  Lebensmittelpunkt  im  Kantons-  bzw. 

Gemeindegebiet, sind steuerbegründend. Können sie weder direkt noch mittels natürli-

cher Vermutungen bewiesen werden, ist zulasten des Fiskus davon auszugehen, dass 

sie sich nicht verwirklicht haben (BGr, 28. Dezember 2021, 2C_55/2021, E. 4.2.6).  

3. a) aa) In seinem Einspracheentscheid vom 20. Januar 2023 gibt das kanto-

nale  Steueramt  betreffend  die  Liegenschaft  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  zu  be-

denken,  dass  weiterhin  unklar  sei,  welche  Personen  in  welchen  Hausteilen  wohnten. 

Den eingereichten Bestätigungen liessen sich – im Gegensatz zu den Ausführungen in 

der Zusammenfassung der Pflichtigen ("Zusammenfassung Liegenschaft zürcherische 

Gemeinde C, Familie A") – genau gegenteilige Aussagen entnehmen. Zudem habe die 

Tochter  in der  eingereichten  Bestätigung  erklärt,  dass  ab  1.  November  2020 in ihrem 

Hausteil  eine  weitere  (Dritt)Person  Wohnsitz  genommen  habe.  Währenddem  fraglich 

sei,  wie es  sich  mit  dem  Zusatz "in  SZ  Kinder  2"  verhalte,  sei  hingegen klar,  dass  im 

Hausteil der Tochter – neben der vierköpfigen Familie – ohne weiteres zusätzliche Fa-

milienmitglieder oder Drittpersonen Wohnsitz haben könnten, was durch die Pflichtigen 

sinngemäss bestätigt worden sei. 

bb) Die Pflichtigen hätten im Weiteren ausgeführt, dass die meisten Möbel im 

Jahr 2017 nach D gezügelt worden seien. Unklar sei diesbezüglich, wie sich die Wohn-

situation nach dem Möbeltransport vom 11. November 2017 bis zur Wohnsitzverlegung 

in den Kanton Schwyz  am 31. Oktober 2018 präsentiert habe. Die Möbel seien nicht 

mehr  vor  Ort  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  gewesen  und  es  seien  auch  keine 

Neuanschaffungen durch die Steuerpflichtigen oder die Tochter nachgewiesen worden. 

Die  Pflichtigen  hätten  damit  ihre  Darstellung,  wonach  der  bisherige  Haushalt  auf  sie 

selbst und die beiden Kinder verteilt worden sei, nicht belegen können. 

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cc) Der Pflichtige habe sodann – zusammen mit dem Untermieter E – im Kan-

ton  Schwyz  eine  2½-Zimmerwohnung  im  Erdgeschoss  bewohnt.  Mit  Schreiben  vom 

30. Juni 2022 habe E bestätigt, dass der Pflichtige in den Monaten November und De-

zember 2018 etwa zu 60% dort übernachtet habe. Trotz entsprechender Aufforderung 

hätten  die  Pflichtigen  keine  näheren  Angaben  zum  Untermietverhältnis  gemacht.  In 

genereller  Art  und  Weise  erscheine  die  behauptete  Wohngemeinschaft  in  einer  2½-

Zimmerwohnung  zusammen  mit  E  jedoch  als  unglaubwürdig.  Die  reine  Behauptung, 

dass  sich  der  Pflichtige  und  E  seit  Jahren  kennen  und  gemeinsame  Hobbies  pflegen 

würden,  reiche  als  Beweis  ebensowenig  aus,  wie  jene,  dass  der  Pflichtige  –  abgese-

hen von Besuchen in der […]filiale – kein einziges Mal mehr in der zürcherischen Ge-

meinde  C  gewesen  sei.  Auch  sei  die  Behauptung  des  Pflichtigen,  wonach  die  Beibe-

haltung  des  bisherigen  Arbeitswegs  diverse  Vorteile  (Besuch  der  Enkelkinder,  "store-

checks"  von  […]filialen)  bringe,  weder  in  zeitlicher  noch  in  sachlicher  Hinsicht  belegt. 

Ausserdem erscheine es sehr merkwürdig, dass die "store-checks" immer am gleichen 

Ort  –  nämlich  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  –  stattfänden.  Aus  den  am  14.  De-

zember  2022  eingereichten  Bankunterlagen  würden  sich  schliesslich  auch  keine  wirt-

schaftlichen,  finanziellen  oder  persönlichen  Beziehungen  der  Pflichtigen  zum  Kanton 

Schwyz bzw. zur dortigen Wohngemeinde entnehmen lassen. Auch gemäss der "Liste 

Belastungen Bancomat 01.11.18 - 31.12.2019" hätten die meisten Bezüge in  der zür-

cherischen  Gemeinde  C  stattgefunden.  Weitere  Bezüge  seien  in  anderen  zürcheri-

schen Gemeinden, nicht aber im Kanton Schwyz, erfolgt. Entsprechend sei aus diesen 

Belegen keine definitive Lösung vom bisherigen Wohnort im Kanton Zürich erkennbar, 

bzw. habe die tatsächliche Wohnsitzverlegung in den Kanton Schwyz nicht nachgewie-

sen werden können. 

b)  aa)  Aus Sicht  der  Pflichtigen  befindet  sich  der  Mittelpunkt der  Lebensinte-

ressen emotional gesehen dort, wo sich der Ehepartner befinde. Die Pflichtigen hätten 

ihre Familie und die beruflichen Erfolge durch jahrzehntelange gemeinsame gegensei-

tige  Unterstützung  aufgebaut,  was  naturgemäss  enorm  verbinde.  Ihre  Situation  sei 

daher vom Übergang in die Pensionierung in den Jahren 2014/2016 und von der Ver-

legung des Lebensmittelpunkts nach D geprägt, wo sie nach der Pensionierung haupt-

sächlich  leben  wollten.  Für  den  Pflichtigen  habe  das  Domizil  im  Kanton  Schwyz  eine 

Art Zwischenstation auf dem Weg in den Süden dargestellt. Diese sei aber – da er be-

ruflich noch immer recht eingespannt und erfolgreich sei – genügend wichtig und stark, 

um  als  wohnsitzbegründend  zu  gelten.  Seine  Arbeit  im  Bereich  Grafik,  Werbung  und 

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Design erfordere immer wieder die geografische Trennung von seiner Ehefrau. Daher 

würden  sich  – wollte  man  von  konkurrierenden  Lebensmittelpunkten  sprechen  –  der 

Kanton Schwyz und D konkurrenzieren, nicht aber die zürcherische Gemeinde C. Das 

dortige Haus sei den Kindern mit ihren Familien überschrieben, die es bewohnen und 

ausfüllen würden. 

Zur  Art  der  Wohngemeinschaft  bzw.  der  aus  ihrer  Sicht  absolut  alltäglichen 

Entwicklung der Familienverhältnisse äusserten die Pflichtigen sich in ihrer Einsprache 

vom 18. Juli 2022 stichwortartig wie folgt: "Geburt der Enkelkinder, Renovation Haus-

teil, erbliche Übertragung der Liegenschaft, Pensionierung der Eltern, allmähliche Ver-

legung des Lebensmittelpunkts, Übergabe des Mobiliars an die Kinder. 2018 Aufgabe 

des  Wohnsitzes,  definitiver  Auszug  der  Eltern."  Da  die  Kinder  einen  grossen  Teil  der 

Möbel und des Hausrats übernommen hätten, habe für den Umzug auch kein Zügelun-

ternehmen  in  Anspruch  genommen  werden  müssen.  Der  Umzug  sei  sukzessive,  mit 

eigenen  Transportmitteln  erfolgt  und  es  seien  weder  Entsorgungen  noch  Anschaffun-

gen notwendig gewesen.  

bb)  Die  Pflichtigen  führten  weiter  aus,  von  1982  bis  2017  hätten  sie  ihren 

Wohnsitz  in  zürcherischen  Gemeinde  C  gehabt  und  direkt  auf  den  nahen  Kanton 

Schwyz  gesehen,  im  besten  Wissen  um  die  Steuervorteile,  die  ein  entsprechender 

Umzug  gebracht  hätte.  Überschlagsmässig  berechnet  hätten  sie  einzig  von  1999  bis 

2017 um die Fr. […] Steuern bezahlt. Darüber hinaus hätten sie im Kanton Zürich auch 

ihre Gesellschaftssteuern entrichtet. Ihre Kinder hätten Jahrgang […] und […]. Dadurch 

wäre  ab Mitte der  90er Jahre  ein Wohnsitzwechsel  problemlos  möglich gewesen.  Ein 

Wegzug aus steuerlichen Überlegungen sei jedoch nie ein Thema gewesen. 

Die Pflichtigen seien damit gerade kein Beispiel für die Steuerflucht aus dem 

Kanton  Zürich,  um  die  Pensionskassengelder  zu  beziehen  und  nach  wenigen  Jahren 

allenfalls zurückzuziehen. Sie hätten – im Gegenteil – ihre gesamten Pensionskassen-

gelder von über Fr. […] kurz vor dem Wegzug aus dem Kanton Zürich bezogen. 

cc)  Rekursweise  liessen  die  Pflichtigen  geltend  machen,  dass  sie  mehrere 

Jahrzehnte in der zürcherischen Gemeinde C, in einem ursprünglich wohl bäuerlichen 

Landhaus, das in die zwei Wohneinheiten Ost und West aufgeteilt ist, gewohnt hätten. 

Weil  ab  dem  Jahr  2018 sowohl  der Ost-  als  auch der  Westteil  von  den beiden Nach-

kommen  der  Pflichtigen  mit  ihren  je  zwei  Kindern  bewohnt  und  folglich  vollständig  in 

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Anspruch genommen worden sei, hätten die Pflichtigen ausziehen müssen. Die Toch-

ter  habe  mit  ihrem  Mann  und  den  Kindern  mit  den  Geburtsjahren  […]  und  […]  den 

Hausteil  Ost  übernommen.  Der  Hausteil  West  sei  von  2002  bis  2016  an  Drittmieter 

vermietet gewesen. Im Jahr 2017 sei der Sohn mit seiner Frau und den zwei Kindern 

mit  den  Geburtsjahren  […]  und  […]  eingezogen.  Vom  Auszug  aus  dem  ehemaligen 

Eigenheim sei in erster Linie der Pflichtige betroffen gewesen, da die Pflichtige bereits 

seit 2012 in D ein Hotel mit acht Doppelzimmern und neun Angestellten betreibe, dort 

auch  angemeldet  sei  und  mittlerweile  praktisch  ganzjährig  dort  lebe.  Dieser  [Aufent-

haltsstatus] der Pflichtigen in D sei gemäss der im Jahr 2012 eingeholten Auskunft bei 

der  Einwohnerkontrolle  der  zürcherischen  Gemeinde  C  ohne  Einschränkung  möglich 

und erlaubt.  

Vom 1. November 2018 bis Ende 2019 habe die Pflichtige sich in D aufgehal-

ten. Der Pflichtige habe deshalb ab Herbst 2018 eine 21/2-Zimmerwohnung im Kanton 

Schwyz gemietet, welche er mit seinem langjährigen Freund und Untermieter E geteilt 

habe.  Die  beiden  würden  sich  seit  der  Jugendzeit  kennen  und  hätten  seit  40  Jahren 

auch eine intensive geschäftliche Zusammenarbeit. Im Kanton Schwyz habe der Pflich-

tige etwas mehr als die Hälfte seiner Zeit verbracht und dabei mehrmals in Restaurants 

in  der  Region,  nie  aber  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C,  gespeist,  währenddem  er 

die restlichen Tage und Wochen bei seiner Frau in D gelebt habe.  

dd)  Die Pflichtigen  bestreiten,  dass  auch für  sie im  Hausteil Ost  ausreichend 

Platz zur Verfügung gestanden habe und dass sie folglich dort gelebt hätten. Den ein-

gereichten Plänen sei zu entnehmen, dass mit dem Zusatz "SZ Kinder 2" ein zweiseitig 

abgeschrägtes,  sehr  kleines  Dachzimmer  bezeichnet  sei,  welches  nur  über  eine 

schmale Wendeltreppe erreichbar sei. Das Bad befinde sich im 1. Stock und das WC 

im  Parterre.  Dieses  Dachzimmer  habe  ab  2018  eine  Studentin  aus  F  [Ausland]  be-

wohnt und seit 1. November 2020 lebe dort eine Person im Rahmen eines Programms 

für Soziales Wohnen mit Familienanschluss in einer Wohngemeinschaft mit der Familie 

der Tochter. Selbst wenn dieses Zimmer nicht bewohnt wäre, stellte es für die Pflichti-

gen  – aufgrund  der  steilen  Wendeltreppe  und  der  zwei  Stockwerke  tiefer  liegenden 

Toilette – eine ungeeignete Wohnlösung dar.  

In der Zeit vom 11. November 2017 bis 1. November 2018 seien einige weni-

ge Möbel weiterhin im Hausteil Ost benutzt worden (erster Transport von der zürcheri-

schen Gemeinde C nach D am 11. November 2017). Diese seien aufgrund des Weg-

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zugs in den Kanton Schwyz in dem seit rund 15 Jahren angemieteten Lager in der zür-

cherischen Gemeinde C eingelagert und schliesslich am 20. März 2020 nach D trans-

portiert  worden.  Ab  Anfang  November  2018  hätten  die Tochter  und  ihr Ehemann ihre 

eigenen – seit dem Jahr 2013 in demselben Lager zwischengelagerten – Möbel in den 

Hausteil  Ost  gezügelt.  Aus  diesem  Grund  seien  keine  Neuanschaffungen  notwendig 

gewesen. Die Möbel, welche den Kindern ab 1. November 2018 zum Gebrauch über-

geben worden seien, seien in der Steuererklärung unter dem Titel Liegenschaftsertrag 

aufgeführt worden. 

ee)  Der  Arbeitsplatz  des  Pflichtigen  habe  sich  in  der  Stadt  Zürich  befunden. 

Versuche,  vom  neuen  Wohnort  im  Kanton  Schwyz  über  die  A3  quer  durch  die  Stadt 

oder  via Nordumfahrung  durch  den Gubrist  nach  Zürich Nord zu  kommen,  hätten  ge-

genüber  der  Route,  welche  er  beinahe  15  Jahre  lang  täglich  gefahren  sei,  sowohl  in 

zeitlicher  als  auch  in  sachlicher  Hinsicht  klare  Nachteile  gezeigt.  Auf  der  gewählten 

Route müsse er zwar über den Seedamm, doch sei dieser lediglich 1,5 km lang und in 

der Regel mit stockendem Verkehr gut berechenbar. Dies gelte auch für die Route via 

die  zürcherische  Gemeinde  C  sowie  verschiedene  weitere  zürcherische  Gemeinden 

sowie für die Oberlandautobahn als weitere Variante. Der sachliche Vorteil zeige sich 

in der Möglichkeit, die am Weg liegenden sieben […]filialen – auf der Route entlang der 

linken Seite des Zürichsees liege lediglich die Filiale G am Weg – zu besuchen. Bei der 

Firma H, dem Hauptkunden des Pflichtigen, mache dieser regelmässig "store-checks". 

Zu  diesem  Zweck  habe  sich  der  Pflichtige  in  den  etwa  15  Filialen  im  nahen  Umkreis 

auf dem Weg zur Stadt jeweils mit dem Personal ausgetauscht. Einkäufe in der Filiale 

in der zürcherischen Gemeinde C hätten durchschnittlich 1,5 Mal im Monat stattgefun-

den. 

4. a) Sowohl im Einschätzungs- als auch im Einspracheverfahren untersuchte 

das  kantonale  Steueramt  den  Sachverhalt  mittels  Auflage  vom  3.  Februar  bzw. 

19. September  2022  minutiös.  Zu  diesem  Zweck  ersuchte  es  die  Pflichtigen  um  Be-

antwortung der folgenden Fragen unter Beilage von Nachweisen:  

[…] 

Aufgrund dieser detaillierten Auflagen traf das Steuerrekursgericht keine wei-

tere Verpflichtung zur Untersuchung. 

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b)  aa)  Die  Pflichtigen  machen  –  ohne  dies  allerdings  in  irgendeiner  Form  zu 

belegen  –  geltend,  dass  die  Pflichtige  sich  bereits  im  Jahr  2012  nach  D  abgemeldet 

und dort Wohnsitz genommen habe. Sie betreibe dort ein Hotel. Im Winter 2018/2019 

habe sie sich mehrheitlich in D aufgehalten, da der Bau des Hotelteils I beendet wor-

den sei. Im Frühsommer bis Herbst 2019 habe sie aktiv bei der Gästebetreuung mitge-

holfen.  Reisen  in  die Schweiz  seien  lediglich zur  Betreuung der  vier  Enkel  unternom-

men  worden.  Insbesondere  seien  die  Feiertage  wie  Weihnachten  etc.  im  Kreise  der 

Enkelkinder  und  der  Familie  verbracht  worden.  In  früheren  Jahren  sei  die  Pflichtige 

öfters in die Schweiz gereist. Im Winter 2020 sei eine Ausreise aus D Covid bedingt bis 

zum  Beginn  der  neuen  Gästesaison  unmöglich  gewesen.  Dies  habe  sich  im 

Herbst/Winter/Frühling 2020/21 wiederholt. 

Weder ihren Ausführungen noch den eingereichten Bankbelegen lässt sich ein 

Aufenthalt der Pflichtigen im Kanton Schwyz entnehmen. Im Gegenteil deutet der Zah-

lungsverkehr  der  Pflichtigen  darauf  hin,  dass  sie  sich  während  ihrer  Besuche  in  der 

Schweiz  –  welche  entgegen  der  Sachdarstellung  der  Pflichtigen  auch  im  November 

2018  und  im  Jahr  2019  stattgefunden  haben  –  vornehmlich  in  der  zürcherischen  Ge-

meinde C aufgehalten hat (Einsatz der Karte Nr. […]; vgl. auch die Zusammenstellung 

der Pflichtigen). Entsprechend halten die Pflichtigen auch fest, dass sich der Pflichtige 

die Wohnung im Kanton Schwyz nur mit E teile und diese dementsprechend nicht von 

drei, sondern bloss von zwei Personen bewohnt werde. 

bb)  Der  Pflichtige  hingegen  habe  seinen  Lebensmittelpunkt  Ende  Okto-

ber/Anfang November 2018 von der zürcherischen Gemeinde C in den Kanton Schwyz 

verschoben. In der Tat befindet sich bei den Akten ein Mietvertrag für die erwähnte 2½-

Zimmerwohnung  im  Erdgeschoss.  Der  Mietvertrag  lautet  auf  den  Pflichtigen  und  er-

laubt explizit die Untervermietung an  E. Gemäss dessen besonderen Vereinbarungen 

sind der Verwaltung die Untermietbedingungen – z.B. durch Vorlage des Untermietver-

trags  –  bekanntzugeben.  Entsprechendes  hatte das  kantonale  Steueramt  einverlangt. 

Trotzdem  blieben  die  Pflichtigen  sowohl  den  Untermietvertrag  als  auch  die  genaue 

Schilderung der Wohnverhältnisse, allenfalls mittels bezeichneter Pläne, schuldig. Den 

Bankbelegen  lässt  sich  immerhin  entnehmen,  dass  die  Pflichtigen  alle  zwei  Monate 

eine  Überweisung  an  die  Vermieterin  in  der  Höhe  des  vereinbarten  Mietzinses  von 

Fr. […]  getätigt  haben.  Eine  21/2-Zimmerwohnung  besteht  nun  allerdings  gemeinhin 

aus einem Zimmer und einem kombinierten Wohn-/Essbereich. Eine solch kleine Woh-

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nung  bietet  keine  ausreichende  Privatsphäre  und  Rückzugsmöglichkeit  für  zwei  er-

wachsene Personen, die nicht in einer Liebesbeziehung stehen. Es ist deshalb – auch 

aufgrund der fehlenden  Sachdarstellung seitens der  Pflichtigen  –  nur  schwer  vorstell-

bar,  dass  der  Pflichtige  seinen  Lebensmittelpunkt  in  eine  Wohngemeinschaft  in  einer 

derart kleinen Wohnung verlegt haben soll. 

Das Vorbringen, dass der Pflichtige  E seit langer Zeit kenne und eine Wohn-

gemeinschaft  schon  länger  ein  Thema gewesen  sei,  ist  wenig überzeugend.  Ebenso-

wenig  erklären  gemeinsame  Interessen  und  Hobbies,  wie  z.B.  Pilzsammeln,  Angeln, 

Golf, Zigarren, etc., welche sie gemeinsam und hauptsächlich in der Schwyzer Region 

sowie  in  G  pflegten,  einen  weitgehenden  Verzicht  auf  Privatsphäre.  Auch  belegt  die 

Behauptung, dass beide an diesen Orten durch regelmässige Besuche in verschiede-

nen  Kreisen  bekannt  seien,  keine  Verlegung  des  Lebensmittelpunkts.  Es  ist  vielmehr 

davon  auszugehen,  dass  die  beiden  seit  langer  Zeit  befreundet  sind  und  bereits  vor 

November  2018  den  gemeinsamen  Leidenschaften  in  besagter  Umgebung  nachge-

gangen  sind.  Zudem  lässt  sich  die  Behauptung,  wonach  der  Pflichtige  nach  dem 

Wohnsitzwechsel kein einziges Mal mehr in einem Restaurant oder  – abgesehen von 

den Besuchen in der […]filiale – in einem anderen Geschäft in der zürcherischen Ge-

meinde  C  gewesen  sei,  aufgrund  fehlender  vollständiger  Bankbelege  für  die  Zeit  vor 

November  2018,  nicht  verifizieren.  Es  ist  auch  durchaus  möglich,  dass  der  Pflichtige 

auch in der Vergangenheit, d.h. vor November 2018, nie in der zürcherischen Gemein-

de C in einem Restaurant gespeist hat. Zudem lassen sich den eingereichten Bankbe-

legen  folgende Einkäufe  in  der  zürcherischen Gemeinde  C  entnehmen: In der Migros 

(24.12.2018),  in  der  Konfiserie  (27.12.2018)  sowie  in  einer  Apotheke  (24.6.2019). 

Schliesslich  kamen  die  Pflichtigen  auch  der  Aufforderung  nicht  nach,  eine  Überprü-

fungsmöglichkeit  für  die  Bestätigung  von  E  zu  nennen,  wonach  der  Pflichtige  im  No-

vember  und  Dezember  2018  unter  der  Woche  ungefähr  zu  60%  im  Kanton  Schwyz 

übernachtet habe.  

cc) Der Pflichtige erklärte weiter, dass er seinen Arbeitsweg nach Zürich auch 

nach seinem Wohnsitzwechsel beibehalten habe, da der Verkehrsverlauf auf der Route 

[…] oder […] viel berechenbarer und mit klar weniger Staugefahr verbunden sei, als via 

Stadt oder Nord-Umfahrung. Auch hätten sich regelmässige Besuche bei den Kindern 

und  Enkeln  gut  verbinden  lassen.  Ausserdem  hätten  entlang  dieser  Route  diverse 

[…]filialen  ohne  Umweg  erreicht  und  dadurch  regelmässige  "store-checks"  durchge-

führt werden können. In der Filiale in der zürcherischen Gemeinde C seien dies ein bis 

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zwei  Besuche  pro  Monat  gewesen.  Schliesslich  habe  der  Pflichtige  gewohnheitsbe-

dingt  weiterhin  den  Barber-Shop  in  H  besucht.  Die  als  Grund für  die  Routenwahl  ge-

nannte Staugefahr dürfte sich bei den behaupteten langen, üblicherweise zehnstündi-

gen  oder  längeren  Arbeitstagen,  mit  früher  Abfahrt  und  später  Rückkehr,  in  Grenzen 

halten. Ausserdem lassen sich die behaupteten, regelmässigen Besuche bei den Kin-

dern und Enkeln nur schwer mit den beschriebenen überlangen Arbeitstagen vereinba-

ren. Auch mutet es, selbst wenn man davon ausgeht, dass "store-checks" in […]filialen 

nicht mit mistery-shopping gleichzusetzen sind, doch seltsam an, dass der Pflichtige im 

Jahr 2019, obwohl offenbar sieben […]filialen auf dem Arbeitsweg und ca. 15 in dessen 

nahen Umkreis liegen, mehrheitlich in jener in der zürcherischen Gemeinde C (13 von 

insgesamt  17  Einkäufen),  dreimal  in jener  in  J  und  einmal  in  K  einen  Einkauf  getätigt 

hat.  Zudem  vermögen  die  nicht  belegten  täglichen  Mittag-  und  häufigen  Abendessen 

im  Restaurant  seines  Sohnes,  welches  sich  in  L  in  demselben  Haus  befunden  habe, 

die  Verschiebung  des  Lebensmittelpunkts  in  den  Kanton  Schwyz  nicht  zu  beweisen. 

Ebensowenig  bildet  das  Vorbringen,  wonach  der  Pflichtige  in  der  Regel  auch  am 

Samstag bis am späten Nachmittag gearbeitet habe und anschliessend ins Golftraining 

in M oder N und in die Smokerlounge […] in O und […] in P gegangen sei, ein Indiz für 

die  Wohnsitzverlegung.  Zum  einen  haben  die  Pflichtigen  – trotz  entsprechender  Auf-

forderung – die Bankbelege vor November 2018 nicht vollständig offengelegt. Deshalb 

ist nicht ersichtlich, ob und wie oft in der Zeit vor der behaupteten Wohnsitzverlegung 

bereits Besuche im Restaurant […] in O und […] in P stattgefunden haben. Zum ande-

ren lässt sich den eingereichten Bankbelegen entnehmen, dass der Pflichtige im Jahr 

2019 zwar in den besagten Restaurants verkehrte, jedoch – entgegen seiner Behaup-

tung  –  immer  an  einem Werk-  und  nie an  einem  Samstag.  Schliesslich  ist  – mangels 

örtlicher Nähe – nicht klar, inwiefern das Vorbringen, wonach der Pflichtige die Sonnta-

ge ab März bis Ende Oktober in der Regel als Mitglied im Golfclub Q verbracht habe, 

die behauptete Verlegung des Lebensmittelpunkts in den Kanton Schwyz belegen soll-

te. Ausserdem zeugt auch die Tatsache, dass offenbar E für den täglichen Unterhalt im 

Kanton  Schwyz  besorgt  gewesen  sei  und  auch  alle  weiteren  anfallenden  Aufgaben 

erledigt habe, nicht davon, dass sich der Pflichtige dort einen neuen Lebensmittelpunkt 

geschaffen hätte.  

dd)  Die  Pflichtigen  bringen  vor,  im  Hausteil  Ost  der  Liegenschaft  in  der  zür-

cherischen Gemeinde C ab November 2013 in einer Wohngemeinschaft mit ihrer Toch-

ter  und  deren  Partner  sowie  deren  Kindern  gewohnt  zu  haben.  In  den  Jahren  2018, 

2019 und 2020 leistete die Tochter der Pflichtigen den monatlich vertraglich vereinbar-

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ten  Mietzins  von  Fr.  […].  Mit  zunehmendem  Alter  der  Enkelkinder  seien  die  Platzver-

hältnisse  eng  geworden.  Nach  dem  definitiven  Auszug  der  Pflichtigen  Ende  Oktober 

2018  hätten  Eltern  und Kinder  endlich  in  getrennten  Räumen  schlafen können.  Bauli-

che Änderungen seien nach dem Auszug der Pflichtigen keine notwendig gewesen. Im 

Zusammenhang  mit  der  von  den  Pflichtigen  geschilderten  Wohnsituation  gilt  Folgen-

des:  Zwar  lässt  sich  dem  eingereichten  Grundrissplan  entnehmen,  dass  sowohl  im 

Erdgeschoss (SZ Kinder 1) als auch im Dachgeschoss (SZ Kinder 2) ein Kinderschlaf-

zimmer vorhanden ist. Doch scheint das Zimmer im Dachgeschoss dennoch nicht den 

Kindern zur Verfügung gestanden zu haben, soll es doch ab 2018 von einer Studentin 

bewohnt und ab 2020 an eine Person fremdvermietet worden sein. Gemäss den Pflich-

tigen  sei  dieses  Zimmer  im  Dachgeschoss  allerdings  nicht  für  sie  geeignet  gewesen, 

da es sich hierbei um ein zweiseitig abgeschrägtes, sehr kleines Dachzimmer handle, 

das nur über eine schmale Wendeltreppe erreichbar sei und sich das Bad im 1. Stock 

und die Toilette zwei Stockwerke tiefer, im Erdgeschoss, befinden würde.  

Zum  einen  stimmt  diese  Darstellung  nicht  mit  den  eingereichten  Plänen,  wo-

nach sich im Bad im 1. Stock auch eine Toilette befindet, überein. Zum andern bleibt 

völlig  im  Dunkeln,  in  welchem  Zimmer  die  Pflichtigen  in  der  Zeit  bis  November  2018 

gelebt  haben  sollen  und  wo  die  Pflichtige  nach  ihrem  Wegzug  nach  D  während  ihrer 

Aufenthalte  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  geschlafen  haben  will.  Die  Pflichtigen 

befinden sich zwar im Pensionsalter, doch scheinen sie noch voll arbeitstätig und ent-

sprechend  fit  zu  sein.  Es  ist  daher  nicht  ersichtlich,  dass  und  weshalb  sie  nicht  sehr 

wohl  das  mit  "SZ  Kinder  2"  bezeichnete  Dachgeschosszimmer  bewohnt  haben  könn-

ten. Schliesslich sind die behaupteten Untervermietungen – obwohl eine Untervermie-

tung gemäss Mietvertrag nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Pflichtigen erlaubt 

ist – nicht belegt. Trotz entsprechender Auflage ist daher weder der im Zeitraum vom 

1. Januar 2017 bis 31. Oktober 2018 selbstgenutzte Anteil noch die neue Nutzung des 

bisher selbstgenutzten Anteils nachgewiesen. 

Der  Hausteil West  war bis  Ende  September  2016  fremdvermietet.  Anschlies-

send sei er renoviert worden und werde seit dem Jahr 2017 ausschliesslich vom Sohn 

der  Pflichtigen,  seiner  Partnerin  und  deren  zwei  Kindern  bewohnt.  Den  eingereichten 

Grundrissplänen  lassen  sich  keine  Zimmerbezeichnungen  entnehmen  und  es  wurde 

auch – obwohl in den Jahren 2018, 2019 und 2020 monatliche Mietzinszahlungen von 

[…]  geleistet  wurden  –  kein  Mietvertrag  eingereicht.  Die  Wohnsituation  im  Hausteil 

West lässt sich folglich mangels vollständiger Mitwirkung nicht belegen. 

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c) Die vorstehende Würdigung der Gesamtumstände ergibt, dass die geltend 

gemachte Wohnsitzverlegung in tatsächlicher Hinsicht nicht erstellt ist und als künstlich 

geschaffen erscheint. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Pflichtigen ihren Mitwirkungs-

pflichten – wie dargelegt – nur teilweise nachgekommen sind. Insbesondere fehlen bis 

heute die vollständigen Bankauszüge, aus welchen die Zahlungsflüsse der Jahre 2017 

und  2018  ersichtlich  sind.  Ebenso  lassen  die  Pflichtigen  eine  detaillierte  Darstellung 

der  Wohnsituation  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C  sowohl  für  die  Zeit  vor  als  auch 

für jene nach November 2018 sowie eine Darstellung der Umstände im Kanton Schwyz 

vermissen. Dadurch ist es den Pflichtigen nicht gelungen, das Gericht von den behaup-

teten  Sachumständen  zu  überzeugen  bzw.  den  Gegenbeweis  zu  der  als  sehr  wahr-

scheinlich  erscheinenden  Perpetuierung  des  Wohnsitzes  in  der  zürcherischen  Ge-

meinde  C  zu  erbringen.  Die  Pflichtigen  haben  weder  die  endgültige  Lösung  der 

Verbindungen  zum  bisherigen  Wohnsitz  in  der  zürcherischen  Gemeinde  C,  noch  die 

Umstände, welche zur Begründung des neuen Wohnsitzes im Kanton Schwyz geführt 

haben sollen, glaubhaft dargelegt. So waren sie auch im Jahr 2018 weiterhin Nutznies-

ser der dortigen Liegenschaft und lebten sie zuvor schon mit der Familie ihrer Tochter 

in  einer  Wohngemeinschaft.  Ebenso  unklar  ist,  weshalb  der  Kanton  Schwyz,  der  für 

den Pflichtigen  "eine  Art  Zwischenstation auf  dem  Weg  in den Süden"  dargestellt  ha-

ben soll, und zu welchem er – aufgrund der langen Arbeitstage in L – gar keine Bezie-

hung  aufbauen  konnte  und  wo er  in einer  2½-Zimmerwohnung mit  einem  Kollegen  in 

einer  Wohngemeinschaft  gelebt  haben  will,  Grundlage  für  einen  wohnsitzbegründen-

den Lebensmittelpunkt hätte bilden  können.  Denn  auch das  Entstehen  neuer  Interes-

sen  oder  das  Weiterführen  (alter)  Hobbies  im  Kanton  Schwyz  und  Umgebung  reicht 

nicht  für  die  Annahme  einer  Verlegung  des  Mittelpunkts  der  Lebensinteressen  aus. 

Dies  insbesondere  auch  nicht  vor  dem  Hintergrund,  dass  sich  für  die  Pflichtigen  der 

Mittelpunkt  der  Lebensinteressen  dort  befinde,  wo  sich  der  Ehepartner  aufhalte.  Die 

Pflichtige hat sich aber unbestrittenermassen nie im Kanton Schwyz, wohl aber in der 

zürcherischen  Gemeinde  C,  aufgehalten.  Insgesamt  ist  es  daher  nicht  auszuschlies-

sen, dass die Pflichtigen ihr bisheriges Haus in der zürcherischen Gemeinde C zumin-

dest teilweise weiterbewohnt haben.  

Aus  den  dargelegten  Gründen  ist  davon  auszugehen,  dass  sich  der  Lebens-

mittelpunkt  der  Pflichtigen  nicht  in  den  Kanton  Schwyz  verschoben  hat  und  die  unbe-

schränkte Steuerpflicht in der Steuerperiode 2018 unverändert im Kanton Zürich gege-

ben war. 

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5.  Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  des  Rekurses,  soweit  darauf  

einzutreten  ist.  Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  den  Pflichtigen  

aufzuerlegen  (§  151  Abs.  1  StG)  und  entfällt  die  Zusprechung  einer  Parteientschädi-

gung  (§ 152  StG  i.V.m.  §  17  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom 

24. Mai 1959).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

[…] 

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