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**Case Identifier:** 55ae434e-dcd9-59c7-8408-336c4e85827f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.11.2017 810 16 383
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-383_2017-11-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 1. November 2017 (810 16 383) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Melissa Traber 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christian von Wartburg und 
Elisabeth Maier, Advokaten 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung  

(RRB Nr. 1775 vom 13. Dezember 2016) 
 

 
 

 
A. Der aus dem Kosovo stammende A.____ (geboren 1980) reiste am 20. Januar 1995 in 
die Schweiz ein und wurde in die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern miteinbezogen. Am 
30. März 2004 heiratete A.____ in seiner Heimat die kosovarische Staatsangehörige B.____ 
(geboren 1980), welche am 25. August 2009 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz 

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einreiste und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Die beiden Ehegatten haben zwei gemeinsa-
me Kinder, C.____ (geboren 2010) und D.____ (geboren 2013). 
 
B. In den Jahren 2001 bis 2005 war A.____ mehrfach strafrechtlich verurteilt worden. Mit 
Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 8. Mai 2003 erfolgte eine Einweisung in die Ar-
beitserziehungsanstalt E.____ wegen Freiheitsberaubung, mehrfachem, teilweise versuchtem 
Diebstahl, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfacher einfacher Körperverletzung, Tätlichkei-
ten, Drohung, Beschimpfung, mehrfachem Hausfriedensbruch sowie der Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) vom 3. Oktober 1951 zum Zwecke des Konsums. Mit 
Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 7. Juni 2004 erfolgten infolge Unzweckmässigkeit 
sowie Erfolglosigkeit die Aufhebung der Massnahme und die Festsetzung einer bedingt voll-
ziehbaren Gefängnisstrafe von 16 Monaten sowie einer bedingten Landesverweisung von drei 
Jahren bei einer Probezeit von je zwei Jahren.  
 
C. Am 15. März 2005 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt A.____ zu einer Freiheits-
strafe von zwei Jahren und sieben Jahren Landesverweisung wegen schwerer Körperverlet-
zung, versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher einfacher Körperverletzung und Tät-
lichkeit. Mit Verfügung vom 1. Februar 2006 wies die damalige Justiz-, Polizei- und Militärdirek-
tion Basel-Landschaft A.____ aus der Schweiz aus.  
 
D. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 14. März 2006 wurden die bis zu diesem 
Datum ausgesprochenen Strafen zu Gunsten einer stationären Massnahme in einer Klinik für 
Suchtkranke aufgeschoben. Infolgedessen hiess der Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) mit Entscheid Nr. 0343 vom 11. März 2008 eine gegen die Auswei-
sung von A.____ erhobene Beschwerde teilweise gut und drohte ihm diese lediglich an.  
 
E. Im Oktober 2013 wurde A.____ erneut straffällig und befand sich aufgrund dessen ab 
dem 18. Oktober 2013 im vorzeitigen Strafvollzug. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 
6. Mai 2014 wurde A.____ zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen Raufhandels, mehr-
facher einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, Drohung sowie mehrfa-
cher Übertretung des BetmG verurteilt. Diese Strafe wurde mit Urteil des Appellationsgerichts 
Basel-Stadt vom 8. August 2017 auf 15 Monate reduziert.  
 
F. Mit Verfügung vom 20. November 2014 wurde ein Gesuch um Haftentlassung gutge-
heissen, woraufhin A.____ umgehend aus der Haft entlassen wurde. Gleichentags kam es zu 
einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen A.____ und seiner ehemaligen Geliebten, wo-
raufhin A.____ vorläufig festgenommen und mit Entscheid vom 25. November 2014 in die Un-
tersuchungshaft überführt wurde. Am 18. Juni 2015 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt 
A.____ wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beschimpfung sowie 
versuchter Nötigung zu einer (unbedingten) Freiheitstrafe von zwei Jahren sowie zu einer Geld-
strafe von 10 Tagessätzen à Fr. 30.-- und einer Genugtuungszahlung in der Höhe von 
Fr. 15‘000.-- an seine ehemalige Geliebte. Eine dagegen angemeldete Berufung wurde zurück-
gezogen, sodass das Urteil am 18. Juni 2015 in Rechtskraft erwuchs.  
 

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G. Das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) gewährte A.____ und B.____, mit (sepa-
raten) Schreiben vom 10. Juni 2016 das rechtliche Gehör betreffend den Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz von A.____. Mit Schreiben vom 21. Juni 
2016 und vom 21. Juli 2016 nahmen die Ehegatten dazu Stellung. 
 
H. Mit Verfügung vom 29. Juli 2016 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung von 
A.____ und wies ihn bis spätestens zum Zeitpunkt der (bedingten) Haftentlassung aus der 
Schweiz weg. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Dage-
gen erhob A.____, nachfolgend vertreten durch Dr. Christian von Wartburg und Elisabeth Maier, 
Advokaten, am 3. August 2016 Beschwerde beim Regierungsrat.  
 
I. Am 18. November 2016 wurde A.____ von der Justizvollzugsanstalt F.____ vom Straf-
vollzug in die Ausschaffungshaft überführt und am 5. Dezember 2016 aus der Schweiz ausge-
schafft. 
 
J. Mit Entscheid Nr. 1775 vom 13. Dezember 2016 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab. Zur Begründung führte dieser aus, dass A.____ zu einer längerfristigen Freiheits-
strafe verurteilt worden sei und damit einen Widerrufsgrund gesetzt habe. Ob er mit seinem 
Verhalten auch den Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung erfüllt habe, könne offen gelassen werden. Ferner kam der Regie-
rungsrat zum Schluss, dass die öffentlichen Interessen an der Wegweisung von A.____ seine 
privaten Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen würden; der Wider-
ruf sei zudem verhältnismässig und es liege kein Härtefall vor.  
 
K. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 20. Dezember 2016 Be-
schwerde an das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge-
richt). Er beantragt, es seien der regierungsrätliche Entscheid vom 13. Dezember 2016 und die 
Verfügung des AfM vom 29. Juli 2016 aufzuheben und das AfM anzuweisen, dem Beschwerde-
führer die Niederlassungsbewilligung zu belassen; unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Be-
schwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen sei. In der 
ergänzenden Beschwerdebegründung vom 21. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an 
den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest. 
 
L. In seiner Vernehmlassung vom 10. März 2017 beantragt der Regierungsrat die  
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde.  
 
M. Mit präsidialer Verfügung vom 10. April 2017 wurde Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung bewilligt.  
 
N. Mit Eingabe vom 9. Mai 2017 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und 
reicht die Honorarnote seiner Rechtsvertretung ein. 
 
  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des ange-
fochtenen Entscheids ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die übri-
gen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch die sachliche  
Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde einge-
treten werden.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts  
gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem 
Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
zur Recht erfolgten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. AuG und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder 
ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Anwesenheitsbewilli-
gung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder  
völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.2 Zwischen der Schweiz und dem Kosovo besteht kein Staatsvertrag, der dem Be-
schwerdeführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind ent-
sprechend die Bestimmungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, an-
wendbar. 
 
3.3 Gemäss Art. 34 AuG verleiht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich unbefristeten 
und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem grundsätz-
lichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen.  
 
3.4.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 5. November 1950 sowie dem 

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inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme 
zur Trennung von Familienmitgliedern führt (BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können 
somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige in der 
Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt 
wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich 
hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies 
ist insbesondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewil-
ligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefes-
tigten Rechtsanspruch beruht (BGE 130 II 281 E. 3.1). Zudem müssen diese Personen zur 
Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minderjährige Kinder) gehören und 
es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 
E. 1.3.1; 130 II 281 E. 3.1; 127 II 60 E. 1d/aa). Ein staatlicher Eingriff in das Recht auf Achtung 
des Familienlebens liegt indessen regelmässig nicht vor, wenn den Angehörigen zugemutet 
werden kann, ihre Beziehung im Ausland zu leben. Ist es den in der Schweiz anwesenheitsbe-
rechtigten Familienmitgliedern möglich, mit dem Ausländer, dem eine fremdenpolizeiliche Bewil-
ligung verweigert worden ist, auszureisen, wird der Schutzbereich von Art. 8 EMRK normaler-
weise nicht berührt (BGE 135 I 153 E. 2.1; 122 II 289 E. 3b). 
 
3.4.2 Die Ehegattin des Beschwerdeführers verfügt lediglich über eine Aufenthaltsbewilli-
gung. Aufgrund des gefestigten Anwesenheitsanspruchs der Kinder, welche in die Niederlas-
sungsbewilligung des Beschwerdeführers einbezogen wurden, kommt aber auch ihr ein gefes-
tigter Rechtsanspruch auf Anwesenheit zu (BGE 127 II 60 E. 1d und e). Aus dem Besucheraus-
zug der Justizvollzugsanstalt (JVA) F.____ der Monate Januar 2015 bis Januar 2016 wird er-
sichtlich, dass die Ehegattin des Beschwerdeführers diesen seit September 2015 bis zu dessen 
Haftentlassung fast wöchentlich mit den beiden Kindern besuchte. Dementsprechend ist in 
Übereinstimmung mit dem Regierungsrat davon auszugehen, dass zumindest seit sich der Be-
schwerdeführer in der JVA F.____ befindet eine intakte Beziehung im Sinne der vorstehenden 
Rechtsprechung besteht. Ebenfalls ist dem Regierungsrat dabei zuzustimmen, dass es der ko-
sovarischen Ehefrau und den beiden Kindern, welche sich in einem anpassungsfähigen Alter 
befinden, zumutbar wäre, gemeinsam mit dem Beschwerdeführer in den Kosovo auszureisen. 
Diesbezüglich kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 
 
4.1 Selbst wenn man zum Schluss käme, dass der Schutzbereich von Art. 8 EMRK durch 
die Wegweisung des Beschwerdeführers tangiert wäre, ist zu beachten, dass weder dem ge-
setzlichen Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AuG noch dem grundrechtlichen An-
spruch auf Privat- und Familienleben eine absolute Wirkung zukommt (vgl. E. 4.3). Gestützt auf 
Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i. V. m. Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerru-
fen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 
verurteilt worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in die-
sem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr 
bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen 

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(BGE 139 I 16 E. 2.1; 135 II 377 E. 4.2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt 
oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 27. Januar 
2010 E. 2.1). Insofern kann der Beschwerdeführer nicht gehört werden, wenn er vorbringt, dass 
ein Teil der Lehre davon ausgeht, eine längerfristige Freiheitsstrafe solle erst bei drei Jahren 
angenommen werden, da bis zu diesem Rahmen Strafen teilbedingt möglich wären. Dies ist 
insbesondere deshalb abzulehnen, da der Aspekt des Verschuldens, welcher unter anderem 
die Anordnung einer bedingten, teilbedingten und unbedingten Strafe bestimmt, erst im Rah-
men der Verhältnismässigkeitsprüfung berücksichtigt wird. In Übereinstimmung mit der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt sich sodann aus Gründen der Rechtssicherheit das 
Festhalten an einem bestimmten Grenzwert. Diese Schwelle von einem Jahr orientiert sich an 
der Strafhöhe, ab welcher eine Geldstrafe als Sanktionsart ausscheidet und ausschliesslich 
eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden kann (BGE 135 II 377 E. 4.2).  
 
4.2 Ein Widerruf ist auch möglich, wenn die ausländische Person in schwerwiegender 
Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstos-
sen oder diese gefährdet hat (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). Die Praxis geht hiervon aus, wenn die 
ausländische Person durch ihr Handeln besonders hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in 
Gefahr gebracht hat, sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt oder sich 
im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt noch fähig ist, 
sich an die Rechtsordnung zu halten (Urteil des Bundesgerichts 2C_109/2016 vom 15. Februar 
2016 E. 2.1; BGE 139 I 16 E. 2.1). 
 
4.3 Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen 
werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer 
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, 
das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von 
strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freihei-
ten anderer notwendig ist. 
 
4.4 Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Juni 2015 wurde der Beschwerdefüh-
rer letztmals rechtskräftig zu einer (längerfristigen) Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. 
Damit ist der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG gegeben. Die 
Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe rechtfertigt dem Grundsatz nach gleichzeitig 
einen Eingriff in den grundrechtlich begründeten Anwesenheitsanspruch, denn der angefochte-
ne Entscheid stützt sich auf eine gesetzliche Grundlage und bezweckt die Aufrechterhaltung der 
öffentlichen Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen. Er verfolgt damit 
öffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdrücklich erwähnt sind. Ob das Verhalten 
des Beschwerdeführers zugleich als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, bedarf keiner näheren Be-
trachtung, da dieser Widerrufsgrund nur dann zur Anwendung gelangt, wenn es an den Vo-
raussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheits-
strafe fehlt (BGE 135 II 377 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_888/2012 vom 14. März 2013 
E. 3). Der gesetzliche Anwesenheitsanspruch ist damit grundsätzlich erloschen. 
 

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5. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist indes nur gerechtfertigt, wenn er sich 
gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als verhältnismässig er-
weist (Art. 96 Abs. 1 AuG). Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Verwal-
tungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und 
notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu 
den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 521 ff.). Da-
bei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Inte-
ressen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (BGE 135 II 110 E. 2.1 mit Hinweis; ANDREAS 
ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel 
2009, § 8 [Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung], Rz. 8.31). Verlangt ist 
insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der 
Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem  
Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 
mit weiteren Hinweisen). Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG verlangt auch die EMRK in diesem Zu-
sammenhang eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Belas-
sung der Niederlassungsbewilligung und den öffentlichen Interessen an deren Widerruf. Der 
EGMR stützt sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen im 
Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die gleichen Aspekte wie die bundesgerichtliche Praxis 
(BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Daraus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne von Art. 96 
Abs. 1 AuG als verhältnismässig erweist, grundsätzlich auch vor Art. 8 EMRK standhält 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). Für die Beurteilung der 
Zulässigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme sind sodann folgende Elemente zu be-
rücksichtigen: Die Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straftaten, wobei beson-
ders ins Gewicht fällt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener begangen und es sich 
dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht; die Dauer des Aufenthalts im Land; die seit 
der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten des Betroffenen während dieser; die so-
zialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland; sein 
gesundheitlicher Zustand sowie die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene 
Dauer der Fernhaltung (BGE 139 I 16 E. 2.2.2). Nach der Rechtsprechung sind umso strengere 
Anforderungen an eine fremdenpolizeiliche Massnahme zu stellen, je länger ein Ausländer in 
der Schweiz anwesend war. Selbst bei einem Ausländer, der bereits hier geboren ist und sein 
ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländer der zweiten Generation), sind 
fremdenpolizeiliche Massnahmen aber nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. wiederholten 
Straftaten, insbesondere bei Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten, besteht hieran ein wesent-
liches öffentliches Interesse (Urteil des Bundesgerichts 2C_640/2013 vom 25. November 2013 
E. 2.3; BGE 122 II 433 E. 2c; 130 II 176 E. 4.4.2).  
 
6. Demzufolge ist anhand der aufgezeigten Rechtslage zu prüfen, ob unter Berücksichti-
gung der konkreten Umstände des vorliegenden Falles die öffentlichen Interessen am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Ver-
bleib in der Schweiz überwiegen. 
 

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6.1 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens und die vorzunehmende ausländer-
rechtliche Interessenabwägung sind die vom Strafgericht verhängten Strafen (Urteil des Bun-
desgerichts 2C_725/2016 vom 30. Dezember 2016 E. 3.2; BGE 134 II 10 E. 4.2).  
 
6.2.1 Am 18. Juni 2015 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt den Beschwerdeführer 
rechtskräftig wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beschimpfung 
sowie wegen versuchter Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Dieses Delikt 
beging der Beschwerdeführer unmittelbar nach seiner vorzeitigen Haftentlassung am 
20. November 2014 aus der JVA F.____. Gemäss den Ausführungen des Strafgerichts sei der 
Beschwerdeführer gegenüber seiner ehemaligen Geliebten – nachdem es bereits Stunden zu-
vor zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sei – in einer Bar massiv gewalttätig ge-
worden. Zum Sachverhalt führte das Strafgericht aus, dass die ehemalige Geliebte dem Be-
schwerdeführer den Inhalt eines Glases ins Gesicht geschüttet habe, woraufhin dieser an sie 
heran getreten sei und sie fest an den Armen haltend zu sich gezogen und zumindest eine 
Hand um ihren Hals gelegt habe. Sodann habe er angefangen, über einen nicht näher bestimm-
ten Zeitraum, ihren Hals in skrupelloser Weise zuzudrücken, im Wissen darum, seine ehemalige 
Geliebte durch dieses Vorgehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in unmittelba-
re Lebensgefahr zu bringen. Das Strafgericht führte dazu aus, dass der Beschwerdeführer mit 
seinem Verhalten zumindest in Kauf genommen habe, seinem Gegenüber tödliche oder sube-
ventualiter lebensgefährliche bzw. schwerwiegende Verletzungen zuzufügen. Dem ihm körper-
lich in jeder Hinsicht massiv unterlegenen und infolge vorgängiger massiver Gewalteinwirkung 
dermassen geschwächten Opfer habe er im Anschluss daran mit der flachen Hand und mit der 
geballten Faust mehrere heftige Schläge gegen die linke Kopfseite zugefügt, insbesondere ge-
gen die Augenregion. Diese unkontrollierte Gewalttätigkeit gegenüber seinem körperlich weit 
unterlegenen Opfer zeuge von der Unbeherrschtheit des Beschwerdeführers. Wie dem Sach-
verhalt des Strafurteils weiter zu entnehmen ist, habe der Beschwerdeführer, auch nachdem 
das Opfer zu Boden gegangen war, nicht von ihr abgelassen, sondern habe sie noch mit Faust-
schlägen und Fusstritten gegen den Kopf traktiert. Anschliessend habe sich der Beschwerde-
führer vom Tatort entfernt und sich in eine Diskothek begeben.  
 
6.2.2 Im vorliegenden Fall ist aufgrund des gleichgültigen, skrupellosen und von Jähzorn 
getriebenen Verhaltens des Beschwerdeführers bei der Tat am 20. November 2014, entspre-
chend dem Strafurteil vom 18. Juni 2015, von einem schweren Verschulden auszugehen. Die-
ser Eindruck wird durch die vorangegangenen Verurteilungen wegen weiteren Gewaltdelikten 
noch verstärkt. Die begangenen Delikte stehen zudem stets mit hochwertigen Rechtsgütern wie 
Leib und Leben in Verbindung und lassen beim Beschwerdeführer ein eminentes Mass an 
Wertschätzung gegenüber diesen Rechtsgütern vermissen, was dem Beschwerdeführer schwer 
anzulasten ist. 
 
6.3 Bei der Bemessung des Rückfallrisikos hat die gesamte deliktische Vorgeschichte Be-
rücksichtigung zu finden. Der Beschwerdeführer war mit Urteil des Strafgerichts Basel-
Landschaft vom 8. Mai 2003 zum Massnahmenvollzug in die Arbeitserziehungsanstalt E.____ 
eingewiesen worden. Mit Verfügung vom 28. Januar 2004 wurde dieser abgebrochen. Gemäss 
eines Schreibens der Arbeitserziehungsanstalt E.____ sei die Einsicht und die Bereitschaft des 

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Beschwerdeführers, sich auf einen Prozess zur Bearbeitung der Suchtmittelabhängigkeit und 
der Neigung zur Delinquenz und Gewalttätigkeit einzulassen, sehr gering, sodass zur Zeit von 
einem hohen Rückfallrisiko auszugehen sei. Das Verhalten des Beschwerdeführers hat sich 
zwar in den Jahren 2006 bis 2013 gebessert, jedoch führte dieser seine Delinquenz nach dem 
Vorfall am 4. Oktober 2013 in einer Diskothek wieder unbeirrt fort. Infolge dieser Entwicklung 
hat ihm auch das Strafgericht Basel-Stadt eine schlechte Legalprognose gestellt. Insgesamt 
betrachtet, fällt auf, dass es dem Beschwerdeführer insbesondere an der Einsichtsfähigkeit be-
züglich der ausgeführten Taten mangelt. Die tätliche Auseinandersetzung des Beschwerdefüh-
rers mit seiner ehemaligen Geliebten – nach dessen Haftentlassung – lässt sodann auf eine 
fehlende Impulskontrolle schliessen. Er scheut sich ferner nicht, körperliche Konfrontationen 
einzugehen. Der Beschwerdeführer hat sich weder durch frühere mit einem Landesverweis ver-
bundene Strafen noch durch die ausländerrechtliche Verwarnung eines Besseren belehren las-
sen. Die ihm gebotenen Chancen, seine Suchtproblematik behandeln zu lassen, wusste er 
ebenso wenig zu nutzen. Der Beschwerdeführer wurde nach vorzeitiger Haftentlassung am 
20. November 2014 gleichentags erneut straffällig. Insofern kann der Beschwerdeführer auch 
nicht gehört werden, wenn er vorbringt, nach der Verbüssung der letzten Freiheitsstrafe keine 
Möglichkeit erhalten zu haben sich zu bewähren. In Übereinstimmung mit dem Strafgericht Ba-
sel-Stadt ist somit von einer mittleren bis hohen Rückfallgefahr auszugehen (vgl. Urteil des 
Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Juni 2015, S. 25 f.). Zwar wurde anlässlich des Haftentlas-
sungsgesuchs vom 31. Juni 2016 das Verhalten des Beschwerdeführers in der Haft grundsätz-
lich als gut beurteilt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird eine gute Führung 
im Straf- und Massnahmenvollzug von der verurteilten Person generell erwartet, so dass der 
Beschwerdeführer hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 2C_1160/2014 vom 22. Mai 2015 E. 2.1; BGE 137 II 233 E. 5.2.2).  
 
6.4 In Anbetracht der Umstände ist dem Beschwerdeführer eine Geringschätzung der hie-
sigen Rechtsordnung vorzuwerfen. Er scheint weder gewillt noch fähig sich an diese zu halten. 
Infolge dieser Unbelehrbarkeit sowie der damit verbundenen Rückfallgefahr sind die ordnungs- 
und sicherheitspolizeilichen Interessen daher als sehr hoch zu bewerten. Insgesamt besteht 
somit ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des 
Beschwerdeführers.  
 
7. Dem öffentlichen Interesse am Widerruf der Bewilligung und der damit verbundenen 
Wegweisung sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der 
Schweiz gegenüberzustellen. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer war 1995 im Alter von 14 Jahren im Rahmen des Familien-
nachzugs in die Schweiz eingereist. Er lebt somit bereits seit 22 Jahren hier, verfügt dement-
sprechend über ein soziales Netzwerk und beherrscht die deutsche Sprache. Aufgrund der lan-
gen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers ist daher – wie auch von diesem vorgebracht – 
nur zurückhaltend von der Ausweisung Gebrauch zu machen (BGE 139 I 34 E. 2.3.1). Was die 
berufliche Integration anbelangt, hat der Beschwerdeführer eine Lehre zum Automonteur be-
gonnen, jedoch nicht abgeschlossen. Später arbeitete er als Gipser und Fassadenisolierer und 
kam für seinen Lebensunterhalt mehrheitlich eigenständig auf. Lediglich zwischen März 2003 

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und April 2004 sowie im Mai 2005 bis März 2007 musste der Beschwerdeführer durch die  
Sozialhilfe unterstützt werden. Während den vorgebrachten Zeiträumen befand sich der Be-
schwerdeführer jedoch grösstenteils im Massnahmenvollzug oder verbüsste seine Freiheitsstra-
fe. Er konnte sich somit zumindest wirtschaftlich integrieren. Im Jahr 2004 heiratete der Be-
schwerdeführer in seiner Heimat die kosovarische Staatsangehörige, B.____, welche ihm 2009 
in die Schweiz folgte. Im Januar 2010 bzw. im April 2013 kamen die beiden gemeinsamen Kin-
der zur Welt. Nebst seiner Kernfamilie leben zudem die Eltern des Beschwerdeführers sowie 
zwei Schwestern in der Schweiz. Die Ehefrau des Beschwerdeführers kam erst im Alter von 
29 Jahren in die Schweiz und hat somit den Grossteil ihres Lebens im Kosovo verbracht. Sie 
spricht gebrochen Deutsch und hat sich bisher aufgrund der Kinderbetreuung nicht in den  
Arbeitsprozess integrieren können. Die beiden Kinder befinden sich noch im anpassungsfähi-
gen Alter und die jährlichen ärztlichen Kontrollen der Tochter (sie leidet an einer Lippen-Kiefer-
Spalte) könnten auch im Rahmen von Besuchen in der Schweiz vorgenommen werden (vgl. 
Bericht des Universitätsspitals Basel vom 30. August 2016). Angesichts dessen wäre es der 
Kernfamilie somit zumutbar dem Beschwerdeführer in die Heimat zu folgen. Einem Verbleib der 
Ehefrau mit den beiden Kindern in der Schweiz steht jedoch nichts entgegen. Die familiäre Be-
ziehungspflege wäre auch mittels Besuchen oder durch telefonischen bzw. elektronischen Kon-
takt möglich. Der Umstand, dass die Kinder des Beschwerdeführers bei einer Wegweisung  
ohne ihren Vater aufwachsen müssten, vermag an und für sich kein weitergehendes privates 
Interesse zu begründen. Dies insbesondere angesichts des Umstandes, dass das Familienle-
ben durch die Inhaftierung des Beschwerdeführers bereits vorangehend für längere Zeit er-
schwert war und er diesen Umstand selber zu verantworten hat. Der Beschwerdeführer hat so-
dann bis zu seinem 15. Lebensjahr im Kosovo bei seinen Grosseltern gelebt, hat den grössten 
Teil seiner Schulzeit dort verbracht und beherrscht die Sprache. Dementsprechend ist er mit 
den dortigen Gepflogenheiten und der Kultur vertraut. Er hielt sich zudem im Jahr 2002 nach-
weislich für zwei Monate in Prizren auf (vgl. Einvernahmeprotokoll der Kantonspolizei Zürich 
vom 9. August 2002). Im Weiteren kann der Beschwerdeführer auch aus dem zitierten Urteil 
des Bundesgerichts (2C_28/2012) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das Bundesgericht 
schützt darin die Wegweisung von "Ausländern der zweiten Generation", d.h. von Ausländern, 
die in der Schweiz geboren sind oder spätestens im Kleinkindalter einreisten. Der Beschwerde-
führer ist erst mit 14 Jahren in die Schweiz eingereist, so dass er nicht als Ausländer der zwei-
ten Generation gilt. Der vorgebrachte Bundesgerichtsentscheid vermag somit an der vorliegen-
den Verhältnismässigkeitsprüfung nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer ist in den vergange-
nen Jahren nach einem Unterbruch von knapp zehn Jahren erneut straffällig geworden, wobei 
er bei seinen letzten Straftaten im Oktober 2013 sowie im November 2014 auch vor sehr mas-
siven Gewaltanwendungen nicht zurückschreckte. Ein solches Verhalten präsentierte er insbe-
sondere bei der am 20. November 2014 begangenen Tat, welche als besonders schwerwie-
gend zu qualifizieren ist, was sich auch im ausgesprochenen Strafmass wiederspiegelt.  
 
7.2 Mit dem Regierungsrat ist damit festzustellen, dass im Rahmen der Güterabwägung 
insbesondere die lange Anwesenheitsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz sowie des-
sen familiäre Beziehungen sein Verschulden an den ausgeübten Taten sowie die daraus resul-
tierende negative Legalprognose nicht zu überwiegen vermögen. Die Wegweisung erscheint 

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unter Berücksichtigung des Vorgebrachten und der Tatsache, dass der Beschwerdeführer diese 
durch sein eigenes Verhalten herbeigeführt hat, als zumutbar. 
 
8. Zusammengefasst erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Be-
schwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz als verhältnismässig. Der Regie-
rungsrat hat entsprechend den rechtlichen Anforderungen die öffentlichen Interessen, die per-
sönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration im Rahmen einer umfassenden Interes-
senabwägung berücksichtigt. Anhaltspunkte dafür, dass er das ihm zustehende Ermessen 
rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte, bestehen ausserdem nicht. Der Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erfolgten damit 
zu Recht. 
 
9.1 Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, dass eine Rückkehr in den Kosovo für 
ihn ausgesprochen schwierig wäre, da ihm die für ein Überleben in einem fremden Land not-
wendigen Kenntnisse des Erwerbslebens sowie sämtlicher administrativer und staatspolitischer 
Vorgänge völlig fehlen würden. Deshalb sei im vorliegenden Fall gar von einem Härtefall aus-
zugehen.  
 
9.2 Ob sich der Beschwerdeführer vorliegend überhaupt auf einen Härtefall berufen kann, 
ist fraglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_129/2014 vom 4. November 2014 E. 3), kann 
aber offen gelassen werden. Der Regierungsrat hat die Voraussetzungen für die Erteilung einer 
Härtefallbewilligung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG gewürdigt und das Vorliegen eines 
Härtefalls – unter Verweis auf die Ausführungen betreffend die Ermessens- und Verhältnismäs-
sigkeitsprüfung – zu Recht verneint. Die mit einer Rückkehr verbundenen Schwierigkeiten ge-
nügen nicht, um einen Härtefall anzunehmen. 
 
10. Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, dass ihm im vorinstanzlichen Ver-
fahren für die Abschreibung des Verfahrens betreffend die aufschiebende Wirkung keine Par-
teientschädigung zugesprochen worden sei. Dies sei im vorliegenden Verfahren nachzuholen. 
Wie dem regierungsrätlichen Entscheid vom 13. Dezember 2016 zu entnehmen ist, wurden die 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für den zeitlichen Aufwand von acht Stunden und 
35 Minuten mit einem Honorar in der Höhe von Fr. 2‘072.15 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert-
steuer) entschädigt. Dies entspricht dem gesamten geltend gemachten zeitlichen Aufwand der 
Honorarnote vom 17. November 2016, welche anlässlich des Verfahrens vor dem Regierungs-
rat eingereicht worden war. Es ist somit davon auszugehen, dass auch der Aufwand für den 
Antrag betreffend aufschiebende Wirkung darin enthalten ist und infolgedessen bereits vollum-
fänglich entschädigt wurde. Es wurden ferner weder dem Regierungsrat noch dem Kantonsge-
richt weitere Honorarnoten eingereicht, welche auf Gegenteiliges schliessen liessen. Die Be-
schwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen. 
 
11.1 Es bleibt über die Kosten dieses Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist 
das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichts-
gebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von ins-

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gesamt Fr. 1‘400.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 1'400.-- aus der Gerichtskasse zu bezahlen. 
 
11.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen 
(§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der 
unentgeltlichen Verbeiständung ist den Rechtsvertretern des Beschwerdeführers ein Honorar 
auszurichten. Gemäss der Honorarnote vom 9. Mai 2017 wird ein zeitlicher Aufwand von acht 
Stunden und 35 Minuten à Fr. 250.-- pro Stunde geltend gemacht. Entsprechend der geltenden 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 ist im Rahmen der 
unentgeltlichen Verbeiständung jedoch ein Honorar von Fr. 200.-- pro Stunde zu gewähren. 
Den Rechtsvertretern ist somit ein Honorar in der Höhe von insgesamt Fr. 2‘002.60 (inkl. Ausla-
gen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
11.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 

 

 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird den Rechtsvertretern des Beschwerde-
führers ein Honorar von Fr. 2‘002.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.