# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3d95998-47b3-5900-b0f3-4d27826c4482
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 20.12.2021 V 2021 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-43_2021-12-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 20. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Strassenverkehrsrecht
(Sicherungsentzug des Führerausweises)

V 2021 43

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Urteil V 2021 43

A. A.________, geb. 1987, fuhr am 24. Februar 2021, um 19:55 Uhr, als Lenker 
eines Personenwagens in Spreitenbach auf der Landstrasse und geriet in eine allgemeine 
Verkehrskontrolle. Aufgrund von äusseren Anzeichen auf Betäubungsmittelkonsum 
(wässrige und gerötete Augen, flatternde Augenlieder sowie gerötete Nasenschleimhäute 
und Schwanken beim Standtest, zitternde Hände, flatternde Augenlider und verzögerte 
Reaktion der Pupillen beim seitlichen Ausleuchten der Augen) wurde ein 
Betäubungsmittelschnelltest durchgeführt, der eine positive Indikation auf Kokain und 
THC/Cannabis ergab. A.________ wurde von der Polizei des Kantons Aargau für 24 
Stunden ein Fahrverbot für das Führen von Motorfahrzeugen aller Kategorien, Unter- und 
Spezialkategorien auferlegt. Der zuständige Staatsanwalt von Baden ordnete sodann eine 
Blut- und Urinprobe an. Zudem wurde A.________ durch die Regionalpolizei Wettingen-
Limmattal wegen Verdachts auf Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss einvernommen. 
A.________ gab an, vor der Kontrolle am 24. Februar 2021, um 18:40 Uhr, 5 dl Bier 
getrunken und am 23. Februar 2021, um ca. 13:00 Uhr, einen Joint teilweise geraucht zu 
haben. Abgesehen von der Fahrstrecke und dass er ein Problem im Umgang mit 
Suchtmitteln verneinte, machte A.________ bei der Einvernahme keine weiteren 
Angaben. Am Ende der Einvernahme wurde A.________ die Anzeige an die 
Staatsanwaltschaft Baden eröffnet, wovon er unterschriftlich Kenntnis nahm.

Gemäss dem forensisch-toxikologischen Gutachten des Kantonsspitals Aarau vom 
11. März 2021 wurden im Blut von A.________ 2.2 µg/L Tetrahydrocannabinol (THC) 
nachgewiesen. Im Gutachten wurde weiter festgehalten, dass dieser Wert zweifelsfrei 
oberhalb jenes Grenzwertes von 1.5 µg/L sei, wie ihn Art. 34 der Verordnung des 
Bundesamtes für Strassen zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA) 
festlegt. Im Blut von A.________ konnten jedoch weder Cocain noch dessen inaktiven 
Abbauprodukte nachgewiesen werden. Am 18. März 2021 stellte die Regionalpolizei 
Wettingen-Limmattal A.________ das Ergebnis des Kurzgutachtens zur Beurteilung der 
Fahrfähigkeit zu. Er wurde darüber informiert, dass die zuständige Staatsanwaltschaft 
Baden und das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug in Kenntnis gesetzt würden und 
das Strassenverkehrsamt ihn zu gegebener Zeit über den weiteren Verlauf des gegen ihn 
eröffneten Strafverfahrens und über das massnahmenrechtliche Verfahren kontaktieren 
werde.

Mit Schreiben vom 31. März 2021 informierte das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug 
A.________, dass mit der Anordnung einer Administrativmassnahme vorläufig bis zum 
Vorliegen des rechtskräftigen Strafentscheids zugewartet werde. Sollte er wegen Fahrens 

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Urteil V 2021 43

unter Drogeneinfluss bzw. Fahrens in nicht fahrfähigem Zustand verurteilt werden, müsste 
ihm der Führerausweis – aufgrund seiner Vorakten und der klaren gesetzlichen 
Bestimmungen – per sofort sowie auf unbestimmte Zeit (mindestens aber für 24 Monate) 
entzogen werden.

Am 15. April 2021 (Eingang beim Strassenverkehrsamt Zug am 1. Juni 2021) erging der 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Baden, der in der Folge unangefochten blieb. Mit 
Verfügung des Strassenverkehrsamtes Zug vom 1. Juni 2021 wurde A.________ der Füh-
rerausweis aller Kategorien (inkl. Unter- und Spezialkategorien) auf unbestimmte Zeit, 
mindestens aber für 24 Monate, entzogen. Die Wiederaushändigung des Ausweises nach 
Ablauf der Sperrfrist wurde vom Einreichen eines die Fahreignung befürwortenden 
verkehrspsychologischen Gutachtens abhängig gemacht. Weiterführende Abklärungen, 
z.B. die Anordnung einer zusätzlichen verkehrsmedizinischen Abklärung der Fahreignung 
sowie die Anordnung einer neuen theoretischen und praktischen Führerprüfung, blieben 
ausdrücklich vorbehalten. Begründet wurde der Sicherungsentzug im Wesentlichen mit 
der schweren Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. c 
SVG und der erheblichen Vorbelastung des fahrerischen Leumunds von A.________. 
Aufgeführt wurden fünf aktenkundige Vorfälle, mit unter anderen zwei weiteren schweren 
Widerhandlungen innert weniger als zehn Jahren. Es liege die unwiderlegbare gesetzliche 
Vermutung der mangelnden Fahreignung gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG vor.

B. Mit Eingabe vom 1. Juli 2021 liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen und die vollumfängliche Aufhebung der 
Verfügung vom 1. Juni 2021 beantragen. Eventualiter sei die Verfügung des 
Strassenverkehrsamtes des Kantons Zug vom 1. Juni 2021 vollumfänglich aufzuheben 
und ein Warnentzug für höchstens 24 Monate festzusetzen. Subeventualiter sei die 
Verfügung des Strassenverkehrsamtes des Kantons Zug vom 1. Juni 2021 vollumfänglich 
aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das Strassenverkehrsamt des 
Kantons Zug zurückzuweisen. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST 
zu Lasten des Beschwerdegegners.

C. Am 14. Juli 2021 bezahlte der Beschwerdeführer fristgerecht den von ihm 
geforderten Kostenvorschuss von Fr. 1’200.–.

D. Mit Vernehmlassung vom 10. August 2021 beantragte das Strassenverkehrsamt, 
die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Gemäss dem Strafbefehl der 

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Staatsanwaltschaft Baden vom 15. April 2021 habe der Beschwerdeführer einen 
Personenwagen unter Cannabiseinfluss gelenkt. Es handle sich um eine schwere 
Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. c SVG, und unter Berücksichtigung der 
Kaskadenbestimmung von Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG habe die Administrativbehörde den 
hier angefochtenen Kaskadensicherungsentzug verfügen müssen. 

E. Am 17. September 2021 replizierte der Beschwerdeführer, und am 6. Oktober 
2021 reichte das Strassenverkehrsamt eine Duplik ein. Auf die Ausführungen in den 
Rechtsschriften ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BSG 162.1) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig gegen 
Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden, soweit sich ihre 
Entscheide auf Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den 
Regierungsrat oder das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Da sich der vorliegende 
Entscheid auf das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) und somit auf Bundesrecht 
stützt, kann die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 1. Juni 2021 direkt beim 
Verwaltungsgericht angefochten werden. Die Beschwerde erfolgte fristgerecht, und die 
Beschwerdeschrift erfüllt die an sie gestellten Anforderungen. Der Beschwerdeführer ist 
als Verfügungsadressat vom Entscheid unbestrittenermassen direkt betroffen, hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung und ist somit in 
Anwendung von § 62 VRG zur Beschwerde berechtigt, weshalb sie zu prüfen ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Im vorliegenden Verfahren umstritten und zu prüfen ist, ob das 
Strassenverkehrsamt gestützt auf Art. 16c Abs. 1 lit. c SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG, 
Art. 2 Abs. 1 und 2 der Verkehrsregelnverordnung (VRV; SR 741.11) und Art. 16c Abs. 2 
lit. d SVG den Sicherungsentzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit, mindestens 
aber für 24 Monate, und für alle Kategorien formell und materiell rechtmässig verfügt hat.

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3. Verfahrensmässig macht der Beschwerdeführer geltend, sein Anspruch auf 
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV sei von der Vorinstanz verletzt worden.

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt 
worden, da ihm nie die Möglichkeit gegeben worden sei, seinen Standpunkt im Verfahren 
darzulegen. Er sei lediglich mit Schreiben vom 31. März 2021 darüber in Kenntnis gesetzt 
worden, dass das Strassenverkehrsamt Zug über den Vorfall vom 24. Februar 2021 
informiert worden sei und wie es verfahren würde. Eine Einladung, sich zum ihm 
vorgeworfenen Sachverhalt zu äussern, habe gänzlich gefehlt. Bei einem Laien wäre ein 
Hinweis auf diese Möglichkeit sowie eine explizite Einladung hierzu zwingend notwendig 
gewesen. In der Zeitspanne von zwei Monaten bis zur Verfügung am 1. Juni 2021 wäre 
reichlich Zeit gewesen, ihm das rechtliche Gehör zu gewähren. Um dieses überhaupt 
wahrnehmen zu können, hätte er sodann über den wesentlichen Inhalt der beabsichtigten 
Verfügung informiert werden müssen (insbesondere was den Sachverhalt und die 
anwendbaren Rechtsnormen betreffe), wobei auch dies nicht geschehen sei. Selbstredend 
habe es demnach auch keine Erkenntnisse gegeben, welche durch die Ausübung des 
rechtlichen Gehörs in den Entscheidungsfindungsprozess hätten einfliessen können. Ein 
Verzicht auf das rechtliche Gehör dürfe nicht einfach leichthin angenommen werden, 
sondern müsse unzweideutig festgestellt werden. So sei er gezwungen, gegen die 
Verfügung des Strassenverkehrsamtes Zug Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben, 
um sich erstmals Gehör zu verschaffen und seinen Standpunkt in das Verfahren 
einbringen zu können. Hinsichtlich des unangefochtenen Strafbefehls vom 15. April 2021 
werde festgehalten, dass er zum Zeitpunkt der versuchten Zustellung in den Ferien geweilt 
habe und der Strafbefehl deswegen nicht abgeholt und infolgedessen an den Absender 
zurückgesandt worden sei. Wenn er den Strafbefehl hätte empfangen können und zu 
Hause gewesen wäre, hätte er aus mannigfachen Gründen Einsprache dagegen erhoben. 
Es liege nämlich ein Sachverhaltsirrtum vor, denn der Beschwerdeführer sei davon 
ausgegangen voll fahrfähig zu sein und habe nicht damit gerechnet und habe auch nicht 
damit rechnen können, knapp 30 Stunden nach dem Konsum noch unter dem Einfluss von 
THC zu stehen und allenfalls noch nicht ausreichend fahrfähig zu sein. Der 
Beschwerdeführer habe keinerlei Beeinträchtigung gefühlt. Zwischen dem Zeitpunkt des 
Konsums und dem Startzeitpunkt der Fahrt am 24. Februar 2021 seien knapp 30 Stunden 
verstrichen, der Beschwerdeführer habe genügend Schlaf gehabt (knapp 8 Stunden) und 
habe sich auch reichlich ernährt. Es würde sich mithin um einen unvermeidbaren 
Sachverhaltsirrtum und eine gemäss Art. 13 StGB zu beurteilende Konstellation handeln. 

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Es sei sodann unzutreffend, dass der im Strafbefehl festgestellte Sachverhalt 
ausnahmslos für die Administrativbehörde verbindlich sei. Hätte das Strassenverkehrsamt 
Zug dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt, so hätte er sich zum 
Sachverhalt äussern können und den Irrtum (Sachverhaltsirrtum) schon dazumal 
vorbringen können. Somit hätte das Strassenverkehrsamt Zug den Sachverhalt von sich 
aus feststellen, Beweise abnehmen und die hierfür wesentlichen Rechtsfragen abklären 
können und müssen. Dies hätte sich sogar aufgedrängt, da der Beschwerdeführer 
einerseits durch Strafbefehl und zudem lediglich gestützt auf den Sachverhalt verurteilt 
worden sei, der aus der äusserst unvollständigen Polizeibefragung hervorgegangen sei. 
Eine Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft habe nie stattgefunden. Im Polizeirapport 
habe es genügend Anhaltspunkte gegeben, die zwangsläufig die Abklärung eines 
Sachverhaltsirrtums erforderlich gemacht hätten, was jedoch ausgeblieben sei.

3.1.1 Das Strassenverkehrsamt führt hingegen aus, der Beschwerdeführer habe den 
Umstand, dass der Strafbefehl vom 15. April 2021 während seiner Ferienabwesenheit 
zugestellt worden und in der Folge in Rechtskraft erwachsen sei, selbst zu verantworten. 
Gerade da er um die Wichtigkeit der strafrechtlichen Beurteilung gewusst habe, hätte er 
sich um eine Rechtsvertretung im Strafverfahren bemühen müssen oder zumindest darum 
besorgt sein müssen, dass ihm die Post während seiner Abwesenheit an sein 
Feriendomizil weitergeleitet werde oder er sonst wie Zugang zu derart wichtigen 
Schriftstücken wie einem Strafbefehl erhalte. Ebenfalls hätte er sich unmittelbar nach 
seiner Rückkehr aus den Ferien um eine Fristwiederherstellung bemühen können, was er 
offenbar unterlassen habe. Den Sachverhaltsirrtum hätte er im Strafverfahren vorbringen 
müssen, und auf diesen Umstand sei er vom Strassenverkehrsamt auch mit Schreiben 
vom 31. März 2021 ausdrücklich hingewiesen worden. Mit Letzterem sei dem 
Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zudem ausdrücklich gewährt worden. Das 
Strassenverkehrsamt habe nach Eingang des rechtskräftigen Strafentscheides keine 
Veranlassung gehabt, von einem Sachverhaltsirrtum des Betroffenen auszugehen. 
Gemäss den Bemerkungen auf Seite 2 des Polizeirapports vom 18. März 2021 habe der 
Betroffene bei der Kontrolle äussere Anzeichen für einen Betäubungsmittelkonsum 
gezeigt, die bestens zum laboranalytisch festgestellten Ergebnis des Fahrens unter 
Drogeneinfluss passen würden. Angesichts der Nulltoleranz von Drogen beim Führen von 
Motorfahrzeugen gehe das Amt davon aus, dass es sich beim geltend gemachten 
Sachverhaltsirrtum mit angeblichem Drogenkonsum am Vortag um eine 
Schutzbehauptung des Betroffenen handle.

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3.1.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 
Die betroffene Person hat das Recht, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung 
eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern. Dazu gehört insbesondere das Recht, 
Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und 
an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn es geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 
127 I 54 E. 2b). Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Dessen Verletzung 
führt ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der 
Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt 
gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 
Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei 
überprüfen kann (BGE 137 I 195 E. 2.2 und 2.3.2 m.w.H.).

Bei schweren oder regelmässigen Gehörsverletzungen ist die Heilung grundsätzlich 
ausgeschlossen (Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, 
Rz. 273). Auch soll die Heilung des Mangels die Ausnahme bleiben. Allerdings ist von 
einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung 
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, 
die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 
133 I 201 E. 2.2 mit Hinweisen).

Das erstinstanzliche Verfahren des Führerausweisentzugs richtet sich nach dem 
kantonalen Recht, unter Vorbehalt der Mindestanforderungen von Art. 23 SVG (BGer 
1C_31/2008 vom 31. März 2008 E. 2.1). Nach Abs. 1 Satz 2 dieser Bestimmung ist der 
Betroffene vor dem Entzug eines Führerausweises in der Regel anzuhören. Von der 
Anhörung vor dem Entzug kann ausnahmsweise abgesehen werden. Gemäss § 15 VRG 
gewährt die Behörde den Parteien das rechtliche Gehör, bevor sie entscheidet (Abs. 1). 
Bei Dringlichkeit können vor der Anhörung einstweilige Verfügungen getroffen werden 
(Abs. 2). Letzteres stellt eine zulässige Beschränkung des Anspruchs auf Anhörung vor 
der Verfügung dar (BGE 132 V 368 E. 4.3). Ist Gefahr im Verzug, wird der Anspruch auf 
rechtliches Gehör dadurch verwirklicht, dass der Betroffene unmittelbar nach der 
Verfügung angehört und diese gegebenenfalls widerrufen oder angepasst wird. Dieses 

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Vorgehen ist rechtmässig und stellt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar (vgl. zum 
Ganzen BGer 1C_264/2014 vom 19. Februar 2015 E. 3.2).

3.1.3 Vorliegend verhält es sich so, dass das Strassenverkehrsamt am 31. März 2021 
den Beschwerdeführer darüber informierte, dass die Akten geprüft würden und mit der 
Anordnung einer Administrativmassnahme vorläufig bis zum Vorliegen des rechtskräftigen 
Strafentscheids zugewartet werde. Sollte er wegen Fahrens unter Drogeneinfluss bzw. 
Fahrens in nicht fahrfähigem Zustand verurteilt werden, müsste ihm der Führerausweis – 
aufgrund seiner Vorakten und den klaren gesetzlichen Bestimmungen – per sofort sowie 
auf unbestimmte Zeit (mindestens aber für 24 Monate) entzogen werden. Gleichentags 
ersuchte das Strassenverkehrsamt die Staatsanwaltschaft Baden, es über den Ausgang 
des Strafverfahrens zu orientieren und wies diese darauf hin, dass der vorliegende Fall 
von besonderer Dringlichkeit sei, da bei einer Verurteilung wegen Fahrens in 
fahrunfähigen Zustand ein sofortiger Führerausweisentzug verfügt werden müsste. Als am 
1. Juni 2021 der Strafbefehl vom 15. April 2021 beim Strassenverkehrsamt einging, 
verfügte dieses noch gleichentags den Sicherungsentzug des Führerausweises aller 
Kategorien auf unbestimmte Zeit, mindestens aber für 24 Monate. Das 
Strassenverkehrsamt hörte somit den Beschwerdeführer vor dem Erlass der Verfügung 
unstreitig nicht an.

3.1.4 Entgegen den Ausführungen des Strassenverkehrsamts in seiner Duplik ist aus 
dem Schreiben vom 31. März 2021 nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer das 
rechtliche Gehör ausdrücklich gewährt worden wäre. Dem Beschwerdeführer wurde in 
casu zwar am 24. Februar 2021 ein Fahrverbot für 24 Stunden auferlegt, jedoch nach 
Ablauf dieser Frist die Fahrerlaubnis wieder erteilt. Erst nach Erhalt des Strafbefehls am 
1. Juni 2021, somit mehr als drei Monate später, wurde unmittelbar und ohne vorgängige 
Gewährung des rechtlichen Gehörs ein ordentlicher Sicherungsentzug verfügt. Die 
Anordnung von ordentlichen Sicherungsentzügen ist ohne vorliegende Anhörung des 
Betroffenen nur bei klarer Dringlichkeit der Massnahme gerechtfertigt. In Anbetracht 
dessen, dass nach dem Ereignis vom 24. Februar 2021 auf einen vorsorglichen 
Führerausweisentzug verzichtet wurde, ist nicht ersichtlich, dass eine derartige 
Dringlichkeit vorlag, die nach Erhalt des Strafbefehls vom 15. April 2021 nur schon den 
Erlass eines vorsorglichen Sicherungsentzugs ohne vorgängige Anhörung gerechtfertigt 
hätte. Umso weniger lagen infolge fehlender absoluter Dringlichkeit Gründe vor, die den 
Erlass eines ordentlichen Sicherungsentzugs ohne vorherige Anhörung des Betroffenen 
gerechtfertigt hätten. In der angefochtenen Verfügung wird zwar festgehalten, dass der 

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Beschwerdeführer innert 10 Tagen ab Erhalt der Verfügung Einsicht in die Akten nehmen 
könne. Eine allfällige Stellungnahme wurde aber vor dem Erlass des Sicherungsentzugs 
nicht abgewartet. Damit ist an sich der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt. 
Richtigerweise hätte dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt werden 
müssen, und erst anschliessend hätte der Sicherungsentzug angeordnet werden dürfen. 
Die Verletzung des rechtlichen Gehörs wird in diesem Verfahren zwar geheilt, denn dem 
Gericht steht die volle Überprüfungsbefugnis zu. Der Beschwerdeführer hat sich in seiner 
Beschwerdeschrift ausführlich äussern können. Trotzdem ist aber die sofortige Anordnung 
eines Sicherungsentzugs ohne vorherige Gewährung des rechtlichen Gehörs als 
Verfahrensfehler zu qualifizieren, der bei den Verfahrenskosten zu berücksichtigen ist.

3.2 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Begründung des 
Strassenverkehrsamts zum verfügten Sicherungsentzug des Führerausweises sei in 
äusserst summarischer Art und Weise erfolgt. Eine vertiefte Auseinandersetzung und 
Würdigung der Umstände resp. des Sachverhalts sowie eine vertiefte Prüfung der 
Voraussetzungen fehlten gänzlich, wobei dies jedoch für die Verfügung des 
Sicherungsentzugs unabdingbar gewesen wäre.

3.2.1 Auch der Anspruch auf eine schriftliche Begründung ergibt sich einerseits aus dem 
kantonalen Recht (§ 20 VRG) und andererseits aus dem Bundesrecht (Art. 29 Abs. 2 BV, 
rechtliches Gehör). Ein Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist der Anspruch 
auf Begründung. Dieser ist Bestandteil des Anspruchs auf effektive Mitwirkung und 
verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der Beteiligten tatsächlich hört, prüft und 
berücksichtigt und ihren Entscheid vor diesem Hintergrund begründet. Das 
Begründungserfordernis steht im Dienste der Akzeptanz der getroffenen Entscheidung, 
verhindert, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, ermöglicht erst 
eine sachgerechte Anfechtung und vermittelt der Rechtsmittelbehörde ein Bild über die 
Tragweite des ergangenen Entscheids. Darzulegen sind der zugrunde gelegte Sachverhalt 
und die rechtliche Würdigung, d.h. die Überlegungen, von denen sich die Behörde leiten 
lässt und auf die sich ihr Entscheid stützt. Umfang und Dichte der Begründung richten sich 
nach den Umständen des zu beurteilenden Sachverhalts: Bei klarer Sachlage und 
bestimmten Normen können bereits Hinweise auf die Rechtsgrundlagen genügen (Gerold 
Steinmann, St. Galler Kommentar zur BV, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 49 mit Verweis auf die 
Praxis des Bundesgerichts). Die Begründung einer Verfügung entspricht den 
Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Betroffenen dadurch in die Lage versetzt 
werden, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der 

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Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1071).

3.2.2 Die im vorliegenden Fall in Bezug auf den Sicherungsentzug des Führerausweises 
anzuwendenden Gesetzesnormen wurden in der Verfügung korrekt erwähnt, und die 
Gründe für die Massnahme sind verständlich und nachvollziehbar dargelegt. Es war dem 
Beschwerdeführer möglich, die Tragweite der Verfügung zu beurteilen und sie in voller 
Kenntnis der Umstände an das Verwaltungsgericht weiterzuziehen. Dies geht auch aus 
der Beschwerdeschrift des Beschwerdeführers hervor, welcher anhand der Begründung in 
der Verfügung in der Lage war, jeden einzelnen Punkt der Verfügung zu rügen. Demnach 
erachtet das Gericht die Verfügung vom 1. Juni 2021 betreffend den Sicherungsentzug 
aller Kategorien auf unbestimmte Zeit als genügend begründet. Folglich kann der 
Argumentation des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden, wonach die Vorinstanz 
aufgrund mangelnder Begründung das rechtliche Gehör verletzt habe.

4.
4.1 Inhaltlich ist strittig, ob das Strassenverkehrsamt auf den Strafbefehl vom 15. April 
2021 hat abstellen dürfen. Die Administrativbehörde hat – sofern eine Anzeige an den 
Strafrichter erfolgt oder mit einer solchen zu rechnen ist – grundsätzlich mit ihrem 
Entscheid zuzuwarten, bis ein rechtskräftiges Strafurteil vorliegt, soweit der Sachverhalt 
oder die rechtliche Qualifikation des in Frage stehenden Verhaltens für das 
Verwaltungsverfahren von Bedeutung sind. Weiter ist die Bindung der 
Administrativbehörden an das rechtskräftige Urteil des Strafrichters eine doppelte (vgl. 
BGE 136 II 447 E. 3.1; 124 II 103 E. 1c/bb; 119 Ib 158 E. 3c/aa): Von den tatsächlichen 
Feststellungen im Strafurteil darf die Verwaltungsbehörde zum einen nur dann abweichen, 
wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zu Grunde legt, die dem Strafrichter 
unbekannt waren oder die er nicht beachtet hat, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt, 
deren Würdigung zu einem anderen Entscheid führt, oder wenn die Beweiswürdigung 
durch den Strafrichter den feststehenden Tatsachen klar widerspricht; zum andern wenn 
der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht sämtliche 
Rechtsfragen abgeklärt, insbesondere die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln 
übersehen hat (BGE 124 II 103 E. 1c/aa mit Hinweisen; BGer 1C_392/2013 vom 
23. Januar 2014 E. 2.3.1). Unter bestimmten Voraussetzungen ist die 
Administrativbehörde auch an einen Strafentscheid gebunden, der im 
Strafbefehlsverfahren gefällt wurde, selbst wenn er ausschliesslich auf einem 
Polizeirapport beruht. Dies gilt grundsätzlich dann, wenn der Beschuldigte wusste oder 

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angesichts der Schwere der ihm vorgeworfenen Delikte voraussehen musste, dass gegen 
ihn ein Führerausweisentzugs- bzw. Administrativmassnahmeverfahren eröffnet wird, und 
er es trotzdem unterlässt oder darauf verzichtet, im Rahmen des summarischen 
Strafverfahrens die ihm garantierten Verteidigungsrechte geltend zu machen. Unter diesen 
Umständen darf der Betroffene gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht das 
Verwaltungsverfahren abwarten, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweisanträge zu 
stellen, sondern ist nach Treu und Glauben verpflichtet, dies bereits im Rahmen des 
(summarischen) Strafverfahrens zu tun sowie allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu 
ergreifen (BGer 1C_392/2013 vom 23. Januar 2014 E. 2.3.2 und 1C_263/2011 vom 
22. August 2011 E. 2.3; BGE 123 II 97 E. 3c/aa; VGer ZG V 2021 18 vom 10. August 2021 
E. 3.2). 

4.2 Die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 1. Juni 2021 stellt eine schwere 
Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. c SVG durch 
den Beschwerdeführer fest. Diese stützt sich auf den Strafbefehl vom 15. April 2021, 
welcher auf einer Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes durch Fahren in 
fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG) beruht. Dieser Strafbefehl wurde 
mangels Einsprache und nach abgelaufener Rechtsmittelfrist von 10 Tagen zum 
rechtskräftigen und vollstreckbaren Urteil. Dem Beschwerdeführer wurde mit Schreiben 
vom 31. März 2021 mitgeteilt, dass mit der Anordnung einer Administrativmassnahme 
vorläufig bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Strafentscheids zugewartet werde. Zudem 
wurde ihm angekündigt, dass bei einer Verurteilung wegen Fahrens in nicht fahrfähigem 
Zustand ihm der Führerausweis per sofort sowie auf unbestimmte Zeit (mindestens aber 
für 24 Monate) entzogen werde. Demnach musste dem Beschwerdeführer die 
Massgeblichkeit des Strafbefehls bewusst gewesen sein, besonders im Hinblick darauf, 
dass dies nicht sein erstes Strafverfahren war (vgl. E. 6.1 nachstehend). Wenn er nun 
geltend macht, dass er auf die im Strafbefehl explizit genannte Rechtsmittelfrist von 10 
Tagen nicht reagiert habe, weil er in den Ferien gewesen sei, kann er daraus nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Wie das Strassenverkehrsamt zu Recht ausführt, ist 
diesbezüglich nicht ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr aus 
den Ferien um eine Fristwiederherstellung bemüht hätte. Die Verfügung des 
Strassenverkehrsamts vom 1. Juni 2021 erging folglich korrekterweise gestützt auf den 
Strafbefehl, da vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, die ein Abweichen von den 
tatsächlichen Feststellungen rechtfertigen könnten. Im Interesse von Rechtssicherheit und 
-einheit gilt es, voneinander abweichende Urteile über denselben Lebensvorgang im Straf- 

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und Verwaltungsverfahren zu vermeiden (BGE 119 Ib 158 E. 2c/bb). Ein nun vom 
Beschwerdeführer geltend gemachter Sachverhaltsirrtum ist somit nicht zu beachten.

5. Der Beschwerdeführer lässt sodann geltend machen, dass die Anordnung eines 
Sicherungsentzugs des Führerausweises aller Kategorien auf unbestimmte Zeit 
Bundesrecht verletze, da höchstens ein Warnentzug für maximal 24 Monate hätte 
angeordnet werden dürfen. Denn bei der Frage, ob ein befristeter Ausweisentzug 
(Warnungsentzug) anzuordnen oder ein Entzug auf unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug) 
zu verfügen sei, habe sich das Strassenverkehrsamt an den Bemessungskriterien von 
Art. 16 Abs. 3 SVG zu orientieren. Diesbezüglich sei das Ausmass einer hypothetischen 
konkreten Gefährdung als äusserst gering bzw. fast sogar inexistent gewesen, denn aus 
den einschlägigen Akten gehe nicht hervor, dass die Fahrweise des Beschwerdeführers 
negativ in Erscheinung getreten sei, und zudem sei der THC-Wert lediglich bei 2.2 µg/L 
und somit nur minim über dem gesetzlichen Schwellenwert von 1.5 µg/L gewesen.

5.1 Rechtsprechung und Lehre unterscheiden zwischen Sicherungsentzug und 
Warnungsentzug. Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die 
gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 
Abs. 1 SVG). Der Führerausweis wird einer Person im Rahmen eines Sicherungsentzugs 
auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn die Fahreignung nicht (mehr) gegeben ist, z.B. weil 
sie aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen 
eines Motorfahrzeuges die Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht 
nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG). Der Sicherungsentzug stellt einen schweren 
Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre des Betroffenen dar, weil dessen 
grundsätzliche Fahreignung zur Diskussion steht. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob ein 
Verschulden vorliegt (BGE 140 II 334 E. 6 mit Hinweisen), und die Wiedererteilung kommt 
erst in Frage, wenn der Eignungsmangel nach Ablauf einer allfälligen gesetzlichen oder 
verfügten Sperrfrist behoben ist (Art. 17 Abs. 3 SVG). Demgegenüber wird der 
Warnungsentzug gestützt auf eine Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 16a, 16b 
oder 16c SVG ausgesprochen und dient der Besserung der Fahrzeugführer und der 
Bekämpfung von Rückfällen. Artikel 16c SVG hat dabei nicht nur warnenden, sondern 
auch sichernden Charakter (vgl. BGE 141 II 220 E. 3.1 ff. mit Hinweisen).

5.2 Mit der SVG-Revision vom 14. Dezember 2001, welche seit 1. Januar 2005 in 
Kraft ist, sind die Entzugsgründe des Sicherungsentzugs erweitert worden: Die 
Nichteignung eines Fahrzeuglenkers wird von Gesetzes wegen und ohne Möglichkeit zum 

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Beweis des Gegenteils unterstellt, wenn der Fahrzeugführer eine bestimmte Anzahl von 
schweren oder mittelschweren Widerhandlungen in einem bestimmten Zeitrahmen 
begangen hat (BGE 139 II 95 E. 2.1 und 3.4 ff.). In diesem Fall wird ein 
Führerausweisentzug für "unbestimmte Zeit", mindestens aber für zwei Jahre angeordnet 
(Art. 16b Abs. 2 lit. e oder Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG). Erst nach Ablauf dieser zweijährigen 
Sperrfrist kann der Betroffene allenfalls nachweisen, dass der Ausschlussgrund entfallen 
ist (vgl. René Schaffhauser, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, 2018, § 4 N 343).

5.3 Obgleich dieser aufgrund von mehreren schweren oder mittelschweren 
Widerhandlungen verhängte Führerausweisentzug "auf unbestimmte Zeit" (Art. 16b Abs. 2 
lit. e oder Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG) seinen gesetzessystematischen Standort beim 
Warnungsentzug hat, steht bei dieser Entzugsform gleichwohl der sichernde Charakter im 
Vordergrund. Der Warnungsentzug wandelt sich in dieser Konstellation der Sache nach in 
einen Sicherungsentzug um (BGE 139 II 95 E. 3.4.2; Schaffhauser, a.a.O., § 4 N 200; 
Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März 1999, BBl 1999 
4488). Dieser Sicherungsentzug beruht auf einer unwiderlegbaren gesetzlichen 
Vermutung der fehlenden Fahreignung nach Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG (vgl. BGE 141 II 
220 E. 3.2). Im Unterschied zum Sicherungsentzug gemäss Art. 16d SVG sieht Art. 16c 
Abs. 2 lit. d SVG keine genaue Abklärung der Ursachen der Fahruntauglichkeit vor, 
sondern die Fiktion knüpft unmittelbar an die Tatsache an, dass ein Fahrzeuglenker 
innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wiederholt mittelschwere oder schwere 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften begangen hat (vgl. BGE 139 II 
95 E. 3.4.3).

5.4 Nach dem Gesagten kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er 
geltend macht, dass das Strassenverkehrsamt Art. 16 Abs. 3 SVG hätte anwenden 
müssen bei der Frage, ob ein befristeter Ausweisentzug (Warnungsentzug) anzuordnen 
oder ein Entzug auf unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug) zu verfügen sei. Das 
Strassenverkehrsamt hatte vielmehr korrekterweise gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG an 
die innerhalb von zehn Jahren begangenen mittelschweren respektive schweren 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften angeknüpft. Der 
Sicherungsentzug von Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG verhindert die Anwendung von Art. 16 
Abs. 3 SVG, ist diese Bestimmung doch ausschliesslich auf den Warnungsentzug 
anwendbar (vgl. Bernhard Rütsche, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, 
Art. 16 N 89). Es liegt somit keine Verletzung von Bundesrecht vor. Dementsprechend 
spielt beim Sicherungsentzug nach Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG nach einer schweren 

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Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. c SVG auch das Ausmass der konkreten 
Gefährdung der Verkehrssicherheit keine Rolle.

6. Betreffend den fahrerischen Leumund moniert der Beschwerdeführer sodann, es 
sei nicht korrekt, dass dieser mit unter anderen drei schweren Widerhandlungen innert 
weniger als zehn Jahren stark getrübt sei. Werde von der aktuell vorgeworfenen Handlung 
zurückgerechnet, so falle die Handlung, welche am 27. Juni 2010 begangen worden sei, 
ausserhalb der 10-jährigen Periode. Gemäss Bundesgericht könne weit zurückliegenden 
Massnahmen ebenso wenig Aussagekräftiges entnommen werden wie länger 
zurückliegendem korrektem Verhalten, wenn die Notwendigkeit und Intensität einer heute 
anzuordnenden Massnahme zu beurteilen seien. Seit dem Jahr 2016 präsentiere sich der 
automobilistische Leumund des Beschwerdeführers äusserst positiv. Er sei knapp vier 
Jahre nicht negativ im Strassenverkehr aufgefallen und habe sich nichts zu Schulden 
kommen lassen. Die vom 8. Januar 2021 datierende Verwarnung aufgrund einer leichten 
Widerhandlung vermöge den automobilistischen Leumund des Beschwerdeführers nicht 
zu trüben. Sinngemäss bestreitet der Beschwerdeführer damit die Berechnung der Frist 
von Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG.

6.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
13. Dezember 2010 der Führerausweis für neun Monate entzogen wurde wegen 
Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit am 27. Juni 2010 von 100 km/h um 
70 km/h, demnach einer schweren Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften 
gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG. Am 2. Oktober 2011 lenkte der Beschwerdeführer einen 
Personenwagen in angetrunkenem Zustand (1,16–1,80 ‰ gemäss rückgerechneter 
Blutalkoholkonzentration) und verursachte dabei einen Selbstunfall mit der Folge eines 
vorsorglichen Entzugs des Führerausweises aller Kategorien für unbestimmte Zeit. Die 
dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht Zug wurde abgewiesen (VGer V 
2012 79 vom 25. Juli 2012). Am 18. August 2014 wurde dem Beschwerdeführer der 
Führerausweis der 3. medizinischen Gruppe ohne Auflagen wiedererteilt. Ein weiterer 
Vorfall ereignete sich am 31. Oktober 2014, als der Beschwerdeführer ein Motorfahrzeug 
mit zwei abgelaufenen Vorderreifen ohne Unfall lenkte, woraufhin ihm mit Verfügung vom 
5. März 2015 der Führerausweis für einen Monat entzogen und er mit einer Busse von 
Fr. 400.– bestraft wurde. Am 31. Juli 2015 missachtete der Beschwerdeführer den 
Rechtsvortritt gegenüber einem Fahrradlenker, wobei es zu einem Unfall kam. Dem 
Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 12. Februar 2016 der Führerausweis für zwei 
Monate entzogen, und es wurde Verkehrsunterricht angeordnet. Schliesslich wurde der 

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Beschwerdeführer aufgrund Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit 
(Autobahn) von 120 km/h um 26 km/h (nach Abzug der Sicherheitsmarge) am 
17. September 2020 verwarnt.

6.2 Vorab ist festzustellen, dass vorliegend nicht der automobilistische Leumund 
massgebend ist, sondern es geht allein darum zu beurteilen, ob dem Beschwerdeführer in 
den vorangegangen zehn Jahren der Ausweis zweimal wegen schweren 
Widerhandlungen oder dreimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen 
entzogen war (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG). Die für die Frage der Rückfälligkeit 
massgebenden Bewährungsfristen beginnen mit dem Ablauf der Dauer des 
vorangegangenen Ausweisentzugs. Abgesehen von gewissen Ausnahmen ist weder eine 
Unterschreitung der Mindestentzugsdauer noch ein Verzicht auf die Anordnung der 
Sicherungsentzüge zulässig, wenn die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen 
erfüllt sind (Rütsche/Weber, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, 
Art. 16c N 49). Den Fristbeginn auf den Zeitpunkt der Widerhandlung vorzuziehen, würde 
zu einer milderen Behandlung der zu sanktionierenden Person führen und damit dem Ziel 
der Teilrevision des SVG widersprechen, Wiederholungstäter strenger zu behandeln 
(vgl. BGer 1C_89/2017 vom 11. Dezember 2017 E. 2.4.2). Demnach beginnt der Zeitraum 
nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht etwa mit der letzten 
Widerhandlung oder der früheren Entzugsverfügung, sondern erst mit dem Ablauf des 
Ausweisentzugs, d.h. mit dem letzten Vollzugstag, zu laufen (vgl.  Rütsche, a.a.O., Art. 16 
N 100 mit Hinweisen).

6.3 Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer unbestritten mit Verfügung vom 
13. Dezember 2010 aufgrund einer am 27. Juni 2010 begangenen schweren 
Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften der Führerausweis für 9 Monate entzogen. 
Dieser Ausweisentzug wurde vom 19. August 2010 bis am 18. Mai 2011 vollzogen und 
liegt mithin innert der zehnjährigen Frist gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG, ausgehend 
vom vorliegenden Delikt, begangen am 24. Februar 2021. Die Berechnung der Frist durch 
das Strassenverkehrsamt ist daher nicht zu beanstanden. Unbestritten ist sodann, dass 
gegen den Beschwerdeführer wegen einer weiteren schweren Widerhandlung gegen die 
Verkehrsvorschriften eine Verfügung am 18. August 2014 und wegen einer mittelschweren 
Widerhandlung eine Verfügung am 12. Februar 2016 erging (vgl. E. 6.1 vorstehend). Die 
Voraussetzungen von Art. 16c Abs. 2 lit. d erster Teil SVG sind somit vorliegend erfüllt.

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6.4 Artikel 16c Abs. 2 lit. d zweiter Teil SVG besagt, dass auf die Massnahme 
verzichtet wird, wenn die betroffene Person während mindestens fünf Jahren nach Ablauf 
eines Ausweisentzugs keine Widerhandlung, für die eine Administrativmassnahme 
ausgesprochen wurde, begangen hat. Diesbezüglich ist rechtsprechungsgemäss für die 
Bestimmung der Bewährungsfrist nicht auf den Zeitpunkt der Widerhandlung abzustellen, 
sondern auf denjenigen der Verfügung (vgl. BGer 1C_89/2017 vom 22. Dezember 2017 
E. 2.4.2 ff.). Diese Ausnahmebestimmung kommt hier nicht zum Tragen, da gegen den 
Beschwerdeführer am 8. Januar 2021 eine Administrativmassnahme im Rahmen einer 
Verwarnung erging.

7.
7.1 Der Beschwerdeführer lässt schliesslich vorbringen, dass er als Automechaniker 
dringend auf den Führerausweis angewiesen sei, damit er seinen Beruf ordnungsgemäss 
ausüben könne. Ohne Führerausweis sei er äusserst gravierend und offensichtlich in 
seiner beruflichen Ausübung eingeschränkt. Diesem Umstand sei entsprechend Rechnung 
zu tragen.

7.2 Es mag zutreffen, dass der Führerausweis für den Beschwerdeführer aufgrund 
seines Berufes wichtig ist. So macht er in seiner Beschwerdeschrift darauf aufmerksam, 
dass er insbesondere keine Probefahrten nach Vornahme von Reparaturen tätigen und 
auch keine Fahrzeuge bei Kunden abholen oder ihnen diese bringen könne. Ebenfalls sei 
es ihm nicht möglich, Ersatzteile zu beschaffen und diese abholen zu gehen. Er könne 
nicht einmal ein Fahrzeug umparkieren, geschweige denn Fahrzeuge beim 
Strassenverkehrsamt vorführen gehen.

Die vom Beschwerdeführer angeführte berufliche Angewiesenheit auf das Fahrzeug kann 
vorliegend nicht berücksichtigt werden, ist dies doch lediglich ein Kriterium zur Bemessung 
der Dauer eines Warnungsentzugs. Ein Sicherungsentzug erfolgt, wie der Name schon 
sagt, im Hinblick auf die eigene Sicherheit und diejenige der übrigen Verkehrsteilnehmer. 
Entzieht man einer Person den Führerausweis, weil diese ein Risiko für ihre eigene 
Sicherheit und diejenige der übrigen Verkehrsteilnehmer darstellt, so kann man ihr diesen 
selbstredend nicht bloss deshalb trotzdem belassen, weil sie beruflich darauf angewiesen 
ist (vgl. VGer ZG V 2012 21 vom 26. Juni 2012 E. 4b). Die Nichteignung eines 
Fahrzeuglenkers wird von Gesetzes wegen unterstellt, und es besteht keine Möglichkeit 
zum Beweis des Gegenteils (vgl. E. 5.2 vorstehend). In casu ist die Fahreignung des 

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Beschwerdeführers aufgrund der wiederholten Widerhandlungen gegen die 
Verkehrsvorschriften zu verneinen.

8. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die angefochtene Verfügung des 
Strassenverkehrsamts vom 1. Juni 2021 als korrekt und angemessen erweist und somit 
nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.

9. Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG trägt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
die unterliegende Partei die Kosten. Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nur 
deshalb unterliegt, weil der Verfahrensfehler des Strassenverkehrsamts geheilt wurde, ist 
bei der Regelung der Kostenfolge angemessen Rechnung zu tragen. Die ordentliche 
Spruchgebühr beträgt im vorliegenden Fall Fr. 1'200.–. Dem unterliegenden 
Beschwerdeführer ist jedoch wegen der Verletzung des rechtlichen Gehörs nur eine 
reduzierte Spruchgebühr von Fr. 800.– aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung ist ihm 
angesichts des Verfahrensausgangs nicht zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Das 
Strassenverkehrsamt hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 28 Abs. 2a 
VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer werden Fr. 800.– Verfahrenskosten auferlegt und in 
dieser Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Fr. 400.– werden 
ihm zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an das 
Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, an das Bundesamt für Strassen, Bern, 
und zum Vollzug von Ziff. 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug.

Zug, 20. Dezember 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am