# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70508a76-585d-5062-b057-594fa5d19956
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.10.2018 PQ180061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ180061_2018-10-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ180061-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Götschi 

Urteil vom 10. Oktober 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

gegen 

 

B._____, 
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Besuchsrecht in der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer I des Bezirksrates Zürich vom  
23. August 2018 i.S. C._____, geb. tt.mm.2004; VO.2017.26 (Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich) 

Erwägungen: 

I. 

1. A._____ (Mutter und Beschwerdeführerin) und B._____ (Vater und 

Beschwerdegegner) sind die Eltern von C._____, geboren am tt.mm.2004. Die 

- 2 - 

Ehe der Parteien wurde mit Urteil des Einzelrichters im ordentlichen Verfahren am 

Bezirksgericht Meilen vom 24. Juli 2008 geschieden (KESB-act. 2/1). Die Tochter 

C._____ wurde unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. In der Vereinbarung 

betreffend die Scheidungsnebenfolgen sahen die Parteien vor, dass sie sich im 

direkten Gespräch und unter Rücksichtnahme auf die Interessen und Bedürfnisse 

von C._____ über die Gestaltung des persönlichen Verkehrs zwischen der 

Tochter und dem Vater einigen. Für den Konfliktfall wurde der Vater für berechtigt 

erklärt, die Tochter einen Tag unter der Woche und jedes zweite Wochenende 

vom Freitag- bis Sonntagabend mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen. 

Ausserdem wurde ein Ferienbesuchsrecht von fünf Wochen pro Jahr und ein 

Feiertagsbesuchsrecht festgelegt.  

2. Nachdem nach Darstellung des Vaters das Besuchsrecht ab ca. 2010 je 

länger je weniger umgesetzt werden konnte, ersuchte der Vater mit Eingabe vom 

24. September 2013 bei der zuständigen Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich (fortan KESB) um Errichtung einer 

Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB, welche die Wiederaufnahme 

der Besuche gemäss Scheidungsurteils ermöglichen sollte (KESB-act. 1). Mit 

Beschluss vom 16. Januar 2014 bestellte die KESB gestützt auf Art. 308 Abs. 2 

ZGB eine Beiständin und übertrug ihr die Aufgaben, die Wiederannäherung von 

Vater und Tochter zu organisieren, die Beratung und Unterstützung der Eltern, 

insbesondere des Vaters, durch familienbegleitende Angebote zu organisieren 

und nach erfolgter Wiederannäherung die Umsetzung des gerichtlich festgelegten 

Besuchsrechts zu überwachen (KESB-act. 26). Die anschliessenden 

Bemühungen, unter Beizug einer Familienbegleitung Kontakte zwischen der 

Tochter und dem Vater wieder herzustellen, scheiterten (vgl. KESB-act. 28). Am 

7. Dezember 2015 erging ein Gutachtensauftrag an den Kinder- und 

Jugendpsychiatrischen Dienst der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich 

(nachfolgend KJPP). Das Gutachten wurde am 15. September 2016 erstattet 

(KESB-act. 87). Nach Einholung der Stellungnahmen dazu, legte die KESB das 

Besuchsrecht mit Beschluss vom 9. März 2017 in Abänderung des 

Scheidungsurteils neu fest. In einer ersten Phase von drei Monaten ab 

Rechtskraft des Beschlusses sollten die Besuche je drei Stunden an zwei 

- 3 - 

Nachmittagen pro Monat stattfinden, die dann auf 6 Stunden ausgebaut werden 

sollten. Ab dem siebten Monat nach Aufnahme der Besuche sollten diese an zwei 

einzelnen Tagen pro Monat von 9 - 17 Uhr stattfinden. Die Beiständin wurde 

beauftragt, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von C._____ die jeweiligen 

Besuchs- und Telefonzeiten festzusetzen und die Eltern wurden ermahnt, alles zu 

unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt 

(KESB- 

act 104 = BR-act. 2).  

3. Gegen den Entscheid der KESB erhob die Mutter am 13. April 2017 

Beschwerde (BR-act. 1). Nach Eingang der Vernehmlassung der KESB vom 18. 

Mai 2017 (BR-act. 5) und der Beschwerdeantwort des Vaters vom 19. Mai 2017 

(BR-act. 7), nahm die Mutter am 10. Juli 2017 nochmals Stellung (BR-act. 11), der  

Vater verzichtete am 18. Juli 2017 auf eine weitere Stellungnahme (BR-act. 13). 

Der nächste Prozessschritt im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren folgte am 

25. April 2018 mit der Einforderung eines Rechenschaftsberichts der Beiständin 

für den Zeitraum 2016 und 2017 von der Beiständin (BR-act. 14). Dieser (BR- 

act. 17/2) wurde den Parteien zugestellt und es wurde alsdann am 13. Juni 2018 

C._____ angehört (BR-act. 25). Nach Eingang der Stellungnahmen der Parteien 

(BR-act. 28 und 32) erging am 23. August 2018 der bezirksrätliche Entscheid 

(BR-act. 36 = act. 6). Darin wurde in teilweiser Gutheissung der Beschwerde das 

Besuchsrecht des Vaters auf zwei gemeinsame Essen (Morgen-, Mittag- oder 

Abendessen) reduziert (Dispositiv Ziff. I.1.) und die Beiständin damit beauftragt, 

die Absprache der Besuche zwischen C._____ und dem Vater zu unterstützen 

und bei Bedarf die Besuchsmodalitäten festzusetzen (Dispositiv Ziff. I.2.). Im 

Übrigen wies der Bezirksrat die Beschwerde ab und auferlegte die 

Entscheidgebühr den Parteien je zur Hälfte (act. 6 Dispositiv Ziff. II und III). Der 

Entscheid wurde den Parteien am 27. bzw. 28. August 2018 zugestellt (BR-act. 

39).  

4. Am 24. September 2018 erhob die Mutter Beschwerde gegen den Entscheid 

des Bezirksrates. Sie beantragt (act. 2 S. 2):  

- 4 - 

"Es seien Ziffern 1 und 2 des Urteils des Bezirksrates Zürich vom 23. August 2018 ersatzlos 

aufzuheben.  

Eventualiter sei Ziffer 2 des Urteils des Bezirksrates Zürich vom 23. August 2018 ersatzlos 

aufzuheben.  

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners (zuzüglich MwSt)." 

Die Akten des Bezirksrates (act. 7/1-39) und der KESB (act. 8/1-107) wurden 

beigezogen. Auf die Einholung einer Stellungnahme des Vaters kann in 

Anwendung von § 66 Einführungsgesetz zum Kindes- und 

Erwachsenenschutzrecht (EG KESR) verzichtet werden. Das Verfahren ist 

spruchreif.  

II. 

1. Das Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen richtet sich 

primär nach den Bestimmungen des ZGB und den ergänzenden kantonalen 

Bestimmungen (Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

[EG KESR] und Gerichtsorganisationsgesetz [GOG]); im Übrigen sind die 

Bestimmungen der ZPO sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB; § 40 EG KESR).  

2. Nach Eingang der Beschwerde prüft das Gericht von Amtes wegen das 

Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen (Art. 450f ZGB). Für Beschwerden 

gegen Entscheide des Bezirksrates ist das Obergericht zuständig (Art. 450 Abs. 1 

ZGB i.V.m. § 64 GOG). Die Beschwerde ist innert 30 Tagen ab Mitteilung des 

Entscheides schriftlich und begründet sowie mit Anträgen versehen einzureichen 

(Art. 450b Abs. 1 und 450 Abs. 3 ZGB), was vorliegend erfüllt ist. Die Mutter  

ist als Beschwerdeführerin zur Beschwerdeführung ohne weiteres legitimiert  

(Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB).  

3. Aus dem Begründungserfordernis ergibt sich, dass die beschwerdeführende 

Partei darzulegen und konkret aufzuzeigen hat, inwiefern der angefochtene 

Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dies setzt voraus, dass sich die 

Beschwerdeführerin mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

auseinandersetzt. Fehlt eine Begründung oder genügt diese den Anforderungen 

- 5 - 

nicht, dann wird auf das Rechtsmittel ganz oder teilweise nicht eingetreten. Sind 

die Anforderungen erfüllt, überprüft die Rechtsmittelinstanz den angefochtenen 

Entscheid sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht frei. Ihr kommt 

eine umfassende Überprüfungsbefugnis zu; dazu gehört auch die volle 

Ermessenüberprüfung;  

es gilt der Untersuchungsgrundsatz (STECK, FamKomm Erwachsenenschutz,  

Art. 450a ZGB N 3 und 10). Gerügt werden kann (neben Rechtsverweigerung und 

Rechtsverzögerung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder die Unangemessenheit des 

Entscheides (Art. 450a Abs. 1 ZGB; BGE 138 III 374 E.4.3.1; BGE 137 III 617).  

4. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Kontaktregelung 

zwischen der heute 14-jährigen C._____ und ihrem Vater, dem 

Beschwerdegegner. Nachdem in einer ersten Phase nach der Trennung der 

Parteien und auch nach der Rückkehr aus dem mehrmonatigen Aufenthalt der 

Tochter mit der Mutter in den USA (2009) regelmässige Kontakte stattfinden 

konnten, seien diese in der Folge immer weniger geworden und es sei das 

"freiwillige Modell" gefolgt, bei welchem C._____ selber habe bestimmen dürfen, 

ob und wann sie den Vater sehen möchte (vgl. hiezu KESB-act. 87 S. 10 und 11 

und KESB-act. S. 2f. und BR-act. 7 S. 2). Ein Besuchsrecht konnte in der Folge 

vom Vater kaum mehr wahrgenommen werden; eine Wiederannäherung konnte 

nicht erzielt werden (vgl. Rechenschaftsberichte der Beiständin für die 

Berichtsperioden 2014 und 2015 sowie 2016 und 2017, KESB-act. 63 und BR-act. 

17/2). Die Beschwerdeführerin steht – wie im vorinstanzlichen Verfahren (BR-act. 

1) – auf dem Standpunkt, es sei das Besuchsrecht ersatzlos aufzuheben (act. 2).  

5.1 Der Bezirksrat hat im angefochtenen Entscheid die Grundsätze für die 

Regelung des persönlichen Verkehrs des nicht obhutsberechtigten Elternteils mit 

dem Kind zutreffend dargelegt. Es kann vorab auf die entsprechenden 

Erwägungen verwiesen werden (act. 6 E. 3.1 S. 7f.). In einem neueren Entscheid 

formuliert es das Bundesgericht wie folgt (Urteil 5A_728/2015 vom 25. August 

2016 E. 2.1): "Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge 
oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf 

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angemessenen persönlichen Verkehr. Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges 

Pflichtrecht, wobei es in erster Linie dem Interesse des Kindes dient und oberste 

Richtschnur für seine Ausgestaltung das Kindeswohl ist, welches anhand der Umstände 

des konkreten Einzelfalles zu beurteilen ist (BGE 120 II 229 E. 3b/aa S. 232 f.; 122 III 404 

E. 3a S. 406 f.; 131 III 209 E. 5  

S. 212; Urteil 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3, in: FamPra.ch 2016  

S. 305). Bei der Regelung des persönlichen Verkehrs ist nebst sämtlichen anderen 

Begebenheiten der konkreten Situation insbesondere auch dem Alter der betroffenen 

Kinder und mit fortschreitendem Alter zunehmend auch dem von ihnen geäusserten 

Willen Rechnung zu tragen. Kinder können indes nicht autonom bestimmen, ob und zu 

welchen Bedingungen sie Umgang mit dem nicht sorge- oder obhutsberechtigten 

Elternteil haben möchten (BGE 111 II 405 E. 3 S. 407; 127 III 295 E. 4a S. 298; Urteil 

5A_528/2015 vom 21. Januar 2016 E. 5.2), und der von ihnen geäusserte Wille kann 

nicht das alleinige Element bei der richterlichen Entscheidfindung sein (BGE 134 III 88 E. 

4 S. 91; Urteile 5A_764/2009 vom 11. Januar 2010 E. 5.5; 5A_674/2011 vom 31. Oktober 

2011 E. 3.3; 5A_799/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 5.7), andernfalls würde der 

Kindeswille mit dem Kindeswohl gleichgesetzt, obwohl sich die beiden Elemente 

durchaus widersprechen können (SCHREINER, in: FamKommentar Scheidung, Band II, 

2011, Anh. Psych N. 142 mit weiteren Hinweisen)."  Der gänzliche Ausschluss eines 

Elternteils vom persönlichen Verkehr kommt nur als ultima ratio in Frage; er ist 

einzig dann statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen eines 

Besuchsrechts nicht anderweitig in für das Kind vertretbaren Grenzen halten 

lassen (Urteil 5A_528/2015 vom  

21. Januar 2016, E. 5.1 mit zahlreichen weiteren Hinweisen).  

Die Vorinstanz kam im Ergebnis gestützt auf die Akten und dabei insbesondere 

die gutachterlichen Erkenntnisse sowie die Vorbringen der Parteien und die 

Anhörung von C._____ am 13. Juni 2018 zum Schluss, dass keine Gründe 

vorliegen, welche den gänzlichen Verzicht auf ein Besuchsrecht rechtfertigen 

würden. Da das Besuchsrecht auf freiwilliger Basis sowohl in der Vergangenheit 

als auch aktuell nur sehr eingeschränkt funktionierte und mehr zur Entfremdung 

als zur Annäherung geführt habe, sei der KESB beizupflichten und ein 

Besuchsrecht festzusetzen, das aber den Möglichkeiten von C._____ anzupassen 

und auf zwei Essen pro Monat festzusetzen sei. Die Beschwerdeführerin selbst 

- 7 - 

habe ein Kontaktrecht in diesem Umfang als denkbar bezeichnet (act. 6 E. 5.6 

und 5.7).  

5.2 Die Mutter anerkennt, dass die Vorinstanz mit der Einschränkung des 

Besuchsrechts dem Alter von C._____ und ihren schulischen und 

ausserschulischen Aktivitäten Rechnung getragen hat; das Besuchsrecht von 

zwei Essen pro Monat sei grundsätzlich als angemessen zu qualifizieren. Da das 

Besuchsrecht bei C._____ indes auf grössten Widerstand stosse und sich nicht 

durchsetzen lasse, sei davon abzusehen. C._____ sei ausser sich gewesen, als 

sie vom Urteil der Vor-instanz Kenntnis erhalten habe. Sie habe sich unter keinen 

Umständen bereit erklärt, auch nur einen minimalen Kontakt mit ihrem Vater zu 

pflegen; ihre Abwehrhaltung sei heute grösser denn je, die gegenüber dem 

Beschwerdegegner einmal noch ambivalenten Gefühle seien einer totalen 

Ablehnung gewichen. Begründet wird die Ablehnung der Tochter wie schon vor 

Vorinstanz mit deren Enttäuschung, die sie in der Vergangenheit erlebt habe. Die 

allgemeinen Grundsätze müssten am Persönlichkeitsrecht des Kindes seine 

Grenzen finden. Ihrem Willen müsse heute, da sie 14 Jahre alt sei, eine 

besondere Bedeutung zukommen und dieser entspreche gleichzeitig ihrem Wohl 

und müsse einzig ausschlaggebend sein. Das Besuchsrecht müsse daher in der 

freien Disposition von C._____ liegen. Ihre seit langer Zeit gleichbleibende 

Willenskundgebung könne heute nicht nur einfach ein Element unter andern 

bilden, sondern müsse allein ausschlaggebend sein. Die Feststellung der 

Vorinstanz, die von C._____ erwähnten Gründe für die Ablehnung seien nicht 

stichhaltig, sei anmassend und missachte die Gefühle und das persönliche 

Empfinden von C._____. An deren negativer Haltung gegenüber dem 

Beschwerdegegner vermöge sodann auch sie, die Beschwerdeführerin, nichts zu 

ändern; ihre Einwirkungsmöglichkeiten seien angesichts des Alters von C._____ 

nur gering. Eine erzwungene Durchsetzung von persönlichen Kontakten seien 

schliesslich mit dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren. Bei einer Aufhebung des 

Besuchsrechts sei auch die Beistandschaft aufzuheben. Letzteres müsse aber 

auch bei einer eventuellen Aufrechterhaltung des Besuchsrechts erfolgen; dies 

aufgrund der generellen Weigerung von C._____, die Unterstützung der 

Beiständin in Anspruch zu nehmen (act. 2 S. 2ff.).  

- 8 - 

5.3 Die Beschwerdeführerin bekräftigt mit diesen Vorbringen ihren seit Beginn 

des Verfahrens (2013!) vertretenen Standpunkt, dass beim Entscheid über das 

Besuchsrecht allein dem Willen von C._____ zu folgen und damit vorliegend von  

einem Besuchsrecht abzusehen sei, weil C._____ dieses konstant ablehne. Die  

Vorinstanz hat dies zu Recht abgelehnt. Sie erwog, es sei weder vorgebracht 

noch ersichtlich, dass das Wohl von C._____ durch den persönlichen Verkehr mit 

dem Vater gefährdet wäre oder dieser ihn pflichtwidrig ausübe (act. 6 E. 5.2). 

Dem setzt die Beschwerdeführerin in der Beschwerde nichts entgegen. Mit den 

Enttäuschungen und negativen Erfahrungen, welche C._____ mit dem Vater 

gemacht haben soll, hat sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

ausführlich auseinandergesetzt. Dass diese für C._____ belastend waren und 

allenfalls heute noch sind, hat die Vorinstanz in ihre sorgfältige Abwägung 

miteinbezogen. Die Beschwerdeführerin setzt dem ausser ihrer Bemerkung, die 

Einschätzung sei anmassend, nichts Konkretes entgegen. Sie kommt damit ihrer 

Begründungspflicht nicht hinreichend nach.  

Mit Verweis auf das Gutachten des KJPP vom 15. September 2016 geht die Vor-

instanz davon aus, dass die Vater-Tochter-Beziehung stark durch den elterlichen 

Konflikt geprägt bzw. beeinträchtigt sei, was bereits die Besuchsbegleitung der 

KESB festgestellt habe. C._____ gerate durch die Uneinsichtigkeit der Eltern in 

einen Loyalitätskonflikt, der es ihr verunmögliche, einen "normalen" Bezug zu 

Vater und Mutter zu pflegen. Die gutachterliche Interaktionsbeobachtung habe 

eine herzlich positive Beziehung zwischen Vater und Tochter festgestellt, welche 

indes sofort in eine Vorwurfshaltung gegenüber den Vater gekippt sei, sobald die 

Konflikte auf Elternebene zur Sprache gekommen seien. Das Gutachten stellte 

fest, dass seitens der Mutter eine hoch emotionale, durch Wut und Widerstände 

geprägte Haltung bestehe, die sich auf das Mädchen zu übertragen scheine. 

Dieses übernehme die mütterliche Position und führe einen stellvertretenden 

Streit mit dem Vater. Die Beziehung zum Vater wird vom Gutachten als durch 

ambivalente Gefühle geprägt bezeichnet: zum einen wünsche C._____ Kontakt 

zum Vater, zum anderen jedoch gelte es, die Kontrolle über das Setting zu 

behalten (act. 6 E. 5.3 i.V.m. KESB-act. 87 S. 20f. und S. 24). Eben diese 

Ambivalenz lässt sich auch aus der Anhörung von C._____ durch die 

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Bezirksratsdelegation erkennen, welche am 13. Juni 2018 stattgefunden hat (BR-

act. 25). Sie teilte mit, sie habe den Vater letztes Jahr zum letzten Mal gesehen. 

Sie seien gemeinsam mittagessen gegangen. Er habe sie kontaktiert und sie 

habe einem Mittagessen zugestimmt. Weitere Kontakte bzw. die Wiederaufnahme 

der Kontakte lehne sie ab. Sie wirft dem Vater vor, die Behörden eingeschaltet 

und nicht von sich aus den Kontakt gesucht zu haben, welchen sie derzeit 

allerdings ablehnen würde. Auf die Frage, ob der Vater für sie wichtig sei, 

antwortete sie mit "ja, natürlich", sie sehe aber nicht ein, mit ihm Kontakt haben zu 

müssen, da sie ihm nicht vertraue (BR-act. 25). In diesen Aussagen zeigt sich 

auch heute noch die bestehende Ambivalenz.  

Insgesamt bestätigen die Erhebungen des Bezirksrats im vorinstanzlichen 

Verfahren die Erkenntnisse des zeitlich bereits etwas zurückliegenden 

Gutachtens. Sie machen deutlich, dass sich C._____ in einem erheblichen 

Loyalitätskonflikt befindet. Deshalb greift der von der Beschwerdeführerin 

gezogene Schluss, der (konstant) geäusserte Kinderwille entspreche dem 

Kindeswohl, zu kurz. Es ist davon auszugehen, dass der von C._____ geäusserte 

Wille vom Loyalitätskonflikt, unter welchem sie leidet, geprägt ist und er deshalb 

ihren Bedürfnissen nicht umfassend gerecht wird. Gestützt auf die jüngsten 

Äusserungen von C._____ selbst muss sodann auch heute von einem 

ambivalenten Verhältnis zwischen Vater und Tochter ausgegangen werden. Die 

totale Ablehnung, die die Mutter geltend macht, ergibt sich daraus nicht. Es ist bei 

diesen Verhältnissen nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den von 

C._____ geäusserten Willen nicht als einzig wesentliches Kriterium für ihren 

Entscheid heranzog. Dies war auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass 

dem konstant geäusserten Willen eines Kindes im Alter von C._____, mithin einer 

Jugendlichen, mehr Gewicht zukommen mag als bei jüngeren Kindern und sie 

diesbezüglich als grundsätzlich urteilsfähig zu betrachten ist, korrekt. C._____ hat 

gegenüber dem Bezirksrat auf selbstverständliche Art erklärt, dass ihr ihr Vater 

wichtig sei. Ebenso hat sie ihre Kontaktablehnung mit der gleichzeitigen 

Forderung ergänzt, er solle persönlich (und nicht über Behörden oder Beistände) 

mit ihr in Kontakt treten, den sie dann allerdings ablehnen werde. Ihre ablehnende 

Haltung wird durch dieses Verhalten jedenfalls relativiert. Hinweise dafür, dass 

- 10 - 

Kontakte zum Vater kindswohlgefährdend sein könnten, sind sodann wie gesehen 

nicht ersichtlich (und auch nicht behauptet). Bei diesen Verhältnissen erscheint 

die von der Beschwerdeführerin geforderte gänzliche Aufhebung des 

Besuchsrechts weder sachgerecht noch verhältnismässig. Vielmehr rückt bei den 

geschilderten Verhältnissen die allgemein anerkannte Erkenntnis in den 

Vordergrund, dass für die Entwicklung des Kindes die Beziehung zu beiden 

Elternteilen wichtig ist, zumal dies bei der Identitätsfindung eine entscheidende 

Rolle spielen kann (vgl. dazu Urteil 5A_367/2015 vom 12. August 2015 E. 5.1.3). 

Die Anordnung der Vorinstanz erweist sich als sachgerecht. Sie trägt auch den 

tatsächlichen Gegebenheiten und den schulischen und ausserschulischen 

Aktivitäten von C._____ angemessen Rechnung. Ergänzend kann auf die 

überzeugenden und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(act. 6 E. 5 S. 13 - 21). Da das Besuchsrecht auf freiwilliger Basis nicht umgesetzt 

wird, ist es gerichtlich anzuordnen.  

5.4 Nicht zu beanstanden ist auch die Aufrechterhaltung der Beistandschaft, 

welcher es obliegt, die Absprache der Besuche zwischen C._____ und dem Vater 

zu unterstützen. Gerade die mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Beteiligten 

wenig konkrete Formulierung der Besuche – das Gutachten hielt denn auch fest, 

es sei wichtig, beim Aufbau der Besuchskontakte C._____ Handlungsspielräume 

zu geben und sie mitentscheiden zu lassen (KESB-act. 87 S. 26) – lässt eine 

Koordination durch die Beiständin als unabdingbar erscheinen.  

Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin, es bedürfe der Beistandschaft 

nicht, weil C._____ diese ablehne.  

5.5 Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 

abzuweisen.  

6. Es drängen sich zwei ergänzende Bemerkungen auf:  

6.1 Die KESB hat in ihrem Entscheid vom 9. März 2017 darauf hingewiesen, 

dass gemäss Art. 274 Abs. 1 ZGB Vater und Mutter alles zu unterlassen haben, 

was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt. Sie hielt 

- 11 - 

weiter fest, es sei zentrale Erziehungsaufgabe, den Kontakt zum andern Elternteil 

zu ermöglichen und Aufgabe des Obhutsberechtigten, eine positive Einstellung 

des Kindes gegenüber dem Besuchsberechtigten zu fördern (BR-act. 2 S. 11). Im 

Entscheid wurden die Eltern ermahnt, alles zu unterlassen, was das Verhältnis 

von C._____ zum anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe der 

erziehenden Person erschwert (a.a.O. S. 15 Dispositiv Ziff. 15). Diese Anordnung 

wurde nicht angefochten und hat weiterhin Bestand. Die Parteien sind mit 

Nachdruck  daran zu erinnern. Anzufügen bleibt, dass es die KESB in ihrem 

Entscheid vom  

9. März 2017 im Sinne der Verhältnismässigkeit unterlassen hat, der 

Beschwerdeführerin eine Weisung zu erteilen, die Kontakte zwischen Vater und 

Tochter zu unterstützen. Auch dies blieb unangefochten.  

6.2 Das vorliegende Verfahren beschlägt das Besuchsrecht eines Elternteils und 

wurde vom Vater vor mehr als fünf Jahren bei der KESB eingeleitet. Das KESB-

Verfahren konnte mit Entscheid vom 9. März 2017 beendet werden. Dies 

nachdem zahlreiche Bemühungen einer Wiederannäherung von Vater und 

Tochter erfolgten, indes scheiterten. Das vorinstanzliche Verfahren, das – wie 

auch das vorliegende Beschwerdeverfahren – nur von der Mutter angestrengt 

wurde, fand seinen vorläufigen Abschluss mit dem Verzicht des Vaters auf eine 

Stellungnahme am 18. Juli 2017. Er bat dabei, das nun seit dem 24. September 

2013 pendente Verfahren raschestmöglich zu entscheiden (BR-act. 13). Es ist 

aus den Akten nicht ersichtlich und erscheint damit vor allem angesichts der im 

Raum stehenden Thematik nicht nachvollziehbar, weshalb ein weiterer 

Prozessschritt, nämlich die Einholung des neusten Rechenschaftsberichts der 

Beiständin, erst vom 25. April 2018 und damit neun Monate nach dem Schreiben 

vom 18. Juli 2017 datiert (BR-act. 14).  

III. 

Die Kosten- und Entschädigungsregelung richtet sich nach den Bestimmungen 

der ZPO (Art. 450f ZGB i.V.m. § 40 EG KESR). Entsprechend sind die Kosten der 

unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 106 ZPO). Beim vorgenannten Ausgang 

- 12 - 

des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig. Die Entscheidgebühr 

ist auf Fr. 800.-- festzusetzen.  

Entschädigungen sind keine zuzusprechen. Der Beschwerdeführerin nicht, weil 

sie unterliegt, dem Beschwerdegegner deshalb nicht, weil ihm durch das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren keine entschädigungspflichtige 

Aufwendungen entstanden sind.  

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und das Urteil des Bezirksrates Zürich 

vom 23. August 2018 wird bestätigt.  

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Rechtsmittelverfahrens werden der 

Beschwerdeführerin auferlegt. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter 

Beilage eines Doppels von act. 2, die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Zürich, sowie – unter Rücksendung der 

eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein. 

C._____ wird mit separatem Brief über den Ausgang des Verfahrens 

orientiert.  

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

- 13 - 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Götschi 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 10. Oktober 2018
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen und das Urteil des Bezirksrates Zürich vom 23. August 2018 wird bestätigt.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Rechtsmittelverfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 2, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Zürich, sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfang...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...