# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9319fbc-559a-54a5-baf4-9303df225e75
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.11.2017 PQ170090
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ170090_2017-11-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ170090-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. A. Katzenstein und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. T. Engler 

Beschluss und Urteil vom 28. November 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Genehmigung Rechenschaftsbericht 
 
Beschwerde gegen das Urteil Nr. 337 des Bezirksrates Bülach vom 25. Ok-
tober 2017, i.S. C._____, geb. tt.mm.2008; VO.2017.43 (Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde Bülach Nord) 

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Erwägungen: 

1. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens der Parteien ordnete der Einzelrich-

ter am Bezirksgericht Bülach mit Verfügung vom 9. Januar 2015 für das gemein-

same Kind der Parteien, den am tt.mm.2008 geborenen C._____, eine Erzie-

hungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB an. Der Beistand wurde 

mit der Aufgabe betraut, den Eltern mit Rat und Tat beizustehen, insbesondere 

der Mutter in der Organisation des Familienhaushaltes und in ihrer Beziehung 

zum Kind und ihr als Ansprechsperson in Kinderbelangen zur Verfügung zu ste-

hen (vgl. KESB act. 33 und 40).  

 In Umsetzung dieser Anordnung setzte die KESB Bülach Nord mit Entscheid 

vom 10. Februar 2015 D._____ als Beiständin ein (KESB act. 37). 

 Mit Urteil vom 13. Juli 2015 bestätigte die Kammer die vom Bezirksgericht 

Bülach angeordnete Erziehungsbeistandschaft (KESB act. 51).  

 Im Rahmen des Berufungsverfahrens der Parteien gegen die am 16. De-

zember 2015 vom Bezirksgericht Bülach ausgesprochene Scheidung wurde die 

Obhut über C._____ neu dem Vater übertragen, und ordnete die Kammer mit Ur-

teil vom 10. Mai 2017 die Weiterführung der bestehenden Beistandschaft bis auf 

Weiteres an. Die Aufträge an die Beiständin wurden teilweise neu gefasst und 

nunmehr auch auf Art. 308 Abs. 2 ZGB gestützt (vgl. KESB act. 82). 

2. Mit Datum vom 31. März 2017 legte die Beiständin D._____ der KESB 

Bülach Nord den Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 10. Februar 2015 bis 31. 

Januar 2017 vor (KESB act. 77). In diesem referiert sie nach Darlegung der Aus-

gangslage, des Auftrages und der Ziele, der stattgefundenen Kontakte mit den El-

tern und der vorhandenen Unterlagen die Situation und Entwicklung, namentlich 

die Wohnsituation, Betreuung und Erziehung von C._____, ferner dessen Ge-

sundheit sowie Kontakte und Beziehung zu den Eltern, dessen soziales Umfeld 

und Freizeitgestaltung, die schulischen Belange und das religiöse Umfeld. Dane-

ben resümiert sie die Aussagen von C._____ und schildert die Haltung der Eltern 

zur Massnahme, zu den Aufträgen und zur Situation und gibt in einem weiteren 

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Abschnitt ihre Beurteilung und Prognose ab. Endlich stellt sie weitere Anträge und 

hält abschliessend fest, dass der Vater über die Berichterstattung und die Anträge 

informiert und mit der Weiterführung und den zusätzlichen Aufträgen einverstan-

den sei, die Mutter hingegen mitgeteilt habe, sie sei für eine weitere Zusammen-

arbeit mit der Beiständin nicht mehr erreichbar, weshalb der Inhalt des Berichtes 

mit ihr nicht habe besprochen werden können (KESB act. 77).  

3. Mit Entscheid vom 22. August 2017 (KESB act. 92) genehmigte die KESB 

Bülach Nord diesen Bericht (Ziff. 1). Weiter schrieb sie die Anträge der Beiständin 

als gegenstandslos ab (Ziff. 2), ordnete die Weiterführung der Beistandschaft 

nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an (Ziff. 3), ernannte D._____ ergänzend als Bei-

ständin nach Art. 308 Abs. 2 ZGB für C._____ (Ziff. 4) und übertrug D._____ neu, 

mit C._____ in regelmässigem Kontakt zu stehen und sich über dessen Situation, 

Bedürfnisse und Wünsche ins Bild zu setzen (Ziff. 5 lit. a), den Eltern bei der Er-

ziehung mit Rat und Tat beizustehen und insbesondere den Vater in der Organi-

sation des Familienhaushaltes und in seiner Beziehung zu C._____ mit Rat und 

Tat zu unterstützen (Ziff. 5 lit. b), den Eltern als Ansprechspartnerin in Kinderbe-

langen zur Verfügung zu stehen (Ziff. 5 lit. c), die Entwicklung von C._____  zu 

begleiten, insbesondere durch regelmässig Kontakte zu den involvierten Fachstel-

len (Ziff. 5 lit. d), im Fall des Wegzugs der Mutter aus der Schweiz die Eltern bei 

der einvernehmlichen Anpassung der Regelung des persönlichen Verkehrs zwi-

schen der Mutter und C._____ zu unterstützen und falls erforderlich bei der Be-

hörde diesbezüglich Antrag zu stellen (Ziff. 5 lit. e), nötigenfalls Antrag auf Anpas-

sung der behördlichen Massnahme an veränderte Verhältnisse zu stellen (Ziff. 5 

lit. f) und der KESB Bülach Nord per 31. Januar 2019 ordentlicherweise den Re-

chenschaftsbericht einzureichen (Ziff. 5 lit. g). Sodann nahm die KESB Bülach 

Nord davon Vormerk, dass die Prüfung einer Übertragung der bestehenden Bei-

standschaft an die neu örtlich zuständige Kindesschutzbehörde aufgrund der 

Neuzuteilung der Obhut durch das Obergericht des Kantons Zürich Gegenstand 

eines separaten Verfahrens ist (Ziff. 6).  

 Die von der Mutter gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde (BR act. 

2) wies der Bezirksrat Bülach mit Urteil vom 25. Oktober 2017 ab (act. 8). Dage-

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gen richtet sich die Beschwerde der Mutter (act. 2). Innerhalb der Beschwerdefrist 

reichte die Beschwerdeführerin eine ergänzende Eingabe samt Beilagen ein  

(act. 9 und act. 10/1-5). Weitere Anordnungen sind nicht zu treffen. Das Verfahren 

ist spruchreif. Dem Vater als Beschwerdegegner ist mit dem Entscheid eine Kopie 

der Beschwerdeschriften zuzustellen. 

4.1. Das Verfahren vor der KESB und den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen 

richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB (Art. 450 ff.) und des kantonalen 

Einführungsgesetzes zum KESR (EG KESR) (§ 40 Abs. 1 EG KESR). Enthalten 

diese Gesetze keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren vor den gerichtli-

chen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des GOG (§ 40 Abs. 2 EG KESR). 

Subsidiär gelten für alle Verfahren die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 

Abs. 3 EG KESR). 

4.2. Befugt ein Rechtsmittel zu erheben ist, wer durch einen Entscheid einer Be-

hörde beschwert ist, d.h. ein von der Rechtsordnung geschütztes Interesse tat-

sächlicher oder rechtlicher Natur an der Abänderung des erstinstanzlichen Ent-

scheides besitzt. Dieses Interesse muss zudem aktueller Natur und im Zeitpunkt 

des Entscheides der Rechtsmittelinstanz noch gegeben sein. Die Beschwer kann 

formeller Art sein, wenn der Entscheid der Erstinstanz von den Rechtsbegehren 

der rechtsmittelwilligen Partei abweicht, oder aber auch materieller Art, wenn der 

erstinstanzliche Entscheid die Rechtsstellung der rechtsmittelwilligen Partei tan-

giert, indem er in seinen rechtlichen Wirkungen für diese nachteilig ist und diese 

daher ein Interesse an dessen Abänderung hat (vgl. Reetz, in: Sutter-Somm/ 

Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. A., Zürich 2016, Vorbemerkungen zu 

den Art. 308-318 N 30-32).  

4.3. Im Rechtsmittelverfahren kann sodann nur das beurteilt werden, was bereits 

vor Vorinstanz zur Beurteilung anstand.  

4.4. Wer ein Rechtsmittel ergreift, hat sodann in seiner Rechtsmittelschrift konk-

ret anzugeben, inwiefern der angefochtene Entscheid falsch sein und wie er ab-

geändert werden soll. Dabei hat sich die rechtsmittelführende Partei mit den Er-

wägungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Bei Laien werden 

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dabei nur minimale Anforderungen gestellt, d.h. es genügt, wenn zumindest sinn-

gemäss erkennbar ist, wie die Rechtsmittelinstanz entscheiden soll (Reetz/ 

Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., Art. 311 N 34-36).  

5.1. Die Beschwerdeführerin stellt folgende Anträge (act. 2 S. 1): 

 "1. Der Rechenschaftsbericht für C._____ für die Zeit vom 10. Februar 
2015 bis 31. Januar 2017 soll nicht genehmigt werden, da dieser vor 
allem verdrehte, unwahre Tatsachen und eine Verleumdung von mir 
als Mutter darstellt, und so auch manipulativ ist. 

  2. In diesem Zusammenhang soll es weiter anerkannt werden, dass das 
Verfahren bei der KESB gegen mich betreffend meinen Sohn C._____ 
unfair und missbräuchlich gewesen war und immer noch ist, und so 
mein Recht auf faires Verfahren in diesem Zusammenhang verletzt 
wurde. 

  3. D._____ soll nicht "ergänzend als Beiständin für C._____  ernannt 
werden", sie soll überhaupt nicht mehr als Beiständin für meinen Sohn 
agieren, wegen Vertrauensverlust und Vertrauensbruch, weil zumin-
dest meine Kommunikation als Mutter mit dieser Person nicht mehr 
zumutbar ist. 

  4. D._____ soll in diesem Zusammenhang keine weiteren Aufträge betref-
fend meinen Sohn mehr bekommen. 

  5. Weiter beantrage ich eine unentgeltliche Prozessführung." 

 

5.2. unentgeltliche Prozessführung 

 Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat, wer nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt und dessen Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 

117 ZPO). Die gesuchstellende Partei hat dabei ihre Einkommens- und Vermö-

gensverhältnisse darzulegen und sich zur Sache und über die Beweismittel zu 

äussern (Art. 119 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerdeführerin äussert sich in ihrer Be-

schwerde mit keinem Wort zu ihren finanziellen Verhältnissen. Auch legt sie kei-

nerlei Unterlagen vor, die es erlaubten, sich ein plausibles Bild über ihre Einkünfte 

und den Bedarf für ihren Lebensunterhalt zu machen. Bei dieser Ausgangslage 

lässt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin als mittellos zu bezeichnen ist, 

nicht beantworten. Dies wird zur Abweisung ihres Gesuches um Gewährung der 

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unentgeltlichen Rechtspflege führen; da auf die Erhebung von Kosten zu verzich-

ten ist, ist das Gesuch als gegenstandslos abzuschreiben. 

5.3. übrige Anträge 

5.3.1. Antrag 2 der Beschwerde erhebt die Beschwerdeführerin neu und kann, da 

er vor Vorinstanz nicht Gegenstand des Verfahrens war, im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren nicht geprüft werden. Im Übrigen ist zu beachten, dass allein 

die Genehmigung des Rechenschaftsberichtes Thema des Beschwerdeverfah-

rens ist und daher das Verfahren vor der KESB nicht zu prüfen ist (vgl. auch 

nachfolgende Ziffer 5.3.2.). Auf diesen Antrag kann demnach nicht eingetreten 

werden. 

5.3.2. Es verbleiben die Anträge 1, 3 und 4 

a) Die Beschwerdeführerin schildert in ihrer ersten Beschwerdeschrift vorab 

ausführlich die Umstände, die ihrer Ansicht nach zur Errichtung der Beistand-

schaft durch das Bezirksgericht Bülach im Rahmen des Ehescheidungsverfahrens 

geführt haben. Sie ist der Meinung, es seien bei dieser Entscheidung unwahre In-

formationen über sie als Person massgebend gewesen; zudem habe die KESB 

ihren Angaben weniger geglaubt als denjenigen ihres ehemaligen Ehegatten; sie 

selber sei nie ernst genommen worden; die KESB habe ihre Aufgabe als Schutz-

behörde nicht wahrgenommen. Mit der Beiständin habe sie sich nie über Kinder-

erziehung unterhalten und sie habe dieser nie das gesagt, was diese schreibe; 

vielmehr sei das, was sie angeblich gesagt habe, frei erfunden oder aus den Ak-

ten der KESB kopiert (act. 2 S. 2-4). In ihrer Beschwerdeergänzung nimmt die 

Beschwerdeführerin sodann ausführlich Bezug zu den Akten der KESB und schil-

dert aus ihrer Sicht in chronologischer Abfolge die Geschehnisse, die ihrer Mei-

nung nach zu Unrecht zur Errichtung der Beistandschaft geführt haben und der 

Zerstörung ihrer Beziehung zu C._____ gedient haben sollen (act. 9).  

b) Der Bezirksrat hat in seinem Entscheid zunächst zutreffend Ziel und Zweck 

des Rechenschaftsberichtes dargelegt. Dieser dient einerseits als Rechen-

schaftsablage gegenüber der Behörde und dient dazu, die Amtsführung des Bei-

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standes zu steuern und ihm gegebenenfalls Weisungen zu erteilen. Anderseits 

dient die Rechenschaftsablage als Standortbestimmung über die Zwecktauglich-

keit und Notwendigkeit der Massnahme und bildet die Grundlage für eine allfällige 

Anpassung oder Aufhebung der Massnahme (act. 8 S. 4 Ziff. 3.1.). Der Rechen-

schaftsbericht gibt ferner in der Beurteilung und Prognose das wieder, was der 

Beistand als Quintessenz aus seiner bisherigen Tätigkeit zieht und wie er daraus 

die künftige Entwicklung beurteilt. Eine solche Beurteilung ist letztlich immer auch 

subjektiv gefärbt und beruht auf den vom Beistand gemachten Erfahrungen im 

konkreten Mandat. Wie der Bezirksrat richtig festgehalten hat, können diese Beur-

teilungen inhaltlich umstritten sein oder von einer Partei als falsch oder unwahr 

abgelehnt werden. Sinn der Berichterstattung ist es jedoch nicht, dem Berichtsin-

halt Beweiskraft zu verleihen (act. 8 S. 4 Ziffer 3.1.). Der Bezirksrat hält in der 

Folge auch richtigerweise fest, dass mit der Genehmigung des Rechenschaftsbe-

richtes die KESB einzig zum Ausdruck bringe, dass sie die Betreuung durch den 

Beistand/die Beiständin für die entsprechende Periode als richtig befinde. Die 

Genehmigung bzw. Nicht-Genehmigung berühre die Verantwortlichkeit der Bei-

standsperson nicht, stelle keine Décharge-Erteilung dar und entfalte insbesondere 

Dritten gegenüber keine Wirkung (a.a.O. S. 4/5).  

 Mit diesen zutreffenden Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin in ih-

ren beiden Beschwerdeschriften nicht auseinander. Soweit sie die im Vorfeld der 

Errichtung der Beistandschaft getroffenen Abklärungen als zu ihrem Nachteil ein-

seitig ausgefallen, unwahr, sie verleumdend und hetzerisch bezeichnet (act. 2  

S. 3, 4; act. 9), kann nicht darauf eingegangen werden, da im heutigen Verfahren 

die Errichtung der Beistandschaft als solche nicht zu überprüfen ist. Nicht anders 

verhält es sich mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer ergänzen-

den Beschwerdeschrift, in der sie namentlich den Inhalt des im Jahre 2013 zu 

Handen der KESB Bülach Nord erstatteten Abklärungsberichtes (vgl. KESB act. 

14/1) heftig kritisiert, als unwahr oder frei erfunden bezeichnet (act. 9 S. 4 f. lit. d). 

In diesem Sinne kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 

 Nach den Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer zunächst einge-

reichten Beschwerdeschrift (act. 2 S. 4 oben) bleibt unklar, welche Angaben sie 

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gegenüber der Beiständin nicht gemacht haben will. Diese beschreibt in ihrem 

Rechenschaftsbericht lediglich, dass die Mutter mit der Kindesschutzmassnahme 

nicht einverstanden und daher für eine Zusammenarbeit nicht erreichbar sei 

(KESB act. 77 S. 4 "Beurteilung, Prognose"). Beides trifft offensichtlich zu, da die 

Beschwerdeführerin selber beantragt, dass die bisherige Beiständin nicht mehr für 

ihren Sohn agieren soll (act. 2 S. 1). Sodann war sie nicht bereit, den Rechen-

schaftsbericht der Beiständin bei der KESB zu besprechen (KESB act. 78 und 

80). Dem Ansinnen der Beschwerdeführerin in ihrer ergänzenden Beschwerde-

schrift, es müssten im Rechenschaftsbericht die Ausführungen der Beiständin ge-

strichen werden, wonach sie als Mutter nicht in der Lage sei, Zusammenhänge 

zwischen ihrer Belastungssituation und den Entwicklungsaufgaben von C._____ 

herzustellen, sowie, sie fände, ein Kind brauche vor allem viele Möglichkeiten ei-

gene Erfahrungen zu machen und weniger Vorgaben und Grenzen (act. 9 S. 7 

letzter Abschnitt), kann nicht gefolgt werden, weil es sich bei diesen Ausführun-

gen der Beiständin um deren subjektive Einschätzung in der Zusammenarbeit mit 

der Beschwerdeführerin handelt, die der Überprüfung im Rahmen des Genehmi-

gungsverfahrens des Rechenschaftsberichtes entzogen ist. Im Übrigen ist festzu-

halten, dass die Beiständin in ihrem Bericht sich über die erzieherischen Fähigkei-

ten des Vaters durchaus kritisch äussert (KESB act. 77 S. 4/5), und der Vorwurf 

der Beschwerdeführerin, der Bericht sei einseitig und negativ zu ihren Ungunsten 

ausgefallen (act. 2 S. 6), nicht zutrifft. Die von der Beiständin als problematisch 

beurteilten Aspekte in der Einstellung bzw. Haltung des Vaters bezüglich Ernäh-

rung, Religion, Selbständigkeit von C._____ (KESB act. 77 S. 5) führten denn 

auch zu einer Erweiterung des Aufgabenbereiches der Beiständin durch die 

KESB, indem diese regelmässigen Kontakt zu C._____ zu halten und sich über 

dessen Situation, Bedürfnisse und Wünsche ins Bild zu setzen hat und zugleich 

die Entwicklung von C._____ begleiten muss, insbesondere durch regelmässige 

Kontakte zu den involvierten Fachstellen (vgl. KESB act. 93 = BR act. 1). Diese 

engmaschigere Begleitung von C._____ entspricht im Übrigen auch nicht etwa 

der uneingeschränkten Intention des Vaters, der sich anlässlich seiner Anhörung 

vor der KESB diesbezüglich ambivalent äusserte, indem er sich einerseits mit der 

Erweiterung des Aufgabenbereichs der Beiständin einverstanden erklärte und an-

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derseits angab, von Seiten der Beiständin keine Unterstützung zu benötigen 

(KESB act. 81).  

c) Schliesslich stellte der Bezirksrat Bülach Erwägungen zur Obhutsumteilung 

an und hielt ausdrücklich fest, dass diese nicht gestützt auf Empfehlungen der 

Beiständin, sondern vielmehr aus finanziellen Gründen erfolgt sei. Dementspre-

chend hielt der Bezirksrat fest, der Vertrauensverlust der Beschwerdeführerin in 

die Beiständin sei nicht auf deren Verhalten zurückzuführen (act. 8 S. 7/8). Diesen 

Ausführungen stellt die Beschwerdeführerin einzig ihre eigene Sichtweise gegen-

über (act. 2 S. 7 unten), ohne sich mit den Erwägungen des Bezirksrates ausei-

nanderzusetzen; dies ist ungenügend, so dass insofern auf die Beschwerde nicht 

eingetreten werden kann. 

d) Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen die Aufgabenerweiterung der Bei-

ständin (Antrag 4). Dabei geht es ihr offenbar weniger um den Inhalt der der Bei-

ständin neu übertragenen Aufgaben als vielmehr um die Person der Beiständin 

(act. 2). Allerdings setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit den erwähnten 

Ausführungen des Bezirksrates auseinander und vermag offenbar nicht zu erken-

nen, dass der Aufgabenbereich der Beiständin ausgedehnt wurde, weil diese wie 

oben unter b) ausgeführt in den Einstellungen des Vaters gewisse Problematiken 

feststellte, welche sie veranlassten, der KESB zu beantragen, sie sei zu beauftra-

gen, die Entwicklung von C._____ zu begleiten, insbesondere durch regelmässige 

Kontakte zu den involvierten Fachleuten (KESB act. 77 S. 5). Wenn die Be-

schwerdeführerin die bisherige Beiständin wegen Vertrauensverlusts ersetzt/ ab-

gelöst haben will, so muss sie sich entgegenhalten lassen, dass die Beiständin 

sie nach eigener Darstellung gar nicht kennt (act. 2 S. 6 unten), so dass ein 

ernsthaftes Zerwürfnis nur schwer vorstellbar ist, zumal anhand des Rechen-

schaftsberichtes zwischen der Beiständin und der Beschwerdeführerin allein ein-

zig im Mai und September 2015 je ein Gespräch stattfand, während beim ersten 

Gespräch im März 2015 auch der Vater anwesend war (KESB act. 77 S. 2); zu 

jener Zeit lebte C._____ zudem noch bei der Mutter und Beschwerdeführerin.  

 Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 

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5.4. Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutre-

ten ist. 

6. Umständehalber sind keine Kosten zu erheben.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgeschrieben. 

2. Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage der Doppel von act. 2, 9 und 10/1-5, die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde Bülach Nord sowie – unter Rücksendung der eingereichten 

Akten – an den Bezirksrat Bülach, je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
 Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. T. Engler 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 28. November 2017
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgeschrieben.
	2. Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage der Doppel von act. 2, 9 und 10/1-5, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Bülach, j...
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...