# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd6f904a-0be0-5abd-8f3b-d7ca96552c0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2016 E-6329/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6329-2016_2016-10-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6329/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter David R. Wenger, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;   

Gerichtsschreiber Arthur Brunner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Vereinigte Staaten von Amerika (USA),  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);  

Verfügung des SEM vom 7. Oktober 2016 / N (…). 

 

 

 

E-6329/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer landete am 18. September 2016 von Istanbul (Tür-

kei) her kommend am Flughafen Zürich, wo ihm die Einreise verweigert 

und der Transitbereich als Aufenthaltsort zugewiesen wurde. Am 20. Sep-

tember 2016 reichte er aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich ein 

Asylgesuch ein. Am 25. September 2016 erfolgte eine erste summarische 

Befragung zu den Asylgründen und am 3. Oktober 2016 eine ausführliche 

Anhörung. Er machte dabei im Wesentlichen geltend, ihm seien gegen sei-

nen Willen Nano-Sonden eingepflanzt worden. Eine dieser Sonden befinde 

sich in seiner Nase. Man habe ihm mit Nano-Spritzen Löcher unter die 

Zähne gebohrt, so dass ein Zahnarzt ihm die Zähne habe ziehen müssen. 

Aufgrund der Nano-Sonden könnten andere Personen seine Gedanken le-

sen. Ende 2015 habe er einen Brief an Präsident Obama geschickt, um ihn 

um Hilfe zu bitten. Ihm sei in der Antwort auf den Brief empfohlen worden, 

sich in einem Gesundheitszentrum zu melden. Im Februar 2016 habe er 

sich deshalb im Central Health Center von B._______ gemeldet, um einen 

Termin zu vereinbaren. Sofort seien zwei Polizisten aufgetaucht, die ihn ins 

(…) Hospital gebracht hätten. Dabei handle es sich um eine psychiatrische 

Klinik. Man habe ihn dort während sieben Tagen festgehalten und unter-

sucht. Weil man nichts gefunden habe, habe man ihn gehen lassen müs-

sen, ihm aber gleichzeitig geraten, sich behandeln zu lassen. Er habe das 

für eine Lüge gehalten und die Anweisung deshalb nicht befolgt. Wegen 

des Gedankenlesens habe er beim Bezirksgericht von C._______ Anzeige 

gegen verschiedene Personen und Institutionen gestellt, darunter Polizei-

beamte und Institutionen wie das (…) Hospital. Einen Anwalt habe er sich 

nicht leisten können, weshalb er sich selbst auf den Prozess vorbereitet 

habe. Die von ihm beschuldigten Personen und Institutionen hätten einen 

Antrag auf Klageabweisung gestellt und Gegenklage erhoben. Das Be-

zirksgericht habe dem Antrag auf Klageabweisung zugestimmt, er sei da-

gegen aber in Berufung gegangen. Dieses Verfahren sei noch hängig. Aus-

ser wegen Verkehrsverstössen habe er davon abgesehen nie vor Gericht 

gestanden und auch sonst keine Probleme mit den amerikanischen Behör-

den gehabt. 2011 sei er zwar wegen des Verdachts auf Fahren unter Me-

dikamenteneinfluss festgehalten worden; die Untersuchungen hätten je-

doch zu seinem Freispruch geführt. 

B.  

Mit Verfügung vom 7. Oktober 2016 – eröffnet am selben Tag – stellte die 

Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft 

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nicht erfülle, und lehnte sein Asylgesuch ab. Zudem ordnete sie die Weg-

weisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich an und beauftragte 

den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. 

C.  

Mit Eingabe vom 13. Oktober 2016 – dem Bundesverwaltungsgericht per 

Fax zugegangen am 14. Oktober 2016 – focht der Beschwerdeführer die 

Verfügung der Vorinstanz vom 7. Oktober 2016 an. Er beantragte die Auf-

hebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung seiner Flüchtlings-

eigenschaft und die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei die Unzulässig-

keit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzu-

stellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht 

stellte er die Anträge, die englische Begründung seiner Beschwerdeschrift 

sei von Amtes wegen in eine Amtssprache zu übersetzen, auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und es sei die unentgelt-

liche Prozessführung zu gewähren. 

D.  

Die vorinstanzlichen Akten wurden dem Bundesverwaltungsgericht am 

14. Oktober 2016 elektronisch übermittelt. Am 17. Oktober 2016 ging die 

Eingabe vom 13. Oktober 2016 mitsamt einer Vielzahl von Dokumenten, 

einer CD-ROM und einem Memory-Stick dem Bundesverwaltungsgericht 

auf postalischem Wege zu. 

  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

(einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens) sowie die 

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unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Ausländerrecht richtet sich 

die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne Weiterungen und mit summarischer 

Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.3 Grundsätzlich sind Eingaben an das Bundesverwaltungsgericht nach 

Art. 16 Abs. 1 AsylG in einer der Amtssprachen abzufassen. Reicht eine 

asylsuchende Person fremdsprachige Dokumente ein, so kann von ihr 

nach Art. 8 Abs. 2 AsylG verlangt werden, für die Übersetzung dieser Do-

kumente in eine Amtssprache besorgt zu sein. Praxisgemäss nimmt das 

Bundesverwaltungsgericht in Flughafenverfahren wie dem vorliegenden je-

doch auch fremdsprachig verfasste Eingaben entgegen und lässt sie von 

Amtes wegen in eine der Amtssprachen übersetzen. Bei Englisch verfass-

ten Eingaben wird auf eine solche Übersetzung verzichtet, weil die Spra-

che den Gerichtspersonen geläufig ist. Der verfahrensrechtliche Antrag auf 

amtliche Übersetzung der Begründung der vorliegenden Beschwerde-

schrift ist daher abzuweisen. 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).  

 

3.2 Die Vorinstanz begründet ihre Verfügung im Asylpunkt im Wesentlichen 

damit, der Beschwerdeführer mache keine staatlichen Verfolgungsmass-

nahmen geltend. Seine Festhaltung im Jahr 2011 aufgrund eines Verkehrs-

deliktes sei im Rahmen der Strafverfolgung erfolgt und habe legitimen Zwe-

cken entsprochen. Das von ihm angestrengte Verfahren wegen Gedanken-

lesens durch andere Personen sei noch hängig. Dass er sich als amerika-

nischer Bürger in diesem Zusammenhang an die gerichtlichen Institutionen 

seines Bezirkes habe wenden können und ein Verfahren eingeleitet wurde, 

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bestätige, dass er in einem funktionierenden Rechtsstaat lebe. Seine Vor-

bringen hielten damit den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft 

nicht stand. 

3.3 Die wirren Einwendungen in der Beschwerdeschrift vermögen die zu-

treffenden Ausführungen der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen. Die Be-

hauptung des Beschwerdeführers, die Regierungen Chinas und der USA 

wollten ihn töten, ist durch nichts belegt. Vielmehr zeugt sie von den allge-

mein realitätsfremden Vorstellungen, wie sie auch in der Beschwerde ge-

äussert werden: So macht der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene 

weiterhin geltend, ihm seien Nano-Sonden implantiert worden, die es an-

deren Personen erlaubten, seine Gedanken zu lesen, und äussert gegen-

über der Vorinstanz den Vorwurf, sie habe zur Untersuchung dieser Vor-

bringen eine Ärztin aufgeboten, die keinerlei Fachkenntnisse besitze. Auf-

grund des offensichtlich mangelnden Bezugs dieser Vorwürfe zur Realität, 

was vermutlich auf eine Psychose zurückzuführen ist (vgl. S. 4 der einge-

reichten Beweismittel, Arztbericht des […] Hospital), enthält sich das Ge-

richt in diesem Zusammenhang weiterer Ausführungen. Aus der Be-

schwerde wird abgesehen davon nicht deutlich, welche Asylrelevanz die 

vom Beschwerdeführer angestrengte und in erster Instanz abgewiesene 

Klage gegen verschiedene Privatpersonen und Institutionen haben sollte. 

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann vollumfänglich auf die ange-

fochtene Verfügung verwiesen werden. Auf eine detaillierte Auseinander-

setzung mit den unzähligen auf Beschwerdeebene eingereichten Beweis-

mitteln kann aufgrund der offensichtlich haltlosen Vorbringen des Be-

schwerdeführers verzichtet werden. Zusammengefasst kommt das Bun-

desverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylge-

such abgewiesen hat.  

 

4.  

Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung und ordnet den Vollzug an 

(Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 

(Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

5.  

Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach 

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den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

5.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG). 

5.1.1 Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-

zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

5.1.2 Das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement schützt nur 

Personen, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung vorliegend keine Anwen-

dung finden. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

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oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Es besteht kein kon-

kreter Anlass zur Annahme, dem Beschwerdeführer, dem es nicht gelun-

gen ist, eine asylrechtlich beachtliche Verfolgung darzulegen, würde bei 

einer Rückkehr in sein Heimatland eine menschenrechtswidrige Behand-

lung drohen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in den USA 

lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 

erscheinen. An dieser Einschätzung vermögen die Vorbringen in der 

Rechtsmitteleingabe nichts zu ändern.  

5.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

Vorliegend lassen weder die allgemeine Lage in den USA noch individuelle 

Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle ei-

ner Rückkehr schliessen. Es liegen keine konkreten Anhaltspunkte dafür 

vor, dass der Beschwerdeführer aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, 

sozialer oder gesundheitlicher Natur bei einer Rückkehr in die USA in eine 

existenzbedrohende Situation geraten würde. Er war in den USA während 

langer Zeit arbeitstätig und es ist damit zu rechnen, dass er bei einer Rück-

kehr in die USA wieder eine Arbeitstätigkeit aufnehmen kann. Zudem ver-

fügt er dort über ein ihn unterstützendes Beziehungsnetz. Schliesslich war 

er in der Lage, für die Flugreise in die Schweiz aufzukommen, und führte 

Barmittel mit sich. Es ist daher nicht davon auszugehen, er würde bei einer 

Rückkehr in eine seine Existenz vernichtende Situation geraten, die als 

konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu wer-

ten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG). 

5.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, der über einen gültigen 

Reisepass verfügt, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates 

allenfalls weitere, für eine Rückkehr notwendige Reisedokumente zu be-

schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). Der 

Vollzug der Wegweisung ist deshalb auch als möglich zu bezeichnen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG). 

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Seite 8 

5.4 Der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvollzug ist damit zu be-

stätigen. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

6.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

7.1 Da die Beschwerdebegehren als aussichtslos zu bezeichnen waren, 

sind die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt, weshalb das entsprechende 

Gesuch abzuweisen ist. Mit vorliegendem Urteil ist das Beschwerdeverfah-

ren abgeschlossen, weshalb sich der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses als gegenstandslos erweist. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 (Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David R. Wenger Arthur Brunner 

 

 

Versand: