# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec5003c5-f27b-5f12-b4b3-c67194006637
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.01.2013 IV 2011/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-23_2013-01-17.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.01.2013

Entscheiddatum: 17.01.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 17.01.2013
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung MZR-Gutachten. Vorliegen einer 
posttraumatischen Belastungsstörung verneint. Gutachterliche 
Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 
Tätigkeiten beweiskräftig (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 17. Januar 2013, IV 2011/23).

Versicherungsrichterin Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle 

Frei, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

 

Entscheid vom 17. Januar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rente

 

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ wurde am 6. November 2003 bei der Arbeit von einer auf ihn zurollenden 

schweren Kabelrolle getroffen. Er erlitt dabei eine Beckenfraktur links (Austrittsbericht 

der Rehaklinik Bellikon vom 1. Dezember 2004, act. G 5.1.12-4 ff.; zur 

Unfallschilderung vgl. das psychosomatische Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 

15. November 2004, act. G 5.1.12-10). Vom 19. Oktober bis 16. November 2004 

befand sich der Versicherte zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Die 

dort behandelnden medizinischen Fachpersonen diagnostizierten einen Unfall vom 

6. November 2003 mit instabiler, nicht dislozierter Beckenfraktur links, eine arterielle 

Hypertonie, eine Spondylolisthesis L5/S1 sowie eine beginnende Coxarthrose 

beidseits. Eine leichte wechselbelastende angepasste Tätigkeit sei dem Versicherten 

ganztags zumutbar (act. G 5.1.12-4 ff.).

A.b   Am 20. Januar 2005 (Datum Eingang IV-Stelle) meldete sich der Versicherte zum 

Bezug von IV-Leistungen an (act. G 5.1.1). Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren in 

der Verfügung vom 9. Mai 2005 mit der Begründung ab, der Versicherte verfüge für 

eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.23). 

Dagegen erhob der Versicherte am 9. Juni 2005 Einsprache (act. G 5.1.24).

A.c   Vom 9. bis 12. Oktober 2006 hielt sich der Versicherte zur stationären 

Rehabilitation in der Klinik Valens auf. Die dort behandelnden Ärztinnen 

diagnostizierten im Wesentlichen ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom 

beidseits. Sie sahen beim Versicherten kein Rehabilitationspotenzial, das einen 

längeren Rehabilitationsaufenthalt rechtfertigen würde (Bericht vom 27. Oktober 2006, 

act. G 5.1.75-6 ff.).

A.d   Mit Einspracheentscheid vom 7. November 2006 bestätigte die Suva ihre 

Verfügung vom 26. August 2005, wonach keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mehr vorliegen und die Leistungen per 1. September 2005 eingestellt würden (act. 

G 5.2.88).

A.e   Die IV-Stelle widerrief am 10. Januar 2007 die Verfügung vom 9. Mai 2005 und 

stellte die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen in Aussicht (act. G 5.1.87).

A.f    Am 15. Oktober 2007 wurde der Versicherte im Medizinischen Zentrum Römerhof 

(MZR)

interdisziplinär (internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch) begutachtet. Im 

Gutachten vom 21. Februar 2008 diagnostizierten die Experten mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit 

pseudoradikulärer Symptomatik rechts sowie eine initiale Coxarthrose linksbetont. Aus 

psychiatrischer Sicht bestünden Anpassungsprobleme bei Veränderungen der 

Lebensumstände (ICD-10: Z60.0), die aber keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

hätten. Der Versicherte verfüge für eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.100). Gestützt auf diese gutachterliche Einschätzung stellte 

die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 17. März 2008 in Aussicht, das 

Rentenbegehren abzuweisen (act. G 5.1.107).

A.g   Dagegen erhob der Versicherte am 28. April 2008 Einwand. Er beantragte die 

Zusprache einer ganzen Rente und rügte im Wesentlichen, das MZR-Gutachten sei 

nicht beweiskräftig (act. G 5.1.112). Mit dem Einwand reichte der Versicherte den 

Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik B.___ vom 7. März 2008 ein, wo er vom 3. 

Dezember 2007 bis 29. Februar 2008 hospitalisiert gewesen war. Die dort 

behandelnden medizinischen Fachpersonen diagnostizierten eine leichte depressive 

Episode (ICD-10: F32.0) bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4) auf dem Hintergrund einer Traumafolgestörung (posttraumatische 

Belastungsstörung, ICD-10: F43.1). Bei Austritt sei der Versicherte zu 10% arbeitsfähig 

gewesen (act. G 5.1.112-6 ff.).

A.h   RAD-Arzt Dr. med. C.___ kam in der Stellungnahme vom 8. Mai 2008 zum 

Schluss, der Einwand des Versicherten enthalte keine neuen bis anhin nicht bekannten 

medizinischen Elemente (act. G 5.1.116). Nach neuerlich durchgeführtem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle in der Verfügung vom 14. Juli 2008 (welche die 

zuvor ergangene leistungsablehnende Verfügung vom 16. Mai 2008 ersetzte, vgl. hierzu 

act. G 5.1.118) das Rentenbegehren des Versicherten ab (act. G 5.1.138). Dagegen 

erhob der Versicherte am 4. September 2008 Beschwerde (act. G 5.1.142) und reichte 

einen Bericht des behandelnden Dr. med. D.___, Facharzt FMH Psychiatrie/Psycho­

therapie, vom 28. August 2008 ein, worin dieser eine mittelschwere depressive Episode 

mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) bei einer chronifizierten anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) auf dem Hintergrund einer 

Traumafolgestörung im Sinn einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: 

F43.1) diagnostizierte und dem Versicherten eine 10%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigte 

(act. G 5.1.141). Daraufhin widerrief die IV-Stelle am 8. Oktober 2008 die angefochtene 

Verfügung und stellte die Durchführung weiterer Abklärungen in Aussicht (act. 

G 5.1.150; zum Abschreibungsbeschluss des Versicherungsgerichts vom 30. Oktober 

2008 vgl. act. G 5.1.157).

A.i     Im Bericht vom 22./23. Januar 2009 hielt der behandelnde Dr. med. E.___, 

Spezialarzt FMH für Chirurgie, Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orthopädische 

Traumatologie, fest, eine leidensangepasste Tätigkeit könne dem Versicherten aus 

somatischer Sicht zugemutet werden. Es müsste allerdings in einem Leistungstest 

geprüft werden, welche Tätigkeiten der Versicherte noch ausführen könne (act. 

G 5.1.161). Dr. D.___ bestätigte im Verlaufsbericht vom 20. März 2009 die bisher 

gestellten Diagnosen und die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter (act. 

G 5.1.164).

A.j     Im Bericht vom 27. August 2009 nahmen die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen des Medizinischen Zentrums F.___, Interdisziplinäres, medizinisches 

Rehabilitationszentrum für Psychosomatik, Stellung zum psychiatrischen Teil des MZR-

Gutachtens vom 21. Februar 2008. Sie teilten die darin enthaltene Beurteilung nicht 

und gingen von einer 80 bis 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus (act. G 5.1.179).

A.k   Am 19. und 25. Januar 2010 nahm der Versicherte an einer interdisziplinären 

(internistische, rheumatologische und psychiatrische) Verlaufsbegutachtung im MZR 

teil. Im Gutachten vom 12. März 2010 diagnostizierten die Experten mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

pseudoradikulärer Symptomatik rechts und eine initiale Coxarthrose links mehr als 

rechts. Das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung wurde verneint. Eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung könne nicht diagnostiziert werden. Sonstige 

Hinweise auf Abweichungen gegenüber den Ergebnissen der psychiatrischen 

Erstbegutachtung bestünden keine. Für eine leidensangepasste Tätigkeit bescheinigten 

die Gutachter interdisziplinär eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.189).

A.l     Im Vorbescheid vom 7. Juni 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 

sie sein Rentenbegehren abweisen werde (act. G 5.1.197). Dagegen erhob der 

Versicherte am 6. Juli 2010 Einwand und beantragte mindestens die Ausrichtung einer 

Dreiviertelsrente. Er rügte im Wesentlichen die Beweiskraft des MZR-

Verlaufsgutachtens (act. G 5.1.198). Am 21. Juli 2010 reichte der Versicherte eine 

Stellungnahme der behandelnden medizinischen Fachpersonen des Medizinischen 

Zentrums F.___ vom 12. Juli 2010 ein (act. G 5.1.199), worin die dort behandelnden 

Experten die gutachterliche Verlaufsbeurteilung kritisieren (act. G 5.1.201). Der 

psychiatrische MZR-Gutachter äusserte sich am 12. Oktober 2010 zu dieser Kritik und 

hielt an seiner Beurteilung vollumfänglich fest (act. G 5.1.206). Am 3. Dezember 2010 

verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens (act. G 5.1.208).

B.     

B.a   Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 19. Januar 2011. Der 

Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge deren Auf­

hebung und die Zusprache mindestens einer Dreiviertelsrente. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zwecks weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Er stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass das MZR-

Verlaufsgutachten nicht beweiskräftig sei, insbesondere weil es sich nicht zu den 

abweichenden Beurteilungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen äussere 

(act. G 1).

B.b   Nach der Einholung einer Stellungnahme des RAD (Stellungnahme vom 16. 

Februar 2011, act. G 5.1.211) beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung bringt sie vor, dass das MZR-Verlaufsgutachten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

beweiskräftig und die gestützt darauf erfolgte Verneinung eines Rentenanspruchs zu 

Recht ergangen sei (act. G 5).

B.c   Mit Präsidialentscheid vom 11. März 2011 wird dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) 

entsprochen (act. G 7).

B.d   In der Replik vom 31. März 2011 hält der Beschwerdeführer unverändert an den 

gestellten Anträgen fest (act. G 8) und reicht eine weitere Stellungnahme der 

behandelnden medizinischen Fachpersonen des Medizinischen Zentrums F.___ vom 

9. Februar 2011 ein (act. G 8.1).

B.e   Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 10).

B.f    Unaufgefordert reicht der Beschwerdeführer am 7. Februar 2012 (act. G 12) eine 

interdisziplinäre Beurteilung der behandelnden medizinischen Fachpersonen vom 27. 

Januar 2012 ein (act. G 12.1). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine 

Stellungnahme (vgl. act. G 13).

 

Erwägungen:

1.      

1.1    Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

umstritten.

1.2    Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass 

der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die im Zeitpunkt gegolten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht 

hat (vgl. BGE 130 V 445; BGE 127 V 466 E. 1; BGE 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). 

Daher ist der vorliegend zu beurteilende Rentenanspruch für die Zeit bis zum 31. 

Dezember 2007 auf Grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen 

Normen zu prüfen. Sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, werden nachfolgend die 

seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.

1.3    Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, 

das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.4    Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.5    In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein den 

Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V 

351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und auch kein Anlass zu 

weiteren Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer 

anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 

9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der 

Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden 

psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 

innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 

zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis 

vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).

2.      

Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt rechts­

genüglich abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der 

angefochtenen Verfügung vom 3. Dezember 2010 auf die gutachterliche Beurteilung 

des MZR vom 12. März 2010 (act. G 5.1.208), worin mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer 

Symptomatik rechts und eine initiale Coxarthrose links mehr als rechts diagnostiziert 

und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigt 

wurden (act. G 5.1.189). Der Beschwerdeführer hält die gutachterliche Einschätzung 

aus verschiedenen Gründen für nicht beweiskräftig (act. G 1).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.1    Der Beschwerdeführer bemängelt, dass die Gutachter zu Unrecht das Vorliegen 

einer posttraumatischen Belastungsstörung verneint hätten (act. G 1, S. 5 f., und G 8, 

S. 2).

2.1.1           Rechtsprechungsgemäss wird eine posttraumatische Belastungsstörung 

nur dann als invalidisierend anerkannt, wenn sie nach einem traumatisierenden Ereignis 

von aussergewöhnlicher Schwere (etwa Verwicklung in kriegerische Ereignisse mit dem 

Erleben unmittelbarer drohender Todesgefahr sowie existenzbedrohende Lager- und 

Foltererlebnisse) auftritt. Nach der Umschreibung (ICD-10: F43.1) entsteht die 

posttraumatische Belastungsstörung als eine Reaktion auf ein belastendes Ereignis 

oder eine Situation mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem 

Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. August 2012, 8C_223/2012, E. 4.1 mit Hinweisen).

2.1.2           Nach den Angaben des Beschwerdeführers gestaltete sich das 

Unfallereignis vom 6. November 2003 wie folgt: Man sei auf einer Baustelle mit dem 

Abrollen eines Kabels von einer schweren Rolle beschäftigt gewesen. Unter Zug habe 

sich diese plötzlich auf ihn zubewegt, weil sie nicht sachgemäss befestigt und fixiert 

gewesen sei. Er habe die grosse und schwere Kabelrolle auf sich zukommen sehen. 

Mit einer geistesgegenwärtigen Reaktion habe er sich derart wegzubewegen versucht, 

dass er nicht mit dem ganzen Körper zwischen Kabelrolle und Seitenladen der 

Ladebrücke eingeklemmt worden sei. Dennoch habe ihn die Rolle getroffen. Er sei mit 

dem Becken kurzzeitig eingeklemmt worden, dann aber zur Seite gestürzt 

(psychosomatisches Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 15. November 2004, act. 

G 5.1.12-10). Auch aus der Unfallschilderung des Suva-Berichts vom 1. April 2004 

sowie den übrigen Suva-Akten ergeben sich keine Hinweise darauf, dass der 

Beschwerdeführer eine längere Zeit eingeklemmt gewesen war (act. G 5.2). Zwar gab 

der Beschwerdeführer später gegenüber den behandelnden medizinischen 

Fachpersonen teilweise an, er sei über einen längeren Zeitraum hinweg (act. G 5.112-7; 

im Bericht vom 27. Januar 2012 unbesehen übernommen, act. G 12.1) bzw. "mehrere 

Stunden" (act. G 5.1.164-3) eingeklemmt gewesen. Mit Blick auf die ausführlich 

wiedergegebene Unfallschilderung im psychosomatischen Konsilium (act. G 5.1.12-10), 

die übrigen Suva-Akten (act. G 5.2) und nicht zuletzt aufgrund der von den MZR-

Gutachtern detailliert dargestellten Unfallschilderung ("ein paar Minuten eingeklemmt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gewesen", act. G 5.1.189-88) ist nicht davon auszugehen, der Beschwerdeführer sei 

während längerer Zeit eingeklemmt gewesen. Der Beschwerdeführer erlitt dabei eine 

nicht dislozierte Beckenfraktur links (Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

KSSG vom 25. November 2003, act. G 5.2).

2.1.3           In einem vergleichbaren Fall (ein gefüllter Betonkübel fiel auf die Beine des 

Versicherten, der sich dabei Oberschenkelfrakturen beidseits und multiple 

Weichteilquetschverletzungen zuzog) kam das Bundesgericht zum Schluss, dem 

Unfallereignis sei zwar eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen; von einem 

Ereignis aussergewöhnlicher Schwere sei es jedoch weit entfernt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. August 2012, 8C_223/2012, E. 4.1 am Schluss). In der 

vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint fraglich, ob das - sicherlich 

eindrückliche - Unfallereignis ein Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere im Sinn der 

genannten Rechtsprechung darstellt (vgl. vorstehende E. 2.1.1). Der psychiatrische 

MZR-Gutachter hielt fest, diesbezüglich bestehe Diskussionsspielraum (act. 

G 5.1.189-91). Letztlich kann indessen offen bleiben, ob der erlittene Unfall ein 

aussergewöhnliches Ereignis darstellt, da die weiteren erforderlichen Diagnosekriterien 

plausibel ausgeschlossen wurden (act. G 5.1.189-92 und -98). Es gereicht daher der 

gutachterlichen Einschätzung nicht zum Nachteil, wenn darin das Vorliegen einer 

posttraumatischen Belastungsstörung verneint wird (vgl. hierzu act. G 5.1.189-98), 

zumal auch im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 

15. November 2004 eine solche ausgeschlossen wurde (act. G 5.1.12-11). Daran 

ändern auch die davon abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte (vgl. 

etwa Bericht vom 27. Januar 2012, act. G 12.1) nichts. Ergänzend ist auf das 

psychosomatische Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 15. November 2004 

hinzuweisen, worin festgehalten wurde, der Beschwerdeführer könne sich von den 

damals erlebten Symptomen abgrenzen, weise deutlich darauf hin, dass dies jetzt kein 

Problem mehr sei. Ängste seien nicht fassbar gewesen (act. G 5.1.12-10; 

pathologische Ängste und Zwänge waren auch anlässlich der psychiatrischen 

Erstbegutachtung vom 15. Oktober 2007 nicht eruierbar, act. G 5.1.100-41). 

Gegenüber der Suva gab der Beschwerdeführer am 19. Januar 2005 an, zum Glück 

keine Albträume mehr zu haben (Bericht vom 19. Januar 2005, act. G 5.2).

2.2    Der Beschwerdeführer bringt ferner vor, die Gutachter hätten die depressive 

Problematik nicht sorgfältig abgeklärt (act. G 1, S. 7 und S. 9).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.2.1           Anlässlich der psychiatrischen Erstbegutachtung im MZR vom 15. Oktober 

2007 gab der Beschwerdeführer an, er sei zwar seit dem Unfall durch die Schmerzen 

nervöser geworden, fühle sich auch manchmal deprimiert, eigentlich psychisch krank 

fühle er sich aber nicht (act. G 5.1.100-39). Gestützt auf eine ausführliche, 

nachvollziehbare Befunderhebung (act. G 5.1.100-40 f.) kam der psychiatrische 

Erstbegutachter zum Schluss, dass lediglich Anpassungsprobleme bei Veränderungen 

der Lebensumstände (ICD-10: Z60.0) bestünden, die zu keiner Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit führen würden (act. G 5.1.100-42). Es bestehe eine leichte depressive 

Restsymptomatik im Sinn einer depressiven Verstimmung. Die Diagnosekriterien für 

eine depressive Episode seien nicht erfüllt (act. G 5.1.100-42). Auch Dr. G.___ 

benannte bei der psychischen Problematik keine Depression sondern eine 

dysfunktionale Anpassung an die Schmerzen und Symptomausweitung (Bericht vom 

22. November 2005, act. G 5.1.59-1). Die gutachterliche Sichtweise wird auch durch 

das psychosomatische Konsilium der Rehaklinik Bellikon bekräftigt, wonach eine 

depressive Reaktion nicht fassbar gewesen sei (act. G 5.1.12-11; "Grundstimmung 

verhalten", "nicht eigentlich depressiv", act. G 5.1.12-10). Im Bericht der Klinik Valens 

vom 27. Oktober 2006 finden sich ebenfalls keine Hinweise für eine Depression 

("Grundstimmung unauffällig", "schmerzbedingt vermindertes Allgemeinbefinden", act. 

G 5.1.76-9). Die Verneinung eines depressiven Leidens im MZR-Erstgutachten ist nach 

dem Gesagten schlüssig, zumal sie im Einklang mit der genannten Aktenlage steht. Da 

der psychiatrische Experte im MZR-Verlaufsgutachten einen grundsätzlich 

unveränderten Befund beschrieb ("Antrieb war leicht herabgesetzt", act. G 5.1.189-34; 

zum grundsätzlich unveränderten Gesundheitszustand vgl. auch act. G 5.1.189-43: 

Sonstige Hinweise auf Abweichungen gegenüber den Ergebnissen der psychiatrischen 

Begutachtung vom 15. Oktober 2007 fänden sich nicht.) und der Beschwerdeführer 

den Krankheitsverlauf seit der Erstbegutachtung als praktisch unverändert bezeichnete 

(act. G 5.1.189-15), besteht keine Veranlassung von der psychiatrisch weiterhin 

bescheinigten 100%igen Arbeitsfähigkeit abzuweichen.

2.2.2           Die gutachterliche Einschätzung wird durch den Bericht der ehemals 

behandelnden Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

20. Juni 2006 nicht in Frage gestellt. Denn darin diagnostizierte sie keine 

selbstständige Depression sondern eine Anpassungsstörung mit Angst und 

depressiver Reaktion gemischt (act. G 5.1.52). Es ergeben sich daraus auch keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gesichtspunkte, die von den MZR-Experten übersehen worden wären. Der Bericht von 

Dr. H.___ wurde ferner von den Gutachtern gewürdigt (act. G 5.1.100-41 f.). Der 

Beweiswert der psychiatrischen MZR-Teilgutachten wird auch durch den 

Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik B.___ vom 7. März 2008 nicht erschüttert, 

worin eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) bei anhaltender somatoformer 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) auf dem Hintergrund einer Traumafolgestörung 

(posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10: F43.1) diagnostiziert wurde (act. 

G 5.1.112-6). Denn die dort behandelnden psychiatrischen Fachpersonen qualifizierten 

die depressive Episode als lediglich leicht, was keine entscheidende Abweichung von 

der vom MZR-Erstgutachter beschriebenen leichten depressiven Restsymptomatik und 

der Verneinung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens (act. G 5.1.100-48) 

darstellt, zumal bei der Diagnosestellung depressiver Leiden ein - vom Gericht zu 

respektierender - weiter medizinischer Ermessenspielraum besteht (vgl. vorstehende 

E. 1.5). Die im Bericht der Psychiatrischen Klinik B.___ bescheinigte 10%ige 

Arbeitsfähigkeit ist im Übrigen mit Blick auf die leichte Ausprägung der depressiven 

Episode sowie des knapp wiedergegebenen Befunds im Rahmen des 

"Einweisungsgrunds" nicht nachvollziehbar.

2.2.3           Daran vermag die Übernahme dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung durch den 

ebenfalls behandelnden Dr. D.___ im Bericht vom 28. August 2008 nichts zu ändern, 

der ebenfalls nicht schlüssig die praktisch vollständige Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers darzulegen vermag. Sie ist auch aufgrund des von ihm 

beschriebenen Befundes ("deprimierte Stimmungslage", act. G 5.1.141) - der sich im 

Wesentlichen mit demjenigen in der MZR-Erstbegutachtung deckt - nicht naheliegend. 

Zweifel an der Einschätzung von Dr. D.___ - der den Beschwerdeführer erstmals im Juli 

2008 gesehen hat - bestehen auch deshalb, weil er den Beginn des diagnostizierten 

psychischen Leidens sowie der 80 bis 90%igen Arbeitsunfähigkeit in Abweichung zur 

einschlägigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in den Vorakten (vorstehende E. 2.2.1) auf 

das Jahr 2003 festlegte (vgl. hierzu auch den Verlaufsbericht vom 20. März 2009, act. 

G 5.1.164-2 und -4, wo Dr. D.___ die Beurteilung allerdings explizit auf die 

angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter bezog). Hinzu kommt, dass die gestellten 

Diagnosen (namentlich die posttraumatische Belastungsstörung oder die anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung) nicht näher begründet sind, was den Eindruck der 

unbesehenen Übernahme der Einschätzung der Psychiatrischen Klinik B.___ verstärkt. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ferner scheint Dr. D.___ bei seiner Beurteilung primär auf die Angaben des 

Beschwerdeführers - die offenbar nicht näher überprüft wurden - und ein übertrieben 

dargestelltes Unfallereignis ("mehrere Stunden lang" eingeklemmt; zum Unfallereignis 

vgl. vorstehende E. 2.1.2) abgestellt zu haben (act. G 5.1.164). Schliesslich sieht 

Dr. D.___ - wie auch die medizinischen Fachpersonen der Psychiatrischen Klinik B.___ 

(act. G 5.1.112-6) - eine posttraumatische Belastungsstörung als relevanten 

Hintergrund (act. G 5.1.141 und G 5.1.164). Das Vorliegen dieser Diagnose bzw. einer 

entsprechenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ist aber - wie bereits erwähnt 

(vgl. vorstehende E. 2.1.3) - mit den MZR-Experten zu verneinen.

2.2.4           Das zu den Berichten von Dr. D.___ Gesagte gilt im Zusammenhang mit 

dem Vorliegen einer invalidisierenden Depression gleichermassen für die 

Stellungnahmen des Medizinischen Zentrums F.___ vom 27. August 2009 (act. 

G 5.1.179), vom 12. Juli 2010 (act. G 5.1.201) und vom 27. Januar 2012 (act. G 12.1). 

Auch darin wird primär auf die Aussagen des Beschwerdeführers bzw. von dessen 

Ehefrau abgestellt (so wurde die subjektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, ohne sie 

aus medizinischer Sicht zu reflektieren oder einzuordnen, bei der "objektiveren" 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vollumfänglich übernommen, act. G 12.1, S. 6 unten) 

und die diagnostizierten Leiden sowie die bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit - 

ohne Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Voraktenlage - auf das Jahr 2003 

zurückdatiert. Für die in den Berichten des Medizinischen Zentrums F.___ genannten 

"anamnestisch deutlichere Suizidgedanken/-wünsche" (act. G 12.1; vgl. auch act. 

G 5.1.179-3) finden sich in den Vorakten - namentlich auch in den Berichten von 

Dr. D.___ (act. G 5.1.141, "Suizidalität verneint", act. G 5.1.164-3) oder im Bericht der 

Psychiatrischen Klinik B.___ (act. G 5.1.112-6 ff.) - keine Hinweise, was den Eindruck 

einer unkritischen Übernahme der subjektiven Einschätzung bestätigt, zumal die 

behandelnden medizinischen Fachpersonen auch von einem dramatisierten - unkritisch 

übernommenen - Unfallverlauf ("über einen längeren Zeitraum hinweg" eingeklemmt, 

act. G 12.1, S. 2; vgl. zum Unfallereignis vorstehende E. 2.1.2) ausgegangen sind. 

Gegen die Aussagekraft der diagnostizierten "schweren" depressiven Episode (act. 

G 12.1, S. 2) spricht auch, dass diese nicht näher begründet wird und mit der eigenen 

Beurteilung, wo einerseits von einer leichten, an anderer Stelle von einer 

mittelschweren depressiven Episode die Rede ist (act. G 12.1, S. 3 oben), 

widersprüchlich erscheint. Die genannten Mängel weisen ferner darauf hin, dass sich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Experten des Medizinischen Zentrums F.___ bei der objektiven Beurteilung der 

Restarbeitsfähigkeit nicht von ihrem Behandlungsauftrag lösen konnten.

2.3    Was die gutachterliche Verneinung einer somatoformen Schmerzstörung 

anbelangt (act. G 5.1.100-50), ist zu berücksichtigen, dass diese Sichtweise bereits 

zuvor im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 15. November 

2004 geteilt wurde (act. G 5.1.12-11; auch im Bericht des KSSG vom 29. August 2006, 

act. G 5.1.75-16, von Dr. H.___ vom 20. Juni 2006, act. G 5.1.52, sowie der Klinik 

Valens vom 27. Oktober 2006, act. G 5.1.75-6 f., wurde keine somatoforme 

Schmerzstörung diagnostiziert). Ferner erscheint das Schmerzleiden im 

diagnostizierten chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom mit 

pseudoradikulärer Symptomatik (act. G 5.1.189-93) hinreichend berücksichtigt worden 

zu sein. Selbst wenn eine somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren wäre, sind 

die einschlägigen Kriterien (BGE 136 V 281 ff. E. 3.2) für eine ausnahmsweise 

invalidisierende Wirkung mangels Vorliegens einer psychischen Komorbidität (gestützt 

auf die gutachterliche Einschätzung ist eine relevante, eigenständige Depression zu 

verneinen, vgl. vorstehende E. 2.2.1 f.), eines ausgewiesenen sozialen Rückzugs in 

allen Belangen des Lebens (zu den Spaziergängen, den Schwimmbad- und 

Familienbesuchen und den Reisen in die Heimat des Beschwerdeführers siehe act. 

G 5.1.171) und mangels Erfüllung des Kriteriums "trotz konsequent durchgeführter 

Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und 

gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und 

Eigenanstrengung der versicherten Person" (vgl. Bericht der Klinik Valens vom 

27. Oktober 2006, wonach der stationäre Aufenthalt bereits nach wenigen Tagen 

aufgrund fehlenden Rehabilitationspotenzials abgebrochen werden musste: "Patient 

nicht motiviert", "Leistungsbereitschaft minimal", "nicht auszuschliessende 

Rentenbegehrlichkeit", act. G 5.1.75-7; zum auffallend inkonsistenten Verhalten vgl. 

auch act. G 5.1.75-11; vgl. zum fehlenden Rehabilitationspotenzial ["keine der 

gesetzten Ziele konnte erreicht werden"] und zu den Inkonsistenzen auch den 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 1. Dezember 2004, act. G 5.1.12-5) nicht 

erfüllt.

2.4    Gegen den somatischen Teil der MZR-Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit führt der 

Beschwerdeführer ebenfalls die Einschätzung der behandelnden medizinischen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fachpersonen des Medizinischen Zentrums F.___ ins Feld (act. G 1, S. 4 und S. 6, G 8, 

S. 4, sowie G 12).

2.4.1           Bei den somatisch bezogenen Stellungnahmen des Medizinischen 

Zentrums F.___ vom 27. August 2009 (act. G 5.1.179), vom 12. Juli 2010 (act. 

G 5.1.201) und vom 27. Januar 2012 (act. G 12.1) fällt zunächst auf, dass diese im 

Wesentlichen eine unkritisch übernommene Wiedergabe der Schmerzschilderung des 

Beschwerdeführers darstellen (zum entsprechenden Eindruck vgl. auch vorstehende 

E. 2.2.4). Die subjektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wurde mit der "objektiveren" 

Beurteilung gleichgesetzt (act. G 12.1, S. 6; "Was vom Pat. geschildert wird, wird auch 

erlebt und gelebt", act. G 5.1.179-5, wiederholt in act. G 12.1, S. 7). Eine Diskrepanz 

zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten wurde einzig 

unter Hinweis auf die Angaben der Ehefrau des Beschwerdeführers verneint. Es fehlt 

denn auch jegliche kritische Würdigung der Schmerzangaben. Allein aufgrund der in 

den Vorakten klar und mehrfach ausgewiesenen Verhaltensinkonsistenzen ("sehr 

schmerzdemonstratives Verhalten", "… im Liegen die Grosszehen ohne Widerstand 

nach oben zu ziehen, kann nur mit schmerzverzerrtem Gesicht und Stöhnen 

durchgeführt werden", "Präsentation völlig inadäquat zu den radiologischen 

Befunden", act. G 5.1.75-17; vgl. zum sehr demonstrativen inkonsistenten 

Schmerzverhalten act. G 5.1.75-7 und -11, G 5.1.12-5, G 5.1.100-35 f. und -47, act. 

G 5.1.189-26 f.; zur "nicht zu übersehenden funktionellen Überlagerung mit 

Somatisierungstendenz" vgl. act. G 5.1.53-2) wäre eine kritische Haltung gegenüber 

den Schmerzschilderungen des Beschwerdeführers angezeigt gewesen. Dies umso 

mehr, als sich auch aus dem Bericht des Medizinischen Zentrums F.___ vom 

27. Januar 2012 erhebliche Widersprüche ergeben (unterschiedliche Ergebnisse bei der 

Lasègue/Pseudolaségue-Prüfung aus anästhesistischer und wirbelsäulenchirurgischer 

Sicht; Unterschiede bezüglich paravertebraler Hartspann aus wirbelsäulenchirurgischer 

und rheumatologischer Sicht, act. G 12.1, S. 5). Indem die Experten des Medizinischen 

Zentrums F.___ ihre Beurteilung primär auf die (fraglichen) Angaben des 

Beschwerdeführers sowie seiner Ehefrau stützen, sind sie nicht geeignet, die 

gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen. Zudem scheinen sie bei ihrer 

Einschätzung zu einem wesentlichen Teil auch krankheitsfremde sowie therapeutische 

Gesichtspunkte berücksichtigt zu haben, was sich aus der rheumatologischen 

Einschätzung ergibt, wonach eigentlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

indessen "unter Berücksichtigung aller Facetten der Persönlichkeit" des 

Beschwerdeführers aus "schmerztherapeutischer Sicht" von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (act. G 12.1, S. 7).

2.4.2           Nach Auffassung des Beschwerdeführers haben sich die Gutachter nicht 

mit der Einschätzung der medizinischen Fachpersonen des Medizinischen Zentrums 

F.___ vom 27. August 2009 auseinandergesetzt (act. G 1, S. 5 und S. 6). Diese Rüge ist 

unbegründet. Die MZR-Gutachter haben die Einschätzung der behandelnden 

medizinischen Fachpersonen nicht nur zur Kenntnis genommen (act. G 5.1.189-7 f. und 

-40), sondern auch ihre davon abweichende Beurteilung (zur Verneinung einer 

posttraumatischen Belastungsstörung und einer somatoformen Schmerzstörung vgl. 

act. G 5.1.189-42 f. mit Hinweis auf die Feststellungen im Erstgutachten sowie act. 

G 5.1.189-45 unten, wo auch das Vorliegen einer mittelschweren depressiven Episode 

verneint wird) - wenn auch teilweise etwas knapp - begründet, weshalb sich 

Weiterungen hierzu erübrigen.

2.5    Da eine schwergradige foraminale Stenose und eine Nervenwurzelkompression 

beschrieben worden seien, kritisiert der Beschwerdeführer ferner die gutachterliche 

Aussage, dass sich die geklagten Beschwerden nur teilweise erklären liessen und dass 

eine "unlimitierte Arbeitsfähigkeit" von 100% für eine leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit bestehe (act. G 1, S. 5, und G 8, S. 3). Diesem Vorbringen ist 

entgegenzuhalten, dass - nebst den MZR-Gutachtern - auch Dr. G.___ nicht-

organische Komponenten beschrieb (Bericht vom 24. September 2004, act. G 5.2) und 

die Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG im Bericht vom 9. Juni 2004 festhielt, 

die Schmerzen liessen sich aufgrund des klinischen und radiologischen Befunds nicht 

objektivieren (act. G 5.2). Hinzu kommen die zahlreichen ärztlich festgehaltenen 

Verhaltensinkonsistenzen (vgl. vorstehende E. 2.4.1). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, 

dass die Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG bereits im Bericht vom 6. Juli 

2004 eine relevante Nervenwurzelkompression ausschloss (act. G 5.2) und die MZR-

Gutachter umfassende klinische und bildgebende Abklärungen vornahmen (act. 

G 5.1.189-79 ff.). Schliesslich wurde dem Beschwerdeführer auch im Bericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 1. Dezember 2004 für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt (act. G 5.1.12-5), die im Bericht des 

Medizinischen Zentrums F.___ vom 27. Januar 2012 aus rheumatologischer Sicht - 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

unter Ausblendung "aller Facetten der Persönlichkeit" und schmerztherapeutischer 

Überlegungen - bestätigt wurde (act. G 12.1, S. 7).

2.6    Auch aus den übrigen Berichten der behandelnden medizinischen Fachpersonen 

ergeben sich keine objektiven Gesichtspunkte, die von den MZR-Gutachtern ausser 

Acht gelassen worden wären.

2.7    Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die psychiatrische Begutachtung sei 

zu kurz gewesen (act. G 1, S. 10). Da der Beschwerdeführer keine entscheidwesent­

lichen Gesichtspunkte benennt, die der jeweilige psychiatrische Begutachter 

übersehen hätte, und weil in den psychiatrischen Teilgutachten die gesamte relevante 

Voraktenlage verarbeitet wurde sowie der Beschwerdeführer umfassend zu seinem 

Leiden Stellung nehmen konnte, besteht keine Veranlassung, an der Beweiskraft der 

beiden psychiatrischen Teilgutachten zu zweifeln.

2.8    Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, die Gutachter hätten die Frage 

nach der Verweistätigkeit nicht schlüssig beantwortet (act. G 1, S. 11). Die MZR-

Gutachter formulierten eine Verweistätigkeit wie folgt: Dem Leiden optimal angepasste, 

körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, ohne das Tragen und Heben von 

Lasten körperfern und über 5 kg, ohne das Arbeiten in Zwangshaltungen, über die 

Armhorizontale hinaus und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe seien dem 

Beschwerdeführer zu 100% zumutbar (act. G 5.1.189-99). Diese Umschreibung ist 

konkret genug und weist im Vergleich zu der im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 

1. Dezember 2004 vorgenommenen Definition (vgl. hierzu act. G 5.1.12-5) einen 

höheren Detaillierungsgrad aus, weshalb darauf ohne weiteres abgestellt werden kann.

2.9    Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilungen fällt weiter ins Gewicht, 

dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruhen und für die streitigen Belange 

umfassend sind. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die 

Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass 

objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin hat damit der Bestimmung des Invaliditätsgrades in der 

angefochtenen Verfügung zu Recht die gutachterliche Leistungsfähigkeitsbeurteilung 

(100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten) zugrunde gelegt.

3.      

Ausgehend von einer für leidensangepasste Tätigkeiten bestehenden 100%igen 

Arbeitsfähigkeit und mit Blick auf die vom Beschwerdeführer in der Vergangenheit 

erzielten, im Vergleich zu den LSE-Löhnen tieferen Jahreseinkommen (vgl. Auszug aus 

dem individuellen Konto, act. G 5.1.4) kann die konkrete Vornahme eines 

Einkommensvergleichs offen gelassen werden, da selbst im Rahmen eines 

Prozentvergleichs und bei Gewährung des höchstzulässigen Tabellenlohnabzugs von 

25% offensichtlich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde.

4.      

4.1    Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2    Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtspflege am 11. März 2011 

bewilligt (act. G 7). Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann er 

jedoch zur Nachzahlung verpflichtet werden (Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272]).

4.3    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer ist die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu 

befreien.

4.4    Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist 

um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal (BGE 125 V 201) mit Fr. 2'800.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe 

von Fr. 600.-- befreit.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 17.01.2013
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung MZR-Gutachten. Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung verneint. Gutachterliche Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten beweiskräftig (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Januar 2013, IV 2011/23).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte