# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed719042-e081-523e-a157-473f09caae9f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-07-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.07.2017 BVGE 2017 VII/4
**Docket/Reference:** BVGE-2017-VII-4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-VII-4_2017-07-26

## Full Text

Familienzusammenf&uuml;hrung (v.A.) | Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge. Familiennachzug.
			

			

				Art. 85 Abs. 7 AuG. Art. 74 Abs. 5 VZAE. Art. 23 FK. Art. 8 EMRK.

		

			

				1.      Die Voraussetzungen
für den Familiennachzug gemäss Art. 85 Abs. 7 Bst. aâ¿¿c AuG sind einer
völkerrechtskonformen Auslegung zugänglich. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts
zu Art. 44 AuG wird hierfür analog übernommen (E. 4). 
			

			

				2.      Bei der Beurteilung
der Sozialhilfeabhängigkeit wird den spezifischen Umständen von vorläufig aufgenommenen
Flüchtlingen Rechnung getragen (E. 5.2â¿¿5.4).
			

			

				3.      Vorläufig aufgenommene
Flüchtlinge können sich aufgrund ihres faktischen Aufenthaltsrechts grundsätzlich auf
Art. 8 EMRK berufen, sofern ihr Status nicht in absehbarer Zeit aufgehoben wird (E. 6.2â¿¿6.4).
Bei der Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK wird unter anderem die Dauer des Aufenthalts
berücksichtigt (E. 6.5 und 6.6).
			

			

2018-09-26T12:46:43Z