# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b7cc315-c056-5551-b363-876836667429
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2008 D-6716/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6716-2006_2008-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6716/2006
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richterin Emilia Antonioni, Richter Robert Galliker, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Togo,
vertreten durch Fürsprecher André Seydoux,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen Wiedererwä-
gungsentscheid); Verfügung des BFF vom 22. Septem-
ber 2003 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6716/2006

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  Togos aus Z._______, 
verliess  sein  Heimatstaat  gemäss  eigenen  Angaben  am 
2. August 2002 nach Ghana. Am 17. November 2002 verliess er Accra 
per Flugzeug mit  einem gefälschten ghanaischen Pass und gelangte 
am 18. November 2002 in die Schweiz, wo er am 20. November 2002 
am  Flughafen  Zürich  um  Asyl  nachsuchte.  Am  27. November 2002 
erteilte  ihm  das  BFF  eine  Einreisebewilligung  in  die  Schweiz  zur 
Prüfung des Asylgesuchs.

B.
Am 29. November 2002 erhob das BFF in der Empfangsstelle (heute 
Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) Kreuzlingen die Personalien 
des Beschwerdeführers und befragte ihn summarisch zum Reiseweg 
und  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  des  Heimatlandes.  Am 
4. März 2003 hörte ihn das BFF zu seinen Asylgründen an.

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen geltend, er sei als Informatiker im Generalstab tätig ge-
wesen. Das togoische Militär  bestehe annähernd zu 85 Prozent  aus 
Angehörigen des Nordens. Er stamme aber aus dem Süden, wie die 
meisten  Oppositionellen.  Ein  Mitarbeiter  habe  ihn  bezichtigt, 
Informationen des Militärs an die Opposition weitergeleitet und einen 
gewaltsamen Umsturz der Regierung vorbereitet zu haben. Es sei ihm 
auch vorgeworfen worden, er habe seine Pflicht zur Verhinderung von 
Demonstrationen der  Opposition verletzt. Am 19. Juli 2002 sei  er als 
Landesverräter festgenommen und ins Militärgefängnis gebracht wor-
den.  Dort  sei  es  wiederholt  zu  Folterungen  gekommen.  Am  2. Au-
gust 2002 sei ihm die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Er sei nach 
Ghana geflüchtet, wo ihm ein Bekannter einen ghanaischen Pass und 
einen Flug nach Europa organisiert habe. Der Beschwerdeführer reich-
te seine Identitäts- und Militärkarte ein.

C.
Mit Verfügung vom 26. Mai 2003 stellte das BFF fest, der Beschwerde-
führer erfülle die Flüchtlingseigenschaft  nicht und lehnte das Asylge-
such  ab. Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
und ordnete deren Vollzug an.

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D.
Mit Eingabe vom 25. Juni 2003 liess der Beschwerdeführer gegen die-
se  Verfügung durch seinen Rechtsvertreter  bei  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK)  Beschwerde  erheben  und  beantragen, 
die Verfügung des BFF vom 26. Mai 2003 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdführer sei Asyl zu gewähren.

E.
Mit Urteil vom 8 August 2003 trat die ARK auf die Beschwerde wegen 
Nichtbezahlung  des  einverlangten  Kostenvorschusses  innert  der  ge-
setzten Nachfrist nicht ein. 

F.
Am  29. August 2003  reichte  der  Beschwerdeführer  durch  seinen 
Rechtsvertreter bei der ARK ein Revisionsgesuch ein und legte je ein 
Fax eines  "compte-rendu  d'une  punition"  und  eines  Haftbefehls  des 
Generalstabs der togoischen Armee, eine Erklärung zum Begriff "De-
mande  d'augmentation  sévère",  eine  Ergänzung  des  Revisionsge-
suchs und ein Ausdruck aus dem Internet bei.

G.
Mit Urteil  vom 9. September 2003 trat die ARK mangels funktioneller 
Zuständigkeit auf das Revisionsgesuch nicht ein und überwies die Ak-
ten im Sinne der Erwägungen an das BFF zur Prüfung als Wiederer-
wägungsgesuch.

H.
Mit Verfügung vom 22. September 2003 wies das BFF das Wiederer-
wägungsgesuch  ab.  Es  stellte  fest,  dass  die  Verfügung  vom 
26. Mai 2003  rechtskräftig  und  vollstreckbar  sei  und  einer  allfälligen 
Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme.

I.
Mit Eingabe vom 14. Oktober 2003 liess der Beschwerdeführer gegen 
diese Verfügung durch seinen Rechtsvertreter bei der ARK Beschwer-
de erheben und beantragen, die Verfügung des BFF vom 22. Septem-
ber 2003 sei  aufzuheben und dem Beschwerdführer  sei  Asyl  zu ge-
währen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er zudem beantragen, 
es  seien  die  Gerichtskosten  zu  erlassen  und  der  vorliegenden  Be-
schwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

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Der Beschwerde wurden persönliche Ausführungen des Beschwerde-
führers vom 11. Oktober 2003,  der "compte-rendu d'une punition" im 
Original, ein Bericht über in Togo aufgefundene Leichen von Militäran-
gehörigen,  zwei  Fotos  des  Beschwerdeführers  in  Militäruniform  und 
eine Videokassette,  aufgenommen während der  militärischen Ausbil-
dung des Beschwerdeführers, als Beweismittel beigelegt.

J.
Am 15. Oktober 2003 ordnete der Instruktionsrichter der ARK an,  es 
sei  einstweilen  von  Vollzugsmassnahmen  abzusehen,  bis  nach  Ein-
gang  der  vorinstanzlichen  Akten  über  die  Anordnung  allfälliger  vor-
sorglicher Massnahmen entschieden werde.

K.
Am 30. Oktober 2003 reichte Amnesty International bei der ARK eine 
Stellungnahme zur Situation des Beschwerdeführers ein.

L.
Mit Verfügung vom 7. November 2003 setzte der Instruktionsrichter der 
ARK den Vollzug der Wegweisung aus und wies das Gesuch um Er-
lass der Verfahrenskosten ab.  Gleichzeitig gab er dem BFF Gelegen-
heit zur Einreichung einer Vernehmlassung.

M.
In der Vernehmlassung vom 30. Januar 2004 beantragte das BFF die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Die  Vernehmlassung  wurde  dem  Be-
schwerdeführer am 11. Februar 2004 zur Stellungnahme zugestellt.

N.
In seiner persönlich verfassten Eingabe vom 23. Februar 2004 wieder-
holte der Beschwerdeführer nochmals seine Asylgründe mit Verweisen 
auf den Bericht von Amnesty International und beantragte subsidiär zu 
den Begehren in der Beschwerde vom 14. Oktober 2003, ihm sei auf-
grund der Unzulässigkeit und/oder Unzumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG. Am 4. März 2004 gab der Instruktionsrichter der 
ARK dem BFF Gelegenheit zur Einreichung einer Vernehmlassung zur 
Replik.

O.
Das Bundesamt beantragte in der Vernehmlassung vom 9. März 2004 

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die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde dem Be-
schwerdeführer am 15. März 2004 zur Kenntnisnahme gebracht.

P.
Der Beschwerdeführer reichte folgende Dokumente ein: 

• am 18. März 2004 einige Fotos und ein Bericht über das Risiko 
der  Auslieferung von elf  geflüchteten ehemalige  Militärs  nach 
Benin aus dem Internet,

• am 6. April 2004 die togoische Zeitung "Crocodile" N° (...)  mit 
einer Erklärung des Beschwerdeführers,

• am 4. Mai 2004 die togoische Zeitung "Le paparazzi" vom (...), 
in welcher ein Aufruf des Beschwerdeführers enthalten ist, und 
eine Erklärung des Beschwerdeführers zum Artikel,

• am 9. Juni 2004 eine Erklärung der "Consertation Nationale de 
la Société Civile de Togo",

• am  15. September 2006  eine  Bestätigung  der  UFC  (Union 
Force de Changement) Schweiz und einer der UFC Togo, eine 
Beitrittserklärung  der  UFC  Schweiz  und  Protokolle  der  UFC-
Versammlungen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 u. 
52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht 
geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung durch die verfügende 
Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss herrschender 
Lehre  und  ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts  wird  jedoch  aus 
Art. 29  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) unter bestimmten Vorausset-
zungen ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung abge-
leitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Danach ist auf 
ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der rechtserhebli-
che Sachverhalt seit  dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise 
seit  dem Urteil  der mit  Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz 
in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche (feh-
lerfreie)  Verfügung  an  nachträglich  eingetretene  Veränderungen  der 
Sachlage  anzupassen ist.  Sodann können  auch Revisionsgründe ei-
nen  Anspruch  auf  Wiedererwägung  begründen,  sofern  sie  sich  auf 
eine  in  materielle  Rechtskraft  erwachsene  Verfügung  beziehen,  die 
entweder unangefochten geblieben oder  deren Beschwerdeverfahren 
mit einem formellen Prozessurteil  abgeschlossen worden ist. Ein sol-
chermassen  als  qualifiziertes  Wiedererwägungsgesuch  zu  bezeich-
nendes Rechtsmittel ist grundsätzlich nach den Regeln des Revisions-
verfahrens  zu  behandeln  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2003  Nr. 17  E. 2a 
S. 103 f. mit weiteren Hinweisen).

4.
4.1 Im  als  Revision  betitelten  Wiedererwägungsgesuch  vom 29. Au-
gust 2003 wird ausgeführt, dem Beschwerdeführer sei es inzwischen 

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gelungen, den "compte-rendu d'une punition" und einen Haftbefehl des 
Generalstabs der togoischen Armee gegen ihn zu beschaffen. Diese 
Dokumente seien aus Togo gefaxt worden; das Original werde nachge-
reicht. Darin werde der Beschwerdeführer als suspektes Element be-
zeichnet,  das  Aufträge  und  Befehle  seiner  Vorgesetzten  verweigere. 
Wegen Zusammenarbeit mit dem Feind sei er zu 15 Tagen Gefängnis 
"avec  D.A.S."  (Demande  d'augmantation  sévère),  was  gemäss  Be-
schwerdeführer eine Strafverschärfung bis hin zur Todesstrafe bedeu-
te, verurteilt worden. Damit sei belegt, dass der Beschwerdeführer bei 
einer  Rückkehr  nach  Togo  mit  einer  menschenunwürdigen  Behand-
lung,  ja  mit  seinem  Tod  rechnen  müsste.  Es  sei  ihm  daher  in  der 
Schweiz Asyl zu gewähren. Der Beschwerdeführer macht damit impli-
zit geltend es lägen neue Beweismittel vor, die - anders als noch in der 
Verfügung des Bundesamtes vom 26. Mai 2003 - zur Folge haben wür-
den, dass ihm Asyl zu gewähren sei.

4.2 Das Bundesamt führte zur Begründung seines Wiedererwägungs-
entscheides vom 22. September 2003 im Wesentlichen aus, die vorge-
legten Beweismittel vermöchten an der Einschätzung in der Verfügung 
vom 26. Mai 2003 nichts zu ändern. Diese seien nur in Form eines Te-
lefaxes vorgelegt worden, was Manipulationen nicht ausschliesse. Den 
Beweismitteln  komme auch deshalb  kein erheblicher  Beweiswert  zu, 
weil einerseits allgemein bekannt sei, dass solche Beweismittel durch 
Korruption  leicht  zu erhalten  bzw. weil  diese in  einer  Art  und Weise 
verfasst seien, die es nicht erlaube, ihre Authentizität festzustellen. Es 
sei notorisch bekannt, dass in Togo solche Dokumente ohne weiteres 
mittels Bestechung oder aus Gefälligkeit erhältlich seien, weshalb sol-
chen Dokumenten kein ausschlaggebender Beweiswert beigemessen 
werden könne. Es liessen sich in den Dokumenten zudem auch einige 
Eigentümlichkeiten feststellen. Der Haftbefehl enthalte zahlreiche nicht 
ausgefüllte Rubriken sowie ein aufgrund der Unregelmässigkeit seiner 
Form zumindest zweifelhaftes Siegel. Es sei auch erstaunlich, dass die 
togoischen Behörden eine solche Angelegenheit Interpol anvertrauen 
würden.  Auch  der  "compte-rendu  d'une  punition"  weise  zweifelhafte 
Elemente auf. Wenn der Beschwerdeführer tatsächlich wegen "Kompli-
zenschaft mit dem Feind" angeschuldigt worden sei - eine zumindest 
eigentümliche  Anschuldigung,  wenn  man  bedenke,  dass  der  Be-
schwerdeführer unter Verdacht stand, Informationen einem Militanten 
der  Opposition  übermittelt  zu  haben -  so  hätte  man ihn  aller  Wahr-
scheinlichkeit nach zu einer höheren Strafe als 15 Tage Gefängnis ver-
urteilt.  Auf  jeden Fall  sei  in  keiner  Weise nachgewiesen,  dass diese 

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Dokumente in einem ordentlichen Verfahren hergestellt worden seien. 
Auch der  eingereichte  Internetartikel  von  www.ufctogo.com   sei  nicht 
von  ausschlaggebender  Bedeutung,  da  dieser  einerseits  allgemeine 
dem Bundesamt  bekannte  Informationen  enthalte  und  sich  anderer-
seits der Name des Beschwerdeführers nicht auf der im besagten Arti-
kel enthaltenen Liste der von der togoischen Behörden und ihren Or-
ganen verfolgten Militärangehörigen befinde. Es sei ferner festzustel-
len, dass der Beschwerdeführer kein Dokument oder Beweismittel vor-
gelegt  habe,  das  seine  Zugehörigkeit  in  der  togoischen  Armee  in 
jüngster Vergangenheit belegen würde. Die Kopie der Militärkarte, die 
er bei seiner Ankunft in der Schweiz vorgelegt habe, enthalte keinen 
Eintrag nach dem 17. Dezember 1996. Erstaunlicherweise sei die Be-
förderung des Beschwerdeführers in den Grad der Soldaten der ersten 
Klasse  darin  nicht  aufgeführt.  Es  sei  gleichermassen  verwunderlich, 
dass  die  Identitätskarte  ausgestellt  am  26. Februar 2002  unter  der 
Rubrik "Beruf" keine militärische Stellung erwähne. Vor diesem Hinter-
grund sei festzuhalten, dass nicht hinreichend feststehe, dass der Be-
schwerdeführer  im fraglichen  Zeitraum tatsächlich  in  der  togoischen 
Armee eingegliedert  gewesen sei. Es bestehe mithin kein Grund, die 
Verfügung vom 26. Mai 2003 aufzuheben oder zu ändern.

4.3 In der Beschwerde vom 14. Oktober 2003 und der dieser beigeleg-
ten persönlichen Ausführungen vom 11. Oktober 2003 des Beschwer-
deführers macht  dieser  im Wesentlichen geltend,  es sei  erstaunlich, 
dass das Bundesamt trotz dem Original seiner Militärkarte es sich er-
laube, Gründe vorzubringen,  die den Anschein erwecken würden,  er 
sei  nie im togoischen Militär  gewesen. Zudem hätte das Bundesamt 
die  Mittel,  um festzustellen,  ob  es  sich  bei  der  Karte  um eine  Fäl-
schung handele oder nicht. In einer Armee wie der togoischen sei es 
nicht möglich, eine solche Karte zu fälschen. Insoweit das Bundesamt 
vom  Grad  der  Soldaten  ersten  Klasse  spreche,  der,  wie  er  erklärt 
habe, nicht auf seiner Militärkarte ausgewiesen sei, sei darauf hinzu-
weisen, dass es sich dabei nicht um einen militärischen Grad handle, 
sondern um einen fakultativ zu vermerkenden Eintrag betreffend das 
Dienstalter.  Da  die  Militärkarte  kritisiert  werde,  sei  es  normal,  dass 
auch gleichzeitig der "compte-rendu d'une punition" und der Haftbefehl 
kritisiert würden. Man könne aber nicht eine normale Armee mit einem 
rechtlich statuierten Militär, wie diese in der Schweiz, vergleichen mit 
einer Armee, geführt wie ein privates Unternehmen bestehend aus ei-
ner Gruppe von Mördern, die Eyadema im Kopf hätten, welcher alles 
beschlagnahme und die ganze Gewalt innehabe. Die Arbeiter dieses 

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http://www.ufctogo.com/

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Unternehmens, die den Rest des Militärs bildeten, hätten keine Rech-
te, seien der Folter und verschiedenen Formen der Willkür exponiert. 
Das Bundesamt könne direkt in Togo überprüfen, ob die Militärkarte, 
der  "compte-rendu d'une punition"  und der  Haftbefehl  echt  oder  ge-
fälscht seien. Betreffend das Strafmass sei zu erwähnen, dass gemäss 
dem togoischen Militärreglement  am Anfang nie eine Strafe 15 Tage 
überschreite, unabhängig von der Schwere des Anlasses. Diese könne 
in  der  Folge aber  von übergeordneten Dienststellen  bis  zu  Monaten 
und Jahren angehoben werden oder den Tod nach sich ziehen. Das 
Bundesamt könne auch direkt in Togo überprüfen, wie die Strafen in 
der  togoischen  Armee  gehandhabt  würden.  Der  eingereichte  Artikel 
aus dem Internet  spreche von dem, was ihm hätte widerfahren kön-
nen, wenn er nicht so schnell entkommen wäre: Willkürliche Festnah-
men, aussergerichtliche Hinrichtungen, Folterungen und anderen Fol-
gen von einfältigen Verdachten. Um ihm glauben zu können, reiche er 
die folgenden Beweismittel ein: den "compte-rendu d'une punition" im 
Original, ein Bericht über in Togo aufgefundene Leichen von Militäran-
gehörigen,  zwei  Fotos  des  Beschwerdeführers  in  Militäruniform  und 
eine Videokassette, aufgenommen während seiner militärischen Aus-
bildung. Er werde sobald wie möglich weitere Beweismittel betreffend 
seines Dienstes und seiner Fortbildung für das Zertifikat Technik N°1 
(CT1) schicken, welches ihm auch erlaube, zum Grad eines Leutnants 
zu gelangen.

5.
5.1 Beweismittel  sind nur dann als  neu und erheblich  im Sinne von 
Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG zu qualifizieren, wenn sie entweder neue 
erhebliche Tatsachen erhärten oder sich eignen, dem Beweis von Tat-
sachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, 
aber zum Nachteil  der Gesuch stellenden Partei  unbewiesen geblie-
ben sind, respektive wenn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren 
vermutlich zu einem anderen Entscheid geführt hätten (vgl. zum Gan-
zen EMARK 2002 Nr. 13 E. 5a S. 113 f., mit Hinweisen auf Doktrin und 
Praxis).

5.2
Nach Prüfung der Akten gelangt  das Bundesverwaltungsgericht  zum 
Schluss, dass das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung über-
zeugend  ausgeführt  hat,  aufgrund  welcher  Indizien  die  Authentizität 
des  eingereichten  „compte-rendu  d'une  punition“  vom  19. Juli  2002 
sowie  des  undatierten  Haftbefehls  des  Generalstabs  der  togoischen 

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Armee  zweifelhaft  ist  und  weshalb  auch  die  weiteren  Beweismittel 
nicht erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG sind. 

In  Bezug  auf  die  Beurteilung  der  Authentizität  des  „compte-rendu 
d'une punition“ sowie des Haftbefehls fällt zudem ins Gewicht, dass es 
der  Beschwerdeführer  gänzlich  unterlassen  hat,  Klarheit  darüber  zu 
schaffen,  wie  und  über  welche  Kanäle  er  diese  Dokumente  hat 
beschaffen  können,  bzw. wie  diejenigen  Personen,  die  ihm  bei  der 
Übermittlung  der  eingereichten  Dokumente  behilflich  gewesen  sind, 
ihrerseits  in  den  Besitz  derselben  gelangt  sind.  Es  ist  in  freier 
Beweiswürdigung  (Art. 40  des  Bundesgesetzes  vom  4. Dezember 
1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG) 
davon  auszugehen,  dass  der  Beschwerdeführer  es  bewusst 
unterlassen hat, diesbezüglich klärende Angaben zu machen, um zu 
vermeiden,  dass  aufgrund  derselben  Rückschlüsse  auf  die 
Authentizität  dieser  Dokumente  gezogen  werden  könnten.  Der 
Umstand,  dass  er  in  den  Besitz  dieser,  naturgemäss  nicht  zur 
Aushändigung  an  die  Dritte  bestimmte  Dokumente  gelangte,  ohne 
dass es hierfür eine plausible Erklärung liefert, lässt den Schluss zu, 
dass diese Dokumente nicht von den zuständigen Personen im dazu 
vorgesehenen  Verfahren  ausgestellt  wurden,  diese  mithin  nicht 
authentisch  und  damit  nicht  erheblich  im  Sinne  von  Art. 66  Abs. 2 
Bst. a VwVG sind. 

Es erübrigt sich deshalb auf die Einwände und Erklärungsversuche in 
der Beschwerde und den persönlichen Stellungnahmen des Beschwer-
deführers  vom  11. Oktober  2003,  23. Februar  2004,  18. März 2004, 
6. April 2004 und vom 9. Juni 2004 sowie auf die Stellungnahme von 
Amnesty International  und die  weiteren Beweismittel  näher  einzuge-
hen, weil  sie an dieser Würdigung nichts ändern können. Anzufügen 
bleibt, dass das Bundesamt entgegen der Darstellung des Beschwer-
deführers nicht bestritten hat, dass er Angehöriger des Militärs gewe-
sen ist,  sondern bezweifelt,  ob er  im fraglichen Zeitpunkt  tatsächlich 
noch in der togoischen Armee eingegliedert gewesen war.

5.3 Ergänzend bleibt festzuhalten, dass sich die Lage in Togo seit der 
Ausreise des Beschwerdeführers im Jahre 2002 verändert und inzwi-
schen zusehends stabilisiert hat. General Eyadema Gnassingbé starb 
am 5. Februar 2005. Sein Sohn Faure Gnassingbé ist zwar durch bluti-
ge Wahlen im April 2005 an die Macht gelangt. Am 20. August 2006 ei-
nigten sich aber die Oppositionsparteien und die Regierung auf eine 

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"Allgemeine politische Vereinbarung", die Parlamentswahlen im Jahre 
2007 vorsah. Seit  diesen vorwiegend ordnungsgemäss abgelaufenen 
Wahlen  am  30. Oktober 2007  sind  auch  die  Oppositionsparteien  im 
Parlament  vertreten  und  Faure  Gnassingbé  ernannte  einen  Politiker 
der Opposition zum Premierminister. Seither hat sich nach Erkenntnis-
sen des Bundesverwaltungsgerichts die politische Situation in einem 
Ausmass verbessert, dass nun auch Oppositionelle nach Togo zurück-
kehren und dort  politisch weitgehend ungehindert aktiv sind. Zur Zeit 
braucht die Regierungspartei auch keine Unterstützung durch die Mili-
tärkräfte  mehr, um ihre Politik  zu führen. Selbst  unter  der  hypotheti-
schen Annahme, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien entge-
gen  der  Beurteilung  des  Bundesamtes  in  der  Verfügung  vom 
26. Mai 2003 glaubhaft, wäre somit davon auszugehen, dass dieser im 
heutigen Zeitpunkt keine begründete Furcht mehr hätte, wegen der an-
geblichen Komplizenschaft mit der Opposition bzw. mit dem Feind ver-
folgt zu werden. Die eingereichten Beweismittel  wären zum heutigen 
Zeitpunkt mithin auch aus diesem Grund nicht als erheblich im Sinne 
von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG zu betrachten.

5.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer keine 
Gründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG darzulegen vermag, 
aufgrund derer das Bundesamt verpflichtet gewesen wäre, die Verfü-
gung vom 26. Mai 2003 in Wiedererwägung zu ziehen. Das Begehren 
um  Aufhebung  der  Verfügung  des  Bundesamtes  vom  22. Septem-
ber 2003 ist deshalb abzuweisen.

6.
6.1
Der  Beschwerdeführer  reichte  auf  Beschwerdeebene  unter  anderem 
die togoische Zeitung "Le paparazzi"  vom (...),  in welcher ein Aufruf 
des Beschwerdeführers unter dem Titel (...) enthalten sei, eine „fiche 
d'adhesion“  zur  UFC  sowie  eine  Bestätigung  der  UFC  vom 
28. August 2006  ein,  in  der  er  als  aktives  Mitglied  bezeichnet  wird, 
welches aufgrund seines Engagement zum Vize-Präsidenten der Un-
tersektion der UFC im Kanton Bern gewählt worden sei, sowie Proto-
kolle  der  UFC-Versammlungen vom März,  April,  Juni  und Juli  2006, 
aus welchen hervorgehe, dass er sich in der Organisation stark enga-
giere. Der Beschwerdeführer macht mithin geltend, er habe sich nach 
seiner  Einreise  in  die  Schweiz  exilpolitisch  betätigt  und  beruft  sich 
damit  auf  für  die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  allenfalls 

Seite 11

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bedeutsame  Umstände,  die  erst  nach  Erlass  der  Verfügung  des 
Bundesamtes vom 26. Mai 2003 eingetreten sind. 

6.2 Wird im Nachgang zu einem erfolglos durchlaufenen Asylverfahren 
erneut um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft ersucht,  ist  dieses 
Gesuch  nicht  im  Wiedererwägungsverfahren,  sondern  nach  der  Be-
stimmung von Art. 32  Abs. 2  Bst. e  AsylG (vgl. EMARK 2006 Nr. 20 
E. 2.1. S. 213;  EMARK 1998  Nr. 1  E. 6b  S. 11  f.,  welches  Urteil  die 
Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG vorausgegangene Bestimmung von Art. 16 
Abs. 1 Bst. d AsylG in der Fassung gemäss Ziff. 1 des BB vom 22. Juni 
1990 über das Asylverfahren betraf) als lex specialis zu beurteilen, so-
fern keine Revisionsgründe geltend gemacht werden, mithin nicht auch 
behauptet wird, die ursprüngliche Verfügung sei fehlerhaft. 

6.3 Nachdem die  gegen die  Verfügung vom 26. Mai  2003  erhobene 
Beschwerde nicht materiell,  sondern mit dem formellen Prozessurteil 
vom 8. August 2003 erledigt wurde, hat das Bundesamt die als Revisi-
on betitelte Eingabe vom 29. August 2003 zu Recht als qualifiziertes 
Wiedererwägungsgesuch  betreffend  seine  Verfügung  vom 
26. Mai 2003  nach  den  Regeln  des  Revisionsverfahrens  behandelt. 
Unter  diesen  Umständen,  wäre  an  sich  auch  möglich,  die  auf  Be-
schwerdeebene nachträglich geltend gemachten exilpolitischen Tätig-
keiten im Rahmen des vorliegenden Wiedererwägungsverfahrens bzw. 
Beschwerdeverfahrens  zu  würdigen,  zumal  im  Beschwerdeverfahren 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen des Streitgegenstan-
des Noven geltend gemacht werden (RHINOW/KOLLER/KISS,  Öffentliches 
Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, 1996, N 1050), 
mithin bisher nicht gewürdigte, bekannte wie auch bis anhin nicht be-
kannte  Sachverhaltsumstände  und  neue  Beweismittel  vorgebracht 
werden können (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 615).

Im vorliegenden Fall ist die erforderliche Entscheidungsreife für ein re-
formatorisches  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichtes  bezüglich  der 
Frage,  ob der  Beschwerdeführer  allenfalls  aufgrund seines  exilpoliti-
schen Engagements,  mithin  wegen subjektiver  Nachfluchtgründe die 
Flüchtlingseigenschaft  erfüllt,  jedoch nicht  gegeben,  und  diese  lässt 
sich  auch  nicht  mit  geringem Aufwand  herstellen. Die  eingereichten 
Unterlagen vermitteln zwar eine Vorstellung über den Inhalt  und das 
Ausmass der exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers in der 
Schweiz. Ein  konkretes Bild  über  die  Einzelheiten  seiner  Tätigkeiten 

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und  deren  Tragweite  lässt  sich  jedoch  nur  durch  weitere 
Sachverhaltsabklärungen  vorab  in  Form  einer  Anhörung  des 
Beschwerdeführers gewinnen. Es erscheint deshalb sachgerecht,  die 
eingereichten Eingaben und Beweismittel  als  zweites Asylgesuch zu 
qualifizieren  und  dieses  an  das  Bundesamt  zur  erstinstanzlichen 
Behandlung zu überweisen. 

6.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass  der Beschwerdeführer keine 
Gründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG dazulegen vermag, 
welche eine Wiedererwägung der Verfügung vom 26. Mai 2003 recht-
fertigen. Die  Beschwerde ist  demnach abzuweisen,  soweit  beantragt 
wird,  die  Verfügung des Bundesamtes vom 22. September  2003 sei 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei Asyl zu gewähren.

6.5 Noch nicht entscheidungsreif abgeklärt ist hingegen der Sachver-
halt im Hinblick auf die Beantwortung der Frage, ob der Beschwerde-
führer die Flüchtlingseigenschaft allenfalls aufgrund der erst nach er-
folglosem durchlaufenem Asylverfahren  exilpolitischen  Aktivitäten  er-
füllt oder nicht. Das Bundesamt ist demnach anzuweisen, im Rahmen 
eines zweiten Asylverfahrens darüber zu befinden, ob der Beschwer-
deführer  aufgrund  der  geltend  gemachten  exilpolitischen  Tätigkeiten 
allenfalls als Flüchtling vorläufig aufzunehmen ist. Gleichzeitig ist der 
Rechtssicherheit halber festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer 
bis zum Abschluss dieses zweiten Asylverfahrens in der Schweiz auf-
halten darf (vgl. Art. 42 AsylG).

7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt 
Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3  des Reglements über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht  vom 21. Febru-
ar 2008 [VGKE]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist mittels beiliegendem Einzahlungsschein in-
nert  30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse 
zu überweisen.

3. Das BFM wird angewiesen, im Rahmen eines zweiten Asylverfah-
rens darüber zu befinden, ob der Beschwerdeführer aufgrund der im 
Beschwerdeverfahren  geltend  gemachten  exilpolitischen  Tätigkeiten 
allenfalls als Flüchtling vorläufig aufzunehmen ist. 

4. Es wird festgestellt,  dass sich der Beschwerdeführer bis zum Ab-
schluss dieses zweiten Asylverfahrens in der Schweiz aufhalten darf.

5. Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  Beila-
gen: Einzahlungsschein, Beschwerdebeilagen 3, 5 und 6 sowie die 
Zeitung "Crocodile N° (...))

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...)  unter  Hinweis auf  Ziffer  3 des Dispositivs  (per 
Kurier;  in  Kopie; Beilagen:  Kopien der  Eingaben  vom 4. Mai 2004 
mit  der  Zeitung  "Le  paparazzi"  vom  (...) und  vom 
15. September 2006  mit  den  darin  erwähnten  Beilagen  zur 
Feststellung und Beurteilung des neu geltend gemachten Sachver-
halts)

- (...)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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