# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3739464a-ca73-51c4-9719-924ad2333c31
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2025 C-5919/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5919-2020_2025-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5919/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Vito Valenti, Richterin Caroline Bissegger,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Kosovo), 

Zustelladresse: c/o B._______,  

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,     

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 20. Oktober 2020. 

 

 

 

C-5919/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1966 geborene, verheiratete und in seiner Heimat wohnhafte 

kosovarische Staatsangehörige A._______ (im Folgenden: Versicherter 

oder Beschwerdeführer) war von August 1993 bis Ende Oktober 1993 als 

Küchenhilfe in einem Restaurationsbetrieb und von Januar 1994 bis Ende 

November 1994 als Bauhilfsarbeiter in der Schweiz erwerbstätig und ent-

richtete dabei Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung (im Folgenden: AHV/IV; Akten [im Folgenden: act.] 

der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland [im Folgen-

den: IVSTA oder Vorinstanz] 3 S. 4). Am 17. Juli 1998 reichte er bei der 

damals zuständig gewesenen IV-Stelle des Kantons C._______ (im Fol-

genden: IV-Stelle C._______) ein Gesuch um Leistungen der Invalidenver-

sicherung ein (IVSTA-act. 3). Nach Durchführung der für die Beurteilung 

des Leistungsanspruchs massgeblichen Abklärungen in medizinischer und 

beruflich-erwerblicher Hinsicht und nach erfolgtem Wohnsitzwechsel des 

Versicherten in sein Heimatland per 29. Oktober 1999 erliess die IVSTA am 

27. Februar 2002 eine Verfügung, mit welcher sie ihm bei einem Invalidi-

tätsgrad (im Folgenden: IV-Grad) von 55 % mit Wirkung ab 1. Januar 2001 

eine halbe IV-Rente (samt Kinderrente) zusprach (IVSTA-act. 1, 2, 6 bis 

13). 

B.  

Am 22. Oktober 2003 leitete die IVSTA von Amtes wegen eine Rentenrevi-

sion ein (IVSTA-act. 17). Nach Prüfung der massgebenden Voraussetzun-

gen für den laufenden Rentenanspruch (IVSTA-act. 18 bis 30) teilte die 

IVSTA dem Versicherten am 2. August 2004 mit, die Überprüfung des IV-

Grades habe keine anspruchsbeeinflussende Änderung ergeben, weshalb 

weiterhin Anspruch auf die entsprechenden Geldleistungen bestehe (IV-

STA-act. 30). 

C.  

C.a Mit Datum vom 29. November 2007 leitete die IVSTA erneut ein Revi-

sionsverfahren von Amtes wegen ein (IVSTA-act. 34). Gestützt auf das 

rheumatologische Gutachten von Dr. med. D._______, Facharzt für Rheu-

matologie, vom 14. Oktober 2009 (IVSTA-act. 67 S. 2 bis 14) und das psy-

chiatrische Gutachten von Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, vom 20. Oktober 2009 (IVSTA-act. 65) sowie die in-

terdisziplinäre Beurteilung vom 23. Oktober 2009 (IVSTA-act. 67 S. 1) und 

C-5919/2020 

Seite 3 

die Stellungnahme des IVSTA-internen Rapportes, unter Beizug deren me-

dizinischen Dienstes, vom 17. Dezember 2009 (IVSTA-act. 68) stellte die 

IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 25. Januar 2010 die Aufhe-

bung der Rente aufgrund einer Gesundheitsverbesserung und eines dar-

aus resultierenden rentenausschliessenden IV-Grades in Aussicht (IVSTA-

act. 69). Nachdem der Versicherte hiergegen am 23. Februar 2010 bzw. 

23. März 2010 hatte Einwendungen vorbringen lassen (IVSTA-act. 71, 73 

und 74), erliess die IVSTA am 9. Juli 2010 eine dem Vorbescheid vom 

25. Januar 2010 im Ergebnis entsprechende Verfügung und hob die halbe 

Invalidenrente rückwirkend per 30. November 2008 auf (IVSTA-act. 76). 

C.b Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 30. Juli 2010 (IVSTA-act. 

78) hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-5549/2010 vom 

7. November 2012 (IVSTA-act. 112) insoweit teilweise gut, als die ange-

fochtene Verfügung vom 9. Juli 2010 insoweit aufgehoben wurde, als die 

Vorinstanz angewiesen wurde, die halbe Rente ab 1. Dezember 2008 bis 

31. August 2010 zuzüglich der Kinderrenten weiter zu gewähren (vgl. Ziffer 

1 und 2 des Dispositivs); soweit weitergehend wurde die Beschwerde ab-

gewiesen (vgl. Ziffer 3 des Dispositivs). Auf die dagegen erhobene Be-

schwerde vom 7. Dezember 2012 trat das Bundesgericht mit Urteil 

8C_1004/2012 vom 27. Dezember 2012 nicht ein (IVSTA-act. 116). 

D.  

In Umsetzung des rechtskräftigen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 

C-5549/2010 vom 7. November 2012 erliess die Vorinstanz am 14. März 

2013 eine Verfügung, mit welcher sie dem Versicherten für die Zeit vom 

1. Dezember 2008 bis 31. August 2010 rückwirkend eine halbe IV-Rente 

samt zugehörigen Kinderrenten zusprach (IVSTA-act. 119). Auf die hierge-

gen erhobene Beschwerde vom 27. März 2013 (IVSTA-act. 126) sowie de-

ren Ergänzung vom 8. Mai 2013 (IVSTA-act. 127) trat das Bundesverwal-

tungsgericht mit Urteil C-1701/2013 vom 12. September 2013 aufgrund 

des bereits materiell rechtskräftig beurteilten Sachverhalts (res iudicata) 

nicht ein, überwies jedoch die Eingabe vom 8. Mai 2013 samt den beige-

legten medizinischen Berichten aus dem Zeitraum vom 29. März 2013 bis 

9. Juli 2013 an die Vorinstanz zur Prüfung einer Revision (recte: Neuan-

meldung; IVSTA-act. 131). 

E.  

E.a Weisungsgemäss nahm die IVSTA in der Folge die Neuanmeldung ent-

gegen und leitete die notwendigen Abklärungen ein. Sie unterbreitete die 

C-5919/2020 

Seite 4 

übermittelten medizinischen Dokumente dem Regionalen Ärztlichen Dienst 

F._______ (im Folgenden: RAD) zur Stellungnahme und zur Prüfung der 

Frage, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft ge-

macht sei (IVSTA-act. 138 bis 142). Gestützt auf die entsprechende Stel-

lungnahme des RAD vom 15. Januar 2014 (IVSTA-act. 143) trat die IVSTA 

auf die Neuanmeldung ein und leitete weitere Abklärungen in medizini-

scher sowie beruflich-erwerblicher Hinsicht in die Wege (IVSTA-act. 145 

bis 147). Nach Vorliegen weiterer medizinischer Akten (IVSTA-act. 148, 

151, 152, 155 bis 160, 170, 172 bis 174, 180, 185, 189, 192 bis 195, 198) 

sowie der RAD-Stellungnahmen vom 23. Mai 2014 (IVSTA-act. 163), 

18. Dezember 2014 (IVSTA-act. 176) und 25. März 2015 (IVSTA-act. 199) 

erliess die IVSTA am 30. April 2015 einen Vorbescheid, mit welchem dem 

Versicherten die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt 

wurde (IVSTA-act. 200). Nachdem der Versicherte mit Datum vom 18. Mai 

2015 seine Einwendungen hatte vorbringen lassen (IVSTA-act. 201), er-

liess die IVSTA am 3. Juni 2015 eine dem Vorbescheid vom 30. April 2015 

im Ergebnis entsprechende Verfügung (IVSTA-act. 202). 

E.b Mit Eingabe vom 24. Juni 2015 liess der Beschwerdeführer hiergegen 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, die 

Verfügung vom 3. Juni 2015 sei aufzuheben und es sei ihm nach dem 

31. August 2010 eine ganze Invalidenrente zuzüglich der entsprechenden 

Zusatzrenten für die Ehefrau und der Kinderrenten sowie zuzüglich einer 

Nachzahlung von 4 % Verzugszinsen und eine Parteientschädigung von 

Fr. 500.- zuzusprechen. Mit Urteil C-4113/2015 vom 22. Januar 2018 

wurde die Beschwerde in Anwendung von Art. 23 Abs. 2 des Verwaltungs-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 173.32) in Verbindung mit 

Art. 69 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 

19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) und Art. 85bis Abs. 3 des Bundesgesetzes 

über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 

(AHVG; SR 831.10) im einzelrichterlichen Verfahren als offensichtlich un-

begründet abgewiesen (IVSTA-act. 206). 

F.  

Mit Datum vom 12. Februar 2018 stellte der Versicherte einen Antrag auf 

"Revision und Weitergewährung der Invalidenrente" (IVSTA-act. 207, 208, 

211 bis 214). Nach einer Stellungnahme des RAD vom 19. Juni 2018 (IV-

STA-act. 216) erliess die IVSTA am 13. Juli 2018 einen Vorbescheid, mit 

welchem sie dem Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aus-

C-5919/2020 

Seite 5 

sicht stellte (IVSTA-act. 217). Die in der Folge am 18. September 2018 er-

lassene, dem Vorbescheid vom 13. Juli 2018 im Ergebnis entsprechende 

Verfügung trat unangefochten in Rechtskraft (IVSTA-act. 218). 

G.  

G.a Am 2. August 2019 stellte der Versicherte erneut einen Antrag "für eine 

Revision der Invalidenrente" (IVSTA-act. 219 bis 222). Nachdem er von der 

IVSTA mit Schreiben vom 10. September 2019 an die kosovarische Ver-

bindungsstelle verwiesen worden war (IVSTA-act. 223), gingen am 9. März 

2020 zahlreiche Dokumente aus der Heimat des Versicherten bei der IV-

STA ein (IVSTA-act. 225 bis 230). Nach Vorliegen des Formulars E 205 

(Bescheinigung des Versicherungsverlaufs in der Schweiz) vom 5. Mai 

2020 (IVSTA-act. 235; vgl. auch IVSTA-act. 234) erliess die IVSTA am 

25. Mai 2020 einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten man-

gels Erfüllens der Mindestbeitragszeit von drei Jahren die Abweisung des 

Leistungsgesuchs in Aussicht stellte (IVSTA-act. 236). Nachdem dieser 

hiergegen am 8. Juli 2020 (Eingangsstempel) seine Einwendungen erho-

ben (IVSTA-act. 238 und 245) und sich am 7. Oktober 2020 (Eingangs-

stempel) zum Schreiben der IVSTA vom 23. Juli 2020, worin um Zustellung 

einer Kopie der Aufenthaltsbewilligung für die Zeit vom 15. Juni 1995 bis 

zum 7. Juni 1998 gebeten worden war (IVSTA-act. 247), geäussert hatte 

(IVSTA-act. 248 und 251), erliess die Vorinstanz mit Datum vom 20. Okto-

ber 2020 eine dem Vorbescheid vom 25. Mai 2020 im Ergebnis entspre-

chende Verfügung (IVSTA-act. 252). 

H.  

H.a Hiergegen liess der Versicherte beim Bundesverwaltungsgericht mit 

Eingabe vom 19. November 2020 (Posteingang: 26. November 2020) samt 

Beilagen Beschwerde erheben und (sinngemäss) die Aufhebung der Ver-

fügung vom 20. Oktober 2020 sowie die Erteilung des Rechts auf unent-

geltliche Prozessführung beantragen (act. im Beschwerdeverfahren [im 

Folgenden: BVGer-act.] 1 bis 3). Zur Begründung führte er zusammenge-

fasst aus, er leide an einer Langzeiterkrankung, welche bereits vor zwanzig 

Jahren festgestellt worden sei und bis heute andauere. Er hoffe, dass sein 

Fall erneut überprüft und zu seinen Gunsten entschieden werde. 

H.b Mit Schreiben vom 27. Januar 2021 wurde der Beschwerdeführer un-

ter Hinweis auf die massgebliche gesetzliche Grundlage von Art. 11b des 

Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

C-5919/2020 

Seite 6 

(VwVG; SR 172.021) sowie die Säumnisfolgen gebeten, baldmöglichst 

eine schweizerische Korrespondenzadresse bekannt zu geben (BVGer-

act. 4); dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer nach (BVGer-act. 

5). 

H.c Mit prozessleitender Verfügung vom 17. März 2021 wurde der Be-

schwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Aktenentscheid) auf-

gefordert, innert Frist das dieser Verfügung beigelegte Formular "Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege" ausgefüllt und mit den nötigen Beweismit-

teln versehen beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen (IVSTA-act. 

6). Nach Eingang der verlangten Dokumente am 7. Mai 2021 (BVGer-act. 

7) hiess die damals zuständige Instruktionsrichterin mit Zwischenverfü-

gung vom 27. Juli 2021 das Gesuch um Gewährung des Rechts auf unent-

geltliche Prozessführung gut und befreite den Beschwerdeführer von der 

Bezahlung eines Kostenvorschusses (BVGer-act. 10). 

H.d In ihrer Vernehmlassung vom 26. August 2021 beantragte die  

Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 13). 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, seit dem Inkrafttreten 

der 5. IV-Revision, d.h. ab dem 1. Januar 2008, hätten nur jene Versicherte 

Anspruch auf eine ordentliche IV-Rente, die bei Eintritt des Versicherungs-

falls mindestens drei Beitragsjahre aufweisen würden. Massgebend bei der 

Prüfung, ob die ein- oder dreijährige Mindestbeitragsdauer zur Anwendung 

gelange, sei das Datum des Eintritts des Versicherungsfalls. Sei er vor dem 

1. Januar 2008 eingetreten, so gelte das alte Recht mit einer Mindestbei-

tragsdauer von einem Jahr; sei er am 1. Januar 2008 oder später eingetre-

ten, sei das neue Recht mit einer dreijährigen Mindestbeitragszeit anwend-

bar. Der Eintritt des Versicherungsfalls sei in der Regel mit der Entstehung 

des Rentenanspruchs identisch, sofern nicht eine verspätete Anmeldung 

im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG gegeben sei. Vorliegend habe das Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil vom 2. November 2012 ein von Amtes we-

gen durchgeführtes Revisionsverfahren rechtskräftig insoweit gutgeheis-

sen, als mit Wirkung per 1. September 2010 die bisher gewährte halbe IV-

Rente aufzuheben gewesen sei. Der Versicherungsfall sei seither nicht 

mehr gegeben. Zuletzt werde darauf hingewiesen, dass das mit dem In-

krafttreten (1. September 2019) zur Anwendung gelangende Sozialversi-

cherungsabkommen zwischen der Schweiz und dem Kosovo die Totalisie-

rung für die Begründung des Anspruchs auf eine IV-Rente vorsehe. Für 

eine ordentliche IV-Rente notwendige Mindestbeitragsdauer von drei Jah-

ren würden kosovarische Beitragszeiten angerechnet, sofern mindestens 

C-5919/2020 

Seite 7 

ein Beitragsjahr in der Schweiz vorliege. Mit angefochtener Verfügung vom 

20. Oktober 2020 habe die IVSTA festgestellt, dass die für die erneute An-

meldung zum Bezug einer IV-Rente geforderte dreijährige Beitragszeit 

nicht erfüllt sei. Weder sei eine Versicherungsunterstellung aufgrund eines 

Aufenthalts in der Schweiz nach dem 15. Juni 1995 gegeben noch lägen 

Lohnabrechnungen oder gleichwertige Beweismittel vor, welche nachwei-

sen würden, dass weitere Beiträge geleistet worden seien. Kosovarische 

Beitragszeiten lägen ebenfalls keine vor (IVSTA-act. 233). 

H.e Nachdem die Eingabe des Beschwerdeführers vom 25. August 2021 

an das Bundesgericht von diesem mit Schreiben vom 1. September 2021 

an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet und daraufhin übersetzt 

worden war (BVGer-act. 15 bis 17), ging beim Bundesgericht am 8. Okto-

ber 2021 eine weitere, vom 30. September 2021 datierende Eingabe des 

Beschwerdeführers ein; diese wurde ebenfalls an das Bundesverwaltungs-

gericht weitergeleitet (BVGer-act. 18). In der Folge gingen mit prozesslei-

tender Verfügung vom 13. April 2022 eine Kopie der Eingabe vom 25. Au-

gust 2021 inkl. Übersetzung sowie eine Kopie der Eingabe vom 30. Sep-

tember 2021 samt Beilagen zur Kenntnis an die Vorinstanz mit der Mög-

lichkeit zur Einreichung einer Duplik (BVGer-act. 19). 

H.f In ihrer Duplik vom 2. Mai 2022 verwies die Vorinstanz auf ihre Ver-

nehmlassung vom 26. August 2021 und auf die darin gestellten Anträge 

und führte weiter aus, aus den materiellen Vorbringen ergäben sich keine 

neuen Aspekte, die Anlass zu weiteren Bemerkungen oder zu einer geän-

derten Betrachtungsweise geben würden. Vorliegend seien die formellen 

Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt (BVGer-act. 20). 

H.g Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Mai 2022 schloss die damals 

zuständige Instruktionsrichterin unter dem Vorbehalt weiterer Instruktions-

massnahmen den Schriftenwechsel (BVGer-act. 21). 

I.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Beweis-

mittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwä-

gungen einzugehen (BVGer-act. 21). 

 

  

C-5919/2020 

Seite 8 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 VwVG; BVGE 2016/15 E. 1; 2014/4 

E. 1.2). 

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-

STA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit es die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht 

mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejeni-

gen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-

teilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a 

in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 

Abs. 1 VwVG). Als Adressat der Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IVSTA-

act. 252) ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Zusam-

menfassend ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IVSTA-act. 252), mit welcher die  

Vorinstanz den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

C-5919/2020 

Seite 9 

mangels Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen abgewie-

sen hat. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieses Entscheids. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein 

Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 

125 V 195 E. 2 und BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialver-

sicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-

stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-

richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 

126 V 360 E. 5b und BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). 

2.  

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 

und des ATSG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2020 5535 ff.) 

sowie die Änderungen der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 

17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) vom 3. November 2021 (AS 2021 706) 

in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mas-

sgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 

E. 7.1 und BGE 144 V 210 E. 4.3.1) und die angefochtene Verfügung vom 

20. Oktober 2020 (IVSTA-act. 252) vor dem Inkrafttreten der Änderungen 

des IVG und des ATSG vom 19. Juni 2020 sowie der IVV vom 3. November 

2021 datiert, ist der Rentenanspruch nach den bis zum 31. Dezember 2021 

geltenden Normen zu prüfen. 

C-5919/2020 

Seite 10 

2.2 Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung 

des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere er-

reicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Das IVG kennt somit keinen einheitlichen 

Versicherungsfall, sondern folgt gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG dem System des 

leistungsspezifischen Versicherungsfalls (BGE 126 V 241 E. 4). 

2.3 Nach den allgemeinen versicherungsmässigen Voraussetzungen 

(Art. 4 ff. IVG) sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 

Abs. 3 IVG, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben und sofern sie 

bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge 

geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz 

aufgehalten haben (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 IVG). Die besonderen Vorausset-

zungen des Anspruchs auf eine ordentliche Rente der schweizerischen In-

validenversicherung setzen unter anderem voraus, dass die versicherte 

Person invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die AHV/IV geleistet hat, d.h. während mindestens drei Jahren laut Art. 36 

Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden und vorliegend ausschlag-

gebenden Fassung. Die Mindestbeitragszeit muss vor Eintritt der Invalidität 

geleistet sein (vgl. ULRICH MEYER, Bundesgesetz über die Invalidenversi-

cherung, 2. Aufl., 2010, S. 416). Gemäss Art. 36 Abs. 2 IVG sind für die 

Berechnung der ordentlichen Invalidenrenten die Bestimmungen des 

AHVG sinngemäss anwendbar. Beiträge können nur dann als Beitragszeit 

angerechnet werden, wenn sie auch tatsächlich erbracht wurden (vgl. Art. 

50 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 

31. Oktober 1947 [AHVV; SR 831.101] in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 

IVG). 

3.  

3.1 Nachdem die Vorinstanz vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-

1701/2013 vom 12. September 2013 zur Einleitung eines Revisionsverfah-

rens (recte: Neuanmeldungsverfahren) angewiesen worden war (IVSTA-

act. 131), erliess diese nach Vorliegen zahlreicher Abklärungsergebnisse 

und Durchführung des Vorbescheidverfahrens am 3. Juni 2015 eine ren-

tenabweisende Verfügung (IVSTA-act. 202; vgl. Bst. E.a hiervor). Zur Be-

gründung führte sie zusammengefasst aus, da nach dem 1. April 2010 kein 

Versicherungsfall eingetreten sei, seien die Rechtsgrundlagen für Nichtver-

tragsausländer anwendbar. Der Versicherte als kosovarischer Staatsange-

höriger habe seinen Wohnsitz nicht mehr in der Schweiz. Zwischen der 

C-5919/2020 

Seite 11 

Schweiz und Kosovo bestehe seit dem 1. April 2010 keine zwischenstaat-

liche Vereinbarung mehr. Unter Berücksichtigung von Art. 6 Abs. 2 IVG be-

stehe kein Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversi-

cherung. Die hiergegen vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juni 

2015 erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht mit Ur-

teil C-4113/2015 vom 22. Januar 2018 im einzelrichterlichen Verfahren als 

offensichtlich unbegründet abgewiesen (IVSTA-act. 206; vgl. Bst. F. hier-

vor). Dieser Entscheid trat unangefochten in Rechtskraft. 

3.2 Nachdem sich der Beschwerdeführer am 12. Februar 2018 neu ange-

meldet hatte (IVSTA-act. 207, 208, 211 bis 214), wies die Vorinstanz mit 

unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 18. September 

2018 (IVSTA-act. 218) den Rentenanspruch des Beschwerdeführers in sei-

ner Eigenschaft als Nichtvertragsausländer (vgl. hierzu Urteil des BVGer 

C-1490/2019 vom 9. Oktober 2020 E. 4.3.3) ein weiteres Mal zufolge Nicht-

erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen ab. Sie führte zur 

Begründung dieses Verwaltungsaktes zusammengefasst aus, das Sozial-

versicherungsabkommen mit dem Kosovo sei per 31. März 2010 beendet 

worden, was zur Folge habe, dass Staatsangehörige des Kosovo als Nicht-

vertragsausländer gelten würden. Da nach dem 1. April 2010 kein Versi-

cherungsfall eingetreten sei, seien die Rechtsgrundlagen für Nichtvertrags-

ausländer anwendbar. Der Versicherte habe seit vielen Jahren keinen 

Wohnsitz mehr in der Schweiz und habe nur während 16 Monaten Beiträge 

geleistet. Somit bestehe aufgrund von Art. 6 Abs. 2 IVG in Verbindung mit 

Art. 36 Abs. 1 IVG sowie Art 87 Abs. 3 IVV kein Anspruch auf Leistungen 

der schweizerischen Invalidenversicherung.  

3.3 Mit Blick auf die Rechtskraft des Entscheids vom 18. September 2018 

ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zurecht auf das vom Beschwerdeführer am 

2. August 2019 (IVSTA-act. 219 bis 222) in Gang gesetzte Neuanmel-

dungsverfahren, welches mit der vorliegend angefochtenen Verfügung der 

Vorinstanz vom 20. Oktober 2020 (IVSTA-act. 252) seinen Abschluss fand, 

eingetreten ist. Der Grund hierfür liegt im Umstand begründet, dass im 

Rahmen dieses Entscheids – wie bereits anlässlich der rechtskräftig ge-

wordenen Verfügungen vom 3. Juni 2015 und 18. September 2018 – die 

Erfüllung der dreijährigen Mindestbeitragszeit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG 

in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung negiert wurde. 

 

 

C-5919/2020 

Seite 12 

3.4  

3.4.1 Anordnungen der Verwaltung, die über einen abgeschlossenen 

Sachverhalt befinden, werden, weil sie insofern mit gerichtlichen Urteilen 

vergleichbar sind, urteilsähnliche Verfügungen genannt. Der Umstand, 

dass urteilsähnliche Verfügungen einen zeitlich abgeschlossenen Sachver-

halt regeln, hat zur Folge, dass sie mit dem Eintritt der formellen Rechts-

kraft auch nur bezüglich dieses Sachverhaltes rechtsbeständig werden. 

Ändert nach dem Erlass der ursprünglich rechtsfehlerfreien urteilsähnli-

chen Verfügung der rechtserhebliche Sachverhalt, so wird nicht auf die ur-

sprüngliche Verfügung zurückgekommen und diese angepasst (materiell 

revidiert), sondern es wird eine neue Verfügung für den neuen, wiederum 

zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt erlassen. Denn nur Dauerverfügun-

gen können von einer Sachverhaltsänderung betroffen werden und sind 

der Anpassung an eine zeitliche Entwicklung zugänglich. Ist die ursprüng-

liche urteilsähnliche Verfügung rechtsfehlerhaft, so hindert deren Rechts-

beständigkeit die Verwaltung nicht, den Sachverhalt künftig rechtskonform 

zu würdigen. In Grenzfällen, in denen die Rechtsfehlerhaftigkeit nicht klar 

zu Tage tritt, ist der Sachverhalt auch für die Zukunft nur mit Zurückhaltung 

anders zu würdigen. Dies gebietet auch der Grundsatz der Verfahrensöko-

nomie. Soll dagegen auf den formell rechtskräftigen Entscheid zurückge-

kommen werden, so ist dies nur unter den Voraussetzungen der Wiederer-

wägung oder der prozessualen Revision zulässig (BGE 124 V 150 E. 7a 

mit Hinweisen; Urteil des BGer 9C_86/2009 vom 30. Juni 2010 E. 3.2). 

3.4.2 Die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Be-

schwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversi-

cherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätz-

lich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen 

ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Ent-

scheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern 

eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden 

Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können 

daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung 

des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 

Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und 

geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere 

Regelung vor, wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen. Diese 

Grundsätze gelten auch im Rahmen der Revision einer Dauerleistung im 

Sinne der Anpassung pro futuro an (nachträgliche) erhebliche Änderungen 

C-5919/2020 

Seite 13 

der tatsächlichen (und allenfalls rechtlichen) Grundlagen der ursprüngli-

chen Leistungszusprechung. Damals bejahte Anspruchsvoraussetzungen 

und festgesetzte Leistungsbemessungsfaktoren, welche im Zeitpunkt der 

Verfügung oder des Einspracheentscheids abgeschlossene Sachverhalte 

betreffen, können zufolge Rechtskraft nicht erneut überprüft werden. Vor-

behalten bleibt das Zurückkommen auf den ursprünglich leistungszuspre-

chenden Entscheid unter dem Titel Wiedererwägung oder prozessuale Re-

vision. Anders verhält es sich mangels sachlicher Identität bei einem neuen 

Versicherungsfall (BGE 136 V 369 E. 3.1.1; SVR 2013 IV Nr. 45 S. 139 

E. 4.1). 

3.4.3 Bei negativen Verfügungen haben die Begründungselemente not-

wendigerweise Anteil an der formellen Rechtskraft (BGE 136 V 369 

E. 3.1.2). Betreffen die Begründungselemente, wie etwa die versiche-

rungsmässigen Voraussetzungen, einen zeitlich abgeschlossenen, späte-

ren Änderungen der Tatsachenlage nicht zugänglichen Sachverhalt, ist 

eine Überprüfung zufolge Rechtskraft ausgeschlossen, die Anspruchsbe-

rechtigung als solche mithin endgültig dahingefallen. Vorbehalten bleibt 

eine Änderung der den leistungsablehnenden Entscheid tragenden recht-

lichen Grundlagen oder wenn ein neuer Versicherungsfall im Sinne der Er-

höhung des Invaliditätsgrades aufgrund einer von der ursprünglichen ge-

sundheitlichen Beeinträchtigung völlig verschiedenen Gesundheitsstörung 

vorliegt (Urteil des BGer 9C_369/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 3.1.2 mit 

zahlreichen Hinweisen). 

3.4.4 Nach der Rechtsprechung muss eine formell rechtskräftige Verfü-

gung – die Existenz wohlerworbener Rechte vorbehalten – abgeändert 

werden, wenn seit deren Erlass eine Rechtsänderung eingetreten ist, wel-

che die Verfügung als rechtswidrig erscheinen lässt. Insbesondere zeitlich 

unbefristet fortwirkende Anordnungen sind zu ändern, wenn sie dadurch 

einer nachträglich verwirklichten Änderung des objektiven Rechts anzu-

passen sind; die Rechtsänderung erlaubt nicht nur die Anpassung, sie ver-

langt diese (BGE 135 V 201 E. 6.1.1 und BGE 121 V 157 E. 4a). 

3.5 Ob der Beschwerdeführer bei Eintritt der Invalidität während mindes-

tens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen wäh-

rend zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten hatte (Art. 6 Abs. 2 IVG) und 

aufgrund einer mindestens dreijährigen Beitragszeit der Anspruch auf eine 

ordentliche Rente (Art. 36 Abs. 1 IVG) gegeben war, betraf einen bei Erlass 

der Verfügungen vom 3. Juni 2015 und 18. September 2018 jeweils abge-

C-5919/2020 

Seite 14 

schlossenen Sachverhalt. Diese Entscheide erwuchsen somit auch in Be-

zug auf die Begründungselemente der versicherungsmässigen Vorausset-

zungen nach Art. 6 Abs. 2 IVG und der dreijährigen Mindestbeitragszeit 

gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in (formelle und materielle) Rechtskraft (vgl. 

E. 3.4.1 bis E. 3.4.3 hiervor). Daran ist die Vorinstanz grundsätzlich gebun-

den, selbst wenn jene Erkenntnis diesbezüglich rechtsfehlerhaft gewesen 

sein sollte. 

3.6 Da bei negativen Verfügungen die Begründungselemente notwendiger-

weise Anteil an der formellen Rechtskraft haben und das Begründungsele-

ment der versicherungsmässigen Voraussetzungen einen zeitlich abge-

schlossenen, späteren Änderungen der Tatsachenlage nicht zugänglichen 

Sachverhalt betrifft (vgl. E. 3.4.3 hiervor), war eine Überprüfung mit Blick 

auf die vorinstanzlichen Begründungselemente dieser Voraussetzungen im 

Rahmen der Neuanmeldung vom 12. Februar 2018 (vgl. E. 3.2 hiervor) 

zufolge der Rechtskraft der Verfügung vom 3. Juni 2015 ausgeschlossen, 

die Anspruchsberechtigung als solche mithin endgültig dahingefallen. Die 

Vorinstanz wäre deshalb – in Ermangelung einer Wiedererwägung oder ei-

ner prozessualen Revision (vgl. E. 3.4.1 und E. 3.4.2 hiervor) – zu Unrecht 

auf diese Neuanmeldung eingetreten. Grundsätzlich gilt diese Überlegung 

auch im Verhältnis zwischen dem rechtskräftigen Verfahrensabschluss 

vom 18. September 2018 und der Neuanmeldung des Beschwerdeführers 

vom 2. August 2019 (IVSTA-act. 219 bis 222). 

3.7 Da jedoch das am 1. September 2019 in Kraft getretenen Abkommen 

vom 8. Juni 2018 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Republik Kosovo über soziale Sicherheit (SR 0.831.109.475.1; im Fol-

genden: Abkommen) allenfalls zu einer massgeblichen Änderung der – die 

leistungsablehnenden Verfügungen vom 3. Juni 2015 und 18. September 

2018 tragenden – rechtlichen Grundlagen führen kann, war eine diesbe-

zügliche Überprüfung zufolge Rechtskraft nach Inkrafttreten des Abkom-

mens gerade nicht (mehr) ausgeschlossen (vgl. E. 3.4.3 und E. 3.4.4 hier-

vor). Die Vorinstanz ist deshalb korrekterweise auf die Neuanmeldung des 

Beschwerdeführers vom 2. August 2019 (IVSTA-act. 219 bis 222) eingetre-

ten und hat das Verwaltungsverfahren nach Prüfung der versicherungs-

mässigen Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG sowie der Mindest-

beitragszeit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung als besondere Voraussetzung des Anspruchs auf eine ordentliche 

Rente mit Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IVSTA-act. 252) abgeschlos-

sen. Nachfolgend ist die Rechtmässigkeit dieses Verwaltungsaktes umfas-

send zu überprüfen. 

C-5919/2020 

Seite 15 

4.  

4.1  

4.1.1 Betreffend die Anwendbarkeit des Art. 36 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.3 hier-

vor) ist eingangs darauf hinzuweisen, dass der Eintritt der Invalidität nach 

Art. 36 Abs. 1 IVG sowohl in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewe-

senen als auch in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung nicht voll-

ständige Arbeitsunfähigkeit voraussetzt, sondern lediglich eine solche von 

durchschnittlich mindestens 40 % während eines Jahres ohne wesentli-

chen Unterbruch (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in der ab 1. Januar 2008 gelten-

den Fassung bzw. aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis zum 31. Dezember 

2007 gültig gewesenen Fassung), und dass der Rentenanspruch gemäss 

Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gel-

tendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, 

jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres 

folgt.  

4.1.2 Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat als weisungsbe-

rechtigte Aufsichtsbehörde gestützt auf Art. 64 und Art. 64a Abs. 1 lit. b IVG, 

welche seit 1. Januar 2008 in Kraft stehen, im Rundschreiben Nr. 253 vom 

12. Dezember 2007 Weisungen zur 5. IV-Revision und zum Intertemporal-

recht erlassen. Danach ist grundsätzlich dasjenige Recht anwendbar, wel-

ches bei Eintritt des Versicherungsfalles in Geltung stand. Tritt der Versi-

cherungsfall vor dem 1. Januar 2008 ein, so gilt altes Recht, tritt er hinge-

gen am 1. Januar 2008 oder später ein, so ist das neue Recht anwendbar. 

Zufällige externe Faktoren, wie der Zeitpunkt der Anmeldung, des Verfü-

gungserlasses oder der Behandlung sind grundsätzlich nicht massgebend. 

Auch wenn das Bundesverwaltungsgericht an die Verwaltungsweisungen 

– vorliegend in Form des Rundschreiben Nr. 253 – nicht gebunden ist, 

weicht es dennoch nicht ohne triftigen Grund davon ab, wenn diese eine 

überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Damit 

wird dem Bestreben einer rechtsgleichen Gesetzesanwendung Rechnung 

getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1). Das trifft auf die Weisung des BSV be-

züglich des Intertemporalrechts im Rundschreiben Nr. 253 ohne weiteres 

zu. 

4.1.3 Aufgrund der rechtskräftigen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

C-5549/2010 vom 7. November 2012 (IVSTA-act. 112) und C-1701/2013 

vom 12. September 2013 (IVSTA-act. 131) sowie C-4113/2015 vom 22. 

Januar 2018 (IVSTA-act. 206) ist erstellt, dass bis zum 31. März 2010 keine 

C-5919/2020 

Seite 16 

anspruchsrelevante Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen hatte 

festgestellt werden können und mit Blick auf die damalige Rentenaufhe-

bung per 1. September 2010 ab diesem Zeitpunkt für einen möglichen (wei-

teren) Eintritt eines Versicherungsfalls hinsichtlich der Mindestbeitragszeit 

Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung anwendbar 

war (vgl. E. 2.3 hiervor). Unter diesen Umständen ist nachfolgend weiter 

zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die dreijährige Mindestbeitragsdauer 

(neu) zu erfüllen vermag. 

4.2  

4.2.1 Gemäss dem Formular E 205 (Bescheinigung des Versicherungsver-

laufs in der Schweiz) vom 5. Mai 2020 weist der Beschwerdeführer für die 

Jahre 1993 bis 1995 eine Gesamtversicherungszeit von 16 Monaten auf 

(IVSTA-act. 235; vgl. auch IVSTA-act. 12 S. 4); per Dezember 1995 verliess 

er die Schweiz (IVSTA-act. 2 S. 6). Weitere Versicherungszeiten in der 

Schweiz sind nicht belegt. Zwar machte der Beschwerdeführer in seinem 

Schreiben vom 8. Juli 2020 geltend, er besitze Dokumente, die belegten, 

dass er sich vom 23. Oktober 1991 bis zum 18. Juni 1999 in der Schweiz 

aufgehalten habe (IVSTA-act. 245). Obwohl er in der Folge von der Vor-

instanz mit Schreiben vom 23. Juli 2020 aufgefordert worden war, eine Ko-

pie der Aufenthaltsbewilligung für die Zeit vom 15. Juni 1995 bis zum 

7. Juni 1998 zuzustellen (IVSTA-act. 247), konnte er keinen längeren Auf-

enthalt in der Schweiz belegen, sondern führte anlässlich seines im Sep-

tember 2020 verfassten Schreibens entgegen seiner früheren Angaben 

aus, während der von der Vorinstanz verlangten Zeitperiode sei er im Ko-

sovo gewesen, und in der Schweiz würden die Aufenthaltsbewilligungen 

für Flüchtlinge nur für kurze Dauer ausgestellt (IVSTA-act. 248 bis 251). 

4.2.2 Dass sich der Beschwerdeführer zwischen Juni 1995 und Mai 1998 

tatsächlich im Ausland aufgehalten hatte, ergibt sich aus den vorliegenden 

Akten; er reiste erst wieder am 8. Juni 1998 in die Schweiz ein und verliess 

diese wieder per 29. Oktober 1999 (IVSTA-act. 2 S. 3, S. 8 und S. 11 bis 

12 sowie IVSTA-act. 3 S. 7). Mit Blick auf den Hinweis in den Akten, wonach 

er keinen Ausländerausweis, sondern vermutlich bloss eine Asylbescheini-

gung gehabt habe (IVSTA-act. 3 S. 7; vgl. aber IVSTA-act. 242), kann er 

im Zusammenhang mit seiner Versicherungszeit in der Schweiz ebenfalls 

nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Grund dafür liegt im Umstand, dass 

Art. 2bis AHVG, wonach Beiträge von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenom-

menen und Schutzbedürftigen ohne Aufenthaltsbewilligung, die keine Er-

werbstätigkeit ausüben, erst dann festzusetzen und unter Vorbehalt von 

C-5919/2020 

Seite 17 

Art. 16 Abs. 1 AHVG zu entrichten sind, wenn diese Personen als Flücht-

linge anerkannt wurden (Bst. a.), diesen Personen eine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt wird (Bst. b.) oder auf Grund des Alters, des Todes oder der 

Invalidität dieser Personen ein Leistungsanspruch im Sinne dieses Geset-

zes oder des IVG entsteht (Bst. c.), erst auf den 1. Januar 2007 und somit 

in einem Zeitpunkt in Kraft gesetzt wurde, in welchem der Beschwerdefüh-

rer längst wieder in seiner Heimat wohnte. Unter diesen Umständen bzw. 

zufolge der unbewiesen gebliebenen weiteren Beitragszeiten verbleibt es 

zu Ungunsten des Beschwerdeführers bei einer Gesamtversicherungszeit 

von 16 Monaten (vgl. zum Grundsatz der Beweislast im Sozialversiche-

rungsprozess BGE 144 V 427 E. 3.2, BGE 138 V 218 E. 6 sowie BGE 121 

V 204 E. 6a; SVR 2021 UV Nr. 27 S. 129 E. 2.2.2). 

4.2.3 Nach dem vorstehend Dargelegten ergibt sich zusammenfassend, 

dass der Beschwerdeführer – wie bereits im Zeitpunkt der in Rechtskraft 

erwachsenen Verfügungen vom 3. Juni 2015 (IVSTA-act. 202) und 

18. September 2018 (IVSTA-act. 218), welche in zeitlicher Hinsicht vor 

dem Abkommen (vgl. E. 3.7 hiervor) erlassen worden waren – die beson-

dere versicherungsmässige Voraussetzung des Anspruchs auf eine or-

dentliche Rente der IV in Form der Mindestbeitragszeit von drei Jahren ge-

mäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung nicht 

erfüllt. Weiter vermag der seit über 20 Jahren in seiner Heimat wohnhafte 

Beschwerdeführer auch die Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 6 Abs. 2 

IVG nicht zu erfüllen. 

4.3 Da der Beschwerdeführer die Anspruchsvoraussetzung der dreijähri-

gen Mindestbeitragszeit gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 

2008 geltenden Fassung nicht zu erfüllen vermag, bleibt nachfolgend zu 

prüfen, ob im Zusammenhang mit der vorliegend zu beurteilenden Neuan-

meldung vom 2. August 2019 (IVSTA-act. 219 bis 222), welche ihren Ab-

schluss mit der angefochtenen Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IVSTA-

act. 252) gefunden hatte, auch in Anwendung des am 1. September 2019 

in Kraft getretenen Abkommens (vgl. E. 3.7 hiervor) von einer fehlenden 

dreijährigen Mindestbeitragszeit auszugehen ist oder ob der Beschwerde-

führer in seiner (alter und neuer) Eigenschaft als Vertragsausländer nun 

die versicherungsmässigen Voraussetzungen bzw. die Mindestbeitragszeit 

erfüllt (vgl. E. 3.4.4 hiervor). 

4.3.1 Der sachliche Geltungsbereich dieses Abkommens bezieht sich ge-

mäss Art. 2 in der Schweiz unter anderem auf die Bundesgesetzgebung 

C-5919/2020 

Seite 18 

über die Invalidenversicherung. Laut Art. 3 gilt das Sozialversicherungsab-

kommen unter anderem für Staatsangehörige der Vertragsstaaten, die den 

Rechtsvorschriften eines Vertragsstaats unterstellt sind oder waren, sowie 

für ihre Familienangehörigen und Hinterlassenen (Bst. a.). Gemäss Art. 4 

Abs. 1 des Sozialversicherungsabkommens sind die Staatsangehörigen 

der Vertragsstaaten sowie deren Familienangehörige und Hinterlassene in 

ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des anderen Ver-

tragsstaats den Staatsangehörigen dieses Vertragsstaats bzw. deren Fa-

milienangehörigen und Hinterlassenen gleichgestellt, soweit dieses Ab-

kommen nichts anderes bestimmt. Hinsichtlich der Voraussetzungen des 

Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente sowie der anwendbaren 

Verfahrensvorschriften sieht das Abkommen keine im vorliegenden Verfah-

ren relevanten Abweichungen vom Grundsatz der Gleichstellung vor. Dem-

nach beurteilt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 

der schweizerischen Invalidenversicherung aufgrund der schweizerischen 

Rechtsvorschriften. 

4.3.2 Erfüllt eine Person die nach den schweizerischen Rechtsvorschriften 

vorgesehenen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine ordentliche 

Rente der Invalidenversicherung nicht allein aufgrund der nach den 

schweizerischen Rechtsvorschriften zurückgelegten Versicherungszeiten, 

so berücksichtigt der zuständige Versicherungsträger für den Erwerb des 

Anspruchs auf diese Leistungen die nach kosovarischen Rechtsvorschrif-

ten zurückgelegten Beschäftigungszeiten, während denen Rentenbeiträge 

entrichtet wurden, soweit sie sich nicht mit den nach schweizerischen 

Rechtsvorschriften zurückgelegten Zeiten überschneiden (Art. 15 Abs. 1 

des Abkommens). Erfüllt eine in Art. 3 Bst. a des Abkommens genannte 

Person auch bei Anwendung von Abs. 1 die Voraussetzungen für den Leis-

tungsanspruch nicht, so berücksichtigt der schweizerische Träger auch die 

Versicherungszeiten und gleichgestellte Zeiten, die in einem Drittstaat zu-

rückgelegt worden sind, mit dem die Schweiz ein Sozialversicherungsab-

kommen abgeschlossen hat, welches die Zusammenrechnung der Versi-

cherungszeiten für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der schweize-

rischen Invalidenversicherung vorsieht (Art. 15 Abs. 2 des Abkommens). 

Erreichen die nach den schweizerischen Rechtsvorschriften zurückgeleg-

ten Versicherungszeiten nicht ein Jahr, so finden die Abs. 1 und 2 keine 

Anwendung (Art. 15 Abs. 3 des Abkommens). Für die Festlegung der Leis-

tungen werden ausschliesslich die nach den schweizerischen Rechtsvor-

schriften zurückgelegten Versicherungszeiten berücksichtigt. Die Festle-

gung erfolgt gemäss den schweizerischen Rechtsvorschriften (Art. 15 

Abs. 4 des Abkommens). Für die Feststellung eines Leistungsanspruchs 

C-5919/2020 

Seite 19 

nach diesem Abkommen werden die nach den Rechtsvorschriften der Ver-

tragsstaaten zurückgelegten Versicherungszeiten sowie Versicherungser-

eignisse berücksichtigt, die vor seinem Inkrafttreten zurückgelegt worden 

oder eingetreten sind (Art. 35 Abs. 3 des Abkommens). 

4.4 Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 4.2.1 und E. 4.2.2), weist der Be-

schwerdeführer eine Gesamtversicherungszeit von 16 Monaten auf. Da die 

nach den schweizerischen Rechtsvorschriften zurückgelegten Versiche-

rungszeiten ein Jahr übersteigen, findet Art. 15 Abs. 1 und 2 des Abkom-

mens Anwendung (vgl. Art. 15 Abs. 3 des Abkommens; E. 5.1.2 hiervor). 

Es ist somit nachfolgend einerseits zu prüfen, ob der Beschwerdeführer 

nach kosovarischen Rechtsvorschriften zurückgelegte Beschäftigungszei-

ten, während denen Rentenbeiträge entrichtet wurden, aufweist (Art. 15 

Abs. 1 des Abkommens), und andererseits, ob Versicherungszeiten und 

gleichgestellte Zeiten, die vom Beschwerdeführer in einem Drittstaat zu-

rückgelegt worden sind, mit dem die Schweiz ein Sozialversicherungsab-

kommen abgeschlossen hat, welches die Zusammenrechnung der Versi-

cherungszeiten für den Anspruch auf eine ordentliche Rente der schweize-

rischen Invalidenversicherung vorsieht, zu berücksichtigen sind (Art. 15 

Abs. 2 des Abkommens). 

4.5 Gemäss dem Schreiben des kosovarischen Versicherungsträgers vom 

27. Februar 2020 verfügt der Beschwerdeführer in seiner Heimat über 

keine zurückgelegten Beschäftigungszeiten, während denen er Rentenbei-

träge entrichtet hatte (IVSTA-act. 233). Von der Vorinstanz können für den 

Erwerb des Anspruchs auf schweizerische Rentenleistungen in Anwen-

dung von Art. 15 Abs. 1 des Abkommens somit keine nach kosovarischen 

Rechtsvorschriften zurückgelegten Beschäftigungszeiten berücksichtigt 

werden. In Ermangelung von Hinweisen, dass der Beschwerdeführer Ver-

sicherungszeiten und gleichgestellte Zeiten in einem Drittstaat, mit dem die 

Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, welches 

die Zusammenrechnung der Versicherungszeiten für den Anspruch auf 

eine ordentliche Rente der schweizerischen Invalidenversicherung vor-

sieht, zurückgelegt hatte, ist auch Art. 15 Abs. 2 des Abkommens nicht er-

füllt. 

5.  

Nach dem vorstehend Dargelegten ist zusammenfassend festzuhalten, 

dass keine Anhaltspunkte für zusätzliche Beitragszeiten des Beschwerde-

führers ab dem Jahr 1996 ersichtlich sind. Selbst wenn aufgrund der im 

Rahmen der Neuanmeldung vom 2. August 2019 (IVSTA-act. 219 bis 226) 

C-5919/2020 

Seite 20 

eingereichten aktuellsten medizinischen Berichte aus den Jahren 2019 und 

2020 (IVSTA-act. 230 S. 1 bis 2 und S. 4 bis 13, IVSTA-act. 243, 254, 255; 

BVGer-act. 1 Beilage 2, 5 und 7, BVGer-act. 3 Beilagen 2, 4 und 6) eine 

von der ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung völlig verschie-

dene Gesundheitsstörung vorliegen sollte bzw. ein invalidisierender Ge-

sundheitsschaden resp. ein neuer Versicherungsfall – insbesondere zu-

folge des neu von Dr. G._______ im Bericht vom 18. September 2019 

(BVGer-act. 3 Beilage 4) diagnostizierten Postlaminektomie-Syndroms 

(FBSS; ICD-10: M96.1) sowie der von Prof. Dr. H._______ am 21. Sep-

tember 2020 diagnostizierten megaloblastären Anämie (BVGer-act. 3 Bei-

lage 6) – bejaht werden müsste (vgl. E. 3.4.3 hiervor), hat es mit der Nicht-

erfüllung der dreijährigen Mindestbeitragszeit gemäss Art. 36 Abs. 1 in der 

seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung (wie bereits anlässlich der Anmel-

dung vom 12. Februar 2018) sein Bewenden. Der Beschwerdeführer erfüllt 

damit die Voraussetzungen für die Gewährung einer Invalidenrente ge-

mäss Art. 6 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 1 IVG nicht, weshalb 

eine allfällige Invalidität vorliegend nicht zu prüfen ist. 

6.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich die angefochtene 

Verfügung der Vorinstanz vom 20. Oktober 2020 als rechtens, weshalb die 

dagegen erhobene Beschwerde vom 19. November 2020 (Posteingang: 

26. November 2020) als unbegründet abzuweisen ist. 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweige-

rung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hätte der Beschwerdeführer 

die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). Da jedoch mit Zwischenverfügung vom 27. Juli 2021 das Gesuch 

um Gewährung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung gutgeheis-

sen und der Beschwerdeführer von der Bezahlung eines Kostenvorschus-

ses befreit wurde (BVGer-act. 10), ist im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

7.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements 

C-5919/2020 

Seite 21 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario), und die obsie-

gende Vorinstanz als Bundesbehörde (BGE 127 V 205 E. 4) hat keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbin-

dung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz sowie das 

BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Roger Stalder 

C-5919/2020 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: