# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 704fe92a-52e6-5f87-988d-ed258c6ed1db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2025 E-6641/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6641-2025_2025-11-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6641/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richter Lukas Müller;   

Gerichtsschreiber Lukas Rathgeber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Côte d'Ivoire,   

vertreten durch MLaw Michèle Angst, Rechtsanwältin,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 30. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-6641/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 7. August 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das eingeleitete Dublin-Verfahren am 16. April 2024 beendet und das 

Asylgesuch fortan im nationalen Verfahren weiterbehandelt wurde,  

dass die vertiefte Anhörung zu den Asylgründen am 28. Juni 2024 stattfand 

und die Beschwerdeführerin am 5. Juli 2024 dem erweiterten Verfahren 

zugeteilt wurde, 

dass am 4. März 2025 eine ergänzende Anhörung durchgeführt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin geltend machte, sie sei Staatsangehörige 

von Côte d'Ivoire, stamme aus B._______ und habe Côte d'Ivoire im Alter 

von 14 Jahren in Richtung Libyen verlassen,   

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen die drohende 

Verfolgung durch ihren Ehemann und ihre Familie sowie die drohende Be-

schneidung ihrer Töchter geltend machte, 

dass sie im Alter von 13 Jahren mit ihrem Cousin (väterlicherseits) zwangs-

verheiratet und ein Jahr später zu diesem nach Libyen verbracht worden 

sei, wo sie mit ihm drei gemeinsame Kinder bekommen habe,  

dass sie während der Ehe in Libyen massive häusliche Gewalt erfahren 

habe und es in Libyen keine Möglichkeit gegeben habe, Schutz zu erhal-

ten,  

dass ihr Mann sie Anfang 2023 heimlich mit den Kindern verlassen und sie 

erst nach sechs Monaten erfahren habe, dass ihre Kinder zurück in Côte 

d'Ivoire seien und bei ihrer Mutter, respektive Schwiegermutter leben wür-

den,  

dass sie nicht zurück nach Côte d'Ivoire könne, da sie befürchte, zu ihrem 

Ehemann zurück zu müssen und zudem grosse Sorge um ihre Töchter 

habe, da ihnen die Beschneidung drohe, 

dass sie gegen die Beschneidung sei und ihr deshalb eine Verfolgung 

durch Familienmitglieder drohe, 

dass sie selbst aufgrund ihrer erlittenen Beschneidung nach wie vor gynä-

kologische Beschwerden habe und ausserdem an Endometriose, Diabetes 

Mellitus, Herzproblemen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung 

leiden würde,  

E-6641/2025 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 8. April 2025 unter anderem 

weitere Ausführungen zu den Abklärungen durch das «Netzwerk gegen 

Mädchenbeschneidung Schweiz» machte,  

dass die Beschwerdeführerin zur Stützung ihrer Vorbringen im vorinstanz-

lichen Verfahren diverse Beweismittel einreichte,  

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Juli 2025 die Flüchtlingseigenschaft 

der Beschwerdeführerin verneinte, ihr Asylgesuch abwies, die Wegwei-

sung aus der Schweiz anordnete und eine vorläufige Aufnahme aufgrund 

der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verfügte,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1. September 2025 gegen 

die erwähnte Verfügung der Vorinstanz beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erhob, 

dass in dieser beantragt wird, es seien die Dispositivziffern 1 und 2 der 

angefochtenen Verfügung des SEM vom 1. September 2025 aufzuheben 

und das SEM sei anzuweisen, ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen 

und ihr Asyl zu gewähren, 

dass eventualiter beantragt wird, die Sache sei zur hinreichenden Abklä-

rung des rechtserheblichen Sachverhaltes an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen, 

dass die Beschwerdeführerin in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt, 

ihr sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, auf einen Kostenvor-

schuss sei zu verzichten und ihr sei die rubrizierte Rechtsvertreterin als 

unentgeltliche Rechtsbeiständin beizuordnen, 

dass sie ausserdem die Bildung und Einsetzung eines weiblichen Spruch-

körpers beantragt,  

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 

23. Oktober 2025 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege unter Hinweis auf die Aussichtlosigkeit der Rechtsbegehren abwies, 

der Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses Frist an-

setzte und das Gesuch um weibliche Zusammensetzung des Spruchkör-

pers ebenfalls abwies,  

dass der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde,  

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Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. November 2025 darum 

ersuchte, die summarische Prüfung der Zwischenverfügung vom 23. Okto-

ber 2025 zu überdenken, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Beschwerde gegen die Ziffern 1 und 2 des Dispositivs der 

angefochtenen Verfügung richtet (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft 

und Ablehnung des Asylgesuchs) und der Wegweisungsvollzug nicht Ge-

genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist,  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden ist 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein 

solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass hinsichtlich des erneuten Ersuchens um weibliche Zusammenset-

zung des Spruchkörpers in der Eingabe vom 12. November 2025 auf die 

Erwägungen der Zwischenverfügung vom 23. Oktober 2025 zu verweisen 

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Seite 5 

ist, wonach sich vorliegend weder aus der nationalen Gesetzgebung noch 

aus völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz ein Anspruch auf Ein-

setzung eines gleichgeschlechtlichen Spruchkörpers ergibt, 

dass die pauschalen und nicht näher begründeten Ausführungen der Be-

schwerdeführerin zu verfassungs- und völkerrechtlichen Rechtsgrundla-

gen keinen solchen Anspruch erkennen lassen (vgl. hierzu etwa BGE 148 

IV 234 E. 3.1, E. 3.7.1; 137 I 305 E. 3.2; Urteile des BVGer F-6606/2025 

vom 23. Oktober 2025 E. 4.4.2; E-7766/2024 vom 14. Januar 2025 

E. 7.2.6; je m.w.H.),  

dass der besonderen Vulnerabilität von asylsuchenden Personen, die ge-

schlechtsspezifische Verfolgung geltend machen, spezialgesetzlich mit 

Art. 17 Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 6 der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) Rechnung 

getragen wird,  

dass aus den besonderen Rechten im Asylverfahren keine Ansprüche für 

das Beschwerdeverfahren abgeleitet werden können, 

dass sich insbesondere aus Art. 6 AsylV 1 für die betroffene vulnerable 

Personengruppe kein Anspruch auf eine weitere Behandlung des Asyler-

fahrens von gleichgeschlechtlichen Personen über die Anhörung zu den 

Asylgründen hinaus ergibt, respektive ableiten lässt und bereits der Asyl-

entscheid von einer Person anderen Geschlechts verfügt werden kann, 

dass die rechtliche Beurteilung von Asylgründen und mithin die Sichtung 

von Beweismaterial nach der erfolgten Anhörung im Sinne von Art. 6 

AsylV 1 somit nicht nur von Personen gleichen Geschlechts vorgenommen 

werden darf,  

dass die zufällige und EDV-basierte Geschäftszuteilung sowie die Bildung 

des Spruchkörpers im vorliegenden Verfahren rechtmässig sind (vgl. 

Art. 24 VGG i.V.m. Art. 31 ff. des Geschäftsreglements für das Bundesver-

waltungsgericht vom 17. April 2008 [VGR, SR 173.320.1]; Art. 111 Bst. e 

AsylG; BVGE 2022 I/2 E. 4.3 ff.),  

dass die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht die Rückweisung an die 

Vorinstanz beantragt, da das SEM das rechtliche Gehör verletzt habe, sei-

ner umfassenden Pflicht zur Prüfung aller Sachverhaltselemente und zur 

Vornahme medizinischer Abklärungen nicht nachgekommen sei und so 

den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe,  

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Seite 6 

dass das SEM in der ersten Anhörung kein reines Frauenteam eingesetzt 

habe, obwohl die Beschwerdeführerin geschlechtsspezifische Verfolgung 

geltend gemacht habe, 

dass aufgrund der geschlechtsspezifischen Fluchtgründe gemäss Anhö-

rungsprotokoll nur der erste Teil der Anhörung durchgeführt und diese zu 

Beginn der Befragung zu den Asylgründen abgebrochen wurde, 

dass daraufhin eine ergänzende Anhörung mit einem gleichgeschlechtli-

chen Befragungsteam angesetzt und durchgeführt wurde,  

dass den geschlechtsspezifischen Vorbringen somit genügend Rechnung 

getragen worden und die Sachverhaltserstellung nicht zu bemängeln ist, 

dass sich aus dem Protokoll der ergänzenden Anhörung zudem kein unan-

gemessenes Klima ergibt,  

dass die Vorinstanz auch nicht dazu verpflichtet gewesen ist, alle medizi-

nischen Abklärungen abzuwarten und die gesundheitlichen Probleme der 

Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Asylverfahrens ausreichend berück-

sichtigt wurden, 

dass der Rückweisungsantrag unbegründet ist, da sich das SEM mit den 

Vorbringen der Beschwerdeführerin gesamthaft auseinandergesetzt und 

deren individuelle Situation unter Bezugnahme auf die vorhandenen Akten 

und die Schilderungen der Beschwerdeführerin berücksichtigt hat,  

dass sich auch sonst aus den Akten keine Rückweisungsgründe ergeben, 

weshalb der Antrag abzuweisen ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin in Bezug auf die drohende Verfolgung 

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Seite 7 

durch ihren Ehemann und mangelnde Unterstützung durch ihre Familie 

hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht stand,  

dass nicht davon auszugehen sei, dass sie zu ihrem Mann zurückkehren 

müsse, da dieser gemäss ihren eigenen Aussagen mittlerweile wieder in 

Libyen lebe,  

dass zudem darauf hinzuweisen sei, dass Zwangsehe in Côte d'Ivoire ein 

Straftatbestand sei und es ihr offenstehe, die Ehe einseitig aufzulösen,  

dass es für Opfer von Zwangsehen zugängliche Rechtsberatungsstellen 

gebe und von ihr verlangt werden könne, jegliche staatliche Schutzmass-

nahmen in ihrem Herkunftsstaat zu ergreifen,  

dass ihre bereits erlittene Beschneidung nicht flüchtlingsrechtlich relevant 

sei,  

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre Opposition 

gegen eine drohende Beschneidung ihrer Töchter den Anforderungen an 

die Glaubhaftigkeit nicht standhielten,  

dass sich die Beschwerdeführerin widerspreche, da sie einerseits vorge-

tragen habe, alles tun zu wollen um ihre Töchter zu schützen, und ande-

rerseits keine der durch die NGO in der Schweiz aufgezeigten Schutzmög-

lichkeiten wahrnehmen wolle,  

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe in materieller 

Hinsicht zusammenfassend geltend macht, ihre Vorbringen seien als 

glaubhaft einzuschätzen und sie im Wesentlichen, unter Hinweis auf ihre 

Langzeittraumatisierung, die Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Verfah-

ren wiederholt, 

dass vorliegend eine geschlechtsspezifische Verfolgung durch weibliche 

Genitalverstümmlung zu bejahen sei,  

dass die Zwangsheirat flüchtlingsrechtlich relevant sei, ebenso wie die 

häusliche und sexualisierte Gewalt in der Ehe und kein staatlicher Schutz 

vorhanden, respektive zugänglich sei,  

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass 

das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Erkennt-

nis gelangt ist, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin den Anforde-

rungen von Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen,  

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dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es der 

Beschwerdeführerin nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhaltiges 

entgegenzusetzen, 

dass die Vorinstanz in Bezug auf die Rückkehr in die Zwangsheirat zu 

Recht auf die Strafbarkeit einer Zwangsehe in Côte d'Ivoire und den ver-

fügbaren staatlichen Schutz betreffend eine Verfolgung durch Dritte hin-

wies (vgl. Urteil des BVGer E-6442/2025 vom 24. Oktober 2025 E. 6.2.2 

m.w.H.),  

dass es der Beschwerdeführerin möglich sein dürfte, die Ehe einseitig auf-

zulösen und sie sich an Rechtsberatungsstellen für Opfer von Zwangshei-

rat wenden kann,  

dass es sich sowohl betreffend Zwangsehe und häusliche Gewalt als auch 

bei ihrer geltend gemachten Furcht vor Massnahmen seitens ihrer Familie, 

aufgrund ihrer Opposition gegen die drohende Beschneidung ihrer Töchter, 

um eine Verfolgung von Dritten handelt, 

dass das SEM richtig darauf hingewiesen haben dürfte, dass von der Be-

schwerdeführerin zu erwarten sei, jegliche erdenkliche Massnahme zu er-

greifen, um staatlichen Schutz zu erhalten,  

dass bei einer Verfolgung durch Dritte der flüchtlingsrechtliche Schutz sub-

sidiär ist und voraussetzt, dass die betroffene Person in ihrem Heimat- oder 

Herkunftsstaat keinen ausreichenden Schutz vor nichtstaatlicher Verfol-

gung erfährt, 

dass der Schutz als ausreichend gilt, wenn eine funktionierende Schutzinf-

rastruktur zur Verfügung steht und diese der Betroffenen zugänglich ist 

(vgl. BVGE 2011/51 E. 7.1-7.4 m.w.H.), 

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der in den letzten Jahren zu-

nehmenden rechtlichen Verankerung von Frauenrechten nicht von einer 

fehlenden Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit des ivorischen Staates ge-

genüber Frauen, gerade auch in Bezug auf häusliche Gewalt und Zwangs-

ehe ausgeht (vgl. Urteile des BVGer E-6442/2025 E. 6.2.2; E-4500/2024 

vom 28. Oktober 2024 E. 7.2),  

dass die umfangreichen Ausführungen der Rechtsmitteleingabe vom 

12. November 2025 zum fehlenden staatlichen Schutz an dieser Einschät-

zung nichts zu ändern vermögen und davon auszugehen ist, dass die 

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Seite 9 

Beschwerdeführerin auch unter Berücksichtigung ihrer individuellen Situa-

tion den Schutz der staatlichen Behörden in Anspruch nehmen könnte,  

dass es sich erübrigt, auf die Ausführungen der Beschwerdeschrift zur 

Glaubhaftigkeit und Langzeittraumatisierung einzugehen, da es sich selbst 

bei Wahrunterstellung dieser Vorbringen um eine Verfolgung durch Dritte 

handelt und diesbezüglich auf die vorherigen Erwägungen verwiesen wer-

den kann,  

dass die umfassenden Recherchen des «Netzwerk gegen Mädchenbe-

schneidung Schweiz» sodann auch aufzeigen, dass es mehrere Möglich-

keiten gibt, wie die Beschwerdeführerin ihre Töchter mit Hilfe der ivorischen 

Behörden schützen könnte, 

dass die vorgebrachte Beschneidung der Beschwerdeführerin nicht rele-

vant ist, da der Begriff der Flüchtlingseigenschaft gemäss Rechtsprechung 

einen in zeitlicher und sachlicher Hinsicht genügend engen Kausalzusam-

menhang zwischen Verfolgung und Flucht voraussetzt (vgl. Urteil des 

BVGer E-2631/2018 vom 14. Juli 2021 E. 6.2), 

dass die weibliche Beschneidung zwar einen massiven Eingriff in die In-

tegrität der Frau darstellt, die Tat jedoch viele Jahre zurückliegt und die 

Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht hat, diesbezüglich zukünftig er-

neut körperlichen Übergriffen ausgesetzt zu sein,  

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9; je 

m.w.H.),  

dass sich Erwägungen zu allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen er-

übrigen, nachdem die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit der ange-

fochtenen Verfügung wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in 

der Schweiz vorläufig aufgenommen hat, 

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Seite 10 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist, 

dass der Beschwerdeführerin demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mathias Lanz Lukas Rathgeber 

 

 

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