# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d112eb91-8e0b-55d5-abc5-af4662482378
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.08.2023 720 23 53 / 183 (720 2023 53 / 183)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-53---183_2023-08-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. August 2023 (720 23 53 / 183) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 
IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.1 Der 1962 geborene A.____ arbeitete ab 6. Oktober 2012 bei der B.____ AG. Am 
17. Februar 2015 meldete er sich unter Hinweis auf ein Burnout/eine Erschöpfungsdepression 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) untersuchte den rechtserheblichen Sachverhalt. Mit Verfügung vom 9. Juli 
2015 lehnte sie das Leistungsbegehren – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – ab. Die-
ser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.  
 

 

 
 
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A.2 Mit Gesuch vom 3. Februar 2021 meldete sich A.____ erneut bei der IV-Stelle zum Leis-
tungsbezug an. Zur Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit holte die IV-
Stelle ein bidisziplinäres Gutachten bei Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie, und Dr. med. 
D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welches am 24. Juni 2022 erstattet wurde. 
Gestützt auf ihre Abklärungsergebnisse und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens 
lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Januar 2023 einen Anspruch von A.____ auf eine 
Rente ab, sprach ihm jedoch eine Unterstützung bei der Stellensuche durch die Arbeitsvermitt-
lung zu.  
 
B. Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Erich Züblin, mit Eingabe vom 
16. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung 
einer Rente. In der Begründung bemängelte er die Abklärung des medizinischen Sachverhalts 
durch die Beschwerdegegnerin und dabei insbesondere das psychiatrische Teilgutachten von Dr. 
D.____. Dieses sei nicht beweistauglich, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne und ein 
Gerichtsgutachten einzuholen sei. 
 
C. Am 14. März 2023 reichte Advokat Erich Züblin namens und im Auftrag des Beschwer-
deführers ein Schreiben betreffend den fehlenden Facharzttitel der Fachrichtung Psychiatrie des 
behandelnden Arztes Dr. med. E.____, FMH Praktischer Arzt, sowie eine Kopie einer Nichtan-
handnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Z.____ vom 9. Februar 2022 ein. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 21. April 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und D.____ vom 24. Juni 2022 sei 
beweiskräftig, weshalb darauf abgestellt werden könne. 
 
E.  Der Fall wurde dem Gericht mit Verfügung vom 27. April 2023 zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
F. Am 5. März (recte: Mai) 2023 liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter 
eine Stellungnahme zur Vernehmlassung der IV-Stelle vom 21. April 2023 einreichen, wobei er 
an seinen Rechtsbegehren und Standpunkten festhielt. Die IV-Stelle äusserte sich nicht dazu.  
 
G. Der Beschwerdeführer reichte am 4. Juli 2023 ein weiteres Schreiben ein. Diesem legte 
er einen Bericht von Dr. E.____ vom 30. Juni 2023 bei. Die IV-Stelle hielt dazu am 17. Juli 2023 
fest, dass aus der Beurteilung des behandelnden Arztes keine neuen medizinischen Tatsachen 
hervorgehen würden, weshalb sie an ihren Ausführungen in der Vernehmlassung festhalte.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-

 

 
 
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gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 16. 
Februar 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 
Anwendung. Laufende Renten von versicherten Personen, welche am 1. Januar 2022 das 55. 
Altersjahr zurückgelegt haben, bleiben gemäss den Übergangsbestimmungen (lit. c) bei einer 
Revision des Rentenanspruchs hingegen im bisherigen Rentensystem (Kreisschreiben über In-
validität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9200; Kreis-
schreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB 
WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 2006). Dies ist vorliegend der Fall, hatte der 1960 geborene 
Versicherte am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahre doch bereits zurückgelegt. Demnach bleiben 
die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiederge-
geben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig ist, ob die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht 
abgewiesen hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefoch-
tenen Verfügung vom 30. Januar 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs-
gemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

 

 
 
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durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 
V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische 
Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In 
jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von 
der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass 
bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei-
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 
143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkran-
kungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklä-
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärzt-
lichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeits-
unfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Um den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person beurtei-
len zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen ange-
wiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

 

 
 
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arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständigengut-
achten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Im Sinne einer Richtlinie ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Demgegenüber kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zwar nach der Rechtspre-
chung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe Beweiskraft wie ein gerichtli-
ches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen 
Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 
E. 5.3, 135 V 465 E. 4.4 und 4.7). 
 
5. Zu berücksichtigen ist, dass es sich vorliegend nicht um eine erstmalige Anmeldung zum 
Leistungsbezug handelt, sondern um eine Neuanmeldung nach Ablehnung des Leistungsan-
spruchs. Wenn die Beschwerdegegnerin auf eine Neuanmeldung eintritt, so steht die Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen noch nicht fest, sondern ist erst einmal glaubhaft gemacht. Die 
Beschwerdegegnerin, und im Beschwerdefall das Gericht, haben danach in Anwendung von Art. 
87 Abs. 3 IVV i.V.m. Abs. 2 IVV und Art. 17 Abs. 1 ATSG analog zu einer Rentenrevision zu 
prüfen, ob sich seit der letzten Verfügung eine tatsächliche Veränderung in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise effektiv nachweisen lässt. Massgebend ist damit vorliegend, ob in der Zeit 
zwischen der Verfügung vom 9. Juli 2015 und der Verfügung vom 30. Januar 2023 eine erhebli-
che Änderung des Sachverhalts eingetreten ist. 
 
6. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stellen und Sozialversicherungsgerichte von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. März 2022, 8C_521/2021, E. 3.1.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
7.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage (vgl. oben E. 2) sind im Wesentlichen nachfol-
gende Unterlagen zu berücksichtigten: 
 

 

 
 
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7.2 Grundlage der rentenablehnenden Verfügung vom 9. Juli 2015 bildeten die Berichte der 
behandelnden Ärzte Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. 
G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Dr. F.____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 
5. März 2015 nach einmaliger Untersuchung einen Verdacht auf eine Anpassungsstörung, eine 
kurze depressive Reaktion sowie eine psychosoziale Belastung bei Konfliktsituation mit dem Ar-
beitgeber. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 15. Feb-
ruar 2015 bis 15. März 2015. Dr. G.____, bei welchem der Beschwerdeführer ab 3. März 2015 in 
Behandlung stand, bestätigte am 10. Mai 2015 die durch Dr. F.___ erhobenen Diagnosen. Er-
gänzend nannte er eine gerechtigkeitssensitive Persönlichkeitsakzentuierung. Die attestierte Ar-
beitsunfähigkeit gelte nur für den bisherigen Arbeitsplatz bei der B.____ AG, aber nicht generell.  
 
7.3.1 Im rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten vom 24. Juni 2022, das die IV-Stelle 
nach der Neuanmeldung vom 3. Februar 2021 eingeholt hatte, diagnostizierte der Psychiater Dr. 
D.____ eine Persönlichkeitsstörung mit eigenwillig-sturen und ängstlich-vermeidenden Anteilen 
(lCD-10 F61.0). Er hielt fest, dass sich ein Schmerzsyndrom mit andauernden Schmerzen im 
Bereich der linken Schulter nachweisen lasse. Diese Schmerzen seien gemäss den somatischen 
Beurteilungen auf eine Omarthrose zurückzuführen. Zu einer Schmerzausweitung sei es bis an-
hin nicht gekommen und der Versicherte beklage sich nicht über anderweitige Schmerzlokalisa-
tionen. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung könne nicht zusätzlich 
zu den somatisch begründbaren Schmerzen gestellt werden. Des Weiteren hätten sich vor allem 
zu Beginn der Untersuchung leicht misstrauische Persönlichkeitszüge erkennen lassen. Es sei 
auch eine Stressintoleranz festzustellen. Wenn er unter Druck gesetzt werde, reagiere er mit 
Übelkeit, zum Teil mit Erbrechen und auch mit einer Diarrhoe. ln der Vergangenheit sei es immer 
wieder zu Konflikten gekommen, vor allem mit Vorgesetzten bei den Arbeitsstellen und aktuell 
beim Sozialamt. Seit der Pandemie komme er auch immer wieder in Streit wegen des Masken-
tragens. Er habe zudem angegeben, sich oftmals mit anderen Menschen anzulegen, so dass es 
zu Spannungen komme. Er scheine deswegen soziale Kontakte zu vermeiden. Auch sei er von 
seinen Freundinnen nach einer gewissen Zeit verlassen worden, ohne dass er hierfür Gründe 
nennen könne. Mit diesen Beschwerden und Konflikten habe er seit seiner Kindheit und Adoles-
zenz gelebt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich diese von Seiten der Persönlich-
keitsstörung aufgrund des zunehmenden Alters leichtgradig intensiviert hätten. Gleichzeitig sei 
auch festzuhalten, dass der Versicherte trotzdem immer wieder zu 100 % habe arbeiten können. 
Auch seien die zur Diagnosestellung einer depressiven Episode notwendigen Kriterien nicht er-
füllt. Insbesondere würde sich keine andauernd bedrückt-traurige oder gereizt-aggressive Stim-
mung zeigen und es lasse sich weder eine verminderte Energie- noch eine absolute Freud-, Lust- 
oder lnteresselosigkeit nachweisen. Die Stimmung sei ausgeglichen und die affektive Modulati-
onsfähigkeit sowie die Vitalität seien nicht eingeschränkt gewesen. Aus der Lebensgeschichte 
gehe zwar hervor, dass der Versicherte offenbar bei Belastungen am Arbeitsplatz mit depressiven 
Beschwerden reagiert habe. Eigentliche längerdauernde depressive Episoden würden sich 
anamnestisch jedoch nicht herauskristallisieren. Aufgrund des bisherigen Verlaufs und retrospek-
tiv müsse aber davon ausgegangen werden, dass der Versicherte an einer Persönlichkeitsstö-
rung leide. Es würden sich aktuell allerdings keine schwerwiegenden Psychopathologien erken-
nen lassen. Der Versicherte könne sozial auch als knapp gut integriert beurteilt werden. Unter 
Berücksichtigung aller Faktoren sei der Schweregrad der Persönlichkeitsstörung als leichtgradig 

 

 
 
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zu beurteilen. Dazu passend sei auch, dass von den beiden im Jahr 2015 kurzzeitig behandeln-
den Therapeuten keine Persönlichkeitsstörung, sondern lediglich eine Persönlichkeitsakzentuie-
rung diagnostiziert worden sei und der Versicherte sich erst seit etwa 2 bis 3 Jahren in regelmäs-
siger psychiatrischer Behandlung bei Dr. E.____ befinde. Zudem nehme er keine Psychophar-
maka ein. Dr. D.____ attestierte dem Versicherten in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfä-
higkeit von 80 % bzw. von 6,5 Stunden pro Tag. Diese Zumutbarkeitsbeurteilung gelte auch für 
eine adaptierte Tätigkeit. Einschränkend sei zu beachten, dass der Beschwerdeführer nicht in 
einem grossen Team arbeiten könne. Betreffend den zeitlichen Verlauf hielt der Gutachter fest, 
dass sich aufgrund der unpräzisen Angaben des Versicherten und der fehlenden aktuellen Akten 
aus psychiatrischer Sicht keine verlässliche Aussage betreffend den Zeitpunkt der Verschlechte-
rung der Beschwerden von Seiten der Persönlichkeitsstörung machen liesse. Approximativ 
müsse davon ausgegangen werden, dass sich der psychische Gesundheitszustand etwa seit 
Frühling 2019 allmählich verschlechtert habe und seither eine 20%ige Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit bestehe.  
 
In seinem rheumatologischen Teilgutachten nannte Dr. C.____ keine Diagnosen mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss darauf bestünden eine fortgeschrittene Omarthrose links, pe-
riarthropathische Schulterbeschwerden links, eine beginnende Femoropatellararthrose links, eine 
muskuläre Dysbalance am Beckengürtel beidseits, Spreizfüsse und klinische Zeichen eines so-
matisch nicht begründbaren Schmerzsyndroms. Er erachtete die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des 
Beschwerdeführers als angepasst. Optimal wäre eine leichte Tätigkeit, die bezüglich des linken 
Arms deutlich unterhalb der Schulterhorizontalen ausgeführt werden könne mit einem Bewe-
gungsausmass von höchstens 45° Flexion sowohl bei Abduktion als auch bei Elevation. 
 
Die Gutachter kamen in der Konsensbesprechung zum Schluss, dass – unter Berücksichtigung 
des rheumatologischen Belastbarkeitsprofils – die psychiatrische Beurteilung als Gesamtbeurtei-
lung für beide Fachrichtungen gelte.  
 
7.3.2 Im Rahmen des Einwandverfahrens hielt Dr. E.____ am 29. Oktober 2022 zuhanden des 
Rechtsvertreters fest, dass der Beschwerdeführer seit 17. August 2020 regelmässig bei ihm in 
Behandlung stehe. Dr. E.____ diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängst-
lich vermeidenden und querulatorischen Anteilen und belastungsabhängige Schmerzen in der 
linken Schulter bei Omarthrose. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei in verschie-
denen Dimensionen erheblich eingeschränkt. Aufgrund der bei der B.____ AG erlebten Schwie-
rigkeiten sei eine Weiterarbeit nicht mehr zumutbar gewesen. Eine dem Leiden angepasste Ar-
beitsstelle wäre ein Ort, der hinsichtlich der eingeschränkten Belastbarkeit "ideal passen" würde. 
Dies entspräche eher einer von ihm ausgewählten Freiwilligenarbeit als einem Lohnerwerb. Zum 
Gutachten von Dr. D.____ führte Dr. E.____ aus, dass der Gutachter die Bedeutung der Persön-
lichkeitsstörung zu gering gewichtet habe. Dieser gehe davon aus, dass die damit einhergehen-
den Beschwerden überwindbar seien bzw. vernachlässigt werden könnten, was aber nicht zu-
treffe. Ergänzend hielt Dr. E.____ fest, er wäre froh, wenn es dazu käme, dass der nun seit Lan-
gem sehr geplagte Versicherte zur Ruhe kommen und sein weiteres Leben möglichst zufrieden 
und stressfrei verbringen könnte. So werde es ihm wieder möglich sein, Positives für andere zu 
tun, anderen behilflich sein und seine Fähigkeit für Gutes nutzen zu können.  

 

 
 
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7.3.3 Am 6. Januar 2023 hielt Dr. med. H.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Regionaler ärztlicher Dienst (RAD), fest, dass sich der Beschwerdeführer entgegen dessen Auf-
fassung nicht in fachärztlich-psychiatrischer Behandlung befinde, da Dr. E.____ nicht über den 
betreffenden Facharzttitel verfüge. Unabhängig davon sei das Einholen einer Fremdanamnese 
bei Begutachtungen nicht obligatorisch. Inhaltlich stelle Dr. E.____ lediglich seine Beurteilung der 
begründeten Einschätzung von Dr. D.____ gegenüber und verneine deren Zuverlässigkeit. Seine 
Ausführungen überzeugten in Ermangelung sachlicher Argumente jedoch nicht, weshalb kein 
Anlass bestehe, von den Einschätzungen von Dr. D.____ abzuweichen. Weiter Abklärungen 
seien nicht angezeigt. 
 
7.3.4 Im vorliegenden Verfahren hielt Dr. E.____ in seinem Schreiben vom 30. Juni 2023 fest, 
dass er in seiner Funktion als behandelnder Arzt nicht einig gehe mit der Auffassung von Dr. 
D.____ hinsichtlich der noch verwertbaren Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Diese werde 
dadurch begründet, dass Dr. D.____ die lebensgeschichtlichen Traumatisierungen als nicht der-
art einschneidend beurteile, sondern einzig eine altersbedingte leichte Zunahme der von Seiten 
der Persönlichkeitsstörung ausgelösten Beschwerden erwähne. So halte der Gutachter fest, dass 
sich der Beschwerdeführer Zeit seines Lebens gegen den Vater aufgelehnt zu haben scheine. 
Dieses Auflehnen werde leitend, wenn er sich – zu Unrecht – kritisiert, provoziert oder herabge-
würdigt fühle. In der Folge würden inneren Anspannungen, Wut und Aggression auftreten. Dieses 
Erleben von einer nur schlecht zu kontrollierenden inneren Anspannung oder auch Wut werde 
vom Versicherten wiederholt geschildert in Situationen, wo er am Arbeitsplatz, durch das Sozial-
amts oder während der Corona-Pandemie aufgrund der eingeschränkten Freiheitsrechte unter 
Druck gesetzte werde. Im Gegensatz zu Dr. D.____ sei er über Stunden mit dem Versicherten in 
Kontakt gestanden und könne bestätigen, dass dieser sich bedingt durch die Anzahl erlebter 
Traumatisierungen derzeit in einem nicht stabilen psychischen Zustand befinde und entspre-
chend Schutz bedürfe. 
 
8.1 In Würdigung der medizinischen Akten ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei 
der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf das bi-
disziplinäre Gutachten von Dr. D.___ und Dr. C.____ vom 24. Juni 2022 abgestellt hat. Das Gut-
achten genügt den Anforderungen, die rechtsprechungsgemäss an den Beweiswert eines Arzt-
berichts zur Beurteilung von Leistungsansprüchen im Sozialversicherungsrecht gestellt werden. 
Die Gutachter sichteten die ihnen zur Verfügung gestellten Akten, listeten sie im Gutachten auf 
und erhoben in allen Bereichen eine vollständige Anamnese. Sie untersuchten den Versicherten 
persönlich und berücksichtigten die von ihm geltend gemachten Beschwerden. Schliesslich er-
weisen sich die Beurteilungen der medizinischen Situation und die Schlussfolgerungen in den 
Teilgutachten sowie in der Konsensbeurteilung als plausibel. Die gutachterliche Konsensein-
schätzung, wonach der Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 20 % in seiner Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt sei und ihm eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei, kann in der 
Gesamtbetrachtung nachvollzogen werden. Damit bildet das bidisziplinäre Gutachten der Dres. 
D.____ und C.____ eine rechtsgenügende Grundlage, um den Gesundheitszustand und die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten zuverlässig beurteilen zu können. 
 

 

 
 
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8.2.1 An der ausschlaggebenden Beweiskraft des bidisziplinären Gutachtens vermögen die 
Einwände des Versicherten nichts zu ändern. Er bringt zunächst vor, die Vergabe des bidiszipli-
nären Gutachtensauftrags hätte nach dem Zufallsprinzip nach Art. 72bis Abs. 1bis IVV erfolgen 
müssen. Sowohl diese seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehende Bestimmung wie auch 
Art. 7k der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (ATSV) vom 11. 
September 2002, der die Tonaufnahmen regle, hätten zum Ziel, die Rechtsstellung der versicher-
ten Person im Abklärungsverfahren zu verbessern. Da sich die Frage der Unabhängigkeit der 
begutachtenden Person in beiden Fällen zum Zeitpunkt ihrer Auftragsausführung stelle und die 
Begutachtung erst im Juni 2022 erfolgt sei, hätte die Beschwerdegegnerin den Gutachtensauftrag 
nach dem Zufallsprinzip vergeben müssen. Zudem sei die neue gesetzliche Bestimmung 35 Tage 
nach dem Gutachtensauftrag in Kraft getreten. Selbst wenn man die Meinung vertrete, dass der 
Zeitpunkt der Auftragserteilung massgebend sei, hätten die 35 Tage abgewartet werden müssen; 
der Beschleunigungsgrundsatz wäre dadurch nicht verletzt worden. Der Auffassung des Be-
schwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Zunächst lässt sich die von ihm postulierte Analogie 
der Regelungen der Tonaufnahmen und der Vergabe des Gutachtensauftrags nach Zufallsprinzip 
nicht herleiten, sind die beiden Konstellationen nicht vergleichbar. Zwar dienen beide – wie vor-
gebracht wird – der Stärkung der Rechtstellung der versicherten Person im Verwaltungsverfah-
ren. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers stellt sich die Frage der Unabhängigkeit 
der Gutachter aber bereits bei der Vergabe des Auftrags und nicht erst zum Zeitpunkt der Auf-
tragsausführung. Weiter ist zu beachten, dass nach Rechtsprechung des Bundesgerichts neue 
Verfahrensvorschriften grundsätzlich mit dem Tag des Inkrafttretens sofort und in vollem Umfang 
anwendbar sind, es sei denn, das neue Recht kenne anderslautende Übergangsbestimmungen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2022, 8C_194/2022, E. 3.4). Zu Art. 72bis IVV wur-
den keine Übergangsbestimmungen erlassen, weshalb er erst im Zeitpunkt des Inkrafttretens 
seine Wirkung entfaltete. Die Vergabe des Gutachtensauftrags an die Dres. D.___ und C.____ 
am 26. November 2021 erfolgte daher zu Recht nach altem Recht. Ferner ist zu beachten, dass 
keine Pflicht der Beschwerdegegnerin besteht, ihre Verwaltungshandlung zu sistieren, bis neue, 
für die versicherten Personen günstigere Bestimmungen in Kraft treten. Zusammenfassend lau-
fen diese Rügen des Beschwerdeführers daher ins Leere.  
 
8.2.2.1 Nicht anders verhält es sich in Bezug auf den Einwand des Beschwerdeführers, wonach 
die Beschwerdegegnerin es vor Erlass der angefochtenen Verfügung unterlassen habe, ihn be-
ruflich einzugliedern. Der in der Invalidenversicherung geltende Grundsatz "Eingliederung vor 
Rente" bewirkt, dass die Rente grundsätzlich hinter einer Eingliederungsmassnahme bzw. dem 
damit verbundenen Taggeld zurücktreten muss (so Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Ein Rentenanspruch 
kann im Prinzip erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen, und zwar 
selbst dann, wenn diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Vor diesem Zeitpunkt ist 
eine Rente, gegebenenfalls auch rückwirkend, nur dann zuzusprechen, wenn die versicherte Per-
son nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; vgl. auch ULRICH 
MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N. 7 zu 
Art. 28 IVG). Zu beachten ist, dass Eingliederungsmassnahmen ausserdem stets eine subjektive 
und Eingliederungsfähigkeit und Motivation (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2014, 
8C_664/2013, E. 3.4) sowie die Bereitschaft zur Erfüllung verbindlich festgelegter Ziele voraus-
setzen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Dezember 2014, 8C_583/2014, E. 5.2).  

 

 
 
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8.2.2.2 Im vorliegenden Verfahren ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer im Abklärungsverfahren keine Motivation einer beruflichen Eingliederung 
zeigte. In der Stellungnahme des zuständigen Teamleiters vom 9. Dezember 2022 (vgl. act. 17) 
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe im Triagegespräch vom 5. März 2021 
(vgl. act. 39) angegeben, dass er aufgrund der Schulterbeschwerden und der psychischen Ein-
schränkung nicht mehr arbeiten könne und beruflich keine Perspektiven sehe. Aus seiner Sicht 
komme eine Rente eher in Frage. Dann würde er keinen Stress mehr mit der Sozialhilfe haben 
und sich dort abmelden. Er wäre dann auch finanziell gut gestellt. Damit brachte er bereits sehr 
früh im Abklärungsverfahren zum Ausdruck, dass er keinen Anlass sah, sich beruflich zu reinteg-
rieren. Nach einem entsprechenden Telefonat mit der Sozialhilfebehörde wurde die Angelegen-
heit am 27. Mai 2021 vom Triageteam zur weiteren Bearbeitung an die Leistungsabteilung über-
geben. Es wurde festgehalten, dass keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien. Es er-
staunt nicht, dass sich der Beschwerdeführer nicht gegen dieses Vorgehen zur Wehr setzte, er-
achtete er selbst doch die Ausrichtung einer Rente als geeignete Massnahme. Erst in seiner E-
Mail vom 20. Juli 2021 hielt er – nachdem die IV-Stelle ihn mit Schreiben vom 19. Juli 2021 
ersucht hatte, beim behandelnden Arzt wegen einem Arztbericht zu intervenieren –, dass er von 
allen Seiten mit irgendwelchen Sachen gequält werde. Obwohl er 100 % krank sei, habe die 
Sozialhilfebehörde ihn mit zwei rechtswidrigen Verfügungen und der Androhung der Herabset-
zung des Grundbedarfs auf die Nothilfe malträtiert. Er könne nicht mehr und er laufe sozusagen 
auf Notfallprogramm, weshalb er darum ersuche, in Ruhe gelassen zu werden. Diese Vorbringen 
machen deutlich, dass der Beschwerdeführer sich als nicht mehr arbeitsfähig erachtete und er 
kein Motivation an beruflichen Eingliederungsmassnahmen hatte. Diese Haltung bestätigt sich 
auch unter Berücksichtigung der medizinischen Unterlagen. Im Rahmen der rheumatologischen 
Begutachtung bei Dr. C.____ äusserte der Beschwerdeführer unter anderem, dass für ihn eine 
weitere berufliche Tätigkeit nicht in Frage komme. Er wolle jetzt nur noch seine Ruhe haben. 
Während der psychiatrischen Begutachtung bei Dr. D.____ gab er an, dass er zu keiner ausser-
häuslichen Berufstätigkeit mehr fähig sei wegen der Stressintoleranz und der Nervosität. Auch 
Dr. E.____ ging in seinem Bericht vom 29. Oktober 2022 nicht von einer Eingliederungsfähigkeit 
aus, bat er doch einzig, dass der nun seit Langem sehr geplagte Versicherte zur Ruhe kommen 
und sein weiteres Leben möglichst zufrieden und stressfrei verbringen könne.  
 
8.2.2.3 Gestützt auf diese Ausführungen muss dem Beschwerdeführer sowohl die Motivation 
wie auch der subjektive Eingliederungswille abgesprochen werden. Die Durchführung von beruf-
lichen Massnahmen konnte daher unterbleiben. Eine Verletzung des Grundsatzes "Eingliederung 
vor Rente" ist unter diesen Umständen entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers zu ver-
neinen. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 
30. Januar 2023 mitteilte, nach rechtskräftigem Abschluss des vorliegenden Verfahrens dem Be-
schwerdeführer bei der Durchführung von Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stehen, falls er 
interessiert sei, die attestierte 80%ige Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt umzusetzen. 
Diese Aussage bestätigte sie in der Vernehmlassung und darauf ist sie zu behaften.  
 
8.3 Der Beschwerdeführer kritisiert das rheumatologische Gutachten in Bezug auf den im 
Rahmen der Herleitung der Diagnosen gemachten Hinweis von Dr. C.____, dass sich während 

 

 
 
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der Begutachtung auch typische und umfangreiche klinische Zeichen eines somatisch nicht er-
klärbaren Beschwerdebilds gezeigt hätten. Der Beschwerdeführer hält dazu fest, dass der Gut-
achter diesen Hinweis nicht bei der rheumatologischen Beurteilung berücksichtigt habe. Dazu ist 
festzustellen, dass der Gutachter die Symptome des nicht erklärbaren Beschwerdebilds (pseu-
doneurologische motorische Störungen, variable Bewegungsausmasse der peripheren Gelenke, 
3/5 positive Waddell-Zeichen, 11/18 positive Fibromyalgie Druckpunkte und 3/3 schmerzhafte 
Kontrollpunkte) in der Diagnoseliste aufführte und sich dazu in der Herleitung auch äusserte. In 
diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass invalidenversicherungsrechtlich nicht die 
Diagnosen und deren Anzahl entscheidend sind, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 
294 E. 4c und 5a). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die von Dr. C.____ genannten 
Symptome kaum funktionelle Einschränkungen zu begründen vermögen, leuchtet es ein, dass er 
diese als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnete. Die Kritik des Beschwerdeführers 
am rheumatologischen Teilgutachten von Dr. C.____ geht daher fehl. 
 
8.4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet auch das psychiatrische Teilgutachten von Dr. 
D.____. Er macht geltend, dass dieser sich ausschliesslich auf eine im Rahmen seiner klinischen 
Beobachtungen 70-minütigen Querschnittbeurteilung stütze, ohne die Tagesform zu berücksich-
tigen und diese im Längsschnitt zu würdigen. Besonders stossend sei in diesem Zusammenhang, 
dass er auf die Einholung von Fremdanamnesen verzichtet habe. Nicht einmal beim behandeln-
den Psychiater habe der Gutachter eine Auskunft eingeholt. Soweit der Beschwerdeführer die 
Schlüssigkeit des Gutachtens mit Blick auf die Dauer des Explorationsgesprächs anzweifelt, ist 
ihm entgegen zu halten, dass es nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht auf 
die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich 
vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 14. März 2019, 
8C_356/2018, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Wie bereits erwähnt, ist das psychiatrische Teil-
gutachten von Dr. D.____ schlüssig und nachvollziehbar, weshalb er aus der Dauer der gut-
achterlichen Untersuchung nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Weiter ist festzuhalten, dass 
eine Fremdanamnese und (schriftliche oder mündliche) Auskünfte der behandelnden Arztperso-
nen häufig wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind. Anfragen beim behandelnden 
Arzt oder bei der behandelnden Ärztin sind u.a. wertvoll, wenn sie erweiterte Angaben über Per-
sönlichkeit und Compliance der zu explorierenden versicherten Person erwarten lassen. Die Not-
wendigkeit der Einholung solcher Fremdanamnesen ist in erster Linie eine Frage des medizini-
schen Ermessens (Urteile des Bundesgerichts vom 19. März 2019, 8C_772/2018, E. 6.2, vom 
28. Juni 2018, 9C_273/2018, E. 5.2.2 und vom 29. November 2016, 8C_601/2016, E. 5.2.1 mit 
Hinweisen). Auch aus den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der 
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser Hinsicht 
nichts anderes (vgl. die dritte, vollständige überarbeitete und ergänzte Auflage vom 16. Juni 2016; 
in: SZS 2016 S. 435 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2019, 9C_292/2018, E. 5.2.2.1 
mit Hinweisen). Aus diesen Gründen ist das Vorgehen von Dr. D.____ nicht zu beanstanden und 
der Beschwerdeführer kann aus dieser Argumentation nichts zu seinen Gunsten ableiten.  
 

 

 
 
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8.4.2 Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass sich Dr. D.____ lediglich auf seine Un-
tersuchung stütze und keinen Längsschnitt der Krankheitsentwicklung vornehme, kann ihm eben-
falls nicht gefolgt werden. Dr. D.____ verfügte über sämtliche ihm von der IV-Stelle zur Verfügung 
gestellten Berichte. Dass sich darunter keine Berichte von Dr. E.____ befanden, ist darauf zu-
rückzuführen, dass dieser sich trotz mehrfacher Aufforderung der Vorinstanz bis zum Begutach-
tungszeitpunkt weigerte, sich schriftlich zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zu 
äussern. Dr. D.____ wies jedoch auf die Berichte von Dr. F.____ und Dr. G.____ hin (vgl. oben 
E. 6.2), welche den Beschwerdeführer im Jahr 2015 während kurzer Zeit behandelten. Diagnos-
tisch sei von beiden Ärzten eine Anpassungsstörung mit kurzer depressiver Reaktion diagnosti-
ziert worden. Gleichzeitig hätten sie auch eine Akzentuierung von Persönlichkeitsanteilen festge-
stellt, welche jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Aufgrund des bisherigen Ver-
laufs und retrospektiv müsse jedoch davon ausgegangen werden, dass es sich bereits damals 
um eine (leichtgradige) Persönlichkeitsstörung und nicht um akzentuierte Persönlichkeitszüge 
gehandelt habe, welche die Arbeitsfähigkeit leicht eingeschränkt habe. Damit berücksichtigte Dr. 
D.____ bei der Herleitung seiner Diagnose auch die sich in den Akten befindenden Berichte aus 
dem Jahr 2015. Seine Beurteilung beruht damit nicht einzig auf der persönlichen Begutachtung 
des Beschwerdeführers, sondern auch auf der gesundheitlichen Entwicklung seit 2015.  
 
8.4.3 Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführers, wenn er vorbringt, Dr. D.____ habe 
die Schmerzen ohne organische Grundlage (vgl. oben E. 7.3) bei der Beurteilung der Leistungs-
einschränkung nicht berücksichtigt. Gemäss Angaben im Gutachten habe der Beschwerdeführer 
geschildert, dass er unter permanenten Schmerzen im Bereich der linken Schulter leide; weitere 
Schmerzen habe er aber nicht. Der Gutachter würdigte die im Rahmen seiner Untersuchung an-
gegebenen Schmerzen an der linken Schulter. Mangels Symptomausweitung und aufgrund der 
Tatsache, dass die Schmerzen lokal umschrieben und zuordenbar waren, ordnete er sie nach-
vollziehbar der durch Dr. C.____ diagnostizierten Omarthrose zu.  
 
8.4.4.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, Dr. D.____ habe in seinem Teilgutachten 
keine umfassende Indikatorenprüfung durchgeführt. Die psychiatrische Beurteilung von Konsis-
tenz und Plausibilität sei derart oberflächlich, dass sich daraus nichts in Hinblick auf das effektive 
Leistungsvermögen ableiten lasse. Gleiches gelte für die knappe Würdigung der Fähigkeiten, 
Ressourcen und Belastungen. Jedenfalls sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers trotz der beschriebenen Defizite auf dem ersten Arbeitsmarkt bloss zu 
20 % eingeschränkt sein soll.  
 
8.4.4.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat Dr. D.____ die massgebliche In-
dikatorenprüfung ausreichend vorgenommen und auf die erhaltenen Ressourcen hingewiesen. 
Dass er dabei nicht das Prüfungsraster der Qualitätsleitlinien angewendet hat, ändert am Beweis-
wert des psychiatrischen Teilgutachtens nichts, schreiben doch weder das Gesetz noch die 
Rechtsprechung den psychiatrischen Experten und Expertinnen eine Begutachtung nach den 
Qualitätsleitlinien vor (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 2018, 8C_55/2018, E. 6.4.1). Dr. 
D.____ hielt fest, dass die affektive Modulationsfähigkeit und die Vitalität des Versicherten nicht 
eingeschränkt seien. Der Gedankengang sei in formaler Hinsicht weder gehemmt, verlangsamt, 

 

 
 
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noch an ldeen verarmt. Der Versicherte sei jedoch auf die geklagten Beschwerden leicht einge-
engt, in inhaltlicher Hinsicht sei er jedoch unauffällig. Insgesamt entspricht die Konsistenz des 
Verhaltens der Befunderhebung im Gutachten. Weiter wies Dr. D.____ zu Recht darauf hin, dass 
der Beschwerdeführer über genügend Ressourcen verfüge. Er pflege zahlreiche, langjährige 
Kontakte und habe zu seiner jüngeren Schwester eine gute Beziehung. Auch habe er eine gute 
Freundin, die aber nicht seine Partnerin sei. Zudem habe er eine Telegramm-Freundin, dann 
noch eine Freundin in X.____ und einen Kumpel in Y.____, den er seit ein paar Jahren kenne. 
Daraus kann geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer sozial gut integriert sei. Der Be-
schwerdeführer könne alle anfallenden Alltagsarbeiten erledigen, wobei eine Freundin ihm 
manchmal bei der Reinigung der Wohnung/Küche behilflich sei. Er nutze seine Zeit auch für seine 
Hobbies und recherchiere im Internet, lese Bücher und sei an Spiritualität und Politik interessiert. 
Auch spaziere er gerne im Wald und schaue Dokumentationssendungen. Gesamthaft ist daher 
mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass eine Einschränkung der Leistungsfähig-
keit, welche über die im Gutachten der Dres. D.____ und C.____ genannte hinausgeht, nicht 
plausibel ist. Damit ist die Zumutbarkeitsbeurteilung im Gutachten nachvollziehbar, welche den 
Beschwerdeführer seit Frühling 2019 in einer angepassten Tätigkeit als 80 % arbeitsfähig erach-
tet.  
 
8.4.5 Daran ändern auch die Ausführungen und Feststellungen des behandelnden Arztes 
Dr. E.____ in den Berichten vom 29. November 2022 und der Bericht vom 30. Juni 2023 nichts. 
In Bezug auf die Ausführungen von Dr. E.____ ist zunächst darauf hinzuweisen, dass das Gericht 
in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf der Erfahrungstatsache Rech-
nung tragen soll das Gericht, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau-
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 
125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes oder Ärztin einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. 
Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweis). Davon kann vorliegend in Bezug auf die Beurteilungen 
von Dr. E.____ – unabhängig von der zwischen der IV-Stelle und dem Beschwerdeführer geführ-
ten Diskussion betreffend die fachärztliche Qualifikation des behandelnden Arztes – nicht die 
Rede sein. So ist nicht ersichtlich, dass aus seinen Berichten Gesichtspunkte hervorgingen, die 
von den Dr. D.____ nicht berücksichtigt worden wären. Sodann vermögen seine sehr allgemein 
gehaltenen Angaben nicht zu überzeugen. Er diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeits-
störung mit ängstlich vermeidenden und querulatorischen Anteilen sowie belastungsabhängige 
Schmerzen in der linken Schulter bei Omarthrose. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
sei in verschiedenen Dimensionen erheblich eingeschränkt. Dr. E.____ verzichtete jedoch, die 
erhobenen Diagnosen nachvollziehbar herzuleiten. Die von ihm angeführten Einschränkungen 

 

 
 
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der Leistungsfähigkeit mittels Mini-ICF-APP wurden zwar aufgelistet, aber nicht diskutiert oder 
konkretisiert. Seine Kritik, wonach Dr. D.____ die durch die Persönlichkeitsstörung bedingten Be-
einträchtigungen als überwindbar bzw. als vernachlässigbar erachtete, erweist sich somit als 
nicht stichhaltig. Auch legte er nicht dar, warum es dem Beschwerdeführer nicht zumutbar sein 
sollte, seine Beschwerden zu überwinden. Vielmehr gab er die subjektive Überzeugung des Ver-
sicherten wieder und ersuchte, dass der seit langem sehr geplagte Patient zur Ruhe kommen 
und sein weiteres Leben möglichst zufrieden und stressfrei verbringen könne. Diese Bitte vermag 
das psychiatrische Teilgutachten von Dr. D.____ nicht in Zweifel zu ziehen, weshalb darauf nicht 
abgestellt werden kann.  
 
9. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit an einer Persönlichkeitsstörung mit eigenwillig-sturen und ängstlich-vermei-
denden Anteilen (lCD-10 F61.0) leidet. Aufgrund der dadurch nicht sehr ausgeprägten Einschrän-
kungen ist dem Beschwerdeführer die Ausübung einer adaptierten Tätigkeit zu 80 % zumutbar. 
Die IV-Stelle durfte daher auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ vom 
24. Juni 2022 abstellen und hat zurecht einen Anspruch auf eine Invalidenrente ohne Vornahme 
eines Einkommensvergleichs infolge Nichterfüllung der Wartezeit gemäss den Arbeitsunfähig-
keitszeiten im bidisziplinären Gutachten verneint. Diesbezüglich ist auf die Verfügung vom 30. 
Januar 2023 zu verweisen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrens-
kosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend 
ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten in Höhe von 
Fr. 800.-- aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. Gemäss Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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