# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3be46b5d-b166-5227-91b9-73d98623d633
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 13.06.2013 HG130009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG130009_2013-06-13.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    

 
 

Geschäfts-Nr.: HG130009-O U/dz 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, und Ober-

richterin Dr. Helen Kneubühler Dienst, die Handelsrichter Patrik  

Howald, Dr. h.c. Stephan Weber und Dr. Thomas Lörtscher sowie 

der Gerichtsschreiber Zeno Schönmann 

 

Urteil vom 13. Juni 2013 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Beklagte 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2; act. 8 S. 2) 

" 1. Es sei das Grundbuchamt C._____ gerichtlich anzuweisen, das 
Pfandrecht der Klägerin im Umfange von CHF 128'909.35 auf 
dem selbständigen und dauernden Recht GBBl … des Grundbu-
ches C._____ zulasten der Beklagten definitiv einzutragen; 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklag-
ten." 

Das Gericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Mit Verfügung des Einzelgerichts am Handelsgericht des Kantons Zürich vom 

26. Oktober 2012 (act. 8 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) wurde das 

Grundbuchamt D._____ einstweilen angewiesen, ein Bauhandwerkerpfandrecht 

zugunsten der Klägerin auf dem selbständigen und dauernden Recht GBBl. … 

(Unterbaurecht zu Lasten GBBl. …), … [Adresse], C._____, für eine Pfandsumme 

von CHF 128'909.35 vorläufig im Grundbuch einzutragen. Mit Urteil vom 

16. November 2012 (act. 13 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) bestätigte 

dasselbe Gericht die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ als 

vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB und setzte der Klägerin eine 

Frist von 60 Tagen ab Zustellung des Urteils an, um eine Klage auf Feststellung 

der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen 

die Beklagte anzuheben. 

Am 16. Januar 2013 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin hierorts die nicht 

unterzeichnete Klageschrift ein (act. 1). Den ihr mit Verfügung vom 17. Januar 

2013 (Prot. S. 2 f.; act. 4) auferlegten Vorschuss für die Gerichtskosten leistete 

sie fristgemäss (act. 9), und innert Frist reichte sie auch die mit derselben Verfü-

gung verlangten rechtsgültig unterzeichneten Klageschriften ein (act. 7; act. 8). 

Nachdem die Beklagte innert der ihr angesetzten Frist (Prot. S. 4; act. 10) keine 

Klageantwort eingereicht hatte, wurde ihr mit Verfügung vom 25 April 2013 

(Prot. S. 5; act. 12) eine Nachfrist bis 21. Mai 2013 angesetzt unter der Andro-

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hung, dass bei Säumnis das Gericht einen Endentscheid trifft, sofern die Angele-

genheit spruchreif ist, oder zur Hauptverhandlung vorlädt. Die Beklagte reichte in-

nert der ihr angesetzten Nachfrist keine Klageantwort ein. 

2. Formelles 

2.1. Säumnisfolge 

Nachdem die Beklagte ihre Klageantwort versäumt hat und sich die Angelegen-

heit als spruchreif erweist, ist in Anwendung von Art. 223 Abs. 2 ZPO ein Endent-

scheid zu fällen. Auf die in der Klage vorgebrachten Tatsachenbehauptungen, die 

unbestritten geblieben sind, kann abgestellt werden, soweit an deren Richtigkeit 

keine erheblichen Zweifel bestehen (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Rechtshemmende, 

 -hindernde oder -aufhebende Tatsachen sind zu berücksichtigen, soweit sie in 

der Klage selbst angeführt sind. Andere aus den Akten ersichtliche Tatsachen 

dürfen nur insoweit berücksichtigt werden, als sie für das Vorhandensein der von 

Amtes wegen zu prüfenden Prozessvoraussetzungen von Bedeutung sind (Art. 60 

ZPO). 

2.2. Prozessvoraussetzungen 

Das Handelsgericht des Kantons Zürich ist sowohl sachlich (Art. 6 Abs. 2 ZPO 

i.V.m. § 44 lit. b ZPO) als auch örtlich (Art. 29 Abs. 1 lit. c ZPO) zuständig. Ein 

Schlichtungsverfahren entfällt (vgl. Art. 198 lit. f und h ZPO). Da auch die weiteren 

Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Klage einzutreten (Art. 59 

Abs. 1 und 2 ZPO). 

2.3. Rechtsbegehren 

Die Klägerin beantragt die Anweisung an das Grundbuchamt C._____, ihr provi-

sorisch eingetragenes Pfandrecht für die Pfandsumme von CHF 128'909.35 auf 

dem selbständigen und dauernden Recht GBBl. … (Unterbaurecht zu Lasten 

GBBl. …) definitiv einzutragen. Da kein Grundbuchamt C._____ existiert, erweist 

sich das Rechtsbegehren zwar als unklar, ist indessen nach Treu und Glauben 

auszulegen (Leuenberger, in: Zürcher Kommentar zur ZPO, Rz. 38 zu Art. 221). 

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Das Kantonsgebiet ist in verschiedene Notariats-, Grundbuch- und Konkurskreise 

eingeteilt, welche jeweils mehrere Gemeinden bzw. Stadtkreise umfassen (vgl. 

Beschluss des Kantonsrates über die Notariatskreise und den Sitz der Notariate 

vom 7. November 1988). Die Gemeinde C._____ gehört in diesem Sinne dem 

Amtskreis D._____ an, weshalb das Grundbuchamt D._____ zuständig ist für die 

vorliegend beantragte Eintragung. Das klägerische Rechtsbegehren ist demnach 

so auszulegen, dass die beantragte Anweisung betreffend die definitive Eintra-

gung des Bauhandwerkerpfandrechts nicht an das Grundbuchamt C._____, son-

dern das Grundbuchamt D._____ zu erfolgen habe, welches im Übrigen auch die 

provisorische Eintragung vorgenommen hat. 

3. Parteien/Sachverhalt 

3.1. Parteien 

Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in E._____ und bezweckt gemäss 

ihrem Handelsregistereintrag die Ausführung von Bauarbeiten, insbesondere von 

Strassen- und Tiefbauarbeiten (act. 3/3). Bei der Beklagten handelt es sich um ei-

ne Aktiengesellschaft mit Sitz in H._____. Sie bezweckt gemäss ihrem Eintrag im 

Handelsregister die Anlage von Kapital, Immobiliengeschäfte, Dienstleistungen im 

Bereich von Bau und Verwaltung, Finanzdienstleistungen, Treuhandgeschäfte 

und entsprechende Beteiligungen (act. 3/4). 

3.2. Ausführungen der Klägerin 

Die Klägerin führt mit ihrer Klage u.a. aus (act. 1 S. 3 ff.; act. 8 S. 3 ff.), die 

F._____ AG (mittlerweile in Liquidation) habe von der Bauherrschaft den Auftrag 

für die Umgebungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Neubau des Fachmarkt-

zentrums in C._____ erhalten. Für die Asphaltarbeiten habe sie die Klägerin um 

eine Offerte gebeten, welche am 30. Januar 2012 erstellt worden sei. Am 4. Mai 

2012 habe die F._____ AG (in Liquidation) den Auftrag bestätigt und am 3. Juli 

2012 habe sie die Auftragsbestätigung im Umfange von CHF 141'590.– brutto 

exkl. MWST unterzeichnet. Die Klägerin habe diese Arbeiten im Juli und August 

2012 durchgeführt. Während der Abwicklung des Vertrages habe es Zusatzarbei-

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ten zu erledigen gegeben, so z.B. eine Trottoirabsenkung, für welche die Klägerin 

eine Nachtragsofferte abgegeben habe, welche am 14. August 2012 von der 

F._____ AG (in Liquidation) unterschriftlich bestätigt worden sei. Die Einheitsprei-

se, auch für die Zusatzarbeiten, seien bei Arbeitsausführung bekannt gewesen 

und die F._____ AG in Liquidation habe im Wissen um diese Preise die Arbeiten 

ausführen lassen. 

Die F._____ AG in Liquidation habe insgesamt einen Betrag von CHF 70'249.75 

netto inkl. MWST bezahlt, entsprechend den Teilrechnungen 1 und 2 des Haupt-

auftrages vom 18. Juli und 17. August 2012 für Arbeiten, die im Juli und anfangs 

August ausgeführt worden seien. Offen geblieben seien 3 Rechnungen, nämlich 

Teilrechnung 3 (des Hauptauftrags) vom 3. September 2012 über CHF 89'496.20, 

die Rechnung bezüglich Trottoirabsenkung vom 31. August 2012 über 

CHF 30'127.95 sowie die Rechnung betreffend Regiebelagsarbeiten vom 

28. September 2012 über CHF 9'285.20, was ein Total von CHF 128'909.35 (net-

to inkl. MWST) ergebe. 

Die Klägerin habe auf dem Grundstück der Beklagten und mit deren Kenntnis 

(diese habe der Auftraggeberin der F._____ AG in Liquidation, der G._____ AG, 

den Gesamtauftrag für die Umgebungsgestaltung erteilt) Arbeiten verrichtet und 

Material verbaut. Als das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich mit 

Verfügung vom 20. Oktober 2012 (recte: 26. Oktober 2012) einstweilen ein vor-

läufiges Pfandrecht bewilligt habe, seien seit den letzten richtigen Arbeiten 

(Hauptarbeiten bis 22. August 2012) noch keine vier Monate vergangen. 

3.3. Rechtlich relevanter Sachverhalt 

Die eben wiedergegebene, unbestritten gebliebene Sachdarstellung der Klägerin, 

welche mit den von ihr eingereichten Urkunden übereinstimmt und an deren Rich-

tigkeit zu zweifeln auch anderweitig kein Anlass besteht (vgl. Art. 153 Abs. 2 

ZPO), ist der nachfolgenden rechtlichen Beurteilung zu Grunde zu legen.  

4. Materielles 

4.1. Anspruch auf Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

- 6 - 

Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB hat der Unternehmer Anspruch auf die Errich-

tung eines gesetzlichen Grundpfandrechts an einem Grundstück, auf welchem er 

u.a. zu Bauten oder anderen Werken eine Arbeitsleistung (mit oder ohne Material-

lieferung) erbracht hat, für die Sicherung seiner daraus resultierenden Forderun-

gen (Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

4.2. Voraussetzungen 

4.2.1. Grundeigentümerin (Passivlegitimation) 

Beklagte Partei ist stets die Grundeigentümerin. Keine Rolle spielt dabei, wer dem 

Unternehmer den Auftrag zum Bauen erteilt hat. Da die Klägerin auf bzw. im Zu-

sammenhang mit dem Grundstück der Beklagten, einem selbständigen und dau-

ernden Unterbaurecht (act. 2/2 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397), Arbei-

ten verrichtete, ist die Passivlegitimation der Beklagten zu bejahen. 

4.2.2. Pfandgeschützte Bauleistung 

Der Anspruch auf die Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechts besteht, wenn 

der Unternehmer zu Bauten oder anderen Werken eine Arbeitsleistung (mit oder 

ohne Materiallieferung) erbracht hat. Die Klägerin führte Asphaltarbeiten aus, leis-

tete Zusatzarbeiten wie zum Beispiel eine Trottoirabsenkung und führte Regiebe-

lagsarbeiten durch. Dabei handelt es sich um Arbeiten an einem Werk, weshalb 

die Klägerin nach dem Gesagten pfandgeschützte Bauleistungen erbracht hat. 

4.2.3. Bestand der Forderung zwischen der Klägerin und der F._____ AG in Li-

quidation 

Für das Zustandekommen eines Vertrags bedarf es des Austauschs überein-

stimmender gegenseitiger Willensäusserungen zwischen den Parteien (Art. 1 

Abs. 1 OR). Gemäss Art. 363 OR verpflichtet sich bei einem Werkvertrag der Un-

ternehmer zur Herstellung eines Werks und der Besteller zur Leistung einer Ver-

gütung. Vorliegend hat die Klägerin der F._____ AG in Liquidation eine Offerte 

betreffend die Asphaltarbeiten im Rahmen der Umgebungsarbeiten im Zusam-

menhang mit dem Neubau des Fachmarktzentrums in C._____ gemacht, und 

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letztere unterzeichnete eine entsprechende Auftragsbestätigung im Umfang von 

CHF 141'590.– brutto exkl. MWST (act. 3/6). Die Einheitspreise waren bei Ar-

beitsausführung bekannt und die F._____ AG in Liquidation liess im Wissen um 

diese Preise die Arbeiten ausführen. Somit ist zwischen der Klägerin und der 

F._____ AG ein Werkvertrag zustande gekommen. Die Klägerin führte die Arbei-

ten im Juli und August 2012 aus. Während der Abwicklung des Vertrages waren 

Zusatzarbeiten zu erledigen wie zum Beispiel eine Trottoirabsenkung. Auch die 

hierfür durch die Klägerin abgegebene Nachtragsofferte wurde von der F._____ 

AG in Liquidation unterschriftlich bestätigt (act. 3/8).  

Aus dem soeben erläuterten Vertragsverhältnis zwischen der Klägerin und der 

F._____ AG in Liquidation blieben die Teilrechnung 3 des Hauptauftrags vom 

3. September 2012 über CHF 89'496.20 (act. 3/9), die Rechnung bezüglich Trot-

toirabsenkung vom 31. August 2012 über CHF 30'127.95 (act. 3/10) sowie die 

Rechnung betreffend Regiebelagsarbeiten vom 28. September 2012 über 

CHF 9'285.20 (act. 3/11) offen, was ein Total von CHF 128'909.35 (netto inkl. 

MWST) ergibt. In diesem Umfang verfügt die Klägerin somit über eine Forderung 

gegenüber der F._____ AG in Liquidation. Nachdem die Klägerin die Sicherung 

einer allfälligen Zinsforderung mittels des Bauhandwerkerpfandrechts im Verfah-

ren betreffend die provisorische Eintragung nicht verlangt hat und die viermonati-

ge Frist seit den letzten Arbeiten abgelaufen ist, wäre ein entsprechender dingli-

cher Anspruch verwirkt (vgl. Art. 839 Abs. 2 ZGB). Ob die F._____ AG in Liquida-

tion der Klägerin einen vertraglichen Verzugszins schuldet, wie von letzterer be-

hauptet, kann in diesem Verfahren somit offen gelassen werden. 

4.2.4. Pfandrecht des Subunternehmers 

Ist ein Mieter, ein Pächter oder eine andere am Grundstück berechtigte Person 

Schuldner von Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, so besteht ge-

mäss Art. 837 Abs. 2 ZGB der Anspruch nur, wenn der Grundeigentümer seine 

Zustimmung zur Ausführung der Arbeiten erteilt hat. Keine besondere Zustim-

mung ist indessen für den Beizug von Subunternehmern erforderlich. Somit 

kommt der Subunternehmer immer dann in den Genuss des Pfandrechtsschut-

zes, wenn für die von ihm erbrachten Leistungen eine Zustimmung des Grundei-

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gentürmers vorliegt (Thurnherr, Das revidierte Bauhandwerkerpfandrecht – zu 

wenig Neues, aber noch mehr Problematisches?, in: ZBGR 93/2012, 83). 

Vorliegend hat die Beklagte der G._____ AG den Gesamtauftrag für die Umge-

bungsgestaltung im Zusammenhang mit dem Neubau des Fachmarktzentrums in 

C._____ erteilt, wobei die G._____ AG ihrerseits als Auftraggeberin der Vertrags-

partnerin und Schuldnerin der Klägerin, der F._____ AG in Liquidation, fungiert 

hatte. Die Beklagte als Eigentümerin des zu belastenden selbständigen und dau-

ernden Unterbaurechts an der … [Adresse] in C._____ hat somit ihre Zustimmung 

zu den durch die Klägerin erbrachten Leistungen erteilt, was nach dem Gesagten 

ausreichend ist. 

4.2.5. Fristeinhaltung 

Gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung spätestens vier Monate nach der 

Vollendung der Arbeit zu erfolgen. Diese Frist ist vorliegend eingehalten, weil die 

letzten Arbeiten am 22. August 2012 und die provisorische Eintragung am 

26. Oktober 2012 (vgl. act. 11 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) erfolg-

ten. 

4.2.6. Keine Leistung einer hinreichenden Sicherheit 

Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung nur verlangt werden, wenn der 

Eigentümer für die angemeldete Forderung keine hinreichende Sicherheit bietet. 

Für das Vorliegen einer solchen Sicherheit bestehen keine Anhaltspunkte. 

4.3. Fazit 

Sämtliche Anspruchsvoraussetzungen für die definitive Eintragung des Bauhand-

werkerpfandrechts sind erfüllt. 

5. Prozesskosten 

5.1. Die Prozesskosten bestehen aus den Gerichtskosten und der Parteient-

schädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich 

nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 

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ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG), die Höhe der Parteientschädigung nach der Ver-

ordnung über die Anwaltsgebühren gleichen Datums (Art. 96 ZPO i.V.m. § 48 

Abs. 1 lit. c und Abs. 2 des zürcherischen Anwaltsgesetzes vom 17. November 

2003). Sowohl die Gerichtsgebühr als auch die Parteientschädigung richten sich 

in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a 

GebV OG; § 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Der Streitwert wird in erster Linie durch 

das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO) und beträgt demnach 

CHF 128'909.35 (act. 1 S. 2; act. 8 S. 2). 

5.2. Die in Anwendung von § 4 GebV OG zu ermittelnde Gerichtsgebühr ist der 

Beklagten als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1). Sie ist aus dem 

von den Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

Für die der Beklagten auferlegten Kosten ist der Klägerin das Rückgriffsrecht auf 

die Beklagte einzuräumen (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

5.3. Das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich hatte im Verfah-

ren um provisorische Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts mit Urteil vom 

16. November 2012 (act. 13 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) die Kosten 

von CHF 2'570.45 von der Klägerin bezogen, wobei indessen der endgültige Ent-

scheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vorbehalten wurde. Ausgangsge-

mäss hat die Beklagte der Klägerin die Kosten des Verfahrens um provisorische 

Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu ersetzen. 

5.4. Die Beklagte hat als unterliegende Partei der Klägerin eine Parteientschä-

digung zu bezahlen. Die Klägerin hat gemäss § 11 Abs. 1 AnwGebV Anspruch 

auf Ersatz der Grundgebühr gemäss § 4 Abs. 1 AnwGebV, welche in Anwendung 

von § 4 Abs. 2 AnwGebV um rund einen Drittel zu ermässigen ist. Ist einer mehr-

wertsteuerpflichtigen Partei eine Parteientschädigung zuzusprechen, hat dies zu-

folge Möglichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteu-

er zu erfolgen (Praxisänderung des Kassationsgerichts des Kantons Zürich, Ent-

scheid vom 19. Juli 2005; ZR 104 (2005) Nr. 76, SJZ 101 (2005) 531 ff.). 

- 10 - 

Das Gericht erkennt: 

1. Das Grundbuchamt D._____ wird angewiesen, mit Wirkung ab vorläufiger 

Eintragung gemäss Verfügung des Einzelgerichts am Handelsgericht des 

Kantons Zürich vom 26. Oktober 2012 ein Bauhandwerkerpfandrecht zu-

gunsten der Klägerin definitiv einzutragen  

auf dem selbständigen und dauernden Recht GBBl. .. (Unterbaurecht zu 

Lasten GBBl. ..), 

… [Adresse], C._____, 

für eine Pfandsumme von CHF 128'909.35. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 9'000.–. 

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt, indessen zunächst aus dem von 

der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der Klägerin wird inso-

weit der Rückgriff auf die Beklagte eingeräumt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 8'400.– zu bezahlen. 

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten des Verfahrens be-

treffend die vorläufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts im Um-

fang von CHF 2'570.45 zu bezahlen (Geschäft Nr. HE120397, Urteil des 

Einzelgerichts am Handelsgericht des Kantons Zürich vom 16. November 

2012, Dispositivziffer 3). 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D._____.  

7. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von dessen Zustellung an 

beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, nach Massgabe 

von Art. 72 ff. sowie Art. 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Be-

schwerde, allenfalls nach Massgabe von Art. 113 ff. BGG subsidiäre Verfas-

sungsbeschwerde erhoben werden. Der Streitwert beträgt CHF 128'909.35. 

 

- 11 - 

Zürich, 13. Juni 2013 
 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Der Vizepräsident: 

 
 
 

Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Zeno Schönmann 

 

 

	Urteil vom 13. Juni 2013
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2; act. 8 S. 2)
	Das Gericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	Mit Verfügung des Einzelgerichts am Handelsgericht des Kantons Zürich vom 26. Oktober 2012 (act. 8 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) wurde das Grundbuchamt D._____ einstweilen angewiesen, ein Bauhandwerkerpfandrecht zugunsten der Klägerin auf de...
	Am 16. Januar 2013 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin hierorts die nicht unterzeichnete Klageschrift ein (act. 1). Den ihr mit Verfügung vom 17. Januar 2013 (Prot. S. 2 f.; act. 4) auferlegten Vorschuss für die Gerichtskosten leistete sie fristg...

	2. Formelles
	2.1. Säumnisfolge
	Nachdem die Beklagte ihre Klageantwort versäumt hat und sich die Angelegenheit als spruchreif erweist, ist in Anwendung von Art. 223 Abs. 2 ZPO ein Endentscheid zu fällen. Auf die in der Klage vorgebrachten Tatsachenbehauptungen, die unbestritten gebl...
	2.2. Prozessvoraussetzungen
	Das Handelsgericht des Kantons Zürich ist sowohl sachlich (Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b ZPO) als auch örtlich (Art. 29 Abs. 1 lit. c ZPO) zuständig. Ein Schlichtungsverfahren entfällt (vgl. Art. 198 lit. f und h ZPO). Da auch die weiteren Proz...
	2.3. Rechtsbegehren
	Die Klägerin beantragt die Anweisung an das Grundbuchamt C._____, ihr provisorisch eingetragenes Pfandrecht für die Pfandsumme von CHF 128'909.35 auf dem selbständigen und dauernden Recht GBBl. … (Unterbaurecht zu Lasten GBBl. …) definitiv einzutragen...

	3. Parteien/Sachverhalt
	3.1. Parteien
	Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in E._____ und bezweckt gemäss ihrem Handelsregistereintrag die Ausführung von Bauarbeiten, insbesondere von Strassen- und Tiefbauarbeiten (act. 3/3). Bei der Beklagten handelt es sich um eine Aktienge...
	3.2. Ausführungen der Klägerin
	Die Klägerin führt mit ihrer Klage u.a. aus (act. 1 S. 3 ff.; act. 8 S. 3 ff.), die F._____ AG (mittlerweile in Liquidation) habe von der Bauherrschaft den Auftrag für die Umgebungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Neubau des Fachmarktzentrums in C.___...
	Die F._____ AG in Liquidation habe insgesamt einen Betrag von CHF 70'249.75 netto inkl. MWST bezahlt, entsprechend den Teilrechnungen 1 und 2 des Hauptauftrages vom 18. Juli und 17. August 2012 für Arbeiten, die im Juli und anfangs August ausgeführt w...
	Die Klägerin habe auf dem Grundstück der Beklagten und mit deren Kenntnis (diese habe der Auftraggeberin der F._____ AG in Liquidation, der G._____ AG, den Gesamtauftrag für die Umgebungsgestaltung erteilt) Arbeiten verrichtet und Material verbaut. Al...
	3.3. Rechtlich relevanter Sachverhalt
	Die eben wiedergegebene, unbestritten gebliebene Sachdarstellung der Klägerin, welche mit den von ihr eingereichten Urkunden übereinstimmt und an deren Richtigkeit zu zweifeln auch anderweitig kein Anlass besteht (vgl. Art. 153 Abs. 2 ZPO), ist der na...

	4. Materielles
	4.1. Anspruch auf Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechts
	Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB hat der Unternehmer Anspruch auf die Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts an einem Grundstück, auf welchem er u.a. zu Bauten oder anderen Werken eine Arbeitsleistung (mit oder ohne Materiallieferung) erbrac...
	4.2. Voraussetzungen
	4.2.1. Grundeigentümerin (Passivlegitimation)
	Beklagte Partei ist stets die Grundeigentümerin. Keine Rolle spielt dabei, wer dem Unternehmer den Auftrag zum Bauen erteilt hat. Da die Klägerin auf bzw. im Zusammenhang mit dem Grundstück der Beklagten, einem selbständigen und dauernden Unterbaurech...
	4.2.2. Pfandgeschützte Bauleistung
	Der Anspruch auf die Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechts besteht, wenn der Unternehmer zu Bauten oder anderen Werken eine Arbeitsleistung (mit oder ohne Materiallieferung) erbracht hat. Die Klägerin führte Asphaltarbeiten aus, leistete Zusatzarb...
	4.2.3. Bestand der Forderung zwischen der Klägerin und der F._____ AG in Liquidation
	Für das Zustandekommen eines Vertrags bedarf es des Austauschs übereinstimmender gegenseitiger Willensäusserungen zwischen den Parteien (Art. 1 Abs. 1 OR). Gemäss Art. 363 OR verpflichtet sich bei einem Werkvertrag der Unternehmer zur Herstellung eine...
	Aus dem soeben erläuterten Vertragsverhältnis zwischen der Klägerin und der F._____ AG in Liquidation blieben die Teilrechnung 3 des Hauptauftrags vom 3. September 2012 über CHF 89'496.20 (act. 3/9), die Rechnung bezüglich Trottoirabsenkung vom 31. Au...
	4.2.4. Pfandrecht des Subunternehmers
	Ist ein Mieter, ein Pächter oder eine andere am Grundstück berechtigte Person Schuldner von Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, so besteht gemäss Art. 837 Abs. 2 ZGB der Anspruch nur, wenn der Grundeigentümer seine Zustimmung zur Ausführung d...
	Vorliegend hat die Beklagte der G._____ AG den Gesamtauftrag für die Umgebungsgestaltung im Zusammenhang mit dem Neubau des Fachmarktzentrums in C._____ erteilt, wobei die G._____ AG ihrerseits als Auftraggeberin der Vertragspartnerin und Schuldnerin ...
	4.2.5. Fristeinhaltung
	Gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeit zu erfolgen. Diese Frist ist vorliegend eingehalten, weil die letzten Arbeiten am 22. August 2012 und die provisorische Eintragung am 26. Oktober 2012 ...
	4.2.6. Keine Leistung einer hinreichenden Sicherheit
	Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung nur verlangt werden, wenn der Eigentümer für die angemeldete Forderung keine hinreichende Sicherheit bietet. Für das Vorliegen einer solchen Sicherheit bestehen keine Anhaltspunkte.
	4.3. Fazit
	Sämtliche Anspruchsvoraussetzungen für die definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts sind erfüllt.

	5. Prozesskosten
	5.1. Die Prozesskosten bestehen aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG)...
	5.2. Die in Anwendung von § 4 GebV OG zu ermittelnde Gerichtsgebühr ist der Beklagten als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1). Sie ist aus dem von den Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Für die der Be...
	5.3. Das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich hatte im Verfahren um provisorische Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts mit Urteil vom 16. November 2012 (act. 13 im Verfahren mit Geschäft Nr. HE120397) die Kosten von CHF 2'570.45 von d...
	5.4. Die Beklagte hat als unterliegende Partei der Klägerin eine Parteientschädigung zu bezahlen. Die Klägerin hat gemäss § 11 Abs. 1 AnwGebV Anspruch auf Ersatz der Grundgebühr gemäss § 4 Abs. 1 AnwGebV, welche in Anwendung von § 4 Abs. 2 AnwGebV um ...

	Das Gericht erkennt:
	1. Das Grundbuchamt D._____ wird angewiesen, mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung des Einzelgerichts am Handelsgericht des Kantons Zürich vom 26. Oktober 2012 ein Bauhandwerkerpfandrecht zugunsten der Klägerin definitiv einzutragen  ...
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 9'000.–.
	3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt, indessen zunächst aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der Klägerin wird insoweit der Rückgriff auf die Beklagte eingeräumt.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 8'400.– zu bezahlen.
	5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten des Verfahrens betreffend die vorläufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts im Umfang von CHF 2'570.45 zu bezahlen (Geschäft Nr. HE120397, Urteil des Einzelgerichts am Handelsgericht des ...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D._____.
	7. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von dessen Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, nach Massgabe von Art. 72 ff. sowie Art. 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde, allenfalls nach Massgabe von Art...