# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d24e670-4d72-595f-aa6d-077d4911a7dd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-01-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.01.2019 C-3092/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3092-2018_2019-01-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3092/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J a n u a r  2 0 1 9   

Besetzung 
 Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Serbien,  

per Zustelladresse,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung,  

Nichteintretensverfügung der IVSTA vom 1. Mai 2018. 

 

 

 

C-3092/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder  

Vorinstanz) das erste Leistungsbegehren von A._______ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 21. Januar 2016 rechtskräftig ab-

wies, weil keine rentenbegründende Invalidität vorlag (BVGer act. 1, Bei-

lage),  

dass die Vorinstanz das zweite Leistungsbegehren vom 21. Juli 2017 ge-

stützt auf Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201) nicht materiell prüfte, weil nicht glaubhaft gemacht wor-

den sei, dass sich der Invaliditätsgrad in anspruchserheblicher Weise ge-

ändert habe (BVGer act. 1, Beilage),   

dass der Beschwerdeführer gegen die entsprechende Verfügung vom 

1. Mai 2018 am 21. Mai 2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

erhob, in der er sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

und die materielle Prüfung des Leistungsbegehrens vom 21. Juli 2017 

durch die Vorinstanz beantragte (BVGer act. 1),  

dass der Beschwerdeführer medizinische Unterlagen einreichte und zu-

dem sinngemäss um unentgeltliche Prozessführung ersuchte (BVGer act. 

1),  

dass der ärztliche Dienst der Vorinstanz mit Stellungnahme vom 9. August 

2018 aufgrund der eingereichten medizinischen Unterlagen im Wesentli-

chen ausführte, eine gemischte Episode einer bipolaren affektiven Psy-

chose (ICD-10 F 31.6) habe im Zeitraum vom 23. November 2017 bis zum 

22. Dezember 2017 eine Hospitalisation und die Einführung einer Behand-

lung mit Lithium zur Stabilisierung notwendig gemacht (BVGer act. 10, Bei-

lage),  

dass der ärztliche Dienst darin ein neues Element erkannte, das eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands erwarten lasse, weshalb er eine 

materielle Prüfung des Leistungsbegehrens vom 21. Juli 2017 nun als ge-

rechtfertigt erachtete (BVGer act. 10, Beilage),  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 17. August 2018 beantragte, 

die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzu-

heben und die Sache sei im Sinne der Stellungnahme des ärztlichen Diens-

tes an die Verwaltung zurückzuweisen (BVGer act. 10),  

C-3092/2018 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer mit Replik vom 8. Oktober 2018 weitere Unter-

lagen einreichte und bei seinem Beschwerdeantrag blieb (BVGer act. 18),  

dass die Vorinstanz auf die Einreichung einer Duplik verzichtete, sodass 

der Schriftenwechsel am 30. November 2018 abgeschlossen wurde 

(BVGer act. 21),  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,  

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland als Vorinstanz gemäss Art. 33 

Bst. d VGG zu gelten hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zustän-

digkeit im Sinne von Art. 32 VGG auszumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 

1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-

cherung [IVG, SR 831.20]),  

dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde zuständig ist,  

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde 

(Art. 60 ATSG; Art. 52 VwVG), sodass auf die Beschwerde einzutreten ist,  

dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht keine 

Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden Antrag 

der Parteien nicht entsprochen werden sollte,  

dass auch der ärztliche Dienst eine Verschlechterung des Gesundheitszu-

stands gemäss der Stellungnahme vom 9. August 2018 als glaubhaft er-

achtete, weshalb auch er eine materielle Prüfung des Leistungsbegehrens 

vom 21. Juli 2017 als gerechtfertigt erachtete (BVGer act. 10, Beilage),  

dass die angefochtene Verfügung vom 1. Mai 2018 auch gemäss dem An-

trag der IVSTA aufgehoben werden soll (BVGer act. 10),  

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,  

C-3092/2018 

Seite 4 

dass die Beschwerde somit in dem Sinne gutzuheissen ist, als die ange-

fochtene Verfügung der IVSTA vom 1. Mai 2018 aufgehoben wird und die 

Sache zur materiellen Prüfung des Leistungsgesuchs vom 21. Juli 2017 

und zur anschliessenden Neuverfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen 

wird,  

dass die Rückweisung zulässig ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4),  

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-

renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),  

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Verfahrenskosten zu erheben 

sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),  

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mithin gegenstandslos 

geworden und dem Beschwerdeführer kein Kostenvorschuss zurückzuer-

statten ist (BVGer act. 1, 5, 7),  

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 und 4 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

  

C-3092/2018 

Seite 5 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 

Verfügung der IVSTA vom 1. Mai 2018 aufgehoben wird. Die Sache wird 

zur materiellen Prüfung des Leistungsgesuchs vom 21. Juli 2017 und zur 

anschliessenden Neuverfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Lukas Schobinger 

 

  

C-3092/2018 

Seite 6 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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