# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1ecc43f-2071-5a85-afaa-b62d3c231444
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.01.2021 200 2020 872
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-872_2021-01-28.pdf

## Full Text

200 20 872 IV
SCI/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 28. Januar 2021

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ist Mitglied der jenischen-sintischen Gemeinschaft und war zuletzt 
als "…" tätig (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], [act. II], 2; Beschwerde, S. 3, Ziff. 1). Im Januar 2017 meldete 
sich der Versicherte wegen psychischen Beschwerden bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (act. II 2; 12 
S. 2). Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab, zog Be-
richte der behandelnden Ärzte bei, holte die Akten des Krankentaggeldver-
sicherers ein, beinhaltend ein zu dessen Handen erstelltes Gutachten von 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 
Pharmazeutische Medizin, vom 27. Mai 2017 (act. II 22.2), und veranlasste 
nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) beim 
D.________ (MEDAS) eine die Fachrichtungen der Psychiatrie, Allgemei-
nen Inneren Medizin und Neurologie umfassende polydisziplinäre Begut-
achtung. In ihrer Expertise vom 31. Mai 2018 (act. II 43.1 ff.) 
diagnostizierten die Gutachter eine undifferenzierte Schizophrenie, welche 
die Arbeits- und Leistungsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten gänzlich auf-
hebe (S. 6). Daran hielten sie mit Stellungnahme vom 23. August 2018 
(act. II 51) fest, wohingegen die RAD-Ärztin Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie nach Vor-
lage des Gutachtens sowie der übrigen medizinischen Berichte den Nach-
weis einer krankheitswertigen psychischen Störung als nicht erbracht 
respektive das psychiatrische Teilgutachten als mangelhaft beurteilte (act. 
II 49 S. 5; 55 S. 4). Nach weiteren Abklärungen und der Durchführung einer 
Laboruntersuchung (act. II 73 – 76) unterbreitete die IVB das Dossier er-
neut Dr. med. E.________ (act. II 86) und stellte dem Versicherten ansch-
liessend mit Vorbescheid vom 11. Juli 2019 (act. II 87) die Abweisung des 
Leistungsbegehrens mit der Begründung in Aussicht, es liege kein invalidi-
sierender Gesundheitsschaden vor. Auf Einwand des Versicherten hin (act. 
II 91) zog die IVB nebst weiteren Berichten der behandelnden Ärzte die 
Akten der Ausgleichskasse und der Steuerverwaltung des Kantons Bern 
bei, holte Erkundigungen beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 3

Kantons Bern (SVSA) ein und forderte den Versicherten – nachdem sie das 
Dossier erneut Dr. med. E.________ (RAD) zur Beurteilung vorgelegt hatte 
(act. II 118) – mit Schreiben vom 23. April 2020 (act. II 119) auf, sich 
zwecks Durchführung einer stationären Beobachtung von einem seiner 
behandelnden Ärzte in eine psychiatrische Fachklinik einweisen zu lassen. 
Gleichzeitig wies sie ihn darauf hin, aufgrund der Akten zu verfügen oder 
die Erhebungen einzustellen und Nichteintreten zu beschliessen, sofern er 
dieser Aufforderung nicht nachkomme. Hierauf gelangte der behandelnde 
Psychiater Dr. med. F.________ an den RAD und führte ins Feld, der Ver-
sicherte stamme aus einer Familie der Fahrenden und es werde "höchst-
wahrscheinlich zumindest sehr schwierig werden ohne Risiko für Leib und 
Leben des [Versicherten] einen stationären Aufenthalt in einer psychiatri-
schen Klinik zwecks Begutachtung durchzusetzen" (act. II 120; 121 S. 1). 
Nach erneuter Rückfrage bei Dr. med. E.________ (act. II 123) forderte die 
IVB den Versicherten abermals zur Mitwirkung auf (act. II 124) und stellte 
ihm – nachdem er dieser Aufforderung nicht nachgekommen war – mit er-
neutem Vorbescheid vom 21. August 2020 (act. II 128) das Nichteintreten 
auf das Leistungsbegehren in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte, nun 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, wiederum Einwand erheben 
und geltend machten, ein invalidisierendes psychisches Leiden sei hinrei-
chend erstellt und es sprächen auch "ethno-kulturelle Gründe gegen einen 
stationären Aufenthalt" (act. II 132; 135 S. 1 f.). Mit Verfügung vom 27. Ok-
tober 2020 (act. II 136) entschied die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht 
gestellt. 

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 25. November 2020 Beschwerde erheben. Er stellt die 
folgenden Anträge: 

1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. Oktober 2020 aufzu-
heben und auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers einzutreten 
und ihm in der Folge die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen aus IVG 
(Rente) auszurichten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 4

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2020 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zusätzlich wirft sie die Frage 
auf, ob die versicherungsmässigen Voraussetzungen für die Ausrichtung 
einer Invalidenrente erfüllt sind. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Nichteintretensverfügung vom 27. Ok-
tober 2020 (act. II 136). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit der 
Begründung, er sei seinen Mitwirkungspflichten im Rahmen der sachver-
haltlichen Abklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen, 
nicht eingetreten ist. Soweit der Beschwerdeführer die Zusprache einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 5

Invalidenrente beantragt, ist auf die Beschwerde mangels im Anfechtungs-
objekt enthaltenem Streitgegenstand nicht einzutreten (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 7. November 2019, 9C_309/2019, E. 2.2). 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung setzt unter 
anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die vor-
aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist nach Art. 7 Abs. 1 ATSG der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Beurtei-
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

2.2 Der Versicherungsträger prüft in Anwendung von Art. 43 ATSG die 
Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und 
holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). 

Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und 
ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, ab-
klären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von de-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 6

ren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders 
zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zu-
sätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergeben-
den Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 
283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er 
findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 
193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).

2.3 Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung 
notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu 
unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).

2.3.1 Die im Sinne von Art. 43 ATSG notwendigen Abklärungen (vgl. 
E. 2.2 vorne) beinhalten jedoch nicht das Recht des Versicherungsträgers, 
eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sach-
verhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt. Es geht hier namentlich 
nicht darum, die Tunlichkeit einer medizinischen Massnahme mittels Einho-
lung einer Zweitmeinung zu hinterfragen, sondern darum, in welchem Um-
fang und in welcher Tiefe Abklärungen vorzunehmen sind, damit der 
rechtserhebliche Sachverhalt als mit dem massgebenden Beweisgrad er-
stellt gelten kann. Dabei ergibt sich die Notwendigkeit der Anordnung eines 
weiteren Gutachtens aus der Beantwortung der Frage, ob bereits bei den 
Akten liegende Gutachten die inhaltlichen und beweismässigen Anforde-
rungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen. Dies hängt ent-
scheidend davon ab, ob sie für die Beantwortung der gestellten Fragen 
umfassend sind und in diesem Rahmen auf den erforderlichen allseitigen 
Abklärungen beruhen; die geklagten Beschwerden wiedergeben und sich 
damit auseinandersetzen, was vor allem bei psychogenen Fehlentwicklun-
gen nötig ist; in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung 
mit den Vorakten abgegeben worden sind; in der Darlegung der medizini-
schen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge einleuchten; und die 
Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet 
sind, dass die Rechtsanwender sie kritisch nachvollziehen können (Ent-
scheid des BGer vom 29. Mai 2007, U 571/06, E. 4.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 7

2.3.2 Zumutbar ist die Mitwirkung, wenn der verfolgte Zweck in einem 
vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für die-
se Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstän-
de zu berücksichtigen. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit 
ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betref-
fende Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die 
Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven 
Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Ab-
klärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, 
ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die objektive 
Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizini-
sche Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit 
einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe 
in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf 
genommen werden müssen. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutach-
tensstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zu-
mutbar zu betrachten (vgl. Entscheid des BGer vom 4. August 2020, 
8C_283/2020, E. 4.2.1). Die Frage, ob eine gutachtliche Abklärung medizi-
nisch verantwortbar (respektive zumutbar) ist, ist vom ärztlichen Sachver-
ständigen zu beantworten (vgl. Entscheid des BGer vom 18. Dezember 
2015, 9C_918/2015, E. 2).

2.4 Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leis-
tungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unent-
schuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund 
der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten be-
schliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die 
Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit ein-
zuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).

Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit 
grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). 
Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des 
Leistungsbegehrens auf Grund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung 
der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid 
aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 8

halt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Ab-
klärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren 
Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 
4 S. 10 E. 2.2).

3.

3.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer sich den von der 
Beschwerdegegnerin angeordneten Massnahmen (Eintritt in eine psychia-
trische Fachklinik zwecks stationärer Beobachtung durch Fachärzte der 
Psychiatrie mit Durchführung einer klinisch-laborchemischen Verlaufsbe-
funderhebung, einer leitlinienorientierten Diagnostik und falls erforderlich 
einer störungsspezifischen Therapie) nicht unterzogen hat. Die Beschwer-
degegnerin geht davon aus, diese Massnahme sei notwendig, weil die von 
ihr bis anhin vorgenommenen Abklärungen keine hinreichende Basis für 
die Beurteilung der Leistungsansprüche biete (vgl. E. 2.3.1 vorne). Der Be-
schwerdeführer macht hingegen zum Einen geltend, die ihm auferlegte 
Abklärung und Behandlung sei für die Leistungsbeurteilung nicht nötig, da 
der Sachverhalt bereits hinreichend geklärt sei, zum Anderen führt er aus, 
die stationäre Abklärung wäre ihm auch gar nicht zumutbar. Zu klären ist 
damit zunächst, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgeht, der 
Sachverhalt sei noch nicht hinreichend abgeklärt (vgl. E. 3.3 hinten). Ergibt 
sich, dass die Sache hinreichend abgeklärt ist, so ist die Beschwerde gut-
zuheissen und die Sache zum materiellen Entscheid an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen. Ist hingegen die Sachlage noch nicht 
hinreichend geklärt, so ist in einem zweiten Schritt zu klären, ob die Ver-
weigerung der von der Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer aufer-
legten Massnahme Grundlage für das verfügte Nichteintreten sein kann 
(vgl. E. 3.4 hinten). Nur wenn auch diese Frage bejaht werden kann, ist die 
Beschwerde abzuweisen. Andernfalls ist die Verfügung aufzuheben und die 
Sache zur Durchführung der notwendigen Abklärungen vor neuem Ent-
scheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 9

Die medizinische Aktenlage präsentierte sich bis zum Erlass der – zeitliche 
Grenze der gerichtlichen Prüfung bildenden – angefochtenen Verfügung 
vom 27. Oktober 2020 (act. II 136; BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) im We-
sentlichen wie folgt: 

3.1.1 Im Bericht vom 22. Februar 2017 (act. II 12) diagnostizierte Dr. 
med. F.________ eine seit Juli 2016 bestehende "Erste Phase einer De-
pression mit Zwangsstörungen (F42.8)" (S. 2). Der Beschwerdeführer sei 
seit Juni 2016 vollumfänglich arbeitsunfähig (S. 3). 

3.1.2 Im zu Handen des Krankentaggeldversicherers verfassten Gutach-
ten vom 27. Mai 2017 (act. II 22.2) hielt Dr. med. C.________ fest, das kli-
nische Bild sei "hochgradig auf eine Psychose verdächtig." Diagnostisch 
sei es ihm nicht möglich, nach einem einzigen Kontakt mit dem Beschwer-
deführer diesbezüglich zu einem gesicherten Schluss zu gelangen. Auch 
die Angaben des ihn begleitenden Vaters seien nicht richtungsweisend mit 
Blick auf eine bestimmte Diagnose gewesen. Zusammenfassend ergebe 
sich das Bild eines jungen Patienten, der dem Vernehmen nach in den ver-
gangenen ein bis zwei Jahren einen zunehmenden sozialen Rückzug voll-
zogen habe. Das Krankheitsbild wäre in Einklang zu bringen mit einer 
beginnenden Psychose. Ob es sich dabei um eine schwere depressive 
Episode mit psychotischen Anteilen (ICD-10 F32.3) oder um eine begin-
nende Schizophrenie (ICD-10 F20.0) handle, vermöge er im Moment nicht 
zu sagen (S. 3). Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit lasse sich allerdings be-
reits jetzt zweifelsfrei aussagen, dass der Beschwerdeführer bis auf weite-
res nicht arbeitsfähig sei. Die Prognose erachte er im Moment als 
ungünstig, wolle aber mit Dr. med. F.________ weitere therapeutische Op-
tionen evaluieren (S. 4).

3.1.3 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 31. Mai 2018 
(act. II 43.1 ff.) wurden die folgenden Diagnosen gestellt (act. II 43.1 S. 5): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)

1. Undifferenzierte Schizophrenie (ICD-10 F20.3)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 10

1. Rezidivierende Lymphangitis des Mittelfingers rechts, DD rezidivierende 
Herpes simplex-Reaktivierung 

2. Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.2) 

3. Anamnestisch unklare rezidivierende Durchfallsymptomatik

In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, aus psychia-
trischer Sicht leide der Beschwerdeführer an einer undifferenzierten Schi-
zophrenie. Diese Erkrankung führe dazu, dass die Arbeitsfähigkeit 
gegenwärtig aufgehoben sei, was sich sowohl auf die angestammte als 
auch auf jedwede Verweistätigkeit sowie einen geschützten Arbeitsplatz 
beziehe. Aus neurologischer Sicht liege ein Normalbefund vor. Die Arbeits-
fähigkeit sei nicht eingeschränkt. Aus internistischer Sicht beständen keine 
Einschränkungen, die Arbeitsfähigkeit betrage 100% sowohl für die zuletzt 
ausgeübte als auch eine leidensadaptierte Tätigkeit (S. 6). Die Prognose 
sei aus psychiatrischer Sicht grundsätzlich schlecht. Es bleibe abzuwarten, 
wie der Beschwerdeführer auf die Weitereinnahme einer spezifischen Me-
dikation reagiere. Eine Neubegutachtung solle in zwei Jahren erfolgen 
(S. 7). 

3.1.4 Dr. med. E.________ (RAD) hielt im Bericht vom 20. Juli 2018 
(act. II 49) fest, der Diagnose "unspezifische Schizophrenie" könne nicht 
gefolgt werden. Zum einen seien keine schizophrenen Symptome (1. und 
2. Ranges) objektiviert worden. Zum anderen seien Differentialdiagnosen 
(Substanzeinfluss, Medikamentennebenwirkungen, Zweckverhalten, de-
pressive Episode etc.) nicht gezielt ausgeschlossen worden. lnkonsisten-
zen zwischen Befinden und Befunden als auch zwischen Befunden und 
Diagnosen seien nicht berücksichtigt und widersprüchliche Befunde nicht 
hinterfragt worden. Zusammengefasst könne weder der diagnostischen 
Zuordnung noch der Leistungsbeurteilung im psychiatrischen MEDAS-
Teilgutachten gefolgt werden (S. 5).

3.1.5 In ihrer Stellungnahme vom 23. August 2018 (act. II 51) bestätig-
ten die Gutachter der MEDAS die Diagnose einer undifferenzierten Schizo-
phrenie.

3.1.6 Dr. med. E.________ (RAD) hielt mit Bericht vom 27. September 
2018 (act. II 55) fest, gutachtlich habe auch weiterhin nicht der objektive 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 11

Nachweis für eine krankheitswertige psychische Störung mit Auswirkung 
auf das individuelle Leistungsvermögen erbracht werden können (S. 4).

3.1.7 Mit Bericht vom 1. Oktober 2018 (act. II 59) führte Dr. med. 
F.________ aus, die Diagnose habe sich insoweit verändert, als nun mehr 
eine chronische Schizophrenie im Vordergrund stehe. Unter neuer Medika-
tion seien die psychotischen Momente milder geworden. Sie seien aber 
noch nicht verschwunden. Der Beschwerdeführer sei auf dauernde Betreu-
ung seitens der Familie angewiesen, lebe bei den Eltern und werde von 
diesen auch versorgt. Seine privaten Aktivitäten seien "Null". Er gehe we-
der aus noch zu Besuch. Wenn Besuche von der Familie empfangen wür-
den, stosse er nicht hinzu. Er sei immer noch auf dem Rückzug. Etwaige 
Hospitalisationsversuche würden seitens des Beschwerdeführers vollum-
fänglich abgelehnt, er sei aber konsequent in seiner Medikamentenein-
nahme und krankheitseinsichtig. Es sei davon auszugehen, dass die 
Arbeitsunfähigkeit sicherlich noch Jahre anhalten werde.

Am 15. März 2019 (act. II 80) berichtete Dr. med. F.________, anfänglich 
sei ein Rückzug sowie erhöhtes Schlafbedürfnis sowie Verwahrlosung im 
Vordergrund gestanden, weshalb er anfänglich eine Verdachtsdiagnose 
"Schwere Form einer Depression" gestellt habe. Er habe aber diese Dia-
gnose aufgrund der paranoiden Problematik des Beschwerdeführers mit 
zum Teil blühenden Verfolgungswahrnehmungen, Verfolgungsbeobachtun-
gen und Vergiftungsahnungen revidieren müssen, so dass nun mehr fest-
stehe, dass eine chronische Schizophrenie vorliege. 

Mit Bericht vom 11. April 2019 hielt Dr. med. F.________ fest, die Compli-
ance des Beschwerdeführers sei in Bezug auf die Medikamenteneinnahme 
instabil und er lehne eine Depotmedikation ab (act. II 82).

Mit weiterem Bericht vom 8. Juli 2019 (act. II 88) hielt Dr. med. F.________ 
zu Handen der Beschwerdegegnerin fest, er bitte in Anbetracht des Schwe-
regrades der Krankheit den Beschwerdeführer alsbald zu "berenten."

3.1.8 Dr. med. E.________ (RAD) führte im Bericht vom 9. April 2020 
(act. II 118) aus, sowohl sämtliche Kontextfaktoren als auch die überprüfba-
ren somatischen und laborchemischen Befunde sprächen bisher gegen das 
Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens und für ein willent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 12

lich gesteuertes (Zweck-)Verhalten. Zur diagnostischen Abklärung sei eine 
stationäre Beobachtung durch eine erfahrene Fachärztin für Psychia-
trie/einen erfahrenen Facharzt für Psychiatrie, eine klinisch-laborchemische 
Verlaufsbefunderhebung und eine leitlinienorientierte Diagnostik und falls 
erforderlich eine störungsspezifische Therapie in einer Psychiatrischen 
Fachklinik (über einen Zeitraum von zirka 3-10 Tagen) angezeigt. Es 
sprächen keine medizinischen Gründe gegen dieses Vorgehen (S. 10).

3.1.9 Im Bericht vom 14. Mai 2020 (act. II 121) hielt Dr. med. 
F.________ fest, da der Beschwerdeführer aus einer Familie der Fahren-
den stamme, in dieser Familie mehrere nächste Mitglieder der Vor- und der 
Vorvorgeneration Opfer der während des zweiten Weltkriegs und nach dem 
zweiten Weltkrieg durchgeführten zwangsweisen Assimilation der Fahren-
den in der Schweiz durch die G.________ geworden seien und diese Er-
lebnisse den nachfolgenden Generationen tradiert hätten, werde es sehr 
schwierig werden, ohne Risiko für Leib und Leben des Beschwerdeführers 
einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik zwecks Begut-
achtung durchzusetzen.

3.1.10 Dr. med. E.________ bekräftigte im Bericht vom 11. Juni 2020 
(act. II 123), es sei – auch zur Vermeidung einer Psychiatrisierung des Be-
schwerdeführers – eine fachärztliche Diagnostik nach state of the art (klini-
sche Verlaufsuntersuchung, Verhaltensbeobachtung etc.) unter stationären 
Bedingungen für die Dauer von einigen Tagen angezeigt. Es handle sich 
hierbei weder um eine Zwangsunterbringung noch um eine freiheitsentzie-
hende Massnahme. Es lägen keine medizinischen Gründe vor, die einer 
fachärztlichen Diagnostik unter stationären Bedingungen (unter Einhaltung 
der Identitätsprüfung) entgegensprechen könnten (S. 4).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 13

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 In somatischer (neurologisch-internistischer) Hinsicht erfüllt das 
Gutachten der MEDAS die beweismässigen Anforderungen an Expertisen 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352) und erbringt Beweis, was unbestritten ist. Demnach liegen in kör-
perlicher Hinsicht keine Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähig-
keit vor (vgl. act. II 43.1 S. 6). 

In psychischer Hinsicht diagnostizierte Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, eine undifferenzierte 
Schizophrenie (ICD-10 F20.3 [act. II 43.2 S. 6]) und attestierte eine 
100%ige Arbeits- und Leistungsunfähigkeit (S. 9), welche Einschätzung 
auch in der interdisziplinären Beurteilung übernommen wurde (act. II 43.1 
S. 6). Demgegenüber gelangt die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ zum 
Schluss, ein psychischer Gesundheitsschaden sei medizinisch nicht hinrei-
chend ausgewiesen. Insbesondere sei die Diagnose einer (undifferenzier-
ten) Schizophrenie nicht leitliniengerecht gestellt worden. Letzteres 
überzeugt, wie nachfolgend im Detail darzulegen ist.

3.3.1 Was zunächst den Begutachtungsprozess anbelangt, fällt auf, 
dass die psychiatrische Exploration – so wie auch die internistische Unter-
suchung – im Beisein des Vaters erfolgte (vgl. act. II 43.2 S. 4; 43.3 S. 2). 
Auch wenn er sich gemäss psychiatrischem Gutachter "als stummer Zuhö-
rer" verhalten und die Exploration "weder verbal noch nonverbal" beein-
flusst haben soll (act. II 43.2 S. 4), ist dies nicht unproblematisch. 
Abgesehen davon, dass der internistische Gutachter angab, bei seiner Un-
tersuchung habe der Vater "weite Teile des Gespräches" übernommen 
(act. II 43.3 S. 4), ist bereits der Umstand der Anwesenheit von nahen An-
gehörigen geeignet, unnötige Hemmungen zu produzieren und das Ant-
wortverhalten zu beeinflussen. Zwar entscheidet der Gutachter, ob Dritte 
an der Untersuchung teilnehmen oder nicht. Gleichwohl findet die Explora-
tion in der Regel, von begründeten Ausnahmen abgesehen, mit dem Versi-
cherten allein statt (vgl. Ziff. 3 der Qualitätsleitlinien für 
versicherungspsychiatrische Gutachten [nachfolgend Leitlinien]). Vorlie-
gend gab Dr. med. H.________ nicht an und es lässt sich auch anderweitig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 14

dem psychiatrischen Teilgutachten keine Begründung dafür entnehmen, 
weshalb "dem Wunsch" des Beschwerdeführers entsprochen wurde, dass 
sein Vater bei der Untersuchung anwesend sein dürfe. Es bestehen keine 
Anzeichen dafür, dass die Begutachtung auch im vorliegenden Fall nicht 
leitliniengerecht unter Ausschluss von Dritten hätte erfolgen können, erfor-
derlichenfalls zum Aufbau einer tragfähigen Untersuchungssituation unter 
mehreren Terminen.

3.3.2 Namentlich vermag das psychiatrische Teilgutachten aber auch 
inhaltlich – insbesondere in Bezug die Diagnosestellung und den daraus 
abgeleiteten funktionellen Beeinträchtigungen – nicht zu überzeugen: 

Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 
ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. 
Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann jedoch immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so 
begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klas-
sifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 
2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Dabei sind die gutachtlichen Aus-
führungen zur Diagnose nicht nur im Hinblick auf eine gesicherte Feststel-
lung des Krankheitswertes bedeutsam. Vielmehr werden die in der 
Klassifikation vorausgesetzten konkreten Beeinträchtigungen der Alltags-
funktionen bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wieder aufgegriffen. 
Die gestellte Diagnose ist Referenz für allfällige Funktionseinschränkungen. 
In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Partizipation 
einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denjenigen Be-
funden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheitsbeeinträch-
tigung massgebend gewesen sind (BGE 141 V 281 E. 2.1.2 S. 286 f.; zum 
Erfordernis einer kriteriengeleiteten Diagnosestellung, vgl. auch Ziff. 6.3 der 
Leitlinien). 

Die Symptome der Schizophrenie werden in folgenden Gruppen zusam-
mengefasst (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassi-
fikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 129):  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 15

1. "Mindestens ein eindeutiges Symptom der Gruppen 1a - 1d: 
a. Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenent-

zug, Gedankenausbreitung. 
b. Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, deut-

lich bezogen auf Körper- oder Gliederbewegungen oder bestimmte 
Gedanken, Tätigkeiten oder Empfindungen; Wahnwahrnehmun-
gen. 

c. Kommentierende oder dialogische Stimmen, die über den Patien-
ten und sein Verhalten sprechen, oder andere Stimmen, die aus 
einem Teil des Körpers kommen. 

d. Anhaltender, kulturell unangemessener oder völlig unrealistischer 
(bizarrer) Wahn, wie der, eine religiöse oder politische Persönlich-
keit zu sein, übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten zu besitzen 
(z. B. das Wetter kontrollieren zu können oder im Kontakt mit Aus-
serirdischen zu sein). 

2. Symptome aus mindestens zwei der folgenden Gruppen 2a - 2d: 
a. Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität, begleitet ent-

weder von flüchtigen oder undeutlich ausgebildeten Wahngedan-
ken ohne deutliche affektive Beteiligung, oder begleitet von 
anhaltenden überwertigen Ideen, täglich über Wochen oder Mona-
te auftretend. 

b. Gedankenabreissen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss, 
was zu Zerfahrenheit, Danebenreden oder Neologismen führt. 

c. Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien oder 
wächserne Biegsamkeit (Flexibilitas cerea), Negativismus, Mutis-
mus und Stupor. 

d. «Negative» Symptome wie auffällige Apathie, Sprachverarmung, 
verflachte oder inadäquate Affekte, zumeist mit sozialem Rückzug 
und verminderter sozialer Leistungsfähigkeit. Diese Symptome dür-
fen nicht durch eine Depression oder eine neuroleptische Medika-
tion verursacht sein."

Gemäss den diagnostischen Leitlinien (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O, 
S. 130) ist für die Diagnose Schizophrenie mindestens ein eindeutiges 
Symptom (zwei oder mehr, wenn weniger eindeutig) der obengenannten 
Gruppen 1. (a) bis (d) oder Symptome aus mindestens zwei der Gruppen 2. 
(a) bis (d) erforderlich. Diese Symptome müssen fast ständig während ei-
nes Monats oder länger deutlich vorhanden gewesen sein. 

Schliesslich ist die Kategorie der undifferenzierten Schizophrenie (ICD-10 
20.3) zu verwenden für Fälle, welche (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, 
a.a.O, S. 134)

1. "die allgemeinen Kriterien für Schizophrenie erfüllen, aber 
2. entweder nicht ausreichend Symptome aufweisen, um die Kriterien für eine 

der Schizophrenieformen (F20.0,.1,.2,.4,.5) zu erfüllen oder die so viele 
Symptome zeigen, dass die Kriterien für mehr als eine Unterform erfüllt 
werden, die paranoide, die hebephrene oder die katatone Form."

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 16

3.3.2.1 Der Gutachter Dr. med. H.________ hielt in der Beurteilung fest, 
eine depressive Erkrankung reiche als Erklärung für den Zustand des Be-
schwerdeführers nicht aus. Es müsse vielmehr von einer Erkrankung aus 
dem schizophrenen Formenkreis ausgegangen werden. Hierbei stehe die 
sogenannte Negativsymptomatik im absoluten Vordergrund, so dass davon 
auszugehen sei, dass eine undifferenzierte Schizophrenie vorliege. Hier 
ständen die üblicherweise bei einer paranoid-halluzinatorischen Schizo-
phrenie vorkommenden Sinnestäuschungen im Hintergrund, vielmehr wer-
de diagnostisch auf die Wahnthematik und auch die primäre 
Negativsymptomatik abgehoben (act. II 43.2 S. 7). In der polydisziplinären 
Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, die Negativsymptome stän-
den im Vordergrund, die Positivsymptomatik sei eher flüchtig. Beim Be-
schwerdeführer bestehe sie in einem wahnhaften Erleben (act. II 43.1 S. 8). 
In ihrer Stellungnahme vom 23. August 2018 (act. II 51) ergänzten die Gut-
achter der MEDAS auf die Kritik der RAD-Ärztin hin (act. II 49 f.), sie hätten 
sich vorliegend für die Diagnose einer undifferenzierten Schizophrenie ent-
schieden, weil es in der Tat schwergefallen sei, die Symptomatik einer der 
"klassischen" Unterformen der Schizophrenie zuzuordnen. Zweifelsohne 
liege beim Beschwerdeführer ein Zustand vor, bei dem eine Negativsym-
ptomatik im Vordergrund des klinischen Bildes stehe. Eine bessere Er-
klärung für den Zustand des Beschwerdeführers als die Diagnose einer 
Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis gebe es aus ihrer Sicht 
nicht. Eine rein depressive Symptomatik reiche – abgesehen von dem für 
eine Schizophrenie typischen Auftreten des Beschwerdeführers – als Er-
klärungsansatz bei weitem nicht aus. Festzuhalten bleibe, dass die Aus-
wahl des Medikaments für die Richtigkeit der Diagnose – Schizophrenie mit 
vorherrschender Negativsymptomatik – spreche (S. 1).

Dr. med. H.________ codierte die undifferenzierte Schizophrenie anhand 
des bei psychiatrischen Begutachtungen zu verwendenden Teils F des 
Klassifikationssystems ICD-10 (International Classification of Diseases), 
womit deren Herleitung auch nach dessen Massgabe erfolgen muss. Wie in 
E. 3.3.2 vorne dargelegt, setzen die diagnostischen Leitlinien zwingend das 
Vorliegen von Sinnestäuschungen (falsche Sinneswahrnehmungen, vgl. 
PSCHYREMBEL, 267. Auflage, S. 722) oder Wahn (im Sinne von falschen 
Denkinhalten, vgl. PSCHYREMBEL, 267. Auflage, S. 1993) voraus, wobei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 17

diese Symptome fast ständig während eines Monats oder länger deutlich 
vorhanden sein müssen. Diese Vorgaben lassen sich weder anhand des 
Gutachtens der MEDAS noch der übrigen Akten nachvollziehen: So sind 
dem zu Handen des Krankentaggeldversicherers erstellten Gutachten von 
Dr. med. C.________ vom 27. Mai 2017 (act. II 22.2) anamnestisch keine 
Hinweise auf Sinnestäuschungen und/oder Wahn zu entnehmen (S. 2). 
Auch in der Befunderhebung war psychotisches Denken nicht eruierbar; 
das Vorliegen von Hinweisen auf Wahrnehmungsstörungen wurde aus-
drücklich verneint (S. 3). In der psychiatrischen Begutachtung in der 
MEDAS gab der Beschwerdeführer im Beisein des Vaters (erst) auf Nach-
frage einzig an, er fühle sich beobachtet, wenn er unter Menschen sei; 
Stimmen höre er nicht (act. II 43.2 S. 2). Dr. med. E.________ hielt hierzu 
überzeugend fest, diese Darstellung der Wahrnehmung liesse nicht auf 
eine krankheitswertige psychische Störung schliessen (act. II 55 S. 4). 
Auch gegenüber dem Internisten der MEDAS wies der Beschwerdeführer 
(bzw. dessen Vater) zwar auf im Vordergrund stehende psychische Pro-
bleme hin, ohne jedoch die für schizophrene Störungen charakteristischen 
Symptome zu erwähnen (act. II 43.3 S. 2). In der psychiatrischen Befund-
erhebung stellte Dr. med. H.________ schliesslich lediglich "Hinweise auf 
wahnhaftes Erleben, nicht aber auf Sinnestäuschung und Ich-Störungen" 
fest (act. II 43.2 S. 5). In der gesamtmedizinischen Beurteilung wurde die 
Positivsymptomatik entsprechend als "eher flüchtig" bezeichnet (act. II 43.1 
S. 8). Sodann vermerkte der behandelnde Psychiater, Dr. med. 
F.________, im Bericht vom 22. Februar 2017 weder unter "Anamnese" 
noch "Ärztlicher Befund" Sinnestäuschungen oder Wahn (act. II 12 S. 2). 
Erst in den Folgeberichten und damit nachdem die RAD-Ärztin auf die 
Mängel in der Befunderhebung hingewiesen hatte, erwähnte er "psychoti-
sche Momente", welche unter Medikation "milder geworden" seien (act. II 
59) bzw. "blühende Verfolgungswahrnehmungen, -beobachtungen und 
Vergiftungsahnungen" (act. II 80 S. 1), ohne diese allein allgemeinen Hin-
weise jedoch sachlich und zeitlich zu präzisieren. Diese Darstellung beruht 
nicht auf einer lege artis erhobenen objektiven Befundlage. Hingegen er-
suchte der behandelnde Arzt in seiner weiteren Stellungnahme vom 8. Juli 
2019 (act. II 88) advokatorisch um baldige Berentung des Beschwerdefüh-
rers, womit der Beweiswert seiner Angaben praxisgemäss auch insoweit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 18

geschmälert ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 
S. 80 E. 5.3.3.3). 

Demnach erweist sich die Wahnsymptomatik, auf welche Dr. med. 
H.________ nebst der als vordergründig bezeichneten Negativsymptomatik 
zur Begründung einer Schizophrenie hauptsächlich abstellt (act. II 43.2 S. 
7), weder mit Blick auf die Befunderhebung anlässlich der Begutachtung 
der MEDAS noch im Lichte der übrigen Aktenlage derzeit als im Sinne der 
klassifikatorischen Vorgaben ausgewiesen. Dieser Umstand gelangt zwar 
im Gutachten der MEDAS zum Ausdruck, indem die Gutachter die Posi-
tivsymptomatik im polydisziplinären Konsens als "eher flüchtig" bezeichnen; 
jedoch unterblieb eine leitliniengerechte Diskussion, die in Anbetracht der 
offensichtlich auch für die Gutachter – wie schon für Dr. med. C.________ 
– schwer zuordenbaren Symptomatologie verbunden mit der von Dr. med. 
H.________ getroffenen Feststellung, Schizophrenien gehörten zu den 
schwersten in der Psychiatrie bekannten Erkrankungen (S. 7), umso not-
wendiger gewesen wäre. Die Ausführungen unter dem Titel "Diagnose 
nach Klassifikation (z.B. ICD-10) und deren Herleitung, auch anhand der 
diagnoseinhärenten Schweregrade der Befunde" (S. 7) beschränken sich 
auf allgemeine Feststellungen zur (undifferenzierten) Schizophrenie, ohne 
konkrete Bezugnahme auf den vorliegenden Fall. Auch die anschliessende 
Diskussion nach den Kriterien des strukturierten Beweisverfahrens ent-
sprechend den Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 lässt eine Begründung, 
welche diagnoserelevanten Befunde im Sinne der ICD-Klassifikation 
schwer ausgeprägt sein sollen, vermissen (S. 8). Insoweit ist denn auch 
darauf hinzuweisen, dass die leitliniengerechte Feststellung des Gesund-
heitsschadens aus medizinischer Sicht der weiteren Prüfung im Sinne des 
strukturierten Beweisverfahrens nach der erwähnten höchstrichterlichen 
Rechtsprechung immer vorangeht. Kann bereits aus rein medizinischer 
Sicht, d.h. anhand der medizinischen Diagnoseleitlinien, ein Gesundheits-
schaden nicht erstellt werden, so erübrigt sich die Durchführung des struk-
turierten Beweisverfahrens.

3.3.2.2 Die Mängel behebt auch die Stellungnahme der Gutachter der 
MEDAS vom 23. August 2018 (act. II 51) nicht, mit welcher diese ohne die 
Versäumnisse in der leitliniengerechten Diskussion zu beheben, nochmals 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 19

bestätigten, dass eine Zuordnung der Symptomatik des Beschwerdeführers 
schwergefallen sei, weshalb sie sich für die Diagnose einer undifferenzier-
ten Schizophrenie entschieden hätten. Damit bedienen sich die Gutachter 
im Ergebnis der Ausschlussdiagnostik, was invalidenversicherungsrechtlich 
– bei gleichzeitig fehlender leitliniengerechter Diskussion – nicht überzeugt, 
zumal auch bei der undifferenzierten Schizophrenie die allgemeinen Krite-
rien für Schizophrenie (positiv) erfüllt sein müssen (vgl. E. 3.3.2 vorne). 

Zudem ist zu berücksichtigen, dass vorliegend ausschliesslich auf eine 
Schizophrenie erkannt wurde, so dass – mangels anderweitiger differenti-
aldiagnostischer Erwägungen – dem Erfordernis einer fachärztlich ein-
wandfrei gestellten und begründeten Diagnose besondere Bedeutung 
zukommt. Dr. med. H.________ schloss denn auch aus der gestellten Dia-
gnose auf den Schweregrad der Erkrankung, eine aufgehobene Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 43.2 S. 9) und eine "grundsätzlich" schlechte Prognose (S. 
10). 

Auch überzeugt es nicht, wenn die Gutachter von der Auswahl des Medi-
kaments auf die Richtigkeit einer Diagnose schliessen, worauf sie in ihrer 
Stellungnahme nochmals verwiesen haben, zumal die Medikation offenbar 
keine Wirkung zeigt. Vielmehr wäre zu diskutieren (gewesen), ob nicht al-
lenfalls die Medikation falsch ist oder (dem Labor entsprechend) gar nicht 
eingenommen wird.

3.3.2.3 Sodann ergeben sich weitere Aspekte, welche sich mit den 
Schlussfolgerungen im Gutachten der MEDAS derzeit nicht vereinbaren 
lassen respektive gutachterlich ungeklärt blieben: So fällt auf, dass 
Dr. med. F.________ den Beschwerdeführer als "zur Verwahrlosung" nei-
gend beschrieb (act. II 12 S. 2), während der internistische Gutachter – wie 
rund ein Jahr zuvor schon Dr. med. C.________ im zu Handen des Kran-
kentaggeldversicherers erstellten Gutachten (act. II 22.2 S. 3) – ein ge-
pflegtes und sauberes Äusseres feststellte (act. II 43.3 S. 4). Hieraus folge 
– so die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ – dass der Beschwerdeführer zu 
einer ausreichenden Selbstfürsorge befähigt sei, was gegen das Vorliegen 
einer leistungsrelevanten psychiatrischen Störung spreche (act. II 55 S. 4). 
Weiter trifft es zwar zu, dass Dr. med. F.________ – zumindest im Bericht 
vom 22. Februar 2017 – die Fahrtauglichkeit des Beschwerdeführers ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 20

neinte (act. II 12 S. 5); dies ändert jedoch nichts daran, dass der Be-
schwerdeführer gemäss Schreiben des SVSA vom 23. Dezember 2019 
(act. II 103 S. 2) im Besitz eines gültigen Führerausweises ist und bis zum 
22. März 2020 auch über einen Lernfahrausweis der Kategorie BE (Anhän-
ger) verfügte. Auch ist auf seinen Namen ein Fahrzeug (Pkw) immatriku-
liert. Im Schreiben vom 21. Januar 2020 (act. II 108 S. 2) bestätigte der 
Beschwerdeführer – anders als die Darstellung in der Beschwerde vermu-
ten lassen könnte (vgl. S. 7, Ziff. 9.2, lit. a) –, das Fahrzeug gelegentlich 
"alleine" zu benützen respektive "alleine" unterwegs zu sein. Dies wirft in 
zweierlei Hinsicht Fragen auf: Einerseits ist das Lenken eines Pkw kaum in 
Einklang mit der postulierten Schwere der Erkrankung und der dadurch 
bewirkten Funktionseinschränkungen zu bringen, worauf auch Dr. med. 
E.________ hinweist (vgl. act. II 118 S. 10). Andererseits gab der Be-
schwerdeführer gegenüber den Gutachtern der MEDAS an, die Wohnung 
nur noch in Begleitung seiner Eltern zu verlassen, weil er sich sonst unsi-
cher fühle (act. II 43.1 S. 9; 43.2 S. 2; 43.4 S. 2), was mit seinen Angaben 
betreffend alleinigem Benützen des Fahrzeuges respektive dem gelegent-
lich allein Unterwegssein nicht übereinstimmt. Auch erweisen sich die An-
gaben im Bericht von Dr. med. F.________ vom 1. Oktober 2018, die 
privaten Aktivitäten des Beschwerdeführers seien "Null" und er gehe nicht 
mehr aus (act. II 59 S. 2), vor diesem Hintergrund zumindest als diskutabel. 
Im Weiteren ist zu beachten, dass die Aussage gegenüber den Gutachtern, 
wonach der Beschwerdeführer die Primarschule (am Wohnort) absolviert 
habe (act. II 43.2 S. 3), offenbar nicht zutrifft (act. II 64; 68). Sollte der Be-
schwerdeführer tatsächlich einzig die erste und zweite Klasse absolviert 
haben und (bereits) danach "erwerbstätig" geworden sein, so ist das ein 
wesentlicher Umstand in der Entwicklungsbiographie, der bei psychiatri-
schen Abklärungen mit zu berücksichtigen ist. Insbesondere wären im 
Rahmen neuropsychologischer Tests Erkrankungen von reinen Bildungs-
defiziten abzugrenzen gewesen. 

3.3.2.4 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die RAD-Ärztin Dr. 
med. E.________, welche sowohl das Gutachten der MEDAS wie auch die 
übrigen medizinischen Berichte gewürdigt hat, zu Recht wiederholt zum 
Schluss gelangte, die diagnostischen Leitlinien seien in den Beurteilungen 
der Gutachter und behandelnden Ärzten nicht eingehalten worden und die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 21

gestellte Diagnose einer (undifferenzierten) Schizophrenie sei nicht (in ei-
ner den beweismässigen Voraussetzungen genügenden Weise) nachvoll-
ziehbar erstellt (vgl. act. II 118 S. 9). Vielmehr lässt sich aufgrund der im 
Gutachten der MEDAS und den übrigen Akten dokumentierten Symptoma-
tik und psychopathologischen Befunde die daraus abgeleitete Diagnose 
einer undifferenzierten Schizophrenie mit gänzlicher Beeinträchtigung des 
erwerblich-funktionellen Leistungsvermögens anhand der klassifikatori-
schen Vorgaben respektive der diagnostischen Leitlinien (vgl. E. 3.3.2 vor-
ne) gestützt auf die derzeit vorliegenden Akten und Abklärungen nicht 
rechtsgenüglich nachvollziehen. 

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht: Zwar trifft es 
zu, dass es invalidenversicherungsrechtlich nicht in erster Linie auf die 
Diagnose, sondern auf den lege artis erhobenen psychopathologischen 
Befund und den Schweregrad der Symptomatik ankommt (Beschwerde, S. 
7, Ziff. 9.2, lit. b). Dem Einwand, ein "gänzlich einseitiges und isoliertes 
Suchen nach (angeblichen) Mängeln im Gutachten" werde immer Inkonsis-
tenzen zu Tage fördern (Beschwerde, S. 7, Ziff. 9.2, lit. a) ist jedoch zu ent-
gegnen, dass vorliegend nicht isolierte kleinere Mängel vorliegen. Vielmehr 
erlauben die bis anhin getätigten Abklärungen eine abschliessende Beurtei-
lung der Sachlage, insbesondere für die vom Beschwerdeführer verlangte 
Rente, nicht.

3.3.3 Weder gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS 
noch die weiteren Unterlagen ist eine zuverlässige Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit möglich. Die Beschwerdegegnerin ist nach Massgabe des Unter-
suchungsgrundsatzes jedoch gehalten, den Sachverhalt soweit zu 
ermitteln, um über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entscheiden zu können (vgl. E. 2.2 
vorne; BGE 126 V 353 E. 5b. S. 360). Eine weitere Klarstellung, Präzisie-
rung oder Ergänzung mittels Zusatzfragen an die Gutachter kommt mit 
Blick auf die ungenügende Befunderhebung nicht in Frage. Damit erweisen 
sich weitere fachärztliche Abklärungen mit erneuter Untersuchung als not-
wendig und es kann nicht grundsätzlich von einer unzulässigen „second 
opinion“ gesprochen werden (vgl. E. 2.3.1 vorne). Zu prüfen bleibt damit, 
ob die konkret angeordnete Massnahme und deren Verweigerung durch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 22

den Beschwerdeführer Grundlage für das verfügte Nichteintreten sein 
kann.

3.4

3.4.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Zumutbarkeit der von ihm 
verlangten stationären Behandlung und Abklärung (Beschwerde, S. 8, Ziff. 
9.2, lit. c), wobei er auf ein Schreiben der RAD, Genossenschaft der Lands-
trasse, vom 18. Mai 2020 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 3) sowie 
auf den Bericht von Dr. med. F.________ vom 14. Mai 2020 (act. II 121 S. 
1) verweist. Letzterer hielt fest, in der Familie des Beschwerdeführers seien 
mehrere nächste Mitglieder der Vor- und der Vorvorgeneration Opfer der 
während des zweiten Weltkriegs und nach dem zweiten Weltkrieg durchge-
führten zwangsweisen Assimilation der Fahrenden in der Schweiz durch 
die G.________ geworden, welche diese Erlebnisse den nachfolgenden 
Generationen tradiert hätten, weshalb es sehr schwierig werde, ohne Risi-
ko für Leib und Leben des Beschwerdeführers einen stationären Aufenthalt 
in einer psychiatrischen Klinik zwecks Begutachtung durchzusetzen. Dr. 
med. E.________ hielt dem entgegen, es sei – auch zur Vermeidung einer 
Psychiatrisierung des Beschwerdeführers – eine fachärztliche Diagnostik 
nach state of the art (klinische Verlaufsuntersuchung, Verhaltensbeobach-
tung etc.) unter stationären Bedingungen für die Dauer von einigen Tagen 
angezeigt. Es handle sich hierbei weder um eine Zwangsunterbringung 
noch um eine freiheitsentziehende Massnahme (act. II 123 S. 4). 

3.4.2 Der Ausführung der RAD-Ärztin ist grundsätzlich beizupflichten, 
woran die beschwerdeweisen Ausführungen nichts ändern: So hilft der 
Verweis in der Beschwerde (S. 8, Ziff. 9.2, lit. c) auf den Entscheid des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute BGer) vom 14. No-
vember 2007 (I 1094/06) nicht weiter, bekundeten doch die vorliegend in-
volvierten Gutachter dem Dargelegten zufolge gerade erhebliche Mühe, die 
geltend gemachte Symptomatik diagnostisch zuzuordnen (vgl. E. 3.3.2 vor-
ne). Ferner wurde im vom Beschwerdeführer referenzierten BGE 138 I 205 
(Beschwerde, S. 8, Ziff. 9.2, lit. c) erkannt, im Falle einer zur Gemeinschaft 
der Fahrenden gehörenden Person wirke sich die Bemessung des Invali-
deneinkommens anhand allgemeiner statistischer Daten indirekt diskrimi-
nierend aus, soweit dieses Vorgehen dazu beitrage, die versicherte Person 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 23

der Bevölkerungsmehrheit anzugleichen. Dies ist indessen namentlich im 
Lichte einer damit verbundenen, potentiell (indirekt) erzwungenen Sesshaf-
tigkeit des am Recht stehenden Fahrenden zu würdigen. Die vorliegend zu 
beurteilenden Verhältnisse gestalten sich jedoch offensichtlich anders, geht 
es doch allein um eine erneute Begutachtung und damit einzig um eine 
kurzzeitige Einschränkung bzw. auch für eine fahrende Person leichten 
Eingriff in die persönliche Freiheit, welchen der Beschwerdeführer mit Blick 
auf das von ihm gestellte Leistungs- respektive Rentenbegehren (act. II 2; 
Beschwerde, Rechtsbegehren, Ziff. 1) in Kauf nehmen muss (vgl. E. 2.3.2 
vorne). Ob und gegebenenfalls in welcher Weise hinsichtlich der geltend 
gemachten staatlichen Willkür gegenüber Verwandten in früheren Jahren 
ein konkreter Konnex zur Schweiz besteht – immerhin ist der Beschwerde-
führer selbst … Staatsangehöriger und offenbar auch im Ausland geboren 
und war der konkret angeführte Betroffene (Ururgrossvater) im Ausland 
staatlicher Willkür ausgesetzt – kann und braucht nicht weiter geklärt zu 
werden. Dass der Beschwerdeführer bei einer erneuten Begutachtung 
staatlicher Willkür ausgesetzt wäre, wie er zumindest zu befürchten 
scheint, kann mit Blick auf die heutigen strengen rechtsstaatlichen Garanti-
en ausgeschlossen werden. Dabei ist auch zu beachten, dass der Be-
schwerdeführer selbst nach den Akten effektiv nie staatlicher bzw. 
medizinischer Willkür ausgesetzt war und auch die eingereichte Bestäti-
gung der RAD, Genossenschaft der Landstrasse, in Bezug auf den Be-
schwerdeführer keinen derartigen Rückschluss zulässt. Dergleichen haben 
denn auch weder der Beschwerdeführer noch sein Vater anlässlich der 
bisherigen Begutachtungen oder gegenüber den behandelnden Ärzten je 
geltend gemacht. Schliesslich bestehen weder in Bezug auf das Alter noch 
den Gesundheitszustand Anhaltspunkte, welche gegen die Zumutbarkeit 
weiterer medizinscher (auch stationärer) Abklärungen sprechen. Nament-
lich wurde im Gutachten der MEDAS eine Neubegutachtung in zwei Jahren 
empfohlen (act. II 43.2 S. 10), woraus ohne weiteres geschlossen werden 
kann, dass einer weiteren Begutachtung an sich keine medizinischen 
Gründe entgegenstehen, was denn auch von Dr. med. E.________ 
bestätigt wurde (act. II 123 S. 4). Hingegen kann der Beschwerdegegnerin 
nicht gefolgt werden, wenn sie auf der Basis des aktuellen Aktenstands in 
Vermischung von der Verwaltung obliegender (gutachterlicher) Abklärung 
und dem Beschwerdeführer obliegender (schadenmindernder) Behandlung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 24

eine undifferenzierte Anordnung getroffen hat und schliesslich zufolge Wei-
gerung des Beschwerdeführers auf Nichteintreten erkannt hat.

3.4.3 Dem Dargelegten zufolge sind weitere Abklärungsmassnahmen 
notwendig (vgl. E. 3.3 vorne) und zumutbar (vgl. E. 3.4.2 vorne). Es fehlen 
zum Einen für eine gutachterliche Beurteilung wesentliche Unterlagen und 
Erkenntnisse und es kann zum Anderen nicht gesagt werden, dass nach 
entsprechender Abklärung nicht auch eine rein ambulante Begutachtung 
mit mehrfacher Untersuchung genügen kann. Der Entscheid ist demnach 
aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit diese zunächst einen aktualisierten Bericht des behandelnden 
Arztes (insbesondere auch zur Medikation) und dessen vollständigen Kran-
kenakten des Beschwerdeführers einholt. Die Abklärungen betreffend die 
Schulbildung sind wiederum aufzunehmen. Nach wiederholten Labors zur 
Bestimmung des Medikamentenspiegels betreffend die vom behandelnden 
Arzt aktuell verordneten Medikamente wird eine psychiatrische Begutach-
tung unter Einbezug der Hilfsdisziplin der Neuropsychologie (insbesondere 
auch zur Abgrenzung von allfälligen Bildungsdefiziten) und erforderlichen-
falls der Pharmazie (zwecks Klärung der Laborwerte) zu erfolgen haben. 
Dabei werden die Anzahl und die Intervalle der Laborbestimmungen vom 
regionalen ärztlichen Dienst der Beschwerdegegnerin festzulegen sein. Der 
Beschwerdeführer wird zufolge der bisherigen Erfahrungen anlässlich des 
Gutachtens mindestens zweimal persönlich psychiatrisch und unter Aus-
schluss von anderen Personen bei allen Abklärungen zu untersuchen sein. 
Einzig wenn sich anlässlich der gutachterlichen Abklärung zeigen sollte, 
dass ein Gesundheitsschaden und dessen Auswirkungen ohne kurze stati-
onäre Abklärung nicht beurteilt werden kann, wäre eine solche anzuordnen. 
Offenbleiben kann deshalb derzeit, ob eine stationäre Behandlung zur 
Schadenminderung im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG notwendig ist und 
ob dem SVSA die vom behandelnden Arzt festgestellte fehlende Fahrtaug-
lichkeit gemeldet werden muss (Art. 66c IVG). Immerhin ist der Beschwer-
deführer darauf hinzuweisen, dass wenn die von ihm postulierte schwere 
psychische Störung vorliegen sollte, er sich bereits eigenverantwortlich 
vom Führen eines Fahrzeugs vollständig fernhalten muss (vgl. act. II 108 S. 
2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 25

4.

Abschliessend ist auf Folgendes hinzuweisen: In der Beschwerdeantwort 
vom 21. Dezember 2020 macht die Beschwerdegegnerin erstmals geltend, 
es sei fraglich ob die versicherungsmässigen Voraussetzungen (Art. 6 IVG) 
für eine Rentenzusprache erfüllt wären. Diese Frage ist indes als Teil der 
materiellen Anspruchsvoraussetzungen nicht Teil des Anfechtungs- und 
Streitgegenstand bildenden Nichteintretensentscheids (vgl. E. 1.2 vorne). 
Es ist hierzu seitens des Gerichts im vorliegenden Verfahren weder Stel-
lung zu nehmen noch ist ein weiterer Schriftenwechsel nötig. Die Be-
schwerdegegnerin wird diese Frage als Vorbedingung für einen 
Rentenanspruch umgehend und unter Gewährleistung des rechtlichen 
Gehörs an den Beschwerdeführer zu prüfen haben. Sind die versiche-
rungsmässigen Voraussetzungen nicht erfüllt, so wird die Beschwerdegeg-
nerin bereits auf dieser Basis über die Rente befinden können. Sind sie 
erfüllt, so wird die Beschwerdegegnerin hingegen in der Folge direkt die 
vorstehend aufgezeigten weiteren Beweismassnahmen (vgl. E. 3.4.3 vor-
ne) vorzunehmen und anschliessend über den Leistungsanspruch Rente 
zu verfügen haben. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die versiche-
rungsmässigen Voraussetzungen leistungsspezifisch sind (Art. 4 Abs. 2 
IVG; vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, S. 49 N. 136), mithin selbst wenn sie für die Rente 
nicht erfüllt sind, andere Leistungsansprüche bestehen könnten und damit 
im Sinne vorstehender Abklärungsmassnahmen zu prüfen blieben.

5.

Die Beschwerde ist, soweit darauf einzutreten ist, gutzuheissen. Die ange-
fochtene Verfügung ist aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 26

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG (in der bis 31. Dezember 2020 gel-
tenden Fassung, vgl. Art. 83 ATSG) ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist 
dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzu-
erstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit am 14. Januar 2021 eingereichter und nicht zu beanstandender Kos-
tennote hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von Fr. 1'916.67, Aus-
lagen von Fr. 76.67 und die Mehrwertsteuer (MWST) von Fr. 153.50 
geltend gemacht. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf 
Fr. 2'146.85 (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 27. Oktober 2020 wird 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Jan. 2021, IV/20/872, Seite 27

wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'146.85 (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers 
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.