# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a09ec93-3683-5f31-bd79-41cbb6d31735
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2010 D-7708/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7708-2010_2010-11-05.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7708/2010/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

A.___________, geboren (...), Irak,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 27. Oktober 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7708/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  ethnischer 
Kurde  sei  und  aus  B.___________  in  der  Provinz  C.___________ 
stamme, wo er bis ins Jahr 2000 gelebt habe,

dass er gemäss eigenen Angaben sein Heimatland am 1. September 
2000 verlassen habe und am 5. Oktober 2000 sein erstes Asylgesuch 
in der Schweiz stellte, welches mit Verfügung vom 9. August 2002 vom 
damals  zuständigen  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF)  abgewiesen 
wurde,

dass  das  BFF  mit  gleicher  Verfügung  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 27. Juni 2008 eine 
dagegen erhobene Beschwerde vollumfänglich abwies,

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben die Schweiz am 
24. April 2010 verlassen habe und nach D.__________ gereist sei, von 
wo aus er am 5. Oktober 2010 im Rahmen des Dublin-Verfahrens in 
die Schweiz zurückgeflogen worden sei,

dass er  in  der  Schweiz am 8. Oktober  2010 das zweite Asylgesuch 
einreichte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  E.___________  vom  20.  Oktober  2010  und  der  direkten 
Anhörung vom 27. Oktober 2010 zur Begründung des Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte, er sei nicht in sein Heimatland zurück-
gekehrt und habe die gleichen Asylgründe wie er anlässlich des ersten 
Asylgesuchs im Jahr 2000 vorgebracht habe, 

dass es für ihn zu gefährlich sei, in den Irak zurückzukehren, weil man 
ihm geraten habe, nicht dorthin zurückzukehren, nachdem seine Eltern 
und Geschwister umgekommen seien,

dass seine Familie Probleme mit den Islamisten habe und von ihnen 
verfolgt worden sei,

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dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit münd-
lich  eröffneter  Verfügung  vom 27. Oktober  2010  gestützt  auf  Art. 34 
Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
nicht eintrat, die Wegweisung und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  seit  dem 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 2008 hätten sich 
keine Hinweise ergeben, gestützt auf welche seit dem Abschluss des 
ersten Asylverfahrens in der Schweiz Ereignisse eingetreten seien, die 
geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für 
die Gewährung des vorübergehenden Schutzes relevant seien, zumal 
der  Beschwerdeführer  seine  aktuellen  Probleme  auf  diejenigen  ge-
stützt habe, welche er bereits anlässlich des ersten Asylgesuchs vor-
gebracht  habe  und  welche  sich  schon  damals  als  unglaubhaft  er-
wiesen hätten,

dass er zudem über die geltend gemachte Tötung seiner Verwandten 
nur oberflächlich und substanzlos habe berichten können und jegliche 
diesbezüglichen Beweismittel fehlten,

dass  die  vorgebrachten  Schlafprobleme  im  Heimatland  behandelt 
werden könnten,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29. Oktober 2010 
(Datum Poststempel: 31. Oktober 2010) gegen diesen Entscheid beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob und dabei sinngemäss 
beantragte, die angefochtene Verfügung des BFM sei aufzuheben, auf 
sein Asylgesuch sein einzutreten und vom Vollzug der Wegweisung sei 
abzusehen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. November 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-

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gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit  der Beschwerdeinstanz somit da-
rauf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK] 2004 
Nr. 23  E. 2.1  S. 240  f.,  der  vorliegend  auch  für  das  Bundesverwal-
tungsgericht Geltung hat),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzug materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein -
getreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylver-
fahren erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asyl -
verfahrens  in  den  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  zurückgekehrt  sind, 
ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse einge-
treten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass  der  Beschwerdeführer  seit  der  Stellung  seines  ersten  Asylge-
suchs in der Schweiz unbestrittenermassen nicht  in sein Heimatland 
zurückgekehrt ist, sondern darlegte, er habe sich in der Zwischenzeit 
in  D.__________  aufgehalten  und  sei  im  Rahmen  des  Dublin-
Verfahrens in die Schweiz zurückgeführt worden,

dass  er  geltend  machte,  er  habe  die  gleichen  Fluchtgründe,  die  er 
schon im ersten Asylverfahren geltend gemacht habe, und zudem dar-
legte, die Islamisten hätten im April 2008 seine Eltern und Geschwister  
umgebracht,

dass die im ersten Asylverfahren geltend gemachten Vorbringen vom 
BFF in  seinem Entscheid  vom 9. August  2002 und vom Bundesver-
waltungsgericht  in  seinem Urteil  vom 27. Juni  2008  als  unglaubhaft 
qualifiziert worden sind,

dass sie mangels überzeugender anderer Hinweise auch im vorliegen-
den Asylverfahren nicht als glaubhaft erachtet werden können,

dass das BFM zudem in seiner Verfügung vom 27. Oktober 2010 zu 
Recht  feststellte,  der  Beschwerdeführer  habe  über  den  angeblichen 
Tod seiner Verwandten nur substanzlos und oberflächlich Auskunft ge-
ben können,

dass  er  überdies  –  wie  sich  aus  den  Akten  ergibt  –  weder  ent-
sprechende Beweismittel noch Bemühungen zum Erhalt solcher doku-
mentierte, obwohl der behauptete Tod seiner Familie inzwischen mehr 
als  zwei  Jahre  zurückliegt  und er  sich  im Rahmen der  Mitwirkungs-
pflicht (Art. 8 AsylG) um solche hätte bemühen können,

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dass er ferner einerseits angab, er habe mit seinen Angehörigen tele-
fonischen Kontakt aufgenommen und diese hätten ihm geraten, nicht 
in  sein Heimatland zurückzukehren,  weil  es für  ihn zu gefährlich sei 
(Akte  B1/8  S.  4),  während  ihm  dieser  Rat  andererseits  von  guten 
Freunden übermittelt worden sei (Akte B9/11 S. 3),

dass das Vorbringen, seine Familie sei von den Islamisten ausgelöscht 
worden, überdies als verspätet zu betrachten ist, da dieser Sachver-
halt gemäss den Angaben des Beschwerdeführers im April  2008 ge-
schehen  sei,  mithin  also  vor  Abschluss  des  damals  hängigen  Be-
schwerdeverfahrens am 27. Juni 2008, weshalb er die neuen Sachver-
haltsteile  bereits  im  Beschwerdeverfahren  hätte  geltend  machen 
können,

dass auch aufgrund des verspäteten Vorbringens am Wahrheitsgehalt 
zu zweifeln ist,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers insgesamt als haltlos zu 
bezeichnen sind, 

dass folglich das BFM zu Recht feststellte, insgesamt lägen keine Hin-
weise auf  in  der  Zwischenzeit  eingetretene Ereignisse,  die  geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder für die Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind, vor,

dass  an  dieser  Würdigung  des  Sachverhalts  die  weiteren  Ausfüh-
rungen in der Beschwerde nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,  zumal  gemäss Praxis der damaligen ARK, welche diesbe-
züglich auch für das Bundesverwaltungsgericht gilt, zur besagten Ge-
setzesbestimmung ein enger Verfolgungsbegriff  anzuwenden ist,  was 
zur Folge hat,  dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird,  wenn 
eines der Elemente des Flüchtlingsbegriffs gemäss Art. 3 AsylG offen-
sichtlich nicht erfüllt ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.5),

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein 
Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-

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setzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht an-
geordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Be-
schwerdeführers  nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 
16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl.  Art.  83  Abs.  3  AuG),  da  die  Ausführungen  des  Beschwerde-
führers,  wie  bereits  rechtskräftig  feststeht,  unglaubhaft  ausgefallen 
sind,

dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  in  seinem  Urteil  BVGE 
E-4243/2007 vom 14. März 2008 ausführlich mit der Frage der Zumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs in den kurdisch verwalteten Nordirak 
befasste und dabei zum Schluss kam, in den drei kurdischen Provin-
zen (Dohuk, Erbil  und Suleimaniya) liege keine Situation allgemeiner 
Gewalt  vor und die  dortige  politische Lage sei  nicht  dermassen an-
gespannt, dass eine Rückführung dorthin als generell unzumutbar be-
trachtet werden müsse,

dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs indessen in der Regel 
nur  dann  anzuordnen  sei,  wenn  die  davon  betroffene  Person  ein 
alleinstehender, gesunder und junger Mann sei, der ursprünglich aus 

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dieser Region stamme oder längere Zeit dort verbracht habe, über ein 
soziales  Beziehungsnetz  verfüge  oder  Beziehungen  zu  den  herr-
schenden Parteien unterhalte,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und ungebun-
denen Mann aus dem Nordirak handelt, dessen Wegweisungsvollzug 
in diese Region des Iraks folglich als zumutbar erachtet werden kann,  
sofern er dort über ein Beziehungsnetz oder über Parteiverbindungen 
verfügt und gesund ist,

dass dem Beschwerdeführer  nicht  geglaubt  werden kann,  seine An-
gehörigen  seien  im  Heimatland  umgebracht  worden  und  er  verfüge 
aus diesem Grund nicht mehr über ein Beziehungsnetz,

dass vielmehr von einem bestehenden familiären und verwandtschaft-
lichen Beziehungsnetz auszugehen ist, 

dass er zwar geltend macht, er habe psychische Probleme und könne 
nicht schlafen,

dass er diesen Sachverhalt indessen nicht belegte und die geltend ge-
machten Probleme zudem – wie  das BFM zutreffend feststellte  –  in 
seinem  Heimatland  behandelbar  sind,  weshalb  sie  im  vorliegenden 
Fall nicht gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen,

dass im Übrigen – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auch 
hinsichtlich  der  Prüfung  von  Wegweisungshindernissen  auf  die  zu-
treffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  und  diejenigen  im  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 2008 zu verweisen ist,

dass  somit  weder  die  allgemeine  Lage  im  Nordirak,  wo  der  Be-
schwerdeführer herkommt, noch individuelle Gründe gegen die Zumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs  des Beschwerdeführers sprechen,

dass folglich  der  Vollzug der  Wegweisung in  den Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat auch als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um vollständige 
unentgeltliche Rechtspflege nach Art.  65  Abs. 1  und 2  VwVG abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrums  E.___________  (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrums E.___________ (per 
Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte um Eröffnung des 
Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der 
beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesver-
waltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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