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**Case Identifier:** 98ef9772-6164-5e85-a6fd-2d235fe72b5f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.06.2019 810 19 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-146_2019-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Juni 2019 (810 19 146)  

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Geschlossene Unterbringung zur medizinischen Begutachtung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus 

Clausen, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin  
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Tessa von Salis,  
Advokatin  

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Geschlossene Unterbringung zur medizinischen Begutachtung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
20. Mai 2019) 

 
 
 
 
A. Die 2003 geborene A.____ und der 2006 geborene D.____ sind die Kinder der sor-
geberechtigten Kindsmutter C.____ und stammen aus einer früheren Beziehung der Kinds-

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mutter. E.____, geboren 2013, ist der Sohn von C.____ und F.____, welche die elterliche 
Sorge gemeinsam ausüben.  
 
B. Im Sommer 2014 wandte sich die Kindsmutter an den Schulpsychologischen Dienst 
(SPD) und schilderte die privaten und schulischen Schwierigkeiten, welche sie mit ihrer 
Tochter A.____ habe (Auseinandersetzungen zwischen den älteren Geschwistern unter An-
wendung von Gewalt, Alkohol- und Drogenkonsum). A.____ hielt sich damals stationär im 
Spital G.____ auf, weil sie mehrfach mit Suizid gedroht hatte. Am 19. November 2014 trat sie 
freiwillig ins Schulheim H.____ ein.  
 
C. Mit Schreiben vom 20. April 2016 machte die Polizei Basel-Landschaft eine Gefähr-
dungsmeldung bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB). Mit Ent-
scheid der KESB vom 13. Dezember 2016 wurde für A.____ und ihre Brüder eine Erzie-
hungsbeistandschaft errichtet, und als Beiständin ernannte die KESB I.____, J.____-Stiftung. 
Gleichzeitig wurde eine sozialpädagogische Familienbegleitung angeordnet. 
 
D. Nachdem A.____ erneut mit Suizid gedroht hatte und sich die Schwierigkeiten im 
Heim, zu Hause und in der Schule zugespitzt hatten (vgl. E-Mail der Beiständin an die KESB 
vom 20. März 2018), entzog die KESB auf entsprechenden Antrag der Beiständin mit Ent-
scheid vom 25. Juni 2018 der Kindsmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht über A.____ 
und platzierte sie in der offenen Abteilung der Beobachtungsstation K.____. Mit Präsidialent-
scheid der KESB vom 19. Juli 2018 wurde A.____ aufgrund suizidaler Äusserungen vorsorg-
lich und befristet bis längstens 19. August 2018 in die geschlossene Abteilung der Durch-
gangsstation K.____ eingewiesen. Am 26. Juli 2018 konnte sie in Begleitung der Kindsmutter 
in die Beobachtungsstation K.____ eintreten (vgl. Entscheid der KESB vom 31. Juli 2018).  
 
E. In der Folge kam es zu verschiedenen Vorfällen (Kurvengänge, Diebstahlversuch 
und Sachbeschädigung im Büro der Beobachtungsstation K.____), weshalb die Beiständin 
und die Kindsmutter bei der KESB die geschlossene Unterbringung von A.____ in der 
Durchgangsstation K.____ beantragten bzw. sich damit einverstanden erklärten. Am 
2. August 2018 wurde A.____ unter Mithilfe der Polizei erneut vorsorglich in die geschlosse-
ne Abteilung der Durchgangsstation K.____ eingewiesen, längstens bis zum 3. September 
2018 (Entscheid der KESB vom 3. August 2018). Am 3. August 2018 wurde sie in die Psy-
chiatrie Baselland, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP), eingeliefert. Am 
6. August 2018 kehrte A.____ in die Durchgangsstation K.____ zurück. Aufgrund ihres dis-
sozialen Verhaltens nahm das K.____ sie nicht wieder auf. 
 
F. Ab diesem Zeitpunkt hielt sich A.____ bei der Grossmutter auf und besuchte die 
Schule von dort aus regelmässig. Sie verliess die Unterkunft bei der Grossmutter am 
24. August 2018 und wurde am nächsten Tag von der Kantonspolizei Basel-Stadt in die KPP 
eingeliefert. Mit Entscheid vom 23. Oktober 2018 platzierte die KESB A.____ rückwirkend 

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per 4. September 2018 bei einer Gastfamilie. Nach dem Scheitern dieser Platzierung wurde 
A.____ vorsorglich per 29. Oktober 2018 im Zentrum L.____ in M.____ platziert und der Bei-
ständin die Verwaltung des Einkommens und Vermögens von A.____ übertragen (vgl. Ent-
scheid der KESB vom 7. November 2018). Am 26. November 2018 wurde A.____ im Rah-
men eines Time-Out bei einer anderen Gastfamilie platziert, aus welcher sie gleichentags 
entwichen und ins Zentrum L.____ zurückgekehrt ist. Am 27. November 2018 wurde sie er-
neut bei der Familie platziert. 
 
G. Auf einen entsprechenden Antrag der Beiständin hin wurde A.____ per sofort in der 
Institution Jugendheim N.____ in der geschlossenen Wohngruppe untergebracht 
(vgl. Entscheid der KESB vom 5. Dezember 2018; Schreiben der Beiständin vom 4. Dezem-
ber 2018).  
 
H. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 10. Dezember 2018 Beschwerde. Mit Ent-
scheid der KESB vom 17. Januar 2019 wurde der vorsorgliche Entscheid vom 5. Dezember 
2018 bzw. die darin angeordnete Platzierung der Beschwerdeführerin im Jugendheim 
N.____ vollumfänglich und bis zum 29. Mai 2019 bestätigt. Die von der Beschwerdeführerin 
am 18. Dezember 2018 dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil (KGE VV) vom 6. Februar 
2019 (810 19 10) ab. Das Verfahren gegen den vorsorglichen Entscheid wurde als gegen-
standslos abgeschrieben (Verfügung der Präsidentin der Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht des Kantonsgerichts vom 6. Februar 2019 [810 18 326]).  
 
I. Am 13. März 2019 informierte die Beiständin die KESB dahingehend, dass das Ju-
gendheim N.____ weiterhin ein geschlossenes Setting verbunden mit einer Begutachtung 
der Beschwerdeführerin empfehle. Am 30. April 2019 fand ein Gespräch zur Standortbe-
stimmung von A.____ statt (vgl. Protokoll der Standortbestimmung des Jugendheims N.____ 
vom 30. April 2019). Anlässlich dieser Besprechung stellte die Beiständin den Antrag, dass 
A.____ im geschlossenen Rahmen psychologisch abzuklären sei.  
 
J. Am 2. Mai 2019 verfasste A.____ einen an die KESB gerichteten Brief mit dem Er-
suchen um Anordnung einer offenen Platzierung.  
 
K. Die Kindsmutter und A.____ wurden am 20. Mai 2019 zur beabsichtigten psychiatri-
schen Begutachtung in der geschlossenen Abteilung des Jugendheims N.____ angehört. 
 
L. Mit Entscheid vom 20. Mai 2019 verfügte die KESB in Anwendung von Art. 449 ZGB 
die fürsorgerische Unterbringung von A.____ im Jugendheim N.____ zur psychiatrischen 
Begutachtung (mit näher formulierten Fragen), unter Beauftragung von Dr. med. O.____ der 
Klinik P.____, mit der Begutachtung. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende 
Wirkung entzogen.  

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M. Mit Eingabe vom 28. Mai 2019 erhob A.____, vertreten durch Tessa von Salis, Ad-
vokatin in Basel, gegen den Entscheid der KESB vom 20. Mai 2019 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht. Sie ersuchte um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung 
der Unterzeichneten als unentgeltliche Rechtsvertreterin.  
 
N. Mit Verfügung vom 29. Mai 2019 wurde der Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
 
O. Am 3. Juni 2019 reichte die Beschwerdeführerin, nachfolgend immer vertreten durch 
Advokatin Tessa von Salis, ihre Beschwerdebegründung ein mit folgenden Rechtsbegehren: 
1. Es sei der Entscheid der KESB vom 20. Mai 2019 aufzuheben; 2. Es sei der Beiständin 
der Auftrag zu erteilen, für sie eine geeignete Pflegefamilie zu finden; 3. Eventualiter sei sie 
umgehend in einer offenen Jugendinstitution zu platzieren; 4. Unter o/e-Kostenfolge. 
 
P. Mit Verfügung vom 4. Juni 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen. Weiter wurde eine vorgängige Kindsanhörung angeordnet und die Akten der kan-
tonsgerichtlichen Verfahren Nr. 810 19 10 und 810 18 326 wurden zum vorliegenden Be-
schwerdeverfahren beigezogen.  
 
Q. Mit Vernehmlassung vom 6. Juni 2019 beantragt die KESB die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
R. Am 14. Juni 2019 fand die Anhörung der Beschwerdeführerin durch den Vizepräsi-
denten des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, im Jugendheim 
N.____ statt (vgl. Anhörungsprotokoll vom 14. Juni 2019).  
 
S. Mit Eingabe vom 17. Juni 2019 reichte die Kindsvertreterin ihre Honorarnote ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständig für die Beurteilung der 
vorliegenden Sache ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
(§ 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] vom 
16. November 2006 in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 314b Abs. 2 ZGB ist 
das urteilsfähige Kind im Falle der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung berech-
tigt, selber das Gericht anzurufen. Diese Bestimmung entspricht der gestützt auf die Wah-
rung höchstpersönlicher Rechte des urteilsfähigen Kindes entwickelten Praxis des Bundes-

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gerichts zur Prozessfähigkeit Minderjähriger. Die Beschwerdeführerin ist somit zur Erhebung 
der vorliegenden Beschwerde berechtigt und die Beschwerdelegitimation ist zu bejahen 
(KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 157 zu Art. 310/314b ZGB). Da auch die übrigen 
Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3.1 Die KESB erwog im angefochtenen Entscheid zusammenfassend, dass trotz der 
fachlichen und psychologischen Begleitung im Jugendheim N.____ in den vergangenen Mo-
naten keine wesentlichen Fortschritte im Verhalten und in der Entwicklung der Beschwerde-
führerin hätten erzielt werden können. Das Jugendheim N.____ sei in Zusammenarbeit mit 
dem Konsiliarpsychiater zum Schluss gelangt, dass eine psychiatrische Begutachtung für die 
weitere Entwicklung der Beschwerdeführerin unerlässlich sei. Aufgrund dieser Erkenntnisse 
sowie ihrer Vorgeschichte sei die Durchführung der Begutachtung in einem ambulanten 
Rahmen nicht gewährleistet. Da der anhaltenden Eigen- und Fremdgefährdung der Be-
schwerdeführerin aktuell nur in einem geschlossenen Rahmen begegnet werden könne, er-
weise sich die geschlossene Unterbringung zur Begutachtung als unumgänglich.   
 
3.2 Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass sie 
entgegen der Auffassung der Vorinstanz lernfähig sei und Fortschritte gemacht habe. So sei 
sie von den ihr zugestandenen Ausgängen ausserhalb der Institution jedes Mal wie verein-
bart ins Jugendheim N.____ zurückgekehrt. Ferner besuche sie regelmässig das Atelier. Es 
sei selbsterklärend, dass eine 15-Jährige, welche seit fast einem halben Jahr in "Gefangen-
schaft" lebe, bessere und schlechtere Zeiten durchlebe und immer wieder an den sehr stren-
gen Regeln in der geschlossenen Abteilung zerbreche und dagegen rebelliere. Dies werde 
sich jedoch bei noch längerem Einsperren nicht ändern. Vorliegend sei kein Nutzen aufgrund 
der Unterbringung erkennbar, die geschlossene Abteilung stelle vielmehr eine reine Strafe im 
Sinne einer Inhaftierung dar, was gegen jegliche Rechte der Jugendlichen verstosse. Die 
Wirkung, welche jedoch mit der fürsorgerischen Unterbringung habe erzielt werden sollen, 
sei bei ihr nicht eingetreten und damit stehe fest, dass die geschlossene Unterbringung im 
Jugendheim N.____ nicht die geeignete Unterbringungsform für sie darstelle. Folglich sei die 
bisher angeordnete Massnahme durch eine geeignete Massnahme zu ersetzen. Die Bei-
ständin habe bereits im Januar 2019 den Verdacht des Vorliegens einer allfälligen psychi-
schen Störung bei ihr geäussert. Das Jugendheim N.____ sowie die Beiständin hätten Mitte 
März 2019 beantragt, dass eine Begutachtung stattfinden solle. Da die KESB – trotz ent-
sprechender Hinweise seitens der Beiständin und des Jugendheims – während der letzten 
Monate nicht gehandelt habe, sei eine Begutachtung nicht angezeigt. Im streitgegenständli-

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chen Entscheid werde mit keinem Wort begründet, weshalb nun Ende Mai 2019 entschieden 
worden sei, dass sie weitere Monate in einer geschlossenen Institution verbringen solle, um 
eine ambulante Begutachtung über sich ergehen zu lassen, wenn die Notwendigkeit trotz der 
damaligen Anträge in den letzten drei Monaten nicht gegeben gewesen sei. Wäre eine sol-
che Begutachtung notwendig gewesen, hätte diese bereits früher angeordnet werden müs-
sen. Eine geschlossene Unterbringung dürfe nur für eine gewisse Dauer angeordnet werden, 
da der Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Person massiv sei. Ebenso müsse die 
Massnahme aufgehoben werden, wenn sich herausstelle, dass sie nicht als geeignet erach-
tet werden könne und die damit bezweckten Ziele nicht hätten erreicht werden können. Zu-
sammenfassend erweise sich die Platzierung in der geschlossenen Abteilung für weitere 
unbestimmte Monate als nicht dem Kindswohl entsprechend und dürfe deshalb nicht ange-
ordnet werden.  
 
3.3 In ihrer Vernehmlassung führt die KESB aus, dass sich eine geschlossene Unter-
bringung aufgrund der erheblichen Gefährdung der Beschwerdeführerin, insbesondere auf-
grund ihrer Eigengefährdung, als verhältnismässig erweise. Es werde nicht bestritten, dass 
die Beschwerdeführerin sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht habe, sich zu ent-
wickeln und Fortschritte zu erzielen. Es habe sich jedoch im Verlauf der Unterbringung zu-
nehmend abgezeichnet, dass es ihr trotz des professionellen Settings aus noch nicht be-
kannten gesundheitlichen Gründen nicht möglich sei, Fortschritte zu erzielen. Mit der psychi-
atrischen Begutachtung der Beschwerdeführerin könne eine langfristig zielführende und 
massgeschneiderte Massnahme gefunden werden. Die Möglichkeit einer ambulanten Durch-
führung der als notwendig erachteten Begutachtung habe aufgrund der nach wie vor beste-
henden erheblichen Gefährdungslage verneint werden müssen. Dem Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit Rechnung tragend sei die Gutachterin aufgefordert worden, sich nach Ab-
schluss der Erhebungen, d.h. vor Verfassen des schriftlichen Gutachtens, zur geeigneten 
Unterbringungsform zu äussern.  
 
4.1 Muss eine minderjährige Person in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer 
psychiatrischen Klinik untergebracht werden, so sind die Bestimmungen des Erwachsenen-
schutzes über die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss anwendbar (Art. 314b Abs. 1 
ZGB). Art. 314b Abs. 1 ZGB enthält einen integralen Verweis auf Art. 426 - 439 ZGB und 
Art. 449 ZGB (vgl. PETER BREITSCHMID, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018, N 4 zu Art. 314b ZGB). Nach Art. 449 Abs. 1 ZGB 
weist die Erwachsenenschutzbehörde die betroffene Person zur Begutachtung in eine ge-
eignete Einrichtung ein, sofern eine psychiatrische Begutachtung unerlässlich ist und diese 
nicht ambulant durchgeführt werden kann. In Bezug auf Minderjährige gilt Art. 314b ZGB, 
wonach die Bestimmungen des Erwachsenenschutzes über die fürsorgerische Unterbrin-
gung sinngemäss anwendbar sind, d.h. das Verfahren richtet sich nach den Art. 426 ff. ZGB, 
wobei bezüglich der Einweisungsgründe der Besonderheit des Kindesschutzes Rechnung zu 
tragen ist (vgl. DANIEL STECK, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer 

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Privatrecht, Personen- und Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, 3. Auflage, Zürich/Basel/
Genf 2016, N 6 zu Art. 449 ZGB; BREITSCHMID, a.a.O., N 4 zu Art. 314b ZGB). Eine Einwei-
sung in eine geeignete Einrichtung kann sich deshalb nicht nur rechtfertigen, wenn die be-
troffene Person an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder 
schwer verwahrlost ist, sondern auch, wenn eine überwachte Erziehung notwendig ist und 
diese bzw. die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Botschaft vom 
28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personen- und Kindesrecht], Bundesblatt [BBl] 2006 S. 7102; LINUS CANTIENI/STEFAN BLUM, 
in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/Biderbost/Steck [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2016, Fachhand-
buch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Rz. 15.100). Insofern richten sich die materiel-
len Voraussetzungen nach Art. 310 Abs. 1 ZGB, auch wenn der Entscheid nicht den Entzug 
der elterlichen Obhut betrifft, weil diese bereits entzogen worden ist, sondern ausschliesslich 
die Unterbringung (Urteile des Bundesgerichts 5A_1003/2017 vom 20. Juni 2018 E. 2 und 
5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3; DANIEL ROSCH/ANDREA HAURI, in: Rosch/Fountoulakis/
Heck [Hrsg.], Handbuch für Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Auflage, Bern 2016, 
Rz. 1093).  
 
4.2 Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die KESB das Kind den Eltern oder Dritten, wenn es 
sich bei diesen befindet, wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen, wenn 
der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann. Die Gefährdung muss darin 
liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, wie es 
für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf welche 
Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem 
Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt 
keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die 
Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_188/2013 vom 
17. Mai 2013 E. 3). Alle Kindesschutzmassnahmen müssen geeignet, erforderlich und ver-
hältnismässig im engeren Sinn sein (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allge-
meines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, Rz. 517 ff.). Die gewählte Platzierung der 
Massnahme muss erforderlich sein und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende  
Massnahme anzuordnen (Proportionalität und Subsidiarität); diese soll elterliche Bemühun-
gen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität). Die Entziehung der elterlichen 
Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder 
von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteile des Bundesgerichts 5A_401/2015 vom 
7. September 2015 E. 5.2; 5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3 und 5A_701/2011 vom 
12. März 2012 E. 4.2.1).  
 
4.3 Bei der Anordnung von Kindesschutzmassnahmen gilt das Wohl des Kindes als 
oberste Maxime. Diese Maxime weist Behörden, die für das Kind Entscheidungen treffen 
müssen, an, in der jeweiligen Situation das zu tun, was die gedeihliche Entwicklung des Kin-
des am ehesten zu fordern verspricht (vgl. CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 

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5. Auflage, Bern 1999, Rz. 26.04a). Verändern sich die Verhältnisse, so sind die Massnah-
men zum Schutze des Kindes der neuen Lage anzupassen (Art. 313 Abs. 1 ZGB). Erweist 
sich eine Massnahme in der bisherigen Form als nicht mehr nötig, ist sie aufzuheben oder 
durch eine mildere zu ersetzen (HEGNAUER, a.a.O., Rz. 27.50). Jede Anordnung oder Ände-
rung von Kindesschutzmassnahmen setzt eine Prognose über die künftige Entwicklung der 
massgebenden Umstände voraus. Diese wird durch das bisherige Verhalten der betroffenen 
Person wesentlich mitbestimmt. Die Veränderung der Verhältnisse kann überdies nur unter 
Einbezug der seinerzeitigen Umstände beurteilt werden (BGE 120 II 384 E. 4). 
 
5. Mit KGE VV vom 6. Februar 2019 (810 19 10) wurde die mit Entscheid der KESB 
vom 17. Januar 2019 angeordnete Platzierung der Beschwerdeführerin im Jugendheim 
N.____ bis zum 29. Mai 2019 bestätigt. Zusammenfassend war die Beschwerdeführerin in 
der Vergangenheit gegenüber ihrer Familie, insbesondere ihrem älteren Bruder, gewalttätig 
geworden, hatte die Schule nur unregelmässig und teilweise gar nicht mehr besucht, son-
dern war auf Kurve gegangen, darüber hinaus hatte sie mehrfach mit Suizid gedroht und 
Alkohol sowie Betäubungsmittel konsumiert. Die seither ergangenen Verfahrensakten deuten 
auf eine nach wie vor bestehende massive Schutzbedürftigkeit der Beschwerdeführerin und 
damit auf eine erhebliche Kindeswohlgefährdung hin.  
 
6.1 Dem Protokoll der Standortbestimmung des Jugendheims N.____ vom 30. April 
2019 kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Familie in einem  
losen Kontakt stehe. Während ihres Aufenthalts sei es zu zwei Anzeigen innerhalb der Fami-
lie gekommen. Es handle sich um eine komplexe Familiensituation mit einer Sucht- und Dro-
genproblematik. Gemäss ihrer eigenen Ausführung habe die Beschwerdeführerin bereits im 
Kleinkindalter und im Beisein der Kindsmutter Cannabis konsumiert. Ihr Vater habe sie 
zweimal im Jugendheim N.____ besucht und scheine dabei unter starkem Alkoholeinfluss 
gestanden zu haben. Als Vertrauensperson habe sie deshalb ihre Tante gewählt. Zusam-
menfassend könne die Beschwerdeführerin auf Beziehungsangebote nur kurzfristig einge-
hen. Im Gruppenalltag zeige sie sich gereizt und ungeduldig. Sie weise eine geringe Frustra-
tionstoleranz auf, wenn ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt würden. Sie sei zwar im 
Verlauf der Platzierung ruhiger geworden, doch zeige sie in Bezug auf die Zukunft aus-
serhalb der Wohngruppe kaum Veränderungsmotivation. Die Beschwerdeführerin habe bis-
her an 13 Therapien teilgenommen, 6 davon hätten gemeinsam mit dem Konsiliarpsychiater 
stattgefunden. Der Fokus der Therapie habe auf der Emotionsregulation und der konkreten 
Auseinandersetzung mit adäquaten Strategien im Umgang mit Gefühlen gelegen, um so 
selbstverletzendes Verhalten zu minimieren. Da insgesamt bei der Beschwerdeführerin nur 
geringe Entwicklungsschritte stattgefunden hätten und eine bisher unbekannte gesundheits-
bedingte Ursache nicht ausgeschlossen werden könne, empfehle das Jugendheim N.____ 
die Unterbringung der Beschwerdeführerin zur Begutachtung.  
 

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6.2 Anlässlich der Kindsanhörung vom 14. Juni 2019 führt die Beschwerdeführerin aus, 
dass sie eine Gesprächstherapie grundsätzlich befürworte. Sie sei bereit, an einer Begutach-
tung mitzuwirken, vorzugsweise aber im Rahmen einer offenen Platzierung. Sie verspüre 
keinen Kurvendrang mehr und zeige eine grössere Gesprächsbereitschaft. Aufgrund dieser 
Fortschritte fühle sie sich in der Lage, in die halbgeschlossene Wohngruppe zu wechseln 
und die Begutachtung dort in Angriff zu nehmen (vgl. Anhörungsprotokoll vom 14. Juni 2019 
S. 3).  
 
6.3 Gemäss der Beurteilung des Jugendheims N.____ sind vorliegend keine bzw. nur 
sehr wenige Anhaltspunkte erkennbar, welche auf Fortschritte im Verhalten und in der Ent-
wicklung der Beschwerdeführerin schliessen lassen. Aufgrund der beschriebenen persönli-
chen Umstände der Beschwerdeführerin ist gestützt auf die Erkenntnisse des Jugendheims 
und des Konsiliarpsychiaters davon auszugehen, dass in früher Kindheit bei ihr keine Menta-
lisierung stattgefunden hat. Die Beschwerdeführerin ist folglich nicht in der Lage, ihr eigenes 
Verhalten oder das Verhalten anderer Menschen reflektierend aufzuarbeiten (vgl. E-Mail von 
Q.____ an die KESB und Beiständin vom 18. März 2019). Aufgrund der geringen Entwick-
lungsfortschritte in letzten Monaten sei unklar, ob das stark auffällige Verhalten der Be-
schwerdeführerin Folge einer psychischen Störung ist. Es besteht mit anderen Worten die 
ernsthafte Vermutung, dass sie psychisch erkrankt ist. Es geht bei der angeordneten Mass-
nahme somit vornehmlich um die Feststellung von medizinischen Sachverhaltselementen, so 
um die Abklärung, ob das problematische Verhalten der Beschwerdeführerin auf einer psy-
chischen Störung basiert oder ob und wie weit ihre kognitiven bzw. willensbildenden Fähig-
keiten krankheitsbedingt eingeschränkt sind und mit welchem Verlauf zu rechnen ist bzw. 
welche entsprechenden Kindsschutzmassnahmen anzuordnen sind. Trotz der engmaschi-
gen und professionellen Betreuung konnten bei der Beschwerdeführerin nur geringe Ent-
wicklungsschritte erzielt werden. Bei der bisherigen Unterbringung im Jugendheim N.____ 
stand nicht Therapie im Vordergrund, sondern der Beschwerdeführerin sollte in familienähn-
lichem Rahmen insbesondere Konstanz in Erziehung und Struktur im Alltagsleben verschafft 
werden. Im Verlauf der Unterbringung hat sich gezeigt, dass den Verhaltensauffälligkeiten 
der Beschwerdeführerin damit in gewissen Bereichen zwar adäquat begegnet, insgesamt 
jedoch keine relevante Verhaltensänderung bewirkt werden konnte. Vor diesem Hintergrund 
sind somit keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche den Schluss nahe legen würden, dass 
aktuell keine Kindswohlgefährdung mehr vorliegen würde. Im Gegenteil: Die Suizidäusse-
rungen der Beschwerdeführerin sind gemäss fachärztlicher Einschätzung ernst zu nehmen 
und mehrfach in den Akten dokumentiert (zuletzt im Gesprächsprotokoll der KESB vom 
20. Mai 2019). Es muss somit davon ausgegangen werden, dass das Wohl der Beschwerde-
führerin in ihrer körperlichen, geistigen und sittlichen Entwicklung weiterhin massiv gefährdet 
ist und sie vor dieser Gefährdung nur mit einer Weiterführung der geschlossenen Unterbrin-
gung geschützt werden kann. Nach dem Gesagten ist die Notwendigkeit einer psychiatri-
schen Begutachtung zu bejahen, damit insbesondere die gesundheitliche Situation der Be-
schwerdeführerin abgeklärt und eine zielführende Kindesschutzmassnahme angeordnet 

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werden kann. Daran ändert das Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass eine Begutach-
tung nicht notwendig sei, weil die KESB trotz entsprechender Hinweise in den letzten Mona-
ten nicht gehandelt und eine entsprechende Anordnung erst im Mai 2019 vorgenommen ha-
be, nichts. In diesem Zusammenhang kann den Verfahrensakten entnommen werden, dass 
die KESB im Zeitraum zwischen dem Antrag der Beiständin auf Begutachtung und ihrem 
Entscheid die finanziellen Abklärungen für das Gutachten vorgenommen, die Parteien zur 
beabsichtigten stationären Begutachtung angehört und das Gespräch im Jugendheim 
N.____ zur Standortbestimmung betreffend die Beschwerdeführerin stattgefunden hat. Vor 
diesem Hintergrund erweist sich der Vorwurf der Beschwerdeführerin als unbegründet. Die 
Beschwerdeführerin führt in ihrem Brief vom 2. Mai 2019 an die KESB aus, dass sie sich 
räumlich von ihrer ursprünglichen Umgebung trennen möchte, damit sie nicht wieder in alte 
Verhaltensmuster zurückfalle, was sie an der Kindsanhörung wiederholte. Damit zeigt sie 
zwar eine gewisse Bereitschaft, ihr künftiges Verhalten zu ändern, und anlässlich der Anhö-
rung durch die Delegation des Gerichts spricht sie sich im Grundsatz sogar für eine Begut-
achtung aus. In ihrer Argumentation blendet die Beschwerdeführerin jedoch aus, dass sie 
solche Beteuerungen auch in der Vergangenheit mehrfach geäussert hatte, ohne sich daran 
zu halten (vgl. KGE VV vom 6. Februar 2019 [810 19 10] E. 4.4). Die Fachpersonen halten in 
diesem Zusammenhang aktuell daran fest, dass bei der Beschwerdeführerin von einer 
"höchstens momentanen Einsicht" auszugehen ist (vgl. E-Mail von Q.____ an die KESB und 
Beiständin vom 18. März 2019). Zu beachten ist dabei, dass sich der involvierte Psychiater 
für eine geschlossene Unterbringung zur Begutachtung der Beschwerdeführerin ausspricht. 
Zudem hat sich in der Vergangenheit mehrmals gezeigt, dass die bisher angeordneten am-
bulanten Massnahmen und die Unterbringungen im offenen Rahmen keinen nachhaltigen 
Erfolg herbeizuführen vermochten. Die Vorinstanz errichtete zahlreiche Kindesschutzmass-
nahmen zur Unterstützung des Familienwohls und zur Wahrung des Kindeswohls, welche 
letztlich alle scheiterten. Gestützt auf die vorinstanzlichen Feststellungen, die Vorgeschichte 
und die Rückmeldungen des Jugendheims N.____ ist auf eine erhebliche Gefährdung des 
Kindswohls zu schliessen und es ist wenig glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin ihr Ver-
halten in einem offenen Rahmen derart verändern wird, dass sie ihr Leben mit der erforderli-
chen Reife und Einsicht anginge und insbesondere der angeordneten Begutachtung nach-
kommen würde. Dieser Schlussfolgerung hat die Beschwerdeführerin nichts Substanzielles 
entgegengesetzt. Vielmehr ist sie selber der Auffassung, dass es unter den gegebenen Um-
ständen grundsätzlich einer Begutachtung bedarf. Mit diesem Gutachten soll geklärt werden, 
ob und wenn ja, welche konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung im Fall einer unterlassenen 
Behandlung infolge des festzustellenden Gesundheitszustands besteht. Dem Erfordernis, 
dass die Begutachtung auf die absolut notwendige Zeit zu beschränken ist, hat die  
Vorinstanz insofern Rechnung getragen, als sie die Gutachterin im streitgegenständlichen 
Entscheid dazu angehalten hat, sich umgehend nach Abschluss der Abklärungen zur An-
schlusslösung bezüglich der Unterbringung der Beschwerdeführerin zu äussern und nicht bis 
zum Abschluss des schriftlichen Berichts zuzuwarten. Vor dem geschilderten Hintergrund 
erweist sich die stationäre Begutachtung der Beschwerdeführerin demzufolge als unumgäng-

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lich und verhältnismässig. Die Geeignetheit der Institution bestreitet die Beschwerdeführerin 
nicht.  
6.4 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die geschlossene Unter-
bringung zur Begutachtung im Jugendheim N.____ geeignet, erforderlich und für die Be-
schwerdeführerin zumutbar ist, um die medizinischen Sachverhaltselemente abzuklären. 
Insbesondere liesse sich dabei feststellen, ob das auffällige und gefährdende Verhalten der 
Beschwerdeführerin auf eine psychische Störung zurückzuführen ist und welche Kindes-
schutzmassnahmen anzuordnen sind, um sie vor der bestehenden Gefährdungslage zu 
schützen. Der vorinstanzliche Entscheid ist nicht zu beanstanden und die Beschwerde dem-
zufolge abzuweisen.  
 
7.1 Es bleibt über die kantonsgerichtlichen Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem 
Ausgang des vorliegenden Verfahrens sind die kantonsgerichtlichen Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 1'400.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und gehen aufgrund der Unter-
stützungspflicht der beigeladenen Kindsmutter zu deren Lasten. Zufolge Bewilligung der un-
entgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse 
(vgl. KGE VV vom 6. Februar 2019 [810 19 10] E. 6; Verfügung vom 29. Mai 2019).  
 
7.2 Die Parteikosten sind gestützt auf § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettzuschlagen. Zufolge 
Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertreterin ein Honorar aus der 
Gerichtskasse auszurichten. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeistän-
dung Fr. 200.-- pro Stunde. Die in der Honorarnote vom 17. Juni 2019 geltend gemachten 
Aufwendungen von 8 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen in der Höhe von Fr. 9.-- erscheinen 
im vorliegenden Fall als angemessen. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist 
demnach ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'732.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus 
der Gerichtskasse zu bezahlen.  
 
7.3 Die Beigeladene wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung der Ge-
richtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 
des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 
22. Februar 2001). 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und gehen aufgrund der Unterstützungs-
pflicht der beigeladenen Kindsmutter zu deren Lasten. Zufolge Bewilli-
gung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten 
zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'732.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin