# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1ffdd08-f180-5f91-ac19-ca829dc75402
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-22
**Language:** de
**Title:** Neurasthenie überwindbar. Rezidivierend depressive Störung nicht invalidisierend.  (BGE 9C_539/2015)
**Docket/Reference:** IV.2014.00098
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00098.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00098
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Schwegler
Urteil
vom
22. Mai 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
Schraner
& Partner Rechtsanwälte
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1972, ausgebildete Primarlehrerin, meldete sich
am 2
7.
Januar 2011 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf ein chronisches
Er
schöpfungssyndrom
,
eine Er
schöpfungsdepression sowie ein
R
estless
-
legs
-Syndrom
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum
Leistungsbezug
an (
Urk.
7/3). Mit Vorbescheid vom 2
5.
November 2011 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/21). Die Versicherte erhob dagegen Einwand und
ersuchte im Wesentlichen um
wei
tere Abklärungen
(
Einwand vom 2
8.
Dezember 2011 [
Urk.
7/22] mit Ergänzung vom 3
1.
Januar 2012
[
Urk.
7/25
]
), woraufhin die
IV-Stelle ein Gutachten von
Dr.
med.
dipl.
-psych. Y.___
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, ein
holte (Gutachten vom 2
6.
November 2012,
Urk.
7/34)
. Nach
Einsicht in die
Stell
ungnahme der Versicherten vom
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/44) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
6.
Dezember 2013 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
4.
Januar 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und be
antragte, es sei die Verfügung aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei an
zu
wei
sen, die Abklärungen zur Bemessung des Invaliditätsgrades vorzunehmen und
gestützt darauf der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente auszurichten. Mit
Be
schwerdeantwort
vom 2
8.
Februar 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
, unter Beilage ihrer Akten
Urk.
7/1-48
), was der
Beschwerdeführerin am
4.
März 2014 (
Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so-weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
ein
en Anspruch der B
e
schwerdeführerin auf eine Rente
der Invalidenversicherung zu Recht verneint hat.
Die Beschwerdegegner
in hielt
in ihrer Verfügung vom
6.
Dezember 2013
(
Urk.
2)
im Wesentlichen
dafür
, dass die Leiden der Beschwerdefüh
r
erin über
windbar sei
en
. Es sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Primarlehrerin auszugehen. Das Ausmass der Aktivitäten im Ta
gesablauf der
Beschwerdeführerin
sei
nicht mit den Funktionseinschränkungen einer mittel
schweren Depression vereinbar, mithin die mittelschwere Ausprägung nicht nach
vollziehbar. Die Depression vermöge folglich weder für sich allein stehend,
noch in Verbindung mit der Neurasthe
nie, eine Arbeitsunfähigkeit zu begrün
den
(
Urk.
2 S. 5 f.).
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin in ihrer
Beschwerde vom 2
4.
Janu
ar 2014 (
Urk.
1)
hauptsächlich
vor,
e
s könne offen bleiben, ob die Neu
rasthenie aus rechtliche
r Sicht überwindbar sein könnte. Entscheidend sei, dass
die Symptomatik der rezidivierenden depressiven Störung die Arbeitsunfä
hig
keit
bewirke. An dieser Tatsache möge auch das zusätzliche Vorliegen einer allen
falls
überwindbaren Neurasthenie nichts ändern.
Das Gutachten von
Dr.
Y.___
(
Urk.
7/34) sei voll beweiskräftig und für die Beschwerdegegnerin verbindlich. Sie überschreite ihre Fachkompetenz durch die in den Erwägungen zur Verfü
gung (
Urk.
2) bekundete Abweichung von der psychiatrischen Diag
nostik und von der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, da die Diagnostik und Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich Aufgabe des medizinischen Gut
achters sei und nicht die rechtsanwendenden Behörden dafür zuständig seien (
Urk.
1 S. 5).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer
ten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objek
tiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Be
einträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur
soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann,
die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.3
Eine fach
ärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gun
g und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein
mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progre
dien
ter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozia
ler Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
;
„Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz kon
se
quent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Be
handlung (auch mit
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und geschei
terte
Rehabilitations
mass
nahmen
bei vorhandener Motivation und
Eigenan
strengung
(kooperative Hal
tung) der versicherten Person. Je mehr dieser Krite
rien zutreffen und je ausge
prägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind
–
ausnahms
weise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu vernei
nen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei
nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins
besondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hin
sichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch
die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei handelt es sich um ein sach
liches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vier
barkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf
Sozi
al
ver
sicherungsleistungen
seit jeher vorausgesetzt und hat im Rahmen der 5. IV-
Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von
einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis
kriminierung der betroffenen Versicherten in
verfassungsmässigem
Sinne bezie
hungsweise nach
Massgabe
der EMRK kann daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bun
desgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in
fine
und E. 5.7).
Die im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rak
ters von
Fibromyalgien
(BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (Urteil des Bundesgerichts
9C_1
0/2014 vom 20. August 2014 E. 3.3, SVR 2007 IV Nr.
45 S.
150, I 9/07 E.
4 am Ende),
und
Konver
sions
störungen
/dissoziativen Bewegungsstörungen (Urteile des Bundesgerichts 8C_810/2013 vom
9.
April 2014 E. 5.2.2 mit Hinweisen, 9C_903/2007 vom 30. April
2008 E.
3.4)
sowie bei
Chronic
Fatigue
Syndrome (CFS; chronisches
Müdig
keitssyndrom
) und Neurasthenie (Urteile
des Bundesgerichts
9C_
662/2009
vom 17. August 2010 E. 2.3, 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07
vom 14. April 2008 E. 5), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne orga
nisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2013 vom 16. Februar 2014 E. 4.1-2) sowie bei nicht orga
nischer
Hypersomnie
(BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog
an
ge
wendet, nicht hingegen,
wenn sich die Frage nach der invalidisie
renden Wi
r
kung einer
Cancer-related
Fatigue
stellt (
BGE
139 V 346 E.
3 mit Hin
wei
sen).
2.4
Als Rechtsfrage frei überprüfbar ist, ob eine festgestellte psychische
Komorbidi
tät
hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten
weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um ge
samt
haft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung über
wind
bare Schmerzstörung und somit auf eine invalidisierende
Gesundheitsschä
digung
zu gestatten (Urteil des Bundesgerichts I 683/06 vom 2
9.
August 2007 E. 2.2).
2.5
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer De
pression und selbst mittelgradige depressive Episoden
regelmässig
nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depre
s
sion im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der
betroffenen Person verunmöglicht, die Folgen der bestehenden
Schmerz
prob
lematik
zu überwinden. Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor
dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden
ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2014 vom 2
6.
Juni 2014 E. 3.3.4 mit Hin
weisen
; vgl. auch U
rteil
9C_856/2013 vom 8.
Oktober 2014
E. 5.1.2
).
Zwar ist eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung
nicht schlechthin
auszuschliessen
, indes bedingt deren Annahme, dass es
sich nicht
bloss
um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um
ein
selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressi
ves Lei
den
handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie be
folgt wird,
deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (
Urteil des Bun
des
ge
richts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven
For
menkreis
gelten zudem grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
Urteil des
Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März
2014
E. 3.6.1 mit Hinweisen). Bei mittel
schweren depressiven Episoden (ICD-10 F32.1) verneint das Bundesgericht
regelmässig
deren invalidisierende Wirkung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013
vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
2.6
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkrankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Be
einträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde
zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar
unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder
einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kul
tu
rell
en Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne ver
selb
ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähigkeit
sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo
die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
rei
chende Erklä
rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi
sie
render psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität füh
ren, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner - unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Fol
ge
n verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken
(Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinwei
sen).
3.
3.
1
Dr.
med. Z.___
, Fachärztin FMH Allgemeine Medizin, no
tier
te
in ihrem
von der IV-Stelle eingeholten
Arztbericht vom 1
6.
Juni 2011 (Eingangs
datum,
Urk.
7/14) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein psychisches und physisches Erschöpfungssyndrom, eine rezidivierend
e
depressive
Störung sowie ein
R
estless
-
legs
-Syndrom mit/bei schwerer Ein- und Durchschlaf
störung,
polysomographisch
dokumentiert. Sowohl das Erschöpfungs
syndrom als auch die rezidivie
rende depressive Störung bestünden
seit 200
3.
Während der ersten Schwangerschaft 2003 sei es erstmalig zu Schlafstörungen und zu einer Erschöpfungssituation gekommen, welche nach der Geburt wieder
abgeklungen sei. Die massiven Erschöpfungssyndrome und die Schlafstörung seien
trotz verschiedenster Therapien nicht besser geworden.
Im Rahmen einer Abklärung im Universitätsspital 2006 habe die
Ein- und Durchschlafstörung
do
ku
mentiert werden könn
en aufgrund eines ausgeprägten
R
estless
-
legs
-Syn
drom
s
.
Unter der Therapie
mit
Sifrol
habe sich diese Symptomatik verbessert,
nicht jedoch die chronische Erschöpfung. Die
Beschwerdeführerin
leide an massi
ven
Er
schöpfungsepisoden
, welch
e einen erhöhten Schlafbedarf a
u
c
h am Tag
nach
sich zögen
(
Urk.
7/14
S. 2 f.
). Sie sei seit 2003 zu 100
%
arbei
tsun
fähig als Primarlehrerin. In den Jahren
2009/2010 habe sie für einige Wochen Malkurse
gegeben. Auf
grund des ausgeprägten Erschöpfungssyndroms mit depressiver Kom
ponente sei sie nicht arbeitsfähig (
Urk.
7/14 S. 3).
3.2
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Psychiatrie, behandelte die
Beschwerde
führerin
vom 2
3.
Februar 2006 bis zum
8.
März 201
1.
Er hielt in seinem
zuhanden der
Beschwerdegegnerin
erstellten
Arztbericht vom 2
0.
Juni 2011 fest
(
Urk.
7/15)
,
dass die Be
schwerdeführerin an rezidivierenden Depressionen, zum
Untersuchungszeit
punkt
einer mittelsc
hweren depressiven Episode (ICD-10
F33.2)
leide, welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe
(
Urk.
7/15 S.
5)
.
Da
neben diagnos
tizierte er
ein
R
estless
-
legs
-Syndrom ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit. D
ie Patientin
leide
seit
8 Jahren an
R
estless
-
legs
. Man habe dies 5 Jahre lang nicht herausgefunden
.
Durch das ständige Schlafdefizit sei sie immer mehr in einen Erschöpfungszustand hineingerutscht, wobei ihre Kinder
auch zur Erschöpfung beitragen würden
(
Urk.
7/15 S. 6).
Die Grundstimmung sei
herabgesetzt, deprimiert. Die Patientin berichte über starke Stimmungsschwankungen, ausschliesslich im depressiven Bereich. Die Kinder würden ihr
Freude machen, ebenso sich bewegen und in der Sonne sein. Bewegung fehle ihr
extrem, sie sei immer zu Hause, möge gar nichts machen. Motivation sei sehr vorhanden, es mache sie eben genau dies so traurig, dass sie das aufgrund einer massiven Antriebsstörung nichts umsetzen könne - dies mache ihr am meisten zu schaffen. Sie habe Hoffnung, dass es besser werden könnte, diese „bröckele“ aber.
Der Schlaf sei sehr wechselhaft, manchmal habe sie starke Probleme mit Einschlafen, wenn sie dann aber mal gut schlafe, fühle sie sich am nächsten Tag insgesamt sehr viel besser.
Der Appetit sei normal und gut. Das Vitalitätsgefühl sei stark herabgesetzt, sie sei
immer müde und schlapp, habe ständ
ige
Gliederschmerzen und alles tue weh.
Der Antrieb am Morgen sei relativ gut, sie könne gut aufstehen, könne meist einiges machen und erledigen, manchmal müsse sie
sich
wegen der Schmerzen aber nochmals hinlegen und sich entspannen. Suizid
gedanken kämen immer mal wieder, könne dies aber nie machen wegen ihrer Kinder. Psychomotorisch sei sie im Gespräch unauffällig und ruhig. Das Selbstwertgefühl sei gut.
Sie habe Ängste in Form spezieller soziophobischer Ängste, wenn sie sich exponieren müsse, sie könne es kaum aushalten, vor anderen Menschen zu reden. Vor Kindern habe sie kein Problem, bei Erwachsenen grosse Mühe. Sie habe Angst, w
enn sie alleine zu Hause überna
chten müsse
(
Urk.
7/15 S. 6 f.)
.
Dr.
A.___
notierte des Weiteren, dass
die Beschwerdeführerin
mehrfach
einen Klinikaufenthalt abgelehnt habe
(
Urk.
7/15 S.
7)
. Sie habe eine hohe Erwa
r
tungshaltung gehabt sowie extreme Ungeduld, obwohl sie mehrfach auf die
Wir
kungsdynamik
antidepressiver Medikation hingewiesen worden sei. Bei jedem
Missbefinden sei sofort ein Telefonat erfolgt
,
um dies mitzuteilen und mit der Erwartungshaltung, subito etwas zu ändern.
Die Beschwerdeführerin habe t
eil
weise ei
genständig
ohne Rücksprache
die Medikamente geändert
. In krassem
Ge
gensatz zu der sehr fordernden Grundhaltung
habe
ge
stand
en
, dass sie bereit
s ab der zweiten Sitzung telefonische Konsultationen gewünscht habe, da es so weit in die Praxis sei (10 - 15 min mit dem Auto). Er habe dies abgelehnt, da er
sich ausser Stande
gesehen habe
, ohne persönliche Beurteilung eine konsequen
te Behandlung durchzuführen.
De
r
Arzt
merkte persönlich an, dass er die Diskre
panz zwischen dem Leidensdruck und dem, was die
Beschwerdeführerin
als
zumutbar
betrachtet
habe,
auffällig
gefunden habe
. Letztendlich sei eine konse
quente Behandlung insgesamt betrachtet ohnehin nicht möglich
gewesen
, da der
ständige Druck in Rich
tung eines (kontraproduktiven) Aktivismus und die eigene Sichtweise der
Beschwer
deführerin
in Bezug auf die Behandlung der Erkrankung eine
solche verunmöglicht habe (
Urk.
7/15 S. 7 f.)
.
Die Prognose sei bei konsequenter Behandlung als gut einzuschätzen. Dafür sei allerdings notwendig, dass eine solche gemäss ärztlicher Vorgabe durchgeführt werden könne.
Die
Beschwerdeführerin
sei vom 1
5.
Dezember 2010 bis zum 2
2.
März 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen aufgrund der herabgesetzten
Konzentrationsfähigkeit, der Antriebslosigkeit und des hohen persönlichen
Leidens
druckes
(
Urk.
7/15 S. 8)
.
3.3
Dr.
med.
B.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, beha
ndelt die Be
schwerdeführerin seit
dem 1
5.
März 201
1.
I
n seinem
von der IV-Stelle eingeholten
Arztbericht vom 2
9.
September 2011
(
Urk.
7/18)
notierte er
, dass sich die
Beschwerdeführerin
in delegierter Psychotherapie befinde. Seit Behandlungsbeginn im März 2011 habe eine leichte Verbesserung der depressiven Symptome, jedoch keine Verbesserung der Schlaf- und Erschöpfungsproblematik
erzielt werden können
. Seit Mitte September 2011
läge
aber
eine
erneute
Exacerbation
der depressiven Symptomatik mit Schweregefühlen thorakal, Überforderungsgefühlen im Haushalt und bei
der
Kinderbetreuung, Weinerlichkeit und Gliederschmerzen
vor
(
Urk.
7/18 S. 5 f.)
.
Der Antrieb der Beschwerdeführerin sei massiv reduziert, schwunglos, das
Aus
drucksverhalten
flach, müde, die Sprache eher monoton, manchmal klagend bis weinerlich.
Ihre Grundstimmung sei deprimiert, traurig, hoffnungsarm. Sie berichte über starke
Stimmungsschwankungen. Sie empfinde Freude an den Kinde
rn und körperlicher Bewegung (wa
s wegen Antriebsmangel meist nicht machbar sei). Das Vitalitätsgefühl sei deutlich reduziert. Sie verneine ei
n Morgentief, bejahe Grübeln
und Gedankenkreisen. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen (v.a. wegen
der unruhigen Beine und wegen Grübeln
s
).
Sie zeige ein offenes zugewandtes Ve
rhalten, schwachen Willen
, hilfesuchend
es Kontaktverhalten, sei jedoch freund
lich und umgänglich. Ihr formales Denken sei unauffällig, es bestünden keine Anhaltspunkte für Wahn, Sinnestäuschungen oder Halluzinationen. Keine
Phobien.
Sie bejahe Suizidgedanken, verneine aber vor allem wegen den Kindern
glaubhaft irgendwelche Absichten oder Pläne. Sie berichte über dauernd vor
handene Gliederschmerzen, welche sich nach körperlichen Aktivitäten vers
t
är
k
e
n würden. Diese zwäng
t
en sie zu mehrmaligem
Hinliegen
tagsüber. Sie würden teils erst gegen Mittag auftreten, abhängig von nächtlichem Schlaf. Der Appetit sei meist reduziert
(
Urk.
7/18 S. 6)
.
Prognost
isch könne derzeit und bis auf w
eiteres kaum von einer deutlichen Ver
besserung der Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Sie werde psychiatrisch-psychotherapeutisch mit einer Sitzungsfrequenz von durchschnittlich
einer
Stunde pro Woche behandelt und nehme verschiedene Medikamente
(
Valdoxane
50mg/d,
Cipralex
20mg/d,
Trittico
200mg/d,
Lyrica
200mg/d,
Sifrol
0.25mg/d)
.
Eventuell sei es nach Überwindung der depressiven Störung möglich, langsam und schrittweise einen neuen Umgang mit der Erschöpfung beziehungsweise Schlaf
störung aufzubauen, damit
die Beschwerdeführerin
wieder vermehrt ihr Leben in den Griff bekom
men könne. Derzeit und bis auf w
eiteres sei ihr keinerlei Tätigkeit zumutbar
(
Urk.
7/18 S. 6 f.)
.
3.4
Dr.
Y.___
untersuchte die Beschwerdeführerin am
6.
Juli 201
2.
In seinem Gut
achten vom 2
6.
November 2012 (
Urk.
7/34) diagnostizierte
er e
ine Neuras
thenie (ICD-10
F48
) sowie eine rezidivierend
e
depressive Störung, zum Untersuchungszeitpunkt mittelgradig ausgeprägte depressive Episode mit ausgeprägtem somatischem Syndrom (ICD-1
0
F33.11), welche Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit hätten (
Urk.
7/34 S. 11). D
i
fferentialdiagnostisch
erhob
er
ei
ne atypisch
e Depression (ICD-10 F
32.8) (
Urk.
7/34 S.
12
). Die Hauptsymptome einer Depression,
nämlich depressive Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit sowie ein Antriebsmangel
und eine erhöhte Ermüdbarkeit lä
gen im Falle der Versicherten vor.
Als sogenannte Zusatzsymptome seien eine verminderte Konzentration und Auf
merksamkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, negative
und pessimistische Zukunftsperspektiven
und Schlafstörungen feststellbar. Als „somatische“ Symptome lägen ein Interessenverlust, Verlust der Freude an
sonst angenehmen Tätigkeiten, eine mangelnde emotionale Reagibilität auf sonst
freu
dige Ereignisse, frühmorgendliches Erwachen, morgendliches Stimmungstief sowie
eine psychomotorische Hemmung vor. Sie habe darüber hinaus eine anhalte
nde und quälende Ermüdbarkeit
nach geistiger Anstrengung und eine kör
perliche Schwäche und Erschöpfung nach geringen Anstrengungen sowie diffuse
körperliche Beschwerden („Ganzkörperschema“) und eine gewisse Reizbarkeit
beklagt. Auf
syndromaler
Ebene entspreche das Beschwerdebild einer depressi
ven
Symptomatik mittelgradigen Ausmasses mit somatischem Syndrom (
Urk.
7/34 S. 12).
In psychisch-geistiger Hinsicht bestehe aufgrund der gedrückt-depressiven, in der affektiven Modulationsfähigkeit deutlich verminderten Stimmungslage, der Antriebsverminderung, der formalgedanklichen
Grübelneigung
und Einengung und der vegetativen Beschwerden eine deutliche Beeinträchtigung der psychophysischen und psychosozialen Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
. In psychiatrisch-körperlicher Hinsicht besteh
e aufgrund der deutlichen Störu
n
g
der Vitalgefühle eine deutliche Leistungsminderung. Auf der Ebene der sozialen
Kommunikationsfähigkeit (positiv erlebte Aussenkontakte, intakte Familienstruktur) bestehe zum Untersuchungszeitpunkt keine Einschränkung (
Urk.
7/34 S. 13).
Die
komorbide
psychiatrische Störung (rezidivierend depressive Störung, mittel
gradig ausgeprägt) sei zum Untersuchungszeitpunkt als psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer zu beurteilen. Ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer
Konfliktbe
wältigung
(primärer Krankheitsgewinn) liege nicht vor. Ein sozialer Rückzug
zumal in allen Lebenslagen bestehe nicht (intakte Familienstruktur, Aussenkontakte). Die bisherigen stationären/ambulanten Behandlungsmassnahmen hätten bislang keine wesentliche Besserung des Beschwerdebildes ergeben (es ergäben
sich allerdings, folge man dem eindrücklichen Bericht von
Dr.
A.___
vom
2
0.
Juni 2011 [
Urk.
7/15] auch Hinweise auf eine
Malcompliance
). Die
Beschwer
deführerin
pflege soziale Kontakte, Realitätsprüfung und Urteilsbildung seien intakt, die Beziehungsfähigkeit sei erhalten, Affekt- und Impulssteuerung seien deutlich vermindert, das Selbstwertgefühl leicht vermindert, der Antrieb deutlich vermindert.
Von einer erheblichen Störung komplexer Ich-Funktionen sei nicht auszugehen.
Gesamthaft sei aus psychiatrischer Sicht der
Beschwerdeführerin
eine entsprechende Willensanstrengung zu Beschwerdeüberwindung deutlich erschwert, aber nicht verunmöglicht (
Urk.
7/34 S. 13 f.
,
Urk.
7/34 S. 17
).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als
Primar
leh
rerin
, dies vor dem Hintergrund der raschen Ermüdbarkeit, der gerin
gen Stresstoleranz sowie der
kognitiven Einschränkungen. Eine 50%ige Arbeitsfähig
keit sei zum Untersuchungszeitpunkt in einer ruhigen, stressarmen, nicht monotonen Tätigkeit mit eher geringem Verantwortungsprofil unter den Bedingungen der freien Wirtschaft zumutbar
(
Urk.
7/34 S. 14
f.
)
.
Berufliche Massnahmen seien angesichts der demonstrierten ausgeprägten
De
konditionierung
eigentlich angezeigt, aufgrund der ausgeprägten
Insuffizienz
überzeugung
aber wahrscheinlich wenig erfolgsversprechend
(
Urk.
7/34 S. 14)
.
Die aktuel
l attestierte Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit sei seit
spätestens September 2011 ausgewiesen, dies durchgehen
d
. Es lägen keine wesent
lichen Diskrepanzen zu den vorliegenden Arztberichten vor. Die
von
Dr.
B.___
(
Urk.
7/18)
diagnostizierte mittelgradige Störung begründe aus psychiatrischer Sicht keine vollständige Arbeitsunfähigkeit zumal auf Dauer. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit fü
r eine angepasste Tätigkeit wei
che hier entsprechend vom Bericht von
Dr.
B.___
ab. Dazu sei anzumerken, dass die diagnostizierte Störung eine vollständige Aufhebung der Arbeitsfähigkeit, zumal für jedwede Tätigkeit und auf Dauer versicherungsmedizinisch nicht begründen könne.
Zumal im
Be
richt
von
Dr.
B.___
kei
ne Trennung invaliditätsbedingter von (in diesem Falle rele
vant vorhandenen)
IV-fremden Faktoren mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erfolgt sei (
Urk.
7/34 S. 16).
Er habe IV-fremde Faktoren (ausgeprägte Insuffizienzüberzeugung, Nicht-Aner
kennung der Beschwerden durch andere,
Dekonditionierung
, sekundärer
Krank
heitsgewinn
[Unterstützung durch die Familie, Entlastung] bei laufendem
versi
cherungsrechtlichem
Verfahren) von IV-bedingten Faktoren abgegrenzt und dies
e seien nicht in die Einschätzung der medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit miteingeflossen
(
Urk.
7/34 S. 16)
.
4.
4.1
Die Beschwerde
führerin macht geltend, dass dem
Gutachten von
Dr.
Y.___
(
Urk.
7/34
) volle Beweiskraft zukomme (
Urk.
1 S. 5
). Dem ist
insoweit
zuzustimmen
, als
sich
das Gutachten
für die vorliegend zu beantwortenden Fragen als umfassend erweist.
Dr.
Y.___
erstellte das
Gutachten in Kenntnis der
Vorak
ten
(
Urk.
7/34 S.
2 ff.)
,
zu welchen er auch Stellung nahm (
Urk.
7/34
S.
16 f.) un
d
berücksichtigte die geklagten Beschwerden
sowie
das Verhalten der Beschwerdeführerin (
Urk.
7/34 S. 9 f.).
Sofern die Beschwerdeführerin ausführte
, das Gutachten
sei
aufgrund der vollen Be
weiskraft
für die Beschwerdegegnerin
verbindlich
und die Beschwerdegegnerin
überschreite
durch
das
Abweich
en
von der psychiatrischen Diagnostik und
Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit
ihre Fachkompetenz (
Urk.
1 S. 5)
,
ist
ihr
entgegenzuhalten, dass gemäss Rechtsprechung als Rechtsfrage frei überprüfbar ist, ob
eine Neurasthenie mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar ist oder nicht
(vgl
. E. 2.4
).
4.2
Zu prüfen ist entsprechend, ob die Neurasthenie überwindbar ist und
dabei ins
besondere,
ob eine allfällige psychische
Komorbidität
von der erforderlichen Schwere,
Aus
prägung und Dauer vorliegt.
Dr.
Martín
Z.___
hielt in ihrem Arztbericht fest,
die rezidivierende depres
sive Störung bestehe seit 200
3.
Sie
führte aus,
dass es während der ersten Schwang
erschaft 2003 erstmalig zu
Schlafstörungen und
einer Erschöpfungssituation
gekommen sei. Auch sei die Beschwerdeführerin
wegen dem ausgepräg
ten Erschöpfungssyndrom mit depressiver Komponente nicht arbeitsfähig (
Urk.
7/14
S.
2 f.).
Dr.
A.___
hielt dafür
, dass die Beschwerdeführerin
durch das ständige Schlafdefizit immer mehr in einen Erschöpfungszustand hinei
ngerutscht sei, Co-Faktor seien sicher ihre drei Kinder, die zur Erschöpfung beitragen würden (
Urk.
7
/1
5 S. 6).
In Übereinstimmung damit
no
tierte
Dr.
B.___
, dass das Auftreten des
R
estless
-
legs
-Syndroms während der ersten Schwangerschaft erhebliche Schlafstörungen und Erschöpfungszustände bewirkt habe. Im Laufe von zwei weiteren Schwangerschaften sei eine Verschlechterung der Schlafstörungen und der Erschöpfungszustände eingetreten sowie eine zunehmende rezidivierende depr
essive Symptomatik aufgetreten (
Urk.
7/18 S. 5).
Anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
Y.___
führte die Beschwerdeführerin aus,
dass die Erschöpfung das Hauptproblem sei. Sie sei 2001 das erste Mal schwanger geworden und währenddessen habe sie plötzlich nicht mehr schlafen
können. Mit der Zeit habe sie immer wieder Schlafstörungen gehabt und sich ver
schiedensten Behandlungen unterzogen. 2005 sei sie zum zweiten Mal schwanger
geworden. 2006 sei sie in einen Erschöpfungsring gerutscht. 2006 sei sie im Uni
versitätsspital untersucht worden, im Februar 20
07 habe man ein
R
estless
-
legs
-Syndrom festgestellt. 2007 sei sie ungewollt schwanger geworden, so dass sie das
Sifrol
habe absetzen müssen, was die
R
estless
-
legs
-Symptomatik und die Schlafstörungen verschlimmert habe. Ende 2007 sei ihr Sohn auf die Welt gekommen
und
sie sei mit den drei
K
indern und den Verpflichtungen um den Hausbau in eine neuerliche Erschöpfung geraten (
Urk.
7/34 S. 7).
Entsprechend den Ärzten, welche die Beschwerdeführerin behandeln bezieh
ungs
weise behandelten (
Urk.
7/14,
Urk.
7/15,
Urk.
7/18)
,
als auch dem Gutachter
Dr.
Y.___
(
Urk.
7/34) folgend, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit da
von
auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin zunächst an einer Neurasthenie, zu
rückzuführen auf die Mehrfachbelastung durch
die erstmalige Schwangerschaft
und Geburt im Jahr 2002, der damit einhergehenden Kinderbetreuung sowie
durch
das
Führen eines Haushalts und der 50%igen Arbeitstätigkeit als Prima
r
lehrerin
im Schuljahr 2003/2004
(Ressour
cengesprä
ch vom
9.
Februar 2011
Urk.
7/8 S.
2, Auszug aus dem individuellen Konto vom 1
4.
Februar 2011
Urk.
7/9
S. 2)
litt und die depressive Symptomatik erst
als Folge davon
auftrat
.
4.
3
4.
3.1
Die Neurasthenie weist nach Massgabe der Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen nur ausnahmsweise, bei Vorliegen einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder
dem Vorhandensein anderer Kriterien, invalidisierenden Charakter auf. Die invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung
ist nicht schlecht
hin auszuschliessen; deren Annahme bedingt jedoch, dass es sich nicht bloss um die Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden handelt. Im Weiteren ist vorausgesetzt, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist
. Fehlt es daran, ist
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel keine invalidisierende
Wirkung des Gesundheitszustandes anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 9C_454/2013 vom 2
9.
Oktober 2013 E. 4.1).
Wird
die rezidivierend depressive Störung (am
6.
Juli 2012 mittelgradig ausgeprägte depressive Epis
ode mit ausgeprägtem somatischem
Syndrom)
als psychische
Komorbidität
zur Neurasthenie betrachtet
,
wofür die Chronologie der Erkrankungen spricht (vgl.
E. 4.2)
,
fehlt es an der rechtsprechungsgemäss erforder
lichen Schwere, Ausprägung und Dauer dieses psychischen Leidens.
Die Beschwerdeführerin
schilderte
anlässlich der Un
tersuchung durch
Dr.
Y.___
ihren
Tagesablauf.
S
ie stehe jeweils zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr auf, fühle sich
unausgeruht
und müde, frühstücke etwas, räume etwas auf, dusche. Um 10.00 Uhr lege sie sich erschöpfungsbedingt wieder hin. Sie liege bis ca. 11.30 Uhr, bereite etwas zum Mittagessen vor. Um 13.00 Uhr lege sie sich wieder hin (bis um 15.00 Uhr), dann stehe sie auf und könne etwas machen (könne aber nicht hinausgehen, wenn es länger als 30 Minuten dauere). Sie treffe sich vielleicht einmal mit einer Freundin für eine Stunde, „wenn ich 3 Stunden unterwegs bin, muss ich das am nächsten Tag büssen“. Am Dienstag begleite sie die Kinder zum Tennisunterricht. Über ihre Entwicklung könne sie sich noch richtig freuen. Sie spiele 3 Stunden pro Tag mit ihnen, bringe sie zum Fussball und Tennisunterricht. Die Hausarbeiten (Staubsaugen, Wäsche tragen und aufhängen, Bügeln, grosse und kleine Putzarbeiten, Einkaufen) erledige sie mit Unterstützung der Mutter und Schwiegermutter. Sie räume ein wenig auf, mache die Betten, koche. Den Rest besorgten die Mutter und die Schwiegermutter. Die Abende verbringe sie zu Hause. Als Hobbies gab sie Tennis, Biken, Joggen und Handarbeiten an. Dreimal pro Woche sehe sie eine Freundin, Kon
takte zu ihr seien ihr wichtig
.
Sport verneinte sie, sie sei aber
sehr
sportlich gewesen. Sie mache ab u
nd zu ganz
kurze Spaziergänge (
Urk.
7/34 S. 5 f.).
D
ie Beschwerdeführerin
ist
in der Lage
, einen
notorischerweise
anspruchsvollen und anstrengenden
Alltag mit drei Kindern
(geboren 2002, 2006 und 2007
,
Urk.
7/3 S.
3)
selbständig zu mei
stern sowie
dreimal wöchentlich
soziale Kontakte a
usserhalb der Familie pflegen. Es
ist
dem
entsprechend
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass keine psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität und Ausprägung vorliegt.
4.3.2
Weiter ist zu prüfen, ob die weiteren Faktoren, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische
Grundlage ausnahmsweise eine Invalidität zu begründen vermögen, mit genügen
der Intensität und Konstanz erfüllt sind (vgl. E. 2.3).
Die Beschwerdeführerin pflegt
Kontakte zur Mutter und S
chwieger
mutter, ist in der Lage, ihre Kinder regelmässig zum Sport zu begleiten und spielt jeweils während drei Stunden pro Tag mit ihnen. Auch trifft sie dreimal in der Woche eine Freundin und macht Spaziergänge (
Urk.
7/34 S. 5 f.). Ein sozialer Rückzug
in allen Belangen des Lebens
liegt
somit
klar nicht vor
.
Die Behandlungsergebnisse
trotz andauernder psychiatrischer
und
psychologischer Therapie sind nicht wie gewünscht
ausgefallen. H
ervorzuheben
ist allerdings
, dass Hinweise auf eine
Malcompliance
der Beschwerdeführerin vorliegen:
Dr.
A.___
hält fest, dass die Beschwerdeführerin mehrmals einen Klinik
aufenthalt abgelehnt habe und ihr trotz grossem Leidensdruck ein Weg von circa
10 bis 15 Minuten
bis in seine Praxis
bereits zu weit war. Auch habe sie ihre
Medikation ohne Rücksprache ei
genmächtig ge
ändert
. Eine konsequente Behand
lung sei nicht möglich gewesen, da der ständige Druck in Richtung eines (kontraproduktiven) Aktivismus und die eigene Sichtweise der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Behandlung der Erkrankung eine solche verunmöglicht hätten (
Urk.
7/15 S.
7
f.).
F
ür
Letzteres
spricht auch die von
Dr.
med.
C.___
, Psychiatrie/Psychotherapie FMH,
erstellte
Liste mit den
über 15 getesteten
Medikam
en
ten vom 2
8.
Mai 2008 bis zum
5.
August 2010 (Schreiben vom
5.
August 2010,
Urk.
7/15).
Damit ist das Kriterium eines unbefriedigenden Behandlungsergebnisses trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) ebenfalls zu verneinen.
Ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf
einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn, „Flucht in die Krankheit“), liegt gemäss Gutachten von Dr.
Y.___
nicht vor (Urk. 7/34 S. 13).
Ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progre
dienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung ist gemäss der im Gutachten von Dr.
Y.___
aufgezeichneten Entwicklung des Beschwerdebildes nicht gegeben (Urk. 7/34 S. 7) und wird von diesem Gutachter auch nicht attestiert (vgl. Urk. 7/34 S. 13).
Fraglich ist einzig, ob mit dem von Dr.
Z.___
mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten
R
estless
-
legs
-Syndrom eine erhebliche chro
nische körperliche Begleiterkrankung vorliegt. Indes verneinte Dr.
A.___
eine Auswirkung dieser Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit (E. 3.2), Dr.
B.___
erhob diese Diagnose im Verbund mit der Neurasthenie („Neurasthenie [ICD-10: F48.0] nach
Restless
-
Legs
-Syndrom [ICD-10: G25.81]“), während Dr.
Y.___
sie gar nicht mehr aufführte, so dass dieser Faktor jedenfalls nicht mit genügender Intensität und Konstanz erfüllt ist.
Da keine
r
der fraglichen
Faktoren
erfüllt ist,
ist es der Beschwerdeführerin, nicht zuletzt auch mit Blick auf die offensichtlich
noch vorhandenen Ressourcen,
zuzumu
ten,
die Neurasthenie zu überwinden. Dies wird im Übrigen auch durch
Dr.
Y.___
in seinem Gutachten entsprechend festgehalten (
Urk.
7/34 S. 17).
4.3.3
Würde es sich
hingegen
bei der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung (zum Untersuchungszeitpunkt mittelgradig ausgeprägte depressive Episode mit ausgeprägtem somatischem Syndrom)
um ein
wie von der Beschwerde
führerin geltend gemachte
s
unabhängiges Leiden handeln
(
Urk.
1 S. 6)
, würde sich
am Ergebnis nichts ändern.
Durch Wegfall/Nichtberücksichtigung eines
pa
thogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildes ohne nachweis
bare organische Grundlage
(vorliegend die Neurasthenie) bei im Übrigen
identischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie identischen weiteren, gegebenenfalls invalidisierenden Faktoren (E. 4.3.2) kann nur schon aus logische
n Gründen keine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultieren.
Abgesehen davon, ist das Beschwerdebild
von Anfang an wesentlich durch invaliditätsfremde psychosoziale Umstände, insbesondere die Belastung als Mutter
(
Urk.
7/34 S.
8) geprägt
gewesen
. Solche Faktoren vermögen medizinisch die
Diagnose einer rezidivierenden depress
iven Störung, aber rechtlich keine Invalidi
tät zu begründen. Auszugehen ist vielmehr davon, dass leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis therapierbar sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_454/2013 vom 2
9.
Oktober 2013 E.
4.1). Für die Therapierbarkeit
spricht auch,
dass
Dr.
A.___
die Prognose bei konsequenter Behandlung als gut einschätzte, wobei dafür notwendig sei, dass eine solche gemäss ärztlicher Vorgabe durchgeführt werden könnte (
Urk.
7/15 S. 8). Hinzu kommt, dass der aktuell behandelnde Psychiater
Dr.
B.___
als Empfehlung
für künftige Therapien festhielt
, dass es eventuell nach Überwindung der depressiven Störung möglich sei, langsam und schrittweise einen neuen Umgang mit der Erschöpfung beziehungsweise Schlafstörung aufzubauen, damit die Beschwerdeführerin wieder vermehrt ihr Leb
en in den Griff bekommen könne
(
Urk.
7/18 S. 6)
.
4.
4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass d
ie
diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht invalidisierend
sind
. Die Beschwerde ist
demnach
abzuweisen.
5.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61 lit. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt.
Die Gerichtskosten sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstSchwegler