# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f986efc-59c8-50b9-9d28-0a8f52dcc5b8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 28.03.2022 810 22 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-11_2022-03-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 28. März 2022 (810 22 11)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Vorsorgliche Regelung des Besuchsrechts 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiberin Elena 

Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Advo-
kat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Vorsorgliche Regelung des Besuchsrechts  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
6. Januar 2022) 

 
 
 
A. A.____ und C.____ sind die unverheirateten Eltern von D.____ (geb. XX.XX.2016), die 
bei ihrer Mutter lebt.  
 

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B. Mit Entscheid vom 8. Januar 2019 genehmigte das Bezirksgericht E.____ die Vereinba-
rung der Kindseltern vom 17. Dezember 2018, mit welcher der Kindsvater berechtigt worden 
war, die Betreuungsverantwortung für D.____ an zwei Halbtagen pro Woche auf eigene Kosten 
zu übernehmen. Für D.____ wurde eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 8 Abs.1 und 2 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 errichtet. Die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde F.____ wurde angewiesen, eine Beistandsperson zu ernen-
nen, was sie mit Entscheid vom 21. März 2019 befolgte.  
 
C. Mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts G.____ vom 21. Mai 2019 wurden 
A.____ der schweizerische und italienische Reisepass sowie die Identitätskarte im Sinne einer 
Ersatzmassnahme entzogen und gesperrt. Des Weiteren wurde ihm ab sofort untersagt, das 
gesamte Gebiet der Stadt H.____ und der Gemeinde I.____ zu betreten (Rayonverbot) sowie 
mit der Kindsmutter in irgendeiner Weise Kontakt aufzunehmen oder durch Drittpersonen auf-
nehmen zu lassen. Zudem wurde verfügt, dass die Regelung des Besuchsrechts für die ge-
meinsame Tochter ausschliesslich über die Beistandsperson zu erfolgen habe. Mit Entscheid 
vom 10. Juli 2019 übernahm die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (nachfol-
gend: KESB) die für D.____ von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde F.____ geführten 
Kindesschutzmassnahmen per 1. September 2019 zur Weiterführung und ernannte eine neue 
Beiständin.  
 
D. Mit Entscheid vom 27. November 2019 berechtigte und verpflichtete die KESB den 
Kindsvater, seine Tochter D.____ jedes zweite Wochenende von Samstag auf Sonntag zu sich 
zu Besuch zu nehmen. Die Kindseltern wurden angewiesen, zur Übergabe von D.____ im 
Rahmen des Besuchsrechts des Kindsvaters nach Möglichkeit das Angebot der Begleiteten 
Besuchstage Baselland (BBT) in Anspruch zu nehmen. An den Tagen, an welchen das Angebot 
der BBT zur Begleitung der Übergaben nicht zur Verfügung stehe, würden die Übergaben durch 
die Leiterin der BBT begleitet.  
 
E. Mit Entscheid vom 29. November 2019 ernannte die KESB in der Erziehungsbeistand-
schaft für D.____ als Beistand per 1. Dezember 2019 neu J.____, Soziale Dienste I.____.  
 
F. Mit Entscheid vom 11. August 2020 wurde das Besuchsrecht dahingehend erweitert, 
dass jedes zweite Besuchswochenende bereits am Freitag statt erst am Samstag begann. Mit 
Entscheid vom 16. Dezember 2020 wurde das Besuchsrecht nochmals erweitert, in dem jedes 
– statt nur jedes zweite – Besuchswochenende von Freitag bis Sonntag dauerte. Die Übergabe 
von D.____ wurde weiterhin über das Angebot der BBT bzw. über die Kindertagesstätte, die 
D.____ besuchte, abgewickelt.  
 
G. Mit Urteilsdispositiv vom 15. Juni 2021 erkannte das Bezirksgericht G.____, dass sich 
A.____ des gewerbsmässigen Betrugs, der mehrfachen Drohung, der Nötigung, des mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs, der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten, des mehrfachen Ver-
gehens gegen das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb, des vorsätzlichen Verge-
hens gegen das Waffengesetz, der Beschimpfung und der mehrfachen Tätlichkeiten schuldig 
gemacht habe. A.____ wurde mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, einer Geldstrafe von 150 Tages-

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sätzen à Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 300.-- bestraft. In der dem Urteilsdispositiv ange-
fügten Anklage vom 11. Dezember 2020 hatte die Staatsanwaltschaft K.____ festgehalten, 
dass A.____ C.____ in den Jahren 2018 bis 2019 genötigt, beschimpft, mehrfach schwer be-
droht und mehrfach gegen sie Tätlichkeiten ausgeübt habe.  
 
H. Mit Entscheid vom 21. Juli 2021 berechtigte und verpflichtete die KESB die Kindseltern 
vorsorglich und für die Dauer des Verfahrens zur Ausübung des Besuchsrechts zwischen 
D.____ und ihrem Vater das Angebot der BBT in Anspruch zu nehmen. Zur Begründung wurde 
festgehalten, dass unbestritten sei, dass D.____ blaue Flecken im Gesicht und an einem Arm 
aufgewiesen habe. Bezüglich der Ursache und des Zeitpunktes widersprächen sich die Kindsel-
tern jedoch deutlich. Während die Kindsmutter geltend mache, dass die Hämatome in der Zeit, 
welche D.____ bei ihrem Vater verbracht habe, entstanden seien, stelle sich der Kindsvater auf 
den Standpunkt, dass die blauen Flecken schon bestanden hätten, als er D.____ zum Be-
suchswochenende abgeholt habe. Die Institutionen, welche bei den Übergaben von D.____ im 
Rahmen der Besuche bei ihrem Vater involviert seien, hätten die Aussagen der Kindsmutter 
gestützt. Eine erste Einschätzung durch das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) 
vermute die Ursache der blauen Flecken durch eine Gewalteinwirkung während des Besuchs-
wochenendes. Bis zum Vorliegen des Gutachtens des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) sei das 
Besuchsrecht des Kindsvaters vorsorglich zu regeln. Aufgrund der Angaben der Fachpersonen 
bestehe die Vermutung, dass die Hämatome bei D.____ während der Besuchszeit beim Kinds-
vater entstanden seien. Im Weiteren sei durch das gegen den Kindsvater laufende Strafverfah-
ren erstellt, dass dieser in der Vergangenheit bereits häusliche Gewalt ausgeübt habe, auch 
wenn sich diese bis anhin nicht gegen seine Tochter gerichtet habe. Diese Umstände würden 
eine Gewaltausübung durch den Kindsvater zumindest nicht als unwahrscheinlich erscheinen 
lassen. 
 
I. Mit Eingabe vom 23. Juli 2021 erhob A.____, nachfolgend immer vertreten durch 
Dr. Yves Waldmann, Advokat, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gegen den Entscheid der KESB vom 21. Juli 2021 Be-
schwerde.  
 
J. Mit Entscheid vom 25. August 2021 hob die KESB den Entscheid vom 21. Juli 2021 und 
damit die vorsorglichen Massnahmen auf. Zur Begründung wurde festgehalten, gemäss dem 
Gutachten des IRM vom 27. Juli 2021 habe der Entstehungszeitpunkt der bei D.____ vorlie-
genden Hautunterblutungen nicht mehr festgestellt werden können. Die Verletzungen von 
D.____ hätten einen Misshandlungsverdacht nicht nahegelegt. Eine Gruppierung von Verlet-
zungen an derselben Körperregion und die Mehrzeitigkeit von Verletzungen, welche Hinweise 
für Misshandlungen gewesen wären, hätten nicht vorgelegen. Das Gutachten des IRM lasse die 
Ursache der Verletzungen von D.____ offen, liefere aber – entgegen der der KESB zunächst 
vorliegenden Einschätzung des UKBB – keine Hinweise auf eine Misshandlung zum Zeitpunkt 
des Besuchswochenendes beim Kindsvater. Es bestünden somit keine konkretisierten Hinweise 
oder gar Belege dafür, dass das Kindeswohl durch die Besuche beim Kindsvater gefährdet sein 
könnte.  
 

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K. Mit präsidialer Verfügung vom 20. Oktober 2021 schrieb das Kantonsgericht daraufhin 
das Verfahren betreffend die Beschwerde von A.____ gegen den Entscheid der KESB vom 
21. Juli 2021 als gegenstandlos ab. In den Erwägungen wurde unter anderem festgehalten, 
dass die KESB ihren Entscheid aufgrund von im Laufe ihres Verfahrens neu gewonnenen Er-
kenntnissen revidiert habe. Im Zeitpunkt der Anordnung der vorsorglichen Massnahmen seien 
diese rechtens gewesen.  
 
L. Mit E-Mail vom 20. Dezember 2021 teilte die Kindsmutter J.____ mit, dass D.____ ihr 
am Tag zuvor unter anderem erzählt habe, dass ihr Vater sie immer wieder schlage. Sie wolle, 
dass D.____ ihren Vater ab sofort nicht mehr sehe. 
 
M. Mit E-Mail vom 23. Dezember 2021 liess J.____ der KESB seine Aktennotiz zu seinem 
am selben Tag mit D.____ geführten Gespräch zukommen, in welcher er eine vorsorgliche Ein-
schränkung des unbegleiteten Kontaktes zwischen dem Kindsvater und D.____ befürwortete.  
 
N. Nachdem die KESB am 5. Januar 2022 mit der Kindsmutter ein Telefonat geführt und 
gleichentags den Beschwerdeführer angehört hatte und bei der KESB eine E-Mail der Lebens-
partnerin des Beschwerdeführers eingegangen war, verfügte die KESB mit Entscheid vom 
6. Januar 2022 unter anderem, dass die Kindseltern gestützt auf Art. 314 Abs. 1 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 445 Abs. 1 und Art. 273 Abs. 1 ZGB vorsorglich und für die Dauer des Verfahrens 
berechtigt und verpflichtet würden, zur Ausübung des Besuchsrechts zwischen D.____ und 
dem Kindsvater das Angebot der BBT in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren wurde einer allfäl-
ligen Beschwerde gegen diesen Entscheid die aufschiebende Wirkung entzogen. Die KESB 
hielt fest, dass sie im weiteren Verfahren prüfen werde, wie der künftige persönliche Verkehr 
zwischen D.____ und ihrem Vater ausgeübt werden könne, ohne dass dadurch eine Gefähr-
dung des Kindeswohl entstehe, und ob gegebenenfalls weitere Kindesschutzmassnahmen an-
geordnet werden müssten. 
 
O. Mit Eingabe vom 16. Januar 2022 erhob der Kindsvater beim Kantonsgericht Beschwer-
de gegen den Entscheid der KESB vom 6. Januar 2022 und beantragte, es sei der angefochte-
ne Entscheid aufzuheben (Ziffer 1). Es seien umgehend die unbegleiteten Besuche der Tochter 
D.____ beim Beschwerdeführer gemäss dem Entscheid der KESB vom 16. Dezember 2020 
wiederaufzunehmen (Ziffer 2). Unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die unent-
geltliche Rechtspflege für die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten für das Beschwerde-
verfahren zu bewilligen sei (Ziff. 3). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die unver-
zügliche Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.  
 
P. Mit Verfügung vom 19. Januar 2022 wies das Gerichtspräsidium den Verfahrensantrag 
des Beschwerdeführers auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung superprovisorisch 
ab. Der Beschwerdeführer erhielt eine unerstreckbare Nachfrist zur Einreichung des Formulars 
"Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" einschliesslich der erforderlichen Belege.  
 
Q. Mit Eingabe vom 27. Januar 2022 reichte der Beschwerdeführer innert Frist den Ent-
scheid der Sozialhilfebehörde der Gemeinde L.____ vom 1. Oktober 2021 ein, hingegen  

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– entgegen der Beilagenliste in der Eingabe vom 27. Januar 2022 – nicht auch das aktuelle 
Berechnungsblatt der Sozialhilfebehörde für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 28. Februar 
2022.  
 
R. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2022 beantragte die KESB die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde und wies in Bezug auf das weitere Vorgehen darauf hin, dass die 
KESB eine Abklärung der Erziehungsfähigkeit der Kindseltern durch die Kinder- und Jugend-
psychiatrie Baselland (KJP) prüfe. 
 
S. Am 22. Februar 2022 verfügte das Gerichtspräsidium, dass über das Gesuch um unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung zusammen mit der Hauptsache entschieden und 
das Urteil schriftlich eröffnet werde. 
 
T. Mit Eingabe vom 3. März 2022 reichte die KESB dem Kantonsgericht zur Kenntnisnah-
me die im Rahmen der Begutachtung beabsichtigten Fragen an die KJP ein, welche den Kind-
seltern von der KESB gleichentags zur Stellungnahme zugestellt worden waren. 
 
U. Mit Eingabe vom 8. März 2022 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine 
Honorarnote vom gleichen Tag ein. Des Weiteren machte der Beschwerdeführer in der Eingabe 
des gleichen Tages geltend, dass die angefochtene vorsorgliche Beschränkung des Besuchs-
rechts gemäss Entscheid der KESB vom 6. Januar 2022 der Abklärung der bestrittenen Vorwür-
fe diene, er habe seine Tochter bei den Besuchen wiederholt geschlagen. Gemäss Schreiben 
der KESB vom 3. März 2022 würden die Abklärungen auf ein Erziehungsfähigkeitsgutachten 
der Kindseltern ausgedehnt, was zu einer umfangreichen und langandauernden Abklärung füh-
re. Diese Abklärung erscheine für die Abklärung des Sachverhalts, welcher zur Beschränkung 
seines Besuchsrechts geführt habe, nicht geeignet und in zeitlicher Hinsicht unverhältnismäs-
sig. Diese lange Beschränkung sei auch nicht im Interesse des Kindes. Der Beschwerdeführer 
legte seiner Eingabe überdies ein Schreiben der KESB vom 27. Januar 2022 betreffend Tele-
fonkontakte zwischen dem Beschwerdeführer und D.____ bei. In diesem wird unter anderem 
der Inhalt des Schreibens von M.____, Pädagogische Leitung der KITA N.____ in I.____, vom 
13. Januar 2022 betreffend die Telefonate zwischen D.____ und ihrem Vater wiedergegeben. 
M.____ führt aus, dass der Vater ein- bis zweimal pro Woche in die KITA anrufe, um mit seiner 
Tochter zu reden. Während der Telefonate befinde sich eine Fachkraft mit D.____ im Raum. 
M.____ berichtet, dass D.____ schon öfters erklärt habe, zu ihrem Vater gehen zu wollen. Als 
ihr Vater ihr geantwortet habe, dass das nicht gehe, habe D.____ geantwortet: "Ja, wegen der 
Sache, die Mama über dich sagt. Aber Mama lügt, sie ist nur eifersüchtig." Die KESB kam in 
ihrem Schreiben vom 27. Januar 2022 zum Schluss, dass sie nach Prüfung der Einschätzung 
seitens der KITA und des Beistandes auf die Eröffnung eines Verfahrens zur Regelung der tele-
fonischen Kontakte verzichte. Die KESB hielt fest, dass beide Elternteile versuchen würden, 
D.____ in ihren Aussagen zu beeinflussen und sie diesbezüglich weitere Massnahmen prüfen 
werde. Der Beschwerdeführer erklärte in seiner Eingabe vom 8. März 2022, dass aufgrund des 
klaren Willens von D.____ zu ihrem Vater zu Besuch gehen zu wollen, die weitere Beschrän-
kung des Besuchsrechts – vor allem nicht für die lange Dauer der Abklärungen – nicht ange-
bracht erscheine. Zudem würden der Bericht und die Äusserungen von D.____ den Verdacht 

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bestärken, dass der Vorwurf, der Vater schlage sie, auf einer Beeinflussung durch die Mutter 
beruhe.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 445 Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde über vorsorgliche Massnahmen Be-
schwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die 
Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zuständig. Über Beschwerden gegen Zwi-
schenverfügungen betreffend vorsorgliche Massnahmen entscheidet die präsidierende Person 
(§ 1 Abs. 3 lit. f in Verbindung mit § 43 Abs. 2bis lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Da sämtliche Prozessvorausset-
zungen erfüllt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Zu prüfen ist vorliegend, ob die vorsorgliche Einschränkung des Besuchsrechts zu 
Recht erfolgt ist.  
 
4.1. Mit E-Mail vom 20. Dezember 2021 teilte die Kindsmutter J.____ mit, dass sie am Tag 
zuvor D.____ abgeholt habe. Zuhause sei D.____ regelrecht geplatzt und habe ihr sehr viele 
Sachen erzählt. D.____ habe berichtet, ihr Vater schlage sie immer wieder, sogar mit dem 
Handy. Auch zwicke er sie und drohe ihr. Der Kindsvater habe sie bewusst von der Schaukel 
geschubst, damit sie auf den Boden falle. Er habe auch seine Mutter geschlagen. D.____ wolle 
nie wieder zu ihrem Vater, ihre Mutter solle dies anders planen. D.____ habe ihr sogar gesagt, 
dass sie verstehe, wieso sie sich und ihre Tochter geschützt habe, indem sie den Kindsvater 
verlassen habe. D.____ habe erklärt, dass ihr Vater lüge und dass sie mit J.____ reden wolle. 
Als die Kindsmutter D.____ gefragt habe, was passiere, wenn D.____ ihr erzähle, was ihr Vater 
getan habe, habe D.____ angegeben, dass ihr Vater zu ihnen nach Hause kommen und dann 
beide schlagen würde. Die Kindsmutter wolle, dass D.____ ihren Vater ab sofort nicht mehr 
sehe. 
 
4.2. J.____ liess mit E-Mail vom 23. Dezember 2021 der KESB seine Aktennotiz zu seinem 
am selben Tag mit D.____ geführten Gespräch zukommen. D.____ habe beim Malen und Spie-
len von der Kindertagesstätte, vom Kindergarten, von der Zeit bei beiden Elternteilen und von 
ihrem Alltag erzählt. Sie habe erklärt, dass ihr Vaters sie bereits mehrere Male geschlagen ha-
be. Auffällig sei gewesen, dass D.____ angegeben habe, sie sei deswegen nicht traurig oder 
wütend geworden, da sie sehr stark sei. Sie habe auch berichtet, dass ihr Vater manchmal ei-

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nen "bösen Kopf habe", er sei manchmal sehr lieb und plötzlich böse. D.____ wisse nicht wieso. 
Bei ihrer Mutter sei dies nicht so, diese würde sie auch nie schlagen. D.____ habe angegeben, 
dass ihr Vater manchmal nicht aufhöre, wenn sie "stopp" sage. Die Nachfrage von J.____, ob 
sie es gut fände, wenn eine erwachsene Person dabei sei, wenn sie ihren Vater treffe, habe sie 
bejaht. D.____ habe schliesslich erzählt, dass sie mit ihrer Mutter in das Frauenhaus habe ge-
hen müssen, weil ihr Vater "blöde Dinge" gemacht habe. Er habe ja auch mal ihre Mutter ge-
schlagen. In seiner Einschätzung hielt J.____ fest, dass D.____ grundsätzlich authentisch über 
die Situation bei ihrem Vater berichtet habe. Bei gewissen Aussagen scheine es ihm plausibel, 
dass diese Thematiken von der Kindsmutter nicht immer kindgerecht mit D.____ besprochen 
würden. Dennoch habe J.____ keineswegs den Eindruck, dass die Kindsmutter D.____ die be-
lastenden Vorwürfe eingeredet habe. J.____ befürworte eine vorsorgliche Einschränkung des 
unbegleiteten Kontakts zwischen dem Kindsvater und D.____, um das Wohl und die Sicherheit 
von D.____ sicherzustellen, auch wenn keine "Beweise" ausser den Aussagen von D.____ vor-
lägen. 
 
4.3. Mit Telefonat vom 4. Januar 2022 lud die KESB die Kindsmutter zur persönlichen Anhö-
rung vom 5. Januar 2022 ein. Die Kindsmutter hielt fest, dass sie nicht zu einem weiteren Ge-
spräch mit dem Kindsvater erscheinen wolle. Eine weitere Besprechung bringe nichts, die Aus-
sagen von D.____, welche sie ihr und ihrem Bruder (Onkel von D.____) gegenüber gemacht 
habe, sprächen für sich. Es sei nun genug passiert, ein weiterer Kontakt zwischen D.____ und 
ihrem Vater sei nicht angezeigt. Die Kindsmutter verwies darauf, dass D.____ sehr glücklich 
darüber gewesen sei, dass sie Weihnachten bei ihr habe verbringen können. Als sie ihre Fami-
lie gemalt habe, sei der Kindsvater nicht auf dem Bild gewesen. 
 
4.4. O.____ teilte mit E-Mail vom 5. Januar 2022 der KESB mit, dass sie seit über einem 
Jahr mit A.____ zusammenlebe und nie etwas gesehen habe, das zwischen ihm und seiner 
Tochter nicht stimme. In dieser Vater-Tochter-Beziehung habe O.____ in all der Zeit viel Liebe, 
Zuneigung und Fürsorge für das Kind erlebt. A.____ liebe seine Tochter sehr und habe diese 
nie geschlagen oder ähnliches getan. Sie hätte nichts akzeptiert, was dem Kind schaden würde, 
und hätte es den Behörden gemeldet. Sie würde nicht mit einer gewalttätigen Person an ihrer 
Seite leben. In diesem Fall hätte sie sich von A.____ getrennt.  
  
4.5. Anlässlich der Anhörung vom 5. Januar 2022, an welcher auch sein Rechtsvertreter 
Dr. Yves Waldmann teilnahm, erklärte der Beschwerdeführer, er sei von den Vorwürfen total 
schockiert gewesen. D.____ habe diese Aussagen unter Beeinflussung der Kindsmutter ge-
macht. Er habe seiner Tochter nie etwas getan und würde dies auch nie tun. Wenn er D.____ 
Gewalt antun würde, würde sie nicht mehr zu ihm kommen wollen. Er habe über die Kinderta-
gesstätte wöchentlich telefonischen Kontakt mit D.____ und immer, wenn er mit ihr telefoniere, 
sage sie ihm, dass sie ihn besuchen wolle. D.____ habe geäussert, dass sie ihren Vater wegen 
ihrer Mutter nicht sehen dürfe, und sie sei traurig gewesen. D.____ habe selbst auch gesagt, 
dass die Kindsmutter lüge. Der letzte Besuch am 19. Dezember 2021 sei ebenfalls sehr gut 
verlaufen. Er habe dafür Zeugen. Er lebe mit seiner Partnerin und deren 14-jähriger Tochter 
zusammen. Seine Partnerin würde sich von ihm trennen und ihn anzeigen, sollte er seinem 
Kind gegenüber Gewalt ausüben. Er vermute, dass die Kindsmutter sich daran störe, dass er 

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Ferien mit seiner Tochter verbringen wolle und dies entsprechend beantragt habe. Die Kinds-
mutter sei wohl auch eifersüchtig auf seine Partnerin, da diese ein sehr gutes Verhältnis zu 
D.____ habe. Sie sei früher schon immer schnell neidisch gewesen. Die Kindsmutter habe psy-
chische Probleme, weshalb sich auch langjährige Freundinnen von ihr abgewendet hätten. Er 
könne sich nicht vorstellen, dass D.____ solche Aussagen gemacht habe. Er gehe davon aus, 
dass seine Tochter von der Kindsmutter manipuliert worden sei. Er wies im Weiteren darauf hin, 
dass er eigentlich nie mit D.____ alleine sei. Es seien in der Regel insgesamt fünf bis sechs 
Personen anwesend, womit bereits eine Begleitung des Besuchsrechts durch die Familienan-
gehörigen bestehe. Dr. Yves Waldmann ergänzte, dass die Dokumentation über das Gespräch 
mit dem Beistand ungenügend sei. Es sei nicht erkennbar, welche Fragen der Beistand D.____ 
gestellt habe, es liege jedoch die Vermutung nahe, dass Suggestivfragen gestellt worden seien. 
D.____ habe auch keinen konkreten Vorfall geschildert, zudem habe keine Verletzung bei 
D.____ vorgelegen. Die lediglich allgemeinen Aussagen von D.____ würden die Vermutung 
nahelegen, dass sie von der Kindsmutter beeinflusst und auf das Gespräch vorbereitet worden 
sei. 
 
4.6. Der Beschwerdeführer erklärt in seiner Beschwerdebegründung vom 16. Januar 2022, 
dass das Besuchsrecht im Verlaufe der Zeit immer weiter ausgebaut worden sei, weil die Besu-
che stets gut und problemlos verlaufen seien. Sein Besuchsrecht sei bereits einmal einge-
schränkt worden, weil seine Tochter einen blauen Fleck am Auge und am Arm gehabt habe und 
die Mutter ihn beschuldigt habe, die Tochter am Besuchswochenende geschlagen zu haben. 
Nachdem die Abklärungen die Anschuldigungen nicht hätten bestätigen können, sei die Be-
schränkung des Besuchsrechts wieder aufgehoben worden und das Kantonsgericht habe das 
Verfahren abgeschrieben. Die unbegleiteten Besuche seien weiterhin problemlos verlaufen. Für 
die Weihnachtszeit seien zusätzliche Besuchstage bei ihm geplant gewesen. Mit E-Mail vom 
17. Dezember 2021 habe der Beistand gegenüber der Kindsmutter diese ausgeweiteten Besu-
che über die Weihnachtstage festgehalten. Diese hätten der Kindsmutter wohl nicht gepasst, 
was sie dazu veranlasst haben dürfte, das Prozedere vom Juli 2021 zu wiederholen. Sie habe 
sich aufgrund der Erfahrung sicher sein können, dass eine erneute Anschuldigung des Vaters 
die Kontakte über Weihnachten noch vereiteln könnten. So habe die Kindsmutter am frühen 
Morgen des 20. Dezember 2021 dem Beistand wieder eine E-Mail geschrieben, in welcher sie 
die Behauptung aufgestellt habe, D.____ habe am Vorabend erzählt, sie werde vom Vater ge-
schlagen. Das angeblich von D.____ persönlich gewünschte Gespräch mit dem Beistand sei 
am 23. Dezember 2021 geführt worden. Der Beistand halte dazu in einer Aktennotiz vom 
23. Dezember 2021 fest: "Insbesondere erzählt sie, dass Herr A.____ sie bereits mehrere Male 
geschlagen hätte". Zu konkreten Vorkommnissen, wie diese von der Kindsmutter umschrieben 
würden, habe sich D.____ offensichtlich nicht geäussert. Der Beistand führe aus, was D.____ 
berichtet habe, sei grundsätzlich authentisch. D.____ habe seit dem Gespräch mit dem Bei-
stand mit dem Vater nur noch telefonischen Kontakt. Bei diesen telefonischen Kontakten frage 
D.____ nach, wann er sie endlich wieder abhole und wann sie zu ihm dürfe. Zudem erkläre sie, 
dass die Mutter nicht wolle, dass sie zu ihm gehe, und die Mutter lüge. Die Lebenspartnerin des 
Beschwerdeführers, welche mit ihm in der gleichen Wohnung lebe, habe gegenüber der KESB 
in der E-Mail vom 5. Januar 2022 erklärt, dass sie nie etwas von Gewalt gegen die Tochter mit-
bekommen oder gehört habe. Er habe ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Tochter und sei sehr 

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um ihr Wohlbefinden bemüht, er würde ihr nie und nimmer Gewalt antun. Die Anschuldigungen 
seien falsch. Es sei nicht glaubhaft, dass D.____ tatsächlich das der Mutter berichtet habe, was 
diese in ihrer E-Mail vom 20. Dezember 2021 an den Beistand behaupte. Dagegen spreche 
auch, dass D.____ die Schilderungen nicht gegenüber dem Beistand bestätigt habe, mit wel-
chem sie angeblich – gemäss ihren Angaben gegenüber der Mutter – von sich aus habe reden 
wollen. Vielmehr spreche alles dafür, dass die Kindsmutter zur Verhinderung der ausgedehnten 
Kontakte über die Festtage D.____ im Hinblick auf das Gespräch mit dem Beistand falsch be-
einflusst habe, was ihr jedoch nur soweit gelungen sei, dass D.____ "bestätigte", dass der Vater 
manchmal böse werde und sie auch schon geschlagen habe. Konkrete Vorfälle habe D.____ 
gegenüber dem Beistand offensichtlich nicht genannt. Auch habe sie dem Beistand nicht ge-
sagt, dass sie nicht mehr zum Vater wolle, wie die Kindsmutter tatsachenwidrig behaupte. Dass 
D.____ gegenüber dem Beistand die Frage mit ja beantwortet haben solle, ob sie es gut fände, 
wenn ein Erwachsener dabei sei, wenn sie Papa treffe, sei vor dem Hintergrund einer nicht 
kindgerechten Frage und einer klaren Suggestivfrage zu würdigen. Es könne nicht sein, dass 
D.____ den Vater nicht mehr wie bisher sehen wolle. Sie frage bei jedem Telefonat mit dem 
Vater nach, wann sie wieder zu ihm könne und wann er sie endlich abholen komme. Es habe 
keinerlei Vorfälle von Gewalt gegeben. Das Wohl von D.____ sei nicht beim Vater, sondern bei 
der Mutter gefährdet. Es gehe nicht an, dass eine Mutter ihre fünfjährige Tochter instrumentali-
siere und beeinflusse, damit der Vater nicht einen weitergehenden Kontakt zur Tochter pflegen 
könne. Es dränge sich auf, das Wohlergehen von D.____ bei der Mutter zu überprüfen.  
 
Der Beschwerdeführer moniert weiter, die KESB berücksichtige die Beeinflussung von D.____ 
durch die Mutter überhaupt nicht und gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Kindsmutter 
in ihrer E-Mail vom 20. Dezember 2021 an den Beistand die Wahrheit gesagt habe. Die angeb-
lichen Schilderungen von D.____ gegenüber der Mutter würden nicht zu den Schilderungen 
gegenüber dem Beistand passen und auch nicht einem Verhalten eines fünfjährigen Kindes 
entsprechen. Auch der Zeitpunkt, in welchem D.____ die Schilderungen gegenüber der Mutter 
gemacht haben solle, nämlich unmittelbar vor den ausgeweiteten Weihnachtsbesuchstagen 
beim Vater, sei als Indiz für einen unwahren Inhalt der E-Mail vom 20. Dezember 2021 zu wer-
ten. Es sei sehr ungewöhnlich, dass D.____ ein Gespräch mit dem Beistand gegenüber der 
Mutter gefordert haben solle, um die Besuche beim Vater zu beenden. Die Behauptungen der 
Kindsmutter seien auch aufgrund des Inhalts höchst unglaubhaft. Es gebe von D.____ keine 
Schilderungen von konkreten Tätlichkeiten gegenüber dem Beistand. Es sei deshalb auch frag-
lich, was der Beistand als authentische Schilderung werte. Aus dem Gespräch mit D.____ kön-
ne nicht die Erkenntnis für eine Gefährdung beim Vater gewonnen werden. Die entsprechende 
Interpretation der Vorinstanz sei, namentlich vor dem Hintergrund der mindestens möglich er-
scheinenden Beeinflussung von D.____ durch die Mutter nicht haltbar. Es ergäben sich auch 
ansonsten keine konkreten oder objektiven Anhaltspunkte für ein Gewaltvorkommnis. Insofern 
unterscheide sich die Sachlage auch gänzlich von der letzten Beschränkung des Besuchsrechts 
im Juli 2021, bei welcher nebst den Anschuldigungen der Beschwerdegegnerin mögliche objek-
tive Verletzungsanzeichen (blaue Flecken) bei D.____ vorhanden gewesen seien, welche sich 
nicht von vornherein als Folge von möglicher Gewalt hätten ausschliessen lassen. Nun scheine 
aufgrund des angefochtenen Entscheids vom 6. Januar 2022 gar nicht klar, was weiter abge-
klärt werden solle. 

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Eine Gefährdung des Kindeswohls könne nicht angenommen werden, wenn D.____ den Vater 
weiter unbegleitet besuche. Der vorsorgliche Entscheid der KESB mit der Beschränkung des 
Besuchsrechts auf begleitete Besuche im Rahmen der BBT greife unnötig und massiv in eine 
Vater-Tochter-Beziehung ein, welche seit Mai 2019 stetig erfolgreich aufgebaut worden sei. 
Nun derart stark die Besuche zu beschränken, wenn keine überwiegenden Indizien für eine 
Gewaltanwendung durch den Vater gegenüber der Tochter vorhanden seien, sei nicht berech-
tigt und widerspreche auch dem Wohl des Kindes, zu welchem eine gelebte Beziehung zum 
Vater mit unbegleiteten Besuchen wie bis anhin gehöre.  
 

5.1. Gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB trifft die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die 
geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist und 
die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder sie dazu ausserstande sind. Die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde trifft alle für die Dauer des Verfahrens notwendigen Mass-
nahmen (Art. 445 Abs. 1 ZGB). Vorsorgliche Massnahmen müssen unumgänglich, d.h. so 
dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid nicht abgewartet werden kann, ohne 
einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in Kauf zu nehmen (vgl. CHRISTOPH 
HÄFELI, Grundriss zum Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, Bern 2016, Rz. 33.10). Für die 
Anordnung einer vorsorglichen Massnahme genügt das Beweismass der Glaubhaftmachung. 
Die Voraussetzungen für eine vorsorgliche Massnahme müssen bei einer summarischen Prü-
fung der Sach- und Rechtslage erfüllt sein. Eine Reduktion der Beweisstrenge ist gerechtfertigt, 
weil der Rechtsschutz schnell gewährt werden soll und "nur" für einen beschränkten Zeitraum 
eingeräumt wird. Je einschneidender die vorsorgliche Massnahme und je zweifelhafter der Ver-
fahrensausgang ist, desto höhere Anforderungen sind aber an die Verhältnismässigkeit der An-
ordnung und an die Dringlichkeit zu stellen (vgl. LUCA MARANTA/CHRISTOPH AUER/MICHÈLE 
MARTI, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 
2018, N 11 zu Art. 445 ZGB).  
 
5.2. Materiell-rechtlich beruht die Einschränkung des Besuchsrechts auf Art. 273 ZGB und 
Art. 274 Abs. 2 ZGB. Grundsätzlich haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht 
zusteht, und das minderjährige Kind Anspruch auf persönliche, direkte und private Kontakte. 
Bei dessen Ausgestaltung steht das Kindeswohl im Vordergrund; allfällige Interessen der Eltern 
haben zurückzustehen. Welche Ordnung des persönlichen Verkehrs zwischen Eltern und Kin-
dern angemessen ist, lässt sich nicht objektiv und abstrakt umschreiben, sondern entscheidet 
sich im konkreten Einzelfall (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2019 vom 16. August 2019 
E. 5.2). Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, kann ihnen das 
Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit wie auch der Sinn und Zweck des persönlichen Verkehrs 
verbieten indes dessen gänzliche Unterbindung, wenn die befürchteten nachteiligen Auswir-
kungen des persönlichen Verkehrs für das Kind durch die Anwesenheit einer Drittperson (sog. 
begleitetes Besuchsrecht) in Grenzen gehalten werden können (Urteile des Bundesgerichts 
5A_401/2014 vom 18. August 2014 E. 3.2.2; 5A_381/2011 vom 10. November 2011 E. 4.2.1; 
5A_699/2007 vom 26. Februar 2008 E. 2.1). Das begleitete Besuchsrecht bezweckt, der Ge-
fährdung des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und Ängste ab-

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zubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen zum Kind und unter den 
Eltern zu vermitteln (INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
a.a.O., N 26 zu Art. 273 ZGB).  
 
5.3.1. Der Kindsvater und seine Partnerin bestreiten vehement, dass es zu Gewaltanwen-
dungen durch den Kindsvater gekommen sei. Die Kindsmutter hingegen betont, dass D.____ 
ihren Vater nicht mehr sehen wolle, weil es immer wieder zu Tätlichkeiten gekommen sei. Wie 
die KESB in ihrem Entscheid ausführt, bringen es die Umstände des vorliegenden Falls, in wel-
chem sich die Kindseltern und ihre Angehörigen als Parteien eines andauernden Konflikts ge-
genüberstehen, mit sich, dass sich ihre Aussagen wesentlich unterscheiden und sie damit auch 
eigene Interessen verfolgen. Umso wichtiger sind deshalb die Erkenntnisse, welche der Bei-
stand aus dem Gespräch mit D.____ gewonnen hat. D.____ hat dem Beistand erzählt, dass ihr 
Vater sie mehrere Male geschlagen habe und "manchmal sehr lieb und plötzlich böse" sei. Wie 
die Vorinstanz festhält, ist es nicht möglich, die Aussagen von D.____ zweifelsfrei auf ihre Rich-
tigkeit zu überprüfen. Einerseits können Kinder in ihrem Alter durchaus Phantasie und Realität 
vermischen und andererseits werden das Erleben und die Schilderungen von D.____ durch den 
andauernden Konflikt zwischen ihren Eltern, welchem sie von diesen immer wieder ausgesetzt 
wird, beeinflusst. Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass vorliegend "lediglich" die Aus-
sagen der Kindsmutter und von D.____ und entgegen dem Vorfall im Juli 2021 nicht mögliche 
objektive Verletzungen, wie die blauen Flecken, vorliegen. Ihm ist aber nicht beizupflichten, 
dass die KESB die Aussagen der Mutter unbesehen übernommen habe, da die Anordnung der 
vorsorglichen Massnahmen nicht gestützt auf die Aussagen der Mutter, sondern auf diejenigen 
der Tochter erfolgt sind. Der Beistand erklärt, dass D.____ grundsätzlich authentisch über die 
Situation beim Vater berichte. Bei gewissen Aussagen scheine es ihm plausibel, dass diese 
Thematiken nicht immer kindgerecht von der Kindsmutter mit D.____ besprochen würden. Den-
noch habe er keineswegs den Eindruck, dass diese D.____ die belastenden Vorwürfe eingere-
det habe. Der Beistand kommt zum Schluss, dass die Aussagen von D.____ im Kerngehalt 
glaubhaft und unbeeinflusst erscheinen. Wie die Vorinstanz ausführt, ist der Beistand aufgrund 
seiner Ausbildung und seiner Erfahrung ohne Weiteres in der Lage, mit D.____, welche zu ihm 
ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, ein Gespräch zu führen, welches sowohl ihr Alter als 
auch ihre Situation berücksichtigt. Gerade die Tatsache, dass der Beistand einräumt, dass die 
Kindsmutter wohl nicht immer kindgerecht mit D.____ über gewisse Thematiken rede, zeigt, 
dass der Beistand die Aussagen von D.____ differenziert gewertet und nicht unbesehen als 
wahr übernommen hat. Der Beschwerdeführer erhebt den Vorwurf, dass die Aussagen von 
D.____ nicht den Ausführungen in der E-Mail der Kindsmutter entsprächen. D.____ führt ge-
genüber dem Beistand aus, dass der Kindsvater sie schon mehrere Male geschlagen habe und 
er manchmal plötzlich böse sei. Aus der Tatsache, dass der Beistand in seiner Aktennotiz keine 
konkreten Vorkommnisse nennt, kann einerseits nicht der sichere Schluss gezogen werden, 
dass D.____ keine genannt hat, und andererseits würde der Umstand, dass D.____ allenfalls 
keine genannt hat, nicht dazu führen, dass sie diese nicht der Mutter gegenüber hätte geäus-
sert haben können. Ein Widerspruch zwischen der E-Mail der Mutter und der Aktennotiz des 
Beistandes ist – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – diesbezüglich nicht zu er-
kennen. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass D.____ dem Beistand nicht gesagt habe, 
dass sie nicht mehr zum Vater wolle, wie dies C.____ behaupte. Dem muss entgegengehalten 

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werden, dass auch der Umstand, dass D.____ diese Äusserung gegenüber dem Beistand nicht 
gemacht hat, keinen Widerspruch zu den Aussagen der Mutter begründet. Es kann durchaus 
sein, dass das Kind gegenüber der Mutter kurz nach dem Besuch beim Vater am Sonntag 
Abend (19. Dezember 2021) mehr erzählt hat als vier Tage später (am 23. Dezember 2021) 
dem Beistand gegenüber. Überdies hängt die Frage, ob eine Gefährdung vorliegen könnte, 
nicht davon ab, ob das Kind selber den Elternteil sehen will oder nicht, so dass der Beschwer-
deführer auch nichts zu seinen Gunsten davon ableiten kann, dass die Tochter dies dem Bei-
stand gegenüber nicht geäussert hat. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass die Tatsa-
che, dass D.____ gegenüber dem Beistand die Frage mit ja beantwortet haben solle, ob sie es 
gut fände, wenn ein Erwachsener dabei sei, wenn sie Papa treffe, vor dem Hintergrund einer 
nicht kindgerechten Frage und einer klaren Suggestivfrage zu würdigen sei. Auch diesbezüglich 
ist festzuhalten, dass die Einschätzung, ob eine Gefährdung vorliege, und der Entscheid, wel-
che Massnahmen zu treffen seien, nicht vom fünfjährigen Kind vorzunehmen sind. Die Frage 
nach der möglichen Anwesenheit einer anderen Person bei den Treffen mit ihrem Vater hat 
keinen Einfluss auf die Schilderungen von D.____, dass der Vater sie mehrmals geschlagen 
habe. Der Umstand, wie der Beschwerdeführer diese Frage genau gestellt hat, hat folglich kei-
nen Einfluss auf die Frage, ob eine Gefährdung vorliegen könnte und welche Massnahmen al-
lenfalls zu treffen wären. In Bezug auf alle rechtsrelevanten Schilderungen von D.____ wie es 
bei ihren Elternteilen zugehe und wie der Vater sich verhalte etc. ist in keiner Weise ersichtlich, 
dass der Beistand das Gespräch nicht kindgerecht geführt oder Suggestivfragen gestellt hätte.  
 
5.3.2. Aus den genannten Gründen kann der vom Kindsvater beziehungsweise dessen 
Rechtsvertreter geäusserten Kritik an der Gesprächsführung und deren Dokumentation nicht 
gefolgt werden. Es gibt keine Gründe dafür, an der Einschätzung des Beistandes, dass die 
Aussagen von D.____ im Kerngehalt glaubhaft erscheinen, zu zweifeln. 
 
5.3.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Mutter habe dies alles nur inszeniert 
und das Prozedere vom Juli 2021 wiederholt, um zu verhindern, dass D.____ die bevorstehen-
den Weihnachtstage und Neujahrstage beim Vater verbringe. Dem ist insofern beizupflichten, 
als dieses Szenario nicht ausgeschlossen werden kann. Durchaus möglich ist aber auch, dass 
die Mutter im Hinblick darauf, dass die Tochter eine längere als sonst übliche Zeit beim Vater 
verbringen sollte, ihre Tochter umso mehr vor möglichen Gewaltvorkommnissen schützen woll-
te.  
 
5.3.4. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass im Gegensatz zum Vorkommnis 
vom Juli 2021 vorliegend auch nicht ersichtlich sei, was die KESB abklären könne, wird darauf 
hingewiesen, dass die KESB gemäss ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2022 und ihrer 
Eingabe vom 3. März 2022 eine Abklärung bei der KJP in die Wege geleitet hat. Die Fragen 
zielen unter anderem einerseits darauf ab, die Aussage von D.____, ihr Vater habe sie ge-
schlagen, von der KJP einzuschätzen zu lassen und die Ausgestaltung des zukünftigen Be-
suchsrechts des Kindsvaters abzuklären, aber andererseits auch ganz allgemein darauf, eine 
mögliche Kindswohlgefährdung durch den elterlichen Konflikt und die Fähigkeit der Kindseltern, 
die Signale von D.____ angemessen zu interpretieren und adäquat darauf zu reagieren, zu be-
urteilen. Damit ist ersichtlich, was die KESB abklären will.  

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5.3.5. Die Aussagen von D.____ können auch nicht völlig losgelöst vom umfassenden foren-
sisch-psychiatrischen Gutachten über den Beschwerdeführer vom 27. Juli 2019, welches im 
Auftrag der Staatsanwaltschaft K.____ erstellt wurde, beurteilt werden. Darin wird ausgeführt, 
dass der Beschwerdeführer auf Zurückweisungen seiner Wünsche und Vorstellungen mit Krän-
kung, Wut, Aggression und Gewalt reagiere und er bis heute über keine adäquaten Kompensa-
tionsmechanismen verfüge, um in Auseinandersetzungen tragfähige und angemessene Lösun-
gen zu finden. Diese Unfähigkeit in Konflikten zeige sich nicht nur gegenüber Freundinnen und 
Ehefrauen, sondern auch innerhalb der Familie. Der Beschwerdeführer schrecke auch nicht 
davor zurück, auch seine Eltern, welche ihn stets unterstützt hätten und für ihn da seien, körper-
lich anzugreifen (S. 77 des Gutachtens). Obwohl sich die Aggressionen – wie das Gutachten 
auf S. 80 festhält – offensichtlich fast ausschliesslich gegenüber Intimpartnerschaften gezeigt 
haben, ist offensichtlich, dass der Beschwerdeführer ein Aggressions- und Gewaltproblem hat. 
Daraus lässt sich nicht der Schluss ziehen, der Beschwerdeführer habe gegenüber seiner 
Tochter Gewalt ausgeübt, aber es kann daraus geschlossen werden, dass die Schwelle, Gewalt 
auszuüben, beim Beschwerdeführer wohl tiefer liegt. Dies ist bei der summarischen Prüfung 
des Sachverhalts und der Rechtsfragen einzubeziehen. Des Weiteren wird im Gutachten die 
emotionale Instabilität und Impulsivität des Beschwerdeführers genannt. Der Beschwerdeführer 
leide an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit vorwiegend narzisstischen und dissozia-
len Anteilen (S. 80 des Gutachtens). Diese Eigenschaften korrelieren mit der Aussage von 
D.____, dass der Vater manchmal böse sei, ohne dass sie wisse warum, und untermauern de-
ren Glaubhaftigkeit.  
 
5.4. Aufgrund der Angaben des Beistands und unter Berücksichtigung, dass schon vor we-
nigen Monaten eine Gewaltausübung durch den Kindsvater vermutet worden ist und dass der 
Kindsvater Tätlichkeiten zwar nicht gegenüber seiner Tochter, jedoch gegenüber deren Mutter 
zugegeben hat, und der im forensisch-psychiatrischen Gutachten enthaltenen Aussagen sowie 
des Umstands, dass im Zweifelsfall der Sicherheit des Kindes der Vorrang zu geben ist, ist bei 
einer summarischen Prüfung nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schutz von 
D.____ eingegriffen hat.  
 
6.1. Die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme setzt Dringlichkeit voraus, d.h. es 
muss sich als notwendig erweisen, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen. Vorliegend be-
stand die Gefahr, dass D.____ während den bevorstehenden Feiertagen und den darauffolgen-
den Besuchswochenenden möglicher Gewalt ausgesetzt worden wäre. Unter diesen Umstän-
den durfte die Behörde nicht zuwarten bis weitere Beweise erhoben bzw. Abklärungen getroffen 
werden. Die Vorinstanz ist gestützt auf die Einschätzung des Beistandes zu Recht davon aus-
gegangen, dass die Anpassung der Modalitäten des Besuchsrechts umgehend zu erfolgen hat, 
um das Kind nicht einer möglichen Gefährdung auszusetzen. Damit ist die Dringlichkeit der vor-
liegenden vorsorglichen Änderung der Kindesschutzmassnahmen gegeben.  
 
6.2. Schliesslich ist erforderlich, dass die Abwägung der verschiedenen Interessen den 
Ausschlag für den einstweiligen Rechtsschutz gibt und dieser verhältnismässig erscheint. Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit ist gerade im vorliegenden Zusammenhang besonders zu 

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beachten, denn durch eine vorsorgliche Massnahme können Fakten im Hinblick auf den End-
entscheid geschaffen werden. Der Gesetzgeber hat explizit festgehalten, dass vorsorgliche 
Massnahmen erforderlich zu sein haben (Art. 445 Abs. 1 ZGB). Die weiteren Kriterien der Ver-
hältnismässigkeit – die Geeignetheit und die Zumutbarkeit – werden zwar nicht ausdrücklich 
erwähnt; selbstredend sind aber auch diese Aspekte zu beachten (vgl. MARANTA/AUER/MARTI, 
a.a.O., N 10 zu Art. 445 ZGB). Das vorliegend angeordnete begleitete Besuchsrecht wurde vor-
läufig, d.h. bis zu einem definitiven Entscheid, angeordnet und soll eine mögliche Gefährdung 
des Kindswohl verhindern. Gemäss angefochtenem Entscheid werde die KESB prüfen, wie der 
künftige persönliche Verkehr zwischen D.____ und ihrem Vater ausgeübt werden könne, ohne 
dass dadurch eine Gefährdung des Kindeswohl entstehe und ob gegebenenfalls weitere Kin-
desschutzmassnahmen angeordnet werden müssten. Wie die Eingabe vom 3. März 2022 der 
KESB zeigt, ist diese Abklärung in die Wege geleitet worden. Das angeordnete begleitete Be-
suchsrecht ist erforderlich und geeignet, um die mögliche Gefährdung des Wohls von D.____ 
zu verhindern. Dem Verhältnismässigkeitsprinzip (Zumutbarkeit) wurde damit genüge getan, als 
dass der Kontakt zwischen D.____ und ihrem Vater nicht sistiert wurde, sondern dieser beglei-
tet angeordnet wurde. Es wurde somit nur insoweit in die Rechte des Vaters eingegriffen, als 
dies zur Verhinderung der möglichen Gefährdung nötig war. Zu Recht hat die KESB eine Be-
gleitung durch die Angehörigen des Kindsvaters, wie sie anlässlich der Anhörung vom 5. Januar 
2022 angeregt worden war, aufgrund der Interessenlage als nicht geeignet beurteilt.  
 
6.3. Der Beschwerdeführer macht in seiner Eingabe vom 8. März 2022 geltend, die KESB 
habe mit Schreiben vom 3. März 2022 kundgetan, die Abklärungen auf ein Erziehungsfähig-
keitsgutachten von Vater und Mutter auszudehnen. Diese langwierigen und langandauernden 
Abklärungen seien für die Abklärung des Sachverhalts, welcher zur Beschränkung des Be-
suchsrechts des Beschwerdeführers geführt habe, nicht geeignet.  
 
Gemäss den vorläufigen Gutachterfragen wird die KJP unter anderem um die Einschätzung der 
Aussage von D.____, sie sei von ihrem Vater geschlagen worden, und um die Abgabe von 
Empfehlungen bezüglich der konkreten Ausgestaltung des Besuchsrechts von D.____ zum 
Kindsvater gebeten. Damit ist erstellt, dass Thema der Begutachtung der im Raum stehende 
Vorwurf ist. Da jedoch vorliegend fest steht, dass zwischen den Eltern ein andauernder Konflikt 
besteht und beide Elternteile versuchen, D.____ in ihren Aussagen zu beeinflussen, zielt die 
Begutachtung deshalb auch darauf ab, die allenfalls aus dem Konflikt resultierende Gefährdung 
von D.____ und die Erziehungsfähigkeit beider Elternteile abzuklären und mögliche Kindes-
schutzmassnahmen einleiten zu können. Um die Art und das Mass der Beeinflussung der Eltern 
und damit auch die Glaubhaftigkeit der Aussagen von D.____ besser bzw. richtig beurteilen zu 
können, ist es unumgänglich, dass eine umfassende Abklärung der Situation und damit auch 
der Erziehungsfähigkeit beider Elternteile vorgenommen wird. Es ist deshalb nicht ersichtlich, 
inwiefern die Abklärung der Erziehungsfähigkeit beider Elternteile nicht geeignet bzw. unnötig 
umfassend sein sollte, um den Sachverhalt abzuklären, welcher zur Beschränkung des Be-
suchsrechts des Beschwerdeführers geführt hat. Im Übrigen ist zu hoffen, dass die umfassende 
Abklärung und das Treffen von allfälligen Massnahmen dazu führen werden, dass sich die Situ-
ation zwischen den Kindseltern im Hinblick auf das Besuchsrecht etwas entspannt und die 

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KESB aufgrund der Erkenntnisse der Begutachtung in Zukunft allfällige Vorwürfe der Kindsel-
tern und Aussagen von D.____ besser einordnen kann.  
 
6.4. Die Beschwerde gegen die vorsorgliche Massnahme bezüglich Regelung des Be-
suchsrechts ist damit verhältnismässig und die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfah-
rensausgang ist die Behandlung des Antrags auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde obsolet. 
 
7.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der 
Höhe von insgesamt Fr. 800.-- sind demzufolge dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu-
erlegen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen.  
 
7.2. Der Beschwerdeführer beantragte beim Kantonsgericht die unentgeltliche Rechtspfle-
ge. Gemäss § 22 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskos-
ten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr 
Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint (Abs. 1). Unter den gleichen Vorausset-
zungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwaltes bzw. einer Anwältin gewährt, 
sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (Abs. 2). Gemäss Entscheid der So-
zialhilfebehörde L.____ vom 19. Oktober 2021 wird der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2021 
wirtschaftliche Hilfe in der Höhe von Fr. 2'612.35 inkl. Krankenkassenprämien nach KVG, abzü-
glich sämtlicher Einnahmen, subsidiär gewährt. Damit ist seine Mittellosigkeit gemäss § 22 VPO 
gegeben. Das Begehren des Beschwerdeführers kann nicht als aussichtslos bezeichnet wer-
den, da die Belastungsmomente gegen den Kindsvater nicht übermässig stark sind und es sich 
bei der Beschränkung des Besuchsrechts um einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechte 
des Kindsvaters handelt. Demzufolge sind die unentgeltliche Prozessführung und Verbeistän-
dung zu bewilligen.  
 
7.3. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 800.-- somit der Gerichtskasse zu überbinden.  
 
7.4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote 
vom 8. März 2022 weist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 
6.6 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 82.90 zuzüglich 7.7% MWST aus. 
Der geltend gemachte Zeitaufwand und die Höhe der Auslagen sind nicht zu beanstanden. Bei 
unentgeltlicher Verbeiständung beträgt das Honorar nach § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für An-
wältinnen und Anwälte [TO] vom 17. November 2003 jedoch Fr. 200.-- und nicht wie geltend 
gemacht Fr. 250.-- pro Stunde. Demzufolge ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein 
Honorar in der Höhe von Fr. 1'510.90 (6.6 Stunden à Fr. 200.-- plus Auslagen in der Höhe von 
Fr. 82.90, alles zuzüglich 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 

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7.5. Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung 

und Verbeiständung wird bewilligt.  
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.    

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'510.90 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

   
 5. Je eine Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. März 2022 

(ohne Schreiben der Vorinstanz vom 27. Januar 2022) sowie der Hono-
rarnote vom 8. März 2022 werden den übrigen Verfahrensbeteiligten zur 
Kenntnisnahme zugestellt. 

 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin