# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7423fb8-1924-5c9f-a7bf-f88fa54ce4a7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.09.2018 ZK1 2017 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-146_2018-09-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 11. Dezember 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 146 20. Dezember 2017

(Mit Urteil 5A_979/2018 vom 07. Dezember 2018 ist das Bundesgericht auf die 
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Verfügung
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
Aktuar ad hoc Knupfer

In der zivilrechtlichen Berufung 

der X._____, Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Landquart vom 16. August 
2017, mitgeteilt am 10. November 2017, in Sachen der Berufungsklägerin gegen 
Y._____, Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Ca-
viezel, Kornplatz 2, 7001 Chur, 

betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren
(aufschiebende Wirkung),

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hat der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden nach 
Kenntnisnahme des Gesuchs der Berufungsklägerin vom 21. November 2017 
(Poststempel 22. November 2017) um Gewährung der aufschiebenden Wirkung, 
nach Einsicht in die Verfahrensakten sowie aufgrund der Feststellungen und Er-
wägungen,

– dass X._____ und Y._____ am 25. August 2015 beim Regionalgericht Land-
quart (damals Bezirksgericht Landquart) ihr gemeinsames Scheidungsbegeh-
ren überbrachten,

– dass mit Entscheid vom 28. September 2016, mitgeteilt am 19. Oktober 2016, 
der gemeinsame Sohn A._____ unter der alleinigen Obhut von Y._____ be-
lassen und X._____ verpflichtet wurde, an den Unterhalt von A._____ und 
Y._____ einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag, ab dem 
1. August 2016 von kumuliert CHF 3'350.00 zu leisten,

– dass der vorgenannte Entscheid in der Folge unangefochten in Rechtskraft 
erwuchs,

– dass am 13. Februar 2017 X._____ beim Regionalgericht Landquart ein Ge-
such um Erlass vorsorglicher Massnahmen einreichte und beantragte, ihre 
Verpflichtung, an den Unterhalt von Y._____ einen Beitrag zu leisten, sei voll-
umfänglich aufzuheben,

– dass sie begründend ausführte, ihr Einkommen habe sich wesentlich ver-
schlechtert und ihr Ehemann sei zudem in der Lage, für seinen Unterhalt 
selbst aufzukommen,

– dass Y._____ in seiner Stellungnahme vom 7. April 2017 die kostenfällige 
Abweisung des Gesuchs und seinerseits eine Anpassung der Unterhaltspflicht 
beantragte,

– dass mit Entscheid vom 16. August 2017, mitgeteilt am 10. November 2017, 
sowohl das Gesuch um Aufhebung der Unterhaltspflicht als auch die vom Ge-
suchsgegner beantragte Anpassung der Unterhaltspflicht vom Einzelrichter 
am Regionalgericht Landquart abgewiesen wurde,

– dass X._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) hiergegen mit Schreiben vom 
21. November 2017 (Poststempel 22. November 2017) beim Kantonsgericht 
von Graubünden Berufung erhob und damit einhergehend um aufschiebende 
Wirkung ersuchte, wonach "zu verfügen [sei], dass die Berufungsklägerin ab 

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sofort dem Ehemann keine Unterhaltsbeiträge mehr zu bezahlen [habe]", je-
denfalls "die Verpflichtung zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen um 
CHF 2'350.00 auf höchstens CHF 1'000.00 zu reduzieren" sei,

– dass in der Berufungsantwort vom 5. Dezember 2017 Y._____ (nachfolgend: 
Berufungsgegner) auf Abweisung der Berufung und Nichtgewährung der auf-
schiebenden Wirkung schloss,

– dass im Rahmen der vorliegenden Verfügung lediglich über die Gewährung 
der aufschiebenden Wirkung zu befinden ist, während die Berufung zu einem 
späteren Zeitpunkt zu behandeln sein wird,

– dass gemäss Art. 9 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 
173.000) in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 und Art. 15 lit. b der Verordnung 
über die Organisation des Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100) im Berufungs-
verfahren der Kammervorsitzende zum Erlass vorsorglicher Massnahmen zu-
ständig ist,

– dass die Erteilung der aufschiebenden Wirkung eine vorsorgliche Massnahme 
sui generis darstellt (Thomas Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 
2017, N 55 zu Vor Art. 261-269 ZPO),

– dass der Berufung gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen gemäss 
Art. 315 Abs. 4 lit. b ZPO von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung 
zukommt,

– dass die aufschiebende Wirkung gestützt auf Abs. 5 der vorgenannten Be-
stimmung ausnahmsweise gewährt bzw. die Vollstreckbarkeit vorsorglicher 
Massnahmen ausnahmsweise aufgeschoben werden kann, wenn der betrof-
fenen Partei ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht,

– dass vorliegend die Berufungsklägerin diesen Nachteil sinngemäss damit be-
gründet, dass sie mit ihrem jetzigen Einkommen nicht in der Lage sei, die 
festgelegten Unterhaltszahlungen zu leisten, mithin die Unterhaltspflicht den 
Privatkonkurs nach sich ziehen würde,

– dass die Berufungsklägerin jedoch fälschlicherweise davon ausgeht, die von 
ihr begehrte Aufhebung bzw. Reduktion der Unterhaltspflicht lasse sich da-
durch erreichen, dass ihrem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung erteilt 
werde,

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– dass aufgrund des Umstandes, dass der Einzelrichter am Regionalgericht 
Landquart das Abänderungsgesuch vom 13. Februar 2017 mit Entscheid vom 
16. August 2017 abgewiesen hat, vielmehr der status quo ante bestehen bleibt 
(vgl. Martin Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 15 zu Art. 315 
ZPO),

– dass die Gewährung der aufschiebenden Wirkung für die vorliegende Konstel-
lation, in welcher der Erlass vorsorglicher Massnahmen abgelehnt wurde, wir-
kungslos ist und am bestehenden Zustand und damit an der Vollstreckbarkeit 
des Entscheids vom 28. September 2016 nichts zu ändern vermag,

– dass Art. 315 Abs. 5 ZPO mithin nur auf erstinstanzliche Entscheide, welche 
eine vorsorgliche Massnahme anordnen, ausgerichtet ist (vgl. Martin Sterchi, 
a.a.O., N 15 zu Art. 315 ZPO),

– dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung folglich abzuweisen ist,

– dass der bisherige Zustand für die Dauer des Berufungsverfahrens somit wei-
ter besteht und der unangefochten in Rechtskraft erwachsene Entscheid vom 
28. September 2016 vollstreckbar bleibt,

– dass gemäss Art. 104 Abs. 3 ZPO über die Prozesskosten vorsorglicher 
Massnahmen mit der Hauptsache entschieden werden kann, was sich im kon-
kreten Fall aufdrängt, da über das Gesuch der Berufungsklägerin um unent-
geltliche Rechtspflege noch zu befinden sein wird,

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erkannt:

1. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen.

2. Über die Prozesskosten wird mit der Hauptsache entschieden.

3. X._____ wird ein Exemplar der Berufungsantwort von Y._____ vom 5. De-
zember 2017 zugestellt. Ein weiterer Schriftenwechsel ist nicht vorgesehen.

4. Gegen diesen, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.-- betreffen-
den, selbständig eröffneten Zwischenentscheid kann unter den Vorausset-
zungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) 
gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: