# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 816a8f66-f0dd-51de-b50b-5f54c2083647
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.11.2017 SB170277
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170277_2017-11-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB170277-O/U/cs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Wasser-

Keller und Ersatzoberrichter lic. iur. Kessler sowie Gerichtsschreibe-

rin lic. iur. Rissi 

 

Urteil vom 7. November 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
und Rückversetzung  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 26. April 
2017 (DG170024) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 9. März 2017 

(Urk. 20) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der qualifizierten  

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. a und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Die mit Verfügung des Amtes für Justizvollzug vom 30. Mai 2016 ausge-

sprochene bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug wird widerrufen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar 

gewordenen Reststrafe von 50 Tagen Freiheitsstrafe gemäss Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 17. September 2013 bestraft mit ei-

ner Gesamtstrafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 184 Tage durch 

Polizei- und Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit 

heute erstanden sind. 

4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7½ Jahre 

des Landes verwiesen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 24. Ok-

tober 2016 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von total Fr. 479.70 wird 

zuhanden der Staatskasse eingezogen.  

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

vom 24. Oktober 2016 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich 

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gelagerten Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde nach 

Eintritt der Rechtskraft zur Vernichtung überlassen: 

- 1 Minigrip mit div. Fingerlingen und Kugeln, beinhaltend ca. 125 
Gramm Kokain (Asservat Nr. A009'757'737), 

- 1 Minigrip mit div. Fingerlingen, beinhaltend ca. 198 Gramm Kokain 
(Asservat Nr. A009'757'748), 

- div. Fingerlinge, beinhaltend ca. 183 Gramm Kokain (Asservat Nr. 
A009'757'759), 

- Digitalwaage, FAKT (Asservat Nr. A009'757'806), 
- div. Verpackungsmaterial, Teller, Messer, etc. (Asservat Nr. 

A009'757'873), 
- 1 Packung Milchzucker (Asservat Nr. A009'757'908).  

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde; 

Fr. 3'850.00   Auslagen (Gutachten); 

Fr. 1'390.00   Auslagen (Polizei); 

Fr. 10'925.15   amtliche Verteidigung (inkl. Barauslagen und MwSt.) 

Fr. 21'765.15   Total 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Anklagebehörde, Auslagen Gutach-

ten und Auslagen Polizei) und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derje-

nigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen auf die Ge-

richtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 44 S. 2) 

 1. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu be-

strafen. 

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 2. Die Freiheitsstrafe sei im Umfang von 9 Monaten zu vollziehen und im 

Umfang von 9 Monaten aufzuschieben, wobei die Probezeit auf 4 Jah-

re anzusetzen ist. 

 3. Die Probezeit für den nicht verbüssten Strafrest von 50 Tagen gemäss 

Verfügung des Amtes für Justizvollzug vom 30. Mai 2016 sei um ein 

halbes Jahr zu verlängern. 

 4. Es sei eine Landesverweisung von 5 Jahren anzuordnen. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland:  

(Urk. 49, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

____________________________ 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Nach durchgeführter Untersuchung erhob die Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland am 9. März 2017 Anklage (Urk. 20). Das Bezirksgericht Win-

terthur sprach den geständigen Beschuldigten mit Urteil vom 26. April 2017 der 

qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. a und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig. 

Die mit Verfügung des Amts für Justizvollzug vom 30. Mai 2016 ausgesprochene 

bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug wurde widerrufen und der Beschuldigte 

wurde unter Einbezug der dadurch vollziehbar gewordenen Reststrafe von 50 Ta-

gen mit einer zu vollziehenden Gesamtstrafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe be-

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straft, unter Anrechnung von 184 Tagen erstandener Haft sowie vorzeitigem 

Strafvollzug. Weiter wurde der Beschuldigte für 7½ Jahre des Landes verwiesen 

(Urk. 43).  

2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte am 5. Mai 2017 Berufung anmel-

den (Urk. 36). Nach Erhalt des begründeten Urteils folgte mit Schreiben vom 

19. Juli 2017 die Berufungserklärung (Urk. 44). Der Beschuldigte verlangt die 

Ausfällung einer teilbedingten (je 9 Monate) Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit 

einer Probezeit von 4 Jahren. Weiter sei die Probezeit für den nicht verbüssten 

Strafrest von 50 Tagen gemäss Verfügung des Amts für Justizvollzug vom 

30. Mai 2016 um ein halbes Jahr zu verlängern und es sei eine Landesverwei-

sung von 5 Jahren auszusprechen. Mit Präsidialverfügung vom 28. Juli 2017 wur-

de der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland unter Hinweis auf die Berufungs-

erklärung des Beschuldigten Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. 

zum Antrag auf Nichteintreten auf die Berufung angesetzt (Urk. 47). Die Staats-

anwaltschaft teilte am 3. August 2017 mit, dass sie auf eine Anschlussberufung 

verzichte und die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils beantrage (Urk. 49). 

Sie wurde in der Folge auf ihr Gesuch hin von der Teilnahme an der Berufungs-

verhandlung dispensiert (Urk. 49). Beide Parteien erklärten, keine Beweisanträge 

zu stellen (Urk. 44 und 49). Die Berufungsverhandlung fand am 7. November 

2017 statt (Prot. II S. 3 ff.). 

II.  Prozessuales 

 Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in 

Rechtskraft (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 402 N 1; Art. 437 StPO).  

 Der Beschuldigte beschränkt die Berufung auf die Bemessung der Strafe, 

die Nichtgewährung des teilbedingten Vollzuges, den Widerruf einer bedingten 

Entlassung und die Dauer der Landesverweisung (Dispositivziffern 2-5). Im Übri-

gen ist der vorinstanzliche Entscheid unangefochten geblieben und daher bezüg-

lich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 6 (Einziehung Barschaft), 7 (Einziehung 

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und Vernichtung von Betäubungsmitteln) sowie 8 und 9 (Kostendispositiv) in 

Rechtskraft erwachsen, was vorab mit Beschluss festzustellen ist. 

III. Strafzumessung 

1.  Die Vorderrichter bestraften den Beschuldigten mit einer zu vollziehenden 

Gesamtstrafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe (Urk. 43 S. 7-14). Der Beschuldigte 

lässt mit seiner Berufung – wie bereits vor Vorinstanz – eine Freiheitsstrafe von 

18 Monaten und den teilbedingten Vollzug der Strafe beantragen (Urk. 31 S. 2, 

Urk. 44 S. 2, Urk. 53 S. 2). Die Staatsanwaltschaft verlangt die Bestrafung des 

Beschuldigten mit 28 Monaten Freiheitsstrafe bzw. die Bestätigung des vor-

instanzlichen Urteils (Urk. 20 S. 5f., Urk. 49). 

2.1. Der Beschuldigte wurde der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d in Verbindung mit 

Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen. Dementsprechend liegt ein Straf-

rahmen von nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe vor, wobei zu-

sätzlich eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen zu maximal Fr. 3'000.– aus-

gesprochen werden kann. Strafmilderungsgründe oder Strafschärfungsgründe 

liegen keine vor (Art. 19 Abs. 2 BetmG i.V.m. Art. 40 StGB; Art. 34 Abs. 1 und 2 

StGB).  

2.2. Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es be-

rücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung 

der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird 

nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, 

nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters 

sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Um-

ständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 

Abs. 2 StGB). 

2.3.1. Der Begriff des Verschuldens muss sich auf den gesamten Unrechts- und 

Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Zu unterscheiden ist zwischen Tat- 

und Täterkomponente. Bei der Tatkomponente sind das Ausmass des verschul-

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deten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges, die Willens-

richtung, mit der der Täter gehandelt hat, und dessen Beweggründe zu beachten. 

Weiter bedeutsam sind das Mass der Entscheidungsfreiheit beim Täter und die 

Intensität seines deliktischen Willens. Je leichter es für den Täter gewesen wäre, 

die verletzte Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen 

diese. Als Ausgangskriterium für die Bewertung des Verschuldens ist zunächst 

die objektive Tatschwere festzulegen und zu bemessen. Als Gradmesser dient 

das Mass der Beeinträchtigung des strafrechtlich geschützten Rechtsguts. Es 

lässt sich am Ausmass des Erfolges hinsichtlich Deliktsbetrag, Gefährdung, Sach-

schaden etc. sowie anhand der Art und Weise des Vorgehens bemessen (HUG, in: 

DONATSCH/FLACHSMANN/HUG/WEDER, Kommentar zum StGB, 19. Aufl., Zürich 

2013, N 6 ff. zu Art. 47 StGB; WIPRÄCHTIGER/KELLER, in: Basler Kommentar Straf-

recht I, 3. Aufl., Basel 2013, N 85 zu Art. 47 StGB; TRECHSEL/AFFOLTER-EIJSTEN, 

in: TRECHSEL/PIETH, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2013, N 17 ff. zu Art. 47 StGB). 

2.3.2. Im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts ist zu berücksichtigen, dass der 

Drogenmenge und der daraus resultierenden Gefährdung bei der Bemessung der 

Strafe keine vorrangige Rolle zukommen darf (BGE 118 IV 342 ff.; BGE 121 IV 

202 E. 2d/cc; Urteil des Bundesgerichts 6B_558/2011 vom 21. November 2011 

E. 3.3.2). Es wäre verfehlt, im Sinne eines Tarifs überwiegend oder gar allein auf 

dieses Kriterium abzustellen. Falsch wäre aber auch die Annahme, diesem Straf-

zumessungselement komme eine völlig untergeordnete oder gar keine Bedeutung 

zu. Es ist nicht nebensächlich, ob jemand mit zwanzig oder zweihundert Gramm 

einer gefährlichen Droge handelt. 

2.3.3. Der Reinheitsgrad der Betäubungsmittel kann für das Verschulden von Be-

deutung sein. Handelt der Täter wissentlich mit ausgesprochen reinen Drogen, ist 

das Verschulden schwerer, handelt er wissentlich mit besonders stark gestreckten 

Drogen, ist es leichter (BGE 122 IV 299). Steht indes nicht fest, dass der Beschul-

digte ein ausgesprochen reines oder besonders stark gestrecktes Betäubungsmit-

tel liefern wollte, spielt der genaue Reinheitsgrad für die Gewichtung des Ver-

schuldens und bei der Strafzumessung keine Rolle. Die genaue Betäubungsmit-

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telmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad verlieren zudem an Bedeutung, 

wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Ziff. 2 BetmG gegeben sind, 

und sie werden umso weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von 

Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG überschritten ist (BGE 121 IV 193). 

2.3.4. Die Tatschwere bestimmt sich bei Drogendelikten neben der erwähnten 

eher sekundären Bedeutung der Drogenmenge (BGE 121 IV 202) und der daraus 

folgenden Gesundheitsgefährdung namentlich auch nach der Art und Weise der 

Tatbegehung, der Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und den 

Beweggründen (BGE 118 IV 348). Massgebend sind dabei unter anderem die 

Häufigkeit und Dauer der deliktischen Handlungen, die aufgewendete persönliche 

Energie, das gezeigte kriminelle Engagement, die hierarchische Stellung sowie 

die Grösse der erzielten oder angestrebten Gewinne. Daneben kommt es darauf 

an, wie der Täter mit der Droge in Kontakt gekommen ist und was er mit dieser 

gemacht hat (HUG-BEELI, Betäubungsmitteldelikte 1983-1991, Zürich 1992, 

S. 429 f., 436 und 438). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts trifft bei-

spielsweise den Transporteur einer bestimmten Drogenmenge grundsätzlich ein 

geringeres Verschulden als denjenigen, der diese Betäubungsmittelmenge ver-

kauft oder zum Zwecke des Weiterverkaufs erwirbt (WIPRÄCHTIGER/KELLER, 

a.a.O., N 93 f. zu Art. 47 StGB; BGE 121 IV 206). Weiter beachtlich ist auch eine 

allfällige Drogenabhängigkeit des Täters, ob er ausschliesslich des Geldes wegen 

handelte, ohne sich in einer finanziellen Notlage zu befinden, oder ob er es ab-

lehnt zu arbeiten, obwohl es ihm möglich wäre, und er es vorzieht, durch den Dro-

genhandel seinen Lebensunterhalt zu verdienen (BGE 107 IV 62 f.; BGE 118 IV 

349). Daraus ergibt sich, dass nicht einem einzelnen der aufgeführten Kriterien für 

die Beurteilung des Verschuldens eine überwiegende Bedeutung zukommt. Der 

Einbezug all dieser Kriterien und deren Gesamtwürdigung führt schliesslich zur 

Gewichtung der Tatschwere und des Verschuldens. 

3.1. Bei der objektiven Tatschwere ist zunächst zu berücksichtigen, dass der Be-

schuldigte das Kokain für einen Zeitraum von ca. einer Woche aufzubewahren 

beabsichtigte und es nur wegen seiner Verhaftung bei rund vier Tagen blieb. Der 

Beschuldigte hat sodann durchaus eine beachtliche Menge an persönlicher Ener-

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gie aufgewendet, hat er doch das Kokain nicht einfach nur aufbewahrt, sondern 

gestreckt, portioniert und in konsumbereite Einheiten verpackt, was einen ent-

sprechenden Aufwand verursachte. Er hat damit ein beträchtliches kriminelles 

Engagement gezeigt. Dabei erstreckte sich das Verhalten des Beschuldigten auf 

eine erhebliche Menge von rund 260 Gramm reinen Kokains, womit er – wie von 

der Vorinstanz erwogen – den zur Anwendung des qualifizierten Tatbestands des 

schweren Falls gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG führenden Grenzwert von 

18 Gramm um rund das fünfzehnfache erfüllte. Bei Kokain handelt es sich um ei-

ne sehr gefährliche Droge und zudem hat der Beschuldigte teilweise Portionen 

mit hohem Kokaingehalt (teilweise weit mehr als 59%) vorbereitet, was die Ge-

fährlichkeit verstärkte. Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung (Urk. 53 S. 3 f.) 

befand sich der Beschuldigte nicht auf der untersten Stufe des Drogenhandels. 

Vorab wurden ihm Drogen mit einem hohen Marktwert (die Verteidigung schätzt 

diesen auf Fr. 100'000.–) zur Aufbewahrung für eine Woche anvertraut, was seine 

Vertrauensstellung in der Geschäftshierarchie aufzeigt. Das ("sichere") Zwischen-

lagern von Drogen für eine längere Zeit ist grundsätzlich von Wichtigkeit im Dro-

genhandel. Sodann oblag dem Beschuldigten die Verantwortung über das Stre-

cken bzw. Mischen des Kokains mit Milchpulver und damit die Verantwortung 

über den Reinheitsgrad der zu verkaufenden, konsumbereiten Portionen, was et-

wa für den Verkaufspreis und die herzustellende Gesamtmenge an Kokainge-

misch von Bedeutung ist. Es kann angesichts dieser Umstände – wiederum ent-

gegen den Ausführungen der Verteidigung (Urk. 53 S. 3 f.) – in Bezug auf die Rol-

le des Beschuldigten nicht von einem blossen Handlanger bzw. von jemandem 

auf der untersten Hierarchiestufe des Drogenhandels mit blosser Hilfstätigkeit ge-

sprochen werden. Weiter war der Beschuldigte eben anders als z.B. ein blosser 

Gassendealer (Kontakte beim Verkauf an Konsumenten) weniger der Gefahr 

ausgesetzt, bei seiner Tätigkeit von der Polizei entdeckt und verhaftet zu werden. 

Anderseits zog er auch nicht auf einer hohen Stufe die Fäden und koordinierte 

beispielsweise lediglich die Tätigkeiten ohne mit den Drogen in Berührung zu 

kommen. Auch ist ihm zu Gute zu halten, dass er selber keine Drogen verkaufte 

und es sich um eine einmalige Widerhandlung (allerdings mit diversen Handlun-

gen) gegen das Betäubungsmittelgesetz handelt. Das objektive Verschulden des 

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Beschuldigten erscheint als "noch leicht" und ist im unteren Drittel des weiten 

Strafrahmens festzusetzen. Eine hypothetische Einsatzstrafe von 25 Monaten 

Freiheitsstrafe erweist sich folglich als angemessen. 

3.2. Bei der subjektiven Tatschwere ist zu gewichten, dass der Beschuldigte mit 

direktem Vorsatz handelte. Da er das Kokain sodann selber streckte, musste ihm 

auch die Menge und der ungefähre hohe Reinheitsgrad bekannt gewesen sein. 

Sodann bestand bei ihm keine Drogenabhängigkeit und es ging ihm somit nicht 

etwa darum, Geld für die Beschaffung von Drogen zu erlangen. Er handelte viel-

mehr aus rein eigennützigen Motiven, um sich mit dieser Tätigkeit die ihm ver-

sprochenen rund Fr. 1'000.– zu verdienen und sich so zu bereichern. Dabei be-

fand er sich – entgegen den Ausführungen der Verteidigung (Urk. 53 S. 6 Ziff. 8) – 

keineswegs in einer finanziellen Notlage. Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die 

eigenen Aussagen des Beschuldigten überzeugend erwogen, dass der Beschul-

digte finanziell von seiner Frau unterstützt wird (Urk. 43 S. 10 i.V.m. Urk. 4/4 S. 4 

Antwort 23). Im Übrigen könnte wegen fehlenden Geldes für die Rückreise nach 

Spanien – wo er mit seiner Frau lebt – ohnehin nicht von einer eigentlichen finan-

ziellen Notlage gesprochen werden. Umso mehr, als er anlässlich der Untersu-

chung sowie im vorinstanzlichen Verfahren jeweils ausführte, in die Schweiz ein-

gereist zu sein, um einen Freund bzw. Freunde zu besuchen (Urk. 4/1 S. 3, 

Urk. 4/5 S. 3, Prot. I S. 18). Bei knappen finanziellen Verhältnissen hätte der Be-

schuldigte – wenngleich er anlässlich der Berufungsverhandlung nunmehr aus-

führte, in die Schweiz gereist zu sein, um einem Freund im Autogeschäft zu hel-

fen (Prot. II S. 11), aufgrund seiner vorherigen Aussagen jedoch der Besuch von 

Freunden im Vordergrund seiner Reise gestanden haben dürfte – ohne Weiteres 

von einer erneuten Einreise in die Schweiz absehen können. Weiter wäre es dem 

Beschuldigte möglich gewesen, in Spanien einer Arbeitstätigkeit nachzugehen, er 

zog es aber aus freier Entscheidung vor, sich durch Beteiligung am Kokainhandel 

Einkünfte zu erzielen. Schliesslich spricht auch nicht für den Beschuldigten, dass 

er sich offensichtlich ohne Widerstände von einem ihm Unbekannten zu diesem 

Tun hinreissen liess. Sein deliktisches Verhalten wäre insgesamt leicht zu ver-

meiden gewesen. 

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 Insgesamt ergibt sich, dass die subjektiven Komponenten die objektive Tat-

schwere keineswegs zu verringern vermögen, weshalb das Verschulden des Be-

schuldigten – auf einer Skala aller denkbaren qualifizierten Widerhandlung gegen 

das Betäubungsmittelgesetz und in Anbetracht des konkreten sehr weiten Straf-

rahmens – als noch leicht einzustufen ist. Eine hypothetische Einsatzstrafe von 

25 Monaten Freiheitsstrafe erweist sich als angemessen. 

3.3. Zu den persönlichen und finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten kann 

vorab auf die sorgfältigen Ausführungen der Vorinstanz unter Bezugnahme auf 

die Angaben des Beschuldigten (Urk. 4/6, 4/9, Prot. I S. 6-15) und den Vorstra-

fenbericht (Urk. 14/2) verwiesen werden (Urk. 43 S. 11). Der Beschuldigte ist 

1977 in Nigeria geboren und wuchs dort zusammen mit 5 Geschwistern bei sei-

nen Eltern auf. Über eine eigentliche Berufsausbildung verfügt er nicht. In Nigeria 

arbeitete er bei seinem Bruder im Gashandel. Im Jahre 2010, also im Alter von 

rund 33 Jahren, reiste der Beschuldigte aus Nigeria aus und über Libyen nach 

Europa. 2011 stellte er – unter falschem Namen – ein Asylgesuch in der Schweiz, 

auf welches nicht eingetreten wurde. Der Beschuldigte blieb indessen illegal in 

der Schweiz und wurde wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz vier 

Mal (drei Mal 2001, einmal 2013) bestraft. Gemäss seinen Angaben habe er die 

Schweiz 2013 Richtung Norwegen verlassen, wo er einen Asylantrag gestellt ha-

be. Man habe ihn aber im März 2016 zurück in die Schweiz abgeschoben. Hier 

verbüsste er in der Folge die Freiheitsstrafe aus dem Jahre 2013 und wurde am 

23. Juni 2016 aus dem Vollzug entlassen. Anschliessend ist der Beschuldigte 

gemäss seinen Angaben nach Spanien gereist. Er sei seit 2014 mit einer Italiene-

rin verheiratet, die in Spanien lebe und arbeite bzw. sich zurzeit um eine neue 

Stelle und Arbeitslosengeld bemühe (Prot. II S. 10). Der Beschuldigte hat weiter 

angegeben, im September 2016 wieder in die Schweiz eingereist zu sein, um ei-

nen Freund zu besuchen. Am 24. Oktober 2016 wurde er wegen dem zu beurtei-

lenden Delikt verhaftet. Der Beschuldigte gibt an, über kein Vermögen zu verfü-

gen. Er habe Schulden und sei in Spanien von seiner Frau unterstützt worden. 

Auf die Strafzumessung haben diese persönlichen Verhältnisse keine Auswirkun-

gen. 

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3.4. Der Beschuldigte weist wie erwähnt vier Vorstrafen wegen Widerhandlungen 

gegen das Ausländergesetz auf. Am 16. März 2011 wurde er mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen und einer 

Busse von Fr. 400.–, am 26. Mai 2011 von der gleichen Behörde mit einer Frei-

heitsstrafe von 30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 300.–, am 28. Juni 2011 

wiederum von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit einer Freiheitsstrafe von 

3 Monaten und schliesslich am 17. September 2013 von der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland mit einer Freiheitsstrafe von 150 Tagen bestraft (Urk. 46). Diese 

vier (nicht einschlägigen) Vorstrafen und insbesondere der Umstand, dass der 

Beschuldigte nach der Verbüssung einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe und wäh-

rend der Probezeit der bedingten Entlassung bzw. rund vier Monate nach der 

Verbüssung erneut delinquierte, sind merklich straferhöhend zu veranschlagen. 

Wenn die Vorinstanz aufgrund dieser Umstände von einer Erhöhung der Einsatz-

strafe um vier Monate ausgeht, erweist sich dies demnach als angemessen. 

3.5. Beim Nachtatverhalten ist dem Verhalten des Täters nach der Tat und im 

Strafverfahren Rechnung zu tragen. Ein Geständnis, das kooperative Verhalten 

eines Täters bei der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und Reue wir-

ken strafmindernd. Umfangreiche und prozessentscheidende Geständnisse kön-

nen eine Strafreduktion von bis zu einem Drittel bewirken (BGE 121 IV 202 

E. 2d/cc). Der Grad der Strafminderung hängt aber insbesondere davon ab, in 

welchem Stadium des Verfahrens das Geständnis erfolgte. Ein Verzicht auf Straf-

minderung ist zulässig, wenn das Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert 

hat, namentlich weil der Täter nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder 

gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden ist (Ur-

teil des Bundesgerichts vom 21. November 2011 6B_558/2011 E. 2.3). Die bun-

desgerichtliche Praxis zeigt, dass nur ein ausgesprochen positives Nachtat-

verhalten zu einer maximalen Strafreduktion von einem Drittel führen kann. Zu ei-

nem solchen gehört ein umfassendes Geständnis von allem Anfang an und aus 

eigenem Antrieb, also nicht erst auf konkrete Vorwürfe hin oder nach Vorlage ent-

sprechender Beweise. Ferner gehört kooperatives Verhalten in der Untersuchung 

dazu, wozu gehört, dass beispielsweise aufgrund des Verhaltens eines Beschul-

digten weitere Delikte aufgeklärt oder Mittäter zur Rechenschaft gezogen werden 

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können, was ohne sein kooperatives Mitwirken nicht möglich gewesen wäre. 

Schliesslich gehört Einsicht ins Unrecht der Tat und Reue dazu. Nur wenn all die-

se Faktoren erfüllt sind, kann eine Strafreduktion von einem Drittel erfolgen. Feh-

len einzelne Elemente, ist die Strafe entsprechend weniger stark zu mindern 

(WIPRÄCHTIGER/KELLER, a.a.O., N 169 ff. zu Art. 47 StGB; TRECHSEL/AFFOLTER-

EIJSTEN, a.a.O., N 22 und N 24 zu Art. 47 StGB). 

 Der Beschuldigte ist vollumfänglich geständig. Er gab die gegen ihn erhobe-

nen Vorwürfe auch bereits in der ersten Einvernahme zu. Der Beschuldigte hat 

dieses Geständnis abgegeben, als ihm vorgehalten wurde, dass in dem von ihm 

bewohnten Zimmer ein blauer Rollkoffer sichergestellt wurde und er einräumen 

musste, nicht leugnen zu können, dass auf dem Kokain und dem Verpackungs-

material etc. im Koffer seine Spuren gefunden werden können (Urk. 4/1 S. 3). Es 

kann der Verteidigung daher nicht gefolgt werden, der Beschuldigte habe dieses 

Geständnis zu einem Zeitpunkt abgelegt, als er noch nicht habe wissen können, 

welche Beweismittel die Strafverfolgungsbehörde gegen ihn in der Hand habe 

(Urk. 31 Ziff. 16). Es ist vielmehr von einer weitgehend erdrückenden Beweislage 

auszugehen. Mit seinem Hinweis auf den unbekannten "B._____" hat der Be-

schuldigte sodann keinen Beitrag zur Aufklärung weiterer Delikte oder Eruierung 

von Mittätern geleistet. Sein Geständnis hat indessen die Untersuchung immerhin 

erleichtert, insbesondere auch hinsichtlich des Sachverhaltes, dass der Beschul-

digte die Drogen selber gestreckt und abgepackt hat. Weiter kann mit der Vo-

rinstanz gesagt werden, dass der Beschuldigte Reue zeigt, den Koffer aufbewahrt 

zu haben. Insgesamt kann dem Beschuldigten das Geständnis und die gezeigte 

Reue leicht strafmindernd berücksichtigt werden. Es erscheint angemessen, die 

Strafe um zwei Monate zu reduzieren.  

4.1. Das Bezirksgericht Winterthur hat zutreffend erwogen, dass sich der Be-

schuldigte während der vom Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 

30. Mai 2016 verfügten Probezeit von einem Jahr nach der bedingten Entlassung 

aus dem Strafvollzug per 23. Juni 2016 (Urk. 10/2) nicht bewährte, indem er die 

nunmehr zu beurteilenden Delikte zwischen dem 21. und 24. Oktober 2016 

beging (Urk. 43 S. 12 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte befand sich vom 

- 14 - 

16. März 2016 bis zum 23. Juni 2016 im Strafvollzug. An diesem Tag wurde er bei 

einem Strafrest von 50 Tagen entlassen. Nur knapp vier Monate nach seiner be-

dingten Entlassung aus dem Strafvollzug hat er gegen das Betäubungsmittelge-

setz verstossen. 

4.2. Gestützt auf Art. 89 Abs. 1 StGB ist bei Delinquenz während der Probezeit 

bei einer bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug grundsätzlich die Rückver-

setzung anzuordnen. Eine Ausnahme hiervon ist nur zu machen, wenn nicht zu 

erwarten ist, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, ihm mithin in 

Bezug auf die Verübung weiterer Straftaten eine günstige Prognose gestellt wer-

den kann. In diesem Fall kann die Probezeit verlängert oder der Verurteilte ver-

warnt werden (Art. 89 Abs. 2 StGB). Ob dem Beschuldigten vorliegend eine güns-

tige Prognose gestellt werden kann und von einer Rückversetzung des Beschul-

digten in den Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland 

vom 17. September 2013 ausgefällten Freiheitsstrafe abzusehen ist, wird im Fol-

genden unter Ziffer IV zu prüfen sein. 

5. In Würdigung aller Strafzumessungsgründe erweist sich demnach – einst-

weilen ohne Einbezug des bei allfälliger Rückversetzung zu berücksichtigenden 

vorerwähnten Strafrests – eine Freiheitsstrafe von 27 Monaten den Taten und 

dem Täter angemessen. Der Anrechnung von 380 Tagen, die im vorliegenden 

Verfahren durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind, auf die heute 

auszufällende Strafe steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

IV. Strafvollzug und Rückversetzung 

1. Da heute – vor Einbezug einer allfälligen Rückversetzung – eine Freiheits-

trafe von 27 Monaten auszufällen ist, kommt nur der unbedingte oder teilbedingte 

Strafvollzug in Frage. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe in der 

Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter 

von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (vgl. Art. 42 

Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte wurde innerhalb der letzten 5 Jahre vor der Tat 

nicht zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten oder einer Geldstrafe 

- 15 - 

von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt. Folglich müssen keine besonders 

günstigen Umstände vorliegen, um den teilbedingten Vollzug zu gewähren 

(Art. 42 Abs. 2 StGB). 

2. Der Beschuldigte weist – wie erwähnt – vier Vorstrafen aus den Jahren 2011 

und 2013 auf. Zudem wurde ihm mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 15. November 2013 die mit Verfügung des Amtes für Justiz-

vollzug vom 15. September 2011 verfügte bedingte Entlassung aus dem Strafvoll-

zug widerrufen und es wurde für eine Reststrafe von 30 Tagen die Rückverset-

zung in den Strafvollzug angeordnet (Urk. 14/7). Des Weiteren befand er sich vom 

16. März 2016 bis zum 23. Juni 2016 im Strafvollzug und hat dennoch rund vier 

Monate später die vorliegenden Taten verübt. Es ist indessen zu berücksichtigen, 

dass alle vier Vorstrafen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz betreffen 

und im Zusammenhang mit seinem illegalen Aufenthalt in der Schweiz zwischen 

2011 und 2013 stehen und somit – im Einklang mit der Verteidigung (Urk. 53 

S. 6) – nicht einschlägig sind. Es ist nun das erste Mal, dass der Beschuldigte in 

Drogenhandel involviert war. Der Beschuldigte ist nicht süchtig und es handelte 

sich im Wesentlichen um einen Vorgang. Sodann hat der Beschuldigte, wie erwo-

gen, doch eine gewisse Einsicht gezeigt und wenigstens erkannt, dass er Fehler 

gemacht hat. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass seine Ehefrau ihn 

in Freiheit finanziell unterstützen wird. Weiter ist zu bedenken, dass es sich bisher 

um eher geringe Strafen handelte. Auch wenn der Beschuldigte sich wie erwähnt 

vom 16. März 2016 bis zum 23. Juni 2016, mithin während 100 Tagen, im Straf-

vollzug befand und nur wenige Monate danach wieder straffällig wurde, so kann – 

nachdem wie ausgeführt vorliegend für den teilbedingten Vollzug keine besonders 

günstigen Umstände vorliegen müssen – davon ausgegangen werden, dass der 

Beschuldigte aufgrund des vorliegenden Strafverfahrens, der damit verbundenen 

Untersuchungshaft und noch zu erstehenden Haft die richtigen Schlüsse und Leh-

ren gezogen hat und sich in Zukunft wohlverhalten wird. Insgesamt kann dem Be-

schuldigten daher trotz Vorliegens von durchaus gewichtigen ungünstigen Fakto-

ren eine positive Prognose gestellt werden. Demnach ist dem Beschuldigten der 

teilbedingte Strafvollzug zu gewähren. Es erscheint angemessen, die auszufäl-

lende Freiheitsstrafe von 27 Monaten im Umfang von 14 Monaten aufzuschieben 

- 16 - 

und im Umfang von 13 Monaten zu vollziehen. Die Probezeit ist unter Hinweis auf 

die gemachten Erwägungen angesichts der verbleibenden Bedenken auf 4 Jahre 

festzusetzen. 

3. Wie bereits unter Ziffer 4.2. erwähnt, führt ein während der Probezeit be-

gangenes Verbrechen oder Vergehen nicht zwingend zum Widerruf der bedingten 

Entlassung. Im Rahmen von Art. 89 Abs. 2 Satz 1 StGB muss genügen, dass 

vernünftigerweise erwartet werden kann, der Verurteilte werde keine weiteren 

Straftaten begehen (Urteil 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 5.2.2). Aufgrund der 

günstigen Prognose ist von einer Rückversetzung des Beschuldigten in den Voll-

zug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 17. September 

2013 ausgefällten Freiheitsstrafe abzusehen. 

 Verzichtet das Gericht auf eine Rückversetzung, so kann es die Probezeit 

um höchstens die Hälfte der von der zuständigen Behörde ursprünglich festge-

setzten Dauer verlängern. Erfolgt die Verlängerung erst nach Ablauf der Probe-

zeit, so beginnt sie am Tag der Anordnung. Mit Verfügung des Amtes für Justiz-

vollzug vom 30. Mai 2016 wurde der Beschuldigte bei einem Strafrest von 50 Ta-

gen und unter Ansetzung einer Probezeit von einem Jahr am 23. Juni 2016 be-

dingt aus dem Strafvollzug entlassen (Urk. 14/8). Es scheint vorliegend angemes-

sen, die Probezeit mit Wirkung ab heute um ein halbes Jahr zu verlängern. 

V. Landesverweisung 

 

1. Auch die Verteidigung anerkennt, dass zwingend eine Landesverweisung 

anzuordnen ist. Sie erachtet es indessen angesichts der auszusprechenden Stra-

fe im unteren Bereich des Strafrahmens als angezeigt, eine Landesverweisung 

ebenfalls im unteren Bereich der möglichen Dauer von 5 bis 15 Jahren festzuset-

zen und beantragt eine Landesverweisung für die Dauer von 5 Jahren (Urk. 31 

S. 9, Urk. 44, Urk. 53 S. 2).  

 

2. Zur grundsätzlichen Frage der Anordnung einer Landesverweisung hat die 

Vorinstanz zutreffende und umfassende Ausführungen gemacht. Auf die entspre-

- 17 - 

chenden Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 43 S. 15 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO).  

3. Gemäss Art. 66a StGB ist die Landesverweisung für 5 bis 15 Jahre auszu-

sprechen. Die Dauer der Landesverweisung hat dabei verhältnismässig zu sein 

(vgl. De Weck, N 30 zu Art. 66a StGB, in Migrationsrecht [Kommentar], Spe-

scha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.], 4. Auflage 2015). Es ist zwar – wie die 

Verteidigung zutreffend ausführt (Urk. 31 S. 9) – eine Strafe auszusprechen, die 

sich im unteren Drittel des konkreten Strafrahmens bewegt, dennoch ist zu beach-

ten, dass der Beschuldigte eine beachtliche Menge Kokain für den Handel vorbe-

reitete und er damit die öffentliche Sicherheit der Schweiz in doch bedeutsamer 

Schwere gefährdet hat. Zudem beträgt die Dauer der heute auszusprechenden 

Strafe mehr als das Doppelte der Mindeststrafe von 12 Monaten gemäss Art. 19 

Abs. 2 lit. a BetmG, welche zwingend zu einer Landesverweisung führt. Sodann 

hat der Beschuldigte keinerlei Beziehungen zur Schweiz, kam er doch angeblich 

einzig deshalb im September 2016 hierher, um einen Freund zu besuchen, um 

nur einen Monat später zu delinquieren. Sein Lebensmittelpunkt liegt in Spanien, 

wo seine Frau wohnt und wohin er auch zurückkehren möchte (vgl. Urk. 43 S. 16, 

Prot. I S. 7 und 14, Prot. II S. 13). Des Weiteren spricht auch nicht für ihn, dass er 

die Schweiz im Jahre 2011 trotz Nichteintreten auf sein Asylgesuch und Wegwei-

sung aus der Schweiz jahrelang nicht verlassen hat und sich in dieser Zeit mehr-

fach strafbar gemacht hat. Insgesamt erscheint es in Anbetracht der Schwere der 

heute zu beurteilenden Tat und des Verschuldens des Beschuldigten sowie der 

genannten Umstände angemessen, ihn für die Dauer von 7½ Jahren des Landes 

zu verweisen. 

VI. Kostenfolgen 

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das erstinstanzliche Kostendisposi-

tiv (Ziffern 8 und 9) zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Im Berufungsverfahren 

werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 

StPO). Der Beschuldigte obsiegt mit seiner Berufung in Bezug auf die Gewährung 

des teilbedingten Strafvollzuges sowie hinsichtlich des Absehens von der Rück-

- 18 - 

versetzung in den Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 17. September 2013 ausgefällten Freiheitsstrafe, unterliegt je-

doch in den anderen Punkten. Unter diesen Umständen scheint es angemessen, 

dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjeni-

gen der amtlichen Verteidigung, zu zwei Dritteln aufzuerlegen und zu einem Drit-

tel auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht im Umfang von zwei 

Dritteln ist vorzubehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

26. April 2017 hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 6 (Einzie-

hung Barschaft), 7 (Einziehung und Vernichtung von Betäubungsmitteln) 

sowie 8 und 9 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird mit 27 Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wovon bis 

und mit heute 380 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 

vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (13 Monate abzü-

glich 380 Tage bis heute erstandene Haft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.  

3. Von der Rückversetzung des Beschuldigten in den Vollzug der mit Strafbe-

fehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 17. September 2013 ausge-

fällten Freiheitsstrafe wird abgesehen und die Probezeit mit Wirkung ab heu-

te um ein halbes Jahr verlängert.  

- 19 - 

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 7 ½ Jahre des Landes 

verwiesen. 

5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 8 und 9) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'800.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'800.–   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten aufer-

legt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang von zwei Dritteln 

vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
- die Justizvollzugsanstalt Pöschwies (den zuführenden Polizisten über-

geben) 
- das Bundesamt für Polizei, Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern 
- das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, 8057 Zürich 

- das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 
und Vollzugsdienste, Postfach, 8090 Zürich 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

- die Vorinstanz in die Verfahrensakten Nr. DG170024 sowie mit Ersu-
chen um Mitteilung an die entsprechenden Lagerbehörden gemäss 
Beschluss Dispositivziffer 1 

- 20 - 

- die Staatsanwaltschaft See/Oberland in die Verfahrensakten 
Nr. A-3/2013/4496 

- das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 
und Vollzugsdienste, Postfach, 8090 Zürich 

- das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, 8057 Zürich 
- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B, Postfach, 

8090 Zürich 
- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 

9. Rechtsmittel:  

 Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

 Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-

gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 7. November 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Rissi 
 

 
 

- 21 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 
 
 
 
 

 

 

	Urteil vom 7. November 2017
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der qualifizierten  Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Die mit Verfügung des Amtes für Justizvollzug vom 30. Mai 2016 ausgesprochene bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug wird widerrufen.
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar gewordenen Reststrafe von 50 Tagen Freiheitsstrafe gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 17. September 2013 bestraft mit einer Gesamtstrafe von 28 Monaten ...
	4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7½ Jahre des Landes verwiesen.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 24. Oktober 2016 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von total Fr. 479.70 wird zuhanden der Staatskasse eingezogen.
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 24. Oktober 2016 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich gelagerten Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft zur Vernichtu...
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Anklagebehörde, Auslagen Gutachten und Auslagen Polizei) und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung ...
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu bestrafen.
	2. Die Freiheitsstrafe sei im Umfang von 9 Monaten zu vollziehen und im Umfang von 9 Monaten aufzuschieben, wobei die Probezeit auf 4 Jahre anzusetzen ist.
	3. Die Probezeit für den nicht verbüssten Strafrest von 50 Tagen gemäss Verfügung des Amtes für Justizvollzug vom 30. Mai 2016 sei um ein halbes Jahr zu verlängern.
	4. Es sei eine Landesverweisung von 5 Jahren anzuordnen.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	____________________________
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang
	II.  Prozessuales
	III.  Strafzumessung
	2.1. Der Beschuldigte wurde der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen. Dementsprechend liegt ein Strafrahmen von nicht ...
	3.1. Bei der objektiven Tatschwere ist zunächst zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte das Kokain für einen Zeitraum von ca. einer Woche aufzubewahren beabsichtigte und es nur wegen seiner Verhaftung bei rund vier Tagen blieb. Der Beschuldigte hat ...
	Der Beschuldigte ist vollumfänglich geständig. Er gab die gegen ihn erhobenen Vorwürfe auch bereits in der ersten Einvernahme zu. Der Beschuldigte hat dieses Geständnis abgegeben, als ihm vorgehalten wurde, dass in dem von ihm bewohnten Zimmer ein bl...
	IV.  Strafvollzug und Rückversetzung
	V.  Landesverweisung
	VI.  Kostenfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 26. April 2017 hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 6 (Einziehung Barschaft), 7 (Einziehung und Vernichtung von Betäubungsmitteln) sowie 8 und 9 (Kostendisposit...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird mit 27 Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wovon bis und mit heute 380 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (13 Monate abzüglich 380 Tage bis heute erstandene Haft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Von der Rückversetzung des Beschuldigten in den Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 17. September 2013 ausgefällten Freiheitsstrafe wird abgesehen und die Probezeit mit Wirkung ab heute um ein halbes Jahr verlängert.
	4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 7 ½ Jahre des Landes verwiesen.
	5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 8 und 9) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Ge...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	- die Justizvollzugsanstalt Pöschwies (den zuführenden Polizisten übergeben)
	- das Bundesamt für Polizei, Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern
	- das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, 8057 Zürich
	- das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste, Postfach, 8090 Zürich
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	- die Vorinstanz in die Verfahrensakten Nr. DG170024 sowie mit Ersuchen um Mitteilung an die entsprechenden Lagerbehörden gemäss Beschluss Dispositivziffer 1
	- die Staatsanwaltschaft See/Oberland in die Verfahrensakten Nr. A-3/2013/4496
	- das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste, Postfach, 8090 Zürich
	- das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, 8057 Zürich
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B, Postfach, 8090 Zürich
	- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils

	9. Rechtsmittel:
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.