# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f5f1a76-2b2b-5d59-b302-eaf77585000d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 28.04.2022 BRGE IV Nrn. 0074-0075/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-IV-Nrn--0074-00_2022-04-28.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

 

 

 
 
 
G.-Nrn. R4.2021.00163 und R4.2021.00164 
BRGE IV Nrn. 0074/2022 und 0075/2022        

 
 
 
 
  Entscheid vom 28. April 2022         
 
 
 

Mitwirkende Abteilungspräsident Reto Philipp, Baurichter Alexander Seiler, Baurichter 
Urs Hany, Gerichtsschreiber Andreas Mahler     

 
 

in Sachen Rekurrierende 

R4.2021.00163 

1. SD, […] 
2. E AG, […] 
3. EG, […] 
4. WH, […] 
5. AH, […] 
6. PL, […] 
7. ES, […] 
8. SS, […] 

alle vertreten durch […]   

R4.2021.00164 

MD, […] 
vertreten durch […] 

 

gegen Rekursgegnerinnen 

1. Politische Gemeinde Regensdorf, 8105 Regensdorf  

vertreten durch Gemeinderat Regensdorf, 8105 Regensdorf  

dieser vertreten durch […] 

2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 
8090 Zürich  

 

 

R4.2021.00163 Seite 2 

Mitbeteiligte 

3. Erbengemeinschaft ED, bestehend aus:  
3.1. JD, […] 
3.2. FD, […] 
3.3. Erbengemeinschaft UG, bestehend aus:  

3.3.1. MG, […] 
3.3.2. KT, […] 

Nrn. 3.2, 3.3.1 und 3.3.2 vertreten durch JD, […] 

4. FA, […] 

 

 
betreffend Beschluss der Gemeindeversammlung vom 25. März 2019 sowie Genehmi-

gungsverfügung der Baudirektion Kanton Zürich ARE 21-0780 vom 4. Au-
gust 2021; Teilrevision kommunale Nutzungsplanung, Erholungszonen Lee-
matten und Wisacher, Regensdorf 
_______________________________________________________ 

hat sich ergeben: 

A. 

Am 25. März 2019 stimmte die Gemeindeversammlung von Regensdorf der 

Teilrevision der BZO zu und setzte u.a. die Erholungszone Wisacher fest, 

dies unter dem Vorbehalt der erforderlichen Anpassungen der Festsetzungs-

unterlagen des Erholungsgebietes Wisacher im regionalen Richtplan. Mit 

Verfügung der Baudirektion vom 4. August 2021 wurde die Teilrevision ge-

nehmigt. 

B. 

Gegen diese Entscheide erhoben SD, die E AG, EG, WH, AH, PL, ES und 

SS mit gemeinsamer Eingabe vom 10. September 2021 fristgerecht Rekurs 

beim Baurekursgericht des Kantons Zürich mit folgenden Anträgen:  

"Materiell: 

 

 

R4.2021.00163 Seite 3 

1. Der Beschluss der Gemeinde Regensdorf vom 25. März 2019 sowie 
der Genehmigungsentscheid der Baudirektion des Kantons Zürich 
vom 4. August 2021 (BDV Nr. 0780/21) seien aufzuheben, soweit da-
mit die Erholungszone Wisacher um rund 7.7 ha bis an die neue Däl-
likerstrasse erweitert und in diesem Gebiet eine Gestaltungsplan-
pflicht mit einer Surfanlage mit weiteren Sportnutzungen und dazuge-
hörigem Erholungspark als zulässige Nutzung festgelegt wird. 

2. Es sei die fehlende Rechtmässigkeit des Richtplaneintrags für die Er-
weiterung des Erholungsgebiets Wisacher für eine Surfanlage mit öf-
fentlichen Mantelnutzungen im Regionalen Richtplan Furttal gemäss 
RRB Nr. 415/2018 vom 16. Mai 2018 sowie gemäss RRB Nr. 92/2021 
vom 3. Februar 2021 festzustellen.  

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Rekurs-
gegner. 

Prozessual: 

4. Es sei ein Augenschein durchzuführen. 

5. Es seien bei der Gemeinde Regensdorf bzw. der Baudirektion sämtli-
che entscheidrelevanten Akten zu edieren und den Rekurrenten seien 
diese zusammen mit allfälligen Vernehmlassungen unter Ansetzung 
einer angemessenen Frist zur Stellungnahme zuzustellen." 

C. 

Mit Eingabe vom 13. September 2021 erhob sodann MD ebenfalls rechtzeitig 

Rekurs beim Baurekursgericht gegen die genannten Entscheide, im Wesent-

lichen mit denselben Anträgen. 

D. 

Mit Verfügungen vom 14. September 2021 wurden die Rekurseingänge unter 

den Geschäfts-Nrn. R4.2021.00163 (SD etc., nachfolgend Rekurrent-

schaft 1) und R4.2021.00164 (MD, nachfolgend Rekurrent 2) vorgemerkt 

und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Die betroffenen Grundeigentü-

mer (soweit nicht rekurrierend) wurden als Mitbeteiligte in die Verfahren ein-

bezogen. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 4 

E. 

Mit Eingaben vom 18. Oktober 2021 beantragte die Gemeinde die Abwei-

sung der Rekurse, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschä-

digungsfolgen zulasten der Rekurrierenden. Die Baudirektion beantragte mit 

Eingabe vom 14. Oktober 2021 ebenfalls die Abweisung der Rekurse, unter 

Verweis auf die Mitberichte des Amtes für Raumentwicklung vom 12. Okto-

ber 2021. Die Mitbeteiligten liessen sich nicht vernehmen. 

F. 

Mit Repliken vom 25. bzw. 26. November 2021 bzw. Dupliken vom 17. De-

zember 2021 hielten die Rekurrierenden und die Gemeinde an ihren Anträ-

gen fest. Die Baudirektion verzichtete stillschweigend auf eine Duplik. Mit 

Datum vom 14. Januar 2022 erfolgte eine weitere Eingabe der Rekurrieren-

den. 

G. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit zur Entscheidbegründung erfor-

derlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. Streitgegenstand 

Mit der angefochtenen Teilrevision soll südlich an die bestehende Erholungs-

zone Wisacher (Ea) angrenzend eine insgesamt rund 7,7 ha grosse Fläche 

von der Landwirtschaftszone in die Erholungszone Ea umgezont werden. 

Damit soll die planungsrechtliche Grundlage geschaffen werden für eine 

Surfanlage mit weiteren Sportnutzungen und einen Park für die Bevölkerung. 

Die Surfanlage umfasst ein Wasserbecken, in dem künstliche rollende Wel-

len erzeugt werden. Weiter geplant ist sodann ein Schwimmbecken von ca. 

50 x 15 m. Die weiteren möglichen Sportanlagen sind eine Pumptrack- und 

 

 

R4.2021.00163 Seite 5 

Skateranlage, Bouldersteine und Beachvolleyballfelder. Daneben ist ein Ge-

bäude für Mantelnutzungen vorgesehen (Laden für Surfausrüstung, Schu-

lungsräumlichkeiten, Gastronomie). Der restliche Teil des Areals soll mög-

lichst naturnah gestaltet werden und einen grosszügigen Naturpark mit vie-

len Bäumen umfassen. Für die Surfanlage als Hauptattraktion wird mit 500 

Besuchern pro Tag gerechnet. Dazu kommen die Besucher der übrigen 

Sportanlagen. Insgesamt wird von 225'000 Besuchern pro Jahr ausgegan-

gen (s. Weisung zur Teilrevision der BZO, act. 22.1.4.2). Zur Sicherung der 

im regionalen Richtplan vorgesehenen Nutzungen und der notwendigen qua-

litativen Anforderungen soll auf der für die geplante Surf- und Freizeitanlage 

vorgesehenen Fläche von rund 6,3 ha eine Gestaltungsplanpflicht festgelegt 

werden. Gleichzeitig soll im Sinne einer Kompensation im Gebiet Leematten 

eine rund 4,7 ha grosse Erholungszone Ea in die Landwirtschaftszone umge-

zont werden. 

2. Eintretensfragen 

2.1. 

Die kommunale Vorinstanz stellt die Legitimation der Rekurrierenden 4-8 

(G.-Nr. R4.2021.00163) in Abrede. Dies u.a. mit der Begründung, die effek-

tive Lärmbelastung werde entgegen den Vorbringen der Rekurrierenden 

nicht höher sein, als die im Lärmgutachten ausgewiesene. Es würden keine 

unzumutbaren Lärmimmissionen entstehen. Sodann liege die Wohnung der 

Rekurrentin 3 in einer Distanz von 600 m zum Bauvorhaben und damit klar 

ausserhalb der von der Rechtsprechung festgelegten 100 m. Dass Fussball-

spiele sehr gut hörbar sein sollen, werde bestritten, sei in keiner Weise belegt 

und im Übrigen auch nicht relevant. Es möge zwar zutreffen, dass der Anla-

genlärm wahrnehmbar sein werde. Ausserordentliche Umstände, welche 

zum Rekurs legitimieren würden, lägen jedoch nicht vor. Bezüglich der Legi-

timation des Rekurrenten 2 (Verfahren G.-Nr. R4.2021.00164) moniert die 

Gemeinde, dieser habe das Pachtverhältnis unter anderem betreffend die 

Parzelle Kat.-Nr. 5 nicht nachgewiesen, weswegen die Legitimation bestrit-

ten werde. 

2.2. 

Zum Rekurs und zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene 

Anordnung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung 

 

 

R4.2021.00163 Seite 6 

oder Änderung hat. Dasselbe gilt für die Anfechtung von Erlassen (§ 338a 

des Planungs- und Baugesetzes [PBG]). 

Das Erfordernis des Berührtseins beinhaltet, dass der Rekurrent in einer be-

sonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum Streitgegenstand ste-

hen und stärker als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit von diesem be-

troffen sein muss. Das vom Gesetz alsdann verlangte schutzwürdige Inte-

resse (Anfechtungsinteresse) setzt voraus, dass der Rekurrent mit der Gut-

heissung des Rekurses einen Nutzen erlangt bzw. einen Nachteil abwendet. 

Sofern und soweit der Rekurs mit hierzu von vornherein ungeeigneten Rü-

gen begründet wird, fehlt es am Anfechtungsinteresse. Das Interesse kann 

rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein. Das Kriterium der Schutzwürdigkeit 

zeigt indes an, dass nicht jedes beliebige Interesse anerkannt wird; ob ein 

Interesse schutzwürdig ist, ergibt sich aus seiner rechtlichen Würdigung. Der 

angestrebte Nutzen muss stets ein eigener sein. Allein die Wahrnehmung 

von öffentlichen Interessen oder Interessen Dritter genügt demnach nicht. 

Der Rekurrent muss zudem von der Anordnung unmittelbar betroffen sein. 

Schliesslich ist zu verlangen, dass das Anfechtungsinteresse aktuell ist (Mar-

tin Bertschi, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 21 Rz. 

10 ff. und 53 ff.). 

Werden gestützt auf § 338a PBG raumplanungsrechtliche Festlegungen an-

gefochten, sei es durch den Eigentümer einer von der Festlegung erfassten 

Parzelle, sei es durch einen Dritten (Nachbarn), entsprechen die Legitimati-

onsvoraussetzungen grundsätzlich den vorstehend dargelegten für die An-

fechtung von baurechtlichen Entscheiden. Dies mit dem Unterschied, dass 

das Interesse des Rekurrenten nicht zwingend aktuell sein muss. So kann 

bei Nachbarrekursen gegen Ein- oder Aufzonungen die Legitimation nicht 

mit der Begründung in Frage gestellt werden, die Beeinträchtigung trete erst 

später mit der Ausschöpfung der neuen oder erweiterten Baubefugnisse ein 

(Bertschi, § 21 Rz. 69). Zudem kann, je nach Geltungsbereich bzw. Auswir-

kungen der angefochtenen raumplanerischen Anordnung, eine Vielzahl von 

Grundstücken bzw. Personen betroffen sein, ohne dass diese deswegen als 

– nicht legitimierte – Allgemeinheit zu betrachten wären (Bertschi, § 21 Rz. 

14).  

 

 

R4.2021.00163 Seite 7 

2.3. 

Im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 ist die Rekurrentin 1 Eigentümerin des 

Grundstücks Kat.-Nr. 5, welches von der Umzonung von der Landwirt-

schaftszone in die Erholungszone unmittelbar betroffen ist. Sie ist daher zum 

Rekurs ohne Weiteres legitimiert. Gleiches gilt für den Rekurrenten im Ver-

fahren G.-Nr. R4.2021.00164, der als Pächter dieses Grundstücks eine Be-

einträchtigung u.a. der Erschliessung geltend macht.  

Die Rekurrentin 2 im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 ist Eigentümerin der 

Grundstücke Kat.-Nrn. 1 und 2 mit den darauf befindlichen Wohnliegen-

schaften G.-Strasse […]. Die fragliche Erholungszone reicht bis auf 

ca. 100 m an diese Grundstücke heran. Aufgrund der räumliche Nähe ist die 

Rekurrentin 2 von der Teilrevision der BZO ebenfalls unmittelbar betroffen 

(betr. Nachweis des Pachtverhältnisses s. act. 12.1, R4.2021.000164). 

Die Rekurrentin 3 im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 wohnt an der H.-

Strasse […] in Regensdorf (Parzelle Kat.-Nr. 3). Die streitbetroffene Erho-

lungszone reicht im Süden bis ca. 640 m an diese Liegenschaft heran und 

ist im Übrigen noch weiter davon entfernt. Es wird geltend gemacht, es be-

stehe aufgrund der Hanglage eine direkte Sichtverbindung und bei West-

windlage werde der Lärm der geplanten Anlage in das Wohnquartier getra-

gen. Der Anlagelärm werde deutlich wahrnehmbar sein. Zudem werde die 

Aussicht stark beeinträchtigt, zumal anstelle der bisher ruhigen landwirt-

schaftlichen Nutzung eine intensive Freizeitnutzung mit starkem Publikums-

verkehr trete. Das vom Gesetz verlangte schutzwürdige Interesse (Anfech-

tungsinteresse) setzt voraus, dass die Rekurrentin mit der Gutheissung des 

Rechtsmittels einen Nutzen erlangt bzw. einen Nachteil abwendet. Ein 

schutzwürdiges Interesse liegt damit nicht schon vor, wenn irgendwelche ne-

gativen Folgen des Bauvorhabens möglich und erkennbar sind, sondern nur 

dann, wenn die Einwirkungen so beschaffen sind, dass sie auch bei objekti-

vierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden müssen; eine be-

sondere (subjektive) Empfindlichkeit der betroffenen Person verdient keinen 

Rechtsschutz. Das Kriterium der Schutzwürdigkeit impliziert, dass nicht je-

des beliebige Interesse anzuerkennen ist. Ob ein Interesse schutzwürdig ist, 

ergibt sich aus seiner rechtlichen Würdigung. Nicht jeder noch so geringfü-

gige Nachteil oder jedes beliebige Interesse vermag ein schutzwürdiges In-

teresse zu begründen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 

Nachbarn zur Beschwerdeführung gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn 

 

 

R4.2021.00163 Seite 8 

sie mit Sicherheit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissi-

onen betroffen werden, die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage her-

vorruft. Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit dient in der 

Praxis die räumliche Distanz zum Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Recht-

sprechung bejaht in der Regel die Legitimation von Nachbarn, deren Liegen-

schaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden. Bei grösse-

ren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten Ge-

gebenheiten glaubhaft gemacht werden. Allerdings wurde stets betont, dass 

nicht schematisch auf einzelne Kriterien (insbesondere Distanzwerte) abge-

stellt werden dürfe, sondern eine Gesamtwürdigung anhand der konkreten 

Verhältnisse erforderlich sei (BGr 1C_11/2021 vom 15. Dezember 2021, 

E. 1.5). Vorliegend ist aufgrund der grossen Distanz bei objektiver Betrach-

tungsweise kein rechtserheblicher Nachteil durch den Anblick der geplanten 

Anlage auszumachen, zumal keine hochaufragenden Hochbauten geplant 

sind und die Bewegungen der Besucher auf dem Gelände in der Entfernung 

nicht als Unruhe wahrgenommen werden. Auch in Bezug auf die Lärmimmis-

sionen erscheint es unwahrscheinlich, dass die geltend gemachte zeitweilige 

Hörbarkeit, soweit diese überhaupt gegeben ist, zu einer rechtserheblichen 

Betroffenheit führt, vielmehr werden die Geräusche – wenn überhaupt – im 

allgemeinen Umgebungslärm kaum wahrnehmbar sein. Dies ergibt sich aus 

den im Lärmgutachten ermittelten Lärmpegeln (act. 22.1.3.7, insbesondere 

Beilagen 1-4) von maximal 55 bis 60 dB(A) (Freizeitlärm) am südlichen Rand 

der Anlage und der aufgrund der grossen Entfernung resultierenden Pegel-

verminderung (Abstandsdämpfung). Auf den Rekurs, soweit er durch die Re-

kurrentin 3 erhoben wurde, ist daher nicht einzutreten. 

Die Rekurrierenden 4 bis 8 sind Eigentümer von Wohnungen an der G.-

Strasse […] (Kat.-Nr. 4). Die Erholungszone grenzt unmittelbar an das be-

treffende Grundstück und der Perimeter der geplanten Freizeitanlage reicht 

bis ca. 50 m an die rekurrentischen Wohngebäude heran. Aufgrund dieser 

Nähe ist die Betroffenheit der Rekurrierenden 4 bis 8 allein aufgrund des 

Sichtbezugs und der zweifellos deutlich wahrnehmbaren Lärmimmissionen 

offensichtlich gegeben. Entgegen der Auffassung der Gemeinde ist die Be-

troffenheit durch Lärmimmissionen nicht erst dann gegeben, wenn diese un-

zumutbar sind. Es genügt eine Wahrnehmbarkeit, die bei objektiver Betrach-

tung als nachteilig empfunden werden kann. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 9 

Zusammengefasst ist auf den Rekurs im Verfahren G.-Nr. R4.2021.000163, 

soweit er durch die Rekurrentin 3 erhoben wurde, nicht einzutreten. Im Übri-

gen ist, da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, auf die 

Rekurse einzutreten. 

3. Weitere verfahrensrechtliche Fragen 

3.1. 

Die Rekurse beziehen sich auf dieselben planungsrechtlichen Festsetzun-

gen. Die Verfahren sind daher aus prozessökonomischen Gründen zu verei-

nigen. 

Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die nachfolgenden Aktenbe-

zeichnungen auf das Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163. 

3.2. 

Die Rekurrentschaft 1 beantragt die Durchführung eines Augenscheins (vgl. 

§ 7 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). Das Baurekursgericht hat 

unbesehen von Parteianträgen nur dann einen Augenschein durchzuführen, 

wenn die Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, auf Grund der Akten 

aber noch unklar sind. Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt, so 

dass kein Augenschein durchzuführen war. 

3.3. 

Die Rekurrentschaft 1 verlangt, es seien ihr die von den Rekursgegnerinnen 

eingereichten Akten zusammen mit allfälligen Vernehmlassungen unter An-

setzung einer angemessenen Frist zur Stellungnahme zuzustellen. Die be-

treffenden Vernehmlassungen wurden der Rekurrentschaft 1 zur Stellung-

nahme zugestellt, nicht jedoch die übrigen Akten. Das Akteneinsichtsrecht 

gemäss § 26a Abs. 2 VRG beinhaltet lediglich den Anspruch, die Akten am 

Sitz der Behörde einzusehen. Ein Anspruch auf Herausgabe von Akten be-

steht nicht (VB.2008.00001 vom 2. Juli 2008, E. 3.1). Das Baurekursgericht 

sieht praxisgemäss, so auch im vorliegenden Verfahren, von einer Aktenzu-

stellung ab. Die Rechtsvertreterin der Rekurrentschaft 1 machte am 16. No-

vember 2021 von ihrem Akteneinsichtsrecht Gebrauch (s. Protokoll G.-Nr. 

R4.2021.000163, S. 6). 

 

 

R4.2021.00163 Seite 10 

4. Planungsgeschichte 

Der Sachverhalt bzw. die Planungsgeschichte stellt sich wie folgt dar: 

Bestehende Erholungszone Wisacher (grün) gemäss rechtskräftigem Zonenplan. 

Regionaler Richtplan Furttal, Karte "Siedlung und Landschaft" mit Erholungsgebiet C (gelb) 

(gemäss RRB Nr. 1250/1998, vor der Gesamtüberarbeitung im Jahr 2018). Das Erholungs-

gebiet deckt sich nicht mit der Erholungszone gemäss geltendem Zonenplan. 

Der derzeit rechtskräftige regionale Richtplan Furttal gemäss Beschluss des 

Regierungsrates vom 16. Mai 2018 (RRB Nr. 415/2018) weist das regionale 

Erholungsgebiet "Sportanlagen Wisacher" mit einer Fläche von ca. 17 ha 

aus, die sich ab der Wiesackerstrasse ca. 300 m in Richtung Südwesten er-

streckt. Ca. 70 bis 140 m weiter südwestlich verläuft die Neue Dälli-

kerstrasse. 

  

 

 

R4.2021.00163 Seite 11 

Rechtskräftige regionale Richtplankarte (Quelle: GIS). Gelb = Erholungsgebiet 

Dem zugehörigen Richtplantext (act. 7.3, Tabelle 14) ist folgendes zu ent-

nehmen: "Sportanlagen bestehend, Erweiterung geplant inkl. neue Surf-an-

lage und öffentlichen Mantelnutzungen (mit Nachweis der Einbettung ins Ge-

samtverkehrssystem). In der nachgelagerten Nutzungsplanung soll die Ein-

zonung von einer Auszonung der bestehenden kommunalen Erholungszone 

Leematten abhängig gemacht werden." 

Dieser Festsetzung ging folgendes voraus: Im Richtplantext, Nachtrag zum 

Beschluss der DV vom 31. März 2016, vom Vorstand der Zürcher Planungs-

gruppe Furttal ZPF verabschiedet am 23. Februar 2017 zu Handen der Vor-

prüfung durch den Kanton (act. 7.2), wird ausgeführt, ursprünglich habe der 

Vorstand der ZPF die Erweiterung des Erholungsgebietes Wisacher bis zur 

Neuen Dällikerstrasse für die Erweiterung der Sportanlagen vorgesehen und 

dies am 31. März 2016 dergestalt zu Handen der Festsetzung durch den Re-

gierungsrat verabschiedet. Die in der Richtplankarte eingetragene Fläche 

habe sich bis zur Neuen Dällikerstrasse erstreckt. In der Folge habe das Amt 

für Raumentwicklung die beantragte, 10,5 ha umfassende Erweiterung man-

gels Bedarfsnachweis nicht in vollem Umfang als festsetzungsfähig erachtet. 

In der Bereinigungssitzung mit dem Baudirektor vom 23. August 2016 sei 

beschlossen worden, die beantragte Erweiterung auf 4,7 ha zu reduzieren. 

Aufgrund der vom Verein waveup geplanten Surfanlage und der damit hin-

sichtlich des Flächenbedarfs geänderten Ausgangslage werde in Wiederer-

wägung des Beschlusses vom 23. August 2016 beantragt, das Erholungsge-

biet über die 4,7 ha hinaus, die für eine Vielzahl von Breitensportanlagen 

benötigt würden, um eine weitere Fläche von rund 3 ha zu erweitern. Am 

 

 

R4.2021.00163 Seite 12 

9. Februar 2017 habe der Vorstand der ZPF beschlossen, das Festsetzungs-

verfahren zu sistieren und am 23. Februar 2017 habe er die Ergänzungsvor-

lage zu Handen der öffentlichen Auflage und Vorprüfung durch den Kanton 

verabschiedet. Die Ausdehnung des Erholungsgebiets Wisacher gemäss der 

im Nachtrag dargestellten, anzupassenden Richtplankarte (angepasster An-

trag) entspricht der oben gezeigten rechtskräftigen Richtplankarte (act. 7.2, 

S. 8). 

Im erläuternden Bericht zum rechtskräftigen Richtplan gemäss Beschluss 

des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 (act. 7.4, S. 20 ff.) ist festgehalten, 

für die Erweiterung der Sportanlage Wisacher (Fussball, Tennis, Beachvol-

leyball, 5er Fussball, Basketball) bestehe ein Flächenbedarf von rund 4 ha 

(netto für die Spielfelder, d.h. ohne den erforderlichen Umschwung). Die der 

Erholungszone zugewiesene Parzelle zwischen der unteren und der oberen 

Griesstrasse (Anmerkung: Kat.-Nr. 9343) reiche mit 2 ha nicht aus. Die ur-

sprünglich von der Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe 

Furttal (ZPF) beantragte Erweiterung des Erholungsgebiets um 10,5 ha sei 

vom Kanton auf 4,7 ha (und nicht wie ursprünglich verlangt auf 2,8 ha) redu-

ziert worden. Damit könne im nachgelagerten Nutzungsplanverfahren eine 

flächengleiche Umlagerung der rechtskräftig eingezonten, aber ungünstig 

gelegenen Erholungszone Leematten erfolgen. Im Herbst 2016 habe der 

Verein waveup mit der Gemeinde Regensdorf Kontakt aufgenommen und 

über seine Absicht informiert, in Regensdorf eine Surfanlage zu erstellen. 

Das Anliegen des Vereins sei sowohl vom Gemeinderat Regensdorf als auch 

vom Vorstand der ZPF unterstützt worden. Der Vorstand der ZPF habe am 

9. Februar 2017 beantragt, die Festsetzung des Regionalen Richtplans zu 

sistieren, bis die Delegiertenversammlung der ZPF über die hierzu erforder-

liche Erweiterung des Erholungsgebiets befunden habe. Zur räumlichen bzw. 

flächenmässigen Ausdehnung der hernach beantragten Erweiterung äussert 

sich der Bericht nicht. 

Im Planungsbericht nach Art. 47 Raumplanungsverordnung (RPV) zur ange-

fochtenen Teilrevision der BZO vom 9. Mai 2019 wird übereinstimmend aus-

geführt, mit Beschluss des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 sei das Erho-

lungsgebiet gemäss Richtplan um 7,7 ha vergrössert worden (= 4,7 ha + 

3 ha). Bei der Festsetzung des regionalen Richtplans sei jedoch eine Unklar-

heit entstanden. In den Beschluss- und Auflageakten sei ein Bedarf von zu-

sätzlichen 7,7 ha Erholungsgebiet ausgewiesen worden. In der festgesetzten 

 

 

R4.2021.00163 Seite 13 

Richtplankarte sei die Erweiterung jedoch fälschlicherweise ungenau enthal-

ten, indem die ausgewiesene Fläche nur rund 6 ha umfasse. Dadurch sei 

eine "potenziell etwas unsichere Rechtslage bezüglich der zulässigen Aus-

dehnung der Erholungszone" entstanden. Diese formale Unsicherheit sei in 

Bereinigung. 

Die besagte "Bereinigung" des Erholungsgebiets Wisacher verabschiedete 

der Vorstand der ZPF am 21. Februar 2019. Im entsprechenden Richtplan-

text und erläuternden Bericht (act. 7.6) wird ausgeführt, aufgrund des Man-

gels an Sportanlagen sei in den Jahren 2012 bis 2014 die Erweiterung des 

bestehenden Erholungsgebiets um 10,5 ha gegen Süden hin bis zur neuen 

Dällikerstrasse vorgesehen gewesen. Der regionale Richtplan sei am 

31. März 2016 von der Delegiertenversammlung der ZPF verabschiedet wor-

den. Die in der Richtplankarte eingetragene Fläche für die Erweiterung des 

Erholungsgebietes Wisacher habe sich weiterhin bis zur Neuen Dälli-

kerstrasse erstreckt. Hernach habe der Regierungsrat eine Fläche von ledig-

lich 4,7 ha als festsetzungsfähig erachtet. Aufgrund des neu hinzugekomme-

nen Projekts der Surfanlage sei in einer Ergänzungsvorlage eine Vergrösse-

rung der Erholungszone (recte Erholungsgebiet) um weitere 3 ha (Erweite-

rung insgesamt 7,7 ha) eingereicht und die Erweiterung der Erholungszone 

am 16. Mai 2018 vom Regierungsrat festgesetzt worden. In der festgesetz-

ten Richtplankarte sei die Erweiterung jedoch fälschlicherweise ungenau ent-

halten, indem die ausgewiesene Fläche nur rund 6 ha umfasse. In den Be-

schluss- und Auflageakten sei demgegenüber ein Bedarf von zusätzlichen 

7,7 ha Erholungsgebiet ausgewiesen worden. Dadurch sei eine "potenziell 

etwas unsichere Rechtslage bezüglich der zulässigen Ausdehnung der Er-

holungszone" entstanden, die mit dem Bereinigungsantrag behoben werden 

solle. 

Am 3. Februar 2021 beschloss der Regierungsrat mit der Teilrevision 2019 

des regionalen Richtplans Furttal die "Erweiterung" des Erholungsgebiets 

Wisacher gegen Süden (RRB Nr. 92/2021). Zur Begründung wird erwogen, 

die Fläche des im regionalen Richtplan festgelegten Erholungsgebiets Wisa-

cher sei im Süden rund 2 ha kleiner als die in der kommunalen BZO festge-

legte Erholungszone. Damit die für den Bau der Surfanlage notwendige Er-

holungszone dem übergeordneten regionalen Richtplan entspreche, müsse 

das Erholungsgebiet Wisacher im regionalen Richtplan gegen Süden hin um 

rund 2 ha erweitert werden. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 14 

Regionale Richtplankarte gemäss RRB Nr. 92/2021 (nicht rechtskräftig). Gelb = Erholungs-

gebiet. 

Mit vorliegend angefochtenem Beschluss vom 25. März 2019, genehmigt 

durch die Baudirektion am 4. August 2021, beschloss die Gemeindever-

sammlung die Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung. Neu soll sich 

die Erholungszone bis zur Neuen Dällikerstrasse erstrecken: 

Teilrevision kommunale Nutzungsplanung "Erholungszonen Leematten und Wisacher" 

(Ausschnitt Zonenplan, act. 22.1.3.1.) 

5. Richtplanbedürftigkeit auf Stufe kantonaler Richtplan 

5.1. 

Die Rekurrierenden machen zunächst unter Hinweis auf Art. 8 Abs. 2 des 

Raumplanungsgesetzes (RPG) einen fehlenden Richtplaneintrag auf Stufe 

des kantonalen Richtplans und insofern einen Verstoss gegen § 16 PBG gel-

tend, da dieser die betroffenen Flächen dem Landwirtschaftsgebiet zuweise. 

Der geplanten Surfparkanlage komme bereits aufgrund ihrer räumlichen 

 

 

R4.2021.00163 Seite 15 

Ausdehnung von rund 6,1 ha eine kantonale Bedeutung zu. Ausserdem de-

cke die geplante Anlage kein lokales oder regionales Erholungsbedürfnis ab; 

die Besucher würden aus der gesamten Schweiz bzw. aus dem Ausland 

stammen. Der Anlage komme mindestens eine überregionale Bedeutung zu. 

Erholungsgebiete von kantonaler Bedeutung seien aber gemäss § 23 Abs. 1 

PBG im kantonalen Landschaftsplan zu bezeichnen. Nur durch einen Richt-

planeintrag auf Stufe des kantonalen Richtplans hätte die angesichts der 

überregionalen Bedeutung des Vorhabens notwendige umfassende Stan-

dortevaluation über das gesamte Kantonsgebiet auf Stufe Richtplanung ge-

währleistet werden können. Zudem wäre dadurch auch die für ein Projekt 

dieser Art und Grösse notwendige demokratische Legitimation zumindest auf 

erhöhter Stufe abgestützt und könnte aus einem solchen Eintrag aufgrund 

der Mitwirkung des Parlaments allenfalls ein gewisses öffentliches Interesse 

an der Anlage abgeleitet werden. Die blosse Eintragung im regionalen Richt-

plan durch den Regierungsrat vermöge ein öffentliches Interesse nicht zu 

belegen. 

Hinzu komme, dass das Vorhaben zum grössten Teil im Bereich von Frucht-

folgeflächen bester Qualität zu liegen kommen solle. Dies sei nur dann zu-

lässig, wenn ein auch aus Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Bean-

spruchung dieser Flächen nicht sinnvoll erreicht werden könne (Art. 30 

Abs. 1bis lit. a RPV). Es müsse hierfür ein starkes, überwiegendes kantona-

les Interesse an einem solchen Vorhaben ausgewiesen werden, weshalb 

diese in der Regel im kantonalen Richtplan festgelegt werden müssten. Die 

geplante Anlage habe einen Einfluss auf eine Aufgabe, welche in der Ver-

antwortung des Kantons und nicht der betroffenen Region liege (Art. 30 

Abs. 1 RPV). Der Surfpark laufe einem wichtigen Ziel der kantonalen Raum-

planung zuwider, weshalb die Anlage eines Eintrags im kantonalen Richt-

plans bedurft hätte. 

5.2. 

Die Gemeinde führt aus, für eine Freizeitanlage wie den streitbetroffenen 

Surf- und Freizeitpark samt Mantelnutzungen sei kein Eintrag im kantonalen 

Richtplan erforderlich. Massgebend sei nicht das mit einem Vorhaben ver-

folgte Interesse, sondern einzig und allein die Auswirkungen des Vorhabens 

auf Raum und Umwelt. Das Vorhaben verursache keine hohen und schädli-

chen Umweltbelastungen. Die Freizeitanlage werde vielmehr in das Naturer-

 

 

R4.2021.00163 Seite 16 

lebnis eingebettet und der Flächenbedarf halte sich ohne weiteres in vertret-

barem Rahmen. Den raumplanerischen Interessenabwägungen werde mit 

dem regionalen Richtplaneintrag vollumfänglich Rechnung getragen. 

Art. 8 RPG handle allein vom Richtplan im Sinne des Bundesrechts. Richt-

pläne des kantonalen Rechts, namentlich Richtpläne der Regionen, blieben 

davon unberührt (BGE 143 II 276, E. 4.1). Das bedeute, dass dem Erforder-

nis der Richtplanung auch durch einen regionalen Richtplan Rechnung ge-

tragen werden könne. Daher müsse nach dem kantonalzürcherischen Recht 

zwischen dem Erfordernis der kantonalen und regionalen Richtplanung un-

terschieden werden. Wenn für das Vorhaben nach den Mindestanforderun-

gen von Art. 8 Abs. 2 RPG kein Eintrag in einem kantonalen Richtplan erfor-

derlich sei, so führe das Bestehen der regionalen Richtplanung zu einer der 

kommunalen Nutzungsplanung vorgelagerten Interessenabwägung unter 

Einbindung der vom Vorhaben betroffenen Region.  

Nichts Anderes ergebe sich mit Blick auf den Einwand der Rekurrierenden, 

wonach die Einzonung von Fruchtfolgeflächen nur zulässig sei, wenn ein 

auch aus Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Beanspruchung dieser 

Flächen nicht sinnvoll erreicht werden könne (Art. 30 Abs. 1bis lit. a RPV). 

So werde mit der hier in Frage stehenden Anlage bzw. der entsprechenden 

Umzonung auch ein wichtiges Ziel des Kantons verfolgt, zumal damit öffent-

liche Begegnungsräume geschaffen und Übergänge zur offenen Landschaft 

gestaltet würden. Durch die Schaffung geeigneter und attraktiver Naherho-

lungsräume werde zudem auch das Gebiet der Chatzenseen als Natur- und 

Landschaftsschutzobjekte von kantonaler (und darüber hinaus auch interna-

tionaler) Bedeutung entlastet. Ein kantonales Interesse an der Verwirkli-

chung der in Frage stehenden Umzonung und der Verwirklichung der ge-

planten Anlage besteht somit ohne Weiteres. 

Dies allein ändere indes noch nichts an der planungsrechtlichen Natur einer 

solchen Freizeitanlage, nota bene an den konkreten Wirkungen des Vorha-

bens auf Raum und Umwelt. Diese seien wie bereits dargelegt nicht derart, 

dass sie einer Eintragung im kantonalen Richtplan bedürften. Mit anderen 

Worten sei das mit dem Vorhaben verfolgte - mitunter auch erhebliche kan-

tonale - Interesse nicht mit den konkreten Auswirkungen der Anlage auf 

Raum und Umwelt gleichzusetzen. Einzig Letzteres sei jedoch mit Blick auf 

die Richtplaneintragungspflicht massgebend. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 17 

5.3. 

Die Baudirektion macht geltend, im Kanton Zürich bestünden neben dem 

kantonalen Richtplan (§§ 20 ff. PBG) regionale und kommunale Richtpläne. 

Der regionale Richtplan umfasse gemäss § 30 Abs. 2 PBG die gleichen Be-

standteile und ordne sinngemäss die nämlichen Sachbereiche wie der kan-

tonale Richtplan. Er·könne die räumlichen und sachlichen Ziele enger um-

schreiben oder bei Bedarf weitergehende Angaben enthalten. Ob ein Vorha-

ben im kantonalen Richtplan festgelegt werde, orientiere sich neben den 

Auswirkungen auf Raum und Umwelt insbesondere am vorhandenen Ab-

stimmungsbedarf (vgl. Einleitung kantonaler Richtplan, Stellenwert des kan-

tonalen Richtplans). In räumlicher Hinsicht sei ein Eintrag im kantonalen 

Richtplan erforderlich, wenn das Vorhaben Auswirkungen über die Gebiets-

grenzen der regionalen Richtpläne nach § 30 Abs. 1 PBG hinaus zeitige. Aus 

organisatorischen Gründen sei ein Richtplaneintrag im kantonalen Richtplan 

dann notwendig, wenn eine Standortfestlegung Schnittstellen zu anderen 

raumwirksamen Tätigkeiten aufweise. Ein Eintrag im kantonalen Richtplan 

werde ferner bei Vorhaben vorausgesetzt, die erhebliche finanzielle Res-

sourcen binden würden oder deren Auswirkungen nicht sicher eingeschätzt 

werden könnten. Je nach Vorhaben könne sich somit die kantonale oder die 

regionale Planungsstufe als die geeignetere erweisen. Auch diesbezüglich 

sei den Planungsträgern ein Ermessensspielraum zuzugestehen. Die Richt-

planbedürftigkeit der Erweiterung des Erholungsgebiets für eine Surfanlage 

sei unbestritten. Aus diesem Grund sei eine Grundlage im regionalen Richt-

plan geschaffen worden. 

Verkehrsintensive Einrichtungen wie beispielsweise Freizeiteinrichtungen ab 

einer gewissen Grösse benötigten einen Eintrag im kantonalen Richtplan. 

Verkehrsintensive Einrichtungen seien gemäss kantonalem Richtplan 

Pt. 4.5.1 a) Anlagen, die wesentliche Auswirkungen auf die räumliche Ord-

nung und Umwelt hätten und an mindestens 100 Tagen pro Jahr mehr als 

3'000 Fahrten von Personenwagen erzeugen würden. Vorliegend werde im 

Planungsbericht (S. 23 f.) dargelegt, dass aufgrund des prognostizierten 

Verkehrsaufkommens keine verkehrsintensive Einrichtung vorliege. Ferner 

zeitigten die übrigen vom Gesetzgeber erwähnten Vorhaben wie Entwick-

lungsschwerpunkte, kantonale Arbeitsplatzgebiete oder auch die Erschlies-

sung neuer Skigebiete stärkere Auswirkungen auf Raum und Umwelt und 

seien in einem höheren Grad abstimmungsbedürftig als die streitbetroffene 

 

 

R4.2021.00163 Seite 18 

Surfparkanlage. Ein Richtplanvorbehalt auf Stufe der kantonalen Richtpla-

nung könne aus Art. 8 Abs. 2 RPG deshalb nicht abgeleitet werden. 

Nach Pt. 6.5.2 des kantonalen Richtplans seien Vorhaben der Bereiche Kul-

tur, Sport, Messe und Kongresswesen im kantonalen Richtplan zu verzeich-

nen, wenn sie von erheblichem Interesse für den Kanton seien, sich im Ei-

gentum des Kantons befänden, zu einem erheblichen Anteil vom Kanton fi-

nanziert würden oder einer Abstimmung mit dem Bund oder mit anderen 

Kantonen bedürften. Die Surfanlage entspreche diesen Kriterien nicht.  

Das Erholungsgebiet sei sodann nicht von kantonaler Bedeutung im Sinne 

von § 23 Abs. 1 lit. c PBG. Der Erholungsnutzung im Gebiet Wisacher 

komme regionale Bedeutung zu, weshalb eine Festlegung im regionalen 

Richtplan hinreichend sei. Der regionale Richtplan Furttal bestätige in 

Pt. 3.5.2 weiter, dass im Furttal keine Erholungsgebiete von kantonaler Be-

deutung festgelegt seien. Dennoch bestehe in der Region Furttal ein wesent-

liches öffentliches Interesse an Erholungsanlagen. Gemäss dem regionalen 

Richtplan dokumentiere der Richtplaneintrag eine Standortgebundenheit von 

Bauten und Anlagen zur Erholungsnutzung. Ein Eintrag im regionalen Richt-

plan basiere grundsätzlich auf einer sorgfältigen Standortevaluation und ent-

spreche dem geeignetsten aller geprüften Standorte. Der Eintrag im regio-

nalen Richtplan bilde damit ein zentrales Element bei der Interessenabwä-

gung. 

Gemäss Art. 30 Abs. 1bis RPV dürften Fruchtfolgeflächen eingezont wer-

den, wenn ein auch aus der Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Be-

anspruchung von Fruchtfolgeflächen nicht sinnvoll erreicht werden könne 

(lit. a). Es sei indes nicht näher definiert, welche kantonalen Ziele damit ge-

meint seien. Von einem überwiegenden kantonalen Interesse sei sicher dann 

auszugehen, wenn das Vorhaben im kantonalen Richtplan festgesetzt sei. 

Allerdings könne daraus nicht ein kantonaler Richtplanvorbehalt für alle Vor-

haben im Bereich von Fruchtfolgeflächen abgeleitet werden. 

Das Zurverfügungstellen von ausreichend Sportanlagen in den Regionen sei 

ein wichtiges öffentliches Ziel (vgl.§§ 26 lit. f in Verbindung mit 30 

Abs. 2 PBG). Dies bestätige sich auch in den Gestaltungsgrundsätzen der 

Richtplanung gemäss § 18 Abs. 2 lit. m PBG. Ferner bezeichne Art. 3 Abs. 4 

 

 

R4.2021.00163 Seite 19 

Bst. b RPG Freizeitanlagen als öffentliche oder im öffentlichen Interesse lie-

gende Bauten und Anlagen. Nicht jedes Vorhaben bedürfe aber eines Ein-

trags im kantonalen Richtplan. Dennoch würden die Ziele der Erholungszo-

nen, die mittels regionaler Richtplanung koordiniert werden, als wichtig er-

achtet. 

5.4.1. 

Den Trägern raumwirksamer Aufgaben obliegen lediglich die "nötigen" Pla-

nungen (Art. 2 Abs. 1 RPG). Damit steht die Planungspflicht unter dem Vor-

behalt der Verhältnismässigkeit, sowohl was den Grundsatz der Planung als 

auch was ihr Ausmass angeht. Eine Planung kann unterbleiben, wenn und 

soweit eine zielgerichtete und allseitig abgestimmte Erfüllung der raumwirk-

samen Aufgabe auch ohne sie möglich bleibt. Der Abstimmungsnachweis ist 

dann aber im Einzelfall zu erbringen. Umgekehrt muss eine Planung an die 

Hand genommen werden, sobald das Lösungspotenzial eines einfachen Be-

willigungsverfahrens überanstrengt würde (Pierre Tschannen in: Heinz 

Aemisegger / Pierre Moor / Alexander Ruch / Pierre Tschannen [Hrsg.], Pra-

xiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, Zürich 

etc. 2019, Art. 2 N. 22). Besondere Richtpläne des kantonalen Rechts wie 

namentlich auch regionale Richtpläne dürfen nicht dahin führen, dass der 

kantonale Richtplan nach Art. 6 ff. RPG den bundesrechtlichen Anforderun-

gen zu Inhalt, Gliederung und Form nicht mehr genügt. Insbesondere wäre 

es unzulässig, den kantonalen Richtplan unter Hinweis auf besondere Richt-

pläne um seinen bundesrechtlichen Pflichtinhalt zu bringen (Tschannen, 

Art. 2 N. 45; Alain Griffel, Raum-planungs- und Baurecht in a nutshell, 4. Auf-

lage, Zürich/St. Gallen 2021, S. 41 ff.). Dies bestätigt sich auch durch die 

Grundsätze, die eine Delegation vorsehen. Eine gezielte Delegation einzel-

ner ausgewählter Umsetzungsaufgaben an die regionalen Richtpläne ist le-

diglich unter strengen Voraussetzungen möglich. Insbesondere muss der 

Kanton einen klar formulierten Auftrag erteilen und verbindliche und präzise 

materielle und wo nötig auch räumliche Vorgaben machen. Für die Vorhaben 

gemäss Art. 8 Abs. 2 RPG sind überdies die bestehenden Vorgaben der ent-

sprechenden Spezialgesetzgebung betreffend Behandlung im kantonalem 

Richtplan und die Empfehlungen des Bundes zu beachten (vgl. ARE, Ergän-

zung des Leitfadens Richtplanung vom März 2014, S. 6 f.). Eine solche De-

legation ist jedoch vorliegend nicht gegeben und wurde auch nicht geltend 

gemacht. Sollte ein Projekt solche gewichtigen Auswirkungen auf Raum und 

Umwelt haben, dass es gemäss Art. 8 Abs. 2 RPG zum Mindestinhalt der 

 

 

R4.2021.00163 Seite 20 

Richtpläne gehört, ist dafür infolgedessen ein Eintrag im kantonalen Richt-

plan erforderlich. Gewichtige Auswirkungen auf Raum und Umwelt liegen 

vor, sobald angesichts der weitreichenden Auswirkungen des Vorhabens 

eine vorgängige umfassende Interessenabwägung notwendig erscheint, die 

nur durch den Prozess der Richtplanung garantiert werden kann. Die 

Schwelle zum Richtplanvorbehalt überschreiten insbesondere Vorhaben, 

welche ausgedehnte Flächen beanspruchen, bedeutenden Einfluss auf die 

Nutzungs- und Versorgungsstrukturen des Kantons zeitigen, erhebliche Ver-

kehrsströme erzeugen, grosse Kulturlandverluste sowie hohe Umwelt-, Na-

tur- und Landschaftsbelastungen verursachen oder sich erheblich auf den 

Untergrund auswirken. Solche Vorhaben ziehen typischerweise auch einen 

hohen Zusammenarbeits- und Abstimmungsbedarf im Kanton selbst, mit 

Nachbarkantonen oder dem Bund nach sich. Zu diesen Vorhaben zählen 

u. a. Entwicklungsschwerpunkte, strategische Arbeitszonen, verkehrs- und 

publikumsintensive Einrichtungen, überörtliche Verkehrsinfrastrukturen, 

grössere Golfplätze und sonstige Sportzentren etc. (Tschannen, Art. 8 N. 24; 

BGr 1C_346/2014 vom 26. Oktober 2016, E. 2.4; VB.2020.00876 vom 3. 

Juni 2021, E. 4.3.2; VB.2020.00080 und VB.2020.00079 vom 9. Dezember 

2021, E. 2.2.1, mit Hinweisen; s. auch VB.2020.00876 vom 3. Juni 2021, E. 

4.3.1). 

Nach Pt. 6.5.2 des kantonalen Richtplans des Kantons Zürich sind Vorhaben 

der Bereiche Kultur, Sport, Messe und Kongresswesen im kantonalen Richt-

plan zu verzeichnen, wenn sie von erheblichem Interesse für den Kanton 

sind, sich im Eigentum des Kantons befinden, zu einem erheblichen Anteil 

vom Kanton finanziert werden oder einer Abstimmung mit dem Bund oder 

mit anderen Kantonen bedürfen. Die Regionen erarbeiten in enger Zusam-

menarbeit Grundlagen für die Planung von Bauten und Anlagen in den Be-

reichen Kultur, Sport, Messe und Kongresswesen. Sie bezeichnen in den 

regionalen Richtplänen die regional bedeutsamen Bauten und Anlagen und 

beachten bei der Planung die Zielsetzungen des Richtplans gemäss Pt. 6.1. 

Sie sichern die Koordination mit dem Kanton, den Gemeinden und den um-

liegenden Regionen (kantonaler Richtplan, Pt. 6.5.3. lit. b). 

5.4.2. 

Als verkehrsintensive Einrichtungen gelten im Grundsatz Einzelobjekte und 

Anlagen mit räumlich oder erschliessungstechnisch zusammenhängenden 

Gebäuden, die wesentliche Auswirkungen auf die räumliche Ordnung und 

 

 

R4.2021.00163 Seite 21 

die Umwelt haben und an mindestens 100 Tagen pro Jahr mehr als 

3'000 Fahrten (Summe der Zu- und Wegfahrten) von Personenwagen erzeu-

gen (kantonaler Richtplan, Pt. 4.5.1. lit. a). 

Gemäss Planungsbericht (S. 24 f.) ist für die Surfanlage und die zusätzliche 

Sportinfrastruktur mit jährlich 225'000 Besuchern zu rechnen, durchschnitt-

lich sind es 750 Personen pro Tag, an Spitzentagen bis zu 2'500. Mit einem 

Mobilitätskonzept muss sichergestellt werden, dass der Anteil der mit dem 

ÖV anreisenden Nutzer mindestens 50 % beträgt (Planungsbericht S. 23, 

Art. 8.2 BZO). Dies ergibt an Spitzentagen bis zu 2'500 und damit weniger 

als 3'000 Fahrten mit Personenwagen. Ausserdem wird die Zahl von 

100 Spitzentagen pro Jahr offensichtlich nicht erreicht. Damit handelt es sich 

nicht um eine verkehrsintensive Einrichtung im Sinne des Richtplans. 

5.4.3. 

Surfen ist seit dem Jahr 2020 eine olympische Disziplin. Nach Angaben der 

Swiss Surfing Association SSA soll die Schweiz rund 45'000 aktive Surferin-

nen und Surfer zählen (act. 20.3; waveriding.ch, besucht am 23. März 2022). 

In der Statistik der im Kanton Zürich betriebenen Sportarten erscheint (Wel-

len-)Surfen nicht unter den 57 aufgeführten Sportarten (Sportamt des Kan-

tons Zürich, Studie über das Sportverhalten und die Sportbedürfnisse der 

Zürcher Bevölkerung, Zürich, Oktober 2020, Tab. 4.2, www.zh.ch, besucht 

am 23. März 2022). Gemäss der Zürcher Planungsgruppe Furttal ZPF unter-

stützt der Akademische Sportverband Zürich ASVZ das streitbetroffene Pro-

jekt und plant, in Regensdorf ein Kurs- und Trainingsangebot zu schaffen. 

Der zuständige Regierungsrat Mario Fehr habe deshalb in einer schriftlichen 

Absichtserklärung einen Beitrag von Fr. 4,5 Mio. aus dem Sportfonds in Aus-

sicht gestellt (act. 20.3, Ziff. 2); die Gesamtkosten werden auf Fr. 56 Mio. ge-

schätzt. Eine vergleichbare Surfanlage mit rollenden Wellen existiert in der 

Schweiz nur noch in Sion (VS; www.alaiabay.ch). Es ist deshalb davon aus-

zugehen, dass auch Personen von ausserhalb des Kantons Zürich die An-

lage nutzen werden. Es ist sogar von einer internationalen Bedeutung als 

Trainingsort für Athleten aus zahlreichen Ländern die Rede (act. 22.1.4.2., 

Ziff. 2.1). Weiter hat das kantonale Sportamt die (bestehende) Sportanlage 

Wisacher als eines von elf polysportiven Zentren in das kantonale Sportan-

lagenkonzept (KASAK) aufgenommen, wobei die Surfanlage damals noch 

 

 

R4.2021.00163 Seite 22 

kein Thema war (act. 22.1.10; s. KASAK-Katalog 2018 auf www.zh.ch, be-

sucht am 23. März 2022). Der KASAK-Katalog enthält kantonal und regional 

bedeutende Sportanlagen.  

Es ist somit festzuhalten, dass die Sportart nur von sehr wenigen Menschen 

im Kanton ausgeübt wird und nichts darauf hindeutet, dass Surfen im Kanton 

Zürich von der öffentlichen Hand speziell gefördert werden soll. Wellenreiten 

(Surfen) wird im Meer betrieben. Im Binnenland Schweiz fehlen die natürli-

chen Grundlagen für diesen Outdoor-Sport; hier kann nur auf stehenden 

Flusswellen, etwa in Thun und Bremgarten, und in drei Surfanlagen (in Zü-

rich, Ebikon und Sion) gesurft werden (www.waveriding.ch, besucht am 

23. März 2022). Das Fehlen einer Surfanlage wird im KASAK, im Unter-

schied zu anderen Anlagetypen, nicht als Manko aufgeführt (s. KASAK, 

S. 18 f.). Ein allfälliger Beitrag aus dem Sportfonds könnte nicht als erhebli-

cher durch den Kanton finanzierten Anteil gelten. Aus dem Gesagten ergibt 

sich, dass Surfanlagen im Allgemeinen und der vorliegend in Frage stehen-

den Anlage im Besonderen aus Sicht des Kantons Zürich keine erhebliche 

Bedeutung als Sportinfrastruktur zukommt. Insofern besteht kein raumplane-

rischer Abstimmungsbedarf auf kantonaler Ebene. Auch die Gesamtbetrach-

tung der Anlage mit den weiteren im Wisacher geplanten Sportanlagen, na-

mentlich dem Schwimmbecken, führen zu keinem anderen Ergebnis. Diese 

Anlagen sind von regionaler Bedeutung, auch als Teil der Sportanlage Wisa-

cher in ihrer Funktion als eines von elf polysportiven Zentren im Kanton Zü-

rich (s. KASAK, S. 14 f.). Keines von diesen ist im kantonalen Richtplan auf-

geführt.  

5.4.4. 

Fruchtfolgeflächen dürfen nur eingezont werden, wenn ein auch aus der 

Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Beanspruchung von Fruchtfolge-

flächen nicht sinnvoll erreicht werden kann und sichergestellt wird, dass die 

beanspruchten Flächen nach dem Stand der Erkenntnisse optimal genutzt 

werden (Art. 30 Abs. 1bis lit. a RPV). Diese Bestimmung zielt auf die Interes-

senabwägung bei der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen. Hingegen ist 

nicht jede flächenmässig noch so geringe Einzonung, mit der auch aus kan-

tonaler Sicht ein wichtiges Ziel verfolgt wird, auch aus raumplanerischer Sicht 

von erheblicher Bedeutung für den Kanton oder bedarf aus anderen Gründen 

einer Grundlage im kantonalen Richtplan. Nicht jede Beanspruchung von 

 

 

R4.2021.00163 Seite 23 

Fruchtfolgeflächen setzt daher eine Grundlage im kantonalen Richtplan vo-

raus; diesbezüglich gilt kein genereller Richtplanvorbehalt. 

Der vorliegend in Frage stehende Verlust an Fruchtfolgeflächen ist mit min-

destens ca. 5,4 ha (s. E. 8.3.) zwar sehr erheblich, überschreitet aber nicht 

ein Mass, bei dem der Verzicht auf die Eintragung im kantonalen Richtplan 

und die Berücksichtigung bloss im regionalen Richtplan nicht mehr im Er-

messen der Planungsträger liegen würde. Die für die Inanspruchnahme von 

Fruchtfolgeflächen nötige Interessenabwägung kann auch auf den unteren 

Planungsstufen erfolgen, ebenso die Sicherstellung der Flächenkompensa-

tion. 

5.4.5. 

Die Anlage wird aufgrund ihrer grossflächigen Ausdehnung am Siedlungs-

rand in der Landschaft prägnant in Erscheinung treten. Zu dieser Auswirkung 

auf die Landschaft hinzu kommen die Auswirkungen auf die Umwelt auf-

grund des Verkehrsaufkommens (Lärm, Luftschadstoffe) und des Betriebs 

der Anlage selbst (Lärm- und Lichtimmissionen, Energie- und Wasserver-

brauch; s. Bericht über die Umweltauswirkungen, act. 22.1.3.5). Die Belas-

tung der Landschaft und der Umwelt ist aber nicht derart hoch, dass eine 

Abstimmung auf kantonaler Ebene zwingend erschiene. Um eine verkehrs-

intensive Einrichtung im Sinne des kantonalen Richtplans handelt es sich wie 

ausgeführt nicht. Das Vorhaben untersteht auch nicht der UVP-Pflicht. 

5.4.6. 

Im Ergebnis zeitigt die geplante Anlage nicht derart weitreichende Auswir-

kungen, die eine vorgängige umfassende Interessenabwägung notwendig 

erscheinen liesse, die nur durch den Prozess der Richtplanung auf kantona-

ler Ebene garantiert werden könnte. Die Rekurse sind daher in diesem Punkt 

abzuweisen. 

6. Rechtmässigkeit des regionalen Richtplans gemäss RRB 
 Nr. 92/2021 (nicht rechtskräftig) 

6.1. 

Die Rekurrentschaft 1 macht weiter geltend, die nachträgliche Erweiterung 

des Erholungsgebiets im regionalen Richtplan sei unrechtmässig. Entgegen 

der Darstellung im erläuternden Bericht zum regionalen Richtplan vom 

 

 

R4.2021.00163 Seite 24 

21. Februar 2019 habe es sich bei der deutlich von der neuen Dällikerstrasse 

abgesetzten Festlegung des Erholungsgebiets mit Regierungsratsbeschluss 

vom 16. Mai 2018 keineswegs um ein Versehen gehandelt. Die Festlegung 

habe klar dem Antrag der Planungsgruppe entsprochen. Noch im Oktober 

2018 sei man zudem davon ausgegangen, dass das Surfparkprojekt deutlich 

nördlich von der neuen Dällikerstrasse zu liegen komme, weshalb diese 

Festlegung auch ohne Weiteres dem Projekt entsprochen hätte.  

Erst nachträglich sei das Projekt vergrössert und bis an die neue Dälli-

kerstrasse verschoben worden. Damit seien rund 2 ha zusätzliche Fruchtfol-

geflächen ohne jegliche Begründung des hieran bestehenden öffentlichen 

Interesses und ohne jegliche Abwägung mit den dieser Erweiterung entge-

genstehenden Interessen dem Erholungsgebiet zugewiesen worden. Der 

Kanton selber habe noch in seinem Vorprüfungsbericht vom 12. März 2019 

eine Verkleinerung der Erholungszone auf den Umfang der Fläche des Er-

holungsgebiets gemäss regionalem Richtplan 2018 verlangt. Ohne jegliche 

inhaltliche Begründung habe der Kanton dann allerdings die Erweiterung mit 

RRB Nr. 92/2021 festgesetzt. Dieser Erweiterung fehle jegliche raumpla-

nungsrechtliche Grundlage. 

6.2. 

Die Gemeinde führt aus, gemäss Protokoll vom 29. Oktober 2020 der Berei-

nigungssitzung ZPF mit dem Baudirektor (act. 22.1.1.4) liege der Festset-

zung des Erholungsgebietes Wisacher ein plangraphisches Missverständnis 

zu Grunde. Bereits in der Weisung zuhanden der Gemeindeversammlung 

vom 25. März 2019 (act. 22.1.4.2.) sei dazu klargestellt worden, dass die De-

legiertenversammlung der Planungsgruppe Furttal der Erweiterung des Er-

holungsgebiets Wisacher um insgesamt 7,7 ha zugestimmt habe. Im Rah-

men des Genehmigungsverfahrens habe sich der Kanton zu dieser Erweite-

rung positiv geäussert. Im Beschluss des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 

sei keine Abweichung zum Antrag der ZPF auf Erweiterung der Erholungs-

zone um 7,7 ha aufgeführt. Einzig im festgesetzten Richtplaneintrag sei 

fälschlicherweise eine ungenaue Fläche von lediglich rund 6 ha ausgeschie-

den. Dieses Versehen sei mit RRB Nr. 92/2021 berichtigt worden. 

6.3. 

Die Baudirektion macht geltend, im Rahmen der Gesamtrevision des regio-

nalen Richtplans Furttal (RRB Nr. 415/2018 vom 16. Mai 2018) sei im Gebiet 

 

 

R4.2021.00163 Seite 25 

Wisacher das bestehende Erholungsgebiet um rund 4,7 ha erweitert worden. 

Davon seien 3 ha für die Surfanlage und weitere Nutzungen gemäss Be-

darfsnachweis vorgesehen gewesen. In der Teilrevision des regionalen 

Richtplans von 2018 (recte Teilrevision 2019; RRB Nr. 92/2021 vom 3. Feb-

ruar 2021) seien zusätzliche rund 1,9 ha neu dem Erholungsgebiet zugewie-

sen worden. Die nachträgliche Erweiterung um rund 1,9 ha sei damit begrün-

det worden, dass die 7,5 ha zusätzlichen Erholungsgebiets nicht ab den be-

reits bestehenden Erholungszonen, sondern ab der Grenze des Erholungs-

gebiets Wisacher gemäss altem Richtplan eingetragen worden seien. Dies 

habe die Baudirektion als nachvollziehbar und plausibel erachtet. 

6.4. 

Die Rekurrentschaft 1 repliziert, die genannten Flächen (4,7 ha und 1,9 ha) 

würden einer Erweiterung des Erholungsgebiets um 6,6 ha und nicht um 

7,7 ha entsprechen. Tatsächlich sei das Erholungsgebiet Wisacher mit 

RRB Nr. 415/2018 um 7,7 ha erweitert worden. Bestätigt werde immerhin, 

dass auf Stufe Richtplanung für die Surfanlage und weitere Nutzungen ef-

fektiv nur 3 ha ausgeschieden worden seien, diese aber gemäss der festge-

setzten Nutzungsplanung nunmehr eine Fläche von 6,1 ha einnehmen wür-

den. Die für den Breitensport erfolgte Erweiterung des Erholungsgebiets um 

4,7 ha werde zu einem erheblichen Teil dem Surfpark zugeschlagen und 

stehe für den Breitensport nicht mehr zur Verfügung. 

Bei der Festsetzung des Ausmasses des Erholungsgebiets Wisacher mit 

RRB 415/2018 vom 16. Mai 2018 handle es sich nicht um einen Irrtum. Wenn 

die Rekursgegnerin 1 festhalte, dass im Beschluss des Regierungsrates vom 

16. Mai 2018 keine Abweichung zum Antrag der ZPF auf Erweiterung der 

Erholungszone um 7,7 ha aufgeführt sei, so sei vorab klarzustellen, dass es 

bei diesem Antrag nicht um die Erweiterung der Erholungszone, sondern des 

Erholungsgebiets gegangen sei. Der Regierungsrat habe dem Antrag auf Er-

weiterung des Erholungsgebiets um 7,7 ha entsprochen.  

Ursprünglich sei das Erholungsgebiet Wisacher für die Bedürfnisse des Brei-

tensports um 4,7 ha erweitert worden. Davon hätten 2 ha effektiv bereits in 

der Erholungszone gelegen. Weil innerhalb dieser Erholungszone indes 

noch eine Reserve von 2 ha bestanden habe, habe sich eine weitergehende 

Ausdehnung des Erholungsgebiets als nicht notwendig erwiesen. Für die 

Surfanlage hätten zusätzlich 3 ha Erholungsgebiet ausgeschieden werden 

 

 

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sollen. Man sei also davon ausgegangen, dass mit den 4,5 ha Erholungsge-

biet für den Breitensport (wovon 2 ha bereits in der Erholungszone) und den 

3 ha Erholungsgebiet für den Surfpark (total 7,7 ha ab der bestehenden 

Grenze des Erholungsgebiets) der ausgewiesene Flächenbedarf gedeckt 

sei. Entsprechend sei das Erholungsgebiet festgelegt worden. Es treffe nicht 

zu, dass die rechtskräftig der Erholungszone zugewiesenen Flächen heute 

bereits für die Erholungsnutzung genutzt würden. Die Parzelle Kat.-Nr. 9343 

im Halte von rund 2,3 ha werde heute noch landwirtschaftlich genutzt. Die 

nachträgliche Konstruktion eines Irrtums sei unglaubwürdig. Hätten die 7,7 

ha tatsächlich ab der bestehenden Grenze der Erholungszone gemessen 

werden sollen, dann hätte ein Flächenbedarf von 9,7 ha für Breitensport und 

Surfpark ausgewiesen werden müssen, denn es bestünden 2 ha Reserve in 

der bestehenden Erholungszone.  

Tatsächlich verhalte es sich so, dass das Surfparkprojekt ursprünglich im ge-

mäss RRB 415/2018 erweiterten Erholungsgebiet habe angeordnet werden 

können, sich dies aber aufgrund einer späteren Projektanpassung als un-

möglich erwiesen habe, weil mit der Eigentümerschaft der Parzelle Kat.-Nr. 5 

keine Einigung habe gefunden werden können. Entgegen der Darstellung in 

diesem Aktenstück habe sich aber nachträglich die Annahme, dass die Aus-

dehnung der Erholungszone über das Erholungsgebiet hinaus im Anord-

nungsspielraum liege, als unzutreffend herausgestellt, weshalb es zur zu-

sätzlichen Ausdehnung des Erholungsgebiets gekommen sei. Diese Aus-

dehnung, welche 2 ha Fruchtfolgeflächen bester Qualität betreffe, entbehre 

jeglicher raumplanungsrechtlichen Grundlage. 

6.5.1. 

Die angefochtene Änderung des Zonenplans bezüglich der Erholungszone 

Wisacher erfolgte unter Vorbehalt der erforderlichen Festsetzungsunterla-

gen des Erholungsgebiets Wisacher im regionalen Richtplan (Ziff. 3.2. des 

angefochtenen Gemeindeversammlungsbeschlusses). Die Anpassung des 

regionalen Richtplans wurde mit RRB Nr. 92/2021 beschlossen, ist aber 

noch nicht rechtskräftig (www.zpf.ch, besucht am 23. März 2022). 

 

 

R4.2021.00163 Seite 27 

Im Rahmen der Gesamtrevision des regionalen Richtplans Furttal beantragte 

die ZPF ursprünglich eine Erweiterung des Erholungsgebiets Wisacher um 

10,5 ha (s. die Ausführungen unter E. 4.). Dabei ging sie offensichtlich vom 

damals bestehenden Erholungsgebiet aus, dessen südliche Grenze im Ab-

stand von ca. 50 m parallel zur nördlich gelegenen Wiesackerstrasse verlief: 

Reg. Richtplan Furttal, Karte gem. RRB Nr. 1250/1998 

Gegen Süden hin sollte sich das erweiterte Erholungsgebiet gemäss Vorla-

gen der ZPF in den Jahren 2014 und 2015 bis an die Neue Dällikerstrasse 

erstrecken (s. act. 7.5, S. 3 f.). Diese Ausdehnung entspricht denn auch einer 

Erweiterung der Fläche um 10,5 ha. Begründet wurde der entsprechende 

Bedarf mit der Erweiterung der Sportanlage Wisacher, namentlich für fol-

gende Nutzungen: Tennis-Leistungszentrum (4 Hallen- und 4 Aussen-

plätze), 4 Fussballplätze, 5 Beachvolleyballfelder, 3 5er-Fussballfelder und 

3 Basketballfelder (s. act. 7.5, S. 4 und act. 7.4, S. 19 [R4.2021.00164]). Da-

raus ermittelte das Amt für Raumentwicklung einen Bedarf von lediglich 4 ha. 

Davon könnten 2 ha in der bestehenden Erholungszone platziert werden, 

womit der zusätzliche Bedarf für die Erweiterung des Erholungsgebiets noch 

2 ha betrage (act. 7.5, S. 4; die Erholungszone reichte im Süden ca. 80 m 

über das Erholungsgebiet hinaus). Hinzu komme ein Flächenbedarf für Zu-

schauertribünen, Garderoben, Parkierung sowie Manövrier- und Erschlies-

sungsflächen von ungefähr 0,5 ha, insgesamt somit 2,5 ha. An der Bereini-

gungssitzung vom 23. August 2016 mit dem Baudirektor wurde beschlossen, 

die Erweiterung des Erholungsgebiets auf 4,7 ha zu reduzieren. Im Gegen-

zug solle die entsprechende Fläche von 4,7 ha der Erholungszone Leemat-

ten ausgezont werden. Damit ergab sich folgender Antrag des 

ZPF-Vorstandes vom 23. Februar 2017 an den Regierungsrat (act. 7.5, S. 8, 

Abb. 1): 

 

 

R4.2021.00163 Seite 28 

 

Antrag der ZPF auf Erweiterung des Erholungsgebiets um 4,7 ha. 

Die obige Ausdehnung des Erholungsgebiets entspricht einer Fläche von 

4,7 ha ab der damals bestehenden Grenze des Erholungsgebiets. 

In der Folge beantragte die ZPF dem Baudirektor in Wiedererwägung des 

Beschlusses vom 23. August 2016 über die 4,7 ha hinaus eine weitere Flä-

che von rund 3 ha für die Erstellung der Surfanlage (Wellensee mit Mantel-

nutzungen wie Surfshop, Surfschule, Gastronomie usw.). Die angepasste 

Karte präsentierte sich wie folgt (act. 7.5, S 8, Abb. 1): 

Antrag der ZPF auf Erweiterung des Erholungsgebiets um 7,7 ha. So festgesetzt mit Be-
schluss des Regierungsrats vom 16. Mai 2018 (RRB Nr. 415/2018). 

Die obige Ausdehnung des Erholungsgebiets entspricht einer Fläche von 

7,7 ha ab der damals bestehenden Grenze des Erholungsgebiets. Bis dahin 

 

 

R4.2021.00163 Seite 29 

ist die Planungsgeschichte nachvollziehbar und stimmt die in den Karten dar-

gestellte Erweiterung des Erholungsgebiets mit dem im Richtplantext darge-

legten Bedarf überein.  

6.5.2. 

Am 19. Juni 2019 beschloss die Delegiertenversammlung der ZPF eine "Be-

reinigung" des Erholungsgebiets Wisacher. Im festgesetzten Richtplan 

(Karte) sei die Erweiterung des Erholungsgebiets fälschlicherweise ungenau 

und dadurch etwas abweichend enthalten. Die im Plan ausgewiesene Fläche 

umfasse rund 6 ha (anstatt 7,7 ha). Die Karte solle wie folgt angepasst wer-

den (act. 7.9, S. 5): 

Beantragte Bereinigung der Richtplankarte. 

Das Erweiterungsmass von 6 ha ergibt sich, wenn ab der südlichen Grenze 

der Erholungszone und nicht ab der weiter nördlich verlaufenden Grenze des 

Erholungsgebiets gemessen wird. Im Schreiben vom 2. September 2020 an 

den Baudirektor (act. 22.1.1.7) führt die ZPF aus, in der Richtplanrevision 

2018 sei der nachgewiesene Bedarf von 7,5 ha (recte 7,7 ha) zusätzlichen 

Erholungsgebietes nicht ab den heute bereits für die Erholung genutzten Flä-

chen eingetragen worden (gemeint ist die Erholungszone), sondern ab der 

Grenze des Erholungsgebiets im alten Richtplan (s. auch Beilagen zum Pro-

tokoll der Delegiertenversammlung der ZPF vom 19. Juni 2019, 

act. 22.1.1.6). 

Dies trifft zu, ist aber kein Versehen. Tatsache ist, dass der ursprünglich gel-

tend gemachte Bedarf von 10,5 ha die Fläche ab der vormaligen Grenze des 

 

 

R4.2021.00163 Seite 30 

Erholungsgebiets (ca. 50 m südlich der Wiesackerstrasse) bis zur Neuen 

Dällikerstrasse umfasst haben musste; die nun beantragte Fläche südlich 

der Erholungszone bis zur Neuen Dällikerstrasse umfasst nämlich lediglich 

ca. 7,9 ha. Eine Erweiterung um 10,5 ha ab der Grenze der Erholungszone 

hätte sich über die Neue Dällikerstrasse hinaus erstreckt. Ausserdem wurde 

– wie oben festgehalten – davon ausgegangen, dass ein Teil des von 10,5 

ha auf 7,7 ha reduzierten Bedarfs innerhalb der bestehenden Erholungszone 

abgedeckt werden kann. Von einem Fehler in der planerischen Darstellung 

kann daher nicht ausgegangen werden. Der Regierungsrat setzte in seinem 

Beschluss vom 16. Mai 2018 eine Erweiterung des Erholungsgebiets um 

7,7 ha fest, was die Richtplankarte übereinstimmend darstellt. Nachdem ur-

sprünglich eine Erweiterung des Erholungsgebiets um 10,5 ha beantragt 

worden war und sich diese Fläche in der Richtplankarte explizit bis an die 

Neue Dällikerstrasse erstreckt haben soll (act. 7.5, S. 3 f.), kann es nicht 

sein, dass sich die auf 7,7 ha reduzierte Erweiterung immer noch bis zur 

Neuen Dällikerstrasse erstreckt. 

Es hat vielmehr den Anschein, dass das Erholungsgebiet im Nachhinein des-

halb gegen die Neue Dällikerstrasse hin ausgeweitet werden sollte, weil sich 

im Laufe der Planung der waveup Creations AG ergeben hatte, dass mit dem 

Besitzer der Parzelle Kat.-Nr. 5 keine Einigung gefunden werden konnte und 

die Surfanlage deshalb ohne Inanspruchnahme dieses Grundstücks neu an-

geordnet werden musste (s. Beschluss des Gemeinderates vom 26. Novem-

ber 2018, Erweiterung Erholungszone Wisacher und Auszonung Erholungs-

zone Leematten, Vorprüfung, act. 22.1.2.10, S. 3 ff.). Dementsprechend ist 

im Beschluss des Regierungsrates vom 3. Februar 2021 (Teilrevision 2019 

des regionalen Richtplans Furttal) nicht von einer Bereinigung die Rede, son-

dern von der "Erweiterung" des Erholungsgebiets Wisacher gegen Süden 

(RRB-Nr. 92/2021). Zur Begründung wird erwogen, die Fläche des im regio-

nalen Richtplan festgelegten Erholungsgebiets Wisacher sei im Süden rund 

2 ha kleiner als die in der kommunalen BZO festgelegte Erholungszone. Da-

mit die für den Bau der Surfanlage notwendige Erholungszone dem überge-

ordneten regionalen Richtplan entspreche, müsse das Erholungsgebiet 

Wisacher im regionalen Richtplan gegen Süden hin um rund 2 ha erweitert 

werden.  

 

 

R4.2021.00163 Seite 31 

Ein überarbeiteter Bedarfsnachweis für die zusätzlichen 2 ha ist nicht akten-

kundig, wäre aber zu erwarten gewesen, da in der Gesamtrevision des Richt-

plans von 2018 davon ausgegangen wurde, dass sich ein Teil der Erweite-

rung der Sportanlage innerhalb der bestehenden Erholungszone realisieren 

lässt und die Erweiterung ab der alten Grenze des Erholungsgebiets bemes-

sen wurde. Der Bedarf für die Erweiterung um 2 ha ist daher nicht ausgewie-

sen. Darauf wird im Zusammenhang mit der Durchstossung des Landwirt-

schaftsgebiets gemäss kantonalem Richtplan und der diesbezüglichen Inte-

ressenabwägung zurückzukommen sein. 

7. Vereinbarkeit der BZO-Teilrevision mit Art. 15 RPG 

7.1. 

Weiter monieren die Rekurrierenden eine Verletzung von Art. 15 RPG. Ein 

massgeblicher Teil der vorliegenden Erholungszone werde einer baulichen 

Nutzung zugeführt (Surfsee und dazugehörige Gebäude mit Restaurant, La-

den, Büros etc.). Diese Nutzungen könnten nicht als standortgebunden be-

zeichnet werden, weshalb von der Schaffung einer Bauzone im Sinne von 

Art. 15 RPG auszugehen sei. Selbst wenn es sich bei der Erholungszone um 

eine Spezialzone im Sinne von Art. 18 RPG handelte, würde deren Festset-

zung im Nichtbaugebiet gemäss Praxis des Bundesamts für Raumentwick-

lung unter den Einzonungsbegriff fallen, weil grössere Bauvorhaben für nicht 

standortgebundene Nutzungen zugelassen würden. Die Einhaltung von 

Art. 15 RPG werde in den Planungsunterlagen nicht erwähnt. Die Einzonung 

erfülle die Vorgaben von Art. 15 Abs. 4 RPG in mehrfacher Hinsicht nicht. So 

würden u.a. Fruchtfolgeflächen nicht als zur Überbauung geeignet gelten 

(Art. 15 Abs. 4 lit. a RPG). Die Einzonung führe zudem zu einer weitergehen-

den Zerstückelung von Kulturland (Art. 15 Abs. 4 lit. c RPG). Ferner sei die 

Verfügbarkeit des Landes rechtlich nicht sichergestellt (Art. 15 Abs. 4 lit. d 

RPG). Zudem würden mehrere Grundsätze der Raumplanung (Art. 1 und 3 

RPG) missachtet, die gemäss Art. 15 Abs. 3 RPG einzuhalten seien: Haus-

hälterischer Umgang mit Boden und Trennung Baugebiet vom Nichtbauge-

biet, Erhaltung von Fruchtfolgeflächen, Schonung von Wohngebieten, Archä-

ologisches Schutzobjekt, sparsamer Umgang mit Energie und Wasser. Die 

Anforderungen für die Schaffung neuer Bauzonen i.S.v. Art. 15 RPG würden 

nicht erfüllt.  

 

 

R4.2021.00163 Seite 32 

7.2. 

Die Freihalte- und Erholungszonen des Zürcher Rechts sind nach ihrer 

Zweckbestimmung keine Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG, da sie nicht 

primär Siedlungszwecken dienen. Sie gelten als Spezialzonen bzw. weitere 

Nutzungszonen gemäss Art. 18 Abs. 1 RPG. Die Festlegung einer solchen 

Zone ausserhalb des Siedlungsgebietes ist daher bundesrechtlich nicht von 

vornherein unzulässig. Der Richtplan das Kantons Zürich sieht ausdrücklich 

vor, dass das Landwirtschaftsgebiet für öffentliche Aufgaben und andere 

spezielle Nutzungen durch Festlegungen in überkommunalen Richtplänen 

oder durch die Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen oder Zonen 

für öffentliche Bauten und Anlagen in der Nutzungsplanung "durchstossen" 

werden kann (s. kantonaler Richtplantext, Pt. 3.2.3 a). Im Rahmen der Ge-

nehmigung solcher Planungsmassnahmen sind jedoch hohe Anforderungen 

an die sachgerechte Interessenabwägung zu stellen. Insbesondere ist dar-

zulegen, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckmässig innerhalb 

des Siedlungsgebiets untergebracht werden können, und es sind die Anord-

nungen des Sachplans Fruchtfolgeflächen zu berücksichtigen (vgl. 

BGr 1C_328/2015 vom 18. Januar 2016, E. 2.2; VB.2004.00563 vom 

17. November 2005, E. 3.2; RB 1996 Nr. 70). Darauf wird im Folgenden zu-

rückzukommen sein. 

8. Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen, Quantifizierung, Kompen-
 sation  

8.1. 

Bund, Kantone und Gemeinden sorgen dafür, dass der Boden haushälte-

risch genutzt wird (Art. 1 Abs. 1 RPG). Sie unterstützen mit Massnahmen der 

Raumplanung insbesondere die Bestrebungen, die natürlichen Lebens-

grundlagen wie Boden, Luft, Wasser, Wald und die Landschaft zu schützen 

(Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG) und die ausreichende Versorgungsbasis des Lan-

des zu sichern (Art. 1 Abs. 2 lit. d RPG). Die mit Planungsaufgaben betrauten 

Behörden müssen darauf achten, die Landschaft zu schonen; insbesondere 

sollen der Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes er-

halten bleiben (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG).  

Fruchtfolgeflächen sind Teil der für die Landwirtschaft geeigneten Gebiete 

(Art. 6 Abs. 2 Bst. a RPG). Sie umfassen das ackerfähige Kulturland, vorab 

 

 

R4.2021.00163 Seite 33 

das Ackerland und die Kunstwiesen in Rotation sowie die ackerfähigen Na-

turwiesen, und werden mit Massnahmen der Raumplanung gesichert (Art. 26 

Abs. 1 RPV). Ein Mindestumfang an Fruchtfolgeflächen wird benötigt, damit 

in Zeiten gestörter Zufuhr die ausreichende Versorgungsbasis des Landes 

im Sinne der Ernährungsplanung gewährleistet werden kann (Art. 26 

Abs. 3 RPV). Der Bund hat im Sachplan Fruchtfolgeflächen vom 8. Mai 2020 

den Mindestumfang der Fruchtfolgefläche und deren Aufteilung auf die Kan-

tone festgelegt (Art. 29 RPV). Dieser beträgt für den Kanton Zürich mindes-

tens 44'400 ha (netto). Art. 30 RPV verpflichtet die Kantone dafür zu sorgen, 

dass die Fruchtfolgeflächen den Landwirtschaftszonen zugeteilt werden 

(Abs. 1), und sicherzustellen, dass ihr Anteil am Mindestumfang der Frucht-

folgeflächen dauernd erhalten bleibt (Abs. 2). Gemäss Sachplan (Grund-

satz 4) müssen die Kantone sämtliche Böden mit FFF-Qualität in einem In-

ventar ausweisen (vgl. Art. 28 Abs. 2 RPV).  

Dementsprechend wird im kantonalen Richtplantext Pt. 3.2.3. lit. a) be-

stimmt, dass der Kanton Lage, Umfang und Qualität der Fruchtfolgeflächen 

in einer Karte im Massstab 1:5'000 erfasst. Die Karte "Fruchtfolgeflächen" 

kann im GIS (maps.zh.ch) eingesehen werden; sie ist massgebend dafür, 

was als Fruchtfolgefläche gilt. Im kantonalen Richtplan wird weiter festgehal-

ten, dass die Fruchtfolgeflächen in ihrem Gesamtumfang dauernd zu erhal-

ten sind. Der Gesamtumfang der Fruchtfolgeflächen beträgt rund 44'500 ha. 

Werden sie beansprucht, muss grundsätzlich durch den Verursacher eine 

flächengleiche Aufwertung der Nutzungseignung durch Verbesserung des 

Bodenaufbaus eines geeigneten Gebietes erfolgen (s. Richtplantext Pt. 

3.2.1. ff.).  

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dem Kulturlandschutz und 

der Fruchtfolgeflächensicherung grosses Gewicht beizumessen. Dennoch ist 

es nicht von vornherein ausgeschlossen, Fruchtfolgeflächen zu anderen als 

landwirtschaftlichen Zwecken in Anspruch zu nehmen, wenn dies durch ent-

gegenstehende, höher zu gewichtende Interessen gerechtfertigt erscheint. 

Hierfür ist eine umfassende Abwägung aller privaten und öffentlichen Inte-

ressen erforderlich (Art. 3 RPV). Sichergestellt sein muss zudem, dass der 

Anteil des Kantons am Mindestumfang der Fruchtfolgeflächen dauernd er-

halten bleibt (Art. 30 Abs. 2 RPV). Hierzu muss ermittelt werden, in welchem 

Ausmass Fruchtfolgeflächen beansprucht werden und inwiefern diese im Kri-

 

 

R4.2021.00163 Seite 34 

senfall wieder rekultiviert werden können. Zu prüfen ist auch, ob eine Kom-

pensationsmöglichkeit für Fruchtfolgeflächen besteht, die aufgrund der Inan-

spruchnahme für landwirtschaftsfremde Zwecke verloren gehen; dies gilt je-

denfalls, wenn der bundesrechtlich gebotene Mindestumfang an Fruchtfol-

geflächen nur knapp gewährleistet oder gar unterschritten wird 

(BGr 1A_19/2007 vom 2. April 2008, E. 5.2). Solange der kantonale Mindes-

tanteil eingehalten ist, liegt es von Bundesrechts wegen grundsätzlich im Er-

messen der kantonalen Behörde, ob eine Kompensation von Fruchtfolgeflä-

chen bei deren Inanspruchnahme erfolgt (BGr 1C_429/2015 vom 28. Sep-

tember 2016, E. 6.3). 

Ende 2020 verfügte der Kanton Zürich über 44'575 ha Fruchtfolgeflächen, 

davon 39'451 ha vollwertige (NEK 1–5) und 5'124 ha bedingt geeignete 

(NEK 6) (www.zh.ch, besucht am 23. Februar 2022), die zur Hälfte ange-

rechnet werden. Flächen der Bodeneignungsklasse 6 sind ausgezeichnetes 

Wies- und Weideland und werden bevorzugt für den Futterbau genutzt. Sie 

sind aber nur stark eingeschränkt für den Ackerbau tauglich, vor allem aus 

Gründen der Bearbeitbarkeit, Befahrbarkeit und aus Sorge um die Erhaltung 

der Bodenfruchtbarkeit (vgl. Eidgenössische Forschungsanstalt für Ag-

rarökologie und Landbau, Grundlagenbericht zur Bodenkartierung des Kan-

tons Zürich, 1998, S. 63 f.). Insofern entsprechen diese Böden nicht den An-

forderungen von Art. 26 RPV. Immerhin können sie in Krisenzeiten zumin-

dest vorübergehend für den Ackerbau herangezogen werden, weshalb es 

nicht unzweckmässig erscheint, sie ebenfalls den Fruchtfolgeflächen zuzu-

weisen, jedenfalls wenn nicht genug Böden höherer Eignungsklassen zur 

Verfügung stehen. Dagegen wäre es unzulässig, das kantonale Kontingent 

mit nur bedingt geeigneten Flächen aufzufüllen, um höherwertige Böden aus 

den Fruchtfolgeflächen entlassen zu können (BGr 1A_19/2007, E. 6.1).  

Betrachtet man nur die Flächen der NEK 1-5, so liegen die im Kanton Zürich 

gesicherten Fruchtfolgeflächen bereits heute unter dem im Sachplan gebo-

tenen Minimum. Ob der kantonale Mindestumfang gesichert ist, hängt davon 

ab, inwieweit bzw. in welchem Verhältnis die Böden der NEK 6 angerechnet 

werden. Nach der Rechtsprechung und den Richtlinien des ALN können die 

Böden der NEK 6 angerechnet werden, ebenso gemäss kantonalem Richt-

plan (vgl. BGr 1C_429/2015 vom 28. September 2016, E. 6.2; 

VB.2017.00408 vom 25. Januar 2018, E. 8.5; Richtplantext Pt. 3.2.2). Über-

dies ist zu berücksichtigen, dass jeder Hektar Fruchtfolgefläche, der für eine 

 

 

R4.2021.00163 Seite 35 

Anlage in Anspruch genommen wird, die Planungsmöglichkeiten von Kanton 

und Gemeinden für andere Bauten und Anlagen, die Fruchtfolgefläche be-

anspruchen, entsprechend einschränkt (BGr 1A_19/2007, E. 6.2). 

Dass der kantonale Mindestanteil an Fruchtfolgeflächen nicht gefährdet wird, 

ist bereits auf Stufe Nutzungsplanung auszuweisen. Zu beantworten ist mit-

hin die Grundsatzfrage, ob überhaupt an der betreffenden Stelle landwirt-

schaftliches Kulturland für einen Sport- und Erholungspark in Anspruch ge-

nommen werden soll und ob es genügende geeignete Kompensationsflä-

chen in der Umgebung gibt. Die Prüfung der Kompensationsmöglichkeit er-

folgt somit bereits auf Stufe Nutzungsplanung, während die eigentliche Kom-

pensation (i.d.R. durch die Aufwertung von anthropogen veränderten Böden) 

im Baubewilligungsverfahren erfolgt (BGr 1C_429/2015, E. 6.3; 

BGr 1C_491/2011 vom 5. Juli 2012, E. 5.3 f.; BGr 1A.19/2007, E. 5.3 f.; 

VB.2002.0400 vom 23. Oktober 2003, E. 5.bb). 

8.2. 

Nahezu der gesamte Perimeter der Umzonung, mithin rund 7,7 ha, und ins-

besondere der Bereich der Surfanlage (Wellensee) betreffen Fruchtfolgeflä-

chen (NEK 1-5, s. GIS, Karte Fruchtfolgeflächen). Gemäss Planungsbericht 

zur Teilrevision der BZO (act. 22.1.3.3, S. 16 f.) ist auf der Fläche des eigent-

lichen Wellensees und den Nebenflächen (Gebäude, Zuschauerbereiche, 

Wege und übrige befestigte Flächen) eine Veränderung des Oberbodens er-

forderlich und geht die Fruchtfolge-Qualität verloren. Betroffen seien 

36'564 m2. Die Fläche der Böden mit Fruchtfolgequalität ausserhalb des Pe-

rimeters der Surfanlage belaufe sich auf 12'483 m2. Hier stehe noch nicht 

fest, in welchem Umfang der Oberboden verändert werde. Im Gegensatz zur 

landwirtschaftlichen Nutzungseignungskarte (GIS) wird im Planungsbericht 

zur Teilrevision der BZO einer Fläche von 9'326 m2 im Bereich der Surfan-

lage (mit Erholungspark) die Qualität als Fruchtfolgefläche abgesprochen, 

sie eigne sich aber für eine Aufwertung. Damit verbleibe per Saldo eine Flä-

che von 27'238 m2, die ausserhalb des Anlageperimeters kompensiert wer-

den müsse. 

8.3. 

Die Gesamtfläche der Surfanlage mit Erholungspark, mithin die Gesamtflä-

che des Gestaltungsplans, beträgt rund 63'000 m2. Davon gelten gemäss 

 

 

R4.2021.00163 Seite 36 

Planungsbericht zur Teilrevision der BZO 9'326 m2 nicht als Fruchtfolgeflä-

che. Die von Veränderungen des Oberbodens betroffenen Flächen setzen 

sich zusammen aus der eigentlichen Surfanlage (30'993 m2) und sieben wei-

teren kleineren Teilflächen zwischen 447 m2 und 1'317 m2 darum herum (to-

tal 5'571 m2), alle im Perimeter der Surfanlage mit Erholungspark (s. Pla-

nungsbericht, Abb. 8). Damit verbleibt rein rechnerisch eine Fruchtfolgeflä-

che von 17'110 m2. Dabei wird aber ausser Acht gelassen, dass Standorte 

mit einer ungenügenden Flächengrösse selbst bei ausreichender Nutzungs-

eignungsklasse (NEK) nicht FFF-fähig sind. Demgemäss gelten Flächen von 

weniger als 2'500 m2 oder mit einer Breite von weniger als 5 m als nicht FFF-

fähig (Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Kultur: Kriterien 

für Fruchtfolgeflächen im Kanton Zürich, Oktober 2014, www.zh.ch). Daraus 

folgt, dass die verbleibenden Fruchtfolgeflächen nur insoweit angerechnet 

werden dürfen, als sie zusammenhängende Flächen im erforderlichen Mass 

bilden und sich, allenfalls nach ihrer Rekultivierung, für die landwirtschaftli-

che Nutzung tatsächlich eignen. Die übrigen zerstückelten Flächen können 

nicht mehr als Fruchtfolgeflächen gelten und sind zu kompensieren. Die zu 

kompensierende Fläche ist deshalb grösser als ausgewiesen. Im Planungs-

bericht zum öffentlichen Gestaltungsplan Surfanlage mit Erholungspark 

(act. 22.1.2.4, S. 21) wurde dies erkannt. Als Fruchtfolgefläche, die erhalten 

bleiben, werden nur noch zwei Bereiche mit rund 3'700 m2 und rund 2'600 m2 

ausgewiesen. Dabei liegt der grössere dieser Bereiche dort, wo gemäss Pla-

nungsbericht zur Teilrevision BZO gar keine Fruchtfolgefläche vorhanden 

sein soll. Hierbei handelt es sich um jene Flächen (9'326 m2), deren Qualität 

die Gemeinde in der Rekursvernehmlassung relativiert. Ein ansehnlicher Teil 

sei laut den schriftlichen Bestätigungen (act. 23.11 - 23.13) des Landwirts, 

der das Land bewirtschafte, sowie des amtierenden und des ehemaligen 

Ackerbaustellenleiters gar nicht als Fruchtfolgefläche nutzbar. In dem Zu-

sammenhang sei nicht klar, weshalb das Amt für Landwirtschaft und Natur 

noch während des laufenden Planungsprozesses dieses Stück Land aufge-

wertet habe.  

Fruchtfolgeflächen umfassen das ackerfähige Kulturland, vorab das Acker-

land und die Kunstwiesen in Rotation sowie die ackerfähigen Naturwiesen 

(Art. 26 Abs. 1 RPV). Dies entspricht den NEK 1-5 und für "bedingte" Frucht-

folgeflächen der NEK 6. In Frage gestellt wird vorliegend die Eignung als 

Fruchtfolgeflächen des nördlichen Teils der Parzelle Kat.-Nr. 6 sowie der 

Parzellen Kat.-Nrn. 5, 7 und 8, die in der Karte "Fruchtfolgeflächen" (GIS) 

 

 

R4.2021.00163 Seite 37 

grösstenteils als Fruchtfolgefläche (NEK 1-5) ausgewiesen werden. In der 

landwirtschaftlichen Nutzungseignungskarte (GIS) werden die Flächen mit 

der NEK 4 (getreidebetonte Fruchtfolge 2. Güte) ausgewiesen, das Beurtei-

lungsjahr wird mit 2017 angegeben. Laut Gemeinde handle es sich um 

schlecht aufgefüllte Kiesgruben, die Gründigkeit (nutzbarer Wurzelraum) sei 

teilweise gering und es seien vernässte und verdichtete Stellen vorhanden. 

Dadurch sei das Ertragspotential eingeschränkt. Es werde darum nur Gras-

wirtschaft betrieben. Eine der Auskunftspersonen schreibt bezüglich der Par-

zelle Kat.-Nr. 6 (nördlicher Teil), wegen der sehr geringen Gründigkeit käme 

"wenn überhaupt" nur Getreidebau in Frage. Der Getreidebau, der der NEK 

4 entspricht, wird somit nicht durchwegs ausgeschlossen. Die geringe Grün-

digkeit wurde bei der Beurteilung der NEK erkannt und als limitierender 

Standortfaktor erfasst (s. GIS, Nutzungseignungskarte). Ein geringeres Er-

tragsvermögen entspricht der Definition der NEK 4. Es sind somit keine stich-

haltigen Gründe ersichtlich, weshalb es sich bei den in Frage stehenden Flä-

chen entgegen dem kantonalen FFF-Inventar (Karte "Fruchtfolgeflächen") 

nicht um Fruchtfolgeflächen im Sinne von Art. 26 Abs. 1 RPV handeln soll. 

Die Gemeinde bestreitet dies auch nicht, sondern macht nur geltend, dass 

"die Qualität der in Frage stehenden Fruchtfolgeflächen keineswegs unbe-

stritten" sei. Es ist daher entgegen dem Planungsbericht zur Teilrevision der 

BZO (aber in Übereinstimmung mit dem Planungsbericht zum Gestaltungs-

plan, Abb. 6, S. 21) davon auszugehen, dass es sich bei den 9'326 m2 eben-

falls um Fruchtfolgeflächen handelt. Daran ändert nichts, dass die fraglichen 

Flächen in der kantonalen Richtplankarte (festgesetzt am 7. Juni 2021) als 

"übriges Landwirtschaftsgebiet" und nicht wie die übrige einzuzonende Flä-

che als "Fruchtfolgefläche im Landwirtschaftsgebiet" ausgewiesen werden. 

Massgebend ist schon aus kartografischen Gründen und gemäss Sachplan 

Fruchtfolgeflächen die Karte Fruchtfolgeflächen (FFF-Inventar). Demge-

mäss handelt es sich im Umfang von ca. 8'850 m2 um Fruchtfolgeflächen, 

die aber weiterhin als solche gelten können: Freizeitanlagen wie z.B. Fuss-

ballplätze, können weiterhin als Fruchtfolgefläche gelten, soweit es sich um 

intakte Flächen ohne bauliche Veränderungen und Flächen handelt, die in-

klusive erforderlicher bodenschonender Folgebewirtschaftung innerhalb ei-

nes Jahres wiederhergestellt werden können. Praktisch bedeutet dies, dass 

der Unterboden intakt sein muss und allfällige Rekultivierungsmassnah-

men nur den Oberboden betreffen dürfen (Baudirektion Kanton Zürich, Kri-

terien für Fruchtfolgeflächen im Kanton Zürich, Oktober 2014, www.zh.ch). 

Entgegen den Ausführungen im Planungsbericht zur Teilrevision der BZO 

 

 

R4.2021.00163 Seite 38 

kann auf dieser Fläche keine Kompensation stattfinden, da es sich bereits 

um Fruchtfolgeflächen handelt (s. dazu weiter unten).  

Festzuhalten ist sodann, dass im Planungsbericht zur Teilrevision der BZO 

wie auch im Planungsbericht zum Gestaltungsplan eine Fläche von 

ca. 2'829 m2 in der nordwestlichen Ecke der Parzelle Kat.-Nr. 7 fälschlicher-

weise als Fruchtfolgefläche ausgewiesen wird. Damit entfällt die Beanspru-

chung der betroffenen Teilfläche von 684 m2 (act. 22.1.3.3., S. 17, Abb. 8). 

Damit gehen innerhalb des Perimeters der Surf-/Erholungsanlage (Gestal-

tungsplanperimeter) – basierend auf den Angaben im Planungsbericht zur 

Teilrevision der BZO – insgesamt 35'880 m2 (36'564 m2 - 684 m2) Fruchtfol-

geflächen und weitere zerstückelte Flächen verloren. 

Die entsprechenden Angaben im Planungsbericht zum Gestaltungsplan auf 

Grundlage eines Richtprojekts weichen erheblich davon ab. Gemäss Abbil-

dung 6 gehen im Gestaltungsplanperimeter bis auf 6'300 m2 alle Fruchtfol-

geflächen, mithin 56'700 m2 verloren. An anderer Stelle im Planungsbericht 

zum Gestaltungsplan (S. 22) wird ausgeführt, es müssten rund 55'000 m2 

Fruchtfolgeflächen kompensiert werden. Neben den Flächen, auf welchen 

der Oberboden effektiv verändert werde, würden weitere rund 10'000 m2 hin-

zukommen, welche die Kriterien für Fruchtfolgeflächen aufgrund ihrer zu ge-

ringen Grösse nicht mehr erfüllen würden. In der Summe sind dies 

65'000 m2, mithin mehr als die Fläche des gesamten Gestaltungsplanperi-

meters, die im Planungsbericht (S. 18) nachvollziehbar mit 63'000 m2 ange-

geben wird. Richtigerweise ist aufgrund des Planungsberichts zum Gestal-

tungsplan davon auszugehen, dass der Gestaltungsplanperimeter 60'171 m2 

Fruchtfolgefläche umfasst (63'000 m2 - 2'829 m2), wovon 53'871 m2 

(60'171 m2 - 3'700 m2 - 2'600 m2) beansprucht werden. Soweit ergibt sich, 

dass im Planungsbericht zur Teilrevision der BZO von einer erheblich zu ge-

ringen Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen ausgegangen wird. Sodann 

steht bei der einzuzonenden Fläche von 12'483 m2 ausserhalb des Perime-

ters der Surf-/Erholungsanlage (Parzelle Kat.-Nr. 5, NEK 4) noch nicht fest, 

inwieweit die künftigen Nutzungen einen Verlust von Fruchtfolgeflächen zur 

Folge haben werden.  

 

 

R4.2021.00163 Seite 39 

Wie nachfolgend ausgeführt wird, stehen genügend Kompensationsflächen 

zur Verfügung, um die in Anspruch genommenen Fruchtfolgeflächen zu kom-

pensieren und die mit der Umzonung angestrebten Nutzungen zu ermögli-

chen. Insofern kann das genaue Mass der beanspruchten Fruchtfolgeflächen 

offenbleiben. Bei der Interessenabwägung betreffend die Durchstossung des 

Landwirtschaftsgebiets gemäss kantonalem Richtplan ist allerdings von ei-

ner Beanspruchung im oberen Bereich der Bandbreite auszugehen. 

8.4. 

Als Kompensationsmöglichkeiten werden im Planungsbericht zur Teilrevi-

sion der BZO folgende Grundstücke ausgewiesen: Gebiet Steingass, 

Kat.-Nrn. 9 und 10 mit einer Fläche von 26'445 m2 bzw. 10'300 m2 (heute 

NEK 7). Dass dort eine Aufwertung (mindestens NEK 6) nicht möglich sein 

soll, wird nicht substantiiert bestritten. Es handelt sich zwar um einen belas-

teten Standort, der weder als überwachungs- noch sanierungsbedürftig gilt 

(wiederaufgefüllte ehemalige Kiesgrube, s. Kataster der belasteten Stand-

orte KbS). Dass sich aber auch wiederaufgefüllte ehemalige Kiesgruben als 

Fruchtfolgefläche eignen können, zeigen insbesondere die Fruchtfolgeflä-

chen auf dem von der Einzonung betroffenen Areal, die sich ebenfalls im 

Bereich einer ehemaligen Kiesgrube befinden (Parzelle Kat.-Nr. 6), sowie 

andere Beispiele auf dem Gemeindegebiet von Regensdorf (Kat.-Nrn. 11, 

12, 13, 14, 15). Gemäss "Hinweiskarte anthropogene Böden" (GIS) hat der 

Boden dort eine Beschaffenheit, die die Schaffung neuer Fruchtfolgeflächen 

"in der Regel" zulässt.  

Ausserdem sind laut Planungsbericht auf dem Grundstück Kat.-Nr. 15 (Eh-

renhau) 4'500 m2 als Vorleistung bereits aufgewertet worden (zuvor keine 

Fruchtfolgefläche). Diese Fläche könne falls nötig als Kompensation ange-

rechnet werden. Die Gemeinde zeigt ausserdem weitere Areale mit einer 

(nach Aufwertung anrechenbaren) Gesamtfläche von 42'468 m2 auf, die für 

die Fruchtfolgeflächenkompensation zur Verfügung stehen sollen 

(act. 22.1.5). Zu Recht nicht als Kompensationsfläche ausgewiesen wird das 

Gebiet Leematten, weil es sich bereits um Fruchtfolgeflächen handelt. 

Damit sind für den zu erwartenden Verlust an Fruchtfolgeflächen, der zur 

Erreichung des Zonenzwecks unabdingbar ist, hinreichende Kompensati-

onsmöglichkeiten nachgewiesen worden. Der kantonale Mindestumfang an 

 

 

R4.2021.00163 Seite 40 

Fruchtfolgeflächen bleibt daher erhalten. Die konkrete Kompensationspflicht 

wird im Baubewilligungsverfahren festzulegen sein. 

9. Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets gemäss kantonalem 
 Richtplan durch den regionalen Richtplan 

9.1. 

Die Rekurrierenden monieren, die Voraussetzungen für die Durchstossung 

des kantonalen Landwirtschaftsgebiets seien nicht gegeben. Voraussetzung 

für die Festlegung des erweiterten Erholungsgebiets sei eine umfassende 

Interessenabwägung bereits auf Stufe der Richtplanung, welche insbeson-

dere auch die Evaluation von Alternativen und Varianten bezüglich der 

Standortwahl und dabei – aufgrund des Konsums von Fruchtfolgeflächen – 

v.a. die Prüfung der Anordnungsmöglichkeit innerhalb des Siedlungsgebiets 

erfordere. Eine solche habe nicht stattgefunden. 

Ursprünglich sei die Erweiterung des Erholungsgebiets vorgesehen gewe-

sen, um die Bedürfnisse des Breitensports (insb. Fussball und Tennis) abzu-

decken, wozu das Wellensurfen nicht gezählt werden könne. Die hierfür an-

gestrebte Erweiterung des Erholungsgebiets um 10,5 ha habe der Kanton 

mangels ausgewiesenen Bedarfs abgelehnt, dann aber aufgrund weiterer 

Nachweise 2,5 ha und am Ende – aufgrund der flächengleichen Auszonung 

des Gebiets Leematten – schliesslich 4,7 ha akzeptiert. Nachträglich sei der 

Verein waveup an die Gemeinde herangetreten und es sei für dessen Projekt 

eine Erweiterung des Erholungsgebiets um 3 ha beantragt und festgesetzt 

worden. (RRB Nr. 92/2021). Die nun vom Surfpark beanspruchte Fläche von 

6,1 ha sei nie in den Richtplanprozess eingeflossen. Dies ergebe sich u.a. 

aus der Beantwortung der Einwendung zur Revision des regionalen Richt-

plans vom 10. Mai 2018, wonach trotz Surfpark für die lokalen Vereine wei-

terhin die Fläche, welche der Kanton für festsetzungsfähig erachte, ver-

bleibe, nämlich die flächengleiche Kompensation der Auszonung Leematten, 

also 4,7 ha. Der Surfpark beanspruche damit Flächen, die mit den Bedürf-

nissen des Breitensports begründet worden seien. Das öffentliche Interesse 

am Surfpark sei im erläuternden Bericht zur Richtplananpassung mit keinem 

Wort ausgeführt worden. Für die Begründung des öffentlichen Interesses an 

der Surfparkanlage reiche es nicht aus, dass die Standortgemeinde diese 

befürworte. Die Interessenabwägung auf Stufe Richtplanung erweise sich 

 

 

R4.2021.00163 Seite 41 

damit bereits mangels Nachweises eines hinreichenden öffentlichen Interes-

ses an der Surfparkanlage und insbesondere der hierfür effektiv beanspruch-

ten Fläche als unzureichend. Anzufügen bleibe, dass mittlerweile in Sion im 

Kanton Wallis bereits eine Surfanlage ihre Tore geöffnet habe (www.alai-

abay.ch). Angesichts der geringen Bedeutung des Surfsports für die breite 

Öffentlichkeit in der Schweiz sei damit das öffentliche Interesse an einer wei-

teren derartigen Anlage, so ein solches überhaupt bestehe, jedenfalls erheb-

lich gesunken. 

Eine dem Projekt angemessene Standortevaluation über mindestens das ge-

samte Kantonsgebiet und nach den Kriterien gemäss Pt. 3.5.3 a) des kanto-

nalen Richtplans habe auf Stufe Richtplanung nie stattgefunden. Im erläu-

ternden Bericht zur Anpassung des regionalen Richtplans 2 (S. 21) werde 

die Prüfung von zwei Alternativstandorten innerhalb der Gemeinde Regens-

dorf erwähnt, was als Standortevaluation für eine Anlage mit klar überregio-

naler Bedeutung keinesfalls genüge. Es wäre zu erwarten gewesen, dass 

mindestens fünf bis sechs Alternativstandorte auch ausserhalb der Region 

evaluiert würden. Die Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen hätte erfordert, 

dass effektiv und umfassend geprüft worden wäre, ob hierfür kein Standort 

ausserhalb von Fruchtfolgeflächen bzw. innerhalb des Siedlungsgebiets zur 

Verfügung stehe.  

Die Argumentation gegen die beiden Alternativstandorte Leematten und 

Rietli überzeugten nicht. Es werde im Wesentlichen ausgeführt, dass diese 

weiter weg vom Bahnhof entfernt seien als der Standort Wisacher. Ein gros-

ser Teil der Besucher werde jedoch mit dem MIV und nicht mit öffentlichen 

Verkehrsmitteln anreisen. Auch am Standort Wisacher sei die Anbindung an 

den öffentlichen Verkehr schlecht, insbesondere wenn auch noch die private 

Surfausrüstung mitgebracht werden soll. Die beiden Alternativstandorte 

seien durch Bushaltestellen erschlossen. Die Gehdistanzen vom Bahnhof 

Regensdorf-Watt betrügen ca. 1,8 km bzw. ca. 2,2 km. Das sei zwar weiter 

als die Distanz zum Standort Wisacher (1,2 km), doch falle der Unterschied 

nicht derart gewichtig aus, um die beiden Alternativstandorte mit dieser Be-

gründung im Planungsbericht klar zu verwerfen. Hingegen müssten voraus-

sichtlich auch bei den beiden Alternativstandorten Fruchtfolgeflächen in An-

spruch genommen werden, doch wäre nur ein geringer Anteil des besten 

Ackerlands der NEK 1 betroffen. Im Fall des Alternativstandorts Leematten 

wären zu rund zwei Dritteln nur Flächen der NEK 6 betroffen, welche nur 

 

 

R4.2021.00163 Seite 42 

bedingt als Fruchtfolgeflächen zählen würden, und am Alternativstandort 

Rietli solche der NEK 4. Die Standortevaluation im Planungsbericht erweise 

sich daher als unzureichend und wenig überzeugend. 

9.2. 

Die Gemeinde entgegnet, die geplante Freizeitanlage bestehe nicht nur aus 

einer "Surfanlage", sondern beinhalte auch ein Schwimmbecken sowie wei-

tere Sportnutzungen. Daneben sei ein Gebäude mit Mantelnutzungen ge-

plant. Der restliche Teil des Areals solle als Park möglichst naturnah gestaltet 

werden und unter anderem die Durchführung von naturpädagogischen An-

geboten ermöglichen. Insgesamt würden durch das Wasserbecken der 

Surfanlage knapp 1,9 ha beansprucht, mithin weniger als ein Drittel der gan-

zen Parkfläche von 6,1 ha und weniger als ein Viertel der gesamten Erwei-

terung der Erholungszone.  

Mit der Freizeitanlage werde ein attraktives Naherholungsgebiet für die Be-

völkerung der gesamten Region geschaffen und damit dem in der Region 

Furttal und insbesondere auch in der stetig wachsenden Gemeinde Regens-

dorf ausgewiesenen und erheblichen Bedarf nach (weiteren) kommunalen 

und überkommunalen Sporteinrichtungen sowie attraktiven Freizeit- und Er-

holungsräumen entsprochen.  

Eine umfassende Interessenabwägung habe bereits auf Stufe der Richtpla-

nung im Rahmen der Gesamtrevision des regionalen Richtplans stattgefun-

den (Hinweis auf den Erläuternden Bericht und Bericht zu den Einwendun-

gen zum Regionalen Richtplan Region Furttal, Beschluss des Regierungsra-

tes vom 16. Mai 2018, RRB Nr. 415/2018, act. 23.5, vgl. S. 20), insbesondere 

auch mit Blick auf die von waveup geplante Freizeitanlage inkl. Surfanlage. 

Diese Interessenabwägung stütze sich mitunter auf eine umfassende Stan-

dortevaluation, im Rahmen welcher im gesamten Kanton Zürich insgesamt 

26 verschiedene Standorte sowie innerhalb des Gemeindegebiets Regens-

dorf nochmals zwei weitere Standorte für eine solche Anlage geprüft worden 

seien. Die Kriterien für die Standortsuche seien neben der guten Erreichbar-

keit, der guten Angliederung an bestehende Sportanlagen zur Nutzung von 

Synergien, der geeigneten Topographie zur Vermeidung übermässiger Ge-

ländeanpassungen insbesondere auch die möglichst geringe Beanspru-

chung von Fruchtfolgeflächen sowie die möglichst geringe Zerschneidung 

 

 

R4.2021.00163 Seite 43 

der Landschaft gewesen (act. 22.1.8). Im Rahmen dieser umfassenden Eva-

luation habe der Standort Wisacher am besten abgeschnitten. Dies aufgrund 

der Anzahl Einwohner und Beschäftigen in Velo- und Fussdistanz, der Nähe 

zum Bahnhof, der Angrenzung ans Siedlungsgebiet und an bestehende 

Sportanlagen (keine weitere Zersiedelung, Nutzung von Synergien), der fla-

chen Topographie, und der Kompensationsmöglichkeiten für die wegfallen-

den Fruchtfolgeflächen durch die Aufwertung minderwertiger Böden in 

nächster Nähe. 

Im Nachgang zur kantonsweiten Evaluation seien innerhalb der Gemeinde 

Regensdorf auch noch die Standorte Leematten und Rietli geprüft worden. 

Der Standort Leematten (Erholungszone) liege in verkehrstechnischer Hin-

sicht deutlich weiter vom Bahnhof Regensdorf entfernt als der Standort Wisa-

cher. Die dortigen Böden seien – im Gegensatz zu den Böden im Wisacher 

– nie anthropogen verändert worden und würden tendenziell eine bessere 

Fruchtfolgequalität aufweisen. Nachteilig sei zudem die etwas steilere Topo-

graphie und der Standort grenze nicht an bereits heute bestehende Sportan-

lagen an.  

Der Standort Rietli (Reservezone) wäre aus topographischer Sicht geeignet, 

aber verkehrstechnisch ungünstig gelegen und ebenfalls nicht angrenzend 

an bestehende Sportanlagen. Schliesslich bilde der Standort Rietli eine der 

letzten grossen Reserven des Kantons für die Arbeitsplatznutzung. Die ge-

plante Freizeitanlage würde die Nutzung des Gebiets für Arbeitsplätze zu-

mindest erheblich beeinträchtigen. 

Aus dem Vorangehenden erhelle, dass der Standort Wisacher sich für die 

geplante Freizeitanlage insgesamt klar am besten eigne und dass die in 

Frage stehende Nutzungen nicht zweckgemäss innerhalb des Siedlungsge-

biets untergebracht werden könnten. 

Bezüglich der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen treffe es zu, dass sich 

ein erheblicher Teil der zur Umzonung vorgesehenen Fläche auf teils in den 

1970-er Jahren unsachgemäss aufgefüllten Kiesgruben befinde. Die Flächen 

würden sich zwar grundsätzlich für den Ackerbau eignen, seien jedoch teil-

weise aufwertungsbedürftig. Das Gebiet sei daher zumindest teilweise stau-

wassergeprägt, was die entsprechende Eignung einschränke. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 44 

Für die geplante Anlage würden sodann nicht die gesamten Fruchtfolgeflä-

chen beansprucht. Vielmehr sei man im Rahmen des Projekts bestrebt, dass 

möglichst grosse und zusammenhängende Flächen bestehen bleiben wür-

den, auf welchen der Oberboden nicht verändert werde, namentlich bei den 

geplanten Ökowiesen. Insgesamt werde auf einer Fläche von rund 36'564 m2 

Oberboden mit Fruchtfolge-Qualität verändert. Davon könnten rund 9'326 m2 

durch Aufwertung von Boden innerhalb des Projektperimeters kompensiert 

werden. Somit verblieben per Saldo noch rund 27'238 m2 Fruchtfolgeflächen, 

welche ausserhalb des Anlagenperimeters kompensiert werden müssten. 

Dazu werde die Erholungszone Leematten (4,7 ha) wieder der Landwirt-

schaftszone zugewiesen. In Regensdorf selbst befänden sich ausserhalb 

des Siedlungsgebiets zudem über 12 ha Land, die vom Kanton als anthro-

pogen verändert und mit Potenzial für die Fruchtfolgeflächen-Kompensation 

kartiert seien. Rund 8,5 ha seien dabei für eine Aufwertung gut geeignet. Die 

erforderliche FFF-Kompensation lasse sich somit auf dem Gemeindegebiet 

von Regensdorf gut erreichen.  

Zusammenfassend würden die Voraussetzungen für die Durchstossung des 

kantonalen Landwirtschaftsgebietes insgesamt erfüllt und eine umfassende 

Interessenabwägung habe bereits auf Stufe der regionalen Richtplanung 

stattgefunden. 

Soweit die Rekurrierenden schliesslich vorbringen würden, dass die nun vom 

Surf- und Freizeitpark beanspruchte Fläche ursprünglich mit den Bedürfnis-

sen des Breitensports begründet worden sei, würden sie zweierlei verken-

nen: Erstens gehe aus den Erläuterungen zur Gesamtrevision des regiona-

len Richtplans Region Furttal (act. 23.5) klar hervor, dass die entsprechende 

Interessenabwägung bereits damals mit Blick auf die von waveup geplante 

Freizeitanlage inkl. Surfanlage vorgenommen worden sei. Das Projekt habe 

einen Bestandteil der regionalen Richtplanung und der entsprechenden In-

teressenabwägung gebildet. Darüber hinaus bestehe die geplante Anlage 

wie bereits dargelegt nicht nur aus der Surfanlage, sondern beinhalte mitun-

ter auch weitere Sportanlagen. 

9.3. 

Die Baudirektion führt aus, die Region Furttal weise einen Mangel an Sport-

anlagen auf. Mit der Erweiterung der bestehenden Sportanlage Wisacher 

könnten die kommunalen und regionalen Bedürfnisse nach Erholungs- und 

 

 

R4.2021.00163 Seite 45 

Sportmöglichkeiten befriedigt werden. Zusätzlich sei die Nutzung von Syner-

gien mit der bestehenden Infrastruktur möglich. Der von der ZPF vorgeschla-

gene Standort sei aufgrund seiner Nähe zum S-Bahnhof Regensdorf, und 

dem direkten Angrenzen an die bestehende Freizeit- und Sportanlage Wisa-

cher aus raumplanerischer Sicht als geeignet betrachtet worden.  

Eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets durch Festlegungen in regi-

onalen Richtplänen oder durch Festsetzung von Freihalte-, Erholungszonen 

sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen in der Nutzungsplanung, 

wie es der kantonale Richtplan in Pt. 3.2.2 vorsehe, wäre von vornherein 

nicht möglich, wenn für jedes Vorhaben im Bereich von Fruchtfolgeflächen 

ein Eintrag im kantonalen Richtplan erforderlich wäre. Das Landwirtschafts-

gebiet des kantonalen Richtplans könnte bei Fruchtfolgeflächen gar nicht 

mehr durchstossen werden, müsste doch in jedem Fall eine Anpassung des 

kantonalen Richtplans erfolgen. Damit läge wiederum keine Durchstossung 

mehr vor. Die vom Richtplan vorgesehenen Kriterien für Durchstossungen 

im Bereich von Fruchtfolgeflächen wären obsolet. Deshalb könne es nicht im 

Sinne des kantonalen Richtplangebers gewesen sein, dass sämtliche Vor-

haben, die Fruchtfolgeflächen beanspruchten, eines Eintrags im kantonalen 

Richtplan bedürften.  

Mit der Festsetzung des Eintrags Nr. 2 in Tabelle 14 zu den regionalen Er-

holungsgebieten habe der Regierungsrat die Auszonung der bestehenden 

kommunalen Erholungszone Leematten ausdrücklich als Voraussetzung für 

die Erweiterung der bestehenden Sportanlage Wisacher formuliert. Die Kom-

pensation der durch das Vorhaben beanspruchten Fruchtfolgeflächen solle 

gemäss der Gemeinde Regensdorf im Gebiet Steingass erfolgen. Dieses 

Grundstück sei im Eigentum der Gemeinde Regensdorf. In den nachgelager-

ten Verfahren könne damit sichergestellt werden, dass eine flächengleiche 

Aufwertung der Nutzungseignung durch Verbesserung des Bodenaufbaus 

erfolge. 

9.4.1. 

Gemäss § 16 Abs. 1 PBG haben Planungen unterer Stufen denjenigen der 

oberen Stufe, die Nutzungsplanungen jeder Art und Stufe der Richtplanung 

zu entsprechen. Abweichungen sind nur zulässig, wenn sie sachlich gerecht-

fertigt und untergeordneter Natur sind (Abs. 2). Dies gilt auch für regionale 

Richtpläne als dem kantonalen Richtplan untergeordnete Planungen. 

 

 

R4.2021.00163 Seite 46 

Die vorliegend in Frage stehenden Erweiterungen des Erholungsgebiets 

Wisacher um ca. 10,5 ha (Festsetzungen vom 16. Mai 2018 und 3. Februar 

2021) sind schon angesichts ihrer Fläche offensichtlich keine Abweichung 

von untergeordneter Natur (§ 16 Abs. 2 PBG) vom kantonalen Richtplan, 

demzufolge es sich um Landwirtschaftsgebiet handelt (vgl. RB 2003 Nr. 71, 

E. 4). Zu prüfen ist, ob eine zulässige Durchstossung von Landwirtschafts-

gebiet vorliegt. Eine dahingehende akzessorische Überprüfung des regiona-

len Richtplans ist im vorliegenden Rechtsmittelverfahren über Nutzungs-

pläne zulässig, weil sich die Betroffenen Nachbarn gegen den Richtplan als 

solchen nicht zur Wehr setzen konnten, wie das nach zürcherischer Ordnung 

zutrifft (§