# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cb65503-5b2a-5476-afc4-7a6730704a92
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2008 C-3211/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3211-2008_2008-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3211/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  0 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richter Michael Peterli,
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV; Invalidenrente, Rentenrevision.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3211/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass dem Versicherten mit Verfügung vom 26. August 2004 der IV-Stel-
le Basel-Stadt eine ganze Invalidenrente ab 1. November 2000 zuge-
sprochen wurde (act. 24);

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) 
mit Verfügung vom 17. April 2008 die Rentenzahlungen per sofort ein-
stellte, dies mit der Begründung, der Versicherte habe anlässlich eines 
Revisionsverfahrens  seine  Mitwirkungspflicht  nicht  wahrgenommen 
(act. 67);

dass  der  Versicherte  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  am  12.  Mai 
2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichte und be-
antragte,  es  sei  ihm weiterhin  die  IV-Rente  auszurichten und es sei 
sein Gesundheitszustand zu überprüfen; zu diesem Zweck bzw. für die 
erneute  Revision  des  Rentenanspruchs  seien  ihm  die  notwendigen 
Unterlagen nach Thailand zuzustellen. Eventualiter, im Fall von Zwei-
feln an dem in Thailand tätigen medizinischen Fachpersonal,  sei  für 
die Durchführung der nötigen Untersuchungen ein Vertrauensarzt und/
oder Spital in Thailand zu nennen;

dass die IV-Stelle in Zusammenarbeit mit der IV-Stelle Basel-Stadt am 
25. August 2008 ihre Vernehmlassung einreichte und beantragte, die 
Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzu-
heben und aufgrund von Verfahrensfehlern sei die Sache zu weiteren 
Abklärungen und zur Wiederaufnahme der Rentenzahlung an die Ver-
waltung zurückzuweisen;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 
34 VGG zuständig ist;

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

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dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober  2000 über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht beim Bundes-
verwaltungsgericht  eingereicht  wurde (Art. 60  ATSG und Art. 52  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021]) und somit darauf einzutreten ist;

dass ein Nichterteilen von Auskünften des Beschwerdeführers an die 
Vorinstanz, welches die Einstellung der Rentenzahlungen rechtfertigen 
würde, aufgrund der Akten nicht ausgewiesen ist und sich weitere Ab-
klärungen über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers aufdrängen;

dass die Beschwerde gestützt auf den übereinstimmenden Antrag der 
Parteien daher gutzuheissen ist, die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und die Vorinstanz anzuweisen ist, die Rentenzahlungen an den 
Beschwerdeführer  wieder  aufzunehmen und die  bisher  aufgelaufene 
Rente  nachzuzahlen  sowie  die  notwendigen  Abklärungen 
vorzunehmen;

dass  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2 
VwVG) und demzufolge der vom Beschwerdeführer geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 400.--  auf  ein  von ihm noch anzugebendes Konto 
zurückzuerstatten ist;

dass dem Beschwerdeführer, der sich nicht anwaltlich vertreten liess 
und dem auch sonst  keine notwendigen und verhältnismässig hohen 
Kosten entstanden sind,  für  das Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist 
(Art. 64  Abs. 1  VwVG  in  Verbindung  mit  Art. 7  Abs. 1  und  4  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 17. April 2008 wird aufgehoben.

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2.
Die Sache wird zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und 
zur  Wiederaufnahme  der  Rentenzahlungen  und  Nachzahlung  der 
bisher aufgelaufenen Rente an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdefüh-
rer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- wird diesem 
nach  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zurückerstattet.  Der  Be-
schwerdeführer wird aufgefordert, dem Bundesverwaltungsgericht die 
gewünschte Zahlungsstelle bekannt zu geben.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai  6,  6004 Luzern, Beschwerde in  öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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