# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65eb0737-2236-5274-bd70-311ff18d8799
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2010 D-6451/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6451-2010_2010-09-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6451/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet; 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren X._______,
Myanmar,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreisebewilligung und Familiennachzug; Verfügung des 
BFM vom 11. August 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6451/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das BFM die Asylvorbringen des Beschwerdeführers als unglaub-
haft erachtete, ihn indessen aufgrund der Einreichung eines Asylgesu-
ches in der Schweiz als Flüchtling anerkannte (vgl. Art. 54 des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) und ihn mit unangefoch-
ten  gebliebener  Verfügung  vom 6. Mai  2010  als  Flüchtling  vorläufig 
aufnahm, 

dass der Beschwerdeführer mit als „Gesuch um Asyl gemäss Art. 20 
AsylG i.V.m. Art.  51  AsylG“  bezeichneter  Eingabe  an das BFM vom 
19. Juli  2010  für  seine  zurzeit  in  Myanmar  lebende  Ehefrau 
B._______, geboren Y._______, und die beiden gemeinsamen Kinder 
C._______, geboren Z._______, und D._______, geboren W._______, 
beantragte,  die  Einreise  in  die  Schweiz  sei  zu  bewilligen,  es  sei 
festzustellen, dass die erwähnten Personen die Flüchtlingseigenschaft 
selbständig  erfüllten,  und  eventualiter  seien  sie  in  seine  Flücht -
lingseigenschaft einzubeziehen,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  ausführte,  durch  seine 
Flucht seien seine Familienangehörigen einer Reflexverfolgung ausge-
setzt,

dass nach seiner Flucht Soldaten zu seiner Familie gekommen seien 
und nach seinem Aufenthaltsort gefragt sowie die Familie mit Gefäng-
nis bedroht hätten, falls sie diesen nicht bekannt gebe,

dass seine Familienangehörigen in den Heimatort seiner Ehefrau ge-
flüchtet seien, wo sie ebenfalls von Soldaten aufgesucht und bedroht 
worden seien,

dass  seine  Familienangehörigen,  falls  sie  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht  erfüllen  würden,  in  seine  Flüchtlingseigenschaft  gestützt  auf 
Art. 51 Abs. 1 AsylG einzubeziehen seien,

dass die dreijährige Wartefrist für den Familiennachzug von vorläufig 
aufgenommenen Flüchtlingen Art. 8  der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) widerspreche,

Seite 2

D-6451/2010

dass das BFM mit Verfügung vom 11. August 2010 die Einreise der Fa-
milienangehörigen des Beschwerdeführers in die Schweiz nicht bewil-
ligte und das Gesuch um Familiennachzug ablehnte,

dass das BFM zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen aus-
führte, die zeitliche Voraussetzung (Dreijahresfrist) für einen Familien-
nachzug gestützt auf Art. 85 Abs. 7 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) sei  nicht  erfüllt,  weil  der Beschwerdeführer erst  seit  drei  
Monaten als Flüchtling vorläufig aufgenommen sei,  weshalb das Ge-
such um Familiennachzug abzulehnen und die Einreise seiner Famili -
enangehörigen in die Schweiz zu verweigern sei,

dass  bezüglich  der  Frage,  ob das Gesuch alternativ  als  Asylgesuch 
aus dem Ausland geprüft und die Einreise zwecks Durchführung des 
Asylverfahrens genehmigt  werden könnte, festzustellen sei,  dass die 
vorgebrachte  Verfolgung  des  Beschwerdeführers  in  Myanmar  nicht 
glaubhaft  sei,  weshalb die  angebliche,  damit  in  Zusammenhang ste-
hende Verfolgung seiner Angehörigen einer Grundlage entbehre,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde an das 
Bundesverwaltungsgericht  vom  7.  September  2010  (Poststempel: 
8. September 2010) anfocht und dabei beantragte, die vorinstanzliche 
Verfügung sei  aufzuheben, das Asylgesuch aus dem Ausland sei zu 
prüfen und die Einreise von B._______, C._______ und D._______ in 
die  Schweiz  zwecks  Durchführung  des  Asylverfahrens  sei  zu 
gewähren,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen anführte, 
seine Familie sei nach seiner Flucht staatlichen Repressionen ausge-
setzt gewesen,

dass auf  den weiteren Inhalt  der Beschwerde – soweit  entscheidwe-
sentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

Seite 3

D-6451/2010

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art.  48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichter licher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungs-
weise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e AsylG) 
und es sich vorliegend,  wie  nachfolgend aufgezeigt,  um eine solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  be-
gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von vorläufig aufge-
nommenen Personen und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen frü-
hestens drei Jahre nach Anordnung der vorläufigen Aufnahme nachge-
zogen und in diese eingeschlossen werden, wenn sie mit diesen zu-

Seite 4

D-6451/2010

sammenwohnen,  eine  bedarfsgerechte  Wohnung  vorhanden  ist  und 
die Familie nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 85 Abs. 7 AuG),

dass  sich  das  Verfahren  betreffend  die  Vereinigung  von Familienan-
gehörigen im Sinne von Art. 85 Abs. 7 AuG gemäss Art. 24 der Ver-
ordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Auswei-
sung von ausländischen Personen (VVWA, SR 142.281) nach Art. 74 
der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) richtet,

dass gemäss Art. 74 Abs. 5 VZAE beim Entscheid über die Gewährung 
des Familiennachzugs der besonderen Situation von vorläufig aufge-
nommenen Flüchtlingen Rechnung zu tragen ist  und für  Familienan-
gehörige von vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen Art. 37 der Asyl-
verordnung  1  vom 11. August  1999  über  Verfahrensfragen (AsylV 1, 
SR 142.311) sinngemäss gilt,

dass  gemäss Art.  37  AsylV  1  der  Einbezug in  die  Flüchtlingseigen-
schaft eines Ehegatten, einer eingetragenen Partnerin oder eines ein-
getragenen Partners oder eines Elternteils nach Art. 51 Abs. 1 AsylG 
erst erfolgt, wenn in Anwendung von Art. 5 AsylV 1 (wonach bei Asyl-
gesuchen von Ehepaaren, eingetragenen Partnerinnen oder Partnern 
oder  Familien  jede  urteilsfähige  asylsuchende  Person  Anspruch  auf 
Prüfung ihrer eigenen Asylvorbringen hat) festgestellt wurde, dass die 
einzubeziehende Person die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  selbständig 
nach Art. 3 AsylG erfüllt,

dass nach dem Gesagten der Prüfung eines allfälligen derivativen An-
spruchs auf Anerkennung als Flüchtling stets die Prüfung der originä-
ren Flüchtlingseigenschaft – das heisst einer persönlichen Gefährdung 
nach  Art.  3  AsylG  –  vorauszugehen  hat  (vgl.  dazu  auch  BVGE 
2007/19),

dass  sich  die  Personen,  auf  welche  sich  Familiennachzugsgesuche 
beziehen, im Ausland aufhalten, weshalb ausserdem Art. 20 AsylG zu 
beachten ist,

dass gemäss Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG die Einreise in die Schweiz zu 
bewilligen ist, wenn eine unmittelbare Gefahr für Leib, Leben oder Frei-
heit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG glaubhaft gemacht wird 
oder  wenn es  den Familienangehörigen  nicht  zuzumuten ist,  für  die 

Seite 5

D-6451/2010

Dauer der Sachverhaltsabklärung im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat 
zu bleiben oder in einen Drittstaat auszureisen,

dass sich gestützt  auf  diese Bestimmungen ergibt,  dass ein Gesuch 
um Familiennachzug vorläufig in der Schweiz aufgenommener Flücht-
linge in erster Linie zur Prüfung der Frage führen muss, ob die nachzu-
ziehenden Personen die Flüchtlingseigenschaft selbständig erfüllen,

dass überdies zu prüfen ist, ob den im Ausland befindlichen Fami lien-
angehörigen gemäss den Kriterien von Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG die  
Einreise in die Schweiz zu bewilligen ist,

dass sich das BFM zu diesen Fragen zwar äusserte, indem es aus-
führte, die geltend gemachte Verfolgung der Familie des Beschwerde-
führers entbehre einer Grundlage, da dessen Verfolgung in Myanmar 
nicht habe geglaubt werden können,

dass diese Begründung lediglich auf einer Schlussfolgerung aus den 
Asylvorbringen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Vorfluchtgrün-
de beruht, indessen dem bereits im Gesuch vom 19. Juli 2010 geltend 
gemachten Sachverhalt,  wonach die  Familie  von Soldaten,  die  nach 
dem  Aufenthaltsort  des  Beschwerdeführers  gefragt  hätten,  bedroht 
worden sei, keine Rechnung trägt,

dass zwar eine Beurteilung der Asylgründe der Familienangehörigen 
des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung dessen Asylvorbringen 
zulässig ist, dies jedoch nicht davon entbindet, seine Familienangehö-
rigen zu ihren eigenen Asylgründen zu befragen,

dass die Vorinstanz vorliegend eine Beurteilung der Flüchtlingseigen-
schaft der in Myanmar lebenden Familienangehörigen des Beschwer-
deführers vornahm, ohne die dabei zu berücksichtigenden Verfahrens-
vorschriften  zu  befolgen  (Durchführung  einer  Befragung,  eventuell 
schriftliches Festhalten der Asylgründe; vgl. Art. 10 AsylV 1), 

dass die Vorinstanz in Anbetracht des Umstandes, dass in Rangun le-
diglich ein Konsulat unter der Leitung eines Honorarkonsuls besteht, 
die  diplomatischen  Beziehungen  von  der  Schweizer  Vertretung  in 
Bangkok (Thailand) gepflegt werden und demzufolge in Myanmar ver-
mutlich keine Befragung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 AsylV 1 durchge-
führt werden könnte, es insbesondere unterliess, den Familienangehö-
rigen des Beschwerdeführers die Möglichkeit einzuräumen, ihre Asyl-

Seite 6

D-6451/2010

gründe schriftlich festzuhalten (vgl. Art. 10 Abs. 2 AsylV 1; zur Sach-
verhaltsermittlung  bei  Asylgesuchen  aus  dem  Ausland  siehe  auch 
BVGE 2007/30),

dass sich dieses Vorgehen umso mehr aufgedrängt hätte, als die Vor-
bringen des Beschwerdeführers  betreffend seine Vorfluchtgründe als 
unglaubhaft erachtet wurden,

dass sich die angefochtene Verfügung somit  auf  einen unvollständig 
festgestellten Sachverhalt stützt, 

dass  diese  Feststellung indessen  nicht  zum Schluss  führt,  dass  die 
Einreise  der  Familienangehörigen des Beschwerdeführers  zu bewilli -
gen ist, da keine genügend konkreten Anhaltspunkte für die Annahme 
bestehen, es sei ihnen der Verbleib in Myanmar für die Dauer der noch 
erforderlichen Abklärungen nicht zumutbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 
AsylG,

dass es nicht Sinn des Beschwerdeverfahrens sein kann, erst auf die-
ser  Stufe  für  eine  vollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts zu sorgen, da die Vornahme sämtlicher noch notwendi-
gen  Sachverhaltsabklärungen  über  den  prozessrechtlichen  Rahmen 
eines Beschwerdeverfahrens hinausgehen würde (vgl. BVGE 2007/30 
E. 8.3 S. 372),

dass  in  Gutheissung  der  Beschwerde  die  angefochtene  Verfügung 
deshalb aufzuheben und die Sache zur vollständigen Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  zur  neuen  Beurteilung  an  die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass es – sofern die schriftliche Erhebung der Asylgründe der Famili-
enangehörigen des Beschwerdeführers nicht möglich sein sollte oder 
andere, derzeit nicht absehbare Gründe vorliegen – am BFM liegt, dar -
über zu befinden, ob allenfalls die Einreise in die Schweiz zur Abklä-
rung  des  Sachverhaltes  zu  bewilligen  ist  (vgl.  Art.  20  Abs. 2  und  3 
AsylG),

dass mit  vorliegendem Urteil  das Gesuch um Verzicht  auf  die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und sich das Gesuch um Gewährung der 

Seite 7

D-6451/2010

unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG dem-
nach als gegenstandslos erweist,

dass aufgrund der Akten nicht davon auszugehen ist, dem nicht vertre-
tenen Beschwerdeführer seien notwendige und verhältnismässig hohe 
Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-6451/2010

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung des BFM vom 
11. August 2010 wird aufgehoben

2.
Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Asylverfahren,  mit  den  Akten  Ref.-Nr. 

N_______ (per Kurier; in Kopie)
- E._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

Seite 9