# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27d45bf6-147e-5623-8221-6512066fd544
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-09-16
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2019 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2019
**Docket/Reference:** DB.2022.18
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2022.18--1-st.2022.24.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2022.18 
1 ST.2022.24 

Entscheid 

16. September 2022 

Mitwirkend: 

Einzelrichterin Barbara Collet und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

1.  A,    

Steuergemeinde B,   

2.  C ,    

Steuergemeinde B,   

In Sachen 

gegen 

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdeführer/
Rekurrenten,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2019 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2019 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  C (nachfolgend der/die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen)  dekla-

rierten in der Steuererklärung 2019 ein steuerbares Einkommen von Fr. 237'366.- (di-

rekte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  237'566.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern)  und  ein  steu-

erbares  Vermögen  von  Fr.  122'964.- 

(Staats-  und  Gemeindesteuern).  Als 

Berufsauslagen der Pflichtigen machten sie unter anderem Fr. 9'744.- als Autofahrkos-

ten  für  den  Arbeitsweg  geltend  (24'360  km  à  Fr.  0.40/km).  Da  der  Pflichtigen  das  

Geschäftsfahrzeug  inkl.  Treibstoffkosten  seitens  ihres  Arbeitgebers  unentgeltlich  zur 

Verfügung steht, erfassten sie den Betrag von Fr. 9'744.- auch unter dem zusätzlichen 

zu deklarierenden Einkommen. Da der Maximalbetrag der abzugsfähigen Arbeitsweg-

kosten bei Fr. 3'000.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 5'000.- (Staats- und Gemeinde-

steuern)  liegt,  ergaben  sich  dergestalt  zusätzliche  Einkünfte  in  der  Höhe  von  netto 

Fr. 6'744.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 4'744.- (Staats- und Gemeindesteuern).  

Für  ihre  Tochter  D,  geb.  XX.XX  2010,  machten  die  Pflichtigen  sodann  einen 

Abzug für deren Fremdbetreuung in der Höhe von Fr. 9'116.- geltend. Als Beleg legten 

sie  der  Steuererklärung eine  Bestätigung  der  E  Schule  sowie  eine  Bestätigung  der  F 

Schule bei.  

Mit  Auflage  vom  22.  März  2021  merkte  das  kantonale  Steueramt  an,  dass 

bezüglich  der  Fahrkosten  der  Ehefrau  ein  Ansatz  von  Fr.  0.70/km  und  nicht  von 

Fr. 0.40/km zur Anwendung komme. Sodann forderte es die Pflichtigen auf, hinsichtlich 

der  Betreuungskosten  der  Tochter  D  eine  Kopie  des  entsprechenden  Stundenplans 

einzureichen  sowie  vollständige  Kopien  der  Schulvereinbarung  mit  der  F  Schule  und 

der E Schule oder andere sachdienliche Unterlagen, woraus u.a. die Schul-, Aufgaben- 

und  Betreuungszeiten  sowie  die  auf  die  einzelnen  Positionen  entfallenden  Kosten  er-

sichtlich sein müssten. Des Weiteren müsse der Anteil der Verpflegungskosten ersicht-

lich sein.  

Die  Pflichtigen  reichten  daraufhin  am  25.  Mai  2021  Unterlagen  ein.  Am 

20. September  2021  mahnte  das  kantonale  Steueramt  die  Auflage  hinsichtlich  der  

Betreuungskosten  der  Tochter  D.  Die  Pflichtigen  legten  mit  Schreiben  vom  30.  Sep-

tember 2021 weitere Unterlagen vor.  

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Mit  Veranlagungsverfügung  bzw.  Einschätzungsentscheid  vom  16.  Novem-

ber 2021 setzte das kantonale Steueramt das steuerbare Einkommen auf Fr. 255'000.- 

(direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  255'200.-  (Staats  und  Gemeindesteuern)  und  das 

steuerbare  Vermögen  auf  Fr.  122'000.-  (Staats-  und Gemeindesteuern) fest.  Es korri-

gierte  dabei  den  Betrag,  der  als  Einkommen  aus  der  unentgeltlichen  Beförderung  an 

den  Arbeitsplatz  resultierte,  auf  Fr.  17'052.-,  ausgehend  von  einem  Ansatz  von 

Fr. 0.70/km. Den Abzug für die Kinderfremdbetreuungskosten reduzierte das kantonale 

Steueramt  auf  Fr. 3'571.-.  Es  schätzte  den  Betreuungsanteil  in  der  E  Schule  auf 

Fr. 2'583.-  und  setzte für  die  Betreuung in der  F Schule den Betrag  auf Fr.  988.-  (die 

Hälfte  des  Totals  von  Fr.  1'975.-.  da  die  Tochter  die  Schule  2019  nur  ein  Semester 

lang besucht habe).  

B. Mit Einsprache vom 13. Dezember 2021 beantragten die Pflichtigen, für die 

Berechnung  des  zusätzlichen  Einkommens  aus  der  Benutzung  des  Geschäftsfahr-

zeugs  für  den  Arbeitsweg  einen  Ansatz  von  Fr.  0.50/km  zu  berücksichtigen.  Damit  

seien sämtliche Kosten samt Treibstoff abgedeckt. Die Kinderbetreuungskosten seien 

sodann im Umfang von Fr. 6'027.- zum Abzug zuzulassen. Mit Entscheid vom 22. De-

zember 2021 wies das kantonale Steueramt die Einsprache ab. Es hielt dabei am An-

satz  von  Fr.  0.70/km  für  die  Aufrechnung  des  geldwerten  Vorteils  fest.  Weiter  sei  die 

Unrichtigkeit des geschätzten Anteils an den Kosten der E Schule als Betreuungskos-

ten nicht nachgewiesen worden.  

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 21. Januar 2022 beantragten die Pflich-

tigen die Berücksichtigung von Kosten für den Berufsweg von Fr. 12'180.- (24'360 km à 

Fr.  0.50/km)  und  von  Kinderbetreuungskosten  in  der  E  Schule  im  Umfang  von 

Fr. 6'044.-,  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten  des  kantonalen  Steuer-

amts.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  bzw.  Rekursantwort  vom 

16. Februar 2022 auf kostenfällige Abweisung der Rechtsmittel.  

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Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

1. a) Das Schweizer Steuerrecht geht von einem umfassenden Einkommens-

begriff  aus,  der  vom Grundsatz  der Gesamtreineinkommenssteuer geprägt  ist.  Dieser 

Grundsatz  wird  mit  der  Einkommensgeneralklausel  und  einem  beispielhaften  Ein-

künftekatalog  verwirklicht  (Art.  16  bzw.  17 - 24  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte 

Bundessteuer  vom  14.  Dezember  1990  [DBG];  §§  16  bzw.  17  -  24  des  kantonalen 

Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  [StG]).  Den  steuerbaren  Einkünften  stehen  ab-

schliessend aufgezählte Abzüge (notwendige Aufwendungen und allgemeine Abzüge) 

gegenüber  (Art.  25  -  34  DBG;  §§  25  -  33  StG;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  3.  A., 

2016, VB zu Art. 16 - 39 N 14 ff. DBG und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, 4. A., 2021, 

VB zu §§ 16 - 37b N 41 ff. StG).  

Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Ein-

künfte (Art. 16 Abs. 1 DBG; § 16 Abs. 1 StG). Als Einkommen gelten auch Naturalbe-

züge jeder Art (Art. 16 Abs. 2 DBG; § 16 Abs. 2 StG). Dieser Grundsatz wird für Ein-

künfte  unselbständig  Erwerbstätiger  in  Art.  17  Abs.  1  DBG  bzw.  §  17  Abs.  1  StG 

konkretisiert. Demnach sind bei unselbständig Erwerbstätigen alle Einkünfte aus privat-

rechtlichem oder öffentlich-rechtlichem Arbeitsverhältnis mit Einschluss der Nebenein-

künfte bzw. weiterer geldwerter Vorteile steuerbar. 

aa)  Naturaleinkünfte  sind  Einkünfte,  die  der  steuerpflichtigen  Person  nicht  in 

Form  von  Geld  zufliessen.  Es  kann  sich  dabei  u.a.  um  Sachleistungen,  wie  z.B.  die 

Benutzung  des  vom  Arbeitgeber  zur  Verfügung  gestellten  Fahrzeugs  für  private  

Zwecke,  handeln  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  16  N  67  ff.  DBG  und  Richner/ 

Frei/Kaufmann/Rohner, § 16 N 74 ff. StG). 

Kann  die  steuerpflichtige  Person  das  Geschäftsfahrzeug  auch  für  private 

Zwecke nutzen, wird ihr dafür ein Privatanteil an den Autokosten als Einkommen auf-

gerechnet  (Naturaleinkunft).  Dieser  Privatanteil  wird  entweder  aufgrund  der  tatsächli-

chen Kosten oder pauschal ermittelt (ZStB Nr. 12/502, Weisung des kantonalen Steu-

eramtes  über  die  Ermittlung  des  Naturaleinkommens  aus  der  Verwendung  eines 

Geschäftsautos  für  private  Fahrten  bei  Unselbständigerwerbenden  und  des  Privatan-

teils an den Autokosten bei Selbständigerwerbenden in der vorliegend relevanten Fas-

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sung vom 13. Oktober 2011). Übernimmt der Arbeitgeber sämtliche Anschaffungs- und 

Unterhaltskosten  und  hat  der  Arbeitnehmer  lediglich  die  Benzinkosten  für  grössere 

Privatfahrten  am  Wochenende  oder  in  den  Ferien  zu  bezahlen,  so  beträgt  der  im 

Lohnausweis  als  Naturaleinkommen  zu  deklarierende  Betrag  pro  Monat  0.8%  des 

Kaufpreises (exkl. MWSt), mindestens aber Fr. 150.-/Monat. Dabei vermindert sich der 

Privatanteil um den vom Arbeitnehmer allenfalls zu leistenden Beitrag an die Autokos-

ten  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  16  N  97  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/ 

Rohner, § 16 N 103 StG).  

bb)  Kann  der  Arbeitnehmer  das  Geschäftsfahrzeug  hingegen  nicht  nur  für 

private  Zwecke,  sondern  auch  für  den  Arbeitsweg  benutzen,  ohne  hierfür  eine  Ent-

schädigung an den Arbeitgeber bezahlen zu müssen, ist dem Arbeitnehmer zusätzlich 

ein  Privatanteil  für  den  Arbeitsweg  aufzurechnen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Art. 17  N  54 DBG  und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner  § 17  N  53  StG, auch zum  Fol-

genden). Durch die unentgeltliche Überlassung des Geschäftsfahrzeugs zur Zurückle-

gung  des  Arbeitswegs  wird  dem  Arbeitnehmer  nämlich  eine  unentgeltliche  Leistung 

erbracht.  Deren  Wert  wird  dadurch  ermittelt,  dass  die  insgesamt  pro  Jahr  für  den  

Arbeitsweg zurückgelegten Kilometer mit einer Pauschale von Fr. 0.70 pro Fahrkilome-

ter multipliziert werden.  

cc) Die Fahrkosten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte gelten als Berufskosten 

und  können  als  solche  von  den  steuerbaren  Einkünften  abgezogen  werden  (Art. 26 

Abs. 1 lit. a DBG und § 26 Abs. 1 lit. a StG). Die Abzugsfähigkeit der Fahrkosten ist in 

der  hier  streitbetroffenen  Steuerperiode  2019  auf  einen  Höchstbetrag  von  Fr. 3'000.- 

(direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  5'000.-  (Staats  –  und  Gemeindesteuern)  begrenzt. 

Hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern bleibt der Nachweis von höheren Kosten 

(im Rahmen des Höchstbetrags) offen (§ 26 Abs. 2 StG). Die Tatsache, dass gemäss 

der ab 1. Januar 2016 geltenden Fassung von Art. 26 Abs.  2 DBG, hinsichtlich Fahr-

kosten  bei  der  direkten  Bundessteuer  eigentlich  keine  Pauschalen  mehr  festgesetzt 

werden  kann,  muss  als  gesetzgeberisches  Versehen  betrachtet  werden  (Richner/ 

Frei/Kaufmann/Rohner, Art. 26 N 114a DBG; auch zum Folgenden). Es gibt keine An-

haltspunkte dafür, dass der Gesetzgeber die Absicht hatte, dass die Steuerpflichtigen 

die  Fahrkosten  nur  noch  individuell  geltend  machen  können  sollten  und  müssten,  

würde dies doch auch bedeuten, dass der Benutzer eines kostengünstigen Autos nied-

rigere Kosten abziehen könnte, als derjenige, der ein kostspieligeres Fahrzeug benutzt.  

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Gemäss  Verfügung  der  Finanzdirektion  über  die  Pauschalierung  von  Berufs-

auslagen  Unselbstständigerwerbender  bei  der  Steuereinschätzung unter Berücksichti-

gung  des  Aus-  und  Weiterbildungsabzugs  vom  19.  April  2018  können  für  die  Benut-

zung  des  Autos  für  den  Arbeitsweg  (sofern  die  entsprechenden  Voraussetzungen 

erfüllt  sind)  Fr.  0.70  pro  Fahrkilometer  geltend  gemacht  werden  (nachfolgend  Verfü-

gung; ZStB Nr. 26.1, Ziff. I 1.). Entsprechendes sieht die Verordnung der Eidgenössi-

schen  Finanzdirektion  über  den  Abzug  der  Berufskosten  unselbstständig  Erwerbstäti-

ger  bei  der  direkten  Bundessteuer  vom  10.  Februar  1993  (Berufskostenverordnung;  

SR 642.118.1 in der seit 1. Januar 2016 geltenden Fassung), wenn auch ohne explizite 

gesetzliche Grundlage, vor.  

Bei der Verfügung bzw. Verordnung handelt es sich um eine Verwaltungsver-

ordnung,  d.h.  um  die  Dienstanweisung  einer  Behörde,  mit  der  eine  einheitliche, 

gleichmässige  und  sachgerechte  Praxis  des  Gesetzesvollzugs  sichergestellt  werden 

soll. Als blosse Verwaltungsverordnungen statuieren Kreisschreiben keine Rechte und 

Pflichten  der  Privaten  und  sind  sie  keine  Rechtsquellen  des  Verwaltungsrechts  (vgl. 

Häfelin/Müller/Uhlmann,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  7. A.,  2016,  Rz 81 ff.  mit  Hin-

weisen).  Das  Steuerrekursgericht  ist  als  Gericht  bei  der  Auslegung  des  Gesetzes  an 

diese Dienstanweisungen nicht gebunden, sondern prüft allein, ob die Veranlagung mit 

dem Steuergesetz übereinstimmt. Es berücksichtigt Verwaltungsverordnungen bei sei-

ner  Entscheidung  allerdings, soweit  diese  eine  dem  Einzelfall gerecht  werdende Aus-

legung  der  massgeblichen  Bestimmung  zulässt,  weil  es  nicht  ohne  Not  von  einer  

einheitlichen Praxis der Verwaltungsbehörden abweichen will (BGE 122 V 19, mit Hin-

weisen; vgl. auch BGE 132 V 200). 

Die Abzugsfähigkeit ist bei der direkten Bundessteuer ab dem 1. Januar 2016 

wie erwähnt auf einen Maximalbetrag von Fr. 3'000.- (Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG in der 

Fassung  vom  21.  Juni  2013,  in  Kraft  seit  1.  Januar  2016)  und  bei  den  Staats-  und  

Gemeindesteuern ab dem 1. Januar 2018 auf einen solchen von Fr. 5'000.- beschränkt 

worden (§ 26 Abs. 1 lit. a StG in der Fassung vom 24. April 2017, in Kraft seit 1. Janu-

ar 2018; Fahrkostenabzug, Pendlerabzug).  

dd)  Vor  Einführung  der  Begrenzung  des  Fahrkostenabzugs  wurde  dem  

Arbeitnehmer,  der  das  Geschäftsfahrzeug  auch  für  den  Arbeitsweg  benutzen  konnte, 

ohne  dafür  eine  Entschädigung  an  den  Arbeitgeber  bezahlen  zu  müssen,  praxisge-

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mäss kein Fahrkostenabzug gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a aDBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. a 

aStG gestattet. Im Gegenzug  wurde auf  die  zusätzliche  Aufrechnung der  vom  Arbeit-

geber getragenen Arbeitswegkosten verzichtet (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 17 

N 54 DBG, auch zum Folgenden und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 17 N 53 StG). 

Diese  Praxis  kann  aufgrund  der  Begrenzung  des  Fahrkostenabzugs  seit 

1. Januar  2016  bzw.  1. Januar  2018  nicht  mehr  verfolgt  werden.  Seither  kann  der  

Arbeitnehmer deshalb den (begrenzten) Fahrkostenabzug geltend machen, muss sich 

aber  die  (ganzen)  vom  Arbeitgeber  getragenen  Kosten  für  die  unentgeltliche  Benut-

zung des Geschäftsautos für den Arbeitsweg als zusätzliches Einkommen aufrechnen 

lassen. 

b)  Die Pflichtige arbeitete in der  Steuerperiode 2019 bei  der  G  AG  in  H. Der 

mit Fr. 5'636.- auf dem Lohnausweis der Pflichtigen ausgewiesene Privatanteil für die 

private  Nutzung  des Geschäftsfahrzeugs  ist  unbestritten.  Er  entspricht  0.8%  des  Bar-

werts des Fahrzeugs gemäss Leasingvertrag pro Monat bzw. 9.6% pro Jahr und stellt 

eine Pauschale dar.  

Gemäss  Deklaration  legte  die  Pflichtige  für  den  Arbeitsweg  pro  2019  eine 

Strecke von 24'360 km zurück, wobei dies an 174 Arbeitstagen geschah. Im Lohnaus-

weis  ist  das  Feld  F  angekreuzt,  was  bedeutet,  dass  der  Arbeitgeber  auch  die  Kosten 

für  die  Zurücklegung  des  Arbeitswegs  übernimmt  und  er  somit  die  unentgeltliche  Be-

förderung  zwischen Wohn-  und  Arbeitsort  bescheinigt.  Da  dies  eine  zusätzliche  Leis-

tung  des  Arbeitgebers  darstellt,  ist  der  Pflichtigen  dieser  Vorteil  steuerlich  aufzurech-

nen  (der  nicht  privilegierte  Steuerpflichtige  muss  die  Arbeitswegkosten  mit  seinen 

Nettoeinkünften bestreiten).  

Während  die  Pflichtige  den  Wert  der  unentgeltlichen  Zurücklegung  des  

Arbeitswegs  in  der  Steuererklärung  mit  einem  Ansatz  von  Fr.  0.40/km  auf  Fr. 9'744.- 

bemass (gefahrene Strecke gemäss Steuererklärung von 140 km pro Arbeitstag, deren 

174), verficht sie nunmehr einen Ansatz von Fr. 0.50/km und ein Total von Fr. 12'180.-. 

Zur  Begründung  stützt  sie  sich  auf  eine  Leasingkalkulation  der  I  AG  zuhanden  ihrer 

Arbeitgeberin.  Bei  einer  Leasingrate  von  Fr. 1'258.24  (exkl.  MwSt),  ausgehend  von 

einer Laufzeit von vier Jahren und einer erwarteten Fahrleistung von 40'000 km, erga-

ben sich Totalkosten von Fr. 0.38/km. In die Leasingrate eingeschlossen sind gemäss 

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Kalkulation  die  Kosten  für  Service  &  Verschleiss,  Bereifung,  Reifeneinlagerung,  Er-

satzwagen,  Schadenmanagement,  Haftpflicht-  und  Vollkaskoversicherung,  Verkehrs-

steuer  und  Managementgebühren.  Zusätzlich  reichten  die  Pflichtigen  eine  Bescheini-

gung  ihrer  Arbeitgeberin  ein,  wonach  der  Pflichtigen  pro  2019  Treibstoffkosten  in  der 

Höhe  von  Fr. 2'950.05,  entsprechend  Fr.  0.12  bei  einer  zurückgelegten  Strecke  von 

24'360 km  erwachsen  seien.  Die Pflichtigen  halten  dafür,  dass  damit  effektive Kosten 

in  der  Höhe  von  Fr.  0.50/km  nachgewiesen  seien,  weshalb  keine  höheren  Auslagen 

aufgerechnet werden könnten. Gemäss Art. 16 (Abs. 2) DBG sei das Einkommen aus 

Naturalbezügen  nach  dem  Marktwert  zu  bemessen,  welcher  sich  vorliegend  auf 

Fr. 0.50/km  belaufe.  Auf  die  Pauschale  von  Fr. 0.70/km  sei  daher  vorliegend  nicht 

zurückzugreifen.  

Das kantonale Steueramt  brachte  demgegenüber  vorliegend  den Ansatz  von 

Fr. 0.70/km analog der Berechnung des Abzugs für die Arbeitswegkosten gemäss Ver-

fügung der Finanzdirektion zur Anwendung. In diesem Ansatz seien jährliche Fixkosten 

wie Amortisation, Verkehrssteuer, Versicherungen, Garagenmiete, Parkgebühren, Vig-

nette  sowie  variable  Kosten  wie  Treibstoff,  Öl,  Reifensatz,  Wartung  und  Reparaturen 

enthalten.  Es  erwog  sodann,  dass  die  Pflichtigen  fehl  gingen  in  der  Annahme,  dass 

ihre  Kosten  pro  Fahrkilometer  Fr.  0.50  betrügen,  seien  sie  doch  noch  gar  nicht  be-

kannt. Wie hoch die effektiven Kilometerkosten letztlich sein würden, lasse sich erst bei 

der Schlussabrechnung nach Ablauf des Leasingvertrags ermitteln. In der Leasingkal-

kulation seien sodann nicht alle Kosten enthalten, so fehlten insbesondere Kosten für 

Garagenmiete, Parkgebühren und Vignette.  

c)  Pauschalierungen  dienen  im  steuerlichen  Masseverfahren  allgemein  der 

administrativen Vereinfachung und sollen den Aufwand für die Einschätzung der Steu-

erpflichtigen in vertretbarem Rahmen halten, wobei sich die Vereinfachung auch für die 

Einschätzungsbehörde auszahlt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 26 N 70 StG). 

Anzutreffen sind sie dementsprechend vorab bei den sog. Gewinnungskosten, zu wel-

chen neben den Berufsauslagen z. B. auch die Vermögensverwaltungskosten und die 

Kosten für den Liegenschaftenunterhalt gehören.  

Mit dem Wesen von Pauschalierungen geht einher, dass ein Steuerpflichtiger 

auch  einmal  zu  gut  fährt  durch  die  Anwendung  der  Pauschale.  So  kann  ein  Steuer-

pflichtiger,  der  die  Voraussetzungen  für  die  Geltendmachung  von  Autofahrkosten  für 

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den Arbeitsweg erfüllt, pro Fahrkilometer Fr. 0.70 abziehen, auch wenn er tatsächlich 

tiefere  Kosten  hatte,  sei  es,  dass  er  z.B.  ein  verbrauchsarmes  Fahrzeug  besitzt,  den 

Reifenwechsel selber vornimmt oder er keine Parkplatzkosten hat (RB 1998 Nr. 137). 

Mit andern Worten wird mit Pauschalabzügen hingenommen, dass die Pauschale nicht 

auf  alle  Einzelsituationen  gleich  gut  zugeschnitten  ist.  Indessen  steht  dem  Pflichtigen 

für  den  Fall  einer  Benachteiligung  durch  die  Pauschale  im  Bereich  der  Staats-  und 

Gemeindesteuern der Nachweis von effektiven höheren Kosten bis zum Höchstbetrag 

von Fr. 5'000.- offen (§ 26 Abs. 2 i. V.m. § 26 Abs. 1 lit. a StG). 

Da im Falle der Pflichtigen sowohl die Berechnung der Autofahrkosten anhand 

der  Pauschale  von  Fr.  0.70/km  zu  einer  Überschreitung  des  Höchstbetrags  von 

Fr. 3'000.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr. 5'000.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern) 

führt,  als  auch  diejenige  mit  dem  von  ihr  verfochtenen  "effektiven"  Ansatz  von 

Fr. 0.50/km,  erübrigte  sich  vorliegend  für  die  Pflichtigen  ein  allfälliger  effektiver  Nach-

weis. Einen solchen effektiven Nachweis will sie allerdings hinsichtlich der Aufrechnung 

der Naturalleistung als zusätzliches Einkommen erbracht haben.  

Im Falle des Berufskostenabzugs findet beim Pauschalansatz von Fr. 0.70/km 

keine  Berücksichtigung  der  effektiven  Verhältnisse  statt.  So  wird  etwa  keine  Unter-

scheidung getroffen zwischen grossen und kleinen, verbrauchsarmen und verbrauchs-

intensiven,  Diesel-,  Benzin,  Hybrid-  oder  Elektroantrieben,  Neuwagen,  Occasionsge-

fährten  oder  Leasingautos.  Die  Kosten,  welche  anhand  des  Pauschalansatzes 

berechnet  werden,  nähern  sich  den  effektiven  Kosten  daher  lediglich  an,  werden  in 

jedem Einzelfall aber zwangsläufig in unterschiedlichem Masse von den  tatsächlichen 

Verhältnissen abweichen. Sinn und Zweck der Pauschalierung ist es aber gerade, dass 

kein Bordbuch geführt, keine Tank- und Servicequittungen aufbewahrt und keine Ver-

sicherungskosten  und  Verkehrsabgaben  effektiv  nachgewiesen  werden  müssen.  Der 

Pauschalansatz richtet sich vielmehr nach den Kosten eines "Durchschnittsautos". Wer 

höhere Kosten geltend machen will, kann dies tun. Vorausgesetzt wird diesfalls, dass 

die  steuerpflichtige  Person  ein  Bordbuch  führen  und  die  gefahrene  Strecke  des  

Arbeits-  und  Heimwegs  sowie  sämtliche  Kosten  konkret  nachweisen  müsste.  Nur  so 

könnte die Pflichtige den Nachweis der tatsächlichen Kosten erbringen.  

Tatsache ist hier aber, dass effektive Kosten bei der Pflichtigen nicht anfallen. 

Wieviel der Arbeitgeber für die Übernahme der Arbeitswegkosten genau aufwendet, ist 

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dabei  nicht  entscheidend.  Die  Naturalleistung  ist  nach  dem  Marktwert  zu  bestimmen. 

Dieser Marktwert entspricht dabei dem Wert, den das Vermögensobjekt für jedermann 

hat  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  16  N  89  DBG).  Genau  ein  solcher,  bzw.  ein 

entsprechender  Durchschnittswert  stellt  der  Ansatz  von  Fr.  0.70/km  dar.  Dabei  wird 

nicht  unterschieden  zwischen geleasten,  alten  oder  neuen  Autos  und  der  Frage nach 

einem  gedeckten  oder  ungedeckten,  teuren  oder  günstigen  Parkplatz  am  Arbeitsort, 

gutem  oder  schlechtem  Verhandlungsgeschick  des  Arbeitgebers,  grossem  oder  klei-

nem  Flottenrabatt  zugunsten  des  Arbeitgebers  etc.  Diese  Pauschale  von  Fr. 0.70/km 

deckt  vermutungsweise  bzw.  durchschnittlich  alle  Auslagen  im  Zusammenhang  mit 

dem  Fahrzeug,  so  man  denn  eines  selber  finanzieren  müsste,  ab.  Entsprechend  ist 

auch  der  Vorteil,  der  der  Pflichtigen  daraus  erwächst,  dass  sie  die  entsprechenden 

Kosten gerade nicht hat, anhand desselben Ansatzes zu berechnen.  

Vor der per 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Gesetzesänderung konnte sich 

die hier vorliegende Problematik aufgrund der fehlenden Begrenzung des Abzugs nicht 

ergeben, hielten sich doch Aufrechnung und entsprechender Abzug die Waage. Ab der 

Steuerperiode 2022 ist sodann der geldwerte Vorteil aus der unentgeltlichen Beförde-

rung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte auch auf dem Lohnausweis unter dem Privat-

anteil  zu  deklarieren  (mit  den  entsprechenden  sozialversicherungsrechtlichen  Konse-

quenzen),  welcher  alsdann  mit  einem  Ansatz  von  0.9%  des  Kaufpreises  des 

Fahrzeugs  pro  Monat  zu  bemessen  ist  (Änderung  der  Berufskostenverordnung  vom 

15.  März  2021,  AS  2021  165)  und  einen  weiteren  Berufskostenabzug  obsolet  macht, 

dafür ist aber auch kein Pendlerabzug mehr möglich.  

In der hier im Streit liegenden Steuerperiode 2019 war jedoch die Naturalleis-

tung auf Seiten der Pflichtigen noch anhand des Marktwerts und damit für alle Steuer-

pflichtigen  gleich  zu  bemessen.  Selbst  wenn  man  zugunsten  der  Pflichtigen  auf  die 

effektiven  Kosten  der  Arbeitgeberin  abstellen  würde,  wäre  der  entsprechende  Nach-

weis  der  effektiven  Kosten  als  gescheitert  zu  betrachten.  Zum  Einen  stehen  in  Über-

einstimmung  mit  dem  kantonalen  Steueramt  die  effektiven  Totalkosten  erst  nach  Ab-

lauf  der  Leasingdauer  fest.  Sodann  sind  darin  keine  Kosten  für  den  Parkplatz 

enthalten. Auch ist nicht erwiesen, dass die Pflichtige an lediglich 174 Tagen an ihren 

Arbeitsplatz in H pendelte. Eine entsprechende Aufstellung der Pflichtigen selber liegt 

zwar  bei  den  Akten.  Eine  Bestätigung  der  Arbeitgeberin  fehlt  hingegen.  Sodann  trifft 

es, wie vom kantonalen Steueramt vorgebracht, zu, dass der Vertragsbeginn des Lea-

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sings  auf  21. Mai  2019  festgesetzt  wurde,  während  die  Arbeitstage  über  das  ganze 

Jahr verteilt waren. Somit würde es von vornherein am Nachweis der effektiven Kosten 

vom 1. Januar 2019 - 20. Mai 2019 fehlen.  

d)  Diese  Erwägungen  führen  zur  Bestätigung  des  Einspracheentscheids  hin-

sichtlich  der  Bemessung  der  Naturaleinkunft  aus  der  unentgeltlichen  Benutzung  des 

Geschäftsfahrzeugs für den Arbeitsweg.  

2.  a)  aa) Gemäss  Art.  33 Abs.  3  DBG  und  § 31  Abs.  1 lit.  j  StG  werden von 

den  Einkünften  die  nachgewiesenen  Kosten,  jedoch  höchstens  Fr.  10'100.-  für  die 

Drittbetreuung jedes Kindes abgezogen, welches das 14. Altersjahr noch nicht vollen-

det hat und mit der steuerpflichtigen Person, die für seinen Unterhalt sorgt, im gleichen 

Haushalt  lebt,  soweit  diese  Kosten  in  direktem  kausalem  Zusammenhang  mit  der  Er-

werbstätigkeit,  Ausbildung  oder  Erwerbsunfähigkeit  der  steuerpflichtigen  Person  ste-

hen.  

bb)  Kinderbetreuungskosten  können  geltend  gemacht  werden,  wenn  die  

Eigenbetreuung  der  Kinder  durch  die  Eltern  wegen  Erwerbstätigkeit,  Ausbildung  oder 

Erwerbsunfähigkeit  nicht  möglich  ist  (Ziff.  8.4  KS  30;  Rz.  44  der  Weisung;  Richner/ 

Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 33 N 251 ff. DBG und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 31 

N 187 ff. StG, je auch zum Folgenden). Die Kosten müssen entstanden sein, weil die 

Eigenbetreuung der Kinder wegen einer Erwerbstätigkeit, einer Ausbildung oder einer 

Erwerbsunfähigkeit  nicht  wahrgenommen  werden kann (direkter kausaler  Zusammen-

hang).  Bei  verheirateten  oder  in  Partnerschaft  lebenden  Personen  müssen  beide  aus 

den erwähnten Gründen daran gehindert sein, das Kind im Rahmen der Gemeinschaft 

selbst  zu  betreuen.  Abzugsberechtigt  sind  Aufwendungen,  welche  für  die  Betreuung 

der  Kinder  durch  Drittpersonen  anfallen,  so  insbesondere  Taggelder  für  private  und 

öffentliche Organisationen, welche sich der Kinderbetreuung annehmen wie Kinderhor-

te oder Kinderkrippen. Nicht zum Abzug berechtigen hingegen Kosten für Aufgabenhil-

fen,  Kurse (z.B.  Musik, Sport-  und  Bastelkurse) oder  von  Ferien-  und  Sportlagern,  da 

sie  entweder  bloss  vorübergehender  Natur  sind  oder  die  eigentliche  Kinderbetreuung 

nicht im Vordergrund steht. Als Kinderbetreuungskosten gelten auch Honorare an Per-

sonen, welche die Betreuung der Kinder beruflich oder nebenberuflich ausüben. 

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Nur Kosten für die reine Betreuungsarbeit durch Dritte sind abzugsfähig. Ent-

schädigungen  an  Dritte für  die  Verpflegung  der Kinder  oder  andere Ausgaben für  die 

Kinder  wie  Ausbildungskosten  (Schulgeld  für  Unterricht)  sind  als  Lebenshaltungskos-

ten  nicht  zum  Abzug  zuzulassen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  33  N  258  DBG 

und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 31 N 200 StG).  

cc)  Werden  beim  Besuch  von  Ganztagesschulen  oder  Internaten  die  reinen 

Betreuungskosten  bei  der  Rechnungsstellung  nicht  detailliert  ausgewiesen,  ist  eine 

Abgrenzung zwischen abzugsfähigen Betreuungskosten und nicht abzugsfähigen Aus-

bildungs-  bzw.  Lebenshaltungskosten  vorzunehmen.  Dabei  obliegt  es  nach  der  allge-

meinen Beweislastregel dem Steuerpflichtigen, jene Tatsachen nachzuweisen, welche 

die  Steuerschuld  mindern  oder  aufheben  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 123 

N 77  DBG  und  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  § 132  N 90  StG  mit  Verweisungen). 

Dies bedingt eine substanziierte Sachdarstellung über Art und Umfang der erbrachten 

Leistungen  und  den  damit  verbundenen  Aufwand.  Andernfalls  ist  die  steuerrechtliche 

Beurteilung der Abzugsfähigkeit nicht möglich. Folge davon ist, dass die betreffenden 

Aufwendungen  entweder  gänzlich  unberücksichtigt  bleiben  müssen  oder  diese  nach 

pflichtgemässem  Ermessen  im  Sinn  von  Art.  130 Abs.  2  DBG  bzw.  § 139  Abs. 2  StG 

zu schätzen sind.  

dd) Der Steuerpflichtige muss alles tun, um eine vollständige und richtige Ver-

anlagung  zu  ermöglichen  (Art. 126  Abs. 1  DBG  und  § 135  Abs. 1  StG).  Hat  er  trotz 

Mahnung  seine  Verfahrenspflichten  nicht  erfüllt  oder  können  die  Steuerfaktoren  man-

gels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die Veran-

lagungsbehörde die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor; sie kann dabei 

Erfahrungszahlen,  Vermögensentwicklung  und  Lebensaufwand  des  Steuerpflichtigen 

berücksichtigen  (Art. 130  Abs. 2  DBG  und  § 139  Abs. 2  StG).  Gewinnungskosten  im 

Allgemeinen und Berufskosten im Besonderen sind steuermindernder Natur und daher 

vom  Steuerpflichtigen  darzutun  und  nachzuweisen  (RB 1987  Nr. 35).  Kann  die  für 

steuermindernde  bzw.  -aufhebende  Tatsachen  beweisbelastete  Person  den  von  ihr 

behaupteten Sachverhalt nicht nachweisen, wird im Allgemeinen zu deren Ungunsten 

angenommen,  die  behaupteten  Tatsachen  hätten  sich  nicht  verwirklicht,  weshalb  

regelmässig  der  steuermindernde  Aufwand  nicht  berücksichtigt  wird.  Immerhin  kann 

auch hinsichtlich steuermindernder oder -aufhebender Tatsachen eine Schätzung nach 

pflichtgemässem  Ermessen  vorgenommen  werden,  wenn  der  Grundsachverhalt  

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bewiesen 

ist,  Unklarheit  aber  über  den  Umfang  besteht  (VGr, 21. Mai  2003, 

SB.2002.00115  und  SB.2003.00004,  www.vgrzh.ch;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Art. 130 N 42 f. DBG und RIchner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 139 N 62 f. StG). Formelle 

Voraussetzung  einer  (teilweisen)  Ermessensveranlagung  ist,  dass  die  steuerpflichtige 

Person  zur  Erfüllung  ihrer  Verfahrenspflichten  aufgefordert  und  gegebenenfalls  ge-

mahnt wurde. 

b) Die Pflichtigen machten in der Steuererklärung 2019 Kinderbetreuungskos-

ten  für  die  Fremdbetreuung  ihrer  Tochter  D,  geb.  XX.XX  2010,  im  Betrag  von 

Fr. 9'116.-  geltend.  Aus  einer  Bestätigung  der  E  Schule ging  hervor,  dass  das  Schul-

geld  für  D  für  das  Jahr  2019  insgesamt  Fr.  17'220.-  betragen  habe,  wobei  das  Total 

sich auf  Fr.  10'143.-  Schulgeld,  Fr.  1'050.-  Mittagessen  und Fr.  6'027.- Ganztagesbe-

treuung aufteilte. Aus der Bestätigung ging weiter hervor, dass mit der Ganztagespau-

schale die Betreuung in den Zeiträumen 07:30 - 08:00 Uhr, 11:30 - 12:15 Uhr, 12:15 - 

13:15  Uhr  und  15:00  -  18:00  Uhr  beansprucht  werden  konnte.  Als  Bemerkung  zur 

Steuererklärung fügten die Pflichtigen an, dass der Anteil der Kosten an der Betreuung 

mit 35% des Schuldgelds geschätzt worden sei.  

Die  F  Schule  bescheinigte  Kosten  für  den  Besuch  der  5.  Primarschulklasse 

vom 19. August 2019 - 20. Juli 2020 von Fr. 21'185.-. Eine Aufteilung betreffend diese 

Kosten lag nicht vor. Auch hier schätzten die Pflichtigen den Anteil der Kosten für die 

reine  Betreuung  der  Tochter  auf  35%.  Sodann  kürzten  sie  das  Kostentotal  auf  5/12 

(5 Monate in 2019).  

Das  kantonale  Steueramt  forderte  daraufhin  die  Pflichtigen  mit  Auflage  vom 

22. März  2021  auf,  eine  Kopie  des  Stundenplans  für  das  Jahr  2019  und  vollständige 

Kopien der Schulvereinbarung mit der E Schule sowie mit der F Schule einzureichen, 

woraus  u.a.  die  Schul-,  Aufgaben-  und  Betreuungszeiten  sowie  die  für  die  einzelnen 

Positionen entfallenden Kosten ersichtlich sein müssten. Ebenfalls sollte der Anteil der 

Verpflegungskosten  aus  der  Aufstellung  hervorgehen.  Soweit  die  entsprechenden  In-

formationen  nicht  aus  der  Schulvereinbarung  entnommen  werden könnten, seien  ent-

sprechende detaillierte Bestätigungen der beiden Privatschulen einzureichen.  

Die  Pflichtigen  reichten  in  der  Folge  weitere  Unterlagen  ein.  Daraus  ergab 

sich, dass die F hinsichtlich der Steuerperiode 2019 keine zusätzlichen Angaben ma-

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chen  konnte.  Für  die  Steuerperiode  2020  bezifferte  die  Schule  hingegen  die  Betreu-

ungskosten für die Betreuung über die Mittagszeit und am Abend auf Fr. 1'975.-. Von 

der E Schule reichten die Pflichtigen eine korrigierte Bestätigung ein, wonach die Kos-

ten  pro  2019  total  Fr.  18'270.-  und  die  Betreuungskosten  Fr.  6'027.-  betragen  hätten. 

Sodann  reichten  die  Pflichtigen  das  Schulgeldreglement,  den  Schulvertrag  sowie  den 

Stundenplan ein.  

Die  Mahnung  der  Auflage  erfolgte  am  20.  September  2021.  Die  Pflichtigen 

reichten daraufhin zusätzlich einen Stundenplan der F ein.  

Das kantonale Steueramt berücksichtigte in der Veranlagungsverfügung bzw. 

im  Einschätzungsentscheid  vom  16.  November  2021  als  Fremdbetreuungskosten  

lediglich einen Betrag von Fr. 3'571.-. Es erwog, dass, nachdem die E Schule die rei-

nen Betreuungskosten nicht ausweisen könne, der entsprechende Betrag nach pflicht-

gemässem Ermessen geschätzt werden müsse. Vom Total von Fr. 17'220.- (exkl. Mit-

tagessen)  sei  ein  Anteil  von  15%  als  Betreuungskosten  zu  schätzen.  Dergestalt 

gelangte das kantonale Steueramt zu einem Betrag von Fr. 2'583.- seitens der E Schu-

le  und  von  Fr.  988.-  seitens  der  F  (die  Hälfte  des  bestätigten  Betrags,  da  D  erst  ab 

Sommer 2019 diese Schule besuchte), mithin zu abziehbaren Kinderbetreuungskosten 

in der Höhe von Fr. 3'571.-.  

Aus  dem  Ausgeführten  ergibt  sich,  dass  die  Pflichtigen  ihren  Mitwirkungs-

pflichten nachgekommen sind. Nachdem die Tatsache von Betreuungskosten dargetan 

war, aber der Anteil der Betreuungskosten von beiden Schulen nicht effektiv ausgewie-

sen werden konnte, nahm das kantonale Steueramt zu Recht eine Schätzung dersel-

ben vor. Auch die Pflichtigen nahmen zu Schätzungen Zuflucht, unterschiedlich ist der 

Ansatz der Schätzung. Während die Pflichtigen von einem Anteil von 35% ausgingen, 

schätzte das kantonale Steueramt den Anteil der Kosten für die Betreuung auf 15%.  

c)  aa)  Gegen  die  Veranlagung  bzw.  Einschätzung  kann  die  steuerpflichtige 

Person  binnen  30  Tagen  nach  Zustellung  beim  kantonalen  Steueramt  schriftlich  Ein-

sprache  erheben (Art.  132  Abs.  1  DBG  bzw.  § 140 Abs.  1  StG).  Richtet  sich  die Ein-

sprache gegen eine Veranlagung bzw. Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen, 

kann  die  steuerpflichtige  Person  diese  nach  Art.  132  Abs.  3  DBG  bzw.  §  140  Abs. 2 

StG  nur  wegen  offensichtlicher  Unrichtigkeit  anfechten  (je  Satz  1).  Zudem  ist  die  Ein-

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sprache  in  diesem  Fall  zu  begründen  und  sind  allfällige  Beweismittel  zu  nennen  

(je Satz 2).  

bb) Mit der Einsprache beantragten die Pflichtigen die Berücksichtigung des in 

der  Bestätigung  der  E  Schule  ausgewiesenen  Betrags  von  Fr. 6'027.-.  Die  Angaben 

der  Schule  seien  grundsätzlich  als  richtig  zu  akzeptieren,  wenn  keine  gewichtigen 

Gründe  dagegensprächen.  Der  entsprechende  Betreuungsumfang  würde  sodann  in 

den öffentlichen Tagesstrukturen der Stadt Zürich Fr. 810.- pro Monat kosten und rund 

34% über den geltend gemachten Kosten liegen. Die deklarierten Kosten der E Schule 

von Fr. 6'027.- könnten daher nicht als unverhältnismässig hoch betrachtet werden.  

Das  kantonale  Steueramt  erwog  demgegenüber  in  den  Einspracheentschei-

den  vom  22.  Dezember  2021,  dass  trotz  der  eingereichten  Unterlagen  sowohl  die  

effektiv in Anspruch genommenen Betreuungsleistungen als auch die darauf entfallen-

den Kosten gänzlich im Dunkeln  lägen.  Eindeutig sei,  dass  nur  die Zeit vor  und  nach 

dem  Schulunterricht  und  die  Betreuung  über  Mittag  als  Fremdbetreuungskosten  be-

rücksichtigt  werden  könnten.  Es  fielen  deshalb  als  maximale  Betreuungszeiten 

Mo/Di/Do/Fr, 07:30 - 08:00 Uhr, 11:45 - 13:15 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr in Betracht. 

Aus  dem  Stundenplan  und  dem  Schulgeldreglement  ergebe  sich,  dass  der  Betreu-

ungsaufwand  gemessen  an  den  Anwesenheitsstunden  in  der  Schule  maximal  35% 

betragen könne. Damit sei aber nicht gesagt, dass 35% des Schulgeldes abzugsfähig 

seien. Realistischerweise sei von einem Stundenansatz von Fr. 10.- für die Fremdbe-

treuung auszugehen. Damit sei der Anteil von 15% am gesamten Schulgeld (abzüglich 

Kosten für die Mittagessen) nicht offensichtlich willkürlich.  

d) aa) Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 21. Januar 2022 führten die Pflichti-

gen aus, dass sich die effektiv in Anspruch genommenen Betreuungsstunden sachlo-

gisch aus der Tatsache ergäben, dass beide Eltern zu 100% berufstätig seien.  Eben-

falls lasse sich der Stundenansatz für eine Betreuungsstunde ermitteln. Dieser betrage 

Fr. 11.-, was sich aus dem Entgelt für die Mittwochnachmittagsbetreuung ergebe. Das 

Total für die Monate Januar bis August 2019 betrage demnach Fr. 6'044.-. Die Betreu-

ungszeit  am  Nachmittag  zwischen  15:00  und  18:00  Uhr  stelle  sodann  reine  Betreu-

ungszeit  dar.  Die  laut  Stundenplan  angebotenen  Aktivitäten  wie  "Stille  Stunde",  "Mal-

atelier"  und  "Rhythmusgruppe"  seien  weder  ein Teil  des  Schulunterrichts,  noch  seien 

sie als Ausbildung zu betrachten, vielmehr seien dies "Nachmittagsaktivitäten während 

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der Betreuung" und gehörten vollständig in die Betreuungszeiten. Das kantonale Steu-

eramt liess sich diesbezüglich nicht mehr vernehmen und verwies auf die Einsprache-

entscheide.  

bb) Nach dem soeben Ausgeführten geht das kantonale Steueramt von einem 

Ansatz für Betreuungsstunden von Fr. 10.- und die Pflichtigen von Fr. 11.- aus. Hierin 

liegt keine grosse  Differenz,  weshalb genauer  zu betrachten  ist,  wie die Parteien  den 

abzugsfähigen Betrag berechnen.  

Unklar sind folgende Sachverhalte: Die Parteien gehen davon aus, dass D nur 

vier Mal pro Woche in der Schule zu Mittag ass und am Mittwoch nach der Schule we-

der Mittagessen noch Betreuung seitens der Schule benötigte. Die Erklärung hierfür ist 

nicht ersichtlich, nachdem die Pflichtigen geltend machen, dass beide Elternteile 100% 

arbeiten würden. Da die Parteien aber hierin übereinstimmen, ist von vier Mittagessen 

pro Woche  und keinem Betreuungsbedarf  nach Schulschluss am  Mittwochnachmittag 

auszugehen.  

Fest  steht,  dass  D  die  E  Schule  im  Jahr  2019  nur  bis  zu  den  Sommerferien 

besuchte und hernach an der F Schule unterrichtet wurde. Das Schuljahr endete Ende 

Juli 2019. Das Schulgeld von Total Fr. 18'270.- fiel demnach für 7 Monate an, machte 

für einen Monat Fr. 2'610.- aus und entspricht dem monatlichen Ansatz für die Unter-

stufe  mit  Betreuungszeiten  von  07:30  -  18:00  Uhr.  Die  Schule  rechnet  offensichtlich 

nicht  tagesgenau  ab,  sondern  auf  der  Basis  der  Kalendermonate.  Die  Konsequenz 

daraus  ist,  dass  tatsächlich  nicht  genau  eruierbar  ist,  wieviele  Stunden  Betreuung  in 

diesem  Zeitraum  angefallen  sind  und  zu  welchem  Ansatz  sie  genau  verrechnet  wur-

den.  

Hinzu kommt, dass sich aus der Bestätigung der Schule hinsichtlich das Jahr 

2019,  aus  dem  Stundenplan  und  aus  der  Schulgeldverordnung  ein  nicht  kongruentes 

Bild ergibt, was die Betreuungs- und Unterrichtszeiten betrifft (schulische Betreuung ab 

08:00 Uhr oder erst ab 08:15 Uhr, Mittagsbetreuung ab 11:30 Uhr oder erst ab 11:45 

Uhr etc.).  

Die Schule selber nahm auf ihrer Bestätigung eine Aufteilung vor und schied 

von den Schulkosten für die (von den Pflichtigen in Anspruch genommenen) "Ganzta-

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gesbetreuung"  einen  Betrag  von  Fr.  6'027.-  aus.  Dieser  Betrag  entspricht  der  Schät-

zung eines Anteils von 35% an den Schulkosten (Fr. 18'270.- abzüglich Fr. 1'050.- für 

das Mittagessen und davon 35%).  

Die  Berechnung  des  kantonalen  Steueramts  ging  von  maximal  vier  reinen 

Betreuungsstunden  pro  Tag  aus,  was  grundsätzlich  zu  bestätigen  ist  (07:30  - 

08:00 Uhr,  11:45  -  13:15  Uhr  und  16:00  -  18:00  Uhr).  Dies  auf  der  Grundlage  des 

Stundenplans,  welcher  jeweils  geführte  Aktivitäten  bis  16:00  Uhr  enthält.  Betreffend 

"Unterrichtsende"  ist  auch  dem  Schulgeldreglement  zu  entnehmen,  dass  die  Zeit  bis 

16:00 Uhr grundsätzlich zu den Unterrichtszeiten zu zählen ist. Das Gegenteil wird von 

den  Pflichtigen  zwar  vorgetragen,  indessen  nicht  nachgewiesen.  Die  Zeit  zwischen 

08:00  und  08:15  Uhr  scheint  sodann  als  Auffangzeit  ausgestaltet  zu  sein  (Betreuung 

am  Morgen  dauert  nur  bis  08:00  Uhr).  Angesichts  dessen,  dass  der  Schulunterricht 

gemäss Stundenplan bis 11:45 Uhr dauert, ist die Mittagspause, entgegen der anders-

lautenden Angabe in der Bestätigung, ab 11:45 Uhr anzunehmen.  

In Anbetracht  dessen,  dass die  Kinder maximal 10.5  Stunden  pro Tag in der 

Schule verbringen können  und  davon  maximal 4  Stunden  reine  Betreuung  darstellen, 

ergibt sich ein (reiner) Betreuungsanteil von rund 35%. Das kantonale Steueramt bringt 

indessen  zu  Recht  vor,  dass  die  Unterrichtsstunden  zwangsläufig  kostspieliger  seien, 

als  die  Betreuungsstunden,  weshalb  vom  zeitlichen  Aspekt  nicht  1:1  auf  das  Kosten-

verhältnis geschlossen werden könne.  

Ableiten lässt sich aus dem Betrag für das Mittagessen (Fr. 1'050.- für 7 Mo-

nate gemäss  Bestätigung),  dass  –  ebenfalls  ausgehend  von  Monatspauschalen  –  ein 

Mittagessen mit rund Fr. 9.- zu veranschlagen ist (exkl. Betreuungskosten). Dies ergibt 

sich  aus  folgender  Rechnung:  Mittagessen  pro  Monat:  Fr.  150.-  (ausgehend  von 

Fr. 1'050.- ./. 7). Wird der Einfachheit halber von 4.3 Wochen pro Monat ausgegangen 

und vier Mittagessen pro Woche, so ergibt sich rechnerisch ein durchschnittlicher Be-

trag von rund Fr. 9.- (= Fr. 150.- ./. 17.2). 

Geht  man  mit  den  Pflichtigen  von  den  Stundenansätzen  für  die  Mittwoch-

nachmittagsbetreuung aus, so ist der Betrag von Fr. 9.- pro Mittagessen von den Kos-

ten  abzuziehen:  Dies  ergibt  17.2  (entsprechend  4.3  x  4)  x  Fr.  9.-  und  somit  rund 

Fr. 155.-. Das Total von Fr. 1'320.- verringert um die Mittagessenskosten beträgt dem-

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nach  Fr. 1'165.-.  Aufgeteilt  auf  17  Tage  und  je  sechs  Stunden  (12:00  -  18:00  Uhr) 

ergibt dies einen Stundenansatz von rund Fr. 11.-, womit die Differenz zum kantonalen 

Steueramt  an  sich  bestehen  bleibt.  Allerdings  ist  zu  berücksichtigen,  dass  die Mittag-

essenszeit  rechnerisch  nicht  denselben  Betreuungskostenanteil  pro  Stunde  wie  die 

anschliessende  Nachmittagsbetreuung  ausweisen  wird.  Ersichtlich  ist  dies  aus  der 

Tatsache,  dass  mehr  als  die  Hälfte  der  Kosten  auf  die  Zeit  zwischen  12:00  und 

13:30 Uhr entfällt.  

Das  kantonale  Steueramt  korrigierte  den  Ansatz  von  35%  auf  15%  und  ge-

währte einen Betrag von Fr. 2'583.- (Fr. 18'270.- abzüglich Fr. 1'050.- und davon 15%). 

Pro  Monat  ergeben  sich  dergestalt  gewährte  Fremdbetreuungskosten  von  Fr.  369.-. 

Nachdem  aber  davon  auszugehen  ist,  dass  D  täglich  (offenbar  mit  Ausnahme  des 

Mittwochnachmittags) die Fremdbetreuung in den unterrichtsfreien Zeiten in Anspruch 

nahm, führte der Ansatz von 15% der Kosten ausgehend von 4 Stunden Betreuung pro 

Tag, 16 Stunden pro Woche und 4.3 Wochen pro Monat zu einem Ansatz von rechne-

risch  rund  Fr. 5.-  pro  Betreuungsstunde  bzw.  Fr.  20.-  pro  Tag.  Wenn  das  kantonale 

Steueramt  selber  einen Ansatz  von  rund  Fr. 10.-  pro  Betreuungsstunde  vertritt,  so  ist 

der gewährte Betrag als offensichtlich unrichtig zu betrachten. Ausgehend von folgen-

der (theoretischer) Rechnung von Fr. 10.- pro Betreuungsstunde, 4 Stunden pro Tag,  

4 Betreuungstagen pro Woche und 4.3 Wochen pro Monat, ergibt sich für den Zeitraum 

Januar bis Juli 2019 ein geschätzter Betrag von mindestens Fr. 4'816.-. In diesem Um-

fang  ist  den  geltend  gemachten  Kosten  die  Abzugsfähigkeit  zuzusprechen,  weshalb 

Beschwerde und Rekurs in dieser Höhe gutzuheissen sind.  

Zusammen  mit  den  nicht  mehr  strittigen  Betreuungskosten  bei  der  F  Schule 

im  Betrag  von  Fr.  988.-  ergeben  sich  Fremdbetreuungskosten  im  Total  von  neu 

Fr. 5'804.-  anstelle  der  gewährten  Fr.  3'571.-.  Die  ergibt  ein  steuerbares  Einkommen 

von  neu  Fr.  252'700.-  (gerundet,  direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  252'900.-  (gerundet; 

Staats- und Gemeindesteuern).  

3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu 5/6 den 

Pflichtigen und zu 1/6 dem kantonalen Steueramt aufzuerlegen (Art.  144 Abs. 1 DBG 

und § 151 Abs. 1 StG).  

1 DB.2022.18 
1 ST.2022.24 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2019, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr.  252'700.-  veranlagt  (Tarif gemäss  Art. 36  Abs.  2  DBG;  Verheiratetentarif).  Der 

Abzug von zwei Mal Fr. 251.- gemäss Art. 36 Abs. 2bis DBG wird gewährt. 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Der  Rekurrent  wird  für  die  Staats-  und 

Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2019,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 252'900.-  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr.  122'000.-  eingeschätzt  

(Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif).  

[…] 

1 DB.2022.18 
1 ST.2022.24