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**Case Identifier:** 9ba1f3ac-d341-5ee7-a387-d1c5dedb488c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2018 725 17 301 / 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-301---14_2018-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. September 2019 (725 19 113 / 229) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Zulässigkeit der Wiedererwägung eines ursprünglichen Rentenentscheids infolge ge-

richtlicher Beurteilung verneint.  

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 

A. Die 1966 geborene A.____ war ursprünglich bei der B.____ obligatorisch gegen die Fol-
gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert gewesen, als sie am 1. April 1989 ein Schleu-
dertrauma der Halswirbelsäule (HWS) erlitt. Mit Verfügung vom 26. Juni 1995 sprach ihr die 
B.____ mit Wirkung ab 1. Januar 1994 unter anderem eine Rente der Unfallversicherung basie-
rend auf einem Invaliditätsgrad von 50% zu. Daran hielt sie mit Entscheid vom 28. Dezember 

 
 
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1995 fest. Eine hiergegen erhobene Beschwerde der Versicherten wies das damalige Versiche-
rungsgericht des Kantons Basel-Landschaft (heute: Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht) mit Urteil vom 9. April 1997 ab. Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft. 
 
B. Bereits im Februar 1990 hatte sich die Versicherte bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle Basel-Landschaft sprach ihr am 
19. Dezember 1993 zunächst mit Wirkung ab Dezember 1993 eine Viertelsrente und mit Verfü-
gung vom 7. Februar 1996 bei einem IV-Grad von 50% eine halbe IV-Rente zu, welche in der 
Folge wiederholt überprüft wurde. Mit Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 2. Novem-
ber 1999 wurde der Versicherten schliesslich aufgrund eines IV-Grads von 61% eine Dreiviertels-
rente ausgerichtet. Nachdem sie im Jahre 2007 ins Ausland emigriert war, beauftragte die IV-
Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) zwecks erneuter Überprüfung des IV-
Rentenanspruchs das C.____ mit einer interdisziplinären Begutachtung der Versicherten. Dieses 
Gutachten erging am 21. April 2015 und wurde auch dem heutigen Unfallversicherer der Versi-
cherten, der Helsana Unfall AG (Helsana), zugestellt.  
 
C. Mit Verfügung vom 13. Februar 2017 teilte die Helsana der Versicherten mit, dass die 
bisher ausgerichteten Rentenleistungen gestützt auf das C.____-Gutachten vom 21. April 2015 
revisionsweise per 31. Mai 2017 eingestellt würden. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die 
Helsana mit Einspracheentscheid vom 21. August 2017 ab. Eine hiergegen erhobene Be-
schwerde der Versicherten wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 11. Januar 2018 gut und hielt 
fest, dass eine anspruchserhebliche Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse der Versi-
cherten nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Eine Ein-
stellung der Rentenleistungen unter dem Titel der Revision erweise sich daher als unzulässig. 
Auch dieses Urteil erwuchs in der Folge in Rechtskraft.  
 
D. Im Verfahren gegen die IV bejahte das Bundesverwaltungsgericht indessen das Vorlie-
gen eines Revisionsgrundes gestützt auf das C.____-Gutachten vom 21. April 2015. Mit Urteil 
vom 5. April 2018 wies es die Beschwerde der Versicherten gegen die rentenaufhebende Verfü-
gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 16. Dezember 2016 mit der Begründung ab, 
dass ein Revisionsgrund vorliege. Eine hiergegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesge-
richt mit Urteil vom 14. August 2018 abgewiesen.  
 
E. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2018 zog die Helsana die ursprüngliche Leistungsver-
fügung der B.____ vom 26. Juni 1995 in Wiedererwägung. Sie hielt fest, dass anlässlich der 
ursprünglichen Leistungszusprache fälschlicherweise keine Adäquanzprüfung vorgenommen 
worden sei. Damit liege eine zweifellos rechtsfehlerhaft zustande gekommene Verfügung vor, 
deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei. Die adäquate Kausalität zwischen den ge-
klagten Beschwerden und dem ursprünglich erlittenen Unfall sei zu verneinen. Damit seien die 
Voraussetzungen für die fortlaufende Ausrichtung einer Rente der Unfallversicherung nicht mehr 
erfüllt. Die bisherigen Leistungen würden deshalb mit Wirkung per Ende Januar 2019 eingestellt. 
Gleichzeitig entzog die Helsana einer allfälligen Einsprache gegen diese Verfügung die aufschie-
bende Wirkung. 
 

 
 
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F. Am 19. Dezember 2018 erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Raffaella Bi-
aggi, Einsprache gegen die Verfügung der Helsana vom 11. Dezember 2018. Sie beantragte, die 
bisher ausgerichteten Rentenleistungen seien in Aufhebung der angefochtenen Verfügung weiter 
auszurichten. Ihrer Einsprache sei ausserdem die aufschiebende Wirkung zu gewähren. Mit Zwi-
schenverfügung 8. Januar 2019 wies die Helsana das Gesuch um Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung ab. 
 
G. Eine hiergegen am 14. Januar 2019 erhobene Beschwerde hiess die Präsidentin des 
Kantonsgerichts mit Urteil vom 19. März 2019 gut und verpflichtete die Helsana in Aufhebung der 
angefochtenen Zwischenverfügung, der Beschwerdeführerin die bisher ausgerichtete Rente der 
Unfallversicherung für die Dauer des Einspracheverfahrens vorerst weiter auszurichten.  
 
H. Mit Einspracheentscheid vom 21. März 2019 wies die Helsana die am 19. Dezember 
2018 erhobene Einsprache gegen die Wiedererwägungsverfügung im Wesentlichen mit der Be-
gründung ab, dass in Ermangelung eines adäquaten Kausalzusammenhangs die Voraussetzun-
gen für die Ausrichtung einer IV-Rente der Unfallversicherung ursprünglich nicht gegeben gewe-
sen wären. Die Renten zusprechende Verfügung vom 26. Juni 1995 sei deshalb als zweifellos 
unrichtig zu qualifizieren, und es seien die bisher ausgerichteten Leistungen per Ende Januar 
2019 ex nunc et pro futuro einzustellen.  
 
I. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin 
Raffaella Biaggi, am 3. April 2019 Beschwerde am Kantonsgericht. Sie beantragte, die Helsana 
sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids zu verpflichten, ihr weiterhin die bis-
herige Rente auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei ihrer Beschwerde ausserdem die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass 
sich das Kantonsgericht bereits wiederholt und rechtskräftig zum Rentenanspruch  der Versicher-
ten geäussert habe. Eine Wiedererwägung sei daher nicht möglich. Bereits das Urteil des Kan-
tonsgerichts vom 9. April 1997 würde eine Wiedererwägung ausschliessen. Die Tatsache, dass 
das mit der IV-Angelegenheit befasste Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 5. April 
2018 einen Revisionsgrund bejaht habe, könne an der Rechtskraft der kantonsgerichtlichen Ur-
teile nichts ändern. 
 
J. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 2. Mai 2019 stellte die Präsidentin des Kantons-
gerichts fest, dass der vorliegenden Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wir-
kung zukomme. Der entsprechende Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin, wonach ihrer Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, erweise sich deshalb als gegenstandslos, 
und die Helsana werde verpflichtet, der Beschwerdeführerin die bisher ausgerichtete Rente der 
Unfallversicherung für die Dauer des vorliegenden Beschwerdeverfahrens weiter auszurichten.  
 
K. Die Helsana schloss mit Vernehmlassung vom 23. April 2019 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das Kantonsgericht in seinem 
damaligen Urteil im Jahre 1997 auf die Frage der Adäquanz hätte eingehen müssen. Den Akten 
könne nicht entnommen werden, dass eine solche Adäquanzprüfung auch nur ansatzweise von 
der damaligen Beschwerdegegnerin oder dem Kantonsgericht durchgeführt worden sei. Gestützt 

 
 
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auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hätte das Kantonsgericht dazumal aber eine solche 
Adäquanzprüfung vornehmen oder die Angelegenheit zur Prüfung der Adäquanzfrage an die Vo-
rinstanz zurückweisen müssen. Das entsprechende Versäumnis, eine zweifellose Unrichtigkeit 
der ursprünglichen Leistung zusprechenden Verfügung nicht bereits im Rahmen der erstmaligen 
gerichtlichen Überprüfung korrigiert zu haben, dürfe nunmehr nicht dazu führen, der Beschwer-
degegnerin die Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro zu untersagen. Die Wiedererwägung 
einer Rentenverfügung, deren zweifellose Unrichtigkeit im Rahmen einer gerichtlichen Überprü-
fung ursprünglich unbemerkt geblieben sei, müsse zumindest analog möglich sein. 
 
L. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 13. Juni 2019 wurde die Angelegenheit dem Kan-
tonsgericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Helsana die bisher ausgerichteten Rentenleistungen zu 
Recht wiedererwägungsweise eingestellt hat.  

 
2.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann der Versicherungsträger auf formell rechts-
kräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig 
sind, und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Diese sogenannte "Wiedererwä-
gung" ist in das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt. Er kann hierzu weder von der be-
troffenen Person noch vom Gericht verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durch-
setzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52, E. 4.2.1 S. 54 und E. 4.3 
S. 56). 
 
2.2 Zu beachten ist allerdings, dass Verfügungen nur in Wiedererwägung gezogen werden 
können, wenn sie nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung waren (Art. 53 Abs. 3 
ATSG; BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 148 f., 119 V 233 E. 4 S. 235; SVR 1995 IV Nr. 60 S. 171 E. 3b; 
Urteile 9C_671/2015 vom 3. Mai 2016 E. 4 und U 22/07 vom 6. September 2007 E. 3.2). Nichts 
anderes ergibt sich bereits aus Art. 53 Abs. 1 ATSG: Diese Bestimmung bezeichnet ausschliess-
lich die Verfügung und den Einspracheentscheid als Objekt der Wiedererwägung. Damit wird 
klargestellt, dass ein gerichtliches Urteil nicht in Wiedererwägung gezogen werden kann (UELI 
KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 53 Rz. 45). Hier steht ausschliesslich das Institut 
der Revision offen. Zulässig ist die Wiedererwägung eines Verwaltungsentscheids allerdings 
dann, wenn eine zunächst dagegen erhobene Beschwerde wieder zurückgezogen wurde. Hin-
tergrund bildet der Umstand, dass - erst aber immerhin - eine gerichtlich abschliessende Beurtei-
lung den Verwaltungsentscheid ersetzt. Nur dann tritt der (kantonale) Gerichtsentscheid an des-

 
 
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sen Stelle und ersetzt diesen (sog. Devolutiveffekt; BGE 136 V 2 E. 2.5). Von der Wiedererwä-
gungsmöglichkeit erfasst sind demnach ausschliesslich richterlich nicht abschliessend beurteilte 
Verwaltungsentscheide (KIESER, a.a.O., Art. 53, Rz. 49). 
 
3.1 Wie bereits aus dem Urteil der Präsidentin des Kantonsgerichts vom 19. März 2019 her-
vorgeht (725 19 16 / 68), liegt im vorliegenden Fall die Konstellation eines richterlich abschlies-
send beurteilten Verwaltungsentscheids vor. Die ursprüngliche Rentenverfügung vom 26. Juni 
1995 ist nicht in formelle Rechtskraft erwachsen. Gegen den in der Folge ablehnenden Ein-
spracheentscheid der B.____ als Rechtsvorgängerin der Beschwerdegegnerin vom 28. Dezem-
ber 1995 hat die Versicherte am 2. April 1996 vielmehr Beschwerde am damaligen Versiche-
rungsgericht (heute: Kantonsgericht) erhoben. Damit ging die Beurteilung des strittigen Renten-
anspruchs auf das Versicherungsgericht über, welches die Beschwerde der Versicherten mit Ur-
teil vom 9. April 1997 schliesslich rechtskräftig abgewiesen hat (Urteil 96/116 in Verfahrensakten 
UVG 116/96). Nachdem das Versicherungsgericht die Angelegenheit in einem gerichtlichen Ver-
fahren dazumal mithin abschliessend überprüft hat, verbleibt für eine nachträgliche, wiedererwä-
gungsweise Korrektur der ursprünglichen Leistungszusprache kein Raum. Hintergrund bildet die 
mit der Litispendenz der Beschwerdeanhebung vom 2. April 1996 verbundene Rechtsfolge, dass 
der kantonale Gerichtsentscheid vom 9. April 1997 an die Stelle des angefochtenen Einsprache-
entscheids vom 28. Dezember 1995 getreten ist und diesen infolge Devolutiveffekts ersetzt hat 
(BGE 136 V 2 E. 2.5). Den Bestimmungen von Art. 53 Abs. 1 und 3 ATSG zufolge liegt es folglich 
nunmehr nicht mehr in der Kompetenz des Unfallversicherers und der heutigen Beschwerdegeg-
nerin, den ursprünglichen Einspracheentscheid vom 28. Dezember 1995 in Wiedererwägung zu 
ziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Dezember 2017, 8C_588/2017, E 3).  
 
3.2 Die in Art. 53 ATSG statuierte Ordnung gilt grundsätzlich absolut. Der Einspracheent-
scheid vom 28. Dezember 1995 wäre einer allfälligen Wiedererwägung nur dann zugänglich, 
wenn die Versicherte ihre Beschwerde vom 2. April 1996 entweder zurückgezogen oder die 
B.____ als Beschwerdegegnerin die Beschwerde anerkannt hätte (BGE 138 V 343), oder wenn 
die Angelegenheit zwischen den Parteien dazumal vergleichsweise erledigt worden wäre (Urteil 
des Bundesgerichts vom 5. November 2008, (8C_210/2008). Diesen Ausnahmefällen gemein-
sam ist der Umstand, dass das Gericht den vorangehenden Verwaltungsentscheid und mit ihm 
die anhängig gemachte Streitsache nicht abschliessend beurteilt (SVR 2009 UV Nr. 16). Eine 
solche Ausnahme liegt hier aber nicht vor. Darauf weist die Beschwerdegegnerin selbst hin, wenn 
sie erklärt, dass sich die Parteien im Unterschied zur im Urteil des Bundesgerichts 8C_525/2017 
vom 30. August 2018 vorgelegenen Konstellation im hier vorangehenden Verfahren vor dem da-
maligen Versicherungsgericht nicht einigen konnten (Vernehmlassung vom 20. Mai 2019, Ziffer 
5.2).  
 
3.3 Die Helsana bringt vor, das Versäumnis, dass das damalige Versicherungsgericht die 
zweifellose Unrichtigkeit des ursprünglichen Einspracheentscheids in seinem Urteil vom 9. April 
1997 nicht korrigiert habe, dürfe nunmehr nicht dazu führen, eine Einstellung der bisher ausge-
richteten Rentenleistungen zumindest ex nunc et pro futuro zu verbieten. Die Wiedererwägung 
des damaligen Rentenentscheids, dessen zweifellose Unrichtigkeit im Rahmen der Überprüfung 
durch das Versicherungsgericht unbemerkt geblieben sei, müsse daher in Analogie zu Art. 53 

 
 
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Abs. 2 ATSG möglich sein. Dieser Einwand ist unbehelflich. Der von der Helsana vertretenen 
Auffassung ist entgegen zu halten, dass die in Art. 53 ATSG statuierte Ordnung absolut gilt (oben, 
Erwägung 3.2). Eine analoge Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist daher ausgeschlossen, 
was sich bereits aus dem Wortlaut dieser Bestimmung, aber auch aus Art. 53 Abs. 3 ATSG ergibt: 
Demnach ist eine Wiedererwägung nur solange möglich, als der Versicherungsträger im verwal-
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren gegenüber der Beschwerdebehörde noch nicht Stel-
lung genommen hat.  
 
3.4 Im Zusammenhang mit ihrem weiteren Vorbringen, eine Wiedererwägung sei zumindest 
in analoger Anwendung von Art. 53 ATSG deshalb als zulässig zu erachten, weil das Versiche-
rungsgericht übersehen habe, den ursprünglichen Einspracheentscheid hinsichtlich der damals 
schon offensichtlich zu Unrecht unterbliebenen Adäquanzprüfung zu korrigieren, ist der Helsana  
entgegen zu halten, dass sich der Streitgegenstand generell aus den mit den Rechtsschriften 
erhobenen Rügen ergibt. Den Parteianträgen kommt somit eine vorrangige Bedeutung zu. Dar-
aus resultiert, dass das Gericht nach dem Rügeprinzip trotz des im Sozialversicherungsrecht gel-
tenden Untersuchungsgrundsatzes anlässlich seiner damaligen Beurteilung im Jahr 1997 nur die 
vorgebrachten Beanstandungen zu untersuchen hatte (THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozial-
versicherungsrechts, 2. Aufl., Bern 1997, S. 376 f. N 34 ff.) und nicht, ob sich der ursprüngliche 
Einspracheentscheid der B.____ als Rechtsvorgängerin der Beschwerdegegnerin vom 28. De-
zember 1995 unter allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erwiesen hat (BGE 119 V 
349 E. 1a). Es trifft zwar zu, dass das damalige Versicherungsgericht die Frage der Adäquanz 
nicht überprüft hat. Wie es sich damit verhält, kann jedoch offenbleiben. Entgegen der von ihr 
vertretenen Auffassung wäre es nämlich an der Beschwerdegegnerin bzw. an ihrer Rechtsvor-
gängerin gelegen, die nunmehr behauptete zweifellose Unrichtigkeit bereits im damaligen Be-
schwerdeverfahren zu rügen. Dies aber hat sie unterlassen. Den entsprechenden Verfahrensak-
ten UVG 116/96 lässt sich diesbezüglich jedenfalls nichts entnehmen. Ebenso wenig gehen all-
fällige Erwägungen in diesem Zusammenhang aus dem angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 28. Dezember 1995, aus der vorangehenden Verfügung der B.____ vom 26. Juni 1995 oder 
aus der vorprozessualen Korrespondenz zwischen den damaligen Verfahrensbeteiligten hervor. 
Bei dieser Aktenlage können die Unterlassungen des damaligen Unfallversicherers jedenfalls 
nicht dazu führen, das Versäumte nunmehr nachzuholen und den ursprünglichen Einspracheent-
scheid vom 28. Dezember 1995 in Analogie zu Art. 53 doch noch in Wiedererwägung zu ziehen. 
Gegen eine solche Vorgehensweise spricht auch die Tatsache, dass das Kantonsgericht mit Ur-
teil vom 11. Januar 2018 (725 17 301 / 14) das Vorliegen eines Revisionsgrundes rechtskräftig 
verneint hat. Der Anspruch der Versicherten auf die bisher ausgerichteten Rentenleistungen 
wurde mithin wiederholt gerichtlich und rechtskräftig beurteilt. Eine nachträgliche Abänderung des 
ursprünglichen Einspracheentscheids der B.____ vom 28. Dezember 1995 und mit ihm auch des 
Urteils des Versicherungsgerichts vom 9. April 1997 unter dem Titel der Wiedererwägung ist dem-
nach ausgeschlossen.  
 
3.5 An diesem Ergebnis ändert auch nichts, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 
C-8059/2016 vom 5. April 2018 den Rentenanspruch der Versicherten auf eine Rente der Invali-
denversicherung revisionsweise aufgehoben hat. Unbesehen davon, dass einer erneuten revisi-

 
 
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onsweisen Beurteilung der strittigen Rentenleistungen des Unfallversicherers mit Urteil des Kan-
tonsgerichts vom 11. Januar 2018 (725 17 301 / 14) der Grundsatz der abgeurteilten Sache (res 
iudicata) entgegen stehen würde, beruht die Erkenntnis des bundesverwaltungsgerichtlichen Ur-
teils vom 5. April 2018 weder auf denselben Tatsachen noch auf den gleichen rechtlichen Über-
legungen: Während das Kantonsgericht die Voraussetzungen einer Revision in seinem Urteil vom 
11. Januar 2018 mangels einer massgebenden Veränderung der gesundheitlichen Gründe ver-
neint hat, bejahte das Bundesverwaltungsgericht eine revisionsweise Aufhebung der bisher aus-
gerichteten Rente der Invalidenversicherung auch vor dem Hintergrund einer Veränderung der 
erwerblichen Verhältnisse (a.a.O., E. 8 und 9.6). Zeitlicher Referenzzeitpunkt für die Prüfung, ob 
sich der Gesundheitszustand der Versicherten in anspruchsrelevanter Weise verändert hatte, bil-
dete im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ausserdem die Verfügung der kantonalen IV-Stelle 
vom 2. November 1999, demgegenüber der für die UV-Leistungen massgebende Referenzzeit-
punkt bereits auf Ende Dezember 1995 festzusetzen war (Urteil des Kantonsgerichts vom 11. 
Januar 2018, 725 17 301 / 14, E. 4.3 und 5). Beruht das Urteil des Kantonsgerichts vom 11. 
Januar 2018 einerseits und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. April 2018 ande-
rerseits aber auf unterschiedlichen Beurteilungsparametern, lässt sich für die Frage einer erneu-
ten Überprüfung der im UV-Verfahren massgebenden Verhältnisse so oder anders nichts ablei-
ten.  
 
3.6 Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen, und die Helsana ist in Aufhebung 
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 21. März 2019 zu verpflichten, der Beschwerde-
führerin die bisher ausgerichtete Rente der Unfallversicherung weiterhin auszurichten.  
 
4.1  Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Für das vorliegende Verfahren sind deshalb keine Kosten zu erheben. 
 
4.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerde-
führerin deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Die Bemühungen ihrer 
Rechtsvertreterin sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur 
Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen. Der mit Honorarnote 
vom 17. Juni 2019 geltend gemachte Aufwand von sieben Stunden zuzüglich Auslagen in der 
Höhe von CHF 139.80 ist als angemessen zu qualifizieren. Der Beschwerdeführerin ist demnach 
für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 
2'035.30 (sieben Stunden à CHF 250.— zuzüglich Auslagen von CHF 139.80 sowie 7,7% Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.  
 
 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Hels-
ana Unfall AG vom 21. März 2019 aufgehoben. Die Helsana Unfall AG 
wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin die bisher ausgerichtete Rente 
der Unfallversicherung weiter auszurichten. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Helsana Unfall AG hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 2‘035.30 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 

 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 4. November 2019 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahren-Nr. 

8C_736/2019) erhoben.