# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aead6033-22e0-5b56-8bec-2de056a1e241
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.12.2016 200 2016 611
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-611_2016-12-13.pdf

## Full Text

200 16 611 IV
FUR/SCC/JOK/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Dezember 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich erstmals im August 2004 (Akten der Invalidenversicherung, 
act. II 1) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Im No-
vember 2004 zog er diese Anmeldung wieder zurück (act. II 13).

Im Februar 2007 meldete sich der Versicherte aufgrund eines erlittenen 
Auffahrunfalls am 30. Januar 2007 erneut zum Leistungsbezug an 
(act. II 16). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm medi-
zinische und erwerbliche Abklärungen vor, u.a. holte sie das von der 
I.________ in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten der 
J.________ (MEDAS-Gutachten vom 14. November 2008 [act. II 40]) ein 
und liess einen Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 4. Juni 
2009 (act. II 43) erstellen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
wies die IVB das Leistungsgesuch bei einem Invaliditätsgrad von 31 % mit 
Verfügung vom 5. November 2009 (act. II 50) ab. 

Die dagegen erhobene Beschwerde (act. II 52 S. 3) hiess das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 20. August 2010 (act. II 66) 
gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache an die IVB 
zurück, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und neu verfüge. 

Nach weiteren Abklärungen (act. II 69, 72.1, 72.2, 72.3, 80, 81) wies die 
IVB das Leistungsbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 0 % mit Verfü-
gung vom 16. Februar 2011 (act. II 83) erneut ab. Diese Verfügung er-
wuchs unangefochten in Rechtskraft. 

B.

Im April 2013 meldete sich der Versicherte wegen eines malignen Mela-
noms erneut zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung an 
(act. II 93). Nach Vornahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen, 
u.a. holte die IVB einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 3

Akten der Invalidenversicherung, act. IIA 101) sowie einen Abklärungsbe-
richt für Selbständigerwerbende vom 27. September 2013 (act. IIA 107) 
ein, wies die IVB mit Verfügung vom 12. Dezember 2013 das Leistungsbe-
gehren bei einem Invaliditätsgrad von 11 % ab (act. IIA 116). Die dagegen 
erhobene Beschwerde (act. IIA 117 S. 3) hiess das Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern mit Urteil vom 6. November 2014 (act. IIA 122) gut, hob die 
angefochtene Verfügung auf und wies die Sache an die IVB zurück, damit 
diese nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu ver-
füge.

In der Folge tätigte die IVB weitere medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen, u.a. holte sie ein Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinsti-
tuts (K.________; MEDAS-Gutachten vom 22. Oktober 2015 
[act. IIA 147.1]) sowie einen Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende 
vom 5. April 2016 (act. IIA 152) ein. Mit Vorbescheid vom 15. April 2016 
(act. IIA 153) stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens in 
Aussicht, worauf der Versicherte am 10. Mai 2016 (act. IIA 154) Einwand 
erhob. Nach Einholung einer Stellungnahme des Bereichs Abklärungen 
vom 2. Juni 2016 (act. IIA 158) verfügte die IVB am 14. Juni 2016 gemäss 
Vorbescheid (act. IIA 159).

C.

Dagegen erhob der Versicherte am 27. Juni 2016 Beschwerde. Er bean-
tragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Akten seien zur 
neuen Beurteilung an die IVB zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. August 2016 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 10. September 2016 liess der Beschwerdeführer dem Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern eine weitere Eingabe zukommen. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

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lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn 
angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder 
deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Um-
stände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese 
Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer 
wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Verän-
derung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss 
(BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 6

2.3.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung im April 2013 
(act. II 93) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage nicht zu beurteilen ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Angefochten ist die Verfügung vom 14. Juni 

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2016 (act. IIA 159), mit welcher die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf 
eine Rente ablehnte. Mit Urteil vom 6. November 2014 (IV/2014/69; 
act. IIA 122) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurück zur Klärung der Frage, ob es aufgrund des 
im September 2014 aufgetretenen und Ende Oktober 2012 operierten Me-
lanoms zu einer – im Vergleich zum MEDAS-Gutachten vom 14. November 
2008 (act. II 40) – dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des gekommen sei. Massgebende Vergleichszeitpunkte (E. 2.3.2 hiervor) 
sind damit derjenige zur Zeit der rentenablehnenden Verfügung vom 
16. Februar 2011 (act. II 83) und derjenige zur Zeit der angefochtenen Ver-
fügung vom 14. Juni 2016 (act. II 159). 

3.2 Die rentenablehnende Verfügung vom 16. Februar 2011 (act. II 83) 
stützte sich aus medizinischer Sicht auf das (gemäss Urteil des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern vom 20. August 2010 [IV/2009/1290; 
act. II 66 S. 12]) voll beweiskräftige MEDAS-Gutachten vom 14. November 
2008 (act. II 40). Darin wurden ein chronisches panvertebrales Syndrom 
(ICD-10: M54.8) sowie eine leichte bis mittelschwere neuropsychische 
Störung bei Status nach HWS-Distorsionstrauma am 30. Januar 2007 
(S. 22 Ziff. 6.1) diagnostiziert. Die Gutachter gingen davon aus, dass die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als … ganztags, mit einer 20 %-igen Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit wegen vermehrten Pausenbedarfs und allen-
falls einer Reduktion des Arbeitstempos aufgrund des chronischen Panver-
tebralsyndroms, zumutbar sei. Aus psychiatrischer oder neuropsychologi-
scher Sicht bestehe keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(S. 23 Ziff. 7.2). Zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit in anderen Berufen 
hielten sie fest, dass für sämtliche Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 
Lasten bis Lendenhöhe bis maximal 20 kg, in Brusthöhe bis 20 kg, mit ma-
ximal mittelschweren Belastungen, wie Hantieren mit Werkzeugen in den 
oberen Extremitäten, ohne länger als eine Stunde am Stück auszuführende 
monotone repetitive Torsions- und Schwenkbewegungen des Rumpfes 
sowie für kognitiv wenig anspruchsvolle Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 % bestehe. Körperlich schwere Tätigkeiten seien hingegen nicht 
zumutbar (S. 24 Ziff. 7.3).

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3.3 Die angefochtene Verfügung vom 14. Juni 2016 (act. IIA 159) stützt 
sich auf das MEDAS-Gutachten vom 22. Oktober 2015 (act. IIA 147.1): 

Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, dia-
gnostizierte eine arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt (ICD-
10/10). Die Arbeitsfähigkeit sei aus allgemeininternistischer Sicht nicht ein-
geschränkt und es bestünden keine Hinweise für eine frühere, höhergradi-
ge, länger andauernde Arbeitsunfähigkeit durch ein internistisches Leiden 
(S. 11). 

In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. med. C.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, keine Diagnosen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit (S. 14).

Anlässlich der rheumatologischen Untersuchung diagnostizierte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin 
FMH, mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikospondylo-
genes bis zervikozephales Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0) und ein in-
termittierendes Thorako-lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 
M53.8) sowie eine beginnende Ellenbogenarthrose links (M19 03; S. 20). 
Aufgrund der erheblichen pathoanatomischen Befunde im Bereich der zer-
vikalen Wirbelsäule seien die langjährige berufliche Tätigkeit als … sowie 
sonstige körperlich regelmässig mittel- bis schwerbelastende berufliche 
Tätigkeiten bleibend nicht mehr möglich. Eine körperlich leichte bis nur sel-
ten wechselbelastende Tätigkeit sei hingegen in einem geregelten Pensum 
zu 80 % möglich, unter folgenden, unabdingbaren Arbeitsplatzbedingun-
gen: Es sei dem Beschwerdeführer grundsätzlich zu ermöglichen, dass er 
seine Arbeitsposition nach eigenem Gutdünken regelmässig wechseln 
könne. Insbesondere seien eine länger fixierte sitzende Haltung oder Arbei-
ten in anhaltender Oberkörper- Vorneigeposition sowie Arbeiten mit stereo-
typer Rotation und Reklination der HWS zu unterlassen. An einem ergo-
nomisch gut eingestellten Arbeitsplatz (bspw. in der Administration) 
bestünden keinerlei weitergehende Einschränkungen in der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit; auch gewisse Kontroll- und Botengänge seien problem-
los durchführbar, da sich die Beschwerden im Bereich der linken Ferse 
doch deutlich zurückgebildet hätten. Im Vergleich zur klinischen Situation 
vor der Manifestation des Melanoms und der Operation sei einzig das Jog-

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gen nicht mehr möglich. In mehrheitlicher Schulter-Neutralstellung bestün-
den keinerlei Einschränkungen in Bezug auf fein bis grob manuelle belas-
tende Tätigkeiten mit beiden Händen. Sicherlich ab dem Jahr 2015 oder 
spätestens ab Datum des Gutachtens lägen die oben erwähnten Ein-
schränkungen in Bezug auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor 
(S. 20 f.). Im Vergleich zum MEDAS-Gutachten vom 14. November 2008 
(act. II 40) hätten sich insbesondere die objektivierbaren pathoanatomi-
schen Befunde im Bereich zervikale Wirbelsäule klar verschlechtert (S. 21). 

Aus neurologischer Sicht stellte Dr. med. E.________, Facharzt für Neuro-
logie FMH, keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 29).

Dr. med. F.________, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie FMH, 
diagnostizierte ein akrolentiginöses Melanom der Ferse links, pT3a, cN0, 
cM0, Stage 2A, Breslow Index 2.88mm (C 43.7); Tumorexzision am 31. Ok-
tober 2012. Die nachfolgende Exzision des Tumors sei unauffällig gewesen 
und die Staginguntersuchungen seien bis zum heutigen Tag unauffällig 
geblieben (S. 30). Aus dermatologischer Sicht bestehe eine 100 %-ige Ar-
beitsunfähigkeit bei schweren Tätigkeiten mit mechanischer Belastung der 
Fersen, vor allem in stehender Position. Bei sitzenden und 
(ab)wechselnden Tätigkeiten bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (S. 31). 

In der Gesamtbeurteilung gingen die Gutachter davon aus, dass (in rheu-
matologischer Hinsicht) die Belastbarkeit des Bewegungsapparates deut-
lich vermindert sei. Körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten, wie 
auch diejenige als …, seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. 
In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % (S. 32). Durch das exzidierte 
akrolentiginöse Melanom sei an der Ferse eine eingeschränkte Belastbar-
keit nachvollziehbar, womit dem Beschwerdeführer aus dermatologischer 
Sicht körperlich schwere Tätigkeiten, welche vor allem stehend ausgeübt 
würden, nicht mehr zumutbar seien. In einer wechselbelastenden Tätigkeit 
bestünden aus dermatologischer Sicht keine Einschränkungen der Arbeits-
fähigkeit. Die Belastbarkeit vor allem der HWS habe durch die dokumen-
tierte Zunahme der degenerativen Veränderungen seit 2004 langsam ab-
genommen. Die Belastbarkeit des Bewegungsapparates habe sich dadurch 

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allmählich vermindert. Ein genauer Zeitpunkt des Beginns der Arbeitsun-
fähigkeit als … sei schwierig festzulegen (S. 33).

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene MEDAS-
Gutachten vom 22. Oktober 2015 (act. IIA 147.1) erfüllt die Voraussetzun-
gen der Rechtsprechung an ein Gutachten (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Die ver-
schiedenen Experten hatten Kenntnis der Vorakten sowie der bereits er-
folgten medizinischen Abklärungen (act. IIA 147.1 S. 5 ff., 12, 15, 21 f., 26, 
29 f., 31) und der Beschwerdeführer wurde eingehend untersucht 
(act. IIA 147.1 S. 2). Die Beurteilung ist schlüssig und überzeugt (act. II 
147.1 S. 32 ff.). Damit erbringt das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten 
vollen Beweis (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353).

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3.6

3.6.1 Aus dem Bericht des Hausarztes Dr. med. G.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 8. Dezember 2014 (act. IIA 129), 
welcher von einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit in einer rein sitzenden 
Tätigkeit ausgeht, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Bei seiner Beurteilung stellt der Hausarzt auf die subjektiven An-
gaben des Beschwerdeführers ab (S. 6). In Bezug auf Atteste von Hausärz-
ten darf und soll das Gericht im Übrigen der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Der 
RAD weist in seinem Bericht vom 11. März 2015 (act. IIA 136 S. 6) denn 
auch darauf hin, dass ein Widerspruch zwischen den subjektiv geklagten 
Fussbeschwerden bei Belastung/Sensibilitätsstörung mit Gehbehinderung 
bei einer Rezidivfreiheit fast 2.5 Jahre nach Exzision des malignen Mela-
noms und Fehlen eines Lymphknotenbefalls im Primärbefund (vgl. auch 
act. IIA 132 S. 3) sowie dem objektivierbaren Befund besteht und es nicht 
nachvollziehbar sei, wieso eine rein sitzende Tätigkeit nur vier Stunden pro 
Tag zumutbar sein sollte.

3.6.2 Den Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 2) kann 
nicht gefolgt werden. Er begründet nicht, inwiefern das MEDAS-Gutachten 
resp. die darin attestierte Einschränkung der Leistungsfähigkeit wider-
sprüchlich sei; vielmehr interpretiert er die Ausführungen im MEDAS-
Gutachten auf seine Weise, ohne seine Behauptungen mit medizinischen 
Befunden oder Berichten zu belegen. Auch die vom Beschwerdeführer bei-
gebrachten Berichte aus der Presse (im Gerichtsdossier) vermögen den 
Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht zu schmälern, bestehen doch 
nicht die geringsten Hinweise dafür, dass die Gutachter andere als medizi-
nische Aspekte berücksichtigt hätten. Sein Vorbringen, im MEDAS-
Gutachten (act. IIA 147.1 S. 20 unter 4.2.4) sei eine erhebliche Einschrän-
kung festgehalten worden, bezieht sich auf die Befunde im Bereich der 
Wirbelsäule. Diese wurden denn auch berücksichtigt, ist doch dem Be-
schwerdeführer die berufliche Tätigkeit als … oder in körperlich regelmäs-
sig mittel- bis schwerbelastenden beruflichen Tätigkeiten nicht mehr mög-

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lich. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 2) 
besteht die Aufgabe des Arztes oder der Ärztin darin, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f; vgl. E. 2.4 hiervor). Schliess-
lich datiert der eingereichte Röntgenbericht des Spitals H.________ vom 7. 
September 2016 nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 
2016 (act. II 159) und ist deshalb hier nicht zu berücksichtigen (BGE 121 V 
362 E. 1b S. 366).

3.7 Im Vergleich zum Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenablehnenden 
Verfügung vom 16. Februar 2011 (act. II 83) ist eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes eingetreten, erfolgte doch am 31. Oktober 2012 
chirurgisch eine Resektion eines Melanoms an der Ferse links (vgl. 
act. IIA 128 S. 8) und liegt ein progredienter Verlauf der degenerativen 
HWS Veränderung vor (act. IIA 147.1 S. 21). Gestützt auf das MEDAS-
Gutachten vom 22. Oktober 2015 (act. IIA 147.1) ist erstellt, dass dem Be-
schwerdeführer nunmehr die angestammte Tätigkeit als … nicht mehr zu-
mutbar ist, jedoch besteht in einer körperlich leichten, wechselbelastenden 
Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % (act. IIA 147.1 
S. 32). 

4.

4.1

4.1.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 13

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

4.1.2 Die Neuanmeldung erfolgte im April 2013 (act. II 93). Unter Berück-
sichtigung des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), d.h. ein Jahr nach-
dem das Melanom im Herbst 2012 diagnostiziert wurde (act. II 96 S. 9), 
und der Halbjahresfrist des Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Anspruch 
frühestens im Oktober 2013.

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

Die Beschwerdegegnerin ging von einem Valideneinkommen – gestützt auf 
die Buchhaltungsabschlüsse und die IK-Auszüge – von Fr. 33'738.-- 
(Fr. 31'800.-- + Fr. 1'938.-- [persönliche AHV-Beiträge]) aus, was nicht zu 
beanstanden ist (Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende 
[act. IIA 152 S. 5]; Stellungnahme des Bereichs Abklärung vom 25. Mai 
2016 [act. IIA 158]), denn der Beschwerdeführer wäre ohne Eintritt des 
Gesundheitsschadens weiterhin als Selbstständigerwerbender tätig. Der 
Beschwerdeführer verdiente in der Vergangenheit nur ganz vereinzelt ei-
nen höheren Jahresverdienst, welcher deshalb nicht massgebend sein 
kann.

4.3 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung zur Bestimmung des 
Invalideneinkommens Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Sta-
tistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen wer-
den (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 14

die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei 
Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch 
leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist 
in der Regel vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für 
Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten auszugehen. 
Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massge-
bend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc). Da den Tabellenlöhnen gene-
rell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Um-
rechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit er-
forderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist das 
Invalideneinkommen gestützt auf die Zahlen der LSE zu bestimmen. Ge-
stützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, Total, 
von Fr. 5'210.--, unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BfS, Arbeitsmarktindikatoren 2016, T 18; ab-
rufbar unter: www.bfs.admin.ch), aufgerechnet auf das Jahr 2015 (BfS, 
Tabelle 39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der 
Reallöhne, 1976-2015 Nominallohnindex Männer 2012: 2188, 2013: 2226; 
abrufbar unter: www.bfs.admin.ch), ergibt dies ein Invalideneinkommen von 
Fr. 65'653.70 jährlich (Fr. 5'210.-- / 40 x 41.7 x 12 / 2188 x 2204). Unter 
Berücksichtigung der Einschränkung von 20 % sowie der gesundheitsbe-
dingten Erwerbseinbusse von 10 % (act. IIA 152 S. 4) resultiert ein hypo-
thetisches Invalideneinkommen von Fr. 47'271.--, womit auch dieser Betrag 
nicht zu beanstanden ist. 

4.4 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein 
gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeits-
kräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar 
sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Vor-
aussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes 
(BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Für die 
Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person 
unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 15

sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirt-
schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot 
an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Demzufol-
ge erfolgte die Berechnung des Invalideneinkommens richtigerweise ge-
stützt auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 

Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, er könne seine Restarbeitsfähig-
keit infolge seines Alters nicht mehr verwerten, kann nicht gefolgt werden. 
Das Bundesgericht stellt relativ hohe Hürden an die Unverwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit auch älterer Menschen (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 30. Dezember 2015, 9C_847/2015, E. 4.1 und 4.3). Die 
Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum 
der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für 
einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Massgeblicher 
Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in welchem 
die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. Dies 
ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine 
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3.3 
S. 462). 

Der Beschwerdeführer war im Jahre 2012 (Zeitpunkt ab welchem eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustands feststeht [act. II 147.1 S. 33]) 50 
Jahre alt und es verblieben ihm 15 Jahre bis zum Erreichen des AHV-
Alters. Im Lichte der Rechtsprechung (BGE 138 V 457 ff.) und angesichts 
der relativ hohen Hürden betreffend die Unverwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit auch älterer Menschen ist ein invalidenversicherungsrechtlich er-
heblich erschwerter Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt in 
keiner Weise zu bejahen.

4.5 Die Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt bei einem 
Valideneinkommen von Fr. 33'738.-- und einem hypothetischen Invaliden-
einkommen von Fr. 47'271.-- keine Erwerbseinbusse. Damit resultiert ein 
Invaliditätsgrad von 0 % und der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch 
auf eine Rente. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 16

4.6 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 14. Juni 2016 
(act. IIA 159) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist ab-
zuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/16/611, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern (samt Kopie Eingabe des Beschwerdeführers vom 10. 

September 2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.