# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee9ef4bd-99d5-5369-a149-af10de226b5f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.06.2009 D-1295/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1295-2009_2009-06-22.pdf

## Full Text

Abteilung IV
D-1295/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Bangladesch,
vertreten durch Ralph Wiedler Friedmann, Rechtsanwalt, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Februar 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1295/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer,  ein Staatsangehöriger von Bangladesch 
mit letztem Wohnsitz in (...), sein Heimatland eigenen Angaben zufolge 
am  20.  Januar  2009  verliess  und  am  9.  Februar  2009  von  Indien, 
Russland  sowie  weiteren,  ihm  unbekannten  Ländern  herkommend 
illegal in die Schweiz einreiste,

dass  er  gleichentags  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (...)  um 
Asyl  nachsuchte und dort  am 12. Februar  2009 summarisch befragt 
wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 16. Februar 2009 gestützt 
auf  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) ausführlich zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen im Wesentli-
chen geltend  machte,  er  habe  sich  während  des Studiums politisch 
betätigt,

dass er seit dem Jahr 2004 Mitglied der Chatra Dal, der Studentenor-
ganisation der  Bangladesh Nationalist  Party (BNP),  sei,  und dort  für 
die Propaganda zuständig gewesen sei,

dass  die  BNP  seit  der  Machtergreifung  der  Übergangsregierung 
Probleme  bekommen  habe  und  viele  Parteiführer  festgenommen 
worden seien,

dass  am  2.  September  2008  der  Generalsekretär  der  gegnerischen 
Chatra  League  (Studentenorganisation  der  Awami  League  [AL]) 
umgekommen sei, als dieser versucht habe, eine Bombe zu basteln,

dass der Präsident der Chatra Leage ihn und seine Kollegen von der 
Chatra  Dal  beschuldigt  habe,  sie  hätten  den  Generalsekretär 
umgebracht, und sie deshalb bei der Polizei angezeigt habe,

dass  im  Oktober  2008  ein  Mädchen,  welches  Mitglied  der  Chatra 
League gewesen sei,  erhängt  in  einem Klassenzimmer  aufgefunden 
worden sei,

dass  sie  dem  Polizeirapport  zufolge  zuerst  vergewaltigt  und  dann 
ermordet worden sei,

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dass die Chatra League die Eltern des Mädchens dazu gebracht habe, 
ihn und seine Kollegen von der Chatra Dal deswegen anzuzeigen,

dass er und seine Kollegen infolge dieser beiden Anzeigen durch die 
Polizei gesucht würden,

dass die Polizei  erstmals am 4. September  2008 zuhause nach ihm 
gefragt habe, er jedoch damals bei seiner Schwester gewesen sei,

dass die Polizei danach regelmässig bei ihm zuhause vorbeigegangen 
sei und seinen Eltern einen Haftbefehl gezeigt habe,

dass  er  befürchtet  habe,  von  der  Polizei  oder  den  Studenten  der 
Chatro  League  beziehungsweise  der  AL  umgebracht  zu  werden, 
weshalb er sich zunächst bei einer Tante in Jaipur versteckt habe,

dass er sich aus diesen Gründen zur Ausreise aus dem Heimatland 
entschlossen habe,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens einen Studentenausweis zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 20. Februar 2009 – gleichentags eröffnet – gestützt auf 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen ausführ-
te, es lägen keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen von 
Identitäts- oder Reisepapieren vor,

dass der eingereichte Studentenausweis nicht rechtsgenüglich sei,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er ausser einer 
Geburtsurkunde  und  dem  Studentenausweis  nie  Identitätspapiere 
gehabt habe, bezweifelt  werden müsse, zumal er zu einem späteren 
Zeitpunkt erklärt habe, er könne den Geburtsschein nicht beschaffen, 
da  seine  Familienangehörigen  ihn  zuhause  nicht  mehr  gefunden 
hätten,

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dass  die  geltend  gemachte  Papierlosigkeit  auch  mit  Blick  auf  die 
unsubstanziierten und realitätsfremden Aussagen zu seiner  Reise in 
die Schweiz unglaubhaft erscheine,

dass  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  unglaubhaft  und 
überdies teilweise nicht asylrelevant seien,

dass es sich bei der geltend gemachten Verfolgung durch die Polizei 
grundsätzlich um eine legitime strafrechtliche Ermittlungsmassnahme 
handle und der Beschwerdeführer die Möglichkeit  gehabt  hätte, sich 
mit rechtlichen Mitteln gegen die Falschanzeigen zu wehren,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen unsubstanziierte Aussagen zur 
Studentenpartei der BNP gemacht habe und die angeblichen Falsch-
anzeigen durch die gegnerische Partei weder logisch nachvollziehbar 
noch fundiert geschildert worden seien,

dass  der  Beschwerdeführer  daher  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfülle,

dass das BFM ausserdem den Vollzug der Wegweisung als zulässig, 
zumutbar und möglich erachtete,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  27.  Februar  2009 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  erheben  und 
dabei  beantragen liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, 
es  sei  auf  das  Asylgesuch  einzutreten  und  der  rechtserhebliche 
Sachverhalt  sei  festzustellen,  ausserdem  sei  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festzustellen  und  Asyl  zu  gewähren,  eventuell  sei  die 
Undurchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde mehrere Beweismittel beilagen (First Information 
Report  [FIR]  vom 3. Oktober  2008 sowie damit  zusammenhängende 

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weitere Dokumente [Charge Sheet, Order Sheet und Haftbefehl], FIR 
vom  15.  Oktober  2008  sowie  damit  zusammenhängende  weitere 
Dokumente  [Charge  Sheet,  Order  Sheet  und  Haftbefehl],  alles 
Originale inkl. Übersetzung, sowie zwei Zeitungsartikel in Kopie, zwei 
Schuldiplome im Original und  verschiedene Internet-Presseartikel zur 
Lage in Bangladesch),

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  den 
Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  vom  4.  März  2009 
aufforderte,  innert  Frist  ein  rechtsgenügliches  Identitätsdokument  im 
Original  sowie  die  Originale  und  eine  Übersetzung  der  beiden 
Zeitungsartikel einzureichen,

dass  auf  die  Erhebung eines  Kostenvorschusses vorläufig  verzichtet 
und  dem  Beschwerdeführer  ausserdem  mitgeteilt  wurde,  über  das 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  werde  zu 
einem späteren Zeitpunkt entschieden,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  11.  März  2009  die 
angeforderten Original-Zeitungsartikel inkl. Übersetzungen sowie zwei 
Bestätigungsschreiben zu den Akten reichte,

dass mit Eingabe vom 16. März 2009 eine Wohnsitzbestätigung (inkl. 
Übersetzung) eingereicht wurde,

dass der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer angesichts dessen 
diesbezüglichen Bemerkungen in den Eingaben vom 11. und 16. März 
2009 mit  Verfügung vom 18. März 2009 darauf  aufmerksam machte, 
die bisher eingereichten Unterlagen genügten den Anforderungen an 
rechtsgenügliche Identitätspapiere  nicht,  und dabei  auf  die  (damals) 
noch laufende Beweismittelfrist verwies,

dass  der  Beschwerderführer  mit  Eingabe  vom  14.  Mai  2009 
(Poststempel)  ein  Nationality  Certificate  mit  notarieller  Beglaubigung 
einreichen liess,

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des 

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Asylrechts  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwal-
tungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  daher  auf  das  Begehren,  es  sei  Asyl  zu  gewähren,  nicht 
einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG),  oder  wenn aufgrund der  Anhörung sowie gestützt  auf  Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Bst. b), oder 
wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Bst. c),

dass der Beschwerdeführer innerhalb der gesetzlichen 48-Stundenfrist 
keine  rechtsgenüglichen  Identitäts-  oder  Reisepapiere  zu  den Akten 
gereicht hat,

dass  unter  den  Begriff  "Reise-  oder  Identitätspapiere"  im Sinne  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nämlich nur Dokumente zu subsumieren 
sind,  welche  von  den  heimatlichen  Behörden  zum  Zweck  des 
Identitätsnachweises ausgestellt worden sind,

dass mithin grundsätzlich nur Reisepässe oder Identitätskarten diese 
Anforderung  erfüllen,  nicht  aber  zu  anderen  Zwecken  ausgestellte 
Dokumente (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/7 E. 6),

dass demzufolge weder der im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens 
abgegebene Studentenausweis  noch  die  nachträglich  auf  Beschwer-
deebene  eingereichten  Dokumente  (ein  Bestätigungsschreiben  des 
Student Council,  ein Bestätigungsschreiben des College, eine Wohn-
sitzbestätigung sowie ein Nationality Certificate) als rechtsgenügliche 
Identitäts- oder Reisepapiere qualifiziert werden können,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er ohne jegliche 
Reisedokumente von Bangladesch in die Schweiz gereist sei (vgl. A1, 
S. 5 f.) realitätsfremd erscheint,

dass  er  zu  seiner  Reise  ausserdem  unsubstanziierte  Aussagen 
machte, indem er beispielsweise nicht genau sagen konnte, wie diese 

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finanziert worden war und welche europäischen Länder er durchquert 
hat,

dass der Beschwerdeführer in der Erstbefragung zu Protokoll gab, er 
habe zuhause einen Geburtsschein (vgl. A1, S. 4),

dass  er  in  der  Direktanhörung  im  Widerspruch  dazu  vorbrachte,  er 
habe  keinen  Geburtsschein  und  auf  Vorhalt  seiner  Aussage  in  der 
Erstbefragung  ausweichend  erklärte,  er  habe  zuhause  nachgefragt, 
aber seine Angehörigen hätten keinen Geburtsschein gefunden,

dass diese Erklärung nicht überzeugend klingt, sondern vielmehr den 
Eindruck einer Schutzbehauptung vermittelt,

dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten insgesamt nicht 
gelungen  ist,  entschuldbare  Gründe  für  die  Nichteinreichung  von 
Identitäts- oder Reisepapieren glaubhaft zu machen,

dass  demnach  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  zu  Recht  davon 
ausgegangen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es 
bestehe  aufgrund  der  Anhörung  keine  Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass die Auffassung der Vorinstanz, wonach die Verfolgungsvorbringen 
des Beschwerdeführers  weder  glaubhaft  noch asylrelevant  seien,  zu 
bestätigen ist,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Suche  der 
Strafverfolgungsbehörden  nach  ihm  keine  Verfolgung  im  Sinne  von 
Art. 3  AsylG  darstellt,  da  es  sich  dabei  um  rechtsstaatlich  legitime 
Ermittlungsmassnahmen handelt,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  keine  konkreten  Hinweise  dafür 
bestehen, der Beschwerdeführer würde im Falle seiner Festnahme in 
seinem Heimatland kein faires Verfahren erhalten,

dass gemäss den eingereichten Zeitungsartikeln selbst die Presse von 
ungerechtfertigten Anzeigen ausgeht,

dass sich der Beschwerdeführer gegen die falschen Anschuldigungen 
ohne weiteres mit rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen kann,

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dass die  Verfolgungsvorbringen im Übrigen ohnehin  wenig  glaubhaft 
erscheinen,

dass  der  Beschwerdeführer  unsubstanziierte  und  widersprüchliche 
Angaben  zu seiner  angeblichen Tätigkeit  für  die  Chatra  Dal  machte 
und sich auch hinsichtlich des Datums der geplanten Wahldemonstra-
tion widersprach (vgl. A7, S. 6),

dass  die  vom  Beschwerdeführer  erwähnte  Chatra  Dal  mit  voller 
Bezeichnung Jatiyatabadi Chatra Dal (JCD) heisst, was der Beschwer-
deführer offenbar nicht weiss (vgl. A7, S. 5),

dass  das  Vorbringen,  wonach  die  Anhänger  der  Chatra  League  ihn 
beim weiteren Verbleib im Heimatland umgebracht hätten, unplausibel 
erscheint,  da  diese  ihn  kaum  bei  der  Polizei  angezeigt  und  damit 
gewarnt hätten, wenn sie ihn tatsächlich hätten umbringen wollen,

dass  die  eingereichten  Beweismittel  (namentlich  die  Zeitungsartikel 
sowie die beiden FIR mit jeweiligen Charge Sheets und Haftbefehlen) 
nicht  geeignet  sind,  die  Asylvorbringen  zu  untermauern,  da  der 
Beschwerdeführer  bis  heute  kein  rechtsgenügliches  Identitätsdoku-
ment  (Reisepass  oder  Identitätskarte)  eingereicht  hat,  weshalb  die 
Dokumente  nicht  zweifelsfrei  seiner  Person  zugeordnet  werden 
können,

dass im Übrigen ohnehin Zweifel an der Authentizität der eingereichten 
Beweismittel besteht, da derartige Dokumente (insbesondere Bestäti-
gungen jeder  Art  sowie  FIR)  im Heimatland des Beschwerdeführers 
problemlos käuflich zu erwerben sind,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Erstanhörung  erklärte,  er  könne 
keine Wohnsitzbestätigung beschaffen, da er dazu selber vor Ort sein 
müsste (vgl. A1, S. 4), was ein klares Indiz gegen die Echtheit der auf 
Beschwerdeebene eingereichten Wohnsitzbestätigung vom 25. Febru-
ar 2009 darstellt und auch die Zweifel an der Authentizität der übrigen 
Dokumente verstärkt,

dass  schliesslich  das  im  entsprechenden  FIR  genannte  Datum  der 
Bombenexplosion  nicht  mit  dem  vom  Beschwerdeführer  genannten 
Datum übereinstimmt,

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dass das fragliche Ereignis im entsprechenden FIR auf den 3. Oktober 
2008  datiert  wird  (vgl.  den  eingereichten  FIR  vom  selben  Datum), 
während der Beschwerdeführer in den Protokollen erklärte, der Vorfall 
habe sich im September 2008 zugetragen (vgl. A1, S. 4 sowie A7, S. 5 
und 8),

dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
nach dem Gesagten ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und 
auch  keine  zusätzlichen  Abklärungen  hinsichtlich  der  Frage  des 
Wegweisungsvollzugs notwendig erscheinen,

dass  bei  dieser  Sachlage  darauf  verzichtet  werden  kann,  auf  die 
Vorbringen in der Beschwerde näher einzugehen, da sie nicht geeignet 
sind, am vorliegenden Ergebnis etwas zu ändern,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 

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werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Bangladesch 
droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  Bangladesch  noch  individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen,

dass in Bangladesch keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen,  alleinstehen-
den  Mann  ohne  aktenkundige  gesundheitliche  Probleme  handelt, 
welcher über eine gute Ausbildung sowie in (...) über ein tragfähiges 
Beziehungsnetz verfügt,

dass nach dem Gesagten nicht zu erwarten ist, der Beschwerdeführer 
würde  bei  einer  Rückkehr  nach  Bangladesch  in  eine  existenzbedro-
hende  Situation  geraten,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  im 
heutigen Zeitpunkt insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 

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bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die 
Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(in Kopie, vorab per Telefax)

- das _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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