# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22483c17-91c3-55d1-b809-16dce9d28a3d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.02.2024 E-7065/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7065-2023_2024-02-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7065/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Bolz-Reimann;   

Gerichtsschreiber Stefan Trottmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Andreas Bänziger, Rechtsanwalt,  

KAESLIN BÄNZIGER DAVID & PARTNER Advokatur und 

Notariat,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 20. November 2023 / N (…). 

 

 

 

E-7065/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 26. Juni 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte und am 3. Juli 2023 im Rahmen der Personalienaufnahme 

(PA) angehört wurde (vgl. Akten der Vorinstanz 1261328-[nachfolgend: 

SEM-act.] 8/1 und 9/10), 

dass am 5. Juli 2023 das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 der Verord-

nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO [Dublin-Ge-

spräch]) stattfand (vgl. SEM-act. 10/2), 

dass der Beschwerdeführer am 10. November 2023 nach Art. 29 AsylG 

(SR 142.31) angehört wurde (vgl. SEM-act. 20/11), 

dass er dabei in Wesentlichen ausführte, er sei türkischer Staatsangehöri-

ger kurdischer Ethnie und stamme ursprünglich aus B._______, von wo er 

aufgrund vernachlässigter Infrastruktur sowie schlechter Versorgung mit 

seiner Familie nach C._______ umgezogen sei, als er ungefähr zehn Jahre 

alt gewesen sei, 

dass er zuletzt zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder in 

C._______ gelebt habe, 

dass insbesondere die kurdische Bevölkerung in der Türkei unterdrückt 

werde, er zwar früher einmal Mitglied der Halklarin Demokratik Partisi 

(HDP) gewesen sei und an Protesten teilgenommen habe, im Jahr 2021 

aber seine Mitgliedschaft beendet habe, da sich die politische Lage verän-

dert und er deswegen Bedenken bekommen habe,  

dass er ausserdem ein sogenannter «Militärflüchtiger» sei, da er seinen 

Militärdienst noch nicht geleistet habe, 

dass er wegen des Aufschubs des Militärdienstes eine Busse bezahlen 

müsse, die noch ausstehe,  

dass er befürchte, eingezogen zu werden, sobald er in irgendeiner Form in 

Kontakt mit den Behörden trete, beispielsweise bei einer Wiedereinreise 

am Flughafen,  

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Seite 3 

dass ihm der Militärdienst widerstrebe, weil er möglicherweise gegen die 

kurdische Bevölkerung eingesetzt werden könnte, 

dass er daher die Türkei am (…) 2023 verlassen habe und in einem LKW 

versteckt am (…) 2023 illegal in die Schweiz eingereist sei, 

dass die Vorinstanz den Entwurf des Asylentscheids am 16. November 

2023 der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers zustellte und diese am 

Folgetag ihre Stellungnahme dem SEM übergab (vgl. SEM-act. 21/8 f.),  

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 20. November 2023 (gleichentags 

eröffnet) feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz 

verfügte, den Vollzug der Wegweisung anordnete und den zuständigen 

Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte (vgl. SEM-act. 

23/10), 

dass das SEM zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen ausführte, 

es sei allgemein bekannt, dass Angehörige der kurdischen Bevölkerung in 

der Türkei von den türkischen Behörden und der Gesellschaft schikaniert 

und benachteiligt würden, diese Situation aber keinen ernsthaften Nachtei-

len im Sinne des Asylgesetzes gleichkomme,  

dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Vorfälle – beispielsweise 

die Kritik, welche gegenüber ihm an der kurdischen Musik oder am kurdi-

schen Akzent geäussert worden sei – in ihrer Intensität nicht über die Nach-

teile hinausgehen würden, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung 

in der Türkei in ähnlicher Weise treffen könnten, und er andere Nachteile 

nicht geltend gemacht habe,  

dass die Dienstpflicht alleine flüchtlingsrechtlich nicht relevant sei, wenn 

die Streitkräfte zur Bekämpfung eines innerstaatlichen Notstands einge-

setzt würden, diene die Wehrpflicht doch dazu, den Staat gegen Bedrohun-

gen zu schützen, wobei das Militär zur Abwehr sowohl äusserer wie innerer 

Angriffe eingesetzt werden dürfe, 

dass eine Stationierung im Osten der Türkei im Rahmen einer Verschie-

bung der Truppeneinheit des Beschwerdeführers in das Operationsgebiet 

erfolgen könnte, und sich ein Zusammenhang zwischen Stationierungsort 

und seiner Ethnie nicht herstellen lasse, zumal die Einteilung in eine Trup-

peneinheit nach dem Zufallsprinzip vorgenommen werde, 

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Seite 4 

dass ein Einsatz im Osten der Türkei und auch ein militärstrafrechtliches 

Vorgehen aufgrund eines Dienstversäumnisses somit keine flüchtlings-

rechtlich relevanten Massnahmen im Sinne des Asylgesetzes darstellten, 

zumal in Bezug auf den bisherigen Aufschub des Militärdienstes gemäss 

den Aussagen des Beschwerdeführers auch nur eine Geldbusse ausstehe,  

dass auch seine frühere Mitgliedschaft bei der HDP und seine Teilnahmen 

an Protesten die Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen vermöchten, 

da er gemäss eigenen Angaben im Jahr 2019 zuletzt an Protesten teilge-

nommen habe, im Jahr 2021 aber vorsichtshalber aus der Partei ausgetre-

ten und er auch vorher nur ein einfaches Mitglied ohne bestimmte Funktion 

gewesen sei,  

dass er ferner nie festgenommen und nie ein Gerichtsverfahren gegen ihn 

eingeleitet worden sei, er keine anderweitigen Probleme gelten gemacht 

habe und auch aufgrund der Akten keine anderen Gründe ersichtlich seien, 

welche die Flüchtlingseigenschaft begründeten, weshalb seine Vorbringen 

den Anforderungen der Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht 

standhielten,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Dezember 2023 gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

darin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flücht-

lingseigenschaft sei festzustellen und es sei ihm Asyl zu gewähren, even-

tualiter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, un-

zumutbar und/oder unmöglich sei und die vorläufige Aufnahme zu verfügen 

sei, sowie subeventualiter die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung 

zurückzuweisen sei, 

dass er der Beschwerde als Beilagen eine Anwaltsvollmacht und die ange-

fochtene Verfügung, beides in Kopie, beilegte, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 29. Dezember 

2023 dem Beschwerdeführer Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschus-

ses ansetzte, und dieser am 9. Januar 2024 den Kostenvorschuss fristge-

recht leistete, 

  

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Seite 5 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss und dies der Fall ist, wenn die Behörde ihr Vorhan-

densein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, die 

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Seite 6 

Vorbringen hingegen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG), 

dass die vorinstanzliche Verfügung in ihren Erwägungen zu bestätigen ist, 

namentlich die vom Beschwerdeführer geschilderten Fluchtgründe flücht-

lingsrechtlich nicht relevant sind und diesbezüglich auf die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist (vgl. angefochtene Verfü-

gung Ziff. II),  

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde ausführt, er habe den Mili-

tärdienst aus Gewissensgründen verweigert, insbesondere weil er be-

fürchte, in Gebieten eingesetzt zu werden, wo ein hoher kurdischer Bevöl-

kerungsanteil lebe, 

dass die Vorinstanz nicht erwogen habe, welche weitere diskriminierende 

und mithin asylrelevante Bestrafung ihm infolge der strafrechtlichen Verfol-

gung wegen Militärdienstverweigerung drohe,  

dass er Pazifist sei und er überdies als ethnischer Kurde nicht für den tür-

kischen Staat kämpfen wolle,  

dass, wer den Militärdienst verweigere, überdies auch zu Freiheitsstrafen 

verurteilt werde, die Verbüssung einer solchen aber nicht von der Absolvie-

rung des Militärdienstes befreie,  

dass, wer den Militärdienst erneut verweigere, wiederum zu einer Freiheits-

strafe verurteilt werde, was von einem deutschen Gericht (und vom EGMR 

in ähnlicher Weise) als Verletzung von Art. 3 EMRK beurteilt worden sei,  

dass das vom Beschwerdeführer Vorgebrachte lediglich auf hypotheti-

schen Annahmen beruht, zumal er anlässlich der Anhörung ausführte, we-

der sei er jemals verhaftet noch sei ein Gerichtsverfahren respektive ein 

politisches Verfahren gegen ihn eröffnet worden (vgl. SEM-act. 20/11 

F77 f.),  

dass er weiter auf die Frage, ob er, abgesehen von der Geldstrafe, jemals 

irgendwelche Probleme wegen seiner Militärdienstverweigerung gehabt 

habe, ausführte, er habe keine Probleme gehabt, er müsse diese Geldstra-

fen zahlen und den Militärdienst leisten (vgl. SEM-act. 20/11 F74), 

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Seite 7 

dass des Weiteren der vom Beschwerdeführer befürchtete Einzug in den 

Militärdienst, anlässlich welchem er angeblich im Osten der Türkei gegen 

Angehörige der kurdischen Ethnie kämpfen müsse, keine asylrechtliche 

Relevanz beigemessen wird, da die militärische Einberufung in der Türkei 

aufgrund der Staatsangehörigkeit und des Jahrgangs des Betroffenen er-

folgt und die ethnische Zugehörigkeit des Einberufenen dabei keine Rolle 

spielt, und auch keine Veranlassung zur Annahme besteht, die Türkei 

würde Kurden speziell gegen Angehörige der eigenen Ethnie einsetzen 

(vgl. Urteile des BVGer D-1307/2020 vom 13. März 2020 E. 7.2 m.w.H. so-

wie D-5690/2021 vom 25. Mai 2023 E. 6.4), 

dass weiter auch eine allfällige Strafe wegen Refraktion oder Desertion ge-

mäss konstanter Rechtsprechung grundsätzlich keine Verfolgung im Sinne 

von Art. 3 AsylG darstellt und keine Anhaltspunkte vorliegen, dass der Be-

schwerdeführer im Falle einer Bestrafung mit einem Politmalus zu rechnen 

hätte (vgl. Urteile des BVGer D-1307/2020 vom 13. März 2020 E. 7.2 

m.w.H.),  

dass aus diesem Grund auch der Antrag des Beschwerdeführers, es seien 

Abklärungen durch eine Vertrauensperson der Schweizerischen Vertretung 

in der Türkei durchzuführen, da er befürchte, mittlerweile militärpolizeilich 

ausgeschrieben worden zu sein, abgewiesen wird,  

dass es ferner zwar möglich ist, dass Kurden – auch während des Militär-

dienstes – in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen ausgesetzt sein 

könnten, aber nicht bereits die Tatsache, dass der Beschwerdeführer kur-

discher Ethnie ist, zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asyl-

gewährung führt, 

dass hierzu ausserdem festzustellen ist, dass praxisgemäss hohe Anfor-

derungen für die Annahme einer Kollektivverfolgung gestellt werden (vgl. 

BVGE 2014/32 E. 6.1; 2013/12 E. 6), welche im Falle der Kurden in der 

Türkei – auch unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Entwicklun-

gen – nicht als erfüllt zu erachten sind (vgl. hierzu etwa die Urteile des 

BVGer D-2424/2021 vom 9. Mai 2022 E. 6.2; E-3917/2021 vom 11. Ja-

nuar 2022 E. 6.3; D-2759/2020 vom 29. September 2021 E. 7.2;  

D-36/2018 vom 12. Oktober 2020 E. 6.2), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zudem vorbringt, es be-

stehe das hohe Risiko, dass ein Verfahren nach Art. 318 des türkischen 

Strafgesetzbuches gegen ihn eröffnet werde, welcher die «Distanzierung 

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des Volkes vom Militär» und damit insbesondere kritische Äusserungen 

zum Militär unter Strafe stelle, 

dass zudem das hohe Risiko bestehe, dass er gemäss Art. 7 Abs. 2 des 

türkischen Anti-Terrorismusgesetzes beschuldigt werde, welche die Propa-

ganda für eine terroristische Organisation unter Strafe stelle,  

dass diesbezüglich weder Anhaltspunkte aus den Akten noch aus der Be-

schwerde ersichtlich sind und auch keine Beweismittel ins Recht gelegt 

werden, welche dieses Befürchtungen untermauern könnten, 

dass hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers in seiner Be-

schwerde, er sei bis ins Jahr 2021 während mehrerer Jahre HDP-Mitglied 

gewesen, habe an diesbezüglichen Aktivitäten teilgenommen und sei so 

den Behörden aufgefallen respektive hätten diese eine Akte über ihn an-

gelegt, auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 

verwiesen werden kann (vgl. ebendort Ziffer II/2),  

dass betreffend Wegweisung und Wegweisungsvollzug vollumfänglich auf 

die angefochtene Verfügung verwiesen wird (vgl. angefochtene Verfügung 

Ziff. III) und weder aus den Akten noch aus der Beschwerde Gründe er-

sichtlich sind, die genannten entgegenstehen,  

dass insbesondere in der Türkei weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine 

landesweite Situation allgemeiner Gewalt herrscht, aufgrund welcher eine 

Rückkehr generell unzumutbar wäre – auch nicht für Angehörige der kur-

dischen Ethnie, 

dass an dieser Einschätzung weder das Wiederaufflammen des türkisch-

kurdischen Konflikts seit Juli 2015 noch die sicherheitspolitische Entwick-

lung nach dem Putschversuch im Juli 2016 etwas zu ändern vermögen 

(vgl. statt vieler die Urteile des BVGer D-1920/2023 vom 14. Juni 2023 

E. 9.4.1 sowie E-2377/2023 vom 2. Juni 2023 E. 9.4.2, je mit weiteren Hin-

weisen; anders ausschliesslich betreffend die Provinzen Hakkâri und 

Şırnak: BVGE 2013/2 E.9.6 und Referenzurteil des BVGer E-1948/2018 

vom 12. Juni 2018 E. 7.3.1), 

dass sodann schwere Erdbeben im Südosten der Türkei Anfang Februar 

2023 zur Zerstörung weiter Teile der Infrastruktur geführt haben und in der 

Folge der türkische Präsident Erdoğan den Ausnahmezustand in den elf 

betroffenen Provinzen (Kahramanmaraş, Hatay, Gaziantep, Osmaniye, 

Malatya, Adıyaman, Adana, Diyarbakır, Kilis, Şanlıurfa und Elazığ) ausrief,  

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dass der Beschwerdeführer zuletzt in C._______ wohnte und vom Erdbe-

ben folglich nicht betroffen ist (vgl. SEM-act. 9/10 Ziffer 2.01), 

dass somit die von der Vorinstanz verfügte Wegweisung und der Vollzug 

der Wegweisung zu bestätigen sind, 

dass ferner auch keine Verfahrensmängel ersichtlich sind, welche eine 

Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz rechtferti-

gen würden, weshalb das Kassationsbegehren abzuweisen ist,  

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass der einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrens-

kosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gabriela Freihofer Stefan Trottmann 

 

 

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