# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d065be57-873d-56db-a485-d447c2a6b5c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.02.2012 C-388/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-388-2010_2012-02-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­388/2010 und C­391/2010

U r t e i l   v om   2 1 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Blaise Vuille,   
Gerichtsschreiberin Barbara Giemsa­Haake.

Parteien A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Reto Marbacher,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid.

C­388/2010 und C­391/2010

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Sachverhalt:

A. 
A._______, Inhaberin des Einzelunternehmens (…), betreibt in Luzern ein 
indisches  Spezialitätenrestaurant.  Im  November  2007  bemühte  sie  sich 
erstmals  darum,  B._______  und  C._______  –  beide  aus  Indien 
stammend  –  als Köche  anstellen  zu  dürfen,  und  ersuchte  für  beide  um 
entsprechende  Erteilung  von  Aufenthaltsbewilligungen.  Formlos 
verweigerte  das  BFM  den  von  der  kantonalen  Arbeitsmarktbehörde 
befürworteten  Gesuchen  die  Zustimmung,  da  es  die  berufliche 
Qualifikation beider Personen für nicht genügend erachtete. Die im März 
2008  von  A._______  erneuerten  Gesuche  lehnte  das  BFM  ebenfalls 
formlos  ab,  wies  die  Gesuchstellerin  aber  mit  Schreiben  vom  20. März 
2008  darauf  hin,  dass  aufgrund  einer  anderen  rechtlichen  Grundlage 
Drittstaatsangehörige  als  gastgewerbliche  Praktikanten  zugelassen 
werden  könnten.  Aufgrund  dessen  ersuchte  A._______  via  Schweizer 
Hotelier­Verband  (hotelleriesuisse)  die  kantonale  Behörde  am  9. Juni 
2008  darum,  die  beiden  Stellenbewerber  als  gastgewerbliche 
Praktikanten  zwecks  Weiterbildung  zuzulassen.  Der  Kanton  entsprach 
beiden Gesuchen mit  Vorentscheid  vom 16.  Juni  2008,  jeweils  gestützt 
auf  Art.  32  des  Ausländergesetzes  vom  16. Dezember  2005  (AuG,  SR 
142.20) und Art. 19 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  [VZAE,  SR  142.201]).  Zu 
beiden Bewilligungen, gültig vom 1. August 2008 bis 31. Juli 2009, erteilte 
das  BFM  seine  Zustimmung  und  wies  in  den  entsprechenden 
Verfügungen vom 2. Juli 2008 daraufhin, dass diese Bewilligungen nicht 
verlängerbar seien.

B. 
Ende  August  2009  beantragte  A._______  beim  Amt  für  Migration  des 
Kantons  Luzern  (AMIGRA)  erneut  die  Erteilung  von 
Kurzaufenthaltsbewilligungen für B._______ und C._______, die sie nun 
nicht  mehr  als  Praktikanten,  sondern  als  Spezialitätenköche  anstellen 
wollte.  Die  kantonale  Behörde  befürwortete  auch  diese  Gesuche  und 
unterbreitete  dem  BFM  am  9.  Oktober  2009  ihre  arbeitsmarktlichen 
Vorentscheide. Das BFM verweigerte zunächst formlos, dann jeweils mit  
Verfügung  vom 22. Dezember  2009  seine Zustimmung  und  begründete 
dies  in  beiden  Fällen  vor  allem  damit,  dass  mangels  hinreichender 
Ausbildung  und  Berufserfahrung  die  persönlichen  Voraussetzungen  für 
die  Ausübung  der  beabsichtigten  Erwerbstätigkeit  fehlten.  Beide 
Bewerber hätten in Indien eine Hotelfachschulausbildung absolviert; eine 

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solche Ausbildung decke jedoch ein wesentlich breiteres Spektrum ab als 
eine spezifische Ausbildung zum Koch.  

C. 
Gegen diese Verfügungen erhob A._______ durch  ihren Rechtsvertreter 
am  21.  Januar  2010  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie 
beantragt,  die  beiden  Verfügungen  vom  22.  Dezember  2009  seien 
aufzuheben;  gleichzeitig  seien  B._______  und  C._______  die 
beantragten Kurzaufenthaltsbewilligungen  zu  erteilen. Eventualiter  seien 
beide  Verfahren  zur  Sachverhaltsergänzung  und Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückzuweisen.  Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  in 
ihrem  Unternehmen  sei  sie  auf  die  beiden  Köche,  für  welche  um 
Bewilligung ersucht werde, angewiesen. Der Restaurantbetrieb sei darauf 
ausgerichtet,  anspruchsvolle  Gäste  und  –  bei  Spezialevents  und 
Cateringanlässen – auch Touristengruppen aus Indien zu betreuen. Hier 
habe man eine Marktlücke gefunden und den Umsatz dank des Einsatzes 
der  beiden  Köche  erheblich  steigern  können.   Diese  belegten  in  der 
Küche  ihres  Betriebs  zwei  der  insgesamt  sechs  Kochstellen;  zusätzlich 
zur  Küchenarbeit  hätten  sie  jedoch  verantwortungsvollere  Aufgaben, 
insbesondere  im Bereich  des Caterings  und  bei  der  Stellvertretung  des 
Küchenchefs.  Gleichermassen  qualifizierte  und  engagierte 
Teammitglieder  habe  sie,  die  Beschwerdeführerin,  bei  der  Suche  nach 
indischen  Spezialitätenköchen  im  europäischen  Raum  nicht  finden 
können.

Sowohl  B._______  als  auch  C._______  hätten  in  ihrem  Heimatland 
primär  eine  Ausbildung  in  der  indischen  Küche  mit  Spezialisierung  im 
Catering absolviert; die Ausbildung im Hotelfachbetrieb sei zusätzlich und 
ergänzend  erfolgt.  Die  gesamte  Ausbildung  sei  typisch  für  höher 
qualifizierte indische Köche und entspreche den gemäss Art. 23 AuG an 
eine  Spezialausbildung  gestellten  Anforderungen.  Eine  Kochlehre, 
ähnlich jener in der Schweiz, gebe es in Indien nicht. Dort existierten ein 
erheblich  anderes  Schul­  und  Berufsbildungssystem,  aber  auch  andere 
Esstraditionen,  weshalb  im  vorliegenden  Fall  nicht  die  in  der  Schweiz 
geltenden  Massstäbe  angelegt  werden  dürften.  Entgegen  der  Meinung 
der  Vorinstanz  entsprächen  die  Qualifikationen  der  beiden  Bewerber 
auch  nicht  denen  einer  hiesigen  Hotelfachschule,  sondern  gingen  im 
Bereich  der  Kochausbildung  sogar  über  die  Anforderungen  einer 
schweizerischen  Kochlehre  hinaus,  nicht  zuletzt  auch  deshalb,  weil  die 
Arbeitszeiten  pro  Tag  und  Woche  weitaus  höher  seien.  Zudem  hätten 
B._______  und  C._______  während  ihrer  einjährigen  Anstellung  als 

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Praktikanten  zusätzliche Erfahrungen  sammeln  können.  Schliesslich  sei 
zu berücksichtigen, dass der Betrieb  (…)  in den Jahren 2000 und 2010 
für andere Köche problemlos Bewilligungen erhalten habe, obwohl deren 
Qualifikationen  nicht  die  der  beiden  Bewerber  überträfen.  Mit  der 
unterschiedlichen  Behandlung  der  Gesuche  habe  die  Vorinstanz  das 
Gleichheitsgebot  verletzt.  Deren  fehlende  Auseinandersetzung  mit  den 
Fakten  und  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  bedeute  darüber 
hinaus  eine  Verletzung  des  Willkürverbots  und  des  Anspruchs  auf 
rechtliches Gehör. 

D. 
In ihren Vernehmlassungen vom 23. März 2010 beantragt die Vorinstanz 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  macht  geltend,  die 
Beschwerdeführerin  habe  nach  Ablauf  der  für  12  Monate  bewilligten 
Praktika  um  Verlängerung  der  beiden  Kurzaufenthaltsbewilligungen 
ersucht,  wohlwissend,  dass  der  Wortlaut  der  Verfügungen  vom  2.  Juli 
2008  diese  Möglichkeit  ausschliesse.  Für  B._______  und  C._______ 
könne auch jetzt keine Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid 
erteilt  werden,  denn  –   abgesehen  von  den  generellen 
Zulassungsvoraussetzungen  für  den  schweizerischen  Arbeitsmarkt  (Art. 
18, 20 – 22 AuG) verfügten beide nicht über die gemäss Art. 23 Abs. 1 
AuG  erforderliche  Spezialisierung  als  Koch.  Dies  sei  bereits  im  Vorfeld 
der  für  sie  als  gastgewerbliche  Praktikanten  erteilten  Bewilligungen 
festgestellt worden. 

Die  Qualifikationsbedingungen  für  Spezialitätenköche  würden  in  den 
Weisungen  zum  AuG  näher  definiert.  Hierzu  gehörten  prinzipiell  eine 
abgeschlossene mehrjährige Ausbildung mit Diplom und eine mehrjährige 
Berufserfahrung in der entsprechenden Spezialitätenküche (mindestens 7 
Jahre  inkl.  Ausbildungszeit).  Die  Qualifikationsprofile  beider  Bewerber 
zeigten  jedoch,  dass  der  Schwerpunkt  ihrer  Ausbildung  und 
Berufserfahrung  nicht  im  Bereich  des  Kochens  –  wofür  in  Indien  eine 
äquivalente  Ausbildung  existiere  –  liege.   B._______  habe  während 
seiner Hotelfachausbildung 12 Kurse belegt, von denen nur 3 direkt bzw. 
indirekt  mit  der  Zubereitung  von  Speisen  zu  tun  gehabt  hätten. 
C._______  habe  insgesamt  22  Kurse,  6  davon  mit  Bezug  zur 
Speisenzubereitung,  absolviert.  Auch  nach  der  Hotelfachausbildung 
hätten  beide  keine  hinreichende  Erfahrung  in  der  Spezialitätenküche 
sammeln  können.  Die  von  der  Beschwerdeführerin  behauptete  bessere 
Qualifizierung der beiden Hotelschulabsolventen spiele für die Zulassung 
im Gastgewerbe keine Rolle, denn auf deren Fähigkeiten im Bereich der 

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Organisation  von  Spezialevents  und  des  Caterings  komme  es  im 
Rahmen  von  Art.  23  AuG  nicht  an.  Ihre  fachlichen  Kenntnisse  in  der 
Spezialitätenküche  entsprächen  auch  nicht  denjenigen  zweier  anderer 
Mitarbeiter,  auf  welche  sich  die  Beschwerdeführerin  zum  Vergleich 
berufe.  Diese  Mitarbeiter  sowie  der  seit  dem  Jahr  2000  beschäftigte 
Chefkoch  hätten  ihre  arbeitsmarklichen  Bewilligungen  zudem  unter 
anderen  rechtlichen  Voraussetzungen  erhalten.  Im  Übrigen  lasse  die 
Lohnstruktur  im  Betrieb  der  Beschwerdeführerin  nicht  erkennen,  dass  
B._______ und C._______ besser qualifiziert seien als die vier anderen 
dem Küchenchef unterstellten Köche. 

Abschliessend  komme  hinzu,  dass  erstmalige  Bewilligungen  für 
Spezialitätenköche  nur  als  Kurzaufenthaltsbewilligungen  nach  Art.  19 
Abs.  1  VZAE  erfolgen  könnten.  Nach  Ablauf  einer  12­monatigen 
Kurzaufent­haltsbewilligung  –  in  deren  Genuss  die  beiden  Bewerber 
bereits  gelangt  seien  –  komme  in  Anlehnung  an  Art.  56  VZAE  nur  die 
Erteilung  bzw. Umwandlung  in  eine Aufenthaltsbewilligung  nach Art.  20 
VZAE  in  Frage.  Die  hierfür  in  Art.  23  Abs.  2  AuG  genannten 
Voraussetzungen, beispielsweise Kenntnisse einer Landessprache, seien 
bei B._______ und C._______ jedoch nicht vorhanden.  

E. 
In  ihrer Replik  vom 28. April  2010 hält die Beschwerdeführerin an  ihren 
zuvor  geäusserten  Überzeugungen  fest.  B._______  und  C._______ 
erfüllten  auf  jeden Fall  die  in Art.  23 AuG genannten Voraussetzungen, 
um  zum hiesigen Arbeitsmarkt  zugelassen  zu werden.  Im Gastgewerbe 
dürfe sich die Zulassung nicht nur auf die beiden Personengruppen der 
gastgewerblichen Praktikanten und der Spezialitätenköche beschränken; 
die  vom  BFM  erlassenen  Weisungen  zum  Ausländergesetz  seien 
diesbezüglich  weder  genügend  differenziert  noch  aktuell.  Im 
Tourismussektor  bestehe  ein  nachweisbares  Bedürfnis  an 
Cateringspezialisten;  diesem  Umstand  müsse  Rechnung  getragen 
werden,  wenn  es  um  die  Interpretation  der  in  Art.  23  Abs.  1  AuG 
verwendeten Begriffe Spezialisten bzw. andere qualifizierte Arbeitskräfte 
gehe. Im vorliegenden Fall hätten beide Bewerber sowohl eine Catering­ 
wie  auch  eine  Kochausbildung.  Letztere  sei  besser  und  umfangreicher 
gewesen  als  die  eines  anderen  Mitarbeiters,  der  trotzdem  eine 
arbeitsmarktliche Zulassung als Spezialitätenkoch erhalten habe. 

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F. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Angesichts  des  engen  persönlichen  und  sachlichen  Zusammenhangs 
sind  die  Beschwerdeverfahren  C­388/2010  und  C­391/2010  zu 
vereinigen.

2. 

2.1.  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Zustimmung  zum 
arbeitsmarktlichen  Vorentscheid  unterliegen  der  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Art.  31,  Art.  32  sowie  Art.  33  Bst.  d  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Das 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  endgültig  (Art.  1  Abs.  2  VGG 
i.V.m.  Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]).

2.2. Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 
sich  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  vom  20.  Dezember  1968 
(VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts 
anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

2.3.  Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen 
Verfügungen zur Beschwerde  legitimiert  (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde  ist einzutreten (Art. 50 – 
52 VwVG).

3. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 

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gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2, BVGE 2007/41 E. 2).

4. 
In formeller Hinsicht wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vor, sich 
nicht mit  ihren Vorbringen auseinandergesetzt und damit  ihren Anspruch 
auf  rechtliches Gehör verletzt zu haben. Angesichts des  Inhalts der vor­
instanzlichen  Akten  rechtfertigt  sich  dieser  Vorwurf  jedoch  nicht.  Die 
Beschwerdeführerin  hat  mit  den  beteiligten  Behörden  eine  ausgiebige 
Korrespondenz geführt und sich darum bemüht, verschiedene Personen 
des  (politischen)  öffentlichen  Lebens  in  den  Entscheidprozess  der 
Vorinstanz  zu  involvieren.  Das  BFM  hat  sich  mit  Schreiben  vom  17. 
November  2009  abschliessend  zu  den  Argumenten  der 
Beschwerdeführerin  geäussert  und  dort  sowie  in  den  nachfolgenden 
Verfügungen vom 22. Dezember 2009 die aus seiner Sicht wesentlichen 
Punkte für den ablehnenden Entscheid erläutert. Dem rechtlichen Gehör 
der Beschwerdeführerin wurde damit Genüge getan; der Gehörsanspruch 
bedeutet  nicht,  dass  die  Behörde  die  rechtlichen  Ausführungen  einer 
Partei  berücksichtigen muss  (vgl. BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL  in: 
Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, 
Art. 30 N 25).   

5. 
Als  indische  Staatsangehörige  unterstehen  B._______  und  C._______ 
weder dem Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und 
ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(Freizügigkeitsabkommen  bzw.  FZA,  SR  0.142.112.681)  noch  dem 
Abkommen vom 21. Juni 2001 zur Änderung des Übereinkommens vom 
4.  Januar 1960 zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation 
(EFTA­Übereinkommen,  SR  0.632.31).  Ihre  Zulassung  zum 
schweizerischen  Arbeitsmarkt  als  sogenannte  Drittstaatsangehörige 
richtet  sich  deshalb  nach  dem  Ausländergesetz  und  dessen 
Ausführungsverordnungen,  insbesondere  der  Verordnung  über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit.

6.  

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6.1.  Gemäss  Art.  99  AuG  legt  der  Bundesrat  fest,  in  welchen  Fällen 
Kurzaufenthalts­,  Aufenthalts­  und  Niederlassungsbewilligungen  sowie 
kantonale arbeitsmarktliche Vorentscheide dem BFM zur Zustimmung zu 
unterbreiten sind. Das entsprechende arbeitsmarktliche Verfahren wird in 
Art. 83 – 86 VZAE geregelt. 

6.2. Vor der Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung (Art. 32 AuG) oder 
einer  Aufenthaltsbewilligung  (Art.  33  AuG) mit  Erwerbstätigkeit  sind  die 
arbeitsmarktlichen  Vorentscheide  im  Sinne  von  Art.  83  VZAE  der 
Vorinstanz  zur Zustimmung  zu unterbreiten  (Art.  85 Abs.  2 VZAE). Das 
BFM kann die Zustimmung aus den  in Art.  86 Abs.  2 VZAE genannten 
Gründen  verweigern;  es  ist  aufgrund  eigener  originärer 
Sachentscheidkompetenz  nicht  an die Beurteilung durch die  kantonalen 
Behörden gebunden (vgl. BGE 127 II 49 E. 3a S. 51 f. und BGE 120 Ib 6 
E. 3 S. 11 f.).

6.3.  Gemäss  Art.  18  AuG  können  Ausländerinnen  und  Ausländer  zur 
Ausübung  einer  unselbständigen  Erwerbstätigkeit  zugelassen  werden, 
wenn dies dem gesamtwirtschaftlichen  Interesse entspricht  (Bst. a), das 
Gesuch  eines  Arbeitgebers  vorliegt  (Bst.  b)  und  die  Voraussetzungen 
nach den Art. 20 – 25 AuG erfüllt sind (Bst. c). 

6.3.1.  Art.  21  AuG  räumt  inländischen  Arbeitskräften  und  solchen  aus 
dem  EU/EFTA­Raum  den  Vorrang  ein.  Demzufolge  können 
Drittstaatsangehörige  nur  dann  zum  schweizerischen  Arbeitsmarkt 
zugelassen  werden,  wenn  nachgewiesenermassen  keine  geeigneten 
Erwerbstätigen  aus  der  Schweiz  oder  einem  EU/EFTA­Staat,  mit 
welchem  ein  Freizügigkeitsabkommen  abgeschlossen  wurde,  gefunden 
werden können (Art. 21 Abs. 1 AuG). Für Ausländerinnen und Ausländer 
mit Schweizer Hochschulabschluss gilt  eine  spezielle Regelung  (Art.  21 
Abs.  3  AuG).  Zudem  müssen  die  orts­,  berufs­  und  branchenüblichen 
Lohn­ und Arbeitsbedingungen eingehalten werden (Art. 22 AuG).

6.3.2.  Ob  der  gewünschte  ausländische  Arbeitnehmer  auch  die 
persönlichen Voraussetzungen gemäss Art. 23 AuG erfüllt,  ist Kernfrage 
für  die  arbeitsmarktliche  Zulassung.  So  können  Kurzaufenthalts­  und 
Aufenthaltsbewilligungen  zur  Ausübung  einer  Erwerbstätigkeit  nur 
Führungskräften,  Spezialistinnen  und  Spezialisten  und  anderen 
qualifizierten Arbeitskräften  erteilt werden  (Art.  23 Abs.  1 AuG). Bei  der 
Erteilung  von  (auf  Dauer  angelegten)  Aufenthaltsbewilligungen  müssen 
zusätzliche  Kriterien  erfüllt  sein,  die  eine  nachhaltige  Integration  in  den 

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schweizerischen Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Umfeld erwarten 
lassen (vgl. Art. 23 Abs. 2 AuG). Gemäss Art. 23 Abs. 3 AuG kann von 
den in Abs. 1 und 2 genannten Erfordernissen abgewichen werden; eine 
solche  Privilegierung  erfolgt,  wenn  aus  einem  besonderen  öffentlichen 
Interesse heraus bestimmten Personenkategorien die Berufsausübung in 
der Schweiz ermöglicht werden soll.

6.4. Geht  es  um  die  Erneuerung  von  Kurzaufenthaltsbewilligungen,  so 
erfordert Art. 56 Abs. 1 VZAE grundsätzlich einen vorherigen einjährigen 
Unterbruch. Für bestimmte Arten von Kurzaufenthalten – unter anderem 
solchen zur Weiterbildung – ist prinzipiell keine Verlängerungsmöglichkeit 
vorgesehen  (Art.  56 Abs. 3 VZAE); bei  ihnen wird davon ausgegangen, 
dass der Aufenthaltszweck im Rahmen der zeitlich befristeten Bewilligung 
erreicht wird  (vgl. Weisungen  des  BFM  zum  Ausländerbereich,  Stand 
30.  September  2011,  Ziffern  4.5.2.2  und  4.7.9.2.1,  online  unter: 
www.bfm.admin.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche  Grundlagen  > 
Weisungen  und  Kreisschreiben  >  I.  Ausländerbereich  >  4.  Aufenthalt 
mit Erwerbstätigkeit [nachfolgend: Weisungen]).     

7.  
Im  vorliegenden  Fall  hat  die  kantonale  Behörde  die  Ende  August  2009 
eingereichten  Gesuche  für  B._______  und  C._______  befürwortet  und 
die  arbeitsmarktlichen  Vorentscheide  dem  BFM  zur  Zustimmung 
unterbreitet.  Beide  Personen  hatten  im  Vormonat  ihr  gastgewerbliches 
Praktikum  beendet,  und  die  ihnen  zu  diesem  Zweck  erteilten 
Kurzaufenthaltsbewilligungen  (Art. 30 Abs. 1 Bst. g AuG, Art. 42 VZAE) 
waren  abgelaufen.  Schon  angesichts  des  erfüllten  Aufenthaltszwecks, 
aber  auch  angesichts  des  fehlenden  zeitlichen  Unterbruchs  war  die 
Möglichkeit  der  Erneuerung  ihrer  Bewilligungen  fraglich  (Art.  56  Abs.  1 
und 3 VZAE). Dies sowie die Frage, ob die Beschwerdeführerin im Inland 
bzw.  EU­/EFTA­Raum  ausreichende  Suchbemühungen  nach 
geeigneten  Arbeitskräften  unternommen  hat,  kann  jedoch  angesichts 
der nachfolgenden Erwägungen dahingestellt bleiben.

8. 
Die  Vorinstanz  hat  sich  insbesondere  damit  auseinandergesetzt,  ob 
B._______  und  C._______  die  für  die  Zulassung  zum  schweizerischen 
Arbeitsmarkt  erforderlichen  persönlichen  Voraussetzungen  erfüllen. 
Hierfür  ist  entscheidend,  ob  die  beiden  Bewerber  als  Spezialisten  bzw. 
andere  qualifizierte  Arbeitskräfte  im  Sinne  von  Art.  23  Abs.  1  AuG 
betrachtet  werden  können.  Eine  gesetzliche  Definition  dieser  Begriffe 

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existiert  nicht.  Je  nach  Berufsfeld  werden  –  teils  kumulativ – 
unterschiedliche  Ausbildungen  und  Bildungsabschlüsse,  zusätzliche 
mehrjährige  Berufserfahrung  oder  ausserordentliche  Spezialkenntnisse 
verlangt  (vgl.  LISA  OTT  in:  Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  Stämpflis 
Handkommentar  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer,  Art.  23  N  6).  Die  Weisungen  des  BFM  stellen  an 
Spezialitätenköchinnen  und  ­köche  die  Anforderung,  dass  sie  eine 
abgeschlossene  mehrjährige  Ausbildung  mit  Diplom  (oder  anerkannt 
gleichwertige  Ausbildung)  und  mehrjährige  Berufserfahrung  in  der 
entsprechenden  Spezialitätenküche  (mindestens  7  Jahre  inkl. 
Ausbildungszeit)  nachweisen  müssen;  ausdrücklich  wird  festgehalten, 
dass  der  Abschluss  einer Hotelfachschule  nicht  als  Kochausbildung  gilt 
(Ziffer 4.7.9.1.2 der Weisungen).   

8.1. Nachweislich haben B._______ und C._______, jeweils im Zeitraum 
2002  bis  2005,  eine  Ausbildung  an  einer  Hotelfachschule  in  Indien 
absolviert und diese mit einem Hospitality Management Diploma bzw. mit 
einem Degree of Bachelor of Science in Hotel and Catering Management 
abgeschlossen. 

8.1.1.  B._______  hat  diesbezüglich  mit  der  Beschwerde  eine 
Bescheinigung der Canan School of Catering & Hotel Management vom 
31. Oktober 2009 vorgelegt, welche ihm eine Spezialisierung  im Bereich 
Theory and Practicals in Food Production and F and B Service attestiert. 
Von  ihm  mit  eingereicht  wurden  drei  Kursbestätigungen  über  Food 
Production Principles, Food and Beverage Management sowie Food and 
Beverage Services. Zur Dauer dieser Kurse gibt es keine Angaben, wohl 
aber  hat  die  Vorinstanz  unter  Bezugnahme  auf  weitere,  ihr  bereits 
vorliegenden  Belege  präzisiert,  dass  neun  weitere  Kurse  –  diese  ohne 
jeglichen  Bezug  zur  Speisenzubereitung  –  zur  Hotelfachausbildung  von 
B._______ gehörten (vgl. Seite 3 der Vernehmlassung sowie Seite 58 der 
Vorakten).  Im  Übrigen  kann  einem  Lebenslauf  von  B._______ 
entnommen  werden,  dass  er  innerhalb  des  beschriebenen  Zeitraums, 
nämlich  von  2003  bis  2004,  eine  Zusatzausbildung  für  Personalführung 
absolvierte (vgl. S. 55 der Vorakten). 

8.1.2.  C._______  hat  seine  Ausbildung  am  Jaya  College  of  Arts  & 
Science abgeschlossen. Er hat sich – der Bestätigung des Colleges vom 
31. Oktober 2009 zufolge – auf Food Production (cooking) and Food and 
Beverage  Services  spezialisiert.  Separate  Bescheinigungen  hierzu 
wurden  nicht  eingereicht.  Die  Vorinstanz  hat  unter  Bezugnahme  auf 

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vorhergehend  eingereichte  Unterlagen  ausgeführt,  dass  dessen  mit 
einem  Bachelor  abgeschlossene  Berufsausbildung  22  Kurse  beinhaltet 
habe, wovon nur sechs Kurse einen direkten oder indirekten Bezug zum 
Kochen gehabt  hätten: Food Production and Patisserie Practical, Paper 
Food  Production  and  Patisserie,  Food  and  Beverage  Service  Practical, 
Paper  Food  and  Beverage  Service,  Paper  Nutrition  and  Food  Science, 
Paper  Food  Beverage  Management  (vgl.  Seite  3  der  Vernehmlassung 
sowie Seiten 98 – 102 der Vorakten).

8.2. Die eingereichten Nachweise sowie die Ausführungen der Vorinstanz 
zum  jeweils  obligaten  Ausbildungskanon  der  beiden  Hotelfachschulen 
zeigen,  dass  –  schon  aus  praktischen  Gründen  –  überhaupt  nur  ein 
geringer Zeitanteil auf den Erwerb von Kochkenntnissen  im eigentlichen 
Sinne  (Food  Production)  entfallen  konnte.  In  beiden  Fällen  betraf  die 
dreijährige  Ausbildung  überwiegend  die  Bereiche  Service  und 
Management  und  hatte,  was  Speisen  und  Getränke  anging,  auch  dort 
ihren Schwerpunkt. 

8.3. Die  Beschwerdeführerin  hat  wiederholt  betont,  dass  ihre  Bewerber 
primär  eine  Ausbildung  in  der  indischen Küche  genossen  hätten;  beide  
überträfen  bei Weitem  die  Anforderungen,  die  in  der  Schweiz  an  einen 
ausgebildeten Koch gestellt würden.

8.3.1.  Diese  Behauptung  wird  durch  die  vorhergehenden  Erwägungen 
nicht gestützt. Ihnen zufolge kann die den beiden Bewerbern im Rahmen 
der  dreijährigen Hotelfachausbildung  bescheinigte  Spezialisierung  kaum 
mehr  bedeuten,  als  dass  Grundkenntnisse  des  Kochens  erworben 
wurden.  Angesichts  der  übrigen  –  und  mit  der  Essenszubereitung 
weitestgehend nicht in Zusammenhang stehenden – Unterrichtsfächer ist 
es  nicht  nachvollziehbar,  wie  B._______  und  C._______  den  einer 
hiesigen  dreijährigen  Kochausbildung  entsprechenden  Standard  hätten 
erreichen  können.  Die  Beschwerdeführerin  hat  sich  mit  dem 
Fächerkanon,  den  die Canan  School  of  Catering  &  Hotel  Management 
und das Jaya College of Arts & Science für ihre Studenten aufgestellt und 
auf den die Vorinstanz Bezug genommen hat,  nicht auseinandergesetzt 
und  nicht  einmal  präzisiert,  wie  viel  Zeitaufwand  die  einzelnen 
Ausbildungseinheiten  erforderten.  Dass  sie  demgegenüber  behauptet, 
beide Bewerber hätten mindestens 4'000 Ausbildungsstunden im Bereich 
Küche  und  weitere  4'000  Stunden  in  bezugsnahen  Fächern  absolviert, 
und  diesen  angeblichen  Aufwand  mit  einer  mehr  als  fünfjährigen 
Kochausbildung in der Schweiz gleichsetzt, erscheint daher völlig aus der 

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Luft  gegriffen.  Angesichts  dessen  spricht  nichts  für  die  Annahme,  dass 
B._______ und C._______  im Rahmen  ihrer Hotelfachausbildung eine – 
schweizerischen Kriterien – entsprechende Kochausbildung erhielten.

8.3.2.  Nach  jeweiligem  Abschluss  der  Hotelfachschule  waren 
offensichtlich sowohl B._______ als auch C._______  im Hotel The Rain 
Tree  in  der  indischen Metropole Chennai  angestellt.  Ersterem wird  dort 
für die Zeit vom 31. Mai 2005 bis zum 4. August 2008 die Funktion eines 
Senior  Captain  (vgl.  Seite  59  der  Vorakten),  letzterem  für  die  Zeit  vom 
14. November  2005  bis  zum  15.  September  2008  die  eines  Captain 
bescheinigt (vgl. S. 103 der Vorakten). Inhaltlich werden diese Funktionen 
jedoch nicht beschrieben. Wohl  ist einem Lebenslauf von B._______ zu 
entnehmen,  dass  er  im  Hotel  The  Rain  Tree  im  Bereich  mehrerer 
Restaurants eingesetzt wurde, nicht aber, dass ihm dort typische Arbeiten 
eines Kochs übertragen waren (vgl. Seite 57 der Vorakten). Dafür, dass 
ihm  und  seinem  Arbeitskollegen  C._______  in  diesem  Hotel  relevante 
Erfahrungen  im  Kochen  vermittelt  wurden,  gibt  es  jedenfalls  keine 
Anhaltspunkte.  

8.4. Festzustellen  ist somit, dass beide Bewerber über keine eigentliche 
Kochausbildung  verfügten,  als  ihnen  im  Sommer  2008  das  erste  und 
einzige  Mal  Kurzaufenthaltsbewilligungen  für  ein  gastgewerbliches 
Praktikum bei der Beschwerdeführerin erteilt wurden. Definitiv erfüllen sie 
damit auch  im heutigen Zeitpunkt nicht die  laut Weisungen des BFM an 
Spezialitätenköche gestellten Anforderungen. 

Dass verwaltungsinterne Weisungen als solche nicht im rechtlichen Sinne 
verbindlich sind, ist unerheblich angesichts ihrer Funktion als Leitlinien für 
die Auslegung von Gesetzes­ und Verordnungsbestimmungen. Ohne Not 
ist  von  ihnen  nicht  abzuweichen  (vgl.  ANDRÉ MOSER/MICHAEL  BEUSCH/ 
LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht, 
Basel  2008,  S. 81  Rz. 2.173;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­
140/2010 vom 24. Januar 2012 E. 6.4 mit Hinweisen). Dies gilt auch  im 
vorliegenden  Fall,  in  dem  das  BFM  die  Zulassung  von 
Spezialitätenköchen  davon  abhängig macht,  dass  eine  abgeschlossene 
mehrjährige Ausbildung mit Diplom – oder  eine anerkannt  gleichwertige 
Ausbildung – sowie eine mehrjährige Berufserfahrung vorliegt.

8.5. Da der berufliche Werdegang der beiden Stellenbewerber sowie die 
hierzu  eingereichten  Unterlagen  zeigen,  dass  höchstens 
Grundkenntnisse  im  Kochen  erworben  wurden,  ist  das  Vorliegen  einer 

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der  Kochausbildung  gleichwertigen  Ausbildung  zwingend  zu  verneinen. 
Auf  das  Beweisangebot  der  Beschwerdeführerin,  eine  sogenannte 
Äquivalenzbestätigung  des  indischen  Arbeitsministeriums  einzuholen, 
braucht  daher  nicht  eingegangen  zu  werden.  Auch  soweit  sich  die 
Beschwerdeführerin  auf  eine  Auskunft  des  Schweizerischen 
Generalkonsuls  in  Mumbai  (Beschwerdebeilage  11  im  Verfahren  C­
391/2010)  beruft,  lässt  sich  hieraus  nichts  zu  ihren  Gunsten  ableiten. 
Diese Auskunft  –  es  handelt  sich  um die weitergeleitete Stellungnahme 
eines Hotelmanagers/Kochs  in Mumbai –  führt aus:  "Es  ist so,  in  Indien 
macht  ein  guter  Koch  zuerst  eine Hotelfachschule.  Da wird mindestens 
ein Semester lang reine Kochkunst unterrichtet. Anschliessend dient sich 
der  angehende Koch hoch, wie  ein  ausgebildeter Koch  in  der Schweiz. 
… ".  Der  hier  relevante  Aspekt  dieser  Auskunft  –  die  lediglich  1­
semestrige  reine  Ausbildung  im  Kochen  –  stellt  die  vorhergehenden 
rechtlichen  Ausführungen  nicht  in  Frage.  Dass  der  Besuch  einer 
indischen Hotelfachschule für gewisse Berufsanfänger den Grundstein für 
eine weitergehende Kochausbildung legt, ist davon abgesehen  denkbar.

8.6. Die Beschwerdeführerin hat im Übrigen die Auffassung vertreten, die 
Vorinstanz habe das Gleichheitsgebot verletzt,  indem sie ohne Weiteres 
für  andere Köche die Zustimmung  zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid 
erteilt, für die jetzigen Bewerber aber verweigert habe, obwohl diese eine 
höhere Ausbildung in Küche und Gastronomie genossen hätten. 

Das Prinzip der Rechtsgleichheit  ist  in Art.  8 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101) 
verankert. Es wirkt einerseits als Gebot der Gleichbehandlung – Gleiches 
ist nach Massgabe seiner Gleichheit gleich zu behandeln –  , anderseits 
als  Gebot  der  Differenzierung,  wenn  es  darum  geht,  bestehenden 
Ungleichheiten  durch  rechtlich  differenzierte  Behandlung  Rechnung  zu 
tragen  (JÖRG  PAUL  MÜLLER/MARKUS  SCHEFER,  Grundrechte  in  der 
Schweiz:  im Rahmen  der  Bundesverfassung,  der  EMRK  und  der UNO­
Pakte, 4. Auflage, Bern 2008, S. 654). 

Angesichts  dessen  kann  im  vorliegenden  Fall  keine  Verletzung  des 
Gleichheitsgebots vorliegen. Es steht ausser Frage, dass die drei von der 
Beschwerdeführerin namentlich genannten Köche  jeweils einen anderen 
beruflichen  Hintergrund  besitzen  und  aufgrund  altrechtlicher 
Bestimmungen  zum  schweizerischen  Arbeitsmarkt  zugelassen  wurden. 
Hieraus  kann  die  Beschwerdeführerin  nichts  für  ihre  beiden  neuen 
Bewerber  ableiten.  Sie  kann  insbesondere  nicht  verlangen,  dass  deren 

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Ausbildungen und Berufserfahrungen mit denen der bereits angestellten 
Arbeitnehmer  verglichen  werden;  ein  derartiges  Vorgehen  liesse  sich 
nicht  auf  das  Gebot  der  rechtsgleichen  Behandlung  abstützen.  Ob  die 
damaligen  Bewerber  die  erforderlichen  Zulassungsvoraussetzungen 
erfüllten,  wurde  bereits  in  den  entsprechenden  arbeitsmarktlichen 
Verfahren  überprüft  und  ist  nicht  Gegenstand  des  hier  vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens. 

9. 
Dass B._______ und C._______ mit dem Abschluss der Hotelfachschule 
über eine höherrangige berufliche Qualifizierung verfügen als die bei der 
Beschwerdeführerin  derzeit  beschäftigten  –  von  ihr  als  einfache  Köche 
bezeichneten  – Arbeitnehmer, wird  nicht  bezweifelt. Gerade  im Hinblick 
auf deren zusätzliche berufliche Fähigkeiten hat die Beschwerdeführerin 
hervorgehoben, dass sie diese nicht nur als Köche beschäftigen, sondern 
bei  Spezialevents  und  Cateringanlässen  –  vor  allem  auch  in 
Zusammenarbeit mit Touristikunternehmen – mit verantwortungsvolleren 
Aufgaben betrauen möchte. Dabei hat sie betont, dass ihre Bewerber gut 
englisch  und mehrere  indische Sprachen  sprächen,  eine Ausbildung  im 
Catering  sowie  eine  gute  Allgemeinbildung  hätten.  Diese  Kompetenzen 
seien  erforderlich,  um  anspruchsvolle  asiatische  Gäste  mit  ihren 
speziellen  Esstraditionen  und  ­feinheiten  überhaupt  zufrieden  stellen  zu 
können.

Vor  diesem  Hintergrund  stellt  sich  die  Frage,  ob  B._______  und 
C._______  –  auch  ohne  die  an  Spezialitätenköche  gestellten 
Anforderungen  zu  erfüllen  –  als  Spezialisten  oder  andere  qualifizierte 
Arbeitskräfte im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AuG zu betrachten sind. 

9.1.  An  Spezialisten  werden,  je  nach  Berufsfeld,  unterschiedliche 
Anforderungen  gestellt.  Diese  müssen  in  Bezug  auf  Ausbildung  und 
beruflichen  Werdegang  bestimmte  Kriterien  erfüllen  (vgl.  E.  8  mit 
Hinweisen),  weshalb  das  BFM  in  seinen Weisungen  für  verschiedene 
Branchen,  Berufe  und  Funktionen  Richtlinien  aufgestellt  hat.  Bloss 
deshalb,  weil  es  in  der  Schweiz  keine  auf  das  von  der 
Beschwerdeführerin  geschilderte  Anforderungsprofil  zugeschnittene 
spezielle  Ausbildung  gibt,  können  B._______  und  C._______  jedoch 
noch nicht als Spezialisten  im Sinne von Art.  23 Abs. 1 AuG betrachtet 
werden. 

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9.2.    Als  andere  qualifizierte  Arbeitskräfte  im  Sinne  von  Art.  23  Abs.  1 
AuG  können ausländische Personen  zugelassen werden, wenn die  von 
ihnen  angebotene  Leistung  einer  Nachfrage  entspricht,  der  nicht  durch 
inländische  Arbeitskräfte  nachgekommen  werden  kann  (vgl.  LISA  OTT, 
a.a.O.,  Art.  23  N  6).  Bei  diesen  Personen  stehen  somit  Funktion  oder 
Spezialausbildung  nicht  im  Vordergrund.  Ihre  Zulassung  verlangt  auch 
keine  hohe  Qualifizierung  (vgl.  MARC  SPESCHA  in: 
Spescha/Thür/Zünd/Bolzli  [Hrsg.],  Migrationsrecht,  Zürich  2009,  Art.  23 
AuG N 1). Allerdings soll es  für Stellen, die keine Ausbildung erfordern, 
grundsätzlich  keine  Zulassung  zum  Arbeitsmarkt  geben.  Vermieden 
werden  soll  damit  eine  Anstellung  für  gewisse  Hilfstätigkeiten – 
beispielsweise  in  der  Landwirtschaft,  im  Bau­,  Gast­  oder 
Reinigungsgewerbe  –,  bei  denen  die  Betroffenen  im  Falle  späterer 
Arbeitslosigkeit  schlechtere  Chancen  für  die  berufliche 
Wiedereingliederung  hätten  (vgl. MARC SPESCHA,  a.a.O.,  Art. 23  AuG N 
6).

9.2.1.  Aufgrund  der  in  Indien  genossenen  Ausbildung  und 
Berufserfahrung können B._______ und C._______, wie bereits gesagt, 
eine  berufliche  Qualifikation  auf  gehobenem  Niveau  vorweisen.  Den 
Behauptungen der Beschwerdeführerin zufolge verfügen beide auch über 
Ausbildungen und Erfahrungen  im Catering, einem Tätigkeitsbereich,  für 
den  hierzulande  keine  beruflichen  Regelungen  existieren. 
Dienstleistungen  eines  Caterers  können  darin  bestehen,  dass 
vorproduzierte  Speisen  an  einen  bestimmen  Ort  geliefert  werden,  aber 
auch  darin,  dass  –  über  die  logistische  Komponente  hinaus – 
Speisenzubereitung und Service direkt beim Kunden angeboten werden. 
Der Aufgabenbereich, der gemäss Vorstellungen der Beschwerdeführerin 
von  ihren  beiden Bewerbern  abgedeckt  werden  soll,  umfasst  alle  diese 
Aspekte. 

9.2.2. Dass B._______ und C._______ die entsprechenden Erwartungen 
ihrer Arbeitgeberin während des geleisteten Praktikums erfüllen konnten, 
ist  nicht  entscheidend.  Einzeln  betrachtet  würden  ihre  als  Catering 
zusammengefassten  Tätigkeiten  keine  Zulassung  zum  Arbeitsmarkt 
erlauben:  Zum  einen  werden  die  an  Spezialitätenköche  gestellten 
Anforderungen  nicht  erfüllt;  zum anderen  erfordern  die  rein  logistischen 
Aufgaben des Caterings keine spezielle Ausbildung, weshalb die insoweit 
vorhandenen  Fähigkeiten  der  Bewerber  für  ihre  Zulassung  keine  Rolle 
spielen  (vgl.  E.  9.2);  was  den  mit  der  Speisenzubereitung 
einhergehenden  Service  angeht,  ist  schliesslich  festzustellen,  dass 

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diesbezüglich  auf  Arbeitnehmer  aus  dem  Inland  und  dem  EU­/EFTA­
Raum zurückgegriffen werden kann. In den Weisungen des BFM gibt es 
daher auch keine Richtlinien, welche die Zulassung von Servicepersonal 
im Gastgewerbe betreffen.

9.2.3.  Allenfalls  könnten  die  beschriebenen  Fähigkeiten  in  ihrer 
Gesamtheit als genügende Qualifikation im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AuG 
betrachtet  werden.  Die  Beschwerdeführerin  hat  zusätzlich  auf  das 
organisatorische  Talent  ihrer  beiden Bewerber  hingewiesen  und  betont, 
dass diese dank ihrer Sprachkenntnisse und ihrer guten Allgemeinbildung 
besser  auf  die  asiatischen  Gäste  und  deren  besondere  Esstraditionen 
eingehen  könnten.  Im Mittelpunkt  steht  daher  die  Frage,  ob  gerade  die 
zusätzlichen  Kompetenzen,  welche  die  Beschwerdeführerin  B._______ 
und C._______  in Bezug  auf  die Gästebewirtung  zuspricht,  von Art.  23 
Abs. 1 AuG erfasst werden. 

Diese  Kompetenzen,  welche  offensichtlich  im  Rahmen  der 
Hotelfachausbildung  erworben  wurden,  werden  von  der 
Beschwerdeführerin als unabdingbar für  ihren als Catering bezeichneten 
Geschäftszweig  dargestellt.  Dies  ist  jedoch  zu  relativieren,  zumal  der 
Aspekt  des  Kochens  bzw.  der  eigentlichen  Essenszubereitung  keine 
Berücksichtigung  finden  kann.  Dass  bei  der  Bewirtung  und  Bedienung 
von  Gästen  gewisse  Umgangsformen  zu  wahren  sind,  ist  unbestritten; 
Kommunikationsfähigkeiten spielen in diesem Dienstleistungsbereich nur 
eine  untergeordnete  Rolle,  und  es  besteht  somit  kein  echtes 
arbeitsmarktliches  Bedürfnis,  ausländische  Arbeitskräfte  mit 
hochstehender  Ausbildung  und/oder  hervorragenden 
Fremdsprachenkenntnissen  einzustellen.  Für  gastgewerbliche  Betriebe, 
deren Gäste  vor  allem Touristen oder Touristengruppen sind,  gilt  nichts 
anderes,  da  auch  hier  der  Kontakt  zwischen  Servicepersonal  und Gast 
nicht  persönlich  geprägt  wird.  Von  der  Beschwerdeführerin  wird  dieser 
Aspekt deutlich überbewertet.

9.2.4.    Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Arbeitsstellen, 
welche  die  Beschwerdeführerin  B._______  und  C._______  angeboten 
hat, nicht auf deren eigentliche Qualifikationen zugeschnitten sind. Dabei 
kommt es nicht auf die persönliche Sichtweise an, sondern darauf, ob die 
von  den  Bewerbern  angebotenen  Leistungen  einer  tatsächlichen 
Nachfrage  entsprechen,  der  nicht  durch  inländische  oder  Arbeitskräfte 
aus  dem  EU­/EFTA  nachgekommen  werden  kann  (vgl.  E.  6.3.1).  Eine 
solche  Nachfrage  besteht  im  vorliegenden  Fall  nicht.  B._______  und 

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C._______  können  aus  diesem  Grund  nicht  als  andere  qualifizierte 
Arbeitskräfte im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AuG betrachtet werden.   

10. 
Gemäss  Art.  23  Abs.  3  Bst.  c  AuG  können,  in  Abweichung  von  den 
Absätzen  1  und  2  –  letzterer  ist  hier  nicht  relevant  –  ausländische 
Personen mit besonderen beruflichen Kenntnissen oder Fähigkeiten zum 
Arbeitsmarkt zugelassen werden, sofern  für deren Zulassung ein Bedarf 
ausgewiesen  ist.  Es  ist  unklar,  wie  solche  –  weniger  qualifizierten – 
Personen  von  den  qualifizierten  Arbeitskräften  abgegrenzt  werden 
können (vgl. LISA OTT, a.a.O. Art. 23 N 22).  Für sie hat der Gesetzgeber 
beispielhaft Tätigkeiten in einem Zirkus, die Reinigung und den Unterhalt 
von  Spezialanlagen  oder  den  Tunnelbau  genannt;  er  hat  dabei 
ausdrücklich  darauf  hingewiesen,  dass  es  sich  um  Tätigkeiten  handeln 
muss,  die  durch  Arbeitskräfte  in  der  Schweiz  sowie  aus  dem  EU­  und 
dem EFTA­Raum nicht oder nur ungenügend abgedeckt werden können 
(vgl.  Botschaft  des  Bundesrates  zum  Bundesgesetz  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG] BBl 2002 3709 ff. S. 3783). Letztere 
Voraussetzung  wird,  wie  bereits  dargelegt,  im  vorliegenden  Fall  nicht 
erfüllt. Ein Zulassung zum schweizerischen Arbeitsmarkt kommt daher für 
B._______ und C._______ auch nicht aufgrund von Art. 23 Abs. 3 Bst. c 
AuG in Betracht.

11. 
Ausnahmen  von  den  Zulassungsvoraussetzungen  nach  Art.  23  Abs.  1 
und  2  AuG  sind  auch  möglich  für  das  Kaderpersonal  von  international 
tätigen  Unternehmen  (Art.  23  Abs.  3  Bst.  d  AuG)  sowie  für  Personen, 
deren  Tätigkeit  in  der  Schweiz  im  Rahmen  von  wirtschaftlich 
bedeutenden  internationalen Geschäftsbeziehungen unerlässlich  ist  (Art. 
23 Abs. 3 Bst. e AuG). Zu beiden Personengruppen gehören B._______ 
und  C._______  zweifelsohne  nicht.  Es  ist  in  diesem  Zusammenhang 
ohne Belang, dass die Beschwerdeführerin auf die Zusammenarbeit ihres 
Betriebs mit Unternehmen der Touristikbranche hingewiesen hat. 

12. 
Aus  alledem  ergibt  sich,  dass  die  beiden  Bewerber  der 
Beschwerdeführerin  die  Zulassungsvoraussetzungen  nach  Art.  23  AuG 
nicht  erfüllen.  Die   angefochtenen  Verfügungen  sind  somit  zu  Recht 
ergangen (vgl. Art. 49 VwVG). Dementsprechend sind die Beschwerden 
abzuweisen.

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13. 
Angesichts dieses Verfahrensausgangs sind der Beschwerdeführerin die 
Kosten aufzuerlegen  (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG  i.V.m. Art. 1, Art. 2 und 
Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

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C­388/2010 und C­391/2010

Seite 19

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerdeverfahren C­388/2010 und C­391/2010 werden vereinigt.

2. 
Die Beschwerden werden abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  insgesamt  Fr.  2'000.­  werden  der 
Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  mit  den  geleisteten 
Kostenvorschüssen von je Fr. 1'000.­ verrechnet.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (…)
– das Amt für Migration des Kantons Luzern

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Giemsa­Haake

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