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**Case Identifier:** 56c2807e-91e3-5406-936e-fd6b1fcfffca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.07.2019 100 2018 300
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-300_2019-07-11.pdf

## Full Text

100.2018.300/301U
KEP/SES/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Juli 2019

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Keller, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Seiler

100.2018.300
Einwohnergemeinde Gampelen
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 1

100.2018.301 
A.________
vertreten durch Rechtsanwalt ..
Beschwerdeführerin 2

gegen

B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 

und

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.07.2019, Nr. 100.2018.300/301U, 
Seite 2

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baubewilligung für Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tief-
garage (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons 
Bern vom 6. August 2018; RA Nr. 110/2017/126)  

Sachverhalt:

A.

Die A.________ ist Eigentümerin von zwei Grundstücken an der 
Tschuggstrasse in der Einwohnergemeinde (EG) Gampelen. Die Parzelle 
Gbbl. Nr. 1________ liegt in der Wohnzone W, die Parzelle Nr. 2________ 
ist als weisse Fläche im Zonenplan eingezeichnet. Am 24. März 2014 
stellte die A.________ ein Baugesuch für den Neubau eines Mehrfamilien-
hauses mit Tiefgarage. Gegen das Vorhaben erhob u.a. B.________ Ein-
sprache. Nach mehreren Projektänderungen erteilte das Regierungsstatt-
halteramt Seeland mit Gesamtentscheid vom 26. Mai 2016 die Baube-
willigung.

B.

Gegen diesen Entscheid führte u.a. B.________ am 29. Juni 2016 Be-
schwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
(BVE). Mit Entscheid vom 16. September 2016 hiess diese die Beschwerde 
gut, hob den Gesamtentscheid auf und verweigerte die Baubewilligung für 
das Vorhaben (Bauabschlag). 

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C.

Die dagegen von der A.________ erhobene Verwaltungsgerichts-
beschwerde vom 19. Oktober 2016 hiess das Verwaltungsgericht am 4. Juli 
2017 teilweise gut. Es hob den Entscheid der BVE auf und wies die Sache 
zur weiteren Behandlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zu-
rück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (VGE 2016/292).

D.

Die BVE nahm das Verfahren wieder auf und ordnete verschiedene In-
struktionsmassnahmen an. Sie gab der A.________ Gelegenheit für eine 
Projektänderung und dazu, einen detaillierten Umgebungsplan einzugeben. 
Die A.________ reichte am 23. November 2017 eine Projektänderung und 
am 4. Mai 2018 den überarbeiteten Flächennutzungsplan vom 2. Mai 2018 
ein. Mit Entscheid vom 6. August 2018 erteilte die BVE dem Vorhaben 
erneut den Bauabschlag. 

E.

Dagegen haben am 6. September 2018 die EG Gampelen (Ver-
fahren 100.2018.300) und am 7. September 2018 die A.________ (Ver-
fahren 100.2018.301) Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. 

Die Gemeinde beantragt, der Entscheid der BVE vom 6. August 2018 sei 
aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinn der Er-
wägungen und gegebenenfalls zur Vornahme von Projektänderungen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventuell sei festzustellen, dass die nord-
seitige Erschliessung der Bauparzelle durch die Zone für öffentliche Nut-
zung zulässig sei und dass die Parzelle Gbbl. Nr. 2________ der Bauzone 
zuzurechnen sei.

Die A.________ beantragt, der Entscheid der BVE vom 6. August 2018 sei 
aufzuheben und die Baubewilligung zu bestätigen. Eventuell sei die Sache 
zur Erteilung bzw. Bestätigung der Baubewilligung an die Vorinstanz 

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zurückzuweisen. Subeventuell sei die Sache für eine Projektanpassung in 
Bezug auf die Erschliessung an die Vorinstanz bzw. an die Bewilligungs-
behörde zurückzuweisen. Subsubeventuell sei die Sache für eine Projekt-
anpassung in Bezug auf die Ergänzung des «Flächennutzungsplans Um-
gebung» für die Kinderspielplatz- und Aufenthaltsfläche sowie nötigenfalls 
das Einholen einer Ausnahmebewilligung für die Herabsetzung der 
Mindestfläche an die Vorinstanz bzw. die Baubewilligungsbehörde zurück-
zuweisen. 

Mit Verfügung vom 11. September 2018 hat der damalige Abteilungs-
präsident die Verfahren vereinigt. 

B.________ beantragt mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2018, die 
Beschwerden seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit Ver-
nehmlassung vom 10. Oktober 2018 schliesst die BVE ebenfalls auf Ab-
weisung der Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin 2 hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 
des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerde-
befugnis der Gemeinde ergibt sich aus Art. 79 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 40 
Abs. 5 und 2 BauG sowie der Tatsache, dass die Bauherrschaft ebenfalls 
Beschwerde führt (vgl. BVR 1998 S. 227 E. 1a; VGE 2018/84 vom 
6.12.2018 E. 1.1; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, 
Band I/II, 4. Aufl. 2013/2017, Art. 40-41 N. 5a). Auf die im Übrigen form- 

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und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist unter Vorbehalt von E. 1.2 
einzutreten.

1.2 Für den Fall, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerde in ihrem 
Hauptbegehren abweisen würde, beantragt die Gemeinde, es sei festzu-
stellen, dass die nordostseitige Erschliessung der Bauparzelle durch die 
Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) zulässig und dass die Parzelle 
Nr. 2________ der Bauzone zuzurechnen sei. Ohne entsprechende 
Feststellung des Verwaltungsgerichts müsse die Gemeinde davon 
ausgehen, dass sie den Erschliessungsweg der Bauherrschaft auch für ein 
allfälliges Folgeprojekt nicht zur Verfügung stellen dürfe und dass sie von 
der Bauherrin übernommene Kosten für die Erschliessungsstrasse 
zurückerstatten müsse. Was die weisse Fläche anbelangt, müsste sie bei 
der nächsten Zonenplanrevision zwingend auf eine Einzonung hinwirken, 
weil die Parzelle landwirtschaftlich nicht bewirtschaftet werden könne 
(Beschwerde Gemeinde Ziff. 40). – Feststellungsbegehren sind nur 
zulässig, wenn an der Feststellung ein schutzwürdiges rechtliches oder 
tatsächliches Interesse besteht, das nicht ebenso gut durch ein Leistungs- 
oder Gestaltungsbegehren gewahrt werden kann (BVR 2018 S. 310 E. 7.3 
mit Hinweisen). Das Feststellungsinteresse muss aktuell sein und darf nicht 
bloss abstrakte, theoretische Rechtsfragen, sondern muss konkrete Rechte 
oder Pflichten zum Gegenstand haben (statt vieler BVR 2016 S. 273 E. 2.2, 
2007 S. 441 E. 5.2). – Wird der Bauabschlag bestätigt, stellen sich die von 
der Gemeinde aufgeworfenen Fragen nicht mehr für das hier zu 
beurteilende Bauprojekt. Sie können für allfällige künftige Vorhaben 
bedeutsam sein, sind aber nur abstrakter Natur. Ein aktuelles, konkretes 
Interesse der Gemeinde an den beantragten Feststellungen ist nicht 
auszumachen, zumal sie weder Baubewilligungsbehörde ist noch das 
Grundstück selber überbauen will. Das schutzwürdige Interesse ergibt sich 
auch nicht daraus, dass die Gemeinde der Beschwerdegegnerin 2 allenfalls 
die Kosten für die Erstellung des Erschliessungswegs zurückzahlen 
müsste. Das ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Auf die 
Beschwerde der Gemeinde ist insoweit nicht einzutreten. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin 2 rügt in verfahrensrechtlicher Hinsicht, die 
Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör mehrfach verletzt. 
So habe die Vorinstanz nicht begründet, weshalb die Rechtsprechung zu 
weissen Flächen im Zonenplan nur auf Flächen anzuwenden sei, die der 
Erschliessung dienten. Weiter habe sie weder die Beschwerdeführerin 2 
noch das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) 
noch einmal angehört, nachdem die Beschwerdeführerin 2 den Flächen-
nutzungsplan vom 2. Mai 2018 eingereicht habe (Beschwerde Beschwer-
deführerin 2 Ziff. 3.1 und 3.4). Schliesslich rügen beide Beschwerde-
führerinnen, obschon die Gemeinde im vorinstanzlichen Verfahren darauf 
hingewiesen habe, dass die weisse Fläche im Kataster der öffentlich-recht-
lichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) fast gänzlich als Bau-
zone erfasst sei (act. 4B pag. 51 und 54), habe sich die Vorinstanz damit 
nicht befasst (Beschwerde Gemeinde Ziff. 33; Beschwerde Beschwerde-
führerin 2 Ziff. 3.2).

2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 21 ff. VRPG sowie 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) garantiert namentlich das 
Recht, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechts-
stellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und bei der Entscheidfindung be-
rücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu 
begründen (vgl. Art. 72 Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG), wobei 
nicht erforderlich ist, dass sich diese mit allen Parteistandpunkten einläss-
lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte 
beschränken (BGE 142 I 135 E. 2.1, 140 II 262 E. 6.2; BVR 2018 S. 341 
E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5 f.). Der Anspruch auf rechtliches Ge-
hör umfasst auch das Recht der Parteien, mit erheblichen Beweisanträgen 
gehört zu werden (vgl. BGE 136 I 265 E. 3.2, 135 II 286 E. 5.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 4). Nach Art. 18 Abs. 1 
VRPG stellt die Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 
wegen fest (Untersuchungsgrundsatz). Sie zieht die sachdienlichen 

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Beweismittel bei, ohne an die Beweisanträge der Parteien gebunden zu 
sein (Art. 18 Abs. 2 VRPG). Sie verfügt diesbezüglich über einen grossen 
Ermessensspielraum (vgl. zur sog. antizipierten Beweiswürdigung; statt 
vieler BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3; BVR 2017 S. 255 E. 5.1). 

2.3 Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu weissen Flächen in Zo-
nenplänen dargelegt (vgl. dazu hinten E. 5.1). Sie hat darauf hingewiesen, 
dass die herangezogenen Fälle ausschliesslich Verkehrsflächen betroffen 
haben. Weil die Parzelle Nr. 2________ nicht der Erschliessung diene, 
seien die darin dargelegten Kriterien nicht massgebend (angefochtener 
Entscheid E. 5c ff.). Aus diesen Erwägungen ergibt sich ohne weiteres, 
dass und wie die BVE ihre Rechtsauffassung aus der Rechtsprechung des 
Bundes- und des Verwaltungsgerichts abgeleitet hat. Ihre Begründungs-
pflicht hat sie damit nicht verletzt. Da sich der ÖREB-Kataster nicht zur 
Frage äussert, ob eine Verkehrsfläche vorliegt, ist nicht zu beanstanden, 
dass die BVE den entsprechenden Hinweis der Gemeinde nur zur Kenntnis 
nahm und ihm nicht mehr Gewicht beimass (angefochtener Entscheid 
E. 5d). Ob die Erwägungen der BVE inhaltlich zutreffen, ist eine andere 
Frage (dazu hinten E. 5.3). Weiter hat die Beschwerdeführerin 2 nicht be-
antragt, das AGR zum Flächennutzungsplan vom 2. Mai 2018 anzuhören. 
Der BVE ist daher von vornherein nicht vorzuwerfen, einen (wesentlichen) 
Beweisantrag abgelehnt zu haben. Auch von Amtes wegen war sie nicht 
verpflichtet, eine erneute Stellungnahme des AGR einzuholen. Denn wie 
sich zeigen wird, lässt sich ohne Fachbericht beurteilen, ob die Grund-
stückverhältnisse es rechtfertigen, die Fläche für einen Kinderspielplatz und 
den Aufenthaltsbereich zu reduzieren (vgl. hinten E. 7.3). Dass die Vor-
instanz die Beschwerdeführerin 2 nicht noch eigens zu dem von dieser 
selber eingereichten Plan angehört hat, verletzt deren Replikrecht offen-
sichtlich nicht (vgl. zu diesem statt vieler BGE 138 I 484 E. 2.1 f.). Die Vor-
instanz hat den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin 2 
nicht verletzt.

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3. 

3.1 Die beiden Bauparzellen befinden sich an einer Hanglage östlich 
des Dorfzentrums von Gampelen. Das Mehrfamilienhaus soll in die auf der 
Nordseite der Tschuggstrasse bestehende Häuserreihe gebaut werden und 
eine Lücke zwischen zwei bestehenden Einfamilienhäusern schliessen. 
Südöstlich des Gebäudes soll eine 160 m2 grosse Fläche als Kinderspiel-
platz und Aufenthaltsbereich dienen. Sie liegt teilweise auf der Parzelle 
Nr. 1________, zum grössten Teil auf der Parzelle Nr. 2________. Letztere 
ist im Zonenplan als weisse Fläche eingezeichnet. Im östlichen Bereich 
ragt diese Parzelle als schmaler Streifen (ca. 4 x [im Durchschnitt] 6 m) 
über die Parzelle Nr. 1________ hinaus (Flächennutzungsplan vom 
2.5.2018 act. 4B pag. 81). Der Zugang zum Gebäude führt einerseits über 
die südwestlich gelegene Einstellhallenzufahrt an der Tschuggstrasse, 
andererseits über einen Weg auf der Parzelle Nr. 3________ und eine Art 
Brücke auf der Nordostseite des Gebäudes. 

3.2 Nach der Vorinstanz ist die weiss eingezeichnete Parzelle 
Nr. 2________ der Landwirtschaftszone zuzuordnen. Die darauf geplante 
Kinderspielplatz- und Aufenthaltsfläche sei nicht zonenkonform und könne 
auch nicht auf dem Ausnahmeweg bewilligt werden. Die verbleibende 
Spiel- und Aufenthaltsfläche auf der Parzelle Nr. 1________ sei deutlich zu 
klein. Gründe, die es rechtfertigen würden, die Anforderungen an den 
Kinderspielplatz und die Aufenthaltsflächen herabzusetzen, seien keine 
ersichtlich. Weiter sei die nordostseitige Erschliessung nicht zonenkonform, 
soweit sie in der ZöN F «Retention Regenabwasser» (Art. 11 und 19 Bau- 
und Nutzungsreglement der EG Gampelen vom 5. März 2013, 
nachfolgend: BNR) liegt. Da hierfür keine Ausnahmebewilligung erteilt 
werden könne, könne sie nicht bewilligt werden. Der verbleibende 
südwestliche Zugang durch die Einstellhalle sei für Fussgängerinnen und 
Fussgänger zu gefährlich. Das Gebäude sei daher nicht genügend 
erschlossen. Das sowie die ungenügende Kinderspielplatz- und 
Aufenthaltsfläche führten zum Bauabschlag. 

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4.

4.1 Beim Bau von Mehrfamilienhäusern hat die Bauherrschaft im Freien 
Aufenthaltsbereiche für die Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere 
Kinderspielplätze, zu schaffen (Art. 15 Abs. 1 BauG). Deren Mindestfläche 
wird in Art. 45 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
wie folgt konkretisiert: Die Fläche der Kinderspielplätze hat wenigstens 
15 % der Hauptnutz- und Konstruktionsflächen der Familienwohnungen zu 
entsprechen (Abs. 1). Für Aufenthaltsbereiche sind 5 % der Hauptnutz- und 
Konstruktionsflächen aller Wohnungen, pro Mehrfamilienhaus mindestens 
aber 20 m2, vorzusehen bzw. zur Fläche gemäss Abs. 1 hinzuzurechnen 
(Abs. 2). Die Fläche mindestens 2 m breiter Terrassen, Balkone und der-
gleichen kann zur Hälfte an den erforderlichen Aufenthaltsbereich ange-
rechnet werden (Abs. 4). Seit dem 1. April 2017 kann die Bauherrschaft 
nach dem neuen Art. 15 Abs. 5 BauG in der Fassung vom 9. Juni 2016 
(BAG 17-008) von der Erstellung von Kinderspielplätzen und grösseren 
Spielflächen befreit werden, wenn in der Nähe des Baugrundstücks genü-
gende und gut erreichbare Kinderspielplätze und grössere Spielflächen ge-
sichert sind (vgl. dazu näher Art. 46a BauV in der Fassung vom 8. Februar 
2017; BAG 17-006). – Die Beschwerdeführerin hat kein Befreiungsgesuch 
gestellt. Es ist auch nicht ersichtlich, dass es in der Nähe des Baugrund-
stücks andere gut zugängliche Kinderspielplätze gäbe. Die Beschwerde-
führerin ist daher nicht von der Erstellungspflicht zu entbinden (vgl. auch 
angefochtener Entscheid E. 5f). 

4.2 Nach der BVE ist die im Zonenplan weiss eingezeichnete Fläche 
(Parzelle Nr. 2________) der Landwirtschaftszone zuzurechnen, weil keine 
Erschliessungsanlage bestehe und die dafür entwickelte Rechtsprechung 
(vgl. hinten E. 5.1) nicht massgebend sei. Der Kinderspielplatz und die Auf-
enthaltsflächen seien in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform und 
könnten auch auf dem Ausnahmeweg nicht bewilligt werden (ange-
fochtener Entscheid E. 5e). Die verbleibende Fläche auf der Parzelle 
Nr. 1________ sei mit rund 50 m2 zu klein, da mindestens 163 m2 für den 
Kinderspielplatz und 20 m2 für die Aufenthaltsfläche ausgeschieden werden 
müssten. Es fehlten sodann Gründe, um die Mindestfläche im Sinn von 
Art. 45 Abs. 3 BauV herabzusetzen (angefochtener Entscheid E. 5f). Selbst 

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wenn die Mindestflächen ausgewiesen wären, könnte keine Baubewilligung 
erteilt werden, weil weder die Ausgestaltung noch der Zugang zur Kinder-
spiel- und Aufenthaltsfläche den massgeblichen Vorschriften entsprächen 
(angefochtener Entscheid E. 5g). Auch die Beschwerdegegnerin vertritt die 
Ansicht, die weisse Fläche sei Landwirtschaftsland (Beschwerdeantwort 
Ziff. 4.1 f.). 

4.3 Nach der Gemeinde ist die weisse Fläche der Bauzone zuzuordnen, 
weil sie massgeblich von Baugebiet umgeben ist. Die heutige Nutzung sei 
für die Zonenzugehörigkeit nicht massgebend. Im ÖREB-Kataster sei die 
Fläche zudem als Bauland eingezeichnet (Beschwerde Gemeinde Ziff. 26, 
28 ff., 33). Nach der Beschwerdeführerin 2 ist die «bewährte bundes- und 
verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung» zur Zuordnung weisser Flächen 
nicht nur für Verkehrsflächen massgebend. Die Parzelle Nr. 2________ sei 
daher der Bauzone zuzuordnen (Beschwerde Beschwerdeführerin 2 
Ziff. 3.2). Entgegen der Vorinstanz seien zudem Gründe vorhanden, um die 
Mindestflächen für die Aufenthalts- und Kinderspielplatzflächen zu 
reduzieren. Der Flächennutzungsplan vom 2. Mai 2018 sei weiter nicht 
mangelhaft, die geplanten Schaukeltiere und die Kinderschaukel könnten 
realisiert werden (Beschwerde Beschwerdeführerin 2 Ziff. 3.5.1). Für den 
Fall, dass der Plan als ungenügend betrachtet werde, beantragt die 
Beschwerdeführerin 2, die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit 
sie den Flächennutzungsplan anpassen kann (Beschwerde 
Beschwerdeführerin 2 Ziff. 3.5.2).

5.

5.1 Weisse Flächen sind nach der Legende zum Zonenplan der EG 
Gampelen Landwirtschaftszonen. Allerdings sind auch sämtliche Verkehrs-
anlagen weiss eingezeichnet. Solche Flächen müssen nicht gestützt auf die 
formell-raumplanungsrechtliche Darstellung von vornherein der Landwirt-
schaftszone zugerechnet werden, sondern können je nach Lage und 
Zweckbestimmung auch zum Siedlungsgebiet zählen. Die Frage, ob solche 
Parzellen als Bau- oder als Nichtbauzone zu betrachten sind, ist nach ob-
jektiven Kriterien zu beurteilen. Massgebend ist eine parzellenüber-

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greifende, gebietsbezogene Sichtweise. Zu beachten sind unter anderem 
die bereits erfolgte Überbauung der zur Diskussion stehenden Fläche und 
die Art der benachbarten Zonen. Die Art des konkret geplanten Bauvor-
habens hat hingegen keinen Einfluss auf die Zuordnung der Fläche zur 
Bau- oder Nichtbauzone (BGE 114 Ib 344 E. 3b; BGer 1C_521/2013 vom 
13.2.2014 E. 6.1, 1C_452/2012 vom 18.11.2013 E. 3.2; BVR 2008 S. 210 
E. 3.3, 2007 S. 351 E. 3.2 und 3.4; VGE 23252 vom 24.7.2008 E. 2.2 f., 
22818 vom 12.11.2007 E. 4.3, 22578 vom 17.8.2007 E. 3.4.2; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 71 N. 6). Bildet die Fläche eine Zonengrenze, ist 
sie hälftig den anstossenden Zonen zuzurechnen (Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 71 N. 6a).

5.2 Es trifft zu, dass die Rechtsprechung zur Zuordnung sog. unge-
zonter Flächen soweit ersichtlich ausschliesslich Verkehrsflächen betraf (so 
auch die BVE in ihrer Vernehmlassung act. 4 S. 2). Ob sie tatsächlich nur 
für Verkehrsflächen massgebend ist, muss hier nicht weiter geklärt werden: 
Entgegen der Vorinstanz ist nicht zuletzt gestützt auf die erst vor Ver-
waltungsgericht eingereichten Unterlagen davon auszugehen, dass die 
weisse Fläche im Zonenplan einen Weg bzw. die Reste davon darstellt. 
Dass dies nicht der aktuellen Nutzung und Bodenbedeckung entspricht 
(Acker, Wiese, Weide, vgl. den Auszug aus dem Grundstück-Informations-
system des Kantons Bern [GRUDIS] vom 13.05.2019; Grundstückprotokoll 
der Steuerverwaltung des Kantons Bern, act. 1C Beschwerdebeilage Ge-
meinde [BBG] 14 S. 1), ist nicht (alleine) ausschlaggebend. Bereits die sehr 
schmale und langgezogene Form der Parzelle Nr. 2________ und der 
daran anschliessenden Parzelle Nr. 4________ sowie die «Einmündung» 
in die Tschuggstrasse sprechen dafür, dass es sich um eine Wegparzelle 
handelt (vgl. Planauszug GRUDIS vom 13.5.2019; Flächennutzungsplan 
vom 10.11.2017 act. 4B pag. 9 ff. Beleg Nr. 5). Die Gemeinde reicht zudem 
einen Auszug aus dem Zonenplan von 1967 ein, in welchem am fraglichen 
Ort ein anschliessend noch weiterführender Weg rot eingezeichnet ist 
(act. 1C BBG 12). Obwohl die Darstellung der Strassen gemäss Legende 
unverbindlich ist (vgl. Deckblatt des Zonenplans, act. 1C BBG 12 S. 1), er-
gibt sich daraus, dass in diesem Gebiet schon damals eine planerisch aus-
geschiedene Wegparzelle vorhanden war. Aus den von der Gemeinde ein-
gereichten Grundstückblättern und -protokollen der amtlichen Bewertung 

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lässt sich denn auch ableiten, dass auf der Parzelle Nr. 2________ tat-
sächlich einmal ein Weg bestand; erst seit 2004 wird sie (mit reduzierter 
Fläche) als «Acker, Wiese, Weide» bezeichnet (act. 1C BBG 13 und 14). 
Auch im von der Beschwerdegegnerin eingereichten Ausschnitt aus dem 
Zonenplan von 1979 ist die Parzelle, wie die Tschuggstrasse und weitere 
Verkehrsflächen, als weisse Fläche eingezeichnet (Beschwerdeantwort 
Beilage 2). Dass der Weg inzwischen offenbar zugeschüttet und/oder 
überwachsen ist (act. 1C BBG 14; vgl. Beschwerde Gemeinde Ziff. 32), 
führt nicht dazu, dass die Parzelle planungsrechtlich nicht mehr als Ver-
kehrsfläche zu betrachten wäre (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 71 N. 6a, 
wonach der Zonenplan nicht angepasst werden muss, wenn eine Strasse 
aufgehoben oder verlegt wird). 

5.3 Die hier interessierende Fläche hat keine Erschliessungsfunktion 
(mehr). Sie liegt fast vollständig zwischen Parzellen in der Wohnzone (vgl. 
Zonenplan der EG Gampelen; Planauszug GRUDIS vom 13.05.2019; 
Flächennutzungsplan vom 10.11.2017 act. 4B pag. 9 ff. Beleg 5, alle auch 
zum Folgenden). Das südöstlich gelegene Grundstück ist überbaut, nord-
westlich soll das umstrittene Mehrfamilienhaus erstellt werden und grenzt 
die Fläche an die ZöN F «Retention Regenabwasser» sowie die anschlies-
sende weiss eingezeichnete Wegparzelle Nr. 4________. Im Süden der 
Fläche folgt, durch die Tschuggstrasse getrennt, eine weitere Wohnzone. 
Die Parzelle Nr. 2________ ist folglich zum grössten Teil der Wohnzone 
zuzuordnen. Ein dort erstellter Kinderspielplatz und Aufenthaltsbereich ist 
zonenkonform. Hingegen ist der nordöstliche schmale Abschnitt von 
ca. 24 m2, der die Grenze zwischen der ZöN F «Retention Regen-
abwasser» und der Wohnzone bildet, je hälftig, d.h. zu ca. 12 m2, diesen 
Zonen zuzuordnen (vorne E. 5.1; vgl. auch die Ausscheidung im ÖREB-
Kataster act. 4B pag. 54). 

6.

6.1 Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze sind ihrem Zweck ent-
sprechend einzurichten. Die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des 
Kantons Bern (JGK) gibt darüber Empfehlungen heraus (Art. 44 Abs. 4 

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BauV), hat also die Vorschriften betreffend Lage, Zugang und Gestaltung 
von Aufenthaltsbereichen und Kinderspielplätzen zu konkretisieren. Die 
Empfehlungen wollen der Bauherrschaft und den Behörden Hinweise 
geben, wie die Absichten der gesetzlichen Bestimmungen sinnvoll umge-
setzt werden können (Empfehlungen für die Projektierung und Gestaltung 
von benutzerfreundlichen Aussenräumen von Wohnüberbauungen des 
Raumplanungsamts [heute AGR] vom Juni 1992 [nachfolgend: Empfeh-
lungen AGR], einsehbar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Raum-
planung/Arbeitshilfen [AHOP]/Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze» 
S. 5; VGE 2011/256 vom 2.5.2012 E. 4.3.2). Es ist, wie die Vorinstanz er-
wog, tatsächlich fraglich, ob diese Anforderungen anhand des Flächen-
nutzungsplans vom 2. Mai 2018 hinreichend überprüft werden können 
(act. 4B pag. 81; angefochtener Entscheid E. 5g). Das braucht jedoch mit 
Blick auf die nachfolgenden Überlegungen nicht abschliessend beurteilt zu 
werden. Nach den Empfehlungen sind jedenfalls Spiel- und Aufenthalts-
flächen von weniger als 5 m Breite in der Regel nicht anrechenbar (Emp-
fehlungen AGR S. 19). Der schmale nordöstliche Streifen der Parzelle 
Nr. 2________ ist ca. 4 m breit und schon deshalb nicht anrechenbar. Das 
gilt umso mehr, als die Hälfte davon der ZöN F «Retention 
Regenabwasser» zuzuordnen ist (E. 5.3 hiervor) und dort ein 
Kinderspielplatz nicht zonenkonform ist. Denn die ZöN F dient der Nutzung 
«Retention Regenabwasser». Nach Art. 19 BNR gelten in der ZöN F für die 
Grundzüge der Überbauung und Gestaltung folgende Randbedingungen: 
Retentionsanlage/Erschliessungsanlage, naturnahe Gestaltung. Die für den 
Kinderspielplatz und den Aufenthaltsbereich ausgewiesene Fläche beträgt 
daher 136 m2.

6.2 Die Vorinstanz berechnete gestützt auf die Angaben der Beschwer-
deführerin eine minimale Kinderspielplatzfläche von 163 m2 und für den 
Aufenthaltsbereich eine solche von 20 m2 (angefochtener Entscheid E. 5f; 
Angaben zu den Hauptnutz- und Konstruktionsflächen der Beschwerde-
führerin 2 im Flächennachweis vom 2.5.2018 act. 4B pag. 82). Das wird 
von keiner Seite bestritten. Mit 136 m2 ist die vorgesehene Fläche 47 m2 
kleiner als die insgesamt notwendigen 183 m2.

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7.

7.1 Die Beschwerdeführerin 2 stellt nicht in Frage, dass die ausge-
wiesene Fläche zu klein ist (wenn auch in weniger grossem Umfang). Sie 
ist aber der Ansicht, ihr hätte gestützt auf Art. 45 Abs. 3 BauV eine Reduk-
tion der Mindestfläche gewährt werden müssen. 

7.2 Gemäss Art. 45 Abs. 3 BauV kann die Baubewilligungsbehörde – 
sofern die zweckmässige Gestaltung der Aufenthaltsbereiche und Kinder-
spielplätze gewährleistet bleibt – die erforderliche Mindestfläche ange-
messen herabsetzen, wenn schwierige Grundstücksverhältnisse vorliegen 
oder die gemäss Abs. 1 und 2 ermittelte Fläche aufgrund besonderer Um-
stände unverhältnismässig wäre. Diese Bestimmung räumt der Baube-
willigungsbehörde die Befugnis ein, die erforderliche Fläche zu reduzieren, 
ohne dass formell eine Ausnahmebewilligung erteilt werden müsste (sog. 
unechte Ausnahme oder Kompetenznorm, Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 15 
N. 3b auch zum Folgenden). Die Bestimmung setzt aber ähnlich wie Art. 26 
BauG (Ausnahmen) objektive Besonderheiten wie Lage und Form der Par-
zelle voraus. Finanzielle Gründe allein genügen regelmässig nicht (Rolf 
Mühlemann, Die grössere Spielfläche, in KPG-Bulletin 2011 S. 83 ff., 84). 
In der Regel dürfte es schwierig sein, eine entsprechende Reduktion zu er-
wirken, zumal Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze nicht an eine 
Form gebunden sind und die Aufteilung in mehrere Bereiche zulässig ist. 
Das Herabsetzen der erforderlichen Mindestflächen oder gar der Verzicht 
auf solche aussenräumliche Quartierausstattungen darf nicht stillschwei-
gend erfolgen. Im Baubewilligungsverfahren muss den Bewilligungs-
behörden nachvollziehbar begründet werden, weshalb die Mindestfläche 
angemessen reduziert werden kann (Merkblatt des AGR «Aufenthalts-
bereiche, Spielplätze und grössere Spielflächen» vom 20.9.2017, einseh-
bar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Raumplanung/Arbeitshilfen 
[AHOP]/Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze» S. 3). 

7.3 Die Vorinstanz hat berücksichtigt, dass das Gelände am Hang liegt. 
Sie hat aber auch darauf hingewiesen, dass es nicht überall eine starke 
Neigung aufweist. Am östlichen Rand sei zwar eine Böschung vorhanden, 
zwischen dieser und dem vorgesehenen Gebäude bestehe indes ein 
flacherer Geländeteil. Würde auf der Parzelle Nr. 1________ ein kleineres 

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Gebäude erstellt, wäre die minimal erforderliche Spiel- und 
Aufenthaltsfläche ohne weiteres erreichbar (angefochtener Entscheid 
E. 5f). Die Erwägungen der Vorinstanz überzeugen. Weder vor der 
Vorinstanz noch vor Verwaltungsgericht legt die Beschwerdeführerin 2 
näher dar, inwiefern schwierige Grundstückverhältnisse oder sonst 
besondere Umstände vorliegen. Vor der BVE hat sie gar ausgeführt, der 
Spielplatz weise aufgrund einer Böschung ein geringes Gefälle aus (act. 4B 
pag. 79). Vor Verwaltungsgericht verweist sie lediglich auf die 
Stellungnahme des AGR; danach sei die Gestaltung der Bereiche 
anspruchsvoll (Beschwerde Beschwerdeführerin 2 Ziff. 3.4; act. 4B 
pag. 35). Das mag zutreffen. Das Grundstück weist indes mit seiner 
rechteckigen Form und guten Zugänglichkeit – über die Hanglage hinaus – 
keine offensichtlichen Schwierigkeiten auf. Das gilt umso mehr, als für das 
Gebäude grosse Geländeveränderungen, insbesondere Abgrabungen, 
geplant sind und dabei ein Bereich für Kinderspielplatz- und 
Aufenthaltsflächen vorgesehen werden könnte (vgl. Schnitt BB act. 4B 
pag. 9 ff. Beleg Nr. 3). Schliesslich macht das Manko mit 47 m2 gut einen 
Viertel der notwendigen Fläche aus und fällt stark ins Gewicht. Umgekehrt 
lässt sich auch nicht sagen, die Grösse der Parzelle lasse es nicht zu, 
183 m2 Spielplatz- und Aufenthaltsfläche bereitzustellen, zumal die Fläche 
nicht am Stück ausgewiesen werden muss (E. 7.2 hiervor). Das Vorhaben 
erfüllt nach dem Gesagten die Vorgaben an die Kinderspielplatz- und 
Aufenthaltsflächen nicht. Schon aus diesem Grund hat die BVE zu Recht 
den Bauabschlag erteilt. 

8.

8.1 Die BVE hat den Bauabschlag zudem mit der ungenügenden Er-
schliessung des Grundstücks begründet. Die Beschwerdeführerin 2 rügt in 
diesem Zusammenhang, die BVE habe den massgeblichen Sachverhalt 
falsch festgestellt (Beschwerde Beschwerdeführerin 2 Ziff. 2.2 S. 7 unten). 
Sie legt allerdings nicht näher dar, inwiefern die BVE von einem falschen 
Sachverhalt ausgegangen sein soll. Ob die Erschliessung in der ZöN zu-
lässig ist, ist eine Rechtsfrage; dass diese nicht zu Gunsten der Beschwer-

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deführerin 2 entschieden wurde, stellt selbstredend keine falsche Sach-
verhaltsfeststellung dar. Eine solche ist denn auch nicht ersichtlich.

8.2 Der nordostseitige Zugang zum Baugrundstück führt über einen 
Weg auf der Parzelle Nr. 3________, die in der ZöN F liegt. Mit einer Art 
Brücke sollen der Weg und das Gebäude verbunden werden. Auch diese 
Brücke liegt teilweise in der genannten ZöN. ZöN werden für Bauten und 
Anlagen im öffentlichen Interesse verwendet oder benötigt (Art. 77 Abs. 1 
BauG). Die ZöN F ist für die Nutzung «Retention Regenabwasser» 
ausgeschieden (vgl. vorne E. 6.1). Die Erschliessung eines privaten 
Gebäudes dient nicht dieser Nutzung und auch keinem anderen 
öffentlichen Interesse. Für die Frage, ob die Zonenvorschriften hier 
dennoch die Erschliessungsanlage für das Bauvorhaben zulässt, sind diese 
auszulegen. Beizuziehen sind hierzu einerseits die Planungs- und 
Genehmigungsunterlagen, aber auch die erst vor Verwaltungsgericht 
eingereichten Belege über die Vereinbarungen zwischen der Gemeinde 
und der Bauherrin bzw. ihrem Rechtsvorgänger. Es ist nicht Sache des 
Verwaltungsgerichts, als erste Instanz diese Unterlagen einlässlich zu 
würdigen und den Gehalt der BNR-Vorschriften zu bestimmen, zumal der 
Bauabschlag ohnehin zu bestätigen ist (vorne E. 7.3 und hinten E. 9.3). 
Aus demselben Grund ist auch nicht darüber zu befinden, ob das Gebäude 
mit der südwestseitigen Einstellhallenzufahrt allein genügend erschlossen 
wäre. Es ist tatsächlich fraglich, ob dieser Zugang für alle Bewohnerinnen 
und Bewohner des Gebäudes genügend sicher ist (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 4d); das abschliessend zu beurteilen bedürfte wohl einer 
fachkundigen Expertise. Das Einholen einer solchen rechtfertigt sich 
angesichts des Verfahrensausgangs nicht.

9.

9.1 Mit einem Eventualantrag verlangen die Beschwerdeführerin 2 und 
die Gemeinde die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz für eine Pro-
jektänderung (Beschwerde Gemeinde Ziff. 39; Beschwerde Beschwerde-
führerin 2 Rechtsbegehren Nr. 4 sowie Ziff. 3.5.2). 

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9.2 Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht sind Projekt-
änderungen ausgeschlossen (Art. 43 Abs. 4 Satz 1 BewD). Vorbehalten 
bleibt aber die Befugnis des Verwaltungsgerichts, die Sache zwecks Prü-
fung einer Projektänderung an die Vorinstanz zurückzuweisen oder das Be-
schwerdeverfahren durch Vergleich zu erledigen (Art. 43 Abs. 4 Satz 2 
BewD). Eine Rückweisung setzt voraus, dass die beabsichtigten Änderun-
gen den Rahmen einer Projektänderung nicht sprengen, d.h. das Bauvor-
haben nicht in seinen Grundzügen verändern (Art. 43 Abs. 1 BewD; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 12a mit Hinweisen). Ein Rechts-
anspruch auf Rückweisung besteht nicht; der Entscheid liegt vielmehr im 
Ermessen des Gerichts. Sinnvoll ist die Rückweisung nur, wenn die Aus-
sicht besteht, dass die Projektänderung bewilligt werden kann (BVR 2012 
S. 74 E. 4.3.3; vgl. den dieselbe Sache betreffenden VGE 2016/292 vom 
4.7.2014 E. 4.1). Eine Rückweisung zwecks Prüfung einer Projektänderung 
setzt in jedem Fall voraus, dass die Bauherrschaft entsprechend Antrag 
stellt oder zumindest bereit ist, eine Projektänderung vorzunehmen 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 13b mit Hinweis auf 
VGE 2010/196/197 vom 23.2.2012 E. 9.1).

9.3 Es ist fraglich, ob die Bauherrin für den Aufenthaltsbereich und den 
Kinderspielplatz nach der Rückweisung überhaupt eine grössere Fläche 
zur Verfügung stellen will. Das Rechtsbegehren 4 ist nicht eindeutig: Nach 
Aufhebung des Entscheids sei die Sache «für eine Projektanpassung in 
Bezug auf die Ergänzung des ‹Flächennutzungsplans Umgebung› für die 
Kinderspielplatz- und Aufenthaltsfläche sowie nötigenfalls das Einholen 
einer Ausnahmebewilligung für die Herabsetzung der Mindestfläche 
(Art. 45 Abs. 3 BauV) an die Vorinstanz bzw. Baubewilligungsbehörde zu-
rückzuweisen». In ihrer Begründung bezieht sich die Beschwerdeführerin 2 
ausschliesslich auf die (nach Auffassung der BVE) mangelhaften Pläne: 
«Die von der Vorinstanz angemerkten jedoch bestrittenen Mängel (Standort 
Kinderspielgeräte, Sitzgelegenheiten für Erwachsene) können problemlos 
angepasst werden. Es wäre unverhältnismässig die Bewilligung des Bau-
projekts nur deshalb zu verweigern» (Beschwerde Beschwerdeführerin 2 
Ziff. 3.5.2). Wo sie sich zur Grösse der Fläche äussert, rügt sie lediglich, 
dass ihr keine Reduktion gewährt wurde. Dass sie bereit wäre, mehr Platz 
zu schaffen, erwähnt sie auch dort nicht (Beschwerde Beschwerde-

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führerin 2 Ziff. 3.4). Ob die Bauherrin zur Projektänderung bereit wäre, ist 
nach dem Gesagten unklar. Daran ändert nichts, dass sie der Gemeinde 
offenbar eine entsprechende Bereitschaft zugesichert hat (Beschwerde Ge-
meinde Ziff. 39). Selbst wenn man davon ausginge, der Rückweisungs-
antrag beziehe sich auf eine Vergrösserung der Aufenthalts- und Kinder-
spielplatzfläche, so ist nicht ersichtlich, wie eine solche erreicht würde. Das 
Verwaltungsgericht kann daher nicht beurteilen, ob die notwendigen An-
passungen im Rahmen einer Projektänderung möglich wären. Jedenfalls 
wenn das geplante Gebäude verkleinert bzw. verschoben oder eine Ter-
rainveränderung vorgenommen werden müsste, wäre der Rahmen einer 
blossen Projektänderung überschritten. Diese Ausgangslage rechtfertigt 
keine ausnahmsweise Rückweisung an die Vorinstanz zur Projekt-
änderung. Der Bauabschlag ist zu bestätigen.

9.4 Soweit die Beschwerdeführerin 2 geltend macht, sich schon lange 
mit diesem Projekt zu befassen und erheblich Investitionen getätigt zu ha-
ben, weshalb ein Bauabschlag unverhältnismässig sei (Beschwerde Be-
schwerdeführerin 2 Ziff. 3.5.2), kann ihr nicht gefolgt werden. Die An-
forderungen an ein Baugesuch ergeben sich ausdrücklich aus Art. 34 BauG 
und Art. 10 ff. des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungs-
verfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1). Insbesondere 
müssen die Lage, Gestaltung und allenfalls die rechtliche Sicherstellung 
der Spielplätze und Aufenthaltsbereiche im Baugesuch bezeichnet werden 
(Art. 11 Abs. 1 Bst. k BewD). Ein Umgebungsgestaltungsplan ist einzu-
reichen (Art. 14 Abs. 1 Bst. d BewD); für Kinderspielplätze und Aufenthalts-
bereiche ist dieser verbindlich (VGE 2011/256 vom 2.5.2012 E. 4.3.3). Es 
liegt in der Verantwortung der Bauherrschaft widerspruchsfreie und korrek-
te Pläne einzureichen. Nach diesen wird das Baugesuch beurteilt. Das hat 
das Verwaltungsgericht bereits im ersten, dasselbe Vorhaben betreffenden 
Verfahren erwogen. Insbesondere war der Beschwerdeführerin 2 aus 
diesem Verfahren bereits bekannt, dass geringfügige Fehler, sie nannte es 
«plantechnische Ungenauigkeit», zum Bauabschlag führen können 
(VGE 2016/292 vom 4.7.2017 E. 2.4). Auch die BVE hat bereits im ersten 
Verfahren deutlich gemacht, dass die Grösse der Kinderspielplatz- und 
Aufenthaltsfläche nicht genügt und dass den Plänen nicht entnommen 
werden kann, ob die qualitativen Anforderungen erfüllt sind (Entscheid der 

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BVE 110/2016/88 vom 16.9.2016 E. 4c). Darauf hat die Beschwerde-
führerin 2 in ihrem Projektänderungsgesuch vor der Vorinstanz kaum re-
agiert (act. 4B pag. 9 ff.). Die BVE gab ihr sodann Gelegenheit, den 
Flächennutzungsplan erneut anzupassen und beschrieb ausdrücklich, wor-
auf die Beschwerdeführerin 2 dabei achten soll (act. 4B pag. 38 f.). Dass 
die Anforderungen an den Kinderspielplatz und den Aufenthaltsbereich 
noch immer nicht erfüllt sind, hat sich die Beschwerdeführerin 2 selber zu-
zuschreiben. 

10.

10.1 Nach dem Gesagten sind die Beschwerden unbegründet und abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.2 Bei diesem Ergebnis unterliegen die Beschwerdeführerinnen in bei-
den Verfahren. Während im Verfahren 100.2018.300 keine Kosten zu er-
heben sind, da die Gemeinde nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen 
ist (Art. 108 Abs. 2 VRPG), wird die Beschwerdeführerin 2 im Verfahren 
100.2018.301 kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die unterliegenden 
Beschwerdeführerinnen haben der obsiegenden Beschwerdegegnerin zu-
dem je die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 104 Abs. 1 
VRPG). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin beziffert sein Hono-
rar für beide Verfahren gesamthaft auf Fr. 5'400.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 50.-- und MWSt von Fr. 419.65. Gemäss Art. 41 Abs. 1 des kantonalen 
Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Partei-
kostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das 
Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zu-
züglich allfälliger Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 i.V.m. Art. 9 
PKV. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz 
nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streit-
sache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Die 
Sache ist hier in jeder Hinsicht durchschnittlich, namentlich war der Auf-
wand für die vereinigten Verfahren nicht höher als für ein einzelnes Ver-
fahren. Der Rechtsvertreter ist zudem mehrfach vorbefasst, da er die Be-

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schwerdegegnerin bereits im ersten Verfahren vor Verwaltungsgericht und 
auch jetzt vor der Vorinstanz vertrat. Vor allem deshalb ist ein Honorar von 
Fr. 3'500.-- (zuzüglich Auslagen und MWSt) für beide Verfahren ange-
messen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.

2. a) Für das Verfahren 100.2018.300 werden keine Kosten erhoben.

b) Die Gemeinde hat der Beschwerdegegnerin die Parteikosten für das 
Verfahren 100.2018.300, bestimmt auf Fr. 1'911.70 (inkl. Auslagen 
und MWSt), zu ersetzen.

3. a) Die Kosten des Verfahrens 100.2018.301, bestimmt auf eine Pau-
schalgebühr von Fr. 3'000.--, werden der Beschwerdeführerin 2 auf-
erlegt.

b) Die Beschwerdeführerin 2 hat der Beschwerdegegnerin die Partei-
kosten für das Verfahren 100.2018.301, bestimmt auf Fr. 1'911.70 
(inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Einwohnergemeinde Gampelen
- der Beschwerdeführerin im Verfahren 100.2018.301
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.