# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f24ff491-2973-5446-8526-12b9dbd06bfe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.05.2008 UV 2007/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-85_2008-05-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.05.2020

Entscheiddatum: 06.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 06.05.2008
Art. 6 UVG. Unfallkausalität von HWS- und Schwindelbeschwerden sowie 
Kopfschmerzen, welche im Rahmen eines Rückfalls gemeldet wurden. 
Adäquanz von psychischen Beschwerden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Mai 2008, UV 2007/85).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 6. Mai 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter, Bahnhofstrasse 15, Postfach, 

9450 Altstätten,

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.         

A.a    S.___, geb. 1958, war seit dem 1. November 2000 bei der A.___ angestellt und 

dadurch bei den Allianz Suisse Versicherungen obligatorisch unfallversichert. Am 13. 

bzw. 26. März 2002 liess sie der Allianz bzw. damals noch deren Rechtsvorgängerin, 

den ELVIA Versicherungen) durch ihre Arbeitgeberin melden, sie sei am 8. März 2002 

beim Skifahren in Österreich gestürzt. Am Unfalltag begab sie sich zum Notfallarzt Dr. 

med. univ. B.___, Arzt für Allgemeinmedizin, welcher eine Rippenprellung 

diagnostizierte (UV-act. 1, vgl. auch UV-act. 22). Am 25. März 2002 konsultierte die 

Versicherte Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, der eine Fraktur der 

VIII. sowie eine Fissur der VII. Rippe rechts feststellte. Die Versicherte sei beim 

Skifahren auf den rechten Skistock gefallen. Der Arzt attestierte keine 

Arbeitsunfähigkeit. Die Behandlung wurde am 8. Mai 2002 abgeschlossen (UV-act. 15).

A.b   Am 22. Februar 2005 meldete die Arbeitgeberin einen Rückfall zum Unfall vom 

8. März 2002 mit Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. November 2004 (UV-act. 7; vgl. auch 

UV-act. 14). Nach Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen 

eröffnete die Allianz der Rechtsvertreterin der Versicherten mit Verfügung vom 10. 

Februar 2006 die Leistungseinstellung rückwirkend auf den 9. Mai 2002. Zur 

Begründung hielt sie unter anderem fest, die aus den medizinischen Akten ersichtliche 

Symptomausweitung habe nach Einschätzung ihres beratenden Arztes 

krankheitsbedingten Charakter. Ein überwiegend wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zum Skiunfall vom 8. März 2002 sei vom zeitlichen Ablauf her 

und der Tatsache, dass ein neues Beschwerdebild vorliege, nicht möglich. Die geltend 

gemachten gesundheitlichen Störungen könnten weder als Rückfall noch als Spätfolge 

zum Skiunfall betrachtet werden (UV-act. 46). Der Krankenversicherer gab der Allianz 

daraufhin die Anerkennung ihrer Leistungspflicht bekannt, da keine Unfallfolgen 

vorlägen (UV-act. 47). Gegen die Verfügung vom 10. Februar 2006 liess die Versicherte 

durch ihre Rechtsvertreterin Einsprache erheben (UV-act. 49), welche die Allianz mit 

Einspracheentscheid vom 9. Juli 2007 abwies (UV-act. 60).

B.        

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B.a   Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. A. Hutter, Altstätten, für die 

Versicherte mit Eingabe vom 12. Juli 2007 Beschwerde mit den Anträgen, der 

Entscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien aufgrund des Unfalls vom 

8. März 2002 Leistungen zu erbringen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter aus, 

parallel zum vorliegenden Verfahren laufe ein Beschwerdeverfahren gegen die IV-

Verfügung. Es seien neue medizinische Abklärungen beantragt worden. Es sei daher 

sinnvoll, das vorliegende Verfahren bis zum Abschluss des IV-Verfahrens zu sistieren 

und danach eine Nachfrist zur Begründung anzusetzen.

B.b Mit Schreiben vom 13. Juli 2007 gab der Gerichtspräsident dem Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin bekannt, von neuen medizinischen Abklärungen im IV-

Verfahren sei für die vorliegend streitigen Fragen der natürlichen Unfallkausalität und 

der Adäquanz nichts zu erwarten, weshalb sich eine Verfahrenssistierung nicht 

rechtfertigen lasse (act. G 2). Hierauf reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin am 20. Juli 2007 die Beschwerdebegründung ein. Darin führte er 

unter anderem aus, die Beschwerdeführerin sei bis zum Unfall im Jahr 2002 eine 

gesunde Frau gewesen. Nach dem Unfall hätten sich Symptome wie visuelle 

Wahrnehmungsstörungen, Schwindel und Konzentrationsschwierigkeiten gezeigt. 

Dabei handle es sich um Spätfolgen des Unfalls. Damit korrespondiere, dass von 

verschiedenen Ärzten ein HWS-Abknicktrauma als Folge des Sturzes diagnostiziert 

worden sei. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Leiden würden unter 

die Symptome fallen, die mehrheitlich erst nach über zwei Jahren nach dem 

Unfallereignis auftreten würden. Aus heutiger Sicht sei klar, dass es sich bei den kurz 

nach dem Unfall aufgetretenen Kopfschmerzen nicht um ein Nikotinentzugssymptom 

gehandelt habe, sondern um eine direkte Folge des Skiunfalls. Bezüglich der Leiden 

seien sich die Ärzte nicht einig. Es sei deshalb nicht lediglich eine Beurteilung des 

Sachverhalts vorzunehmen, sondern eine medizinische Würdigung des 

Gesundheitszustands. Dazu seien neue ärztliche Untersuchungen notwendig. Aus 

prozessökonomischen Gründen seien die Untersuchungen des IV- und des UV-

Verfahrens zu koordinieren. Es werde daher nochmals die Sistierung des Verfahrens bis 

zum Abschluss des IV-Beschwerdeverfahrens beantragt. Eine antizipierte 

Beweiswürdigung sei vorliegend nicht zulässig. Gemäss dem MEDAS-Bericht seien die 

Leiden angeblich nicht objektivierbar. Dem stehe die Meinung verschiedener Fachärzte 

entgegen. Der medizinische Sachverhalt sei nicht ausreichend ergründet, um nur 

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gestützt auf den MEDAS-Bericht und ein Aktengutachten einen negativen Entscheid zu 

fällen. Die MEDAS-Ärzte hätten sich mit der Beschwerdeführerin nur während je einer 

Stunde befasst. Die privaten Ärzte hätten die Beschwerdeführerin hingegen viel 

eingehender untersucht, und dies zum Teil auch über längere Zeiträume. Es sei 

unhaltbar, diesen externen Fachärzten Befangenheit vorzuwerfen und ihre Meinung 

hinter die der MEDAS zurückzustellen. Es handle sich dabei nicht um Hausärzte. Zu 

ihnen bestehe kein vertieftes Vertrauensverhältnis. Zudem seien MEDAS und 

Aktengutachter in gleichem Masse befangen zugunsten des Unfallversicherers wie ein 

Hausarzt befangen zugunsten seiner Patienten sein solle (act. G 3). Am 10. September 

2007 reichte der Rechtsvertreter einen Arztbericht von Dr. med. D.___, Facharzt für 

Akupunktur, Anästhesie und Schmerztherapie, vom 7. September 2007 ein (act. G 5).

B.c   In der Beschwerdeantwort vom 12. September 2007 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, es könne 

weder von einer gesicherten Diagnose einer HWS-Verletzung noch vom Auftreten von 

Nackenbeschwerden innert 72 Stunden nach dem Unfall gesprochen werden. Ein 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 

Unfall sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Ein Grund, an 

den Ergebnissen der MEDAS-Begutachtung zu zweifeln, sei nicht erkennbar. Von einer 

Sistierung des Verfahrens sei abzusehen. Der sinngemässe Vorwurf der 

Beschwerdeführerin, sie sei von den MEDAS-Gutachtern nur oberflächlich untersucht 

worden, könne nur als Schutzbehauptung verstanden werden.

B.d Mit Replik vom 12. Oktober 2007 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

an seinen Anträgen und Ausführungen fest. In der Duplik vom 21. November 2007 be­

stätigte die Beschwerdegegnerin ihren Standpunkt.

B.e In einer nachträglichen Eingabe vom 14. Dezember 2007 liess die 

Beschwerdeführerin weitere medizinische Berichte einreichen (act. G 18). Hiezu nahm 

die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 10. Januar 2008 Stellung (act. G 20).

Erwägungen:

1.         

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1.1    Streitig ist, ob die Einstellung der Leistungen durch die Beschwerdegegnerin auf 

den 9. Mai 2002 (Taggelder und Heilungskosten) zu Recht erfolgt ist oder ob sie auch 

für die im Februar 2005 rückfallweise gemeldeten Beschwerden (Thoraxschmerzen, 

Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel) Leistungen aufgrund des Unfalls vom 8. März 

2002 zu erbringen hat. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen physischen und psychischen 

Gesundheitsschädigungen beim Grundfall sowie bei Rückfällen und Spätfolgen 

(einschliesslich Schleudertrauma der Halswirbelsäule und äquivalenten Verletzungen) 

und einem Unfall sowie die Beweisanforderungen (Erwägungen 4a, 4b, 6b, 7b, 7c, 8b, 

8c) grundsätzlich zutreffend dar. Zwischenzeitlich ergab sich nun allerdings eine 

Rechtsprechungs-Anpassung insofern, als das Bundesgericht unter anderem den 

Katalog der bisherigen adäquanzrelevanten Kriterien bei Schleudertrauma-

Verletzungen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 369 E. 4b S. 383) wie folgt neu fasste: 

Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, 

belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008 i/S M. [U 394/06], 

Erwägung 10.3). Diese Rechtsprechungs-Änderung käme, soweit von einer 

Schleudertrauma-Verletzung oder einem äquivalenten Sachverhalt auszugehen wäre, 

auch auf den hier streitigen Sachverhalt zur Anwendung.  

Art. 61 Bas. 1 lit. c ATSG erlaube es den kantonalen Versicherungsgerichten 

Verfahrenssistierungen anzuordnen. Mit Blick auf den in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten 

Grundsatz auf Beurteilung der Sache innert angemessener Frist ist dabei allerdings 

Zurückhaltung geboten. Die Sistierung ist nur dann zulässig, wenn sie sich auf 

sachliche Gründe stützen lässt (BGE 130 V 90 Erw. 5 S. 94f mit Hinweis). Nach der 

Rechtsprechung werden unter anderem die Vornahme zweckmässiger zusätzlicher 

Abklärungen (BGE 127 V 228 Erw. 2a S. 231) oder die Hängigkeit eines anderen 

Verfahrens, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist (Pra 1996 Nr. 141 S. 473 

Erw. 3b; BGE 123 II 1 Erw. 2b S. 3, 122 II 211 Erw. 3e, 217, mit Hinweis) als 

zureichende Gründe für eine Sistierung anerkannt. Dem vorliegenden Begehren um 

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Sistierung des Verfahrens bis zum Abschluss des IV-Beschwerdeverfahrens wäre zu 

entsprechen gewesen, wenn der relevante Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt und 

der IV-Entscheid zur Beurteilung der streitigen Frage erforderlich gewesen wäre. So 

verhielt es sich jedoch nicht. Zum einen war der massgebende Sachverhalt hinreichend 

geklärt. Zum andern waren vom Abschluss des IV-Beschwerdeverfahrens keine 

entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weil im vorliegenden Verfahren 

die Frage der Unfallkausalität im Vordergrund steht, welche nicht Gegenstand des IV-

Verfahrens bildet (vgl. act. G 8). Praxisgemäss stellt denn auch das Abwarten eines 

Entscheids mit bloss möglicher Auswirkung auf das Verfahren keinen Sistierungsgrund 

dar (BGE 120 V 382 f.).

1.2    Am 17. Januar 2005 suchte die Beschwerdeführerin wegen Schmerzen in der 

Brustwand, starker migräneartigen Kopfschmerzen und Schwindel Dr. med. E.___, 

Spezialarzt für Anästhesie, Klinik St. Georg, auf (UV-act. 3, 4, 29, 31). Im Bericht vom 

29. Januar 2005 diagnostizierte Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für 

Otorhinolaryngologie, einen Status nach Skiunfall vom März 2002 mit HWS-

Abknicktrauma und Schwindel im Rahmen einer visuo-oculo-motorischen sowie 

zerviko-proprioceptiven Funktionsstörung. Er führte unter anderem aus, anhand des 

Unfallhergangs und der klinischen Beschwerden der Patientin im Zusammenhang mit 

den erhobenen neuro-otometrischen Befunden müsse man ein HWS-Abknicktrauma 

als sehr wahrscheinlich annehmen (UV-act. 6). Dr. med. G.___, Röntgeninstitut, hielt am 

11. März 2005 ein normales thorakales Computertomogramm mit normaler Darstellung 

der Thoraxwand und der Rippen ohne aktuelle Frakturzeichen bzw. ohne Nachweis 

einer tumorösen Strukturalteration im Bereich der Thoraxwand fest (UV-act. 11). Dr. 

med. H.___, Psychiatrie/Psychotherapie, Klinik Gais, bestätigte im Bericht vom 4. April 

2005 eine Erstbehandlung am 14. Dezember 2004 mit anschliessendem stationärem 

Aufenthalt der Beschwerdeführerin bis 15. Januar 2005 sowie die Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei einer Persönlichkeit mit dissoziativen 

und histrionischen Zügen. Es lägen nicht ausschliesslich Unfallfolgen vor. Gemäss 

Anamnese und psychiatrischer Beurteilung handle es sich beim Schmerzsyndrom um 

eine Überlagerung des erfolgten körperlichen Integritätsschadens durch Rippenbruch 

mit einer psychiatrischen Störung. Ab 24. Januar 2005 bestehe eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit; die weitere Reduktion sei abhängig vom Verlauf der ambulanten 

Behandlung (UV-act. 14). Am 21. April 2005 erklärte die Beschwerdeführerin dem 

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Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin, sie sei erstaunt, dass Dr. C.___ die 

Behandlung am 8. Mai 2002 abgeschlossen habe (vgl. UV-act. 15). Der Arzt habe 

nämlich immer über ihre Kopfschmerzen Bescheid gewusst. Er habe diese als 

Krankheit taxiert, da sie in dieser Zeit mit dem Rauchen aufgehört habe. Während der 

ganzen Zeit seien ärztliche Kontrollen wegen der Kopfschmerzen erfolgt (UV-act. 17). 

Am 21. April 2005 berichteten die Ärzte des Kantonalen Spitals Rorschach über eine 

Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 17. bis 21. April 2005 und stellten die 

Diagnosen einer medikamenteninduzierten Obstipation (Einnahme von Opiaten), von 

chronischen thorako-abdominalen Schmerzen bei Status nach Rippenfraktur rechts 

sowie Schleudertrauma bei Skiunfall 2002 sowie von systemischem Schwindel (UV-act. 

18). Am 28. April 2005 teilte Dr. B.___ (erstbehandelnder Arzt nach dem Unfall) der 

Beschwerdegegnerin auf deren Anfrage mit, dass er über eine eventuelle Behandlung 

vom 8. März 2002 keine Unterlagen mehr zur Verfügung habe (UV-act. 22).     

Dr. C.___ bestätigte am 3. Mai 2005 im Sinn einer Rekapitulation des Verlaufs seit dem 

Unfall, dass die Beschwerdeführerin am 8. März 2002 eine Rippenverletzung erlitten 

habe, welche beim Notfallarzt in Österreich behandelt worden sei. Nacken- oder 

Kopfschmerzen seien nicht angegeben worden. Eine Arbeitsunfähigkeit habe nicht 

bestanden. Am 8. Mai 2002 sei die letzte Kontrolle aus Unfallgründen erfolgt. 

Anschliessend seien keine Krankengeschichtseinträge wegen dieses Unfalls mehr 

erfolgt. Im Jahr 2003 hätten zwei Konsultationen wegen Gastritis bzw. Infekten der 

oberen Luftwege stattgefunden. Am 7. Januar 2004 habe ihn die Beschwerdeführerin 

erstmals wegen starker Kopfschmerzen frontal rechts, bestehend seit einer Woche, 

aufgesucht. Ende 2004 habe sie notfallmässig das Kantonsspital St. Gallen konsultiert, 

wo eine chronische Lumbalgie, eine akute Ischialgie rechts und eine chronische 

Zervikozephalgie diagnostiziert worden seien. Es hätten zunehmend Probleme am 

Arbeitsplatz und depressive Symptome bestanden. In der Folge sei eine Abklärung und 

Rehabilitation in der Klinik Gais durchgeführt worden (UV-act. 23). Dr. med. I.___, 

Polymedes AG, hielt im Bericht vom 31. Mai 2005 ein neuropathisches intercostales 

Schmerzsyndrom rechts bei Zustand nach Rippenfraktur sowie einen Zustand nach 

HWS-Distorsionstrauma (nach einem Skiunfall vor drei Jahren) als Diagnosen fest (UV-

act. 26). Am 28. Juli 2005 diagnostizierten die Ärzte der Klinik für Chirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen ein unklares invalidisierendes thorakales Schmerzsyndrom 

rechts, submammär unklarer Genese, sowie Schwindel (UV-act. 34). 

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Kernspintomographie-Abklärungen vom 11. und 25. August 2005 ergaben eine 

Diskopathie TH9/10 im Sinn einer mittelschweren Bandscheibendehydratation, 

begleitet von einer linksseitigen subligamentären Diskushernie ohne dadurch 

verursachte Radiculopathie sowie ein im übrigen regelrechtes vertebro-spinales 

Kernspintomogramm TH1-10. Das cerebrale Kernspintomogramm war 

normentsprechend, insbesondere ohne morphologisch fassbare intracranielle 

Pathologie (UV-act. 35, 37). Vom 7. September bis 25. Oktober 2005 hielt sich die 

Beschwerdeführerin im Rahmen einer psychiatrisch-psychotherapeutischen 

Behandlung in der Klinik Aadorf auf. Die Klinikärzte verneinten eine Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der Schmerz- und Schwindelsymptome (UV-act. 42 Beilage).    

Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. J.___, Facharzt FMH für 

Chirurgie, kam im Bericht vom 28. Oktober 2005 zum Schluss, seines Erachtens 

stünden die Beschwerden ab November 2004 nicht im Zusammenhang mit dem 

Skiunfall vom 8. März 2002. Die Patientin habe ihren Hausarzt wegen diesen 

Schmerzen in der Thoraxwand von Mai 2002 bis November 2004 nicht mehr 

aufgesucht. Es hätten lediglich Behandlungen für Migräne und andere funktionelle 

Probleme bei diversen Therapeuten zulasten der Krankenkasse stattgefunden. Auch 

wenn die Patientin sage, dass sie seit langem Kopfschmerzen habe, erachte er es als 

eher unwahrscheinlich, dass der Hausarzt Dr. C.___ dies nicht vermerkt hätte. Auch 

das Kantonsspital St. Gallen habe von Seiten der Thoraxschmerzen Beschwerdefreiheit 

bis Oktober 2004 angegeben. Die Behandlungen seit November 2004 würden seines 

Erachtens klar nicht zulasten des Unfallversicherers gehen. Eine Begutachtung dazu 

erachte er als nicht notwendig (UV-act. 41). Die MEDAS Zentralschweiz hielt im 

Gutachten vom 19. April 2007 die Diagnose (mit wesentlicher Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit) einer Somatisierungsstörung/Halbseitenschmerzsyndrom 

rechts und Gefühlsstörungen ohne adäquates objektivierbares somatisches Korrelat 

am Bewegungsapparat bzw. im Neurostatus bei Status nach Skisturz und 

Kopfschmerzen/ungerichtetem Schwindel fest. Die angestammte Tätigkeit als 

Sachbearbeiterin bei der A.___ sei der Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch 

(Kündigung per 31. Januar 2006), wie auch jede andere vergleichbare berufliche 

Tätigkeit, noch zu 75% der Norm zumutbar; limitierend würden sich die psychischen 

Auffälligkeiten erweisen. Aus rheumatologischer und neurologischer Sicht liege kein 

objektivierbarer Gesundheitsschaden vor; die Beschwerdeführerin sei diesbezüglich als 

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Sachbearbeiterin zu 100% arbeitsfähig einzuschätzen. Bezüglich therapeutischer 

Massnahmen sei eine psychotherapeutische Behandlung indiziert. Die ärztlich 

bestätigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Sachbearbeiterin ab November 2004 werde 

von den Gutachtern nicht übernommen (Gutachten S. 21-24; act. G 7). Lic. phil. K.___, 

Diplom-Psychologe/Psychotherapeut SPV, ging im Bericht vom 15. Mai 2007 von einer 

HWS-Distorsion mit nachfolgenden Schmerzausdehnungen und reaktiven 

Depressionen aus. Trotz der positiven psychischen Entwicklung sei aufgrund der 

anhaltenden Symptomatik (vor allem Schmerzen und Schwindel) an die Aufnahme einer 

Berufsarbeit derzeit nicht zu denken (act. G 3.1/3). In den Berichten vom 4. und 14. Juli 

2007 bestätigte Dr. F.___ seine früheren Darlegungen und insbesondere seine 

Auffassung, dass die Beschwerden im direkten kausalen Zusammenhang mit dem 

Skiunfall vom März 2002 stehen würden. Anhand der neuro-otologischen Beurteilung 

sei die Patientin als 100% arbeitsunfähig zu betrachten. Lediglich neuro-otometrische 

und zerkico-oculometrische Untersuchungen könnten eine Funktionsstörung der 

zervikalen Facettengelenke objektivieren. Somit seien die diesbezüglichen Aussagen im 

MEDAS-Gutachten nicht relevant und nicht aussagekräftig (act. G 3.1/2). Im Bericht 

vom 7. September 2007 legte Dr. D.___ dar, die Befunde des MEDAS-Gutachtens 

könne er nicht bestätigen. Die Beschwerden seien auf den Skiunfall vor fünf Jahren 

zurückzuführen. Er empfehle eine vertiefte Untersuchung durch einen Neurochirurgen. 

Aufgrund der rezidivierenden Kopfschmerzen sei die Beschwerdeführerin 

vollumfänglich arbeitsunfähig (act. G 5.2).

1.3    Unter Beachtung des bei einer Begutachtung bestehenden Ermessensspielraums 

und der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 124 

I 175 Erw. 4; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 

2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] i/S P. vom 13. Juni 2001 [I 

506/00]) kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativexpertise stets dann in 

Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an 

solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält 

es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte 

vorbringen, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und die 

geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des EVG vom 13. 

März 2006 i/S G. [I 676/05], Erw. 2.4; vgl. auch Urteile des EVG vom 18. April 2006 i/S 

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H. [I 783/05] Erw. 2.2, vom 27. November 2006 i/S T. [I 663/05] Erw. 2.2.2 und vom 15. 

Dezember 2006 i/S N. [I 865/05] Erw. 6.2).

1.4    Den unmittelbar nach dem Unfall vom 8. März 2002 erstellten echtzeitlichen 

Akten (vgl. UV-act. 1, 2) lässt sich ausschliesslich eine Rippenverletzung entnehmen. 

Dr. C.___ bestätigte sodann - gestützt auf seine im Nachgang zum Unfall angefertigten 

Aufzeichnungen - ausdrücklich, dass im Zusammenhang mit dem streitigen Unfall 

lediglich die Rippenverletzung zur Diskussion gestanden habe und Nacken- und 

Kopfschmerzen nicht angegeben worden seien (UV-act. 15, 23). Es ist denn auch aus 

keinem Aktenstück ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin damals HWS-

Beschwerden geltend gemacht hätte. Auch erscheint der in Frage stehende 

Unfallmechanismus (Sturz beim Skifahren auf den rechten Skistock; vgl. UV-act. 15) als 

solcher - ohne weitere konkrete Anhaltspunkte - nicht geeignet, den HWS-Bereich in 

Mitleidenschaft zu ziehen. Wenn Dr. F.___ ein HWS-Abknicktrauma dem Skiunfall vom 

März 2002 zuordnete bzw. ein solches als sehr wahrscheinlich erachtete (UV-act. 6), 

das Kantonale Spital Rorschach sowie das Kantonsspital St. Gallen gestützt auf 

Angaben der Beschwerdeführerin ein Schleudertrauma bei Skiunfall 2002 vermerkten 

(UV-act. 18; act. G 12) und Dr. I.___ einen "Zustand nach HWS-Distorsionstrauma nach 

einem Skiunfall vor drei Jahren" bescheinigte (UV-act. 26), so lassen sich diese 

Feststellungen mit den erwähnten Gegebenheiten nach dem Unfall nicht vereinbaren. 

Insbesondere trifft dies für die von Dr. F.___ getroffene Annahme des Aufschlagens des 

Kopfes gegen den harten Boden (UV-act. 6 S. 1) zu. Sodann wurde auch in den 

weiteren Arztberichten zuhanden der IV-Stelle - vgl. etwa den Bericht von Dr. med. 

L.___, FMH für Neurochirurgie, vom 6. Februar 2007 - kein Schleudertrauma oder ein 

Abknicktrauma der HWS festgehalten. Nach Lage der medizinischen Akten ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass sich die von der 

Beschwerdeführerin aktuell angegebenen Beschwerden nicht auf eine objektivierbare 

organische Schädigung bzw. eine strukturelle somatische Veränderung zurückführen 

lassen, die mit dem Unfall vom 8. März 2002 in Zusammenhang zu bringen wären. Die 

MEDAS-Gutachter verneinten mit einlässlicher Begründung das Vorliegen eines 

rheumatologischen und neurologischen Korrelats für die von der Beschwerdeführerin 

angegebenen Nacken-, Kopf- und Rippenschmerzen. Konkrete Gründe, aufgrund 

welcher die Ergebnisse der MEDAS-Begutachtung anzuzweifeln wären, werden weder 

vorgebracht noch sind solche aus den Akten ersichtlich. Wenn nunmehr im Bericht von 

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Dr. med. M.___, Facharzt für medizinische Radiologie, vom 28. November 2007 

festgehalten wird, es würden sich Zeichen einer stattgehabten Verletzung und 

Narbenbildung im Bereich der Dens-nahen Weichteile und Bursae links zeigen, was die 

auf den Funktionsaufnahmen nachweisbare Bewegungseinschränkung zur Folge habe 

(act. G 18.1/8), so ist festzuhalten, dass eine erst rund fünf Jahre nach dem Unfall 

durchgeführte funktionelle Magnetresonanztomografie (MRT) der HWS kein Indiz für 

eine organisch nachweisbare, unfallbedingte Schädigung zu liefern vermag. Überdies 

ist die Wissenschaftlichkeit des FMRI (Funktional Magnetic Resonance Imaging) nicht 

geklärt (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2007 i/S R. [U 616/06] Erw. 

4.2). Entscheidend erscheint jedoch, dass mit den von Dr. M.___ erwähnten Befunden 

eine Einwirkung auf die HWS durch den Unfall vom 8. März 2002 nicht belegt ist; eine 

solche wird vom Arzt auch nicht behauptet. Dies gilt auch für die Feststellungen von 

Dr. med. N.___ im Bericht vom 11. Dezember 2007, zumal dieser Arzt ausdrücklich 

vermerkte, die Hauptschwierigkeit liege im Nachweis einer möglichen Unfallkausalität, 

da gerade die im Bericht beschriebenen Mikroverletzungen und deren Auswirkungen 

radiologisch nicht zu erkennen seien. Dr. N.___ kam zum Schluss, dass die 

Beschwerdeführerin - bei Vorliegen einer gewissen psychischen Überlagerung - unter 

den Folgen einer schweren Schmerzchronifizierung leide, welche sie vollumfänglich 

arbeitsunfähig mache (act. G 18.1/9). Selbst wenn die von Dr. M.___ angeführten 

Zeichen für eine Verletzung oder Narbenbildung im Bereich der Dens-nahen Weichteile 

und bursae links ausgewiesen wären, könnte über deren Herkunft in zeitlicher und 

sachlicher Hinsicht keine überwiegend wahrscheinliche Aussage gemacht werden.

1.5    Es kann, wie erwähnt, nicht als belegt gelten, dass die Beschwerdeführerin bei 

diesem Unfall eine HWS-Distorsion oder HWS-Abknickverletzung erlitten hat. Einzig 

Kopfschmerzen traten, ausgehend von den Angaben der Beschwerdeführerin, nach 

dem Unfall auf. Der genaue Beginn der Kopfschmerzen ist allerdings aus den Akten 

nicht ersichtlich, und in den echtzeitlichen Akten nach dem Unfall fehlt jeder Hinweis 

darauf. Selbst wenn von einer HWS-Verletzung auszugehen wäre, müsste in 

Anwendung der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) bei Vorliegen lediglich 

einer Beschwerdeausprägung (Kopfschmerzen) eine Beschwerdehäufung verneint 

werden. Innerhalb der Latenzzeit von drei Tagen nach dem Unfall müssen sich sodann 

zwar lediglich Nacken- bzw. HWS-Beschwerden manifestieren, und nicht auch jene, 

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die typischerweise im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung auftreten können (vgl. Urteil des EVG vom 30. 

Januar 2007 i/S T. [U 215/05], Erw. 5.3 mit Hinweisen). Nackenschmerzen sind jedoch 

in den nach dem Unfall erstellten Akten nirgends erwähnt, und auch die 

Beschwerdeführerin anerkennt implizit, dass solche innerhalb von drei Tagen nach dem 

Unfall nicht aufgetreten waren (act. G 11 S. 2 oben). Überdies könnte nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen gelten, dass die Ursache der 

Kopfschmerzen effektiv in der Unfalleinwirkung liegt. Im Bericht vom 3. Mai 2005 

vermerkte Dr. C.___, am 7. Januar 2004 habe ihn die Beschwerdeführerin erstmals 

wegen starker Kopfschmerzen frontal rechts, bestehend seit einer Woche, aufgesucht. 

Deswegen seien verschiedene ärztliche Abklärungen durchgeführt worden. Dr. med. 

O.___, Neurologin, habe im Bericht vom 4. Februar 2004 die Diagnose von 

Kopfschmerzen vom Mischtyp (Spannungstyp sowie migräneartige Kopfschmerzen) 

gestellt. Die Patientin habe sich alternativmedizinisch behandeln lassen (vgl. dazu 

Beilagen zu UV-act. 45). Anschliessend habe wegen der Kopfschmerzen bis 

September 2004 keine Konsultation mehr stattgefunden (UV-act. 23). Dr. C.___ 

ergänzte bzw. bestätigte am 6. Juli 2005 seinen Bericht vom 3. Mai 2005 dahingehend, 

dass sich die Beschwerdeführerin erstmals am 7. Januar 2004 wegen Kopfschmerzen 

bei ihm habe behandeln lassen. Sie habe erwähnt, dass sie bereits längere Zeit unter 

Kopfschmerzen gelitten und diese auf die Tatsache zurückgeführt habe, dass sie mit 

Rauchen aufgehört habe. Der Nikotinstopp sei offenbar zur selben Zeit wie der Unfall 

erfolgt (UV-act. 30). Nicht Dr. C.___, sondern die Beschwerdeführerin selbst führte 

somit die offenbar seit dem Unfall bestehenden Kopfschmerzen auf den Nikotinstopp 

zurück. Selbst wenn letzteres aber nicht der Fall wäre (vgl. act. G 11 S. 3), ist beim 

geschilderten Sachverhalt eine unfallfremde Ursache der Kopfschmerzen mindestens 

gleich wahrscheinlich wie eine unfallbedingte. Jedenfalls aber ist eine überwiegend 

wahrscheinliche Unfallkausalität nicht belegt, zumal das alleinige Auftreten von 

Kopfschmerzen - ohne Nackenschmerzen - im Nachgang zum Unfall eine solche 

Kausalität noch nicht darzutun vermöchte.

1.6    Zu den von Dr. F.___ festgestellten Befunden ist festzuhalten, dass es sich nach 

der Rechtsprechung bei der Posturographie um eine in Fachkreisen zwar nicht 

unbestrittene, jedoch weit verbreitete und auch in Universitätskliniken schon seit 

längerer Zeit verwendete Untersuchungsmethode handelt, deren Wissenschaftlichkeit 

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nach dem heutigen Stand der Medizin kaum zu bestreiten ist. Die damit zu 

gewinnenden Erkenntnisse sind indessen beschränkt. Die Posturographie liefert zwar 

zusätzliche Informationen, und es lassen sich damit sonst nicht fassbare 

Gleichgewichtsstörungen objektivieren. Sie vermag jedoch keine direkten Aussagen zur 

Ätiologie des Leidens und zu dessen allfälliger Unfallkausalität zu machen. Auch lässt 

sich daraus nicht unmittelbar auf eine bestimmte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 

schliessen. Sie bildet deshalb lediglich ein zusätzliches Element bei der Beurteilung 

vestibulärer Störungen. Daraus folgt, dass sich aus der Beurteilung des medizinischen 

Sachverhalts durch Dr. F.___ direkt verwertbare Aussagen zur Unfallkausalität nicht 

ableiten lassen (vgl. Urteil des EVG vom 29. März 2006 i/S J. [U 254/04] Erw. 2.3.2). 

Dies umso weniger, als, wie dargelegt, die von ihm zugrunde gelegte Annahme eines 

HWS-Abknicktraumas als Folge des Unfalls vom 8. März 2002 nicht als belegt gelten 

kann. Was die von der Beschwerdeführerin erstmals am 17. Januar 2005 (vgl. UV-act. 

29, 31) - knapp drei Jahre nach dem streitigen Unfall - vermerkten Schwindelanfälle 

bzw. die von Dr. F.___ am 29. Januar 2005 bestätigte Symptomatik betrifft, so ist 

festzuhalten, dass diese sich angesichts der weiteren Umstände (vgl. die am 21. April 

2005 gestellte Diagnose einer medikamenteninduzierten bzw. durch Einnahme von 

Opiaten bedingten Obstipation; UV-act. 18) und des um fast drei Jahre verzögerten 

Auftretens der Symptomatik nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis 

vom 8. März 2002 zurückführen lassen; ebenso wahrscheinlich ist eine vollständig 

unfallfremde Ursache.

2.         

Ausgehend davon, dass eine teilweise Unfallkausalität der psychischen Beschwerden 

zu bejahen ist (vgl. UV-act. 14), bleibt zu klären, ob diese auch eine adäquat-kausale 

Folge des Unfalls darstellen. Beim Ereignis vom 8. März 2002 (Skiunfall bei Schwung in 

steilem Gelände mit Sturz auf den Skistock) ist in Anbetracht der Unfallumstände 

höchstens von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Eine besondere 

Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände sind nicht belegt, zumal das 

objektive Unfallgeschehen und nicht das subjektive Erleben des Ereignisses 

massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 

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2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Bei 

der erlittenen Rippenverletzung als solcher handelt es sich nicht um eine Verletzung, 

die durch ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre (vgl. auch Urteil des 

EVG vom 9. August 2004 i/S J. [U 116/04]).

Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist festzuhalten, dass die Behandlung 

der somatischen Unfallfolgen (Rippenverletzung) am 8. Mai 2002 abgeschlossen wurde 

(UV-act. 15). Die medizinischen Abklärungen im Nachgang zur Rückfallmeldung vom 

Februar 2005 ergaben, wie dargelegt (vgl. Erwägungen 1.3-1.6), keine unfallkausalen 

somatischen Gesundheitsschädigungen. Die MEDAS-Gutachter erachteten am 19. 

April 2007 ausschliesslich eine psychotherapeutische Behandlung als erforderlich 

(Gutachten S. 24; act. G 7). Eine lange somatisch bedingte Behandlungsdauer, aber 

auch ein schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen sind zu verneinen. Von 

einer ärztlichen Fehlbehandlung ist ebenfalls nicht auszugehen.    

Im Nachgang zum Unfall vom 8. März 2002 attestierte Dr. C.___ keine 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 15, 23). Eine solche wurde erst seit November 2004 

bestätigt (UV-act13f). Die von den MEDAS-Gutachtern bescheinigte quantitative 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 25% hatte im Wesentlichen psychiatrische 

Gründe. Zudem anerkannten die Gutachter die andernorts bestätigte volle 

Arbeitsunfähigkeit ab November 2004 nicht (Gutachten S. 21-24; act. G 7). Nach der 

Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung im Urteil des EVG vom 30. 

August 2001 i/S L. [U 56/00] Erw. 3d, publiziert in RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff) wäre 

eine lang dauernde Arbeitsunfähigkeit zu bejahen, wenn eine rein durch den streitigen 

Unfall bedingte, somatisch begründete (volle oder teilweise) Arbeitsunfähigkeit als 

nachgewiesen anzusehen wäre. Dieser Nachweis lässt sich gestützt auf die erwähnten 

medizinischen Akten für keinen Zeitpunkt nach dem Unfall mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit führen. Eine unfallfremde Einwirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ist ebenso wahrscheinlich (vgl. vorstehende Erwägung 1.5). Selbst 

wenn das Vorliegen von somatisch bedingten Dauerschmerzen gestützt auf die 

Angaben der Beschwerdeführerin in den medizinischen Akten zu bejahen wäre, läge 

bezüglich des streitigen mittelschweren Unfalls nur ein einzelnes Adäquanzkriterium 

vor. Damit lässt es sich nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 

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adäquate Unfallkausalität der geklagten Beschwerden für die Zeit ab 9. Mai 2002 

verneinte.

3.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 9. Juli 2007 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.05.2008
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität von HWS- und Schwindelbeschwerden sowie Kopfschmerzen, welche im Rahmen eines Rückfalls gemeldet wurden. Adäquanz von psychischen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Mai 2008, UV 2007/85).

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