# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63013c5e-e2e6-5cf5-bf71-216d09f75fdf
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-26
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2012 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2012
**Docket/Reference:** DB.2017.79
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2017_79_zi.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2017.79 
2 ST.2017.99 

Entscheid 

 26. Juli 2017 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichter Alexander Widl, Steuerrichterin 
Barbara Collet und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

A ,    

vertreten durch RA Dr.iur. B,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,   

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2012 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2012 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  die  Pflichtige)  hatte  im  Januar  2010  mit  Wirkung  per  

1. Januar 2010 von ihrem namentlich nicht genannten, angeblich im Ausland lebenden 

Vater  diverse  Wertschriften,  u.a.  die  Zerobond  Obligation  "0%  Asiatische  Entwick-

lungsbank, Manila PH, 1986 – 7.2.2016 (Valor 813'504)" (nachfolgend Zerobond Obli-

gation) im Nominalbetrag von Fr. 3'000'000.- als Schenkung erhalten. Der Vater hatte 

diesen Titel am 2. April 1998 zu einem Kurswert von 48.9% erworben. Im Zeitpunkt der 

Schenkung wies der Titel einen Kurswert von 88.6% auf. Am 24. Juli 2012 (Valutada-

tum) veräusserte die Pflichtige an der Börse die Hälfte dieser Zerobond Obligation im 

Nominalwert  von  Fr. 1'500'000.-  zum  Preis  von  Fr.  1'483'500.-,  entsprechend  einem 

Kurswert von 98.9%. 

Mit Einschätzungsentscheid vom 10. Juni 2016 schätzte das kantonale Steu-

eramt die Pflichtige für die Steuerperiode 2012 im Rahmen der nachträglichen Veran-

lagung  zur  Quellensteuer  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 1'048'300.-  und 

einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 15'011'000.-  ein.  Mit  separatem  Hinweis  vom 

10. Juni 2016 wurde ihr bezüglich der direkte Bundessteuer 2012 eine Veranlagung mit 

einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 1'049'200.-  in  Aussicht  gestellt.  Die  entspre-

chende Veranlagungsverfügung erfolgte am 25. Januar 2017. Abweichend vom dekla-

rierten Wertschriftenertrag setzte das kantonale Steueramt den steuerbaren Ertrag der 

veräusserten  Zerobond Obligation  auf  Fr. 750'000.- fest.  Diese  Summe  entspricht  der 

Differenz  zwischen  dem  Verkaufspreis  vom  24. Juli  2012  in  Höhe  von  Fr. 1'483'500.- 

(Fr. 1'500'000.-  zum  Kurs  von  98.9%)  und  dem  Anschaffungspreis  des  Vaters  per 

2. April 1998 in Höhe von Fr. 733'500.- (Fr. 1'500'000.- zum Kurs von 48.9%). 

B.  Eine  dagegen  erhobene  Einsprache  hiess  das  kantonale  Steueramt  am 

16. März  2017  in  einem  hier  nicht  mehr  interessierenden  Anfechtungspunkt  teilweise 

gut  und  setzte  das  steuerbare  Einkommen  auf  Fr. 1'045'500.-  (direkte  Bundessteuer) 

und  Fr. 1'044'600.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern)  fest.  Dagegen  hielt  es  an  der  

Besteuerung des Wertschriftenertrags der Zerobond Obligation fest. 

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C.  Mit  Beschwerde  und  Rekurs  vom  18.  April  2017  liess  die  Pflichtige  dem 

Steuerrekursgericht beantragen, das steuerbare Einkommen auf Fr. 449'500.- (direkte 

Bundessteuer  2012)  und  Fr.  449'100.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern)  festzusetzen. 

Ferner beantragte sie eine Parteientschädigung. 

In der Beschwerde- und Rekursantwort vom 17. Mai 2017 schloss das kanto-

nale  Steueramt  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössischen  Steuerverwal-

tung liess sich nicht vernehmen. Weitere Stellungnahmen gingen nicht ein. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Gemäss  Art.  20  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundes-

steuer  vom  14.  Dezember  1990  (DBG)  und  §  20  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom 

8. Juni  1997 (StG)  sind die  Erträge  aus  beweglichem  Vermögen  steuerbar,  insbeson-

dere Zinsen aus Guthaben (lit. a) und Einkünfte aus der Veräusserung oder Rückzah-

lung von Obligationen mit überwiegender Einmalverzinsung (globalverzinsliche Obliga-

tionen,  Diskont-Obligationen),  welche  dem  Inhaber  anfallen  (lit.  b).  Die  genannten 

gesetzlichen  Bestimmungen  stimmen  inhaltlich  überein,  so  dass  die  nachfolgenden 

Ausführungen  sowohl  für  die  direkte  Bundessteuer  als  auch  für  die  Staats-  und  Ge-

meindesteuern Geltung haben. 

b)  Bei  der  streitbetroffene  Zerobond  Obligation  handelt  es  sich  um  ein  Wert-

papier,  für  das  während  der  Laufzeit  keine  periodischen  Zinsen  bezahlt  werden.  Bei 

solchen  Wertpapieren  liegt  der  Ausgabekurs  der  Anleihe  unter  dem  Nennwert  und 

weist ein dementsprechend grosses Emissionsdisagio auf. Am Ende der Laufzeit wird 

der Nennwert der Obligation zurückbezahlt. Der auf dem Emissionspreis gewährte Dis-

kont (Disagio) ist das Entgelt für die Hingabe des Kapitals und hat reinen Zinscharakter 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  3. A.,  2016,  Art. 20  N 52 

DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 20 N 49 StG). Damit 

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wird  vom  Anleihensschuldner  das gesamte  Nutzungsentgelt  in  Form  einer  Einmalent-

schädigung bei der Rückzahlung der Obligation vergütet.  

c) Gemäss Ziffer 3.2 des Kreisschreibens Nr. 15 der Eidgenössischen Steuer-

verwaltung  vom  7. Februar  2007  zu  "Direkte  Bundessteuer,  Verrechnungssteuer, 

Stempelabgaben"  über  "Obligationen  und  derivative  Finanzinstrumente  als  Gegen-

stand der direkten Bundessteuer, der Verrechnungssteuer sowie der Stempelabgaben" 

(nachfolgend KS 15) ist im Fall der Veräusserung oder Rückzahlung einer Diskontobli-

gation  (Zerobond  Obligation)  der  Differenzbetrag  zwischen  Anschaffungsbetrag  und 

Verkaufs- bzw. Rückzahlungsbetrag (je zum jeweiligen Tageskurs in Schweizerfranken 

umgerechnet)  zu  versteuern.  Steuerlich  wirksam  werden  damit  insbesondere  die  vom 

Käufer an den Verkäufer bezahlten aufgelaufenen Zinsen sowie die sich aus allfälligen 

Veränderungen  des  allgemeinen  Zinsniveaus  oder  aus  Schwankungen  der  Wechsel-

kurse ergebenden Einflüsse auf den jeweiligen Wert der Papiere.  

2. Im vorliegenden Fall ist in grundsätzlicher Hinsicht nicht streitig, dass beim 

Verkauf der Zerobond Obligation ein steuerbarer Ertrag im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. b 

DBG und § 20 Abs. 1 lit. b StG anfällt, der nach der Differenz zwischen Anschaffungs- 

und Veräusserungspreis zu ermitteln ist. Streitig ist einzig der Umfang des steuerbaren 

Ertrags. 

a) Die Pflichtige stellt sich auf den Standpunkt, dass ihr die Zerobond Obliga-

tion erst per 1. Januar 2010 (Schenkung) zugeflossen sei. Vorher habe sich die Obliga-

tion im Eigentum ihres Vaters befunden, welcher keine steueranknüpfenden Beziehun-

gen  zur  Schweiz  aufweise.  Dieser  Umstand  müsse  bei  der  Differenzbesteuerung 

beachtet  werden.  Somit  habe  die  Schweiz  (Bund,  Kanton  und  Gemeinde)  kein  Recht 

auf Besteuerung des Wertzuwachsanteils, den der nicht in der Schweiz steuerpflichtige 

Voreigentümer zwischen Kauf (2. April 1998) und Veräusserung durch Schenkung (per 

1. Januar  2010)  "erzielt"  habe  bzw.  hätte  erzielen können,  wenn  er  die Obligation  am 

1. Januar  2010  verkauft  hätte.  Für  den  Wertzuwachsanteil  bis  31. Dezember  2009  

gebe  es  keine  hiesige  Steuerpflicht  und  damit  auch  keine  Steuerschuld,  auf  die  der 

Staat  einstweilen  habe  verzichten  bzw.  auf  einen  späteren  Zeitpunkt  hätte  hinaus-

schieben können, um sie dann später bei Fälligkeit einzufordern.  

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b)  Dieser  Auffassung  kann  nicht  gefolgt  werden.  Der  Vermögenszufluss  ab 

Schenkungsdatum wirkt sich nur hinsichtlich der Vermögenssteuer im Sinn der von der 

Pflichtigen  vertretenen  Rechtsauffassung  aus,  indem  sie  ab  diesem  Zuflussdatum  die 

unentgeltlich erhaltene Obligation bzw. den aus der Veräusserung erzielten Gegenwert 

zum (Kurs-)Wert per Jahresende zu versteuern hat. Bei der Einkommenssteuer ist der 

schenkungsbedingte  Vermögenszufluss  an  sich  nach  Art.  24  lit. a  DBG  und  §  24  lit a 

StG steuerfrei. 

Hinsichtlich der Einkommensbesteuerung bezüglich der Vermögenserträge ab 

Zuflusszeitpunkt  übersieht  die  Pflichtige,  dass  die  Besteuerung  einzig  beim  Inhaber 

erfolgt und bei Zerobond Obligationen keine periodischen Zinsen vergütet werden. Mit 

der  Formulierung,  dass  "Einkünfte  aus  der  Veräusserung  oder  Rückzahlung"  von  

Zerobond  Obligationen,  die  beim  Inhaber  anfallen,  als  Vermögenserträge  steuerbar 

sind,  zielt  die  gesetzliche  Regelung  offenkundig  darauf  ab,  das  gesamte  Emissions-

disagio mit  der  Einkommenssteuer  zu  erfassen.  Dabei  spielt  es  bei  entgeltlichen  Ver-

äusserungen grundsätzlich keine Rolle, zu welchem Marktpreis Zerobond Obligationen 

während der Laufzeit gehandelt werden. Werden Zerobond Obligationen während der 

Laufzeit  börslich  gehandelt,  ist  der  aufgelaufene Zins  neben  anderen  Faktoren (Kurs-

schwankungen infolge Angebot und Nachfrage, Veränderung des allgemeinen Zinsni-

veaus,  Bonität  des  Schuldners  etc.)  im  Kaufpreis  enthalten.  In  diesem  Fall  wird  der 

aufgelaufene Zins samt einem Kapitalgewinn oder -verlust zufolge Kursschwankungen 

beim Veräusserer der Obligation nach der sog. "reinen Differenzbesteuerung" der Ein-

kommensbesteuerung zugeführt, sofern er im Zeitpunkt der Veräusserung Inhaber der 

Obligation ist und der schweizerischen Steuerhoheit untersteht. Der Verkaufspreis des 

Veräusserers stellt zugleich den Erwerbspreis des Erwerbers dar. Letzterer hat den bis 

zum allfälligen Weiterverkauf oder bis zur Rückzahlung der Anleihe aufgelaufenen Zins 

wiederum  nach  der  Differenzbesteuerungsmethode  als  Vermögensertrag  zu  versteu-

ern.  Auf  diese  Weise  wird  unter  Berücksichtigung  des  Emissionspreises,  des  Ver-

kaufspreises  und  des  Rückzahlungsbetrages  unter  Mitberücksichtigung  von  Kurs-

schwankungen  bei  Veräusserungen  während  der  Laufzeit  grundsätzlich  das  gesamte 

Emissionsdisagio der Einkommensbesteuerung zugeführt.  

Wie  die  Besteuerung  mittels  der  Differenzbesteuerungsmethode  zu  erfolgen 

hat, wenn der veräussernde Inhaber die Obligation unentgeltlich – durch Erbgang, Erb-

vorbezug oder Schenkung – erlangt hat, ist im Gesetz und im erwähnten Kreisschrei-

ben nicht geregelt. Gemäss der gesetzlichen Regelung kann die Zinsbesteuerung ein-

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zig beim Inhaber der Obligation erfolgen, sofern er die Obligation veräussert oder der 

Anleihensschuldner  die  Obligation  zurückzahlt.  Bereits  aus  diesem  Grund  ist  keine 

Aufteilung der Steuerpflicht zwischen dem Inhaber und dem Vorbesitzer vorzunehmen. 

Dies  gilt  auch,  wenn  dem  Inhaber  die  Obligation  unentgeltlich  –  durch  Erbgang  oder 

Schenkung – zugeflossen ist. Ein Doppelbesteuerungskonflikt kann bei dieser Konstel-

lation  ungeachtet  dessen,  in  welchem  Staat  der  Vorbesitzer  sein  Hauptsteuerdomizil 

hatte, nicht auftreten. Denn der Wohnsitzstaat hat keinen Anspruch darauf, nicht reali-

sierte  Vermögenserträge  während  der  Besitzesdauer  des  Vorbesitzers  zu  besteuern. 

Das  Gleiche  gilt  für  blosse  Anwartschaften  auf  künftige  Vermögenserträge,  die  wäh-

rend  der  Besitzesdauer  des  Vorbesitzers  bestanden.  Diese  können  beim  Vorbesitzer 

nicht  als  zugeflossen  betrachtet  werden,  wenn  er  die  Obligation  unentgeltlich  seiner 

Tochter  zuwendet.  Da  der  ausländische  Staat  in  diesem  Fall  mangels  Fälligkeit  des 

Zinsanspruchs,  der  infolge  des  Eigentümerwechsels  in  einem  anderen  Staat  wirksam 

werden  wird,  keinen  Besteuerungsanspruch  mehr  hat,  kann  er  entgegen  der  Auffas-

sung  der  Pflichtigen  auch  nicht  einstweilen  auf  die  Besteuerung  verzichten  bzw.  die 

Besteuerung  aufschieben.  Im  Falle  unentgeltlicher  Vermögensübertragungen  infolge 

Erbschaft oder Schenkung geht die Anwartschaft auf die Realisierung des Emissions-

disagios vielmehr auf den neuen Eigentümer über. Somit erweist sich der Standpunkt 

der  Vorinstanz,  die  Differenzbesteuerung  unter Berücksichtigung  des  Verkaufspreises 

von  Fr. 1'483'500.-  und  des  vom  Vorbesitzer  bezahlten  Kaufpreises  von  Fr. 733'500.- 

vorzunehmen, als rechtmässig. Der fiktive Börsenwert im Zeitpunkt der Schenkung per 

1. Januar 2010 kann nicht berücksichtigt werden, weil die Pflichtige keinen Gegenwert 

für  die  Zuwendung  erbringen musste.  Andererseits kann  der  Pflichtigen bei  der  Diffe-

renzbesteuerung auch nicht ein Erwerbspreis von Fr. 0.- angerechnet werden. Die ge-

setzliche  Regelung  lässt  es  mithin  zwar  zu,  dass  bei  entgeltlichen  Handänderungen 

während  der  Laufzeit  der  Obligation  – infolge  von  Kursschwankungen  des  Wertpa-

piers –  unter  Umständen  insgesamt  mehr  als  nur  das  ursprüngliche  Emissionsdisagio 

(d.h. mitunter auch eigentliche Kapitalgewinne) der Einkommensbesteuerung unterwor-

fen  werden.  Bei  unentgeltlichen  Handänderungen  käme  darüber  hinaus  jedoch  noch 

hinzu,  dass  –  z.B.  in  Fällen,  in  denen  ein  Erstanleihenszeichner  seine  unter  dem 

Nennwert erworbene Zerobond Obligation während deren Laufzeit verschenkt und dem 

Beschenkten  später  vom  Schuldner  der  volle  Nennwert  zurückbezahlt  wird  –  neben 

dem Emissionsdisagio (Zinskomponente) in jedem Fall immer auch der ganze bezahlte 

Ausgabepreis der Anleihe (mithin das einst hingegebene und nun zurückerstattete Ka-

pital)  vollständig  der  Einkommensbesteuerung  zugeführt  würde,  ohne  dass  die  Be-

steuerung  der  Kapitalkomponente  (wie  bei  entgeltlichen  Handänderungen)  auf  markt-

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bedingte Kursschwankungen des Wertpapiers zurückgeführt werden könnte. Ein derar-

tiges Ergebnis liesse sich auch nicht mit Praktikabilitätsüberlegungen rechtfertigen.  

3. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde und des Rekur-

ses. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Pflichtigen aufzuerle-

gen  (Art.  144  Abs.  1  DBG,  §  151  Abs.  1  StG)  und  steht  ihr  die  beantragte  Parteient-

schädigung  nicht  zu  (Art.  144  Abs.  4  DBG  i.V.m.  Art.  64  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968, § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 

des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/6. September 1987).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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