# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a9e7e43-704a-5403-ad69-9eb4936f9dc1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.11.2014 C-5812/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5812-2014_2014-11-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5812/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  N o v e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richterin Michela Bürki Moreni,    

Gerichtsschreiber Tobias Merz. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,   

vertreten durch Komitee B._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentenanspruch (Verfügung vom 4. September 2014). 

 

 

C-5812/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das Komitee B._______ (Komitee) mit Schreiben vom 

23. September 2014 an die Schweizerische Eidgenossenschaft gelangte 

und mit Bezug auf ein Schreiben vom 4. September 2014 und unter An-

gabe der Personalien von C._______ «Widerspruch» einlegte, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) dieses Schreiben 

zusammen mit einer Verfügung vom 4. September 2014 betreffend 

A._______ am 7. Oktober 2014 an das Bundesverwaltungsgericht weiter-

leitete, 

dass die Instruktionsrichterin der Vorinstanz mit Verfügung vom 16. Okto-

ber 2014 die Fragen unterbreitete, wann dem Beschwerdeführer die an-

gefochtene Verfügung zugestellt worden sei und ob zwischenzeitlich wei-

tere Eingaben bei ihr eingegangen seien, 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 nachwies, 

A._______ am 16. September 2014 eine Verfügung zugestellt zu haben, 

und bestätigte, dass keine weiteren Eingaben bei ihr eingegangen seien, 

dass das Komitee dem Bundesverwaltungsgericht mit Brief vom 

28. Oktober 2014 (der Post übergeben am 29. Oktober  2014) mitteilte, 

es sei eine Namensverwechslung erfolgt, richtigerweise handle es sich 

beim Beschwerdeführer nicht um C._______, sondern um A._______, 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 31. Oktober 2014 einen Brief des 

Komitees zu den Akten gab, worin letzteres die Vorinstanz mit Schreiben 

vom 23. Oktober 2014 auf die Namensverwechslung hinwies. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht erwägt: 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

gemäss Art. 32 VGG vorliegt, und dass als Vorinstanzen die in Art. 33 

VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der IVSTA im Bereich der Leistungen der Invalidenver-

sicherung vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

C-5812/2014 

Seite 3 

dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gemäss 

Art. 37 VGG nach dem VwVG richtet, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, 

dass Beschwerden, welche bei der unzuständigen Behörde eingereicht 

werden, ohne Verzug dem zuständigen Gericht zu überweisen sind (Art. 8 

Abs. 1 VwVG, Art. 30 und Art. 58 Abs. 3 ATSG) und die Frist durch die 

rechtzeitig an eine unzuständige Behörde eingereichte Beschwerde als 

gewahrt gilt (Art. 21 Abs. 2 VwVG und Art. 39 Abs. 2 ATSG), 

dass das Komitee mit Eingabe vom 23. September 2014 (der Post über-

geben am 24. September 2014) eine Beschwerde für C._______ einge-

reicht und erst mit Eingabe vom 28. Oktober 2014 (der Post übergeben 

am 29. Oktober  2014) bekannt gegeben hat, beim Beschwerdeführer 

handle es sich um A._______, 

dass Abklärungen des Bundesverwaltungsgerichtes bei der Vorinstanz 

ergeben haben, dass die Verfügung vom 4. September 2014 A._______ 

am 16. September 2014 ausgehändigt wurde und die Beschwerdefrist 

somit am 16. Oktober 2014 abgelaufen ist (Art. 60 ATSG),  

dass A._______ innert Frist keine Beschwerde eingereicht hat bzw. hat 

einreichen lassen und die Eingaben des Komitees betreffend A._______ 

vom 24. Oktober 2014 (Poststempel) an die Vorinstanz und vom 

29. Oktober 2014 (Poststempel) an das Bundesverwaltungsgericht nach 

Ablauf der Beschwerdefrist und damit verspätet erfolgten (Art. 21 VwVG 

und 39 ATSG), 

dass eine Beschwerde die Begehren und deren Begründung sowie die 

Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten 

hat und die Ausfertigung der angefochtenen Verfügung sowie die als Be-

weismittel angerufenen Urkunden beizulegen sind, soweit der Beschwer-

deführer sie in Händen hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerde des Komitees vom 23. September 2014 betreffend 

C._______,– abgesehen von den falschen Personalien – weder einen An-

trag noch eine Begründung enthielt und weder eine Vollmacht noch die 

angefochtene Verfügung beigelegt waren, 

dass die Beschwerde somit in sämtlichen wesentlichen Punkten mangel-

haft war, 

C-5812/2014 

Seite 4 

dass dem Beschwerdeführer unter Androhung des Nichteintretens eine 

kurze Nachfrist zur Verbesserung einzuräumen ist, sofern die Beschwer-

de diesen Anforderungen nicht genügt und sie sich nicht als offensichtlich 

unzulässig herausstellt (Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG), 

dass das Institut der Beschwerdeverbesserung bezweckt, aus Versehen 

oder aus Unkenntnis begangene Unterlassungen zu beheben (Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-3709/2007 vom 12. Juni 2007; Verwal-

tungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 64.96; ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, Basel 2013, Rz. 2.236), 

dass hingegen kein Anspruch auf Beschwerdeverbesserung nach Art. 52 

Abs. 2 VwVG besteht, wenn durch eine rechtskundige Person eine Be-

schwerde bewusst in mangelhafter Form eingereicht wird, um damit eine 

Verlängerung der Beschwerdefrist zu erreichen, und die unvollständige 

Einreichung der Beschwerde nicht dazu dienen darf, eine Nachfrist ge-

mäss Art. 52 Abs. 2 VwVG und damit eine Erstreckung der Beschwerde-

frist zu erwirken, 

dass ein solches Verhalten offensichtlich rechtsmissbräuchlich ist (Urteil 

C-3709/2007; Urteil des BGer U 363/04 vom 12. Januar 2005 E. 3.2, 

BGE 107 V 244 E. 2, BGE 104 V 178; VPB 64.96; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O, Rz. 2.236; ANDRÉ MOSER, in: Au-

er/Müller/Schindler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 13 zu Art. 52), 

dass das Komitee bereits zahlreiche Beschwerdeführer vor Bundesver-

waltungsgericht vertreten, bereits mehrmals beim Bundesverwaltungsge-

richt unvollständige Beschwerdeschriften eingereicht und damit das An-

setzen einer Nachfrist erwirkt hat, weshalb davon ausgegangen werden 

muss, dass es sich dabei um ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen han-

delt, 

dass daher vorliegend kein Anspruch auf Einräumung einer Nachfrist zur 

Beschwerdeverbesserung besteht, selbst wenn angenommen würde, mit 

der Eingabe vom 24. September 2014 für C._______ sei die Beschwer-

defrist für A._______ gewahrt worden, 

dass damit die Eingabe vom 23. September 2014 an zahlreichen und 

gravierenden formellen Mängeln leidet, die nicht als verbesserungsfähig 

C-5812/2014 

Seite 5 

qualifiziert werden können und daher auf die Beschwerde nicht eingetre-

ten werden kann, 

dass die Verfahrenskosten erlassen werden können, wenn Gründe in der 

Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erschei-

nen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung 

auszurichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dispositiv und Rechtsmittelbelehrung folgen auf der nächsten Seite.  

C-5812/2014 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-

gung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Einschreiben) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Tobias Merz 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: