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**Case Identifier:** 16603374-baa3-5e50-89fa-3b0c20288654
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 21.08.2013 810 13 52 (810 2013 52)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-13-52_2013-08-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 21. August 2013 (810 13 52) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus  

Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Stephan Gass, David Weiss, 
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 0045 vom 15. Januar 2013) 
 
 

 
A. A.____, geboren am xx.xx.1982, stammt aus Nigeria. Er reiste am 5. Mai 2004 in die 
Schweiz ein und ersuchte hier unter Angabe falscher Personalien als vorgeblich Jugendlicher 
ohne Erfolg um Asyl. In der Folge verblieb er trotz rechtskräftiger Wegweisung illegal in der 
Schweiz. Im Januar 2007 legte er seine wahre Identität gegenüber den Behörden offen und 
kündigte seine beabsichtigte Eheschliessung mit einer Schweizerin an. Am 27. April 2007 kehr-

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te er nach Nigeria zurück, wo er am 12. Juni 2007 die Schweizer Staatsbürgerin B.____, gebo-
ren am xx.xx.1972, heiratete. Am 4. November 2007 reiste er in die Schweiz zu seiner Ehefrau 
in X.____ und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Aus der 
Ehe ging am xx.xx.2008 ein Sohn hervor. 
 
Bereits am 24. September 2004 war A.____ von der Jugendanwaltschaft des Kantons Basel-
Landschaft als Jugendlicher - effektiv war er damals aber bereits 22-jährig - wegen geringfügi-
gem Diebstahl und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer 
Busse von Fr. 500.00 und am 31. August 2006 vom Strafbefehlsrichter Basel-Stadt wegen 
Missachtung der Ausgrenzung zu einer Gefängnisstrafe von drei Tagen verurteilt worden. 
Nachdem ihn die Strafbefehlsrichterin Basel-Stadt am 10. Januar 2008 wegen erneuter mehrfa-
cher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingt vollziehbaren Geld-
strafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 30.00 und einer Busse von Fr. 300.00 verurteilt hatte, wurde 
er vom Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft am 7. April 2008 ausländerrechtlich 
ermahnt. 
 
Nach einer Anzeige der Ehefrau wegen häuslicher Gewalt wurde A.____ am 22. September 
2008 polizeilich aus der ehelichen Wohnung in X.____ weggewiesen. Mit Verfügung des Be-
zirksgerichtspräsidiums Y.____ vom 14. Oktober 2008 wurde ihm im Rahmen eines Eheschutz-
verfahrens untersagt, sich seiner Ehefrau ohne deren Einwilligung näher als 200 Meter anzunä-
hern. Ab Oktober 2008 lebten die Ehegatten offiziell getrennt. Die Ehefrau lebt mit dem Sohn 
seit Anfang 2009 auf einem Bauernhof im Kanton Luzern. 
 
Am 17. Oktober 2009 wurde A.____ aufgrund des Verdachts auf Betäubungsmitteldelikte in 
Untersuchungshaft genommen. Das Strafgericht Basel-Stadt erklärte ihn mit Urteil vom 
12. August 2010 der mehrfachen einfachen sowie der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz, der bandenmässigen Geldwäscherei, der Entwendung ei-
nes Fahrzeuges zum Gebrauch, des Fahrens trotz Aberkennung des Führerausweises, der 
einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Unfall sowie 
des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln schuldig und verurteilte ihn zu einer Frei-
heitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, zu einer zusätzlichen Geldstrafe von 90 Ta-
gessätzen zu Fr. 30.00 sowie zu einer Busse von Fr. 400.00. Am 17. August 2010 wurde 
A.____ unter anderem wegen des Verdachts auf weitere Betäubungsmitteldelikte erneut fest-
genommen. Das Strafgericht Basel-Stadt erklärte ihn mit Urteil vom 29. November 2010 der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und des mehrfachen Konsums 
von Betäubungsmitteln schuldig und verurteilte ihn zu fünf Monaten Freiheitsstrafe. 
 
Da A.____ gegen beide vorgenannten Urteile appelliert hatte, beurteilte das Appellationsgericht 
Basel-Stadt alle Vorwürfe zusammen und bestätigte in seinem Urteil vom 18. Januar 2012 die 
beiden Strafurteile vom 12. August 2010 und vom 29. November 2010 im Strafpunkt. Es setzte 
die Gesamtfreiheitsstrafe, unter Erhöhung der Strafe, auf vier Jahre und sechs Monate fest, 
beliess die Geldstrafe unverändert und verhängte neu eine Busse von Fr. 500.00. In der Zwi-
schenzeit war A.____ mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 31. Oktober 
2011 der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig gesprochen und zu einer Busse 

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in der Höhe von Fr. 50.00 verurteilt worden, nachdem bei ihm im Rahmen einer Stichprobe in 
der Strafanstalt Z.____ Marihuana gefunden worden war. 
 
B. Mit Verfügung vom 10. Juli 2012 verfügte das Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM) die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.____ und ordnete 
seine Wegweisung aus der Schweiz an. Zur Begründung dieser Anordnung führte das AfM aus, 
A.____ habe mehrfach gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit verstossen und sei zu 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weshalb die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung und Wegweisung angezeigt sei. Es kam weiter zum Schluss, dass diese 
Massnahme verhältnismässig sei und dass kein Härtefall vorliege. Gegen diese Verfügung er-
hob A.____ am 23. Juli 2012 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat), welcher sich im Wesentlichen der Begründung durch das AfM anschloss und 
die Beschwerde mit Regierungsratsbeschluss Nr. 0045 vom 15. Januar 2013 abwies. 
 
C. Gegen den Entscheid des Regierungsrats hat A.____, vertreten durch Alain Joset, Ad-
vokat, mit Eingabe vom 28. Januar 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, (Kantonsgericht) erhoben. Er beantragt, der Entscheid des Re-
gierungsrates vom 15. Januar 2013 sowie die Verfügung des AfM vom 10. Juli 2012 seien voll-
umfänglich aufzuheben und das AfM sei gerichtlich anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers zu verlängern resp. diesem eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Dies 
habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen, wobei ihm im Falle eines Unterliegens die unentgelt-
liche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen sei. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
stellt er den Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen resp. dem 
Beschwerdeführer sei es zu gestatten, den Entscheid in der Schweiz abzuwarten. 
 
D. Am 11. März 2013 wurde der Beschwerdeführer bedingt aus dem Strafvollzug entlas-
sen und gleichentags in Ausschaffungshaft genommen, wo er sich bis heute befindet. 
 
E. Mit Verfügung vom 14. März 2013 wies die Präsidentin des Kantonsgerichts den Ver-
fahrensantrag des Beschwerdeführers um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab und stellte 
fest, dass die Wegweisung sofort vollstreckbar sei. Die gegen diese Verfügung gerichtete Ein-
sprache wies die Fünferkammer des Kantonsgerichts mit Beschluss vom 10. April 2013 ab. 
 
F. Die Präsidentin des Kantonsgerichts bewilligte dem Beschwerdeführer mit Verfügung 
vom 21. März 2013 für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Ver-
beiständung. 
 
G. In seiner Beschwerdebegründung vom 2. April 2013 rügt der Beschwerdeführer in ers-
ter Linie eine Verletzung des Grundrechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Der Re-
gierungsrat habe bei der Verhältnismässigkeitsprüfung die gegeneinander abzuwägenden Inte-
ressen unzureichend ermittelt und einseitig gewichtet. Insbesondere habe er zu Unrecht auf 
eine vertiefte Prüfung verzichtet, ob vom Beschwerdeführer konkret im heutigen Zeitpunkt eine 
Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit ausgehe. So sei ausgeblendet worden, dass 
er im Strafvollzug eine positive persönliche Entwicklung durchlaufen und sich vorbildlich verhal-

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ten habe, weshalb er auch infolge guter Führung vorzeitig aus dem Strafvollzug entlassen wor-
den sei. Bei der Frage der Zumutbarkeit der Rückkehr nach Nigeria sei sodann auf die tatsäch-
liche Anwesenheitsdauer in der Schweiz abzustellen. Er habe Nigeria vor beinahe zehn Jahren 
verlassen, weshalb eine Rückkehr mit grossen Integrationsschwierigkeiten verbunden sei. 
Durch die Wegweisung seien auch Kindesinteressen und die intakte Vater-Sohn-Beziehung 
betroffen. Der Regierungsrat habe die zu erwartenden negativen psychischen Folgen für den 
Sohn im Falle einer Trennung vom Vater vollkommen unberücksichtigt gelassen. Ferner seien 
auch die finanziellen Konsequenzen für die ganze Familie nicht beachtet worden. Bei korrekter 
Würdigung aller Umstände lasse sich ein Eingriff in das Familienleben nicht rechtfertigen. Des 
Weiteren wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine falsche Feststellung des Sachverhalts 
vor. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien seit über fünf Jahren verheiratet und führ-
ten eine glückliche Ehe. Die Feststellung des Regierungsrats, es sei in der Ehe zu Gewalttätig-
keiten gekommen, halte vor der Unschuldsvermutung nicht stand. 
 
H. Der Regierungsrat beantragt in seiner Vernehmlassung vom 14. Juni 2013 unter Ver-
weis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid, die Beschwerde sei unter o/e-
Kostenfolge abzuweisen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des ange-
fochtenen Entscheides ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die üb-
rigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch die sachliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten 
werden. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kog-
nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den ange-
fochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob 
der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren 
kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. 
Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolg-
ten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 

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(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG - im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland - nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die 
ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche 
Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; PETER UEBERSAX in: Peter 
Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 
2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
3.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Nigeria keine staatsvertrag-
liche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufenthalt in 
der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Das nationale Recht sieht in Art. 42 Abs. 1 AuG vor, dass ausländische Ehegatten von 
Schweizerinnen und Schweizern einen Bewilligungsanspruch haben, wenn sie mit diesen zu-
sammenwohnen. Nach Art. 49 AuG brauchen Eheleute nicht zusammenzuwohnen, wenn für 
getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft 
weiter besteht. Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizer Bürgerin verheiratet. Er befindet 
sich seit August 2010 ununterbrochen in Haft, weshalb ein eheliches Zusammenleben seither 
nicht möglich ist. Da beide Ehegatten glaubhaft beteuern, die Familiengemeinschaft bestehe 
weiter, ist gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 49 AuG von einem grundsätzlichen gesetzli-
chen Anspruch des Beschwerdeführers auf Bewilligungsverlängerung auszugehen. 
 
3.4 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem 
inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme 
zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem 
Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese 
Garantien können somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familien-
angehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Fa-
milienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 
EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesen-
heitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder 
eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die 
ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur 
Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minderjährige Kinder) gehören und 
es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 
E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Ein staatlicher Eingriff in das Recht 
auf Achtung des Familienlebens liegt indessen regelmässig nicht vor, wenn den Angehörigen 

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zugemutet werden kann, ihre Beziehung im Ausland zu leben. Ist es den in der Schweiz anwe-
senheitsberechtigten Familienmitgliedern möglich, mit dem Ausländer, dem eine fremdenpoli-
zeiliche Bewilligung verweigert worden ist, auszureisen, wird der Schutzbereich von Art. 8 
EMRK normalerweise nicht berührt (BGE 135 I 153 E. 2.1; BGE 122 II 289 E. 3b). 
 
Sowohl die Ehefrau als auch der minderjährige Sohn des Beschwerdeführers verfügen über das 
Schweizer Bürgerrecht. Ein gefestigtes Anwesenheitsrecht der Kernfamilie des Beschwerdefüh-
rers liegt somit vor. Obschon es in der Vergangenheit aktenkundig mehrfach zu Vorfällen von 
häuslicher Gewalt gekommen ist und das Ehepaar immer wieder vorübergehend getrennt lebte, 
besteht nach den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau 
der Wunsch des gemeinsamen Familienlebens nach wie vor. Aus den Akten ergibt sich über-
dies, dass der Kontakt mit Ehefrau und Sohn - im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten 
des jeweiligen Haftregimes - in den vergangenen Jahren stets aufrechterhalten wurde. Offenbar 
hat der Beschwerdeführer seine Vaterpflichten auch in finanzieller Hinsicht soweit als möglich 
wahrgenommen. Folglich ist davon auszugehen, dass zwischen dem Beschwerdeführer und 
seiner Kernfamilie eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung besteht. Weiter ist festzuhal-
ten, dass es der Ehefrau nicht zumutbar ist, dem Beschwerdeführer in sein Heimatland Nigeria 
zu folgen. Dies weil sie einerseits in der Schweiz eine Tochter hat, die nicht der Beziehung mit 
dem Beschwerdeführer entstammt und die in einer Pflegefamilie lebt, andererseits weil sie als 
IV-Rentnerin in psychisch labiler Verfassung ist und sich in Nigeria mittel- und längerfristig wohl 
kaum zurechtfinden würde. Ebenso unzumutbar ist die Ausreise für den fünfjährigen gemein-
samen Sohn, der als Schweizer Bürger ein offenkundiges Interesse daran hat, in der Schweiz 
zu leben, um von den hiesigen Ausbildungsmöglichkeiten und Lebensbedingungen profitieren 
zu können (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.3). Mit der Vorinstanz ist demnach davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer Ansprüche aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantierten Schutz des 
Familienlebens ableiten kann. 
 
4. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 42 Abs. 1 AuG 
noch der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut. 
 
4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG entfällt der Anspruch nach Art. 42 Abs. 1 AuG, wenn 
Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen. Widerrufsgründe liegen unter anderem dann vor, 
wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 
Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG) oder wenn die ausländische Person in schwerwiegen-
der Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat oder diese gefährdet 
(Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). 
 
4.2 Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen 
werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer 
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, 
das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von 
strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freihei-
ten anderer notwendig ist. 
 

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4.3 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 
18. Januar 2012 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten und damit zu einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. 
Art. 62 lit. b AuG ist erfüllt, was auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten wird. 
Demzufolge muss nicht mehr geprüft werden, ob das Verhalten des Beschwerdeführers zu-
gleich als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne 
von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, zumal dieser Widerrufsgrund in der vorliegenden 
Konstellation nur subsidiär zur Anwendung kommen würde (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2). Der 
gesetzliche Anwesenheitsanspruch ist damit grundsätzlich erloschen. Die Verurteilung zu einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe rechtfertigt dem Grundsatz nach gleichzeitig einen Eingriff in den 
grundrechtlich begründeten Anwesenheitsanspruch, denn der angefochtene Entscheid stützt 
sich auf eine gesetzliche Grundlage und er bezweckt die Aufrechterhaltung der öffentlichen 
Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen. Er verfolgt damit öffentliche 
Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdrücklich erwähnt sind. 
 
5.1 Das Vorliegen von Erlöschensgründen nach Art. 51 AuG und von Rechtfertigungs-
gründen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK führt nicht automatisch zum Erlöschen der eingeräumten 
Rechtsansprüche auf Erteilung und Verlängerung ausländerrechtlicher Bewilligungen. Vielmehr 
rechtfertigt sich die Nichterteilung resp. Nichtverlängerung und die damit verbundene Wegwei-
sung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) nach Art. 96 Abs. 1 AuG nur dann, wenn diese Massnahme 
im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheint. Dabei 
sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interes-
sen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Martina Caroni/Thomas Gäch-
ter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 
2010, Art. 51 Rz. 3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden 
privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren 
Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als not-
wendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Analoge Voraussetzungen ergeben 
sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV. Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG 
verlangt auch die EMRK in diesem Zusammenhang eine Abwägung der sich gegenüberstehen-
den privaten Interessen an der Verlängerung der Bewilligung und den öffentlichen Interessen 
an deren Nichtverlängerung. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) stützt 
sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von 
Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die gleichen Aspekte wie die bundesgerichtliche Praxis (ZÜND/HUGI YAR, 
a.a.O., S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Daraus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne 
von Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnismässig erweist, grundsätzlich auch vor Art. 8 EMRK 
standhält (vgl. Urteil des BGer 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 
 
5.2 Im Zusammenhang mit der aufgezeigten Verhältnismässigkeitsprüfung entwickelte das 
Bundesgericht die sogenannte "Reneja-Praxis". Diese geht vom Grundsatz aus, dass einem 
Ausländer, welcher mit einer Schweizer Bürgerin verheiratet ist und erstmals oder nach bloss 
kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung seiner Bewilligung ersucht, im Falle einer Verurtei-
lung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr 

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zu erteilen ist, wenn der schweizerischen Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer zu-
zumuten ist. In einer solchen Konstellation sind aussergewöhnliche Umstände vonnöten, um die 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dennoch zu rechtfertigen. Das Bundesgericht ruft aller-
dings regelmässig in Erinnerung, dass es sich bei dieser sog. "Zweijahresregel" keinesfalls um 
eine feste Grenze handle, die nicht über- oder unterschritten werden dürfe; entscheidend sei 
weiterhin die Abwägung der widerstreitenden öffentlichen und privaten Interessen im Einzelfall 
(BGE 135 II 377 E. 4.4; BGE 130 II 176 E. 4.1; BGE 110 Ib 201). Im Rahmen dieser Interes-
senabwägung sind nach der bundesgerichtlichen Praxis namentlich die Schwere des Delikts 
und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten 
des Ausländers während diesem, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen An-
wesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichti-
gen (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 12 f.; BGE 135 II 377 E. 4.3). Ähnliche Vorgaben ergeben sich 
auch aus der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Demgemäss sind die 
Natur und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene 
Zeit und das seitherige Verhalten der betreffenden Person zu berücksichtigen. Von Bedeutung 
sind auch die Dauer des Aufenthaltes der ausländischen Person im Gastgeberstaat und die 
Intensität ihrer sozialen, kulturellen und familiären Bindungen sowohl im Gastgeberstaat als 
auch im Heimatland. Ebenso ist die familiäre Situation des Betroffenen zu beachten, namentlich 
die Dauer seiner Ehe, die Staatsangehörigkeit sämtlicher beteiligter Personen sowie übrige 
Umstände, welche Rückschlüsse auf die effektive Natur der Paarbeziehung erlauben. Massge-
bend ist weiter, ob die Ehegattin bzw. der Ehegatte der betreffenden ausländischen Person bei 
Aufnahme der familiären Beziehung von deren deliktischen Handlungen gewusst hatte. Ferner 
spielt auch eine Rolle, welche Probleme die Ehefrau resp. der Ehemann bei einer gemeinsa-
men Ausreise ins Heimatland des Partners zu gegenwärtigen hätte. Zu prüfen ist sodann, ob 
aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind und in welchem Alter sich diese gegebenen-
falls befinden. Insbesondere sind auch die Interessen und das Wohl der Kinder des Betroffenen 
von Bedeutung, wobei namentlich deren mutmasslichen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in ihr 
Heimatland Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz 
[38005/07] vom 15. November 2012 § 63; Urteil des EGMR Boultif gegen die Schweiz 
[54273/00] vom 2. August 2001 § 48). Soweit der Beschwerdeführer verlangt, dass vorliegend 
die Kriterien der sogenannten Emre-Rechtsprechung heranzuziehen seien, so übersieht er, 
dass diese Praxis Fälle junger Erwachsener der zweiten Generation betrifft, die noch keine ei-
gene Familie gegründet haben (vgl. ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 8 ff.). Für den vorliegenden Fall 
ist diese Rechtsprechung demnach nicht einschlägig. 
 
5.3 Was das Fernhalteinteresse anbetrifft, so muss gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung bei schweren Straftaten - wozu grundsätzlich auch Drogendelikte aus rein fi-
nanziellen Motiven gehören - selbst ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf 
genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 130 II 176 E. 4.2-4.4 mit Hinweisen). Auch der 
EGMR akzeptiert ausdrücklich, dass bei Betäubungsmitteldelinquenz von einer gewissen 
Schwere ein strenger Massstab angelegt wird; gemäss seiner Praxis überwiegt bei Betäu-
bungsmitteldelikten regelmässig das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts 
(Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 15. November 2012 
§ 65 ff.). Bei Ausländern, welche sich wie der Beschwerdeführer nicht auf das Abkommen vom 

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21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäi-
schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) beru-
fen können, darf im Rahmen der Interessenabwägung abgesehen von der aktuellen Gefähr-
dung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, die von der betroffenen Einzelperson ausgeht, 
namentlich auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (BGE 130 II 
176 E. 4.2-4.4; Urteil des BGer 2C_963/2012 vom 1. April 2013 E. 5.1.3). In diesem Zusam-
menhang ist auch auf die Bestimmungen von Art. 121 Abs. 3-6 BV hinzuweisen. Gemäss die-
sen Bestimmungen verlieren Ausländerinnen und Ausländer unabhängig von ihrem ausländer-
rechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der 
Schweiz, wenn sie unter anderem wegen "Drogenhandels" rechtskräftig verurteilt worden sind 
(Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). Zwar sind diese Bestimmungen gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nicht direkt anwendbar, das Bundesgericht hat aber festgehalten, der vom Ver-
fassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung sei insoweit Rechnung zu tragen, als dies 
zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht bzw. zu keinen Konflikten mit dem Beurtei-
lungsspielraum führe, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten bei der Umsetzung 
ihrer Migrations- und Ausländerpolitik zugestehe (BGE 139 I 16 E. 5.3; BGE 139 I 31 E. 2.3.2). 
 
6. Somit bleibt nachfolgend anhand der der dargelegten Rechtslage zu prüfen, ob unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden Falles die öffentlichen Interessen 
an der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung die privaten Interessen des 
Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
6.1 Das Appellationsgericht Basel-Stadt hat am 18. Januar 2012 die erstinstanzlichen 
Schuldsprüche gegen den Beschwerdeführer wegen mehrfacher einfacher sowie mehrfacher 
qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen der bandenmässi-
gen Geldwäscherei, der Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch, des Fahrens trotz Ab-
erkennung des Führerausweises, der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des pflichtwid-
rigen Verhaltens bei einem Unfall sowie des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln 
rechtskräftig bestätigt. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten 
sowie eine Geldstrafe und eine Busse. Bezüglich des gravierendsten Tatvorwurfs der mehrfa-
chen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz führte das Appellations-
gericht aus, dass der Beschwerdeführer als Mitglied einer gut organisierten Drogenhändlerban-
de von Kurieren innerhalb von zwei Wochen insgesamt dreimal Kokainlieferungen von je ca. 
1 kg entgegengenommen habe und ihm gleichzeitig erhebliche Geldsummen anvertraut worden 
seien. Es folgerte aus diesen Tatumständen, insbesondere auch aufgrund der zeitlich intensi-
ven Vorgehensweise, dass der Beschwerdeführer in der Bande eine Position im mittleren Ka-
derbereich eingenommen habe. Trotz des eingestandenen Eigenkonsums könne er sich nicht 
auf eine entlastende Beschaffungskriminalität berufen, seine Motive seien vielmehr rein pekuni-
ärer Natur gewesen. Der Beschwerdeführer verfüge über eine beträchtliche kriminelle Energie. 
Durch seine fortgesetzte Delinquenz habe er seine früheren Reuebekundungen Lügen gestraft, 
auch seine fehlende Einsicht in das Fehlverhalten fiele erheblich negativ ins Gewicht. Insge-
samt sei von einem objektiv und subjektiv schweren Verschulden auszugehen (vgl. Urteil des 
Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 18. Januar 2012 E. 6.4). 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.2 Das strafrechtlich relevante Verhalten des Beschwerdeführers insbesondere im Be-
reich des Drogenhandels belastet sein Ansehen auch in ausländerrechtlicher Hinsicht in aus-
sergewöhnlichem Ausmass, zumal mit dem Appellationsgericht von einem schweren Verschul-
den und erheblicher krimineller Energie seinerseits auszugehen ist. Der Beschwerdeführer ist in 
der Schweiz als nicht süchtiger, international vernetzter Kokainhändler tätig geworden und hat 
aus rein finanziellen Interessen die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet. Die 
Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten wegen einer Fülle von 
Straftaten, hauptsächlich aber mehrfach begangenen qualifizierten Betäubungsmitteldelikten, 
lässt auf eine ausgeprägte Geringschätzung und Gleichgültigkeit gegenüber der schweizeri-
schen Rechtsordnung schliessen (vgl. Urteil des BGer 2C_295/2009 vom 25. September 2009 
E. 5.3, nicht publ. in: BGE 135 II 377, wo eine Freiheitsstrafe von 27 Monaten wegen Betäu-
bungsmitteldelikten zur Diskussion stand). Dieser Eindruck wird verstärkt durch die Umstände 
des vorliegenden Falles. Die Entgegennahme von rund drei Kilogramm Kokain führte zu einer 
ersten Verhaftung im Herbst 2009. Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft im März 
2010 und selbst nach seiner ersten Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und 
sechs Monaten am 12. August 2010 delinquierte der Beschwerdeführer unverdrossen weiter, 
was von einer ausserordentlichen Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit zeugt. Erheblich negativ 
ins Gewicht fällt überdies, dass er seit seiner Einreise fortgesetzt deliktisch in Erscheinung ge-
treten ist, weist er doch zum Teil einschlägige (Vor-)Strafen aus den Jahren 2004, 2006, 2008 
sowie 2011 auf. Auch diese Verurteilungen belegen, dass der Beschwerdeführer über längere 
Zeit nicht bereit war, aus den früheren Strafen Lehren zu ziehen. Der Beschwerdeführer wirft 
der Vorinstanz vor, sie habe es unterlassen, sich vertieft mit der Rückfallprognose auseinander-
zusetzen und aus dem im Strafurteil festgestellten schweren Verschulden in unzulässiger Wei-
se auf ein Rückfallrisiko geschlossen. Dabei übersieht er, dass das Appellationsgericht Basel-
Stadt in seiner Urteilsbegründung explizit ausführt, dass das Verhalten des Beschwerdeführers 
keine positive Prognose zulasse (vgl. Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 
18. Januar 2012 E. 5.2). Der Regierungsrat hat des Weiteren korrekt befunden, die Prognose 
hinsichtlich eines zukünftigen Wohlverhaltens falle für den Beschwerdeführer nachteilig aus. Die 
in der Beschwerdebegründung angeführten Zukunftsperspektiven, die angeblich gegen eine 
erneute Delinquenz sprächen, lagen schon vor fünf Jahren vor. Offensichtlich haben aber we-
der die laufenden strafrechtlichen Probezeiten noch die Verwarnung durch das AfM vom 7. April 
2008 noch die Ehegemeinschaft mit seiner Ehefrau oder die Geburt des ersten gemeinsamen 
Kindes am xx.xx.2008 den Beschwerdeführer davon abgehalten, in der Schweiz in erheblichem 
Mass gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu verstossen. Von einer positiven persön-
lichen Entwicklung und einem vorbildlichen Verhalten im Strafvollzug kann - entgegen den Aus-
führungen des Beschwerdeführers - keine Rede sein, wurde er doch selbst während seines 
vorläufigen Strafvollzuges in der Strafanstalt Z.____ wiederum straffällig. Der Ansicht des Be-
schwerdeführers, dass die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug mitberücksichtigt werden 
müsse und dass die Gewährung derselben zeige, dass der Betroffene sich geändert habe und 
kein Risiko mehr für die Gesellschaft darstelle, kann in dieser Form ebenfalls nicht gefolgt wer-
den. Zunächst hat der Straf- und Massnahmenvollzug nebst der Sicherheitsfunktion eine reso-
zialisierende bzw. therapeutische Zielsetzung; für die Migrationsbehörden steht demgegenüber 
das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund, woraus sich ein im Ver-
gleich mit den Straf- und Strafvollzugsbehörden strengerer Beurteilungsmassstab ergibt (BGE 

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137 II 233 E. 5.2.2; BGE 130 II 176 E. 4.3.3). Sodann handelt es sich bei der bedingten Entlas-
sung um die letzte Stufe im Vollzug einer Freiheitsstrafe. Sie ist ein Instrument der Spezialprä-
vention und dient der Wiedereingliederung des Straftäters in die Gesellschaft. Ihre Gewährung 
ist denn auch zur Regel geworden. Sie stellt keine Vergünstigung oder Belohnung für Wohlver-
halten im Strafvollzug dar und bedeutet insbesondere keinen Straferlass (vgl. ANDREA 
BAECHTOLD, Strafvollzug, 2. Aufl., Bern 2009, S. 231 ff.). Aus dem Umstand der bedingten Ent-
lassung kann der Beschwerdeführer somit nichts Entscheidendes zu seinen Gunsten ableiten, 
insbesondere nicht die Feststellung, dass bei ihm keine Rückfallgefahr mehr bestehe. In Anbe-
tracht der genannten Gesamtumstände ist das Rückfallrisiko vielmehr als bedeutend einzustu-
fen. Nach dem Gesagten besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, die Aufenthalts-
bewilligung des Beschwerdeführers nicht zu verlängern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. 
 
6.3 Bei der Würdigung des privaten Interesses des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz sind insbesondere auch diejenigen seiner Ehefrau und seines Sohnes zu berücksichti-
gen. Wie oben dargelegt, ist es der Ehefrau und dem Sohn nicht zuzumuten, ihm nach Nigeria 
zu folgen. Durch die Wegweisung würde das gemeinsame Familienleben faktisch verunmög-
licht, denn es wäre der Familie wohl nur noch während einiger weniger Wochen im Jahr mög-
lich, einander im Rahmen von gegenseitigen Besuchen zu sehen. Wie der Beschwerdeführer 
zutreffend darlegt, würde die Wegweisung auch dazu führen, dass er der Familie als finanzieller 
Versorger nicht zur Verfügung stände. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf die Vorga-
ben des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (UNO-Kinder-
rechtskonvention), gemäss dessen Art. 3 Abs. 1 bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, 
das Wohl des Kindes als Gesichtspunkt vorrangig zu berücksichtigen ist. Zwar hat das Bundes-
gericht schon mehrfach festgehalten, dass die Bestimmungen der UNO-Kinderrechtskonvention 
keinen unmittelbaren Anspruch auf die Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung gewäh-
ren. Eine mittelbare Berücksichtigung dieser Normen im Rahmen der Rechtsanwendung ist 
jedoch möglich und angezeigt (Urteil des BGer 2C_1112/2012 vom 14. Juni 2013 E. 2.4 [zur 
Publikation vorgesehen]; BGE 126 II 377 E. 5; BGE 124 II 361 E. 3b). Es ist dem Beschwerde-
führer weiter darin beizupflichten, dass der regelmässige Kontakt mit beiden Elternteilen für die 
Entwicklung des Kindes, insbesondere in der Pubertät, von grosser Bedeutung ist. Eine Weg-
weisung führte vorliegend dazu, dass der Sohn wie bisher weitgehend ohne Vater aufwachsen 
müsste, wodurch ein Risiko für nachteilige psychosoziale Folgen geschaffen wird. Einschrän-
kend ist in dieser Beziehung jedoch ebenfalls zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer nur 
während der ersten Lebenswochen seines Sohnes mit diesem zusammenwohnte und er ihn nie 
über längere Zeit kontinuierlich betreut sondern in den vergangen Jahren nur sporadisch getrof-
fen hat, so dass vorliegend nicht von einer besonders intensiven Vater-Sohn-Beziehung ausge-
gangen werden kann. Trotzdem träfen die Folgen einer Wegweisung die Familie hart, weshalb 
von einem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers an der Fortführung des ehe-
lichen und familiären Zusammenlebens in der Schweiz auszugehen ist. 
 
6.4 Wie oben ausgeführt wurde, impliziert eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 
mehr als zwei Jahren in jedem Fall einen so schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizeri-
sche Rechtsordnung, dass nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer die Aufenthaltsbewilligung in der 
Regel nicht mehr zu verlängern ist. Zwar kann vorliegend nicht mehr leichtfertig von einer kur-

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zen Aufenthaltsdauer gesprochen werden, da der Beschwerdeführer nun doch seit rund sechs 
Jahren ordnungsgemäss in der Schweiz lebt. Andererseits hat die Freiheitsstrafe, zu der er ver-
urteilt wurde, die Dauer von zwei Jahren aber auch wesentlich überschritten und zeugt vom 
beträchtlichen Verschulden des Beschwerdeführers. Bei der vorliegenden intensiven Delin-
quenz muss nach der Rechtsprechung selbst ein geringes Restrisiko weiterer Straffälligkeit 
nicht in Kauf genommen werden. Die Schwere des Verschuldens, die langjährige Delinquenz 
sowie die augenscheinlich vorhandene Rückfallgefahr begründen ein öffentliches Interesse ers-
ten Ranges an der Fernhaltung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Auch unter Berück-
sichtigung von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV ist von einem ausserordentlich gewichtigen öffentlichen 
Fernhalteinteresse auszugehen. Unter diesen Umständen bedarf es - neben der bereits bejah-
ten Unzumutbarkeit für die Beschwerdeführerin und den Sohn, dem Beschwerdeführer in des-
sen Heimatland zu folgen - weiterer aussergewöhnlich starker privater Interessen, um die Ertei-
lung einer Aufenthaltsbewilligung noch zu rechtfertigen. Solche sind vorliegend jedoch keine 
ersichtlich. Im Hinblick auf die Anwesenheitsdauer fällt in Betracht, dass der Beschwerdeführer 
zwar erstmals im Jahr 2004 in die Schweiz eingereist ist, dass er aber erst seit seiner neuerli-
chen Einreise in die Schweiz am 4. November 2007, die nach seiner Heirat im Rahmen des 
Familiennachzugs erfolgte, mit ordentlicher Aufenthaltsbewilligung hier lebt. Seiner früheren 
prekären resp. illegalen Anwesenheit in der Schweiz unter falschen Personalien kann entgegen 
dem Dafürhalten des Beschwerdeführers kein besonderes Gewicht beigemessen werden (vgl. 
Urteil des BGer 2C_803/2010 vom 14. Juni 2011 E. 2.3.4). Relativiert wird die Aufenthaltsdauer 
des Beschwerdeführers auch dadurch, dass er zwischen Oktober 2009 und März 2010 in Un-
tersuchungshaft war und dass er sich seit dem 17. August 2010 ununterbrochen in Haft befin-
det. Somit kann vorliegend nicht von einer langen und schon gar nicht von einer lebensprägen-
den Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz gesprochen werden. Auch die 
Dauer der ehelichen Beziehung ist mit lediglich sechs Jahren als eher kurz zu bezeichnen, vor 
allem wenn mitberücksichtigt wird, dass die Eheleute diese Zeit mehrheitlich - freiwillig oder 
unfreiwillig - voneinander getrennt verbracht haben. Angesichts der wiederholten Straffälligkeit 
kann zudem von vornherein nicht von einer vertieften Integration in die hiesigen Verhältnisse 
gesprochen werden. Ohnehin bestehen keine Anhaltspunkte, wonach sich der Beschwerdefüh-
rer trotz schweizerischen Familienangehörigen hier gut integriert haben und mit den schweizeri-
schen Gepflogenheiten vertraut sein könnte. Über besonders intensive soziale Beziehungen 
zum ausserfamiliären bzw. zum ausserhäuslichen Bereich in der Schweiz verfügt er klarerweise 
nicht. Der Beschwerdeführer konnte sich auch in beruflicher Hinsicht kaum integrieren und eine 
Wegweisung ist aus wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Sicht ohne Weiteres vertretbar, zu-
mal es sich bei den bisherigen ausschliesslich temporären Arbeitsstellen des Beschwerdefüh-
rers um unqualifizierte Arbeit gehandelt hat und die Chancen auf eine dauerhafte Stelle auf-
grund der fehlenden Ausbildung und der fehlenden Sprachkenntnisse gering sind. Der Be-
schwerdeführer ist weiter im Alter von 22 Jahren erstmals in die Schweiz eingereist und hat 
somit den grössten Teil seines Lebens - vor allen Dingen die prägenden Kinder- und Jugend-
jahre - im Herkunftsland verbracht. Im Jahr 2007 hielt er sich für gut sechs Monate in Nigeria 
auf, zuletzt reiste er soweit ersichtlich im Frühling 2009 für einen einmonatigen Aufenthalt dort-
hin. Er ist mit den Verhältnissen vor Ort, so auch mit Kultur und Sprache, bestens vertraut und 
verfügt nach wie vor über persönliche Kontakte, zum Beispiel zu seinen Eltern. Er legt nicht 
substantiiert dar und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb ihm bei einer Rückkehr grosse 

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Schwierigkeiten bei der Reintegration drohen sollten. Dass die Rückkehr unbestreitbar mit per-
sönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist, ändert an der Zumutbarkeit indes 
nichts, zumal der Beschwerdeführer die Wegweisung aus der Schweiz seinem persönlichen 
Verhalten zuzuschreiben hat. Der drohende Verlust des gemeinsamen Familienlebens und die 
allfälligen finanziellen Folgen sowie der durch die Wegweisung resultierende Umstand, dass der 
Sohn weitgehend ohne Vater aufwachsen müsste, stellen in dieser Konstellation ohne zusätzli-
che hinzu tretende Faktoren keine ungewöhnlich gewichtigen privaten Interessen an einem 
Verbleib in der Schweiz dar. Auch wenn die Wegweisung zur Trennung von der Ehefrau und 
vom Kind führt und die Familie hart trifft, so erweist sich die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung angesichts der schweren und wiederholten Delinquenz und des öffentlichen Sicher-
heitsbedürfnisses im Ergebnis als verhältnismässig und der Eingriff in das Recht auf Familien-
leben somit als gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer ist allein dafür verantwortlich, dass ein 
gemeinsames Familienleben - abgesehen von allfälligen Besuchsaufenthalten und telefoni-
schen oder elektronischen Kontakten - nicht mehr gepflegt werden kann. Der Regierungsrat 
durfte dementsprechend ohne Verletzung von Bundes- oder Konventionsrecht zum Ergebnis 
kommen, die öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
überwögen die privaten Interessen der Beschwerdeführers und seiner Familie an einem weite-
ren Verbleib in der Schweiz. 
 
7. Zusammengefasst erweisen sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz als verhältnismässig. Die Vo-
rinstanz hat entsprechend den rechtlichen Anforderungen die öffentlichen Interessen, die per-
sönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration im Rahmen einer umfassenden Interes-
senabwägung berücksichtigt. Die Rüge des Beschwerdeführers, der Regierungsrat habe die 
abzuwägenden Interessen unzureichend ermittelt und einseitig gewichtet, erweist sich als un-
begründet. Anhaltspunkte dafür, dass er das ihm zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft aus-
geübt hätte, bestehen ausserdem keine. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erfolgten nach dem Gesagten zu 
Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'800.-- dem unterlegenen 
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gehen 
die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen 
(§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Be-
willigung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote vom 13. August 2013 
macht er diverse Aufwendungen geltend, die entweder mit dem vorliegenden Verfahren nicht in 
unmittelbarem Zusammenhang stehen und dementsprechend nicht entschädigt werden können 
(Kontakte mit der Anlaufstelle Baselland und der nigerianischen Botschaft, viele Telefonate mit 
der Ehefrau, die nicht erkennbar mit der Beschwerde zu tun haben, ebenso wenig der Besuch 
beim Beschwerdeführer im Ausschaffungsgefängnis am 16. April 2013, als im kantonsgerichtli-
chen Verfahren nichts anstand) oder die als unnötiger Aufwand im Rahmen der unentgeltlichen 
Rechtspflege nicht vergütet werden (Teilnahme an der Urteilsberatung betreffend Einsprache). 
Die Honorarnote ist dementsprechend zu kürzen und die Parteientschädigung ohne Berücksich-
tigung der geltend gemachten Reisespesen sowie gestützt auf einen ermessensweise reduzier-
ten Aufwand von 20 Stunden auszurichten. Die übrigen Positionen (Zeitaufwand des Volontärs, 
Kopien und Porti) sind nicht zu beanstanden, wobei im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge Kopien mit einem Ansatz von Fr. 0.50 pro Kopie abgerechnet werden. Aus dem Gesagten 
resultieren ein Honorar von Fr. 4'150.00 (20 Stunden à Fr. 180.00, 4:35 Stunden à Fr. 120.00), 
Auslagen für Kopien von Fr. 113.00 sowie Auslagen für Porti und Telefonate von Fr. 111.90. 
Daraus ergibt sich ein aus der Gerichtskasse auszurichtendes Gesamthonorar von Fr. 4'724.90 
(inkl. 8% MWST von Fr. 350.00). 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 4'724.90 (inkl. Auslagen und 8% MWST) aus der Gerichtskasse aus-
gerichtet. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 23. Oktober 2013 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_983/2013) erhoben.