# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d7caefc-5e3a-5de3-823b-9e1fca7c0055
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2008 C-417/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-417-2008_2008-08-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-417/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richter Blaise Vuille, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Philipp Mäder.

S._______, 
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
8. Januar 2008 / C-7493/2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-417/2008

Sachverhalt:

A.
Das Bundesamt für Migration (BFM) hat mit Verfügung vom 8. Oktober 
2007 das Gesuch um Bewilligung der Einreise zu einem Besuchsauf-
enthalt betreffend G._______ abgelehnt. Diese Verfügung hat der Ge-
suchsteller mit Eingabe vom 5. November 2007 (Datum Poststempel) 
beim Bundesverwaltungsgericht angefochten.

B.
Mit  Urteil  vom 8. Januar  2008 ist  das  Bundesverwaltungsgericht  auf 
die Beschwerde nicht eingetreten, da der Gesuchsteller den mit Zwi-
schenverfügung  vom  9. November  2007  einverlangten  Kostenvor-
schuss  innert  der  bis  zum  10. Dezember  2007  angesetzen  und  mit 
Verfügung vom 27. November  2007 bis  zum 17. Dezember  2007  er-
streckten Frist nicht geleistet hatte.

C.
Mit Schreiben vom 15. Januar 2008 (Datum Poststempel) hat sich der 
Gesuchsteller  an  das  Bundesverwaltungsgericht  gewandt  und  bean-
tragt, es sei das Urteil vom 8. Januar 2008 „zurückzuziehen“, die Ver-
fahrenskosten seien zu stornieren und es sei  ihm die Möglichkeit  zu 
geben,  den  verlangten  Kostenvorschuss  zu  leisten.  Zur  Begründung 
bringt  er  Folgendes  vor:  Die  Zwischenverfügung  vom  9. November 
2007 habe ihn wegen einer berufsbedingten Landesabwesenheit nicht 
erreicht. Zurück  in  der  Schweiz,  habe  er  den  zuständigen  Gerichts-
schreiber beim Bundesverwaltungsgericht am 19. oder 20. November 
2007  telefonisch  gebeten,  die  notwendigen  Bankverbindungen  doch 
per E-Mail  bekannt  zu geben. Am 21. November 2007 sei  ihm dann 
vom  Bundesverwaltungsgericht  elektronisch  mitgeteilt  worden,  dass 
die Unterlagen mit normaler Post zugestellt würden. Am 25. November 
2007 habe er sich erneut – diesmal per E-Mail - an das Bundesverwal-
tungsgericht gewandt und mitgeteilt, dass er die Unterlagen nicht er-
halten habe und nun für drei Wochen im Ausland weile, was bei Anset-
zung allfälliger Fristen zu berücksichtigen sei. Auf diese E-Mail habe er 
keine Antwort  erhalten. Nach seiner  Rückkehr Mitte  Dezember 2007 
habe er erneut eine E-Mail an das Bundesverwaltungsgericht gerich-
tet, aber wiederum keine Antwort erhalten. Erst durch Zustellung des 
Urteils  vom 8. Januar  2008  habe  er  erfahren,  dass  mit  Datum  vom 
27. November 2007 eine weitere Zwischenverfügung an ihn verschickt 
worden sei. Dies, obwohl er dem Bundesverwaltungsgericht vorgängig 

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mitgeteilt  habe,  dass  er  bis  Mitte  Dezember  2007  zu  Hause  nicht 
erreichbar sei. 

Abschliessend  vermerkte  der  Gesuchsteller,  dass  er  von  Mitte  bis 
Ende Februar 2008 erneut im Ausland sein werde. Der Eingabe beige-
legt war ein Ausdruck des E-Mail-Verkehrs zwischen ihm und dem zu-
ständigen  Gerichtsschreiber  am  Bundesverwaltungsgericht  vom 
21. bzw. 25. November 2007.

D.
Mit Schreiben vom 24. Januar 2008 machte der Instruktionsrichter den 
Intervenienten darauf aufmerksam, dass das solchermassen kritisierte 
Urteil nur im Rahmen eines förmlichen Revisionsverfahrens auf seine 
Rechtmässigkeit  überprüft  werden  könne.  In  Bezug  auf  die  Zustel-
lungs- und Eröffnungsfrage wurde er rein vorsorglich auf die Pflicht ei-
ner Partei hingewiesen, nach Eröffnung eines Verfahrens dafür besorgt 
zu  sein,  dass  Mitteilungen  und  Verfügungen  des  Gerichts  uneinge-
schränkt in Empfang genommen werden können.

E.
Mit Eingabe vom 7. Februar 2008 bestätigte der Gesuchsteller seine 
Begehren und damit den Revisionswillen. 

F.
Mit Schreiben vom 12. März 2008 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
dem Intervenienten förmlich mit, dass seine Eingaben als Revisions-
gesuch an die Hand genommen würden. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Behandlung 
von Revisionsgesuchen im Sinne von Art. 45 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 121 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegen 
eigene Entscheide (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 mit Hinweisen). Des wei-
tern ist das Bundesverwaltungsgericht zuständig zur Behandlung von 
Gesuchen um Fristwiederherstellung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) betreffend Fristen, bei denen es im Falle der 
Wiederherstellung über die nachgeholte Parteihandlung bzw. Rechts-
vorkehr zu befinden hat (vgl. URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordent-

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lichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes  und 
der Kantone, Zürich 1985, S. 233).

1.2 Der Gesuchsteller ist als Partei durch das angefochtene Urteil be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung bzw. 
an der Wiederherstellung der Frist zur Bezahlung des Kostenvorschus-
ses. Die Legitimation ist damit gegeben (vgl. bezüglich der Revision: 
BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 65 ff.;  HANSJÖRG SEILER / NICOLAS VON WERDT / 
ANDREAS GÜNGERICH,  Bundesgerichtsgesetz  [BGG]: Bundesgesetz  über 
das  Bundesgericht,  Handkommentar  [hiernach:  Handkomm.  BGG.], 
Bern 2007, zu Art. 121 Rz. 8 ff.; KARL SPÜHLER / ANNETTE DOLGE / DOMINIK 
VOCK,  Kurzkommentar  zum  Bundesgerichtsgesetz  [hiernach:  Kurz-
komm. BGG], Zürich/St.-Gallen 2006, vor Art. 121 – 128 S. 223).

2.
2.1 Soweit  der  Gesuchsteller  in  seiner  Rechtsschrift  geltend  macht, 
die nach rechtsgültiger Eröffnung der Zwischenverfügung vom 9. No-
vember 2007 zu laufen begonnene Frist zur Bezahlung des Kostenvor-
schusses unverschuldet verpasst zu haben, ist seine Eingabe als sinn-
gemässes Fristwiederherstellungsgesuch zu qualifizieren (vgl. zur Ab-
grenzung von der Revision:  BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 224). Gemäss 
der  Darstellung  des  Gesuchstellers  hat  er  zwar  von  der  Pflicht  zur 
Leistung eines Kostenvorschusses gewusst. Er sei aber bis heute zu 
dieser Leistung nicht in der Lage gewesen, da ihm die entsprechenden 
Kontoinformationen  -  trotz  Zusicherung  -  nicht  bekanntgegeben 
worden seien. 

2.2
2.2.1 Eine unverschuldet versäumte Frist kann wiederhergestellt wer-
den, sofern unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall 
des Hindernisses darum ersucht  und die versäumte Rechtshandlung 
nachgeholt wird (Art. 24 Abs. 1 VwVG). 

2.2.2 Die Praxis stellt strenge Anforderungen an den Nachweis unver-
schuldeter Hindernisse (RENÉ RHINOW / HEINRICH KOLLER / CHRISTINA KISS, 
Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Ba-
sel/Frankfurt  a. M. 1996,  Rz. 1171).  Ein  Versäumnis  ist  dann  unver-
schuldet, wenn dafür objektive Gründe vorliegen und der Partei bzw. 
der Vertretung keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (ALFRED 
KÖLZ / ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspfle-
ge des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 124). Dies ist etwa der Fall bei 
einer plötzlichen Erkrankung, welche derart  schwer ist, dass der Ge-

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suchsteller von der notwendigen Rechtshandlung abgehalten wird und 
auch nicht mehr in der Lage ist, einen Vertreter zu bestimmen. Nicht 
ausreichend sind blosse organisatorische Unzulänglichkeiten, Arbeits-
überlastung, Ferienabwesenheit oder Unkenntnis der gesetzlichen Vor-
schriften  (Entscheid  der  Eidgenössischen  Steuerrekurskommission 
vom 14. Juli 2003 in Sachen P. AG, teilweise publ. in: Verwaltungspra-
xis  der  Bundesbehörden  [VPB]  68.23  E. 3b/bb  mit  weiteren  Hinwei-
sen). Neben objektiven kommen auch subjektive,  psychische Hinde-
rungsgründe in Betracht, so etwa ein die Fristversäumnis bewirkender 
Irrtum, in den die gesuchstellende Person durch das Verhalten der Be-
hörde versetzt wurde (vgl.  BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 229 mit Hinwei-
sen). Sobald es für  den Betroffenen objektiv  und subjektiv  zumutbar 
wird, entweder selbst tätig zu werden oder die Interessenwahrung an 
eine Drittperson zu übertragen, hört das Hindernis auf, unverschuldet 
zu sein (vgl. insbesondere BGE 119 II 86 E. 2a S. 87).

2.3
2.3.1 Aus den Akten ergibt sich folgendes Bild: Der Gesuchsteller leg-
te mit Eingabe vom 5. November 2007 eine Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht  gegen  die  Verfügung  des  BFM  vom  8. Oktober 
2007  ein.  Mit  Zwischenverfügung  vom  9. November  2007  wurde  er 
vom Bundesverwaltungsgericht zur Leistung eines Kostenvorschusses 
bis zum 10. Dezember 2007 aufgefordert. Diese Aufforderung war an 
die  von  ihm angegebene  Adresse  gerichtet  und  mit  der  Androhung 
verbunden, dass bei  Nichtbefolgung auf  das Rechtsmittel  unter  Kos-
tenfolge  nicht  eingetreten  werde. Die  Zwischenverfügung  (samt  Ein-
zahlungsschein)  wurde  nach  Ablauf  der  Abholungsfrist  von  der 
Schweizerischen Post mit  dem Hinweis „nicht abgeholt“ an das Bun-
desverwaltungsgericht retourniert. Am 21. November 2007 wandte sich 
der Gesuchsteller telefonisch an das Bundesverwaltungsgericht (in der 
richtigen Annahme, dieses sei Absender der an ihn gerichteten, aber 
bereits  retournierten  Sendung).  Dabei  bat  er  um  (nochmalige)  Be-
kanntgabe  der  zur  Leistung  des  Kostenvorschusses  „notwendigen 
Bankdetails“  (so  seine  Formulierung  in  der  Eingabe vom 15. Januar 
2008). Wie noch gleichentags per E-Mail angekündigt, wurden ihm am 
22. November 2007 eine Kopie der Verfügung vom 9. November 2007 
und der Einzahlungsschein (im Original) erneut zugestellt (per A-Post). 
Dass sich an der Frist  zur  Leistung des Kostenvorschusses (10. De-
zember 2007) mit dem erneuten Versand nichts ändere, wurde in ei-
nem Begleitschreiben festgehalten. 

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2.3.2 Gemäss bundesgerichtlicher  Rechtsprechung müssen Parteien 
in den auf die Einleitung eines Verfahrens folgenden Wochen mit der 
Zustellung von behördlichen Akten rechnen und haben daher gestützt 
auf den Grundsatz von Treu und Glauben die Pflicht, dafür zu sorgen, 
dass  ihnen  Verfügungen,  Entscheidungen  und  andere  massgebliche 
Mitteilungen  zugestellt  werden  können.  Die  angerufene  Instanz  darf 
dabei erwarten, dass die Zustellung an einer vorbehaltlos mitgeteilten 
Adresse erfolgen kann. Hält sich die Partei vorübergehend nicht dort 
auf, ist sie verpflichtet, alles vorzukehren, um die Entgegennahme be-
hördlicher Sendungen sicherzustellen. Kann die Zustellung an der an-
gegebenen  Adresse  nicht  erfolgen,  wird  fingiert,  dass  die  Sendung 
dem Empfänger sieben Tage (übliche Abholungsfrist  für  eingeschrie-
bene Postsendungen) nach dem erfolglosen Zustellungsversuch zuge-
kommen ist (BGE 130 III 396 E. 1.2.3 S.399; Urteil des Bundesgerichts 
2P.155/2005 vom 21. Juni 2005 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Diese 
vor  der  Totalrevision  der  Bundesrechtspflege  entwickelte  Rechtspre-
chung  fand  Eingang  in  den  am  1.  Januar  2007  in  Kraft  gesetzten 
Art. 20 Abs. 2bis VwVG (vgl. die analoge Regelung des Art. 44 Abs. 2 
BGG, SR 173.110).

2.3.3 Obwohl  der  Gesuchsteller  unmittelbar  nach Anhebung der Be-
schwerde ins Ausland verreiste, hat er weder das Bundesverwaltungs-
gericht  über  seine  Abwesenheit  informiert  noch  dafür  gesorgt,  dass 
behördliche  Sendungen  trotz  seiner  Abwesenheit  zugestellt  werden 
konnten (z.B. mittels  Vertretung). Die  Zwischenverfügung vom 9. No-
vember 2007 gilt demnach als dem Gesuchsteller am siebten Tag der 
Abholfrist  zugestellt  und  damit  als  rechtsgenüglich  eröffnet.  Zwar 
wandte sich der Gesuchsteller mit E-Mail vom 25. November 2007 an 
das Bundesverwaltungsgericht und teilte mit, dass die ihm am 22. No-
vember 2007 erneut zugesandten Unterlagen noch nicht bei ihm ange-
kommen seien. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass das Vertrau-
en des Gesuchstellers dahingehend geweckt worden wäre, dass er - 
ohne einen Rechtsnachteil befürchten zu müssen - mit der Bezahlung 
des Kostenvorschusses bis zum Erhalt der am 22. November 2007 per 
A-Post  an  ihn  versandten  Unterlagen  hätte  zuwarten  können.  Dies 
macht der Gesuchsteller denn auch nicht geltend. Sein Unwissen über 
die Zahlungsdetails ist  demnach Folge seines prozessualen Fehlver-
haltens.  Es  kann  nicht  als  unverschuldetes  Hindernis  im  Sinne  von 
Art. 24 Abs. 1 VwVG bezüglich der Einhaltung der Frist  zur  Leistung 
des Kostenvorschusses anerkannt werden. Die Frage, ob das Fehlen 
von Kontoinformationen bezüglich der Pflicht zur Leistung eines Kos-

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tenvorschusses überhaupt ein Hindernis im Sinne von Art. 24 Abs. 1 
VwVG darzustellen  vermag (Barzahlung am Sitz  des  Bundesverwal-
tungsgerichts  wäre  zulässig),  kann bei  dieser  Rechtslage offen blei-
ben.

2.4 Das Gesuch um Wiederherstellung einer unverschuldet  verpass-
ten  Frist  bezüglich  der  Leistung  des  Kostenvorschusses  ist  deshalb 
abzuweisen.

3.
3.1
3.1.1 Die Revision eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts kann 
gemäss Art. 45 VGG nur aus einem der in Art. 121 bis 123 BGG ge-
nannten Gründe verlangt werden. Was Inhalt, Form und Ergänzung ei-
nes  Revisionsgesuchs  angeht,  so  verweist  Art.  47  VGG auf  Art. 67 
Abs. 3 VwVG. Nach dieser Bestimmung ist in der Rechtsschrift insbe-
sondere der Revisionsgrund und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbe-
gehrens  darzutun.  Sind  dem  Gesuch  nicht  genügend  substantiierte 
Rechtsmittelgründe zu entnehmen, so ist darauf überhaupt nicht ein-
zutreten. Demgenüber ist nicht erforderlich, dass die angerufenen Re-
visionsgründe tatsächlich bestehen, sondern es genügt, wenn der Ge-
suchsteller deren Vorliegen behauptet (BVGE 2007/21 E. 8.1 mit Hin-
weisen).

3.1.2 Soweit  der Gesuchsteller  in der Eingabe vom 15. Januar 2008 
geltend macht,  einerseits  die  Zwischenverfügung vom 27. November 
2007 nicht erhalten und sich andererseits nach seiner Rückkehr Mitte 
Dezember erfolglos mit dem Bundesverwaltungsgericht in Kontakt ge-
setzt zu haben, beruft er sich sinngemäss auf den Revisionsgrund der 
neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel im Sinne von Art. 123 
Abs. 2 Bst. a BGG. Dieser Revisionsgrund ist nach Art. 45 VGG i.V.m. 
Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG innert 90 Tagen nach Entdeckung der Tat-
sachen oder Beweismittel geltend zu machen. Da zwischen der Eröff-
nung  des  Urteils  vom  8. Januar  2008  und  der  Rechtsschrift  vom 
15. Januar  2008 offensichtlich  weniger  als  90 Tage verstrichen sind, 
kann  im  vorliegenden  Fall  auf  Ausführungen  zur  Rechtzeitigkeit  der 
Revisionseingabe verzichtet werden. Nach dem Gesagten ist auf das 
sinngemässe Revisionsgesuch einzutreten.

3.2 Nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann die Revision verlangt wer-
den, wenn der Gesuchsteller nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt 
oder entscheidende Beweismittel auffindet, die er im früheren Verfah-

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ren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss von Tatsachen und Be-
weismitteln,  die erst  nach dem Entscheid entstanden sind (vgl. dazu 
eingehend: Handkomm. BGG, Art. 123 Rz. 6 ff.). Die Unkenntnis allein 
des Gesuchstellers über das Vorliegen einer Tatsache oder eines Be-
weismittels  genügt  jedoch nicht. Aus dem Wesen der  Revision folgt, 
dass die Tatsachen und Beweismittel eine Revision nur rechtfertigen, 
wenn sie sowohl der gesuchstellenden Partei  als auch der entschei-
denden Behörde unbekannt waren und in diesem Sinn neu sind (vgl. 
URSINA BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 107 f.).

3.2.1 Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass der Gesuchsteller 
keine  revisionsrechtlich  relevante  Tatsache  geltend  macht,  wenn  er 
vorbringt,  er  habe  die  Zwischenverfügung  vom  27.  November  2007 
nicht erhalten. Dem Bundesverwaltungsgericht war nämlich dieser Um-
stand zum Zeitpunkt des Urteils wohl bekannt,  es hat ihm allerdings 
keine rechtliche Bedeutung zugemessen. Soweit der Beschwerdefüh-
rer  diese Rechtsauffassung beanstandet,  übt  er  rein  appellatorische 
Kritik  am Urteil  vom 8. Januar 2008, die im Revisionsverfahren nicht 
gehört  werden kann (vgl. insb.  ELISABETH ESCHER,  in:  MARCEL ALEXANDER 
NIGGLI / PETER UEBERSAX / HANS WIPRÄCHTIGER (Hrsg.), Basler Kommentar 
Bundesgerichtsgesetz,  Basel  2008  [hiernach:  BSK  BGG],  Art. 123, 
N. 7). 

3.2.2 Der  Einwand des  Gesuchstellers,  wonach  er  sich  nach  seiner 
Rückkehr Mitte Dezember 2007 mittels E-Mail mit dem Bundesverwal-
tungsgericht in Verbindung gesetzt habe, bezieht sich auf eine revisi-
onsrechtlich  neue  Tatsache.  Allein,  die  entsprechende  Behauptung 
kann nicht geglaubt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat keine 
solche Nachricht erhalten. Und obwohl der Gesuchsteller dieser Kon-
taktaufnahme wesentliche Bedeutung zumisst, versuchte er im Verlauf 
der folgenden drei Wochen nicht, sich anderweitig mit dem Bundesver-
waltungsgericht in Verbindung zu setzen. Er verzichtete auch darauf, 
die  angebliche Benachrichtigung des Gerichts  zu  belegen,  wogegen 
der Gesuchsteller seine E-Mail-Nachricht vom 25. November 2007 in 
ausgedruckter  Form  dem  Schreiben  vom  15. Januar  2008  beilegte. 
Eine entsprechende Einreichung unterblieb auch dann noch, als dem 
Gesuchsteller  mit  Schreiben  vom 24. Januar  2008  mitgeteilt  worden 
war,  dass  er  alle  behaupteten  Sachverhaltselemente  nachzuweisen 
habe. Im Übrigen überrascht,  dass sich der  Gesuchsteller  Mitte  De-
zember trotz der von ihm negativ empfundenen Erfahrungen bezüglich 
seiner E-Mail vom 25. November 2007 erneut auf elektronischem Weg 

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mit dem Bundesverwaltungsgericht in Kontakt zu setzen versucht ha-
ben will.

3.2.3 Nach dem Gesagten fehlt  es an neuen erheblichen Tatsachen 
oder Beweismitteln im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG, welche 
geeignet  gewesen wären,  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
vom 8. Januar  2008 zu beeinflussen. Das Revisionsgesuch des Ge-
suchstellers ist daher abzuweisen.

(Dispositiv S. 10)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.
Auf das Gesuch um Wiederherstellung einer unverschuldet verpassten 
Frist wird nicht eingetreten.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-  werden dem Gesuchsteller  aufer-
legt. Der Betrag ist innert  30 Tagen zugunsten der Gerichtskasse zu 
überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Gesuchsteller (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (ad Ref-Nr. 2 316 900)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Philipp Mäder

Versand: 

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