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**Case Identifier:** 8e0e615d-7488-5149-975d-958bf2685ee0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.04.2025 RS250003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RS250003_2025-04-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: RS250003-O/Z02

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. B. Schärer, Präsidentin i.V., sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw D. Müller

Verfügung vom 22. April 2025

in Sachen

A._____, 
Beklagter und Antragsteller

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 
Klägerin und Antragsgegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, 

sowie

C._____, 
Verfahrensbeteiligte

betreffend Kinderbelange (vorzeitige Vollstreckbarkeit)

Antrag betreffend aufschiebende Wirkung / vorzeitige Vollstreckbarkeit des 
Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zü-
rich, 2. Abteilung, vom 19. März 2025 (FK190022-L) vor Eingang eines 
Rechtsmittels

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Erwägungen:

1.1 Die Parteien sind die unverheirateten Eltern von C._____, geb. am 

tt.mm.2018. Sie stehen sich seit dem 4. April 2019 bei der Vorinstanz in einem 

Verfahren betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange gegenüber (Urk. 1). Mit 

Urteil vom 19. März 2025 teilte die Vorinstanz die Obhut über die gemeinsame 

Tochter den Parteien mit wechselnder Betreuung zu, wobei die Tochter abwech-

selnd eine Woche von der Klägerin und eine Woche vom Beklagten betreut wird 

(Urk. 293 S. 116 = Urk. 298 S. 116).

1.2 Dagegen stellt der Beklagte und Antragssteller (fortan Beklagter) vor Einrei-

chung der Berufung ein Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung bzw. um 

sofortige Erklärung der Vollstreckbarkeit mit folgenden Anträgen (Urk. 297 S. 2):

"1. Es sei Dispositivziffer 2 (alternierende Obhut) und 3 (Betreuungsregelung) des Urteils 
vom 19. März 2025 des Bezirksgerichts Zürich (FK190022-L) für vorzeitig vollstreck-
bar zu erklären und die Besuchsbeiständin entsprechend zu benachrichtigen.

 2. Es sei festzuhalten, dass Dispositivziffer 10 (Schuldneranweisung) des Urteils vom 
19. März 2025 des Bezirksgerichts Zürich (FK190022-L) per sofort vollstreckbar ist, 
und die Arbeitgeberin des Gesuchstellers/Beklagter sei entsprechend zu benachrich-
tigen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche Mehrwertsteuer) zu Las-
ten der Gesuchsgegnerin." 

1.2 Mit Verfügung vom 2. April 2025 wurde der Klägerin und Antragsgegnerin 

(fortan Klägerin) Frist zur Stellungnahme angesetzt (Urk. 301), welche am 17. April 

2025 fristgerecht einging (Urk. 302). 

1.3 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-296). Die Zustellung 

der Stellungnahme der Klägerin erfolgt rechtsgenügend mit diesem Entscheid (vgl. 

BGer 4D_27/2014 vom 26. August 2014 E. 4.2.2). Es ist somit über die Anträge um 

Entzug der aufschiebenden Wirkung zu entscheiden. Zuständig hierfür ist gemäss 

§ 31 der Verordnung über die Organisation des Obergerichts vom 3. November 

2010 (LS 212.51) der Präsident der Kammer. 

2. Die Berufung hat vorliegend aufschiebende Wirkung (vgl. Art. 315 Abs. 1 

ZPO). Die Berufungsinstanz kann jedoch die vorzeitige Vollstreckbarkeit des 

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angefochtenen Urteils bewilligen, sofern der betroffenen Partei ein nicht leicht 

wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 315 Abs. 4 lit. a ZPO). Nach der Wer-

tung des Gesetzes bildet der Aufschub der Vollstreckbarkeit die Regel und der Ent-

zug desselben die Ausnahme, sodass für den Entzug ein nicht leicht wiedergutzu-

machender Nachteil geltend und glaubhaft gemacht werden muss, wobei für die 

vorliegend in Frage stehende Obhuts- und Betreuungsregelung das Kindeswohl im 

Vordergrund steht. 

3. Die Vorinstanz prüfte die Kriterien der alternierenden Obhut umfassend und 

kam zum Schluss, dass beide Elternteile als erziehungsfähig zu erachten seien, 

beide Parteien der gemeinsamen Tochter die notwendige Stabilität und Kontinuität 

bieten würden, die sie für ihre weitere Entwicklung brauche und beide ihren Wohn-

ort in der Stadt Zürich hätten. Zwar sei keine optimale Distanz zwischen den Wohn-

orten gegeben, allerdings werde die Tochter den Weg mit den öffentlichen Ver-

kehrsmitteln in naher Zukunft ohne Weiteres selbständig zurücklegen können. Bis 

dahin lägen seitens des Beklagten genügend flexible Arbeitsverhältnisse vor, so-

dass zu Beginn auch eine Begleitung möglich sei. In Bezug auf die Kommunikati-

onsfähigkeit der Parteien bestünden keine optimalen Voraussetzungen. Es sei je-

doch offensichtlich, dass die Kommunikation vor allem dann an Grenzen stosse, 

wenn es konkret um die Frage der Betreuungsanteile gehe oder wenn Geldfragen 

strittig seien. Gemäss Rechtsprechung könne und dürfe aus einem akzentuierten 

Obhuts- bzw. Betreuungskonflikt aber kein kategorisches Hindernis für die Anord-

nung einer alternierenden Obhut geschlossen werden, zumal ansonsten der Ge-

setzeszweck von Art. 298 Abs. 2ter ZGB durch eine der Parteien einseitig vereitelt 

werden könnte. Ein klares Indiz für die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit 

sei, dass sich die Parteien mit Bezug auf die Schulzuteilung der Tochter selbständig 

darauf verständigt hätten, beim Bezirksrat Rekurs zu erheben. Sodann bereite es 

den Parteien keine Probleme mehr, mit Bezug auf die Ferien- bzw. Auslandreisen 

die nötigen Formalitäten anhand zu nehmen. Ebenfalls sei festzuhalten, dass der 

Abtausch bzw. die Absprache von Betreuungszeiten und -verantwortungen im All-

tag grösstenteils funktioniere. Die Begleitung durch die Beiständin werde aber wei-

terhin erforderlich sein (Urk. 298 S. 25 ff.).

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Der Bericht der Beiständin halte sodann fest, dass vonseiten der Kindergärtnerin 

sehr positive Rückmeldungen eingegangen seien. Die Tochter sei ihrem Alter ent-

sprechend entwickelt und beide Eltern interessierten sich für das Wohlergehen ih-

rer Tochter. Die Tochter erzähle im Kindergarten nichts Negatives über die Eltern. 

Es mache für die Kindergärtnerin keinen Unterschied, ob sie direkt von der Mutter 

oder vom Vater komme. Die Zusammenarbeit zwischen den Eltern (sowie in der 

Beratung) habe sich als schwierig gestaltet. Die Beziehung sei von vielen Vorwür-

fen, Verletzungen und Enttäuschungen geprägt. Aktuell laufe die Kommunikation 

zwischen den Eltern gut. Die Kommunikation beschränke sich jedoch auf organisa-

torische Angelegenheiten; sie erfolge entweder per Handynachrichten oder per 

Mail. Was die Ferien angehe, könnten sich die Eltern gut einigen und die Ferien-

wochen aufteilen. Beide Eltern würden über gute Erziehungskompetenzen verfü-

gen und seien sehr um das Wohl ihrer Tochter bemüht. Ihr gehe es gut und sie sei 

in ihrer Entwicklung nicht gefährdet. Sie scheine mit der Situation gut umgehen zu 

können. Die Beiständin habe zwei Varianten der Obhutsaufteilung (zu je 50%) vor-

geschlagen (Urk. 298 S. 32 f.).

Die Vorinstanz erwog abschliessend, in Anwendung von Art. 298b Abs. 3ter ZGB 

sowie der dazugehörigen Rechtsprechung sei vorliegend angesichts der wiederge-

gebenen Sachumstände auf eine alternierende Obhut zu erkennen. Die gemein-

same Tochter und die Parteien lebten bereits seit geraumer Zeit ein (teilweise) ab-

wechselndes Betreuungsmodell. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern sich der vorlie-

gende, hinlänglich erörterte und nicht zuletzt (auch) finanziell induzierte Konflikt der 

Parteien bei Anordnung der alternierenden Obhut akzentuieren könne bzw. werde. 

Vor diesem Hintergrund dränge sich die Anordnung der alternierenden Obhut 

gleichsam auf. Gemäss übereinstimmenden Sachvorträgen erfolgten die Überg-

aben der Tochter aktuell im Wesentlichen über die Schule (bzw. den Hort). Ent-

sprechend erscheine die Wahl eines Modells mit wenigen Übergaben angezeigt, 

mithin die Teilung der Obhut zu 50/50, wobei die Tochter eine komplette Woche bei 

der Klägerin und die nächste Woche beim Beklagten verbringe. Dies entspreche 

der Variante 2b der von der Beiständin vorgeschlagenen Betreuungsmodellen. Die 

Übergaben seien – wie bis anhin praktiziert – über die Schule am Montagmorgen 

zu vollziehen (Urk. 298 33 f.).

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4.1 Der Beklagte macht geltend, die Vorinstanz habe mit Urteil vom 19. März 2025 

einen jahrelangen Streit der Parteien entschieden und endlich festgelegt, dass die 

elterliche Obhut zwischen den Parteien alternierend geteilt werde und zwar ab-

wechselnd je eine ganze Woche. Das Urteil sei ihm am 27. März 2025 zugestellt 

worden, sodass die Rechtsmittelfrist unter Berücksichtigung der Gerichtsferien am 

12. Mai 2025 ablaufe. Bis zur Rechtskraft sei der Entscheid nicht vollstreckbar. Ak-

tuell sehe er seine Tochter in der einen Woche von Donnerstag nach Kindergarten 

/ Schule bis Freitag Beginn Kindergarten / Schule und in der anderen Woche von 

Donnerstag nach Kindergarten / Schule bis Montag Beginn Kindergarten / Schule. 

Es sei davon auszugehen, dass die Klägerin den Entscheid anfechten werde und 

es dürfe nicht sein, dass der Kontakt zwischen ihm und seiner Tochter durch ein 

allfälliges Rechtmittel und auch durch die Rechtsmittelfrist weiter, oder gar noch 

monatelang gestört und gehindert werde. Zeit, die ein Kind nicht mit einem Elternteil 

verbringen könne, sei verlorene Zeit und könne nicht wieder gut gemacht werden. 

Daran ändere sich auch nichts, wenn bereits eine Betreuungsregelung und eine 

Bindung zum Kind bestehe. Neben dem tatsächlichen Nachteil, dass keine stärkere 

Bindung zwischen ihm und seiner Tochter entstehe, bestehe auch ein rechtlicher 

Nachteil, da diese zusätzliche Zeit auch rechtlich betrachtet nicht nachgeholt wer-

den könne. Schaue man nur die Übernachtungen an, so habe er gemäss vorin-

stanzlichem Entscheid sieben Übernachtungen in zwei Wochen, im Vergleich zu 

fünf Übernachtungen in zwei Wochen gemäss geltender Regelung. Hinzu komme 

gemäss vorinstanzlicher Regelung aber noch das Mehr an Betreuungszeit vor und 

nach der Schulzeit. Dass eine alternierende Betreuung entschieden werden müsse, 

ergebe sich zum einen aus dem Gesetz und zum anderen aus den umfassenden 

und nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz. Durch die sofortige Ausübung 

der von der Vorinstanz festgestellten alternierenden Obhut werde das Kindswohl 

nicht gefährdet. Im Gegenteil: Dadurch könne die Bindung zwischen ihm und seiner 

Tochter gestärkt werden. Zudem habe auch die Besuchsbeiständin schon lange 

kundgetan, dass die alternierende, wochenweise Betreuung der Tochter, empfeh-

lenswert sei. Es entstehe somit auch keine künftige Kindswohlgefährdung, wenn 

auf Berufungsebene die Betreuungsregelung anders entschieden werden sollte. In-

sofern sei die vorläufige Vollstreckbarkeit der wechselnden, wochenweisen Obhut 

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zu bewilligen und dies der Besuchsbeiständin entsprechend mitzuteilen (Urk. 297 

S. 3 ff.). 

4.2 Die Klägerin entgegnet, die vom Beklagten angestrebte sofortige Umsetzung 

einer alternierenden Obhut werde bereits dadurch gehindert, dass er selbst am 

28. Februar 2025 bei der KESB einen Antrag auf Wechsel der Beistandsperson 

gestellt habe. Bis die KESB über diesen Antrag entschieden habe, werde die bis-

herige oder ggf. später eine neue Beistandsperson keine neue Regelung umset-

zen. Weiter habe die Entwicklung der letzten Monate deutlich gezeigt, dass die Vor-

aussetzungen für eine alternierende Obhut nicht gegeben seien und eine solche 

nicht im Interesse und zum Wohl des Kindes von beiden Eltern gemeinsam ausge-

übt werden könne. Die Vorinstanz sei bei der Ausgestaltung der alternierenden Ob-

hut einer zwei Jahre zurückliegenden, überholten Empfehlung der Beiständin vom 

8. Mai 2023 gefolgt, weshalb sie zu einer Fehleinschätzung der Situation gelangt 

sei und die alternierende Obhut angeordnet habe, obwohl die erforderlichen Krite-

rien (u.a. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern) nicht erfüllt seien. 

Seither habe sich die Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern aber 

offensichtlich wieder verschlechtert, wie aus den umfangreichen Akten unschwer 

ersichtlich sei. Die Kooperationsbereitschaft beider Seiten bei Abtausch von Be-

treuungszeiten funktioniere nur, solange ihre Vorschläge ohnehin in den Zeitplan 

des Beklagten passten und sie seinen Wünschen nach Abtausch oder Übernahme 

von Betreuungstagen nachkomme. Tue sie dies nicht, höre die Kooperationsbereit-

schaft des Beklagten auf und er verweigere eine direkte Kommunikation mit ihr und 

verweise sie an die Beiständin oder er bitte die Beiständin, auf sie einzuwirken und 

sie zur Vernunft zu bringen. Ohne eine funktionierende Kommunikations- und Ko-

operationsbereitschaft und -fähigkeit beider Eltern sei eine alternierende Obhut der-

art belastend, dass sie für die Eltern nicht tragbar und dem Kindswohl abträglich 

sei. In den letzten Monaten sei es – vom Beklagten ausgehend – zum vollständigen 

Kommunikationsabbruch zwischen den Parteien gekommen und es fehle mindes-

tens auf seiner Seite auch an der minimalsten Kooperationsbereitschaft. Beispiels-

weise habe kein Plan für das Jahr 2025 in Bezug auf die Ferien und den an den 

Ferien ausgerichtete Wochenend-Turnus festgelegt werden können, da der Be-

klagte die Planungen trotz Besprechung mit der Beiständin grundsätzlich in Frage 

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gestellt habe, jedoch selbst keine konkreten Vorschläge für die Ausgestaltung des 

Betreuungsturnus und die Ferien gemacht, sondern sich auf die vorsorglichen 

Massnahmen vom 13. Juni 2023 berufen und deren strikte Durchsetzung verlangt 

habe, ansonsten er die Diskussion nicht weiterführen werde. Trotz Bitte der Bei-

ständin, im Interesse der Tochter das Gespräch konstruktiv und sachlich weiterzu-

führen, habe der Beklagte mit E-Mail vom 25. Februar 205 auf seinen Ansichten 

beharrt und das Gespräch verweigert. Nur einen Tag später habe er sodann einen 

Wechsel der Beistandsperson verlangt. Gleichentags sei die Klägerin von der Bei-

ständin informiert worden, dass der Beklagte die gemäss Betreuungsplan in seine 

Zuständigkeit fallende Betreuung der Tochter vom 28. Februar bis 2. März 2025 

nicht übernehmen werde. Obwohl er selbst die Betreuung an diesem Wochenende 

abgesagt habe, habe er ihr mit E-Mail vom 27. Februar 2025 vorgeworfen, dass er 

für dieses Wochenende bereits Pläne gehabt habe, welche er nun habe verwerfen 

müssen. Ein anderes Mal habe der Beklagte seine Tochter nach dem Zahnarztter-

min nicht abholen wollen und ihr aufgetragen, die Tochter vorbeizubringen. Als sie 

seiner Aufforderung nicht nachgekommen sei, habe er der Beiständin mitgeteilt, 

dass sie ihm die Tochter nicht bringe und ihm so das Wochenende mit seiner Toch-

ter entziehe. Weiter habe der Beklagte die Klägerin am 29. März 2025 bei der Kan-

tonspolizei wegen behauptetem Kindesentzug angezeigt. Im Übrigen unterlasse es 

der Beklagte, sie über den Bezug von Jokertagen oder abgesagte Zahnarzttermine 

zu informieren. An einem von der Beiständin am 2. April 2025 einberufenen Ge-

spräch habe sich diese sodann klar dahingehend geäussert, dass eine geteilte Ob-

hut gegenwärtig mangels Kommunikation und Kooperation nicht möglich sei. Es 

habe auch keine Einigung über die Aufteilung der Wochenenden und Ferien für das 

laufende Jahr erstellt werden können bzw. sei diese vom Beklagten einseitig wider-

rufen worden. Unter solchen Voraussetzungen sei es nicht möglich, als Eltern im 

Rahmen einer alternierenden Obhut gemeinsam die Interessen des Kindes zu wah-

ren. Das feindliche Klima und die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Beklag-

ten stellten für die Klägerin eine immense Belastung dar und mittlerweile leide auch 

die Tochter unter diesen Vorgängen in einem Mass, dass es in der Schule auffalle. 

Würde bei der Beiständin aktuell ein Bericht eingeholt werden, würde diese im In-

teresse des Kindswohls keine alternierende Obhut empfehlen. Aus diesen Gründen 

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werde die Klägerin Berufung einreichen und es bestünden intakte Aussichten auf 

deren Gutheissung. Unter diesen Voraussetzungen widerspräche die sofortige 

Vollstreckbarkeit und Umsetzung der erstinstanzlich angeordneten, wochenweise 

alternierenden Obhut dem Kindswohl. Der gemeinsamen Tochter gehe es mit der 

seit Sommer 2023 gelebten Betreuungsregelung trotz der nicht mehr funktionieren-

den Elternkommunikation und -kooperation gut. Das Kindswohl gebiete die Beibe-

haltung der bisherig gelebten Betreuungsregelung bis zum Vorliegen des zweitin-

stanzlichen Entscheides, auch um mehrere, das Kind belastende Betreuungswech-

sel zu vermeiden. Der rechtliche Nachteil des Beklagten werde bestritten, es finde 

ein hinreichender Kontakt zwischen Vater und Tochter statt (Urk. 302 S. 3 ff.).

5. Wie bereits ausgeführt, hat die Berufung aufschiebende Wirkung und die Er-

klärung der vollzeitigen Vollstreckbarkeit die Ausnahme zu bilden. Der Beklagte 

führt in Bezug auf den nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil lediglich aus, 

der Kontakt zwischen ihm und seiner Tochter werde durch ein allfälliges Rechtmittel 

noch monatelang gestört und gehindert. Zeit, die ein Kind nicht mit einem Elternteil 

verbringen könne, sei verlorene Zeit und könne nicht wieder gut gemacht werden. 

Dies genügt jedoch nicht, um den Entscheid der Vorinstanz vorzeitig für vollstreck-

bar zu erklären. Zwar kann "verlorene" Zeit – wie der Beklagte richtig ausführt– 

nicht nachgeholt werden, das Kindswohl wird durch die aufschiebende Wirkung je-

doch nicht gefährdet. Zum einen hat der Beklagte bereits seit Sommer 2023 ein 

ausgedehntes Besuchsrecht, welches ihm ermöglicht, eine starke und enge Bin-

dung und Beziehung zu seiner Tochter zu pflegen. Zum anderen legt die Klägerin 

in ihrer Stellungnahme glaubhaft dar, dass die Kommunikation und Kooperation 

zwischen den Parteien nur teilweise bis gar nicht funktioniert. So geht aus den ein-

gereichten E-Mail-Verläufen hervor, dass der Beklagte nicht bereit war, die Diskus-

sion für die Planung des Jahres 2025 weiterzuführen (Urk. 304/4), die Parteien nicht 

in der Lage sind, Betreuungstage untereinander abzutauschen, ohne dass solche 

Gespräche jeweils zu Diskussionen sowie unüberbrückbaren Differenzen führen 

und dass sich die Parteien jeweils an die Beiständin wenden müssen mit der Bitte, 

die Angelegenheit mit der Gegenpartei zu klären (Urk. 304/6-8). Die Situation er-

scheint zurzeit angespannt, was auch die Anzeige des Beklagten gegen die Kläge-

rin sowie der Antrag des Beklagten auf Wechsel der Beistandsperson zeigen. Eine 

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funktionierende Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern erscheint zu-

mindest fraglich. Die von der Vorinstanz vorgesehene wochenweise wechselnde 

Betreuung würde jedoch einen ständigen Austausch zwischen den Eltern über den 

Verlauf der Woche der gemeinsamen Tochter erfordern. Vor diesem Hintergrund 

rechtfertigt es sich nicht, den Entscheid der Vorinstanz ausnahmsweise vorzeitig 

für vollstreckbar zu erklären, zumal sich das seit Sommer 2023 gelebte Betreu-

ungsmodell bewährt hatte und es dem Kindswohl am besten entspricht, das gelebte 

Betreuungsmodell im Sinne der Stabilität und Kontinuität bis zum zweitinstanzli-

chen Entscheid beizubehalten. Der Antrag des Beklagten um Entzug der aufschie-

benden Wirkung in Bezug auf Dispositivziffer 2 und 3 ist abzuweisen. 

6.1 Der Beklagte beantragt weiter, die Vorinstanz habe in Dispositivziffer 10 ver-

fügt, sein Arbeitgeber werde angewiesen, der Klägerin Fr. 168.– resp. Fr. 163.–

direkt zu überweisen. Da gegen Entscheide über Anweisungen an die Schuldner 

und die Sicherstellung des Unterhalts die Berufung keine aufschiebende Wirkung 

haben könne, sei diese Dispositivziffer sofort vollstreckbar, was entsprechend für 

den Arbeitgeber auch ersichtlich gemacht und sofort angezeigt werden müsse. Ge-

mäss dem Mitteilungssatz der Vorinstanz werde der Arbeitgeber aber erst nach 

Rechtskraft darüber informiert (Urk. 297 S. 5).

6.2 Die Klägerin führt aus, die Unterhaltsregelung sei abhängig von der Betreu-

ungsregelung. Das bedeute, dass die bisherige Unterhaltsregelung weiter Geltung 

beanspruche, solange auch die bisherige Betreuungsaufteilung bestehe. Der An-

trag auf sofortige Vollstreckung sei abzuweisen (Urk. 302 S. 12 f.)

6.3  Der Beklagte macht geltend, der Mitteilungssatz der Vorinstanz sei zu korri-

gieren und die Schuldneranweisung sei seinem Arbeitgeber sofort und nicht erst 

nach Rechtskraft anzuzeigen. Dem ist nicht zu folgen. Da bei der hiesigen Instanz 

noch kein Berufungsverfahren hängig ist, bildet einzig der Entzug der aufschieben-

den Wirkung Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Der Antrag des Beklagten, 

sein Arbeitgeber sei umgehend zu informieren, richtet sich jedoch gegen die Voll-

streckungsmassnahme der Vorinstanz, dass die Schuldneranweisung erst nach 

Rechtskraft zu vollstrecken und entsprechend auch sein Arbeitgeber erst nach 

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Rechtskraft darüber in Kenntnis zu setzen ist, und betrifft nicht den Entzug der auf-

schiebenden Wirkung. Auf den diesbezüglichen Antrag ist nicht einzutreten.

7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 

und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 8 Abs. 1 sowie § 9 GebV OG ZH auf Fr. 500.– festzuset-

zen. In nicht vermögensrechtlichen Kinderbelangen sind die Kosten praxisgemäss 

den Parteien je hälftig aufzuerlegen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO; ZR 84 Nr. 41). Die 

Parteientschädigungen werden entsprechend wettgeschlagen.

8.1 Der Beklagte beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Er 

erziele gemäss Berechnung der Vorinstanz ein monatliches Einkommen von 

Fr. 4'926.–. Dem stehe sein Bedarf von Fr. 2'730.– gegenüber, wonach ihm ein 

Betrag von Fr. 2'196.– verbleibe. Davon seien die Unterhaltskosten für seinen Sohn 

aus einer anderen Beziehung von Fr. 812.– zzgl. Überschussanteil von Fr. 187.– 

sowie den Unterhaltsbetrag für die Tochter der Parteien von Fr. 635.– sowie ein 

Überschussanteil von Fr. 187.– in Abzug zu bringen. Entsprechend verbleibe ihm 

noch ein Überschussanteil von Fr. 375.–. Er gelte somit als mittellos, da er auch 

über kein Vermögen verfüge, sondern der Klägerin gemäss vorinstanzlichem Urteil 

noch rückwirkende Kinderunterhaltsbeiträge von Fr. 17'569.– bezahlen müsse und 

entsprechend massive Schulden habe. Das vorliegende Gesuch sei auch nicht 

aussichtslos, da es darum gehe, die Beziehung zwischen ihm und seiner Tochter 

zu stärken und die erstinstanzlich festgesetzte Betreuungsregelung umzusetzen. 

Auch die Gegenseite sei anwaltlich vertreten und der Beklagte wäre ohne anwaltli-

che Hilfe nicht darauf gekommen, sich auf den neuen Art. 315 Abs. 5 ZPO zu be-

rufen. Die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege seien somit gegeben 

(Urk. 2 S. 5 f.).

Auch die Klägerin stellt ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege. Sie erziele im gegenwärtigen 50% Pensum ein monatliches Nettoeinkom-

men von Fr. 3'778.– zzgl. Familienzulagen von Fr. 215.– sowie dem aktuellen Un-

terhaltsbeitrag für die gemeinsame Tochter von Fr. 750.–. Ihr Notbedarf betrage 

Fr. 2'966.–. Zusätzlich müsse sie den bei ihr anfallenden Bedarf der Tochter von 

Fr. 1'022.– decken. Mit dem verbleibenden Betrag müsse sie das Studiendarlehen, 

biologische Lebensmittel für die Tochter sowie Unvorhergesehenes wie Zahnarzt- 

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und Gesundheitskosten der Tochter bezahlen. Im Dezember 2024 und Januar 

2025 habe sie sodann Fr. 794.– für den Akrobatikkurs und die Skischule von 

C._____ bezahlt (Urk. 302 S. 13). 

8.2 Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechts-

begehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Darüber hinaus besteht ein Anspruch 

auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte not-

wendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO)

Dem Beklagten ist beizupflichten, dass er im Sinne des Gesetzes als mittellos zu 

gelten hat. Zwar wäre er mit seinem aktuellen Überschuss von monatlich Fr. 375.–

in der Lage, seinen hälftigen Anteil der Gerichtskosten von Fr. 250.– zu bezahlen, 

jedoch hat er noch rückwirkende Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 17'569.– an 

die Klägerin zu leisten. Die Zahlung von Kinderunterhaltsbeiträgen geht sodann der 

weiteren Schuldentilgung vor. Auch für die Begleichung seiner Anwaltskosten 

würde der monatliche Überschuss nicht ausreichen. Im Übrigen war sein Gesuch 

um Entzug der aufschiebenden Wirkung nicht von vornherein aussichtslos und 

auch die Klägerin ist anwaltlich vertreten. Dem Beklagten ist somit die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren.

Die Klägerin verfügt mit den von ihr geltend gemachten Einkommens- und Bedarfs-

positionen von ihr und der gemeinsamen Tochter über einen monatlichen Über-

schuss von Fr. 755.–. Zwar macht sie geltend, diesen für die Rückzahlung des Stu-

diendarlehens, Hobbys der Tochter sowie Unvorhergesehenes zu gebrauchen. Die 

Rückzahlung des Studiendarlehens erfolgt jedoch in monatlichen Raten à Fr. 50.– 

und die tatsächliche Schuldentilgung wurde lediglich bis Mai 2024 belegt 

(Urk. 260/28-29). Es ist somit unklar, ob die Raten überhaupt noch bezahlt werden. 

Selbst wenn dem aber so wäre, hätte die Klägerin noch immer einen Überschuss 

von monatlich Fr. 705.–. Damit ist sie in der Lage, ihren hälftigen Anteil der Ge-

richtskosten von Fr. 250.–, nicht jedoch die Anwaltskosten aus ihrem Überschuss 

zu bezahlen. Der Klägerin ist somit im Sinne von Art. 118 Abs. 2 ZPO die unent-

geltliche Rechtspflege in Bezug auf die Anwaltskosten zu gewähren. 

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Es wird verfügt:

1. Der Klägerin wird in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ eine un-

entgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. Im Übrigen wird ihr Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen.

2. Dem Beklagten wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Per-

son von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand be-

stellt.

weiter wird verfügt:

1. Das Gesuch des Beklagten um vorzeitige Vollstreckbarerklärung der Disposi-

tivziffern 2 und 3 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 

am Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, vom 19. März 2025, wird abgewiesen.

2. Auf das Gesuch des Beklagten um Festhalten der sofortigen Vollstreckbarkeit 

von Dispositivziffer 10 sowie um entsprechende Benachrichtigung seines Ar-

beitgebers wird nicht eingetreten.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird den Parteien je zur Hälfte aufer-

legt. Die auf den Beklagten entfallende Hälfte wird  zufolge der ihm gewährten 

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Der Beklagte wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hinge-

wiesen.

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Zustellung ei-

nes Doppels der Stellungnahme samt Beilagenverzeichnis und Beilagen 

(Urk. 302-304/18) sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von 
der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

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nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver-

fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgeset-

zes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht ver-
mögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine 
aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Müller

versandt am:
lm