# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 384e97ca-b182-500a-a809-028fa957e1ee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.09.2023 720 2022 327 / 198 (720 22 327 / 198)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2022-327---198_2023-09-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 7. September 2023 (720 22 327 / 198) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Rückweisung der Angelegenheit zur erneuten psychiatrischen Begutachtung des Versi-
cherten 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit 
Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Der 1976 geborene A.____ rutschte am 16. Februar 2009 auf Glatteis aus und verletz-
te sich an der rechten Schulter. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) aner-
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 
12. August 2013 sprach sie dem Versicherten eine Invalidenrente im Umfang von 10 % und 
eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 12,5 % zu. Diese Verfü-
gung erwuchs in Rechtskraft. 

 

 
 
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A.2 A.____ arbeitete vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2018 bei der B._____ als 
Lagerist. Am 14. Februar 2018 wurde er bei der Arbeit vom Heck eines Staplers an der rechten 
Schulter erfasst. Nachdem die Suva auch für dieses Ereignis zunächst die gesetzlichen Leis-
tungen erbracht hatte, stellte sie diese mit Verfügung vom 18. Januar 2019 rückwirkend per 
14. November 2018 ein. Sie begründete dieses Vorgehen im Wesentlichen damit, dass der Zu-
stand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 14. Februar 2018 eingestellt hätte (Status quo si-
ne), am 14. November 2018 erreicht worden sei. Daran hielt sie auch mit Einspracheentscheid 
vom 1. März 2019 fest. Auf die dagegen durch den Versicherten erhobene Beschwerde trat das 
Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), mit der Begründung nicht ein, dass diese nicht formgerecht erhoben worden sei (Urteil 
des Kantonsgerichts vom 12. Dezember 2019, KGSV 725 19 118). Auch dieser Entscheid er-
wuchs in Rechtskraft. 
 
B. Am 1. Oktober 2018 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Beschwerden an der rech-
ten Schulter bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die 
IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) untersuchte den erwerblichen und den medizinischen 
Sachverhalt. Mit Verfügung vom 14. November 2022 lehnte sie das Leistungsbegehren – nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren – bei einen rentenausschliessenden IV-Grad von 7 % 
ab. 
 
C. Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, die A.____ am 10. Dezember 2022 
beim Kantonsgericht einreichte. Er beantragte sinngemäss, es sei der medizinische Sachverhalt 
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung umfassend abzuklären. Zur Begründung brachte er 
im Wesentlichen vor, die von der Beschwerdegegnerin für die Berechnung des IV-Grads be-
rücksichtigte Arbeitsunfähigkeit weiche wesentlich von jener der behandelnden Ärzte ab. Diese 
würden ihm bestätigen, dass er nicht arbeitsfähig sei.  
 
D. Mit Verfügung vom 12. Januar 2023 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerde-
führer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung. 
 
E. In der Vernehmlassung vom 17. Februar 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 

 

 
 
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Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde des Versicherten vom 10. Dezember 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Demnach finden auf alle Rentenan-
sprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der 
Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung. Erfolgt die Verfügung über die erstmalige 
Rentenzusprache – wie vorliegend – nach dem 1. Januar 2022, begründet sie jedoch einen 
allfälligen einen Rentenanspruch vor diesem Zeitpunkt, sind die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreisschreiben 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, 
Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Ren-
tensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden im 
Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Strittig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend für dessen Beur-
teilung sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
14. November 2022. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 

 

 
 
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3.3 Gemäss Art. 28 Abs.  2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des IV-Grads das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin o-
der des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtli-
nien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinwei-

 

 
 
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sen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezi-
alärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solan-
ge nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll 
das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und 
Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungs-
auftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG 
vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten 
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in de-
nen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und 
nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rah-
men der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersu-
chungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zu-
mindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1.1 Betreffend den am 9. Februar 2009 erlittenen Unfall, bei welchem der Beschwerdefüh-
rer auf Glatteis ausgeglitten war, wies der Kreisarzt C.____, FMH Chirurgie, in seinem Bericht 
vom 21. Mai 2013 darauf hin, dass primär der Verdacht auf eine Schultersubluxation und eine 
temporäre leichtgradige Plexusläsion sowie eine partielle Supraspinatussehnen-Ruptur bestan-
den habe. Nach konservativer Behandlung und zwei Schulterarthroskopien im März 2011 und 
2012 erscheine die Rotatorenmanschette in der klinischen Untersuchung intakt und die 
schmerzhaft eingeschränkte Schulterbeweglichkeit bis knapp oberhalb der Horizontalen durch 
den chronischen Zustand im Bereich des Schultergelenks gut erklärbar. Die angestammte Tä-
tigkeit als Magaziner könne der Beschwerdeführer nicht mehr ausüben. Zumutbar seien ledig-
lich leichte bis mittelschwere Arbeiten (15 kg auf Hüfthöhe und 2 kg auf Brusthöhe). Gestützt 
auf diese Einschätzung des Kreisarztes sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 
12. August 2013 eine Invalidenrente von 10 % sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund 
einer Einbusse in der Integrität von 12,5 % zu. 
 

 

 
 
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6.1.2 In Bezug auf den Unfall vom 14. Februar 2018 hielt die erstbehandelnde Ärzteschaft 
der D. ____ am 15. Februar 2018 einen Schulteranprall rechts fest. Im Rahmen der Röntgenun-
tersuchung des Schultergelenks seien keine ossären Läsionen nachweisbar gewesen. Als Di-
agnose wurde eine Kontusion des Schultergelenks rechts genannt und eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit bis zum 19. Februar 2018 attestiert.  
 
6.1.3 Der Versicherte wurde am 27. März 2018 in der Klinik E.____ untersucht. Dabei wurde 
MR-arthrographisch eine Partialläsion der Supraspinatussehne festgestellt. Bei erhaltener Kraft 
sowie bestehenden Kribbelparästhesien im Bereich des Musculus deltoideus bzw. im Versor-
gungsgebiet des Nervus axillaris und bei Ruptur der Supraspinatussehne wurde eine neurologi-
sche Untersuchung veranlasst, welche am 26. Juli 2018 stattfand. Dabei wurde eine neurogene 
Läsion des Nervus axillaris nach Trauma (Bursitis subacromialis mit Partialruptur der Supraspi-
natussehne) mit klinisch bestehender Taubheit im Versorgungsgebiet des Nervus axillaris bei 
leichter Atrophie des Musculus deltoideus festgestellt. Elektromyographisch würden Hinweise 
auf eine schwere neurogene Läsion fehlen, weshalb eine Funktionseinschränkung durch die 
Neuropathie aktuell als sehr unwahrscheinlich zu beurteilen sei (vgl. Bericht von Dr. med. 
F.____, FMH Neurologie, vom 26. Juli 2018). 
 
6.1.4 Am 9. Oktober 2018 teilte der Kreisarzt pract. med. G.____, FMH Chirurgie, mit, dass 
es sich beim Unfall vom 14. Februar 2018 um eine Kontusion mit fehlender schwerer Nerven-
schädigung des Nervus axillaris handle. Er erachtete den Status quo sine ab Novem-
ber/Dezember 2018 als gegeben und eine Arbeitsaufnahme mit 100%igem Pensum als mög-
lich. Daran hielt er auch in seinem Bericht vom 10. Januar 2019 fest. Gestützt auf diese kreis-
ärztlichen Beurteilungen schloss die Suva den Fall ab. 
 
6.1.5 In der neurologischen und orthopädisch-chirurgischen Beurteilung der Suva Versiche-
rungsmedizin vom 12. Juni 2019, welche sich in den Akten des Verfahrens des Kantonsgerichts 
KGSV 725 18 119 (vgl. vorstehend A.2) befand, kam die beurteilende Ärzteschaft zum Schluss, 
dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Status nach leichtgradiger Kontusion der rech-
ten Schulter ohne strukturelle Verletzungen mit Hinweisen auf eine sensible Schädigung des 
Nervus axillaris ohne elektromyographisch gesicherten Nachweis einer neurogenen Schädi-
gung vorliege. Weiter wurde ausgeführt, dass die Diagnose eines Complex Regional Pain Syn-
droms (CRPS I) aus neurologischer und versicherungsmedizinischer Sicht nicht erhoben wer-
den könne. Nach Prüfung der im Zeitraum der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen erfolgten 
Untersuchungen seien die Kriterien für die Diagnosestellung nicht erfüllt.  
 
6.2 Zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstattete Dr. med. H.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten. Am 9. Oktober 2019 erhob er keine psy-
chiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Im Ergebnis hielt er fest, dass 
aktuell keine Hinweise für das Vorliegen einer leichtgradig depressiven Episode bestünde. Die 
vom Versicherten geschilderten Ängste bzw. Panikattacken seien in direktem Zusammenhang 
mit "negativen Schreiben von Versicherungen, Ämtern und Behörden" zu sehen, sodass hier 
gerade keine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst) festgestellt werden könne; auch 
eine anderweitige Angst- oder Panikstörung habe nicht exploriert werden können. ln der Folge 

 

 
 
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sei beim Versicherten zumindest verdachtsweise an das Vorliegen einer chronischen Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren zu denken. Weiter führte Dr. H.____ aus, 
dass gegenwärtig keine ausreichenden Kriterien für eine Störung aus dem schizophrenen For-
menkreis oder für eine (spezifische) Angststörung oder eine posttraumatische Belastungsstö-
rung erfüllt seien. Zudem seien die Eingangskriterien für die Diagnosestellung einer leichtgradi-
gen depressiven Episode nicht gegeben. Auch eine Persönlichkeitsstörung könne beim Versi-
cherten nicht angenommen werden. Dr. H.____ kam aufgrund seiner Befunde zum Schluss, 
dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt 
sei. 
 
6.3.1 In den Akten findet sich sodann das von der IV-Stelle veranlasste polydisziplinäre Gut-
achten der I.____ AG vom 23. November 2020. lm Rahmen der neurologischen Begutachtung 
habe der Versicherte eine komplexe Schmerzsymptomatik des Nackens, der oberen Extremität 
beidseits und der Brustwand geschildert. Die Schmerzausbreitung folge keinem radikulären 
Muster. Es sei eine Hypästhesie im lnnervationsgebiet des rechten Nervus axillaris festzustel-
len. Eine diskrete, median begrenzte Hypästhesie brachiofazial rechts sei in der wiederholten 
Prüfung nicht reproduzierbar. Eine Hypästhesie der Endphalangen der Finger lll und lV rechts 
bestehe seit dem Schultertrauma 2009. In den Kraftprüfungen habe sich eine sakkadierte 
lnnervation bei schmerzbedingt eingeschränkten Untersuchungsbedingungen gezeigt, relevante 
Paresen hätten jedoch sicher ausgeschlossen werden können. Atrophien der oberen Extremitä-
ten und insbesondere des Musculus deltoideus rechts bestünden aktuell nicht mehr und die 
Muskeleigenreflexe seien allseits seitengleich auslösbar. Zusammenfassend lasse sich aus 
neurologischer Sicht eine Läsion des Nervus axillaris rechts bei einer Hypästhesie im entspre-
chenden Versorgungsgebiet erheben. Klinisch lägen keine Hinweise für Plexus- oder Nervenlä-
sionen oder eine Radikulopathie vor. Die Budapest-Kriterien für ein CRPS seien zum Zeitpunkt 
der Untersuchung nicht erfüllt. Die bestehende, schmerzbedingt reduzierte Beweglichkeit der 
oberen Extremität beidseits und die Angabe einer rechtsbetonten axillären Schweissproduktion 
seien als einzige erfüllte Kriterien nicht ausreichend für die Diagnosestellung. Aus den genann-
ten Defiziten entstünden aus neurologischer Sicht keine relevanten Einschränkungen und die 
beklagten Beschwerden gingen weit über die neurologisch objektivierbaren Befunde hinaus. 
Aktuell sei keine relevante Befunddynamik zu erheben, allenfalls sogar eine Besserungsten-
denz bei nun nicht mehr bestehender Deltoideus-Atrophie. Die Schmerzausweitung auf Nacken 
und die linke obere Extremität sowie die Brustwand könne neurologisch nicht erklärt werden. ln 
der MRI des Neurokraniums mit Kontrastmittel und MR-Angiographie vom 1. September 2020 
kämen keine relevanten Auffälligkeiten zur Darstellung. Alte postischämische Defekte kortikal 
und subkortikal frontal beidseits mit geringer Gliose und zystischem Defekt rechts seien am 
ehesten als prä- oder perinatal zu interpretieren. Der bildgebende Befund sei eventuell mit den 
anamnestischen Angaben einer geburts-assoziierten, unklaren Komplikation zu korrelieren, was 
sich aufgrund fehlender medizinscher Unterlagen jedoch nicht näher bestimmen lasse. Die 
postischämischen Defekte hätten jedoch keine klinische Relevanz und hieraus würden keine 
Einschränkungen resultieren. Sehstörungen im Sinne von Doppelbildern oder Gesichtsfeldaus-
fällen hätten in der aktuellen neurologischen Untersuchung nicht erhoben werden können und 
akustische Probleme seien verneint worden.  
 

 

 
 
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6.3.2 Aus orthopädischer Sicht bestehe beim Versicherten eine nachvollziehbare Einschrän-
kung der körperlichen Leistungsfähigkeit und mit Sicherheit sei aufgrund der langen Erwerbslo-
sigkeit eine gewisse Dekonditionierung eingetreten. Allerdings könne von orthopädischer Seite 
das subjektiv empfundene Ausmass der Beschwerden weder anhand des Untersuchungsbe-
funds noch aufgrund der vorliegenden Bildgebung erklärt werden. ln direkter Diskrepanz stehe 
das angegebene Schmerzlevel und die bedarfsweise Einnahme von Schmerzmitteln der WHO-
Stufe l. Zusätzlich zeige sich bei der aktuellen Begutachtung ein teilweise schwankendes Ni-
veau der dargestellten funktionellen Einschränkungen. Trotz der angegebenen Schmerzen 
(VAS 8-9) an beiden Schultern, links mehr als rechts, habe im Rahmen der Anamnese ein deut-
liches Gestikulieren mit beiden Armen stattgefunden. Des Weiteren gebe der Versicherte an, 
trotz der angegebenen Beschwerden weiterhin selbstständig Auto zu fahren. lm Röntgen der 
Halswirbelsäule (HWS) vom 5. Oktober 2020 zeige sich eine regelrechte Lordose. ln dieser 
Hinsicht müsse von einer gewissen Syndromverdeutlichung ausgegangen werden. Da aber von 
orthopädischer Seite für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit ausschliesslich die objektivierba-
ren Befunde herangezogen worden seien, sei eine valide Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
möglich. Demnach sei dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. 
In einer adaptierten Tätigkeit sei er zu 80 % arbeitsfähig. Die Einschränkung der Leistungsfä-
higkeit sei mit den im Tagesverlauf zu erwartenden muskulären Verspannungen im Bereich des 
Schultergürtels und des Nackens zu begründen. 
 
6.3.3 Im psychiatrischen Teilgutachten erhob der Gutachter pract. med. J.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, neben der leichtgradigen depressiven Episode auch einen Ver-
dacht auf eine Störung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch, gegenwärtig mit Substanzge-
brauch mit/bei möglicherweise aktuell Entzugssymptomen, unkompliziert, ohne Krampfanfälle. 
Die Verdachtsdiagnose leitete der Gutachter gestützt auf einen erhöhten CDT (CE)-Laborwert 
her. Es sei möglich, dass der Versicherte in der letzten Zeit regelmässig grössere Mengen Al-
kohol getrunken habe. Die Symptome der inneren Anspannung, der Unruhe und der Nervosität 
sowie das Zittern und das Stottern könnten durch die Einnahme von Alkohol verursacht werden. 
Es sei auch möglich, dass es sich dabei um Entzugssymptome von Alkohol handle. Das wäre 
dann denkbar, wenn der Versicherte vor der Untersuchung weniger oder keinen Alkohol getrun-
ken hätte. Die Diagnosekriterien für ein Alkoholabhängigkeitssyndrom seien nicht erfüllt. Weil er 
aber mit der inneren Anspannung, der Unruhe, der Nervosität, dem Zittern und dem Stottern 
psychische Symptome aufweise, die durch die Einnahme von Alkohol verursacht sein könnten, 
könne die Diagnose eines Verdachts auf einen schädlichen Gebrauch von Alkohol gestellt wer-
den. In der Befunderhebung führte pract. med. J.____ aus, dass der Versicherte innerlich ange-
spannt, unruhig und nervös sei und immer wieder zittere und stottere. Er habe auch einige Male 
eine Schmerzattacke gehabt und dabei die Schulter festgehalten. Die Mimik und die Gestik sei-
en manchmal normal. Sie seien aber auch immer wieder von den Gefühlen geprägt. Die Laut-
stärke und die Modulation der Sprache seien unauffällig. Er sei wach und allseits orientiert. Die 
Konzentration und die Aufmerksamkeit seien normal und würden im Laufe des Gesprächs nicht 
abnehmen. Er beantworte die Fragen am Schluss des Gesprächs adäquat und genau. Das Ge-
dächtnis und das formale sowie das inhaltliche Denken seien normal. Es bestünden auch keine 
Anhaltspunkte für Zwänge, obwohl der Versicherte angebe, nach dem zweiten Unfall Zwangs-
symptome zu haben und immer wieder alles kontrollieren zu müssen. Hinweise für Halluzinatio-

 

 
 
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nen, Wahnvorstellungen oder für lch-Störungen würden fehlen und die Grundstimmung sei nicht 
betrübt. Er wirke aber ängstlich und verunsichert. Der affektive Rapport sei nur teilweise her-
stellbar und der Antrieb sei etwas eingeschränkt. Der Versicherte habe beim Gespräch keinen 
äthylischen Foetor gehabt und habe auch nicht "verladen" gewirkt. 
 
6.3.4 In ihrer Konsensbeurteilung diagnostizierten die Gutachter der I.____ AG sodann ge-
samthaft mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) chronische, belastungsabhängige und in Ruhe 
auftretende Schulterschmerzen beidseits, aktuell links mehr als rechts, (2) chronische Nacken-
schmerzen mit teils Ausstrahlung in die oberen Extremitäten beidseits, (3) intermittierende 
Kreuzschmerzen, (4) eine leichtgradige depressive Episode und (5) einen Verdacht auf Störun-
gen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch, gegenwärtiger Substanzgebrauch. Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Neurontin- und eine Sirdalud-Unverträglichkeit, ein Ni-
kotinkonsum, ein Status nach traumatischer Bursitis subacromialis mit Partialruptur der Supra-
spinatussehne und begleitender neurogener Läsion des Nervus axillaris rechts am 14. Februar 
2018, eine residuelle Hypästhesie im Versorgungsgebiet des Nervus axillaris rechts und ein 
Status nach Schulterdistorsion und traumatischer Supraspinatussehnen-Ruptur rechts am 16. 
Februar 2009. Insgesamt kamen die Gutachter zum Schluss, dass die festgestellten Befunde in 
Verbindung mit den daraus resultierenden Diagnosen zu Funktionseinbussen führen würden. 
Demnach sei der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Lagerist aus polydisziplinärer 
Sicht nicht mehr arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit bestünde jedoch eine 80%ige Ar-
beitsfähigkeit ab 14. Februar 2018. Die Einschränkung der Leistungsfähigkeit stütze sich auf im 
Tagesverlauf zu erwartende muskuläre Verspannungen im Bereich des Schultergürtels und des 
Nackens. Das Zumutbarkeitsprofil laute dahingehend: kein Heben/Tragen von Gewichten über 
5 kg, das Heben/Tragen sollte grundsätzlich nur fallweise gefordert sein mit anschliessender 
ausreichender Ruhezeit, keine Arbeit in Zwangshaltungen mit vermehrter Belastung der Hals- 
und Lendenwirbelsäule, keine Arbeiten, welche mit Bücken unter Tischkantenniveau verbunden 
seien, keine höhenexponierte Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten und keine stehende oder 
gehende Tätigkeit über 60 Minuten am Stück mit anschliessender Möglichkeit zum Wechsel in 
eine sitzende Arbeitsposition. Zu empfehlen seien leichte, wechselbelastende Arbeiten mit der 
Möglichkeit zu vermehrten Ruhepausen. Weiter solle der Versicherte wegen der aktuellen Ein-
nahme von Alkohol möglichst keine Tätigkeiten ausüben, bei denen er Autofahren oder Stapler-
fahren oder auf Gerüste oder auf Leitern steigen müsse. Der Versicherte sollte wegen Angst-, 
aber auch wegen möglichen Entzugssymptomen durch den Alkohol möglichst nicht alleine ar-
beiten. 
 
6.4 Nachdem im Gutachten der I.____ AG ein Verdacht auf eine Störung durch Alkohol 
genannt wurde, musste sich der Versicherte einer verkehrsmedizinischen Begutachtung beim 
Institut K.____ unterziehen. Im Gutachten vom 1. Dezember 2021 wurde festgehalten, dass der 
Beschwerdeführer im Untersuchungszeitpunkt zu allen Qualitäten orientiert, adäquat, freundlich 
zugewandt und kooperativ sowie im Affekt schwingungsfähig gewesen sei. Über den gesamten 
zweistündigen Gutachtensverlauf hätten keine Anhaltspunkte für inhaltliche oder formale Denk-
störungen oder Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration und der Merkfähigkeit 
bestanden. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass das Urinscreen negativ gewesen sei. Hin-
gegen sei die Einzelsubstanz Ethylglucuronid im Umfang von 42 pg/mg bei der Haaranalyse in 

 

 
 
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der Stoffgruppe Alkohol erhoben worden. In der zusammenfassenden Beurteilung wurde dazu 
festgehalten, dass dieser Befund für einen übermässigen Alkoholkonsum im Zeitraum der letz-
ten fünf bis sechs Monate vor der aktuellen verkehrsmedizinischen Begutachtung spreche und 
mit den Angaben des Versicherten zu seinem (moderaten) Alkoholtrinkverhalten nicht vereinbar 
sei. Da sowohl in den psychiatrischen Berichten als auch im Rahmen der aktuellen verkehrs-
medizinischen Begutachtung die Kriterien einer Suchterkrankung nach ICD-10 nicht erfüllt seien 
und bezüglich Alkoholkonsum der fahrerische Leumund unauffällig sei, müsse dieser Befund 
nicht als verkehrsrelevant interpretiert werden. Der nachgewiesene übermässige Alkoholkon-
sum sollte jedoch im weiteren psychiatrischen Setting thematisiert werden. 
 
6.5 Hinzuwiesen ist auch auf die Berichte der behandelnden Ärztin Dr. med. L._____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie. Dr. L.____ diagnostizierte am 5. Juli 2019 eine Anpassungs-
störung, eine Angst- und Panikstörung, einen Status nach chronischer Schmerzstörung nach 
dem zweiten Unfall im Jahr 2018 und einen Verdacht auf eine depressive Entwicklung bei agi-
tierter Depression und erachtete den Beschwerdeführer als 100 % arbeitsunfähig. Am 30. April 
2020 bestätigte sie unter anderem die Anpassungsstörung, die (inzwischen larviert-agitierte) 
depressive Entwicklung, sowie die Angst- und Panikstörung. Neu diagnostizierte sie eine 
Schmerzstörung und Zwangsstörungen, vorwiegend Handlungszwänge, und bestätigte die voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten. In ihrer Stellungnahme zum Gutachten der 
I.____ AG vom 23. November 2020 schloss Dr. L.____ am 12. Februar 2021 eine Störung 
durch Alkohol aus und gab an, der Versicherte habe kein Problem mit Alkohol. Die auffällige 
Symptomatik sei auf eine Angst- und Panikstörung sowie eine Anpassungsstörung zurückzu-
führen. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in ihrer Verfügung vom 14. November 2022 bei der Beurtei-
lung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Ausfüh-
rungen im polydisziplinären Gutachten der I.____ AG vom 23. November 2020. Sie ging daher 
davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine adaptierte leichte Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei. 
Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertisen sprechen. Diese beweisrechtlichen Vorgaben erfüllt das Gutachten der I.____ AG vom 
23. November 2020 nur in Bezug auf die Ausführungen in den neurologischen, orthopädischen 
und allgemein-medizinischen Teilgutachten. Diese erfüllen die bundesgerichtlichen Anforderun-
gen an den Beweiswert eines ärztlichen Berichts, sind in materieller Hinsicht umfassend und 
leuchten sowohl betreffend die erhobenen Befunde als auch in Bezug auf die vorgenommene 
Zumutbarkeitsbeurteilung ein. Es wird deutlich, dass der Beschwerdeführer aus orthopädischer 
Sicht an chronischen belastungsabhängigen und in Ruhe auftretenden Schulterschmerzen 
beidseits, chronischen Nackenschmerzen mit teils Ausstrahlung in die oberen Extremitäten 
beidseits und intermittierenden Kreuzschmerzen leidet, aufgrund welchen er die angestammte 
Arbeit als Lagerist nicht mehr ausüben kann, jedoch in einer angepassten Tätigkeit eine Ar-
beitsfähigkeit von 80 % aufweist. Einleuchtend und nachvollziehbar wird auch dargelegt, dass 

 

 
 
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der Beschwerdeführer – entgegen der Auffassung von Dr. med. M.____, FMH Rheumatologie 
und Allgemeine Innere Medizin, in seinem zuhanden der Taggeldversicherung erstellten Gut-
achten vom 8. März 2019 (act. 41) – nicht an einem CRPS leidet. Dem neurologischen Teilgut-
achten ist nach ausführlicher Befunderhebung zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die 
für die Bejahung dieser Diagnose notwendigen Budapest-Kriterien nicht erfülle, hätten doch nur 
die schmerzbedingte reduzierte Beweglichkeit der oberen Extremitäten und rechtsbetonte axili-
äre Schweissproduktion bestätigt werden können, was für die Bestätigung der Diagnose nicht 
reiche (vgl. IASP‐Diagnosekriterien [Budapest‐Kriterien] für CRPS). Diese Auffassung stimmt 
mit der im vorliegenden Beschwerdeverfahren berücksichtigten neurologischen und orthopä-
disch-chirurgischen Beurteilung der Suva vom 12. Juni 2019 (vgl. vorstehend E. 6.1) überein. 
Dabei setzte sich die Ärzteschaft ausführlich und methodisch mit der Frage auseinander, ob die 
Diagnose eines CRPS gestellt werden könne. Sie kam einleuchtend zum Schluss, dass – gleich 
wie gemäss dem neurologischen Teilgutachten der I.____ AG – die Kriterien dafür nicht erfüllt 
seien. Es ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle betreffend die 
somatischen Beschwerden auf die überzeugenden Ausführungen im Gutachten der I.____ AG 
abstellte, wird daraus doch nachvollziehbar ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in einer an-
gepassten Tätigkeit, welche das von den Experten genannte Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt, 
zu 80 % arbeitsfähig ist. 
 
7.2.1 Demgegenüber erweist sich das psychiatrische Teilgutachten als nicht beweistauglich. 
Es überzeugt weder in Bezug auf die erhobenen Diagnosen noch betreffend die vorgenomme-
ne Zumutbarkeitsbeurteilung. So wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine leichte depressive Episode und ein Verdacht auf Störungen durch Alkohol ev. mit Entzugs-
symptomen gestellt. Die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Zur Begründung brachte 
der Gutachter vor, dass die im Rahmen der Begutachtung festgestellten Symptome wie Angst, 
Zittern und Stottern durch Alkoholkonsum oder Alkoholentzug verursacht sein könnten. Diese 
Auffassung wiederholte der Gutachter mehrmals im Teilgutachten. In der Folge unterliess er es 
jedoch, sich mit den hierfür erforderlichen klassifikatorischen Merkmalen auseinanderzusetzen 
und verwies auf die bereits erwähnte Einordnung der festgestellten Beschwerden wie Zittern 
und Stottern unter die Verdachtsdiagnose einer Störung durch Alkohol ev. mit Entzugssympto-
men. Diese Beurteilung ist ungenügend und widerspricht den Vorgaben des Bundesgerichts an 
ein beweistaugliches medizinisches Gutachten. 
 
7.2.2 Pract. med. J.____ setzte sich sodann auch widersprüchlich und nicht nachvollziehbar 
mit den Diagnosen der behandelnden Ärzteschaft auseinander. In diesem Zusammenhang ist 
insbesondere auf die Berichte der behandelnden Psychiaterin Dr. L.____ zu verweisen (vgl. 
vorstehend E. 6.5), die den Beschwerdeführer wegen einer Anpassungsstörung, einer Angst- 
und Panikstörung, einem Status nach chronischer Schmerzstörung nach dem zweiten Unfall im 
Jahr 2018, einem Verdacht auf eine depressive Entwicklung und Zwangsstörungen, als nicht 
mehr arbeitsfähig erachtete. So hielt pract. med. J.____ in Bezug auf die Zwangsstörungen fest, 
dass Dr. L.____ sich dabei nur auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers stütze und 
die Diagnose nicht genügend begründet sei, weshalb er sie nicht bestätigen könne. Er denke, 
dass die vom Versicherten berichteten und auch von Dr. L.____ beschriebenen Zwangssymp-

 

 
 
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tome am ehesten im Zusammenhang mit den Angstsymptomen, aber auch im Rahmen der de-
pressiven Episode zu sehen seien. Betreffend die Angst- und Panikstörung folgte pract. med. 
J.____ der behandelnden Psychiaterin ebenfalls nicht und liess verlauten, dass die Angstsymp-
tome der aktuellen leichtgradigen depressiven Episode oder der Angst- und Panikstörung oder 
der Einnahme von Alkohol oder den Entzugssymptomen zuzuordnen seien (vgl. Seite 37 des 
psychiatrisches Teilgutachten). Im Widerspruch dazu führte pract. med. J.____ sodann aus, 
dass er die in den Berichten von Dr. L.____ erwähnten Diagnosen weitgehend übernehmen 
könne (vgl. Seite 38 des psychiatrisches Teilgutachten). Pract. med. J.____ verzichtete damit 
auf eine nachvollziehbare Herleitung der von ihm erhobenen Diagnosen, weshalb seine Ein-
schätzung weder rechtsgenügend noch nachvollziehbar ist. 
 
7.2.3 Auch die im psychiatrischen Teilgutachten vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung 
leuchtet nicht ein. Der Gutachter wies im Rahmen der Feststellung der Arbeitsfähigkeit auf die 
Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren hin 
und führte aus, dass diese das Durchhaltevermögen einschränke. Weshalb er diese Diagnose 
sodann als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnete, ist den weiteren Ausführungen 
nicht plausibel zu entnehmen. Weiter hielt er fest, dass aufgrund der leichten depressiven Epi-
sode und dem Verdacht auf Störungen durch Alkohol ev. mit Entzugssymptomen eine gewisse 
Einschränkung, aber – entgegen der Auffassung der behandelnden Psychiaterin – keine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit für alle beruflichen Tätigkeiten nachvollziehbar sei. Der Versicherte 
sei aktuell in der zuletzt durchgeführten Tätigkeit und auch für alle anderen Tätigkeiten aus psy-
chiatrischer Sicht zu 20 % eingeschränkt. Diese Beurteilung begründete pract. med. J.____ 
nicht bzw. nur sehr oberflächlich, weshalb erhebliche Zweifel an ihrer Begründetheit bestehen. 
Das Teilgutachten erwiest sich daher auch diesbezüglich als nicht beweistauglich. 
 
7.2.4.1 Das Gutachten wirft noch weitere Fragen auf. So bestehen in Bezug auf die durch 
pract. med. J.____ erhobene Verdachtsdiagnose auf Störungen durch Alkohol ev. mit Entzugs-
symptomen erhebliche Unsicherheiten. Dabei fällt zunächst in zeitlicher Hinsicht auf, dass 
pract. med. J.____ den Beschwerdeführer am 1. Oktober 2020 begutachtete. Die Laborwerte, 
welche einen erhöhten CDT-Wert bestätigten und damit einen allfälligen erhöhten Alkoholkon-
sum des Beschwerdeführers vermuten liessen, lagen jedoch erst am 2. Oktober 2020 vor. Es ist 
unter diesen Umständen fraglich, wie pract. med. J.____ bereits im Rahmen der persönlichen 
Begutachtung einen Verdacht auf eine Störung durch Alkohol erheben konnte, nachdem der 
Versicherte angab, nur selten Alkohol zu konsumieren und noch nie grössere Mengen getrun-
ken zu haben. Zudem gab der Gutachter an, beim Gespräch keinen aethylischen Foetor als 
Hinweis auf Alkoholkonsum festgestellt zu haben.  
 
7.4.2.2 Zu beachten ist ferner, dass die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er nur we-
nig Alkohol konsumiere, zwar in den Berichten der behandelnden Psychiaterin bestätigt werden. 
Sie schloss in ihrer Stellungnahme zum Gutachten der I.____ AG am 12. Februar 2021 eine 
Störung durch Alkohol aus und gab an, der Versicherte habe kein Problem mit Alkohol. Die auf-
fällige Symptomatik sei vielmehr auf eine Angst- und Panikstörung sowie eine Anpassungsstö-
rung zurück. Gegen diese Beurteilung von Dr. L.____ und demnach eher für die Einschätzung 
von Dr. J.____ spricht nunmehr aber das Ergebnis der Haaranalyse des Instituts K.____. Dem-

 

 
 
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nach wies der Befund auf einen übermässigen Alkoholkonsum im Zeitraum der letzten fünf bis 
sechs Monaten vor der verkehrsmedizinischen Begutachtung hin und war weder mit den Anga-
ben des Versicherten zu seinem (moderaten) Trinkverhalten noch mit der Beurteilung von 
Dr. L.____, die einen problematischen Umgang des Versicherten mit Alkohol verneinte, verein-
bar. 
 
7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gutachten der I.____ AG vom 
23. November 2020 einzig in Bezug auf die Ausführungen in den Fachdisziplinen Allgemeine 
Innere Medizin, Neurologie und Orthopädie überzeugt (vgl. oben E. 7.1). Hingegen kann auf-
grund der vorstehenden Erwägungen nicht auf das psychiatrische Teilgutachten abgestellt wer-
den. Im Ergebnis ist deshalb festzustellen, dass das Gutachten der I.____ AG nicht beweistaug-
lich ist. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hätte daher vor Erlass des angefochtenen Entscheids 
bei der I.____ AG eine entsprechende Ergänzung des psychiatrischen Teilgutachtens verlan-
gen müssen. Bei dieser Sachlage ist der rechtserhebliche Sachverhalt im Sinne von Art. 43 
Abs. 1 ATSG ungenügend abgeklärt. Eine erneute Prüfung des Rentenbegehrens in Form er-
gänzender Abklärungen ist bei dieser Aktenlage unerlässlich. 
 
7.4 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-
rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an 
die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll-
ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung o-
der Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). 
Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin – wie vorstehend ausgeführt – nicht alle notwendigen 
Abklärungen für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers vorgenom-
men und ihren Entscheid auf ein widersprüchliches und somit nicht beweistaugliches Gutachten 
gestützt. Aus diesem Grund ist es im vorliegenden Verfahren nicht die Aufgabe des kantonalen 
Gerichts, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen. Einer 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz steht daher nichts entgegen. Die IV-Stelle hat den 
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nochmals umfassend psychiat-
risch zu untersuchen und dafür ein externes Gutachten einzuholen. Dabei wird sie auch die 
Frage einer allfälligen Störung durch Alkohol zu klären haben. Gestützt auf die Ergebnisse die-
ser Aktenergänzung wird sie anschliessend über den Leistungsanspruch des Beschwerdefüh-
rers neu zu befinden haben. Ob dabei aufgrund der neuen Explorationsergebnisse eine Kon-
sensbeurteilung erforderlich ist, wird der RAD zu beurteilen haben. Die vorliegende Beschwerde 
ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 

 

 
 
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denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Da die IV-Stelle unterliegende Partei ist, sind ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der 
im vorliegenden Verfahren nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit g ATSG e contrario). 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-
rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
9.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. November 2014, 8C_692/2014, E. 2). 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 14. November 2022 aufgehoben und die Angelegen-
heit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Er-
lass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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