# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfac1d91-d9e8-56a6-a917-cce51e57e7ee
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.04.2007 UV 2006/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-12_2007-04-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 17.04.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 17.04.2007
Art. 49 Abs. 3 ATSG. Art. 6, Art. 10 Abs. 1 und Art. 36 Abs. 1 UVG. HWS-
Schleudertrauma nach Auffahrunfall. Begründungspflicht. Verfrühte 
Leistungseinstellung durch den Unfallversicherer (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. April 2007, UV 
2006/12).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Martin Rutishauser und Franz 

Schlauri; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 17. April 2007

In Sachen

H.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5, Postfach, 9620 

Lichtensteig,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 9001 St. 

Gallen,

betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- H.___, geb. 1954, war als kaufmännische Angestellte bei der A.___ angestellt und 

dadurch bei der Suva versichert, als der von ihr gelenkte Personenwagen am 2. Juli 

2004 auf der Autobahn von einem anderen Fahrzeug von hinten gerammt wurde (Suva-

act. 1). Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. B.___, Allg. Medizin FMH, diagnostizierte ein 

traumatisches Zervikovertebralsyndrom bei Status nach Beschleunigungstrauma der 

Halswirbelsäule (Suva-act. 2). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht. Nach 

Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen eröffnete sie dem 

Rechtsvertreter der Versicherten mit Verfügung vom 4. August 2005, die Leistungen 

würden per 15. August 2005 eingestellt, da die bei der Versicherten bestehenden 

Beschwerden nicht auf strukturelle Unfallfolgen zurückzuführen seien und ein 

adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 2. 

Juli 2004 zu verneinen sei (Suva-act. 68). Hiegegen erhoben der Krankenversicherer 

der Versicherten sowie die Versicherte Einsprache (Suva-act. 69 und 72). Mit 

Zwischenentscheid vom 28. September 2005 wies die Suva das Begehren der 

Versicherten um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Suva-act. 75) und mit 

Entscheid vom 30. November 2005 die Einsprache der Versicherten ab (Suva-act. 76). 

Der Krankenversicherer hatte seine Einsprache am 22. September 2005 

zurückgezogen (Suva-act. 74).

B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 30. November 2005 liess die Versicherte 

durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Lichtensteig, mit Eingabe vom 2. März 2006 

Beschwerde erheben mit den Anträgen, der Entscheid sowie die Verfügung vom 4. 

August 2005 seien aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr die 

ab 15. August 2005 eingestellten Leistungen wieder auszurichten. Zur Begründung 

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führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, bereits im Verwaltungsverfahren habe er 

den Antrag auf eine unabhängige interdisziplinäre medizinische Begutachtung gestellt; 

dieser Antrag werde in diesem Verfahren erneuert für den Fall, dass das Vorliegen des 

natürlichen Kausalzusammenhangs angezweifelt werde. Die Vorinstanz sei im 

angefochtenen Entscheid überhaupt nicht auf die Darlegungen und Einwendungen, 

welche in der Einsprache vom 13. September 2006 geltend gemacht worden seien, 

eingegangen. Damit sei das rechtliche Gehör in krasser Weise verletzt worden. Es treffe 

zu, dass durch die diversen Untersuchungen kein organisches Substrat mehr habe 

nachgewiesen werden können. Gerade dieser Umstand sei jedoch typisch für 

Beschwerden im Zusammenhang mit einem Schleudertrauma. Es gehe eindeutig aus 

den medizinischen Akten hervor, dass zwischen dem organisch-psychischen 

Beschwerdebild und der psychischen Problematik ein Konnex bestehe. Es liege nicht 

eine psychische Problematik vor, welche durch eine Verstärkung einer bereits 

vorhandenen psychischen Problematik entstanden sei. Bis anhin sei die 

Beschwerdeführerin aufgrund psychischer Probleme nie krank geschrieben gewesen. 

Auch könne aus den medizinischen Unterlagen nicht geschlossen werden, dass die 

psychische Problematik dominant sei. Auch würden die psychischen Probleme 

eindeutig im Zusammenhang mit dem typischen Beschwerdebild nach einem 

Beschleunigungstrauma der HWS stehen. Es habe sich um einen mittelschweren Unfall 

im Grenzbereich zu den schweren Unfällen gehandelt. Die diesbezüglich von der 

Rechtsprechung aufgestellten Adäquanzkriterien seien gehäuft erfüllt. Der Unfall sei 

von dramatischen Begleitumständen gekennzeichnet und besonders eindrücklich 

gewesen. Das physische und psychische Krankheitsbild zeige die Schwere und die 

besondere Art der erlittenen Verletzungen auf. Die Behandlung dauere bis heute an. 

Der Heilverlauf gestalte sich insbesondere aufgrund der zusätzlich zu den somatischen 

Beschwerden aufgetretenen posttraumatischen Belastungsstörung als sehr schwierig. 

Sodann lägen seit dem Unfall Dauerbeschwerden vor. Während vier Monaten habe 

eine volle Arbeitsunfähigkeit und während der folgenden 16 Monate eine solche von 

70% bestanden. Wie sich die Arbeitsfähigkeit langfristig entwickeln werde, könne zum 

aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden. Eine abschliessende Beurteilung sei 

diesbezüglich noch nicht möglich. Die Adäquanz sei dementsprechend zu bejahen.

C.- In der Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2006 beantragte Rechtsanwalt Dr. U. 

Glaus, St. Gallen für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

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Begründung verwies der Rechtsvertreter auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid und legte unter anderem zusätzlich dar, da die Beschwerdegegnerin 

richtigerweise zum Ergebnis gelangt sei, dass die heutigen Beschwerden nicht in einem 

adäquat kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 2. Juli 2004 stehen würden, habe 

sie die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs offenlassen dürfen, womit sich 

die beantragte Begutachtung erübrige. Entgegen der Annahme im Einsprache-

Entscheid bestehe vorliegend kein Schleudertrauma im Sinn der Rechtsprechung. Die 

Angaben der Beschwerdeführerin über die angeblichen Beschwerden seien nicht 

kohärent. Die von ihr geklagten Beschwerden möchten teilweise dem für ein 

Schleudertrauma typischen Beschwerdebild entsprechen. Wenn jedoch lediglich 

Nacken- und womöglich Kopfschmerzen, Übelkeit und allenfalls Erbrechen aufgetreten 

seien, könne nicht von einem "bunten Beschwerdebild" gemäss Rechtsprechung 

gesprochen werden. Die natürliche Kausalität sei zu verneinen. Die Beschwerdeführerin 

leide heute nicht mehr an organischen Unfallfolgen. Die noch bestehenden 

Beschwerden seien ausschliesslich psychisch bedingt. Selbst wenn die natürliche 

Kausalität bejaht würde, fehle es am adäquaten Kausalzusammenhang. Die im Bereich 

der mittelschweren Unfälle von der Rechtsprechung aufgestellten Adäquanzkriterien 

seien nicht (gehäuft) erfüllt.

D.- Mit Replik vom 15. September 2006 bestätigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin seinen Standpunkt (act. G 17). In der Duplik vom 29. September 

2006 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin an seinem Antrag und seinen 

Ausführungen fest und erklärte, der streitige Unfall sei in Anbetracht der aktuellen 

Rechtsprechung als leichter Fall zu qualifizieren, womit die adäquate Kausalität ohne 

weiteres zu verneinen sei (act. G 19).

E.- Das Versicherungsgericht zog die Akten der Invalidenversicherung betreffend die 

Beschwerdeführerin bei. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf 

eine weitere Stellungnahme (act. G 25). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 

äusserte sich mit Eingabe vom 3. November 2006 (act. G 27).

F.- Mit Eingabe vom 16. Februar 2007 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin ein polydisziplinäres Gutachten der Klinik C.___ vom 9. Januar 

2007 sowie eine ergänzende Anfrage an diese Begutachtungsstelle vom 2. Februar 

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2007 mit der entsprechenden Antwort vom 9. Februar 2007 ein (act. G 30). Hiezu 

äusserte sich der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 12. 

März 2007 (act. G 32).

G.- Die Parteien verzichteten auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung (act. 

G 25, 28).

II.

1.- Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die bei der 

Beschwerdeführerin bestehenden gesundheitlichen Probleme auch für die Zeit nach 

dem 15. August 2005 adäquat kausal auf den Unfall vom 2. Juli 2004 zurückzuführen 

sind bzw. ob die Leistungseinstellung zu Recht erfolgte.

2.- a) Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 

entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei sind die 

Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des 

Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so 

abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht 

anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt 

werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid 

stützt. Je grösser der Spielraum der Behörde (unter anderem infolge Ermessen) und je 

stärker der Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen 

sind an dessen Begründung zu stellen (BGE 112 Ia 107 Erw. 2b mit Hinweisen; BGE 

118 V 58). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen 

Person vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat 

ihre Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu machen und 

sich dabei ausdrücklich mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest 

die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen 

kann (BGE 124 V 180 Erw. 2b). Ein Mangel in der Verfügungsbegründung kann unter 

bestimmten Voraussetzungen im Beschwerdeverfahren geheilt werden (LVGE 1994, 

219 Erw. 2b; ZAK 1990, 396 Erw. 2). Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht 

besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs nämlich dann als 

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geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer 

Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei 

überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. 

Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, VRP [sGS 951.1]). - Die 

Beschwerdegegnerin nahm im angefochtenen Entscheid zwar nicht Stellung zum 

Standpunkt des Beschwerdeführers, dass die Salanitri-Praxis umgangen, das Case 

Management missbraucht und der Entscheid zu stark auf die Beurteilung des Suva-

Kreisarztes abgestützt worden sei. Sie zeigte jedoch die Überlegungen, von denen sie 

sich leiten liess, in zureichender Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen 

Gesichtspunkten auseinander. Eine Verpflichtung, sich mit jeder tatbeständlichen 

Behauptung oder jedem rechtlichen Einwand zu befassen, besteht nicht (vgl. BGE 124 

V 180 Erw. 1a). Ein Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich. Aber selbst wenn - 

wie die Beschwerdeführerin rügen lässt - von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs 

bzw. der daraus abgeleiteten Begründungspflicht auszugehen wäre, könnte der Mangel 

im vorliegenden Verfahren als geheilt gelten.

b) Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin legte in seiner Eingabe vom 12. März 

2007 dar, er halte es für unzulässig, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

sich mit Fragen zur Unfallkausalität direkt an die Gutachterin der Klinik C.___ gewandt 

habe. Es sei Anwälten untersagt, Zeugen oder Sachverständige zu beeinflussen. Direkt 

mit Personen Kontakt aufzunehmen, welche als Zeugen oder Sachverständige in einem 

Prozess in Frage kommen würden, sei nur ausnahmsweise zulässig. Bei der 

Begutachtung der Beschwerdeführerin im Auftrag der IV-Stelle habe die Frage der 

Kausalität keine Rolle gespielt. Die Auskünfte der Ärztin der Klinik C.___ direkt an den 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seien nicht verwertbar. Die Klinik C.___ sei von 

der IV-Stelle mit der Begutachtung beauftragt worden, so dass allfällige 

Ergänzungsfragen ausschliesslich über die IV-Stelle einzureichen und der Gutachterin 

zu unterbreiten gewesen wären. Hier indessen sei eine Ärztin instrumentalisiert worden. 

Die Fragen nach der Kausalität seien keine Ergänzungsfragen, sondern würden eine 

eigene Thematik (Unfallkausalität) bilden. Unter dem Aspekt der Kausalität, der für die 

IV keine Rolle spiele, hätten die von der IV-Stelle beauftragten Ärzte der Klinik C.___ die 

Beschwerdeführerin gar nicht untersucht haben können (act. G 32). - Wenn sich der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vorliegend direkt mit Fragen zur 

Unfallkausalität an die zuvor von der IV-Stelle mit einer Begutachtung beauftragte Klinik 

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C.___ wandte, so stellt dieser Umstand noch keinen Anlass dar, der Antwort der Klinik 

C.___ vom 9. Februar 2007 (act. G 30 Beilage 18) die beweismässige Verwertbarkeit 

abzusprechen. Insbesondere kann nicht von einer unzulässigen Beeinflussung von 

Sachverständigen gesprochen werden. Tatsächlich stellt die Frage nach der 

Unfallkausalität eine eigenständige Thematik dar, wobei Grundlage für die 

Beantwortung von Kausalitätsfragen immer auch eine medizinische Abklärung bzw. 

Begutachtung bildet. Ein Grund, der es dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

untersagt hätte, mit dieser eigenständigen Thematik an die Klinik C.___ zu gelangen, ist 

jedoch nicht ersichtlich. Sein Vorgehen wirkt sich allenfalls auf die Beweiswürdigung 

aus. Inwiefern dies der Fall ist, ist gegebenenfalls in den nachstehenden Erwägungen 

zu klären.

3.- a) Eine Abklärung im Röntgeninstitut L.___ ergab mit Bericht vom 17. August 2004 

das Vorliegen einer leichtgradigen degenerativen Veränderung des Segments C5/6 im 

Sinn einer Spondylose, keine Diskopathien, keine sonstigen Raumforderungen des 

zervikalen Wirbelkanals sowie keine Hinweise auf Kompressionen der neuralen 

Strukturen (Suva-act. 6). Vom 23. bis 27. August 2004 war die Beschwerdeführerin im 

Spital D.___ hospitalisiert (Suva-act. 7). Vom 1. September bis 1. Oktober 2004 hielt sie 

sich im Kurhaus E.___ auf, wo unter anderem ein Beschleunigungstrauma der HWS, ein 

persistierendes zervico-trapezeales Beschwerdebild, eine reaktive Depression, eine 

Entesiopathie der protuberans occipitalis beidseits sowie eine vorbestehende, mit dem 

Trauma interferierende Migräne diagnostiziert wurde (Suva-act. 12, 15). Dr. med. F.___, 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bestätigte am 5. November 2004 das Bestehen 

einer längeren depressiven Reaktion im Anschluss an den Verkehrsunfall mit 

Schleudertrauma. In welchem Mass ein altersbedingter Phasenwechsel eine Rolle 

spiele, müsse offen gelassen werden (Suva-act. 19). Eine kreisärztliche Untersuchung 

durch Dr. med. G.___ ergab mit Bericht vom 8. November 2004, dass eine Tätigkeit an 

drei Vormittagen pro Woche bei der A.___ aufgrund des klinischen Untersuches und 

der Bild gebenden Diagnostik als zumutbar erachtet werde. Die Arbeitsunfähigkeit sei 

deshalb auf 70% reduziert worden. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht müsse aus fachärztlicher Sicht erfolgen (Suva-act. 20). Am 15. 

November 2004 trat die Beschwerdeführerin eine neue Arbeitsstelle in einer Bäckerei 

an (Suva-act. 23-25). Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, berichtete 

am 11. Januar 2005 unter anderem, es bestünden keine Hinweise für eine Commotio 

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cerebri oder eine anderweitige Hirnschädigung. Bereits vor dem Unfall habe die 

Patientin an einer chronischen Überforderungssituation gelitten (vgl. auch Rubrik 

"Persönliche Anamnese"). Durch den Unfall sei es zu einer regelrechten 

Dekompensation gekommen. Aus neurologischer Sicht seien keine weiteren 

Abklärungen nötig. Die Arbeitsfähigkeit sei zur Zeit besonders durch die Depression 

und das zervikocephale Schmerzsyndrom eingeschränkt (Suva-act. 29). Der Hausarzt 

Dr. B.___ bestätigte am 2. Februar 2005 die Wiederaufnahme der Arbeit zu 30% ab 15. 

November 2004. Es bestünden weiterhin hartnäckige Beschwerden mit 

belastungsabhängigen Nackenschmerzen und rezidivierendem Auftreten von Übelkeit 

und Schwindel sowie reaktiv depressivem Zustandsbild (Suva-act. 32). Dr. F.___ hielt 

am 4. Februar 2005 fest, die Patientin sei zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr als 30% 

arbeitsfähig. Die Frage, in welchem Mass neben Unfallfolgen allenfalls 

Persönlichkeitsfaktoren bzw. Lebensumstände für die Arbeitsunfähigkeit verantwortlich 

zu machen seien, halte er im Rahmen seiner stützenden Behandlung bzw. seines 

kurzen Berichts für nicht beantwortbar (Suva-act. 33; vgl. auch IV-act. 17, 20). Am 24. 

März 2005 beanstandete Dr. B.___ gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass er nicht 

in die Anordnung und den Stopp von Behandlungen einbezogen werde (Suva-act. 44, 

45). Am 31. März 2005 lehnte die Beschwerdeführerin eine Behandlung in der Klinik 

C.___ ab (Suva-act. 47, 60). Ein MRI des Schädels vom 19. April 2005 ergab einen 

unauffälligen endocraniellen Status ohne Nachweis entzündlicher Veränderungen der 

Nebenhöhlen (IV-act. 13-5/18). Am 13. Mai 2005 berichtete Dr. I.___ über die von ihm 

durchgeführte Behandlung (Suva-act. 57).

b) Eine Abklärung im Kantonsspital, HNO-Klinik ergab gemäss Bericht vom 27. Mai 

2005 die Diagnose von persistierenden Schwindelepisoden und Übelkeit bei Status 

nach traumatischem Zervikovertebralsyndrom bzw. eines Verdachts auf zervikogenen 

Schwindel (Suva-act. 62). Im Bericht vom 31. Mai 2005 hielt Dr. B.___ unter anderem 

fest, vor dem Unfall hätten lediglich zervikogene (vom Nacken ausgehende) 

Kopfschmerzen bestanden. Das therapieresistente Zervikovertebralsyndrom sei durch 

das Beschleunigungstrauma der HWS ausgelöst worden. Die aktuellen Beschwerden 

seien zu mehr als 90% durch das Beschleunigungstrauma ausgelöst worden. Dr. F.___ 

bestätigte am 24. Juni 2005 unter anderem, er habe keine Hinweise darauf, dass die in 

seinem Bericht vom 5. November 2004 erwähnten Beschwerden (mit Ausnahme der 

Migräne) bereits vor dem Unfall bestanden hätten. Das heutige Zustandsbild könne 

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nicht als Folge der vorbestehenden Migräne betrachtet werden. Es sei davon 

auszugehen, dass die Beschwerden (Zustandsbild mit deutlich verminderter 

psychischer und körperlicher Belastungsfähigkeit) überwiegend auf die Auffahrkollision 

zurückzuführen seien (Suva-act. 66 Beilagen). Am 13. August 2005 gab Dr. B.___ 

bekannt, dass ab Ende Juli 2005 wieder eine gesundheitliche Verschlechterung 

eingetreten sei (Suva-act. 72 Beilage 3). Dr. med. J.___, FMH Innere Medizin und 

Rheumatologie, Rehaklinik K.___, berichtete am 20. Dezember 2005 über eine 

ambulante Untersuchung der Beschwerdeführerin. Er kam unter anderem zum Schluss, 

aufgrund der Anamnese mit einem deutlichen Benommenheitsgefühl nach dem Unfall 

vom 2. Juli 2004 bestehe differentialdiagnostisch eine möglicherweise erlittene leichte 

traumatische Hirnverletzung oder eine massive Schreckreaktion. Durch den 

Unfallverursacher habe sich die Beschwerdeführerin sehr bedroht gefühlt. Die von ihr 

erlebte Bedrohungssituation mit Alpträumen mit Todesängsten über Monate sei nicht 

zu verkennen. Diese Symptome seien fraglos unfallkausal. Die bei der Patientin 

negative Bild gebende Diagnostik schliesse keinesfalls aus, dass sie auch heute noch 

unter relevanten, unfallbedingten Folgen leide. Die Durchführung eines 

Rehabilitationsaufenthaltes sei dringend notwendig (Suva-act. 76.1). Im Bericht des 

Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV vom 16. Dezember 2005 wurde unter anderem 

festgehalten, eine 100%ige bzw. 70%ige Arbeitsunfähigkeit für eine Büromitarbeiterin 

sei nicht nachvollziehbar (IV-act. 23). Gemäss Kurzbericht der Rehaklinik K.___ vom 17. 

Februar 2006 wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 26. Februar 2006 attestiert. 

Danach werde die Beschwerdeführerin eine Stelle zu 50% antreten (act. G 1.1 /11).

4.- a) Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die rechtlichen 

Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen physischen und psychischen 

Gesundheitsschädigungen (einschliesslich Schleudertrauma der Halswirbelsäule und 

diesem äquivalenten Verletzungen) und einem Unfall sowie die Beweisanforderungen 

(Erwägungen 1, 3a, 4b) zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

b) Am 3. August 2004 schilderte die Beschwerdeführerin den Unfall vom 2. Juli 2004 im 

Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen im Wesentlichen dahingehend, dass 

sie auf der Autobahn mit einer Geschwindigkeit von 100-120 km/h unterwegs gewesen 

sei und plötzlich einen Wagen von hinten sehr schnell habe heranfahren sehen. Kurz 

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darauf sei er in ihr Auto gekracht. Ein Bewusstseinsverlust sei nicht eingetreten. Sie sei 

auf die Kollision gefasst gewesen, für eine Reaktion sei ihr jedoch keine Zeit geblieben. 

Sofort seien starke Nackenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen aufgetreten. Äusserlich 

sichtbare Verletzungen hätten sich nicht ergeben. Eine biomechanische 

Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik ergab laut Bericht vom 15. März 

2005 unter anderem, dass die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung für das 

Fahrzeug der Beschwerdeführerin innerhalb oder oberhalb eines Bereiches von 10-15 

km/h gelegen habe; durch die dabei wirksamen Beschleunigungskräfte habe sich die 

Beschwerdeführerin relativ zum Fahrzeug nach hinten bewegt. An biomechanisch 

relevanten Besonderheiten seien allenfalls leichte, altersentsprechende degenerative 

Veränderungen, die sich im MRI darstellen würden, zu berücksichtigen; es liege somit 

eine leichte, aber altersentsprechende Abweichung vom Normalfall vor. Die im 

Anschluss an das Ereignis festgestellten Beschwerden und Befunde seien durch die 

Kollisionseinwirkung bereits im Normalfall eher erklärbar; bei Berücksichtigung der 

genannten Abweichungen vom Normalfall würden sie besser erklärbar (Suva-act. 41).

c) Nach Lage der medizinischen Akten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 

erstellt zu erachten, dass die von der Beschwerdeführerin aktuell angegebenen 

Beschwerden sich nicht auf eine objektivierbare organische Schädigung bzw. 

strukturelle Veränderung an der HWS zurückführen lassen, die mit dem Unfall vom 2. 

Juli 2004 in Zusammenhang zu bringen wäre. Hingegen ist davon auszugehen, dass 

sie bei diesem Unfall ein HWS-Schleudertrauma erlitt und einzelne, zum typischen 

Beschwerdebild gehörende Beeinträchtigungen unmittelbar nach dem Ereignis 

auftraten (Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen; Suva-act. 2, 3). Es 

besteht kein Anlass, daran zu zweifeln, dass sich diese Beschwerden innert 72 

Stunden nach dem Unfall zeigten. Relativ rasch nach dem Unfall - der genaue Beginn 

ist aus den Akten nicht ersichtlich - ergab sich überdies ein depressives Zustandsbild 

(Suva-act. 7; zur komplexen Frage der Latenzzeit vgl. im übrigen SCHMIDT H., SENN 

J. hrsg., Schleudertrauma - neuster Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und Case 

Management, 1. A., Zürich 2004, S. 14f, 64f). Wenn die Beschwerdegegnerin, nachdem 

sie Leistungen erbracht und auch noch im angefochtenen Entscheid eine 

Unfallkausalität vorderhand (bis zur Leistungseinstellung) anerkannt hatte, nunmehr das 

Vorliegen eines "bunten Beschwerdebildes" gemäss Rechtsprechung bestreiten lässt, 

so überzeugt dies nicht: Auch nach der neueren Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des 

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Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) muss nicht 

der gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu 

können. Selbst wenn lediglich zwei Beschwerdeausprägungen zu bejahen sind, lässt 

sich unter Umständen eine Häufung nicht verneinen (vgl. Entscheid des st. gallischen 

Versicherungsgerichts vom 10. Januar 2007 i/S W. [UV 2006/36] Erw. 3a). Auch kann 

aufgrund des Umstandes allein, dass die HWS-Beweglichkeit der Beschwerdeführerin 

offenbar schon vor dem Unfall eingeschränkt war (vgl. Suva-act. 57), die Diagnose 

eines Schleudertraumas nicht in Abrede gestellt werden. Mit der Beschwerdegegnerin 

ist demgegenüber festzuhalten, dass sich aufgrund des Unfalls nicht überwiegend 

wahrscheinlich eine leichte traumatische Hirnverletzung - in Suva-act. 76.1 wurde eine 

solche als möglich in Betracht gezogen - ergab.

d) Unter diesen Umständen ist zu klären, inwieweit die von der Beschwerdeführerin 

angeführten Beschwerden auch für die Zeit nach dem 15. August 2005 eine natürlich- 

und adäquat-kausale Folge des Unfalls vom 2. Juli 2004 darstellen. Dabei ist von 

Bedeutung, dass das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Da es 

sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - 

der Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 1992 S. 75 Erw. 4b). Im Rahmen der 

Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin 

für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der 

Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 

sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 

18. Februar 2003 i/S. S., U 287/02, Erw. 4.4). Erachtet das Sozialversicherungsgericht 

die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

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Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen ((BGE 122 V 162 Erw. 1d, RKUV 1999 Nr. U 

332 S. 194 Erw. 2a/bb, 1997 Nr. U 281 S. 282 Erw. 1a; vgl. auch BGE 125 V 353 Erw. 

3b/cc).

e) Nach der Rechtsprechung muss auch bei Vorliegen einer Schleudertrauma-

Verletzung der Nachweis möglich sein, dass es sich bei den nach einem Unfall 

aufgetretenen psychischen Störungen nicht um eine unfallkausale psychische 

Beeinträchtigung handelt (RKUV 2001, 79) oder dass eine ausgeprägte psychische 

Problematik ganz im Vordergrund steht (RKUV 1999, 407 Erw. 3b). Sodann ist diese 

Rechtsprechung für psychische Störungen nach einem Unfall analog anzuwenden bei 

Versicherten, bei denen die Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit auch nach Ablauf einer 

gewissen Zeit nach dem Unfall weiter besteht und nicht auf organisch nachweisbare 

Funktionsausfälle zurückzuführen ist (Urs Müller, Die Rechtsprechung des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts zum adäquaten Kausalzusammenhang beim 

so genannten Schleudertrauma der Halswirbelsäule [HWS]: Leitsätze, Kasuistik, 

Tendenzen, in: SZS 45/2001 S. 418).

Anlässlich der Hospitalisation im Spital D.___ vom 23. bis 27. August 2004 wurde bei 

der Beschwerdeführerin unter anderem ein depressives Zustandsbild diagnostiziert und 

eine psychische Dekompensation erwähnt (Suva-act. 7). In den Berichten des 

Kurhauses E.___ vom 16. September und 6. Oktober 2004 wurde eine reaktive 

Depres¬sion sowie die Durchführung einer Psychotherapie bestätigt (Suva-act. 12, 15). 

Dr. B.___ stellte dieselbe Diagnose (Suva-act. 17, 32). Der Psychiater und 

Psychotherapeut Dr. F.___ berichtete am 5. November 2004, es liege eine längere 

depressive Reaktion vor. Er liess offen, inwiefern dabei ein altersbedingter 

Phasenwechsel eine Rolle spiele (Suva-act. 19). Dr. I.___ bestätigte am 11. Januar 

2005, dass es durch den Unfall - bei vorbestehender chronischer Überlastungssituation 

- zu einer regelrechten Dekompensation gekommen sei (Suva-act. 29). Dr. F.___ 

erachtete die Frage, ob neben Unfallfolgen auch Persönlichkeitsfaktoren und 

Lebensumstände für die Arbeitsunfähigkeit verantwortlich zu machen seien, im 

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Rahmen seines Berichts für nicht beantwortbar (Suva-act. 33) und führte in einem 

späteren Bericht das Beschwerdebild überwiegend auf den Unfall zurück (Beilage zu 

Suva-act. 66). Im Gutachten der Klinik C.___ wurde als psychiatrische Diagnose eine 

Dysthymie bestätigt und eine daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit verneint (act. G 

30 Beilage 14).

In Anbetracht dieser Aktenlage ist festzuhalten, dass das psychische Zustandsbild der 

Beschwerdeführerin durchwegs mit der erlittenen HWS-Verletzung in Verbindung 

gebracht wurde (mit entsprechender Leistungsanerkennung durch die 

Beschwerdegegnerin). Der psychischen Problematik kam zwar bereits unmittelbar nach 

dem Unfall Bedeutung zu. Jedoch kann - entgegen der im angefochtenen Entscheid 

vertretenen Auffassung (Erwägung 4a cc) - nicht gesagt werden, dass im späteren 

Verlauf die psychischen Probleme im Vergleich zur physischen Problematik gesamthaft 

gesehen im Vordergrund gestanden hätten oder dass es sich bei den psychischen 

Problemen nicht um eine unfallkausale Einschränkung gehandelt hätte. Die psychische 

Reaktion auf den Unfall (Depression) stellte vielmehr eine gesundheitliche Folge dar, 

wie sie nach HWS-Traumen durchaus nicht ungewöhnlich ist und sogar zum typischen 

Beschwerdebild gezählt wird. Die zum typischen Beschwerdebild eines 

Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen waren nach Lage der 

Akten während des ganzen zu prüfenden Zeitraums bis 30. November 2005 (Datum 

angefochtenen Entscheids; vgl. BGE 121 V 362 Erw. 1b mit Hinweisen; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 27. August 2002 [U 172/00] Erw. 3.2 und 

4.2) gehäuft gegeben. Auch wurden ärztlicherseits neben den psychischen Problemen 

immer auch die Einschränkungen im zervikalen Bereich angeführt und deren (teilweise) 

Unfallkausalität bestätigt (Suva-act. 17, 19, 29, 62, Beilagen zu 66). Damit kommt die 

Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen 

psychisch und physisch bedingten Beschwerden nicht unterschieden wird (RKUV 

1999, 407 Erw. 3b), vorliegend zur Anwendung.

f) Beim Ereignis vom 2. Juli 2004 ist - bei einer kollisionsbedingten 

Geschwindigkeitsänderung von innerhalb oder oberhalb von 10-15 km/h und in 

Anbetracht der weiteren Unfallumstände sowie der dokumentierten Fahrzeugschäden 

(Suva-act. 41) von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Ein leichtes Ereignis kann 

auch mit Blick auf das Urteil des EVG vom 17. Juli 2006 (U 206/06), wo eine 

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kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von 10-15 km/h zur Debatte stand, nicht 

angenommen werden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin - wie sie gegenüber 

Dr. J.___ im Dezember 2005 ausführte - sich durch den Unfallverursacher sehr bedroht 

gefühlt habe (Suva-act. 76.1) bzw. von ihm "abgeschossen" worden sei (act. G 1), 

vermag eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände nicht zu 

belegen, zumal das objektive Unfallgeschehen und nicht das subjektive Erleben des 

Ereignisses massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in RUMO-JUNGO, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 

2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). 

Beim erlittenen HWS-Trauma als solchem handelt es sich nicht um eine Verletzung, die 

durch ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre (vgl. Urteil des EVG vom 9. 

August 2004 i/S J. [U 116/04]), auch wenn nach der biomechanischen Kurzbeurteilung 

die Beschwerden durch das Trauma bereits im Normalfall eher zu erklären waren 

(Suva-act. 41).

Nach der Rechtsprechung ist eine ärztliche Behandlung von zwei bis drei Jahren bei 

einem Schleudertrauma nicht ungewöhnlich (Urteile des EVG vom 8. Februar 2005 i/S 

[U 314/04] Erw. 2.3, sowie vom 21. Oktober 2003 i/S M. [U 282/00], Erw. 4.3.3. mit 

Hinweis auf Urteil i/S H. vom 30. Mai 2003 [U 353/02] Erw. 3.3). Die versicherte Person 

hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen 

für solange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Die 

Beschwerdeführerin stand nach Lage der Akten seit dem Unfall vom 2. Juli 2004 in 

mehr oder weniger regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer Behandlung. Dr. 

B.___ erklärte am 31. Mai 2005, in den nächsten Monaten könne durch 

Behandlungsmassnahmen wahrscheinlich noch eine gewisse Verbesserung, wenn 

auch in kleinen Schritten, erzielt werden (Suva-act. 66 Beilage 1). Im Juni 2005 dauerte 

auch die psychotherapeutische Behandlung noch an (Suva-act. 66 Beilage 2). Dr. J.___ 

führte im Bericht vom 20. Dezember 2005 die aktuell durchgeführten physikalisch/

physiotherapeutischen sowie medikamentösen Behandlungen auf und erachtete die 

Evaluation geeigneter physikalischer/physiotherapeutischer Massnahmen, ein 

neuropsychologisches Training sowie eine psychologische Betreuung als erforderlich 

(vgl. Suva-act. 66 Beilage 1, 76.1 S. 3f, 5f). Im Gutachten der Klinik C.___ vom 9. 

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Januar 2007 wurde unter anderem die Durchführung von Physiotherapie bestätigt und 

die Weiterführung des Trainings, die Behandlung mit einem Antidepressivum sowie 

eine Psychotherapie empfohlen (act. G 30 Beilage 14 S. 17 und 30). Hinsichtlich der 

Länge der Behandlungsdauer ist somit festzuhalten, dass die ärztliche bzw. 

therapeutische Behandlung im Zusammenhang mit dem HWS-Distorsionstrauma nach 

Lage der Akten im streitigen Einstellungszeitpunkt und auch bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids (30. November 2005) andauerte. Im Einstellungszeitpunkt 

(15. August 2005) stand insbesondere nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest 

bzw. war nicht abgeklärt, ob von der Fortsetzung einer für die Beschwerdeführerin 

geeigneten Heilbehandlung eine namhafte Besserung erwartet werden konnte, weshalb 

die Ablehnung weiterer Heilbehandlung nicht gerechtfertigt war. Vor dem geschilderten 

Hintergrund war im Einstellungszeitpunkt eine Stellungnahme zur Frage, ob eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vorliegen wird, nicht möglich. 

Dieses Kriterium kann daher nicht ohne weiteres verneint werden. Demgegenüber 

lassen sich für das Vorliegen eines schwierigen Heilverlaufs und von erheblichen 

Komplikationen den Akten keine Anhaltspunkte entnehmen. Auch von einer ärztlichen 

Fehlbehandlung kann nicht ausgegangen werden.

Für die Zeit ab 2. Juli 2004 ist eine volle Arbeitsunfähigkeit und ab 15. November 2004 

eine solche von 70% ärztlich bestätigt (Suva-act. 2, 15, 20, 32, 33). Die 

Teilarbeitsunfähigkeit dauerte im streitigen Einstellungszeitpunkt an (vgl. auch Suva-

act. 72 Beilage 3). Daher liess sich im Einstellungszeitpunkt (15. August 2005) und auch 

im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (30. November 2005) nicht 

bestimmen, ob mit Blick auf die Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung 

im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. August 2001 [U 56/00] 

Erw. 3d) eine lang dauernde, erhebliche Arbeitsunfähigkeit zu bejahen ist. Dieses 

Kriterium lässt sich somit ebenfalls nicht verneinen. Dies umso weniger, als auch im 

Gutachten der Klinik C.___ eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% infolge 

des chronischen zervikozephalen und zervikospondylogenen Syndroms seit Status 

nach HWS-Trauma am 2. Juli 2004 und infolge eines Fibromyalgiesyndroms 

festgehalten wurde. Die Einschränkung bestehe seit dem Unfallereignis (act. G 30 

Beilage 14 S. 27-29). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist in diesem 

Zusammenhang nicht entscheidend, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall ein 

Arbeitspensum von 60% ausübte (Einsprache-Entscheid, Erw. 4b cc). Dieser Umstand 

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vermag am Grad der Arbeitsunfähigkeit als solchem nichts zu ändern. Was das 

Vorliegen von Dauerschmerzen betrifft, so lassen sich solche nicht in Abrede stellen, 

zumal die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. J.___ am 7. Dezember 2005 angegeben 

hatte, sie sei - bei schwankender Schmerzintensität - nie beschwerdefrei (vgl. act. G 21 

S. 9). Gegenüber den Gutachtern der Klinik C.___ berichtete sie über ständig 

vorhandene Nackenschmerzen (act. G 30 Beilage 14 S. 13f). Selbst wenn angesichts 

der krankheitsbedingten Befunde nicht abgrenzbar ist, in welchem Umfang 

Dauerschmerzen für die Zeit ab 15. August 2005 noch auf unfallbedingte Umstände 

zurückführen sind, so ist auch dieses Kriterium - jedenfalls in geringem Mass - als 

erfüllt zu betrachten. Da sich somit bezüglich des fraglichen mittelschweren Unfalls im 

streitigen Einstellungszeitpunkt bzw. im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 

mehrere Adäquanzkriterien nicht verneinen lassen, kann die adäquate Unfallkausalität 

der HWS-Beschwerden für die Zeit ab 15. August 2005 nicht verneint werden. Ein 

Einstellungsgrund kann nicht als nachgewiesen gelten (s. dazu vorne Erwägung 3d), 

zumal eine Einstellung per 15. August 2005 auch medizinisch in keiner Weise 

untermauert ist und kein Arztbericht den Wegfall der Unfallkausalität bestätigt. Vielmehr 

sprechen eine ganze Anzahl Arztberichte gegen einen Wegfall der natürlichen 

(teilweisen) Unfallkausalität. Bei dieser Aktenlage kann offen bleiben, welcher 

Beweiswert der Stellungnahme der Klinik C.___ vom 9. Februar 2007 (act. G 30 Beilage 

18), welche ebenfalls in die erwähnte Richtung weist, beizumessen sei. Die 

vorbestehenden, vom Unfall unabhängigen Beschwerden (insbesondere Migräne; vgl. 

Suva-act. 12) vermögen im übrigen für sich allein einen Wegfall der Kausalität nicht zu 

belegen. Der Fallabschluss per 15. August 2005 erscheint unter diesen Umständen als 

verfrüht. Der angefochtene Entscheid lässt sich dementsprechend nicht aufrecht 

erhalten. Der Beschwerdegegnerin steht es offen, den Wegfall der natürlichen und 

adäquaten Kausalität bezogen auf einen späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen.

5.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einsprache-Entscheids vom 30. November 2005 gutzuheissen und die 

Beschwer¬degegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für die Zeit nach dem 

15. August 2005 weiterhin Leistungen auszurichten. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hat die 

Beschwerdeführerin Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es 

rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 3'500.-- festzulegen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einsprache-Entscheid vom 30. November 

2005 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der Beschwerdeführerin 

für die Zeit nach dem 15. August 2005 weiterhin die gesetzlichen Leistungen 

auszurichten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'500.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.04.2007
	Art. 49 Abs. 3 ATSG. Art. 6, Art. 10 Abs. 1 und Art. 36 Abs. 1 UVG. HWS-Schleudertrauma nach Auffahrunfall. Begründungspflicht. Verfrühte Leistungseinstellung durch den Unfallversicherer (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. April 2007, UV 2006/12).

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