# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d15d072-c9e3-5849-80c5-c40d8cf1eca7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.06.2018 750 18 68 / 156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_750-18-68---156_2018-06-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. Juni 2018 (750 18 68 / 156) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Erwerbsersatz 

 

Die Ausgleichskasse hat die Erwerbsersatz-Entschädigung für den Zivildienst auf Grund 

des ortsüblichen Anfangslohns eines Bachelorabsolventen in Wirtschaftswissenschaften 

zu berechnen. Rückweisung an die Vorinstanz zur Bemessung des ortsüblichen An-

fangslohns. 

 

 

Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-
tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber i.V. Robert 
Schibli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Michael Blattner, Advo-
kat, Advokatur Sissach, Postgasse 9, Postfach 182, 4450 Sissach 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Handel Schweiz, Schönmattstrasse 4, Postfach, 
4153 Reinach BL, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
A. Der 1993 geborene A.____ schloss per 31. Juli 2016 sein Bachelorstudium in Wirt-
schaftswissenschaften an der Universität B.____ ab. Nebst dem Studium arbeitete er ab dem 1. 
Oktober 2015 als Aushilfe im Verkauf bei der C.____ AG. Nach seinem Bachelorabschluss leis-
tete A.____ vom 22. August 2016 bis 24. Februar 2017 Zivildienst. Mit Verfügung vom 
9. Dezember 2016 wurde sein Zivildiensteinsatz bis zum 26. Mai 2017 verlängert. Die Aus-
gleichskasse Handel Schweiz (Ausgleichskasse) berechnete in ihrer Verfügung vom 6. Februar 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2017 die Erwerbsersatz-Entschädigung für die Dienstperiode vom 22. August 2016 bis 26. Mai 
2017 gestützt auf den Lohn von A.____ bei der C.____ AG. Dies führte im Ergebnis zu einer 
Entschädigung in Höhe von Fr. 62.– pro Tag. Eine hiergegen erhobene Einsprache des Versi-
cherten wurde mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 abgewiesen. 
 
B. Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 erhob A.____, vertreten durch Mi-
chael Blattner, Advokat, am 6. Juni 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefoch-
tene Einspracheentscheid aufzuheben und es sei die Ausgleichskasse anzuweisen, ihm für die 
Dauer der Zivildienstleistung eine Erwerbsersatz-Entschädigung auf Basis des ortsüblichen 
Anfangslohns eines Bachelorabsolventen in Wirtschaftswissenschaften auszurichten. Unter o/e-
Kostenfolge zulasten der Ausgleichskasse, wobei ihm im Unterliegensfall die unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung mit Advokat Blattner zu gewähren sei. Mit Verfügung des Kantonsge-
richts vom 7. Juli 2017 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Advokat Blattner als Rechtsvertreter bewilligt.  
 
Mit Urteil vom 14. September 2017 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde in dem Sinne gut, 
als der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 aufgehoben und die Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung bezüglich der Höhe der EO-Entschädigung für den Zivildiensteinsatz 
vom 22. August 2016 bis 26. Mai 2017 zurückgewiesen wurde. Es konnte zwar festgestellt wer-
den, dass der Beschwerdeführer als Erwerbstätiger zu gelten und sein Bachelor-Studium unmit-
telbar vor dem Dienstbeginn erworben hat. Jedoch ergebe sich aus den Akten nicht, was der 
Beschwerdeführer nach der Beendigung des Zivildienstes gemacht hat, nämlich ob er zwi-
schenzeitlich ein Masterstudium aufnahm und somit mit dem Bachelorabschluss seine Ausbil-
dung nicht im Juli 2016 abgeschlossen hatte oder ob er eine Arbeitsstelle antrat. Der Sachver-
halt in Bezug auf die nachdienstliche Tätigkeit sei somit nicht genügend abgeklärt worden. 
 
Nach getätigter Abklärung bestätigte die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 
18. Januar 2018 ihre ursprüngliche Verfügung vom 5. Mai 2017 und passte kulanterweise die 
EO-Entschädigung auf den Praktikumslohn von Fr. 2600.– bei der D.____ AG an. 
 
C. Mit Eingabe vom 16. Februar 2018 erhob A.____ gegen den Einspracheentscheid vom 
28. Dezember 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht, und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Festle-
gung der EO-Entschädigung aufgrund des ortsüblichen Anfangslohns eines Bachelorabsolven-
ten in Wirtschaftswissenschaften (Monatssalär von Fr. 8‘285.–). 
 
D. In der Vernehmlassung vom 4. April 2018 schloss die Ausgleichskasse auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ATSG in Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende 
und bei Mutterschaft (Erwerbsersatzgesetz; EOG) vom 25. September 1952 auf die Erwerbser-
satzordnung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskassen beim 
zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Soweit sich die 
Beschwerde – wie im vorliegenden Fall – nicht gegen einen Einspracheentscheid einer kanto-
nalen Ausgleichskasse richtet, ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons zuständig, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 16. Februar 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist die Höhe der Erwerbsersatz-Entschädigung für den Zivildien-
steinsatz des Versicherten. Insbesondere ist die Frage zu klären, ob für die Bemessung der 
Entschädigung auf den ortsüblichen Anfangslohn eines Bachelorabsolventen in Wirtschaftswis-
senschaften abzustellen ist. 
 
3.1 Nach Art. 1a Abs. 2 EOG haben Personen, die Zivildienst leisten, für jeden anrechen-
baren Diensttag gemäss dem Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz, 
ZDG) vom 6. Oktober 1995 Anspruch auf eine Entschädigung. Art. 4 EOG normiert den Grund-
satz, dass alle Dienstleistenden Anspruch auf die Grundentschädigung haben. Bezüglich der 
Bemessung dieser Entschädigung unterscheidet der Gesetzgeber zwischen der "Grundent-
schädigung während der Rekrutenschule und gleichgestellten Dienstzeiten" (so die Überschrift 
des Art. 9 EOG) und der "Grundentschädigung während der anderen Dienste" (so die Über-
schrift des Art. 10 EOG). 
 
3.2 Gemäss der genannten Bestimmung von Art. 10 Abs. 1 EOG beträgt die tägliche 
Grundentschädigung während Diensten, die nicht unter Art. 9 EOG fallen, 80% des durch-
schnittlichen vordienstlichen Erwerbseinkommens. Vorbehalten bleibt Art. 16 Abs. 1-3 EOG. 
War die dienstleistende Person vor Beginn des Dienstes nicht erwerbstätig, so entspricht die 
tägliche Grundentschädigung den Mindestbeträgen gemäss Art. 16 Abs. 1-3 EOG (Art. 10 Abs. 
2 EOG). Gemäss Art. 16 Abs. 3 lit. a EOG darf die tägliche Gesamtentschädigung für Dienst-
leistende ohne Kinder während der anderen Dienste 25% des Höchstbetrages gemäss Art. 16a 
EOG nicht unterschreiten. Laut Art. 16a Abs. 1 EOG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 der Ver-
ordnung 15 über Anpassungen an die Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV/EO vom 15. 
Oktober 2014 beläuft sich der Höchstbetrag der Gesamtentschädigung in den hier massgeben-
den Jahren 2016 und 2017 auf Fr. 245.– pro Tag. Daraus folgt, dass die Grundentschädigung 
von Art. 16 Abs. 3 lit. a EOG Fr. 62.– pro Tag beträgt (25% von Fr. 245.–, aufgerundet auf den 
nächsten runden Frankenbetrag). 
 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.3 Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (EOV) vom 24. No-
vember 2004 gelten als Erwerbstätige Personen, die in den letzten zwölf Monaten vor dem Ein 
rücken während mindestens vier Wochen erwerbstätig waren. Wurde die Mindesterwerbsdauer 
gemäss Rz. 5060 der Wegleitung zur Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende und Mutter-
schaft (WEO) in mehreren unzusammenhängenden Perioden (z.B. wochen- oder tageweise) 
erfüllt, so wird das massgebende Tageseinkommen ermittelt, indem das zuletzt während insge-
samt 4 Wochen erzielte Einkommen durch 28 geteilt wird. Lässt sich auf diese Weise kein an-
gemessenes Durchschnittseinkommen ermitteln, so ist das auf den Tag umgerechnete Er-
werbseinkommen einer längeren Zeitperiode zu berücksichtigen (Rz . 5033 ff. und 5064 WEO). 
 
3.4 Ebenfalls den Erwerbstätigen gleichgestellt sind Personen, die unmittelbar vor dem 
Einrücken ihre Ausbildung abgeschlossen haben oder diese während des Dienstes beendet 
hätten (Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV). Die Entschädigung wird dann auf Grund des ortsüblichen An-
fangslohns im betreffenden Beruf berechnet (Art. 4 Abs. 2 zweiter Satz EOV; Rz. 5042 WEO). 
Es wird von Gesetzes wegen vermutet, dass sie eine Erwerbstätigkeit im betreffenden Beruf 
aufgenommen hätten. Als unmittelbar gilt dabei eine Zeitspanne von maximal drei Wochen 
(Rz. 5006 WEO mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2013 vom 12. Au-
gust 2013 E. 2.1.1). Die gesetzliche Vermutung kann hingegen durch den Beweis des Gegen-
teils umgestossen werden. Dies ist der Fall, wenn die Ausgleichskasse Umstände geltend 
macht, die darauf schliessen lassen, dass der Versicherte auch ohne Dienstabsolvierung keine 
Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte (BGE 137 V 410 E. 4.2.1; Rz. 5006 WEO).  
 
4.1 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer unmittelbar vor dem Antritt seines 
Zivildiensteinsatzes sein Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen hatte 
und dass gemäss Urteil des Kantonsgerichts vom 14. September 2017 bei der Bemessung der 
EO-Entschädigung nicht auf das frühere Einkommen aus der Erwerbstätigkeit des Beschwerde-
führers bei der C.____ AG abgestellt werden kann. Nach den Abklärungen der Ausgleichskasse 
steht auch fest, dass der Beschwerdeführer nach dem Abschluss des Bachelorstudiums kein 
Masterstudium aufgenommen hatte.  
 
4.2 Zusätzlich ist darauf hinzuweisen, dass der zivildienstleistenden Person für die Anzahl 
Tage, die der Dauer einer Rekrutenschule entsprechen, 25% des Höchstbetrages der Gesam-
tentschädigung zustehen gemäss Art. 9 Abs. 3 EOG (vgl. E. 3.1 hiervor). Der Erwerbsersatz-
Entschädigungsanspruch beschränkt sich folglich auf die Grundentschädigung von Fr. 62.– pro 
Tag während der ersten 124 Zivildiensttage (https://www.zivi.admin.ch/zivi/de/home/zivi-
sein/waehrend-eines-einsatzes/erwerbsersatz-eo.html, besucht am 22. Juni 2018). Demnach 
entspricht der Erwerbsersatz-Entschädigungsanspruch des Beschwerdeführers für die ersten 
rund vier Monate dem Mindestbetrag von Fr. 62.– pro Tag. Zu beurteilen ist demnach nachfol-
gend der Entschädigungsanspruch nach der Grundausbildung, wobei zu klären ist, ob der orts-
übliche Anfangslohn eines Bachelorabsolventen in Wirtschaftswissenschaften als Bemes-
sungsgrundlage massgebend ist.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stellt sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den 
Standpunkt, die gesetzliche Vermutung in Art. 4 Abs. 2 EOV sei durch den Beweis des Gegen-

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

teils umgestossen, da aus den zahlreichen Bewerbungsabsagen ersichtlich werde, dass der 
Beschwerdeführer nach seinem Ausbildungsabschluss auch ohne Dienstleistung keine Er-
werbstätigkeit als Ökonom aufgenommen hätte. Aus den Unterlagen sei einzig ersichtlich, dass 
der Beschwerdeführer eine sechsmonatige Praktikumsstelle zu einem Monatslohn von  
Fr. 2600.– erhielt. Deshalb habe der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine EO-
Entschädigung zum ortsüblichen Anfangslohn von über Fr. 8‘000.–. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei ihm der ortsübliche Anfangslohn eines Ba-
chelorabsolventen in Wirtschaftswissenschaften in der Höhe von Fr. 8‘285.– gemäss dem indi-
viduellen Lohnrechner des Bundesamt für Statistik aus dem Jahr 2014 als EO-Entschädigung 
auszurichten. Im Sinne der gesetzlichen Vermutung sei eine Prognose, ob der Beschwerdefüh-
rer ohne Dienstantritt eine Stelle angetreten hätte, ex-ante zum Zeitpunkt der Bemessung der 
EO-Entschädigung vorzunehmen, das heisst ob der Beschwerdeführer ohne Dienst nach dem 
Abschluss seiner Ausbildung eine Stelle angetreten hätte. Die vorgelegten Bewerbungsversu-
che würden nämlich bezeugen, dass der Beschwerdeführer das Ziel, eine Festanstellung als 
Ökonom zu finden, verfolgt habe. Keiner der Rückmeldungen der Arbeitgeber habe dabei als 
Grund für die Absage angegeben, dass der Beschwerdeführer lediglich über einen Bachelorab-
schluss verfüge. Der mangelnde Erfolg bei der Stellensuche sei nicht der Ausbildung des Be-
schwerdeführers, sondern der wirtschaftlichen Lage zuzuschreiben. 
 
6. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer mehrere Bewerbungsabsagen erhalten hatte, vorliegend nicht als Beweis des 
Gegenteils dienen und die gesetzliche Vermutung, der Beschwerdeführer hätte ohne Dienstan-
tritt eine Stelle angetreten, umstossen. Die gesetzliche Vermutung in Art. 4 Abs. 2 Satz 2 EOV 
greift unabhängig vom Bemühen und insbesondere vom Erfolg des Versicherten, eine Arbeits-
stelle zu finden. Ob sie auch tatsächlich zur Anwendung kommt, wird nach der Situation wie sie 
zum Zeitpunkt nach dem Ausbildungsabschluss vorgelegen hatte, beurteilt, wobei das nach-
dienstliche Verhalten berücksichtigt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. No-
vember 2016, 9C_693/2016, E. 2). Das nachdienstliche Verhalten - in casu die mehrfachen 
Bewerbungsversuche sowie die Annahme einer Praktikumsstelle als Ökonom - zeigt im vorlie-
genden Fall nun, dass der Beschwerdeführer sich um eine Stelle bemühte und eine Erwerbstä-
tigkeit als Ökonom nach dem Abschluss des Bachelorstudiums aufnehmen wollte. Schliesslich 
sei noch festzuhalten, dass sich der direkte Berufseinstieg für Studienabgänger der Wirt-
schaftswissenschaften mit einem Bachelorabschluss wie vorliegend als schwierig erweisen 
mag, jedoch grundsätzlich möglich ist (siehe den Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 21. März 2018, EO 2016/3, E. 3.3). 
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beweis des Gegenteils vorliegend nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erbracht ist (siehe BGE 137 V 414 E. 4.2.2). Es gibt kei-
ne Anhaltspunkte, welche aufzeigen würden, dass der Beschwerdeführer auch ohne Dienstab-
solvierung keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Der Beschwerdeführer hat somit für die 
Diensttage nach der Grundausbildung (siehe E. 4.2) Anspruch auf eine EO-Entschädigung auf 
der Grundlage eines ortsüblichen Anfangslohns eines Bachelorabsolventen in Wirtschaftswis-
senschaften. Auf den vom Beschwerdeführer vorgebrachten möglichen ortsüblichen Anfangs-

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lohn eines Ökonoms mit einem Bachelorabschluss von Fr. 8‘285.– kann jedoch nicht ohne Wei-
teres abgestellt werden. Dieser basiert nämlich auf den Zahlen des individuellen Lohnrechners 
des Bundesamt für Statistik aus dem Jahr 2014, wobei sich aus diesem nicht klar erkennen 
lässt, ob der genannte Bruttolohn statistisch nur an Hochschulabsolventen mit einem Masterdip-
lom ausbezahlt wird, womit dieser in einem solchen Fall vorliegend zu hoch ausgewiesen wäre. 
Die Angelegenheit ist deshalb zur weiteren Abklärung an die Ausgleichkasse zurückzuweisen. 
Die Vorinstanz wird dabei den ortsüblichen Anfangslohn eines Bachelorabsolventen in Wirt-
schaftswissenschaften zu bemessen und neu über den Leistungsanspruch des Versicherten zu 
befinden haben Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen und der ange-
fochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2018 aufzuheben. 
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Ent-
scheid auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an 
die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als 
(vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit 
Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner 
Honorarnote vom 2. Mai 2018 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 10 Stunden 
und 40 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenan-
satz von Fr. 250.– zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausge-
wiesenen Auslagen von Fr. 103.80. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in Höhe von Fr. 2‘912.– (10 Stunden und 40 Minuten à Fr. 250.– zuzüglich Auslagen von 
Fr. 103.80 + 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind –  mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
9.2  Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Handel Schweiz vom 
18. Januar 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung an die Ausgleichskasse Handel Schweiz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Ausgleichskasse Handel Schweiz hat dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘912.– (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am 31. August 
2018 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 
9C_585/2018) erhoben.