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**Case Identifier:** 5c41ac05-5dd1-500c-9891-40ca9393a33e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.05.2020 200 2019 334
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-334_2020-05-22.pdf

## Full Text

200 19 334 UV
KNB/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. Mai 2020

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. März 2019 (Ref.: 90.85.006955)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
vormals beim C.________ als ... angestellt und dadurch bei der Schweize-
rische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar bzw. Beschwerde-
gegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, 
als er am 12. November 1985 durch ein ausschlagendes Pferd mit dem Huf 
im Gesicht getroffen wurde. Dabei erlitt er eine leichte Comotio cerebri, 
eine Le Fort I-Fraktur in drei Teilen, eine Jochbeinfraktur rechts und multi-
ple Zahnfrakturen (Akten der Mobiliar, Antwortbeilage [act. II] „MIFI-Akten 
1986-1988“ [3]/1 und 36). Die Mobiliar erbrachte in der Folge die gesetzli-
chen Leistungen, namentlich kam sie für wiederholte zahnmedizinische 
Behandlungen auf, und schloss den Fall im Jahr 1988 ab.

Am 13. März 1998 verletzte sich der mittlerweile als ... bei D.________ AG 
in ... tätige Versicherte erneut am Gebiss (Wurzelfragment-Absplitterung 
beim Wurzelstrumpf 15, subklinische Wurzelfraktur bei den Zähnen 12 und 
13; act. II „Vorakten E.________“ [2]/3, 5 und 9). Die Versicherung 
E.________ AG kam als zuständige Unfallversicherung für die zahntechni-
schen Arbeiten auf (act. II 2/1 und 14).

B.

Am 13. Dezember 2017 ersuchte der behandelnde Zahnarzt des Versicher-
ten, Dr. med. dent. F.________, die Mobiliar um Kostengutsprache für eine 
zahnmedizinische Versorgung von Unfallfolgeschäden, insbesondere für 
eine Implantatbrücke Oberkiefer I15-I14-X-X-X-I21-X-I23 in der Höhe von 
Fr. 21‘521.55 (act. II „Aktuelle Akten seit 12/2017“ [1]/1-8). Ein gleichlau-
tendes Kostengutsprachegesuch vom 16. März 2018 zuhanden der Versi-
cherung E.________ (act. II 2/16-23) wurde von letzterer nach Vorlage an 
den Vertrauensarzt (vgl. act. II 2/24) am 18. April 2018 mangels eines Kau-
salzusammenhangs zum Unfallereignis vom 13. März 1998 abgewiesen 
(act. II 2/25). Nach medizinischen Abklärungen erteilte die Mobiliar am 

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23. Juli 2018 (act. II 1/38 f.) eine Proforma-Kostengutsprache für eine 
Oberkiefer-Modellgussprothese mit zwei Wurzelstiftkappen bei 11 und 14, 
und lehnte eine weitergehende Kostenübernahme ab. Daran hielt sie nach 
wiederholter Rücksprache mit dem Vertrauensarzt mit Verfügung vom 
17. Januar 2019 (act. II 1/51 f.) sowie – nach erfolgter Einsprache (act. II 
1/54-66) – mit Einspracheentscheid vom 26. März 2019 (act. II 1/67-74) 
fest. 

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 3. Mai 2019 Beschwerde. Er beantragte, in 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides sei die Beschwer-
degegnerin zu verpflichten, die weiteren unfallbedingten Behandlungskos-
ten (Bezahnung) des Unfallereignisses vom 12. November 1985 in Form 
einer festsitzenden Lösung zu übernehmen. Eventualiter sei betreffend 
eine festsitzende Lösung (Bezahnung) versus eine Oberkiefer-Modellguss-
prothese auf Kosten der Beschwerdegegnerin ein zahnmedizinisches Gut-
achten einzuholen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2019 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 27. Mai (recte: September) 2019 nahm der Beschwerde-
führer zur Beschwerdeantwort Stellung. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 31. März 2020 wurden die Parteien 
aufgefordert, zur Höhe des Streitwertes Stellung zu nehmen.

Mit Eingabe vom 17. April 2020 reichte die Beschwerdegegnerin eine ver-
trauensärztliche Stellungnahme vom 8. April 2020 sowie Kostenschätzung 
vom 5. April 2020 ein und bezifferte den Streitwert auf Fr. 11‘115.--. Die 
Eingabe ging zur Kenntnis an den Beschwerdeführer.

Mit Eingabe vom 13. Mai 2020 bezifferte der Beschwerdeführer den Streit-
wert ebenfalls auf Fr. 11‘115.-- und machte weitere Ausführungen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 26. März 2019 (act. II 
1/67-74), mit welchem die Beschwerdegegnerin an der mit Verfügung vom 
17. Januar 2019 (act. II 1/51 f.) auf eine Oberkiefer-Modellgussprothese mit 
zwei Wurzelstiftkappen bei Zahn 11 und 14 beschränkten Kostenübernah-
me festhielt, während sei eine weitergehende Kostenübernahme, nament-
lich für die vom Beschwerdeführer beantragte Implantatbrücke am Oberkie-
fer, ablehnte. Streit und zu prüfen ist somit der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Kostenübernahme für zahntechnische Behandlung im Zusam-
menhang mit Spätfolgen des Unfallereignisses vom 12. November 1985.

1.3 Der Beschwerdeführer beantragt gestützt auf den Kostenvoran-
schlag von Dr. med. dent. F.________ vom 13. Dezember 2017 (act. II 1/1-
8) die Kostenübernahme für eine zahnmedizinische Versorgung mit einer 
Implantatbrücke am Oberkiefer, in der Höhe von Fr. 21‘521.55. Die tarif-
mässigen Kosten für die von der Beschwerdegegnerin anerkannte Versor-
gung (Modellgussprothese mit zwei Wurzelstiftkappen bei 11 und 14 [act. II 

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1/51 f. bzw. 1/67-74]) belaufen sich gemäss den übereinstimmenden Ein-
schätzungen der Parteien bzw. ihrer beratenden Ärzte auf Fr. 10‘406.55 
(Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 17. April 2010 Ziff. 1.a; Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 13. Mai 2020; act. IA 2). Als streitig verbleibt 
die Differenz der Kostenübernahme für eine zahntechnische Versorgung im 
Umfang von Fr. 11‘115.-- (Fr. 21‘521.55 ./. Fr. 10‘406.55). Der Streitwert 
liegt daher unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in 
die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, werden die Versiche-
rungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrank-
heiten gewährt (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht 
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 
hat (Art. 4 ATSG). Die bisherige Rechtsprechung zum Unfallbegriff gemäss 
Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversi-
cherung (UVV; SR 832.202; aufgehoben per Ende 2002) und zu den ein-
zelnen begriffscharakteristischen Merkmalen behält weiterhin Geltung 
(SVR 2005 UV Nr. 2 S. 4 E. 1.2).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt 
sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

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2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 
S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

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Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen 
den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV 
Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfol-
gen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem 
Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche 
Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Be-
einträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrschein-
lichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus 
(SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid des BGer vom 19. Dezem-
ber 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.3 Der Versicherte hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
der Unfallfolgen, insbesondere auf ambulante Behandlungen u.a. durch 
den Zahnarzt, auf vom Zahnarzt verordnete Arzneimittel und Analysen so-
wie die der Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände (vgl. Art. 10 Abs. 1 
lit. a, b und e UVG). Zudem hat er unter anderem Anspruch auf einfache 
und zweckmässige Hilfsmittel in Form von Zahnprothesen (vgl. Art. 11 Abs. 
1 Satz 1 und Abs. 2 UVG; Art. 11 Abs. 1 Satz 2 UVG i.V.m. Art. 19 UVV 
sowie Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 18. Oktober 1984 über die Abgabe 
von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [HVUV; SR 832.205.12] und 
Ziff. 5.05 Anhang HVUV). Anders als diese Immediatprothese oder eine 
andere schleimhauttragende abnehmbare Zahnprothese (Ziff. 5.05 Anhang 
HVUV), erfüllt die beantragte implantatgestützte Prothese den Hilfsmittel-
begriff nicht (vgl. BGE 115 V 191 E. 2 S. 194), weshalb der Anspruch unter 
dem Titel der Heilbehandlung zu beurteilen ist.

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2.4 Die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder 
und Hilflosenentschädigungen werden nicht gekürzt, wenn die Gesund-
heitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist (Art. 36 Abs. 1 UVG). 
Dies ist dann der Fall wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis 
(der krankhafte Vorzustand oder die später hinzugetretene Krankheit) einen 
bestimmten Gesundheitsschaden zusammen verursachen oder diesen 
verschlimmern, mithin beide Ursachen für den gleichen Schaden kausal 
und sind die Krankheitsbilder sich überschneiden. Demgegenüber nicht 
anwendbar ist Art. 36 UVG, wenn ein Unfall und ein unfallfremdes, nicht 
versichertes Ereignis unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die von-
einander unabhängig sind. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Unfall und das 
nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich die 
Gesundheitsschädigungen nicht überschneiden (VOLLENWEIDER/BRUNNER, 
in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler Kommentar, Unfall-
versicherungsgesetz, 2019, Art. 36 N. 12 und 14).

Der Versicherer kann unter angemessener Rücksichtnahme auf den Versi-
cherten und seine Angehörigen die nötigen Anordnungen zur zweckmässi-
gen Behandlung des Versicherten treffen (Art. 48 Abs. 1 UVG; vgl. ferner 
Art. 61 UVV). Wer für die Unfallversicherung tätig ist, hat sich in der 
Behandlung, in der Verordnung und Abgabe von Arzneimitteln sowie in der 
Anordnung und Durchführung von Heilanwendungen und Analysen auf das 
durch den Behandlungszweck geforderte Mass zu beschränken (Art. 54 
UVG). Der Versicherer hat demnach sowohl gegenüber dem 
Leistungserbringer als auch gegenüber der versicherten Person das Recht, 
die Übernahme von unnötigen therapeutischen oder von solchen 
Massnahmen, die durch weniger kostspielige ersetzt werden können, 
abzulehnen (RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
4. Aufl. 2012, S. 240 zu Art. 54 UVG). Entgegen dem Wortlaut von Art. 54 
UVG finden alle drei Kernprinzipien des Leistungsrechts (sog. WZW-
Kriterien) Geltung in der Unfallversicherung. Demnach hat eine Behandlung 
nicht nur wirtschaftlich, sondern auch zweckmässig (vgl. auch Art. 67 
Abs. 2 UVV) und wirksam zu erfolgen (PÄRLI/KUNZ, in: FRÉSARD-
FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler Kommentar, Unfallversicherungs-
gesetz, 2019, Art. 54 N. 10).

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3.

3.1 Im Beschwerdeverfahren wird von der Beschwerdegegnerin aner-
kannt, dass das Unfallereignis 12. November 1985 in einem Kausalzu-
sammenhang im Sinne einer Teilursache zur aktuell sanierungsbedürftigen 
Gebisssituation steht (Beschwerdeantwort, S. 3 lit. B). Vor diesem Hinter-
grund und mit Blick auf Art. 36 Abs. 1 UVG (vgl. dazu E. 2.4 hiervor) sowie 
gestützt auf die medizinische Aktenlage (vgl. insbesondere act. II 1/50), 
kann in tatsächlicher Hinsicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit eine natürliche (Teil-) Kausalität zwischen dem Unfal-
lereignis vom 12. November 1985 und der vorliegend streitigen zahntechni-
sche Behandlung als erstellt gelten. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerde-
gegnerin zu Recht eine implantatgestützte Versorgung abgelehnt hat bzw. 
die Kostenübernahme auf eine Modellguss-Prothese beschränkte.

3.2 Den medizinischen Akten lassen sich im Wesentlichen folgende 
Angaben entnehmen: 

3.2.1 In der Stellungnahme vom 29. Juni 2018 (act. II 1/36) hielt der bera-
tende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. dent. G.________, Facharzt 
für Rekonstruktive Zahnmedizin, Spezialist SSO für Zahnärztliche Prothetik 
(vgl. Zahnarztverzeichnis der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft 
[SSO], <https://www....>, Aufruf vom 19. Mai 2020), zum Kostenvoran-
schlag von Dr. med. dent. F.________ vom 13. Dezember 2017 (act. II 1/1-
8) fest, durch den Unfall von 1985 seien nebst einer Le Front-I-Fraktur die 
Zähne 15 bis 21 und 43 42 geschädigt worden. Aktuell zeige das Gebiss 
massivste kariöse Läsionen, Wurzelreste, Parodontitis marg. und apikale 
Befunde auch an Zähnen, welche nicht durch Unfallereignisse geschädigt 
worden seien. Nun sei nebst anderem (16, 17, 26, 36, 47) auch die gesam-
te unfallbedingte Versorgung sanierungsbedürftig. Entgegen der Meinung 
des beratenden Zahnarztes der Versicherung E.________, med. et med. 
dent. H.________ (vgl. dazu act. II 2/24), könne eine erneute Versorgung 
des Oberkiefers nicht aufgrund eines Status quo sine abgelehnt werden, 
weil ein zu grosser Teil der seinerzeit zu weiten Teilen unfallbedingt-
versorgte Zähne Defekte zeigten. Aufgrund des schlechten Sanierungsgra-
des der restlichen Bezahnung sei eine festsitzende Lösung nicht mehr an-

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gemessen. Zu übernehmen sei eine Oberkiefer-Modellguss-Prothese mit 
zwei Wurzelstiftkappen 11, 14; eventuell pro forma.

3.2.2 In einer weiteren Stellungnahme vom 23. Oktober 2018 (act. II 1/45) 
hielt Dr. med. dent. G.________ präzisierend fest, die unfallfremden Zähne 
16, 36 und 47 zeigten massivste kariöse Zerstörung und seien als Wurzel-
reste extraktionsreif. Daneben zeigten sich an ebenso unfallfremden Zäh-
nen kariöse Läsionen und partielle Parodontitiden. Das Gebiss gelte 
gemäss dem OPT (Orthopantomogramm) vom 6. November 2017 als un-
saniert und deute auf eine ungenügende Mundhygiene hin. Aus diesem 
Grund seien implantatgetragene Lösungen kontraindiziert und nicht ange-
messen. Sollte sich der Beschwerdeführer zu einer Sanierung der unfall-
fremden Zähne auf eigene Kosten entschliessen – was mit einem Parosta-
tus, BOP und aktuellen BW-Aufnahmen zu belegen sei – könne über ein 
implantatgetragene Versorgung der Oberkiefer-Brücke erneut befunden 
werden. 

3.2.3 Dr. med. dent. G.________ führte in der Stellungnahme vom 9. Ja-
nuar 2019 (act. II 1/50) unter Verweis auf seine vorangegangenen Stel-
lungnahmen aus, massgebend sei nicht, wie häufig der Beschwerdeführer 
einen Dentalhygiene-Recall besuche. Massgebend für festsitzende oder 
implantatgetragene Versorgungen sei, wie gesund das restliche Gebiss 
parodontal, endodontisch und konservierend (Karies) sei. Die Verneinung 
der Kausalität für eine unfallbedingte Versorgung durch med. et. med. dent. 
H.________ gehe zu weit. Wegen der Paroerkrankung und des schlechten 
konservierenden Zustands (Karies bzw. Wurzelreste) sei jedoch eine im-
plantatgetragene Lösung nicht nur inadäquat, sondern auch kontraindiziert. 
Es mache keinen Sinn, wenn Implantat-Versorgungen nach kurzer Zeit 
wegen Periimplantitiden verloren gingen und dabei noch grössere Defekte 
hinterliessen. Bisher habe der Beschwerdeführer keine Unterlagen beige-
bracht, welche eine erfolgreiche Sanierung des Restgebisses belegen wür-
den, weshalb davon auszugehen sei, dass das Gebiss noch immer unsa-
niert sei.

3.2.4 Dr. med. dent. F.________ hielt im Schreiben vom 15. Februar 
2019 (act. II 1/55) fest, der Beschwerdeführer befinde sich gemäss eigenen 
Angaben „allo loco“ in einem engmaschigen DH-Recall. Aufgrund der et-

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was komplizierten Sachlage habe sich die Eruierung der Kostenübernahme 
etwas in die Länge gezogen. Vor Klärung der Kostenübernahme seien kei-
ne grösseren vorbehandelnden Schritte unternommen worden. Es seien 
lediglich Sofortmassnahmen eingeleitet und eine einigermassen ästhetisch 
befriedigende superprovisorische Lösung erstellt worden. Die Sanierung 
des Restgebisses könne erst definitiv erfolgen, wenn die definitive Planung 
von allen Seiten akzeptiert werde. Wie der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers bereits schreibe, sei aufgrund der beruflichen Funktion eine fest-
sitzende Rekonstruktion anzustreben. Eine zusätzliche Anfertigung von 
Parostatus/BOP und Röntgenbildern würde die Kosten noch weiter hinauf-
treiben.

3.2.5 In der im Beschwerdeverfahren eingereichten Stellungnahme vom 
8. April 2020 (act. IA 1 f.) führte Dr. med. dent. G.________ aus, die OPT-
Röntgenbilder vom 6. November 2017 zeigten die durch Karies unfallfremd 
stark zerstörten Zähne im Ober- und Unterkiefer deutlich, welche zusam-
men mit fortgeschrittenen parodontalen und endodontischen Befunden 
schon 2017 als extraktinosreif gegolten hätten. Die ungenügende Mundhy-
giene beziehe sich hier nicht auf die möglicherweise kurzfristigen Recalls 
bei der Dentalhygienikerin, sondern auf die tägliche durch den Beschwer-
deführer selbst durchgeführte Zahnreinigung. Deshalb sei er, Dr. med. 
dent. G.________, in der Beurteilung vom 23. Oktober 2018 (act. II 1/45) 
zum Schluss gekommen, dass Implantate in einem derart unsanierten 
(verwahrlosten) Gebiss kontraindiziert seien. Kontraindiziert als medizini-
scher Begriff heisse nicht nur ‚nicht geeignet‘, sondern ‚wenn unter diesen 
Voraussetzungen beispielsweise implantiert wird, dann ist das eine Sorg-
faltspflichtverletzung!‘. Wenn es zu einem Implantatverlust wegen einer 
bakteriellen, periimplantären Entzündung (Periimplantitis) aufgrund unge-
nügender Mundhygiene komme, dann entstehe meist ein ausgeprägter 
Knochendefekt, welcher eine weitere Versorgung massiv erschweren kön-
ne. Ein Implantatverlust gefährde somit den Erhalt einer Versorgung. Des-
halb gelte als unabdingbare Voraussetzung für festsitzende oder implantat-
getragene Versorgungen vorgängig die konservierende, endodontische und 
parodontale Sanierung des Restgebisses. Der Sanierungsgrad habe einen 
direkten Einfluss auf den langfristigen Erfolg einer festsitzenden oder gar 

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implantatgetragenen Versorgung. Ein Nachweis einer derartigen Sanierung 
sei bis anhin nicht erfolgt.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in beweis-
rechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die verwal-
tungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (RKUV 
2001 KV 189 S. 492 E. 5b). Ihnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als 
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Urteilt das Gericht indessen abschlies-
send gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozi-
alversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 13

Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 
S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4

3.4.1 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. März 2019 (act. II 
1/67-74) stützt sich in medizinischer Hinsicht auf die vertrauensärztlichen 
Einschätzungen von Dr. med. dent. G.________ (act. II 1/36, 45 und 50). 
Letzterer machte zudem im Beschwerdeverfahren mit Stellungnahme vom 
8. April 2020 weitere Ausführungen (vgl. act. IA 1 f.). Diese zahnmedizini-
schen Beurteilungen erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihnen volle Beweis-
kraft zukommt. Dr. med. dent. G.________ erfasste darin den gesamten 
massgebenden medizinischen Sachverhalt, namentlich den aktuellen Pa-
rostatus, und stützte sich auf die vollständigen einschlägigen Akten. Dabei 
legte er nachvollziehbar begründet und überzeugend dar, dass aufgrund 
des gegenwärtig unsanierten bzw. verwahrlosten Gebisszustandes mit un-
fallfremd massivst durch Karies zerstörten Zähnen im Ober- und Unterkie-
fer und fortgeschrittenen parodontalen sowie endodontischen Befunden 
weder eine festsitzende noch eine implantatgetragene Versorgung in Frage 
komme. Im Gegenteil zeigte Dr. med. dent. G.________ nachvollziehbar 
auf, dass angesichts des schlechten konservierenden Gebisszustandes 
zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine derartige Versorgung nicht nur als ina-
däquat, im Sinne einer unangemessenen Lösung, zu betrachten sei, son-
dern vielmehr aus medizinsicher Sicht sogar klar kontraindiziert sei (act. II 
50; vgl. ferner act. IA 1 f.). Unter diesen Umständen ist die beantragte fest-
sitzende bzw. implantatgetragene Versorgung aufgrund des nachgewiese-
nermassen unsanierten Gebisszustandes aus medizinischen Gründen nicht 
geeignet und ist damit auch nicht zweckmässig i.S.v. Art. 10 Abs. 1 und 
Art. 48 Abs. 1 UVG. Bei fehlender Zweckmässigkeit besteht daher vorlie-
gend kein Anspruch auf Kostenübernahme zulasten der Unfallversiche-
rung, sondern diese durfte sich gestützt auf die überzeugende vertrauens-
ärztliche Beurteilung auf eine einfache und zweckmässige Versorgung 
i.S.v. Art. 48 und 54 UVG (vgl. dazu E. 2.4 hiervor) beschränken.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 14

3.4.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht. So 
lassen sich namentlich weder dem Kostenvoranschlag von Dr. med. dent. 
F.________ (act. II 1/1-8) noch dem – im Rahmen des vorliegend zu beur-
teilenden Anfechtungs- und Streitgegenstandes (vgl. E. 1.2 hiervor) ohne-
hin nicht einschlägigen – früheren Kostenvoranschlag von Zahnarzt 
Dr. med. dent. I.________ vom 2. Februar 2015 (Beschwerdebeilage 
[act. I] 5) medizinische Argumente entnehmen, welche auch nur geringe 
Zweifel an der vertrauensärztlichen Beurteilung von Dr. med. dent. 
G.________ zu wecken vermöchten. Dasselbe gilt denn auch für das 
Schreiben von Dr. med. dent. F.________ vom 15. Februar 2019 (act. II 
1/55), in welchem lediglich ein anamnestisch regelmässiger DH-Recall be-
schrieben und allgemein festgehalten wurde, dass aufgrund der beruflichen 
Funktion eine festsitzende Rekonstruktion anzustreben sei. Demgegenüber 
ging der behandelnde Zahnarzt mit keinem Wort auf die von Dr. med. dent. 
G.________ wiederholt und ausdrücklich verneinte medizinische Indikation 
einer festsitzenden oder implantatgetragenen Versorgung ein. Im Übrigen 
erhellt schliesslich auch nicht, wieso Dr. med. dent. F.________ mit Blick 
auf die angestrebte, kostspielige Implantatversorgung aus Kostengründen 
die von Dr. med. dent. G.________ mit einleuchtender Begründung ver-
langten Nachweise für eine gesicherte Gebisssanierung (vgl. act. II 1/50) 
ablehnt (vgl. act. II 1/55). 

Sodann würde selbst wenn keine medizinische Kontraindikation bestünde, 
alleine der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine implantatgestützte 
Versorgung aufgrund seiner beruflichen Funktion und weil sie eine langfris-
tige Lösung darstellen soll, bevorzugt (Beschwerde, S. 6; vgl. auch act. II 
1/55) nicht genügen, da bloss ein Anspruch auf eine zweckmässige und 
wirtschaftliche, nicht aber auf die bestmögliche und kostspieligste, das 
hiesst luxuriöse Versorgung besteht (vgl. E. 2.4 hiervor; Entscheid des 
BGer vom 7. April 2010, 9C_36/2010, E. 6.2). Damit besteht neben der 
vorliegend fehlenden Eignung der beantragten Versorgung auch unter dem 
Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit der Versorgung nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit eine hinreichende Anspruchsgrundlage.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 15

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin mit dem angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 26. März 2019 (act. II 1/67-74) zu Recht 
gestützt auf die beweiskräftige fachärztliche Beurteilung von Dr. med. dent. 
G.________ eine Kostenübernahme für eine einfache und zweckmässige 
Versorgung mittels Oberkiefer-Modellgussprothese mit zwei Wurzelstift-
kappen 11 und 14 erteilt und den Anspruch auf eine weitergehende Kos-
tenübernahme für eine festsitzende Versorgung verneint. Die Beschwerde 
erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG).

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (samt Einga-

be des Beschwerdeführers vom 13. Mai 2020)
- Bundesamt für Gesundheit

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 16

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2020, UV/19/334, Seite 17

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.