# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa8ef796-ad1f-5181-ba69-abcb9e87ae0a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 14.09.2021 470 2021 158 (470 21 158)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2021-158_2021-09-14.pdf

## Full Text

Seite 1  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom       

14. September 2021 (470 21 158) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Daniel Häring (Ref.), 

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiberin i.V. Laura Venerito 

 

Parteien A.____  

Beschwerdeführer 

  

gegen 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Hauptabteilung Strafbefehle (SB), 

Rheinstrasse 12, Postfach, 4410 Liestal,  

Beschwerdegegnerin 

 

B.____,  

vertreten durch Advokat Dr. Georg Gremmelspacher,  

Henric Petri-Strasse 9, Postfach, 4010 Basel,  

Beschuldigter 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde vom 27. Juni 2021 gegen die Einstellungsverfügung 

der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Strafbe-

fehle, vom 15. Juni 2021 

 

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A. Mit Urteil vom 10. Oktober 2019 sprach die Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Land-

schaft B.____ (nachfolgend: Beschuldigter) von den Vorwürfen der mehrfachen falschen An-

schuldigung (Art. 303 StGB), eventualiter mehrfachen Verleumdung (Art. 174 StGB), eventualiter 

mehrfachen üblen Nachrede (Art. 173 StGB), zum Nachteil von A.____ frei und wies dessen 

Genugtuungsforderung ab. Dagegen meldete A.____, vertreten durch Advokat C.____, mit Ein-

gabe vom 21. Oktober 2019 die Berufung an, stellte mit Berufungserklärung vom 27. Februar 

2020 entsprechende Rechtsbegehren und reichte mit Eingabe vom 29. Mai 2020 eine Berufungs-

begründung ein. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2020 hingegen zog A.____ seine Berufung wie-

der zurück, woraufhin mit Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht 

(nachfolgend: Kantonsgericht), vom 20. Januar 2021 das Berufungsverfahren abgeschrieben so-

wie festgestellt wurde, dass das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 

10. Oktober 2019 in Rechtskraft erwachsen ist. Hingegen reichte A.____ am 6. Januar 2020 beim 

Polizeistützpunkt Liestal eine auf den 5. Januar 2020 datierte Strafanzeige gegen den Beschul-

digten ein. Dieser soll anlässlich seiner Befragung vor Strafgericht Basel-Landschaft an der 

Hauptverhandlung vom 10. Oktober 2019 gegenüber der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-

Landschaft insbesondere wahrheitswidrig behauptet haben, A.____ habe ihn mit einer Axt be-

droht, was rufschädigend sei. Zusätzlich stellte A.____ am 31. Mai 2021 mit einer auf den 30. Mai 

2020 (recte: 2021) datierten Eingabe an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabtei-

lung Strafbefehle (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), einen Beweisantrag betreffend Augen-

schein vor Ort. Die Staatsanwaltschaft eröffnete in der Folge gegen den Beschuldigten eine Straf-

untersuchung (Nr. SB1 20 39) wegen Verleumdung etc.  

 

B. Mit Verfügung vom 15. Juni 2021 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen 

den Beschuldigten wegen übler Nachrede, Verleumdung und falscher Anschuldigung, eventuali-

ter Irreführung der Rechtspflege, angeblich begangen am 10. Oktober 2019, in Anwendung von 

Art. 319 Abs. 1 lit. a und lit. c StPO ein (Verfügungs-Ziffer 1). Zudem wies die Staatsanwaltschaft 

den Beweisantrag des Gesuchstellers vom 31. Mai 2021 betreffend Durchführung eines Augen-

scheins vor Ort ab (Verfügungs-Ziffer 2). 

 

Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der nachfolgend aufgeführten Anträge der Parteien 

wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegan-

gen. 

 

C. A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob mit Eingabe vom 27. Juni 2021, dem 

Kantonsgericht am 28. Juni 2021 persönlich überbracht, Beschwerde gegen die staatsanwaltliche 

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Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 und beantragte in erster Linie deren Aufhebung. Des 

Weiteren stellte er die Rechtsbegehren, die Staatsanwaltschaft sei zur Untersuchung, unter Ein-

bezug sämtlicher Akten, zu verpflichten, sowie dem Beschuldigten und dessen Ehefrau sei ge-

richtlich zu untersagen, wahrheitswidrige Behauptungen zu äussern. Schliesslich sei das Straf-

verfahren in den Kanton Bern zu verlegen. 

 

D. Mit weiterer, unaufgefordert eingereichter Eingabe vom 11. Juli 2021 stellte der Be-

schwerdeführer dem Kantonsgericht zusätzliche Anträge zum Beschwerdeverfahren. So seien 

insbesondere die Akten von sachkundigen Personen analysieren zu lassen und die Verhältnisse 

vor Ort zu sichten. 

 

E. Der Beschuldigte, vertreten durch Advokat Dr. Georg Gremmelspacher, verzichtete mit 

Eingabe vom 26. Juli 2021 auf eine fakultative Stellungnahme. 

 

F. In ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 2021 begehrte die Staatsanwaltschaft in Bestätigung 

der Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde 

vom 27. Juni 2021, sofern darauf einzutreten sei, unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Beschwer-

deführers. 

 

G. Sodann schloss das Kantonsgericht mit Verfügung vom 28. Juli 2021 den Schriftenwech-

sel und stellte eine schriftliche Entscheideröffnung in Aussicht. 

 

H. Schliesslich übermittelte der Beschwerdeführer mit abermals unaufgefordert gemachter 

Eingabe vom 19. August 2021, dem Kantonsgericht am 20. August 2021 persönlich überbracht, 

einen weiteren Nachtrag zu seiner Beschwerde mit diversen Anträgen. 

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügungen 

und Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. 

Art. 322 Abs. 2 StPO sieht zudem die Anfechtungsmöglichkeit gegen Einstellungsverfügungen 

innert 10 Tagen bei der Beschwerdeinstanz vor. Mit der Beschwerde können laut Art. 393 Abs. 2 

StPO Rechtsverletzungen, falsche Feststellungen des Sachverhalts sowie Unangemessenheit 

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gerügt werden. Da mit der Beschwerde alle Mängel des angefochtenen Entscheids geltend ge-

macht werden können, verfügt die Rechtsmittelinstanz über volle Kognition (PATRICK GUIDON, 

Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 393 N 15). Die Be-

schwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert 10 Tagen schriftlich und 

begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Den Umfang der Be-

gründung regelt Art. 385 Abs. 1 StPO. Zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert ist jede Partei, 

die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat 

(vgl. Art. 381 Abs. 1 StPO). Als Parteien bezeichnet Art. 104 Abs. 1 StPO die beschuldigte Per-

son, die Privatklägerschaft und die Staatsanwaltschaft. Die Beschwerdeinstanz beurteilt unter 

anderem Beschwerden gegen Verfahrenshandlungen und gegen nicht der Berufung unterlie-

gende Entscheide der Staatsanwaltschaft (vgl. Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO). Im Kanton Basel-Land-

schaft wird die Funktion der Beschwerdeinstanz gemäss § 15 Abs. 2 EG StPO durch die Dreier-

kammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, ausgeübt. Die Verfahrensleitung der Rechts-

mittelinstanz kann die Privatklägerschaft verpflichten, innert einer Frist für allfällige Kosten und 

Entschädigungen Sicherheit zu leisten, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird 

(vgl. Art. 383 StPO). 

 

2. Vorliegend stellt die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 15. Juni 2021 

ein taugliches Anfechtungsobjekt dar (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO). Indem 

der Beschwerdeführer am 5. resp. 6. Januar 2020 Strafantrag gestellt hat, hat er sich als Privat-

kläger konstituiert (vgl. Art. 118 Abs. 2 StPO). Er hat zufolge seiner Parteistellung ein rechtlich 

geschütztes Interesse an der Prüfung, ob die angefochtene Einstellungsverfügung zu Recht er-

folgte, und ist somit zur Beschwerde legitimiert. Aus den vorliegenden Akten ist nicht ersichtlich, 

zu welchem Zeitpunkt die Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 zugestellt worden ist. Davon 

ausgehend, dass sie dem Beschwerdeführer frühestens am 16. Juni 2021 zugegangen sein 

kann, gilt die Beschwerde mit persönlicher Übermittlung am Montag, den 28. Juni 2021 beim 

Kantonsgericht als rechtzeitig erfolgt (vgl. Art. 396 Abs. 1 StPO sowie Art. 90 Abs. 2 StPO). Die 

Beschwerde erweist sich zudem als rechtsgenüglich begründet, sind doch an Eingaben von ju-

ristischen Laien nicht allzu hohe Anforderungen zu stellen (vgl. NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, 

Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 385 N 6). Die örtliche, 

sachliche und funktionelle Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Be-

schwerdeinstanz ist ebenfalls gegeben. Schliesslich ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 

die mit Verfügung vom 30. Juni 2021 angeordnete Sicherheitsleistung von CHF 500.00 mit Valuta 

9. Juli 2021 fristgerecht erbracht hat (vgl. bereits Verfügung des Kantonsgerichts vom 13. Juli 

2021, Ziffer 1), so dass auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist. 

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3. In Bezug auf die vom Beschwerdeführer in dessen Eingaben vom 27. Juni 2021, 11. Juli 

2021 sowie 19. August 2021 gestellten Beweisanträge ist darauf hinzuweisen, dass Beschwerden 

in aller Regel in einem schriftlichen Verfahren behandelt werden (vgl. Art. 397 Abs. 1 StPO), was 

Beweisabnahmen durch das Kantonsgericht prinzipiell ausschliesst. Hinzu kommt, dass die Ein-

gabe vom 19. August 2021 zufolge Einreichung nach Abschluss des Schriftenwechsels ohnehin 

unbeachtlich ist. Wird eine Beschwerde gutgeheissen, kann die Beschwerdeinstanz jedoch in 

Anwendung von Art. 397 Abs. 3 StPO der Staatsanwaltschaft für den weiteren Gang des Verfah-

rens Weisungen erteilen, wozu auch die Abnahme weiterer Beweise gehören kann. 

 

4. Betreffend die weiteren, über die Beschwerde hinausgehenden Anträge, es sei dem Be-

schuldigten und dessen Frau gerichtlich zu untersagen, wahrheitswidrige Behauptungen je wie-

der zu äussern, und das Strafverfahren sei in den Kanton Bern zu verlegen, ist festzustellen, dass 

es sich um in einem Beschwerdeverfahren nach Art. 393 ff. StPO untaugliche Anträge handelt. 

Insofern kann auf diese Anträge nicht eingetreten werden.  

 

5. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht nicht auf alle Argumente des Be-

schwerdeführers einzugehen braucht. Über Umstände ohne oder von ausgesprochen unterge-

ordneter Bedeutung darf es mit Stillschweigen hinweggehen (vgl. BGer 6S. 282/2005 vom 31. Ja-

nuar 2007 E. 3.4, unter Hinweis auf BGE 117 IV 112 E. 1). 

 

 

II. Materielles 

1. Der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 15. Juni 2021 liegt folgender 

Sachverhalt zugrunde: Anlässlich der Hauptverhandlung vom 10. Oktober 2019 vor dem Strafge-

richt Basel-Landschaft habe sich der Beschuldigte zu Vorkommnissen rund um einen Nachbar-

schaftsstreit mit dem Beschwerdeführer geäussert, unter anderem zu einer mutmasslichen Be-

drohung des Beschuldigten durch den Beschwerdeführer im Spätherbst 2014 mit einer Axt. Diese 

Äusserungen seien gemäss Beschwerdeführer tatsachenwidrig und geeignet gewesen, seinen 

Ruf zu schädigen, weshalb er am 5. resp. 6. Januar 2020 eine Strafanzeige gegen den Beschul-

digten eingereicht habe.  

 

Die Einstellung des Strafverfahrens gegenüber dem Beschuldigten sowie die Ablehnung des Be-

weisantrages begründet die Staatsanwaltschaft damit, dass sich die vom Beschuldigten vor Straf-

gericht vorgetragenen Vorkommnisse, welche im Spätherbst 2014 stattgefunden haben sollen, 

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nicht rekonstruieren liessen. Zudem habe sich an der bereits durch das Strafgericht festgehalte-

nen und gerichtlich beurteilten Beweislage nichts geändert. Der Beschuldigte habe seine Aussa-

gen in der Befragung durch das Strafgericht getätigt und es sei nicht ersichtlich, dass er damit 

eine strafbare Handlung seitens des Beschwerdeführers habe beanzeigen wollen. Angesichts 

dessen käme eine Anklage einem eigentlichen Leerlauf gleich und würde mit grösster Wahr-

scheinlichkeit erneut zu einem Freispruch des Beschuldigten führen. Entsprechend sei kein Tat-

verdacht erhärtet, der eine Anklage rechtfertige (Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO). Abgesehen davon 

liege ein Rechtfertigungsgrund gemäss Art. 14 StGB vor, da der Beschuldigte seine Äusserungen 

an der Hauptverhandlung vom 10. Oktober 2019 im Rahmen der Befragung durch die Strafge-

richtsvizepräsidentin getätigt habe. Als beschuldigte Person habe es ihm möglich sein müssen, 

sich gegen die erhobenen Vorwürfe zu verteidigen, so lange er sich nur auf die vorgeworfene Tat, 

das Notwendige und Relevante beschränke, ohne auf eine unnötig verletzende Sprache zurück-

zugreifen. Diesen Rahmen habe der Beschuldigte eingehalten, weshalb das Verfahren auch in 

Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO einzustellen sei. 

 

2. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 27. Juni 2021 

die Auffassung, das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 10. Oktober 

2019 sei nicht korrekt. Vielmehr seien die falschen Tatsachenbehauptungen durch den Beschul-

digten erstellt und der Beschwerdeführer sei somit tatsachenwidrig beschuldigt worden. Dies wür-

den die "Organe der Rechtspflege" jedoch "bagatellisieren". Dabei kritisiert der Beschwerdeführer 

nicht nur die Verhaltensweise des Beschuldigten und dessen Anwalts, sondern auch der Staats-

anwaltschaft sowie der Strafgerichtsvizepräsidentin im Rahmen der Verhandlung am 10. Oktober 

2019. Die Rechtfertigung des Beschuldigten zur Äusserung im Rahmen der Hauptverhandlung 

vom 10. Oktober 2021 sodann dürfe gemäss Beschwerdeführer nicht als "gegeben" hingenom-

men werden, da zumindest falsche Beschuldigungen Dritter verboten sein müssten. Das Verhal-

ten des Beschuldigten aber werde "(…) in einem kuriosen Verfahren geduldet, gefördert und nicht 

ansatzweise kritisch untersucht (…)". Hinsichtlich der Abweisung des Beweisantrages vom 

30. resp. 31. Mai 2021 schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer, dass die damalige Situation 

nicht zu rekonstruieren sei. Vielmehr sei sie auch heute noch zweifelsfrei und einfach abzubilden. 

 

In seiner zusätzlichen Eingabe vom 11. Juli 2021 ergänzt der Beschwerdeführer seine Anträge 

und hält vollumfänglich an seinen bereits mit Beschwerde vom 27. Juni 2021 gestellten Anträgen 

fest. Dabei kritisiert er erneut die Verhaltensweise der Staatsanwaltschaft, vor allem im Zusam-

menhang mit der mutmasslich unterlassenen Beweiserhebung und -würdigung. 

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3. Die Staatsanwaltschaft hingegen bringt in ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 2021 vor, es 

müsse beurteilt werden können, ob der durch den Beschuldigten an der Hauptverhandlung ge-

schilderte Vorfall und seine geltend gemachte Empfindung von Angst rechtsgenüglich widerlegt 

werden könnten, so dass sich jener mit seinen Schilderungen vor Strafgericht strafbar gemacht 

haben könnte. Die Eingaben des Beschwerdeführers befänden sich bereits in den Akten des 

aktuellen Strafbefehlsverfahrens Nr. SB1 20 39 und des Vorverfahrens. Zudem seien die Beweis-

anträge zum Vorfall vom 31. August 2020 bereits mit staatsanwaltlicher Verfügung vom 11. Sep-

tember 2020 abgewiesen worden. Der Beweisantrag vom 30. resp. 31. Mai 2021, welcher mit der 

Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 abgewiesen worden sei, bewirke keinerlei Änderung 

der Beweislage. Weitere Beweismittel zum Vorfall im Jahr 2014 seien nicht vorhanden und könn-

ten auch nicht erhoben werden. Der Beschuldigte sei mit Urteil vom 10. Oktober 2019 durch das 

Strafgericht Basel-Landschaft freigesprochen worden, wobei dem Gericht die Eingaben und Aus-

führungen des Beschwerdeführers gerade zu dieser andauernden Situation bekannt gewesen 

und gewürdigt worden seien. Eine erneute Anklage, im Wesentlichen über genau dieselbe Vor-

geschichte und Beweisthematik, rechtfertige sich daher nicht. Ausserdem ergebe sich aus dem 

Protokoll der Hauptverhandlung vom 10. Oktober 2019, dass der Beschuldigte seine Aussagen 

im Rahmen des Beweisverfahrens und auf ausdrückliche Frage der verhandlungsführenden 

Strafgerichtsvizepräsidentin getätigt habe. Er habe sogar nachgefragt, ob er entsprechende Aus-

sagen machen dürfe, was von der Strafgerichtsvizepräsidentin zurecht bejaht worden sei. Dabei 

habe der Beschuldigte ohne ersichtliche Übertreibungen oder emotionale Ausschmückungen, auf 

mehrmalige Nachfrage der Strafgerichtsvizepräsidentin hin, in respektierlichem Ton die Gescheh-

nisse und seine Gefühlslage beim fraglichen Vorfall aus seiner Sicht geschildert. Die Äusserun-

gen hätten ausschliesslich dazu gedient, die vorgeworfenen Straftaten zu erläutern und zu be-

streiten. Ferner erschöpften sich die Ausführungen des Beschwerdeführers in parteilicher Kritik 

an der Verfahrensführung durch die Strafgerichtsvizepräsidentin, dem Urteil vom 10. Oktober 

2019, den Aussagen der Verteidigung in deren Parteivortrag und der Verfahrensführung durch 

die Staatsanwaltschaft. Die für deren Anfechtung einschlägige Berufung habe der Beschwerde-

führer jedoch zurückgezogen. 

 

4.1 Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO stellt die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren vollständig 

oder teilweise ein, wenn sich kein Tatverdacht erhärtet, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), kein 

Straftatbestand erfüllt ist (lit. b), Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar ma-

chen (lit. c), Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshinder-

nisse aufgetreten sind (lit. d) oder nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestra-

fung verzichtet werden kann (lit. e). Dabei handelt es sich um eine abschliessende Aufzählung 

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von Einstellungsgründen. Die Gründe gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a - d StPO sind zwingend und 

führen somit ausnahmslos zur Einstellung des Verfahrens (ROLF GRÄDEL/MATTHIAS HEINIGER, 

Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N 5 f.; NATHAN LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, 

Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 319 N 14).  

 

Eine Einstellung gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ist zu verfügen, wenn kein Tatverdacht erhär-

tet ist, der eine Anklage rechtfertigt. Einzustellen ist mit anderen Worten, wenn sich während des 

Vorverfahrens der Tatverdacht nicht derart verdichtete, dass bei erfolgter Anklage mit einer ver-

urteilenden Erkenntnis des Gerichts gerechnet werden könnte, also mit Sicherheit oder grosser 

Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen wäre (NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, 

Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017 N 1251). Das Bundesgericht 

hat in verschiedenen Entscheiden den Grundsatz "in dubio pro duriore" konkretisiert, wonach die 

Staatsanwaltschaft eine Einstellung nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Pro-

zessvoraussetzungen verfügen darf (vgl. BGE 137 IV 219 E. 7.1; BGer 1B_46/2011 vom 1. Juni 

2011 E. 4 und 1B_366/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 2.1), wobei in Zweifelsfällen eine Anklage 

und gerichtliche Beurteilung zu erfolgen hat. 

 

Der Einstellungsgrund der Rechtfertigung gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO ist nicht im techni-

schen Sinne eng auszulegen. Neben Rechtfertigungsgründen wie Notwehr, Notwehrhilfe, recht-

fertigender Notstand, gesetzliche Erlaubnistatbestände und übergesetzliche Rechtfertigungs-

gründe führt auch das Vorliegen von Schuldausschlussgründen wie entschuldbare Notwehr, ent-

schuldbarer Notstand und Schuldunfähigkeit zur Verfahrenseinstellung nach Abs. 1 lit. c von 

Art. 319 StPO, da in sämtlichen genannten Fällen bei der Durchführung einer Hauptverhandlung 

das Verfahren mit einem Freispruch abgeschlossen werden müsste (ROLF GRÄDEL/MATTHIAS 

HEINIGER, a.a.O., N 9 ff.). Der obgenannte Grundsatz "in dubio pro duriore" findet auch bei 

Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO Anwendung. Daher ist das Verfahren im Zweifelsfalle weiterzuführen 

und auf eine Verfahrenseinstellung zu verzichten, sofern Rechtfertigungsgründe nicht offensicht-

lich vorliegen, wie insbesondere bei Zweifeln, welche sich aus einer vorzunehmenden Beweis-

würdigung ergeben. Mithin kommt eine Einstellung nur in Frage, wenn der Rechtfertigungsgrund 

klar erstellt ist (vgl. NIKLAUS SCHMID/ DANIEL JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, 

Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 319 N 7). 

 

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen den Beschuldig-

ten wegen übler Nachrede, Verleumdung und falscher Anschuldigung, eventualiter Irreführung 

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der Rechtspflege, mit Verfügung vom 15. Juni 2021 zu Recht aus den obgenannten Gründen 

eingestellt hat. 

 

4.2 Der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer jemanden bei 

einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen 

Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt bzw. wer eine solche Beschuldigung oder Ver-

dächtigung weiterverbreitet. Üble Nachrede gemäss Art. 173 StGB ist die Behauptung ehrenrüh-

riger Tatsachen gegenüber Dritten. Zur Beurteilung der Frage, ob überhaupt eine Ehrverletzung 

im Sinne von Art. 173 StGB vorliegt, ist die Bedeutung ausschlaggebend, welche eine unbefan-

gene durchschnittliche Drittperson der Tatsachenbehauptung beilegen würde. Massgebend ist 

dabei die Gesamtheit der konkreten Umstände (vgl. STEFAN TRECHSEL/MARIANNE JOHANNA 

LEHMKUHL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Vor Art. 173 

N  11, m.w.H.). Dritte sind insbesondere auch Behörden. Der Vorsatz muss sich auf die ehrver-

letzende Mitteilung und deren Kenntnisnahme durch einen Dritten beziehen, aber nicht auf die 

Unwahrheit der Äusserung (STEFAN TRECHSEL/ MARIANNE JOHANNA LEHMKUHL, a.a.O., Art. 173 

N 1 ff., mit Hinweisen; BGE 118 IV 166; 106 IV 116; 71 IV 232). Beweist der Beschuldigte, dass 

die von ihm vorgebrachte oder weiterverbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht (sog. Wahr-

heitsbeweis), oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten 

(sog. Gutglaubensbeweis), so ist er nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Die Frage, ob die Tat-

sachenbehauptung wahr oder unwahr ist, betrifft nicht die Tatbestandsmässigkeit, sondern die 

Strafbarkeit (BGer 6B_333/2008 vom 9. März 2009 E. 1.3; FRANZ RIKLIN, Basler Kommentar, 

Strafrecht II, 4. Aufl. 2018, Art. 173 N 5).  

 

Nach dem qualifizierten Tatbestand der Verleumdung gemäss Art. 174 Ziff. 1 StGB wird bestraft, 

wer jemanden wider besseres Wissen bei einem anderen eines unehrenhaften Verhaltens oder 

anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt. 

Sofern die Voraussetzungen der üblen Nachrede gemäss Art. 303 StGB (vgl. nachfolgend) erfüllt 

sind, ist dadurch die Bestrafung wegen Ehrverletzungsdelikten ausgeschlossen, da die Ehre 

ebenfalls in den Schutzbereich dieser Bestimmung fällt (FRANZ RIKLIN, a.a.O., N 52). Sofern eine 

Strafbarkeit nach Art. 303 StGB an den subjektiven Voraussetzungen scheitert, ist hingegen eine 

Bestrafung wegen übler Nachrede nach Art. 173 StGB möglich, da diese Bestimmung nur Vorsatz 

oder Eventualvorsatz verlangt (vgl. VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, Basler Kommentar, Straf-

recht II, 4. Aufl. 2018, Art. 303 N 38 ff.).  

 

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Eine falsche Anschuldigung gemäss Art. 303 Ziff. 1 StGB liegt vor, wenn jemand einen Nicht-

schuldigen wider besseres Wissen bei der Behörde eines Verbrechens oder eines Vergehens 

beschuldigt, in der Absicht, eine Strafverfolgung gegen ihn herbeizuführen (Abs. 1), oder wenn 

jemand in anderer Weise arglistige Veranstaltungen trifft, in der Absicht, eine Strafverfolgung ge-

gen einen Nichtschuldigen herbeizuführen (Abs. 2). Der subjektive Tatbestand setzt sodann vo-

raus, dass der Täter wider besseres Wissen gehandelt hat. Gefordert wird somit die positive 

Kenntnis um die Unwahrheit der vorgebrachten Anschuldigung. Eventualvorsatz ist demnach 

ausgeschlossen (VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, a.a.O., N 26 ff.).  

 

Schliesslich begeht eine Irreführung der Rechtspflege gemäss Art. 304 Ziff. 1 Satz 1 StGB, wer 

bei einer Behörde wider besseres Wissen anzeigt, es sei eine strafbare Handlung begangen wor-

den. Der Tatbestand entspricht im Wesentlichen Art. 303 StGB; jedoch werden nicht unschuldige 

Dritte belastet, sondern allein das Strafverfolgungsinteresse beeinträchtigt (vgl. STEFAN 

TRECHSEL/MARLEN SCHULTZE, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl., 

Art. 304 N 1). Insofern bildet Art. 303 StGB gegenüber Art. 304 StGB lex specialis (vgl. STEFAN 

TRECHSEL/ MARLEN SCHULTZE, a.a.O., N 8). 

 

4.3 Im vorliegenden Fall macht der Beschwerdeführer geltend, der Beschuldigte habe ihn 

im Rahmen der Hauptverhandlung vor dem Strafgerichtsvizepräsidium Basel-Landschaft vom 

10. Oktober 2019 der Drohung, unter anderem mit einer Axt, bezichtigt. Eine derartige Aussage, 

zumal gegenüber einer Behörde getätigt, ist nicht nur grundsätzlich geeignet, jemandem ein un-

ehrenhaftes Verhalten zu unterstellen; sie kann darüber hinaus die Strafrechtspflege tangieren.  

 

Der Beschwerdeführer verkennt jedoch, dass sich die Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Land-

schaft mit Urteil vom 10. Oktober 2019 bereits mit ebendieser durch den Beschwerdeführer be-

anzeigten angeblichen Drohung durch den Beschuldigten mit einer Axt befasst hat und den Be-

schuldigten von den Vorwürfen der mehrfachen falschen Anschuldigung, eventualiter mehrfachen 

Verleumdung sowie eventualiter mehrfachen üblen Nachrede freigesprochen hat. Dabei hat das 

Strafgericht die Unwahrheit dieser angeblichen Äusserungen aufgrund der damals vorliegenden 

Beweislage als gerade nicht erstellt erachtet. Zufolge Rückzugs der gegen dieses Urteil erhobe-

nen Berufung ist dieser Freispruch in Rechtskraft erwachsen (vgl. den obgenannten Beschluss 

des Kantonsgerichts vom 20. Januar 2021). Es ist damit zu konstatieren, dass hinsichtlich des 

angeblichen Vorfalls im Jahr 2014 nicht im Geringsten neue Tatsachen vorgebracht werden, son-

dern absolute Identität besteht. Gemäss Praxis des Bundesgerichts und herrschender Lehre ver-

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bietet aber die materielle Rechtskraft eines Urteils jedem späteren Gericht, auf eine Klage einzu-

treten, deren Streitgegenstand mit dem rechtskräftig beurteilten (res iudicata) identisch ist. In Prä-

zisierung der Rechtsprechung hielt das Bundesgericht in BGE 139 III 126 fest, dass die Identität 

von prozessualen Ansprüchen nach den Klageanträgen und dem behaupteten Lebenssachver-

halt, d.h. dem Tatsachenfundament, auf das sich die Klagebegehren stützen, beurteilt wird 

(vgl. BGE 139 III 126 E. 3.2.1 und E. 3.2.3, m.w.H.). In Bestätigung der Rechtsprechung des 

Kantonsgerichts (vgl. Beschluss 490 19 188 vom 17. November 2020 E. 2.2.3) findet dieser in 

einem zivilrechtlichen Urteil festgehaltene Grundsatz auch im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren im Rahmen eines Strafverfahrens Anwendung, zumal bereits mit Urteil der Strafgerichtsvize-

präsidentin Basel-Landschaft vom 10. Oktober 2019 eine rechtskräftig abgeurteilte Sache (res 

iudicata) vorliegt. Allein schon angesichts des Vorliegens einer abgeurteilten Sache kann daher 

der Sachverhalt betreffend die Aussage zu einer angeblichen Drohung mit einer Axt nicht ein 

weiteres Mal zur Anklage gebracht und durch ein Gericht beurteilt werden, worauf die Staatsan-

waltschaft in ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 2021 zu Recht hinweist. Wenn der Beschwerde-

führer mit dem Urteil vom 10. Oktober 2019 der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft 

nicht einverstanden ist, hätte er seine Berufung nicht zurückziehen dürfen (vgl. ebenso die Be-

schlüsse des Kantonsgerichts 490 21 148 und 490 21 153 vom 14. September 2021, jeweils 

E. 3.3.2). Seine nunmehr in diesem Zusammenhang vorgebrachten Argumente stellen eine rein 

appellatorische Kritik dar, auf welche nicht weiter einzugehen ist. 

 

Überdies wird in der Einstellungsverfügung zutreffend dargelegt, dass sich an der bereits dem 

Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 10. Oktober 2019 zugrundeliegen-

den Beweislage betreffend die inneren und äusseren Geschehnisse nichts geändert hat. Insbe-

sondere sind keine weiteren geeigneten Beweise ersichtlich oder auch nur denkbar, welche eine 

Rekonstruktion der angeblichen Vorfälle aus dem Jahr 2014 erlauben würden. Anhaltspunkte, 

denen die Staatsanwaltschaft nunmehr noch nachgehen könnte, sind keine vorhanden. Die sei-

tens der Staatsanwaltschaft erfolgte Abweisung des Beweisantrages des Beschwerdeführers 

vom 31. Mai 2021, es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen, erweist sich mit Blick auf 

Art. 318 Abs. 2 StPO ebenfalls als korrekt. 

 

Angesichts dessen hat die Staatsanwaltschaft in ihrer Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 

überdies zutreffend festgehalten, dass kein Tatverdacht hinsichtlich einer Ehrverletzung oder ei-

nes Rechtspflegedeliktes erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. Eine entsprechende Anklage 

würde mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem Freispruch vor Gericht führen. Das Verfahren 

gegen den Beschuldigten wegen übler Nachrede, Verleumdung und falscher Anschuldigung, 

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eventualiter Irreführung der Rechtspflege, wurde somit in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a 

StPO zu Recht eingestellt. 

 

Eine Einstellung des Verfahrens rechtfertigte sich aber auch in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 

lit. c StPO: Nach Art. 14 StGB verhält sich explizit rechtmässig, wer handelt, wie es das Gesetz 

gebietet oder erlaubt, auch wenn die Tat nach dem Strafgesetzbuch oder einem anderen Gesetz 

mit Strafe bedroht ist. Auf diesen Rechtfertigungsgrund resp. auf ihre prozessualen Darlegungs-

pflichten können sich namentlich Prozessparteien bei allfälligen ehrenrührigen Bemerkungen be-

rufen. Dies setzt jedoch voraus, dass die Ausführungen sachbezogen sind, sich auf das für die 

Erläuterung des jeweiligen Standpunktes Notwendige beschränken, nicht wider besseres Wissen 

erfolgen und blosse Vermutungen als solche bezeichnen (vgl. BGE 131 IV 154 E. 1.3.1; 118 IV 

153 E. 4b; 116 IV 211 E. 4a und 4bb). Die Staatsanwaltschaft weist sowohl in ihrer Einstellungs-

verfügung vom 15. Juni 2021 als auch in ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 2021 richtig darauf 

hin, dass der Beschuldigte seine Äusserungen zum angeblichen Vorfall im Jahr 2014 auf explizite 

Frage der Strafgerichtsvizepräsidentin anlässlich der Hauptverhandlung vom 10. Oktober 2019, 

zu welcher er als Beschuldigter zwingend zu erscheinen hatte, getätigt hat und sich hierbei in 

sachlicher, eher zurückhaltender Form auf das Wesentliche beschränkt hat, ohne den Beschwer-

deführer unnötig zu belasten. Dies geht aus dem fraglichen Protokoll der Hauptverhandlung ein-

drücklich hervor (vgl. act. S 55 ff. im Verfahren SB1 20 39). Es liegen mithin keinerlei Hinweise 

dafür vor, dass der Beschuldigte vor dem Strafgericht Behauptungen aufgestellt hat, welche sach-

fremder Art gewesen sind und nicht ausschliesslich seine Empfindungen dargestellt haben. Dem-

nach kann sich der Beschuldigte in jedem Fall auf den Rechtfertigungsgrund von Art. 14 StGB 

berufen, selbst wenn er eine nach dem Strafgesetzbuch bedrohte Tat begangen haben sollte. Die 

seitens der Staatsanwaltschaft erfolgte Einstellung des Verfahrens gegen den Beschuldigten we-

gen übler Nachrede, Verleumdung und falscher Anschuldigung, eventualiter Irreführung der 

Rechtspflege, gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO ist daher ebenso wenig zu beanstanden.  

 

Im Ergebnis erweist sich somit die über weite Strecken unsachlich und unverständlich sowie ohne 

konkreten Bezug zur Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2021 verfasste Beschwerde vom 

27. Juni 2021 (samt Ergänzungen vom 11. Juli 2021), als unbegründet und ist daher abzuweisen, 

soweit überhaupt darauf einzutreten ist.  

 

 

 

 

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III. Kosten 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten, welche gestützt auf § 13 

Abs. 1 GebT BL auf CHF 1'000.00 zuzüglich Auslagen von CHF 50.00 (§ 3 Abs. 6 GebT BL) 

festgesetzt werden, in Anwendung von Art. 428 Abs. 1 StPO zu Lasten des Beschwerdeführers.  

 

Die mit Valuta-Datum vom 9. Juli 2021 durch den Beschwerdeführer entrichtete Sicherheitsleis-

tung in der Höhe von CHF 500.00 wird an die Verfahrenskosten angerechnet. 

 

Im Übrigen hat der Beschwerdeführer allfällige eigene Parteikosten selbst zu tragen; es wird ihm 

mithin keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 

Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde vom 27. Juni 2021 wird abgewiesen, soweit darauf 

einzutreten ist. 

 

 2. Die Verfahrenskosten von total CHF 1'050.00 (bestehend aus einer 

Gerichtsgebühr von CHF 1'000.00 und Auslagen von pauschal 

CHF 50.00) gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 

 

Die vom Beschwerdeführer erbrachte Sicherheitsleistung in der Höhe 

von CHF 500.00 wird an die von ihm zu bezahlenden Verfahrenskosten 

angerechnet. 

 

 3. (…). 

   

 

Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
Laura Venerito 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

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