# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37f0ff60-9fb5-5a8b-b1bd-a7b0509fb60d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.11.2022 PP220043
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP220043_2022-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP220043-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili 

Beschluss und Urteil vom 11. November 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Forderung  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im vereinfachten 
Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 12. Oktober 2022; Proz. 
FV220022 
 
  

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Erwägungen: 

1. A._____ (Klägerin und Beschwerdeführerin, nachfolgend Beschwerdeführe-

rin) erhob mit Eingabe vom 6. September 2022 beim Einzelgericht im vereinfach-

ten Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon "Klage um Aufhebung des Rechts-

vorschlags in zwei Betreibungen des Betreibungsamtes Schlieren Urdorf" gegen 

die B._____ AG (Beklagte und Beschwerdegegnerin, nachfolgend Beschwerde-

gegnerin) mit einem Streitwert von Fr. 22'304.80 (act. 6/1-3). In der Folge setzte 

das Einzelgericht der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 

unter anderem Frist an, um für die Gerichtskosten einen Kostenvorschuss von 

Fr. 3'330.-- zu leisten (act. 6/8 = act. 5). 

2. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

6. November 2022 (Datum Poststempel) rechtzeitig Beschwerde bei der II. Zivil-

kammer des Obergerichtes des Kantons Zürich. Sie verlangt den Verzicht auf Er-

hebung eines Kostenvorschusses und in diesem Umfang die Aufhebung des an-

gefochtenen Entscheides. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, ihre 

Rechtsbegehren im vorinstanzlichen Verfahren seien nicht aussichtslos und sie 

sei mittellos. Damit seien die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege 

erfüllt und sie habe Anspruch auf Durchführung eines kostenlosen Verfahrens 

(act. 2).  

3. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht von der klagenden Partei 

grundsätzlich einen Vorschuss bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten 

verlangen kann (Art. 98 ZPO). Zu Recht weist die Beschwerdeführerin allerdings 

darauf hin, dass einer Person die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen ist, 

wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht 

aussichtslos erscheint, und sie diesfalls von der Vorschusspflicht und den Ge-

richtskosten befreit ist (Art. 117 f. ZPO). Auch die Vorinstanz wies in der ange-

fochtenen Verfügung darauf sowie auf die Mitwirkungspflicht der gesuchstellen-

den Partei hin (act. 6/8 E. 2.3). Die unentgeltliche Rechtspflege wird indes nicht 

von Amtes wegen gewährt, sondern wird nur auf entsprechendes Gesuch der be-

troffenen Person hin bewilligt (Art. 118 ZPO). Dass die Beschwerdeführerin ein 

solches Gesuch bei der Vorinstanz gestellt hat, macht sie nicht geltend und ergibt 

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sich auch nicht aus den Akten. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Vorin-

stanz der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines solchen Kostenvorschus-

ses angesetzt hat. Soweit sich die Beschwerde also dagegen richtet, erweist sie 

sich als unbegründet und ist abzuweisen.  

4. Darüber hinaus enthält der Schriftsatz der Beschwerdeführerin sinngemäss 

ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege sowohl für das vor-

instanzliche Verfahren als auch das vorliegende Beschwerdeverfahren. Da das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das jeweilige Verfahren bei der betref-

fenden Instanz zu stellen ist (Art. 119 ZPO), ist auf das Gesuch der Beschwerde-

führerin um unentgeltliche Rechtpflege für das vorinstanzliche Verfahren nicht 

einzutreten und es ist dieses zur Behandlung zuständigkeitshalber an die Vo-

rinstanz zu überweisen (Art. 119 ZPO; ZK ZPO-EMMEL, 3. Aufl. 2016, Art. 119 

N 13). Ferner erweist sich das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren als gegenstandlos und ist abzu-

schreiben, da für das vorliegende Verfahren umständehalber keine Kosten zu er-

heben sind.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Kostenbefreiung) für das Beschwerdeverfahren wird abge-

schrieben. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Erkenntnis. 

Sodann wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 6. November 2022 samt Beilagen 

wird an das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichtes 

Dietikon überwiesen. 

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3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage einer Kopie von act. 2 samt Beilagenverzeichnis, sowie an das Be-

zirksgericht Dietikon, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 22'304.90. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Houweling-Wili 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 11. November 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Kostenbefreiung) für das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem Erkenntnis.
	Sodann wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 6. November 2022 samt Beilagen wird an das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon überwiesen.
	3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 2 samt Beilagenverzeichnis, sowie an das Bezirksgericht Dietikon, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...