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**Case Identifier:** 9b00c7d2-247d-5358-aa09-2a5f1b9c0acf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 2005 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-2005-21_0000-00-00.pdf

## Full Text

21 PKG 2005

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e) Entscheide der Beschwerdekammer des 
Kantonsgerichts

21 – Fahrlässige Tötung (Art. 117 StGB). Verkehrssicherungs- 
pflicht auf Skipisten; Anforderungen an die Absicherung 
eines mobilen Fernsehturms zur Übertragung von Skiren- 
nen (Sorgfaltspflichtverletzung in casu verneint).

Aus dem Sachverhalt:
Am Morgen des 2. Januar 2002 fuhr der damals 14-jährige +C. X. im 

Gebiet F.-A. Ski. Er war als Mitglied einer neunköpfigen Schülergruppe im 
Alter von 13 bis 16 Jahren unter der Leitung des patentierten Skilehrers und 
Jugend + Sport-Leiters V. unterwegs. Alle Gruppenmitglieder waren gute 
Skiläufer. Nach der dritten Abfahrt fuhr die Gruppe mit der Sesselbahn nach 
oben und anschliessend die rote Skipiste B. hinunter. Auf dieser Piste stand 
in einem Abstand von 21 Metern zu den Sesselliftmasten ein Gerüstturm für 
die Fernsehkameras zur Übertragung der FIS-Weltcup-Skirennen im De- 
zember 2001 und Ende Januar 2002. Dieser Kameraturm war bergwärts mit 
einem so genannten B-Netz abgesichert, welches im Halbkreis mit einem 
Abstand von vier bis fünf Metern zum Hindernis aufgespannt war.

Oberhalb des Sesselbahnmasts Nr. 12 hielten die Skisportler an, um
gemäss Anweisung des Skilehrers einer nach dem andern die Piste zu queren 
und sich in der Folge auf der anderen Seite der Piste zu sammeln. Dabei 
hatten die Schüler Gelegenheit, einen Sprung über eine vom Skilehrer be- 
zeichnete kleine Kuppe auszuführen. +C. X. fuhr als erster los. Er führte an 
der bezeichneten Stelle einen Sprung aus, fuhr jedoch in der Folge entgegen 
der Anweisung des Skilehrers nicht an den Pistenrand, um zu warten. Viel- 
mehr setzte er seine Fahrt talwärts fort und absolvierte an einer Gelände- 
kante einen weiteren Sprung. Dabei verkantete er seine Skis, kam zu Fall, 
verlor dabei einen Ski und rutschte Kopf voran in Richtung Fernsehpodest 
direkt in das davor aufgestellte Fangnetz. Durch den Aufprall wurde das 
Netz heruntergedrückt und der Körper von +C. X. über das Netz geschleu- 
dert. Ungefähr drei bis vier Meter unterhalb des Fernsehturms blieb der 
Junge regungslos im Schnee liegen. Der herbeigerufene Rega-Arzt konnte 
nur noch dessen Tod feststellen.

Mit Verfügung vom 5. Mai 2004, mitgeteilt am 18. Mai 2004, stellte die
Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung ein. Die Beschwer- 
dekammer des Kantonsgerichts wies die von den Eltern des verunfallten 
Jungen gegen die Einstellungsverfügung erhobene Beschwerde ab.

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Aus den Erwägungen:
1. Wer eine Schneesportabfahrt eröffnet oder unterhält oder 

Schneesportler dahin transportiert, ist verpflichtet, die zumutbaren Vor- 
sichts- und Schutzmassnahmen zu treffen, damit den Schneesportlern aus 
alpinen und weiteren Gefahren, die nicht einer Abfahrt als solcher eigen 
sind, kein Schaden erwächst (vgl. H. K. Stiffler, Schweizerisches Schnee- 
sportrecht, 3. Aufl., Bern 2002, § 4, N 294 mit Hinweisen). Die Eltern des Ver- 
unfallten machen geltend, dass vorliegend die Verantwortlichen die aus 
dieser Sicherungspflicht fliessenden Sorgfaltspflichten verletzt und dadurch 
den Tod ihres Sohnes verursacht hätten. Ausgehend von den konkreten 
Rügen der Beschwerdeführer gilt es im Folgenden somit zu prüfen, ob die 
zur Sicherung der Skipiste und des dort aufgestellten Fernsehgerüstes erfor- 
derlichen und zumutbaren Sicherungsvorkehrungen getroffen wurden oder 
aber Anhaltspunkte für ein pflichtwidrig unsorgfältiges Verhalten der Ver- 
antwortlichen vorliegen, welches zum Tode von +C. X. geführt hat.

2.a) Die Beschwerdeführer wenden zunächst ein, dass es sich bei
dem zur Diskussion stehenden Fernsehturm auf der B.-Piste nicht um ein 
typisches, pistenkonformes, sondern um ein atypisches künstliches Hindernis 
handle, mit dem die Skifahrer auf dieser Piste nicht zu rechnen brauchten 
und welches daher durch die verantwortlichen Personen hätte weggeräumt 
werden müssen.

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Von einem atypi- 
schen Hindernis auf der Skipiste ist gemäss Lehre und Rechtsprechung dann 
auszugehen, wenn sich dieses für die Pistenbenützer als eigentliche Falle ent- 
puppt. Dies ist – wie es Bundesgericht und Lehre umschreiben – dann der 
Fall, wenn das Hindernis beziehungsweise die Gefahrenstelle nicht voraus- 
sehbar, aussergewöhnlich, versteckt, überraschend, nicht ohne weiteres zu 
erkennen oder schwierig zu vermeiden ist und der Schneesportler nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht mit ihm zu rechnen braucht (vgl. H.K. 
Stiffler, a.a.O., § 4, N 429 mit Hinweisen, N 566, 569; BGE 126 III 113, E. 2 
a/aa, S. 115; 121 III 358 E. 4 a, S. 360 f. mit Hinweisen). Wie sich aus dem von 
der Kantonspolizei erstellten Fotoblatt ergibt, ist die B.-Piste in dem Be- 
reich, wo das Fernsehpodest zum Unfallzeitpunkt aufgebaut war, weit 
überblickbar. Das Hindernis befand sich in einer Ebene auf der Skipiste. Das 
vorgelagerte Pistengelände zeichnet sich weder durch besonders steiles 
Gefälle noch durch unübersichtliche Richtungsänderungen, Engpässe oder 
grössere Kuppen und Hügel aus, welche eine Sichteinschränkung auf den 
weiteren Pistenverlauf und das darunter liegende Gelände mit sich bringen 
würden. Vielmehr präsentiert sich die B.-Piste den Schneesportlern in die- 
sem Bereich eher flach abfallend, offen und weit, und das Gelände ist frei 
überblickbar. Gemäss Polizeirapport waren auch die Sicht- und Wetterver- 
hältnisse zum Unfallzeitpunkt gut. Das Fernsehpodest war mithin aufgrund

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der offenen Geländekonfiguration von den Pistenbenützern von weitem zu 
erkennen. Es kann nicht als fallenartiges Hindernis bezeichnet werden, mit 
dem ein Zusammenstoss nur schwierig zu vermeiden gewesen wäre. Wie der 
Gutachter E. in seiner Expertise bestätigt, gelten gerade auf breiter Präpa- 
rierungsfläche gut sichtbare Aufbauten und Podeste, wie offensichtlich auch 
der zur Diskussion stehende Fernsehturm eines darstellt, als typische künst- 
liche Hindernisse, mit denen auf einer Skipiste zu rechnen ist. Muss aber mit 
solchen Podesten und Aufbauten auf der Piste gerechnet werden, so kann es 
für die Beurteilung der Frage nach der Pistenkonformität des Hindernisses 
nicht darauf ankommen, dass dieses der Übertragung der Weltcupskirennen 
und nicht dem übrigen Pistenbetrieb ausserhalb der Rennen diente. Dem 
Fernsehpodest auf der B.-Piste kann demnach die Eigenschaft als typisches 
künstliches Hindernis nicht mit der von den Beschwerdeführen vorgebrach- 
ten Begründung abgesprochen werden, wonach ein für die auszutragenden 
Weltcuprennen aufgebauter Kameraturm für den normalen Skibetrieb in 
keiner Weise erforderlich sei und dementsprechend vom Skifahrer auch 
nicht erwartet werden musste. Vielmehr stellt das betreffende Kameragerüst 
ein typisches künstliches Hindernis dar, mit dem die Schneesportler auf der 
Piste rechnen mussten und das sie von weit her sehen konnten. Diese Auf- 
fassung vertritt auch der Gutachter E., welcher in Übereinstimmung zu der 
oben zitierten Lehre und Rechtsprechung davon ausgeht, dass eine Gefahr 
nur dann atypisch ist, «wenn sie unter Bedachtnahme auf das Erscheinungs- 
bild und den angekündigten Schwierigkeitsgrad der Piste auch für einen ver- 
antwortungsbewussten Pistenbenützer unerwartet auftritt oder schwer ab- 
wendbar erscheint». In Überprüfung dieser Kriterien führt er sodann 
zutreffend aus, dass der Kameraturm bei den zum Unfallzeitpunkt herr- 
schenden Sichtverhältnissen weder schlecht erkennbar gewesen, noch von 
der schweren Vermeidbarkeit einer Kollision mit dem Podest beziehungs- 
weise dessen Verankerung auszugehen sei.

Der zu beurteilende Kameraturm wies mithin keinerlei Fallencha-
rakter auf. Er stellt ein typisches, gut erkennbares künstliches Hindernis dar, 
mit dem seitens der Schneesportler auf der Piste zu rechnen war und das 
somit auch nicht weggeräumt werden musste.

b) Entgegen dem weiteren Einwand der Beschwerdeführer lässt 
sich eine Pflicht zur Entfernung des Fernsehturms auch nicht aus BGE 121 
III 358 E. 4 a, S. 361 ableiten. Es ist zwar richtig, dass im zitierten Entscheid 
ausgeführt wird, es sei jederzeit damit zu rechnen, dass Skifahrer stürzen 
und danach weitergleiten, ohne wirksam bremsen oder steuern zu können 
(BGE 121 III 358 E. 4 a, S. 361 mit Hinweis auf BGE 111 IV 15 E. 2, S. 18). 
Um Verletzungen nach solchen Stürzen zu verhindern, seien – so die 
weiteren Erwägungen des Bundesgerichts (BGE 121 III 358 E. 4 a, S. 361 mit 
Hinweisen) – die festen Objekte, wie zum Beispiel Skiliftmäste und

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Bäume aus dem Pistenbereich zu entfernen oder durch geeignete Vor- 
richtungen (z.B. Polsterungen) zu sichern. Soweit die Beschwerdeführer 
daraus den Umkehrschluss ziehen, dass mobile Objekte entfernt werden 
müssten und entsprechend die Ansicht vertreten, dass der mobile Fern- 
sehturm auf der B.-Piste, selbst wenn er als typisches Hindernis zu qualifi- 
zieren sei, wegzuräumen gewesen wäre, kann ihnen indes nicht zugestimmt 
werden.

In BGE 121 III 358 E. 4 a, S. 360 wird in Einklang mit der bereits 
oben zitierten Lehre und Praxis (vgl. Erw. 2. a) festgehalten, dass Skifahrer 
vor Gefahren zu schützen sind, welche nicht ohne weiteres erkennbar sind 
und sich daher als eigentliche Fallen erweisen. Der zitierte Entscheid enthält 
jedoch keinerlei Ausführungen, die den Schluss zulassen, dass nicht feste 
Objekte, auch wenn es sich dabei nicht um aussergewöhnliche Hindernisse 
handelt, zwingend weggeräumt werden müssten. Die Annahme einer sol- 
chen Pflicht würde denn auch den für die Bestimmung von Inhalt und 
Umfang der Pistensicherungspflicht massgeblichen SKUS-Richtlinien 
(Richtlinien der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf 
Schneesportabfahrten für Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schneesport- 
abfahrten) und SBS-Richtlinien (Richtlinien der Kommission für Rechts- 
fragen auf Schneesportabfahrten der Seilbahnen Schweiz) entgegenstehen 
(vgl. H. K. Stiffler, a.a.O., § 4, N 296, 298 mit Hinweisen). SKUS-Richtlinie 28 
hält fest, dass auf Pisten alle Hindernisse, welche die Benützer bei An- 
wendung der gebotenen Sorgfalt nicht zu erkennen vermögen, zu beseitigen 
oder zu signalisieren sind, wenn sie nicht weggeräumt werden können. Die 
zitierte Richtlinie bezieht sich allein auf Hindernisse, die bei gebotener 
Sorgfalt nicht zu erkennen sind. Das bedeutet, dass gemäss SKUS-Richtlinie 
28 nur dann von einer Beseitigungspflicht für wegräumbare Hindernisse 
auszugehen ist, wenn es diesen an hinreichender Erkennbarkeit für den 
sorgfältigen Pistenbenützer mangelt. Eine generelle Beseitigungspflicht für 
mobile Objekte ergibt sich daraus indessen nicht. In Übereinstimmung dazu 
verpflichten auch die SBS-Richtlinien nur insoweit zur Beseitigung eines 
wegräumbaren Hindernisses, als es der Pistenbenützer bei der gebotenen 
Sorgfalt nicht leicht zu erkennen vermag und es sich ihm damit als eigentli- 
che Falle präsentiert (vgl. Die Verkehrssicherungspflicht für Schneesportab- 
fahrten, Richtlinien und Erläuterungen, 5. Auflage, 2002, SBS-Richtlinie 
Ziff. 8 N 87). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer besteht somit 
für mobile Hindernisse, soweit sie nicht schwer erkennbar, aussergewöhnlich 
oder fallenartig sind, keine Beseitigungspflicht. Von einem schwer erkenn- 
baren, fallenartigen Hindernis ist aber beim Fernsehturm, wie vorstehend 
dargelegt (vgl. Erw. 2. a), nicht auszugehen. Folglich kann den Verantwortli- 
chen auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass das Fernsehpodest nicht 
weggeräumt wurde.

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Wohl ergibt sich aus dem Polizeirapport, dass am Unfalltag Schnee- 
mangel herrschte, die Piste dadurch schmaler war und das Kamerapodest 
von den Wintersportlern von beiden Seiten her umfahren wurde. Soweit die 
Beschwerdeführer mit Blick auf BGE 121 III 358 ff. daraus eine Pflicht zur 
Beseitigung des Fernsehturms ableiten wollen mit der Begründung, dass die 
Gefahr eines Sturzes sowie einer Kollision mit dem Fernsehturm unter die- 
sen Umständen evident gewesen sei, erscheinen ihre Ausführungen indes 
nicht nachvollziehbar. In dem von den Beschwerdeführern vorerwähnten 
Entscheid des Bundesgerichts führte die nur etwa sieben Meter breite, rela- 
tiv steile Piste in einen für die Skifahrer nicht vermeidbaren, lediglich noch 
fünf Meter breiten, von Bäumen und einem Baumstrunk gesäumten Eng- 
pass, wobei damit gerechnet werden musste, dass der Engpass mit relativ 
hoher Geschwindigkeit durchfahren wurde, um die anschliessende Gegen- 
steigung zu meistern. Aufgrund dieser besonderen Umstände bestand laut 
Bundesgericht eine erhöhte Gefahr, dass stürzende Skifahrer gegen den 
Engpass weitergleiten, dort mit den Bäumen kollidieren und sich dabei 
schwer verletzen. Die vorliegende Situation an der Unfallstelle ist nun aber
– auch wenn Schneemangel herrschte und die Piste gemäss Polizeibericht
schmaler als sonst war – mit den Umständen in dem vom Bundesgericht be- 
urteilten Fall in keiner Weise vergleichbar. Wie das Fotoblatt der Kantons- 
polizei und auch die von den Beschwerdeführern eingelegten Fotos deutlich 
zeigen, ist im Bereich der Unfallstelle das gesamte umliegende Gelände sehr 
offen und breit. Auf den Fotos ist überdies klar zu erkennen, dass den 
Schneesportlern auch auf der B.-Piste selbst, trotz des Umstands, dass die Pi- 
ste laut Polizeirapport offenbar schmaler war als sonst, ein weitläufiger 
Raum für die Abfahrt zur Verfügung stand. Dieser Eindruck wird denn auch 
durch die Unfallskizzen der Kantonspolizei bestätigt. Gemäss Unfallskizze 
Nr. 2 betrug die Pistenbreite allein auf der linken Seite des Hindernisses 
talwärts gesehen von der letzten Stange des aufgestellten B-Netzes bis zum 
linken Pistenende über 55 Meter. Die Verhältnisse waren folglich keines- 
wegs derart, dass die Schneesportler aufgrund mangelnder Pistenbreite ge- 
zwungen waren, das Hindernis beidseits zu passieren respektive nahe daran 
vorbeizufahren und eine Kollision mit der Gefahrenstelle somit schwierig zu 
vermeiden gewesen wäre. Vielmehr stand den Pistenbenutzern allein auf der 
linken Seite des Hindernisses genügend Pistenraum zur Verfügung, um die- 
ses weiträumig und mit sicherem Abstand zu umfahren. Zudem herrschte in 
diesem Bereich nur mässiges Gefälle und die Pistenunterlage bestand aus 
griffigem Kunstschnee. Die Piste war mithin weder eisig, noch zeichnete sie 
sich anderswie durch schwierig befahrbares Gelände aus. Die Schneesport- 
ler konnten also das Hindernis im offenen Gelände nicht nur von weitem 
erkennen, sondern hatten aufgrund der zur Verfügung stehenden Pisten- 
fläche und der Pistenbeschaffenheit auch die Möglichkeit, ihre Fahrweise

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darauf einzustellen und dem Hindernis weitläufig auszuweichen. Entspre- 
chend des eher flachen Geländes und der weiträumigen Ausweichmöglich- 
keiten musste auch nicht damit gerechnet werden, dass die Schneesportler 
mit hohen Geschwindigkeiten in der Falllinie direkt auf das Hindernis zu- 
fahren oder hineinstürzen würden (vgl. dazu auch weiter unten Erw. 3c). Von 
einer im Hinblick auf die Sturz- und Kollisionsgefahr erheblichen und 
besonderen Gefahrenquelle, wie sie im zitierten Fall vorlag, kann somit in 
Bezug auf den Fernsehturm angesichts der Geländekonfiguration und der 
Pistenfläche nicht ausgegangen werden.

Aus dem zitierten Entscheid wie auch aus dem am Unfalltag herr- 
schenden Schneemangel lässt sich folglich ebenfalls nichts ableiten, was die 
Argumentation der Beschwerdeführer, wonach der Fernsehturm von den 
Verkehrssicherungspflichtigen zu entfernen gewesen wäre, zu stützen ver- 
möchte.

3. Bestand aber keine Pflicht, das Hindernis zu entfernen, so bleibt 
entsprechend den weiteren Rügen der Beschwerdeführer zu prüfen, ob die 
getroffenen Sicherungsmassnahmen genügend waren. Konkret wenden die 
Beschwerdeführer diesbezüglich ein, das Netz hätte sich, anstatt seiner 
Funktion gemäss die Energie des hineinstürzenden Skifahrers zu absorbie- 
ren, durch den hineinrutschenden Jungen so hinabgebogen, dass dieser prak- 
tisch ungebremst darüber hinweggeschleudert worden sei. Das vor dem 
Fernsehturm aufgestellte B-Netz sei nicht bodeneben und damit nicht kor- 
rekt montiert gewesen. Demzufolge habe dem Netz die erforderliche Stabi- 
lität gefehlt. Überdies hätte das Hindernis zusätzlich mit genügend dicken 
Matten gepolstert werden müssen, da das Netz allein keinen hinreichenden 
Schutz geboten habe. Schliesslich wird seitens der Beschwerdeführer bean- 
standet, dass der Experte E. bei seinen Schlussfolgerungen betreffend die 
auf der Skipiste zu erwartenden Geschwindigkeiten sowohl was die Frage 
der zusätzlichen Absicherung mit Matten anbelangt als auch im Hinblick auf 
die korrekte Montage des B-Netzes von völlig realitätsfremden Überlegun- 
gen ausgegangen sei.

a) Es trifft zu, dass das Netz den Jungen, wie auch das biomechani-
sche Gutachten bestätigt, nicht zurückgehalten hat, sondern bei dessen Auf- 
treffen so hinabgebogen wurde, dass letzterer darüber hinweggeschleudert 
ist. Allein aus der Tatsache, dass das Netz +C. X. nicht zurückgehalten hat, 
kann jedoch, entgegen den Rügen der Beschwerdeführer, nicht auf einen 
strafrechtlich relevanten Mangel hinsichtlich der Ausgestaltung und Mon- 
tage der Schutzvorkehrung geschlossen werden. Würde man einer solchen 
Argumentation folgen, müsste man nämlich in jedem Fall, in dem es trotz 
getroffener Schutzmassnahmen zu einem Unfall gekommen ist, vom Vorlie- 
gen eines strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens hinsichtlich der Absiche- 
rung ausgehen. Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, sprechen überdies die

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Ausführungen des Gutachters Kurt E. und auch die Aussagen von G., H. und
W. gegen das Vorliegen einer für den Unfall ursächlichen Sorgfaltswidrigkeit 
in Bezug auf die Montage des Netzes.

Der Experte E. beurteilte gestützt auf die fotografisch festgehaltene 
Rekonstruktion der Netzaufstellung und die polizeilichen Unfallskizzen den 
eingehaltenen Sicherheitsabstand zwischen Netz und Hindernis von rund 4 
beziehungsweise 4,96 Metern als angemessen und den Stangenabstand als 
eher sehr wirksam. In Übereinstimmung dazu nannte auch G. als Verant- 
wortlicher für den Vertrieb von Produkten für die Pistensicherheit und als 
Fachmann für Sicherheitsfragen bei FIS- und Weltcuprennen «zirka die 
doppelte Höhe» des Netzes, das heisst also «einen Abstand von vier bis fünf 
Metern zum Hindernis» als angemessen. Überdies stellte der Zeuge fest, 
dass das Netz über die Maximalzahl von 11 Stangen verfügte, womit es noch 
stabiler gewesen sei. Von einer mangelnden Stabilität des Netzes, wie sie von 
den Beschwerdeführern geltend gemacht wird, kann somit angesichts der 
Ausführungen des Gutachters und des Zeugen G. nicht ausgegangen wer- 
den. Daran vermag auch der Einwand der Beschwerdeführer nichts zu 
ändern, wonach das Netz nicht bodeneben montiert gewesen sei. Der Gut- 
achter führte in diesem Zusammenhang aus, der untere Netzrand müsse sich 
zumindest in Fahrflächennähe befinden, um ein Durchrutschen unter dem 
Netz zu vermeiden. Das untere Netzende hätte daher zumindest so tief 
gesetzt sein müssen wie auf der ersten Stange rechts am Bildrand von Foto 
Nr. 20, bestenfalls hätte es an der Schneeoberfläche anstossen müssen. 
Gemäss der Rekonstruktion auf dem Fotoblatt der Kantonspolizei war das 
Netz nicht bodenbündig montiert, sondern wies einen mittleren Abstand 
von 16 cm zwischen dem unteren Rand und dem Boden auf. Diese Rekon- 
struktion stützt sich darauf, wie das Netz nach dem Unfall vorgefunden 
wurde. Ob das Netz ursprünglich bodeneben errichtet worden ist respektive 
ob das untere Netzende am Morgen des 2. Januar 2002 unmittelbar vor dem 
Unfall an der Schneeoberfläche angestossen hat oder nicht, kann indes nicht 
ermittelt werden. Entsprechend kann den Verantwortlichen diesbezüglich 
auch kein Fehlverhalten zur Last gelegt werden, zumal sowohl W., Betriebs- 
leiter der Bergbahnen F., als auch H., Chef Rennorganisation, gegenüber der 
Polizei wie auch vor dem Untersuchungsrichter wiederholt übereinstim- 
mend erklärt haben, dass die Netze von ihnen so montiert würden, dass sie 
den Boden berühren. Kommt hinzu, dass gemäss den Angaben von H. und
W. sowohl von der Rennorganisation als auch von den Bergbahnbetreibern 
immer wieder Kontrollen vorgenommen worden sind, wobei geprüft wurde, 
ob die Netze und übrigen Sicherheitsvorkehrungen richtig montiert waren.
H. erläuterte ausserdem, dass die Aufgabe des Netzes darin liege, bei einem 
Aufprall nachzugeben, weshalb auch die schwarzen Halterungen, wo das 
Netz  eingehakt  sei, nachgeben  müssten, damit  der Aufprall abgefangen

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werde. Entsprechend erscheint die von ihm geäusserte Vermutung, dass das 
Netz «durch den Aufprall angehoben» worden ist, was im Übrigen offenbar 
auch W. in Betracht zog, einleuchtend. Selbst wenn die Verantwortlichen das 
B-Netz nicht bodeneben montiert hätten, wäre dies im Übrigen für den hier 
zu beurteilenden Geschehnisablauf nicht von Relevanz gewesen. Der Zweck 
der bodennahen Montage liegt nämlich – wie vom Gutachter ausgeführt – 
darin, das Durchrutschen unter dem Netz zu verhindern. Der Verunfallte ist 
aber gemäss den übereinstimmenden Zeugenaussagen sowie dem biome- 
chanischen Gutachten der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik der ETH 
Zürich und der Expertise des rechtsmedizinischen Instituts des Kantonsspi- 
tals St. Gallen nicht unter dem Netz durch-, sondern in das Netz hineinge- 
rutscht und wurde über dieses hinweggeschleudert. Auch wenn das B-Netz 
nicht bodeneben montiert gewesen wäre, hätte dies somit laut Gutachter für 
den konkreten Fall aus sicherheitstechnischer Sicht keinen negativen Ein- 
fluss auf die Funktionsweise des Systems gehabt.

b) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist auch nicht 
davon auszugehen, dass das Netz allein keinen hinreichenden Schutz gebo- 
ten hat und das Hindernis daher zusätzlich mit Matten hätte gepolstert wer- 
den müssen.

Der Experte E. beurteilt die Sicherung des Fernsehturms mittels des 
B-Netzes als zweckmässig und den geltenden Anforderungen entsprechend. 
In Übereinstimmung dazu hat auch G. anlässlich seiner Zeugeneinvernahme 
bestätigt, dass die Sicherung eines solchen Hindernisses mit einem B-Netz 
den üblichen Gepflogenheiten entspreche. Die Netze seien robust, würden 
die Energie absorbieren und genügten im normalen Skiverkehr den Sicher- 
heitserfordernissen vollkommen, da dort nicht die hohen Geschwindig- 
keiten wie im Rennsport gefahren würden. Es ist zwar richtig, dass auch Auf- 
prallmatten grundsätzlich zur Sicherung von Hindernissen auf Skipisten 
geeignet sind. So werden diese gemäss gutachterlichen Ausführungen unter 
anderem bei Liftstützen oder Elektroanschlusskästen für Schneekanonen 
verwendet. Für grössere Hindernisse, wie auch das zur Diskussion stehende 
Fernsehpodest eines darstellt, werden jedoch laut Gutachter normalerweise 
so genannte «B-Zäune» (umgangssprachlich für B-Netze) eingesetzt. In 
diesem Zusammenhang führt der Experte aus, dass ein B-Netz die kinetische 
Energie durch Verformung auf einem längeren Weg weniger verletzungs- 
trächtig abbaut als eine Matte, welche direkt am Hindernis angebracht ist. 
Gestützt auf die dargelegten Überlegungen gelangt er somit zum Schluss, 
dass unter den konkreten Umständen das B-Netz das adäquate Mittel zur 
Sicherung des Fernsehpodests gewesen sei. Eine Sicherung desselben Hin- 
dernisses unter Verwendung von B-Netz plus Matte, wie sie die Beschwer- 
deführer für den konkreten Fall verlangen, erachtet der Experte demgegen- 
über nur in aussergewöhnlich gefährlichen Passagen als erforderlich, so

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beispielsweise bei einem gefährlichen Hindernis am Fusse häufig befahrener 
Steilhänge, wo auch ein bei langsamer Fahrt Stürzender infolge der Hang- 
neigung auf harter Fahrfläche eine beträchtliche Rutschgeschwindigkeit 
erreichen kann. Wie bereits weiter oben festgestellt wurde (vgl. Erw. 2. a und
b) und auch der Experte zutreffend ausführt, befand sich der Fernsehturm 
jedoch in einem offensichtlich eher mässig geneigten, offenen Gelände und 
war von weitem einsehbar. Die Skipiste war weder eisig noch aus andern 
Gründen schwierig zu meistern und bot den Benutzern genügend Raum, um 
das Hindernis sicher zu umfahren. Eine aussergewöhnliche Gefahrenstelle, 
welche die Absicherung mittels B-Netz und Matte erfordert hätte, lag hier 
somit nicht vor. Zwar trifft es zu, dass unmittelbar nach dem Unfall tatsäch- 
lich nebst dem B-Netz zusätzlich eine Matte am Fernsehturm angebracht 
worden ist. Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, dass das Hindernis 
ohne eine solche Sicherheitsmassnahme nicht wirksam gesichert gewesen 
wäre. Entscheidend für die Frage nach dem Vorliegen einer Sorgfaltspflicht- 
verletzung ist die Situation zum Unfallzeitpunkt. Diesbezüglich steht aber 
gestützt auf die dargelegten Ausführungen des Experten fest, dass die 
Anforderungen mit dem aufgestellten B-Netz erfüllt waren und es keiner 
zusätzlichen Polsterung mit einer Matte bedurfte. Ebenso wenig war eine 
Sicherung mit mehr als einem B-Netz angebracht. Laut Gutachter werden 
nämlich zwei B-Zäune erst ab höheren Geschwindigkeiten verwendet, wie 
sie etwa im Riesenslalom gefahren werden, mit denen jedoch – wie weiter 
unten näher darzulegen ist (vgl. Erw. 3. c) – vorliegend nicht gerechnet wer- 
den musste. Die Behauptung der Beschwerdeführer, wonach W. davon aus- 
gegangen sei, dass der Fernsehturm so gesichert blieb, wie er für die Weltcup- 
rennen gesichert war, das heisst also mit drei B-Netzen und einer zusätz- 
lichen Matte, erweist sich schliesslich als aktenwidrig. Eine solche Aussage 
lässt sich keinem Einvernahmeprotokoll entnehmen. W. führte lediglich aus, 
er habe dem OK Weltcup gesagt, sie könnten die Podeste stehen lassen, mit 
der Auflage, dass diese abgesichert würden. Gefordert wurde also lediglich 
eine genügende Absicherung, welche nach dem oben Gesagten mit der kon- 
kret getroffenen Sicherungsmassnahme (B-Netz) auch gegeben war.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer mussten folglich 
seitens der Verantwortlichen neben dem B-Netz keine weiteren Vorkehrun- 
gen zur Sicherung des Fernsehturms angebracht werden.

c) Es ist zwar zutreffend, dass heute angesichts der technisch hoch- 
modernen Ausrüstungen und der gut präparierten Pisten auch im Breiten- 
skisport zum Teil hohe Tempi gefahren werden, welche über die gemäss Gut- 
achter auf der Skipiste  zu  erwartenden  mässigen  Geschwindigkeiten  von 
25 – 30 km/h hinausgehen. Dabei werden zumindest teilweise sicher auch 
Geschwindigkeiten erreicht, wie sie sowohl der Experte E. – er nennt dies- 
bezüglich 55 – 75 km/h für den Riesenslalom – als auch der Zeuge G. für den

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Rennbereich annehmen. In diesem Zusammenhang gilt es jedoch festzuhal- 
ten, dass Sicherheitseinrichtungen auf der Piste nicht so ausgestaltet sein 
müssen, dass sie bei jeder nur erdenklichen Anprallgeschwindigkeit Schutz 
oder gar Verletzungsfreiheit bieten. Bei der Wahl und Ausgestaltung der 
Absicherung eines konkreten Hindernisses an einer bestimmten Stelle auf 
der Piste stellt sich folglich nicht die Frage, mit welchen Geschwindigkeiten 
heute allgemein im Breitensport zu rechnen ist. Vielmehr ist dabei vom ver- 
antwortungsvollen Pistenbenutzer auszugehen, der seine Fahrgeschwindig- 
keit und Fahrweise gemäss FIS-Regel 2 den konkreten Gelände- und Witte- 
rungsverhältnissen anzupassen und den Sicherheitsabstand so zu wählen 
hat, dass er innerhalb der Sichtweite der vor ihm liegenden Strecke auswei- 
chen kann (vgl. H. K. Stiffler, a.a.O., § 2, N 71, 73, 75, 76). Es ist also von den 
konkreten Umständen auszugehen und zu fragen, wie sich der verantwor- 
tungsbewusste Skifahrer, der sich an die FIS-Regeln hält, hinsichtlich Wahl 
der Geschwindigkeit und Fahrweise in dieser Situation verhalten würde.

Vorliegend war das Gelände, wie dargelegt, weder besonders steil
noch zeichnete es sich durch andere Eigenarten (z.B. eine anschliessende 
Gegensteigung) aus, aufgrund derer mit hohen Geschwindigkeiten gerech- 
net werden musste. Der Fernsehturm befand sich in einer Ebene auf der Ski- 
piste, wobei das Pistengelände auch im vorgelagerten Bereich, in dem +C. X. 
zu Tale fuhr, seinen Sprung ausführte, stürzte und schliesslich ins Netz 
rutschte, ein eher mässiges Gefälle aufwies. Allein schon aufgrund dieser 
Geländekonfiguration durften folglich die Verantwortlichen bei der Wahl 
und Ausgestaltung der Schutzvorkehrungen von mässigen Geschwindigkei- 
ten ausgehen, wie sie der Gutachter seinen Überlegungen zugrunde legt. 
Dies umso mehr, als der Fernsehturm von weitem frei einsehbar und auf der 
Piste genügend Raum war, um dem Hindernis grossflächig auszuweichen. 
Die Pistenbenutzer waren mithin nicht gezwungen, unmittelbar neben dem 
Fernsehturm vorbei- oder gar in direkter Linie darauf zuzufahren. Vielmehr 
stand ihnen genügend Fläche und aufgrund der von weitem gegebenen 
freien Einsicht auch genügend Zeit zur Verfügung, um ihre Fahrweise und 
Geschwindigkeit anzupassen und dem Fernsehturm auszuweichen oder die 
Fahrt abzubremsen. Die Verantwortlichen mussten folglich nicht damit rech- 
nen, dass ein Schneesportler mit höherer Geschwindigkeit in der Falllinie 
direkt auf das von weit her erkennbare Hindernis zufährt und dabei einen 
Sprung ausführt, obwohl er sich als verantwortungsvoller Skifahrer bezüg- 
lich Fahrweise und Geschwindigkeit darauf einzustellen hat, dass er im Falle 
eines Sturzes gegen das Hindernis rutschen könnte. Sie durften vielmehr 
davon ausgehen, dass der verantwortungsbewusste Skifahrer seine Fahr- 
geschwindigkeit und den Sicherheitsabstand so wählen wird, dass er selbst 
im Falle eines Sturzes nicht mit möglicherweise erhöhtem Tempo gegen 
das erkennbare Hindernis prallt. Wie auch der Gutachter abschliessend fest-

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hält, war demnach eine Geschwindigkeit, die  über  mässige Tempi  von 
25 – 30 km/h hinausgeht, bei der Annäherung eines Pistenbenutzers an den 
sichtbaren Fernsehturm unter den gegebenen Geländeverhältnissen nicht zu 
erwarten.

Der Einwand der Beschwerdeführer, die Verantwortlichen hätten 
die Sicherheitsmassnahmen angesichts der auf der Skipiste zu erwartenden 
Geschwindigkeiten an höhere Aufprallgeschwindigkeiten anpassen müssen, 
erweist sich damit ebenfalls als unzutreffend.

d) Zusammenfassend steht demzufolge fest, dass die Absicherung 
des Fernsehturms mit dem aufgestellten B-Netz zweckmässig und genügend 
war. Damit wird aber gleichzeitig deutlich, dass der Unfall, wie auch der Gut- 
achter bestätigt, nicht auf mangelhafte Schutzvorkehrungen zurückzuführen 
ist. Die Ursache für die Unfallfolgen ist laut Ausführungen des Experten 
vielmehr darin zu suchen, dass das Fahrtempo des jungen Skifahrers zum 
Zeitpunkt des Sturzes und des Auftreffens auf dem Netz mit ziemlicher 
Sicherheit über eine zu erwartende mässige Geschwindigkeit hinausgegan- 
gen ist. E. führt zwar aus, dass genaue Angaben über die Fahrstrecke für die 
annäherungsweise Ermittlung der Geschwindigkeiten zum Zeitpunkt des 
Sturzes beziehungsweise in der Phase des Auftreffens auf das Netz fehlen 
würden. Der Umstand, dass der beim Sturz verlorengegangene Ski unter- 
halb der Kuppe liegen geblieben und somit von einer beträchtlichen 
Rutschtrecke auszugehen sei sowie die Sturzlänge von 7 – 8 Metern nach 
dem Überwinden des B-Zaunes liessen jedoch erfahrungsgemäss in einem 
derartigen Gelände darauf schliessen, dass das Fahrtempo zum Zeitpunkt 
des Sturzes mit ziemlicher Sicherheit merklich über eine zu erwartende mäs- 
sige Geschwindigkeit hinausgegangen sein müsse. Inwiefern diese Ausfüh- 
rungen widersprüchlich sein sollen, ist entgegen dem Einwand der Beschwer- 
deführer nicht ersichtlich. Die gutachterlichen Schlussfolgerungen betref- 
fend das Fahrtempo des Verunfallten erscheinen vielmehr plausibel, vermag 
sich doch der Experte in Bezug auf die Endlage des verlorenen Skis und die 
erwähnte Sturzlänge auf die Angaben im Polizeirapport und die Unfallskiz- 
zen zu stützen. Ob +C. X. tatsächlich mit überhöhter Geschwindigkeit ge- 
fahren ist oder nicht, kann jedoch letztlich offen bleiben. Steht nämlich nach 
dem oben Gesagten fest, dass die vorliegend getroffene Absicherung mittels 
B-Netz angesichts der Tempi, mit welchen in diesem Bereich gerechnet wer- 
den musste, zweckmässig und genügend war, so ist den Verantwortlichen 
unabhängig davon, wie schnell der junge Schneesportler gefahren ist, keine 
für die Unfallfolgen ursächliche Pflichtwidrigkeit zur Last zu legen. Damit 
vermöchte aber auch ein Gutachten über die Geschwindigkeit von +C. X. 
zum Zeitpunkt des Sturzes und des Aufpralls, unabhängig vom ermittelten 
Ergebnis, das vorliegende Beweisresultat nicht gegenteilig zu beeinflussen. 
Dasselbe gilt für die von den Beschwerdeführern ebenfalls beantragte Ein-

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holung einer Expertise über die auf Skipisten gefahrenen Geschwindig- 
keiten und die entsprechenden Anforderungen an die Sicherung mobiler 
Fernsehtürme. Denn bei der Frage nach genügender Absicherung eines 
bestimmten Hindernisses sind nicht die heute allgemein auf der Skipiste ge- 
fahrenen Geschwindigkeiten massgeblich, sondern das angesichts der kon- 
kreten Geländeverhältnisse vom verantwortungsbewussten Pistenbenutzer 
zu erwartende Fahrtempo. Diesbezüglich gelangt die Beschwerdekammer 
aber unter anderem gestützt auf die Ausführungen des Experten E. zum 
Schluss (vgl. oben Erw.3.c), dass die getroffenen Sicherheitsmassnahmen 
adäquat und genügend waren. Dabei ist der Vollständigkeit halber darauf 
hinzuweisen, dass an der Eignung des erwähnten Experten als Sicherheits- 
spezialist für die vorliegend zur Diskussion stehenden Fragen angesichts des 
auf seiner sportlichen und beruflichen Laufbahn gründenden Fachwissens 
und der langjährigen Sachverständigentätigkeit, entgegen der Beanstan- 
dung der Beschwerdeführer, in keiner Weise zu zweifeln ist. Auf das Fahr- 
tempo von +C. X. und die in diesem Zusammenhang vorgebrachten Ein- 
wände der Beschwerdeführer ist somit nicht weiter einzugehen. Nachdem 
die vorgenommene Sicherung fachgerecht und genügend war, kann schliess- 
lich auch auf weitere Ausführungen zu den von den Beschwerdeführern gel- 
tend gemachten Unklarheiten betreffend die Frage nach den Verantwortli- 
chen (Organe des Vereins D., und/oder Verantwortliche der Bergbahnen F.) 
verzichtet werden.

4. Liegen nach dem Gesagten somit keine Anhaltspunkte für eine
strafrechtlich relevante Unterlassung in Bezug auf die Sicherung des Fern- 
sehturms vor und sind keine konkret zu erhebenden Beweismittel erkenn- 
bar, die dieses Beweisergebnis im gegenteiligen Sinne beeinflussen könnten, 
so hat die Staatsanwaltschaft Graubünden das Strafverfahren betreffend F.: 
Tödlicher Skiunfall zum Nachteil von +C. X. zu Recht eingestellt. Die 
Beschwerde von A. X. und B. X. erweist sich demnach als unbegründet und 
ist abzuweisen.
BK 04 32 Entscheid vom 15. September 2004

Das Bundesgericht wies die gegen diesen Entscheid erhobene staatsrecht- 
liche Beschwerde und Nichtigkeitsbeschwerde mit Urteil vom 3. Juli 2005 
(6P.31/2005 und 6S.107/2005) ab.