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**Case Identifier:** 17a4ba1a-34e4-5635-8545-e344f618c37b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-11
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 11.12.2023 S 2021 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-172_2023-12-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L vom 11. Dezember 2023
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2021 172

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Urteil S 2021 172

A. Der 1963 geborene A.________, zuletzt als Hilfsarbeiter im Bereich Logistik tätig 
gewesen, meldete sich im Juni 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug 
an. Er verwies dabei auf eine traumatische Schultergelenkskontusion rechts mit Supraspi-
natussehnenruptur und Infraspinatussehnenläsion mit mehrmaligen Operationen ab Fe-
bruar 2016 (IV-act. 1; act. 1 S. 3). Dies nach einem Sturz am 25. August 2015 auf den 
rechten Oberarm bzw. die rechte Schulter beim Abladen eines Wagens im Betrieb (IV-act. 
6 S. 15 ff.). Die IV-Stelle Zug gewährte ihm in der Folge Massnahmen zur Arbeitsplatzer-
haltung und Abklärung der Eingliederungsmöglichkeiten (mehrmalig), eine ergonomische 
Arbeitsplatzabklärung und weitere Integrationsmassnahmen am Arbeitsplatz (IV-act. 39, 
43 f., 53, 59, 92). Nach Abbruch der Eingliederung und Kündigung des Arbeitsverhältnis-
ses (etwa: IV-act. 80 S. 11 ff., 88) holte sie weiter ein polydisziplinäres Gutachten in den 
Bereichen Allgemeine und Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates sowie Psychiatrie bei der C.________, ein (Expertise vom 
23. Dezember 2020, IV-act. 144 S. 13 ff.). Gestützt darauf sprach sie dem Versicherten 
befristet auf den Zeitraum zwischen 1. Februar 2017 und 30. September 2019 eine ganze 
Invalidenrente zu (Verfügung vom 12. November 2021; IV-act. 164).

B. Hiergegen erhob A.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantrag-
te, es sei die Verfügung vom 12. November 2021 aufzuheben und die IV-Stelle zu ver-
pflichten, ihm über den 30. September 2019 hinaus eine Invalidenrente zu gewähren. 
Eventualiter beantragte er die Einholung eines medizinischen Gutachtens durch das Ge-
richt, subeventualiter die Rückweisung an die Verwaltung zu diesem Zweck (act. 1 S. 2). 

C. Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2022 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 5). 

D. Das Verwaltungsgericht gab dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Sep-
tember 2023 die Möglichkeit, sich zu einer Schlechterstellung (reformatio in peius) zu äus-
sern bzw. gegebenenfalls seine Beschwerde zurückzuziehen sowie Unklarheiten bezüg-
lich seines Valideneinkommens auszuräumen (act. 7). Dieser Aufforderung kam er mit 
Eingabe vom 6. November 2023 nach, wobei er von der Möglichkeit zum Beschwer-
derückzug keinen Gebrauch machte (act. 10).  

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Urteil S 2021 172

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist weiter das revidierte 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; SR 831.20; Weite-
rentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das Sozialversicherungsgericht stellt 
bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 
strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab. In zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich 
abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 
V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Die hier 
angefochtene Verfügung erging am 12. November 2021. Die zu beurteilende Beschwerde 
wurde am 14. Dezember 2021 der Post übergeben. Anwendbar sind demnach die am 
12. November 2021 gültigen Normen des ATSG, des IVG sowie der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201).

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes 
über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 
162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die ört-
liche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 12. November 
2021 und ging der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers unbestritten am 15. Novem-
ber 2021 zu (act. 1 S. 2, act. 5). Mit der am 14. Dezember 2021 der Schweizerischen Post 
übergebenen Beschwerdeschrift ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ge-
wahrt. Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat direkt betroffen und zur Be-
schwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung, 
womit auch den formellen Anforderungen Genüge getan ist. Auf die Beschwerde ist einzu-
treten. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

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Urteil S 2021 172

3.
3.1 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG Versicherte, die – kumulativ – ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
(lit. b) und nach dessen Ablauf zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG definiert als voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Letztere liegt vor, wenn aufgrund einer Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit auch nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorliegt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Sie ist weiter 
nur dann zu bejahen, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG; vgl. zum Ganzen etwa BGE 148 V 397 E. 5). 

3.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und 
insb. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit kann immer nur dann – potenziell – anspruchserheblich sein, wenn sie Fol-
ge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert wor-
den ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.1 und 130 V 396 
E. 5.3.2). Die IV-Stelle trifft eine Untersuchungspflicht, d.h. sie hat die notwendigen Ab-
klärungen zum Gesundheitszustand der leistungsansprechenden Person von Amtes we-
gen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er-
forderlich sind weitere Abklärungen so lange, bis der massgebliche Sachverhalt mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist (etwa: BGer 8C_815/2012 
vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 
N 20). 

3.3 Ein medizinisches Gutachten muss für die streitigen Belange umfassend sein, auf 
allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in 
Kenntnis der Vorakten abgegeben werden sowie in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation und der Zusammenhänge einleuchten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 
Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit ist nur dann erbracht, wenn eine Prüfung der massgeblichen Be-
weisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild für ei-
ne Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) zeigt (BGE 145 V 361 E. 3.2.2). 

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3.4 Sofern eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähig-
keit initial festgestellt wird, setzt die rückwirkende Zusprache einer befristeten Invaliden-
rente in der Regel das Vorhandensein von Revisionsgründen voraus, also dass noch vor 
Erlass der Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist (vgl. 
etwa BGE 148 V 321 E. 7.3.1; 145 V 215 E. 8.2; 145 V 209 E. 5.3). Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Renten-
beginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzuset-
zende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGer 
8C_285/2020 vom 15. September 2020 E. 5.1; 9C_687/2018 vom 16. Mai 2019 E. 2). An-
lass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnis-
sen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 
Die Invalidenrente ist u.a. bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands 
revidierbar (BGE 144 I 103 E. 2.1, 141 V 9 E. 2.3). 

Mit der entsprechenden Verfügung wird ein Rechtsverhältnis im anfechtungs- und streit-
gegenständlichen Sinne geregelt. Wird nur die Befristung der Leistungen angefochten, 
wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass 
unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben (grund-
legend BGE 125 V 413 E. 3b; ausserdem etwa BGE 131 V 164 E. 2.2; BGer 8C_765/2007 
vom 11. Juli 2008 E. 2). Zu prüfen ist hier dementsprechend der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers als solcher, und nicht lediglich sein Anspruch für den über September 
2019 hinausgehenden Zeitraum. Gemäss Art. 61 lit. d ATSG ist das kantonale Versiche-
rungsgericht dabei an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Es kann eine Verfügung 
zu Ungunsten des Beschwerdeführers ändern (reformatio in peius) oder ihm mehr zuspre-
chen, als er verlangt hat. Bei Feststellung einer Rechtsverletzung ist das kantonale Sozial-
versicherungsgericht grundsätzlich – mit Blick auf die genannte Bestimmung, welche die 
Verwirklichung des materiellen Rechts über das individuelle Rechtsschutzinteresse stellt – 
verpflichtet, eine reformatio in peius ins Auge zu fassen (BGE 144 V 153 E. 4.2.4). Den 
Parteien ist vorher Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rückzug der Beschwerde 
zu geben (BGE 144 V 153 E. 4.1). Dies ist vorliegend geschehen (Sachverhalt lit. D). 

4.
4.1 Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das polydisziplinäre 
Gutachten der C.________ vom 23. Dezember 2020. Gemäss den Experten bestehen 
beim Versicherten verschiedene orthopädische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar-

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beitsfähigkeit nach einem Sturz am 25. August 2015 mit protrahiertem Heilungsverlauf und 
verschiedenen (Schulter-)Operationen (vgl. IV-act. 144 S. 26 f.). Mit Blick darauf sind ihm 
Arbeitstätigkeiten mit Gewichten über 2,5 kg körpernah und über 2 kg körperfern nicht 
mehr zumutbar, ebenso wenig wie solche mit vermehrter Vibrationsbelastung oder repeti-
tiven feinmotorischen Anforderungen, Arbeiten in Zwangshaltungen mit dauerhafter Ar-
mabduktion oder -flexion sowie in dauerhaft vornübergebeugter oder zurückgelehnter Hal-
tung (IV-act. 144 S. 27). Angesichts dessen sei die angestammte Tätigkeit bereits seit 
dem 1. Februar 2016 (Datum der erstmaligen Schulteroperation) nicht mehr zumutbar. Für 
eine leichte körperliche Arbeit entsprechend dem formulierten Belastungsprofil habe indes 
grundsätzlich eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden (IV-act. 144 S. 27 ff.). Diesbezüglich 
sei einzig zu berücksichtigen, dass es im Rahmen der verschiedenen operativen Eingriffe 
an den Schultern zu wiederholten mehrmonatigen vollständigen Arbeitsunfähigkeiten ge-
kommen sei. Insgesamt könne jedoch davon ausgegangen werden, dass etwa seit Juli 
2019 eine vollständige Arbeitsfähigkeit für eine optimal adaptierte berufliche Verweistätig-
keit bestanden habe (IV-act. 144 S. 29 f.). Die Verwaltung verwies in ihrer Begründung 
insbesondere auf die tabellarische Aufstellung der Arbeitsunfähigkeiten durch den or-
thopädischen Gutachter (IV-act. 144 S. 30). Sie stellte fest, ausgehend davon habe eigent-
lich bereits vor dem Juli 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 
bestanden (IV-act. 163 S. 3). Dennoch legte sie ihrer Verfügung eine Arbeitsfähigkeit ab 
Juli 2019 zu Grunde, wobei sie unter Berufung auf ihren RAD zusätzlich zu Gunsten des 
Versicherten nicht von voller Arbeitsfähigkeit ausging, sondern lediglich von einer solchen 
von 80 % sowie beim Invalideneinkommen einen Leidensabzug von 10 % gewährte. Der-
gestalt resultierte ein Invaliditätsgrad von 37 % (IV-act. 163 S. 4, 146 S. 1). Daran hält die 
Verwaltung im Beschwerdeverfahren fest (act. 5). 

4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, es sei nicht 
ersichtlich, inwiefern sich sein Gesundheitszustand ab Juli 2019 derart verbessert habe, 
dass ihm ab diesem Zeitpunkt bei zuvor bestehender voller Arbeitsunfähigkeit wieder eine 
volle Arbeitsfähigkeit habe zugemutet werden können (act. 1 S. 4). Im Gegenteil sei im 
Sommer 2018 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten, welche zum 
Abbruch der Integrationsmassnahmen geführt habe (act. 1 S. 3). Er berichte seit Jahren 
unveränderte Beschwerden, die operativ nur wenig hätten verbessert werden können 
(act. 1 S. 5). Schliesslich habe ein Arbeitsversuch beim früheren Arbeitgeber gezeigt, dass 
er seine Arbeitsfähigkeit auch in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht umsetzen kön-
ne, was zur Kündigung geführt habe (act. 1 S. 7 f.). Hiermit würden sich die Gutachter 
nicht auseinandersetzen, sondern sie gingen fälschlich davon aus, es sei eine Eingliede-

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rung in die angestammte Tätigkeit versucht worden, was als Mangel ihres Gutachtens zu 
werten sei (act. 1 S. 8). Selbst wenn eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in leidensangepasster 
Tätigkeit zugrunde zu legen sei, sei beim Einkommensvergleich – so der Beschwerdefüh-
rer weiter – auf "bereinigte" LSE-Tabellenwerte abzustellen (act. 1 S. 9 f.). Es resultiere 
ein IV-Grad von 41 %. Mithin wäre die zugesprochene Rente ab Ende September 2019 
jedenfalls nicht gänzlich aufzuheben, sondern einzig zu reduzieren (act. 1 S. 10). 

5.
5.1 Die Gutachter haben sich seinerzeit in Kenntnis der Vorakten geäussert (IV-
act. 144 S. 32 ff., 49 ff.). Im Gegensatz zum Hausarzt unterschieden sie insbesondere 
nachvollziehbar zwischen der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer angepass-
ten Tätigkeit (IV-act. 144 S. 28 f.). Sie legten detailliert dar, weshalb aufgrund der Schul-
terbeschwerden die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, hingegen in einer 
angepassten Tätigkeit seit jeher eine grundsätzlich volle Arbeitsfähigkeit von ca. acht 
Stunden täglich bestanden habe (IV-act. 144 S. 28 f.). Dabei zeigten sie auch auf, dass 
letztere ab Februar 2016 mehrmals vorübergehend durch mehrmonatige vollständige Ar-
beitsunfähigkeiten im Rahmen der verschiedenen operativen Eingriffe unterbrochen wor-
den sei. Aus ihrer tabellarischen Aufstellung der Arbeitsfähigkeit im Zeitverlauf ergibt sich 
eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit bis ca. zum 20. April 2017 sowie – nach längerem 
Unterbruch – erneut eine postoperative Arbeitsunfähigkeit von ca. drei Monaten ab 6. Sep-
tember 2018 (IV-act. 144 S. 30). Im Fliesstext gehen die Gutachter hingegen davon aus, 
"dass etwa seit Juli 2019 eine vollständige Arbeitsfähigkeit für eine optimal adaptierte be-
rufliche Verweistätigkeit bestanden hat", ohne weitere Erläuterung (IV-act. 144 S. 29). Mit 
dem Beschwerdeführer lässt sich in der Tat nicht nachvollziehen, weshalb die Gutachter 
im Fliesstext ihres Gutachtens eine vollständige Arbeitsfähigkeit (erst) ab Juli 2019 attes-
tierten (act. 1 S. 4; act. 10 S. 2). Entgegen seiner Auffassung bestehen aber in diesem Zu-
sammenhang keine Unklarheiten im medizinischen Sachverhalt, die nachträglich erhellt 
werden müssten. Vielmehr hielten die Experten in aller wünschenswerten Klarheit fest, 
dass eine Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit unter Berücksichtigung der 
geklagten Beschwerden und der objektivierbaren Einschränkungen nie bestanden habe, 
sondern sich lediglich jeweils während der zahlreichen postoperativen Rekonvaleszenz-
phasen eine Arbeitskarenz aufgedrängt habe (IV-act. 144 S. 27 ff, 78 ff.). Das lässt sich 
ohne Weiteres nachvollziehen, zumal allgemeinnotorisch nach Operationen meist mehr 
oder weniger lange Perioden der körperlichen Schonung einzuhalten sind. Entsprechend 
besteht kein Anlass zur Einholung eines Gerichtsgutachtens oder zur Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung. 

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5.2 Wie der medizinisch klare Sachverhalt – mit zuletzt bis und mit 20. April 2017 
während längerer Zeit aufgehobener Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
aufgrund eines protrahierten Verlaufs der Schulterbeschwerden rechts mit mehrmaligen 
Operationen – juristisch einzuordnen ist, ist eine Rechtsfrage. Dabei ist daran zu erinnern, 
dass die Zusprache einer Rente nicht bloss Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, 
sondern weitergehend Invalidität, also eine Erwerbsunfähigkeit auch in leidensangepass-
ten Tätigkeiten, voraussetzt (vgl. oben E. 3.1). Diesbezüglich ist die Sachlage hier klar: 
Gemäss beweiskräftiger Expertise – die bezüglich des Belastungsprofils von denselben 
Einschränkungen ausgeht wie die ergonomische Arbeitsplatzabklärung vom 19. April 2018 
(IV-act. 61) – liess sich in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine langanhaltende und er-
hebliche Arbeitsunfähigkeit ausserhalb der bereits angesprochenen postoperativen Re-
konvaleszenzphasen nie objektivieren. Daran ändert auch die gutachterlich festgestellte 
psychische Überlagerung der Beschwerden nichts, zumal die Experten nachvollziehbar 
darlegten, dass sich diese auf die Arbeitsfähigkeit nicht auswirke und ihr im Übrigen mit 
einem schmerzmodulierenden Antidepressivum sowie Psychoedukation begegnet werden 
könne (IV-act. 144 S. 97 f.). 

Fehl geht der vom Beschwerdeführer formulierte Vorwurf, die Gutachter hätten verkannt, 
welche Arbeiten er während der Integrationsmassnahme ausgeübt habe (act. 1 S. 7). Es 
ist festzustellen, dass zweimalig versucht wurde, den Beschwerdeführer im bisherigen Be-
trieb wieder einzugliedern. Erstmals geschah dies bereits ab April 2018. Im Zuge dieser 
Massnahme hatte er grundsätzlich die ursprüngliche Arbeit zu verrichten, die im damali-
gen Zeitpunkt lediglich teilweise seinen Leiden angepasst werden konnte. Eine Tätigkeit 
von mehr als 50 % erwies sich solcherart als nicht möglich (IV-act. 53, 58). Die Massnah-
me wurde beendet, nachdem die ergonomische Arbeitsplatzabklärung gezeigt hatte, dass 
die verrichteten Arbeiten nicht in ausreichendem Masse dem ergonomischen Profil ent-
sprachen (IV-act. 61, 63). Ausserdem musste sich der Versicherte im April 2018 einer 
Operation wegen Gallensteinen unterziehen (ohne Zusammenhang mit den Schulterbe-
schwerden; IV-act. 80 S. 9). Ein neuerlicher Wiedereingliederungsversuch erfolgte ab Juni 
2018 in eine eigens für den Beschwerdeführer neu geschaffene und unter Berücksichti-
gung seiner Leiden ausgestaltete Tätigkeit als Staplerführer im bisherigen Betrieb (vgl. et-
wa IV-act. 80 S. 11). Diese berufliche Massnahme musste abgebrochen werden, da der 
Hausarzt des Versicherten diesem zunächst – nota bene ohne Kenntnis der Ergonomie 
der neu geschaffenen Stelle – eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestierte (Bericht vom 
22. Juni 2018, IV-act. 73) sowie alsdann ab 30. Juni 2018 eine solche von 100 % aufgrund 

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von "Unfall" (IV-act. 80 S. 12 f.; IV-act. 74, 77). Damit konnte in der Praxis – entgegen den 
Ausführungen des Beschwerdeführers (act. 1 S. 7 f.) – in der Tat nicht erprobt werden, ob 
die Arbeitstätigkeit entsprechend dem durch die Gutachter sowie die ergonomischen Ab-
klärungen statuierten Profil (vgl. vorstehend E. 4.1) umsetzbar und dem Beschwerdeführer 
auch in vollem Umfang zumutbar gewesen wäre, sondern lässt sich lediglich konstatieren, 
dass in einer teiladaptierten Tätigkeit nachvollziehbar eine Steigerung über 50 % nicht 
möglich war. Ein Mangel des Gutachtens liegt mithin nicht vor. Im Übrigen kann im Ein-
gliederungspunkt auf die Ausführungen der IV-Stelle vom 1. Februar 2022 verwiesen wer-
den, wo der exakte Ablauf der Eingliederung detailliert nachgezeichnet wird (act. 5 S. 5). 

5.3 Mit Blick auf das Ausgeführte lag spätestens ab dem 20. April 2017 (d.h. drei Mo-
nate nach der zweiten Operation der rechten Schulter) keine voraussichtlich längere Zeit 
andauernde Erwerbsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mehr vor, nachdem die 
Schulterproblematik rechts in diesem Zeitpunkt austherapiert war und die – zweifellos vor-
handene – Residualsymptomatik allein nach beweiskräftigem polydisziplinärem Gutachten 
einer Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht entgegenstand. Damit hat-
ten sich die gesundheitlichen Verhältnisse offensichtlich und entscheidend geändert, so 
dass auch ein klarer Revisionsgrund im Sinne des oben (E. 3.4) Ausgeführten vorlag. Der 
Rentenanspruch des Versicherten wäre mithin richtigerweise bis maximal zum 31. Juli 
2017 zu befristen gewesen, da die Wiederherstellung seiner Arbeitsfähigkeit in angepass-
ter Tätigkeit spätestens ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen war, in dem sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hatte und voraussichtlich weiterhin andau-
ern würde (Art. 88a Abs. 1 IVV). Daran ändert eine im Herbst 2018 erfolgte Operation an 
der linken Schulter nichts, führte doch auch diese lediglich zu einer kurzen postoperativen 
Arbeitsunfähigkeit, ohne die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nach-
haltig zu reduzieren. 

Weiterungen zur Umsetzbarkeit des konkreten Belastungsprofils (vgl. IV-act. 144 S. 80) 
erübrigen sich, nachdem aktenkundig der langjährige Arbeitgeber in der Lage und bereit 
war, eine optimal eingepasste Arbeitsstelle für den Versicherten einzurichten (IV-act. 61, 
80 S. 11). Der Beschwerdeführer macht denn auch zu Recht nicht geltend, dass eine Ar-
beitstätigkeit entsprechend dem gutachterlichen Belastungsprofil auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt nicht existieren würde. 

5.4 Bezüglich der vom Beschwerdeführer verlangten Berücksichtigung "bereinigter" 
LSE-Tabellenwerte ist festzuhalten, dass bereits das Bundesgericht in BGE 148 V 174 

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(E. 9.2 f.) mit einlässlicher Begründung entschieden hat, dass zu einer Rechtsprechungs-
änderung, wie sie hier verlangt wird, kein ernsthafter sachlicher Grund bestehe. Unter 
Verweis darauf besteht weder Anlass noch Rechtsgrundlage zur Vornahme der entspre-
chenden "Bereinigung". Auf weitere Ausführungen zur Neufassung von Art. 26bis Abs. 3 
IVV ab dem 1. Januar 2024 kann sodann verzichtet werden, zumal einerseits die Überg-
angsbestimmung zur Änderung vom 18. Oktober 2023 explizit festhält, dass eine – allfälli-
ge – Rentenerhöhung erst auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens der entsprechenden Ände-
rung zu erfolgen hätte (AS 2023 635, Abs. 1 der UeB), anderseits vorliegend so oder an-
ders die bis Ende 2021 in Kraft stehende Fassung der IVV zur Anwendung gelangt (vor-
stehend E. 1). 

5.5. Zusammengefasst hat es hier – maximal – beim von der IV-Stelle errechneten In-
validitätsgrad von 37 % sein Bewenden, dies jedoch gestützt auf die Ausführungen im be-
weiswertigen medizinischen Gutachten vom 23. Dezember 2020 bereits ab dem 20. April 
2017. Mithin ist der Rentenanspruch des Versicherten spätestens ab dem 1. August 2017 
dahingefallen. Die Verfügung der IV-Stelle vom 12. November 2021 ist entsprechend da-
hingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2017 bis 31. Juli 2017 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hatte.

Mit Blick auf den Verfahrensausgang kann dabei ausdrücklich offengelassen werden, ob 
die IV-Stelle zu Recht zu Gunsten des Versicherten ihren Berechnungen eine Arbeits-
fähigkeit von lediglich 80 % zugrunde gelegt sowie einen Tabellenlohnabzug von 10 % auf 
den Werten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) gewährt hat. 

Dem Versicherten steht es – auch angesichts der allseitig unbestrittenen Arbeitsunfähig-
keit in der angestammten Tätigkeit – selbstredend frei, seinen Anspruch auf Arbeitsver-
mittlung sowie Hilfe bei der Eingliederung in eine geeignete, leidensangepasste Tätigkeit 
gegenüber der IV-Stelle erneut geltend zu machen, sobald er zur Arbeitsaufnahme subjek-
tiv bereit ist. 

6. Die Beschwerde ist abzuweisen. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG 
kostenpflichtig. Es ist demnach eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– fest-
gesetzt wird. Diese ist entsprechend dem Ausgang des Verfahrens durch den Beschwer-
deführer zu tragen, der mit seinen Anträgen vollständig unterliegt. Bei diesem Verfahrens-
ausgang ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Urteil S 2021 172

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und die Verfügung der IV-Stelle Zug vom 
12. November 2021 dahingehend angepasst, dass der Beschwerdeführer lediglich 
für den Zeitraum ab 1. Februar 2017 bis 31. Juli 2017 Anspruch hatte auf eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung.

2. Die Spruchgebühr von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 11. Dezember 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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