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**Case Identifier:** c6c2014e-cc98-5eb9-b54b-8553a20cded3
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 20.12.2023 ZOR.2022.57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2022-57_2023-12-20.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

ZOR.2022.57 
(OF.2020.36)  

 

 

Urteil vom 20. Dezember 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichterin Vasvary  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin i.V. Hunziker 

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Kuhn,  

[…] 

 

 
    

Beklagte   C._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Sandra Glavas Soller,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Ehescheidung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

C._____ und A._____ haben am tt.mm 1992 vor dem Zivilstandsamt 

B._____ (AG) geheiratet. Aus der Ehe sind die drei mittlerweile volljährigen 

Kinder F._____, geboren am tt.mm 1994, G._____, geboren am tt.mm 

1996, und H._____, geboren am tt.mm 1998, hervorgegangen. 

 

1.2. 

Die Parteien leben seit dem 1. Januar 2016 getrennt. Im Juli 2016 schlos-

sen die Parteien eine aussergerichtliche Trennungsvereinbarung. 

 

1.3. 

Am 10. Juni 2020 reichte der Kläger eine unbegründete Scheidungsklage 

beim Bezirksgericht Zurzach ein. 

 

1.4. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Zurzach verzichtete nach Rücksprache 

mit beiden Parteien auf die Durchführung einer Einigungsverhandlung und 

setzte dem Kläger eine Frist zur schriftlichen Begründung der strittigen 

Scheidungsfolgen. 

 

1.5. 

Der Kläger reichte am 19. November 2020 die schriftliche Begründung der 

strittigen Scheidungsfolgen (nachfolgend: Klage) und am 1. März 2021 die 

Replik ein. Die Beklagte erstattete am 9. Februar 2021 die Klageantwort 

und am 3. Mai 2021 die Duplik. 

 

1.6. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Zurzach fällte am 26. September 2022 

folgendes Urteil:  

 

1. 
In Gutheissung des gemeinsamen Scheidungsbegehrens wird die am tt.mm 1992 vor dem 
Zivilstandsamt B._____ geschlossene Ehe der Parteien in Anwendung von Art. 114 ZGB 
geschieden. 
 
2. 
2.1. 
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an ihren persönlichen Unterhalt ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zu seiner ordentlichen Pensionierung im Juni 2032 monatlich im 
Voraus, jeweils auf den ersten eines jeden Monats, folgende Unterhaltsbeiträge zu 
bezahlen: 
 
CHF 5'205.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. Juni 2023 (Phase 1), 
CHF 3'705.00 ab 1. Juli 2023 bis zur ordentlichen Pensionierung des Klägers im 

Juni 2032 (Phase 2). 
 

 - 3 - 

 

 

2.2. 
Die persönlichen Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziff. 2.1 hiervor basieren auf 104.8 
Punkten des Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik (Stand 
August 2022; Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie werden jährlich auf den 1. Januar, 
erstmals auf den Januar 2023, gemäss dem Indexstand per November des Vorjahres nach 
folgender Formel der Teuerung angepasst: 
 

Neue Unterhaltsbeiträge = 
ursprüngliche Unterhaltsbeiträge x neuer Index vom Nov. Des Vorjahres 

104.8 
 
Die Anpassung der Unterhaltsbeiträge findet nur statt, soweit der Kläger nicht mit Urkunden 
nachweist, dass das Einkommen nicht entsprechend der Teuerung gestiegen ist. 
 
2.3. 
Die festgesetzten Unterhaltsbeiträge basieren auf folgenden Werten: 
 
Monatliches Einkommen des Klägers: 
CHF 24'685.00 
 
Monatliches Einkommen der Beklagten: 
CHF 1'958.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils (Phase 1): Renten-

einkommen von CHF 1'778.00 + Vermögensertrag von CHF 180.00 
CHF 3'458.00 ab 1. Juli 2023 (Phase 2): Hypothetisches Nettoerwerbs-

einkommen von CHF 1'500.00 + Renteneinkommen von CHF 
1'778.00 + Vermögensertrag von CHF 180.00 

 
3. 
3.1. 
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten innert 30 Tagen nach Rechtskraft des 
Scheidungsurteils eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 152'433.00 zu 
bezahlen. 
 
3.2. 
Die im Gesamteigentum zufolge einfacher Gesellschaft stehende Liegenschaft der 
Parteien LIG […] wird unter gleichzeitiger Übernahme der alleinigen Schuld- und Zinspflicht 
für die aufhaftenden Grundpfandschulden der Beklagten zu Alleineigentum überwiesen. 
 
3.3. 
Das Grundbuchamt U._____ wird nach Vorlage einer Schuldentlassungserklärung 
zugunsten des Klägers angewiesen, die im Gesamteigentum zufolge einfacher 
Gesellschaft stehende Liegenschaft der Parteien LIG […] nach Rechtskraft des 
Scheidungsurteils in das Alleineigentum der Beklagten zu übertragen. 
 
3.4. 
Die Kosten für die Handänderung der Liegenschaft werden von den Parteien je zur Hälfte 
auferlegt. 
 
3.5. 
Im Übrigen werden den Parteien diejenigen Vermögenswerte zugewiesen, die sich in ihrem 
Besitz befinden oder auf ihren Namen lauten und es wird jede Partei verpflichtet, die auf 
sie lautenden oder sie betreffenden allfälligen Schulden alleine zu bezahlen. 
 
Nach Vollzug der vorstehenden Regelungen sind die Parteien überdies als per Saldo aller 
güterrechtlichen Ansprüche auseinandergesetzt zu bezeichnen. 

  

 - 4 - 

 

 

4. 
Die Vorsorgeeinrichtung des Klägers […] wird nach Rechtskraft des Scheidungsurteils 
gestützt auf Art. 281 ZPO angewiesen, den Betrag von CHF 347'755.70 je im Umfang der 
Hälfte, mithin je CHF 173'877.85, zugunsten der beiden Vorsorgeeinrichtungen der 
Beklagten […] zu überweisen. 
 
5. 
Im Übrigen werden die Begehren der Parteien abgewiesen. 
 
6. 
Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 25'640.70 werden den Parteien je zur Hälfte mit 
CHF 12'820.35 auferlegt. Sie werden mit den Vorschüssen des Klägers von insgesamt 
CHF 7'200.00 verrechnet, sodass der Kläger dem Gericht CHF 5'620.35 und die Beklagte 
dem Gericht CHF 12'820.35 nachzuzahlen hat. 
 
7. 
Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 

2. 

2.1. 

Die Beklagte erhob am 31. Oktober 2022 Berufung gegen das ihr am 

30. September 2022 zugestellte begründete Urteil der Präsidentin des 

Bezirksgerichts Zurzach und beantragte: 

 

1. 
Dispositiv-Ziffer 3.1 des Urteils des Bezirksgerichtes Zurzach vom 26. September 2022 
(Geschäfts-Nr. OF.2020.36) sei aufzuheben und der Kläger sei zu verpflichten, der 
Beklagten innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils und unter Vorbehalt 
der genauen Bezifferung nach Abschluss des Beweismittelverfahrens eine güterrechtliche 
Ausgleichszahlung von CHF 308'020.50 zu bezahlen. 
 
2. 
Es sei eine Verkehrswertschätzung der Aktiven der L._____ AG durchzuführen, 
eventualiter sei der Fall diesbezüglich an die Vorinstanz zurückzuweisen mit dem Auftrag, 
eine Verkehrswertschätzung durchführen zu lassen. 
 
3. 
Dispositiv-Ziffer 2.1. des Urteils des Bezirksgerichtes Zurzach vom 26. September 2022 
(Geschäfts-Nr. OF.2020.36/nc) sei aufzuheben und der Kläger sei zu verpflichten, der 
Beklagten an ihren persönlichen Unterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zu 
seiner ordentlichen Pensionierung im Juni 2032 monatlich im Voraus, jeweils auf den 
ersten eines jeden Monats, folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 
 
CHF 8'737.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. Juni 2023 (Phase 1), 
 
CHF 6'777.00 ab 1. Juli 2023 bis Ende Februar 2025 (2. Phase), 
 
CHF 7'063.00 ab 1. März 2025 bis zur ordentlichen Pensionierung des Klägers im Juni 
2032 (Phase 3). 
 
4. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu Lasten 
des Berufungsbeklagten. 

 

 - 5 - 

 

 

2.2. 

Mit Berufungsantwort bzw. Anschlussberufung vom 8. Dezember 2022 

stellte der Kläger die folgenden Anträge: 

 

1. 
Es sei die Berufung der Beklagten vollumfänglich abzuweisen. 
 
2. 
Es sei in Gutheissung der Anschlussberufung des Klägers Ziff. 3.1. des angefochtenen 
Urteils vom 26. September 2022 aufzuheben und stattdessen die Beklagte zu verpflichten, 
dem Kläger innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils im Güterrechtspunkt 
eine Ausgleichzahlung von CHF 85'919.50 zu bezahlen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 7.7% Mehrwertsteuer, im obergerichtlichen 
Verfahren zulasten der Beklagten. 

 

2.3. 

Mit Stellungnahme zur Berufungsantwort und Anschlussberufungsantwort 

vom 26. Januar 2023 (Postaufgabe am 27. Januar 2023) beantragte die 

Beklagte die Abweisung der mit Anschlussberufung gestellten Anträge, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuer). 

 

2.4. 

Am 2. Februar 2023 reichte der Kläger eine freigestellte Stellungnahme ein. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitgegenstand des Berufungsverfahrens bildet der nacheheliche Unter-

halt (Dispositiv-Ziffer 2.1.) sowie die Höhe der güterrechtlichen Ausgleichs-

zahlung (Dispositiv-Ziffer 3.1.). In den übrigen Punkten ist das Urteil der 

Präsidentin des Bezirksgerichts Zurzach vom 26. September 2022 unange-

fochten geblieben und damit in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 

ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Für den umstrittenen nachehelichen Unterhaltsanspruch der Beklagten 

sowie für die streitige güterrechtliche Auseinandersetzung gilt die Verhand-

lungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Damit wird den Parteien übertragen, 

dem Gericht den massgeblichen Sachverhalt darzulegen und die zum 

Beweis erforderlichen Beweismittel beizubringen oder deren Abnahme zu 

beantragen (Art. 55 Abs. 1 ZPO; Urteil des Bundesgerichts 5A_807/2018 

vom 28. Februar 2019 E. 2.3.2). Ferner gilt der Dispositionsgrundsatz 

(Art. 58 Abs. 1 ZPO). 

 

 - 6 - 

 

 

2.2. 

Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz geltend 

gemacht werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich (deshalb) 

im Rahmen der nach Art. 311 Abs. 1 ZPO verlangten Begründung mit den 

Erwägungen des erstinstanzlichen Entscheids im Einzelnen und sach-

bezogen auseinanderzusetzen. Die Rechtsmittelinstanz ist nicht gehalten, 

von sich aus alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu 

untersuchen, wenn die Parteien diese in oberer Instanz nicht mehr 

vortragen. Sie kann sich vielmehr grundsätzlich auf die Beurteilung der in 

der Berufung und der Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil 

erhobenen Beanstandungen beschränken (BGE 144 III 394 E. 4.1.4, BGE 

142 III 413 E. 2.2.4). Sie ist aber inhaltlich weder an die Argumente, die die 

Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an die 

Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen 

(BGE 144 III 394 E. 4.1.4). Sie kann deshalb die Berufung auch mit einer 

anderen Begründung gutheissen oder diese auch mit einer von der 

Argumentation der ersten Instanz abweichenden Begründung abweisen 

(Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2016 vom 30. November 2016 E. 3.1).  

 

Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch 

berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 

konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO), wofür die Partei, die solche Neuerungen 

geltend macht, die Substanzierungs- und Beweislast trifft (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015 E. 3.2.2).  

 

2.3. 

Das Obergericht kann ohne Verhandlung aufgrund der Akten entscheiden 

(Art. 316 Abs. 1 ZPO). 

 

3. Güterrecht 

3.1. 

Die Vorinstanz hat den Kläger verpflichtet, der Beklagten eine güter-

rechtliche Ausgleichszahlung in Höhe von Fr. 152'433.00 zu bezahlen 

(vorinstanzliches Dispositiv, Ziff. 3.1). 

 

Mit ihrer Berufung beanstandet die Beklagte das vorinstanzliche Urteil in 

Bezug auf das Güterrecht und verlangt – unter Vorbehalt der genauen 

Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens – eine güterrechtliche 

Ausgleichszahlung des Klägers von Fr. 308'020.50 (Berufung S. 2). Der 

Kläger beantragt demgegenüber in güterrechtlicher Hinsicht, die Beklagte 

sei zu verpflichten, ihm eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in Höhe von 

Fr. 85'919.50 zu bezahlen (Anschlussberufung S. 2).  

 

 - 7 - 

 

 

3.2. 

3.2.1. 

Die Vorinstanz erwog, die Parteien hätten mangels Abschlusses eines 

öffentlich beurkundeten Ehevertrags bis zum Zeitpunkt der Einleitung des 

Scheidungsverfahrens am 10. Juni 2020 (vgl. act. 1) unter dem orden-

tlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung gelebt, womit der Zeit-

punkt der Auflösung des Güterstandes entsprechend auf den 10. Juni 2020 

festzulegen sei (angefochtener Entscheid E. 3.4.3). 

 

Der Kläger macht in seiner Anschlussberufung (S. 13) geltend, es sei auf 

den 31. Dezember 2015 als güterrechtlichen Stichtag abzustellen. Die 

Beklagte demgegenüber hält am angefochtenen Entscheid fest. 

 

3.2.2. 

3.2.2.1. 

Dass die Vorinstanz den Zeitpunkt der Auflösung des ordentlichen Güter-

stands auf den 10. Juni 2020 festgelegt hat, ist nicht zu beanstanden. 

Richtig ist zwar, dass die Parteien am 27. Juli 2016 eine aussergerichtliche 

Trennungsvereinbarung mit der Regelung abgeschlossen haben, «per 

Stichtag 31. Dezember 2015 einen Ehevertrag auf Begründung der 

Gütertrennung im Sinne von Art. 246 ff. ZGB abzuschliessen» (Klage-

beilage 3, Ziff. 6). Die Parteien haben es sodann aber unterlassen, die 

Gütertrennung im Rahmen des Abschlusses eines öffentlich beurkundeten 

Ehevertrags zu regeln. Darüber hinaus wurde die Gütertrennung auch nie 

gerichtlich angeordnet. Daraus kann – entgegen der Auffassung des 

Klägers – nur folgen, dass der ausserordentliche Güterstand der Gütertren-

nung nicht eingetreten ist und die Parteien – bis zur Einreichung des 

Scheidungsbegehrens durch den Kläger am 10. Juni 2020 (BGE 135 III 585 

E. 2.5; BGE 135 III 241 E. 4.1) – den Vorschriften über die Errungen-

schaftsbeteiligung unterstellt waren (vgl. Art. 181 ZGB). 

 

3.2.2.2. 

Entgegen der Auffassung des Klägers ist aus der Trennungsvereinbarung 

vom 27. Juli 2016 auch kein Anspruch auf Abschluss eines die Gütertren-

nung bzw. den Stichtag 31. Dezember 2015 beurkundenden Ehevertrags 

abzuleiten (vgl. Anschlussberufung S. 14). Zunächst ist festzuhalten, dass 

die vorgenannte Vereinbarung (siehe oben, E. 3.2.2.1) keinen gültigen 

Vorvertrag über den Abschluss eines Ehevertrags darstellt, zumal hierfür 

ebenfalls die öffentliche Beurkundung erforderlich wäre und eine solche 

nicht vorliegt (vgl. Art. 22 Abs. 2 OR). Ferner stellt die Trennungs-

vereinbarung vom 27. Juli 2016 – entgegen der Ansicht des Klägers – auch 

keine nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts unter 

Umständen anspruchsbegründende antizipierte Scheidungsvereinbarung 

dar (vgl. BGE 145 III 474 E. 5.4, wonach es sich mit der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung nicht verträgt, einer antizipierten Vertrags-

abrede über den nachehelichen Unterhalt allein unter Hinweis auf Art. 27 

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ZGB und ohne Prüfung der konkreten Umstände pauschal jegliche 

Bindungswirkung abzusprechen). Abgesehen davon, dass sich BGE 145 

III 474 ohnehin nur auf antizipierte Unterhaltsvereinbarungen – nicht aber 

güterrechtliche Vertragsabreden – zu beziehen scheint, geht aus der 

vorgenannten Trennungsvereinbarung klar hervor, dass die Parteien bei 

deren Abschluss gerade nicht beabsichtigt haben, eine verbindliche 

Regelung der Scheidungsfolgen zu treffen. So wurde in Ziff. 4.2 der 

Trennungsvereinbarung vom 27. Juli 2016 ausdrücklich festgehalten, dass 

dieser keine präjudizielle Wirkung für eine allfällige spätere Ehescheidung 

zukommen solle. Mangels rechtlichen Bindungswillens der Parteien ist aus 

der Trennungsvereinbarung vom 27. Juli 2016 somit auch keine Bin-

dungswirkung abzuleiten. 

 

3.2.2.3. 

3.2.2.3.1. 

Weiter macht der Kläger in seiner Anschlussberufung (S. 13 f.) geltend, es 

sei rechtsmissbräuchlich, wenn sich die Beklagte nachträglich auf das 

Formerfordernis der öffentlichen Beurkundung berufe. Die Trennungs-

vereinbarung könne nur so verstanden werden, dass sich die Parteien auf 

den 31. Dezember 2015 als güterrechtlichen Stichtag verständigen wollten 

und verständigt haben bzw. der Kläger dies in guten Treuen so verstehen 

musste und verstehen durfte. Dass es nicht zum Abschluss dieses 

Ehevertrags und damit einer notariell beurkundeten Bestätigung des 

vereinbarten Stichtags gekommen sei, sei irrelevant. Die Parteien hätten 

tatsächlich unter Gütertrennung gelebt, jeder habe seine Vermögen eigen-

mächtig verwaltet und genutzt und sie hätten in ihren jeweiligen Steuer-

erklärungen sogar entsprechende güterrechtliche Ausgleichsforderungen 

bzw. -schulden (unter dem Vorbehalt der Korrektur) deklariert. 

 

Die Beklagte entgegnet, die Begründung des Klägers, sie habe in ihrer 

Steuererklärung freiwillig einen Betrag betreffend güterrechtliche Aus-

gleichsforderung bzw. -schuld deklariert, sei neu und im vorinstanzlichen 

Verfahren nicht geäussert worden. Wie aus der eingereichten Steuer-

erklärung 2016 (act. 5, Ziff. 30.6) aber ersichtlich sei, habe sie selbst keinen 

solchen Betrag deklariert. Das Steueramt habe jedoch einen solchen 

Betrag aufgenommen, da der Kläger in seiner Steuererklärung 2016 

Fr. 190'000.00 als Schuld gegenüber der Beklagten angegeben habe, wohl 

um Steuern zu sparen. Dagegen habe sie sich nicht erfolgreich wehren 

können. Letztendlich offenbare der vom Kläger eingereichte Entwurf der 

güterrechtlichen Abrechnung per 31. Dezember 2015, Version vom 25. Juni 

2019, dass die Parteien alsdann noch nicht über die Höhe der Aus-

gleichung einig gewesen seien. Ausserdem führe der Kläger selbst in 

seiner Anschlussberufung aus, dass er diesen Betrag lediglich unter 

Vorbehalt der Korrektur in der Steuererklärung aufgenommen habe. 

Entsprechend sei er offensichtlich selbst nicht davon ausgegangen, dass 

 - 9 - 

 

 

die Gütertrennung per 31. Dezember 2015 letztlich wirklich zustande 

kommen werde (Anschlussberufungsantwort S. 6 f.) 

 

3.2.2.3.2. 

Der Kläger hat – entgegen dem Vorbringen der Beklagten – bereits in 

seiner Klage (vgl. act. 85) behauptet, die Parteien hätten in ihren jeweiligen 

Steuererklärungen eine güterrechtliche Forderung bzw. Schuld in Höhe von 

Fr. 190'000.00 deklariert. Es handelt sich folglich um kein Novum. Dennoch 

kann der Kläger hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: 

 

Die Berufung der Beklagten auf das Formerfordernis der öffentlichen 

Beurkundung ist nicht als offensichtlich rechtsmissbräuchliches Verhalten 

zu qualifizieren. Selbst wenn es zutreffen mag, dass die Parteien seit ihrer 

Trennung im Jahr 2016 ihre Vermögen eigenständig verwaltet und genutzt 

haben, verhält es sich vorliegend nicht so, dass sie sich über das 

Güterrecht vollständig und irrtumsfrei geeinigt hätten und das spätere 

Verhalten der Beklagten hierzu im Widerspruch stünde. Nichts Anderes 

impliziert auch der Kläger, wenn er etwa ausführt, er habe eine güter-

rechtliche Ausgleichsschuld gegenüber der Beklagten in seiner Steuer-

erklärung «selbstverständlich unpräjudizierend und einzig zu Steuer-

zwecken» (Klage, act. 85) deklariert. Ein offensichtlicher Rechtsmiss-

brauch liegt nach dem Gesagten nicht vor. 

 

Der Zeitpunkt der Auflösung des ordentlichen Güterstandes der Errungen-

schaftsbeteiligung ist somit mit der Vorinstanz auf den 10. Juni 2020 

festzulegen. 

 

Die Anschlussberufung des Klägers ist in diesem Punkt abzuweisen. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Der Kläger beantragt in seiner Anschlussberufung (S. 18), es seien für den 

Fall, dass die güterrechtliche Auseinandersetzung wie im vorinstanzlichen 

Urteil per 10. Juni 2020 durchgeführt werde, die per Stichtag 10. Juni 2020 

tatsächlich offenen Steuern des Klägers in Abzug zu bringen. Der Kläger 

beruft sich insoweit auf das Novenrecht und den Umstand, dass erst die 

Beurteilung des Stichtages durch die Vorinstanz Anlass zu entsprechenden 

aktualisierten Ausführungen und der Nachreichung von Beweismitteln 

gegeben habe.  

 

Die Beklagte führt an, der Kläger hätte, damit er nun im Berufungsverfahren 

eine Steuerforderung für die Jahre 2017 bis 2020 geltend machen könne, 

dies bereits vor Vorinstanz tun müssen. Wenn die genaue Höhe der 

Steuern damals noch nicht bekannt gewesen sei, hätte er zumindest darauf 

hinweisen und sich eine nachträgliche Bezifferung vorbehalten müssen. 

Dies habe er aber nicht getan, obwohl ihm habe bewusst sein müssen, 

 - 10 - 

 

 

dass die Vorinstanz eine güterrechtliche Auseinandersetzung per 10. Juni 

2020 vornehmen könnte, zumal die Vorinstanz von den Parteien mit 

Verfügung vom 5. Juli 2021 explizit Belege zu dem Vermögensstand per 

10. Juni 2020 verlangt habe (Anschlussberufungsantwort S. 9 f.).  

 

3.3.2. 

Gemäss Verfügung vom 5. Juli 2021 (act. 222) hat die Vorinstanz die 

Parteien ausdrücklich dazu aufgefordert, sämtliche Belege betreffend 

Vermögensstand per 10. Juni 2020, die Steuerveranlagungen 2019 und 

2020, oder, – falls diese noch nicht vorhanden sind – die Steuererklärungen 

2019 und 2020, oder, – falls diese ebenfalls noch nicht vorhanden sind – 

die letzten beiden Steuerveranlagungen einzureichen. Entsprechend war 

es für den Kläger ohne Weiteres voraussehbar, dass die Vorinstanz die 

güterrechtliche Auseinandersetzung per 10. Juni 2020 vornehmen wird. Es 

war ihm somit auch zumutbar, die von der Vorinstanz einverlangten Belege 

bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorzubringen, oder – wenn diese 

noch nicht vorhanden sind (vgl. Anschlussberufungsbeilage 2) – auf diesen 

Umstand mindestens hinzuweisen und sich eine nachträgliche Bezifferung 

der Steuerschuld vorzubehalten. Insoweit der Kläger dies aber unterlassen 

hat, sind die von ihm im Berufungsverfahren eingereichten Noven nicht zu 

berücksichtigen. 

 

Die Anschlussberufung des Klägers ist in diesem Punkt abzuweisen. 

 

3.4. 

3.4.1. 

Dem angefochtenen Entscheid zufolge liess die Vorinstanz die Stockwerk-

eigentumswohnung des Klägers von einem Experten schätzen. Gestützt 

auf die Verkehrswertschätzung vom 8. Juli 2021 ging die Vorinstanz 

alsdann von einem Verkehrswert der Stockwerkeigentumswohnung von 

Fr. 1'050'000.00 aus, was im Berufungsverfahren denn auch nicht mehr 

strittig ist. 

 

Im Berufungsverfahren umstritten ist, ob bzw. in welcher Höhe zu Lasten 

der Errungenschaft des Klägers ein Abzug für zu erwartende Grundstück-

gewinnsteuern zu berücksichtigen ist.  

 

3.4.2. 

Die Vorinstanz hat ausgeführt, dass latente Grundstückgewinnsteuern 

zwar durchaus zu berücksichtigen wären, der Kläger es allerdings gänzlich 

unterlassen habe, dem Gericht darzulegen, wie seine Absichten bezüglich 

seiner Eigentumswohnung aussehen würden bzw. welche Gedanken er 

sich etwa mit Blick auf seine Pensionierung oder einen allfälligen Zusam-

menzug mit seiner Partnerin (an einem anderen Ort) gemacht habe. 

Jedenfalls könne es nicht angehen und unter der hinsichtlich des Güter-

rechts geltenden Verhandlungsmaxime nicht genügen, einfach die aktuelle 

 - 11 - 

 

 

(noch relativ kurze) Besitzdauer anzugeben und gestützt darauf die 

Grundstückgewinnsteuer im Sinne von § 109 StG zu ermitteln. Ent-

sprechend seien vorliegend keine latenten Grundstückgewinnsteuern zu 

berücksichtigen (angefochtener Entscheid E. 3.5.6.2). 

 

3.4.3. 

In seiner Anschlussberufung (S. 15) moniert der Kläger, die Vorinstanz 

habe die Grundstückgewinnsteuern zu Unrecht unberücksichtigt gelassen. 

Er habe vorinstanzlich dargelegt, dass auf dieser Liegenschaft bei einem 

Verkehrswert von Fr. 1'050'000.00 und einer 6-jährigen Besitzdauer eine 

latente Grundstückgewinnsteuer von Fr. 100'00.00 (30 %) auflaste, welche 

beim Anrechnungswert zu berücksichtigen sei. Er habe damit auch sinn-

gemäss ausgeführt, dass die Wohnung dereinst einmal verkauft werde 

(beispielsweise per Pensionierung oder sogar demnächst, nämlich bei 

einem allfälligen Zusammenzug – wie aktuell diskutiert – mit seiner neuen 

Partnerin) und die Steuerlast tatsächlich anfalle, was umso klarer sei, weil 

im Aargau selbst bei jahrzehntelanger Haltedauer eine Steuer erhoben 

werde. In Übereinstimmung mit der einschlägigen Praxis sei diese latente 

Last, wie sie aktuell anfallen würde, zumindest zur Hälfte zu berück-

sichtigen, weshalb er einen Abzug von zumindest Fr. 50'000.00 verlange 

und die Wohnung in S._____ somit mit einem Nettowert von höchstens 

Fr. 490'000.00 anzurechnen sei.  

 

Die Beklagte entgegnet in ihrer Anschlussberufungsantwort (S. 8), der 

Kläger habe die latente Grundstückgewinnsteuer weder ausreichend noch 

rechtzeitig behauptet.  

 

3.4.4. 

Bei der Berechnung der güterrechtlichen Forderungen ist der «Nettover-

kehrswert» massgebend. Aus diesem Grund sind diejenigen Lasten und 

Steuern vom Bruttoverkehrswert abzuziehen, die bei einem tatsächlichen 

Verkauf des Vermögensgegenstandes entstünden, wie beispielsweise 

Handänderungsgebühren und Grundstückgewinnsteuern (Urteil des 

Bundesgerichts 5C.201/2005 vom 2. März 2006 E. 2.3 und E. 3). Nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts genügt es nicht, latente Lasten nur 

betragsgemäss zu behaupten. Auch deren Realisierungswahrscheinlich-

keit ist näher darzulegen, zumal dann, wenn die güterrechtliche Aus-

einandersetzung keinen sachenrechtlichen Übergang des Eigentums 

bewirkt (Urteil des Bundesgerichts 5C.201/2005 vom 2. März 2006 E. 3). 

Zu welchem Wert öffentliche Abgaben, die sich erst künftig realisieren 

könnten, als latente Lasten bei der Bewertung eines Vermögens-

gegenstandes in der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu berück-

sichtigen sind, ist eine Frage der Rechtsanwendung. Demgegenüber ist 

Tatfrage, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe gestützt auf die ge-

setzlich vorgesehenen Bemessungsparameter eine öffentliche Abgabe 

voraussichtlich anfallen wird. Zu den tatbestandlichen Grundlagen, gestützt 

 - 12 - 

 

 

auf die das Gericht die latente Belastung eines Vermögensgegenstandes 

bewertet, zählen nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass sich das ab-

gabepflichtige Ereignis verwirklicht, und die konkret ermittelten Einfluss-

grössen, anhand derer die Abgabe im Einzelfall berechnet wird, sondern 

auch die entsprechenden Vorschriften über den Gegenstand, die Bemes-

sung und die Berechnung der fraglichen Abgabe. Bei der Bewertung von 

Vermögensgegenständen im Rahmen der güterrechtlichen Auseinander-

setzung ist die Kalkulation potenziell anfallender Steuern und Kausalab-

gaben somit nicht der Rechtsanwendung, sondern dem Sachverhalt 

zuzuordnen (Urteil des Bundesgerichts 5A_747/2020 vom 29. Juni 2021 

E. 3.4.4). 

 

3.4.5. 

Beim mit Verkehrswertgutachten der M._____AG vom 8. Juli 2021 

ermittelten Verkehrswert der Stockwerkeigentumswohnung in Höhe von 

Fr. 1'050'000.00, auf welchen die Vorinstanz abgestellt hat, handelt es sich 

um den sog. «(Brutto)-Verkehrswert» vor Abzug der bei der Veräusserung 

anfallenden Gebühren, Abgaben und Steuerlasten. Zwar ist dem Kläger 

grundsätzlich zuzustimmen, dass im Rahmen der güterrechtlichen 

Auseinandersetzung der Nettoverkehrswert massgeblich ist und latente 

Lasten deshalb prinzipiell zu berücksichtigen sind, dies jedoch in 

Anbetracht der vorstehenden rechtlichen Ausführungen nur dann, wenn 

über den Betrag der latenten Lasten hinaus auch etwa deren Realisie-

rungswahrscheinlichkeit näher dargelegt wird. Der Kläger behauptet nun 

aber gerade keine konkreten Verkaufsabsichten, wenn er lediglich ausführt, 

er werde die Stockwerkeigentumswohnung dereinst einmal verkaufen, 

ohne einen konkreten Verkaufszeitpunkt benennen zu können. Mangels 

ausreichender Behauptungen des Klägers sind im Sinne der zitierten 

Rechtsprechung somit keine latenten Lasten zu berücksichtigen. 

 

Die Anschlussberufung des Klägers ist in diesem Punkt abzuweisen. 

 

3.5. 

3.5.1. 

Die Vorinstanz hat der Beklagten voreheliches Vermögen in Höhe von 

Fr. 37'922.00 als Eigengut angerechnet. Sie führte dazu im Wesentlichen 

aus, die vorehelichen Mittel der Beklagten von Fr. 37'922.00 seien zwar 

nicht belegt, vom Kläger jedoch ausdrücklich anerkannt und in einer von 

ihm selbst erstellten Berechnungstabelle (act. 88 f.; 141 f.; vgl. Klagebei-

lage 12) aufgeführt worden, weshalb dieser Betrag im Sinne der Disposi-

tionsmaxime als Eigengut der Beklagten zu berücksichtigen sei (vgl. ange-

fochtener Entscheid E. 3.5.6.1). 

 

3.5.2. 

Der Kläger macht in seiner Anschlussberufung (S. 16) geltend, die 

Vorinstanz habe der Beklagten zu Unrecht Fr. 37'922.00 als Eigengut 

 - 13 - 

 

 

angerechnet. Er habe diesen Betrag ausdrücklich unter dem Vorbehalt 

anerkannt, dass die Beklagte im Gegenzug ein eingebrachtes Guthaben 

des Klägers von Fr. 124'296.00 anerkenne, was die Beklagte nicht 

gemacht habe. Die bedingte Anerkennung der Fr. 37'922.00 durch den 

Kläger sei damit dahingefallen. Die Beklagte hält demgegenüber am 

angefochtenen Entscheid fest (vgl. Anschlussberufungsantwort S. 8). 

 

3.5.3. 

Dass die Vorinstanz einen Betrag von Fr. 37'922.00 als Eigengut der 

Beklagten berücksichtigt hat, ist nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz 

richtig erkannt hat, war es der Kläger selbst, welcher ein voreheliches 

Vermögen der Beklagten in Höhe von Fr. 37'922.00 behauptet hat 

(vgl. act. 88; vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.6.1). Eine «bedinge Tat-

sachenbehauptung» – wie der Kläger geltend macht – existiert im 

Zivilprozessrecht nicht. Insoweit die Beklagte die Tatsachenbehauptung 

des Klägers alsdann nicht bestritten hat, kann diese dem Entscheid 

unmittelbar zugrunde gelegt werden (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO). Mit der 

Vorinstanz ist daher von einem vorehelichen Vermögen der Beklagten von 

Fr. 37'922.00 auszugehen. 

 

Die Anschlussberufung des Klägers erweist sich in diesem Punkt als 

unbegründet. 

 

3.6. 

3.6.1. 

Die Vorinstanz hat der Errungenschaft des Klägers 25 Aktien der L._____ 

AG zum Steuerwert von Fr. 63'825.00 zugeordnet. In E. 3.5.6.2 des 

angefochtenen Entscheids hat sie ausgeführt, der Kläger habe die Aktien 

gemäss Aktienkaufvertrag vom 31. Januar 2007 zu einem Preis von 

Fr. 375'000.00 erworben (vgl. Klageantwortbeilage 40). Das Gesetz 

verlange in Art. 211 ZGB, dass zur güterrechtlichen Auseinandersetzung 

die Vermögenswerte zu ihrem Verkehrswert einzusetzen seien. Der 

Verkehrswert sei nicht identisch mit dem steuerlichen Wert eines Vermö-

gensgegenstandes, auch wenn der steuerliche Wert unter Umständen als 

Hilfsmittel zu seiner Bestimmung herangezogen werden könne. Der Wert 

von nicht börsenkotierten Aktien – wie dies vorliegend auf die L._____ AG-

Aktien zutreffe – sei basierend auf dem inneren Wert des Unternehmens 

festzustellen, mithin nach dem damit vermittelten Anteil am Unternehmen, 

weshalb eine Bewertung des Unternehmens unerlässlich sein dürfte. 

Mangels anderweitiger Belege sei für die Bewertung der Aktien des Klägers 

schliesslich von der Bewertung des Kantonalen Steueramts vom 14. Juli 

2020 (Klagebeilage 23) auszugehen, in welcher von einem Bruttowert pro 

Aktie von Fr. 2'553.00 (Steuerwert per 31. Dezember 2017), entsprechend 

für 25 Aktien von Fr. 63'825.00, ausgegangen werde. 

 

 - 14 - 

 

 

3.6.2. 

Die Beklagte rügt dies als falsch und macht geltend, die Vorinstanz hätte 

nicht auf den Steuerwert abstellen dürfen, sondern sei verpflichtet gewe-

sen, eine Verkehrswertschätzung der streitgegenständlichen Aktien des 

Klägers in Auftrag zu geben, zumal sie in ihrer Duplik eine solche auch 

verlangt habe (Berufung S. 4). Der Kläger hält dem entgegen, die Beklagte 

habe keinen formellen Beweisantrag gestellt (Berufungsantwort S. 6). 

 

3.6.3. 

Findet – wie gemäss Art. 277 Abs. 1 ZPO bei der güterrechtlichen Aus-

einandersetzung – die Verhandlungsmaxime Anwendung, so haben die 

Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, 

darzulegen und die Beweismittel anzugeben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Jede 

Partei hat das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und fristgerecht 

angebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt (Art. 152 Abs. 2 ZPO). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein Beweismittel dann 

als formgerecht angeboten zu betrachten, wenn sich die Beweisofferte 

eindeutig der damit zu beweisenden Tatsachenbehauptung zuordnen lässt 

und umgekehrt. Die einzelnen Beweisofferten sind deshalb in der Regel 

unmittelbar im Anschluss an die Tatsachenbehauptungen aufzuführen, die 

damit bewiesen werden sollen (Urteil des Bundesgerichts 4A_452/2013 

vom 31. März 2014 E. 2.1). 

 

3.6.4. 

Insoweit der Kläger geltend macht, die Rüge der Beklagten sei schon 

deshalb nicht zu hören, weil er nachweislich nicht an der «L._____ AG» – 

welche gar nicht existiere –, sondern an der «LX._____ AG» beteiligt sei 

(vgl. Berufungsantwort S. 4 f.), ist ihm nicht zu folgen. Die 

streitgegenständlichen Aktien des Klägers wurden im vorinstanzlichen 

Verfahren sowohl von den Parteien – insbesondere auch vom Kläger selbst 

(vgl. Klagebeilage 11; vgl. Anschlussberufungsantwort S. 3) – als auch von 

der Vorinstanz (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.6.2) als Aktien der 

«L._____ AG» bezeichnet. Es wäre überspitzt formalistisch, würde auf die 

Rüge der Beklagten mangels Existenz einer «L._____ AG» im 

Schweizerischen Handelsregister nicht eingegangen werden, zumal es 

doch auf der Hand liegt, dass die Beklagte die Aktien der «LX._____AG» 

gemeint hat und die Beteiligung des Klägers an der «LX._____ AG» im 

Übrigen auch unbestritten ist. Das Vorbringen des Klägers ist somit 

unbegründet. 

 

3.6.5. 

Die Beklagte hat in ihrer Klageantwort (act. 120) und sodann in ihrer Duplik 

beantragt, es sei auf den Verkehrswert der klägerischen Aktien abzustellen 

und – falls dieser nicht bekannt sei – ein Gutachten darüber erstellen zu 

lassen (act. 188). Auch wenn es die Beklagte in der Folge versäumt hat, 

das von ihr beantragte Gutachten im Anschluss an ihre Ausführungen in 

 - 15 - 

 

 

der Duplik sowie im Beweismittelverzeichnis auch formell als Beweisantrag 

aufzuführen, ändert dies nichts daran, dass die Beklagte einen 

(rechtzeitigen) Beweisantrag bezüglich der Einholung einer Verkehrs-

wertschätzung gestellt hat. Es verlangt schliesslich weder das Gesetz noch 

die bundesgerichtliche Rechtsprechung, dass ein Beweisantrag in einer 

Rechtsschrift auch formell als solcher zu bezeichnen ist. Unbesehen dieses 

Umstands hat die Vorinstanz alsdann auf den Steuerwert der klägerischen 

Aktien abgestellt, ohne sich mit dem von der Beklagten im vorinstanzlichen 

Verfahren rechtzeitig gestellten Beweisantrag auseinanderzusetzen. 

 

Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung der Beklagten in Bezug auf 

die vorzunehmende Verkehrswertschätzung der klägerischen Aktien der 

LX._____AG als begründet. Da die Vorinstanz auf den Steuerwert der 

vorgenannten Aktien abgestellt hat, ohne das von der Beklagten im 

vorinstanzlichen Verfahren rechtzeitig beantragte Gutachten einzuholen, 

rechtfertigt sich zur Wahrung des Instanzenzugs die Rückweisung der 

Sache zur Neufestsetzung des Güterrechts an die Vorinstanz (Art. 318 

Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO). 

 

4. Nachehelicher Unterhalt 

4.1. 

Die Vorinstanz hat in Anbetracht dessen, dass die [1992 geschlossene] 

Ehe der Parteien bis zur Trennung im Jahr 2016 fast 24 Jahre gedauert 

hatte, aus der Ehe drei Kinder hervorgegangen sind und die Parteien nach 

dem Modell der Hausgattenehe gelebt hatten, eine lebensprägende Ehe 

bejaht, was von den Parteien auch nicht bestritten worden ist (für den 

Kläger vgl. Klage, act. 73; vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.3.3). 

Sodann hat sie nach der sogenannten einstufigen Methode der Beklagten 

nachehelichen Unterhalt abgestuft für zwei Phasen (Phase 1 bis 30. Juni 

2023; Phase 2 von 1. Juli 2023 bis zum Eintritt des Klägers ins ordentliche 

AHV-Alter) errechnet (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.5). 

 

4.2. 

Die Beklagte beantragt mit ihrer Berufung (S. 2), der Kläger sei zu 

verpflichten, ihr ab Rechtskraft des Urteils bis zur ordentlichen Pensio-

nierung des Klägers monatlich im Voraus, jeweils auf den ersten jedes 

Monats, folgende Unterhaltsbeitrage zu bezahlen: Fr. 8'737.00 ab Rechts-

kraft des Urteils bis 30. Juni 2023 (Phase 1); Fr. 6'777.00 ab 1. Juli 2023 

bis Ende Februar 2025 (Phase 2); Fr. 7'063.00 ab 1. März 2025 bis zur 

ordentlichen Pensionierung des Klägers im Juni 2032 (Phase 3). 

 

Der Kläger beantragt in seiner Berufungsantwort (S. 2), die Berufung sei in 

diesem Punkt abzuweisen. 

 

 - 16 - 

 

 

4.3. 

Dass die Vorinstanz die einstufig-konkrete Methode angewendet hat, wird 

von den Parteien nicht beanstandet. Mit Verweis auf die vorinstanzlichen 

Erwägungen (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.5.3 f.), die konkreten 

Umstände sowie die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung, 

wonach es sich grundsätzlich nicht rechtfertigt, den vorinstanzlichen 

Entscheid ohne entsprechende Beanstandungen der Parteien einzig der 

Methode wegen aufzuheben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_747/2020 

vom 29. Juni 2021 E. 4.1.3 in fine), hat es damit vorliegend sein Bewenden.  

 

4.4. 

4.4.1. 

Die Beklagte beanstandet mit ihrer Berufung einzelne Positionen der von 

der Vorinstanz vorgenommenen einstufig-konkreten Bedarfsberechnung. 

Wie im Folgenden noch zu sehen sein wird, kann ihr diesbezüglich nicht 

gefolgt werden. 

 

4.4.2. 

Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm gebührenden 

Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst 

aufkommt, so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten 

(Art. 125 Abs. 1 ZGB). 

 

Bei einer lebensprägenden Ehe ist der Unterhaltsanspruch in drei Schritten 

zu prüfen: Vorab ist der gebührende Unterhalt zu bestimmen, wofür die 

massgebenden Lebensverhältnisse der Parteien festzustellen sind. Der 

gebührende Unterhalt bemisst sich an dem in der Ehe zuletzt gemeinsam 

gelebten Standard. Auf dessen Fortführung haben bei genügenden Mitteln 

beide Teile Anspruch; gleichzeitig bildet der betreffende Standard aber 

auch die Obergrenze des gebührenden Unterhalts. Sodann ist zu prüfen, 

inwiefern die Ehegatten diesen Unterhalt je selbst finanzieren können. Der 

Vorrang der Eigenversorgung ergibt sich direkt aus dem Wortlaut von 

Art. 125 Abs. 1 ZGB. Ist sie einem Ehegatten vorübergehend oder 

dauerhaft nicht möglich bzw. zumutbar, sodass er auf Unterhaltsleistungen 

des anderen angewiesen ist, muss in einem dritten Schritt dessen 

Leistungsfähigkeit ermittelt und ein angemessener Unterhaltsbeitrag fest-

gesetzt werden; dieser beruht auf dem Prinzip der nachehelichen 

Solidarität (BGE 141 III 465 E. 3.1; BGE 147 III 308 E. 4). 

 

Bezugspunkt des gebührenden Unterhalts ist nach dem Ausgeführten 

grundsätzlich die von den Ehegatten zuletzt gemeinsam gelebte 

Lebenshaltung unter Berücksichtigung der scheidungsbedingten 

Mehrkosten, welche sich namentlich in der Führung zweier Haushalte und 

im Vorsorgeunterhalt äussern können (Urteil des Bundesgerichts 

5A_891/2018 vom 2. Februar 2021 E. 5 in fine, nicht publiziert in BGE 147 

III 293). Unabhängig davon, welche Berechnungsmethode angewendet 

 - 17 - 

 

 

wird, bildet der in der Ehe zuletzt gelebte Standard das Maximum dessen, 

was nachehelich noch gebührend sein kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

5A_891/2018 vom 2. Februar 2021 E. 4.4). 

 

4.4.3. 

Grundsätzlich ist der Beklagten zuzustimmen, dass das vorinstanzliche 

Urteil in Bezug auf die Bestimmung des gebührenden Unterhalts fehlerhaft 

ist (vgl. Berufung S. 7). Insoweit die Vorinstanz den Bedarf der Beklagten 

zunächst anhand der Trennungsvereinbarung vom 27. Juli 2016 auf 

Fr. 6'700.00 festsetzt, einzelne Bedarfspositionen daraufhin aber an 

aktuelle Verhältnisse anpasst (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.6.3), 

hat sie verkannt, dass sich der gebührende Unterhalt nicht durch die 

aktuellen Lebensverhältnisse der Beklagten, sondern durch den zuletzt 

gemeinsam gelebten Lebensstandard bemisst. Allerdings legt die 

Beklagte, die mit ihrer Berufung eine Erhöhung des nachehelichen 

Unterhalts fordert, nicht substanziert dar, wie die gemeinsam gelebten 

Lebensverhältnisse der Parteien und damit der zuletzt gelebte Lebens-

standard ausgesehen haben soll. Sie beschränkt sich vielmehr darauf, den 

von ihr behaupteten höheren Bedarf mit aktuellen Lebensumständen zu 

begründen, wie beispielsweise mit gestiegenen Hypothekarzinsen (vgl. 

Berufung S. 7 ff.). Wie sich aber ihr konkreter Bedarf während der Ehe 

zusammengesetzt hat und über welche weiteren Mittel sie damals verfügt 

hat, legt sie nicht dar. Im Ergebnis kommt die Beklagte damit ihrer 

Behauptungs- und Substanzierungslast nicht nach, weshalb sich ihre 

Berufung im Unterhaltspunkt als unbegründet erweist und somit 

abzuweisen ist. 

 

4.4.4. 

Da der Kläger die im gebührenden Bedarf der Beklagten berücksichtigten 

Krankheitskosten (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.6.3) nur insoweit 

beanstandet, als dies für ein unverändertes Ergebnis gemäss vorinstanz-

lichem Urteil erforderlich ist und keinen entsprechenden Antrag auf Reduk-

tion des nachehelichen Unterhalts in seiner Anschlussberufung stellt (vgl. 

Berufungsantwort S. 12), ist darauf nicht weiter einzugehen. Da die Beru-

fung der Beklagten im Unterhaltspunkt abzuweisen ist, hat es auch mit den 

von der Vorinstanz berücksichtigten Krankheitskosten sein Bewenden.  

 

Die Berufung der Beklagten erweist sich im Unterhaltspunkt als 

unbegründet. 

 

5. 

Die Berufung der Beklagten ist teilweise gutzuheissen und die Sache im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; die 

Anschlussberufung des Klägers ist abzuweisen. 

 

 - 18 - 

 

 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr ist ausgehend von einem Streitwert 

von Fr. 308'020.50 auf Fr. 13'646.50 festzusetzen (Art. 95 Abs. 1 lit. a und 

Art. 96 ZPO; § 11 Abs. 1 VKD i.V.m. § 7 VKD). Über deren Verteilung sowie 

die Regelung der Parteikosten wird die Vorinstanz im erneuten Entscheid 

zu befinden haben (Art. 104 Abs. 4 ZPO; vgl. Urteil des Bundesgerichts 

4A_171/2020 vom 28. August 2020 E. 7.2). 

 

  

 - 19 - 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung der Beklagten wird die Dispositiv-

Ziffer 3.1 des Entscheids der Präsidentin des Bezirksgerichts Zurzach vom 

26. September 2022 aufgehoben und die Sache zur Neuentscheidung im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

 

Im Übrigen wird die Berufung der Beklagten abgewiesen. 

 

2. 

Die Anschlussberufung des Klägers wird abgewiesen. 

 

3. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 13'646.50 wird mit dem von 

der Beklagten geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 9'715.00 ver-

rechnet und ist zusammen mit den auf das obergerichtliche Berufungs-

verfahren entfallenden Parteientschädigungen von der Vorinstanz in ihrem 

neuen Entscheid nach dem Ausgang des Verfahrens zu verlegen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 
 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrecht-

lichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und 

mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens Fr. 

30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 

44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt mehr als Fr. 30'000.00 

 - 20 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 20. Dezember 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:   Die Gerichtsschreiberin i.V.: 

 

 

 

Six    Hunziker