# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6713969-2bd3-52e7-a8b4-49e16bb6c5a8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 17.04.2012 A 2012 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2012-9_2012-04-17.pdf

## Full Text

A 12 9
4. Kammer 

URTEIL
vom 17. April 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Kantons-, Gemeinde - und direkte Bundessteuer

1. a) … gelangte schon einmal im Jahre 2009 mit Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, weil er mit dem von der 

kantonalen Steuerverwaltung ermittelten steuerbaren Einkommen und 

steuerbaren Vermögen infolge zu geringfügig akzeptierter Unterhaltsabzüge 

für seine getrennt von ihm lebende Ehefrau und für die vier aus dieser Ehe 

stammenden Kinder für das Veranlagungsjahr 2004 nicht einverstanden war. 

Mit Urteil des Verwaltungsgerichts vom 13. April 2010 (VGU A 10 1) wurde 

die damalige Beschwerde – worin sich bereits weitgehend ähnliche Probleme 

stellten wie heute – abgewiesen.

b) Mit Verfügung vom 28. Juli 2011 veranlagte die kantonale Steuerverwaltung 

den Genannten nach verschiedenen Auflagen bezüglich konkreter Nachweise 

und Belege für die zum Abzug geltend gemachten Zahlungen an die Ex-

Ehefrau und die vier Kinder für das Veranlagungsjahr 2006 aufgrund eines 

steuerbaren Einkommens von Fr. 93'300.-- und eines steuerbaren 

Vermögens von Fr. 152'600.--. Die Kantonssteuer belief sich danach auf Fr. 

8'103.--, die Gemeindesteuer auf Fr. 10'626.--. Jene für die Bundessteuer 

ergab aufgrund eines steuerbaren Einkommens von Fr. 125'900.-- einen 

Betrag von Fr. 5'419.95. Von den zum Abzug geltend gemachten 

Alimentenzahlungen (insgesamt Fr. 192'796.--) rechnete die 

Steuerverwaltung jene an die volljährigen Kinder … (Fr. 19'250.--), … (Fr. 

19'250.--) sowie … (Fr. 6'300.--) im Gesamtbetrag von Fr. 44'800.-- auf, 

belassen und zum Abzug anerkannt wurden somit schliesslich noch Fr. 

147'996.--.

c) Die hiergegen erhobenen Einsprachen wurden von der Steuerverwaltung mit 

Entscheiden vom 3. Januar 2012 bezüglich eines anderen Punktes teilweise 

gutgeheissen; im Übrigen bezüglich der Aufrechnung bzw. teilweisen 

Nichtakzeptanz der geltend gemachten Alimentenzahlungen aber 

abgewiesen. Die effektiv zum Abzug zugelassenen Alimentenzahlungen 

führten so neu zu einem steuerbaren Einkommen von Fr. 91'800.--, woraus 

neu eine leicht reduzierte Kantonssteuer von Fr. 7'930.-- und neu eine 

geringfügig tiefere Gemeindesteuer von Fr. 10'412.-- resultierten. Jene für die 

Bundessteuer ergab bei einem steuerbaren Einkommen von Fr. 124'100.-- 

neu eine Bundessteuer für 2006 von Fr. 5'261.55.

2. Dagegen erhob der Einsprecher am 2. Februar 2012 erneut Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag auf 

Berücksichtigung des vollen Alimentenbetrags von Fr. 192'796.-- gemäss 

Steuererklärung. Die Besteuerung dieses ganzen Betrags sei stattdessen bei 

seiner Ex-Ehefrau vorzunehmen. Auf seine Argumente sei in den 

angefochtenen Entscheiden gar nicht eingegangen worden. Für die 

Bezahlung der Alimente an seine Kinder sei er gar nicht beweisfähig, da diese 

seiner Ex-Ehefrau überwiesen würden. Was den Kinderunterhalt betreffen 

würde, seien einfach falsche Annahmen getroffen worden. Die betreffenden 

Informationen habe die Steuerverwaltung bei der Ex-Ehefrau direkt selbst 

einzuholen. Er halte zudem fest, dass das Bezirksgericht Klosters erst im 

Jahre 2009 festgelegt habe, wie viel er rückwirkend auf den 1. Januar 2007 

an die Kinder zu bezahlen habe. Er habe die namhaften Beträge unter 

grossen Entbehrungen gemäss Differenzrechnung nachbezahlt. Die 

Steuerverwaltung könne aber jetzt nicht einfach annehmen, das Gleiche habe 

auch für 2006 gegolten. Dies habe er in seinen Gesprächen und Schreiben 

an die Steuerverwaltung festgehalten, welche aber zu Unrecht überhaupt 

nicht darauf eingehe. Er wisse schlicht einfach nicht, wie viel Unterhalt seine 

Kinder im 2006 tatsächlich erhalten hätten. Ob seine Ex-Ehefrau selber noch 

dazu verdient habe und wie viel sie den Kindern an Naturalleistungen 

angerechnet habe, könne er nicht wissen. Er habe aber alle Belege beigelegt, 

dass er seiner Ex-Ehefrau im Jahr 2006 insgesamt Fr. 192'796.-- überwiesen 

habe. Die Steuerverwaltung halte korrekt fest, dass Unterhaltsbeiträge an 

erwachsene Kinder vom Leistenden zu versteuern seien. Der Leistende sei in 

diesem Fall aber nicht er, sondern seine Ex-Ehefrau.  

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die kantonale Steuerverwaltung die 

Abweisung der Beschwerde. Die betreffenden Eheleute lebten seit dem 1. 

August 2004 faktisch getrennt und seien seit Februar 2008 gerichtlich getrennt 

sowie in der Zwischenzeit geschieden. Sie hätten vier gemeinsame Kinder, 

nämlich … (geb. 25.07.1984), … (26.11.1985), … (14.05.1988) und … 

(21.11.1989). Die Frauen- und Kinderalimente habe der Beschwerdeführer im 

Jahre 2006 monatlich als Totalbetrag an die Ex-Ehefrau überwiesen. Mit 

Beweisauflage vom 21. Januar 2011 habe die Steuerverwaltung verlangt, 

dass der Beschwerdeführer eine Zusammenstellung mit den einzelnen 

Alimenten an die vier Kinder, der Frauenalimente, den Hypothekarzinsen, den 

Krankenkassenprämien und dem Bonus an die Ex-Ehefrau einreiche. Nach 

erfolgter Mahnung habe der Beschwerdeführer am 27./28. März 2011 eine 

Abrechnung über seine Zahlungen, aber ohne Angabe für wen genau die 

einzelnen Alimente bezahlt worden seien, eingereicht. Daher sei die 

beanstandete Aufrechnung bei den nachfolgenden Veranlagungen erfolgt. Im 

Rahmen des Einspracheverfahrens habe sie nochmals die erwähnten 

Angaben seitens des Einsprechers verlangt. Dieser habe auf die Tatsache 

verwiesen, dass für das Jahr 2006 noch keine Regelung betreffend 

Unterhaltszahlungen bestanden habe, da das Scheidungsurteil die 

Verhältnisse erst ab dem 1. Januar 2007 geregelt habe. Die Kinder hätten 

keinen Kontakt zu ihm gehabt und sie seien einzig durch die Mutter betreut 

worden. Für seine Zahlungen habe er wieder auf seine Zusammenstellung 

vom 28. März 2011 verwiesen. Die Unterhaltspflicht der Eltern dauere bis zur 

Mündigkeit des Kindes, allenfalls bis eine entsprechende Ausbildung 

ordentlicherweise abgeschlossen werden könne (Art. 276 f. ZGB). Gemäss 

Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG würden von den Einkünften die Unterhaltsbeiträge an 

den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden Ehegatten 

sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter dessen elterlicher 

Sorge stehenden Kinder, nicht aber Leistungen in Erfüllung anderer 

familienrechtlicher Unterhalts- und Unterstützungspflichten abgezogen. 

Praktisch identisch würden die Art. 36 lit. c StG bzw. Art. 9 Abs. 2 lit. c des 

Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone 

und Gemeinden (StHG) lauten. Die Abzugsfähigkeit von Unterhaltsbeiträgen 

gelte demnach nur für Alimente, welche familienrechtlich geschuldet seien, 

und nicht für freiwillige Beiträge. Sie müssten sich entweder aus einem 

gerichtlichen Urteil ergeben oder in einer Vereinbarung festgelegt sein. Sie 

akzeptiere sogar Unterhaltsbeiträge, welche in einer einfachen Vereinbarung 

festgelegt seien, als beim Verpflichteten abziehbar und beim Empfänger 

steuerbar. Da der Beschwerdeführer im konkreten Fall trotz diverser 

Aufforderungen keinen Nachweis erbracht habe, für wen er wie viel bezahlt 

habe, sei sie bei der Berechnung der Alimente an die volljährigen Kinder 

korrekterweise von der durch den Beschwerdeführer unterschriebenen 

Trennungsvereinbarung vom 27. Dezember 2005 ausgegangen. Auch wenn 

die Ex-Ehefrau diese nie unterschrieben habe, habe die Steuerverwaltung 

diese als Anhaltspunkt verwenden können. Deshalb habe sie die dort 

erwähnten Beträge für die volljährigen Kinder berücksichtigt und in Abzug 

gebracht. Überdies habe sie deren Alimente gleich festgesetzt, wie sie auch 

in der Verfügung betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im 

Ehescheidungsverfahren nachträglich bestimmt worden seien. Von einem 

willkürlichen Entscheid könne demnach keine Rede sein. Telefonisch habe 

die zuständige Steuersekretärin auch keine anderen Zusicherungen 

abgegeben, als sie nun schriftlich vorliegen würden; denn sie habe auf diese 

ausdrücklich verwiesen.   

4. In ihrer Vernehmlassung verwies die betroffene Gemeinde auf die 

Zuständigkeit zur Veranlagung durch die kantonale Steuerverwaltung und das 

Fehlen einer Kirchensteuer, da der Beschwerdeführer keiner Landeskirche 

angehöre.    

5. In seiner Replik führte der Beschwerdeführer noch aus, er habe der 

Steuerverwaltung von Anfang an dargelegt, dass er nicht wisse, wie seine Ex-

Ehefrau seinen Pauschalbeitrag für das Jahr 2006 verwendet habe und er 

auch nicht in der Lage sei, konkrete Angaben seitens seiner Kinder zu 

erhalten, da diese jeglichen Kontakt mit ihm verweigerten. Immerhin hätten 

die zwei Töchter ihn mit Schreiben vom 12. März 2007 gebeten, ihre 

monatlichen Alimente von jeweils Fr. 1'800.-- ab April 2007 direkt an sie und 

nicht mehr über die Mutter zu überweisen. Die durch ihn bezahlten Beträge 

würden weder mit der nicht existierenden Trennungsvereinbarung noch mit 

den im Scheidungsurteil festgelegten Alimenten für das Jahr 2007 und 

folgende übereinstimmen. Die beigelegten Bankkontoauszüge würden 

immerhin darlegen, dass seine Ex-Ehefrau zwischen 2002 und 2005 

insgesamt Fr. 184'000.-- bezogen habe, welche danach einfach so 

verschwunden seien.

6. In ihrer Duplik verwies die kantonale Steuerverwaltung noch darauf, dass das 

Schreiben seiner beiden Töchter (… und …) vom 12. März 2007 beweise, 

dass ihre Annahme von jeweils Fr. 1'750.-- pro Monat nicht falsch sein könne. 

Dem Antrag auf Abzug des gesamten Betrages von Fr. 192'796.-- könne somit 

nicht entsprochen werden. Auf den weiteren Antrag des Beschwerdeführers, 

der erwähnte Gesamtbetrag sei bei seiner Ex-Ehefrau zu besteuern, könne in 

diesem Verfahren gar nicht eingetreten werden. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt bilden die beiden Einspracheentscheide vom 3. Januar 

2012, worin die kantonale Steuerverwaltung die mit Verfügungen vom 28. Juli 

2011 vorgenommenen Steuerveranlagungen des Beschwerdeführers in der 

Hauptsache (Aufrechnung bzw. Anerkennung von abzugsfähigen 

Alimentenzahlungen im Umfang von Fr. 147'996.-- anstatt wie deklariert und 

vom Beschwerdeführer beantragt Fr. 192'796.--) bestätigte und somit die 

dagegen erhobenen Einsprachen vom 24. August 2011 diesbezüglich abwies. 

Basierend auf einem steuerbaren Einkommen von Fr. 91'800.-- ermittelte die 

Steuerbehörde neu eine Kantonssteuer von Fr. 7'930.--, eine 

Gemeindesteuer von Fr. 10’412.-- sowie (ausgehend von einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 124'100.--) neu eine Bundessteuer von Fr. 5'261.55 für 

das Jahr 2006 zulasten des Steuerpflichtigen bzw. Beschwerdeführers.

2. a) Nach Art. 36 lit. c des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG) 

werden von den Einkünften die Unterhaltsbeiträge an den geschiedenen oder 

getrennt lebenden Ehegatten sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil 

für die unter dessen elterlicher Sorge oder Obhut stehenden Kinder, nicht 

jedoch Leistungen in Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder 

Unterstützungspflichten abgezogen. Die kantonale Bestimmung ist dabei 

praktisch identisch mit der Vorschrift des Steuerharmonisierungsgesetzes 

(Art. 9 Abs. 2 lit. c StHG) und derjenigen für die direkte Bundessteuer (Art. 33 

Abs. 1 lit. c DBG). Für die Auslegung von Art. 36 lit. c StG kann daher auf die 

einschlägige Literatur (Richner/Frei/Kauf-mann/Meuter, Handkommentar zum 

DBG, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 33 N 48 ff.; Agner/Jung/Steinmann, 

Kommentar zum Gesetz über die direkte Bundessteuer, Zürich 1995, Art. 33, 

Ziff. 9 S. 129 f.) und Judikatur zu diesen Bundesgesetzen und der dazu bereits 

geäusserten Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts im rechtskräftigen 

Urteil vom 13. April 2010 (A 10 1) zwischen denselben Parteien und der zu 

diesem Thema aktualisierten Praxisfestlegung der Vorinstanz (Titel: 

Unterhaltsbeiträge an Kinder nach StG Art. 36 c; StHG 9 II c und DBG 33 I c; 

Ausgabe vom 1.1.2012) verwiesen werden. Danach steht fest, dass 

Unterhaltsbeiträge - zu denen auch die hier allein interessierenden 

Alimentenzahlungen an die Ex-Ehefrau und die vier gemeinsamen Kinder 

zählen – dann nicht von den steuerbaren Einkünften abgezogen werden 

können, wenn sie freiwillig an bereits volljährige Kinder geleistet werden 

(Urteile BGer 2A.530/2006 vom 19. September 2006 E. 2.1 und 2C_550/2010 

vom 11. Januar 2011 E. 3.1). Derartige Leistungen werden vielmehr zu ganz 

gewöhnlichen, nicht abziehbaren Aufwendungen für den Lebensunterhalt des 

Steuerpflichten im Sinne von Art. 37 lit. a StG bzw. Art. 34 lit. a DBG. Die 

Abzugsfähigkeit ist dabei grundsätzlich zeitlich auf die Unterhaltsbeiträge 

(Alimentenzahlungen) bis zum 18. Geburtstag der Kinder beschränkt (sog. 

Mündigkeit; Volljährigkeit nach Art. 14 Abs. 1 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches [ZGB]). Abzugsfähig ist dabei noch der volle 

Unterhaltsbetrag für den Monat, in dem das betreffende Kind volljährig wird. 

Im Gegenzug muss der empfangende Elternteil die Alimentenzahlungen an 

das volljährig gewordene Kind aber nicht mehr als Einkommen versteuern; 

diese Leistungen kommen direkt dem volljährigen Kind zu, für das sie gestützt 

auf Art. 30 lit. g StG bzw. Art. 24 lit. e DBG einkommenssteuerfrei sind. 

Ausbildungszulagen, welche ein volljähriges Kind kraft Gesetzes, Trennungs-, 

Scheidungs- oder anderer Vereinbarung von einem Elternteil erhält, sind 

dabei wie Unterhaltsbeiträge (Alimente) zu behandeln. Im Rahmen des 

Mündigkeitsunterhalts bleiben dem Unterhaltsschuldner lediglich die 

kantonalen Sozialabzüge im Sinne von Art. 9 Abs. 4 StHG.

b) Laut generell gültiger Beweislastregel im Steuerrecht sind steuermindernde 

Tatsachen vom Steuerpflichtigen nachzuweisen. Bereits mit Schreiben vom 

21. Januar 2011 und Mahnung vom 18. März 2011 wurde der Pflichtige von 

der Vorinstanz aufgefordert, detailliert darüber Auskunft zu erteilen, für wen 

(Kinder/Ex-Ehefrau) wie viele Alimente im Jahre 2006 bezahlt worden seien. 

Mit Auflistung vom 28. März 2011 reichte der Pflichtige eine 

Abrechnungszusammenstellung über die von ihm an seine Ex-Ehefrau 

geleisteten Zahlungen (Zeitraum: Februar bis Ende Dezember 2006) ein, 

ohne jedoch eine genauere Aufteilung der jeweiligen Alimentenzahlungen an 

die vier Kinder (… [geb. 1984], … [1985], … [1988] und . [1989]) 

vorzunehmen. Die Frauen- und die Kinderalimente wurden demnach 

monatlich als Gesamtbetrag an die Ex-Ehefrau überwiesen. Der 

steuerbehördlichen Auflage bzw. Aufforderung zur Spezifizierung und 

Quantifizierung der im Detail geleisteten Alimentenzahlungen an die zum Teil 

bereits volljährigen Kinder (…, …, …) kam der Steuerpflichtige somit eindeutig 

nicht in der gewünschten Form und Präzisierung nach, weshalb sich die 

Vorinstanz bei ihrem weiteren Vorgehen zu Recht auf die bereits im Urteil vom 

13. April 2010 (A 10 1) gemachten Feststellungen abstützte, wonach die 

fehlende Abzugsfähigkeit vor allem für die Beiträge an die (volljährigen) 

Kinder zu beachten sei: Bei gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden, 

geschiedenen oder ledigen Steuerpflichtigen müsse der Alimente 

empfangende Elternteil diese nach Eintritt der Mündigkeit nicht mehr als 

Einkommen versteuern (Art. 23 lit. f DBG). Umgekehrt könne der 

Alimentenzahler die Unterhaltsleistungen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr von 

den steuerbaren Einkünften abziehen. Das Vorliegen einer richterlichen 

Anordnung oder eines schriftlichen Vertrags zwischen Ehegatten, Partnern 

oder Eltern sei indessen nicht zwingende Voraussetzung für die 

Abzugsfähigkeit solcher Unterhaltsbeiträge.

c) Im konkreten Fall hat die kantonale Steuerverwaltung die an die drei bereits 

volljährigen Kinder (…, … und …) bezahlten Alimente für das Jahr 2006 

korrekt anteils- und betragsmässig aufgerechnet bzw. nicht zum Abzug vom 

Einkommen des Beschwerdeführers zugelassen. In Ermangelung 

entsprechender Eigenangaben über die genaue Höhe der monatlichen 

Alimentenzahlungen an seine drei mündigen Kinder und somit des Fehlens 

entsprechend zuverlässiger Nachweise/Belege (im Sinne „steuermindernder 

Tatsachen“) war die Vorinstanz jedoch durchaus auch berechtigt, stattdessen 

auf die vom Beschwerdeführer selbst eingereichte und durch ihn 

unterzeichnete Trennungsvereinbarung vom 27. Dezember 2005 abzustellen, 

welche bereits im früheren Urteil A 10 1 für das Steuerjahr 2004 als 

massgeblich erachtet wurde. Der Umstand, dass die damalige Ehefrau des 

Beschwerdeführers und leibliche Mutter der drei volljährigen Kinder diese 

Trennungsvereinbarung niemals unterzeichnet hat, ist in diesem 

Zusammenhang rechtlich unerheblich, weil es dazu einzig auf das 

tatsächliche Verhalten der Parteien und nicht auf das förmliche 

Zustandekommen einer solchen Vereinbarung in schriftlicher Form ankommt. 

Hinzu kommt, dass die in jener Trennungsvereinbarung aus dem Jahre 2005 

festgelegten und danach durch den Beschwerdeführer monatlich zu 

leistenden Unterhaltsbeiträge (Ziff. 4 lit. b) an die beiden älteren Töchter … 

und … auf je Fr. 1750.-- beziffert wurden. Diese Höhe der Alimentierung 

entspricht nun aber beinahe exakt dem im Mitteilungsschreiben vom 12. März 

2007 dieser Töchter an ihren Vater (Beschwerdeführer) selbst deklarierten 

Geldbetrag von je Fr. 1'800.-- (inkl. Mietzinsaufschlag; exkl. Krankenkasse) 

ab 1. April 2007 (Direktauszahlung an sie; nicht mehr via Mutter). Angesichts 

dieses Schreibens kann aber offensichtlich keine Rede davon sein, dass die 

Vorinstanz einfach willkürliche Annahmen bei der Höhe der effektiv 

geleisteten Unterstützungsbeiträge getroffen habe. Dasselbe kann auch über 

die dort (Ziff. 4 lit. a) bestimmte Alimentierung von Fr. 900.-- pro Monat 

zugunsten der drittältesten Tochter … gesagt werden, obwohl dazu keine 

weitere Korrespondenz aktenkundig ist. Die in den angefochtenen 

Einspracheentscheiden enthaltene Berechnung der abzugsfähigen Alimente 

von total Fr. 147'996.-- (für …/…: 2 x 11 Mte. à Fr. 1'750.-- [= Fr. 38'500.--]; 

plus …: 7 Mte. à Fr. 900.-- [= Fr. 6'300.--]; effektiv abzugsfähig: Fr. 192'796.-

- minus Fr. 44'800.--) gibt somit zu keinen Beanstandungen oder Korrekturen 

Anlass.

d) Im Übrigen hat die Vorinstanz von sich aus korrekterweise unter der Rubrik 

„Sozialabzüge“ (vgl. die beiden Nachträge in der Steuererklärung des 

Steuerpflichtigen vom 29.07.2007, Ziff. 23.5 und 23.6) die Steuerabzüge 

zugelassen, welche bei auswärtiger Ausbildung der Kinder bzw. noch 

unterstützungsbedürftiger Personen gewährt werden. Die Vorinstanz hat 

demzufolge gleichzeitig (nebst der Kürzung der Alimentenabzüge) bei der 

Veranlagung aber noch die Ausbildungskosten, der zum Teil auswärts (in 

Basel) studierenden Kinder mitberücksichtigt, was zahlenmässig einen 

Sozialabzug von total Fr. 27'000.-- [gegliedert in: 3 x Fr. 3'400.-- für …, … und 

… unter Ziff. 23.5; sowie 2 x Fr. 8'400.-- für … und … unter Ziff. 23.6) ergeben 

hat. In diesem Sinne hat die Vorinstanz auch Art. 9 Abs. 4 StHG beachtet, 

wonach dem Unterhaltsschuldner (hier: Beschwerdeführer) im Rahmen des 

Mündigkeitsunterhalts lediglich die kantonalen Sozialabzüge verbleiben.

e) Soweit der Beschwerdeführer schliesslich beantragte, für den Restbetrag für 

die von ihm an seine Ex-Ehefrau geleisteten Unterstützungsbeiträge sei sie 

selbst steuer- und zahlungspflichtig, weshalb die Ex-Ehefrau von der 

Vorinstanz noch entsprechend für diese Einkünfte zu veranlagen sei, kann 

ihm mangels Regelungsgegenstands sowie Behandlung dieser Thematik in 

den zwei angefochtenen Einspracheentscheiden (fehlendes 

Anfechtungsobjekt) zum vornherein nicht gefolgt werden. Auf die Beschwerde 

kann deshalb in diesem Punkt gar nicht eingetreten werden.

3. a) Die angefochtenen Einspracheentscheide vom 3. Januar 2012 sind damit 

rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 2. 

Februar 2012 führt, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschädigung 

steht der Beschwerdegegnerin (Vorinstanz) nach Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, 

da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.   

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 324.--

zusammen Fr. 1'824.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.