# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e42b3ed-f5e1-5f0d-83e5-96f80939b6a5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.08.2021 III 2021 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-50_2021-08-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 50

Entscheid vom 26. August 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch B.________,
gegen
1. Bezirksrat Küssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176, 

6403 Küssnacht,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 

Postfach 1186, 6431 Schwyz,
3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch D.________, Konzernrechtsdienst,

5. E.________AG,
Beigeladene,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Neubau einer Mobilfunk-
antenne mit Antennentragkonstruktion)

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Sachverhalt:

A. Die C.________ AG stellte am 3. Dezember 2019 beim Bezirksrat Küssnacht 
ein Gesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage mit einer 6.00 m hohen Anten-
nentragkonstruktion, Systemtechnik und neuen Antennen auf dem Flachdach des 
bestehenden viergeschossigen Gebäudes auf KTN 001.________ in der Wohn- 
und Gewerbezone 4 (WG4), in Küssnacht (Vi-act. III.-01 B5). Das Bauvorhaben 
wurde publiziert (Abl 2019 Nr. …) und öffentlich aufgelegt. Innert der Auflagefrist 
erhob u.a. A.________ zusammen mit weiteren Einsprechern dagegen Einsprache 
(Vi-act. II.-01 in Beilage: Schriftenverkehr). Mit Gesamtentscheid vom 18. Juni 
2020 (kantonale Baugesuch-Nr. B2019-1414) erteilte das Amt für Raumentwick-
lung (ARE) die kantonale Baubewilligung im Sinne der Erwägungen unter Auflagen 
und Nebenbestimmungen und wies die Einsprachen ab, soweit kantonale Belange 
betroffen waren (Vi-act. III.-01 B2).

Unter Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides erteilte der Bezirksrat Küss-
nacht mit Beschluss (BRB) Nr. 357 vom 22. Juli 2020 (Baugesuch Nr. 2019-156) 
die kommunale Baubewilligung für den Neubau einer Mobilfunkanlage mit Anten-
nentragkonstruktion auf dem Grundstück KTN 001.________ unter Auflagen und 
Nebenbestimmungen und wies die eingegangenen Einsprachen im Sinne der Er-
wägungen ab, soweit er darauf eingetreten ist (Vi-act. III.-01 B1). 

B. Gegen diese Baubewilligung liess A.________ am 21. August 2020 Be-
schwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben mit den Anträgen:

1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Baubewilligung BG 2019-156 vom 22. Ju-
li 2020 samt kantonalem Gesamtentscheid vom 18. Juni 2020 aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Baubewilligung BG 2019-156 vom 22. Juli 2020 mit folgender 
Auflage zu ergänzen:
"Die Sendeantennen dürfen nicht als adaptive Antennen im Sinne von Anhang 1 
Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben werden."

3. Unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Verfahrensanträge:

4. Die Bauherrschaft sei zu verpflichten, das Audit und die Bewertung der aktuellen 
lSO-Zertifizierung (Zertifikat 003.________) ihres Qualitätssicherungssystems 
einzureichen. Das Audit und die Bewertung seien den Beschwerdeführenden zur 
Stellungnahme zu eröffnen.

5. Es sei ein Amtsbericht oder ein unabhängiges Gutachten einzuholen zu den 
Fragen, ob bei adaptiven Antennen bereits Abnahmemessungen durchgeführt 
werden können und ob bereits erfolgte Abnahmemessungen von in Betrieb 
genommenen Anlagen den im Standortdatenblatt prognostizierten Werten 
entsprechen.

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C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 144/2021 vom 23. Februar 2021 wies der Regie-
rungsrat die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten (inklusive Kanz-
leikosten) von Fr. 2'000.-- wurden dem Beschwerdeführer auferlegt (Disp.-Ziff. 2). 
Parteientschädigungen wurden keine zugesprochen (Disp.-Ziff. 3). 

D. Gegen diesen Beschluss (Versand am 2.3.2021) lässt A.________ am 
22. März 2021 (Postaufgabe am selben Tag) fristgerecht Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Schwyz erheben, mit folgenden Anträgen: 

1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Beschluss Nr. 144/2021 vom 23. Februar 
2021 samt Baubewilligung BG 2019-156 vom 22. Juli 2020 und samt kantonalem 
Gesamtentscheid vom 18. Juni 2020 aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Baubewilligung BG 2019-156 vom 22. Juli 2020 mit folgender 
Auflage zu ergänzen:
"Die Sendeantennen dürfen nicht als adaptive Antennen im Sinne von Anhang 1 
Ziffer 62 Abs. 6 NISV betrieben werden."

3. Unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Der Beschwerdeführer lässt zudem dieselben Verfahrensanträge stellen wie in der 
Beschwerde vor Regierungsrat (vgl. Ingress lit. B hiervor) und die Sistierung des 
Verfahrens bis zum Entscheid des Bundesgerichts im Verfahren 1C_101/2021 
(Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, 
Kammer III vom 21.12.2020 [III 2020 134]) beantragen.

E. Das ARE erklärt mit Schreiben vom 25. März 2021 auf eine umfangreiche 
Vernehmlassung zu verzichten und verweist ausdrücklich auf seine 
Vernehmlassung im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren (vom 10.9.2020). 
Hinreichende Gründe für eine Sistierung des Verfahrens seien nicht vorhanden; 
neue Erkenntnisse, mit unmittelbaren Auswirkungen auf das vorliegende 
Verfahren seien vom Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_101/2021 
nicht zu erwarten. 

Das Sicherheitsdepartement beantragt am 13. April 2021 die Beschwerde sei 
kostenfällig abzuweisen. Gegen eine Verfahrenssistierung opponiert das 
Sicherheitsdepartement nicht, weist indes darauf hin, dass das Bundesgericht den 
Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Verfahren 1C_101/2021 (mit 
Verfügung vom 11.3.2021) abgewiesen hat. Eine Verfahrenssistierung dränge sich 
nicht auf. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Vernehmlassung vom 22. April 2021 die 
Abweisung sämtlicher der Eventual- und Verfahrens- und weiterer Anträge der Be-
schwerde vom 22. März 2021 soweit auf sie einzutreten sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. 

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F. Mit Verfügung vom 23. April 2021 weist der Einzelrichter den Antrag auf 
Sistierung des Verfahrens ab.

G. Mit Replik vom 12. Mai 2021 lässt der Beschwerdeführer seine Anträge aus 
der Beschwerde vom 22. März 2021 erneuern. Der Bezirksrat verzichtet mit 
Schreiben vom 27. Mai 2021 auf die Einreichung einer Duplik. Die Beschwerde-
gegnerin wiederholt mit Duplik vom 4. Juni 2021 die Anträge aus der Vernehmlas-
sung vom 22. April 2021. Der Beschwerdeführer lässt mit Triplik vom 29. Juni 2021 
die Anträge aus der Beschwerde vom 22. März 2021 nochmals wiedergeben. Der 
Bezirksrat verzichtet mit Schreiben vom 2. Juli 2021 auf eine Entgegnung hierzu. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss § 14 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) 
vom 6. Juni 1974 kann eine Drittperson auf ihr Gesuch hin, auf Antrag einer Partei 
oder von Amtes wegen als Nebenpartei in das Verfahren einbezogen werden, 
wenn durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich schützenswerte 
Interessen der Drittperson betroffen sind (Abs. 1). Die Verfügung oder der Ent-
scheid wird auch gegenüber der beigeladenen Person rechtswirksam (Abs. 3).

1.2 Das Grundstück KTN 001.________ in Küssnacht steht im Eigentum der 
Beigeladenen. Als Grundeigentümerin ist sie vom Ausgang des Beschwerdever-
fahrens in besonderer Weise betroffen, weswegen sie im Verfahren vor dem Re-
gierungsrat ins Verfahren einbezogen worden ist. Aus denselben Gründen ist sie 
auch im vorliegenden Verwaltungsgerichtsverfahren wiederum beigeladen worden.

2.1 Prozessgegenstand ist die baurechtliche Bewilligung für den Neubau einer 
Mobilfunkanlage auf dem in der Wohn- und Gewerbezone 4 (WG4) gelegenen 
Grundstück KTN 001.________ in Küssnacht. Der Standort der geplanten Mobil-
funkanlage befindet sich auf dem 13.43 m hohen Flachdach des bestehenden 
vierstöckigen Gebäudes. Die Mobilfunkanlage umfasst einen auf spezielle Ständer 
abgestellten 6.00 m hohen Antennentragmast mit daran angebrachten Antennen 
und Remote Radio Head (RRH) im südwestlichen Eckbereich des Flachdaches 
sowie eine 1.85 m hohe Systemtechnik-Box im zentralen Bereich auf diesem 
Flachdach (Situationsplan 1:250 vom 8.11.2019 [rev. 1.15]; Beilage in Vi-act. III.-
01 B5). Aus dem Standortdatenblatt vom 8. November 2019 (Revision 1.15) geht 
hervor, dass jeweils drei Antennen in den Azimuten (Abweichung in Grad von Nor-
den) von 10°, 130° und 230° auf den Frequenzbändern 700-900 MHz, 1400-2600 
MHz und 3600 MHz senden. Die kumulierte Sendeleistung soll in der höchst-
belasteten Senderichtung von Azimut 130° 2110 Watt ERP (effective radiated 

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power) betragen (angefochtener RRB Nr. 144/2021 Erw. 2; vgl. Anhang 1 Ziff. 62 
Abs. 4 lit. b der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
[NISV; SR 814.710] vom 23.12.1999). Die im Standortdatenblatt (Zusatzblatt 2) 
ausgewiesenen (drei) Mobilfunkantennen des Typs AIR3239B78.-36 unterstützen 
laut den Angaben der Beschwerdegegnerin auch die "Beamforming-Funktionalität" 
(Einsprachevernehmlassung vom 28.1.2020 Ziff. 25 [=Vi-act. III.-01 B7]). 

2.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 144/2021 im Wesentlichen 
erwogen, das Bundesgericht habe die Gesetzes- und Verfassungskonformität der 
in der NISV festgelegten Immissions- und Anlagegrenzwerte mehrfach bestätigt. Es 
sei in erster Linie Sache der zuständigen Fachbehörden (und nicht der Bewilligungs- 
und Rechtsmittelbehörden), die internationale Forschung sowie die technische Ent-
wicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der 
NISV beim Bundesrat zu beantragen (Erw. 3.2). Dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) 
obliege es, dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte zu empfehlen, wenn 
neue gesicherte Erkenntnisse dies erforderlich machen würden. Das BAFU kom-
me dieser Aufgabe nach. Die von ihm 2014 einberufene, beratende Expertengrup-
pe nicht-ionisierende Strahlung (BERENIS) sichte die neu publizierten wissen-
schaftlichen Arbeiten und publiziere ihre Ergebnisse. Die vom Eidg. Departement 
für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) im Jahr 2018 ins Leben 
gerufene Arbeitsgruppe 'Mobilfunk und Strahlung' analysiere - insbesondere mit 
der Einführung von 5G - die Bedürfnisse und Risiken für die nähere und weitere 
Zukunft von Mobilfunk und Strahlenbelastung (Erw. 3.3). Mit der 'NTP-Studie', 
'Ramazzini-Studie', der 'Studie von Prof. Kuster' (2018) und dessen späteren Rela-
tivierung durch den Verfasser, dem Briefing des Wissenschaftlichen Dienstes des 
Europäischen Parlaments (EPRS) zu den Auswirkungen der drahtlosen 5G Kom-
munikation auf die menschliche Gesundheit, dem Urteil Romeo c. INAIL des Beru-
fungsgerichts Turin (2019) sowie der Arbeit der Mitglieder der Arbeitsgruppe 'Mo-
bilfunk und Strahlung' habe sich das Verwaltungsgericht in VGE lll 2020 134 vom 
21. Dezember 2020 (Erw. 4.5.4) bereits auseinandergesetzt. Zu den Vorwürfen 
gegenüber dem Leiter dieser Arbeitsgruppe habe das BAFU Stellung genommen 
und eine fehlende finanzielle Unabhängigkeit verneint (Erw. 3.4). Eine Garantie für 
die Unschädlichkeit von Mobilfunkstrahlung lasse sich wegen der (fehlenden) wis-
senschaftlichen Beweismöglichkeit von nicht vorhandenen Tatsachen nicht verlan-
gen. Nach dem emissionsbegrenzenden (nicht -eliminierenden) Konzept des um-
weltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzips und der hierauf basierenden Grenzwerte 
der NISV solle der Anlagegrenzwert als Konkretisierung des Vorsorgeprinzips das 
Risiko schädlicher Wirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch nicht 
absehbar seien, möglichst geringhalten. Entsprechend richte sich die Festlegung 
der Grenzwerte nach den technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Möglich-

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keiten sowie der Verhältnismässigkeit (Erw. 3.5). Es dürfe davon ausgegangen 
werden, dass das Verordnungsrecht dem gegenwärtigen wissenschaftlichen 
Kenntnisstand über die von Mobilfunkantennen ausgehende Gesundheitsgefähr-
dung ausreichend Rechnung trage (Erw. 3.6). 

Bisher fehlende Vollzugshilfen zur Beurteilung von adaptiven Antennen stünden 
einem rechtskonformen Betrieb von adaptiven Antennen nicht im Wege (Erw. 4.4). 
Bei der vom BAFU als "Worst-Case"-Beurteilung empfohlene Berechnungsmetho-
de (Informationsschreiben vom 17.4.2019 und 31.1.2020) handle es sich um eine 
auf Art. 12 Abs. 2 NISV basierende, an die Durchführungsstellen gerichtete, zum 
aktuellen Zeitpunkt geeignete Methode, um die Einhaltung der Anlagegrenzwerte 
sicherzustellen (Erw. 4.4.1). Adaptive Antennen würden wie konventionelle Anten-
ne, ohne Berücksichtigung der Variabilität, nach dem maximalen Gesprächs- und 
Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf Antennendiagram-
men beurteilt, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn 
berücksichtigten (Erw. 4.4.2). Die Festlegung der maximalen Sendeleistung mittels 
der aktuellen "Worst-Case"-Beurteilung basiere auf dem hypothetischen Betrieb 
sämtlicher Beams und bilde auch die Situation ab, bei welcher die gesamte Sen-
deleistung auf einen Standort fokussiere (Erw. 4.4.3). Es bestünden insgesamt 
keine Bedenken, dass adaptive Antennen, die nach diesem "Worst-Case"-Szena-
rio ermittelt würden, die in Anhang 1 NISV festgelegten vorsorglichen Emissions-
begrenzungen überschreiten würden. Die Interpretation, wonach die Bewilligung 
adaptiver Antennen nur bei Berücksichtigung der Variabilität der Senderichtungen 
und der Antennendiagramme möglich sei, lasse sich weder nach dem Wortlaut 
noch dem Zweck des massgebenden Betriebszustandes nach Anhang 1 Ziff. 63 
NISV oder aus dem umweltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzip herleiten. Für an-
derweitige vorsorgliche Begrenzungen der Mobilfunkanlage im Sinne der eventua-
liter beantragte Betriebsbeschränkung bestehe kein Anlass (Erw. 4.4.4).

Die Beschwerdegegnerin sei verpflichtet, den gemäss Standortdatenblatt vom 
8. November 2019 (Rev. 1.15) bewilligten Betriebszustand einzuhalten und dies 
mittels funktionierendem Qualitätssicherungssystem (QS-System) sicherzustellen. 
Wenn adaptive Antennen gleich wie konventionelle Antennen behandelt würden, 
könne ihr Betrieb laut den Informationen des BAFU vom 31. Januar 2020 in den 
bestehenden QS-Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen und der Datenbank des 
Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) korrekt dargestellt werden (Erw. 4.5.1). 
Die mittels "Worst-Case"-Beurteilung bewilligte Sendeleistung gehe vom hypothe-
tischen Betrieb sämtlicher Beams mit der maximal bewilligten Sendeleistung in je-
de Senderichtung aus. Solange die Einhaltung der bewilligten Sendeleistung si-
chergestellt werde, sei die Überprüfung der tatsächlichen Anzahl der in Betrieb 
stehenden Beams bzw. deren variierende Ausrichtung nicht notwendig Erw. 4.5.2). 

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Die Beschwerdegegnerin verfüge für konventionelle Antennen über ein ausrei-
chendes QS-System. Da die Berechnung der Sendeleistungen und Antennendia-
gramme im Standortdatenblatt vom 8. November 2019 (Rev. 1.15) nach der 
"Worst-Case"-Beurteilung erfolgt sei, könne auf die beantragte Edition des Audit-
reports und der Bewertung der aktuellen lSO-Zertifizierung (Zertifikat 
003.________; einsehbar auf der Internetseite des BAFU) zum QS-System der 
Beschwerdegegnerin verzichtet werden. Es bestehe auch kein Grund, die 
Prüftätigkeit des zuständigen und fachkundigen AfU anzuzweifeln (Erw. 4.5.3). 

Wenn die nach Inbetriebnahme vorzunehmende Abnahmemessung (Art. 12 Abs. 2 
NISV; Gesamtentscheid vom 18.6.2020 Disp.-Ziff. 1 i.V.m. Kap. II. Ziff. 2 [= Vi-act. 
III.-01 B2]) eine höhere NIS-Belastung als die rechnerische Prognose ergebe, sei 
eine entsprechende Reduktion der Sendeleistung oder eine sonstige Anpassung 
der Anlage zu verfügen (Erw. 4.6.1 und Erw. 4.6.7). Nach der vom BAFU am 30. 
Juni 2020 erläuterten Messmethode für adaptive Antennen des Eidg. Instituts für 
Metrologie (METAS) vom 20. April 2020 könnten bis zur Verfügbarkeit einer code-
selektiven Messmethode Abnahmemessungen nach der frequenzselektiven Me-
thode durchgeführt werden, welche die elektrische Feldstärke überschätze. Die mit 
Nachtrag vom 15. Juni 2020 publizierten Anpassungen sollten die Überschätzung 
der frequenzselektiven Methode teilweise verhindern, aber nie zu einer Unter-
schätzung führen. Wenn der Beurteilungswert oberhalb des Anlagegrenzwertes 
liege, müsse die Anlage so angepasst werden, bis der Beurteilungswert unterhalb 
des Anlagegrenzwertes liege, womit dessen Einhaltung zuverlässig nachgewiesen 
sei (Erw. 4.6.2 f.). Somit könnten Abnahmemessungen bei adaptiven Antennen 
durchgeführt werden. Es bestehe kein Anlass, einen Amtsbericht oder ein (unab-
hängiges) Gutachten zum Themenkomplex der Abnahmemessungen bei adapti-
ven Antennen einzuholen. Solange adaptive Antennen nach dem "Worst-Case"-
Szenario beurteilt würden, nehme der Korrekturfaktor 'Ki stat', welcher die Variabi-
lität der adaptiven Antennen der Zelle 'i' nach Anhang 1 Ziff. 63 NISV berücksichti-
ge, den Wert 1 an und sei wirkungslos (Erläuterungen des BAFU zur Messmetho-
de für adaptive Antennen vom 30.6.2020 Ziff. 2.2.1). Es bestehe auch kein Anlass 
zur Edition der C.________ Messmethode für Basisstationen 5G NR (Akkreditie-
rungsnummer STS 0121), die Kompetenz zur Zertifizierung dieser Messmethode 
liege bei der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) (Erw. 4.6.4 f. mit Hin-
weis auf VGE III 2020 134 Erw. 4.4.6). 

Messprotokolle anderer Mobilfunkanlagen seien nicht Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens. Aus der vom Beschwerdeführer erwähnten Testmessung in Frank-
reich liesse sich zudem mangels vergleich- bzw. verwertbarer Daten nichts für das 
vorliegende Verfahren ableiten. Wenn im Prüfbericht einer Abnahmemessung ei-
ner anderen (adaptiven) Mobilfunksendeanlage eine Überschreitung der Grenz-

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werte festgestellt worden sei, zeige dies bloss, dass die Abnahmemessung ihren 
Zweck erfüllt habe. Aus dem Umstand, dass zum Zeitpunkt der Messung im bewil-
ligten Frequenzband 3400 MHz noch kein System in Betrieb gewesen sei, liesse 
sich nicht auf die fehlende Messbarkeit von adaptiven Antennen schliessen (Erw. 
4.6.6 mit Hinweis auf VGE III 2020 134 Erw. 4.4.6). Mit den Vorgaben des BAFU in 
den Erläuterungen zur Messmethode für adaptive Antennen vom 30. Juni 2020 
und den Auflagen des AfU im Gesamtentscheid vom 18. Juni 2020 zur Abnahme-
messung inkl. Nachmessung bis sämtliche Dienste aufgeschaltet und geprüft sei-
en, werde die Einhaltung der NIS-Grenzwerte ausreichend sichergestellt und dem 
Vorsorgeprinzip der Umweltgesetzgebung bzw. dem Schutz der Bevölkerung hin-
reichend Rechnung getragen (Erw 4.6.8).

Der im Standortdatenblatt vom 8. November 2019 (Rev. 1.15) berechnete OMEN 5 
liege südlich des Antennenstandortes auf der Liegenschaft KTN 002.________ auf 
9.60 m über Boden und ca. 5 m (aus dem Plan gemessen) hinter der nördlichen 
Grundstücksgrenze. Der nördliche Teil dieser in der (W3) zugeteilten Parzelle sei 
noch nicht überbaut. Eine (mögliche) spätere Ausnützung der Nutzungsreserven 
sei grundsätzlich erst nach der Realisierung der neuen OMEN zu berücksichtigen 
(vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV; vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft 
[BUWAL; heute BAFU] herausgegebene Vollzugsempfehlung zur NISV [nachfol-
gend: NISV-Vollzugsempfehlung], Bern 2002, Ziff. 2.1.3 S. 15). Die vorsorgliche 
Berücksichtigung dieses ca. 9 m neben der Senderichtung Azimut 130° situierten 
OMEN 5 sei positiv zu werten; entlang dieser Senderichtung befinde sich kein 
näherliegendes (bestehendes) Gebäude, bei welchem eine höhere Feldstärke zu 
erwarten wäre. Höhe und Grenzabstand des OMEN 5 würden sich nachvollziehbar 
aufgrund eines in der Zone WG3 zu erwartenden Baukörpers (Art. 79 des Baure-
glements des Bezirks Küssnacht vom 1.11.2006 i.V.m. § 60 Abs. 1 Planungs- und 
Baugesetzes [PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987) ergeben (Erw. 5.1). Die be-
stehende, ca. 105 m (Richtung Azimut 140°) entfernte Mobilfunkantenne für 3G 
und 4G liege ausserhalb des Radius des Perimeters der geplanten Antennengrup-
pe von 96.46 m gemäss Standortdatenblatt vom 8. November 2019 (Revision 
1.15), Zusatzblatt 1 und müsse nach Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 2 und 3 NISV für die 
Berechnung der Grenzwerte nicht berücksichtigt werden (Erw. 5.2).

2.3.1  Der Beschwerdeführer rügt mit seiner Beschwerde vom 22. März 2021 eine 
Verletzung von Anhang 1 Ziff. 63 NISV. Weil die adaptiven Sendeantennen um das 
Frequenzband 3600 MHz als konventionelle Antennen bei maximaler Sendeleis-
tung mit maximalem Gesprächs- und Datenverkehr beurteilt worden seien, ohne 
die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme zu berücksichti-
gen, sei Anhang 1 Ziff. 63 NISV verletzt. In den Antennendiagrammen der Be-

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schwerdegegnerin werde nicht der tatsächliche "Worst-Case" dargestellt (S. 7 f. 
Ziff. 16 ff.). Die angewandte Übergangsregelung könne die Einhaltung der Grenz-
werte nicht gewährleisten. Bei einer Fokussierung des Signals könnten die Grenz-
werte deutlich überschritten werden. Zur Einhaltung des Vorsorgewerts müssten 
adaptive Antennen zwingend im Moment des maximalen Antennengewinns beur-
teilt werden (S. 9 f. Ziff. 22 f.). Nach der Rechtsprechung dürfe bei konventionellen 
Antennen die rechnerische Prognose auf die im Standortblatt deklarierten Anten-
nenleistungen und Neigungswinkel abstellen, auch wenn die verwendeten Kom-
ponenten technisch eine höhere Sendeleistung und grössere Sendewinkel zulas-
sen würden. Bei adaptiven Antennen sei dies nicht der Fall. Auch wenn die maximal 
erlaubte Leistung einer adaptiven Antenne bei mehreren Nutzern auf die einzelnen 
Beams aufgeteilt werde, schliesse dies nicht aus, dass einzelne Beams in die Nah-
umgebung unterhalb der Anlage eine höhere Strahlenbelastung bewirken könnten 
als statische Antenne (S. 10 Ziff. 25 mit Hinweis auf das Urteil des Verwaltungs-
gericht Zürich VB.2020.00544 vom 15.1.2021 Erw. 4.3 f.). Wo die Antennendia-
gramme wie hier einen festen Neigungswinkel 0 aufweisen würden, obwohl die un-
teren Frequenzbänder (700-900 MHz und 1400-2600 MHz) über einen Winkelbe-
reich von wenigen Grad verfügten, sei anzunehmen, dass sie einer herkömmlichen 
Anlage mit einer (nahezu) waagrechten Hauptstrahlrichtung entsprächen. Gemäss 
dem Urteil VB.2020.00544 (Erw. 4.5 f.) sei es erklärungsbedürftig, wie damit die 
Strahlenbelastung aus dem Beamforming bzw. der Variabilität adaptiver Antennen 
umhüllend erfasst sein solle. In der Einführungsphase von 5G mit adaptiven An-
tennen sei es geboten, dass die zuständigen Fachstellen und Behörden ihre Beur-
teilung zur rechnerischen Prognose im Quervergleich zu einer konventionellen An-
lage eingehend begründen würden, um eine unabhängige Überprüfung über eine 
umhüllende Betrachtungsweise für die Strahlenbelastung zu ermöglichen. Diese 
Anforderungen seien vorliegend nicht erfüllt (S. 11 Ziff. 26 f.; Replik S. 6 f. Ziff. 9). 
Die Antennendiagramme der Beschwerdegegnerin würden nicht dem maximal 
möglichen Antennengewinn in alle Richtungen resp. dem "Worst-Case" entspre-
chen. Der Nachtrag 'Adaptive Antennen' zur NISV-Vollzugsempfehlung des BAFU 
vom 23. Februar 2021 (nachfolgend: 'Adaptive Antennen'-Nachtrag) bestätige 
dies. In den Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss 
der NISV vom selben Tag (nachfolgend: 'Adaptive Antennen'-Erläuterungen) wür-
den auf S. 10 Beams dargestellt, welche der maximalen Leistung entsprechen sol-
len. In der umhüllenden Darstellung auf S. 11 reiche der maximale Beam der Haupt-
senderichtung 340° nicht mehr bis ganz an den Rand des Diagramms und umfas-
se somit nicht alle maximal möglichen Senderichtungen; es stelle also nicht den 
"Worst-Case" dar. Auf S. 10 dieser Erläuterungen bestätige das BAFU, dass adap-
tive Antennen eine hohe Abdeckung in der Fläche erzielen und bisher schlecht ver-

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sorgte Zonen am Rand der versorgten Zelle bei Bedarf mit einer höheren Feldstär-
ke versorgen können. Dies schlage sich auch auf die Messungen und Simulatio-
nen des BAKOM durch. In der Darstellung auf S. 19 der Erläuterungen sei erkenn-
bar, dass die Punkte P11 und P13 bei adaptiven Antennen stärker belastet würden 
als bei konventionellen Antennen. Erstere könnten seitwärts besser abstrahlen, 
was in den umhüllenden Antennendiagrammen jedoch nicht abgebildet werde. Bei 
adaptiven Antennen trete zwar partiell eine Reduktion der Strahlenbelastung in der 
Hauptstrahlrichtung ein. Seitlich sei es jedoch umgekehrt, dort würden adaptive 
Antennen zu einer Zunahme der Emissionen führen. Angesichts der erhöhten 
elektrischen Feldstärken an den seitlichen Rändern der versorgten Zelle reduziere 
sich die über die Fläche gemittelte Exposition nicht. Es sei mit adaptiven Antennen 
möglich, in die angegebenen und möglicherweise auch weiteren Richtungen stär-
ker zu senden, als in die Senderichtungen und mit den Sendestärken, um deren 
Bewilligung mit dem umhüllenden Antennendiagramm ersucht werde (S. 11 f. Ziff. 
28; Replik S. 3 ff. Ziff. 2 ff., Ziff. 8 ff.). Weil die adaptiven Antennen nicht als solche, 
sondern als konventionelle Antennen beurteilt worden seien, verstosse das Bau-
gesuch gegen Anhang 1 Ziff. 63 NISV. Da die im Streit liegenden Antennendia-
gramme die Variabilität der adaptiven Antenne nicht berücksichtigten, würden die 
Standortdatenblätter auch Art. 11 Abs. 2 NISV verletzen (S. 12 Ziff. 29; Triplik 
S. 3 ff. Ziff. 3 ff.). Sofern eine Anpassung des Betriebs an den 'Adaptive Antennen'-
Nachtrag (Anwendung des Korrekturfaktors) nicht als Änderung i.S.v. Anhang 1 
Ziff. 62 Abs. 5 NISV gelte, so müssten die Auswirkungen des Korrekturfaktors be-
reits im vorliegenden Verfahren beurteilt werden (Replik S. 9 Ziff. 17). 

2.3.2  Der Beschwerdeführer beanstandet weiter eine Verletzung von Art. 12 
Abs. 1 und 2 NISV. Ob die Werte nach Inbetriebnahme eingehalten würden, sei 
nicht nur eine Frage des Vollzugs, sondern stelle eine Bewilligungsvoraussetzung 
dar (S. 13 Ziff. 31). Unabhängig davon, ob adaptive Antennen im Rahmen der 
Prognosen wie konventionelle Antennen beurteilt worden seien, müsse ein QS-
System bereits aktuell zwingend die Änderungen der Senderichtung erfassen kön-
nen. Nur ein behördlich bestätigtes oder fachmännisch geprüftes QS-System, wel-
ches die vordefinierten Einstellungen (Precodings) zu kontrollieren vermöge, kön-
ne die Einhaltung der Grenzwerte von adaptiven Antennen sicherstellen. Selbst 
wenn die rechnerische Prognose in einer Übergangsphase wie bei konventionellen 
Antennen erfolgen dürfte, müsse eine messtechnische Überprüfung und Kontrolle 
im QS-System für adaptive Antennen sichergestellt sein (Triplik S. 7 f. Ziff. 14 ff.). 
Die im 'Adaptive Antennen'-Nachtrag Kap. 4 aufgeführten Angaben müssten im 
QS-System hinterlegt sein (S. 13 f. Ziff. 32 ff.; Replik S. 10 Ziff. 19 f.). Die Be-
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, das Audit und die Bewertung der aktuellen 
ISO-Zertifizierung ihres QS-Systems einzureichen. Wenn die ISO-Zertifizierung 

11

keinen Hinweis darauf enthalte, dass das System auch für die Überwachung von 
adaptiven Antennen zertifiziert worden sei, sei dieses nicht im Stande, adaptive 
Antennen zu überwachen (S. 14 Ziff. 37; Replik S. 10 f. Ziff. 21 f.).

Gestützt auf den neuen technischen Bericht des METAS für 5G-NR-Basisstationen 
im Frequenzbereich bis zu 6 GHz vom 20. April 2020 (mit Nachtrag vom 
15.6.2020) könnten weiterhin keine Abnahmemessungen durchgeführt werden. 
Die mit einer code-selektiven Sonde grundsätzlich messbaren Synchronisationssi-
gnale müssten mit noch nicht definierten Faktoren multipliziert werden, da ansons-
ten die maximale Abstrahlung nicht ermittelt werden könne. Mangels "geeigneten 
Messmethoden" seien messtechnische Kontrollen von adaptiven Antennen aktuell 
nicht möglich. Ein dem Beschwerdeführer vorliegender Prüfbericht einer   Mobilfunk-
anlage der Beschwerdegegnerin, eine weitere gescheiterte Abnahmemessung 
sowie Anfragen bei kantonalen NIS-Fachstellen würden zeigen, dass noch keine 
Abnahmemessungen hätten durchgeführt werden können. Es werde daher die 
Einholung eines Amtsberichts oder eines unabhängigen Gutachtens zu den Fra-
gen beantragt, ob bei adaptiven Antennen bereits Abnahmemessungen hätten 
durchgeführt werden können und ob bereits erfolgte Abnahmemessungen von in 
Betrieb genommenen Anlagen den im Standortdatenblatt prognostizierten Werten 
entsprächen (S. 15 f. Ziff. 40 ff.). Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz sei-
en aufzufordern, Messprotokolle adaptiver Antennen anderer Mobilfunkanlagen 
vorzulegen (S. 17 Ziff. 45). Das METAS habe mit E-Mail vom 12. Januar 2021 (Bf-
act. 4) bestätigt, dass die Datenkeulen des PDSCH (Physical Downlink Shared 
Channel) nicht direkt vor Ort gemessen werden könnten und dass es keinen Zu-
sammenhang zwischen der Stärke des Synchronisationssignals und der Daten-
keulen gebe. Die Formel des technischen Berichts des METAS berücksichtige als 
Obergrenze die maximal bewilligte Sendeleistung. Dies beweise, dass die Methode 
nicht prüfen könne, ob die Datenkeulen die bewilligte Sendeleistung überschreite. 
Auch die fachtechnische Beurteilung durch das Ingenieurbüro IFE F.________ (Bf-
act. 5) bestätige, dass die vom METAS vorgeschlagenen Messmethoden und de-
ren Hochrechnung für adaptive massiv MIMO Antennen nicht anwendbar seien. 
Somit könnten bei Mobilfunkanlagen mit adaptiven Antennen noch keine Abnah-
memessungen durchgeführt werden, weswegen diese nicht bewilligt und bereits in 
Betrieb genommen werden dürften. Die Baubewilligung verletze daher auch Art. 
12 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 2 NISV (S. 17 f. Ziff. 46 ff.; vgl. auch Triplik S. 4 ff. Ziff. 
9 ff.).

2.3.3  Der Beschwerdeführer rügt sodann eine Verletzung des Vorsorgeprinzips 
gemäss Art. 4 NISV, Art. 11 des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) vom 
7. Oktober 1983 und Art. 74 der Bundesverfassung (BV, SR 101) vom 18. April 

12

1999. Aus der Publikation gesundheitlicher Auswirkungen von Hochfrequenz-
Strahlung auf der Homepage des BAFU sowie diversen neueren Studien (kom-
mentiert im BERENIS-Newsletter Sonderausgabe November 2018) ergebe sich 
ein erhöhtes Gesundheitsrisiko aus der Einwirkung nichtionisierender Strahlen 
(S. 19 ff. Ziff. 53 ff.). Angesichts dessen und des Einsatzes von adaptiven Anten-
nen trage das Verordnungsrecht dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand 
über die von Mobilfunkantennen ausgehende Gesundheitsgefährdung nicht mehr 
ausreichend Rechnung (S. 23 Ziff. 61). Der Trend der neueren Forschungsarbei-
ten zeige, dass die Exposition gegenüber nichtionisierender Strahlung (ELF-
EMF/statischer Felder und RFR) niedriger Intensität auf einem Niveau, das nach den 
geltenden Grenzwerten zulässig sei, Gesundheitsrisiken (oxidativen Stress) mit 
sich bringe. Die heutigen Grenzwerte seien zu hoch, um die gesundheitsschädi-
genden Auswirkungen zu verhindern. Endlich seien auch im BERENIS-Newsletter 
(Sonderausgabe Januar 2021; Bf-act. 6) die Hinweise auf vermehrten oxidativen 
Stress durch elektromagnetische Felder untersucht worden. Diese Risiken würden 
sich mit der neuen Antennen- und Sendetechnik und den neuen Frequenzen ver-
schärfen. Der 'Adaptive Antennen'-Nachtrag nehme die Befürchtung der Wissen-
schaft nicht ernst, sondern höhle den Gesundheitsschutz aus, indem sie adaptive 
Antennen mittels eines Korrekturfaktors und einer über 6 Minuten gemittelten Sen-
deleistung privilegiere. Hierfür bestehe kein Grund, da sich die elektrischen Felds-
tärken bei adaptiven Antennen am Rand der versorgten Zelle erhöhen würden, 
was seitlich zu einer Zunahme der Emission führe (S. 23 Ziff. 62 ff.; Replik S. 6 
Ziff. 6 f.). 

Das Berufungsgericht Turin anerkenne im Urteil Nr. 904/2019 die Forschungslage 
zur tumorauslösenden Wirkung nicht-ionisierter Strahlen und benenne die Interes-
senkonflikte von der Mobilfunkindustrie nahestehender Experten. Diese Interes-
senkonflikte gebe es auch beim Bund, namentlich beim Leiter von BERENIS 
(S. 26 ff. Ziff. 70 ff.). Zahlreiche Studien und wissenschaftliche Befunde kämen 
zum Ergebnis, dass mit den heutigen Grenzwerten nicht gewährleistet sei, dass 
Mobilfunkanlagen keine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung darstellten. 
Falsch sei auch die Behauptung, die NISV ignoriere nicht-thermische Wirkungen 
von nichtionisierenden Strahlen nicht. Diese würden auch bei viel tieferer Strah-
lung auftreten. Mit den vorsorglichen Emissionsbegrenzungen könnten nicht-
thermische Wirkungen nicht ausgeschlossen werden. Insofern würden die Anlage-
grenzwerte dem Vorsorgeprinzip gerade nicht Rechnung tragen, da sie höchstens 
die Gefahren von thermischen Wirkungen, nicht aber von nicht-thermischen Ge-
sundheitsschäden verhinderten (S. 30 Ziff. 77). Die neue, vom Bund finanzierte 
Review von Schuermann/Mevissen vom April 2021 werde zur Empfehlung an den 
Bundesrat führen müssen, in Anwendung des Vorsorgeprinzips die Grenzwerte zu 

13

verschärfen und dem vorgeschlagenen Korrekturfaktor für adaptive Antennen die 
Anwendung zu versagen (Replik S. 11 ff. Ziff. 23 ff.; Triplik S. 8 f. Ziff. 19 ff.).

2.4 Das Sicherheitsdepartement hält am 13. April 2021 vernehmlassend u.a. 
fest, mit dem 'Adaptive Antennen'-Nachtrag würden die geforderten Vollzugsemp-
fehlungen nun vorliegen. Der Beschwerdeführer verkenne (in Ziff. 16 ff.), dass 
durch das Beamforming bei adaptiven Antennen eine Reduktion der flächigen Ex-
position der Bevölkerung durch nichtionisierende Strahlung eintrete, was bereits 
aufgrund früherer Mitteilungen des BAFU bekannt gewesen sei. Die "Worst-Case"-
Beurteilung, bei welcher adaptive Antennen wie statische Antennen (und folglich 
ohne Korrekturfaktor) behandelt würden, führe zu einer tieferen oder maximal 
gleichhohen Strahlenbelastung und garantiere damit die Einhaltung der NIS-
Grenzwerte. Sie erweise sich mit Blick auf das bundesrechtliche Umweltschutz-
recht und das zu verwirklichende Vorsorgeprinzip als zulässig. 

Der Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich (VB.2020.00544 vom 15.1.2021) 
werde ausserhalb des relevanten Kontextes zitiert. Die Kritik an den umhüllenden 
Antennendiagrammen anhand der Abbildungen in Kap. 5.3 der 'Adaptive Anten-
nen'-Erläuterungen sei untauglich. Hierbei handle es sich lediglich um beispielhafte 
Darstellungen zur Berücksichtigung der Variabilität, wobei Abb. 6 (S. 10) ein fikti-
ves Diagramm und Abb. 7 (S. 11) das Diagramm der Ericson Antenne AIR6488 
darstelle. Das Standortdatenblatt vom 8. November 2019 (Revision 1.15) enthalte 
für jede beantragte Antenne ein horizontales und ein vertikales Antennendia-
gramm. Diese umhüllenden Diagramme würden sämtliche möglichen Beams bzw. 
Fokussierungen mitberücksichtigen. Die einzelnen bzw. variablen Antennendia-
gramme würden im Rahmen der "Worst-Case"-Beurteilung nicht benötigt.

Der 'Adaptive Antennen'-Nachtrag nenne in Kap. 4 die Parameter, welche einen 
Einfluss auf die Sendeleistung und das Abstrahlverhalten hätten. Nur diese aufge-
listeten Parameter müssten die (neuen) QS-Systeme dokumentieren und überwa-
chen. Diese zusätzlichen Anforderungen an die QS-Systeme würden gemäss Kap. 
2 indes nur dann gelten, wenn bei der Berechnung der Sendeleistung der Korrek-
turfaktor angewendet, also die adaptive Antenne aufgrund deren Variabilität mit ei-
ner höheren Sendeleistung betrieben werde, was bei der "Worst-Case" Beurtei-
lung gerade nicht der Fall sei. Vorliegend reiche es aus, wenn die bestehenden 
QS-Systeme wie bisher die bewilligte Sendeleistung überwache. Die in Kap. 3.3.4 
des 'Adaptive Antennen'-Nachtrags erwähnte Pflicht zur Vorlage der Auditberichte 
beziehe sich auf die Kontrolle der dauernden automatischen Leistungsbegrenzung 
und gelte ebenfalls nur, wenn der Korrekturfaktor für die Variabilität der Senderich-
tungen bei der Berechnung der Sendeleistung zur Anwendung gebracht werde.

14

2.5 Die Beschwerdegegnerin macht in der Vernehmlassung vom 22. April 2021 
und in der Duplik vom 4. Juni 2021 u.a. geltend, der in Anhang 1 Ziff. 63 NISV im 
ersten Teilsatz statuierte Grundsatz, dass als massgebender Betriebszustand der 
maximale Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung gelte, sei 
für konventionelle und adaptive Antennen bestimmend. Der zweite Teilsatz dieser 
Bestimmung, wonach bei adaptiven Antennen die Variabilität der Senderichtungen 
und der Antennendiagramme berücksichtigt werde, trage dem Umstand Rech-
nung, dass adaptive Antennen nicht gleichzeitig in alle Richtungen die maximal 
mögliche Sendeleistung abstrahlen könnten. Der 'Adaptive Antennen'-Nachtrag 
halte weiterhin fest, dass adaptive Antennen, basierend auf "umhüllenden Anten-
nendiagrammen" nach dem "Worst-Case"-Prinzip zu berechnen seien, die für jede 
Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen. Dabei 
könne auf die maximale Sendeleistung "ERPmax" der adaptiven Antenne ein Kor-
rekturfaktor angewendet werden, der sich nach der Anzahl separat ansteuerbarer 
Antenneneinheiten (Sub-Arrays) bemesse (Kap. 3.2). Adaptive Antennen würden 
auch unter dem Regime des 'Adaptive Antennen'-Nachtrags nach dem "Worst-
Case"-Prinzip berechnet, mithin nach dem maximalen Gesprächs- und Datenvo-
lumen bei maximaler Sendeleistung. Die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflich-
tet, diesen Korrekturfaktor anzuwenden. Wenn sie den Betrieb der Antenne an den 
Nachtrag anpassen wolle, müsse sie das vorliegende Standortdatenblatt mit den 
Parametern 'adaptiver Betrieb' und 'Anzahl Sub-Arrays' ergänzen, wobei dies laut 
'Adaptive Antennen'-Nachtrag (Kap. 2 in fine) nicht zu einem erneuten Baubewilli-
gungsverfahren führe, weil die Inanspruchnahme des Korrekturfaktors nicht als 
Änderung i.S.v. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 5 NISV gelte. 

Der wesentliche Unterschied zwischen den konventionellen Antennen und den ad-
aptiven Antennen liege darin, dass bei letzteren eine Variabilität der Senderichtun-
gen und der Antennendiagramme dadurch erreicht werden könne, dass die einzel-
nen, im Antennengehäuse fest verbauten (unbeweglichen) Antennenelemente ein-
zeln und in kürzesten Zeitabständen angesteuert werden könnten. Durch gezielte 
Phasenverschiebungen in der Ansteuerung der einzelnen Elemente könne inner-
halb eines bestimmten Bereichs dynamisch eine Richtwirkung sowohl in der Hori-
zontalen als auch in der Vertikalen erzeugt werden (Beamforming). Durch die fo-
kussierende Wirkung der Sendeantenne werde in der gewünschten Senderichtung 
während eines bestimmten, kurzen Zeitabschnitts ein erhöhter Antennengewinn er-
zielt. Das Antennendiagramm in der gängigen Polarform stelle einzig dar, wie stark 
ein Signal an den zur Hauptstrahlrichtung abgewandten Positionen abgeschwächt 
werde. Die Antennenhersteller würden für eine Vielzahl von Frequenzen und alle 
möglichen Senderichtungen Einzeldiagramme erstellen. Bei der Vielzahl möglicher 
Beams bei adaptiven Antennen ergebe dies eine hohe Anzahl an Einzeldiagram-

15

men pro Antennentyp und Frequenzbereich. Der Antennengewinn fasse die Richt-
wirkung und den Wirkungsgrad der Antenne zusammen. Die umhüllenden (hori-
zontalen und vertikalen) Antennendiagramme würden aus der um alle verschiede-
nen Einzeldiagramme des Antennenherstellers gelegten Hülle bestehen und si-
cherstellen, dass jede beliebige Betriebsart/-kombination immer innerhalb dieser 
Hülle stattfinde. Die in den Anhängen zu den Standortblättern resp. den umhüllen-
den Antennendiagrammen enthaltene Angabe "TILT ELECTRICAL 0" beziehe sich 
nicht auf die im Zusatzblatt 2 eines Standortdatenblattes beantragten Winkelbe-
reiche, sondern beschreibe, dass das umhüllende Diagramm auf die x-Achse im 
Polardiagramm gedreht worden sei (0°). Anhand des umhüllenden Antennendia-
gramms, welches den erzielten und erhöhten Antennengewinn für alle denkbaren 
Ansteuerungen und Senderichtungen enthalte, werde die für eine Antenne als 
Ganzes zulässige maximale Sendeleistung ("Worst-Case") berechnet und be-
stimmt, womit das vom Beschwerdeführer in dessen Replik (Ziff. 14) vorgebrachte 
Szenario gar nicht eintreten könne. Die Steuerlogik der Antenne bestimme, welche 
der einzelnen Antennenelemente zu einem bestimmten Zeitpunkt mit welcher 
Phase und (Teil)Leistung angesteuert würden. Die Steuerlogik verstärke jedoch 
nicht die zugeführte Sendeleistung, sondern definiere den Anteil der maximal 
zulässigen Sendeleistung, der ausgesendet werde. Wenn die Variabilität der Sen-
derichtungen bei der Berechnung der durch die adaptiven Antennen resultierenden 
Feldstärken unberücksichtigt bleibe, bedeute dies nicht, dass die Variabilität der 
Senderichtungen nicht in die Antennendiagramme und damit in die Prognosen der 
elektrischen Feldstärke einfliesse. Ihre umhüllenden Antennendiagramme würden 
damit auch den Anforderungen des 'Adaptive Antennen'-Nachtrags (Kap. 3.3.5) 
und den Erläuterungen dazu (Kap. 5.3 ff.) entsprechen und selbstverständlich den 
"Worst-Case" abbilden sowie die Variabilität der adaptiv betreibbaren Antenne 
berücksichtigen.

Das Bundesgericht habe mehrfach bestätigt, dass das vom BAFU empfohlene QS-
System den Anforderungen der Rechtsprechung an eine wirksame Kontrolle der 
Emissionsbegrenzungen genüge. Im 'Adaptive Antennen'-Nachtrag (Kap. 3.3.2) 
werde verlangt, dass der Korrekturfaktor für adaptive Antennen im QS-System hin-
terlegt sein müsse und nur angewendet werden dürfe, wenn das QS-System und 
die automatische Leistungsbegrenzung von einer unabhängigen, externen Prüf-
stelle auditiert worden sei. Somit erübrige sich eine Prüfung des QS-Systems, so-
lange die Beschwerdegegnerin den Korrekturfaktor nicht in Anspruch nehme, da 
die einzuhaltenden und zu prüfenden Parameter von konventionellen und adaptiv 
betreibbaren Antennen ohne Anwendung des Korrekturfaktors identisch seien. So-
fern die Beschwerdegegnerin den Korrekturfaktor in Anwendung bringen werde, 
werde sie die hierfür erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

16

Messprotokolle anderer Mobilfunkanlagen seien nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens. Vorwürfe im Zusammenhang mit Messprotokollen anderer Mobilfunk-
anlagen seien aus dem Recht zu weisen. Die Ausführungen, wonach das Ingeni-
eurbüro IFE F.________ bestätige, dass die vom METAS vorgeschlagenen 
Messmethoden für adaptive Antennen nicht anwendbar seien, würden bestritten 
und würden die Frage der Bewilligungsfähigkeit der Mobilfunkanlage nicht tangie-
ren. Das METAS habe im Februar 2020 einen Messbericht verfasst, wonach adap-
tive Antennen zweifelsfrei gemessen werden könnten. Es seien bereits verschie-
dene Unternehmungen akkreditiert, Messungen gemäss diesem Messbericht vor-
zunehmen. Darauf verweise auch das BAFU im 'Adaptive Antennen'-Nachtrag 
(Kap. 5). 

In der vom Beschwerdeführer angeführten Sonderausgabe des BERENIS-News-
letter von Januar 2021 komme die BERENIS gestützt auf die Analyse diverser 
Studien zum Schluss, dass sich abzeichne, dass eine EMF [elektromagnetische 
Felder]-Exposition zu Veränderungen des oxidativen Gleichgewichts führen könne. 
Jedoch seien weiterführende Untersuchungen unter standardisierten Bedingungen 
notwendig um diese Phänomene und Beobachtungen besser zu verstehen und zu 
bestätigen. Die Expertengruppe komme demnach ihrem Auftrag, Hinweisen zur 
möglichen Schädigung der Gesundheit von Mensch und Umwelt nachzugehen, 
nach und die Aktualität der Immissionsgrenzwerte sei ebenso sichergestellt wie die 
Früherkennung potenzieller Risiken.

3.1 Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig wer-
den könnten, im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 11 Abs. 1 
USG werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen durch 
Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen). Unabhängig von 
der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so 
weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich 
tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die Emissionsbegrenzungen werden verschärft, 
wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung 
der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 
USG). Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch Emissions-
grenzwerte eingeschränkt (Abs. 1 lit. a), die durch Verordnung oder direkt auf das 
Gesetz abgestützte Verfügungen vorgeschrieben werden (Abs. 2). Für die Beurtei-
lung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat durch Ver-
ordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er berücksichtigt dabei 
auch die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter Empfind-
lichkeit, wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG). 

17

Die Immissionsgrenzwerte sind nach Art. 14 lit. a USG so festzulegen, dass Im-
missionen unterhalb dieser Werte nach dem Stand der Wissenschaft oder der Er-
fahrung Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebens-
räume nicht gefährden. Die genannte Bestimmung bezieht sich zwar auf Luftver-
unreinigungen, sie findet im Sinne einer allgemeinen Regel aber auch auf andere, 
namentlich durch nichtionisierende Strahlung bewirkte Immissionen Anwendung 
(Urteil BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.1; BGE 146 II 17 Erw. 6.5).

3.2.1  Für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester 
Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat die NISV erlassen, die unter anderem die 
Begrenzung der Emissionen von Mobilfunksendeanlagen regelt. Diese Anlagen 
müssen so erstellt und betrieben werden, dass sie die in Anhang 1 der NISV fest-
gelegten vorsorglichen Emissionsbegrenzungen einhalten (Art. 4 Abs. 1 und An-
hang Ziff. 64 NISV). Zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten, thermischen 
Wirkungen der Strahlung von Mobilfunkanlagen sieht die NISV Immissionsgrenz-
werte vor, die überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhalten kön-
nen (Art. 13 Abs. 1 und Anhang 2 NISV; Urteile BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 
Erw. 3.2.2 mit Hinweisen u.a. auf BGE 126 II 399 Erw. 3a). Ausserdem setzte der 
Bundesrat zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG 
Anlagegrenzwerte fest (Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziff. 64 
NISV). Die Anlagegrenzwerte weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiesenen 
Gesundheitsgefährdungen auf, sondern wurden nach Massgabe der technischen 
und betrieblichen Möglichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt, um 
das Risiko schädlicher Auswirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch 
nicht absehbar sind, möglichst gering zu halten. Mit den Anlagegrenzwerten hat 
der Bundesrat im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine Si-
cherheitsmarge geschaffen. An Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) haben 
ortsfeste Mobilfunkanlagen den Anlagegrenzwert im massgebenden Betriebszu-
stand für sich stets einzuhalten (Art. 3 Abs. 3 und Abs. 6, Art. 4 Abs. 1 und Anhang 
1 Ziff. 65 NISV) (Urteil BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.2 mit Hinweisen). 

3.2.2  Die für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung in der NISV festgelegten 
Grenzwerte beruhen auf wissenschaftlich erhärteten Erkenntnissen über die von 
Mobilfunkantennen ausgehende Gesundheitsgefährdung. Der Bundesrat bzw. das 
BAFU als zuständige Fachbehörde, verfolgt die wissenschaftliche Entwicklung 
permanent mit einer beratenden Expertengruppe und hat die Grenzwerte gegebe-
nenfalls dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung anzupassen (vgl. Art. 14 
USG). Da dem Bundesrat bei der Festlegung der Grenzwerte in der NISV ein ge-
wisses Ermessen zusteht und gemäss bisherigem Wissensstand konkrete An-
haltspunkte dafür fehlen, dass diese Grenzwerte abgeändert werden müssten, hat 

18

das Bundesgericht die in der NISV festgelegten Grenzwerte verschiedentlich als 
verfassungs- und gesetzeskonform beurteilt (Urteil BGer 1C_375/2020 vom 
5.5.2021 Erw. 3.2.5 und Erw. 3.5.2 mit Hinweisen).

3.2.3  Bevor eine Anlage, für die Anhang 1 der NISV Emissionsbegrenzungen fest-
legt, neu erstellt wird, muss ihr Inhaber der zuständigen Bewilligungsbehörde ein 
Standortdatenblatt einreichen, das über den geplanten Betrieb der Anlage und die 
Strahlung in ihrer Umgebung Auskunft gibt (Art. 11 NISV). Darin sind u.a. der am 
stärksten belastete, für Menschen zugängliche Ort (sog. Ort für kurzfristigen Auf-
enthalt [OKA]) und die drei höchstbelasteten OMEN zu dokumentieren (Art. 11 
Abs. 2 lit. c Ziff. 1 u. 2 NISV; vgl. Urteile BGer 1C_12/2008 vom 27.1.2009 Erw. 3.; 
1C_343/2015 vom 30.3.2016 Erw. 2.2). Basierend auf dem Standortdatenblatt wird 
im Baubewilligungsverfahren eine rechnerische Prognose der nach Inbetriebnahme 
zu erwartenden Strahlungsbelastung vorgenommen. Massgebend ist dabei 
grundsätzlich die aufgrund der Hardwarekonfiguration der Anlage maximal mögli-
che Sendeleistung und nicht ein tieferer, durch Fernsteuerung einstellbarer Wert. 
Nach Art. 12 Abs. 1 NISV überwacht die zuständige Behörde insbesondere durch 
Messungen oder Berechnungen die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen; hier-
für empfiehlt das BAFU geeignete Mess- und Berechnungsmethoden (Art. 12 Abs. 
2 NISV). Ob die in der Baubewilligung festgelegte Strahlungsleistung eingehalten 
wird, kann von der Vollzugsbehörde nach Inbetriebnahme der Anlage mit einer 
Abnahmeprüfung kontrolliert werden (Art. 12 Abs. 2 NISV). Eine solche wird regel-
mässig durchgeführt, wenn nach rechnerischer Prognose der Anlagegrenzwert an 
einem OMEN zu 80% erreicht wird (vgl. Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Pla-
nungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, Bd. 2, Rz. 19.4.3.3; Wagner Pfeifer, Umwelt-
recht. Allgemeine Grundlagen, 2017, N 585; NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.8).

3.3 Der Bundesrat hat die NISV am 17. April 2019 so geändert, dass der beson-
deren Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen Rechnung zu tragen ist. 
Sendeantennen gelten als adaptiv, wenn ihre Senderichtung oder ihr Antennen-
diagramm automatisch in kurzen zeitlichen Abständen angepasst wird (Anhang 1 
Ziff. 62 Abs. 6 NISV). Nach Anhang 1 Ziffer 63 NISV gilt als massgebender Be-
triebszustand der maximale Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sende-
leistung; bei adaptiven Antennen wird die Variabilität der Senderichtungen und der 
Antennendiagramme berücksichtigt. Das BAFU als zuständige Fachbehörde hat 
zur Koordination des Vollzugs der NISV die geeigneten Mess- und Berechnungs-
methoden zu empfehlen (vgl. Art. 12 Abs. 2 Satz 2 NISV; Urteil BGer 1C_97/2018 
vom 3.9.2019 Erw. 6.1).

19

3.3.1  Mit Informationsschreiben an die Kantone vom 17. April 2019 hat das BAFU 
u.a. ausgeführt, 5G werde voraussichtlich insbesondere im Frequenzband von 3.6 
GHz eingeführt werden, sei aber in allen Mobilfunkfrequenzen einsetzbar. Fre-
quenzen um 3.6 GHz hätten funktechnisch gesehen schlechtere Übertragungsei-
genschaften als die bisher genutzten Frequenzen um 2 GHz und tiefer. Um dies zu 
kompensieren, könnten sogenannte adaptive Antennen eingesetzt werden, die das 
Signal in die Richtung des Nutzers bzw. des Mobilfunkgerätes fokussierten (beam-
forming). Die NISV sei technologieneutral und gelte damit unabhängig davon, ob 
es sich bei der Mobilfunktechnologie um 3G (UMTS [Universal Mobile Telecom-
munication Systems]), 4G (LTE [Long Term Evolution]) oder 5G (NR [New Radio]) 
handle. Nach der Änderung der NISV am 17. April 2019 sei bei der Festlegung des 
massgebenden Betriebszustands der technischen Neuerung in der Abstrahlcha-
rakteristik bei der Beurteilung der Strahlung Rechnung zu tragen. Die technischen 
Einzelheiten, wie dies zu tun sei, würden zurzeit unter Federführung des BAFU 
ausgearbeitet. Bis diese Vollzugshilfe ausgearbeitet sei, könnten adaptive Anten-
nen in einem "Worst-Case"-Szenario behandelt werden. Die Strahlung werde wie 
bei konventionellen Antennen nach der maximalen Leistung beurteilt. Damit werde 
ihre tatsächliche Strahlung überschätzt und die Beurteilung sei auf der sicheren 
Seite. Da die Prognose der Strahlung im Rahmen des Bewilligungsverfahrens 
technologieneutral erfolge, sei sie auch für 5G anwendbar. Erst für die Abnahme-
messungen spiele die Mobilfunktechnologie eine Rolle. 

3.3.2 Mit Informationsschreiben an die kantonalen und städtischen NIS-Fach-
stellen vom 31. Januar 2020 wiederholte das BAFU seine Empfehlung, adaptive 
Antennen bis zur Publikation der Vollzugshilfe für adaptive Antennen weiterhin 
gleich zu behandeln wie konventionelle Antennen. Das bedeute, dass die Strah-
lung wie bei konventionellen Antennen nach dem maximalen Gesprächs- und Da-
tenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf Antennendiagrammen 
beurteilt werde, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennen-
gewinn berücksichtigen. Damit könne ihr Betrieb in den bestehenden QS-Syste-
men der Mobilfunkbetreiberinnen und der Datenbank des BAKOM korrekt darge-
stellt werden. Weiter äusserte sich das BAFU zur Messung der Strahlung von 5G-
Basisstationen und adaptiven Antennen. 

3.3.3 Am 22. April 2020 informierte der Bundesrat, dass das UVEK eine Voll-
zugshilfe für den Umgang mit den neuen adaptiven Antennen erarbeite. Bis diese 
vorliege, seien adaptive Antennen wie konventionelle Antennen zu beurteilen. 
Damit sei der Schutz der Bevölkerung jederzeit gewährleistet. Am 20. April 2020 
(Übersetzung des englischen Originals vom 18.2.2020) und am 15. Juni 2020 
(Nachtrag) hat das METAS eine Messmethode für die Strahlung von 5G-Basis-

20

stationen und adaptiven Antennen bis 6 GHz erarbeitet. Am 30. Juni 2020 hat das 
BAFU diese Messmethode auf Anfrage mehrerer Kantone erläutert.

3.3.4 Am 23. Februar 2021 hat das BAFU den 'Adaptive Antennen'-Nachtrag pu-
bliziert mit der Empfehlung, wie adaptive Antennen, die mit Frequenzen bis 6 GHz 
senden, rechnerisch auf ihre Konformität mit der NISV überprüft werden sollen, 
und mit Angaben, wie adaptive Antennen in den QS-Systemen der Mobilfunkbe-
treiber überprüft werden sollen. Gleichentags hat das BAFU die 'Adaptive Anten-
nen'-Erläuterungen publiziert, mit Hintergrundinformationen zur Vollzugsempfeh-
lung NISV und zu grundsätzlichen Aspekten von 5G und adaptiven Antennen.

4.1.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Strahlenbelastung der geplanten Mobil-
funkanlage (vgl. dazu Erw. 2.1 hiervor) am OKA sowie an sechs OMEN ermittelt 
(vgl. Plan KUEM Rev. 1.15 1:1000 vom 8.11.2019 und Standortdatenblatt Rev. 
1.15 vom 8.11.2019 [Vi-act. III.-01 B5]).

Das AfU als kantonale NIS-Fachstelle (vgl. § 70 lit. e der Vollzugsverordnung zum 
Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz [VVzUSG; SRSZ 711.111] vom 
3.7.2001) hat die projektierte Anlage - mit Blick auf den Nachweis der Strahlenbe-
lastung - beurteilt (§ 40 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Bau-
gesetz [PBV; SRSZ 400.111] vom 2.12.1997), das Standortdatenblatt materiell 
sowie rechnerisch überprüft und als korrekt befunden (Fachbericht AfU Umwelt-
schutz vom 5.12.2019 [= Vi-act. III.-01 B3]). Beim Betrieb aller Sendedienste mit 
den maximal bewilligten Sendeleistungen wurde am OKA eine elektrische Felds-
tärke von 36.8 V/m (ca. 75% des Immissionsgrenzwertes) und an den OMEN von 
(maximal) 4.94 V/m (ca. 99% des Anlagegrenzwertes) ermittelt. Da bei drei OMEN 
ein Anlagegrenzwert von mehr als 80% ermittelt wurde, hat das AfU eine Abnah-
memessung nach Inbetriebnahme der Anlage angeordnet (vgl. Erw. 2.2 und Erw. 
3.2.3 hiervor). Für den Fall, dass während der Abnahmemessung nicht alle bewil-
ligten Sendedienste in Betrieb seien, hat das AfU darauf hingewiesen, dass bei 
Einhaltung der Bedingungen der Messempfehlungen des BAFU eine Hochrech-
nung auf alle bewilligten Dienste oder eine nachträgliche erneute Messung nach 
Aufschaltung der weiteren bewilligten Dienste zu erfolgen habe. Werde bei der 
Messung eine Überschreitung des Anlagegrenzwertes festgestellt, müsse die An-
lage (z.B. mittels Leistungsreduktion) saniert und die Immissionsbelastung bis zur 
Einhaltung der Grenzwerte nachgemessen werden. 

4.1.2 Mit Stellungnahme vom 7. September 2020 im regierungsrätlichen Ver-
fahren z.H. des ARE (Vi-act. III.-01) hat das AfU diese Angaben bestätigt und dar-
gelegt, dass es die Beurteilung der im Standortdatenblatt vom 8. November 2019 
ausgewiesenen Berechnungen und Antennendiagramme gemäss der "Worst-Ca-

21

se"-Methode entsprechend den vom BAFU - als zuständige Fachbehörde des 
Bundes (Art. 12 Abs. 2 NISV) - mit Informationsschreiben vom 17. April 2019 und 
vom 31. Januar 2020 empfohlenen Vorgehen, wie adaptive Antennen bis zum Vor-
liegen der Vollzugshilfe des BAFU ('Adaptive Antennen'-Nachtrag vom 23.2.2021) 
zu beurteilen seien (vgl. Erw 3.3.1 f. hiervor) vorgenommen hat.

4.1.3 Es besteht kein Anlass an der Richtigkeit des Prüfungsergebnisses des AfU 
zu zweifeln. Auch die angewandte, vom BAFU (übergangsrechtlich) empfohlene 
Methode, die Strahlung adaptiver Antennen wie bei konventionellen Antennen nach 
dem "Worst-Case"-Szenario, d.h. dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr 
bei maximaler Sendeleistung und basierend auf Antennendiagrammen zu beurtei-
len, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berück-
sichtigen, ist nicht zu beanstanden. Gestützt auf die ihm in Art. 38 Abs. 3 USG 
übertragene Kompetenz, die anzuwendenden Prüf-, Mess- und Berechnungsme-
thoden zu bestimmen, hat der Bundesrat in Art. 12 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 2 NISV 
festgelegt, dass das BAFU die für die Ermittlung und Kontrolle der Immissionen 
geeignete Mess- und Berechnungsmethoden empfiehlt. Darauf lassen sich die 
Vollzugs - und Messempfehlungen des BAFU in den erwähnten Informations- und 
Erläuterungsschreiben (Erw. 3.3.1 ff. hiervor) - unbeachtlich ihrer vorläufigen Natur 
- ohne weiteres abstützen (vgl. dazu auch VGE II 2020 134 vom 21.12.2020 
Erw. 4.1.3 in fine; Urteil 100.2020.27U des Verwaltungsgerichts Bern vom 6.1.2021 
Erw. 4.3).

4.1.4 Die Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Verfahren überzeugend dar-
gelegt, dass das Antennendiagramm in der gängigen Polarform einzig darstellt, wie 
stark ein Signal an den zur Hauptstrahlrichtung abgewandten Positionen abge-
schwächt wird und dass die umhüllenden (horizontalen und vertikalen) Antennen-
diagramme die Hüllen abbilden, welche alle Einzeldiagramme, d.h. bei adaptiven 
Antennen sämtliche möglichen Beams in alle Senderichtungen mit dem maximal 
möglichen Antennengewinn umfasst. Damit wird sichergestellt, dass jede beliebige 
Betriebsart/-kombination immer innerhalb dieser Hülle stattfindet. Dass adaptive 
Antennen jeweils automatisch die Senderichtung ändern, ergibt sich bereits aus 
der Definition in Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV. Dies gilt sowohl in horizontaler als 
auch in vertikaler Richtung. Entsprechend ist unbestritten, dass adaptive Antennen 
seitlich besser abstrahlen können als konventionelle Antennen (vgl. auch 'Adaptive 
Antennen'-Erläuterungen S. 19). Da die Steuerlogik der Antenne indessen nicht 
die zugeführte Sendeleistung verstärkt, sondern den Anteil an der maximal zuläs-
sigen Sendeleistung (gemäss der "Worst-Case"-Beurteilung) definiert, der fokus-
sierend ausgesendet wird, ist gewährleistet, dass der kurzfristig erhöhte Anten-

22

nengewinn auch bei voller fokussierender Wirkung der adaptiven Sendewirkung 
innerhalb der umhüllenden Antennendiagramme verbleibt (vgl. Erw. 2.5 hiervor). 

Die vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachte Folgerung aus einem Vergleich 
zwischen einem fiktiven Beispiel, wie das horizontale Antennendiagramm einer 
adaptiven Antenne im massgebenden Betriebszustand aussehen kann, und dem 
konkreten Beispiel für ein umhüllendes horizontales Antennendiagramm einer 
Ericsson-Antenne (AIR 6488) in den 'Adaptive Antennen'-Erläuterungen (Kap. 5.3 
Abb. 6 u. Abb. 7 S. 10 f.) ist offensichtlich untauglich und vermag seine Ansicht, 
die umhüllenden Antennendiagramme würden nicht sämtliche mögliche Beams 
umfassen, in keiner Weise zu bestätigen. Anzufügen ist, dass das BAFU in eben-
diesem Kapitel 5.3 in den 'Adaptive Antennen'-Erläuterungen die vom Beschwer-
deführer als erklärungsbedürftig kritisierte Erfassung adaptiver Antennen mit um-
hüllenden Antennendiagrammen erläutert hat; hierauf kann verwiesen werden. Hin-
sichtlich des Vermerks "TILT ELECTRICAL 0" bei den Antennendiagrammen hat 
die Beschwerdegegnerin zudem nachvollziehbar aufgezeigt, dass dieser Vermerk 
keinen Bezug zu den im Zusatzblatt 2 des Standortdatenblattes beantragten Win-
kelbereichen aufweist, sondern lediglich beschreibt, dass die umhüllenden Dia-
gramme auf die x-Achse im Polardiagramm gedreht wurden (vgl. Erw. 2.5 hiervor).

Auch aus dem Umstand, dass einzelne, fokussierende Beams in die Nahumge-
bung unterhalb der Anlage unter Umständen eine höhere Strahlenbelastung be-
wirken können, als dies bei einer statischen Antenne der Fall wäre, die mit einer 
immer gleichen räumlichen Verteilung strahlt, ergeben sich keine Anhaltspunkte, 
dass solche möglichen Betriebskombinationen in den (vertikalen) Antennendia-
grammen der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt worden wären. Es kann 
aufgrund der erfolgten, materiellen und rechnerischen Überprüfung des Standort-
datenblattes durch das AfU vielmehr davon ausgegangen werden, dass die hori-
zontalen und vertikalen Antennendiagramme die möglichen Sendewinkel korrekt 
wiedergeben. Damit erweist sich die Rüge der Verletzung von Anhang 1 Ziff. 63 
NISV - weil die adaptiven Sendeantennen um das Frequenzband 3600 MHz wie bei 
konventionellen Antennen nach dem "Worst-Case"-Scenario beurteilt wurden - als 
unbegründet. Mit der vom AfU angeordneten Auflage einer Abnahmemessung in-
nert 3 Monaten nach Inbetriebnahmen wird überdies sichergestellt, dass sich die 
Strahlung auch tatsächlich unterhalb des "Worst-Case" bewegt.

4.2.1 In den Erläuterungen zur Änderung der NISV vom 17. April 2019 hat das 
BAFU zu Anhang 1 Ziff. 63 NISV ausgeführt (Ziff. 4.4 S. 8), adaptive Antennen 
hätten sowohl Vorteile für die Mobilfunkversorgung als auch für die Belastung der 
Bevölkerung durch NIS. Damit die Einführung von adaptiven Antennen nicht be-
hindert werde, solle deshalb bei der Definition des für eine Beurteilung der Strah-

23

lung in der Umgebung der Mobilfunkanlagen massgebenden Betriebszustands den 
verschiedenen möglichen räumlichen Ausprägungen des Antennendiagramms 
Rechnung getragen werden. Hierzu werde in der Verordnung ein Grundsatz fest-
gelegt. Die konkrete Ausgestaltung des Grundsatzes sei angesichts der Dynamik 
der Entwicklung der Antennentechnik auf Stufe Vollzugshilfe sachgerecht.

Der 'Adaptive Antennen'-Nachtrag, als Vollzugshilfe zu Anhang 1 Ziff. 63 NISV, 
wurde am 23. Februar 2021 publiziert. Die bis zu diesem Zeitpunkt fehlenden (de-
finitiven) Vollzugshilfen zur Beurteilung von adaptiven Antennen widerspiegelt die 
erwähnte Dynamik der Entwicklung der Antennentechnik, was die Einführung von 
adaptiven Antennen nach Auffassung des Verordnungsgebers jedoch nicht zu 
verhindern vermochte, zumal die Einhaltung der geltenden Grenzwerte mittels der 
vom BAFU als "Worst-Case"-Beurteilung empfohlenen Berechnungsmethode (In-
formationsschreiben vom 17.4.2019 und 31.1.2020; Erw. 3.3.1 f. hiervor) sicherge-
stellt werden konnte. Im Informationsschreiben vom 31. Januar 2020 hat das BA-
FU (in Ziff. 2 c: Empfehlung an die Kantone) sodann das Vorgehen dargelegt, so-
lange noch keine serienmässig produzierten Geräte für code-selektive Messungen 
von 5G-Antennen verfügbar sind. Danach können frequenzselektive Messungen 
nach dem Stand der Technik gemäss dem technischen Bericht des METAS vor-
genommen werden. Mit den Erläuterungen zur hernach publizierten Mess-
methode für adaptive Antennen des METAS (vgl. Erw. 3.3.3 hiervor) vom 30. Juni 
2020 hat das BAFU wiederum festgehalten, dass bis zur Verfügbarkeit einer code-
selektiven Messmethode Abnahmemessungen nach der frequenzselektiven Me-
thode durchgeführt werden können, welche die elektrische Feldstärke überschät-
zen (vgl. auch 'Adaptive Antennen'-Erläuterungen vom 23.2.2021 Ziff. 3.2).

4.2.2 Mithin schadet es nicht, wenn der Variabilität von adaptiven Antennen infol-
ge einer fehlenden (zuverlässigen) code-selektiven Messtechnik bei den Abnah-
memessungen noch nicht direkt Rechnung getragen werden konnte resp. kann. 
Durch die vorsichtige (überschätzende) Festlegung der massgebenden Feldstär-
ken nach dem "Worst-Case"-Scenario wird dieses Manko aufgefangen. Es liegt mit 
der frequenzselektiven Methode ein vom BAFU aktuell empfohlenes Messverfah-
ren für die Überprüfung der Strahlenbelastung adaptiver 5G-Antennen vor (vgl. 
Erw 4.13 erster Absatz hiervor). Die Kritik des Beschwerdeführers an dieser fre-
quenzselektiven Messmethode verkennt insbesondere, dass dem METAS und 
dem BAFU die relativen Unzulänglichkeiten dieser Messmethode durchaus be-
kannt sind und dass dieser Umstand in die Art, wie die gemessenen Resultate zu 
interpretieren sind, eingeflossen ist. Hierauf basieren auch die Aussagen des BA-
FU im Informationsschreiben vom 31. Januar 2020 (Ziff. 2.c) und in den Erläute-
rungen zur Messmethode für adaptive Antennen vom 30. Juni 2020 (Ziff. 2.3.1), 

24

wonach mit dieser Methode einerseits die Einhaltung des Anlagegrenzwertes zu-
verlässig nachgewiesen ist, wenn der Beurteilungswert nicht höher als der Anla-
gegrenzwert ist und dass andererseits nicht abschliessend beurteilt werden kann, 
ob der Grenzwert tatsächlich überschritten wird, wenn der Beurteilungswert ober-
halb des Anlagegrenzwertes ist, weswegen dessen ungeachtet die Anlage so an-
gepasst werden muss, dass der Beurteilungswert unterhalb des Anlagegrenzwerts 
zu liegen kommt (vgl. auch den angefochtenen RRB Nr. 144/2021 Erw. 4.6.3). 
Diese fachliche Beurteilung vermag der Beschwerdeführer weder mit seiner Aus-
legung der Antworten eines Mitarbeiters des METAS im E-Mailschreibens vom 
12. Januar 2021 (Bf-act. 4) noch mit seinem Verweis auf die fachtechnische Beur-
teilung des Ingenieurbüros IFE F.________ (Bf-act. 5) substantiiert in Frage zu 
stellen (vgl. dazu Erw. 2.3.2 in fine hiervor). Anzufügen ist, dass diese fachtechni-
sche Beurteilung - trotz der darin gerügten theoretischen Untauglichkeit dieser Me-
thode - zumindest nicht ausschliesst, dass diese "allenfalls unter Laborbedingun-
gen angewendet werden könnte" (Bf-act. 5 S. 17). 

Zusammenfassend besteht vorliegend kein triftiger Grund, um von der Methode, 
welche die METAS für die Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und ad-
aptiven Antennen bis 6 GHz erarbeitet und das BAFU als zuständige Fachbehörde 
empfohlen hat, abzuweichen (vgl. auch VGE II 2020 134 vom 21.12.2020 Erw. 
4.1.3 letzter Absatz mit Hinweisen sowie Erw. 4.4.5). Ausgehend von der   tatsäch-
lichen Überschätzung der tatsächlichen Strahlung bei Anwendung des "Worst-
Case"-Szenarios kann der Ansicht des Beschwerdeführers, es gäbe noch keine 
hinreichend zuverlässige Messmethode zur Kontrolle adaptiver Antennen, nicht 
gefolgt werden (vgl. auch die in den 'Adaptive Antennen'-Erläuterungen Kap. 6.2 f. 
beschriebenen Messstudien, Messungen und Simulationen). Zur Einholung eines 
Amtsberichts oder eines unabhängigen Gutachtens zur Frage, ob bei adaptiven 
Antennen bereits Abnahmemessungen durchgeführt wurden/werden konnten und 
zu den entsprechenden Ergebnissen, besteht kein Anlass. Bereits durchgeführte 
Messungen bei anderen Mobilfunkanlagen und deren Protokolle sind nicht Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden 
Ausführungen im angefochtenen RRB Nr. 144/2020 (Erw. 4.6.4 ff., insb. Erw. 
4.6.6) verwiesen werden.

4.2.3 Es liegt somit auch keine Verletzung von Art. 12 Abs. 1 und 2 NISV vor. Wie 
dargelegt, handelte es sich bei der "Worst-Case"-Beurteilung und der frequenz-
selektiven Messmethode um vom BAFU empfohlene Berechnungsmethoden, wel-
che auf Art. 12 Abs. 2 NISV abgestützt sind (Erw 4.13 erster Absatz hiervor). Das 
AfU hat die geplante Mobilfunkanlage entsprechend dieser "Worst-Case"-Beur-

25

teilung materiell und rechnerisch überprüft und Abnahmemessungen nach Inbe-
triebnahme der Anlage angeordnet (vgl. Erw. 4.1.1 f.).

4.2.4 Im Informationsschreiben vom 31. Januar 2020 (Ziff. 2.c) hat das BAFU 
festgestellt, dass der Betrieb von adaptiven Antennen, die gleich wie konventionel-
le Antennen behandelt (nach der "Worst-Case"-Methode beurteilt) werden, in den 
bestehenden QS-Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen und der Datenbank des 
BAKOM korrekt dargestellt werden können (Erw 3.3.2). Mit Urteil 1C_97/2018 vom 
3. September 2019 äusserte sich das Bundesgericht ausführlich zur Funktionswei-
se der von den kommerziell tätigen Mobilfunkbetreiberinnen eingerichteten QS-
Systemen und deren Überprüfung (Erw. 7.2). Anhand von im Kanton Schwyz bei 
Mobilfunkantennen festgestellten Abweichungen von bewilligten Einstellungen fol-
gerte das Bundesgericht (Erw. 8.3), dass gewisse Abläufe nicht hinreichend ein-
gehalten bzw. "gelebt" worden seien und forderte das BAFU auf, erneut eine 
schweizweite Kontrolle des ordnungsgemässen Funktionierens der QS-Systeme 
durchführen zu lassen oder zu koordinieren. Die im Kanton Schwyz festgestellten 
Abweichungen von bewilligten Einstellungen würden jedoch keine genügende 
Grundlage bilden, um auf das generelle Versagen der QS-Systeme zu schliessen, 
weil das Ausmass der Abweichungen sowie deren Auswirkungen auf die Belas-
tung durch nichtionisierende Strahlung an OMEN nicht bekannt seien. 

Dass die Beschwerdegegnerin über ein für konventionelle Antennen ausreichen-
des, ISO-zertfiziertes QS-System verfügt (Zertifikat 003.________, gültig vom 
15.12.2019 - 14.12.2022; einsehbar auf der Internetseite des BAFU → Fachinfor-
mationen → Massnahmen-Elektrosmog → Mobilfunk: Qualitätssicherung) wird vom 
Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Mit Blick auf die soeben erwähnte 
Rechtsprechung besteht auch vorliegend kein Anlass, die grundsätzliche Taug-
lichkeit des QS-Systems der Beschwerdegegnerin in Zweifel zu ziehen. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers vermag es durchaus einzuleuchten, 
dass der Betrieb von adaptiven Antennen, welche gestützt auf die "Worst-Case"-
Methode beurteilt wurden, im bestehenden QS-System der Beschwerdegegnerin 
korrekt dargestellt werden kann. Wenn mit dem QS-System sichergestellt werden 
kann, dass sich die ERP und die Hauptsenderichtung im Rahmen der bewilligten 
Einstellungen bewegen, kann gestützt auf die vorgenommene "Worst-Case"-Beur-
teilung, welche auf dem hypothetischen Betrieb sämtlicher Beams bei voller Leis-
tung basiert (vgl. angefochtener RRB Nr. 144/2021 Erw. 4.4.3 und Erw. 4.5.2; 
Erw. 4.1.3 hiervor), davon ausgegangen werden, dass die Grenzwerte eingehalten 
sind, solange die Einhaltung der bewilligten Sendeleistung sichergestellt wird, ohne 
dass die Überprüfung der tatsächlichen Anzahl in Betrieb stehender Beams bzw. 
derer variierender Ausrichtung notwendig ist (vgl. VGE II 2020 134 vom 

26

21.12.2020 Erw. 4.3.2; Urteil 100.2020.27U des Verwaltungsgerichts Bern vom 
6.1.2021 Erw. 6.3). 

Mithin ist es unerheblich, ob das derzeitige QS-System der Beschwerdegegnerin 
die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt; 
diesem Umstand wird mit dem "Worst-Case"-Szenario, welches die tatsächliche 
Strahlung überschätzt, Rechnung getragen. Entsprechend besteht kein Anlass, 
das Audit und die Bewertung der ISO-Zertifizierung bei der Beschwerdegegnerin 
einzufordern, um nachzuweisen, ob das QS-System auch adaptive Antennen 
überprüfen und kontrollieren könne. Ebensowenig ist eine vorsorgliche Begren-
zung der Mobilfunkanlage im Sinne Eventualantrags des Beschwerdeführers an-
zuordnen, wonach die Anlage nicht als adaptive Antenne betrieben werden dürfe. 

4.3.1 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Auswirkung des Korrekturfaktors, 
mit welchem laut dem 'Adaptive Antennen'-Nachtrag vom 23. Februar 2021 die 
Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme bei adaptiven An-
tennen (Anhang 1 Ziff. 63 NISV) berücksichtigt werden soll, müsse bereits im vor-
liegenden Verfahren beurteilt werden, sofern dessen (spätere) Anwendung durch 
die Beschwerdegegnerin nicht als Änderung i.S.v. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 5 NISV 
gelte, wie dies im 'Adaptive Antennen'-Nachtrag (Kap. 2 in fine) festgehalten wird.

4.3.2 Die Anpassung des Betriebes von Antennen an den Nachtrag 'Adaptive An-
tennen' zur NISV-Vollzugsempfehlung erfordert, dass die Antennen mit einer (audi-
tierten) automatischen Leistungsbegrenzung ausgestattet sind, deren Funktionie-
ren im (ebenfalls auditierten) QS-System sichergestellt ist, und im Standortdaten-
blatt der massgebende Betriebszustand um die Parameter "Adaptiver Betrieb" so-
wie "Anzahl Sub-Arrays" ergänzt wurde.

Diese Anforderungen zur Inanspruchnahme des Korrekturfaktors sind bei der vor-
liegend strittigen Mobilfunkanlage unbestrittenerweise (zumindest aktuell) nicht er-
füllt. Sodann ist die Beschwerdegegnerin auch gar nicht verpflichtet, den Korrek-
turfaktor in Anspruch zu nehmen. Vor diesem Hintergrund besteht im Rahmen des 
vorliegenden Verfahrens weder die Möglichkeit noch eine Veranlassung die Aus-
wirkungen einer hypothetischen, künftigen Inanspruchnahme eines Korrekturfak-
tors zu berücksichtigen, welcher von Parametern abhängig ist, die erst bei ge-
wünschter Inanspruchnahme von der Betreiberin ergänzt werden müssen.

4.3.3 Ebensowenig ist im Rahmen des vorliegenden Verfahrens darüber zu be-
finden, ob die Einschätzung des BAFU, wonach die Anpassung von mittels "Worst-
Case"-Betrachtung bewilligter adaptiver Antennen an den 'Adaptive Antennen'-
Nachtrag nicht als Änderung i.S.v. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 5 NISV gilt, wenn die 
bewilligte Sendeleistung ERP "unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors" nicht 

27

ändert", die Beschwerdegegnerin von einem erneuten (ordentlichen) Bewilligungs-
verfahren zu dispensieren vermag, sofern sie den Betrieb der Mobilfunkanlage an 
den Nachtrag anpassen, d.h. den Korrekturfaktor beanspruchen will.

4.3.4 Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass Änderungen von Mobil-
funkanlagen gemäss den Empfehlungen der Bau-, Planungs-und Umweltdirekto-
ren-Konferenz vom 19. September 2019 (BPUK Mobilfunkempfehlungen 2019) im 
sog. Bagatellverfahren beurteilt werden können, sofern daraus keine oder nur eine 
unbedeutende Erhöhung der elektrischen Feldstärke an Orten mit empfindlicher 
Nutzung resultiert, wobei die Prüfung eines Änderungsgesuchs im Bagatellverfah-
ren dann ausser Betracht fällt, wenn die berechneten elektrischen Feldstärken an 
OMEN zunehmen sollen, an denen die Anlagegrenzwerte bereits zu mehr als 50% 
ausgeschöpft sind (BPUK Mobilfunkempfehlungen 2019 S. 6). Nach Auffassung 
des Verwaltungsgerichts Bern im bereits erwähnten, noch vor Publikation des 
Nachtrags 'Adaptive Antennen' zur NISV-Vollzugsempfehlung ergangenen Urteil 
100.2020.27U vom 6. Januar 2021 (Erw. 4.8) gilt dies auch dann, wenn die zuläs-
sige Leistung dereinst "unter Berücksichtigung eines zurzeit diskutierten «Erleich-
terungsfaktors»" für adaptive Antennen erhöht wird.

Da der massgebende Betriebszustand durch die Anwendung eines Korrekturfaktors 
und der Ausmittelung der Belastung auf sechs Minuten neu definiert wird, liegt indes 
trotz höherer maximaler Sendeleistung gerade keine rechnerische Erhöhung der 
Sendeleistung ERP und der elektrischen Feldstärke vor. Selbst wenn rechtlich je-
doch keine Änderung der Mobilfunkanlage vorliegt (vgl. zum entsprechenden Span-
nungsfeld A. Rey, Mobilfunkanlagen: Verhältnis von Bundesumweltrecht, Raum-
planungs- und Baurecht, insb. Bauverfahrensrecht, in: URP 2021 S. 153 ff., S. 175 f. 
mit Hinweisen), findet mit der Anwendung von adaptiven Antennen gleichwohl eine 
Veränderung der Umweltbelastung statt, indem einerseits eine kurzfristige Leis-
tungsspitze möglich ist (die die über 6 Min. gemittelte deklarierte Sendeleistung je-
doch nicht überschreitet). Andererseits weisen adaptive Antennen in der Haupt-
strahlrichtung mutmasslich geringere, in seitlichen Bereichen aber u.U. höhere Be-
lastungen auf als konventionelle Antennen. Ob somit der Betrieb adaptiver Anten-
nen unter Anwendung des Korrekturfaktors insgesamt zu einer Veränderung führt, 
die eine Baubewilligungspflicht gestützt auf Art. 22 des Bundesgesetzes über die 
Raumplanung (RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 auslöst, oder aber derart gering-
fügig ist, dass darauf verzichtet werden kann, wird von der kantonalen Vollzugs-
behörde und allenfalls in anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu beurteilen sein 
(vgl. Rey, a.a.O., S. 176 f., I. Häner, Rechtsgutachten zum Nachtrag des BAFU 
vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung NISV für Mobilfunk und WWL-
Basisstationen, BUWAL 2002: Adaptive Antennen, Juni 2021 [publ. auf asut.ch → 

28

Publikationen → Studien]; J.-B. Zufferey/M. Seydoux, Les procédures cantonales 
applicables à la mise en place de la technologie 5G des antennes de téléphonie 
mobile, Juni 2021 [publ. auf bpuk.ch → Dokumente → Gutachten → Umwelt]).   

4.4.1 Hinsichtlich der geltend gemachten Verletzung des Vorsorgeprinzips (vgl. 
dazu Erw. 3.1 f. hiervor) hat sich das Verwaltungsgericht - wie schon im angefoch-
tenen RRB 144/2021 (Erw. 3.4) ausgeführt - im VGE lll 2020 134 (Erw. 4.5.4) mit 
verschiedenen Publikationen, welche seitens des Beschwerdeführers auch vorlie-
gend angeführt werden (NTP-Studie und Ramazzini-Studien sowie deren Beurtei-
lung im BERENIS Newsletter vom November 2018, 'Studie von Prof. Kuster' 
[2018] und dessen späterer Relativierung durch den Verfasser im Bericht Mobil-
funk und Strahlung vom 18.11.2019 und in der Studie "Modelling of Total Exposure 
in Hypothetical 5G Mobile Networks for Varied Topologies and User Scenarios" 
[2019]; Briefing des Wissenschaftlichen Diensts des europäischen Parlaments 
[EPRS] vom Februar 2020; Urteil Romeo c. INAIL des Berufungsgerichts Turin 
[2019]) bereits eingehend auseinandergesetzt. Darauf kann verwiesen werden. 
Bezüglich den Vorwürfen von Interessenkonflikten gegenüber dem Leiter der BE-
RENIS ist den Ausführungen im angefochtenen RRB 144/2021 (Erw. 3.4 mit Hin-
weis auf die Stellungnahme des BAFU vom 27.3.2020) nichts hinzuzufügen. 

4.4.2 Der Ansicht des Beschwerdeführers, die Anlagegrenzwerte würden höchs-
tens vor thermischen Wirkungen schützen, den Gefahren von nicht-thermischen 
Gesundheitsschäden aber nicht Rechnung tragen (vgl. Erw 2.3.3 hiervor), kann 
nicht gefolgt werden.

Die Immissionsgrenzwerte sind zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten, 
thermischen Wirkungen der Strahlung von Mobilfunkanlagen vorgesehen. Die An-
lagegrenzwerte wurden dagegen zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips festge-
setzt. Sie weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiesenen Gesundheitsgefähr-
dungen auf, sondern wurden nach Massgabe der technischen und betrieblichen 
Möglichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt, um das Risiko 
schädlicher Auswirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch nicht ab-
sehbar sind, möglichst gering zu halten (vgl. Urteil BGer 1C_375/2020 vom 
5.5.2021 Erw. 3.2.2 mit Hinweisen; Erw 3.2.1 hiervor). Mit den Anlagewerten wur-
de somit eine Sicherheitsmarge geschaffen, um das Risiko schädlicher Auswir-
kungen von (erst) vermuteten, aber wissenschaftlich nicht erhärteten Wirkungen 
der Strahlung von Mobilfunkanlagen möglichst gering zu halten. Insofern tragen 
die Anlagewerte i.S.v. Art. 11 Abs. 3 USG (vgl. Erw. 3.1 hiervor) durchaus auch 
dem Risiko möglicher gesundheitsschädigenden Folgen nicht-thermischer Strah-
lung von Mobilfunkanlagen Rechnung.

29

4.4.3 Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Trend neuerer Forschungsarbei-
ten beruft, wonach die Exposition gegenüber nichtionisierender Strahlung niedriger 
Intensität oxidativen Stress mit sich bringt, verweist er selber auch darauf, dass die 
BERENIS eine Newsletter-Sonderausgabe vom Januar 2021 dazu veröffentlicht 
hat. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung der vom Beschwerdefüh-
rer in deutscher Übersetzung aufgelegten, teilweise durch das BAFU finanzierten 
Übersichtsstudie Schuermann/Mevissen von April 2021 (vgl. dazu die Zusammen-
fassung, der Autoren: Gibt es Hinweise auf vermehrten oxidativen Stress durch 
elektromagnetische Felder? vom Mai 2021, [publ. auf der Internetseite des BAFU 
→ Themen → Elektrosmog → Publikationen-Studien → Studien] Impressum S. 2). 
Entsprechend gelangen beide Publikationen zu derselben Schlussfolgerung, dass 
eine EMF-Exposition, sogar im niedrigen Dosisbereich, zu zumindest vorüberge-
henden Veränderungen des oxidativen Gleichgewichtes führen könne. Weiter-
führende Untersuchungen unter standardisierten Bedingungen seien notwendig 
um diese Phänomene und Beobachtungen besser zu verstehen und zu bestätigen. 

Mithin kann davon ausgegangen werden, dass das BAFU zusammen mit der Ar-
beitsgruppe BERENIS dem Auftrag nachkommt, die internationale Forschung sowie 
die technische Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der 
Grenzwerte der NISV beim Bundesrat zu beantragen (vgl. Erw. 2.2 und 3.2.2 hier-
vor). Vorliegend ist nicht darüber zu mutmassen, ob und zu welchen Empfehlun-
gen des BAFU die weiterhin erforderlichen Untersuchungen hinsichtlich der zu-
mindest vorübergehenden Veränderungen des oxidativen Gleichgewichtes durch 
EMF-Expositionen (im niedrigen Dosisbereich) führen werden. Es besteht nach 
dem Gesagten jedenfalls kein Anlass zur Annahme, dass die für vorliegendes Ver-
fahren relevanten Grenzwerte der NISV nicht dem aktuellen Stand der Wissen-
schaft entsprechen würden. Eine Verletzung des Vorsorgeprinzips liegt nicht vor. 

5.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
sowohl im Haupt- als auch im Eventualantrag abzuweisen. Abzuweisen sind auch 
die Verfahrensanträge. Im Ergebnis wurde die Baubewilligung für die Mobilfunk-
anlage zu Recht erteilt und die hiergegen vom Beschwerdeführer erhobene Be-
schwerde zu Recht abgewiesen. Mit dem Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin 
werden insbesondere weder Anhang 1 Ziff. 63 NISV, Art. 12 Abs. 1 und 2 NISV 
noch das Vorsorgeprinzip gemäss Art. 4 NISV i.V.m. Art. 11 USG verletzt. 

5.2 Die Verfahrenskosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

Die Verwaltungs- und Gerichtsgebühren sind gemäss den gesetzlichen Ansätzen 
festzusetzen (§ 3 Abs. 1 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechts-

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pflege im Kantons Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975). Besteht ein 
Mindest- und Höchstansatz, so ist die Gebühr für den Einzelfall nach der Bedeu-
tung der Sache und nach Zeitaufwand festzusetzen (§ 3 Abs. 2 Satz 1 GebO). 
Gebühren und Auslagen können für Rechtsmittelverfahren als Pauschalbetrag 
festgesetzt werden (§ 3 Abs. 4 GebO). Für die Verwaltungsrechtsprechung gelten 
die Ansätze des Verwaltungsgerichts (§ 24 Ziff. 26 GebO), d.h. für die Behandlung 
und den Entscheid einer Beschwerde gilt ein Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis 
Fr. 20'000.-- (§ 25 Ziff. 29 GebO). In Anwendung dieser Grundsätze werden die 
Verfahrenskosten auf Fr. 3'000.-- festgesetzt. 

5.3 Die Beschwerdegegnerin wird nicht durch einen externen nach § 15 Abs. 2 
oder 3 VRP zugelassenen Rechtsvertreter vertreten, sondern durch ihren eigenen 
Konzernrechtsdienst. Die nicht beanwaltete Beigeladene hat sich nicht vernehmen 
lassen. Praxisgemäss ist ihnen daher mangels eines entschädigungsberechtigten 
Aufwandes keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. statt vieler VGE III 2019 
242 vom 18.6.2020 Erw. 7; VGE III 2019 80 vom 18.12.2019 Erw. 7.2; je mit Hin-
weisen).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von insgesamt Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Nach-
dem er am 8. April 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt 
hat, verbleibt eine Restanz von Fr. 500.--, welche er innert 30 Tagen seit 
Zustellung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwal-
tungsgerichts zu überweisen hat. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Beschwerdegegnerin (R)
- die Beigeladene (R)
- den Bezirk Küssnacht (R)
- den Regierungsrat
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB)
- das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 2501 Biel (A). 

Schwyz, 26. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. September 2021