# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75e88a14-4bbf-5f63-a322-259945a3556f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.02.2024 IV 2023/226
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-226_2024-02-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/226

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.03.2024

Entscheiddatum: 05.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 05.02.2024
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines polydisziplinären 
Administrativgutachtens. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Februar 2024, IV 
2023/226). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_161/2024.

Entscheid vom 5. Februar 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

IV 2023/226

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich im September 2020 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe keinen 

Beruf erlernt. In den Jahren 2013 bis 2018 habe sie in einem Vollzeitpensum als 

Kontrolleurin gearbeitet. Im November 2020 berichtete die Psychiaterin Dr. med. B.___, 

Oberärztin der C.___ AG, Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie, der IV-Stelle, die 

Versicherte leide an einer rezidivierenden, aktuell mittelgradig ausgeprägten 

depressiven Störung sowie an einer Angst- und Panikstörung. Zudem bestünden 

Hinweise auf mindestens eine Persönlichkeitsakzentuierung (IV-act. 14). Ebenfalls im 

November 2020 teilte der Internist Dr. med. D.___ der IV-Stelle mit, die Versicherte 

leide an einer ausgeprägten Adipositas mit einem Status nach zwei bariatrischen 

Operationen sowie an chronisch rezidivierenden Lumbalgien. Wegen einer 

mittelschweren Depression und Panikattacken befinde sie sich in einer Psychotherapie 

(IV-act. 15). Im Mai 2021 berichtete Dr. B.___, die Versicherte leide an einer 

rezidivierenden, aktuell mittelgradigen depressiven Störung, an einer emotional 

instabilen und histrionischen Persönlichkeitsstörung, an einer Angst- und Panikstörung, 

an einer Adipositas sowie an einem Wirbelsäulensyndrom. Die Stimmung schwanke 

stark; die Versicherte leide an anhaltenden depressiven Symptomen, an 

Schlafstörungen, an einer Antriebsminderung, an einer emotionalen Instabilität und an 

einer Affektlabilität. Der persönliche Alltag als alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes 

(Jahrgang 2017) sei im gesamten bisherigen Behandlungsverlauf von verschiedenen 

Konfliktfeldern durchzogen gewesen. Vor einigen Monaten habe sich die Versicherte 

von ihrem dritten Ehemann getrennt. Eine erneute Beziehungsaufnahme sei „mit 

dramatischer Ausgestaltung“ gescheitert. Mit dem früheren Arbeitgeber befinde sich 

die Versicherte in einem Rechtskonflikt. Nach einem Wohnungswechsel sei es zu 

A.a. 

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heftigen Konflikten mit anderen Mietern und der Verwaltung gekommen, weshalb die 

Verwaltung die neue Wohnung bereits wieder gekündigt habe. Im therapeutischen 

Verlauf gehe es um die Emotionsregulation, häufig um eine Krisenbewältigung und um 

die Erarbeitung eines psychodynamischen Krankheitsmodells, damit sich die 

Versicherte nicht weiterhin ständig als „Opfer“ den jeweiligen Ereignissen ausgeliefert 

sehe. Die Versicherte verfüge durchaus über Ressourcen, erscheine als lernfähig, 

kümmere sich um ihre Anliegen, könne sich verbal ausdrücken und sei kreativ sowie 

kommunikativ in ihrem vertrauten Umfeld. Durch die emotionale Instabilität, die 

Aufgabe als alleinerziehende Mutter und die fortdauernden Schwierigkeiten im Alltag 

erscheine sie aktuell aber nur gering belastbar. Das zumutbare Arbeitspensum betrage 

20 bis 40 %, müsse jedoch im Zusammenhang mit der Aufgabe der Erziehung eines 

Kleinkindes gesehen werden (IV-act. 27).

Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die PMEDA AG am 8. Dezember 2021 ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 44 f.). Die internistische Sachverständige hielt fest, 

die Versicherte habe während der Untersuchung nicht schmerzgequält gewirkt. Sie 

habe keinen Schonsitz und auch keine Schonhaltung eingenommen. Sie habe jedoch 

angespannt und insgesamt unruhig gewirkt. Mehrfach habe sie die Sitzposition 

verändert. Aus allgemein-internistischer Sicht leide sie an einer Adipositas Grad II, an 

einem Status nach einer Magenbypass- und einer Magenbandoperation, an einer 

arteriellen Hypertonie, an einem Diabetes mellitus Typ II mit einem aktuell 

normwertigen HbA1c-Wert, an einer Dyslipidämie, an einer nicht alkoholischen 

Lebersteatose sowie an einem chronischen Nikotinkonsum. Keine dieser Diagnosen 

schränke die Arbeitsfähigkeit ein. Aus allgemein-internistischer Sicht sei die Versicherte 

uneingeschränkt arbeitsfähig. Der orthopädische Sachverständige führte aus, die 

Versicherte habe beim Betreten des Untersuchungsraumes ein regelrechtes Gangbild 

gezeigt. Sie habe keinen Schonsitz und keine Schonhaltungen eingenommen. Sie habe 

keinen schmerzgeplagten Eindruck hinterlassen. Die Transfers vom Sitzen in den Stand 

und in die Rückenlage seien ohne Verzögerung und ohne Ausweichbewegung 

gelungen. Das Entkleiden sei zeitgerecht in überwiegend stehender Position erfolgt. Die 

gezielte klinische Untersuchung habe (im Gutachten detailliert wiedergegebene) nahezu 

unauffällige Befunde ergeben. Relevante funktionelle Restriktionen, ein muskulärer 

Hartspann der Wirbelsäule oder ein neurologisches Defizit der Arme oder der Beine 

A.b. 

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hätten nicht erhoben werden können. Bildgebend seien zwar degenerative Alterationen 

der Hals- und der Lendenwirbelsäule nachgewiesen worden, aber klinisch habe kein 

namhaftes lokales oder radikuläres Befundkorrelat festgestellt werden können. Die 

Versicherte leide an einem hohlrunden Rücken ohne funktionelle Einbusse. Aus 

orthopädischer Sicht könne zusammenfassend keine namhafte Einschränkung der 

Belastbarkeit in der letzten oder in einer vergleichbaren Erwerbstätigkeit attestiert 

werden. Die psychiatrische Sachverständige hielt fest, die Versicherte habe über 

Schmerzen geklagt und geltend gemacht, sie leide aufgrund der Schmerzen unter einer 

permanenten Müdigkeit, weil die Schmerzen sie am Schlafen hinderten. Die Stimmung 

befinde sich seit einigen Wochen relativ am Boden. Antrieb und Motivation seien 

vorhanden, aber sie könne nicht alles umsetzen. Wenn sie keine Schmerzen hätte, 

würde das gut funktionieren. Ängste habe sie vor allem in der Nacht und vor dem 

Alleinsein. Seit der Schwangerschaft leide sie an Panikattacken. Schliesslich leide sie 

auch unter einer inneren Unruhe. Weiter führte die psychiatrische Sachverständige aus, 

objektiv klinisch habe die Versicherte sich in der Untersuchung unauffällig und 

angemessen verhalten. Sie habe etwas unruhig, aber ausgeglichen und freundlich 

gewirkt. Die Sprachmelodie sei lebhaft gewesen. Die Mimik und die Gestik hätten 

unbeeinträchtigt gewirkt. Der Rapport sei geordnet gewesen. Der Redebedarf sei recht 

hoch gewesen. Insgesamt habe die Versicherte keinen psychisch erheblich 

beeinträchtigten Eindruck hinterlassen. Ein Anhalt für qualitative oder quantitative 

Bewusstseinsstörungen habe nicht bestanden. Die Versicherte sei vollständig orientiert 

gewesen. Sie habe die Lebensdaten sicher rekonstruiert. Eine Zeitgitterstörung habe 

nicht vorgelegen. Die Konzentration und die Aufmerksamkeit seien unauffällig 

gewesen. Das formale Denken sei geordnet, auf das Wesentliche beschränkt und 

angemessen rasch gewesen. Eine Grübelneigung habe nicht bestanden. Die 

Versicherte habe keine pathologischen Ängste geschildert. Ein phobisches Verhalten 

habe sie verneint. Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen hätten nicht vorgelegen. 

Halluzinationen und Ich-Störungen hätten nicht festgestellt werden können. Die 

Stimmung habe euthym gewirkt. Die Versicherte sei affektiv gut schwingungsfähig 

gewesen. Die Auslenkung zum positiven Pol sei gelungen; die Versicherte habe 

mehrfach gelächelt und gelacht. Hinweise auf Schuldgefühle oder auf ein 

Insuffizienzerleben hätten sich nicht finden lassen. Der Antrieb habe unauffällig gewirkt. 

Diagnostisch leide die Versicherte an einer Panikstörung mit einer Agoraphobie sowie 

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an einer gegenwärtig remittierten rezidivierenden depressiven Störung. Beide 

Diagnosen wirkten sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Aus psychiatrischer Sicht sei 

die Versicherte uneingeschränkt arbeitsfähig. Nach der Konsensbesprechung führten 

die Sachverständigen aus, die Versicherte leide an einer Adipositas Grad II, an einem 

Status nach einer Magenbypass- und einer Magenbandoperation, an einer arteriellen 

Hypertonie, an einem Diabetes mellitus Typ II, an einer Dyslipidämie, an einer 

Lebersteatose, an einem chronischen Nikotinkonsum, an degenerativen Alterationen 

der Hals- und Lendenwirbelsäule, an einem hohlrunden Rücken, an einer Panikstörung 

mit einer Agoraphobie sowie an einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig remittiert. Keine dieser Diagnosen wirkten sich auf die Arbeitsfähigkeit 

aus. Die Versicherte sei folglich aus polydisziplinärer Sicht uneingeschränkt 

arbeitsfähig. Im Januar 2022 notierte Dr. med. E.___ vom IV-internen regionalen 

ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten der PMEDA AG überzeuge, weshalb die 

Versicherte als uneingeschränkt arbeitsfähig zu qualifizieren sei (IV-act. 53).

Mit Mitteilung vom 6. Januar 2022 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Massnahmen ab (IV-act. 55). Mit Vorbescheid vom 2. Februar 2022 teilte sie der 

Versicherten mit, dass sie die Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 60). Am 8. März 2022 liess die 

Versicherte einwenden (IV-act. 65), sie sei aufgrund ihrer komplexen gesundheitlichen 

Einschränkungen vollständig arbeitsunfähig. Zudem sei sie schmerzbedingt bei der 

Haushaltsführung massiv eingeschränkt. Eine Haushaltsabklärung sei bislang noch 

nicht durchgeführt worden. Am 8. April 2022 liess die Versicherte ergänzend 

einwenden (IV-act. 68), das Gutachten der PMEDA AG überzeuge nicht. Die 

behandelnde Psychiaterin Dr. B.___ habe anschaulich aufgezeigt, dass sie an 

schwerwiegenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen leide. Der RAD-Arzt 

Dr. E.___ notierte im Juni 2022, die Einwände der Versicherten weckten keinen Zweifel 

an der Überzeugungskraft des Gutachtens der PMEDA AG (IV-act. 69). Mit Verfügung 

vom 8. Juni 2022 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Versicherten bei einem 

anhand der sogenannten „gemischten Methode“ (50 % Erwerb, 50 % Haushalt) 

ermittelten Invaliditätsgrad von 0 % ab (IV-act. 71).

A.c. 

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B.  

Am 11. Juli 2022 liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, St. Gallen, Beschwerde gegen die 

Verfügung vom 8. Juni 2022 erheben (IV 2022/107, act. G 1). Sie liess die Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zur weiteren Abklärung beantragen. Unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Zur Begründung liess sie ausführen, das Gutachten der PMEDA AG überzeuge nicht. 

Sie sei nicht arbeitsfähig. Auch bei der Haushaltsführung bestünden erhebliche 

Einschränkungen. Der Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt worden.

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 26. September 2022 die Abweisung der 

Beschwerde (IV 2022/107, act. G 4). Zur Begründung führte sie an, an der 

Überzeugungskraft des Gutachtens der PMEDA AG bestünden keine Zweifel. Eine 

Haushaltsabklärung sei nicht notwendig gewesen.

B.b. 

Die Beschwerdeführerin liess am 25. Oktober 2022 an ihren Anträgen festhalten 

(IV 2022/107, act. G 6) und einen Bericht einer Mal- und Kunsttherapeutin vom 24. 

Oktober 2022 einreichen (IV 2022/107, act. G 6.1). Diese hatte festgehalten, sie habe 

die Beschwerdeführerin jeweils als depressiv, schmerzgeplagt, belastet und „ohne 

Alltagsmotivation“ erlebt. Die Beschwerdeführerin sei immer sehr müde gewesen. 

Gemäss „ICDL für DSM-IV“ habe sie als Therapeutin „festgestellt, dass sie an 

posttraumatischer und akuter Belastungsstörung leidet“. Sie habe während ihrer 

Kindheit „Mobbing und seelische Verletzungen erlebt, was sie traumatisiert hat“.

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (IV 2022/107, act. G 8).B.d. 

Mit einzelrichterlichem Entscheid vom 14. März 2023 (IV 2022/107) wies das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerde ab.

B.e. 

Das Bundesgericht hob diesen Entscheid mit Urteil vom 9. November 2023 

(8C_254/2023) auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung in Dreierbesetzung an 

das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zurück. Zur Begründung führte es im 

Wesentlichen an, dass die Einstufung des Falles als "einfach" und die damit 

B.f. 

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Erwägungen

1.  

2.  

einhergehende einzelrichterliche Beurteilung die kantonalen Bestimmungen (Art. 17 

Abs. 2 des Gerichtsgesetzes [GerG; sGS 941.1] in Verbindung mit Art. 18 Abs. 2 des 

Reglementes über die Organisation und den Geschäftsgang des St. Galler 

Versicherungsgerichtes [OrgR; sGS 941.114]) in eindeutiger Weise verletzten.

Das Versicherungsgericht hat die Beschwerde vom 11. Juli 2022 gegen die 

Verfügung vom 8. Juni 2022 zwar bereits einzelrichterlich beurteilt; das Bundesgericht 

hat die Sache aber zur erneuten Entscheidung in Dreierbesetzung an das 

Versicherungsgericht zurückgewiesen. Entsprechend ist das Versicherungsgericht in 

diesem Beschwerdeverfahren verpflichtet, sich an die verbindliche Vorgabe im mit 

seiner Eröffnung formell rechtskräftig gewordenen Urteil 8C_254/2023 vom 9. 

November 2023 zu halten und in Dreierbesetzung über die Beschwerde vom 11. Juli 

2022 gegen die Verfügung vom 8. Juni 2022 zu entscheiden.

1.1. 

Da sich der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens in der Überprüfung der 

angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit erschöpft, muss sein Gegenstand 

jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen. Dieses hat sich nach 

der Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen am 6. Januar 2022 auf die 

Prüfung des im September 2020 gestellten Rentenbegehrens und damit auf die Frage 

beschränkt, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2021 einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung hat (vgl. Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]; in der bis 31. Dezember 2021 gültigen, im 

vorliegenden Verfahren anzuwendenden und im folgenden zitierten Fassung; vgl. dazu 

Rz. 9100 f. des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 

[KSIR]).

1.2. 

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist und die nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist, einen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss Art. 28a Abs. 1 

IVG in Verbindung mit Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

2.1. 

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Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichenen 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, 

das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre. Bei nicht erwerbstätigen 

Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, wird nach Art. 28a Abs. 2 IVG für die Bemessung des 

Invaliditätsgrades darauf abgestellt, in welchem Ausmass sie unfähig sind, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, 

wird der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 28a Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG 

festgelegt; waren sie daneben im Aufgabenbereich tätig, wird der Invaliditätsgrad für 

jenen Teil nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt (sog. „gemischte Methode“; Art. 28a Abs. 

3 IVG).

Die Beschwerdeführerin ist beim Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung 

arbeitslos gewesen. Davor hatte sie eine Erwerbstätigkeit im Vollzeitpensum ausgeübt. 

Zwar hat sie nach dem Stellenverlust ein Kind bekommen, um das sie sich hat 

kümmern müssen, was darauf hindeutet, dass sie ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung möglicherweise nur noch teilzeiterwerbstätig gewesen 

wäre. Allerdings hat sie sich damals in Trennung von ihrem Ehemann befunden und sie 

ist fürsorgeabhängig gewesen. Da sie keinen Beruf erlernt hat und folglich nur einen 

vergleichsweise tiefen Lohn hätte erzielen können, wäre sie gehalten gewesen, 

ganztags erwerbstätig zu sein, um den Bedarf für sich und ihr Kind decken zu können. 

Folglich lässt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung voll- oder teilzeiterwerbstätig gewesen wäre, nicht 

eindeutig beantworten. Diesbezüglich hätte die Beschwerdegegnerin an sich weitere 

Abklärungen tätigen müssen. Allerdings muss diese Frage nicht abschliessend 

beantwortet werden, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergeben wird, 

weshalb von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur 

Vervollständigung der Sachverhaltsabklärung abgesehen werden kann.

2.2. 

Die Beschwerdeführerin hat keine Berufsausbildung abgeschlossen, weshalb sie 

als Hilfsarbeiterin zu qualifizieren ist. Das sogenannte Valideneinkommen entspricht 

folglich dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne.

2.3. 

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 2.4. 

Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens (und 

der Einschränkungen bei der Haushaltsführung) ist massgebend, welche Tätigkeiten 

der Beschwerdeführerin in welchem Umfang noch zugemutet werden können. Die 

Beschwerdegegnerin hat zur Beantwortung dieser Frage Berichte der behandelnden 

Ärzte eingeholt und die PMEDA AG mit einer polydisziplinären Begutachtung der 

Beschwerdeführerin beauftragt.

2.4.1. 

Zwischenzeitlich hat die Eidgenössische Kommission für Qualitätssicherung 

nach einer Überprüfung einer Stichprobe von mehreren Gutachten der PMEDA AG dem 

Bundesamt für Sozialversicherungen zwar empfohlen, keine weiteren Aufträge mehr an 

die PMEDA AG zu vergeben, weil die Überprüfung bei mehreren Gutachten gravierende 

Mängel ergeben hatte. Dies bedeutet indes nicht, dass damit alle bisher erstellten 

Gutachten der PMEDA AG automatisch ihren Beweiswert verloren hätten. Vielmehr ist 

nach wie vor im konkreten Einzelfall anhand einer sorgfältigen Würdigung des Inhaltes 

des Gutachtens zu prüfen, ob die Schlussfolgerungen der Sachverständigen 

hinsichtlich der Diagnosen und der Arbeitsfähigkeit überzeugen. Mit anderen Worten 

gibt es keinen Grund, ein Gutachten der PMEDA AG anders als ein Gutachten einer 

anderen MEDAS zu behandeln.

2.4.2. 

Die Sachverständigen der PMEDA AG haben die Berichte der behandelnden 

Ärzte eingehend gewürdigt und die Beschwerdeführerin umfassend untersucht. Sie 

haben sowohl die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin als auch die von ihnen 

erhobenen objektiven klinischen Befunde ausführlich wiedergegeben. Nichts deutet 

darauf hin, dass sie eine relevante Tatsache übersehen oder ignoriert hätten. 

Insbesondere ist ihnen entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin bestens 

bekannt gewesen, dass die behandelnde Psychiaterin Dr. B.___ unter anderem eine 

Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und diese Diagnose mit den vielfältigen Krisen 

und Problemen im bisherigen Leben der Beschwerdeführerin begründet hatte. Die 

Sachverständigen haben also umfassende Kenntnis vom für ihre Beurteilung 

massgebenden medizinischen Sachverhalt gehabt. Anders als die behandelnden Ärzte 

haben sie strikt zwischen den Angaben der Beschwerdeführerin und den für die 

versicherungsmedizinische Beurteilung massgebenden objektiven klinischen Befunden 

unterschieden. Sie haben anschaulich aufgezeigt, dass sie weder in somatischer noch 

in psychischer Hinsicht objektive klinische Befunde hatten erheben können, die ein 

Arbeitsunfähigkeitsattest hätten rechtfertigen können. Namentlich haben keine 

objektiven Anhaltspunkte für eine relevante Kopfschmerzproblematik vorgelegen, die 

2.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/12

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weitere entsprechende Abklärungen hätten rechtfertigen können. Der somatische 

Befund bei der internistischen und orthopädischen Begutachtung ist abgesehen von 

der ausgeprägten Adipositas völlig unauffällig gewesen, weshalb die Schlussfolgerung 

der Sachverständigen, weder aus internistischer noch aus orthopädischer Sicht könne 

eine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden, überzeugt. Bei der psychiatrischen 

Begutachtung haben objektiv klinisch ebenfalls keine besonderen Auffälligkeiten 

festgestellt werden können. Aus den anschaulichen und detaillierten Ausführungen der 

psychiatrischen Sachverständigen geht hervor, dass die Beschwerdeführerin über 

Schmerzen und diverse psychosoziale Belastungen geklagt, objektiv aber einen 

psychisch gesunden Eindruck hinterlassen hat. Die psychiatrische Sachverständige hat 

überzeugend aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin gemäss den Ausführungen in 

den Berichten der behandelnden Ärzte lediglich im Rahmen von psychosozialen Krisen 

depressive Episoden durchlebt habe, die aber jeweils rasch abgeklungen seien, und 

dass im Untersuchungszeitpunkt keine depressive Störung mehr manifest gewesen sei. 

Sie hat sich zudem eingehend mit der von Dr. B.___ gestellten Diagnose einer 

Persönlichkeitsstörung befasst und mit einer überzeugenden Begründung erklärt, dass 

die Kriterien für diese Diagnose nicht erfüllt seien.

Auch die Prüfung anhand des Anhangs 3 des Überprüfungsberichts über die 

Gutachten der PMEDA AG der Jahre 2022/2023 vom 7. November 2023 (https:// 

www.ekqmb.admin.ch/ekqmb/de/home/empfehlungen/empfehlungen/pmeda.html; 

eingesehen am 5. Februar 2024) lässt nicht auf Mängel des Gutachtens schliessen. So 

wurden – wie auch vorstehend in Erwägung 2.4.3 dargetan – die Akten ausgewertet, 

die Anamnese-Notizen einbezogen, die Befunde korrekt erhoben, die Konsistenz 

geprüft, hat eine Auseinandersetzung mit den Vorakten stattgefunden, wurde zu den 

therapeutischen Empfehlungen Stellung genommen und die Gesamtbeurteilung im 

erforderlichen Konsens nachvollziehbar abgegeben. Es ist folglich in sich 

widerspruchsfrei und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. 

Entsprechend vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte und auch die 

Ausführungen der Mal- und Kunsttherapeutin, welche sich alle nicht mit dem 

Gutachten auseinandergesetzt haben, keine konkreten Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise zu begründen. Dabei ist auch der Erfahrungstatsache 

Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte mitunter im Hinblick auf 

ihre Vertrauensstellung und den therapeutischen Behandlungsauftrag im Zweifelsfall 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. nebst vielen das Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Januar 2020, 8C_653/2019, E. 4.2). Dasselbe hat in Bezug auf 

die Mal- und Kunsttherapeutin zu gelten.

2.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/12

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3.  

Die Gerichtskosten sind angesichts des als durchschnittlich zu qualifizierenden 

Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf Fr. 600.-- festzusetzen und der unterliegenden 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind durch den von ihr geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese sind 

durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

Zusammenfassend steht gestützt auf das überzeugende Gutachten der PMEDA 

AG mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, 

dass die Beschwerdeführerin im hier massgebenden Zeitraum (abgesehen von 

vorübergehenden, kurzen Phasen depressiver Episoden im Rahmen von 

psychosozialen Belastungen) uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen ist.

2.4.5. 

Bei einer Bemessung der Invalidität anhand eines „reinen“ Einkommensvergleichs 

resultiert bei uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 0 %. Bei einer 

Bemessung der Invalidität anhand der von der Beschwerdeführerin sinngemäss 

beantragten „gemischten“ Methode resultiert für den Erwerbsanteil angesichts der 

uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ein Teilinvaliditätsgrad von 0 %. Für den 

Aufgabenbereich Haushalt resultiert ebenfalls ein Teilinvaliditätsgrad von 0 %, da der 

orthopädische Sachverständige der PMEDA AG eine Beeinträchtigung der Fähigkeit, 

den eigenen Haushalt zu führen, explizit verneint hat (vgl. IV-act. 45–85), was 

angesichts des unauffälligen klinischen Befundes ohne Weiteres einleuchtet, und da 

sich auch aus internistischer und psychiatrischer Sicht keine Einschränkung bei der 

Führung des eigenen Haushaltes rechtfertigen lässt. So oder anders ist die 

Beschwerdeführerin also nicht invalid (Invaliditätsgrad von 0 %). Damit erweist sich die 

angefochtene Verfügung als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/12

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3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

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		2026-01-28T05:33:19+0100
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