# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b36a639-ff1d-5aec-ad98-2a82354e11eb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2008 C-3229/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3229-2007_2008-08-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3229/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

O._______, 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Annemarie Imhof, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3229/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am (...) 1968 geborene Beschwerdeführer deutscher Nationa-
lität mit Gesuch vom 2. Januar 2006 (act. 64), eingegangen bei der IV-
Stelle Basel-Stadt am 4. Januar 2006 und an die Vorinstanz überwie-
sen mit Schreiben vom 25. April 2006 (act. 78), eine Invalidenrente be-
antragt hat, 

dass die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers gestützt auf 
die  Beurteilung  des  Regionalen  Ärztlichen  Dienstes  (nachfolgend: 
RAD) Rhone vom 19. Dezember 2006 (act. 115) mit Verfügung vom 11. 
April 2007 (act. 125) abgewiesen hat,

dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokatin Dr. Annemarie 
Imhof, gegen die Verfügung vom 11. April 2007 am 10. Mai 2007 Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat mit den Anträ-
gen,  die  Verfügung  vom  11.  April  2007  sei  aufzuheben,  dem  Be-
schwerdeführer sei  eine ganze Rente zuzusprechen und eventualiter 
sei eine psychiatrische Begutachtung durchzuführen,

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 10. Mai 2007 um Ge-
währung der unentgeltlichen Prozessführung ersucht hat,

dass die Vorinstanz im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens ein 
durch Dr. med. M._______ im Auftrag der SUVA erstelltes neurologi-
sches Gutachten vom 29. Mai 2007 angefordert (vgl. act. 126) und die-
ses mit präzisierenden Auskünften des Gutachters vom 7. Dezember 
2007 am 18. Dezember 2007 dem RAD Rhone unterbreitet hat  (vgl. 
act. 127),

dass Dr. med. W._______ vom RAD Rhone, Facharzt  für  Psychiatrie 
und  Psychotherapie,  mit  Stellungnahme  vom  7.  Februar  2008  (act. 
128) ein in der Schweiz zu erstellendes psychiatrisches Gutachten für 
notwendig erachtet hat, um den psychischen Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers abzuklären,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2008 dieser 
Einschätzung  gefolgt  ist  und  die  Gutheissung  der  Beschwerde  und 
Rückweisung der Sache im Sinn der erwähnten Stellungnahme an die 
Verwaltung beantragt hat,

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dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 10. Juli  2008 ersucht worden 
ist, einen Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers 
nachzureichen, und dieser Aufforderung mit Schreiben vom 15. August 
2008 nachgekommen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, 

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

dass die am 10. Mai 2007 der Post übergebene Beschwerde fristge-
recht und im Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist, so dass 
darauf einzutreten ist, 

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. med. W._______ vom 7. 
Februar 2008 anzuzweifeln,

dass daher dem Antrag der Vorinstanz und des Beschwerdeführers auf 
Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur weite-
ren  Abklärung  des  Sachverhalts,  insbesondere  zur  Einholung  eines 
psychiatrischen Gutachtens in der Schweiz, gestützt auf Art. 61 Abs. 1 
VwVG stattzugeben ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch des Beschwer-
deführers um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gegen-
standslos geworden ist,

dass dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer gemäss Art. 7 Abs. 
1  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Ent-

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schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2) eine Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass die Rechtsvertreterin keine Kostennote eingereicht hat und dass 
in diesem Fall die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzuset-
zen ist (Art. 14 Abs. 2 zweiter Satz VGKE),

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu bemessen ist und der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen 
mindestens  200  und  höchstens  400  Franken  (exkl.  Mehrwertsteuer) 
beträgt  (Art.  64  VwVG  in  Verbindung  mit  Art.  7,  Art.  9  und  Art.  10 
VGKE),

dass vorliegend der notwendige Zeitaufwand der Rechtsvertreterin in 
Berücksichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift  und der Tatsa-
che, dass die Vorinstanz bereits in ihrer Vernehmlassung die Gutheis-
sung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 
beantragt hat, beschränkt erscheint,

dass  gemäss  Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom  2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR 
641.20) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistungen 
von Anwälten, die im Ausland erbracht werden, keine Mehrwertsteuer 
geschuldet ist und diese demzufolge nicht entschädigt wird (Art. 9 Abs. 
1 Bst. c VGKE),

dass aufgrund des Gesagten die Parteientschädigung im vorliegenden 
Fall pauschal auf Fr. 1'800.- festzusetzen und diese von der Vorinstanz 
zu leisten ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 11. April 
2007 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 1800.- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlassung 
vom 25. Februar 2008 inkl. act. 127-129)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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