# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 748584c7-057b-5946-9e46-df0b5133c4f0
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-03-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.03.2023 BB.2023.65
**Docket/Reference:** BB.2023.65
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2023-65_2023-03-28

## Full Text

Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO)

Beschluss vom 28. März 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Miriam Forni und Patrick Robert-Nicoud, 
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia 

   
 
Parteien 

  
A., 

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
Beschwerdegegnerin 

 
 

Gegenstand  Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2023.65 
  
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Bundesanwaltschaft gegen B. ein Strafverfahren wegen Betrugs, Verun-
treuung, eventuell ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und 
Bruch amtlicher Beschlagnahme führt (act. 1.1); 

 
- mit Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl vom 15. März 2023 die Bun-

desanwaltschaft die Bundeskriminalpolizei mit der Vornahme der Haus-
durchsuchung, der Durchsuchung von Aufzeichnung sowie der vorläufigen 
Sicherstellung allfälliger Beweismittel an der […] in Z., d.h. «Wohnung von 
A. und B. sowie allfällige Büroräume, angeschrieben oder lautend auf C. AG 
und benutzt von B., in der Liegenschaft […] in Z., dazugehörige Keller- und 
Estrichräume sowie Räume im Obergeschoss der Wohnung, die angeblich 
von D. benutzt werden», beauftragte (act. 1.1); 

 
- der Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl am gleichen Tag durch die 

Bundeskriminalpolizei unter Beisein von B. vollzogen wurde (act. 1.2); 
 
- B. die Siegelung sämtlicher «IT-Devices, Wertsachen, Akten und Doku-

mente» beantragte (act. 1.1 S. 7); 
 
- A. mit Beschwerde vom 22. März 2023 an die Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts gelangt; sie die Aufhebung der vorläufigen Sicherstellung 
und Rückgabe der sichergestellten Asservate beantragt unter Kostenauflage 
zulasten der Eidgenossenschaft (act. 1); 

 
-  auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (vgl. Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario).   
 
 
 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den 
Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a 
StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 
-  zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte berech-

tigt ist, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-
hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 
Abs. 1 StPO);  

  

- 3 - 

 

 

- die im Anschluss an eine Hausdurchsuchung erfolgte Sicherstellung von Ge-
genständen bloss provisorischen Charakter hat; diese der späteren Durch-
suchung sowie allfälligen Beschlagnahme durch die Strafverfolgungsbehör-
den dient und keine mittels Beschwerde anfechtbare Massnahme darstellt; 

 
-  dem Betroffenen dagegen im weiteren Verfahren voller gerichtlicher Rechts-

schutz zusteht (s. Urteile des Bundesgerichts 1B_550/2021 vom 13. Januar 
2022 E. 3; 1B_360/2013 vom 24. März 2013 E. 2.2; 1B_310/2012 vom 
22. August 2012 E. 2);  

 
- dementsprechend auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;  
 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts-

kosten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);  
 
-  die Gerichtsgebühr auf Fr. 2’000.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR). 
 
 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 29. März 2023 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).