# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b6ca725-8b77-53f5-be92-daf94d2982df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2010 D-5487/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5487-2010_2010-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5487/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...), Georgien,
c/o (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5487/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  Georgien  eigenen  Angaben  zufolge  am 
27. Juni  2010  verliess  und  am 4. Juli 2010  in  der  Schweiz  um Asyl 
nachsuchte,

dass er bei  der Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrenszentrum 
Vallorbe vom 12. Juli  2010 und der direkten Anhörung zu den Asyl -
gründen durch das BFM vom 23. Juli  2010 im Wesentlichen geltend 
machte, er sei im Februar 2009 und im Sommer 2009 für den in Geor -
gien  obligatorischen  Militärdienst  aufgeboten  worden,  habe  diesem 
Aufgebot aber keine Folge geleistet,

dass er sich einen Monat vor seiner Ausreise deshalb in B._______ 
vor Gericht hätte verantworten sollen, 

dass  das  BFM mit  gleichentags  mündlich  eröffneter  Verfügung  vom 
23. Juli  2010  (Art.  13  Abs.  1  und  2  des  Asylgesetzes  vom  26.  Ju-
ni 1998 [AsylG, SR 142.31])  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der  
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  zwar  vorgebracht,  seine  georgische  Identitäts-
karte sei im August 2008 bei einem Brand seines Hauses zerstört wor-
den, dieses Vorbringen aber keineswegs belege,

dass er sich anschliessend noch fast zwei Jahre lang in Georgien auf -
gehalten habe, weshalb er über genügend Zeit verfügt hätte, sich neue 
Dokumente zu beschaffen,

dass ernsthafte Anhaltspunkte dafür bestünden, er versuche die wirk li-
chen  Reiseumstände  zu  verheimlichen  und  gebe  die  Reisepapiere 
nicht ab, um den Wegweisungsvollzug zu erschweren,

dass die  geltend gemachte  Militärdienstverweigerung angesichts der 
klaren  Widersprüche  in  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  un-
glaubhaft sei,

dass  eine  Bestrafung  aufgrund  von  Militärdienstverweigerung  asyl-
rechtlich nicht relevant wäre,

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dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle, 
und aufgrund der Aktenlage keine Hinweise für die Notwendigkeit von 
zusätzlichen  Abklärungen  zum  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder von Wegweisungsvollzugshindernissen bestünden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Juli 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich auf-
zuheben, die Angelegenheit  sei  zur materiellen Prüfung des Asylge-
suchs an die Vorinstanz weiterzuleiten, das BFM sei anzuweisen, ihn 
zufolge Unzumutbarkeit  des Vollzugs vorläufig in der Schweiz aufzu-
nehmen, und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege inklusiv Ver-
zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu gewähren,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und, 
soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 2. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  das  Beschwerdeverfahren  im  vorliegenden  Verfahren  aufgrund 
des in Französisch abgefassten Eröffnungsprotokolls grundsätzlich in 
französischer Sprache zu führen wäre, aufgrund der in Deutsch abge-
fassten Beschwerde jedoch in deutscher Sprache geführt werden kann 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 33a Abs. 2 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe  eines  beweistauglichen  Identitätsdokuments  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einrei-
chen  des  Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag (Art. 32  Abs. 3 
Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass der Beschwerdeführer geltend machte, seine Identitätskarte sei 
im  Jahr  2008  bei  einem Hausbrand  vernichtet  worden,  jedoch  nicht 
plausibel darlegen konnte, weshalb er sich danach kein heimatliches 
Identitätspapier mehr ausstellen liess, da seine Angabe, er habe sich 
nach  dem  ersten  Aufgebot  für  den  Militärdienst  nicht  mehr  nach 
B._______ begeben, nicht zu überzeugen vermag,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Aktenlage 
die Auffassung des BFM, der Beschwerdeführer sei mit eigenen Reise-
papieren versehen in die Schweiz gelangt, nicht zuletzt aufgrund der 
stereotypen Angaben zur Art der Reise teilt,

dass das BFM somit entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auf-
fassung nicht verpflichtet war, auf das Asylgesuch einzutreten, da kei -
ne  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  und 
Identitätspapieren vorliegen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 23. Juli 2010 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und 

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ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hin-
dernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Erstbefragung  angab,  er  sei  im 
Februar  2009 mündlich für  den Militärdienst  aufgeboten worden und 
habe kein schriftliches Aufgebot erhalten,

dass er ebenso vorbrachte, er sei einen Monat vor seiner Ausreise von 
den Behörden mündlich vor Gericht geladen worden,

dass er auf Nachfrage, wie es komme, dass er kein schriftliches Aufge-
bot erhalten habe, angab, dies nicht zu wissen (act. A1/14 S. 5),

dass er bei der direkten Anhörung angab, der zuständige Beamte sei  
im Februar  2009 zu ihm nach  Hause  gekommen und habe  ihm ein 
schriftliches Aufgebot  für  den Militärdienst  überreicht  (act. A9/9  Ant-
wort 26),

dass er des Weiteren geltend machte, er habe im Sommer 2009 ein 
zweites Aufgebot erhalten (act. A9/9 Antwort 29),

dass  er  schliesslich  behauptete,  der  zuständige  Beamte  habe  ihm 
auch eine Vorladung vor Gericht nach Hause gebracht (act. A9/9 Ant-
wort 30),

dass das BFM aufgrund der hinsichtlich des einzigen Ausreisegrundes 
in mehrfacher Hinsicht widersprüchlichen Aussagen des Beschwerde-
führers berechtigterweise geschlossen hat, dessen Asylvorbringen sei-
en offensichtlich haltlos,

dass  der  Vollständigkeit  halber  ebenso  festzuhalten  ist,  dass  eine 
strafrechtliche Ahndung von Dienstverweigerung in der Regel rechts-
staatlich legitim und somit flüchtlingsrechtlich nicht relevant ist,

dass der Beschwerdeführer vorliegend keinerlei Aussagen machte, die 
eine Bestrafung der von ihm geltend gemachten Dienstverweigerung 
als rechtsstaatlich illegitim erscheinen lassen könnte,

dass in der Beschwerde diesbezüglich nichts vorgebracht wird, was zu 
einer anderen Würdigung führen könnte,

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dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Georgien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Georgien noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, 

dass der junge und gemäss Aktenlage gesunde Beschwerdeführer in 
seiner Heimat über ein Beziehungsnetz und über Berufserfahrung ver-
fügt, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums  Vallorbe  (Einschreiben; Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum  Vallorbe (per Telefax 
zu den Akten Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte um Eröffnung des Urteils 
an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Em-
pfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- die kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Christoph Basler

Versand: 

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