# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cdb2d089-0438-56e3-90e9-8e0ff7234766
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 D-97/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-97-2012_2012-01-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­97/2012

U r t e i l   v om   3 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;  
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
alias B._______,
geboren (…),
Sri Lanka,  
vertreten durch Evelyn Stokar,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
A.a.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  –  ein 
srilankischer Staatsangehöriger  tamilischer Ethnie  –  seinen Heimatstaat 
am  14.  August  2009  und  gelangte  am  17.  August  2009  via C._______ 
und D._______  illegal  in die Schweiz, wo er gleichentags  im Empfangs­ 
und  Verfahrenszentrum  E._______  um  Asyl  nachsuchte.  Am
27.  August  2009  fand  die  Befragung  zur  Person  statt  und  am  16. 
September  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  zu  seinen  Asylgründen 
angehört.

Zur Begründung des Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, er 
stamme aus F._______ des gleichnamigen Distrikts.  Im Jahr 2006 habe 
er bei der G._______ (…) zu arbeiten begonnen. Im August 2008 habe er 
einen Anruf von einem gewissen S. erhalten. Dieser habe wissen wollen, 
von wem die (…) Spenden erhalte, an wen diese weitergegeben würden 
und  was  genau  die  (…)  im  (…)  mache.  Er  solle  die  entsprechenden 
Unterlagen  für  den  kommenden  Tag  bereitstellen.  Tags  darauf  habe  er 
bei  der  Menschenrechtsorganisation  Human  Rights  Commission  of  Sri 
Lanka Anzeige erstattet und seinem Cousin, einem höheren Mitglied der 
H._______  (…),  davon  berichtet.  Besagter  S.  sei  jedoch  nicht  wie 
angekündigt  vorbeigekommen.  Stattdessen  sei  er  (der 
Beschwerdeführer)  einige Tage später  von  fünf Personen  in einem Van 
entführt  worden.  Sie  hätten  von  ihm  wissen  wollen,  von  wem  die  (…) 
Spenden erhalte, an wen gespendet werde und weshalb er mit anderen 
über diesen Anruf gesprochen habe. Sie hätten  ihn geschlagen und von 
ihm wissen wollen, weshalb er die Dokumente nicht ausgehändigt habe. 
Sodann habe man ihn hinter dem Büro der (…) aussteigen lassen, wo ihn 
sein Cousin in Empfang genommen habe. Über diesen Vorfall habe er mit 
dem Direktor der (…) gesprochen und ihm mitgeteilt, er wolle nicht mehr 
für die Stiftung arbeiten.

Im Dezember 2008 sei er aus Sri Lanka ausgereist, obwohl es zwischen 
August und Dezember 2008 keine weiteren Vorfälle gegeben habe. Er sei 
statt  in  der  Schweiz  in  I._______  gelandet,  von wo  aus  er  nach  einem 
zweimonatigen  Gefängnisaufenthalt  mit  Hilfe  der  International 
Organisation  for  Migration  (IOM)  zurück  in  sein  Heimatland  gebracht 
worden sei.  Im Januar 2009 sei er dort angekommen. Zwischen Januar 
und März  2009  sei  er  zweimal  aus  privaten Gründen mit  einem  Visum 
nach  J._______  gereist.  Danach  sei  er  nach  F._______  zurückgekehrt, 

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wo er bei einer Firma namens W. gearbeitet habe. Ab April 2009 sei er 
wiederum für die (…), diesmal in K._______, tätig gewesen. Im Juni 2009 
sei er erneut zurück nach F._______ gegangen, wo die (…) in jener Zeit 
wieder ein Büro habe eröffnen wollen. Ein Mitarbeiter der (…) sei am 5. 
Juni  2009  entführt  worden.  Am  7.  Juni  2009  habe  das  L._______  (…) 
nach  ihm  (dem  Beschwerdeführer)  gesucht.  Am  9.  Juli  2009  habe  er 
F._______ verlassen und bis zur definitiven Ausreise aus seiner Heimat 
abwechselnd in K._______ und in M._______ gelebt.

A.b. Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer folgende Dokumente 
ein:  Seine  sri­lankische  Identitätskarte,  seinen  sri­lankischen 
Führerausweis, seine Heiratsurkunde, die Geburtsurkunden seiner Kinder 
in  Kopie,  die  Visitenkarte  der  Human  Rights  Commission  mit 
Referenznummer,  einen  undatierten  Personalausweis  der  (…),  ein 
Arbeitszeugnis,  eine  Kursbestätigung  und  einen  Studentenausweis  aus 
den  Jahren  2000­2002,  eine  Bestätigung  einer  Einzelhandelsfirma  aus 
dem Jahr 2006 und eine Anmeldung für einen Karateverein aus dem Jahr 
2007.

B. 
Mit Verfügung vom 5. Dezember 2011 – eröffnet am 7. Dezember 2011 – 
stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  sein  Asylgesuch  vom  17.  August 
2009  ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug an.

C. 
Mit Eingabe vom 6. Januar 2012 liess der Beschwerdeführer gegen diese 
Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und 
beantragen,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  vollumfänglich 
aufzuheben und  ihm hierzulande Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die 
Verfügung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der 
Weisung,  ihn  erneut  einzuvernehmen  und  die  Asylrelevanz  seiner 
Vorbringen  zu  prüfen.  Subeventualiter  sei  die  Unzulässigkeit,  allenfalls 
die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  als 
Folge davon  ihm die vorläufige Aufnahme  in der Schweiz zu gewähren. 
Es  sei  ihm  die  unentgeltliche  Rechtspflege  zu  gewähren  und  eine 
Parteientschädigung  zuzusprechen,  insbesondere  sei  auf  die  Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  zu  verzichten.  Es  sei  festzustellen,  dass  die 
Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  habe,  und  ihm  sei  zu  allfälligen 
Stellungnahmen des Beschwerdegegners das Replikrecht zu gewähren.

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Als  Beweismittel  wurden  ein  Dokument  aus  dem  Internet  (…),  besucht 
und  ausgedruckt  am  2.  Januar  2012,  mit  der  Überschrift  "(…)",  ein 
Bildschirmausdruck von (…), besucht am 4. Januar 2012, eine Kopie der 
Honorarnote  vom 6.  Januar  2012  und  Lohnabrechnungen  vom Oktober 
bis Dezember 2011 ins Recht gelegt.

Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit entscheidrelevant – in den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt in casu nicht vor.

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 108  Abs. 1  und  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48 
Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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1.4.  Der  Beschwerde  kommt  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende 
Wirkung  zu  (Art.  55  Abs.  1  VwVG),  weshalb  der  Antrag,  es  sei 
festzustellen,  dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  habe,  als 
gegenstandslos zu erachten ist.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie 
nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet, weshalb der Antrag auf 
Gewährung des Replikrechts sich als gegenstandslos erweist.

4. 
4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den 
frauenspezifischen Fluchtgründen  ist Rechnung zu  tragen  (Art. 3 Abs. 2 
AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 

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auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 
5.1.  Zur  Begründung  ihres  ablehnenden  Asylentscheids  führte  die 
Vorinstanz  im  Wesentlichen  aus,  aufgrund  seiner  Ausführungen  könne 
dem  Beschwerdeführer  die  Behauptung,  als  Mitarbeiter  der  (…)  tätig 
gewesen  zu  sein,  nicht  geglaubt  werden.  Vor  diesem  Hintergrund 
erschienen auch seine geltend gemachten Fluchtgründe unglaubhaft, da 
sich  diese  direkt  auf  die  angebliche  Tätigkeit  bei  der  (…)  beziehen 
würden. Des Weiteren überzeugten weder die Aussagen zur angeblichen 
Entführung eines Mitarbeiters  der  (…) noch  zur  angeblichen Verfolgung 
seitens des (…), weshalb dieser Sachverhalt ebenfalls als unglaubhaft zu 
beurteilen  sei.  Angesichts  der  festgestellten  Unglaubhaftigkeit  der 
Vorbringen  könne  auf  eine  eingehende  Würdigung  der  eingereichten 
Dokumente  verzichtet  werden. 

Da  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht  standhielten,  müsse  ihre 
Asylrelevanz nicht geprüft werden.

Den  Vollzug  der  Wegweisung  erachtete  das  Bundesamt  als  zulässig, 
zumutbar und möglich.

5.2.  In  der Beschwerde wird  die Verletzung  von Bundesrecht  sowie  die 
unrichtige  und  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  gerügt  und  diesbezüglich  insbesondere  geltend  gemacht, 
die Befragungstechnik  anlässlich  der Anhörung  zu  den Asylgründen  sei 
mangelhaft  gewesen.  Es  scheine,  dass  die  Befragerin  kein  Interesse 
daran gehabt habe, die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der (…) zu 
verstehen. Vielmehr sei sie in unsystematischer Weise von einem Begriff 
zum  anderen  gesprungen,  womit  sie  die  Schilderungsbemühungen  des 
Beschwerdeführers  mehrfach  unterbrochen  habe.  Die  vom  Bundesamt 
vorgenommene  Interpretation  der  Aussagen  sei  als  willkürlich  zu 
beurteilen.  Auch  in  der  Beurteilung  der  Glaubhaftigkeit  bezüglich  der 
Umstände  der  konkreten  Bedrohung,  die  der  Flucht  des 
Beschwerdeführers  vorangegangen  sei,  habe  das  BFM  eine  falsche 
Interpretation des Sachverhalts vorgenommen.

Im Weiteren sei der Wegweisungsvollzug unzulässig und unzumutbar.

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5.3.  Nach  einer  genauen  Prüfung  der  vorliegenden  Akten  kommt  das 
Bundesverwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  die  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe  nicht  geeignet  sind,  die  als  zutreffend  zu 
erachtenden Erwägungen des BFM zu entkräften.

5.3.1. Was zunächst den in formeller Hinsicht geltend gemachten Vorwurf 
der  mangelhaften  Befragungstechnik  betrifft,  ist  festzustellen,  dass  der 
Beschwerdeführer  daraus  nichts  zu  seinen Gunsten  abzuleiten  vermag, 
zumal der bei der Anhörung anwesende Hilfswerksvertreter zum Protokoll 
keinerlei  Einwände  anmeldete  (vgl.  Anhörungsprotokoll  vom  16. 
September  2009,  A8  S.  21).  Insbesondere  ist  aus  dem  Protokoll  nicht 
ersichtlich,  inwiefern  die  Befragerin  den  Beschwerdeführer  zu  seinem 
Nachteil  unterbrochen  und  ihm  bei  zu  wenig  ausführlichen  Antworten 
keine ergänzenden Fragen gestellt haben sollte. So konnte er entgegen 
anderslautender Einschätzung namentlich die Frage, was er denn in der 
Buchhaltung  genau  gemacht  habe,  ohne  Unterbrechung  ausführlich 
beantworten (vgl. A8 S. 6 F57). Bei der Beantwortung der Frage, was er 
im Bereich Local Fundraising genau gemacht habe, wurde er zuerst zwar 
unterbrochen  (vgl.  a.a.O.,  F61),  hatte  jedoch  gleich  anschliessend 
Gelegenheit,  sich  gezielt  zu  seiner  angeblichen  Aufgabe  in  diesem 
Bereich zu äussern (vgl. a.a.O., F62). Als er im Weiteren angab, er habe 
alles  machen müssen,  hat  die  Befragerin  sehr  wohl  detaillierter  wissen 
wollen,  was  mit  alles  gemeint  sei  (vgl.  a.a.O.,  F58­59).  Auch  die 
Argumentation,  wonach  der  Beschwerdeführer  seine  Antwort  auf  Frage 
F59  unmöglich  so  gemeint  haben  könne,  wie  sie  offenbar  übersetzt 
worden sei,  ist  als unbehelflicher Erklärungsversuch zu bewerten, da er 
nach  der  Rückübersetzung  des  Protokolls  unterschriftlich  bestätigte,  es 
sei vollständig und entspreche seinen freien Äusserungen (vgl. A8 S. 20). 
Vielmehr hätte erwartet werden dürfen, dass er auf die in der Beschwerde 
erwähnte  politische  Programmschrift  "N._______"  bereits  bei  der 
Anhörung  ohne  entsprechende  Nachfrage  von  sich  aus  zu  sprechen 
gekommen  wäre.  Demzufolge  müssen  die  diesbezüglich  in  der 
Rechtsmitteleingabe  gemachten  Ausführungen  als  nachgeschoben 
qualifiziert werden, weshalb sich ein Abwarten der  in Aussicht gestellten 
Schrift  erübrigt.  Insgesamt  sind  die  vom  BFM  vorgenommene 
Feststellung  des  Sachverhalts  und  dessen  Würdigung  nicht  zu 
beanstanden,  weshalb  weder  eine  Neubeurteilung  der  vorgebrachten 
Asylgründe  noch  eine  weitere  Befragung  in  Betracht  kommt.  Der 
Eventualantrag auf ergänzende Anhörung wird demnach abgewiesen.

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5.3.2.  Im  Zusammenhang  mit  seiner  angeblichen  Tätigkeit  bei  der  (…) 
erklärte der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung, er habe für diese 
Stiftung als O._______ gearbeitet  (vgl. A8 S. 5/6 F46  ff.).  Im Dokument 
"(…)"  ist  jedoch  ein  gewisser  P._______,  als  den  sich  der 
Beschwerdeführer  ausgibt,  als  Kontaktperson  für  die  Distrikt  Unit 
F._______ aufgeführt  (vgl. Beschwerdebeilage 3, S. 10). Würde es sich 
bei dieser Kontaktperson tatsächlich um den Beschwerdeführer handeln, 
ist  davon  auszugehen,  dass  er  diese  verantwortungsvolle  Funktion  im 
Rahmen  der  Anhörung  ebenso  erwähnt  hätte.  Zudem  hätte  er  von  der 
Existenz des besagten Dokuments Kenntnis gehabt und die Frage, ob die 
(…) über eine Internetseite verfüge, nicht verneint (vgl. A8 S. 7 F69). Des 
Weiteren lässt sich der Vorname (…) in diesem Zusammenhang ohnehin 
nicht  eindeutig  dem  Beschwerdeführer  zuordnen,  da  es  in  Sri  Lanka 
vermutungsweise  noch  andere  Personen  mit  demselben  Vornamen 
geben  dürfte.  Nach  dem  Gesagten  und  im  Sinne  der  zutreffenden 
Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung,  auf  welche  zur 
Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich verwiesen werden kann, 
erweisen  sich  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner 
angeblichen  Mitarbeit  innerhalb  der  (…)  als  unglaubhaft. 
Dementsprechend  können  ihm  auch  alle  weiteren  damit 
zusammenhängenden  Ausführungen  nicht  geglaubt  werden.  So  ist 
insbesondere  sein  Rechtfertigungsversuch,  er  habe  keine  zusätzlichen 
Angaben  über  die  Umstände  der  Entführung  seines  Vorgesetzten 
gebraucht,  weil  er  sofort  gewusst  habe,  dass  er  in  Gefahr  sei,  als 
unbehelfliche  Schutzbehauptung  zu  werten,  zumal  davon  ausgegangen 
werden  kann,  er  hätte  gerade  deshalb  ein  Interesse  an  allfälligen 
weiteren Informationen gehabt.

Schliesslich ist angesichts des Umstands, wonach der Beschwerdeführer 
nach  seiner  Reise  nach  J._______  im  Januar  2009  (vgl.  A8  S.  16 
F196/197)  wieder  freiwillig  in  sein  Heimatland  zurückkehrte, 
auszuschliessen,  dass  er  sich  dort  vor  Verfolgung  fürchtete.  Einer 
tatsächlich  verfolgten  Person  wäre  vielmehr  daran  gelegen  gewesen, 
dem  Ort  einer  zu  befürchtenden  Gefährdung  dauerhaft  fernzubleiben. 
Ebenso  wenig  ist  davon  auszugehen,  dass  dem  Beschwerdeführer  die 
endgültige  Ausreise  von  M._______  aus  (vgl.  Befragungsprotokoll  vom 
27.  August  2009,  A1  S.  5)  unbehelligt  gelungen  wäre,  hätte  das  (…) 
tatsächlich nach ihm gesucht.

Bei  dieser  Sachlage  kann  insgesamt  darauf  verzichtet  werden,  auf  die 
weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  und  die  damit  eingereichten 

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Beweismittel  näher  einzugehen,  da  das  Gericht  dadurch  zu  keiner 
anderen  Einschätzung  gelangen  würde.  Die  erhobene  Rüge  der 
Verletzung von Bundesrecht ist nach dem Gesagten unbegründet.

Das  BFM  hat  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  zu  Recht 
abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1  AsylG;  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
gilt  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Peter  Uebersax/Beat  Rudin/Thomas  Hugi 
Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.]  Ausländerrecht,  Handbücher  für  die 
Anwaltspraxis, Band VIII, 2. Auflage, Basel 2009, S. 568 Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG).

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7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­
führers  in den Heimatstaat  ist  somit  unter dem Aspekt  von Art. 5 AsylG 
rechtmässig.

7.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 
den  Fall  einer  Ausschaffung  nach  Sri  Lanka  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Nachdem  der  Beschwerdeführer  nicht  glaubhaft 
gemacht  hat,  dass  er  befürchten  müsse,  bei  einer  Rückkehr  ins 
Heimatland  die  Aufmerksamkeit  der  sri­lankischen  Behörden  in  einem 
flüchtlingsrechtlich  relevanten  Ausmass  auf  sich  zu  ziehen,  bestehen 

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auch  keine  Anhaltspunkte  dafür,  ihm  würde  im  Heimatland  aus 
demselben  Grund  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  drohen. 
Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka  lässt  den 
Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig 
erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl 
im Sinne der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.3.1. Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE E­6220/2006 
vom  27.  Oktober  2011  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  sri­lankischer  Asylsuchender 
tamilischer  Ethnie  eine  Neubeurteilung  der  Lage  vor.  Es  wurde 
festgestellt,  dass  sich  die  Sicherheitslage  in  Sri  Lanka  seit  Beendigung 
des  militärischen  Konflikts  zwischen  der  sri­lankischen  Armee  und  den 
LTTE  im Mai 2009 erheblich  verbessert  und stabilisiert  habe. Die LTTE 
sei militärisch vernichtend geschlagen worden; von den LTTE gehe heute 
keine Verfolgung mehr aus. Gemäss der neuen Rechtsprechung  ist  der 
Wegweisungsvollzug  grundsätzlich  zumutbar  hinsichtlich  des  gesamten 
Gebiets  der  Ostprovinz  und  auch  hinsichtlich  der  Nordprovinz,  dort 
allerdings mit  Ausnahme  des  Vanni­Gebiets  (geografisch  definiert  in  E. 
13.2.2.1), wobei namentlich bei Personen, deren letzter Aufenthalt in der 
Nordprovinz  längere  Zeit  zurückliegt,  die  aktuellen  Lebens­  und 
Wohnverhältnisse  sorgfältig  abzuklären  und  auf  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen sind. In diesem Zusammenhang 
erscheinen  für  das  Bundesverwaltungsgericht  namentlich  die  Existenz 
eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die konkreten Möglichkeiten der 
Sicherung  des  Existenzminimums  sowie  der  Wohnsituation  als 
begünstigende Faktoren.

7.3.2. Aufgrund der persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers ist 
in  casu  vom  Vorhandensein  solcher  begünstigender  Faktoren 
auszugehen.  Es  handelt  sich  zunächst  um  einen  jungen,  gemäss  den 
Akten  gesunden  Mann,  der  über  Schulbildung  und  gute 
Englischkenntnisse verfügt  (vgl. A1 S. 2, A8 S. 5). Ausserdem besuchte 
er während eines  Jahres  das  Lehrerseminar,  erteilte Nachhilfeunterricht 

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und  arbeitete  als  Geschäftsmann  (vgl.  A8  S.  5).  In  Anbetracht  dieser 
Sachlage  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass  es  ihm  bei  einer 
Rückkehr  in  seinem  Heimatland  gelingen  wird,  wiederum  eine 
Arbeitsstelle zu finden. Im Weiteren besteht in der Heimat ein tragfähiges 
Beziehungsnetz (Mutter, Ehefrau und drei Kinder, vgl. A1 S. 3), bei dem 
er Unterkunft  finden wird  und welches  ihm bei  der Wiedereingliederung 
behilflich  sein  kann.  Sodann  sind  keine  weiteren  persönlichen  Gründe 
ersichtlich,  aufgrund  derer  geschlossen  werden  könnte,  der 
Beschwerdeführer  geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine 
existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung – in 
Übereinstimmung mit dem BFM – auch als zumutbar zu bezeichnen ist.

7.4.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG, 
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der 
Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9. 
9.1. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf 
Antrag  hin  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten  befreit,  sofern  ihr 
Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (Art.  65  Abs.  1  VwVG).  Dabei 
verfügt  eine  Person  dann  nicht  über  die  erforderlichen Mittel,  wenn  sie 
ohne  Beeinträchtigung  des  notwendigen  Lebensunterhaltes  die 
Prozesskosten  nicht  zu  bestreiten  vermag.  Angesichts  des  Umstands, 
wonach  sich  die  Rechtsbegehren  als  aussichtslos  erwiesen  haben,  ist 
das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
abzuweisen.  Da  die  Voraussetzungen  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
(bedürftig/nicht  aussichtslos)  kumulativ  erfüllt  sein  müssen,  kann 
vorliegend  darauf  verzichtet  werden,  das  Kriterium  der  Bedürftigkeit  zu 

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prüfen.  Mangels  Obsiegens  ist  der  Antrag  auf  Zusprechung  einer 
Parteientschädigung  gemäss  Art.  64  Abs.  1  VwVG  gleichermassen 
abzuweisen.

Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird 
mit vorliegendem Urteil gegenstandslos.

9.2.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf 
insgesamt  Fr. 600.­  festzusetzen  (Art. 1  –  3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

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