# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c539997-081b-550e-9c3f-fadb80017e15
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.12.2011 IV 2009/449
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-449_2011-12-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/449

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.10.2019

Entscheiddatum: 08.12.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2011
Art. 28 IVG. Rückweisung zur ergänzenden medizinischen Abklärung, weil 
selbst eine ausreichende fachärztliche psychiatrische Dokumentation allein 
vorliegend eine zuverlässige Arbeitsfähigkeitsschätzung aufgrund des 
gesamten - auch somatischen - Gesundheitszustands nicht zulässt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. 
Dezember 2011, IV 2009/449).

Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2011

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 8. Dezember 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Hauptstrasse 11a, 

8280 Kreuzlingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 14. Januar 2009 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an und beantragte eine Rente (act. 32). Aufgrund einer früheren 

Anmeldung waren ihm wegen Schwerhörigkeit Hilfsmittel zugesprochen worden. Der 

Versicherte gab an, eine Anlehre gemacht zu haben und seit Mai 1998 als Facility 

Manager angestellt zu sein. Seit dem 4. August 2008 bestehe eine gesundheitliche 

Beeinträchtigung. Angaben zu deren Art könnten dem beigelegten Arztzeugnis 

entnommen werden, das in den Akten allerdings fehlt. 

A.b   Gemäss einem FI-Gesprächsprotokoll des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 

der Invalidenversicherung vom 19. Januar 2009 (act. 39) hatte Dr. med. B.___, 

Allgemeine Medizin FMH, angegeben, es lägen beim Versicherten eine depressive 

Verstimmung, eine Überlastungsreaktion, Magen-/Darmprobleme und im Hintergrund 

eine Alkoholproblematik vor. Der Versicherte werde mit Sertragen, Pantozol und Isoket 

behandelt, letzteres wegen einer früheren AP (wohl: Angina pectoris), die derzeit nicht 

im Vordergrund stehe. Er sei überlastet, es sei zu aggressiven Ausbrüchen am 

Arbeitsplatz gekommen. Mittlerweile sei ihm gekündigt worden.

A.c   Nachdem im FI-Vortriage-Protokoll vom 20. Januar 2009 (act. 40) festgehalten 

worden war, ein Eingliederungspotential bestehe nicht, teilte die Sozialversicherungs­

anstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten am 20. Januar 2009 (act. 41) 

mit, berufliche Massnahmen seien nicht möglich.

A.d   Seiner Gesprächsbestätigung vom 20. Januar 2009 (act. 48) legte Dr. B.___ einen 

Bericht an die Krankentaggeldversicherung vom 14. November 2008 und einen Bericht 

von Dr. med. C.___, Fachärztin für Innere Medizin/Gastroenterologie/Hepatologie, vom 

3. September 2008, bei. - Dr. B.___ hatte berichtet, es sei innert eines Monats ein 

Gewichtsverlust von 15 kg aufgetreten, dazu dunkler Durchfall, Appetitlosigkeit, totale 

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Erschöpfung. Auch psychisch sei der Versicherte am Rand, er leide an 

Schlafstörungen, Schweissausbrüchen, Weinkrämpfen usw. Die Magen-/Darmproble­

matik sei nicht klassifizierbar. Dem Bericht von Dr. C.___ war zu entnehmen, dass 

allgemein eine Infektanfälligkeit und eine ausgedehnte Parodontose bestünden. Die 

Koloskopie sei abgesehen von zwei Polypenknospen unauffällig gewesen. Es sollte auf 

eine allfällige exokrine Pankreasinsuffizienz abgeklärt werden.

A.e   Die Arbeitgeberin bescheinigte am 25. Februar 2009 (act. 50), der Versicherte 

stehe seit 1. Januar 1999 in ungekündigtem Arbeitsverhältnis als Hauswart. Sein Lohn 

betrage pro Jahr Fr. 72'644.--. Ohne Gesundheitsschaden würde er Fr. 90'805.-- ver­

dienen.

A.f    Dr. B.___ gab in seinem Arztbericht vom 20. Mai 2009 (act. 52) an, es bestünden 

(erstens) ein Burnout mit psychischer Instabilität, aggressiven Impulsen und Rückzug, 

(zweitens) eine somatische Reaktion mit Durchfall, Gewichtsverlust von 10 kg und 

Zahnproblemen, (drittens) ein Tinnitus und Schwerhörigkeit bds., (viertens) eine Knie­

arthrose bds. (Operation 2004), (fünftens) ein Ulcus ventriculi und (sechstens) ein 

Herpes zoster. Der Versicherte sei vom 4. bis 30. August 2008 zu 50 % arbeitsunfähig 

gewesen und sei nun seit dem 1. September 2008 zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei 

nicht belastbar und brauche Ruhe und Ordnung. Er (der Arzt) sehe keine Aussicht, dass 

der Versicherte sich in den Arbeitsprozess werde reintegrieren können. Mit der 

beigelegten Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 11. April 2009 sei er absolut nicht einverstanden. - In dem 

psychiatrischen Konsilium hatte Dr. D.___ als Diagnose eine Anpassungsstörung im 

Sinne einer narzisstischen Krise und länger dauernden depressiven Reaktion 

bezeichnet, welche gegenwärtig bereits wieder abgeklungen sei. Die Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % sei der - nunmehr leichten - Ausprägung des Krankheitsbildes noch bedingt 

angemessen. Dieser Grad sei noch für längstens drei Monate fortzuschreiben, 

anschliessend bestehe wieder volle Arbeitsfähigkeit. Daneben war ein Schreiben der 

Krankentaggeldversicherung an den Versicherten vom 23. April 2009 beigelegt, 

wonach gestützt auf die Einschätzung von Dr. D.___ ab 1. Juli 2009 eine volle 

Arbeitsfähigkeit vorliege. Mit einem weiteren beigelegten Schreiben vom 8. Mai 2009 

hatte Dr. B.___ der Taggeldversicherung berichtet, die mit viel Geduld und 

Rücksichtnahme erreichte Stabilisierung sei mit der Mitteilung vom 23. April 2009 zum 

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Einsturz gebracht worden. Die Annahme von Dr. D.___ sei unwahrscheinlich. Er 

schlage eine zweite psychiatrische Beurteilung vor. Neben den psychiatrischen 

Problemen bestünden auch somatische Störungen. Gleichentags hatte Dr. B.___ den 

Versicherten an eine Sozialpsychiatrische Beratungsstelle (Psychiatrie-Zentrum) 

zugewiesen.

A.g   Am 27. Mai 2009 (act. 54) ging ein Bericht des Psychiatrie-Zentrums vom 19. Mai 

2009 an Dr. B.___ ein. Es habe sich beim Versicherten recht eindrücklich ein 

derangierter psychischer Zustand gezeigt, der eigentlich eine stationäre psycho­

therapeutische Behandlung indiziere. Das lehne er aber ab. Arztzeugnisse, die jeweils 

auf einem Beurteilungszeitraum von nur wenigen Stunden beruhten, brächten aber 

keinen Fortschritt im Hinblick auf eine Klärung des Krankheitsstatus. Durch eine tages­

klinische Behandlung ergäben sich hingegen nicht nur intensivere therapeutische, 

sondern auch wesentlich umfangreichere Möglichkeiten zur Beobachtung und Be­

urteilung von Reaktionsmustern und dergleichen.

A.h   In einem Arztbericht vom 31. Juli 2009 (Eingangsstempel; act. 56) gab das 

Psychiatrie-Zentrum bekannt, beim Erstgespräch vom 19. Mai 2009 sei der Versicherte 

als vollständig arbeitsunfähig erlebt worden. Die Prognose bezüglich des 

Wiedererreichens einer Arbeitsfähigkeit von über 50 % trotz umfangreicher Behandlung 

sei negativ.

A.i     Der RAD hielt am 10. August 2009 (act. 57) fest, Dr. B.___ habe auf telefonische 

Anfrage bekannt gegeben, auf seine ärztliche Intervention hin habe die 

Taggeldversicherung eine Begutachtung durch Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, veranlasst. Dr. E.___ habe ab 1. Oktober 2009 eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert.

A.j     Den Akten der Krankentaggeldversicherung konnte in der Folge unter anderem 

das Gutachten von Dr. E.___ vom 24. Juni 2009 entnommen werden. Dr. E.___ hatte 

danach beim Versicherten eine leichtgradige depressive Episode mit somatischem 

Syndrom bei einer in ihrer Entwicklung neurotisierten Persönlichkeit, narzisstisch 

gekränkt, diagnostiziert. Es sei mittlerweile zu einer Beruhigung und leichten 

Stabilisierung des psychischen Zustands gekommen. Bei der gegenwärtigen Aus­

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prägung der Beschwerden sei es dem Versicherten zumutbar, ab 1. Juli 2009 im 

Umfang von 100 % einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Eine Anmeldung beim 

Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) sei dringend erforderlich. Der Versicherte 

sei nicht total genesen; gewisse Störungen seien immer noch vorhanden und sollten 

psychiatrisch angegangen werden.

A.k   Der RAD folgte daraufhin am 15. September 2009 (act. 59) dem Ergebnis der 

beiden psychiatrischen Gutachter. Da der Versicherte gemäss den Angaben von 

Dr. E.___ noch nicht als ganz genesen betrachtet werden könne, sollten Tätigkeiten mit 

besonderen Anforderungen an das Konzentrationsvermögen, an die Anpassungs­

fähigkeit und an die Belastbarkeit sowie Akkordarbeit vermieden werden. Körperlich 

seien wegen der Kniearthrosen nur leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätig­

keiten ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne häufiges Kauern oder Knien 

und ohne häufiges Steigen auf Leitern, Treppen oder Gerüste zumutbar.

A.l     Mit Vorbescheid vom 18. September 2009 (act. 61 f.) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs (bei einem Invaliditätsgrad von 32 %) in Aussicht. Mit 

der vollen Arbeitsfähigkeit ab 1. Juli 2009 könnte er ein Invalideneinkommen von 

Fr. 61'468.-- erzielen, während sein Valideneinkommen Fr. 90'805.-- ausmache.

A.m     Mit Einwand vom 16. Oktober 2009 (act. 63) brachte der Versicherte vor, seine 

Leistungsfähigkeit liege bei etwa 30 %. Das bestätigten sein Hausarzt und sein 

Homöopath. Wenn er sich, wie in der Verfügung festgehalten, ans RAV wenden müsse, 

so wisse er nicht, was er zur Arbeitsfähigkeit angeben sollte. 100 % Arbeitsfähigkeit 

treffe nicht zu; er sei froh, wenn er eine Leistung von einem Drittel erreichen könne. So 

falle er durch alle Netze, sei er doch gemäss dem Vorbescheid bei der IV nicht am 

richtigen Ort, beim RAV aber ebenfalls nicht, weil er die Leistung nicht erbringen könne. 

Im psychiatrischen Bericht werde nicht erwähnt, dass er bei der leichtesten Aufregung 

ein extremes Zittern der Hände bekomme, das ihm jede manuelle Tätigkeit verun­

mögliche. Schwierigkeiten bereiteten ihm auch die Folgen des Verlusts der Zähne ohne 

Einsetzbarkeit von Prothesen, seines ständigen Durchfalls, seiner Magenschmerzen 

(mit morgendlichem Brechwürgen), seines nicht mehr korrigierbaren Hörverlusts und 

seiner geschwollenen, schmerzenden Knie. Ausserdem gerate er bei der kleinsten 

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Anstrengung ausser Atem. Er könne die Probleme in Schach halten, wenn er mittags 

etwa zwei Stunden schlafe.

A.n   Mit Verfügung vom 28. Oktober 2009 (act. 64) wies die Sozialversicherungs­

anstalt/IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten ab. Es würden keine neuen 

objektivierbaren Änderungen der Befunde oder Symptome mitgeteilt.

B.       

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer für den 

Betroffenen am 27. November 2009 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer sei ab 1. August 2009 eine Rente auszurichten, eventualiter sei die 

Sache zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung an die Verwaltung 

zurückzuweisen. Die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Facility Manager habe ihm 

viel abverlangt; er sei bis zum Äussersten belastet gewesen und habe sich verausgabt. 

Das zunehmende Alter habe den ohnehin schon hohen Druck zusätzlich erhöht. Bereits 

seit ca. 2003 habe der Beschwerdeführer an verschiedenen psychosomatischen 

Symptomen gelitten, die seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt hätten. Aufgrund der 

abnehmenden Leistungsfähigkeit hätten Vorgespräche für eine mögliche 

Umplatzierung stattgefunden. Ende Juli 2008 sei aber völlig überraschend die 

Kündigung für ihn und seine im selben Betrieb tätige Ehefrau erfolgt, was zur 

Dekompensation des Gesundheitszustands geführt habe. Wie seine Ehefrau 

geschildert habe, sei es zu einem totalen Burnout gekommen, so dass er bei jeder 

Anstrengung gezittert und sogar zum Stottern geneigt habe. Infolge einer Depression 

mit Erschöpfungssymptomen sei er ab 4. August 2008 zu 50 % und später zu 100 % 

krankgeschrieben worden. Dr. E.___ habe die von der Ehefrau des Beschwerdeführers 

beschriebenen Symptome bestätigt. Durch den Dispens von der Arbeit seien sie 

gemäss seinem Bericht abgeklungen, so dass der Arzt wie schon Dr. D.___ von einer 

Besserung spreche. Die Besserung sei daher eingetreten, weil der Beschwerdeführer 

seine Tätigkeit seit August 2008 nicht mehr ausgeübt habe. Eine Rückkehr an die 

Arbeit würde aber unweigerlich wieder zum alten Zustand und zur höheren bzw. vollen 

Arbeitsunfähigkeit führen, wie es Dr. B.___ in seinen Berichten nachvollziehbar 

dargelegt habe. Dr. B.___ habe berichtet, durch die Leistungseinstellung der 

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Krankentaggeldversicherung sei die erreichte Stabilisierung wieder dekompensiert. Es 

seien erneut Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Erschöpfung eingetreten. Aufgrund 

der regelmässigen Untersuchungen und Behandlungen beurteile er die Arbeitsleistung 

des Beschwerdeführers echtzeitlich mit 30 bis 35 % bei 70-prozentiger Anwesenheit, 

und zwar in einem geschützten Rahmen mit einem ruhigen, konflikt- und stressfreien 

Milieu. Die von Dr. E.___ postulierte Verbesserung sei für ihn nicht nachvollziehbar. Eine 

längerdauernde Verbesserung der Arbeitsfähigkeit könne nicht angenommen werden; 

die Invaliditätsbemessung sei nicht hinreichend begründet. Es sei keine Erwerbs­

fähigkeit dauerhaft wieder hergestellt, die ein rentenausschliessendes Einkommen zu 

erzielen ermöglichte. Die Verbesserung des Zustands sei nur ohne Erwerbstätigkeit 

vorhanden und könne daher für die Invaliditätsbemessung nicht ausschlaggebend sein. 

Das in der angefochtenen Verfügung genannte Invalideneinkommen zu erreichen, sei 

nicht zumutbar. Der Beschwerdeführer habe eine anspruchs- und verantwortungsvolle, 

nervlich und körperlich belastende Tätigkeit innegehabt. Es wäre jedenfalls ein 

Leidensabzug von 25 % gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer habe bei Eintritt des 

Gesundheitsschadens im zehnten Dienstjahr gestanden. An einem andern Arbeitsplatz 

sei er nach so langer Zeit punkto Flexibilität, Einarbeitung und Belastbarkeit 

überdurchschnittlich eingeschränkt. Ausserdem sei er 62-jährig und habe deshalb mit 

massiven Lohnnachteilen zu rechnen. Hinzu kämen die leidensbedingten 

Einschränkungen im psychischen und somatischen Bereich. - Beigelegt waren unter 

anderem zwei Arztberichte von Dr. B.___ vom 1. und vom 2. September 2009. 

C.       

In ihrer Beschwerdeantwort vom 19./21. Januar 2010 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer sei 

gemäss den beiden psychiatrischen Gutachten und dem RAD für körperlich leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Dass Dr. E.___ 

eine ambulante psychiatrische Behandlung als sinnvoll erachtet habe, stehe damit 

nicht in Widerspruch, dürfe doch von einer Behandlungsbedürftigkeit nicht auf 

Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. Mit einer leichtgradigen depressiven Störung 

habe der Arzt eine Beeinträchtigung festgestellt, aus der er zu Recht keine 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (für psychisch wenig belastende 

Tätigkeiten) abgeleitet habe, sei doch eine leichte depressive Episode nach der 

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Rechtsprechung grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu 

begründen. Die divergierende Beurteilung des Hausarztes vermöge keine Zweifel am 

gutachterlichen Abklärungsergebnis zu erwecken. Er verfüge nicht über das 

fachärztliche Spezialwissen zur zuverlässigen Feststellung einer psychiatrischen 

Erkrankung und ihrer Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Der psychiatrische 

Facharzt des Psychiatrie-Zentrums habe verlauten lassen, dass er aufgrund der 

Erstkonsultation keine zuverlässige Beurteilung habe abgeben können. Sein Bericht sei 

deshalb von geringem Beweiswert und vermöge jedenfalls das gutachterliche Ergebnis 

nicht zu erschüttern. Dem Beschwerdeführer, der über keinen Berufsabschluss 

verfüge, stehe auf dem hypothetischen Arbeitsmarkt eine hinreichende Anzahl 

angepasster Hilfsarbeiterstellen offen. Das Valideneinkommen für das Jahr 2008 liege 

bei Fr. 89'050.--. Da er seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwerte, sei für die Ermittlung 

des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne gemäss dem Bundesamt für Statistik 

zu greifen. Im Jahr 2008 ergebe sich so ein Jahreslohn von Fr. 60'267.--. Seien wie hier 

leichte bis mittelschwere Arbeiten zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt 

zumutbar, sei kein Abzug gerechtfertigt, denn der Tabellenlohn stamme aus einer 

Vielzahl solcher Tätigkeiten. Die Beschäftigungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers 

seien verglichen mit einem Gesunden in ansonsten vergleichbarer Lage eingeschränkt, 

doch stehe ihm immer noch ein genügend grosses Arbeitssegment offen. Insofern sei 

ein Abzug somit nicht gerechtfertigt. Es sei ferner nicht davon auszugehen, dass der 

psychisch nur leicht beeinträchtigte Beschwerdeführer in einer diesbezüglich wenig 

belastenden Tätigkeit im Vergleich zu einem gesunden Arbeitnehmer mit einer Lohnein­

busse zu rechnen habe. Auch sein Alter falle kaum ins Gewicht, da Hilfsarbeiten grund­

sätzlich altersunabhängig nachgefragt würden. Ein Abzug falle nicht in Betracht. Der 

Invaliditätsgrad betrage 32 %.

D.       

Mit Replik vom 8. Februar 2010 weist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

darauf hin, dass das Bundesgericht in einem vergleichbaren Fall (Urteil i/S N. vom 

30. September 2008, 9C_677/08) einen Leidensabzug von 25 % in Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils namentlich unter dem Blickwinkel des fortgeschrittenen Alters 

und der kurzen verbleibenden Aktivitätsdauer sowie des hohen absehbaren 

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Umstellungs- und Einarbeitungsaufwandes bestätigt habe. Diese Faktoren wirkten sich 

auch im vorliegenden Sachverhalt aus.

E.        

Die Beschwerdegegnerin hat am 12./15. Februar 2010 an ihrem Antrag festgehalten 

und im Übrigen auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:

1.      

Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers abgelehnt. Am 20. Januar 2009 hatte sie ihm mitgeteilt, 

berufliche Massnahmen seien nicht möglich. Er lässt (wie schon im 

Verwaltungsverfahren) einzig Rentenleistungen beantragen. Streitgegenstand bildet 

daher zunächst der allfällige Rentenanspruch.

2.      

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die ver­

sicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.        

3.1    Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im 

Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits­

leistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 f. 

E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch 

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tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 

des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).

3.2    Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Bestimmung der medizinisch zumut­

baren Arbeitsfähigkeit auf die beiden psychiatrischen Berichte von Dr. D.___ und 

Dr. E.___ ab. Dr. D.___ hatte am 11. April 2009 festgehalten, der Befund sei mit einer 

reaktiven Depression und deutlichem Kränkungserleben vereinbar. Die objektiv fest­

stellbare Symptomatik sei bereits deutlich degressiv. Diagnostisch liege eine An­

passungsstörung im Sinn einer narzisstischen Krise und länger dauernden depressiven 

Reaktion vor. Die Arbeitsunfähigkeit von 100 % sei für längstens drei Monate, somit bis 

Ende Juni 2009, weiterzuschreiben. Danach sollten aus psychiatrischer Sicht die mit 

der bisherigen Berufstätigkeit verbundenen Arbeiten und Körperbelastungen wieder in 

vollem Umfang möglich sein. Dr. E.___ hatte am 24. Juni 2009 berichtet, beim 

Beschwerdeführer liege eine reaktive depressive Episode leichteren Grades vor. 

Darüber hinaus sei eine neurotische Entwicklung in Betracht zu ziehen. Bei der 

vorgefundenen Ausprägung der Beschwerden (nach einer zwischenzeitlichen weiteren 

Verschlechterung Ende April 2009) sei es dem Beschwerdeführer ab 1. Juli 2009 

zumutbar, zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die noch vorhandenen 

Störungen sollten psychiatrisch angegangen werden.

3.3    Des Weiteren stellt die Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung des RAD vom 

15. September 2009 ab, wonach eine Tätigkeit einerseits (infolge der verbleibenden 

psychischen Störungen) dann adaptiert sei, wenn besondere Anforderungen an das 

Konzentrationsvermögen, an die Anpassungsfähigkeit und an die Belastbarkeit sowie 

Akkordarbeit vermieden werden. Anderseits sei in körperlicher Hinsicht erforderlich, 

dass nur leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges 

Gehen auf unebenem Gelände, ohne häufiges Kauern oder Knien und ohne häufiges 

Steigen auf Leitern, Treppen oder Gerüste ausgeübt würden. Mit dieser Umschreibung 

adaptierter Arbeit berücksichtigte der RAD den Umstand, dass Dr. B.___ von einer 

Kniearthrose bds., mit Operation 2004, berichtet hatte.

4.        

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4.1    Was die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht betrifft, kann angenommen 

werden, dass die Ausführungen des Psychiatrie-Zentrums gegen das Ergebnis der 

beiden übereinstimmenden psychiatrischen Beurteilungen nicht ohne weiteres anzu­

kommen vermögen. Das Zentrum hatte am 31. Juli 2009 erklärt, keine eigene 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt zu haben. Bei der Exploration vom 

19. Mai 2009 habe beim Beschwerdeführer aber gemäss der Einschätzung des 

Berichtenden ein Status der vollen Arbeitsunfähigkeit vorgelegen.

4.2    Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung, die von der als Verfügungsgrundlage gewählten 

abweicht, hat Dr. B.___ abgegeben. Zunächst hat er dem Beschwerdeführer am 

20. Mai 2009 eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 1. September 2008 attestiert. Im jüngsten 

bei den Akten liegenden Arbeitsfähigkeitsattest vom 2. September 2009 hielt er dafür, 

dem Beschwerdeführer sei zeitlich eine Präsenz von höchstens 70 % zumutbar. 

Leistungsmässig sei er zu schätzungsweise 30 bis 35 % arbeitsfähig, und zwar in 

einem geschützten Rahmen mit einem ruhigen, konflikt- und stressfreien Milieu. Er 

benötige immer wieder Pausen/Schlaf zwischen den Arbeitsphasen.

4.3    Aufgrund der Angaben von Dr. B.___ ist zu schliessen, dass der Arzt die Ein­

schränkung der Arbeitsfähigkeit hauptsächlich auf psychische Faktoren zurückführt. Er 

hält denn auch in einem Schreiben an die Krankentaggeldversicherung vom 

1. September 2009 die Schlussfolgerungen von Dr. E.___ für nicht nachvollziehbar, 

während über die erhobene Symptomatik Einigkeit besteht.

4.4    Indessen ist nicht zu übersehen, dass auch andere, somatische Leiden 

diagnostiziert worden sind. Im Arztbericht vom 20. Mai 2009 waren von Dr. B.___ als 

Diagnosen (nebst der psychiatrischen) unter anderem eine somatische Reaktion mit 

Durchfall, Gewichtsverlust von 10 kg und Zahnproblemen, ein Tinnitus und Schwer­

hörigkeit bds., eine Kniearthrose bds., operiert 2004, und ein Ulcus ventriculi genannt 

worden. Am 14. November 2008 hatte der Arzt berichtet, es sei innert eines Monats ein 

Gewichtsverlust von 15 kg aufgetreten, dazu dunkler Durchfall, Appetitlosigkeit, totale 

Erschöpfung. Der Beschwerdeführer leide etwa an Schlafstörungen, Schweissaus­

brüchen und Weinkrämpfen. Die Magen-/Darmproblematik sei nicht klassifizierbar. 

Gemäss dem FI-Gesprächsprotokoll vom 19. Januar 2009 schliesslich hatte Dr. B.___ 

erklärt, es lägen neben der depressiven Verstimmung und Überlastungsreaktion 

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Magen-/Darmprobleme und im Hintergrund eine Alkoholproblematik vor. Der 

Beschwerdeführer werde mit Sertragen, Pantozol und Isoket behandelt, letzteres 

wegen einer früheren AP, die derzeit nicht im Vordergrund stehe. Am 8. Mai 2009 hatte 

Dr. B.___ auch zunehmende Schulter- (und Knie-) Schmerzen beschrieben.

4.5    Wegen der Magen-/Darmproblematik war eine Panendoskopie veranlasst 

worden. Dem Bericht von Dr. C.___ vom 3. September 2008 war zu entnehmen, dass 

allgemein eine Infektanfälligkeit und eine ausgedehnte Parodontose bestünden. Die 

Koloskopie sei abgesehen von zwei Polypenknospen unauffällig gewesen. Die 

Fachärztin schlug indessen vor, Abklärungen im Hinblick auf eine allfällige exokrine 

Pankreasinsuffizienz zu tätigen. Ob solche erfolgt sind, ist nicht bekannt.

4.6    Dem somatischen Aspekt hat der RAD zwar wie erwähnt insofern Rechnung 

getragen, als er die Kniearthrosen des Beschwerdeführers bei der Beschreibung der 

adaptierten Tätigkeiten berücksichtigt hat. Das genügt indessen vorliegend nicht. Die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist insgesamt, d.h. unter Beachtung der Ein­

schränkungen der psychischen und der somatischen Leistungsfähigkeit, zu beurteilen. 

Es kann nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sich 

aus den somatischen Leiden - auch quantitative - Beeinträchtigungen der Arbeitsfähig­

keit ergeben könnten. Beim Beschwerdeführer kommen nach der vorhandenen Akten­

lage (abgesehen vom zumindest einstweilen endoskopisch abgeklärten Magen-/Darm­

problem) immerhin Knie- und Schulterbeschwerden, ein (wenn auch nach 

hausärztlicher Einschätzung nicht im Vordergrund stehendes) Herz-/Kreislaufproblem 

(vgl. entsprechende Medikation; nach Angaben des Beschwerdeführers mit 

Ateminsuffizienz), Schwerhörigkeit und Parodontose (ohne Möglichkeit, eine Prothese 

einzusetzen) zusammen. Ob Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung, 

Schlafstörungen, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe und depressive Verstimmung 

(allein) psychisch bedingt seien, wird nicht ersichtlich. Es erscheint denkbar, dass 

körperliche Ursachen (wie z.B. eine kardiologische, endokrine oder metabolische 

Erkrankung oder medikamentöse Wirkungen) die psychischen Störungen auslösen 

oder begünstigen.

4.7    Der Sachverhalt erweist sich somit namentlich bezüglich der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers unter somatischem Aspekt als abklärungsbedürftig. Entscheidend 

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wird in der Folge sein, welche Arbeitsfähigkeit ihm unter Berücksichtigung aller 

relevanten Aspekte (der somatischen und der psychiatrischen) medizinisch zugemutet 

werden kann.

4.8    Da sich aufgrund der gegebenen Aktenlage nicht genügend zuverlässig beurteilen 

lässt, ob eine zumutbare Arbeitsfähigkeit allenfalls deshalb nicht vorliegt, weil eine 

Arbeitsaufnahme zur erneuten Dekompensation führen müsste, und weil auch nicht von 

vornherein absehbar ist, dass Arbeitsmöglichkeiten dem Beschwerdeführer selbst auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt und selbst bei weitreichender oder voller Arbeits­

fähigkeit in adaptierter Tätigkeit realistischerweise nicht offen stehen würden, kann von 

solchen ergänzenden medizinischen Abklärungen nicht abgesehen werden.

5.        

5.1    Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 28. Oktober 2009 teilweise zu schützen und die Sache 

ist zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu ent­

sprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2    Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus prozessualer 

Sicht in Bezug auf die Kosten ein vollständiges Obsiegen dar (vgl. SVR 1995 IV Nr. 51 

S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin 

sind ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. 

Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

5.3    Der Beschwerdeführer hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem 

bis

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Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.       In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

28. Oktober 2009 aufgehoben und die Sache wird zu ergänzenden medizinischen 

Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.       Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer 

zurückerstattet.

4.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2011
	Art. 28 IVG. Rückweisung zur ergänzenden medizinischen Abklärung, weil selbst eine ausreichende fachärztliche psychiatrische Dokumentation allein vorliegend eine zuverlässige Arbeitsfähigkeitsschätzung aufgrund des gesamten - auch somatischen - Gesundheitszustands nicht zulässt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2011, IV 2009/449).

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