# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64a5f2a7-dca2-5be3-af86-235a2ff68cb6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.04.2024 C-1474/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1474-2020_2024-04-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 22.01.2025 (8C_317/2024) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1474/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Serbien) 

vertreten durch lic. iur. Melanie Schneider-Koch,  

Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision;  

(Verfügung vom 13. Februar 2020). 

 

 

 

C-1474/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1970 geborene, geschiedene, in seiner Heimat wohnhafte, 

serbische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter  

oder Beschwerdeführer) reiste am (…) September 1992 in die Schweiz ein. 

Der gelernte Sanitärinstallateur übte mit Unterbrüchen verschiedene Tätig-

keiten aus und leistete entsprechende Beiträge an die schweizerische Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). So war er vom 

1. Februar 2006 bis zum 31. Januar 2007 bei den B._______ tätig. Seine 

letzten beruflichen Tätigkeiten erfolgten im Rahmen eines Beschäftigungs-

programms der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) beim C._______, von 

Februar bis Juni 2008. Seither ging er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach 

(Akten der Vorinstanz gemäss Aktenverzeichnis vom 24. März 2020 [nach-

folgend: IVSTA-act.] 2; 5; 8; 12; 13; 40, S. 1; 43, S. 24 und 31).  

B.  

B.a Am 28. November 2008 (Gesuch eingegangen am 9. Januar 2009) 

meldete sich der Versicherte erstmals unter Hinweis auf einen Myokardin-

farkt bei der Invalidenversicherungsstelle (…) (nachfolgend: IV-Stelle) zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IVSTA-act. 2). Nach 

Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht (IVSTA-act. 4-9; 

11-16; 18-23; 29-40) sowie dem Beizug der im Zusammenhang mit einem 

Stolperunfall erstellten SUVA-Akten (IVSTA-act. 14) gab die IV-Stelle ein 

polydisziplinäres Gutachten bei der D._______ in Auftrag. Die Expertise 

mit je einer internistisch-allgemeinmedizinischen, psychiatrischen, neuro-

logischen und kardiologischen Untersuchung wurde am 3. November 2011 

erstattet ([nachfolgend: D._______-Gutachten]; IVSTA-act. 43 [inkl. nach-

träglich eingegangene Unterlagen, S. 23 ff.]).  

B.b Mit Vorbescheid vom 12. März 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicher-

ten die Zusprache einer Viertelsrente, gestützt auf einen Invaliditätsgrad 

von 40 %, ab dem 1. Juli 2009 in Aussicht (IVSTA-act. 49). Den Einwand 

des Versicherten vom 24. April 2012 (IVSTA-act. 56) wies die IV-Stelle ab 

und erliess am 11. Juli 2012 eine dem Vorbescheid im Ergebnis entspre-

chende Verfügung (IVSTA-act. 63).  

B.c Auf ein erneutes Leistungsgesuch des Versicherten vom 21. August 

2012 (IVSTA-act. 65) trat die IV-Stelle, ihrem Vorbescheid vom 8. Novem-

ber 2012 (IVSTA-act. 69) entsprechend, mit Verfügung vom 23. April 2013 

nicht ein (IVSTA-act. 75). Diese Verfügung erwuchs – soweit aus den Akten 

ersichtlich – unangefochten in Rechtskraft (vgl. IVSTA-act. 126, S. 3).  

C-1474/2020 

Seite 3 

C.  

C.a In der Folge eines Antrags auf Anpassung von Ergänzungsleistungen 

forderte die Ausgleichskasse (…) den Versicherten am 29. November 2013 

auf, vorab eine IV-Revision zu beantragen (IVSTA-act. 82, S. 1; vgl. auch 

IVSTA-act. 86 = 104). Der Versicherte reichte hierauf am 19. Mai 2014 ein 

entsprechendes Gesuch ein (IVSTA-act. 84, S. 2 ff.) und liess der IV-Stelle 

medizinische Unterlagen zukommen (IVSTA-act. 82, S. 2 ff.). Die IV-Stelle 

nahm am 9. Mai 2014 ein Revisionsverfahren an die Hand (vgl. IVSTA-

act. 84) und führte medizinische Abklärungen durch (IVSTA-act. 85; 87-92; 

93; 94; 98; 100).  

C.b Der Versicherte verliess die Schweiz am (…) Juni 2014, nachdem 

seine Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert worden war. Er übersiedelte 

vorerst nach Schweden und kehrte im Anschluss daran in sein Heimatland 

Serbien zurück (IVSTA-act. 95; 101; 118; 123; 129).  

C.c Mit Vorbescheid vom 24. September 2014 teilte die IV-Stelle mit, sie 

beabsichtige, das Erhöhungsgesuch des Versicherten abzuweisen, da 

keine anhaltende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach-

gewiesen sei (IVSTA-act. 106). Der Einwand des Versicherten vom 14. Ok-

tober 2014 (IVSTA-act. 107) wurde durch die IV-Stelle mit Verfügung vom 

3. Februar 2015 abgewiesen (IVSTA-act. 122). 

C.d Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Melanie Schneider-

Koch, liess am 9. März 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht (…) erhe-

ben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm 

sei eine mindestens 50 %-ige IV-Rente zuzusprechen (IVSTA-act. 123).  

C.e Mit Urteil 5V 15 122 vom 10. Juli 2015 stellte das Kantonsgericht (…) 

fest, dass zum Erlass der angefochtenen Verfügung nicht die IV-Stelle (…), 

sondern die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder 

Vorinstanz) zuständig gewesen wäre. Einen Verzicht auf Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung aus Gründen der Prozessökonomie lehnte es 

ab. Es stellte sodann fest, dass weitere Abklärungen in somatischer und 

psychischer Hinsicht für eine abschliessende Beurteilung des Anspruchs 

des Versicherten erforderlich seien. Die Beschwerde wurde in dem Sinne 

gutgeheissen, dass die Verfügung aufgehoben und die Angelegenheit an 

die IV-Stelle (…) zurückgewiesen wurde, verbunden mit der Anweisung, 

die Akten an die IVSTA zu übergeben (IVSTA-act. 129). 

  

C-1474/2020 

Seite 4 

D.  

D.a In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts (…) schloss die IV-

Stelle (…) ihre Akten per 28. Oktober 2015 und übergab diese an die IVSTA 

(IVSTA-act. 132-137). 

D.b Gestützt auf eine Beurteilung ihres medizinischen Dienstes vom 

28. November 2015 (IVSTA-act. 144) ordnete die IVSTA am 7. Dezember 

2015 über den serbischen Versicherungsträger eine polydisziplinäre Be-

gutachtung in psychiatrischer, kardiologischer und internistischer Hinsicht 

an (IVSTA-act. 145). 

D.c Die Rechtsvertreterin des Versicherten liess der IVSTA weitere medi-

zinische Unterlagen zukommen (IVSTA act. 153-161). Am 3. Juni 2016 gin-

gen sodann im Sinne eines Gutachtens diverse fachärztliche Berichte beim 

medizinischen Dienst ein (IVSTA-act. 174, S. 2), welche vom serbischen 

Versicherungsträger übermittelt worden waren (IVSTA-act. 164-173). Die 

IVSTA holte hierzu eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens-

tes (RAD) ein (IVSTA-act. 174 und 176). Gemäss Stellungnahmen der 

Ärzte des medizinischen Dienstes, Dr. E._______, Facharzt für Allgemeine 

Medizin FMH, vom 9. Juni 2016 (IVSTA-act. 175) und Dr. F._______, Fach-

arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 28. Juni 2016 (IVSTA-

act. 177) sei aus kardiologischer wie auch aus psychiatrischer Sicht eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu verneinen.  

D.d Mit Vorbescheid vom 14. Juli 2016 stellte die IVSTA dem Versicherten 

die Abweisung des Revisionsgesuchs in Aussicht. Die bestehende Symp-

tomatik sei bereits in den ursprünglichen Rentenentscheid eingeflossen, 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei weder aus somati-

scher noch psychiatrischer Warte auszumachen (IVSTA-act. 178).  

D.e Mit Einwand vom 22. August 2016 liess der Versicherte die Zusprache 

einer zumindest halben Invalidenrente beantragen und weitere medizini-

sche Unterlagen einreichen (IVSTA-act. 185). Die IVSTA legte die neueren 

Facharztberichte des Allgemeinen Krankenhauses (…) (IVSTA-act. 188 

und 189) den beurteilenden Ärzten des medizinischen Dienstes vor (IV-

STA-act. 190; 192). Diese hielten an ihren Beurteilungen fest (Stellungnah-

men Dr. E._______ vom 1. September 2016 [IVSTA-act. 191] und 

Dr. F._______ vom 29. September 2016 [IVSTA-act. 193]). 

C-1474/2020 

Seite 5 

D.f Mit Verfügung vom 12. Dezember 2016 (IVSTA-act. 194) wies die Vor-

instanz das Revisionsbegehren ab und führte zur Begründung aus, im Re-

visionsverfahren hätten sich nur die bekannten Gesundheitsbeeinträchti-

gungen gezeigt. Es bestehe bis zum Wegzug ins Ausland und weiterhin ein 

Invaliditätsgrad von 40 %; die diesem entsprechende Viertelsrente werde 

aufgrund der gegebenen Situation (Nationalität, Wohnsitz) nicht ausbe-

zahlt.  

E.  

E.a Mit Eingabe vom 30. Januar 2017 liess der Versicherte, wiederum ver-

treten durch Rechtsanwältin Melanie Schneider-Koch, hiergegen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer mindestens halben 

IV-Rente beantragen (IVSTA-act. 123).  

E.b Mit Urteil C-644/2017 vom 9. Mai 2018 hiess das Bundesverwaltungs-

gericht die Beschwerde gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies 

die Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-

gungen zurück. In den Erwägungen wurde festgehalten, der Sachverhalt 

sei ungenügend abgeklärt worden und die Vorinstanz sei daher anzuwei-

sen, eine multidisziplinäre fachärztliche Begutachtung des Gesundheits-

schadens des Versicherten (insbesondere in internistischer, kardiologi-

scher und psychiatrischer Hinsicht) sowie von dessen Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Anschliessend habe die Vorinstanz neu 

zu verfügen (vgl. IVSTA-act. 224).  

F.  

F.a Im Nachgang des Urteils liess die Rechtsvertreterin des Versicherten 

der IVSTA weitere medizinische Berichte zukommen (IVSTA-act. 225-228). 

Die IVSTA leitete sodann weitere Abklärungen in erwerblicher (IVSTA-

act. 233; 238) und medizinischer (IVSTA-act. 233; 239-242) Hinsicht ein 

und gab nach entsprechender Zuteilung durch SUISSEMED@P (IVSTA-

act. 256) am 8. Oktober 2018 eine polydisziplinäre medizinische Abklärung 

bei der H._______ in Auftrag (IVSTA-act. 255).  

F.b In seiner Stellungnahme vom 15. Oktober 2018 zuhanden der Vorin-

stanz hielt Dr. E._______ des medizinischen Dienstes der IVSTA fest, dass 

aus somatischer Sicht eine körperlich leichte Arbeit sitzend-stehend im 

Pensum von 60 % weiterhin zumutbar sei. Der somatische Zustand des 

Versicherten habe sich seit den Verfügungen vom 11. Juli 2012 und 22. Au-

C-1474/2020 

Seite 6 

gust 2012 nicht verändert (IVSTA-act. 262). Dr. F._______ des medizini-

schen Dienstes führte in seiner Stellungnahme vom 12. November 2018 

zuhanden der IVSTA aus, dass es aus psychiatrischer Sicht ebenfalls nicht 

zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Zusprache der 

Viertelsrente gekommen sei (IVSTA-act. 274).  

F.c Das polydisziplinäre Gutachten der H._______ (nachfolgend: 

G._______-Gutachten), basierend auf den zur Verfügung gestellten Akten-

dokumenten sowie internistischen, kardiologischen, pneumologischen, 

neurologischen sowie psychiatrischen Untersuchungen, wurde am 

11. Februar 2019 erstattet (IVSTA-act. 297-301). Die Gutachter kamen da-

bei in ihrer Konsensbeurteilung zum Schluss, dass einzig eine wesentliche 

Änderung in einer weiteren Zunahme des Köpergewichts festzustellen sei. 

F.d In ihrer Stellungnahme vom 11. Juni 2019 anlässlich der interdiszipli-

nären Fallbesprechung zwischen dem medizinischen Dienst und dem 

Rechtsdienst der Vorinstanz stuften Dr. I._______, Fachärztin Allgemeine 

Medizin FMH, physikalische Medizin und Rehabilitation FMH und zertifi-

zierte Medizinerin SIM, und Dr. J._______, Facharzt Psychiatrie und Psy-

chotherapie FMH, die Leistungsbeurteilung der G._______-Gutachter als 

stichhaltig ein (IVSTA-act. 322).  

F.e Mit Vorbescheid vom 10. Juli 2019 teilte die IVSTA dem Versicherten 

mit, sie beabsichtige, das Revisionsgesuch abzuweisen, im Wesentlichen 

mit der Begründung, laut ihren Abklärungen habe sich dessen Gesund-

heitszustand in keiner für den Anspruch erheblichen Weise geändert (IV-

STA-act. 324).  

F.f Gegen den Vorbescheid liess der Versicherte, vertreten durch Rechts-

anwältin Melanie Schneider-Koch, mit Schreiben vom 9. September 2019 

Einwand erheben und die Ausrichtung einer IV-Rente von mindestens 

50 % beantragen; eventualiter sei ein weiteres Gutachten in Auftrag zu ge-

ben (IVSTA-act. 326).  

F.g Nach weiteren Abklärungen (IVSTA-act. 331-353) wies die IVSTA das 

Revisionsgesuch des Versicherten, entsprechend ihrem Vorbescheid und 

nach Stellungnahme von Dr. K._______ des medizinischen Dienstes vom 

8. Februar 2020 (IVSTA-act. 353), mit Verfügung vom 13. Februar 2020 ab 

(IVSTA-act. 354).  

  

C-1474/2020 

Seite 7 

G.  

G.a Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer, weiterhin vertre-

ten durch Rechtsanwältin Melanie Schneider-Koch, mit Eingabe vom 

12. März 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und 

folgende Rechtsbegehren stellen (Akten im Beschwerdeverfahren [nach-

folgend: BVGer-act.]1):  

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem Beschwerde-

führer sei eine IV-Rente von mindestens 50 % zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. 

3. Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 

zwecks Vervollständigung des Sachverhaltes und zur neuen Ent-

scheidung zurückzuweisen. 

4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu ertei-

len und die unterzeichnende Anwältin sei als unentgeltliche Prozess-

beiständin zu bestellen 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

Zur Begründung liess er im Wesentlichen geltend machen, das psychiatri-

sche Teilgutachten sei weder vollständig noch schlüssig oder nachvollzieh-

bar. Am 11. April 2018 habe zudem eine Begutachtung des Beschwerde-

führers durch den serbischen Republikfonds für Renten- und Invalidenver-

sicherung stattgefunden. Die Gutachterstelle in (…) habe am 12. April 2018 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit festgestellt. Dies sei im Gutachten der 

H._______ nicht berücksichtigt worden. 

G.b Mit Vernehmlassung vom 16. April 2020 schloss die Vorinstanz auf Ab-

weisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung 

vom 13. Februar 2020 (BVGer-act. 6)  

G.c Mit unaufgeforderter Eingabe vom 8. Juni 2020 liess der Beschwerde-

führer einen Spitalbericht vom 25. April 2020 zu den Akten reichen (BVGer-

act. 8).  

G.d Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung 

wurde nach Eingang des entsprechenden Formulars inklusive Beilagen 

(BVGer-act. 3 und 7) mit Zwischenverfügung vom 6. Juli 2020 gutgeheis-

sen (BVGer-act. 9). 

C-1474/2020 

Seite 8 

G.e In seiner Replik vom 7. September 2020 liess der Beschwerdeführer 

an seinen Rechtsbegehren vollumfänglich festhalten (BVGer-act. 11).  

G.f Mit Duplik vom 9. Oktober 2020 hielt die Vorinstanz an ihren Anträgen 

unverändert fest (BVGer-act. 13).  

G.g Mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2020 schloss die damals zu-

ständige Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel – vorbehältlich weiterer 

Instruktionsmassnahmen – ab (BVGer-act. 14).  

H.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Beweismit-

tel ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen einzugehen.  

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG [SR 173.32]; Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]).  

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG (SR 172.021 [Art. 37 VGG]). Gemäss Art. 3 

Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die be-

sonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1; zu verfahrensrechtlichen 

Neuerungen vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.2, zu den allgemeinen intertempo-

ralrechtlichen Regeln vgl. BGE 130 V 1 E. 3.2) vorbehalten.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 

durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Nachdem der Beschwerdeführer aufgrund der gewährten unentgeltlichen 

Prozessführung keinen Kostenvorschuss zu leisten hat (BVGer-act. 9), ist 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 12. März 2020 

einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 ATSG). 

C-1474/2020 

Seite 9 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 13. Februar 2020, mit der die Vorinstanz auf das Revisi-

onsgesuch des Beschwerdeführers vom 19. Mai 2014 eingetreten ist und 

dieses nach einer materiellen Prüfung abgewiesen respektive den bisheri-

gen Anspruch auf eine Viertelsrente bestätigt hat. Nachdem die Verfügung 

der IVSTA vom 12. Dezember 2016 mit dem Rückweisungsurteil des Bun-

desverwaltungsgerichts C-644/2017 vom 9. Mai 2018 aufgehoben wurde, 

bleibt gemäss vorgenanntem Urteil Streitgegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab 

23. April 2013 (vgl. unten E. 4.1; vgl. auch Urteil des BGer 9C_301/2010 

vom 21. Januar 2011 E. 3.2.1; Urteil des BVGer C-337/2018 vom 12. De-

zember 2018 E. 2).  

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Es ist gemäss 

dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Be-

gründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

3.2 Das Verwaltungs- sowie das erstinstanzliche sozialversicherungsrecht-

liche Beschwerdeverfahren sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 Bst. c ATSG). Danach hat die Verwaltung 

und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige 

und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

BGE 138 V 218 E. 6; 137 V 210 E. 1.2.1; 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in 

den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 

E. 2; 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 141 V 405 E. 4.4; 138 V 218 

E. 6).  

3.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 13. Februar 2020) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

C-1474/2020 

Seite 10 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).  

3.4  

3.4.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze  

massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 144 V 210 

E. 4.3.1), weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens 

beim Erlass der Verfügung vom 13. Februar 2020 in Kraft standen; weiter 

aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getre-

ten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leis-

tungsansprüche von Belang sind.  

3.4.2 Der Beschwerdeführer ist serbischer Staatsangehöriger und wohnt in 

Serbien. Mit Blick auf das massgebliche Verfügungsdatum (13. Februar 

2020) gelangt damit das am 11. Oktober 2010 abgeschlossene und am 

1. Januar 2019 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der Republik Serbien über Soziale Sicher-

heit (SR 0.831.109.682.1; im Folgenden: Abkommen) zur Anwendung. So-

weit dieses Abkommen nichts anderes bestimmt, sind die Staatsangehöri-

gen des einen Vertragsstaates sowie deren Familienangehörige und Hin-

terlassene in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des 

anderen Vertragsstaates den Staatsangehörigen dieses Vertragsstaates 

beziehungsweise deren Familienangehörigen und Hinterlassenen gleich-

gestellt (Art. 4 Abs. 1 des Abkommens). Gemäss Art. 5 Abs. 2 des Abkom-

mens werden ordentliche Renten der schweizerischen Invalidenversiche-

rung für Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, sowie die aus-

serordentlichen Renten und die Hilflosenentschädigungen der schweizeri-

schen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung nur bei Wohnsitz 

in der Schweiz gewährt. 

3.5 Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG und 

des ATSG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2020 5535 ff.) so-

wie die Änderungen der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 

17. Januar 1961 (IVV [SR 831.201]) vom 3. November 2021 (AS 2021 706) 

in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mas-

sgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 

E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1) und die angefochtene Verfügung vom 

C-1474/2020 

Seite 11 

13. Februar 2020 ab (IVSTA-act. 354) vor dem Inkrafttreten der Änderun-

gen des IVG und des ATSG vom 19. Juni 2020 sowie der IVV vom 3. No-

vember 2021 datiert, beurteilen sich die Ansprüche des Beschwerdefüh-

rers gegenüber der IV nach dem IVG und der IVV in ihrer Fassung je vom 

1. Januar 2020 sowie dem ATSG und der Verordnung vom 11. September 

2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV 

[SR 830.11]) jeweils in ihrer Fassung vom 1. Oktober 2019. Sie werden im 

Folgenden denn auch in dieser Fassung zitiert.  

4.  

4.1 Mit der Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz ist das Bun-

desverwaltungsgericht an das unangefochten gebliebene Urteil 

C-644/2017 gebunden (BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 334 E. 2; Urteile 

des BGer 9C_542/2022 vom 15. November 2023 E. 4.2; 9C_344/2022 vom 

20. Februar 2023 E. 4.2; sowie das Urteil des BVGer C-1331/2020 vom 

28. April 2021 E. 3.1 m.H.). Zudem kann hier – anstelle einer Wiederholung 

der entsprechenden Erwägungen im vorliegenden Entscheid – insbeson-

dere betreffend die Invalidität und den Rentenanspruch (E. 4.1 bis 4.3), die 

Rentenrevision (E. 4.4) sowie die Beweiswürdigung und den Beweiswert 

von ärztlichen Dokumenten (E 4.5 und 4.6), auf die entsprechenden Erwä-

gungen im obgenannten Urteil verwiesen werden.  

4.2 Mit Blick auf die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung ist im Zu-

sammenhang mit dem Beweiswert eines ärztlichen Berichts oder Gutach-

tens Folgendes zu ergänzen resp. zu verdeutlichen:  

4.2.1 Geht es um psychische Erkrankungen, namentlich eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomati-

sches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen 

leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409), sind für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Be-

rücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits 

und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das 

tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 

281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prü-

fung und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatrische, lege artis 

gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). 

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das 

Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie 

«funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheits-

C-1474/2020 

Seite 12 

schädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp-

tome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbidi-

täten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-

tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-

text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-

tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-

tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und be-

handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-

druck (E. 4.4.2). 

4.2.2 Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem 

dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss dort, wo 

es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Die Frage der Notwendigkeit 

in diesem Sinne beurteilt sich nach dem konkreten Beweisbedarf. Sie fehlt 

ganz allgemein in Fällen, die sich durch die Erhebung prägnanter Befunde 

und übereinstimmende fachärztliche Einschätzungen hinsichtlich Diag-

nose und funktioneller Auswirkungen im Rahmen beweiswertiger Arztbe-

richte und Gutachten auszeichnen (BGE 143 V 418 E. 7.1). Gleiches gilt, 

wenn etwa die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder 

einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund-

heitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (siehe auch 

BGE 141 V 281 E. 2.2; Urteil des BGer 9C_534/2015 vom 1. März 2016 

E. 2.2.2 m.H.). Ausserdem bleibt ein strukturiertes Beweisverfahren dort 

entbehrlich, wo im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Ar-

beitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und 

allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifika-

tion oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden 

kann. Dies alles zeigt, dass es hinsichtlich Notwendigkeit des strukturierten 

Beweisverfahrens stets einer einzelfallweisen Beurteilung aufgrund der 

konkreten Fallumstände und der jeweiligen Beweisproblematik bedarf 

(BGE 143 V 418 E. 7.1). 

4.2.3 Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens 

hängt wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema 

– erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein 

betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizini-

schen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Ren-

tenberechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am recht-

lich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei-

chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, in-

C-1474/2020 

Seite 13 

wiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefun-

den hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die 

gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des BGer 

9C_113/2019 vom 29. August 2019 E. 2.2; 9C_418/2010 vom 29. August 

2011 E. 4.2, in: SVR 2012 IV Nr. 18; 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 

E. 6.1.2, in: SVR 2013 IV Nr. 44). 

5.  

5.1 Mit rechtskräftigem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-644/2017 

wurde festgestellt, dass sich die Sachverhaltsabklärungen der Vorinstanz 

insgesamt als ungenügend erweisen. Umstritten und zu klären sei, ob sich 

der lnvaliditätsgrad des Beschwerdeführers seit dem letzten rechtskräfti-

gen Revisionsentscheid vom 23. April 2013 in für den Rentenanspruch er-

heblicher Art verändert habe. Jene Verfügung habe sich im Wesentlichen 

auf das D._______-Gutachten vom 3. November 2011 und die darauf 

fussende Beurteilung durch die Fachspezialisten des RAD gestützt. Das 

D._______-Gutachten vom 3. November 2011, bestehend aus den Teilgut-

achten der Dres. L._______ (Fallführung, Facharzt für Innere Medizin 

FMH), M._______ (Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH), 

N._______ (Facharzt Neurologie FMH) und O._______ (Facharzt Kardio-

logie FMH) sowie einer Gesamtbeurteilung (IVSTA-act. 43), sei als Refe-

renzpunkt definiert, von dem aus Abweichungen des heutigen Gesund-

heitszustandes zu beurteilen seien. Es fehle jedoch an einer interdiszipli-

nären Gesamtbeurteilung und insbesondere die Berichtslage im psychiat-

rischen Bereich lasse keine Rückschlüsse auf aktuelle Einschränkungen 

der Arbeitsfähigkeit zu. Die Vorinstanz sei daher anzuweisen, eine multi-

disziplinäre fachärztliche Begutachtung des Gesundheitsschadens des Be-

schwerdeführers (insbesondere in internistischer, kardiologischer und psy-

chiatrischer Hinsicht) sowie von dessen Auswirkungen auf seine Arbeitsfä-

higkeit vorzunehmen (vgl. Urteil des BVGer C-644/2017 vom 9. Mai 2018 

E. 5.1 ff.).  

5.2 Zur Prüfung, ob eine wesentliche Besserung eingetreten ist, ist dem-

nach die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers ab dem 23. Ap-

ril 2013 (Datum des rechtskräftigen Revisionsentscheids, welcher faktisch 

auf einen unveränderten Gesundheitszustand seit D._______-Begutach-

tung schloss) mit derjenigen zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 

vom 13. Februar 2020 zu vergleichen und zu prüfen, ob in den für den 

Leistungsanspruch relevanten Tatsachen eine wesentliche Änderung ein-

getreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsrelevanter 

Weise zu beeinflussen.  

C-1474/2020 

Seite 14 

6.  

Für den Referenzzeitpunkt kann auf die entsprechenden Erwägungen zum 

D._______-Gutachten vom 3. November 2011 im Entscheid des Bundes-

verwaltungsgerichts C-644/2017 vom 9. Mai 2018 verwiesen werden (vgl. 

E. 5.2.1 ff.). An dieser Stelle werden die im D._______-Gutachten gestell-

ten Diagnosen im Rahmen der Gesamtbeurteilung (Abschnitt 5 [IVSTA-

act. 43) wiederholt: 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Koronare Herzkrankheit (1-Asterkrankung) (ICD-10: I25.1) 

– Status nach akutem Vorderwandinfarkt mit Reanimation 11. Juni 2008 

– Status nach Akut-PTCA und BMS-Stentimplantation 11. Juni 2008  

– Status nach PTCA/Stent wegen Instent-Restenose und distaler Stenosie-

rung mit DE Ballon 27. Oktober 2008 

– Koronarangiographie 19. März 2010 leichte Instent-Restenose distaler 

RIVA und mässige Abgangsstenose R. diagonalis, konservatives Proze-

dere, echokardiographisch linksventrikuläre Ejektionsfraktion 38 % 

– aktuell echokardiographisch linksventrikuläre Ejektionsfraktion von 30-

35 % (13. September 2011) 

– Dauerantikoagulation mit Marcoumar bei Status nach 1/3-Thrombus 2008 

– Kardiovaskuläre Risikofaktoren, bei Status nach massivem Nikotinkon-

sum bis 06/08 und Metabolisches Syndrom 

– Panikstörung (ICD-10: F41.0) 

– Sensibles Hemisyndrom links unklarer Ursache; DD (differenzialdiagnostisch) im 

Rahmen eines zerebrovaskulären Insults, pathogenetisch bei kardialer Embolie in 

Zusammenhang mit einem Myokardinfarkt 6/08 (ICD-10: I63.8) 

– Risikofaktoren: vgl. Diagnose 5.1.1 (s. koronare Herzkrankheit) 

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Metabolisches Syndrom  

– morbide Adipositas (BMI 47 kg/m2) (ICD-10: E66.0) 

– arterielle Hypertonie, medikamentös (ungenügend) behandelt (ICD-10: 

I10) 

– Dyslipidämie, medikamentös behandelt (ICD-10: E78.2) 

– Phobie (ICD-10: F40.2) 

– Leichtgradige sensomotorische Ulnarisparese links, wahrscheinlich druckbedingt 

(ICD-10: G56.2) 

C-1474/2020 

Seite 15 

In den Vordergrund rückten die Gutachter die kardiologische Komponente. 

Diese schränke die Arbeitsfähigkeit auf nurmehr leichte Arbeiten mit min-

destens hälftigem sitzendem Anteil ein. Die Arbeit könne an sechs Stunden 

täglich, bei reduziertem Rendement wahrgenommen werden; insgesamt 

bestehe eine 70 %ige Leistungsfähigkeit. Einschränkungen aus neurologi-

scher Hinsicht wirkten sich faktisch nur auf Tätigkeiten aus, die der Be-

schwerdeführer nie wahrgenommen habe. Die Panikstörung, namentlich 

das punktuelle Auftreten von Panikattacken, schränke die Arbeitsfähigkeit 

um 10 % ein. Die festgestellten Einschränkungen wirkten sich additiv aus, 

da sich die intervallmässig auftretenden Panikattacken nicht in die aus so-

matischen Gründen vorgegebenen Erholungspausen integrieren liessen. 

Der Beginn der Reduktion der Leistungsfähigkeit auf 60 % lasse sich ge-

mittelt auf den Myokardinfarkt im Juni 2008 festlegen. Höhergradige psy-

chiatrische Einschränkungen könnten im Rückblick nicht als im invalidisie-

renden Sinne langedauernd betrachtet werden. 

7.  

7.1 In Nachachtung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 

C-644/2017 vom 9. Mai 2018 tätigte die Vorinstanz weitere Abklärungen 

und holte insbesondere ein Gutachten der H._______, erstattet am 

11. Februar 2019, ein (vgl. IVSTA-act. 297-301 und die nachfolgenden 

Ausführungen dazu in E. 7.8). Gestützt darauf und auf die Stellungnahmen 

von Dr. I._______ und Dr. J._______ vom 11. Juni 2019 (IVSTA-act. 322), 

die ergänzende Stellungnahme von Dr. J._______ vom 9. Januar 2020 (IV-

STA-act. 334) und die Stellungnahmen von Dr. K._______ vom 30. De-

zember 2019 (IVSTA-act. 333) sowie vom 8. Februar 2020 (IVSTA-

act. 353) wies sie mit Verfügung vom 13. Februar 2020 das Revisionsge-

such des Beschwerdeführers erneut ab, wobei auch weitere medizinische 

Berichte und Unterlagen seit der Begutachtung bis bis zum Revisionszeit-

punkt (Februar 2020) in die Beurteilung einbezogen wurden (vgl. IVSTA-

act. 354).  

7.2 Es gelangten im Rahmen der weiteren Abklärungen folgende, bisher 

der IVSTA nicht vorliegende, medizinische Berichte zu den Akten:  

7.3 Diverse fachärztliche Berichte des Allgemeinspitals (…):  

7.3.1 Spirometriebefunde vom 16. März 2015 (IVSTA-act. 339, S. 15), vom 

23. April 2015 (IVSTA-act. 339, S. 10) sowie vom 4. November 2015 (IV-

STA-act. 339, S. 12 und 29 f. = 345 [deutsche Übersetzung]) des Thorax-

Ambulatoriums, jeweils ohne Unterschrift.  

C-1474/2020 

Seite 16 

7.3.2 Fachärztlicher Bericht zuhanden der Invalidenkommission von 

Dr. P._______, Fachärztin für Innere Medizin, vom 4. April 2016 (IVSTA-

act.  339, S. 19 = 348 [deutsche Übersetzung]) sowie Arztberichte vom 

3. August 2017 (IVSTA-act. 239 [deutsche Übersetzung]), vom 10. April 

2018 (IVSTA-act. 226 = 242, S. 1 f.) sowie vom 4. Oktober 2018 (IVSTA-

act.  308, S. 6 f. = 314 [deutsche Übersetzung]). 

7.3.3 Arztberichte von Dr. Q._______, Fachärztin für Psychiatrie, vom 

18. April 2016 (IVSTA-act. 349 [deutsche Übersetzung]), vom 21. Juli 2017 

(IVSTA-act. 240 [deutsche Übersetzung] = 336), vom 19. Oktober 2017 

(IVSTA-act. 241 [deutsche Übersetzung]), vom 21. März 2018 (IVSTA-act. 

228, S. 2 = 242, S. 3 = 339, S. 18), vom 8. Oktober 2018 (IVSTA-act. 265 

= 267 [deutsche Übersetzung] = IVSTA-act. 304 [deutsche Übersetzung]) 

sowie vom 7. Dezember 2018 (IVSTA-act. 311 [deutsche Übersetzung]). 

7.3.4 Fachärztlicher Bericht von Dr. R._______, Fachärztin für Neuropsy-

chiatrie, vom 29. August 2017 (IVSTA-act. 339, S. 13 = 346 [deutsche 

Übersetzung]). 

7.3.5 Fachärztlicher Bericht von Dr. S._______, Facharzt für Innere Medi-

zin, Subspezialisierung Nephrologie, vom 24. Oktober 2017 (IVSTA-

act. 339, S. 7 und 17 = 343 [deutsche Übersetzung] = 347 [deutsche Über-

setzung]). 

7.3.6 Fachärztlicher Bericht von Dr. T._______, Fachärztin für Neurologie, 

datiert vom 7. November 2017 (IVSTA-act. 339, S. 8 = 344 [deutsche Über-

setzung]).  

7.3.7 Arztberichte vom 19. Dezember 2017 (IVSTA-act. 339, S. 31 = 351 

[deutsche Übersetzung]) sowie vom 4. Januar 2019 (IVSTA-act. 308, S. 1 

= 310 [deutsche Übersetzung]), unterzeichnet von Dr. U._______, Fach-

arzt für Neurologie.  

7.3.8 Fachärztlicher Bericht vom 11. Dezember 2018, unterzeichnet von 

Dr. V._______, Facharzt für Orthopädie (IVSTA-act. 308, S. 5 = 313 [deut-

sche Übersetzung]). 

7.3.9 Fachärztlicher Bericht vom 24. Dezember 2018, unterzeichnet von 

Dr.  W._______, Facharzt für Pneumologie (IVSTA-act. 308, S. 3 = 312 

[deutsche Übersetzung]). 

C-1474/2020 

Seite 17 

7.3.10 Entlassungsbericht vom 15. April 2019, unterzeichnet von Dres. 

X._______, Facharzt für Innere Medizin, Y._______, Fachärztin für Innere 

Medizin, und P._______, Fachärztin für Innere Medizin, betreffend den sta-

tionären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 8. bis 15. April 2019 (IV-

STA-act. 327= 330 [deutsche Übersetzung]).  

7.4 Arztbericht von Dr. Z._______, Facharzt für Innere Medizin und Kardi-

ologie, Leiter der Abteilung für Kardiologie, Universitätsspital Aa._______, 

vom 28. Februar 2018 (IVSTA-act. 228, S. 6 = 242, S. 4 = 308, S. 11 = 339, 

S. 6 = 339, S. 6 und 27 [ohne Übersetzung]). 

7.5 Fachärztlicher Bericht des Universitären Klinischen Zentrums 

Bb._______, unterzeichnet durch Dr. Cc._______, Facharzt für Kardiolo-

gie, vom 6. März 2018 (IVSTA-act. 228, S. 1 = 242, S. 9 = 339, S. 6 und 26 

= 350 [deutsche Übersetzung]). 

7.6 Gutachten von Dr. Dd._______, Fachärztin für Innere Medizin, zuhan-

den des Republikfonds für Renten- und Invalidenversicherung, (…), vom 

12. April 2018 (IVSTA-act. 339, S. 1-4 = 341 [deutsche Übersetzung]). 

7.7 Die IVSTA holte Stellungnahmen des medizinischen Dienstes ein:  

7.7.1 Dr. E._______, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, führte in seiner 

Stellungnahme vom 15. Oktober 2018 aus, bei Status nach Myokardinfarkt 

im Jahr 2008, Stenting, prophylaktische Einlage des Schrittmachers, sei 

die Herzleistung seit 2008 bis heute unverändert mit linksventrikulärer Aus-

wurffraktion von 35 % im Herzultraschall, ohne klinische Zeichen einer 

Herzinsuffizienz, ohne relevante Herzrhythmusstörungen und ohne Angina 

pectoris. Die Reduktion der Lungenfunktionswerte (Vitalkapazität VC, For-

cierte Vitalkapazität FVC und Erstsekundenvolumen FEV1) sei durch die 

invalidenfremde Adipositas problemlos erklärt. Aus somatischer Sicht sei 

eine körperlich leichte Arbeit sitzend-stehend im Pensum von 60 % weiter-

hin zumutbar. Der somatische Zustand habe sich seit den Verfügungen 

vom 11. Juli 2012 und 22. August 2012 nicht verändert (IVSTA-act. 262). 

7.7.2 Dr. F._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Fähigkeitsausweis Vertrauens-

arzt SGV/SSMC, zertifizierter RAD-Arzt, hielt in seiner Stellungnahme vom 

12. November 2018 fest, die einzig richtige Diagnose sei die vom Psychia-

ter Dr. Ee._______genannte Diagnose einer spezifischen, isolierten Pho-

bie (ICD-10: F40.2) seit 2006. Der IV-Stellenarzt sei der Ansicht gewesen, 

dass die gesamte Symptomatik schon vor der Zusprache der Viertelsrente 

C-1474/2020 

Seite 18 

genannt worden, mithin also bei den Erwägungen bereits eingeflossen sei. 

Da es heute einzig darum gehe zu erörtern, ob der psychiatrische Zustand 

sich in massgeblicher Weise verschlechtert hat, habe dieser erkannt, dass 

dies nicht der Fall sei. Die Befunde und die Klagen würden allesamt schon 

in früheren Dokumenten beschrieben. Aus psychiatrischer Sicht sei es 

demnach nicht zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit 

Zusprache der Viertelsrente gekommen (IVSTA-act. 274). 

7.8  

7.8.1 Dem polydisziplinären (Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 

Pneumologie, Kardiologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie) Gutach-

ten der G._______ vom 11. Februar 2019 sind die nachfolgenden Diagno-

sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (IVSTA-act. 297, 

S. 9 f.):  

– Ischämische Kardiomyopathie mit derzeit kompensierter Herzinsuffizienz (NYHA 

II) 

– Koronare Ein-Gefäss-Erkrankung 

– Zustand nach anteroseptalem Myokardinfarkt Juni 2008 mit Reanimation 

und PCI des RIVA mit BM-Stent bei koronarer Ein-Gefäss-Erkrankung 

– Re-PCI bei In-Stent-Stenose Oktober 2008 

– ICD-Implantation (SJM Fortifi ST-DR) Juli 2012 

– Aktuell: Echokardiographisch dilatierter linker Ventrikel mit deutlich redu-

zierter LVEF (visuell 30-35 %), kein Klappenvitium 

– Morbide Adipositas seit mindestens 2008 – aktuell BMI 53,9 (165 kg bei 175 cm) 

– Mittelschwer verminderte Vitalkapazität bei morbider Adipositas und koronarer 

Kardiomyopathie mit kompensierter Herzinsuffizienz (keine Hinweise für Asthma 

bronchiale) 

Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten die Diagnosen:  

– Arterielle Hypertonie 

– Diabetes mellitus Typ 2 

– Hyperlipidämie 

– Karpaltunnelsyndrom links 

– Ulnaris-Syndrom links 

– Restzustand einer somatoformen autonomen Funktionsstörung des kardiovasku-

lären Systems (ICD-10: F45.0) 

C-1474/2020 

Seite 19 

7.8.2 In seinem allgemeinmedizinisch-internistischen Teilgutachten vom 

1. Februar 2019 (IVSTA-act. 298, S. 1-26) kam Dr. med. Ff._______, Fach-

arzt für Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie, zum Schluss, neben 

der ischämischen Kardiomyopathie, die Gegenstand des kardiologischen 

Teilgutachtens sei, stehe aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht 

die morbide Adipositas im Vordergrund, die eine Minderung der allgemei-

nen körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit bedinge. Daher 

seien durchgreifende und nachhaltige Massnahmen zur deutlichen Reduk-

tion des Körpergewichts bei morbider Adipositas dringend angezeigt. Hier-

von könnten neben einer verbesserten körperlichen Belastbarkeit auch un-

mittelbar günstige Auswirkungen auf die Herzinsuffizienz, den Diabetes 

mellitus, die arterielle Hypertonie und die Hyperlipidämie erwartet werden. 

Allerdings habe der Beschwerdeführer seit 2010 weiterhin deutlich um 

mehr als 30 kg Gewicht zugenommen. Im Rahmen einer 2012 durchge-

führten Ernährungsberatung hätten diätetische Massnahmen lediglich zu 

einer kurzzeitigen minimen Reduktion des Gewichtes geführt; dabei habe 

die Ernährungsberaterin eine mangelnde Motivation des Beschwerdefüh-

rers zur Umstellung der Ernährung festgestellt.  

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfskraft in einem Veloverleih 

könne, sofern bei dieser von einer körperlich sehr leichten bis leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit ausgegangen werden könne, der Versi-

cherte aus rein allgemeinmedizinischer Sicht ohne Berücksichtigung der 

kardiologischen Diagnosen acht Stunden pro Tag anwesend sein. Diese 

Tätigkeit könne aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht als leidens-

angepasst gelten. Die morbide Adipositas bedinge eine allgemein vermin-

derte körperliche Leistungsfähigkeit mit Auswirkung auf das Arbeitstempo 

und das Ausdauervermögen mit erhöhtem Pausenbedarf. Die resultie-

rende Leistungsminderung sei auf 20 % einzuschätzen. Bereits zum Zeit-

punkt des Infarktereignisses im Juni 2008 habe eine Adipositas permagna 

bestanden. Zu einer wesentlichen Veränderung der durch die morbide Adi-

positas bedingten Minderung der Arbeitsfähigkeit sei es seitdem nicht ge-

kommen. Aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht könne von einer 

ärztlich angeleiteten und überwachten konsequenten Behandlung der mor-

biden Adipositas mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion von mindestens 

50 kg innerhalb von zwei Jahren eine Verbesserung der bestehenden Ar-

beitsfähigkeit erwartet werden. Eine solche Behandlung sei zumutbar und 

erfolgversprechend, sofern der Beschwerdeführer hierzu ausreichend mo-

tiviert sei. Bei der Untersuchung im Rahmen der aktuellen Untersuchung 

habe der Versicherte jedoch geäussert, kein Interesse an gewichtsreduzie-

renden Massnahmen zu haben. 

C-1474/2020 

Seite 20 

7.8.3 Dr. med. Ff._______ führte in seinem kardiologischen Teilgutachten 

vom 1. Februar 2019 (IVSTA-act. 298, S. 27-50) aus, als Folge des statt-

gehabten Vorderwandinfarktes bei koronarer Ein-Gefäss-Erkrankung und 

der ischämischen Kardiomyopathie bestehe eine Schädigung der linken 

Herzkammer mit Narbenbildung und erheblicher Einschränkung der 

Pumpfunktion, die zu einer Minderung der körperlichen Leistungs- und 

Ausdauerfähigkeit führe, aus der eine qualitative und quantitative Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten resultiere. Die interventi-

onelle Therapie des akuten Vorderwandinfarktes mit Stenteinlage und er-

neuter interventioneller Behandlung der In-Stent-Stenose habe bislang zu 

einer Stabilisierung der ischämischen Kardiomyopathie geführt, ohne An-

halt für einen wesentlichen Progress der Koronarkrankheit. So seien bei 

der zuletzt im Februar 2015 in Serbien durchgeführten Koronarangiogra-

phie keine relevanten Befundänderungen gegenüber den Voruntersuchun-

gen festgestellt worden. Auch seien die echokardiographischen Befunde 

im langjährigen Verlauf seit der im Rahmen der im September 2011 durch-

geführten polydisziplinären Begutachtung durchgeführten Untersuchung 

im Wesentlichen konstant und beschrieben die Dilatation und eine erheb-

lich eingeschränkte kontraktile Funktion der linken Herzkammer. Während 

die Herzinsuffizienz medikamentös (ACE-Hemmer, Betablocker, Aldoste-

ronantagonist) weitestgehend leitlinengerecht behandelt werde und allen-

falls beim Einsatz eines Diuretikums noch Optimierungsmöglichkeiten be-

stehen würden, hätten, soweit dokumentiert, konkrete Versuche, die seit 

Jahren bestehende morbide Adipositas (aktueller BMI 53.9) zu behandeln, 

bislang nur einmal stattgefunden. Die Gründe hierfür seien zumindest teil-

weise auch bei dem Versicherten auszumachen, der bei der aktuellen Be-

gutachtung angebe, auf gewichtsreduzierende Massnahmen keine Lust zu 

haben. Dennoch sei eine gezielte und durchgreifende Reduktion des mas-

siven Übergewichtes unter ärztlicher Anleitung und Kontrolle, gegebenen-

falls auch mittels bariatrischer Chirurgie, dringend zu empfehlen. Von ihr 

könne sich der Versicherte neben einer kardialen Entlastung mit einer ver-

besserten körperlichen Leistungsfähigkeit auch günstige Effekte auf die ar-

terielle Hypertonie, die diabetische Stoffwechsellage und die Blutfette und 

damit auf das gesamte kardiovaskuläre Risikoprofil erwarten. Im Rahmen 

der Kontrolle der Risikofaktoren sei neben der Gewichtsreduktion und Be-

handlung des Diabetes eine Senkung des erhöhten LDL-Cholesterols 

(nach Leitlinien auf unter 1.8 mmol/L) anzustreben. Aufgrund der erheblich 

eingeschränkten linksventrikulären Funktion und der in der elektrophysio-

logischen Untersuchung induzierbaren anhaltenden ventrikulären Ta-

chykardien sei 2012 aus prophylaktischer Indikation ein ICD-Aggregat im-

C-1474/2020 

Seite 21 

plantiert worden. Unter der etablierten antiarrhythmischen Therapie mit A-

miodaron seien allerdings bislang keine ventrikulären Arrhythmien aufge-

treten, die einer Elektrotherapie bedurft hätten.  

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfskraft in einem Veloverleih 

könne, sofern bei dieser von einer körperlich sehr leichten bis leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit mit einem mindestens 50 % sitzenden Anteil 

ausgegangen werden könne, der Beschwerdeführer aus rein kardiologi-

scher Sicht sechs Stunden pro Tag anwesend sein. Die Einschränkung der 

täglichen Präsenzzeit sei der durch die ischämische Kardiomyopathie be-

dingten, erheblich eingeschränkten Leistungsfähigkeit geschuldet, die 

auch in körperlich leichten Tätigkeiten zu einem verminderten Ausdauer-

vermögen und einem vermehrten Pausenbedarf führe (Arbeitsfähigkeit von 

75 %). Als leidensangepasst könne aus kardiologischer Sicht eine körper-

lich sehr leichte bis leichte, überwiegend im Sitzen auszuübende Tätigkeit 

gelten, die ohne grossen Zeitdruck bewerkstelligt werden kann. Nicht zu-

mutbar seien Tätigkeiten im Akkord- oder Nachtschichtbetrieb. 

7.8.4 Der fallführende Gutachter Dr. med. Gg._______, Facharzt für Neu-

rologie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, hielt in seinem 

neurologischen Teilgutachten vom 11. Januar 2019 (IVSTA-act. 299) fest, 

auf neurologischem Gebiet sei der lediglich vermutete Hirninfarkt kritisch 

zu hinterfragen. Mehrfache bildgebende Untersuchungen (MRI) zeigten 

keine eindeutige ischämische Läsion. Kardiologischerseits sei auch keine 

evidente Emboliequelle festgestellt worden. Die Halsgefässe seien trotz 

ausgeprägten vaskulären Risikoprofils gemäss Befund vom 20. November 

2013 frei. Die zirkulär verteilten Sensibilitätsstörungen unter Aussparung 

der seitenentsprechenden Gesichtshälfte und des Rumpfes, ohne gleich-

zeitige Reflexdifferenz oder pathologische Vorhalteversuche (AHV und 

BHV), würden gegen eine stattgehabte, relevante zerebrale lnfarzierung 

und mehr für eine funktionelle, nicht-organisch abstützbare Genese spre-

chen. Bei der aktuellen neurologischen Begutachtung elektrophysiologisch 

objektivierbar seien dagegen ein ausgeprägtes Karpaltunnelsyndrom 

(CTS) und ein Ulnarisrinnensyndrom (SUS) auf der linken Seite. Dabei 

handle es sich um periphere Nervenkompressionssyndrome, die in der Re-

gel effektiv chirurgisch behandelbar seien und nicht zu einer dauernden 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten. Die erhobenen klinischen Be-

funde seien im Wesentlichen unverändert gegenüber der D._______-Vor-

begutachtung im Jahr 2011. In der vormals offenbar auch betroffenen rech-

ten Hand würden heute keine neurologischen Beschwerden mehr angege-

ben. Die vom Beschwerdeführer ausserdem vorgetragenen unspezifischen 

C-1474/2020 

Seite 22 

Schwindelbeschwerden seien klinisch nicht fassbar. Die diesbezüglich 

durchgeführten neurologischen Untersuchungen (Frenzelbrille, Nystag-

mus-Trommel, Kopfimpulstest) seien unauffällig.  

Aus rein neurologischer Sicht besteht in der letzten Tätigkeit als Hilfsarbei-

ter bei einem Veloverleih keine zeitliche Einschränkung (Arbeitsfähigkeit 

von 100 %). 

7.8.5 Dr. med. Hh._______, Facharzt Innere Medizin und Pneumologie 

FMH, führt in seinem pneumologischen Teilgutachten vom 29. Januar 2019 

(IVSTA-act. 300)  aus, dass nach den anamnestischen Angaben des Be-

schwerdeführers seit einer Pneumonie 2014 eine Asthmaproblematik be-

stehe. Nach den zur Verfügung stehenden, medizinischen Unterlagen 

seien von 2014 keine Lungenfunktionsuntersuchungen vorhanden. Am 

16. März 2015 seien erstmals pneumologische Untersuchungsbefunde do-

kumentiert und es werde in der Diagnose von einem unspezifischen 

Asthma bronchiale berichtet. Die Spirometriebefunde zeigten allerdings 

keinerlei Hinweise für eine obstruktive Ventilationsstörung, sondern eine 

mittelschwerverminderte Vitalkapazität (VC) und ein mittelschwer vermin-

dertes Erstsekundenvolumen (FEVl). Diese Befunde seien aus pneumolo-

gischer Sicht sehr wohl mit der ausgeprägten Adipositas (damals BMI von 

45,7 kg/m2, 140 kg) und der zusätzlichen Kardiomyopathie mit verminder-

ter linksventrikulärer Funktion vereinbar und es könne nicht auf ein zusätz-

liches Asthma bronchiale geschlossen werden. Der Verlauf der dokumen-

tierten Spirometriebefunde widerspreche sogar der Hypothese eines Asth-

mas. So zeige sich, dass unter einer bronchodilatativen Therapie mit Be-

rodual (Antiasthmatikum mit den Wirkstoffen Fenoterol und Ipratropiumbro-

mid; vgl. <www.compendium.ch/product/116006-berodual-n-dosieraeros>, 

abgerufen am 5. März 2024) ca. sechs Wochen später, am 27. April 2015, 

keine relevante Änderung der Spirometriebefunde habe verzeichnet wer-

den können. In der pneumologischen Kontrolle vom 14. Dezember 2018 

würden sich dann aber deutlich signifikant verbesserte Spirometriebefunde 

mit einer Zunahme der Vitalkapazität um 1210 Liter, entsprechend 63 % 

und einer Verbesserung des FEVl um 2030 Liter (126 %) ergeben. Diese 

Veränderung sei aus pneumologischer Sicht bei unveränderter inhalativer 

Behandlung nicht mit einem Asthma bronchiale vereinbar, bzw. nicht mög-

lich. Diese Veränderungen könnten nur durch eine adaptierte kardiale Me-

dikation und / oder eine sich erholende linksventrikuläre Funktion erklärt 

werden und würden somit vielmehr auf eine kardiale Insuffizienz hinwei-

sen. Resultate einer grossen Lungenfunktionsprüfung, die die statischen 

Lungenvolumina ersichtlich und eine bessere Differenzierung zwischen 

C-1474/2020 

Seite 23 

kardialer und pulmonaler Komponente möglich machen würden, seien 

nicht vorhanden. Somit sei aus pneumologischer Sicht die Diagnose eines 

Asthma bronchiale in Zweifel zu ziehen und es müsste hierfür eine adä-

quate Diagnostik erfolgen. Diese bestünde in einem Methacholinprovoka-

tionstest ohne vorgängige bronchodilatative Behandlung. Unabhängig die-

ser diagnostischen Unsicherheit sei aber die Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers aus pneumologischer Sicht dadurch nicht relevant beein-

trächtigt, weil die kardiale Problematik hierbei deutlich mehr im Vorder-

grund stehen dürfte. Am 11. / 12. April 2012 sei aufgrund eines dringenden 

Verdachtes eines mittelschweren Schlaf-Apnoe-Syndroms eine respirato-

rische Polygraphie im Kantonsspital (…) erfolgt. In dieser Polygraphie hätte 

sich kein Schlaf-Apnoe-Syndrom nachweisen lassen (Apnoe-Hypopnoe-

Index von 1 pro Stunde).  

Aus rein pneumologischer Sicht könnte der Versicherte in der zuletzt aus-

geübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Velostation während 8 Stunden 

pro Tag anwesend sein (Arbeitsfähigkeit von 100 %). 

7.8.6 Das psychiatrische Teilgutachten vom 18. Januar 2019 von 

Ii._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, (IVSTA-act. 301) hält zusammenfassend 

fest, es ergebe sich, nach Würdigung der anamnestischen Angaben des 

Versicherten und unter Berücksichtigung von Diskrepanzen und einer 

überwiegend wahrscheinlichen Aggravation sowie nach kritischer Würdi-

gung der im Dossier vorhandenen ärztlichen Berichte, beim Versicherten 

nach dem Herzinfarktereignis vom Juni 2008 mit konsekutiver Reanimation 

nach einigen Wochen (genauer sei der Zeitpunkt nicht bestimmbar) die 

Entwicklung einer herzphobischen Symptomatik, einer Herzneurose, die 

nach aktueller Nomenklatur des ICD-10 als somatoforme autonome Funk-

tionsstörung des kardiovaskulären Systems bezeichnet werde. Im Rahmen 

dieser Symptomatik seien möglicherweise auch sporadisch Panikattacken 

aufgetreten. Auch hätten diese zu einem nachvollziehbaren ängstlich ge-

prägten Vermeidungsverhalten geführt. Mindestens ab dem Jahre 2010 sei 

allerdings retrospektiv von einer sukzessiven Remission der Symptomatik 

mit aktuell lediglich noch diskreter Restsymptomatik auszugehen. Nach kri-

tischer Würdigung der im Dossier vorhandenen ärztlichen Berichte und der 

anamnestischen Angaben des Versicherten ergebe sich, dass retrospektiv 

danach keine namhafte objektive psychische Beeinträchtigung mehr vor-

handen gewesen sein dürfte. Entsprechend seien in den psychiatrischen 

Berichten lediglich noch subjektiv vorgetragene Beeinträchtigungen des 

Versicherten beschrieben. Es sei aber auch deutlich, dass der Versicherte, 

C-1474/2020 

Seite 24 

was einem namhaften Leidensdruck entgegenstehen dürfte, vordergründig 

wenig Interesse an Strategien zur Verbesserung seines psychischen Be-

findens gezeigt und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten demons-

trierte habe einerseits, andererseits im Rahmen der Begutachtung aus dem 

Jahre 2011 zahlreiche Aussenaktivitäten entgegen seinen früheren und 

späteren Angaben bei den jeweiligen Fachärzten aufführte. Dazu passend 

sei der aktuelle AMDP-konforme, psychiatrische Befund bis auf eine initiale 

vorgegebene unterschwellige Gereiztheit des Versicherten bezogen auf 

die objektiven Kriterien regelrecht. Auch aus den anamnestischen Angaben 

des Versicherten sei keine namhafte psychische Beeinträchtigung objekti-

vierbar, zumal dieser bezogen auf seine allfällige Beeinträchtigung auffal-

lend vage bleibe, insistierende Fragen diesbezüglich nicht beantworte, und 

er im Widerspruch zu früheren Angaben, welche insbesondere eine Beein-

trächtigung durch Angstsymptome beinhalteten, nun eine vermeintliche 

Fremdaggressivität mit der Gefahr der Schädigung Dritter in den Vorder-

grund stelle. In der Gegenübertragung sei passend zum objektiven Befund 

und den anamnestischen Angaben des Versicherten kein namhafter Lei-

densdruck aufspürbar. Einem namhaften Leidensdruck entgegen stehe 

auch die mindestens unregelmässige Einnahme der antidepressiven Me-

dikation, auf welche vor dem Hintergrund der hiesigen Spiegelbestimmun-

gen geschlossen werden müsse. Zusammenfassend sei somit aus gut-

achterlicher Sicht keine psychische Erkrankung mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit beim Versicherten (mehr) diagnostizierbar. Insbesondere 

seien die Achsensymptome einer depressiven Störung (tiefe Traurigkeit, 

Antriebsverlust, Interessenlosigkeit) nicht evident. Dem entgegen stehe 

auch das sehr dynamische Auftreten des Versicherten. Entgegen der von 

ihm postulierten Konzentrationsminderung und Vergesslichkeit platziere 

der Versicherte im Rahmen der Untersuchung Antworten sehr zielgerichtet, 

seiner Intension folgend, und sei über den gesamten Untersuchungsver-

lauf sehr gut konzentriert. Weiterhin würden sich keine Anhaltspunkte für 

das Vorhandensein einer Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer an-

haltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer Schmerzstörung mit 

psychischen und somatischen Faktoren vor dem Hintergrund einer klinisch 

nicht nachvollziehbaren Schmerzbeeinträchtigung und der nicht vorhande-

nen Evidenz für einen ungelösten/fehlverarbeiteten psychischen Konflikt 

ergeben.  

Zusammenfassend bestehe lediglich noch ein Restzustand einer somato-

formen autonomen Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems ohne 

Auswirkung auf die Arbeits- und Alltagsfähigkeit des Versicherten. 

C-1474/2020 

Seite 25 

7.8.7 In ihrer Konsensbeurteilung vom 11. Februar 2019 (IVSTA-act. 297) 

kamen die Gutachter zum Schluss, dass kardiologischer- und allgemein-

internistischerseits als Folge des stattgehabten Vorderwandinfarktes bei 

koronarer Ein-Gefäss-Erkrankung und ischämischer Kardiomyopathie mit 

erheblicher Einschränkung der Pumpfunktion sowie als Folge der morbi-

den Adipositas eine Minderung der körperlichen Leistungs- und Ausdauer-

fähigkeit mit einer qualitativen und quantitativen Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit bestehe. Die pneumologischerseits festgestellte mittel-

schwer verminderte Vitalkapazität bei morbider Adipositas und koronarer 

Kardiomyopathie mit kompensierter Herzinsuffizienz führe aus pneumolo-

gischer Sicht bei im Vordergrund stehender kardialer Problematik zu keiner 

weiteren relevanten Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 

des Versicherten. Die im Rahmen der neurologischen Begutachtung fest-

gestellten Nervenkompressionssyndrome führten, da sie chirurgisch effek-

tiv behandelbar seien, nicht zu einer dauernden Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit. Namhafte psychische Beeinträchtigungen seien nicht objek-

tivierbar. Von gutachterlicher Seite würden keine ausreichenden Hinweise 

für das Vorhandensein einer Persönlichkeitsstörung oder -akzentuierung 

vorliegen.  

In Bezug auf Belastungsfaktoren und Ressourcen halten die Gutachter 

fest, dass der Beschwerdeführer bei entsprechender Willensanstrengung 

ausreichend zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, zur Kompetenz 

und Wissensanwendung entsprechend seinem Bildungsniveau in der Lage 

sei. Der Versicherte sei uneingeschränkt entscheidungs- und urteilsfähig, 

zu Proaktivitäten und Spontanaktivitäten in der Lage, widerstands- und 

durchhaltefähig, selbstbehauptungsfähig, fähig zu dyadischen Beziehun-

gen und mobil sowie verkehrsfähig. Die massive Adipositas mit einherge-

hender Dekonditionierung sei als Reintegrationshindernis zu werten. Eben-

falls sei eine Reintegration in das Erwerbsleben aufgrund der inzwischen 

langjährigen Arbeitsabstinenz und der überwiegend wahrscheinlich beim 

Versicherten hierfür kaum vorhandenen Motivation erschwert.  

In ihrer Konsistenzbeurteilung legten die Gutachter dar, dass die aktuellen 

anamnestischen Angaben des Versicherten teilweise Diskrepanzen zu sei-

nen früheren Angaben aufwiesen. So werde in den im Dossier vorhande-

nen ärztlichen Berichten mehrfach aufgeführt, dass er aufgrund von Angst-

symptomen ein Vermeidungsverhalten in der Art, das Haus / die Wohnung 

nicht zu verlassen, angegeben habe. Allerdings habe er selbst dieser Dar-

stellung im Rahmen der D._______-Begutachtung im Jahre 2011 wider-

C-1474/2020 

Seite 26 

sprochen, während welcher er angab, Aussenaktivitäten durchaus nachzu-

gehen. Auch würden im Bericht Reisen in sein Heimatland erwähnt. Im 

Rahmen der hiesigen Begutachtung postuliere der Versicherte, aus Angst 

von Impulsdurchbrüchen, welche dazu führen könnten, andere Menschen 

körperlich zu verletzen, angeblich das Haus nicht zu verlassen, nicht aber 

aufgrund vermeintlicher Ängste. Des Weiteren sei das subjektiv beklagte 

Beschwerdeausmass vor dem Hintergrund eines nahezu regelrechten psy-

chopathologischen Befundes nach AMDP und einer in der Gegenübertra-

gung nicht aufspürbaren namhaften psychischen Beeinträchtigung nicht 

nachzuvollziehen. Auch stehe das zielgerichtete Antwortverhalten den vom 

Beschwerdeführer postulierten Konzentrationseinschränkungen und einer 

vermeintlichen Vergesslichkeit entgegen. Die Frequenz der psychiatri-

schen Konsultationstermine und die vor dem Hintergrund der unzureichen-

den Plasmaspiegel mindestens unregelmässige Einnahme der Psycho-

pharmaka würden aus gutachterlicher Sicht ebenfalls einem namhaften 

Leidensdruck widersprechen. Darüber hinaus bleibe der Versicherte bei in-

sistierender Nachfrage nach allfälligen psychischen Beeinträchtigungen 

weitstreckig vage oder beantworte Fragen gar nicht, beispielsweise auch 

im Hinblick auf die Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit. Zusammenfas-

send bestehe somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine aggravie-

rende Symptompräsentation. Dieses Verhalten resultiere mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit aus einem enttäuschten und vom Versicherten als 

rechtmässig empfundenen Versorgungsbegehren. Allgemein-internisti-

scher und kardiologischerseits sei eine gewisse Diskrepanz zwischen der 

Sorge um die eigene gesundheitliche Verfassung und Angst vor einem 

möglichen erneuten Herzinfarkt einerseits und einer als Gleichgültigkeit im-

ponierenden Haltung gegenüber einer dringend notwendigen Gewichtsre-

duktion andererseits aufgefallen. Neurologischerseits seien die vom Versi-

cherten vorgetragenen unspezifischen Schwindelbeschwerden klinisch 

nicht fassbar, ebenso habe sich für die vom Versicherten angegebenen zir-

kulär verteilten Sensibilitätsstörungen unter Aussparung der seitenentspre-

chenden Gesichtshälfte und des Rumpfes, ohne gleichzeitige Reflexdiffe-

renz oder pathologische Vorhalteversuche keine organisch abstützbare 

Genese ergeben. Aus psychiatrischer Sicht hätten sich auch keine Anhalts-

punkte für eine psychosomatische Reaktionsbildung gezeigt, das heisse 

eine eventuell somatoforme / funktionelle Erkrankung, die diese vorgege-

benen Symptome erklären könnte, beim Versicherten vor dem Hintergrund 

des Fehlens eines fehlverarbeiteten / unverarbeiteten seelischen Konflik-

tes und einer namhaften klinischen Beeinträchtigung. Im Gesamtkontext 

sei auch bezogen auf diese vom Versicherten vorgegebenen Beschwerden 

mindestens von einer Aggravation auszugehen. 

C-1474/2020 

Seite 27 

Sowohl die ischämische Kardiomyopathie als auch die morbide Adipositas 

minderten die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dabei resultiere in 

einer leidensangepassten Tätigkeit wie beispielsweise der bisherigen Tä-

tigkeit auf der Velostation, wobei es sich insgesamt um eine sehr leichte 

bis leichte körperliche wechselbelastende Tätigkeit mit mindestens 50 % 

sitzendem Anteil ohne Akkord und ohne Nachtarbeit handeln sollte, eine 

Restarbeitsfähigkeit von 60 %. Diese setze sich aus einer Präsenzfähigkeit 

von 75 % und einem Rendement von 80 % zusammen. Diese Einschät-

zung der Arbeitsfähigkeit gelte nach dem Vorderwandinfarkt im Juni 2008 

und nach Abschluss der Akutbehandlung, Rekonvaleszenz und Rehabilita-

tionbis anhin. Psychiatrischerseits sei ab dem Herzinfarktereignis eine 

100 %-ige Arbeitsunfähigkeit als Folge der somatoformen autonomen 

Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems nachvollziehbar mit einer 

ab Januar bis Juni 2009 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit und ab Juli bis De-

zember 2009 einer maximal 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit und mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit ab 1. Januar 2010 einer 100 %-igen Arbeitsfä-

higkeit. Somit ergebe sich gesamthaft / integral seit dem Herzinfarktereig-

nis im Juni 2008 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bis Januar 2009, ab 

Januar 2009 eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit und ab Juli 2009 gesamthaft 

eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit des Versicherten, bis anhin.  

Von kardiologischer und allgemeinmedizinisch-internistischer Seite sei von 

einer ärztlich angeleiteten und überwachten konsequenten Behandlung 

der morbiden Adipositas mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion von mindes-

tens 50 kg innerhalb von zwei Jahren eine Verbesserung der bestehenden 

Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Diese Behandlung sei zumutbar und erfolgs-

versprechend, sofern der Versicherte hierzu ausreichend motiviert sei. 

Pneumologischer- und psychiatrischerseits seien keine darüberhinausge-

henden Behandlungsmassnahmen notwendig. Vonseiten des neurologi-

schen Fachgebietes werde eine chirurgische Behandlung des Karpaltun-

nelsyndroms und des Ulnarisrinnen-Syndroms empfohlen. 

Aus allgemein-internistischer und kardiologischer Sicht seien die Arbeits-

unfähigkeiten in der aufgehobenen Verfügung nachvollziehbar. Auch aus 

pneumologischer Sicht könnten die erhobenen Arbeitsunfähigkeiten bestä-

tigt werden. Die Spirometriebefunde hätten sich zwischen April 2015 und 

Dezember 2018 deutlich signifikant verbessert, was aus pneumologischer 

Sicht auf die sich etwas erholende linksventrikuläre Funktion und / oder 

eine angepasste kardiale Medikation zurückzuführen sei. Aus psychiatri-

scher Perspektive sei auszuführen, dass bereits zum Zeitpunkt der aufge-

C-1474/2020 

Seite 28 

hobenen Verfügung retrospektiv keine psychische Erkrankung mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit mehr feststellbar gewesen sei. Somit sei der 

Versicherte aus rein psychiatrischer Sicht zu jener Zeit bereits wieder zu 

100 % arbeitsfähig. Neurologischerseits sei auch für diesen Zeitpunkt 

keine Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar. Die wesentliche Änderung des 

Gesundheitszustands seither bestehe in einer weiteren Zunahme des Kör-

pergewichts. Jedoch habe bereits zum Zeitpunkt der Verfügungen eine 

morbide Adipositas mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestanden.  

7.9 In ihrer kurzen Stellungnahme vom 11. Juni 2019 anlässlich der inter-

disziplinären Fallbesprechung zwischen der Sachbearbeitung, dem medi-

zinischen Dienst sowie dem Rechtsdienst stuften Dr. I._______, Fachärztin 

Allgemeine Medizin FMH, physikalische Medizin und Rehabilitation FMH 

und zertifizierte Medizinerin SIM, und Dr. J._______, Facharzt Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, die Leistungsbeurteilung der G._______-Gut-

achter als stichhaltig ein. Sie führten aus, die funktionellen Einschränkun-

gen seien im Wesentlichen kardiologischer Natur. Aus pneumologischer 

Sicht sei eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustandes des Be-

schwerdeführers eingetreten. Die Gutachter hätten folglich keine relevante 

Veränderung feststellen können mit Ausnahme der Gewichtszunahme, 

welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (IVSTA-act. 322).  

7.10 Die IVSTA holte nach dieser Beurteilung weitere Stellungnahmen ih-

res medizinischen Dienstes ein:  

7.10.1 Gemäss der Stellungnahme vom 30. Dezember 2019 des RAD-Arz-

tes Dr. K._______, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, zertifizierter SIM 

Gutachter, ist dem Entlassungsbericht des Allgemeinspitals (…) vom 

15. April 2019 (vgl. E. 7.3.10) eine erneute kardiale Dekompensation des 

Beschwerdeführers mit einer Stabilisierung unter Diuretika zu entnehmen. 

Aus seinem Spitalaufenthalt vom 8. bis 15. April 2019 gehe beim Be-

schwerdeführer – mit bekannter behandelter ischämischer Kardiomyopa-

thie, Adipositas, arterieller Hypertension und chronischer obstruktiver Lun-

generkrankung – keine neue Gesundheitsschädigung hervor (IVSTA-

act. 333).  

7.10.2 In seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2020 stellte Dr. J._______ 

fest, dass die Untersuchung vom 7. Dezember 2018 durch Dr. Q._______ 

(vgl. E. 7.3.3) einen Monat vor der Begutachtung stattgefunden habe, und 

dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zeitnah danach von 

den Gutachtern erhoben worden sei. Der Gesundheitszustand dürfte sich 

C-1474/2020 

Seite 29 

in dem kurzen Zeitraum kaum wesentlich verändert haben. Andererseits 

sei festzustellen, dass sich weder die von Dr. Q._______ gestellte Diag-

nose noch der erhobene Befund im Vergleich zu den Vorberichten (21. Juli 

2017, 19. Oktober 2017, 8. Oktober 2018) wesentlich verändert hätten. Die 

genannten Vorberichte hätten den Gutachtern vorgelegen (S. 27 des psy-

chiatrischen Gutachtens). Seines Erachtens vermöchte der neu einge-

reichte psychiatrische Bericht daher die Schlussfolgerungen der Gutachter 

nicht in Frage zu stellen (IVSTA-act. 334). 

7.10.3 Dr. K._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2020 

wiederholend fest, aus dem Dokument vom 15. April 2019 (vgl. E. 7.3.10) 

gehe hervor, dass der Versicherte eine neue kardiale Dekompensation er-

litten habe mit Stabilisierung unter Diuretika. Aus dem Krankenhausaufent-

haltsbericht vom 8. bis 15. April 2019 gehe demgegenüber nicht hervor, 

dass er bei Stabilisierung seiner Diuretika eine neue kardiale Dekompen-

sation gehabt habe. Bei diesem Versicherten sei bekannt, dass er für is-

chämische Kardiomyopathie, Adipositas, Bluthochdruck und chronisch-ob-

struktive Lungenerkrankung behandelt werde. Zusammenfassend werde 

daher festgestellt, dass es keine neuen objektiven medizinischen Beweise 

für eine Veränderung der gesundheitlichen Beeinträchtigung geben, so 

dass sich der Anspruch auf Leistungen ändern würde. Die medizinisch-ju-

ristische Beurteilung vom 11. Juni 2019 sei weiterhin gültig (IVSTA-

act. 353). 

8.  

Zu prüfen ist, ob die neu eingeholten und neu berücksichtigten medizini-

schen Unterlagen eine schlüssige Beurteilung des Gesundheitszustandes 

des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähig-

keit seit April 2013 zulassen bzw. die Schlussfolgerungen der Gutachter zu 

bestätigen sind, was der Beschwerdeführer bestreitet. Nachfolgend wer-

den einleitend die dazu vertretenen Positionen wiedergegeben. 

8.1 Die Vorinstanz stützt sich in der angefochtenen Verfügung vom 

13. Februar 2020 im Wesentlichen auf das polydisziplinäre G._______-

Gutachten vom 11. Februar 2019. Daraus ergebe sich, dass sich der Zu-

stand des Beschwerdeführers in keiner für den Anspruch erheblichen 

Weise geändert habe. Die funktionellen Einschränkungen seien haupt-

sächlich kardiologischer Natur. Im pneumologischen Bereich sei eine 

leichte Besserung des Gesundheitszustandes erfolgt, allerdings ohne Ein-

fluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die Fachleute hätten dementsprechend keine 

C-1474/2020 

Seite 30 

bedeutende Änderung des Gesundheitszustandes festgehalten. Einzig er-

wähnt werde eine Gewichtszunahme, die jedoch keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit habe (IVSTA-act. 354).  

8.2 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 17 und Art. 43 

ATSG. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, das G._______-Gut-

achten sei nicht schlüssig, nicht nachvollziehbar und unvollständig, wes-

halb es nicht verwertbar sei. Dr. med. Jj._______, Kk._______ Psychiatrie, 

habe in ihrem Austrittsbericht vom 10. Juli 2014 eine Angststörung und eine 

depressive Störung, gemischt (ICD-10: F41.2), diagnostiziert (IVSTA-

act. 100), was neu sei gegenüber dem D._______-Gutachten und deshalb 

einen Revisionsgrund darstelle. Mit diesem Austrittsbericht habe sich der 

psychiatrische Gutachter der H._______ nicht auseinandergesetzt. Das 

Gutachten sei auch deshalb nicht vollständig, weil ihm die medizinischen 

Akten der Rentenprüfung in (…) nicht zugrunde gelegt worden seien. Der 

Beschwerdeführer sei am 11. August 2018 von der Gutachterstelle für erst-

instanzliche Verfahren (IVSTA-act. 341 ff). untersucht worden, wobei 

schlussendlich eine vollständige Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden sei. 

Im Übrigen würden die Arztberichte von Dr. Ll._______ und Dr. Q._______, 

welche die Diagnose einer depressiven Episode bzw. einer rezidivierenden 

Episode (gegenwärtig schwere Episode) nennen würden, vom psychiatri-

schen Gutachter als subjektiv vorgetragene Beeinträchtigungen beschrie-

ben. Der Gutachter mache geltend, eine depressive Störung sei nicht evi-

dent, die Diagnosen würden sich auf subjektive Äusserungen stützen. Der 

Gutachter mache diese Feststellung, ohne nach dem Testverfahren ge-

mäss dem Beck-Depressions-Inventar (BDI) oder nach einem ähnlichen 

Testverfahren vorgegangen zu sein, weshalb das Gutachten diesbezüglich 

nicht vollständig und folglich nicht verwertbar sei. Im Übrigen habe 

Dr. Q._______ im Bericht vom 18. April 2016 ausdrücklich festgestellt, 

dass es sich um objektive Befunde handeln würde (IVSTA-act. 349). Die 

objektiven Befunde seien eine auffällige Haltung und auffälliges Verhalten, 

hypervigile Aufmerksamkeit, hoch anxiös, depressiv polarisierte Hyperthy-

mie, Konzentrationsverlust, niedere Frustrationsschwelle, fehlende Impuls-

kontrolle, gestörter dynamischer Antriebswille in Form von Hypobulie, so-

wie transitorische Schlaflosigkeit. Ebenso stützten sich Dr. Ll._______ im 

Bericht vom 26. November 2014 (IVSTA-act. 338) und Dr. Q._______ im 

Bericht vom 8. Oktober 2018 (IVSTA-act. 304) auf objektive Befunde und 

stellten dabei die Diagnosen ICD-10 F32.2 und F33.2 (Anmerkung des Ge-

richts: Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome [ICD-

10: F32.2] und Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere 

Episode ohne psychotische Symptome [ICD-10: F33.2]; vgl. 

C-1474/2020 

Seite 31 

<www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-who/kode-suche/html-

amtl2019/block-f30-f39.htm>, abgerufen am 5. März 2024). Dabei handle 

es sich um Diagnosen, die im D._______-Gutachten noch nicht gestellt 

worden seien, weshalb von einer Verschlechterung des Gesundheitszu-

standes des Beschwerdeführers ausgegangen werden müsse.  

Das psychiatrische Gutachten der H._______ sei zudem widersprüchlich 

und berücksichtige die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers 

nicht. Auf S. 27 ff. des psychiatrischen Gutachtens würden die vom Be-

schwerdeführer geklagten Beschwerden wiedergegeben: Aggressivität, 

Nervosität, Ängste bis Todesängste mit Schmerzen, Zittern, Druck in der 

Brust und Panikattacken. Bei den Befunden auf S. 33 halte med. pract. 

Ii._______ fest, dass Panikattacken vom Beschwerdeführer verneint wür-

den. Ängste und Befunde würden keine vorliegen. Dies stehe im klaren 

Widerspruch zu den geklagten Beschwerden und es frage sich deshalb, ob 

der Gutachter bei den geklagten Beschwerden und bei den Befunden von 

derselben Person ausgehe. Das Gutachten sei auch aus diesem Grund 

nicht verwertbar. 

Im D._______-Gutachten vom 3. November 2011 sei eine Panikstörung 

(ICD-10: F41.0) diagnostiziert worden. Im Juli / August 2012 soll gemäss 

G._______-Gutachten vom 11. Februar 2019 keine Arbeitsunfähigkeit aus 

psychischer Sicht mehr bestanden haben. Das G._______-Gutachten be-

gründe jedoch nicht schlüssig und nachvollziehbar, weshalb 2011 vom 

D._______ eine Panikstörung diagnostiziert worden sei und weshalb im 

2019 die Panikstörung nicht mehr vorhanden sei.  

Eine weitere neue Diagnose sei im Dezember 2017 gestellt worden. 

Dr. U._______ habe gemäss fachärztlichem Bericht vom 19. Dezember 

2017 (IVSTA-act. 351) die Diagnose Schwindel und Taumel (ICD-10: R42) 

gestellt. Somit liege vorliegend eine erhebliche Änderung des Sachverhal-

tes vor, weshalb der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hin-

sicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungs-

berechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums und ohne Bindung 

an frühere Invalideneinschätzung zu prüfen sei (mit Verweis auf BGE 141 

V 9). 

8.3 Die Vorinstanz brachte in der Vernehmlassung zusammengefasst vor, 

das Gutachten entspreche gänzlich den bundesgerichtlich geforderten ma-

teriellen Anforderungen an ein Gutachten. In die interdisziplinäre Gesamt-

beurteilung der H._______ (IVSTA-act. 297-301) seien zunächst sämtliche 

C-1474/2020 

Seite 32 

Vorakten einbezogen worden, und es habe ferner eine einlässliche Anam-

neseerhebung der jeweiligen Fachärzte stattgefunden. Aufgrund dieser 

Angaben und der durchgeführten eigenen Abklärungen im internistischen, 

kardiologischen, neurologischen, pneumologischen und psychiatrischen 

Bereich hätten die beurteilenden Fachärzte vermocht, sich ein schlüssiges 

und zweifelsfreies Bild der vorliegenden Leiden zu bilden sowie Aussagen 

zum zeitlichen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu treffen. Dem anwaltlichen 

Vorwurf der fehlenden Beweiskraft insbesondere des psychiatrischen Gut-

achtens habe der IV-ärztliche Dienst nicht zu folgen vermocht (vgl. IV-ärzt-

liche Stellungnahme vom 11. Juni 2019; IVSTA-act. 322), weitere im An-

schluss an das interdisziplinäre Gutachten eingereichte heimatärztliche 

Befunde und Gutachten seien sowohl unter somatischer wie auch in psy-

chiatrischer Betrachtung als nicht beweiskräftig genug erschienen, die gut-

achterlichen Befunde objektiv zu entkräften (vgl. Stellungnahmen vom 

30. Dezember 2019 [IVSTA-act. 333], vom 9. Januar 2020 [IVSTA-

act. 334] und vom 8. Februar 2020 [IVSTA-act. 353]). 

8.4 Replicando führte der Beschwerdeführer ergänzend aus, dass vorlie-

gend wichtig sei, dass die Vorinstanz Kenntnis von den Abklärungen in Ser-

bien gehabt habe. Die Pflicht zur Abklärung des Sachverhaltes hätte für die 

Vorinstanz bedeutet, die ausländische Begutachtung bei der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu berücksichtigen und vor al-

lem den Gutachtern vorzulegen (BVGer-act. 11).  

8.5 Duplikweise hielt die Vorinstanz fest, dass die im Nachgang erhältlich 

gemachten Arztberichte sowie die serbische Begutachtung vom 11. April 

2018 ebenfalls IV-ärztlich gewürdigt worden seien mit dem Ergebnis, dass 

sich daraus kein Sachverhalt ergebe, welcher der gutachterlichen Würdi-

gung vom 8. Januar 2019 (recte wohl: 11. Februar 2019; IVSTA-act. 297-

301) entgegenstehe. Der Sachverhalt sei demnach für eine zuverlässige 

Beurteilung als genügend zu betrachten und als überwiegend wahrschein-

lich zu würdigen. 

9.  

Die Aktenlage zwischen Referenzzeitpunkt und Revisionszeitpunkt ist wie 

folgt zu würdigen:  

9.1 Das polydisziplinäre Gutachten der H._______ vom 11. Februar 2019, 

wie in E. 7.8 inhaltlich eingehend wiedergegeben, beruht auf einer Berück-

sichtigung der medizinisch relevanten Vorakten sowie einer eingehenden 

klinischen Untersuchung mit Angabe der erhobenen Befunde, enthält eine 

C-1474/2020 

Seite 33 

eingehende Anamnese pro Fachgebiet, prüft die Diagnosen mit und ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie enthält eine eingehende und 

kritische Beurteilung der Auswirkungen der Erkrankungen auf die Arbeits-

fähigkeit und auch eine Auseinandersetzung mit abweichenden ärztlichen 

Beurteilungen. Sodann erfolgten eine interdisziplinäre Beurteilung und die 

Beantwortung der gestellten Fragen. Die Gutachter, deren Teilexpertisen 

mit der interdisziplinären Gesamtbeurteilung übereinstimmen, verfügen 

über Facharzttitel in den medizinischen Disziplinen Psychiatrie und Psy-

chotherapie, Neurologie, Pneumologie, Kardiologie und Allgemeine Innere 

Medizin und waren zur Beurteilung des Gesundheitszustandes in somati-

scher und psychischer Hinsicht und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit zweifellos fachlich qualifiziert und befähigt. Das 

Gutachten korrigiert die im Rückweisungsurteil des Bundesverwaltungsge-

richts vom 9. Mai 2018 genannten Mängel (Keine Berücksichtigung und 

Auseinandersetzung mit den Vorakten, keine zusammenfassende Diagno-

sestellung oder wertende Beurteilung, keine Einschätzungen der Arbeits-

fähigkeit, Notwendigkeit einer erneuten psychiatrischen Begutachtung). 

Das polydisziplinäre Gutachten der G._______ vom 11. Februar 2019 ist 

für die streitigen Belange umfassend und in der Darlegung der medizini-

schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion für die hier interessierenden Fragen einleuchtend und in den Schluss-

folgerungen begründet, so dass grundsätzlich darauf abgestellt werden 

kann.  

9.2 Dem polydisziplinären Gutachten haben sich in medizinischer Hinsicht 

und bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch die Ärzte des 

medizinischen Dienstes, Dr. I._______, Fachärztin Allgemeine Medizin 

FMH, physikalische Medizin und Rehabilitation FMH und zertifizierte Medi-

zinerin SIM (Stellungnahme vom 11. Juni 2019; IVSTA-act. 322), Dr. 

J._______, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Stellungnah-

men vom 11. Juni 2019 [IVSTA-act. 322] und 9. Januar 2020 [IVSTA-

act. 334]), und Dr. K._______, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, zertifi-

zierter SIM Gutachter (Stellungnahmen vom 30. Dezember 2019 [IVSTA-

act. 333] und 8. Februar 2020 [IVSTA-act. 353]), angeschlossen.  

9.3 In somatischer Hinsicht ergibt sich Folgendes: 

9.3.1 Die Sachverständigen haben gestützt auf umfassende, persönliche 

Untersuchungen des Beschwerdeführers in allgemein-internistischer, kar-

diologischer, neurologischer und pneumologischer Hinsicht sowie auf eine 

eingehende Würdigung der medizinischen Vorakten aus interdisziplinärer 

C-1474/2020 

Seite 34 

Sicht, unter Einbezug des psychiatrischen Teilgutachtens (vgl. dazu E. 9.4 

hiernach), schlüssig dargelegt, dass kardiologischer- und allgemein-inter-

nistischerseits als Folge des stattgehabten Vorderwandinfarktes bei koro-

narer Ein-Gefäss-Erkrankung und ischämischer Kardiomyopathie mit er-

heblicher Einschränkung der Pumpfunktion sowie als Folge der morbiden 

Adipositas eine Minderung der körperlichen Leistungs- und Ausdauerfähig-

keit mit einer qualitativen und quantitativen Einschränkung der Arbeitsfä-

higkeit besteht. Die pneumologischerseits festgestellte mittelschwer ver-

minderte Vitalkapazität bei morbider Adipositas und koronarer Kardiomyo-

pathie mit kompensierter Herzinsuffizienz führe aus pneumologischer Sicht 

bei im Vordergrund stehender kardialer Problematik zu keiner weiteren re-

levanten Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers. Die im Rahmen der neurologischen Begutachtung fest-

gestellten Nervenkompressionssyndrome führten, da sie chirurgisch effek-

tiv behandelbar seien, nicht zu einer dauernden Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit.  

9.3.2 Weiter erscheinen die gutachterlichen Aussagen schlüssig, wonach 

sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Vergleich zur Re-

ferenzsituation am 23. April 2013 respektive im Vergleich zum D._______-

Gutachten vom 3. November 2011, auf welches sich die Verfügung vom 

23. April 2013 in somatischer Hinsicht gestützt hatte, nicht in einer an-

spruchsrelevanten Weise geändert hat. Aus pneumologischer Sicht wer-

den die lungenfunktionellen Untersuchungen erst seit dem 16. März 2015 

dokumentiert. Es ist sodann eine Verbesserung der Spirometriebefunde 

zwischen den Resultaten vom 27. April 2015 und dem 24. Dezember 2018 

erkennbar, welche nachvollziehbar durch eine verbesserte kardiale Medi-

kation und / oder kardiale Funktion gutachterlich erklärt wird.  

9.3.3  

9.3.3.1 Zur Adipositas gilt Folgendes: Zu beachten ist, dass im Gebiet der 

IV ganz allgemein der Grundsatz gilt, dass die versicherte Person, bevor 

sie Leistungen verlangt, das ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die 

Folgen ihres invalidisierenden Gesundheitsschadens soweit wie möglich 

zu mildern (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b). Von den versicherten Personen 

können jedoch nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung 

der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls 

zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a). Rechtsprechungsgemäss bewirkt 

eine Adipositas an sich keine Invalidität. Eine solche kann nur angenom-

men werden, wenn das Übergewicht schon zu Gesundheitsschäden ge-

führt hat oder wenn es selber die Folge gesundheitlicher Störungen ist, 

C-1474/2020 

Seite 35 

dadurch die Erwerbsfähigkeit wesentlich vermindert wird und diese durch 

keine zumutbaren Massnahmen in bedeutendem Grade verbessert wer-

den kann (vgl. Urteil des BGer 8C_663/2017 vom 12. Dezember 2017, 

E. 3.2).  

9.3.3.2 Dem D._______-Gutachten vom 3. November 2011 war noch zu 

entnehmen, dass beim Beschwerdeführer als Diagnose ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit eine morbide Adipositas (ICD-10: E66.0) festzustellen 

sei. Die Gutachter führten in ihrer Gesamtbeurteilung aus, dass beim Be-

schwerdeführer eine massive Gewichtsreduktion im Vordergrund stehe, 

welche das metabolische Syndrom günstig beeinflussen könnte, dies als 

Hauptrisikofaktor aus kardiovaskulärer Sicht. Die Gewichtsreduktion sei 

dringend angezeigt und diene der Erhaltung und Verbesserung des Ge-

sundheitszustandes und indirekt zur Erhaltung der Restarbeitsfähigkeit 

(vgl. IVSTA-act. 43, S. 21). Demgegenüber wird im G._______-Gutachten 

vom 11. Februar 2019 neu die morbide Adipositas als Diagnose mit Aus-

wirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt. Die wesentliche Änderung des 

Gesundheitszustandes bestehe in einer weiteren Zunahme des Körperge-

wichts (IVSTA-act. 297, S. 15 und 16). Die Gutachter stellen in ihrer Kon-

sensbeurteilung fest, dass die morbide Adipositas (aktueller BMI von 53,9) 

zu einer Minderung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit und 

Belastbarkeit führe (IVSTA-act. 297, S. 8 ff.). Beim Beschwerdeführer falle 

sodann eine gewisse Diskrepanz zwischen der Sorge um die eigene ge-

sundheitliche Verfassung und Angst vor einem möglichen erneuten Herz-

infarkt einerseits und einer als Gleichgültigkeit imponierenden Haltung ge-

genüber einer dringend notwendigen Gewichtsreduktion andererseits auf 

(IVSTA-act. 297, S. 12).  

9.3.3.3 Weder aus dem D._______-Gutachten vom 3. November 2011, 

dem G._______-Gutachten vom 11. Februar 2019, den Stellungnahmen 

der Ärzte des medizinischen Dienstes noch aus den weiteren Arztberichten 

ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass die Adipositas eine Folge gesund-

heitlicher Störungen wäre. Sodann ist durch die vorliegenden Akten auch 

erstellt, dass die Herzinsuffizienz, der Diabetes mellitus, die arterielle Hy-

pertonie und die Hyperlipidämie sowie hieraus die Arbeitsfähigkeit erst 

dann eine Verbesserung erfahren, wenn das Gewicht reduziert wird (vgl. 

insbesondere IVSTA-act. 298, S. 22, 48, 51). Gestützt auf die vorstehend 

zitierten Arztberichte und das Gutachten steht fest, dass weder die Gutach-

ter noch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte davon ausgehen, die Adi-

positas sei neu nicht mehr behandelbar und dem Beschwerdeführer sei 

C-1474/2020 

Seite 36 

eine Gewichtsabnahme nicht mehr zumutbar (vgl. IVSTA-act. 298, S. 24 

f.).  

9.3.3.4 Es ist nach dem Gesagten festzustellen, dass die weitere Ge-

wichtszunahme im vorliegenden Fall keine für das Revisionsverfahren an-

spruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes darstellt, 

zumal diese zwar eine Veränderung des Gesundheitszustandes begrün-

det, jedoch keine (zusätzlich zur kardialen Problematik) weitere Einschrän-

kung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. 

9.3.4 In Bezug auf die somatischen Beschwerden rügt der Beschwerdefüh-

rer, die im Arztbericht von Dr. U._______ vom 19. Dezember 2017 (IVSTA-

act. 351) gestellte Diagnose Schwindel und Taumel (ICD-10: R42) sei un-

berücksichtigt geblieben. Diese Kritik ist unbegründet: Der neurologische 

Gutachter, Dr. med. Gg._______, hält explizit fest, die vom Versicherten 

vorgetragenen unspezifischen Schwindelbeschwerden seien klinisch nicht 

fassbar (IVSTA-act. 299, S. 11 f.; so die Gutachter auch in der Konsensbe-

urteilung, vgl. IVSTA-act. 297, S. 8 und 12). Die diesbezüglich durchgeführ-

ten neurologischen Untersuchungen (Frenzelbrille, Nystagmus-Trommel, 

Kopfimpulstest) seien unauffällig (vgl. IVSTA-act. 299, S. 11 und 12). Es ist 

sodann darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Be-

fragung durch den internistischen sowie kardiologischen Gutachter, 

Dr. med. Ff._______, Schwindel auf Nachfrage verneinte (IVSTA-act. 298, 

S. 15 und 41).  

9.3.5 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdeführer 

einen weiteren Bericht des Allgemeinspitals (…) vom 25. April 2020, unter-

zeichnet von Dr. Mm._______, zu den Akten. Aus diesem geht hervor, dass 

sich der Beschwerdeführer infolge eines hohen Blutdrucks am 25. April 

2020 notfallmässig in Behandlung begeben musste. Dem Bericht ist die 

Diagnose einer essentiellen (primären) Hypertonie (ICD-10: I10) zu ent-

nehmen (Beilage zu BVGer-act. 8). Dabei handelt es sich hingegen nicht 

um eine neue Diagnose: Eine arterielle Hypertonie wird sowohl im 

D._______-Gutachten als auch im G._______-Gutachten als Diagnose 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (vgl. IVSTA-act. 43, 

S. 19, Rz. 5.2; IVSTA-act, 297, S. 9). Dass diese Diagnose nunmehr zu ei-

ner Arbeitsunfähigkeit führt, wird weder geltend gemacht, noch geht dies 

aus dem Bericht vom 25. April 2020 hervor. Der nach Verfügungserlass 

datierte Arztbericht enthält keine weiteren (vom bisher Bekannten abwei-

chende) somatischen Befunde, die Rückschlüsse auf den vorliegend inte-

ressierenden Zeitraum erlaubten.  

C-1474/2020 

Seite 37 

9.3.6 In somatischer Hinsicht fehlt es nach dem Gesagten gestützt auf das 

G._______-Gutachten vom 11. Februar 2019 mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit an einer nach dem 23. April 2013 eingetretenen anspruchs-

erheblichen Sachverhaltsveränderung. 

9.4 In psychischer Hinsicht ergibt sich das Nachstehende: 

9.4.1  

9.4.1.1 Dem G._______-Gutachten sind keine psychiatrischen Diagnosen 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Der psychiatrische Gut-

achter stützt sich auf die Anamnese und das Interaktions- und Kommuni-

kationsverhalten des Beschwerdeführers während der persönlichen Unter-

suchung vom 8. Januar 2019 sowie auf den dabei erhobenen ausführli-

chen psychopathologischen Befund nach dem System der Arbeitsgemein-

schaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) und er-

läutert einleuchtend, dass bei den aktenkundigen Diagnosen der jeweilige 

Befund nicht oder nur spärlich dargelegt und im Wesentlichen die subjekti-

ven Beschwerdeangaben zur Diagnosestellung berücksichtigt worden 

sind. Der Gutachter zeigt im Weiteren nachvollziehbar auf, dass eine Dis-

krepanz zwischen subjektiv vorgetragener und objektiv tatsächlich vorhan-

dener Symptomatik und überwiegend wahrscheinlich eine Aggravation be-

steht, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus einem enttäuschten 

und vom Versicherten als rechtmässig empfundenen Versorgungsbegeh-

ren resultiere. Ebenfalls nachvollziehbar ist die Schlussfolgerung des Gut-

achters, wonach die Frequenz der psychiatrischen Konsultationstermine 

sowie die Spiegelbestimmungen, welche eine mindestens unregelmässige 

Einnahme der antidepressiven Medikation zeigt, einem namhaften Lei-

densdruck des Beschwerdeführers entgegenstehen.  

9.4.1.2 Hinsichtlich des revisionsspezifischen Beweisthemas hält der Gut-

achter überzeugend fest, dass aufgrund aktuell durchgeführter Untersu-

chungen und Befunde bereits im Rahmen des D._______-Gutachtens vom 

3. November 2011 keine namhafte psychische Einschränkung mehr objek-

tiviert werden könne. Es zeigten sich aus den Inhalten der Begutachtung 

Diskrepanzen in den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber dem be-

handelnden Psychiater. So werde in den vorhandenen ärztlichen Berichten 

mehrfach aufgeführt, dass der Versicherte ein Vermeidungsverhalten in der 

Art, das Haus nicht zu verlassen, aufgrund von Angstsymptomen angege-

ben habe. Dieser Darstellung habe er im Rahmen der D._______-Begut-

achtung selbst widersprochen, in dem er angegeben habe, Aussenaktivi-

täten durchaus nachzugehen. Es werde im D._______-Gutachten darauf 

C-1474/2020 

Seite 38 

Bezug genommen, dass der Versicherte bereits damals in der Lage gewe-

sen sei, selbstständig einzukaufen, einen Park zu besuchen und fischen 

zu gehen, an einem Arbeitsprogramm teilzunehmen und mit dem Flugzeug 

in seine Heimat zu fliegen. 

9.4.1.3 Der Gutachter geht ab dem Herzinfarktereignis im Juni 2008 ca. bis 

Ende Dezember 2008 von einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit als Folge 

einer somatoformen autonomen Funktionsstörung des kardiovaskulären 

Systems aus. Ab dem Januar 2009 sei retrospektiv noch eine 50 %-ige Ar-

beitsunfähigkeit bis Juni 2009 und ab Juli 2009 bis Dezember 2009 eine 

maximal 20 %-ige Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit nachvollziehbar. Ab dem 1. Januar 2010 sei beim Versicherten aus ak-

tueller gutachterlicher Sicht retrospektiv wieder von einer 100 %-igen Ar-

beitsfähigkeit von psychiatrischer Seite auszugehen. 

9.4.2 Betreffend das psychiatrische Teilgutachten moniert der Beschwer-

deführer zunächst, der G._______-Gutachter habe zum Austrittsbericht der 

Kk._______ Psychiatrie, Dr. med. Jj._______, vom 10. Juli 2014 nicht Stel-

lung genommen (BVGer-act. 1, Rz. 5.1). In Bezug auf den Austrittsbericht 

der Kk._______ Psychiatrie, unterzeichnet von Dr. med. Nn._______, 

Oberärztin, und Dr. med. Jj._______, Assistenzärztin (IVSTA-act. 100), ist 

festzuhalten, dass sich im Gutachten unter den berücksichtigen Vorakten 

(«Aktenauszug / Fachspezifische Aktenzusammenfassung», S. 19) ein 

Kurzbericht zum Austritt der Kk._______ Psychiatrie vom 20. Juni 2013, 

betreffend den Aufenthalt des Versicherten vom 22. Mai 2014 bis zum 

17. Juni 2014, unterzeichnet von Dr. med. Nn._______ und Dr. med. 

Jj._______ (vgl. IVSTA-act. 94) findet. Dort werden übereinstimmend mit 

dem Austrittsbericht vom 14. Juli 2014 die psychiatrische Hauptdiagnose 

Angst und depressive Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22) sowie als Ne-

bendiagnose eine psychische Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hyp-

notika: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F13.2) genannt (IVSTA-act. 301, 

S. 19). Sodann stimmen Procedere und Hinweise zu der Behandlung mit 

Antidepressiva im Wortlaut überein. Mit diesem Bericht setzt sich der psy-

chiatrische Gutachter denn auch vertieft auseinander und legt dar, dass 

der Versicherte gemäss Bericht in psychisch stabilisiertem Zustand in ge-

genseitigem Einvernehmen in die bekannten Verhältnisse entlassen wor-

den sei und das Ausmass der psychischen Beeinträchtigung beim Versi-

cherten im Vergleich zu den weiteren Vorberichten deutlich relativiert 

werde. Es werde lediglich noch eine Anpassungsstörung, eine Störung, de-

ren Ausmass per Definition ausserhalb einer leichten depressiven Episode 

liege, postuliert. Der Gutachter führt im Speziellen an, dass entsprechend 

C-1474/2020 

Seite 39 

den Beschreibungen aus seiner Sicht eine noch diskret vorhandene herz-

phobische Symptomatik zu erwähnen gewesen wäre und damit ein Rest-

zustand einer Phobie (IVSTA-act. 301, S. 40). Schliesslich ist darauf hin-

zuweisen, dass im Gutachten für den medizinischen Sachverhalt unter an-

derem auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-644/2017 verwie-

sen wird (vgl. «Medizinischer Sachverhalt», S. 3), in welches der Austritts-

bericht vom 10. Juli 2014 (IVSTA-act. 100) ebenfalls Eingang fand (vgl. 

dortige E. 5.4.2.2). Nach dem Gesagten enthält der Austrittsbericht vom 

10. Juli 2014 keine objektiven Befunde, zu welchen der psychiatrische Gut-

achter nicht in nachvollziehbarer Weise Stellung genommen hätte.  

9.4.3 Der Beschwerdeführer bemängelt weiter, die in den Arztberichten von 

Dr. Ll._______ (IVSTA-act. 338) und Dr. Q._______ (IVSTA-act. 304 und 

349) gestellte Diagnose einer depressiven Episode bzw. einer rezidivieren-

den (gegenwärtig schweren) Episode würden vom psychiatrischen Gut-

achter als subjektiv vorgetragene Beeinträchtigungen beschrieben. Der 

Psychiater Ii._______ habe diese Feststellung ohne Testverfahren nach 

BDI oder einem ähnlichen Testverfahren gemacht (BVGer-act. 1, Rz. 5.3).  

9.4.3.1 Dem Teilgutachten ist zu entnehmen, dass sich der psychiatrische 

Gutachter in der Befunderhebung auf das (klassische) System der Arbeits-

gemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) 

abstützte (vgl. IVSTA-act. 301, S. 32), welches in den Qualitätsleitlinien für 

versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft 

für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP zur Anwendung empfohlen wird 

(abrufbar unter: <www.psychiatrie.ch/sgpp> Fachleute und Kommissionen 

> Leitlinien > Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten 

2016>, abgerufen am 5. März 2024 [nachfolgend: Qualitätsleitlinien 

SGPP], S. 10, Rz. 4.3.1). Das Prüfsystem beinhaltet Instrumente zur stan-

dardisierten Erfassung des psychopathologischen Befundes, körperlicher 

Symptome und Anamnese-Daten bei psychisch Kranken. Es findet inter-

national Anwendung (<www.amdp.de/#!/das-amdp-system>, abgerufen 

am 5. März 2024). Zu Zusatzuntersuchungen enthalten die Qualitätsleitli-

nien SGPP den Hinweis, dass je nach Symptomatik der Einsatz von 

psychodiagnostischen Instrumenten (Selbst- und Fremdrating, Fragebö-

gen, mehr oder weniger strukturierte Interviews) sinnvoll sein könne. Die 

psychodiagnostisch gewonnenen Resultate könnten nur zur Ergänzung 

der eigentlichen Exploration dienen. Die klinische Untersuchung sowie die 

Beurteilung von Konsistenz und Validität blieben Grundlage dafür, ob die 

psychodiagnostisch gewonnenen Resultate plausibel seien (Qualitätsleitli-

nien SGPP, S. 19, Rz. 4.3.2). Vorliegend hat der psychiatrische Gutachter 

C-1474/2020 

Seite 40 

auf zusätzliche Tests verzichtet, jedoch Laboruntersuchungen vornehmen 

lassen. In diesem Vorgehen ist keine Begutachtung contra legem artis zu 

erkennen. Die laborchemische Kontrolle des Escitalopramspiegels und der 

Metaboliten des Methyl-Citaloprams sowie der Mirtazapinspiegel und sei-

ner aktiven Metaboliten hat zudem gezeigt, dass die Aussagen des Be-

schwerdeführers zur Medikamenteneinnahme nicht objektiviert werden 

können (IVSTA-act. 301, S. 34). Aus dem Verzicht auf zusätzliche Testun-

gen ist daher nicht auf eine mangelnde Aussagequalität des Gutachtens zu 

schliessen.  

9.4.3.2 In Bezug auf den durch den Beschwerdeführer genannten Bericht 

von Dr. Ll._______, Fachärztin für Psychiatrie, vom 26. November 2014 

(IVSTA-act. 338), ist festzuhalten, dass dieser Bericht dem psychiatrischen 

Gutachter vorgelegen hat (vgl. IVSTA-act. 301, S. 20 und 41). Das psychi-

atrische Teilgutachten setzt sich mit dem Bericht von Dr. Ll._______ vertieft 

auseinander und legt dar, dieser sei in sich widersprüchlich, da zunächst 

ein vermeintlich schlechter Zustand geschildert werde, dann ein Verlauf mit 

Stabilisierung. Nachvollziehbarerweise hält der Gutachter fest, die diag-

nostische Einstufung der Art, dass eine depressive Episode und eine re-

zidivierende Störung gleichermassen verschlüsselt würden, sei fachlich 

wenig kompetent. Zum Bericht vom 26. November 2014 führt der Gutach-

ter aus, in diesem werde ein unveränderter Zustand postuliert (vgl. IVSTA-

act. 301, S. 41).   

9.4.3.3 Der psychiatrische Gutachter legt sodann nachvollziehbar dar, 

dass die im Bericht von Dr. Q._______