# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc99b183-06e6-539f-9572-424d4a1c040f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.06.2008 D-3411/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3411-2008_2008-06-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3411/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______, geboren (...), Nigeria,
vertreten durch Felicity Oliver, Adresse (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Mai 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3411/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest ,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
im März 2008 verlassen hat  über  Togo und weitere  ihm unbekannte 
Länder am 6. April 2008 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags 
um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum B._______ vom 10. April  2008 sowie der direkten Anhörung 
vom 22. April 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend machte, ein weisser bei einer Petrolfirma angestellte Ingenieur 
sei von einer ihm unbekannten Gruppe entführt und bei ihm zu Hause 
im Zimmer seines Vaters gefangen gehalten worden,

dass ihm als Aufgabe aufgetragen worden sei,  dem Gefangenen die 
Nahrung zu bringen, 

dass ihm der Weisse anerboten habe, ihn nach Europa mitzunehmen, 
wenn er ihm zur Flucht verhelfe,

dass  er  einen  Freund  organisiert  habe,  der  bei  Nacht  mit  einem 
schnellen Boot gekommen sei, um beide heimlich fortzubringen, 

dass sie an diesem Abend über den Hinterausgang des Hauses geflo-
hen seien, ohne von den an der vorderen Türe stehenden und bewaff-
neten Wächtern bemerkt worden zu sein,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 15. Mai 2008  – eröffnet am 17. Mai 2008 (Poststempel) – 
gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reisepapiere im Sinne von 
Art. 1 Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) eingereicht,

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten und mithin keine entschuldbaren Gründe für die Papierlo-
sigkeit vorlägen,

Seite 2

D-3411/2008

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe 
vom 23. Mai 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die  angefochtene 
Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben und das Asylgesuch gutzu-
heissen,

dass eventualiter die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vor-
läufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersucht wurde,

dass die Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 26. Mai 2008 zuge-
stellt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 

Seite 3

D-3411/2008

Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm zuste-
henden  Prüfungsbefugnis  im  für  den  Beschwerdeführer  günstigsten 
Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf 
sein Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer sum-
marischen  Prüfung  hätte  erkennen  sollen,  dass  er  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass  jedoch auch  in  diesem Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das 
Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines 
Urteils  feststellen  kann,  sondern  die  angefochtene  Nichteintre-
tensverfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sin-
ne der Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 
f.) an das BFM zurückzuweisen hat, 

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, so-
weit  darin  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Gutheissung 
des Asylgesuchs) durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
vorbehältlich  des  Begehrens  um  Asylgewährung  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52  VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 

Seite 4

D-3411/2008

AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben  (Art.  32  Abs.  2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass daher vorab auf die diesbezüglichen,  zutreffenden Erwägungen 
der Vorinstanz zu verweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerdeeingabe zudem angibt, 
es sei ihm auch deshalb nicht möglich Identitätspapiere zu beschaffen, 
weil seine Mutter mit seiner Schwester nach dem Tod des Vater haben 
fliehen müssen und er sie somit nicht habe kontaktieren können, 

dass diese unsubstanziierte, nachgeschobene Erklärung – wie bereits 
die  bei  der  Vorinstanz  erfolglosen  Versuche  zur  Rechtfertigung  der 
Nichtvorlegung der Identitätspapiere – das Bundesverwaltungsgericht 
nicht zu überzeugen vermag, 

dass  dem  Beschwerdeführer  aufgrund  der  vielfältigen  Kommunikati-
onsmittel  und  der  entsprechenden  Bereitschaft  zuzumuten  gewesen 
wäre, seine Familienangehörigen zu kontaktieren,

Seite 5

D-3411/2008

dass aus dem Verhalten des Beschwerdeführers – mithin dem Unter-
lassen von Schritten zur Papierbeschaffung – einzig zu folgern ist, die-
ser habe seine Reise in die Schweiz mit seinen eigenen, rechtsgenüg-
lichen Identitätspapieren unternommen und enthalte diese den schwei-
zerischen Behörden vor,

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sodann zu Recht 
festhielt, die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Asylgründen 
seien zufolge widersprüchlicher Aussage und der dargelegten Unstim-
migkeiten unglaubhaft, 

dass  zur  Vermeidung von Wiederholungen ebenfalls  auf  die  diesbe-
züglich nicht zu beanstandenden Ausführungen in der angefochtenen 
Verfügung zu verweisen ist,

dass in der Beschwerdeeingabe sodann nichts Substanzielles vorge-
bracht wird, was zu einer anderen Einschätzung der Sachlage führen 
könnte, 

dass der Einwand des Beschwerdeführers in  der Beschwerdeschrift, 
wonach er  erst  bei  der  Ankunft  in  der  Schweiz  erfahren habe,  dass 
sein  Vater  getötet  worden  sei,  der  von  ihm gemachten  Aussage,  er 
wisse nicht was aus den Eltern geworden sei (A8 S.10) widerspricht 
und als untauglicher Erklärungsversuch bzw. als eine nachgeschobene 
Schutzbehauptung zu beurteilen ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

Seite 6

D-3411/2008

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es dem jungen, ungebundenen und – soweit aktenkundig – ge-
sunden Beschwerdeführer, der in seinem Heimatland über ein familiä-
res Beziehungsnetz verfügt, zuzumuten ist, sich eine Lebensgrundlage 
aufzubauen,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

Seite 7

D-3411/2008

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde – 
soweit darauf einzutreten ist – abzuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-3411/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege wird abge-
wiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (eingeschrieben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,   Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- das Amt für Migration des Kantons Luzern ad (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Stella Boleki

Versand: 

Seite 9