# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6858791e-9424-5910-ab38-0cc87ce80ea4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.02.2012 BV 2011/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2011-10_2012-02-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2011/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 23.02.2012

Entscheiddatum: 23.02.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2012
Art. 23 BVG: Verneinung der Unterbrechung der zeitlichen Konnexität in 
Bezug auf ein zweimonatiges Arbeitsverhältnis mit vorangegangener 
zweimonatiger Arbeitslosigkeit, nach rund zweijährigen beruflichen 
Massnahmen der Invalidenversicherung. Das zweimonatige 
Arbeitsverhältnis stellt lediglich einen gescheiterten Arbeits- bzw. 
Eingliederungsversuch dar (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2012, BV 2011/10).Vizepräsident Joachim 
Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 
Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter 
SchmidEntscheid vom 23. Februar 2012in SachenA.___,Klägerin,vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Poltera, Hadwigstrasse 6a, 9000 St. 
Gallen,gegenB.___Beklagte,betreffendInvalidenrenteSachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war nach ihrem Lehrabschluss als kaufmännische Fachfrau an mehreren 

Arbeitsorten im kaufmännischen Bereich tätig (u.a. vom 1. bis 17. Dezember 2004 als 

Assistentin/Sachbearbeiterin bei der C.___; letzter Arbeitstag gemäss Fragebogen für 

den Arbeitgeber vom 11. Mai 2005: 8. Dezember 2004 [IV-act. 35 ff.]). Am 24. April 

2005 meldete sie sich zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an (act. G 

3.1.3). Die Psychiatrische Klinik D.___ diagnostizierte im Arztbericht vom 22. Juli 2005 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine wahnhafte Störung (1; F22.0) auf dem 

Boden einer schweren adoleszentären Krise mit Akzentuierung einer unreifen 

Persönlichkeit und depressiv, histrionischen Symptomen (2; F43.25), bestehend seit 

Sommer 2004 (1) bzw. 1997 (2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische 

Angestellte sei A.___ seit 10. März 2005 bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig. 

Aktuell sei sie in eine stationäre Psychotherapie eingebunden (act. G 3.1.14). Dr. med. 

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E.___, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, in deren Behandlung sich A.___ 

von 1996 bis 1998 befunden hatte, diagnostizierte im Arztbericht vom 18. August 2005 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine neurotische Belastungsstörung, 

Angststörung, Panik und depressive Störung (F41) sowie ein anorektisches 

Essverhalten, bestehend seit 1996 (IV-act. 52 ff.). Im Verlaufsbericht vom 14. 

September 2005 für die Zeit ab 22. Juli 2005 änderte die Psychiatrische Klinik D.___ die 

Diagnose bzw. vermerkte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und narzisstischen Anteilen (F61.0), eine 

Störung durch Alkohol, ein Abhängigkeitssyndrom (gegenwärtig abstinent, aber in 

beschützender Umgebung). Die Patientin sei immer noch in eine stationäre 

Psychotherapie eingebunden (act. G 3.1.15). Im Verlaufsbericht vom 1. Dezember 2005 

für die Zeit ab 14. September 2005 hielt die Psychiatrische Klinik D.___ eine 

unveränderte Diagnose fest. Bis Ende November 2005 habe sich A.___ teilstationär in 

der Klinik aufgehalten. Zusätzlich zu den Massnahmen Arbeitsversuch, Standort- und 

Familiengespräche besuche sie seither einmal wöchentlich eine ambulante 

Psychotherapie. Ihr Gesundheitszustand habe sich bis zum Zeitpunkt des Austritts aus 

der Tagesklinik soweit stabilisiert, dass sie sich nun selbständig um eine Erwerbsarbeit 

im kaufmännischen Bereich bemühe. Eine kaufmännische Tätigkeit sei im Rahmen 

einer kontinuierlichen Steigerung auf acht Stunden täglich zumutbar. Es bestehe 

allerdings Unklarheit darüber, wie belastungsabhängig sie im Umfeld der freien 

Marktwirtschaft effektiv sei, so dass sie unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt 

auf die Möglichkeit einer durch die Invalidenversicherung (IV) begleiteten Umschulung 

zurückgreifen müsse. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit, 

sofern keine Überforderungen und kein/wenig Zeitdruck vorhanden seien (act. G 

3.1.16).

A.b   Am 28. April 2006 berichtete der Berufsberater der IV, dass die direkte 

Eingliederung mit Stellenvermittlung im erlernten Beruf, aber auch in anderen Berufen 

undenkbar sei. A.___ sei zwingend auf Abklärungs- und Fördermassnahmen 

angewiesen. Dabei stehe weiterhin die Wiedereingliederung als kaufmännische 

Angestellte im Vordergrund (IV-act. 76 f.). A.___ nahm daraufhin vom 8. Mai bis 22. 

September 2006 an einem Berufsförderungskurs an der H.___ St. Gallen, vom 16. 

Oktober 2006 bis 15. April 2007 an einem Arbeitstraining mit zwei 

Kommunikationskursen bei F.___, St. Gallen, und vom 1. Oktober 2007 bis 31. März 

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2008 an einem weiteren Arbeitstraining im G.___ der H.___ teil. Die IV übernahm die 

jeweiligen Kosten der beruflichen Massnahmen und sprach A.___ für deren Dauer 

Taggelder zu (IV-act. 76 ff.). Mit Schreiben vom 22. Mai 2008 teilte die 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen A.___ mit, sie habe die 

Wiedereinarbeitung in den kaufmännischen Beruf erfolgreich absolviert und sei damit 

rentenausschliessend eingegliedert (IV-act. 164; act. G 3.1.5 f.).

A.c   Nach zweimonatiger Arbeitslosigkeit mit Bezug von Arbeitslosentaggeldern (IV-

act. 324) trat A.___ per 1. Juni 2008 eine Stelle als Sekretärin bei der I.___, St. Gallen, 

mit einem Pensum von 80% an. Sie war dadurch bei der Personalvorsorgestiftung für 

die Angestellten der B.___ (nachfolgend: Personalvorsorgestiftung) im Rahmen der 

berufliche Vorsorge versichert. Für die überobligatorischen Leistungen brachte diese 

den Vorbehalt an, dass bei Invalidität aufgrund psychischer Krankheiten und Störungen 

und deren Folgen keine Versicherungsleistungen erbracht würden (act. G 3.1.10 ff.). Mit 

Schreiben vom 13. August 2008 kündigte die I.___ das Arbeitsverhältnis mit A.___ per 

31. August 2008 (act. G 3.1.8).

A.d   Am 22. August 2008 meldete sich A.___ erneut zum Leistungsbezug bei der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 166 ff.). Das Psychiatrische Zentrum, 

Krisenintervention/Kurzzeittherapiestation, teilte der IV in einem Verlaufsbericht vom 

16. Oktober 2008 mit, dass sich A.___ seit dem 13. August 2008 bei unveränderter 

Diagnose - kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10:F61) mit narzisstischen, 

histrionischen und abhängigen Zügen - bei ihnen in stationärer psychiatrisch-

psychotherapeutischer Behandlung befinde. Im Vorfeld der Aufnahme sei es zu einer 

massiven Überforderung, einer Verstärkung der Abgrenzungsproblematik wie auch zu 

einer Zunahme der Impulsivität bei obgenannter kombinierter Persönlichkeitsstörung 

gekommen, nachdem die Patientin nach mehreren Jahren der Beschäftigung im 

geschützten Rahmen einen Wiedereingliederungsversuch in der freien Wirtschaft 

unternommen habe. Angesichts des (zuletzt) gescheiterten 

Wiedereingliederungsversuchs sei derzeit davon auszugehen, dass noch für die 

nächsten Jahre eine bleibende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 

50% in der jetzigen Tätigkeit bestehen werde. Zunächst solle versucht werden, die 

Patientin an einem ihren Einschränkungen berücksichtigenden Arbeitsplatz mit einem 

50%-Pensum wiedereinzugliedern (IV-act. 197 ff.). Ab 15. Mai 2009 absolvierte A.___ 

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einen Arbeitsversuch mit einem Arbeitspensum von 40% bei der J.___, D.___, im 

Rahmen von Support am Arbeitsplatz von der IV unterstützt. Die psychische Situation 

stellte sich nach kurzer Zeit als schwierig dar, verschlechterte sich ab Anfang August 

2009 zunehmend, bis A.___ am 7. September 2009 in einen stuporösen Zustand fiel, 

der am 15. September 2009 den Eintritt in die Psychiatrische Klinik D.___ zur Folge 

hatte (IV-act. 289 f.). Am 25. Januar 2010 berichtete die Psychiatrische Klinik D.___ der 

IV, dass ab 29. Januar 2010 eine teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik geplant 

sei. Sicher seit Mitte August 2009 und für den stationären Aufenthalt bestehe bei A.___ 

eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 3.1.19). Im Verlaufsbericht vom 7. Juni 2010 

für die Zeit ab Januar 2010 stellte die Psychiatrische Klinik D.___ eine veränderte 

Diagnose; den Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) sowie eine 

rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.01). 

A.___ sei nach wie vor weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit zumutbar (act. G 

3.1.20). Im Verlaufsbericht vom 3. November 2010 lautete die Diagnose letztlich 

hebephrene Schizophrenie (F20.1) (act. G 3.1.21). Mit Vorbescheid vom 14. Februar 

2011 stellte die IV A.___ (nach beruflichen Massnahmen mit Taggeld) ab 1. April 2008 

eine Dreiviertelsrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 60% und ab 1. 

November 2009 (nach dreimonatiger Übergangszeit gemäss Revisionsbestimmungen) 

eine ganze Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% in Aussicht 

(IV-act. 361 ff.).

A.e   Mit Schreiben vom 14. Februar 2011 teilte die Personalvorsorgestiftung der 

Versicherten mit, dass sie die Ausrichtung einer Invalidenrente aus der beruflichen 

Vorsorge ablehne. Ihre Abklärungen hätten ergeben, dass die Versicherte bereits vor 

dem Arbeitsverhältnis mit der I.___ an ihren psychischen Leiden gelitten habe. Ihre 

erheblich eingeschränkte Arbeitsunfähigkeit habe gemäss Vorbescheid der IV am 1. 

Januar 2003 begonnen. Die Krankheit, die zur Invalidität geführt habe, habe somit 

bereits lange vor dem Eintritt in die Personalvorsorgestiftung bestanden (act. G 1.1.6).

A.f    Am 29. August 2011 verfügte die IV im Sinn des Vorbescheids (act. G 3.1.2).

B.       

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B.a   Nach vorheriger Korrespondenz (act. G 1.1.7 ff.) lässt die Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. D. Poltera, St. Gallen, Klage gegen die 

Personalvorsorgestiftung erheben mit dem Antrag, diese sei zu verpflichten, ihr die 

versicherten Invalidenrenten aus der beruflichen Vorsorge auszurichten, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge (act. G 1).

B.b   In der Klageantwort vom 12. September 2011 beantragt die Personalvorsorge­

stiftung für die Beklagte Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(act. G 3).

B.c   Die Klägerin lässt in der Replik vom 24. Oktober 2011 an ihrem Antrag festhalten 

(act. G 7).

B.d   Mit Schreiben vom 2. November 2011 verzichtet die Beklagte auf eine einlässliche 

Duplik, hält jedoch an ihrem Antrag ebenfalls fest (act. G 9).

B.e   Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.      

1.1    Nach Art. 23 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) haben Anspruch auf Invalidenleistungen 

Personen, die im Sinn der IV zu mindestens 40% invalid sind und bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren (lit. a). 

Nach Art. 24 Abs. 1 BVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine Viertelsrente, 

wenn sie im Sinn der Invalidenversicherung mindestens zu 40 Prozent, auf eine halbe 

Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu 

mindestens 60 Prozent und auf eine volle Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 

Prozent invalid ist. Gemäss Art. 26 Abs. 1 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs 

auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des 

Bundesgesetzes vom 19. Juli 1959 über die Invalidenversicherung (Art. 29 IVG [SR 

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831.20]). Geht die Vorsorgeeinrichtung vom selben Invaliditätsbegriff aus wie die 

Invalidenversicherung - wie vorliegend die Beklagte in Art. 22 Abs. 2 ihres Reglements, 

gültig ab 1. Januar 2007 (act. G 3.1.10) -, ist sie an die Feststellungen der IV-Organe, 

insbesondere hinsichtlich des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit 

(Eröffnung der Wartezeit; Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 BVG), 

gebunden, soweit die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise auf Grund 

einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (SZS 

2001 S. 86; BGE 126 V 311 E. 1). Der Eintritt des vorsorgerechtlichen 

Versicherungsfalls fällt somit in der Regel mit dem Beginn der einjährigen Wartezeit 

nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG zusammen (BGE 118 V 239 E. 3c).

1.2    Vorliegend legte die IV den Beginn der Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG auf 

den 1. Januar 2003 und damit auf einen Zeitpunkt vor Beginn des 

Versicherungsverhältnisses mit der Beklagten. Diese folgte der IV-Entscheidung. Laut 

der von Dr. med. K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in einem Gutachten vom 

10. Dezember 2006 zuhanden der C.___, und der von der Psychiatrischen Klinik D.___ 

in einem Verlaufsbericht vom 5. Januar 2006 erhobenen Anamnese befand sich die 

Klägerin von 1996 bis 2001 wegen einer Essstörung in ambulanter ärztlicher 

Behandlung. Zusätzlich sei sie von 1996 bis 1999 im Zusammenhang mit einer akuten 

depressiven Krise nach Aufnahme der Lehre im Jahr 1996 jugendpsychiatrisch 

behandelt worden. Von 2001 bis 2003 habe wegen einer stressbedingten Depression 

erneut eine Behandlung stattgefunden. 2003 und 2004 seien Sprach- und 

Arbeitsaufenthalte in Kanada erfolgt. Das selbständige Absetzen der antidepressiven 

Medikation habe zu einer Zustandsverschlechterung geführt. Nach Rückkehr in die 

Schweiz im Oktober 2004 habe die Klägerin am 1. Dezember 2004 eine Stelle bei der 

C.___ angetreten. Am 10. Dezember 2004 sei eine akute depressive Krise aufgetreten. 

Am 10. März 2005 habe die Klägerin einen psychischen Zusammenbruch mit 

Sterbensangst, massiven Schlafstörungen und grosser körperlicher Müdigkeit erlitten, 

welcher zu einem Eintritt in die Psychiatrische Klinik D.___ geführt habe (IV-act. 214 ff.; 

act. G 3.1.14). Im Arztbericht vom 14. September 2005 hatte die Psychiatrische Klinik 

D.___ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine wahnhafte Störung (F22.0), auf dem 

Boden einer schweren adoleszentären Krise mit Akzentuierung einer unreifen 

Persönlichkeit und depressiv histrionischen Symptomen (F43.25) bestehend seit 

Sommer 2004 und seit 1997 diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit aktuell als zu 80% 

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eingeschränkt betrachtet. - Aufgrund des vorstehenden Sachverhalts erscheint die 

Festsetzung der einjährigen Wartezeit im IV-Verfahren auf den 1. Januar 2003 nicht 

zwingend. Als Beginn wären auch der Sommer 2004, der 8. Dezember 2004 als letzter 

Arbeitstag bei der C.___ oder der 10. März 2005, als die Klägerin den psychischen 

Zusammenbruch erlitt und in die Psychiatrische Klinik eintrat, denkbar. Letztlich 

braucht jedoch auf den genauen Beginn nicht näher eingegangen zu werden, da in 

jedem Fall feststeht, dass vor dem Vorsorgeverhältnis mit der Beklagten aus 

psychischen Gründen eine berufsvorsorgerechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit, d.h. 

eine Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, eingetreten war.

2.        

2.1    Damit bei einem Wechsel des Vorsorgeverhältnisses die neue 

Vorsorgeeinrichtung für die aus einer beim früheren Versicherungsträger eingetretenen 

Arbeitsunfähigkeit resultierende Invalidität nicht leistungspflichtig wird, ist erforderlich, 

dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ein enger sachlicher 

und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270 E. 4.1). Der 

Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, muss von der Art her im 

Wesentlichen derselbe sein, welcher der Invalidität zu Grunde liegt. Diese Bedingung 

des sachlichen Zusammenhangs ist im vorliegenden Fall unbestrittenermassen erfüllt.

2.2    Zu prüfen bleibt daher, ob der enge zeitliche Zusammenhang zwischen 

Arbeitsunfähigkeit und Invalidität, für welche der Klägerin ab 1. April 2008 Leistungen 

der IV zugesprochen wurden, durch die am 1. Juni 2008 angetretene Tätigkeit bei der 

I.___ unterbrochen worden ist. Eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs 

darf nach der Rechtsprechung nicht bereits dann angenommen werden, wenn die 

Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Bei der Prüfung 

dieser Frage sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls zu 

berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische 

Beurteilung durch den Arzt sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur 

Wiederaufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für 

die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 

Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, 

dass eine versicherte Person über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähige 

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Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht (Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. Mai 2003, B 100/02, E. 4.1, und vom 18. 

Oktober 2006, B 18/06, E. 4.2.1). Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche 

Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit (Urteil des EVG 

vom 21. November 2002, B 23/01, E. 3.3). So schliesst namentlich die 

Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinn das Vorliegen einer 

Arbeitsunfähigkeit nicht aus (Art. 15 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die 

obligatorische Arbeitslosenversicherung [AVIV, SR 837.02]; Urteil des EVG vom 21. 

April 2005, B 127/04, E. 4.3.4). Mit Bezug auf die Dauer der den zeitlichen Konnex 

unterbrechenden Arbeitsfähigkeit kann die Regel von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) als Richtschnur gelten. Nach dieser 

Bestimmung ist eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in 

jedem Fall zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 

gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Bestand während 

mindestens drei Monaten wieder volle Arbeitsfähigkeit und erschien gestützt darauf 

eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsunfähigkeit als objektiv wahrscheinlich, 

stellt dies ein gewichtiges Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs 

dar. Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige 

Tätigkeit als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen 

Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung 

unwahrscheinlich war (BGE 123 V 262 E. 1c, 120 V 112 E. 2c/aa und bb; Hans-Ulrich 

Stauffer, Berufliche Vorsorge, Zürich 2005, S. 279 f.; Isabelle Vetter-Schreiber, 

Berufliche Vorsorge [Kommentar zum BVG und zu weiteren Erlassen), Zürich 2009, S. 

83 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Dezember 2007, 9C_249/2007, E. 3.2.1).

2.3    Als Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, im Sinne von Art. 

23 BVG gilt eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf 

oder Aufgabenbereich (BGE 130 V 97 E. 3.2; Urteile des EVG vom 5. Februar 2003, B 

13/01, E. 4.2, und 7. Januar 2003, B 49/00, E. 3). Kann von der versicherten Person 

vernünftigerweise verlangt werden, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in 

einem anderen Berufszweig verwertet, ist sie unter Berücksichtigung der 

Arbeitsmarktlage und gegebenenfalls nach einer bestimmten Anpassungszeit nach der 

beruflichen Tätigkeit zu beurteilen, die sie bei gutem Willen ausüben könnte (BGE 114 

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V 281 E. 1c; vgl. auch die Legaldefinition in Art. 6 des Bundesgesetzes zum 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welche Vorschrift im 

Bereich der beruflichen Vorsorge allerdings keine Anwendung findet; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. Dezember 2007, 9C_249/2007, 3.2.2; Urteil des EVG vom 6. 

Februar 2006, B 54/05, E. 1.2;). Die Arbeitsunfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit der 

Klägerin ist unbestrittenermassen nach ihrer angestammten Tätigkeit als 

kaufmännische Angestellte zu beurteilen, nachdem diesbezüglich zu Lasten der IV in 

diesem Bereich berufliche Massnahmen durchgeführt wurden (vgl. dazu auch Urteile 

des EVG vom 2. Dezember 2002, B 1/02, E. 5.2, und 26. Mai 2003, B 100/02, E. 1.2).

3.        

3.1    Umstritten ist der Anspruch auf eine Invalidenrente gegenüber der Beklagten, bei 

welcher die Klägerin vom 1. Juni bis 30. September 2008 (einschliesslich Nach­

deckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG) versichert gewesen ist. Die Beklagte stellt 

sich auf den Standpunkt, dass der Arbeitseinsatz bei der I.___ lediglich als 

Wiedereingliederungsversuch zu werten sei. Der Rechtsvertreter der Klägerin weist 

demgegenüber darauf hin, dass bei ihr vom 1. April 2008 (Anmeldung bei der 

Arbeitslosenversicherung als vermittlungsfähig [IV-act. 324) bis 4. August 2008 (letzter 

effektiver Arbeitstag bei der I.___ [IV-act. 237, 252]) - also vier Monate lang - eine 

mindestens 80%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe und diese aufgrund der zuvor von 

der IV durchgeführten, mehr als zwölf Monate dauernden beruflichen Massnahmen als 

objektiv gefestigt erschienen sei.

3.2   

3.2.1           Am 10. März 2005 trat die Klägerin stationär in die Psychiatrische Klinik 

D.___ ein. Entsprechend wurde ihr im Bericht vom 22. Juli 2005 ab vorstehendem 

Datum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie hielt sich bis Ende November 

2005 - letztlich noch teilstationär - in der Klinik auf. Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit wurde 

im Weiteren ausgeführt, dass bei einem positiven Verlauf der aktuellen Behandlung mit 

einer 40 bis 50%igen Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zu rechnen sei. Die 

Klägerin benötige eine fundierte Einarbeitung, ein klar definiertes und strukturiertes 

Aufgabengebiet und keine komplexen Arbeitsabläufe. Eine Tätigkeit habe in 

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geschütztem Rahmen zu erfolgen (act. G 3.1.14). Im Verlaufsbericht vom 14. 

September 2005 hielt die Klinik fest, dass die Prognose unter der Voraussetzung eines 

stabilen Arbeitsumfeldes, das der Klägerin wohlwollend entgegenkomme und sie 

fordere, aber nicht überfordere, und einer mehrjährigen Begleitung durch eine 

intensive, vorzugsweise psychodynamisch orientierte Psychotherapie als günstig 

angesehen werden könne. Die Klägerin gerate durch ihre Persönlichkeits-

Entwicklungsstörung schnell an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit - subjektiv von ihr 

als Konzentrationsstörung erlebt sowie in paranoider Verarbeitung als "Mobbing" - 

insbesondere dann, wenn sie sich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht gut 

aufgenommen fühle. Dies führe zu Verständigungsproblemen am Arbeitsplatz, was die 

Situation weiter verschärfe, bis die Klägerin unter Umständen psychisch 

dekompensiere und arbeitsunfähig werde. Zum jetzigen Zeitpunkt und unter den 

Bedingungen der Hospitalisation sei es schwierig einzuschätzen, ob eine 

Einschränkung bestehen bleibe. Zu Vieles sei abhängig von der Arbeitsplatzsituation 

und der weiteren Entwicklung. Falls sich die Klägerin gut aufgehoben fühle und das 

geforderte Arbeitstempo nicht zu hoch sei, sollte sie ihr Arbeitsvermögen so steigern 

können, dass langfristig keine 20%ige Einschränkung bestehe. Auch im Verlaufsbericht 

vom 1. Dezember 2005 stellte die Klinik mit Einschränkungen eine gute Prognose. Die 

Einschränkungen würden sich auf die Persönlichkeitsentwicklung der Klägerin 

beziehen. Unter günstigen Arbeits- und Therapiebedingungen sollte es möglich sein, 

dass die Klägerin auch in konflikthaften Bereichen mehr Realitätsbezug und in der 

Folge Eigenverantwortung, z. B. in der Wahl eines für sie zuträglichen Arbeitsplatzes, 

übernehmen könne. Es sei der Klägerin zumutbar, die Arbeitsfähigkeit kontinuierlich auf 

acht Stunden täglich zu steigern. Die Leistungsfähigkeit sei stark von der Hektik des 

Betriebs bzw. von dem mit der geforderten Arbeit verbundenen zeitlichen Druck 

abhängig sowie davon, dass das quantitative Pensum gut zu bewältigen sei und die 

Aufgaben klar kommuniziert und erklärt würden. Unter diesen Voraussetzungen könne 

davon ausgegangen werden, dass die Klägerin zu verantwortungsbewusster und 

selbständiger Arbeit in der Lage sei. Ihr Gesundheitszustand habe sich zum Zeitpunkt 

des Austritts aus der Tagesklinik soweit stabilisiert, dass sie sich nun selbständig um 

eine Erwerbstätigkeit im Bereich bzw. in Grenzbereichen des Kaufmännischen bemühe. 

Es bestehe allerdings Unklarheit darüber, wie belastungsfähig sie im Umfeld der freien 

Marktwirtschaft effektiv sei, so dass sie unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt 

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auf die Möglichkeit einer durch die IV begleiteten Umschulung zurückgreifen müsse. 

Gestützt auf diesen Verlaufsbericht der Psychiatrischen Klinik D.___ hielt der Regionale 

Ärztliche Dienst (RAD) der IV am 9. Dezember 2005 fest, dass weiterhin nicht definitiv 

gesagt werden könne, ob die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf Dauer in der 

bisherigen Tätigkeit unter 20% betragen werde. Dies müsse sich letztendlich in der 

Umsetzung, d.h. bei Arbeiten an einem konkreten Arbeitsplatz, zeigen. Es bestehe eine 

sehr grosse Gefahr, dass die Klägerin bei ungünstigen Arbeitsbedingungen im Rahmen 

ihrer Persönlichkeitsstörung dekompensiere, so dass man durchaus von einer 

drohenden Invalidität bei ungenügender Unterstützung (z.B. durch die IV) ausgehen 

könne (act. G 3.1.17). Dem Versicherungspsychiatrischen Gutachten von Dr. med. 

K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zuhanden der C.___ vom 10. Dezember 

2006 ist zu entnehmen, dass von einer ärztlichen-psychotherapeutischen Behandlung 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. Hinsichtlich der 

vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit in Prozenten als Sekretärin könne keine genaue 

Angabe gemacht werden. Offensichtlich zeige die Klägerin eine ausgesprochene 

Stressintoleranz, wo zeitlicher Druck oder intellektuelle Überforderung zu einer 

schnellen, leistungslimitierenden, psychischen Reaktion bis zur Dekompensation führen 

könnten. Aufgrund der kognitiven Leistungsfähigkeit und Intelligenz sei die Klägerin für 

die Arbeit als Sekretärin zu 100% geeignet. Denke man jedoch an die psychische 

Zerbrechlichkeit mit rascher Produktion von Ängsten und selbstlimitierender 

Problematik, müsse von einer latenten Gefahr der Entwicklung von 

Arbeitsunfähigkeitsintervallen ausgegangen werden. Trotz der Gefahr einer 

intellektuellen Unterforderung könne der Klägerin aufgrund ihrer derzeitigen 

psychischen Situation einzig eine einfache Sekretariatsstelle zu 100% zugemutet 

werden. Es könne nur eine unsichere Prognose gestellt werden. Die Prognose sei stark 

abhängig vom weiteren therapeutischen Verlauf. Unter einem guten, kontinuierlichen 

therapeutischen Setting bei gleichzeitig idealer beruflicher Förderung und Reintegration 

könne eine gute Prognose postuliert werden (IV-act. 214 ff.).

3.2.2           Laut dem zwischenzeitlich vom Berufsberater der IV verfassten Bericht vom 

28. April 2006 stand die Klägerin seit Januar 2006 in berufsberaterischem Kontakt. 

Damals sei sie bereits beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur 

Stellenvermittlung angemeldet gewesen. Im Weiteren Verlauf habe sich aber gezeigt, 

dass die Arbeitsfähigkeit noch zu gering und die Vermittlungsfähigkeit noch nicht 

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gegeben gewesen sei. Die Klägerin sei sehr unsicher, habe grosse Mühe ihre 

Leistungsfähigkeit objektiv abzuschätzen und in Übereinstimmung mit Anforderungen 

von Arbeitsplätzen zu bringen. Die direkte Eingliederung mit Stellenvermittlung im 

erlernten Beruf, aber auch in anderen Berufen sei undenkbar. Die Klägerin sei zwingend 

auf eine Abklärungs- und Fördermassnahme angewiesen (IV-act. 76). Im 

Zwischenbericht vom 16. März 2007, d.h. nach Absolvierung des 

Berufsförderungskurses an der H.___ und während des Arbeitstrainings bei F.___, hielt 

der Berufsberater der IV fest, dass die Fortschritte stagnierten und die verwertbare 

Arbeitsfähigkeit auf tiefem Niveau verharre. An einen weitergehenden 

Rehabilitationsschritt oder gar die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sei vorerst nicht zu 

denken gewesen. Um einer Dekompensation vorzubeugen, habe die tägliche 

Arbeitszeit reduziert werden müssen. Das angestrebte Rehabilitationsziel sei in der zur 

Verfügung stehenden Zeit nicht erreicht worden und könne auch nicht mehr erreicht 

werden. Offensichtlich sei der Schritt in die freie Wirtschaft, auch wenn es sich um ein 

teilbetreutes Setting gehandelt habe, verfrüht gewesen. Bei den 

Wiedereingliederungsbemühungen müsse nochmals ein Schritt zurück gemacht 

werden. Es sei ein nochmaliger Eintritt in die H.___, konkret in den G.___, also an einen 

geschützten Ausbildungsplatz, geplant. Die Massnahme im F.___ werde frühzeitig 

beendet (IV-act. 126). Im Abschlussbericht vom 10. September 2007 betreffend 

Arbeitstraining im G.___ hielt die H.___ sodann fest, der Klägerin sei es gelungen, trotz 

zweier Krisen (Ausschleichen eines Medikaments, Hospitalisierung der eigenen Mutter) 

an ihrem Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt weiter zu arbeiten. Es habe für sie 

einerseits mehr Rückschläge als im ersten Teil des Trainings gegeben, andererseits sei 

dies als klarer Fortschritt zu bewerten, da die Klägerin mit ihren Grenzen konfrontiert 

worden sei und sich damit immer wieder aktiv habe auseinandersetzen müssen. Es 

habe auch eine Klärung dahingehend stattgefunden, dass sie ihre eigenen Anteile an 

den Schwierigkeiten in bisherigen Arbeitsverhältnissen habe sehen können. Parallel 

dazu habe die Klägerin mit der Fachstelle für berufliche Integration ihr 

Bewerbungsdossier erstellt und schon erste Bewerbungen getätigt bzw. 

Vorstellungsgespräche geführt. Es werde die Stellensuche im ersten Arbeitsmarkt 

empfohlen. Es wäre hilfreich, die Klägerin bei der Einarbeitung gegebenenfalls zu 

unterstützen, beispielsweise durch eine längere Einarbeitungszeit, um sich noch weiter 

auf dem jetzt erreichten Entwicklungsstand zu stabilisieren. Die von ihr angestrebte 

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Intensivierung der Psychotherapie sei dabei ein wichtiger Aspekt. Zentrale Themen 

wären die Bearbeitung von Erwartungen an sich selbst und an das Umfeld und damit 

die Erhöhung ihrer Frustrationstoleranz (IV-act. 151 ff.). Gestützt auf diesen 

Abschlussbericht betrachtete die IV am 22. Mai 2008 die Wiedereinarbeitung der 

Klägerin in den kaufmännischen Beruf als erfolgreich absolviert (IV-act. 164).

3.2.3           Inzwischen hatte sich die Klägerin am 1. April 2008 bei der Arbeitslosenver­

sicherung als vermittlungsfähig angemeldet. Am 1. Juni 2008 konnte sie ihre Stelle als 

Sekretärin bei der I.___ mit einem Arbeitspensum von 80% antreten. Am 4. August 

2008 schied sie krankheitshalber aus dem Arbeitsprozess aus. Am 13. August 2008 

wurde die Klägerin nach massiver Überforderung und Verstärkung der 

Abgrenzungsproblematik sowie Zunahme der Impulsivität bei einer kombinierten 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61) mit narzisstischen, histrionischen und abhängigen 

Zügen zur stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung in das 

Psychiatrische Zentrum St. Gallen eingewiesen (IV-act. 197). In einem der IV 

inzwischen zugestellten Bericht vom 21. August 2008 hielt die H.___ fest, dass die 

Klägerin nach dem bei ihr absolvierten Arbeitstraining durch ihre Fachstelle berufliche 

Integration begleitet worden sei. Die Begleitung habe zu Beginn das 

Bewerbungsverfahren und die Stellensuche umfasst. Nach Antritt der Stelle bei der 

I.___ sei die Klägerin durch ein intensives Job Coaching begleitet worden. Da sie keine 

Unterstützung durch die IV zu erwarten gehabt habe und von dieser als arbeitsfähig 

eingestuft worden sei, sei es nicht möglich gewesen, den Arbeitgeber zu Beginn des 

Arbeitsverhältnisses über die Krankengeschichte und die möglicherweise auftretenden 

Schwierigkeiten zu informieren. Die Klägerin hätte die Stelle mit grosser 

Wahrscheinlichkeit nicht erhalten, wenn der Arbeitgeber über ihre Krankengeschichte 

informiert gewesen wäre. Diese Tatsache habe die Intervention beim Arbeitgeber durch 

den Job Coach schwierig gestaltet. Die Begleitung sei vom Stellenantritt an sehr 

intensiv gewesen. Das Arbeitstempo der Klägerin sei im Vergleich zu den anderen 

Mitarbeitern langsamer gewesen, was von der Arbeitgeberin bestätigt worden sei. Sie 

habe weniger als 50% der vorgegebenen Leistung bewältigt. Bei der Arbeit sei sie sehr 

unsicher gewesen, habe hohe Ansprüche an sich selber gestellt und sei deshalb in eine 

Überforderungssituation geraten. Die Klägerin habe sich bereits nach kurzer Zeit in 

ihrer Freizeit nicht mehr erholen können. Der Druck und die Angespanntheit hätten 

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auch am Wochenende weiter bestanden. In der ersten Augustwoche sei es dann zu 

einem Zusammenbruch gekommen (IV-act. G 3.1.4).

4.      

4.1    Die arbeitslosenversicherungsrechtliche Vermittlungsfähigkeit der Klägerin vom 

1. April bis 31. Mai 2008 zusammen mit der kaufmännischen Tätigkeit bei der I.___ vom 

1. Juni bis 31. August 2008 ergeben eine viermonatige Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit, 

womit der Richtwert von drei Monaten als Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen 

Zusammenhangs grundsätzlich erfüllt ist. Angesichts der vorstehenden Aktenlage 

besteht jedoch im hier zu beurteilenden Fall gesamthaft betrachtet Anlass dazu, die 

Tätigkeit bei der I.___ lediglich als Eingliederungs- bzw. blosser Arbeitsversuch, 

welcher scheiterte, zu werten.

4.2     Bereits im Gesundheitszustand der Klägerin ist ein wesentliches Indiz dafür zu 

erblicken, dass es sich bei der Tätigkeit für die I.___ um, einen Arbeitsversuch handelte. 

Sie leidet an einem psychischen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert, der weit in 

die Vergangenheit zurückreicht bzw. während vieler Jahre fortdauernd bestanden hat. 

Die Klägerin befand sich während dieser Zeit fortgesetzt in psychiatrischer ambulanter, 

aber auch wiederholt in stationärer Behandlung. Dazu gehörte immer auch die 

Einnahme von Psychopharmaka. Die Differenzen diagnostischer Art (vgl. Erwägung Aa, 

Ad) sind irrelevant. Die im Verlauf gestellten Diagnosen bilden insgesamt eine Einheit 

bzw. sind offensichtlich Teile einer fortschreitenden psychischen Gesundheitsstörung. 

So erscheint insbesondere wiederholt die Persönlichkeits- und depressive Störung und 

wurde vor der Diagnose einer Schizophrenie von schizoiden Anteilen und einem 

Verdacht auf Schizophrenie gesprochen. Auch wenn die Klägerin ab 1. April 2008 zu 

80% als arbeitsfähig betrachtet wurde, war sie mithin dennoch krank bzw. bestand bei 

ihr aus psychiatrischer Sicht eine fortdauernde gesundheitliche Störung. Eine 

psychische Krankheit kann verschiedenste Schweregrade aufweisen, ist einer 

Heilbehandlung vielfach zugänglich und braucht bei geeigneter Heilbehandlung 

(Psychotherapie, medikamentöser Behandlung) keine Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit zur Folge zu haben. In psychiatrischen Berichten findet sich sodann 

nicht selten die Einschätzung, dass man sich gerade von der Ausübung einer 

beruflichen Tätigkeit eine positive Auswirkung auf die psychischen Probleme erhoffe. 

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Andererseits besteht bei vorhandener psychischer Krankheit, auch bei Erreichen einer 

gewissen Stabilisierung, dennoch eine psychische Labilität und damit gegenüber einem 

gesunden Menschen ein erhöhtes Risiko für eine Arbeitsunfähigkeit. Gerade bei 

psychischen Erkrankungen sind Arbeitsfähigkeitsschätzungen zudem nicht einfach, da 

deren Entwicklung oft nicht leicht vorhersehbar ist. Ob eine an einer psychischen 

Krankheit leidende Person wieder eingegliedert werden kann, lässt sich nur schwer 

prognostizieren. Deswegen ist es durchaus möglich, dass die Frage der 

Arbeitsfähigkeit im Nachhinein verlässlicher beantwortet werden kann. Im konkreten 

Fall stellte sich letztlich heraus, dass die Klägerin nicht in der Lage war, ihre 

theoretische Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft zu umzusetzen. Der Arbeitsantritt 

bei der I.___ stellte nach langem Unterbruch einen erstmaligen Arbeitsversuch auf dem 

freien Arbeitsmarkt dar. Zuvor wurden bei der Klägerin während rund zwei Jahren 

berufliche Massnahmen durchgeführt. Diese zielten wohl auf ihre Wiedereingliederung 

in eine kaufmännische Tätigkeit in der freien Wirtschaft hin. Konkret bestanden sie 

jedoch zunächst aus einer reinen Abklärung des Wiedereinstiegs in den erlernten oder 

einen neuen Beruf und einem nachfolgenden, grundsätzlich gescheiterten 

Arbeitstraining in Form eines teilbetreuten Settings in der freien Wirtschaft, dem sich 

schliesslich ein weiteres Arbeitstraining an einem geschützten Arbeitsplatz anschloss. 

Die Klägerin wurde zwar letztlich als in der freien Wirtschaft vermittlungs- bzw. 

arbeitsfähig bezeichnet. Mit den beruflichen Massnahmen wurde jedoch lediglich die 

Grundlage für die Wiedereingliederung auf dem freien Arbeitsmarkt geschaffen und das 

Rehabilitationsziel rein theoretisch als erreicht befunden. Dessen Nachhaltigkeit auf 

dem freien Arbeitsmarkt musste und konnte sich erst in der Praxis erweisen. Die 

durchgeführten beruflichen Eingliederungsmassnahmen können nicht mit einer 

Ausbildung gleichgesetzt werden, welche die Klägerin in gleichem Masse wie die 

Ausübung einer zeitlich uneingeschränkten, den Leiden angepassten Erwerbstätigkeit 

auf dem freien Arbeitsmarkt beansprucht hätte und die für die Unterbrechung des 

zeitlichen Zusammenhangs als genügend zu betrachten wäre (vgl. dazu Urteile des 

EVG vom 18. Oktober 2006, B 18/06, E. 4.2.1, und vom 11. Februar 2003, B 42/02, E. 

2.1; BGE 134 V 20, E. 5.2.2). Die von der Klägerin bei der I.___ während rund zwei 

Monaten ausgeübte Tätigkeit reicht zusammen mit der zweimonatigen Arbeitslosigkeit 

für eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs nicht aus. Die in den 

Arztberichten vor den beruflichen Massnahmen festgehaltenen Einschränkungen der 

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Klägerin - tiefe Stresstoleranz bzw. Belastbarkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit 

und vermindertes Problemlöseverhalten, niedrige Frusttoleranzgrenze, 

Überforderungsgefühle - waren letztlich auch für die erneute Arbeitsunfähigkeit ab 4. 

August 2008 bei der I.___ verantwortlich (vgl. dazu act. G 3.1.18, 19; IV-act. 237 ff., 

296). In diesem Sinn hielt das Psychiatrische Zentrum in seinem Verlaufsbericht vom 

16. Oktober 2008 fest, die Klägerin befinde sich seit dem 13. August 2008 in ihrer 

stationären psychiatrische-psychotherapeutischen Behandlung. Im Vorfeld der 

Aufnahme sei es zu einer massiven Überforderung sowie zu einer Verstärkung der 

Abgrenzungsproblematik als auch einer Zunahme der Impulsivität bei kombinierter 

Persönlichkeitsstörung gekommen, nachdem die Klägerin nach mehreren Jahren der 

Beschäftigung im geschützten Rahmen einen Wiedereingliederungsversuch in der 

freien Wirtschaft unternommen habe. Es habe sich im Vorfeld gezeigt, dass die 

Klägerin mit den offenen Strukturen an ihrem Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft als 

Rechtsanwaltsangestellte vollkommen überfordert gewesen sei. Es hätten sich in 

dieser Phase Einschränkungen in der Belastbarkeit der Klägerin gezeigt, die bereits aus 

deren langjähriger Krankheitsgeschichte bestens bekannt gewesen sein dürften. 

Während die Klägerin über mehrere Jahre in geschütztem Rahmen in der H.___ gut 

zurecht gekommen sei, sei der Schritt in ein weniger strukturiertes Arbeitsumfeld zu 

gross gewesen. Die Ressourcen, sich an die geänderte Situation anzupassen, seien 

aufgrund der vorliegenden psychischen Erkrankung nicht ausreichend gewesen (IV-act. 

197 ff.). Dem zuvor erstellten Bericht der H.___ vom 21. August 2008 ist gleichfalls zu 

entnehmen, dass die Einschränkungen der Klägerin während ihrer Anstellung bei der 

I.___ Bestand hatten. Der Bericht belegt zudem eine reduzierte Leistungsfähigkeit und 

die Notwendigkeit einer intensiven Begleitung durch die H.___ (act, G 3.1.4). Die beiden 

vorgenannten Berichte enthalten mithin ebenfalls gewichtige Indizien dafür, dass es 

sich bei der Arbeitsstelle bei der I.___ lediglich um einen Arbeitsversuch gehandelt hat, 

der die zeitliche Konnexität nicht zu unterbrechen vermag.

4.3    Zusammenfassend ist festzustellen, dass - entgegen der Ansicht des 

klägerischen Rechtsvertreters - die vom 1. April bis anfangs August 2008 bescheinigte 

80%ige Arbeitsfähigkeit sich nicht in einer Form erwerblich umsetzen liess, welche 

geeignet gewesen wäre, den zeitlichen Zusammenhang zwischen der ursprünglichen 

Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität zu unterbrechen. Damit steht fest, dass 

für die Invalidität nicht sie, sondern allenfalls eine frühere Vorsorgeeinrichtung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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leistungspflichtig ist. Der Umstand, dass die Beklagte die Klägerin im Rahmen der 

obligatorischen Vorsorge vorbehaltlos aufgenommen hat (act. G 3.1.13), vermag an 

dieser Beurteilung nichts zu ändern. Im Bereich der obligatorischen Vorsorge sind die 

Vorsorgeeinrichtungen nicht befugt, Vorbehalte für die Deckung der Risiken Tod und 

Invalidität einzuführen. Solche Vorbehalte sind - wie im konkreten Fall getätigt (act. G 

3.1.13) - nur im Bereich der weitergehenden Vorsorge zulässig (BGE 115 V 226 E. 6; 

H.-U. Stauffer, Die berufliche Vorsorge, 2. Aufl. Zürich 2006, S. 51). In 

Übereinstimmung mit den vorstehenden Erwägungen ging auch die IV in Bezug auf das 

Arbeitsverhältnis mit der I.___ nicht von einer mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage 

dauernden vollen Arbeitsfähigkeit der Klägerin aus (vgl. Art. 29ter IVV) und legte den 

Beginn des Anspruchs auf eine Invalidenrente nach erfolgreicher Absolvierung der 

beruflichen Massnahmen auf den 1. April 2008 fest.

4.4    Wie von der Beklagten festgehalten, besteht ebenso wenig eine 

Leistungszuständigkeit für die Erhöhung der Invalidität per 1. November 2009 (IV-act. G 

3.1.2). Beruht die Erhöhung des Invaliditätsgrads auf derselben Ursache wie die 

ursprüngliche Invalidität, ist die ursprüngliche Vorsorgeeinrichtung zur 

Leistungserbringung zuständig, selbst wenn ein neues Vorsorgeverhältnis besteht. Hat 

hingegen eine neue Ursache zur Erhöhung des Invaliditätsgrads geführt, ist nicht die 

frühere Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, sondern die nachfolgende (SZS 1995, 

467 E. 3; BGE 123 V 262 E. 1a, 118 V 45 E. 5). Im vorliegenden Fall gilt es eine solche 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Wohl enthielten die 

Verlaufsberichte der Psychiatrischen Klinik D.___ vom 22. Juli, 14. September und 1. 

Dezember 2005 (act. G 3.1.14-16) noch nicht die konkrete Diagnose einer 

Schizophrenie. Wie bereits in Erwägung 4.2 festgehalten, wurde jedoch bereits vor 

deren endgültiger Diagnose im Verlaufsbericht vom 7. Juni 2010 (act. G 3.1.20) und vor 

Beginn des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten von schizoiden Anteilen und 

einem Verdacht auf Schizophrenie gesprochen, womit eine enge Verknüpfung 

zwischen den verschiedenen psychiatrischen Diagnosen besteht. Selbst wenn die 

Schizophrenie als neuer Gesundheitsschaden betrachtet würde, deutet - wie von der 

Beklagten zutreffenderweise festgehalten - zumindest nichts darauf hin, dass sie 

ausgerechnet während des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten (1. Juni bis 

spätestens 30. September 2008) eingetreten ist. Die Überforderung der Klägerin und ihr 

Zusammenbruch während des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten sind Teil eines 

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psychischen Krankheitsverlaufs, wie er schon mehrere Jahre vor dem 1. Juni 2008 

bestand und für die Einschränkung in der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit 

verantwortlich war. Der zeitlichen Komponente kommt sodann praxisgemäss (BGE 123 

V 262 E. 1a) keine eigenständige Bedeutung zu, sofern es sich ausschliesslich um eine 

Verschlimmerung des psychischen Grundleidens handelt.

4.5    Von der Beiladung einer allfälligen anderen leistungspflichtigen 

Vorsorgeeinrichtung kann im konkreten Fall abgesehen werden, da in diesem Verfahren 

der Eintrittszeitpunkt der Arbeitsunfähigkeit nicht festgelegt werden musste und somit 

keine rechtlichen Wirkungen für andere Vorsorgeeinrichtungen resultieren (vgl. 

Erwägung 1.2).

5.      

5.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Klage abzuweisen.

5.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die Beklagte 

beantragt die Ausrichtung einer Parteientschädigung. Nun besteht beim erwähnten 

Ausgang des Verfahrens grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen 

Kosten (Art. 98 Abs. 2 und Art. 98  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[sGS 951.1; VRP]). Hingegen hat die Beklagte als Vorsorgeeinrichtung praxisgemäss 

keinen diesbezüglichen Anspruch (BGE 112 V 356; SZS 1995, 114). Der Antrag auf 

Ausrichtung einer Parteientschädigung muss deshalb abgewiesen werden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Klage wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2012
	Art. 23 BVG: Verneinung der Unterbrechung der zeitlichen Konnexität in Bezug auf ein zweimonatiges Arbeitsverhältnis mit vorangegangener zweimonatiger Arbeitslosigkeit, nach rund zweijährigen beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung. Das zweimonatige Arbeitsverhältnis stellt lediglich einen gescheiterten Arbeits- bzw. Eingliederungsversuch dar (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2012, BV 2011/10).Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter SchmidEntscheid vom 23. Februar 2012in SachenA.___,Klägerin,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Poltera, Hadwigstrasse 6a, 9000 St. Gallen,gegenB.___Beklagte,betreffendInvalidenrenteSachverhalt:

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