# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5878a2cb-02bd-5822-b380-ee0298a6e1eb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2010 A-3143/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3143-2010_2010-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-3143/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Richter André Moser, 
Gerichtsschreiberin Michelle Eichenberger.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, 
Bevölkerungsschutz und Sport VBS,
Generalsekretariat, Maulbeerstrasse 9, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-3143/2010

Sachverhalt:

A.
A._______, geboren am B._______, war vom 1. Januar 2005 bis am 
31. Dezember 2007 als Zeitmilitär  beim Lehrverband Infanterie tätig. 
Angestellt  war  er  gemäss  seinem  befristeten  Arbeitsvertrag  vom 
31. Dezember 2004 bzw. 5. Januar 2005 als Zugführer. Später wurde 
er als stellvertretender Kompaniekommandant und vom 18. Juni 2007 
an als Kompaniekommandant eingesetzt. Ab dem 17. September 2007 
war A._______ krank geschrieben. Laut Arbeitsvertrag war A._______ 
in der Lohnklasse 13 eingereiht. Sein befristetes Arbeitsverhältnis lief 
am 31. Dezember 2007 aus.

B.
Mit  Gesuch  vom 20.  Oktober  2008  beantragte  A._______  die  Aus-
richtung von insgesamt Fr. 26'993.45. Er begründete seine Forderung 
mit  Ansprüchen  aus  dem  Arbeitsverhältnis  (Abgeltung  von  Ferien, 
Überzeit  und Funktionsänderung sowie Vergütung für  Sonntags- und 
Nachtarbeit).

Den in  der  Folge  vom Lehrverband  Infanterie  offerierten  Vergleichs-
vorschlag  über  Fr.  5'293.--  zuzüglich  5%  Verzugszins  akzeptierte 
A._______ nicht.

In seinem Schreiben vom 8. Januar 2009 bezifferte A._______ seine 
Forderung neu auf  Fr. 34'853.20 und verlangte den Erlass einer an-
fechtbaren Verfügung.

Der  Kommandant  Heer  zeigte  A._______  mit  Schreiben  vom 
22. Januar  2009  den  Erlass  einer  Verfügung  an.  In  der  Folge 
korrigierte A._______ seine Forderung auf Fr. 35'404.--.

Am 31. März 2009 verfügte der Kommandant Heer die Auszahlung von 
Fr.  7'619.95  inklusive  Verzugszins  seit  dem  1.  Januar  2008  an 
A._______. Von diesem Betrag entfielen Fr. 5'322.90 auf die Abgeltung 
des  geltend  gemachten  Ferienanspruchs  und  Fr.  2'297.05  auf  die 
Überzeitentschädigung.

Gegen  diese  Verfügung  erhob  A._______  am  30.  April  2009  beim 
Eidgenössischen  Departement  für  Verteidigung,  Bevölkerungsschutz 
und Sport (VBS) Beschwerde.

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C.
Das  VBS  wies die  Beschwerde  von  A._______  mit  Entscheid  vom 
18. März  2010  ab,  soweit  es  darauf  eintrat.  Die  Mahlzeitenent-
schädigung  sei  nicht  Verfügungsgegenstand,  weshalb  nicht  darauf 
eingetreten  werde.  Anwendbar  seien  vorliegend  die  massgebende 
Verordnung des VBS sowie das Personalhandbuch Zeitmilitär des VBS 
–  Bereich  Personal  Verteidigung  –,  Version  2007  bzw. 2004  (nach-
folgend:  Handbuch).  Darüber  hinaus  äusserte  sich  das  VBS  zum 
geltend  gemachten  Ferienanspruch,  zum  Anspruch  auf  eine  Ent-
schädigung  für  Nacht-  und  Sonntagsarbeit  und  Pikettdienst,  zur  ge-
forderten Überzeitentschädigung sowie zur Abgeltung der Funktions-
änderung.

D.
Gegen  diesen  Entscheid  des  VBS  (Vorinstanz)  vom 18.  März  2010 
erhebt A._______ (Beschwerdeführer) am 30. April 2010 Beschwerde 
ans Bundesverwaltungsgericht. Er  beantragt  die vorfrageweise Über-
prüfung des Handbuchs auf seine Rechtmässigkeit. Unter Aufhebung 
bzw. Korrektur  der  angefochtenen  Verfügung  seien  zudem  folgende 
Forderungen gutzuheissen:

Fr. 21'848.40, eventualiter Fr. 16'340.40, subeventualiter Fr. 10'832.40: 
Abgeltung von 59.5, 44.5 bzw. 29.5 Ferientagen;

Fr. 4'812.35: Abgeltung der Funktionsänderung;

Fr. 2'794.10: Vergütung für Sonntags- und Nachtarbeit;

Fr. 7'436.30: Entschädigung für 145.81 Stunden Überzeit;

Abgeltung für 93 Stunden Pikettdienst.

Der Beschwerdeführer bringt vor, das Handbuch sei auf ihn nicht an-
wendbar und die entsprechende Verordnung des VBS weise eine un-
genügende  Normdichte  auf.  Er  unterstehe  folglich  dem  übrigen 
Bundespersonalrecht.  Weiter  äussert  er  sich  zu  seinen  geltend  ge-
machten Forderungen und zeigt deren Berechnung auf.

E.
Mit  Vernehmlassung  vom  8.  Juni  2010  schliesst  die  Vorinstanz  auf 
Abweisung der  Beschwerde. Sie setzt  sich mit  den Argumenten des 

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Beschwerdeführers betreffend Ferienanspruch, Nacht- und Sonntags-
arbeit  sowie  Pikettdienst  und  Überzeitentschädigung  auseinander. 
Schliesslich  bringt  sie  vor,  sie  erachte  es  als  rechtsmissbräuchlich, 
wenn sich der Beschwerdeführer auf die Ungültigkeit des Handbuchs 
berufe, obwohl er es beim bzw. mit Vertragsabschluss akzeptiert habe.

F.
Der  Beschwerdeführer  weist  in  seiner  Replik  vom 3.  Juli  2010  ins-
besondere  darauf  hin,  es  habe  mit  der  Führung  der  Kontrollblätter 
nichts zu tun,  dass er mehr als fünf Ausgleichstage fordere. Die be-
weismässige Grundlage habe er  mit  der  Berechnung seiner  geltend 
gemachten  Stunden  geliefert.  Diese  Berechnung  sei  nötig,  da  nur 
effektiv  geleistete  Arbeitszeiten,  aber  keine  Zeitzuschläge  und  Ver-
gütungen auf den Kontrollblättern erfasst bzw. berücksichtigt würden.

G.
Mit Duplik vom 16. Juli 2010 hält die Vorinstanz im Wesentlichen fest, 
sie  habe versucht,  die Einträge im Zeiterfassungsprogramm nachzu-
vollziehen. Das vorliegend den Beschwerdeführer betreffende Kapitel 
5 des Handbuchs entspreche schliesslich der Handbuchversion 2007. 
Seit dem Jahr 2004 sei diesbezüglich keine Änderung erfolgt.

H.
In seinen Schlussbemerkungen vom 18. August 2010 äussert sich der 
Beschwerdeführer  insbesondere  zu  den  geltend  gemachten  Ferien-
tagen.

I.
Auf weitere Vorbringen der  Parteien und die sich  bei  den Akten be-
findlichen Schriftstücke wird – sofern entscheidrelevant – in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Nach Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 
(BPG,  SR 172.220.1)  können im Bereich  des Bundespersonalrechts 
Entscheide  der  internen  Beschwerdeinstanzen  im  Sinne  von  Art. 35 
Abs. 1  BPG  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  werden. 
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-

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schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021),  sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als 
Vorinstanzen  gelten  die  in  den  Art. 33  und  34  VGG genannten  Be-
hörden. Das VBS gehört zu den in Art. 33 Bst. d VGG erwähnten Be-
hörden und hat vorliegend in Anwendung von Art. 35 Abs. 1 BPG und 
Art. 110 Bst. a der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 (BPV, 
SR 172.220.111.3) eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG erlassen. 
Eine  Ausnahme  was  das  Sachgebiet  angeht,  ist  nicht  gegeben 
(Art. 32 VGG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  deshalb  zur  Be-
urteilung der Beschwerde zuständig.

1.1 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor 
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 
Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat. Als formeller Adressat hat der Beschwerdeführer ohne 
Weiteres  ein  aktuelles,  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung. Er ist  deshalb zur Beschwerdeführung 
legitimiert.

1.2 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG) gegen den Entscheid der Vor-
instanz vom 18. März 2010 ist demnach einzutreten.

2.
Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich  mit  unein-
geschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung 
von  Bundesrecht  –  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch 
des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) oder die unrichtige bzw. unvoll -
ständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  (Art.  49 
Bst. b  VwVG)  –,  sondern  auch  die  Unangemessenheit  des  an-
gefochtenen Entscheids (Art. 49 Bst. c VwVG).

3.
Vorab ist  zu prüfen, ob das Handbuch im vorliegenden Beschwerde-
verfahren  grundsätzlich  anwendbar  ist  bzw. Gültigkeit  beanspruchen 
darf.

3.1 Das  BPG  regelt  das  Arbeitsverhältnis  des  Bundespersonals 
(Art. 1). Gemäss Art. 37 BPG erlässt der Bundesrat die Ausführungs-
bestimmungen. Von dieser Möglichkeit hat er mit dem Erlass der BPV 

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Gebrauch gemacht. Die BPV sieht in Art. 116 ihrerseits vor, dass das 
Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) nach Anhörung der übrigen 
Departemente  und  der  Bundeskanzlei  die  zum einheitlichen  Vollzug 
der BPV erforderlichen Bestimmungen erlassen kann. Gestützt darauf 
hat  das  EFD  die  Verordnung  des  EFD  vom 6.  Dezember  2001  zur 
Bundespersonalverordnung (VBPV, SR 172.220.111.31) erlassen. Des 
Weiteren kann nach Art. 115 BPV das VBS im Einvernehmen mit dem 
EFD  abweichende  Bestimmungen  für  das  militärische  Personal  er-
lassen;  dies  unter  anderem  im  Bereich  der  Arbeitszeit  (Bst.  f),  der 
Mehrarbeit  und  der  Überzeit  (Bst.  g)  sowie  im  Bereich  der  Ferien 
(Bst. h).

3.1.1 Gestützt  auf  diese  Delegationsnorm  führt  die  Verordnung  des 
VBS  vom  9.  Dezember  2003  über  das  militärische  Personal 
(V Mil Pers,  SR  172.220.111.310.2)  die  personalrechtlichen  Be-
stimmungen der BPV für das militärische Personal aus und regelt die 
Abweichungen  (Art.  1  und  3).  Zum  militärischen  Personal  gehören 
gemäss Art. 47 Abs. 1 des Militärgesetzes vom 3. Februar 1995 (MG, 
SR 510.10) neben den Berufsmilitärs auch die Zeitmilitärs. 

3.1.2 Für die Zeitmilitärs wird in der V Mil Pers zum einen aufgeführt, 
welche Personen als  Zeitmilitärs  angestellt  werden können (Art.  10) 
und wie  die  Grundausbildung  ausgestattet  ist  (Art.  11  Abs. 5).  Zum 
anderen hält Art. 20 fest, für die Arbeitszeit der Zeitmilitärs gälten die 
Bestimmungen des Bundespersonalrechts  über  die  Jahresarbeitszeit 
(Abs. 1) und die wöchentliche Arbeitszeit richte sich nach dem Bedarf 
und betrage im Jahresdurchschnitt 45 Stunden (Abs. 2). Weiter finden 
sich  in  Art.  21  Bestimmungen betreffend  Ferien  für  das  militärische 
Personal  und  in  Art. 28  die  Spesenregelung  für  Zeitmilitärs.  Weiter-
gehende Regelungen für  das Zeitmilitär  fehlen. In  der V Mil  Pers ist  
insbesondere  nicht  vorgesehen,  dass  weitere  Ausführungs-
bestimmungen erlassen werden können. Folglich handelt es sich beim 
Handbuch  –  welches  nicht  in  Druckform  existiert,  sondern  eine 
Sammlung von Unterlagen in elektronischer Form darstellt, die auf der 
Intranetseite  der  Verteidigung  aufgeschaltet  sind  –  mangels  ent-
sprechender  Ermächtigung  in  der  V Mil Pers  um keine  weitere  Aus-
führungsbestimmung zum Bundespersonalrecht im Sinne von Art. 37 
BPG bzw. Art. 115 BPV.

3.2 Zu  ermitteln  bleibt,  ob  das  Handbuch  allenfalls  Bestandteil  des 
Arbeitsvertrags des Beschwerdeführers vom 31. Dezember 2004 bzw. 

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5. Januar 2005 geworden ist und dadurch grundsätzlich Gültigkeit be-
anspruchen darf.

3.2.1 Bei  den  Regelungen  im  Handbuch  betreffend  Arbeitszeit  und 
Ferien handelt es sich um sogenannte Allgemeine Arbeitsbedingungen 
(AAB;  auch  allgemeine  Anstellungsbedingungen  genannt).  Mittels 
AABs  wird  der  zu  vereinbarende  Inhalt  des  Arbeitsvertrags  nicht 
individuell ausgehandelt, sondern durch die Übernahme generell vor-
formulierter Klauseln bestimmt. Die AABs dienen der Rationalisierung, 
wenn  ein  Arbeitgeber  beabsichtigt,  mit  einer  Vielzahl  von  Arbeit-
nehmern inhaltlich weitgehend gleiche Arbeitsverträge abzuschliessen 
(vgl.  ROGER RUDOLPH,  Allgemeine Anstellungsbedingungen: Fluch oder 
Segen?, in: Andrea Mathis/Rolf Nobs, Treuhand und Revision – Jahr-
buch 2010, Zürich 2010, S. 165; WOLFGANG PORTMANN/JEAN-FRITZ STÖCKLI, 
Schweizerisches Arbeitsrecht, 2. Aufl., Zürich 2007, Rz. 95 f.; MANFRED 
REHBINDER, Schweizerisches Arbeitsrecht, 15. Aufl., Bern 2002, Rz. 56; 
JÜRG BRÜHWILER,  Kommentar  zum  Einzelarbeitsvertrag,  2. Aufl.,  Bern 
1996, Rz. 9a zu Art. 320 OR).

3.2.2 Zur  Klärung  der  Frage,  wann  AABs  für  die  Vertragsparteien 
verbindlich  sind,  ist  mangels  entsprechender  Regelung  im  Bundes-
personalrecht  und  in  Anwendung  von  Art.  6  Abs.  2  BPG  die  ent-
sprechende privatrechtliche Rechtsprechung heranzuziehen.

Demgemäss sind AABs für  ein  konkretes Arbeitsverhältnis  nur inso-
weit verbindlich, als sie von den entsprechenden Parteien ausdrücklich 
oder stillschweigend übernommen worden sind. Mit anderen Worten ist 
eine  Vereinbarung  erforderlich,  wonach  die  AABs  als  Inhalt  des 
konkreten Einzelvertrags gelten sollen.

AABs können durch Voll- oder Globalerklärung der Parteien Vertrags-
inhalt werden. Bei einer Vollerklärung decken sich Formulierungen und 
bewusster  Wille  der  Parteien  vollständig. Sie  kommen in  der  Praxis 
gewöhnlich in Form von Formularen vor, die als Vertragsurkunden von 
den  Parteien  unterzeichnet  werden. Erforderlich  ist  jedoch,  dass  im 
individuellen  Arbeitsvertrag  auf  die  AABs  verwiesen  wird.  Bei  einer 
Globalerklärung beschränkt sich der Wille des Erklärenden darauf, den 
in den AABs vorgeformten Inhalt als solchen in seiner Gesamtheit zu 
übernehmen. Hierbei ist  praktisch wichtig, dass zum einen ein quali -
fizierter Hinweis bzw. Verweis des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer 
auf den in den AABs vorgeformten Inhalt vorliegt, nämlich der Hinweis 

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auf  den  Bestand  dieses  Inhalts  und  der  Hinweis,  dass  der  Arbeits-
vertrag  nur  mit  diesem  Inhalt  abgeschlossen  wird  (z.B.  "ist 
integrierender  Bestandteil  dieses Arbeitsvertrags"  oder  "wird  als  Be-
standteil dieses Arbeitsvertrags akzeptiert"). Zum anderen ist erforder -
lich, dass der Arbeitnehmer Gelegenheit  erhält,  den Inhalt  der AABs 
zur  Kenntnis  zu  nehmen,  beispielsweise  durch  deren  Übergabe  im 
Zusammenhang  mit  dem  Vertragsabschluss  (vgl.  zum  Ganzen: 
RUDOLPH,  a.a.O., S. 167 ff.;  BRÜHWILER,  a.a.O., Rz. 9b zu Art. 320 OR; 
PORTMANN/STÖCKLI,  a.a.O.,  Rz.  95  f.;  REHBINDER,  a.a.O.,  Rz.  56;  FRANK 
FISCHER,  Der  Arbeitsvertrag,  3.  Aufl.,  Basel  2005,  S. 17;  ULLIN 
STREIFF/ADRIAN VON KAENEL, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-
362 OR, 6. Aufl., Zürich 2006, N. 2 zu Art. 320).

3.2.3 Im vorliegenden Fall gelten nach Ziff. 8 des Arbeitsvertrags mit 
dem Titel  "Personalrechtliche Grundlagen" nebst  den in  diesem Ver-
trag  geregelten  Rechten  und  Pflichten  die  Bestimmungen  der 
V Mil Pers,  des  BPG und der  BPV sowie  der  weiteren Ausführungs-
bestimmungen zum BPG. Das Handbuch bleibt  hier  unerwähnt. Wie 
bereits  vorne erwähnt,  kann es  auch  nicht  unter  die  "weiteren  Aus-
führungsbestimmungen zum BPG" subsumiert werden. Gemäss Ziff. 9 
"Schlussbestimmungen" erklärt  sich der Beschwerdeführer mit Unter-
zeichnung  des  Vertrags  mit  dem  Inhalt  des  Arbeitsvertrags  einver-
standen. Mit anderen Worten akzeptiert er demnach dessen Inhalt und 
muss  ihn  grundsätzlich  gegen  sich  gelten  lassen.  Weiter  hält  Ziff.  9 
fest, der Beschwerdeführer bestätige mit Vertragsunterzeichnung, die 
Unterlagen  in  der  Beilage  erhalten  zu  haben. Gemäss  Beilagenliste 
war der  Auszug des Handbuchs betreffend Arbeitszeit-  und Spesen-
regelung Teil dieser Unterlagen.

3.2.4 Damit  AABs  Gültigkeit  beanspruchen  können,  muss  gemäss 
oben erwähnter Literatur der Arbeitnehmer nicht nur von ihnen Kennt-
nis erhalten haben, was vorliegend der Fall ist,  wurden sie dem Be-
schwerdeführer  doch  unbestritten  mit  dem  Vertrag  ausgehändigt. 
Vielmehr ist auch ein ausdrücklicher Verweis im Arbeitsvertrag auf die 
AABs  erforderlich.  Mithin  müssen  sie  als  integrierender  Bestandteil  
desselben  erklärt  werden  bzw.  muss  sie  die  anzustellende  Person 
ausdrücklich akzeptieren. Dies ist beim vorliegenden Vertrag nicht der 
Fall, reicht doch eine Auflistung unter den Beilagen hierfür nicht aus. 
Hätte  die  Vorinstanz  sicher  sein  wollen,  dass  die  vorliegend  be-
troffenen Normen des Handbuchs Vertragsinhalt werden und somit für 
den Beschwerdeführer  gelten,  hätte  sie  unter  Ziff.  8  "Personalrecht-

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liche Grundlagen" einen entsprechenden Verweis in den Vertrag auf-
nehmen müssen. Diesfalls hätte der Beschwerdeführer mit der Unter-
zeichnung des Vertrags auch den Inhalt des Handbuchs akzeptiert und 
müsste diesen nun grundsätzlich gegen sich gelten lassen. Vorliegend 
ist  dem Beschwerdeführer jedoch aufgrund des klaren Wortlauts von 
Ziff. 9 des Arbeitsvertrags zuzustimmen, dass er lediglich den Erhalt 
dieser  Unterlagen,  mithin der AABs, bestätigt  und nicht  deren Inhalt 
akzeptiert hat. Damit erweist sich auch der Vorwurf der Vorinstanz als 
unhaltbar,  der  Beschwerdeführer  handle  rechtsmissbräuchlich,  wenn 
er sich jetzt auf die Ungültigkeit des Handbuchs berufe, obwohl er es 
beim  bzw.  mit  Vertragsabschluss  akzeptiert  habe. Die  betreffenden 
Auszüge  des  Handbuchs  sind  folglich  nicht  Vertragsinhalt  geworden 
und  können  auch  in  dieser  Hinsicht  keine  Gültigkeit beanspruchen. 
Daran  vermag  auch  das  von  der  Vorinstanz  zitierte  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-6311/2008  vom 20. Juli  2009  E.  3.3.2 
nichts  zu  ändern.  In  diesem  Urteil  musste  sich  das  Bundesver-
waltungsgericht zwar  auch  zur  Anwendbarkeit  von  Auszügen  des 
Handbuchs äussern. Dem Urteil ist aber nicht zu entnehmen, dass die 
fragliche Formulierung im dort zu beurteilenden Arbeitsvertrag gleich 
gelautet  hätte,  wie  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren.  Ent-
sprechendes wird von der Vorinstanz auch nicht vorgebracht.

3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass es sich beim Handbuch nicht 
um Ausführungsbestimmungen zum Bundespersonalrecht handelt. Da 
es auch nicht Inhalt des Arbeitsvertrags geworden ist, kann es im vor -
liegenden Fall folglich keine Gültigkeit beanspruchen.

Zur Beurteilung der sich stellenden Fragen sind somit im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren  als  massgebende  gesetzliche  Grundlagen  das 
BPG, die BPV, die VBPV sowie die  V Mil Pers heranzuziehen, wobei 
die  V Mil Pers als lex specialis Vorrang geniesst, sofern sie bezüglich 
einer Frage eine – im Vergleich zur BPV bzw. VBPV – abweichende 
Regelung vorsieht. Auf die Ausführungen der Parteien im Zusammen-
hang mit dem Handbuch ist nachfolgend nicht mehr einzugehen.

4.
Der Beschwerdeführer beantragt für die von ihm von  Mitte Juni 2007 
bis  Mitte  September  2007 wahrgenommene Funktion  als  Kompanie-
kommandant eine Entschädigung von Fr. 4'812.35. Er ist der Ansicht, 
die  Funktion  des  Kompaniekommandanten  entspreche  nicht  seiner 
Stellenbeschreibung,  sondern  derjenigen  eines  Einheitskomman-

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danten mit Lohnklasse 16, weshalb sein Arbeitsvertrag als Zugführer 
hätte  angepasst  werden  müssen.  Er  habe  die  Funktion  des 
Kompaniekommandanten nicht bloss faktisch im Rahmen einer Stell-
vertretung  ausgeübt,  da  es  gar  keinen  zu  vertretenden  Kompanie-
kommandanten gegeben und er  auch die  Disziplinarstrafgewalt  inne 
gehabt habe, was im Rahmen einer Stellvertretung gar nicht möglich 
gewesen  wäre. Auch  habe  er  nicht  den  einzigen  der  Kompanie  zu-
geteilten  Einheitsberufsoffizier  vertreten,  was  unzulässig  gewesen 
wäre. Darüber hinaus habe er für die Höhereinreihung vom Chef der 
Einsatz- und Laufbahnplanung die Zustimmung erhalten. Schliesslich 
sei  er  gemäss seiner  Stellenbeschreibung nur  zu  5%, mithin  zu 2.6 
Wochen  pro  Jahr,  dazu  verpflichtet,  Stellvertreterfunktionen  auszu-
üben. Somit stehe ihm auf jeden Fall eine Entschädigung zu.

5.
Die Vorinstanz ist der Ansicht, die Einsetzung des Beschwerdeführers 
als Kompaniekommandanten von Mitte Juni 2007 bis Mitte September 
2007 habe keine Änderung der Vertragsbedingungen, mithin eine Ein-
reihung in Lohnklasse 16 anstatt 13, zur Folge. Es sei denn auch kein 
neuer  Arbeitsvertrag  abgeschlossen  worden.  Der  Beschwerdeführer 
habe diese Funktion  nur  faktisch im Rahmen der  ordentlichen Stell -
vertretung ausgeübt. Wenn jemand lediglich  für  eine bestimmte Zeit 
anspruchsvollere Aufgaben übernehme, rechtfertige dies keine dauer-
hafte  Höhereinreihung.  Dem  Mehraufwand  dieser  Stellvertretungs-
funktion von rund 20% sei darüber hinaus mit der Einreihung in Lohn-
klasse 13 Rechnung getragen worden. Zudem sei dem Beschwerde-
führer keine Höhereinreihung zugesichert worden. Auch im Umstand, 
dass  ein  Zeitmilitär  einen  Berufsoffizier  vertrete,  liege  keine  Zu-
sicherung  auf  eine  höhere  Einreihung. Darüber  hinaus  seien  in  der 
Stellenplanung  für  das  Jahr  2007  keine  Stellen  für  Zeitmilitärs  als 
Kompaniekommandanten in der Lohnklasse 16 vorgesehen gewesen, 
weshalb eine höhere Einreihung des Beschwerdeführers im Laufe des 
Jahres 2007 gar nicht möglich gewesen wäre.

6.
Der  Beschwerdeführer  wurde  gemäss  seinem Vertrag  als  Zugführer 
eingestellt.  Mitte  April  2007  hat  er  die  Ausbildung  zum  Einheits -
kommandanten  abgeschlossen  (vgl.  Verfügung  des  Kommandanten 
Heer vom 31. März 2009). Von Mitte  Juni 2007 bis Mitte  September 
2007 war der Beschwerdeführer unbestrittenermassen als Kompanie-
kommandant tätig. Eine schriftliche Vertragsänderung, wie dies Art. 30 

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BPV  vorsieht,  ist  jedoch  nicht  erfolgt.  Zwischen  der  Vorinstanz  und 
dem Beschwerdeführer ist mit der Übernahme dieser neuen Aufgaben 
deshalb kein gültiger neuer bzw. abgeänderter Arbeitsvertrag zustande 
gekommen,  was  vom Beschwerdeführer  auch  nicht  behauptet  wird. 
Formell  galt  bis  zu  seinem  Ablauf  am  31.  Dezember  2007  der  am 
31. Dezember  2004  bzw.  5. Januar  2005 abgeschlossene  Einzel-
arbeitsvertrag weiter, wonach der Beschwerdeführer nur die Stelle des 
Zugführers bekleidete und damit in Lohnklasse 13 eingereiht war. Der 
Beschwerdeführer  hat  die  Funktion  des  Kompaniekommandanten  in 
der  fraglichen  Zeit  somit  lediglich  faktisch  ausgeübt,  woraus  er  die 
verlangte  Entschädigung  nicht  abzuleiten  vermag  (vgl.  hierzu  Urteil  
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-5455/2007  vom  11.  Juni  2008 
E. 4.2.3).

6.1 Zu prüfen ist  aber, ob der  Beschwerdeführer  in  eine schützens-
werte Vertrauensposition gesetzt wurde,  die ihm einen Anspruch auf 
eine Höhereinreihung in Lohnklasse 16 einräumt.

Der  in  Art.  9  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) statuierte Grundsatz 
von Treu und Glauben bedeutet, dass der Bürger Anspruch darauf hat, 
in seinem berechtigten Vertrauen in behördliche Zusicherungen oder 
in anderes, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Be-
hörden  geschützt  zu  werden  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 
8C_499/2010 vom 23. August 2010 E. 4.4 sowie BGE 129 I 161 E. 4.1 
mit  Hinweisen).  Voraussetzung,  um  sich  erfolgreich  auf  den  Ver-
trauensgrundsatz  berufen  zu  können  ist,  dass  eine  durch  eine  zu-
ständige Behörde geschaffene Vertrauensgrundlage vorliegt, dass die 
betroffene  Person  von  der  Vertrauensgrundlage  Kenntnis  hatte  und 
ihre allfällige Fehlerhaftigkeit nicht kannte und auch nicht hätte kennen 
sollen.  Voraussetzung  ist  zudem  in  der  Regel,  dass  die  betroffene 
Person  gestützt  auf  ihr  Vertrauen  eine  nicht  wieder  rückgängig  zu 
machende  Disposition  getätigt  hat.  Dem  Interesse  am  Vertrauens-
schutz  dürfen zudem keine  öffentlichen  Interessen  entgegen  stehen 
(vgl. Urteile  des Bundesgerichts  8C_499/2010 vom 23. August  2010 
E. 4.4  und 1C_393/2009 vom 4. Januar  2010 E. 5.1;  HÄFELIN/MÜLLER/ 
UHLMANN, a.a.O., Rz. 669 f.). Das Prinzip von Treu und Glauben gilt für 
die gesamte Rechtsordnung. Sämtliche Behörden sind gegenüber den 
Rechtsunterworfenen  an  den  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  ge-
bunden  (JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER,  Grundrechte  in  der 
Schweiz: im Rahmen der Bundesverfassung, der EMRK und der UNO-

Seite 11

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Pakte, 4. Aufl.,  Bern 2008, S. 26). Damit  können sich auch Bundes-
angestellte gegenüber ihrem Arbeitgeber auf den Vertrauensgrundsatz 
berufen. 

6.1.1 Voraussetzung, um sich erfolgreich auf den Vertrauensgrundsatz 
stützen  zu  können,  ist  einmal  das  Vorliegen  einer  Vertrauensgrund-
lage.  Der  Vertrauensschutz  bedarf  eines  Anknüpfungspunktes,  d.h. 
eines  Verhaltens  eines  staatlichen  Organs,  das  bei  den  Betroffenen 
bestimmte  Erwartungen  auslöst  (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., 
Rz. 631).

Der  Verfügung  des  Kommandanten  Heer  vom 31. März  2009  ist  zu 
entnehmen  (Vorakten  act.  2,  I.  Sachverhalt),  dass  der  Beschwerde-
führer beim damaligen Chef Einsatz- und Laufbahnplanung den Antrag 
auf Vertragsänderung als Kompaniekommandant in der Lohnklasse 16 
gestellt  hat  und  die  diesbezügliche  Zustimmung  von  diesem  im 
Sommer  2007  erteilt  worden  ist.  Die  Zustimmung  erfolgte  offenbar 
ungeachtet  des  Umstands,  dass  im  Stellenplan  2007  keine  solchen 
Funktionen ausgewiesen gewesen sind. Das Erfordernis, dass sich die 
Auskunft auf eine konkrete, den involvierten Arbeitnehmer betreffende 
Angelegenheit beziehen muss, ist damit erfüllt.

6.1.2 Eine weitere Voraussetzung für  den Vertrauensschutz ist,  dass 
das beim Betroffenen bestimmte Erwartungen begründende Verhalten 
von  der  zuständigen  staatlichen  Behörde  ausgeht  (HÄFELIN/MÜLLER/ 
UHLMANN,  a.a.O., Rz. 674;  RENÉ A. RHINOW/BEAT KRÄHENMANN,  Schweizer-
ische  Verwaltungsrechtsprechung,  Ergänzungsband,  Basel  1990, 
Nr. 74; BEATRICE WEBER-DÜRLER, Vertrauensschutz im öffentlichen Recht, 
Basel/Frankfurt  a.M. 1983,  S. 109  und  111).  Der  Schutz  des  guten 
Glaubens fällt nur dahin, wenn die Unzuständigkeit offensichtlich, d.h. 
klar  erkennbar  war. Ob dies  zutrifft,  muss  auf  Grund  objektiver  und 
subjektiver Elemente beurteilt werden. Objektiv fällt vor allem die Natur 
der gegebenen Auskunft und die Rolle der sie erteilenden Auskunfts-
person  in  Betracht;  subjektiv  muss  einer  allfälligen  besonderen 
Stellung  oder  Befähigung  des  Betroffenen,  welche  ihm  die  Erkenn-
barkeit  der  Unzuständigkeit  erleichterte,  Rechnung getragen werden 
(Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7750/2006 vom 3. November 
2010  E. 11.2  sowie  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 675). Zudem 
hat die Auskunft vorbehaltslos zu erfolgen und darf deren Unrichtigkeit 
nicht erkennbar sein. An die aufzuwendende Sorgfalt des gutgläubigen 
Privaten darf jedoch kein allzu strenger Massstab gelegt werden. Sein 

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Vertrauen  ist  erst  dann  nicht  mehr  gerechtfertigt,  wenn  er  die  Un-
richtigkeit  ohne  Weiteres  hätte  erkennen  können  (HÄFELIN/MÜLLER/ 
UHLMANN, a.a.O., Rz. 680 und 682).

Entscheidend  ist  vorliegend,  dass  der  Beschwerdeführer  in  guten 
Treuen davon ausgehen konnte, dass der damalige Chef Einsatz- und 
Laufbahnplanung für die Erteilung der Auskunft bzw. Zusicherung zu-
ständig gewesen ist. Ob dies auch tatsächlich so war, kann offen ge-
lassen werden. Den  Akten  ist  zudem nicht  zu  entnehmen,  dass  die 
fragliche Zusicherung mit Vorbehalt ausgesprochen worden wäre. An-
haltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer Kenntnis vom Stellen-
plan des Jahres  2007 hatte,  wonach  dort  keine solchen Funktionen 
vorgesehen waren, werden von der Vorinstanz nicht vorgebracht und 
liegen  auch  sonst  nicht  vor. In  Anbetracht  der  Tatsache,  dass  Zeit-
offiziere  mit  erfolgreich  abgeschlossener  Ausbildung  zum  Einheits-
kommandanten,  die  als  solche  eingesetzt  sind,  gemäss  Ziff. 7  des 
Anhangs  4  der  Funktionsbewertungsverordnung  VBS  vom  21.  Juni 
2005  (SR  172.220.111.343.1),  tatsächlich  in  Lohnklasse  16  einzu-
reihen sind,  darf  davon ausgegangen werden, dass die Unrichtigkeit 
der Auskunft für den Beschwerdeführer effektiv nicht erkennbar war.

6.1.3 Der Adressat muss sodann im Vertrauen auf die Richtigkeit der 
Auskunft  eine  Disposition  getroffen  oder  unterlassen  haben,  die  er 
nicht oder jedenfalls nicht ohne Schaden rückgängig machen kann. In 
Ausnahmefällen  ist  der  Vertrauensschutz  aber  auch  denkbar,  ohne 
dass  der  Betroffene  bereits  irgendwelche  nachteiligen  Dispositionen 
getätigt hat (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 660 ff. und 686).

Dem Beschwerdeführer ist die Einreihung in eine höhere Lohnklasse 
zugesichert worden, die sein Arbeitgeber nun nicht umsetzen will. Sein 
Fall  ist  vergleichbar  mit  der  Situation  eines  Beamten,  dem  eine 
Pension in einer bestimmten Höhe zugesagt worden ist. Beabsicht igt 
die Behörde in der Folge eine Kürzung dieser Pension, kann sich der 
Beamte gemäss Literatur auch dann auf das Prinzip des Vertrauens-
schutzes berufen,  wenn er im Hinblick auf  die zugesicherte Pension 
keine  Dispositionen  getroffen  hat  (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., 
Rz. 663; dies  in  Übereinstimmung mit  WEBER-DÜRLER,  a.a.O,  S. 213). 
Gleiches muss hier auch für den Beschwerdeführer gelten. Auch wenn 
er im Hinblick auf die zugesicherte Höhereinreihung keine konkreten 
Dispositionen  getätigt  hat,  soll  er  vom  Vertrauensschutz  profitieren 
können.

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6.1.4 Selbst  wenn  alle  übrigen  Voraussetzungen  des  Vertrauens-
schutzes erfüllt  sind,  kann sich  der  Betroffene nicht  darauf  berufen, 
falls  ein  überwiegendes  öffentliches  Interesse  entgegensteht.  Die 
Interessenabwägung im Einzelfall  bleibt daher vorbehalten und bildet 
eine Schranke des Vertrauensschutzes (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 
Rz. 665).

Vorliegend ist  kein solches überwiegendes öffentliches Interesse er-
sichtlich,  weshalb  der  Beschwerdeführer  Anspruch  darauf  hat,  in 
seinem  berechtigten  Vertrauen  in  die  behördliche  Zusicherung  ge-
schützt  zu  werden.  Der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  eine 
Höhereinreihung in Lohnklasse 16 in der Zeit von Mitte Juni 2007 bis 
Mitte September 2007 ist deshalb zu bejahen.

6.2 Grundsätzlich  entscheidet  die  Beschwerdeinstanz  in  der  Sache 
selbst  und  weist  diese  nur  ausnahmsweise  mit  verbindlichen 
Weisungen  an  die  Vorinstanz  zurück  (Art.  61  Abs.  1  VwVG).  Ein 
Rückweisungsentscheid  ist  in  der  Regel  dann  zu  treffen,  wenn 
gravierende  Verfahrensmängel  vorliegen  und  eine  umfassende  Be-
weiserhebung  nachgeholt  werden  muss,  die  nicht  von  der  Be-
schwerdeinstanz durchzuführen ist,  etwa weil  die Vorinstanz mit  den 
örtlichen Verhältnissen besser vertraut oder die sachlich kompetentere 
Behörde ist. Unumgänglich ist eine Rückweisung auch dann, wenn der 
rechtserhebliche  Sachverhalt  von  der  Vorinstanz  in  wesentlichen 
Punkten  unrichtig  oder  unvollständig  festgestellt  und  somit  Art.  49 
Bst. b VwVG schwerwiegend verletzt wurde (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 
a.a.O.,  Rz. 3.194 f.;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren 
und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Aufl.,  Zürich  1998, 
Rz. 694;  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Aufl.,  Bern 
1983, S. 233).

Vorliegend ist die Vorinstanz als Fachbehörde besser geeignet als das 
Bundesverwaltungsgericht,  die  Berechnung  des  dem  Beschwerde-
führer aufgrund der Einreihung in Lohnklasse 16 zustehenden Betrags 
für die Zeit von Mitte Juni 2007 bis Mitte September 2007 unter Be-
rücksichtigung  ihres  diesbezüglichen  Ermessenes  vorzunehmen. 
Demnach ist  die Rückweisung der  Sache in diesem Punkt  nicht  nur 
möglich, sondern im Sinne der zitierten Lehre geradezu geboten.

7.
Der Beschwerdeführer  verlangt  weiter  für  die  Abgeltung von Ferien-

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tagen  der  Jahre  2005,  2006  und  2007  Fr.  21'848.40  (59.5  Tage), 
eventualiter  Fr. 16'340.40  (44.5  Tage),  subeventualiter  Fr.  10'832.40 
(29.5  Tage). Die  Ausgleichstage  würden  in  der  V  Mil  Pers  nicht  er -
wähnt. Sie  richteten sich  deshalb  nach Art.  64  Abs. 3  BPV, der  die 
Kompensation  bei  45  Stunden pro  Woche vorsehe. Für  die  drei  zu-
sätzlichen wöchentlichen Arbeitsstunden habe er Anrecht auf drei zu-
sätzliche  Ausgleichswochen,  weshalb  sein  Ferienanspruch  pro  Jahr 
nicht  36  Tage,  sondern  51  Tage  betrage  (vier  Wochen  Ferien,  vier 
Ausgleichswochen sowie 11 eidgenössische Feiertage). Die Vorinstanz 
verrechne zudem zwei Ferientage mit seiner Unterzeit  aus dem Jahr 
2006, was unzulässig sei. Bei einer wöchentlichen Maximalbelastung 
von 45 Stunden mit nur fünf Ausgleichstagen würden ihm gleichviele 
Ausgleichstage  gewährt  wie  dem übrigen  Bundespersonal  mit  einer 
42-Stundenwoche. Dass  diese  Maximalbelastung  mit  dem Lohn  ab-
gegolten sein soll,  sei  neu und die Ausgleichstage seien denn auch 
nicht bereits im Lohn enthalten. Gemäss Bundespersonalrecht werde 
die  Arbeitszeit  bei  der  Festsetzung  des  Anfangslohnes  nicht  mit-
berücksichtigt.

8.
Die  Vorinstanz  hält  dem  entgegen,  der  Ferienanspruch  des  Be-
schwerdeführers betrage gemäss Handbuch 36 und nicht wie von ihm 
geltend gemacht 51 Tage. Diese 51 Tage entbehrten einer rechtlichen 
Grundlage. Denn  die  wöchentliche  Arbeitszeit  des  Zeitmilitärs  richte 
sich  grundsätzlich  nach  dem  Bedarf,  sei  jedoch  auf  45  Stunden 
limitiert. Da dem Arbeitszeitmodell der Zeitmilitärs die Arbeitszeit nach 
Bedarf zu Grunde liege, könne für zusätzlich geleistete Arbeitszeit kein 
zusätzlicher  Ferienanspruch  entstehen. Wäre  dies  anders,  hätte  der 
zusätzliche  Ferienanspruch  in  der  V  Mil  Pers  explizit  ausgewiesen 
werden müssen. Dies sei  jedoch nicht  geschehen,  weshalb hier  von 
einem  qualifizierten  Schweigen  auszugehen  sei.  Darüber  hinaus 
werde  in  der  Lohnfestsetzung  berücksichtigt,  dass  der  Beschwerde-
führer  im Vergleich  mit  einem zivilen Angestellten des VBS für  etwa 
gleich viele Ferientage mehr arbeiten müsse. Dies zeige ein Vergleich 
mit den Anfangslöhnen der übrigen Personalkategorien. Des Weiteren 
habe  der  Beschwerdeführer  den  Feriensaldo  des  Jahres  2007  von 
14.5  Tagen als  richtig  anerkannt.  Es  sei  jedoch  davon  auszugehen, 
dass dieser weniger als 14.5 Tage betrage. Aufgrund der Ungenauig-
keit der Zeiteinträge in den visierten Kontrollblättern des Arbeitgebers 
werde  jedoch  von  einer  diesbezüglichen  Schlechterstellung  des  Be-
schwerdeführers  abgesehen.  Sie  habe  somit  bezüglich  des  Ferien-

Seite 15

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anspruchs des Jahres 2007 die für den Beschwerdeführer günstigste 
Lösung anerkannt.

9.
Die V Mil  Pers enthält  bezüglich der Anzahl Ferien- und Ausgleichs-
tage von Zeitmilitärs gar keine Regelung, weshalb entgegen der Auf-
fassung der Vorinstanz nicht von einem qualifizierten Schweigen aus-
zugehen ist, sondern das BPG, die BPV und die VBPV ergänzend zur 
Anwendung gelangen. Hätte das VBS den Ferienanspruch von Zeit-
militärs abweichend von diesen Bestimmungen regeln wollen, hätte es 
bezüglich der Anzahl  Ferien- und Ausgleichstage eine ausdrückliche 
Regelung  in  der  als  lex  specialis  geltenden  V  Mil  Pers  aufnehmen 
müssen.

Gemäss Art. 67 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 64 Abs. 1 BPV hat  ein 30-
jähriger  Angestellter  bei  einer  wöchentlichen  Arbeitszeit  von  41 
Stunden Anspruch auf 4 Wochen, mithin 20 Tage Ferien pro Jahr. Bei 
einer  42-Stundenwoche  erhält  er  eine  zusätzliche  Ausgleichswoche 
pro  Kalenderjahr,  mithin  5  zusätzliche  Tage.  Bei  einer  höheren 
wöchentlichen  Arbeitszeit  hat  ein  entsprechender  Ausgleich  zu 
erfolgen.  Die  wöchentliche  Arbeitszeit  darf  aber  höchstens  auf  45 
Stunden verlängert  werden (Art. 64 Abs. 3 BPV). Der  Regelung von 
Art. 64 Abs. 1 und 2 BPV ist  zu entnehmen, dass die Erhöhung der 
wöchentlichen  Arbeitszeit  um eine  Stunde  (von  41  auf  42  Stunden) 
eine Ausgleichswoche zur Folge hat. Daraus ergibt sich, dass bei einer 
45-Stundenwoche  drei  zusätzliche  Ausgleichswochen,  mithin  15  zu-
sätzliche Ausgleichstage, entstehen.

Zusätzlich zu den Ferien- und Ausgleichstagen regelt Art. 66 BPV die 
freien Tage. Hiernach können die fehlenden freien Tage nachbezogen 
werden, wenn ein Kalenderjahr weniger als  63 Sonn-  und Feiertage 
zählt (Abs. 1). Zählt ein Kalenderjahr mehr als 63 Sonn- und Feiertage, 
so verringert sich die Anzahl der Ausgleichstage nach Art.  64 Abs. 2 
entsprechend  (Abs.  2).  Als  Feiertage  gelten  Neujahr,  Auffahrt,  der 
Bundesfeiertag,  Weihnachten,  der  Stephanstag  und  die  übrigen  am 
Arbeitsort  üblichen  Feiertage,  welche  auf  einen  Arbeitstag  fallen 
(Abs. 3). Die Regelung, wonach die freien Tage grundsätzlich in dem 
Kalenderjahr  zu  beziehen  sind,  in  welchem  der  Anspruch  entsteht,  
andernfalls  sie  entschädigungslos  verfallen,  gelangt  vorliegend  nicht 
zur Anwendung. Abs. 4 von Art. 66 BPV ist erst per 1. Januar 2009 in 

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Kraft  getreten und beanspruchte folglich  während des vorliegend zu 
beurteilenden Arbeitsverhältnisses noch keine Geltung.

9.1 Die wöchentliche Arbeitszeit von Zeitmilitärs richtet sich nach dem 
Bedarf und beträgt im Jahresdurchschnitt 45 Stunden (Art. 20 Abs. 2 
V Mil Pers). Dies bedeutet nichts anderes, als dass Zeitmilitärs in einer  
Woche  beispielsweise  lediglich  40  Stunden  und  in  einer  anderen 
Woche  hingegen  50  Stunden,  im  Jahresdurchschnitt  aber  stets  45 
Stunden  pro  Woche  arbeiten.  Massgebend  ist  einzig,  dass  die 
wöchentliche  Arbeitszeit  im  Jahresdurchschnitt  45  Stunden  beträgt. 
Dies wird dadurch bestätigt,  dass in  den Kontrollblättern  des Arbeit-
gebers  (Vorakten  act.  6)  von  einer  Soll-Jahresarbeitszeit  von  2'340 
Stunden, mithin 52 Wochen à je 45 Stunden ausgegangen wird. Aus 
den  oben  erwähnten  Bestimmungen  der  BPV  ergibt  sich,  dass  der 
damals  30-jährige  Beschwerdeführer  bei  einer  45-Stundenwoche 
einen Anspruch auf 40 Ferientage pro Jahr hatte, wovon es sich bei  
insgesamt 20 Tagen um Ausgleichstage handelt. Dazu können jeweils 
eidgenössische Feiertage kommen.

Das Jahr 2005 zählte 58 Sonn- und Feiertage, das Jahr 2006 61 und 
das Jahr 2007 deren 62. Dies hat zur Folge, dass im Jahr 2005 fünf, 
im  Jahr  2006  zwei  und  im  Jahr  2007  ein  zusätzlicher  freier  Tag im 
Sinne von Art. 66 Abs. 1 BPV nachbezogen werden konnte (Quelle:  
Tabellen  Freie  Tage 2005,  2006  und  2007  des  EPA vom 3.  August 
2004, 1. September 2005 und 10. März 2006).

9.2 Die  Vorinstanz  bringt  in  diesem  Zusammenhang  vor,  bei  der 
Lohnfestsetzung werde berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer im 
Vergleich mit einem zivilen Angestellten des VBS für etwa gleich viele 
Ferientage mehr arbeiten müsse. Dies zeige ein Vergleich mit den An-
fangslöhnen der übrigen Personalkategorien.

Gemäss Arbeitsvertrag  vom 31. Dezember 2004 bzw. 5. Januar 2005 
(Vorakten  act. 1)  erhält  der  Beschwerdeführer  einen  Jahresanfangs-
lohn von Fr. 70'875.--, inkl. 13. Monatslohn und exkl. Ortszuschlag und 
allfällige  Betreuungszulagen.  Dem  Vertrag  ist  nicht  zu  entnehmen, 
dass  der  Lohn  auch  einen  Ausgleich  für  die  höhere  wöchentliche 
Arbeitszeit  beinhaltet.  Zudem  ist  bei  der  Festsetzung  des  Anfangs-
lohnes  die  wöchentliche  Arbeitszeit  nicht  mitzuberücksichtigen, 
sondern in Anwendung von Art. 37 Abs. 1 BPV lediglich die Ausbildung 
und  die  Berufs-  und  Lebenserfahrung  der  anzustellenden  Person 

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sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Auffassung der Vorinstanz, 
mit einem höheren Lohn werde der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf mehr Ferientage abgegolten, geht daher fehl.

9.3 Die Kontrollblätter der Jahre 2005, 2006 und 2007 (Vorakten act. 
6.1,  6.2,  6.3)  unterscheiden  nicht  zwischen Ferien-  und  Ausgleichs-
tagen sowie freien Tagen. Ist im Folgenden von Ferientagen die Rede, 
sind auch die Ausgleichstage eingeschlossen.

9.3.1 Den Kontrollblättern des Jahres 2005 (Vorakten act. 6.1) ist zu 
entnehmen, dass der Beschwerdeführer zu Beginn des Jahres über 36 
und an dessen Ende über keine Ferientage verfügte. Folglich hat er im 
Jahr  2005  36  Ferientage  bezogen. Gemäss den massgeblichen  Be-
stimmungen stehen ihm im Jahr 2005 jedoch – wie ausgeführt (E. 9.1 
hiervor) – insgesamt 40 Ferientage sowie fünf freie Tage zu. Dem Be-
schwerdeführer wurden somit im Jahr 2005 neun Ferientage bzw. freie 
Tage zu wenig gutgeschrieben, womit der Saldo des Jahres 2005 noch 
neun Tage ausweist.

Aus den  Kontrollblättern  des Jahres  2006 (Vorakten act. 6.2)  ist  er -
sichtlich,  dass  der  Beschwerdeführer  am  Anfang  des  Jahres  einen 
Feriensaldo  von  36  aufwies. Hiervon  waren  per  31. Dezember  noch 
zwei Ferientage übrig. Diese beiden Ferientage hat die Vorinstanz mit 
dem negativen Zeitsaldo des Beschwerdeführers für das Jahr 2006 in 
der  Höhe von 35.15 Stunden verrechnet. Der  Beschwerdeführer  be-
streitet,  dass diese Verrechnung zulässig war. Da die Vorinstanz die 
beiden Ferientage in  Arbeitsstunden (18 Stunden)  umgerechnet hat, 
die beiden zu verrechnenden Leistungen deshalb gleichartig, wechsel-
seitig und auch fällig waren (vgl. Art. 120 des Obligationenrechts vom 
30. März  1911  [OR,  SR  220]   sowie  CHRISTINA KELLER in:  Heinrich 
Honsell  [Hrsg.],  Kurzkommentar  OR  –  Obligationenrecht  Art.  1-529, 
Basel 2008, Rz. 22 zu Art. 120 sowie Rz. 1 zu Art. 124), stand einer 
Verrechnung nichts entgegen und ist das diesbezügliche Vorgehen der 
Vorinstanz nicht  zu  beanstanden. Auch in  diesem Jahr  wurden dem 
Beschwerdeführer aber vier Ferientage sowie zwei freie Tage zu wenig 
gutgeschrieben,  weshalb  er  per  Ende  des  Jahres  2006  noch  sechs 
Ferientage zu Gute hat.

Für das Jahr 2007 ergeben die Kontrollblätter (Vorakten act. 6.3) ein 
Ferienguthaben von 36 Tagen per 1. Januar und ein solches von 14.5 
Tagen am Ende des Jahres. Dem Beschwerdeführer wurden auch in 

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diesem  Jahr  vier  Ferientage  sowie  ein  freier  Tag  zu  wenig  gut-
geschrieben,  weshalb  der  Saldo  per  31. Dezember  2007 noch  19.5 
Ferientage beträgt.

9.3.2 Der Beschwerdeführer hat demzufolge in den Jahren 2005, 2006 
und 2007 nicht wie die Vorinstanz in ihrer Verfügung festgehalten hat,  
14.5,  sondern  insgesamt  34.5  Ferientage  bzw. freie  Tage  nicht  be-
zogen. Diese sind ihm auszugleichen.

9.4 Die  Vorinstanz  erscheint  als  Fachbehörde  zur  Berechnung  des 
genauen  Abgeltungsbetrags  für  die  dem  Beschwerdeführer  zu-
stehenden Ferien-  und Ausgleichstage sowie  freien Tage geeigneter 
als das Bundesverwaltungsgericht. Die Angelegenheit ist deshalb auch 
in diesem Punkt an die Vorinstanz zurückzuweisen.

10.
Der  Beschwerdeführer  macht  ebenfalls  einen  Anspruch  von 
Fr. 2'794.10 für  die  Vergütung für  Sonntags-  und Nachtarbeit  in  den 
Jahren  2005,  2006  und  2007  geltend.  Zudem  verlangt  er  eine 
Abgeltung für 93 Stunden Pikettdienst im Jahr 2005. Er  führt aus, die 
Zulagen  zum Lohn,  wie  Vergütungen  für  Sonntags-  und  Nachtarbeit 
sowie für Pikettdienst, stünden weder der Vorinstanz noch der Gruppe 
Verteidigung  zur  Disposition. Die  V Mil Pers  regle  sie  nicht,  weshalb 
Art. 45 Abs. 2 BPV sowie Art. 12 und Art. 13 VBPV zur Anwendung 
kämen. Auch seien die Zulagen zum Lohn nicht im Lohn enthalten.

11.
Die  Vorinstanz  bringt  auch  hier  vor,  die  Arbeitszeit  richte  sich  nach 
dem Bedarf. Die Stunden, in denen der Beschwerdeführer angeblich 
Nacht- und Sonntagsarbeit sowie Pikettdienst geleistet habe, entbehre 
zudem jeglicher beweismässigen Grundlage.

12.
Die V Mil  Pers enthält  auch keine expliziten Regelungen hinsichtlich 
Sonntags-  und Nachtarbeit  sowie Pikettdienst. Wie  bereits  vorne er-
wähnt, ist ihr jedoch zu entnehmen, dass die wöchentliche Arbeitszeit  
im Jahresdurchschnitt 45 Stunden beträgt, sich aber nach dem Bedarf 
richtet (Art. 20 Abs. 2 V Mil Pers). Art. 16 Abs. 1 V Mil Pers sieht weiter 
vor, dass das militärische Personal im In- und Ausland  jederzeit ent-
sprechend  den  dienstlichen  Bedürfnissen  eingesetzt  werden  kann. 
Art. 20 Abs. 2 i.V.m. Art. 16 Abs. 1 V Mil Pers ist deshalb so zu ver-
stehen,  dass  für  Zeitmilitärs  Arbeit  auch an Sonntagen,  Samstagen, 

Seite 19

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Feiertagen sowie am Abend und in der Nacht angeordnet werden darf.  
Dass  für  Sonntags-  und  Nachtarbeit  bzw.  für  Pikettdienst  Zeit-
zuschläge zu bezahlen wären, sieht die V Mil  Pers jedoch nicht  vor. 
Vor  dem  Hintergrund,  dass  das  militärische  Personal  jederzeit  ein-
gesetzt werden kann, ist hier von einer bewusst negativen Antwort des 
Verordnungsgebers  und  damit  von  einem  qualifizierten  Schweigen 
auszugehen,  weshalb  für  eine  Anwendung  von  Art.  45  BPV  bzw. 
Art. 12 und Art. 13 VBPV, die bezüglich Vergütung für Sonntags- und 
Nachtarbeit  bzw.  Pikettdienst  anders  lautende  Bestimmungen  vor-
sehen,  kein  Raum  besteht.  So  scheint  auch  unwahrscheinlich,  nur 
Tagesarbeit zu leisten bzw. nur an Wochentagen zu arbeiten, wenn im 
Durchschnitt 45 Stunden pro Woche zu leisten sind, mithin beispiels-
weise auch einmal  50 Stunden gearbeitet  werden müssen. Wird  die 
wöchentliche Arbeitszeit von 45 Stunden im Jahresdurchschnitt jedoch 
überschritten, handelt  es sich um Überzeit  (vgl. hierzu E. 13 ff. hier -
nach).

Die  Beschwerde  ist  folglich  in  diesem Punkt  als  unbegründet  abzu-
weisen.

13.
Der  Beschwerdeführer  ist  schliesslich  der  Ansicht,  ihm  stünden 
Fr. 7'436.30  als  Abgeltung  von  145.81  Stunden  Überzeit  aus  den 
Jahren 2005, 2006 und 2007 zu. Er führt aus, auch die Überzeit werde 
in  der  V Mil Pers  nicht  erwähnt,  weshalb  die  einschlägigen  Be-
stimmungen der BPV und der VBPV zu berücksichtigen seien. Bei der 
Berechnung  der  Überzeit  sei  zudem  nicht  von  100%,  sondern  von 
125% des Stundenlohnes auszugehen.

14.
Die Vorinstanz ist der Ansicht, dem Beschwerdeführer sei keine Über-
zeitentschädigung für die Jahre 2005 und 2006 zu entrichten. Laut den 
Kontrollblättern für  Dezember  2005 und 2006 hätte er  im Jahr  2005 
noch gut 8 Stunden und im Jahr 2006 noch über 35 Stunden arbeiten 
müssen,  um die Sollzeit  zu erfüllen. Diese Unterzeiten seien fälsch-
licherweise nicht auf die nächsten Jahre übertragen worden. Für das 
Jahr  2007  sei  dem  Beschwerdeführer  bereits  eine  Überzeitent-
schädigung für 53.3 Stunden ausgerichtet worden, die korrekt ermittelt 
worden sei und von ihm auch nicht in Frage gestellt werde. Damit sei 
der diesbezügliche Anspruch des Beschwerdeführers abgegolten. Auf 
eine  nachträgliche  Verrechnung  dieser  Negativsaldi  bzw.  auf  eine 

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Schlechterstellung  des  Beschwerdeführers  verzichte  sie.  Für  eine 
Überzeitabgeltung  von  125%  des  Lohnes  bestehe  keine  rechtliche 
Grundlage.

15.
Wie bereits erwähnt (E. 9.1 und 12 hiervor), richtet sich die wöchent -
liche  Arbeitszeit  von  Zeitmilitärs  nach  dem  Bedarf.  Massgebend  ist 
aber  vor  allem,  dass  die  wöchentliche  Arbeitszeit  im  Jahresdurch-
schnitt  45  Stunden  beträgt.  Zudem  gelten  gemäss  Art.  20  Abs.  1 
V Mil Pers  für  die  Arbeitszeit  der  Zeitmilitärs  die  Bestimmungen des 
Bundespersonalrechts  über  die  Jahresarbeitszeit.  Wie  der  Be-
schwerdeführer  richtig  ausführt,  sind  die  diesbezüglichen  Be-
stimmungen der BPV und der VBPV folglich ergänzend heranzuziehen: 
Gemäss Art. 64 Abs. 4 BPV werden den Angestellten flexible Arbeits-
zeiten  angeboten,  soweit  es  betrieblich  möglich  ist.  Die  flexible 
Arbeitszeit umfasst neben der Vertrauensarbeitszeit, der Telearbeit und 
weiteren  Arbeitsformen  auch  die  Jahresarbeitszeit  (Art.  30  Abs.  1 
VPBV). Hierzu führt Art. 32 VBPV aus, dass die Angestellten die jähr -
liche  Sollarbeitszeit  in  weniger  als  zwölf  Monaten  erbringen  können 
(Abs. 1). Die wöchentliche Arbeitszeit  darf  im Durchschnitt  innerhalb 
eines  Kalenderjahres  45  Stunden  nicht  übersteigen  (Abs.  2).  Für 
Zeitmilitärs bedeutet dies, dass Überzeit  nur dann vorliegt,  wenn die 
wöchentliche Arbeitszeit von 45 Stunden im Jahresdurchschnitt über-
schritten wird, mithin im Jahresdurchschnitt mehr als 45 Stunden pro 
Woche gearbeitet wurde und dadurch am Ende des Jahres ein über 
dem  Soll  der  Jahresarbeitszeit  geleisteter  Stundensaldo  resultiert. 
Lediglich diese Stunden gelten als Überzeit,  nicht jedoch – wie vom 
Beschwerdeführer behauptet – allfällige Stunden aus Pikettdienst. Zu 
beachten  ist  zudem,  dass  auf  das  folgende  Kalenderjahr  höchstens 
insgesamt  100 Stunden  Überzeit  übertragen  werden  dürfen  (Art.  65 
Abs. 7 BPV). Schliesslich sind in Anwendung von Art. 65 Abs. 5 Bst. b 
BPV für  Überzeit,  welche die wöchentliche Höchstarbeitszeit  von 45 
Stunden übersteigt – was vorliegend der Fall wäre –, 125% des auf die 
Stunde umgerechneten Lohnes zu leisten.

15.1 Den Kontrollblättern  des  Jahres  2005  (Vorakten  act.  6.1)  kann 
entnommen werden, dass der Beschwerdeführer in diesem Jahr ins-
gesamt 2'340 Stunden (52 Wochen à je  45 Stunden)  hätte  arbeiten 
sollen (sog. Soll-Arbeitszeit), dieser jedoch bis zum Jahresende 8.38 
Stunden zu wenig geleistet hat.

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Gemäss den Kontrollblättern des Jahres 2006 (Vorakten act. 6.2) hat 
der  Beschwerdeführer  in  diesem  Jahr  von  den  geforderten  2'340 
Stunden  35.15  Stunden  zu  wenig  gearbeitet.  Von  diesen  35.15 
Stunden hat die Vorinstanz bereits 18 Stunden mit Ferienguthaben des 
Beschwerdeführers verrechnet (vgl. E. 9.3.1 hiervor), weshalb für das 
Jahr 2006 ein Negativsaldo von 17.15 Stunden verbleibt.

Im Jahre  2007 hatte  der  Beschwerdeführer  laut  den  Kontrollblättern 
(Vorakten act. 6.3) insgesamt 2'349 Stunden zu arbeiten. Am Jahres-
ende wies der Beschwerdeführer einen Saldo von plus 56.30 Stunden 
auf.

15.2 Werden  diese  positiven  und  negativen  Saldi  der  Jahre  2005, 
2006  und  2007  addiert,  resultiert  nicht  wie  vom  Beschwerdeführer 
behauptet eine Überzeit von 145.81 Stunden, sondern eine solche von 
insgesamt 30.77 Stunden. In Anwendung von Art. 65 Abs. 5 Bst. b BPV 
sind für diese 30.77 Stunden Überzeit 125% des auf die Stunde um-
gerechneten Lohnes von Fr. 40.80 zu leisten,  was eine Summe von 
Fr. 1'569.30 (Fr. 51.--/Std. x 30.77 Std.) ergibt. Nur dieser Betrag wäre 
dem Beschwerdeführer grundsätzlich auszubezahlen.

15.3 Der Kommandant Heer hat dem Beschwerdeführer mit Verfügung 
vom 31. März 2009 für 56.3 zu viel gearbeitete Stunden einen Betrag 
von  Fr.  2'297.05  zugesprochen.  Bei  einem  Jahreslohn  von 
Fr. 83'616.20 ist  der Kommandant wie das Bundesverwaltungsgericht 
von  einem Stundenlohn  von  Fr. 40.80  ausgegangen.  Diesen  hat  er 
fälschlicherweise nicht um 25% auf 125% erhöht. Die Vorinstanz hat 
diesen Betrag bestätigt. In ihrem Entscheid vom 18. März 2010 führt 
sie  zwar aus,  der Beschwerdeführer habe in den Jahren 2005 (8.38 
Stunden)  und 2006 (35.15 Stunden)  zu wenig gearbeitet. Soweit  er-
sichtlich sei  diese Unterzeit  nicht auf die nächsten Jahre übertragen 
worden. Die vom Kommandanten Heer dem Beschwerdeführer für die 
im  Jahr  2007  zu  viel  geleistete  Arbeitszeit  zugesprochene  Ent-
schädigung  sei  korrekt  ermittelt  worden.  Würde  man  diese  Ent-
schädigung mit der in den Jahren 2005 und 2006 geleisteten Unterzeit 
nachträglich  in  Verrechnung bringen,  so ergäbe dies eine Reduktion 
der  Entschädigung. Da die Vorinstanz den Beschwerdeführer  jedoch 
nicht  schlechter  stellen  wolle,  werde  auf  eine  nachträgliche  Ver-
rechnung verzichtet.

Die  Beschwerdeinstanz  kann  die  angefochtene  Verfügung  gemäss 

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Art. 62 Abs. 2 VwVG zuungunsten einer  Partei  ändern,  soweit  diese 
Bundesrecht  verletzt  oder auf  einer unrichtigen oder unvollständigen 
Feststellung des Sachverhaltes  beruht. Die  "kann"-Formulierung des 
Gesetzestextes bringt zum Ausdruck, dass bei Vorliegen der Voraus-
setzungen nicht automatisch zu einer sogenannten reformatio in peius 
zu schreiten ist. Eine solche ist zwar grundsätzlich zulässig. Ob sie im 
konkreten Fall auch tatsächlich vorzunehmen ist, hat die Beschwerde-
instanz  aufgrund  einer  umfassenden  Prüfung  aller  relevanten  recht-
lichen Aspekte zu beurteilen (vgl.  THOMAS HÄBERLI in: Bernhard Wald-
mann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], VwVG – Praxiskommentar zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Rz. 24 zu Art. 62). Die 
Vorinstanz führt  hierzu in ihrem Entscheid aus, die Kontrollblätter für 
den Beschwerdeführer seien lückenhaft geführt worden, was sich der 
Arbeitgeber  des  Beschwerdeführers  selber  zuzuschreiben  habe. Die 
Schul- und Kurskommandanten seien für eine ordentlich geführte und 
exakte  Zeiterfassung  verantwortlich.  Weil  eine  Kürzung  der  Ent-
schädigung damit  nicht  mit  dem Interesse an der Durchsetzung des 
Bundesrechts begründet werden könne, hat sie auf deren Reduktion 
verzichtet.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  keinen  Anlass,  von 
dieser  Einschätzung  abzuweichen,  weshalb  auch  es  von  einer 
reformatio in peius absieht.

16.
Aufgrund vorstehender Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde 
hinsichtlich der Abgeltung für eine Funktionsänderung und bezüglich 
der Zusprechung einer Entschädigung für nicht bezogene Ferientage 
gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 18. März 2010 inso-
fern  aufzuheben  und  die  Angelegenheit  zum  weiteren  Vorgehen  im 
Sinne der Erwägungen (E. 6 ff. und 9 ff.) an die Vorinstanz zurückzu-
weisen ist. Hinsichtlich einer Entschädigung für Sonntags- und Nacht-
arbeit sowie Pikettdienst (E. 12) sowie hinsichtlich einer höheren Ent -
schädigung für Überzeit (E. 15.3) ist die Beschwerde hingegen abzu-
weisen.

17.
Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG sind bei Streitigkeiten aus dem Arbeits-
verhältnis  das  erstinstanzliche  Verfahren  sowie  das  Beschwerde-
verfahren  ausser  bei  Mutwilligkeit,  die  vorliegend  nicht  gegeben  ist,  
kostenlos. Es sind demnach keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

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18.
Dem Beschwerdeführer steht, da er nicht anwaltlich vertreten ist, keine 
Parteientschädigung  zu  (Art.  7  ff.  des  Reglements  vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  die  angefochtene 
Verfügung  vom  18.  März  2010  teilweise  aufgehoben  und  die  An-
gelegenheit  zum  weiteren  Vorgehen  im  Sinne  der  Erwägungen 
(Funktionsänderung E. 6 ff. sowie Ferientage E. 9 ff.) an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird.

Soweit  weitergehend  wird  die  Beschwerde  abgewiesen  (Sonntags- 
und  Nachtarbeit  sowie  Pikettdienst  E.  12  und  höhere  Überzeitent-
schädigung E. 15 ff.).

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 04-14 / 7-2009; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Kathrin Dietrich Michelle Eichenberger

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Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der 
öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können mit Beschwerde beim 
Bundesgericht  angefochten  werden,  sofern  es  um  eine  vermögens-
rechtliche Angelegenheit geht,  bei welcher der Streitwert  mindestens 
15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grund-
sätzlicher Bedeutung stellt  (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundes-
gerichtsgesetz,  BGG]; SR 173.110). Bei  einer nicht  vermögensrecht-
lichen Angelegenheit  ist  die  Beschwerde nur  zulässig,  wenn sie  die 
Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). 

Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, 
so  ist  sie  innert  30 Tagen  seit  der  Ausfertigung  des  angefochtenen 
Urteils zu erheben. Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzu-
fassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Sie muss spätestens am 
letzten  Tag der  Frist  beim Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004 
Luzern  (Art. 26  Abs. 2  i.V.m. Art. 34  Bst. h  des  Reglements  für  das 
Bundesgericht  vom  20. November  2006  [BGerR,  SR 173.110.131]), 
eingereicht  oder  zu  dessen  Handen der  Schweizerischen  Post  oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 
übergeben werden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BGG).

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