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**Case Identifier:** 2017cad5-c55a-5f32-8773-3b7a11498063
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.02.2022 B 2021/73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2021-73_2022-02-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/73

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 01.03.2022

Entscheiddatum: 16.02.2022

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.02.2022
Art. 31 Abs. 1 und 2 GVG (sGS 873.1). Art. 34 und 41 Abs. 1 Ziffer 2 GVG. 
Art. 45, Art. 47 Abs. 1-3, 49 und 50 Abs. 3 VzGVG (sGS 873.11). 
Gebäudeversicherungsleistungen nach Brandfall. Höhe der Schadensumme. 
Das Verwaltungsgericht kam gestützt auf die GVA-internen Abklärungen und 
das vom Beschwerdeführer eingereichte Gutachten unter anderem zum 
Schluss, dass von baulichen und/oder altersbedingten Gegebenheiten als 
wesentlicher Ursache der fehlenden Verwendbarkeit der baulichen 
Überreste und - wenn überhaupt - höchstens als Nebenursache von den 
Auswirkungen/Folgen eines Elementarereignisses (Brand von 2018) 
auszugehen sei. Letzteres allein sei mit Blick auf die klaren Regelungen von 
Art. 31 Abs. 2 GVG und Art. 47 Abs. 1 und 2 VzGVG nicht geeignet, einen von 
der GVA zu übernehmenden Totalschaden überwiegend wahrscheinlich zu 
belegen. Mit der Vorinstanz sei vom Vorliegen eines von der GVA zu 
übernehmenden Teilschadens auszugehen. Hinsichtlich der Festlegung der 
Schadenhöhe fehle es an konkreten Anhaltspunkten für Fehlannahmen bei 
der Schätzung der Restwerte bzw. für offenkundige Ermessensverletzungen 
bei der Schadenbemessung durch die Vorinstanz. Bestätigung des 
vorinstanzlichen Entscheids (Verwaltungsgericht, B 2021/73).

Entscheid vom 16. Februar 2022

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

A.__,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Daniel Kaiser, Gorisstrasse 3, Postfach 3, 

9464 Rüthi,

gegen

Gebäudeversicherung St. Gallen, Verwaltungsrat, Davidstrasse 37, Postfach, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Schadenfall vom 7. Oktober 2018; Höhe der Schadensumme

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Am 7. Oktober 2018 wurde die Liegenschaft Restaurant B.__ in X.__ durch einen Brand 

beschädigt; hierbei kamen zwei Personen ums Leben. Die Schadenaufnahme durch die 

Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) erfolgte am 18. Oktober 2018. Das 

Untersuchungsamt Y.__ ging von Brandstiftung aus; das Strafverfahren ist noch 

hängig. Die GVA anerkannte ein versichertes Ereignis unter Vorbehalt des Ergebnisses 

des laufenden Strafverfahrens, nahm einen Teilschaden an und meldete dem 

Grundbuchamt die auf einer Schätzung beruhende verhältnismässige Herabsetzung 

des Versicherungswerts (Zeitwert) von CHF 446'700 auf CHF 66'000. Auf Antrag des 

Grundeigentümers A.__ ermittelte die GVA in der Folge einen Gebäudeschaden 

(Zeitwert) von CHF 394'000 sowie Nebenleistungen für Abbruch und Entsorgung von 

CHF 21'122.55 (Zeitwert) und unterbreitete als Vorschlag eine pauschale 

Bruttoschadensumme per Saldo aller Ansprüche von CHF 416'000. Nachdem der 

Grundeigentümer eine höhere Bruttoschadensumme geltend gemacht hatte, 

anerkannte die GVA mit Verfügung vom 19. August 2019 einen Nettoschadensumme 

A.a. 

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B.  

von CHF 414'923 (Gebäudeschaden-Zeitwert von CHF 394'000 + Nebenleistungen 

Zeitwert von CHF 21'122.55 abzüglich Pflichtselbstbehalt von CHF 200). Sie wies 

darauf hin, dass die bereits bezahlten Rechnungen für Abbrucharbeiten und 

Entsorgung von CHF 12'806.30 bei einer möglichen Schadenleistung abgezogen 

würden, und die Wiederaufbauentschädigung entfalle, wenn das Gebäude nicht 

innerhalb von drei Jahren ab Schadendatum wiederhergestellt werde (act. G 16/5/14).

Gegen diese Verfügung erhob A.__, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Kaiser, 

Rüthi, am 20. September 2019 Einsprache und beantragte höhere Leistungen sowie 

die Zusprechung einer Entschädigung (act. G 16/5/15). Nach einem Augenschein vor 

Ort mit den Beteiligten vom 20. November 2019 (act. G 16/5/18) hiess die GVA die 

Einsprache mit Entscheid vom 31. Januar 2020 teilweise gut und erhöhte die 

Nettoschadensumme auf CHF 443'800 (Gebäudeschaden Zeitwert pauschal 

CHF 422'000 + Nebenleistungen Zeitwert pauschal CHF 22'000 abzüglich 

Pflichtselbstbehalt CHF 200). Den Antrag auf Entschädigung der ausseramtlichen 

Kosten wies sie ab (act. G 16/5/21). Den gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen 

Rekurs vom 19. Februar 2020, mit welchem Rechtsanwalt Kaiser für A.__ die 

Ausrichtung einer höheren Nettoschadensumme und eine Verzinsung derselben ab 

7. Oktober 2018, eine Vergütung des Wertes der nicht mehr verwendbaren Überreste 

sowie eine Parteientschädigung (für das Einspracheverfahren) beantragte (act. G 

16/5/22), wies der Verwaltungsrat der GVA mit Entscheid vom 3. März 2021 ab 

(Dispositivziffer 1) und auferlegte dem Rekurrenten eine Entscheidgebühr von 

CHF 1'500 (Dispositivziffern 2 und 3; act. G 2.1). Am 10. März 2021 wurde der 

Rekursentscheid insofern berichtigt, als in Dispositivziffer 3 zusätzlich das Begehren 

um Ersatz der ausseramtlichen Kosten abgewiesen wurde (act. G 2.2). 

A.b. 

Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Kaiser für A.__ am 24. März 2021 

Beschwerde mit den Rechtsbegehren, Dispositivziffer 1 der Beschlüsse vom 3. und 

10. März 2021 sei aufzuheben. Die Nettoschadensumme sei auf mindestens 

CHF 535'606.30 zuzüglich 1.5% (eventualiter 1.25%) Zins ab 7. Oktober 2018 

festzulegen (Gebäudeschaden mindestens CHF 480'000 + Nebenleistungen 

mindestens CHF 55'806.30 abzüglich Pflichtselbstbehalt CHF 200). Zudem sei dem 

Beschwerdeführer der noch zu bestimmende Wert der nicht mehr verwendbaren 

Überreste zu vergüten (Ziffer 1). Dispositivziffer 2 der Beschlüsse vom 3. und 10. März 

2021 sei aufzuheben und die Entscheidgebühr sei auf die Staatskasse zu nehmen; 

B.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 56 des 

Gesetzes über die Gebäudeversicherung, sGS 873.1, GVG, in Verbindung mit Art. 59

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann ist 

der Beschwerdeführer zur Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP). Im Weiteren erfüllt die Beschwerdeeingabe vom 24. März 2021 (act. G 1) 

in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 10. Juni 2021 (act. G 12) zeitlich, 

formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

eventuell sei darauf zu verzichten (Ziffer 2). Ziffer 3 der Beschlüsse vom 3. und 10. März 

2021 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien Parteientschädigungen von 

CHF 13'440.95 für das Verfahren vor der GVA und von CHF 6'720.50 für das 

Rekursverfahren zuzusprechen (Ziffer 3). Unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten des Staates. Eventuell sei auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Ziffer 4). 

Es sei eine mündliche Verhandlung durchzuführen (act. G 1). In der 

Beschwerdeergänzung vom 10. Juni 2021 bestätigte und begründete der 

Rechtsvertreter die gestellten Anträge. Gleichzeitig reichte er eine Expertise 

(Parteigutachten) der Q.__ AG, vom 20. Mai 2021 ein (act. G 12 f.).

In der Vernehmlassung vom 25. Juni 2021 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im Entscheid vom 

3. März 2021 und äusserte sich ergänzend zur Beschwerde (act. G 15).

B.b. 

Mit Eingabe vom 19. August 2021 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt (act. G 20). Die Vorinstanz gab mit Schreiben 

vom 9. September 2021 den Verzicht auf eine weitere Stellungnahme bekannt (act. G 

22).

B.c. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid notwendig, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

B.d. 

bis

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2.   

Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht nach Art. 45 der Verordnung zum 

Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11; VzGVG), wenn ein versichertes 

Ereignis vorliegt, ein Gebäudeschaden entstanden ist, der unmittelbar auf das 

versicherte Ereignis zurückgeführt werden kann und die Ereigniseinwirkung nicht 

bestimmungsgemäss (im Sinn von Art. 48 VzGVG) war. Ein Gebäudeschaden wird dem 

versicherten Ereignis zugerechnet, wenn er nicht im Wesentlichen auf andere Ursachen

zurückzuführen ist (Art. 31 Abs. 2 GVG, Art. 47 Abs. 1 VzGVG). Nicht vergütet werden 

insbesondere Schäden, die auf fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die nicht auf 

eine plötzliche, aussergewöhnlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie 

Schäden zufolge schlechten Baugrundes, ungenügender Fundamente, fehlerhafter 

Konstruktion oder verwahrlosten Zustandes (Art. 47 Abs. 2 VzGVG). Vorliegend ist der 

Eintritt eines Versicherungsereignisses (Brand vom 7. Oktober 2018) anerkannt, wobei 

die Vorinstanz aufgrund des noch laufenden Strafverfahrens einen Vorbehalt im Sinn 

von Art. 33 Abs. 1 und 2 Ziffer 1 GVG anbrachte (act. G 16/5/14). Streitig ist der 

Umfang der Versicherungsleistungen.

2.1. 

Mündliche Verhandlung / Augenschein

Der Beschwerdeführer beanstandet die Nichtdurchführung einer mündlichen 

Verhandlung durch die Vorinstanz. Auch sei er nicht persönlich angehört worden, 

obschon er unter anderem die getätigten Investitionen (welche zu einem höheren 

Versicherungswert führen würden), die fehlende Zustellung der Versicherungswerte und 

die fehlende Aufklärung durch die GVA persönlich hätte vortragen können (act. G 12 S. 

21 f.). Er rügt sodann eine Gehörsverletzung deshalb, weil im vorinstanzlichen 

Verfahren kein Augenschein durchgeführt worden sei (act. G 12 S. 3 Ziffer 1.2) und 

beantragt für das vorliegende Verfahren die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung und eines sachverständigen Augenscheins (act. G 12 S. 2 und 4).

Gestützt auf Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 64 in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 VRP ist 

eine mündliche Verhandlung anzuordnen, wenn sie zur Wahrung der Parteirechte 

notwendig ist oder zweckmässig erscheint. Nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) 

besteht ein Anspruch des Betroffenen, seine Argumente dem Gericht mündlich in einer 

öffentlichen Sitzung vorzutragen, insbesondere in Streitigkeiten in Bezug auf 

zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen (vgl. dazu BGer 1C_581/2018 vom 

2.2. 

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23. Juli 2019 E. 2, BGer 2C_608/2017 vom 24. August 2018 E. 4.2, VerwGE B 2019/41 

vom 16. Dezember 2019 E. 3.1, VerwGE B 2019/6 vom 1. Juli 2019 E. 2.1, VerwGE 

B 2014/182 vom 27. April 2016/25. Mai 2016 E. 3.1 je mit Hinweisen), soweit der 

Verwaltungsakt der hoheitlich handelnden Behörde massgeblich in Rechte und 

Pflichten privatrechtlicher Natur eingreift (vgl. VerwGE B 2018/73 vom 26. Februar 2019 

E. 2.4, VerwGE B 2018/99 vom 13. Januar 2019 E. 2, je mit Hinweisen). Insoweit die 

EMRK zur Anwendung gelangt, gilt die Verpflichtung zur Durchführung einer 

öffentlichen und mündlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht absolut. Die 

Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des 

Bundesgerichts lässt ein Absehen von einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung 

zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhalts nicht vom persönlichen 

Eindruck der Partei, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Auf die 

Durchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung kann unter Umständen 

verzichtet werden, wenn eine Verhandlung nichts zur Klärung der Angelegenheit 

beiträgt - namentlich wenn keine Tatfragen, sondern reine Rechts- oder 

Zulässigkeitsfragen umstritten sind - und die Angelegenheit adäquat aufgrund der 

Akten sowie der schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden kann (vgl. 

BGer 2C_89/2019 und 2C_90/2019 je vom 22. August 2019 je E. 4.2 mit Hinweisen). 

Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die 

entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein 

Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden 

Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu 

werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist (vgl. 

B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 50 zu Art. 12-13 VRP).

Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall grundsätzlich aus den 

Akten und insbesondere auch aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten 

Gutachten (act. G 13). Es ist sodann nicht ersichtlich, inwiefern die Beantwortung der 

hier zu beurteilenden Fragen eines persönlichen Eindrucks bzw. einer persönlichen 

Äusserung des Beschwerdeführers bedarf. Vielmehr ist der Sachverhalt umfassend der 

schriftlichen Darstellung zugänglich (vgl. dazu BGer 2C_410/2020 vom 

10. November 2020 E. 3.5.1 m.H.). Dem Beschwerdeführer wurde in den 

vorinstanzlichen Verfahren mehrfach in schriftlicher Form rechtliches Gehör gewährt. Er 

nahm sodann neben weiteren Begehungen am Augenschein vom 20. November 2019 

(act. G 16/5/18) teil. Ein konkreter Anlass, im vorinstanzlichen Verfahren erneut einen 

Augenschein sowie eine mündliche Verhandlung durchzuführen, bestand damit nicht. 

Mit Blick auf die nachstehend zu schildernden Gegebenheiten ist sodann nicht 

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erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter substantiiert, welche 

neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse, die sich nicht bereits aus den Akten und der 

sehr ausführlichen Beschwerdeergänzung ergeben, durch die für das vorliegende 

Verfahren beantragte mündliche Verhandlung sowie eine Parteibefragung und einen 

Augenschein gewonnen werden könnten. Auch aus den nachstehenden Erwägungen 

wird sich ergeben, dass die Notwendigkeit der Durchführung einer öffentlichen, 

mündlichen Verhandlung und eines Augenscheins nicht dargetan ist. Die 

entsprechenden Anträge sind dementsprechend abzuweisen.

Rechtliches Gehör2.3. 

Art. 29 Abs. 2 BV gewährt den Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 

Gehör dient einerseits der Sachaufklärung; anderseits stellt es ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher 

in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der 

Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur 

Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken 

oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 

Entscheid zu beeinflussen (vgl. statt vieler BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweis). Das aus 

dem Anspruch auf rechtliches Gehör abgeleitete Akteneinsichtsrecht umfasst den 

Anspruch, während eines hängigen Verfahrens diejenigen Unterlagen einzusehen, auf 

welche die Behörde ihren Entscheid zu stützen beabsichtigt (vgl. René Wiederkehr, 

Öffentliches Verfahrensrecht, Zürich 2016, Rz. 81 mit Hinweisen). Aus dem 

Gehörsanspruch leitet das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung sodann die 

Pflicht der Behörden ab, ihre Verfügungen und Entscheide zu begründen (vgl. statt 

vieler BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 133 I 270 E. 3.1; BGE 129 I 236 E. 3.2; BGE 126 I 

102 E. 2b; G. Steinmann, in: Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler 

Kommentar, 3. Aufl. 2014, N 49 zu Art. 29 BV). Die Begründung muss so abgefasst 

sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann 

(BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 129 I 232 E. 3.2). Dies ist nur möglich, wenn sowohl der 

Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein 

Bild machen können; in diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 

genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr 

Entscheid stützt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich 

mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270 E. 3.1). Im Einspracheverfahren sind die 

2.3.1. 

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Anforderungen an die Begründung insofern herabgesetzt, als dieses Verfahren das 

rechtliche Gehör, wenn auch nachträglich, gerade sicherstellt bzw. ersetzt (vgl. H.R. 

Arta, in: Rizvi/Schindler/Cavelti a.a.O., N 71 Überblick).

Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei im 

Rekursverfahren in der Lage gewesen, den Einspracheentscheid und vorangehend die 

Verfügung sachgerecht anzufechten. Inwiefern auch das Akteneinsichtsrecht verletzt 

sein solle, sei nicht ersichtlich. Die GVA habe dem Beschwerdeführer mehrmals Akten 

zugestellt (vgl. act. G 16/5/4, 6, 11 und 18). Nachdem Fumoir, Holzanbau und 

Sitzplatznutzung nicht gebäudeversichert seien, sei nicht massgebend, dass - wohl 

telefonisch erteilte - Auskünfte der Gemeinde, etwa dass die Investition ins Fumoir 

lediglich eine Glastüre umfasse und weit unter CHF 30'000 betragen habe oder die 

Sitzplatznutzung nicht bewilligt worden sei, nicht schriftlich in den Akten aufscheinen 

würden. Im Übrigen habe die Rekursinstanz volle Kognition, weshalb eine allfällige 

Gehörsverletzung geheilt worden wäre (act. G 2.1 S. 5).  

2.3.2. 

Der Beschwerdeführer rügt in diesem Verfahren mit Bezug auf die Frage des Vorliegens 

eines Total- oder eines Teilschadens eine Verletzung der Begründungspflicht durch die 

Vorinstanz bzw. die GVA (act. G 12 S. 3 oben und S. 23 f.). Die Vorinstanz begründete 

das Vorliegen eines Teilschadens im Wesentlichen mit dem Hinweis auf die 

einschlägigen rechtlichen Grundlagen und den massgebenden Sachverhalt. Sie zeigte 

die Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in zureichender Weise auf und setzte 

sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinander. Zwar äusserte sie sich zum 

Antrag des Beschwerdeführers auf Einholung eines Gutachtens nicht explizit. Ein 

eigentlicher Begründungsmangel im oben erwähnten Sinn lässt sich jedoch daraus 

nicht ableiten, zumal die Sichtweise der Vorinstanz (und die nach ihrer Beurteilung 

fehlende Notwendigkeit der Gutachteneinholung) aus ihren Ausführungen erkennbar 

war. Wie sich nachstehend (E. 3.2) zeigen wird, durfte die Vorinstanz sodann auf die 

Einholung eines externen Gutachtens verzichten, weshalb eine diesbezügliche 

Verletzung des Gehörsanspruchs und des Anspruchs auf faires Verfahren entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 12 S. 3 Ziffer 1.2 und S. 24 f.) ebenfalls zu 

verneinen ist. Aus dem Einspracheentscheid (act. G 16/5/21 S. 6 f.) ging sodann die 

Auffassung der GVA, dass ein Teilschaden und kein Totalschaden vorliegt, 

unmissverständlich hervor. Im Weiteren ist entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers (act. G 12 S. 24 Ziffer 12.2.4) nicht dargetan, dass ihm die für den 

Entscheid wesentlichen Akten der GVA (vgl. act. G 16/5/11 und 16/5/18) nicht bereits 

2.3.3. 

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im Einspracheverfahren bzw. vor dem Einspracheentscheid zur Verfügung gestanden 

hatten bzw. in welche Akten er nicht hatte Einsicht nehmen können. Eine 

Gehörsverletzung im Einspracheverfahren ist auch von daher nicht ersichtlich.

Teilschaden oder Totalschaden  2.4. 

Während die Vorinstanz unter anderem gestützt auf die Feststellungen des GVA-

Fachspezialisten (act. G 16/5/18 Beilagen) von einem Teilschaden ausgeht und die im 

Einspracheentscheid festgelegte Nettoschadensumme von CHF 443'800 bestätigt (act. 

G 2.1 S. 6), macht der Beschwerdeführer einen Totalschaden geltend, weil die 

vorhandenen Überreste weder für den Wiederaufbau noch für andere Zwecke 

verwendet werden könnten. Er verlangt CHF 535'606.30 zuzüglich Zins und den Wert 

der nicht mehr verwendbaren Überreste (act. G 12 S. 2 ff.). - Der Gebäudeschaden 

wird nach dem Neuwert ermittelt. Unterliegt das Gebäude nicht der 

Neuwertversicherung, so bemisst sich der Schaden nach dem Zeitwert. 

Wertverminderungen seit der Gebäudeschätzung sind zu berücksichtigen. Als 

Grundlage gelten die für die Prämienerhebung massgebenden Werte (Art. 34 GVG). Ein 

Totalschaden liegt vor, wenn das Gebäude ganz zerstört ist oder vorhandene Überreste 

weder für den Wiederaufbau noch für andere Zwecke verwendet werden können (Art. 

49 VzGVG). Liegt ein Teilschaden vor und unterliegt das Gebäude der 

Zeitwertversicherung, wird der Betrag abgezogen, der dem anteiligen Minderwert 

entspricht (Art. 50 Abs. 3 VzGVG). Bei zeitwertversicherten Gebäuden werden die 

notwendigen Abbruch- und Aufräumarbeiten im Verhältnis von Zeitwert zu Neuwert 

vergütet (Art. 41 Abs. 1 Ziffer 2 GVG).

2.4.1. 

Die Vorinstanz begründete ihren Standpunkt mit Hinweis darauf, dass mehrere 

Besichtigungen und Gespräche mit dem Beschwerdeführer und seinem Vertreter 

durchgeführt worden seien. Es lägen zureichende Berichte und Beurteilungen von 

Fachspezialisten vor. Weitere Berichte und Befragungen würden kein anderes Ergebnis 

erwarten lassen, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf die Einholung weiterer 

Berichte verzichtet werden könne. Aus den Bildern (act. G 16/5/18) sei das 

Vorhandensein umfangreichen Mauerwerks ersichtlich. Gemäss Schilderungen des 

Fachspezialisten seien beim Augenschein (vom 20. November 2019; act. G 16/5/18 

Beilage) keine Beschädigungen des Tragwerks des Erdgeschosses festzustellen 

gewesen. Die Decke des Erdgeschosses habe sich in ihrem ursprünglichen Zustand 

befunden und sei durch den Brand nicht direkt beeinträchtigt worden. Zwar zeige der 

2.4.2. 

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Putz einzelne Abplatzungen. Tragwände, Gewölbekeller und Fundament seien aber 

intakt und die Tragfähigkeit habe aufgrund der Bauweise des Mauerwerks durch die 

kurzzeitige Durchnässung (Löscharbeiten) nicht oder kaum gelitten. Beim Augenschein 

habe der Fachspezialist die Statik angeschaut und festgestellt, dass das Gebäude von 

der Bauweise her eher feucht sei. Dies sei schon vor dem Brand der Fall gewesen. 

Vorhandene Beeinträchtigungen seien auf das Alter des Mauerwerks zurückzuführen, 

welches dauernden Kontakt zum Erdreich mit seiner wechselnden Feuchtigkeit gehabt 

habe. Das Brandereignis habe keinen Einfluss auf die Statik gehabt. Mauerwerk und 

Bodenplatten seien für einen Wiederaufbau des ursprünglichen Gebäudes 

(Leichtbauweise in Holz) verwendbar (vgl. act. G 16/5/10 f. und G 16/5/18). Die GVA 

habe auf die Beurteilung der Fachspezialisten abstellen dürfen und von einem 

Teilschaden ausgehen müssen, da die Überreste für einen Wiederaufbau verwendet 

werden könnten. Dass der Fachspezialist (in der Beurteilung vom 25. November 2019; 

act. G 16/5/18 Beilage) rate, im Rahmen des Wiederaufbaus die Fugen näher zu 

untersuchen und allenfalls auszubessern, stehe dem nicht entgegen, sondern sei in 

Anbetracht der offenbar vernachlässigten Gebäudepflege eine Empfehlung für den 

Wiederaufbau. Eine externe Begutachtung sei nicht erforderlich, da die GVA über das 

notwendige Fachwissen verfüge. Eine solche komme nur in Betracht, wenn das 

erforderliche Fachwissen nicht innerhalb der Behörde vorhanden sei (act. G 2.1 S. 5 f.).

Der Beschwerdeführer wendet hierzu ein, die Vorinstanz stütze sich für ihre 

Auffassung, dass ein Teilschaden vorliege, einzig auf die Beurteilung des GVA-

Fachspezialisten ab. Die Erwägungen der Vorinstanz zu den Feststellungen des 

Fachspezialisten stünden in erheblichem Widerspruch zu dem vom Beschwerdeführer 

eingeholten Gutachten der Q.__ AG. Aus dem Gutachten ergäben sich klare 

Anhaltspunkte, dass ein Totalschaden vorliege und allfällige Überreste nicht mehr für 

einen Wiederaufbau verwendet werden könnten. Für die gegenteilige Auffassung der 

Vorinstanz fehle es an einer Begründung. Gestützt auf das Gutachten der Q.__ AG sei 

von einer wesentlichen Beeinträchtigung der Tragfähigkeit des Mauerwerks 

auszugehen, wobei eine langfristige Durchnässung stattgefunden habe. Allein aus 

statischer Sicht und aus Sicherheitsgründen würden sich die Gebäudeteile 

mutmasslich nicht mehr nutzen lassen. Das Ausmass der Durchnässung und dessen 

Auswirkung auf die Statik müsse durch ein unabhängiges Gutachten abgeklärt werden. 

Das Gebäude weise keinen Restwert auf. Die kommunale Feuerwehr habe sich dazu zu 

äussern, wie lange und wieviel Löschwasser in das Brandobjekt gepumpt worden sei. 

Erst dann könne beurteilt werden, ob die Gebäudebestandteile durch das Löschwasser 

2.4.3. 

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dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Die Vorinstanz habe die Schäden 

am Brandobjekt nicht ordnungsgemäss geschätzt, was Art. 46 Abs. 1 GVG und Art. 62 

Abs. 1 VzGVG verletze. Der Totalschaden sei dem versicherten Ereignis zuzurechnen, 

da er mutmasslich nicht auf andere Ursachen zurückzuführen sei (Art. 47 Abs. 1 

VzGVG; act. G 12 S. 2-7).

In dem vom Beschwerdeführer in diesem Verfahren eingereichten Gutachten der 

Q.__ AG vom 20. Mai 2021 wurde als Befund unter anderem festgehalten, die Sondage 

der Bodenplatte des Gebäudes des Beschwerdeführers zeige, dass der Abschluss 

gegen das Erdreich lediglich mit einem ca. 6 cm starken unbewehrten Zementüberzug 

ausgebildet worden sei. Darunterliegend folge direkt das Erdreich. Eine effektive 

Bodenplatte sei somit nicht vorhanden. Der Zementüberzug sei verhältnismässig weich 

und habe sich gut spitzen lassen, was sich insbesondere mit einer nicht vorhandenen 

Bewehrung und einem sehr geringen Zementgehalt begründen lasse. Es könne daraus 

geschlossen werden, dass die Aussenwände nur auf Streifenfundamenten direkt auf 

den Untergrund erstellt worden seien. Der Zementüberzug diene als Bodenplatte 

lediglich zur Abgrenzung zum Erdreich und habe keine statische Wirkung. Bei der 

Sondage der Aussenwand des Hochparterregeschosses sei nach wenigen Zentimetern 

bereits eine massive Zunahme der Feuchtigkeit des Fugenmaterials erkennbar 

gewesen. Als Ursache stehe primär der direkte Kontakt mit dem Erdreich im 

Vordergrund; die Feuchtigkeit könne auch mit einem Löschwassereintrag verstärkt 

worden sein. Die Sondage des Eckbereichs der Aussenfassade habe ergeben, dass 

sowohl das Natursteinmauerwerk als auch das Ziegelmauerwerk sehr feucht sei und 

Verwitterungserscheinungen zeige. Ursachen seien primär wieder die aufsteigende 

Feuchtigkeit aus dem Erdreich sowie eine Aufnahme von Löschwasser. Infolge des 

äusserlich wahrgenommenen Schadenbildes, der erhöhten Feuchtigkeit im Mauerwerk 

sowie der an der Sondage vorgefundenen Hohlstelle sei gegenüber den in den 

einschlägigen SIA-Normen ausgewiesenen Tragwiderständen von reduzierten 

Festigkeitswerten auszugehen. Unter anderem gestützt auf diese Befunde 

beantworteten die Gutachter die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

gestellten Fragen (act. G 13 S. 3-11; vgl. hierzu nachstehende E. 2.4.5).

Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer 

behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches; SR 210, ZGB). Im Privatversicherungsrecht gilt der 

Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber einem Versicherer einen 

2.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/27

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Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB bezüglich der Frage der 

Leistungspflicht grundsätzlich behauptungs- und beweispflichtig sind. Behauptet der 

Versicherer demgegenüber eine die Leistungspflicht ausschliessende oder 

herabsetzende Tatsache, ist es an ihm, diese zu beweisen. Diese Beweislastverteilung 

gilt auch im öffentlichen Gebäudeversicherungsrecht, namentlich bei der Anwendung 

von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG (VerwGE B 2008/135 vom 21. April 2009 E. 3.2 mit 

Hinweis auf GVP 2005 Nr. 41. GVP 2003 Nr. 42; VerwGE B 2010/222 vom 26. Januar 

2011 E. 3.2). Im Versicherungsrecht gilt generell das Beweismass der "überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit" (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 128 III 271 E. 2b/

aa). Entgegen dem Regelbeweismass, das erst erreicht ist, wenn die 

rechtsanwendende Behörde am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften 

Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen, sind die 

Anforderungen an das Beweismass herabgesetzt. "Überwiegend wahrscheinlich" ist 

ein Geschehensablauf dann, wenn für die Richtigkeit einer Sachbehauptung nach 

objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare 

Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (vgl. K. Plüss, in: 

A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

3. Aufl. 2014, N 26-28  zu § 7 VRG-ZH mit Hinweisen). Die Möglichkeit, dass es sich 

auch anders verhalten könnte, schliesst die überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar 

nicht aus, darf aber für die betreffende Tatsache weder eine massgebende Rolle 

spielen noch vernünftigerweise in Betracht fallen. Dem Versicherer steht ein - aus Art. 8 

ZGB abgeleitetes - Recht auf Gegenbeweis zu. Er hat Anspruch darauf, zum Beweis 

von Umständen zugelassen zu werden, die erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der 

Gegenstand des Hauptbeweises bildenden Sachbehauptungen wachhalten und diesen 

dadurch vereiteln sollen. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist mithin bloss 

erforderlich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird und damit die Sachbehauptungen 

nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.3 f.; zum 

Ganzen vgl. VerwGE B 2019/159 vom 19. Dezember 2019 E. 2.2, B 2015/87 vom 

26. April 2018 E. 3.5, a.a.O.).

Gemäss Art. 12 VRP ermittelt die Behörde den Sachverhalt und erhebt die Beweise von 

Amtes wegen durch Befragen von Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch 

Beizug von Urkunden, Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein sowie 

auf andere geeignete Weise. Dieser Grundsatz gilt (mit Einschränkungen hinsichtlich 

Behauptungs- und Beweisführungslast) auch im Rechtsmittelverfahren (vgl. dazu B. 

Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 5 und 26 zu Art. 12-13 VRP). Nach 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung hat die Behörde alle Beweismittel - 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/27

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ungeachtet ihrer Herkunft - objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob diese 

eine zuverlässige Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts erlauben. Aus dem 

Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich sodann kein generelles Recht auf die 

Einholung eines externen Gutachtens. Der Beizug externer Fachpersonen kommt nur in 

Betracht, wenn das erforderliche Fachwissen nicht innerhalb der entscheidenden 

Behörde vorhanden ist. Sind die zu behandelnden Fragen für Personen mit einer 

bestimmten fachtechnischen Grundausbildung allgemein verständlich, bedarf es auch 

nicht des Beizugs einer spezifisch in einem engen Fachgebiet ausgebildeten und 

tätigen Person (VerwGE B 2019/15 vom 11. April 2019 E. 2.1 mit Hinweisen). In der 

Praxis wird amtlichen Stellungnahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als 

sachkundige Beurteilungsinstanzen eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert 

zugemessen, sofern diese den Charakter eines Gutachtens (amtliche Expertise) 

aufweisen (vgl. Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2016, N 22 zu Art. 19 

VwVG mit Hinweisen). Weitere externe Abklärungen sind (lediglich) bei Zweifeln an der 

Richtigkeit der Feststellungen in der amtlichen Beurteilung vorzunehmen (VerwGE 

2019/159 vom 19. Dezember 2019 E. 4.3, B 2017/184 vom 13. Dezember 2018 E. 4.1).

Vorliegend ist der Schaden massgebend, wie er sich nach dem Brandereignis von 

7. Oktober 2018 präsentiert hatte. Das Gutachten der Q.__ AG (act. G 13) stützt sich 

auf eine Begehung vom 18. Mai 2021. Wie dargelegt (vorstehende E. 2.4.3) ergab die 

Begutachtung 2021 aufgrund der Sondage der Aussenwand des 

Hochparterregeschosses nach wenigen Zentimetern eine massive Zunahme der 

Feuchtigkeit des Fugenmaterials. Als Ursache hierfür stand für die Gutachter der 

direkte Kontakt mit dem Erdreich im Vordergrund, wobei sie in Betracht zogen, dass 

die Feuchtigkeit auch mit einem Löschwassereintrag verstärkt worden sein könne. Die 

Sondage des Eckbereichs der Aussenfassade ergab ein stark feuchtes Naturstein- und 

Ziegelmauerwerk sowie Verwitterungserscheinungen. Als Ursachen hierfür nannten die 

Gutachter primär wieder die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich sowie eine 

(mögliche) Aufnahme von Löschwasser (act. G 13 S. 3 f.). Sie vermerkten sodann unter 

anderem eine an der Sondage vorgefundene grössere Hohlstelle im 

Natursteinmauerwerk - und damit baulich bedingte Gegebenheiten - als Ursache für 

die reduzierten Festigkeitswerte des Mauerwerks. Eine statisch relevante Bodenplatte 

besitzt das Gebäude gemäss Gutachten nicht; die Natursteinaussenwände wurden auf 

Einzelfundamente oder direkt auf das Erdreich abgestellt. Die Gutachter erachteten es 

im Weiteren aufgrund einer visuellen Begutachtung als wahrscheinlich, dass die Decke 

2.4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/27

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nicht in der Lage sei, einen ausreichenden Tragwiderstand zu gewährleisten (act. G 13 

S. 6). Die Bauweise des Gebäudes sei gemäss heutigem Stand der Bautechnik als 

schlecht einzustufen. Das Gebäude weise keine eigentliche Bodenplatte auf. Ein 

Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit sowie allfälliges Grundwasser sei nicht 

vorhanden. Die Decke über Parterregeschoss sei in Mischbauweise (Holz/Beton/Stahl) 

erstellt und weise kein eindeutiges Trageverhalten auf (act. G 13 S. 7). Aufgrund des 

Alters sowie des direkten Kontakts zum Erdreich sei mit einem reduzierten 

Tragwiderstand des Mauerwerks zu rechnen (act. G 13 S. 8, zu Frage 6). Das gesamte 

Erdgeschoss (Bodenplatte, Wände und Decken) könne grundsätzlich als verwendbarer 

Überrest betrachtet werden. Dies sei aber mit sehr starken Einschränkungen bezüglich 

Statik und des allgemeinen Wiederaufbaus des Gebäudes verbunden. Aufgrund des 

Zustands des Tragsystems und der bei der Sondage gewonnenen Einblicke müsse in 

Frage gestellt werden, ob die Verhältnismässigkeit bei der Verwendung der Überreste 

für einen Wiederaufbau noch gegeben sei. Die Gewährleistung der Tragsicherheit mit 

einem Bau auf die bestehenden Wände und Fundamente sei nicht gegeben. Gegen 

eine Verwendung der Überreste als Tragwerk spreche die Tatsache, dass eine 

abschliessende Einstufung des Tragwiderstands vom Bestand nicht möglich erscheine. 

Die Überreste könnten als "Gebäudehülle" verwendet werden. Die verwendbaren 

Überreste mit einem prozentualen Wert zu beziffern, sei nicht möglich (act. G 13 S. 9 f. 

zu Fragen 8-11).

Aufgrund der gutachterlichen Ausführungen hat als dargetan zu gelten, dass die 

geschilderten Befunde zum wesentlichen Teil durch die Konstruktion des Gebäudes 

bzw. die mangelhafte Bauweise sowie dessen Alter bedingt sind. So hielten die 

Gutachter fest, die Schäden im Erdgeschoss könnten altersbedingt entstanden sein. 

Die permanente Feuchtigkeit im Natursteinmauerwerk sei mit einem beschleunigten 

Alterungs- und Faulprozess verbunden. Im Weiteren könnten Schäden aus der 

Brandeinwirkung "nicht abschliessend ausgeschlossen" werden. Ebenfalls sei ein 

erhöhter Feuchtigkeitseintrag aus dem Löschwassereinsatz gegeben. Jedoch habe 

nebst einem allfällig erhöhten Feuchtigkeitseintrag im Mauerwerk durch Löscharbeiten 

kein Schaden eindeutig dem Einsatz von Löschwasser zugeschrieben werden können. 

Bei Bauteilen in Holzbauweise führe das Löschwasser zu einer Änderung des 

Feuchtigkeitsgehalts (act. G 13 S. 7 f.). Die geschilderten gutachterlichen Befunde 

stehen im Ergebnis in Einklang mit den Feststellungen des GVA-internen Fachexperten 

vom 25. November 2019, wonach eine allfällige eingeschränkte Tragfähigkeit des 

Mauerwerks auf das Alter des letzteren zurückzuführen sei, sei dieses doch immer 

einem wechselnden Feuchtigkeitsgehalt im Kontaktbereich zum Erdreich ausgesetzt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/27

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gewesen (act. G 16/5/18 Beilage). Die vom Beschwerdeführer als 

"Mutmassungen" (act. G 20 S. 2) bezeichneten Feststellungen der Vorinstanz wurden 

insofern durch das Ergebnis der eigenen Begutachtung von 2021 bestätigt. Eine 

Verpflichtung der Vorinstanz, ein externes Gutachten einzuholen (act. G 12 S. 3 Ziffer 

1.2), bestand bei diesen Gegebenheiten nicht, zumal ein fachinterner Bericht wie 

erwähnt (vorstehende E. 2.4.4 zweiter Absatz) für sich allein beweistauglich ist, solange 

keine konkreten Indizien gegen ihn sprechen. Zum anderen ist zu beachten, dass die 

Liegenschaft nach dem Brand bis zum Zeitpunkt der Begutachtung während rund 

zweieinhalb Jahren ungeschützt der Witterung ausgesetzt war (vgl. act. G 13 S. 8 zu 

Frage 7 und S. 1 zu Frage 13). Es wäre am Beschwerdeführer gewesen, im Rahmen 

der Schadenminderungspflicht (Art. 20 Abs. 1 GVG) entsprechende 

Schutzmassnahmen zu treffen; hieran vermag das Vorbringen des Beschwerdeführers 

nichts zu ändern, dass ihm aufgrund des laufenden Strafverfahrens der Zutritt zum 

Grundstück für lange Zeit nicht möglich gewesen sei (act. G 20 S. 2). Inwiefern der 

Feuchtigkeitseintrag sich tatsächlich (unter anderem) durch den Löschwassereinsatz 

ergab, lässt sich unter diesen Umständen nicht mehr zuverlässig eruieren. Selbst wenn 

- wie die Gutachter bestätigen - eine teilweise Brand- und/oder 

Löschwasserverursachung "nicht abschliessend ausgeschlossen" werden könnte (act. 

G 13 S. 7) bzw. der Brandfall Schäden wie Abplatzungen oder Rissbildungen mit sich 

gebracht haben könnte (act. G 13 S. 11 zu Frage 12) und damit eine Teilursächlichkeit 

als möglich zu erachten wäre, liesse sich hiermit eine überwiegend wahrscheinliche

Verursachung der Schäden/Mängel an den nach dem Brand stehengebliebenen 

Gebäudeteilen und eine allfällig fehlende bzw. eingeschränkte Verwendbarkeit 

derselben für den Wiederaufbau durch den Brand vom 7. Oktober 2018 und die 

anschliessende Löschwassereinwirkung nicht belegen. Die blosse Möglichkeit einer 

Ursächlichkeit reicht für den Nachweis einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

derselben nicht aus. Hinsichtlich der Abplatzungen bestätigten die Gutachter explizit, 

dass nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob diese dem Brandfall zuzuordnen 

seien oder bereits vor dem Brand vorhanden gewesen seien (act. G 13 S. 11 zu Frage 

12). Die im Gutachten 2021 vermerkte Notwendigkeit statischer Verbesserungen zur 

Aufnahme neuer Lasten (act. G 13 S. 9 Antwort zu Frage 9) steht mit dem Brandfall 

vom Oktober 2018 in keinem ersichtlichen Kausalzusammenhang, zumal die Gutachter 

bestätigten, dass sie beim Gebäude "keine statisch wirksame Bodenplatte" 

vorgefunden hätten und "die Vertikallasten direkt … ins Erdreich eingeleitet" würden 

(act. G 13 S. 10 oben zu Frage 10). Eine überwiegend wahrscheinliche 

Ursachenzuordnung zum Brand vom Oktober 2018 fällt unter diesen Umständen 

ausser Betracht. Die Einholung eines zusätzlichen Gutachtens zur Abklärung des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/27

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3.  Ermittlung Gebäudeschaden

Ausmasses der Durchnässung und dessen Auswirkungen auf die Statik bzw. die 

Anforderung eines Berichts der kommunalen Feuerwehr zur Frage, wieviel 

Löschwasser in das Brandobjekt gepumpt worden sei (act. G 12 S. 7 Ziffern 1.8 f.), 

vermöchte hier keine weiteren beweiswesentlichen Erkenntnisse zu liefern und können 

daher unterbleiben. Es ist mithin von baulichen und/oder altersbedingten 

Gegebenheiten als wesentlicher Ursache der fehlenden Verwendbarkeit der baulichen 

Überreste und - wenn überhaupt - höchstens als Nebenursache von den 

Auswirkungen/Folgen eines Elementarereignisses (Brand vom 7. Oktober 2018) 

auszugehen. Letzteres allein ist mit Blick auf die klaren Regelungen von Art. 31 Abs. 2 

GVG und Art. 47 Abs. 1 und 2 VzGVG (vgl. vorstehende E. 2.1) nicht geeignet, einen 

von der GVA zu übernehmenden Totalschaden überwiegend wahrscheinlich zu 

belegen. Somit ist mit der Vorinstanz (act. G 2.1 S. 6 E. 5c) vom Vorliegen eines von 

der GVA zu übernehmenden Teilschadens auszugehen.

Bei der Ermittlung des Gebäudeschadens ist von den für die Prämienerhebung 

massgebenden Werten auszugehen (Art. 34 GVG). Die Vorinstanz bestätigte im 

angefochtenen Entscheid, dass für die letzte Schätzungsverfügung vom 2. September 

2010 (Schätzung vom 26. August 2010) kein Zustellnachweis erbracht worden sei. Es 

sei jedoch von der Zustellung der entsprechenden Verfügung auszugehen. So habe der 

Beschwerdeführer die Prämienrechnungen, aus denen die Versicherungswerte auch 

ersichtlich seien, jeweils bezahlt. Es sei unerfindlich, wie die Verfügungszustellung 

bestritten werden könne. Es sei von rechtskräftigen Versicherungswerten auszugehen 

(act. G 2.1 S. 7). Der Beschwerdeführer bringt hierzu im Wesentlichen vor, in den Akten 

befänden sich keine Zustellnachweise betreffend die Verfügung vom 2. September 

2010 und die Prämienrechnungen. Die Versicherungswerte vom 26. August 2010 und 

die Prämienrechnungen seien offenbar nicht in Rechtskraft erwachsen. Er könne sich 

nicht an entsprechende Zahlungen erinnern. Offenbar seien sämtliche Unterlagen dem 

Brand zum Opfer gefallen. Womöglich seien die erwähnten Zahlungen durch eine 

andere Person, beispielsweise seine Schwester, welche sich um die administrativen 

Belange kümmere, ausgeführt worden (act. G 2.1 S. 8 Ziffer 2.1 f.). - In diesem 

Zusammenhang ist mit Blick auf die bei den Akten liegenden, auf den Namen des 

Beschwerdeführers lautenden Zahlungsbestätigungen betreffend die Jahre 2017 bis 

2019 (act. G 16/14 Beilagen) ohne Weiteres davon auszugehen, dass die 

Prämienrechnungen vom Beschwerdeführer oder von der von ihm mit administrativen 

Arbeiten beauftragten Person bezahlt wurden und ihm damit auch die den Zahlungen 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/27

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zugrundeliegenden Prämienrechnungen, welche unter anderem jeweils die 

Versicherungswerte enthalten, zugestellt worden waren. Das Bestreiten der 

Rechnungszustellung erscheint schon insofern unglaubwürdig, als im normalen 

Geschäftsverkehr niemand über mehrere Jahre Blanko-Zahlungen ohne Vorliegen einer 

Rechnung tätigt. Der Beschwerdeführer anerkennt explizit, dass in der ihm zugestellten 

Kopie der Prämienrechnung für das Jahr 2018 (act. G 16/5/4) der versicherte 

Gebäudewert aufgeführt wird (act. G 2.1 S. 9 Ziffer 2.3). Angesichts der geschilderten 

Gegebenheiten ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer dieser Wert 

zumindest aufgrund des jährlichen Rechnungszugangs bekannt war. Wäre er damit 

nicht einverstanden gewesen, hätte er dies gegenüber der GVA kundtun und die 

entsprechenden Berechnungsgrundlagen - insbesondere auch die 

Schätzungsverfügung vom 2. September 2010 (act. G 16/5/4 Beilage) - anfordern 

sowie die Prämienrechnungen anfechten können/müssen. Zudem hätte er jederzeit 

eine Neuschätzung verlangen können (Art. 6 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 

Durchführung der Grundbuchschätzung, sGS 814.1; GGS). All dies tat er in den 8 

Jahren nach der Schätzung unbestrittenermassen nicht. Seine vorbehaltlosen 

jährlichen Prämienzahlungen zeigen vielmehr, dass er mit dem angeführten 

versicherten Gebäudewert einverstanden war und die Prämienrechnungen somit 

jeweils in Rechtskraft erwuchsen. Der Einwand des Beschwerdeführers, eine 

Anfechtung sei "wegen einer offenbar fehlenden ordnungsgemässen Zustellung" nicht 

möglich gewesen (act. G 12 S. 9 Ziffer 2.4), erweist sich vor dem geschilderten 

Hintergrund als unbegründet, weshalb auch eine nachträgliche Geltendmachung einer 

"mutmasslich unvollständig und fehlerhaft durchgeführten Schätzung" bzw. eines 

falschen Mietwertes (act. G 12 S. 9 Ziffer 2.4) ausser Betracht fällt. Vor diesem 

Hintergrund ging die Vorinstanz zu Recht von der Rechtskraft der Versicherungswerte 

aus.

Auf die von den Verfahrensparteien diskutierten Schätzungsgrundlagen im Jahr 2010 

(Mietwerte und Indexanpassungen; act. G 2.1 S. 7 E. 6b/aa; act. G 12 S. 10 f. Ziffer 2.5 

f.) ist unter den dargelegten Umständen nicht weiter einzugehen. Immerhin ist 

festzuhalten, dass dem Versicherungsnachweis 2018 ein Baukostenindex 2018 von 

120.2 zugrunde liegt (act. G 16/5/4 Beilage) und demgemäss eine Indexanpassung (Art. 

16 Abs. 1 GVG, Art. 27 Abs. 2 VzGVG) erfolgt war. Wenn der Beschwerdeführer geltend 

macht, dass vor dem Brandfall Renovations- und Ausbauarbeiten vorgenommen 

worden seien, weshalb die GVA eine neue Schätzung hätte vornehmen müssen (act. G 

12 S. 10 f. Ziffer 2.5), ist festzuhalten, dass nach Art. 20 Abs. 1 VzGVG bauliche 

Wertvermehrungen an bestehenden Gebäuden von wenigstens CHF 30'000 zum Wert 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/27

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versichert werden, der dem Baufortschritt entspricht. Bauliche Wertvermehrungen, die 

nicht unter die Versicherungspflicht fallen, werden nach Art. 20 Abs. 2 VzGVG auf 

Verlangen versichert. Wie erwähnt hätte der Beschwerdeführer jederzeit eine 

Neuschätzung verlangen können (Art. 6 Abs. 1 lit. b GGS). Eine zusätzliche Pflicht zum 

Hinweis auf die Neuschätzungsmöglichkeit bestand für die GVA entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 12 S. 12 Ziffer 2.7.1) angesichts der klaren 

gesetzlichen Regelung nicht. Für bauliche Änderungen, welche die Schätzung des 

Objekts beeinflussen, besteht sodann eine Meldepflicht des Grundeigentümers 

gegenüber dem Grundbuchamt (Art. 7 Abs. 1 lit. b GGS), welches seinerseits die 

Änderungen der GVA für eine allfällige Neuschätzung meldet (Art. 21 Abs. 1 VzGVG). 

Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest, der Beschwerdeführer habe keine 

Beweise (Belege) für die behaupteten Investitionen geliefert. Fotos zeigten ein innen 

und aussen wenig gepflegtes Gebäude, was auch die (nur ausnahmsweise erfolgende) 

Zeitwertversicherung erkläre. Es erscheine daher wenig wahrscheinlich, dass 

erhebliche Investitionen getätigt worden seien. Das Fumoir mit Entlüftung bilde 

mangels Meldung nicht Bestandteil des Versicherungswertes; die Entlüftung diene als 

Fahrhabe Betriebszwecken, weshalb sie ohnehin nicht GVA-versichert wäre. Dasselbe 

gelte für den Holzanbau mit Terrasse, der weder gemeldet worden sei noch versichert 

wäre, da es sich um eine bauliche Anlage ausserhalb des Gebäudes handle, die nicht 

mit Fundament im Boden verankert sei. Inwiefern eine (ebenfalls nicht gemeldete) 

Sitzplatznutzung von der Gebäudeversicherung gedeckt sein könnte, sei nicht 

ersichtlich. Es erscheine missbräuchlich, der GVA Umbauarbeiten mit Wertsteigerung 

nicht bekanntzugeben, und dadurch Prämienerhöhungen zu vermeiden, nach Eintritt 

des Risikos aber geltend zu machen, der Gebäudewert sei längst höher als im 

Versicherungsausweis verfügt (act. G 2.1 S. 8).

Vorweg ist anzumerken, dass der Einwand des Beschwerdeführers, wonach sich die 

Marktverhältnisse seit 2010 signifikant verändert hätten und die Grundstückspreise 

stark angestiegen seien (act. G 12 S. 11 Ziffer 2.6), zutrifft. Nur geht es vorliegend nicht 

um das Grundstück, sondern um ein zeitwertversichertes, bereits vor dem Brand von 

2018 renovationsbedürftiges und mit strukturellen Baumängeln behaftetes Gebäude 

(vgl. die vorstehende E. 2.4.5 und Parteigutachten des Beschwerdeführers, act. G 13). 

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass für die GVA kein Anlass bestand, vor Ablauf 

von zehn Jahren seit der letzten Schätzung (Art. 6 Abs. 1 lit. a GGS) eine Neuschätzung 

zu veranlassen, nachdem der Beschwerdeführer keine solche verlangt hatte. Sein 

Hinweis, dass er als juristischer Laie nicht gewusst habe, dass eine Neuschätzung 

erforderlich sei (act. G 12 S. 13 Ziffer 2.8.1), kann ihm hier nicht weiterhelfen. Den Wert 

der Liegenschaft verändernde Umbau- und Renovationsarbeiten lassen sich sodann 

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entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch nicht allein mit dem Umstand 

belegen, dass die Wohnungen in der Liegenschaft in der Zeit vor dem Brand gut hatten 

vermietet werden können bzw. einen im Zeitverlauf steigenden Mietertrag abwarfen 

(vgl. act. G 12 S. 12 f. Ziffern 2.7.3 und 2.8.5). Der weitere Umstand, dass gemäss 

Angaben des Beschwerdeführers in den Steuererklärungen der Jahre 2013 bis 2018 als 

Unterhalts- und Verwaltungskosten jeweils lediglich die Pauschale von 20% der 

Mieterträge - und nicht die effektiven Kosten - abgezogen wurde, ist jedenfalls nicht 

geeignet, grössere (werterhaltende oder wertvermehrende) Renovationsarbeiten bzw. 

höhere effektive Kosten zu belegen.

Was das Fumoir mit Entlüftung und die Sitzplatznutzung betrifft, vermag der 

Beschwerdeführer keinerlei Anhaltspunkte - etwa Kopien der Belege von damals 

beauftragten Baufirmen - zu liefern, die bauliche Wertvermehrungen am bestehenden 

Gebäude von wenigstens CHF 30'000 (Art. 20 Abs. 1 VzGVG) auch nur annähernd 

plausibel zu machen vermöchten. Sein Vorbringen, dass die Unterlagen betreffend 

Erstellung des Fumoirs offenbar verbrannt seien (act. G 12 S. 15 Ziffer 2.91.), bewirkt 

keine Unmöglichkeit, entsprechende Unterlagen bei den damals mit der Erstellung 

Beauftragten einzuholen. Ein Beweis von Wertvermehrungen hat damit als nicht 

erbracht zu gelten. Es war entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 

Sache der GVA bzw. der Vorinstanz, Umstände zu belegen und Unterlagen einzuholen, 

die gegebenenfalls die von ihm behauptete Schadenerhöhung zu belegen vermöchten; 

die in diesem Zusammenhang gestellten Beweisanträge (act. G 12 S. 13 Ziffern 2.8.2 

und 2.9.1) sind daher abzulehnen. Es fehlt damit auch - entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers (act. G 12 S. 12 Ziffer 2.7.2 am Schluss) - an Anhaltspunkten für 

eine wesentliche Veränderung der wertbestimmenden Eigenschaften der Liegenschaft 

durch Ausbau- und Renovationsarbeiten, welche gegebenenfalls eine Neubeurteilung 

der Schätzung von Amtes wegen notwendig gemacht hätten (vgl. Art. 6 Abs. 1 lit. c 

GGS). Dies ungeachtet der lediglich telefonisch-mündlichen (und damit für sich allein 

nicht beweistauglichen) Auskunft des Bauamtes X.__, wonach es sich bei der 

Erstellung des Fumoirs lediglich um eine Glastüre mit einem Wert weit unter dem 

Betrag von CHF 30'000 gehandelt habe (vgl. act. G 16/5/21 S. 6 Ziffer 7).

Beim Holzanbau mit Terrasse handelte es sich schliesslich - als bauliche Anlage 

ausserhalb des Gebäudes, die nicht zur Grundausstattung des letzteren gehört und 

welche betrieblichen/kommerziellen Zwecken dient - nach den Feststellungen der 

Vorinstanz um kein GVA-versichertes Gebäudeteil (vgl. Art. 11 Abs. 2 Ziffer 2 VzGVG; 

Abgrenzung zwischen Gebäude- und Fahrhabeversicherung, Ausgabe 2016 S. 3, 

www.gvsg.ch). Unterlagen betreffend Erstellung des Holzanbaus, die der 

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Beschwerdeführer nötigenfalls auch bei den damals mit der Erstellung Beauftragten 

hätte einholen können, wurden von ihm nicht eingereicht. Es ist auch hier nicht Sache 

der GVA/Vorinstanz, Belege einzuholen und vorzulegen, die gegebenenfalls die vom 

Beschwerdeführer mit Hinweis auf die Erstellung des Holzanbaus geltend gemachte 

Schadenerhöhung zu belegen vermöchten; die in diesem Zusammenhang gestellten 

Beweisanträge (act. G 12 S. 13 Ziffer 2.9.2) sind abzulehnen. Ein Begehren um 

Versicherung von baulichen Massnahmen, die nicht unter die Versicherungspflicht 

fallen (Art. 20 Abs. 2 VzGVG), hatte der Beschwerdeführer zudem seinerzeit 

unbestritten nicht gestellt.   

 3.3. 

Ausgehend vom Versicherungsnachweis für das Jahr 2018 (act. G 16/5/4 Beilage: 

Gebäudevolumen von 2'158 m , Neuwert von CHF 1'117'200, Neuwert pro m  = 

CHF 517.70) bestätigte die Vorinstanz für den Unterstand mit Bar im Erdgeschoss

(Volumen von 126 m ) den von der GVA veranschlagten Restwert von 80% bzw. von 

CHF 52'184 (126 m  x CHF 517.70 x 0.8), für das Erdgeschoss mit Kellerräumen

(Volumen von 439 m ) den Restwert von 35% bzw. gerundet CHF 79'500 (439 m  x 

CHF 517.70 x 0.35) und für das Obergeschoss den Restwert von Null. Daraus 

errechnete sie eine Gebäudeschadensumme (Neuwert) von CHF 985'516 

(CHF 1'117'200 abzüglich [CHF 52'184 + CHF 79'500]). Sie hielt fest, der Umfang des 

Restwerts von insgesamt CHF 131'684 sei von den Fachspezialisten nach mehreren 

Besichtigungen und Prüfungen festgelegt worden. Auf den Beizug eines externen 

Gutachters habe die GVA aufgrund des vorhandenen Fachwissens verzichten können 

(act. G 2.1 S. 7 mit Hinweis auf VerwGE B 2019/15 vom 11. April 2019 E. 2.1 m.H.).

Zum Einwand des Beschwerdeführers, dass (von der Versicherungsleistung 

abzuziehende) Restwerte zu verneinen seien, was ein einzuholendes Gutachten 

belegen werde (act. G 12 S. 17 oben), ist festzuhalten, dass wie dargelegt (vorstehende 

E. 2.4.5) die Vorinstanz zu Recht keinen Totalschaden, sondern lediglich einen 

Teilschaden bestätigte. Dementsprechend waren auch die anzurechnenden Restwerte 

festzulegen. Die vorliegend der Schadenberechnung zugrundeliegenden Werte beruhen 

zu einem erheblichen Teil auf Schätzungen von GVA-Fachspezialisten. Die 

Schätzungen basieren mithin auf Tatsachenfeststellungen von fachkundigen Personen. 

Jeder Schätzung wohnt eine gewisse Pauschalisierung und "Ungenauigkeit" inne; eine 

mathematisch exakte Bewertung ist nicht möglich. Schätzungen stützen sich auf eine 

Mehrzahl von Parametern, welche ihrerseits auf Annahmen und Schätzungen beruhen. 

3.3.1. 

3 3

3

3

3 3

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Sie führen zu Zahlenwerten, welche den Schaden annäherungsweise abbilden. Das 

Verwaltungsgericht übt daher gegenüber Schätzungen dieselbe Zurückhaltung wie 

gegenüber verwaltungsbehördlichen Ermessensentscheiden aus, und es schreitet nur 

ein, wenn eine Schätzung im Ergebnis offensichtlich unrichtig erscheint bzw. wenn der 

Rekursinstanz offenkundige Fehler oder Irrtümer unterlaufen sind bzw. sie bei der 

Schätzung wesentliche Gesichtspunkte übergangen oder falsch gewürdigt hat (vgl. 

VerwGE B 2015/190 vom 28. März 2017 E. 2.2). Vorliegend fehlt es an konkreten 

Anhaltspunkten für Fehlannahmen bei der Schätzung der Restwerte bzw. für 

offenkundige Ermessensverletzungen. Es besteht diesbezüglich somit kein Anlass für 

eine Beanstandung des angefochtenen Entscheids.

Die vorinstanzlich bestätigte Schadenermittlung berücksichtigt sodann (den zu 

entschädigenden Schaden erhöhende) Anpassarbeiten mit 7% der 

Gebäudeschadensumme Neuwert, was einem Betrag von CHF 68'986 entspricht (vgl. 

Berechnung Gebäudeschadensumme vom 7. Oktober 2018; act. G 16/5/18 Beilage). 

Wenn der Beschwerdeführer die Anpassarbeiten als zu tief bemessen erachtet bzw. die 

Bemessung als nicht nachvollziehbar bezeichnet und eine Begutachtung der 

Bemessung verlangt (act. G 12 S. 17 f.), ist auch hier festzuhalten, dass es sich um 

einen Schätzwert und damit um einen Ermessenswert handelt. Die Anpassarbeiten 

beziehen sich dabei auf die Instandstellung der Überreste (vgl. act. G 16/5/21 S. 6 

unten) und entgegen der offenbaren Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 12 S. 

18 oben) nicht auf die Instandstellung des ursprünglichen Zustands. Ein Gutachten 

vermöchte möglicherweise einen anderen, nicht jedoch einen "genaueren", die 

Wirklichkeit besser abbildenden Wert zu liefern. Eine Begutachtung ist deshalb 

abzulehnen.

3.3.2. 

Nach Art. 41 Abs. 1 Ziffer 2 GVG vergütet die GVA als Nebenleistungen notwendige 

Abbruch- und Aufräumarbeiten, wobei bei zeitwertversicherten Gebäuden diese Kosten 

im Verhältnis von Zeitwert zu Neuwert vergütet werden. An dieser gesetzlichen 

Regelung vermag die Feststellung des Beschwerdeführers, wonach die erwähnte 

Gesetzesbestimmung dem Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise zuwiderlaufe 

und willkürlich sei (act. G 12 S. 18-20 Ziffer 7), nichts zu ändern. Es besteht kein 

zureichender Anlass, dem klaren (seit 1. Januar 2016 in Kraft stehenden) Entscheid des 

Gesetzgebers, die Höhe der Entschädigung von Nebenleistungen vom 

Versicherungsumfang (Neuwert oder Zeitwert) und damit von Investitionen des 

Grundeigentümers in der Vergangenheit abhängig zu machen (vgl. auch Botschaft der 

3.3.3. 

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Regierung vom 20. Januar 2015, ABl 2015, 371 ff., 386 und 393), die Anwendung zu 

versagen. Die Schadenermittlung enthält vorliegend Nebenleistungen von 

CHF 54'806.30 (Neuwert), welche mit einem Zeitwert (Abzug von 60% Minderwert) von 

CHF 22'000 berücksichtigt wurden (vgl. act. G 16/5/18). Massgebend war in diesem 

Zusammenhang die Offerte für den Teilabbruch (CHF 40'000) und - entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 12 S. 18 Ziffer 6) - nicht diejenige für den 

Totalabbruch, da wie dargelegt ein Teilschaden (mit einem Restwert von CHF 131'684) 

und kein Totalschaden vorliegt. In der Verfügung über die Schadenanerkennung vom 

19. August 2019 war der Beschwerdeführer sodann darauf aufmerksam gemacht 

worden, dass die als Vorleistungen (Sofortmassnahmen) durch die GVA beglichenen 

Rechnungen (R.__ AG, S.__ AG) im Betrag von insgesamt CHF 12'806.30 von einer 

möglichen Schadenleistung in Abzug gebracht würden (act. G 16/5/14). Im 

angefochtenen Entscheid wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die teilweise 

Gutheissung der Einsprache im Entscheid vom 31. Januar 2020 am Hinweis betreffend 

Abzug bereits erbrachter Leistungen in der Schlusszahlungsverfügung nichts ändert 

(act. G 2.1 S. 9). Die Nebenleistungen (Neuwert) von CHF 54'806.30 setzen sich somit 

aus dem Teilabbruch (CHF 40'000), den bereits erbrachten Leistungen (CHF 12'806.30) 

und den Kosten für Abbruch und Entsorgung des Vordachs (CHF 2'000) zusammen. 

Eine Berücksichtigung der - zum zeitwertversicherten Gebäudeschaden 

akzessorischen - Nebenleistungen zum Zeitwert (und nicht zum Neuwert) von 

aufgerundet CHF 22'000 (Minderwert 60%) basiert auf der erwähnten Regelung von 

Art. 41 Abs. 1 Ziffer 2 Satz 2 GVG und lässt sich dementsprechend nicht beanstanden.

Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, dass Art. 35  Abs. 1 GVG von der Vorinstanz 

zu Unrecht nicht geprüft worden sei. Ein Gutachten müsse klar aufzeigen, welche 

Beschädigungen an sämtlichen Stellen bestehen würden (act. G 12 S. 20 Ziffer 8). 

Nach Art. 35  Abs. 1 GVG wird bei Gebäudeschäden, deren 

Wiederherstellungskosten in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Beschädigung 

stehen, anstelle des Schadens nach Versicherungswert ein angemessener bleibender 

Minderwert ermittelt, wenn die beschädigten Gebäudeteile weiterhin gebrauchstauglich 

sind (vgl. auch Art. 52 VzGVG). Die Minderwertversicherung bezieht sich in der Regel 

lediglich auf einzelne Bauteile (vgl. ABl 2015, 386). Vorliegend sind nicht lediglich 

einzelne Bauteile vom Schaden betroffen. Auch fehlt es augenscheinlich an einem 

offensichtlichen Missverhältnis zwischen Beschädigung und Wiederherstellungskosten, 

da ein grosser Schaden entsprechend hohen Wiederherstellungskosten 

gegenübersteht. Zur Klärung der Frage der Anwendbarkeit der erwähnten Bestimmung 

3.3.4. 
bis

bis

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im konkreten Fall bedarf es keines Gutachtens. Die Bestimmung ist vorliegend klar 

nicht anwendbar.

In Härtefällen kann gemäss Art. 37  Abs. 1 GVG bei Nichtwiederaufbau die 

Versicherungsleistung bei einer wesentlichen Differenz zwischen geschätztem 

Verkehrswert und wirklichem Verkehrswert im Zeitpunkt des Schadenereignisses oder 

bei einer erheblichen Differenz zwischen dem geschätzten Verkehrswert und dem 

Zeitwert angemessen erhöht werden. Im Fall von Art. 37  Abs. 1 GVG handelt es sich 

um den versicherungsrechtlichen (nicht steuerrechtlichen) Verkehrswert (vgl. Art. 34 

Abs. 3 GVG), welcher vorliegend im Bereich von CHF 150'000 liegt (vgl. act. G 

16/5/10). Zur Rüge des Beschwerdeführers, wonach die GVA einen Härtefall nicht 

geprüft und damit eine Rechtsverweigerung begangen habe, führte die Vorinstanz aus, 

eine Erklärung des Beschwerdeführers betreffend Nichtwiederaufbau liege nicht vor 

und es seien auch keine Gründe ersichtlich, die einen Wiederaufbau verhindern 

würden, weshalb ein Härtefall von der GVA zu Recht nicht geprüft worden sei (act. G 

2.1 S. 10 E. 6e). Zum Einwand des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang, ein 

Wiederaufbau auf den Überresten sei aus öffentlich-rechtlichen Gründen (Sicherheit, 

Statik) unzulässig, weshalb eine abschliessende Äusserung des Beschwerdeführers 

(betreffend Nichtwiederaufbau) nicht notwendig sei (act. G 12 S. 20 Ziffer 9), ist 

festzuhalten, dass die baulich-konstruktiven Mängel des Gebäudes wie dargelegt 

(vorstehende E. 2.4.5) nicht durch das versicherte Ereignis bedingt sind. Damit könnte 

auch eine allfällige (öffentlich-rechtliche) Unmöglichkeit eines Wiederaufbaus nicht auf 

das Brandereignis zurückgeführt werden. Nachdem eine Erklärung des 

Beschwerdeführers betreffend Nichtwiederaufbau nicht gegeben war und dies nach 

wie vor nicht der Fall ist, konnte und musste die Vorinstanz bzw. die GVA das Vorliegen 

eines Härtefalls auch nicht prüfen. Der Rechtsverweigerungsvorwurf erweist sich von 

daher als unberechtigt.

Im Weiteren fiel eine Verzinsung der Nebenleistungen aufgrund von Art. 49 Abs. 2 Satz 

2 GVG ausser Betracht. Die Verzinsung der Versicherungsleistungen als solche und 

eine Anfechtungsmöglichkeit derselben stellte die Vorinstanz für die definitive

Ausrichtung von Versicherungsleistungen in Aussicht (act. G 2.1 E. 7.b). Sie bildet 

dementsprechend nicht Thema des vorliegenden Verfahrens.

3.3.5. 
bis

bis

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  3.4. 

 

Der Beschwerdeführer rügt, dass für das Verwaltungs- und Einspracheverfahren keine 

ausseramtlichen Kosten entschädigt wurden (act. G 12 S. 22 f. Ziffer 12.1). Gemäss 

Art. 98 Abs. 3 lit. b VRP werden in erstinstanzlichen und in Einspracheverfahren in der 

Regel keine ausseramtlichen Kosten zugesprochen. Es wird davon ausgegangen, dass 

es den Beteiligten möglich und zumutbar ist, in erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren 

ihre Rechte selbst zu wahren (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 155). Das Bundesgericht erachtet 

es nicht als willkürlich, wenn das einschlägige kantonale Recht keine Entschädigung für 

das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren vorsieht (BGer 1C_544/2016 vom 20. März 

2017 E. 3.4). Die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung wird allerdings 

dann als gerechtfertigt erachtet, wenn das Verfahren willkürlich eröffnet wurde bzw. der 

Entscheid willkürlich erging oder der Beizug eines Rechtsvertreters zur Wahrung der 

Rechte des Betroffenen unbedingt erforderlich war (Hirt, a.a.O., S. 156). Dies ist in 

sachgemässer Analogie zur Praxis der Notwendigkeit einer Vertretung im 

Rekursverfahren (Art. 98 Abs. 2 VRP) bzw. der Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung (vgl. Art. 29 Abs. 3 BV, Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 

118 Abs. 1 lit. c der Schweizerischen Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) zu 

beantworten. Abzustellen ist insbesondere auf die Schwierigkeit der sich im Verfahren 

stellenden Fragen, die Rechtskenntnisse der Beteiligten, die Bedeutung der Streitsache 

für die Betroffenen und auf eine allfällige Rechtsvertretung der Gegenpartei, wobei im 

erstinstanzlichen Verfahren tendenziell höhere Anforderungen als bei der Vertretung im 

Rekursverfahren zu stellen sind (vgl. VerwGE B 2015/313 vom 29. Juni 2017 E. 2.1, 

B 2015/304 vom 20. Dezember 2016 E. 5).

Mit Entscheid vom 31. Januar 2020 (act. G 16/5/21) hiess die GVA die Einsprache des 

Beschwerdeführers, mit welcher er die Zusprechung einer Nettoschadensumme von 

total CHF 535'606.30 beantragt hatte (act. G 16/5/15), teilweise gut und erhöhte die 

Nettoschadensumme von CHF 414'923 auf CHF 443'800. Dies entspricht einem 

Obsiegen im Einspracheverfahren zu rund einem Viertel (beantragte Erhöhung von rund 

CHF 120'000, zugesprochene Erhöhung rund CHF 30'000) bzw. einem Unterliegen zu 

drei Vierteln. Nachdem der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen im 

Einspracheverfahren nicht mehrheitlich durchgedrungen ist, hat er bereits aus diesem 

Grund keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98  VRP, A. Linder, 

in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 16 zu Art. 98  VRP). Eine Verletzung der 

3.4.1. 

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/27

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Rechtsgleichheit kann in der diesbezüglichen Praxis des Verwaltungsgerichts, den 

Anteil des Unterliegens von demjenigen des Obsiegens in Abzug zu bringen (vgl. 

VerwGE B 2019/273 vom 9. August 2020 E. 4.2), nicht erblickt werden. Die Frage, ob 

die konkreten Verhältnisse eine Ausnahme von der Regel des Art. 98 Abs. 3 lit. b VRP 

rechtfertigen würden, braucht daher nicht geprüft zu werden.

Der Beschwerdeführer hält sodann fest, dass der Kanton ihm im Fall der Bestätigung 

des Rekursentscheids durch das Verwaltungsgericht dennoch eine volle 

Parteientschädigung für das Rekursverfahren schulde. Die Vorinstanz habe sich mit 

seinen Vorbringen im Rekursverfahren (act. G 16/12 S. 18 f.) in Verletzung des 

rechtlichen Gehörs nicht auseinandergesetzt. Er habe sich mit Rekurs gegen die 

Gehörsverletzungen zur Wehr setzen müssen. Aus diesem Grund müsse ihm zwingend 

eine Parteientschädigung für das Rekursverfahren zugesprochen werden. Die 

Gehörsverletzungen stellten Verletzungen wesentlicher Verfahrensvorschriften nach 

Art. 95 Abs. 2 VRP dar, weshalb dem Staat die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens 

aufzuerlegen seien (act. G 12 S. 25 f.).

Die GVA-Verfügung vom 19. August 2019 beinhaltet im Wesentlichen die 

grundsätzliche Anerkennung des Schadens, wobei sie sich auf die vom 

Beschwerdeführer zuvor im Schreiben vom 2. August 2019 (act. G 16/5/12) 

angeführten Gegebenheiten bezieht (act. G 16/5/14). Im Einspracheentscheid vom 

31. Januar 2020 verneinte die GVA eine Gehörsverletzung mit dem Hinweis, dass die 

Argumente des Beschwerdeführers von Anfang an sorgfältig geprüft und berücksichtigt 

worden seien und ihm mit gemeinsamer Begehung vom 20. November 2019 das Gehör 

erneut gewährt worden sei (act. G 16/5/21 S. 5). Im angefochtenen Rekursentscheid 

wurden die darin gezogenen Schlussfolgerungen im Wesentlichen mit dem Hinweis auf 

die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und den massgebenden Sachverhalt 

begründet. Die Vorinstanz zeigte die Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in 

zureichender und nachvollziehbarer Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen 

materiellen Gesichtspunkten auseinander (vgl. zu den Begründungsanforderungen 

vorstehende E. 2.3.1). Auf die vom Beschwerdeführer im Rekurs erneut gerügte 

Gehörsverletzung (act. G 16/12 S. 18 f.) ging die Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid (act. G 2.1) jedoch nicht ein. Eine Verpflichtung, sich mit jeder 

tatbeständlichen Behauptung oder jedem rechtlichen Einwand zu befassen, bestand 

zwar praxisgemäss nicht. Indes hätte die Vorinstanz sich zu den einlässlich gerügten 

Gehörsverletzungen, welche sie lediglich - ohne dazu Stellung zu nehmen - in einem 

3.4.2. 

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4.  

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Satz erwähnte (act. G 2.1S. 10 Ziffer 8), zumindest kurz inhaltlich äussern müssen. 

Einen das rechtliche Gehör verletzenden Begründungsmangel rügt der 

Beschwerdeführer von daher zu Recht.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. In 

Streitigkeiten hat grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren 

ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Kosten, die ein 

Beteiligter, sein Rechtsbeistand oder sein Vertreter unter anderem durch Verletzung 

wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, gehen zu seinen Lasten (Art. 95 Abs. 2 

Satz 1 VRP). Die vorstehend in E. 3.4.2 dargelegten Gegebenheiten machen die 

Beschwerdeerhebung durch den Beschwerdeführer betreffend Gehörsverletzung 

erklärbar, auch wenn diese sich nicht auf das materielle Ergebnis auswirken. Dieser 

Umstand rechtfertigt es, der Vorinstanz einen Viertel der amtlichen Kosten dieses 

Verfahrens nach dem Verursacherprinzip aufzuerlegen. Angemessen erscheint eine 

Entscheidgebühr von CHF 3'000 (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Auf die Erhebung des Kostenanteils von CHF 750 bei der Vorinstanz ist 

nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 VRP). Auf den Kostenanteil des 

Beschwerdeführers von CHF 2'250 wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von 

CHF 3'000 angerechnet; der verbleibende Betrag von CHF 750 wird ihm 

zurückerstattet.

4.1. 

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Entschädigung seiner ausseramtlichen Kosten für das Beschwerdeverfahren (Art. 98 

Abs. 1 und Art. 98  VRP), da er nicht mehrheitlich obsiegt hat, sondern in der Sache 

unterlegen ist. Die Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP; Linder, in: Rizvi/

Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O, N 20 zu Art. 98  VRP); sie stellte auch keinen Antrag.

4.2. 

bis

bis

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2.

Der Beschwerdeführer bezahlt amtliche Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'250, unter Anrechnung des von ihm geleisteten Kostenvorschusses von CHF 

3'000 und Rückerstattung des verbleibenden Betrages von CHF 750 an ihn.

Die Vorinstanz bezahlt amtliche Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 750.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 16.02.2022
	Art. 31 Abs. 1 und 2 GVG (sGS 873.1). Art. 34 und 41 Abs. 1 Ziffer 2 GVG. Art. 45, Art. 47 Abs. 1-3, 49 und 50 Abs. 3 VzGVG (sGS 873.11). Gebäudeversicherungsleistungen nach Brandfall. Höhe der Schadensumme. Das Verwaltungsgericht kam gestützt auf die GVA-internen Abklärungen und das vom Beschwerdeführer eingereichte Gutachten unter anderem zum Schluss, dass von baulichen und/oder altersbedingten Gegebenheiten als wesentlicher Ursache der fehlenden Verwendbarkeit der baulichen Überreste und - wenn überhaupt - höchstens als Nebenursache von den Auswirkungen/Folgen eines Elementarereignisses (Brand von 2018) auszugehen sei. Letzteres allein sei mit Blick auf die klaren Regelungen von Art. 31 Abs. 2 GVG und Art. 47 Abs. 1 und 2 VzGVG nicht geeignet, einen von der GVA zu übernehmenden Totalschaden überwiegend wahrscheinlich zu belegen. Mit der Vorinstanz sei vom Vorliegen eines von der GVA zu übernehmenden Teilschadens auszugehen. Hinsichtlich der Festlegung der Schadenhöhe fehle es an konkreten Anhaltspunkten für Fehlannahmen bei der Schätzung der Restwerte bzw. für offenkundige Ermessensverletzungen bei der Schadenbemessung durch die Vorinstanz. Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids (Verwaltungsgericht, B 2021/73).

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