# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c258dd78-0366-550b-a480-2cbbb24cacba
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 17.11.2016 SK1 2016 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2016-1_2016-11-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 17. November 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 16 1 [nicht mündlich eröffnet] 21. November 2016

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Schnyder
Richter Brunner und Michael Dürst
Aktuar Hitz

In der strafrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego F. 
Schwarzenbach, Via Maistra 7, 7500 St. Moritz, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 1. September 2015, ohne schriftliche 
Begründung mitgeteilt am 3. September 2015, schriftlich begründet mitgeteilt am 
5. Januar 2016, in Sachen 

des Y._____, Privatkläger und Berufungsbeklagter und

der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, 
Berufungsbeklagte, 

gegen den Berufungskläger,

betreffend Raufhandel und mehrfache Ruhestörung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ wurde am _____1974 in O.1_____ geboren, wo er gemeinsam mit 
einem Bruder und zwei Schwestern in geordneten Familienverhältnissen aufge-
wachsen ist. Dort besuchte er die obligatorischen Schulen. Im Jahre 1990 kam er 
in die Schweiz. In O.2_____ arbeitete er als Sanitärinstallateur und als Elektriker. 
Heute ist er in der Gastronomie tätig. Der Beschuldigte ist verheiratet und Vater 
zweier Kinder. 

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X._____ mit einer Eintragung wegen 
Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung aus dem 
Jahre 2008 verzeichnet. 

B. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend Staats-
anwaltschaft) vom 2. Mai 2014, mitgeteilt am 6. Mai 2014, wurde X._____ schuldig 
erklärt des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Ru-
hestörung im Sinne von Art. 36g des Polizeigesetzes des Kantons Graubünden. 
Dafür wurde er bestraft mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je Fr. 100.00, 
bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, sowie mit einer Busse 
von Fr. 500.00. Bei schuldhafter Nichtbezahlung trete an Stelle der Busse eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen, alles unter Kostenfolge zu Lasten von 
X._____. Die Staatsanwaltschaft legte ihrem Strafbefehl den folgenden Sachver-
halt zu Grunde:

1. "Am Sonntagmorgen, _____ 2012, um ca. 03.50 Uhr, befanden sich 
u.a. Y._____ und A._____ in der Bar des Clubs B._____ in O.2_____. 
Obwohl A._____ nichts mit Y._____ zu tun haben wollte, begann die-
ser sie zu belästigen. Der Geschäftsführer X._____ nahm die Situation 
wahr und versuchte den betrunkenen Y._____ zu beruhigen, jedoch 
erfolglos. Dieser versetzte X._____ einen Faustschlag ins Gesicht, 
wodurch er einen Nasenbeinbruch erlitt. Daraufhin ging ein Gerangel 
los, woran mehrere Personen beteiligt waren, u.a. Y._____, X._____, 
C._____ und D._____, die zwei letzteren als Türsteher. Andere Betei-
ligte konnten nicht identifiziert werden. E._____, der ebenfalls ein-
schritt, um Y._____ vor weiteren Schlägen zu schützen, zog sich bei 
der Schlägerei eine Prellung am rechten Auge zu. X._____ war sich 
bewusst, bzw. war damit einverstanden, an einer tätlichen Auseinan-
dersetzung mit mehr als zwei Personen teilzunehmen. 

Laut Arztbericht, datiert vom _____ 2012, erlitt Y._____ einen Bluter-
guss am rechten Auge und eine Gehirnerschütterung und gemäss Be-
richt der Klinik F._____ ausserdem eine "Blow-Out-Fracture" (Orbita-
bodenfraktur) links. Dem Austrittsbericht des Universitätsspitals 
G._____, wo ihm der Orbitaboden rekonstruiert wurde, ist zudem zu 
entnehmen, dass neben der Verletzung am Auge und einer Kratzspur 
am linken Unterarm keine Verletzungen auffielen. 

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2.1. In der Nacht vom _____ 2013 ging von der Diskothek des B._____ 
Clubs in O.2_____-Dorf, dessen Geschäftsführer der Beschuldigte 
war, übermässiger Musiklärm aus. So wurden in der Disco 124 Dezibel 
gemessen (Grenzwert gemäss SLV 93 Dezibel), während in einer 
Wohnung in deren Nähe, namentlich in einem Schlafzimmer 30.7 und 
in einem Badezimmer 34.2 Dezibel gemessen wurden, wo die Grenz-
werte bei 25 bis 30 Dezibel liegen. 

2.2 Am _____ 2013, um 02.30 Uhr, und am _____ 2013, um 01.54 Uhr, 
gingen erneut von der Disco übermässige Emissionen aus. Die darin 
gemessenen Werte betrugen zwischen 95 und 103 Dezibel bzw. 110.8 
Dezibel."

C. Gegen diesen Strafbefehl erhob X._____ am 19. Mai 2014 Einsprache. Mit 
Parteimitteilung vom 1. Oktober 2014, mitgeteilt am 1. Oktober 2014, teilte die 
Staatsanwaltschaft mit, dass die Strafuntersuchung gegen X._____ abgeschlos-
sen sei und auf Grund der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse die Überwei-
sung des Strafbefehls ans Gericht gemäss Art. 355 Abs. 3 lit. a und Art. 356 Abs. 
1 StPO wegen Raufhandels und Ruhestörung in Aussicht gestellt werde. Am 25. 
März 2015, mitgeteilt am 31. März 2015, verfügte die Staatsanwaltschaft gestützt 
auf Art. 355 Abs. 3 lit. a und Art. 356 Abs. 1 StPO die Überweisung des Strafbe-
fehls ans Bezirksgericht Maloja. Zudem teilte sie mit, dass die Staatsanwaltschaft 
am Strafbefehl festhalte und die Akten dem erstinstanzlichen Gericht zur Durch-
führung des Hauptverfahrens überweise, wobei der Strafbefehl gemäss Art. 356 
Abs. 1 StPO als Anklageschrift gelte. Gleichentags erging auch der Schlussbericht 
der Staatsanwaltschaft im Sinne von Art. 326 Abs. 2 StPO. 

D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 1. Septem-
ber 2015 statt. An dieser nahmen X._____ in Begleitung seines Verteidigers und 
der Zeuge E._____ teil. Die Staatsanwaltschaft war nicht zugegen. Die Parteien 
stellten die folgenden Schlussanträge:

"Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:

1. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen des Raufhandels gemäss 
Art. 133 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Ruhestörung im Sinne von 
Art. 36g des Polizeigesetzes des Kantons Graubünden. 

2. Dafür sei er mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je CHF 100.-, 
bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 Jahren, zu bestrafen.

3. Dafür sei er zudem mit einer Busse von CHF 500.- zu bestrafen. Bei 
schuldhafter Nichtbezahlung tritt an Stelle der Busse eine Ersatzfrei-
heitsstrafe von 5 Tagen. 

4. Die Kosten des Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen."

"Anträge beschuldigte Person:

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1. Der Beschuldigte sei des Raufhandels und der Ruhestörung gemäss 
kant. Polizeigesetz freizusprechen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

3. Es sei von Amtes wegen eine Strafanzeige gegen H._____ einzurei-
chen wegen Beteiligung an einem Raufhandel."

E. Gegen das am 1. September 2015 mündlich eröffnete und am 3. Septem-
ber 2015 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Malo-
ja meldete X._____ am 9. September 2015 Berufung an, woraufhin das Bezirksge-
richt Maloja das begründete Urteil am 5. Januar 2016 mitteilte. Darin erkannte es 
wie folgt:

 "1. X._____ wird vom Vorwurf der mehrfachen Ruhestörung im Sinne von 
Art. 36g Abs. 1 PolG freigesprochen. 

2. X._____ ist schuldig des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB.

3. Dafür wird X._____ mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 
CHF 100.-, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 Jahren, 
bestraft. 

4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 1'291.65

- Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF    173.30

- Gerichtsgebühr CHF 3'000.00

Total CHF 4'464.95

werden X._____ im Umfang von CHF 3'571.95 auferlegt und im Um-
fang von CHF 893.- auf die Staatskasse genommen (CHF 293.- zulas-
ten des Kantons Graubünden und CHF 600.- zulasten des Bezirksge-
richts Maloja).

5. X._____ wird im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO eine Entschädi-
gung zulasten des Bezirksgerichts Maloja von CHF 1'201.40 (inkl. 
MwSt. und Auslagen) zugesprochen. 

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung)."

F. Mit Berufungserklärung vom 25. Januar 2016 stellte X._____ die folgenden 
Anträge:

 "1. Ziff. 2, 3, 4 und 5 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.

2. Der Beschuldigte sei des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB 
freizusprechen.

3. Kosten- und Entschädigungsfolge sei die gesetzliche. 

Beweisantrag

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Sowohl die Strafverfolgungsbehörde wie auch das Gericht haben nach un-
serem Dafürhalten sämtliche Beweise abgenommen. Beweisanträge wer-
den daher keine gestellt. Sollten sich im Verlauf des Berufungsverfahrens 
Beweisanträge aufdrängen, so behalten wir uns eine nachträgliche An-
tragsstellung vor."

G. Mit Schreiben des Vorsitzenden der I. Strafkammer des Kantonsgerichts 
vom 22. März 2016 wurden die Parteien unter Hinweis auf Art. 406 Abs. 2 lit. a 
StPO aufgefordert, bis zum 4. April 2016 zu erklären, ob sie mit der Durchführung 
des schriftlichen Verfahrens einverstanden seien. 

H. Mit Eingaben vom 23. März 2016 und 4. April 2016 erklärten sich sowohl 
die Staatsanwaltschaft als auch X._____ mit der Durchführung des schriftlichen 
Verfahrens einverstanden. 

I. Mit Verfügung vom 7. April 2016 ordnete der Vorsitzende der I. Strafkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden gestützt auf Art. 406 Abs. 2 lit. a StPO 
das schriftliche Verfahren an. X._____ wurde eine Frist bis zum 28. April 2016 zur 
schriftlichen Berufungsbegründung gesetzt. 

J. X._____ hielt in seiner Berufungsbegründung vom 27. April 2016 an den 
Anträgen gemäss der Berufungserklärung vom 25. Januar 2016 fest. Die Staats-
anwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 18. Mai 2016 auf die Einreichung einer 
Stellungnahme. Das Bezirksgericht Maloja verzichtete mit Eingabe vom 18. Mai 
2016 ebenfalls auf die Einreichung einer Vernehmlassung. 

K. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den 
Rechtsschriften und Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erfor-
derlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit de-
nen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (vgl. Art. 398 
Abs. 1 StPO). Die Berufung bezieht sich somit auf Entscheide, in denen über 
Straf- und Zivilfragen materiell befunden wird (vgl. Art. 80 Abs. 1 Satz 1 StPO), in 
erster Linie auf Urteile, die auf Verurteilung oder Freispruch lauten und der Fall vor 
der ersten Instanz damit abgeschlossen wird (vgl. Luzius Eugster, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N. 2 zu Art. 398 StPO [zit. Basler Kommentar 

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zur StPO]). Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen 
Gericht innert zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu 
Protokoll anzumelden, worauf das erstinstanzliche Gericht die Anmeldung nach 
Ausfertigung des begründeten Urteils zusammen mit den Akten dem Kantonsge-
richt als Berufungsinstanz übermittelt (vgl. Art. 399 Abs. 2 StPO, Art. 22 des Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 
350.100]). Nach Art. 399 Abs. 3 StPO reicht die Partei, die Berufung angemeldet 
hat, dem Kantonsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Ur-
teils eine schriftliche Berufungserklärung ein, worin sie anzugeben hat, ob sie das 
Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (lit. a), welche Abänderungen des 
erstinstanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) und welche Beweisanträge sie stellt (lit. 
c).

b) Gegen das am 1. September 2015 gefällte und am 3. September 2015 oh-
ne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Maloja meldete 
der Berufungskläger am 9. September 2015 die Berufung an (vgl. act. A.1). Nach 
Mitteilung des begründeten Urteils am 5. Januar 2016 reichte der Berufungskläger 
fristgerecht am 25. Januar 2016 seine Berufungserklärung ein (vgl. act. A.2). Da 
auch alle anderen Zulässigkeitsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beru-
fung einzutreten.

2. Als Berufungsinstanz kann das Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil in 
allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen (vgl. Art. 398 Abs. 2 StPO). 
Die Berufung ist somit ein vollkommenes Rechtsmittel, mit welchem erstinstanzli-
che Urteile in sachverhaltsmässiger wie auch in rechtlicher Hinsicht mit freier Ko-
gnition überprüft werden können (vgl. Niklaus Schmid, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich 2013, N. 1 zu Art. 398 StPO [zit. 
Praxiskommentar]; Markus Hug/Alexandra Scheidegger, in: Donatsch/Hansjakob/
Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. 
Aufl., Zürich 2014, N. 14 zu Art. 398 StPO. Das Berufungsgericht überprüft das 
erstinstanzliche Urteil grundsätzlich nur in den angefochtenen Punkten (vgl. Art. 
404 Abs. 1 StPO). Die nicht angefochtenen Punkte sind rechtskräftig geworden 
und stehen damit nicht länger zur Diskussion (vgl. Luzius Eugster, in: Basler 
Kommentar zur StPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 404 StPO). Tritt das Berufungsgericht 
auf die Berufung ein, so fällt es ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche er-
setzt (vgl. Art. 408 StPO). 

3. Das Berufungsverfahren ist grundsätzlich mündlich (vgl. Art. 405 StPO). Mit 
dem Einverständnis der Parteien kann das schriftliche Verfahren durch die Verfah-

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rensleitung angeordnet werden, wenn die Anwesenheit der beschuldigten Person 
nicht erforderlich ist (vgl. Art. 406 Abs. 2 lit. a StPO). Ob die Anwesenheit des Be-
schuldigten erforderlich ist, hängt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab. 
Sowohl der Berufungskläger als auch die Staatsanwaltschaft haben sich vorlie-
gend mit der Anordnung des schriftlichen Verfahrens einverstanden erklärt (vgl. 
act. D.3 und D.4). Da vorliegend die Anwesenheit des Berufungsklägers nicht er-
forderlich erscheint, nachdem er sich mehrfach ausdrücklich zur Sache geäussert 
und auf eine mündliche Verhandlung verzichtet hatte, ordnete die Verfahrenslei-
tung die Durchführung des schriftlichen Verfahrens an (vgl. act. D.5). 

4. Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die 
Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsäch-
lich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (vgl. BGE 136 I 229 E. 
5.1; BGE 124 I 49 E. 3a; BGE 124 I 241 E. 2, je mit Hinweisen). Daraus folgt die 
Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erfor-
derlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 
und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf 
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss 
so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids 
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.1; BGE 134 I 83 E. 4.1, mit Hinweisen). 
Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO für die 
tatsächliche und rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhaltes auf die Be-
gründung der Vorinstanz verweisen. Das Bundesgericht führte im Zusammenhang 
mit Art. 82 Abs. 4 StPO in BGE 141 IV 244 aus, dass aus einem Entscheid klar 
hervorgehen müsse, von welchem festgestellten Sachverhalt das Gericht ausge-
gangen sei und welche rechtlichen Überlegungen es angestellt habe. Von der 
Möglichkeit, auf die Begründung der Vorinstanz zu verweisen, sei zurückhaltend 
Gebrauch zu machen. Ein Verweis komme bei strittigen Sachverhalten und in Be-
zug auf die rechtliche Subsumtion nur dann in Frage, wenn die Rechtsmittel-
instanz den vorinstanzlichen Erwägungen (vollumfänglich) beipflichte. 

5. Das Gericht würdigt die Beweise gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO frei nach sei-
ner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Beim Vorliegen 
verschiedener Beweismittel verbietet der Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
eine Rangordnung (vgl. Niklaus Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., N. 5 zu Art. 10 
StPO). Vielmehr schliesst der strafprozessuale Grundsatz der Ermittlung der ma-

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teriellen Wahrheit eine Bindung an die Anträge und Vorlagen der Parteien aus 
(vgl. ZR 90 1991 Nr. 30). Insbesondere sind Aussagen von Zeugen, Auskunfts-
personen und beschuldigter Person vollgültige Beweismittel mit derselben Be-
weiseignung. Auch wenn die beschuldigte Person am Verfahren direkt beteiligt ist, 
stellt ihre Aussage gleichwohl ein Beweismittel dar und sind ihre Aussagen richter-
lich auf ihre materielle Richtigkeit hin zu würdigen. Bei der Beweiswürdigung ist 
nicht die Form, sondern der Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der 
Bekundung sowie die Überzeugungskraft der Beweismittel im Einzelfall entschei-
dend (vgl. Robert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Straf-
prozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 54, N. 5), wobei nicht in erster Linie die 
Glaubwürdigkeit des Aussagenden, sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit seiner 
konkreten Aussage im Vordergrund steht. Als Kennzeichen wahrheitsgetreuer 
Aussagen sind dabei die innere Geschlossenheit und Folgerichtigkeit in der Dar-
stellung des Geschehens sowie die konkrete und anschauliche Wiedergabe des 
Erlebten zu werten (vgl. im Detail: Friedrich Arntzen/Else Michaelis-Arntzen, Psy-
chologie der Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Aufl., 
München 1993). Die Schilderung des Vorfalles in so charakteristischer Weise, wie 
sie nur von demjenigen zu erwarten ist, der den Vorfall selbst erlebt hat, ist ein 
weiteres Kennzeichen für die Richtigkeit der Deposition. Die Konstanz in der Aus-
sage bei verschiedenen Befragungen sowie die unvorteilhafte Darstellung der ei-
genen Rolle sprechen ebenfalls für die Korrektheit einer Aussage. Bei wahrheits-
widrigen Depositionen fehlen diese Kennzeichen regelmässig. Als Indizien für be-
wusst oder unbewusst falsche Bekundungen gelten Unstimmigkeiten oder grobe 
Widersprüche in den eigenen Aussagen, Zurücknahme, erhebliche Ab-
schwächungen oder Übersteigerungen im Verlaufe mehrerer Einvernahmen, un-
klare, verschwommene oder ausweichende Antworten und gleichförmige, eingeübt 
wirkende Aussagen. Mehrere Indizien, die, einzeln betrachtet, immer nur mit einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hinweisen, können 
zusammen vollen Beweis und volle Überzeugung bringen und jeden vernünftigen 
Zweifel ausschliessen. In diesem Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer Ge-
samtheit zu würdigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.87/2002 vom 17. Juni 
2002 E. 3.4). 

6. Die Vorinstanz führte in ihrer Begründung aus, dass der Augenzeuge 
E._____ in keiner persönlichen Beziehung und Bindung zu den übrigen Verfah-
rensbeteiligten stehe, weshalb nichts gegen seine Glaubwürdigkeit spreche. Was 
die Glaubhaftigkeit seiner Aussage betreffe, so stehe fest, dass er weder ein In-
teresse am Ausgang des Verfahrens habe noch mit einer Partei befreundet oder 

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verwandt sei. Massgebend sei der Zeitpunkt, ab welchem der Geschädigte am 
Boden gelegen sei. Einzig der anlässlich der Hauptverhandlung einvernommene 
Augenzeuge habe als neutral einzustufende Person gesehen, was vorgefallen sei. 
Seine Schilderungen anlässlich der Einvernahme durch die Polizei habe er an der 
Hauptverhandlung bestätigt beziehungsweise ihnen jedenfalls nicht widerspro-
chen. Gemäss den Aussagen von E._____ seien der Beschuldigte, I._____ und 
C._____ in die Schlägerei involviert gewesen. Der Beschuldigte habe von Y._____ 
die Faust ins Gesicht geschlagen erhalten. Er habe auf den Faustschlag des Ge-
schädigten mit Zurückschlagen reagiert und dadurch den Raufhandel ausgelöst. 
Damit sei auch er am Raufhandel beteiligt gewesen, selbst wenn er angeblich 
ausschliesslich vor Beteiligung der übrigen Personen aktiv an der Auseinander-
setzung teilgenommen habe. Das Tatgeschehen sei sachlich, räumlich und zeitlich 
als Einheit zu betrachten. Die Aussagen von E._____ seien konstant und wider-
spruchsfrei. Es sei daher aufgrund des Beweisergebnisses als erwiesen zu be-
trachten, dass X._____ am Raufhandel beteiligt gewesen sei. 

7. Der Berufungskläger bringt in seiner Berufungsbegründung vor, E._____ 
habe nur wahrgenommen, dass mehrere Personen beim am Boden liegenden 
Y._____ gestanden seien und auf ihn eingeschlagen hätten. Er habe weder gese-
hen, was passiert sei, noch wer zuerst angefangen habe. Vor Gericht habe 
E._____ jedoch erklärt, der Beschuldigte habe Y._____ angegriffen und später 
seien die Türsteher hinzugekommen. Diese Aussage stimme nicht mit der vor der 
Polizei gemachten Aussage, wonach er die Auseinandersetzung zwischen dem 
Beschuldigten und dem Geschädigten nicht mitbekommen haben will, überein. Er 
habe den Beschuldigten, I._____ und Türsteher C._____ von den verschiedenen 
Personen erkannt und diese hätten mit Fusstritten auf Y._____ eingeschlagen. 
Vor Gericht habe E._____ hingegen erklärt, der Beschuldigte habe auf den Ge-
schädigten nicht eingetreten. Die Vorinstanz gehe auf den wesentlichen Sachver-
halt, dass vor dem Einschreiten weiterer Personen der Beschuldigte und der Ge-
schädigte eine Auseinandersetzung unter zwei Personen (und somit kein Rauf-
handel) gehabt hätten, nicht ein. Es sei nicht erwiesen, dass sich der Beschuldigte 
nach seiner Verteidigung im Zweierstreit weiterhin aktiv an dieser Auseinanderset-
zung beteiligt habe. Keiner der Zeugen behaupte, gesehen zu haben, dass der 
Beschuldigte auf Y._____ eingeschlagen habe, als die Türsteher ihm zu Hilfe ge-
eilt seien. Selbst E._____ habe vor Gericht nicht bestätigen können, dass der Be-
schuldigte den Geschädigten mit Fusstritten geschlagen habe, als dieser am Bo-
den gelegen sei. Zu Gunsten des Beschuldigten müsse davon ausgegangen wer-
den, dass er sich beim Zuhilfekommen der Türsteher passiv verhalten habe und 

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sich auch kurz vom Geschehen zwecks Wegwischens des Blutes abgewendet 
habe. 

8. Da der Berufungskläger vom Vorwurf der mehrfachen Ruhestörung gemäss 
Art. 36g Abs. 1 des Polizeigesetzes des Kantons Graubünden (PolG; BR 613.000) 
freigesprochen wurde, geht es vorliegend nur um die Verurteilung wegen Rauf-
handels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB. 

9. Gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder Geldstrafe bestraft, wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder 
die Körperverletzung eines Menschen zur Folge hat. Nicht strafbar ist, wer aus-
schliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet (vgl. Art. 133 Abs. 2 StGB). 

Raufhandel ist eine tätliche Auseinandersetzung, an der mindestens drei Perso-
nen teilnehmen und bei welcher zwei oder mehr Parteien wechselseitig tätlich ge-
geneinander vorgehen. Beteiligt sind diejenigen Personen, welche sich wechsel-
seitig bekämpfen. Zu diesen gehören die Personen, welche Schläge etc. austei-
len, die mindestens einer Tätlichkeit entsprechen, und dies unabhängig davon, ob 
die Schläge zum Zweck des Angriffs oder zum Zweck der Verteidigung verabreicht 
wurden. Strafbar wird der Teilnehmer auch dann, wenn er vor Eintritt dieser Be-
dingungen aus dem Kampf ausscheidet (vgl. Andreas Donatsch, in: Donatsch 
[Hrsg.], StGB, Kommentar, 19. Aufl., Zürich 2013, N. 1 f. zu Art. 133 StGB und 
BGE 137 IV 1 E. 4.2.2). Verhalten sich eine oder mehrere Personen, die von einer 
Streitpartei angegriffen werden, völlig passiv, ohne selbst Schläge auszuteilen, 
liegt kein Raufhandel, sondern ein Angriff vor. Jede Seite muss deshalb aktiv am 
Streit beteiligt sein. Das schliesst nicht aus, dass Personen, die nur abwehren, von 
Strafe befreit werden können. Liegt ein Raufhandel vor, gilt jegliche aktive Teil-
nahme – und sei es nur ein einziger Schlag zur Abwehr oder Streitschlichtung – 
als Beteiligung. Der einzelne Täter muss nicht in dem Ausmasse am Geschehen 
teilnehmen, wie es zur Entstehung des Raufhandels erforderlich ist. Schlägt in 
einem Streit zwischen zwei Personen eine die andere und greift unmittelbar da-
nach eine dritte Person aktiv in die tätliche Auseinandersetzung ein, kann es die 
unmittelbare Abfolge der Ereignisse (verbale Auseinandersetzung, Faustschlag, 
Einmischung weiterer Personen) gebieten, das Tatgeschehen sachlich, räumlich 
und zeitlich als Einheit zu betrachten. Dann ist auch der Auslöser des Raufhandels 
Beteiligter, selbst wenn er ausschliesslich vor Beteiligung der dritten Person aktiv 
an der Auseinandersetzung teilgenommen hat und danach passiv geblieben ist. 
Der Raufhandel wird nur bestraft, wenn er den Tod oder die Körperverletzung ei-
nes Menschen zur Folge hat. Die Verletzung kann einen Beteiligten oder eine 

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Drittperson treffen. Unerheblich ist, wer die Verletzung verursacht hat. Erforderlich 
ist, dass wenigstens eine Person zumindest eine Körperverletzung im Sinne von 
Art. 123 StGB erleidet, wobei unerheblich ist, ob ein Strafantrag gestellt wird (vgl. 
Stefan Maeder, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 
Art. 111-392 StGB, 3. Aufl., Basel 2013, N. 11 ff. und N. 22 ff. zu Art. 133 StGB 
[zit. Basler Kommentar zum StGB]). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz; 
Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz muss sich auf die objektiven Tatbestands-
elemente des Raufhandels und der Beteiligung beziehen, nicht aber auf die To-
des- oder Körperverletzung. Auch nicht verlangt ist ein Gefährdungsvorsatz. Es 
genügt, wenn der Täter damit rechnet, dass sich mehr als zwei Personen an der 
tätlichen Auseinandersetzung beteiligen (vgl. Stefan Maeder, in: Basler Kommen-
tar zum StGB, a.a.O., N. 21 zu Art. 133 StGB). Unter Umständen kann Notwehr 
nach Art. 15 StGB Tätlichkeiten rechtfertigen, die einen Raufhandel auslösen (vgl. 
Stefan Trechsel/Thomas Fingerhuth, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich 2013, N. 5 zu Art. 133 StGB 
[zit. Praxiskommentar StGB]). 

10. a) E._____ wurde am 3. Dezember 2012 als Auskunftsperson polizeilich be-
fragt (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.4) und führte folgendes aus: "Ich 
befand mich an diesem Abend an der rechtsseitigen Bar im Club. Ich hatte nicht 
mitbekommen, was die genaue Ursache der Schlägerei war. Ob zu diesem Zeit-
punkt, als ich auf das Geschehen aufmerksam wurde, der Barbesitzer X._____ 
schon einen Schlag auf seine Nase bekommen hatte, kann ich nicht sagen. Wer 
von den Beteiligten: X._____, I._____ und Türsteher D._____ zuerst angefangen 
hatte, kann ich nicht sagen. Wer sich sonst noch an der Schlägerei beteiligt hatte, 
kann ich nicht bestätigen, jedenfalls waren die drei oberwähnten Personen sicher 
die Haupttäter. Als Y._____ wehrlos am Boden lag, traten die drei obenerwähnten 
Personen massiv mit Fusstritten gegen Y._____. Dies ging einen Moment lang so 
zu und her, bis die Schlägerei etwas abflachte. Danach zog C._____ den verletz-
ten und stark blutenden Y._____ am Kragen vom Lokal in den Garderobenbereich 
hinaus. Auch im Garderobenbereich traten mit Sicherheit mindestens diese drei 
erwähnten Personen, X._____, I._____ und D._____ erneut auf den verletzten 
Y._____ ein." "…Ich kann nur die Namen der drei Oberwähnten nennen, da ich 
diese auch kenne. Es ist gut möglich, dass noch mehr als diese drei erwähnten 
Personen an der Schlägerei gegen Y._____ beteiligt waren. Mit Sicherheit kann 
ich jedoch nur X._____, I._____ und D._____ nennen."

An seiner vorinstanzlichen Zeugeneinvernahme vom 1. September 2015 sagte 
E._____ folgendes aus (vgl. Akten der Vorinstanz, act. 17): "Ich weiss nicht mehr, 

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wie der Angegriffene heisst. Nach einer Zeit sind die Türsteher dazu gekommen. 
Die Person ist zusammengeschlagen worden, weiss nicht wieso. Es ging eine Zeit 
so weiter. Diese Person lag auf dem Boden, hat sich nicht mehr gewehrt. Niemand 
ist dabei eingeschritten. Es wurde weiter auf ihn eingeschlagen…" Auf die Frage 
der Bezirksrichterin hin, wer die Schlägerei begonnen habe, führte er aus: "Ich 
kann es nur vermuten. Ich glaube, X._____ hat Y._____ eine geschlagen. Ich bin 
mir aber nicht sicher. X._____ ist auf Y._____ losgegangen eben wegen dieser 
Belästigung." Frage der Bezirksrichterin: Wer war an der Schlägerei beteiligt? 
Antwort E._____: "X._____ und drei Türsteher, würde ich einmal schätzen. Ich 
weiss es nicht mehr genau." Frage der Bezirksrichterin: Haben Sie gesehen, wer 
auf den am Boden liegenden Y._____ eingetreten hat? Antwort E._____: "Es ist 
zwei Jahre her. C._____, den Nachnamen weiss ich nicht. Es waren insgesamt 
drei oder vier. Ich weiss es nicht mehr genau." Frage der Bezirksrichterin: Hat 
X._____ auf Y._____ eingetreten? Antwort E._____: "Ich glaube nicht. Ich kann es 
nicht mehr genau sagen. Er war auf jeden Fall da. Er hätte Stopp sagen können."

b) X._____ sagte anlässlich seiner polizeilichen Befragung vom 22. Dezember 
2012 folgendes aus (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.5): "Ich befand mich 
am Ausschank hinter der Bar. Zur genannten Zeit sah ich wie ein Gast, welchen 
ich nicht kannte, mit einer jungen Dame an der Bar eine Auseinandersetzung hat-
te. Dabei wurde diese Frau durch den Gast, Y._____, zu Boden geschupft. Ich war 
der Annahme, dass es sich bei diesen Personen um ein befreundetes Pärchen 
handelte, welches gerade einen Streit untereinander begonnen hatte. Da ich die 
Frau vom sehen her kannte, fühlte ich mich verpflichtet, ihr zu helfen und half ihr 
vom Boden wieder auf die Beine. Ich drehte mich zu Y._____ um, damit ich mich 
mit ihm unterhalten konnte. Ohne Diskussion oder Vorwarnung bekam ich unver-
hofft von Y._____ einen massiven Faustschlag auf meine Nase. Ich war einen 
Moment benommen vom Schlag. Als ich mich von diesem Schlag erholt hatte, 
schlug ich aus Reflex und Angst vor weiteren Schlägen mit meiner Faust zurück. 
Nach dieser Auseinandersetzung zwischen uns dreien kam es dann zu einem Ge-
rangel, wobei mehrere Personen beteiligt waren." Frage des Polizisten: Gemäss 
der Aussage einer Auskunftsperson lag nach diesem Gerangel Y._____ am Bo-
den und wurde mit Fusstritten traktiert? Antwort X._____: "Das kann möglich sein. 
In diesem Moment war ich jedoch auch noch stark aufgewühlt. Was nachher ge-
nau passiert war, weiss ich auch nicht genau." Frage des Polizisten: Gemäss der 
Auskunftsperson hatten Sie zusammen mit anderen Beteiligten auf Y._____ ein-
geschlagen und eingetreten, als dieser am Boden lag. Trifft dies zu? Antwort 
X._____: "Nein. Es trifft zu, dass ich ihn im Reflex geschlagen habe. Jedoch als er 

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am Boden lag, habe ich weder auf Y._____ eingeschlagen noch eingetreten." Fra-
ge des Polizisten: Wo befanden Sie sich zum Zeitpunkt, als Y._____ wie bereits 
erwähnt am Boden lag und von Personen getreten wurde? Antwort X._____: "Zu 
diesem Zeitpunkt war ich noch von meiner Verletzung voller Blut, vermutlich war 
ich in diesem Moment im Office, um mir das Blut abzuwaschen. Ich hatte nicht 
gesehen, dass Y._____ noch weiter zusammengeschlagen wurde."

An seiner staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 25. Juli 2014 sagte X._____ 
auf die Frage hin, was geschehen sei, als Y._____ ihm ins Gesicht geschlagen 
habe, wie folgt aus (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.24): "Ich habe mich 
verteidigt und ebenfalls zurückgeschlagen, aber ich gehe nicht davon aus, dass 
ich ihn ernsthaft verletzt habe." Frage des Staatsanwaltes: Wie fühlten Sie sich 
nach dem Schlag? Antwort X._____: "Ich sah "schwarz", ich habe wie ein Black-
out erlitten. Das dauerte 2 bis 3 Sekunden. Anschliessend intervenierten die Tür-
steher und ich ging in die Küche, um mich zu waschen. Ich war voller Blut." Frage 
des Staatsanwaltes: Kam es in dieser Phase zu einer Schlägerei mit mehreren 
Beteiligten? Antwort X._____: "Ich kann das nicht sagen. Auf Frage antworte ich, 
dass, als ich in die Küche ging, um mich zu waschen, Y._____ bei der Theke 
stand." Auf die Frage des Staatsanwaltes: Auf Vorhalt der Aussagen von E._____, 
wonach "die drei obenerwähnten (gemeint X._____, I._____ und C._____) Perso-
nen massiv mit Fusstritten gegen Y._____ traten". …"Mit Sicherheit kann ich nur 
X._____, I._____ und D._____ nennen" führte X._____ aus: "Es stimmt nicht, 
dass ich gegen Y._____ mit Fusstritten getreten habe, als er am Boden lag. Es ist 
möglich, dass ich zwischen verschiedenen dort Anwesenden war. In der Phase, 
nachdem ich von der Küche zurückkam, hat niemand von den dort Anwesenden 
auf Y._____ eingeschlagen. Wenn dies der Fall wäre, hätte ich sie daran gehin-
dert." Auf die Frage des Staatsanwaltes: Auf Vorhalt Ihrer eigenen Aussagen, wo-
nach ich zitiere: "Als ich mich von diesem Schlag erholt hatte, schlug ich aus Re-
flex und Angst vor weiteren Schlägen mit meiner Faust zurück. Nach dieser Aus-
einandersetzung zwischen uns drei kam es dann zu einem Gerangel, wobei meh-
rere Personen beteiligt waren" antwortete X._____: "Meine vor der Polizei gege-
bene Antwort entspricht den Fakten. Mit "Gerangel" meinte ich ein Zusammen-
kommen von Personen, aber ohne dass man sich schubst oder schlägt."

Anlässlich seiner Einvernahme als beschuldigte Person vor der Vorinstanz vom 
1. September 2015 (vgl. Akten der Vorinstanz, act. 18) führte X._____ auf die Fra-
ge hin, ob er am Sonntag, 30. September 2012, 03:58 Uhr, im Club B._____ in 
einer Schlägerei verwickelt gewesen sei, was folgt aus: "Nein, nicht in einer 
Schlägerei. Ich war hinter der Bar. Der Herr hat eine Dame aus O.3_____ gestos-

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sen. Sie ist auf den Boden gefallen. Ich habe ihr beim Aufstehen geholfen und da-
bei gefragt, ob sie den Mann kenne. Sie sagte nein. Ich stand auf und wollte mit 
dem Mann reden. In diesem Moment habe ich einen Faustschlag bekommen. Es 
wurde mir schwarz vor Augen. Ich habe mich natürlich gewehrt, ich nehme an, 
dass ich auch zurückgeschlagen habe. Ich bin aber nicht so kräftig, weshalb ich 
nicht denke, dass ich ihn auf den Boden geworfen habe. Meine Nase blutete rich-
tig. Die Türsteher sind dazu gekommen. Ich ging ins Office und hab mir das Blut 
abgewaschen. Nach rund vier Minuten bin ich zurückgekehrt. Da lag Y._____ 
schon am Boden. Ich bin dazwischen gegangen. Als Y._____ am Boden gelegen 
hat, hat niemand auf ihn eingeschlagen. Herr E._____ wollte immer eine Karte 
haben. Ich habe nein gesagt. Ich weiss nicht, ob er deswegen etwas gegen mich 
ausgesagt hat. Meine Nase war gebrochen." Frage der Bezirksrichterin: Gegenü-
ber der Polizei haben Sie ausgesagt, dass Sie, als Sie sich vom Schlag ins Ge-
sicht von Y._____ erholt hätten, aus Reflex und Angst vor weiteren Schlägen mit 
ihrer Faust zurückgeschlagen hätten. Trifft dies zu? Antwort X._____: "Jawohl." 
Frage der Bezirksrichterin: Gegenüber dem Staatsanwalt haben Sie ausgesagt, 
Sie würden davon ausgehen, Y._____ nicht ernsthaft verletzt zu haben. Gemäss 
dem Arztbericht hat er eine Gehirnerschütterung sowie eine Blow-Out-Fracture 
erlitten. Woher sollte er sich dann diese Verletzungen zugezogen haben, wenn Sie 
ihn nicht ernsthaft verletzt haben? Antwort X._____: "Das weiss ich nicht. Viel-
leicht von den Türstehern, als ich im Office war. Als ich zurückgekommen bin, war 
Herr Y._____ bereits in der Garderobe. Dann haben wir die Polizei gerufen." Fra-
ge der Bezirksrichterin: Haben Sie oder andere Personen, als Y._____ am Boden 
lag, diesen mit Fusstritten und/oder Faustschlägen traktiert? Antwort X._____: "Ich 
war nicht dort, als er auf den Boden gefallen ist."

11. Vorliegend ist gestützt auf die Aussagen von X._____ erstellt, dass Y._____ 
am 30. September 2012 um ca. 03.50 Uhr in der Bar des Club B._____ in 
O.2_____ dem Berufungskläger einen Faustschlag ins Gesicht versetzte, wodurch 
er einen Nasenbeinbruch erlitt, und dass daraufhin ein Gerangel losging, an wel-
chem mehrere Personen beteiligt waren (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
7.5). Y._____, X._____ und I._____ wurden wegen Raufhandels verurteilt (vgl. 
Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.14, 1.15 und 1.16). Die Strafbefehle gegen 
Y._____ und I._____ sind unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Der Beru-
fungskläger bringt in seiner Berufung vor, er sei von Schuld und Strafe freizuspre-
chen, da sich die Aussagen von E._____ als widersprüchlich erweisen würden 
und er sich lediglich gewehrt habe, als ihn Y._____ geschlagen habe, weshalb er 

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im Sinne von Art. 133 Abs. 2 StGB straflos bleibe. Dieser Ansicht kann nicht ge-
folgt werden. 

a) Was die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen E._____ betrifft, ist fest-
zuhalten, dass dieser kein Interesse am Ausgang des Strafverfahrens hat und in 
keiner persönlichen Beziehung zu Y._____ steht. Anzumerken ist überdies, dass 
er auf die Stellung eines Strafantrages verzichtete (vgl. Akten der Staatsanwalt-
schaft, act. 7.11). Das im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Argument des 
Berufungsklägers, E._____ habe als bezahlender Besucher des Nachtlokals mit 
seinen Aussagen dem Berufungskläger schaden wollen, weil er keine Member-
Card erhalten habe, wird im Berufungsverfahren nicht mehr aufgegriffen und wäre 
– selbst wenn dies zutreffen sollte – nicht geeignet, die Glaubwürdigkeit seiner 
Aussage zu erschüttern. Die von E._____ anlässlich der vor-instanzlichen Haupt-
verhandlung gemachten Aussagen decken sich im Kern weitgehend mit denjeni-
gen bei der polizeilichen Einvernahme. Es ist klar, dass sich der Zeuge fast drei 
Jahre nach dem Vorfall an der vorinstanzlichen Einvernahme nicht mehr an alles 
erinnern und daher nicht mehr genau sagen konnte, ob X._____ auf den am Bo-
den liegenden Y._____ eingeschlagen hat. Dieser Umstand schmälert aber weder 
die Glaubhaftigkeit seiner anlässlich der ersten Einvernahme gemachten Aussa-
gen, noch liegen relevante Widersprüche vor. E._____ führte am 3. Dezember 
2012, also etwas mehr als zwei Monate nach dem Vorfall, womit das Geschehene 
noch präsent in Erinnerung gewesen sein dürfte, klar aus, dass X._____ zu den 
Haupttätern gehöre. Dieser habe zusammen mit I._____ und C._____ mit massi-
ven Fusstritten auf den wehrlos am Boden liegenden Y._____ eingetreten. In sei-
ner vor-instanzlichen Zeugeneinvernahme vom 1. September 2015 bestätigte er, 
dass Y._____ zusammengeschlagen und am Boden gelegen sei. Der Beschuldig-
te habe Y._____ eine geschlagen. Er sei auf den Geschädigten losgegangen und 
sei an der Schlägerei beteiligt gewesen. An der Tatsache, dass X._____ an der 
Rauferei beziehungsweise Schlägerei beteiligt gewesen war, vermag die Aussage 
von E._____, wonach er (im Unterschied zur polizeilichen Einvernahme) nicht 
mehr genau sagen könne, ob X._____ auf Y._____ eingeschlagen habe, nichts zu 
ändern. Der Zeuge führte unzweideutig aus, dass X._____ an der Schlägerei be-
teiligt gewesen sei und Stopp hätte sagen können. 

b) Die Aussagen des Berufungsklägers sind dagegen mit einer gewissen 
Zurückhaltung zu würdigen, da er ein nicht unerhebliches Interesse am Ausgang 
des Strafverfahrens hat. Seine Aussagen erweisen sich überdies als widersprüch-
lich, beziehungsweise stehen sie im Gegensatz zu den Angaben der Beteiligten. 
So führte der Berufungskläger gleich zu Beginn der polizeilichen Einvernahme 

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vom 22. Dezember 2012 aus, dass Y._____ eine Frau zu Boden geschupft habe 
(vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.5). A._____, die damit gemeint war, führ-
te anlässlich ihrer polizeilichen Befragung vom 27. Dezember 2012 aber aus, dass 
sie zwar von Y._____ belästigt worden sei, aber weder sie noch ihre Kollegin von 
Y._____ zu Boden geschupft worden seien (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 7.6). X._____ führte anlässlich seiner polizeilichen Befragung weiter aus, dass 
er aus Reflex und Angst vor weiteren Schlägen mit seiner Faust zurückgeschlagen 
habe. Nach dieser Auseinandersetzung sei es dann zu einem Gerangel gekom-
men, wobei mehrere Personen beteiligt gewesen seien. Es sei möglich, dass 
Y._____ am Boden gelegen und mit Fusstritten traktiert worden sei. Er sei in die-
sem Moment noch stark aufgewühlt gewesen. Es treffe zwar zu, dass er Y._____ 
im Reflex geschlagen habe, jedoch habe er, als Y._____ am Boden gelegen sei, 
weder auf ihn eingeschlagen noch ihn getreten. Zurzeit, als Y._____ am Boden 
gelegen und von Personen getreten worden sei, sei er noch voller Blut von seiner 
Verletzung gewesen. Er sei vermutlich in diesem Moment im Office gewesen, um 
das Blut abzuwaschen. Er habe nicht gesehen, dass Y._____ noch weiter zu-
sammengeschlagen worden sei. In seiner Einvernahme vor der Staatsanwalt-
schaft führte X._____ aus, dass er nicht gegen Y._____ mit Fusstritten getreten 
habe, als er am Boden gelegen sei. In der Phase, nachdem er von der Küche 
zurückgekommen sei, habe niemand von den dort Anwesenden auf Y._____ ein-
geschlagen. In der gleichen staatsanwaltschaftlichen Einvernahme führte der Be-
rufungskläger aus, dass Y._____ an der Theke gestanden sei, als er in die Küche 
gegangen sei, um sich zu waschen. Diese Aussage widerspricht klar seinen ur-
sprünglichen Aussagen, wonach er angeblich nicht auf den am Boden liegenden 
(und somit nicht an der Theke stehenden Y._____) eingeschlagen habe. In seiner 
Einvernahme vor der Vorinstanz führte der Berufungskläger weiter aus, dass er 
nicht dort gewesen sei, als Y._____ auf den Boden gefallen sei. Diese Aussage 
steht ebenfalls in klarem Widerspruch zu seinen ursprünglichen Aussagen vor der 
Polizei und der Staatsanwaltschaft, wonach er Y._____ nicht geschlagen habe, als 
dieser auf dem Boden gelegen sei und dass es möglich sei, dass er zwischen ver-
schiedenen dort anwesenden Personen gewesen sei. Zudem denke er, dass er 
Y._____ nicht auf den Boden geworfen habe, da er nicht so kräftig sei. Ein erheb-
licher Widerspruch findet sich sodann auch in Frage 12 der vorinstanzlichen Ein-
vernahme, worin der Berufungskläger ausführte, dass, als er vom Office zurück-
gekommen sei, Y._____ bereits in der Garderobe gewesen sei. In der gleichen 
Einvernahme brachte er zu Beginn vor, dass, als er zurückgekommen sei, 
Y._____ noch am Boden gelegen und er dazwischen gegangen sei. Die Aussagen 
des Berufungsklägers anlässlich der vorinstanzlichen Einvernahme, wonach er 

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weder gesehen habe noch anwesend gewesen sei, als Y._____ am Boden gele-
gen sei, erweisen sich aufgrund seiner ursprünglichen Aussagen bei der Polizei 
und der Staatsanwaltschaft und im Vergleich mit denjenigen des Zeugen E._____ 
als nicht glaubhaft. Seine Aussagen variieren stark und sind widersprüchlich. 
Führte der Berufungskläger am Anfang noch aus, es sei möglich, dass Y._____ 
am Boden liegend mit Fusstritten traktiert worden und er zwischen verschiedenen 
dort Anwesenden gewesen sei, bestritt er später seine Anwesenheit an der Schlä-
gerei, da er zu diesem Zeitpunkt in der Küche gewesen sei, um sich das Blut ab-
zuwischen. Der Berufungskläger beschönigt seine Teilnahme an der Schlägerei im 
Verlaufe der verschiedenen Einvernahmen, was gegen die Glaubhaftigkeit seiner 
Aussagen spricht. Die I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
kommt daher nach der Würdigung der Aussagen zum Schluss, dass der Beru-
fungskläger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei der Schlägerei im 
Barbereich anwesend war und aktiv auf Y._____ einschlug, als dieser am Boden 
lag. 

12. a) Aufgrund dieser Feststellungen erfüllt der Berufungskläger die objektiven 
Tatbestandselemente von Art. 133 Abs. 1 StGB ohne weiteres. Nachdem 
Y._____, welcher einen weiblichen Gast in der Bar belästigte, dem Berufungsklä-
ger, welcher Y._____ zur Rede stellen wollte, die Faust ins Gesicht schlug, schlug 
der Berufungskläger ebenfalls auf Y._____ ein. In der Folge kam es zu einer 
Schlägerei, bei welcher I._____, der Berufungskläger, C._____ und D._____ (die 
beiden letzteren als Türsteher) beteiligt waren (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, 
act. 7.4; 7.2 und Akten der Vorinstanz, act. 17) und auf den am Boden liegenden 
Y._____ einschlugen (vgl. Akten der Vorinstanz, act. 17, Fragen 4 und 8). Somit 
waren erwiesenermassen mehr als zwei Personen an der Schlägerei beteiligt. 
Sowohl I._____ als auch Y._____ wurden wegen Raufhandels rechtskräftig verur-
teilt (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 1.16 und 1.14). X._____ war gemäss 
der Aussage von E._____, auch nachdem er einen Schlag erhalten hat, zumindest 
kurz in die weitere Schlägerei aktiv verwickelt. Hinzu kommt, dass X._____ sich in 
seiner ersten Aussage nicht mehr erinnern kann, ob er mitgemacht hat. Weiter ist 
erstellt, dass die Türsteher innert Sekunden eingegriffen haben, so dass davon 
auszugehen ist, dass sich die Auseinandersetzung sehr rasch und in Anwesenheit 
des Beschuldigten entwickelte. 

Doch selbst wenn den Aussagen des Berufungsklägers, wonach er aus Reflex 
und aus Angst zur Abwehr zurückschlug, und sich nachher bloss passiv verhielt, 
sprich nicht auf den am Boden liegenden Y._____ einschlug, gefolgt werden könn-
te, würde eine Beteiligung am Raufhandel seitens des Berufungsklägers vorliegen. 

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Der Ablauf der Schlägerei (anfängliche Schläge zwischen dem Berufungskläger 
und Y._____ und anschliessende Intervention der Türsteher mit Fusstritten gegen 
den am Boden liegenden Y._____) ist als Tateinheit zu betrachten. Mit dem 
Zurückschlagen hat sich X._____ auf den Raufhandel eingelassen und es war für 
ihn klar ersichtlich und abschätzbar, dass – wie dies unmittelbar nachher auch 
geschah – seine Türsteher in die Auseinandersetzung eingreifen würden. Damit 
wäre X._____ auch dann wegen Raufhandels zu verurteilen, wenn er sich nach 
seinem eigenen Schlag weitgehend passiv verhalten hätte (vgl. BGE 137 IV 1 E. 
4.2.2). Von einem, wie vom Berufungskläger vorgebracht, ausschliesslich straf-
freien Abwehren gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB kann nicht gesprochen werden. 
Der Berufungskläger führte aus, dass er nach dem Schlag von Y._____ einen 
Moment benommen, stark aufgewühlt war und ein Black-Out erlitten habe (vgl. 
Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.5 und 7.24). Der Berufungskläger hätte nach 
dem erlittenen Faustschlag von Y._____ anstatt, seiner Meinung nach aus Reflex, 
zurückzuschlagen, direkt in die Küche gehen können, zumal Y._____ nicht weiter 
auf ihn einschlug. Stattdessen ging der Berufungskläger gemäss den Aussagen 
von E._____ auf Y._____ los. Es ist vorliegend von einer wechselseitigen Prügelei 
auszugehen, in welcher der Berufungskläger ebenfalls Schläge austeilte und so 
die Auseinandersetzung provozierte und weiter in Gang hielt. 

b) Bezüglich der objektiven Strafbarkeitsbestimmung der Körperverletzung 
braucht es keine grossen Ausführungen. Es ist erstellt, dass Y._____ durch den 
Raufhandel verletzt wurde (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.14-19). 

c) Der Berufungskläger erfüllt auch die subjektiven Tatbestandselemente von 
Art. 133 Abs. 1 StGB. Er musste zwar nicht mit einem Faustschlag ins Gesicht 
rechnen. Der Berufungskläger hat aber mit seiner Reaktion auf den Faustschlag 
von Y._____ den Raufhandel mitausgelöst. Seine Türsteher sind innert Sekunden 
(vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 7.24, Frage 2) hinzugekommen und es 
gab ein Gerangel. Wie bereits erwähnt, ist der Tatablauf vom Faustschlag bis zum 
Gerangel als Handlungseinheit zu betrachten. Das eine führte zum anderen, was 
für den Berufungskläger absehbar war. Es musste ihm aufgrund der damaligen 
Situation ohne weiteres klar gewesen sein, dass er mit seiner Reaktion auf den 
Schlag von Y._____ eine Eskalation herbeiführen würde. Der Berufungskläger 
erfüllt somit sämtliche Tatbestandselemente und Strafbarkeitsbedingungen von 
Art. 133 Abs. 1 StGB, womit er wegen Verletzung dieser Bestimmung zu verurtei-
len ist. Die vom Berufungskläger gegen seine Verurteilung vorgebrachten Einwän-
de erweisen sich demnach als unbegründet.

Seite  19 — 24

13. Mit Blick darauf, dass seitens der Verteidigung ein vollumfänglicher Frei-
spruch beantragt wurde, ist auch nicht zu beanstanden, dass sie von Ausführun-
gen zur Strafzumessung abgesehen hat. Nach der Rechtsprechung des Bundes-
gerichts ist nämlich grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn sich die 
Verteidigung, die ihren Hauptantrag auf Freispruch nicht mit Ausführungen über 
das Strafmass schwächen will (sog. Verteidigerdilemma), auf Ausführungen zum 
Schuldpunkt beschränkt und darauf verzichtet, in einem Eventualstandpunkt zur 
Strafzumessung Stellung zu nehmen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Verzicht 
auf Ausführungen zum Strafpunkt für alle Verfahrensbeteiligten erkennbar auf ei-
ner durchdachten und klar umrissenen Verteidigungsstrategie beruht (vgl. hierzu 
Urteile des Bundesgerichts 6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 2.5.2; 6B_172/2011 
vom 23. Dezember 2011 E. 1.3.2; 6B_100/2010 vom 22. April 2010 E. 3.1). 

a) Die Vorinstanz bestrafte den Berufungskläger mit einer Geldstrafe von 25 
Tagessätzen zu je Fr. 100.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 
Jahren (Ziff. 3 des Urteilsdispositivs). In Erwägung 6. cc) der Urteilsbegründung 
bestrafte sie ihn überdies mit einer Busse in der Höhe von Fr. 500.00, ersatzweise 
mit einer Freiheitsstrafe von 5 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung. Im Urteils-
dispositiv fehlt allerdings die Verurteilung zu einer Busse. Dies ist wohl auf ein 
Versehen der Vorinstanz zurückzuführen. Eine Berichtigung von Amtes wegen 
nach Art. 83 Abs. 1 StPO hätte nur durch die Vorinstanz erfolgen können, so dass 
es damit sein Bewenden hat. 

b) Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Ver-
schulden des Täters zu und berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönli-
chen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das 
Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betrof-
fenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und 
Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 
und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu 
vermeiden (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB). Je leichter es für ihn gewesen wäre, die von 
ihm übertretene Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung 
gegen sie und damit seine Schuld (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2a; Stefan Trechsel, in: 
Praxiskommentar StGB, a.a.O., N. 21 zu Art. 47 StGB; Hans Wiprächtiger/Stefan 
Keller, in: Basler Kommentar zum StGB, a.a.O., N. 117 zu Art. 47 StGB). Das Ver-
schulden soll die Strafe begründen und nach oben begrenzen, wobei das Ver-
schulden im Sinne dieser Bestimmung das Mass der Vorwerfbarkeit des Rechts-
bruchs ist (vgl. Hans Wiprächtiger/Stefan Keller, in: Basler Kommentar zum StGB, 
a.a.O., N. 14 zu Art. 47 StGB). 

Seite  20 — 24

c) Für die Bemessung der Höhe der Strafe hat das Gericht das Vorliegen von 
Strafmilderungs-, Strafschärfungs-, Strafminderungs- und Straferhöhungsgründen 
zu prüfen. Strafmilderungsgründe im Sinne von Art. 48 StGB und der Strafschär-
fungsgrund der Konkurrenz gemäss Art. 49 StGB können zu einer Erweiterung 
des Strafrahmens nach unten oder oben führen. Strafminderungs- und Strafer-
höhungsgründe sind hingegen Kriterien, die innerhalb des ordentlichen Strafrah-
mens im Rahmen der Strafzumessung nach Art. 47 StGB zu berücksichtigen sind 
(vgl. Christian Schwarzenegger/Markus Hug/Daniel Jositsch, Strafrecht II, 8. Aufl., 
Zürich 2007, S. 58). Das Gericht muss die wesentlichen in der Strafzumessung 
berücksichtigten Kriterien darlegen, damit sein Entscheid nachvollziehbar ist, be-
ziehungsweise auf die Vollständigkeit und die korrekte Würdigung hin überprüft 
werden kann. Es kann über Elemente stillschweigend hinweggehen, die ihm nicht 
entscheidend scheinen, beziehungsweise von geringer Bedeutung sind (vgl. BGE 
134 IV 17 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_764/2009 vom 17. Dezember 2009 
E. 1.2.1). 

d) Bezüglich des Verschuldens kann im Rahmen des Tatbestandes von Art. 
133 Abs. 1 StGB, wonach mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 
bestraft wird, von einem leichten bis mittleren Verschulden des Berufungsklägers 
ausgegangen werden. Es wäre ihm ohne weiteres möglich gewesen, dem Rauf-
handel aus dem Weg zu gehen, indem er nicht zurückgeschlagen hätte. Nachdem 
er aber ohne Not zurückschlug, eskalierte die Situation. Diese Entwicklung des 
Geschehens war für ihn vorhersehbar. Verschuldensmindernd fällt ins Gewicht, 
dass X._____ zuerst einen harten Schlag ins Gesicht erhalten hat und sich da-
durch provoziert gefühlt haben musste. Dieser Umstand vermag sein Verhalten 
aber nicht zu entschuldigen. Es rechtfertigt sich daher, die Einsatzstrafe auf 35 
Tagessätze festzusetzen. Straferhöhungs- und Strafschärfungsgründe sind keine 
ersichtlich. Wenn der Täter durch die unmittelbaren Folgen seiner Tat schwer be-
troffen ist, kann von einer Strafverfolgung, einer Anklage oder einer Bestrafung 
abgesehen werden, sofern eine Strafe unangemessen wäre (Art. 54 StGB). Neben 
der Betroffenheit hängt der Entscheid, ob eine Strafe nicht angebracht ist, wesent-
lich vom Verschulden des Täters ab. Nach dem Grundsatz a maiore minus kann 
anstelle einer Strafbefreiung die Strafe nach freiem Ermessen auch nur gemildert 
werden. Der Sachrichter verfügt bei der Festsetzung der Strafe über ein weites 
Ermessen (vgl. Hans Mathys, Leitfaden Strafzumessung, Basel 2016, N. 255, S. 
113 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Der Berufungs-
kläger erlitt durch den Faustschlag von Y._____ eine Nasenbeinfraktur (vgl. Akten 
der Staatsanwaltschaft, act. 7.20), was gestützt auf die soeben gemachten Aus-

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führungen strafmindernd berücksichtigt werden kann. Die Schwere der Y._____ 
zugefügten Körperverletzung darf in der vorliegenden Strafzumessung hingegen 
nicht relevant für das Strafmass sein. Der Sinn des Erfolgserfordernisses der Kör-
perverletzung liegt darin, die Strafbarkeit auf ernstzunehmende Schlägereien zu 
beschränken, deren Gefährlichkeit sich in einer Körperverletzung oder Tötung 
manifestiert hat. Der Täter haftet nicht für den Verletzungserfolg, dieser ist ledig-
lich Symptom oder Indiz für das Ausmass der Gefährdung, das den Einsatz des 
Strafrechts rechtfertigt (vgl. Stefan Maeder, in: Basler Kommentar zum StGB, 
a.a.O., N. 22 und N. 30 zu Art. 133 StGB mit Hinweis auf BGE 106 IV 216 und 137 
IV 1). Es rechtfertigt sich daher, die Strafe aufgrund des leichten bis mittleren Ver-
schuldens auf 25 Tagessätze festzulegen. Diese Strafe erscheint denn auch im 
Vergleich mit den Verurteilungen von I._____ und Y._____ zu 30 resp. 15 Tages-
sätzen als dem Verschulden von X._____ angemessen. Die Verurteilung hält 
ebenfalls einem Vergleich mit der kantonsgerichtlichen Rechtsprechung stand 
(vgl. dazu das Urteil SK1 10 1 vom 9. April 2010, in welchem die Verurteilung der 
beschuldigten Person wegen Raufhandels unter Berücksichtigung von strafmil-
dernden Gründen zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen bestätigt wurde). 

e) Bezüglich der Bemessung der Tagessatzhöhe hat das Bundesgericht in 
zwei Urteilen das korrekte Vorgehen aufgezeigt (vgl. BGE 134 IV 60 E. 6; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_476/2007 vom 29. März 2008 E. 3.4). Ausgangspunkt für 
die Bemessung bildet das Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem 
Tag zufliesst, und zwar unabhängig davon, aus welcher Quelle die Einkünfte 
stammen; massgeblich ist die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Nach 
dem Nettoeinkommensprinzip ist indes bei den ermittelten Einkünften nur der 
Überschuss der Einnahmen über die damit verbundenen Aufwendungen zu 
berücksichtigen. Vom Einkommen ist daher abzuziehen, was gesetzlich geschul-
det ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, so etwa die laufenden Steuern, 
die Beiträge an die Sozialversicherungen und an die obligatorische Kranken- und 
Unfallversicherung sowie die notwendigen Berufsauslagen beziehungsweise bei 
Selbständigerwerbenden die branchenüblichen Geschäftsunkosten. Vom Netto-
einkommen abzuziehen sind sodann allfällige Familien- und Unterstützungspflich-
ten, soweit der Verurteilte ihnen tatsächlich nachkommt. Anderweitige finanzielle 
Lasten können nur im Rahmen der persönlichen Verhältnisse berücksichtigt wer-
den. Dabei fallen grössere Zahlungsverpflichtungen des Täters, die schon unab-
hängig von der Tat bestanden haben (zum Beispiel Ratenzahlungen für Konsum-
güter, Wohnkosten), grundsätzlich ebenso ausser Betracht wie Schuldverbindlich-
keiten, die mittelbare oder unmittelbare Folge der Tat sind (Schadenersatz- und 

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Genugtuungsleistungen, Gerichtskosten usw.). Auch Hypothekarzinsen können, 
wie an sich Wohnkosten überhaupt, in der Regel nicht in Abzug gebracht werden. 
Aussergewöhnliche finanzielle Belastungen dagegen können reduzierend berück-
sichtigt werden, wenn sie einen situations- oder schicksalsbedingt höheren Fi-
nanzbedarf darstellen. Weiter nennt Art. 34 Abs. 2 StGB das Vermögen als Be-
messungskriterium. Gemeint ist die Substanz des Vermögens, da dessen Ertrag 
bereits Einkommen darstellt. Das Vermögen ist bei der Bemessung des Tagessat-
zes von Bedeutung, wenn der Täter ohnehin von der Substanz des Vermögens 
lebt, und es bildet Bemessungsgrundlage in dem Ausmass, in dem er es selbst für 
seinen Alltag anzehrt. Schliesslich ist bei der Bemessung des Tagessatzes das 
Existenzminimum zu berücksichtigen (vgl. Art. 34 Abs. 2 StGB; vgl. zum Ganzen 
BGE 134 IV 60 E. 5 f. sowie das Urteil des Bundesgerichts 6B_476/2007 vom 
29. März 2008 E. 3). Die Staatsanwaltschaft legte ihrer Berechnung der Tages-
satzhöhe jährliche Einkünfte des Berufungsklägers von Fr. 118'000.00 zu Grunde 
(vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 3.5) und zog für die Ehefrau und für die 
beiden Kinder die Unterstützungsbeiträge ab. Zudem machte sie einen mittleren 
Pauschalabzug von 25 %. Ausgehend von einem verbleibenden Jahreseinkom-
men von Fr. 38'447.50 ermittelte sie einen Tagessatz in der Höhe von Fr. 100.00. 
Die Berechnung ist korrekt und bildet auch Grundlage des Berufungsurteils.  

f) Die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
gemäss Art. 42 StGB sind in objektiver Hinsicht gegeben. In subjektiver Hinsicht 
sieht Art. 42 Abs. 1 StGB vor, dass der Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf-
geschoben wird, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den 
Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Für die 
Anwendbarkeit von Art. 42 Abs. 1 StGB genügt das Fehlen einer ungünstigen 
Prognose, damit der bedingte Vollzug gewährt werden kann. Bei der Prognose-
stellung sind die Tatumstände, das Vorleben, der Leumund sowie alle weiteren 
Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten 
auf Bewährung zulassen, zu berücksichtigen. Für die Einschätzung des Rückfallri-
sikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Relevante Faktoren 
sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsver-
halten, das Bestehen sozialer Bindung usw. (vgl. Roland M. Schneider/Roy Garré, 
in: Basler Kommentar zum StGB, a.a.O., N. 38 ff. zu Art. 42 StGB). Der Beru-
fungskläger ist mit einem Eintrag aus dem Jahr 2008 wegen Beschäftigung von 
Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung im schweizerischen Zentral-
strafregister verzeichnet. Dieser Vorfall (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft, act. 
3.1), welchem kein Raufhandel zu Grunde lag, liegt aber acht Jahre zurück, so-

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dass davon ausgegangen werden kann, dass der Berufungskläger seine Lehren 
aus diesem Vorfall ziehen wird, weswegen eine ungünstige Prognose nicht gestellt 
werden kann. Die Strafe ist daher einstweilen nicht zu vollziehen. Die Probezeit ist 
auf drei Jahre anzusetzen (vgl. Art. 44 Abs. 1 StGB). 

14. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Berufung abzuweisen 
ist. X._____ ist schuldig des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB. Dafür ist 
er mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je Fr. 100.00 zu bestrafen. Der 
Vollzug der Geldstrafe ist unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufzu-
schieben. 

15. Die Verfahrenskosten setzen sich aus den Gebühren zur Deckung des 
Aufwands und den Auslagen im konkreten Straffall zusammen (vgl. Art. 422 Abs. 
1 StPO). Der Berufungskläger ist mit seiner Berufung nicht durchgedrungen. Es 
rechtfertigt sich daher, ihm die Kosten des Untersuchungs- und vorinstanzlichen 
Verfahrens in der Höhe von total Fr. 4'464.95 vollumfänglich aufzuerlegen. 

16. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien gemäss Art. 428 
Abs. 1 StPO nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Beim vorliegen-
den Ausgang des Berufungsverfahrens ist daher die Gerichtsgebühr für das Beru-
fungsverfahren vollumfänglich X._____ aufzuerlegen. Für Entscheide im Beru-
fungsverfahren wird eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.00 bis Fr. 20'000.00 erho-
ben (vgl. Art. 7 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Strafverfahren [VGS; 
BR 350.210]). Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Berufungsverfahren ist auf 
Fr. 3'000.00 festzulegen und geht vollumfänglich zulasten von X._____. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. 

2. X._____ ist schuldig des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB.

3. Dafür wird X._____ bestraft mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 
Fr. 100.00. Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren aufgeschoben.

4. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens, bestehend aus:

Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Fr. 1'291.65

Barauslagen der Staatsanwaltschaft Fr.    173.30

Gerichtsgebühr Fr. 3'000.00

Total Fr. 4'464.95

werden X._____ auferlegt. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf Fr. 3'000.00 festgesetzt 
und gehen vollumfänglich zu Lasten von X._____. 

6. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

7. Mitteilung an: