# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1167d4b0-be57-502c-b6f1-81e6b966105f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.02.2015 720 14 270 / 47 (720 2014 270 / 47)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-14-270---47_2015-02-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Februar 2015 (720 14 270 / 47) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rentenrevision; weitere medizinische Abklärungen erforderlich 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien Sammelstiftung A.____, Beschwerdeführerin, 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladener B.____, vertreten durch Dr. Peter Bohny, Advokat, Falknerstrasse 36, 
Postfach 173, 4001 Basel 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente betr. B.____ 
 
 
 
A.1 Der 1952 geborene B.____ meldete sich am 2. März 2001 unter Hinweis auf eine Glo-
merulonephritis bei der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 
Nach Durchführung der erforderlichen Abklärungen sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-

 

 
 
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Stelle) dem Versicherten mit Verfügung vom 18. Februar 2005 ab 1. Oktober 2001 gestützt auf 
einen IV-Grad von 70% eine ganze Rente zu. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.  
 
A.2 Am 13. Oktober 2006 teilte die IV-Stelle B.____ mit, dass er weiterhin Anspruch auf die 
bisherige Rente habe. 
 
A.3 Mit Schreiben vom 4. Oktober 2011 leitete die IV-Stelle eine weitere Revision der Rente 
ein. Nachdem sie die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte 
sie beim Versicherten einen IV-Grad von 44%, worauf sie ihm mit Vorbescheid vom 30. Oktober 
2012 eine Reduktion der Rente ankündigte. Im Nachgang zum Vorbescheid stellte die zustän-
dige Vorsorgeeinrichtung des Versicherten, die Sammelstiftung A.____, ihre Rentenleistungen 
an B.____ per 1. April 2013 ein. Auf Einsprache des Versicherten hin führte die IV-Stelle weite-
re Abklärungen durch und teilte dem Versicherten am 10. Juli 2014 mit, dass er bei einem IV-
Grad von 72% auch künftig Anspruch auf eine ganze Rente habe. Am 12. August 2014 erliess 
die IV-Stelle auf Wunsch der Sammelstiftung A.____eine entsprechende Verfügung. 
 
B. Hiergegen erhob die Sammelstiftung A.____ am 11. September 2014 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 12. August 2014 aufzuhe-
ben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie, es sei das vorliegende Verfahren 
bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens betreffend die Einstellung 
der Rentenleistungen aus beruflicher Vorsorge per 1. April 2013 (Verfahren Nr. 9C_604/2014) 
zu sistieren. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die Vorinstanz habe in Verletzung 
ihrer Abklärungspflicht nicht hinreichend begründet, weshalb das von ihr beim Begutachtungs-
institut C.____ in Auftrag gegebene Gutachten von 11. Juli 2012 keine geeignete Entscheid-
grundlage sei. 
 
C. Mit Verfügung vom 15. September 2014 wurde B.____ zum Verfahren beigeladen. 
 
D. Am 7. Oktober 2014 verfügte der instruierende Präsident des Kantonsgerichts die Ab-
weisung des Sistierungsgesuchs der Beschwerdeführerin.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2013 schloss die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
F. Am 30. Oktober 2014 beantragte der Beigeladene, vertreten durch Advokat Dr. Peter 
Bohny, die Abweisung der Beschwerde. Weiter sei die Beschwerdeführerin zur Tragung sämtli-
cher Kosten, insbesondere der Vertretungskosten des Beigeladenen, zu verurteilen.  
 
G. Am 24. November 2014 reichte der Beigeladene einen Bericht des behandelnden Arztes 
Dr. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. November 2014 zu den Akten. Hier-
zu nahm die Beschwerdeführerin am 11. Dezember 2014 Stellung. Die Beschwerdegegnerin 
verzichtete auf die Einreichung einer Stellungnahme. 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Aufgrund der Bindung der Beschwerdefüh-
rerin an den Invaliditätsgrad und den Beginn der Invalidität, wie sie durch die Beschwerdegeg-
nerin festgelegt wurden (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2009, 
Art. 49 N 49), besteht ein rechtlich geschütztes Interesse, welches sie zur Beschwerde legiti-
miert. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 11. September 
2014 ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beigeladenen. Massgebend ist dabei 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 
12. August 2014 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche 
Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invali-
denversicherung Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). 
Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. 
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

 

 
 
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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-
den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn 
sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich 
verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 117 V 199 E. 3b mit 
weiteren Hinweisen; RUDOLF RÜEDI, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grund-
figur namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision 
von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 16 f.). 
 
4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet dabei die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfü-
gung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei An-
haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) 
beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-
Stelle dem Beigeladenen mit Verfügung vom 18. Februar 2005 gestützt auf einen IV-Grad von 
70% rückwirkend ab 1. Oktober 2001 eine ganze Rente zu. In der Folge führte die IV-Stelle im 
September 2006 von Amtes wegen ein Rentenrevisionsverfahren durch, in welchem sie unver-
änderte Verhältnisse feststellte. Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit 
einer vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhaltes erfolgte im Rahmen des im Okto-
ber 2011 eingeleiteten Revisionsverfahrens, holte die IV-Stelle doch damals ein polydisziplinä-
res Gutachten beim Begutachtungsinstitut C.____ ein. Nach Durchführung des Einkommens-
vergleichs teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 10. Juli 2014 mit, dass er weiterhin An-
spruch auf die bisherige ganze IV-Rente (Invaliditätsgrad: 72%) habe. Die Verfügung erfolgte 
am 12. August 2014. Somit beurteilt sich die Frage, ob bis zum Erlass der angefochtenen Ver-
fügung vom 12. August 2014 allenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen einge-
treten ist, die eine revisionsweise Aufhebung resp. Herabsetzung der bis anhin ausgerichteten 
ganzen Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprüng-
lichen (auf einer vollständigen materiellen Anspruchsprüfung beruhenden) Rentenverfügung 
vom 18. Februar 2005 bestanden hat. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-

 

 
 
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leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung 
entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Ur-
teil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von 
behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts 
im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potenti-
ellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, 
dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als 
von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfas-
sende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der 
anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-

 

 
 
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schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 
2001, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslauten-
den Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, 
mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf-
drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 
entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder unge-
würdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hin-
weisen). 
 
5.4 Im Urteil vom 29. August 2011 (9C_418/2010) hat das Bundesgericht ergänzend zusätz-
liche Besonderheiten festgehalten, die es in Revisionsfällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei 
der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes zu beachten gilt: 
 
5.4.1 Da die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüber-
stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes erfolgt (vgl. E. 4.1 f. hiervor), bildet 
Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den 
– den medizinischen Gutachten zu entnehmenden – Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen 
gesundheitlichen Befunds und dessen funktionelle Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der 
Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit 
sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der 
Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon 
ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema –  erhebliche Änderung(en) des Sachver-
halts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen 
medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechti-
gung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in 
der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei-
chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive 
Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in 
denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil des 
Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 
 
5.4.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetre-
tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht 
erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über 
eine seit der früheren Beurteilung eingetretenen tatsächlichen Änderung ist hingegen genügend 
untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk-
te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti-
schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben. Ein 
Sachverständiger kann jedoch die betreffende Entwicklung regelmässig nicht aus eigener 

 

 
 
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Wahrnehmung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter tätig gewesen). Daher ist es 
erforderlich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundiert auseinandersetzt, wie sie 
sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben. Dem 
Gutachten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksichtigt, fehlt daher die 
erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, wel-
che auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen Befundtatsachen gezogen 
worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden 
können. Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsichtlich der Entscheidungsgrundlagen in Revi-
sionsfällen – mit Blick auf deren vergleichende Natur – eine besondere Bedeutung zu. Diese 
spezifischen Anforderungen müssen sich denn auch im Rahmen der Fragestellung zuhanden 
des Gutachters niederschlagen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, 
E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.4.3 Je mehr medizinisches Ermessen bei der Stellung einer Diagnose und der ärztlichen 
Einschätzung der Funktionseinschränkungen im Spiel ist, desto wichtiger ist es, den gutachtli-
chen Befund einer Veränderung möglichst solide auf klinische Feststellungen, gutachterliche 
Verhaltensbeobachtungen und anamnestische Daten zu stützen und diese Elemente in Bezie-
hung zu den medizinischen Vorakten und den dort gesetzten Anknüpfungstatsachen zu brin-
gen. Nur so kann dem Gutachten hinreichend zuverlässig entnommen werden, dass die in den 
Schlussfolgerungen beschriebene Differenz nicht wesentlich einer unterschiedlichen Wertung 
zuzuschreiben ist. Auf der anderen Seite darf die Notwendigkeit, eine bloss andere Beurteilung 
nicht als Anlass einer materiellen Revision gelten zu lassen, nicht dazu führen, dass die Anfor-
derungen an den Nachweis einer Veränderung so hoch angesetzt werden, dass die ursprüngli-
che Festlegung praktisch perpetuiert wird. Dies gilt insbesondere für psychiatrische Beurteilun-
gen, bei denen praktisch immer ein Spielraum besteht, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis 
vorgegangen ist. Hier können die Beurteilungen nicht immer lückenlos mit Tatsachenschilde-
rungen unterlegt werden. Bei einer stark ermessensgeprägten Einschätzung, die weniger auf 
Messung und anderweitig normierter Feststellung als auf interpretationsbedürftigen Befundtat-
sachen beruht, kann etwa eine Auseinandersetzung mit der Genese des Gesundheitsschadens, 
den das Krankheitsgeschehen unterhaltenden Faktoren, für den Nachweis einer tatsächlichen 
Veränderung besondere Bedeutung erlangen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.4 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 
2013, 9C_698/2012, E. 2.2). 
 
6.1 In der ursprünglichen Verfügung vom 18. Februar 2005, mit der dem Beigeladenen 
rückwirkend ab 1. Oktober 2001 eine ganze Invalidenrente zugesprochen wurde, stützte sich 
die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versi-
cherten in somatischer Hinsicht auf den Bericht des Kantonsspitals E.____ vom 7. August 2003. 
Darin wurden eine Lebendnierentransplantation bei terminaler Niereninsuffizient im Rahmen 
einer IgA-Nephritis im Oktober 2001, ein Status nach Sigmaresektion mit End-zu-End Anasto-
mose bei rezidivierender Divertikulitis im Oktober 2000, eine medikamentös gut eingestellte 
arterielle Hypertonie, ein unter Diät gut eingestellter Diabetes mellitus Typ II, eine medikamen-
tös behandelte Hypercholesterinanämie und eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

 

 
 
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Reaktion diagnostiziert. Der Versicherte sei in seinem angestammten Beruf als Magaziner voll-
ständig arbeitsunfähig. Die Arbeitsunfähigkeit sei bei einem Status nach Nierentransplantation 
und medikamentöser Immunsuppression auf eine allgemeine Kraftlosigkeit des Versicherten 
zurückzuführen. Weiter bestünde aufgrund gesundheitlicher und sozialer Belastungsfaktoren 
eine depressive Entwicklung. In psychiatrischer Hinsicht liess die IV-Stelle den Versicherten von 
Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten. Am 24. Januar 2004 di-
agnostizierte er mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine gegenwärtig leicht- bis mittelgradi-
ge depressive Fehlentwicklung nach lebensbedrohlicher Krankheit mit Nierentransplantation. 
Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte sowohl in der bisherigen, als auch in einer ange-
passten Tätigkeit im Umfang von fünf Stunden pro Tag arbeitsfähig. Am 4. April 2004 hielt 
Dr. F.____ ergänzend fest, dass der Versicherte unter Berücksichtigung der psychischen und 
somatischen Faktoren vier Stunden pro Tag arbeitsfähig sei. 
 
6.2 Im Rahmen der im Oktober 2011 eingeleiteten Rentenrevision, in welchem sie die lau-
fende ganze IV-Rente bestätigte, beauftragte die IV-Stelle das Begutachtungsinstitut C.____ mit 
einer polydisziplinären Begutachtung des Beigeladenen. Am 11. Juli 2012 wurde mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54) diag-
nostiziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein Status nach leichter bis mittel-
gradiger depressiver Episode (ICD-10 F32.1), nach Lebendnierentransplantation bei terminaler 
Niereninsuffizienz im Rahmen einer IgA-Nephritis, eine distal-symmetrische sensomotorische 
Polyneuropathie (ICD-10 G62), ein Status nach Sigmaresektion mit End-zu-End-Anastomose 
bei rezidivierender Divertikulitis, eine medikamentös gut eingestellte arterielle Hypertonie, ein 
aktuell gut eingestellter Diabetes mellitus Typ II und eine medikamentös behandelte Hypercho-
lesterinämie. Nach dem Bericht der Abteilung für Immunologie/Nephrologie des Universitätsspi-
tals Basel vom November 2011 sei der Zustand in Bezug auf die erfolgte Nierentransplantation 
seit dem Jahr 2003 stabil. Aus rein nephrologischer Sicht sei der Versicherte in seiner bisheri-
gen Tätigkeit nicht dauerhaft beeinträchtigt. Es sei davon auszugehen, dass die Rentenzuspra-
che vor allem aus psychischen Gründen erfolgt sei. Da eine langanhaltende psychische Symp-
tomatik über den Zeitpunkt der Rentenzusprache hinaus nicht dokumentiert sei und zum Gut-
achtenszeitpunkt aus psychiatrischer Sicht keine affektive Symptomatik bestanden habe, sei 
heute von einer stattgehabten vorübergehenden Störung mit zwischenzeitlicher Remission der 
Erkrankung auszugehen. Heute könne aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit festgestellt werden. Aus neurologischer und rheumatologischer Sicht bestünde 
aktuell ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit intermittierender Nervenwurzelir-
ritation auf der Höhe S1. Die lumbalbetonten Schmerzen des Exploranden seien somatisch er-
klärbar. Die therapeutischen Massnahmen seien nicht ausgeschöpft. In Bezug auf die Be-
schwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) habe sich der Gesundheitszustand seit 
der Rentenzusprache verschlechtert und es bestünde eine bleibende Verminderung der Leis-
tungsfähigkeit. Diese habe vor allem qualitative Einschränkungen in Bezug auf das mögliche 
Belastungsprofil zur Folge. In der angestammten, körperlich schweren Tätigkeit als Magaziner 
sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. Für körperlich angepasste Verweistätigkeiten be-
stünde aber seit der Remission der psychiatrisch affektiven Symptomatik eine vollständige Ar-
beitsfähigkeit. Diesbezüglich sei in den Akten nichts dokumentiert. Aufgrund der psychiatrischen 
Einschätzung durch Dr. F.____ im Rahmen des Gutachtens vom 24. Januar 2004 müsse von 

 

 
 
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einer früheren vorübergehenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in angepassten Tä-
tigkeiten ausgegangen werden. Retrospektiv könne nicht beurteilt werden, ab wann sich der 
psychische Gesundheitszustand verbessert habe. Im Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung sei 
aber eine vollständige Arbeitsfähigkeit des Versicherten in angepassten Tätigkeiten zu bejahen. 
 
6.3 Am 1. Februar 2013 hielt der behandelnde Arzt Dr. med. G.____, FMH Infektiologie und 
Allgemeine Innere Medizin, fest, dass beim Versicherten seit vielen Jahren ein lumboischial-
giformes Reizsyndrom mit wechselnden Schmerzen im Rücken und Ausstrahlung in das rechte 
Bein bestünden. Seit Oktober 2012 hätten sich die Beschwerden deutlich akzentuiert. Ver-
schiedene Therapien hätten keine zufriedenstellende Besserung gebracht. Das MRI vom 
27. November 2012 zeige eine mittelständige Diskushernie L5/S1 und eine breitbasige Dis-
kushernie L4/5 mit eindeutiger Kompression der Nervenwurzel sowie eine Zunahme der dege-
nerativen Veränderungen. Aufgrund des klinischen Verlaufs des lumboischialgiformen 
Schmerzsyndroms und der damit verbundenen verstärkten depressiven Entwicklung bestünde 
auch in angepassten Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 
 
6.4 Am 1. April 2014 führte Dr. G.____ aus, dass das cervicale und lumboischialgiforme 
Reizsyndrom beim Versicherten zu deutlichen schmerzbedingten Einschränkungen und regel-
mässigen Exazerbationen führe. Zusätzlich bestünde eine behandlungsbedürftige Depression. 
Ausserdem sei zu beachten, dass das von der IV indizierte Arbeitstraining trotz bescheinigter 
Motivation des Beschwerdeführers gescheitert sei. 
 
7.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten des Begutachtungsin-
stituts C.____ vom 11. Juli 2012 beruht auf einer eingehenden Untersuchung des Versicherten 
und es berücksichtigt auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem 
geht es einlässlich auf die Beschwerden ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über den Ge-
sundheitszustand des Versicherten. Auch in Bezug auf die revisionsrechtliche Fragestellung 
(vgl. E. 5.4 hiervor) vermag das Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ zu überzeugen. 
Es wird deutlich, dass die frühere psychische Erkrankung im Zeitpunkt der Begutachtung remit-
tiert ist. Auch aus nephrologischer Sicht liegt mindestens seit dem Jahr 2003 ein stabiler und 
die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkender Zustand vor. Auch wenn sich der Gesundheitszu-
stand des Versicherten hinsichtlich der rheumatologischen Beschwerden verschlechterte, ist 
dennoch davon auszugehen, dass sich dieser gesamthaft betrachtet verbesserte und dem Bei-
geladenen im Zeitpunkt der Begutachtung eine angepasste Tätigkeit zumutbar war. Die Beurtei-
lung im Gutachten vom 11. Juli 2012 ist sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen im Zeitpunkt der Be-
gutachtung im Jahr 2012 überzeugend.  
 

 

 
 
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7.2 Zu beachten ist aber, dass bei der Beurteilung des Rentenanspruchs des Beigeladenen 
der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
12. August 2014 entwickelt hat (vgl. E. 2 hiervor). Nach dem medizinischen Sachverhalt, wie er 
in den Berichten des behandelnden Arztes Dr. G.____ vom 1. Februar 2013 und 1. April 2014 
dargestellt wird, führte das bereits im Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ vom 
11. Juli 2012 festgestellte cervicale und lumboischialgiforme Reizsyndrom zu zunehmenden 
schmerzbedingten Einschränkungen und regelmässigen Exazerbationen. Dr. G.____ wies – 
unter Hinweis auf ein neueres MRI vom 27. November 2012, welches eine mittelständige Dis-
kushernie L5/S1 und eine breitbasige Diskushernie L4/5 mit eindeutiger Kompression der Ner-
venwurzel sowie eine Zunahme der degenerativen Veränderungen zeige – darauf hin, dass sich 
die Beschwerden seit Oktober 2012 deutlich akzentuiert hätten. Weiter hielt er fest, dass die 
durchgeführten Therapien keine zufriedenstellende Besserung gebracht hätten und beim Versi-
cherten eine verstärkte und behandlungsbedürftige depressive Entwicklung bestünde. Die IV-
Stelle ging in der Folge davon aus, dass sich im Zeitpunkt des Verfügungserlasses aufgrund 
der aktuellsten medizinischen Berichte des behandelnden Arztes keine wesentliche Änderung 
des Gesundheitszustandes des Beigeladenen eingestellt habe. Dieser Auffassung kann nicht 
beigepflichtet werden. Entgegen der Ansicht der IV-Stelle kann aufgrund der vorliegenden me-
dizinischen Unterlagen nicht geschlossen werden, dass sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers seit der Begutachtung durch das Begutachtungsinstitut C.____ am 11. Juli 
2012 bis zu der rund zwei Jahre danach erlassenen Verfügung vom 12. August 2014 wiederum 
erheblich verändert hat. So ist vorliegend zu beachten, dass Dr. G.____ weder eine rheumato-
logische noch eine psychiatrische Fachausbildung hat und das polymorbide Krankheitsbild des 
Versicherten eine gesamthafte Beurteilung unter Einbezug sämtlicher Disziplinen erfordert. Zu-
dem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte wie behandelnde Fach-
ärzte mitunter wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. E. 5.3 hiervor). Demnach stellen die Berichte von Dr. G.____ 
vom 1. Februar 2013 und 1. April 2014 keine geeignete Entscheidgrundlagen dar. So wie sich 
die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 
Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt, weshalb die Auswirkungen der gesundheitlichen Be-
schwerden auf die Arbeitsfähigkeit des Beigeladenen nicht abschliessend beurteilt werden kön-
nen. Folglich ist der rechtserhebliche Sachverhalt ab Juli 2012 durch geeignete weitere medizi-
nische Abklärungen zu vervollständigen. Nach dem Gesagten steht fest, dass die angefochtene 
Verfügung vom 12. August 2014 auf unzureichenden medizinischen Abklärungsergebnissen 
beruht und demzufolge aufzuheben ist. 
 
8.1 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die 
Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll-
ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung  
oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210, E. 4.4.1 ff.). 

 

 
 
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8.2 Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung der 
Erwerbsfähigkeit vorgenommen hat (vgl. E. 7.2 hiervor), und es nicht die Aufgabe der kantona-
len Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, 
steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen. Diese wird angehalten, den Beige-
ladenen rheumatologisch und psychiatrisch untersuchen zu lassen. Ob zudem auch eine neuro-
logische Begutachtung des Versicherten angezeigt ist, wird von den begutachtenden Fachärz-
ten zu entscheiden sein. Demzufolge ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzu-
weisen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird sie über den Rentenanspruch 
des Beigeladenen neu zu verfügen haben. 
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit  zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägun-
gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hin-
sicht die beschwerdeführende Partei als obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten 
zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 
Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – 
keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als 
Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskosten aufzukommen. Es werden deshalb 
keine Verfahrenskosten erhoben und der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 600.-- ist zurückzuerstatten. 
 
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Aus dieser Formulierung erhellt, dass dem Versicherungsträger - 
mit Ausnahme der Fälle mutwilliger beziehungsweise leichtfertiger Prozessführung - keine Par-
teientschädigung zusteht (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2009, N 114 
zu Art. 61). Vorliegend handelt es sich bei der Beschwerdeführerin um einen Sozialversiche-
rungsträger und nicht um eine Beschwerde führende Personen im Sinne von Art. 61 lit. g 
ATSG, weshalb sie keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat. Die ausserordentlichen Kos-
ten des Beigeladenen sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wettzuschlagen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-

 

 
 
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gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 12. August 
2014 aufgehoben und die Angelegenheit zur erneuten Abklärung im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

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