# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c47e5b71-455e-51d2-b4d5-b18305193672
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.07.2019 D-3354/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3354-2018_2019-07-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3354/2018 

law/gnb 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Walter Lang (Vorsitz), 

Richterin Christa Luterbacher,  

Richterin Daniela Brüschweiler, 

Gerichtsschreiberin Barbara Gysel Nüesch. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl);  

Verfügung des SEM vom 7. Mai 2018 / N (…). 

 

 

 

D-3354/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 1. Dezember 2016 hiess das SEM das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers vom 10. Juli 2015 gut und gewährte ihm in der Schweiz 

Asyl. 

B.  

Mit Eingabe vom 16. Juni 2017 stellte der Beschwerdeführer für seine Ehe-

frau, B._______, geboren am (…), Eritrea, ein Gesuch um Familienzusam-

menführung. Dazu reichte er ein gemeinsames Foto mit seiner Ehefrau zu 

den Akten. 

C.  

Mit Schreiben vom 26. September 2017 forderte das SEM den Beschwer-

deführer auf, verschiedene Fragen zu beantworten und Dokumente einzu-

reichen. 

D.  

Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 23. Oktober 2017 Stellung 

zu den Fragen des SEM, war jedoch noch nicht in der Lage, Dokumente 

einzureichen.  

E.  

Mit Schreiben vom 26. Oktober 2017 setzte das SEM dem Beschwerde-

führer eine neue Frist zur Einreichung der eingeforderten Dokumente. 

F.  

Mit Schreiben vom 1. November 2017 forderte das SEM den Beschwerde-

führer auf, innert derselben Frist ebenfalls eine neue Heiratsurkunde oder 

eine Bestätigung der früheren Ausstellung der Heiratsurkunde einzu-

reichen. 

G.  

In der Folge reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. November 

2017 Kopien des Studentenausweises seiner Ehefrau, der Identitätsaus-

weise der Eltern der Ehefrau sowie einer Erklärung der Ehefrau, wonach 

sie mit ihrem in der Schweiz wohnhaften Ehemann zusammenleben wolle, 

nach (alle Dokumente mit deutscher Übersetzung). Hinsichtlich der einge-

forderten Heiratsurkunde erklärte der Beschwerdeführer, seine Ehefrau 

habe erfahren, dass der Priester C._______ verstorben sei. 

D-3354/2018 

Seite 3 

H.  

Das SEM setzte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 28. März 2018 

erneut eine Frist, um aktuelle Fotos seiner Ehefrau und eine Heiratsur-

kunde oder eine Bestätigung der Heirat nachzureichen.  

I.  

Mit Schreiben vom 13. April 2018 ersuchte der Beschwerdeführer um eine 

erneute Fristerstreckung zur Einreichung der fehlenden Dokumente. 

J.  

Das SEM wies den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. April 2018 

darauf hin, dass er keine zureichenden Gründe für eine erneute Fristerstre-

ckung angeführt habe. Gleichzeitig räumte das SEM ihm die Gelegenheit 

ein, die Gründe für eine erneute Fristerstreckung nachvollziehbar darzule-

gen. Der Beschwerdeführer nahm innert Frist nicht Stellung. 

K.  

Mit Verfügung vom 7. Mai 2018 – eröffnet am 11. Mai 2018 – bewilligte das 

SEM die Einreise in die Schweiz nicht und lehnte das Asylgesuch ab. 

L.  

Mit Eingabe vom 7. Juni 2018 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, 

die Verfügung des SEM sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuwei-

sen, der Ehefrau die Einreise in die Schweiz zur Durchführung des Asyl-

verfahrens zu bewilligen. In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, es sei 

die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und von der Erhebung eines 

Kostenvorschusses abzusehen. 

Der Beschwerde lagen – nebst der angefochtenen Verfügung – ein Foto 

der Ehefrau, ein Bestätigungsschreiben der eritreisch-orthodoxen Kirche 

(im Original und mit deutscher Übersetzung) und eine Fürsorgebestätigung 

als Beweismittel bei.  

M.  

Der Eingang der Beschwerde wurde dem Beschwerdeführer am 14. Juni 

2018 bestätigt.  

N.  

Mit Instruktionsverfügung vom 25. Juni 2018 wurde das Gesuch um Ge-

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Seite 4 

währung der unentgeltlichen Prozessführung gutgeheissen und auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses verzichtet. Gleichzeitig wurde das SEM 

eingeladen, bis zum 10. Juli 2018 eine Vernehmlassung einzureichen. 

O.  

Die Vernehmlassung des SEM vom 6. Juli 2018 ging am 9. Juli 2018 beim 

Gericht ein.  

P.  

Mit Instruktionsverfügung vom 12. Juli 2018 wurde das SEM eingeladen, 

bis zum 27. Juli 2018 eine zweite Vernehmlassung einzureichen.  

Q.  

In der Folge liess sich das SEM innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 

13. August 2018 vernehmen. 

R.  

Mit Verfügung vom 17. August 2018 wurde dem Beschwerdeführer eine 

Frist bis 3. September 2018 eingeräumt, um eine Replik einzureichen. 

S.  

Der Beschwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 31. August 2018. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 (AS 

2016 3101) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das bishe-

rige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des 

AsylG vom 25. September 2015). 

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Seite 5 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (aArt. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

3.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und 

ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, 

wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Wurden die an-

spruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt 

und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu 

bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einreisebewilligung 

nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt eine vorbestandene Familiengemeinschaft, 

die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beabsichtigte Fa-

milienvereinigung in der Schweiz voraus (vgl. BVGE 2012/32 E. 5 und 

2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2).  

3.2 Der Beschwerdeführer machte im vorinstanzlichen Familienzusam-

menführungsverfahren geltend, seine Ehefrau lebe zusammen mit ihren 

Eltern im Dorf D._______ unweit von E._______. Sie hätten mindestens 

zwei Mal pro Woche telefonischen Kontakt und die Ehefrau möchte sehr 

gerne zu ihm in die Schweiz kommen. Sie hätten eine Heiratsurkunde 

durch den zuständigen Priester C._______ erhalten, welcher jedoch ver-

storben sei. Wie er bereits in der einlässlichen Anhörung erklärt habe, habe 

seine Ehefrau die Heiratsurkunde nach seiner Flucht aus Eritrea verbrannt, 

weil sie deswegen sehr frustriert gewesen sei. Das eingereichte Foto 

stamme vom (…). 

3.3 Das SEM führte zur Begründung seiner Verfügung aus, sowohl bei der 

eingereichten Fotografie, welche ihn mit der Ehefrau zeige, als auch beim 

Studentenausweis der Ehefrau handle es sich nicht um aktuelle Doku-

mente. Beide würden aus der Zeit vor der kirchlichen Heirat stammen, wel-

che gemäss den Angaben des Beschwerdeführers am (…) stattgefunden 

habe. Auf der Fotografie sei die Ehefrau kaum zu erkennen und auch das 

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Seite 6 

Bild auf der Kopie des Studentenausweises sei von schlechter Qualität. Ein 

Studentenausweis werde auch nicht zum Zweck des Belegs der Identität 

einer Person ausgestellt. Im Übrigen weiche das Geburtsdatum der Ehe-

frau auf jenem Dokument ([…]) ab von demjenigen, das er im Familien-

nachzugsgesuch genannt habe ([…]). Er habe trotz Aufforderung des SEM 

innerhalb der – mehrmalig verlängerten – Fristen weder aktuelle Fotogra-

fien der Ehefrau, aktuelle Identitätsdokumente der Ehefrau, Fotos von der 

Heirat noch einen Beleg für die geltend gemachte kirchliche Eheschlies-

sung eingereicht. Seine Erklärung, weshalb er keine nachträgliche Bestä-

tigung seiner Heirat erhalten habe – Tod des Pfarrers – vermöge das SEM 

nicht zu überzeugen. Es sei nämlich davon auszugehen, dass die orthodo-

xen Kirchen in Eritrea ein Register über geschlossene Ehen führen würden, 

weshalb der Nachfolger eines verstorbenen Priesters eine entsprechende 

Bestätigung müsste ausstellen können. Der Beschwerdeführer habe nicht 

erklärt, weshalb er nicht in der Lage sein sollte, aktuelle Fotografien und 

Identitätsdokumente seiner Ehefrau sowie Fotografien der Hochzeit einzu-

reichen. Das Einreichen dieser Nachweise sollte im Kontext Eritrea mög-

lich und zumutbar sein, zumal für Personen, die wie die Ehefrau in 

E._______ leben würden. Bezüglich der Hochzeitsbilder habe er in der ein-

lässlichen Anhörung zwar erwähnt, die Ehefrau habe diese vernichtet, weil 

sie wegen seiner Ausreise gestresst, verzweifelt und enttäuscht gewesen 

sei. Es sei diesbezüglich aber davon auszugehen, dass auch nahe Ver-

wandte wie Eltern und Schwiegereltern über solche Bilder verfügen wür-

den. 

Selbst wenn der Beschwerdeführer die Identität von Frau B._______ und 

das Eheverhältnis zu ihr nachweisen könnte, so sei davon auszugehen, 

dass das von ihm geltend gemachte, lediglich (…)monatige Zusammenle-

ben nicht als schützenswerte Familiengemeinschaft im Sinne von Art. 51 

AsylG gewertet werden könne, weshalb es auch in dieser Hinsicht an einer 

Voraussetzung für den Familiennachzug fehle. 

3.4 In der Beschwerde wird dem entgegengehalten, die Ehefrau habe aus-

ser ihrem Studentenausweis keine weiteren Identitätspapiere besessen. Er 

habe jedoch Kopien der Identitätsausweise ihrer Eltern organisieren und 

einreichen können. Unterdessen habe er neue Fotografien seiner Ehefrau 

aus Eritrea erhalten. Hinsichtlich ihres Geburtstags habe er sich nur um ein 

paar Tage geirrt. Geburtstage hätten in Eritrea keine Bedeutung; er habe 

einfach gewusst, dass dieser im (…) sei, weshalb er den (…) genannt 

habe. Seine Ehefrau habe aus Frustration aufgrund seiner Flucht aus Erit-

rea die Heiratsurkunde der orthodoxen Kirche verbrannt. Die Kirche habe 

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Seite 7 

keine neue Heiratsurkunde ausstellen wollen; es sei ihm nun aber gelun-

gen, ein Bestätigungsschreiben der Kirche zu erhalten. Er und seine Ehe-

frau hätten zwar nur kurz die Möglichkeit gehabt, die Ehe zu geniessen. 

Diese Zeit sei für sie jedoch sehr wertvoll. Sie hätten sehr gerne viel mehr 

Zeit miteinander verbracht und ein gemeinsames Leben in der Heimat auf-

gebaut. Die Situation in Eritrea lasse dies aber nicht zu. Aufgrund seiner 

Verfolgung in Eritrea seien sie gegen ihren Willen getrennt worden.  

3.5 Im Rahmen des Schriftenwechsels hielt das SEM an seinen Erwägun-

gen fest und führte ergänzend aus, die eingereichte Fotografie der angeb-

lichen Ehefrau sowie ein Bestätigungsschreiben der Pfarrei (…) würden die 

Zweifel an der kirchlichen Trauung nicht auszuräumen vermögen. Das Foto 

sei ein Portraitfoto und undatiert. Aktuelle und gültige Identitätsdokumente 

der angeblichen Ehefrau oder Kopien davon würden weiterhin nicht vorlie-

gen. Das SEM könne sodann nicht abschliessend beurteilen, ob die kirch-

liche Bestätigung echt sei oder nicht. Es bestünden jedoch Zweifel an der 

Echtheit. Ein Beleg, dass das Dokument tatsächlich aus Eritrea in die 

Schweiz gelangt sei, liege nicht vor. Auf dem Dokument sei lediglich die 

Jahreszahl (…) als Datierung vorhanden, und es werde nur vermerkt, dass 

der Beschwerdeführer mit B._______ kirchlich verheiratet sei. Weder 

werde erwähnt, wann die Heirat erfolgt sein solle, noch weshalb es nicht 

möglich sei, eine erneute Heiratsurkunde auszustellen. Es werde weiter 

nicht erwähnt, auf welcher Grundlage diese Bestätigung ausgestellt wor-

den sei.  

3.6 In der Replik machte der Beschwerdeführer erneut geltend, seine Ehe-

frau habe die Heiratsurkunde nach seiner Flucht aus Eritrea verbrannt, weil 

sie sehr frustriert gewesen sei. Aus diesem Grund habe er von der Pfarrei 

(…) eine Trauungsbestätigung verlangt. Einen Beleg, dass das Dokument 

aus Eritrea stamme, könne er nicht vorweisen, weil er das Couvert wegge-

worfen habe. Eine zweite Bestätigung zu erhalten sei nicht möglich, weil 

die Pfarrei keine andere Bestätigung mehr geben wolle. Der Pfarrer, wel-

cher sie getraut habe, arbeite jetzt nicht mehr in der Pfarrei. Eine gültige 

Identitätskarte könne die Ehefrau nicht ausstellen lassen, weil sie nicht ar-

beite. 

4.  

4.1 Vorab kann auf die zutreffende Argumentation in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden. In Ergänzung und Präzisierung dazu ist Fol-

gendes festzustellen: 

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Seite 8 

4.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer anlässlich 

der Befragung zur Person vom 15. Juli 2015 aussagte, er habe am (…) 

B._______, geboren am (…), geheiratet (vgl. Akten SEM A6/13 Ziff. 1.14). 

Zwar erscheint nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer sich im 

Geburtsdatum seiner Ehefrau geirrt haben könnte. Auch berichtete er be-

reits in der einlässlichen Anhörung, dass seine Ehefrau aus Verzweiflung 

über seinen Weggang alle Hochzeitsfotos und -dokumente verbrannt habe 

(vgl. Akten SEM A17/19 S. 4). Mit dem SEM ist jedoch davon auszugehen, 

dass weitere Personen, insbesondere Familienangehörige, über weitere 

Fotos verfügen müssten. Gänzlich nicht nachvollziehbar erscheint, wes-

halb es dem Beschwerdeführer bis zum Ergehen der vorinstanzlichen Ver-

fügung am 7. Mai 2018 nicht möglich gewesen sein soll, aktuelle Fotos sei-

ner Ehefrau einzureichen, obwohl er erstmals mit Schreiben vom 26. Sep-

tember 2017 dazu aufgefordert wurde und gemäss eigenen Angaben in 

regelmässigem telefonischem Kontakt mit seiner Ehefrau gestanden ha-

ben will (vgl. Akten SEM B5/1). Hinsichtlich des kirchlichen Bestätigungs-

schreibens dauerte es auffällig lange, bis es dem Beschwerdeführer gelun-

gen ist, ein solches einzureichen. Dass er das Couvert, welches die Her-

kunft aus Eritrea belegen könnte, weggeworfen haben will, erstaunt, zumal 

er bereits im Asylverfahren ein Absendercouvert zu den Akten gab und da-

her davon auszugehen ist, dass ihm die Wichtigkeit eines solchen Beweis-

stücks bekannt sein müsste. Zweifel an der Echtheit des Bestätigungs-

schreibens ergeben sich sodann aufgrund von Auffälligkeiten im auf die-

sem Schreiben angebrachten Stempel. Unerwartet erscheint schliesslich, 

dass der Beschwerdeführer in der Replik angab, der Pfarrer, welche sie 

getraut habe, arbeite jetzt nicht mehr in der Pfarrei, nachdem er im vo-

rinstanzlichen Verfahren vorgebracht hatte, der Priester C._______ sei ver-

storben. Nach dem Gesagten kommt das Gericht zum Schluss, dass die 

Identität der Frau, für die der Beschwerdeführer das Familienzusammen-

führungsgesuch gestellt hat, nicht hat geklärt werden können und dass er-

hebliche Zweifel an einem vorbestandenen Zusammenleben des Be-

schwerdeführers mit seiner angeblichen Ehefrau und damit auch an einer 

unfreiwilligen Trennung durch Flucht bestehen. 

4.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen für die Be-

willigung der Einreise gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt sind, und 

das SEM zu Recht die Einreise in die Schweiz nicht bewilligt und das Asyl-

gesuch abgelehnt hat. 

5.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

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Seite 9 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Aufgrund der Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung sind jedoch keine Kosten aufzu-

erlegen. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

  

Walter Lang Barbara Gysel Nüesch