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**Case Identifier:** 9b05971a-f222-558d-8762-e5caedfd1cdc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 26.02.2024 IV 2023/93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2023-93_2024-02-26.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/28

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/93

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2024

Entscheiddatum: 26.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2024
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG Gemäss Verlaufsgutachten reduzierte 
sich die vormalige attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer adaptierten 
Tätigkeit auf 70 %. Eine weitere Reduktion aus interdisziplinär-
psychiatrischer Sicht auf 60 % erscheint unter Berücksichtigung der 
Standardindikatoren weder nachvollziehbar, noch war sie nach Aufnahme 
der benötigten Behandlung von erheblicher Dauer. Der Beschwerdeführer 
arbeitet beim ehemaligen Arbeitgeber zu 50 % in einer nicht optimal 
angepassten Funktion. Daher kann nicht auf das erzielte Einkommen 
abgestellt werden, sondern die LSE ist massgebend. Sein Einkommen liegt 
pensumsbereinigt leicht über dem Tabellenlohn, weshalb kein 
Tabellenlohnabzug gerechtfertigt ist. Kein Rentenanspruch. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 26. Februar 2024, IV 2023/93).

Entscheid vom 26. Februar 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Michaela Machleidt Lehmann und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Geschäftsnr.

IV 2023/93

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Sebastiaan van der Werff, Schwager Mätzler 

Schneider, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) ersuchte erstmals am 24. September 2014 um 

Leistungen der Invalidenversicherung (IV). Als Grund gab der seit 1. April 2001 bei der 

B.___ AG vollzeitlich als Möbelmonteur tätige Versicherte Rückenoperationen an (IV-

act. 1). Die IV-Stelle sprach dem Versicherten Massnahmen zum Erhalt des 

Arbeitsplatzes zu (Mitteilung vom 4. August 2015, IV-act. 38). Nach Gesprächen wurde 

eine Änderungskündigung per 1. Juni 2016 mit einem Pensum von 50 % für eine Stelle 

im Lager ausgesprochen (Verlaufsprotokoll Eingliederung, IV-act. 43-2 f.). Im 

polydisziplinären (Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie, Allgemeine Innere Medizin) 

Gutachten kamen die Sachverständigen der medexperts AG zum Schluss, die 

Arbeitsfähigkeit sei aufgrund eines lumbovertebralen und eines neuropathisch-

neuralgischen Schmerzsyndroms mit leichter Fussheberschwäche links und 

neuropathischen Krämpfen bei Wurzelschädigung L5 bei Status nach Rückenprellung 

am 3. Februar 2013, nach Diskushernienoperation L5/S1 am 27. Mai 2014 und nach 

Spondylodese am 21. Oktober 2014, durch eine leichte depressive Episode sowie 

durch eine Sehminderung und Exophorie eingeschränkt (IV-act. 70-43). In adaptierten 

Tätigkeiten sei der Versicherte aus polydisziplinärer Sicht seit wahrscheinlich 1. Mai 

A.a. 

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2016, spätestens jedoch ab Begutachtungszeitpunkt, zu 80 % arbeitsfähig (Gutachten 

vom 12. Januar 2017, IV-act. 70-48). Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren mit 

Verfügung vom 30. August 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 18 % ab (IV-act. 86). 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess eine dagegen gerichtete 

Beschwerde teilweise gut, hob die Verfügung vom 30. August 2017 auf und sprach 

dem Versicherten mit befristeter Wirkung vom 1. Mai bis 30. September 2015 eine 

ganze Rente und vom 1. Oktober 2015 bis 31. Juli 2016 eine halbe Rente zu (Entscheid 

vom 22. November 2019, Verfahren IV 2017/351, IV-act. 102, siehe dort auch den 

detaillierten Sachverhalt bis zu diesem Zeitpunkt).

Infolge eines Sturzes erlitt der Versicherte eine Verletzung der rechten Schulter 

(Partialriss der Supraspinatus- und Subscapularissehne, AC-Gelenksarthrose, Bursitis 

subacromialis/subdeltoidea; vgl. Untersuchungsbericht Dr. med. C.___, Facharzt für 

Orthopädie, Spital D.___, vom 6. Februar 2018; IV-act. 168-11 f.; Arthro-MRI vom 

23. Januar 2018, IV-act. 168-14 ff.). Gemäss Bericht vom 23. April 2020 diagnostizierte 

Dr. C.___ unter anderem beidseitige Varusgonarthrosen (IV-act. 119).

A.b. 

Am 14. Mai 2020 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an. 

Dabei verwies er auf Rückenschmerzen, beidseitige Knieschmerzen, Gicht, Schlaf- und 

Atemstörungen, psychische Probleme, Missempfindungen am linken Bein und 

verschiedene weitere Beschwerden. Er gab an, weiterhin in einem Pensum von 50% 

als Lagerist bei der B.___ AG tätig zu sein (IV-act. 111).

A.c. 

Die IV-Stelle holte diverse medizinische Berichte ein. Unter anderem berichtete 

Dr. med. E.___, Facharzt für Neurochirurgie, Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen, am 5. Juni 

2020 über chronische Lumbalgien sowie neuropathische Schmerzen L5 links (IV-

act. 123). Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin, hielt im Arztbericht vom 

19. Oktober 2020 fest, die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten in der bisherigen 

Tätigkeit als Angestellter in einem Möbelgeschäft betrage ab 28. Juni 2020 100 % und 

ab 16. Januar 2020 50 %. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei kaum möglich (IV-

act. 132-1 ff.). Dr. E.___ führte im Untersuchungsbericht vom 21. Januar 2021 aus, 

beim Versicherten bestünden unter anderem eine chronische L5 Radikulopathie links 

und belastungsabhängige Lumbalgien bei verschiedenen degenerativen Befunden und 

A.d. 

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Status nach Sequestrektomie L5/S1 links, dorsaler Spondylodese L5/S1 2014 

(angepasste Wiedergabe). Es liege ein komplizierter Verlauf nach Operationen vor. Seit 

diesen klage der Versicherte über persistierende linksseitige Beinschmerzen, leide 

unter einer persistierenden Fussheberparese linksseitig (Kraftgrad M2-/5) und 

vordergründig unter Rückenschmerzen. Zur gewünschten Schmerzlinderung sei ein 

langstreckiger Eingriff (Spondylodese L1 bis S2) erforderlich (IV-act. 154).

Der Versicherte wurde im Auftrag der IV-Stelle durch die medexperts AG 

polydisziplinär (Neurologie, Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie, 

Neuropsychologie und Pneumologie) begutachtet. Die Gutachter stellten folgende 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: ein lumbovertebrales, teilweise 

lumboradikuläres Syndrom L5 links mit degenerativen Veränderungen ossärer und 

diskogener Art und leichter Fussheberschwäche links bei Wurzelschädigung L5 links 

und Status nach verschiedenen Eingriffen im Bereich der LWS (zusammengefasst), 

eine Varusgonarthrose beidseits sowie eine leichte depressive Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10: F32.01). Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

bewirkten unter anderem ein remittiertes neuralgisch-neuropathisches 

Schmerzsyndrom bei Radikulopathie L5/S1 links mit sensibler Partialschädigung der 

Wurzel S1 links, ein noch nicht ausreichend supprimiertes restless legs-Syndrom, eine 

Rumpfunsicherheit bei Wurzelschädigung L5/S1 links sowie Residualbeschwerden am 

rechten Schultergelenk (IV-act. 197-10 f.). In der bisherigen Tätigkeit als Möbelmonteur 

bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die aktuelle Tätigkeit sei einigermassen, 

jedoch nicht ideal leidensangepasst. Hier sei eine Arbeitsfähigkeit von 50 % seit Beginn 

nachvollziehbar. In einer (vollständig) angepassten Tätigkeit sei ab dem Zeitpunkt der 

Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit von 60 %, davor noch von 70 % auszugehen 

(Gutachten vom 4. Mai 2022, IV-act. 197-12 f.).

A.e. 

Der RAD befand, das Gutachten erfülle sowohl in somatischer (Stellungnahme vom 

4. Mai 2022, IV-act. 199-1 ff.) als auch in psychiatrischer Hinsicht (Stellungnahme vom 

10. Mai 2022, IV-act. 199-3 ff.) die versicherungsmedizinischen Anforderungen. Indes 

erachtete er die teilweise Addition der Arbeitsfähigkeitsschätzungen aus 

orthopädischer und psychiatrischer Sicht als nicht nachvollziehbar und formulierte 

diesbezüglich Rückfragen an die Gutachter (IV-act. 200 f.). Der neurologische 

Gutachter und die psychiatrische Expertin legten in einer gemeinsamen Stellungnahme 

A.f. 

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vom 9. Juni 2022 im Wesentlichen dar, interdisziplinär sei die Arbeitsfähigkeit aufgrund 

des psychischen Leidens nochmals um 10 % auf 60 % zu reduzieren. Unter einer 

psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung sei von einer aus 

psychiatrischer Sicht 100%igen Arbeitsfähigkeit nach 6 bis 12 Monaten auszugehen 

(IV-act. 203).

Am 20. Juni 2022 setzte die IV-Stelle dem Versicherten unter Hinweis auf die 

gesetzliche Schadenminderungspflicht Fristen an zur Suche und Aufnahme einer 

psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und forderte ihn zu deren 

anweisungsgemässen Durchführung auf (IV-act. 205). Dr. med. G.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte gemäss Arztbericht vom 12. Dezember 

2022 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10 F33.2), und erhob den Verdacht auf eine protrahierte 

posttraumatische Belastungsstörung. Sie führte aus, sie habe den Versicherten ab 

10. Oktober 2022 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. Ab dem 1. Dezember 2022 sei 

die Krankschreibung aufgrund einer Zustandsverschlechterung auf 100 % bis vorläufig 

zum 31. Dezember 2022 erhöht worden. Ausgehend von den somatischen 

Erkrankungen habe sich sekundär eine psychische Belastung hinzugesellt, die sich in 

letzter Zeit massiv verschlechtert habe. Sie schätze, dass die Erkrankung sich bessere, 

sobald die Schmerzsymptomatik nicht mehr so vordergründig sei und eine bessere 

Beweglichkeit erzielt werde (IV-act. 215). Der RAD-Arzt H.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, führte im Wesentlichen aus, die Behandlung sei für eine schwere 

depressive Episode nicht leitliniengerecht, sondern müsse aus 

versicherungsmedizinischer Sicht stationär oder zumindest teilstationär erfolgen. 

Gemäss der behandelnden Psychiaterin habe sich der Zustand im Vergleich zum 

psychiatrischen Gutachten wesentlich, aber nicht anhaltend verändert. Eine 

psychiatrische Verlaufsbegutachtung wäre notwendig, jedoch aufgrund des aktuell 

instabilen Gesundheitszustands nicht zielführend (Stellungnahme vom 16. Dezember 

2022, IV-act. 217-3 f.).

A.g. 

Die IV-Stelle forderte den Versicherten am 21. Dezember 2022 zu einer stationären 

oder teilstationären leitliniengerechten psychiatrischen Behandlung und zu einer 

schmerztherapeutischen Behandlung auf (IV-act. 219). Auf Nachfrage der IV-Stelle 

führte die behandelnde Psychiaterin mit E-Mails vom 10. Februar 2023 und vom 

A.h. 

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B.  

15. Februar 2023 aus, der Versicherte habe gut auf das Medikament Saroten 

angesprochen, so dass sie ihn aus psychiatrischer Sicht nicht mehr krankschreiben 

müsse (IV-act. 226 f.). Im Feststellungsblatt führte der Sachbearbeiter aus, unter 

Berücksichtigung der abschliessenden Rückmeldung der Psychiaterin könne nun 

davon ausgegangen werden, dass die gutachterlichen Empfehlungen umgesetzt 

worden seien und die erwartete Gesamtarbeitsfähigkeit von 70% in einer adaptierten 

Tätigkeit (aus somatischer Sicht) erreicht werden konnte. Damit seien keine weiteren 

Abklärungen erforderlich (IV-act. 229).

Mit Vorbescheid vom 16. Februar 2023 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, insgesamt könne nun abschliessend auf 

die orthopädisch-neurologische Einschätzung einer Restarbeitsfähigkeit von 70 % in 

einer angepassten Tätigkeit abgestellt werden. Die im Gutachten vom 4. Mai 2022 und 

der ergänzenden Stellungnahme vom 9. Juni 2022 erwartete Verbesserung sei 

eingetreten. Gemäss dem Einkommensvergleich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 

31 % (IV-act. 230). Dagegen erhob der Versicherte am 10. März 2023 Einwand. Er 

machte geltend, er sei mit der attestierten Arbeitsfähigkeit von 70 % bzw. mit dem 

Invaliditätsgrad von 31 % nicht einverstanden. Gemäss Rückmeldung der 

behandelnden Ärzte sei diese Arbeitsfähigkeit nicht möglich. Zudem sei ihm gemäss 

Untersuchungsbericht vom 21. Januar 2021 eine weitere Operation empfohlen worden. 

Diese habe er sich ersparen wollen und weitere Therapien und Behandlungen versucht, 

jedoch ohne Erfolg. Schliesslich sei eine Zweitmeinung ausstehend (IV-act. 231).

A.i. 

Mit Verfügung vom 31. März 2023 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. 

Zur Begründung führte sie aus, mit dem Einwand vom 10. März 2023 seien keine 

neuen medizinischen Sachverhalte geltend gemacht worden, welche ausreichten, um 

die gutachterliche Einschätzung in Zweifel zu ziehen (IV-act. 232).

A.j. 

Mit Beschwerde vom 16. Mai 2023 liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt MLaw S. van der Werff, beantragen, 

die angefochtene Verfügung vom 31. März 2023 sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben. Es seien ihm mit Wirkung ab wann rechtens die 

B.a. 

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gesetzlichen Leistungen der IV, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur Feststellung des rechtsrelevanten medizinischen 

Sachverhalts an die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen, um 

über die ihm zustehenden Leistungen neu zu befinden (act. G 1). Mit 

Beschwerdeergänzungen vom 16. Juni und 14. Juli 2023 liess der Beschwerdeführer 

im Wesentlichen geltend machen, gemäss Dr. C.___ habe im Zeitpunkt der Verfügung 

vom 23. März 2023 noch kein Endzustand vorgelegen. So sei bereits damals eine 

Indikation für weitere Abklärungen sowie eine allfällige Operation gegeben gewesen. 

Obwohl Dr. G.___ von zunehmenden orthopädischen Einschränkungen berichtet habe 

und die Beschwerdegegnerin selbst von einer allenfalls zu absolvierenden 

Schmerztherapie gesprochen habe, sei die orthopädische Situation nach dem 

Gutachten nicht näher untersucht worden. Zwar bestünden in psychiatrischer Hinsicht 

keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit mehr, jedoch hätten sich gleichzeitig die 

orthopädischen Beschwerden verschlimmert. Die zusätzlichen Beschwerden seien im 

Gutachten vom 4. Mai 2022 noch nicht berücksichtigt worden, weshalb eine Rückfrage 

an die Gutachter und allenfalls neue medizinische Abklärungen notwendig seien. Sie 

seien nicht erst nach dem Verfügungszeitpunkt hinzugekommen. Die angefochtene 

Verfügung sei daher aufzuheben (vgl. act. G 3; act. G 5). Weiter sei nicht gänzlich klar, 

welche Auswirkungen die psychischen und orthopädischen Leiden genau auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten. Die Zeitspanne für die prognostizierte Verbesserung aus 

psychiatrischer Sicht sei von zunächst in 1 bis 2 Jahren ohne nähere Begründung auf 6 

bis 12 Monate reduziert worden, was für ein Entgegenkommen der Gutachter an die 

Beschwerdegegnerin spreche. Dass die neu diagnostizierte beidseitige Gonarthrose zu 

einer zusätzlichen Arbeitsunfähigkeit von nur gerade 10 % führen solle, sei nicht 

nachvollziehbar. Weiter erschliesse sich nicht, weshalb bei optimaler Anpassung an die 

Leiden eine Arbeitsfähigkeit von 70 % möglich sein solle. Die aktuelle Tätigkeit 

entspreche bis auf die Zumutbarkeit "längerer Gehstrecken" den zahlreichen 

Adaptionskriterien. Beim Einkommensvergleich berücksichtige die 

Beschwerdegegnerin die Nominallohnentwicklung nicht und ermittle das 

Invalideneinkommen nicht korrekt. Die Gutachter hätten schmerzbedingte 

Schwankungen der Leistungsfähigkeit nicht berücksichtigt. Aufgrund der 

einschränkenden Adaptionskriterien, zu erwartender Schädigungen durch die 

internistischen Erkrankungen sowie des fortgeschrittenen Alters und der fehlenden 

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Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.  

Ausbildung sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 15 % zu gewähren. In 

Anbetracht des Alters von 57 3/4 Jahren und der langen Betriebszugehörigkeit werde 

er keine andere Arbeitsstelle als die aktuelle Tätigkeit im 50 %-Pensum finden. Ein 

Pensum von über 50 % bzw. die Verwertung der dieser übersteigenden 

Arbeitsfähigkeit sei ihm nicht zumutbar (act. G 5).

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 21. September 2023 unter Verweis auf 

die Stellungnahme des Fachbereichs vom 19. Juli 2023 (IV-act. 254) die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 7).

B.b. 

Der Beschwerdeführer hielt am 9. November 2023 fest, er bestreite die 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin und halte an seinen Darlegungen und den 

gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest (act. G 13).

B.c. 

Ein erstes Gesuch des Beschwerdeführers wurde mit Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2017/351 vom 22. November 2019 

mit Zusprache von befristeten, abgestuften Renten für den Zeitraum vom 1. Mai 2015 

bis 31. Juli 2016 abgeschlossen. Ab dem 1. Mai 2016 nahm das Gericht eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten an und berechnete einen Invaliditätsgrad von 

27,9 %. Dabei stützte sich das Gericht auf das polydisziplinäre Gutachten der 

medexperts AG vom 12. Januar 2007 (IV-act. 102). Die Beschwerdegegnerin trat 

aufgrund des veränderten Gesundheitsschadens (Kniebeschwerden) zu Recht (Art. 87 

Abs. 3 i.V.m. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) auf 

das neue Gesuch vom 14. Mai 2020 (IV-act. 111) ein und prüfte es umfassend.

1.1. 

Streitgegenstand bildet der mit der angefochtenen Verfügung vom 31. März 2023 

verneinte Rentenanspruch. Die Beschwerdegegnerin hat nicht förmlich über den 

Anspruch auf berufliche Massnahmen entschieden (vgl. IV-act. 126-5). Dies ist in 

Anbetracht des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" zulässig, falls ein 

1.2. 

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2.

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und der IVV und am 1. Januar 2024 eine 

Änderung betreffend die Bestimmung des Invalideneinkommens Art. 26  Abs. 3 IVV in 

Kraft getreten. Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 31. März 2023. In 

zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands 

bzw. im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs Geltung haben (BGE 144 V 

213 E. 4.3.1; vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 

Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Vorliegend kamen sowohl das polydisziplinäre 

Gutachten der medexperts AG vom 12. Januar 2017 als auch das Verlaufsgutachten 

vom 4. Mai 2022 zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit 

als Möbelmonteur zu 100 % arbeitsunfähig sei (IV-act. 70-48; IV-act. 197-12). Deshalb 

war im Zeitpunkt der Wiederanmeldung (14. Mai 2020) das Wartejahr gemäss Art. 28 

Abs. 1 lit. b IVG erfüllt. Ein allfälliger Rentenanspruch besteht somit und frühestens 6 

Monate nach der Wiederanmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG) vom 14. Mai 2020, also ab 

1. November 2020, sofern zu diesem Zeitpunkt bereits ein Invaliditätsgrad von 40 % 

vorlag (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Gemäss dem sich nachfolgend als beweistauglich 

erweisenden Verlaufsgutachten der medexperts AG vom 4. Mai 2022 wurde eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit folglicher Verringerung der 

Arbeitsfähigkeit von 80 % auf 70 % erst ab der Verlaufsbegutachtung am 28./29. März 

2022 angenommen. Ein mindestens 40%iger Invaliditätsgrad würde daher erst ab 

diesem Zeitpunkt in Betracht kommen. Nach dem Gesagten bestünde damit frühestens 

ab März 2022 ein möglicher rentenbegründender Invaliditätsgrad. Somit sind 

vorliegend die am 1. Januar 2022, nicht aber die am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen 

Bestimmungen anwendbar.

Rentenanspruch durch allenfalls noch vorzunehmende berufliche 

Eingliederungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden kann, etwa weil ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits jetzt nicht gegeben ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2022, 8C_128/2022, E. 7.1). Wie noch aufzuzeigen 

ist, ist dies vorliegend der Fall (E. 9.5). Somit könnte materiellrechtlich betreffend 

berufliche Massnahmen höchstens ein Eingliederungsanspruch des 

Beschwerdeführers, nicht aber eine Eingliederungspflicht für die Beschwerdegegnerin, 

bestehen. Ein solcher wird vom Beschwerdeführer allerdings ohnehin nicht geltend 

gemacht und gehört deshalb nicht zum Streitgegenstand.

bis

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3.  

Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.1. 

Die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten richtet sich 

nach Art. 16 ATSG (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Die Höhe des Rentenanspruchs 

wird in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b Abs. 1 IVG). 

Bei einem Invaliditätsgrad von 50 - 69 Prozent entspricht der prozentuale Anteil dem 

Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 Prozent besteht 

Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad unter 

50 Prozent gelten die in Art. 28b Abs. 4 IVG festgelegten prozentualen Anteile.

3.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

3.3. 

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4.

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf 

eine Rente hat.

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

3.4. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

3.5. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem abweisenden Entscheid auf das 

Gutachten der medexperts AG vom 4. Mai 2022 samt Stellungnahme der Gutachter 

vom 9. Juni 2022 sowie die E-Mails der psychiatrischen Behandlerin Dr. G.___ vom 10. 

und 15. Februar 2023 (IV-act. 226 und 227). Der Beschwerdeführer hält das Gutachten 

für ungenau und nicht nachvollziehbar. Die Gutachter hätten sinnentstellende Fehler 

korrigieren müssen. Auch nach ihrer ergänzenden Stellungnahme werde nicht 

vollumfänglich klar, welche Auswirkungen die psychischen und orthopädischen Leiden 

auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Ohne nähere Begründung bleibe, dass im Gutachten 

eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes in 1 bis 2 Jahren, in der 

Stellungnahme jedoch innerhalb von 6 bis 12 Monaten prognostiziert werde. Sodann 

sei nicht nachvollziehbar, dass die Verschlechterung der Gonarthrose zu einer 

4.1. 

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5.

Im Folgenden ist zunächst auf die somatischen Teilgutachten einzugehen.

Reduktion der Arbeitsfähigkeit um lediglich 10 % führen solle. Sein aktuelles 

Arbeitspensum von 50 % entspreche seinem Limit und es sei nicht ersichtlich, weshalb 

seine aktuelle Tätigkeit nur eingeschränkt adaptiert sei und folglich eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit von 50 % auf 70 % möglich sein solle (act. G 5 S. 3 ff.).

Die Gutachter erhoben die Anamnese (IV-act. 197-20 ff.; IV-act. 197-34 ff.; IV-

act. 197-44 ff.; IV-act. 197-60 ff.; IV-act. 197-72 ff.) und – wie sich nachfolgend zeigen 

wird – die Befunde (IV-act. 197-26; IV-act. 197-37 ff.; IV-act. 197-50 f.; IV-

act. 197-62 ff. inkl. Laborbefunde betreffend Medikamente und Substanzscreening und 

Röntgenaufnahmen [IV-act. 196-11]) korrekt. Sie berücksichtigten die relevanten 

Vorakten bzw. bildgebenden Befunde (IV-act. 197-27 f.; IV-act. 197-39; IV-

act. 197-53 f.; IV-act. 197-65; IV-act. 197-78).

4.2. 

Aus internistischer Sicht leuchtet ein, dass die Diagnosen Adipositas, 

anamnestischer Diabetes mellitus Typ 2b, die wahrscheinlich essentielle Hypertonie, 

die patientenanamnestischen Gichtanfälle sowie anamnestische Dyslipidämie die 

Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigen (IV-act. 197-37 f., 40). Aus den Akten ergeben 

sich vorbehältlich der im pneumologischen Gutachten diskutierten Beschwerden keine 

Hinweise für relevante dem internistischen Fachgebiet zuzuordnende Leiden.

5.1. 

Der neurologische Gutachter erhob eine Lähmung M3-4 für die Fussheber/

Zehenheber links, kenntlich durch einen angedeuteten Steppergang, die Angabe einer 

Hypästhesie im Dermatom Bereich L5 links und im Teilbereich des distalen Dermatoms 

S1 links sowie einen leichten Hartspann des gesamten Rückenstreckers und der 

Schultergürtelmuskulatur (IV-act. 197-26). Er führte aus, bei Fehlbelastung der LWS 

komme es neben der Zunahme der Lumbalgien auch zu (vorwiegend sensiblen) 

radikulären Irritationen L5 (Schmerzausstrahlung Beinaussenseite links), welche das 

sensible Defizit L5 links und partiell S1 links erkläre (IV-act. 197-28). Da die 

neuropathisch-neuralgische Schmerzsymptomatik am linken Bein aktuell nicht mehr 

angegeben würde und die Medikamentencompliance inkonsistent sei, sei davon 

auszugehen, dass die neuropathischen Schmerzen aktuell spontan remittiert seien. 

Ansonsten bestehe im Vergleich zum Vorgutachten keine Veränderung der radikulären 

Defizite. Als inkonsistent erwähnte der Gutachter neben der Medikamentencompliance 

die vorgeführte nicht plausible nahezu komplette Lähmung der Fussheber und -senker 

(IV-act. 197-27 f.). Die aus der Fussheberschwäche resultierende Gangbehinderung sei 

5.2. 

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für die Arbeitsfähigkeit relevant und auch funktionell einschränkend, insbesondere in 

bisheriger Tätigkeit (IV-act. 197-28). Sie führe zu einer Einschränkung für 

höhenexponierte Tätigkeiten. Das remittierte neuralgisch-neuropathische 

Schmerzsyndrom bei Radikulopathie L5/S1 beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit nicht 

(IV-act. 197-28 f.). Diese Diagnostik und Beurteilung erscheint nachvollziehbar. 

Plausibel erscheint auch, dass der Gutachter aus rein neurologischer Sicht für die 

aktuelle, partiell angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (etwas 

eingeschränkte zeitliche Präsenz und Leistungsminderung) und für eine optimal 

adaptierte Tätigkeit von 90 % annimmt. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung erscheint 

schlüssig, da die Gangschwierigkeiten nicht nur höhenexponierten Tätigkeiten 

entgegenstehen, sondern auch längeres Gehen und Stehen ungünstig und flexible 

Pausen erforderlich sind (vgl. IV-act. 197-29). Zu beachten ist, dass die rein 

neurologische Beurteilung die dem orthopädischen Fachgebiet zugeordneten 

chronischen Rückenschmerzen nicht berücksichtigt (IV-act. 197-27).

 5.3. 

Der orthopädische Experte berichtete über ein beeinträchtigtes Gangbild, 

muskulären Hartspann im Bereich der BWS und LWS, im Wesentlichen schmerzhafte 

bzw. eingeschränkte Beweglichkeit im Lendenbereich (Seitwärtsneigung, Rotation), 

eine verminderte und schmerzhafte Beweglichkeit und leichte Schwellungen in den 

Kniegelenken sowie eine leichte Instabilität des rechten OSG (IV-act. 197-50 f.). Er hielt 

fest, aus orthopädischer Sicht seien unter Berücksichtigung der klinischen 

Untersuchungsbefunde und der Resultate der bildgebenden Verfahren die 

Beschwerden und die daraus abgeleiteten Einschränkungen des Versicherten 

nachvollziehbar (IV-act. 197-53). Mit Blick auf frühere Bildgebungen könne von einer 

ossären Konsolidation der Implantate im Bereich L5/S1 ausgegangen werden. Im 

Bereich L4/L5 fänden sich leichtgradige, im Bereich L3/L4 interessanterweise stärkere 

degenerative Veränderungen. Die Veränderungen im Bereich des Rückens seien 

aufgrund der klinischen Untersuchungs- und bildgebenden Befunde als mittelschwer 

zu quantifizieren. In beiden Knien zeigten die Röntgenaufnahmen degenerative 

Veränderungen und intraartikuläre Fremdkörper, welche die beklagten zeitweisen 

Blockierungserscheinungen erklären könnten. An der rechten Schulter lägen klinisch 

lediglich noch leichtgradige Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bei 

Bewegungen über der Horizontalebene als Residualbeschwerden nach Partialruptur 

der Rotatorenmanschette vor. Die Arbeitsfähigkeit sei beeinträchtigt durch ein 

lumbovertebrales, teilweise lumboradikuläres Syndrom L5 links bei degenerativen 

Veränderungen ossärer und diskogener Art im Bereich der unteren LWS sowie durch 

5.3.1. 

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eine Varusgonarthrose beidseits, nicht aber durch die Schulterbeschwerden (IV-

act. 197-53 f.). In der aktuellen Tätigkeit sei die erbrachte Arbeitsfähigkeit von 50 % 

aus orthopädischer Sicht nachvollziehbar (IV-act. 197-55). Für eine wechselbelastende, 

körperlich leichte (Gewichtslimite 5 kg) Tätigkeit mit Wechsel zwischen Sitzen, Gehen 

und Stehen, ohne Zwangspositionen der Wirbelsäule, des rechten Schultergelenks und 

beider Kniegelenke – also ohne Knien, Kauern oder Abhocken – , ohne Inklinations-, 

Reklinations- oder Rotationsbewegungen der Wirbelsäule, ohne Bewegungen über die 

Horizontalebene und ohne repetitive Bewegungen der rechten Schulter, ohne längere 

Gehstrecken und ohne überwinden von Höhendifferenzen (Treppen, Leitern, Gerüste) 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Im Vergleich zur Vorbegutachtung sei aufgrund 

der verstärkten Beschwerden an beiden Kniegelenken von einer zusätzlichen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % auszugehen (IV-act. 197-56).

Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei nicht nachvollziehbar, dass die 

Kniebeschwerden eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit von lediglich 10 % bewirkten, 

führt der Gutachter aus, die durch die Beschwerden an den Kniegelenken bedingten 

Einschränkungen sei zu einem grossen Teil bereits in den Adaptionskriterien bezüglich 

der Rückenproblematik enthalten (IV-act. 197-56). Es erscheint nachvollziehbar, dass 

sich die Adaptionskriterien der Wechselbelastung, die Gewichtslimite sowie des 

Ausschlusses längerer Gehstrecken, des Überwindens von Höhendifferenzen sowohl 

auf die lumbalen Rückenbeschwerden, die radikulären Beschwerden als auch auf die 

Kniebeschwerden positiv auswirken, weshalb der Einfluss der Kniebeschwerden auf 

die gesamte Arbeitsfähigkeit entsprechend gering ausfällt. So wurde schon im ersten 

Gutachten der medexperts AG vom 12. Januar 2017 bei der Umschreibung des 

negativen Leistungsbildes festgehalten, dass keine schweren Tätigkeiten und kein 

regelmässiges Heben über 10 kg ausgeführt sowie keine Zwangshaltungen 

eingenommen werden sollten. Überdies wurde vermerkt, dass die muskuläre 

Dauerbelastbarkeit des linken Beines und die Rumpfsicherheit reduziert seien (IV-act. 

70-48; neurologisches Teilgutachten, IV-act.70-40). Folglich wurden bereits in der 

damals attestierten 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sowohl die 

Einschränkungen aufgrund des Rückenleidens als auch gewisse Einschränkungen des 

linken Beines berücksichtigt. Schliesslich bestimmt sich die Arbeitsfähigkeit durch die 

Gesamtheit der funktionellen Einschränkungen, unabhängig davon, ob diese durch 

eines oder mehrere Leiden begründet ist. Dementsprechend erscheint nachvollziehbar, 

dass sich die neu zu berücksichtigenden Kniebeschwerden lediglich im Umfang von 

10 % negativ auf die Arbeitsfähigkeit auswirken.

5.3.2. 

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6.

Sowohl der neurologische als auch der orthopädische Gutachter hielten die 

aktuelle Tätigkeit des Beschwerdeführers für nicht optimal bzw. nur partiell adaptiert 

(IV-act. 197-30, 55). Die Gutachter begründeten dies mit Hinweis auf die Belastungen 

am Bewegungsapparat (IV-act. 197-12). Des Weiteren müsse der Beschwerdeführer 

entgegen des Adaptionsprofils einerseits längere Gehstrecken zurücklegen und 

andererseits zeitweise schwerere Gewichte heben (IV-act. 197-14). Die Arbeit des 

Beschwerdeführers beinhaltet gemäss seinen eigenen Angaben vorwiegend 

administrative Tätigkeiten im Lager (Kontrolle der Ein- und Ausgänge, 

Kommissionierungen) sowie gelegentliches Heben von Lasten von 10 kg bis 15 kg, 

wobei er für schwere Lasten Hilfe in Anspruch nehmen könne (IV-act. 197-23, 47). Dem 

Fragebogen für Arbeitgebende ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 

manchmal auch Möbelmontagen durchführe. Er müsse oft Gewichte von 0 bis 10 kg, 

manchmal solche von 10 bis 25 kg und selten über 25 kg heben und tragen. Oft führe 

er die Tätigkeiten im Stehen, manchmal im Sitzen und Gehen durch (IV-act. 124). Eine 

optimal leidensangepasste Tätigkeit sollte gemäss den gutachterlich definierten 

Kriterien unter anderem nur das Heben von Gewichten bis zu 5 kg beinhalten (IV-act. 

197-12). Zudem ist gemäss dem neurologischen Gutachter darauf zu achten, dass die 

Tätigkeiten vorwiegend im Sitzen ohne längeres Gehen und Stehen ausgeführt würden 

(IV-act. 197-30). Somit erscheint es einleuchtend, dass die vom Beschwerdeführer 

aktuell ausgeführte Tätigkeit mit teils Heben und Tragen von höheren Gewichten als 5 

kg und häufigem Stehen nicht optimal adaptiert ist und durch die schwereren 

Tätigkeiten und das Stehen beim Beschwerdeführer mehr Schmerzen auftreten 

könnten und/oder die Arbeit ermüdender ist. Die im Realitätsbeweis erbrachte 

Arbeitsfähigkeit von 50 % ist demnach unter orthopädischen Gesichtspunkten 

nachvollziehbar (IV-act. 197-12). Somit ist mit den Gutachtern in besser adaptierten 

Tätigkeiten als der aktuellen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 70%igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen.

5.4. 

Die pneumologische Untersuchung war wegen Hustenartefakten bei der forcierten 

Exspiration erschwert (IV-act. 197-76). Sie ergab eine leichtgradige obstruktive 

Schlafapnoe unter subjektiv und objektiv erfolgreicher CPAP-Therapie und ein 

anamnestisches, aktenmässig nicht belegtes Asthma bronchiale mit gelegentlichen 

Exazerbationen bei aktuell normaler Spirometrie (IV-act. 197-77 f.). In Anbetracht der 

wirksamen Behandlung der Schlafapnoe und der fehlenden Akten in Bezug auf das 

Asthma bronchiale ist plausibel, dass die pneumologischen Erkrankungen die 

Arbeitsfähigkeit nicht einschränken.

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/28

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Zu prüfen verbleiben die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer und schlussendlich aus 

interdisziplinärer Sicht.

Die psychiatrische Gutachterin erhob eine leicht gedrückte Stimmung, eine leichte 

Affektlabilität, eine leichte Interesselosigkeit und einen mässigen sozialen Rückzug (IV-

act. 197-63). Die Diagnose einer leichten depressiven Episode mit somatischem 

Syndrom (ICD-10: F32.01; IV-act. 197-66) erscheint somit nachvollziehbar. Die 

Sachverständige verwies weiter auf das neuropsychologische Teilgutachten, wonach 

die Testergebnisse valide und uneingeschränkt interpretierbar seien und von einer 

minimalen neuropsychologischen Funktionsstörung mit im Vordergrund stehenden 

Aufmerksamkeitsstörungen auszugehen sei. Diese diskreten konzentrativ bedingten 

Auffälligkeiten seien am ehesten im Rahmen einer Schmerzsymptomatik und auch 

durch normale altersbedingte Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit erklärbar 

(IV-act. 197-64). Zur Arbeitsfähigkeit führte sie aus, rein psychiatrisch betrachtet 

bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, vor allem 

aufgrund einer eingeschränkten Durchhaltefähigkeit (IV-act. 197-66) bzw. einer 

verminderten psychophysischen Belastbarkeit im Rahmen der depressiven Episode 

und aufgrund der Zunahme der Schmerzen (IV-act. 197-67). Seit der Vorbegutachtung 

sei die Arbeitsfähigkeit (richtig wohl: Arbeitsunfähigkeit) auch aus psychiatrischer Sicht 

um 10 % angestiegen, dies aber alleine aufgrund der Zunahme der Schmerzen, nicht 

aufgrund einer grundlegenden Veränderung der psychiatrischen Symptome (IV-

act. 197-67).

6.1. 

 6.2. 

Da die vorliegende gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit unter anderem 

durch ein psychisches Leiden begründet wird, ist diese mittels strukturierten 

Beweisverfahrens zu beurteilen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 143 V 418; 141 V 281). 

Dessen Wesen besteht darin, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen anhand 

eines Kataloges von (Standard-) Indikatoren, unterteilt in die Kategorien "funktioneller 

Schweregrad" (mit den Komplexen Gesundheitsschädigung [Ausprägung der 

diagnoserelevanten Befunde, Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz, 

Komorbiditäten], Persönlichkeit und sozialer Kontext) und "Konsistenz" (gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, 

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck; BGE 141 

V 281 E. 4.1.3) einzuschätzen, dies unter Berücksichtigung sowohl leistungshindernder 

äusserer Belastungsfaktoren als auch von Kompensationspotentialen (Ressourcen; 

BGE 141 V 281 E. 3.6).

6.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/28

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Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des 

strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung 

überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der 

Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den 

normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage 

der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des 

Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden 

kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und 

erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet 

werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer 

umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen 

Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es 

daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln 

über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person 

auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_224/2021 

vom 29. November 2021 E. 2.2.2).

6.2.2. 

Bezüglich des funktionellen Schweregrads erhob die psychiatrische Gutachterin 

einen leicht reduzierten Antrieb, eine leicht gedrückte Stimmungslage, eine nicht 

beeinträchtigte affektive Schwingungsfähigkeit, eine leichte Interessenlosigkeit und 

einen mässigen sozialen Rückzug (IV-act. 197-63). Das valide neuropsychologische 

Gutachten bestätigte eine minimale neuropsychologische Funktionsstörung mit im 

Vordergrund stehenden Aufmerksamkeitsstörungen (IV-act. 196-5; IV-act. 197-64). 

Gemäss dem Mini-ICF APP waren die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie die 

Widerstands- und Durchhaltefähigkeit leicht beeinträchtigt (IV-act. 197-66). Die übrigen 

Fähigkeiten waren nicht eingeschränkt. Eine zusätzliche Einschränkung durch 

Schmerzen, die weder auf die organischen Ursachen noch auf die leichtgradige 

Depression zurückzuführen ist – etwa aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung –, 

wird nicht attestiert. Somit bestehen gemäss den erhobenen Befunden lediglich 

leichtgradige Einschränkungen.

6.2.3. 

Hinsichtlich der Behandlung prognostizierte die Gutachterin unter Aufnahme 

einer solchen eine Remission der depressiven Symptome innerhalb von 1 bis 2 Jahren 

(Gutachten, IV-act. 197-70) bzw. eine aus psychiatrischer Sicht volle Arbeitsfähigkeit 

innert 6 bis 12 Monaten (Stellungnahme vom 9. Juni 2022, IV-act. 203-2). Der 

Beschwerdeführer war bis zum Zeitpunkt der Begutachtung nie in psychiatrischer 

Behandlung. Er begab sich erstmals auf Aufforderung der Beschwerdegegnerin hin 

(Schreiben vom 20. Juni 2022; IV-act. 205) am 27. September 2022 in ambulante 

6.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/28

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Behandlung zu Dr. G.___ (Arztbericht vom 12. Dezember 2022, IV-act. 215-2). Zwar 

attestierte diese zunächst für den Zeitraum vom 10. Oktober bis 31. Dezember 2022 

Arbeitsunfähigkeiten von 50 % bzw. 100 % (IV-act. 215-2), teilte jedoch bereits am 

10. Februar 2023 mit, der Beschwerdeführer sei nunmehr aus psychiatrischer Sicht zu 

100 % arbeitsfähig (IV-act. 226). Innerhalb der kurzen Behandlungszeit von lediglich 4 

Monaten verbesserte sich der psychische Gesundheitszustand und der 

Beschwerdeführer erreichte eine volle Arbeitsfähigkeit. Die Behandlungszeit lag sogar 

weit unter der von der Gutachterin prognostizierten Dauer. Somit erübrigen sich weitere 

Ausführungen zur vom Beschwerdeführer gerügten fehlenden Übereinstimmung der 

diesbezüglichen Angaben der psychiatrischen Gutachterin, wobei anzumerken ist, dass 

es sich ohnehin lediglich um Prognosen handelte und keine Ungereimtheiten 

feststellbar sind.

Der Beschwerdeführer arbeitete bis zum 23. Mai 2014 als Möbelmonteur in der 

Auslieferung und Montage. Seit dem 22. Juni 2016 ist er beim selben Arbeitgebenden 

als Lagerist in einem Pensum von 50 % tätig (Angaben Arbeitgebende vom 9. Juli 

2020, IV-act. 124-2 f.). Diese Arbeitsfähigkeit ist aus gutachterlich-orthopädischer Sicht 

nachvollziehbar (IV-act. 197-12). Positiv zu werten ist, dass der Beschwerdeführer 

weiterhin aktiv am Arbeitsleben teilnimmt und eine Eingliederung soweit gelungen ist.

6.2.5. 

Gemäss der psychiatrischen Gutachterin bestehen keine Hinweise auf eine 

Persönlichkeitsstörung oder -akzentuierung (IV-act. 197-63, 65). Aufgrund der 

Persönlichkeit sind somit keine sich funktionell zusätzlich auswirkenden 

Einschränkungen vorhanden.

6.2.6. 

Hinsichtlich des sozialen Kontextes bzw. der Ressourcen des 

Beschwerdeführers kann Folgendes festgehalten werden: Der Beschwerdeführer ist 

verheiratet. Er steht wöchentlich in Kontakt zu seinen Töchtern und Enkelkindern (IV-

act. 197-23, 61). Ab und zu telefoniert er mit seinen Schwestern. Die finanzielle 

Situation schildert er als belastend. Er habe (bedingt durch die Aufgabe früher noch 

möglicher Aktivitäten, vgl. IV-act. 197-48) keine Freundschaften mehr, da er vieles nicht 

mehr machen könne. Er beklagt das Fehlen (weiterer) sozialer Kontakte (IV-

act. 197-61). Als Ressourcen zu betrachten sind gemäss dem neurologischen 

Gutachter die unauffällige Kraft und Koordination der oberen Extremitäten sowie der 

rechten unteren Extremität, dass keine Sehminderung am linken Auge besteht und 

keine Gehörsminderung vorliegt sowie die neurokognitive Leistung nicht arbeitsrelevant 

eingeschränkt ist (IV-act. 197-29; vgl. auch IV-act. 197-55). Ausserdem verfügt der 

Beschwerdeführer über jahrelange berufliche Erfahrung und es gelang ihm ein Wechsel 

6.2.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/28

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von der Tätigkeit als Möbelmonteur zum Mitarbeiter im Lager. Der Beschwerdeführer 

verfügt demnach nach wie vor über soziale Kontakte, auch wenn sich diese reduziert 

haben, und einige Ressourcen.

 Zur Beurteilung der Konsistenz ist eine gleichmässige Einschränkung des 

Aktivitätsniveaus in allen Lebensbereichen und der Leidensdruck massgebend. Der 

Beschwerdeführer schildert, aufgrund der während der vormittäglichen Arbeit 

zunehmenden Rückenschmerzen lege er sich nach dem Nachhause kommen für etwa 

eine Stunde hin. Nach Massgabe der Schmerzen gehe er am Nachmittag spazieren. Im 

Haushalt könne er nur ganz wenig mithelfen, die meisten Hausarbeiten erledige seine 

Ehefrau (IV-act. 197-24, 62). Sein grosses Hobby sei das Kochen; er habe es allerdings 

wegen der Rückenbeschwerden reduzieren müssen. Die Pflege des eigenen Gartens, 

das Radfahren und das Fussballspielen seien nicht mehr möglich (IV-act. 197-48, 53). 

Der Beschwerdeführer zeigt mit seinem Tagesablauf eine passende Einschränkung im 

Aktivitätsniveau.

6.2.8. 

Für einen geringen Leidensdruck spricht aus psychiatrischer Sicht, dass eine 

Behandlung erst nach Aufforderung der Beschwerdegegnerin aufgenommen wurde (IV-

act. 205; IV-act. 219). Die berichtete hochdosierte Einnahme von Schmerz- und 

Schlafmedikamenten konnte durch die Laborbefunde nicht bestätigt werden, was 

allerdings mit einer Remission der neuropathisch-neuralgischen Schmerzsymptomatik 

am linken Bein korrespondiert (IV-act. 197-9). Die Konsistenz der 

neuropsychologischen Befunde war gegeben. Auffällig war indes, dass der 

Beschwerdeführer eine mehr oder weniger vollständige Lähmung des Fusshebers 

beschreibt, bei allerdings nicht sehr ausgeprägter muskulärer Atrophie an der linken 

unteren Extremität (IV-act. 197-53). Die Konsistenz ist somit grundsätzlich gegeben.

6.2.9. 

Insgesamt sind aus psychiatrischer Sicht unter Berücksichtigung der 

Standardindikatoren dauerhaft lediglich leichte Einschränkungen fassbar, zumal sich 

die depressive Episode als rasch und erfolgreich behandelbar herausstellte. So hielt 

der RAD-Arzt H.___ unter Berücksichtigung der Standardindikatoren zu Recht fest, 

dass (bereits) die 30%ige Arbeitsunfähigkeit in Anbetracht der leichten und in der Regel 

vorübergehenden psychischen Erkrankung grosszügig bemessen sei (Stellungnahme 

vom 10. Mai 2022, IV-act. 199-5; Besprechungsprotokoll vom 20. Mai 2022, IV-

act. 200-2 f.).

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/28

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 6.4. 

Interdisziplinär kamen die Gutachter zum Konsens, die funktionellen 

Auswirkungen auf somatischem Gebiet überlappten sich lediglich teilweise mit 

denjenigen auf psychiatrischem Gebiet, sodass die gesamte Arbeitsunfähigkeit 

interdisziplinär höher liege als jeweils auf orthopädischem (= neurologischem) und 

psychiatrischem Gebiet. Ausgehend von der Überlegung, dass eine psychisch gesunde 

somatisch erkrankte Person gesundheitlich bessergestellt sei als eine psychisch und 

somatisch erkrankte, sei die Arbeitsfähigkeit aus interdisziplinärer Sicht aufgrund des 

hinzugetretenen psychiatrischen Leidens nochmals (von 70 %) auf 60% zu reduzieren 

(Stellungnahme der Gutachter vom 9. Juni 2022, IV-act. 203).

6.4.1. 

Eine solche Kumulation bzw. teilweise Addition ist allerdings nicht 

nachvollziehbar. Zu Recht brachte der RAD-Arzt H.___ an, da nur eine leichte 

Depression ausgewiesen sei, könne der Umgang mit somatischen Beeinträchtigungen 

grundsätzlich nicht eingeschränkt sein (Besprechungsprotokoll vom 20. Mai 2022, IV-

act. 204-1). Die erhöhte Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist zudem auch 

deshalb nicht gerechtfertigt, weil aufgrund der Schmerzen keine eigenständige 

psychiatrische Diagnose wie etwa diejenige einer somatoformen Schmerzstörung 

gestellt wurde. Demnach erscheint die attestierte vorübergehend nur 60%ige 

Arbeitsfähigkeit mangels einer psychiatrischen eigenständigen "Schmerzdiagnose", in 

Anbetracht der Standardindikatoren (vgl. E. 6.2) und der unter Behandlung sehr 

schnellen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit als nicht plausibel. Zwar ging Dr. G.___ 

gemäss Arztbericht vom 12. Dezember 2022 aufgrund ihrer Befunde von einer dazumal 

schweren depressiven Episode aus mit entsprechend mässiger bis starker 

Beeinträchtigung der meisten Fähigkeiten gemäss dem Mini-ICF-APP durch die 

depressive Symptomatik und die Schmerzen (IV-act. 215-5 f.). Eine höhere 

Arbeitsunfähigkeit als durch die Gutachterin schätzte sie indes lediglich für die 

Zeitspanne vom 10. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 ein (IV-act. 215-2), womit die 

nach Art. 88a Abs. 2 IVV erforderliche dreimonatige Dauer einer relevanten 

Verschlechterung nicht gegeben ist.

6.4.2. 

Nach dem Gesagten berücksichtigt das Gutachten sämtliche bedeutsamen 

Aspekte und ist nachvollziehbar. Es ist damit soweit darauf abzustellen. Nicht zu 

berücksichtigen ist aufgrund des strukturierten Beweisverfahrens die vorübergehend 

erhöhte Arbeitsunfähigkeit von 60 %. Interdisziplinär ist aus orthopädischer Sicht von 

einer schlüssig begründeten Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten Tätigkeit 

seit der Begutachtung am 28./29. März 2022 auszugehen (IV-act. 197-56). Nicht 

nachvollziehbar ist, weshalb die Gutachter in der Konsensbeurteilung zum Schluss 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/28

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7.  

kamen, vor dem Begutachtungszeitpunkt habe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden 

(IV-act. 197-13). Denn im Vorgutachten vom 12. Januar 2017 attestierten die Gutachter 

nicht eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, sondern eine solche von 80 %. Die aktuellen 

Gutachter konnten zum Verlauf weder im somatischen noch im psychiatrischen 

(ohnehin keine Dokumentation aufgrund der fehlenden Behandlung) Bereich genauere 

Angaben zum Zeitpunkt der Verschlechterung machen (siehe IV-act. 197-13 und 14). 

Folglich ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die 70%ige Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit ab dem Begutachtungszeitpunkt Ende März 2020 anzunehmen. 

Offenbleiben kann aufgrund der ohnehin aus somatischer Sicht attestierten 

Arbeitsfähigkeit von 70 %, ob aus psychiatrischer Sicht ebenfalls eine 70%ige oder 

eine nach der erfolgreichen Behandlung gar höhere Arbeitsfähigkeit vorliegt.

Der Beschwerdeführer lässt weiter vorbringen, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben, da der medizinische Endzustand im Zeitpunkt ihres Erlasses noch nicht 

erreicht gewesen sei und die Indikation für weitere Abklärungen sowie allfällige 

Operationen bestanden habe (act. G 5 S. 2 f.). In diesem Zusammenhang reichte er mit 

Beschwerde vom 16. Mai 2023 und Beschwerdeergänzung vom 16. Juni 2023 

verschiedene medizinische Berichte ein und macht geltend, es sei nach der 

Begutachtung zu gesundheitlichen Verschlechterungen gekommen, die allesamt vor 

dem Erlass der angefochtenen Verfügung eingetreten seien.

7.1. 

Nach der Rechtsprechung stellt das Gericht bei der Beurteilung einer Streitsache 

in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des strittigen Entscheids 

eingetretenen Sachverhalt ab. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert 

haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 

144 V 213 E. 4.3.1). Demzufolge ist vorliegend zu prüfen, ob sich der 

Gesundheitszustand in der Zeitspanne zwischen der Verlaufsbegutachtung und dem 

Zeitpunkt der Verfügung massgeblich verändert hat. Spätere Änderungen/

Verschlechterungen wären durch eine Wiederanmeldung bzw. ein Revisionsgesuch 

geltend zu machen.

7.1.1. 

Gemäss Knie-Sprechstundenbericht vom 8. Mai 2023 erhob Dr. C.___ ähnliche 

Befunde wie der orthopädische Gutachter (leichter Erguss, Patellaverschiebeschmerz 

und hauptsächlich laterale Druckdolenzen links und rechts. Die Flexion/Extension 

betrug links 120°/5/0° bzw. 130°/10/0°, rechts 120°/7/0°bzw. 130/10/0° (act. G 1.1.3 

gegenüber act. G 1.1.4). Mit E-Mail vom 15. Juni 2023 bestätigte Dr. C.___, seit dem 

23. April 2020 bestünden unverändert Schmerzen an beiden Kniegelenken und 

7.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/28

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radiologisch eine schwere Gonarthrose. Es sei die Indikation zum totalprothetischen 

Ersatz gegeben. Aufgrund der zunehmenden Schmerzen habe sich der 

Beschwerdeführer nun zum Eingriff durchringen können (act. G 3.1.2). Es ist daher 

nicht davon auszugehen, dass der Gutachter bezüglich der Knie von unzutreffenden 

Befunden ausging oder dass sich der Zustand nach der Begutachtung massgeblich 

verschlechtert hätte, auch wenn sich der Beschwerdeführer erst später zur aber bereits 

vorher indizierten Operation entschliessen konnte.

Im Wirbelsäulen-Sprechstundenbericht vom 21. April 2023 erhob Dr. med. I.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

ähnlich wie der orthopädische Gutachter, (deutliche) Druck- und Klopfdolenzen im 

Bereich der unteren Wirbelsäule. Die Fussheberschwäche bewertete er mit einem 

Kraftgrad M2-3/5, während der neurologische Gutachter diesen mit M3-4/5 schätzte 

(IV-act. 197-26, 28). Der Bericht von Dr. I.___ enthält sodann keine vom Gutachten 

abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung. Im Gegensatz zum neurologischen Gutachter 

befand Dr. I.___ den Lasègue-Test als beidseitig positiv (IV-act. 197-26 im Vergleich zu 

act. G 1.1.3). Dr. I.___ hielt fest, insgesamt habe sich die Schmerzsituation in den 

letzten beiden Jahren weiter verschlimmert und sei der Beschwerdeführer zunehmend 

durch die Schmerzen eingeschränkt. Bildgebend zeigten sich im Vergleich zu den 

Voraufnahmen unveränderte Stellungsverhältnisse bei bekannten Degenerationen. Er 

schliesse sich der Empfehlung von Dr. E.___ vom 19. Januar 2021 an, eine 

langstreckige Spondylodese L1 bis S2 durchzuführen (act. G 1.1.3). Auch aus diesem 

Bericht ergeben sich ausser der von Dr. I.___ etwas stärker geschätzten 

Fussheberschwäche und dem positiven Lasègue-Test keine vom Gutachten 

abweichende Befunde oder Beurteilungen oder Anhaltspunkte für eine 

Verschlechterung nach dem Begutachtungszeitpunkt.

7.1.3. 

Soweit der Beschwerdeführer geltend machen möchte, über den Rentenanspruch 

hätte noch gar nicht verfügt werden dürfen, da sich der medizinische Sachverhalt noch 

in Entwicklung befinde, ist festzuhalten, dass die Entstehung des Rentenanspruchs 

nicht davon abhängt, ob das betreffende Leiden stabil oder zumindest relativ 

stabilisiert ist. Die prognostische Behandelbarkeit eines Leidens steht der Entstehung 

des Rentenanspruchs nicht entgegen (BGE 127 V 297 E. 4b/cc; vgl. auch U. Kieser, 

a.a.O., Art. 16 N 89). Sofern sich der Gesundheitszustand seit Erlass der 

angefochtenen Verfügung verändert bzw. verschlechtert haben sollte, ist dies durch 

eine Wiederanmeldung geltend zu machen.

7.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/28

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8.  

Weiter bestritten wird die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer lässt dazu vorbringen, eine Tätigkeit, welche sämtliche 

Adaptionskriterien berücksichtige, werde realistischerweise auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt gar nicht angeboten, weshalb er mit seiner 50%igen Tätigkeit seine 

Restarbeitsfähigkeit bestmöglich verwerte und eine darüber hinaus gehende 

Resterwerbsfähigkeit nicht gegeben sei. Hinzu komme das höhere Alter, was 

zusammen mit seinen gesundheitlichen Einschränkungen dazu führe, dass er keine 

anderweitige Arbeitsstelle finden würde (act. G 5 S. 8).

8.1. 

Der Beschwerdeführer macht damit zu Recht nicht geltend, es bestehe überhaupt 

keine Verwertbarkeit der attestierten Restarbeitsfähigkeit von 70 %. Er erbringt 

vielmehr den Tatbeweis, dass er in der Lage ist, diese in der Höhe eines 50%-Pensums 

auszuschöpfen. Dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als derart einzigartiger 

"Glücksfall" zu bezeichnen wäre, dass sie seltener als ein Nischenarbeitsplatz – bei 

dessen Vorhandensein eine Verwertbarkeit besteht – zu erwarten wäre, ist unbestritten 

nicht der Fall.

8.2. 

Der Beschwerdeführer bestreitet lediglich, dass er seine attestierte Arbeitsfähigkeit 

über das derzeitige Pensum von 50 % hinaus voll ausschöpfen könnte. Dazu müsste er 

allenfalls einen Stellenwechsel hinnehmen. Nach der Rechtsprechung ist in solchen 

Konstellationen als Ausfluss der Schadenminderungspflicht zu prüfen, ob eine den 

Adaptionskriterien gerechte Verweistätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(siehe dazu: Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2018, 8C_458/2018, E. 4.2) 

überhaupt existiert und ob der versicherten Person der Wechsel der Tätigkeit zumutbar 

wäre. Dabei sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des 

Einzelfalles zu berücksichtigen (vgl. dazu etwa Urteil des Bundesgerichts vom 

8. Februar 2023, 8C_738/2021, E. 3.5.2).

8.3. 

Massgebend für die IV ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt, also eine theoretische 

Grösse (vgl. unter vielen: Urteile des Bundesgerichts vom 6. Januar 2020, 

9C_797/2019, E. 5, und vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4). Mit seiner 

ausgeübten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer bereits in den Arbeitsmarkt integriert 

und zeigt, dass er sogar auf dem konkreten Arbeitsmarkt in der Lage ist, seine 

Arbeitsfähigkeit – wenn auch nicht im erforderlichen Umfang – zu verwerten. Die 

zusätzlichen von den Gutachtern definierten Adaptionskriterien (geringere 

Gewichtsbelastung, kürzere Gehstrecken) führen nicht dazu, dass eine entsprechende 

Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als kaum existent beurteilt werden 

8.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/28

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9.

Zu prüfen bleibt der Einkommensvergleich.

könnte. Das Alter des Beschwerdeführers steht einer Verwertbarkeit in einer 

Verweistätigkeit ebenfalls nicht entgegen (vgl. hierzu etwa Urteil des Bundesgerichts 

vom 21. Februar 2023, 8C_257/2022, E. 6.3). Nach dem Gesagten ist durch die 

Integration des Beschwerdeführers auf dem konkreten Arbeitsmarkt auch mit den 

eingeschränkteren Adaptionskriterien ohne Weiteres davon auszugehen, dass dieser 

seine restliche Arbeitsfähigkeit von 20 % verwerten könnte. Ob er tatsächlich eine 

Stelle auf dem konkreten Arbeitsmarkt finden würde, stellt vorliegend ein arbeitsmarkt-, 

nicht aber ein IV-rechtliches, Problem dar.

 9.1. 

Nach ständiger Rechtsprechung sind für den Einkommensvergleich die 

Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend. Allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum angefochtenen 

Entscheid zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 2022, 

8C_350/2022, E. 6 [richtig wohl E. 6.1.1]; BGE 129 V 222).

9.1.1. 

Seit dem Entscheid des Versicherungsgerichts IV 2017/351 vom 22. November 

2019 ergaben sich Veränderungen. Einerseits hat sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers verschlechtert. Andererseits erzielt er seit 1. Januar 2020 ein 

höheres Einkommen (IK-Auszug, IV-act. 252-1; Angaben Arbeitgebende vom 9. Juli 

2020, IV-act. 124-5). Der frühestmögliche Rentenbeginn ist ab der gutachterlich 

attestierten Arbeitsfähigkeit von 70 % ab dem Begutachtungszeitpunkt Ende März 

2022 anzunehmen. Folglich ist für den Einkommensvergleich das Jahr 2022 

massgebend.

9.1.2. 

Das Versicherungsgericht legte im bereits erwähnten Entscheid das 

Valideneinkommen für das Jahr 2015 auf Fr. 66'579.-- fest (Lohn als Möbelauslieferer/-

montage mit Bonus sowie Tätigkeit als Hauswart: E. 4.1, IV-act. 102-16). Es besteht 

kein Anlass zur Annahme, dass der Beschwerdeführer ohne Beeinträchtigung seiner 

Gesundheit nicht weiterhin als Möbelauslieferer und -monteur und Hauswart tätig 

gewesen wäre. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2022 

(Index Männer 2015: 2226, 2022: 2305, Tabelle T 39 Nominallohnentwicklung des 

Bundesamtes für Statistik [BFS]) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 68'942.--.

9.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/28

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 9.3. 

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können die LSE-Tabellenlöhne 

herangezogen werden. Ein Abstellen bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf 

den tatsächlich erzielten Verdienst setzt demnach unter anderem voraus, dass die 

versicherte Person ihre ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft. Dies ist dann nicht der Fall, wenn die versicherte Person auf dem 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich 

erhaltenen Lohn erzielen könnte (Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2018, 

8C_313/2018, E. 6.2 f.). Sodann kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der 

tatsächliche Verdienst nur dann als Grundlage für das Invalideneinkommen dienen, 

sofern er branchenüblich ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2017, 

8C_475/2017, E. 6.1 a.E.; Urteil vom 15. November 2010, 9C_721/2010, E. 4.1.2).

9.3.1. 

Die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers gab am 9. Juli 2020 an, dieser arbeite 

in einem 50 %-Pensum und verdiene seit 1. Januar 2020 Fr. 33'150.--. Dieser Lohn 

entspreche der Arbeitsleistung (IV-act. 124). Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung in den Jahren 2020 bis 2022 beträgt das tatsächliche 

Einkommen des Beschwerdeführers Fr. 33'250.-- (Indices 2020: 2298; 2022: 2305) 

bzw. hochgerechnet auf ein Vollzeitpensum Fr. 66'500.--. Hinzuweisen ist, dass im IK-

Auszug etwas abweichende Einkommen von Fr. 34'150.-- für das Jahr 2020, von 

Fr. 35'650.-- für 2021 und von Fr. 31'871.-- für 2022 aufgeführt sind (IV-act. 252-1). 

Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers ist stabil und das Einkommen beinhaltet 

keinen Soziallohn. Allerdings schöpft der Beschwerdeführer mit seinem Pensum von 

50 % wohl die Arbeitsfähigkeit in einer nicht vollständig adaptierten Tätigkeit aus, nicht 

aber jene in einer optimal angepassten Tätigkeit. Damit verwertet er seine 

Arbeitsfähigkeit nicht vollständig. Der tatsächlich erzielte Lohn des Beschwerdeführers 

kann nicht ohne Weiteres auf die gutachterlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % 

hochgerechnet werden, da nicht klar ist, ob der Beschwerdeführer sein Pensum 

9.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/28

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erhöhen könnte (siehe Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung vom 8. März 2016: "… 

der Betrieb die Stelle im Lager wirtschaftlich nicht auf 100 % erhöhen kann."; IV-act. 

43). Somit kann nicht der tatsächlich erzielte Lohn als Invalideneinkommen 

herangezogen werden, sondern es ist auf den Tabellenlohn abzustellen. Gemäss LSE 

2020 (Zahlen für 2022 noch nicht vorliegend), TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 

1 Männer, Total, betrug der Monatslohn Fr. 5'261.-- brutto. Die betriebsübliche 

Arbeitszeit dauerte 41,7 Stunden pro Woche (BFS, T 03.02.03.01.04.01, Total). Zudem 

ist das Einkommen auf 12 Monate und entsprechend der Nominallohnentwicklung bis 

zum Jahr 2022 hochzurechnen (BFS, T39, Indices Männer 2020: 2298; 2022: 2305). Es 

resultiert ein Tabellenlohn von Fr. 66'016.-- (Fr. 5'261.-- : 40 x 41,7 x 12 : 2298 x 2305). 

Entsprechend der 70%igen Arbeitsfähigkeit beträgt das Invalideneinkommen ohne 

Tabellenlohnabzug Fr. 46'211.-- (70 % x Fr. 66'016.--).

 9.4. 

Der Beschwerdeführer macht einen Tabellenlohnabzug von 15 % geltend. Dies 

begründet er mit dem Zumutbarkeitsprofil, zu erwartenden Spätschäden durch die dem 

internistischen Fachgebiet zugehörigen Krankheiten, der lediglich noch möglichen 

Teilzeittätigkeit, dem Alter sowie der fehlenden Ausbildung (act. G 5 S. 7 f.).

9.4.1. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten 

wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert gemäss bisheriger 

Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass eine gesundheitlich beeinträchtigte Person aufgrund von persönlichen 

und beruflichen Merkmalen wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 

Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad die 

verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 148 V 174 E. 6.3 

und E. 9.2.2).

9.4.2. 

Der aktuelle Lohn des Beschwerdeführers (Fr. 66'500.-- bei Vollzeitpensum) liegt 

trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen rund 1 % über dem Tabellenlohn von 

Fr. 66'016.--. Folglich erleidet der Beschwerdeführer trotz der zusätzlich geltend 

gemachten Einschränkungen wie Alter, fehlende Ausbildung und Teilzeittätigkeit auf 

dem tatsächlichen – und nicht auf dem für die IV massgebenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt – keine invaliditätsbedingte Einkommenseinbusse. Selbst die statistisch 

erhobene teilzeitbedingte Einkommenseinbusse entsprechend der Tabelle T18 (bei 

einer Teilzeittätigkeit von 50 bis 74 % wurde eine Lohnminderung von 4 % erhoben) 

muss er nicht in Kauf nehmen. Im Übrigen ist gemäss Art. 26  Abs. 3 IVV (in der 

9.4.3. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/28

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10.  

Entscheid

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

vorliegend massgeblichen Fassung ab 1. Januar 2022) lediglich noch ein Teilzeitabzug 

von 10 % vorgesehen, wenn der Beschwerdeführer über eine funktionelle 

Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger verfügen würde, was vorliegend ohnehin 

nicht der Fall ist. Die aktuelle Tätigkeit beinhaltet – wie bereits in E. 5.4 ausgeführt – 

zum grossen Teil schon die gutachterlich definierten Adaptionskriterien. Es erscheint 

daher nicht plausibel, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht des nicht 

übermässigen Auseinanderfallens der Anforderungprofile sowie seiner langjährigen 

Berufserfahrung in einer optimal adaptierten Tätigkeit nur noch einen massgeblich 

unter dem Tabellenlohn liegenden Verdienst erzielen könnte. Ein Abzug vom 

Tabellenlohn ist somit nicht gerechtfertigt.

Damit betragen das Valideneinkommen Fr. 68'942.-- und das Invalideneinkommen 

Fr. 46'211.-- Es resultiert ein Invaliditätsgrad von 33 %, womit der Beschwerdeführer 

keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

9.5. 

Am 1. Januar 2024 ist der revidierte Art. 26  Abs. 3 IVV in Kraft getreten. Danach 

werden vom nach statistischen Werten ermittelten Invalideneinkommen 10 % 

abgezogen (Satz 1). Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 

18. Oktober 2023 wird auf eine erneute Anmeldung eingetreten, wenn glaubhaft 

gemacht wird, dass die Berechnung des Invaliditätsgrades durch die Anwendung der 

Regelung von Artikel 26  Abs. 3 neu zu einem Rentenanspruch führen kann. Demnach 

ist es dem Beschwerdeführer unbenommen, sich gestützt auf diese Bestimmung neu 

zum Leistungsbezug anzumelden (vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 432 Ziff. 3).

9.6. bis

bis

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.10.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. 

Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete 

Gerichtsgebühr getilgt. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

10.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 28/28

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2.

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird angerechnet.

3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2024
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG Gemäss Verlaufsgutachten reduzierte sich die vormalige attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer adaptierten Tätigkeit auf 70 %. Eine weitere Reduktion aus interdisziplinär-psychiatrischer Sicht auf 60 % erscheint unter Berücksichtigung der Standardindikatoren weder nachvollziehbar, noch war sie nach Aufnahme der benötigten Behandlung von erheblicher Dauer. Der Beschwerdeführer arbeitet beim ehemaligen Arbeitgeber zu 50 % in einer nicht optimal angepassten Funktion. Daher kann nicht auf das erzielte Einkommen abgestellt werden, sondern die LSE ist massgebend. Sein Einkommen liegt pensumsbereinigt leicht über dem Tabellenlohn, weshalb kein Tabellenlohnabzug gerechtfertigt ist. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Februar 2024, IV 2023/93).

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