# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c5af822-b71d-5165-87fe-46e7b69a9c04
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.07.2010 D-5211/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5211-2010_2010-07-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5211/2010/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

A._________, geboren (...),
Nigeria,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5211/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  26.  Januar  2004  erstmals  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass  er  dabei  geltend  machte,  er  habe  sein  Heimatland  Liberia  im 
Alter von zwei Jahren verlassen und habe sich in der Folge in Nigeria, 
dem Heimatland seiner Mutter, aufgehalten,

dass er im Dezember 2003 vom Ehemann seiner Mutter geschlagen 
und aus dem Haus vertrieben worden sei, worauf er in die Schweiz ge-
flüchtet sei,

dass das Bundesamt auf das Asylgesuch mit Verfügung vom 19. März 
2004 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG,  SR 142.31) nicht  eintrat  und die  Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  die  damals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK) auf die dagegen erhobene Beschwerde vom 22. April 2004 mit 
Urteil vom 15. Juni 2004 nicht eintrat,

dass der Beschwerdeführer ab dem 24. Juni 2004 als verschwunden 
galt,

dass er am 9. November 2005 ein zweites Asylgesuch stellte,

dass er dabei geltend machte, er habe die Schweiz seit dem rechts-
kräftigen  Abschluss  des  ersten  Asylverfahrens  nicht  verlassen,  son-
dern habe sich in B._________ bei seiner Freundin aufgehalten, mit 
welcher er aber nun Probleme bekommen habe,

dass er dieselben Asylgründe vorbrachte wie bereits im Rahmen des 
ersten Asylgesuchs,

dass das BFM auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers mit 
Verfügung vom 17. November 2005 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass die ARK die dagegen erhobene Beschwerde vom 24. November 
2005 mit Urteil vom 29. November 2005 abweis,

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dass für den Inhalt der beiden ersten Asylverfahren auf die Akten zu 
verweisen ist,

dass  der  „Nigerian  Immigration  Service“  den  Beschwerdeführer  im 
Rahmen  einer  vom  BFM  in  Auftrag  gegebenen  Begutachtung  am 
18. April 2008 als nigerianischen Bürger anerkannte,

dass der Beschwerdeführer ab dem 20. August 2008 erneut  als ver-
schwunden galt,

dass  er  am  28.  Juni  2010  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
C.__________ ein drittes Mal um Asyl nachsuchte,

dass er nach dem Transfer ins Transitzentrum D.__________ dort am 
7. Juli 2010 summarisch befragt wurde,

dass ihm das BFM gleichentags das rechtliche Gehör  zu einem all -
fälligen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
gewährte,

dass ihm ausserdem das  rechtliche Gehör  zu  einem allfälligen  Ent-
scheid gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG (Dublin-Verfahren) ge-
währt  wurde,  da  erkennungsdienstliche  Abklärungen  des  BFM  er-
geben hatten, dass der Beschwerdeführer am 5. Juli 2004 in Deutsch-
land ein Asylgesuch eingereicht hatte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung erklärte,  er sei 
zwischen dem zweiten und dem dritten  (aktuellen)  Asylgesuch nicht 
ins Heimatland zurückgekehrt, sondern habe sich wiederum bei seiner 
Freundin in der Nähe von B.________ aufgehalten,

dass diese ihn aber nun aus der Wohnung geworfen habe, weshalb er 
ins Empfangszentrum gekommen sei,

dass der Beschwerdeführer dieselben Asylgründe geltend machte wie 
bereits im ersten und zweiten Asylgesuch,

dass er erklärte, es hätten sich seither keine neuen Asylgründe res-
pektive Sachverhalte oder Aspekte ergeben,

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dass  er  nicht  nach  Nigeria  zurückkehren  wolle,  weil  er  dort  keine  
Familie habe und möglicherweise aus den im ersten Asylverfahren ge-
nannten Gründe sterben müsste,

dass eine Ausschaffung nach Deutschland (im Rahmen eines all fälli-
gen Dublin-Verfahrens) für ihn nicht in Frage komme,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens 
weder Reise- oder Identitätspapiere noch Beweismittel  zur Sache zu 
den Akten reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Juli 2010 – gleichentags eröffnet 
–  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG auf  das  dritte 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  das  zweite  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers  sei  am 
29.  November  2005  (Datum  Beschwerdeurteil)  rechtskräftig  abge-
schlossen worden,

dass die Asylgründe des Beschwerdeführers bereits im Rahmen der 
beiden  vorgängigen  Asylverfahren  geprüft  und  für  unglaubhaft  be-
funden worden seien,

dass daher sein Vorbringen, wonach er bei einer Rückkehr ins Heimat -
land eventuell sterben könnte, nicht geglaubt werden könne,

dass im Weiteren aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers da-
von auszugehen sei, er verheimliche den Schweizer Behörden gege-
nüber bewusst seine wahre Identität,

dass schliesslich in Bezug auf die Familienverhältnisse Widersprüche 
beständen zwischen den Angaben des Beschwerdeführers im zweiten 
und im vorliegenden, dritten Asylgesuch,

dass  der  Beschwerdeführer  ausserdem  den  Schweizer  Behörden 
gegenüber seinen Deutschlandaufenthalt verschwiegen habe,

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dass insgesamt keine Hinweise auf seit dem letzten Asylverfahren ein -
getretene Ereignisse vorlägen, welche geeignet wären, die Flüchtlings-
eigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehen-
den Schutzes relevant wären,

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  19.  Juli  2010  (Post-
stempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid 
Beschwerde  erhob  und  dabei  sinngemäss  beantragte,  die  ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und auf  das Asylgesuch sei ein-
zutreten,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 20.  Juli  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet des Asylrechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-
33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat  zurückgekehrt  sind,  ausser  es  gebe Hinweise auf  in  der 
Zwischenzeit  eingetretene  Ereignisse,  die  geeignet  sind,  die  Flücht-
lingseigenschaft  zu begründen, oder die für die Gewährung des vor-
übergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG),

dass bei  der  Prüfung,  ob Hinweise auf  Ereignisse vorliegen,  welche 
geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  vom engen 
Verfolgungsbegriff im Sinne von Art. 3 AsylG auszugehen ist,

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dass jedoch gleichzeitig  ein gegenüber der Glaubhaftmachung redu-
zierter Beweismassstab zur Anwendung kommt, weshalb auf ein Asyl -
gesuch  bereits  dann  eingetreten  werden  muss,  wenn  sich  Hinweise 
auf  eine  relevante  Verfolgung  ergeben,  welche  nicht  von  vornherein 
haltlos sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 17),

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen in der Schweiz be-
reits zwei Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat,

dass er den Akten zufolge seit der Einreichung seines ersten Asylge-
suchs im Jahr 2004 nicht mehr in sein Heimatland zurückgekehrt ist,

dass er im vorliegenden, dritten Asylgesuch keine neuen Asylgründe 
vorbrachte,  sondern  auf  die  bereits  im  ersten  (und  später  auch  im 
zweiten)  Asylverfahren  geltend  gemachten  Gründe  verwies,  welche 
jedoch in den vorangehenden, rechtskräftig abgeschlossenen Verfah-
ren für unglaubhaft befunden worden waren,

dass der Beschwerdeführer ausdrücklich erklärte, es hätten sich seit 
dem Abschluss  des zweiten Asylverfahrens keine neuen Asylgründe 
oder damit zusammenhängende neue Tatsachen ergeben (vgl. C1 S. 6 
und C8 S. 2),

dass er auch in seiner Beschwerdeeingabe keine neuen Sachverhalts-
aspekte darlegte, sondern wiederum auf die bereits im ersten Asylver-
fahren geltend gemachten Probleme im Heimatland verwies,

dass dem dritten Asylgesuch des Beschwerdeführers nach dem Ge-
sagten  offensichtlich  keine  Hinweise  auf  in  der  Zwischenzeit  einge-
tretene  Ereignisse  zu  entnehmen  sind,  welche  geeignet  wären,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant wären,

dass  das  BFM folglich  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2 
Bst. e AsylG auf  das dritte  Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 

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weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli -
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, der Beschwerde-
führer  verfüge  über  die  nigerianische  Staatsbürgerschaft,  zumal  er 
vom  „Nigerian  Immigration  Service“  am  18. April  2008  als  nigeria-
nischer Staatsangehöriger anerkannt wurde und seinerseits  keinerlei 
Beweismittel  für  die  von  ihm  behauptete  liberianische  Staatsange-
hörigkeit vorlegte,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  der  ge-
nannten, massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen 
zulässig  ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine 
asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu 

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machen,  weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flücht-
lingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine 
Anwendung findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind (Art. 3  der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, 
SR 0.101]), die dem Beschwerdeführer in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- oder Herkunftsstaat noch 
individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rück-
kehr schliessen lassen,

dass in Nigeria im heutigen Zeitpunkt keine Situation allgemeiner Ge-
walt  herrscht,  weshalb  der  Wegweisungsvollzug  dorthin  als  generell 
zumutbar zu erachten ist,

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  den  Akten  zufolge  um  einen 
alleinstehenden  jungen  Mann  englischer  Muttersprache  ohne  akten-
kundige gesundheitliche Probleme handelt,  welcher in  Nigeria  sechs 
Jahre  lang  die  Schule  besuchte  und  danach  landwirtschaftliche 
Arbeiten im eigenen Garten verrichtete,

dass es ihm bei dieser Sachlage durchaus zuzumuten ist, im Heimat-
land  einer  Erwerbstätigkeit  nachzugehen  und  so  seinen  eigenen 
Lebensunterhalt zu bestreiten,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  zumindest  die 
Halbgeschwister sowie die Mutter des Beschwerdeführers lebten nach 
wie vor im Heimatland,

dass es dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, diese Verwandten aus-
findig zu machen, sollte er bei seiner Rückkehr deren Unterstützung 
benötigen,

dass nach dem Gesagten nicht zu erwarten ist, der Beschwerdeführer 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  in  eine  existenzbe-

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drohende Situation geraten, weshalb der Vollzug der Wegweisung im 
heutigen Zeitpunkt insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2 
AuG),  und  es  dem  Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
D.__________ (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum D.__________ (per Telefax zu den Akten 
Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an den Be-
schwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden  Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

Versand:

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