# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 924827e2-3d65-5678-b7a2-372a68eb5a20
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.11.2014 S 2014 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-71_2014-11-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 71

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Verwaltungsrichter 

Audétat und Präsident Meisser, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 25. November 2014

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach KVG

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1. A._____ führt in X._____ als selbständiger Landwirt einen Bauernbetrieb. 

Er ist bei der B._____ AG obligatorisch krankenpflegeversichert und im 

Rahmen der "(…)" zusatzversichert. Wegen Schlafstörungen und vermin-

derter Energie nahm er am 2. Dezember 2013 eine ambulante psychiatri-

sche Behandlung auf und trat am 14. Dezember 2013 zur stationären 

psychiatrischen Behandlung in die Klinik C._____ ein, wo er bis zum 

2. Januar 2014 behandelt wurde. Vom 3. Januar bis zum 31. Januar 2014 

hielt er sich in der Folge in der Reha Y._____ auf. Seit dem 10. Februar 

2014 lässt sich A._____, soweit aktenkundig, tageweise in der Tagesklinik 

(…) behandeln. 

2. Am 31. Dezember 2013 ersuchte die Reha Y._____ die B._____, die Kos-

ten für den Aufenthalt von A._____ in ihrer unter anderem auf die psycho-

somatische Rehabilitation spezialisierten Klinik zu übernehmen. Dieses 

Gesuch lehnte die B._____ am 3. Januar 2014 ab. Gleichentags reichte 

Dr. med. D._____, Leitender Arzt der Reha Y._____, ein begründetes 

Wiedererwägungsgesuch ein. Mit Schreiben vom 7. Januar 2014 teilte die 

B._____ der Reha Y._____ in der Folge mit, aufgrund der vertrauensärzt-

lichen Einschätzung an der ablehnenden Kostengutsprache festhalten zu 

müssen. Jedoch sei sie bereit, sich während 14 Tagen an den Kosten für 

eine Erholungskur im Umfang von Fr. 50.-- pro Tag zu beteiligen. Ausser-

dem würde sie selbstverständlich die Kosten allfälliger Arztbesuche, Phy-

siotherapien und Medikamente gemäss Tarif und Vertrag übernehmen. 

Vor diesem Hintergrund wandte sich Prof. Dr. med. E._____, Leiterin Be-

reich Psychomotorik der Reha Y._____, mit E-Mail vom 9. Januar 2014 

an den Vertrauensarzt der B._____, Dr. med. F._____, und bat diesen, 

die begehrte Kostengutsprache zu erteilen. Sie begründete die Notwen-

digkeit der stationären psychosomatischen Behandlung in der Reha 

Y._____ zum einen damit, dass A._____ in der Klinik C._____ weitge-

hend auf sich selbst gestellt gewesen und das Therapieangebot minimal 

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gewesen sei. Zum anderen würden sich dessen Krankheitssymptome 

sowohl auf der körperlichen als auch der psychischen Ebene manifestie-

ren, weshalb es nicht genüge, nur dessen psychische Beschwerden zu 

behandeln. Aufgrund dieser Stellungnahme holte Dr. med. F._____ eine 

Zweitmeinung bei Dr. med. G._____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-

chotherapie FMH, ein und teilte Prof. Dr. med. E._____ daraufhin mit, die 

gewünschte Kostengutsprache verweigern zu müssen, da A._____ an 

keiner psychosomatischen Erkrankung leide, bei dessen derzeitiger Be-

handlung nicht von einer Rehabilitation im engeren Sinne ausgegangen 

und die Spitalbedürftigkeit nicht als gesichert angesehen werden könne.

3. Mit Verfügung vom 31. Januar 2014 lehnte es die B._____ in der Folge 

ab, die Kosten für den psychosomatischen Rehabilitationsaufenthalt des 

Beschwerdeführers in der Reha Y._____ vom 3. Januar bis zum 31. Ja-

nuar 2014 zu übernehmen. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie 

mit Entscheid vom 30. April 2014 ab. Indes übernahm die B._____ die 

Kosten für die während des dortigen Aufenthalts durchgeführten Therapi-

en im Betrag von Fr. 4'371.85.

4. Gegen den Einspracheentscheid der B._____ vom 30. April 2014 erhob 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. Mai 2014 beim Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid der B._____ vom 30. April 2014 sei aufzuheben und 

die B._____ sei zu verpflichten, die Kosten für den Aufenthalt in der Reha 

Y._____ für die Zeit vom 3. Januar 2014 bis zum 31. Januar 2014 in der 

Höhe von Fr. 9'750.--, abzüglich einer allfälligen Kostenbeteiligung des 

Beschwerdeführers, zu bezahlen. Eventualiter sei ein medizinisches Gut-

achten zur Frage der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlich-

keit des Aufenthalts in der Reha Y._____ einzuholen. 

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5. Die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Be-

schwerdeantwort vom 2. Juli 2014 die Abweisung der fraglichen Be-

schwerde. Mit Schreiben vom 8. Juli 2014 verzichtete der Beschwerde-

führer auf eine Replik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Be-

weismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2014. Gegen solche sozialversi-

cherungsrechtliche Entscheide kann Beschwerde beim Versicherungsge-

richt desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Be-

schwerdeführer wohnt in dem im Kanton Graubünden gelegenen 

X._____, womit die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für 

die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben ist. Dessen sach-

liche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde in 

die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Als 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids, in welchem die Be-

schwerdegegnerin das Gesuch des Beschwerdeführers um Übernahme 

aller Kosten für den Aufenthalt in der Reha Y._____ abgelehnt hat, ist der 

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Beschwerdeführer von dieser Entscheidung ausserdem berührt und weist 

ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung auf 

(Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

2. Zwischen den Verfahrensparteien ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet ist, die während des Rehabilitationsaufenthalts in der Reha 

Y._____ in Rechnung gestellten Kosten für Unterkunft und Verpflegung 

im Betrag von Fr. 9'750.--, abzüglich eines allfälligen Selbstbehalts, zu 

übernehmen.

a) Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, die Kli-

nik C._____ sei für ihn mit derart vielen negativen Emotionen verbunden, 

dass einer Weiterführung der dort im Dezember 2013 begonnenen Be-

handlung kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Erst in der Reha 

Y._____ sei es den behandelnden Ärzten gelungen, ihn aufzufangen und 

soweit zu therapieren, dass er Ende Januar 2014 in die ambulante psych-

iatrische Behandlung habe entlassen werden können. Angesichts dieses 

Behandlungserfolgs könne die Zweckmässigkeit der zur Diskussion ste-

henden Behandlung nicht ernsthaft in Frage gestellt werden. Dies umso 

weniger, als die behandelnden Ärzte der Klinik C._____ die Behandlung 

in der Reha Y._____ ausdrücklich befürwortet und für zweckmässig sowie 

wirtschaftlich erachtet hätten. Die Wirtschaftlichkeit der fraglichen Be-

handlung im Vergleich zu einer weiteren Behandlung in der Klinik 

C._____ ergebe sich im Übrigen bereits daraus, dass in der Reha 

Y._____ lediglich eine Tagestaxe von Fr. 375.-- geschuldet sei, während 

in der Klinik C._____ Fr. 800.-- pro Tag bezahlt werden müssten. Unter 

diesen Umständen sei die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die verlang-

ten Kosten für den Aufenthalt in der Reha Y._____ zu übernehmen. Sollte 

sich das Gericht dieser Auffassung nicht anschliessen können, so werde 

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die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens zur Frage der Wirksamkeit, 

Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Rehabilitationsaufenthalts in 

der Reha Y._____ vom 3. Januar bis zum 31. Januar 2014 beantragt, da 

zwischen den involvierten Ärzten diesbezüglich kein Konsens bestehe.

b) Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, die Reha 

Y._____ biete keine Akutbehandlung, sondern eine Rehabilitation im Sin-

ne von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG an. Eine derartige Therapieform beinhalte 

keine eigentliche Behandlung der Krankheit, sondern schliesse sich an 

eine solche Behandlung an. Für eine Rehabilitation sei es daher erforder-

lich, dass die Akutbehandlung abgeschlossen sei. Davon könne im vorlie-

genden Fall nicht ausgegangen werden. Denn de facto liege mit der Hos-

pitalisation in der Reha Y._____ ein von der Ehefrau des Beschwerdefüh-

rers eingeleiteter Therapiewechsel vor, welchen die behandelnden Ärzte 

nicht verhindert hätten. Diese hätten jedoch den Austritt aus der Klinik 

C._____ als vorzeitig eingestuft und damit signalisiert, dass die aufge-

nommene Akutbehandlung noch nicht beendet sei. Zudem habe der Be-

schwerdeführer im interessierenden Zeitraum an einer mittelgradig de-

pressiven Episode gelitten, welche im Regelfall einer psychotherapeuti-

schen Akutbehandlung bedürfe und nicht einer Rehabilitation. Die statio-

näre Behandlung in einer Heilanstalt und die Rehabilitationsbehandlung 

liessen sich von vornherein nicht vergleichen. Sie würden verschiedene 

Massnahmen beinhalten und unterschiedlichen Zwecken dienen. Eine er-

forderliche Akutbehandlung könne daher nicht durch eine Rehabilitation 

ersetzt werden und umgekehrt. Im Übrigen leide der Beschwerdeführer 

nicht an einer psychosomatischen Krankheit, weshalb eine psychosoma-

tische Rehabilitation von vornherein ausser Betracht falle. Der angefoch-

tene Einspracheentscheid, in dem die Beschwerdegegnerin die Über-

nahme der für den stationären Aufenthalt in der Reha Y._____ angefalle-

nen Kosten verweigert habe, erweise sich somit als rechtmässig. Weitere 

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Beweiserhebungen seien nicht erforderlich, nachdem die Diagnose un-

streitig geblieben sei und der Beschwerdeführer selber festhalten lasse, 

die notwendige Behandlung in der Klinik C._____ nicht erhalten zu haben. 

3. a) Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt nach Art. 24 

KVG die Kosten für die Leistungen gemäss Art. 25-31 KVG nach Mass-

gabe der in Art. 32-34 festgelegten Voraussetzungen. Die in den letztge-

nannten Bestimmungen verankerten Leistungen umfassen insbesondere 

die Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen, die ambu-

lant, bei Hausbesuchen, stationär, teilstationär oder in einem Pflegeheim 

durchgeführt werden von Ärzten, Chiropraktoren und Personen, die im 

Auftrag eines Arztes oder einer Ärztin Leistungen erbringen (Art. 25 

Abs. 2 lit. a KVG), die ärztlich durchgeführten oder angeordneten Mass-

nahmen der medizinischen Rehabilitation (Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG) und 

den Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (Art. 25 Abs. 2 

lit. e KVG). Die Übernahme der mit solchen Leistungen verbundenen Kos-

ten wird jedoch durch Art. 32 Abs. 1 KVG insofern begrenzt, als der 

leistungspflichtige Krankenversicherer danach nur jene Leistungen zu 

vergüten hat, welche wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind.

b) Die Reha Y._____ hat laut der Spitalliste des Kantons Graubünden, 

Stand 2014, einen Leistungsauftrag für kardiovaskuläre Rehabilitation, in-

ternistisch-onkologische Rehabilitation und psychosomatische Rehabilita-

tion (www.gr.ch > Medien > Medienmitteilungen > Medienmitteilungen 

Standeskanzlei > 2014, besucht am 23. Februar 2015). Die letztgenannte 

Therapieform nahm der Beschwerdeführer nach der insoweit überein-

stimmenden Darstellung der Reha Y._____ als Leistungserbringerin und 

der Beschwerdegegnerin als potentiell kostenpflichtige obligatorische 

Krankenversicherungsgesellschaft im interessierenden Zeitraum vom 

1. Januar bis zum 31. Januar 2014 in Anspruch, wobei er sich in statio-

http://www.gr.ch

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närem Rahmen behandeln liess (Beilagen der Beschwerdegegnerin [Bg-

act.] 8 und 25). Die hierdurch entstandenen Kosten, abzüglich eines allfäl-

ligen Selbstbehalts, hat die Beschwerdegegnerin insoweit übernommen, 

als sie zurückzuführen sind auf durchgeführte ärztliche Therapien oder 

auf Behandlungen, die von aufgrund einer ärztlichen Anordnung tätigen 

medizinischen Fachpersonen vorgenommen wurden (fachärztliche Unter-

suchung, delegierte psychotherapeutische Behandlung, Gehtest über-

wacht durch einen Pneumologen/Kardiologen, Ergotherapie, Gruppensit-

zung Ernährung, Physiotherapie, Zuschlag für die Benutzung des 

Schwimmbeckens [vgl. Bg-act. 25]). Nicht übernommen hat sie hingegen 

die Kosten Umfang von Fr. 9'750.-- (abzüglich einer allfälligen Kostenbe-

teiligung des Beschwerdeführers) für Unterkunft und Verpflegung, welche 

durch den stationären Aufenthalt als solchen bedingt sind (Rechnung für 

die Kosten stationär allgemein, verrechnet mit einer Tagespauschale von 

Fr. 375.--, vgl. Beilagen des Beschwerdeführers [Bf-act.] 9). Nachfolgend 

ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin in ihrer Eigenschaft als 

obligatorische Krankenversicherungsgesellschaft diese Kosten für die in 

Frage stehende psychosomatische Rehabilitation des Beschwerdeführers 

in der Reha Y._____ zusätzlich zu tragen hat. 

4. a) Der Begriff der Rehabilitation hat weder im Krankenversicherungsgesetz 

noch in einer der zugehörigen Verordnungen eine gesetzliche Umschrei-

bung erfahren. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zeichnet 

sich diese Therapieform dadurch aus, dass die Behandlung der Krankheit 

an sich abgeschlossen ist und eine versicherte Person zur Nachbehand-

lung einer Krankheit medizinisch betreut wird. Die Rehabilitation im Sinne 

von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG schliesst mit anderen Worten an die eigentli-

che Krankheitsbehandlung an und bezweckt, eine durch die Krankheit 

oder die Behandlung selbst bewirkte Beeinträchtigung der körperlichen 

oder geistigen Leistungsfähigkeit mit Hilfe medizinischer Massnahmen 

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ganz oder teilweise zu beseitigen. Sie ist also auf die Wiedererlangung 

verlorener oder die Verbesserung beeinträchtigter Funktionsfähigkeiten 

mit medizinischen Mitteln gerichtet (Urteile des Bundesgerichts 

9C_413/2012 vom 14. Februar 2013 E.4.1, 9C_824/2007 vom 3. April 

2008 E.3.3.1; EUGSTER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Krankenversicherung [KVG], Zürich/ Basel/Genf 2010, Art. 25 N. 47; WIL-

HELM, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Si-

cherheit, Handbücher für die Anwaltspraxis, Band XI, Basel 2014, 

Rz. 14.51). Geht es um eine psychiatrische Rehabilitation, muss vorerst 

eine eigentliche psychiatrische Krankheitsbehandlung stattgefunden ha-

ben und abgeschlossen worden sein (Urteil des Bundesgerichts 

9C_824/2007 vom 3. April 2008 E.3.3.1).

b) Eine solche Rehabilitation kann ambulant, teilstationär, in einer Kuran-

stalt, in einem Pflegeheim oder in einer spezialisierten Rehabilitationskli-

nik durchgeführt werden. Im letzten Fall hat die zuständige Krankenpfle-

geversicherung die durch den stationären Aufenthalt bedingten Kosten 

freilich nur zu tragen, wenn die versicherte Person spitalbedürftig ist. Ob 

eine Spitalbedürftigkeit vorliegt, ist aufgrund der notwendigen Behand-

lungsintensität, dem Behinderungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der 

Schwere des Hauptleidens oder zusätzlich komplizierender Krankheiten 

zu beurteilen (BGE 126 V 323 E.2c). Aufgrund dieser Kriterien ist die Spi-

talbedürftigkeit zu bejahen, wenn die notwendigen diagnostischen und 

therapeutischen Massnahmen nur in einem Spital (d.h. unter Inanspruch-

nahme eines Spitalbettes) zweckmässig durchgeführt werden können, 

weil sie zwingend der dortigen apparativen und personellen Vorausset-

zungen bedürfen, oder wenn die Möglichkeiten ambulanter Behandlung 

ausgeschöpft sind und nur noch im Rahmen eines Spitalaufenthaltes 

Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht. In diesen Fällen dient der 

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stationäre Aufenthalt der Sicherstellung einer notwendigen medizinischen 

Behandlung, die ansonsten nicht möglich wäre (BGE 126 V 323; Urteile 

des Bundegerichts 9C_413/2012 vom 14. Februar 2013 E.4.2, 

9C_107/2011 vom 28. Februar 2011 E.2.2, K 180/00 vom 22. August 

2001 E.2b; KIESER, Die ärztliche Anordnung der Spitalbehandlung aus 

rechtlicher Sicht, in: SCHAFFHAUSER/SCHLAURI [Hrsg.], Medizin und Sozial-

versicherung im Gespräch, 2006, N. 7 und 28; EUGSTER, a.a.O., Art. 25 

N. 55 ff.). Dass eine stationäre Behandlung auf einer ärztlichen Einwei-

sung beruht, reicht zur Bejahung der Spitalbedürftigkeit dabei nicht aus. 

Die Spitalbedürftigkeit beruht vielmehr auf objektiven Kriterien, wobei von 

den gesundheitlichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Klinikeintritts auszu-

gehen ist (Urteil des Bundesgerichts K 180/00 vom 22. August 2001 

E.2b). Zudem vermag ein Behandlungserfolg eine Spitalbedürftigkeit im 

Allgemeinen nachträglich nicht zu rechtfertigen (Urteile des Bundesge-

richts 9C_107/2011 vom 28. Februar 2011 E.4.1, K 51/00 vom 26. Sep-

tember 2000 E.2b).

c) Um beurteilen zu können, ob diese Voraussetzungen für eine stationäre 

Rehabilitation im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d und e KVG im Einzelfall 

mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit erfüllt sind und sich die durchgeführte Thera-

pie damit als notwendig und zweckmässig erweist, sind der zuständige 

Sozialversicherungsträger und das im Streitfall angerufene Sozialversi-

cherungsgericht auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten 

zur Verfügung zu stellen sind. Der Beweiswert solcher ärztlicher Stellung-

nahmen hängt davon ab, ob der in Frage stehende Bericht für die streiti-

gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Ana-

mnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu 

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überzeugen vermag (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). Ausschlag-

gebend für den Beweiswert einer ärztlichen Stellungnahme ist folglich 

weder dessen Herkunft noch Bezeichnung (BGE 125 V 351 E.3a, 

122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ver-

einbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. In Bezug 

auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht danach der Erfah-

rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-

ten ihrer Patienten aussagen. Auch den Berichten und Gutachten versi-

cherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objekti-

vität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit seiner Beurtei-

lung objektiv als begründet erscheinen lassen (vgl. zum Ganzen BGE 

125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c).

5. a) Bezüglich der gesundheitlichen Verfassung des Beschwerdeführers im 

interessierenden Zeitraum vom 3. Januar bis zum 31. Januar 2014 liegen 

dem Gericht folgende ärztliche Stellungnahmen und Berichte vor, welche 

für die Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit von Bedeutung sind:

- das Zuweisungsschreiben von Dr. med. H._____, Assistenzarzt der 
PDGR, Klinik C._____, vom 31. Dezember 2013. Danach litt der Be-
schwerdeführer damals an einer rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig mittelgradig depressive Episode, sowie einem Burnout-
Syndrom. Hinsichtlich der ärztlichen Indikation für den Aufenthalt in 
der Reha Y._____ hielt Dr. med. H._____ durch Ankreuzen entspre-

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chender Felder fest, es bestehe ein erhebliches Rehabilitationspoten-
tial. Eine ambulante Behandlung falle ausser Betracht. Die ambulan-
ten Therapiemöglichkeiten seien ausgeschöpft (Bf-act. 3).

- der Austrittsbericht von Dr. med. I._____, Stellvertretender Leitender 
Arzt der PDGR, und Dr. med. H._____ vom 3. Januar 2014. Diesem 
Bericht zufolge sei die Krankheit des Beschwerdeführers bislang noch 
nicht als rezidivierende depressive Störung, sondern als depressive 
Episode einzustufen, da die anamnestischen Angaben des Beschwer-
deführers zu früheren depressiven Zuständen ausgesprochen vage 
geblieben seien. Der Schweregrad der depressiven Episode sei als 
mittel (mit somatischem Syndrom) bis schwer (ohne psychotische 
Symptome) einzustufen. Letztlich hätten sie sich für die Diagnose ei-
ner schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome 
(ICD-10: F 32.2) entschieden. Bezüglich des Austritts aus der Klinik 
C._____ hielten Dr. med. I._____ und Dr. med. H._____ in der Folge 
fest, der Beschwerdeführer wünsche – in Übereinstimmung mit seiner 
Ehefrau – einen Klinikaustritt und die Weiterbehandlung in der Reha 
Y._____. Sie seien ebenfalls der Meinung, dass der Beschwerdeführer 
von psychosomatisch-rehabilitativen Massnahmen profitieren würde 
und hielten eine Weiterführung der Behandlung in der Klinik Y._____ 
für zweckdienlich und erfolgsversprechend. Wegen des bei uns (Klinik 
C._____) als vorzeitig anzusehenden Austritts hätten die vorgesehene 
Dosisreduktion bei Temesta und die Beendigung der Stillnox-
Verordnung nicht realisiert werden können. Sie würden daher bitten, 
die Verordnung im weiteren Verlauf anzupassen und die Gabe der 
fraglichen Medikamente nach Möglichkeit zu beenden. Ob der Be-
schwerdeführer weiterhin Ceras Lupulus Urtinktur einnehmen möchte, 
sei in sein Ermessen gestellt (Bg-act. 1 S. 4).

- das Schreiben vom 3. Januar 2014 von Dr. med. D._____. Nach des-
sen Einschätzung litt der Beschwerdeführer bei Eintritt in die Reha 
Y._____ an einer depressiven Episode mit einem somatischen Syn-
drom (massive Rückenschmerzen mit einschiessenden Kopfschmer-
zen) sowie einer Anpassungs- und Burnout-Problematik. Der Be-
schwerdeführer sei am 2. Januar 2014 auf eigenen Wunsch aus der 
Klinik C._____ ausgetreten. Leider habe der erste Tag im eigenen 
Stall zu einem akuten Zusammenbruch geführt. Der Beschwerdeführer 
sei nicht mehr arbeitsfähig gewesen und der intensiven Pflege durch 
seine Ehefrau bedurft. Der Beschwerdeführer sei daraufhin von seiner 
Ehefrau in die Reha Y._____ gebracht worden, völlig aufgelöst und 
handlungsunfähig. Die Situation sei sehr ernst und bedürfe eines sta-
tionären Aufenthalts, egal in welcher Klinik, um eine Chronifizierung 
der Erkrankung zu verhindern (Bf-act. 5). 

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- die E-Mail von Prof. Dr. med. E._____ vom 9. Januar 2014. Danach 
liege beim Beschwerdeführer ein ausgeprägtes Erschöpfungssyndrom 
mit Schlafstörungen, innerer Unruhe, Anspannung und Gedankenkrei-
sen vor. Im Unterschied zu seinem Vater leide der Beschwerdeführer 
indessen nicht unter einer bipolaren Störung. Seine Krankheitssym-
ptome würden sich vielmehr sowohl auf körperlicher als auch auf psy-
chischer Ebene äussern und bedürften deshalb eines therapeutischen 
Ansatzes auf beiden Ebenen. Der Beschwerdeführer sei auf Empfeh-
lung der Klinik C._____ zu einer spezifischen, stationären psychoso-
matischen Behandlung in die Reha Y._____ eingetreten (Bf-act. 6).

- die Aktennotiz des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin, 
Dr. med. F._____, vom 30. Januar 2014. Dieser zufolge ist der Begriff 
der Psychosomatik nach der Internationalen Klassifikation der Krank-
heiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD-10 nicht direkt klas-
sifiziert. Werde er als Suchbegriff eingegeben, so verweise die ICD-10 
im Sinne eines Synonyms auf F 45.9 "somatoforme Störung, nicht 
näher bezeichnet". Gemäss Pschyrembel handle es sich beim Begriff 
der Psychosomatik um eine Richtung der Medizin, die den Einfluss 
des Seelischen auf körperliche Erkrankungen verfolge. Im engeren 
Sinne seien hiermit Krankheiten gemeint, deren Verständnis und Be-
handlung durch den Einbezug des Seelischen bestimmt seien, z.B. 
Ekzeme, manche Hypertonieformen, Colitis u.a. Der psychische Anteil 
sei für jeden Patienten von unterschiedlicher Art und Gewicht, was der 
Psychosomatik ein individuelles Gepräge verleihe. Hausotter in sei-
nem Werk "Begutachtung somatoformer und funktioneller Störungen" 
schreibe in seinem historischen Rückblick Psychosomatische Krank-
heiten hätte es stets gegeben (…) Die Umwandlung seelischer Pro-
bleme in körperliche Symptome sei mit dem menschlichen Dasein von 
jeher verknüpft. Vor diesem Hintergrund könne zusammenfassend 
festgehalten werden, dass, wenn man die Literatur durchschaue, kei-
ne exakte breit abgestützte Definition der Psychosomatik existiere. Die 
in der Fachliteratur gefundenen Definitionen stimmten jedoch insofern 
überein, als es sich hierbei um verschiedenartige körperliche Sympto-
me handeln würde, welche der Patient vordergründig somatisch erle-
be, die aus medizinischer Sicht jedoch psychischen Störungen zuzu-
ordnen seien. Als Krankheit des Beschwerdeführers sei im Zuwei-
sungsschreiben vom 31. Dezember 2013 eine rezidivierende depres-
sive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, aufgeführt mit der 
Bemerkung Begleiterkrankung "Burnout-Syndrom". Da es sich hierbei 
nicht um ein typisches psychosomatisches Beschwerdebild handle 
und es auch nicht um eine Rehabilitation im engeren Sinne gehe, ha-
be er die Kostengutsprache aufgrund dieser Zuweisung abgelehnt. Im 
Wiederwägungsgesuch vom 3. Januar 2014 habe Dr. med. D._____ 
alsdann eine depressive Episode mit somatischem Syndrom (massive 

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Rückenschmerzen mit einschiessenden Kopfschmerzen) sowie eine 
Anpassungs- und Burnout-Problematik diagnostiziert. Er habe jedoch 
die klassischen Symptome einer depressiven Episode beschrieben, 
die er in einer multiplen Belastung und Überforderung im bäuerlichen 
Lehrbetrieb begründet gesehen habe. Ausserdem weise er auf die 
psychiatrische Behandlung in der Klinik C._____ hin und das dortige 
unzureichende Therapieangebot, welches Grund für den selbständi-
gen Klinikaustritt gewesen sei. In dem aufgrund dieser Stellungnahme 
in der Folge eingeholten Austrittsbericht der PDGR, Klinik C._____, 
würde alsdann die typische "Depressions-Symptomatologie" beschrie-
ben ohne Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Im Speziellen wer-
de auch hier auf die familiäre Belastung hingewiesen. Schliesslich ge-
he Prof. Dr. med. E._____ in ihrer E-Mail vom 9. Januar 2014 davon 
aus, es sei eine Therapie auf psychischer und somatischer Ebene er-
forderlich. Dieses Schreiben sei mit den vorherigen an Dr. med. 
G._____ als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zugestellt 
worden. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdefüh-
rer aufgrund der vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen ganz klar an 
einer psychiatrischen und nicht eine psychosomatischen Krankheit lei-
de. Dr. med. G._____ persönlich sehe ausserdem die Voraussetzun-
gen einer Spitalbedürftigkeit nicht als gegeben an. Deshalb habe er 
(Dr. med. F._____) der Beschwerdegegnerin empfohlen, die begehrte 
Kostengutsprache nicht zu erteilen, da keine psychosomatische Er-
krankung vorliege, nicht von einer Rehabilitation im engeren Sinne 
ausgegangen und eine Spitalbedürftigkeit nicht als gesichert angese-
hen werden könne (Bf-act. 8). 

b) In der vorangehend auszugweise wiedergegebenen Aktennotiz vom 

30. Januar 2014 setzt sich Dr. med. F._____ ausführlich mit den im vor-

liegenden Fall zu berücksichtigenden ärztlichen Stellungnahmen und dem 

Austrittsbericht der PDGR vom 3. Januar 2014 auseinander. Die entspre-

chenden Ausführungen sind für die strittigen Belange umfassend und 

berücksichtigen die Auffassung von Dr. med. G._____, den Dr. med. 

F._____ als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie beigezogen hat, 

um die begehrte Kostengutsprache für den Aufenthalt des Beschwerde-

führers in der Reha Y._____ zu beurteilen. Die Ausführungen von Dr. 

med. F._____ leuchten ausserdem in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge sowie in der Beurteilung der medizinischen Situation 

und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen ein. Soweit Dr. med. 

- 15 -

F._____ dabei von der Auffassung der behandelnden Ärzte abweicht, be-

gründet er dies ausführlich und legt überzeugend dar, weshalb er deren 

Meinung als unzutreffend erachtet. Das Verwaltungsgericht sieht sich un-

ter diesen Umständen nicht veranlasst, an der Richtigkeit der fraglichen 

Feststellungen von Dr. med. F._____ zu zweifeln, zumal keine Umstände 

ersichtlich sind, welche das Misstrauen in dessen Beurteilung objektiv als 

begründet erscheinen lassen. Demzufolge ist der Aktennotiz von Dr. med. 

F._____ vom 30. Januar 2014 voller Beweiswert zuzuerkennen.

aa) In Bezug auf die Art der Krankheit, an welcher der Beschwerdeführer im 

zur Beurteilung stehenden Zeitraum gelitten hat, geht daraus hervor, dass 

es sich hierbei nicht um eine psychosomatische Krankheit handelt. Frei-

lich vertreten Dr. med. D._____ und Prof. Dr. med. E._____ eine andere 

Auffassung. Die Ausführungen von Dr. med. F._____ in der Aktennotiz 

vom 30. Januar 2014 verdienen indes ungeteilte Zustimmung. Ergänzend 

mag allenfalls darauf hingewiesen werden, dass der Beschwerdeführer 

nicht versucht hat, die aufgetretenen körperlichen Beschwerden durch ei-

ne somatische Behandlung anzugehen. Er hat vielmehr bereits wenige 

Monate nach dem Ausbruch seiner Krankheit eine psychiatrische Thera-

pie aufgenommen. Dieses Verhalten zeigt, dass der Beschwerdeführer 

seine Beschwerden von Anfang an nicht auf eine körperliche, sondern ei-

ne psychische Fehlfunktion zurückgeführt hat. Eine solche Krankheitser-

kenntnis dürfte mit der Diagnose einer psychosomatischen Krankheit, für 

welche die (unbewusste) Entwicklung körperlicher Symptome aus psychi-

schen Gründen bezeichnend ist, kaum vereinbar sein. Soweit Dr. med. 

D._____ und Prof. Dr. med. E._____ im Übrigen betonen, dass der Be-

schwerdeführer über körperliche Krankheitssymptome klage (massive 

Rückenschmerzen mit einschiessenden Kopfschmerzen), steht dies kei-

neswegs im Widerspruch zur diagnostizierten schweren depressiven Epi-

sode, sind doch solche Krankheitssymptome für schwere depressive Epi-

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soden durchaus typisch (http://www.icd-code.de/ > depressive Episode, 

besucht am 23. Februar 2015), weshalb ihnen keine selbständige Bedeu-

tung beizumessen ist. Dasselbe dürfte für die im Weiteren im Raum ste-

hende Anpassungs- sowie Burnout-Problematik gelten (vgl. 

http://www.icd-code.de/ > depressive Episode / Anpassungsstörung, be-

sucht am 23. Februar 2015). Dessen ungeachtet bilden die entsprechen-

den Diagnosen jedenfalls keinen Anlass, von der Auffassung von Dr. 

med. F._____ abzuweichen, wonach die behandelnden Ärzte im Kern je-

weils den für eine mittel- bis schwergradige Depression typischen Sym-

ptomkreis beschreiben würden. Damit ist nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 3. Ja-

nuar bis zum 31. Januar 2014 an einer psychosomatischen Erkrankung 

gelitten hat, weshalb die Wirksamkeit und Zweckmässigkeit der damals 

unstrittig durchgeführten psychosomatische Rehabilitation (vgl. E.3b hier-

vor) zu verneinen ist.

bb) Im Übrigen ist höchst fraglich, ob die psychiatrische Akutbehandlung 

schon abgeschlossen war, als der Beschwerdeführer am 3. Januar 2014 

in die Reha Y._____ eintrat. Dr. med. I._____ und Dr. med. H._____ ha-

ben zu dieser Frage im Austrittsbericht vom 3. Januar 2014 nicht explizit 

Stellung genommen. Sie haben jedoch darauf hingewiesen, dass der Be-

schwerdeführer – in Übereinstimmung mit seiner Ehefrau – den Austritt 

aus der Klinik C._____ und die Weiterbehandlung in der Reha Y._____ 

gewünscht habe. Wegen des als vorzeitig anzusehenden Klinikaustritts 

hätten die geplante Dosisreduktion bei Temesta und die vorgesehene 

Beendigung der Stillnox-Verordnung nicht verwirklicht werden können. 

Sie würden daher bitten, die Verordnung im weiteren Verlaufe anzupas-

sen und die Gabe der vorgenannten Medikamente nach Möglichkeit zu 

beenden. Aus diesen Ausführungen ist zu folgern, dass Dr. med. I._____ 

und Dr. med. H._____ die von ihnen eingeleitete Akutbehandlung bei Kli-

http://www.icd-code.de/
http://www.icd-code.de/

- 17 -

nikaustritt noch nicht als beendet angesehen haben. Dies erstaunt inso-

fern nicht, als Dr. med. I._____ und Dr. med. H._____ beim Beschwerde-

führer im Austrittsbericht vom 3. Januar 2014 eine schwere depressive 

Episode (ohne psychotische Symptome) diagnostizieren, die im Allgemei-

nen einer psychiatrischen Akutbehandlung bedarf, welche, insbesondere 

wenn Suizidgedanken vorhanden sind, in stationärem Rahmen durchzu-

führen ist. Der Beschwerdeführer bestätigt die Richtigkeit dieser Ein-

schätzung im Übrigen selbst, wenn er in der Beschwerdeschrift ausführen 

lässt, erst in der Reha Y._____ sei es den behandelnden Ärzten gelun-

gen, ihn aufzufangen. Schliesslich hielt Dr. med. D._____ im Schreiben 

vom 3. Januar 2014 fest, der Beschwerdeführer habe am Tag nach dem 

Austritt aus der Klinik C._____ einen Zusammenbruch erlitten, der dessen 

Handlungsunfähigkeit nach sich gezogen habe. Der Eintritt in die Reha 

Y._____ sei damit unumgänglich gewesen. Angesichts dieser Stellung-

nahmen erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass beim 

Beschwerdeführer, als er am 3. Januar 2014 in die Reha Y._____ eintrat, 

die psychiatrische Akutbehandlung bereits beendet war und der Weg für 

eine sich hieran anschliessende Rehabilitation offenstand.

c) Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass der Beschwer-

deführer im interessierenden Zeitraum nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit an einer psychosomatischen Krankheit gelitten hat, die ei-

ner psychosomatischen Therapie bedurft hätte. Ausserdem ist nicht mit 

der erforderlichen Sicherheit erstellt, dass die psychiatrische Akutbehand-

lung des Beschwerdeführers bei Eintritt in die Reha Y._____ bereits ab-

geschlossen war. Damit sind die Voraussetzungen für eine psychosoma-

tische Rehabilitation im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG nicht erfüllt. 

Daraus folgt ohne weiteres, dass es weder wirksam noch zweckmässig 

war, den Beschwerdeführer stationär in die Reha Y._____ aufzunehmen, 

um dort eine psychosomatische Therapie durchzuführen, für die keine 

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medizinische Indikation bestand. Unter diesen Umständen hat es die Be-

schwerdegegnerin zu Recht abgelehnt, die Kosten für Unterkunft und 

Verpflegung zu übernehmen, die durch den stationären Aufenthalt in der 

Reha Y._____ entstanden sind. Dies gilt selbst dann, wenn sich der Be-

schwerdeführer im zur Beurteilung stehenden Zeitraum vom 3. Januar bis 

zum 31. Dezember 2014 einer psychiatrischen Akutbehandlung hätte un-

terziehen sollen, die in einem stationären Rahmen hätte durchgeführt 

werden müssen. Zwar wäre die Beschwerdegegnerin in diesem Fall ver-

pflichtet gewesen, die hiermit verbundenen Kosten, einschliesslich jener 

für Unterkunft und Verpflegung, zu übernehmen. Daraus kann der Be-

schwerdeführer jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, da im Rahmen 

der obligatorischen Krankenpflegeversicherung grundsätzlich keine Aus-

tauschbefugnis existiert. Daher kann eine versicherte Person, die eine 

von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu vergütende Leis-

tung bei einem nicht zugelassenen Leistungserbringer in Anspruch nimmt, 

von seiner Krankenversicherungsgesellschaft nicht den Ersatz der Kosten 

beanspruchen, welche dieser bei der Wahl eines zugelassenen Leis-

tungserbringer hätte tragen müssen (BGE 133 V 579 E.3; Urteil des Bun-

desgerichts K 62/00 vom 5. September 2000 E.2, EUGSTER, a.a.O., Art. 35 

N. 4). Für den vorliegenden Fall muss dies umso mehr gelten, als sich die 

Leistungen, die dem Beschwerdeführer in Form einer ärztlichen und pfle-

gerische Betreuung mit spitalmässigen Kontrollmassnahmen im Rahmen 

einer psychiatrischen Akutbehandlung geboten worden wären (EUGSTER, 

a.a.O., Art. 39 N. 5), sich nicht mit jenen einer Rehabilitationen verglei-

chen lassen, die auf die Wiedererlangung verlorener oder die Verbesse-

rung beeinträchtigter Fähigkeiten gerichtet ist (vgl. E.4a hiervor). Eine 

psychiatrische Akutbehandlung kann daher nicht durch eine psychosoma-

tische Rehabilitation ersetzt werden. Daran ändert auch die Tatsache 

nichts, dass der Beschwerdeführer offenbar von seinem Aufenthalt in der 

Reha Y._____ profitiert hat, vermag doch allein ein eingetretener Behand-

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lungserfolg die Indikation für eine durchgeführte medizinische Behandlung 

rechtsprechungsgemäss nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachzuweisen (vgl. 4b hiervor). Dass die vom Beschwerdeführer begehrte 

Einvernahme von Prof. Dr. med. E._____ als Zeugin dieses Beweiser-

gebnis zu erschüttern vermag, kann ausgeschlossen werden, zumal mit 

dem E-Mail vom 9. Januar 2014 bereits eine schriftliche Stellungnahme 

von ihr vorliegt. Dasselbe trifft auf die im Weiteren beantragte Einholung 

eines gerichtlichen Gutachtens zu, von welchem keine neuen entscheid-

wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sind. Die entsprechenden Be-

weisanträge sind folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen 

(vgl. BGE 134 I 140 E.5.3).

6. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. April 2014 erweist sich 

somit als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der da-

gegen erhobenen Beschwerde führt. 

7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos, weshalb für das vorliegende Verfahren 

keine Kosten erhoben werden. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat 

als zuständige Sozialversicherungsträgerin keinen Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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