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**Case Identifier:** 0dc4df29-e171-5ffb-a328-cbadf01e5953
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.10.2009 IV 2008/194
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-194_2009-10-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/194

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 30.06.2020

Entscheiddatum: 29.10.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 29.10.2009
Art. 29 BV; Art. 16 ATSG, Art. 28, 29 IVG Begründungspflicht der Verfügung 
verletzt. Heilung. Würdigung medizinischer Gutachten und verwertbare 
Restarbeitsfähigkeit. Work Hardening als medizinische 
Eingliederungsmassnahme. Rückweisung zur Durchführung der 
Eingliederung. Die anschliessend zu erwartende volle Leistungsfähigkeit 
kann nicht als bereits eingetreten gelten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2009, IV 
2008/194).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin 

Huber-Studerus; a.o. Gerichtsschreiberin Natalie Morgenegg

Entscheid vom 29. Oktober 2009

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Quaderstrasse 5, Postfach 

26, 7002 Chur,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a Am 18. Oktober 2006 meldete sich der 1955 geborene A.___ bei der 

Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte eine Rente. Er 

gab an, er leide seit 2 Jahren an Rückenschmerzen bei Status nach einer 

Diskushernien-Operation. Seit dem 1. April 1981 bis zum 31. Dezember 2006 sei er 

noch bei der B.___ AG angestellt, mit einem monatlichen Einkommen von Fr. 4'460.-- 

(IV-act. 1). Der Arbeitgeber bestätigte am 2. November 2006, dass der Versicherte als 

Hilfs-/ Betriebsarbeiter Lager vom 1. April 1981 bis zum 31. Dezember 2006 zu 100% 

angestellt sei. Dabei verdiene der Versicherte seit 1. Januar 2006 monatlich Fr. 4'460.-- 

(IV-act. 7).

A.b Mit Arztbericht vom 16. Januar 2007 hielt der Hausarzt Dr. med. C.___, Innere 

Medizin FMH, zusammenfassend aufgrund der Berichte des Kantonsspitals St. Gallen 

als Diagnose einen Status nach lumbaler Diskushernie, Operation L5/S1 links, Rückfall 

seit Oktober 2006 fest. Dabei attestierte er dem Versicherten ab dem 9. Oktober 2006 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 14).

A.c Am 1. Februar 2007 wurde im Bericht der Neurochirurgie des Kantonsspitals 

St. Gallen als Diagnose eine lumbale Diskushernie L5/S1 links festgehalten, welche am 

18. Oktober 2004 operiert worden sei. Des Weiteren wurde im Bericht angegeben, 

leichte Tätigkeiten mit änderbarer Position seien dem Versicherten mindestens 4 

Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 15).

A.d Mit Stellungnahme des RAD am 2. April 2007 fasste Dr. D.___ den 

Gesundheitszustand des Versicherten anhand der vorliegenden Arztberichte 

zusammen. Im Weiteren schlug er zur Klärung der offenen Fragen eine 

rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung durch die Klinik Valens vor (IV-act. 16).

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A.e Im Zeitraum vom 18. Juli bis 23. August 2007 wurde der Versicherte internistisch, 

rheumatologisch sowie psychiatrisch untersucht und begutachtet. Zudem wurde eine 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) vorgenommen. Als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Ärzte der Klinik Valens im Gutachten 

vom 17. Dezember 2007 ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links, sowie 

als Differentialdiagnose ein leichtes Nervenirritationssyndrom S1 links fest. 

Darüberhinaus gaben sie an, eine behinderungsgeeignete leichte und 

wechselbelastende Arbeit mit dem Hantieren von Lasten bis 10 kg könnte der 

Versicherte uneingeschränkt in einem normalen Arbeitspensum ausüben (IV-act. 26).

A.f  Am 18. Januar 2008 gab der RAD mit Stellungnahme an, das Gutachten sei 

umfassend, widerspruchsfrei und werte die Gesundheitsschäden in nachvollziehbarer 

Weise. Dem Versicherten sei eine leichte Arbeit mit Lasten bis 10 kg, 

Wechselbelastung, kein vermehrtes Gehen und Treppensteigen, keine repetitiven 

Tätigkeiten, kein Arbeiten in Kühlräumen im Umfang von 100% möglich. In der 

angestammten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 32).

A.g Mit Vorbescheid vom 8. Februar 2008 wurde dem Versicherten die Abweisung 

seines Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt. Dies begründete die IV-Stelle damit, 

dass der Versicherte aufgrund seiner vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

einen Invaliditätsgrad von 15% aufweise und deshalb keine rentenbegründende 

Erwerbseinbusse erleide (IV-act. 37).

A.h Am 25. Februar 2008 reichte der Versicherte dagegen Einwand ein. Er erklärte, er 

leide an chronischen Nervenschmerzen und könne deshalb keiner geregelten Arbeit 

nachgehen. Das zumutbare Erwerbseinkommen, wie es von der IV-Stelle festgestellt 

worden sei, könne er nicht erwirtschaften (IV-act. 39).

A.i Mit Verfügung vom 10. März 2008 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des 

Versicherten im Sinne des Vorbescheids ab (IV-act. 40).

B.   

B.a Die Beschwerde vom 24. April 2008 des Rechtsvertreters des Versicherten, Dr. iur. 

Jean-Pierre Menge, richtet sich gegen die Verfügung vom 10. März 2008 (act. G1). Der 

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Rechtsvertreter beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer eine ganze unbefristete IV-Rente zuzusprechen. Dies begründet er 

damit, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt habe, 

indem sie in ihrer Verfügung nicht auf die gegen den Vorbescheid vorgebrachten 

Einwände eingegangen sei. Des Weiteren hält der Rechtsvertreter fest, sei der 

Beschwerdeführer lediglich rheumatologisch und psychiatrisch von Ärzten begutachtet 

worden. Die geschilderten Beschwerden des Beschwerdeführers hätten aber auf jeden 

Fall auch durch einen Neurologen sowie durch einen Neurochirurgen untersucht 

werden müssen. Zudem sei das im Gutachten aufgezeigte Bild eines für den 

Beschwerdeführer geeigneten Arbeitsplatzes mit zu vielen Einschränkungen 

verbunden, als dass noch von einem uneingeschränkten normalen Arbeitspensum 

ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer sei gemäss Gutachten denn auch 

zurzeit nicht arbeitsfähig, da zuerst ein stationäres Work Hardening erfolgen müsse.

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008 (act. G4) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dabei macht sie geltend, die 

Begründungspflicht als Bestandteil des rechtlichen Gehörs bedeute nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, dass sich die Behörde mit der 

tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen 

habe. Sie könne sich vielmehr auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Da 

der Beschwerdeführer in seinem Einwand auch nicht auf neue Fakten hingewiesen 

habe, sei die IV-Stelle nicht verpflichtet gewesen, sich mit diesen Vorbringen 

auseinanderzusetzen. Es liege demnach keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

Im Weiteren sei nicht ersichtlich, weshalb ein neurologisches und neurochirurgisches 

Ergänzungsgutachten erfolgen solle. Es sei bereits ein ganzheitliches Gutachten erstellt 

sowie der Beschwerdeführer auch durch die Neurochirurgie des Kantonsspitals 

St.Gallen untersucht worden. Dabei sei stets eine lumbale Diskushernie L5/S1 

diagnostiziert worden, welche am 18. Oktober 2004 operiert worden sei. Zudem sei der 

Beschwerdeführer auch einer EFL unterzogen worden. Aufgrund der in der klinischen 

Untersuchung festgestellten somatischen Befunde sowie der im Rahmen der EFL 

festgestellten körperlichen Defizite sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

eingeschränkt. Diese Einschränkungen seien in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

alle berücksichtigt worden. Deshalb entspreche das Gutachten den Anforderungen der 

Rechtsprechung. Die IV-Stelle stütze sich somit zu Recht auf dieses Gutachten. 

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Letztlich führt die Beschwerdegegnerin an, da der Einkommensvergleich vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet worden sei, sei die Verfügung folglich rechtens.

B.c Am 22. August 2008 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Replik 

(act. G8) an den gestellten Rechtsbegehren fest. Er führt dabei an, im Gutachten der 

Klinik Valens seien keine neurologischen und neurochirurgischen Untersuchungen 

verzeichnet. Ein polydisziplinäres Gutachten habe aber auch diese Bereiche zu 

erfassen. Es genüge nicht, nur auf die Vorakten zu verweisen und darauf abzustellen. 

Zudem sei die EFL nicht von einer Arztperson vorgenommen worden und zu wenig 

aussagekräftig. Des Weiteren könne noch immer nicht von einem uneingeschränkten 

normalen Arbeitspensum in adaptierter Tätigkeit gesprochen werden. Die 

Beschwerdeantwort habe die Widersprüche nicht ausräumen können. Auf das zuerst 

zu erfolgende stationäre Work Hardening sei die Beschwerdegegnerin ausserdem gar 

nicht eingegangen.

B.d Die Beschwerdegegnerin hat am 1. September 2008 auf die Einreichung einer 

Duplik verzichtet (act. G10).

Erwägungen:

1.  

1.1  Am 1. Januar 2008 sind die anlässlich der 5. IV-Revision vorgenommenen 

Änderungen des IVG und anderer Erlasse in Kraft getreten. Die angefochtene 

Verfügung wurde von der Beschwerdegegnerin am 10. März 2008 erlassen. Zu 

beurteilen ist ein Sachverhalt, der sich vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision entwickelt 

hat. Aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln ist es gerechtfertigt, auf 

den vor dem 31. Dezember 2007 zu beurteilenden Sachverhalt die damals geltenden 

Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt die neuen Normen anzuwenden (vgl. BGE 130 

V 446 E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergeben sich dadurch keine substanziellen 

Änderungen. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt des Rentenbeginns, 

der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (neuArt. 28 

Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach neuArt. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es 

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fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht 

für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind. 

Das Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben des Bundesamtes für 

Sozialversicherungen (Nr. 253 vom 12. Dezember 2007), wenn der Rentenanspruch vor 

dem 1. Januar 2008 entstanden ist, altes Recht angewendet (vgl. Entscheide des 

Bundesgerichts vom 28. August 2008, 8C_373/2008, und vom 9. März 2009, 

8C_491/08). Angesichts der IV-Anmeldung sowie des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im 

Oktober 2006 ist ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers vor dem 1. 

Januar 2008 entstanden. Demzufolge können vorliegend die bis zum 31. Dezember 

2007 gültig gewesenen Bestimmungen angewendet werden.

1.2  Der Beschwerdeführer rügt, die Beschwerdegegnerin habe seinen Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt. Mit Einwand vom 25. Februar 2008 habe er angegeben, 

aufgrund seines therapieresistenten chronischen Nervenschmerzes zu 100% 

arbeitsunfähig zu sein. Die Beschwerdegegnerin habe sich damit jedoch nicht 

auseinandergesetzt. In der Verfügung vom 10. März 2008 habe sie lediglich 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer gegen den Vorbescheid keine konkreten 

Einwände vorgebracht hätte, weshalb sie nicht weiter darauf eingegangen sei. Die 

Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist vorweg zu prüfen. Gemäss 

Rechtsprechung darf sich die Verwaltung nicht darauf beschränken, die vom 

Versicherten im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwände tatsächlich zur 

Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Vielmehr hat sie ihre Überlegungen dem 

Betroffenen gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den 

entscheidwesentlichen Einwänden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die 

Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann 

(BGE 124 V 183 E. 2b). Mit Verfügung vom 10. März 2008 hat die Beschwerdegegnerin 

keine Gründe dargetan, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers als irrelevant 

bewertet wurden. Damit hat die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör des 

Beschwerdeführers verletzt.

1.3  Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die 

Verwaltung kann nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie abgesehen werden, 

wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse des Versicherten an einer 

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möglichst beförderlichen Beurteilung seines Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 

116 V 187 E. 3d). Diese verfahrensökonomischen Gründe rechtfertigen es, von einer 

Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

kann sodann als geheilt gelten, wenn der Betroffene zudem die Möglichkeit erhält, sich 

vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 

Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 124 V 183 E. 4a; Kneubühler, Die 

Begründungspflicht, Eine Untersuchung über die Pflicht der Behörden zur Begründung 

ihrer Entscheide, Bern 1998, S. 216). Das Verfahren vor der vorliegend angerufenen 

Instanz erfüllt diese Voraussetzungen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Zudem beantragt der 

Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht nur die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung, sondern auch die Zusprechung einer ganzen IV-Rente und damit einen 

materiellen Entscheid. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs kann somit mit dem 

vorliegenden Verfahren als geheilt betrachtet werden.

2.  

2.1  Streitig ist ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Für die 

Bemessung des massgeblichen Invaliditätsgrades einer erwerbstätigen versicherten 

Person wird gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der 

Anspruch einer versicherten Person auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie 

mindestens zu 70% und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid 

ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, besteht Anspruch auf eine halbe 

Rente und bei mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Um die für den Einkommensvergleich relevante prozentuale Arbeitsfähigkeit 

ermitteln zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261f. E. 4). Das 

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Gericht hat den Sachverhalt objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.3  Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Richter bei Gutachten nach 

der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen 

Experten abzuweichen, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der 

Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 

medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Expertise 

widersprüchlich ist, wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 

überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt oder wenn 

gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Richter als triftig 

genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen (BGE 125 V 

353 E. 3b).

3.  

3.1  Der angefochtenen Verfügung vom 10. März 2008 wurde das interdisziplinäre 

Gutachten der Klinik Valens vom 17. Dezember 2007 zugrunde gelegt. Nachfolgend ist 

daher auf die medizinische Aktenlage einzugehen.

3.2  Die Ärzte der Klinik Valens gaben im Gutachten vom 17. Dezember 2007 als 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers den Status 

nach Diskushernien-Operation L5/S1 links, ein chronisches lumbospondylogenes 

Syndrom links sowie als Differentialdiagnose ein leichtes Nervenirritationssyndrom S1 

links an. Zur adaptierten Tätigkeit hielten die Gutachter fest, beim Beschwerdeführer 

bestehe eine körperliche Leistungsfähigkeit, welche einer leichten und 

wechselbelastenden Arbeit mit Hantieren von Lasten bis maximal 10 kg (Heben 

horizontal) entspreche. Dabei seien aber Arbeiten auf Schulterhöhe und über Kopf 

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sowie im vorgeneigten Stehen und Sitzen regelmässig durch Positionswechsel zu 

unterbrechen. Arbeiten, die mit regelmässigem Gehen und Treppen steigen verbunden 

sind, sollten nur selten während eines Tages vorkommen. Aufgrund dieser 

Einschränkungen solle eine behinderungsgeeignete Tätigkeit nicht repetitiv sein, der 

Arbeitstakt dürfe nicht durch Maschinen angegeben werden und der Beschwerdeführer 

solle nicht in der Produktionsstrasse eingesetzt werden, wo andere Mitarbeiter direkt 

auf seine "Produktivität" angewiesen seien. Ausserdem befinde sich ein adaptierter 

Arbeitsplatz in einem Gebäude mit ausgeglichenem Raumklima. Tätigkeiten in 

Kühlräumen seien nicht günstig. Nach Absolvieren eines auf die körperliche 

Leistungsfähigkeit ausgerichteten multimodalen stationären 

Rehabilitationsprogrammes im Sinne eines Work Hardenings könne die 

behinderungsangepasste Tätigkeit dem Beschwerdeführer in einem normalen Pensum 

von 8 Stunden pro Tag zugemutet werden.

3.3  Im interdisziplinären Gutachten wird in der Beurteilung angeführt, nach erfolgter 

Diskushernien-Operation L5/S1 links am 18. Oktober 2004 habe beim 

Beschwerdeführer im Rahmen der Schmerzexazerbation im Sommer 2006 kein 

Diskushernienrezidiv festgestellt werden können. Es habe sich in der Bildgebung auch 

keine anderweitige Ursache für eine Nervenwurzelkompression gezeigt. Aus diesem 

Grund sei von den Neurochirurgen ein operatives Vorgehen abgelehnt und eine 

konservative Therapie mit ambulanten Physiotherapien und Medikamenten empfohlen 

worden. Dies habe die Beschwerden des Beschwerdeführers aber nicht lindern 

können. Darüber hinaus geben die Ärzte der Klinik Valens im Gutachten an, beim 

Beschwerdeführer bestehe aufgrund der aktuell klinisch-rheumatologischen 

Untersuchung ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links. In Kenntnis der 

anamnetischen Angaben könne ein rezidivierendes Irritationssyndrom S1 links nicht mit 

vollständiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Aktuell würden sich jedoch keine 

Zeichen für ein lumboradikuläres Ausfallsyndrom vorfinden. Die im Rahmen der 

klinischen Untersuchung festgestellte Sensibilitätsminderung des ganzen linken Beines 

könne nicht auf eine zentrale oder periphere neurologische Pathologie zurückgeführt 

werden. Sie sei als Epiphänomen im Rahmen des chronischen lumbospondylogenen 

Syndroms zu interpretieren. In der psychiatrischen Beurteilung des Beschwerdeführers 

wird angeführt, die Begutachtung habe keinerlei Hinweise auf eine Psychopathologie 

ergeben. Auch bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) habe sich 

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kein psychopathologischer Befund gezeigt. Das Gutachten hält darauf fest, beim 

Beschwerdeführer handle es sich somit klar um ein somatisches Problem ohne 

Hinweise auf Symptomausweitung und ohne Nachweis einer psychiatrischen 

Komorbidität.

3.4  Insgesamt entspricht das vorliegende Gutachten der Klinik Valens den 

Anforderungen der Rechtsprechung. Das interdisziplinäre Gutachten, das 

psychiatrische Teilgutachten sowie der EFL-Bericht sind umfassend, medizinisch 

fundiert und schlüssig begründet. Sie wurden in Kenntnis der Vorakten sowie unter 

Beachtung der geklagten Beschwerden vorgenommen. Anhand der Beurteilungen 

sowie Diagnosen lässt sich ausserdem die erfolgte Arbeitsfähigkeitsschätzung einer, 

unter der Voraussetzung eines erfolgreich absolvierten Work Hardenings, vollen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit objektiv nachvollziehen (vgl. BGE 125 V 352 

E. 3a).

3.5  Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt, die Schlussfolgerungen des 

Gutachtens seien zum Teil widersprüchlich und nicht umfassend. Die Begutachtung sei 

lediglich rheumatologisch und psychiatrisch erfolgt. Die Beschwerden des 

Beschwerdeführers, hätten aber auf jeden Fall auch durch einen Neurologen sowie 

durch einen Neurochirurgen spezialärztlich untersucht werden müssen. Dies auch vor 

dem Hintergrund der im Kantonsspital St. Gallen erfolgten Operation und der gestellten 

Differentialdiagnose im Gutachten, wonach ein rezidivierendes Irritationssyndrom S1 

links nicht ausgeschlossen werden könne. Zudem könne aufgrund des 

Beschwerdebildes auch eine Nervenwurzelkompression nicht ausgeschlossen werden. 

Im Weiteren bringt der Rechtsvertreter in der Beschwerdeschrift vor, es bestehe ein 

unüberbrückbarer Widerspruch bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es könne nicht 

sein, dass bei mittelschweren Tätigkeiten eine erhebliche Einschränkung vorliege, der 

Beschwerdeführer bei leichten Tätigkeiten jedoch nicht eingeschränkt sein solle. 

Ausserdem sei gemäss Gutachten ein geeigneter Arbeitsplatz für den 

Beschwerdeführer mit so vielen Einschränkungen verbunden, dass nicht mehr von 

einem uneingeschränkten normalen Arbeitspensum gesprochen werden könne. Da 

zuerst auch noch ein stationäres Work Hardening zu erfolgen habe, sei der 

Beschwerdeführer zurzeit offensichtlich nicht arbeitsfähig.

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3.6  Das Erfordernis einer neurologischen bzw. neurochirurgischen Untersuchung des 

Beschwerdeführers wurde im Gutachten der Klinik Valens implizit verneint. Das 

Gutachten führt dazu aus, es hätte bei den Untersuchungen der Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen keine Ursache für eine Nervenwurzelkompression gefunden 

werden können. Deshalb sei auch ein operatives Vorgehen abgelehnt und eine 

konservative Therapie empfohlen worden. Dabei stützen sich die Ärzte der Klinik 

Valens auf die Berichte der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 31. 

Oktober und 21. November 2006. Auch aufgrund der in der Anamnese des Gutachtens 

beschriebenen Therapieergebnisse ergeben sich keine Hinweise auf eine neurologische 

Ursache. Die am 10. Januar und 15. Mai 2007 durchgeführten CT-gesteuerten 

Nervenwurzelinfiltrationen hätten beim Beschwerdeführer zu keiner Besserung geführt. 

Es sei zwischenzeitlich aber ein kongenital enger Spinalkanal und eine breitflächige 

Diskushernie L4/5 sowie L5/S1 beidseits diagnostiziert worden. Zudem sei darauf auch 

die Möglichkeit eines neuropathischen Schmerzsyndroms diskutiert und eine 

Behandlung mit Lyrica eingeleitet worden. Diese habe gemäss Beschwerdeführer 

jedoch nicht geholfen und sei deshalb wieder abgesetzt worden. Des Weiteren geben 

die begutachtenden Ärzte in ihrer Beurteilung an, die festgestellte 

Sensibilitätsminderung des ganzen linken Beines könne nicht auf eine zentrale oder 

periphere neurologische Pathologie zurückgeführt werden. Diese Angaben machen 

ersichtlich, dass die in der klinischen Untersuchung erhobenen Befunde von den 

Gutachtern auch auf neurologische Ursachen hin geprüft wurden. Da sich dabei jedoch 

keine Anhaltspunkte ergeben haben, welche eine neurologische Begutachtung 

notwendig gemacht hätten, wurde im Rahmen des interdisziplinären Gutachtens auf 

eine spezialärztliche Begutachtung durch einen Neurologen oder Neurochirurgen 

verzichtet. Die interdisziplinäre Begutachtung hat damit insgesamt den neurologischen 

Aspekt nicht vernachlässigt, sondern nach Würdigung ein zusätzliches neurologisches 

Gutachten für unnötig befunden. Da die Klinik Valens auch über eine Klinik für 

Neurologie verfügt, kann davon ausgegangen werden, dass eine allfällig notwendige 

neurologische Untersuchung auch durchgeführt worden wäre.

3.7  Mit der interdisziplinären Begutachtung in der Klinik Valens wurde beim 

Beschwerdeführer auch eine EFL durchgeführt. Gemäss Gutachten hat sich beim 

Beschwerdeführer anhand der Evaluation ergeben, dass eine deutliche 

Kraftverminderung im linken Bein und Fuss, eine deutlich eingeschränkte Belastbarkeit 

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der unteren Wirbelsäule beim Heben von Gewichten und in statischen Positionen, eine 

Funktionsstörung und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie das 

Auftreten von Muskelkrämpfen in der linken Wade und in der Fussmuskulatur 

bestehen. Damit wurden jegliche Auswirkungen der in den medizinischen Berichten 

gestellten Diagnosen des Beschwerdeführers bei der Evaluation berücksichtigt. Als 

Schlussfolgerungen führt das Gutachten auf, in der angestammten Tätigkeit des 

Beschwerdeführers als Stapler- und Kranfahrer resultiere keine volle Arbeitsfähigkeit 

mehr. Das in der Tätigkeit beinhaltete Hantieren von Lasten könne dem 

Beschwerdeführer im Zeitrahmen von 1,5 Stunden nur für leichte Gewichte bis 7,5 kg 

zugemutet werden. Zudem könne dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als 

Produktionsmitarbeiter in der Betonvorfabrikation definitiv nicht mehr zugemutet 

werden. Denn die Belastungsanforderungen würden über der körperlichen 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers liegen. Allgemein entspreche dem 

Beschwerdeführer momentan die Leistungsfähigkeit einer wechselbelastenden, 

leichten Tätigkeit mit seltenen Gewichtsbelastungen von 10 kg. Diese adaptierte 

Tätigkeit würde dem Beschwerdeführer uneingeschränkt in einem normalen 

Arbeitspensum möglich sein. Dazu müsse eine stationäre muskuloskelettale 

Rehabilitation während drei bis vier Wochen absolviert werden. Die Durchführung der 

EFL wurde von einer ergotherapeutischen Fachperson unter ärztlicher Leitung 

vorgenommen. Dabei wurde die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

mit den physischen Anforderungen an seinem ehemaligen Arbeitsplatz verglichen. 

Darüber hinaus konnten Empfehlungen in Bezug auf die funktionelle Rehabilitation und 

Reintegration abgegeben werden. Damit erfüllt die vorliegende EFL die nötigen 

Anforderungen an eine valide Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 16. Januar 2009, 

8C_547/2008 E. 4.2.1). Aus rechtlicher Sicht ist daher der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers anhand der vorgenommenen interdisziplinären Begutachtungen 

sowie der Evaluation genügend abgeklärt.

3.8  Gemäss interdisziplinärem Gutachten der Klinik Valens vom 17. Dezember 2007 

beträgt die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in behinderungsangepasster 

Tätigkeit 100%. Die wirtschaftliche Verwertbarkeit der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit 

auf dem als ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine Einschätzung der 

Chancen der versicherten Person, trotz der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen 

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bezüglich Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art der Tätigkeit von einem 

durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es geht dabei um die 

konkrete Beurteilung der für die versicherte Person realistischerweise noch 

vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsmarktchancen (BGE 132 V 398 

E. 3.2). Vorliegend geht das Gericht aufgrund der Einschränkungen des 

Beschwerdeführers davon aus, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine 

zumutbare Arbeitsgelegenheit finden kann. Die Anpassung einer Tätigkeit an die 

Beschwerden und Einschränkungen des Beschwerdeführers bezieht sich gemäss 

Gutachten vor allem darauf, dass die bisher ausgeübten schweren Arbeiten nicht mehr 

erbracht und nur noch leichte Tätigkeiten verrichtet werden können. Solche adaptierte 

Tätigkeiten hält der ausgeglichene Arbeitsmarkt vielfältig offen. Die festgestellten 

Einschränkungen stehen daher nicht im Widerspruch zur vollen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit. Im Gutachten vom 17. Dezember 2007 

empfahlen die Ärzte dem Beschwerdeführer ein vorgängiges Rehabilitationsprogramm, 

um eine Arbeitsfähigkeit von 100% zu erreichen. Dieses sei im Sinne eines Work 

Hardenings zu absolvieren. In der Zeitschrift Rheuma-Nachrichten wird Work 

Hardening definiert als ein interdisziplinäres, stark strukturiertes und zielorientiertes 

Behandlungskonzept, in welchem physische Konditionierung und Arbeitssimulation zur 

Anwendung kommen, mit dem Ziel, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die versicherten 

Personen trainieren dabei intensiv in simulierten Arbeitssituationen, um später wieder 

ins Berufsleben einsteigen zu können. Mittels Leistungskapazitätstest wird sodann 

auch die Arbeitsfähigkeit festgelegt und eine Empfehlung zur beruflichen 

Wiedereingliederung abgegeben (vgl. Rheuma-Nachrichten 2009 Nr. 50, S. 15, 

gefunden am 20. Oktober 2009 unter http://www.rheuma-schweiz.ch/downloads/

rheumanachrichten/

50/Rheumanachrichten_50_15.pdf). Work Hardening ist demzufolge ein aufwendiges 

und zeitintensives Rehabilitationsprogramm, welches die Einsatzfähigkeit des 

Beschwerdeführers am Arbeitsplatz verbessern soll. Es bildet daher Teil der beruflichen 

Rehabilitation (vgl. Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) und Work 

Hardening, gefunden am 20. Oktober 2009 unter http://www.unfallchirurgen.at/

download/

agenda/27_wassipaul.pdf).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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3.9  Es erscheint plausibel, dass der Beschwerdeführer nach erfolgreich absolvierter 

Rehabilitation eine 100%ige Arbeitsfähigkeit aufweisen kann. In den Beurteilungen der 

Klinik Valens ist nirgends von einer bereits bestehenden 100%igen Leistungsfähigkeit 

die Rede. Vielmehr wird durchgehend vorausgesetzt, der Versicherte müsse "vor 

Wiederaufnahme der Arbeit eine stationäre muskuloskelettale Rehabilitation während 

drei bis vier Wochen absolvieren" (IV-act. 26-18; 26-22; 26-24). Dies ausgehend von 

"der Tatsache, dass die therapeutischen Massnahmen noch nicht ausgeschöpft 

wurden" und "dass sich die Leistungsfähigkeit relevant steigern lässt" (IV-act. 28-3). 

Solange diese Massnahme, die als Eingliederung zu verstehen ist, nicht durchgeführt 

worden ist, kann eine abschliessende Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des 

Beschwerdeführers nicht erfolgen. Deshalb ist auch ein zukünftiger Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers erst nach erfolgter Eingliederung einzuschätzen. Eine allfällige 

Rentenzusprache für die Zeit bis zur Absolvierung des Rehabilitationsprogramms kann 

hingegen von der Beschwerdegegnerin bereits vor der Rehabilitationsmassnahme 

geprüft und gegebenenfalls verfügt werden. Im Rahmen der Schadenminderung hat 

der Beschwerdeführer die Pflicht, sich Eingliederungsmassnahmen, wie z.B. dem Work 

Hardening, zu unterziehen. Die Verwaltung kann deshalb eine entsprechende 

Mitwirkung des Beschwerdeführers verlangen. Würde er sich dieser widersetzen, 

könnte ihm die Beschwerdegegnerin, unter Einräumung einer Überlegungsfrist in einem 

Mahn- und Bedenkzeitverfahren, vorübergehend oder dauernd die Leistungen 

(namentlich Taggeld-/Rentenleistungen) kürzen oder verweigern (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 

Als medizinische Vorkehr ist das Work Hardening wohl durch die Krankenversicherung 

zu bezahlen. Die IV hätte aber wohl Taggelder auszurichten.

4.  

4.1  Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 10. März 2008 teilweise gutzuheissen und die Sache 

zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Sinne der Erwägungen und zur 

neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2  Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (ZAK 

1987 S. 268 E. 5a). Der obsiegende Beschwerdeführer hat deshalb Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Dieser bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). In Anwendung dieser Kriterien 

wird die von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Parteientschädigung auf 

Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Die unterliegende 

Beschwerdegegnerin hat auch für die gemäss Art. 69 Abs. 1  IVG geschuldeten 

Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand. 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- ist dem Verfahrensaufwand angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 10. März 2008 

aufgehoben und die Sache zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen und zur 

neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--; der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin bezahlt der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.--.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.10.2009
	Art. 29 BV; Art. 16 ATSG, Art. 28, 29 IVG Begründungspflicht der Verfügung verletzt. Heilung. Würdigung medizinischer Gutachten und verwertbare Restarbeitsfähigkeit. Work Hardening als medizinische Eingliederungsmassnahme. Rückweisung zur Durchführung der Eingliederung. Die anschliessend zu erwartende volle Leistungsfähigkeit kann nicht als bereits eingetreten gelten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2009, IV 2008/194).

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