# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecd2506f-0f11-58d3-9749-0fb02813d430
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 27.07.2021 F 2021 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-28_2021-07-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin Dr. iur. Diana Oswald
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 27. Juli 2021

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

B.________, Zug
Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug

Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2021 28

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Urteil F 2021 28 

A. A.________ (geborene ________), geb. am _____ 1976, wurde am 18. Juli 2021 
von Notfallpsychiater Dr. med. univ. B.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, Zug, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Triaplus AG Klinik 
Zugersee eingewiesen. 

B. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ mit Schreiben vom 18. Juli 
2021 (Poststempel 19. Juli 2021; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 20. Juli 2021) beim 
Verwaltungsgericht und erklärte, dass sie gegen ihren Willen per ärztlicher FU in die Klinik 
eingewiesen worden sei und um Anhörung bitte. 

C. Am 27. Juli 2021 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen Kam-
mer des Verwaltungsgerichts in den Räumen der Klinik Zugersee angehört. An dieser Ver-
handlung nahmen seitens der Klinik Assistenzarzt med. pract. C.________ und als ge-
richtlicher Gutachter Dr. med. D.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, teil, der sein Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. Die 
Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung unterbrochen und danach wurde der Ur-
teilsspruch eröffnet und mündlich kurz begründet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung 
von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des Einfüh-
rungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig 
ist das Verwaltungsgericht, wenn die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet 
des Kantons Zug angeordnet worden ist (s. dazu BGE 146 III 377). Die Beschwerdeführe-
rin ist in Zug von einem auch hier – mithin im Hoheitsgebiet des Kantons Zug – praktizie-
renden Arzt eingewiesen worden, sodass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Ver-
waltungsgerichts gegeben und die fristgerecht eingereichte und den minimalen formellen 
Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu 
prüfen ist. 

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Urteil F 2021 28 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB). Die Be-
schwerdeinstanz entscheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Be-
schwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf 
das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 
ZGB) 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 
Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 

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Urteil F 2021 28 

Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel – in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung – überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der 
betroffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-
handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 Den Akten – auch den Akten des früheren Verfahrens F 2021 11 – lässt sich ent-
nehmen, dass sich bei der Beschwerdeführerin offenbar bereits vor etlichen Jahren psy-
chische Probleme mit schwerwiegenden Wahn- und Verfolgungsideen zu manifestieren 
begannen. Bereits 2015 kam es zu einem ersten Aufenthalt in der Klinik Zugersee. Am 
22. April 2021 wurde die Beschwerdeführerin von Dr. med. E.________, Leitender Arzt 
Ärztlicher Dienst Medizin Spital F.________, zu einer siebten Hospitalisation in die Klinik 
Zugersee eingewiesen, nachdem sie von der Polizei in einem verlassenen Haus in 

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F.________ in verwahrlostem Zustand aufgegriffen worden war. Der einweisende Arzt 
stellte bei ihr eine Selbstgefährdung bei akutem Schub der Krankheit fest, wahrscheinlich 
als Folge von Malcompliance. Gemäss Austrittsbericht der Klinik Zugersee vom 19. Mai 
2021 liegt bei der Beschwerdeführerin eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) vor. 
Am 6. Mai 2021 wurde sie bei fehlendem Anhalt für akute Selbst- oder Fremdgefährdung 
in die alten Verhältnisse entlassen, wobei das Aufgleisen einer ambulanten Behandlung 
von der Beschwerdeführerin abgelehnt wurde. Gegen den Willen der Beschwerdeführerin 
erfolgte seitens der Klinik eine Gefährdungsmeldung an die KESB. 

3.2 Am 18. Juli 2021 sah sich Dr. med. univ. B.________ veranlasst, die Beschwerde-
führerin wegen Fremdgefährdung zur diesmal 8. Hospitalisation und zur Behandlung in die 
Klinik Zugersee einzuweisen, nachdem Nachbarn die Polizei avisiert hatten, weil die Be-
schwerdeführerin auf dem Balkon ihrer Wohnung Feuer gemacht hatte. In der Einwei-
sungsanordnung beschrieb Dr. B.________ sie als hochpsychotisch, wahnhaft und para-
noid.

3.3 An der Anhörung vom 27. Juli 2021 erklärte Klinikarzt C.________, dass die Klinik 
nach wie vor von einer paranoiden Schizophrenie ausgehe. Es gebe auch Hinweise auf 
Halluzinationen. Es habe Situationen gegeben, bei denen sie allein gewesen sei und mit 
sich selber gesprochen habe; ob sie mit Stimmen gesprochen habe, sei nicht klar. Der 
gerichtliche Gutachter Dr. med. D.________ bestätigte die Diagnose einer chronischen 
paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) und das Vorliegen von Halluzinationen. 

3.4 Die Beschwerdeführerin selber berichtete unter anderem von einem Chip, der ihr 
im Kantonsspital implantiert worden sei; es sei der Oberarzt gewesen, der ihr seine Pager-
Nummer gegeben habe. Es habe eine Operation gegeben; eine Zyste hätte ambulant ent-
fernt werden sollen. Dann sei das ganze Bett verblutet gewesen und ein riesiger schwab-
beliger Klumpen sei herausgekommen. Danach sei sie an eine Maschine angeschlossen 
worden. Ob der Chip auch jetzt aktiv sei, wisse sie nicht; man müsste röntgen. Der Chip 
sei so programmiert worden, dass sie Hirnströmungen gehabt habe. Der Chip sitze im Be-
reich des Nackens und sie gehe davon aus, dass er klein und wie ein Sieb durchlöchert 
sei. Zudem sei ihr von der Militärpolizei in G.________ etwas – wohl AIDS oder so etwas 
Ähnliches – in die Lippe gespritzt worden. Das Olanzapin, das ihr schon früher gegen 
ihren Willen verabreicht worden sei, habe Hirnströmungen und einen Abszess am Fuss 
verursacht. Zudem habe sie Bauchspeicheldrüsenkrebs.

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3.5 Gestützt auf die Vorgeschichte und die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben 
steht fest, dass die Beschwerdeführerin an einer schweren psychischen Störung in Form 
einer chronischen paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) leidet. Es gibt auch deutliche 
Hinweise auf Halluzinationen, was die Beschwerdeführerin an der Anhörung mit ihren Aus-
sagen auch selber klar demonstrierte. Mit dem Vorliegen eines Schwächezustands ist die 
erste Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende psychi-
sche Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem 
anhand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Nach Klinikarzt C.________ ist die Suizidalität sowohl im Klinikrahmen wie auch 
im Falle einer baldigen Entlassung schwer einschätzbar, da die Beschwerdeführerin 
Gespräche ablehne und diesbezüglich auch nicht konkludent sei. Man hoffe, dass sie sich 
aus Gründen ihrer Religion nicht umbringen werde. Eine Selbstgefährdung im weiteren 
Sinne sei hingegen gegeben. Sie verliere die Verbindung mit der Realität und wisse nicht 
mehr, was wahr sei und was nicht. Sie könne auch die Äusserungen der anderen 
Menschen nicht mehr richtig beurteilen. Die Hygiene in der Klinik sei mangelhaft. Sie esse 
zwar wenig, aber nicht so wenig, dass man sie dazu zwingen müsste; Wasser trinke sie 
auch. Soziale Kontakte nach aussen habe sie keine; in der Klinik hätten die Mitpatienten 
zudem Angst vor ihr. Soweit bekannt, habe sie kein soziales Beziehungsnetz; sie habe 
auch noch nie Besuch bekommen. 

4.1.2 Der gerichtliche Gutachter Dr. D.________ führte aus, dass das Suizidrisiko bei 
dieser Diagnose grundsätzlich erhöht sei. Bei der Beschwerdeführerin sei jedoch nichts 
bekannt betreffend suizidale Absichten oder Vorfälle. Die Suizidalität sei bei ihr weder im 
Klinikrahmen noch im Falle einer baldigen Entlassung erheblich und unmittelbar drohend. 

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Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne sei hingegen akut und erheblich, indem ihr 
grösstes Problem die Selbstversorgung, die Selbstfürsorge und die soziale Vernetzung 
sei. Ihr Gesundheitszustand könnte sich noch weiter verschlechtern. Auch die Idee, ohne 
Geld ins Ausland zu gehen, sei keine gute Idee; damit würde sie sich natürlich gefährden. 
Es drohe ihr zudem auch die Verwahrlosung, mangelhafte Hygiene und auch die Obdach-
losigkeit, falls sie ihre Wohnung verlieren würde. 

4.1.3 Eine Selbstgefährdung im Sinne von akuter und erheblicher Suizidalität steht bei 
der Beschwerdeführerin aus ärztlicher Sicht im Klinikrahmen und auch im Falle einer baldi-
gen Entlassung nicht im Vordergrund, obwohl die Suizidalität bei diesem Krankheitsbild 
grundsätzlich erhöht ist. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist hingegen im 
Falle einer sofortigen Entlassung als erheblich und unmittelbar drohend zu qualifizieren. 
Zunächst droht der Beschwerdeführerin eine weitere Chronifizierung und Verschlechte-
rung des Krankheitsbildes. Sie weist sodann offenbar eine mangelhafte Hygiene auf und 
es ist auch damit zu rechnen, dass sie auf sich allein gestellt Flüssigkeits- und Nahrungs-
aufnahme vernachlässigen könnte. Ihr droht weiter die Obdachlosigkeit, nachdem nicht 
sicher ist, ob sie ihre Wohnung behalten kann. Sollte sie zudem ihre unrealistischen Pläne, 
ohne Geld ins Ausland zu reisen, verwirklichen, dürfte sie sich damit weiter in Gefahr be-
geben. Es ist auch ein weitgehender sozialer Rückzug festzustellen; sie hat keinen Kon-
takt mehr zu ihrer Herkunftsfamilie, die sie – nach eigenen Angaben – weggegeben hat 
und mit der sie nichts mehr zu tun haben will. Andere soziale Kontakte scheint sie nicht 
mehr zu haben. Sie glaubt auch, dass niemand sie mag und alle gegen sie sind. Durch ihr 
auffälliges Verhalten wird sie zudem als psychisch kranke Frau wahrgenommen und stig-
matisiert. Die Selbstgefährdung insbesondere in einem weiteren Sinne ist folglich im Falle 
einer baldigen Entlassung als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 41 zu Art. 426 ZGB mit Hinweisen). Das geltende Recht 

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hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern 
auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 42 zu Art. 426 ZGB).

4.2.1 Nach den Angaben von Assistenzarzt C.________ ist in der Klinik eher nicht mit 
Fremdaggressivität tätlicher Art zu rechnen. Gegenüber dem Personal sei sie allerdings 
verbal aggressiv gewesen und zwar insbesondere dann, wenn sie wegen der 
Körperhygiene, der Blutentnahme oder der Medikamente angesprochen worden sei, nicht 
aber gegenüber den anderen Patienten. Tätlich geworden sei sie nicht. Die Mitpatienten in 
der Klinik hätten Angst vor ihr, sodass sie auch in der Klinik kaum Kontakte habe.

4.2.2 Gutachter Dr. D.________ sieht weder im Klinikrahmen noch im Falle einer 
baldigen Entlassung eine akute und erhebliche Fremdgefährdung mit fremdaggressivem, 
tätlichem Verhalten. Es sei anzunehmen, dass sie verbal auffallen werde. Zu befürchten 
sei, dass es zu ähnlichen Vorfällen wie dem Feuerlegen kommen könnte, wobei sie dabei 
keine Rücksicht auf die Konsequenzen nehmen werde. Die Belastung für das Umfeld sei 
nicht berechenbar. Es könne über längere Zeit kein Problem sein und dann aber völlig 
eskalieren. Wenn sie wieder so eine Idee wie das Verbrennen von Gegenständen ihres 
Ehemannes haben sollte, so sei dies eine erhebliche Belastung und Bedrohung für die 
Nachbarn.

4.2.3 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und auch der ärztlichen Angaben liegt bei 
der Beschwerdeführerin im Falle einer baldigen Entlassung in die alten Verhältnisse eine 
nicht unerhebliche Fremdgefährdung durch fahrlässiges Handeln vor. So könnte sie etwa 
ihre Nachbarn gefährden und ängstigen, falls sie Gegenstände ihres Ehemannes wieder 
an falschen Orten verbrennen will oder sonstwie durch unsachgemässen Umgang mit 
Feuer. Vorfälle, wie sie zur Einweisung der Beschwerdeführerin geführt haben, bedeuten 
für die Nachbarn jedenfalls eine erhebliche und unmittelbare Bedrohung und Gefährdung, 
da die Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht nicht berechenbar ist.  

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das bei der Beschwerdeführe-
rin bestehende Selbstgefährdungspotential vor allem in einem weiteren Sinne einer Ver-
schlechterung des Krankheitsbildes und einer Verwahrlosung als schwerwiegend und un-
mittelbar drohend zu qualifizieren ist und auch ein Fremdgefährdungspotential im Sinne 
von Gefährdung und unzumutbarer Belastung ihrer Umgebung im Falle einer baldigen 
Entlassung besteht. 

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5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführerin die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Nach Ansicht von Klinikarzt und Gutachter weist die Beschwerdeführerin wenig bis 
keine Krankheitseinsicht und damit auch keine Behandlungsbereitschaft auf. Sie selber 
hat erklärt, dass sie nicht krank sei und deshalb auch keine Medikamente benötige. Sie sei 
nicht bereit, Medikamente einzunehmen, da diese bei ihr schwerste körperliche Nebenwir-
kungen wie etwa Hirnströmungen auslösen würden. Von einer echten Krankheitseinsicht 
und einer belastbaren Behandlungsbereitschaft kann bei dieser Sachlage jedenfalls nicht 
die Rede sein.

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind nicht günstig. Die 45 Jahre alte Beschwerde-
führerin lebt allein und offenbar völlig zurückgezogen in einer 2 ½-Zimmerwohnung, wobei 
nicht sicher ist, ob sie diese Wohnung behalten kann. Sie ist nach eigenen Angaben seit 
längerem getrennt von ihrem offenbar gewalttätigen Ehemann, der die gemeinsame, heute 
sieben Jahre alte Tochter 2016 in den Libanon entführt hat, wo sie seitdem offenbar lebt. 
Der Kontakt zur Tochter wird der Beschwerdeführerin seit längerem ganz verwehrt, nach-
dem sie sie – nach eigenen Angaben – zu Beginn einmalig gegen Bezahlung hat besu-
chen und danach per Skype wiederum gegen Geld hat sehen und sprechen können. So-
weit bekannt hat die Beschwerdeführerin eine Rente der Invalidenversicherung und Ergän-
zungsleistungen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt mehr oder weniger finanzieren 
kann. Nach einer Gefährdungsmeldung der Klinik am Ende des siebten Aufenthalts im Mai 
2021 ist die KESB nun offenbar dabei, Abklärungen zu treffen. Einen Beistand oder eine 
professionelle ärztliche bzw. therapeutische Betreuung hat die Beschwerdeführerin nicht. 
Das nahezu inexistente soziale Netz hat die aktuelle Krisensituation jedenfalls nicht ver-

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hindern können und ist damit für eine ambulante Betreuung der Beschwerdeführerin auch 
nicht tragfähig genug.

5.3 Klinikarzt C.________ erachtet eine weitere stationäre Behandlung der 
Beschwerdeführerin als notwendig. Mit der nun seit vier Tagen zwangsweise 
verabreichten neuroleptischen Medikation wolle man eine Medikamentencompliance 
erreichen. Man rechne mit einer längeren Behandlungsdauer; diese könnte mehrere 
Monate in Anspruch nehmen. Ob ihre Teilnahme an der Begutachtung und der 
anschliessenden Anhörung bereits auf das Olanzapin zurückzuführen sei, sei möglich; auf 
der Station habe sie gestern und auch noch heute Morgen jedoch alle Gespräche 
abgelehnt. Beim Olanzapin sei in der Regel eine Wirkung nach ein paar Tagen 
feststellbar. Falls die Beschwerdeführerin sofort austreten könnte, sei damit zu rechnen, 
dass sie in den nächsten Tagen wieder eingewiesen würde, da sie die Nachbarschaft 
erneut stören dürfte. 

5.4 Nach Ansicht von Gutachter Dr. D.________ ist ein weiterer stationärer Aufenthalt 
grundsätzlich notwendig mit dem Ziel zu prüfen, ob ihr Zustand mit einer neuroleptischen 
Behandlung verbessert werden könne. Dafür seien sechs Monate eine realistische Dauer. 
Bisher sei sie soweit ersichtlich noch nie über einen längeren Zeitraum medikamentös the-
rapiert worden. Eine ambulante Behandlung sei derzeit mangels Compliance nicht mög-
lich. Die nötige persönliche Fürsorge könne ihr ausserhalb der Klinik nicht erwiesen wer-
den, da sie sich nicht auf eine Behandlung einlassen wolle. Ohne Behandlung sei mit 
einem gleichbleibend schlechten Zustand zu rechnen; eine spontane Remission ohne 
Medikamente sei zwar nicht auszuschliessen, aufgrund der langen Zeit aber unwahr-
scheinlich. Falls sie sofort entlassen würde, sei schwer zu sagen, bis wann sie wieder 
auffallen und erneut eingewiesen würde; dies könne in ein paar Wochen, ein paar Tagen 
oder im schlimmsten Fall innert ein paar Stunden passieren. Nicht auszuschliessen sei, 
dass sie sich ins Ausland absetzen und dort zumindest für eine gewisse Zeit unauffällig 
leben könnte. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist – wie erwähnt – nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Die Beschwerdeführerin leidet seit etlichen Jahren an 
einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung und damit an einem Schwächezustand 
im Sinne des Gesetzes. Sie weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes 
Selbst- und auch Fremdgefährdungspotential auf und ist daher auch in besonderem Mas-

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se schutzbedürftig. Sie ist nahezu krankheitsuneinsichtig und auch nicht behandlungsbe-
reit. Würde sie in ihrem aktuellen Zustand aus der Klinik entlassen, wäre mit einer erneu-
ten Einweisung innert kurzer Zeit zu rechnen, da sie wohl sehr schnell wieder auffällig wür-
de. Ziel der Unterbringung in der Klinik muss es denn auch sein, bei der Beschwerdeführe-
rin eine Compliance für eine neuroleptische Medikation zu erreichen, was zwar schwer, 
nicht aber unmöglich sein dürfte und im Sinne einer Chance zumindest versucht werden 
sollte. Erst danach ist eine Entlassung in die alten Verhältnisse möglich, wobei die ambu-
lante Betreuung und Behandlung sorgfältiger Planung und Organisation bedarf. Derzeit ist 
eine stationäre Betreuung und Behandlung indessen notwendig. Eine weitere Zurückbe-
haltung in der Klinik für einige wenige Wochen, allenfalls auch Monate erscheint ange-
sichts der schwerwiegenden Erkrankung und des erheblichen Gefährdungspotentials nicht 
als unverhältnismässig, wenn man die Folgen einer sofortigen Entlassung im aktuellen, 
hochpsychotischen Zustand bedenkt. Die Einweisung in die Klinik, die im Sinne von 
Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für die Beschwerdeführerin ist, ist zu 
Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung erweist sich wegen der zu befürchtenden 
gravierenden Folgen einer sofortigen Entlassung insgesamt als notwendig und auch ver-
hältnismässig. Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet und muss abgewiesen 
werden. 

5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen 
hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, d.h. spätestens acht Tage vor Ab-
lauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren 
und einen behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen 
(§ 53 EG ZGB). 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Bei diesem Verfahrensausgang ist der ohnehin nicht anwalt-
lich vertretenen Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an Dr. B.________ und an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 27. Juli 2021

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am