# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c01b8ff-0d3d-5217-9298-7280d0f0179c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.10.2018 UV 2017/13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-13_2018-10-16.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/13

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.10.2018

Entscheiddatum: 16.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2018
Art. 18 UVG. Art. 16 ATSG. Würdigung medizinischer Berichte, Abklärung der 
Arbeitsfähigkeit und Bemessung einer Invalidenrente. Weitergehende 
gesundheitliche Einschränkungen als anerkannt sowie eine unfallbedingte 
Lohneinbusse bleiben beweislos. Abweisung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2018, UV 
2017/13). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2018.

Entscheid vom 16. Oktober 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers (Vorsitz) und

Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber;

Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/13        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

CSS Versicherung AG, Recht & Compliance,

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war als Assistenzärztin im Spital B.___ tätig und dadurch bei der CSS 

Versicherung AG (nachfolgend: CSS) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 14. August 2007 am Arbeitsplatz eine Treppe 

hinunterfiel und gegen die Wand prallte (UV-act. 1). Sie erlitt dabei eine proximale 

Humerusschaftfraktur links mit Abriss des Tuberculum majus (UV-act. 2). Gleichentags 

unterzog sich die Versicherte im Spital B.___ einer geschlossenen Reposition und einer 

Implantation eines T2-Humerusmarknagels (UV-act. 3). Drei Wochen später trat eine 

unklare postoperative Schwellung auf, welche mit Antibiose und Lymphdrainage 

behandelt wurde. Die Versicherte wurde weiterhin mit Physiotherapie mobilisiert (UV-

act. 5). Dr. med. C.___, Arzt der Klinik für Chirurgie und Orthopädie des Spitals B.___, 

berichtete am 16. Oktober 2007, insgesamt sei der Verlauf etwas protrahierter als 

ursprünglich geschätzt. Die Versicherte werde die Arbeit ab dem 17. Oktober 2007 zu 

25% wiederaufnehmen (UV-act. 7). Am 30. Oktober 2007 beurteilte Dr. C.___, für den 

etwas schleppenden Verlauf dürfte das vorstehende Nagelende zumindest teilweise 

verantwortlich sein. Ab 1. November 2007 sei die Versicherte zu 50% arbeitsfähig (UV-

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act. 8). Am 11. Dezember 2007 äusserte Dr. C.___ sodann den Verdacht auf eine 

Frozen Shoulder und attestierte der Versicherten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 

50% (UV-act. 9). Per 31. Dezember 2007 endete ihr befristetes Arbeitsverhältnis (UV-

act. 10 ff.). Die CSS erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (vgl. UV-act. 

13, 15). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) übernahm 

die Schadensabwicklung für die CSS.

A.b  PD Dr. med. D.___, Facharzt FMH Neurologie, listete in seinem Bericht vom 25. 

Januar 2008 als Diagnosen einen Status nach proximaler Humerusschaftfraktur links 

mit Abriss des Tuberculum majus, einen Verdacht auf Rotatorenmanschettenruptur 

links und eine Frozen Shoulder sowie eine leichte Parese der Daumenabduktion links 

auf (UV-act. 17). Dr. med. E.___, Leitender Arzt Orthopädie der Klinik F.___, 

diagnostizierte am 7. Februar 2008 eine Delayed Union 5 ½ Monate nach Humerus-

Marknagel mit proximalem Überstand links. Es zeige sich ein starkes 

Bewegungsdefizit, welches durch den proximalen Überstand des Humerus-Marknagels 

erklärt sei (UV-act. 19).

A.c  Die Suva teilte der Versicherten mit Schreiben vom 28. März 2008 mit, ihr sei nach 

Rücksprache mit dem Kreisarzt in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit zumutbar (UV-act. 28). Ab 1. April 2008 war die Versicherte wieder mit 

einem 50% Pensum im Spital B.___ tätig (UV-act. 30, 35). Ab 1. August 2008 war sie 

bei der Stiftung G.___ als Assistenzärztin beschäftigt (vgl. UV-act. 50)

A.d  Am 13. August 2008 unterzog sich die Versicherte einer Marknagel-Entfernung am 

Humerus links (UV-act. 60). Die behandelnden Ärzte attestierten ihr eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (UV-act. 62). Dr. E.___ befand am 20. Oktober 2008, seit 

15. September 2008 bestehe eine 25%ige Arbeitsfähigkeit, ab 21. Oktober 2008 eine 

solche von 50% und ab 1. Dezember 2008 voraussichtlich wieder eine volle 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 71). Die Versicherte konnte die attestierte Arbeitsfähigkeit 

entsprechend umsetzen (UV-act. 77).

A.e  Dr. D.___ berichtete am 6. Februar 2009 über eine Dysästhesie des linken Arms, 

am ehesten im Rahmen eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (UV-act. 85, 

vgl. auch UV-act. 83). Nachdem Dr. E.___ am 21. April 2009 unter anderem über ein 

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deutliches subacromiales Problem berichtet hatte (UV-act. 90), diagnostizierte er am 

11. September 2009 ein persistierendes subacromiales Impingement (UV-act. 94).

A.f  Mit Schreiben vom 8. September 2010 führte die Versicherte aus, seit dem Unfall 

sei sie nie zu 100% arbeitsfähig gewesen und werde dies auch nie mehr sein. Sie habe 

von Dr. E.___ selbst verlangt, dass er ihr die Arbeitsfähigkeit attestiere, da sie ihrem 

Beruf nicht länger habe fernbleiben wollen. Ihr verletzter Arm schränke sie aber auch 

heute noch in der Berufsausübung ein (UV-act. 102). Dr. E.___ berichtete am 14. 

Oktober 2010 über zunehmende Schmerzen im gesamten Schultergürtel, zum Teil 

ausstrahlend bis in die Hand mit Schwellungs- und Verfärbungstendenz des Armes. Er 

führte eine Infiltration durch (UV-act. 104). Am 6. Dezember 2010 diagnostizierte Dr. 

E.___ ein subacromiales Impingement mit aktivierter AC-Arthrose links. Die Infiltration 

habe für einige Tage eine deutliche Schmerzreduktion gebracht, über ein 

arthroskopisches Débridement könne diskutiert werden (UV-act. 111).

A.g  Am 14. Dezember 2010 wurde die Versicherte durch Suva-Kreisarzt Dr. med. 

H.___, Facharzt FMH für Chirurgie, untersucht. Dieser berichtete gleichentags, aktuell 

bestünden noch belastungsabhängige Beschwerden und eine 

Bewegungseinschränkung bei Verdacht auf ein subacromiales Impingement und eine 

neurovegetative Veränderung am linken Arm (UV-act. 114). Dr. med. I.___, FMH 

Radiologie, Klinik F.___, führte am 16. Dezember 2010 ein MRI durch und stellte eine 

retraktile Kapsulitis sowie eine intakte Rotatorenmanschette fest (UV-act. 117). Dr. 

E.___ hielt am 20. Dezember 2010 fest, die Indikation für eine Arthroskopie mit 

Acromioplastik und AC-Gelenksresektion ergebe sich aus den Schmerzen bzw. der 

eingeschränkten Lebensqualität der Versicherten. Die Diagnose vom 6. Dezember 2010 

habe sich bestätigt, eine wesentliche zusätzliche strukturelle Schädigung liege nicht 

vor. Bei einem abwartenden Vorgehen müsse keine Folgeschädigung erwartet werden 

(UV-act. 117).

A.h  Am 29. Dezember 2011 berichtete die Versicherte über eine unveränderte 

Schmerzproblematik (UV-act. 125). Am 17. September 2012 führte sie aus, ihr 

Gesundheitszustand habe sich nicht verbessert, im Gegenteil nehme sie einen 

Kraftabbau im linken Arm wahr (UV-act. 127). Ihr 2011 in J.___ erlangter Titel 

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"Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin" wurde am 24. September 2012 von der 

Medizinalberufekommission anerkannt (UV-act. 182).

A.i   Am 6. November 2012 wurde die Versicherte durch Suva-Kreisarzt Dr. med. K.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, untersucht. Dieser hielt gleichentags fest, aktuell bestünden 

belastungsabhängige Beschwerden und eine Bewegungseinschränkung der linken 

Schulter bei subacromialem Impingement mit aktivierter 

Acromioclaviculargelenkarthrose links und Einengung des Défilées bei Acromiom Typ 

III. Von weiteren konservativen Therapiemassnahmen könne mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes erwartet werden. Durch eine operative Intervention wäre eine 

Verbesserung der Beweglichkeit im linken Schultergelenk und eine Reduktion der 

Schmerzsymptomatik zu erwarten. In der angestammten Tätigkeit als Spitalärztin sei 

die Versicherte nicht eingeschränkt (UV-act. 131). In ihrer Stellungnahme vom 26. 

November 2012 brachte die Versicherte vor, sie könne ihre Tätigkeit als Spitalärztin 

nicht ohne Hilfe von Dritten erledigen, da sie nur eingeschränkt belastbar sei. Ihr 

Gesundheitszustand hemme ihr berufliches Fortkommen erheblich und halte sie auf der 

Stufe einer Spitalärztin fest. Sie könnte auch eine Tätigkeit als Oberärztin, Leitende 

Ärztin oder Chefärztin ausüben, sei aber aufgrund ihres Gesundheitszustandes 

diesbezüglich zurückhaltend (UV-act. 133).

A.j   Am 26. Juli 2013 führte die Versicherte aus, die jetzige Arbeitsstelle habe sie nur 

aufgrund ihres Unfalls angenommen. Ohne Unfall hätte sie bessere Berufsaussichten 

und würde ein höheres Gehalt erzielen. Ihren Arbeitgeber habe sie nicht über ihren 

Arbeitsunfall informiert. Sie schone ihren linken Arm stark, wodurch ihr rechter Arm 

erheblich überbelastet werde und sich die Schmerzen immer mehr auch in der rechten 

Schulter manifestierten (UV-act. 153).

A.k  Mit Verfügung vom 11. Dezember 2013 sprach die CSS der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5% zu. Sie 

begründete, durch den zumutbaren operativen Eingriff könnte ihr Gesundheitszustand 

wesentlich verbessert werden. Nach erfolgter Operation sei von einer Arbeitsfähigkeit 

von 100% als Assistenzärztin auszugehen (UV-act. 155, vgl. die Beurteilung von 

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Kreisarzt Dr. K.___; UV-act. 154). Dagegen erhob die Versicherte am 20. Januar 2014 

Einsprache (UV-act. 156). Die CSS zog darauf die angefochtene Verfügung zurück, 

schrieb das Einspracheverfahren als gegenstandslos geworden ab und kündigte 

weitere Abklärungen an (UV-act. 157 f.).

A.l   Im Auftrag der Suva (vgl. UV-act. 169) wurde die Versicherte am 2. Dezember 2014 

durch Dr. med. L.___, Oberarzt Orthopädie und Traumatologie, und Dr. med. M.___, 

Oberassistenzärztin, Klinik für Orthopädie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), begutachtet. Diese 

diagnostizierten in ihrem Gutachten vom 23. Februar 2015 eine eingeschränkte 

Schulterbeweglichkeit, parascapuläre Myogelosen, eine beginnende Omarthrose und 

eine AC-Gelenksarthrose. Die AC-Gelenksarthrose und die Omarthrose seien am 

ehesten als unfallfremd anzusehen, die restliche Problematik sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen. In geistigen Tätigkeiten sei 

die Versicherte nicht eingeschränkt. Körperlich bestehe eine geringe Leistungseinbusse 

für die ganzheitliche Ausübung der ärztlichen Tätigkeit. Da sie insbesondere 

Punktionen nicht mehr vollständig durchführen könne, bestehe eine 

Leistungseinschränkung von 10%. Den Integritätsschaden schätzten sie auf 15% (UV-

act. 171). In ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2015 brachte die Versicherte Vorbehalte 

gegen das Gutachten vor (UV-act. 173).

A.m Mit Verfügung vom 23. Februar 2016 sprach die CSS der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 15% zu (UV-act. 

180). Mit Verfügung vom 16. August 2016 verneinte die CSS einen Rentenanspruch 

(UV-act. 187).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 16. August 2016 erhob die Versicherte am 16. 

September 2016 Einsprache (UV-act. 188). Sie reichte Berichte ihrer Vorgesetzten ein. 

Dr. med. N.___, Ärztlicher Leiter der Z.___ AG, Spital O.___, hatte am 12. Juli 2016 

berichtet, aufgrund der gesundheitlichen Defizite der Versicherten werde bei der 

Zuteilung von einigen Eingriffen, wie z.B. Punktionen, auf sie Rücksicht genommen. Die 

Einschränkungen beträfen nur gewisse manuelle Tätigkeiten und umfassten ca. 20% 

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ihrer Gesamttätigkeit (UV-act. 189). Dr. med. P.___, Medizinisches Zentrum Q.___, 

hatte am 5. September 2016 festgehalten, die Unfallfolgen schränkten die Versicherte 

in der Ausführung gewisser medizinischer Eingriffe, welche die Ausübung von 

physischer Kraft voraussetzten, ein. Sie sei in einem Rahmen von 15-20% in ihrer 

Tätigkeit limitiert (UV-act. 190).

B.b  Mit Entscheid vom 21. Dezember 2016 wies die Suva die Einsprache ab (UV-act. 

191).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2016 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 1. Februar 2017. Die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) beantragte darin dessen Aufhebung und die Zusprache einer 

Invalidenrente von mindestens 25% mit Wirkung spätestens ab 1. Dezember 2008. 

Eventualiter sei unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids eine unabhängige, 

polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Sie machte geltend, sie sei aufgrund ihrer Beschwerden in der Auswahl von 

Arbeitsstellen eingeschränkt. Ohne Unfall hätte sie eine Stelle als Leitende Ärztin oder 

Oberärztin angetreten. Sie erziele im Vergleich zu anderen Ärzten in der gleichen 

Position mindestens 20 bis 25% weniger Einkommen und habe keine 

Aufstiegsmöglichkeiten mehr. Die kontinuierliche Schonhaltung/Fehlbelastung seit bald 

zehn Jahren manifestiere sich in zunehmenden Beschwerden der Lendenwirbelsäule 

(LWS) sowie Kniebeschwerden rechts. Es dränge sich deshalb eine polydisziplinäre 

Begutachtung auf. Die von den Suva-Kreisärzten festgehaltenen Einschränkungen von 

10 bis 20% seien zu gering ausgefallen (act. G1). Die Beschwerdeführerin reichte 

Berichte vom 30. Dezember 2016 und 18. Januar 2017 über ein MRI der LWS/ISG 

(Iliosakralgelenk) bzw. des Knies rechts ein (act. G1.4 f.).

C.b Die CSS (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 9. März 2017 die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Sie brachte vor, das Gutachten des KSSG sei beweiskräftig. Von weiteren Abklärungen 

seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Die vorgebrachte Validenkarriere sei 

gestützt auf den bis zum Unfallzeitpunkt erfolgten beruflichen Werdegang nicht 

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überwiegend wahrscheinlich. Es sei im Gegenteil höchst unwahrscheinlich, dass sie 

ohne Unfall Oberärztin geworden wäre. Die nun von der Beschwerdeführerin zu 100% 

und ohne Auswirkung auf das Einkommen ausgeübte Tätigkeit als Spitalärztin 

entspreche dem auch ohne Unfall zu erwartenden Verlauf angesichts der bis zum 

Unfallzeitpunkt vollzogenen Karriere (act. G3).

C.c Mit Replik vom 14. Juli 2017 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. 

Sie führte aus, die beginnende AC-Gelenksarthrose und Omarthrose seien als 

unfallkausal einzustufen. Im Gutachten des KSSG gar nicht erwähnt seien die 

Drittfolgen, welche durch die jahrelange Fehl- und Überbelastung der rechten Seite 

entstanden seien. Als Oberärztin müsste sie Assistenzärzte ausbilden sowie die 

notwendigen Handgriffe präsentieren und anlernen können, was ihr aber nicht möglich 

sei. Sie dürfe daher eine (vollwertige) Stelle als Oberärztin nicht (mehr) antreten. Sie 

hätte mit grösster Wahrscheinlichkeit die nachweisbar begonnene Validenkarriere 

fortgeführt und wäre heute eine erheblich besser bezahlte Oberärztin (act. G13).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G15).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2007 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin. Über den 

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Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wurde hingegen bereits rechtskräftig 

verfügt (vgl. UV-act. 180).

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch 

einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des 

Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die 

Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und 

zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist 

die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

2.2  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, BGE 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte; bei einer leistungsaufhebenden Tatfrage liegt die Beweislast 

somit beim Unfallversicherer, bei einer leistungsbegründenden Tatfrage bei der 

versicherten Person. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als 

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unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52 

ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

3.   

Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet 

werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind (“Fallabschluss“; Art. 19 Abs. 1 UVG). Vorliegend verfügte die 

Beschwerdegegnerin erstmals am 11. Dezember 2013 über den Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin (UV-act. 155, Verfügung später zurückgezogen; vgl. UV-act. 157). 

Darin erachtete sie die Behandlung als abgeschlossen. Sie stützte sich dabei auf die 

Einschätzung von Kreisarzt Dr. K.___ vom 6. November 2012, welcher festgehalten 

hatte, von weiteren konservativen Therapiemassnahmen könne mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes mehr erwartet werden (vgl. UV-act. 131). Damals war noch eine 

operative Intervention im Raum gestanden, welche die Beschwerdeführerin in der 

Folge aber nicht durchführen liess (vgl. UV-act. 131, 140). Der Fallabschluss per Ende 

2013 ist aufgrund der Aktenlage nicht zu beanstanden und wird von der 

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Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert bestritten. Ein allfälliger Rentenanspruch 

entstand damit frühestens Anfang 2014. Für den Zeitraum davor fiele lediglich ein 

Anspruch auf Taggelder in Betracht, über welchen die Beschwerdegegnerin jedoch 

nicht verfügt hat. Ein solcher ist damit vorliegend nicht Streitgegenstand.

4.   

Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der angefochtene 

Einspracheentscheid beruht in medizinischer Hinsicht vorwiegend auf dem Gutachten 

des KSSG vom 23. Februar 2015 (vgl. UV-act. 171), wobei die Beschwerdegegnerin 

sich auf den Standpunkt stellt, die darin ausgewiesene Leistungseinschränkung wirke 

sich nicht auf den Lohn aus (vgl. UV-act. 191, act. G3). Die Beschwerdeführerin spricht 

dem Gutachten die Beweiskraft mindestens teilweise ab und stellt diesem 

insbesondere Beurteilungen ihrer Vorgesetzten entgegen (vgl. act. G1, G13).

4.1  Die Gutachter des KSSG hielten als Diagnosen eine eingeschränkte 

Schulterbeweglichkeit bei Status nach proximaler Humerusfraktur, parascapuläre 

Myogelosen, eine beginnende Omarthrose und eine AC-Gelenksarthrose fest. Die 

postoperative Schultersteife mit konsekutiven Myogelosen der parascapulären 

Muskulatur sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis 

zurückzuführen. Die AC-Gelenksarthrose und die Omarthrose seien am ehesten als 

unfallfremd anzusehen (UV-act. 171). Die Beschwerdeführerin brachte vor, es sei davon 

auszugehen, dass die AC-Gelenksarthrose und Omarthrose unfallbedingt seien. Sie 

begründete, es gebe keine Anhaltspunkte, dass eine Arthrose auch in anderen 

Gelenken gegeben sei. Da nur ihre linke Schulter betroffen sei, handle es sich um eine 

Einschränkung, die auf den Unfall zurückzuführen sei (UV-act. 173, act. G13). 

Abgesehen von der Beschwerdeführerin bejahte keine ärztliche Fachperson die 

Unfallkausalität der Arthrose. Diese erscheint somit möglich, jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich. Die Frage kann jedoch insofern offenbleiben, als selbst bei Bejahung 

einer unfallbedingten Arthrose nicht von weitergehenden Auswirkungen auf die Arbeits- 

bzw. Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen wäre, als sie aufgrund der 

als unfallkausal anerkannten Beschwerden der Schulter ohnehin bestehen.

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4.2  Die Beschwerdeführerin macht geltend, die kontinuierliche Schonhaltung bzw. 

Fehlbelastung seit dem Unfall manifestiere sich in zunehmenden Beschwerden im Arm 

rechts, LWS-Beschwerden sowie Kniebeschwerden rechts und einer 

Schmerzsymptomatik. Die Gutachter des KSSG hätten hingegen im Wesentlichen nur 

den Schulterstatus links erhoben. Bezüglich der weiteren Beschwerden dränge sich 

eine polydisziplinäre Begutachtung auf (act. G1, G13, UV-act. 156, 173). Die 

Beschwerdeführerin erwähnte gegenüber den Gutachtern, nach dem Unfall seien im 

Verlauf auch noch ein Schädelhirntrauma und ein Knieanprall durch das Trauma 

aufgefallen (UV-act. 171, S. 6). Die Gutachter hatten damit Kenntnis davon und 

berücksichtigten die diesbezüglichen Beschwerden bei ihrer Beurteilung mindestens 

implizit. Am 30. Dezember 2016 wurde ein MRI der LWS und des ISG durchgeführt. Dr. 

med. R.___, FMH Radiologie, beurteilte, es lägen eine Osteochondrose Typ Modic II 

LWK 4/5, eine kleine, rechts paramediane Diskushernie LWK 5/SWK 1, ein flaches 

Diskusbulging LWK 2/3 und LWK 3/4 sowie Zeichen einer leichtgradigen Fehl- 

respektive Überlastung der ISG vor (act. G1.4). Diesem Bericht lässt sich kein Hinweis 

auf eine unfallbedingte Genese der Beschwerden entnehmen. Im Gegenteil befand Dr. 

R.___, zusammenfassend bestünden degenerative Veränderungen (vgl. act. G1.4). Die 

erwähnten Zeichen einer leichtgradigen Fehlbelastung respektive Überlastung des ISG 

sind sodann nur möglicherweise auf den Unfall zurückzuführen und eine relevante 

Auswirkung derselben auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist nicht 

ausgewiesen. Am 18. Januar 2017 führte Dr. med. S.___, Facharzt für Radiologie, ein 

MRI des Knies rechts durch. Gleichentags berichtete er über Chondropathien und eine 

periligamentäre Ödematisierung entlang des medialen Kollateralbandes, vermutlich im 

Sinne einer Überlastungsreaktion oder stattgehabten leichten Zerrung. Gleichzeitig hielt 

er "kein Trauma" fest (act. G1.5). Es erscheint unwahrscheinlich, dass die 

Kniebeschwerden in kausalem Zusammenhang zum rund zehn Jahre vor der 

Untersuchung erlittenen Unfall stehen. Die Beschwerdeführerin erwähnte zwar, beim 

Sturz sei auch ihr Knie verletzt worden, machte dazu jedoch keine genaueren Angaben 

(UV-act. 171, 173). Weder der Unfallmeldung (UV-act. 1) noch den in zeitlicher Nähe 

zum Unfall entstandenen ärztlichen Beurteilungen lassen sich Hinweise auf eine 

Knieverletzung entnehmen. Inwiefern eine Schulterverletzung links sodann zu einer 

Überlastung des Knies rechts geführt haben soll, ist nicht nachvollziehbar und ergibt 

sich aus den medizinischen Akten nicht. Die von der Beschwerdeführerin geltend 

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gemachten schmerzbedingten Schlafstörungen und die dadurch bedingte Müdigkeit 

(vgl. UV-act. 173) berücksichtigten die Gutachter insofern, als sie in der Anamnese 

festhielten, aufgrund der starken Schmerzen erwache die Beschwerdeführerin oft in der 

Nacht (UV-act. 171, S. 6). Bezüglich der vorgebrachten Beschwerden im Arm rechts 

sind keine ärztlichen Berichte aktenkundig, so dass eine allfällige Unfallkausalität 

derselben beweislos bleibt.

4.3 

4.3.1      Die Gutachter des KSSG befanden, bei geistigen Tätigkeiten sei die 

Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt. Körperlich bestehe eine geringe 

Leistungseinbusse für die ganzheitliche Ausübung der ärztlichen Tätigkeit. 

Insbesondere die Durchführung von Punktionen, speziell Pleura- und 

Knochenmarkspunktionen, könnten von der Beschwerdeführerin nicht mehr vollständig 

bewältigt werden. Wenn diese Tätigkeiten jedoch weggelassen würden, bestehe für die 

restliche Tätigkeit als Allgemeinmedizinerin keine Leistungseinbusse. Punktionen 

würden laut der Beschwerdeführerin in ihrer Institution einmal pro Woche durchgeführt, 

weshalb eine Leistungseinschränkung von 10% bestehe (UV-act. 171). Die Gutachter 

stützten sich somit bei ihrer Einschätzung weitgehend auf die Angaben der 

Beschwerdeführerin und erachteten sie lediglich aufgrund der nicht vollständig 

durchführbaren Punktionen als eingeschränkt. Diese Tätigkeiten müssen jedoch kaum 

bei jeder Anstellung als Fachärztin für Innere Medizin durchgeführt werden, jedenfalls 

nicht in diesem Ausmass. Es ist daher mit der Beschwerdegegnerin (UV-act. 191, act. 

G3) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als Fachärztin bzw. Spitalärztin auszugehen. 

Dies stimmt mit der Einschätzung von Kreisarzt Dr. K.___ überein, welcher die 

Beschwerdeführerin am 6. November 2012 in der angestammten Tätigkeit für nicht 

eingeschränkt hielt (UV-act. 131).

4.3.2      Auch die tatsächlich ausgeübte Berufstätigkeit der Beschwerdeführerin spricht 

gegen eine relevante Arbeitsunfähigkeit. So war sie seit 1. Dezember 2008 wieder zu 

100% arbeitstätig (vgl. UV-act. 71, 77). Die Beschwerdeführerin brachte zwar am 8. 

September 2010 vor, sie sei seit dem Unfall nicht mehr voll arbeitsfähig. Sie habe Dr. 

E.___ aber gebeten, ihr trotz bestehender Einschränkungen eine volle Arbeitsfähigkeit 

zu attestieren, weil sie ihrem Beruf nicht länger habe fernbleiben wollen (UV-act. 102). 

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Die Beschwerdeführerin gab weiter an, bei ihrer Anstellung bei der E.___ Stiftung 

hätten ihre Kollegen gewisse Tätigkeiten, insbesondere Punktionen, für sie 

übernehmen müssen, da sie dazu nicht in der Lage sei (UV-act. 177, vgl. UV-act. 102, 

133, 171). Ihre späteren Arbeitsstellen habe sie so ausgewählt, dass sie ihre Aufgaben 

trotz der unfallbedingten Einschränkungen vollumfänglich erfüllen könne (UV-act. 132, 

153, 177, 188). Am 26. Juli 2013 und 29. August 2015 teilte die Beschwerdeführerin der 

Suva mit, sie habe ihre Arbeitgeber nicht über ihren Arbeitsunfall bzw. ihre 

Einschränkungen informiert, da sie die Arbeitsstellen entsprechend ihrem 

eingeschränkten Profil ausgesucht habe (UV-act. 153, 177, 179). Offenbar war es ihr 

also möglich, ihre Tätigkeit auszuführen, ohne dass die Beschwerden der linken 

Schulter dabei aufgefallen wären bzw. ihre Einsatz- und Leistungsfähigkeit objektiv 

eingeschränkt hätten. Den aktenkundigen Arbeitszeugnissen und Protokollen der 

ehemaligen Arbeitgeber lassen sich auch keine Hinweise auf relevante gesundheitliche 

Einschränkungen entnehmen (UV-act. 182). Dr. N.___ gab am 12. Juli 2016 an, die 

Beschwerdeführerin habe ihn bereits im Rahmen des Bewerbungsgespräches im 

Frühling 2012 darüber informiert, dass sie unfallbedingt an verschiedenen 

Einschränkungen leide. Sie sei im Wissen um diese Einschränkungen eingestellt 

worden. Aufgrund ihrer gesundheitlichen Defizite werde bei der Zuteilung von gewissen 

Eingriffen, wie zum Beispiel Punktionen, auf sie Rücksicht genommen, da sie diese 

kaum ausführen könne. Die Einschränkungen beträfen nur gewisse manuelle 

Tätigkeiten, bei der sie einen voll funktionsfähigen linken Arm benötige, und umfassten 

ca. 20% ihrer Gesamttätigkeit (UV-act. 189). Dr. P.___ berichtete am 5. September 

2016 über eine Limitierung der Beweglichkeit des linken Armes, eine Kraftreduktion im 

linken Arm und in der linken Hand sowie eine Schmerzsymptomatik. Diese Unfallfolgen 

schränkten die Beschwerdeführerin in der Ausführung von Punktionen und anderen 

Eingriffen, welche die Ausübung von physischer Kraft voraussetzten, ein. Sämtliche 

anderen Tätigkeiten könne sie erfüllen, da sie lediglich in einem Rahmen von 15 bis 

20% in ihrer Tätigkeit limitiert sei. Während ihrer Zusammenarbeit habe die 

Beschwerdeführerin ihn über ihren gesundheitlichen Zustand informiert (UV-act. 190). 

Diese Beurteilung ist insofern nicht nachvollziehbar, als eine HR-Mitarbeiterin des 

Spitals O.___ in einer E-Mail vom 8. April 2016 der Beschwerdegegnerin mitteilte, Dr. 

P.___ sei (offenbar über die von einer Suva-Sachbearbeiterin mitgeteilten 

gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin) "sehr erstaunt" gewesen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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Einschränkungen habe er bisher bei ihr nicht feststellen können (UV-act. 182). Selbst 

wenn es sich dabei - wie die Beschwerdeführerin geltend macht (UV-act. 188, act. 

G13) - um ein Missverständnis gehandelt haben sollte, sind die Einschätzungen von Dr. 

P.___ und Dr. N.___ jedoch als nur beschränkt beweiskräftig zu erachten. Aufgrund des 

besonderen Vertrauensverhältnisses als Vorgesetzte ist nicht auszuschliessen, dass sie 

die Arbeitsunfähigkeit bzw. die Einschränkungen der Beschwerdeführerin grosszügig 

beurteilten. Weshalb die zu belastenden manuellen Tätigkeiten entgegen den 

anamnestischen Angaben gegenüber den Gutachtern des KSSG 15-20% betragen 

sollten, begründeten sie nicht. Zudem sind ihre Angaben insofern widersprüchlich, als 

die Beschwerdeführerin selbst angab, sie habe die Stelle so gewählt, dass sie keine 

Aufgaben ausführen müsse, welche ihr unfallbedingt nicht möglich seien. Insofern 

sollte an diesem Arbeitsplatz auch keine Einschränkung resultieren.

4.3.3      Die Beschwerdeführerin vertrat im Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

den Standpunkt, sie könne aufgrund ihrer Einschränkungen nicht als Oberärztin, 

Leitende Ärztin oder Chefärztin tätig sein. Für eine derartige Position müsste sie 

Punktionen und andere Tätigkeiten vornehmen können, zu denen sie nicht in der Lage 

sei (vgl. UV-act. 133, 173, 177, 188, act. G1). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

geltend macht (act. G3), sind jedoch keine wesentlichen physischen Unterschiede der 

Leistungsprofile von Assistenz-, Spital- oder Oberärztinnen bzw. Leitenden Ärztinnen 

erkennbar, so dass die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen gleich sein dürfte. Die 

Beschwerdeführerin brachte diesbezüglich vor, als Oberärztin müsste sie 

Assistenzärzte ausbilden und dabei die notwendigen Handgriffe präsentieren sowie 

anlernen können. Sie müsste zudem jederzeit in eine Behandlung eingreifen können 

(act. G13). Es erscheint jedoch fraglich, ob sie die entsprechenden Untersuchungen 

bzw. Behandlungen tatsächlich selbst manuell müsste verrichten können oder ob nicht 

eine verbale Instruktion bzw. nötigenfalls Intervention genügen würde. Inzwischen hat 

die Beschwerdeführerin offenbar entgegen ihren geäusserten Zweifeln eine Tätigkeit 

als Oberärztin beim Spital O.___ angetreten. Die geltend gemachten Einschränkungen 

sind damit zusätzlich in Zweifel zu ziehen, jedenfalls aber nicht mit dem erforderlichen 

Beweisgrad ausgewiesen.

4.4  Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

Gutachten des KSSG vom 23. Februar 2015 (vgl. IV-act. 171) auf umfassender 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Aktenkenntnis sowie eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild der 

Beschwerdeführerin berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse 

mit Ausnahme der Arbeitsfähigkeitsschätzung nachvollziehbar sind. Aus den von der 

Beschwerdeführerin vorgebrachten medizinischen Einschätzungen ergeben sich 

zudem keine wesentlichen objektiven Gesichtspunkte, welche im Gutachten ausser 

Acht gelassen worden wären. Schliesslich wurden auch keine zwischen dem 

Gutachten vom 23. Februar 2015 und dem umstrittenen Einspracheentscheid vom 21. 

Dezember 2016 (UV-act. 191) eingetretenen massgeblichen Veränderungen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geltend gemacht und solche ergeben sich auch 

nicht aus den Akten. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich.

5.   

Angesichts dieser Ausführungen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin in einer Tätigkeit als Assistenz-, Spital- oder Oberärztin 

zu 100% arbeitsfähig ist. Eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit 

Auswirkung auf das erzielbare Einkommen bleibt beweislos. Ebenfalls nicht bewiesen 

ist, dass die Beschwerdeführerin in ihrer derzeitigen Anstellung als Oberärztin bei der 

Klinik O.___weniger verdient als der Durchschnittslohn der in der Schweiz tätigen 

Oberärzte mit vergleichbaren Qualifikationen. Die Beschwerdeführerin beendete 2011 

ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und war bis dahin als 

Assistenzärztin, danach als Spitalärztin tätig. Nach Beschwerdeeingang wurde sie 

sodann als Oberärztin angestellt. Es stellt sich die Frage, ob es bei der 

Beschwerdeführerin unfallbedingt zu einer Verzögerung ihrer beruflichen Karriere kam, 

in dem Sinne, als sie ohne den erlittenen Unfall allenfalls früher eine Stelle als 

Oberärztin hätte antreten können. Dies ist aufgrund der Akten zwar möglich, jedoch 

nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Das gilt auch unter der 

Berücksichtigung ihres Werdegangs, insbesondere des späten Wiedereinstiegs in den 

Beruf und der Tatsache, dass sie vor dem Unfall - im Alter von 50 Jahren - noch als 

Assistenzärztin tätig war (vgl. act. G1, G13). Eine Lohneinbusse bleibt damit zu Lasten 

der Beschwerdeführerin beweislos. Es resultiert kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad und ein konkreter Einkommensvergleich erübrigt sich.

6.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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6.1  Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.2  Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

6.3  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Als Versicherungsträger hat die obsiegende Beschwerdegegnerin 

praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da vorliegend die 

Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist 

(vgl. KIESER, a.a.O., N 199 zu Art. 61). Ihr Antrag (act. G3) ist daher abzuweisen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird 

abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2018
	Art. 18 UVG. Art. 16 ATSG. Würdigung medizinischer Berichte, Abklärung der Arbeitsfähigkeit und Bemessung einer Invalidenrente. Weitergehende gesundheitliche Einschränkungen als anerkannt sowie eine unfallbedingte Lohneinbusse bleiben beweislos. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2018, UV 2017/13). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2018.

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