# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f997a12-3205-5c8a-9ab5-514b1e8898bd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 28.10.2014 ZK1 2014 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-15_2014-10-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 28. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 15 3. November 2014
ERZ 14 128

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Brunner und Schnyder
Aktuarin Thöny

In der Zivilsache

des X._____, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

und

der Y._____, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Quaderstrasse 5, 7001 Chur,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Surselva vom 5. Dezember 2013, mitgeteilt am 
14. Januar 2014, 

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____1976, und X._____, geboren am _____1968, 
heirateten am 3. November 2000 vor dem Zivilstandsamt O.1_____. Sie sind El-
tern der Kinder A._____, geboren am _____1995, B._____, geboren am 
_____2000, und C._____, geboren am _____2002. Seit dem 10. Juli 2010 leben 
die Parteien getrennt. Während des Zusammenlebens der Ehegatten war X._____ 
selbständig als Landwirt auf dem eigenen Hof tätig und arbeitete nebenbei als Ski-
lehrer. Seit Oktober 2013 ist er als Leiter der Schneesportschule O.1_____ ange-
stellt; der Hof wird von einem Angestellten bewirtschaftet. Y._____ kümmerte sich 
während der Ehe um den Haushalt und die gemeinsamen Kindern und half ne-
benbei im eigenen Betrieb mit. Seit Winter 2010 arbeitet sie mit einem Pensum 
von 70-90% im Restaurant D._____ in O.2_____. Die Kinder B._____ und 
C._____ leben beim Vater, während die Tochter A._____, die zwischenzeitlich 
volljährig geworden ist, aktuell bei der Grossmutter mütterlicherseits wohnt. 

B. Am 20. Januar 2011 reichte Y._____ beim Bezirksgericht Surselva ein Ge-
such um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen ein. In der Folge ordnete der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva die Einholung einer Expertise zur Frage 
der Obhut und des Besuchsrechts bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie 
Graubünden (KJP) an. Am 28. März 2011 beantragte X._____ superprovisorisch 
die Verpflichtung von Y._____ zur Bezahlung eines Unterhaltsbeitrags von je Fr. 
600.-- für die Kinder B._____ und C._____. Das superprovisorische Gesuch wurde 
mit Verfügung vom 30. März 2011 abgewiesen. Mit Stellungnahme vom 5. Mai 
2011 stellte Y._____ ihrerseits Antrag auf Überweisung der Kinderzulagen für die 
Tochter A._____. Anlässlich der Eheschutzverhandlung vom 25. Mai 2011 zogen 
beide Parteien ihre Begehren zurück und einigten sich darauf, dass über die Un-
terhaltszahlungen für die Kinder und die Nachzahlung der Kinderzulagen für 
A._____ erst nach Vorliegen der Expertise der KJP entschieden werden solle. 
Nach Eingang des Gutachtens der KJP vom 21. Juni 2011 schlossen die Parteien 
am 26. Juli 2011 eine Trennungsvereinbarung ab, mit welcher sie sich darauf ei-
nigten, dass die Obhut über die Kinder B._____ und C._____ für die Dauer des 
Getrenntlebens dem Vater und die Obhut über die Tochter A._____ der Mutter 
übertragen werde. Des Weiteren verpflichtete sich Y._____, beginnend ab 1. Au-
gust 2011 an den Unterhalt von B._____ und C._____ monatliche Unterhaltsbei-
träge von je Fr. 200.-- zuzüglich gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu 
bezahlen. Die Trennungsvereinbarung wurde vom Einzelrichter am Bezirksgericht 
Surselva mit Entscheid vom 8. August 2011 genehmigt. 

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C. Am 12. Juli 2012 liess Y._____ beim Bezirksgericht Surselva Klage betref-
fend Ehescheidung und Nebenfolgen einreichen. Darin stellte sie das folgende 
Rechtsbegehren:

"1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden.

2. Die Kinder B._____, geboren am _____2000 und C._____, geboren 
am _____2002 und A._____, geboren am _____1995 seien unter die 
gemeinsame elterliche Sorge von Y._____ und X._____ zu stellen.

3. Eventualiter seien die Kinder B._____, C._____ und A._____ unter die 
elterliche Sorge der Mutter Y._____ zu stellen.

4. Sub-Eventualiter seien die Kinder B._____ und C._____ unter die el-
terliche Sorge des Vaters X._____ unter gleichzeitiger Bestimmung ei-
ner Erziehungsbeistandschaft zu stellen sowie die Tochter C._____ 
(recte: A._____) unter die elterliche Sorge der Mutter Y._____. 

5. Die Unterhaltsbeiträge für die drei Kinder seien für den Fall der ge-
meinsamen elterlichen Sorge vom Gericht festzulegen, soweit sich die 
Parteien darüber nicht zu einigen vermögen.

6. Der Ehemann sei zu verpflichten, für die allenfalls unter die elterliche 
Sorge der Ehefrau zu stellenden Kinder monatlich, pränumerando 
zahlbare indexierte Unterhaltsleistungen von CHF 800.00 je Kind zu-
züglich allfälliger Kinderzulagen bis zu deren 18. Altersjahr, bzw. bis 
zum Abschluss der Erstausbildung zu bezahlen.

7. Der Ehemann sei zu verpflichten, sofern die Kinder B._____ und 
C._____ unter die elterliche Sorge der Ehefrau gestellt werden, an 
Y._____ monatliche, pränumerando zahlbare indexierte Unterhaltsleis-
tungen von CHF 1'000.00 zu bezahlen. 

8. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

9. Es seien die von den Eheleuten während der Ehe erworbenen Pen-
sionskassenansprüche zu ermitteln und hälftig zu teilen. 

10. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten."

D. Im Hinblick auf die Einigungsverhandlung liess X._____ mit Eingabe vom 9. 
August 2012 die folgenden Anträge stellen:

"1. Scheidung der Ehe der Parteien.

2. Die Kinder B._____, geb. _____2000 und C._____, geb. _____2002 
seien unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut des Vaters zu stel-
len. 

3. Die Tochter A._____, geb. _____1995 sei unter die elterliche Sorge 
der Mutter zu stellen.

4. Regelung des Besuchs- und Ferienrechtes nach richterlichem Ermes-
sen.

5. Die Mutter sei zu verpflichten, an den Unterhalt der beiden Kinder 
B._____ und C._____ monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 
500.00, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen zu bezah-
len. 

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6. Verzicht auf nachehelichen Unterhalt.

7. Aufteilung der während der Ehe erworbenen Pensionskassenan-
sprüche.

8. Güterrecht:

8.1 Die im Eigentum der Ehefrau stehenden Grundstücke Nr. _____ 
Plan _____, Nr. _____ Plan _____ und Grundstück Nr. _____ 
Plan _____, Grundbuch der Gemeinde O.1_____ seien dem 
Ehemann zu Alleineigentum zu übertragen.

8.2 Im Übrigen sei die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss 
Gesetz vorzunehmen.

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Ehefrau."

E. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 28. August 2012 bestätigten die 
Parteien ihren Scheidungswillen. Des Weiteren einigten sie sich darauf, zuerst die 
Frage des Besuchsrechts respektive der Zuteilung der elterlichen Sorge mittels 
neuerlicher Begutachtung abzuklären, bevor die Sache allenfalls ins streitige Ver-
fahren überführt werde. 

F. Nachdem auch nach Eingang eines therapeutischen Verlaufsberichts der 
KJP keine Einigung zustande kam, wurde Y._____ vom Bezirksgericht Surselva 
eine Frist gesetzt, um die Klagebegründung einzureichen. Diese erging am 11. 
März 2013, wobei die folgenden Anträge gestellt wurden:

"1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden.

2. Die Kinder B._____, geboren am _____2000 und C._____, geboren 
am _____2002 sollen unter die gemeinsame elterliche Sorge von 
Y._____ und X._____ gestellt werden.

3. Eventualiter seien die Kinder B._____, C._____ unter die elterliche 
Sorge und Obhut der Mutter, Frau Y._____ zu stellen.

4. Sub-Eventualiter seien die Kinder B._____ und C._____ unter die el-
terliche Sorge und Obhut des Vaters X._____ unter gleichzeitiger Be-
stimmung einer Erziehungsbeistandschaft zu stellen. 

5. Es sei, abhängig von der Wohn- und Obhutssituation der beiden Kin-
der B._____ und C._____, der Mutter, bzw. dem Vater ein Besuchs- 
und Ferienrecht von jeweils jedem zweiten Wochenende (Freitag-
abend bis Sonntagabend) und von vier Wochen Ferien pro Jahr ein-
zuräumen.

6. Die Unterhaltsbeiträge für B._____ und C._____ seien für den Fall der 
gemeinsamen elterlichen Sorte vom Gericht festzulegen, soweit sich 
die Parteien darüber nicht zu einigen vermögen.

7. Der Ehemann sei zu verpflichten, für die allenfalls unter die elterliche 
Sorge der Ehefrau zu stellenden Kinder monatliche, pränumerando 
zahlbare indexierte Unterhaltsleistungen von CHF 800.00 je Kind zu-
züglich allfälliger Kinderzulagen bis zu deren 18. Altersjahr, bzw. zum 
Abschluss der Erstausbildung zu bezahlen.

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8. Der Ehemann sei zu verpflichten, sofern die Kinder B._____ und 
C._____ unter die elterliche Sorge der Ehefrau gestellt werden, an 
Y._____ monatliche, pränumerando zahlbare indexierte Unterhaltsleis-
tungen von CHF 1'000.00 zu bezahlen.

9. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

10. Es seien die von den Eheleuten während der Ehe erworbenen Pensi-
onskassenansprüche zu ermitteln und hälftig zu teilen.

11. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ehemannes."

Gleichzeitig stellte Y._____ den Verfahrensantrag, es sei gestützt auf Art. 299 
ZPO eine Vertretung für die Kinder anzuordnen. Mit Verfügung vom 13. März 2013 
wies der Einzelrichter dieses Begehren ab. 

G. Mit Klageantwort vom 21. Mai 2013 liess X._____ das folgende Rechtsbe-
gehren stellen:

"1. Scheidung der Ehe der Litiganten.

2. Die Kinder B._____, geb. _____2000 und C._____, geb. _____2002 
seien unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut des Vaters zu stel-
len.

3. Von einem Besuchsrecht der Mutter sei abzusehen.

4. Die Mutter sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder einen mo-
natlichen monatlich im Voraus zahlbaren Beitrag in Höhe von je CHF 
650.00, zzgl. allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu 
bezahlen.

5. Güterrechtliche Auseinandersetzung

1. Die im Eigentum der Ehefrau stehenden Grundstücke Nr. _____, 
Plan _____ sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan _____, Nr. 
_____, Plan _____ und Nr. _____, Plan _____, alle im Grundbuch 
der Gemeinde O.1_____ seien dem Ehemanne zu Eigentum, even-
tualiter zur lebenslänglichen Nutzung, zuzuweisen.

2. Im Übrigen sei die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Ge-
setz vorzunehmen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ehefrau."

H. Ebenfalls am 21. Mai 2013 ersuchte X._____ um superprovisorische Mass-
nahmen im Ehescheidungsverfahren. Dieses Gesuch hiess der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Surselva mit Entscheid vom 22. Mai 2013 gut und wies das Grund-
buchamt Cadi im Sinne einer superprovisorischen Massnahme an, eine Verfü-
gungsbeschränkung nach Art. 55 GBV über die Y._____ gehörenden Grundstücke 
Nr. _____, Plan _____, Nr. _____, Plan _____, Nr. _____, Plan _____, und Nr. 
_____, Plan _____, im Grundbuch der Gemeinde O.1_____ anzumerken. Diese 
superprovisorische Anordnung wurde mit Entscheid vom 5. Juni 2013 bestätigt.

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I. Nach Durchführung einer richterlichen Anhörung der Kinder B._____ und 
C._____, nach Einholung einer Expertise des E._____ zur Frage, ob die im Eigen-
tum der Ehefrau stehenden Grundstücke für den Landwirtschaftsbetrieb überle-
bensnotwendig seien, sowie nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhand-
lung erkannte das Bezirksgericht Surselva mit Entscheid vom 5. Dezember 2013, 
mitgeteilt am 14. Januar 2014, wie folgt:

"1. Die Ehe von Y._____ und X._____ wird geschieden.

2.a) Die gemeinsamen, noch minderjährigen Kinder B._____, geboren am 
_____2000, und C._____, geboren am _____2002, werden unter die 
elterliche Sorge und Obhut von X._____ gestellt. 

   b) Y._____ steht dem Grundsatz nach ein Besuchsrecht zu. Von dessen 
konkreten Ausgestaltung und zwangsweisen Durchsetzung wird abge-
sehen.

   c) Es werden keine Kinderunterhaltsbeiträge festgelegt.

3.a) In güterrechtlicher Hinsicht wird X._____ verpflichtet, einen Betrag von 
CHF 5'389.00 an Y._____ zu bezahlen.

   b) Das Grundbuchamt Cadi wird angewiesen, die mit superprovisori-
schem Entscheid vom 22. Mai 2013 des Einzelrichters des Bezirksge-
richts Surselva angeordnete und mit Entscheid vom 5. Juni 2013 des 
Einzelrichters des Bezirksgerichts Surselva bestätigte Verfügungsbe-
schränkung auf den Y._____ gehörenden Grundstücken Nr. _____, 
Plan _____, Nr. _____, Plan _____, Nr. _____, Plan _____, und Nr. 
_____, Plan _____, im Grundbuch der Gemeinde O.1_____ zu lö-
schen.

4. Von der Aufteilung von Guthaben aus der beruflichen Vorsorge wird 
mangels Guthaben abgesehen.

5.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 7'956.00 (Entscheidgebühr CHF 
7'000.00, Kosten der Expertise des E._____ von CHF 956.00) gehen 
je zur Hälfte zu Lasten der Parteien. 

Jede Partei trägt die eigenen Anwaltskosten.

Da beide Parteien mit der Befugnis zur unentgeltlichen Rechtspflege 
prozessieren, gehen die Gerichtskosten - unter Vorbehalt der Ver-
pflichtung zur Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO - zu Lasten des 
Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen 
(Art. 122 ZPO i.V.m. Art. 12 Abs. 3 EGzZPO). 

   b) Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Klägerin, Rechtsanwalt lic. iur. 
Guido Ranzi, wird - unter Vorbehalt der Verpflichtung zur Nachzahlung 
gemäss Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 
10'422.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) entschädigt. Die 
Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

Der unentgeltliche Rechtsbeistand des Beklagten, Rechtsanwalt lic. 
iur. et oec. Pius Fryberg, wird - unter Vorbehalt der Verpflichtung zur 
Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons 
Graubünden mit CHF 8'143.20 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 
entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

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6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung)."

J. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 13. Februar 2014 
Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei er das folgende 
Rechtsbegehren stellte:

1. Ziff. 2 lit. c sowie Ziff. 3 a+ b seien aufzuheben.

2. Die Mutter sei zu verpflichten, an den Unterhalt der beiden Kinder ei-
nen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von 
je CHF 650.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen zu bezahlen.

3. Güterrecht:

a) Die im Eigentum der Ehefrau stehenden Grundstücke Nr. _____, 
Plan _____ sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan _____, Nr. 
_____, Plan _____ und Nr. _____, Plan _____, alle im Grundbuch 
der Gemeinde O.1_____, seien dem Ehemanne und Berufungsklä-
ger, resp. dem Landwirtschaftsbetrieb des Berufungsklägers zur 
Benützung zuzuweisen.

Im Grundbuch sei eine Verfügungsbeschränkung zugunsten des 
Ehemannes vorzumerken.

b) Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger 
aus Güterrecht den Betrag von CHF 12'700.00 zu bezahlen.

c) Im Übrigen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich aus-
einandergesetzt sind.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbe-
klagten."

Gleichzeitig liess X._____ ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege stellen, welches mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
vom 16. April 2014 (ERZ 14 47) gutgeheissen wurde.

K. Mit Eingabe vom 17. März 2014 liess Y._____ ihre Berufungsantwort ein-
reichen und gleichzeitig Anschlussberufung gegen den vorinstanzlichen Entscheid 
erheben, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte: 

"1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Anschlussberufung

a) Ziffer 2b des Urteils der Vorinstanz sei insofern aufzuheben, bzw. zu 
ergänzen, als auf die konkrete Festlegung des Besuchs- und eines 
Ferienrechts verzichtet wurde.

b) Es sei der Mutter von B._____ und C._____ ein Besuchs- und auch 
ein Ferienrecht von jedem zweiten Wochenende und vier Wochen 
Ferien pro Jahr einzuräumen.

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c) Es sei für die Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts eine Bei-
standschaft für C._____ und B._____ zu errichten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Berufungsklä-
gers."

Auch Y._____ liess am 12. März 2014 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
stellen, welches mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 16. April 
2014 (ERZ 14 78) gutgeheissen wurde.

L. Am 14. April 2014 liess X._____ ein Gesuch um Erlass von vorsorglichen 
Massnahmen im Ehescheidungsverfahren einreichen, in welchem er folgende An-
träge stellte (ERZ 14 128):

"1. Die Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt der beiden 
Kinder einen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhalts-
beitrag von je CHF 650.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder ver-
traglicher Kinderzulagen, allenfalls einen Betrag nach richterlichem 
Ermessen, zu bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchsbeklag-
ten."

M. Mit Eingabe vom 19. Mai 2014 liess sich Y._____ zum Gesuch um Erlass 
von vorsorglichen Massnahmen im Ehescheidungsverfahren vernehmen und stell-
te gleichzeitig ein Gegengesuch. Das Rechtsbegehren lautete wie folgt:

"1. Das Gesuch von X._____ vom 14. April 2014 sei abzuweisen.

2. Gegengesuch
Es seien die von der Vorinstanz verfügten, noch in Kraft stehenden 
vorsorglichen Massnahmen - Unterhaltsbeitrag der Mutter für B._____ 
und C._____ von je CHF 200.00 pro Kind - mit Wirkung ab 1. Juni 
2014 ersatzlos aufzuheben.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten von X._____."

N. In seiner Stellungnahme vom 16. Juni 2014 hielt X._____ an seinem ge-
stellten Begehren fest und beantragte die vollumfängliche Abweisung des Gegen-
gesuchs unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegnerin.

O. Am 15. August 2014 fand im Verfahren betreffend Erlass vorsorglicher 
Massnahmen (ERZ 14 128) eine mündliche Verhandlung vor Kantonsgericht statt. 
Anwesend waren X._____ und Y._____ sowie die beiden Rechtsvertreter. Nach 
den Parteivorträgen und einer formlosen richterlichen Befragung der Parteien 
wurde über die Möglichkeit einer Einigung auch im Hauptverfahren verhandelt. Die 
Parteien schlossen in der Folge im Verfahren ZK1 14 15 auf Vorschlag der Vorsit-
zenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden folgende, nach-
stehend wörtlich wiedergegebene Vereinbarung ab:

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Gerichtlicher (Teil-)Vergleich

In der Zivilsache

des X._____, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 
Chur, 

gegen

Y._____, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Quaderstrasse 5, 7001 Chur, 

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung und Erlass vorsorglicher Mass-
nahmen

schliessen die Parteien in dem vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden hängigen Massnahmeverfahren (ERZ 14 128) sowie im 
Berufungsverfahren (ZK1 14 15) auf Vorschlag der Vorsitzenden folgenden 
gerichtlichen (Teil-)Vergleich:

1. Die Ziffern 2.c und 3 des Entscheids des Bezirksgerichts Surselva vom 
5. Dezember 2013 werden aufgehoben.

2.a) Y._____ verpflichtet sich, an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder 
B._____ (geboren am _____2000) und C._____ (geboren am 
_____2002) mit Wirkung ab dem 1. September 2014 bis zu deren 
Mündigkeit einen monatlichen, jeweils im Voraus zahlbaren und auf 
den ersten des Monats fällig werdenden Beitrag von Fr. 400.-- pro Kind 
zu bezahlen.

   b) Die Beitragspflicht gemäss vorstehender Ziffer 2.a) wird ausgesetzt, 
solange die gemeinsame Tochter A._____ (geboren am _____1995) 
bis zum ordentlichen Abschluss einer beruflichen Erstausbildung auf 
elterliche Unterhaltsleistungen (Art. 277 Abs. 2 ZGB) angewiesen ist, 
Y._____ nachweislich für den notwendigen Unterhalt von A._____ auf-
kommt und A._____ keine eigenen Unterhaltsforderungen gegen 
X._____ stellt.

   c) Bei der Festlegung der vorstehenden Unterhaltsbeiträge sind die Par-
teien übereinstimmend von einer Leistungsfähigkeit von Y._____ (ohne 
Einrechnung der Tochter A._____) im Umfang von Fr. 800.-- (mögli-
ches Einkommen mit Vollpensum rund Fr. 3'300.--, Grundbedarf rund 
Fr. 2'500.--) ausgegangen. Die Kinderzulagen für B._____ und 
C._____ werden derzeit durch X._____ bezogen und wären im Falle 
eines späteren Bezuges durch Y._____ zusätzlich zu den Unterhalts-
beiträgen zu bezahlen.

   d) Die Parteien halten fest, dass mit der vorgenannten Regelung sämtli-
che Unterhaltsansprüche bis zum 31. August 2014 abgegolten sind 
und für den bereits geleisteten vorsorglichen Unterhalt kein Rückforde-
rungsanspruch besteht. 

3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 2 beruhen auf dem Landesindex 
der Konsumentenpreise per Juli 2014 von 99.0 Punkten (Basis De-

Seite  10 — 27

zember 2010 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar, erst-
mals auf den Januar 2015, nach Massgabe des Indexstandes per No-
vember des Vorjahres anzupassen, es sei denn Y._____ beweise, 
dass ihr Einkommen nicht im gleichen Verhältnis angestiegen ist. Bei 
einer geringeren Einkommenserhöhung werden die Unterhaltsbeiträge 
in entsprechend tieferem Masse angepasst, während bei unveränder-
tem Einkommen eine Anpassung entfällt. 

Die Anpassung der Unterhaltsbeiträge erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
99.0

4.a) Y._____ verpflichtet sich, die in ihrem Eigentum stehenden Grundstü-
cke Nr. _____, Plan _____ sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan 
_____, Nr. _____, Plan _____ und Nr. _____, Plan _____, alle im 
Grundbuch der Gemeinde O.1_____, an X._____ zu verpachten, wo-
bei der Pachtzins gestützt auf die Einschätzung im Gutachten des 
E._____ vom 9. September 2013 auf Fr. 490.-- pro Jahr festgelegt 
wird.

   b) Die Pachtverpflichtung gemäss vorstehender Ziffer 4.a) besteht solan-
ge, als der Betrieb durch X._____ geführt wird und für die Kinder 
B._____ und C._____ eine elterliche Unterhaltspflicht besteht. Im Übri-
gen untersteht das Pachtverhältnis hinsichtlich der Pachtdauer und der 
weiteren Rechte und Pflichten der Parteien den Bestimmungen des 
Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht (LPG).

5. Die Parteien stellen fest, dass sie in güterrechtlicher Hinsicht ausein-
andergesetzt sind.

6. Die Parteien beantragen dem Gericht, den gerichtlichen (Teil-)Ver-
gleich zu genehmigen und über die Anschlussberufung (Besuchsrecht) 
zu entscheiden.

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, soweit sie für die Genehmigung 
des vorliegenden Vergleichs anfallen, tragen die Parteien je zur Hälfte. 
Die aussergerichtlichen Kosten, die im Berufungsverfahren mit Bezug 
auf den Kindesunterhalt und das Güterrecht bis zum Abschluss des 
vorliegenden Vergleichs entstanden sind, werden wettgeschlagen.

8.a) Mit der Genehmigung des gerichtlichen (Teil-)Vergleichs kann das Ver-
fahren betreffend Erlass von vorsorglichen Massnahmen (ERZ 14 128) 
als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrie-
ben werden.

   b) Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 1'000.-- tragen die Parteien je 
zur Hälfte. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

9. Diese Vereinbarung wird sechsfach ausgefertigt. Zwei Exemplare sind 
für das Kantonsgericht und je ein Exemplar ist für jede Partei und de-
ren Vertreter bestimmt.

O.3_____, 30.08.2014 O.1_____, 09.09.2014
sig. X._____ sig. Y._____

Chur, 02.09.2014 Chur, 10.09.2014
sig. RA lic. iur. et oec. P. Fryberg sig. RA lic. iur. G. Ranzi

Seite  11 — 27

Kantonsgericht von Graubünden
I. Zivilkammer

Die Vorsitzende
(sig. Michael Dürst)

P. Mit Schreiben vom 8. September 2014 zog Y._____ den von ihr mit An-
schlussberufung vom 17. März 2014 gestellten Antrag auf Errichtung einer Bei-
standschaft für die Kinder B._____ und C._____ zurück.

Q. Auf die im Zusammenhang mit dem Abschluss der Vereinbarung gemach-
ten Ausführungen sowie die Begründung der Anträge in der noch zu beurteilenden 
Anschlussberufung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Entscheide der Bezirksgerichte in vermögensrechtlichen Angelegenheiten 
können gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 
320.100) mit Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden angefochten wer-
den, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindes-
tens Fr. 10'000.-- beträgt. Dies trifft vorliegend zu. Innerhalb des Kantonsgerichts 
liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen bei der I. Zivilkammer (Art. 6 
der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [Kantonsgerichtsver-
ordnung, KGV; BR 173.100]). 

b) Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift-
lich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der Berufungskläger 
X._____ reichte seine Berufung gegen das am 14. Januar 2014 mitgeteilte Urteil 
des Bezirksgerichts Surselva am 13. Februar 2014 ein. Die Eingabe erfolgte damit 
fristgerecht. Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass 
darauf eingetreten werden kann. 

c) Die Rechtsmittelinstanz stellt die Berufung der Gegenpartei zur Berufungs-
antwort zu (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 313 Abs. 1 ZPO kann die Gegen-
partei in der Berufungsantwort Anschlussberufung erheben. Die peremptorische 
Frist für die Berufungsantwort und die Anschlussberufung beträgt 30 Tage (Art. 
312 ZPO in Verbindung mit Art. 313 Abs. 1 ZPO). Die Aufforderung des Kantons-

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gerichts von Graubünden zur Berufungsantwort wurde der Berufungsbeklagten am 
14. Februar 2014 zugestellt. Mit Eingabe der Berufungsantwort und Anschlussbe-
rufung am 17. März 2014 wurde mithin die 30-tägige Frist gemäss Art. 312 ZPO in 
Verbindung mit Art. 313 ZPO und unter Beachtung von 142 Abs. 3 ZPO gewahrt, 
weshalb auf die im Übrigen formgerechte Anschlussberufung ebenfalls einzutreten 
ist. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Anschlussberufung, mit welcher 
eine konkrete Festlegung des Besuchs- und Ferienrechts beantragt wird, aussch-
liesslich auf eine nicht vermögensrechtliche Frage bezieht.

2. Im vorliegenden Fall gilt es in einem ersten Teil die von den Parteien im 
Anschluss an die Verhandlung vom 15. August 2014 geschlossene Teilvereinba-
rung bezüglich Kinderunterhalt und Güterrecht im Hinblick auf ihre Genehmigung 
zu prüfen. In einem zweiten Teil ist über die noch strittige Anschlussberufung von 
Y._____ zur Frage des Besuchs- und Ferienrechts zu entscheiden.

3. Gemäss Art. 279 Abs. 1 ZPO genehmigt das Gericht die Vereinbarung über 
die Scheidungsfolgen, wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten sie 
aus freiem Willen und nach reiflicher Überlegung geschlossen haben und sie klar, 
vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist; vorbehalten bleiben die Be-
stimmungen über die berufliche Vorsorge. Die Vereinbarung ist erst rechtsgültig, 
wenn das Gericht sie genehmigt hat. Sie ist zudem in das Dispositiv des Ent-
scheids aufzunehmen (Art. 279 Abs. 2 ZPO). Bei der Prüfung des freien Willens 
richtet das Gericht sein Augenmerk auf das Vorliegen allfälliger Willensmängel wie 
Irrtum, Täuschung oder Drohung (Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-Somm/Hasenböh-
ler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 11 zu Art. 279 ZPO). Im Hinblick auf die Genehmi-
gungsvoraussetzung der reiflichen Überlegung hat es sich zudem davon zu über-
zeugen, dass sich jede Partei über die Tragweite der Verpflichtung im Klaren ist 
und nicht leichtsinnig oder überstürzt Verpflichtungen eingeht oder auf Rechte 
verzichtet (Sutter-Somm/Gut, a.a.O., N 12 zu Art. 279 ZPO). Hinsichtlich der mate-
riellen Prüfung (Inhaltsprüfung) wird sodann grundsätzlich zwischen der Regelung 
von vermögensrechtlichen Folgen der Scheidung für die Ehegatten und den Be-
langen der aus der Ehe hervorgegangenen Kinder unterschieden (vgl. Sutter-
Somm/Gut, a.a.O., N 7 zu Art. 279 ZPO; Kurt Siehr/Daniel Bähler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 2 f. zu Art. 279 ZPO). Die vermögensrechtlichen 
Beziehungen zwischen den Eheleuten unterstehen der freien Verfügungsgewalt 
der Parteien (vgl. Art. 277 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 58 Abs. 1 ZPO). Dement-
sprechend greift der Richter diesbezüglich nicht ohne Not in die Freiheit der Par-

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teien ein und darf einer solchen Vereinbarung die Genehmigung nur aus wichtigen 
Gründen versagen, so zum Beispiel wenn die vereinbarte Lösung in einer durch 
Billigkeitserwägungen nicht zu rechtfertigenden Weise von der gesetzlichen Rege-
lung abweicht (PKG 1983 Nr. 2 E. 7 mit weiteren Hinweisen). Hat eine Schei-
dungskonvention jedoch die Belange der unmündigen Kinder (Kinderzuteilung, 
persönlicher Verkehr, Kindesunterhalt) zum Inhalt, haben diese Punkte lediglich 
die Bedeutung von übereinstimmenden Anträgen (Sutter-Somm/Gut, a.a.O., N 7 
zu Art. 279 ZPO). In diesen Fällen gilt der Untersuchungsgrundsatz nach Art. 296 
ZPO, welcher zu einer eigentlichen materiellen Prüfungspflicht führt. Die Geneh-
migung ist hier nur zu erteilen, wenn sich die Zulässigkeit bei einer Angemessen-
heitsprüfung auf Grundlage der im Urteilszeitpunkt gegebenen und absehbaren 
zukünftigen wirtschaftlichen und anderweitigen Verhältnisse und Chancen der Be-
teiligten ergibt. Diese Umstände sind im gerichtlichen Genehmigungsentscheid 
anzuführen (Begründungspflicht), um im Hinblick auf allfällige Abänderungsverfah-
ren den massgebenden Ausgangstatbestand festzulegen. Ziel ist die Wahrung der 
Interessen des Kindes, Klarheit (Vollstreckbarkeit) der Regelung, rechtliche Zuläs-
sigkeit und inhaltliche Angemessenheit nach den Kriterien von Art. 285 ZGB. Die 
Genehmigung ist zu verweigern, wo sie in einem oder mehreren Punkten diesen 
Anforderungen nicht genügt und die Beteiligten sich auch nicht auf eine genehmi-
gungsfähige Alternative zu einigen vermögen (Peter Breitschmid, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 
4. Aufl., Basel 2010, N. 14 ff. zu Art. 287 ZGB).

3.a) Mit dem gerichtlichen Teilvergleich vom 30. August 2014/9. September 
2014 haben die Parteien zunächst Ziffer 2.c des angefochtenen Entscheids auf-
gehoben, mittels welcher festgelegt wurde, dass keine Kinderunterhaltsbeiträge 
geschuldet sind. In Abweichung dazu haben sich die Parteien in Ziffer 2 des ge-
richtlichen Teilvergleichs dahingehend geeinigt, als Y._____ ihren Kindern 
B._____ und C._____ ab dem 1. September 2014 bis zu deren Mündigkeit einen 
monatlichen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 400.-- bezahlt (lit. a). Diese Beitragspflicht 
wird jedoch ausgesetzt, solange die mündige Tochter A._____ bis zum ordentli-
chen Abschluss einer beruflichen Erstausbildung auf elterliche Unterhaltsleistun-
gen angewiesen ist, diese nachweislich von Y._____ übernommen werden und 
A._____ keine eigenen Unterhaltsforderungen gegen ihren Vater stellt (lit. b). Die 
Parteien gingen bei der Festlegung dieser Regelung übereinstimmend davon aus, 
dass es Y._____ grundsätzlich zumutbar und möglich wäre, ein Vollzeitpensum in 
der Gastronomie zu verrichten. Ausgehend von ihrem aktuellen Einkommen könn-
te sie damit ein monatliches Einkommen von rund Fr. 3'300.-- erzielen. Nach De-

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ckung ihrer eigenen Lebenshaltungskosten, welche momentan rund Fr. 2'500.-- 
betragen, verbliebe ein monatlicher Überschuss von Fr. 800.--, welchen sie an den 
Unterhalt der beiden beim Vater lebenden Kinder B._____ und C._____ beisteu-
ern könnte. Jedoch musste die bereits mündige Tochter A._____ aus gesundheit-
lichen Gründen im Sommer ihre Berufslehre abbrechen und ist daher weiterhin auf 
finanzielle Unterstützung durch die Eltern angewiesen. Diese wurde bis anhin von 
der Mutter erbracht. Y._____ kam in den letzten Monaten jeweils für die Kosten 
des Studios von A._____ in Höhe von Fr. 600.--, die Krankenkassenprämien so-
wie die Kosten des Mobiltelefons auf. Damit schöpfte sie ihre Leistungsfähigkeit 
vollumfänglich aus. Das Studio wurde zwar per 30. September 2014 gekündigt 
und A._____ wohnt gemäss Angaben der Mutter zur Zeit bei der Grossmutter, sie 
möchte jedoch in naher Zukunft ein Praktikum und später eine Lehre in O.4_____ 
machen, weshalb sie auch weiterhin auf eine eigene Wohnung nahe des Arbeits-
ortes angewiesen ist. Dies bedeutet, dass sich die Unterstützungsleistungen der 
Mutter auch weiterhin ungefähr im selben Rahmen bewegen dürften wie bis anhin. 
Solange Y._____ den Nachweis erbringt, für diese Auslagen aufzukommen, wird 
ihre Unterhaltspflicht gegenüber B._____ und C._____ ausgesetzt. Die Kinderzu-
lagen für B._____ und C._____ werden derzeit durch X._____ bezogen. Sollte 
sich dies ändern, verpflichtet sich Y._____, diese zusätzlich zu den Unterhaltsbei-
trägen an X._____ zu überweisen. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen so-
wie in Anbetracht des jeweiligen Bedarfs der beiden Kinder erweisen sich die Un-
terhaltsbeiträge in der vereinbarten Höhe als durchaus angemessen. Diese Unter-
haltsbeiträge sind – in Ergänzung zum vorinstanzlichen Entscheid – praxisgemäss 
zu indexieren. Die Indexierung erfolgte in Ziffer 3 des Vergleichs.

b) Des Weiteren halten die Parteien fest, dass mit der getroffenen Regelung 
sämtliche Unterhaltsansprüche bis zum 31. August 2014 abgegolten sind und für 
den bereits geleisteten vorsorglichen Unterhalt kein Rückforderungsrecht besteht 
(Ziff. 2.d des Vergleichs). Wie aus der richterlichen Befragung der Parteien anläss-
lich der mündlichen Verhandlung vom 15. August 2014 hervorging, kam Y._____ 
ihrer Unterhaltspflicht gegenüber B._____ und C._____ gemäss Eheschutzent-
scheid vom 8. August 2011 im Umfang von Fr. 200.-- pro Kind immer nach. Da 
dieses Geld jedoch den gemeinsamen Kindern zugute gekommen ist, verzichtet 
Y._____ ausdrücklich auf eine Rückforderung. 

4.a) Hinsichtlich des ihrer freien Disposition unterstehenden Güterrechts haben 
die Parteien Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids vollumfänglich 
aufgehoben und sich in Abweichung dazu in Ziffer 4.a des Teilvergleichs 
dahingehend geeinigt, dass sich Y._____ verpflichtet, die in ihrem Eigentum 

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stehenden Grundstücke Nr. _____, Plan _____ sowie die Grundstücke Nr. _____, 
Plan _____, Nr. _____, Plan _____ und Nr. _____, Plan _____, alle im Grundbuch 
der Gemeinde O.1_____, an X._____ zu verpachten, wobei der Pachtzins gestützt 
auf die Einschätzung im Gutachten des E._____ vom 9. September 2013 auf Fr. 
490.-- pro Jahr festgelegt wird. Entgegen früheren Absichten steht eine Verpach-
tung des landwirtschaftlichen Betriebs von X._____ nicht mehr zur Diskussion. Der 
Betrieb wird auch weiterhin durch ihn respektive seinen Angestellten geführt. Wie 
aus dem Gutachten des E._____ vom 9. September 2013 hervorgeht, umfassen 
die vier Grundstücke, welche im Eigentum von Y._____ stehen, eine landwirt-
schaftliche Nutzfläche von 2.71 ha, was 9.75% der gesamten landwirtschaftlichen 
Nutzfläche des Betriebs ausmacht. Da aufgrund der Neuausrichtung der Agrarpoli-
tik die Direktzahlungen des Bundes in Zukunft ausschliesslich aufgrund der be-
wirtschafteten Fläche und nicht mehr wie bisher auch aufgrund der gehaltenen 
Tiere ausgerichtet wird, hätte der Verlust dieser vier Grundstücke erhebliche fi-
nanzielle Folgen für X._____. Y._____ erklärte sich daher bereit, diese Grundstü-
cke - da es in erster Linie um das Wohl der Kinder gehe - weiterhin X._____ zu 
überlassen. Die Parteien einigen sich darauf, den Pachtzins gemäss Einschätzung 
des Gutachters auf Fr. 490.-- pro Jahr festzulegen (Ziff. 4.b des Vergleichs). Was 
die Dauer der Pacht betrifft, einigten sich die Parteien darauf, diese solange be-
stehen zu lassen, als der Betrieb durch X._____ geführt wird und für die Kinder 
B._____ und C._____ eine elterliche Unterhaltspflicht besteht. Im Übrigen unter-
steht das Pachtverhältnis hinsichtlich Pachtdauer und der weiteren Rechte und 
Pflichten der Parteien den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die landwirt-
schaftliche Pacht (LPG). Auch diese Regelung wurde im Hinblick darauf geschlos-
sen, dass der Betrieb zum Wohle der Kinder gleichermassen weitergeführt werden 
kann wie bisher. 

b) Mit superprovisorischem Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Surselva vom 22. Mai 2013 wurde das Grundbuchamt Cadi angewiesen, eine Ver-
fügungsbeschränkung nach Art. 55 BGV über die Y._____ gehörenden Grundstü-
cke Nr. _____, Plan _____ sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan _____, Nr. 
_____, Plan _____ und Nr. _____, Plan _____ im Grundbuch der Gemeinde 
O.1_____ anzumerken. Diese superprovisorische Anordnung wurde mit Entscheid 
vom 5. Juni 2013 bestätigt. Die Verfügungsbeschränkung wurde gestützt auf 
Art. 738 Abs. 3 ZGB als vorsorgliche Massnahme erlassen. Vorsorgliche Mass-
nahmeentscheide werden stets mit Blick auf ein zu erwartendes Haupturteil ange-
ordnet. Sie enden grundsätzlich mit dem Eintritt der formellen Rechtskraft des 
Hauptsachenurteils. Das Dahinfallen erfolgt unmittelbar mit Eintritt der formellen 

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Rechtskraft. Ein Aufhebungsbeschluss des Massnahme- oder Hauptsachenge-
richts ist nicht erforderlich. Eine Weitergeltung der vorsorglichen Massnahme ist 
ausnahmsweise möglich. So kann das Gericht die Weitergeltung unter anderem 
anordnen, wenn dies der Vollstreckung des Hauptsachenurteils dient (vgl. zum 
Ganzen Andreas Güngerich, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Bern 2012, N. 13 zu Art. 268). Im vorliegenden Fall ist eine Weiter-
geltung der Verfügungsbeschränkung nicht erforderlich. Als Pächter der fraglichen 
Grundstücke profitiert X._____ ohnehin von den im LPG und dem Bundesgesetz 
über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) enthaltenen Bestimmun-
gen zum Schutz der Veräusserung der Grundstücke. Dabei ist insbesondere an 
den in Art. 14 des LPG statuierten Grundsatz "Kauf bricht Pacht nicht" zu denken, 
wonach im Falle einer Veräusserung des Pachtgegenstands der Erwerber in den 
Pachtvertrag eintritt. Aber auch das Vorkaufsrecht des Pächters gemäss Art. 47 
Abs. 2 BGBB schützt vorliegend die Interessen von X._____. Die Verfügungsbe-
schränkung fällt somit bei Rechtskraft des vorliegenden Urteils ipso iure dahin. 
Das Grundbuchamt Cadi ist demzufolge anzuweisen, nach Eintritt der Rechtskraft 
den entsprechenden Eintrag zu löschen.

c) Was das übrige Güterrecht anbelangt, stellen die Parteien in Ziffer 5 des 
Vergleichs übereinstimmend fest, dass sie vollständig auseinandergesetzt sind 
und diesbezüglich gegeneinander keine Forderungen mehr bestehen.

5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Parteien mit 
dem gerichtlichen Teilvergleich vom 30. August 2014/9. September 2014 über 
sämtliche, mit Berufung von X._____ vom 13. Februar 2014 angefochtene Punkte, 
nämlich den Kinderunterhalt und das Güterrecht, vollumfänglich geeinigt haben, 
wobei sie den konkreten Umständen angemessene und den beidseitigen 
Bedürfnissen entsprechende Regelungen getroffen haben. Zudem hat sich das 
Gericht davon überzeugt, dass die vorliegende Teilvereinbarung aus freiem Willen 
geschlossen wurde. Beide Parteien sind von ihren Anwälten vertreten und beraten 
worden und haben sich im Rahmen der Berufungsverfahren erneut mit den 
Rechtsfragen und dem Prozessstoff beschäftigt. Es ist mithin davon auszugehen, 
dass beide Parteien sich der Tragweite der getroffenen Vereinbarung bewusst 
sind. Die notwendige Klarheit ist vorhanden und die Vereinbarung ist hinsichtlich 
der strittigen Punkte vollständig. Der gerichtliche Teilvergleich vom 30. August 
2014/9. September 2014 ist somit zu genehmigen und tritt an die Stelle der Ziffern 
2.c und 3 des Dispositivs des Entscheides des Bezirksgerichts Surselva vom 
5. Dezember 2013. Die Berufung von X._____ wird demnach in formeller Hinsicht 
durch gerichtlich genehmigten Vergleich erledigt, wobei die erteilte gerichtliche 

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Genehmigung bewirkt, dass die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen ihren 
vertraglichen Charakter verliert und vollständiger Bestandteil des Urteils wird (vgl. 
BGE 138 III 532, E. 1.3). Der Vergleich wird in den relevanten Punkten in das Dis-
positiv des vorliegenden Urteils aufgenommen (vgl. Art. 279 Abs. 2 ZPO). Als Fol-
ge der entsprechenden Einigung im Hauptverfahren kann auch das Verfahren be-
treffend Erlass von vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren (ERZ 14 
128) als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben 
werden. Offen bleibt demnach einzig die Anschlussberufung von Y._____, über 
welche anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 15. August 2014 keine Eini-
gung erzielt werden konnte.

6. Mit Anschlussberufung vom 17. März 2014 beantragt Y._____, es sei ihr in 
Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids ein Besuchsrecht von jedem zweiten 
Wochenende sowie ein Ferienrecht von vier Wochen pro Jahr einzuräumen. Für 
die Ausübung dieses Besuchs- und Ferienrechts sei eine Beistandschaft für die 
Kinder B._____ und C._____ zu errichten. Den Antrag auf Errichtung einer Bei-
standschaft zog sie jedoch im Nachgang zur mündlichen Verhandlung mit Schrei-
ben vom 8. September 2014 zurück. Es ist somit vorliegend nur noch über die 
Ausgestaltung des Besuchsrechts, welches dem Grundsatz nach auch von der 
Gegenseite anerkannt wurde, zu befinden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass 
das Gericht aufgrund der in diesem Punkt anwendbaren Offizialmaxime an die 
Anträge der Parteien nicht gebunden ist. 

a) Die Vorinstanz gewährte Y._____ zwar dem Grundsatz nach ein Besuchs-
recht, verzichtete jedoch mangels Durchsetzbarkeit aufgrund der ablehnenden 
Haltung der Kinder auf eine konkrete Ausgestaltung. Dagegen wendet Y._____ 
ein, im angefochtenen Entscheid sei die von den Kindern geäusserte Ablehnung in 
den Vordergrund gestellt und einfach hingenommen worden. Dabei habe es sich 
jedoch nicht um den wirklichen eigenständigen Willen der Kinder gehandelt. Leider 
habe es der Vater fertig gebracht, die Kinder seit der Trennung derart zu beein-
flussen und Kontakte zu verhindern, dass eine gewisse Entfremdung eingetreten 
sei. Das im Eheschutzverfahren eingeholte Gutachten der KJP habe diese Um-
stände thematisiert und der Gutachter habe konkrete Empfehlungen abgegeben, 
welchen sich der Vater jedoch nie unterzogen habe. Auch der von der Vormund-
schaft eingesetzte Beistand sei untätig geblieben und habe sich den Umständen 
gefügt, ohne je eine Annäherung der Kinder zur Mutter gefördert oder durchge-
setzt zu haben. Es müsse mit Nachdruck betont werden, dass sie sich nichts habe 
zu schulden kommen lassen. Sie sei für alle drei Kinder immer eine gute Mutter 
gewesen, die sich auf dem Hof ihres Mannes voll eingesetzt und für die Kinder 

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aufgeopfert habe. Ihr gesundheitlicher Zusammenbruch sei vom Ehemann ausge-
nutzt worden, indem er sie bei den Kindern schlecht gemacht und ihnen erklärt 
habe, dass sie nicht mehr nach Hause kommen werde. Aus Sicht der Kinder, wel-
che vom Vater nach Kräften gefördert worden sei, sei es allein die Mutter gewe-
sen, welche sie verlassen hätte, was aber nie so beabsichtigt gewesen sei. Der 
Vater habe nichts unternommen, um den Kindern eine andere Sichtweise zu bie-
ten. Das Resultat sei gewesen, dass die Kinder dem Bezirksgerichtspräsidenten 
gesagt hätten, sie wünschten keine Besuche der Mutter mehr. Die Vorinstanz ha-
be das Gutachten vom 21. Juni 2011 nicht gewürdigt und den Anspruch der Kin-
der und der Mutter auf persönlichen Verkehr übergangen, ohne dass sie als Mut-
ter auch nur den kleinsten Grund geliefert hätte. 

X._____ stellt in seiner Anschlussberufungsantwort vom 14. April 2014 Antrag auf 
Abweisung des Begehrens von Y._____. Es gelte darauf hinzuweisen, dass die 
beiden Kinder 14 und 12 Jahre alt seien. Jugendliche in diesem Alter würden 
selbst entscheiden, ob sie den nicht obhutsberechtigten Elternteil besuchen wollen 
oder nicht. Die Kinder seien mehrmals angehört worden. Aus dem Gutachten der 
KJP vom 21. Juli 2011 ergebe sich, dass B._____ und C._____ zu verschiedenen 
Zeitpunkten ausgesagt hätten, keinen Kontakt mehr zur Mutter zu wünschen. 
Auch vor dem Einzelrichter des Bezirksgerichts Surselva hätten sie sich gleicher-
massen geäussert. Diesem Wunsche der Kinder sei zu entsprechen. Diese wür-
den unter der Situation leiden. Und es werde nicht besser, wenn sie richterlich ge-
zwungen würden, Kontakt zur Mutter aufzunehmen, obwohl sie dies klar und im-
mer wieder abgelehnt hätten. Die im Herbst 2010 errichtete Beistandschaft sei im 
Frühjahr 2013 wegen Hinfallen des Grunds aufgehoben worden. Dagegen habe 
sich die Kindsmutter nicht gewehrt. Wenn sie nun neu beantrage, es sei eine Bei-
standschaft zu errichten, setze sie sich in Widerspruch zu ihrem eigenen Verhal-
ten. Auch dieser Antrag sei somit vollumfänglich abzuweisen.

b) Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das un-
mündige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Ver-
kehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Während früher der Zweck des Besuchsrechts vor 
allem darin gesehen wurde, es dem Besuchsberechtigten zu ermöglichen, die 
verwandtschaftlichen Beziehungen zum Kind aufrechtzuerhalten, wird heute vor 
allem das Bedürfnis des Kindes betont, regelmässige Kontakte zu beiden Eltern 
zu haben. So ist bekannt, dass ein Kind die Trennung der Eltern leichter verarbei-
tet, wenn es zu beiden Eltern Kontakt behält. Auch wo noch keine emotionale El-
tern-Kind-Beziehung bestand, ist heute anerkannt, dass aus Gründen der Persön-
lichkeitsentwicklung des Kindes der Aufbau einer solchen Beziehung durch per-

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sönlichen Verkehr gefördert werden sollte. Nur durch Besuchskontakte kann einer 
in der Phantasie des Kindes stattfindenden Idealisierung oder Dämonisierung des 
abwesenden Elternteils gegengesteuert werden. Bei der Festsetzung des Be-
suchsrechts geht es somit nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwi-
schen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in des-
sen Interesse zu regeln (Ingeborg Schwenzer, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., Basel 2010, N 6 zu Art. 273 
ZGB mit weiteren Hinweisen; BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590). Was unter einem 
angemessenen persönlichen Verkehr im Sinne von Art. 273 Abs. 1 ZGB zu ver-
stehen ist, lässt sich grundsätzlich nur anhand der Umstände des Einzelfalls unter 
Berücksichtigung des Zwecks des Besuchsrechts bestimmen. In Betracht zu zie-
hen sind dabei unter anderem das Alter des Kindes, die Persönlichkeit und Be-
dürfnisse des Kindes und des Besuchsberechtigten, die Beziehung des Kindes 
zum Besuchsberechtigten, die Beziehung der Eltern untereinander, die zeitliche 
Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten sowie auch deren Gesund-
heitszustand. Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Ver-
kehrs ist stets das Kindeswohl; allfällige Interessen der Eltern haben zurückzuste-
hen (Schwenzer, a.a.O., N 10 zu Art. 273 ZGB; Andrea Büchler/Annatina Wirz, in: 
Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 2. Aufl., Bern 
2011, N 21 zu Art. 273 ZGB). Auszugehen ist dabei von der kinderpsychologi-
schen Erkenntnis, dass in der Regel eine Beziehung zu beiden Elternteilen wichtig 
ist, da sie bei der Entwicklung und Identitätsfindung des Kindes eine wichtige Rolle 
spielen kann (Urteil des Bundesgerichts 5A_716/2010 vom 23. Februar 2011, E. 4 
mit weiteren Hinweisen). 

Das Recht der Eltern auf persönlichen Verkehr besteht jedoch nicht schrankenlos. 
So kann ihnen gemäss Art. 274 Abs. 2 ZGB dieses Recht verweigert oder entzo-
gen werden, wenn dadurch das Wohl des Kindes gefährdet wird oder andere 
wichtige Gründe vorliegen. Ein solcher wichtiger Grund stellt - unter anderem - die 
Ablehnung des Besuchsrechts durch das Kind dar. Denn die Wünsche und Mei-
nungen des Kindes sind bei der Regelung des Besuchsrechts zu berücksichtigen 
(Art. 298 Abs. 1 ZPO), und zwar bereits bei der Festsetzung des Besuchsrechts 
und nicht erst bei der Frage, ob ein festgelegtes Besuchsrecht gegen den Willen 
des Kindes zu vollstrecken ist. Wohl steht es nicht im freien Willen des Kindes, ob 
es persönliche Kontakte wünscht oder nicht, namentlich dort, wo die ablehnende 
Haltung durch die sorgeberechtigte Partei geprägt ist. Indes ist der geäusserte 
Kindeswille in der Entscheidung zu berücksichtigen, und bei älteren Kindern ist er 
ein massgebliches Kriterium bei der Festsetzung des Besuchsrechts (Urteil des 

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Bundesgerichts 5A_160/2001 vom 29. März 2011, E. 4). So ist denn bei urteils-
fähigen Kindern von einem gegen den starken Widerstand erzwungenen Kontakt 
aus Gründen des Kindeswohls abzusehen, weil ein solcher sowohl gegen den 
Zweck des Umgangsrechts im Allgemeinen als auch gegen das Persönlichkeits-
recht des Kindes verstiesse (Urteil des Bundesgerichts 5C.250/2005 vom 3. Janu-
ar 2006, E. 3.2.1). Solange sich das Kind ernsthaft weigert, mit dem anderen El-
ternteil zusammenzukommen, ist eine mit dem Kindeswohl zu vereinbarende 
Durchführung der Kontakte nicht möglich (BSK ZGB I, Schwenzer, a.a.O., N. 13 
zu Art. 274, Büchler/Wirz, a.a.O., N. 28 zu Art. 273 ZGB und N. 15 zu Art. 274).

c) Wie nachfolgend zu zeigen ist, muss aufgrund der Äusserungen und des 
Verhaltens der Kinder B._____ und C._____ davon ausgegangen werden, dass 
sie Besuche bei der Mutter verweigern beziehungsweise eine Regelung solcher 
Besuche ablehnen. Bereits anlässlich der Begutachtung durch die KJP im Jahre 
2011 (vgl. act. V./1) stellte sich heraus, dass die Kinder keinen Kontakt zur Mutter 
wünschten. Die Gutachter wiesen jedoch darauf hin, dass die elterliche Trennung 
bei Kindern Verunsicherungen auslösen könne, ob sie die Beziehung zu einem 
Elternteil gefährden würden, wenn sie die Beziehung zum anderen Elternteil auf-
rechterhalten wollten. B._____ und C._____ würden diesen Konflikt gegenwärtig 
lösen, indem sie sich, aus ihrer Perspektive, dem sichereren Elternteil, dem Vater 
zuwenden und ihre Mutter ablehnen würden. Dabei bedürfe es einer grossen psy-
chischen Anstrengung, andere Gefühle gegenüber ihrer Mutter nicht zuzulassen. 
Auch bei ihrer Anhörung vom 3. Juli 2013 (act. V./3) bestätigten B._____ und 
C._____ ihre Haltung gegenüber der Mutter. Sie wünschten auch, dass ihre Mutter 
sie nicht besuche. Es handelt sich somit nicht nur um eine einmalige - gar von ei-
nem bestimmten Ereignis emotional geprägte - Willensäusserung, sondern die 
Kinder haben die entsprechende Meinung über einen Zeitraum von mehr als zwei 
Jahren wiederholt mündlich (gegenüber den Gutachtern, der Beiständin, dem Ge-
richt) wie auch durch ihr Verhalten zum Ausdruck gebracht und bis heute daran 
festgehalten. Dies ist ein starkes Indiz für die Ernsthaftigkeit dieses Willens. Auch 
gilt es zu berücksichtigen, dass die Kinder zumindest im Zusammenhang mit der 
Frage nach dem Besuchsrecht als urteilsfähig zu betrachten sind. Dafür spricht 
zunächst allgemein das Alter der Kinder, welche heute 13 ½ und 12 Jahre alt sind. 
Weiter sind jedoch auch die Gründe, welche sie für ihre ablehnende Haltung vor-
brachten, durchaus nachvollziehbar. So führten sie anlässlich der Anhörung vom 
3. Juli 2013 (act. V./3) aus, die Mutter sei vor rund zwei Jahren einfach so gegan-
gen und dies hätten sie nicht vergessen können. Dass die Kinder nach dieser Er-
fahrung keine neue Beziehung aufbauen wollen, um nicht nochmals verlassen zu 

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werden, erscheint aus ihrer Sichtweise verständlich. Unter diesem Aspekt kann - 
entgegen den Ausführungen von Y._____ - auch nicht davon ausgegangen wer-
den, dass die Ablehnung der Besuche nicht dem tatsächlichen inneren Willen der 
Kinder entspricht, sondern nur der Beeinflussung und dem Druck des Vaters zu-
zuschreiben ist. 

d) Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Kinder B._____ und 
C._____ sich widersetzen, ihre Mutter gestützt auf eine gerichtliche Regelung hin 
zu besuchen, mithin ein Besuchsrecht ablehnen. Dieser Wille ist nach dem Ge-
sagten zu berücksichtigen. Eine Durchsetzung von Kontakten gegen den Willen 
der Kinder würde aller Wahrscheinlichkeit nach zu weiteren Konflikten führen, was 
den Kindern in der aktuellen Situation nicht zugemutet werden kann. Demzufolge 
wird davon abgesehen, das Besuchsrecht der Mutter, welches dem Grundsatz 
nach besteht, konkret zu definieren. Die Anschlussberufung von Y._____ wird 
demzufolge abgewiesen. Dennoch muss an dieser Stelle noch einmal mit aller 
Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, dass Kinder bei einer Scheidung stets 
unter dem Verlust des einen Elternteils leiden. Es muss daher insbesondere auch 
das Ziel von X._____ sein, zum Wohl von B._____ und C._____ deren Beziehung 
zur Mutter wieder zu verbessern. Ihm obliegt die Aufgabe, die Kinder immer wie-
der zu motivieren, in Kontakt mit der Mutter zu treten, sei es durch tatsächliches 
Zusammensein, sei es durch Brief, Telefon oder andere Kommunikationsmittel. 
Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, das Vertrauen zur Mutter wieder aufzu-
bauen, ohne befürchten zu müssen, dadurch die Gefühle des Vaters zu verletzen. 
Nur auf diesem Weg wird es ihnen möglich sein, die negativen Erlebnisse in der 
Vergangenheit nachhaltig zu verarbeiten. Dies wiederum ist eine unabdingbare 
Voraussetzung für eine gesunde Weiterentwicklung der Kinder. Zum Wohl der 
Kinder sollten sich daher beide Elternteile darum bemühen, ihre persönlichen Kon-
flikte nicht über die Kinder auszutragen, sondern auch nach der Scheidung mitein-
ander zu kooperieren, wenn es um die Belange von B._____ und C._____ geht. 

7. Bleibt schliesslich noch die Verteilung der Prozesskosten. Gemäss Art. 106 
Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, bestehend aus den Gerichtskosten und 
der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unterliegenden Partei auferlegt. 
Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Aus-
gang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Das Gericht kann jedoch in 
familienrechtlichen Verfahren von diesen Verteilungsgrundsätzen abweichen und 
die Prozesskosten nach Ermessen verteilen. (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Im vorlie-
genden Fall ist die Kostenverteilung im angefochtenen Entscheid des Bezirksge-
richts Surselva vom 5. Dezember 2013 (Ziff. 5 des Dispositivs) unangefochten ge-

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blieben. Was die Kosten vor Kantonsgericht anbelangt, ist nach den einzelnen 
Verfahren (Berufung/vorsorgliche Massnahmen) einerseits sowie nach dem Ob-
siegen und Unterliegen in den strittigen Punkten (Kindesunterhalt/Güterrecht/Be-
suchsrecht) andererseits zu unterscheiden. 

a) Wie bereits festgehalten wurde, kann infolge der Einigung im Berufungsver-
fahren bezüglich der Punkte Kinderunterhalt und Güterrecht das Verfahren betref-
fend Erlass von vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren (ERZ 14 
128), welches ebendiese Punkte zum Gegenstand hatte, als gegenstandslos ge-
worden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden. Die Kosten dieses Ver-
fahrens von Fr. 1'000.-- gehen gemäss Ziffer 8.b) des Vergleichs je zur Hälfte zu 
Lasten der Parteien. Die ausseramtlichen Kosten werden wettzuschlagen.

b) Während die im Berufungsverfahren strittigen Punkte Kinderunterhalt und 
Güterrecht durch Vergleich erledigt werden konnten, und die Parteien diesbezüg-
lich eine hälftige Teilung der Prozesskosten vereinbart haben (vgl. hierzu Ziff. 7 
des Teilvergleichs), erfolgte hinsichtlich des im Anschlussberufungsverfahren strit-
tigen Besuchsrechts eine gerichtliche Beurteilung, in welcher Y._____ vollumfäng-
lich unterlag. Die Kosten des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens von 
Fr. 2'000.-- sind somit zu 1/3 (Fr. 667.--) X._____ und zu 2/3, (Fr. 1'333.--) 
Y._____ aufzuerlegen. 

c) Der Rechtsvertreter von X._____ machte mit Honorarnote vom 9. Septem-
ber 2014 einen Aufwand von 13 Std. 55 Min. à Fr. 200.-- und damit ein Honorar 
nach Zeitaufwand von Fr. 2'783.35 geltend. Die Honorarforderung beläuft sich in-
klusive der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 111.35 sowie der Mehrwert-
steuer von 8% auf gesamthaft Fr. 3'126.30. Diese erscheint unter Berücksichti-
gung des notwendigen Aufwands und der Schwierigkeit der Sache als angemes-
sen. Der Rechtsvertreter von Y._____ machte mit Honorarnote vom 8. September 
2014 einen Aufwand von 17.25 Stunden à Fr. 200.-- geltend, was unter Einrech-
nung von Barauslagen (Fr. 100.--) und 8% Mehrwertsteuer eine Gesamtforderung 
von Fr. 3'834.-- ergibt. Auch dieser Aufwand erscheint als angemessen. Da eine 
Aufspaltung der Honorarnoten nach dem Aufwand für die Berufung und für die 
Anschlussberufung nicht möglich ist, muss darauf abgestellt werden, dass die Be-
rufung zwei Streitpunkte und die Anschlussberufung einen Streitpunkt umfasste. 
Es rechtfertigt sich daher, den Aufwand für die Berufung auf 2/3 und den Aufwand 
für die Anschlussberufung auf 1/3 des Gesamtaufwands gemäss den eingereich-
ten Honorarnoten festzulegen. Die ausseramtlichen Entschädigungen für die Beru-
fung werden entsprechend Ziffer 7 des Teilvergleichs wettgeschlagen. Da Y._____ 

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mit ihrer Anschlussberufung vollumfänglich unterlag, ist sie zu verpflichten, 
X._____ dafür im Umfang von 1/3 des Gesamtaufwands zu entschädigen. Unter 
Anrechnung des ordentlichen Stundenansatzes von Fr. 240.-- ergibt dies bei ei-
nem Gesamtaufwand von Fr. 3'727.45 (13 Std. 55 Min. à Fr. 240 inkl. Barauslagen 
von Fr. 111.35 und Mehrwertsteuer von Fr. 276.10) eine aussergerichtliche Ent-
schädigung in Höhe von Fr. 1'242.50. Y._____ wird somit verpflichtet, X._____ für 
das Anschlussberufungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 
1'242.50 zu bezahlen.

d) Da X._____ mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 16. 
April 2014 (ERZ 14 47) sowohl für das Massnahmeverfahren wie auch für das Be-
rufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege erteilt und Rechtsanwalt lic. iur. 
et oec. Pius Fryberg zum Rechtsvertreter ernannt worden ist, gehen die ihm aufer-
legten Gerichtskosten und die Kosten seiner Rechtsvertretung - soweit diese nicht 
bereits durch die Gegenpartei entschädigt werden - nach Massgabe von Art. 122 
ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu be-
zahlen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne 
von Art. 123 ZPO. Die Honorarnote des Rechtsvertreters im Massnahmeverfahren 
beläuft sich auf Fr. 2'714.50 (12 Std. 05 Min. à Fr. 200.-- zuzüglich Barauslagen 
von Fr. 96.70 und Mehrwertsteuer im Umfang von Fr. 201.10) und ist vollumfäng-
lich aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Im Berufungsverfahren wurden wie vor-
stehend dargestellt - bei einem Stundenansatz von Fr. 200.-- insgesamt 
Fr. 3'126.30 in Rechnung gestellt. Diese Honorarrechnung ist im Umfang von 1/3 
durch die X._____ zugesprochene Parteientschädigung gedeckt, so dass noch ein 
Betrag von Fr. 2'084.20 verbleibt, welcher zu Lasten des Kantons Graubünden 
(Art. 122 ZPO) geht und aus der Gerichtskasse zu bezahlen ist. Die Entschädi-
gung für den Rechtsvertreter von X._____ ist somit auf total Fr. 4'798.70 festzule-
gen. Sofern sich die Parteientschädigung als uneinbringlich erweisen sollte, kann 
sodann die Bezahlung der restlichen Entschädigung (Fr. 1'042.10) aus der Ge-
richtskasse verlangt werden. 

e) Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 16. April 2014 (ERZ 
14 78) wurde auch Y._____ die unentgeltliche Rechtspflege für das Massnahme- 
wie auch für das Berufungsverfahren gewährt und es wurde Rechtsanwalt lic. iur. 
Guido Ranzi als Rechtsvertreter ernannt. Die ihr auferlegten Gerichtskosten und 
die Kosten ihrer Rechtsvertretung gehen somit nach Massgabe von Art. 122 ZPO 
ebenfalls zu Lasten des Kantons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu 
bezahlen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne 
von Art. 123 ZPO. Die Honorarnote des Rechtsvertreters im Massnahmeverfahren 

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beläuft sich auf Fr. 3'283.20 (14.75 h à Fr. 200.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 
90.-- und Mehrwertsteuer im Umfang von Fr. 243.20) und ist vollumfänglich aus 
der Gerichtskasse zu bezahlen. Im Berufungsverfahren wurden insgesamt 
Fr. 3'834.-- in Rechnung gestellt. Auch dieser Betrag geht unter Vorbehalt der 
Rückforderung zu Lasten des Kantons und ist aus der Gerichtskasse zu bezahlen 
ist. Die Entschädigung für den Rechtsvertreter von Y._____ ist somit auf total Fr. 
7'117.20 festzulegen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Anschlussberufung wird abgewiesen, soweit sie nicht durch Rückzug 
erledigt wurde.

2. Der Teilvergleich wird gerichtlich genehmigt und die Ziffern 2.c und 3 des 
Dispositivs des Entscheides des Bezirksgerichts Surselva vom 5. Dezem-
ber 2013 werden aufgehoben.

3.a) Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder 
B._____ (geboren am _____2000) und C._____ (geboren am _____2002) 
mit Wirkung ab dem 1. September 2014 bis zu deren Mündigkeit einen mo-
natlichen, jeweils im Voraus zahlbaren und auf den ersten des Monats fällig 
werdenden Beitrag von Fr. 400.-- pro Kind zu bezahlen.

   b) Die Beitragspflicht gemäss vorstehender Ziffer 2.a) wird ausgesetzt, solan-
ge die gemeinsame Tochter A._____ (geboren am _____1995) bis zum or-
dentlichen Abschluss einer beruflichen Erstausbildung auf elterliche Unter-
haltsleistungen (Art. 277 Abs. 2 ZGB) angewiesen ist, Y._____ nachweis-
lich für den notwendigen Unterhalt von A._____ aufkommt und A._____ 
keine eigenen Unterhaltsforderungen gegen X._____ stellt.

   c) Bei der Festlegung der vorstehenden Unterhaltsbeiträge sind die Parteien 
übereinstimmend von einer Leistungsfähigkeit von Y._____ (ohne Einrech-
nung der Tochter A._____) im Umfang von Fr. 800.-- (mögliches Einkom-
men mit Vollpensum rund Fr. 3'300.--, Grundbedarf rund Fr. 2'500.--) aus-
gegangen. Die Kinderzulagen für B._____ und C._____ werden derzeit 
durch X._____ bezogen und wären im Falle eines späteren Bezuges durch 
Y._____ zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen zu bezahlen.

   d) Mit der vorgenannten Regelung sind sämtliche Unterhaltsansprüche bis 
zum 31. August 2014 abgegolten und für den bereits geleisteten vorsorgli-
chen Unterhalt besteht kein Rückforderungsanspruch.

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 beruhen auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise per Juli 2014 von 99.0 Punkten (Basis Dezember 2010 
= 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den Januar 
2015, nach Massgabe des Indexstandes per November des Vorjahres an-
zupassen, es sei denn Y._____ beweise, dass ihr Einkommen nicht im glei-

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chen Verhältnis angestiegen ist. Bei einer geringeren Einkommenser-
höhung werden die Unterhaltsbeiträge in entsprechend tieferem Masse an-
gepasst, während bei unverändertem Einkommen eine Anpassung entfällt. 

Die Anpassung der Unterhaltsbeiträge erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
99.0

5.a) Y._____ wird verpflichtet, die in ihrem Eigentum stehenden Grundstücke 
Nr. _____, Plan _____, sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan _____, Nr. 
_____, Plan _____, und Nr. _____, Plan _____, alle im Grundbuch der 
Gemeinde O.1_____, an X._____ zu verpachten, wobei der Pachtzins ge-
stützt auf die Einschätzung im Gutachten des E._____ vom 9. September 
2013 auf Fr. 490.-- pro Jahr festgelegt wird.

   b) Die Pachtverpflichtung gemäss vorstehender Ziffer 4.a) besteht solange, als 
der Betrieb durch X._____ geführt wird und für die Kinder B._____ und 
C._____ eine elterliche Unterhaltspflicht besteht. Im Übrigen untersteht das 
Pachtverhältnis hinsichtlich der Pachtdauer und der weiteren Rechte und 
Pflichten der Parteien den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
landwirtschaftliche Pacht (LPG).

6. Die Parteien sind in güterrechtlicher Hinsicht auseinandergesetzt.

7. Das Grundbuchamt Cadi wird angewiesen, die mit superprovisorischem 
Entscheid vom 22. Mai 2013 des Einzelrichters des Bezirksgerichts Sursel-
va angeordnete und mit Entscheid vom 5. Juni 2013 bestätigte Verfügungs-
beschränkung auf den Y._____ gehörenden Grundstücken Nr. _____, Plan 
_____, sowie die Grundstücke Nr. _____, Plan _____, Nr. _____, Plan 
_____, und Nr. _____, Plan _____, im Grundbuch der Gemeinde O.1_____ 
zu löschen.

8. Das Verfahren betreffend Erlass von vorsorglichen Massnahmen im 
Scheidungsverfahren (ERZ 14 128) wird als gegenstandslos geworden vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

9. Die Kosten des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens von 
Fr. 2‘000.-- sowie diejenigen des vorsorglichen Massnahmeverfahrens 
(ERZ 14 128) von Fr. 1'000.--, insgesamt somit Fr. 3‘000.--, gehen im 

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Betrag von Fr. 1'167.-- zu Lasten von X._____ und im Betrag von 
Fr. 1'833.-- zu Lasten von Y._____.

10. Y._____ hat X._____ für das Anschlussberufungsverfahren ausseramtlich 
mit Fr. 1'242.50 zu entschädigen. Im übrigen werden die Entschädigungen 
wettgeschlagen. 

11.a) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten und die nicht durch die Parteien-
tschädigung gedeckten Kosten seiner Rechtsvertretung in Höhe von 
Fr. 4'798.70 (inkl. Mehrwertsteuer und Spesen) werden unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt auf die entsprechende 
Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 16. April 2014 (ERZ 14 
47) dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt und aus der Gerichts-
kasse bezahlt.

Im Falle der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung, die in der Regel 
durch Verlustschein nachzuweisen ist, kann der unentgeltliche Rechtsver-
treter eine zusätzliche Entschädigung von Fr. 1'042.10 aus der Gerichts-
kasse verlangen.

   b) Die Y._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten ihrer Rechtsvertre-
tung in Höhe von Fr. 7'117.20 (inkl. Mehrwertsteuer und Spesen) werden 
unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt 
auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
16. April 2014 (ERZ 14 78) dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt 
und aus der Gerichtskasse bezahlt.

12. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

13. Mitteilung an: