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**Case Identifier:** 03aab17a-e617-50cf-98d6-a7bc5f0c68ef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.02.2021 200 2020 513
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-513_2021-02-04.pdf

## Full Text

200 20 513 IV
KOJ/SVE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Februar 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Pensionskasse C.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 11. Juni 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte ..., nach Absolvierung einer ... Grundausbildung zuletzt seit Febru-
ar 1989 als ... bei der D.________ AG tätig, meldete sich im August 2015 
unter Hinweis auf eine Erschöpfungsdepression bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1, 3 S. 2 f., 
18.5). Die IVB tätigte in der Folge erwerbliche und medizinische Abklärun-
gen und gewährte Eingliederungsmassnahmen in Form eines Belastbar-
keitstrainings (vgl. AB 45, 55, 60, 62, 69), welche mit Mitteilung vom 3. Ja-
nuar 2017 (AB 68) beendet wurden. In der Folge veranlasste die IVB eine 
psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom 6. August 2018 [AB 97.1]). 
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 99, 100) verneinte die IVB 
mit Verfügung vom 13. Dezember 2018 (AB 102) einen Leistungsanspruch 
mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung. Die 
dagegen erhobene Beschwerde (AB 105 S. 3) hiess das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, mit Urteil 
vom 20. Juni 2019, IV/2019/62 (AB 113), dahingehend gut, dass es die 
angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IVB zurückwies, 
damit diese nach Aktenvervollständigung und Veranlassung einer erneuten 
psychiatrischen Begutachtung über den Rentenanspruch neu verfüge 
(E. 3.4 f.).

Daraufhin liess die IVB ein neuropsychologisch-psychiatrisches Gutachten 
vom 22. Januar 2020 erstellen (AB 144.1, 145.1, 145.2). Mit Vorbescheid 
vom 6. April 2020 (AB 148) stellte sie in Aussicht, einen Leistungsanspruch 
mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung zu ver-
neinen. Nach dagegen erhobenem Einwand (AB 149) verfügte die IVB am 
11. Juni 2020 dem Vorbescheid entsprechend (AB 151).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 1. Juli 2020 Beschwerde und beantragte, in 
Aufhebung der Verfügung vom 11. Juni 2020 sei ihr ab Februar 2016 eine 
ganze Rente auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. Au-
gust 2020 die Abweisung der Beschwerde.

Am 18. August und 14. Oktober 2020 gelangte die Beschwerdeführerin mit 
weiteren Eingaben an das Gericht, woraufhin die Beschwerdegegnerin am 
10. September und 3. November 2020 Stellungnahmen einreichte.

Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Januar 2021 lud der Instruktions-
richter die Pensionskasse C.________ zum vorliegenden Verfahren bei. Mit 
Eingabe vom 22. Januar 2021 verzichtete die Beigeladene auf eine Stel-
lungnahme.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Juni 2020 
(AB 151). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist - im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit - nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-
heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). Es 
ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rech-
nung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise 
von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszugehen ist 
(BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.2.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 6

nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 
E. 2.2.1 S. 287).

2.2.4 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des - unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
"funktioneller Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

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und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Im Nachgang zum Urteil vom 20. Juni 2019, IV/2019/62 (AB 113), 
lässt sich den Akten in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende entnehmen:

3.1.1 Dr. med.  F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt im Bericht vom 30. Juli 2019 (AB 118 S. 1 ff.) als Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit 
gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1) bei therapieresistentem 
und chronifizierendem Verlauf, ausgeprägten kognitiven Einschränkungen 
im Sinne einer depressiven Pseudodemenz (vermehrte Vergesslichkeit, 
Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, Probleme in der Handlungs-
planung und -ausführung) sowie einen dringenden Verdacht auf eine gene-
ralisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) fest (S. 7 Ziff. 2.5). Es bestehe eine 
hochprozentige Arbeitsunfähigkeit (geschätzt zwischen 80 und 100 %; S. 3 
Ziff. 1.3). Es bestünden Funktionseinschränkungen, welche durch die Sym-
ptome des depressiven Syndroms (vermehrte Tagesmüdigkeit, Einschrän-
kung der allgemeinen Leistungsfähigkeit, ausgeprägte kognitive Einschrän-
kungen [vgl. S. 7 Ziff. 2.5], Interessensminderung, Traurigkeit und Freudlo-
sigkeit, reduzierter Antrieb und Energielosigkeit und ein erhöhter Erho-

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lungsbedarf nach geistiger und körperlicher Anstrengung; S. 8 Ziff. 3.4) 
verursacht seien.

3.1.2 In der neuropsychologisch-psychiatrischen Gesamtbeurteilung vom 
22. Januar 2020 (AB 145.2) führten lic. phil.  G.________, Fachpsychologe 
für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP, und Dr. med.  H.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte depressive Störung, mittel-
gradig bis teilweise schwergradigen Ausmasses (ICD-10 F33.1), akzentu-
ierte selbstunsichere, ängstliche, dependente und zwanghafte Persönlich-
keitszüge (ICD-10 Z73.1) sowie eine leichte bis mittelschwere neuropsy-
chologische Störung mit im Schwerpunkt attentionalen und exekutiven und 
dazu sekundär verbal-mnestischen Funktionsschwächen im Rahmen der 
chronifizierten depressiven Störung auf (S. 3 Ziff. 4.2.1). Die Beschwerde-
führerin weise sehr labile Persönlichkeitszüge auf, welche sich ungünstig 
bei der Verarbeitung der gesamten Störung und Situation bemerkbar mach-
ten. Es bestehe ein dekompensierter Zustand, der überlagert werde durch 
die depressive Störung, wodurch die Persönlichkeitszüge stärker in den 
Vordergrund rückten und die Beschwerdeführerin zu wenig Möglichkeit 
habe, einen adäquaten Umgang damit zu finden (Ziff. 4.4). Sie sei nicht 
genügend in der Lage, auf ihre Fähigkeiten und Ressourcen zurückzugrei-
fen. Zeitweise gelinge ihr dies kurzzeitig, allerdings nicht dauerhaft und 
verlässlich. Die psychosoziale Situation sei nicht entscheidend, doch beein-
flusse diese den Zustand, indem die Beschwerdeführerin psychosoziale 
Belastungen nicht adäquat verarbeiten könne. Es handle sich um teilweise 
alltägliche Belastungen, welche dazu führten, dass sie sich subjektiv wieder 
vermehrt depressiv fühle, was sich dann in ihrem labilen Verhalten wider-
spiegle. Es könne nicht erwartet werden, dass all diese Faktoren eliminiert 
werden könnten (Ziff. 4.5). Die Angaben über die Alltagsaktivitäten deckten 
sich mit dem aktuellen Befund und auch den Angaben in den Unterlagen, 
es könnten keine Hinweise auf Inkonsistenzen gefunden werden (S. 4 
Ziff. 4.6). Die Beschwerdeführerin sei nicht genügend belastbar, es bestehe 
ein ausgesprochen labiler Zustand, sie sei unzuverlässig und nicht in der 
Lage, Verantwortung zu übernehmen, sie könne nicht unter Zeitdruck ar-
beiten, sie benötige immer wieder Unterstützung durch die Umgebung und 
es sei mit einer schwankenden Leistungsfähigkeit sowie mit Ausfällen zu 

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rechnen. Sie sei daher nicht mehr in der Lage, die angestammte Tätigkeit 
weiter auszuüben und müsse seit Februar 2015 als vollständig arbeitsun-
fähig eingestuft werden. Bei der Beschwerdeführerin liege eine leichte bis 
mittelschwere neuropsychologische Störung mit im Schwerpunkt attentio-
nalen und exekutiven sowie davon abhängig einzelnen verbal-mnestischen 
Funktionsstörungen vor. Sie sei zentralexekutiv verlangsamt, erhöht ab-
lenkbar, könne sich in ihrer Aufmerksamkeit schlecht aufteilen und zeige 
auch eine erhebliche verbale Arbeitsgedächtnisschwäche. Sie sei zudem 
psychisch nicht belastbar und breche unter kognitiver Grenzbelastung 
leicht in Tränen aus. In ihrer angestammten, aufmerksamkeits-
/konzentrationsintensiven, das Arbeits-/Kurzzeitgedächtnis und die Merk-
fähigkeit stark beanspruchenden, zudem mit Fachverantwortung und Leis-
tungsfunktionen verbundenen Berufstätigkeit im … sei die Beschwerdefüh-
rerin aus kognitiv-neuro-psychologischer Sicht nicht mehr einsatzfähig. 
Gleiches gelte für jede alternative anspruchsvollere Sachbearbeitungs- 
oder Sekretariatstätigkeit (Ziff. 4.7). Es könne keine angepasste Tätigkeit 
genannt werden, in der sie in der freien Wirtschaft dauerhaft eine genügen-
de Leistung erbringen könnte. Sie benötige eine besondere Arbeitsumge-
bung, in der Rücksicht auf ihr wechselhaftes Verhalten genommen werden 
könne, sie auch eine gewisse Betreuung erhalte, was nur im geschützten 
Rahmen möglich wäre (Ziff. 4.8). Entscheidend für die Gesamtbeurteilung 
der Arbeitsunfähigkeit sei die psychiatrische Beurteilung (S. 5 Ziff. 4.9). Es 
würden weiterhin ambulante Therapiemassnahmen durchgeführt. Unter 
den gegebenen Umständen könne einzig vorgeschlagen werden, nochmals 
eine stationäre Behandlung durchzuführen. Mittlerweile müsse die Progno-
se allerdings als eher schlecht eingestuft werden, die Hoffnung auf eine 
Besserung sei gering (Ziff. 4.10).

Im neuropsychologischen Teilgutachten (AB 145.1) hielt der Psychologe 
lic. phil. G.________ namentlich fest, die attentionalen Funktions-
schwächen hätten die verbal-kategoriale und visuomotorische Suppressi-
onsfähigkeit/selektive Aufmerksamkeit bei Reaktionskonkurrenz, die geteil-
te Aufmerksamkeit sowie das kognitive Tempo bei komplexerer zentralexe-
kutiver Beanspruchung betroffen. Auf der Ebene der Exekutivfunktionen sei 
selektiv das verbale Arbeitsgedächtnis mittelgradig beeinträchtigt gewesen. 
Abhängig von eben dieser Arbeitsgedächtnisschwäche hätten sich dann 

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auf der verbal-mnestischen Ebene auch die Merkfähigkeit für sinngebun-
dene Inhalte/Informationen sowie allgemein das Behalten neugelernter 
Inhalte als vermindert erwiesen. In ätiologischer Hinsicht sei das aktuell bei 
der Beschwerdeführerin objektiv und valide ausweisbare neuropsychologi-
sche Befundbild widerspruchsfrei mit dem kognitiven Zustandsbild bei einer 
chronisch depressiven Störung mittelschweren bis schweren Ausmasses 
vereinbar (S. 13 f. Ziff. 7). 

Im psychiatrischen Teilgutachten führte Dr. med. H.________ (AB 144.1) 
aus, es sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin durch die schwieri-
ge Kindheitssituation keine stabile Persönlichkeitsstruktur habe aufbauen 
können, sie weise deutlich narzisstische Defizite auf (S. 10 Ziff. 6). Eine 
Belastung sei sicher auch der unerfüllte Kinderwunsch gewesen. Zudem 
habe sie den Tod des Vaters schuldhaft verarbeitet, was ebenfalls für eine 
neurotische Grundkonstellation spreche. In den Unterlagen werde teilweise 
auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit vermeidenden, ängstlichen und 
dependenten Zügen hingewiesen. Das Ausmass einer Persönlichkeitss-
törung sei nicht erfüllt, dazu wären viele stärkere Beeinträchtigungen im 
beruflichen und auch im beziehungsmässigen Bereich zu erwarten gewe-
sen. Die labile Persönlichkeitskonstellation wirke sich allerdings entschei-
dend bei der Verarbeitung von allfälligen Schwierigkeiten aus. Auch in der 
Untersuchung zeige sich eine extrem starke Labilität. Die Beschwerdefüh-
rerin sei in der Lage, gewisse Aufgaben wahrzunehmen, allerdings nicht 
dauerhaft und verlässlich, es brauche nicht viel und sie gerate in einen für 
sie unkontrollierbaren Zustand. Sie führe konsequent die vorgeschlagenen 
Therapiemassnahmen durch, es würden auch medikamentöse Massnah-
men durchgeführt, ohne dass eine anhaltende und stabile Besserung zu 
beobachten gewesen sei. Dies sei vorwiegend auf die labile Persönlich-
keitskonstellation zurückzuführen, wodurch sie immer wieder in affektiv 
labile Zustände gerade. Alleine mit medikamentösen Massnahmen könne 
daher keine genügende Stabilisierung erwartet werden. Es seien vorwie-
gend psychotherapeutische Massnahmen angezeigt. Die Introspektions-
fähigkeit sei gering, ebenso falle es ihr schwer, allfällige Einsichten genü-
gend umzusetzen. Aufgrund des bisherigen Verlaufs dürfe es schwierig 
sein, in absehbarer Zeit eine genügende Stabilisierung zu erzielen. Bezüg-
lich einer Angststörung fehlten die Kriterien. Sicher bestehe eine generelle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 11

Ängstlichkeit, die aber im Rahmen der depressiven Störung interpretiert 
werden müsse. Zudem weise sie eine eher ängstliche Persönlichkeitsstruk-
tur auf. Im Vordergrund stehe daher eine labile Persönlichkeitskonstellation 
mit rezidivierender depressiver Störung, die weiter anhalte und mittlerweile 
einen chronifizierten Verlauf annehme (S. 11 Ziff. 6). Die Flexibilität, Um-
stell- und Durchhaltefähigkeit sei jeweils stark eingeschränkt, eingeschränkt 
sei auch die Selbstbehauptungsfähigkeit. Es bestünden teilweise soziale 
Kontakte, allerdings hingen diese stark vom momentanen Zustand ab. Die 
Gruppenfähigkeit sei eher eingeschränkt. Je nach Zustand gehe die Be-
schwerdeführerin einigen wenigen Aktivitäten nach, kümmere sich um ihren 
Hund und habe einen Garten, wo sie sich teilweise um ihre Blumen küm-
mere. Auch im Alltag bestünden je nachdem mehr oder weniger starke Be-
einträchtigungen, wodurch nachvollziehbar sei, dass die Beschwerdeführe-
rin bei einer beruflichen Tätigkeit ebenfalls stark eingeschränkt wäre (S. 12 
Ziff. 6). Die geringen bestehenden Ressourcen könne sie nicht genügend 
ausnützen, je nach momentanen Zuständen gerate sie in eine starke Re-
gression. Es sei ein eher kleines soziales Umfeld vorhanden, insbesondere 
durch den Ehemann, der sie wiederholt stütze (S. 12 Ziff. 7.1). Die Behand-
lung sei durchaus adäquat. Bisher habe keine Besserung erzielt werden 
können, es sei deshalb von einer Chronifizierung auszugehen. Bei länge-
rem Verlauf sei damit zu rechnen, dass eine Persönlichkeitsänderung ein-
trete (S. 13 Ziff. 7.2). 

3.1.3 Im Bericht vom 17. August 2020 (Akten der Beschwerdeführerin, 
Beschwerdebeilage [BB] 3) hielt Dr. med. F.________ fest, die Beschwer-
deführerin leide insbesondere an einer psychopharmakologisch äusserst 
schwierig einzustellenden, medizinisch begründbaren rezidivierenden de-
pressiven Erkrankung im eindeutigen Sinne einer therapierefraktären resp. 
therapieresistenten Depression (mit einem grossen subjektiven Leidens-
druck).

3.1.4 Dr. med.  I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
psychiatrische Dienste J.________, diagnostizierte im Bericht vom 9. Okto-
ber 2020 (BB 6) eine rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig 
schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2). Er führte 
ferner aus, zur Behandlung des depressiven Syndroms der Beschwerde-

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führerin sei eine repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) durch-
geführt worden. Es seien insgesamt 19 Transkranielle Magnetstimulationen 
über einen Zeitraum von vier Wochen erfolgt. Die Ausprägung der depres-
siven Symptome sei wöchentlich mittels Beck-Depressions-Inventar (BDI) 
und Hamilton-Depressions-Skala (HAMD) erfasst worden. Zusammenfas-
send sei es im Verlauf der Behandlung weder subjektiv noch im Rahmen 
der Fremdbeurteilung oder testdiagnostisch zu einer Verbesserung der 
Symptomatik gekommen, so dass in Anbetracht der frustranen Therapie-
versuche mit mehreren Antidepressiva (inkl. trizyklischer Antidepressiva) in 
hinreichender Dosis und Dosierung gemäss Definition von einer Therapie-
resistenz zu sprechen sei.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Externen Beurteilungen, die nach Art. 44 ATSG im Verwaltungsverfahren 
eingeholt wurden, ist bei überzeugendem Beweisergebnis volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

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der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). 

3.3 Die neuropsychologisch-psychiatrische Expertise vom 22. Januar 
2020 (AB 144.1, 145.1, 145.2) erfüllt die Anforderungen der Rechtspre-
chung an Expertisen (vgl. E. 3.2 hiervor), was denn auch zwischen den 
Parteien nicht streitig ist (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 10; Beschwerdeantwort 
S. 3 Ziff. 15). So beruhen die Feststellungen der Gutachter auf eigenen 
spezialärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend 
begründet. Die Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist schlüs-
sig und widerspruchsfrei. Insbesondere hat der Experte im Lichte von BGE 
145 V 361 E. 4.3 S. 368 hinreichend dargelegt, durch welche Befunde im 
Einzelnen die Beschwerdeführerin in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist 
(AB 144.1 S. 11 i. f.). Dem Gutachten kommt damit voller Beweiswert zu 
und es ist in der Folge darauf abzustellen. 

Gemäss konsensualer Gesamtbeurteilung ist in Bezug auf die Gesamtar-
beitsunfähigkeit die psychiatrische Einschätzung massgebend (AB 145.2 
S. 5 Ziff. 4.9). Der psychiatrische Gutachter legte die Untersuchungsbefun-
de für die Diagnose der chronifizierten depressiven Störung, mittelgradig 
bis teilweise schwergradigen Ausmasses für den Rechtsanwender ein-
leuchtend dar. Ebenso begründete er die Diagnose der akzentuierten 
selbstunsicheren, ängstlichen, dependenten und zwanghaften Persönlich-
keitszüge nachvollziehbar (vgl. AB 144.1 S. 8 Ziff. 4.3, S. 9 ff. Ziff. 6). Er 
zeigte verständlich auf, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der labilen 
Persönlichkeitsstruktur schliesslich infolge privater und beruflicher Belas-
tungen depressiv dekompensierte (vgl. AB 144.1 S. 11 Ziff. 6) und führte 
sodann plausibel aus, dass die sehr labilen Persönlichkeitszüge sich un-
günstig auf die Verarbeitung der gesamten Störung und Situation auswir-
ken, mithin ein dekompensierter Zustand besteht, der durch die depressive 
Störung überlagert wird, wodurch die Persönlichkeitszüge stärker in den 
Vordergrund rücken und zu wenig die Möglichkeit besteht, einen adäquaten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 14

Umgang damit zu finden (S. 12 Ziff. 7.1). Deshalb leuchtet auch ein, dass 
die psychosoziale Situation nicht entscheidend ist, sondern den Zustand 
der Beschwerdeführerin beeinflusst, indem sie solche Belastungen auf-
grund des ausgesprochen labilen Zustandes nicht adäquat verarbeiten 
kann (S. 13 Ziff. 7.4).

4.

4.1 Zu prüfen bleibt damit anhand des strukturierten Beweisverfahrens 
nach BGE 141 V 281 (vgl. dazu E. 2.2.2 ff. hiervor), ob der psychiatrisch 
attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus rechtlicher Sicht gefolgt 
werden kann, wobei hierfür die Beschwerdeführerin die materielle Beweis-
last zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Soweit die Beschwer-
deführerin eine unzulässige juristische Parallelprüfung durch die Be-
schwerdegegnerin geltend macht (Beschwerde S. 4 Ziff. 12), kann diese 
Frage aufgrund der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben.

4.2 Der psychiatrische Sachverständige zeigte keine Diskrepanzen im 
Sinne eines Ausschlussgrundes auf, insbesondere stellte er keinen Hinweis 
für eine bewusste Aggravation oder gar Simulation fest (vgl. AB 144.1 S. 13 
Ziff. 7.3; 145.1 S. 13 Ziff. 7). Die Prüfung der ersten Ebene schliesst damit 
einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nicht aus (vgl. E. 2.2.3 hier-
vor). Dies ist denn unter den Parteien auch zu Recht unbestritten (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 5 Ziff. 20).

4.3 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
"funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.).

4.3.1 Was den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1 S. 298 ff.) betrifft, ergibt sich das Folgende:

4.3.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des Krankheitsgesche-
hens anhand aller verfügbaren Elemente aus der diagnoserelevanten Ätio-
logie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 
S. 298 f.). Dr. med. H.________ diagnostizierte eine chronifizierte depres-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 15

sive Störung, mittelgradig bis teilweise schwergradigen Ausmasses. Er 
erwähnte zudem den fehlenden Aufbau einer stabilen Persönlichkeitsstruk-
tur, das Bestehen deutlicher narzisstischer Defizite, diverse private Belas-
tungssituationen, welche die Beschwerdeführerin teilweise (so etwa den 
Tod des Vaters) schuldhaft verarbeite, eine extrem starke Labilität bzw. 
eine labile Persönlichkeitskonstellation bei gleichzeitig geringer Introspekti-
onsfähigkeit sowie eingeschränkter Flexibilität, Umstell-, Durchhalte- und 
Selbstbehauptungsfähigkeit (AB 144.1 S. 10 ff. Ziff. 6). Diese Einschätzung 
deckt sich mit den Befunden des behandelnden Arztes 
Dr. med. F.________ (vgl. AB 118 S. 6 Ziff. 2.4). Insgesamt liegen eher 
stark ausgeprägte Befunde vor. Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, 
psychosoziale Faktoren spielten eine Rolle (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. 21), dringt sie nicht durch. So hielt der Gutachter ausdrücklich fest, die 
psychosoziale Situation sei nicht entscheidend. Vielmehr bestehe ein aus-
gesprochen labiler Zustand, aufgrund dessen die Beschwerdeführerin psy-
chosoziale Belastungen nicht adäquat verarbeiten könne (vgl. AB 144.1 
S. 13 Ziff. 7.4). Weiter kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, 
wenn sie aus einzelnen durch den Gutachter verwendeten Begriffen ("es ist 
davon auszugehen" [vgl. S. 13 Ziff. 7.2], "es ist anzunehmen" [vgl. S. 10 
Ziff. 6]) eine beweismässige Relativierung ableitet (S. 21 Ziff. 5). Durch die 
fraglichen Formulierungen werden die gutachterlichen Feststellungen nicht 
abgeschwächt, handelt es sich doch nicht um ungesicherte Annahmen 
über den Gesundheitszustand, dessen Ursachen und den Grad der Ar-
beitsunfähigkeit (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. April 
2017, 9C_79/2017, E. 3), sondern um nachvollziehbare und einleuchtende 
Schlussfolgerungen aufgrund der erhobenen Befunde mit Anamneseerhe-
bung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (vgl. SUSANNE BOL-
LINGER, Der Beweiswert psychiatrischer Gutachten in der Invalidenversi-
cherung unter besonderer Berücksichtigung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, Jusletter vom 31. Januar 2011, Rz. 14 mit Hinweisen).

4.3.1.2 Ferner ist auf die Behandlungs- und Eingliederungserfolge oder 
-resistenz als wichtige Indikatoren für den funktionellen Schweregrad ein-
zugehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). Verlauf und Ausgang von 
Therapien stellen wichtige Schweregradindikatoren dar, die entscheidend 
in Anschlag gebracht werden dürfen (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Ok-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 16

tober 2018, 8C_126/2018, E. 4.3 mit Hinweisen). Das definitive Scheitern 
einer indizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation des Versicherten 
durchgeführten Therapie weist auf eine negative Prognose hin (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.2 S. 299). Der behandelnde Dr. med. F.________ erwähnte 
einen therapieresistenten und chronifizierten Verlauf (vgl. AB 118 S. 7 
Ziff. 2.5). Damit übereinstimmend erachtete auch der psychiatrische Gut-
achter eine Chronifizierung (richtig wohl: Therapieresistenz) angesichts der 
durchaus adäquaten Therapie (unter Einsatz von verschiedenen medika-
mentösen Massnahmen; AB 144.1 S. 9 Ziff. 6; vgl. AB 118 S. 4 Ziff. 2.1 f.), 
mit welcher bislang jedoch keine Besserung erzielt worden sei, als gege-
ben. Er hielt zwar fest, es könne einzig noch einmal mit stationären Mass-
nahmen versucht werden, den Zustand zu beeinflussen (vgl. AB 144.1 
S. 13 Ziff. 7.2). Allerdings beurteilte er die Hoffnung auf Besserung als ge-
ring (S. 14 Ziff. 8), dies auch mit Blick auf die geringe Introspektionsfähig-
keit (S. 11 Ziff. 6). Bei der Beschwerdeführerin wurde schliesslich eine 
rTMS durchgeführt (vgl. BB 5 ff.; zur hier zu bejahenden Berücksichtigung 
von Tatsachen, die sich erst nach Verfügungserlass verwirklicht haben vgl. 
BGE 116 V 80 E. 6b S. 82, 99 V 98 E. 4 S. 102; ZAK 1989 S. 111 E. 3b). 
Voraussetzung für eine solche Behandlung ist eine vorgängig festgestellte 
Therapieresistenz (vgl. <www.neuropsychiatrie.ch/rtms-tdcs-neuro
feedback>). Anders als die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme 
vom 10. September 2020 (S. 3 Ziff. 9) annimmt, spricht der Umstand, dass 
zum Zeitpunkt des Gutachtens noch keine rTMS-Behandlung durchgeführt 
worden war, nicht gegen eine Therapieresistenz. Denn unter Therapieresis-
tenz versteht die wissenschaftliche Literatur „eine auf Standardtherapiever-
fahren nicht ansprechende Depression“; zu den Standardverfahren wird die 
rTMS-Therapie nicht gezählt (vgl. SCHLEIFER/KIESER/GAMMA/DITTMANN/
EBNER/ROTA/HÄTTENSCHWILER/MAGER/WALTER/SEIFRITZ/LIEBRENZ, Der Be-
griff der Therapieresistenz bei unipolaren depressiven Störungen aus me-
dizinischer und aus rechtlicher Sicht - eine Standortbestimmung im Nach-
gang zu BGE 9C_13/2016, HAVE 2017, S. 266 ff., S. 270). Mithin spricht 
auch die Einleitung der rTMS-Therapie für die Einschätzung des behan-
delnden Psychiaters, wonach von einer Therapieresistenz auszugehen ist. 
Folglich ist eine solche entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin 
(Beschwerdeantwort S. 6 Ziff. 21) erstellt. In Bezug auf die Eingliederung 
ist darauf hinzuweisen, dass die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung 

http://www.neuropsychiatrie.ch/rtms-tdcs-neurofeedback
http://www.neuropsychiatrie.ch/rtms-tdcs-neurofeedback

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 17

vom 3. Januar 2017 (AB 68) mit der Begründung, dass eine weitere Steige-
rung der Leistung und Präsenz nicht möglich gewesen sei, abgeschlossen 
wurden. So wurde die Beschwerdeführerin im Abschlussbericht über das 
Belastbarkeitstraining vom 3. Juni 2017 (AB 69) als nicht vermittelbar er-
achtet (S. 4 unten). Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass sich an dieser 
Einschätzung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung etwas geändert 
hätte.

4.3.1.3 Hinsichtlich des Indikators Komorbiditäten (BGE 143 V 418 E. 8.1 
S. 429 f., 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) ist festzustellen, dass neben der 
chronifizierten depressiven Störung auch akzentuierte, selbstunsichere, 
ängstliche, dependente und zwanghafte Persönlichkeitszüge vorliegen. 
Auch wenn es sich dabei um eine sog. Z-Diagnose handelt, sind diese 
Merkmale rechtlich insoweit bedeutsam, als ihnen ressourcenhemmende 
Wirkung zukommt (BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 430). Letzteres ist gestützt auf 
die gutachterlichen Ausführungen (vgl. AB 144.1 S. 9 ff. Ziff. 6), wonach 
sich diese labile Persönlichkeitskonstellation entscheidend bei der Verar-
beitung allfälliger Schwierigkeiten auswirke (vgl. S. 11 Ziff. 6), erstellt. 

4.3.2 Betreffend den Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) hielt der Gutachter eine neurotische Grundkonstellation der Be-
schwerdeführerin fest. Ausserdem wirke sie labil. So sei anzunehmen, dass 
sie keine stabile Persönlichkeitsstruktur habe aufbauen können. Zudem 
weise sie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit vermeidenden, ängstlichen 
und dependenten Zügen auf. Die labile Persönlichkeitskonstellation wirke 
sich entscheidend bei der Verarbeitung von Schwierigkeiten aus. Es brau-
che nicht viel, dann gerate die Beschwerdeführerin in einen für sie unkon-
trollierbaren Zustand. Zufolge der geringen Introspektionsfähigkeit falle es 
ihr schwer, allfällige Einsichten genügend umzusetzen. Die Flexibilität, Um-
stell- und Durchhaltefähigkeit sei jeweils stark eingeschränkt, eingeschränkt 
sei auch die Selbstbehauptungsfähigkeit. Auch bei einer beruflichen Tätig-
keit wäre die Beschwerdeführerin stark eingeschränkt, so sei sie nicht in 
der Lage, Verantwortung zu übernehmen, könne Belastungen nicht stand-
halten und wäre unzuverlässig (vgl. AB 144.1 S. 10 ff. Ziff. 6). Daneben 
sind auch die leichten bis mittelschweren neuropsychologisch-kognitiven 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 18

Einschränkungen zu berücksichtigen, welche die Arbeitsfähigkeit negativ 
beeinflussen (vgl. AB 145.1 S. 11 Ziff. 6 ff.). 

4.3.3 Was den Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 
S. 303) betrifft, führte der Gutachter aus, die Beschwerdeführerin bewege 
sich in einem eher kleinen sozialen Umfeld (AB 144.1 S. 12 Ziff. 7.1). Sie 
kümmere sich um ihre demente Mutter (Ziff. 6) und habe insbesondere eine 
sehr gute Beziehung zu ihrem Ehemann, welcher eine grosse Unterstüt-
zung sei (S. 5 Ziff. 3.2). Neben der Pflege familiärer Beziehungen versuche 
sie oberflächliche Kontakte aufrecht zu erhalten (S. 10 Ziff. 6), wobei die 
teilweisen Kontakte stark vom momentanen Zustand abhingen (S. 12 
Ziff. 6). Gemäss eigenen Angaben treffe sie sich vielleicht mit ihrer Freun-
din und eher weniger mit Kollegen (S. 5 Ziff. 3.2). Sie fühle sich unter Leu-
ten denn auch unwohl (S. 4 Ziff. 3.2). In einem Verein sei sie nie gewesen 
(S. 7 Ziff. 3.2). 

Weiter gehe sie mit dem Hund spazieren ("um irgendwie eine Aufgabe zu 
haben", S. 5 Ziff. 3.2) und habe einen Garten, in dem sie Blumen anpflanze 
(S. 6 Ziff. 3.2). Somit bestehen gemäss gutachterlicher Einschätzung ledig-
lich geringe Ressourcen, welche die Beschwerdeführerin nicht genügend 
ausnützen kann (vgl. S. 12 Ziff. 7.1).

4.4 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie "Konsistenz". Darun-
ter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 
f.).

4.4.1 Betreffend den Indikator der gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 
281 E. 4.4.1 S. 303 f.) hielt der Gutachter fest, dass sich die Angaben über 
die Alltagsaktivitäten mit dem Befund und auch den Angaben in den Unter-
lagen deckten, mithin keine Hinweise auf Inkonsistenzen gefunden werden 
könnten (AB 144.1 S. 13 Ziff. 7.3). Gegenüber dem Gutachter gab die Be-
schwerdeführerin an, sie probiere um 07.00 Uhr aufzustehen, trinke einen 
Kaffee und gehe mit dem Hund spazieren, um irgendeine Aufgabe zu ha-
ben. Danach frühstücke sie und erledige Haushaltsarbeiten. Gegen Mittag 
esse sie etwas Kaltes, lege sich eine Stunde hin, gehe danach wieder mit 
dem Hund hinaus und erledige nochmals Haushaltarbeiten. Meist koche sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 19

abends und nehme mit dem Ehemann zusammen das Nachtessen ein. Am 
Abend sehe sie fern oder male etwas. Gegen 22 bis 23 Uhr gehe sie ins 
Bett. Sie lese gerne Biographien, wobei ihr dies aufgrund der teilweisen 
schlechten Konzentrationsfähigkeit schwer falle. Es komme vor, dass sie 
bei den Hundespaziergängen jemanden antreffe und mit ihm spreche, teil-
weise habe sie dann keine Probleme im Kontakt und manchmal wolle sie 
alleine sein (S. 5 Ziff. 3.2). Die kaum vorhandenen Aktivitäten (E. 4.3.3 
hiervor), die die Beschwerdeführerin noch ausübt, und der durch sie ge-
schilderte Tagesablauf sind denn auch mit der attestierten vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit vereinbar.

4.4.2 Was den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewie-
senen Leidensdruck (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) angeht, ist aufgrund 
der konsequenten jahrelangen fachärztlichen, d.h. psychiatrischen (sowohl 
stationären als auch ambulanten), medikamentösen und rTMS-Behandlung 
(vgl. AB 144.1 S. 13 Ziff. 7.2) von einem hohen Leidensdruck auszugehen.

4.5 In der Gesamtbetrachtung sind die geltend gemachten funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychischen Beeinträchtigung 
anhand der Standardindikatoren überwiegend wahrscheinlich erstellt, wes-
halb das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens zu beja-
hen ist. Damit besteht gestützt auf die gutachterliche Einschätzung seit 
Februar 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowohl in der ange-
stammten als auch in einer angepassten Tätigkeit (AB 144.1 S. 13 f. 
Ziff. 8).

4.6 Unter Berücksichtigung der Neuanmeldung vom August 2015 
(AB 1) und der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG fällt der 
frühest mögliche Rentenbeginn auf Februar 2016. Da seit Februar 2015 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jedwede Tätigkeit bestand, hat die 
Beschwerdeführerin ab Februar 2016 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; E. 2.3 
hiervor) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 20

5.

Zusammenfassend ist in Aufhebung der Verfügung vom 11. Juni 2020 
(AB 151) die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als der Beschwerde-
führerin ab 1. Februar 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen ist.

6.

6.1 Gemäss der hier anwendbaren (vgl. Art. 83 ATSG), bis 31. 
Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung von Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). 

Mit Kostennote vom 13. August 2020 macht Rechtsanwalt B.________ ein 
Honorar von Fr. 3'850.00, zuzüglich Auslagen von Fr. 134.75 und Mehr-
wertsteuer von Fr. 306.85 (7.7 % von Fr. 3'984.75), total Fr. 4'291.60 gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist. Unter Berücksichtigung des für die Ein-
gaben vom 18. August und 14. Oktober 2020 erforderlichen Aufwands ist 
die Parteientschädigung pauschal auf Fr. 4'500.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt.) festzusetzen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, IV/20/513, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
11. Juni 2020 aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 
1. Februar 2016 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (inkl. Doppel 

der Eingabe der Beigeladenen vom 22. Januar 2021)
- IV-Stelle Bern (inkl. Doppel der Eingabe der Beigeladenen vom 

22. Januar 2021)
- Pensionskasse C.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.