# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2facd8af-b405-54d1-ab7b-ed030a1896b3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.01.2018 200 2017 819
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-819_2018-01-29.pdf

## Full Text

200 17 819 IV
ACT/GUA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Januar 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Fuhrer 
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
vertreten durch B.________, MLaw C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Juli 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2018, IV/17/819, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene Landwirt A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) bezieht wegen eines am … erlittenen Unfalls (Akten der Invalidenversi-
cherung [act. II] 27 S. 3), der zu einer subtotalen Amputation des Ober-
schenkels rechts führte (act. II 19 S. 2), seit Mai 2012 eine Dreiviertelsrente 
der Invalidenversicherung (unangefochten gebliebene Verfügung vom 
21. Oktober 2014 [act. II 108]).

B.

Im Rahmen des 2016 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsver-
fahrens (Akten der Invalidenversicherung [act. IIA] 142) holte die IV-Stelle 
Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische Unterlagen ein und 
veranlasste eine (erneute) berufliche Abklärung (vgl. Abklärungsbericht 
Landwirtschaft vom 2. März 2017 [act. IIA] 179). Nach Durchführung des 
Vorbescheidverfahrens (act. IIA 180 und 182) und Einholung einer Stel-
lungnahme des Bereichs Abklärungen (act. IIA 188) setzte die IVB mit Ver-
fügung vom 21. Juli 2017 (act. IIA 192) die Dreiviertelsrente auf eine Vier-
telsrente herab. 

C.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch B.________, MLaw 
C.________, am 14. September 2017 Beschwerde erheben und beantra-
gen, die Verfügung vom 21. Juli 2017 sei aufzuheben und ihm sei weiterhin 
eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 61% auszubezahlen. 
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Ab-
klärung zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 17. November 2017 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2018, IV/17/819, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. Juli 2017 
(act. IIA 192). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenren-
te.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 
nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezi-
fische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) zunächst an-
hand eines Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzu-
stellen. Diese ist alsdann im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen 
noch besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktio-
nellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, braucht 
aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur 
Folge zu haben (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 31, 104 V 135 E. 2c S. 138).

Die ausserordentliche Methode ist keine Untervariante der allgemeinen 
Methode, da sie in jenen Fällen zur Anwendung gelangt, in welchen selbst 
eine hypothetische Ermittlung der Erwerbseinkommen nicht möglich ist. 

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Folglich fällt für die erwerbliche Gewichtung ein Einkommensvergleich aus-
ser Betracht. Um die wirtschaftliche Gewichtung vorzunehmen, bietet sich 
an, den Wert der verschiedenen Betätigungen im Verhältnis zueinander 
festzustellen und mit der Einschränkung im jeweiligen Tätigkeitsbereich in 
Beziehung zu setzen. Für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer 
Tätigkeit liegt es nahe, von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezo-
genen Ansätzen auszugehen; diese könnten etwa bei den branchenspezifi-
schen Berufsverbänden erfragt werden (BGE 128 V 29 E. 4a - c S. 32). 
Alsdann ist nach der in BGE 128 V 29 E. 4c S. 33 dargelegten Formel vor-
zugehen.

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
 (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.4.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 

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Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund vorliegt. Zu vergleichen 
ist der Sachverhalt zur Zeit der rentenzusprechenden Verfügung vom 
21. Oktober 2014 (act. II 108) mit demjenigen, der sich bis zur angefochte-
nen Verfügung vom 21. Juli 2017 (act. IIA 192) entwickelt hat (vgl. E. 2.4.2 
hiervor). 

Der Verfügung vom 21. Oktober 2014 (act. II 108) lag betreffend einer 
Tätigkeit als Landwirt eine Arbeitsunfähigkeit von 100% zugrunde. Sowohl 
die Arbeit mit Tieren als auch Fahrten mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen 
waren nicht möglich. Eine angepasste Tätigkeit – eine aus kognitiver Sicht 
einfache und in körperlicher Hinsicht leichte Tätigkeit als Hilfsarbeiter in 
vorwiegend sitzender Position – war dem Beschwerdeführer noch zumut-
bar, wobei jedoch eine Leistungsminderung von mindestens 50% bestand 
(Abklärungsbericht vom 11. April 2014; act. II 100 S. 5 Ziff. 8 f.). Aktuell 
wird im Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 2. März 2017 überzeugend 
ausgeführt, dass der Beschwerdeführer dank grösserer Mechanisierungen 
– insbesondere dank dem Umbau eines … und der Anschaffung eines …, 
die im Rahmen der Gewährung von Hilfsmitteln von der Invalidenversiche-
rung finanziert wurden (act. II 110 und act. IIA 152) – wieder vermehrt Ar-

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beiten selber verrichten könne (act. IIA 179 S. 2 unten und 6 oben). Im 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügungen vom 21. Juli 2017 (act. IIA 192) 
lagen im Vergleich zum massgebenden Referenzzeitpunkt somit erhebliche 
Änderungen des Sachverhalts vor. Folglich ist damit – entgegen der An-
nahme des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 3 Ziff. 3) – ein (erwerbli-
cher) Revisionsgrund erstellt und der Rentenanspruch ist einer allseitig 
freien Prüfung zu unterziehen (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

3.2 Die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2017 (act. IIA 192) stützt 
sich massgeblich auf den Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 
2. März 2017 (act. IIA 179). Zu prüfen ist, ob dieser Bericht überzeugt.

3.2.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

3.2.2 Der Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 2. März 2017 
(act. IIA 179) wurde von einer ausreichend qualifizierten Person in Kenntnis 
der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen 
Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen und 
unter Berücksichtigung der Angaben des Beschwerdeführers erstellt. In-
haltlich ist er ausreichend begründet und auf die tatsächlichen Gegebenhei-
ten abgestimmt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2018, IV/17/819, Seite 8

3.2.3 Obwohl der Beschwerdeführer wegen einer Rotatorenmanschetten-
ruptur während einer beschränkten Zeit vollständig arbeitsunfähig gewesen 
war (vgl. Berichte der Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine In-
nere Medizin, vom 20. August 2016 [act. IIA 160 S. 2 Ziff. 4 und S. 3 Ziff. 
11] und Juli 2017 [act. IIA 191]), ist in medizinischer Hinsicht – wie denn 
auch der Beschwerdeführer selber geltend macht (Beschwerde, S. 3 Ziff. 2) 
– vom gleichen Sachverhalt, welcher der Verfügung vom 21. Oktober 2014 
(act. II 108) zugrunde lag, auszugehen. Aus den im Rentenrevisionsverfah-
ren eingeholten medizinischen Unterlagen geht kein Indiz hervor, das auf 
eine Veränderung dieses Gesundheitszustandes hindeuten würde. Damit 
beruht der Abklärungsbericht auf einer genügenden medizinischen Grund-
lage; weitere Abklärungen erübrigen sich. 

3.2.4 Zur Invaliditätsbemessung zog die Beschwerdegegnerin zu Recht 
weiterhin die ausserordentliche Methode des Einkommensvergleichs her-
an. Wie bereits 2014 ist es dem Beschwerdeführer aufgrund seiner kogniti-
ven Einschränkungen, welche eine Umschulung und damit eine bessere 
erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit ausschliessen, nicht zumutbar, 
den Betrieb aufzugeben und ein Einkommen als Unselbstständiger zu er-
zielen (vgl. Bericht des RAD vom 8. April 2014 [act. II 99] und Abklärungs-
bericht Landwirtschaft vom 11. April 2014 [act. II 100 S. 2 f. Ziff. 1]; 
vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. November 2015, 
8C_413/2015, E. 3.3.1). 

3.2.5 Weiter sind die im Abklärungsbericht vom 2. März 2017 angenom-
menen Einschränkungen (act. IIA 179 S. 6) und deren Auswirkungen im 
landwirtschaftlichen Betrieb nicht zu beanstanden. Im Vergleich zum Ab-
klärungsbericht Landwirtschaft vom 11. April 2014 (act. II 100) werden neu 
die Mechanisierungen (Umbau des Traktors und Mähsitzwagen für den 
Motormäher) berücksichtigt (act. IIA 179 S. 6 oben), weshalb die Ein-
schränkungen nun geringer ausfallen. Die vom Beschwerdeführer aufge-
worfene Frage zu den ihm anrechenbaren Arbeitsstunden, die im Landwirt-
schaftsbetrieb geleistet werden (Beschwerde, S. 3 Ziff. 4), steht nicht im 
Zusammenhang mit seiner Einschränkung und den noch möglichen Arbei-
ten, vielmehr geht es darum, wie viel Zeit dem Beschwerdeführer für die 
Erledigung dieser Tätigkeiten zur Verfügung steht; dabei kann er aufgrund 

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der erhöhten Mechanisierung mehr Aufgaben erledigen (act. II 179 S. 2 
Ziff. 1.1 und S. 6 oben). 

3.2.6 Der durch den Betätigungsvergleich festgestellte Umfang der lei-
densbedingten Behinderung ist sodann im Hinblick auf die erwerblichen 
Auswirkungen zu gewichten, indem für jede Tätigkeit ein branchenüblicher 
Lohnansatz angewandt wird (vgl. E. 2.3 hiervor und Kreisschreiben über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], Stand: 
1. Januar 2017, Rz. 3105). Die Beschwerdegegnerin gewichtete die einzel-
nen Einschränkungen gemäss Abklärungsbericht vom 2. März 2017 jeweils 
nicht mit unterschiedlichen Werten (vgl. dazu: THOMAS ACKERMANN, Die 
Bemessung des Invaliditätsgrades, in UELI KIESER/MIRIAM LENDFERS 
[Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2012, S. 53 f.), sondern stellt – 
sowohl beim Validen- wie beim Invalideneinkommen – für alle Tätigkeiten 
auf den gleichen statistischen Lohn ab (act. IIA 179 S. 10). Da es sich hier 
um einen Landwirtschafts- und nicht um einen Gewerbebetrieb handelt, ist 
die jeweils gleiche Gewichtung nicht zu beanstanden, werden doch die 
entsprechenden unterschiedlichen Tätigkeiten jeweils nicht von unter-
schiedlichen Fachkräften, sondern in der Regel von landwirtschaftlichen 
Generalisten ausgeführt. Damit überzeugt der daraus ermittelte Invali-
ditätsgrad von 41% (act. IIA 179 S. 10 resp. 192 S. 1; vgl. denn auch die 
Tabelle der IV-Stelle Bern für die ausserordentliche Methode in ACKER-
MANN, a.a.O., S. 64). Dieser ist aufgrund der einheitlichen erwerblichen 
Gewichtung aller Tätigkeiten sowohl mit als auch ohne Behinderung und 
den deshalb auf gleichen Zahlen beruhenden Vergleichseinkommen (vgl. 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 15. April 
2003, I 1/03, E. 5.2) mit der festgestellten behinderungsbedingten Ein-
schränkung (act. IIA 179 S. 6 unten) identisch. In der Folge erbringt der 
Abklärungsbericht vom 2. März 2017 (act. IIA 179) vollen Beweis und es 
besteht ein Invaliditätsgrad von 41%, was zum Anspruch auf eine Viertels-
rente führt.

3.3 Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt frühestens 
vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Mo-
nats an (Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die Rentenherabsetzung ab 

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1. September 2017 ist demnach nicht zu beanstanden (act. IIA 192 S. 1 
und 193 S. 1).

3.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin die mit Verfü-
gung vom 21. Oktober 2014 zugesprochene Dreiviertelsrente (act. II 108 
S. 2) zu Recht auf eine Viertelsrente herabgesetzt. Die Verfügung vom 
21. Juli 2017 (act. IIA 192) ist nicht zu beanstanden und die Beschwerde 
abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2018, IV/17/819, Seite 11

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.