# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17aa96cc-8025-5fdf-b67c-d88b5ebfa292
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-06-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 08.06.2006 B 2006/32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-32_2006-06-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/32

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 08.06.2006

Entscheiddatum: 08.06.2006

Entscheid Verwaltungsgericht, 08.06.2006
Art. 18 BauG (sGS 731.1). Ein Campus-Gebäude, das den Besuchern der 
Universität und des Weiterbildungszentrums Übernachtungsmöglichkeiten 
bietet, erweist sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als 
zonenkonform. Es gehören auch Nebeneinrichtungen, denen in bezug auf 
universitäre Kernaufgaben eine zudienende Funktion zukommt, in die Zone 
für öffentliche Bauten und Anlagen (Verwaltungsgericht, B 2006/32).

B 2006/32

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ST.GALLEN

08.06.2006

Art. 18 BauG (sGS 731.1). Ein Campus-Gebäude, das den Besuchern der 

Universität und des Weiterbildungszentrums Übernachtungsmöglichkeiten bietet, 

erweist sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als zonenkonform. Es 

gehören auch Nebeneinrichtungen, denen in bezug auf universitäre Kernaufgaben 

eine zudienende Funktion zukommt, in die Zone für öffentliche Bauten und 

Anlagen (Verwaltungsgericht, B 2006/32).

 

Urteil vom 8. Juni 2006

 

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

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_____________

In Sachen

 

A.B.,

C.D. E. und F.E.,

G.H.,

Beschwerdeführer,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X.Y.,

 

gegen

 

Politische Gemeinde St. Gallen, vertreten durch den Stadtrat, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kanton St. Gallen, vertreten durch das Baudepartement, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

Max Schmidheiny-Stiftung, zugunsten der Universität St. Gallen und ihrer Institute, 

Dufourstrasse 50,

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9000 St. Gallen,

Beschwerdebeteiligte,

 

betreffend

 

Erweiterung des Weiterbildungszentrums Holzweid

(Universität St. Gallen) durch ein Campus-Gebäude

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Am 4. Oktober 2004 reichte das kantonale Hochbauamt bei der 

Baupolizeikommission der Stadt St. Gallen das Baugesuch Nr. 43'023 zur Beurteilung 

ein, welches im wesentlichen die Erweiterung des Weiterbildungszentrums Holzweid 

samt Tiefgarage sowie den Neubau eines Campus-Gebäudes auf dem Gelände der 

Universität St. Gallen an der Holzstrasse 15 zum Gegenstand hatte. Die 

Baugrundstücke Parz. Nrn. F5731 und F0708, Grundbuchkreis St. Fiden, sind der Zone 

für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen.

Während des Anzeige- und Auflageverfahrens erhoben unter anderem A.B., C.D. E., 

F.E. sowie G.H. fristgerecht Einsprache. Die Einsprache richtete sich ausschliesslich 

gegen den Neubau des Campus-Gebäudes und wurde im wesentlichen mit der 

fehlenden Zonenkonformität in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen begründet.

Im Anschluss an eine Einspracheverhandlung überarbeitete die Bauherrschaft das 

Projekt und reichte am 4. August 2005 zwei neue Baugesuche ein. Das Baugesuch Nr. 

43'892 beinhaltet im wesentlichen den Neubau eines Campus-Gebäudes. Das 

Baugesuch Nr. 43'891 umfasst den Neubau der Hörsäle Nord, die Erweiterung der 

Tiefgarage sowie die Umnutzung des Bauernhauses an der Holzstrasse 15. 

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Gleichentags wurde das Baugesuch Nr. 43'023 zurückgezogen und mit Beschluss der 

Baupolizeikommission vom 9. September 2005 abgeschrieben.

Das Baugesuch Nr. 43'892 hat die Erstellung des Campus-Gebäudes als 

Beherbergungstrakt zum Gegenstand. Das Campus-Gebäude soll im südostseitigen 

Bistrobereich der Hörsäle Nord anschliessen und insgesamt über 54 Zimmer verfügen. 

Das viergeschossige Gebäude soll eine halbrunde Form sowie eine Gebäudetiefe von 

13 m aufweisen. Im Untergeschoss sind neben den technischen Räumen ein 

Fitnessraum sowie ein Saunabereich mit Garderoben vorgesehen. Im Erdgeschoss 

sind eine Bibliothek sowie ein Empfangsbereich geplant. Die Zimmer sollen in den drei 

Obergeschossen angeordnet werden. Es ist vorgesehen, die Fassadenhaut der 

Stahlbeton- und Mauerwerkkonstruktion zu hinterlüften. Der Sockelbereich soll mit 

Sichtbetonelementen verkleidet und das Flachdach extensiv begrünt werden. Die 

Fassadenfarben sind noch nicht bestimmt.

Während des Anzeige- und Auflageverfahrens erhoben unter anderem A.B., C.D. E., 

F.E. und G.H. Einsprache gegen das Baugesuch Nr. 43'892. In der 

Einsprachebegründung vom 20. September 2005 beantragen sie die Abweisung des 

Baugesuchs Nr. 43'892 betreffend den Neubau Campus-Gebäude, eventuell sei das 

Baugesuch zur Überarbeitung an die Gesuchstellerin zurückzuweisen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im wesentlichen geltend gemacht, 

dass der Campusneubau nicht zonenkonform sei, weil dieser nicht die Erfüllung einer 

öffentlichen Aufgabe bezwecke, nicht im öffentlichen Interesse liege und auch in bezug 

auf den Benützerkreis nicht zu den Gebäuden zähle, für welche die Zone für öffentliche 

Bauten und Anlagen geschaffen worden sei. Darüber hinaus füge sich das Gebäude 

auch nicht in die Umgebung ein und trete zu massiv und hoch in Erscheinung und 

beeinträchtige die Nachbarliegenschaften in unnötiger Weise.

Mit Beschluss vom 2. Dezember 2005 erteilte die Baupolizeikommission der Stadt St. 

Gallen die Bewilligung zum Baugesuch Nr. 43'892 unter Vorbehalt der Bedingungen 

und Auflagen. Die Einsprache wurde in öffentlich-rechtlicher Hinsicht im Sinne der 

Bedingungen und Auflagen geschützt, im übrigen jedoch abgewiesen. Die 

Baupolizeikommission erwog im wesentlichen, dass das Campus-Gebäude mit seinen 

Arbeits-, Schlaf- und Erholungsräumen klar einen funktionellen Bezug zum Lehr- und 

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Weiterbildungsbetrieb der Universität St. Gallen bzw. des Weiterbildungszentrums 

Holzweid aufweise und in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen grundsätzlich 

als zonenkonform zu beurteilen sei. Dies gelte allerdings nur unter der Bedingung, dass 

die Infrastruktur des Campus-Gebäudes ausschliesslich von Personen beansprucht 

werde, welche das Bildungsangebot an Universität und Weiterbildungszentrum 

nutzten. Demgegenüber müsse in Übereinstimmung mit den Einsprechern ein 

eigentlicher Hotelbetrieb ohne ausschliesslichen funktionellen Bezug zur Universität 

und zum Weiterbildungszentrum als nicht zonenkonform beurteilt werden. Diesfalls 

müsste das Baugrundstück vorgängig der Wohn-Gewerbe-Zone zugewiesen werden. 

Indes könne es weder im öffentlichen Interesse noch im Interesse der Nachbarn bzw. 

Einsprecher liegen, dass für das Campus-Gebäude eine entsprechende Umzonung 

vorgenommen und auf dem Gelände ein eigentlicher Hotelbetrieb geführt würde. Der 

Betrieb eines Campus-Gebäudes mit eng formuliertem Nutzungskorsett für die 

Bildungswilligen von Universität und Weiterbildungszentrum berücksichtige denn auch 

die verschiedenen Interessen von Öffentlichkeit und Nachbarn bzw. Einsprechern weit 

mehr, als dies ein regulärer Hotelbetrieb in der entsprechenden Zone könnte.

B./ Mit Eingabe vom 21. Dezember 2005 erhoben A.B., C.D. E., F.E. sowie G.H. gegen 

den Beschluss der Baupolizeikommission vom 2. Dezember 2005 Rekurs beim 

Baudepartement. Die Rekurrenten beantragten, die Verfügung der 

Baupolizeikommission der Stadt St. Gallen sei aufzuheben und die Bewilligung zum 

Baugesuch Nr. 43'892 sei zu verweigern, weil das Campus-Gebäude in der Zone für 

öffentliche Bauten und Anlagen nicht zonenkonform sei. Gleichzeitig wurde die 

Überweisung der Streitsache als Beschwerde an das Verwaltungsgericht beantragt. 

Zur Begründung der Anträge wurde wie bereits im Einspracheverfahren geltend 

gemacht, dass das Campus-Gebäude die Anforderungen an die Zonenkonformität in 

der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen nicht erfülle. Für die Erfüllung der 

Kernaufgaben der Universität seien Schlaf- und Freizeiträume für die Teilnehmenden 

von universitären Aus- und Weiterbildungsprogrammen sowie für Gastprofessorinnen 

und -professoren nicht notwendig. Der Campus erfülle somit keine öffentliche Aufgabe, 

weshalb auch die Zulässigkeit einer privaten Trägerschaft keine Rolle spiele. 

Schliesslich fehle es auch am offenen Benützerkreis.

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2005 überwies das Baudepartement den Rekurs zur 

Bearbeitung an das Departement des Innern.

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Mit Eingabe vom 8. Februar 2006 verzichtete die Bauherrschaft auf einen Antrag 

betreffend Sprungbeschwerde. Mit Schreiben vom 10. Januar 2006 (richtig: 10. Februar 

2006) begrüsste die Eigentümerin der Baugrundstücke, die Max Schmidheiny-Stiftung, 

die Überweisung der Streitsache zur Erledigung an das Verwaltungsgericht.

Mit Entscheid vom 15. Februar 2006 hiess das Departement des Innern das Begehren 

von A.B., C.D. E., F.E. sowie G.H. um Überweisung der Streitsache zur direkten 

Erledigung an das Verwaltungsgericht gut. Auf die Erhebung von amtlichen Kosten 

wurde verzichtet. Der Dienst für Informatik und Finanzen wurde angewiesen, den von 

den Rekurrenten geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- dem Verwaltungsgericht 

zu überweisen.

Das Verwaltungsgericht übermittelte am 16. Februar 2006 den Beteiligten die Eingaben 

von A.B., C.D. E., F.E. und G.H. vom 21. Dezember 2005 und 20. Januar 2006 als 

Beschwerdeeingaben zur Vernehmlassung.

Die Baupolizeikommission der Stadt St. Gallen sowie das Baudepartement beantragen 

in den Vernehmlassungen vom 22. Februar 2006 bzw. 13. März 2006 die Abweisung 

der Beschwerde. Die Max Schmidheiny-Stiftung hat auf eine Vernehmlassung 

verzichtet.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung der 

Sprungbeschwerde ist gegeben (Art. 43ter in Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingaben vom 21. Dezember 2005 bzw. 20. 

Januar 2006 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 

VRP). Auf die Sprungbeschwerde ist einzutreten.

2./ a) Die Beschwerdeführer beantragen die Durchführung eines Augenscheins.

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b) Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch 

die entscheidende Instanz und dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob 

ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden 

Instanz (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 

2003, Rz. 966).

c) Die Beschwerdeführer bemängeln ausschliesslich die Zonenkonformität des 

Bauvorhabens. Die Frage der Zonenkonformität ist eine Rechtsfrage, die aufgrund der 

Akten entschieden werden kann. Auf die Durchführung des beantragten Augenscheins 

ist folglich zu verzichten.

3./ a) Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung ist, dass die Bauten und 

Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 2 lit. a des 

Raumplanungsgesetzes, SR 700). Der Zweck der Nutzungszonen ergibt sich aus der 

Umschreibung der Zonenarten (Art. 11 ff. des Baugesetzes, sGS 731.1, abgekürzt 

BauG). Bauten und Anlagen müssen der Nutzung dienen, für welche die Zone 

bestimmt ist. Zonenkonformität im Sinn des Bundesrechts setzt einen funktionalen 

Zusammenhang zwischen Bauvorhaben und Zonenzweck voraus (B. Heer, St. 

Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 360).

Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen sind nach Art. 18 BauG für bestehende und 

künftige öffentliche Bauten und Anlagen bestimmt. Art. 63 Abs. 1 der vorliegend 

anwendbaren Bauordnung der Stadt St. Gallen vom 1. November 1980 (sRS 731.1) 

konkretisiert dies dahingehend, dass in den Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen 

insbesondere Bauten und Anlagen des Verkehrs, der Ver- und Entsorgung, der Bildung 

und Erholung, des Sozial- und Gesundheitswesens, der Kultur, der Verwaltung und der 

Landesverteidigung zulässig sind.

Entsprechend dem Zonenzweck muss eine Baute oder Anlage, damit sie sich in der 

Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als zonenkonform erweist, im öffentlichen 

Interesse liegen und öffentliche Bedürfnisse befriedigen. Sie soll der Allgemeinheit 

dienstbar sein und nicht nur einem privilegierten, bestimmt eingegrenzten 

Personenkreis. Private Bauten mit beschränktem oder geschlossenem Benützerkreis 

widersprechen dem Zonenzweck und fallen als öffentliche Bauten oder Anlagen ausser 

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Betracht. Nicht erforderlich ist, dass die Baute oder Anlage im Eigentum des 

Gemeinwesens steht, sondern es ist auch eine private Trägerschaft denkbar (Heer, 

a.a.O., Rz. 387; VerwGE vom 17. Februar 1994 i.S. B.R. u.a.; GVP 1983 Nr. 16; D. 

Gsponer, Die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, Diss. Zürich 2000, S. 39 ff. und 

S. 44 ff.).

b) Das umstrittene Baugesuch hat die Ergänzung des Weiterbildungszentrums der 

Universität St. Gallen durch ein Campus-Gebäude zum Gegenstand. Namentlich soll 

den Besuchern der Universität und des Weiterbildungszentrums die Gelegenheit 

gegeben werden, im Campus-Gebäude zu übernachten. Entsprechend den 

vorstehenden Ausführungen ist das Bauvorhaben in der Zone für öffentliche Bauten 

und Anlagen nur zulässig, wenn es im öffentlichen Interesse liegt und öffentliche 

Bedürfnisse befriedigt. Ausserdem ist erforderlich, dass die Campus-Anlage für die 

Allgemeinheit zugänglich ist.

aa) Die Aufgaben der Universität St. Gallen bzw. das Weiterbildungszentrums werden 

in Art. 2 Abs. 1 und 3 des Universitätsgesetzes (sGS 217.11) aufgelistet. Demnach 

forscht und lehrt die Universität in Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften 

sowie in ergänzenden Wissenschaften (Abs. 1). Sie erfüllt Aufgaben der Weiterbildung, 

führt öffentliche kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen durch und arbeitet 

mit anderen Universitäten und Hochschulen zusammen. Ergänzend wird im 

Universitätsstatut (sGS 217.15, abgekürzt US) ausgeführt, dass die Universität 

Dienstleistungen im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung erbringt (Art. 7 Abs. 

1 US), die Weiterbildungsstufe alle von der Universität durchgeführten 

Weiterbildungsveranstaltungen umfasst (Art. 10 US), die Universität für die 

Öffentlichkeit kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen durchführt (Art. 13 US). 

Als Teilnehmer von Lehrveranstaltungen gelten Studierende, Hospitanten, 

Teilnehmende an Lehrveranstaltungen der Weiterbildung und Besucher öffentlicher 

Lehrveranstaltungen (Art. 51 Abs. 1 US).

Die Erfüllung des universitären Bildungsauftrags liegt zweifellos im öffentlichen 

Interesse und dementsprechend erweisen sich alle Bauten und Anlagen, die für diese 

Zielerreichung notwendig sind, in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als 

zulässig. Dabei gehören nicht nur die Universitätsgebäude im engeren Sinn wie etwa 

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die Hörsäle, die Räumlichkeiten der Verwaltung und die Bibliothek zu den Bauten, die 

in die Zone für öffentliche Bauten gehören, sondern auch damit zusammenhängende 

Annexbauten und

–anlagen wie bspw. die Mensa und Sport- oder Parkplätze erweisen sich als 

zonenkonform (vgl. Gsponer, a.a.O., S. 69).

Es ist nachvollziehbar, dass insbesondere bei mehrtägigen universitären Aus- bzw. 

Weiterbildungsveranstaltungen sowohl seitens der Teilnehmenden als auch seitens der 

Organisatoren ein Bedürfnis nach nahen und zweckmässigen Arbeits-, Schlaf- und 

Erholungsräumen besteht. Namentlich kann in einem Campus – besser als in einem 

Hotel – auf die spezifischen Bedürfnisse der Teilnehmenden hinsichtlich der 

Infrastruktur (z.B. geeignete Arbeitsplätze, Bibliothek) eingegangen werden. Ausserdem 

ermöglicht eine Campus-Anlage einen vermehrten Austausch und Kontakt unter den 

Teilnehmenden auch ausserhalb der Veranstaltung, was für den Erfolg der 

angebotenen Veranstaltungen mit wesentlich sein kann.

Vor diesem Hintergrund ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer sowohl ein 

funktionaler Bezug zwischen der geplanten Campus-Anlage und der Universität als 

auch ein öffentliches Interesse an der Verwirklichung des Bauvorhabens gegeben. Wie 

vorstehend ausgeführt wurde, gehören auch Nebeneinrichtungen, denen in bezug auf 

die Kernaufgaben eine zudienende Funktion zukommt, in die Zone für öffentliche 

Bauten und Anlagen. Ansonsten wären bspw. auch der Betrieb der Mensa und die 

universitären Sporteinrichtungen zonenwidrig, was unbestrittenermassen nicht der Fall 

ist. Es trifft auch nicht zu, dass sich nur Bauvorhaben, deren Verwirklichung eine 

Enteignung rechtfertigen würde, in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als 

zonenkonform erweisen. Wie vorstehend dargelegt, setzt Art. 18 BauG voraus, dass 

Bauten und Anlagen in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen im öffentlichen 

Interesse liegen und öffentliche Bedürfnisse befriedigen. Dass die Voraussetzungen 

von Art. 5 f. des Enteignungsgesetzes (sGS 735.1) erfüllt sein müssen, verlangt das 

Gesetz dagegen nicht. Es kann folglich offenbleiben, ob das geplante Campus-

Gebäude im vorliegenden Fall eine Enteignung rechtfertigen würde. Unmassgeblich ist 

schliesslich, dass im Zeitpunkt der Erstellung des Weiterbildungszentrums der Bau 

einer Campus-Anlage nicht vorgesehen war. Es ist nachvollziehbar, dass sich die 

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diesbezüglichen Bedürfnisse im Laufe der Zeit geändert haben. Wesentlich ist, dass 

das Bauvorhaben gegenwärtig einem öffentlichen Interesse entspricht. Im übrigen 

weist der Beschwerdegegner in der Vernehmlassung vom 13. März 2006 zutreffend 

darauf hin, dass die Frage, ob für die seinerzeitige Zuordnung der Baugrundstücke in 

die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ein hinreichendes Interesse bestand, nicht 

Gegenstand des vorliegenden Baubewilligungsverfahrens bilden kann. Sodann 

schliesst allein der Umstand, dass der Bund universitäre Unterkunftseinrichtungen 

nicht mehr unterstützt, das Vorhandensein eines öffentlichen Interesses nicht aus.

Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist das öffentliche Interesse an der 

Campus-Anlage davon abhängig, dass die Infrastruktur ausschliesslich von Personen 

frequentiert wird, welche das Bildungsangebot der Universität und des 

Weiterbildungszentrums nutzen. Es ist unbestritten, dass sich ein eigentlicher 

Hotelbetrieb als zonenwidrig erweisen würde. Wesentlich ist deshalb, dass ausreichend 

Gewähr für eine zonenkonforme Nutzung des Campus-Gebäudes geboten ist. Dabei 

fällt in Betracht, dass entsprechend der Darstellung der Bauherrschaft die Kontrolle der 

zonenkonformen Nutzung von verschiedenen Aufsichtsgremien (Stiftungsrat HSG 

Alumni, Stiftungsrat Max Schmidheiny-Stiftung, Kontrollstelle Stiftung HSG Alumni, 

Stiftungsaufsichtsbehörde, Universitätsverwaltung, Universitätsrat, Regierung, 

Kantonsrat) wahrgenommen wird. Insbesondere schliessen die gesetzlich festgelegten 

Aufgaben der Universität die Führung eines Hotelbetriebs aus. Gleiches gilt bezüglich 

des Stiftungszwecks der Geldgeberin, der HSG Alumni Stiftung, welche gemäss Art. 2 

der Stiftungsurkunde ausschliesslich gemeinnützige Ziele verfolgt und die Förderung 

der Aus- und Weiterbildung, der Forschung, von kulturellen Veranstaltungen und 

Vereinigungen sowie studentischen Selbsthilfeorganisationen an der Universität St. 

Gallen bezweckt. Hinzu kommt, dass entsprechend dem Betriebskonzept des 

Gesuchstellers die Zimmer des Campus nur an Personen vermietet werden dürfen, die 

in einem Bezug zu Lehre und Forschung, zu Weiterbildungen, zu öffentlichen 

kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen oder zur Zusammenarbeit mit 

anderen Universitäten und Hochschulen der Universität St. Gallen oder des 

Weiterbildungszentrums stehen. Die Vorinstanz hat diese betriebliche Einschränkung in 

der Baubewilligung mittels einer Auflage für die Bauherrschaft rechtlich verbindlich 

gemacht. Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Befürchtungen der 

Beschwerdeführer, dass das Campus-Gebäude aufgrund wirtschaftlicher Zwänge 

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zonenfremd genutzt werden könnte, als nicht stichhaltig. Die verfügte Auflage sowie 

die erwähnten mehrstufigen Kontrollmechanismen bieten genügend Gewähr für eine 

zonenkonforme Nutzung des Campus-Gebäudes. An der Sache vorbei geht 

schliesslich der Einwand der Beschwerdeführer, die Betriebsbeschränkung zur 

Sicherstellung der zonenkonformen Nutzung könne nicht als Auflage verfügt werden. 

Betriebsbeschränkungen sind übliche und häufig angeordnete Auflagen im Sinne von 

Art. 87 Abs. 2 BauG. Der Umstand, dass die Betriebsbeschränkung vorliegend die 

Zonenkonformität mitgewährleistet, steht der Anordnung einer Nebenbestimmung nicht 

entgegen.

bb) Nicht zu hören sind die Beschwerdeführer im weiteren mit ihrem Einwand, es fehle 

am offenen Benützerkreis. Zwar ist, wie vorstehend dargelegt, die 

Allgemeinzugänglichkeit Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Baute oder Anlage in 

der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Dennoch darf "öffentlich" nicht mit 

"offen" oder mit "jedermann offen stehend" gleichgesetzt werden. Dies zeigt bereits 

das Beispiel der Landesverteidigung, deren Bauten und Anlagen zwar im öffentlichen 

Interesse stehen und sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen als 

zonenkonform erweisen, indes in der Regel nicht öffentlich zugänglich sind (Gsponer, 

a.a.O., S. 37 und S. 41).

c) Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die geplante Campus-Anlage als 

zonenkonform erweist. Die Sprungbeschwerde ist als unbegründet abzuweisen.

4./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Sprungbeschwerde wird abgewiesen.

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2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer unter

Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident:

 

Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

lic. iur. X.Y.)

 

 

 

 

die Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt–

die Vorinstanz–

den Beschwerdegegner–

die Beschwerdebeteiligte–

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