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**Case Identifier:** 7d8acf18-61a6-59ec-9b72-c07c9e654451
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-04-24
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2021
**Docket/Reference:** ST.2022.235
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2022.235.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2022.235 

Entscheid 

24. April 2023 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

A ,    

In Sachen 

gegen 

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekurrentin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2021 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend die Pflichtige) deklarierte in ihrer Steuererklärung 2021 bei 

den  Staats-  und  Gemeindesteuern  ein  steuerbares  Einkommen  von  Fr. 98'136.-  und 

ein  steuerbares  Vermögen  von  Fr.  507'016.-.  Mit  Auflage  des  kantonalen  Steueramts 

vom 2. Juni 2022 wurde der Pflichtigen beschieden, dass sie seit 2016 jährlich doppelt 

so hohe Beiträge an die Säule 3a bezahlt habe wie zulässig sei und es wurde von ihr 

der belegmässige Nachweis verlangt, dass die überhöhten Beiträge 2016-2020 jeweils 

zurückverlangt worden seien. Da darauf keine Reaktion seitens der Pflichtigen erfolgte, 

wurde die Auflage am 17. August 2022 erfolglos gemahnt. Alsdann wurde die Pflichtige 

mit einem Schreiben vom 16. September 2022 informiert, dass sie auch für die Steuer-

periode  2021  überhöhte  Beiträge  an  die  Säule  3a  (Fr.  13'766.-  statt  zulässig  

Fr.  6'683.-)  geleistet  habe.  Gleichentags  wurde  die  Pflichtige  mit  Einschätzungsent-

scheid  vom  16.  September  2022  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 98'100 

und  einem  von  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 547'000.-  eingeschätzt.  Dabei  wurden 

die (mangels Reaktion auf Auflage und Mahnung) mutmasslich nicht zurückgeforderten 

überhöhten Beiträge an die Säule 3a der Jahre 2016 - 2021 von insgesamt Fr. 40'839.- 

als freies Sparen 3b qualifiziert und zum steuerbaren Vermögen addiert.  

Dagegen  erhob  die  Pflichtige  am  19.  Oktober  2022  Einsprache  mit  dem  An-

trag, auf die Vermögensaufrechnung zu verzichten. Begründet wurde dies sinngemäss 

damit, dass die Aufrechnung der geltenden Praxis des kantonalen Steueramtes wider-

spreche,  weshalb  eine  Verletzung  des  Gleichheitsgebotes  vorliege;  sodann  resultiere 

im Auszahlungszeitpunkt des Vorsorgeguthabens eine Doppelbesteuerung. Dass eine 

solche Vermögensaufrechnung praxisgemäss nicht stattfinde, leitete die Pflichtige nicht 

zuletzt aus dem (fettgedruckten) Hinweis des erhaltenen Formulars "überhöhte Beiträ-

ge an die Säule 3a" für die Steuerperiode 2021 ab, gemäss welcher eine Bestätigung 

über  die  Rückzahlung  der  überhöhten  Beiträge  gemäss  diesem  Formular  der  Steuer-

behörde nicht einzureichen sei. 

Mit Entscheid vom 2. November 2022 wies das kantonale Steueramt die Ein-

sprache ab. Dass das kantonale Steueramt auf eine Bestätigung der Rückzahlung ver-

zichte,  sei  dem  Massenverfahren  und  einem  sich  ansonsten  ergebenden  nicht  uner-

heblichen  administrativen  Aufwand  geschuldet;  dabei  werde  angenommen,  dass  es 

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sich bei  den  überhöhten  Beiträgen  um  ein Versehen und damit  Einzelereignis  handle 

und der/die  Steuerpflichtige  die notwendigen  Massnahmen  ergreifen  werde,  um  über-

höhte Beiträge in künftigen Steuerperioden zu vermeiden. Hieraus könne keine Praxis 

abgeleitet werden. Nicht weiter zu überzeugen vermöge auch das Argument der Dop-

pelbesteuerung,  liege  es  doch  allein  in  den  Händen  der  Pflichtigen,  diese  durch  die 

Rückforderung der überhöhten Beiträge von vornherein gänzlich auszuschliessen. 

Dagegen  erhob  die  Pflichtige  am  7.  Dezember  2022  Rekurs  und  beantragte 

das steuerbare und satzbestimmende Vermögen sei auf je Fr. 507'000.- festzusetzen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Rekursgegners. 

Mit Rekursantwort vom 14. Dezember 2022 beantragte das kantonale Steuer-

amt,  den  Rekurs  unter  Kostenfolge  abzuweisen.  Die  Pflichtige  verkenne,  dass  der 

Steuerkommissär mit seiner Akteneinforderung 2021 nicht auf die rechtskräftigen Ein-

schätzungen 2016 bis 2020 zurückgekommen sei, sondern damit einzig das Vermögen 

der Steuerperiode 2021 betreffende Unterlagen einverlangt habe. Daran sei nichts Un-

statthaftes zu erkennen. Im Sinne der Pflichtigen zu entschieden würde bedeuten, dass 

Steuerpflichtige,  welche  jahrelang  namhafte  überhöhte  Beiträge  wissentlich gesetzes-

widrig auf einem Säule 3a Konto parkiert lassen, bezüglich ihrem steuerbaren Vermö-

gen besser gestellt würden als diejenigen Steuerpflichtigen, welche sich an den jährlich 

zulässigen Maximalbetrag hielten. 

Darauf  nahm  die  Pflichtige  mit  Stellung  vom  24.  Januar  2023  Stellung.  Auch 

wenn  es  sich  um  nicht  abziehbare  überhöhte  Beiträge  handle,  so  dienten  diese  den-

noch ihrer Vorsorge. Sie hätte damit auch einkommensmindernde Pensionskassenein-

käufe  tätigen  können,  denn  infolge  Studium  bestünde  eine  erhebliche  Vorsorgelücke. 

Alsdann  würden  Pensionskasseneinkäufe  keiner  vermögensmässigen  Aufrechnung 

(schon gar nicht in dieser Höhe) unterliegen. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.   § 38 Abs. 1 des Zürcher Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) bestimmt 

im Einklang mit Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direk-

ten  Steuern  der  Kantone  und Gemeinden  vom  14. Dezember  1990  (StHG),  dass  das 

gesamte  Reinvermögen  der  Vermögenssteuer  unterliegt.  Steuerbar  sind  danach  alle 

Aktiven,  soweit  sie  nicht  durch  besondere  gesetzliche  Vorgabe  von  der  objektiven 

Steuerpflicht ausgenommen sind. Es gilt somit ein Vermögensbegriff, der vom Grund-

satz  der  Gesamtvermögenssteuer  geprägt  ist  und  dem  Gedanken  der  Besteuerung 

nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entspricht; er umfasst sämtliche einer Per-

son  zivilrechtlich  zustehenden  und  rechtlich  realisierbaren  geldwerten  Rechte  an  Sa-

chen  sowie  an  Forderungen  und  Beteiligungen,  seien  sie  dinglicher  oder  obligatori-

scher  Natur,  unabhängig  davon,  ob  es  sich  um  privates  oder  geschäftliches,  beweg-

liches oder unbewegliches Vermögen handelt (vgl. BGE 136 II 256 E. 3.4). Steuerfrei 

ist  nur,  was  keinen  rechtlich  realisierbaren  Anspruch  auf  geldwerte  Rechte  darstellt 

oder was vom Gesetz ausdrücklich als steuerfrei bezeichnet wird, nämlich der Hausrat 

und  die  persönlichen  Gebrauchsgegenstände.  Vermögenswerte  ohne  eigentlichen 

Geldwert  sind  namentlich  Erinnerungsstücke  mit  bloss  subjektivem  Wert.  Ebenfalls 

keine  steuerbaren  geldwerten  Rechte  sind  blosse  Anwartschaften,  d.  h.  ungewisse 

Aussichten  auf  einen  künftigen  Rechtserwerb,  z.  B.  solche  auf  künftige  Vorsorgeleis-

tungen oder auf künftige Erbschaft, auf eine Nacherbschaft oder andere aufschiebend 

bedingte Rechte (BGr, 1. Mai 2012, 2C_337/2011 E. 3.1 ff.). Bei überhöhten Beiträge 

an die Säule 3a, welche nicht zurückerstattet/zurückgefordert werden,  handelt es sich 

indes nicht (nur) um anwartschaftliche Ansprüche, sondern um Rechtsansprüche, wel-

che  (u.U.  in  einem  Nachsteuerverfahren)  eine  Vermögenssteuer  auslösen  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  4. A.,  2021,  §  31 

N 133 i.V.m. § 38 N 5 StG). Auf die maximal zulässige Höhe der jährlich abziehbaren 

Säule 3a-Beiträgen ist nachfolgend einzugehen. 

2. a) Gemäss Art. 82 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (BVG) können Arbeitnehmer 

und Selbstständigerwerbende Beiträge für (neben Vorsorgeeinrichtungen der 2. Säule) 

weitere,  ausschliesslich  und  unwiderruflich  der  beruflichen  Vorsorge  dienende,  aner-

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kannte Vorsorgeformen abziehen. Der Bundesrat legt in Zusammenarbeit mit den Kan-

tonen  die  anerkannten  Vorsorgeformen  und  die  (steuerliche)  Abzugsberechtigung  für 

Beiträge fest (Abs. 2).  

b) Entsprechend dieser Bestimmung sieht Art. 33 Abs. 1 lit. e des Bundesge-

setzes  vom  14.  Dezember  1990  über  die  direkte  Bundessteuer  (DBG)  für  die  direkte 

Bundessteuer  vor,  dass  von  den  Einkünften  Einlagen,  Prämien  und  Beiträge  zum 

Erwerb  von  vertraglichen  Ansprüchen  aus  anerkannten  Formen  der  gebundenen 

Selbstvorsorge  abgezogen  werden;  der  Bundesrat  setzt  in  Zusammenarbeit  mit  den 

Kantonen die anerkannten Vorsorgeformen und die Höhe der abzugsfähigen Beiträge 

fest. Für das hier massgebende kantonale Recht werden (im Einklang mit Art. 9 Abs. 2 

lit.  e  StHG)  gemäss  § 31  Abs. 1  lit. e  StG  ebenfalls  Einlagen,  Prämien  und  Beiträge 

zum Erwerb von vertraglichen Ansprüchen aus anerkannten Formen der gebundenen 

Selbstvorsorge im Sinn und im Umfang von Art. 82 BVG vom steuerbaren Einkommen 

abgezogen.  

c)  Von  der  ihm  eingeräumten  Kompetenz  hat  der  Bundesrat  u.a.  in  der  Ver-

ordnung  über  die steuerliche  Abzugsberechtigung für  Beiträge  an  anerkannte Vorsor-

geformen  vom  13. November  1985  (BVV  3)  Gebrauch  gemacht  und  in  Art. 7  Abs. 1 

BVV  3  u.a.  bestimmt,  dass  Arbeitnehmer  und  Selbstständigerwerbende  Beiträge  in 

folgendem Umfang von ihrem Einkommen abziehen können:  

lit. a) jährlich bis 8% des oberen Grenzbetrags nach Art. 8 Abs. 1 BVG, wenn 

sie einer Vorsorgeeinrichtung nach Art. 80 BVG angehören; 

lit. b) jährlich bis 20% des Erwerbseinkommens, jedoch höchstens bis 40% des 

oberen Grenzbetrages nach Art. 8 Abs. 1 BVG, wenn sie keiner Vorsorgeein-

richtung nach Art. 80 BVG angehören.  

Selbstständig  und  unselbstständig  Erwerbende,  die  keiner  2.  Säule  angehö-

ren,  können  demnach  eine  "grosse"  Säule  3a  im  Sinn  von  Art.  7  Abs.  1  lit.  b  BVV  3 

bilden. Sobald jedoch sie selbst oder ihre Arbeitgeber Beiträge an eine 2. Säule für den 

Aufbau  eines  Vorsorgeguthabens leisten, gelten sie als  einer  2.  Säule angehörig  und 

können  nur  Beiträge  für  eine  "kleine"  Säule  3a  einzahlen  (StRG,  19.  Juni  2015, 

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1 DB.2015.59 / 1 ST.2015.77 E. 1.e ff.). Die Parteien sind beim Abschluss eines Ver-

trags über eine gebundene Vorsorgeversicherung nach Art. 82 BVG keineswegs völlig 

frei. Die jährlichen Beiträge an die Säule 3a dürfen den gemäss Art. 7 BVV3 maximal 

abziehbaren Betrag nicht übersteigen. Diese Begrenzung findet ihre Rechtfertigung im 

Umstand,  dass  die  unter  dem  Titel  der  individuell  gebundenen  beruflichen  Vorsorge 

einbezahlten  nicht  der  (kantonalen  und  kommunalen)  Vermögenssteuer  und  deren 

Erträge nicht der Verrechnungssteuer unterliegen. Indem der Gesetzgeber die zulässi-

gen Abzugsmöglichkeiten beschränkte, wollte er dem Steuerprivileg der Säule 3a eine 

klar  definierte  Tragweite  geben.  Es  geht  demnach  nicht  nur  darum,  die  vom  Einkom-

men  abziehbaren  Säule 3a  Beiträge  zu  begrenzen,  sondern  auch darum,  die Auswir-

kungen  des  Steuerabzugs  auf  die  Verrechnungssteuer  und  die  Vermögenssteuer  zu 

vermindern  (BGr,  21.  April  2016,  2C_22+23/2016,  E.  3.2.2.)  Überhöhte  jährliche  Prä-

mienzahlungen  sind  somit  unzulässig.  Sie  werden  durch  den  gesetzlich  festgelegten 

Zweck  der  gebundenen  Selbstvorsorge  nicht  gedeckt  (vgl.  zum  Ganzen  BGE  135  III 

289 = Pra 2009, Nr. 120). 

aa) Es handelt sich bei den überschiessenden Beiträgen – insoweit sie keine 

Risikoprämie darstellen – um Sparkapital im Rahmen der freien Selbstvorsorge (Säule 

3b). Ein Steuerpflichtiger darf zwar mehrere BVV-3-Vorsorgeverträge und –policen bei 

verschiedenen  Vorsorgeeinrichtungen  abschliessen.  Diese  Vorsorgekonten  und  –pol-

icen  dürfen  jedoch  gesamthaft  nicht  durch  höhere  Beiträge  geäufnet  werden,  als  ein 

Abzug nach Art. 7 Abs. 1 BVV 3 zulässig ist (Schweizerische Steuerkonferenz [SSK], 

Vorsorge  und Steuern, Anwendungsfall  Nr.  B.2.3.1).  Für  irrtümlich geleistete,  den ge-

setzlichen und vertraglichen Rahmen sprengende jährliche Einzahlungen besteht kein 

Rechtsgrund, weshalb sich auf ungerechtfertigte Bereicherung gemäss Art. 67 OR be-

rufen  muss,  wer  von  der  Versicherungsgesellschaft  die  Rückerstattung  verlangt.  Eine 

solche  kann  schliesslich  nur  erfolgen,  wenn  aus  der  Steuerabrechnung  hervorgeht, 

dass  der  einbezahlte  Beitrag  den  gemäss  Art.  7  Abs.  1  BVV  3  abziehbaren  Betrag 

übersteigt.  Die  Auszahlung  der  überhöhten  Beiträge  ist  steuerfrei  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 31 N 133 StG). In 

diesem Zusammenhang führt das einschlägige Kreisschreiben Nr. 18 der Eidg. Steuer-

verwaltung  (ESTV)  über  die  steuerliche  Behandlung  von  Vorsorgebeiträgen  und  –

leistungen der Säule 3a vom 17. Juli 2008 unter Ziff. 9.1 "Folgen unzulässiger Einzah-

lungen für  den Vorsorgenehmer"  Folgendes  aus:  "Auf  Vorsorgekonten  und  in Vorsor-

geversicherungen können nicht höhere Beiträge einbezahlt werden, als ein Abzug ge-

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mäss Artikel 7 Absatz 1 BVV 3 zulässig ist. Bei der Beschränkung des höchstzulässi-

gen  Einzahlungsbetrages  geht  es  auch  um  eine  Beschränkung  der  Steuerbefreiung 

bezüglich der Einkommens-, Vermögens- und der Verrechnungssteuer. Die einbezahl-

ten Beträge sind von der Vermögenssteuer ausgenommen und die Erträge daraus un-

terliegen  nicht  der  Verrechnungssteuer.  Sind  überhöhte  Einzahlungen  vorgenommen 

worden,  fordert  die  Veranlagungsbehörde  den  Steuerpflichtigen  auf,  sich  die  zu  viel 

einbezahlten Beträge vom Vorsorgeträger zurückerstatten zu lassen. Für die Veranla-

gung wird der nicht zum Abzug zugelassene Betrag dem Einkommen sowie bei Rück-

erstattungspflicht  dem  Vermögen  des  Steuerpflichtigen  zugerechnet.  Steuer-

pflichtige, welche eine Rückerstattung nicht veranlassen, unterliegen dem Risiko eines 

Nach- und Strafsteuerverfahrens, da in den Folgejahren die Erträge aus den überhöh-

ten Beiträgen beim Einkommen sowie die überhöhten Beiträge im Vermögen nicht de-

klariert sind." 

bb) Diesen Vorgaben nachkommend hält etwa die Thurgauer Steuerpraxis in 

StP  34  Nr. 16  Ziff.  4  betreffend  "Abzugsberechtigten  Beiträgen  an  die  gebundene 

Selbstvorsorge (Säule 3a)"  Folgendes fest: "Überhöhte  Beiträge  an  die Säule  3a  Bei-

tragszahlungen,  welche  die  im  Einzelfall  gegebene  Abzugsberechtigung  übersteigen, 

gelten  als  freie  Sparleistungen.  Der  übersteigende  Beitrag  wird  nicht  zum  Abzug 

zugelassen und (inklusive der dafür erhaltenen Zinsen) zum steuerbaren Vermö-

gen aufgerechnet. Die Zinsen werden zudem als Einkommen aufgerechnet. Die Ver-

anlagungsbehörde fordert in einem solchen Fall den Steuerpflichtigen auf, dass er sich 

einen übersteigenden Betrag von der Einrichtung der gebundenen Selbstvorsorge zu-

rückerstatten  lassen  muss.  Der  Steuerpflichtige  hat  darüber  innert  Frist  eine  entspre-

chende Bescheinigung über die Rückzahlung der Veranlagungsbehörde zukommen zu 

lassen". 

cc)  Vorliegend  hat  die Pflichtige  in den sechs  Steuerperioden 2016-2021  be-

wusst überhöhte Säule 3a-Beiträge von total Fr. 40'839.- geleistet (= jeweils Verdoppe-

lung  des  zulässigen  Höchstbetrags,  nämlich  2016-2018:  Fr.  6'768  x  3,  2019-2020: 

Fr. 6'826.-  x  2,  2021:  Fr.  6'883.-).  Somit  wären  die  zu  viel  geleisteten  Einzahlungen 

bereits  in  den Jahren  2016  bis  2020  ordentlicherweise  als  steuerbares  Vermögen  bei 

der Pflichtigen zu erfassen gewesen. Sollte die Steuerbehörde diesen Umstand über-

sehen haben, wäre dieses Versäumnis nicht der Pflichtigen anzulasten, sofern sie den 

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Sachverhalt stets transparent offengelegt hat. Die nun erfolgte steueramtliche Aufrech-

nung in der streitbetroffenen Steuerperiode 2021 ist nachfolgend näher zu prüfen. 

3. a) Vorab ist festzuhalten, dass beim steuerbaren Einkommen jeweils keine 

Aufrechnung erfolgen musste, weil die Pflichtige dort – soweit ersichtlich – jeweils kor-

rekte Deklarationen vorgenommen hat. Sodann muss sich die Pflichtige auf die von ihr 

selbst gewählte Rechtsgestaltung (jährliche Einzahlungen des Doppelten der total zu-

lässigen  Beitragshöhe  auf  zwei  Säule  3a  Vorsorgekonten)  behaften  lassen  und  kann 

sie  sich  auch  nicht  auf  allfällige  Vorsorgelücken  in  der  2.  Säule  berufen,  welche  sie 

womöglich  mit  freiwilligen  Pensionskasseneinkäufen  hätte  schliessen  können.  Wie 

Pensionskasseneinkäufe  und  spätere  diesbezügliche  Leistungsbezüge  steuerlich  ge-

handhabt werden, ist daher für den vorliegenden Fall irrelevant. 

Nebenbei  anzumerken  zur  derzeitigen  (Zürcher)  Praxis  ist  zudem,  dass  sich 

die Mitteilungen des kantonalen Steueramts betreffend überhöhte Beiträge an die Säu-

le 3a offensichtlich nicht an einen spezifischen Vorsorgeträger (wie z.B. die Raiffeisen 

Vorsorgestiftung)  richten  und  somit  –  zumal  die  konkreten  Prämienrückerstattungen 

der Steuerbehörde nicht gemeldet werden müssen – das latente Missbrauchspotenzial 

besteht, dass Steuerpflichtige die im Total zu viel bezahlten Säule 3a Beiträge bei zwei 

(oder mehr) verschiedenen Vorsorgeträgern (erfolgreich) zurückverlangen. Damit wür-

de sich der bereits einkommenssteuermindernd berücksichtigte Abzugsbeitrag teilwei-

se oder gar nicht mehr im Säule 3a-Kreislauf befinden, sofern hierzu kein (steueramtli-

cher oder anderweitiger) Kontrollmechanismus besteht. 

b)  Das  kantonale  Steueramt  räumt  im  Einspracheentscheid  zwar  ein,  dass 

infolge  Geringfügigkeit  wohl  tatsächlich  in  zahlreichen  Fällen  auf  eine  Aufrechnung 

beim  steuerbaren  Vermögen  verzichtet  werde,  da  es  sich  bei  den  überhöhten  Beiträ-

gen in aller Regel um ein Versehen und damit um ein Einzelereignis handle. Doch dies 

sei zweifellos nicht angezeigt in Fällen wie dem vorliegenden, in welchem die Steuer-

pflichtige planmässig und wider besseren Wissens Jahr für Jahr bewusst das Doppelte 

des jährlich zulässigen Betrages einzahle und sich die überhöhten Beiträge dann trotz 

jährlicher  Bescheinigung  nicht  zurückerstatten  lasse.  Hier  auf  eine  Korrektur  beim 

Vermögen  zu  verzichten  würde  bedeuten,  dass  über  die  Jahre  wesentliche  Vermö-

genswerte der Besteuerung entzogen würden, was zweifellos nicht der Praxis des kan-

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tonalen  Steueramtes  entspreche.  Dass  das  kantonale  Steueramt  in  Bagatellfällen  auf 

eine Bestätigung der Rückzahlung verzichte, sei dem Massenverfahren und einem sich 

ansonsten ergebenden nicht unerheblichen administrativen Aufwand geschuldet. 

Das  kantonale  Steueramt  gelangt  durch  diese  Ausführungen  zum  zutreffen-

den  Schluss,  dass  aus der (nicht  unproblematischen,  aber  dem  Massenverfahren ge-

schuldeten)  Grosszügigkeit  bei  kleineren,  einmaligen  und  versehentlichen  Bagatellfäl-

len  keine  (gemeint  schrankenlose)  Praxis  abgeleitet  werden  könne.  Tatsächlich  wäre 

eine  derartige  kantonale  Praxis,  wonach  grundsätzlich  (bewusst)  beliebig  überhöhte 

Beiträge  an  die  Säule  3a  geleistet  werden  dürfen,  ohne  dass  diese  dem  steuerbaren 

Vermögen zugerechnet würden, mit der in Art. 2 Abs. 1 lit. a StHG vorgeschriebenen 

und  im  Kanton  Zürich  in  §  38  ff.  StG  verankerten  Vermögenssteuer  nicht  vereinbar. 

Einer dergestalt rechtswidrigen Praxis wäre die Anwendung selbstredend zu versagen. 

c) Es ist zudem abwegig, aus dem mutmasslich rein der Verfahrensökonomie 

des bevölkerungsreichen Kantons Zürich dienenden (fettgedruckten) Satz  "Die Bestä-

tigung über die Rückzahlung der überhöhten Beiträge gemäss diesem Formular ist der 

Steuerbehörde  nicht  einzureichen"  ableiten  zu  wollen,  dass  im  Kanton  Zürich  eine  di-

ametral  andere  Praxis  als  etwa  im  (eine  Rückzahlungsbescheinigung  verlangenden) 

Kanton Thurgau (vgl. E. 2 a/bb) und als im einschlägigen ESTV-Kreisschreiben vorge-

sehen gelten soll.  

Überdies  erweist  sich  auch  die  von  der  Pflichtigen  als  Begründung  für  eine 

angebliche Doppelbesteuerung (Vermögenssteuer und privilegierte Einkommens- bzw. 

Kapitalleistungssteuer)  angerufene  Rechtsauffassung  (wie  sie  in  der  ihr  zugesandten 

steuerlichen Bestätigung vom  16.  September  2022 festgehalten sei: "Im Übrigen  liegt 

die Rückzahlung der überhöhten Beiträge auch in ihrem Interesse, da bei Fälligkeit der 

Leistung  die  gesamte  Kapitalzahlung,  ohne  Rücksicht  auf  die  tatsächliche  Abzugsfä-

higkeit  der  Beiträge,  zur  Besteuerung gelangen wird")  angesichts  der  neueren  Recht-

sprechung  keineswegs  als  sakrosankt  (in  diesem  Sinne  auch  Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner,  §  31  N 133  StG  mit  vielen  Hinweisen).  Denn  das  Verwaltungsgericht 

Bern hat in seinem Urteil vom 2. Februar 2007 entschieden, dass Kapitalleistungen aus 

der  Säule  3a  im  Umfang  von  steuerlich  nicht  akzeptierten  Beiträgen  nicht  als  Kapital-

leistungen  aus  Vorsorge  gelten  und  demnach  steuerfrei  bleiben  müssten.  Wer  über-

setzte Beiträge in die Säule 3a nicht zum Abzug bringen könne und auf eine unmittel-

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bare  Rückforderung  bei  der  Vorsorgeeinrichtung  verzichte,  könne  bei  der  späteren 

Auszahlung die Freistellung dieser Beiträge verlangen. Als Folge davon seien die auf 

den  unzulässigen  Beiträgen  erzielten  Zinsen  nicht  zum  Vorsorgetarif,  sondern  zum 

ordentlichen Tarif  zu besteuern.  Die  nicht  im  Vermögen deklarierten  Beiträge unterlä-

gen  zudem  nachträglich  der  Vermögenssteuer  (NStP  2007  S.  65  ff.,  insb.  S.  70  und 

75). Im gleichen Sinn entschied hernach auch das Spezialverwaltungsgericht Aargau in 

seinem  Entscheid  vom  22.  Oktober  2015  (3-RV.2015.92),  dass  trotz  fehlendem  Er-

werbseinkommen  in  die  Säule  3a  einbezahlte  Beiträge  bei  der  Auszahlung  steuerfrei 

bleiben (AGVE 2015 Nr. 60 auf S. 333 ff.). Diese neuere Gerichtspraxis entspricht teil-

weise  auch  den  Vorgaben  vom  April  2008  der  SSK,  Vorsorge  und  Steuern,  zum  An-

wendungsfall  Nr. B.2.3.10  (Säule  3a  –  Massnahmen  zur  Rückerstattung  überhöhter 

Beiträge),  auf  welchen  die  vorherige  und  gleichsam  pauschalere  Praxis  (so  z.B.  Bei-

spiel  ein  Schwyzer  Urteil  vom  2. April  2002,  StR  2003,  47)  basierte:  "Darüber  hinaus 

hat der Steuerpflichtige mit Nach- und Strafsteuerfolgen zu rechnen, wenn er die Erträ-

ge  aus  den  überhöhten  Beiträgen  beim  Einkommen  sowie  die  überhöhten  Beiträge 

beim  Vermögen  nicht  deklariert".  Daher  wäre  es  u.U.  sogar  angezeigt,  dass  die  SSK 

beim  dort  angehängten  Muster  zu  überhöhten  Beiträgen  an  die  Säule  3a,  welches 

auch den  aktuellen  Zürcher  Formularen  zugrunde liegt,  den kursiv  zitierten  und  –  wie 

dargetan – rechtlich umstrittenen Satz weglässt bzw. diesen neu formuliert. Jedenfalls 

stellt  eine  Besteuerung  als  Kapitalleistung  aus  Vorsorge  (gemäss  Art. 38  DBG  und 

§ 37 StG) ohnehin eine eigentlich nicht erwünschte behelfsmässige Ausnahmesanktion 

eines nicht regelkonformen Verhaltens dar. 

Auf  die  im  Fälligkeitszeitpunkt  konkrete  Handhabung  der  Kapitalleistungsbe-

steuerung  muss  es  die  erst  ca.  54jährige  und  damit  noch  nicht  unmittelbar  vor  der 

Pensionierung  stehende  Pflichtige  indes  gar  nicht  erst  ankommen  lassen.  Denn  es 

steht  es  ja  grundsätzlich  weiterhin  in  ihrem  Belieben,  die  überhöhten  Beiträge  unver-

züglich  bzw.  spätestens  vor  der  ordentlichen  Leistungsfälligkeit  zurückzufordern.  In 

Anbetracht dieser Ausgangslage kann es nicht angehen, dass die Pflichtige eine Aus-

wahl darüber treffen darf, wie und ob überhaupt ihre in erheblichem Umfang überhöh-

ten Prämienleistungen konkret besteuert werden sollen. Daran wird sich übrigens auch 

de  lege  ferenda  nichts  Grundlegendes  ändern,  denn  das  Bundesparlament  hat  den 

Höchstbetrag für Einzahlungen in die Säule 3a vor kurzem gerade nicht (markant) er-

höhen  wollen.  Eine  entsprechende  parlamentarische  Initiative  des  Berner  SVP-

Nationalrats  Erich  Hess,  welche  den  zulässigen  Steuerabzug  neu  auf  Fr. 15'000.- 

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(kleine Säule 3a) bzw. Fr. 45'000.- (grosse Säule 3a) festlegen wollte, hat der zweitbe-

ratende Ständerat am 8. März 2023 nämlich definitiv abgelehnt. Nach alledem erfolgte 

die  Aufrechnung  von  Fr.  40'839.-  als  freies  Sparen  3b  beim  steuerbaren  Vermögen 

durch das kantonale Steueramt im Ergebnis zu Recht und ist der Einspracheentscheid 

vom 2. November 2022 zu bestätigen. 

4. Aufgrund dieser Erwägungen ist der Rekurs abzuweisen. Ausgangsgemäss 

sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG) und ist 

ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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