# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3395acf-fb85-517e-ab59-388121e06878
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 09.12.2021 SK 2021 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2021-110_2021-12-09.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 21 110

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 8. Dezember 2021 

Besetzung Oberrichterin Bratschi (Präsidentin), 
Obergerichtssuppleant Horisberger, Oberrichterin Friederich Hörr
Gerichtsschreiber Stähli

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

und

C.________ AG

Zivilklägerin

Gegenstand mehrfacher gewerbs- und teilweise bandenmässiger Diebstahl, 
mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch 
etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 26. November 2020 (PEN 20 470)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kollegialgericht in Fünferbesetzung; nachfol-
gend Vorinstanz) fällte betreffend A.________ (nachfolgend Beschuldigter) am 26. 
November 2020 folgendes Urteil (pag. 1759 ff.; Hervorhebungen im Original):

I.

A.________ wird 

freigesprochen:

von den Anschuldigungen

1. des Diebstahls, angeblich gewerbsmässig begangen, namentlich wie folgt: 

1.1 zwischen dem 15. und 16. Dezember 2006 in Ittigen zN E.________ im Deliktsbetrag von 
Fr. 9'090.00 (Ziff. 1.1.4 in der AKS);

1.2 zwischen dem 15. und 16. Dezember 2006 in Ittigen zN F.________ im Deliktsbetrag von 
Fr. 22'740.00 (Ziff. 1.1.5 in der AKS);

1.3 am 10. November 2019 in Biberist zN G.________ (Versuch; Ziff. 1.2.4 in der AKS);

2. der Sachbeschädigung, angeblich begangen am 10. November 2019 in Biberist zN 
G.________ im Schadensbetrag von Fr. 3'100.00 (Ziff. 2.4 in der AKS);

3. des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 10. November 2019 in Biberist zN 
G.________ (Ziff. 2.4 in der AKS);

4. der Urkundenfälschung, angeblich begangen am 29 November 2019 in Uttigen durch Verwen-
den einer gefälschten kroatischen Identitätskarte, lautend auf H.________, geboren am 
A.________ 1980, von Kroatien (Ziff. 3.2 in der AKS);

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren 
von Fr. 2'391.75 (10 % der gesamten Gebühren) und Auslagen von Fr. 827.00 
(10 % der gesamten Auslagen), insgesamt bestimmt auf Fr. 3'218.75, an den Kanton Bern.

Für die amtliche Verteidigung von A.________ wird Rechtsanwalt B.________ bezüglich der Frei-
sprüche eine Entschädigung von Fr. 1'793.75 (amtliche Entschädigung RA: Fr. 1'590.00, Auslagen 
MWSt-pflichtig: Fr. 75.50, MWST 7.7 %: Fr. 128.25) ausgerichtet. 

II.

A.________ wird hingegen 

schuldig erklärt:

1. des Diebstahls, mehrfach gewerbs- und teilweise bandenmässig begangen mit 
D.________, in der Zeit vom 01. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007 und vom 29. Oktober 
2019 bis am 28. November 2019 in Zollikofen und weiteren Orten in der Schweiz im Gesamtde-
liktsbetrag von Fr. 325'602.30, namentlich wie folgt: 

1.1 in der Zeit vom 01. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007 im Deliktsbetrag von total 
Fr. 230'692.45:

3

1.3.1 am 01. Dezember 2006 in Zollikofen zN I.________ und J.________ im Deliktsbe-
trag von Fr. 8'724.55 (Ziff. 1.1.1 in der AKS);

1.3.2 am 01. / 02. Dezember 2006 in Zollikofen zN K.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
6'540.00 (Ziff. 1.1.2 in der AKS);

1.3.3 zwischen dem 27. November und 02. Dezember 2006 in Zollikofen zN 
L.________ (Versuch; Ziff. 1.1.3 in der AKS);

1.3.4 am 07. Februar 2007 in St. Gallen zN M.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
4'486.00 (Ziff. 1.1.6 in der AKS);

1.3.5 am 07. Februar 2007 in St. Gallen zN N.________ im Deliktsbetrag von Fr. 370.00 
(Ziff. 1.1.7 in der AKS);

1.3.6 zwischen dem 08. und 18. Februar 2007 in Solothurn zN O.________ im Delikts-
betrag von Fr. 9'709.50 (Ziff. 1.1.8 in der AKS);

1.3.7 zwischen dem 08. und 09. Februar 2007 in Arbon zN P.________ (Versuch; Ziff. 
1.1.9 in der AKS);

1.3.8 am 09. Februar 2007 in Muri zN Q.________ im Deliktsbetrag von Fr. 125'086.40 
(Ziff. 1.1.10 in der AKS);

1.3.9 am 09. Februar 2007 in Muri zN R.________ im Deliktsbetrag von Fr. 13'390.00 
(Ziff. 1.1.11 in der AKS);

1.3.10 am 12. Februar 2007 in Bolligen zN S.________ (Versuch; Ziff. 1.1.12 in der 
AKS);

1.3.11 zwischen dem 13. und 15. Februar 2007 in Zuchwil zN T.________ im Deliktsbe-
trag von Fr. 20'600.00 (Ziff. 1.1.13 in der AKS);

1.3.12 am 14. Februar 2007 in Zuchwil zN U.________ im Deliktsbetrag von Fr. 50.00 
(Ziff. 1.1.14 in der AKS);

1.3.13 am 14. Februar 2007 in Zuchwil zN V.________ (Versuch; Ziff. 1.1.15 in der AKS);

1.3.14 zwischen dem 14. und 15. Februar 2007 in Solothurn zN W.________ im Delikts-
betrag von Fr. 30'749.00 (Ziff. 1.1.16 in der AKS);

1.3.15 am 15. Februar 2007 in Luzern zN X.________ im Deliktsbetrag von Fr. 4'800.00 
(Ziff. 1.1.17 in der AKS);

1.3.16 am 15. Februar 2007 in Luzern zN Y.________ im Deliktsbetrag von Fr. 5'342.00 
(Ziff. 1.1.18 in der AKS);

1.3.17 am 15. Februar 2007 in Luzern zN Z.________ im Deliktsbetrag von Fr. 845.00 
(Ziff. 1.1.19 in der AKS);

1.2 in der Zeit vom 29. Oktober 2019 bis am 28. November 2019 im Deliktsbetrag von total 
Fr. 94'909.85:

1.2.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ (Versuch; Ziff. 1.2.1 in der 
AKS);

1.2.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ (Versuch; Ziff. 1.2.2 in der 
AKS);

1.2.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
10'530.00 (Ziff. 1.2.3 in der AKS);

4

1.2.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
9'765.00 (Ziff. 1.2.5 in der AKS);

1.2.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
10'829.00 (Ziff. 1.2.6 in der AKS);

1.2.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ im Deliktsbetrag von Fr. 5'888.85 
(Ziff. 1.2.7 in der AKS);

1.2.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ im Delikts-
betrag von Fr. 10'308.00 (Ziff. 1.2.8 in der AKS);

1.2.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ im De-
liktsbetrag von Fr. 3'070.00 (Ziff. 1.2.9 in der AKS);

1.2.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ (Versuch; 
Ziff. 1.2.10 in der AKS);

1.2.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
7'379.00 (Ziff. 1.2.11 in der AKS);

1.2.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
12'257.00 (Ziff. 1.2.12 in der AKS);

1.2.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
1'920.00 (Ziff. 1.2.13 in der AKS);

1.2.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ (Versuch; Ziff. 1.2.14 in der 
AKS);

1.2.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
730.00 (Ziff. 1.2.15 in der AKS);

1.2.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ im De-
liktsbetrag von Fr. 2'441.00 (Ziff. 1.2.16 in der AKS);

1.2.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
17'230.00 (Ziff. 1.2.17 in der AKS);

1.2.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ (Versuch; Ziff. 1.2.18 in der 
AKS);

1.2.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ im Deliktsbetrag von Fr. 
2'562.00 (Ziff. 1.2.19 in der AKS);

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen in der Zeit vom 29. Oktober 2019 bis am 28. No-
vember 2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz im Gesamtsachschadensbetrag 
von Fr. 38'068.00, namentlich wie folgt:

2.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 2'000.00 (Ziff. 2.1 in der AKS);

2.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ im Schadensbetrag von Fr. 
5'000.00 (Ziff. 2.2 in der AKS);

2.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ im Schadensbetrag von Fr. 
2'500.00 (Ziff. 2.3 in der AKS);

2.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ im Schadensbetrag von Fr. 
1'838.00 (Ziff. 2.5 in der AKS);

5

2.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ im Schadensbetrag von Fr. 2'730.00 
(Ziff. 2.6 in der AKS);

2.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 6'000.00 (Ziff. 2.7 in der AKS);

2.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ im Schadensbetrag 
von Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.8 in der AKS);

2.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ im Schadensbe-
trag von Fr. 3'850.00 (Ziff. 2.9 in der AKS);

2.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ im unbekannten 
Deliktsbetrag (Ziff. 2.10 in der AKS);

2.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 2'000.00 (Ziff. 2.11 in der AKS);

2.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ im Schadensbetrag von Fr. 1'000.00 
(Ziff. 2.12 in der AKS);

2.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.13 in der AKS);

2.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 3'000.00 (Ziff. 2.14 in der AKS);

2.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ im Schadensbetrag von Fr. 450.00 
(Ziff. 2.15 in der AKS);

2.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ im Scha-
densbetrag von Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.16 in der AKS);

2.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ und AS.________ im Schadensbetrag 
von Fr. 200.00 resp. Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.17 in der AKS);

2.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ im Schadensbetrag von Fr. 1'000.00 
(Ziff. 2.18 in der AKS);

2.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ im Schadensbetrag von Fr. 2'500.00 
(Ziff. 2.19 in der AKS);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen in der Zeit vom 29. Oktober 2019 bis am 28. 
November 2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz, namentlich wie folgt:

3.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ (Ziff. 2.1 in der AKS);

3.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ (Ziff. 2.2 in der AKS);

3.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ (Ziff. 2.3 in der AKS);

3.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ (Ziff. 2.5 in der AKS);

3.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ (Ziff. 2.6 in der AKS);

3.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ (Ziff. 2.7 in der AKS);

3.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ (Ziff. 2.8 in der 
AKS);

3.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ (Ziff. 2.9 in der 
AKS);

3.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ (Ziff. 2.10 in der 
AKS);

6

3.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ (Ziff. 2.11 in der AKS);

3.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ (Ziff. 2.12 in der AKS);

3.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ (Ziff. 2.13 in der AKS);

3.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ (Ziff. 2.14 in der AKS);

3.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ (Ziff. 2.15 in der AKS);

3.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ (Ziff. 2.16 in 
der AKS);

3.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ und AS.________ (Ziff. 2.17 in der 
AKS);

3.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ (Ziff. 2.18 in der AKS);

3.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ (Ziff. 2.19 in der AKS);

4. der Urkundenfälschung, begangen am 04. Dezember 2006 in Bern durch Verwenden eines ge-
fälschten slowenischen Reisepasses, lautend auf AT.________, geboren am … Oktober 1966, 
von Slowenien (Ziff. 3.1 in der AKS);

und in Anwendung der Art. 30, 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 66a Abs. 1 lit. c, 139 Ziff. 1 - 3, 144 Abs. 1, 186, 
251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 62 Monaten.

Die Untersuchungs- und Sicherheitshaft von total 284 Tagen wird vollumfänglich auf die Frei-
heitsstrafe angerechnet und es wird festgestellt, dass die Strafe am 08. September 2020 vorzei-
tig angetreten worden ist.

2. Zu einer Landesverweisung von 15 Jahren.

3. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von Fr. 21'525.75 und Auslagen von Fr. 7'442.75, insgesamt bestimmt auf Fr. 28'968.50.

[…]

III.

Die auf die Schuldsprüche entfallende amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche 
Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt B.________ werden wie folgt bestimmt:

[…]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit Fr. 16'143.80. 

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und 
Rechtsanwalt B.________ die Differenz von Fr. 6'164.75 zwischen der amtlichen Entschädigung und 
dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 
4 StPO).

IV.

A.________ wird in Anwendung von Art. 41 OR sowie Art. 126 StPO weiter verurteilt:

7

1. Zur Bezahlung von Fr. 21'000.00 Schadenersatz an die Zivilklägerin C.________ AG.

2. Für die Beurteilung der Zivilklage werden keine Kosten ausgeschieden.

V.

Weiter wird 

beschlossen:

1. A.________ geht in den Strafvollzug zurück.

2. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthaltsverweigerung) im 
Schengener Informationssystem angeordnet.

3. Folgende Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB):
- 1 Kaufquittung Dosenbach Münsingen vom 27. November 2019 (Ass. 105)
- 1 Minigrip mit Keramiksplittern (Ass. 106)
- 1 Parkticket Hofstetter/Thunerhof vom 25. November 2019 (Ass. 112)
- 1 Parkticket Coop Gunten vom 28. November 2019 (Ass. 113)
- 1 Parkticket SBB Bahnhof Uttigen vom 29. November 2019 (Ass. 114)
- 2 LED-Dioden (Ass. 117)
- 1 Tankgutschein Shell im Wert von Fr. 20.00 (Ass. 13.5)
- 1 Quittung Dosenbach Burgdorf vom 26. November 2019 (Ass. 13.6)
- 1 Ticket STI Thun Markt, gültig bis 28. November 2019 (Ass. 13.7)
- 1 leere Packung Mirtol forte (Ass. 13.8)
- 2 Münzen Autoequipe (Ass. 13.9)
- 1 Jeton Autowasch selfservice (Ass. 13.10)
- 1 Unterlagsscheibe (Ass. 13.11)
- 1 Paar goldfarbene Ohrringe (Ass. 13.38)
- 1 stabförmige silberfarbene Halskette (Ass. 13.43)
- 1 silberfarbene Halskette mit schwarzen Steinen (Ass. 13.56)
- 1 silberfarbene Halskette mit quadratischem Anhänger und Dino (Ass. 13.60)
- 1 feine silberfarbene Halskette (Ass. 13.63)
- 1 feine silberfarbene Halskette (Ass. 13.67)
- 1 silberfarbener matter Fingerring (Ass. 13.89)
- 1 orangefarbener Fingerring (Ass. 13.93)
- 1 silberfarbene Armkette (Ass. 13.98)
- 1 Armband mit durchsichtigem Stein (Ass. 13.103)
- 1 Halsreif mit goldfarbenem Elefant (Ass. 13.104)
- 1 Pin in Form eines Playboy-Hasen (Ass. 13.106)
- 1 Paar Ohrenanhänger (Ass. 13.132)
- diverse Ohrstecker und Verschlüsse zu Ohrsteckern (Ass. 13.137)
- 1 Draht (Ass. 13.140)
- 1 Mobiltelefon Samsung Galaxy Note5 (Ass. 2 HS Ferienwohnung) => der Beschuldigte 

verlangt die Herausgabe
- 2 SIM-Karten und Notizzettel (Ass. 5 HS Ferienwohnung)
- diverse Medikamente (Ass. 6 HS Ferienwohnung)
- diverse Medikamente (Ass. 7 HS Ferienwohnung)
- 1 Medikamentenschachtel (Ass. 8 HS Ferienwohnung)
- 1 Navigationsgerät TomTom (Ass. 9 HS Ferienwohnung)

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- 1 Lupe mit Licht (Ass. 11 HS Ferienwohnung)
- 1 Seitenschneider (Ass. 12 HS Ferienwohnung)
- 1 goldfarbene Münze Sagrada Familia (Ass. 3.5)
- 1 Goldkette 40cm mit Anhänger „M“ (Ass. 4.2)
- 1 goldfarbenes Viereck (Ass. 4.13)
- 1 Bankkarte Sparkasse, lautend auf BI.________ (Ass. 5.1)
- 1 gelbe Blankokarte ohne Angaben (Ass. 5.2)
- 1 dunkelbraunes Portemonnaie Marke Le Tanneur (Ass. 5.3)
- 1 Portemonnaie Marke Braun Büffel (Ass. 6.0)
- 1 Mobiltelefon Samsung schwarz inkl. SIM-Karte, SIM-Kartenklammer (Ass. 6.1)
- 1 Nähnadel (Ass. 6.2)
- 1 brauner Lederleibgurt mit silberfarbener Schnalle (Ass. 6.3)
- 1 graue Kappe (Ass. 6.4)
- 1 schwarze Herrenjacke Marke Jack Wolfskin (Ass. 6.5)
- 1 Paar schwarz-graue Gartenhandschuhe (Ass. 6.8)
- 1 schwarze Kopfhaube (Ass. 6.9)
- 1 Taschenlampe in Kugelschreiberform (Ass. 7.0)
- 2 Schraubenzieher Swiss Tool Grösse Nr. 7 (Ass. 7.1)
- 1 silberfarbene Halskette mit Anhänger (Ass. 6 HS Ferienwohnung)
- 1 Paar goldfarbene Ohrstecker mit Stein (Ass. 7 HS Ferienwohnung)

4. Folgende Gegenstände werden nach Rechtskraft des Urteils A.________ zu Handen seiner Ef-
fekten zurückgegeben:
- 1 serbische Identitätskarte, lautend auf AU.________, Nr. AV.________ (Ass. 1.1)
- 1 serbischer Führerausweis, lautend auf AU.________, Nr. AW.________ (Ass. 1.2)
- 1 serbischer Pass, lautend auf AU.________, Nr. AX.________ (Ass. 1.4)

5. Vom Betrag von total Fr. 2'665.20 werden
- Fr. 1'605.25 eingezogen (Art. 70 StGB).
- Fr. 1'059.95 anteilsmässig zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet (Art. 267 Abs. 2 

i.V.m. Art. 268 Abs. 1 lit. a, Art. 442 Abs. 4 StPO).

6. Folgende Geldbeträge werden bei den Akten belassen:
- 1 Fünfrappenstück (Ass. 107)
- Bargeld 1 Banknote Lire 1x 10‘000.00 (Ass. 13.2)
- Bargeld 1 Banknote Rand 1x 10.00 (Ass. 13.4)
- Bargeld Banknoten indonesische Rupien 19‘000.00 (Ass. 2.12)

7. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN.________) nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig erteilt (Art. 16 Abs. 4 i.V.m. Art. 17 
Abs. 1 DNA-ProfilG).

8. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig 
erteilt (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer er-
kennungsdienstlicher Daten).

9

2. Berufung

Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 1. Dezember 2020 Berufung anmelden (pag. 1777). 
Die Berufungserklärung folgte mit Eingabe vom 23. März 2021 (pag. 1887 ff.). 

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit Eingabe vom 12. April 2021 mit, dass sie 
kein Nichteintreten beantragt und keine Anschlussberufung erklärt (pag. 1908 f.). 

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Der Beschuldigte stellte in der Berufungserklärung zusammengefasst die folgenden 
Beweisanträge (pag. 1890): Es seien die Unterlagen des Inselspitals (Operations-
bericht vom 27. Januar 2021, Kurzbericht vom 12. Februar 2021, Ärztliches Zeug-
nis vom 10. Februar 2021, pflegerischer Übergabebericht vom 12. Februar 2021) 
zu den Akten zu nehmen. Weiter sei zu gegebener Zeit ein Bericht der Justizvoll-
zugsanstalt Thorberg über seinen gesundheitlichen Zustand sowie ein Bericht des 
Inselspitals über die Folgen einer zwischenzeitlich erfolgten Operation einzuholen.

Mit Verfügung vom 20. April 2021 wurden die eingereichten Unterlagen zu den Ak-
ten erkannt und das Einholen eines Führungsberichts bei der Justizvollzugsanstalt 
Thorberg in Aussicht gestellt (pag. 1919 f.). Weitergehend wurden die Beweisan-
träge des Beschuldigten abgewiesen. 

Mit Eingabe vom 3. Dezember 2021 liess der Beschuldigte einen Bericht des Insel-
spitals vom 3. November 2021 einreichen (pag. 1931 ff.). Dieser wurde zu den Ak-
ten erkannt (pag. 1938 f.). 

Von Amtes wegen wurde ein Strafregisterauszug (datierend vom 1. Dezember 
2021; pag. 1928) über den Beschuldigten eingeholt. Ferner ging der in Aussicht 
gestellte Führungsbericht der Justizvollzugsanstalt Thorberg ein (datierend vom 
29. Oktober 2021; pag. 1923). 

4. Anträge der Parteien

4.1 Beschuldigter

Der Beschuldigte liess an der oberinstanzlichen Hauptverhandlung folgendes bean-
tragen (pag. 1967 ff.): 

I.

Es sei festzustellen, dass

1. Ziff.I./1.-4. des Urteils vom 26.11.2020 des Regionalgerichts Bern-Mittelland insoweit in Rechts-
kraft erwachsen sind, als dass Herr A.________ von den Anschuldigungen

a. des Diebstahls, angeblich gewerbsmässig begangen, namentlich wie folgt

aa. zwischen dem 15. und 16.12.2006 in Ittigen z.N. E.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 9'090.00;

ab. zwischen dem 15. und 16.12.2006 in Ittigen z.N. F.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 22'740.00;

ac. am 10.11.2019 in Biberist z.N. G.________ (Versuch);

10

b. der Sachbeschädigung, angeblich begangen am 10.11.2019 in Biberist z.N. 
G.________ im Schadensbetrag von CHF 3'100.00;

c. des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 10.11.2019 in Biberist z.N. 
G.________;

d. der Urkundenfälschung, angeblich begangen am 29.11.2019 in Uttigen durch Verwen-
den einer gefälschten kroatischen Identitätskarte, lautend auf H.________, geb. am 
A.________1980, von Kroatien;

freigesprochen wurde;

2. Ziff. II/1.2.-3. des Urteils vom 26.11.2020 des Regionalgerichts Bern-Mittelland insoweit in 
Rechtskraft erwachsen sind, als dass Herr A.________

a. des gewerbsmässigen Diebstahls, begangen in der Zeit vom 29.10.2019 bis am 
28.11.2019 im Deliktsbetrag von CHF 94'909.85 i.S.v. Ziff. 1.2.1-1.2.18 des Urteils vom 
26.11.2020;

b. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen in der Zeit vom 29.10.2019 bis am 
28.11.2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz im Gesamtschadensbetrag 
von CHF 38'068.00 i.S.v. Ziff. 2.1-2.18 des Urteils vom 26.11.2020;

c. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen in der Zeit vom 29.10.2019 bis am 
28.11.2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz im Gesamtschadensbetrag 
von CHF 38'068.00 i.S.v. Ziff. 3.1-3.18 des Urteils vom 26.11.2020;

schuldig erklärt wurde;

Hinsichtlich der vorgenannten Schuldsprüche sei Herr A.________ in Anwendung der einschlägigen 
Gesetzesbestimmungen 

zu verurteilen

zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungs- 
und Sicherheitshaft sowie des vorzeitigen Straf- und Massnahmenvollzugs.

II.

Herr A.________, geb. AY.________ (Datum), sei

freizusprechen

von den Vorwürfen

1. des Diebstahls, angeblich mehrfach gewerbs- und z.T. bandenmässig begangen, in der 
Zeit vom 1.12.2006 bis am 15.2.2007 im Deliktsbetrag von CHF 230'692.45 i.S.v. Ziff. 1.3.1-
1.3.17 des Urteils vom 26.11.2020;

2. der Urkundenfälschung, angeblich begangen am 4.12.2006 in Bern durch Verwenden eines 
gefälschten slowenischen Reisepasses, lautend auf AT.________, geboren am …10.1966, von 
Slowenien.

III.

Die Zivilklage der Zivilklägerin C.________ AG sei vollumfänglich abzuweisen. 

11

IV.

1. Die Verfahrenskosten seien entsprechend den vorgenannten Anträgen auszuscheiden und zu 
verteilen.

2. Herrn A.________ sei eine angemessene Entschädigung i.S.v. Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 
Abs. 1 lit. a StPO für die auf die Freisprüche anfallenden Verteidigungskosten vor erster und 
zweiter Instanz gemäss einzureichender Kostennote und Kostennote vom 20.11.2020 zuzuspre-
chen. Im Übrigen sei das amtliche Honorar gemäss einzureichender Kostennote zu bestimmen.

3. Es sei das Mobiltelefon Samsung Galaxy Note 5 (Ass. 2 HS Ferienwohnung) nach Rechtskraft 
des Urteils Herrn A.________ zu Handen seiner Effekten zurückzugeben. 

4. Es seien die weiteren nötigen Verfügungen zu treffen. 

4.2 Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte an der oberinstanzlichen Hauptverhand-
lung was folgt (pag. 1961 ff.): 

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 26.11.2020 insofern in 
Rechtskraft erwachsen ist, als

1. A.________ freigesprochen wurde von den Anschuldigungen
1.1 des Diebstahls, angeblich gewerbsmässig begangen, namentlich wie folgt: 

1.1.1 zwischen dem 15. und 16. Dezember 2006 in Ittigen zN E.________ im Deliktsbe-
trag von Fr. 9'090.00 (Ziff. 1.1.4 in der AKS);

1.1.2 zwischen dem 15. und 16. Dezember 2006 in Ittigen zN F.________ im Deliktsbe-
trag von Fr. 22'740.00 (Ziff. 1.1.5 in der AKS);

1.1.3 am 10. November 2019 in Biberist zN G.________ (Versuch; Ziff. 1.2.4 in der AKS);
1.2 der Sachbeschädigung, angeblich begangen am 10. November 2019 in Biberist zN 

G.________ im Schadensbetrag von Fr. 3'100.00 (Ziff. 2.4 in der AKS);
1.3 des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 10. November 2019 in Biberist zN 

G.________ (Ziff. 2.4 in der AKS);
1.4 der Urkundenfälschung, angeblich begangen am 29 November 2019 in Uttigen durch Ver-

wenden einer gefälschten kroatischen Identitätskarte, lautend auf H.________, geboren am 
… Mai 1980, von Kroatien (Ziff. 3.2 in der AKS);

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 3'218.75, an den Kanton 
Bern und unter Ausrichtung einer anteilsmässigen Entschädigung von Fr. 1'793.60 an Rechtsanwalt 
B.________ für die amtliche Verteidigung.

2. A.________ schuldig gesprochen wurde
2.1 der Sachbeschädigung, mehrfach begangen in der Zeit vom 29. Oktober 2019 bis am 28. 

November 2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz im Gesamtsachschadens-
betrag von Fr. 38'068.00, namentlich wie folgt:
2.1.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ im Schadensbetrag von 

Fr. 2'000.00 (Ziff. 2.1 in der AKS);
2.1.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ im Schadensbetrag von Fr. 

5'000.00 (Ziff. 2.2 in der AKS);

12

2.1.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ im Schadensbetrag von Fr. 
2'500.00 (Ziff. 2.3 in der AKS);

2.1.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 1'838.00 (Ziff. 2.5 in der AKS);

2.1.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ im Schadensbetrag von Fr. 
2'730.00 (Ziff. 2.6 in der AKS);

2.1.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 6'000.00 (Ziff. 2.7 in der AKS);

2.1.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ im Schadens-
betrag von Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.8 in der AKS);

2.1.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ im Scha-
densbetrag von Fr. 3'850.00 (Ziff. 2.9 in der AKS);

2.1.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ im unbe-
kannten Deliktsbetrag (Ziff. 2.10 in der AKS);

2.1.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 2'000.00 (Ziff. 2.11 in der AKS);

2.1.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ im Schadensbetrag von Fr. 
1'000.00 (Ziff. 2.12 in der AKS);

2.1.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.13 in der AKS);

2.1.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 3'000.00 (Ziff. 2.14 in der AKS);

2.1.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ im Schadensbetrag von Fr. 
450.00 (Ziff. 2.15 in der AKS);

2.2.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ im 
Schadensbetrag von Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.16 in der AKS);

2.1.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ und AS.________ im Schadens-
betrag von Fr. 200.00 resp. Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.17 in der AKS);

2.1.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ im Schadensbetrag von 
Fr. 1'000.00 (Ziff. 2.18 in der AKS);

2.1.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ im Schadensbetrag von Fr. 
2'500.00 (Ziff. 2.19 in der AKS);

2.2 des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen in der Zeit vom 29. Oktober 2019 bis am 28. 
November 2019 in Oftringen und anderen Orten in der Schweiz, namentlich wie folgt:
2.2.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ (Ziff. 2.1 in der AKS);
2.1.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ (Ziff. 2.2 in der AKS);
2.1.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ (Ziff. 2.3 in der AKS);
2.1.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ (Ziff. 2.5 in der AKS);
2.1.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ (Ziff. 2.6 in der AKS);
2.1.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ (Ziff. 2.7 in der AKS);
2.1.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ (Ziff. 2.8 in der 

AKS);
2.1.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ (Ziff. 2.9 in 

der AKS);
2.1.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ (Ziff. 2.10 in 

der AKS);

13

2.1.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ (Ziff. 2.11 in der AKS);
2.1.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ (Ziff. 2.12 in der AKS);
2.1.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ (Ziff. 2.13 in der AKS);
2.1.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ (Ziff. 2.14 in der AKS);
2.1.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ (Ziff. 2.15 in der AKS);
2.1.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ (Ziff. 

2.16 in der AKS);
2.1.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ und AS.________ (Ziff. 2.17 in 

der AKS);
2.1.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ (Ziff. 2.18 in der AKS);
2.1.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ (Ziff. 2.19 in der AKS);

2.3 Verfügungen getroffen wurden gemäss Ziff. V/3 – 5 des Urteilsdispositivs (exkl. Einziehung 
Mobiltelefon Samsung Galaxy Note5).

II.

A.________ sei schuldig zu sprechen: 

1. des Diebstahls, mehrfach gewerbs- und teilweise bandenmässig begangen mit D.________, in 
der Zeit vom 01. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007 und vom 29. Oktober 2019 bis am 28. 
November 2019 in Zollikofen und weiteren Orten in der Schweiz im Gesamtdeliktsbetrag von Fr. 
325'602.30, namentlich wie folgt: 
1.1 in der Zeit vom 01. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007 im Deliktsbetrag von total 

Fr. 230'692.45:
1.1.1 am 01. Dezember 2006 in Zollikofen zN I.________ und J.________ im Deliktsbe-

trag von Fr. 8'724.55 (Ziff. 1.1.1 in der AKS);
1.1.2 am 01. / 02. Dezember 2006 in Zollikofen zN K.________ im Deliktsbetrag von Fr. 

6'540.00 (Ziff. 1.1.2 in der AKS);
1.1.3 zwischen dem 27. November und 02. Dezember 2006 in Zollikofen zN L.________ 

(Versuch; Ziff. 1.1.3 in der AKS);
1.1.4 am 07. Februar 2007 in St. Gallen zN M.________ im Deliktsbetrag von Fr. 4'486.00 

(Ziff. 1.1.6 in der AKS);
1.1.5 am 07. Februar 2007 in St. Gallen zN N.________ im Deliktsbetrag von Fr. 370.00 

(Ziff. 1.1.7 in der AKS);
1.1.6 zwischen dem 08. und 18. Februar 2007 in Solothurn zN O.________ im Deliktsbe-

trag von Fr. 9'709.50 (Ziff. 1.1.8 in der AKS);
1.1.7 zwischen dem 08. und 09. Februar 2007 in Arbon zN P.________ (Versuch; Ziff. 

1.1.9 in der AKS);
1.1.8 am 09. Februar 2007 in Muri zN Q.________ im Deliktsbetrag von Fr. 125'086.40 

(Ziff. 1.1.10 in der AKS);
1.1.9 am 09. Februar 2007 in Muri zN R.________ im Deliktsbetrag von Fr. 13'390.00 

(Ziff. 1.1.11 in der AKS);
1.1.10 am 12. Februar 2007 in Bolligen zN S.________ (Versuch; Ziff. 1.1.12 in der AKS);
1.1.11 zwischen dem 13. und 15. Februar 2007 in Zuchwil zN T.________ im Deliktsbetrag 

von Fr. 20'600.00 (Ziff. 1.1.13 in der AKS);
1.1.12 am 14. Februar 2007 in Zuchwil zN U.________ im Deliktsbetrag von Fr. 50.00 (Ziff. 

1.1.14 in der AKS);
1.1.13 am 14. Februar 2007 in Zuchwil zN V.________ (Versuch; Ziff. 1.1.15 in der AKS);

14

1.1.14 zwischen dem 14. und 15. Februar 2007 in Solothurn zN W.________ im Deliktsbe-
trag von Fr. 30'749.00 (Ziff. 1.1.16 in der AKS);

1.1.15 am 15. Februar 2007 in Luzern zN X.________ im Deliktsbetrag von Fr. 4'800.00 
(Ziff. 1.1.17 in der AKS);

1.1.16 am 15. Februar 2007 in Luzern zN Y.________ im Deliktsbetrag von Fr. 5'342.00 
(Ziff. 1.1.18 in der AKS);

1.1.17 am 15. Februar 2007 in Luzern zN Z.________ im Deliktsbetrag von Fr. 845.00 (Ziff. 
1.1.19 in der AKS);

1.2 in der Zeit vom 29.10. bis am 28.11.2019 im Deliktsbetrag von total Fr. 94'909.85:
1.2.1 am 29. Oktober 2019 in Oftringen zN AA.________ (Versuch; Ziff. 1.2.1 in der 

AKS);
1.2.2 am 29. Oktober 2019 in Strengelbach zN AB.________ (Versuch; Ziff. 1.2.2 in der 

AKS);
1.2.3 am 09. November 2019 in Lenzburg zN AC.________ im Deliktsbetrag von Fr. 

10'530.00 (Ziff. 1.2.3 in der AKS);
1.2.4 am 11. November 2019 in Feldbrunnen zN AD.________ im Deliktsbetrag von Fr. 

9'765.00 (Ziff. 1.2.5 in der AKS);
1.2.5 am 13. November 2019 in Lyss zN AE.________ im Deliktsbetrag von Fr. 10'829.00 

(Ziff. 1.2.6 in der AKS);
1.2.6 am 15. November 2019 in Port zN AF.________ im Deliktsbetrag von Fr. 5'888.85 

(Ziff. 1.2.7 in der AKS);
1.2.7 zwischen dem 16. und 18. November 2019 in Thun zN AG.________ im Deliktsbe-

trag von Fr. 10'308.00 (Ziff. 1.2.8 in der AKS);
1.2.8 zwischen dem 19. und 20. November 2019 in Burgdorf zN AH.________ im Delikts-

betrag von Fr. 3'070.00 (Ziff. 1.2.9 in der AKS);
1.2.9 zwischen dem 19. und 21. November 2019 in Burgdorf zN AI.________ (Versuch; 

Ziff. 1.2.10 in der AKS);
1.2.10 am 20. November 2019 in Zollikofen zN AJ.________ im Deliktsbetrag von Fr. 

7'379.00 (Ziff. 1.2.11 in der AKS);
1.2.11 am 21. November 2019 in Ittigen zN AK.________ im Deliktsbetrag von Fr. 

12'257.00 (Ziff. 1.2.12 in der AKS);
1.2.12 am 21. November 2019 in Bolligen zN AL.________ im Deliktsbetrag von 

Fr. 1'920.00 (Ziff. 1.2.13 in der AKS);
1.2.13 am 22. November 2019 in Bellach zN AM.________ (Versuch; Ziff. 1.2.14 in der 

AKS);
1.2.14 am 26. November 2019 in Burgdorf zN AN.________ im Deliktsbetrag von 

Fr. 730.00 (Ziff. 1.2.15 in der AKS);
1.2.15 zwischen dem 28. und 29. November 2019 in Steffisburg zN AO.________ im De-

liktsbetrag von Fr. 2'441.00 (Ziff. 1.2.16 in der AKS);
1.2.16 am 28. November 2019 in Thun zN AP.________ im Deliktsbetrag von 

Fr. 17'230.00 (Ziff. 1.2.17 in der AKS);
1.2.17 am 28. November 2019 in Thun zN AQ.________ (Versuch; Ziff. 1.2.18 in der AKS);
1.2.18 am 28. November 2019 in Thun zN AR.________ im Deliktsbetrag von Fr. 2'562.00 

(Ziff. 1.2.19 in der AKS);

15

2. der Urkundenfälschung, begangen am 04. Dezember 2006 in Bern durch Verwenden eines ge-
fälschten slowenischen Reisepasses, lautend auf AT.________, geboren am … Oktober 1966, 
von Slowenien (Ziff. 3.1 in der AKS);

und in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen

zu verurteilen:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 62 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-
chungs- und Sicherheitshaft;

2. Zu einer Landesverweisung von 15 Jahren mit Anordnung der Ausschreibung im Schengener In-
formationssystem SIS;

3. Zur Bezahlung [der] anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (zzgl. Ge-
bühr gemäss Art. 21 VKD von Fr. 600.00). 

III.

Es seien die üblichen Verfügungen zu treffen (Einziehung Mobiltelefon Samsung Galaxy Note5, Ho-
norar, etc.).

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die Berufung ist beschränkt und richtet sich gegen die den Zeitraum 2006/2007 be-
treffenden Schuldsprüche wegen Diebstahls, gewerbs- und teilweise bandenmäs-
sig begangen (Ziff. II.1.3.1 – II.1.3.17 des erstinstanzlichen Urteils) sowie den 
Schuldspruch wegen Urkundenfälschung (Ziff. II.4 des erstinstanzlichen Urteils). 
Weiter ist eine neue Strafzumessung vorzunehmen und über die Verlegung der 
Verfahrenskosten zu befinden. Ferner ist die Verfügung der Vorinstanz im Zivil-
punkt angefochten und durch die Kammer zu überprüfen. Ebenso ist die vor-
instanzliche Verfügung der Einziehung zwecks Vernichtung des beschlagnahmten 
Samsung Galaxy Note 5 angefochten (Ziff. V.3 des erstinstanzlichen Urteils). Nicht 
der Rechtskraft zugänglich und deshalb durch die Kammer neu zu entscheiden ist 
die Frage der Löschung des vom Beschuldigten erstellten DNA-Profils und der er-
hobenen biometrischen Daten (Ziff. V.7 und Ziff. V.8). 

Somit sind die folgenden Punkte des erstinstanzlichen Urteils in Rechtskraft er-
wachsen: Die Freisprüche gemäss Ziff. I., die Schuldsprüche gemäss Ziff. II.1.2., 
Ziff. II.2. und Ziff. II.3., die Einziehung zur Vernichtung der in Ziff. V.3. genannten 
Gegenstände (mit Ausnahme des Mobiltelefons Samsung Galaxy Note 5), die Her-
ausgabe von drei Ausweisen lautend auf AU.________ gemäss Ziff. V.4., und das 
Belassen mehrerer Geldbeträge bei den Akten gemäss Ziff. V.6 des erstinstanzli-
chen Urteils.

Die Anordnung der Landesverweisung für die Dauer von 15 Jahren mit Ausschrei-
bung im SIS (Ziff. II.2 und Ziff. V.2 des erstinstanzlichen Urteils) ist nach Auffas-
sung der Kammer ebenfalls in Rechtskraft erwachsen. Mit den rechtskräftigen 
Schuldsprüchen gemäss Ziff. II.1.2. und II.3 des erstinstanzlichen Urteils liegen 
rechtskräftige Anlasstaten i.S.v. Art. 66a Abs. 1 Bst. c und d des Schweizerischen 
Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) vor. Die vorliegend noch zu überprüfenden 
Vorwürfe betreffen den Zeitraum 2006/2007 und kommen aufgrund des Rückwir-
kungsverbots gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB nicht als Anlasstaten für die obligatori-
sche Landesverweisung nach Art. 66a StGB infrage. Ferner machte die Verteidi-

16

gung in oberer Instanz keinen Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB geltend und rich-
tete die Berufung nicht gegen die angeordnete Dauer der Landesverweisung oder 
die Ausschreibung im SIS gemäss den Art. 24 und 21 der Verordnung (EG) 
Nr. 1987/2006 des europäischen Parlaments und des Rates über die Einrichtung, 
den Betrieb und die Nutzung des Schengener Informationssystems der zweiten 
Generation vom 20. Dezember 2006 (SIS-II-Verordnung). Für die Kammer besteht 
auch unter dem Gesichtspunkt von Art. 404 Abs. 2 der Schweizerischen Strafpro-
zessordnung (StPO; SR 312.0) kein Anlass, das erstinstanzliche Urteil in diesen 
Punkten abzuändern. 

Die angefochtenen Punkte überprüft die Kammer mit voller Kognition (Art. 398 
Abs. 3 StPO). Es gilt das Verschlechterungsverbot; das erstinstanzliche Urteil darf 
nicht zum Nachteil des Beschuldigten abgeändert werden (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Allgemeines

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es berücksichtigt die im Vorverfah-
ren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (Art. 350 Abs. 2 StPO). Freie Be-
weiswürdigung bedeutet, dass die Organe der Strafrechtspflege frei von Beweisre-
geln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prü-
fung der vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für be-
wiesen halten oder nicht (Urteil des Bundesgerichts 6B_804/2017 vom 
23. Mai 2018 E. 2.2.3.1 mit Hinweisen). Die freie Beweiswürdigung gründet auf 
gewissenhaft festgestellten Tatsachen und logischen Schlussfolgerungen. Sie darf 
sich nicht auf blossen Verdacht oder blosse Vermutung stützen (HOFER, in: Basler 
Kommentar, Strafprozessordnung, 2. Auflage, Art. 10 N 58 ff.).

Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Vorausset-
zungen der angeklagten Tat geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Als Beweiswürdigungsregel be-
sagt der Grundsatz in dubio pro reo, dass sich das Gericht nicht von einem für die 
angeklagte Person ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei ob-
jektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. 
Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche 
immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss 
sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, also um solche, 
die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 31 E. 2c S. 37; Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_212/2019 vom 15. Mai 2019 E. 1.3.2). 

Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung auch ein indirekter 
Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht 
unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, 
unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, 
welche für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täter-
schaft oder die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Anders-

17

seins offenlassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver 
Betrachtung keine Zweifel bestehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht 
hat. Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig (Urteile des Bundes-
gerichts 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 12.1; 6B_605/2016 vom 15. Septem-
ber 2016 E. 2.8; 6B_1427/2016 vom 27. April 2017 E. 3 je mit Hinweisen).

Indizien (Anzeichen) sind Hilfstatsachen, die, wenn selber bewiesen, auf eine an-
dere, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache schliessen lassen. Der erfolgreiche In-
dizienbeweis begründet eine der Lebenserfahrung entsprechende Vermutung, dass 
die nicht bewiesene Tatsache gegeben ist. Für sich allein betrachtet deuten Indizi-
en jeweils nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache 
hin. Auf das einzelne Indiz ist der In-dubio-Grundsatz denn auch nicht anwendbar. 
Gemeinsam – einander ergänzend und verstärkend – können Indizien aber zum 
Schluss führen, dass die rechtserhebliche Tatsache nach der allgemeinen Lebens-
erfahrung gegeben sein muss. Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleich-
gestellt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_360/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2.4, 
nicht publ. in: BGE 143 IV 361 sowie 6B_332/2009 vom 4. August 2009 E. 2.3; je 
mit Hinweisen; BGE 144 IV 345).

7. Diebstahl, gewerbs- und teilweise bandenmässig begangen gemäss den Zif-
fern I.1.1.1 bis I.1.1.19 AKS

7.1 Generell

Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, in der Zeit vom 1. De-
zember 2006 bis zum 15. Februar 2007, teilweise gemeinsam mit D.________ 
(nachfolgend D.________), insgesamt 18 Diebstähle an verschiedenen Orten ver-
übt zu haben. Er habe die Absicht gehabt, die Wohnungen und Häuser nach Bar-
geld, Schmuck, Edelmetallen und anderen Wertsachen zu durchsuchen, die geeig-
net erscheinenden Objekte mitzunehmen und damit einen erheblichen Teil seiner 
Lebenshaltungskosten zu finanzieren (pag. 1597 f.). 

Der Beschuldigte bestreitet diese Diebstähle verübt zu haben oder daran beteiligt 
gewesen zu sein. Er bestreitet jedoch nicht, dass er in der fraglichen Zeit in der 
Schweiz war (pag. 1948, Z. 15). Gemeinsam mit D.________ bewohnte er vom 9. - 
18. Dezember 2006 und vom 12. - 19. Februar 2007 ein Apartment bei 
AZ.________ in BJ.________ (pag. 125 f.; pag. 1226.3, Z. 69). Darüber hinaus lo-
gierten sie zeitweise in Hotels in St. Gallen (pag. 316) und in Bern (pag. 1746 ff.). 

Über den Zweck seines Aufenthalts im Zeitraum 2006/2007 sagte der Beschuldigte 
aus, er sei in erster Linie zum Glücksspiel in die Schweiz gereist und habe in Bern 
und Zürich an illegalen Pokerturnieren teilgenommen (pag. 1226.3, Z. 60 ff.; 
pag. 1948, Z. 23 f.). Die Schweiz sei dafür besonders geeignet, weil hier um grös-
sere Beträge gespielt werde (pag. 1730, Z. 17 f.). Wenn er beim Glücksspiel eine 
Pechsträhne gehabt habe, habe er Einbruchdiebstähle verübt (pag. 1728, Z. 10). 
Aus diesem Grund habe er auch die – in oberer Instanz nicht mehr verfahrensge-
genständlichen – Einbruchdiebstähle im Oktober und November 2019 begangen 
(pag. 1226.7, Z. 208 ff., pag. 1729, Z. 15 ff.). Wenn es beim Poker gut laufe, dann 
komme er nicht auf die Idee, Einbrüche zu machen (pag. 1226.8, Z. 252 ff.). Er be-
zeichne dies nicht als Profieinbrechen, sondern eher als Beschaffungskriminalität 

18

(pag. 1226.9, Z. 305 f.). Er stehle nur, wenn er Geldprobleme habe (pag. 1226.9, 
Z. 308, pag. 1729, Z. 36 ff.). Mit den Einbrüchen habe er seinen Lebensunterhalt fi-
nanziert (pag. 1730, Z. 7 ff.). Er sei ein schlechter Einbrecher, denn man erwische 
ihn ja immer am Schluss (pag. 1226.10, Z. 327 f.). Er hätte die gestohlenen Ge-
genstände in der Schweiz in Gold umtauschen oder verkaufen wollen (pag. 1226.8, 
Z. 241 ff.).

Diese Erklärung kann nur als Schutzbehauptung angesehen werden. Der Beschul-
digte verweigerte anfänglich die Aussage. Erst an der staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahme vom 25. Juni 2020 machte er Angaben zur Sache und sagte einlei-
tend aus, die Vorwürfe aus den Jahren 2006 und 2007 seien ihm neu gewesen und 
er habe zuerst hören wollen, «was die Polizei weiss» (pag. 1226.1, Z. 13). Dadurch 
wollte er seine Aussagen offensichtlich auf die ihm vorgehaltenen Beweismittel ab-
stimmen. Der Beschuldigte wurde zudem am 20. Januar 2006 vom Obergericht des 
Kantons Zürich unter anderem wegen gewerbsmässigen Diebstahls zu einer 
Zuchthausstrafe von 22 Monaten verurteilt und für 10 Jahre des Landes verwiesen 
(pag. 1928). Schon im Dezember 2006 reiste er mit gefälschten Ausweisschriften 
erneut in die Schweiz ein (pag. 1948, Z. 15; pag. 1949, Z. 19). Es ist nicht nach-
vollziehbar, weshalb ausgerechnet die Schweiz, aus der er kurz zuvor ausgewie-
sen worden war, für Glücksspiel besonders attraktiv gewesen sein soll. Dass es 
hier viele Orte geben soll, wo um besonders hohe Geldbeträge gespielt werden 
könne (pag. 1226.3, Z. 61 f.: pag. 1730, Z. 17 f.), überzeugt nicht. Unklar ist auch, 
wie er ohne jegliche Beziehung zur Schweiz (pag. 1723, Z. 24) überhaupt Kenntnis 
von Orten zum privaten Glücksspiel gehabt haben will (pag. 1226.8, Z. 238 f.). 
Kommt hinzu, dass der Beschuldigte von seinem sehr guten Freund D.________ 
begleitet wurde, von dem er wusste, dass er Einbrüche beging (pag. 1226.4, 
Z. 111 ff.; pag. 1728, Z. 10). Die Darstellung seiner eingestandenen Taten als blos-
se «Beschaffungskriminalität» im zuvor umschriebenen Sinn hielt der Beschuldigte 
denn auch selbst nicht aufrecht. Auf Vorhalt seiner einschlägigen Vorstrafen aus 
Deutschland und der Schweiz an der oberinstanzlichen Einvernahme verneinte der 
Beschuldigte, dass er auch damals wegen einer Pechsträhne beim Glücksspiel 
kriminell geworden sei; er habe keine Erklärung dafür (pag. 1951, Z. 16 ff.). 

Zu den an mehreren Tatorten gefundenen Werkzeugen mit seinen DNA-Spuren er-
klärte der Beschuldigte, er habe damals für D.________ auch Werkzeuge gekauft, 
da dieser ein Restaurant habe renovieren wollen (pag. 1948, Z. 33), und dabei ha-
be er die Werkzeuge angefasst. Die Werkzeuge habe D.________ dann wahr-
scheinlich nicht für Renovationsarbeiten, sondern für Einbrüche verwendet 
(pag. 1948, Z. 39). Anders könne er sich nicht erklären, wieso seine DNA darauf zu 
finden sei (pag. 1226.2, Z. 19 ff., pag. 1226.3, Z. 59 f., pag. 1226.4, Z. 106 ff., 
pag. 1726, Z. 1 ff.). D.________ habe zu den Werkzeugen nichts gesagt 
(pag. 1226.4, Z. 116 ff.), habe aber immer Handschuhe getragen. Er habe sich 
nichts dabei gedacht und darum wohl seine DNA darauf hinterlassen. Dies sei 
dumm von ihm gewesen (pag. 1226.5, Z. 127 ff.). Mit D.________ sei er sehr gut 
befreundet gewesen (pag. 1226.3, Z. 76 f.). Dieser sei in dieser Zeit mit der Cousi-
ne seiner Exfrau liiert gewesen.

19

Auch diese Aussagen sind als Schutzbehauptungen einzustufen. Der Beschuldigte 
schilderte das behauptete Renovationsvorhaben realitätsfern, detailarm und wider-
sprüchlich. So war ihm nicht klar, ob D.________ ein Restaurant neu eröffnen, re-
novieren oder pachten wollte (pag. 1226.2, Z. 20; pag. 1226.3, Z. 59 f.; 
pag. 1226.5, Z. 160). Weiter geht aus den Aussagen des Beschuldigten hervor, 
dass offenbar noch nicht einmal ein passendes Restaurant gefunden war 
(pag. 1226.3, Z. 62 f.). Es versteht sich, dass in diesem Stadium des angeblichen 
Vorhabens noch keine Werkzeuge gebraucht worden wären. Darüber hinaus er-
wähnte D.________ in seinen Einvernahmen nie ein derartiges Vorhaben. Daher 
überzeugt nicht, dass der Beschuldigte für D.________ Werkzeuge beschafft ha-
ben will, die dieser eigenmächtig für Einbrüche verwendet und nur mit Handschu-
hen angefasst hat. Hätte D.________ den Beschuldigten derart «ins Messer laufen 
lassen», würde der Beschuldigte ihn kaum als sehr guten Freund bezeichnen 
(pag. 1226.3, Z. 77; pag. 1948, Z. 19). Bei einem der gefundenen Einbruchwerk-
zeuge mit DNA-Spuren des Beschuldigten handelte es sich zudem um eine Ta-
schenlampe, die kein gängiges Werkzeug für Renovationsarbeiten darstellt.

Die Aussagen des Beschuldigten müssen auch angesichts seiner plötzlichen Ab-
reise und der Verhaftung D's.________ als unglaubhaft eingestuft werden. 
D.________ wurde am 15. Februar 2007 in Luzern festgenommen, als er nach 
mehreren Einbrüchen mit einem zweiten, zunächst nicht identifizierten Mann vor 
der Polizei geflohen war (pag. 563; dazu E. 7.2.7 unten). Die auf der Flucht verlo-
renen Schraubenzieher mit DNA-Spuren des Beschuldigten lassen keine Zweifel 
daran aufkommen, dass es sich beim zweiten, geflohenen Mann um den Beschul-
digten handelte. Ferner wurden in D's.________ Auto die vom Beschuldigten ver-
wendeten Ausweisschriften gefunden (pag. 134), was weiter belegt, dass die bei-
den gemeinsam in Luzern waren.

Gemäss AZ.________, in deren Apartment der Beschuldigte und D.________ in 
dieser Zeit logierten, sei ersterer eines Abends ohne Apartmentschlüssel bei ihr 
aufgetaucht (pag. 1162, Z. 5 ff.). Er habe ihr erklärt, sein Kollege habe dringend 
nach Deutschland fahren müssen und habe Einlass in das gemietete Apartment 
verlangt. Danach habe sie die beiden nicht mehr wiedergesehen, obwohl das 
Apartment ursprünglich bis zum 19. Februar 2007 gemietet war (pag. 125). Zahlrei-
che Gegenstände wurden im Apartment zurückgelassen. 

Die Abreise kann nur als überstürzt bezeichnet werden, wobei der Zusammenhang 
mit der vorausgegangenen Verhaftung D's.________ auf der Hand liegt. Es trifft 
nicht zu, dass der Beschuldigte vor der Abreise seine Sachen gepackt und nur die-
jenigen von D.________ zurückgelassen hat, nachdem dieser unerwartet nicht er-
schienen ist (pag. 1226.3, Z. 88 ff., pag. 1727, Z. 6 ff., pag. 1728, Z. 21 ff., pag. 
1730, Z. 37 ff.; pag. 1951, Z. 5 ff.). Von den im Apartment zurückgelassenen Ge-
genständen und Kleidungsstücken identifizierte D.________ nämlich bei weitem 
nicht alle als seine (pag. 1233 ff.). Offensichtlich liess der Beschuldigte zahlreiche 
seiner eigenen Sachen im Apartment zurück, um möglichst schnell abreisen zu 
können. Weiter zeigen die Randdaten von D's.________ Mobiltelefon auf, dass der 
Beschuldigte nur einen einzigen Anrufversuch unternommen hat, als D.________ 
infolge seiner Verhaftung angeblich «unerwartet» nicht erschienen war (pag. 1339). 

20

Dem Beschuldigten war klar, weshalb weitere Anrufversuche keinen Sinn machen 
würden. 

Zusammenfassend kann nicht auf die Aussagen des Beschuldigten über den 
Zweck seiner Einreise in die Schweiz in den Jahren 2006 und 2007 abgestellt wer-
den. Vielmehr ist anhand der Beweismittel und seiner Aussagen evident, dass er 
zur Verübung von Einbrüchen in die Schweiz eingereist ist. Ferner belegen die ge-
meinsamen Aufenthalte in Hotels und einem Ferienapartment, die vom Beschuldig-
ten verwendeten Ausweisschriften in D's.________ Auto sowie drei Fotoaufnah-
men von Radarfallen, die den Beschuldigten auf dem Beifahrersitz neben 
D.________ zeigen (pag. 171 ff.), dass die beiden gemeinsam agierten oder der 
Beschuldigte alleine. 

Zu prüfen bleibt lediglich, welche Vorwürfe gemäss Anklageschrift dem Beschuldig-
ten anzulasten sind. 

7.2 Die Diebstähle im Einzelnen

7.2.1 In Zollikofen (Ziff. I.1.1.1 bis I.1.1.3 AKS)

Dem Beschuldigten werden in der Anklageschrift drei Einbruchdiebstähle in Zolliko-
fen zur Last gelegt (pag. 1598):

I.1.1.1: am 1. Dezember 2006 […] zum Nachteil von I.________ und J.________ im Deliktsbetrag 
von CHF 8'724.55; 

I.1.1.2: am 1./2. Dezember 2006 […] zum Nachteil von K.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 6'540.00; und

I.1.1.3: in der Zeit vom 27. November bis 2. Dezember 2006 […] zum Nachteil von L.________ (Ver-
such). 

Die Vorinstanz zog zusammengefasst in Erwägung, dass eine einzige Person für 
alle drei Einbrüche verantwortlich sein müsse und D.________ als Täter ausser 
Betracht falle, da er für die fraglichen Delikte nicht angeklagt worden sei. Weiter sei 
beim Einbruch im Einfamilienhaus von I.________ und J.________ ein Schrauben-
zieher mit DNA-Spuren des Beschuldigten sichergestellt worden (zum Ganzen Ziff. 
III.3.5.1 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1813 ff.). 

Dagegen wandte die Verteidigung an der oberinstanzlichen Hauptverhandlung ein, 
die DNA-Spur am Schraubenzieher beweise nicht, dass der Beschuldigte sich am 
Tatort aufgehalten habe. Die Tatsache, dass D.________ für diese Taten nicht an-
geklagt worden sei, lasse nicht auf die Täterschaft des Beschuldigten schliessen. 
Es bestünden Indizien dafür, dass D.________ auch mit weiteren Personen Kon-
takt gehabt habe, die als Täterschaft nicht ausgeschlossen werden könnten. Ent-
sprechend treffe das Signalement des Zeugen BA.________ nicht auf den Be-
schuldigten zu (zum Ganzen pag. 1952 f.). 

Den vorinstanzlichen Erwägungen schliesst sich die Kammer an (pag. 1813 ff.). 
Wie zuvor bereits ausgeführt (E. 7.1 oben), überzeugt die Begründung des Be-
schuldigten, wie ein Schraubenzieher mit seiner DNA an einen der Tatorte gelangt 
ist, nicht im Geringsten. Zudem wurden die DNA-Spuren am Griff des Schrauben-
ziehers festgestellt (pag. 221 ff.). Wäre der Schraubenzieher von einer anderen 

21

Person für den Einbruch benutzt worden, so hätten die allenfalls vom Täter ver-
wendeten Handschuhe mit grosser Wahrscheinlichkeit die DNA-Spur des Beschul-
digten verwischt. 

D.________ hatte in der Schweiz entgegen der Verteidigung keinen regelmässigen 
Umgang mit weiteren Personen, die als Täterschaft nicht ausgeschlossen werden 
können. Die von der Verteidigung angeführte Aussage der Vermieterin des Apart-
ments, AZ.________, wonach D.________ und der Beschuldigte glaublich jeweils 
abgeholt worden seien, stammt vom 25. Juni 2020 (pag. 1164.2, Z. 46 f.). An ihrer 
ersten Einvernahme vom 7. März 2007 sagte sie hingegen aus, sie habe nur 2 
Personen gesehen: D.________ und den Beschuldigten (pag. 1161, Z. 12 und 
Z. 21). Damals sagte sie weiter aus, die beiden seien mit einem eigenen Auto un-
terwegs gewesen (pag. 1161, Z. 15). Dass sie über 13 Jahre später auf die Frage, 
ob die beiden ein Auto gehabt hätten, mutmasste, sie seien glaublich jeweils abge-
holt worden, ist irrelevant. Es ist unwahrscheinlich, dass D.________, der wegen 
den vorliegenden Einbrüchen nicht verurteilt wurde, oder allenfalls unbekannte Drit-
te, von denen D.________ angeblich jeweils abgeholt wurde, den Schraubenzieher 
mit DNA-Spuren des Beschuldigten am Tatort zurückgelassen haben könnten. Aus 
dem Umstand, dass D.________ wegen des vorliegenden Vorwurfs nicht angeklagt 
wurde, kann der Beschuldigte nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

Vielmehr steht fest, dass der Beschuldigte am Tatort war und den Schraubenzieher 
mit seinen DNA-Spuren verloren hat, als er sich vor BA.________, dem Nachbarn 
der Einbruchsopfer I.________ und J.________, versteckte bzw. vom Tatort geflo-
hen ist (pag. 218). Entgegen der Verteidigung trifft das Signalement, das 
BA.________ zu Protokoll gab, durchaus auf den Beschuldigten zu. Zwar ist 
tatsächlich unklar, was mit «Typ Schweizer Buchhalter» gemeint ist (pag. 215). Im 
Übrigen trifft die Beschreibung jedoch in Bezug auf die Haarfarbe, die Grösse und 
die Gesichtsform auf den Beschuldigten zu. Die Täterschaft des Beschuldigten ist 
aufgrund dieser Indizien erstellt.

Die Ausführungen der Vorinstanz betreffend die mutmassliche Reihenfolge der drei 
Einbrüche in Zollikofen sind für die Kammer nachvollziehbar, aber nicht wesentlich. 
Entscheidend ist, dass die drei Tatorte in Fussdistanz zueinander liegen. Diese 
Nähe belegt, dass der Beschuldigte für alle drei Einbrüche verantwortlich war. 
Kommt hinzu, dass bei der Wohnung von K.________ Einbruchspuren eines 8mm 
breiten Flachwerkzeugs aufgefunden wurden, welche der Breite des sichergestell-
ten Schraubenziehers mit den DNA-Spuren des Beschuldigten entsprechen. 

7.2.2 In Arbon (Ziff. I.1.1.9 AKS)

Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift ein versuchter Einbruch in Arbon in 
der Zeit vom 8. Februar 2007 bis am 9. Februar 2007 zum Nachteil von 
P.________ vorgeworfen (pag. 1587 f.; Ziff. I.1.1.9 AKS). 

Die Vorinstanz erwog, dass die am Tatort gefundene Taschenlampe DNA-Spuren 
des Beschuldigten aufgewiesen habe, D.________ für diesen Einbruchsversuch 
nicht angeklagt worden sei und die Täterschaft einer Drittperson ausgeschlossen 
werden könne. Ferner habe der Beschuldigte bereits am 7. Februar 2007 in St. 

22

Gallen zwei Einbrüche begangen und müsse sich daher in der Nähe befunden ha-
ben (zum Ganzen Ziff. II.3.5.3 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1818). 

Die Verteidigung machte geltend, es bestünden keine weiteren Indizien als die 
DNA-Spur auf der am Tatort gefundenen Taschenlampe. Gemäss dem kriminal-
technischen Dienst der Kantonspolizei Thurgau habe es um den Tatzeitraum her-
um eine ganze Einbruchsserie gegeben, wofür offenbar nicht der Beschuldigte in-
frage gekommen sei. Es sei naheliegender, dass dieser Einbruchsversuch von ei-
ner anderen Täterschaft begangen worden sei (zum Ganzen pag. 1953). 

Auch in diesem Punkt schliesst sich die Kammer den vorinstanzlichen Erwägungen 
an (pag. 1818 ff.). Entscheidend ist, dass die am Tatort sichergestellte Taschen-
lampe DNA-Spuren des Beschuldigten aufwies (pag. 389 f.). Die Taschenlampe lag 
inmitten der zerbrochenen Scheibe der Verandatür (pag. 392) und wurde somit of-
fensichtlich von der Täterschaft zurückgelassen. Bezüglich der Erklärungen des 
Beschuldigte kann auf das bereits Gesagte verwiesen werden (E. 7.1 oben). Es ist 
unglaubhaft, dass der Beschuldigte die Taschenlampe für D.________ gekauft, ihm 
diese übergeben und dieser sie nur mit Handschuhen angefasst hat. Eine Ta-
schenlampe ist zudem kein übliches Werkzeug für die behaupteten Renovationsar-
beiten. Des Weiteren befand sich der Beschuldigte am darauffolgenden Tag erwie-
senermassen gemeinsam mit D.________ in St. Gallen und somit in der Region 
(pag. 1328; eingehend dazu sogleich E. 7.2.3 unten). 

Der Einwand der Verteidigung, wonach der Einbruchsversuch derselben Täter-
schaft anzulasten sei, die im Februar 2007 weitere Einbrüche in Arbon begangen 
habe, verfängt nicht. D.________, der wegen des vorliegenden Vorwurfs nicht ver-
urteilt wurde, kann als Täter ausgeschlossen werden. Wie eine andere, unbekannte 
Täterschaft in den Besitz der zurückgelassenen Taschenlampe mit DNA-Spuren 
des Beschuldigten gekommen sein soll, ist nicht ersichtlich und wurde von der Ver-
teidigung auch nicht vorgebracht. Dass die übrigen Delikte der Einbruchserie in Ar-
bon nicht dem Beschuldigten zur Last gelegt werden, widerlegt zudem die Vorbrin-
gen der Verteidigung, wonach dem Beschuldigten undifferenziert Einbrüche vorge-
worfen werden, zu denen nur ein loser Bezug hergestellt werden könne. Die Indizi-
enbeweisführung der Vorinstanz erscheint der Kammer gewissenhaft und schlüs-
sig. 

7.2.3 In St. Gallen (Ziff. I.1.1.6 und I.1.1.7 AKS

Dem Beschuldigten werden in der Anklageschrift zwei Einbrüche in St. Gallen zur 
Last gelegt (pag. 1598):

I.1.1.6: am 7. Februar 2007 […] zum Nachteil von M.________ im Deliktsbetrag von CHF 4'486.00; 
und

I.1.1.7: am 7. Februar 2007 […] zum Nachteil von N.________ im Deliktsbetrag von CHF 370.00.

In diesen Punkten erwog die Vorinstanz, dass das Mobiltelefon von D.________ in 
der fraglichen Zeit an mehreren Antennenstandorten in St. Gallen eingeloggt, der 
Beschuldigte mit D.________ unterwegs gewesen sei und die beiden folglich vom 
6. - 9. Februar 2007 im Hotel BB.________ in St. Gallen logiert hätten. Die anders-
lautenden Angaben des Betreibers des Hotels BB.________ würden vermutlich auf 

23

einem Irrtum basieren. Angesichts der örtlichen und zeitlichen Nähe der beiden 
Einbrüche und des identischen Spurenbildes schloss die Vorinstanz, dass der zur 
Anklage gebrachte Sachverhalt erstellt sei (zum Ganzen Ziff. II.3.5.4 des erstin-
stanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1819 ff.). 

Dagegen wandte die Verteidigung ein, die Standortdaten des Mobiltelefons würden 
Standorte fernab von den Tatorten anzeigen. Der Betreiber des Hotels 
BB.________ in St. Gallen habe ausserdem ausgesagt, dass die beiden im Zeit-
raum vom 10. - 18. Januar 2007 dort logiert hätten. Die Diebstähle seien hingegen 
erst im Februar verübt worden. Daher sei nicht erstellt, dass der Beschuldigte sich 
im Tatzeitraum überhaupt in St. Gallen aufgehalten habe (zum Ganzen pag. 1953). 

Wie zuvor festgehalten, reisten D.________ und der Beschuldigte zur Tatzeit ge-
meinsam zur Verübung von Einbrüchen umher (E. 7.1 oben). Im Zuge ihrer Reisen 
logierten sie unter anderem im Hotel BB.________ in St. Gallen (pag. 316). 
Gemäss dem Betreiber des Hotels BB.________ hätten sie im Januar, nicht im Fe-
bruar eine Woche in seinem Hotel verbracht (pag. 316). Jedoch schliessen seine 
Aussagen weitere Aufenthalte im Hotel BB.________ – mitunter zur Tatzeit – nicht 
aus. Die im Hotelzimmer zurückgelassenen Passfotos des Beschuldigten waren 
nämlich nach Angaben des Fotostudios in St. Gallen bereits im Dezember 2006 
angefertigt worden (pag. 154). Das legt nahe, dass D.________ und der Beschul-
digte schon im Dezember 2006 in St. Gallen logiert hatten. Weiter zeigen die 
Randdaten von D's.________ Mobiltelefon auf, dass dieses vom 6. - 9. Februar 
2007 immer abends bei der Antenne an der BC.___-strasse eingeloggt war 
(pag. 1327 ff.), die sich in unmittelbarer Nähe des Hotels BB.________ befindet. 
Dem vorinstanzlichen Schluss, wonach D.________ und der Beschuldigte entge-
gen den Aussagen des Hotelbetreibers auch zur Tatzeit im Hotel BB.________ lo-
gierten, schliesst sich die Kammer an. Die entsprechenden Aussagen machte der 
Hotelbetreiber auch erst Ende März 2007 (pag. 315). Er verfügte über keinen Ho-
telmeldeschein und war sich über den genauen Zeitraum ihres Aufenthalts nicht si-
cher (pag. 316). Ein Irrtum seinerseits ist daher entgegen der Verteidigung nahelie-
gend. Mit Blick auf die Randdaten von D's.________ Mobiltelefon ist erstellt, dass 
die beiden sich zur Tatzeit in St. Gallen aufhielten und mit grösster Wahrscheinlich-
keit im Hotel BB.________ logierten.

Wie die Vorinstanz weiter korrekt feststellte, liegen beide Tatorte in Fussdistanz 
zueinander. Gemäss den Berichtsrapporten der Kantonspolizei St. Gallen ereigne-
ten sich beide Einbrüche am Abend des 7. Februar 2007 ca. zwischen 18:40 Uhr 
und 20:25 Uhr (pag. 285; pag. 341). Aus den Randdaten von D's.________ Mobil-
telefon ergibt sich entgegen der Verteidigung für diesen Zeitraum ein entsprechen-
des Bewegungsprofil (pag. 1328). So befindet sich der Antennenstandort BD.___-
gasse, bei dem das Mobiltelefon D's.________ am 7. Februar 2007 um ca. 21:15 
Uhr eingeloggt war, auf dem direkten Rückweg von den Tatorten zum Hotel 
BB.________, wo das Mobiltelefon anschliessend während der Nacht eingeloggt 
war. Die Randdaten von D's.________ Mobiltelefon widersprechen dem vorin-
stanzlichen Beweisergebnis entgegen der Verteidigung nicht, sondern entsprechen 
diesem, insbesondere in zeitlicher Hinsicht. Im Tatzeitraum fand ausserdem keine 
Kommunikation zwischen D.________ und dem Beschuldigten über das Mobiltele-

24

fon statt, was zusätzlich untermauert, dass die beiden gemeinsam unterwegs wa-
ren. Im Übrigen entspricht die Vorgehensweise bei beiden Einbrüchen, namentlich 
das Aufwuchten eines Fensterflügels bzw. der Balkontür teilweise mithilfe eines 
Werkzeugs, dem modus operandi von D.________ und dem Beschuldigten. 

Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Ausführungen des Beschuldigten, 
wonach er beim Aufenthalt in St. Gallen krank gewesen sei und wegen einer Ver-
letzung am Bein kaum habe laufen können (pag. 1949, Z. 3 f.; pag 1950, Z. 35 f.), 
mit Blick auf sein generelles Aussageverhalten nicht glaubhaft sind. Seine Verlet-
zung hinderte ihn nicht, rund eine Woche später zu Fuss vor der Polizei zu fliehen 
(dazu E. 7.1 oben und E. 7.2.7 unten). 

7.2.4 In Solothurn/Zuchwil (Ziff. I.1.1.8 und I.1.1.13 bis I.1.1.16 AKS)

Dem Beschuldigten werden in der Anklageschrift zwei Einbrüche in Solothurn und 
drei in Zuchwil zur Last gelegt (pag. 1598 f.):

I.1.1.8: in der Zeit vom 8. bis 18. Februar 2007 in Solothurn zum Nachteil von O.________ im De-
liktsbetrag von CHF 9'709.50;

I.1.1.13: in der Zeit vom 13. bis 15. Februar 2007 in Zuchwil zum Nachteil von T.________ im Delikts-
betrag von CHF 20'600.00;

I.1.1.14: am 14. Februar 2007 in Zuchwil zum Nachteil von U.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 50.00;

I.1.1.15: am 14. Februar 2007 in Zuchwil zum Nachteil von V.________ (Versuch); und

I.1.1.16: am 14./15. Februar 2007 in Solothurn zum Nachteil von W.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 30'749.00. 

Die Vorinstanz erwog, dass an den fünf Tatorten ein übereinstimmendes Schuh-
profil gesichert worden sei, die Tatorte nahe beieinanderliegen würden und das 
Mobiltelefon von D.________ am 14. Februar 2007 in Solothurn und der näheren 
Umgebung eingeloggt gewesen sei. Zudem sei Deliktsgut von einem der Einbrüche 
im gemeinsam bewohnten Apartment sichergestellt worden (zum Ganzen Ziff. 
II.3.5.4. des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1819 ff.). 

Die Verteidigung brachte dazu vor, dass das sichergestellte Deliktsgut im gemein-
sam bewohnten Apartment und die Standortdaten des Mobiltelefons von 
D.________ nichts über die Täterschaft des Beschuldigten aussagen würden 
(pag. 1954). 

Auch in diesem Punkt ist an den vorinstanzlichen Erwägungen nichts zu beanstan-
den (pag. 1819 ff.). Die festgestellten identischen Schuhabdruckspuren an allen 
fünf Tatorten belegen, dass alle fünf Einbrüche von derselben Täterschaft verübt 
wurden. Die Randdaten des Mobiltelefons von D.________ zeigen für den 14. Fe-
bruar 2007 auf, dass dieses um ca. 18:44 Uhr bei der Antenne an der BE.____-
strasse in Solothurn eingeloggt war (pag. 1338), die in unmittelbarer Nähe des 
Hauses von W.________ liegt (pag. 535). Später, um ca. 19:57 Uhr, war 
D's.________ Mobiltelefon bei der Antenne an der Hauptbahnhofstrasse 12 einge-
loggt (pag. 1338), die sich in der Nähe der übrigen Tatorte befindet. Zudem wurde 
ein Couvert aus dem Haus von W.________ im Apartment in BJ.________ sicher-

25

gestellt, das der Beschuldigte und D.________ in dieser Zeit gemeinsam bewohn-
ten (pag. 159; pag. 536). 

Wie bereits festgestellt, reiste der Beschuldigte mit der Absicht zur Verübung von 
Einbrüchen gemeinsam mit D.________ in der Schweiz umher. Mehrere Fotoauf-
nahmen von Radarfallen aus der Region Solothurn, die den Beschuldigten auf dem 
Beifahrersitz neben D.________ zeigen, belegen dies (pag. 171 ff.). Die beiden 
wurden am 5. Februar 2007 in Flumenthal sowie am 14. Februar 2007 in Solothurn 
geblitzt. Daher bestehen keine Zweifel, dass der Beschuldigte im Tatzeitraum ge-
meinsam mit D.________ in Solothurn und mithin an den Einbrüchen beteiligt war. 

In Bezug auf die Tatzeit sind die Angaben in der Anklageschrift zu präzisieren. Auf-
grund des erkennbaren modus operandi ist wahrscheinlich, dass die Einbrüche alle 
an einem Tag bzw. an einem Abend verübt wurden. Die Tatzeit kann daher für alle 
fünf Delikte auf den 14. Februar 2007 festgelegt werden, was dem Datum der Fo-
toaufnahme der Radarfalle in Solothurn entspricht.

7.2.5 In Muri b. Bern (Ziff. I.1.1.10 und I.1.1.11 AKS)

Dem Beschuldigten werden in der Anklageschrift zwei Einbrüche in Muri b. Bern 
zur Last gelegt (pag. 1598 f.):

I.1.1.10: am 9. Februar 2007 […] zum Nachteil von Q.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 125'086.40; und

I.1.1.11: am 9. Februar 2007 […] zum Nachteil von R.________ im Deliktsbetrag von ca. 
CHF 13'390.00.

Die Vorinstanz erwog, dass der Beschuldigte und D.________ in der fraglichen Zeit 
ständig gemeinsam unterwegs gewesen seien, das Mobiltelefon D's.________ an 
einem Antennenstandort in Nähe der Tatorte eingeloggt gewesen und Deliktsgut 
aus der Wohnung von Q.________ im gemeinsam bewohnten Apartment gefunden 
worden sei (Ziff. II.3.5.4 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1823 ff.). 

Die Verteidigung machte dagegen geltend, die von der Vorinstanz angeführten An-
tennenstandorte würden sich weit weg von den Tatorten befinden und das gefun-
dene Deliktsgut sage nichts über die Täterschaft des Beschuldigten aus 
(pag. 1954). 

Es steht fest, dass der Beschuldigte und D.________ gemeinsam zur Begehung 
von Einbrüchen unterwegs waren (dazu E. 7.1 oben). Bei der Festnahme 
D's.________ wurde eine Digitalkamera in dessen Auto sichergestellt, die dem 
Diebstahl bei Q.________ zugeordnet werden konnte (pag. 101 ff.). Ferner war 
D's.________ Mobiltelefon am 9. Februar 2007 bei einer Mobilfunkantenne einge-
loggt, die lediglich rund 2km von beiden Tatorten entfernt ist (pag. 1330). 

7.2.6 In Bolligen (Ziff. I.1.1.12 AKS)

Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift ein Einbruch am 12. Februar 2007 in 
Bolligen zum Nachteil von S.________ (Versuch) zur Last gelegt (pag. 1598). 

Die Vorinstanz erwog, dass der Beschuldigte in der fraglichen Zeit ständig mit 
D.________ unterwegs und dessen Mobiltelefon an einem Antennenstandort in der 

26

Nähe des Tatorts eingeloggt gewesen sei (Ziff. II.3.5.4 des erstinstanzlichen Ur-
teilsmotivs; pag. 1823 ff.). 

Die Verteidigung brachte dagegen vor, vom Beschuldigten sei keine Anwesenheit 
in der Nähe des Tatorts belegt (pag. 1954).

Erneut ist vorab in Erinnerung zu rufen, dass der Beschuldigte und D.________ in 
der fraglichen Zeit gemeinsam zur Verübung von Einbrüchen unterwegs waren. Vor 
diesem Hintergrund sind die Standortdaten des Mobiltelefons von D.________ zu 
berücksichtigen. Dieses war am 12. Februar 2007 um ca. 18:53 Uhr bei einer An-
tenne am BF.___-weg in Bolligen eingeloggt (pag. 1335). Dieser Antennenstandort 
liegt in unmittelbarer Umgebung des Tatorts. Die fragliche Antenne liegt weit ab 
von einem Zentrum. Die Erklärungen des Beschuldigten, welchen Grund die beiden 
gehabt haben sollten, sich dorthin zu begeben, sind unglaubhaft. 

Die verfügbaren Randdaten von D's.________ Mobiltelefon decken sich mit den 
zeitlichen Gegebenheiten des Einbruchsversuchs. Der heimkehrende Hausbesitzer 
störte die Täterschaft beim Einbruch und erstattete anschliessende um ca. 
19:30 Uhr Anzeige (pag. 454). Der Einbruchsversuch muss daher kurz zuvor statt-
gefunden haben. Vom Mobiltelefon D's.________ wurden in dieser Zeit keine 
Nachrichten verschickt und keine Telefongespräche geführt. Erst um ca. 19:49 Uhr, 
also nach dem Einbruchsversuch, wurde das Mobiltelefon wieder benutzt 
(pag. 1335). In der Zwischenzeit ist keine Kommunikation zwischen dem Beschul-
digten und D.________ vermerkt, was belegt, dass die beiden gemeinsam unter-
wegs waren. 

Auch in diesem Punkt entspricht die Vorgehensweise dem modus operandi von 
D.________ und dem Beschuldigten. Um in das Haus zu gelangen, wurde die Ter-
rassentür mit einem unbekannten Flachwerkzeug aufgewuchtet (pag. 454). 

7.2.7 In Luzern (Ziff. I.1.1.17 bis I.1.1.19)

Dem Beschuldigten werden in der Anklageschrift drei Einbrüche in Luzern zur Last 
gelegt (pag. 1598 f.):

I.1.1.17: am 15. Februar 2007 […] zum Nachteil von X.________ im Deliktsbetrag von CHF 4'800.00;

I.1.1.18: am 15. Februar 2007 […] zum Nachteil von Y.________ im Deliktsbetrag von CHF 5'342.00; 
und

I.1.1.19: am 15. Februar 2007 […] zum Nachteil von Z.________ im Deliktsbetrag von CHF 845.00. 

Die Vorinstanz zog in Erwägung, dass an einem der Tatorte ein Schraubenzieher 
mit DNA-Spuren des Beschuldigten sichergestellt worden sei, die drei Tatorte nahe 
beieinanderliegen, der Beschuldigte mit D.________ unterwegs und dessen Mobil-
telefon an Antennenstandorten in Luzern eingeloggt gewesen sei (Ziff. II.3.5.4 des 
erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1823 ff.). 

Dagegen wandte die Verteidigung ein, es bestünden keinerlei Hinweise dafür, dass 
der Beschuldigte zur fraglichen Zeit überhaupt in Luzern gewesen sei (pag. 1954).  

Die Kantonspolizei Luzern verfolgte nach Meldung einer Anwohnerin zwei Männer, 
die sich zuvor in einem Garten in der Nähe der Tatorte versteckt hatten und bei 
Sichtung der Polizei sogleich flüchteten (pag. 134). Während D.________, einer 

27

der beiden, später in seinem Auto angehalten werden konnte, entkam der zweite 
Mann. Indes konnten zwei Schraubenzieher sichergestellt werden, welche die 
Täterschaft auf der Flucht verloren hatte. Die darauf vorhandenen DNA-Spuren des 
Beschuldigten (pag. 147 ff.) lassen verbunden mit dessen zuvor gewürdigten un-
glaubhaften Aussagen und der darauffolgenden überstürzten Abreise (E. 7.1 oben) 
keinen Zweifel daran, dass es sich beim zweiten, flüchtenden Mann um den Be-
schuldigten gehandelt haben muss. Darüber hinaus befanden sich im Fahrzeug 
D's.________ gefälschte Ausweisschriften des Beschuldigten (pag. 134), was zu-
sätzlich unterstreicht, dass er D.________ nach Luzern begleitet hatte. 

7.3 Fazit

Zusammengefasst hat die Kammer mit Blick auf die verwertbaren DNA-Hits und die 
zahlreichen sehr starken Indizien keine Zweifel daran, dass der Beschuldigte die 
Einbruchsdiebstähle in der Zeit vom 1. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007, 
insbesondere im Februar 2007, grösstenteils zusammen mit D.________ began-
gen hat, so wie sie in der Anklageschrift in den Ziffern I.1.1.1. - 1.1.3. sowie 1.1.6. - 
1.1.19. umschrieben sind (pag. 1598 f.). Die entsprechenden Sachverhalte sind er-
stellt.

8. Urkundenfälschung gemäss Ziff. I.3.1 AKS

Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift folgendes vorgeworfen (pag. 1602):

3. Urkundenfälschung

mehrfach begangen

3.1 am 04.12.2006 in Bern, indem er sich am Hauptsitz der BG._____ Bank mit einem ge-
fälschten slowenischen Reisepass als «AT.________, geb. …10.1966, von Slowenien», 
ausgab, und unter dieser falschen/fremden Identität ein Sparkonto eröffnete und ein Bank-
schliessfach mietete, in der Absicht, das Bankschliessfach für die Verwahrung von Beutes-
tücken aus schon verübten und/oder beabsichtigten weiteren Einbruchdiebstählen zu 
benützen, und damit für den Fall seiner Festnahme und der Aufdeckung seiner wahren 
Identität eine Entdeckung und Beschlagnahme der Beutestücke zu verhindern

Gestützt auf die Aussagen des Beschuldigten (pag. 1949, Z. 11 und Z. 19) und den 
Parteivortrag der Verteidigung in oberer Instanz (pag. 1954) ist unbestritten, dass 
sich der Beschuldigte am 4. Dezember 2006 in Bern gegenüber Mitarbeitern der 
BG._____ Bank mit einem gefälschten slowenischen Reisepass, lautend auf 
AT.________, auswies und damit zwei Bankschliessfächer mietete. 

Bestritten und zu prüfen ist einzig, ob der Beschuldigte dabei die Absicht hatte, das 
Bankschiessfach für die Aufbewahrung von Beutestücken aus Einbruchdiebstählen 
zu benützen, und damit für den Fall seiner Festnahme und der Aufdeckung seiner 
wahren Identität, die Entdeckung und Beschlagnahme der Beutestücke zu verhin-
dern. 

Zu den gemieteten Bankschliessfächern sagte der Beschuldigte aus, er habe sie 
zur Verwahrung einer Ikone sowie von Schmuck, Bargeld, etc. von BH.________ 
gemietet (pag. 1226.5, Z. 141). Sie habe die Fächer nicht selbst mieten können, 
weil sie sich illegal in der Schweiz aufgehalten habe (pag. 1226.5, Z. 145 und 

28

Z. 150). Sie hätten ein kleines Schliessfach gemietet, aber schnell gemerkt, dass 
dort nicht viel hineinpasse, und deshalb ein zusätzliches gemietet (pag. 1226.5, 
Z. 137 f. und Z. 146 f.). Im Schliessfach sei auch Geld für die Investition in das zu 
pachtende Restaurant von D.________ und BH.________ gewesen (pag. 1226.5, 
Z. 160 f.). Weil darin auch Dokumente und Geburtsurkunden gelagert gewesen 
seien, seien sie oft zum Schliessfach gegangen (pag. 1226.5, Z. 161 f.). Er sei 
meist alleine dorthin gegangen, sei aber ein paar Mal von BH.________ begleitet 
worden (pag. 1226.6, Z. 165). Zur Miete der Schliessfächer habe er einen gefälsch-
ten Pass verwendet, weil er keinen anderen gehabt habe (pag. 1226.5, Z. 154). 
Den gefälschten Pass habe er so gekauft (pag. 1732, Z. 19)

Den Aussagen des Beschuldigten kann nicht gefolgt werden. Wie bereits aufge-
zeigt sind seine Ausführungen über ein angebliches Renovationsvorhaben reine 
Schutzbehauptungen (E. 7.1 oben). Zur Aufbewahrung von Geld zwecks Investition 
in ein Restaurant dienten die Bankschliessfächer nicht. Auch dass der Beschuldigte 
die Schliessfächer zur Aufbewahrung von Wertgegenständen von BH.________ 
gemietet hat, kann ausgeschlossen werden. Während ihres (illegalen) Aufenthalts 
in der Schweiz wohnte BH.________ bei einer Verwandten (pag. 1226.3, Z. 73). 
Dass sie sämtliche Wertsachen unter Verwendung gefälschter Ausweise in einem 
Bankschliessfach verwahrte, womit sie für den Fall einer Verhaftung riskiert hätte, 
den Zugriff zu ihren Wertsachen zu verlieren, ist realitätsfern. Weiter belegt der 
Vergleich des Besuchsjournals der Bankschliessfächer mit den Mobilfunkstandort-
daten D's.________, dass dieser am 13., 15. und 18. Dezember 2007 anwesend 
war, als der Beschuldigte die Bankschliessfächer aufsuchte (pag. 1010 und 
pag. 1324; pag. 1011 und pag. 1322; pag. 1012 und pag. 1322). Somit trifft auch 
die Behauptung nicht zu, wonach der Beschuldigte meist alleine die Schliessfächer 
aufgesucht hat und ein paar Mal von BH.________ begleitet worden sei. 

Das vorstehende Beweisergebnis (E. 7 oben) verbunden mit der Tatsache, dass 
der Beschuldigte die Bankschliessfächer zumindest vereinzelt zusammen mit 
D.________ aufgesucht hat, lässt keine Zweifel daran, dass die Schliessfächer der 
Aufbewahrung von Deliktsgut dienten. Somit ist auch Ziff. I.3.1 der Anklageschrift 
erstellt. 

III. Rechtliche Würdigung

9. Diebstahl, mehrfach gewerbs- und teilweise bandenmässig begangen 
gemäss Ziffern I.1.1.1 – I.1.1.19 und I.2.1. AKS

9.1 Allgemeines

Es kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zum objektiven und sub-
jektiven Tatbestand von Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie zur Gewerbs- und Bandenmäs-
sigkeit i.S.v. Art. 139 Ziff. 2 und 3 StGB verwiesen werden (Ziff. II.4.1. des erstin-
stanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1834 ff.).

9.2 Subsumtion

Subsumierend ist übereinstimmend mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der Be-
schuldigte zwischen dem 1. Dezember 2006 und 15. Februar 2007 in 17 Liegen-

29

schaften eingebrochen ist bzw. dies teilweise versuchte. Gelang ihm der Ein-
stieg, entwendete er zahlreiche Gegenstände und Bargeld, an denen er keine 
Berechtigung und kein Eigentum hatte. Der in diesem Zeitraum erbeutete Ge-
samtdeliktsbetrag beläuft sich auf CHF 230'692.45. Zudem ist aufgrund der 
rechtskräftigen Schuldsprüche weiter erstellt, dass der Beschuldigte zwischen 
dem 29. Oktober und 28. November 2019 in 18 Liegenschaften eingebrochen ist 
resp. dies teilweise versuchte. Der entsprechende Deliktsbetrag beläuft sich auf 
CHF 94'909.85. Durch das konsequente Vorgehen kann denn auch ein vorsätz-
liches Handeln nicht bezweifelt werden. Demnach hat er sowohl die objektiven 
wie auch die subjektiven Tatbestandselemente von Art. 139 Ziff. 1 StGB erfüllt.

Es steht ausser Frage, dass der Beschuldigte in beiden Phasen – 2006/2007 und 
2019 – gewerbsmässig gehandelt hat. Es kann auf die zutreffenden Erwägungen 
der Vorinstanz verwiesen werden (Ziff. II.4.1. des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; 
pag. 1837 f.). Ebenso auf die Ausführungen was die zwei Deliktsphasen und somit 
eine mehrfach gewerbsmässige Begehung anbelangt. Innerhalb der ersten Phase 
kam es zwar auch noch zu einem zeitlichen Unterbruch von gut zwei Monaten 
(November / Dezember 2006 bis Februar 2007). Hier geht die Kammer wie die 
Vorinstanz zu Gunsten des Beschuldigten aber von einer gewerbsmässigen 
Begehung über die gesamte Deliktsdauer hinweg aus. 

Den Ausführungen der Vorinstanz zur Bandenmässigkeit kann ebenfalls gefolgt 
werden (Ziff. II.4.1. des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1840). Auch wenn die 
genaue Aufgabenteilung zwischen dem Beschuldigten und D.________ nicht ab-
schliessend geklärt werden konnte, ist angesichts der Anzahl der Delikte, die sie 
gemeinsam begangen haben, der bestehenden engen Verbindung zwischen ihnen, 
dem gemeinsamen Logieren in BJ.________ und dem Umstand, dass beide in die 
Schweiz einreisten, um hier deliktisch tätig zu werden, klar, dass die Rollenvertei-
lung bei gemeinsamen Delikten identisch war. Beide profitierten auch in materieller 
Hinsicht vom Gelingen der einzelnen Einbrüche und konnten demnach ihren Vorteil 
aus dem gemeinsamen Vorgehen ziehen. Ohne dieses Zusammenspiel hätten die 
Einbrüche im Februar 2007 nicht funktioniert. Eine solche Teambildung erhöht die 
Schlagkraft der Gruppe und stärkt den Einzelnen in physischer und psychischer 
Hinsicht. Die Verhaftung D's.________ am 15. Februar 2007 in Kriens hat die De-
liktsserie gestoppt. Die Voraussetzungen für eine Bande sind klar zu bejahen (vgl. 
zum Ganzen auch Urteilsmotivs i.S. D.________; pag. 1570).

Der Beschuldigte ist somit wegen 13 Einbruchsdiebstählen (Ziff. 1.1.1 + 1.1.2, Ziff. 
1.1.6 - 1.1.8, Ziff. 1.1.10 + 1.1.11, Ziff. 1.1.13 + 1.1.14, Ziff. 1.1.16 - 1.1.19 in der 
AKS) und vier Einbruchsversuchen (Ziff. 1.1.3, Ziff. 1.1.9, Ziff. 1.1.12, Ziff. 1.1.15 in 
der AKS) in der Zeit vom 1. Dezember 2006 bis am 15. Februar 2007, gewerbs- 
und teilweise bandenmässig begangen, im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 - 3 StGB, in 
Zollikofen, Ittigen und anderen Gemeinden in der Schweiz, schuldig zu sprechen. 

Dies in Ergänzung zu den bereits rechtskräftigen Schuldsprüchen wegen 13 Ein-
bruchsdiebstählen (Ziff. 1.2.3 - 1.2.9, Ziff. 1.2.11 - 1.2.13, Ziff. 1.2.15 - 1.2.17 + Ziff. 
1.2.19 in der AKS) und fünf Einbruchsversuchen (Ziff. 1.2.1 + 1.2.2, 1.2.10, Ziff. 
1.2.14, Ziff. 1.2.18 in der AKS), gewerbsmässig begangen in der Zeit vom 29. Ok-
tober 2019 bis am 28. November 2019 sowie mehrfacher Sachbeschädigung und 

30

mehrfachem Hausfriedensbruch, dadurch dass er unrechtmässig in Einfamilien-
häuser und Wohnung eindrang und dabei entsprechenden Sachschaden verur-
sachte. Der Gesamtdeliktsbetrag für beide Diebstahlsserien beläuft sich 
CHF 325'602.30.7

10. Urkundenfälschung gemäss Ziff. I.3 AKS

10.1 Allgemeines

Es kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zum objektiven und sub-
jektiven Tatbestand von Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie auf Art. 110 Abs. 4 StGB ver-
wiesen werden (Ziff. III.4 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1853 ff.). 

10.2 Subsumtion

Der Subsumtion der Vorinstanz kann gefolgt werden, wonach sich der Beschuldigte 
bei der Miete der beiden Schliessfächer bei der BG.____-bank mit dem sloweni-
schen Reisepass, lautend auf AT.________, geboren am … Oktober 1966, von 
Slowenien, auswies und mit diesem Namen jeweils auch die entsprechenden Do-
kumente unterzeichnete. Er wusste, dass es sich bei diesem Ausweispapier um ei-
ne Fälschung bzw. Verfälschung handelte. Mit der Verwendung täuschte er die 
BG.____-bank über seine wahre Identität. Wie im Rahmen der Beweiswürdigung 
zudem dargelegt, war der einzige Grund für die Miete das Errichten eines sicheren 
Drittortes, wo er einerseits nach wie vor direkten Zugriff auf die durch die Einbrüche 
erbeuteten Gegenstände hatte, diese andererseits aber sicher verstecken konnte, 
damit sie bei einer allfälligen Verhaftung nicht entdeckt und beschlagnahmt werden 
konnten. Dadurch erzielte er für sich einen unrechtmässigen Vorteil. Damit hat der 
Beschuldigte den objektiven und subjektiven Tatbestand von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 
StGB erfüllt. Rechtfertigungs- oder Schuldausschliessungsgründe sind keine er-
sichtlich. 

Demnach ist der Beschuldigte wegen Urkundenfälschung i.S. von Art. 251 Ziff. 1 
Abs. 3 StGB, begangen am 4. Dezember 2006 in Bern, durch Verwenden eines ge-
fälschten slowenischen Reisepasses, lautend auf AT.________, geboren am 
… Oktober 1966, von Slowenien, schuldig zu sprechen.

IV. Strafzumessung

11. Anwendbares Recht

Am 1. Januar 2018 sind die revidierten Bestimmungen des allgemeinen Teils des 
StGB in Kraft getreten. Hat der Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttre-
ten des neuen Strafgesetzbuches begangen, erfolgt die Beurteilung aber erst 
nachher, so ist gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB das neue Gesetz anzuwenden, wenn 
dieses für ihn das mildere ist. Der Vergleich der Schwere verschiedener Strafnor-
men ist nach der sogenannten konkreten Methode vorzunehmen, wonach sich um-
fassende Beurteilungen des Sachverhalts nach altem und nach neuem Recht ge-
genüberzustellen sind. Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe Tat nur ent-
weder das alte oder das neue Recht. Eine kombinierte Anwendung der beiden 
Rechte ist ausgeschlossen. Hat der Täter mehrere selbständige strafbare Hand-

31

lungen begangen, so ist in Bezug auf jede einzelne Handlung gesondert zu prüfen, 
ob das alte oder das neue Recht milder ist. Gegebenenfalls ist eine Gesamtstrafe 
zu bilden (BGE 134 IV 82, S. 88, E. 6.2.1 und 6.2.3). Ausschlaggebend ist, nach 
welchem der beiden Rechte der Täter für die gerade zu beurteilende Tat besser 
wegkommt (zum Ganzen TRECHSEL/VEST, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch 
Praxiskommentar, 3. Auflage, Art. 2 N 11 mit Hinweisen; BGE 126 IV 5 E. 2c). Der 
Gesetzesvergleich hat sich ausschliesslich nach objektiven Gesichtspunkten zu 
richten (BGE 134 IV 82 E. 6.2.2). Massgebend ist dabei das Ausmass der mit einer 
Sanktion verbundenen Beschränkung der persönlichen Freiheiten, namentlich der 
Bewegungsfreiheit, des Eigentums, der Ehre, der Betätigungsfreiheit und der Be-
ziehungsfreiheit. Unter den möglichen Strafformen hat die Freiheitsstrafe als die 
strengste zu gelten, gefolgt von der Geldstrafe. Sind im Übrigen die Sanktionen im 
Einzelfall gleichwertig, so ist altes Recht anzuwenden (BSK StGB-POPP/BERKE-
MEIER, 4. Auflage, Art. 2 N 17). 

Der Beschuldigte beging die Delikte einerseits vor (2006/2007) und andererseits 
nach (2019) Inkrafttreten des StGB in der Fassung vom 1. Januar 2018. Die Beur-
teilung erfolgt aber erst nachher. Für die Delikte, welche im Jahr 2019 begangen 
wurden, ist das in diesem Zeitpunkt geltende neue Recht anzuwenden. Dies gilt für 
Diebstahl, gewerbsmässig begangen, Sachbeschädigung, mehrfach begangen und 
Hausfriedensbruch, mehrfach begangen. 

Für die restlichen Delikte ist die Frage zu beantworten, welches Recht zu einer mil-
deren Strafe führt. In Bezug auf Diebstahl, gewerbs- und teilweise bandenmässig 
begangen, sowie Urkundenfälschung hat der Vergleich zwischen dem aktuellen 
StGB und dem StGB aus dem Jahr 2006 betreffend Urkundenfälschung und 
demjenigen aus dem Jahr 2007 – da von einem «Dauerdelikt betreffend qualifizier-
tem Diebstahl auszugehen ist – zu erfolgen. Zwischenzeitlich in Kraft gesetztes und 
mittlerweile revidiertes «Zwischenrecht» kann nicht zur Anwendung gelangen und 
ist deshalb nicht in den Vergleich miteinzubeziehen (BSK StGB-POPP/BERKEMEIER, 
4. Auflage, Art. 2 N 29 mit Hinweisen). 

Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(Ziff. IV.1 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1856 ff.; einschliesslich Fazit in 
Ziff. IV.5 des erstinstanzlichen Urteilsmotivs; pag. 1870). Da der Beschuldigte zu 
einer Freiheitstrafe zu verurteilen sein wird (vgl. nachstehende Ausführungen in 
E. 13.1 unten) und die am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Bestimmungen des 
StGB keine mildere Bestrafung zur Folge hätten, sind der gewerbs- und teilweise 
bandenmässige Diebstahl in den Jahren 2006/2007 sowie die Urkundenfälschung 
nach altem Recht zu beurteilen.  

12. Allgemeines

Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 
Täters zu. Bei der Strafzumessung ist zwischen Tat- und Täterkomponente zu un-
terscheiden. Die Tatkomponente umfasst das Ausmass des verschuldeten Erfol-
ges, die Art und Weise der Begehung der Tat, die Willensrichtung und die Beweg-
gründe des Täters. Zur Täterkomponente sind die persönlichen Verhältnisse des 
Täters, das Vorleben und die Vorstrafen, das Verhalten nach der Tat und im Straf-

32

verfahren, die Strafempfindlichkeit sowie weitere strafmindernde und -erhöhende 
Aspekte zu zählen. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht in der Urteilsbegründung die 
für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung zu be-
gründen. Insgesamt müssen seine Erwägungen die ausgefällte Strafe rechtfertigen, 
d.h. das Strafmass muss plausibel erscheinen (BGE 134 IV 17 E. 2.1). Dabei sieht 
das Gesetz verschiedene Strafschärfungs- bzw. Strafmilderungsgründe vor. Der 
ordentliche Strafrahmen wird durch Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe 
indes nicht automatisch erweitert, woraufhin dann innerhalb dieses neuen Rah-
mens die Strafe nach den üblichen Zumessungskriterien festzusetzen wäre (BGE 
136 IV 55 E. 5.8). Der ordentliche Rahmen ist vielmehr nur zu verlassen, wenn 
aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte 
Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint. 

Strafschärfend ist die Asperation zu berücksichtigen. Hat der Täter durch eine oder 
mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, 
so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie 
angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um 
mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das gesetzliche Höchstmass der Strafart 
gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von 
Art. 49 Abs. 1 StGB ist indes nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige 
Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das Gericht kann somit nur auf eine Ge-
samtstrafe erkennen, wenn es im konkreten Fall für die einzelnen Normverstösse 
gleichartige Strafen ausfällen würde (BGE 138 IV 120 E. 5.2). Dass die anzuwen-
denden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt dabei 
nicht (BGE 138 IV 120 E. 5.2).

13. Im konkreten Fall

13.1 Strafart und Strafrahmen

Es ist vorwegzunehmen, dass die Kammer aus spezialpräventiven Gesichtspunk-
ten in Anwendung von Art. 41 Abs. 1 StGB bzw. aStGB für alle Schuldsprüche 
Freiheitsstrafen – auch kurze – als zweckmässig erachtet. Der Beschuldigte ist in 
der Schweiz (pag. 1928) sowie in Deutschland (pag. 1440 ff.) mehrfach einschlägig 
vorbestraft. Der Vollzug mehrmonatiger Freiheitsstrafen in den letzten 20 Jahren 
hat auf ihn offensichtlich keinen Eindruck gemacht (pag. 1427 f.). Er ist Kriminaltou-
rist und verfügt über keine finanziellen Reserven. Entsprechend sind die Strafarten 
für alle Delikte gleichartig und das Asperationsprinzip gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB 
gelangt zur Anwendung.

Legt ein Täter subjektiv eine Erwerbsabsicht bzw. eine hohe Wiederholungsbereit-
schaft an den Tag und begeht er objektiv «eine Vielheit» gleicher Taten, führt dies 
bei gewissen Delikten zur Qualifikation der Gewerbsmässigkeit (BSK StGB-
ACKERMANN, 4. Auflage, Art. 49 N 32). Damit werden einzelne Tathandlungen (die 
für sich den Grundtatbestand erfüllen würden) normativ zu einer Handlungseinheit 
zusammengefasst. Art. 49 StGB gelangt nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts bei gewerbsmässigen Delikten als Kollektivdelikten nicht zur Anwendung, da 
die Strafschärfung bereits durch die Qualifizierung im besonderen Teil des StGB 
vorgesehen ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 

33

E. 4.4.2). Von diesem Grundsatz ist nur abzuweichen, so das Bundesgericht wei-
ter, wenn während verschiedener, voneinander getrennter Zeitabschnitte ge-
werbsmässig delinquiert wurde, ohne dass den einzelnen Phasen ein umfassender 
Entschluss zugrunde lag und die Deliktsserien auch objektiv nicht als Einheit im 
Sinne eines zusammenhängenden Geschehens erscheinen (Urteil des Bundesge-
richts 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.4.2 mit Hinweisen). 

Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist zunächst der Strafrahmen 
für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die 
schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen (Urteil des Bundesge-
richts 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 2.2 mit Hinweisen). Die schwerste 
Straftat ist vorliegend aufgrund des Deliktsbetrags die gewerbsmässig und teilwei-
se bandenmässig begangene Diebstahlsserie 2006/2007, die mit einer Geldstrafe 
nicht unter 180 Tagessätzen oder Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren sanktioniert 
werden kann (Art. 139 Ziff. 3 aStGB). In einem zweiten Schritt ist die Einsatzstrafe 
aufgrund der weiteren Schuldsprüche in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB an-
gemessen zu erhöhen. Trotz Vorliegens von Strafschärfungs- und Strafmilde-
rungsgründen (Asperation; Versuch) sind keine aussergewöhnlichen Umstände er-
sichtlich, aufgrund welcher der ordentliche Strafrahmen zu verlassen wäre (vgl. 
BGE 136 IV 55 E. 5.8 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_853/2014 vom 
9. Februar 2015 E. 4.2). 

13.2 Einsatzstrafe für schwerstes Delikt – Diebstahl, gewerbs- und teilweise ban-
denmässig begangen im Dezember 2006 bis zum 15. Februar 2007

13.2.1 Objektive Tatschwere

Es gilt das Doppelverwertungsverbot zu beachten, wonach die Qualifikationsgrün-
de des Besonderen Teils, die zu einem veränderten Strafrahmen führen, nicht ein 
zweites Mal als Strafänderungsgründe berücksichtigt werden dürfen, weil dem 
Täter sonst der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt würde. Mehrere Straf-
schärfungsgründe führen aber zu qualifizierter Erhöhung der Strafe innerhalb des 
erweiterten Strafrahmens.

Der Tatbestand des Diebstahls schützt das Rechtsgut des Vermögens bzw. der 
Verfügungsmacht des Berechtigten über eine Sache (BSK StGB-NIGGLI/RIEDO, 
4. Auflage, Art. 139 N 11). Massgeblich für die Beurteilung der Intensität der 
Rechtsgutverletzung ist primär der Deliktsbetrag. Dieser beläuft sich vorliegend auf 
total CHF 230'692.45, was nicht unerheblich ist. 

Die Vorgehensweise, die Wohnungen und Häuser zeitweise Abwesender nach 
Wertsachen zu durchsuchen und diese zu stehlen, zeugt von einer gewissen Un-
verfrorenheit. Die vorliegende Deliktsserie umfasste 17 Tathandlungen, für die der 
Beschuldigte geeignetes Werkzeug beschafft und verwendet hatte. Hinzu kommen 
die Qualifikationsmerkmale der Gewerbsmässigkeit und der Bandenmässigkeit. 
Der Beschuldigte ist einzig und alleine zur Verübung von Einbruchdiebstählen in 
die Schweiz eingereist, hat grossen zeitlichen Aufwand zum Aufsuchen geeigneter 
Ziele betrieben und innert kurzer Zeit eine Vielzahl solcher Tathandlungen teilweise 
zusammen mit D.________ begangen. Dass der Beschuldigte, wie von der Vertei-
digung geltend gemacht (pag. 1954), darauf bedacht war, den Haus- bzw. Woh-

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nungsbesitzern nicht zu begegnen, kann nicht ins Gewicht fallen. Einerseits grün-
dete dies lediglich auf der Absicht, nicht erwischt zu werden. Andererseits war es 
für die Einbruchsopfer – insbesondere diejenigen, die ihn beim Nachhausekommen 
überraschten – nicht klar, dass er eine Konfrontation mit ihnen scheute und statt-
dessen die Flucht ergreifen würde. Diese Vorgehensweise zeugt von einer signifi-
kanten kriminellen Energie. 

Innerhalb des grossen Strafrahmens wiegt die objektive Tatschwere gerade noch 
leicht. 

13.2.2 Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz und aus rein pekuniären Interes-
sen, was beides delikts- und qualifikationsimmanent ist. Er befand sich in keinerlei 
Notlage. Seine wiederholte Darstellung der Taten als «Beschaffungskriminalität» 
wegen Pechsträhnen beim Glückspiel (z.B. pag. 1226.9, Z. 305 ff.) ist eine blosse 
Schutzbehauptung. Es wäre ihm ohne weiteres möglich gewesen, auf ehrliche Art 
und Weise Geld zu verdienen. 

Die subjektive Tatschwere wirkt sich neutral aus und es bleibt insgesamt bei einem 
gerade noch leichten Tatverschulden.  

13.2.3 Fazit

Bei Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Tatschwere erscheint der 
Kammer eine Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe angemessen. 

13.3 Asperation – Diebstahl, gewerbsmässig begangen vom 29. Oktober 2019 bis 
zum 28. Oktober 2019

13.3.1 Objektive Tatschwere

Der Deliktsbetrag beläuft sich auf total CHF 94'909.85, was ebenfalls nicht uner-
heblich, aber signifikant weniger ist als bei den übrigen Vorwürfen. Weiter erfüllte 
der Beschuldigte das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit. Im Übrigen 
kann auf die vorausgegangenen Erwägungen verwiesen werden (E. 13.2.1 oben). 

Innerhalb des (noch weiteren) Strafrahmens von Art. 139 Ziff. 2 StGB ist von einer 
leichten objektiven Tatschwere auszugehen. 

13.3.2 Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte auch hier mit direktem Vorsatz und aus rein pekuniären 
Beweggründen, was sich neutral auswirkt. Die Tat wäre ohne weiteres vermeidbar 
gewesen. Somit wirkt sich die subjektive Tatschwere neutral aus und es bleibt beim 
leichten Tatverschulden. 

13.3.3 Asperation und Fazit

Angemessen wäre eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Davon werden zwei Drittel, 
bzw. 10 Monate, asperiert. Im Sinne eines Zwischenresultats ergibt sich eine Frei-
heitsstrafe von 40 Monaten.  

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13.4 Asperation – Sachbeschädigung, mehrfach begangen vom 29. Oktober 2019 
bis zum 28. Oktober 2019

Innerhalb der 18 Tathandlungen ist eine angemessene Strafe für die schwerste Tat 
zu bestimmen; diese ist anhand der weiteren Taten zu erhöhen. Der Beschuldigte 
ging jedoch bei sämtlichen Taten vergleichbar vor, weshalb die nachstehenden 
Ausführungen grundsätzlich für jede einzeln begangene Sachbeschädigung gelten, 
sofern sich nicht eine getrennte Betrachtung aufdrängt. 

Art. 144 StGB schützt ebenfalls das Vermögen. Mit einem Deliktsbetrag von 
CHF 6'000.00 stellt die Sachbeschädigung in Port zum Nachteil von AF.________ 
(Ziff. 2.7 AKS) die schwerste Tat dar. Die Richtlinien für die Strafzumessung des 
Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsan-
wälte (VBRS-Richtlinien; Stand: 1. Januar 2021) sehen auf S. 47 als Referenz bei 
einem Täter, der den Lack eines fremden Personenwagens zerkratzt und einen 
Schaden von knapp über CHF 300.00 verursacht, eine Strafe von 15 Strafeinheiten 
vor. 

In casu verursachte der Beschuldigte einen weitaus höheren Schaden. Die Sach-
beschädigung ging mit dem Diebstahl als gleichsam notwendige Begleiterschei-
nungen einher und beschränkte sich auf das für den Einbruch Notwendige. Der 
Beschuldigte handelte direktvorsätzlich, was deliktsimmanent und neutral ist. Die 
Tat wäre vermeidbar gewesen. Das Tatverschulden ist mit Blick auf den Strafrah-
men als leicht einzustufen. Daher wäre für die schwerste Sachbeschädigung eine 
Strafe von 20 Strafeinheiten bzw. 20 Tagen Freiheitsstrafe angemessen. Die 17 
übrigen Sachbeschädigungen sind betreffend die Vorgehensweise vergleichbar 
und die Deliktsbeträge halten sich in einem ähnlichen Rahmen. Bei einer gedankli-
chen Asperation dieser weiteren Sachbeschädigungen mit Deliktsbeträgen von to-
tal CHF 32'068.00 gelangt die Kammer zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 240 
Tagen bzw. 8 Monaten. 

Aufgrund des engen Zusammenhangs der Sachbeschädigungen mit den einzelnen 
Tathandlungen des gewerbsmässigen Diebstahls ist praxisgemäss eine Asperation 
im Umfang von ½, ausmachend 4 Monate Freiheitsstrafe, angezeigt. Im Sinne ei-
nes Zwischenresultats ergibt sich eine Freiheitsstrafe von 44 Monaten. 

13.5 Asperation – Hausfriedensbruch, mehrfach begangen vom 29. Oktober 2019 
bis zum 28. Oktober 2019

Auch bei den Hausfriedensbrüchen sind die Einzelfälle massgebend. Der Beschul-
digte ging jedoch bei allen Hausfriedensbrüchen vergleichbar vor, weshalb die 
nachfolgende Beurteilung für jeden einzelnen Hausfriedensbruch gilt. Geschütztes 
Rechtsgut von Art. 186 StGB ist das Hausrecht, mithin das Recht, über bestimmte 
Räume ungestört zu herrschen und darin den eigenen Willen frei zu betätigen und 
selbst zu bestimmen, wer sich in den eigenen Räumen aufhalten darf (BSK StGB-
DELNON/RÜDY, 4. Auflage, Art. 186 N 5). Je intensiver in dieses Recht eingegriffen 
wird, desto stärker ist die Verletzung des Rechtsguts einzuschätzen und umso 
höher hat die Strafe auszufallen. Die VBRS-Richtlinien sehen als Referenz für ei-
nen Vermieter, der sich oder anderen ohne Einwilligung des Betroffenen Zugang 
verschafft, eine Strafe von 5 Strafeinheiten vor (S. 49). 

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Der Beschuldigte drang unbefugt und heimlich in insgesamt 18 Wohnungen bzw. 
Häuser ein. Die einzelnen Taten weisen alle einen ähnlichen Unrechtsgehalt auf, 
weshalb sich keine einzelne Tat als die schwerste ermitteln lässt. Auch die Haus-
friedensbrüche waren eine notwendige Begleiterscheinung des gewerbsmässigen 
Diebstahls. Die heimliche Invasion des geschützten Zuhauses bedeutet für die Be-
troffenen regelmässig einen nicht zu vernachlässigenden Eingriff in