# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9804a099-3899-5834-b3e0-e7e18827f8f4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2008 E-5292/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5292-2008_2008-08-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5292/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Markus König,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Staatsangehörigkeit unbekannt,
alias B._______, Mali,
Empfangs- und Verfahrenszentrum, Döbelistrasse 13, 
8280 Kreuzlingen,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration BFM,
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 11. August 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5292/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 5. Mai 2008 
seinen Heimatstaat verlassen habe, über Mauretanien, Marokko, Spa-
nien und über ein weiteres angeblich unbekanntes Land am 16. Juni 
2008 illegal  in die Schweiz gelangt sei,  wo er gleichentags im Emp-
fangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  um  Asyl  nachge-
sucht hat,

dass am 24. Juni 2008 im EVZ Kreuzlingen die summarische Befra-
gung zu den Asylgründen durch das BFM stattfand,

dass der Beschwerdeführer bei der Befragung angab, er sei habe seit 
seiner  Geburt  bis  zum  5.  Mai  2008  in  C._______  in  der  Region 
D._______ in Mali gelebt,

dass er die letzten fünf Monate vor der Ausreise als angelernter Fahrer 
ohne Führerschein gearbeitet  und Personen in  einem Minibus trans-
portiert habe,

dass er  ungefähr Ende April  2008 einen Unfall  verursacht  habe, bei 
dem ein am Strassenrand sitzender Mann ums Leben gekommen sei,

dass  in  der  Folge  der  Beschwerdeführer  auf  den  Polizeiposten  ver-
bracht worden sei,

dass die Eltern und andere Verwandte des Unfallopfers auf dem Pos-
ten erschienen seien und dem Beschwerdeführer zu verstehen gege-
ben hätten, ihn töten zu wollen,

dass ihm am 5. Mai 2008 die Flucht aus dem Polizeiposten gelungen 
sei und er darauf ohne Ausweispapiere das Land verlassen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Gesuchstellung  keine 
rechtsgültigen Identitätspapiere  eingereicht  und trotz  entsprechender 
Aufforderung bis heute keine solchen nachgereicht hat,

dass  von der  BFM-Fachstelle  LINGUA am 21. Juli  2008 ein  landes-
kundlich-kulturelles  sowie  linguistisches  Herkunftsgutachten  erstellt 
wurde (nachfolgend LINGUA-Gutachten),

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dass das  BFM anlässlich  der  Anhörung vom 30. Juli  2008 dem Be-
schwerdeführer das rechtliche Gehör zum Ergebnis des LINGUA-Gut-
achtens gewährte,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. August 2008 – eröffnet gleichen-
tags – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, vorliegend 
habe der Beschwerdeführer versucht, die Behörden über seine Identi-
tät zu täuschen, indem er eine falsche Nationalität  angegeben habe, 
um so Vorteile im Asylverfahren zu erlangen,

dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Nationalität durch 
den wissenschaftlichen Beweis eines LINGUA-Tests eindeutig  wider-
legt  worden  seien,  woran  auch  das  Festhalten  an  seinen  Angaben 
über  seine  Identität  und  Herkunft  anlässlich  des  rechtlichen  Gehörs 
vom 30. Juli 2008 nichts ändere,

dass er unter anderem praktisch über keine Kenntnisse seiner angebli-
chen Herkunftsregion sowie über das dortige kulturelle und Alltagsle-
ben verfüge,

dass  auch  seine  Sprechweise  auf  einen  anderen  Ursprung  als  Mali 
hinweise,

dass  ferner  auch  die  Schilderungen  des  Reisewegs  unsubstanziiert 
und stereotyp ausgefallen seien,

dass insgesamt darauf geschlossen werden müsse, dass es sich beim 
Beschwerdeführer nicht um einen Staatsangehörigen von Mali handeln 
könne, und es feststehe, dass er die Behörden im Rahmen des Asyl-
verfahrens über seine Identität getäuscht habe,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. August 2008 gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob 
und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Rückwei-
sung  der  Sache  zur  Prüfung  des  Asylgesuchs  (Eintreten)  an  die 
Vorinstanz und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

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ses sowie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege beantrag-
te,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung seiner  Eingabe im We-
sentlichen vorbrachte, er sehe sich aufgrund der knappen Fristen so-
wie  der  ihm im EVZ zur  Verfügung  stehenden Infrastruktur  nicht  im 
Stande, seine Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,

dass er unter anderem weiter geltend machte, das BFM sei aufgrund 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf sein Asylgesuch nicht eingetreten, 
indessen habe er noch nie einen Pass oder eine Identitätskarte beses-
sen, sondern nur eine Art Geburtsurkunde, die er aber in Mali mangels 
Kontaktmöglichkeiten nicht beschaffen könne, weshalb der Nichteintre-
tenstatbestand der Papierlosigkeit nicht erfüllt sei,

dass die Behauptung des BFM, wonach er nicht aus Mali stamme, ihn 
sehr wütend gemacht habe und er deshalb nochmals betonen möchte, 
dass er wirklich aus Mali sei,

dass es sich vorliegend um einen Fall handle, in dem weitere Abklä-
rungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG notwendig seien,

dass  er,  wie  er  in  seiner  Asylbegründung vorgebracht  habe,  in  Mali 
verhaftet würde und für mindestens 25 Jahre ins Gefängnis käme,

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch mate-
riell zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
die Behörden über ihre Identität  täuschen und diese Täuschung auf-
grund  der  Ergebnisse  der  erkennungsdienstlichen  Behandlung  oder 
anderer Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht LINGUA-Gutachten zwar nicht als 
eigentliche Sachverständigengutachten (Art. 12 Bst. e VwVG; Art. 57 ff. 
des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilpro-
zess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche Aus-
künfte einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 

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VwVG) anerkennt, ihnen indessen – sofern bestimmte Anforderungen 
an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten 
wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der 
Analysen  erfüllt  sind  –  erhöhten  Beweiswert  zumisst  (vgl.  EMARK 
2003 Nr. 14 S. 89 E. 7; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.), 

dass  demnach  LINGUA-Analysen  grundsätzlich  geeignet  sind,  den 
Nachweis einer Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b 
AsylG zu erbringen (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 S. 125 f. E. 3d), 

dass  der  vorliegend  zu  beurteilenden,  ausführlich  begründeten  LIN-
GUA-Analyse nach den erwähnten Kriterien erhöhter Beweiswert  zu-
kommt, 

dass nach Durchsicht der Akten festzustellen ist, dass die angefochte-
ne Verfügung einer Überprüfung standhält,

dass die Feststellungen des BFM in seiner Verfügung betreffend Täu-
schung  der  Behörden  durch  den  Beschwerdeführer  über  seine  Her-
kunft  sowie Identität  nachvollziehbar und praxiskonform sind und be-
stätigt werden können, zumal diese sich auf ein nachvollziehbares und 
überzeugendes  LINGUA-Gutachten  abstützen,  das  zu  keinen  Bean-
standungen Anlass gibt,

dass zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab auf jene Er-
wägungen zu verweisen ist  (vgl. Art.  6  AsylG i.V.m. Art.  109 Abs. 3 
BGG), zumal sich der Beschwerdeführer inhaltlich kaum mit den Argu-
menten der Vorinstanz auseinandersetzt,

dass  dem  sehr  detaillierten  LINGUA-Gutachten  zu  entnehmen  ist, 
dass der Beschwerdeführer eindeutig nicht in Mali, sondern sehr wahr-
scheinlich in E._______ sozialisiert worden sei,

dass sich die konkrete Herkunft des Beschwerdeführers nach Auffas-
sung des Bundesverwaltungsgerichts nicht mit Sicherheit aus den Ak-
ten ergibt, Mali jedoch ausgeschlossen werden kann,

dass der Beschwerdeführer den konzisen und fundierten Erkenntnis-
sen  im  LINGUA-Gutachten  keine  konkreten  Argumente  entgegenzu-
setzen vermag, sondern bloss auf der angeblichen Herkunft aus Mali 
beharrt,

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dass er indessen, wie festzustellen ist, bezeichnenderweise auch nicht 
das Geringste in die Wege geleitet  hat,  um die angebliche malische 
Herkunft und Staatsangehörigkeit nachzuweisen, sondern seine wahre 
Herkunft und Identität offensichtlich zu verschleiern versucht,

dass er  vielmehr ohne überzeugende respektive mit  stereotyper und 
damit unglaubhafter Begründung entgegen der ihm bekannten Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 AsylG) bis heute keine rechtsgenügli-
chen Identitätspapiere zu den Akten gegeben hat, wodurch seine An-
gaben zu Person und Herkunft nicht überprüfbar sind, 

dass auf  das Vorbringen in  der  Beschwerde,  das  BFM sei  aufgrund 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht auf sein Asylgesuch eingetreten, 
nicht  weiter  einzugehen ist,  weil  das  BFM vorliegend in  Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG verfügt hat, weshalb sich hier auch die 
Frage  zusätzlicher  Abklärungen  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c AsylG)  nicht 
stellt,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht aufgrund der 
Aktenlage und dabei insbesondere aufgrund des erwähnten  LINGUA-
Gutachtens festgestellt hat, der Beschwerdeführer habe im Asylverfah-
ren die Schweizer Asylbehörden im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst.  b 
AsylG über seine Identität getäuscht,

dass das BFM damit zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf die 
Erteilung einer solchen hat, weshalb auch die verfügte Wegweisung im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung  1  vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
auch EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen des AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 
AuG),

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dass,  nebst  der  Identität,  auch die  Herkunft  des  Beschwerdeführers 
aufgrund seines prozessualen Verhaltens nicht feststeht und es nicht 
Sache der Schweizer Asylbehörden sein kann, das Vorliegen von Weg-
weisungshindernissen  bezüglich  hypothetischer  Heimat-  oder  Her-
kunftsländer zu prüfen,

dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung des Beschwer-
deführers unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen 
der Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [EMRK,  SR  0.101], 
Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge  [FK,  SR  0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG  und  Art.  25  Abs.  2  und  3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
als zulässig im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AuG erscheint, 

dass  sich  daher  den  vorliegenden  Akten  und  unter  Würdigung  aller 
Umstände keine Anhaltspunkte  für  die  Annahme entnehmen lassen, 
der Vollzug der Wegweisung würde eine konkrete Gefährdung des an-
geblich 21-jährigen, soweit aktenkundig gesunden Beschwerdeführers 
im Sinne einer Existenzgefährdung mit sich bringen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den tat-
sächlichen  Heimatstaat  schliesslich  auch  möglich  ist,  da  keine  Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem  Be-
schwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-
zuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung deshalb zu 
bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, abgesehen von der nicht belegten Mittello-
sigkeit, schon wegen der Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren 
abzuweisen und das Begehren um Befreiung von der Vorschusspflicht 

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mit dem vorliegenden direkten Entscheid in der Sache gegenstandslos 
geworden ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.--  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG, Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2], Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums Kreuzlingen (Einschreiben; Beilage: Einzahlungss-
chein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Kreuzlingen  (vorab 
per Telefax, mit den Akten (Ref.-Nr. N_______, mit der Bitte um Er-
öffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um Zustellung 
der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungs-
gericht)

- das Amt für Migration des Kantons F._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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