# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09559365-0567-5047-9e1e-ba7cbc3aa726
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2009 D-5587/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5587-2006_2009-08-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5587/2006/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren (...), Sudan, 
B._______, geboren (...), Algerien, 
beide vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM 
vom 29. September 2006 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5587/2006

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführenden  –  ein  Staatsangehöriger  des  Sudan  und 
eine Staatsangehörige von Algerien – suchten am 22. April  2005 ge-
meinsam um Asyl in der Schweiz nach. Ihren Angaben zufolge hatten 
sie sich zuvor illegal in Belgien aufgehalten, wo sie sich am 30. Januar 
2005 kennengelernt hätten und am 19. Februar 2005 nach religiösem 
Brauch hätten trauen lassen. Anlässlich der Gesuchseinreichung legte 
der  Beschwerdeführer  keine  Identitätspapiere  vor,  wogegen  die  Be-
schwerdeführerin ihren gültigen Reisepass einreichte, beinhaltend ein 
Schengen-Visum vom September 2003 sowie ein Visum für den Sudan 
vom März 2005. 

Nach der Gesuchseinreichung führte das BFM am 17. Mai 2005 Kurz-
befragungen  und  am  30.  Mai  2005  Direktanhörungen  durch.  Am 
26. September 2005 fanden zudem ergänzende Anhörungen statt. 

B.
Der Beschwerdeführer führte im Rahmen der Begründung seines Ge-
suches zur  Hauptsache an,  er  habe den Sudan am 5. Januar  2005 
aufgrund des Bürgerkrieges in der Region Darfur verlassen. Dabei leg-
te er dar, er stamme aus der Ortschaft X._______ in West-Darfur, wo 
er in der elterlichen Landwirtschaft gearbeitet habe. Im Weiteren führte 
er  aus,  er  gehöre  zur  Volksgruppe der  L._______,  welche von ihrer 
Ethnie her schwarze Araber seien. An anderer Stelle gab er  demge-
genüber  an,  er  gehöre  zur  Volksgruppe  der  M._______,  welche  mit 
den N._______ verfeindet seien. Auf Frage hin führte er aus, er habe 
sich  zwar  nicht  an  den Kämpfen in  Darfur  beteiligt  und er  sei  auch 
nicht direkt von Gewalt betroffen gewesen. Aufgrund der allgemeinen 
Verhältnisse sei ihnen jedoch ab dem Jahre 2002 die Arbeit auf ihrem 
Land  nahezu  verunmöglicht  worden.  Unter  Vorlage  einer  Fotokopie 
machte er ferner geltend, dass er am 19. Juli 2003 von der Staatspoli-
zei  in  Khartoum  vorgeladen  worden  sei.  Die  Vorladung  sei  ihm  in 
X._______  zugestellt  worden  und  mutmasslich  erfolgt,  weil  er  dem 
Stamm  der  M._______  angehöre,  welcher  die  Unabhängigkeit  vom 
Sudan anstrebe. Der Vorladung habe er keine Folge geleistet, was je-
doch keine Konsequenzen gehabt habe. Aufgrund der Verhältnisse in 
Darfur,  und weil er in Darfur um sein Leben gefürchtet habe, habe er 
sich zur Ausreise entschlossen. Schliesslich führte er an, sein Heimat-

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ort sei in den Jahren 2001 und 2002 und nochmals Ende 2004 bom-
bardiert und teilweise niedergebrannt worden. 

Zu den Umständen seiner Ausreise führte der Beschwerdeführer an, 
er habe sich am 5. Januar 2005 nach Libyen begeben, von wo er vier 
Tage später mit einem Schiff nach Belgien gereist sei. Für seine Reise 
habe er  2000 US-Dollar bezahlt,  wobei er nochmals einen Betrag in 
dieser respektive in halber Höhe als Reserve mit sich geführt habe. Er 
habe sich anschliessend illegal in Belgien aufgehalten, wobei er dort 
auf  Anraten  seiner  sudanesischen  Bekanntschaften,  respektive  aus 
Furcht vor einer Abschiebung in den Sudan, kein Asylgesuch einge-
reicht habe. Er sei dann mit seiner Frau in die Schweiz gereist. 

Auf  Frage  nach  dem  sudanesischen  Visum  der  Beschwerdeführerin 
führte  er  an,  dieses  sei  seiner  Frau  ausgestellt  worden,  weil  jeder 
Staatsbürger eines arabischen Landes in den Sudan reisen könne. Sie 
hätten sich jedoch aufgrund der allgemeinen Lage im Sudan, respekti-
ve weil  sein Heimatort  im Krieg verwüstet worden sei,  entschlossen, 
doch nicht in den Sudan zu reisen. Im Weiteren führte er an, dass er 
seit seiner Ausreise den Kontakt zu seinen Angehörigen im Sudan – 
seinen Eltern und drei Schwestern – verloren habe. 

Anlässlich der Gesuchseinreichung erhob das BFM beim Beschwerde-
führer drei Blätter mit handschriftlichen Notizen betreffend die örtlichen 
Verhältnisse in der Region Darfur sowie Kopien verschiedener Presse-
artikel  zum Sudan. Der  Beschwerdeführer  machte  dazu geltend,  die 
Blätter selbst geschrieben zu haben, um seiner Frau die Verhältnisse 
in seiner Heimat zu erklären. Auf den Vorhalt des BFM, die Blätter wür-
den  nach  der  Feststellung  des  Dolmetschers  drei  unterschiedliche 
Handschriften aufweisen, erklärte er, dies treffe nicht zu. 

C.
Die Beschwerdeführerin machte zur Begründung ihres Gesuches zur 
Hauptsache geltend,  sie  habe Algerien aufgrund von Problemen am 
Arbeitsplatz  verlassen,  und  weil  es  im Lande  Terrorismus gebe und 
eine generelle Angst herrsche. Dabei führte sie aus, sie stamme aus 
Y._______, wo sie seit dem Jahre 1981 bis Ende Oktober 2003 auf der 
Gemeindeverwaltung gearbeitet habe. Im Sommer 2003 sei ein neuer 
Direktor ins Amt gekommen, ein Mitglied einer islamistischen Gruppie-
rung, welcher gefordert habe, dass sie und ihre Kolleginnen bei der Ar-
beit einen Schleier trügen. Sie habe das nicht befolgt, weil das gegen 
ihren freien Willen gewesen sei. Man habe ihr daraufhin Lohnabzüge 

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gemacht und schliesslich sei sie vom Direktor nach Hause geschickt 
worden, um sich einen Schleier anzuziehen, ansonsten sie nicht wie-
der an ihre Arbeit  zurückzukehren brauche. Während dieser Zeit  sei 
sie  zudem an ihrem Arbeitsplatz  telefonisch belästigt  worden,  wobei 
sie annehme, die Anrufe seien von Seiten einer islamistischen Grup-
pierung erfolgt. Aus Furcht, umgebracht zu werden, habe sie sich nicht 
zur Wehr gesetzt und sich auch nicht an  die übergeordneten Behör-
den gewandt, sondern sich entschlossen, ihre Arbeit aufzugeben und 
das Land zu verlassen. Am 17. Oktober 2003 habe sie ihre Arbeit ge-
kündigt und am 16. November 2003 sei sie mit einem gültigen Schen-
gen-Visum  aus  Algerien  ausgereist.  Sie  habe  in  ihrer  Heimat  nicht 
mehr eine andere Stelle gesucht, sondern sei ausgereist, um andern-
orts Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Sie sei auf dem Luftweg 
direkt  nach Belgien gereist,  wo sie bei  ihrem in  Brüssel  wohnhaften 
Bruder untergekommen sei. Später habe sie einen Platz in einem Res-
taurant gefunden, wo sie schwarz gearbeitet habe. Sie habe sich ille-
gal in Belgien aufgehalten, bis sie in die Schweiz gereist sei. In Belgi-
en habe sie kein Asylgesuch eingereicht, da sie befürchtet habe, auf-
grund ihres Schengen-Visums gleich wieder nach Algerien zurückge-
schickt zu werden. 

Auf  Frage  nach  ihren  Visa  führte  die  Beschwerdeführerin  aus,  das 
Schengen-Visum  habe  sie  ohne  Probleme  nach  einer  Wartezeit  im 
Herbst 2003 erhalten. Zum sudanesischen Visum vom März 2005 führ-
te sie aus, sie und ihr Ehemann hätten nicht in Belgien bleiben, son-
dern in die Heimat ihres Mannes zurückkehren wollen. Sie habe auch 
die Nachricht gehabt, dass ihre eigene Familie nicht mehr zu Hause 
sei. Nachdem ihr Ehemann jedoch keinen Kontakt zu seinen Verwand-
ten habe herstellen können, hätten sie gedacht, es sei besser nicht in 
den Sudan zu reisen, und ihren Reiseplan wieder aufgegeben. 

D.
Im Nachgang zur ergänzenden Anhörung gab das BFM betreffend den 
Beschwerdeführer amtsintern den Auftrag zu einer Sprach- und Her-
kunftsanalyse (sog. "Lingua"-Gutachten). In seiner Analyse vom 9. Juni 
2006 gelangte der vom BFM beauftragte sprach- und länderkundige 
Experte  –  auf  der  Grundlage  eines  telefonischen  Gesprächs  vom 
15. Mai 2006 von 49 Minuten Dauer – zum Schluss, der Beschwerde-
führer sei mit Sicherheit im Sudan, aber mit Sicherheit nicht in Darfur 
sozialisiert  worden. In diesem Zusammenhang wurde in der Analyse 
unter anderem angemerkt, es sei anzunehmen, dass der Beschwerde-

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führer eine gewisse Zeit in der Darfur-Region verbracht habe, jedoch 
sei es höchst unwahrscheinlich, dass er dort als Landwirt tätig gewe-
sen sei. Der länderkundige Experte wies ferner darauf hin, dass sich 
der  Beschwerdeführer  eingangs  des  Gesprächs  als  M._______  be-
zeichnet  hatte, wogegen er sich im Weiteren Verlauf  des Gesprächs 
von  den  M._______  sinngemäss  distanzierte,  indem  über  die 
M._______ als  von „denen“  gesprochen und mit  „wir“  auf  arabische 
Volksgruppen verwiesen habe. 

Mit Schreiben vom 14. Juni 2006 setzte das BFM den Beschwerdefüh-
rer über die wesentlichen Schlüsse der Herkunftsanalyse in Kenntnis. 
Dabei hielt  das BFM zu den Erkenntnissen des Herkunftsgutachtens 
namentlich fest, dass das vom Beschwerdeführer verwendete Arabisch 
typisch für den Zentral-, Nord- und Ostsudan sei, nicht aber für die Re-
gion Darfur. Im Weiteren seien seine Kenntnisse über den Sudan zwar 
sehr gut und umfangreich, hingegen gingen ihm gewisse spezifische 
Kenntnisse zur Region von Darfur ab. Weiter habe er im Gespräch an-
gegeben ein M._______ zu sein, wogegen er sich im bisherigen Asyl-
verfahren stets als L._______ bezeichnet habe. Schliesslich vermerkte 
das BFM, dass der Beschwerdeführer bezüglich der M._______ von 
„denen“ und bezogen auf die Araber von „uns“ gesprochen habe. 

Am 29. Juni 2006 ersuchte der Beschwerdeführer darum, sich die Auf-
zeichnung  des  Gespräches  vom 15.  Mai  2006  anhören  zu  können. 
Nachdem diesem Ersuchen entsprochen worden war, nahm er mit Ein-
gabe vom 12. August 2006 zum Ergebnis der Herkunftsanalyse Stel-
lung. Dabei machte er geltend, er gehöre zum Stamm der L._______, 
welches  nicht  ein  afrikanischer,  sondern  ein  arabischer  Stamm sei. 
Ihre Sprache sei daher identisch mit jener der arabischen Stämme im 
Zentral-, Nord- und Ostsudan. Sie sprächen das im Sudan gesproche-
ne  Standardarabisch,  welches  ihre  Muttersprache  sei.  Dies  erkläre, 
weshalb er von den M._______ als „denen“ und bezogen auf die Ara-
ber von „uns“ gesprochen habe. Daneben führte er an, er habe bezüg-
lich die Themenkreise Pflanzen, Wasserversorgung in Darfur und ge-
bräuchliche  Ackerbauwerkzeuge  typische  Angaben  gemacht,  jedoch 
sei Darfur weitläufig und er habe sich lediglich zu seiner Region ge-
äussert. Schliesslich habe er auch typische Gerichte erwähnt. 

E.
Mit  Verfügung  vom  29.  September  2006  –  eröffnet  am  4.  Oktober 
2006 – lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab 

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und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegwei-
sungsvollzug an. Dabei  erkannte  das  BFM im Rahmen der  Begrün-
dung  seines  Entscheides  die  geltend  gemachte  Herkunft  des  Be-
schwerdeführers aus der Region von Darfur als unglaubhaft, weshalb 
auch  dessen  Gesuchsvorbringen  unglaubhaft  seien.  Die  Vorbringen 
der Beschwerdeführerin erkannte das BFM als nicht asylrelevant. Ab-
schliessend erklärte das BFM den Wegweisungsvollzug sowohl nach 
Algerien als auch in den Sudan als zulässig, zumutbar und möglich. 
Auf die Ausführungen des BFM wird weiter, soweit wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

F.
Am 3. November 2006 erhoben die Beschwerdeführenden – handelnd 
durch ihren Rechtsvertreter – gegen den Entscheid des BFM bei der 
damals  zuständigen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK) 
Beschwerde. In ihrer Eingabe beantragten sie die Aufhebung der an-
gefochtenen  Verfügung,  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Feststellung der Unzu-
lässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  und  die 
Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. Ausserdem er-
suchten Sie  um Erlass  der  Verfahrenskosten und Befreiung von der 
Kostenvorschusspflicht.  In  diesem  Zusammenhang  war  bereits  am 
27. Oktober 2006 eine Bedürftigkeitsbestätigung an die ARK gesandt 
worden. 

Im  Rahmen  der  Begründung  bestätigten  und  bekräftigten  die  Be-
schwerdeführenden  vorab  ihre  jeweiligen  Gesuchsvorbringen.  Dabei 
hielt  der  Beschwerdeführer  insbesondere  an der  geltend gemachten 
Herkunft aus der Region Darfur fest, womit er – vor dem Hintergrund 
der im Sudan herrschenden Verhältnisse – die Flüchtlingseigenschaft 
erfülle. Die Beschwerdeführerin ihrerseits erklärte die von ihr geltend 
gemachten Behelligungen als asylrelevant. In ihren Weiteren Ausfüh-
rungen erklärten sie eine allfällige Wegweisung in den Sudan aufgrund 
der  in  Darfur  herrschenden  Verhältnisse  als  unzulässig,  unzumutbar 
und technisch unmöglich. Auf die Beschwerdevorbringen wird weiter, 
soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

G.
Mit Zwischenverfügung der ARK vom 15. November 2006 wurde dem 
Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 
Abs. 4des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

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tungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) entsprochen. Für den Entscheid 
über  das  Gesuch  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  (im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG) wurde auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen. 
Gleichzeitig wurde festgehalten, auf die Beschwerdesache werde nach 
Eingang der vorinstanzlichen Vernehmlassung zurückgekommen. Da-
neben wurden die Beschwerdeführenden über die anstehende Über-
nahme des Verfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht orientiert. 

H.
In seiner Vernehmlassung vom 22. November 2006 hielt das BFM un-
ter  Verweis  auf  seine bisherigen Erwägungen an der  angefochtenen 
Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

Die vorinstanzliche Vernehmlassung wurde den Beschwerdeführenden 
am 27. November 2006 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

I.
Mit Schreiben des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. Mai 2007 wur-
de den Beschwerdeführenden die  am 1. Januar  2007 erfolgte  Über-
nahme des Verfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigt 
und die für die Behandlung ihres Verfahrens zuständige Abteilung be-
kannt gegeben. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig  über  Be-
schwerden  gegen Verfügungen  des BFM auf  dem Gebiet  des  Asyls 
(Art.  105  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31] 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung der bei  der ARK hängig gewesenen Rechtsmittel  übernommen. 
Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verlet-
zung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 

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des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt 
werden (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.4 Die  Beschwerdeführenden  sind  legitimiert  und  ihre  Beschwerde 
wurde form- und fristgerecht eingereicht  (vgl. dazu Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist demnach einzutreten.

2.  

2.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tra-
gen (Art. 3 AsylG).

2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

3.  

3.1 Im angefochtenen  Entscheid  erkannte  das  BFM die  geltend ge-
machte Herkunft  des Beschwerdeführers aus der Region von Darfur 
und damit seine Gesuchsvorbringen als unglaubhaft. Dabei hielt  das 
BFM dem Beschwerdeführer vorab entgegen, er habe sich in den Be-
fragungen stets als L._______ bezeichet,  wogegen er im Verlauf der 
Herkunftsanalyse angegeben habe, er sei ein M._______. Dieser Un-
terschied  in  den Angaben  zur  ethnischen  Abstammung erklärte  das 
BFM als nicht nachvollziehbar. Dabei merkte es in seinen weiteren Er-

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wägungen  an,  vom  Beschwerdeführer  sei  in  seiner  Stellungnahme 
nicht erklärt worden, weshalb er sich im Verlauf der Herkunftsanalyse 
als M._______ bezeichnet habe. Im Weiteren hielt das BFM dem Be-
schwerdeführer unter Verweis auf verschiedene Aktenstellen vor, er sei 
nicht  in  der  Lage  gewesen,  betreffend  die  Gegend  von  X._______ 
– seine angebliche Herkunftsregion – konkrete und zutreffende Anga-
ben zu machen. So habe er Ortschaften und Gewässer unzutreffend 
lokalisiert und zudem keine Auskunft über die in X._______ anwesen-
den  internationalen  Organisationen  machen  können. Seine  im  Rah-
men der  Herkunftsanalyse erkannten  mangelhaften  Kenntnisse  über 
spezifische Gegebenheiten von Darfur habe er in seiner Stellungnah-
me nicht zu erklären vermocht. Das BFM schloss zusammenfassend, 
die  Angaben  des  Beschwerdeführers  zur  geltend  gemachten  ethni-
schen Abstammung und geografischen Herkunft seien unsubstanziiert 
oder  falsch,  weshalb  ihm nicht  geglaubt  werden  könne,  dass  er  ein 
ethnischer L._______ aus der Provinz West-Darfur  sei. Dementspre-
chend seien auch seine Vorbringen betreffend Probleme aufgrund der 
kriegerischen  Auseinandersetzungen  in  dieser  Region  unglaubhaft. 
Das vom Beschwerdeführer vorgelegte Beweismittel – eine angebliche 
Vorladung der Behörden – erklärte das BFM schliesslich aufgrund ver-
schiedener  Ungereimtheiten  sowie  unter  Berufung  auf  gewisse  Fäl-
schungsmerkmale  als  nicht  geeignet,  den geltend  gemachten Sach-
verhalt zu belegen. 

3.2 In  der  Beschwerdeeingabe  wiederholte  und  bekräftigte  der  Be-
schwerdeführer vorab seine Angaben und Ausführungen. Den vor-ins-
tanzlichen Erwägungen hielt er im Folgenden entgegen, er habe sich 
im Verlauf des Verfahrens an keiner Stelle als M._______ bezeichnet. 
Dabei  bekräftigte  er  im  Verlauf  seiner  weiteren  Ausführungen  seine 
Zugehörigkeit zu der arabisierten Volksgruppe der L._______. Im Wei-
teren machte er  unter  Verweis  auf  die Akten geltend,  entgegen den 
Ausführungen der Vorinstanz seien seine Angaben zu seiner Heimat-
region  von X._______  umfassend  und  korrekt  gewesen. Im  Übrigen 
habe  er  keinen  Kontakt  zu  internationalen  Organisationen  gehabt, 
weshalb er diesbezüglich auch keine Kenntnisse habe. Soweit ihm un-
ter Verweis auf die Herkunftsanalyse eine ungenügende Kenntnis der 
Region von Darfur vorgehalten werde, ergebe sich aus den Protokollen 
der drei Anhörungen ein ganz anderes Bild. Richtig sei, dass er aus-
führlich und korrekt  über  die Geographie wie auch die Bräuche und 
Sitten in Westdarfur und insbesondere X._______ berichtet habe. Das 
Ergebnis der Herkunftsanalyse sei vor diesem Hintergrund zu relativie-

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ren. Zusammenfassend schloss er, dass die Zweifel an seiner Herkunft 
unbegründet seien, da er durch fundierte Kenntnisse zur Region seine 
Herkunft  glaubhaft  gemacht  habe. In  seinen  weiteren  Ausführungen 
erklärte er die Vorhalte des BFM betreffend die von ihm in Kopie vor-
gelegte Vorladung als nicht stichhaltig, wobei er anmerkte, vom BFM 
seien  die  vermeintlichen Fälschungsmerkmale  nicht  bezeichnet  wor-
den. 

4.
Aufgrund der vorliegenden Akten ist festzustellen, dass die Vorbringen 
des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, den zentralen Schluss der 
Vorinstanz  –  Unglaubhaftigkeit  der  geltend  gemachten  Herkunft  aus 
Darfur und Zugehörigkeit zur Ethnie der L._______ – zu erschüttern. 
Dies vorab aufgrund der folgenden zwei Punkte: 

4.1 Der  Beschwerdeführer  legt  in  seiner  Eingabe  zentrales  Gewicht 
auf das Vorbringen, er habe widerspruchsfrei, detailliert und von daher 
insgesamt schlüssig über seine ethnische Herkunft als L._______ be-
richtet. Dabei führt  er in seiner Eingabe explizit  an, er  habe sich an 
keiner  einzigen Stelle  als  M._______ bezeichnet. Dieses Vorbringen 
erweist  sich aufgrund der  Akten als  offenkundig unzutreffend. Daran 
ändert  nichts,  dass auch das BFM ausführte,  der  Beschwerdeführer 
habe sich im Verlauf der drei Befragungen jeweils als L._______ be-
zeichnet (vgl. angefochtene Verfügung, S. 3, zweitletzter Absatz). Die-
se Feststellung entspricht nicht der klar anders lautenden Aktenlage. 

Richtig  ist,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Ge-
suchseinreichung als L._______ bezeichnet hat (act. A2, S. 2 unten). 
Entsprechend dieser Aussage wurde auf dem Kopfblatt der Direktan-
hörung seine Ethnie mit L._______ verzeichnet (act. A12, S. 1 oben, 
Rubrik „Personalien“). Zwar erklärte der Beschwerdeführer in der Fol-
ge zu Beginn der Direktanhörung seine bisherigen Angaben zu seiner 
Person – und damit auch die Bezeichnung seiner Ethnie – pauschal 
als zutreffend (act. A12, S. 2 Mitte). Im Weiteren Verlauf der Direktan-
hörung nahm er jedoch an keiner einzigen Stelle wieder einen Bezug 
auf die von ihm anlässlich der Gesuchseinreichung angegebene Eth-
nie. Im Verlauf der Direktanhörung bezeichnete er sich vielmehr aus-
drücklich  als  einen  Angehörigen  des  Volksstammes der  M._______, 
wobei er ausführte, dass dieser Volksstamm von den N._______ ange-
griffen werde (act. A 12, S. 6 Mitte). Dabei ist festzuhalten, dass diese 

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Angaben im Rahmen der  freien  Sachverhaltsschilderungen erfolgten 
und aufgrund des Gesamtzusammenhangs eine irrtümliche Aussage 
auszuschlies-sen ist. Die Zugehörigkeit zu den M._______ wurde vom 
Beschwerdeführer  im  weiteren  Verlauf  der  Direktanhörung  vielmehr 
bekräftigt,  indem  er  diesen  Aspekt  –  seine  Zugehörigkeit  zu  den 
M._______ – als mutmasslichen Grund für seine Vorladung durch die 
Behörden in Khartoum vom 19. Juli 2003 bezeichnete (act. A12, S. 7, 
zweites  Drittel).  Anlässlich  der  ergänzenden  Anhörung  bezeichnete 
sich  der  Beschwerdeführer  demgegenüber  wiederum als  L._______, 
wobei  er  die  L._______  als  schwarze  Araber  bezeichnete  und  im 
Weiteren sinngemäss vom Volk der M._______ abgrenzte. Dabei fällt 
jedoch  auf,  dass  seine Ausführungen zu den L._______ immer  erst 
dann  erfolgten,  wenn  er  vom  BFM  auf  diese  Volksgruppe 
angesprochen wurde (act. A22, S. 6 oben, S. 7 unten, S. 8 Mitte und 
S. 9 Mitte). Eigene spontane Ausführungen zu den L._______ lassen 
sich  dem Protokoll  nicht  entnehmen,  und die vorhandenen Angaben 
sind  keineswegs  als  „widerspruchsfrei,  detailliert  und  von  daher 
insgesamt schlüssig“ zu bezeichnen. 

Vor dem Hintergrund der offenkundig wechselhaften Angaben gegen-
über dem BFM überrascht nicht, dass der Beschwerdeführer – wie in 
der Herkunftsanalyse aufgezeigt – auch gegenüber dem vom BFM be-
auftragten sprach- und länderkundigen Experte nicht zu einem schlüs-
sigen Aussageverhalten betreffend die Frage seiner ethnischen Zuge-
hörigkeit in der Lage war. Unter Berücksichtigung des hohen Detaillie-
rungsgrades des Herkunftsgutachtens und der vorstehenden Feststel-
lungen ist nicht daran zu zweifeln, dass sich der Beschwerdeführer an-
lässlich  des  telefonischen  Gesprächs  vom  15. Mai  2006  erst  als 
M._______ bezeichnete, später dann aber Abstand von dieser Ethnie 
nahm und sich  als  Angehörigen einer  arabischen Ethnie verstanden 
haben wollte. 

Das offenkundig widersprüchliche Aussageverhalten des Beschwerde-
führers  zur  Frage seiner  ethnischen Zugehörigkeit  untergräbt  seinen 
gesamten  Sachverhaltsvortrag.  Vor  dem  Hintergrund  der  in  Darfur 
herrschenden Verhältnisse ist die Verwechslung der ethnischen Zuge-
hörigkeit – wie vom BFM zu Recht erkannt – als nicht nachvollziehbar 
zu bezeichnen. 

4.2 Der Beschwerdeführer stellt in seinen weiteren Ausführungen dar-
auf  ab,  er  habe  im  Verlauf  der  Anhörungen  ausführlich  und  korrekt 

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über die Geographie wie auch die Bräuche und Sitten in Westdarfur 
und  insbesondere  X._______  berichtet.  Er  hält  dafür,  dass  seine 
aktenkundigen  Ausführungen  geeignet  seien,  die  Feststellungen  im 
Rahmen des Herkunftsgutachtens zu entkräften. Dieser Ansatz kann 
jedoch in keiner Weise überzeugen. 

Richtig ist, dass der Beschwerdeführer insbesondere anlässlich der er-
gänzenden Anhörung auf  Frage hin  Angaben zu seiner  angeblichen 
Herkunftsregion machte (act. A22, S. 7 ff.). Diese Angaben sind jedoch 
– wie vom BFM zu Recht erkannt – unpräzise und in vieler Hinsicht 
klar  unzutreffend  ausgefallen.  Insgesamt  sind  die  Ausführungen  als 
überaus dürftig zu bezeichnen und lassen nicht darauf schliessen, der 
Beschwerdeführer  stamme  aus  der  geltend  gemachten  Region.  Die 
anders lautenden Ausführungen auf Beschwerdeebene vermögen die 
klaren Fehlangaben nicht  auszuräumen. Dabei  besteht  aufgrund der 
Akten  kein  Anlass  zur  Annahme,  der  Beschwerdeführer  wäre  etwa 
mangels ausreichender Bildung oder wegen fehlender Reiseerfahrun-
gen zu keinen hinreichend präzisen und im Wesentlichen zutreffenden 
Angaben in der Lage gewesen. Er will zwar eigenen Angaben zufolge 
über keine höhere Bildung verfügen und zudem stets zuhause in der 
Landwirtschaft  tätig  gewesen sein,  womit er von sich das Bild eines 
einfachen Bewohners  einer  peripheren Landesgegend zeichnet. Die-
ses Bild steht indes in klarem Kontrast mit seinen – gemäss Herkunfts-
gutachten – ausgezeichneten Kenntnissen der landesweiten Struktu-
ren, der landesweiten Geografie sowie seiner mannigfachen weiteren 
Detailkenntnissen über landesweite Gegebenheiten. Diese Umstände 
legen nahe, dass der Beschwerdeführer über einen deutlich höheren 
Bildungsgrad verfügt,  als geltend gemacht,  und sich im Sudan auch 
weit mehr bewegt hat, als von ihm behauptet. 

4.3 Nach vorstehenden Erwägungen sind die zentralen Beschwerde-
vorbringen  als  widerlegt  zu  erkennen. Die  weiteren  Ausführungen  – 
namentlich zur angeblichen Echtheit der vorgelegten angeblichen Vor-
ladung – vermögen ebenfalls nicht zu überzeugen. Diesbezüglich kann 
angemerkt  werden, dass vom Beschwerdeführer lediglich eine Kopie 
einer  angeblichen  Vorladung  vorgelegt  wurde,  was  eine  verlässliche 
Überprüfung von vornherein ausschliesst. Auf der anderen Seite sind 
die Vorbringen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der an-
geblichen Vorladung –  er  will  in  West-Darfur  eine  behördliche Vorla-
dung zum Erscheinen in Khartoum erhalten habe – als schlicht nicht 
nachvollziehbar zu bezeichen. 

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4.4 In  seinem  ausführlichen  und  insgesamt  überzeugenden  Bericht 
gelangt schliesslich auch der vom BFM beauftragte sprach- und län-
derkundige Experte zum Schluss, dass der Beschwerdeführer mit Si-
cherheit nicht in der Region Darfur sozialisiert  wurde. Von einer Her-
kunft aus der Region Darfur kann damit insgesamt nicht ausgegangen 
werden. Da der  Beschwerdeführer  seine  Gesuchsvorbringen vollum-
fänglich auf seine angebliche Herkunft aus dieser Region abstützt, ist 
ihnen mit den vorstehenden Feststellungen jegliche Grundlage entzo-
gen. 

5.

5.1 Im angefochtenen  Entscheid  erkannte  das  BFM die  geltend ge-
machten  Gesuchsgründe  der  Beschwerdeführerin  als  nicht  asylrele-
vant.  Dabei  hielt  das  BFM  zur  Hauptsache  fest,  dass  sich  die  Be-
schwerdeführerin in ihrem Sachverhaltsvortrag bloss auf Massnahmen 
einer Einzelperson berufen, sie diesbezüglich keine geeigneten Schrit-
te  zur  Abwehr  angestrengt  habe  und  der  von ihr  geltend  gemachte 
Eingriff, die angebliche Pflicht ein Kopftuch zu tragen, keine derart ein-
schneidende  Massnahme  gewesen  sei,  welcher  sie  sich  nur  durch 
eine  Flucht  ins  Ausland hätte  entziehen  können. Die  erst  anlässlich 
der Direktanhörung geltend gemachten Drohanrufe erklärte das BFM 
als nachgeschoben und daher unglaubhaft. Die Ausführungen der Be-
schwerdeführerin betreffend ihre angebliche Furcht vor Terrorismus er-
klärte das BFM als ebenfalls nicht asylrelevant, da es sich dabei bloss 
um Befürchtungen allgemeiner Natur handle. 

5.2 In  der  Beschwerdeeingabe  wiederholte  und  bekräftigte  die  Be-
schwerdeführerin  ihre  bisherigen  Angaben  und  Ausführungen.  Den 
vorinstanzlichen Erwägungen hielt  sie vorab entgegen,  dass sie auf-
grund  der  Stresssituation,  welche  die  Befragungssituation  mit  sich 
bringe, sowie der knappen Zeitverhältnisse nicht in der Lage gewesen 
sei, bereits anlässlich der Kurzbefragung über die erhaltenen Drohan-
rufe zu berichten. Ihre diesbezüglichen Ausführungen seien nicht als 
nachgeschoben, sondern als glaubhaft zu erkennen. In ihren weiteren 
Ausführungen hielt sie dafür, aufgrund der notorisch schlechten Lage 
in Algerien sei es ihr unmöglich gewesen, sich gegen die Weisungen 
ihres Vorgesetzten ordentlich zur Wehr zu setzen. Dabei sei die Auffor-
derung  zum  Tragen  eines  Kopftuches  –  entgegen  der  Vorinstanz  – 
durchaus eine Druckmassnahme gewesen, welche ihr ein menschen-

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würdiges Leben verunmöglicht habe. Insgesamt sei sie über eine län-
gere Zeit einer ungerechten und herabsetzenden Behandlung ausge-
setzt worden, welche geeignet sei,  einen unerträglichen psychischen 
Druck hervorzurufen. In  ihren weiteren Ausführungen hielt  sie  dafür, 
dass  die  allgemeine  Situation  in  Algerien  –  die  Terroranschläge  im 
Jahre 2003 – in Verbindung mit dem Erhalt von Drohanrufen durchaus 
eine konkrete Gefährdung für sie ergeben habe. Mithin habe sie davon 
ausgehen müssen, dass sie aufgrund ihrer Haltung zum Islam zur Ziel-
scheibe eines terroristischen Aktes werde. 

6.
Aufgrund der vorliegenden Akten ist festzustellen, dass die Vorbringen 
der  Beschwerdeführerin  nicht  geeignet  sind,  einen  asylrelevanten 
Sachverhalt nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Dies 
aus folgenden zwei Gründen: 

6.1 Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Drucksituation 
beschränkte sich offenkundig alleine auf ihr nächstes Arbeitsumfeld in 
der Gemeindeverwaltung von Y._______. Bei dieser Sachlage ist ihr – 
selbst unter Wahrannahme ihrer Ausführungen (vgl. dazu nachfolgend) 
– entgegenzuhalten, dass sie sich der geltend gemachten Drucksitua-
tion ohne weiteres durch einen einfachen Stellenwechsel hätte entzie-
hen können. Sollte sie sich aus persönlichen Gründen in ihrer Heimat-
stadt Y._______ nicht sicher gefühlt haben, so wäre ihr eine Wohnsitz-
verlegung in  eine  andere grössere  Stadt  Algeriens  offen gestanden. 
Anlass zur Annahme einer landesweiten Verfolgungssituation, welcher 
sich die Beschwerdeführerin nur durch eine Ausreise aus Algerien hät-
te entziehen können, kann aufgrund ihrer Sachverhaltsschilderungen 
vernünftigerweise  nicht  bestehen.  Die  von  der  Beschwerdeführerin 
wiederholt geltend gemachte Angst vor Terroristen (vgl. u.a. A21, S. 5 
unten)  ist  unsubstanziiert  und  erweist  sich  als  eine  allgemeine  Be-
fürchtung, welcher – wie vom BFM zu Recht erkannt – keine Asylrele-
vanz zuzumessen ist. 

6.2 Aufgrund der Akten ist  im Weiteren zu schliessen, dass sich die 
Beschwerdeführerin  schon lange Zeit  vor  den behaupteten Ereignis-
sen auf  der  Gemeindeverwaltung von Y._______ mit  Ausreiseplänen 
befasste. Ihr Schengen-Visum datiert vom 17. September 2003 und sie 
führte dazu aus, sie  habe das Visum Ende Mai  2003 beantragt  und 
nach einer Wartezeit von mehreren Monaten erhalten (act. A11, S. 3 

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unten). Die Beschwerdeführerin bereitete demnach ihre Ausreise vor, 
lange bevor die behaupteten Probleme überhaupt  ein Thema waren, 
begannen diese ihren Angaben zufolge doch erst im August 2003 (act. 
A11, S. 5 oben und S. 6 Mitte). Im Weiteren gab die Beschwerdeführe-
rin ihre Arbeit eigenen Angaben zufolge bereits am 17. Oktober 2003 
auf, verblieb jedoch noch ferienhalber bei ihrer Familie in Y._______, 
bis sie am 16. November 2003 aus Algerien ausgereist sei (act. A11, 
S. 3 oben). Dabei gestand sie auf Nachfrage hin zu, nach ihrer Kündi-
gung habe sie keine Probleme mehr gehabt (act. A11, S. 7 oben). Die-
se Umstände sprechen ganz klar dagegen, dass für die Beschwerde-
führerin im Zeitpunkt ihrer Ausreise ein subjektiver Anlass zur Annah-
me einer Gefährdungslage bestand. Da aufgrund der Akten vorab der 
Wunsch der Beschwerdeführerin nach einer Veränderung ihres Lebens 
erkennbar ist (vgl. dazu act. A11, S. 7 Mitte), ist die geltend gemachte 
Furcht vor Nachstellungen als im Wesentlichen unglaubhaft zu erken-
nen. 

7.  
Nach den vorstehenden Erwägungen gelingt es weder dem Beschwer-
deführer noch der Beschwerdeführerin, eine asylrelevante Verfolgung 
nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Auf Erwägungen 
zu  den  weiteren  Ausführungen  im  Rahmen  der  Beschwerdeeingabe 
kann verzichtet  werden,  da sie zu keinen anderen Schlüssen führen 
können. 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass weder der Beschwerdeführer 
noch die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft erfüllen, wes-
halb die Abweisung ihrer Asylgesuche zu bestätigen ist. 

8.  

8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

8.2 Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine  ausländer-
rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht ange-
ordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheide und Mitteilungen der Schwei-

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zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 

9.

9.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur 
Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben 
oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet 
ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV, 
SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 
Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-
handlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und der  Praxis  zu  Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf sodann niemand der Fol-
ter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 
unterworfen werden.

9.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich er-
hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, kann 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Algerien oder in  den 
Sudan ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

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Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdefüh-
renden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 
einer Ausschaffung nach Algerien oder in den Sudan mit beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des Euro-
päischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des 
UN-Anti-Folterausschusses  müssten  die  Beschwerdeführenden  eine 
konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass 
ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behand-
lung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hin-
weisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 
2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die all-
gemeine Menschenrechtssituation in Algerien oder im Sudan lässt den 
Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als un-
zulässig  erscheinen.  Betreffend  den  Sudan  ist  dabei  anzumerken, 
dass im Falle der Beschwerdeführenden eine Ausschaffung in die Kri-
senregion Darfur nicht zur Diskussion steht, da der Beschwerdeführer 
offenkundig  aus  einer  anderen  Gegend  –  dem  weitgehend  ruhigen 
Nord-, Zentral oder Ostsudan – stammt. 

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 
der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818). 

In Algerien herrscht zurzeit  keine Situation allgemeiner Gewalt,  wes-
halb in konstanter Praxis von der generellen Zumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs  nach  Algerien  ausgegangen  wird  (vgl.  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D-6066/2006  vom  10.  September  2008 
und  D-4702/2006  vom 21. August  2008  [mit  Verweis  auf  die  Praxis 
nach EMARK 2005 Nr. 13]). Auch betreffend den Sudan ist festzuhal-
ten, dass – ausserhalb der Region von Darfur – nicht von einer landes-
weiten  Situation  allgemeiner  Gewalt  auszugehen  ist;  der  Wegwei-
sungsvollzug namentlich in den Nord-, Zentral- und Ostsudan ist in al-

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ler  Regel  zumutbar  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
E-3876/2006 vom 10. November 2008 und D-3886/2006 vom 6. Juni 
2008). 

In  den Akten finden sich auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, 
dass die Beschwerdeführenden aus individuellen Gründen wirtschaftli-
cher und sozialer Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten 
würden.  Aufgrund  der  Akten  ist  nicht  von  einer  Herkunft  des  Be-
schwerdeführers aus der Krisenregion von Darfur auszugehen und sei-
ne  Ausführungen zur  Finanzierung  seiner  Ausreise  lassen  durchaus 
darauf  schliessen,  dass  er  aus  vermögenden  Verhältnissen  stammt. 
Zudem ist – wie oben erwähnt – in seinem Fall von einem deutlich hö-
heren  Bildungsgrad  auszugehen,  als  von  ihm  geltend  gemacht.  Die 
Beschwerdeführerin ihrerseits war in ihrer Heimat während Jahren in 
der Verwaltung tätig und es sind keine Gründe ersichtlich, welche ge-
gen eine erneute Erwerbsaufnahme sprechen würden. Vor diesem Hin-
tergrund besteht insgesamt kein Anlass zur Annahme, die Beschwer-
deführenden wären im Falle einer Ausreise nach Algerien oder in den 
Sudan nicht in der Lage, sich wiederum eine Existenz aufzubauen. Un-
ter diesen Umständen erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 
als zumutbar.

9.5 Schliesslich  obliegt  es den Beschwerdeführenden,  sich –  soweit 
nicht bereits vorhanden – die für eine Ausreise notwendigen Reisedo-
kumente bei den zuständigen Vertretungen ihrer Heimatstaaten zu be-
schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG). Vor diesem Hintergrund ist der Vollzug 
der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AuG).

In diesem Zusammenhang bleibt anzumerken, dass aufgrund der Ak-
ten keine Hinweise darauf bestehen, die Beschwerdeführenden könn-
ten nicht gemeinsam in den einen oder den anderen ihrer beiden un-
terschiedlichen Heimatstaaten ausreisen. Anlass zur Annahme, durch 
den Wegweisungsvollzug könnte der Grundsatz der Einheit der Familie 
tangiert werden, besteht damit nicht. 

9.6 Nach vorstehenden  Erwägungen  hat  die  Vorinstanz  den  Vollzug 
der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärt. 
Bei  dieser  Sachlage fällt  die  Anordnung einer  vorläufigen Aufnahme 
ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

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10.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bun-
desrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten des Verfahrens 
den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da je-
doch  weiterhin  von  ihrer  Bedürftigkeit  auszugehen  ist  und  die  Be-
schwerdesache nicht als aussichtslos zu bezeichnen war ist – in Gut-
heissung  des  Gesuches  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  (im  Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG) – von einer Kostenauflage abzusehen. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Den Beschwerdeführenden werden keine Kosten auferlegt. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- (...)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: 

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