# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4843c922-d11e-53a0-9ec2-b87beeab16f4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2025 D-6820/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6820-2025_2025-10-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6820/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richterin Giulia Marelli; 

Gerichtsschreiberin Regula Aeschimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 4. September 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6820/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 19. Juli 2024 in der Schweiz um Asyl 

nach und gab an, er sei am (…) geboren und damit noch minderjährig. Das 

SEM führte mit ihm am 22. Juli 2024 eine Erstbefragung für unbegleitete 

minderjährige Asylsuchende (EB UMA) durch.  

A.b Ein Gutachten zur Altersschätzung des Instituts für Rechtsmedizin der 

Universität B._______ vom 12. August 2024 kam zum Schluss, aus den 

radiologischen Untersuchungen der linken Hand, der medialen Anteile der 

Schlüsselbeine und der dritten Molaren resultiere ein durchschnittliches Al-

ter des Beschwerdeführers von (…) Jahren. Das zu berücksichtigende Min-

destalter sei mit 21.6 Jahren zu benennen und die Volljährigkeit sei bestä-

tigt; das angegebene Alter von (…) erscheine daher nicht möglich.  

A.c Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu 

einer beabsichtigen Anpassung seines Alters respektive Geburtsdatums im 

Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…). Mit Eingabe 

seiner Rechtsvertretung vom 21. August 2024 nahm er dazu Stellung.  

A.d Mit Verfügung vom 26. August 2024 legte das SEM das Geburtsdatum 

des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) fest, mit Bestreitungsver-

merk. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

A.e Am 21. Oktober 2024 trat das SEM auf das Asylgesuch des Beschwer-

deführers nicht ein und ordnete seine Wegweisung nach Italien an. Auch 

diese Verfügung wurde nicht angefochten und damit rechtskräftig.  

A.f Nachdem die Frist zur Überstellung nach Italien ablief, nahm das SEM 

das nationale Asylverfahren am 23. April 2025 wieder auf und wies den 

Beschwerdeführer dem Kanton C._______ zu.  

B.  

B.a Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 27. August 2025 zu seinen 

Asylgründen an.  

Dabei machte er geltend, er sei in D._______ aufgewachsen und gehöre 

der Ethnie der Peul (Fulbe) an. Seine Mutter habe für ihn und seine jünge-

ren Geschwister gesorgt, wobei er selbst zweitweise auch gearbeitet habe 

im Rahmen einer Ausbildung für das (…). Sein Vater habe als Wachmann 

gearbeitet und sei im Zuge von Unruhen im Jahr 2018 von Soldaten 

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erschossen worden. In ihrem Quartier habe es häufig Probleme gegeben 

und fast täglich sei jemand getötet worden. Er selbst sei zwar nicht politisch 

aktiv gewesen, aber wenn es «Streiks» gegeben habe, sei er jeweils mit-

gelaufen und habe beim Errichten von Strassenbarrikaden geholfen oder 

Steine geworfen. Ungefähr Anfang 2023 sei er ohne Grund auf dem Heim-

weg von Soldaten verhaftet worden. Seine Mutter habe Geld bezahlt, so 

dass er noch am gleichen Tag freigelassen worden sei. Nach diesem Vor-

fall seien die Soldaten häufiger in ihrem Quartier gewesen. Als er einmal 

mit seinem Freund E._______ draussen vor dem Haus Tee gekocht habe, 

sei ein Pickup mit Soldaten vorgefahren und diese hätten angefangen, 

durch die Gegend zu schiessen. Sein Freund sei von einer Kugel tödlich 

getroffen worden. Er habe Angst bekommen, ebenfalls getötet zu werden, 

da es im Stadtviertel sehr unruhig gewesen sei. Leute seien verhaftet wor-

den und dann verschwunden. Ungefähr Mitte 2023 habe er sich – auch auf 

Anraten seiner Mutter – entschieden, Guinea zu verlassen.  

B.b Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer eine Aufenthaltserlaub-

nis von Italien in Original (gültig bis 12. Oktober 2024), ein Foto seiner Ge-

burtsurkunde (ausgestellt am 2. Juli 2024), Videoaufnahmen der Unruhen 

in seinem Quartier sowie Fotos, welche Verletzungen seiner Grossmutter 

zeigten, ein.  

C.  

Die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers nahm am 3. Sep-

tember 2025 zum Entscheidentwurf des SEM Stellung.  

D.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 4. September 2025 stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht. 

Es lehnte sein Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete 

den Vollzug der Wegweisung an.  

E.  

Der Beschwerdeführer teilte dem Gericht mit Schreiben (datiert) vom 

5. September 2025 mit, er wolle gegen die Verfügung des SEM Rekurs 

erheben und bitte darum, das SEM anzuweisen, den Entscheid aufzuhe-

ben. Weiter ersuchte er dringend um eine erneute Anhörung.  

F.  

Die Instruktionsrichterin stellte mit Zwischenverfügung vom 11. September 

2025 fest, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in der 

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Schweiz abwarten. Gleichzeitig wies sie den Antrag um Durchführung einer 

Anhörung ab und forderte den Beschwerdeführer auf, seine Beschwerde 

zu verbessern.  

G.  

Mit Schreiben (datiert) vom 14. September 2025 reichte der Beschwerde-

führer eine Beschwerdebegründung zu den Akten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist fristgerecht eingereicht worden und erweist sich 

nach Eingang der Beschwerdeverbesserung vom 14. September 2025 als 

formgerecht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-

weise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über offensichtlich unbegrün-

dete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung ei-

nes zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 

Bst. e AsylG). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, handelt es sich vorliegend 

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um ein solches Rechtsmittel, weshalb das Urteil nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Zur Begründung seiner Verfügung führte das SEM aus, die Schilderun-

gen des Beschwerdeführers zu seinen Ausreisegründen wiesen nicht die 

Qualität auf, welche zu erwarten wäre, wenn er die Ereignisse selbst erlebt 

hätte. Zwar sei nicht auszuschliessen, dass es in seinem Quartier zu Un-

ruhen gekommen sei und die Sicherheitskräfte zur Durchsetzung eines im 

Mai 2022 angeordneten Demonstrationsverbots eingesetzt worden seien. 

Es sei auch bekannt, dass es in Guinea Spannungen gegeben habe, wel-

che sich insbesondere gegen ethnische Peul gerichtet hätten. Eine andau-

ernde systematische Verfolgung dieser Ethnie liege aber nicht vor. Sodann 

sei nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang 

gezielt durch die Behörden verfolgt worden sei. Er habe ungenaue Anga-

ben zu seinem Alter und seiner Biografie gemacht und keine Identitätsdo-

kumente eingereicht. Das von ihm angegebene Geburtsdatum sei daher 

angepasst worden und es sei davon auszugehen, dass er das SEM über 

sein Alter getäuscht habe. Weiter habe er ausführt, sein Vater sei im Jahre 

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2018 während eines Einsatzes als Wachmann von Sicherheitskräften er-

schossen worden, was indessen im Widerspruch zum eingereichten Ge-

burtsnachweis stehe. Dieses Dokument sei im Juli 2024 ausgestellt wor-

den und halte fest, sein Vater sei Bauer und in F._______ ansässig. Weiter 

sei darin aufgeführt, auch seine Mutter und der als Zeuge genannte Onkel 

lebten in F._______, während diese gemäss Angaben des Beschwerdefüh-

rers in D._______ wohnten. Sodann habe er den Vorfall, bei welchem er 

von den Behörden mitgenommen worden sei, zeitlich nicht genau einord-

nen können, ebenso wenig die Tötung seines Freundes. Seine Schilderun-

gen in Bezug auf diese Ereignisse seien wiederholend und oberflächlich 

ausgefallen. Ferner habe er seine Mitnahme bei der EB UMA mit keinem 

Wort erwähnt, obwohl er damals zumindest summarisch zu seinen Flucht-

gründen befragt worden sei. Die eingereichten Beweismittel vermöchten 

seine Vorbringen ebenfalls nicht zu belegen. Bei den Videos handle es sich 

um kurze Sequenzen, in denen im Wesentlichen junge Menschen zu sehen 

seien, welche auf der Strasse mit Steinen werfen. Ferner seien Sicherheits-

kräfte ersichtlich, die auf Zivilpersonen zugingen, und auf einem Video 

seien verletzte Personen zu erkennen. Weder der Zeitpunkt der Aufnah-

men noch der genaue Ort oder die Identität der abgebildeten Personen sei 

ersichtlich, weshalb die Aufnahmen eine Teilnahme des Beschwerdefüh-

rers an den Unruhen nicht zu belegen vermögen. Schliesslich habe er auch 

kein herausragendes politisches Profil, da er – gemäss eigenen Angaben 

– lediglich an den Protesten im Quartier teilgenommen habe. Es gebe 

keine konkreten Hinweise darauf, dass er im Visier der Behörden gestan-

den hätte. Seine Vorbringen seine weder glaubhaft gemacht, noch seien 

sie flüchtlingsrechtlich relevant.  

5.2 In seiner Beschwerdeverbesserung brachte der Beschwerdeführer vor, 

er habe Italien verlassen, weil er starke Bauchschmerzen gehabt habe und 

ihm der Zugang zu medizinischen Behandlungen verweigert worden sei. 

Seit der Ausreise aus Guinea, hätte er schon mehrmals sterben können, er 

sei schwer traumatisiert. Weiter habe das SEM seine Geburtsurkunde nicht 

akzeptiert, während dies in Italien der Fall gewesen sei.  

Das Dokument der EB UMA sei deutsch gewesen, was er nicht verstanden 

habe. Verschiedene Informationen seien auch nicht protokolliert worden, 

etwa seine Adresse in Guinea oder das Vorhandensein des italienischen 

Identitätsdokuments. Er habe damals auch nicht gewusst, was unter dem 

Begriff des Asyls zu verstehen sei. Das Protokoll enthalte schliesslich fal-

sche Informationen über den Tod seines Vaters.  

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Weiter machte der Beschwerdeführer verschiedene Ergänzungen zu sei-

nen Aussagen anlässlich der Anhörung. Er führte namentlich aus, seine 

Geschwister könnten derzeit die Schule nicht besuchen aufgrund der Ge-

fahr, auf der Strasse angegriffen zu werden. Zudem habe er nach dem Vor-

fall, bei welchem sein Freund getötet worden sei, Drohungen von offiziellen 

Regierungspersonen erhalten, wonach er oder seine Familie getötet wer-

den könnten. In Guinea wäre er mit Sicherheit eines Tages umgebracht 

worden. Er sei Zeuge zahlreicher Verbrechen von Soldaten oder anderen 

«offiziellen» Personen geworden. Sein Vater sei bereits aus ähnlichen 

Gründen getötet worden und er brauche keine weiteren Beweise, um da-

von auszugehen, dass er auf die gleiche Art ums Leben gekommen wäre. 

Er habe die Botschaft verstanden und selbst seine Grossmutter sei seinet-

wegen geschlagen worden. Es gebe in Guinea weiterhin Demonstrationen 

und Spannungen zwischen den Ethnien, welche zum Tod von zahlreichen 

Zivilpersonen führten. Er sei mehrmals Zeuge solch traumatisierender Er-

eignisse geworden. Zudem sei er einmal von der Polizei festgehalten, ge-

schlagen und mit dem Tod bedroht worden. Dabei hätten sie ihn auch foto-

grafiert und gedroht, er werde überwacht. Sein Leben sei in Gefahr, weil er 

ein Peul sei. Da Regierungsleute oft schwere Proteste provoziert hätten, 

seien sie als Zivilpersonen gezwungen gewesen, sich zu verteidigen, um 

nicht getötet zu werden.  

Abschliessend ersuchte der Beschwerdeführer darum, den Fall aus seiner 

Perspektive zu sehen – er habe erschreckende Dinge erlebt – und ihn per-

sönlich anzuhören.  

6.  

6.1 Gemäss Art. 6 AsylG in Verbindung mit Art. 12 VwVG stellen die 

Asylbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Untersuchungs-

grundsatz). Dabei muss die Behörde die für das Verfahren erforderlichen 

Sachverhaltsunterlagen beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände ab-

klären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen (vgl. dazu auch 

Art. 30-33 VwVG).  

6.2 Auf Beschwerdeebene wird geltend gemacht, dass einzelne Angaben 

des Beschwerdeführers bei der EB UMA falsch protokolliert worden seien. 

Entgegen seinen Ausführungen wurde aber seine Adresse in D._______ 

durchaus erfasst (vgl. SEM-Akte […] [nachfolgend: Akte]-19/11, Ziff. 2.01). 

Zudem hätte er die Möglichkeit gehabt, eine falsche Information betreffend 

den Tod seines Vaters anlässlich der Rückübersetzung zu korrigieren, was 

er indessen nicht getan hat (vgl. Akte 19/11, Ziff. 9). Sodann ist es nicht zu 

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beanstanden, dass das italienische Identitätsdokument nicht ausdrücklich 

erwähnt wurde, zumal im Protokoll festgehalten wird, er habe «eine sechs-

monatige Aufenthaltsbewilligung» abgegeben (vgl. Akte 19/11, Ziff. 4). Ins-

gesamt ist nicht ersichtlich, dass es bei der EB UMA zu erheblichen Fehlern 

gekommen wäre. Sodann erhielt der Beschwerdeführer bei der Anhörung 

die Gelegenheit, im Rahmen des freien Berichts sowie zahlreicher präzi-

sierender Nachfragen darzulegen, weshalb er seinen Heimatstaat verlas-

sen hat. Er macht denn auch nicht geltend, dass es ihm nicht möglich ge-

wesen wäre, seine Asylgründe umfassend vorzutragen. Entsprechend ist 

der Sachverhalt als vollständig erstellt zu erachten und es besteht keine 

Veranlassung ihn nochmals anzuhören. Der sinngemässe Antrag ist daher 

abzuweisen.  

7.  

7.1 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile von 

bestimmter Intensität erlitten hat, beziehungsweise solche mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss, sofern ihr 

die Nachteile gezielt und aufgrund bestimmter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG auf-

gezählter Verfolgungsmotive zugefügt worden sind, respektive zugefügt zu 

werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 und 2008/12 E. 5.1, je m.H.).  

Glaubhaftmachung bedeutet – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein 

reduziertes Beweismass und lässt Raum für gewisse Einwände und Zwei-

fel an den Vorbringen des Beschwerdeführers. Eine Behauptung gilt be-

reits als glaubhaft gemacht, wenn das Gericht von ihrer Wahrheit nicht völ-

lig überzeugt ist, sie aber überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle 

Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaftmachung reicht es demgegenüber 

nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdi-

gung der gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstände ge-

gen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. Entscheidend ist 

im Sinne einer Gesamtwürdigung, ob die Gründe, die für die Richtigkeit der 

Sachverhaltsdarstellung sprechen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf 

eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1). 

7.2 Zunächst ist in Übereinstimmung mit dem SEM festzustellen, dass der 

Beschwerdeführer keine rechtsgenüglichen Identitätsdokumente abgege-

ben und gegenüber den schweizerischen Asylbehörden unzutreffende An-

gaben zu seinem Alter gemacht hat. Er behauptete, bei der Ankunft in der 

Schweiz (…) Jahre alt gewesen zu sein (vgl. Akte 19/11, Ziff. 1.06), wäh-

rend die durchgeführte forensische Altersschätzung ein Mindestalter von 

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21.6 Jahren feststellte. Sodann ist nicht klar, inwiefern die Geburtsurkunde 

des Beschwerdeführers in Italien – anders als in der Schweiz – akzeptiert 

worden sein soll, nachdem die italienische Aufenthaltsbewilligung (ausge-

stellt am 18. Mai 2024) sein Geburtsdatum mit dem (…) ausweist, während 

die dem SEM vorgelegte Geburtsurkunde als Geburtsdatum den (…) auf-

führt. Weiter hält die Geburtsurkunde respektive das «Jugement supplétif 

tenant lieu d’acte de naissance» tatsächlich fest, diese sei auf das Begeh-

ren des Vaters des Beschwerdeführers – welcher in F._______ wohne und 

Bauer sei – am 2. Juli 2024 ausgestellt worden. Dies steht offensichtlich 

klar im Widerspruch zu den Ausführungen des Beschwerdeführers gegen-

über dem SEM. Er gab namentlich an, er sei zwar in F._______ geboren, 

habe danach aber stets mit seinen Eltern in D._______ gelebt und sein 

Vater sei im Jahr 2018 während seiner Tätigkeit als Wachmann erschossen 

worden. In der Stellungnahme zum Entscheidentwurf verwies der Be-

schwerdeführer lediglich in allgemeiner Weise darauf, dass die Behörden 

in Guinea oft korrupt seien und Fehler machen würden (vgl. Akte 50/2). 

Wer indessen die Geburtsurkunde tatsächlich beantragt habe oder wie es 

zu derart grob falschen inhaltlichen Angaben gekommen sein soll, geht aus 

seinen Angaben jedoch nicht hervor. Das Dokument ist daher nicht geeig-

net, seine Identitätsangaben zu belegen, und lässt vielmehr Zweifel an der 

persönlichen Glaubwürdigkeit aufkommen.  

7.3 Weiter erweisen sich die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den 

zentralen Ausreisegründen – seiner Mitnahme durch die Polizei sowie die 

Tötung seines Freundes – als äusserst unsubstanziiert. Er konnte weder 

sagen, wann er mitgenommen worden sei, noch die genauen Umstände 

der Festnahme näher darlegen (vgl. Akte 48/15, F96 ff. und F114 ff.). Seine 

diesbezüglichen Angaben lassen jegliche persönlichen Bezüge vermissen 

und weisen kaum Realkennzeichen auf. In diesem Zusammenhang kann 

im Übrigen auf die Ausführungen des SEM verwiesen werden (vgl. dazu 

die angefochtene Verfügung, Ziff. II/1.), denen auf Beschwerdeebene 

nichts Massgebliches entgegengehalten wird. Es erscheint daher nicht 

glaubhaft, dass der Beschwerdeführer persönlich von den Behörden ver-

folgt worden ist, weil er der Ethnie der Peul angehört. Bei Auseinanderset-

zungen zwischen Sicherheitskräften und jungen Leuten auf der Strasse, 

bei denen es Verletzte oder gar Tote gibt, dürften zahlreiche Personen 

Zeuge davon werden, ohne dass dies Konsequenzen hätte. Ferner ist kein 

Zusammenhang zwischen der (angeblichen) Tötung seines Vaters rund 

fünf Jahre zuvor und der eigenen Flucht des Beschwerdeführers ersicht-

lich, zumal er nicht geltend machte, er habe nach dem Tod des Vaters un-

mittelbar Probleme mit den Behörden gehabt. Seine allgemeinen 

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Ausführungen, wonach er im Anschluss an den Tod seines Freundes Dro-

hungen erhalten habe, erscheinen ebenfalls nicht geeignet, zu einer be-

gründeten Furcht vor in absehbarer Zukunft drohenden Nachteilen zu füh-

ren. Auch die Behauptung, seine Grossmutter sei seinetwegen geschlagen 

worden, vermag keine konkrete Gefährdung zu begründen. Diesbezüglich 

wurde in der angefochtenen Verfügung zutreffend dargelegt, die Fotos ei-

ner Frau mit Verletzungen liessen keine Rückschlüsse darauf zu, wo, wann 

und unter welchen Umständen diese entstanden sind. Insgesamt kann der 

Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen, dass der vor seiner Ausreise 

aus Guinea im Visier der Behörden stand.  

7.4 Sodann trifft es zwar zu, dass in D._______ in den letzten Jahren im-

mer wieder Unruhen ausgebrochen sind und es zu gewaltsamen Zusam-

menstössen zwischen Sicherheitskräften und insbesondere Angehörigen 

der Ethnie Peul gekommen ist, welche auch zu Todesopfern geführt haben 

(vgl. Commissariat général aux réfugiées et aux apatrides, COI Focus: Gui-

née, Situation ethnique, 17. Juli 2025, […]; Amnesty International, Une jeu-

nesse meurtrie, Urgence de soins et de justice pour les victimes d’usage 

illégal de la force en Guinée, Mai 2024, Ziff. 3.3.2). Es ist daher durchaus 

möglich, dass die Sicherheitslage am vom Beschwerdeführer angegebe-

nen Wohnort zumindest zeitweise schlecht war und es auf der Strasse zu 

Konflikten zwischen Anwohnern und Sicherheitskräften kam, an denen er 

allenfalls auch teilgenommen hat. Daraus kann jedoch keine gezielte Ver-

folgung seiner Person abgeleitet werden. Es erschliesst sich auch nicht, 

weshalb es ihm nicht möglich gewesen wäre, an einen anderen Ort inner-

halb seines Heimatstaates umzuziehen. Auf die entsprechende Frage bei 

der Anhörung gab er lediglich an, nicht nur sein Wohnquartier (G._______), 

sondern auch andere Quartiere entlang der ganzen Strasse seien betroffen 

gewesen; in anderen Gegenden würden mehrheitlich ethnische Maninka 

leben und wenn Peul sich dort aufhielten, würden sie eines Tages getötet 

(vgl. Akte 48/15, F103). Nähere Ausführungen dazu, warum dies so sei, 

konnte er indessen nicht machen (vgl. Akte 48/15, F104 f.). Zudem ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer respektive seine Familie 

nicht in Betracht zog, etwa an seinen Geburtsort F._______ zu gehen, 

wenn die Sicherheitslage in D._______ derart schlecht gewesen sein soll, 

zumal er dort über Verwandte verfügt (vgl. Akte 48/15, F75 f.). Die immer 

wieder aufflammenden Unruhen scheinen in erster Linie auf gewisse – 

hauptsächlich von ethnischen Peul bevölkerte – Gebiete von D._______ 

konzentriert gewesen zu sein. Es wäre dem Beschwerdeführer daher 

grundsätzlich offen gestanden, sich diesen Auseinandersetzungen durch 

einen Wegzug zu entziehen.  

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7.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine 

gezielte Verfolgung durch die heimatlichen Behörden nicht glaubhaft ma-

chen kann. Die zeitweise angespannte Sicherheitslage in D._______ be-

traf alle Einwohner der betroffenen Quartiere gleichermassen und er hätte 

die Möglichkeit gehabt, sich den Spannungen durch einen Umzug an einen 

anderen Ort zu entziehen. Er hat somit nichts vorgebracht, das geeignet 

wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaub-

haft zu machen. Das SEM hat daher sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt.  

8.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Der 

Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 

Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

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Seite 12 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 

BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der 

Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 

unterworfen werden. 

9.2.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden.  

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung nach Guinea dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach 

Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausge-

setzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-

schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste 

er eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, 

dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behand-

lung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Feb-

ruar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Dies ist ihm – 

unter Hinweis auf die obenstehenden Ausführungen zur Flüchtlingseigen-

schaft und zum Asylpunkt – indessen nicht gelungen. Auch die allgemeine 

Menschenrechtssituation in Guinea lässt den Wegweisungsvollzug zum 

heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 

asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

D-6820/2025 

Seite 13 

9.3.2 Trotz der anhaltenden politischen Instabilität in Guinea nach dem Mi-

litärputsch im Jahr 2021 und wiederkehrenden Unruhen in den vergange-

nen Jahren herrscht dort weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine Situation 

allgemeiner Gewalt. Der Vollzug der Wegweisung ist daher nicht generell 

als unzumutbar zu erachten (vgl. Urteil des BVGer E-4296/2024 vom 

10. Juni 2025 E. 10.3). 

9.3.3 Weiter sind auch keine individuellen Gründe ersichtlich, welche den 

Vollzug der Wegweisung unzumutbar erscheinen lassen würden. Das SEM 

wies zutreffend darauf hin, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen 

arbeitsfähigen jungen Mann handle, welcher sein gesamtes Leben in Gui-

nea verbracht habe, über eine gewisse Schulbildung verfüge und erste Ar-

beitserfahrungen gemacht habe. Weiter leben seine Mutter sowie die Ge-

schwister nach wie vor in D._______ und der Beschwerdeführer hat in Gui-

nea auch noch weitere Verwandte (vgl. Akte 19/11, Ziff. 3 und Akte 48/15, 

F16 und F76). Er verfügt somit über ein familiäres Beziehungsnetz, wel-

ches ihn bei der Wiedereingliederung unterstützen kann. Vor diesem Hin-

tergrund kann davon ausgegangen werden, dass er bei einer Rückkehr 

nicht in eine existenzielle oder soziale Notlage geraten würde. Hinsichtlich 

seines Gesundheitszustands macht der Beschwerdeführer zwar geltend, 

er sei aufgrund seiner Erlebnisse stark traumatisiert. Aus den Akten geht 

indessen nicht hervor, dass er wegen psychischer Probleme oder anderer 

Gesundheitsbeschwerden dringend auf eine medizinische Behandlung an-

gewiesen wäre, welche ihm im Heimatstaat nicht zur Verfügung stünde. 

Insgesamt erweist sich der Wegweisungsvollzug als zumutbar.  

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu erachten ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

D-6820/2025 

Seite 14 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6820/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Bolz-Reimann Regula Aeschimann 

 

 

Versand: