# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6454dc1-906e-538f-9122-951654ff2426
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 29.10.2009 ST.2009.94 + 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2009-94---95_2009-10-29.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
1 ST.2009.94 + 95 
1 DB.2009.48 + 49 
 
 

Entscheid 
 
 

29. Oktober 2009 
 
 
 

Mitwirkend: 

Vizepräsident A. Tobler, die Mitglieder U. Hofstetter, M. Ochsner und Sekretär  
H. Knüsli 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrentin/ 
 Beschwerdeführerin,  
vertreten durch RA lic.iur. Karl Sommer, 
Künzli Kaufmann & Partner, Rechtsanwälte,  
Gottfried Keller-Strasse 5, Postfach, 8024 Zürich,  

 
 
 

gegen 
 
 
1. Staa t  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
2. Schw e ize r ische  E idgenossenscha f t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 

betreffend 

Einschätzungen für die Steuerperioden 1.1. - 31.12.2003 und 1.1. - 31.12.2004  
sowie Direkte Bundessteuer für die Steuerperioden 1.1. - 31.12.2003  

und 1.1. - 31.12.2004 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. Die A (nachfolgend die Pflichtige) betreibt in B ein Autospritzwerk und wird 

beherrscht von C. Im Abschluss 2003 wies sie einen Verlust von Fr. 26'886.50 und im 

Abschluss 2004 einen Gewinn von Fr. 22'510.36 aus. Darin enthalten waren aufwand-

seitig Drittarbeiten von Fr. 164'208.- bzw. Fr. 363'428.-. 

 

 Aufgrund einer (anonymen) Denunziation, wonach bei der Pflichtigen drei 

Personen aus den USA als Schwarzarbeiter tätig seien, wurden die Geschäftsjahre 

2003 und 2004 der Pflichtigen am 21. Juni und 30. Oktober 2007 einer steueramtlichen 

Buchprüfung unterzogen. Im Bericht vom 22. Oktober 2008 beanstandete der Revisor 

u.a. die verbuchten Drittarbeiten, indem er sie im Umfang von Fr. 87'755.- bzw. 

Fr. 238'530.- als verdeckte Gewinnausschüttung qualifizierte. Zur Begründung führte er 

an, zwar habe die Pflichtige die entsprechenden Karosseriearbeiten im Lauf des Revi-

sionsverfahrens nun belegmässig nachgewiesen, jedoch sei nicht ersichtlich, wo die 

Arbeiten ausgeführt worden seien. Es könne jedenfalls kaum angenommen werden, 

dass die Fahrzeuge in den USA repariert worden seien. Der Sachverhalt sei somit 

noch nicht erstellt, d.h. die genannten Beträge seien als verdeckte Gewinnausschüt-

tung aufzurechnen. Unter dem gleichen Titel schlug der Revisor weiter auch die Auf-

rechnung von Fr. 6'000.- bzw. Fr. 4'500.- für Saisonkarten für einen Eishockeyclub vor. 

 

 Mit Einschätzungsentscheid bzw. Hinweis vom 5. November 2008 übernahm 

der Steuerkommissär diese Aufrechnungen und veranlagte die Pflichtige wie folgt: 

 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003 
 
  Staats-/Gemeindesteuer Direkte Bundessteuer 
  Fr. Fr. 

Steuerbarer Reingewinn  89'000.- 89'000.- 

Gewinnsteuersatz 10.0%  

Steuerbares Eigenkapital  232'000.-  

Kapitalsteuersatz 1.5 ‰ 

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Steuerperiode 1.1. - 31.12.2004 

Steuerbarer Reingewinn  350'600.- 350'600.- 

Gewinnsteuersatz 10.0%  

Steuerbares Eigenkapital  236'000.-  

Kapitalsteuersatz 1.5 ‰. 

 

 Die Veranlagungen der direkten Bundessteuer wurden mit Steuerrechnungen 

vom 5. Dezember 2008 formell eröffnet. 

 

 

 B. Hiergegen liess die Pflichtige am 8. Dezember 2008 Einsprache erheben 

und beantragen, die Aufrechnung der Aufwendungen für Drittarbeiten und Saisonkar-

ten fallen zu lassen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, die Drittar-

beiten rührten aus der Behebung von Hagelschäden an Kundenfahrzeugen her, wel-

che sie zufolge Auftragshäufung nicht selber habe ausführen können, sodass sie auf 

verschiedene amerikanische Firmen habe zurückgreifen müssen. Diese Firmen ver-

folgten jeweils die Meldungen über Hagelzüge und böten sich dann bei den Carosse-

riewerkstätten zur Schadensbehebung vor Ort an. Die Aufwendungen seien belegt, 

was auch das kantonale Steueramt zugestehe. Zudem sei der Vorwurf der Schwarzar-

beit von den zuständigen Behörden – Polizei und Abteilung Quellensteuer des kanto-

nalen Steueramts – untersucht sowie entkräftet worden. 

 

 Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 9. März 2009 ab. In den 

Erwägungen wiederholte es die vom Revisor vorgebrachten Gründe und führte ergän-

zend aus, dass es aus Sicht der Mehrwertsteuer unter Umständen sehr wohl darauf 

ankomme, wo Drittarbeiten ausgeführt würden und ob es sich um Dienstleistungen 

oder Lieferungen handle. Seien die Fahrzeuge tatsächlich wie behauptet nicht aus der 

Schweiz verbracht, sondern vor Ort in Stand gestellt worden, habe sich ein Teil der 

Drittanbieter bei der Mehrwertsteuer nicht angemeldet und diese Steuer hinterzogen. 

Andernfalls müsse davon ausgegangen werden, dass fingierte Lieferantenrechnungen 

vorlägen, zumal die Leistungen der Drittanbieter bar über die Kasse vergütet worden 

seien und die Gelder genauso gut auf Umwegen an die Aktionäre geflossen sein könn-

ten. Damit bleibe der wahre Sachverhalt im Dunkeln und gelte nicht als erwiesen, dass 

es sich um einen gesetzeskonformen Geschäftsaufwand handle. Dies habe zur Folge, 

dass die entsprechenden Kosten der Privatsphäre der Aktionäre zugeordnet werden 

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müssten. Auch die Ausgaben für Saisonkarten wiesen überwiegend privaten Charakter 

auf und seien daher beim Ertrag der Pflichtigen aufzurechnen. 

 

 

 C. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 9. April 2009 liess die Pflichtige die Ein-

spracheanträge wiederholen und die Zusprechung einer Parteientschädigung verlan-

gen.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss am 15. Mai 2009 auf Abweisung der 

Rechtsmittel, eventualiter könnten die streitigen Aufwendungen für Drittarbeiten als 

geschäftsmässig begründet akzeptiert werden, wenn nachgewiesen würde, dass sie 

vollumfänglich an die Kunden weiterfakturiert und lückenlos als Ertrag verbucht worden 

seien. Dieser Nachweis fehle bis anhin. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess 

sich nicht vernehmen. 

 

 Auf Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels hin hielt die Pflichtige mit 

Replik vom 31. August 2009 an ihren Anträgen fest. Dabei reichte sie unter Bezug-

nahme auf den Eventualantrag des kantonalen Steueramts in der Rekursantwort sämt-

liche Belege der Drittanbieter samt Aufstellung über deren Zuordnung zu den Kunden-

fakturen und die Kundenrechnungen selber ein. Das kantonale Steueramt sah mit 

diesen Unterlagen den in der Rekursantwort geforderten Nachweis nicht als erbracht 

an und plädierte in der Duplik vom 23. September 2009 weiterhin auf Abweisung der 

Rechtsmittel. 

 

 

 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Der steuerbare Reingewinn einer Aktiengesellschaft setzt sich gemäss 

§ 64 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) bzw. Art. 58 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) zusam-

men aus dem Saldo der Erfolgsrechnung, unter Berücksichtigung des Saldovortrags 

des Vorjahres (Ziff. 1 bzw. lit. a) und (unter anderem) allen vor Berechnung des Saldos 

der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur 

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Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden (Ziff. 2 bzw. 

lit. b).  

 

 Geschäftsmässig begründet und damit gestützt auf § 64 Abs. 1 Ziff. 2 StG bzw. 

Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG vom erzielten Gewinn absetzbar sind Aufwendungen dann, 

wenn sie auf Massnahmen beruhen, welche die Unternehmensleitung in guten Treuen 

in Erfüllung des Gesellschaftszwecks getroffen hat. Zu diesen zählen namentlich alle 

Aufwendungen, Wertverminderungen und Verluste, deren Vermeidung der Unterneh-

mung im Hinblick auf die Erfüllung ihres Gesellschaftszwecks nach den Umständen 

des Einzelfalls nicht zumutbar ist (zum alten kantonalen Recht: Reimann/Zup-

pinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Band, 1969, § 45 N 111). 

Als geschäftsmässig nicht begründet werden dagegen Aufwendungen erachtet, die auf 

ungewöhnlichen, sachwidrigen, absonderlichen Gepflogenheiten oder auf völlig unan-

gemessenen Massnahmen beruhen, oder von denen anzunehmen ist, die Gesellschaft 

habe damit lediglich Steuern einsparen wollen, die bei sachgemässer Ordnung der 

Verhältnisse geschuldet wären (Reimann/Zuppinger/Schärrer, § 45 N 113). Demge-

genüber ist es für die geschäftsmässige Begründetheit einer Aufwendung nicht erfor-

derlich, dass sie für den Betrieb notwendig oder im Sinn einer rationellen und gewinn-

orientierten Betriebsführung zweckmässig ist. Ungeschickte Dispositionen sind ebenso 

hinzunehmen wie mangelnde Rentabilität einer Investition. Anders zu entscheiden 

hiesse, in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit des Betriebs einzugreifen, was 

nicht Sache der Steuerbehörde ist. Es genügt, wenn der Betrieb und der damit verfolg-

te Zweck der Gewinnerzielung mit der Aufwendung in irgend einem kausalen Zusam-

menhang steht, wobei dieser Zusammenhang immerhin sachlicher Natur sein muss. 

Kausalität mit einem spezifischen Ertrag darf jedoch nicht verlangt werden 

(Kuhn/Brülisauer in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. A., 

2002, Art. 24 N 56 ff. StHG).  

 

 Auf eine verdeckte Gewinnausschüttung (als besondere Form der geschäfts-

mässig nicht begründeten Aufwendung) ist zu schliessen, wenn eine juristische Per-

son, sich entreichernd, ihren Gesellschaftern oder ihr sonst nahestehenden Personen, 

diese bereichernd, bewusst geldwerte Vorteile zuwendet, die sie unbeteiligten Dritten 

nicht einräumen würde (RB 1985 Nr. 42 = StE 1985 B 72.13.22 Nr. 4; Reimann/Zup-

pinger/Schärrer, § 45 N 68 ff.). Nach ihrer buchmässigen Erscheinung lassen sich zwei 

Hauptformen verdeckter Gewinnausschüttungen unterscheiden: Die verdeckte Ge-

winnausschüttung im engern Sinn kennzeichnet sich dadurch, dass die Gesellschaft 

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übersetzte Gewinnungs- oder Anschaffungskosten aufwendet, was zu einer überhöh-

ten Belastung eines Erfolgs- oder eines Bestandeskontos führt. Bei der Gewinnvor-

wegnahme liegt die Vorteilszuwendung darin, dass die Gesellschaft auf Gewinn, d.h. 

auf ein marktmässiges Entgelt für die von ihr erbrachten Leistungen oder veräusserten 

Aktiven verzichtet (Markus Reich, Verdeckte Vorteilszuwendungen zwischen verbun-

denen Unternehmern, ASA 54, 613 ff.). 

 

 b) Um die Beurteilung der geschäftsmässigen Begründetheit von geltend ge-

machten Aufwendungen – und der allfällig damit verbundenen verdeckten Gewinnaus-

schüttungen – zu ermöglichen, ist die steuerpflichtige Gesellschaft kraft der sie treffen-

den gesetzlichen Obliegenheiten (§§ 132 ff. StG, Art. 124 ff. DBG) gehalten, an der 

Abklärung der solchen Aufwendungen zugrunde liegenden Tatsachen mitzuwirken, 

wobei sie für deren Verwirklichung beweisbelastet ist (vgl. RB 1977 Nr. 60). Insbeson-

dere hat sie spätestens vor Rekurskommission binnen der Rekursfrist eine substanzi-

ierte Sachdarstellung vorzutragen und die Beweismittel für deren Richtigkeit beizubrin-

gen (RB 1964 Nr. 68, 1975 Nr. 54).  

 

 

 2. a) Die Pflichtige weist in den Abschlüssen 2003 und 2004 Drittarbeiten von 

Fr. 164'208.- bzw. Fr. 363'428.- aus. Davon entfallen Fr. 87'755.- bzw. Fr. 238'530.- auf 

die Behebung von Hagelschäden an Kundenfahrzeugen durch insgesamt fünf ameri-

kanische Firmen (Revisionsbericht). Der Steuerkommissär rechnete diese Drittarbeiten 

gestützt auf die Erkenntnisse des steueramtlichen Revisors auf, weil er darin gleich wie 

dieser eine verdeckte Gewinnausschüttung an den Anteilseigner der Pflichtigen be-

gründet sah. 

 

 b) Bereits der Revisor – und mit ihm der Steuerkommissär – hat jedoch fest-

gestellt, dass es sich bei diesen Aufwendungen mehrheitlich um Barauslagen handelt, 

die ordnungsgemäss verbucht (Konti 1000/4006) und belegmässig nachgewiesen sind. 

Zu dieser Erkenntnis gelangten sie, obwohl die Drittanbieter ausländische Personen 

bzw. Gesellschaften sind und an deren Belege/Zahlungsquittungen wegen einge-

schränkter Kontrollmöglichkeit der hiesigen Steuerbehörden höhere Anforderungen 

gestellt werden dürfen. Sind die streitigen Aufwendungen aber ordnungsgemäss ver-

bucht und belegmässig nachgewiesen, sind sie auch geschäftsmässig begründet. 

Denn die Vergabe von Arbeiten an Dritte ist im Geschäftsleben nicht eine ungewöhnli-

che, sachwidrige oder absonderliche Gepflogenheit, umso weniger, wenn es – wie 

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hier – nicht um Verrichtungen geht, die aufgrund eines Vertrauensverhältnisses nur 

vom beauftragten Unternehmer persönlich ausgeführt werden dürfen. Ob die Auslage-

rung von Kundenarbeiten sodann betrieblich sinnvoll bzw. zweckmässig ist oder nicht, 

fällt nach dem Gesagten nicht in die Prüfungskompetenz der Steuerbehörden. 

 

 c) Bei dieser Sach- und Rechtslage lässt sich die Annahme einer verdeckten 

Gewinnausschüttung zugunsten des Anteilseigners der Pflichtigen daher nurmehr hal-

ten, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Belege der Drittanbieter fingiert sind, 

d.h. dass Letztere in Wirklichkeit keine entsprechenden Arbeiten verrichtet haben, und 

die zumeist bar geleisteten Entschädigungen nicht dem vermeintlichen Drittanbieter, 

sondern direkt oder indirekt dem Anteilseigner ausbezahlt worden sind.  

 

 aa) Als einzigen solchen Anhaltspunkt stellte der Revisor nach durchgeführter 

Untersuchung fest, dass nicht ersichtlich sei, wo die Arbeiten von den Drittanbietern 

ausgeführt worden seien. Für die geschäftsmässige Begründetheit von Drittarbeiten 

kommt es jedoch bei den direkten Steuern (Staats- und Gemeindesteuern sowie direk-

te Bundessteuer) auf den Ort ihrer Verrichtung regelmässig nicht an. Abgesehen davon 

relativiert der Revisor seinen Einwand ohnehin gleich selber, wenn er im Revisionsbe-

richt (S. 5) ausführt, es sei nicht anzunehmen, dass die Fahrzeuge in den USA bear-

beitet worden seien, da dies mit einem erheblichen Aufwand verbunden gewesen wä-

re. Der Nachweis, es seien gar keine Drittarbeiten verrichtet worden und die Belege 

seien nur fingiert, sodass im entsprechenden Mittelabfluss eine verdeckte Gewinnaus-

schüttung an den Anteilseigner begründet läge, lässt sich demnach allein mit der man-

gelnden Ortsangabe der Ausführung der Drittarbeiten nicht führen. 

 

 bb) Denkbar wäre immerhin, dass es sich bei den verbuchten Arbeiten nicht 

um solche von (unabhängigen) Dritten, sondern um solche von angestellten Schwarz-

arbeitern der Pflichtigen handelte, wie der (anonyme) Denunziant in seiner Anzeige im 

Jahr 2005 den Steuerbehörden gegenüber vermutete. Diesfalls erwiesen sich die Be-

lege über Drittarbeiten gleichwohl als fingiert und wären die Erfolgsrechnungen – ohne 

dass jedoch gleichzeitig eine verdeckte Gewinnausschüttung vorläge – zu Unrecht mit 

dem entsprechenden Aufwand belastet worden. Eine Revision durch die Dienstabtei-

lung Quellensteuer des kantonalen Steueramts hat allerdings keine Unregelmässigkeit 

bei der Ablieferung der Quellensteuern durch die Pflichtige zutage gefördert und haben 

offenbar auch (unangemeldete) polizeiliche Kontrollen bei der Pflichtigen den Vorwurf 

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von Schwarzarbeit nicht zu erhärten vermocht (vgl. die dies-bezüglichen Ausführungen 

der Pflichtigen im Rekurs bzw. in der Beschwerde, S. 6). 

 

 cc) In den Einspracheentscheiden hielt das kantonale Steueramt am Vorwurf 

der mangelnden Angabe des Arbeitsorts fest und führte ergänzend aus, einerseits 

könne die Pflichtige keine Import-/Exportnachweise erbringen und andrerseits wiesen 

die Lieferantenrechnungen keine Mehrwertsteuernummern auf. Dies wird von der 

Pflichtigen nicht bestritten.  

 

 Indessen kann aus dem Fehlen entsprechender Zolldokumente bzw. dem 

Fehlen einer Mehrwertsteuernummer auf den Arbeitsbelegen der Drittanbieter lediglich 

auf eine Verletzung von Vorschriften des Zolls durch die Pflichtige oder der Mehr-

wertsteuer durch die Drittanbieter (Hinterziehung dieser Steuer wegen unterlassener 

Anmeldung) geschlossen werden. Die Drittarbeiten selber verlören dadurch ihren Cha-

rakter als abzugsfähigen Aufwand der Pflichtigen bei den direkten Steuern entgegen 

der Auffassung des Steuerkommissärs jedenfalls nicht. Denn für die Bejahung der ge-

schäftsmässigen Begründetheit des Aufwands bei diesen Steuern ist nicht erforderlich, 

dass die Belege auch den Anforderungen der Mehrwertsteuer gerecht werden. Ent-

scheidend ist vielmehr allein, ob die Drittarbeiten tatsächlich ausgeführt und der Pflich-

tigen entsprechende Kosten erwachsen sind. Die vorhandenen Belege der Drittanbie-

ter sowie das Fehlen gegenteiliger Anhaltspunkte legen diese Schlussfolgerung nahe, 

auch wenn die Belege hinsichtlich der Mehrwertsteuer teilweise mangelhaft sind und 

die Pflichtige den Ausführungsort der Arbeiten nicht näher zu bezeichnen vermag (vgl. 

ihre Ausführungen in Rekurs und Beschwerde [S. 6], wonach die Fahrzeuge von den 

"Dellendrückern" abgeholt, an einem Drittort repariert und danach dem Carossier zu-

rück gebracht worden seien). Mithin müssen die Drittarbeiten bei der Pflichtigen für die 

vorliegend streitbetroffenen direkten Steuern trotz dieser Mängel ertragsmindernd be-

rücksichtigt werden.  

 

 dd) In der Rekursantwort will das kantonale Steueramt den Nachweis der ge-

schäftsmässigen Begründetheit erst dann als erbracht gelten lassen, wenn belegt sei, 

dass sämtliche als Aufwand belasteten Drittarbeiten in den Kundenfakturen enthalten 

und alle Kundenrechnungen verbucht worden sind. Die Pflichtige nahm diesen Gedan-

ken in der Replik auf und reichte Aufstellungen pro 2003 und 2004 ein, worin sie die 

einzelnen Drittarbeiten samt Belegen den jeweiligen Kundenrechnungen zuordnete 

und Letztere ebenfalls beilegte. Das kantonale Steueramt spricht diesen Unterlagen in 

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der Duplik die Beweiskraft ab, weil damit revisionstechnisch betrachtet die "Prüfspur" 

nicht von der Leistungserstellung (der Drittanbieter) bis zu den Kundenfakturen reiche. 

 

 Ob die streitigen Drittarbeiten ordnungsgemäss verbucht und belegt sind, ist 

eine Frage, die bei Zweifeln an deren geschäftsmässigen Begründetheit als Erstes zu 

prüfen ist. Diese Frage wurde von den Vorinstanzen nach durchgeführter Untersu-

chung durch den Revisor – wie erwähnt – zu Recht positiv beantwortet. Damit ist aber 

gleichzeitig die geschäftsmässige Begründetheit dieses Aufwands erstellt, da sich die 

Annahme fingierter Belege mit einem Rückfluss der ausbezahlten Fakturabeträge an 

den Anteilseigner der Pflichtigen nach dem Gesagten mit der mangelnden Angabe des 

Ausführungsorts der Drittarbeiten allein nicht stützen lässt.  

 

 Ob sodann die Drittarbeiten nicht nur in den Kundenfakturen enthalten sind, 

sondern ob Letztere von der Pflichtigen auch vollumfänglich verbucht und damit  

lückenlos als Ertrag (Umsatz) ausgewiesen worden sind, ist eine andere Frage. Diese 

Frage beschlägt nicht die geschäftsmässige Begründetheit der Drittarbeiten, sondern 

die Vollständigkeit der verbuchten Einnahmen. Mit einer negativen Beantwortung die-

ser Frage lässt sich die Aufrechnung des Aufwands für Drittarbeiten entgegen dem 

Dafürhalten des Steuerkommissärs aber nicht rechtfertigen. Dies bedeutet allerdings 

nicht, dass dieser Frage nicht noch nachgegangen werden muss (vgl. E. 3). 

 

 ee) Insgesamt liegen demnach keine Indizien für das Vorliegen einer verdeck-

ten Gewinnausschüttung vor, weil nicht davon ausgegangen werden kann, die Drittar-

beiten seien im Widerspruch zu den verbuchten Belegen nicht erbracht worden und 

stattdessen seien die entsprechenden bei der Pflichtigen abgeflossenen Gelder ohne 

Gegenleistung dem Anteilseigner der Pflichtigen zugekommen. Damit ist die Aufrech-

nung des Aufwands für Drittarbeiten fallen zu lassen. 

 

 

 3. Das kantonale Steueramt zweifelt im Rekurs-/Beschwerdeverfahren erst-

mals die Vollständigkeit der verbuchten Einnahmen an. Der Revisor hat die Buchhal-

tung der Pflichtigen diesbezüglich noch nicht untersucht. Es ist nicht Aufgabe der  

Steuerrekurskommission, dies erstinstanzlich nachzuholen, sondern diejenige der Ver-

anlagungsbehörde. Die Sache ist daher diesbezüglich an den Steuerkommissär ins 

Einschätzungsverfahren zurückzuweisen (§ 149 Abs. 3 StG; VGr, 22. März 2000, 

SB.1999.00095 und SB.2000.00002 sowie Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar 

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zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 149 N 31 und Richner/Frei/ 

Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 2003, Art. 143 N 26).  

 

 

 4. Die Pflichtige hat die Ausgaben für vier (Geschäftsjahr 2003) bzw. drei (Ge-

schäftsjahr 2004) Saisonkarten eines Eishockeyclubs von Fr. 6'000.- bzw. Fr. 4'500.- 

als Werbekosten belastet. Sie begründet diese Aufwendungen in Rekurs und Be-

schwerde u.a. damit, dass auch sie als kleinerer Handwerksbetrieb Werbung machen 

dürfe. Dabei müsse sie die Interessen ihrer Kunden berücksichtigen, welche eher bei 

einem lokal verankerten Sportverein lägen als anderswo. Daher lade sie jeweils Kun-

den zu Spielen ein. Auch liege das Supporterhandbuch dieses Clubs vor, worin sie 

aufgeführt sei, was bereits eine Werbewirkung zeige. Supporter werde man, indem 

man dabei sei und den Sportverein unterstütze. Das bedinge, dass mehr als nur gera-

de jemand zu einem Spiel erscheine. Könne man dabei noch Kunden oder Auftrags-

vermittler mitnehmen und diesen eine Freude bereiten, vertiefe das die Kundenbezie-

hungen. 

 

 Jedes Unternehmen darf Werbung betreiben und die dadurch anfallenden 

Kosten der Erfolgsrechnung belasten. Den Steuerbehörden steht es grundsätzlich nicht 

zu, diese zu korrigieren. Dementsprechend hat die Pflichtige neben den streitigen Aus-

lagen für Saisonkarten noch weitere Werbekosten von Fr. 9'480.10 bzw. Fr. 6'663.32 

verbucht, die vom Revisor/Steuerkommissär akzeptiert wurden. Kundengeschenke 

entfalten eine Werbewirkung, sodass die diesbezüglichen Auslagen steuerlich eben-

falls anzuerkennen sind. Profitiert jedoch der Anteilseigner der Unternehmung mit von 

diesen Geschenken, stellt sich die Frage nach dessen "Privatanteil" bzw. nach Über-

nahme von privaten Lebenshaltungskosten durch die Gesellschaft. 

 

 Vorliegend ist nicht streitig, dass die fraglichen Saisonkarten auch vom An-

teilseigner und dessen Sohn E benutzt worden sind. Ob sie dabei stets von Kunden 

der Pflichtigen begleitet worden sind, ist zu bezweifeln, nannte die Pflichtige in der Ein-

sprache – wenn auch nur beispielhaft – doch nur gerade vier Begleitpersonen, ohne 

anzugeben, wie oft diese an einem Spielbesuch teilnahmen. Zudem ist bei zwei der 

vier Personen ungewiss, ob es sich auch tatsächlich um ihre Kunden handelt, da bei 

einer groben Durchsicht der eingereichten Kundenfakturen nur gerade F von der G und 

H von der I als Kunden zu erkennen sind (Kundenfakturen). Bei derart wenigen Kun-

deneinladungen, die ausserdem nur behauptet und in keiner Art nachgewiesen sind, ist 

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schliesslich auch nicht nachvollziehbar, warum es vier bzw. drei Saisonkarten brauch-

te. So berechtigen solche Karten regelmässig zum Besuch sämtlicher Spiele einer 

Meisterschaft und muss ein einzelner Kunde kaum für so viele Spiele eingeladen wer-

den, um eine Werbewirkung zu erzielen. Die Pflichtige hat es versäumt, diese Unge-

reimtheiten aufzuklären. Damit drängt sich der begründete Verdacht auf, die Saison-

karten seien überwiegend für den Privatgebrauch des Anteilseigners und dessen 

Familienangehörige verwendet worden. Jedenfalls hat die Pflichtige damit den Werbe-

charakter der Billettkosten nicht nachgewiesen. 

 

 Was sodann der Eintrag der Pflichtigen in das Supporterverzeichnis des Eis-

hockeyclubs bzw. ihr Auftritt als Vereinssupporterin mit den streitigen Kosten der Sai-

sonkarten zu tun hat, ist nicht erkennbar. Gemäss den Vereinsstatuten der "Supporter" 

ist die Mitgliedschaft in diesem Verein nicht an den Erwerb von Saisonkarten gebun-

den, vielmehr werden die Vereinsmittel aus den Mitgliederbeiträgen, Spenden, Zuwen-

dungen etc. geäufnet (Art. 10 der Statuten). Auch blieb der Einwand, man müsse sich 

als Supporter bei den Spielen zeigen, eine blosse Behauptung, dürfte die Unterstüt-

zung des Vereins doch primär in der Entrichtung des nicht unbescheidenen Mitglieder-

beitrags eines Supporters von Fr. 500.- (Art. 11 der Statuten) und weiterer Zuwendun-

gen liegen. Zudem wären für die Markierung von Präsenz nicht gleich drei bzw. vier 

Saisonkarten erforderlich. Dergestalt könnte die Pflichtige in diesem Zusammenhang 

nur den Vereinsbeitrag und/oder diesbezügliche Zuwendungen als Werbeaufwand gel-

tend machen. 

 

 Insgesamt hat die Pflichtige demnach die fraglichen Auslagen nicht als Wer-

bekosten darzulegen vermocht. Ihre Aufrechnung durch die Vorinstanzen ist daher zu 

bestätigen. 

 

 

 5. Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung der Rechtsmittel.  

 

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Rekurs-/Beschwerdekosten den 

Parteien anteilsmässig aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG, Art. 144 Abs. 1 DBG). Dabei 

ist zu berücksichtigen, dass die Pflichtige hinsichtlich der Aufrechnung der Kosten für 

Drittarbeiten obsiegt und das kantonale Steueramt die Rückweisung hinsichtlich der 

Frage nach der Vollständigkeit der verbuchen Einnahmen selber zu verantworten hat. 

Das Obsiegen der Pflichtigen ist daher insgesamt überwiegend. Dementsprechend hat 

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Letztere auch Anspruch auf Zusprechung einer (reduzierten) Parteientschädigung 

(§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 

1959/8. Juni 1997 und Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

 

 

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom 9. März 

2009 wird aufgehoben. Die Sache wird zum Neuentscheid im Sinn der Erwägungen 

an den Steuerkommissär ins Einschätzungsverfahren zurückgewiesen. 

 

2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom 

9. März 2009 wird aufgehoben. Die Sache wird zum Neuentscheid im Sinn der Er-

wägungen an den Steuerkommissär ins Veranlagungsverfahren zurückgewiesen. 

 

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