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**Case Identifier:** 240c3680-f63f-5d73-bc20-c1da924b1937
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.07.2018 200 2018 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-86_2018-07-29.pdf

## Full Text

200 18 86 UV
SCJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Juni 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin obligatorisch unfallversichert, als sie gemäss 
Schadenmeldung am 4. Januar 2011 ausrutschte, mit dem rechten Knie 
einknickte und sich dabei einen Meniskusschaden zuzog (Akten der Suva 
[act. II] 1). Die Suva gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereignis 
zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heil-
behandlung und Taggeld (act. II 27-29, 31-33, 37 f.). Nachdem sie mit Ver-
fügung vom 30. Dezember 2014 (act. II 219) eine Integritätsentschädigung 
bei einer Integritätseinbusse von 5 % zugesprochen hatte, stellte sie am 
26. Februar 2015 das Taggeld per Ende des Monats formlos ein, wobei sie 
ihre Leistungspflicht für bestimmte Heilbehandlungen vorerst auch für die 
Zeit nach dem Fallabschluss anerkannte (act. II 226). Mit Verfügung vom 
3. November 2016 (act. II 306) verneinte sie einen Anspruch auf eine Inva-
lidenrente, woran sie auf Einsprache hin (act. II 310) mit Entscheid vom 
13. Dezember 2017 (act. II 324) festhielt.

B.

Mit Eingabe vom 30. Januar 2018 hat die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde erhoben und die folgenden 
Rechtsbegehren gestellt:

«1. Der Einspracheentscheid […] sei aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
[…] von mindestens 50-60% im Unfall vom 04. Januar 2011 begrün-
det sind.

3. Die SUVA sei zu verpflichten, ihre Versicherungsleistung für die 
Einbusse der Arbeitsfähigkeit von 50-60% zu erbringen.

Eventuell:

a) Es sei die Angelegenheit zur Vervollständigung der Sachver-
haltsfeststellungen an die Vorinstanz zurückzuweisen und

b) die Versicherungsleistung […] sei nach den Erkenntnissen der 
ergänzten Abklärungen neu zu bestimmen

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 3

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –»

Am 1. Februar 2018 hat die Beschwerdeführerin zudem um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung ihres Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt 
ersucht.

In der Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2018 hat die Suva (Beschwerde-
gegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der 
Beschwerde geschlossen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – 
unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. De-
zember 2017 (act. II 324), mit dem in Bestätigung der Verfügung vom 

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3. November 2016 (act. II 306) ein Anspruch auf eine Invalidenrente ver-
neint wurde. Streitig und zu prüfen ist folglich allein der Rentenanspruch.

1.2.1 Soweit sich die unspezifisch auf «Versicherungsleistung» lauten-
den Rechtsbegehren (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 3 bzw. Ziff. 3 lit. b) auf 
weitere materielle Leistungsansprüche beziehen sollten, stehen diese aus-
serhalb des Anfechtungsgegenstandes (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; 
SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1), weshalb insoweit auf die Beschwerde 
nicht einzutreten ist. Immerhin gilt es diesbezüglich anzufügen, dass die 
Verfügung vom 30. Dezember 2014 (act. II 219) betreffend Integritätsent-
schädigung in formelle Rechtskraft erwuchs und jene vom 3. November 
2016 (act. II 306) zwar diesbezügliche Erwägungen enthielt, dispositivmäs-
sig jedoch keine über die bereits erfolgte Abgeltung eines Integritätsscha-
dens hinausgehende Leistungen zusprach. Die Einsprache der Beschwer-
deführerin (act. II 310) bezog sich denn auch einzig auf den Rentenan-
spruch. 

1.2.2 Zufolge der Subsidiarität von Feststellungsbegehren gegenüber 
Leistungsbegehren (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 90 N. 2) ist auf die Beschwerde insoweit nicht 
einzutreten, als damit die Feststellung der Unfallkausalität der Arbeitsun-
fähigkeit beantragt wird (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 2), handelt es sich 
dabei doch höchstens um ein Begründungselement für die sinngemäss 
beantragte Zusprache einer Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.5 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 

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Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

3.

3.1 Angesichts des Unfalldatums ist in intertemporalrechtlicher Hinsicht 
die bis 31. Dezember 2016 gültige Rechtslage massgebend (vgl. E. 2.5 
hiervor), was sich im vorliegenden Fall indes nicht entscheidrelevant aus-
wirkt. Dass das in der Schadenmeldung (act. II 1) geschilderte Ereignis 
vom 4. Januar 2011 (vgl. auch act. II 11 Ziff. 1, 23) die kumulativen Tatbe-
standsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllte bzw. zumindest als unfallähnliche Körperschädigung 
im Sinne von aArt. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. aArt. 9 Abs. 2 lit. c UVV zu werten 
war, ist zu Recht unbestritten. 

3.2 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2017 
(act. II 324) basiert in medizinischer Hinsicht auf der Abschlussuntersu-
chung der Suva-Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
6. September 2016 (act. II 299). Diese orientierte sich wiederum an der 
Einschätzung des Suva-Kreisarztes med. pract. E.________, Facharzt für 
Chirurgie, vom 4. Februar 2015 (act. II 223 f.). Dr. med. D.________ ver-
merkte im betreffenden Untersuchungsbericht (act. II 299) die folgenden 
Diagnosen:

Status nach Kniedistorsion rechts am 4. Januar 2011 mit/bei:

Innenmeniskushinterhornläsion mit vorbestehender medialbetonter, 
femorotibialer Gonarthrose

 Status nach Kniearthroskopie rechts mit Teilmeniskektomie In-
nenmeniskushinterhorn und Glättung femoraler Knorpelüberzug 
medial am 16. Juni 2011

 Status nach Kniegelenksarthroskopie, Débridement, minimaler 
Nachresektion medialer Meniskus und valgisierender Tibiakopf-
Osteotomie (medial aufklappend) und Fixation mittels Tomofix-
platte rechts am 9. Januar 2012

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 Status nach Osteosynthesematerial-Entfernung (OSME) Tomo-
fix-Platte proximale Tibia rechts und Adhäsiolyse am 25. Juli 
2012

Sie gelangte zum Schluss, dass von einer weiteren Behandlung keine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr er-
wartet werden könne. Die Orthopädin verwies bezüglich der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit auf die frühere Beurteilung des med. pract. 
E.________ (act. II 223 f.). Sie ging demgemäss für die angestammte 
Tätigkeit von einem Rendement von 50 % bei voller Präsenzzeit aus und 
attestierte eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für Verweisungstätigkei-
ten. Nicht mehr zumutbar seien Tätigkeiten, die mit mehr als halbtägigem 
Stehen oder Gehen verbunden seien, Tätigkeiten verbunden mit Gehen auf 
unebenem Gelände, Begehen von Leitern oder Gerüsten, oder Verrichtun-
gen, die mit einer Schlag- oder erheblichen Vibrationsbelastung auf das 
Knie einhergingen. Kniende Arbeiten seien lediglich ausnahmsweise, nicht 
aber dauerhaft zumutbar. Tätigkeiten, die mit Heben von Lasten über zehn 
Kilogramm einhergingen, seien ebenfalls nicht mehr zumutbar, das Heben 
von schwereren Lasten lediglich ausnahmsweise im Stehen. Vorteilhaft 
seien überwiegend sitzende Tätigkeiten. Ansonsten bestehe keine Ein-
schränkung.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-

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stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.4 Die fachärztlichen Beurteilungen von Dr. med. D.________ vom 
6. September 2016 (act. II 299) und med. pract. E.________ vom 4. Febru-
ar 2015 (act. II 223 f.) erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Bewei-
sanforderungen und erbringen vollen Beweis, womit sich weitere Sachver-
haltserhebungen – sei es als Beweismassnahme im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren oder im Rahmen der eventualiter beantragten Rück-
weisung (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 3 lit. a) – erübrigen (antizipierte Be-
weiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). 

3.4.1 Die kreisärztlichen Einschätzungen basieren nicht nur auf den bild-
gebend ausgewiesenen Befunden (act. II 24 [=122], 25 [=121], 91, 118-
120, 132, 141, 158, 176, 196, 255, 281, 282), sondern auch auf den Er-
kenntnissen der klinischen Untersuchungen, die med. pract. E.________ 
bereits im Oktober 2014 (act. II 217) und Dr. med. D.________ im Septem-
ber 2016 (act. II 299) durchführten. In diagnostischer Hinsicht präsentiert 
sich die gesamte medizinische Aktenlage kohärent und widerspruchsfrei. 
Dabei ist offensichtlich, dass der Schaden am mehrfach infiltrierten (act. II 
20, 102/2, 205/2) und invasiv operierten (act. II 17, 53, 83) rechten Knie 
(mindestens im Sinne einer Teilkausalität) auf das inkriminierte Ereignis 
vom 4. Januar 2011 zurückzuführen ist und schliesslich zu einer richtung-
gebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes führte (act. II 
26, 35, 131/5 Ziff. 5, 217/5). Die lumbalen Rückenbeschwerden wurden 
durch den Unfall hingegen – wenn überhaupt – höchstens indirekt und vor-
übergehend beeinflusst. Für sie konnte kein Trauma eruieren werden 
(act. II 9 Ziff. 2) und bereits im Unfallzeitpunkt lag ein Status nach Diskus-

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hernie vor (act. II 108/1). Gemäss Dr. med. F.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, könn-
te die Fehlbelastung im Zuge der Umstellungs-Osteotomie mit resultieren-
der (geringfügiger) Beinlängendifferenz zwar allenfalls die Zunahme der 
Rückenschmerzen begünstigt haben (act. II 96/2, 124). Zudem führte Dr. 
med. I.________, Facharzt für Neurologie, die bildgebend befundeten Dis-
kusprotrusionen auf Niveau L4/5 und L5/S1 (act. II 116/1), die er am 
26. März 2014 operativ behandelte (act. II 192/2), nicht nur auf eine dege-
nerative, sondern auch eine statische Genese zurück (act. II 192/5), womit 
er sich womöglich ebenfalls auf diese Problematik bezog. Die Beinlängen-
differenz wäre indes im hier vorliegenden Kontext nur bedeutsam, wenn sie 
tatsächlich durch die Tibiakopf-Osteotomie vom Januar 2012 (act. II 53) 
entstanden wäre und die marginale Seitenabweichung von 0.5 Zentime-
tern, welche med. pract. E.________ als nahezu identische Beinlängen 
beschrieb (act. II 217/4), zudem innert sehr kurzer Zeit die im November 
2012 festgestellte Radikulopathie (act. II 116) bewirkt hätte. Letzteres er-
scheint unwahrscheinlich. Ferner kam es höchstens während den jeweils 
relativ kurzen Schonphasen nach den Knieoperationen zu einer Fehlbelas-
tung der unteren Extremitäten und damit eventuell zu negativen Auswir-
kungen auf das Achsenskelett. Ein allfälliger indirekter Einfluss des unfall-
bedingten Knieschadens auf die lumbale Beschwerdesymptomatik wäre 
aber ohnehin spätestens mit der erfolgreichen Rückenoperation vom März 
2014 (act. II 192/2) mit regelrechtem postoperativem Verlauf (act. II 192/3) 
weggefallen. Jedenfalls postulierte keiner der involvierten Ärzte im Zeit-
punkt des Fallabschlusses unfallkausale Rückenbeschwerden und Dr. 
med. D.________ erachtete für das von ihr formulierte Zumutbarkeitsprofil 
einzig den Status nach Kniedistorsion als massgebend (act. II 299/4 f.).

3.4.2 Auch die von Dr. med. D.________ und med. pract. E.________ 
attestierte medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit (act. II 223 f., 299) 
überzeugt und korreliert überdies mit den Einschätzungen der übrigen Ärz-
te. Dr. med. F.________ ging im Konsiliarbericht vom 18. März 2014 (act. II 
193) ebenfalls von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten bzw. einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätig-
keit aus, wobei er für die Erstere sogar noch ein Steigerungspotential in 
Betracht zog. Im Oktober 2015 bekräftige er seine Auffassung, indem er für 

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Berufe mit vermehrt sitzenden und teils gehenden Arbeiten die Arbeits-
fähigkeit erneut auf 100 % festlegte (act. II 245). Im Zweig der final konzi-
pierten Invalidenversicherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178) beschei-
nigte Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am 21. Oktober 
2015 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für Verweisungstätigkeiten, 
wobei er allein aufgrund der Rückenbeschwerden mit einer 20%igen Ein-
schränkung wegen eines vermehrten Pausenbedarfs rechnete (act. II 243/8 
Ziff. 1). Die Beschwerdeführerin bringt keine substanziierten Rügen gegen 
die kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vor. Ihre Kritik, welche sich 
darin erschöpft, dass sie im Rahmen der beruflichen Massnahmen lediglich 
ein geringeres Arbeitspensum habe bewältigen können (Beschwerde S. 4 f. 
Ziff. IV Ziff. 12 ff.), verfängt nicht. Auf das im Zweig der Invalidenversiche-
rung im Aufbautraining bzw. der beruflichen Abklärung (act. II 276/2-19, 
321/14-17) bzw. anlässlich der arbeitsmarktlichen Massnahme (AMM) im 
Zweig der Arbeitslosenversicherung (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 
7) faktisch präsentierte Leistungsvermögen kann nicht abgestellt werden. 
Wohl mögen Berichte von Fachpersonen der beruflichen Integration und 
Berufsberatung zur Ergänzung der medizinischen Unterlagen dienlich sein, 
die verbindliche Feststellung der noch zumutbaren Arbeitsleistung fällt hin-
gegen in die Kompetenz der rechtsanwendenden Stelle (vgl. BGE 140 V 
193 E. 3.2 S. 196). Hinzu kommt, dass das Scheitern der Umsetzung des 
von den Suva-Kreisärzten formulierten Zumutbarkeitsprofils offensichtlich 
im Zusammenhang mit den verschiedenen unfallfremden Beeinträchtigun-
gen stand und deshalb unerheblich ist. Namentlich waren die Rückenbe-
schwerden – soweit sie zwischenzeitlich überhaupt durch Knieprobleme 
indirekt beeinflusst wurden – nach dem Gesagten (vgl. E. 3.4.1 hiervor) 
spätestens nach der Rückenoperation vom 26. März 2014 (act. II 192/2) 
nicht mehr unfallkausal. Im Aufbautraining im Jahr 2016 in der … wirkte die 
Beschwerdeführerin zudem psychisch belastet, sie nahm Antidepressiva 
ein und klagte auch über Kreislaufprobleme sowie Schmerzen in der Brust 
(bei Verdacht auf Herzprobleme) bzw. im Kopf (act. II 276/3). Des Weiteren 
war sie anlässlich der beruflichen Abklärung in der … im Jahre 2017 auch 
aufgrund von Magen- bzw. Darmproblemen zusätzlich beeinträchtigt (act. II 
321/15). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 12

3.4.3 Schliesslich ist nachvollziehbar, dass Dr. med. D.________ im Sep-
tember 2016 von einer weiteren medizinischen Behandlung keine namhafte 
Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartete (act. II 
299/4), mithin den medizinischen Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
UVG als eingetreten beurteilte. Der Suva-Kreisarzt Dr. med. H.________, 
Facharzt für Chirurgie, ging bereits im Januar 2014 nicht mehr davon aus, 
dass sich das Knie noch bessern werde (act. II 177). Die Beschwerdegeg-
nerin sprach denn auch schon im Dezember 2014 die Integritätsentschädi-
gung zu (act. II 219) und terminierte das Taggeld im Februar 2015 (act. II 
226). Dass sie damals nicht über den Rentenanspruch befand, begründete 
sie alleine damit, dass noch Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung geplant seien (act. II 226/2). Freilich hätte dies den Fallabschluss 
mit Rentenentscheid eigentlich nicht gehindert. Weil die Frage einer zu er-
wartenden gesundheitlichen Verbesserung nur prognostisch und nicht auf-
grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen ist (vgl. E. 2.4 hiervor), 
kommt auch dem weiteren medizinischen Verlauf diesbezüglich grundsätz-
lich keine Bedeutung zu. Immerhin ist anzumerken, dass Dr. med. 
F.________ die Behandlung im Dezember 2015 abschloss (act. II 249/1) 
und die Zunahme der Beschwerden im Bereich des rechten Beines im 
März 2016 auf extraartikuläre (also ausserhalb des Gelenks liegende) 
muskuläre Probleme zurückführte (act. II 263/1). Er bezeichnete die Ver-
hältnisse nach Tibiakopf-Osteotomie im Mai 2016 schliesslich als einwand-
frei und bestätigte den Behandlungsabschluss (act. II 284). Spätestens im 
Zeitpunkt der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom September 2016 
(act. II 299) war der Endzustand somit eingetreten und standen dem Ent-
scheid über den Rentenanspruch auch keine laufenden Eingliederungs-
massnahmen der Invalidenversicherung mehr entgegen (vgl. Art. 19 Abs. 1 
UVG; act. II 301). Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass die Beschwer-
deführerin ab 1. Mai bis 31. August 2017 auf Veranlassung der Invaliden-
versicherung erneut in der … war (act. II 321/14-17), zumal es sich nicht 
um eine Eingliederungs-, sondern eine Abklärungsmassnahme handelte 
und dabei überdies offensichtlich nicht die unfallbedingte Gesundheits-
schädigung im Fokus stand (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Diese Massnahme war 
also von vornherein nicht geeignet, den der Invalidenrente der Unfallversi-
cherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (vgl. Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 13

scheid des BGer vom 16. Januar 2014, 8C_588/2013, E. 3.4 mit Hinwei-
sen).

3.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass nach dem massgeben-
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 
E. 6 S. 221; SVR 2017 UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2) im Zeitpunkt der kreisärztli-
chen Abschlussuntersuchung vom 6. September 2016 (act. II 299) einer-
seits der medizinische Endzustand erreicht war und andererseits aufgrund 
der unfallbedingten Residuen am rechten Knie die angestammte Tätigkeit 
bei vollschichtigem Pensum nur noch mit einer Leistungseinschränkung 
von 50 % zumutbar war, in einer leidensadaptierten Tätigkeit hingegen eine 
medizinisch-theoretisch uneingeschränkte Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit 
bestand. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizini-
schen Ausgangslage.

4.

4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 14

können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus-
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der 
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden 
(BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Die Vorlage von fünf zumutbaren Arbeits-
plätzen erscheint in quantitativer Hinsicht in der Regel als genügend. Im 
Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der dar-
aus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen Anforde-
rung zusätzlich Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der 
gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplät-
ze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn 
der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. 
Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswah-
lermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind 
grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben. Ist die Suva nicht in der 
Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im 
Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 
139 V 592 E. 6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 15

4.3

4.3.1 Für das hypothetische Valideneinkommen stützte sich die Be-
schwerdegegnerin auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin (act. II 279/1), 
wonach die Beschwerdeführerin im Jahr 2016 bei einem Arbeitspensum 
von 50 % Fr. 1‘824.50 – ausmachend Fr. 47‘437.-- im Jahr (Fr. 1‘824.50 / 
50 % x 13 Monate) – verdient hätte. Unter Berücksichtigung der in den Jah-
ren 2009 und 2010 (im damaligen Vollpensum) durchschnittlich erzielten 
Pikettzulagen (act. II 160/3 f.) von Fr. 1‘013.75 ([Fr. 1‘067.50 + Fr. 960.--] / 
2) ermittelte die Beschwerdegegnerin ein Bruttojahreslohn von Fr. 48‘451.-- 
(act. II 306/2, 324/8). Dieses Valideneinkommen ist zwischen den Parteien 
unbestritten geblieben und korreliert zudem mit den Angaben im Auszug 
des individuellen Kontos (IK-Auszug [act. II 252/2]). Am Ergebnis würde 
sich im Übrigen nichts ändern, wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
auf das im Zweig der Invalidenversicherung berechnete Valideneinkommen 
von Fr. 52‘189.-- (act. II 247/2) abgestellt würde (vgl. E. 4.4 hiernach).

4.3.2 Die Beschwerdeführerin schöpft ihre medizinisch-theoretisch un-
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht aus, weshalb die Beschwerdegegne-
rin sich zulässigerweise auf die DAP-Lohnangaben stützte. Der dabei er-
mittelte durchschnittliche Jahreslohn von Fr. 48‘887.-- (act. II 306/2, 324/8) 
basiert auf der Vorlage von fünf Arbeitsplätzen aus 72 Suchresultaten 
(act. II 305/1), wobei im Rahmen der Suchkriterien das medizinische Zu-
mutbarkeitsprofil sowie die Ausbildungsanforderungen beachtet wurden 
(act. II 305/5-24). Die Beschwerdegegnerin nahm im Einspracheentscheid 
(act. II 324) zu den seitens der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 
4. Dezember 2017 (act. II 323/1 f.) diesbezüglich erhobenen Einwendun-
gen Stellung. In der Beschwerde ist das Invalideneinkommen nicht mehr 
gerügt worden, weshalb darauf abgestellt werden kann, zumal sich keine 
Anhaltspunkte dafür ergeben, dass es unrichtig ermittelt worden wäre. 

4.4 Das Invalideneinkommen fällt höher aus als das Valideneinkom-
men, womit von vornherein keine unfallbedingte Erwerbseinbusse resul-
tiert. Selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin auf das von der In-
validenversicherung herangezogene höhere Valideneinkommen abzustel-
len wäre, ergäbe sich aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichs-
einkommen ein abgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 16

und rentenausschliessender (vgl. E. 4.1 hiervor) Invaliditätsgrad von 6 % 
([Fr. 52‘189.-- ./. Fr. 48‘887.--] / Fr. 52‘189.-- x 100). Die Beschwerdegegne-
rin verneinte einen Rentenanspruch somit zu Recht. Die gegen den Ein-
spracheentscheid vom 13. Dezember 2017 (act. II 324) erhobene Be-
schwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 108 Abs. 3 VRPG [Umkehr-
schluss] i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG und Art. 61 Ingress ATSG). Die Be-
schwerdegegnerin als autonome Anstalt des öffentlichen Rechts (Art. 61 
Abs. 1 UVG) hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(vgl. Art. 104 Abs. 4 VRPG).

5.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis Prozessbegeh-
ren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind 
als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Dagegen hat ein Begehren nicht als aussichtslos zu gelten, wenn 
Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten 
oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist dabei, ob eine 
Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2018, UV/18/86, Seite 17

zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde (BGE 
129 I 129 E. 2.3.1 S. 135; SVR 2011 UV Nr. 6 S. 23 E. 6.1).

Vorliegend hat die Beschwerdeführerin einen Einspracheentscheid ange-
fochten, der auf einer kohärenten und widerspruchsfreien medizinischen 
Aktenlage basiert sowie eine transparente und mit der klaren höchstrichter-
lichen Rechtsprechung in Einklang stehende Invaliditätsbemessung enthält. 
Demgemäss ist die getroffene Rechtsvorkehr als von vornherein aussichts-
los zu qualifizieren und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzu-
weisen. Ob die anwaltliche Verbeiständung geboten und die Vorausset-
zung der Prozessarmut erfüllt gewesen wäre, kann dabei offen bleiben. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird abgewiesen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.