# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b65ce389-b3d5-5616-8035-56546beb74d2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 15.12.2011 B 2010/246, B 2010/250, B 2011/38, B 2011/39, B 2011/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-246--B-2010-2_2011-12-15.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/246, B 2010/250, B 2011/38, B 2011/39, B 2011/40

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 12.02.2020

Entscheiddatum: 15.12.2011

Urteil Verwaltungsgericht, 15.12.2011
Bau- und Planungsrecht, Art. 17 Abs. 1 RPG (SR 700), Art. 98 Abs. 1 und 
Art. 99 BauG (sGS 731.1).Ein einzelnes Objekt ist nicht unmittelbar gestützt 
auf Art. 98 Abs.  1 BauG als Schutzobjekt zu erhalten. Erforderlich ist 
vielmehr, dass das Objekt gestützt auf diese Norm als solches 
ausgeschieden wird. Hat die dafür zuständige Behörde die nötige 
Schutzanordnung (noch) nicht getroffen, kann eine solche aber auch noch 
im Verfahren verlangt werden, in dem das zu schützende Objekt 
beeinträchtigt werden soll. Wird dabei erst im Rechtsmittelverfahren 
festgestellt, dass ein Objekt schützenswert ist, ist es nach dem Gesagten 
folglich nötig, dass die Streitsache an die zuständige Behörde 
zurückgewiesen wird, damit diese im Rahmen ihres Ermessens über die 
konkrete Schutzmassnahme und den genauen Schutzumfang entscheide 
(Verwaltungsgericht,B 2010/246 und 250, B 2011/38, 39 und 40).

Urteil vom 15. Dezember 2011

Anwesend: Vizepräsident lic. iur. A. Linder; Verwaltungsrichter Dr. B. Heer, lic. iur. A. 

Rufener,

Dr. S. Bietenharder-Künzle; Ersatzrichterin lic. iur. D. Gmünder Perrig; 

Gerichtsschreiber lic. iur.

S. Schärer

_______________

In Sachen

Politische Gemeinde F.,vertreten durch den Gemeinderat,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführerin 1,

und

S. H.,

T. H.,

Beschwerdeführer 2,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. U. P.,

und

Ortsgemeinde F.-G.,

Beschwerdebeteiligte,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz,Postfach, 4018 Basel,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Pro Natura St. Gallen-Appenzell, Postfach 103, 9014 St. Gallen,

betreffend

Zonenplanrevision

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A./ Die Ortsgemeinde F.-G. ist Eigentümerin der 677 m  grossen, praktisch vollständig 

bestockten Parzelle Nr. 0001, Grundbuch F., die an der Oberen Rüschstrasse, 

Gemeindestrasse 2. Klasse, im Gebiet Rüsch liegt. Nach dem Zonenplan der 

Gemeinde F. vom 25. November 1994 ist das Grundstück dem übrigen 

Gemeindegebiet zugeteilt bzw. wird dort als Wald bezeichnet. Der Ortsgemeinde 

gehört auch die auf der anderen Strassenseite liegende, 327 m grosse Parzelle 

Nr. 0002. Auch diese befindet sich im übrigem Gemeindegebiet bzw. ist bis auf die 

Fläche der Prodergasse, Gemeindeweg 2. Klasse, die über das Grundstück führt, mit 

Sträuchern und Bäumen bestockt, weshalb im Zonenplan ebenfalls der Hinweis "Wald" 

angemerkt ist. Nordwestlich an Parz.-Nr. 0001 grenzt das Grundstück Nr. 0003 von S. 

und T. H., H. und N. Die 1'263 m  grosse unbebaute Liegenschaft, die von drei Seiten 

von der Oberen Rüschstrasse umgeben wird und wie die beiden Liegenschaften der 

Ortsgemeinde im übrigen Gemeindegebiet liegt, wird landwirtschaftlich genutzt 

(Wiesland) und ist entlang der südöstlichen Grenze mit Sträuchern bestockt.

Die beschriebenen Parzellen befinden sich an einem Abhang in einer Siedlung 

ausserhalb des Dorfes F., die rund 250 m hangaufwärts an der Flumserberger Strasse, 

Kantonsstrasse 2. Klasse, liegt. Alle drei Grundstücke grenzen mit einer Seite an die 

Bauzone W2b an, Parz.-Nr. 0003 wird davon lediglich von der ausparzellierten Oberen 

Rüschstrasse getrennt. Das www.geoportal.ch, das - anders als der vom 

Baudepartement genehmigte Zonenplan - nicht verbindlich ist, teilt die Grundstücke 

der Landwirtschaftszone zu bzw. bezeichnet die Grundstücke der Ortsgemeinde als 

Wald.

B./ a) Anfang des Jahres 2007 beschloss der Gemeinderat F. den neuen Zonenplan 

Talgebiet. Die Revision sah vor, die drei Grundstücke ausserhalb der Bauzone zu 

belassen. Im Rahmen der öffentlichen Auflage erhob der zwischenzeitlich verstorbene 

Vater von S. und T. H. Einsprache und verlangte, dass seine Grundstücke, unter 

anderem Parz.-Nr. 0003, eingezont würden. Der Gemeinderat hiess die Einsprache am 

21. Februar 2008 in Bezug auf das Grundstück Nr. 0003 gut und beschloss, im 

gleichen Zug die Grundstücke Nrn. 0002 und 0001 der Ortsgemeinde "im Sinn einer 

Arrondierung des Baugebiets Rüsch" einzuzonen. Die entsprechende 

Zonenplanänderung legte er im März 2008 öffentlich auf. Gegen diese Einzonung erhob 

der Verein Pro Natura, Schweizerischer Naturschutz, Basel (abgekürzt Pro Natura), am 

2

2 

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

19. März 2008 beim Gemeinderat Einsprache, wobei er sinngemäss beantragte, dass 

ein Waldfeststellungsverfahren durchzuführen bzw. die bestockten Flächen als 

Grünzone auszuscheiden seien. Das für die Waldfeststellung zuständige 

Kantonsforstamt des Volkswirtschaftsdepartements des Kantons St. Gallen entschied 

am 26. Mai 2008, dass kein Wald vorliege, weshalb es die Einsprache abwies. Der 

Gemeinderat seinerseits lehnte es mit Beschluss vom 5. Juni 2008 ab, die betroffenen 

Flächen der Grünzone zuzuweisen oder die Bestockung als Feldgehölz zu schützen. 

Nachdem das fakultative Referendum gegen den Zonenplan ungenutzt verstrichen war, 

eröffnete er dem Einsprecher am 28. Juli 2008 die vierzehntägige Rekursfrist für die 

beiden Einspracheentscheide.

b) Pro Natura erhob am 4. August 2008 bei der Regierung mit den Anträgen Rekurs, die 

Einspracheentscheide des Kantonsforstamtes und des Gemeinderats vom 26. Mai 

2008 und 5. Juni 2008 seien aufzuheben, die bestockten Flächen der Grundstücke 

Nrn. 0003 und 0001 als Wald sowie jene der Parz.-Nr. 0002 als schutzwürdiges 

Feldgehölz zu bezeichnen und mit einer Einzelverfügung oder durch Ergänzung des 

Schutzplans grundeigentümerverbindlich unter Schutz zu stellen. Das Baudepartement 

des Kantons St. Gallen sistierte den in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Teil des 

Rekursverfahrens, bis das Volkswirtschaftsdepartement über den waldrechtlichen Teil 

des Rechtsmittelverfahrens entschieden hatte. Das Volkswirtschaftsdepartement hiess 

den Rekurs in waldrechtlicher Hinsicht am 12. Mai 2009 teilweise gut, indem es den 

Beschluss des Kantonsforstamtes aufhob und dieses anwies, ein förmliches 

Waldfeststellungsverfahren durchzuführen.

c) Damit der Zonenplan Talgebiet durch das Rechtsmittelverfahren im Gebiet Rüsch 

nicht länger blockiert bleibe, genehmigte das Baudepartement am 15. September 2009 

die unbestrittenen Änderungen des Zonenplans mit Ausnahme der Grundstücke 

Nrn. 0003, 0002 und 0001. Dagegen wurde kein Rechtsmittel ergriffen.

d) Das Kantonsforstamt kam sodann mit Waldfeststellungsverfügung vom 28. Januar 

2010 zum Schluss, dass es sich bei den Grundstücken Nrn. 0003, 0002 und 0001 um 

keinen Wald im Sinn der Waldgesetzgebung handle. Nachdem dieser Beschluss 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen war, nahm das Baudepartement sein 

Verfahren wieder auf und hiess den planungsrechtlichen Teil des Rekurses mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid vom 28. September 2010 gut, soweit es darauf eintrat. Gleichzeitig hob es 

den Zonenplan Talgebiet, soweit dieser die Ausscheidung einer Zone W2b für die 

Grundstücke Nrn. 0003, 0002 und 0001 vorsah, sowie den zustimmenden Beschluss 

der Bürgerschaft und den Einspracheentscheid vom 5. Juni 2008 auf und wies die 

Streitsache an den Gemeinderat zurück, damit dieser den Zonenplan im Sinn seiner 

Erwägungen überarbeite bzw. nach Ziff. 6 seines Entscheids die drei Grundstücke zum 

Schutz des Feldgehölzes der Grünzone Schutz zuweise.

C./ a) Gegen den Rekursentscheid des Baudepartements erhoben die Politische 

Gemeinde F. sowie die Eigentümer des Grundstücks Nr. 0003 am 8. Oktober 2010 

bzw. 12. Oktober 2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Die Gemeinde verlangt 

mit Beschwerdeergänzung vom 11. November 2010, dass der angefochtene Entscheid 

aufgehoben und das Baudepartement angewiesen werde, den Beschluss der 

Bürgerschaft vom 23. Juli 2008 auch hinsichtlich der ausgenommenen Grundstücke 

Nrn. 0003, 0002 und 0001 zu genehmigen. Eventuell sei die Zonierung unter der 

Auflage zu genehmigen, dass die Gemeinde für die Bestockung auf den 

Liegenschaften Nrn. 0002 und 0001 Schutzmassnahmen treffe. Die Eigentümer des 

Grundstücks Nr. 0003 verlangen mit Beschwerdeergänzung ihres Rechtsvertreters vom 

29. November 2010, dass der angefochtene Entscheid insofern kostenpflichtig 

aufgehoben werde, als damit ihr Grundstück Nr. 0003 der Grünzone Schutz 

zugeschieden werden soll. Weiter beantragen sie, dass die Zuweisung ihrer Parzelle zur 

Bauzone gemäss beschlossener Zonenordnung genehmigt werde. Eventuell sei die 

Angelegenheit an den Gemeinderat zurückzuweisen, damit dieser ergänzende 

Schutzmassnahmen festlege.

b) Das Baudepartement und Pro Natura beantragen mit Vernehmlassungen vom 

21. Dezember 2010 und vom 4. Januar 2011, die Beschwerden abzuweisen. Die 

Ortsgemeinde F.-G. stellt mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2011 den Antrag, dass 

ein Augenschein durchgeführt werde. Ansonsten schliesst sie sich der Beschwerde der 

politischen Gemeinde an. Weiter stellt sie die im Rekursverfahren erhobene 

Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- in Frage, weil sie selbst kein Einzonungsbegehren 

gestellt, sondern lediglich die Möglichkeit zur Stellungnahme genutzt habe. Der 

Gemeinderat und die Grundeigentümer der Parz.-Nr. 0003 nahmen am 13. Januar 2011 

und 24. Januar 2011 zur Beschwerde der anderen Beschwerdeführer Stellung, wobei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Gemeinderat zusätzlich zu den Anträgen gemäss seiner eigenen Beschwerde 

beantragt, dass die Beschwerde bzw. der Rekurs von S. und T. H. insoweit 

abgewiesen werde, als damit die Aufhebung der Genehmigungsverfügung des 

Zonenplans Talgebiet vom 15. September 2009 beantragt werde. S. und T. H. ihrerseits 

verlangen die Gutheissung der Beschwerde der Gemeinde, soweit diese die Aufhebung 

des angefochtenen Entscheids hinsichtlich ihrer eigenen Parzelle beantragt. Die 

Beschwerdeführer replizierten am 8. Februar 2011 bzw. 10. Februar 2011 mit jeweils 

unveränderten Anträgen.

D./ a) Nebst Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 28. September 2010 beim 

Verwaltungsgericht erhoben die Eigentümer des Grundstücks Nr. 0003 am 12. Oktober 

2010 Rekurs bei der Regierung gegen die Genehmigungsverfügung des 

Baudepartements vom 15. September 2009 betreffend Änderung des Zonenplans 

Talgebiet. Dabei verlangten sie mit Rekursergänzung vom 29. November 2010 die 

kostenpflichtige Aufhebung der Genehmigungsverfügung, soweit damit zusätzliche 

Nutzungsreserven geschaffen worden seien. Eventuell beantragten sie, das 

Baudepartement sei anzuweisen, Parz.-Nr. 0003 nachträglich einzuzonen.

b) Mit Entscheid vom 26. Januar 2011 verweigerte das Baudepartement die 

Genehmigung der Einzonung der Grundstücke Nrn. 0003, 0002 und 0001. Auch 

dagegen erhoben die betroffenen Grundeigentümer sowie zusätzlich der Gemeinderat 

F. am 8. Februar 2011 bzw. 9. Februar 2011 Rekurs bei der Regierung, wobei sie 

übereinstimmend beantragten, dass die Nichtgenehmigungsverfügung aufzuheben sei. 

Damit das Verfahren beschleunigt und koordiniert werde, beantragten sie zudem, dass 

die Rekurse als Sprungbeschwerden ans Verwaltungsgericht überwiesen werden. 

Nachdem auch das Baudepartement dem Verfahrensantrag zugestimmt hatte, 

überwies die Regierung die drei Verfahren am 22. Februar 2011 zur Entscheidung an 

das Verwaltungsgericht.

c) Zu den nunmehr ebenfalls beim Gericht anhängigen Genehmigungsverfahren 

nahmen die Grundeigentümer von Parz.-Nr. 0003 mit Vernehmlassung ihres 

Rechtsvertreters vom 9. März 2011 Stellung, wobei sie die kostenpflichtige Aufhebung 

der Nichtgenehmigung beantragen, soweit davon ihre Parzelle betroffen ist. Das Amt 

für Raumentwicklung und Geoinformation (abgekürzt AREG) beantragt mit Eingabe 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vom 24. März 2011, die Rekurse - soweit damit die Zuweisung des Grundstücks 

Nr. 0003 ausserhalb des Feldgehölzes zur Wohnzone W2b verlangt wird - zu schützen.

E./ Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:

1.1. Das Verwaltungsgericht ist sachlich zuständig, den angefochtenen 

Rekursentscheid des Baudepartementes zu überprüfen (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Das Gleiche gilt für die 

Rekurse, welche die Regierung dem Gericht als Sprungbeschwerden überwiesen hat 

(Art. 43ter VRP). Die Beschwerdeverfahren B 2010/246, B 2010/250, B 2011/38, B 

2011/39 und B 2011/40 betreffen den gleichen Streitgegenstand, wobei sie die 

gleichen Tatbestands- und zum Teil die gleichen Rechtsfragen aufwerfen. Es 

rechtfertigt sich daher, die fünf Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu 

behandeln.

1.2. Die Beschwerdeführer 2 sind Adressaten bzw. gemeinschaftliche Eigentümer einer 

vom Rekursentscheid betroffenen Parzelle und somit zur Beschwerde legitimiert 

(Art. 64 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Einer genaueren 

Betrachtung bedarf ihre Rechtmittelberechtigung betreffend die Anfechtung der 

Genehmigungsverfügungen.

1.2.1. Nutzungspläne werden erst mit der Genehmigung rechtskräftig und anwendbar 

(Art. 26 Abs. 3 des Raumplanungsgesetzes, SR 700, abgekürzt RPG), gleichwohl sind 

sie bereits bei der öffentlichen Auflage anzufechten (Art. 29bis des Baugesetzes, 

sGS 731.1, abgekürzt BauG). Der ebenfalls anfechtbare Genehmigungsentscheid der 

kantonalen Behörde eröffnet dem Eigentümer daher keine Möglichkeit, das (während 

des Auflageverfahrens verpasste) Rechtsmittel nachzuholen. Erteilt die kantonale 

Genehmigungsbehörde die Genehmigung vollständig, so ändert sich dadurch inhaltlich 

nichts mehr am gemeindlichen Planerlass. Das Genehmigungsverfahren ist vielmehr 

dem allgemeinen Rechtsmittelverfahren nachgeordnet, weshalb die Genehmigung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

regelmässig erst nach Abschluss sämtlicher gegen den Erlass der Gemeinde 

gerichteten Anfechtungsverfahren erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt sind für den einzelnen 

Planbetroffenen die verwaltungsinternen Rechtsmittelverfahren abgeschlossen, das 

heisst, dass durch Ablauf der Rechtmittelfristen die entsprechende 

Rechtsmittelberechtigung verwirkt ist (Heer, a.a.O., Rz. 265; GVP 1997 Nr. 14, S. 34).

1.2.2. Eine Ausnahme besteht dann, wenn die Gemeinde auf ein Auflageverfahren 

überhaupt oder auf eine allenfalls nötige Zweitauflage verzichtet hat. Hier ergäbe sich 

ein individueller Rechtsanspruch aus Art. 33 Abs. 2 RPG, die Genehmigungsverfügung 

anzufechten, sofern eine solche Änderung nicht zuvor rechtsgenüglich den Betroffenen 

eröffnet worden ist. Aus den gleichen Gründen ist auch die vorzeitige Teilgenehmigung 

anfechtbar, wenn geltend gemacht wird, diese sei geeignet, ein noch laufendes 

Rechtsmittelverfahren bzw. die vorläufig noch nicht genehmigten Planteile zu 

präjudizieren (J. Wissmann, Das Nutzungsplanverfahren nach st. gallischem Recht, 

Diss. Zürich 1988, S. 242). Wie bei einer Baubewilligung oder Zonenplanänderung 

begründen auch bei der Genehmigung des Nutzungsplans die Stellung als Bewohner 

oder Grundeigentümer in einem bestimmten Gebiet bzw. in der weiteren 

Nachbarschaft oder das allgemeine Interesse an der Einhaltung der Rechtsordnung 

allein noch kein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung des 

Genehmigungsbeschlusses. Nötig ist vielmehr eine räumlich enge Beziehung zum 

betroffenen Grundstück und, dass der Betroffene durch die umstrittene Baute oder 

Anlage bzw. Nutzung unmittelbar und in höherem Masse als die Allgemeinheit in 

eigenen Interessen beeinträchtigt wird (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im 

Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 390). Soweit einzig die Wahrung öffentlicher 

Interessen in Frage steht, sind dazu in erster Linie die zuständigen Behörden berufen. 

Dies gilt insbesondere für die grundsätzliche Rüge der Angemessenheit der Grösse der 

Bauzone. Müssten auch blosse indirekte Auswirkungen der strittigen Zonenzuordnung 

bzw. mittelbare Interessen an deren Aufhebung oder Änderung als 

Legitimationsvoraussetzung anerkannt werden, würden die Grenzen zur verpönten 

Popularbeschwerde verwischt. Namentlich der Einwand, dass durch eine 

Neueinzonung dem eigenen Bauland eine Angebotskonkurrenz erwächst, genügt nicht, 

einen Einzonungsbeschluss oder die entsprechende Genehmigung anfechten zu 

können. Nötig ist vielmehr eine besonders nahe Beziehung zur Streitsache, die eine 

gewisse Intensität erreicht und wesentlich stärker ist als die Beziehung der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Allgemeinheit zum Streitgegenstand (VerwGE B 2009/219 vom 24. August 2010 E. 3.2. 

mit Hinweisen, in: www.gerichte.sg.ch). Aus diesem Grund werden 

Genehmigungsverfügungen praxisgemäss nur der Gemeinde gegenüber eröffnet. 

Soweit Dritten, denen der Genehmigungsbeschluss nicht eröffnet wurde, 

ausnahmsweise gleichwohl die Rechtsmittelbefugnis zusteht, können diese die 

Wiederherstellung der Rekursfrist verlangen bzw. das Rechtsmittel ergreifen, sobald sie 

von der Genehmigungsverfügung Kenntnis erhalten haben (zur Rechtzeitigkeit der 

nachträglichen Rechtsmittelerhebung vgl. VerwGE 2009/71 und 72 vom 18. März 2010, 

E. 2.4., in: www.gerichte.sg.ch).

1.2.3. Grundsätzlich anders ist die Rechtslage, wenn ein Nutzungsplan ganz oder 

teilweise nicht bzw. nur unter Vorbehalten und Auflagen genehmigt wird, oder wenn der 

zu genehmigende Nutzungsplan im Genehmigungsverfahren geändert wurde. Dadurch 

können private und öffentliche Interessen verletzt sein. Die Verweigerung oder die nicht 

vollständige Genehmigung entsprechen regelmässig einer belastenden Entscheidung 

der Genehmigungsbehörde und damit einer Verwaltungsbehörde, womit die 

betroffenen Grundeigentümer ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder 

Aufhebung des Entscheids haben (Wissmann, a.a.O., S. 243), sofern sie auf Grund des 

aufgelegten Nutzungsplans mit einem für sie positiven Ausgang des Verfahrens 

rechnen durften.

1.2.4. Hat der Grundeigentümer den Nutzungsplan während des Auflageverfahrens 

(rechtzeitig) angefochten, ist der nachfolgende Genehmigungsbeschluss - von den 

vorerwähnten Ausnahmen abgesehen - nicht separat bzw. zusätzlich anzufechten. Der 

Genehmigungsverfügung kommt keine eigenständige Bedeutung mehr zu, sofern der 

Nutzungsplan selbst bereits im Streit liegt. Sie teilt im Gegenteil das rechtliche 

Schicksal des genehmigten Planerlasses, weshalb sie mit dessen Aufhebung ohne 

weiteres dahin fällt. Ist der Nutzungsplan angefochten, erfolgt die Genehmigung einzig 

deshalb, weil das Verwaltungsgericht ansonsten regelmässig nicht über die 

Beschwerde gegen den Planerlass entscheidet (Heer, a.a.O., Rz. 226). 

Dementsprechend hebt das Gericht den Genehmigungsbeschluss auch nicht 

ausdrücklich auf, wenn es bei Gutheissung einer Beschwerde den zugrundeliegenden 

Planerlass bzw. den entsprechenden Entscheid der Vorinstanz aufhebt. Der 

Genehmigungsbeschluss gilt vielmehr als mit aufgehoben.

http://www.gerichte.sg.ch

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.2.5. Konkret liegt die Einzonung von drei Grundstücken ausserhalb der Bauzone im 

Streit. Die Beschwerdeführer 2 waren bzw. sind dabei als Grundeigentümer von Anfang 

an am (Rechtsmittel-)Verfahren betreffend Einzonung ihres Grundstücks beteiligt. 

Durch die anschliessende Teilgenehmigung des Zonenplans Talgebiet vom 

15. September 2009, womit – wie sie geltend machen - zahlreiche Fruchtfolgeflächen 

im Talgebiet genehmigt wurden, sind die Beschwerdeführer 2 nicht unmittelbar und in 

höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen. Dazu kommt, dass sie sich – falls sie 

dazu legitimiert gewesen wären - im Auflageverfahren hätten gegen die Einzonung der 

Fruchtfolgeflächen wehren müssen, weshalb ihr diesbezüglicher 

Überprüfungsanspruch bereits vor Jahren verwirkt ist. Von der Nichtgenehmigung des 

Teilzonenplans vom 26. Januar 2011 betreffend das Gebiet Rüsch wurden sie nicht 

bzw. nicht zusätzlich zum Rekursentscheid des Baudepartementes beschwert. Diesen, 

mit dem die Einzonung ihres Grundstücks aufgehoben wurde, haben sie bereits beim 

Verwaltungsgericht angefochten. Daran ändert sich auch nichts, dass 

verwaltungsintern über den Rekurs betreffend die aufgehobene Einzonung bzw. die 

Nichtgenehmigung grundsätzlich zwei unterschiedliche Stellen, das Baudepartement 

und die Regierung befinden. Nebst dem, dass beide Verwaltungsstellen mit voller 

Kognition entscheiden (Art. 46 Abs. 1 VRP), werden die Verfahren spätestens im 

Rechtsmittelverfahren beim Verwaltungsgericht zusammengeführt, womit der 

Koordinationspflicht nach Art. 25a Abs. 4 RPG Genüge getan wird (ZBl 9/1999 S. 503). 

Will die Genehmigungsbehörde die im kommunalen Planfestsetzungsverfahren 

beschlossene Zoneneinteilung im Übrigen nicht genehmigen, so muss sie, bevor sie 

eine Änderung des Plans anordnet, die hiervon betroffenen (aber nicht am Verfahren 

beteiligten) Grundeigentümer anhören (Heer, a.a.O., Rz. 264 mit Hinweisen). Das 

Gleiche gilt für die Rekursbehörde, wenn sie die Genehmigung einer beschlossenen 

Einzonung nicht bestätigen will. Somit gibt es auch diesbezüglich keinen Grund, eine 

(Nicht-)Genehmigung vorsorglich anzufechten. Ein allenfalls betroffener 

Grundeigentümer wird immer rechtzeitig Gelegenheit bekommen, zu einer ihm 

unpassend erscheinenden Zonierung seines Grundstücks Stellung nehmen zu können, 

sei es bereits im Auflageverfahren oder im nachfolgenden Genehmigungsverfahren.

Vorliegend sind die Beschwerdeführer 2 bereits am Rechtsmittelverfahren betreffend 

die Einzonung ihres Grundstücks beteiligt, womit sie nicht verlangen können, dass im 

Rahmen des Genehmigungsverfahrens nochmals überprüft werde, ob die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nichteinzonung ihres Grundstücks Nr. 0003 mit den Richtplänen, dem 

Raumplanungsrecht und den weiteren massgeblichen Normen des Bundesrechts und 

des kantonalen Rechts übereinstimme. Auf ihre Rekurse bzw. Sprungbeschwerden 

betreffend Genehmigung bzw. Nichtgenehmigung des (Teil-)Zonenplans Talgebiet und 

Gebiet Rüsch ist daher nicht einzutreten.

1.3. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP steht der zuständigen 

Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft das Beschwerderecht zur Wahrung 

öffentlicher Interessen zu. Nach ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts setzt die 

Legitimation des Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen Entscheid durch 

Setzen eines Rechtsakts im eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit bestimmte 

öffentliche Interessen vertreten hat. Umfang und Inhalt der vom Gemeinwesen zu 

wahrenden öffentlichen Interessen bestimmen sich nach der durch das kantonale 

Recht geregelten Zuständigkeitsordnung (Cavelti/Vögeli, a.a.O. Rz. 450 ff.).

Der Erlass von Zonenplänen fällt in die Zuständigkeit der Gemeinden (Art. 7 BauG). Die 

aufgehobene Einzonung im Gebiet Rüsch beschlägt folglich die Gemeindeautonomie 

der Beschwerdeführerin 1, weshalb ihre Legitimation im Beschwerdeverfahren 

gegeben ist. Das Gleiche gilt grundsätzlich hinsichtlich der Verweigerung der 

Genehmigung des Zonenplans Talgebiet, Gebiet "Rüsch, Parz.-Nrn. 0003, 0002 und 

0001" durch das Baudepartement (Art. 31 BauG; Wissmann, a.a.O., S. 243). Nachdem 

sie aber bereits den Rekursentscheid des Baudepartements angefochten hat, mit dem 

dieses die Einzonung aufgehoben hat, ist die folgerichtige Nichtgenehmigung des 

Teilzonenplans im Gebiet Rüsch nicht separat und damit nochmals anzufechten (vgl. E. 

1.2.4.). Auf ihren Rekurs bzw. ihre Sprungbeschwerde betreffend Nichtgenehmigung 

des Zonenplans Talgebiet, Gebiet Rüsch ist daher nicht einzutreten.

1.4. Die Beschwerdeerklärungen und -begründungen betreffend den Entscheid des 

Baudepartements vom 28. September 2010 der Beschwerdeführer 1 und 2 

entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 

Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf 

diese ist daher einzutreten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. Bauzonen umfassen nach Art. 15 RPG Land, das sich für die Überbauung eignet und 

weitgehend überbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und 

erschlossen wird (lit. b).

2.1. Sind die Voraussetzungen von Art. 15 RPG erfüllt, gehört das betroffene Land 

grundsätzlich in eine Bauzone, es sei denn, es werde als Folge der Abwägung aller für 

die Raumplanung massgebenden Zielsetzungen, insbesondere der ortsplanerischen 

Erwägungen, ganz oder teilweise einer Nichtbauzone zugewiesen (Heer, a.a.O., Rz. 83 

mit weiteren Hinweisen). Die Grundanliegen der Raumplanung ergeben sich namentlich 

aus Art. 75 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, 

abgekürzt BV) sowie aus Art. 1, 3 und 14 ff. RPG. Nach Art. 75 BV stellt der Bund 

Grundsätze für eine der zweckmässigen und haushälterischen Nutzung des Bodens 

und der geordneten Besiedelung des Landes dienende Raumplanung auf. Dieser 

Verfassungsauftrag ist der Gewährleistung des Eigentums grundsätzlich gleichgestellt 

(vgl. BGE 119 Ia 415 f. mit Hinweis). Zu den Planungsgrundsätzen gehören unter 

anderem der Landschaftsschutz sowie die Siedlungsgestaltung und -begrenzung. 

Art. 3 Abs. 2 RPG gebietet, die Landschaft zu schonen. Insbesondere sollen der 

Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes erhalten bleiben. 

Siedlungen und Bauten haben sich in die Landschaft einzuordnen (Art. 3 Abs. 2 lit. b 

RPG). Siedlungen sind nach den Bedürfnissen der Bevölkerung zu gestalten und in 

ihrer Ausdehnung zu begrenzen (Art. 3 Abs. 3 RPG). Im Rahmen des raumplanerischen 

Auftrags kommt der Begrenzung der Bautätigkeit auf dafür vorgesehene Gebiete, der 

Verhinderung der Zersiedelung des Landes sowie der Wahrung schützenswerter Orts- 

und Landschaftsbilder vorrangige Bedeutung zu (BGE 1P.650/1999 vom 6. März 2000 

E. 4a; BGE 119 Ia 411, S. 416 E. 2b).

2.2. Einmal erlassene Nutzungspläne werden überprüft und nötigenfalls angepasst, 

sofern sich die Verhältnisse erheblich geändert haben (Art. 21 Abs. 2 RPG und Art. 32 

Abs. 1 BauG). Die überarbeitete Planung und deren Änderung haben sich wiederum an 

den Grundsätzen der Raumplanung zu orientieren, dass das Gemeinwesen eine 

Ordnung der Besiedelung schafft, die auf die gewünschte Entwicklung des Landes 

ausgerichtet ist. Allein die private Nachfrage und das seit der Planfestsetzung 

entstandene Einzelinteresse an der Überbauung eines Areals rechtfertigen keine 

Erweiterung und gelten auch nicht als wesentliche Veränderung der Verhältnisse 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(BGE 117 Ia 432; Waldmann/Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, 

Rz. 17 zu Art. 21 RPG).

2.3. Konkret steht ausser Frage, dass sich die Grundstücke Nrn. 0003, 0002 und 0001 

für eine Überbauung eignen. Sie grenzen unmittelbar an die bereits überbaute Bauzone 

und liegen direkt an einer Gemeindestrasse 2. Klasse, womit sie strassenmässig 

erschlossen sind. Sie sind grundsätzlich baureif.

2.4. Die drei Grundstücke liegen am Siedlungsrand und sind unbestrittenermassen 

nicht weitgehend überbaut. Auch stellen sie keine eigentlichen Baulücken dar. Sodann 

ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass in der Gemeinde F. grundsätzlich kein Bedarf 

nach zusätzlichem Bauland besteht. Im Einspracheentscheid vom 21. Februar 2008 hat 

der Gemeinderat selbst eingeräumt, dass im Gebiet Rüsch bereits genügend Bauland 

vorhanden sei, das nicht verkauft werden könne. Daran hat sich auch in der 

Zwischenzeit nichts Grundsätzliches geändert, auch wenn die Nachfrage nach Bauland 

in den letzten Jahren im St. Galler Oberland eher angezogen hat, wie der Gemeinderat 

geltend macht. Gemäss Homepage der Politischen Gemeinde F. beträgt die 

Einwohnerzahl rund 4'800. Damit ist die Gemeinde noch weit vom Bevölkerungsziel 

von 5'500 Einwohnern entfernt, das der vor zwei Jahren genehmigten Ortsplanrevision 

zugrunde liegt. Das AREG hat der Raumplanung der Gemeinde F. am 15. September 

2009 denn auch ausdrücklich "nur unter Wahrung des der politischen Gemeinde 

zustehenden Ermessensspielraums" zugestimmt.

2.5. Ist das einzuzonende Land nicht bereits weitgehend überbaut und ist auch kein 

zusätzlicher Bedarf ausgewiesen und haben sich die Verhältnisse seit der letzten 

Planänderung auch sonst nicht erheblich geändert, kommen Anpassungen der 

Nutzungsordnung mit Blick auf Art. 32 Abs. 1 BauG und Art. 21 Abs. 2 RPG nur dann in 

Frage, wenn ein Planungsfehler korrigiert werden muss oder es sich dabei um eine 

geringfügige nachträgliche Erweiterung des Baugebiets handelt. Letzteres ist möglich, 

sofern dadurch die bestehende Zonenplanung lediglich in untergeordneten Punkten 

ergänzt wird und eine gesamthafte Überprüfung der Planung nicht erforderlich ist 

(Heer, a.a.O., Rz. 189; BGE 124 II 391, S. 396, mit Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.5.1. Das AREG hat sich am Rekursaugenschein vom 12. Mai 2010 zur anbegehrten 

Einzonung positiv geäussert, auch wenn es dabei festhielt, dass grundsätzlich ein 

Angebotsüberhang an Bauland bestehe. Seine Haltung begründete es damit, dass mit 

der geringfügigen Einzonung ein idealer Abschluss des Siedlungsgebiets ermöglicht 

werde. Bei diesem Standpunkt blieb das AREG auch im Rechtsmittelverfahrens 

betreffend die Nichtgenehmigung des Teilzonenplans des Gebiets Rüsch. Obwohl es 

die Genehmigung der Einzonung der drei Parzellen mit Blick auf den Rekursentscheid 

folgerichtig verweigert hatte, beantragt das Amt mit Vernehmlassung vom 24. März 

2011, den Rekurs gegen die Nichtgenehmigung insofern zu schützen, als damit die 

Zuweisung des Grundstücks Nr. 0003 ausserhalb des Feldgehölzes zur Wohnzone 

beantragt werde.

2.5.2. Beim rund 1'000 m  grossen Gebiet innerhalb der Kurve der Oberen 

Rüschstrasse und der gut 300 m  grossen Fläche oberhalb der Strasse handelt es sich 

um eine insgesamt unbedeutende Erweiterung der Baufläche, zumal damit die 

bestehende Zonenplanung der Politischen Gemeinde F. lediglich in einem sehr 

untergeordneten Punkt und Umfang ergänzt wird, selbst wenn man dabei den Blick 

einzig auf das Wohngebiet Rüsch richtet, das relativ abgelegen oberhalb des Dorfes an 

der Strasse nach FB. liegt. Insofern ist im vorliegenden Fall nicht ausschlaggebend, 

dass die vorhandene Bauzonenkapazität den Bedarf der Politischen Gemeinde F. von 

fünfzehn Jahren bereits abdeckt. Eine derart nebensächliche Erweiterung des 

Baugebiets fällt von vornherein nicht massgeblich ins Gewicht und bedarf deshalb 

nicht zwingend einer Überprüfung und Begutachtung der gesamten Ortsplanung, auch 

wenn diese natürlich im Auge behalten werden muss und nicht durch unbestimmt viele 

Klein- und Kleinständerungen durchlöchert werden darf. Dass hier Letzteres zuträfe, 

hat die Vorinstanz nicht erwogen und ist auch sonst aus den Akten nicht ersichtlich. 

Dazu kommt, dass es sich vorliegend um keine eigentliche nachträgliche Änderung 

handelt. Das Gebiet an der Oberen Rüschstrasse sollte im Rahmen der Gesamtrevision 

Talgebiet eingezont werden. Die Genehmigung des Gebiets Rüsch wurde einzig 

zurückgestellt, damit die Ortsplanrevision nicht wegen des Waldfeststellungsverfahrens 

im Gebiet Rüsch und wegen des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens auf Jahre hinaus 

blockiert bleibe.

2

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.5.3. Aus dem Gesagten folgt, dass es sich bei der vorliegenden Einzonung um eine 

singuläre Anpassung des Baugebiets von untergeordneter Natur handelt, die keiner 

gesamthaften Überprüfung der Planung bedarf bzw. im Rahmen der genehmigten 

Zonenplanung Talgebiet, die ihrerseits sehr grosszügig gehandhabt und auch 

genehmigt wurde, von vornherein nicht ins Gewicht gefallen wäre. Die gesonderte 

Behandlung des Siedlungsrands im Gebiet Rüsch bzw. die einstweilen zurückgestellte 

Genehmigung ist sachlich begründet und führt nicht dazu, dass die nötige 

Gesamtbetrachtung missachtet und insbesondere die Bedarfsprognose dadurch 

umgangen wird. Da auch sonst keine übergeordneten raumplanerischen Interessen 

ersichtlich sind, die gegen die Einzonung sprechen würden, die Ortsplanung nach 

Art. 2 Abs. 1 BauG in erster Linie Sache der politischen Gemeinde ist und das AREG 

(die kantonale Fachstelle für die Beurteilung der planerischen Erlasse der politischen 

Gemeinden) die Arrondierung des Siedlungsgebiets Rüsch im Grundsatz befürwortet, 

stellt die grundsätzliche Aufhebung des Einzonungsbeschlusses der Bürgerschaft 

durch die Vorinstanz eine Rechtsverletzung dar, die gemäss Art. 61 Abs. 1 VRP durch 

das Verwaltungsgericht zu korrigieren ist, soweit die Verweigerung mit der zu grossen 

Bauzone der Politischen Gemeinde F. begründet wird.

3. Die Vorinstanz hält der Einzonung bzw. der kleinflächigen Arrondierung des 

Siedlungsgebiets weiter entgegen, dass die drei betroffenen Grundstücke bestockt 

seien. Zwar handle es sich um keinen Wald im Rechtssinn. Das Gehölz sei aber als 

wertvolles Feldgehölz zu schützen und deshalb der Grünzone zuzuweisen.

3.1. Art. 17 Abs. 1 RPG nennt die Objekte, deren Einbezug in eine Schutzzone oder in 

eine andere Schutzmassnahme von den zuständigen Planungsträgern zu prüfen ist. 

Nach lit. d sollen Lebensräume für schutzwürdige Tiere und Pflanzen geschützt 

werden, womit der Biotopschutz gemeint ist. Dafür hat der Bund eine umfassende 

Gesetzgebungskompetenz (Art. 78 Abs. 4 BV). Die Grundnormen dazu sind in Art. 18 

des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451, abgekürzt NHG) und 

in der dazugehörenden Verordnung (SR 451.1, abgekürzt NHV) sowie in zahlreichen 

Spezialvorschriften geregelt, weshalb Art. 17 RPG keine eigenständige Bedeutung 

zukommt. Seine Relevanz liegt aber immerhin darin, dass er die Bedeutung der 

Nutzungsplanung als Instrumentarium des Biotopschutzes unterstreicht (Waldmann/

Hänni, a.a.O., Rz. 22 f. zu Art. 17 RPG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.1.1. Art. 18 Abs. 1 und 1  NHG verlangen den Schutz von Biotopen wie unter 

anderem von Hecken, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder 

besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen, als 

Massnahmen zur Erhaltung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Der in Art. 18b 

Abs. 1 NHG verankerte Schutz von Biotopen von regionaler und lokaler Bedeutung ist 

nach der Rechtsprechung (BGE 121 II 161 E. 2b/bb S. 164 mit Hinweis) eine vom Bund 

den Kantonen übertragene Bundesaufgabe. Gleichwohl wird nicht jede Hecke vom 

Bundesrecht erfasst. Die Wendung "Erhaltung genügend grosser Lebensräume" in Art. 

18 Abs. 1 NHG setzt eine gewisse Minimalgrösse der Hecke voraus. Das Erfordernis, 

dass der Lebensraum schutzwürdig sein muss, bewirkt eine zusätzliche 

Einschränkung. Anders als etwa beim Wald (vgl. Art. 3 des Bundesgesetzes über den 

Wald [SR 921.0, abgekürzt WaG]), bei der Ufervegetation (Art. 21 NHG) oder bei 

Mooren von nationaler Bedeutung sind die zu schützenden Lebensräume von 

regionaler oder lokaler Bedeutung nicht von Gesetzes wegen geschützt, sondern 

müssen von den zuständigen kantonalen bzw. kommunalen Behörden im einzelnen Fall 

unter Abwägung aller auf dem Spiel stehenden Interessen erst noch bezeichnet werden 

(Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 25 zu Art. 17 RPG).

3.1.2. Bei Hecken wird wie bei den übrigen in der Aufzählung von Art. 18 Abs. 1  NHG 

aufgeführten Biotopen die Schutzwürdigkeit vermutet. Um als Biotop schutzwürdig zu 

sein, müssen sie aber eine ökologische Qualität aufweisen (K. L. Fahrländer in: Keller/

Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, Zürich 1997, Rz. 15 f. zu Art. 18 NHG). 

Art. 14 Abs. 3 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (SR 451.1, abgekürzt 

NHV) enthält Kriterien und Indikatoren zur Bezeichnung und Bewertung schutzwürdiger 

Biotope. Ferner ergibt sich aus Art. 18 Abs. 1 lit. g des Bundesgesetzes über die Jagd 

und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (SR 922.0, abgekürzt JSG) ein 

Schutz für Hecken. Diese Norm stellt das vorsätzliche und unberechtigte Beseitigen 

von Hecken unter Strafe. Durch die Strafnorm sollen Hecken, die als wichtige 

Lebensräume für wildlebende Säugetiere und Vögel dienen, unmittelbar durch die 

Bundesgesetzgebung geschützt werden; den Kantonen bleibt es indessen vorbehalten, 

Ausnahmebewilligungen zur Beseitigung zu erteilen. Art. 18 Abs. 1 lit. g JSG weist eine 

gewisse Parallelität zu Art. 42 Abs. 1 lit. a WaG auf. Dies ändert aber nichts daran, dass 

im Unterschied zum Wald nicht alle Hecken, sondern nur die schutzwürdigen unter die 

Strafnorm fallen (vgl. Rausch/Marti/Griffel, Umweltrecht, Zürich 2004, Rz. 613). Ebenso 

bis

bis

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2011&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-161%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page161

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

stellt Art. 24 NHG das schwere Beschädigen oder Zerstören von geschützten Biotopen 

unter Strafe. Die genannten Bundesnormen beziehen sich folglich bloss auf Hecken 

von einer gewissen Grösse, die schutzwürdig sind. Soweit das kantonale Recht einen 

weitergehenden Heckenschutz vorsieht, kommt ihm eine selbstständige Bedeutung zu. 

So kann das kantonale Recht einen Biotoptyp von Gesetzes wegen generell unter 

Schutz stellen (F. Wild, Gegenstand und Vollzug des Biotopschutzes nach NHG, in: 

URP 1999 S. 765). Auch dadurch kann es über den bundesrechtlich vorgesehenen 

Schutz hinausgehen. Eine derartige kantonale Regelung ist mit Art. 78 Abs. 4 BV, 

wonach der Bund über eine umfassende Gesetzgebungskompetenz im Biotopschutz 

verfügt, vereinbar. Die Schutzvorschriften von Art. 18 in Verbindung mit Art. 18b NHG 

lassen Raum für eine generelle Unterschutzstellung eines bundesrechtlich nur im 

Einzelfall geschützten Biotoptyps (BGE 133 II 220 E. 2.2 f. S. 223 f. mit zahlreichen 

Hinweisen).

3.1.3. Der Kanton St. Gallen listet die Schutzgegenstände in Art. 98 Abs. 1 BauG auf, 

unter anderem die Lebensräume für schutzwürdige Tiere und Pflanzen (lit. d). Die 

aufgezählten Schutzgegenstände sind mit denjenigen von Art. 17 RPG identisch (Heer, 

a.a.O., Rz. 1047). Für die Auslegung des Begriffs der Schutzobjekte kann somit auf die 

Literatur und Rechtsprechung zu Art. 17 RPG abgestellt werden (VerwGE B 2011/4 

vom 21. Juni 2011 E. 3., in: www.gerichte.sg.ch). Folglich geht der Schutz nach dem 

kantonalen Gesetz nicht über den bundesrechtlichen hinaus. Wie das Bundesrecht 

bildet das Baugesetz allein entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine genügende 

Grundlage, um ein einzelnes Objekt unmittelbar als geschütztes Objekt zu qualifizieren. 

Art. 98 Abs. 1 BauG führt nur dann zum individuellen Rechtsschutz, wenn gestützt auf 

diese Norm das Schutzobjekt bezeichnet und über den für die Schutzwürdigkeit 

erforderlichen Sachverhalt befunden wurde (VerwGE B 2011/4 vom 21. Juni 2011 E. 

3.1. mit Hinweisen, in: www.gerichte.sg.ch). Das geltend gemachte Urteil B 2004/173 

vom 5. Juli 2005 (GVP 2005 Nr. 30 S. 164 ff.) lag insofern anders, als die dort 

betroffene Gemeinde zwar ebenfalls keine Schutzverordnung kannte und die 

Schutzgegenstände bloss in einem lediglich behördenverbindlichen Inventar aufgelistet 

hatte. Die Schutzwürdigkeit des betroffenen Kulturdenkmals (Villa Wiesental, St. Gallen) 

war aber auf Grund einhelliger Meinung der Fachleute ausgewiesen und von allen 

Verfahrensbeteiligten ausdrücklich anerkannt. Dazu kam, dass der Stadtrat den 

Schutzgegenstand nicht deshalb aus dem internen Inventar entlassen hatte, weil er von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Qualität der Villa als Schutzobjekt im Sinn von Art. 98 Abs. 1 BauG nicht überzeugt 

gewesen wäre. Grund für die Schutzentlassung war einzig die vorweggenommene 

Interessenabwägung, die erst in einem zweiten Schritt hätte vorgenommen werden 

dürfen und die sich im konkreten Fall zudem noch als falsch erwiesen hatte.

3.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass die Bestockung auf den Parzellen 

Nrn. 0003, 0002 und 0001 nicht individuell als Schutzobjekt ausgeschieden und 

namentlich nicht in der kommunalen Schutzverordnung vom 11. Februar 

2008/15. Januar 2010/21. Februar 2011 aufgelistet sei.

3.2.1. Allein der Umstand, dass schützenswerte Hecken oder schutzwürdige 

Feldgehölze im Nutzungsplan nicht aufgenommen sind, ist hinsichtlich der Frage, ob 

diese als geschützte Lebensräume im Sinn von Art. 18 NHG zu beurteilen sind, ohne 

Belang. Ist eine entsprechende Schutzanordnung noch nicht erfolgt, unterblieben oder 

ungenügend, kann eine allenfalls unzulässige Beeinträchtigung im Sinn von Art. 18 

Abs. 1 und Abs. 1  NHG auch noch in dem den Eingriff in den Lebensraum 

betreffenden Verfahren geltend gemacht werden (BGE 1A.29/2003 vom 9. Juli 2003 E. 

4.3.2; Fahrländer, a.a.O., Rz. 25 zu Art. 18 NHG).

3.2.2. Die Grundstücke Nrn. 0002 und 0001 waren im bisherigen Zonenplan als Wald 

bezeichnet bzw. sind es im kantonalen Richtplan noch heute. Damit war eine 

individuelle Unterschutzstellung des betroffenen Gehölzes, das ausserhalb der 

Bauzone liegt, von vornherein kein Thema. Als das Volkswirtschaftsdepartement 

jedoch von der Einzonung des Waldgebiets Kenntnis erhalten hatte, ordnete es am 

12. Mai 2009 zu Recht an, dass mit der vorliegenden Zonenplanänderung auch ein 

Waldfeststellungsverfahren durchgeführt werden müsse. Gleichzeitig stellte es fest, 

dass die bisherige Praxis des Kantonsforstamtes zur minimalen Waldfläche 

rechtswidrig sei. In der Folge wurde die Verordnung zum Einführungsgesetz zur 

eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651.11, abgekürzt VoEGWaG) entsprechend 

der bisherigen Praxis geändert und die Mindestfläche für Wald ausserhalb der Bauzone 

von 500 m  auf 800 m  erhöht, sofern sie an die Bauzone angrenzt (Art. 3 Abs. 1 lit. a 

Ziff. 1 VoEGWaG). Am 28. Januar 2010 entschied das Kantonsforstamt erneut, dass es 

sich bei der vorliegenden Fläche nicht um Wald handle.

bis

2 2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.3. Allein aus der zwischenzeitlich erfolgten negativen Waldfeststellung vermag der 

Grundeigentümer somit nicht ohne Weiteres abzuleiten, er dürfe die Bestockung 

darüber hinaus auch als Hecke gänzlich und ersatzlos beseitigen. Dazu kommt, dass 

ohne die nachträgliche Gesetzesänderung zumindest die 550 m  grosse Bestockung 

der Grundstücke Nrn. 0003 und 0001 hätte als Wald erklärt werden müssen, da sie 

auch die übrigen Voraussetzungen (Alter der Sträucher und Waldbäume sowie 

Mindestbreite) erfüllt. Bei einer Hecke, die wie bei der vorliegenden von ihrer Grösse 

her Wald nahekommt, spricht denn auch einiges dafür, dass sie den qualitativen 

Anforderungen von Art. 18 NHG genügt. Die Zulässigkeit von Eingriffen in derartige 

Gehölze ist daher im Licht von Art. 18 Abs. 1ter NHG zu prüfen (BGE 133 II 220 E. 3.5 

S. 230).

3.3.1. Hecken sind meist nur wenige Meter breite Gehölzstreifen, aufgebaut aus 

niedrigen und hohen Büschen, eventuell ergänzt bzw. durchsetzt mit hochstämmigen 

Bäumen (Fahrländer, a.a.O., Rz. 20 zu Art. 18 NHG, mit Hinweis). Sie stellen wichtige 

Korridore für die Vernetzung von Lebensräumen dar (Art. 14 Abs. 3 lit. e NHV). Im 

Gegensatz zu Waldbeständen herrscht in den verhältnismässig schmalen Hecken eine 

bedeutend grössere Lichtverfügbarkeit und somit grössere Artenvielfalt, womit ihnen 

nebst ihrer Vernetzungsfunktion auch ein hoher Stellenwert als Lebensraum vieler 

Pflanzen- und Tierarten zukommt (Art. 14 Abs. 3 lit. b NHV in Verbindung mit Art. 20 

NHV in Verbindung mit Anhang 2 und 3). Dazu kommt ihre nicht zu vernachlässigende 

landschaftsästhetische Funktion (armasuisse, Checkliste Wald und Einzelbäume, 

Geschützte Gehölze – Wald, Hecken und Einzelbäume, www.ar.admin.ch).

3.3.2. Gemäss den Feststellungen des Vertreters des Amtes für Natur, Jagd und 

Fischerei am Rekursaugenschein vom 12. Mai 2010 handelt es bei der vorliegenden 

Bestockung um ein gut durchmischtes und ungleichförmiges Gehölz, das sowohl ältere 

Bäume (Eschen, Kastanien, etc.) als auch Jungholz (Hasel etc.) enthält. Das Gehölz ist 

trotz verschiedentlich vorgenommenen Verjüngungen als waldähnlich zu beurteilen. 

Feldgehölze müssen denn auch gepflegt und hin und wieder durchforstet werden. Da 

die Bestockung teilweise an die Bauzone angrenzt, ist das Gehölz nach Meinung des 

Fachmanns für grössere Wildtiere nicht interessant. Dagegen fühlen sich hier 

Kleinsäuger, Vögel und Amphibien wohl. Aber auch für die Vernetzung der 

umliegenden Lebensräume spielt das vorliegende Feldgehölz eine massgebliche Rolle, 

2

http://www.ar.admin.ch

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und zwar selbst dann noch, wenn es komplett von Gebäuden umgeben würde. 

Abstände von rund 100 m von einem zum anderen Grünbereich sind gemäss dem 

Experten völlig unproblematisch. Sodann ist der vorliegende Standort für die Tier- und 

Pflanzenwelt auch deshalb wichtig, weil das angrenzende Talgebiet wenig bewachsen 

ist.

3.3.3. An dieser Einschätzung vermag auch ein erneuter Augenschein des Gerichts vor 

Ort nichts zu ändern. In der vorliegenden Streitsache sind bereits zahlreiche 

Begehungen durchgeführt worden. Die Bestockung ist aktenmässig umfassend belegt 

und beurteilt sowie durch zahlreiche Photographien der Vorinstanz und des 

Kantonsforstamtes dokumentiert. Für die Frage, ob dem vorliegenden Lebensraum 

Schutzqualität zukommt, müsste das Gericht seinerseits einen Fachmann des dafür 

zuständigen Amtes beiziehen, der vor Ort nichts anderes feststellen könnte, als die 

Fachstelle im vorinstanzlichen Verfahren bereits getan hat. Der Antrag, einen 

gerichtlichen Augenschein vor Ort durchzuführen, damit festgestellt werden könne, 

dass es sich vorliegend um keine schutzwürdigen Objekte handle, ist folglich 

abzuweisen.

3.3.4. Auf Grund der nachvollziehbaren und stimmigen Ausführungen, die der 

Mitarbeiter der Abteilung Natur- und Landschaftsschutz vor Ort abgegeben hat, ist 

folglich davon auszugehen, dass die vorliegende Bestockung ökologisch wertvoll ist. 

Wie bereits die Vorinstanz erkannt hat, bildet das Kleingehölz ein besonders arten- und 

strukturreiches Biotop, das sich aus einheimischen und standortgerechten sowie 

geschützten Pflanzen zusammensetzt, mit einem natürlichen Waldsaum vergleichbar 

ist und dementsprechend sowohl Lebensraum für Kleinsäuger, Vögel, Amphibien, 

Schnecken und Insekten bietet, als auch als Verbindungsstruktur und als 

landschaftsprägendes Element besonders wertvoll ist. Daran ändert nichts, dass das 

Kantonsforstamt vom gleichen Departement dem Gehölz die Waldeigenschaft 

abgesprochen hat. Aus dem entsprechenden Entscheid geht einzig hervor, dass die 

Bestockung weder die (während des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens erhöhte) 

Waldfläche noch eine besondere Wohlfahrts- oder Schutzfunktion erfüllt. Für die Frage, 

ob die Bestockung darüber hinaus als besonders wertvoller Lebensraum zu erhalten 

sei, ist das Forstamt weder zuständig noch hat es darüber Ausführungen gemacht.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4. Nachdem feststeht, dass der Bestockung auf den drei Parzellen Schutzobjektqualität 

im Sinn von Art. 18 Abs. 1 NHG und Art. 98 Abs. 1 lit. d BauG zukommt, ist zu prüfen, 

ob die dafür angeordnete Massnahme rechtmässig ist.

4.1. Die Art der Schutzmassnahme richtet sich nach dem zu schützenden Objekt. Der 

Verzicht auf eine Schutzzone bedeutet nicht, dass einem Objekt die Schutzwürdigkeit 

abgesprochen wird und es nicht mit einer anderen Massnahme unter Schutz gestellt 

werden kann. In der Auswahl der möglichen Instrumente haben sich die Kantone für 

die geeigneten, zweckmässigen bzw. erforderlichen Massnahmen zu entscheiden. Für 

Einzelobjekte eignen sich Verfügungen, während für ganze Landschaften oder 

Ortsbilder planerische Massnahmen in Zonen- oder Sondernutzungsplänen bzw. 

Schutzverordnungen angezeigt sind. Wo Schutzmassnahmen wie vorliegend einen 

Eingriff in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) zur Folge haben, ist ausserdem darauf zu 

achten, dass die angeordneten Nutzungsbeschränkungen nicht über das zur 

Erreichung des Schutzzwecks Erforderliche hinausgehen (Art. 36 Abs. 3 BV). Auch bei 

der Anordnung der geeigneten Schutzmassnahmen haben die Behörden somit eine 

Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen vorzunehmen (Heer, a.a.O., 

Rz. 1060; Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 27 f. zu Art. 17 RPG).

4.2. Art. 99 Abs. 1 BauG sieht als Schutzmassnahmen Vereinbarungen mit dem 

Grundeigentümer oder Verfügungen vor. Die Massnahmen können im Grundbuch als 

öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen angemerkt werden. Besteht ein 

Bedürfnis, sind Zonen- und Sondernutzungspläne oder - falls grössere 

zusammenhängende Gebiete betroffen sind - Schutzverordnungen zu erlassen. Dabei 

können Eigentumsbeschränkungen aller Art angeordnet werden (Art. 99 Abs. 2, 3 und 4 

BauG). Die Frage nach Realersatz dagegen stellt sich erst in einem zweiten Schritt, 

wenn ein gegenüber dem Erhalt gewichtigeres und überwiegendes Bedürfnis geltend 

gemacht wird, wofür das Biotop beeinträchtigt oder gar beseitigt werden müsste 

(Art. 98 Abs. 2 BauG).

4.3. Die Vorinstanz hat die Gemeinde im angefochtenen Entscheid auf S. 17 in Erw. 6 

angewiesen, die drei Parzellen der Grünzone Schutz gemäss Art. 17 Abs. 1 lit. c BauG 

zuzuweisen. Mit den ebenfalls erwähnten anderen Schutzmöglichkeiten hat sie sich 

nicht auseinandergesetzt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.3.1. Die Ortsplanung und die Baupolizei sind wie gesagt Sache der politischen 

Gemeinde (Art. 2 Abs. 1 BauG), auch wenn dem Kanton in Belangen der Raumplanung 

und des öffentlichen Baurechts die Rechts- und Ermessenkontrolle zusteht (Art. 3 

Abs. 2 BauG). Diese Kompetenzzuteilung betont die Gemeindeautonomie nach Art. 50 

BV sowie Art. 89 der Kantonsverfassung (sGS 111.1) und führt dazu, dass die 

Ermessenskontrolle nur mit Zurückhaltung anzuwenden ist. Das heisst, dass der 

Kanton sein Ermessen nicht ohne stichhaltige Begründung anstelle desjenigen der 

Gemeinde setzen kann, wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat (H. Hess, 

Ortsplanungsrecht I, in: Das Nachtragsgesetz zum st. gallischen Baugesetz, 

Veröffentlichungen des schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der 

Hochschule St. Gallen, neue Reihe, Bd. 20, St. Gallen 1983, S. 25 mit Hinweisen).

4.3.2. Das Instrument der Grünzone ist für das vorliegende parzellenübergreifende 

Biotop fraglos geeignet (Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 31 zu Art. 17 RPG). Genauso 

käme aber auch eine Aufnahme in die Schutzverordnung in Frage. Der Entscheid 

darüber, unter mehreren verfügbaren zweckmässigen Lösungen zu wählen, ist Sache 

der zuständigen Gemeinde. Entscheidet der Kanton anstelle der politischen Gemeinde, 

obwohl das kantonale Recht der rechtsanwendenden kommunalen Behörde wie 

vorliegend einen erheblichen Gestaltungs- und Entscheidungsspielraum einräumt, wird 

die Autonomie der Gemeinde verletzt. Zu dieser Rüge ist in erster Linie die Gemeinde 

selbst befugt. Von den privaten Beschwerdeführern kann sie zumindest vorfrageweise 

geltend gemacht werden (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1471).

4.3.3. Das Gehölz berührt in erster Linie die Grundstücke Nrn. 0002 und 0001. Parzelle 

Nr. 0003 ist vom zu schützenden Feldgehölz nur entlang ihrer südöstlichen Grenze 

berührt. Einer Überbauung der gut 1'200 m  grossen Liegenschaft steht daher nichts 

entgegen, soweit diese von der Bestockung nicht betroffen ist. Die Anweisung, alle drei 

Parzellen der Grünzone Schutz zuzuweisen, greift damit auch in ihrer Ausdehnung zu 

weit, womit sie die Eigentumsfreiheit der betroffenen Grundeigentümer über Gebühr 

beschneidet.

4.3.4. Aus dem Gesagten folgt, dass es an der Politischen Gemeinde F. gewesen wäre 

zu entscheiden, welche (taugliche) Massnahme nach Art. 99 BauG sie zum Schutz des 

vorliegenden Feldgehölzes auf den Grundstücken Nrn. 0003, 0002 und 0001 treffen 

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

will. Gleichzeitig ist die Anordnung, welche die Vorinstanz anstelle der Gemeinde 

getroffen hat, auch in ihrer Reichweite unsachgemäss bzw. nicht verhältnismässig und 

damit willkürlich.

5. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Einzonung der drei Parzellen Nrn., 0003, 

0002 und 0001 am Rand der Siedlung Rüsch aus raumplanerischer Sicht begründet ist. 

Dabei handelt es sich um eine geringfügige Arrondierung, die mit Blick auf die 

Kapazitätsberechnung nicht ins Gewicht fällt und auch sonst in keinem Widerspruch 

mit den Grundanliegen der Raumplanung steht. Nachdem aber feststeht, dass davon 

ein schützenswertes Feldgehölz betroffen wird, ist im Rahmen der Einzonung auch 

über dessen Schutz zu befinden. Weil dafür verschiedene Schutzmassnahmen in Frage 

kommen, ist es an der politischen Gemeinde, sich für eine von diesen zu entscheiden, 

wobei neben der von der Vorinstanz vorgeschlagenen Grünzone Schutz beispielsweise 

auch die Aufnahme in die Schutzverordnung in Frage kommt. Mithin sind die 

Beschwerden gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Rekursentscheid vom 

28. September 2010 und der Beschluss der Bürgerschaft betreffend Zonenplan 

Talgebiet, Gebiet Rüsch, Parz.-Nrn. 0003, 0002 und 0001 vom 28. Juli 2008 sind 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Überarbeitung im Sinn der vorstehenden 

Erwägungen an die Beschwerdeführerin 1 zurückzuweisen.

6. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerdeverfahren B 2010/246, B 2010/250, B 2011/38, B 2011/39 und B 

2011/40 werden vereinigt.

2./ Auf die Beschwerden in den Verfahren B 2011/38, B 2011/39 und B 2011/40 wird 

nicht eingetreten.

3./ a) Die Beschwerden in den Verfahren B 2010/246, B 2010/250 werden 

gutgeheissen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

b) Der Rekursentscheid vom 28. September 2010 wird insofern bestätigt, als damit der 

Beschluss der Bürgerschaft betreffend Zonenplan Talgebiet, Gebiet Rüsch, Parz.-Nrn. 

0003, 0002 0001, vom 28. Juli 2008 aufgehoben wird. Darüber hinaus wird der 

Rekursentscheid aufgehoben und die Angelegenheit zur Überarbeitung im Sinn der 

vorstehenden Erwägungen an die Beschwerdeführerin 1 zurückgewiesen.

4./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 8'000.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer 1 und 2 zu einem Viertel und die Vorinstanz zu drei Vierteln. Auf die 

Erhebung bei der politischen Gemeinde und der Vorinstanz wird verzichtet. Die von den 

Beschwerdeführern 2 im Verfahren B 2010/250 und B 2011/40 geleisteten 

Kostenvorschüsse von Fr. 4'000.-- und Fr. 1'500.-- werden mit ihrem Kostenanteil von 

Fr. 1'000.-- verrechnet und im Mehrbetrag von Fr. 4'500.-- zurückerstattet.

5./ Die Vorinstanz entschädigt die Beschwerdeführer 2 mit Fr. 1'500.-- zuzüglich 

MWSt.

V.          R.           W.

Der Vizepräsident:                        Der Gerichtsschreiber:

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin 1

-   die Beschwerdeführer 2 (durch Rechtsanwalt lic. iur. U. P.)

-   die Beschwerdebeteiligte

-   die Vorinstanz

-   den Beschwerdegegner

am:

Rechtsmittelbelehrung:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Rechtsmittelberechtigung gegen diesen Entscheid richtet sich nach Art. 82 ff., 

insbesondere Art. 83 lit. f und Art. 113 ff. BGG. Das Rechtsmittel ist innert dreissig 

Tagen nach der Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Urteil Verwaltungsgericht, 15.12.2011
	Bau- und Planungsrecht, Art. 17 Abs. 1 RPG (SR 700), Art. 98 Abs. 1 und Art. 99 BauG (sGS 731.1).Ein einzelnes Objekt ist nicht unmittelbar gestützt auf Art. 98 Abs.  1 BauG als Schutzobjekt zu erhalten. Erforderlich ist vielmehr, dass das Objekt gestützt auf diese Norm als solches ausgeschieden wird. Hat die dafür zuständige Behörde die nötige Schutzanordnung (noch) nicht getroffen, kann eine solche aber auch noch im Verfahren verlangt werden, in dem das zu schützende Objekt beeinträchtigt werden soll. Wird dabei erst im Rechtsmittelverfahren festgestellt, dass ein Objekt schützenswert ist, ist es nach dem Gesagten folglich nötig, dass die Streitsache an die zuständige Behörde zurückgewiesen wird, damit diese im Rahmen ihres Ermessens über die konkrete Schutzmassnahme und den genauen Schutzumfang entscheide (Verwaltungsgericht,B 2010/246 und 250, B 2011/38, 39 und 40).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T12:03:42+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen