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**Case Identifier:** aff89932-81b5-5400-af3f-4d330203e9ed
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.06.2021 100 2019 424
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-424_2021-06-14.pdf

## Full Text

100.2019.424/425U
STE/BIP/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Juni 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Herzog
Verwaltungsrichter Rolli, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Nuspliger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Einwohnergemeinde B.________
Baupolizeibehörde
Beschwerdegegnerin 

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Bekanntgabe der Anzeigerinnen bzw. Anzeiger in einem 
baupolizeilichen Verfahren; Nichteintreten auf Beschwerden 
(Entscheide der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
vom 27. November 2019; RA Nrn. 120/2019/39 und 120/2019/53)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
425U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Einwohnergemeinde (EG) B.________ eröffnete am 5. November 2018 
ein baupolizeiliches Verfahren, nachdem beim Gemeindeschreiber mehrere 
Meldungen über Helikopterlandungen im Raum … eingegangen waren. Sie 
bezog A.________, den Eigentümer der Parzelle B.________ Gbbl. 
Nr. 1________, die für Helikopterlandungen genutzt wurde, in das Verfahren 
ein. Am 11. März 2019 wurden ihm Kopien der baupolizeilichen Akten zur 
Einsichtnahme übermittelt. Am 2. April 2019 ersuchte A.________ die EG 
B.________, ihm die «Namen der Anzeiger» zu nennen, da diese nicht 
aktenkundig seien. Hierauf erliess die EG B.________ am 15. April 2019 
folgende Verfügung:

«1. Die Identität der Person(en), die die Meldung der Helikopterlandun-
gen im Raum …, B.________, an die Gemeinde gemacht haben, wird 
nicht bekannt gegeben.

2. Für diese Verfügung wird eine Gebühr von Fr. 250.-- nach Gebüh-
rentarif B.________ festgesetzt. Die Gebühr ist zahlbar innert 30 
Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung.»

B.

Hiergegen erhob A.________ am 17. Mai 2019 Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und 
Verkehrsdirektion [BVD]). Er stellte das (Haupt-)Begehren, die EG 
B.________ sei zu verpflichten, «im vorliegenden Verfahren die Personalien 
der Informanten in den amtlichen Akten zu vermerken» und ihm 
bekanntzugeben. Die BVE beschränkte das Verfahren am 14. Juni 2019 auf 
die Frage, ob auf die Beschwerde eingetreten werden könne bzw. ob die 
Verfügung vom 15. April 2019 eine selbständig anfechtbare (Zwischen-
)Verfügung sei. Mit Zwischenentscheid vom 27. November 2019 trat die BVE 
nicht auf die Beschwerde ein (Verfahren 120/2019/39).

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425U, Seite 3

C.

Unterdessen hatte der Regierungsstatthalter von Interlaken-Oberhasli auf 
Ersuchen der EG B.________ mit Verfügung vom 12. April 2019 festgestellt, 
dass die regelmässigen, nicht standortgebundenen Helikopterlandungen im 
Raum … baubewilligungspflichtig seien. Hierauf untersagte die EG 
B.________ der C.________ AG mit Wiederherstellungsverfügung vom 2. 
bzw. 8. Juli 2019 «baubewilligungspflichte, d.h. regelmässige, nicht 
standortgebundene Helikopter-Aussenlandungen im Gebiet … […] ohne 
rechtskräftige Baubewilligung». 

D.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 9. August 2019 Beschwerde 
bei der BVE mit dem Rechtsbegehren, die Einwohnergemeinde B.________ 
sei zu verpflichten, im Verfahren «Helikopterlandungen im Raum …, 
B.________» die Personalien der Informanten in den amtlichen Akten zu 
vermerken und ihm bekanntzugeben. Im Eventualstandpunkt verlangte er 
die Aufhebung der mit Verfügung vom 15. April 2019 auferlegten Gebühr von 
Fr. 250.--. Die BVE hiess diese Beschwerde soweit das Eventualbegehren 
betreffend am 27. November 2019 gut und hob Dispositiv-Ziff. 2 der 
Verfügung vom 15. April 2019 auf. Im Übrigen trat sie nicht auf die Be-
schwerde ein (Verfahren 120/2019/53).

E.

Am 20. Dezember 2019 hat A.________ gegen beide Entscheide der BVE 
vom 27. November 2019 je Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er be-
antragt die Aufhebung der angefochtenen Entscheide. Weiter sei die EG 
B.________ zu verpflichten, «im vorliegenden Verfahren die Personalien der 
Informanten in den amtlichen Akten zu vermerken» und ihm 
bekanntzugeben. Eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

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425U, Seite 4

Der Abteilungspräsident i.V. hat die beiden Beschwerdeverfahren am 
27. Dezember 2019 vereinigt. Die BVD hat am 10. Januar 2020 die Abwei-
sung der Beschwerden beantragt. Die EG B.________ hat sich nicht verneh-
men lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 
9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdebefugnis des Beschwer-
deführers ergibt sich ohne weiteres aus den negativen Prozessentscheiden 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; BVR 2017 S. 459 E. 1.2; Michael Pflüger, in Herzog/
Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 79 N. 2 
i.V.m. Art. 65 N. 23). Da im Verfahren 100.2019.424 umstritten ist, ob die 
Vorinstanz einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil verneinen durfte, ist 
auf die Prüfung des Nachteils als prozessuale Eintretensfrage im verwal-
tungsgerichtlichen Verfahren zu verzichten (Michel Daum, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art.  61 N. 42 am 
Ende). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 
1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerden ist grundsätzlich einzutreten 
(vgl. aber E. 1.2 f. hiernach).

1.2 Der Beschwerdeführer hat zwei Verwaltungsgerichtsbeschwerden 
erhoben: Die erste betrifft das Nichteintreten der BVE auf seine Beschwerde 
vom 17. Mai 2019, mit der er die Nichtbekanntgabe der Namen der Anzeige-
rinnen und Anzeiger (Verfügung vom 15.4.2019) angefochten hatte (Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde 1, Verfahren 100.2019.424). Die BVE trat auf 
diese Beschwerde nicht ein, weil sie die Voraussetzungen für eine selbstän-
dige Anfechtung einer Zwischenverfügung als nicht gegeben erachtete (Ent-

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scheid 1 E. 2e S. 8). Die zweite Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtet sich 
gegen das teilweise Nichteintreten der BVE auf die gegen die Wiederherstel-
lungsverfügung vom 2. bzw. 8. Juli 2019 erhobene Beschwerde vom 9. Au-
gust 2019 (Verwaltungsgerichtsbeschwerde 2, Verfahren 100.2019.425). 
Der Sache nach wehrte sich der Beschwerdeführer wiederum gegen die 
Nichtbekanntgabe der Namen der Anzeigerinnen und Anzeiger. Insoweit trat 
die BVE nicht auf die Beschwerde ein, weil die Zwischenverfügung keinen 
Einfluss auf die Wiederherstellung habe und (damit) kein schutzwürdiges In-
teresse an der Beschwerde bestehe (Entscheid 2 E. 1b S. 4 f. und E. 4a 
S. 7). In beiden Entscheiden hat sich die BVE nicht materiell damit auseinan-
dergesetzt, ob dem Beschwerdeführer die Namen der Anzeigerinnen und 
Anzeiger bekanntzugeben sind. Gegenstand der Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht ist damit nur die Frage, ob die Vorinstanz (vollständig) auf die 
Beschwerden hätte eintreten und das Begehren um Aktenergänzung bzw. 
Kenntnisgabe der Namen materiell beurteilen müssen. Das Rechtsbegeh-
ren, die Gemeinde sei zu verpflichten, die Namen der Anzeigerinnen oder 
Anzeiger bekanntzugeben, geht darüber hinaus. Insoweit ist auf beide Ver-
waltungsgerichtsbeschwerden nicht einzutreten (Ruth Herzog, in Herzog/
Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 
N. 17, Art. 84 N. 13).

1.3 Der Beschwerdeführer beantragt die vollständige Aufhebung der an-
gefochtenen Entscheide. Was die Gebühr von Fr. 250.-- angeht, hat die BVE 
die zweite Beschwerde im Verfahren 120/2019/53 gutgeheissen und Dispo-
sitiv-Ziff. 2 der Verfügung der Gemeinde vom 15. April 2019 aufgehoben 
(vgl. vorne Bst. A und Bst. D). In diesem Punkt ist der Beschwerdeführer so-
mit nicht beschwert. Insoweit ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im 
Verfahren 100.2019.425 ebenfalls nicht einzutreten.

1.4 Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide, 
behandeln die Mitglieder des Verwaltungsgerichts an sich einzelrichterlich 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Es 
geht indes um eine Streitigkeit von grundsätzlicher Bedeutung, die in Fün-
ferbesetzung zu beurteilen ist (Art. 57 Abs. 6 i.V.m. Art. 56 Abs. 2 Bst. a 
GSOG).

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1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Dem Rechtsstreit liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

2.1 Beim Gemeindeschreiber der EG B.________ gingen telefonisch 
mehrere Meldungen über Helikopterlandungen im Raum … ein (vorne 
Bst. A). Ihm wurden zudem Fotos abgegeben. Der Gemeindeschreiber 
erstellte anhand der Meldungen eine Liste der Flugbewegungen und leitete 
die Reklamationen der Bauverwaltung weiter; er nahm keine Personalien auf 
(vgl. Eingaben der Gemeinde vom 27.8.2019 und vom 18.9.2019, Vorakten 
BVE pag. 18 bzw. 23 [act. 4B]). Die Baukommission beschloss am 
5. November 2018 abzuklären, ob die Helikopterlandungen baubewilligungs-
pflichtig sind. Sie eröffnete ein baupolizeiliches Verfahren, worüber sie den 
Beschwerdeführer als Grundeigentümer einer der betroffenen Parzellen am 
4. Dezember 2018 in Kenntnis setzte. Sie teilte ihm mit, dass in letzter Zeit 
«von Bürgern» Helikopterlandungen gemeldet worden seien und sie erwäge, 
diese zu unterbinden. Gleichzeitig gab sie ihm Gelegenheit, eine schriftliche 
Stellungnahme einzureichen (Akten Gemeinde pag. 1 f. [act. 4C]). Nachdem 
der Beschwerdeführer am 11. März 2019 Kopien der baupolizeilichen Akten 
zur Einsichtnahme erhalten hatte, ersuchte er die Gemeinde am 2. April 
2019, ihm die «Namen der Anzeiger» zu nennen, da diese nicht aktenkundig 
seien (Akten Gemeinde pag. 21 und 22). Die Gemeinde verweigerte die Be-
kanntgabe der Identität der Anzeigerinnen und Anzeiger mit Verfügung vom 
15. April 2019 (Akten Gemeinde pag. 26; vorne Bst. A). Sie erklärt, Meldun-
gen oder Anfragen zu möglichen baurechtswidrigen Bauten oder Zuständen 
würden grundsätzlich anonym behandelt. Die Bekanntgabe der Personalien 
würde es ihr erschweren, ihre baupolizeilichen Aufgaben pflichtgemäss zu 
erfüllen. Missstände könnten oft nur dank solcher Mitteilungen abgeklärt wer-
den. Ausserdem sei einer Person die Anonymität mündlich ausdrücklich zu-
gesichert worden (Verfügung vom 15.4.2019, Akten Gemeinde pag. 26; vgl. 
auch Eingabe der Gemeinde vom 27.8.2019, Vorakten BVE pag. 18 
[act. 4B]).

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2.2 Laut der Gemeinde sind die Namen der Anzeigerinnen und Anzeiger 
allein dem Gemeindeschreiber bekannt. Dieser offenbarte die Personalien 
bis anhin nicht – auch nicht gegenüber der Baukommission an der Bespre-
chung vom 16. September 2019 (vgl. Eingabe der Gemeinde vom 
18.9.2019, Vorakten BVE pag. 23 [act. 4B]). Die Gemeinde teilte daher der 
Vorinstanz die Namen der anzeigenden Person(en) nicht mit, obschon die 
BVE sie zweimal dazu aufgefordert und festgehalten hatte, sie werde die 
Namen gegenüber dem Beschwerdeführer geheim halten (vgl. prozesslei-
tende Verfügungen vom 13. und 29.8.2019, Vorakten BVE pag. 16 f. und 
19 f. [act. 4B]). Der Beschwerdeführer bringt vor, der Gemeindeschreiber 
habe ihm bestätigt, die Namen der Anzeigerinnen und Anzeiger zu kennen, 
wolle diese aber nicht bekanntgeben, weil er den Personen Anonymität zu-
gesichert habe und ansonsten «wortbrüchig werde» (Verwaltungsgerichts-
beschwerde 2 Rz. 15 sowie Rz. 40; vgl. auch Verwaltungsgerichts-
beschwerde 1 Rz. 50).

3.

Als erstes ist zu prüfen, ob die Vorinstanz auf die (erste) Beschwerde vom 
17. Mai 2019 hätte eintreten müssen (Verfahren 100.2019.424).

3.1 Die BVE hat die Verfügung der EG B.________ vom 15. April 2019 
als Zwischenverfügung qualifiziert und ist nicht auf die dagegen erhobene 
Beschwerde eingetreten, weil sie die Voraussetzungen für eine selbständige 
Anfechtung als nicht erfüllt erachtet hat (Entscheid 1 E. 1a S. 4, E. 2c S. 6 
und E. 2e S. 8; vgl. vorne E. 1.2). – Als Zwischenverfügungen gelten nach 
Art. 61 Abs. 1 VRPG Verfügungen, die das Verfahren weder ganz noch teil-
weise abschliessen. Die Verfügung vom 15. April 2019 erging im Rahmen 
des baupolizeilichen Verfahrens, in dem der Beschwerdeführer als Partei be-
teiligt war; sie schloss das Verfahren nicht ab. Unter diesen Umständen hat 
die Vorinstanz die Verfügung der Gemeinde vom 15. April 2019 richtiger-
weise als Zwischenverfügung behandelt (vgl. auch Art. 61 Abs. 1 Bst. e 
VRPG). Unerheblich für die Qualifikation als Zwischenverfügung war das 
Verfahren vor dem Regierungsstatthalter betreffend Feststellung der Baube-
willigungspflicht. Es handelte sich dabei um ein anderes Verfahren, in dem 

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der Beschwerdeführer zwar keine Parteistellung hatte, das aber auch keinen 
Einfluss auf die Parteistellung des Beschwerdeführers im baupolizeilichen 
Verfahren hatte. Das Verfahren vor dem Regierungsstatthalter führte sodann 
nicht unmittelbar zum Abschluss des baupolizeilichen Verfahrens (unzutref-
fend Verwaltungsgerichtsbeschwerde 1 Rz. 20 ff.). 

3.2 Die Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen ist in Art. 61 Abs. 2-4 
VRPG geregelt. Diese Normen sind Art. 92 und 93 Abs. 1 und 3 des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichts-
gesetz, BGG; SR 173.110) nachgebildet (BVR 2017 S. 221 E. 2.3 mit weite-
ren Hinweisen). Zwischenverfügungen, die weder die Zuständigkeit noch 
den Ausstand oder die Ablehnung betreffen (vgl. dazu Art. 61 Abs. 2 VRPG), 
sind nach Art. 61 Abs. 3 VRPG nur selbständig anfechtbar, wenn sie einen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Bst. a) oder die 
Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Bst. b). Falls keine dieser Voraussetzun-
gen gegeben ist, sind sie nur gemeinsam mit der Endverfügung anfechtbar, 
soweit sie sich (noch) auf deren Inhalt auswirken können (Art. 61 Abs. 4 
VRPG). Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil wird praxisgemäss be-
jaht, wenn die anfechtende Person ein schutzwürdiges Interesse an der so-
fortigen Aufhebung oder Abänderung der Zwischenverfügung hat, wobei 
kein irreparabler Schaden erforderlich ist. Ein hinreichendes Rechtsschutz-
interesse an der sofortigen Anfechtung der Zwischenverfügung ist bereits 
dann gegeben, wenn ein günstiger Endentscheid für die betroffene Person 
nicht jeden Nachteil zu beseitigen vermag. Dabei genügt auch ein tatsächli-
ches – etwa bloss wirtschaftliches – Interesse, soweit es für die betroffene 
Person nicht nur darum geht, eine Verteuerung oder eine aus wirtschaftlicher 
Sicht ungünstige Verlängerung des Verfahrens zu verhindern. Der nicht wie-
der gutzumachende Nachteil muss in jedem Fall dargetan sein, wobei das 
Glaubhaftmachen genügt (zum Ganzen BVR 2017 S. 205 E. 1.3, 2017 
S. 221 E. 2.1 und 2.2, 2016 S. 237 E. 5.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 61 
N. 39).

3.3 Bei der Verweigerung der Akteneinsicht ist ein nicht wieder gutzuma-
chender Nachteil in der Regel zu verneinen (BVR 2001 S. 137 E. 1b; 

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VGE 2019/380 vom 23.12.2019 E. 1.2.2, 2018/203 vom 9.11.2018 E. 1.2.1). 
Anders verhält es sich im umgekehrten Fall der Gewährung der Aktenein-
sicht, weil eine bereits gewährte Akteneinsicht nicht wieder rückgängig ge-
macht werden kann (zum Ganzen BGer 2C_887/2019 vom 22.10.2019 
E. 2.2.1, 1C_331/2019 vom 23.9.2019 E. 2.2, je zu Art. 93 Abs. 1 Bst. a 
BGG; Michel Daum, a.a.O., Art. 23 N. 18 und Art. 61 N. 29; Kayser/
Papadopoulos/Altmann, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG – Bundes-
gesetz über das Verwaltungsverfahren Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 46 
N. 20 und 32). Auch hier ist nicht ersichtlich, inwiefern ein nicht wieder gut-
zumachender Nachteil drohte. Während eine Namensbekanntgabe nicht 
mehr rückgängig gemacht werden könnte, bewirkt die nicht sofortige Offen-
legung der Identität der Anzeigerinnen oder Anzeiger für den Beschwerde-
führer keinen Nachteil. Namentlich hätte er sich trotz fehlender Kenntnis der 
Namen der Anzeigerinnen oder Anzeiger gegen die angeordnete Wiederher-
stellung zur Wehr setzen können (vgl. hinten E. 4.4). Die Argumente des Be-
schwerdeführers, weshalb auf seine erste Beschwerde hätte eingetreten 
werden müssen, verfangen nicht. Zwar trifft zu, dass Akteneinsicht nicht mit 
der Begründung verweigert werden darf, die fraglichen Akten seien für den 
Verfahrensausgang unerheblich (Verwaltungsgerichtsbeschwerde 1 Rz. 40; 
BGE 144 II 427 E. 3.1.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 23 N. 4). Daraus lässt 
sich aber nicht ableiten, dass eine Zwischenverfügung über (verweigerte) 
Akteneinsicht oder -ergänzung unabhängig von der Voraussetzung eines 
nicht wieder gutzumachenden Nachteils selbständig angefochten werden 
kann. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann sodann kein 
nicht wieder gutzumachender Nachteil darin erblickt werden, dass die Vor-
instanz auf seine zweite Beschwerde ebenfalls nicht eingetreten ist (Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde 1 Rz. 36). Er übersieht mit seiner Argumentation, 
dass die Voraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils allein 
von Bedeutung ist für die Frage, ob ein ausreichendes Interesse an der so-
fortigen Anfechtung einer Zwischenverfügung gegeben ist. Eine andere 
Frage ist, ob (noch) ein ausreichendes Rechtsschutzinteresse an der Über-
prüfung einer solchen Anordnung in einer Beschwerde gegen den Endent-
scheid besteht (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 40). Tritt die Behörde 
auf eine Beschwerde gegen eine Zwischenverfügung im Rahmen des En-
dentscheids nicht ein, bedeutet dies deshalb nicht, dass eine Beschwerde 
gegen die Zwischenverfügung hätte behandelt werden müssen. Unbestritte-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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nermassen hätte die sofortige Beurteilung der ersten Beschwerde auch nicht 
zum Abschluss des Wiederherstellungsverfahrens führen können. Vor die-
sem Hintergrund hat die BVE die Weigerung der Gemeinde, die Identität der 
Anzeigerinnen oder Anzeiger bekanntzugeben (Verfügung vom 15.4.2019 
Dispositiv-Ziff. 1), zu Recht als nicht selbständig anfechtbar beurteilt und ist 
insoweit richtigerweise nicht auf die erste Beschwerde eingetreten.

3.4 Der Beschwerdeführer kritisiert das Nichteintreten sodann mit Blick 
auf die von der Gemeinde erhobene Gebühr von Fr. 250.-- (Verfügung vom 
15.4.2019 Dispositiv-Ziff. 2; vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde 1 
Rz. 44 ff.). – Das Verwaltungsgericht hat in einem Grundsatzurteil entschie-
den, dass Kostenregelungen in Rückweisungsentscheiden entsprechend 
der bundesgerichtlichen Praxis zum BGG auch im Anwendungsbereich des 
VRPG nicht selbständig, sondern erst nach Ergehen des Endentscheids an-
gefochten werden können. In solchen Fällen tritt das Verwaltungsgericht 
trotz der Einschränkung von Art. 61 Abs. 4 (i.V.m. Art. 74 Abs. 3) VRPG auf 
eine spätere Beschwerde (nur) gegen die im Rückweisungsentscheid ge-
troffene Kostenregelung ein, obschon sich diese nicht auf den Endentscheid 
auswirken kann. Dies gilt selbst dann, wenn eine Partei in der Sache selber 
nicht mehr beschwert ist (grundlegend BVR 2017 S. 221 E. 2.4 ff. mit Be-
merkungen von Michael Pflüger S. 229 ff., 234 f.; zur entsprechenden Praxis 
des Bundesgerichts zu Art. 93 Abs. 3 BGG vgl. etwa BGE 143 III 290 E. 1.3, 
142 II 363 E. 1.1). Das Verwaltungsgericht hat die Frage offengelassen, ob 
dies auch für andere dem VRPG unterliegende Zwischenentscheide bzw. 
Zwischenverfügungen gilt (vgl. BVR 2017 S. 221 E. 2.5; vgl. zum Ganzen 
auch Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 43 und N. 50).

3.5 Die BVE hat erwogen, die mit der Zwischenverfügung vom 15. April 
2019 erhobene Gebühr sei gleich zu behandeln wie die Kostenregelung in 
einem Rückweisungsentscheid. Sie ist daher auf die (erste) Beschwerde 
vom 17. Mai 2019 insgesamt nicht eingetreten und hat die Rechtmässigkeit 
der Gebühr trotz Art. 61 Abs. 4 VRPG im zweiten Beschwerdeverfahren be-
treffend die Wiederherstellungsverfügung (Endverfügung) geprüft (Ent-
scheid 1 E. 2d S. 7 f.; Entscheid 2 E. 1c S. 6 und E. 3 S. 6 f.). Ob dies richtig 
war, braucht hier nicht näher geprüft zu werden. Die Vorinstanz hat die Ge-
bühr als rechtswidrig beurteilt und aufgehoben; das teilweise Obsiegen hat 

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sie kostenmässig berücksichtigt (vgl. Entscheid 2 E. 3c, 4b und 4c S. 6 ff.). 
Dass sie die Gebühr erst im zweiten Entscheid beurteilt hat, bewirkt keine 
nachteiligen Folgen für den Beschwerdeführer. Schon darum ist die Be-
schwerde im Verfahren 100.2019.424 unbegründet, soweit es um die Ge-
bühr von Fr. 250.-- geht. 

4.

Weiter ist zu prüfen, ob die BVE auf die (zweite) Beschwerde vom 9. August 
2019 vollständig hätte eintreten müssen (Verfahren 100.2019.425).

4.1 Die BVE hat erwogen, eine Zwischenverfügung sei durch Be-
schwerde gegen die Endverfügung nach Art. 61 Abs. 4 VRPG nur anfecht-
bar, soweit sie sich auf deren Inhalt auswirkt. Es sei nicht erkennbar, dass 
die Bekanntgabe der Personendaten der anzeigenden Person(en) und deren 
Aufnahme in die Akten an der Wiederherstellungsverfügung etwas ändern 
würden. Selbst wenn die Bekanntgabe der Namen zu Unrecht verweigert 
worden sei, wäre darin kein derart schwerwiegender formeller Mangel zu er-
blicken, der zur Aufhebung der Wiederherstellungsverfügung führen würde. 
Der Beschwerdeführer wehre sich nicht gegen das angeordnete Landever-
bot. Er habe somit kein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung seiner 
(ausschliesslich) formellen Rügen (Entscheid 2 E. 1b S. 4 f.). – Der Be-
schwerdeführer macht geltend, die Argumentation der Vorinstanz «grenz[e] 
an formelle Rechtsverweigerung». Es werde ihm verwehrt, eine Gehörsver-
letzung geltend zu machen, wenn er die verweigerte Aktenergänzung weder 
selbständig noch mit Beschwerde gegen die Endverfügung überprüfen las-
sen könne (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde 2 Rz. 31 f. und Rz. 36; Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde 1 Rz. 35 ff.). 

4.2 Art. 61 Abs. 4 VRPG wurde mit der VRPG-Revision 2008 neu gefasst 
und ist Art. 93 Abs. 3 BGG nachgebildet (BAG 08-109, i.K. seit 1.1.2009; 
Vortrag des Regierungsrats zur Änderung des VRPG, in Tagblatt des Gros-
sen Rates 2008, Beilage 11 S. 2 ff., 11; Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 1; 
BVR 2017 S. 221 E. 2.3). Seither enthält die Regelung die hier interessie-
rende Einschränkung, wonach (andere) Zwischenverfügungen nur mit dem 

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Endentscheid angefochten werden können, soweit sie sich auf dessen Inhalt 
auswirken (vgl. für die ursprüngliche Fassung von Art. 61 Abs. 4 VRPG GS 
1989 S. 277 ff., 290 f.). Das Erfordernis der Auswirkung auf den Inhalt bringt 
zum Ausdruck, dass an einer Beschwerde gegen eine Zwischenverfügung 
nach Ergehen der Endverfügung noch ein aktuelles und praktisches Rechts-
schutzinteresse bestehen muss (vgl. BGE 135 III 329 E. 1.2.2 [Pra 98/2009 
Nr. 137]; Martin Bertschi, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwal-
tungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, §19a N. 61; 
Yves Donzallaz, Loi sur le Tribunal fédéral, Commentaire, 2008, Art. 92 und 
93 N. 3404; Spühler/Aemisegger, in Spühler et al., Praxiskommentar zum 
BGG, 2. Aufl. 2013, Art. 93 N. 40; Felix Uhlmann, in Basler Kommentar, 
3. Aufl. 2018, Art. 93 BGG N. 29; Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 49; Kayser/
Papadopoulos/Altmann, a.a.O., Art. 46 N. 64). 

4.3 In Verwaltungs- und Verwaltungsjustizverfahren steht den Parteien 
abgeleitet aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör Einsicht in die (gesam-
ten) Verfahrensakten zu (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 23 
Abs. 1 VRPG; vgl. statt vieler BVR 2015 S. 557 E. 3.1). Das Gegenstück zum 
Akteneinsichtsrecht der Verfahrensparteien bildet die Aktenführungspflicht 
der Behörden (BGE 142 I 86 E. 2.2; Gerold Steinmann, in St. Galler Kom-
mentar zur BV, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N. 55). Akteneinsicht setzt voraus, dass 
die Behörde überhaupt Akten anlegt und führt (Michel Daum, a.a.O., Art. 23 
N. 5; Reto Feller, Bemerkungen zu BVR 2013 S. 407, 414). Entsprechend 
ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör und dem Grundsatz der 
Schriftlichkeit des Verfahrens (Art. 31 VRPG) die Pflicht der Verwaltung zur 
vollständigen Aktenführung. Die Aktenführungspflicht ist demgemäss Teil-
gehalt von Art. 23 Abs. 1 VRPG (vgl. BVR 2012 S. 252 E. 3.3.5, 2012 S. 109 
E. 2.3.1). Bei den Anzeigerinnen und Anzeigern handelt es sich um poten-
zielle Auskunftspersonen oder Zeuginnen bzw. Zeugen im Baupolizeiverfah-
ren. Für die Würdigung von Beanstandungen kann ihre Identität relevant 
sein. Wenn die Anzeigerinnen und Anzeiger durch ihren Wunsch nach Ano-
nymität auf eine (mögliche) Parteistellung im baupolizeilichen Verfahren ver-
zichtet haben, haben sie dennoch immerhin Anspruch auf Auskunft über die 
Erledigung der Anzeige(n) (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. a BauG; Art. 101 Abs. 2 
VRPG; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 

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2020 Art. 46 N. 2a). Verfahrensakten können sich aus diesen Gründen als 
unvollständig erweisen, wenn die Namen der Anzeigerinnen oder Anzeiger 
nicht darin festgehalten sind.

4.4 Die aus Art. 23 Abs. 1 VRPG abgeleitete Aktenführungspflicht erfüllt 
mit Blick auf das soeben Erwogene eine verfahrensrechtliche Funktion; sie 
dient insbesondere der korrekten Entscheidfindung (E. 4.3 hiervor; Michel 
Daum, a.a.O., Art. 23 N. 5; vgl. allgemein zur dienenden Funktion des Ver-
fahrensrechts etwa Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 
3. Aufl. 2021, S. 3 f.). Mit Blick darauf hat der Beschwerdeführer kein schutz-
würdiges Interesse (mehr) daran, gestützt auf Art. 23 Abs. 1 VRPG bzw. den 
Anspruch auf rechtliches Gehör die Identität der Anzeigerinnen oder Anzei-
ger zu erfahren: Er verlangt hier zwar als Partei die Ergänzung von Verfah-
rensakten, er wehrt sich aber nicht gegen die in der Sache angeordnete Wie-
derherstellung und bringt überhaupt kein Argument gegen die baupolizeili-
che Anordnung vor. Er übt seine Parteirechte allein mit dem Zweck aus, die 
Namen der Anzeigerinnen oder Anzeiger zu erfahren. Die Vorinstanz hat so-
dann zutreffend erwogen, dass sich eine Überprüfung der Zwischenverfü-
gung hier nicht auf die Wiederherstellungsverfügung auszuwirken vermag 
(vorne E. 4.1). Erhält eine Baupolizeibehörde Kenntnis von einem möglichen 
rechtswidrigen Zustand, dann hat sie zu prüfen, ob ein solcher besteht und 
gegebenenfalls die Wiederherstellung zu verfügen (Art. 45 Abs. 2 BauG). 
Dabei ist unerheblich, von wem und aus welchen Gründen eine baupolizeili-
che Anzeige eingegangen ist (vgl. VGE 2019/317 vom 12.10.2020 E. 2.5). 
Zudem bestätigte die C.________ AG selber, dass mehrere Helikopter-
landungen auf der Parzelle des Beschwerdeführers erfolgt sind (vgl. Eingabe 
vom 9.1.2019, Akten Gemeinde pag. 15-14). Die Richtigkeit der eingegan-
genen Meldungen war demnach unbestritten. Für die angeordnete Wieder-
herstellung war somit nicht von Belang, wer dem Gemeindeschreiber die He-
likopterlandungen gemeldet hat. Der Beschwerdeführer wäre überdies ohne 
Kenntnis der Identität der Anzeigerinnen oder Anzeiger ohne weiteres in der 
Lage gewesen, das angeordnete Landeverbot in der Sache anzufechten. 
Anders als er zu meinen scheint, darf mit einer Beschwerde gegen einen 
Wiederherstellungsbefehl nicht zugewartet werden, bis die Anzeigerinnen 
oder Anzeiger sowie deren Motive bekannt sind. Für eine Kassation des Bau-
polizeiverfahrens bzw. der Wiederherstellungsverfügung von Amtes wegen 

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besteht nach dem Gesagten kein Anlass (vgl. Verwaltungsgerichts-
beschwerde 2 Rz. 34 ff.; Verwaltungsgerichtsbeschwerde 1 Rz. 41 f.).

4.5 Aus verfahrensrechtlicher Optik ist die vorinstanzliche Argumentation 
somit nicht zu beanstanden. In Verwaltungsverfahren ist für das Aktenein-
sichtsrecht aber nicht nur das VRPG, sondern auch das Datenschutzgesetz 
vom 19. Februar 1986 (KDSG; BSG 152.04) anwendbar. Dies im Unter-
schied zu Verwaltungsjustizverfahren, die vom Anwendungsbereich des 
KDSG ausgenommen sind (Art. 23 Abs. 3 VRPG und Art. 4 Abs. 2 Bst. c 
KDSG; vgl. BVR 2018 S. 497 E. 2.2, 2008 S. 49 E. 4.3). Der Geltungsbe-
reich des KDSG wurde mit der Teilrevision 2008 auf Verwaltungsverfahren 
ausgeweitet. Damit ging eine indirekte Anpassung von Art. 23 VRPG einher 
(BAG 08-102; i.K. seit 1.12.2008). Zuvor fand das KDSG in Verwaltungsver-
fahren keine Anwendung (zur altrechtlichen Regelung: GS 1986 S. 108 ff., 
109; BVR 1992 S. 80 E. 3b; Vortrag der damaligen Justizdirektion zum 
KDSG, in Tagblatt des Grossen Rates 1985, Beilage 53 S. 1 ff., 3). Mit der 
Teilrevision 2008 wollte der Gesetzgeber den Anwendungsbereich des 
KDSG an jenen des bundesrechtlichen Datenschutzes anpassen, um Ab-
grenzungsschwierigkeiten zu vermeiden, wenn kantonale Behörden (auch) 
Bundesrecht vollziehen (vgl. zur bundesrechtlichen Regelung Art. 2 Abs. 2 
Bst. c und Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den 
Datenschutz [DSG; SR 235.1]; Maurer-Lambrou/Kunz, in Basler Kommen-
tar, 3. Aufl. 2014, Art. 2 DSG N. 38). Damit haben die Verwaltungsbehörden 
bei der Aktenführung nicht nur die allgemeinen verfahrensrechtlichen Grund-
lagen, sondern ebenso die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu beach-
ten. 

4.6 Nach Art. 21 Abs. 4 KDSG erhält die betroffene Person auf Verlan-
gen Einsicht in ihre Daten, wenn nicht wichtige und überwiegende öffentliche 
Interessen oder besonders schützenswerte Interessen Dritter entgegenste-
hen. Dieser Anspruch findet seine Grundlage in der Verfassung (Art. 13 
Abs. 2 BV und Art. 18 Abs. 1 KV; vgl. etwa BVR 2018 S. 497 E. 3.1, 2016 
S. 542 E. 5.2; VGE 2017/1 vom 23.1.2018 E. 3.1). Während die Parteien 
nach Art. 23 Abs. 1 VRPG grundsätzlich die gesamten Verfahrensakten ein-
sehen dürfen, kann gestützt auf Art. 21 Abs. 4 KDSG nur Einsicht in eigene 
(Personen-)Daten verlangt werden. Als höchstpersönliches Recht ist das da-

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tenschutzrechtliche Einsichtsrecht insofern enger gefasst als das verfah-
rensrechtliche Akteneinsichtsrecht (BVR 2018 S. 497 E. 3.1, 2008 S. 49 
E. 4.3; Ivo Schwegler, Informations- und Datenschutzrecht, in Müller/Feller 
[Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 2021, S. 353 ff., 394 N. 103). 
Die Akten eines Verwaltungsverfahrens enthalten auch personenbezogene 
Informationen über die Verfahrenspartei(en). Geben sie Auskunft über die 
Identität von Anzeigerinnen oder Anzeigern, handelt es sich dabei um Daten 
mit einem Bezug zur angezeigten Person; diese kann in einem Verwaltungs-
verfahren folglich auch gestützt auf das KDSG Einsicht in die Akten verlan-
gen, wenn sie darin vermerkte Namen von Anzeigerinnen oder Anzeigern 
einsehen will (BVR 2018 S. 497 E. 3.3; Gramigna/Maurer-Lambrou, in Bas-
ler Kommentar, 3. Aufl., Art. 9 DSG N. 21). Nach Art. 7 KDSG müssen Per-
sonendaten richtig und, soweit es der Zweck des Bearbeitens verlangt, auch 
vollständig sein (Grundsätze der Datenrichtigkeit und Datenvollständigkeit). 
Jede Person hat Anspruch darauf, dass unrichtige oder nicht notwendige 
Personendaten über sie berichtigt oder vernichtet werden (Art. 23 Abs. 1 
KDSG). Es besteht damit auch ein datenschutzrechtlicher Anspruch auf Er-
gänzung unvollständiger (Verfahrens-)Akten (BVR 1992 S. 80 E. 5b; für eine 
ähnliche Regelung im Kanton Basel-Stadt vgl. Beat Rudin, in Rudin/
Baeriswyl [Hrsg.], Praxiskommentar zum Informations- und Datenschutz-
gesetz des Kantons Basel-Stadt, 2014 [nachfolgend: Praxiskommentar IDG 
Basel-Stadt], § 26 N. 7 ff.; zum Bundesrecht vgl. etwa Maurer-
Lambrou/Kunz, a.a.O., Art. 2 DSG N. 38). 

4.7 Wer von Dritten bei einer Behörde belastet wird, hat nach der verwal-
tungsgerichtlichen Praxis grundsätzlich Anspruch darauf, die Identität der In-
formantinnen und Informanten zu erfahren, es sei denn, es besteht ein über-
wiegendes Interesse an der Wahrung derer Anonymität (BVR 2018 S. 497 
E. 4.4 mit weiteren Hinweisen). Dieser Anspruch ist namentlich auch daten-
schutzrechtlich begründet (vgl. BVR 2003 S. 294 E. 4e/aa, 1992 S. 80 E. 5b, 
1992 S. 80 E. 5b und 5c). Damit können Parteien in einem Verwaltungsver-
fahren auch gestützt auf das KDSG einen Anspruch haben, die Namen von 
Anzeigerinnen oder Anzeigern zu erfahren bzw. Akten insoweit ergänzen zu 
lassen (vgl. auch E. 4.6 hiervor). Die datenschutzrechtlichen Ansprüche die-
nen nicht der korrekten Enscheidfindung, sondern der Wahrung der verfas-
sungsrechtlichen Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person (im Verwal-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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tungsverfahren). Für die Zulässigkeit eines datenschutzrechtlichen Aus-
kunfts- oder Aktenergänzungsgesuchs ist somit unbeachtlich, ob dieses für 
den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung ist. Kommt hinzu, dass daten-
schutzrechtliche Auskunfts- und Einsichtsrechte grundsätzlich ohne Interes-
sennachweis geltend gemacht werden können (BVR 2018 S. 497 E. 3.1; 
Michel Daum, a.a.O., Art. 23 N. 27). Das einschränkende Erfordernis von 
Art. 61 Abs. 4 VRPG der Auswirkung auf den Inhalt ist mithin insoweit nicht 
zu beachten. 

4.8 Die Vorinstanz hätte damit ihr Nichteintreten auf die Beschwerde vom 
9. August 2019 nicht mit Art. 61 Abs. 4 VRPG begründen dürfen, soweit ein 
datenschutzrechtlicher Anspruch auf Aktenergänzung zur Diskussion steht. 
An der Klärung dieser Frage hat der Beschwerdeführer unabhängig vom 
Ausgang in der Sache ein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse.

5.

Zu prüfen bleibt, ob sich das Nichteintreten auf die (zweite) Beschwerde vom 
9. August 2019 aus anderen Überlegungen als rechtmässig erweist.

5.1 Die BVE hat erwogen, der Beschwerdeführer könne die verlangte Na-
mensbekanntgabe ausserhalb des baupolizeilichen Verfahrens im Rahmen 
eines «gesonderten Verfahrens nach Datenschutz- und Informationsgesetz-
gebung» geltend machen. Der Rechtsmittelweg würde dabei aber nicht zur 
Direktion führen, sondern zur Regierungsstatthalterin oder zum Regierungs-
statthalter (Entscheid 2 E. 1b S. 5; vgl. auch Vernehmlassung). – Es trifft zu, 
dass verschiedene rechtliche Grundlagen eine Einsichtnahme in behördliche 
Dokumente ermöglichen und gestützt darauf grundsätzlich auch die Be-
kanntgabe von aktenkundigen Namen verlangt werden kann. Neben dem 
Anspruch auf Akteneinsicht nach Art. 23 Abs. 1 VRPG regeln das Kantonale 
Datenschutzgesetz und das Gesetz vom 2. November 1993 über die Infor-
mation der Bevölkerung (Informationsgesetz, IG; BSG 107.1) solche Ein-
sichtsrechte (vgl. etwa BVR 2018 S. 497 E. 3). Es handelt sich je um selb-
ständige Ansprüche, die hinsichtlich Umfang und Voraussetzungen nicht de-
ckungsgleich sind (vgl. in Bezug auf das verfahrens- und datenschutzrecht-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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liche Einsichtsrecht BVR 2008 S. 49 E. 4.3; Gramigna/Maurer-Lambrou, 
a.a.O., Art. 8 DSG N. 31). Sie schliessen sich gegenseitig auch nicht zwin-
gend aus (vgl. Martin Buchli, Bemerkungen zu VGE 100.2016.315, in 
BVR 2018 S. 510 ff., 515). Der Beschwerdeführer hätte demnach die Be-
kanntgabe der Namen der Anzeigerinnen oder Anzeiger auch ausserhalb 
des baupolizeilichen Verfahrens mit einem eigenständigen datenschutz-
rechtlichen Gesuch geltend machen können (vgl. auch vorne E. 4.6 f.).

5.2 Die Anwendung des IG fällt hingegen von vornherein ausser Be-
tracht: Für nicht rechtskräftig abgeschlossene Verwaltungs- und Justizver-
fahren enthält das IG kein Einsichtsrecht; es gelten die entsprechenden Ver-
fahrensbestimmungen (Art. 27 Abs. 3 IG; vgl. Vortrag des Regierungsrats 
zum IG, in Tagblatt des Grossen Rates 1992, Beilage 75 S. 8). Das Ein-
sichtsrecht nach Art. 27 IG gewährleistet überdies lediglich den Zugang zu 
bereits vorhandenen «amtlichen Akten». Die Informationsgesetzgebung ent-
hält keine Definition dieses Begriffs, weshalb nach der Rechtsprechung hilfs-
weise Art. 5 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 2004 über das Öffent-
lichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) her-
angezogen wird (BVR 2013 S. 397 E. 4.4, 2010 S. 241 E. 4.1.1; Ivo Schweg-
ler, a.a.O., S. 363 N. 23). Wesentlich ist, dass eine Information die Erfüllung 
öffentlicher Aufgaben betrifft und jederzeit verfügbar bzw. reproduzierbar ist; 
eine Information muss auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeich-
net sein, d.h. sie muss vorhanden sein (vgl. BVR 2010 S. 241 E. 4.1.1; 
VGE 23415 vom 29.6.2010 E. 5.1; Ivo Schwegler, a.a.O., S. 363 N. 23). 
Nicht zu den amtlichen Akten zählen somit Informationen, die (noch) keinen 
Eingang in die behördliche Dokumentation gefunden haben, z.B. Informatio-
nen, die bloss im Kopf einer Abteilungsleiterin sind, d.h. ihre nicht aufge-
zeichneten Gedanken (Beat Rudin, in Baeriswyl/Rudin [Hrsg.], Praxiskom-
mentar zum Informations- und Datenschutzgesetz des Kantons Zürich, 
2014, § 3 N. 8; ders., in Praxiskommentar IDG Basel-Stadt, § 3 N. 14). Das 
auf das Öffentlichkeitsprinzip gestützte Einsichtsrecht in amtliche Akten ver-
pflichtet die Behörden demnach nicht, Informationen zu schaffen oder zu er-
heben (vgl. etwa Botschaft des Bundesrats zum BGÖ, in BBl 2003 
S. 1963 ff., 1992; Robert Bühler, in Basler Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 5 
BGÖ N. 10; Kurt Nuspliger, in Handkommentar zum BGÖ, 2008, Art. 5 
N. 15). Nach dem Gesagten kann gestützt auf das IG keine Aktenergänzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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verlangt werden. Somit kann der Beschwerdeführer nicht auf ein gesonder-
tes Verfahren nach der Informationsgesetzgebung verwiesen werden.

5.3 Nach Art. 28 KDSG sind Verfügungen der verantwortlichen Behörde, 
insbesondere Bescheide über Einsichts- oder Berichtigungsgesuche nach 
Art. 21 und Art. 23 KDSG anfechtbar. Für den Rechtsschutz gelten nach 
Art. 26 KDSG die für das betreffende Rechtsgebiet anwendbaren Verfah-
rensordnungen, womit nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens der 
Rechtsmittelzug in der Sache gilt (vgl. Ruth Herzog, a.a.O., Art. 75 N. 2 mit 
Hinweisen; ferner für die Verwaltungsrechtspflege Art. 16 Abs. 1 der Daten-
schutzverordnung vom 22. Oktober 2008 [DSV; BSG 152.040.1]). Nach 
Art. 63 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die Regierungsstatthalterin oder der Re-
gierungsstatthalter Beschwerden gegen kommunale Verfügungen, ausser 
das Gesetz sehe eine Beschwerde an eine andere Instanz vor. Eine andere 
Kompetenzzuweisung sieht Art. 49 Abs. 1 BauG für baupolizeiliche Verfü-
gungen vor. Zuständige Rechtsmittelinstanz ist hier die BVD. 

5.4 Die Vorinstanz geht demnach zu Unrecht davon aus, dass nach 
Art. 26 KDSG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 Bst. a VRPG bei einer Beschwerde gegen 
eine ablehnende Verfügung der Gemeinde in jedem Fall die Regierungsstatt-
halterin oder der Regierungsstatthalter zuständige erste Rechtsmittelinstanz 
ist (Entscheid 2 E. 1b S. 5; Vernehmlassung): Zwar trifft zu, dass im Mo-
dellinstanzenzug die Regierungsstatthalterinnen und -statthalter kommunale 
Verfügungen überprüfen (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 60 N. 9, Art. 62 N. 14). 
Allerdings übersieht die Vorinstanz mit ihrer Argumentation, dass von typi-
schen Rechtsmittelzügen abweichende spezialgesetzliche Zuständigkeiten 
vorgehen (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 60 N. 10). Das Datenschutzrecht be-
schlägt das Handeln aller Behörden gleichermassen, unabhängig von der 
konkreten Tätigkeit. Datenschutz ist in rechtlicher Hinsicht eine Querschnitts-
materie (Ivo Schwegler, a.a.O., S. 371 f. N. 45). Entsprechend folgt der 
Rechtsschutz in datenschutzrechtlichen Angelegenheiten der Sache 
(VGE 2012/291 vom 3.6.2013 E. 1.2). Ist ein (eigenständiges) datenschutz-
rechtliches Einsichts- oder Berichtigungsgesuch in einem baupolizeilichen 
Verfahren gestellt, ist nach dem Gesagten die BVD die zuständige erste 
Rechtsmittelinstanz (vgl. E. 5.3 hiervor). Sie ist denn auch mit Baupolizei-
sachen vertraut. Wie gesehen, stehen für die Einsichtnahme in behördliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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Dokumente oftmals mehrere Anspruchsgrundlagen zur Verfügung (vorne 
E. 5.1). Aus Gründen der Koordination und Praktikabilität ist es angezeigt, 
den Rechtsmittelweg einheitlich zu gestalten. Aus diesen Überlegungen 
wurde Art. 31 der Verordnung vom 26. Oktober 1994 über die Information 
der Bevölkerung (Informationsverordnung, IV; BSG 107.111) an Art. 16 DSV 
angeglichen. Der Rechtsmittelweg soll sich nicht unterscheiden, wenn sich 
eine Verfügung auf das KDSG oder das IG stützt, da oftmals beide Erlasse 
anwendbar sind (vgl. Vortrag der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion 
des Kantons Bern [JGK; heute: Direktion für Inneres und Justiz] zur DSV 
S. 6; vgl. für die ursprüngliche Fassung von Art. 31 Abs. 3 IV [i.K. bis 
31.12.2008] BAG 94-126). Nichts anderes kann gelten, wenn es um die Ein-
sicht in oder die Ergänzung von Akten eines (hängigen) Verwaltungsverfah-
rens geht. Für den Rechtsmittelzug kann nicht massgebend sein, ob ein sol-
ches Gesuch selbständig oder im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
gestellt wird. Die BVD wäre somit auch dann die zuständige Rechtsmittel-
instanz, wenn der Beschwerdeführer sein Gesuch ausserhalb des Baupoli-
zeiverfahrens, gestützt auf Datenschutzrecht, gestellt hätte. Vor diesem Hin-
tergrund widerspricht es prozessökonomischen Überlegungen, den Be-
schwerdeführer auf ein selbständiges datenschutzrechtliches Verfahren zu 
verweisen. Die Auffassung der Gemeinde ist klar; sie will die Anonymität der 
Anzeigerinnen oder Anzeiger wahren (vgl. vorne E. 2.1). 

5.5 Damit erweist sich das Nichteintreten auf die (zweite) Beschwerde 
vom 9. August 2019 als rechtsfehlerhaft. Die BVE hätte materiell prüfen müs-
sen, ob dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 23 Abs. 1 i.V.m. Art. 7 
KDSG die Namen der anzeigenden Person(en) bekanntzugeben bzw. die 
Akten entsprechend zu ergänzen sind (vorne E. 4.6-4.8). Es ist nicht Sache 
des Verwaltungsgerichts, diese Beurteilung als erste Rechtsmittelinstanz 
vorzunehmen (vgl. auch vorne E. 1.2). Die Sache ist daher an die BVD zu-
rückzuweisen. Diese wird die Verfügung der Gemeinde vom 15. April 2019 
somit überprüfen müssen. Dabei wird sie die Interessen des Beschwerde-
führers an der Bekanntgabe der Namen den Interessen an der Wahrung der 
Anonymität der Anzeigerinnen und Anzeiger gegenüberstellen müssen 
(grundlegend BVR 2018 S. 497 E. 4.4; vgl. überdies Michel Daum, a.a.O., 
Art. 23 N. 10). 

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5.6 Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, im verwaltungsge-
richtlichen Verfahren ein «Parteiverhör» mit dem Gemeindeschreiber zu füh-
ren. Der entsprechende Beweisantrag wird daher abgewiesen (Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde 1 S. 2 [Prozessualer Antrag] und S. 13 Rz. 57; Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde 2 S. 2 und S. 11 Rz. 47).

6.

Umstritten ist schliesslich, ob die BVE dem Beschwerdeführer mit ihrem Zwi-
schenentscheid im ersten Beschwerdeverfahren (100.2019.424) Verfah-
renskosten auferlegen durfte.

6.1 Die BVE hat den Beschwerdeführer als unterliegend betrachtet und 
ihm daher Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- auferlegt (vgl. Ent-
scheid 1 E. 3a S. 8 und Dispositiv-Ziff. 2). Der Beschwerdeführer rügt, Ak-
teneinsichtsgesuche seien kostenlos. Die Kostenlosigkeit gelte auch für ein 
Rechtsmittelverfahren betreffend die Akteneinsicht. Die vorinstanzlichen 
Verfahren hätten daher beide kostenlos sein müssen. Er beruft sich auf 
Art. 31 KDSG, Art. 13 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfah-
renskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft (Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12; im Um-
kehrschluss) sowie auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde 1 Rz. 58 ff.; vgl. auch Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
2 Rz. 48 ff.).

6.2 Es trifft zu, dass Akteneinsicht in einem hängigen Verfahren grund-
sätzlich kostenlos zu gewähren ist (Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfah-
ren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 502; Alain 
Griffel, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege-
gesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 8 N. 20). Auch für Einsichtnah-
men und Auskünfte nach den Art. 20 und 21 KDSG werden keine Gebühren 
erhoben (Art. 31 KDSG). Allerdings schliesst dies entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers nicht aus, dass in einem Rechtsmittelverfahren betref-
fend eine verweigerte Akteneinsicht einer unterliegenden Partei Verfahrens-
kosten gestützt auf das VRPG auferlegt werden (vgl. zum Akteneinsichts-

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recht nach Art. 23 VRPG etwa VGE 20922 vom 15.5.2000 E. 3 [Submission]; 
zu Art. 31 KDSG: Vortrag des Regierungsrats zur Änderung des KDSG, in 
Tagblatt des Grossen Rates 2008, Beilage 6 S. 2 ff. [Vortrag Änderung 
KDSG], S. 13; BVR 2016 S. 542 [VGE 2015/204 vom 18.4.2016, bestätigt 
durch BGer 1C_200/2016 vom 12.8.2016] nicht publ. E. 7.1; VGE 2013/147 
vom 6.11.2013 E. 3.4). Der vom Beschwerdeführer angeführte Art. 13 VKD 
ist für Verfahren vor der BVD nicht anwendbar (vgl. Art. 1 VKD). Im Übrigen 
lässt sich auch dieser Bestimmung nichts anderes entnehmen. Sie regelt nur 
die Frage, in welchen Fällen für Akteneinsicht Gebühren erhoben werden 
dürfen, sieht aber nicht vor, dass Rechtsmittelverfahren betreffend die Ak-
teneinsicht kostenlos sein müssten. – Die BVE ist im Verfahren 120/2019/39 
zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten (vorne E. 3.3). Es ist damit 
nicht zu beanstanden, dass sie dem unterliegenden Beschwerdeführer Ver-
fahrenskosten auferlegte (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der Kostenschluss 
verstösst auch nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Anders 
als der Beschwerdeführer zu meinen scheint, knüpfen die vorinstanzlichen 
Verfahrenskosten nicht daran an, dass «er in gutem Glauben» bei der Ge-
meinde ein Akteneinsichtsgesuch gestellt hat, sondern dass er gegen die 
verweigerte Akteneinsicht bzw. -ergänzung erfolglos Beschwerde erhoben 
hat (Nichteintreten). Er musste damit rechnen, im Unterliegensfall kosten-
pflichtig zu werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
425U, Seite 22

7.

7.1 Die Beschwerde im Verfahren 100.2019.424 erweist sich nach dem 
Erwogenen in allen Punkten als unbegründet. Sie ist abzuweisen, soweit auf 
sie einzutreten ist (vorne E. 1.2).

7.2 Hingegen ist die Beschwerde im Verfahren 100.2019.425 gutzuheis-
sen, soweit auf sie einzutreten ist (vorne E. 1.2 und 1.3). Die Vorinstanz hätte 
das Begehren des Beschwerdeführers auf Bekanntgabe der Namen der An-
zeigerinnen oder Anzeiger materiell beurteilen müssen. Der Entscheid der 
BVE vom 27. November 2019 (RA Nr. 120/2019/53) ist daher aufzuheben, 
soweit er auf Nichteintreten lautet. Die Sache ist zur Fortsetzung des Verfah-
rens im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. vorne 
E. 5.5).

8.

8.1 Die Kosten sind nach dem Unterliegerprinzip zu verlegen (Art. 108 
VRPG). Bei vereinigten Verfahren sind die Kosten so zu verlegen, wie wenn 
die verschiedenen Eingaben getrennt behandelt worden wären (Michel 
Daum, a.a.O., Art. 17 N. 10; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 106 N. 5). Verringert 
sich durch die gemeinsame Behandlung der Bearbeitungsaufwand, so ist 
diesem Umstand bei der Festsetzung der Verfahrenskosten Rechnung zu 
tragen (Art. 103 Abs. 2 VRPG; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 103 N. 6). 

8.2 Im Verfahren 100.2019.424 hat der unterliegende Beschwerdeführer 
die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Hier haben sich im 
Unterschied zum Verfahren 100.2019.425 keine komplexen rechtlichen Fra-
gen gestellt. Mit Blick auf den geringeren Aufwand rechtfertigt es sich, eine 
tiefere Pauschalgebühr festzulegen. Ersatzfähige Parteikosten sind keine 
entstanden (Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 VRPG). 

8.3 Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist im Kostenpunkt von ei-
nem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, sofern bei Vorliegen eines re-
formatorischen (Haupt-)Antrags ein Rückweisungsentscheid ergeht und die 
infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – wie hier – noch zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
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einer vollständigen Gutheissung des Begehrens führen kann (BVR 2020 
S. 455 E. 5.1, 2016 S. 222 E. 4.1; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 6). Der 
Beschwerdeführer ist daher im Verfahren 100.2019.425 als vollständig ob-
siegend zu betrachten; das teilweise Nichteintreten (vorne E. 1.2 und E. 1.3) 
fällt nicht ins Gewicht und rechtfertigt keine Kostenausscheidung. Die Ge-
meinde, die im Baupolizeiverfahren notwendige Partei ist, unterliegt. Da sie 
nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen ist, sind keine Verfahrenskos-
ten zu erheben (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Hingegen hat sie dem Beschwerde-
führer die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

8.4 Die Vorinstanz hat im Verfahren 120/2019/53 darauf verzichtet, Ver-
fahrenskosten zu erheben bzw. dem mehrheitlich unterliegenden Beschwer-
deführer einen Teil davon aufzuerlegen (vgl. Entscheid 2 E. 4b S. 7 f. und 
Dispositiv-Ziff. 2). Sie hat sodann die Gemeinde verpflichtet, dem Beschwer-
deführer im Umfang dessen Obsiegens die Parteikosten zu ersetzen (vgl. 
Entscheid 2 E. 4c S. 8 f. und Dispositiv-Ziff. 3). Diese Anordnungen bleiben 
bestehen. Die BVD wird daher nur die nicht gesprochenen Parteikosten ge-
mäss dem Ausgang der Neuprüfung neu zu verlegen haben; dazu hat sich 
das Verwaltungsgericht im Rückweisungsentscheid nicht zu äussern (vgl. 
Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7). 

9.

Gegen das vorliegende Urteil steht grundsätzlich die Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen (Art. 82 ff. 
BGG). Soweit die Sache an die BVD zur Fortsetzung des Verfahrens zurück-
gewiesen wird, handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinn von 
Art. 93 BGG (vgl. etwa BGE 138 I 143 E. 1.2), weshalb die Beschwerde in-
soweit nur zulässig ist, wenn eine der zusätzlichen Voraussetzungen von 
Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
425U, Seite 24

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde im Verfahren 100.2019.424 wird abgewiesen, soweit da-
rauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerde im Verfahren 100.2019.425 wird gutgeheissen, soweit 
auf sie eingetreten wird. Der Entscheid der BVE vom 27. November 2019 
(Verfahren 120/2019/53) wird aufgehoben, soweit er auf Nichteintreten 
lautet. Die Sache wird zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinn der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3. a) Die Kosten des Verfahrens 100.2019.424, bestimmt auf eine redu-
zierte Pauschalgebühr von Fr. 1'000.--, werden dem Beschwerdefüh-
rer auferlegt. 

b) Im Verfahren 100.2019.424 werden keine Parteikosten gesprochen.

4. a) Im Verfahren 100.2019.425 werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

b) Die Einwohnergemeinde B.________ hat dem Beschwerdeführer 
die Parteikosten für das Verfahren 100.2019.425, bestimmt auf 
Fr. 4'448.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.06.2021, Nrn. 100.2019.424/
425U, Seite 25

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.