# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a5fb22e-b8f0-53bc-b564-6c7a27f0b924
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2010 B 2010/57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-57_2010-05-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/57

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.05.2010

Entscheiddatum: 11.05.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 11. Mai 2010
öffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 1 und 3 und Art. 34 VöB (sGS 
841.11). Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung; 
Heilung einer mangelhaften Begründung im Beschwerdeverfahren, 
Rechtmässigkeit der Bewertung der Angebote (Verwaltungsgericht, B 
2010/57).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

 

In Sachen

Manser Arnegg,Zweigniederlassung der Kibag Strassen- und Tiefbau, 

Bischofszellerstrasse 311, 9212 Arnegg,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Werner Rechsteiner, Unterer Graben 1, 9001 St. 

Gallen,

gegen

 

Politische Gemeinde Wartau,vertreten durch den Gemeinderat, 9478 Azmoos,

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Vorinstanz,

und

 

ARGE L. Gantenbein & Co. AG/Werner Marty AG,Seidenbaum 7, 9477 Trübbach,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

 

öffentliches Beschaffungswesen; Sanierung Trüebbach,

Erstellung eines Geschieberückhaltebeckens, Bauarbeiten inkl. Strassenzufahrt

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Der Gemeinderat Wartau schrieb im Amtsblatt Nr. 52 vom 21. Dezember 2009 

namens der Verwaltungskommission des Trüebbach-Perimeterunternehmens die 

Baumeisterarbeiten für die Erstellung einer Geschiebestausperre einschliesslich 

Zufahrtsstrasse im offenen Verfahren aus. Insgesamt reichten vier Unternehmungen 

bzw. Arbeitsgemeinschaften ein Angebot ein. Die bereinigten Offertpreise lagen 

zwischen Fr. 394'782.55 und Fr. 441'811.--. In den Ausschreibungsunterlagen wurden 

als Zuschlagskriterien der Preis mit einer Gewichtung von 70 %, die Erfahrung 

(Referenzen) mit einer Gewichtung von 15 %, die Qualität mit einer Gewichtung von 

10 % sowie die Ausbildung (Sicherung des Ausbildungsstandes) mit einer Gewichtung 

von 5 % angegeben.

Mit Verfügung vom 10. Februar 2010 vergab der Gemeinderat Wartau den Zuschlag 

zum Preis von Fr. 440'387.30 der ARGE L. Gantenbein & Co. AG/Werner Marty AG, 

Trübbach. Zur Begründung wurde angeführt, das Angebot erreiche die höchste 

Punktzahl und erweise sich insgesamt als das wirtschaftlich günstigste. Die einzelnen 

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Resultate seien der Beurteilungsmatrix zu entnehmen. Nach dieser erzielte das 

Angebot der Manser Arnegg 258 Punkte, während die Offerte der ARGE L. Gantenbein 

& Co. AG/Werner Marty AG mit 265 Punkten bewertet wurde.

B./ Die Manser Arnegg erhob mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 22. Februar 2010 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Zuschlagsverfügung vom 

10. Februar 2010 sei aufzuheben, der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin zu erteilen, 

eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Entscheidung im Sinne der 

Erwägungen zurückzuweisen, ausserdem sei der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen, subeventualiter sei bei Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung 

und Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit der Zuschlagsverfügung festzustellen und die 

Politische Gemeinde Wartau zu verpflichten, der Beschwerdeführerin Schadenersatz 

von Fr. 3'353.50 zu leisten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung 

macht die Beschwerdeführerin im wesentlichen geltend, die Zuschlagsverfügung sei 

ungenügend begründet. Ausserdem sei der Zuschlag rechtswidrig. Die Vorinstanz habe 

bei der Gewichtung des Preises ein Zuschlagskriterium fehlerhaft angewendet und den 

Sachverhalt unrichtig festgestellt. Sodann hätte sie beim Zuschlagskriterium 

"Erfahrung" die von der Beschwerdeführerin angegebenen Referenzen vollumfänglich 

berücksichtigen müssen. Auch sei die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Qualität" 

nicht nachvollziehbar. Dasselbe gelte hinsichtlich des Zuschlagskriteriums 

"Ausbildung".

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2010, die 

Beschwerde sei kostenfällig abzuweisen. Zum Begehren um aufschiebende Wirkung 

erhob sie keine Einwendungen. Sie hielt fest, der Auftrag sei vorbehältlich des 

Vertragsabschlusses vergeben worden.

Mit Verfügung vom 1. März 2010 erteilte der Präsident des Verwaltungsgerichts der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit, zur Vernehmlassung der Vorinstanz 

Stellung und in die Akten, mit Ausnahme der Offerte der Beschwerdegegnerin, Einsicht 

zu nehmen. Die Beschwerdeführerin äusserte sich mit Eingabe ihres Rechtsvertreters 

vom 22. März 2010.

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Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit wesentlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Beschwerdegegnerin hat sich am Verfahren nicht beteiligt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 2 Abs. 1 lit. b 

und Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen, sGS 841.1). Die Beschwerdeführerin ist als nicht berücksichtigte 

Anbieterin zur Anfechtung des Zuschlags legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt 

VRP). Die Beschwerdeschrift vom 22. Februar 2010 wurde rechtzeitig eingereicht und 

entspricht formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 15 Abs. 3 der 

Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, 

abgekürzt IVöB). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Nach Art. 41 Abs. 1 der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen 

(sGS 841.11, abgekürzt VöB) sind Verfügungen des Auftraggebers kurz zu begründen. 

Nach Art. 41 Abs. 3 VöB wird in der Zuschlagsverfügung kurz begründet, weshalb das 

berücksichtigte Angebot mit Bezug auf die Zuschlagskriterien das wirtschaftlich 

günstigste ist. Die Begründung enthält insbesondere den Preis des berücksichtigten 

Angebots oder die tiefsten und höchsten Preise der in das Vergabeverfahren 

einbezogenen Angebote.

2.1. Das Verwaltungsgericht hat die Anforderungen an die Begründung einer 

Zuschlagsverfügung in zahlreichen Urteilen umschrieben und seine Praxis wiederholt 

publiziert (vgl. statt vieler GVP 2000 Nr. 24 und 2006 Nr. 59; VerwGE B 2006/25 vom 

12. April 2006 i.S. S. AG und B 2008/213 vom 21. April 2009 i.S. H. AG, publ. in: 

www.gerichte.sg.ch). Eine Begründung ist ungenügend, wenn sie lediglich die Aussage 

umfasst, ein bestimmtes Angebot sei das wirtschaftlich günstigste. Die Auftraggeberin 

muss in der Begründung einer Verfügung - zwar kurz, aber immerhin - darlegen, 

weshalb sie das Angebot einer bestimmten Unternehmung als das wirtschaftlich 

günstigste qualifiziert. Die Anbieter müssen aufgrund der Verfügung bzw. deren 

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Begründung darüber in Kenntnis gesetzt werden, aus welchen Motiven die 

Vergabebehörde ein Angebot als das wirtschaftlich günstigste qualifiziert.

2.2. In der angefochtenen Zuschlagsverfügung wird festgehalten, dass die Angebote 

entsprechend den in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen 

Zuschlagskriterien geprüft worden seien und das Angebot der Beschwerdegegnerin 

hinsichtlich der verlangten Kriterien am besten bewertet worden sei, weshalb es das 

wirtschaftlich günstigste sei und den Zuschlag erhalte. Zudem wurde den 

Anbieterinnen die Bewertungsmatrix zugestellt. Insoweit enthält die Verfügung zwar in 

formaler Hinsicht eine Begründung. Diese erschöpft sich aber in der Mitteilung des 

Bewertungsergebnisses. Es fehlen zumindest stichwortartige Angaben, auf welche 

Tatsachen sich die Bewertung stützte bzw. weshalb das Angebot der 

Beschwerdegegnerin in den einzelnen Kriterien anders bzw. besser bewertet wurde als 

die übrigen Angebote. Somit konnte die Beschwerdeführerin erst im 

Beschwerdeverfahren von den Einzelheiten der Bewertung und den Gründen des 

Zuschlags Kenntnis erlangen. Die Zuschlagsverfügung ist somit mangels genügender 

Begründung formell fehlerhaft.

2.3. Im Rahmen des zweifachen Schriftenwechsels vor Verwaltungsgericht kann der 

Mangel der fehlenden Begründung indes geheilt worden. Von einer Aufhebung einer 

Zuschlagsverfügung und einer Rückweisung an die Vorinstanz wird deshalb in der 

Regel abgesehen. Auch wurde der Beschwerdeführerin im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens die verlangte Akteneinsicht gewährt, wobei praxisgemäss in 

das Leistungsverzeichnis der konkurrierenden Unternehmen keine Einsicht gewährt 

wird.

3. Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen, 

einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. 

Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB). 

Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen 

Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Im Beschwerdeverfahren gegen 

Verfügungen im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens kann somit nur geprüft 

werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat und damit 

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rechtswidrig handelte. Zur Ermessenskontrolle ist das Verwaltungsgericht hingegen 

nicht befugt (vgl. statt vieler GVP 1999 Nr. 37 und 2006 Nr. 60).

3.1. Art. 34 Abs. 1 VöB bestimmt, dass das wirtschaftlich günstigste Angebot den 

Zuschlag erhält. Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist nicht identisch mit dem 

preisgünstigsten bzw. preislich tiefsten Angebot. Bei der Wirtschaftlichkeit können 

neben dem Preis weitere Kriterien berücksichtigt werden (GVP 1999 Nr. 37 mit 

Hinweis). Art. 34 Abs. 2 VöB beinhaltet eine (unvollständige) Aufzählung von Kriterien, 

darunter Preis, Qualität, Erfahrung sowie Sicherung des Ausbildungsstandes einer 

Berufsgattung. Gemäss Art. 34 Abs. 3 VöB sind die Kriterien und allfällige Unterkriterien 

im Rahmen der Ausschreibung in der Reihenfolge ihrer Bedeutung oder mit ihrer 

Gewichtung bekannt zu geben.

Dem Auftraggeber wird mit Art. 34 Abs. 2 VöB ein weiter Ermessensspielraum 

eingeräumt. Die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien ist einer Rechtskontrolle 

nur beschränkt zugänglich. Wie beispielsweise die Erfahrung einer Unternehmung 

gewichtet und in Relation zu einer bestimmten Preisdifferenz gesetzt wird, ist 

weitgehend eine Ermessensfrage, in die das Verwaltungsgericht nicht eingreift (vgl. 

statt vieler GVP 2006 Nr. 58).

3.2. In den Ausschreibungsunterlagen wurden als Zuschlagskriterien folgende 

Merkmale genannt: "Preis" mit einer Gewichtung von 70 %, "Erfahrung (Referenzen)" 

mit einer Gewichtung von 15 % und "Qualität" mit einer Gewichtung von 10 % sowie 

"Ausbildung" (Sicherung des Ausbildungsstandes) mit einer Gewichtung von 5 %. 

Diese Zuschlagskriterien wurden den Anbieterinnen mit den Ausschreibungsunterlagen 

zugestellt. Im Leistungsverzeichnis (S. 3, Ziff. 224.100.01) ist vermerkt, dass die 

Zuschlagskriterien dem Beilageblatt entnommen werden können. Die Anbieterinnen 

bestätigten, von sämtlichen Unterlagen Kenntnis zu haben. Im Beilageblatt wurde 

insbesondere auch die Gewichtung des Preises mit der entsprechenden Formel 

vermerkt. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die angewendete Formel führe zu einer 

unverhältnismässig geringen Gewichtung des Preises als wichtigstem 

Zuschlagskriterium, kann auf diese Rüge nicht mehr eingegangen werden. Die 

Beschwerdeführerin hat die Ausschreibungsunterlagen vorbehaltlos akzeptiert. Damit 

kann sie in der Beschwerde gegen den Zuschlag die Gewichtung des Preises nicht 

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mehr anfechten (vgl. GVP 2007 Nr. 43 E. 3.2. f. betr. verspätete Anfechtung einer 

Vorbefassung).

3.3. Das Formular "Eignungsprüfung" enthält auf S. 2 eine Rubrik "Technische 

Leistungsfähigkeit". Dort wurden Referenzobjekte mit Beschreibung der Anforderungen 

bezüglich Art, Umfang, Ausführungsjahr usw. sowie Angaben einer Kontaktperson 

verlangt. Ebenso wurden Referenzobjekte des Kaderpersonals (Bauführer, Polier) 

verlangt. Bei diesen Rubriken verwies die Beschwerdeführerin auf ihren technischen 

Bericht. In diesem wurden der Bauführer, der Polier sowie zwei Baumaschinenführer 

namentlich angegeben. Für den Bauführer wurden insgesamt sieben Referenzobjekte 

erwähnt. Weiter wurden unter Ziff. 7 acht Referenzobjekte der Unternehmung 

angegeben.

Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, die Beschwerdeführerin habe keine 

Referenzobjekte für den Polier angegeben, sondern lediglich solche der Unternehmung 

und des Bauführers. Für die nicht beurteilbaren Referenzen des Poliers seien daher 

0 Punkte und für die Referenzen der Unternehmung und des Bauführers je 1 Punkt 

vergeben worden. Demgegenüber habe die Beschwerdegegnerin eine Referenzliste 

eingereicht, auf der die beteiligten Kaderpersonen (Bauführer und Polier) bezeichnet 

seien, welche beim konkreten Bauvorhaben eingesetzt würden. Die Referenzen seien 

vollständig und mit dem vorliegenden Bauvorhaben bezüglich Art und Umfang 

vergleichbar. Die eingereichten Unterlagen hätten ermöglicht, die Erfahrung aller 

Beteiligten zu beurteilen und zu bewerten. Die Referenzen würden den gestellten 

Anforderungen genügen, was zur Maximalpunktzahl 3 geführt habe.

In der Referenzliste der Beschwerdegegnerin wurden Vermerke angebracht, aus denen 

hervorging, welche Referenzobjekte den einzeln genannten Kaderpersonen zuzuordnen 

sind. Dabei wurden insbesondere auch Referenzen für den Polier angegeben. Der 

Umstand, dass die Beschwerdeführerin lediglich Referenzobjekte des Bauführers 

vermerkt hat, nicht aber solche des Poliers, kann gegenüber den Referenzangaben der 

Beschwerdegegnerin eine geringere Bewertung rechtfertigen. Bei dieser Sachlage kann 

es jedenfalls nicht als sachwidrig beurteilt werden, dass die Vorinstanz die Referenzen 

der Beschwerdegegnerin höher bewertet hat als jene der Beschwerdeführerin. Dass im 

Beschwerdeverfahren weitere Referenzen nachgereicht wurden, stellt die Richtigkeit 

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der Bewertung der Offerte nicht in Frage. Der Beschwerdeführerin wird auch nicht 

unterstellt, sie habe ungenügende Erfahrung im Bereich der Erstellung einer 

Geschiebestausperre. Auch kann die Tatsache, dass es sich bei den nicht 

berücksichtigten Anbietern um grössere Unternehmen handelt als die 

Beschwerdegegnerin bzw. die Unternehmen, die sich zur besagten 

Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben, nicht als Indiz für eine bessere 

Erfahrung angeführt werden. In diesem Punkt erweist sich daher die Beschwerde als 

unbegründet.

3.4. Beim Zuschlagskriterium "Qualität" wurde das Angebot der Beschwerdeführerin 

mit 1,5 Punkten bewertet, während jenes der Beschwerdegegnerin 3 Punkte erzielte 

(gewichtete Punkte 15/30). Die Vorinstanz hielt fest, sie habe in den 

Submissionsunterlagen vermerkt, welche Beilagen einzureichen waren, nämlich ein 

technischer Bericht, ein Bauprogramm, ein Konzept der Baustelleneinrichtung sowie 

das Formular Eignungsprüfung. Für das Zuschlagskriterium "Qualität" seien die 

Angaben im technischen Bericht, das Bauprogramm sowie das Konzept der 

Baustelleneinrichtung bewertet worden. Die Beschwerdeführerin habe im technischen 

Bericht neben einer Geräteliste zum Installationskonzept lediglich vermerkt, dass der 

Installationsplatz mit der Bauleitung und dem Grundeigentümer zusammen festgelegt 

werde. Ein Konzept fehle, weshalb dieser Aspekt mit O Punkten bewertet worden sei. 

Zudem weise das Bauprogramm der Beschwerdeführerin Bauarbeiten im Bachlauf 

während der Hochwasserperiode auf, was nicht durchführbar sei. In diesem Punkt sei 

das Programm mangelhaft und daher mit 0,5 Punkten bewertet worden. Dagegen seien 

die Baustellenorganisation sowie die Bezugsquellen und Lieferanten mit 1 Punkt 

bewertet worden. Demgegenüber erläutere die Beschwerdegegnerin im technischen 

Bericht, wie die Baustelle bedient werde und wie der Materialumschlag erfolge. 

Zusätzlich liege dem Angebot eine Skizze mit der vorgesehenen Installation bei. 

Sodann nehme das Bauprogramm Rücksicht auf die Hochwasserperiode. Damit seien 

die einzelnen Aspekte mit je einem Punkt bzw. das Kriterium mit 30 gewichteten 

Punkten bewertet worden.

Fest steht, dass ein Konzept der Baustelleneinrichtung verlangt wurde. Dessen 

Ausgestaltung oblag im wesentlichen den Anbieterinnen. Wohl wurde im 

Leistungsverzeichnis vermerkt, dass die Baustellenerschliessung nach dem Projekt des 

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Bauherrn zu erfolgen hat. Doch erweisen sich die Unterlagen der Beschwerdegegnerin 

als ausführlicher und detaillierter als die Angaben der Beschwerdeführerin. Sie lassen 

das System der Baustellenerschliessung erkennen, während die Beschwerdeführerin 

lediglich vermerkte, die Baustellenerschliessung werde zusammen mit der Bauleitung 

und dem Grundeigentümer festgelegt, und eine Aufstellung der Maschinen und Geräte 

angab. Im weiteren geht aus den Bauprogrammen hervor, dass die 

Beschwerdeführerin im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin keine Unterbrüche 

während der Hochwasserperiode vorgesehen hat.

Aus dem Gesagten folgt, dass die Bewertung des Kriteriums "Qualität" sachgerecht ist 

und den Ermessensspielraum nicht überschreitet.

3.5. Beim Kriterium "Ausbildung" wurde das Angebot der Beschwerdeführerin mit 

0,6 Punkten und jenes der Beschwerdegegnerin mit 3 Punkten bewertet (gewichtete 

Punkte 3/15). Die Beschwerdeführerin beschäftigt gemäss eigenen Angaben 

56 Personen, wovon 2 Lehrlinge (Formular Eignungsprüfung S. 1). Demgegenüber 

beschäftigen die beiden Partner der Beschwerdegegnerin gesamthaft 83 Personen, 

wovon 10 Lehrlinge. In den Ausschreibungsunterlagen wurde ausdrücklich 

festgehalten, dass die Ausbildung bzw. die Sicherung des Ausbildungsstandes 

massgebend sei. Bei dieser Sachlage war es zulässig, lediglich auf die Ausbildung bzw. 

die Zahl der Lehrverhältnisse abzustellen. Ausbildung ist nicht identisch mit 

Weiterbildung. Wohl hätte die Vorinstanz auch Aspekte der Weiterbildung der 

Belegschaft in die Bewertung einbeziehen können. Dies war aber nicht zwingend, und 

aufgrund der Ausschreibungsunterlagen mussten die Anbieterinnen davon ausgehen, 

dass die Berufsausbildung bzw. die Lehrlingsausbildung gewichtet wird. Damit kann 

auch diese Bewertung nicht als fehlerhaft qualifiziert werden.

3.6. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Gewichtung der Angebote sachgerecht ist und sich im Rahmen des 

Ermessensspielraums der Vergabebehörde bewegt. In materieller Hinsicht erweist sich 

daher der Zuschlag als rechtmässig. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.

4. Bei Abweisung der Beschwerde sind die amtlichen Kosten grundsätzlich der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Aufgrund der mangelhaften 

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Begründung der Zuschlagsverfügung rechtfertigt es sich, die amtlichen Kosten zur 

Hälfte der Vorinstanz aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 2 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss ist mit dem Kostenanteil der Beschwerdeführerin zu 

verrechnen und der Rest von Fr. 2'500.-- der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 

Auf die Erhebung des Anteils der Vorinstanz ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Bei einer hälftigen Kostenauflage werden im Beschwerdeverfahren keine 

ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen (Art. 98bis VRP; R. Hirt, Die Regelung 

der

Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, 

S. 183). Damit hat es bei der Entschädigung gemäss Verfügung vom 1. März 2010 sein 

Bewenden.

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

 

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten von Fr. 5'000.-- werden je zur Hälfte der Beschwerdeführerin 

und der Vorinstanz auferlegt. Der Kostenanteil der Beschwerdeführerin wird mit dem 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet und der Rest von Fr. 2'500.-- der 

Beschwerdeführerin zurückerstattet. Auf die Erhebung des Kostenanteils der 

Vorinstanz wird nicht verzichtet.

3./ Ausseramtliche Kosten werden für das Verfahren in der Hauptsache nicht 

entschädigt.

 

V.          R.           W.

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Der Präsident:         Der Gerichtsschreiber:

 

 

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt

lic. iur. Werner Rechsteiner, 9001 St. Gallen)

-   die Vorinstanz

-   die Beschwerdegegnerin

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Die Rechtsmittelberechtigung gegen diesen Entscheid richtet sich nach Art. 82 ff., 

insbesondere Art. 83 lit. f und Art. 113 ff. BGG. Das Rechtsmittel ist innert dreissig 

Tagen nach der Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen.

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