# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9969d490-d182-5c3e-a40a-3c7e43367687
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.03.2025 I 2024 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2024-68_2025-03-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2024 68

Entscheid vom 10. März 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber

Parteien A.________GmbH in Liquidation,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Krankenversicherung (Taggeldversicherung nach KVG)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ GmbH (nachfolgend: A.________) wurde am 31. März 
2014 gegründet. Als Hauptzweck wurde statutarisch die Beratung und Erbrin-
gung von Dienstleistungen auf dem Personalsektor für Unternehmen; Vermittlung 
und Verleih von Personal, sowohl in fester als auch in temporärer Anstellung 
festgehalten (Schweizerisches Handelsamtsblatt [SHAB] Nr. ________2014), 
seit 2017 bezweckt die Firma nach einer Zweckänderung die Beratung von 
Dienstleistungen auf dem Personalsektor für Unternehmen; die Geschäftstätig-
keit im Bereich Vermittlung und Verleih von Personal, sowohl in fester als auch in 
temporärer Anstellung, wurde ersatzlos gestrichen (SHAB vom ________2017).

Nach der Gründung ersuchte die A.________ die C.________ AG (nachfolgend: 
C.________) um Abschluss einer Taggeldversicherung nach KVG für die von ihr 
entliehenen Arbeitnehmenden und später um Abschluss einer Taggeldversiche-
rung nach KVG für ihr fest angestelltes Personal. Es wurde in beiden Fällen eine 
Taggeldversicherung nach KVG abgeschlossen (vgl. Sachverhalt VGE II 2018 92 
vom 21.3.2019). 

B. Am 5. April 2016 vereinbarte D.________ (Jg. 19__) mit der A.________ 
einen Arbeitsvertrag als Personalberater mit einem Vollzeitpensum ab 1. Mai 
2016 für ein Monatsgehalt von Fr. 20'000 zzgl. Provision. Am 29. September 
2016 meldete die A.________ dem Krankentaggeldversicherer D.________ als 
arbeitsunfähig seit dem 30. August 2016. 

C. Am 22. August 2017 hat die C.________ die zwei Kollektiv-
Taggeldversicherungen nach KVG rückwirkend per Vertragsbeginn vom 1. Juni 
resp. 1. August 2014 aufgelöst. Dagegen opponierte die A.________ mit Schrei-
ben vom 6. Oktober 2017 und forderte die C.________ mit Schreiben vom 2. No-
vember 2017 zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung auf. Am 27. Dezember 
2017 verfügte die C.________ die rückwirkende Vertragsauflösung der beiden 
Krankentaggeldverträge nach KVG. Die am 2. Februar 2018 dagegen erhobene 
Einsprache wies die C.________ am 27. September 2018 ab. Eine am 29. Okto-
ber 2018 dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess das Verwal-
tungsgericht mit VGE II 2018 92 vom 21. März 2019 gut; der Einspracheent-
scheid, mit welchem die Vorinstanz die Auflösung der Taggeldverträge nach 
KVG rückwirkend ex tunc bestätigt hatte, wurde aufgehoben. Damit galt weiterhin 
insbesondere die Taggeldversicherung nach KVG (Vertrag Nr. 3061-UN), wo-
nach das fest angestellte Personal der A.________ per 1. August 2014 kranken-
taggeldversichert ist. 

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D. Am 11. Juli 2019 stellte die C.________ gegenüber der A.________ Rech-
nung für die offenen Versicherungsprämien. Am 18. September 2019 erinnerte 
die C.________ die A.________ an die noch offenen Prämienrechnungen und 
wies auf die Säumnisfolgen nach Art. 23 Abs. 4 AVB hin.

E. Mit Verfügung vom 22. Februar 2022 hat der Einzelrichter des Bezirksge-
richts March über die A.________ mit Wirkung ab dem 22. Februar 2022, 09.00 
Uhr, den Konkurs eröffnet (vgl. SHAB vom ________2022; Tagesregister-Nr. 
________2022). Die Gesellschaft wurde damit aufgelöst; sie firmiert neu als 
A.________ GmbH in Liquidation.

Mit weiterer Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts March vom 1. April 
2022 wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt (SHAB vom 
________2022; Tagesregister-Nr. ________2022).

F. Mit Verfügung vom 18. November 2022 entschied die C.________:

Es wird festgestellt, dass der Versicherungsschutz im Kollektiv-Krankentaggeld-
Vertrag Nr. 3061-UN seit dem 3.10.2019 bis zum Erlass dieser Verfügung infolge 
ausstehenden Prämien von CHF 575.95 sistiert ist. Der Anspruch auf Taggelder 
aus dem Ereignis Krankheit vom 29. August 2016 wird vollumfänglich abgelehnt.

G. Am 3. Januar 2023 erhob die A.________ in Liquidation Einsprache. Mit 
Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2023 trat die C.________ mangels 
Rechtspersönlichkeit der A.________ in Liquidation auf die Einsprache nicht ein. 
Hiergegen liess die A.________ in Liquidation am 1. Februar 2024 Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht erheben mit den Anträgen:

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen, der Einspracheentscheid vom 20.12.2023 
sei aufzuheben und die Sache sei zur materiellen Beurteilung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen (Kassationsantrag).

2. Eventualiter sei die Beschwerde gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin sei 
zu verpflichten, die Leistungen aus dem Versicherungsvertrag Nr. 3061-UN zu 
erbringen (Reformationsantrag).

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

Mit VGE I 2024 11 vom 15. Mai 2024 hiess das Verwaltungsgericht die Be-
schwerde gut. Es hob den Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2023 auf und 
wies die Sache zum materiellen Entscheid an die C.________ zurück.

H. Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2024 wies die C.________ den For-
derungsanspruch der A.________ für Krankentaggeldleistungen aus dem Ver-
trag Nr. 3061 wegen Arbeitsunfähigkeit des Versicherten vom 1. Mai 2016 bis 30. 
Juni 2017 ab (Bf-act. 1).

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I. Am 11. September 2024 lässt die A.________ beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz fristgerecht (vgl. Art. 38 Abs. 4 lit. b Bundesgesetz über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 
6.10.2000) Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, Leistungen aus dem Versiche-
rungsvertrag Nr. 3061 - UN zu erbringen und der Beschwerdeführerin den Be-
trag CHF 194'823.20 zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

J. Mit Vernehmlassung vom 12. November 2024 beantragt die Vorinstanz:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die beiden Einsprachentscheide gegen die Beschwerdeführerin und den Ver-
sicherten vom 8. Juli 2024 [recte 10.7.2024] seien zu bestätigen.

3. Eventualiter: Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass ein Taggeldan-
spruch besteht, sei dieser auf zeitnah erstellte Arbeitsunfähigkeitszeugnisse 
zu beschränken und die Prämienschulden im Betrag von CHF 14'358.45 als 
verrechenbar anzuerkennen.

4. Jegliche anderweitigen Begehren seien abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.

K. Mit Replik vom 12. Dezember 2024 hält die Beschwerdeführerin an den 
Beschwerdeanträgen fest. 

Die Vorinstanz beantragt neu mit Duplik vom 27. Januar 2025:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Einsprachentscheid gegen die Beschwerdeführerin vom 8. Juli 2024 [rec-
te 10.7.2024] sei zu bestätigen.

3. Eventualiter: Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass ein Krankentag-
geldanspruch besteht, sei dieser auf zeitnah erstellte Arbeitsunfähigkeits-
zeugnisse zu beschränken und die Prämienschulden des Verlustscheins vom 
17. August 2022 im Betrag von CHF 575.95 als verrechenbar anzuerkennen.

4. Jegliche anderweitigen Begehren seien abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, resp. ergibt sich aus den vor 
diesem Gericht durchgeführten Verfahren (VGE II 2018 92 vom 21.3.2019; VGE 

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I 2024 11 vom 15.5.2024), dass die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz über 
eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung nach KVG für das fest angestellte 
Personal verfügt (Vertrag Nr. 3061-UN; Vi-act 1). Unbestritten ist ebenso, dass 
die Beschwerdeführerin mit Arbeitsvertrag vom 5. April 2016 D.________ per 1. 
Mai 2016 als Personalberater mit einem Vollzeitpensum zu einem Fixsalär von 
Fr. 20'000.--/Mt zzgl. Provision 30% ab Fr. 100'000.-- Bruttomarge (Ermittlung 
und Auszahlung Ende Jahr) angestellt hat (Bf-act. 8). Unbestritten ist auch, dass 
die Beschwerdeführerin der Vorinstanz am 29. September 2016 eine krankheits-
bedingte Arbeitsunfähigkeit von D.________ ab dem 30. August 2016 meldete 
(Vi-act. 09 S. 12). 

In der Folge verweigerte die Vorinstanz die Leistung von Krankentaggeldern (un-
ter verschiedenen Titeln, vgl. Ingress Bst. C, F und H). Mit dem angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 10. Juli 2024 (Bf-act. 1) bestätigte die Vorinstanz, die 
Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf Taggeldleistungen aus dem Ver-
trag Nr. 3061-UN wegen Arbeitsunfähigkeit von D.________. Gegen diesen Ent-
scheid richtet sich die vorliegende Beschwerde, weshalb nachfolgend zu prüfen 
ist, ob die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Taggeldleistun-
gen aus Kollektiv-Krankentaggeldvertrag nach KVG zu Recht verneint hat.

2.1 Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) vom 
18. März 1994 regelt die soziale Krankenversicherung. Diese umfasst die obliga-
torische Krankenpflegeversicherung (OKP) und eine freiwillige Taggeldversiche-
rung (Art. 1a Abs. 1 KVG). Die freiwillige Taggeldversicherung wird in den Art. 67 
bis Art. 77 KVG normiert. Diese freiwillige Taggeldversicherung nach KVG ist ab-
zugrenzen von den Zusatzversicherungen, die dem Bundesgesetz über den Ver-
sicherungsvertrag vom 2. April 1908 (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 
221.229.1) unterliegen. Bei diesen Zusatzversicherungen kommt das zivilrechtli-
che Klageverfahren nach ZPO zur Anwendung (Urteil BGer 4A_110/2017 vom 
27.7.2017 E. 3), wogegen es sich bei Streitigkeiten über die Taggeldversicherung 
nach KVG um eine Sozialversicherungsstreitigkeit handelt (vgl. hierzu namentlich 
auch AVB BEGM02-A10, Stand 1.1.2011, Art. 2; Bf-act. 6).

2.2 Im Gegensatz zur OKP ist die freiwillige Taggeldversicherung durch das 
KVG nicht durchnormiert. Das KVG setzt bei der freiwilligen Taggeldversicherung 
nur die tragenden Eckpfeiler; alles Übrige kann in den kasseneigenen Regelun-
gen vereinbart werden, die jedoch keinen zwingenden Bestimmungen des KVG 
und allgemeinen verfassungs-, verwaltungs- oder sozialversicherungsrechtlichen 
Prinzipien widersprechen dürfen. Insbesondere sind gemäss Art. 1 Abs. 1 KVG 
die Bestimmungen des ATSG auf die Krankenversicherung anwendbar, soweit 
das KVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dies gilt 

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ebenso für die freiwillige Taggeldversicherung. Die Versicherungsbedingungen 
können die Versicherten in diesen Grenzen mit Bezug auf das Beitritts-, Leis-
tungs- und Prämienrecht gegenüber dem KVG besserstellen (SBVR Soziale Si-
cherheit-Eugster, 3. Aufl., E. Krankenversicherung, Rz. 1429).

2.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruhen freiwillige Taggeld-
versicherungen nach Art. 67 ff. KVG auf einem öffentlich-rechtlichen Versiche-
rungsvertrag (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 126 
V 499 E. 2a, Urteil des EVG U 307/03 vom 19.8.2004 E. 4.3, nicht publiziert in: 
BGE 130 V 553, aber in: SVR 2005 UV Nr. 3 S. 5). Die Reglemente als Konkreti-
sierung der taggeldrechtlichen Rechtsbeziehungen zwischen Krankenversicherer 
und versicherter Person sind nach dem Vertrauensprinzip auszulegen (Urteil 
BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 126 V 499 E. 3b). Aus-
gehend vom Wortlaut und unter Berücksichtigung des Zusammenhanges, in dem 
die zur Streitigkeit Anlass gebende Bestimmung innerhalb des Reglements als 
Ganzes steht, ist der objektive Vertragswillen zu ermitteln, den die Parteien mut-
masslich gehabt haben. Dabei ist zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil 
nicht angenommen werden kann, dass sie eine unvernünftige Lösung gewollt 
haben. Mehrdeutige Wendungen sind im Zweifel zu Lasten ihres Verfassers aus-
zulegen. Im Gegensatz zur Gesetzesauslegung kann es somit nicht bei einem 
klaren Wortlaut sein Bewenden haben (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 
E. 3.2.1 m.w.H.).

2.4 Der Taggeldanspruch in der freiwilligen Taggeldversicherung nach KVG 
entsteht, wenn die versicherte Person mindestens zur Hälfte arbeitsunfähig ist 
(Art. 72 Abs. 2 Satz 1 KVG). Der Versicherer vereinbart mit dem Versicherungs-
nehmer das versicherte Taggeld; sie können die Deckung auf Krankheit und Mut-
terschaft beschränken (Art. 72 Abs. 1 KVG). 

Die zwischen der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz abgeschlossene Kol-
lektiv-Krankentaggeldversicherung versichert die Folgen einer mindestens 
25%igen Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und Mutterschaft durch Ausrichtung 
eines Taggeldes von 80% des Gehalts nach einer Wartefrist von 30 Tagen, wo-
bei die Leistungen an die Versicherungsnehmerin/Beschwerdeführerin auszurich-
ten sind (Art. 1, Art. 5, Art. 13 AVB BEGM02-A10, Ausgabe 1.1.2011 [nachfol-
gend AVB], sowie Versicherungsvertrag; Bf-act. 5 und 6). Die Versicherungs-
deckung beginnt mit Inkrafttreten der Versicherung, konkret am 1. August 2014 
(Art. 3 AVB i.V.m. Versicherungsvertrag). Der Kreis der versicherten Personen ist 
im Vertrag mit dem "fest angestellten Personal" definiert (Art. 6 Abs. 1 AVB i.V.m. 
Versicherungsvertrag). Personen, die ihren Anspruch auf Leistungen aus einer 
Taggeldversicherung ausgeschöpft haben sowie Personen, die dem Versiche-

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rungsnehmer von einem Drittunternehmen ausgeliehen werden, können der 
Taggeldversicherung nicht beitreten (Art. 6 Abs. 2 AVB). Personen, die zurzeit 
des Inkrafttretens des Kollektivvertrags oder bei Beginn des Arbeitsverhältnisses 
infolge einer Gesundheitsschädigung voll oder teilweise arbeitsunfähig sind, wer-
den erst versichert, wenn sie ihre volle Arbeitsfähigkeit während mindestens ei-
nes Monats wiedererlangt haben. Die Vereinbarungen über Freizügigkeit bleiben 
vorbehalten (Art. 6 Abs. 3 AVB). Vertraglich wurde vereinbart, dass die Aufnah-
me in die Kollektivversicherung in Abweichung der AVB ohne Risikoprüfung er-
folgt (Versicherungsvertrag, Aufnahmemodalitäten). Für den Versicherten be-
ginnt die Versicherung mit dem Tag seines Dienstantrittes im Unternehmen 
(Art. 11 Abs. 1 AVB). Die Versicherungsdeckung und der Leistungsanspruch en-
det für ihn (unter Vorbehalt des Freizügigkeitsrechts) u.a. mit der Konkurseröff-
nung gegen das Unternehmen (Art. 11 Abs. 2 lit. i AVB). Sodann können Leis-
tungen gekürzt oder in besonders schwerwiegenden Fällen sogar verweigert 
werden, etwa wenn die Anstellung der zu versichernden Person nicht den Regeln 
von Treu und Glauben entspricht (beispielsweise zur Umgehung der Risikoprü-
fung oder zum Erwerb eines neuen Leistungsanspruchs; Art. 15 lit. c AVB). Auch 
machen die AVB einen medizinischen Vorbehalt, z.B. für vor dem Beitritt erlittene 
Erkrankungen, Unfälle oder Folgen von Unfällen, wenn Rückfälle erfahrungs-
gemäss möglich sind; diese Vorbehalte werden spätestens nach fünf Jahren auf-
gehoben (Art. 16 Abs. 2 und 3 AVB). 

2.5 Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. c ATSG) 
verpflichtet das Sozialversicherungsgericht, von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die 
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen 
eine Tatsache als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil 
BGer 9C_611/2020 vom 2.2.2021 E. 5.2.1).

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-

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weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 
E. 3.2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörs-
anspruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der 
Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der 
Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der an-
gebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit ver-
bundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 E. 6.5).

3.1 Der Taggeldanspruch entsteht, wenn die versicherte Person mindestens 
zur Hälfte arbeitsunfähig ist (Art. 72 Abs. 2 Satz 1 KVG); gemäss AVB besteht 
der Anspruch bereits ab einer Arbeitsunfähigkeit von 25% (Art. 13 Abs. 1 AVB). 
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgaben-
bereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Versicherte Person ist vorliegend 
D.________.

3.2 Der Versicherte weist eine lange Krankheitsgeschichte auf (vgl. VGE I 2013 
166 vom 6.8.2014, VGE I 2015 65 vom 9.12.2015; medizinische Akten in Vi-act. 
09, 10, 11, so namentlich Gutachten Dr.med. E.________ vom 20.6.2005, ABI-
Gutachten vom 20.9.2010, Bericht des RAD-Psychiaters Dr.med. F.________ 
vom 23.12.2014). Erste Operationen erfolgten anfangs der 1980er Jahre. Nach 
einem Unfall im Jahr 2003 mit unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit nahm der Versi-
cherte die Erwerbstätigkeit nicht mehr auf. Nach Leistungen des Unfallversiche-
rers (vgl. Verfügung/Vergleich vom 11.7.2006) und des Krankentaggeldversiche-
rers (Vi-act. 08) erbrachte die IV ab dem 1. April 2005 eine IV-Rente bei einem 
Invaliditätsgrad von 100%. Diese wurde mit Verfügung vom 28. Oktober 2013 auf 
Ende November 2013 aufgehoben (IV-act. 105 in Vi-act. 11). Mit VGE I 2013 166 
vom 6. August 2014 bestätigte das Verwaltungsgericht, dass aus somatischer 
Sicht die angestammte Tätigkeit als Hauswart/Fussballtrainer nicht mehr möglich, 
im Übrigen aber die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vollschichtig ver-
wertbar ist, jedoch weitere Abklärungen aus psychiatrischer Sicht zu tätigen sind. 
Nach weiteren Abklärungen bestätigte die IV die Rentenaufhebung per 30. No-

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vember 2013 mit Verfügung vom 11. Juni 2015 (IV-act. 141 in Vi-act 11). Gegen 
diese Verfügung erhob der Versicherte Verwaltungsgerichtsbeschwerde (IV-act. 
142 in Vi-act. 11), wobei er die Zusprache einer ganzen IV-Rente beantragte. In 
Würdigung der Parteivorbringen und der medizinischen Akten (namentlich der 
Berichte der Klinik G.________, wo der Versicherte vom 1.4.2015 bis 7.5.2015 
hospitalisiert war, des behandelnden Psychiaters Dr.med. H.________, des 
RAD-Psychiaters Dr.med. F.________ sowie der behandelnden Rheumatologin 
Dr.med. I.________; vgl. VGE I 2015 65 vom 9.12.2015 E. 3 und 4) stützte das 
Verwaltungsgericht die Rentenaufhebung. Damit bestätigte das Verwaltungsge-
richt im Dezember 2015, dass aus versicherungspsychiatrischer Sicht mit stark 
überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin keine psychiatrische Erkrankung mit 
IV-relevanten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorliege und dass der Versi-
cherte auch aus somatischer Sicht in einer der Behinderung angepassten Tätig-
keit zu 100% arbeitsfähig ist. Der Verwaltungsgerichtsentscheid vom Dezember 
2015, welcher dem Versicherten eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster 
Tätigkeit attestierte, trat unangefochten in Rechtskraft.

3.3 Die Krankmeldung per 30. August 2016 vom 29. September 2016 erfolgte 
mit der Grundangabe Rheuma-Erkrankung (Vi-act. 09 S. 12). Das ärztliche Zeug-
nis stellte Dr.med. I.________ am 30. August 2016 aus, wobei sie dem Versi-
cherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Dezember 2016 attestierte 
(Vi-act. 09 S. 11). Am 1. September 2016 berichtete Dr.med. I.________ der 
Hausarztpraxis des Versicherten über die Konsultation vom 30. August 2016 (Vi-
act. 09 S. 44). Als Diagnosen führte sie auf:

- konzentrische relativ stabil verlaufende rechtsbetonte Coxarthrosen beidseits

- fortgeschrittene mediale femoro-tibiale Gonarthrose rechts bei Status nach mehr-
fachen operativen Eingriffen am rechten Kniegelenk im Anschluss an einen Unfall 
vom November 2003

- persistierendes lumbo-vertebrales Schmerzsyndrom bei Hyperlordose der LWS 
sowie degenerativen Veränderungen insbesondere L3/L4 und ISG-Arthrosen 
beidseits

- zunehmende Schmerzausbreitung im Sinne eins generalisierten Schmerzsyn-
droms am Bewegungsapparat / somatoforme Schmerzstörung insbesondere im 
Bereiche des Beckens / untere Extremitäten

- rezidivierende depressive Störung (F33.2, diesbezüglich in regelmässiger psych-
iatrischer Behandlung sowie stationärer Behandlung 1.4. bis 7.5.2015, Psychia-
trische Klinik G.________)

Gemäss behandelnder Ärztin hätten sich die Schmerzen seit der letzten Bericht-
erstattung vor einem Jahr deutlich verschlechtert, vor allem nachts ausgeprägte 
im Vordergrund stehende Schmerzen im Beckenbereich, an beiden Beinen sowie 

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lumbal. Er habe nach Einstellung der IV-Rente einen viermonatigen Arbeitsver-
such gemacht, jedoch wegen der massiven Schmerzexazerbation wieder abbre-
chen müssen. Zu Befund und Beurteilung führte Dr.med. I.________ aus:

Rheumatologischer Untersuchungsbefund:

Der Patient wirkt sehr depressiv bis apathisch, sitzt in sich zusammengesunken 
da. Gehen nur sehr steif ohne eigentliches Hinken möglich, Zehen- Fersenstand 
oB. Diffuse Druckdolenz der gesamten Körpermuskulatur. Keine muskulären Atro-
phien. Beweglichkeit der rechten Schulter schmerzhaft deutlich eingeschränkt bei 
frozen shoulder. DVPA massiv eingeschränkt, noch knapp 39 cm. Ebenso stark 
schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit beider Hüftgelenke sowie der Kniege-
lenke ohne Synovitiden oder Erguss. Neurostatus ungestört. Lumbal Streckstel-
lung, ausgeprägte Schonhaltung. Beweglichkeit massiv schmerzhaft eingeschränkt 
ohne radikuläre Ausstrahlungen. Druckdolenz interspinal L4/L5 und L5/S1.

Rheumatologische Beurteilung:

Es handelt sich weiterhin um eine persistierende, im Verlauf deutlich progrediente 
Schmerzsymptomatik am Bewegungsapparat bei gleichzeitig vorhandener rezidi-
vierender Depression im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung. Zusätzlich 
bestehen jedoch eindeutige fortgeschrittene, mehr als altersentsprechend ausge-
prägte Arthrosen der grossen und mittelgrossen Gelenke Insbesondere des rech-
ten Hüftgelenkes bei Status nach Osteotomie ohne Beschwerdebeeinflussung so-
wie Status nach mehrfachen Operationen am rechten Kniegelenk.
Der Patient ist sowohl chirurgisch als konservativ weitgehend austherapiert.
Es ist mir nicht verständlich, warum hier die IV-Rente abgesetzt wurde, meines Er-
achtens ist der Patient sowohl vom körperlichen als auch vom Schmerzzustand 
und vom psychiatrischen Beschwerdebild her nicht mehr arbeitsfähig insbesondere 
nicht für körperlich belastende Tätigkeiten welche bei diesem ungelernten Mann 
(früher Fussballtrainer) als einzige Tätigkeiten möglich wären.

3.4 Auch wenn Dr.med. I.________ Unverständnis für die Aufhebung der IV-
Rente äusserte und dem Versicherten eine volle, krankheitsbedingte Arbeitsun-
fähigkeit attestierte, so ist gleichwohl festzuhalten, dass auch der jüngste Bericht 
an der durch das Gericht mit VGE I 2015 65 vom 9. Dezember 2015 bestätigten 
Arbeitsfähigkeit nichts zu ändern vermag. Auch ihrem Bericht vom 1. September 
2016 lässt sich entnehmen, dass der Voruntersuch 1 Jahr zurückliegt. Es handel-
te sich um jene Konsultation, welche zum Bericht vom 29. Juni 2015 führte, den 
das Gericht in seinem Entscheid berücksichtigte (VGE I 2015 65 vom 9.12.2015 
E. 4.2.7; IV-act. 142 und 153 in Vi-act. 11). Auch damals wurde schon von einem 
jährlichen Kontrollrhythmus gesprochen. Allein die Tatsache, dass bisher jährli-
che Verlaufskontrollen bei stabilem Verlauf ausreichten, schliesst zwar nicht aus, 
dass es - je nach Belastung (wobei die bei der aufgenommenen Tätigkeit als 
Personalberater im Rahmen der Zumutbarkeit liegen dürfte) und Fortschreiten 
der degenerativen Erkrankungen - zu Schmerzexazerbationen kommen kann, die 
dann aber nicht erst nach 4 Monaten Arbeitstätigkeit zum Arztbesuch führen dürf-
ten. Es spricht dies gegen eine massive Verschlechterung des Gesundheitszu-

11

standes. An Diagnosen zeigen sich im Bericht 9/2016 gegenüber dem Bericht 
6/2015 sodann substanziell keine Änderungen. Die neu aufgelistete psychiatri-
sche Diagnose 'rezidivierende depressive Störung' ist vorbekannt und das dege-
nerative 'Lumbovertebralsyndrom' bereits 6/2015 beschrieben. Im Bericht 6/2015 
beurteilte Dr.med. I.________ den Patienten 'ganzheitlich (rheumatologisch-
orthopädisch und psychiatrisch) als nicht mehr arbeitsfähig', im Gegensatz zur 
Verfügung vom 11. Juni 2015, bestätigt mit VGE I 2015 65 vom 9. Dezember 
2015. Im Bericht 9/2016 stuft sie den Patienten 'wegen der progredienten 
Schmerzsymptomatik am Bewegungsapparat bei gleichzeitig vorhandener rezidi-
vierender Depression i.S. einer Somatoformen Schmerzstörung' sowohl vom 
körperlichen als auch vom Schmerzzustand und vom psychischen Beschwerde-
bild her als nicht mehr arbeitsfähig ein. Beim Vergleich der Medikamentenver-
ordnungen 6/2015 zu 9/2016 fällt einerseits auf, dass die antidepressive Thera-
pie mit Saroten retard abgesetzt wurde trotz angeblich generalisiertem Schmerz-
syndrom/Somatoforme Schmerzstörung, andererseits die Analgetika nur mass-
voll erhöht wurden (Basis Olfen/Voltaren 100mg ret 1-2/Tag bzw. bis 3/Tag, Da-
falgan unverändert bis 4x1g/Tag, Novalgin Tropfen gegenüber Tramal mehrmals 
täglich nach Bedarf). Insgesamt ist daher eine wesentliche Zustandsverschlech-
terung, welche eine (vollständige) Arbeitsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich 
begründen könnte, gegenüber der Beurteilung im VGE I 2015 65 vom 9. Dezem-
ber 2015 nicht nachgewiesen. 

3.5 Wenn sich aber der Gesundheitszustand des Versicherten im Vergleich 
zum Zustand, wie er mit VGE I 2015 65 beurteilt wurde, nicht relevant ver-
schlechtert hat, so fehlt es für den Zeitpunkt des Arbeitsausfalles des Versicher-
ten (30.8.2016) an einer überwiegend wahrscheinlichen Arbeitsunfähigkeit im 
Sinne von Art. 6 ATSG und damit an einem Taggeldanspruch. Die Beschwerde 
ist schon aus diesem Grunde abzuweisen.

4.1 Abzuweisen wäre die Beschwerde aber auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit 
gestützt auf den Bericht von Dr.med. I.________ zu bestätigen wäre. Die Ärztin 
wiederholt im Bericht vom 1. September 2016 wie bereits ein Jahr zuvor, der 
Versicherte sei sowohl chirurgisch wie auch konservativ weitgehend austhera-
piert. Auch wiederholt sie, ihres Erachtens sei der Versicherte sowohl vom kör-
perlichen als auch vom Schmerzzustand und vom psychiatrischen Beschwerde-
bild her nicht mehr arbeitsfähig, namentlich nicht für körperlich belastende Tätig-
keiten, die bei diesem ungelernten Versicherten als einzige Tätigkeiten möglich 
wären. Dasselbe führte sie bereits ein Jahr zuvor aus. Für Dr.med. I.________ 
bestand durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit, weshalb sie ihr Unverständnis ge-
genüber der Rentenaufhebung äusserte (Vi-act. 09 S. 44). 

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Die Vorinstanz unterbreitete ihrem Vertrauensarzt die Frage, ob mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden könne, dass der Versicherte 
am 1. Mai 2016 arbeitsunfähig gewesen sei. Der Vertrauensarzt gelangte zum 
Schluss, in der Summe könne man postulieren, insbesondere aufgrund der chro-
nifizierten, psychisch überlagerten Beschwerden, dass am 1. Mai 2016 mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit keine Arbeitsfähigkeit für keinerlei Tätigkeit vorge-
legen habe (vgl. Beilage zu angefochtenem Einspracheentscheid, Bf-act. 1).

4.2 Folgt man diesen fachärztlichen Beurteilungen, so würde zum einen die mit 
VGE I 2015 65 bestätigte Arbeitsfähigkeit in Frage gestellt. Zum andern aber wä-
re dann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen, dass bereits bei Vertragsunterzeichnung am 5. April 2016 und namentlich 
bei Stellenantritt am 1. Mai 2016 der Versicherte krankheitsbedingt arbeitsun-
fähig war. Personen, die bei Beginn des Arbeitsverhältnisses infolge einer Ge-
sundheitsschädigung voll oder teilweise arbeitsunfähig sind, werden jedoch 
gemäss Art. 6 Abs. 3 AVB erst versichert, wenn sie ihre volle Arbeitsfähigkeit 
während mindestens eines Monats wiedererlangt haben. Damit aber war der ar-
beitsunfähige Versicherte weder im Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnis-
ses versichert, noch erlangte er danach die volle Arbeitsfähigkeit, so dass er 
auch bis Ende August 2016 nicht zum Kreis der versicherten Personen zählte. 
Dies gilt entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin unabhängig davon, 
ob die 
Vorinstanz eine Risikoprüfung vornahm oder nicht. Mit dem vertraglichen Ver-
zicht auf die Risikoprüfung stimmte die Vorinstanz der Versicherung von krank-
heitsbedingt arbeitsunfähigen Personen, welche eine Stelle bei der Beschwerde-
führerin antreten, nicht zu. Eine solche Interpretation lässt sich weder den AVB 
noch dem Versicherungsvertrag entnehmen. Zudem ist die Arbeitsunfähigkeit 
des Versicherten zum Beginn des Arbeitsverhältnisses durch die oberwähnten 
Arztberichte auch ohne Risikoprüfung ausgewiesen (falls davon ausgegangen 
würde, diese vermöchten - entgegen den Ausführungen oben E. 3 - die mit VGE 
I 2015 65 bestätigte Arbeitsfähigkeit zu widerlegen).

5.1 Sollte die Beschwerdeführerin einwenden, VGE I 2015 65 - wonach der 
Versicherte im Zeitpunkt der Rentenaufhebung arbeitsfähig gewesen sei - und 
die von Dr.med. I.________ am 1. September 2016 attestierte Arbeitsunfähigkeit 
würden nicht ausschliessen, dass der Versicherte am 1. Mai 2016 seine Stelle im 
Status eines Arbeitsfähigen antrat und damit zum Kreis der Versicherten des Kol-
lektiv-Krankentaggeldvertrages zählte, so könnte sie auch hieraus keinen An-
spruch auf Taggeldzahlungen geltend machen. (Nur der Vollständigkeit halber ist 
jedoch zu bekräftigen, dass nach dem Gesagten der Bericht Dr.med. I.________ 

13

keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachzuweisen 
vermag, so dass die mit VGE I 2015 65 festgestellte Arbeitsfähigkeit Ende Au-
gust 2016 nicht mehr gegeben gewesen wäre [oben E. 3], und sollte ihr Bericht 
eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachzuweisen vermögen, dann bestätigt er, 
dass die Arbeitsunfähigkeit bereits im Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme bestand 
[oben E. 4]). 

5.2 Gemäss Art. 15 lit. c AVB können die Leistungen gekürzt oder sogar ver-
weigert werden, wenn die Anstellung der zu versichernden Person nicht den Re-
geln von Treu und Glauben entspricht. 

5.3 Die Vorinstanz stützt die Ablehnung des Taggeldanspruches u.a. auf die-
sen Tatbestand. Der Versicherte habe trotz ausgeschöpftem Taggeldanspruch, 
trotz bezogener IV-Rente, trotz bezogener Rente aus einer Lebensversicherung 
(welche er nach Observation habe rückerstatten müssen) einen neuen Leis-
tungsanspruch erwirken wollen. Er habe bei der Beschwerdeführerin für seine 
(fehlende) Ausbildung, seine Tätigkeit vor der IV-Berentung (Hauswart, Fussball-
trainer) und seine lange Absenz vom Arbeitsmarkt ein höchst unrealistisches Sa-
lär von Fr. 20'000.--/Mt verdient. Dieses sei sodann eingestellt worden, nachdem 
die Beschwerdeführerin festgestellt habe, dass keine Taggeldleistungen erbracht 
würden. Die Arbeitsfähigkeit und Arbeitsaufnahme habe begonnen, ein halbes 
Jahr nachdem er selbst im Oktober 2015 vor Gericht noch geltend gemacht ha-
be, physisch und psychisch seit Jahren absolut arbeits- und erwerbsunfähig zu 
sein. Die Arbeitstätigkeit habe dann gerademal vier Monate gedauert. Dann habe 
die Ärztin Arbeitsunfähigkeit attestiert mit genau den gleichen Gründen, welche 
die Erwerbsunfähigkeit der IV-Berentung begründeten. Und schliesslich sei er als 
Personalberater bei einer Firma angestellt gewesen zu einem Zeitpunkt, als die-
se über gar keine Bewilligung zum Personalverleih und zur Personalvermittlung 
verfügt habe. Damit aber sei die Anstellung gemäss Vorinstanz klarerweise nicht 
nach den Regeln von Treu und Glauben erfolgt und habe offensichtlich zum Er-
werb eines neuen Leistungsanspruchs gestützt auf ein unverhältnismässiges Sa-
lär gedient.

5.4 Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, die Vorinstanz verkenne den 
offensichtlichen und einzigen Grund für die Anstellung. Nach dem VGE I 2015 65 
sei die Rente aufgehoben worden. Dem Versicherten sei nichts anderes übrigge-
blieben, als eine Stelle zu suchen und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. 
Zudem habe die Beschwerdeführerin nicht wissen können, dass der Versicherte 
nach nur vier Monaten für längere Zeit ausfallen würde. Sie habe nach dem Aus-
fall weiterhin nach ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten für den Versicherten be-

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zahlt und sei schliesslich auf diesen Kosten sitzen geblieben. Obwohl sie genau 
für solche Fälle eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen habe, weigere 
sich die Vorinstanz, die vertraglichen Leistungen zu bezahlen. Die Beschwerde-
führerin habe im Umfang der an den Versicherten geleisteten Zahlungen einen 
Schaden erlitten und keinerlei Vorteil aus der Beschäftigung des Versicherten 
gezogen. Damit aber sei der Tatbestand von Art. 15 lit. c AVB nicht erfüllt.

5.5 Jedermann hat in der Ausübung seiner Rechte und in der Erfüllung seiner 
Pflichten nach Treu und Glauben zu handeln (Art. 2 Abs. 1 Schweizerisches Zi-
vilgesetzbuch [ZGB; SR 210] vom 10.12.1907). In dieser Norm kommen allge-
meine Rechtsprinzipien zum Ausdruck, die über das Privatrecht hinaus in der 
Gesamtrechtsordnung Geltung haben (BSK ZGB I-Lehmann/Honsell, Art. 2 N 4). 
Sodann richtet sich das Gebot des Handelns nach Treu und Glauben an alle 
Rechtssubjekte und ordnet eine Haltung gegenseitiger Rücksichtnahme an (BSK 
ZGB I-Lehmann/Honsell, Art. 2 N 11). Auch Art. 5 Abs. 3 BV verpflichtet neben 
den staatlichen Organen ebenso die Privaten zu einem Handeln nach Treu und 
Glauben. Der Grundsatz von Treu und Glauben schützt den Bürger u.a. in sei-
nem berechtigten Vertrauen auf ein bestimmtes behördliches oder privates Ver-
halten. Erweckt das Verhalten einer Partei das begründete Vertrauen der andern, 
so dass diese hierauf Dispositionen trifft, und wird das schutzwürdige Vertrauen 
dann aber durch neue Handlungen der Partei enttäuscht, so handelte die Partei 
treuwidrig, was keinen Schutz verdienen kann.

5.6 Die Parteien schlossen 2014 den Vertrag über die Kollektiv-Kranken-
taggeldversicherung nach KVG für das fest angestellte Personal ab. Es wurden 
die AVB BEGM02-A10 vom 1.1.2011 als integrierter Bestandteil des Vertrages 
vereinbart. Dies allerdings mit der zwischen den Parteien individuell getroffenen 
Vereinbarung, dass in Abweichung von Art. 8 Abs. 1 und 3 der Allgemeinen Be-
dingungen der Kollektiv-Taggeldversicherung nach KVG (BE) die Aufnahme in 
die Kollektivversicherung ohne Risikoprüfung erfolgt (Bf-act. 5). Damit verzichtete 
die Vorinstanz auf die Durchführung der Risikoprüfung im Vertrauen darauf, dass 
die Beschwerdeführerin in ihrem Kleinbetrieb keine Risikopersonen einstellt. An-
dersherum weckte die Beschwerdeführerin mit dem Ausschluss der Risikoprü-
fung bei der Vorinstanz das schutzwürdige Vertrauen, dass sie mit dem Verzicht 
kein erhöhtes Risiko, Versicherungsleistungen erbringen zu müssen, eingeht, 
weil die Beschwerdeführerin keine Risikopersonen einstellt. Dieses Vertrauen, 
welches die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit dem individuell vereinbarten 
Verzicht auf die Risikoprüfung entgegenbrachte, wurde von der Beschwerdefüh-
rerin nun aber mit der Anstellung des Versicherten massivst verletzt. 

15

Die Beschwerdeführerin war im Bereich der Personalvermittlung tätig und damit 
im Personalwesen nicht unbedarft. Dass sie einen Personalleiter ohne jegliche 
Abklärungen einstellt, kann ausgeschlossen werden. Dies erst recht nicht zu ei-
nem ausgesprochen hohen Fixlohn von Fr. 20'000.--/Monat plus zusätzlich Pro-
vision von 30% ab Fr. 100'000.-- Bruttomarge (gemäss Lohnstrukturerhebung 
LSE 2016 entsprach das 90. Perzentil privater und öffentlicher Sektor zusammen 
Fr. 11'404.-- und gemäss LSE Tabelle TA1_b [Monatlicher Bruttolohn nach Wirt-
schaftsabteilungen und beruflicher Stellung, privater Sektor, Schweiz] betrug der 
Zentralwert Männer oberes und mittleres Kader Vermittlung und Überlassung von 
Arbeitskräften Fr. 11'429.--; der vereinbarte Lohn liegt somit weit über diesen sta-
tistisch aussagekräftigen Werten. Im Übrigen verdiente der Firmenchef selbst 
über das ganze Jahr hinweg 'nur' Fr. 180'000.-- [Vi-act. 09 S. 95] und damit weit 
weniger als der Versicherte). Damit muss auch ausgeschlossen werden, dass die 
Beschwerdeführerin nicht wusste, dass der Versicherte über keine Berufsausbil-
dung verfügte, in der Schweiz als Ungelernter in der Gastronomie tätig war, dann 
als Hauswart und zusätzlich als Junioren-Fussballtrainer. Auch konnte ihr nicht 
entgangen sein, dass er seit einem Unfall 2003 nie mehr erwerbstätig war, son-
dern durchwegs krankheitsbedingt erwerbsunfähig. Mithin musste sie wissen, 
dass er über keine Berufsausbildung und nur sehr geringe berufliche Erfahrung 
verfügte und letztere weit zurücklag, der Versicherte seit Jahren dem Arbeits-
markt krankheitsbedingt fernblieb. Die im Personalwesen tätige Beschwerdefüh-
rerin musste daher insbesondere auch um die gesundheitliche Problematik des 
Versicherten wissen. Sie musste Kenntnis haben von seiner Invalidität, der Auf-
hebung der Rente und dem Kampf des Versicherten um die Rente, d.h. auch um 
seine Überzeugung, krankheitsbedingt arbeitsunfähig zu sein (auf verschiedenen 
Printscreens der IV-Akten aus social media erscheint der Name "J.________". 
Sollte es sich um den Geschäftsführer der Beschwerdeführerin handeln, würde 
dies bestätigen, dass man sich auch privat kannte, was vorstehende Beurteilung 
noch bekräftigen würde; würde es sich um eine andere Person handeln, änderte 
dies nichts daran, dass die Beschwerdeführerin als eine im Personalwesen tätige 
Firma um die genannten Umstände wissen musste). Und trotz dieses Wissens 
stellte die Beschwerdeführerin den Versicherten ein und liess ihn in der Kollektiv-
versicherung krankentaggeldversichern im Wissen, dass keine Risikoprüfung er-
folgt. Schon dies allein spricht - unabhängig, ob der Versicherte im Zeitpunkt der 
Anstellung kurzzeitig arbeitsfähig war oder nicht - gegen die vorliegende Anstel-
lung nach den Regeln von Treu und Glauben. Die Beschwerdeführerin argumen-
tiert wohl, der Versicherte habe ein grosses Netzwerk eingebracht und einen [sic] 
grossen Kunden. Belege hierfür bleibt sie allerdings schuldig. Weder vermag sie 
das für sie interessante Netzwerk nur schon zu beschreiben, noch trägt sie Hin-

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weise bezüglich des 'grossen Kunden' vor. Wie die Vorinstanz zu Recht vor-
bringt, spricht die vom Versicherten im IV-Verfahren vorgetragene Begründung 
seiner Erwerbsunfähigkeit (namentlich die Unfähigkeit, sich gesellschaftlich zu 
betätigen) gänzlich gegen ein relevantes Netzwerk und gegen relevante Kunden-
kontakte. Selbst wenn es zutreffen würde, so könnte dies im Bereich Personal-
verleih allenfalls - bei marktüblichem Gehalt - eine Provision von 30% der Brut-
tomarge rechtfertigen, aber kaum ein Fixsalär von Fr. 20'000.-- monatlich und 
zusätzlich Provision. Hätte der Versicherte zudem effektiv so wichtige und grosse 
Kunden vermittelt (welche das genannte Salär plus Provision rechtfertigen wür-
den), dann müsste sich dies auch in einer Provision niederschlagen. Dass eine 
solche geschuldet oder gar ausbezahlt worden wäre, ergibt sich weder aus den 
Buchhaltungsunterlagen, woraus zu schliessen ist, dass er keine Bruttomarge 
von > Fr. 100'000.-- generierte (aber allein in den fünf Monaten Mai bis Septem-
ber 2016 Fr. 100'000.-- Fixsalär brutto verdient haben soll; Vi-act. 09 S. 83), noch 
aus den Forderungen des Anwaltes des Versicherten (vgl. Bf-act 10, 11). Auch 
dies spricht gegen die vereinbarten, aussergewöhnlichen Anstellungsbedingun-
gen und somit gegen eine Anstellung nach Treu und Glauben. Ferner weist die 
Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Probezeit drei Monate betrug, und es 
deshalb wenig glaubwürdig ist, dass die Anstellung (bei dem vereinbarten, exor-
bitanten Lohn) nicht während der Probezeit gekündigt wurde, nachdem der Ge-
schäftsführer nach eigener Aussage die krankheitsbedingten Abwesenheiten 
schon früh bemerkte und um die physischen und psychischen Probleme wusste 
(vgl. Vi-act. 9 S. 135, 141). Soweit die Beschwerdeführerin auf die von ihr angeb-
lich nach September 2016 dem Versicherten erbrachten Leistungen verweist, so 
ändert dies nichts an der dargelegten Beurteilung. Ausgewiesen werden Positio-
nen wie Autoleasing, Mietkosten und ab März 2017 Akontozahlungen Taggelder 
(vgl. Bf-act. 12-15, Replik-act. 2-4). Unter Lohnaufwand 2018 werden aber etwa 
auch eine Busse des Versicherten oder Anwaltskosten aufgeführt. Zum einen 
fällt auf, dass diese Zahlungen im Lohnausweis 2016 nicht aufgeführt werden 
und für die Folgejahre kein Lohnausweis vorliegt (Vi-act. 09 S. 83). Die Zahlun-
gen müssten jedoch ausgewiesen werden, unabhängig davon, ob es sich um 
Lohn, Taggeld oder Spesen handelte. Eigentliche Lohnabrechnungen liegen ab 
diesem Zeitpunkt ohnehin keine mehr vor. Auffällig ist weiter auch, dass derlei 
Zahlungen vor September 2016 nicht ausgewiesen sind. Mit diesen angeblichen 
Zahlungen vermag die Beschwerdeführerin daher weder eine ordentliche Anstel-
lung des Versicherten zu belegen, noch die Leistung von Taggeldzahlungen an 
den Versicherten. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist 
schliesslich auch beachtlich, dass sie im relevanten Zeitraum gar nicht über die 
für die angestrebte Tätigkeit (Personalverleih, Personalvermittlung) notwendige 

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Bewilligung verfügte. Mithin konnte der Beschwerdeführer im Bereich der Vermitt-
lung gar nicht tätig werden, was seinen Lohn bzw. seine Anstellung umso weni-
ger rechtfertigt. 

Bei alledem wusste die Beschwerdeführerin, dass mit der Vorinstanz vertraglich 
ein Verzicht auf eine Risikoprüfung vereinbart wurde, der Versicherte mithin ohne 
Prüfung in den Kreis der Versicherten eingeschlossen werden würde. Insofern ist 
der Vorinstanz beizupflichten, dass die konkrete Anstellung des Versicherten - 
unabhängig ob im Zeitpunkt der Anstellung arbeitsfähig oder nicht - den Regeln 
von Treu und Glauben nicht entsprach (vgl. auch Art. 16 Abs. 2 AVB). Das ge-
samte Verhalten (Anstellung in Kenntnis der gesundheitlichen Umstände, der 
fehlenden Berufsausbildung und fehlenden Berufserfahrung zu irrationalen An-
stellungsbedingungen im Wissen um die fehlende Risikoprüfung) muss dabei als 
derart massiv treuwidrig bezeichnet werden, dass ein Ausschluss der Versiche-
rungsleistungen nicht zu beanstanden ist (Art. 15 AVB).

6. Damit aber ist der von der Vorinstanz gegenüber der Beschwerdeführerin 
verweigerte Taggeld-Leistungsanspruch nach dem Gesagten insgesamt nicht zu 
beanstanden. Dabei kann offenbleiben, ob darüber hinaus auch der Tatbestand 
von Art. 6 Abs. 2 AVB oder Art. 11 Abs. 2 lit. i AVB erfüllt wäre und der Einspra-
cheentscheid auch deswegen rechtens wäre. Die Beschwerde erweist sich als 
unbegründet und ist abzuweisen. Kosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis 
ATSG); Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem Verfahrens-
ausgang keiner (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 10. März 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. März 2025