# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69d6c5ce-d963-5fa4-b6fa-d863fd39f9b4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 02.06.2015 S 2015 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-29_2015-06-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 29

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 2. Juni 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Ervin Deplazes, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK, 

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Rente / Beitragszeit

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1. Der am 11. August 1932 geborene A._____ ist seit dem 25. März 1986 in 

zweiter Ehe mit B._____, geboren am 19. März 1947, verheiratet und 

Vater der am 22. Mai 1986 geborenen, gemeinsamen Tochter C._____. 

Mit Verfügung vom 11. September 1997, welche die Verfügung vom 

14. August 1997 ersetzte, sprach die Ausgleichskasse X._____ dem 

Versicherten bei einem massgebenden durchschnittlichen Einkommen 

von Fr. 78'804.-- pro Jahr sowie einer Beitragsdauer von 32 Jahren und 3 

Monaten gestützt auf die Rentenskala 32 ab dem 1. September 1997 eine 

monatliche Altersrente von Fr. 1'447.-- sowie eine Kinderrente von 

Fr. 579.-- zu.

2. Am 6. März 2009 übermittelte die Ausgleichskasse X._____ der 

Schweizerischen Ausgleichskasse (SAK) aufgrund der Aktenanforderung 

vom 16. Februar 2009 die Rentenakten des Versicherten. 

3. Am 29. April 2009 teilte die SAK A._____ mit, dass mit Wirkung ab dem 

1. April 2009 gestützt auf die Rentenskala 32 eine Altersrente von 

Fr. 1'658.-- sowie eine Kinderrente von Fr. 663.-- ausgerichtet werde. Die 

Auszahlungen basierten auf einem massgebenden durchschnittlichen 

Jahreseinkommen von Fr. 90'288.-- sowie einer anrechenbaren 

Beitragsdauer von 32 Jahren und 3 Monaten.

4. Mit Verfügung vom 2. März 2011 berechnete die SAK, nachdem auch bei 

der Ehegattin von A._____ der Versicherungsfall eingetreten war, seine 

Rente neu und legte sie auf eine monatliche ordentliche Altersrente von 

Fr. 1'552.-- sowie eine ordentliche Kinderrente von Fr. 621.-- fest. Die auf 

die Rentenskala 32 gestützte Rente berechnete sie basierend auf einem 

durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 69'600.-- sowie einer 

anrechenbaren Beitragsdauer von 32 Jahren und 1 Monat. 

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5. Die am 4. April 2011 gegen die Verfügung vom 2. März 2011 erhobene 

Einsprache von A._____ wies die SAK mit Einspracheentscheid vom 

28. April 2011 beziehungsweise mit berichtigtem Einspracheentscheid 

vom 16. Mai 2011 ab. 

6. Gegen den Einspracheentscheid erhob A._____ am 20. Juni 2011 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Zur Begründung brachte er unter anderem vor, 

dass die SAK bei der Rentenberechnung das von ihm absolvierte Stu-

dium im Bereich der Raumplanung im Jahr 1979 zu Unrecht nicht 

berücksichtigt habe.

7. Mit Urteil S 11 81 vom 11. Oktober 2011 hiess das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden die Beschwerde gut, hob den angefochtenen 

Einspracheentscheid auf und wies die Sache zu ergänzenden 

Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 

SAK zurück. Erläuternd führte das Gericht aus, dass hinsichtlich des 

Beitragsjahres 1979 weder die vormals zuständige Ausgleichskasse 

X._____ noch die aktuell zuständige SAK Abklärungen vorgenommen 

habe. Aufgrund der Aktenlage könne nicht beurteilt werden, inwieweit in 

jenem Jahr 1979 zu berücksichtigende Beiträge tatsächlich und in 

welcher Höhe entrichtet worden seien und das Jahr 1979 bei der 

Rentenberechnung, insbesondere hinsichtlich der anzuwendenden 

Rentenskala, zu berücksichtigen sei. Die SAK sei, unbesehen davon, ob 

die vormals zuständige Ausgleichskasse X._____ dies unterlassen habe, 

verpflichtet, diese Abklärungen noch vorzunehmen und − je nach 

Ergebnis dieser Abklärungen − die Rente neu zu berechnen. 

8. Nach Vornahme der entsprechenden Abklärungen bestätigte die SAK mit 

Verfügung vom 19. November 2014, welche die Verfügung vom 2. März 

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2011 ersetzte, bei einem massgebenden durchschnittlichen Einkommen 

von Fr. 70'200.-- pro Jahr sowie einer Beitragsdauer von 32 Jahren und 3 

Monaten gestützt auf die Rentenskala 32 ab dem 1. April 2011 eine 

monatliche Altersrente von Fr. 1'552.--. 

9. Die am 9. Januar 2015 (Poststempel) von A._____ dagegen erhobene 

Einsprache wies die SAK mit Einspracheentscheid vom 23. Januar 2015 

ab. Zur Begründung führte die SAK aus, dass A._____ im Jahr 1979 

erwerbslos gewesen sei, ansonsten er sich nicht zum Bezug von 

Arbeitslosengeldern angemeldet hätte. Ob diese Leistungen tatsächlich 

ausgerichtet worden seien oder nicht, sei irrelevant, da zu diesem 

Zeitpunkt keine Sozialversicherungsabzüge erhoben worden seien. Um in 

den Genuss von Versicherungszeiten zu gelangen hätte A._____ 

Beiträge als nichterwerbstätige Person entrichten müssen. Dank des 

Wohnsitzes in der Schweiz hätte eine Erwerbstätigkeit mit einem 

Einkommen von Fr. 1'834.-- ausgereicht, um zwölf Beitragsmonate zu 

erlangen. Bei dieser Sachlage sei es nicht möglich, für das Jahr 1979 

Beitragszeiten zu berücksichtigen. 

10. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 26. Februar 

2015 erneut Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Anträgen auf Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 23. Januar 2015 und Berücksichtigung der 

Zeit des Bezugs von Arbeitslosentaggeldern im Jahr 1979 bei der 

Berechnung der AHV-Rente. Zur Begründung brachte der 

Beschwerdeführer vor, er habe im Jahr 1979 für ein halbes Jahr 

Taggelder von der Arbeitslosenkasse im Sinne eines Stipendiums für die 

Absolvierung eines Nachdiplomstudiums erhalten. Weder die AHV-Stelle 

noch die Arbeitslosenkasse hätten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass 

er als nichterwerbstätige Person AHV-Beiträge hätte entrichten sollen, 

obwohl zumindest die AHV-Ausgleichskasse Kenntnis davon gehabt 

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habe, dass er als Beitragspflichtiger im Jahr 1979 keine Beiträge bezahlt 

habe. Gemäss Art. 39 AHVV sei die Ausgleichskasse verpflichtet, von 

einem Beitragspflichtigen Beiträge zu verlangen, sobald sie Kenntnis 

davon erhalte, dass dieser keine Beiträge oder zu niedrige Beiträge 

bezahlt habe, was bei ihm im Jahr 1979, wo er keine AHV-Beiträge 

entrichtet habe, der Fall gewesen sei. Die SVA hätte von ihm die 

Nachzahlung der geschuldeten Beiträge verlangen müssen, was 

unterblieben sei. Deshalb weise er für das Jahr 1979 eine Beitragslücke 

auf, welche bei seiner Teilrente ausschlaggebend sei. Es sei stossend, 

die entstandene Beitragslücke zu berücksichtigen und diese Zeit nicht als 

Beitragszeit zu anerkennen, nachdem es die SVA unterlassen habe, die 

AHV-Beitragsnachzahlungen zu verlangen. Zu prüfen wäre des Weiteren, 

ob das Technikum nicht als Lehranstalt dazu verpflichtet gewesen wäre, 

der zuständigen Ausgleichskasse alle Studierenden zu melden, die als 

Nichterwerbstätige berufspflichtig sein könnten. In diesem Fall hätte der 

Beschwerdeführer den damals geltenden Mindestbetrag bezahlt. Die 

Bemerkung der SKA, wonach eine Erwerbstätigkeit mit einem 

Einkommen von Fr. 1'834.-- ausgereicht hätte, um zwölf Beitragsmonate 

zu erlangen, könne nicht gegen ihn eingewendet werden. Aufgrund der 

Gesetzesbestimmung sei es eine Holschuld der zuständigen 

Ausgleichskasse, bei einem Beitragspflichtigen Beiträge zu verlangen. Er 

habe damals keine Kenntnis gehabt, dass er AHV-Beiträge hätte 

bezahlen müssen. Vor diesem Hintergrund könne das Unterbleiben der 

Bezahlung nicht dem Beschwerdeführer angelastet werden. 

11. Die SAK (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 6. März 2015 auf Abweisung der Beschwerde. 

Begründend führte sie aus, dass ihre Nachfrage im Nachgang zum Urteil 

des Verwaltungsgerichtes S 11 81 vom 11. Oktober 2011 ergeben hätte, 

dass auf Entschädigungen der Arbeitslosenversicherung erst ab dem 

1. Januar 1984 AHV-Beiträge erhoben worden seien. Bei dieser Sachlage 

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sei es nicht relevant, ob die Entschädigungen der 

Arbeitslosenversicherung tatsächlich ausbezahlt worden seien oder nicht. 

Denn eine Anrechnung als Versicherungszeit vor 1984 für die 

Rentenberechnung sei ohnehin nicht möglich. Für eine nichterwerbstätige 

Person mit Wohnsitz in der Schweiz sei die entsprechende kantonale 

Ausgleichskasse zuständig. Sie könne sich deshalb zum 

beschwerdeführerischen Vorwurf, wonach die Kasse in Anwendung von 

Art. 39 AHVV verpflichtet gewesen wäre, auf eine Beitragsunterstellung 

aufmerksam zu machen und die Beiträge auch zu verfügen, nicht 

äussern. Ebenso wenig dazu, ob das Technikum  verpflichtet gewesen 

wäre, der kantonalen Kasse eine Liste mit ihren Schülern zu übermitteln, 

damit sie als Nichterwerbstätige hätten erfasst werden können. Der 

Beschwerdeführer habe von der in Art. 141 AHVV angebotenen 

Möglichkeit, einen unentgeltlichen Kontoauszug zu verlangen, keinen 

Gebrauch gemacht. Damit entfalle bei Eintritt des Versicherungsfalls die 

Möglichkeit einer Berichtigung, es sei denn, die Unrichtigkeit sei 

offenkundig oder es werde der volle Beweis dafür erbracht. Ferner sei es 

für den im Jahr 1979 unverheirateten Beschwerdeführer nicht möglich 

gewesen, in den Genuss von beitragslosen Ehejahren zu gelangen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

vom 23. Januar 2015, mit welchem die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache des heutigen Beschwerdeführers vom 9. Januar 2015 

abgewiesen hat. Solche Einspracheentscheide unterliegen gemäss 

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Bundesrecht der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht am 

Wohnsitz des Versicherten (Art. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 

und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz im Kanton Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes zur 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Als Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 1 AHVG i.V.m. 

Art. 59 ATSG). Auf die überdies form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 1 AHVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 

lit. b ATSG). 

b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die 

ordentliche Altersrente des Beschwerdeführers korrekt berechnet hat, 

wobei im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig noch die 

Berücksichtigung von Beitragszeiten für das Jahr 1979 zu prüfen ist. 

Unbestritten ist demgegenüber die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 

im Jahr 1979 keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist und für das Jahr 

1979 auch keine AHV-Beiträge entrichtet hat. Schliesslich sind sich die 

Parteien auch insofern einig, dass bei den Taggeldern aus der 

Arbeitslosenkasse erst ab dem 1. Januar 1984 AHV-Beiträge zum Abzug 

gebracht beziehungsweise vor diesem Datum die Arbeitslosentaggelder 

ohne Abzug der AHV-Beiträge ausbezahlt wurden. 

2. a) Mit Urteil des Verwaltungsgerichtes S 11 81 vom 11. Oktober 2011 wurde 

die Beschwerdegegnerin aufgefordert abzuklären, inwieweit und in 

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welcher Höhe von der Arbeitslosenkasse im Jahr 1979 zu 

berücksichtigende Beiträge an den Beschwerdeführer entrichtet worden 

sind und ob das Jahr 1979 bei der Rentenberechnung, insbesondere 

hinsichtlich der anzuwendenden Rentenskala, zu berücksichtigen ist. In 

der Folge ersuchte die Beschwerdegegnerin die AHV-Ausgleichskasse 

mit Schreiben vom 28. November 2011 (beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 44) um Mitteilung, ob der Beschwerdeführer für das Jahr 1979 

auf den Lohnabrechnungen aufgeführt sei sowie um allfällige 

Übermittlung eines nachträglichen Auszugs aus dem individuellen Konto 

des Beschwerdeführers. Daraufhin teilte die AHV-Ausgleichskasse der 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 6. Dezember 2011 (Bg-act. 43) 

mit, dass die Arbeitslosenbeiträge erst ab dem 1. Januar 1984 der AHV-

Beitragspflicht unterstellt seien. Diese Tatsache wird vom 

Beschwerdeführer in vorliegendem Verfahren − wie gesehen − auch nicht 

mehr bestritten, hat er in seiner Beschwerdeschrift vom 26. Februar 2015 

unter Ziff. I. 5. doch selbst ausgeführt, dass bei den Taggeldern aus der 

Arbeitslosenkasse erst ab dem 1. Januar 1984 die AHV-Beiträge zum 

Abzug gebracht worden seien, während vor diesem Datum die 

Arbeitslosentaggelder ohne Abzug der AHV-Beiträge ausbezahlt worden 

seien. 

b) Dennoch beantragt der Beschwerdeführer im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 23. Januar 2015 sowie die Berücksichtigung 

der Zeit des Bezugs von Arbeitslosentaggeldern im Jahr 1979 bei der 

Berechnung der AHV-Rente. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen 

vor, dass ihn weder die AHV-Stelle noch die Arbeitslosenkasse darauf 

aufmerksam gemacht hätten, dass er als nichterwerbstätige Person für 

das Jahr 1979 AHV-Beiträge hätte entrichten sollen. Die AHV-

Ausgleichskasse wäre gemäss Art. 39 der Verordnung über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) verpflichtet 

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gewesen, AHV-Beiträge von ihm zu verlangen nachdem sie Kenntnis 

davon erhalten habe, dass er im Jahr 1979 keine Beiträge bezahlt habe. 

Des Weiteren wäre zu prüfen, ob das Technikum als Lehranstalt nicht 

verpflichtet gewesen wäre, der zuständigen Ausgleichskasse alle 

Studierenden zu melden, die als Nichterwerbstätige berufspflichtig sein 

könnten. Jedenfalls habe er keine Kenntnis von seiner AHV-

Beitragspflicht gehabt, weshalb das Unterbleiben der Bezahlung nicht 

dem Beschwerdeführer anzulasten sei. 

c) Diese Ausführungen zielen − wie nachfolgend dargestellt − ins Leere. Als 

Vorbemerkung gilt es festzuhalten, dass die AHV zwischen 

Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen unterscheidet. Als 

Nichterwerbstätige gelten Personen, die kein oder nur ein geringes 

Erwerbseinkommen erzielen, namentlich auch Studierende (vgl. KIESER, 

in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 10 Rz. 16 ff.; vgl. auch Merkblatt 

2.03: Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO, 

herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit 

dem Bundesamt für Sozialversicherungen, Stand 1. Januar 2015 

[nachfolgend AHV-Merkblatt], S. 2). Für Nichterwerbstätige beginnt die 

Beitragspflicht gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 AHVG am 1. Januar nach 

Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in 

welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben. 

Der Beschwerdeführer ging im Jahr 1979 eingestandenermassen keiner 

Erwerbstätigkeit nach, sondern absolvierte ein Nachdiplomstudium an 

einem Technikum (vgl. Ziff. I. 4. f. der Beschwerdeschrift vom 26. Februar 

2015). Folglich galt er − zumindest für das Jahr 1979 − als 

Nichterwerbstätiger im Sinne von Art. 10 AHVG. Als solcher wäre er 

gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 AHVG − da er im Jahr 1979 das 

20. Altersjahr längst vollendet hatte − AHV-beitragspflichtig gewesen. 

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Eingestandenermassen hat der Beschwerdeführer aber für das Jahr 1979 

keinerlei AHV-Beiträge entrichtet, weder als Erwerbstätiger noch als 

Nichterwerbstätiger (vgl. Ziff. I. 6. der Beschwerdeschrift vom 26. Februar 

2015). Die Folgen dieses Versäumnisses muss er sich zum eigenen 

Nachteil anrechnen lassen. Denn entgegen seiner Auffassung obliegt es 

nicht grundsätzlich den Ausgleichskassen, Versicherte auf allfällige 

Beitragslücken aufmerksam zu machen sowie die Nachzahlung der 

geschuldeten Beiträge zu verlangen. Vielmehr müssen sich Versicherte, 

welche nicht erwerbstätig und noch nicht von einer Ausgleichskasse für 

die Beitragszahlung erfasst sind, selber bei der Ausgleichskasse ihres 

Wohnkantons oder bei der Gemeindezweigstelle anmelden. Es ist somit 

Sache der Versicherten, sich um ihre Beitragspflicht zu kümmern und 

damit auch dafür zu sorgen, dass keine Beitragslücken entstehen (vgl. 

AHV-Merkblatt Ziff. 2). Folglich hätte sich aber der Beschwerdeführer, 

nachdem er im Jahr 1979 eingestandenermassen keiner Erwerbstätigkeit 

nachgegangen ist, zumindest um die Entrichtung von Beiträgen als 

Nichterwerbstätiger kümmern müssen. 

An diesem Ergebnis vermag der beschwerdeführerische Hinweis auf 

Art. 39 AHVV, wonach eine Ausgleichskasse die Nachzahlung der 

geschuldeten Beiträge zu verlangen und nötigenfalls durch Verfügung 

festzusetzen hat, wenn sie Kenntnis davon erhält, dass ein 

Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, nichts zu 

ändern. Denn entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich 

Art. 39 AHVV keine Verpflichtung der Ausgleichskasse entnehmen, 

wonach sie die Nachzahlung der geschuldeten Beiträge zu verlangen hat, 

wenn ein Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beiträge leistet. 

Vielmehr hat sie die geschuldeten Beiträge einzig dann zu verlangen und 

nötigenfalls durch Verfügung festzusetzen, wenn sie Kenntnis davon 

erhält, dass ein Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beiträge bezahlt 

hat. Erhält sie aber − aus welchen Gründen auch immer − keine Kenntnis 

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von Beitragslücken eines Beitragspflichtigen, kann und muss sie die 

grundsätzlich geschuldeten Beiträge auch nicht verlangen 

beziehungsweise durch Verfügung festsetzen. Der Grund dafür liegt in 

der Tatsache, dass die einzelne Kasse bei einer Vielzahl von 

Ausgleichskassen infolge Fehlens einer zentralen Kontoführung die 

Erfüllung der Beitragspflicht beispielsweise bei Aufgabe der 

Erwerbstätigkeit, Wegzug, Scheidung usw. gar nicht kontrollieren kann 

(vgl. BRAUN, Beitragshöhe, Beitragsdauer und Beitragslücken in der AHV, 

Diss., Bern 1990, S. 126 Fn. 3). Mitunter auch aus diesem Grund ist es 

grundsätzlich denn auch nach wie vor Sache der Versicherten, sich um 

ihre Beitragspflicht zu kümmern und damit auch dafür zu sorgen, dass 

keine Beitragslücken entstehen. Nur am Rande sei an dieser Stelle noch 

erwähnt, dass die von der Ausgleichskasse nicht verlangten Beiträge zur 

Schliessung allfälliger Lücken ohnehin höchstens auf fünf Jahre zurück 

nachentrichtet werden können (vgl. Art. 39 Abs. 1 AHVV i.V.m. Art. 16 

Abs. 1 AHVG). 

Des Weiteren vermag der Beschwerdeführer auch aus dem Hinweis, 

wonach das Technikum als Lehranstalt allenfalls verpflichtet gewesen 

wäre, der zuständigen Ausgleichskasse alle Studierenden zu melden, die 

als Nichterwerbstätige berufspflichtig sein könnten, nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten. Denn eine entsprechende Verpflichtung der 

Lehranstalten zur Meldung derjenigen Studierenden, welche im 

vorangehenden Kalenderjahr das 20. Altersjahr vollendet haben, wurde 

erst im Rahmen der am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen 10. AHV-

Revision eingeführt (vgl. Art. 10 Abs. 4 AHVG, Art. 29bis und 29ter AHVV). 

Dadurch erhoffte man sich eine möglichst lückenlose Erfassung der 

nichterwerbstätigen Studenten. Vor der Einführung dieser Verpflichtung 

der Lehranstalten − und damit auch im Jahr 1979 − beruhte die 

Vermeidung von Beitragslücken noch weitgehend auf der Eigeninitiative 

der betreffenden Versicherten (vgl. KÄSER, Unterstellung und 

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Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, 

Rz. 10.41). Folglich war das Technikum im Jahr 1979 nicht verpflichtet, 

der zuständigen Ausgleichskasse diejenigen Studierenden zu melden, die 

als Nichterwerbstätige in Frage kommen könnten. 

Schliesslich weist die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 

6. März 2015 zu Recht darauf hin, dass vorliegend − vorbehältlich der 

offenkundigen Unrichtigkeit der Eintragungen im individuellen Konto oder 

der Erbringung des vollen Beweises für deren Unrichtigkeit − bei Eintritt 

des Versicherungsfalls die Möglichkeit einer Berichtigung entfällt. Denn 

gemäss unbestritten gebliebener Aussage der Beschwerdegegnerin hat 

der Beschwerdeführer zum einen von der in Art. 141 Abs. 1 AHVV 

angebotenen Möglichkeit, einen unentgeltlichen Kontoauszug zu 

verlangen, keinen Gebrauch gemacht. Zum anderen sind die 

Eintragungen im individuellen Konto des Beschwerdeführers weder 

offensichtlich unrichtig, noch bringt der Beschwerdeführer den vollen 

Beweis für deren Unrichtigkeit (vgl. Art. 141 Abs. 3 AHVV). Vielmehr hat 

die Beschwerdegegnerin − wie vorstehend dargestellt − die Zeit im Jahr 

1979, in welcher der Beschwerdeführer am Technikum  ein 

Nachdiplomstudium absolvierte und dabei Taggelder der 

Arbeitslosenversicherung bezog, bei der Rentenberechnung zu Recht 

nicht berücksichtigt. 

3. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erweist sich der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Januar 2015 als rechtens, 

was zur vollumfänglichen Bestätigung desselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

Gerichtskosten werden keine erhoben, da das Verfahren vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht − ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung − gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. 

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Dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei steht sodann keine 

Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG). Dasselbe gilt für die 

obsiegende Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 5. August 

2015 abgewiesen (9C_462/2015).