# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 564f7597-4fd0-5f7a-ab21-4fc49c42e9a9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 12.03.2024 S 2024 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2024-4_2024-03-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 24 4

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterIn von Salis und Righetti

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 12. März 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach KVG

- 2 -

I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1991, arbeitet beim C._____ und ist bei der B._____ 

AG (nachfolgend: B._____) gegen die Folgen von Krankheit versichert.

2. Nachdem der Hausarzt Dr. med. D._____ bei A._____ im Juni 2021 eine 

Depression festgestellt hatte, fand am 3. September 2021 ein 

Erstgespräch bei Oberpsychologin E._____ der F._____ statt. Dabei 

diagnostizierte Letztere eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode. 

3. Am 7. September 2021 erlitt A._____ eine Covid-19-Infektion, woraufhin 

sie am 15. September 2021 im G._____ ambulant behandelt wurde. Im 

entsprechenden Bericht vom 16. September 2021 wurde die Diagnose 

einer subjektiven Dyspnoe gestellt. Die Nachkontrolle erfolgte am 

20. September 2021 bei unauffälligem Befund. 

4. In der Folge wurde A._____ am 28. Oktober 2021 im Rahmen der Long-

Covid-Sprechstunde durch Dipl. med. H._____, I._____, ambulant 

untersucht. Letztere stellte in ihrem Bericht vom 8. November 2021 

namentlich ein Post-Covid-19-Syndrom sowie eine Exazerbation der 

mittelgradigen depressiven Symptomatik fest. 

5. Ebenfalls am 28. Oktober 2021 wies der Hausarzt Dr. med. D._____ 

A._____ dem J._____ zur stationären Rehabilitation zu und ersuchte die 

B._____ gleichzeitig um entsprechende Kostengutsprache. Einen Tag 

später ersuchte das K._____ um Kostengutsprache für eine stationäre 

Rehabilitation. 

6. Nachdem A._____ am 30. Oktober 2021 auf der Notfallstation des I._____ 

ambulant behandelt und dabei ein Post-Covid-19-Syndrom bei fehlenden 

- 3 -

wegweisenden Befunden festgestellt worden war, lehnte die B._____ die 

Kostenübernahme für einen stationären Aufenthalt mit Schreiben vom 

1. November 2021 mit der Begründung ab, der Krankheitswert und die 

Spitalbedürftigkeit seien nicht ausgewiesen.

7. Am 3. November 2021 erfolgte eine erneute ambulante Untersuchung auf 

der Notfallstation des I._____. Im entsprechenden Bericht vom gleichen 

Tag wurden neben einem Post-Covid-19-Syndrom ein hochgradiger 

Verdacht auf funktionelle Überlagerung (DD Depression) sowie eine 

hyperventilationsbedingte Hypophosphatämie diagnostiziert. Dazu wurde 

insbesondere ausgeführt, neben dem Long-Covid-Syndrom seien die 

Beschwerden klar auch im Rahmen einer psychischen Überlagerung zu 

sehen. Eine zugrundeliegende Depression sei wahrscheinlich. Eine 

psychiatrische Hospitalisation sei dringend indiziert. 

8. Am 8. November 2021 stellte Dipl. med. H._____ ein 

Wiedererwägungsgesuch und informierte die B._____ dahingehend, dass 

sie A._____ im Rahmen der Long-Covid-Sprechstunde betreue. Aufgrund 

einer nach Covid-19-Infektion persistierenden Dyspnoe, wiederholten 

Husten-Attacken, ausgeprägten Konzentrationsstörungen sowie typischer 

schwerer Fatigue bestehe bei ihr derzeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Sie sei nicht in der Lage, ihren Alltag wie gewohnt selbstständig zu 

meistern. Hierdurch sei es auch zu einer zunehmenden psychischen 

Belastung mit intermittierenden Panikattacken gekommen. Eine Therapie 

im ambulanten Setting sei derzeit nicht möglich. Die Physio- und 

Ergotherapien habe A._____ aufgrund von Dyspnoe- mit einhergehenden 

Panikattacken mehrfach nicht wahrnehmen können. Daher sei eine 

stationäre Rehabilitationsbehandlung zwingend indiziert. 

9. Am 9. November 2021 hielt die B._____ an ihrem ablehnenden Entscheid 

fest. 

- 4 -

10. Bereits zuvor trat A._____ am 7. November 2021 in das J._____ der 

K._____ zur stationären Rehabilitation ein, wo sie sich bis zum 

7. Dezember 2021 in Behandlung befand. Im entsprechenden 

Austrittsbericht vom 7. Dezember 2021 wurde betreffend Verlauf 

insbesondere ausgeführt, dass A._____ in ein multidisziplinäres 

Therapieprogramm integriert worden sei. Sie sei bei ihrem Austritt so 

rekonditioniert gewesen, dass sie eine Gehstrecke von 1.8 km ohne 

Hilfsmittel und Pause habe gehen können. Treppensteigen sei für 60 

Stufen sicher und selbstständig möglich gewesen. Im Rahmen der 

durchgeführten Atemtherapie habe sich eine progressive Steigerung der 

Belastbarkeit mit Besserung der Atembeschwerden gezeigt. Während des 

Aufenthalts sei A._____ auch psychotherapeutisch mitbetreut worden. 

11. Im physiotherapeutischen Austrittsbericht vom 20. Dezember 2021 über 

die entsprechende Behandlung während des stationären 

Rehabilitationsaufenthalts wurde bezüglich des Eintritts eine massive 

Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Alltag festgestellt. Betreffend 

Beurteilung bei Austritt wurde ausgeführt, dass A._____ im gesamten 

Klinikareal sicher und selbstständig für mindestens 2 km ohne Hilfsmittel 

mobil sei. Zudem könne sie 96 Treppenstufen hochsteigen mit 

alternierender Schrittfolge und einer kurzen Stehpause. Beim 1-Minute-

Sit-To-Stand-Test erreiche sie 34 Wiederholungen. Das Ergebnis spreche 

für eine deutliche Verbesserung der kardiorespiratorischen Belastbarkeit 

und der Beinkraft. 

12. Nachdem die B._____ mit Schreiben vom 24. Oktober 2022 ausgeführt 

hatte, dass die Kosten der bereits stattgefundenen stationären 

Rehabilitation weiterhin nicht übernommen werden könnten, und in der 

Folge im August 2023 im Rahmen eines Wiedererwägungsgesuchs erneut 

eine vertrauensärztliche Beurteilung stattgefunden hatte, hielt die B._____ 

am 22. August 2023 an ihrem Entscheid vom 24. Oktober 2022 fest.

- 5 -

13. Mit Verfügung vom 2. November 2023 lehnte die B._____ die 

Kostenübernahme für den stationären Aufenthalt in den K._____ ab. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die vorliegenden Berichte 

wiesen keine medizinischen Befunde für das Vorliegen einer 

Spitalbedürftigkeit von A._____ aus.

14. Die dagegen erhobene Einsprache wies die B._____ mit 

Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2023 ab. 

15. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 10. Januar 

2024 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

erheben und beantragen, der Einspracheentscheid vom 1. Dezember 

2023 sei aufzuheben und die B._____ zu verpflichten, die Kosten für den 

stationären Aufenthalt im J._____ für die Zeit vom 7. November 2021 bis 

zum 7. Dezember 2021 zu übernehmen. Zur Begründung brachte sie 

zusammenfassend vor, vorliegend sei aufgrund der Empfehlungen der 

Fachgruppe FMH und BAG die stationäre Rehabilitation bei Post-Covid-

Erkrankungen eine Behandlungsmethode, welche die WZW-Kriterien 

erfülle. Sodann müsse die Spitalbedürftigkeit bejaht werden, weil die 

Beschwerdeführerin aufgrund des damaligen psychischen 

Gesundheitszustandes und der Post-Covid-Erkrankung nicht in der Lage 

gewesen sei, die medizinisch dringend indizierten ambulanten Therapien 

regelmässig wahrzunehmen. Ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt sei 

deshalb ab November 2021 notwendig gewesen. 

16. In ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2024 (Datum Poststempel) 

beantragte die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 

aus, da es an der Spitalbedürftigkeit gefehlt habe, erfülle eine stationäre 

Rehabilitation vorliegend die WZW-Kriterien nicht. Den Empfehlungen der 

Fachgruppe FMH und BAG folgend sei eine ambulante Therapie das 

- 6 -

empfohlene Ausgangssetting. Erst wenn bei ambulanten Massnahmen 

keine Besserung der Symptome eintrete, könne eine stationäre 

Rehabilitation in Betracht gezogen werden. Vorliegend habe aus 

medizinischer Sicht nicht dargelegt werden können, dass ambulante 

Massnahmen nicht erfolgsversprechend gewesen wären. Zum Zeitpunkt 

des Eintritts in die Reha-Klinik am 7. November 2021 seien die 

Möglichkeiten ambulanter Behandlung noch nicht ausgeschöpft gewesen 

und auch die persönlichen Lebensumstände hätten eine solche nicht 

verunmöglicht. Folglich sei die Ablehnung der Kostenübernahme für die 

erfolgte stationäre Rehabilitation rechtmässig erfolgt. 

17. Die Beschwerdeführerin replizierte am 14. Februar 2024. 

18. Am 21. Februar 2024 (Datum Poststempel) teilte die Beschwerdegegnerin 

ihren Duplikverzicht mit.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht 

liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 1. Dezember 2023. Dieser Entscheid stellt 

gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung 

(KVG; SR 832.10) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ein 

taugliches Anfechtungsobjekt dar. Die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ist gegeben. Zuständig ist 

gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 

- 7 -

Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat. Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz bei 

Einreichung der Beschwerde am 10. Januar 2024 in L._____. Die 

sachliche und funktionelle Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und 

Verfügungen in Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss 

Bundesrecht der Beschwerde unterliegen. Auch die Legitimation ist 

gegeben: Als formelle und materielle Adressatin ist die 

Beschwerdeführerin vom angefochtenen Entscheid berührt und sie weist 

ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). 

Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 

und Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

die Kostenübernahme für den stationären Rehabilitationsaufenthalt der 

Beschwerdeführerin vom 7. November 2021 bis zum 7. Dezember 2021 

im J._____ der K._____ zu Recht abgelehnt hat. 

3.1. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt nach Art. 24 

Abs. 1 KVG die Kosten für die Leistungen gemäss den Art. 25 bis 31 KVG 

nach Massgabe der in den Art. 32 bis 34 KVG festgelegten 

Voraussetzungen. Nach Art. 25 Abs. 1 KVG übernimmt die obligatorische 

Krankenpflegeversicherung die Kosten für die Leistungen, die der 

Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen. Diese 

Leistungen umfassen unter anderem die Untersuchungen und 

Behandlungen, die ambulant, stationär oder in einem Pflegeheim, sowie 

die Pflegeleistungen, die in einem Spital durchgeführt werden von Ärzten 

oder Ärztinnen, Chiropraktoren oder Chiropraktorinnen und Personen, die 

auf Anordnung oder im Auftrag eines Arztes oder einer Ärztin 

- 8 -

beziehungsweise eines Chiropraktors oder einer Chiropraktorin 

Leistungen erbringen (Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG). Im Weiteren übernimmt 

die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten der ärztlich 

durchgeführten oder angeordneten Massnahmen der medizinischen 

Rehabilitation sowie für den Aufenthalt im Spital entsprechend dem 

Standard der allgemeinen Abteilung (Art. 25 Abs. 2 lit. d und e KVG). 

3.2. Die medizinische Rehabilitation im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG wird 

im Gesetz nicht näher umschrieben. Nach Lehre und Rechtsprechung 

besteht ihr besonderes Merkmal darin, dass die Behandlung der Krankheit 

an sich abgeschlossen ist und Therapieformen zur Nachbehandlung von 

Krankheiten zur Anwendung gelangen (vgl. EUGSTER, Die obligatorische 

Krankenpflegeversicherung, in: MEYER [Hrsg.], Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 

2016, Rz. 456 mit Hinweisen). Sie bezweckt, die durch die Krankheit oder 

die Behandlung der Krankheit selbst bewirkte Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit mit Hilfe medizinischer 

Massnahmen ganz oder teilweise zu beheben. Sie ist somit auf die 

Wiedererlangung verlorener oder die Verbesserung beeinträchtigter 

Funktionsfähigkeiten mit medizinischen Mitteln gerichtet. Grundlegende 

Anspruchsbedingung ist ein ausgewiesenes Rehabilitationspotenzial. 

Dieses setzt voraus, dass nach wissenschaftlich begründeten 

Erfahrungen mit einer Verbesserung des Funktionsvermögens unter 

vernünftigem Therapieaufwand gerechnet werden kann. Wenn die 

medizinische Rehabilitation praktisch keine nennenswerte Verbesserung 

der beeinträchtigten Funktionen mehr verspricht, ist das Stadium des 

Pflegefalles erreicht (vgl. EUGSTER, a.a.O., Rz. 457). Die medizinische 

Rehabilitation kann ambulant, teilstationär, in einer Kuranstalt, in einem 

Pflegeheim oder in einer dafür spezialisierten Rehabilitationsklinik 

erfolgen. Erfolgt die medizinische Rehabilitation in einer dafür 

- 9 -

spezialisierten Klinik, ist eine Spitalbedürftigkeit (vgl. dazu Erwägung 3.4 

f. hernach) vorausgesetzt (vgl. BGE 126 V 323 E.2c; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_253/2020 vom 2. Juni 2020 E.2.3). 

3.3. Nach Art. 32 Abs. 1 KVG müssen die Leistungen nach Art. 25 bis 31 KVG 

wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein. Die Wirksamkeit muss 

nach wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein. 

3.3.1. Eine medizinische Leistung ist im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG wirksam, 

wenn sie objektiv den Erfolg der Behandlung der Krankheit erwarten lässt, 

mit anderen Worten muss sie objektiv geeignet sein, auf den angestrebten 

diagnostischen, therapeutischen oder pflegerischen Nutzen hinzuwirken. 

Wirksamkeit bezeichnet die kausale Verknüpfung von Ursache 

(medizinische Massnahme) und Wirkung (medizinischer Erfolg) (vgl. BGE 

145 V 116 E.3.2.1, 139 V 135 E.4.4.1, 133 V 115 E.3.1 und 130 V 299 

E.6.1; EUGSTER, a.a.O., Rz. 329).

3.3.2. Die Zweckmässigkeit einer Leistung setzt deren Wirksamkeit voraus. Ob 

eine Leistung zweckmässig ist, muss anhand des diagnostischen oder 

therapeutischen Nutzens der Anwendung im Einzelfall, unter 

Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken, gemessen am 

angestrebten Heilerfolg der möglichst vollständigen Beseitigung der 

körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung beurteilt werden (vgl. 

BGE 137 V 295 E.6.2 und 130 V 299 E.6.1; Urteile des Bundesgerichts 

9C_736/2020 vom 10. Dezember 2021 E.4.1 und 9C_246/2020 vom 

4. März 2021 E.5.2). Die Frage der Zweckmässigkeit hängt damit von 

medizinischen Kriterien ab und deckt sich mit derjenigen nach der 

medizinischen Indikation. Ist die medizinische Indikation einer wirksamen 

Behandlungsmethode gegeben, ist auch die Zweckmässigkeit zu bejahen. 

Umgekehrt sind medizinisch nicht indizierte therapeutische oder 

- 10 -

diagnostische Vorkehren regelmässig auch unzweckmässig (vgl. BGE 139 

V 135 E.4.4.2 und 130 V 532 E.2.2). 

3.3.3. Das Wirtschaftlichkeitserfordernis im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG 

bezieht sich nach der Rechtsprechung auf die Wahl unter mehreren 

zweckmässigen Behandlungsalternativen: Bei vergleichbarem 

medizinischem Nutzen ist die kostengünstigste Variante bzw. diejenige mit 

dem besten Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu wählen. Das bedeutet aber 

nicht, dass dort, wo es nur eine einzige Behandlungsmöglichkeit gibt, 

diese ungeachtet der Kosten in jedem Fall als wirtschaftlich zu betrachten 

wäre. Unter dem allgemeinen Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit, die 

für das gesamte Staatshandeln gilt (vgl. Art. 5 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 

101]), ist eine Leistung zu verweigern, wenn zwischen Aufwand und 

Heilerfolg ein grobes Missverhältnis besteht, was eine Beurteilung des 

Verhältnisses von Kosten und Nutzen voraussetzt. Es können somit weder 

die hohe therapeutische Wirksamkeit noch die Wirtschaftlichkeit je 

getrennt voneinander betrachtet werden in dem Sinne, dass die Frage 

nach dem hohen therapeutischen Nutzen mit einem kategorialen Ja oder 

Nein beantwortet werden könnte und bejahendenfalls die Kosten in 

beliebiger Höhe zu übernehmen wären. Vielmehr ist die Frage nach dem 

hohen therapeutischen Nutzen graduell und in Relation zu den 

Behandlungskosten zu beurteilen: Je höher der Nutzen ist, desto höhere 

Kosten sind gerechtfertigt (vgl. BGE 142 V 26 E.5.2.1, 139 V 135 E.4.4.3 

und 136 V 395 E.7.4). Das Wirtschaftlichkeitsgebot bezieht sich nicht nur 

auf Art und Umfang der durchzuführenden diagnostischen und 

therapeutischen Massnahmen, sondern auch auf die Behandlungsform, 

insbesondere die Frage, ob eine bestimmte Massnahme ambulant oder 

stationär (bzw. teilstationär) durchzuführen ist und in welche Heilanstalt 

- 11 -

oder Abteilung einer solchen die versicherte Person vom medizinischen 

Standpunkt aus gehört (vgl. BGE 139 V 135 E.4.4.3 und 126 V 334 E.2b).

3.4. Die Leistungspflicht für stationäre Behandlung setzt zunächst voraus, dass 

sich die versicherte Person in einem Spital, d.h. einer Anstalt oder deren 

Abteilung aufhält, das der stationären Behandlung akuter Krankheiten      

oder der stationären Durchführung von Massnahmen der medizinischen 

Rehabilitation dient (Art. 39 Abs. 1 KVG). Zusätzlich bedarf es einer 

Spitalbedürftigkeit. Diese ist gegeben, wenn die versicherte Person an 

einer Krankheit leidet und die Akutbehandlung, die Überwachung des 

Gesundheitszustands oder die medizinische Rehabilitation 

notwendigerweise unter Spitalbedingungen erfolgen müssen (vgl. 

EUGSTER, a.a.O., Rz. 444). Eine Spitalbedürftigkeit liegt mithin vor, wenn 

diagnostische oder therapeutische Anwendungen wegen der apparativen 

und personellen Anforderungen nur in einem Spital zweckmässig 

vorgenommen werden können. Das Erfordernis der Spitalbedürftigkeit ist 

für den Regelfall ein Ausfluss des Gebots wirtschaftlicher 

Behandlungsweise (vgl. Art. 32 Abs. 1 KVG); es gilt der Grundsatz der 

Nachrangigkeit der Hospitalisation gegenüber kostengünstigeren 

Alternativen (vgl. EUGSTER, a.a.O., Rz. 445). Dieser ergibt sich auch aus 

den von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Empfehlungen 

betreffend Behandlungsmöglichkeiten für die Post-Covid-19-Erkrankung 

(vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act. 18]): Danach wird eine 

ambulante Rehabilitation als Erstempfehlung angeführt, wobei eine 

stationäre Rehabilitation erst in Betracht gezogen werden kann, wenn 

Fortschritte stagnieren oder sich nicht verbessern (vgl. dortige S. 4; siehe 

auch beschwerdegegnerische Akten [Bg-act. 24 S. 27]). 

Spitalbedürftigkeit ist jedoch gegeben, wenn die Möglichkeiten ambulanter 

Behandlungsalternativen ausgeschöpft sind und einzig ein 

Spitalaufenthalt noch Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Spitalbedürftigkeit 

- 12 -

im Zusammenhang namentlich mit Rehabilitationsmassnahmen ist nach 

der erforderlichen Behandlungsintensität, dem Behinderungsgrad, der 

Pflegebedürftigkeit und der Schwere des Hauptleidens oder zusätzlich 

komplizierender Krankheiten zu beurteilen (vgl. BGE 126 V 323 E.2c). Ziel 

ist die Sicherstellung einer notwendigen medizinischen Behandlung, die 

sonst nicht durchführbar wäre, und zwar auch nicht mit den Mitteln der 

Krankenpflege zu Hause oder in einem Kurhaus (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_253/2020 vom 2. Juni 2020 E.2.2 und E.2.3 mit 

Hinweis auf BGE 126 V 323 E.2c). In einem solchen Fall kann eine 

Hospitalisation selbst dann gerechtfertigt sein, wenn die in der Heilanstalt 

durchgeführte Behandlung für sich allein, prognostisch beurteilt, keine 

Spitalbedingungen erfordert hätte. Auch persönliche, familiäre und andere 

nicht streng medizinische Umstände können einen Spitalaufenthalt 

rechtfertigen. Dies wiederum trifft dann zu, wenn die medizinische 

Behandlung wegen besonderer persönlicher Lebensumstände nicht 

anders als im Spital durchgeführt werden kann (vgl. BGE 126 V 323 E.2b), 

bzw. wenn der Krankheitszustand einer versicherten Person nicht 

unbedingt eine ärztliche Behandlung, sondern lediglich einen Aufenthalt 

im Spitalmilieu erfordert. Die Intensität der ärztlichen Behandlung, welche 

die Krankheit einer versicherten Person verlangt, ist somit nicht alleiniges 

Entscheidungskriterium für eine Hospitalisation – insbesondere dann 

nicht, wenn eine versicherte Person wegen ihres hohen Alters, ihrer 

familiären Verhältnisse oder weil sie alleinstehend ist, keine Möglichkeit 

hat, die ihrem Zustand entsprechende Pflege und Beaufsichtigung 

zuhause zu erhalten, oder wenn eine solche Betreuung der Familie der 

versicherten Person nicht zugemutet werden kann (vgl. BGE 120 V 200 

E.6a und 115 V 48 E.3b/aa; PFIFFNER RAUBER, Das Recht auf 

Krankheitsbehandlung und Pflege, Zürich/Basel/Genf 2003, S. 190 f.).

- 13 -

3.5. Die Tatsache allein, dass die Behandlung und der Aufenthalt in einem 

Spital vom behandelnden Arzt verschrieben worden sind, ist für die 

Übernahme der Hospitalisationskosten nicht entscheidend. Die 

Anspruchsvoraussetzung der Spitalbedürftigkeit beurteilt sich nach 

objektiven Kriterien. In zeitlicher Hinsicht sind für die Frage der 

Spitalbedürftigkeit und deren Beurteilung die gesundheitlichen 

Verhältnisse im Zeitpunkt des Spitaleintritts massgebend. Die Dauer eines 

Spitalaufenthalts ist auf das erforderliche Mass zu begrenzen (vgl. 

EUGSTER, a.a.O., Rz. 448 f. mit Hinweisen).

4.1. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der 

Untersuchungsgrundsatz, wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der 

Leistungen beanspruchenden Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde 

hat, wo notwendig, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. 

Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 

Zürich/Basel/ Genf 2020, Art. 43 Rz. 13 ff. und 96 ff.). Die 

Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch 

grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). 

Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung 

des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 

besteht. Wenn der Versicherungsträger oder das kantonale 

Sozialversicherungsgericht im Rahmen einer umfassenden, sorgfältigen, 

objektiven und inhaltsbezogenen Beweiswürdigung zur Überzeugung 

gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt überwiegend wahrscheinlich 

sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung nicht entgegen bzw. 

liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 

E.5.3, 134 I 140 E.5.3 und 124 V 90 E.4b). Bleiben jedoch erhebliche 

Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der getroffenen 

- 14 -

Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_414/2022 vom 24. Januar 2023 E.4.1 f., 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 

E.4.1.1 f., 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E.3.1.1 f., 9C_377/2021 vom 

22. Oktober 2021 E.5.3.1, 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E.3.3.1, nicht 

publ. in: BGE 146 V 121, 8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E.3.1 und 

8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E.2.1; KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 18 f. 

und 29 f.). Kommt die Verwaltung ihrer Abklärungspflicht nicht oder nicht 

genügend nach, kann die Sache aus diesem Grund an die Verwaltung 

zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 E.5). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache der verfügenden 

Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) oder des 

Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) ist, für die 

Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Die Parteien 

tragen in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 

Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich 

erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 

144 V 427 E.3.2 und 138 V 218 E.6; Urteil des Bundesgerichts 

8C_414/2022 vom 24. Januar 2022 E.4.3).

4.2. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

- 15 -

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten, sondern dessen Inhalt (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2, 134 V 231 

E.5.1 und 125 V 351 E.3a). 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll gemäss 

Bundesgericht der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass 

diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 

Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 

351 E.3b/cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2022 vom 25. Mai 2023 

E.5.4, 8C_736/2021 vom 22. März 2022 E.5.2 und 8C_660/2020 vom 

1. Februar 2021 E.4.4). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Fachpersonen, worunter namentlich auch die beratenden Ärzte und 

Ärztinnen bzw. die Vertrauensärzte und Vertrauensärztinnen der 

Krankenversicherer gemäss Art. 57 KVG fallen, kommt nicht derselbe 

Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 

Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. 

Generell sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 

wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 

entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 

145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und 

E.4.6 f. sowie 125 V 351 E.3b/ee; Urteile des Bundesgerichts 

8C_410/2022 vom 23. Dezember 2022 E.4.3, 8C_549/2021 vom 

7. Januar 2022 E.7.1 und 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4). 

- 16 -

5.1. Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2023 massgeblich auf die 

vertrauensärztliche Beurteilung von pract. med. M._____ vom 17. August 

2023 (vgl. Bg-act. 14 und 18). Darin führte Letzterer bezüglich des 

Gesuchs um Kostengutsprache für eine stationäre pulmonale 

Rehabilitation aus, Frau Kollega H._____ berichte im Rahmen des 

Wiedererwägungsgesuchs vom November 2021 in kurzer Art vom Leiden 

der Beschwerdeführerin. Es fehlten objektive Befunde, welche eine 

Spitalbedürftigkeit medizinisch ausweisen würden. Zudem sei der 6-

Minuten-Gehtest zum Zeitpunkt des Eintritts in die K._____ zwar reduziert 

gewesen (200 m), jedoch ausreichend zur Aufnahme und/oder 

Intensivierung ambulanter Massnahmen. Objektive Zeichen eines 

kardialen und/oder pulmonalen Defizits seien im Austrittsbericht der 

K._____ vom Dezember 2021 nicht festgestellt worden. Der Puls und die 

periphere Sauerstoffsättigung (SpO2) hätten im Normbereich einer 

erwachsenen untrainierten Person gelegen. Zeichen der Belastung wären 

typischerweise ein inadäquater Pulsanstieg in Kombination mit einer 

Sauerstoffentsättigung (d.h. Werte unter 90 %) im peripheren Blut. 

Ausserdem diene die Borg-Skala der Erfassung der subjektiven Belastung 

und die Auswertung der ADL-bezogenen Mobilität sei uneingeschränkt 

gewesen. Zusammenfassend zeigten die neu eingebrachten Unterlagen 

keine medizinischen Befunde, die eine Spitalbedürftigkeit der 

Beschwerdeführerin ausweisen würden. Die Intensivierung der 

ambulanten Massnahmen wäre eine WZW-erfüllende Alternative (vgl. Bg-

act. 14). 

5.2. Zum Krankheitsverlauf der Beschwerdeführerin ergibt sich aus den Akten, 

dass sie am 15. September 2021 im G._____ ambulant behandelt worden 

war. Im entsprechenden Bericht vom 16. September 2021 wurde die 

Diagnose einer subjektiven Dyspnoe, a.e. bei Covid-Infektion vom 

- 17 -

7. September 2021, gestellt. In anamnestischer Hinsicht wurde 

insbesondere ausgeführt, dass eine notfallmässige Selbstvorstellung 

aufgrund einer neuaufgetretenen Dyspnoe im Rahmen einer Covid-

Infektion erfolgt sei. Die Beschwerdeführerin habe über eine seit zwei 

Tagen bestehende Anstrengungsdyspnoe und eine seit der Nacht des 

Vorstellungstages bestehende geringe Ruhedyspnoe geklagt. Es hätten 

Husten sowie eine leichte Rhinitis bestanden, ansonsten hätten keine 

Symptome einer oberen Atemwegsinfektion vorgelegen. Betreffend 

Befund wurde Folgendes festgehalten: "Afebril. Kreislauf stabil. 

Atemfrequenz 35/min. Cor: Reine Herztöne, keine Nebengeräusche. 

Pulmo: Vesikuläres Atemgeräusch über allen Lungenflügeln, keine 

Nebengeräusche". Zudem ergab die durchgeführte Blutgasanalyse 

abgesehen von einem infolge erhöhter Atemfrequenz erniedrigten 

Kohlendioxidpartialdruckwert einen unauffälligen Befund. Auch in 

laboranalytischer Hinsicht ergaben sich keine Hinweise auf ein akutes 

pulmonales Geschehen; die Entzündungswerte lagen im Normbereich. In 

radiologischer Hinsicht konnten ausserdem keine Hinweise auf ein Infiltrat 

festgestellt werden. Der Beschwerdeführerin wurde Symbicort zur 

Inhalation bei subjektiver Atemnot abgegeben (vgl. Bg-act. 2 und Bf-act. 

4). 

Daraufhin erfolgte am 20. September 2021 eine Nachkontrolle. Im 

entsprechenden Bericht des Spitals L._____ vom 21. September 2021 

wurde in anamnestischer Hinsicht unter anderem ausgeführt, dass die 

Beschwerdeführerin über eine Verbesserung der Symptomatik berichte, 

wobei immer noch Atemnot bei Anstrengung und Husten bestünden. 

Betreffend Befund wurde Folgendes festgehalten: "Afebril. Kreislauf stabil. 

Atemfrequenz 24/min, Nativsättigung 99 %. Cor: reine Herztöne, keine 

Nebengeräusche. Pulmo: vesikuläres Atemgeräusch über allen 

Lungenfeldern, keine Nebengeräusche". In Bezug auf die Beurteilung und 

- 18 -

das Procedere wurde schliesslich ausgeführt, dass die Weiterführung der 

inhalativen Therapie mit Symbicort empfohlen werde. Zudem sei keine 

weitere Verlaufskontrolle mehr erforderlich. Die Beschwerdeführerin sei 

ausserdem darauf hingewiesen worden, dass die Regeneration noch 

einige Wochen in Anspruch nehmen könne und dies im normalen Rahmen 

einer Covid-Infektion verlaufe (vgl. Bg-act. 3 und Bf-act. 5). 

Aus den Berichten des G._____ ergibt sich somit, dass die subjektiv 

beklagten somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin bei 

erhobenen unauffälligen kardialen und pulmonalen Befunden nicht 

objektiviert werden konnten. Allerdings ist dazu anzumerken, dass sich 

diese Berichte nicht zu den gesundheitlichen Verhältnissen zum Zeitpunkt 

des Klinikeintritts äussern, sondern zu einer weiter zurückliegenden 

medizinischen Situation (vgl. vorstehend E.3.5). Demnach lässt sich 

daraus nichts bezüglich der Spitalbedürftigkeit der Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt des Klinik-eintritts am 7. November 2021 ableiten.

5.3. Im Weiteren ist daher zu prüfen, ob sich die Notwendigkeit einer 

stationären pulmonalen Rehabilitation aus den Berichten zu den in der 

Folge stattgehabten (notfallmässigen) ambulanten Behandlungen im 

I._____ ergibt.

Zunächst wurde die Beschwerdeführerin am 28. Oktober 2021 im Rahmen 

der Long-Covid-Sprechstunde durch Dipl. med. H._____, Oberärztin 

Medizin, untersucht. Im entsprechenden Bericht vom 8. November 2021 

diagnostizierte Letztere unter anderem ein Post-Covid-19-Syndrom bei 

folgendem klinischen Bild: ausgeprägte Atemnot, trockener Husten, 

Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und einer post exertional 

malaise (Anmerkung des Gerichts: bei Letzterem handelt es sich um eine 

Verschlechterung der Symptome schon nach geringer körperlicher, 

geistiger oder emotionaler Anstrengung, siehe dazu auch Urteil des 

- 19 -

Verwaltungsgerichts [VGU] S 22 33 vom 3. Mai 2022 E.5.5.1). In 

anamnestischer Hinsicht berichtete die Beschwerdeführerin namentlich, 

sie sei Anfang September 2021 anlässlich einer Hochzeit an Covid-19 

erkrankt. Initial habe es sich wie eine normale Grippe angefühlt. Erst im 

Verlauf (ca. eine Woche nach Symptombeginn) hätten sich eine 

ausgeprägte Atemnot und Kraftlosigkeit eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt 

habe sie wegen der Schwäche und des Schwindels keine kurzen Strecken 

gehen können. Ab der dritten Woche sei zusätzlich ein stark störender, 

trockener Husten hinzugekommen. Aufgrund der Hustenanfälle leide sie 

unter progredienten Schmerzen im Bereich der rechten Rippe. Sie atme 

nur noch sehr oberflächlich und könne häufig kaum gehen oder stehen. 

Darüber hinaus leide sie seit Beginn der Covid-19-Erkrankung an einer 

ausgeprägten Vergesslichkeit und Konzentrationsstörung. Sie habe das 

Gefühl, Zusammenhänge nicht mehr zu realisieren, und Wörter zwar zu 

hören, aber diese nicht mehr zu verstehen. Dies habe sie von früher nicht 

gekannt. Aufgrund ausgeprägter Muskelschmerzen und der post 

exertional malaise sei sie praktisch nicht mehr in der Lage, den Haushalt 

zu führen. Früher habe sie etwa 30 Minuten für die Badezimmerreinigung 

gebraucht. Nun müsse sie diese Tätigkeit auf drei bis vier Tage aufteilen. 

Sie fühle sich zunehmend zittrig, innerlich unruhig und angetrieben. 

Insgesamt sei die Situation für sie sehr belastend und kaum mehr 

auszuhalten. Vor der Coronavirusinfektion sei sie normal fit gewesen, 

habe Sport getrieben und am sozialen Leben teilgenommen. Die Phasen 

der Müdigkeit und wenigen Energie seien nur sehr selten aufgetreten. 

Betreffend Systemanamnese führte Dipl. med. H._____ insbesondere 

aus, dass die kardio-pulmonale körperliche Leistungsfähigkeit stark 

eingeschränkt sei und intermittierendes Herzrasen sowie Palpitationen 

bestünden. In neurologischer Hinsicht bestünden ein intermittierend 

ungerichteter Schwindel und ein dumpfes Gefühl im Kopf, welche an 

Tagen ausgeprägter Müdigkeit verstärkt seien. Betreffend Erhebung der 

- 20 -

Lebensqualität mittels der EQ-5D-5L Analogskala gab die 

Beschwerdeführerin unter anderem was folgt an: "Beweglichkeit/Mobilität: 

2/5; Allgemeine Tätigkeiten: 1/5 und Schmerzen/körperliche 

Beschwerden: 1/5", wobei 1/5 Punkte für eine maximale Einschränkung 

steht. In Bezug auf die visuelle Analogskala ordnete Letztere ihre 

Gesundheit ausserdem bei 10 von 100 Punkten ein. Infolge 

Hyperventilation der Beschwerdeführerin konnte weder eine 

Bodyplethysmographie noch der 6-Minuten-Gehtest durchgeführt werden. 

Das durchgeführte EKG ergab folgenden Befund: "Normokarder 

Sinusrhythmus, Steil-Typ, Zeiten unauffällig, normale R-Progression, R/S-

Umschlag V3/V4, unauffällige De- und Repolarisation". Schliesslich führte 

Dipl. med. H._____ im Rahmen ihrer Beurteilung insbesondere aus, initial 

habe sich bei der Beschwerdeführerin nach erlittener akuter 

Coronavirusinfektion Anfang September 2021 ein milder Verlauf in Form 

einer gewöhnlichen Erkältung gezeigt. In der Folge seien allerdings eine 

ausgeprägte Atemnot und ein stark störender Husten hinzugekommen. 

Darüber hinaus stünden für die Beschwerdeführerin derzeit eine 

ausgeprägte Müdigkeit und Leistungsintoleranz, eine post exertional 

malaise sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen im Vordergrund. 

Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Beginn der Erkrankung. 

Laboranalytisch sowie elektrokardiographisch hätten sich keine 

wegweisenden Befunde gezeigt. Aufgrund der Anamnese mit subjektiv 

stark störender Dyspnoe seien ebenfalls die D-Dimere bestimmt worden, 

welche negativ ausgefallen seien. Eine venöse Thromboembolie 

erscheine somit unwahrscheinlich. Eine geplante Lungenfunktionsprüfung 

habe aufgrund einer schweren Episode von Hyperventilation nicht 

durchgeführt werden können. Insgesamt zeige die Beschwerdeführerin ein 

typisches Bild eines Post-Covid-19-Syndroms. Neben medikamentösen 

Massnahmen sei der Beschwerdeführerin ein erweitertes 

Therapiekonzept vorgestellt worden. Von einer spezifischen Atemtherapie 

- 21 -

und Entspannungstechniken würde Letztere profitieren. Eine 

entsprechende Verordnung sei ausgestellt worden und die 

Beschwerdeführerin werde sich um einen Termin bemühen. Darüber 

hinaus sei die Aufnahme einer Ergotherapie besprochen worden, 

insbesondere zum Erlernen von Pacing-Strategien im Rahmen der 

momentan vorhandenen Ressourcen. Diesbezüglich werde sich die 

Beschwerdeführerin beim Schweizerischen Roten Kreuz melden (vgl. Bf-

act. 11). 

Sodann erfolgte am 30. Oktober 2021 eine ambulante Untersuchung der 

Beschwerdeführerin auf der Notfallstation des I._____. Im entsprechenden 

Bericht vom selben Tag diagnostizierten Dr. med. E._____, Oberärztin 

Medizin, und Dipl. med. N._____, Assistenzärztin, ebenfalls ein Post-

Covid-19-Syndrom. Zum aktuellen Leiden führten sie unter anderem aus, 

es sei eine notfallmässige Selbstzuweisung bei bekanntem Long-Covid-

Syndrom und subjektiv zunehmender Dyspnoe seit Tagen bis Wochen 

erfolgt. Die Beschwerdeführerin habe über persistierende Hustenanfälle 

mit anschliessenden Schmerzen im Bereich des linken Rippenbogens 

geklagt. Im Rahmen der Befunderhebung wurden ein guter 

Allgemeinzustand und eine Sauerstoffsättigung (SpO2) von 97 % 

festgestellt. Bezüglich der kardialen Befunde wurde zudem was folgt 

ausgeführt: "Reine, rhythmische, normofrequente, leise Herztöne ohne 

Nebengeräusche". Hinsichtlich der pulmonalen Befunde wurden 

ausserdem ein vesikuläres Atemgeräusch, keine Rasselgeräusche und 

eine sonore symmetrische Perkussion festgestellt. Dr. med. E._____ und 

Dipl. med. N._____ beurteilten insbesondere, dass sich die 

Beschwerdeführerin normoton, normokard, normopnoeisch und afebril mit 

einer Sättigung von 98 % unter Raumluft präsentiert habe. In der 

klinischen bzw. laborchemischen Untersuchung seien keine 

wegweisenden Befunde aufgefallen. In Zusammenschau der Befunde sei 

- 22 -

mit der Beschwerdeführerin weiterhin eine symptomorientierte 

Behandlung sowie Physiotherapie und anschliessend eine 

Verlaufskontrolle in der Long-Covid-Sprechstunde in ca. vier Wochen 

vereinbart worden (vgl. Bf-act. 9). 

Im Weiteren erfolgte am 3. November 2021 eine erneute Untersuchung 

der Beschwerdeführerin auf der Notfallstation des I._____. Im 

entsprechenden Bericht vom selben Tag stellten Dipl. med. O._____, 

Oberärztin Medizin, und Dr. med. P._____, Assistenzärztin, unter 

anderem die Diagnosen eines Post-Covid-19-Syndroms sowie einer 

hyperventilationsbedingten Hypophosphatämie. In anamnestischer 

Hinsicht hielten sie insbesondere fest, es sei eine notfallmässige 

Selbstvorstellung aufgrund von akuter Dyspnoe bei bekanntem Post-

Covid-19-Syndrom erfolgt. Die Beschwerdeführerin sei in der 

Physiotherapie gewesen, als es zu einer Atemnot mit zunehmender 

Hyperventilation und Panikgefühl gekommen sei. Sie leide seit der Covid-

Erkrankung an diesen Beschwerden. Zudem berichte sie von Schwindel, 

Müdigkeit und Erschöpfung. Diese Beschwerden führten dazu, dass die 

ambulante Rehabilitation nicht mehr durchgeführt werden könne. 

Betreffend Status wiesen Dipl. med. O._____ und Dr. med. P._____ einen 

leicht reduzierten Allgemeinzustand, eine Herzfrequenz von 93/min und 

eine native Sauerstoffsättigung von 100 % aus. In Bezug auf die kardialen 

Befunde hielten sie zudem Folgendes fest: "Reine, rhythmische Herztöne. 

Keine Herzgeräusche auskultierbar". Bezüglich der pulmonalen Befunde 

wurde ausserdem was folgt ausgeführt: "Abgeschwächtes Atemgeräusch 

rechts basal, sonst vesikuläres Atemgeräusch ubiquitär. Keine 

Nebengeräusche". Dipl. med. O._____ und Dr. med. P._____ beurteilten 

insbesondere, dass sich die Beschwerdeführerin bei Eintritt in die 

Notfallstation tachypnoeisch gezeigt habe mit einer guten 

Sauerstoffsättigung. Letztere sei hämodynamisch stabil gewesen. In der 

- 23 -

arteriellen Blutgasanalyse habe sich eine Hypokapnie bei Hyperventilation 

ohne Hinweis auf eine respiratorische Insuffizienz gezeigt. 

Laboranalytisch sei eine leichtgradige Leukozytose bei normwertigem 

CPR und sonst blandem Befund festgestellt worden. Eine vorbekannte 

Hypophosphatämie habe sich im Vergleich zum Vorbefund verbessert 

gezeigt. Dies sei im Rahmen der Hyperventilation interpretiert worden. Ein 

Thoraxröntgen habe bei vermindertem Atemgeräusch rechts basal in der 

Auskultation kein Hinweis auf eine Pneumonie, einen Pneumothorax oder 

eine dislozierte Rippenfraktur ergeben. Im Weiteren hielten Dipl. med. 

O._____ und Dr. med. P._____ zum Prozedere namentlich fest, da die 

ambulanten Therapien zur Erschöpfung und Panikattacken führten, seien 

diese aktuell nicht zielführend (vgl. Bf-act. 10). 

Im vom Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin erwähnten 

Wiedererwägungsgesuch von Dipl. med. H._____ vom 8. November 2021 

führte Letztere aus, aufgrund einer nach der Covid-19-Infektion 

persistierenden Dyspnoe, wiederholten Husten-Attacken, ausgeprägten 

Konzentrationsstörungen sowie typischer schwerer Fatigue bestehe bei 

der Beschwerdeführerin derzeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Sie sei 

nicht in der Lage, ihren Alltag wie gewohnt selbstständig zu meistern. 

Hierdurch sei es auch zu einer zunehmenden psychischen Belastung mit 

intermittierenden Panikattacken gekommen. Eine Therapie im ambulanten 

Setting sei derzeit nicht möglich. Die organisierte Physio- und 

Ergotherapie habe aufgrund von Dyspnoe- und damit einhergehenden 

Panikattacken mehrfach nicht wahrgenommen werden können. 

Stattdessen sei es nun zu mehreren Konsultationen auf der Notfallstation 

gekommen. Eine stationäre Rehabilitationsbehandlung sei daher 

zwingend indiziert (vgl. Bf-act. 6 und Bg-act. 8). 

Mit Blick auf die für die Beurteilung der Spitalbedürftigkeit massgebende 

Frage, ob die Möglichkeiten ambulanter Behandlungen ausgeschöpft 

- 24 -

waren, lässt sich den vorerwähnten Berichten des I._____ entnehmen, 

dass Dipl. med. H._____ in ihrem Bericht vom 8. November 2021 zu der 

am 28. Oktober 2021 durchgeführten ambulanten Untersuchung ein 

typisches Bild eines Post-Covid-19-Syndroms feststellte und mit der 

Beschwerdeführerin neben medikamentöser Massnahmen ein erweitertes 

Therapiekonzept besprach. Dieses umfasste insbesondere eine ambulant 

durchzuführende spezifische Atemtherapie, Entspannungstechniken und 

Ergotherapie zum Erlernen von Pacing-Strategien im Rahmen der 

vorhandenen Ressourcen (vgl. Bf-act. 11 S. 4; siehe dazu auch die von 

der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Behandlungsmöglichkeiten für 

die Post-Covid-19-Erkrankung [Bf-act. 18]). Gleichermassen vereinbarten 

Dr. med. E._____ und Dipl. med. N._____ gemäss Bericht zur 

Untersuchung auf der Notfallstation am 30. Oktober 2021 bei fehlenden 

wegweisenden Befunden mit der Beschwerdeführerin die Weiterführung 

der symptomorientierten Behandlung sowie eine Physiotherapie (vgl. Bf-

act. 9). Insofern sprechen die Berichte vom 30. Oktober 2021 

(Untersuchung vom selben Tag) und 8. November 2021 (Untersuchung 

vom 28. Oktober 2021) eher gegen die Ausschöpfung ambulanter 

Therapiemöglichkeiten, zumal darin erst noch solche ambulanten 

Behandlungsmöglichkeiten verordnet bzw. besprochen worden sind und 

der Klinikeintritt bereits kurze Zeit später erfolgte (vgl. Bf-act. 9 S. 2 und 

11 S. 4). Ferner sind keine Berichte über den Verlauf der erwähnten 

ambulanten Therapien aktenkundig und es fehlen Angaben zur 

Behandlungsintensität. Auch steht in einem gewissen 

Spannungsverhältnis, wenn Dipl. med. H._____ anlässlich der 

ambulanten Untersuchung vom 28. Oktober 2021 mit der 

Beschwerdeführerin die Durchführung eines erweiterten 

Therapiekonzepts vereinbarte und lediglich rund eineinhalb Wochen 

später das ambulante Therapiesetting als derzeit nicht durchführbar 

erachtete (vgl. Wiedererwägungsgesuch vom 8. November 2021 [Bf-act. 

- 25 -

6]). Allerdings geht bereits aus dem Bericht von Dipl. med. O._____ und 

Dr. med. P._____ zur ambulanten Untersuchung auf dem Notfall am 

3. November 2021 hervor, dass die ambulante Rehabilitation bisher 

erfolglos gewesen sei (vgl. Bf-act. 10 S. 2). Wenn die 

Beschwerdegegnerin dies in der Vernehmlassung damit abtut, dass die 

fehlende Durchführbarkeit einer ambulanten Rehabilitation lediglich der 

subjektiven Einschätzung der Beschwerdeführerin entsprungen sei (vgl. 

Vernehmlassung vom 31. Januar 2024 Ziff. 12), scheint sie zu übersehen, 

dass es nachweislich die Ansicht der beiden genannten Ärztinnen war, 

dass die zur Erschöpfung und Panikattacken führenden ambulanten 

Therapien nicht zielführend seien (vgl. Bf-act. 10 S. 3). Zudem ist diese 

Beurteilung von Dipl. med. O._____ und Dr. med. P._____ (auch) im 

Zusammenhang mit dem damaligen psychischen Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin zu sehen, zumal im besagten Bericht ein stationärer 

psychiatrischer Aufenthalt als dringend indiziert erachtet und ein solcher 

ausführlich besprochen wurde (vgl. Bf-act. 10 S. 2 f.; siehe zum 

psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin E.6.1.1 ff. 

hernach). Insofern drängt sich die Frage auf, ob sich bei der 

Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Klinikeintritts aufgrund der 

Schwere des Leidens zusammen mit zusätzlich komplizierender 

Krankheiten eine Spitalbedürftigkeit ergab. Dies ist nachfolgend unter 

Einbezug der Berichte der K._____ zu prüfen.

5.4. Die Beschwerdeführerin befand sich vom 7. November 2021 bis zum 

7. Dezember 2021 in stationärer Behandlung im J._____ der K._____. Aus 

den Beilagen zum entsprechenden Austrittsbericht von Dipl. med. 

Q._____, Leitender Arzt, Prof. Dr. med. R._____, Leitender Arzt, und Dr. 

med. S._____, Assistenzärztin, vom 7. Dezember 2021 ergibt sich, dass 

sowohl eine labormedizinische Untersuchung als auch eine 

Lungenfunktionsprüfung durchgeführt wurden. Hierzu wurde im besagten 

- 26 -

Austrittsbericht in befundlicher Hinsicht ausgeführt, dass sich am 

12. November 2021 normale statistische und dynamische 

Lungenvolumina sowie ein normaler Atemwegswiderstand und 

unauffällige laborchemische Werte gezeigt hätten (vgl. Bg-act. 10 und Bf-

act. 13 S. 2). Zudem wurde im Bericht vom 7. Dezember 2021 erwähnt, 

dass die Beschwerdeführerin während des stationären Aufenthalts in ein 

multidisziplinäres Therapieprogramm integriert worden sei, an welchem 

sie motiviert teilgenommen habe. So sei die Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt des Austritts derart rekonditioniert gewesen, dass sie eine 

Gehstrecke von 1.8 km ohne Hilfsmittel und ohne Pause habe gehen und 

beim Treppensteigen 60 Stufen sicher und selbstständig habe 

zurücklegen können. Aufgrund der dysfunktionalen Atmung nach Covid-

Infektion sei eine intensive Atem- und (anfängliche) Inhalationstherapie 

durchgeführt worden, woraufhin sich eine progressive Steigerung der 

Belastbarkeit mit Besserung der Atembeschwerden gezeigt habe. 

Ausserdem sei die Beschwerdeführerin während des Aufenthalts 

psychotherapeutisch mitbetreut worden (vgl. Bg-act. 10 und Bf-act. 13 

S. 2). 

Im Weiteren ist dem Austrittsbericht der Physiotherapie vom 

20. Dezember 2021 zu entnehmen, dass im Zeitpunkt des Klinikeintritts 

bei der Beschwerdeführerin eine massive Einschränkung der 

Funktionsfähigkeit im Alltag, insbesondere der allgemeinen Ausdauer, der 

Mobilität, der alltäglichen Verrichtungen und der Atemfunktion bei einer 

Long-Covid-19-Erkrankung als funktionelle Diagnosen festgestellt 

wurden. Bei Eintritt sei sie im gesamten Klinikgebäude sicher und 

selbstständig ohne Hilfsmittel mobil gewesen. Sie habe jedoch nach 100 

Metern eine Stehpause benötigt, da sie durch die starke 

Belastungsdyspnoe, die reduzierte kardiorespiratorische Belastbarkeit 

und die stark reduzierte Beinkraft (1-Minute-Sit-To-Stand-Test: 18 

- 27 -

Wiederholungen) limitiert worden sei. Das Steigen der Treppe sei für 12 

Stufen mit Hilfe des Handlaufs und im Nachstellschritt möglich gewesen, 

wobei sie anschliessend eine längere Sitzpause benötigt habe, um sich 

von der Dyspnoe und den Husten-Attacken zu erholen. Bei Klinikaustritt 

sei die Beschwerdeführerin im gesamten Klinikareal sicher und 

selbstständig für mindestens 2'000 Meter ohne Hilfsmittel mobil gewesen. 

Sie habe 96 Treppenstufen in alternierender Schrittfolge und mit einer 

kurzen Stehpause hochsteigen können. Beim 1-Minuten-Sit-To-Stand-

Test habe sie 34 Wiederholungen erreicht. Das Ergebnis spreche für eine 

deutliche Verbesserung der kardiorespiratorischen Belastbarkeit und der 

Beinkraft. Zudem hätten sich die Belastungsdyspnoe und der Reizhusten 

stark reduziert. Zusammen mit der Beschwerdeführerin seien ein 

Heimprogramm mit ambulanter Physiotherapie zur Verbesserung des 

Atemmanagements und eine physiotherapeutisch geleitete medizinische 

Trainingstherapie (MTT) zur Verbesserung der kardiorespiratorischen 

Belastbarkeit erarbeitet worden (vgl. Bg-act. 11). 

Wie aus diesen Berichten des J._____ zur stattgehabten stationären 

Rehabilitation in den K._____ erhellt, ging der Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin pract. med. M._____ in seiner Beurteilung vom 

17. August 2023 zutreffend davon aus, dass mit Blick auf den 

durchgeführten Funktionstest zum Zeitpunkt des Klinikeintritts eine im 

Vergleich zum Austritt reduzierte Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin vorlag (vgl. Bg-act. 14). Wenn nun allerdings die 

Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsschrift vorbringt, sie habe vor dem 

Eintritt in das Rehazentrum insbesondere nicht mehr Treppensteigen bzw. 

Laufen können, sind ihre Ausführungen mit Blick auf die 

physiotherapeutische Beurteilung, wonach die Beschwerdeführerin bei 

Eintritt im gesamten Klinikgebäude sicher und selbstständig ohne 

Hilfsmittel mobil bzw. das Treppensteigen für 12 Stufen mit Hilfe des 

- 28 -

Handlaufes und im Nachstellschritt möglich gewesen sei (vgl. Bg-act. 11 

S. 2), zu relativieren. Dasselbe gilt mit Blick auf die Aussage im 

Wiedererwägungsgesuch von Dipl. med. H._____ vom 8. November 2021, 

wonach die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage gewesen sei, ihren 

Alltag wie gewohnt selbstständig zu meistern (vgl. Bf-act. 6). Dies steht 

denn auch in einem Spannungsverhältnis zu der anlässlich der 

physiotherapeutischen Messungen erhobenen uneingeschränkten ADL-

bezogenen Mobilität (vgl. Bg-act. 11 S. 2). Ausserdem ist mit dem 

Vertrauensarzt festzuhalten, dass die im Rahmen des Funktionstests 

angewandte Borg-10er-Skala ein Bewertungsverfahren zur Einteilung des 

Schweregrads von subjektiv empfundener Erschöpfung, Dyspnoe oder 

Schmerzen darstellt (vgl. Bg-act. 11 S. 3 und 14; 

https://flexikon.doccheck.com/de/Borg-Skala, zuletzt besucht am 12. März 

2024).

Soweit pract. med. M._____ in seiner Beurteilung vom 17. August 2023 

ferner auf die fehlenden objektiven Zeichen eines kardialen und/oder 

pulmonalen Defizits hinweist (vgl. Bg-act. 14), ist zwar festzuhalten, dass 

im Austrittsbericht vom 7. Dezember 2021 genauso wie in den Berichten 

des I._____ im Wesentlichen unauffällige kardiale bzw. pulmonale 

Befunde beschrieben werden (vgl. Bg-act. 10 und Bf-act. 13 sowie Bf-act. 

9 ff.). Wenn pract. med. M._____ aber lediglich gestützt darauf mangels 

medizinischer Befunde das Vorliegen einer Spitalbedürftigkeit im Zeitpunkt 

des Klinikeintritts verneint, greift dies zu kurz. Denn damit lässt er die im 

Zusammenhang mit dem nachweislich diagnostizierten Post-Covid-19-

Syndrom ausgewiesenen Funktionseinschränkungen ausser Acht und 

trägt der damit einhergehenden Belastungsintoleranz der 

Beschwerdeführerin nicht Rechnung. So stellte Dipl. med. H._____ in 

ihrem Bericht vom 8. November 2021 zur ambulanten Untersuchung vom 

28. Oktober 2021 fest, dass sich bei der Beschwerdeführerin ein typisches 

https://flexikon.doccheck.com/de/Borg-Skala

- 29 -

Bild eines Post-Covid-19-Syndroms zeige. In befundlicher Hinsicht führte 

sie zum klinischen Bild eine ausgeprägte Atemnot, einen trockenen 

Husten, Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen sowie eine post 

exertional malaise an. Gleichermassen hielt sie in ihrer Beurteilung fest, 

es stünden derzeit eine ausgeprägte Müdigkeit und Leistungsintoleranz, 

eine post exertional malaise sowie Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen im Vordergrund, weshalb die Beschwerdeführerin 

zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. Bf-act. 11). Auch in den Notfallberichten 

vom 30. Oktober 2021 und 3. November 2021 wurde jeweils ein Post-

Covid-19-Syndrom diagnostiziert (vgl. Bf-act. 9 f.), wobei Dipl. med. 

O._____ und Dr. med. P._____ in Letzterem – mitunter in 

Berücksichtigung des psychischen Leidens – die ambulanten Therapien 

aufgrund der damit einhergehenden Erschöpfung und den Panikattacken 

für nicht mehr zielführend erachteten (vgl. Bf-act. 10 S. 3; siehe dazu auch 

der Nachtrag von Dipl. med. H._____ in ihrem Bericht vom 8. November 

2021 [Bf-act. 11 S. 4 unten]). Schliesslich diagnostizierten auch Dipl. med. 

Q._____, Prof. Dr. med. R._____ und Dr. med. S._____ im Austrittsbericht 

vom 7. Dezember 2021 zur stattgehabten stationären Rehabilitation ein 

Long-Covid-19-Syndrom bei persistierender Müdigkeit und 

Konzentrationsstörung (vgl. Bg-act. 10 und Bf-act. 13). Dass die 

Beschwerdeführerin daran leidet, wird denn auch nicht von der 

Beschwerdegegnerin in Abrede gestellt. Insofern wies Dipl. med. H._____ 

in ihrem Wiedererwägungsgesuch vom 8. November 2021 mit der bei der 

Beschwerdeführerin persistierenden Dyspnoe, den wiederholten Husten-

Attacken, den ausgeprägten Konzentrationsstörungen sowie der 

typischen schweren Fatigue entgegen der Auffassung des 

Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin durchaus Befunde aus, 

welche auf das Post-Covid-19-Syndrom zurückzuführen sind (vgl. Bf-act. 

6). Aufgrund dessen erscheint auch nicht geradezu abwegig, wenn die 

Beschwerdeführerin die organisierte Physio- und Ergotherapie wegen der 

- 30 -

genannten Beschwerden teilweise hat ausfallen lassen müssen (vgl. 

ebenda). Ferner ist mit der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass die 

Konsultationen auf der Notfallstation vor Aufnahme der stationären 

Rehabilitation zugenommen haben. 

Die Frage, ob diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Zeitpunkt 

des Klinikeintritts eine Spitalbedürftigkeit zu begründen vermochten, ist 

insbesondere auch im Lichte der Befundungen im Austrittsbericht der 

Physiotherapie vom 20. Dezember 2021 zu beurteilen. Daraus geht 

hervor, dass die Funktionsfähigkeit der Beschwerdeführerin beim Eintritt 

eingeschränkt war: So benötigte sie bereits nach 100 m Gehdistanz eine 

Stehpause, da sie durch die starke Belastungsdyspnoe, die reduzierte 

kardiorespiratorische Belastbarkeit und die stark reduzierte Beinkraft (bei 

18 Wiederholungen im 1-Minuten-Sit-To-Stand-Test) limitiert worden war. 

Ferner konnte sie mit Hilfe des Handlaufs und im Nachstellschritt 12 

Treppenstufen hochsteigen, bevor sie eine längere Sitzpause benötigte, 

um sich von der Dyspnoe und den Husten-Attacken zu erholen (vgl. Bg-

act. 11 S. 2). Aus dem gleichen Bericht geht mit Blick auf die häusliche 

Situation der Beschwerdeführerin hervor, dass sie mit ihrem Partner in 

einer 3-Zimmerwohnung im zweiten Stock ohne Lift wohnt, welche über 

20 Treppenstufen zu erreichen ist (vgl. Bg-act. 11 S. 1). Im durchgeführten 

6-Minuten-Gehtest legte die Beschwerdeführerin bei Eintritt ausserdem 

eine Distanz von 200 m zurück (vgl. Bg-act. 11 S. 3). Darauf stellte auch 

der Vertrauensarzt pract. med. M._____ in seiner Beurteilung vom 

17. August 2023 ab und stufte diesen als reduziert ein (vgl. Bg-act. 14), 

womit er insofern auch die mit dem Post-Covid-19-Syndrom 

einhergehenden Funktionseinschränkungen anerkannte. Soweit er daraus 

indes folgerte, die Gehdistanz von 200 m sei zur Aufnahme und/oder 

Intensivierung der ambulanten Massnahmen ausreichend, erscheint 

angesichts der vorerwähnten Belastungsintoleranz der 

- 31 -

Beschwerdeführerin fraglich, ob die notwendige medizinische Behandlung 

auch ohne einen stationären Rehabilitationsaufenthalt durchführbar 

gewesen wäre. Die Beschwerdegegnerin bzw. der Vertrauensarzt haben 

denn auch unterlassen, den Umfang der erforderlichen therapeutischen 

Massnahmen und die Behandlungsintensität abzuklären, um gestützt 

darauf – auch in Berücksichtigung der Wohnsituation der 

Beschwerdeführerin – beurteilen zu können, ob die zum Zeitpunkt des 

Klinikeintritts vorgelegenen Beschwerden eine ambulante Behandlung 

noch zugelassen hätten. Insoweit erweist sich der rechtserhebliche 

Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, was nachzuholen ist. Dasselbe gilt 

mit Blick auf das zusätzlich vorliegende psychische Leiden der 

Beschwerdeführerin, wie nachfolgend aufgezeigt wird. 

6.1.1. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Hausarzt Dr. med. D._____, 

Facharzt FMH für Innere Medizin, bei der Beschwerdeführerin im Juni 

2021 eine Depression feststellte (vgl. Bf-act. 2 und Bg-act. 7), woraufhin 

am 3. September 2021 ein Erstgespräch bei Oberpsychologin E._____ 

der F._____ stattfand. Im entsprechenden Bericht vom selben Tag 

diagnostizierte Letztere eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode. Betreffend Psychostatus wurde unter 

anderem festgehalten, die Affektlage sei bedrückt und der Antrieb 

vermindert. Es bestehe eine Tagesmüdigkeit. Ausserdem seien innerliche 

Unruhe, Anspannung und schnelle Gereiztheit vorhanden und es würden 

lebensmüde Gedanken angegeben. Im Rahmen ihrer Beurteilung führte 

Oberpsychologin E._____ insbesondere aus, dass die erhobenen 

psychopathologischen Befunde im Rahmen einer mittelgradigen 

depressiven Symptomatik zu werten seien. Die Symptome würden aktuell 

im Vergleich zum Dezember 2020 als milder empfunden. Der 

Beschwerdeführerin sei eine medikamentöse Behandlung mit einem 

Antidepressivum empfohlen worden. Diesbezüglich habe sie sich zum 

- 32 -

Gesprächszeitpunkt noch nicht motivieren können. Allerdings habe sie 

sich in Bezug auf eine Gesprächstherapie motiviert gezeigt (vgl. Bf-act. 1 

und Bg-act. 1). 

6.1.2. Sodann geht aus dem Überweisungsschreiben bzw. 

Kostengutsprachegesuch von Dr. med. D._____ vom 28. Oktober 2021 

hervor, dass die Beschwerdeführerin in der T._____ (ambulant) behandelt 

werde. Zudem nahm sie dannzumal unter anderem Trittico- und Sertralin-

Tabletten als Dauermedikamente ein (vgl. Bg-act. 4 und Bf-act. 7). 

6.1.3. Im Weiteren stellte Dipl. med. H._____ anlässlich der ambulanten 

Untersuchung vom 28. Oktober 2021 im Rahmen der Long-Covid-

Sprechstunde insbesondere eine Exazerbation der mittelgradigen 

depressiven Symptomatik fest. In anamnestischer Hinsicht führte sie im 

entsprechenden Bericht vom 8. November 2021 unter anderem aus, dass 

sich die Beschwerdeführerin zunehmend zittrig, innerlich unruhig und 

angetrieben fühle. Sie könne häufig keine klaren Gedanken mehr fassen. 

Insgesamt sei die Situation für sie sehr belastend und kaum mehr 

auszuhalten. Eine begonnene psychotherapeutische Begleitung in der 

T._____ habe bisher keinen Effekt gebracht. Die dort begonnene 

Begleitung mit Sertralin habe sie sehr schlecht vertragen. Die 

Beschwerdeführerin wolle vorerst keine weitere medikamentöse Therapie 

ausprobieren. Letztere wünsche eine psychosomatische Weiterbetreuung 

im Hause durch Dr. med. U._____ und werde die Therapie in der T._____ 

beenden. Zudem wurden unter dem Titel "Sozialanamnese" Konflikte in 

der Partnerschaft erwähnt. Im Rahmen ihrer Beurteilung hielt Dipl. med. 

H._____ namentlich fest, dass die Beschwerdeführerin auf ihren Wunsch 

hin für die psychosomatische Sprechstunde angemeldet worden sei. 

Letztere werde mit Dr. med. U._____ weitere begleitende medikamentöse 

Optionen besprechen, insbesondere auch bezüglich des derzeit gestörten, 

wenig erholsamen Schlafes (vgl. Bf-act. 11; siehe auch Bf-act. 6 und Bg-

- 33 -

act. 8, wonach Dipl. med. H._____ im Rahmen ihres 

Wiedererwägungsgesuchs vom 8. November 2021 eine zunehmende 

psychische Belastung der Beschwerdeführerin mit intermittierenden 

Panikattacken erwähnte).

6.1.4. In der Folge wurden im Bericht von Dr. med. E._____ und Dipl. med. 

N._____ vom 30. Oktober 2021 über die gleichentags erfolgte ambulante 

Untersuchung auf der Notfallstation des I._____ betreffend 

Sozialanamnese ebenfalls Konflikte in der Partnerschaft erwähnt. Zudem 

wurde in befundlicher Hinsicht eine starke psychische Belastung der 

Beschwerdeführerin ausgewiesen (vgl. Bf-act. 9 S. 2).

6.1.5. Ferner diagnostizierten Dipl. med. O._____ und Dr. med. P._____ in ihrem 

Bericht vom 3. November 2021 über die gleichentags erfolgte ambulante 

Untersuchung auf der Notfallstation des I._____ namentlich einen 

hochgradigen Verdacht auf eine funktionelle Überlagerung, DD 

Depression. Zum jetzigen Leiden wurde insbesondere ausgeführt, die 

Beschwerdeführerin sei in der Physiotherapie gewesen, als es zu einer 

Atemnot mit zunehmender Hyperventilation und Panikgefühl gekommen 

sei. Zudem berichte sie von Schwindel, Müdigkeit und Erschöpfung. Diese 

Beschwerden führten dazu, dass die ambulante Rehabilitation nicht 

durchgeführt werden könne. Insbesondere die ambulante Psychotherapie 

bei Oberpsychologin E._____ könne sie aufgrund der Erschöpfung nicht 

mehr wahrnehmen. Sie liege mehrheitlich nur noch im Bett und habe 

wenig Unterstützung. Dipl. med. O._____ und Dr. med. P._____ 

beurteilten insbesondere, dass die Beschwerden klar auch im Rahmen 

einer psychischen Überlagerung zu sehen seien. Eine zugrundeliegende 

Depression sei wahrscheinlich. Anlässlich eines ausführlichen Gesprächs 

sei mit der Beschwerdeführerin ein stationärer Aufenthalt besprochen 

worden. In Rücksprache mit Dr. med. U._____ und Dipl. med. H._____ sei 

eine psychiatrische Hospitalisation als dringend indiziert erachtet worden. 

- 34 -

Die Beschwerdeführerin habe jedoch aktuell keine solche gewünscht, 

obwohl sie sich im Klaren gewesen sei, dass eine ambulante 

Rehabilitation bisher erfolglos gewesen sei. Allerdings sei bereits vor einer 

Woche eine Anmeldung zur stationären Rehabilitation bezüglich Long-

Covid erfolgt. Betreffend Prozedere wurde schliesslich festgehalten, dass 

die Beschwerdeführerin am Folgetag mit Oberpsychologin E._____ der 

F._____ Kontakt aufnehmen werde, um eine Hospitalisation in der 

T._____ zu evaluieren. Von der noch ausstehenden 

Lungenfunktionsprüfung werde zudem abgeraten, da zunächst die 

vorhandenen psychischen Probleme zu behandeln seien (vgl. Bf-act. 10). 

6.1.6. Im Weiteren kann dem Austrittsbericht von Dipl. med. Q._____, Prof. Dr. 

med. R._____ und Dr. med. S._____ vom 7. Dezember 2021 entnommen 

werden, dass die Beschwerdeführerin während des stationären 

Rehabilitationsaufenthalts in psychotherapeutischer Hinsicht mitbetreut 

worden ist (vgl. Bg-act. 10 und Bf-act. 13 S. 2). 

6.2. Aus diesen echtzeitlichen Beurteilungen erhellt, dass im hier 

massgeblichen Zeitpunkt des Klinikeintritts neben dem Post-Covid-19-

Syndrom eine psychische Belastungssituation vorlag, gestützt auf welche 

die behandelnden (Fach-)Ärztinnen und (Fach-)Ärzte eine psychiatrische 

Hospitalisation als dringend indiziert erachteten. Der psychische 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ist im Rahmen der 

vertrauensärztlichen Beurteilung vom 17. August 2023 allerdings 

unberücksichtigt geblieben (vgl. Bg-act. 14). Gleiches gilt für die damals 

vorgelegenen Einschränkungen aufgrund des diagnostizierten Post-

Covid-19-Syndroms. Somit hat die Beschwerdegegnerin ihren 

ablehnenden Entscheid auf eine ungenügende Sachverhaltsabklärung 

gestützt bzw. die Frage des Vorliegens einer Spitalbedürftigkeit mit Blick 

auf den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum 

Zeitpunkt des Klinikeintritts nicht abgeklärt und dementsprechend auch 

- 35 -

nicht beurteilt. Die Angelegenheit ist daher an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen, damit sie dies nachholt. Eine Rückweisung ist vorliegend 

in Anbetracht der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung möglich, 

weil sie letztlich in der notwendigen Erhebung einer bisher ungeklärten 

Frage begründet ist (vgl. BGE 139 V 99 E.1.1 und 137 V 210 E.4.4.1.4; 

Urteile des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E.2.1 

und 8C_503/2019 vom 19. Dezember 2019 E.2.1). Dass bei der Frage der 

Spitalbedürftigkeit der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

ganzheitlich unter Würdigung des Post-Covid-19-Syndroms und des 

psychischen Leidens zu erfolgen hat, ergibt sich denn auch aus dem 

neusten Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2023, mit 

welchem sie Kostengutsprache für eine stationäre psychosomatische 

Rehabilitation erteilt hat (vgl. Bf-act. 17 und Bg-act. 23). Diesem zugrunde 

lag einerseits der Bericht der aktuell behandelnden Psychotherapeutin M. 

Sc. V._____ vom 12. Dezember 2023, in welchem diese eine stationäre 

Therapie aufgrund der exazerbierten depressiven Symptomatik für 

indiziert erachtete, um diese zu behandeln und zu stabilisieren, die 

Einstellung der notwendigen Medikation zu begleiten, funktionale Coping-

Strategien zu vermitteln und eine ausgeglichene, teilhabende 

Tagesstruktur zu installieren (vgl. Bg-act. 22). Andererseits wies auch Dipl. 

med. H._____ in ihrem Bericht vom 7. Dezember 2023 darauf hin, dass 

bei der Beschwerdeführerin weiterhin ein schweres Post-Covid-19-

Syndrom mit zunehmend depressiven Symptomen vorliege. Es bestünden 

eine ausgeprägte Fatigue, Leistungsintoleranz, Konzentrationsstörungen 

und Kopfschmerzen. Nach Besprechung mit der behandelnden 

Psychologin sähen sie eine erneute stationäre Rehabilitation mit 

psychosomatischem Fokus für dringend indiziert. Die ambulanten 

Therapiemassnahmen seien ausgeschöpft, ohne dass sie zu einer 

signifikanten Verbesserung der klinischen Situation geführt hätten (vgl. Bf-

act. 16 und Bg-act. 20). 

- 36 -

7. Vor dem Hintergrund des Ausgeführten kann auf die Einvernahme des 

Hausarztes Dr. med. D._____ bzw. der Beschwerdeführerin in antizipierter 

Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 

E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b und 122 V 157 E.1d; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E.3.2.1).

8. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Beschwerde gutzuheissen, der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2023 aufzuheben 

und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu weiteren Abklärungen 

sowie zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen 

ist. 

9.1. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die 

Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die 

Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der 

Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 

E.11.1 und 137 V 210 E.7.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_41/2022 vom 

8. September 2022 E.6.1, 8C_54/2022 vom 23. Mai 2022 E.6 und 

9C_712/2020 vom 24. Januar 2022 E.7.1). Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG 

ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn 

dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz 

keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht 

einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten 

auferlegen. Da das KVG keine Kostenpflicht statuiert und Mutwilligkeit 

oder Leichtsinn nicht vorliegen, werden keine Gerichtskosten erhoben. 

9.2.1. Die Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art 61 lit. g ATSG zudem 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

Als Bemessungskriterien für dessen Höhe nennt Art. 61 lit. g ATSG die 

Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses. Im 

Übrigen wird die Bemessung dem kantonalen Recht überlassen (vgl. 

- 37 -

Urteile des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 E.5.2, 

9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E.6.2, 8C_98/2017 vom 27. Oktober 

2017 E.4.1 f. und 8C_136/2016 vom 11. August 2016 E.2.1 f.). Art. 78 

Abs. 1 VRG bestimmt, dass im Rechtsmittel- und Klageverfahren die 

unterliegende Partei in der Regel verpflichtet wird, der obsiegenden Partei 

die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. 

Nach Art. 16a Abs. 2 des kantonalen Anwaltsgesetzes (Anwaltsgesetz; 

BR 310.100) bemisst sich die Parteientschädigung für die Kosten der 

anwaltlichen Vertretung in Verfahren vor Gerichts- und kantonalen 

Verwaltungsbehörden nach dem für eine sachgerechte Prozessführung 

notwendigen Zeitaufwand sowie der Schwierigkeit und der Bedeutung der 

Sache. Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

(Honorarverordnung, HV; BR 310.250) setzt die urteilende Instanz die 

Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach Ermessen fest. 

Ausgangspunkt ist dabei grundsätzlich der Betrag, welcher der 

entschädigungsberechtigten Partei für die (anwaltliche) Vertretung in 

Rechnung gestellt wird (vgl. Art. 2 Abs. 2 HV).

9.2.2. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin machte in seiner Eingabe 

vom 14. Februar 2024 insgesamt einen Aufwand von 14.25 Stunden à 

CHF 240.-- (CHF 3'420.--) zuzüglich Spesen von CHF 83.35 (Bericht von 

Dr. med. D._____ vom 31. Januar 2023) und einer Spesenpauschale von 

3 % (CHF 102.60) sowie 8.1 % MWST (CHF 285.35) geltend. Der in der 

Honorarnote geltend gemachte Stundenansatz von CHF 240.‑‑ entspricht 

dem Stundenansatz, welcher bei fehlender Honorarvereinbarung 

praxisgemäss anzuwenden ist (vgl. VGU S 22 119 vom 28. November 

2022 E.4, S 21 89 vom 7. September 2022 E.8.2, S 22 17 vom 31. Mai 

2022 E.7.2, S 20 52 vom 24. März 2022 E.11.3 und S 18 72 vom 

5. Oktober 2021 E.8.2.1). Insofern kann darauf abgestellt werden. Der 

- 38 -

zeitliche Aufwand von 14.25 Stunden erscheint zudem als angemessen, 

ebenso die geltend gemachte Kleinspesenpauschale von 3 % auf das 

Honorar (vgl. dazu VGU S 22 119 vom 28. November 2022 E.4 und S 20 

52 vom 24. März 2022 E.11.3). Allerdings beziehen sich die nicht belegten 

Auslagen für den Bericht von Dr. med. D._____ vom 31. Januar 2023 nicht 

auf das vorliegende Beschwerdeverfahren, weshalb die Honorarnote um 

diese Position zu reduzieren ist. Damit hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin im Umfang von CHF 3'807.95 aussergerichtlich zu 

entschädigen (vgl. dazu auch Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 und 2, Art. 3 Abs. 1 und 

Art. 4 Abs. 1 HV).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene 

Einspracheentscheid der B._____ AG vom 1. Dezember 2023 

aufgehoben. Die Angelegenheit wird im Sinne der Erwägungen zu 

weiteren Abklärungen sowie zu neuem Entscheid an die B._____ AG 

zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ AG hat A._____ aussergerichtlich mit insgesamt 

CHF 3'807.95 (inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]