# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c36426d2-1700-512a-86c5-8cdc2eaa38cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2014 D-3062/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3062-2014_2014-12-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3062/2014/wua 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), 

Richter William Waeber, Richter Hans Schürch, 

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

und seine Ehefrau 

B._______, geboren (…), 

sowie die Kinder 

C._______, geboren (…), 

D._______, geboren (…), 

E._______, geboren (…), 

F._______, geboren (…), 

G._______, geboren (…), 

H._______, geboren (…), 

alle Kosovo, 

alle vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführende, 

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 5. Mai 2014 / N (…). 

D-3062/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden, welche die kosovarische Staatsbürgerschaft 

besitzen und der Volksgruppe der Roma angehören, reisten eigenen An-

gaben zufolge am 21. August 2012 illegal in die Schweiz ein, wo sie glei-

chentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) I._______ um Asyl 

nachsuchten. Die Beschwerdeführenden, A._______ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer), B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) und 

C._______ (nachfolgend: Tochter), wurden am 31. August 2012 summa-

risch zu den Asylgründen befragt sowie am 12. Dezember 2012 einlässlich 

angehört.  

B.  

Zur Begründung ihrer Asylgesuche machten die Beschwerdeführenden im 

Wesentlichen geltend, sie würden ursprünglich aus J._______ in der Ge-

meinde K._______ (Kosovo) stammen. Während des Kosovo-Krieges sei 

der Beschwerdeführer von der serbischen Armee gezwungen worden, für 

sie zu übersetzen und diverse Arbeiten zu verrichten. Nach dem Krieg sei 

es ausserhalb seines Heimatdorfes zu einem Konflikt mit Albanern aus ei-

nem anderen Dorf respektive mit Leuten der UCK (Ushtria Çlirimtare e Ko-

sovës‚ Befreiungsarmee des Kosovo) gekommen. Diese hätten dem Be-

schwerdeführer vorgeworfen, im Krieg mit der serbischen Armee kooperiert 

zu haben, und ihn deshalb, in der Absicht ihn zu töten, angegriffen sowie 

mit einem Pistolengriff am Kopf verletzt. Nur dank dem Eingreifen seiner 

Nachbarn sei es nicht zur Tötung gekommen. Die Angreifer hätten gedroht, 

ihn beim nächsten Mal umzubringen. Noch in derselben Nacht habe er 

J._______ verlassen und sich in L._______ beim Onkel seiner Frau ver-

steckt, welcher ihm geraten habe, von dort wegzugehen. Daraufhin seien 

die Beschwerdeführenden Ende September 1999 mit dem Bus nach 

M._______ respektive N._______ gefahren, wo sie sich in den Camps als 

Flüchtlinge hätten anmelden wollen. Dort habe es jedoch keinen Platz ge-

habt. Nach ungefähr einem Monat seien sie deshalb mit dem Zug nach 

O._______ (bis 2006 Serbien und Montenegro, heute Montenegro) gegan-

gen, wo sie zuerst in einer Mietwohnung gelebt und sich schliesslich im 

Quartier P._______ in einer Baracke niedergelassen hätten. Sie hätten 

dort mehrere Jahre als Flüchtlinge gelebt, bis am frühen Morgen des (…) 

2012 diese Baracken niedergebrannt seien. Beim Brand seien unter ande-

rem sämtliche Ausweispapiere der Kinder vernichtet worden. Nach dem 

Brand hätten sie provisorisch in einem Zelt gelebt, bis die Familie genug 

Geld gesammelt habe, um die Ausreise zu finanzieren. Von Montenegro 

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Seite 3 

aus seien sie mit dem Schiff nach Italien gereist, wo sie abgeholt und von 

einem Schlepper in die Schweiz gefahren worden seien. Der Beschwerde-

führer leide an diversen Krankheiten, die erst in der Schweiz festgestellt 

worden seien. 

Die Beschwerdeführenden reichten die Geburtsurkunden der Eltern sowie 

ein weiteres Beweismittel zu den Akten. 

C.  

Am 23. Dezember 2013 ersuchte das BFM die Schweizerische Botschaft 

in Pristina um Abklärungen.  

D.  

Die Schweizerische Botschaft teilte dem BFM am 13. März 2014 das Er-

gebnis der Abklärungen mit. 

E.  

Das BFM informierte die Beschwerdeführenden am 21. März 2014 über 

das Ergebnis der Abklärungen und gewährte ihnen das rechtliche Gehör. 

F.  

Mit Eingabe vom 29. April 2014 nahmen die Beschwerdeführenden Stel-

lung zum Ergebnis der Abklärungen und legten ein weiteres Beweismittel 

bei. 

G.  

Mit Verfügung vom 5. Mai 2014 – eröffnet am 6. Mai 2014 – lehnte das 

BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab und ordnete die Weg-

weisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an.  

H.  

Mit Eingabe vom 4. Juni 2014 (Poststempel) erhoben die Beschwerdefüh-

renden gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft sowie die Gewährung von Asyl. 

Eventualiter sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des 

Wegweisungsvollzugs festzustellen und eine vorläufige Aufnahme anzu-

ordnen. In formeller Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art 110a Abs. 1 

Bst. a AsylG (SR 142.31) samt Entbindung von der Vorschusspflicht sowie 

um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde er-

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Seite 4 

sucht. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei die zuständige Be-

hörde anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- 

oder Herkunftsstaats sowie jegliche Weitergabe von Daten an dieselben 

zu unterlassen; über eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe sei in 

einer separaten Verfügung zu informieren.  

Zur Untermauerung ihrer Beschwerde reichten die Beschwerdeführenden 

eine Fürsorgebestätigung vom 4. Juni 2014 sowie diverse Beweismittel zu 

den Akten, auf welche, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegan-

gen wird. 

I.  

Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 stellte die damals zuständige Instrukti-

onsrichterin fest, die Beschwerdeführenden dürften den Ausgang des Ver-

fahrens in der Schweiz abwarten. Das Gesuch um unentgeltliche Prozess-

führung und amtliche Rechtsverbeiständung wurde gutgeheissen. Die Be-

schwerdeführenden wurden zur Nennung eines Rechtsvertreters aufgefor-

dert. Überdies wurde den Beschwerdeführenden Gelegenheit geboten, ei-

nen aktuellen Arztbericht über den Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers einzureichen und eine Erklärung über die Entbindung von der ärzt-

lichen Schweigepflicht abzugeben.  

J.  

Mit Eingabe vom 26. Juni 2014 zeigte der von den Beschwerdeführenden 

beauftragte Rechtsvertreter sein Mandat an und legte weitere Beweismittel 

ins Recht. 

K.  

Mit Eingabe vom 9. Juli 2014 wurden weitere Beweismittel zu den Akten 

gereicht. 

L.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Juli 2014 wurde der bisherige Rechtsver-

treter als amtlicher Rechtsbeistand beigeordnet und die Vorinstanz zur Ver-

nehmlassung eingeladen. 

M.  

In seiner Vernehmlassung vom 6. August 2014 nahm das BFM zu den Vor-

bringen in der Beschwerde Stellung und beantragte die Abweisung der Be-

schwerde.  

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Seite 5 

N.  

Mit Verfügung vom 8. August 2014 wurde den Beschwerdeführenden die 

Vernehmlassung zugestellt und die Gelegenheit zur Replik eingeräumt. 

Mit Eingabe vom 25. August 2014 ersuchten die Beschwerdeführenden um 

Fristerstreckung zur Einreichung der Replik unter dem Hinweis auf eine 

bevorstehende Operation des Beschwerdeführers. 

Das Bundesverwaltungsgericht verlängerte die Frist zur Einreichung der 

Replik bis zum 9. September 2014. 

O.  

In der Replik vom 9. September 2014 nahmen die Beschwerdeführenden 

zur vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung und ersuchten um Akten-

einsicht in das Länderconsulting des BFM. 

P.  

Mit Zwischenverfügung vom 17. September 2014 wurde das Aktenein-

sichtsgesuch abgewiesen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det – wie auch vorliegend – auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser 

bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die 

beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG).  

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Zur Begründung seiner Verfügung führte das BFM im Wesentlichen 

aus, es zweifle an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen. So habe der Be-

schwerdeführer eine handschriftlich ausgefüllte Geburtsurkunde einge-

reicht, die sich als plumpe Fälschung erwiesen habe. Die Beschwerdefüh-

rerin habe zudem erwiesenermassen wider besseres Wissen unwahre 

Aussagen über den Verbleib ihrer Familienangehörigen gemacht. Überdies 

erweise sich der vorgebrachte Aufenthalt im Flüchtlingslager in P._______ 

bei O._______ vom Jahr 1999 bis zum Brand im Jahr 2012 als unglaubhaft. 

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Die Beschwerdeführenden hätten keinerlei geeignete Beweismittel einge-

reicht, welche ihre Anwesenheit als Flüchtlinge in Montenegro dokumen-

tieren würden, obwohl sie sich eigenen Angaben zufolge dort als re-

gistrierte Flüchtlinge aufgehalten hätten. Es sei ihnen ein Flüchtlingsaus-

weis ausgestellt worden und sie hätten im Lager Unterstützungsleistungen 

von einem Mann erhalten. Das Argument, sie könnten keine entsprechen-

den Beweismittel einreichen, weil alle ihre Dokumente im Feuer verbrannt 

seien, sei folglich nicht stichhaltig. Hinzu komme, dass sie in ihrer Stellung-

nahme vom 29. April 2014 anderslautende Angaben gemacht hätten, in-

dem sie gesagt hätten, sie hätten in P._______ nicht als registrierte Flücht-

linge gelebt und hätten folglich keine Möglichkeit, ihren dortigen Aufenthalt 

nachzuweisen. In der Anhörung habe sich zusätzlich gezeigt, dass die Be-

schwerdeführerin sowie die älteste Tochter nicht gewusst hätten, dass sich 

P._______ in Montenegro befinde. Die Schilderungen hinsichtlich der Le-

bensumstände während des langjährigen Aufenthalts im Flüchtlingslager 

seien knapp, oberflächlich und wenig detail- und erlebnisreich ausgefallen. 

Die Beschwerdeführenden hätten zudem unterschiedliche Angaben zum 

Zeitpunkt ihrer Ausreise aus Montenegro gemacht. Des Weiteren würden 

verschiedene Hinweise auf einen längeren Aufenthalt in Serbien für die Un-

glaubhaftigkeit des 13-jährigen Aufenthalts in P._______ sprechen. Die 

Botschaftsabklärung habe ergeben, dass der Vater der Beschwerdeführe-

rin bereits vor dem Krieg viele Jahre in M._______ gelebt habe. Die Kon-

sultation des N-Dossiers der Eltern der Beschwerdeführerin habe gezeigt, 

dass bereits eine im (…) 2005 durchgeführte Botschaftsabklärung zu Tage 

gebracht habe, dass der Vater der Beschwerdeführerin seit dem Jahr (…) 

in einem eigenen Haus in M._______ gelebt habe. Drei seiner Töchter, da-

runter auch B._______, seien in Serbien verheiratet und würden in der Re-

gion M._______ leben. Dieses Abklärungsergebnis habe der Vater der Be-

schwerdeführerin in seiner schriftlichen Stellungnahme im Jahr 2006 be-

stätigt. Das BFM habe vorliegend darauf verzichtet, über die Schweizer 

Vertretung in Erfahrung zu bringen, ob die Beschwerdeführenden in 

M._______ bekannt seien. Angesichts der zahlreichen Unglaubhaftigkeit-

selemente zu ihrem Aufenthalt in P._______ könne diese Frage offen ge-

lassen werden.  

Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass Angehörige der Minderheit der 

Roma von der albanischsprachigen Bevölkerung teilweise als Kollabora-

teure der jugoslawischen Armee betrachtet worden seien und es nach 

Kriegsende zu derartigen Anschuldigungen und tätlichen Übergriffen ge-

kommen sei. Dennoch sei den Aussagen des Beschwerdeführers zu ent-

nehmen, dass er nach Kriegsende mit den Dorfbewohnern von J._______ 

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grundsätzlich keine Probleme gehabt habe. Seinen Vorbringen seien folg-

lich keine Hinweise darauf zu entnehmen, dass er während des Krieges 

tatsächlich ein Kollaborateur der serbischen Armee gewesen sei oder gar 

eine exponierte Stellung innegehabt habe. Vielmehr sei er von serbischen 

Soldaten im Kriegskontext unter Druck gesetzt worden. Offenbar sei dieser 

Umstand den Bewohnern von J._______ bekannt gewesen. Er habe über-

dies in keiner Weise die Befürchtung geäussert, erneut Opfer eines Über-

griffs durch Drittpersonen zu werden. Aus den Akten würden sich somit 

keine Hinweise auf eine begründete Furcht vor einer künftigen Verfolgung 

gemäss Art. 3 AsylG ergeben. Die Sicherheitslage im Kosovo habe sich in 

den letzten Jahren grundlegend verbessert. In vielen Dörfern und Bezirken 

sei sie seit Jahren stabil. Die Verbesserungen hätten sich auch im intereth-

nischen Zusammenleben positiv ausgewirkt, nicht zuletzt zugunsten der 

albanischsprachigen Roma, Ashkali und "Ägypter" (RAE). Mit der Unab-

hängigkeit Kosovos im Jahr 2008 sei eine neue Verfassung geschaffen 

worden, die den ethnischen Minderheiten umfangreiche Rechte zuge-

stehe. Parallel dazu sei ein adäquater Schutz durch die Präsenz der inter-

nationalen Sicherheitskräfte und die Kosovo Police (KP) gegeben. Die Si-

cherheitskräfte würden bei Übergriffen intervenieren und bei Straftaten ge-

gen Angehörige von Minderheiten Ermittlungen aufnehmen. Zentrale Poli-

zeifunktionen würden weiterhin von internationalen Polizeikräften wahrge-

nommen. Im Kosovo seien somit wirksame Polizei- und Justizorgane zur 

Ermittlung, Strafverfolgung und Ahndung von Verfolgungshandlungen vor-

handen, weshalb von der Schutzwilligkeit und Schutzfähigkeit des Staates 

ausgegangen werden könne. Die Vorbringen würden weder die Kriterien 

gemäss Art. 7 AsylG noch jene nach Art. 3 AsylG erfüllen, weshalb er die 

Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und sein Asylgesuch abzulehnen sei.  

4.2 Die Beschwerdeführenden entgegneten der Verfügung des BFM, sie 

hätten nie wissentlich unwahre Angaben gemacht. Der Beschwerdeführer 

habe nie gesagt, dass seine Geburtsurkunde ein Original sei. Mit den El-

tern der Beschwerdeführerin würden sie zwar in Kontakt stehen, doch mit 

der Familie im Kosovo hätten sie seit 14 Jahren nichts mehr zu tun. Bei der 

Befragung im EVZ hätten sie dem BFM ein Dokument, ausgestellt von der 

Lagerleitung in P._______, abgegeben. Dieses Dokument beweise, dass 

die Beschwerdeführerin von dort habe ausreisen wollen. Sie hätten elf 

Jahre im Flüchtlingslager in P._______ mehr schlecht als recht gelebt. Der 

Vorwurf hinsichtlich der ungenauen geographischen Angaben und der rea-

litätsfernen Antworten der Beschwerdeführerin und der Tochter werde zu-

rückgewiesen, zumal es sich bei den erwähnten Personen um eine Anal-

phabetin beziehungsweise um ein Kind handle, das unter den misslichsten 

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Umständen im Lager zur Schule gegangen sei, und sie sich während der 

Befragung in einer Stresssituation befunden hätten. Die leicht voneinander 

abweichenden Zeitangaben betreffend die Ausreise aus Montenegro der 

Beschwerdeführerin und der Tochter könnten nach einem aufwühlenden 

und angstvollen Erlebnis eines Brandes und anschliessender Flucht nicht 

als Zeichen der Unglaubhaftigkeit gedeutet werden. Der Beschwerdeführer 

habe selber mitgeteilt, dass er im September 1999 einen Monat in 

M._______ gewesen sei. Aufgrund der vielen Flüchtlinge in M._______ 

seien die Beschwerdeführenden jedoch nach Montenegro weitergegan-

gen. Zu jener Zeit sei der Vater der Beschwerdeführerin bereits in der 

Schweiz gewesen, weshalb er nicht gewusst habe, dass die Beschwerde-

führenden nach Montenegro weitergegangen seien. Damals hätten Ser-

bien und Montenegro noch einen Staat gebildet. Es sei unerklärlich, wes-

halb das BFM die Schweizer Vertretung nicht beauftragt habe, nach ihrem 

Aufenthalt in P._______ zu forschen, zumal die Dokumente von 

P._______ vorhanden seien.  

5.  

5.1 Vorliegend hat das BFM den Beschwerdeführenden teilweise das 

rechtliche Gehör nicht gewährt. Es hat Informationen aus dem Dossier der 

Eltern der Beschwerdeführerin (N […]) entnommen und, ohne deren Inhalt 

den Beschwerdeführenden vorgängig bekannt zu geben, in die angefoch-

tene Verfügung einfliessen lassen. Es handelt sich dabei jedoch einerseits 

bloss um eine geringfügige – zumal gar nicht ausdrücklich gerügte – Ge-

hörsverletzung, und andererseits hatten die Beschwerdeführenden auf Be-

schwerdestufe die Möglichkeit, sich dazu zu äussern, wovon sie in ihrer 

Beschwerde denn auch Gebrauch machten. Dadurch, dass sie sich im wei-

teren Schriftenwechsel nicht mehr zu diesem Punkt geäussert haben, ist 

davon auszugehen, dass ihrerseits alles Wesentliche erwähnt wurde, wo-

mit die Gehörsverletzung als geheilt betrachtet werden kann.  

5.2 Im Ergebnis hat das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden 

zu Recht abgelehnt.  

5.2.1 Aufgrund der vielen Ungereimtheiten hat das BFM den langjährigen 

Aufenthalt in P._______ zu Recht als unglaubhaft erachtet. An dieser Stelle 

kann offen bleiben, ob und wie lange sich die Beschwerdeführenden in 

P._______ aufgehalten haben. Der vorgebrachte Aufenthalt in P._______ 

ist vorliegend ohnehin nicht näher auf Asylrelevanz hin zu überprüfen, da 

die Beschwerdeführenden diesbezüglich keine gezielte Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG geltend machten.  

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Seite 10 

5.2.2 Das BFM hat den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Angriff 

durch einige Albaner im Jahr 1999 zu Recht als nicht asylrelevant einge-

stuft. Nach Kriegsende kam es zwar teilweise zu verbalen und tätlichen 

Übergriffen auf Angehörige der Minderheit der Roma durch die albanisch-

sprachige Bevölkerung, doch hatte der Beschwerdeführer eigenen Anga-

ben zufolge keine Probleme mit der Dorfbevölkerung. Insbesondere waren 

es auch die Leute aus dem Dorf, die ihm geholfen hätten, den Angriff ab-

zuwehren (vgl. act. A16 F13 ff.). Zudem sind zwischenzeitlich mehr als 15 

Jahre vergangen. Heute verfügt der Kosovo über funktionierende Polizei-

behörden sowie internationale Sicherheitskräfte, die sowohl schutzwillig 

als auch schutzfähig sind. Diese sind grundsätzlich in der Lage, insbeson-

dere Minderheiten Schutz vor Übergriffen durch Dritte zu gewährleisten 

(vgl. BVGE 2011/50 E. 4.7). Sollten sich die Beschwerdeführenden nach 

ihrer Rückkehr in den Kosovo dennoch durch Dritte bedroht fühlen, steht 

es ihnen frei, sich an die zuständigen Behörden vor Ort zu wenden. Zum 

heutigen Zeitpunkt liegen jedenfalls keine konkreten Hinweise auf eine be-

gründete Furcht vor einer zukünftigen Verfolgung vor.  

5.2.3 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Be-

schwerdeführenden keine Verfolgung oder begründete Furcht vor zukünf-

tiger Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen konnten und 

deshalb nicht als Flüchtlinge anerkannt werden können. Das BFM hat zu 

Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und die Asylgesuche abgelehnt.  

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9; 2013/37 E 4.4 je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

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Seite 11 

Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen 

gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

Da das BFM den Aufenthalt in P._______ als unglaubhaft erachtet hat und 

die Beschwerdeführenden kraft Staatsbürgerschaft über ein Aufenthalts-

recht im Kosovo verfügen, hat das BFM den Wegweisungsvollzug zu Recht 

in den Kosovo geprüft. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, sind sämtliche 

Voraussetzungen für einen Wegweisungsvollzug in den Kosovo erfüllt. 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG).  

7.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht 

erfüllen, weshalb der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrück-

schiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet. Ferner er-

geben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführenden noch aus 

den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in 

den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 

EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wären. Der Wegweisungsvollzug erscheint auch unter der Berück-

sichtigung der allgemeinen Menschenrechtssituation im Kosovo zum heu-

tigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig. Nach dem Gesagten ist 

der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völ-

kerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug 

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Seite 12 

Kinder betroffen, so ist im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung dem Kindes-

wohl Rechnung zu tragen.  

7.3.2 In der angefochtenen Verfügung führt das BFM aus, dass die im Ko-

sovo herrschende politische Situation nicht gegen die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs spreche. Die Wahrscheinlichkeit einer konkreten 

Gefährdung alleine aufgrund der Ethnie könne für Angehörige der RAE 

grundsätzlich ausgeschlossen werden. Auch der Zugang zu den medizini-

schen und sozialen Strukturen sei in aller Regel gewährleistet. In 

J._______ lebe heute eine grosse Anzahl Familien der Minderheit der 

RAE. Deren Beziehungen zur albanischen Mehrheitsbevölkerung würden 

als ausgesprochen gut gelten. Auch in L._______, wo die Beschwerdefüh-

renden sich gemäss eigenen Angaben zeitweise beim Onkel der Be-

schwerdeführerin aufgehalten hätten und wo zahlreiche Familienangehö-

rige heute wohnhaft seien, lebe die Minderheit der RAE unbehelligt inmit-

ten einer albanischen Mehrheit. Die Diabeteserkrankung sowie die chroni-

sche Pankreatitis des Beschwerdeführers könnten im Kosovo auf Stufe Re-

gionalspital und in der Universitätsklinik Pristina behandelt werden. Von 

den zwölf aktuell verordneten Medikamenten seien im Kosovo fünf vorhan-

den, vier könnten durch andere mit demselben Wirkstoff ersetzt werden 

und drei der derzeit eingenommenen Medikamente müssten mutmasslich 

im Ausland oder privat beschafft werden. Im Kosovo seien zwar verschie-

dene Insulinsorten vorhanden, eine umfassende Insulinversorgung wie in 

der Schweiz gebe es aber nicht. Gemäss konstanter Rechtsprechung spre-

che jedoch ein tieferes Niveau der medizinischen Versorgung im Heimat-

land nicht grundsätzlich gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs. Die Beschwerdeführenden hätten Verwandte, die entweder im Ko-

sovo oder im Ausland leben würden. Die Eltern sowie drei jüngere Ge-

schwister der Beschwerdeführerin würden seit dem Jahr (…) in der 

Schweiz leben. Wie die Abklärungen der Schweizer Vertretung in Pristina 

vom (…) 2014 ergeben hätten, lebe der Onkel der Beschwerdeführerin seit 

der Rückkehr aus der Schweiz im Jahr (…) mit seiner Familie wieder in 

L._______ und besitze heute eine gut laufende (Firma). Auch ein Bruder 

der Beschwerdeführerin lebe dort. Die Familie der Beschwerdeführerin 

lebe seit jeher auf dem betreffenden Grundstück, das aktuell rund (…) 

Quadratmeter umfasse. Nach dem Krieg seien die beschädigten Häuser 

abgerissen und neu erbaut worden. Insgesamt verfüge die Familie der Be-

schwerdeführerin heute über (…) stattliche Häuser, wobei sich eines noch 

im Baustadium befinde und angeblich einem Verwandten in Deutschland 

gehöre. Gestützt auf den aktenkundigen Sachverhalt könne von der Exis-

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Seite 13 

tenz eines tragfähigen familiären Netzes ausgegangen werden. Somit er-

weise sich der Vollzug der Wegweisung nicht als unzumutbar. Zudem 

könne aufgrund der relativ kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz und der 

Tatsache, dass die Kinder den überwiegenden Teil ihres Lebens nicht hier, 

sondern im soziokulturellen Kontext des Balkans zugebracht hätten, im 

Falle der Wegweisung nicht von einer Entwurzelung gesprochen werden. 

Der Wegweisungsvollzug erweise sich daher auch unter dem Gesichts-

punkt des Kindeswohls als zumutbar.  

7.3.3 Die Beschwerdeführenden machten in der Beschwerde geltend, dass 

bei einer Rückkehr an den Herkunftsort, wo der Beschwerdeführer verprü-

gelt und mit dem Tod bedroht worden sei, nicht abgeschätzt werden könne, 

was mit ihnen geschehe. Zudem sei der Beschwerdeführer inzwischen 

schwer krank. Den beigelegten medizinischen Berichten könne entnom-

men werden, dass die erforderlichen Behandlungen noch nicht abge-

schlossen seien. Als ethnischer Roma könne er im Kosovo nicht mit einer 

sicheren medizinischen Betreuung rechnen. Gemäss dem Bericht der Ge-

sellschaft für bedrohte Völker (Migrationspartnerschaft Schweiz-Kosovo 

2010 - 2012, Wiederausreise statt Reintegration? Die Situation der unter 

Zwang rückgeführten Roma, Ashkali und Ägypter, März 2013) setze der 

kosovarische Staat die im Rahmen der Migrationspartnerschaft ausgehan-

delten Bedingungen für die Reintegration der unter Zwang zurückkehren-

den RAE nicht um. Solange eine Rückkehr in Würde nicht gewährleistet 

sei, und die genannten Defizite in der Umsetzung der Migrationspartner-

schaft nicht behoben seien, sei von Zwangsrückführungen von RAE abzu-

sehen. Die sechs Kinder hätten im Kosovo keine Möglichkeit, eine gute 

Schule und Ausbildung zu erhalten. Die Kinder seien sehr motiviert, Schul-

bildung zu erwerben, und würden sich sichtlich darum bemühen, die durch 

die Schule gestellten Anforderungen bestmöglich zu erfüllen. Der Wille zur 

Kooperation und Integration sei vorhanden. Obwohl sie noch nicht so lange 

in der Schweiz seien, hätten die Kinder hier Wurzeln geschlagen und ein 

Gefühl der Sicherheit aufgebaut. Dieselben Bedenken würden auch von 

der Schulleiterin und der Schulpsychologin geteilt (vgl. Schreiben der 

Schulpsychologin vom […] sowie Schreiben der Schulleiterin vom […]). Der 

Beschwerdeführer habe keine Chance, eine Arbeitsstelle als (Berufsbe-

zeichnung) zu finden und könne somit nicht den Lebensunterhalt verdie-

nen.  

7.3.4 Das BFM führte in seiner Vernehmlassung aus, dass der angefoch-

tene Entscheid bereits ausführlich begründet worden sei. So würden sich 

in der Beschwerde keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel 

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Seite 14 

finden lassen, die eine Änderung des Standpunktes rechtfertigen könnten. 

Zur Beurteilung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten im Kosovo 

sei ein internes Consulting erstellt worden. Bei der Prüfung der Zumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs seien alle relevanten Umstände berück-

sichtigt worden. Die auf Beschwerdeebene eingereichten und neu vorlie-

genden fachärztlichen Diagnosen würden nicht in Frage gestellt. Indes ver-

möchten sie keine Änderung hinsichtlich der Beurteilung des Wegwei-

sungsvollzugs herbeizuführen. Das Krankheitsbild des Beschwerdeführers 

lasse nicht auf eine konkrete Gefährdung aufgrund einer medizinischen 

Notlage schliessen, die im Kosovo schlicht nicht behandelbar sei. Für die 

benötigte Weiterbehandlung nach erfolgtem Wegweisungsvollzug würden 

entsprechende Institutionen im Kosovo zur Verfügung stehen. Auch wenn 

das Niveau der medizinischen Versorgung nicht mit demjenigen in der 

Schweiz vergleichbar sei, spreche dies nicht gegen die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs. Schliesslich bestehe auch die Möglichkeit, medizi-

nische Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen.  

7.3.5 In ihrer Replik führten die Beschwerdeführenden im Wesentlichen 

aus, die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich seit 

Erlass der angefochtenen Verfügung weiter verschlechtert, weshalb davon 

auszugehen sei, dass das vom BFM erwähnte Consulting die Beschwer-

den des Beschwerdeführers nicht vollumfänglich erfasse. Zudem gehe aus 

der Vernehmlassung des BFM nicht hervor, welche der eingenommenen 

Medikamente im Kosovo erhältlich seien. Entgegen der Behauptungen des 

BFM könnten sich die Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr in 

den Kosovo nicht auf ein tragfähiges Beziehungsnetz stützen. Die schwer-

wiegenden gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers seien auch 

insofern zu berücksichtigen, als er zwingend auf eine entsprechende Infra-

struktur angewiesen sei, welche es ihm ermögliche, korrekt behandelt und 

versorgt zu werden. Unter prekären hygienischen Umständen komme es 

beispielsweise durch die hohe Infektionsgefahr rasch zu einer ernsthaften 

Gefährdung von Leib und Leben. Aus den jüngsten ärztlichen Berichten 

gehe hervor, dass eine vollständige Heilung eben gerade nicht erfolgt sei. 

Das BFM begründe die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs damit, 

dass die Mitnahme eines Medikamentenvorrats möglich sei. Diese Argu-

mentation sei schlicht absurd. Es sei nicht davon auszugehen, dass das 

BFM die Ansicht vertrete, die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auf 

Jahre hinaus sei mit der Mitnahme eines Medikamentenvorrates zu be-

gründen. Auch den Kindern sei es nicht mehr möglich, sich im Kosovo ohne 

Gefährdung an Leib und Leben zu integrieren. Vielmehr sei es der Familie 

unmöglich, sich eine neue Existenz aufzubauen.  

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Seite 15 

7.3.6 Da es im Kosovo weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt 

gibt, gilt es vorliegend zu prüfen, ob die gesundheitliche Situation des Be-

schwerdeführers (vgl. E. 7.3.7), das Kindeswohl (vgl. E. 7.3.8)  

oder fehlende Reintegrationsmöglichkeiten (vgl. E. 7.3.9) einer Wegwei-

sung wegen Unzumutbarkeit des Vollzugs entgegenstehen könnten. 

7.3.7 Wie das BFM zutreffend ausführte, kann sich ein Wegweisungsvoll-

zug gestützt auf Art. 83 Abs. 4 AuG aus medizinischen Gründen als unzu-

mutbar erweisen, wenn bei einer Rückkehr eine notwendige medizinische 

Behandlung im Heimatland nicht zu Verfügung steht. Eine nicht dem 

schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behandlung be-

gründet die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs jedoch noch nicht. 

Vielmehr muss die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung zu ei-

ner raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheits-

zustandes der betroffenen Person führen (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.3.2; 

2011/50 E. 8.3).  

Vorliegend sind – entgegen der auf Beschwerdeebene vorgebrachten An-

sicht – den Akten keine stichhaltigen Anhaltspunkte für eine drohende me-

dizinische Notlage des Beschwerdeführers im Heimatstaat im Sinne von 

Art. 83 Abs. 4 AuG zu entnehmen. Die gesundheitliche Situation des Be-

schwerdeführers ist zweifellos ernst zu nehmen, dennoch ist sie nicht als 

so gravierend zu beurteilen, dass eine Rückkehr in den Kosovo als unzu-

mutbar zu qualifizieren wäre. Laut ärztlichem Zeugnis vom (…) 2014 leidet 

der Beschwerdeführer an drei Hauptkrankheiten, (…) (vgl. Beschwerdebei-

lage 16). Der Beschwerdeführer musste sich letztmals am (…). August 

2014 einer Operation unterziehen und konnte am (…). August 2014 in gu-

tem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden (vgl. Beschwerdebei-

lage 23, S. 2). Das BFM hat die Wegweisungsvollzugshindernisse aus me-

dizinischen Gründen sorgfältig geprüft und in einem internen Consulting 

festgestellt, dass das vorliegende Krankheitsbild des Beschwerdeführers 

im Kosovo auf Stufe Regionalspital und in der Universitätsklinik in Pristina 

behandelt werden kann. Die meisten der derzeit eingenommenen Medika-

mente sind im Kosovo erhältlich oder können durch solche mit dem glei-

chen Wirkstoff ersetzt werden. Es steht dem Beschwerdeführer offen, ei-

nen entsprechenden Medikamentenvorrat mitzunehmen, der ausreichen 

wird, bis die Medikation in geeigneter Weise umgestellt werden kann. Über-

dies kann er gemäss Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylver-

ordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen (AsylV2, 

SR 142.312) individuelle medizinische Rückkehrhilfe beantragen. Des 

Weiteren können die Beschwerdeführenden mit finanzieller Unterstützung 

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Seite 16 

ihrer im Kosovo und insbesondere auch im Ausland lebenden grossen Ver-

wandtschaft rechnen, welche die Beschwerdeführenden bereits früher 

punktuell mit Geldleistungen unterstützt haben. Nach dem Gesagten sowie 

im Hinblick auf eine bald zu erwartende Stabilisierung des Gesundheitszu-

standes des Beschwerdeführers erweist sich der Vollzug der Wegweisung 

aus gesundheitlicher Sicht als zumutbar.  

7.3.8 Das Kindeswohl bildet im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung – wie 

eingangs erwähnt – einen Gesichtspunkt von gewichtiger Bedeutung. Dies 

ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung von 

Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 

20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107). Unter 

dem Aspekt des Kindeswohls sind demnach sämtliche Umstände einzube-

ziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich 

erscheinen. In Bezug auf das Kindeswohl können für ein Kind namentlich 

folgende Kriterien im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung von Be-

deutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähig-

keit) seiner Beziehungen, Eigenschaften seiner Bezugspersonen (insbe-

sondere Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose 

bezüglich Entwicklung/Ausbildung, sowie der Grad der erfolgten Integra-

tion bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz. Gerade letzterer Aspekt, 

die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung 

der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei einem 

Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund 

aus einem einmal vertrauten Umfeld herausgerissen werden sollten. Dabei 

ist aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht nur das unmittelbare per-

sönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, 

sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung in der 

Schweiz kann eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs haben, indem eine starke Assimilierung in der 

Schweiz mithin eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, 

welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen 

lässt (vgl. die vom Bundesverwaltungsgericht übernommene Praxis der 

Asylrekurskommission: Entscheidungen und Mitteilungen der ehemaligen 

Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 6 E. 6.; 2006 

Nr. 24 E. 6.2.3., BVGE 2009/28 E. 9.3.2; 2009/51 E. 5.6).  

Den Akten zufolge ist die Integration der Kinder auf guten Wegen. 

C._______ komme jetzt in die Berufswahlphase, was für sie eine knappe 

Angelegenheit sei, während ihre Geschwister mehr Zeit hätten und sich die 

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Seite 17 

Chancen auf eine Berufsausbildung deshalb erheblich vergrössern wür-

den. Insbesondere H._______ und G._______, die beiden jüngsten Kinder, 

hätten optimale Voraussetzungen, da sie die ganze Schulzeit in der 

Schweiz absolvieren könnten (vgl. Schreiben der Schulleiterin vom […]). 

Dennoch bleibt festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführenden erst seit 

etwas mehr als zwei Jahren in der Schweiz aufhalten. Vor diesem Hinter-

grund kann nicht von einer weitergehenden Assimilierung an die schweize-

rische Kultur und Lebensweise gesprochen werden. Die Kinder sind in der 

Schweiz nicht derart verwurzelt, dass eine Reintegration im Heimatstaat 

unmöglich erscheint. Sodann sind alle Kinder albanischer Muttersprache, 

was die Reintegration im Heimatstaat zusätzlich erleichtern dürfte. Da die 

Kinder den grössten Teil ihres Lebens ausserhalb der Schweiz verbracht 

haben, werden sie bei einer Rückkehr nicht aus ihrem gewohnten Umfeld 

herausgerissen. Ausserdem reichen bessere Ausbildungsmöglichkeiten in 

der Schweiz alleine nicht aus, um von einer Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs auszugehen. Die Beschwerdeführenden brachten zudem 

vor, dass die zweitälteste Tochter, D._______, an einem Tumor gelitten 

habe, der operiert worden sei (vgl. act. A15 F69; A16 F87). Da im Be-

schwerdeverfahren diesbezüglich keine weiteren Probleme geltend ge-

macht wurden, ist davon auszugehen, dass D._______ erfolgreich behan-

delt wurde und keine medizinischen Probleme mehr bestehen. Aufgrund 

einer Gesamtabwägung gelangt das Gericht folglich zum Schluss, dass 

das Kindeswohl dem Vollzug der Wegweisung nicht entgegensteht.  

7.3.9 Der Vollzug der Wegweisung von albanischsprachigen RAE nach Ko-

sovo ist in der Regel zumutbar, sofern auf Grund einer Einzelfallabklärung 

feststeht, dass bestimmte Reintegrationskriterien – wie berufliche Ausbil-

dung, Gesundheitszustand, Alter, ausreichende wirtschaftliche Lebens-

grundlage und Beziehungsnetz im Kosovo – erfüllt sind (vgl. BVGE 

2007/10 E. 5.3).  

Wie den Ergebnissen der Botschaftsabklärung vom 13. März 2014 zu ent-

nehmen ist, lebt die Familie der Beschwerdeführerin in L._______, einer 

Gegend, wo das Zusammenleben zwischen der Minderheit der RAE und 

der albanischen Mehrheit offenbar problemlos funktioniert. Sie verfügt dort 

über grosszügigen Wohnraum und Landbesitz. Mit dem in der Beschwerde 

vorgebrachten Argument, sie würden im Heimatstaat über kein tragfähiges 

Beziehungsnetz verfügen und auch seit 14 Jahren keinen Kontakt mehr zu 

den Verwandten pflegen, vermögen die Beschwerdeführenden nicht durch-

zudringen. Insbesondere weil die Tochter ausgeführt hat, dass sie gemein-

sam mit der Mutter und zwei ihrer Schwestern mehrmals den Onkel der 

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Seite 18 

Beschwerdeführerin besucht und teilweise die Schulferien in L._______ 

verbracht habe (vgl. act. A6 S. 4; A14 F43 ff.). Auch die Beschwerdefüh-

renden haben angegeben, dass sich die Beschwerdeführerin jeweils vor 

der Entbindung bei ihrem Onkel in L._______ aufgehalten habe (vgl. act. 

A15 F36 ff.; A16 F66 ff.). Es ist daher davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführenden und der Onkel der Beschwerdeführerin über mehrere 

Jahre hinweg regelmässig in Kontakt standen. Selbst wenn die Beschwer-

deführenden – wie vorgebracht – zurzeit keinen direkten Kontakt mit den 

Verwandten pflegen, können sie diesen ohne Weiteres wieder herstellen. 

Ausserdem bedeutet ein tragfähiges Beziehungsnetz nicht, dass eine voll-

umfängliche Unterstützung im Sinne von finanzieller Hilfe und Zur-Verfü-

gung-Stellen von Wohnraum vorliegen muss. Vielmehr sollte es möglich 

sein, aufgrund eigener Bemühungen und mithilfe der sozialen Verknüpfung 

des Netzwerks und allenfalls Rückkehrhilfe eine Existenz aufbauen zu kön-

nen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-4381/2012 vom 22. No-

vember 2012 E. 7.5). Neben der sozialen Vernetzung kommt den Be-

schwerdeführenden zugute, dass der Beschwerdeführer über langjährige 

Arbeitserfahrung unter anderem im Baugewerbe verfügt (vgl. act. A4 S. 4; 

A16 F96). Aufgrund dessen sollte ihm eine wirtschaftliche Integration im 

Heimatstaat möglich sein, sodass er für seine Familie sorgen kann.  

7.3.10 Das BFM hat somit den Vollzug der Wegweisung unter Gesamtwür-

digung aller relevanten Umstände zu Recht als zumutbar erachtet.  

7.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

9.  

D-3062/2014 

Seite 19 

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da aber ihre 

Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss 

Art. 65 Abs. 1 VwVG und der amtlichen Rechtsverbeiständung gemäss 

Art. 110a Abs. 1 Bst. a AsylG gutgeheissen wurden, ist auf die Auferlegung 

von Verfahrenskosten zu verzichten und dem Rechtsvertreter eine Ent-

schädigung auszurichten. 

9.2  Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote zu den Akten gereicht, je-

doch lässt sich der notwendige Vertretungsaufwand aufgrund der Akten-

lage hinreichend zuverlässig abschätzen (vgl. Art. 14 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Unter Berücksichtigung der 

massgebenden Berechnungsfaktoren (vgl. Art. 7 ff. VGKE) wird dem 

Rechtsvertreter für die amtliche Rechtsverbeiständung der Beschwerde-

führenden eine Entschädigung von Fr. 1'500.– (inkl. Auslagen und Mehr-

wertsteuer) ausgerichtet. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dem Rechtsvertreter wird zu Lasten der Gerichtskasse eine Entschädi-

gung von Fr. 1'500.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Bendicht Tellenbach Linus Sonderegger 

 

 

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