# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6549f38d-f713-5c80-8f0e-480c4fc1ba1a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.03.2010 C-665/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-665-2008_2010-03-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-665/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______, Beschwerdeführerin 1,
Y._______, Beschwerdeführer 2,
Z._______, Beschwerdeführer 3,
vertreten durch Rechtsanwalt Franklin Sedaj, 

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.

Hinterlassenenrenten, Einspracheentscheid vom 
10. Dezember 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-665/2008

Sachverhalt:

A.
A.______  (nachfolgend:  der  verstorbene  Ehegatte),  geboren  am 
_______,  arbeitete  von  1977  bis  1989  (mit  Unterbrüchen)  in  der 
Schweiz und entrichtete in dieser Zeit Beiträge an die obligatorische 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (act. 74, 84). Er verstarb am 
_______  und  hinterliess  seine  Ehefrau  X._______,  geboren  am 
9. April  1957,  und sieben Kinder: B._______,  geboren am _______; 
C._______, geboren am _______; Y._______, geboren am _______; 
Z._______, geboren am _______; N._______, geboren am _______; 
G._______,  geboren  am  _______  und  J._______,  geboren  am 
_______ (act. 12, 13 und 57).

B.
Am  16. Juni  2006  stellte  die  Ehefrau  X._______,  vertreten  durch 
Rechtsanwalt F. Sedaj, bei der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK 
(eingegangen  am  20. Juni  2006)  unter  anderem  einen  Antrag  auf 
Ausrichtung einer  Witwenrente und von Waisenrenten für  die Kinder 
B._______,  C._______,  Y._______,  Z._______,  N._______, 
G._______ und J.______ mit Wirkung ab Todesdatum von A._______ 
vom _______ (act. 16, vgl. auch Geburtsurkunden act. 25-31). 

Auf Aufforderung der SAK (act. 18) reichte X._______ das ausgefüllte 
Anmeldeformular  für  eine  Hinterlassenenrente  ein,  eingegangen  am 
11. August  2006.  Das  Todesdatum des  verstorbenen  Ehegatten  war 
mit  _______  angegeben  (act.  19-22).  Am  16. Oktober  2006  reichte 
X._______ erneut ein Anmeldeformular für eine Hinterlassenenrente – 
angegebenes Todesdatum des verstorbenen Ehegatten _______ – bei 
der SAK ein, eingegangen am 1. November 2006 (act. 40-43).

C.
Mit  Verfügung  vom  26. Juli  2007  sprach  die  SAK  X._______  mit 
Wirkung ab 1. Oktober 2001 eine ordentliche Witwenrente zu (act. 93-
96),  nebst  befristeten  Waisenrenten  für  Z._______  (vom  1. Oktober 
2001  bis  30. September  2003)  und  für  N._______  (vom  1. Oktober 
2001  bis  31. Juli  2005)  sowie  unbefristeten  Waisenrenten  für 
G._______ und J._______ mit  Wirkung ab 1. Oktober 2001 (act. 87-
92). 

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Gegen  diese  Verfügung  liess  X._______,  erneut  vertreten  durch 
Rechtsanwalt F. Sedaj, mit Schreiben vom 16. August 2007 Einsprache 
erheben. Sie  machte  mit  Verweis  auf  den  Auszug  aus  dem Sterbe-
register Nr. 11/2001 der UNMIK geltend, ihr Ehegatte sei am _______ 
verstorben,  weshalb  ihr  die  Witwenrente  ab  diesem  Datum  zu  ge-
währen sei. Des Weiteren liess sie beantragen: Waisenrenten für Sohn 
Y._______  vom  10. Mai  1999  bis  5. Mai  2000,  Waisenrenten  für 
Z._______  vom  10. Mai  1999  bis  1. Oktober  2001  sowie  ab 
30. September  2003  für  die  Studienjahre  2003/2004,  2004/2005, 
2005/2006,  2006/2007 und 2007/2008,  Waisenrenten für N._______, 
G._______  und  J._______  vom  10. Mai  1999  bis  1. Oktober  2001 
sowie Verzugszinsen (act. 100). 

Mit Eingabe vom 15. September 2007 reichte X._______ als Beweis-
mittel  den  Berufsausbildungsvertrag  2007/2008  für  Sohn  Z._______ 
der SAK ein (act. 103).

Mit Schreiben vom 30. Oktober 2007 forderte die SAK X._______ zur 
Einreichung  der  Studiumsbescheinigung  für  Sohn  Y._______  für  die 
Jahre  2001 bis  2007 sowie  für  Z._______ für  die  Jahre 2003/2004; 
2004/2005  und  2005/2006  auf,  zusätzlich  zu  einer  Arbeitgeber-
bescheinigung,  welche  den  voraussichtlichen  Monatslohn  nach  der 
abgeschlossenen Ausbildung festhalte (act. 104).

Am 27. November 2007 erklärte X._______, sie verzichte auf die Ge-
währung der Waisenrente für  Y._______ nach dem 5. Mai  2000. Für 
Z._______ beantrage sie die Waisenrente nur vom 10. Mai 1999 bis 
1. Oktober  2001;  für  die  Studienjahre  2003/2004,  2004/2005 
2005/2006 verzichte sie auf eine Waisenrente (act. 107).

D.
Mit  Einspracheentscheid  vom 10. Dezember  2007  wies  die  SAK die 
Einsprache  ab. Zur  Begründung  führte  sie  an,  dass  der  Antrag  auf 
Hinterlassenenrente am 17. Oktober 2006 bei  der SAK eingegangen 
sei,  weshalb  in  Anwendung  von  Art.  24  des  Bundesgesetzes  vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) die rückwirkende Auszahlung der Rente ab 
Oktober  2001  unter  Berücksichtigung  der  Verjährungsfrist  von  5 
Jahren  korrekt  erfolgt  sei.  Im  Weiteren  erklärte  sie,  dass  Verzugs-
zinsen  nach  ständiger  Rechtsprechung  im  Bereich  der  Sozialver-
sicherungen  keine  gewährt  würden,  sofern  sie  nicht  gesetzlich  vor-
gesehen seien (act. 110).

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E.
Mit Schreiben vom 28. Januar 2008 (der Post übergeben am gleichen 
Tag)  liessen  X._______  (Beschwerdeführerin  1),  Y._______  (Be-
schwerdeführer 2) und Z._______ (Beschwerdeführer 3) alle vertreten 
durch  Rechtsanwalt  F.  Sedaj,  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde  einreichen.  Die  Beschwerdeführerin  1  beantragte  eine 
Witwenrente vom 10. Mai 1999 bis 1. Oktober 2001, der Beschwerde-
führer 2 eine Waisenrente vom 10. Mai 1999 bis 5. Mai 2000 sowie der 
Beschwerdeführer  3  eine  Waisenrente  vom  10. Mai  1999  bis 
1. Oktober 2001 und vom 4. September 2006 bis 3. September 2008. 
Des Weiteren beantragten sie Verzugszinsen von 4% gemäss Art. 26 
Abs. 2  ATSG sowie  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 500.--. Ferner 
machte  die  Beschwerdeführerin  1  geltend,  dass  die  SAK betreffend 
den  Antrag  auf  Gewährung  einer  Invalidenrente  vom  12. November 
1997  bis  10. Mai  1999  für  den  verstorbenen  Ehegatten  noch  keine 
Verfügung erlassen habe, weshalb sie um eine solche ersuche (BVGer 
act. 1). 

F.
Mit  Brief  vom 14. Februar  2008 forderte  die  Instruktionsrichterin  die 
Beschwerdeführenden  auf,  ein  Zustellungsdomizil  in  der  Schweiz 
bekanntzugeben (BVGer act. 2).

G.
Mit Vernehmlassung vom 18. Juni 2008 führte die Vorinstanz aus, die 
Überprüfung des Dossiers erlaube es, die erste Rentenanmeldung der 
Beschwerdeführerin 1 vom 16. Juni 2006 zu berücksichtigen, weshalb 
die  Witwenrente  ab dem 1. Juni  2001  und  die  Waisenrenten  für  die 
Kinder  Z._______,  N._______, G._______ und J._______ zusätzlich 
vom 1. Juni 2001 bis 30. September 2001 gewährt werden könnten. Im 
Rahmen einer Wiedererwägung sei im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG 
eine neue Verfügung erlassen worden (BVGer act. 10). Sie fügte den 
Akten eine neue Verfügung vom 11. Juni 2008 bei, mit welcher sie der 
Beschwerdeführerin  1 die  Witwenrente  zusätzlich  mit  Wirkung  ab 
1. Juni 2001 bis 30. September 2001 zugesprochen hatte (act. BVGer 
act. 10). 

H.
Die Beschwerdeführenden liessen mit  Replik vom 4. August 2008 im 
Wesentlichen  an  ihren  Rechtsbegehren  festhalten.  Des  Weiteren 
machte  die  Beschwerdeführerin  1  geltend,  dass  das  erste  Renten-

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gesuch bereits am 27. September 2001 im Rahmen des Gesuchs um 
Gewährung einer Invalidenrente für den verstorbenen Ehegatten, und 
nicht wie von der Vorinstanz festgestellt am 16. Juni 2006, eingereicht 
worden  sei.  Als  Beweismittel  reichte  sie das  Schreiben  vom 
27. September 2001 an die SAK ein (BVGer act. 12). 

I.
Mit Verfügung vom 15. August 2008 wurden die Beschwerdeführenden 
nochmals förmlich aufgefordert, ein Zustellungsdomizil in der Schweiz 
zu bezeichnen, was weder sie noch ihr Anwalt bis heute getan haben 
(BVGer act. 13).

J.
Mit  Duplik  vom 23. September 2008 erklärte die Vorinstanz,  das der 
Replik  beigelegte  Schreiben  vom  27. September  2001  habe  das 
laufende IV-Verfahren  betreffend Antrag von A._______  auf  eine  In-
validenrente  betroffen  und  könne  nicht  als  Antrag  auf  eine  Hinter-
lassenen- und Waisenrente betrachtet werden. Im besagten Schreiben 
sei  das  vermutliche Ableben  des Herrn  A._______ erwähnt  worden; 
der  SAK  sei  jedoch  trotz  mehrmaliger  Aufforderung  nie  genau  mit-
geteilt  worden,  ob  Herr  A._______  tatsächlich  verstorben  sei.  Des 
Weiteren befinde sich in den Akten des verstorbenen Ehegatten kein 
Antrag  auf  eine  Witwen-  oder  Waisenrente,  welcher  vor  dem Monat 
Juni 2006 eingereicht worden sei. Ebenso habe die IV-Stelle bis zum 
10. Oktober 2002 (Datum der Archivierung der Akte A._______) weder 
entsprechende  Beweismittel  noch  einen  offiziellen  Antrag  auf  eine 
Witwenrente  erhalten.  Deshalb  werde  an  der  Stellungnahme  vom 
18. Juni  2008  festgehalten  und  die  Bestätigung  der  Einsprachever-
fügung vom 11. Juni 2008 beantragt. Beizufügen sei,  dass dem Kind 
Z._______  mangels  aktueller  im  Original  ausgestellter  Ausbildungs-
bescheinigung  von  September  2006  bis  September  2008  keine 
Waisenrente zugesprochen werden könne (BVGer act. 15).

K.
Mit  Verfügung vom 6. Oktober  2008 wurde der  Schriftenwechsel  ab-
geschlossen (BVGer act. 16).

L.
Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin reichte die SAK mit Eingabe 
vom  9. Februar  2010  die  im  Rahmen  der  Wiedererwägung  neu  er-
lassene Verfügung vom 11. Juni  2008 nach,  worin  die  Waisenrenten 
für die Kinder Z.______ (Beschwerdeführer 3), N._______, G._______ 

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und J._______ zusätzlich vom 1. Juni 2001 bis 30. September 2001 
gewährt worden waren (BVGer act. 19).

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 
173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung  (AHVG,  SR  831.10)  beurteilt  das  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Ver-
fügungen nach Art.  5  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  der 
Schweizerischen Ausgleichskasse. Eine Ausnahme im Sinn von Art. 32 
VGG liegt  nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die 
vorliegende Beschwerde zuständig. 

1.1 Der angefochtene Entscheid vom 10. Dezember 2007 ist eine Ver-
fügung im Sinn von Art. 5 VwVG, durch die die Beschwerdeführenden 
besonders berührt  sind und an deren Aufhebung oder  Änderung sie 
ein schutzwürdiges Interesse haben (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. Art. 59 
ATSG). Sie sind daher zur Beschwerdeführung legitimiert.

Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens haben die Beschwerdeführerin 
1 wie auch die Beschwerdeführer 2 und 3 Rechtsanwalt F. Sedaj be-
vollmächtigt,  sie  unter  anderem in  allen  den  Rechtsstreit  gegen  die 
SAK betreffenden Prozesshandlungen zu vertreten (act. 14). Rechts-
anwalt F. Sedaj ist somit rechtsgültig bevollmächtigt. 

1.2 Da die  Beschwerde  vom 28. Januar  2008  im  Übrigen  frist-  und 
formgerecht  (Fristenstillstand  vom  18. Dezember  2007  bis  und  mit 
2. Januar 2008, Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG) eingereicht worden ist, 
ist  grundsätzlich auf sie einzutreten (Art. 50 Abs. 1 VwVG, vgl. auch 
Art. 60 Abs. 1 ATSG). 

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1.3 Anfechtungsobjekt  ist  vorliegend  der  Einspracheentscheid  vom 
10. Dezember 2007, mit welchem die Vorinstanz die Nachzahlung der 
Witwenrente für  die  Beschwerdeführerin  1 und der Waisenrenten für 
Beschwerdeführer 3 sowie für N._______, G._______ und  J._______ 
ab 1. Juni  1999 bis  September  2001 sowie den Antrag auf  die Ge-
währung von Verzugszinsen abgewiesen hat. 

Soweit  der  Beschwerdeführer  3  Waisenrenten  während  seiner  Aus-
bildungszeit vom 4. September 2006 bis 3. September 2008 beantragt, 
ist darauf hinzuweisen, dass der Anspruch auf Waisenrenten während 
der  Ausbildungszeit  weder  Gegenstand  der  angefochtenen  Ein-
spracheverfügung  vom 10. Dezember  2007  noch  – wie  unter  E. 3.2 
ausgeführt – der wiedererwägungsweise erlassenen Verfügungen vom 
11. Juni 2008 waren. Da es somit an einem Anfechtungsgegenstand 
fehlt,  kann  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  auf  diesen  Antrag 
nicht eingetreten werden (BGE 125 V 413 E. 1a). 

1.4 Gemäss Art. 11b Abs. 1 VwVG haben Parteien, die in einem Ver-
fahren Begehren stellen, der Behörde ihren Wohnsitz oder Sitz anzu-
geben. Wenn sie im Ausland wohnen, haben sie in der Schweiz ein 
Zustellungsdomizil  zu  bezeichnen,  es  sei  denn,  das  Völkerrecht  ge-
statte der Behörde, Mitteilungen im betreffenden Staat durch die Post 
zuzustellen. 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden, der wie sie Wohnsitz 
in  der  Republik  Kosovo  hat,  wurde  mit  Schreiben  vom  14. Februar 
2008, gemäss Rückschein zugestellt am 21. Februar 2008, auf die in 
Art. 11b Abs. 1 VwVG statuierte Pflicht hingewiesen, ein Zustellungs-
domizil  in der Schweiz zu bezeichnen. Mit Verfügung vom 15. August 
2008,  zugestellt  über  die  Schweizerische  Botschaft  in  Kosovo  am 
1. Dezember 2008,  wurden die Beschwerdeführenden nochmals auf-
gefordert, innert 30 Tagen nach Erhalt der Verfügung ein Zustellungs-
domizil  in der Schweiz anzugeben, ansonsten würden ihnen künftige 
Anordnungen und Entscheide gemäss Art. 36 Bst. b VwVG durch amt-
liche Publikation eröffnet. 

Da die Beschwerdeführenden dieser Anordnung nicht nachgekommen 
sind, ist das Urteilsdispositiv androhungsgemäss durch Publikation im 
Bundesblatt zu eröffnen. 

2.
Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

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waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine An-
wendung  in  Sozialversicherungsrechtssachen,  soweit  das  ATSG an-
wendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des 
ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung anwendbar, soweit  das AHVG nicht  ausdrücklich eine Ab-
weichung vorsieht.  

3.
3.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  in  der  Regel  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen 
Übergangsbestimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 
134 V 315 E. 1.2). 

Mit der vorliegenden Beschwerde beantragt die Beschwerdeführerin 1 
die  Nachzahlung  der  Witwenrente  vom 10. Mai  1999  bis  1. Oktober 
2001, der Beschwerdeführer 2 die Nachzahlung der Waisenrenten vom 
10. Mai 1999 bis 5. Mai 2000 und der Beschwerdeführer 3 die Nach-
zahlung der Waisenrente vom 10. Mai 1999 bis 1. Oktober 2001.

3.2 Vorab  ist  zu  prüfen,  inwiefern  aufgrund  der  im  Rahmen  der 
Wiedererwägung  gemäss  Art.  53  Abs. 3  ATSG neu  erlassenen  Ver-
fügung vom 11. Juni 2008 das vorliegende Beschwerdeverfahren als 
gegenstandslos abzuschreiben ist. 

3.2.1 Gemäss Art. 58 Abs. 1 VwVG (vgl. auch Art. 53 Abs. 3 ATSG) 
kann die Verwaltung bis zu ihrer Vernehmlassung an die Beschwerde-
instanz die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen. Diese 
neue Verfügung beendet den hängigen Rechtsstreit  nur insoweit,  als 
sie  den  Anträgen  der  Beschwerde  führenden  Partei  entspricht. 
Insoweit  als  damit  den Anträgen des Beschwerdeführers  nicht  statt-
gegeben wurde, besteht der Rechtsstreit weiter und die Beschwerde-
instanz  hat  auf  die  Sache  einzutreten,  ohne  dass  der  Beschwerde-
führer die zweite Verfügung anzufechten braucht (ZAK 1992, S. 117). 

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3.2.2 Mit  der  Wiedererwägungsverfügung vom 11. Juni  2008 hat  die 
Vorinstanz den Anträgen der Beschwerdeführerin 1 nur insoweit ent-
sprochen,  als  sie  die  Witwenrente  bereits  ab  1. Juni  2001  und  die 
Waisenrente für den Beschwerdeführer 3 zusätzlich vom 1. Juni 2001 
bis  30. September  2001  gewährte. Ferner gewährte  die  Vorinstanz 
auch  die  Waisenrenten  für  die  Kinder  N._______,  G._______  und 
J._______ zusätzlich vom 1. Juni 2001 bis 30. September 2001. 

3.2.3 Die Vorinstanz hat hingegen den Anträgen auf Gewährung der 
Witwenrente für die Beschwerdeführerin 1 auch für den Zeitraum vom 
10. Mai  1999  bis  31. Mai  2001,  auf  Waisenrenten  für  den  Be-
schwerdeführer 2 vom 10. Mai 1999 bis 5. Mai 2000 (Vollendung des 
18. Lebensjahres)  sowie  für  den  Beschwerdeführer  3  vom  10. Mai 
1999  bis  31. Mai  2000  wie  auch  auf  Bezahlung  von  Verzugszinsen 
nicht  entsprochen;  diese  bilden  daher  Streitgegenstand  im  vor-
liegenden Beschwerdeverfahren.

4.
Zunächst  sind  die  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Streitsache 
wesentlichen  Rechtssätze  und  die  von  der  Rechtsprechung  ent-
wickelten Grundsätze darzustellen.

4.1 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  vom  8. Juni 
1962  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR 
0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsangehörigen  des  ehemaligen  Jugo-
slawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit 
Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des 
ehemaligen  Jugoslawiens  (Kroatien,  Slowenien,  Mazedonien),  nicht 
aber  mit  Kosovo,  neue  Abkommen  über  Soziale  Sicherheit  ab-
geschlossen.  Für  die  Beschwerdeführenden  als  Bürger  von  Kosovo 
findet demnach weiterhin das schweizerisch-jugoslawische Sozialver-
sicherungsabkommen  vom  8. Juni  1962  Anwendung.  Nach  Art.  2 
dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten 
in  ihren Rechten und Pflichten aus den in  Art. 1 genannten Rechts-
vorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bundesgesetzgebung 
über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  gehört,  einander 
gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Dies gilt gemäss Ziff. 2 des 
Schlussprotokolls  auch  für  die  Hinterlassenen  von  schweizerischen 
oder jugoslawischen Staatsangehörigen. Bestimmungen, die hinsicht-

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lich  der  Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische 
Hinterlassenen-  bzw.  Waisenrente  sowie  der  anwendbaren  Ver-
fahrensvorschriften  von dem in  Art.  2  des  Abkommens aufgestellten 
Grundsatz  der  Gleichstellung  abweichen,  finden  sich  weder  im  Ab-
kommen selbst noch in den seitherigen schweizerisch-jugoslawischen 
Vereinbarungen. 

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung besteht, 
bestimmt sich  somit  allein  aufgrund der  schweizerischen Rechtsvor-
schriften. 

5.
Die Beschwerdeführerin 1 beantragt die Gewährung der Witwenrente 
bereits ab dem Todeszeitpunkt ihres verstorbenen Ehemannes, d.h. ab 
dem _______, und nicht erst ab dem 1. Juni 2001. 

5.1 Unter  der  Voraussetzung,  dass  dem verstorbenen Ehegatten für 
mindestens  ein  volles  Jahr  Einkommen,  Erziehungs-  oder  Be-
treuungsgutschriften  angerechnet  werden  können  (Art.  29  Abs.  1 
AHVG),  haben  Witwen  Anspruch  auf  eine  ordentliche  Witwenrente, 
wenn sie im Zeitpunkt der Verwitwung Kinder (Art. 23 Abs. 1 AHVG) 
oder  das  45. Altersjahr  vollendet  haben  und  mindestens  fünf  Jahre 
verheiratet waren (Art. 24 Abs. 1 AHVG). 

Es  ist  unbestritten,  dass  die  Beschwerdeführerin  1  die  Voraus-
setzungen für eine Witwenrente erfüllt. Insbesondere hat sie mit dem 
verstorbenen  Ehegatten  fünf  gemeinsame  Kinder,  während  zwei 
Kinder aus erster Ehe stammen (act. 25-31).

5.2 Der  Anspruch  auf  die  Witwenrente  entsteht  am  ersten  Tag des 
dem Tod des Ehemannes folgenden Monats (Art. 23 Abs. 3 AHVG). 
Unbestritten  ist,  dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  1  am 
_______ gestorben ist (act. 34).

5.3 Gemäss Art. 67 Abs. 1 Satz 1 der  Verordnung vom 31. Oktober 
1947  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVV,  SR 
831.101)  wird  der  Anspruch  auf  eine  Rente  durch  Einreichen  eines 
ausgefüllten  Anmeldeformulars  bei  der  gemäss  den  Artikeln  122  ff. 
AHVV  zuständigen  Ausgleichskasse  geltend  gemacht.  Als  rechts-
gültige Anmeldung gilt  grundsätzlich nur das auf amtlichem Formular 
schriftlich  eingereichte  Leistungsbegehren  (vgl.  ZAK  1975,  S. 377). 

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Macht  der  Versicherte  seinen  Anspruch  durch  formloses  Schreiben 
geltend, so hat ihm die Versicherung ein entsprechendes Formular zur 
Ausfüllung  zuzustellen,  wobei  jedoch  die  Wirkungen  der  Anmeldung 
auf den Eingang des ersten Schreibens zurückbezogen werden (ZAK 
1984, S. 404). 

5.4 Nach Art. 24 Abs. 1 ATSG, in Kraft seit 1. Januar 2003, erlischt der 
Anspruch auf ausstehende Leistungen oder Beiträge fünf Jahre nach 
dem Ende des Monats, für welchen die Leistung, und fünf Jahre nach 
dem Ende des Kalenderjahres, für welches der Beitrag geschuldet war. 
Hierbei  handelt  es  sich  um  eine  Verwirkungsfrist,  die  von  Amtes 
grundsätzlich  zu  berücksichtigen  ist  (UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 
2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 24 Rz. 12 ff., vgl. auch ANDRÉ 
PIERRE HOLZER, Verjährung und Verwirkung der Leistungsansprüche im 
Sozialversicherungsrecht, Zürich, Basel, Genf 2005, S. 62 ff.). Vor In-
krafttreten des ATSG bzw. bis am 31. Dezember 2002 wurde die Ver-
wirkung des Leistungsanspruchs durch Art. 46 Abs. 1 AHVG (in  der 
Fassung gemäss Ziff. 1 BG vom 4. Oktober 1968) geregelt (vgl. auch 
BGE 120 V 170). Nach dieser bis am 31. Dezember 2002 in Kraft ge-
wesenen  Norm  erlischt  der  Anspruch  auf  Nachzahlung  nicht  be-
zogener Renten ebenfalls mit  dem Ablauf von fünf Jahren seit  Ende 
des Monats, für welchen die Leistung geschuldet war. 

5.5 Die  Beschwerdeführerin  1  macht  geltend,  bereits  am 
27. September  2001  ein  Rentengesuch  mit  dem  vermerkten  Todes-
zeitpunkt vom _______ eingereicht zu haben. Im fraglichen Schreiben 
an die SAK erklärte  der Rechtsvertreter,  dass er  versucht  habe,  mit 
der  Beschwerdeführerin  1  einen Termin  abzumachen; es werde ver-
mutet,  dass  der  Versicherte  verstorben  sei,  weshalb  er  noch  keine 
Unterlagen  betreffend  den  Antrag  auf  Leistungen  der  Invalidenver-
sicherung habe einreichen können. 

Wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  festgestellt  hat,  kann  auf  dieses 
Schreiben nicht abgestellt  werden. Es wurde im Rahmen des IV-Ver-
fahrens eingereicht und erfüllt die Anforderungen an einen Antrag auf 
Hinterlassenenrenten  nicht.  Im  Schreiben  vom  27. September  2001 
sind keine Angaben enthalten, die darauf schliessen lassen, dass es 
sich  um  ein  Leistungsbegehren  betreffend  Hinterlassenenrenten 
handeln würde. Es enthält lediglich die Vermutung, dass der Ehemann 
der Beschwerdeführerin 1 verstorben sei und enthält  keine Angaben 
betreffend  einen  allfälligen  Todeszeitpunkt.  Auf  der  im  Rahmen  der 

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Replik  eingereichten  Briefkopie  ist  der  Todeszeitpunkt  des  ver-
storbenen Ehegatten von Hand ausgefüllt worden. 

5.6 Im  Schreiben  vom  16. Juni  2006  hat  die  Beschwerdeführerin  1 
einen formlosen Antrag auf eine Hinterlassenenrente eingereicht (act. 
16). Auf Aufforderung der Vorinstanz reichte die Beschwerdeführerin 1 
am 7. August 2006 (act. 19-22) und 17. Oktober 2006 (act. 40-43) die 
ausgefüllten Anmeldeformulare ein, wodurch die Anmeldung auf eine 
Hinterlassenenrente bei der SAK rechtsgültig einging. Die Vorinstanz 
hat im Rahmen der Wiedererwägung zu Recht auf das Schreiben vom 
16. Juni  2006  als  Anmeldedatum  abgestellt  und  der  Beschwerde-
führerin  1  in  Berücksichtigung  von  Art.  24  Abs.  1  ATSG die  Nach-
zahlung der Rente für die fünf der Anmeldung vorausgehenden Jahre 
gewährt. Vor diesem Zeitpunkt  entstandene Ansprüche sind  verwirkt 
(vgl. BGE 120 V 170, Urteil des Bundesgerichts [BGer] H 14/06 vom 
5. März 2007 und Urteil BGer 9C_930/2008 vom 14. Januar 2009 mit 
Hinweis  auf  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer]  C-
3160/2006 vom 19. September 2008, KIESER, a.a.O., Art. 24 Rz. 14 ff.).

5.7 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass der Antrag der 
Beschwerdeführerin 1 auf Witwenrente vom 10. Mai 1999 bis 31. Mai 
2001 abzuweisen ist. 

6.
6.1 Des Weiteren ist streitig, ob der Beschwerdeführer 2 vom 10. Mai 
1999 bis  5. Mai  2000 (bis  zu seiner  Volljährigkeit)  und Beschwerde-
führer  3  vom 10. Mai  1999  bis  31. Mai  2001  Anspruch  auf  Waisen-
renten haben.

Die Vorinstanz macht geltend, dass das Schreiben vom 27. September 
2001 keinen Antrag auf Waisenrenten darstelle, weshalb diese erst ab 
1. Juni 2001 gewährt werden könnten. 

6.2 Kinder, deren Vater oder Mutter gestorben ist, haben Anspruch auf 
eine Waisenrente (Art. 25 Abs. 1 erster Satz AHVG). Der Anspruch auf 
die Waisenrente entsteht am ersten Tag des dem Tode des Vaters oder 
der  Mutter  folgenden  Monats.  Er  erlischt  mit  der  Vollendung  des 
18. Altersjahres oder mit dem Tod der Waise (Art. 25 Abs. 4 AHVG).

6.3 Wie  bereits  in  E.  5.5  ausgeführt,  stellt  das  Schreiben  vom 
27. September 2001 kein Gesuch auf Leistungen der AHV dar, wes-
halb auf dieses nicht abgestellt werden kann. Mit Eingabe vom 16. Juni 

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2006 hat die Beschwerdeführerin  1 bei der SAK ein Gesuch um Aus-
richtung von Waisenrenten eingereicht. Die Vorinstanz hat im Rahmen 
der Wiedererwägung zu Recht auf dieses formlos eingereichte Gesuch 
abgestellt und die Waisenrente zusätzlich rückwirkend ab 1. Juni 2001 
bis  30. September  2001  verfügt.  Für  die  Zeit  vom 10. Mai  1999 bis 
31. Mai 2001 sind Ansprüche auf Waisenrenten verwirkt (vgl. E. 5.6). 

6.4 Somit  ist  festzuhalten,  dass  die  Anträge  auf  Bezahlung  von 
Waisenrenten  für den  Beschwerdeführer  2  vom  10. Mai  1999  bis 
5. Mai  2000 und für  den  Beschwerdeführer  3 vom 10. Mai  1999 bis 
31. Mai 2001 abzuweisen sind. 

7.
Die Beschwerdeführerenden 1 bis 3 beantragen ferner Verzugszinsen 
gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG.

Die Vorinstanz macht in ihrem abweisenden Einspracheentscheid vom 
10. Dezember  2007  geltend,  dass  Verzugszinsen  nach  ständiger 
Rechtsprechung  im  Bereich  der  Sozialversicherungen  grundsätzlich 
nicht  geschuldet  seien,  sofern sie nicht  gesetzlich vorgesehen seien 
(act. 109-110). 

7.1 Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG, in Kraft seit 1. Januar 2003, werden 
die  Sozialversicherungen  für  ihre  Leistungen  nach  Ablauf  von  24 
Monaten  nach  der  Entstehung  des  Anspruchs,  frühestens  aber  12 
Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig, sofern die 
versicherte  Person  ihrer  Mitwirkungspflicht  vollumfänglich  nach-
gekommen ist. 

Für  allfällige  Rentenbetreffnisse  vor  dem  1.  Januar  2003  besteht 
mangels  gesetzlicher  Grundlage  kein  Anspruch  auf  Verzugszinsen 
(vgl. BGE 113 V 48 E. 2a).

7.2 Im Sozialversicherungsverfahren sind die Parteien zur Mitwirkung 
in  der  Sachverhaltsabklärung  verpflichtet,  wenngleich  der  Untersu-
chungsgrundsatz,  wonach  die  Behörde  den  rechtserheblichen  Sach-
verhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an 
die  Vorbringen  oder  Beweisanträge  der  Parteien  abklärt,  im  Vorder-
grund steht. Der Untersuchungsgrundsatz findet mithin sein Korrelat in 
den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 117 V 261 E. 3b,  KIESER, 
a.a.O.,  Art. 43 Rz. 9,  STÉPHANE BLANC,  La procédure administrative en 
assurance-invalidité, Fribourg 1999, S. 113). Nach diesen Grundsätzen 

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prüft  der  Versicherungsträger  die Leistungsbegehren,  nimmt die not-
wendigen  Abklärungen  von Amtes  wegen  vor  und  holt  die  erforder-
lichen  Auskünfte  ein  (Art.  43  Abs.  1  ATSG).  Kommt  die  versicherte 
Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer 
Weise  nicht  nach,  so  kann  der  Versicherungsträger  gemäss  Art.  43 
Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen ein-
stellen und Nichteintreten beschliessen. Sodann legt ebenfalls Art. 13 
VwVG fest, dass die Parteien verpflichtet sind, an der Feststellung des 
Sachverhaltes mitzuwirken, wenngleich die Behörde den Sachverhalt 
von Amtes wegen feststellt  (Art. 12  VwVG). Etwas enger  ist  Art. 28 
Abs. 2  ATSG formuliert,  der  lediglich,  aber  immerhin  die  Pflicht  zur 
Auskunftserteilung im Leistungsverfahren statuiert (KIESER, a.a.O., Art. 
28 Rz. 17 ff.).

7.3 Der Anspruch auf Hinterlassenenrenten entstand grundsätzlich mit 
dem Tod des Ehemanns und Vaters am _______. Wie erwähnt ist der 
16. Juni  2006 das  massgebende Anmeldedatum für  die  Ausrichtung 
der  Hinterlassenenrenten  (vgl.  E.5.6).  Die  Untätigkeit  bis  zur  Ein-
reichung  der  Anmeldung  ist  der  Beschwerdeführerin  1  als  fehlende 
Mitwirkung  anzulasten;  daraus  kann  sie  von  vornherein  keinen  An-
spruch auf Verzugszinsen ableiten. Ab dem Zeitpunkt der Anmeldung 
hat die Beschwerdeführerin 1 ihre Mitwirkungspflicht jedoch erfüllt (vgl. 
THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 
2003, § 43 Rz. 5 und KIESER a.a.O, Art. 26 Rz.28 ff. und Art. 43 Abs. 3 
Rz. 52). Wie unter E. 7.1 ausgeführt,  tritt  die Verzugszinspflicht nach 
Ablauf  von  24  Monaten  nach  Entstehen  des  Anspruchs,  frühestens 
jedoch  12 Monate  nach Geltendmachung  des Anspruchs  (Anmelde-
datum 16. Juni  2006)  ein. Die  rentenzusprechende Verfügung wurde 
sodann am 26. Juli 2007 erlassen.

Die Beschwerdeführerin 1 hat somit für die Zeit vom 17. Juni 2007 bis 
26. Juli 2007 bzw. bis zum Zeitpunkt der effektiven Nachzahlung An-
spruch  auf  Verzugszinsen  in  der  Höhe  von  5%  auf  denjenigen  Be-
treffnissen  der  Hinterlassenenrenten,  die  nach  dem 1.  Januar  2003 
fällig geworden und soweit 24 Monate seit Entstehung des Anspruchs 
vergangen sind (vgl. Art. 7 Abs. 1 der Verordnung vom 11. September 
2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV, 
SR 830.11]).

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7.4 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerde  be-
treffend den Anspruch auf Verzugszinsen gutzuheissen ist; im Übrigen 
ist sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

8.
Zu befinden bleibt  noch über  die  Verfahrenskosten und ein  allfällige 
Parteientschädigung. 

8.1 Das  Verfahren  ist  für  die  Parteien  kostenlos  (Art.  85bis Abs.  2 
AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

8.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-
sprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  7  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die  Parteient-
schädigung  für  Beschwerdeverfahren  umfasst  die  Kosten  der  Ver-
tretung sowie allfällige weitere notwendigen Auslagen der Partei (Art. 8 
VGKE). 

Die Beschwerdeführenden haben mit der Beschwerde eine Parteient-
schädigung  von  Fr.  500.--  beantragt.  Aufgrund  des  teilweisen  Ob-
siegens  (Art. 7  VGKE)  wird  die  Parteientschädigung  auf  Fr.  250.-- 
festgesetzt und der Vorinstanz zur Bezahlung auferlegt. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird betreffend den Anspruch auf Verzugszinsen im 
Sinn der Erwägung 7.3 gutgeheissen. Die Vorinstanz wird angewiesen, 
die Verzugszinsen zu berechnen und auszuzahlen.

2.
Im  Übrigen  wird  die  Beschwerde  abgewiesen,  soweit  darauf  ein-
getreten wird. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

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4.
Den Beschwerdeführenden 1 bis 3 wird eine Parteientschädigung von 
Fr. 250.-- zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (durch Notifikation im Bundesblatt)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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