# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4465eaad-e015-51f2-8e0b-878331397625
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 14.01.2021 II 2020 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-117_2021-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 117

Entscheid vom 14. Januar 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.A.________ und B.A.________,
Beschwerdeführer,
beide vertreten durch …, 

gegen

Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die 
direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagung 2014: Verwal-
tungsratshonorare; vereinfachtes Abrechnungsverfahren; 
2. Rechtsgang im Verfahren II 2019 57)

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Sachverhalt:

A. Mit Veranlagungsverfügung 2014 vom 23. August 2016 wurden die Eheleu-
te A.A.________ und B.A.________ kantonal mit einem steuerbaren Einkommen 
von Fr. 325'100.-- (davon privilegierte Dividende: Fr. 93'000.--; satzbestimmen-
des Einkommen: Fr. 171'100.--) und einem steuerbaren Vermögen von 
Fr. 16'759'000.-- und bundessteuerlich mit einem steuerbaren und satzbestim-
menden Einkommen von Fr. 289'000.-- veranlagt. Die in der Höhe von je brutto 
Fr. 21'060.-- von beiden Eheleuten von der C.________ Holding AG und von 
A.A.________ von der E.________ AG bezogenen und im vereinfachten Ab-
rechnungsverfahren (VAV) abgerechneten Einkünfte wurden aufgerechnet. Die 
hiergegen erhobene Einsprache hiess die Kantonale Steuerkommission bzw. die 
Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer (StK/VdBSt) mit Einspra-
cheentscheid (Entscheid Nr. 108/2016) vom 10. Juni 2019 teilweise gut, wobei in 
Bezug auf die Entschädigung von B.A.________ keine Aufrechnung vorgenom-
men wurde und in Bezug auf die Entschädigung von A.A.________ die Aufrech-
nung um Fr. 22'000.-- auf Fr. 17'484.-- reduziert wurde. Dagegen gelangten die 
Eheleute A.A.________ und B.A.________ mit Beschwerde an das Verwal-
tungsgericht Schwyz.

B. Mit Entscheid VGE II 2019 57 vom 23. März 2020 wies das 
Verwaltungsgericht Schwyz die Beschwerde der Eheleute A.A.________ und 
B.A.________ ab und unterwarf die gesamten im VAV abgerechneten 
Einkommen von Fr. 63'180.-- abzüglich Sozialversicherungsbeträge der 
ordentlichen Besteuerung (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- 
wurden den Eheleuten A.A.________ und B.A.________ auferlegt (Disp.-Ziff. 2).

C. Mit Eingabe vom 4. Mai 2020 führten die Eheleute A.A.________ und 
B.A.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, welches mit Urteil 
2C_333/2020 vom 25. November 2020 wie folgt entschied:

1. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird hinsichtlich der 
direkten Bundessteuer 2014 gutgeheissen. Der Entscheid des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 23. März 2020 wird 
aufgehoben und die Sache wird zur ergänzenden Sachverhaltsfeststellung 
und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird hinsichtlich der 
Kantons- und Gemeindesteuern 2014 gutgeheissen. Der Entscheid des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 23. März 2020 wird 
aufgehoben und die Sache wird zur ergänzenden Sachverhaltsfeststellung 
und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

[…]

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Das Bundesgericht kommt in seinem Urteil 2C_333/2020 vom 25. Novem-
ber 2020 zum Schluss, ob und gegebenenfalls inwieweit die von den Beschwer-
deführern gewählte Gestaltung absonderlich gewesen sei (und auch die anderen 
beiden Elemente der Steuerumgehung erfüllt wurden), hänge vom Umfang der 
Tätigkeiten ab, welche die Beschwerdeführer den beiden im vereinfachten Ab-
rechnungsverfahren abrechnenden Gesellschaften erbracht hätten. Zu dieser 
rechtserheblichen Tatsache enthalte der angefochtene Entscheid des Verwal-
tungsgerichts Schwyz keine Feststellung (Erw. 6.5). Das Bundesgericht erwog, 
die Übereinstimmung einer Entschädigung mit dem gesetzlichen Maximalbetrag 
für das vereinfachte Abrechnungsverfahren sei zwar ein starkes Indiz dafür, dass 
sie nicht dem Marktwert der Tätigkeiten des Beschwerdeführers entsprochen ha-
be. Ob die Entschädigung zu hoch oder zu tief ausgefallen sei, lasse sich alleine 
anhand der Höhe der Entschädigung aber nicht bestimmen. Zu diesem Zweck 
müssten die konkret erbrachten Tätigkeiten untersucht werden (Erw. 6.4.2). Das 
Bundesgericht weist die Sache daher grundsätzlich mangels Spruchreife zur er-
gänzenden Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung an das Verwaltungsge-
richt Schwyz zurück.

2. Einer nach kassatorischer Entscheidung erneut mit der Sache befassten 
vorinstanzlichen Beschwerdebehörde steht es grundsätzlich frei, die ihr zur 
weiteren Behandlung überwiesene Angelegenheit ihrerseits an eine weitere 
Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Madeleine Camprubi, in: Auer/Müller/Schindler, 
Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, 
Art. 61 VwVG Rz. 9; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, Bern 1997, N 3 zu Art. 72 und N 5 zu Art. 84 VRPG; zur Sprungrück-
weisung durch die kassierende Rechtsmittelinstanz vgl. Marco Donatsch, in: 
Kommentar VRG, § 64 N 4 und N 14; Spühler/Aemisegger/Dolge/Vock, BGG-
Komm., 2. Aufl. 2013, Art. 107 BGG N 6). 

Dementsprechend gelten auch im vorliegenden Fall die Entscheidkompetenzen 
nach § 43 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; 
SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974, welche dem Verwaltungsgericht die 
Möglichkeit offen lassen, reformatorisch zu entscheiden oder eine Rückweisung 
mit den erforderlichen Weisungen an die Vorinstanz vorzunehmen (VGE II 2020 
44 vom 21.4.2020 Erw. 2; II 2017 44 vom 16.5.2017 Erw. 2.1; VGE II 2012 30 
vom 6.3.2012 Erw. 2.1; VGE II 2011 81 vom 12.10.2011 Erw. 2.1; VGE 1003/01 
vom 12.2.2001 Erw. 2d). 

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Dies entspricht im Wesentlichen auch der bundesgerichtlichen Praxis, wonach im 
Verhältnis zwischen Gerichten und Verwaltung der rückweisenden Behörde bei 
Beantwortung der Frage, ob sie selber die nötigen Instruktionen vornehmen oder 
die Akten zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückweisen will, 
grundsätzlich ein weiter Ermessensspielraum zusteht. Indes darf eine 
Rückweisung an die Verwaltung nicht einer Verweigerung des gerichtlichen 
Rechtsschutzes gleichkommen, was etwa dann der Fall ist, wenn wegen 
besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten oder andere gerichtliche 
Beweismassnahmen geeignet sind, zur Abklärung des Sachverhalts beizutragen. 
Unzulässig ist die Rückweisung auch, sofern sie nach den Umständen als 
unverhältnismässig erscheint. Liegen sachliche Gründe vor, ist sie aber 
regelmässig mit dem Untersuchungsgrundsatz und dem Prinzip eines einfachen 
und raschen Verfahrens vereinbar (BGE 131 V 407 Erw. 2.1.1 S. 410 f.).

3. Im vorliegenden Fall verzichtete die Steuerverwaltung darauf, die gegenü-
ber den beiden im vereinfachten Abrechnungsverfahren abrechnenden Gesell-
schaften konkret erbrachten Tätigkeiten der Beschwerdeführer zu untersuchen 
und zu prüfen, ob die Entschädigung dem Marktwert der Tätigkeiten entsprach, 
bzw. ob die Entschädigung zu hoch oder zu tief ausfiel, insbesondere weil die 
Steuerverwaltung stets davon ausging, dass im vereinfachten Abrechnungsver-
fahren die gesamten Verwaltungsratsbezüge einer kumulierten Beurteilung unter-
liegen würden, was sich jedoch als grundsätzlich unzutreffend erwies. Aus die-
sem Grund ist es deshalb auch bei der (nicht weiter belegten) Behauptung der 
Beschwerdeführer geblieben, dass die beiden Gesellschaften über keine weite-
ren Angestellten verfügten, die operative Geschäftstätigkeit durch den bzw. die 
Verwaltungsräte ausgeübt werde, und sie für ihre Tätigkeit angemessen ent-
schädigt worden seien, ohne dass dies von der Steuerverwaltung jemals hinter-
fragt worden wäre. 

Nachdem bereits von der Steuerverwaltung die nach Ansicht des Bundesgerichts 
unter den gegebenen Umständen entscheidwesentlichen (weiteren) Abklärungen 
unterblieben sind, sieht sich das Verwaltungsgericht (aufgrund der Gutheissung 
der Beschwerde durch das Bundesgericht und der Rückweisung der Sache zur 
ergänzenden Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung) seinerseits dazu ver-
anlasst, die ihm zur weiteren Behandlung überwiesene Angelegenheit zur ergän-
zenden Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung im Sinne der bundesge-
richtlichen Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückzuweisen.

4. Praxisgemäss gilt die Rückweisung zur ergänzenden Abklärung als 
vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Dementsprechend sind 
die Kosten im Verfahren VGE II 2019 57 neu zu verlegen. Dem 

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Verfahrensausgang entsprechend gehen die Kosten für das verwaltungsgerichtli-
che Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) im Betrag von 
Fr. 2'500.-- zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz (vgl. § 128 des 
Steuergesetzes des Kantons Schwyz [StG; SRSZ 172.200] vom 9.2.2000 in 
Verb. mit § 72 Abs. 2 VRP). 

Zudem hat die Vorinstanz den rechtlich vertretenen Beschwerdeführern eine Par-
teientschädigung auszurichten. Die Höhe der Parteientschädigung wird in Beach-
tung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; 
SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 GebTRA die Bemessungskriterien 
erwähnt, auf Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

Die vorinstanzlichen Kosten des kantonalen Einspracheverfahrens (Entscheid 
Nr. 108/2016) im Betrag von Fr. 600.-- (davon zu einem Drittel den Einsprechern 
auferlegt) sind ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend neu zu verlegen 
und gehen vollumfänglich zu Lasten des Kantons Schwyz.

Für das Einspracheverfahren ist den Beschwerdeführern zu Lasten der Vor-
instanz eine (nicht reduzierte) Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) 
zu entrichten (§ 154 Abs. 1 StG bzw. § 55 der Vollzugsverordnung zum 
Steuergesetz [VVStG; SRSZ 172.211] vom 22.5.2001), welche in Beachtung der 
erwähnten Bemessungsgrundlagen und des Honorarrahmens von Fr. 200.-- bis 
Fr. 4'800.-- für die Vertretung in Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden 
(§ 15 GebTRA) auf Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Sache wird zur ergänzenden Sachverhaltsfeststellung und Neubeurtei-
lung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen an die Steuerverwal-
tung zurückgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens vor der Vorinstanz von Fr. 600.-- werden neu 
verlegt und gehen vollumfänglich zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kan-
tons Schwyz.

Den Beschwerdeführern wird für das Einspracheverfahren zu Lasten der 
Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung von 
Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt 
Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden neu 
der Vorinstanz bzw. dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne 
Verrechnung wird verzichtet.

Die Beschwerdeführer haben am 16. Juli 2019 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- bezahlt, so dass ein Rückerstattungsanspruch in gleicher Höhe 
besteht.

3. Den Beschwerdeführern wird für das verwaltungsgerichtliche Beschwerde-
verfahren zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Partei-
entschädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugespro-
chen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- die Vorinstanzen (2/EB)
- den Bezirksrat … (A; im Dispositiv)
- und die Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bun-

dessteuer, 3003 Bern (A).

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Schwyz, 14. Januar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Januar 2021