# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d714257f-4e9f-59f7-93d7-9f8501f599ca
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2023 720 22 227 / 143 (720 2022 227 / 143)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-227---143_2023-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. Juni 2023 (720 22 227 / 143) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Bindungswirkung der Öffentlichen Arbeitslosenkasse an den von der IV-Stelle ermittelten 
IV-Grad. Rechtsschutzinteresse bejaht, den von der IV-Stelle ermittelten IV-Grad be-
schwerdeweise anzufechten, auch wenn das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers kei-
nen Einfluss auf die Leistungspflicht der IV hat. 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Thomas Klein, Rechtsan-
walt, Sternenhofstrasse 15a, 4153 Reinach BL 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 
 
 

Beigeladene Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente 
 

 
 
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A. Der 1959 geborene A.____ war seit dem 1. Januar 2002 bei der B.____ angestellt ge-
wesen. Dieses Arbeitsverhältnis wurde am 17. Januar 2019 per 30. April 2019 durch die Arbeit-
geberin gekündigt. Mit Gesuch vom 24. Juli 2019 hat sich A.____ unter Hinweis auf Depressio-
nen, Verwirrtheit und Vergesslichkeit bei der eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug angemeldet. Nach Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse 
hat die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten mit Verfügung vom 
30. Juni 2022 für die Zeit von 1. Januar bis 31. Dezember 2020 eine befristete ganze IV-Rente 
zugesprochen, für die Zeit ab 1. Januar 2021 auf der Basis eines ermittelten IV-Grads von 17% 
einen Leistungsanspruch hingegen verneint.  
 
B. Hiergegen hat der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Klein, am 25. Au-
gust 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht), erhoben und beantragt, es sei in teilweiser Abänderung der 
angefochtenen Verfügung festzustellen, dass ab 1. Oktober 2020 ein IV-Grad von 0% bestehe. 
Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass sich seine Beschwerde ausschliess-
lich gegen den ab 1. Oktober 2020 berechneten IV-Grad richte. Aufgrund des Rentenbescheids 
der IV-Stelle habe die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland (OeKa) seinen versicherten Ver-
dienst an die verbleibende Erwerbsfähigkeit von 83% angepasst. Folglich sei sein Taggeld ent-
sprechend gekürzt worden, obschon der von der IV-Stelle berechnete IV-Grad auf einem falschen 
Einkommensvergleich beruhe. Für das Valideneinkommen sei die IV-Stelle zu Unrecht vom letz-
ten noch bei der B.____ erzielten Einkommen ausgegangen, da die Kündigung dieses Arbeits-
verhältnisses noch vor Eintritt des Gesundheitsschadens erfolgt sei. Der Versicherte hätte auch 
ohne Gesundheitsschaden nicht mehr dort gearbeitet. Für das Valideneinkommen sei daher nicht 
auf den ursprünglich effektiv noch erzielten Verdienst, sondern auf die Durchschnittslöhne der 
schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Nachdem in medizinsicher Hinsicht 
unbestritten sei, dass der Versicherte seit dem 1. Oktober 2020 wieder voll leistungsfähig sei und 
auch die bisherige Tätigkeit wieder ausüben könne, seien dieselben LSE-Werte sowohl für das 
Validen- als auch für das Invalideneinkommen zu veranschlagen. Eventualiter sei für das Invali-
deneinkommen auf das Kompetenzniveau 3 abzustellen, da der Versicherte an seiner letzten 
Stelle auch für die Arbeitsplanung, die Arbeitssicherheit sowie das Budget verantwortlich gewe-
sen sei. Damit resultiere für die Zeit ab 1. Januar 2021 auf alle Fälle ein IV-Grad von 0%.  
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 23. September 2022 auf Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Dem Beschwerdeführer fehle es an einem hinrei-
chenden Rechtsschutzinteresse, die angefochtene IV-Verfügung gerichtlich überprüfen zu las-
sen, da der beschwerdeweise geltend gemachte IV-Grad keine Veränderung des Rentenan-
spruchs bewirke. Ausserdem sei das in der Beschwerde beantragte Feststellungsbegehren nur 
zulässig, sofern kein Leistungsbegehren zum Ziel führe. Vorliegend könne der Versicherte aber 
die Verfügung der OeKa anfechten und damit einen rechtsgestaltenden Entscheid herbeiführen. 
Ferner sei der für die Arbeitslosenversicherung massgebliche Grad der Erwerbsunfähigkeit nicht 
durch die angefochtene Verfügung, sondern bereits im vorangehenden Vorbescheid der IV-Stelle 
festgelegt worden. Hiergegen aber sei kein Einwand erfolgt. Im Übrigen sei die Kündigung des 

 
 
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Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich aus gesundheitlichen Gründen erfolgt, so dass 
der vorgenommene Einkommensvergleich korrekt und die Beschwerde abzuweisen sei, soweit 
darauf überhaupt einzutreten sei.  

 
D. Mit Replik vom 9. November 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegeh-
ren fest und führte im Wesentlichen aus, dass die Arbeitslosenversicherung an den von der IV-
Stelle ermittelten IV-Grad gebunden sei. Damit könne er den IV-Grad gerade nicht in einem all-
fälligen Verfahren gegen die OeKa überprüfen lassen, so dass sein Rechtsschutzinteresse im 
Verfahren zu bejahen sei. Der unterlassene Einwand gegen den der angefochtenen Verfügung 
der IV-Stelle vorangehenden Vorbescheid könne daran nichts ändern, weil die in diesem Zusam-
menhang von der IV-Stelle zitierte Praxis des Bundesgerichts nicht einschlägig sei. Schliesslich 
bestünden auch keine Anzeichen, dass die Kündigung des Beschwerdeführers aus gesundheit-
lichen Gründen erfolgt sei. 

 
E. Mit Duplik vom 29. November hielt die IV-Stelle an ihren Rechtsbegehren fest. 

 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 2. Dezember 2022 wurde die OeKa zum Be-
schwerdeverfahren beigeladen und es wurde ihr Frist zur Stellungnahme eingeräumt. Mit Ein-
gabe vom 6. Februar 2023 verzichtete sie auf ein förmliches Rechtsbegehren, führte jedoch aus, 
dass gemäss den für sie massgebenden Bestimmungen des Arbeitslosenversicherungsrechts 
jener Verdienst des Versicherten massgebend sei, der seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit 
entspreche. Auszugehen sei dabei von jenem Verdienst, der vor Eintritt der gesundheitlichen Be-
einträchtigung erzielt worden sei. Was die gesundheitliche Beeinträchtigung betreffe, sei die 
OeKa an den von der IV-Stelle erhobenen IV-Grad unabhängig davon gebunden, ob der IV-Grad 
rentenbildend sei oder nicht. Werde der IV-Grad zu einem späteren Zeitpunkt angepasst, so 
werde der versicherte Verdienst nachträglich auch seitens der OeKa angepasst.  

 
G. Mit Stellungnahme vom 17. Februar 2023 führte die IV-Stelle im Wesentlichen aus, dass 
eine automatische und umfassende Bindungswirkung an den von ihr festgelegten IV-Grad nicht 
überzeuge. Die OeKa müsse bei der Anwendung der für sie massgebenden Bestimmungen des 
Arbeitslosenversicherungsrechts zumindest die Kompetenz haben, relevante Rentenentscheide 
vorfrageweise auf ihre offensichtliche Unrichtigkeit hin zu überprüfen.  

 
H. Mit Eingabe vom 20. Februar 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisher darge-
legten Rechtsstandpunkten fest.  

 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist nachfolgend soweit notwendig in den Erwägungen 
einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-

 
 
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gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
2.1   Bevor das Kantonsgericht eine Beschwerde einer materiellen Prüfung unterzieht, hat es 
von Amtes wegen zu prüfen, ob auf das Rechtsmittel eingetreten werden kann (vgl. § 16 Abs. 2 
VPO). Zu den Prozessvoraussetzungen, die allesamt erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur 
Begründetheit oder Unbegründetheit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehören na-
mentlich unter anderem die Legitimation und die Beschwer der Beschwerde führenden Partei 
(zum Ganzen: FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 71 ff.). Nach-
dem die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung für die Zeit ab 1. Oktober 2020 einen IV-Grad 
von 17% erhoben hat, rügt der Beschwerdeführer die Bemessung des Valideneinkommens und 
den ab 1. Oktober 2020 resultierenden Invaliditätsgrad. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass 
der IV-Grad ab Oktober 2020 0% betrage. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ist der IV-Stelle grundsätz-
lich beizupflichten, dass das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers bei dieser Ausgangslage 
keinen Einfluss auf ihre Leistungspflicht haben wird, weil dem Versicherten bei einer Gutheissung 
seiner Beschwerde ebenfalls keine IV-Rente zustehen würde. Damit stellt sich in erster Linie die 
Frage, ob er ein Rechtsschutzinteresse an der Feststellung eines tieferen IV-Grads besitzt. 
 
2.2.  Gemäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfü-
gung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung oder Änderung hat. Diese Norm umschreibt die Legitimation im kantonalen Beschwerde-
verfahren und stimmt materiell mit Art. 89 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundes-
gerichtsgesetz, BGG) vom 17. Juni 2005 bzw. mit 103 lit. a des vor Inkrafttreten des BGG gelten-
den Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 
1943 überein, welcher die Legitimation zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
(vormals: Verwaltungsgerichtsbeschwerde) regelt. Der Begriff des schutzwürdigen Interesses der 
beiden Gesetzesbestimmungen ist demnach gleich auszulegen, weshalb die dazumal zu Art. 103 
lit. a OG ergangene Rechtsprechung im Rahmen von Art. 59 ATSG ebenfalls Anwendung findet 
(BGE 130 V 388 E. 2.2). Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse jedes prak-
tische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an deren 
Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im 
praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaf-
fen würde, oder – umgekehrt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller 
oder anderweitiger Natur zu vermeiden, den die angefochtene Verfügung mit sich bringen würde. 
Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht mit dem Interesse, das durch die 
von der Beschwerde führenden Partei als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, somit nicht 
überein zu stimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Beschwerde führende Partei durch die 
angefochtene Verfügung stärker als irgendjemand betroffen ist und in einer besonderen, beach-
tenswerten und nahen Beziehung zur Streitsache steht (BGE 127 V 1 E. 1b).  

 
 
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3. Nachdem die OeKa dem Beschwerdeführer am 10. Juni 2022 mitgeteilt hatte, dass auf-
grund des Rentenentscheids der IV sein versicherter Verdienst ab Juni 2022 bei einem IV-Grad 
von 17% an die verbleibende Erwerbsfähigkeit von 83% anzupassen sei (Beilage 2 zur Beschwer-
debegründung), ist vorab auf die koordinationsrechtlich massgebenden Bestimmungen des Ar-
beitslosenversicherungsrechts einzugehen. 
 
3.1 Gemäss Art. 40b der Verordnung über die Arbeitslosenversicherung (AVIV) vom 31. Au-
gust 1983 ist bei versicherten Personen mit einer gesundheitsbedingt dauernden Beeinträchti-
gung ihrer Erwerbsfähigkeit bei der Bemessung des Taggelds jener Verdienst massgebend, der 
ihrer verbleibenden Erwerbsfähigkeit entspricht. Es handelt sich dabei um Personen, bei denen 
eine andere Sozialversicherung eine Invalidität festgestellt hat. Der Versicherungsschutz der Ar-
beitslosenversicherung beschränkt sich auf die Deckung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit und 
damit auf den Validitätsgrad der versicherten Person. Der Zweck von Art. 40b AVIV besteht mithin 
darin, über die Korrektur des versicherten Verdienstes die Koordination zur IV zu bewerkstelligen, 
um damit eine Überentschädigung durch das Zusammenfallen einer Invalidenrente mit Taggel-
dern der Arbeitslosenversicherung zu verhindern (BGE 140 V 89 E. 3 mit Hinweis). Wie das Bun-
desgericht bereits in BGE 133 V 524 präzisiert hat, betrifft Art. 40b AVIV allerdings nicht allein die 
Leistungskoordination zwischen der Arbeitslosen- und der Invalidenversicherung, sondern – in 
allgemeinerer Weise – die Abgrenzung der Zuständigkeit der Arbeitslosenversicherung gegen-
über anderen Versicherungsträgern nach Massgabe der Erwerbsfähigkeit der versicherten Per-
son. Nach Sinn und Zweck der Verordnungsbestimmung von Art. 40b AVIV soll die Leistungs-
pflicht der Arbeitslosenversicherung damit jedenfalls auf jenen Umfang beschränkt werden, der 
sich nach der verbleibenden Erwerbsfähigkeit der versicherten Person während der Dauer der 
Arbeitslosigkeit auszurichten hat. Da die Arbeitslosenversicherung nur für den aus der Arbeitslo-
sigkeit resultierenden Lohnausfall einzustehen hat, kann es für die Berechnung der Arbeitslo-
senentschädigung keine Rolle spielen, ob ein anderer Versicherungsträger allfällige Invaliden-
leistungen erbringt. Durch das Abstellen auf die verbleibende Erwerbsfähigkeit soll mit anderen 
Worten verhindert werden, dass die Arbeitslosenentschädigung auf der Basis eines Verdienstes 
ermittelt wird, den die versicherte Person nicht mehr erzielen kann (BGE 140 V 89 E. 5.1 f. mit 
Hinweisen; SVR 2014 ALV Nr. 13 S. 40, 8C_824/2013 E. 3.2). Hinsichtlich der Beeinträchtigung 
der Erwerbsfähigkeit ist deshalb grundsätzlich der durch die Invalidenversicherung ermittelte IV-
Grad massgeblich (BGE 142 V 380 E. 3.3.2; ARV 2015 S. 165, 8C_746/2014 E. 3.3 mit Hinweis).  
 
3.2 Indessen kann es Konstellationen geben, in welchen das Abstellen auf den im IV-
Verfahren ermittelten IV-Grad problematisch ist und zu ungerechten Ergebnissen führt (BGE 142 
V 380 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2012, 8C_2012, E. 6.4). Dabei ist in erster 
Linie an jene besonderen Fälle zu denken, bei denen sich die Sachlage seit Festlegung des IV-
Grads verändert hat. In solchen Konstellationen darf (erst) im arbeitslosenversicherungsrechtli-
chen Verfahren vorfrageweise geprüft werden, ob sich die Erwerbsfähigkeit der versicherten Per-
son seit der rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle verbessert oder verschlechtert hat (BGE 
133 V 524 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2007, C 256/06, E. 6.1). Aber auch ein 
von vornherein materiell unrichtig festgelegter IV-Grad kann für die Bemessung der arbeitslosen-
versicherungsrechtlichen Leistungen nicht massgeblich sein. Zusammenfassend präzisierte das 

 
 
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Bundesgericht in BGE 142 V 380 seine bisherige Praxis deshalb dahingehend, dass der versi-
cherte Verdienst nur dann auf der Basis bereits eines Vorbescheids der IV angepasst werden 
darf, wenn dagegen keine Einwände erhoben wurden und gestützt darauf der Erwerbsunfähig-
keitsgrad der versicherten Person feststehe. In den weiteren Fällen bilde erst die (noch nicht 
rechtskräftige) Verfügung der IV oder einer anderen Sozialversicherung eine hinreichende Grund-
lage für die Anpassung des versicherten Verdienstes an den damit erkannten Grad der Erwerbs-
unfähigkeit bzw. an den nicht (mehr) bestrittenen Prozentsatz des errechneten IV-Grads. Am 
Grundsatz, dass hinsichtlich der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit der durch die Invaliden-
versicherung ermittelte IV-Grad massgeblich bleibt, ändert diese Präzisierung des Bundesge-
richts jedoch nichts. Der versicherte Verdienst in der Arbeitslosenversicherung ist vielmehr selbst 
dann der verbleibenden Erwerbstätigkeit anzupassen, wenn im Laufe einer Leistungsrahmenfrist 
der Arbeitslosenversicherung rückwirkend ein IV-Grad festgestellt wird, und zwar unabhängig da-
von, ob der erhobene IV-Grad zu einem Rentenanspruch führt oder nicht (AVIG-Praxis ALE, in 
der hier massgebenden Fassung gültig ab 1. Juli 2022, Rz. C 29). Bei einem IV-Rentenanspruch 
erfolgt die Anpassung des versicherten Verdienstes rückwirkend auf den Anfang des Monats, ab 
welchem der Anspruch auf eine IV-Rente besteht. Bei einer nicht rentenbegründenden Invalidität 
erfolgt sie pro futuro mit dem Beginn des der IV-Verfügung folgenden Monats (AVIG-Praxis ALE, 
a.a.O., Rz. C 29 a. E.). Ausgangspunkt für die Berechnung des versicherten Verdienstes der Ar-
beitslosenversicherung bildet alsdann der vor der gesundheitsbedingten Beeinträchtigung der Er-
werbsfähigkeit tatsächlich erzielte Lohn. Dieser Wert ist mit dem Faktor zu multiplizieren, der sich 
aus der Differenz zwischen 100% und dem IV-Grad ergibt. Nicht massgebend ist demnach ein 
allfällig hypothetisch erzielbares Invalideneinkommen (BGE 132 V 357). Ausgenommen von einer 
Anpassung bleiben schliesslich jene Fälle, bei welchen die IV-Stelle eine Invalidität von weniger 
als 10% festgestellt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2013, vom 31. März 2014, E. 5.4.1, 
AVIG-Praxis ALE, a.a.O., Rz. C 26c).  
 
3.3 Unter den Parteien ist vorliegend unbestritten geblieben, dass die OeKa bei der Bemes-
sung des in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht massgebenden versicherten Verdiens-
tes im Grundsatz auf den von der IV-Stelle ermittelten IV-Grad abzustellen hat. Soweit die IV-
Stelle auf die soeben dargelegte Rechtsprechung verweist und dabei die Auffassung vertritt, dass 
auf die vorliegende Beschwerde mangels eines Rechtsschutzinteresses nicht eingetreten werden 
könne, weil die OeKa die Erwerbsfähigkeit des Versicherten vorfrageweise frei überprüfen könne, 
geht sie jedoch fehl. Sie verkennt, dass die Ausgangslage, wie sie der in BGE 142 V 380 zitierten 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Grunde gelegen hatte, mit der vorliegenden Konstella-
tion nicht zu vergleichen ist. Weder wurde in dem BGE 142 V 380 zu Grunde gelegenen Fall der 
unter 40% liegende IV-Grad bereits im Rahmen des IV-Verfahrens angefochten, noch bestehen 
vorliegend allfällige Hinweise in den Akten, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten 
seit Erlass der Verfügung der IV-Stelle vom 30. Juni 2022 in irgendeiner Weise verändert hätte. 
Die IV-Stelle scheint mithin übersehen zu haben, dass das Bundesgericht eine Bindungswirkung 
des von der IV verfügungsweise festgelegten IV-Grads in einem späteren arbeitslosenversiche-
rungsrechtlichen Verfahren nur dann als problematisch erachtet hat, wenn sich der Gesundheits-
zustand nach Erlass der fraglichen IV-Verfügung verbessert und deshalb im Zeitpunkt ihres Er-
lasses kein Anlass bestanden hat, bereits die IV-Verfügung anzufechten. Eine solche Konstella-
tion liegt hier gerade nicht vor, weil die Fehlerhaftigkeit der Berechnung des IV-Grads bereits im 

 
 
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IV-Verfahren selbst geltend gemacht worden ist. Vor allem aber kann nicht davon gesprochen 
werden, der von der IV-Stelle festgelegte IV-Grad sei für die Bemessung der arbeitslosenversi-
cherungsrechtlichen Leistungen deshalb nicht massgebend, weil der IV-Grad von vornherein ma-
teriell offensichtlich unrichtig festgelegt worden wäre. Auch die IV-Stelle geht nämlich davon aus, 
ihren IV-Entscheid im Einklang der massgebenden Bestimmungen erlassen zu haben. Bei sum-
marischer Betrachtung kann jedenfalls nicht davon gesprochen werden, dass die OeKa im Rah-
men einer nachfolgenden Anpassung des versicherten Verdienstes wegen zweifelloser Unrich-
tigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht an die nunmehr angefochtene Verfügung der IV-
Stelle vom 30. Juni 2022 gebunden und berechtigt wäre, den IV-Grad vorfrageweise selbständig 
erneut zu überprüfen. Zumal die massgebende Abrechnung der OeKa vom 10. Juli 2022 schon 
längst in Rechtskraft erwachsen ist (Beilage 2 zur Beschwerdebegründung) und ein Rechts-
schutzinteresse des Beschwerdeführers bereits mit Blick auf den nur im vorstehenden Verfahren 
erstreitbaren Revisionstitel zu bejahen ist, ist der IV-Stelle unter diesem Blickwinkel deshalb zu 
widersprechen, wonach der Versicherte die Verfügung der OeKa generell anzufechten und damit 
einen rechtsgestaltenden Entscheid im Rahmen eines Einsprache- oder gar Beschwerdeverfah-
rens gegen die OeKa herbeizuführen berechtigt wäre. Ist folglich vom Fehlen eines Ausnahme-
tatbestands im Sinne der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 142 V 380 aus-
zugehen, ist vorliegend von einer bestehenden Bindungswirkung der angefochtenen Verfügung 
der IV-Stelle vom 30. Juni 2022 auszugehen. Weil der mittels Verfügung der IV-Stelle vom 30. 
Juni 2022 ermittelte IV-Grad für die OeKa also verbindlich ist, ist aber auch das Rechtsschutzin-
teresse des Beschwerdeführers, diesen IV-Grad bereits im vorstehenden Verfahren gerichtlich 
überprüfen zu lassen, klarerweise zu bejahen. Schliesslich ist daran zu erinnern, dass rechtspre-
chungsgemäss bereits jedes auch praktische Interesse genügt, ein schutzwürdiges Interesse im 
Sinne von Art. 59 ATSG zu begründen (oben, Erwägung 2.2). Ausserdem ist alleine aufgrund der 
Tatsache, dass die OeKa als Beigeladene in ihrer Stellungnahme vom 6. Februar 2023 die Auf-
fassung vertreten hat, dass sie an den von der IV-Stelle verfügungsweise erhobenen IV-Grad 
gebunden sei und den von der IV-Stelle ermittelten IV-Grad nicht mehr überprüfen könne, ein 
zumindest praktisches Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers, die angefochtene Verfü-
gung der IV-Stelle vom 30. Juni 2022 einer materiellen Prüfung durch das Kantonsgericht zu un-
terziehen, bereits zu bejahen. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde 
vom 25. August 2022 ist bei diesem Zwischenergebnis deshalb einzutreten. 
 
 
4. Materiell strittig ist der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich und in 
diesem Zusammenhang die Bemessung des Valideneinkommens. Während die Beschwerde-
gegnerin für dessen Ermittlung auf den zuletzt bei der B.____ tatsächlich erzielten Verdienst des 
Versicherten abgestellt hat, macht der Beschwerdeführer geltend, dass seine gesundheitlichen 
Schwierigkeiten erst nach bzw. als Folge der Kündigung bei seinem letzten Arbeitgeber aufge-
treten seien. Für die Bemessung des massgebenden Valideneinkommens sei deshalb auf die 
statistischen Durchschnittswerte der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen, 
wie sie auch dem Invalideneinkommen zu Grunde gelegt worden seien.  
 
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

 
 
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Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
E. 1). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist namentlich hinsichtlich der Höhe des mut-
masslichen Valideneinkommens entscheidend, was der Versicherte nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Dabei ist aller-
dings ebenso dem Grundsatz Rechnung zu tragen, dass in Fällen, in welchen die versicherte 
Person ihre bisherige Anstellung aus invaliditätsfremden Gründen verloren hat, auf lohnstatisti-
sche Angaben abzustellen ist, weil sich in diesen Fällen gerade nicht erstellen lässt, dass sie im 
Gesundheitsfall beim gleichen Arbeitgeber den bisherigen Lohn auch weiterhin erzielt hätte (Urteil 
des Bundesgerichts vom 3. Juni 2020, 8C_234/2020, E. 3; SVR 2007 IV Nr. 38 S. 130, I 943/06 
E. 5.1.3 und 6.2; Urteil 9C_212/2015 vom 9. Juni 2015 E. 5.4). 
 
4.2 Zu prüfen ist, ob allfällige Hinweise bestehen, welche es als überwiegend wahrscheinlich 
erscheinen lassen, dass der Versicherte bereits vor Erhalt seiner Kündigung am 17. Januar 2019 
(IV-Dok 13) in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt war und demnach aus gesundheitlichen 
Gründen entlassen worden ist. Dies ist zu verneinen. Vorab ist festzustellen, dass im Kündigungs-
schreiben vom 17. Januar 2019 nichts über allfällige Kündigungsgründe zu erfahren ist. Es wird 
einzig auf verschiedene Gespräche zwischen dem Arbeitgeber und dem Versicherten verwiesen, 
in welchen diverse Gründe erläutert worden seien, welche zur Kündigung geführt hätten. In die-
sem Zusammenhang finden sich in den übrigen Akten noch weitere Hinweise, welche aber über 
die hier interessierende Frage ebenso wenig Aufschluss geben: So ist auch dem Abschlussbe-
richt der Eingliederungsmassnahmen vom 22. Oktober 2019 (IV-Dok 26) lediglich zu entnehmen, 
dass die Kündigung nach fünf mündlichen und zwei schriftlichen Abmahnungen erfolgt sei, da 
sich der Versicherte nicht an Regeln gehalten und seine Vorbildfunktion nicht wahrgenommen 
habe. Ausserdem habe der Verdacht eines Alkoholkonsums im Raum gestanden. Dem psychiat-
rischen Gutachten der Klinik C.____ vom 26. Juni 2020 (IV-Dok 54) kann in medizinischer Hin-
sicht entnommen werden, dass der Versicherte erst am 18. Januar 2019 arbeitsunfähig geworden 
sei (a.a.O., S. 10). Seine psychischen Probleme hätten am Arbeitsplatz ihren Anfang genommen, 
als im Oktober 2015 ein neuer Vorgesetzter eingetreten sei, der den Leistungsdruck erhöht habe. 
Der Versicherte sei gereizter geworden und habe unter anderem unter Schwindelgefühlen gelit-
ten. Ausserdem hätten sich seine Nackenschmerzen in dieser Zeit verstärkt (a.a.O., S. 8). In der 
psychiatrischen Beurteilung kommt der fachpsychiatrische Gutachter und Chefarzt der Klinik 
C.____ zum Schluss, dass die am 17. Januar 2019 ausgesprochene Kündigung eine grosse Ent-

 
 
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täuschung ausgelöst habe und der Versicherte in der Folge von seinem Hausarzt an seine be-
handelnde Psychiaterin überwiesen worden sei. Die längere Arbeitsplatzbelastung mit anschlies-
sender Kündigung habe zu einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion geführt, die eine 
ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zur Folge gehabt habe. Bei fehlen-
den Hinweisen auf alkoholbedingte Entzugserscheinungen könne im Übrigen nicht von einer Al-
koholabhängigkeit ausgegangen werden. Vielmehr bestehe ein schädlicher Alkoholgebrauch, der 
die Arbeitsfähigkeit aber nie eingeschränkt habe (a.a.O., S. 10). Diese gutachterliche Einschät-
zung wird seitens des regional-ärztlichen Dienstes der IV-Stelle (RAD) bestätigt (IV-Dok 52) und 
deckt sich auch mit den Angaben der erstberichtenden Psychiaterin, wonach der Versicherte seit 
Ende Januar 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen und eine depressive Episode nach Verlust 
des Arbeitsplatzes zu diagnostizieren sei (IV-Dok 15). 
 
4.3 Aus den erwähnten Akten geht zusammenfassend hervor, dass für den Versicherten 
aufgrund seiner Arbeitsplatzsituation zwar bereits seit dem Jahre 2015 eine gewisse psychische 
Belastung bestanden hat. Für eine Schlussfolgerung, dass seine Leistungsfähigkeit und insbe-
sondere seine Arbeitsfähigkeit im Rahmen seines vormaligen Arbeitsverhältnisses bei der B.____ 
noch vor der Kündigung am 17. Januar 2019 beeinträchtigt gewesen wäre, besteht jedoch kein 
Raum. So sind vor der im Januar 2019 erfolgten Kündigung keine längeren Krankschreibungen 
bekannt, welche eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen nahele-
gen würden. Die nur wenigen Krankheitstage noch in den Jahren 2017 und 2018 genügen hierfür 
klarerweise nicht (IV-Dok 13, S. 16 f.). Entgegen der von der IV-Stelle vernehmlassungsweise 
vertretenen Auffassung hat der Beschwerdeführer in den Jahren 2017 und 2018 ausserdem nur 
beinahe ein Burnout entwickelt (IV-Dok 23, S. 3). Wie auch die IV-Stelle zu Recht darauf hinweist, 
hat er sich hiervon jeweils während seiner Ferien wieder erholen können. Weil eine erste Arbeits-
unfähigkeit von längerer Dauer erst nach der ausgesprochenen Kündigung ausgewiesen worden 
ist, liegt es entgegen der von ihr vertretenen Auffassung keinesfalls auf der Hand, dass die Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen erfolgt ist. Das Gegenteil ist der 
Fall, und es erweist sich aufgrund der in den medizinischen Unterlagen deckungsgleich ausge-
wiesenen Diagnose einer depressiven Reaktion nach erfolgter Kündigung vielmehr überwiegend 
wahrscheinlich, dass erst die Kündigung zu einer leistungsmindernden Arbeitsunfähigkeit geführt 
hat, wie sie letztlich auch von der Beschwerdegegnerin für den Beginn des Wartejahres ab dem 
18. Januar 2019 zu Grunde gelegt worden ist (IV-Dok 70, S. 3). Ein eigentlicher Kausalzusam-
menhang zwischen der gesundheitlichen Situation des Versicherten und der Kündigung durch 
dessen Arbeitgeber, wonach die Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf gesundheitliche Gründe 
zurückzuführen gewesen wäre, ist somit gerade nicht gegeben. Dies gilt umso mehr, weil in den 
Akten des begutachtenden Fachpsychiaters der Klinik C.____ auch eine Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit durch den Alkoholkonsum des Versicherten explizit verneint worden ist. Damit ist 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch ohne seinen erlittenen Gesundheitsscha-
den nicht mehr bei der B.____ gearbeitet hätte und er seine Anstellung dort demnach aus invali-
ditätsfremden Gründen verloren hat. Für die Bemessung seines Valideneinkommens ist demnach 
auf die lohnstatistischen Angaben der LSE abzustellen (oben, Erwägung 4.1). Nachdem dem 
Versicherten den unbestritten gebliebenen gutachterlichen Explorationsergebnissen der Klinik 
C.____ zufolge seit Ende Mai 2020 sowohl eine Verweistätigkeit als auch seine angestammte 

 
 
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Tätigkeit wieder vollumfänglich zumutbar ist (IV-Dok 54, S. 11, ad Ziffer 9) und seine Arbeitsfä-
higkeit schliesslich ab Oktober 2020 auch in somatischer Hinsicht wieder voll gegeben war (IV-
Dok 63, S. 3), muss für das Validen- und das Invalideneinkommen auf dieselben Werte der ent-
sprechenden LSE des Jahres 2018 (Tabelle TA1_riage_skill_level, Sektor Baugewerbe, Kompe-
tenzniveau 2, Spalte Männer, Fr. 5'962.— monatlich) abgestellt werden. Dies führt in Anlehnung 
an einen Prozentvergleich zu einem IV-Grad von 0% und damit zur Gutheissung der Beschwerde, 
weshalb die Verfügung der IV-Stelle vom 30. Juni 2022 dahingehend abzuändern ist, als festzu-
stellen ist, dass mit Wirkung ab 1. Oktober 2020 ein Invaliditätsgrad von 0% besteht.  
 
5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Da die dem Beschwerdeführer zugesprochenen Leistungen der IV-Stelle im vor-
liegenden Fall jedoch unbestritten geblieben sind, handelt es sich nicht um eine Leistungsstrei-
tigkeit. Es sind demnach keine Verfahrenskosten zu erheben.  
 
5.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz sei-
ner Parteikosten zu Lasten der IV-Stelle. Sein Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 9. 
März 2023 einen Zeitaufwand insgesamt von 10,22 Stunden geltend gemacht, der in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und des vorliegend doppelt geführten Schrif-
tenwechsels nicht zu beanstanden ist. Hinzu kommen die in der Honorarnote in angemessenem 
Rahmen ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 97.50. Dem Beschwerdeführer ist somit für 
das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'652.50 
(10,22 Stunden à Fr. 250.— sowie Auslagen von Fr. 97.50, ohne Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle vom 
30. Juni 2022 dahingehend abgeändert, als festgestellt wird, dass mit 
Wirkung ab 1. Oktober 2020 ein Invaliditätsgrad von 0% besteht.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'652.50 (inkl. Auslagen, ohne Mehr-
wertsteuer) auszurichten.