# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb75b174-8500-5d2e-8c98-0b1d3fb8b52c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.06.2010 C-2922/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2922-2008_2010-06-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2922/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 4. April 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2922/2008

Sachverhalt:

A.
Am 7. August 2006 stellte der am _______1963 geborene, verheiratete 
und in seiner Heimat Österreich wohnhafte X.________(im Folgenden: 
Beschwerdeführer)  bei  der  österreichischen  Verbindungsstelle  zu-
handen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: Vorin-
stanz)  ein  Gesuch  um  Bezug  von  Rentenleistungen  der  schweize-
rischen  Invalidenversicherung  (IV;  act.  2).  Dieses  Leistungsgesuch 
wies die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid vom 7. Januar 2008 be-
stätigenden  Verfügung  vom 4.  April  2008  mangels  Vorliegens  einer 
rentenbegründenden Invalidität ab (act. 40 und 42).

B.
Mit Beschwerde vom 2. Mai 2008 (Datum der Postaufgabe) beantragte 
der Beschwerdeführer sinngemäss, die Verfügung der Vorinstanz vom 
4. April 2008 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente 
zuzusprechen, da er laut Bericht vom 18. Februar 2008 von Dr. med. 
A._______ mindestens zu 70% arbeitsunfähig und ihm eine Therapie 
seiner Alkohol- und Drogensucht nicht zuzumuten sei.

C.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  14.  August  2008  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ange-
fochtenen Verfügung. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf 
die Stellungnahme vom 13. Dezember 2007 des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes  Rhone  (im  Folgenden:  RAD;  act.  38),  wonach  beim  Be-
schwerdeführer kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege.

D.
Nachdem er  den  mit  Zwischenverfügung  vom 21.  August  2008  ein-
verlangten Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.- am 25. September 
2008 geleistet hatte, bestätigte der Beschwerdeführer in seiner Replik 
vom  11.  Dezember  2008  die  beschwerdeweise  gestellten  Anträge 
sowie deren Begründung. Seiner Replik legte er ferner Berichte vom 
18. Februar und 10. Dezember 2008 von Dr. med. A._______ bei.

E.
In  ihrer  Duplik  vom 20. Februar 2009 bekräftigte die Vorinstanz ihre 
Anträge  und  deren  bisherige  Begründung. Sie  verwies  auf  die  Stel-
lungnahme des RAD vom 10. Februar 2009 (act. 45), wonach die vom 

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Beschwerdeführer mit der Replik nachgereichten medizinischen Doku-
mente keine neuen relevanten Aspekte aufzeigten.

F.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter -
lagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen 
der nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu  beurteilen  ist  die  Beschwerde  vom 2.  Mai  2008  gegen  die  Ver-
fügung der Vorinstanz vom 4. April 2008, mit welcher das Leistungsbe-
gehren des Beschwerdeführers abgewiesen worden ist. 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art.  37  VGG])  sowie  des Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver -
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis  VwVG]). 
Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln 
diejenigen  Verfahrensregeln  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der 
Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch 
Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 
gehört  auch die IV-Stelle für  Versicherte im Ausland,  die mit  Verfüg-
ungen über Leistungsgesuche befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur  
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

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Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei 
teilgenommen. Als Adressat ist er durch die angefochtene Verfügung 
besonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  bzw. Änderung  ein 
schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Verfahrenskostenvorschuss 
innert  Frist  geleistet  worden ist,  kann auf  die  form- und fristgerecht  
eingereichte Beschwerde eingetreten werden (Art.  60  ATSG, Art. 52 
Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).

2.
Vorab  sind  die  im  vorliegenden  Verfahren  wesentlichen  Verfahrens-
grundsätze darzustellen.

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser-
heblichen  Sachverhalts  zu  sorgen.  Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt. Zum einen findet  er  sein Korrelat  in  den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen);  zum anderen  umfasst  die  behördliche  und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf  
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist  (vgl.  GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversiche-
rungsgerichte  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 

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sich  aus den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  [im  Folgenden:  EVG,  heute  Schweizerisches 
Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen  nicht.  Der  Richter  und die  Richterin  haben  vielmehr  jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das  Verwal-
tungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; 
GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 
E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen.

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuch-
ungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Ken-
ntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der  Beur-

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teilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet 
und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Aus-
schlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die 
Herkunft  des  Beweismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. 

Auf Beurteilungen versicherungsinterner Ärzte der Vorinstanz oder von 
Ärzten  eines  RAD  darf  sodann  nur  abgestellt  werden,  sofern  sie 
schlüssig und nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchs-
frei sind – und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. 
zum Ganzen: BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee, je mit Hinweisen).  
Nicht in jedem Einzelfall  zwingend erforderlich ist, dass solche Ärzte 
den Versicherten persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Unter-
suchungen  vermag  daher  ihre  Stellungnahmen,  Berichte  oder  Gut-
achten für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere 
dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung der erwerblichen 
Folgen eines bereits feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
folglich  die  direkte  ärztliche Befassung mit  dem Versicherten  in  den 
Hintergrund  rückt.  Allerdings  müssen  diese  Ärzte  über  die  zur 
Beurteilung des Einzelfalles erforderlichen persönlichen und fachlichen 
Qualifikationen verfügen, andernfalls ein gewichtiges Indiz gegen die 
Zuverlässigkeit ihrer Expertise oder Stellungnahme vorliegt (vgl. zum 
Ganzen: Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli  2009 
E. 4.3.1, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 ff., I 1094/06 vom 
14. November 2007 E. 3.1.1 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1, 
jeweils mit Hinweisen).

Ferner  erachtet  es  die  Rechtsprechung  als  mit  dem Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung  vereinbar,  einem  Gutachten  eines  externen 
Spezialarztes  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerken-
nen, sofern keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen, er aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstattet und bei  
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangt (vgl. 
hierzu  BGE 125  V  351  E.  3b/  aa  und  bb  mit  Hinweisen;  AHI  2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des EVG I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). 

Berichte der behandelnden Ärzte dagegen sind  – obschon ihren Er-
kenntnissen  durchaus  Gehör  zu  schenken  ist  – aufgrund  ihrer  auf-
tragsrechtlichen  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen.  Dies  gilt  für  den  allgemein  praktizierenden  Hausarzt  wie 

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auch für den behandelnden Spezialarzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 mit Hinweisen; BGE 125 V 351 
E. 3b/cc; Urteil des EVG I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hin-
weisen).

3.
Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesent-
lichen  materiellen  Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu entwickelten Grundsätze dargestellt.

3.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  von Österreich  und 
hat dort  seinen Wohnsitz, so dass vorliegend die Bestimmungen des 
Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-
seits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Frei-
zügigkeit vom 21. Juni 1999 (im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) 
sowie  der  darin  erwähnten  europäischen  Verordnungen  anwendbar 
sind.  Gemäss  Art.  8  Bst. a  FZA  werden  die  Systeme  der  sozialen 
Sicherheit  koordiniert,  um  insbesondere  die  Gleichbehandlung  aller 
Bürger der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Soweit weder das FZA 
und  die  gestützt  darauf  anwendbaren  gemeinschaftsrechtlichen 
Rechtsakte  abweichende  Bestimmungen  vorsehen  noch  allgemeine 
Rechtsgrundsätze dagegen sprechen – was vorliegend der Fall  ist  – 
richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfahrens  und  die  materielle 
Prüfung  des  Rentenanspruchs  alleine  nach  der  schweizerischen 
Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Insbesondere besteht für die 
rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz – entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers  – keine Bindung an Feststellungen und 
Entscheide  ausländischer  Versicherungsträger,  Krankenkassen,  Be-
hörden und Ärzte (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI-Praxis 1996, S.  179; 
vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem 
Ausland  stammende  Beweismittel  der  freien  Beweiswürdigung  des 
Gerichts (vgl. Urteil des EVG vom 11. Dezember 1981 i.S. D).

3.2 In  zeitlicher  Hinsicht  ist  vorab  festzuhalten,  dass  Rechts-  und 
Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses  der  streitigen  Verfügung  (hier:  4.  April  2008)  eintraten,  im 
vorliegenden  Verfahren  grundsätzlich  nicht  zu  berücksichtigen  sind 
(vgl. BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

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Weiter  sind  grundsätzlich  diejenigen  materiellrechtlichen  Bestim-
mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen füh-
renden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (vgl.  BGE  130  V  329).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schwei-
zerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der  ange-
fochtenen Verfügung vom 4. April  2008 in Kraft  standen; weiter  aber 
auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft 
getreten  sind,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher 
entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab dem 
1. Januar 2004 in der  Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 
4. IVG-Revision]  und  ab  dem  1.  Januar  2008  in  der  Fassung  vom 
6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in 
den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision).

Bei  der  Beurteilung  des  vorliegend  geltend  gemachten  Rentenan-
spruchs sind zudem das ATSG und die Verordnung vom 11. Septem-
ber  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11)  anwendbar. Die  im  ATSG enthaltenen  Formulie-
rungen der Arbeitsunfähigkeit,  Erwerbsunfähigkeit und Invalidität ent-
sprechen  den  bisherigen,  von  der  Rechtsprechung  zur  Invalidenver-
sicherung  entwickelten  Begriffen  und  Grundsätzen  (vgl.  BGE 130  V 
343 E. 3.1,  3.2 und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der 
Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV 
und  ATSV vom 28. September  2007  (5. IV-Revision  [AS  2007  5129 
bzw. AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008) nichts geändert.

3.3 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt  der Invalidität  während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 
Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV) geleistet  hat; d.h. während mindestens eines vollen Jahres 
gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 geltenden 
und während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 
1. Januar 2008 geltenden Fassung. Diese Bedingungen müssen kumu-
lativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst 
wenn die andere erfüllt ist.

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3.3.1 Der Beschwerdeführer hat laut Auszug vom 5. August 2008 aus 
dem individuellen Konto während insgesamt mehr als einem Jahr Bei-
träge an die AHV/IV geleistet (vgl. act. 1) und somit die massgebende 
Mindestbeitragsdauer  für  den  Anspruch  auf  eine  ordentliche  Inva-
lidenrente erfüllt (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der diesbezüglich anwend-
baren, bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung). 

3.3.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1 
ATSG),  die Folge von Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder Unfall  sein 
kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesund-
heitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Ein-
gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausge-
glichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit,  sich im bisherigen Auf-
gabenbereich  zu  betätigen. Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit  zwei 
Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich  2009, 
Art. 8  Rz. 7):  Ein  medizinisches  (Gesundheitsschaden  mit  Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit [vgl. Art. 6 ATSG]) und ein wirtschaft-
liches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschrän-
kung der Erwerbsfähigkeit [vgl. Art. 7 ATSG]).

3.4 Um beurteilen  zu können,  ob ein  invalidisierender  Gesundheits-
schaden vorliegt und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt, bezüglich 
welcher Erwerbstätigkeiten und in welchem Ausmass, ist  die Verwal-
tung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf zuverlässige ärztliche 
Beurteilungen angewiesen (vgl. BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). 

Bei Vorliegen einer Alkohol-, Medikamenten- und/oder Drogensucht ist 
es  insbesondere  Aufgabe  des  beurteilenden  Arztes  abzuklären,  ob 
diese  Sucht  eine  Krankheit  oder  einen  Unfall  bewirkt  hat,  in  deren 
Folge ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden 
eingetreten ist, oder aber, ob sie selber eine Folge oder ein Symptom 
eines  körperlichen  oder  geistigen  Gesundheitsschadens  ist,  dem 
Krankheitswert zukommt – vermag doch die Sucht für sich allein ge-
nommen  keine  Invalidität  zu  begründen  (vgl.  Urteile  des  Bundes-
gerichts  9C_395/2007  vom 15.  April  2004  E.  2.2  und  8C_480/2007 
vom 20. März 2008 E. 6.1, je mit Hinweisen; BGE 124 V 265 E. 3c mit 
Hinweisen;  AHI  2002  28  E.  2a  und  AHI  2001  227  E.  2b,  je  mit 
Hinweisen). 

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Bei seinen Abklärungen hat der beurteilende Arzt zu berücksichtigen, 
dass  die  im  Zusammenhang  mit  einer  Alkoholsucht  festgestellten 
psychischen  Störungen  in  der  Regel  nicht  unabhängig  von  dieser 
Sucht bestehen, sondern durch sie induziert  sind bzw. hervorgerufen 
werden, und dass sich diese Störungen erfahrungsgemäss durch die 
Einstellung  des  Alkoholkonsums  innert  Wochen  von  selbst  wieder 
bessern.  Derartige  psychische  Störungen  haben  keinen  invalidisie-
renden Krankheitswert, da sie nicht nach einem wissenschaftlich aner-
kannten  Klassifikationssystem,  so  insbesondere  der  International 
Classification of Diseases (im Folgenden: ICD-10), zu diagnostizieren 
sind (vgl. hierzu BGE 131 V 49 E. 1.2 mit  Hinweisen) – und die Al-
koholsucht vermag für sich alleine  keine Invalidität zu begründen. Ob 
Letzteres der Fall ist oder ob eine psychiatrische Komorbidität vorliegt 
– also eine oder mehrere zur Alkoholsucht  hinzutretende psychische 
Störungen  mit  invalidisierendem Krankheitswert  – lässt  sich  folglich 
erst  nach  erfolgtem  Alkoholentzug  zuverlässig  bzw.  lege  artis 
beurteilen  (vgl.  das  Urteil  des  Bundesgerichts  9C_395/2007  vom 
15. April 2008 E. 2.3).

Eine medizinisch fachgerecht diagnostizierte psychiatrische Komorbi-
dität kann zudem erst dann eine Invalidität begründen, wenn sie über-
wiegend  wahrscheinlich  zur  Erwerbsunfähigkeit  des  Versicherten 
beiträgt  (vgl. Urteile  des Bundesgerichts  9C_395/2007 vom 15. April 
2008  E.  2.4  und  8C_480/2007  vom  20.  März  2008  E.  6.1,  je  mit 
Hinweisen). Psychische Krankheiten, insbesondere auch reaktive De-
pressionen, bewirken aber in der Regel keine langdauernde, zur Inva-
lidität  führende  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit.  Laut  bundes-
gerichtlicher  Rechtsprechung  besteht  vielmehr  die  Vermutung,  dass 
sie  bzw. ihre Folgen mit  einer  zumutbaren Willensanstrengung über-
windbar sind. Nur ausnahmsweise können bestimmte Umstände den 
Wiedereinstieg  in  den  Arbeitsprozess  als  unzumutbar  erscheinen 
lassen. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein-
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Nebst der dabei im Vordergrund 
stehenden  psychiatrischen  Komorbidität  von  erheblicher  Schwere, 
Ausprägung  und  Dauer  können  auch  weitere  Faktoren  massgebend 
sein; so insbesondere chronische körperliche Begleiterkrankungen, ein 
mehrjähriger  chronifizierter  Krankheitsverlauf  mit  unveränderter  oder 
progredienter  Symptomatik  ohne  länger  dauernde  Rückbildung,  ein 
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter, thera-
peutisch nicht  mehr  beeinflussbarer  innerseelischer  Verlauf  einer  an 
sich  missglückten,  psychisch  aber  entlastenden  Konfliktbewältigung 

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(primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit") oder das Schei-
tern  einer  konsequent  durchgeführten  ambulanten  oder  stationären 
Behandlung trotz kooperativer Haltung des Versicherten (vgl. BGE 131 
V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). 

Abschliessend sei angemerkt, dass der beurteilende Arzt bei Vorliegen 
mehrerer  psychischer  und/oder  somatischer  Gesundheitsstörungen 
mit  invalidisierendem Krankheitswert  die  Auswirkungen  jeder  einzel-
nen Störung auf die Arbeitsfähigkeit zu beschreiben und darzutun hat, 
welchen  Grad  die  Arbeitsfähigkeit  erreichen  könnte,  wenn  man  von 
den  Auswirkungen  der  Alkoholabhängigkeit  absieht  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichtes 9C_395/2007 vom 15. April 2008 E. 2.4 mit Hinweis).

4.
Im  Folgenden  ist  unter  Berücksichtigung  und  Würdigung  der  ent-
scheidwesentlichen medizinischen Dokumente zu prüfen, ob die Vor-
instanz  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  vollständig  erhoben  und 
das  Leistungsbegehren  vom 7.  August  2006  im  Ergebnis  zu  Recht 
abgewiesen hat – was vom Beschwerdeführer bestritten wird.

4.1 Die angefochtene Verfügung vom 4. April 2008 erliess die Vorins-
tanz hauptsächlich gestützt auf die Stellungnahme vom 13. Dezember 
2007 von Dr. med. B._______ vom RAD (act. 38),  welche er am 10. 
Februar 2009 inhaltlich im Wesentlichen bestätigte (act. 45). 

Dr. med. B._______ lagen Berichte von in Österreich auf den Gebieten 
der  Unfallchirurgie,  Neurologie,  Psychiatrie,  Inneren Medizin,  Zytolo-
gie, Radiologie und Pneumologie praktizierenden Fachärzten aus der 
Zeit vom 23. Januar 2004 bis 14. Februar 2007 vor (vgl. act. 22 bis 24, 
26, 27, 29 sowie 31 bis 36); ebenso ein neurologisch-psychiatrisches 
Gutachten vom 18. Oktober 2006 von Dr. med. C._______ (act. 25), 
ein allgemeinmedizinisches Gutachten vom 19. Oktober 2006 von Dr. 
med. D._______  (act.  28)  sowie  die  vom Beschwerdeführer  im  vor-
liegenden  Verfahren  nachgereichten  fachärztlichen  Berichte  vom 
18. Februar und 10. Dezember 2008 von Dr. med. A._______.

4.1.1 In  ihren  Gutachten  stellten  die  Dres.  med.  C._______  und 
D._______  für  die  Minderung  der  Erwerbsfähigkeit  hauptursächliche 
Diagnosen:  Einen  chronischen  Mehrfachsubstanzengebrauch  (seit 
September  2006 Substitutionsprogramm mit  Subutex 16 mg [ICD-10 
F19.2]), ein deutlich depressives Zustandsbild mit Krankheitswert, ein 

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sensibles  Polyneuropathiesyndrom  der  Beine,  einen  Zustand  nach 
Handspeichenbruch links im Januar 2005 mit fehlender Kallusbildung 
und  dadurch  erforderlicher  operativer  Verplattung  im  Mai  2005  mit 
schmerzhafter  Bewegungseinschränkung,  eine  chronisch  obstruktive 
Atemwegserkrankung  bei  chronischem  Nikotinkonsum  sowie  eine 
Harnleiterverengung  mit  Nierenbeckenstauung  beidseits  bei  Zustand 
nach Harnleiteroperation vor 20 Jahren. Sie stellten im Wesentlichen 
fest,  der  seit  seiner  Jugend  Alkohol,  Drogen  und  Beruhigungsmittel 
konsumierende  Beschwerdeführer  habe  bereits  zwei  stationäre 
Entzugsversuche  hinter  sich.  Seit  zwei  Monaten  befinde  er  sich  in 
einem Drogenersatzprogramm mit Subutex, nehme aber nach wie vor 
Alkohol in grösseren Mengen sowie Beruhigungsmittel und Opiate zu 
sich. Ein neuerlicher Entzugsversuch sei  vorgesehen.  In  psychischer 
Hinsicht bestehe beim Beschwerdeführer ein deutlich depressives Zu-
standsbild  mit  verzweifelten  resignativen  Aspekten,  Insuffizienz-
gefühlen  und  zum  Teil  massiven  Schlafstörungen.  Der  organneuro-
logische  Befund  sei  indes  bis  auf  ein  sensibles  Polyneuropathie-
syndrom der Beine unauffällig. 

Auf  eine  genauere  Untersuchung  des  Zustandes  der  linken  Hand-
speiche  habe  man  angesichts  der  vorherrschenden  neurologischen 
und  psychiatrischen  Symptomatik  verzichtet.  Infolge  anhaltender 
Schmerzen  sei  aber  eine  operative  Metallentfernung  an  der  linken 
Handspeiche  vorgesehen  und  die  Nierenbeckenstauung  des  Be-
schwerdeführers werde ärztlich kontrolliert. 

Gestützt auf die vorerwähnten Diagnosen und Feststellungen gelang-
ten die Dres. med. C._______ und D._______ im Wesentlichen zum 
Schluss, der Beschwerdeführer sei in den nächsten zwei Jahren nicht 
in  der  Lage, eine geregelte Erwerbstätigkeit  auszuüben. Gleichzeitig 
attestierten sie ihm eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in überwiegend 
körperlich  leichten Tätigkeiten mit  psychisch geringer  Belastung und 
führten  aus,  bei  Alkoholkarenz  sowie  Durchführung  einer  Psycho-
therapie  während  24  Monaten  sei  eine  Besserung  seines  Gesund-
heitszustandes möglich (vgl. act. 25 und 28).

4.1.2 In ihrem Bericht vom 10. Dezember 2008 diagnostizierte sodann 
die den Beschwerdeführer behandelnde Neurologin und Psychiaterin 
Dr. med. A._______ unter Berücksichtigung von Befundberichten von 
in Österreich auf den Gebieten der Inneren Medizin, Radiologie und 
Pulmologie praktizierenden Fachärzten aus der Zeit vom 31. Oktober 

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2008 bis 3. Dezember 2008 eine schwere chronische endoreaktive De-
pression mit Suizidgedanken und gesteigertem Angstsyndrom (Sozio-
phobie) sowie allgemeine Persönlichkeitsstörungen (Unsicherheit und 
Entscheidungsschwierigkeiten),  eine Polytoxikomanie (Alkohol-,  Niko-
tin-, Benzodiazepin und Opiateabusus) bei Entzugsversuchen, deliran-
ten Zustandsbildern sowie epileptischen Anfällen, eine chronisch ob-
struktive Lungenerkrankung bei  massivem Nikotinkonsum, ein rezidi-
vierendes Ulcus duodeni und Refluxösophagitis III-IV, eine chronische 
Lumboischialgie  und  Osteochondrosen  der  übrigen  Wirbelsäulenab-
schnitte mit Fehlhaltung, einen alten Morbus Scheuermann der Brust-
wirbelsäule, Störungen der ableitenden Harnwege in Form von Ureter-
einengung im oberen Anteil und ampullärem Nierenbecken (links mehr 
als rechts) sowie eine Hepathopathie. 

Währenddem sie  in  ihrem Bericht  vom 18. Februar  2008  noch  zum 
Schluss  gelangte,  der  Beschwerdeführer  sei  angesichts  seiner 
Drogen- und Alkoholabhängigkeit mindestens zu 70% arbeitsunfähig, 
attestierte sie ihm am 10. Dezember 2008 eine vollschichtige Arbeits-
unfähigkeit. Zur Begründung dieser neuen Einschätzung führte sie im 
Wesentlichen aus, die psychischen Leiden sowie die bei einem Unfall 
im Jahre 2005 erlittene, mehrmals operierte Radiusfraktur hätten nach 
18  Monaten  Krankenstand  und  mehrfachen  vergeblichen  Arbeitsver-
suchen zur endgültigen Arbeitsunfähigkeit sowie zur „Einstellung des 
Beschwerdeführers  auf  Subutex“  geführt. Entzugsversuche  des  Be-
schwerdeführers  seien  infolge  wiederholt  auftretender  deliranter 
Zustände  und  epileptischer  Anfälle  gescheitert.  Die  Polytoxikomanie 
sei für die Erkrankungen seiner Lunge, Leber, Niere, Wirbelsäule und 
seines  Magens  –  die  für  sich  allein  Ursache  der  Arbeitsunfähigkeit 
seien –  nicht  ursächlich,  indessen  für  eine  erhebliche  Verschlech-
terung der psychischen Ausfallerscheinungen, welche infolge schwerer 
Kindheitstraumata im Kern schon vor der Polytoxikomanie bestanden 
hätten.

4.2 In seinen Stellungnahmen vom 13. Dezember 2007 und 10. Feb-
ruar 2009, die sich im Wesentlichen auf das Gutachten vom 18. Okto-
ber 2006 und den inhaltlich übereinstimmenden Bericht vom 20. Okto-
ber  2006  von  Dr.  med.  D._______  (vgl.  act.  28  und  31)  sowie  die 
vorerwähnten Berichte von Dr. med. A._______ stützten, gelangte Dr. 
med. B._______  zum Schluss,  der  Beschwerdeführer  leide  nicht  an 
einem invalidisierenden Gesundheitsschaden. Zum einen sei die dia-
gnostizierte primäre Polytoxikomanie (ICD-10 F 19.2) keine invalidisie-

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rende  Folgeerkrankung  seiner  Kindheitstraumata,  zumal  diese  seine 
Arbeitsfähigkeit während vieler Jahre nicht beeinträchtigt hätten. Zum 
andern bestünden beim Beschwerdeführer, mit Ausnahme eines sen-
siblen Polyneuropathiesyndroms, keinerlei Hinweise auf eine durch die 
Polytoxikomanie  verursachte  körperliche  oder  psychoorganische 
Veränderung. Dr. med. D._______ habe in einer Phase, in welcher der 
Beschwerdeführer  übermässig  Alkohol  konsumierte,  ohne  Angabe 
eines ICD-10 Codes eine Depression als eigenständige Krankheit dia-
gnostiziert. Ihr  Gutachten sei  daher nicht  fachgerecht,  so dass nicht 
darauf abgestellt werden könne – genau so wenig wie auf die Berichte 
von  Dr.  med.  A._______,  habe  diese  Ärztin  es  doch  unterlassen 
abzuklären und festzuhalten, ob die von ihr erwähnten Zustände des 
Beschwerdeführers,  namentlich  Suizidgedanken,  hochgradig  gestei-
gerte  Ängstlichkeit,  delirante  Phasen,  schwere  epileptische  Anfälle, 
pathologische Leberwerte sowie die chronisch obstruktive Lungener-
krankung, nur unter Alkohol- respektive Drogeneinfluss auftreten. Hin-
zu komme, dass Delirien und epileptische Anfälle bei einem dem Be-
schwerdeführer  zumutbaren,  fachgerecht  durchgeführten  stationären 
Entzug vermieden werden könnten (vgl. act. 38 und 45).

4.3 Die  Dr.  med.  B._______  anlässlich  seiner  Stellungnahmen 
vorliegenden  ärztlichen  Berichte  und  Gutachten  erlauben  in  der  Tat 
keine zuverlässige Beurteilung der  vorliegend entscheidwesentlichen 
und streitigen medizinischen Belange. Hieraus kann aber nicht  ohne 
Weiteres abgeleitet werden, dass keine invalidisierenden psychischen 
und  allenfalls  somatischen  Leiden  vorliegen.  Aus  der  fehlenden 
Verwertbarkeit  der  fraglichen  Berichte  und  Gutachten  ergibt  sich 
vielmehr,  dass  die  Frage,  ob  eine  durch  die  Polytoxikomanie  ver-
ursachte  körperliche  oder  psychoorganische  Veränderung  vorliegt, 
nicht  rechtsgenüglich  abgeklärt  worden  ist  und  derartige  allenfalls 
invalidisierende  Folgen  nicht  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit 
ausgeschlossen werden können. Dr. med. B._______ begründet denn 
auch nicht näher, weshalb keinerlei Hinweise auf Folgeerkrankungen 
der Polytoxikomanie bestehen sollen. 

4.3.1 Die Dres. med. C._______ und D._______ und hernach Dr. med. 
A._______ diagnostizierten zwar beim Beschwerdeführer eine reaktive 
psychische  Beeinträchtigung  der  Gesundheit  mit  Krankheitswert. 
Diese Diagnose stellten sie allerdings  – wie von Dr. med. B._______ 
zu Recht beanstandet – keineswegs lege artis, gaben sie doch keinen 
klassifizierenden  ICD-10  Code  an  und  erfolgte  die  Begutachtung  in 

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einer Phase, in welcher der Beschwerdeführer Drogen, Medikamente 
und übermässig  Alkohol  konsumierte,  so dass die zuverlässige Dia-
gnose einer reaktiven psychischen Krankheit nicht möglich war.

Obschon der Beschwerdeführer bereits gescheiterte Entzugsversuche 
hinter  sich  hat,  bestehen  aufgrund  der  Feststellungen  und  Beurtei-
lungen der  Dres. med. C._______,  D._______ und A._______ keine 
Anhaltspunkte  dafür,  dass  ihm  die  Durchführung  eines  fachärztlich 
begleiteten  Alkohol-  und  Drogenentzugs  mit  daran  anschliessender 
Abstinenz  zwecks  zuverlässiger  Abklärung  der  Ursache(n)  seiner 
psychischen  Leiden  unzumutbar  gewesen  wäre.  Vielmehr  kann  den 
medizinischen Akten entnommen werden, dass ein Entzug durchaus 
als möglich erachtet wurde (vgl. insbes. act. 45 S. 3, vgl. auch act. 25 
S. 2,  28 S. 4). Ein Entzug zwecks psychiatrischer Abklärungen wäre 
auch aus Sicht der Schadenminderungspflicht angezeigt gewesen (vgl. 
hierzu  Urteil  des  Bundesgerichtes  9C_242/2009  vom 30. April  2009 
sowie BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dessen ungeachtet hat die 
Vorinstanz den Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren nicht 
aufgefordert,  sich  nach  durchgeführtem  Alkohol-  und  Drogenentzug 
einer erneuten psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen  – unter 
Hinweis auf die Folgen einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungs-
pflicht  (vgl. Art. 43 Abs. 2 und 3 ATSG). Aus dem Umstand, dass die 
Dres. med. C._______, D._______ und A._______ reaktive psychische 
Beschwerden mit Krankheitswert nicht lege artis diagnostizierten, darf 
mangels  eines  Hinweises  auf  die  Folgen  der  Verletzung  der  Mitwir-
kungspflicht dem Beschwerdeführer kein Rechtsnachteil erwachsen. 

4.3.2 Weiter nahmen die Dres. med. C._______ und D._______ weder 
medizinisch einleuchtend noch nachvollziehbar dazu Stellung, ob die 
Polytoxikomanie somatische Krankheiten mit allfälligen Auswirkungen 
auf  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  verursacht  hat.  Die 
medizinisch  ohnehin  nicht  nachvollziehbar  begründete  Feststellung 
von Dr. med. A._______, die Polytoxikomanie sei für die von ihr erst-
mals am 10. Dezember 2008 diagnostizierten Leiden nicht ursächlich, 
beruht  zudem auf  einer  Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  des 
Beschwerdeführers  nach  dem  vorliegend  massgebenden  Zeitpunkt 
(4. April 2008), so dass sie nicht zu berücksichtigen ist.

4.3.3 Angesichts  der  diagnostizierten  reaktiven Depression  ist  nicht 
ohne  Weiteres  nachvollziehbar,  dass  laut  Dr.  med.  A._______  die 
festgestellten  psychischen  Ausfallerscheinungen  des  Beschwerde-

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führers  im Kern schon vor  seiner  Polytoxikomanie  bestanden haben 
sollen  (schwere Kindheitstraumata). Diese Feststellung findet  in  den 
weiteren medizinischen Akten keine Stütze.

4.3.4 Darauf,  dass  die  Dres.  med.  C._______,  D._______  und 
A._______ nicht darlegten, welchen Grad die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers  angesichts  der  diagnostizierten  psychischen  und 
somatischen Beschwerden erreichen könnte, wenn man von den Aus-
wirkungen  seiner  Alkoholabhängigkeit  absieht,  ging  Dr.  med. 
B._______  ebenfalls  nicht  ein.  In  diesem Zusammenhang  ist  insbe-
sondere  festzuhalten,  dass  seine  Stellungnahmen  auch  keine  Aus-
führungen zum von Dr. med. D._______  – ohne eingehende klinische 
Untersuchung  –  diagnostizierten  Status  nach unfallbedingtem Hand-
speichenbruch links beinhalten. Da Dr. med. D._______ auf eine ein-
gehende klinische Untersuchung des linken Handgelenks verzichtete, 
kann  aber  gerade  nicht  als  medizinisch  zuverlässig  abgeklärt  und 
überwiegend  wahrscheinlich  erstellt  gelten,  ob  die  Handgelenkbe-
schwerden für die Verminderung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers (mit-)ursächlich sind (vgl. act. 28 S. 3 und 31 S. 5) oder nicht.  
Hinzu kommt, dass – wie bereits erwogen – Dr. med. D._______ nicht 
ausgeführt hat, in welchem Ausmass gegebenenfalls die Arbeitsfähig-
keit  des  Beschwerdeführers  –  unter  Ausklammerung  der  Aus-
wirkungen seiner Alkoholabhängigkeit – eingeschränkt ist. 

4.3.5 Dr.  med.  B._______  nahm  ferner  nicht  Stellung  zum  von  Dr. 
med.  A._______  erwähnten  Krankenstand  des  Beschwerdeführers 
während 18 Monaten. Ein ärztlich attestierter Krankenstand von dieser 
Dauer findet zwar keine Stütze in den vorliegenden medizinischen Ak-
ten.  Allerdings  kann  denselben  entnommen  werden,  dass  der  Be-
schwerdeführer  aufgrund  des  am  8.  Januar  2005  bei  einem  Unfall 
erlittenen  Handgelenkbruchs  ab  diesem  Zeitpunkt  bis  zum  22.  No-
vember  2006 im Unfallkrankenhaus F._______  – vornehmlich  ambu-
lant,  und  während  einiger  Tage  auch  stationär  – behandelt  und 
während dieser Zeitspanne mehrmals am Handgelenk operiert wurde 
(vgl.  act.  24,  29,  35  und  36).  Aktenkundig  ist  zudem,  dass  seine 
ehemalige Arbeitgeberin, die G._______ AG, das vorerwähnte Unfall -
ereignis  der  Schweizerischen  Unfallversicherungsanstalt  (im 
Folgenden: SUVA) meldete (vgl. act. 19 S. 2). Ihre Meldung befindet 
sich aber nicht in den Akten. Denselben kann auch nicht entnommen 
werden,  ob  die  Vorinstanz  –  wozu  sie  gegebenenfalls  aufgrund  des 
Untersuchungsgrundsatzes  verpflichtet  gewesen  wäre  –  allfällige, 

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zuhanden  der  SUVA  erstellte  medizinische  Berichte  und/oder 
Gutachten von Amtes wegen edierte und ihrem ärztlichen Dienst zur 
Stellungnahme unterbreitete. 

4.4 Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  Dr.  med. 
B._______ seine Stellungnahmen auf ungenügende fachärztliche Ab-
klärungen und Beurteilungen der Ursache(n) der psychischen Leiden 
des  Beschwerdeführers  sowie  allfälliger  Auswirkungen  der 
Polytoxikomanie – insbesondere der Alkoholabhängigkeit – auf dessen 
Arbeitsfähigkeit  abstützte.  Zwecks  zuverlässiger  Abklärung  des 
medizinsichen  Sachverhalts  hätte  daher  die  Vorinstanz  den 
Beschwerdeführer  unter  Hinweis  auf  die  Folgen  einer  schuldhaften 
Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  auffordern  müssen,  sich  nach 
Durchführung  eines  Alkohol-  und  Drogenentzugs  einer  erneuten 
psychiatrischen Untersuchung und Beurteilung zu unterziehen. Die Dr. 
med. B._______ anlässlich seiner Stellungnahmen vorliegenden medi-
zinischen  Berichte  und  Gutachten  beinhalten  zudem  keine  zuver-
lässige  Abklärung  und  Beurteilung  der  Auswirkungen  der  Hand-
gelenksbeschwerden auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 
Diesbezüglich bleibt offen, ob zuhanden der SUVA erstellte medizini-
sche Berichte und/oder Gutachten existieren,  welche gegebenenfalls 
von der Vorinstanz von Amtes wegen zu edieren und ihrem ärztlichen 
Dienst zur Beurteilung zu unterbreiten gewesen wären. 

Unter  diesen  Umständen  war  es  nicht  gerechtfertigt,  dass  Dr. med. 
B._______ und die Vorinstanz in blosser Würdigung der aktenkundigen 
medizinischen Dokumente und ohne ergänzende medizinische Abklä-
rungen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneinten. Eine 
ausreichend begründete, nachvollziehbare und alle streitigen Belange 
umfassende  Auseinandersetzung  der  Vorinstanz  mit  dem  Gesund-
heitszustand  des  Beschwerdeführers  und  dessen  Auswirkungen  auf 
seine Arbeitsfähigkeit liegt demnach nicht vor. Ohne ergänzende retro-
spektive fachärztliche Abklärungen und Beurteilungen ist es somit dem 
Bundesverwaltungsgericht  nicht  möglich,  mit  dem im Sozialversiche-
rungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlich-
keit festzustellen, ob beim Beschwerdeführer ein invaldisierender Ge-
sundheitsschaden vorliegt,  und  gegebenenfalls,  ab  wann genau und 
wie lange er allenfalls Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente 
hätte.

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5.
Die Vorinstanz hat demnach den rechtserheblichen Sachverhalt nicht 
vollständig festgestellt  und gewürdigt  (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 
VwVG). Die  angefochtene Verfügung ist  daher  in  teilweiser  Gutheis-
sung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Art. 61 Abs. 1 
VwVG).

Diese  ist  anzuweisen,  vor  Erlass  der  neuen  Verfügung  ergänzende 
medizinische Abklärungen in psychischer und – soweit erforderlich – in 
somatischer Hinsicht zu veranlassen. Insbesondere hat sie die geklag-
ten psychischen Leiden und ihrer Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit erneut fachärztlich begutachten zu lassen und zu diesem Zweck 
den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Folgen der Verletzung der 
Mitwirkungspflicht  zuvor  zur  Durchführung  eines  ärztlich  begleiteten 
Alkohol- und Drogenentzugs aufzufordern. Weiter hat sie zur Beurtei-
lung  der  geklagten  somatischen  Leiden  die  allenfalls  zuhanden  der 
SUVA erstellten medizinischen Gutachten und Berichte zu edieren und 
aufgrund der derart komplettierten Akten zu prüfen, ob allenfalls auch 
in  dieser  Hinsicht  eine  zusätzliche  fachärztliche  Begutachtung erfor-
derlich ist.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten sowie eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Angesichts des teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 sowie 2 VwVG; vgl. 
BGE 132 V  215  E. 6.1). Der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvor-
schuss  von  Fr. 300.-  ist  dem  Beschwerdeführer  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Da aufgrund der Akten feststeht, dass dem nicht anwaltlich vertre-
tenen Beschwerdeführer nur verhältnismässig geringe Kosten entstan-
den  sind,  ist  von der  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  abzu-
sehen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 4 des 
Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Seite 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Verfügung vom 
4. April  2008  wird  aufgehoben. Die  Sache  wird  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen  mit  der  Weisung,  die  erforderlichen  zusätzlichen 
Abklärungen  und  Beurteilungen  im  Sinne  von  Erwägung  5  vorzu-
nehmen und anschliessend neu zu verfügen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete 
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.- wird dem Beschwerdeführer 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 20