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**Case Identifier:** f9630ce1-d267-56c6-abce-9b1e978b0374
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.04.2014 IV 2012/340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-340_2014-04-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/340

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.06.2020

Entscheiddatum: 04.04.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2014
Art. 17 IVG. Art. 28 Abs. 1 IVG (in der zwischen 2004 und 2007 gültig 
gewesenen Fassung). Der Versicherte hat sich ohne entsprechende 
Ausbildung selbst erfolgreich in eine andere Tätigkeit eingegliedert, sodass 
verglichen mit dem früheren Lohn keine Erwerbseinbusse mehr vorliegt. 
Aktuell besteht kein Anspruch auf Umschulung, was im Fall des Verlustes 
des aktuellen Arbeitsplatzes auf Gesuch hin erneut zu überprüfen wäre. 
Verneinung des Anspruchs auf eine befristete Rente gestützt auf die 
Rechtsprechung zur Überwindbarkeit somatoformer Schmerzstörungen und 
vergleichbarer Krankheitsbilder (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 4. April 2014, IV 2012/340).

Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2014

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Karin Huber Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; a.o. Gerichtsschreiberin Andrea Stübi

Entscheid vom 4. April 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

IV-Leistungen (berufliche Massnahmen und befristete Invalidenrente)

Sachverhalt:

A.    

A.___ meldete sich im November 2001 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an und beantragte unter Hinweis auf ein Rückenleiden 

Berufsberatung, Umschulung und eventuell Arbeitsvermittlung (IV-act. 2). Er ist 

gelernter Landwirt (IV-act. 7), war jedoch bei Anmeldung bereits seit über zwölf Jahren 

als Maschinist und Baumaschinenführer tätig, seit Juni 2000 für die B.___ AG, wo er im 

Zeitpunkt der Anmeldung noch immer vollzeitlich beschäftigt war (vgl. IV-act. 5; 8; 9). 

Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, nannte im Bericht vom 

14. Januar 2002 die Diagnosen chronisches lumbovertebrogenes Schmerzsyndrom 

und Impingementsymptomatik Schulter rechts. Zurzeit bestehe keine bleibende 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ob eine solche bereits innert Jahresfrist eintreten 

werde, sei kaum wahrscheinlich. Trotzdem stelle sich ernsthaft die Frage der 

beruflichen Umschulung (IV-act. 10-1 f.). Die IV-Stelle verfügte daraufhin am 4. März 

2002 die Abweisung des Leistungsbegehrens und hielt fest, es stehe dem Versicherten 

frei, bei erheblicher Verschlechterung des Gesundheitszustands ein neues Gesuch 

einzureichen (IV-act. 14).

B.      

B.a  Am 20. Januar 2003 liess sich der Versicherte von Dr. C.___ erneut für berufliche 

Massnahmen bei der IV anmelden. Der Hausarzt machte geltend, der Versicherte sei 

seit dem 5. November 2002 zu 100% arbeitsunfähig wegen eines 

Impingementproblems an der rechten Schulter. Er könne auch nach Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit nicht mehr zu 100% auf seinem Beruf als Maschinenführer eingesetzt 

werden (IV-act. 16).

B.b  Der zuständige Berufsberater der IV-Stelle nahm daraufhin Abklärungen vor (IV-

act. 31; 24) und veranlasste schliesslich eine umfassendere Abklärung des Versicherten 

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in der Abklärungsstätte D.___, die vom 8. März bis 6. April 2004 durchgeführt wurde 

(vgl. IV-act. 45). In einem Schlussbericht vom 24. Mai 2004 hielt der IV-Berufsberater 

fest, der Versicherte habe sich für keine angemessene Umschulung entscheiden 

können. Eine einfache und zweckmässige Umschulung wäre der technische Kaufmann 

gewesen (IV-act. 51). Mit Schreiben vom 10. Juni 2004 wies die IV-Stelle den 

Versicherten darauf hin, dass sie eine Umschulung zum technischen Kaufmann als 

geeignet erachte, sich der Versicherte dazu aber nicht entscheiden könne, da er sich 

offenbar eine Ausbildung mit Hochschulabschluss zum Ziel gesetzt habe. Dies erachte 

sie nicht als einfach und zweckmässig. Sie setzte ihm Frist sich zu äussern, ob er auf 

das Angebot der Umschulung zum technischen Kaufmann zurückkommen wolle (IV-

act. 55). Auf Stellungnahme des Versicherten hin (IV-act. 56) nahm der IV-Berufsberater 

seine Tätigkeit wieder auf und erarbeitete mit dem Versicherten einen 

Eingliederungsplan für die Umschulung zum Immobilien-Verwalter. Deren erster Schritt 

lag in einer zweisemestrigen Ganztagsausbildung zum kaufmännischen Sachbearbeiter 

(IV-act. 65), die ihm mit Verfügung vom 5. November 2004 für den Zeitraum 

18. Oktober 2004 bis 7. Oktober 2005 zugesprochen wurde (IV-act. 72). Diese 

Umschulung brach der Versicherte im Januar 2005 ab (IV-act. 87 f.). Der Psychiater 

Dr. med. E.___ attestierte im Bericht vom 29. April 2005 unter Hinweis auf eine akute 

psychische Dekompensation mit ängstlich-depressiv-dysphorischem Beschwerdebild 

eine seit 31. Januar 2005 bestehende volle Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 93).

B.c  Die IV-Stelle gab daraufhin ein bidisziplinäres Gutachten in Auftrag. Das Zentrum 

für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG (AEH) erstattete am 31. Januar 2006 

ein rheumatologisches Teilgutachten. Darin werden insbesondere die Diagnosen 

chronische Periarthropathia humero-scapularis rechts, rezidivierende 

Schulterschmerzen links und rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom genannt. Aus 

rheumatologischer Sicht seien keine objektiven Gründe ersichtlich, die gegen eine 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sprächen, die man bei vermehrtem 

Pausenbedarf von 2 Stunden als ganztags zumutbar erachte (IV-act. 108-6 f.). Das 

psychiatrische Teilgutachten wurde am 6. Juli 2006 von der Klinik F.___ basierend auf 

einer Untersuchung des Versicherten vom 9. Februar 2006 erstellt. Darin werden eine 

mittelgradige depressive Störung und eine chronische Schmerzstörung genannt. Die 

Umschulung zum kaufmännischen Sachbearbeiter sei zurzeit depressionsbedingt nicht 

möglich. Eine vier- bis fünfstündige Präsenz an einem adaptierten Arbeitsplatz sei 

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jedoch zumutbar (IV-act. 112). Seitens des AEH wurde am 8. August 2006 auf eine 

interdisziplinäre Konsensbesprechung verwiesen und festgehalten, gesamthaft schätze 

man die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit als 

Landwirt und Baumaschinenführer auf 0%. Für eine körperlich leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit ohne erhöhte Anforderungen an die Konzentration und kognitive 

Leistungsfähigkeit bestehe eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 118). Die IV-Stelle 

forderte den Versicherten am 27. September 2006 auf, die eingeleitete psychiatrische 

Behandlung konsequent fortzusetzen. Sie werde den Fall im Frühjahr 2007 neu 

überprüfen (IV-act. 126).

B.d  Am 15. März 2007 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er eine Anstellung 

im Immobilienbereich in Aussicht habe (IV-act. 131). Nachdem Dr. E.___ am 27. März 

2007 festgehalten hatte, die Prognose sei sehr ungewiss (IV-act. 133), schrieb er den 

Versicherten am 17. Juli 2007 rückwirkend ab 1. März 2007 wieder voll arbeitsfähig. Er 

habe sich psychisch stabilisiert, es bestehe kein Therapiebedarf mehr (IV-act. 142). Am 

13. April 2007, 31. Juli 2007, 28. August 2007, 18. August 2008 und 30. Dezember 

2008 forderte die IV-Stelle den Versicherten auf, sie über den Verlauf des 

Arbeitseinsatzes zu informieren (IV-act. 136; 143; 145; 148; 149). Mit Vorbescheid vom 

9. März 2010 kündigte sie dem Versicherten die Verneinung von Ansprüchen auf 

berufliche Massnahmen und Rentenleistungen an (IV-act. 159).

B.e  Im Einwand vom 26. April 2010 erklärte der Versicherte, mit dem Vorbescheid 

nicht einverstanden zu sein. Er könne sein früheres Einkommen noch nicht erreichen 

und habe daher noch Anspruch auf berufliche Massnahmen. Er möchte die Ausbildung 

zum Immobilienverwalter absolvieren, wie er dies damals mit dem IV-Berufsberater 

besprochen habe. Dies könne er jedoch erst nach vierjähriger Erfahrung in diesem 

Beruf. Er habe zudem von März 2005 bis zur Arbeitsaufnahme am 1. März 2007 kein 

Einkommen erzielt und habe für diese Zeit Anspruch auf eine Berentung (IV-act. 160-1).

B.f   Am 7. Mai 2010 forderte die IV-Stelle den Versicherten auf, ein IV-

Anmeldeformular auszufüllen (IV-act. 161). Da ihr dieses trotz mehrerer 

Erinnerungsschreiben (IV-act. 165-168) nicht zuging, verfügte sie am 9. November 

2010 die Verweigerung der Kostengutsprache für berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht (IV-act. 169). Diese 

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Verfügung widerrief sie am 7. Dezember 2010, nachdem der Versicherte dagegen 

protestiert und das ausgefüllte Anmeldeformular eingereicht hatte. Auf dem Formular 

hatte er festgehalten, dieses gelte nicht als Neuanmeldung, es bestehe seit 23. Januar 

2003 ein laufendes Verfahren (vgl. IV-act. 172; 176; 178).

B.g  Am 12. Januar 2011 wurde in einem IV-internen "Triage-Protokoll nach 

Grundsatzentscheid" festgehalten, zu klären sei, welche Ausbildung der Versicherte 

genau absolvieren wolle (Immobilienverwalter, Immobilientreuhänder oder 

Immobilienvermarkter; IV-act. 179), woraufhin erneut ein Abklärungsauftrag an die 

Berufsberatung erging (IV-act. 181). In einem Protokoll über eine offenbar IV-intern 

durchgeführte Besprechung vom 29. Juni 2011 hielt der Berufsberater am 1. Juli 2011 

fest, der Versicherte wolle eigentlich eine Umschulung zum Immobilienbewirtschafter, 

noch lieber zum Immobilientreuhänder durchlaufen. Dagegen spreche jedoch, dass er 

erstens in der aktuellen Tätigkeit voll gefordert sei und daneben kaum Zeit für eine 

anspruchsvolle Weiterbildung zum Erreichen der eidg. Prüfung habe und zweitens zu 

einem Einkommen von Fr. 7'900.- x 13 bereits in der Immobilienbewirtschaftung 

arbeite, weshalb fraglich sei, inwieweit ihm da eine Umschulung durch die IV zustehe 

(IV-act. 183).

B.h  Nachdem die IV-Stelle sich beim Versicherten im September 2011 insbesondere 

nach den ihn aktuell behandelnden Ärzten erkundigt (IV-act. 187) und der Versicherte 

darüber Auskunft gegeben hatte (IV-act. 188), stellte sie ihm ohne weitere Abklärungen 

mit Vorbescheiden vom 25. April 2012 die Verweigerung der Kostengutsprache für 

berufliche Massnahmen und vom 26. April 2012 für Rentenleistungen in Aussicht (IV-

act. 192; 194). Zu diesen Vorbescheiden liess sich der Versicherte am 28. Mai 2012 

vernehmen. Betreffend berufliche Massnahmen machte er geltend, solche seien zurzeit 

aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht geplant und würden nicht zum 

gewünschten Erfolg führen. Da er aber das ursprüngliche Einkommen noch nicht 

erreiche und im aktuellen Beruf über keine Ausbildungen und Qualifikationen verfüge, 

habe er grundsätzlich Anspruch auf berufliche Massnahmen. Er schlage vor, das 

Gesuch zurzeit ruhen zu lassen. Sollten berufliche Massnahmen nötig und aus 

gesundheitlichen und beruflichen Gründen zumutbar sein, würde er sich wieder melden 

(IV-act. 195). Im zweiten Einwand machte er sinngemäss Anspruch auf eine befristete 

Rente geltend. Bis zum 1. März 2007 sei er voll arbeitsunfähig gewesen. Eine 

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Umschulung sei zu jener Zeit nicht zumutbar gewesen. Vom 1. Februar 2005 bis 

1. März 2007 habe er keinerlei Einkommen erzielt, da die Krankentaggelder längst 

ausgeschöpft gewesen seien (IV-act. 196). Am 19. Juli 2012 erliess die IV-Stelle 

betreffend berufliche Massnahmen und Rente abweisende Verfügungen (act. G 1.1, 

1.2).

C.      

C.a  Gegen beide Verfügungen richtet sich die Beschwerde des Versicherten vom 

11. September 2012. Sinngemäss beantragt er die Aufhebung der Verfügungen sowie 

die Zusprache einer Invalidenrente vom 1. Februar 2005 bis 1. März 2007 und macht 

betreffend berufliche Massnahmen geltend, er habe am 15. März 2011 mit dem IV-

Berufsberater ein Ausbildungskonzept zum Immobilienverwalter erarbeitet. Damals 

habe die IV-Stelle ihm mitgeteilt, dass er Anspruch auf berufliche Massnahmen habe. 

Einige Monate später solle dies jedoch nicht mehr so sein, da etliche vom Steueramt 

anerkannte Lohnabzüge für Autokosten usw. nicht mehr berücksichtigt würden. Diese 

Kosten habe er im letzten ausgeübten Beruf jedoch nicht gehabt. Er halte daher auch 

am Anspruch auf berufliche Massnahmen fest, da er in seiner aktuellen Tätigkeit im 

Aussendienst als Immobilienverwalter keinerlei Ausbildung habe, diese jedoch 

erforderlich sei (act. G 1).

C.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 

2012 die Abweisung der Beschwerde. Betreffend Rentenbegehren sei zu beachten, 

dass sich das gemäss bidisziplinärem Gutachten arbeitsunfähigkeitsbegründende 

depressive Zustandsbild laut dem psychiatrischen Teilgutachten aus der chronifizierten 

Schmerzproblematik heraus entwickelt habe. Ausserdem seien die psychiatrischen 

Experten auch vom Vorliegen einer Schmerzstörung ausgegangen. Folglich sei die im 

Zusammenhang mit anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen entwickelte 

Rechtsprechung massgebend. Aufgrund der Feststellungen im psychiatrischen 

Teilgutachten fehle es an der notwendigen Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer 

der diagnostizierten mittelschweren depressiven Störung, die den Schluss auf eine 

nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung erlaube. Beim 

Beschwerdeführer habe sich gezeigt, dass die depressive Störung mit Hilfe von 

therapeutischen Behandlungen wieder abgeklungen sei. Sie stelle kein vom 

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psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden dar, womit deren 

invalidisierende Wirkung zu verneinen sei. Weiter fehle es an Anhaltspunkten, dass 

beim Beschwerdeführer die übrigen rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien 

hinreichend gehäuft und ausgeprägt erfüllt gewesen seien, um insgesamt den 

rechtlichen Schluss auf eine invalidisierende Gesundheitsschädigung zu gestatten. 

Unter diesen Umständen habe zu keinem Zeitpunkt ein zeitlich befristeter 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers bestanden. Betreffend berufliche 

Massnahmen macht die Beschwerdegegnerin geltend, der Beschwerdeführer habe 

sich eigenständig erfolgreich eingegliedert. Er erreiche ein Einkommen, das erheblich 

über seinem zuletzt erzielten Einkommen als Bauarbeiter liege. Auch in seinem 

erlernten Beruf als Landwirt hätte er mit Sicherheit kein derart hohes Einkommen 

erzielen können. Damit sei das Vorliegen eines erheblichen behinderungsbedingten 

Einkommensverlustes zu verneinen. Ein relevanter Einkommensverlust könne auch 

nicht damit begründet werden, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nebst seiner 

Beschäftigung als Bauarbeiter zusätzlich als Landwirt im Nebenerwerb gearbeitet habe, 

denn das Einkommen aus zwei Erwerbstätigkeiten beruhe massgeblich auf einem 

Arbeitspensum von über 100%, wofür aber die IV als Erwerbsunfähigkeitsversicherung 

grundsätzlich keinen Versicherungsschutz biete (act. G 5).

C.c  Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G 7).

Erwägungen:

1.     

1.1   Im vorliegenden Verfahren sind zwei Fragen gesondert zu prüfen. Einerseits ist 

strittig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf berufliche Massnahmen und 

andererseits auf eine Invalidenrente hat, wobei er lediglich eine befristete Rente 

beantragt.

1.2   Die angefochtenen Verfügungen basieren auf einer Anmeldung des Versicherten 

aus dem Jahr 2003. Das damals eröffnete Verfahren wurde bisher weder in Bezug auf 

die beruflichen Massnahmen noch auf die Rentenfrage rechtskräftig beendet. Den 

Akten lässt sich nicht entnehmen, weshalb die Beschwerdegegnerin den 

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Beschwerdeführer im Mai 2010 aufgefordert hatte, (erneut) ein IV-Anmeldeformular 

auszufüllen. Die Eröffnung eines neuen Verfahrens ist darin jedenfalls nicht zu 

erblicken.

1.3   In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz, dass der 

Beurteilung einer Streitsache jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei 

Erlass des angefochtenen Entscheids bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Betreffend Invalidenrente ist zwischen den 

Parteien unbestritten, dass nach der Aufnahme einer Vollzeit-Erwerbstätigkeit des 

Beschwerdeführers am 1. März 2007 (vgl. IV-act. 160-2) kein Rentenanspruch mehr 

besteht, was ohne weiteres zutrifft. In Bezug auf die Frage des Anspruchs auf eine 

befristete Rente ist folglich die Rechtslage massgebend, wie sie sich vor Inkrafttreten 

der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 präsentiert hat. Betreffend berufliche 

Massnahmen ist auf die aktuell geltende Rechtslage abzustellen, zumal die Zusprache 

einer Massnahme für einen in der Vergangenheit liegenden Zeitraum aufgrund des 

Charakters der beruflichen Massnahmen nicht in Betracht kommt. In Bezug auf die 

wohl im Zentrum stehende Massnahme der Umschulung haben die IV-Revisionen 5 

und 6a jedoch ohnehin keine Änderungen gebracht.

2.       

2.1   Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte 

Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, 

die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Dabei ist die gesamte noch 

zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen (lit. 1 ). In der Regel besteht nur ein 

Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen 

Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen 

Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als 

diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124 V 108 E. 2a; BGE 121 

V 258 E. 2c).

bis

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2.2   Die Eingliederungsmassnahmen beinhalten unter anderem Massnahmen beruf­

licher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, 

Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG 

besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die 

Umschulung infolge der Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit 

voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann. Nach der 

Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der 

Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und 

geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 

versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu 

vermitteln (BGE 124 V 109 f. E. 2a). Die Umschulung hat die versicherte Person in die 

Lage zu versetzen, eine solche Erwerbstätigkeit auszuüben (BGE 122 V 79 E. 3b/bb). 

Invalid im Sinn des Art. 17 Abs. 1 IVG ist eine versicherte Person, die wegen der Art 

und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens in den bisher ausgeübten und in 

den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden noch zumutbaren 

Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von 

etwa 20% erleidet; dabei bemisst sich die Erwerbseinbusse an dem vor dem Eintritt 

des Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen (vgl. m.w.H. Ulrich Meyer, Die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. Zürich 2010, S. 191). Der 

Umschulungsanspruch setzt vor allem voraus, dass die in Aussicht genommene 

Massnahme eingliederungswirksam ist, was bedeutet, dass sie zu einer Verbesserung 

der Erwerbsfähigkeit beiträgt oder vor weiterer Beeinträchtigung eines noch 

vorhandenen Teils der Erwerbsfähigkeit schützt (vgl. Meyer, a.a.O., S. 200 f.).

2.3   Gemäss der zitierten Rechtsprechung ist im Fall des Beschwerdeführers für die 

Begründung eines Umschulungsanspruchs grundsätzlich u.a. erforderlich, dass er in 

der durch Selbsteingliederung erlangten aktuellen Erwerbstätigkeit – die ihm 

unbestrittenermassen zumutbar ist – eine Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet. 

Diese Rechtsprechung ist als Versuch zu betrachten, die qualitative Gleichwertigkeit 

von unterschiedlichen Berufen bzw. Erwerbstätigkeiten über die monetäre Komponente 

ungefähr abzubilden. Die Anwendung der 20%-Grenze als starre, prozentgenaue 

Hürde ist hingegen nicht angezeigt (vgl. betreffend eine jüngere Versicherte etwa das 

Bundesgerichtsurteil 9C_704/2010 vom 31. Januar 2011, E. 3.1). Vielmehr ist über 

diese Entgelt-Komponente hinaus zu prüfen, ob sich die zu vergleichenden Tätigkeiten 

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qualitativ in etwa entsprechen. Dies kann beispielsweise durch einen Vergleich der 

intellektuellen Anforderungen von verschiedenen Tätigkeiten erfolgen. Freilich kann 

dies nicht schematisch geschehen und beinhaltet zwangsläufig erhebliche, schwer 

messbare Wertungen – folglich ist dabei eine entsprechende Vorsicht geboten.

2.3.1         Vorab ist dennoch die monetäre Komponente bzw. die Höhe der 

Erwerbseinbusse zu überprüfen. Dafür muss das relevante Erwerbseinkommen des 

Beschwerdeführers vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im November 2002 umrissen 

werden. Der Beschwerdeführer war damals bei der B.___ AG als Maschinist/

Baumaschinenführer tätig gewesen und hatte dort im Jahr 2002 ein AHV-pflichtiges 

Einkommen von Fr. 78'052.05 bzw. im Jahr 2001 von Fr. 77'564.30 erzielt (IV-act. 21-8; 

21-11; 19-1). Während des zuvor langjährigen Arbeitsverhältnisses mit der Hastag 

hatte es sich gegen Ende in der Grössenordnung um Fr. 67'000.- belaufen (IV-

act. 19-2).

2.3.2         Daneben erzielte der Beschwerdeführer ein Einkommen aus seinem 

Landwirtschaftsbetrieb. Die Beschwerdegegnerin hat zur Ermittlung der Höhe dieses 

Nebenerwerbs eine Abklärung beim Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen in Auftrag 

gegeben. Dieses hat im Abklärungsbericht vom 17. Dezember 2004 festgehalten, der 

Betrieb habe in den Jahren zuvor ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 

Fr. 24'141.- abgeworfen (abgesehen von einem einmaligen Einkommen im Jahr 2000 

von Fr. 49'200.- aus dem Verkauf eines Milchkontingents; IV-act. 84). Wie die 

Abklärungsperson auf diesen durchschnittlichen Betriebsertrag kommt, lässt sich 

gestützt auf die vorhandenen Akten nicht hinreichend nachvollziehen. Die 

Abklärungsperson hielt fest, eine vollständige Buchhaltung über die Landwirtschaft sei 

nicht geführt worden. Die Einkommensangaben im Individuellen Konto (IK) dürften 

somit eine einigermassen zuverlässige Grösse sein (IV-act. 84-3). Dort ist der 

selbstständige Nebenerwerb seit 1996 vermerkt. In den Jahren 1996 bis 1999 sind 

Werte von gut Fr. 11'000.- eingetragen, im Jahr 2000 (abgesehen vom Verkauf des 

Milchkontingents) Fr. 22'100.-, im Jahr 2001 Fr. 10'500.- und im Jahr 2002 Fr. 35'400.- 

(IV-act. 163-3 f.). Für die Jahre 1996 bis 2002 ergibt dies einen Durchschnittswert von 

unter Fr. 17'000.-. Im Betriebsergebnis enthalten sind offenbar die Direktzahlungen 

(zwischen Fr. 16'000.- und Fr. 21'000.- in den Jahren 2000 bis 2002; die Zahlen für die 

Jahre davor sind nicht aktenkundig; IV-act. 84-3), hielt die Abklärungsperson doch fest, 

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die regulären Erträge setzten sich zusammen aus dem Erlös von Futterverkauf, 

Obstverkauf und Direktzahlungen. Da die Direktzahlungen die erwerbliche 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Nebenerwerb nicht wiederspiegeln, 

dürften diese wohl keine Berücksichtigung finden, was bereits dazu führen würde, dass 

praktisch kein zusätzliches Einkommen aus dem landwirtschaftlichen Nebenerwerb als 

relevant zu erachten wäre. Im Übrigen ist das landwirtschaftliche Einkommen von 

weiteren, nicht mit der erwerblichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

verbundenen Elementen (betriebliche Gründe, Mithilfe von Ehefrau oder Nachbarn) 

beeinflusst. Bei der aktuellen Aktenlage vermag der Beschwerdeführer nicht 

nachzuweisen, dass er mit dem Landwirtschaftsbetrieb neben seiner vollzeitlichen 

unselbstständigen Tätigkeit resultierend aus der Verwertung der eigenen erwerblichen 

Leistungsfähigkeit ein nennenswertes zusätzliches Einkommen erzielte. Diesbezüglich 

liegt Beweislosigkeit vor. Da der Betrieb keine ordentliche Buchhaltung führte, ist nicht 

davon auszugehen, dass weitere Abklärungen mehr verwertbare Informationen liefern 

würden, als dies der Bericht des Landwirtschaftlichen Zentrums leisten kann. Daher ist 

in antizipierender Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3; 122 V 162 E. 1d m.w.H.; 

Bundesgerichtsurteil 1C_297/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 2.3) von weiteren 

Abklärungen abzusehen. Die Folgen der Beweislosigkeit betreffend den geltend 

gemachten Nebenerwerb hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. BGE 135 II 161; 

Urteil 9C_575/2013 vom 18. November 2013 E. 3).

2.3.3         Doch selbst wenn man zugunsten des Beschwerdeführers einen 

durchschnittlichen Jahresertrag von Fr. 17'000.- vollumfänglich zum Einkommen aus 

unselbstständiger Tätigkeit von maximal ca. Fr. 78'000.- hinzurechnen würde, 

resultierte mit Fr. 95'000.- ein Betrag, der auch bei Berücksichtigung der vom 

Bundesamt für Statistik erfassten Nomiallohnentwicklung (Index Männer 2002: 1933; 

2011: 2171) kaum über dem vom Beschwerdeführer bei der VTAG Verwaltungs- und 

Treuhand AG erzielten Einkommen (ab 2011 Fr. 7'900.- brutto x 13 = Fr. 102'700.-; IV-

act. 182) läge. Eine Einkommenseinbusse in der Grössenordnung von 20% wäre auch 

diesfalls nicht gegeben.

2.4   Bei diesem klaren Ergebnis ist einerseits nicht weiter zu prüfen, ob für die 

vorliegend interessierenden Fragen ohnehin nur ein Erwerbspensum von 100% relevant 

wäre, wie dies die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort geltend macht. 

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Ebenso braucht dem Hinweis des Beschwerdeführers, er habe in seiner aktuellen 

Tätigkeit im Aussendienst erheblich höhere Auslagen für Spesen, nicht weiter 

nachgegangen werden; eine Erwerbseinbusse von ca. 20% würde damit jedenfalls 

nicht erreicht.

2.5   Zu prüfen bleibt, ob die zu vergleichenden Tätigkeiten einander qualitativ in etwa 

entsprechen (vgl. E. 2.3). Der Beschwerdeführer ist gelernter Landwirt, hatte jedoch 

bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens während zwölf Jahren im vollzeitlichen 

Haupterwerb eine Tätigkeit als Maschinist/Baumaschinenführer ausgeübt, die er 

offenbar "on the job" gelernt hatte, in der er jedenfalls nicht über einen Lehrabschluss 

oder dergleichen verfügt. Damit ist er – ähnlich wie heute – während vieler Jahre 

erfolgreich einer Erwerbstätigkeit nachgegangen, für die er neben der Praxiserfahrung 

nicht über eine eigentliche berufliche Qualifikation verfügt hat. Unter diesem 

Gesichtspunkt erscheint die aktuelle Tätigkeit als "quereingestiegener" 

Immobilienverwalter mit der Tätigkeit auf dem Bau qualitativ jedenfalls vergleichbar. 

Von den intellektuellen Anforderungen her dürfte die Tätigkeit des Immobilienverwalters 

im Aussendienst, in der der Beschwerdeführer offenbar ca. 8'000 Immobilien verwaltet 

(vgl. IV-act. 183-1), die Arbeit weitestgehend selbständig organisiert und diese 

schwerpunktmässig administrativer Art ist, anspruchsvoller sein als die zuvor 

ausgeübte Tätigkeit. Auch dieses Element spricht folglich nicht für einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Umschulung.

2.6   Im Weiteren fällt ins Gewicht, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, ein 

aktuelles Interesse an einer Umschulung darzutun. Im Einwandverfahren machte er 

selber geltend, aktuell sei aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen keine 

berufliche Massnahme geplant. Gegen die formelle Ablehnung des Anspruchs auf 

berufliche Massnahmen wehrte er sich offensichtlich vorsorglich, um für den Fall, dass 

sich eine berufliche Massnahme zu einem späteren Zeitpunkt als nötig erweise, keiner 

Rechte verlustig zu gehen. Die Beschwerdegegnerin macht in der Beschwerdeantwort 

zu Recht geltend, das seit März 2007 bestehende aktuelle Arbeitsverhältnis könne als 

stabil bezeichnet werden. Weder behauptet der Beschwerdeführer noch ergeben sich 

aus den Akten Hinweise darauf, dass seine Arbeitgeberin von ihm für das Beibehalten 

seiner aktuellen Tätigkeit eine Weiterbildung bzw. die Ausbildung zum 

Immobilienverwalter verlangen würde. Sollte der Beschwerdeführer diese Arbeitsstelle 

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einst verlieren, so ist möglich, dass ihm das Auffinden einer anderen Anstellung als 

Immobilienverwalter wegen der fehlenden Ausbildung in diesem Bereich nicht gelingt. 

Es ist aber ebenso möglich, dass er aufgrund der beträchtlichen praktischen 

Berufserfahrung in diesem Bereich sowie des ihm zur Verfügung stehenden Netzwerks 

ohne Probleme eine andere Arbeitsstelle als Immobilienverwalter finden könnte. Diese 

Fragen werden nur beantwortbar sein, falls der Beschwerdeführer seine aktuelle 

Anstellung tatsächlich verlieren sollte. Sollte sich zu jenem Zeitpunkt bei einer ex-post-

Betrachtung die aktuelle Stelle als absoluter Glücksfall entpuppen und der 

Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit ohne berufliche Massnahmen nicht mit dem 

nötigen Erfolg umsetzen können, so wären in Berücksichtigung der dann vorliegenden 

konkreten Situation berufliche Massnahmen freilich erneut zu prüfen. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen unter den konkreten Umständen zu 

Recht verneint hat.

3.       

3.1   Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine befristete 

Invalidenrente. Der Beschwerdeführer war seit 5. November 2002 in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit arbeitsunfähig und bezog Krankentaggelder. Die berufliche 

Abklärung im D.___ mit Anspruch auf IV-Taggeld wurde vom 8. März bis 6. April 2004 

durchgeführt (vgl. IV-act. 48). Ab 18. Oktober 2004 befand sich der Beschwerdeführer 

schliesslich in der von der IV finanzierten Umschulung zum kaufmännischen 

Sachbearbeiter (IV-act. 72). Diese Massnahme musste er am 31. Januar 2005 

abbrechen. Nach seinen Angaben bekam er bereits für Februar 2005 kein Taggeld 

mehr (IV-act. 196-1), weshalb er ab diesem Monat eine Invalidenrente beantragt. Die 

Beschwerdegegnerin verneint einen Anspruch auf eine befristete Rente und macht 

geltend, die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit sei nicht invalidisierend.

3.2   Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der zwischen 2004 und 2007 gültig gewesenen 

Fassung besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

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Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.3   Rechtsprechungsgemäss können somatoforme Schmerzzustände oder 

Schmerzverarbeitungsstörungen unter gewissen Umständen eine Arbeitsunfähigkeit 

verursachen. Sie fallen unter die Kategorie der psychischen Leiden, für die 

grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich ist, wenn es darum geht, über 

die durch sie bewirkte Arbeitsunfähigkeit zu befinden (AHI 2000 S. 159 E. 4b mit 

Hinweisen). Eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein 

ähnlicher syndromaler Schmerzzustand begründen indes als solche noch keine 

Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die Schmerzstörung oder ihre 

Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte 

Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können 

den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 

Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen 

Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall 

anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer 

psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. 

Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche 

Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Verlauf einer an sich 

missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer 

Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent 

durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem 

therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 131 

V 50 E. 1.2). Je mehr diese Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die 

entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die 

Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 131 V 51 

E. 1.2).

3.4   Gemäss dem von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten des AEH und 

der Klinik F.___ wurde der Beschwerdeführer als Baumaschinenführer und Landwirt als 

nicht mehr arbeitsfähig betrachtet, wobei mit dem RAD davon auszugehen ist, dass 

dies seit November 2002 der Fall ist (vgl. IV-act. 114-2). In einer leidensadaptierten 

Tätigkeit wurde dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert (vgl. 

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IV-act. 118). Diese Einschränkung basierte auf dem damaligen psychischen 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Aus rheumatologischer Sicht war 

aufgrund der objektiven Befunde von einer verminderten Belastbarkeit der rechten 

Schulter ausgegangen worden. Heben und Tragen von schweren Lasten sowie 

Arbeiten über Kopf seien nicht mehr zumutbar. Körperlich leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten wurden für ganztags zumutbar erachtet, wobei dem Beschwerdeführer 

aufgrund der chronischen Schmerzentwicklung vermehrte Pausen von zwei Stunden 

täglich zugebilligt wurden (IV-act. 108-7). Im psychiatrischen Teilgutachten wurden eine 

mittelgradige depressive Störung und eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert. 

Der Beginn der depressiven Störung wurde auf Januar 2005 festgelegt. Dem 

Beschwerdeführer sei eine 4- bis 5-stündige Präsenz an einem adaptierten Arbeitsplatz 

zumutbar, wobei keine zu grossen Anforderungen an die Konzentration und die 

kognitive Leistungsfähigkeit gestellt werden sollten. Ausserdem sollte ein adaptierter 

Arbeitsplatz die Möglichkeit zur individuellen Pausengestaltung und eine wohlwollende 

soziale Umgebung berücksichtigen (IV-act. 112-5).

3.5   Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass die mittelgradige depressive 

Störung des Beschwerdeführers nicht als eigenständige Komorbidität von erheblicher 

Schwere, Ausprägung und Dauer im Sinn der Rechtsprechung betrachtet werden kann. 

Die psychische Problematik begann sich im Dezember 2004 zu entwickeln und es kam 

zu einer akuten psychischen Dekompensation (vgl. Bericht von Dr. E.___ vom 29. April 

2005, IV-act. 93-1). Bei der psychiatrischen Begutachtung in der Klinik F.___ im 

Februar 2006 gab der Beschwerdeführer einen unveränderten Zustand an (IV-

act. 112-4) und der behandelnde Psychiater berichtete am 1. September 2006 noch 

nicht von einer Besserung (IV-act. 121). Selbst wenn also von einer gewissen 

Dauerhaftigkeit auszugehen ist, so fehlt es dennoch an der erforderlichen 

Eigenständigkeit und wohl auch der Schwere und Ausprägung der Komorbidität. Dr. 

E.___ berichtete am 29. April 2005 von einem orthopädischen Grundleiden. Er 

schilderte nachvollziehbar, wie sich insbesondere wegen des Schulterleidens 

Einschränkungen bei der im Oktober 2004 begonnenen vollzeitlichen Umschulung 

ergeben hätten, der Beschwerdeführer in Rückstand geraten sei und zunehmend 

frustriert reagiert habe. Es sei zu Schlafstörungen, Schweissausbrüchen, Ängsten, 

Dünnhäutigkeit und Reizbarkeit gekommen. Explizit hielt der behandelnde Psychiater 

fest, insbesondere die Chronizität der körperlichen Beschwerden und Einschränkungen 

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mit undulierender Schmerzintensität habe zum ängstlich-depressiv-dysphorischen 

Zustandsbild geführt. Folglich stellte die psychische Problematik eine reaktive 

Begleiterscheinung auf das Schmerzgeschehen und deren direkte Folgen 

(insbesondere den Verlust der Arbeitsstelle und der rein körperlichen Leistungsfähigkeit 

sowie die Schwierigkeiten bei der Umschulung) dar. Auch das Gutachten der Klinik 

F.___ lässt nicht darauf schliessen, dass sich die psychische Problematik 

verselbständigt hätte. Die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den 

Gutachtern hatten den Schwerpunkt klar auf dem Schmerzgeschehen, dem Verlust des 

Arbeitsplatzes und den psychosozialen Umständen (neben finanziellen Ängsten 

insbesondere die Befürchtung, durch psychische Behandlungsbedürftigkeit im Dorf 

stigmatisiert zu werden; IV-act. 112-3 f.). Die Eigenständigkeit der Komorbidität ist 

folglich zu verneinen.

3.6   Auch die von der Rechtsprechung verlangten weiteren Faktoren, die der 

betroffenen Person eine Willensanstrengung zur Arbeit trotz Schmerzen als 

unzumutbar erscheinen lassen würden, sind vorliegend nicht hinreichend erfüllt. 

Insbesondere ist nicht vom Scheitern einer konsequent durchgeführten Behandlung 

auszugehen; vielmehr trug die Therapie Früchte und der Beschwerdeführer konnte per 

März 2007 wieder eine Vollzeitstelle annehmen und war deren Anforderungen 

langfristig gewachsen. Hinweise auf einen primären Krankheitsgewinn liegen ebenfalls 

keine vor. Die Gutachter der Klinik F.___ äusserten sich im Übrigen nicht dazu, 

inwiefern dem Beschwerdeführer zumutbar wäre, trotz seiner Schmerzsymptomatik 

einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

3.7   Damit ist zusammenfassend festzuhalten, dass die von der Rechtsprechung 

geforderten Kriterien, die einem nicht hinreichend objektivierbaren Schmerzgeschehen 

ausnahmsweise eine invalidisierende Wirkung zubilligen können, vorliegend nicht 

genügend erfüllt waren. Wenngleich der Beschwerdeführer bei unbestrittenem Eintritt 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab November 2002 das 

sog. Wartejahr (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der vor 2008 gültig gewesenen Fassung) im 

November 2003 erfüllt gehabt hätte, lag weder zu jenem Zeitpunkt, noch bei 

Hinzutreten der psychischen Problematik im Dezember 2004/Januar 2005 eine IV-

rechtlich selbstständig relevante psychische Gesundheitsschädigung vor. Die 

somatischerseits zuerkannte Einschränkung der quantitativen Arbeitsfähigkeit durch 

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erhöhten Pausenbedarf ist zu geringfügig, als dass allein dadurch ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40% resultieren könnte. Die 

Verneinung des Rentenanspruchs erfolgte zu Recht. Dass der Beschwerdeführer dafür 

wenig Verständnis aufbringt, zumal er nach Auslaufen der Krankentaggelder bzw. nach 

Einstellung der IV-Taggelder bis zur Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit trotz 

subjektiv empfundener und medizinisch teilweise bestätigter Arbeitsunfähigkeit für 

seinen Erwerbsausfall keinerlei Versicherungsleistungen erhielt (wobei immerhin nicht 

auszuschliessen ist, dass grundsätzlich ein Anspruch auf Taggelder der 

Arbeitslosenversicherung bestanden hätte), ist durchaus nachvollziehbar, vermag an 

der rechtlichen Beurteilung des Leistungsanspruchs aber nichts zu ändern.

4.       

Ferner ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Wartezeittaggeld 

gemäss Art. 18 f. der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) hat. 

Dieses Taggeld wird an versicherte Personen gewährt, die zu mindestens 50% 

arbeitsunfähig sind und auf den Beginn einer Umschulung warten. Der Anspruch 

entsteht gemäss Art. 18 Abs. 2 IVV im Zeitpunkt, in dem die IV-Stelle feststellt, dass 

eine Umschulung angezeigt ist. Voraussetzung für den Anspruch auf Wartezeittaggeld 

ist rechtsprechungsgemäss zudem, dass subjektiv und objektiv Eingliederungs- und 

nicht erst Abklärungsmassnahmen angezeigt sind und die versicherte Person 

insbesondere auch eingliederungsbereit ist (m.w.H. Meyer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. 2010, S. 252). Der Anspruch setzt ferner voraus, dass 

der Zustand der versicherten Person die Durchführung von 

Eingliederungsmassnahmen erlaubt, sie aber aus äusseren Gründen, z.B. Platzmangel 

in der Eingliederungsstätte, warten muss (Meyer, a.a.O., S. 253). Bis zum Abschluss 

der Abklärung im D.___ im April 2004 konnte ein Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Wartezeittaggeld nicht entstehen, weil er in dieser Zeit nicht auf eine konkrete 

Eingliederung wartete, sondern Abklärungen stattfanden. Anschliessend hatte sich 

noch immer kein konkretes, von der IV-Stelle als unterstützenswert betrachtetes 

Eingliederungsziel herauskristallisiert; die Eingliederungsbereitschaft des 

Beschwerdeführers in Bezug auf die von der IV-Stelle vorgeschlagene Ausbildung zum 

technischen Kaufmann war nicht gegeben. Erst im August 2004 begann sich der Plan 

der Umschulung zum Immobilientreuhänder zu konkretisieren (vgl. IV-act. 61 f.), Ende 

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September 2004 erarbeitete der IV-Berufsberater zusammen mit dem 

Beschwerdeführer einen entsprechenden Eingliederungsplan (Zwischenbericht vom 

29. September 2004; Umschulungsplan des Beschwerdeführers vom 30. September 

2004; IV-act. 65). Mit dem ersten Schritt der Umschulung, der Ausbildung zum 

kaufmännischen Sachbearbeiter, konnte der Beschwerdeführer unverzüglich bereits 

am 18. Oktober 2004 beginnen. Da folglich keine nennenswerte Wartezeit bestand, 

besteht kein Anspruch auf ein Wartezeittaggeld.

5.     

5.1   Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die beiden 

angefochtenen Verfügungen vom 19. Juli 2012 abzuweisen.

5.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis 

Fr. 1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- 

erscheint als angemessen. Sie ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Der von ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.- zu bezahlen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2014
	Art. 17 IVG. Art. 28 Abs. 1 IVG (in der zwischen 2004 und 2007 gültig gewesenen Fassung). Der Versicherte hat sich ohne entsprechende Ausbildung selbst erfolgreich in eine andere Tätigkeit eingegliedert, sodass verglichen mit dem früheren Lohn keine Erwerbseinbusse mehr vorliegt. Aktuell besteht kein Anspruch auf Umschulung, was im Fall des Verlustes des aktuellen Arbeitsplatzes auf Gesuch hin erneut zu überprüfen wäre. Verneinung des Anspruchs auf eine befristete Rente gestützt auf die Rechtsprechung zur Überwindbarkeit somatoformer Schmerzstörungen und vergleichbarer Krankheitsbilder (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. April 2014, IV 2012/340).

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