# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8d17a14-600c-58f2-b242-3584b619bbe5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2011 E-6591/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6591-2009_2011-08-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­6591/2009

U r t e i l   v om   1 9 .   Augus t   2 0 0 9

Besetzung Einzelrichter Markus König,
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Karin Maeder­Steiner.

Parteien A._______,
Afghanistan, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 21. September 2009 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer,  ein  Tadschike  aus  der Provinz Parwan,  verliess 
Afghanistan eigenen Angaben zufolge am 6. September 2008 und reiste 
über Pakistan, den  Iran, die Türkei und Griechenland sowie weitere  ihm 
unbekannte Länder auf dem Landweg am 5. Oktober 2008 in die Schweiz 
ein, wo er zwei Tage später um Asyl nachsuchte. Am 23. Oktober 2008 
erfolgte  die  Summarbefragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
Basel und am 21. April 2009 die Anhörung zu den Asylgründen.

Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  machte  der  Beschwerdeführer 
geltend,  sein Vater  sei  von den Taliban zwangsrekrutiert worden und  in 
der Folge als deren Offizier  tätig gewesen. Nach dem Sturz der Taliban 
sei  der  Vater  ins  Heimatdorf  zurückgekehrt  und  dort  2004  bei  einem 
gezielten  Raketenangriff  zusammen  mit  seiner  Frau  und  zwei  Söhnen 
getötet worden. Anfang September 2008 sei er  (Beschwerdeführer)  von 
Dorfbewohnern  angegriffen  und  verletzt  worden,  die  sich  wegen  der 
Vergangenheit  des Vaters an  ihm hätten  rächen wollen. Aus Furcht  vor 
weiteren  Nachstellungen  habe  er  daraufhin  das  Land  in  Richtung 
Pakistan verlassen.

B. 
Mit Verfügung vom 21. September 2009 – eröffnet  am  folgenden Tag – 
stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.

Zur  Begründung  führte  das  Bundesamt  im  Wesentlichen  aus,  die 
zentralen  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  seien  krass 
widersprüchlich, unlogisch und realitätsfremd. Zwischen der angeblichen 
Tötung der Angehörigen im Jahr 2004 und der Ausreise aus Afghanistan 
im  Jahr  2008  bestehe  zudem  offensichtlich  kein  Zusammenhang, 
weshalb dieses Vorbringen auch als flüchtlingsrechtlich nicht relevant zu 
qualifizieren  sei. Die Folge der Ablehnung eines Asylgesuchs sei  in der 
Regel die Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug sei vorliegend 
zulässig, zumutbar und möglich.

C. 
Mit Beschwerde vom 20. Oktober 2009 beantragte der Beschwerdeführer 
in materieller Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und 
die Gewährung von Asyl,  eventuell  die Feststellung der Unzumutbarkeit 

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des Wegweisungsvollzugs unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme. In 
prozessualer Hinsicht beantragte er den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
gemäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Mit  der 
Beschwerde  wurde  eine  Bestätigung  der  Fürsorgeabhängigkeit  zu  den 
Akten gereicht. 

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  2.  November  2009  teilte  der 
Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des 
Verfahrens in der Schweiz abwarten, verzichtete auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  und  stellte  den  Entscheid  über  den  Antrag  auf 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  für  einen  späteren 
Zeitpunkt in Aussicht.

E. 
Am 14.  Juli  2011 hob das BFM  im Rahmen des vom  Instruktionsrichter 
am 23. Juni 2011 eingeleiteten Schriftenwechsels die Ziffern 4 und 5 des 
Dispositivs  der  angefochtenen  Verfügung  vom  21.  September  2009 
wiedererwägungsweise  auf  und  nahm  den  Beschwerdeführer  zufolge 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig auf.

F. 
Mit Zwischenverfügung vom 15.  Juli  2011  räumte der  Instruktionsrichter 
dem  Beschwerdeführer  die  Gelegenheit  ein,  innert  Frist  seine 
Beschwerde,  soweit  nicht  gegenstandslos  geworden,  ohne  Kostenfolge 
zurückzuziehen.

Der  Beschwerdeführer  reichte  innert  Frist  keine  Stellungnahme  zu  den 
Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 

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im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet – vorbehältlich des Vorliegens eines Auslieferungsersuchens 
des Staats, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht – 
endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31);  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 

1.4. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie 
nachstehend aufgezeigt, muss die Beschwerde, soweit sie nicht durch die 
teilweise Wiedererwägung durch das BFM gegenstandslos geworden ist, 
als  offensichtlich  unbegründet  qualifiziert  werden,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG).

4. 
4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

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sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 
5.1.  Das  BFM  hat  seine  Verfügung  im  Wesentlichen  mit  der 
Unglaubhaftigkeit  der  zentralen  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers 
begründet. 

5.2. Eine Durchsicht der Akten ergibt, dass die Vorinstanz zu Recht auf 
die  verschiedenen  Protokollstellen  hingewiesen,  die  in  inhaltlicher  und 
zeitlicher  Hinsicht  unvereinbare  Aussagen  des  Beschwerdeführers 
wiedergeben.  Auf  die  diversen  Unstimmigkeiten  und 
Aussagewidersprüche  angesprochen,  hatte  der Beschwerdeführer  diese 
auf  sprachliche  Missverständnisse  und  krasse  Fehlleistungen  der 
Dolmetscher – insbesondere des bei der Summarbefragung mitwirkenden 
Übersetzers – zurückgeführt  (vgl.  insbesondere Anhörungsprotokoll vom 
21. April 2009 S. 3 f., 5, 7, 9, 14 und 16). In seinem Rechtsmittel äussert 
sich  der  Beschwerdeführer  nicht  direkt  zur 
Unglaubhaftigkeitsargumentation des BFM.

Die  (protokollierten)  Einwendungen  vermögen  die  bei  Durchsicht  der 
Protokolle ins Auge springenden Unglaubhaftigkeitsindizien offensichtlich 
nicht  zu  erklären:  Der  Beschwerdeführer  hatte  bei  beiden  Befragungen 
angegeben,  die  Dolmetscher  "gut"  respektive  "sehr  gut"  zu  verstehen 
(vgl.  Protokoll  Summarbefragung  S.  8,  Protokoll  der  Anhörung  vom 
21.  April 2009 S. 2) und seine Angaben nach Rückübersetzung in seine 
Muttersprache  unterschriftlich  als  korrekt  bestätigt.  Die  bei  der 
einlässlichen  Anhörung  mitwirkende  Hilfswerksvertreterin  hat  zudem 

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ausdrücklich darauf verzichtet, irgendwelche Einwendungen zu den Akten 
zu geben (vgl. Anhang zu diesem Befragungsprotokoll).

5.3.  Unter  diesen  Umständen  bleibt  festzuhalten,  dass  das  BFM  die 
Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  Recht  als  im  Wesentlichen 
unglaubhaft qualifiziert hat.

5.4. Das Gericht schliesst sich auch der Haltung des BFM an, der geltend 
gemachten Tötung der Angehörigen im Jahr 2004 die flüchtlingsrechtliche 
Relevanz  abzusprechen  (und  die  Frage  der  Glaubhaftigkeit  dieses 
Vorbringens  letztlich  offenzulassen),  nachdem  offensichtlich  kein 
zeitlicher und sachlicher Zusammenhang zur vier Jahre später erfolgten 
Ausreise aus Afghanistan besteht.

5.5. Der Hintergrund der angeblichen Attacke auf den Beschwerdeführer 
durch einen Farsi sprechenden Unbekannten in B._______ vom Februar 
2009 (vgl. Anhörungsprotokoll vom 21. April 2009  insbes. S. 13  f.) kann 
unter  den  gegebenen  Umständen  ebenso  offen  bleiben,  wie  die  Frage 
der Authentizität dieses – in keiner Weise belegten – Vorbringens.

5.6.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine  Gründe  nach  Art. 3  AsylG  nachweisen  oder  glaubhaft  machen 
konnte.  Die  Vorinstanz  hat  sein  Asylgesuch  demnach  zu  Recht 
abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 

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vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

7.2. Das BFM hat am 14. Juli 2011 die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der 
angefochtenen  Verfügung  vom  21.  September  2009 
wiedererwägungsweise  aufgehoben  und  den  Beschwerdeführer  wegen 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  aufgenommen. 
Damit  ist  die  Beschwerde  im  Vollzugspunkt  infolge  Wegfalls  des 
Anfechtungsobjekts praxisgemäss gegenstandslos geworden.

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  es  dem  Beschwerdeführer 
hinsichtlich  der  Frage  der  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  der 
Gewährung  von Asyl  und  der Wegweisung  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig  feststelle oder 
unangemessen sei (Art. 106 AsylG). 

Die  Beschwerde  ist  abzuweisen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

9. 
9.1.  Nachdem  die  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  der 
unentgeltlichen  Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  gegeben 
sind,  sind  in  Gutheissung  dieses  Gesuchs  keine  Verfahrenskosten  zu 
erheben.

9.2. Der Beschwerdeführer war  im Rechtsmittelverfahren nicht vertreten. 
Somit  ist  nicht  davon  auszugehen,  dass  ihm  verhältnismässig  hohe 
Kosten gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG erwachsen sind. Entsprechend  ist 
keine (reduzierte) Parteientschädigung zuzusprechen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

2. 
Der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheissen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Es wird keine Parteientschädigung aufgerichtet.

5. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 
Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Karin Maeder­Steiner

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