# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7a21b60-a989-5362-98c9-08d60129837a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 19.08.2025 SST.2024.195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2024-195_2025-08-19.pdf

## Full Text

Obergericht 
Strafgericht, 1. Kammer 

 
SST.2024.195 
(ST.2023.27; StA.2020.3771) 
 
 
Urteil vom 19. August 2025 
 
 
Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichter Fedier 
Oberrichterin Vasvary  
Gerichtsschreiberin L. Stierli 

 
 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Baden, 
Mellingerstrasse 207, 5405 Baden  
 

 
    

Beschuldigter   A._____,  
geboren am tt.mm.1989, von Iffwil, 
[…] 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Patrick Bürgi,  
[…] 

  
 
 

Gegenstand  Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
 

 
  

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Das Obergericht entnimmt den Akten: 
 
1. 
Die Staatsanwaltschaft Baden erhob am 9. Februar 2023 Anklage gegen 
den Beschuldigten wegen mehrfacher (qualifizierter) Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz. 
 
2. 
Das Bezirksgericht Baden sprach den Beschuldigten mit Urteil vom 
22. Januar 2024 im Sinne der Anklage schuldig und verurteilte ihn zu einer 
Freiheitsstrafe von 5 Jahren und einer Busse von Fr. 100.00.  
 
3. 
3.1. 
Mit Berufungserklärung vom 9. September 2024 beantragte der 
Beschuldigte einen Schuldspruch nur betreffend die Anklageziffern 1.1 
(hinsichtlich 13.05 Gramm reinen Amphetamins), 1.3 (hinsichtlich 
1.45 Gramm reinen Amphetamins) und 3., wofür er mit einer bedingten 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu bestrafen sei. Im Übrigen sei er von 
Schuld und Strafe freizusprechen.  
 
3.2. 
Die Staatsanwaltschaft Baden beantragte mit Anschlussberufung vom 
17. September 2024 eine Erhöhung der Freiheitsstrafe auf 6 Jahre und 3 
Monate. 
 
3.3. 
Die Berufungsverhandlung fand am 19. August 2025 statt. Die Zeugin 
B._____ ist unentschuldigt nicht erschienen. 
 
 

   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 
 
1. 
1.1. 
Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, zwischen 
Oktober 2019 und Ende Dezember 2019 sowie zwischen Oktober 2020 bis 
mindestens zum 2. Dezember 2020 eine qualifizierte Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG 
begangen zu haben, indem er ca. 1480 Gramm reines Amphetamin erlangt 
und in Besitz gehabt habe, wovon er ca. 1000 Gramm auf ca. 1450 Gramm 
Amphetamingemisch gestreckt habe. Ebenso habe der Beschuldigte 
Amphetamingemisch von ca. 1720 Gramm und 4000 Gramm («Haku» und 
«Gelato») erlangt. Insgesamt habe der Beschuldigte ca. 70 Gramm reines 
Amphetamin und ca. 6228 Gramm Amphetamingemisch veräussert und 
ca. 1000 Gramm Amphetamingemisch zum Verkauf vorbereit, indem er 

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reines Amphetamin gestreckt habe. Weiter habe der Beschuldigte ca. 
65.5 Gramm Kokaingemisch unbekannten Reinheitsgrad – wobei von 
einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 50 % auszugehen sei – 
veräussert.  
 
Sodann habe sich der Beschuldigte der mehrfachen Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG schuldig 
gemacht, indem er am 1. Januar 2020 15 Gramm MDMA (Kapseln) und 
3.5 Gramm Metamphetamin (Crystal Meth), das er zuvor zu unbekanntem 
Zeitpunkt seit ca. Oktober 2020 (sic!) erworben habe, verkauft habe. Auch 
habe der Beschuldigte C._____ zwischen Oktober 2020 bis mindestens 
zum 2. Dezember 2020 mit ca. 3800 Gramm Haschisch («Schoggi») in 
Kommission zur Weiterveräusserung beliefert.  
 
Schliesslich habe der Beschuldigte 0.2 Gramm Kokain (Reinheitsgehalt 
84 %) zum eigenen Konsum besessen. 
 
1.2. 
Die Vorinstanz hat die in der Anklage umschriebenen Sachverhalte als 
erstellt erachtet und den Beschuldigten dafür der (qualifizierten) Wider-
handlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 und 
Abs. 2 lit. a BetmG sowie der Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig gesprochen. 
 
1.3. 
Der Beschuldigte hat anlässlich der Berufungsverhandlung einen Grossteil 
der Vorwürfe anerkannt. In Anklageziffer 1 gehe insgesamt um 
1'828 Gramm Amphetamingemisch, 1'070 Gramm reines Amphetamin 
sowie 65.5 Gramm Kokaingemisch. Da Auswertungen in Bezug auf den 
Reinheitsgrad fehlen würden, sei beim Amphetamin von einem 
Reinheitsgrad von 7.25 % und beim Kokain von 47.53 % (gemäss Aus-
wertung der deutschen Behörden im Strafverfahren gegen D._____) 
auszugehen. Insgesamt sei daher von einer reinen Amphetamin-
Wirkstoffmenge von 1'202.5 Gramm und einer reinen Kokain-Wirkstoff-
menge von 31.13 Gramm auszugehen (Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 2, 
S. 6 ff.). Ebenfalls hat er anlässlich der Berufungsverhandlung den Vorwurf 
der mehrfachen – nicht qualifizierten – Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Anklageziffer 2 betreffend 15 Gramm 
MDMA (Kapseln), 3.5 Gramm Metamphetamin (Crystal Meth) sowie 3.8 kg 
Haschisch («Schoggi»; Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 3, S. 9) anerkannt. 
Lediglich in Bezug auf Anklageziffer 1.8 soweit es den Vorwurf von 4 kg 
Amphetamingemisch «Haku» und «Gelato» betrifft, bestritt der 
Beschuldigte weiterhin den Vorwurf. Bei «Haku» handle es sich um die 
legale CBD-Hanfsorte «Harlequin». «Gelato» könne sowohl ein legales 
CBD-Produkt oder auch ein illegales THC-Erzeugnis bezeichnen, im 

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Zweifel sei von einem legalen Produkt auszugehen (Plädoyer 
Beschuldigter, Ziff. 1.3, S. 3 ff.). 
 
2. 
2.1. 
Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, 
dass Drogen in Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich 
gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_134/2021 vom 20. Juni 
2022 E. 1.3.1). Der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz macht sich u.a. strafbar, wenn der Täter weiss oder annehmen 
muss, dass er dadurch mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler 
Menschen in Gefahr bringt (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Bei der 
Beurteilung, ob ein schwerer Fall in diesem Sinne vorliegt, kommt der 
Betäubungsmittelmenge zentrale Bedeutung zu, wobei auch andere 
Kriterien, beispielsweise die mit einer besonders reinen Droge oder einer 
gefährlichen Mischung einhergehenden Risiken berücksichtigt werden 
können. Dabei sind die vom Bundesgericht für verschiedene Drogen 
festgelegten Grenzwerte [bei Kokain 18 Gramm; Amphetamin 36 Gramm; 
Metamphetamin 12 Gramm], welche die potenzielle Gefahr einer 
dauerhaften Gesundheitsschädigung bei regelmässigem Konsum 
berücksichtigen, heranzuziehen (BGE 145 IV 312). Art. 19 Abs. 2 lit. a 
BetmG gelangt bereits zur Anwendung, wenn die Drogen noch nicht an 
Dritte abgegeben wurden, aber zur Abgabe an Dritte bestimmt waren. 
Bereits der Besitz einer qualifizierten Drogenmenge kann daher eine 
ausreichende Gefährdung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG 
begründen, namentlich dann, wenn der Täter bereits Anstalten getroffen 
hat, die Betäubungsmittel zu veräussern, oder wenn anderweitig feststeht, 
dass die Drogen für die Abgabe an Dritte bestimmt waren (Urteil des 
Bundesgerichts 7B_763/2023 vom 25. Oktober 2024 E. 3.3). Ein 
mengenmässig schwerer Fall gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann denn 
auch in Form des Anstaltentreffens gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG 
vorliegen (BGE 138 IV 100). Zur Bestimmung des Vorliegens eines 
mengenmässig schweren Falls im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG 
sind die Betäubungsmittelmengen, die Gegenstand einzelner, gleichzeitig 
zu beurteilender Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
bilden, auch dann zu addieren, wenn die Widerhandlungen rechtlich 
selbständige Einzelhandlungen und kein zusammengehörendes 
Geschehen darstellen (BGE 150 IV 213). 
 
2.2. 
Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen 
unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-
setzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für den 
Beschuldigten günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss 
abstrakte und theoretische Zweifel genügen nicht, weil solche immer 

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möglich sind. Der Grundsatz «in dubio pro reo» verlangt indes nicht, dass 
bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für den 
Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel ist erst 
anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen 
Beweise ausgewertet worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als 
Ganzem relevante Zweifel bestehen (BGE 148 IV 409 E. 2.2; BGE 144 IV 
345 E. 2.2.3). 
 
3. 
3.1. 
Dem Beschuldigten wird in Anklageziffer 1 vorgeworfen, insgesamt ca. 
1'480 Gramm reines Amphetamin erlangt und in Besitz gehabt zu haben, 
wobei er 1'000 Gramm auf ca. 1'450 Gramm Amphetamingemisch 
gestreckt habe. Weiter habe er ca. 1'720 Gramm Amphetamingemisch und 
4'000 Gramm Amphetamingemisch («Haku» und «Gelato») erlangt. 
Insgesamt habe der Beschuldigte ca. 70 Gramm reines Amphetamin und 
6'228 Gramm Amphetamingemisch veräussert. Daneben habe er total 
65.5 Gramm Kokaingemisch veräussert, wobei von einem Reinheitsgrad 
von mindestens 50 % auszugehen sei. Der Beschuldigte habe gewusst, 
dass er dem unbefugten Handel mit Amphetamin und Kokain nachge-
gangen sei und habe mindestens in Kauf genommen, dass die von ihm 
gehandelten Menge Betäubungsmittel geeignet gewesen ist, die 
Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. 
 
Gemäss Anklageziffer 2 habe der Beschuldigte sodann 15 Gramm MDMA 
für Fr. 75.00 und 3.5 Gramm Metamphetamin (Crystal Meth) für Fr. 350.00 
in Kommission an D._____ verkauft und weitere 3'800 Gramm Haschisch 
(«Schoggi») an C._____. 
 
3.2. 
Der Beschuldigte hat im gesamten Verfahren keine Aussagen zur Sache 
gemacht (Untersuchungsakten [UA] act. 602 ff.; 652 ff.; act. 751 ff.; act. 765 
ff.; Gerichtsakten [GA] act. 816 f.; Protokoll Berufungsverhandlung, S. 2).  
 
Als Beweismittel liegen jedoch diverse Aussagen vor. Der Beschuldigte soll 
unter anderem E._____, D._____ sowie C._____ Betäubungsmittel 
verkauft haben, was er anlässlich der Berufungsverhandlung auch 
anerkannt hat. Der in einem separaten Verfahren in Deutschland 
rechtskräftig verurteilte (vgl. UA act. 161 ff.) E._____ wurde 
rechtshilfeweise einvernommen und dieser machte dabei auch Aussagen 
(UA act. 807/7 ff.). D._____ konnte am 26. Mai 2023 ebenfalls 
rechthilfeweise einvernommen werden. Er wurde vom Amtsgericht Lörrach 
bereits per 30. Juni 2020 rechtskräftig verurteilt (Beilagen zur Eingabe der 
Staatsanwaltschaft vom 19. Juni 2023 beim Bezirksgericht Baden). Mit 
C._____ fand eine Konfrontationseinvernahme statt, wobei C._____ keine 
Aussagen machte (UA act. 765 ff.), ebenso wenig wie anlässlich der 

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vorinstanzlichen Befragung (GA act. 88 ff.). C._____ wurde mit Urteil des 
Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 24. Januar 2025 
rechtskräftig verurteilt.  
 
B._____, welche für den Beschuldigten Betäubungsmittel gelagert haben 
soll, wurde in ihrem Strafverfahren am 21. März 2022 einvernommen und 
mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft T._____ vom 15. Februar 2023 
rechtskräftig verurteilt (Beilage [USB-Stick] zur Eingabe der 
Staatsanwaltschaft T._____ vom 17. November 2023 beim Bezirksgericht 
Baden). Sie wurde vor Vorinstanz (GA act. 77 ff.) als Zeugin 
einvernommen.  
 
Als weitere Beweismittel liegen diverse Chatprotokolle in den Akten (UA 
act. 182 ff. und 473 ff.). Entgegen den pauschalen Vorbringen des 
Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung (vgl. Protokoll der 
Berufungsverhandlung, S. 10) sind diese Chatprotokolle verwertbar. 
Diesbezüglich hat die Vorinstanz ausführlich begründet, weshalb sowohl 
die Chatprotokolle zwischen D._____ und dem Beschuldigten wie auch 
zwischen C._____ und dem Beschuldigten von den 
Untersuchungsbehörden rechtmässig erhoben worden und daher 
verwertbar sind. Diesen korrekten Erwägungen der Vorinstanz ist nichts 
Weiteres hinzuzufügen und es kann vollständig darauf verwiesen werden 
(vorinstanzliches Urteil, E. II/4.1.3.6.5, S. 32 ff. und E. II/4.1.9.5.2, S. 55 f.; 
Art. 82 Abs. 4 StPO). 
 
3.3. 
3.3.1. 
Wie der Beschuldigte zurecht vorbringt, geht aus den Chatprotokollen, 
welche in Bezug auf die gehandelte Menge und den Reinheitsgrad 
grösstenteils die einzigen Beweismittel sind, die angeklagte Menge an 
Amphetamin(gemisch) nicht zweifelsfrei hervor. Erstellen lässt sich, und 
wird vom Beschuldigten auch anerkannt, dass er insgesamt 450 Gramm 
Amphetamingemisch an E._____ verkauft hat (Anklageziffer 1.1). 
 
3.3.2. 
Die Deliktstätigkeit betreffend weiteren 50 Gramm reinem Amphetamin 
werden vom Beschuldigten selbst nicht in Abrede gestellt und ergibt sich 
zweifellos aus der Chatkonversation zwischen dem Beschuldigten und 
D._____ vom 26. Dezember 2019, in welchem sie sich darüber einigen, 
dass D._____ «50 sauber» beim Beschuldigten kaufen wollte 
(Chatprotokoll UA act. 184, Ziff. 78; 84 – 86; 97). Aus demselben 
Chatprotokoll geht sodann unmissverständlich hervor, dass der 
Beschuldigte neben den «50 sauberen» Amphetamin noch weitere Drogen 
bei B._____ gelagert hatte. So schrieb der Beschuldigte an D._____, 
nachdem dieser bei B._____ offenbar das falsche Päckchen abgeholt 
hatte, dass er das «zeug [sofort] retour» bringen soll, es «viel zu viel» sei 

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und dieses «morgen nach reinach» müsse (Chatprotokoll UA act. 188, 
Ziff. 360 f. und 368). Der Beschuldigte gab D._____ danach die Anweisung, 
B._____ anzurufen, denn sie solle ihm «vom puren» resp. «50 sauber» 
geben (UA act. 188, Ziff. 372 ff.). Auf die Frage von D._____, was er denn 
mit sich rumtrage, antwortete der Beschuldigte, dass B._____ ihm das 
«gemischte» gegeben habe und in den zwei Tüten einmal «320» und im 
anderen «1» seien (UA act. 188 f. Ziff. 367 und 393; UA act. 190 Ziff. 423 
ff.). Der Beschuldigte und D._____ vereinbarten in der Folge, dass 
Letzterer die Tüte in ein Schliessfach im Badischen Bahnhof in Basel 
einschliesst (UA act. 190 und 192, Ziff. 460 und 520 ff.). Auf die Anmerkung 
von D._____, dass er für den nächsten Tag «die 50» brauche, erklärte ihm 
der Beschuldigte, dass sie [gemeint B._____] noch «430 saubere» hätte 
(UA act. 191, Ziff. 464 ff.). 
 
Aufgrund des soeben Ausgeführten lässt sich erstellen, dass der 
Beschuldigte – wie gemäss Anklage und von ihm anerkannt – zu diesem 
Zeitpunkt über mindestens 1.3 kg Amphetamingemisch und 480 Gramm 
reines Amphetamin verfügt hat. 
 
3.3.3. 
Im Verlauf der Chatkonversation erklärte der Beschuldigte D._____, dass 
er für «das Ganze» in Reinach «35g Edel» [Kokain] bekomme (UA act. 187, 
Ziff. 298). Der Beschuldigte machte D._____ dann auch den Vorschlag, 
dass dieser das Ganze bei B._____ abholen und nach Reinach bringen 
könne, wo er «halbe Geld und halbe Edel» erhalte. Das Geld solle er dann 
B._____ bringen und das «halbe Edel», also 17.5 Gramm, könne er dann 
nehmen (um zu verkaufen; UA act. 187, Ziff. 298). Im weiteren Verlauf der 
Chatkonversation sprechen der Beschuldigten und D._____ unter anderem 
über das Strecken von Amphetamin. D._____ erkundigt sich beim 
Beschuldigten, wie er das Gemisch für E._____ gemacht habe, denn er 
habe aus 70 Gramm nun 150 Gramm gemacht (UA act. 197, Ziff. 786, 
791). Aufgrund dieser Angaben ist davon auszugehen, dass der 
Beschuldigte D._____ 70 Gramm reines Amphetamin, welcher dieser 
sodann auf 150 Gramm gestreckt hat, sowie das Kokain übergeben hat.  
 
Zusammenfassend ist aufgrund des Chatverlaufs erstellt und vom 
Beschuldigten sodann auch anerkannt, dass nach dem Verkauf von den 
1.3 Kilogramm Amphetamingemisch, der Beschuldigte D._____ am 
28. Dezember 2019 17.5 Gramm Kokain und 70 Gramm reines 
Amphetamin übergeben hat und D._____ dieses anschliessend in 
Deutschland zu verkaufen versucht hat.  
 
3.3.4. 
Aufgrund des Chatprotokolls lässt sich sodann zweifellos erstellen und wird 
auch vom Beschuldigten anerkannt, dass er am 30. Dezember 2019 im 
Besitz von 2 bis 3 Gramm Kokaingemisch sowie 1 kg reinem Amphetamin 

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war. So hat sich der Beschuldigte bei D._____ erkundigt, ob dieser noch 
10 Gramm Kokain («10 edel») habe, da er nur noch 2 oder 3 Gramm bei 
sich habe (UA act. 205, Ziff. 1201 und 1206). Auch teilte der Beschuldigte 
D._____ mit, dass er «1 gabzed nsch würenlos bringen [könnte]» für 4 
[CHF oder EUR], aber kein «Mischzeug» habe (UA act. 205, Ziff. 1221 ff.) 
und er aus «den 1 kg reines Amph» 1.5 kg machen will (UA act. 206, 
Ziff. 1235). Entsprechend wird aus diesen Ausführungen des 
Beschuldigten klar, dass er zu diesem Zeitpunkt in Besitz von 2 bis 
3 Gramm Kokain sowie 1 Kilogramm reinem Amphetamin war. Mit dem 
Beschuldigten ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass es sich bei 
diesem Kilogramm reinem Amphetamin nicht gänzlich um eine neue 
Lieferung handelte, sondern die zwei Tage zuvor noch bei B._____ 
gelagerten 410 Gramm (von den insgesamt 480 Gramm hat er 70 Gramm 
D._____ übergeben; siehe oben) darin enthalten sind. Somit verfügte der 
Beschuldigte am 30. Dezember 2019 über zusätzliche 590 Gramm reines 
Amphetamin sowie mindestens 2 Gramm Kokaingemisch. 
 
3.3.5. 
Weiter lässt sich aus der Chatunterhaltung entnehmen, dass D._____ mehr 
Drogen zum Verkauf brauchte und am 30. Dezember 2019 beim 
Beschuldigten nachfragte, was dieser ihm «klar machen» könne (UA 
act. 210, Ziff. 1445), worauf dieser erklärte, dass er besorgen könne, was 
immer D._____ brauche, «alles», «M.md.a e». Sie müssten «ihm» nur das 
Geld geben (UA act. 210, Ziff. 1446 ff.). Bereits zuvor schrieb D._____ an 
den Beschuldigten, dass er noch «MD» brauche, nicht viel, denn er «mache 
in kapseln» (UA act. 206, Ziff. 1275 f.). Aufgrund der späteren Äusserung 
von D._____, dass er schaue, für wie viel er die «5 Eis [oder Ice]» 
losbekomme (UA act. 212, Ziff. 1572), ist davon auszugehen, dass mit 
«M+M+A+E» (vgl. UA act. 210, Ziff. 1453) MDMA («MD»), 
Methamphetamin (Crystal Meth oder auch ICE genannt [vgl. HUG, BetmG-
Kommentar, Basel 2016, N. 928 zu Art. 2 BetmG]), Amphetamin («A») und 
Kokain («Edel») gemeint ist. Anhand der Chatnachrichten lässt sich sodann 
erstellen, dass es am 31. Dezember 2019 um 11:46 Uhr zu einem Treffen 
gekommen ist (UA act. 212, Ziff. 1555 f. und 1562) und D._____ dabei 
100 Gramm Amphetamin, 15 Gramm MDMA, 10 Gramm Kokain und 
3.5 Gramm Methamphetamin zum Verkauf erhalten hat, wobei hinsichtlich 
des Amphetamins zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen ist, 
dass er dieses aus seinem bereits abgehandelten Bestand (siehe oben) 
genommen hat. Ebenso verhält es sich mit dem an D._____ überlassenen 
Kokaingemisch: Es ist zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, 
dass in den 10 Gramm die von ihm bereits besessenen mindestens 
2 Gramm Kokaingemisch inkludiert sind. Entsprechend ist erstellt, dass der 
Beschuldigte zusätzlich zu den bereits oben genannten Mengen an 
Betäubungsmitteln über weitere 8 Gramm Kokaingemisch, 3.5 Gramm 
Methamphetamin und 15 Gramm MDMA verfügt hat, welches er D._____ 
überlassen hat. Dies hat der Beschuldigte anlässlich der 

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Berufungsverhandlung so auch anerkannt (Plädoyer Beschuldigter, 
Ziff. 2.3, S. 7 und Ziff. 3, S. 9).  
 
3.3.6. 
3.3.6.1. 
In Anklageziffer 1.8 wird dem Beschuldigten mit angepasster Anklage-
schrift (vgl. vorinstanzliches Urteil, Aktenzusammenzug E. 4.2, S. 8 f.) 
vorgeworfen, von ca. Oktober 2020 bis mindestens 2. Dezember 2020 an 
seinem Wohnort in R._____, in S._____ oder an unbekannten Orten in der 
Schweiz mindestens 78 Gramm Amphetamingemisch («Arzt») unbe-
kannten Reinheitsgrades, 38 Gramm Kokaingemisch («Luft») unbekannten 
Reinheitsgrades sowie 4 Kilogramm Amphetamingemisch («Haku» und 
«Gelato») im Wert von Fr. 9'500.00 an C._____ in Kommission zur 
Weiterveräusserung geliefert zu haben. Ebenso habe er C._____ im selben 
Zeitraum ca. 3'800 Gramm Haschisch («Schoggi») in Kommission zur 
Weiterveräusserung geliefert (Anklageziffer 2.2). 
 
3.3.6.2. 
Nicht mehr umstritten und vom Beschuldigten anerkannt ist, dass der 
Beschuldigte C._____ Betäubungsmittel zum Verkauf besorgt hat. 
Hinsichtlich der Menge und Art der Betäubungsmittel ist aufgrund der 
Chatnachrichten zweifellos erstellt, dass der Beschuldigte 78 Gramm 
Amphetamingemisch sowie 38 Kokaingemisch an C._____ zur 
Weiterveräusserung überlassen hat, was vom Beschuldigten anlässlich der 
Berufungsverhandlung anerkannt wurde (Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 2.4, 
S. 8). 
 
3.3.6.3. 
Ebenfalls zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass gibt die Tatsache, dass 
es sich bei den «3.8 Chiste Schoggi» um Haschisch handelte und der 
Beschuldigte C._____ insgesamt 3.8 Kilogramm Haschisch zum Verkauf 
überlassen hat. So wurde von «Chiste» jeweils im Zusammenhang mit 
Haschisch gesprochen (vgl. UA act. 523, Ziff. 423) und Schokolade ist auch 
ein gängiger Name (vgl. HUG, BetmG-Kommentar, Basel 2016, N. 383 zu 
Art. 2 BetmG), was im Übrigen auch vom Beschuldigten nicht mehr 
bestritten wird (Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 3, S. 9). 
 
3.3.6.4. 
Betreffend «Haku» und «Gelato» ist der Anklage und auch der Vorinstanz 
allerdings nicht zu folgen. Aus dem Chatverkehr zwischen dem 
Beschuldigten und C._____ geht unmissverständlich hervor, dass es sich 
bei «Haku» um Cannabis handelt. Auf die Nachricht von C._____, dass 
«em Negro de Haku [gfallt]», erklärte der Beschuldigte, dass es «scho 
huere lang glüftet» sei und ihm auch der «Schwiizer», dem er blind 
vertraue, gesagt habe, dass es gut sei, und der sei ein «Oberkiffer». Auch 
sei er «Arzt [Amphetamin] und so» nicht holen gegangen, da es Weih-

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nachtszeit sei und er nur noch «CBD und so Zügs» transportiere (UA 
act. 540 f., Ziff. 557 f.). Aufgrund dieser Nachricht muss davon ausge-
gangen werden, dass es sich bei «Haku», wie vom Beschuldigten 
vorgebracht (Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 1.3, S. 4), um Harlequin CBD 
handelte und ein Schuldspruch diesbezüglich wegen Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz ausser Betracht fällt. Betreffend 
«Gelato» liegen weniger Informationen vor, er wird aber jeweils zusammen 
mit «Haku» aufgezählt. So rechnete der Beschuldigte C._____ vor, was 
dieser alles von ihm erhalten habe: «38 Luft, 78 Arzt, 3.8 Chiste Züg mit 
Schoggi. Und allne Haku, Gelatto, White und de neui Haku» (UA act. 544, 
Ziff. 567). Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei «Gelato» offensichtlich 
um Cannabis handelt und es CBD-Hanf namens Gelato (vgl. auch Eingabe 
des Beschuldigten vor Vorinstanz, GA act. 248) im Handel gibt, ist 
zugunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass es sich bei 
«Gelato» ebenfalls um CBD-Hanf gehhandelt hat. 
 
3.3.6.5. 
Es ergeben sich nach dem Gesagten 78 Gramm Amphetamingemisch, 
38 Gramm Kokaingemisch sowie 3.8 Kilogramm Haschisch, welche der 
Beschuldigte C._____ zur Weiterveräusserung übergeben hat.  
 
3.3.7. 
Nach dem Gesagten hat der Beschuldigte zusammenfassend insgesamt 
über 1'828 Gramm Amphetamingemisch, 1'070 Gramm reines 
Amphetamin und 65.5 Gramm Kokaingemisch verfügt und grösstenteils 
verkauft, nebst 15 Gramm MDMA, 3.5 Gramm Methamphetamin und 
3.8 kg Haschisch. 
 
Der jeweilige Reinheitsgehalt der vom Beschuldigten besessenen und 
abgegebenen Betäubungsmittel ist unbekannt. Der Beschuldigte macht vor 
Obergericht geltend, es sei beim Amphetamin von einem Reinheitsgehalt 
von 7.25 % und beim Kokain von einem Reinheitsgehalt von 47.53 % 
auszugehen. Dies ergebe sich aufgrund der bei D._____ am 4. Januar 
2020 beschlagnahmten und ausgewerteten Betäubungsmittel. Es sei 
davon auszugehen, dass diese Drogen vom Beschuldigten herrühren 
würden (Plädoyer Beschuldigter, Ziff. 2.5, S. 8). Dieser Argumentation des 
Beschuldigten ist nicht zu folgen. Aus der Chatkonversation zwischen dem 
Beschuldigten und D._____ ist zu entnehmen, dass der Beschuldigte das 
an «E._____» abgegebene Amphetamin von «420 ein ganzes genacht» 
habe (UA act. 184, Ziff. 87 ff.). Später sprechen sie auch darüber, dass 
«E._____ gesagt [habe], dass es 1:1 gemischt ist» (UA act. 194, Ziff. 613). 
Sein Streckverhalten wird vom Beschuldigten sodann auch in Ziff. 1235 
(UA act. 206) ausgeführt, wo er erklärt, dass er aus den «1 kg reinem Amph 
1.5 [machen will]». Insofern ist zumindest was die an E._____ verkauften 
450 Gramm Amphetamingemisch anbelangt, ein Reinheitsgehalt um 66 % 
naheliegend. Was die weiteren 1'378 Gramm Amphetamingemisch 

 - 11 - 
 

 

anbelangt, liegen keine Hinweise auf den Reinheitsgehalt vor. Der soeben 
geschilderten Chatkonversation lässt sich jedoch ein Mischverhalten des 
Beschuldigten ableiten, welches eher auf eine überdurchschnittliche 
Qualität hinweist. Zumindest liegen keinerlei Hinweise für besonders stark 
gestrecktes Amphetamin vor, wenn man in Betracht zieht, dass der 
durchschnittliche Reinheitsgehalt von Amphetamin im Jahr 2019 gemäss 
der Statistik der SGRM (Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin, 
Gruppe Forensische Chemie, Statistik 2019 Amphetamin, Metamphetamin, 
MDMA) bei Grössenmengen zwischen 100 bis 1000 Gramm 30.9 % 
betrug. Auf den ermittelten Reinheitsgehalt der bei D._____ gefundenen 
Betäubungsmitteln ist nicht abzustellen. Einerseits weist das bekannte 
Streckverhalten des Beschuldigten auf ein viel reineres Amphetamin hin, 
andererseits hat D._____ nachweislich das erhaltene Amphetamin auch 
selbst gestreckt (vgl. UA act. 197, Ziff. 786, 791). Entsprechend ist 
diesbezüglich – durchaus zu Gunsten des Beschuldigten – von einer 
durchschnittlichen Qualität auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_1039/2009 vom 16. Februar 2010 E. 1.4.3). Der Beschuldigte hat 
demnach reines Amphetamin im Umfang von 1'634.85 Gramm 
([1'828 Gramm x 0.309] + 1'070 Gramm) besessen und veräussert.  
 
Der Reinheitsgehalt des Kokains ist ebenfalls unbekannt. Da keine 
Hinweise für speziell reines oder stark gestrecktes Kokain vorliegen (vgl. 
die Hinweise oben in Bezug auf das Amphetamin), ist vom angeklagten 
Mindestreinheitsgehalt von 50 % auszugehen (vgl. die Durchschnittswerte 
gemäss Statistik der SGMR, Schweizerische Gesellschaft für 
Rechtsmedizin, Statistik 2019 Cocain und Heroin, wonach der 
durchschnittliche Reinheitsgehalt deutlich höher war). Entsprechend ist 
vorliegend bei einer Gesamtmenge von 65.5 Gramm Kokain von rund 
32.75 Gramm reinem Kokain auszugehen. 
 
3.4. 
Der Beschuldigte hat gesamthaft rund 1'634 Gramm reines Amphetamin 
und 32.75 Gramm reines Kokain besessen, bei B._____ gelagert, zum 
Verkauf vorbereitet und grösstenteils auch an D._____ resp. E._____ und 
C._____ (in Kommission) verkauft. Dem Beschuldigten war klar, dass 
D._____ und C._____ die von ihm erlangten Drogen an eine unbestimmte 
Anzahl Drittpersonen weiterverkaufen würden, und er hat dabei in Kauf 
genommen, dass damit die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr 
gebracht werden. Die Grenzwerte für die Annahme eines schweren Falls 
(Amphetamin: 36 Gramm; Kokain: 18 Gramm) wurden um das 45- resp. 
1.8-fache übertroffen. Entsprechend hat sich der Beschuldigte 
diesbezüglich der qualifizierten Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig 
gemacht. Auch wenn in Bezug auf das D._____ verschaffte 
Metamphetamin von 3.5 Gramm der Grenzwert für einen schweren Fall von 
12 Gramm unterschritten wird, so hat diesbezüglich dennoch ein 

 - 12 - 
 

 

Schuldspruch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu erfolgen, da für die Annahme eines schweren 
Falles die Gesamtmenge aller umgesetzten Betäubungsmittelarten 
massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_134/2021 vom 20. Juni 
2022 E. 1.3.3; BGE 112 IV 109 E. 2a.).  
 
Betreffend das vom Beschuldigten für D._____ verschaffte MDMA sowie 
die an C._____ verkauften 3'800 Gramm Haschisch hat eine Verurteilung 
wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG zu erfolgen, da gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung weder bei MDMA (BGE 125 IV 90 E. 3d) noch bei 
Cannabis (BGE 117 IV 314 E. 2) die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr 
gebracht werden kann, entsprechend die Annahme eines schweren Falles 
gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ausgeschlossen ist.  
 
In Bezug auf «Haku» und «Gelato» ist zugunsten des Beschuldigten von 
CBD-Hanf auszugehen, welche einen THC-Gehalt von unter 1 % 
aufweisen und daher nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. 
Entsprechend hat diesbezüglich ein Freispruch zu erfolgen. 
 
3.5. 
Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte die Staatsanwaltschaft 
die Einstellung des Verfahrens wegen der Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 (Anklageziffer 3), da 
inzwischen die Verfolgungsverjährung eingetreten sei (Plädoyer 
Staatsanwaltschaft, Ziff. 3, S. 11).  
 
Die Strafverfolgung von Übertretungen und die Strafe verjähren in drei 
Jahren (Art. 109 StGB). Die Verjährung tritt gemäss Art. 97 Abs. 3 StGB 
nicht mehr ein, wenn vor Ablauf der Verjährungsfrist ein erstinstanzliches 
Urteil ergangen ist. Diese Bestimmung ist auch bei Übertretungen 
anwendbar (Art. 104 StGB; BGE 135 IV 196 E. 2.3). 
 
Das vorinstanzliche Urteil erging am 22. Januar 2024, und damit vor Ablauf 
der Verjährungsfrist von drei Jahren (Tatzeitpunkt 4. Mai 2021). 
Entsprechend kann die Verjährung auch im Rechtsmittelverfahren nicht 
mehr eintreten. Der unbestritten gebliebene Schuldspruch wegen einer 
Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes hat demnach nach wie vor 
Bestand. 
 
4. 
4.1. 
Der Beschuldigte hat sich der qualifizierten Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz sowie der Übertretung des Betäubungsmittel-
gesetzes schuldig gemacht und ist dafür angemessen zu bestrafen. 

 - 13 - 
 

 

 
4.2. 
Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 
StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 IV 
217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; je mit Hinweisen). 
Darauf kann verwiesen werden. 
 
4.3. 
Die Vorinstanz hat den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren 
und einer Busse von Fr. 100.00 verurteilt.  
 
Der Beschuldigte beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung – 
ausgehend von sämtlichen von ihm eingestandenen Straftaten – eine 
Verurteilung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 
9 Monaten, mit einem unbedingt zu vollziehenden Anteil von sechs 
Monaten und einem bedingt zu vollziehenden Anteil von 2 Jahren und 3 
Monaten, und einer Busse von Fr. 100.00. 
 
Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Anschlussberufung eine Erhöhung 
der Freiheitsstrafe auf 6 Jahre und 3 Monaten. 
 
4.4. 
Für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Besitz von 0.2 Gramm 
Kokain zum Eigenkonsum; Anklageziffer 3) hat die Vorinstanz eine Busse 
von Fr. 100.00 ausgesprochen. Nachdem keine Verjährung eingetreten ist 
(vgl. oben) und die Strafzumessung in diesem Punkt nicht angefochten 
wurde, hat es dabei sein Bewenden. 
 
4.5. 
Bei der Wahl der Sanktionsart (hinsichtlich der Vergehen und Verbrechen) 
sind, nebst dem Verschulden, unter Beachtung des Prinzips der 
Verhältnismässigkeit als wichtige Kriterien die Zweckmässigkeit einer 
bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales 
Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 147 IV 241 
E. 3; BGE 134 IV 97 E. 4.2.; BGE 134 IV 82 E. 4.1.).  
 
Während für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz von Gesetzes wegen nur eine Freiheitsstrafe in Betracht 
kommt, da keine mildernden Umstände vorliegen, welche eine Unter-
schreitung des unteren Strafrahmens oder einen Strafartenwechsel 
erlauben würden, sieht die Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG als Strafe Geldstrafe oder 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. 
 
Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt 
vom 15. Juli 2014 u.a. wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 

 - 14 - 
 

 

Betäubungsmittelgesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren 
und 3 Monaten verurteilt. Mit Urteil des Amtsgerichts Bad Säckingen vom 
16. Dezember 2014 wurde er wegen Betäubungsmittelwiderhandlungen zu 
einer bedingten Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten schuldig 
gesprochen. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 2. Juni 2016 
wurde er u.a. wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe als Teilzusatzstrafe von 
1 Jahr und 6 Monaten verurteilt. Zudem wurde der gemäss Urteil des 
Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 15. Juli 2014 für den Anteil von 
1 Jahr und 3 Monaten gewährte bedingte Strafvollzug wegen Nicht-
bewährung widerrufen (vgl. aktueller Strafregisterauszug). Der 
Beschuldigte hat sich augenscheinlich nicht einmal von den unbedingten 
Freiheitsstrafen – er sass insgesamt 3 Jahre und 9 Monate im Gefängnis 
(Protokoll Berufungsverhandlung, S. 8) – beeindruckt gezeigt und hat bald 
nach Entlassung aus dem Freiheitsentzug wieder in erheblichem Ausmass 
delinquiert. Es erscheint somit schon im Hinblick auf die Zweckmässigkeit 
und präventiven Effizienz angezeigt, für sämtliche Straftaten, die mit 
Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bedroht sind, eine Freiheitsstrafe 
auszufällen.  
 
4.1. 
4.1.1. 
Die Einsatzstrafe ist für die qua Strafrahmen schwerste Straftat, d.h. die 
qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss 
Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 
Jahren) festzusetzen. Dazu ergibt sich Folgendes: 
 
Der Beschuldigte hat zwischen Oktober und Dezember 2019 insgesamt 
1'630 Gramm reines Amphetamin zum Weiterverkauf besessen und 
teilweise bereits weiterverkauft. Weiter hat er 65.5 Gramm Kokaingemisch 
bzw. reine Menge Kokainbase von 32.75 Gramm an D._____ und C._____ 
verkauft. An D._____ hat er zudem 3.5 Gramm Metamphetamingemisch 
vermittelt.  
 
Ausgangspunkt für die Strafzumessung innerhalb des ordentlichen 
Strafrahmens bildet die Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 
Rechtsguts (Art. 47 Abs. 2 StGB). Der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a 
BetmG soll insbesondere die öffentliche Gesundheit schützen. Geschützt 
werden sollen aber auch die einzelnen Personen von den negativen 
gesundheitlichen und sozialen Folgen suchtbedingter Störungen 
(SCHLEGEL/JUCKER, OFK BetmG, 4. Aufl. Zürich 2022, N. 1 zu Art. 19 
BetmG mit Hinweisen). Es handelt sich dabei um hochstehende 
Rechtsgüter. Massgebend für die Bestimmung der objektiven Tatschwere 
und dem damit einhergehenden Verschulden sind zunächst Art und Menge 
der Drogen.  
 

 - 15 - 
 

 

Amphetamin, Kokain und Metamphetamin sind harte Drogen mit 
erheblichem Gefährdungspotential. Die Grenzwerte für einen mengen-
mässig schweren Fall von 36 Gramm (Amphetamin), resp. 18 Gramm 
(Kokain) reinem Wirkstoff (BGE 145 IV 312 Regeste) hat der Beschuldigte 
betreffend das Amphetamin beim Handel von über 1.5 Kilogramm reinem 
Amphetamin um das 45-fache überschritten. Auch in Bezug auf das Kokain 
hat er den Grenzwert um das 1.8-fache überschritten. Entsprechend hoch 
ist die davon ausgehende Gefährdung der Gesundheit der Drogen-
konsumenten bzw. die potenzielle Gefahr einer dauerhaften Gesundheits-
schädigung bei regelmässigem Konsum. Auch wenn im Drogenhandel 
mitunter auch noch deutlich grössere Betäubungsmittelmengen gehandelt 
werden, ist die vom Beschuldigten vermittelte Menge insbesondere in 
Bezug auf das Amphetamin als erheblich einzustufen.  
 
Der Beschuldigte hat ein Grossteil der erstellten Drogenmenge an D._____ 
und C._____ verkauft. Dabei war ihm bewusst und auch explizit gewollt, 
dass diese die Betäubungsmittel an möglichst viele weitere Endabnehmer 
verkaufen, da er auch vom daraus resultierenden Gewinn profitieren wollte. 
Dass er teilweise den Drogendeal nur vermittelt hat, lässt sein Verschulden 
nicht geringer erscheinen. Auch wer einen Drogendeal auf einer tiefen 
Hierarchiestufe nur vermittelt, nimmt im Drogenhandel eine wichtige Rolle 
ein, spielt er doch eine wichtige und unabdingbare Rolle, was einen 
erheblichen strafrechtlichen Vorwurf zu begründen vermag (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 6B_683/2012 vom 15. Juli 2013 E. 3.4; BGE 135 IV 191 E. 
3.4). 
 
Der Beschuldigte wollte durch den Drogenhandel Einkommen für sich 
generieren, mithin kann von einer rein finanziellen Motivation ausgegangen 
werden. Der Beschuldigte verfügt über keine Ausbildung (UA act. 28) und 
verlor während Corona seine Arbeitsstelle als Zügelmitarbeiter (UA 
act. 29), entsprechend war seine finanzielle Situation angespannt; eine 
akute finanzielle Notlage ist jedoch nicht ersichtlich und wird von ihm auch 
nicht dargetan. Damit wirkt sich das hohe Mass an Entscheidungsfreiheit, 
über das der Beschuldigte verfügt hat, erheblich verschuldenserhöhend 
aus. Der Beschuldigte führte zwar aus, im Deliktszeitraum Kokain 
konsumiert zu haben (GA act. 207 Rückseite). Von einer eigentlichen 
Abhängigkeit, die eine Strafminderung i.S.v. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG 
ermöglicht hätte oder seine Entscheidungsfreiheit als erheblich einge-
schränkt erscheinen liesse, ist jedoch nicht auszugehen und wird von ihm 
sodann auch in Abrede gestellt (GA act. 207 Rückseite; Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 6). Der Beschuldigte hat sich bewusst für den 
aus seiner Sicht einfachsten Weg entschieden, um an Geld zu gelangen. 
Je leichter es jedoch für ihn gewesen wäre, die Normen der 
Betäubungsmittelgesetzgebung zu respektieren, desto schwerer wiegt 
unter Verschuldensgesichtspunkten die Entscheidung dagegen (vgl. BGE 

 - 16 - 
 

 

127 IV 101 E. 2a; BGE 117 IV 112 E. 1 S. 114 mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.4.3). 
 
Insgesamt ist unter Berücksichtigung der von der qualifizierten 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel erfassten Betäubungsmittel, 
Drogenmengen, Handlungsweisen und Hierarchiestufen von einem nicht 
mehr leichten bis mittelschweren Verschulden und in Relation zum weiten 
Strafrahmen von 1 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe von einer dafür 
angemessenen Freiheitsstrafe von 4 Jahren auszugehen. 
 
4.1.2. 
Die Einsatzstrafe ist nunmehr für die Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG angemessen 
zu erhöhen. 
 
Der Beschuldigte hat bei zwei Gelegenheiten Betäubungsmittel veräussert: 
D._____ hat vom Beschuldigten Ende Dezember 2019 15 Gramm MDMA 
erhalten, welches dieser sodann in Deutschland zu verkaufen versuchte, 
wobei der Beschuldigte am Gewinn partizipieren wollte. Gleich verhält es 
sich mit den an C._____ in Kommission überlassenen 3'800 Gramm 
Haschisch, wobei diesbezüglich unklar bleibt, ob bei Verkauf lediglich der 
Kaufpreis geschuldet ist oder der Beschuldigte auch eine 
Gewinnbeteiligung hatte. Es handelt sich bei MDMA und Haschisch (das 
getrocknete Harz der weiblichen Hanfpflanzen [Cannabis]) zwar nicht um 
harte Drogen und auch wenn die Gefahren, die von ihrem Konsum für die 
menschliche Gesundheit ausgehen, vergleichsweise gering sind, so sind 
die Drogen nach der Rechtsprechung dennoch nicht unbedenklich (siehe 
z.B. Urteil des Bundesgerichts 6B_873/2015 vom 20. April 2016 E. 2.3.2 
mit Hinweisen). Cannabis beeinträchtigt die Gesundheit der Konsumenten, 
namentlich der sich mitten in ihrer physischen und psychischen 
Entwicklung befindlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, und der 
regelmässige und/oder in grossen Mengen erfolgende Konsum kann zu 
einer Sucht und zu physischen sowie psychischen Störungen führen (vgl. 
BGE 146 IV 326 E. 3.2). Im Hinblick auf die Beweggründe und das hohe 
Mass an Entscheidungsfreiheit kann auf das oben Ausgeführte verwiesen 
werden.  
 
Insgesamt ist hinsichtlich der einzelnen Handlungen mit einer jeweils 
vergleichsweise geringen (MDMA) bzw. nicht unerheblichen (Haschisch) 
Menge gerade noch von einem sehr leichten bis leichten (MDMA) bzw. 
mittelschweren Verschulden (Haschisch) und dafür angemessenen 
Einzelstrafen von 1 resp. 9 Monaten auszugehen. Im Rahmen der 
Asperation ist zu berücksichtigen, dass diese Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz in einem engen situativen Zusammenhang mit 
den Handlungen, welche bereits im Rahmen der qualifizierten 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz abgehandelt wurden, 

 - 17 - 
 

 

stehen. Eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 6 Monate erscheint daher 
angemessen.  
 
4.1.3. 
Im Rahmen der Täterkomponente fallen die mehrfachen, zum Teil 
einschlägigen Vorstrafen erheblich straferhöhend ins Gewicht (BGE 136 IV 
1 E. 2.6.2). Mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 15. Juni 
2014 wurde er u.a. wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren 
und 3 Monaten verurteilt. Mit Urteil des Amtsgerichts Bad Säckingen vom 
16. Dezember 2014 wurde er wegen unerlaubter Einfuhr und 
Handelstreibens von Betäubungsmitteln zu einer bedingten Freiheitsstrafe 
von 1 Jahr und 10 Monaten verurteilt. Das Strafgericht Basel-Stadt 
verurteilte den Beschuldigten sodann mit Urteil vom 2. Juni 2016 wegen 
diverser Delikte, u.a. auch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 1 Jahr 
und 6 Monaten. Weiter hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell 
A.-Rh. den Beschuldigten mit Strafbefehl vom 20. November 2018 wegen 
Sachbeschädigung zu einer unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen 
verurteilt (vgl. aktueller Strafregisterauszug). Der Beschuldigte hat bereits 
längere Zeit im Vollzug von Freiheitsstrafen verbracht und daraus die 
nötigen Lehren offensichtlich nicht gezogen. Es ist allerdings zu beachten, 
dass aus dem täterbezogenen Strafzumessungskriterium der Vorstrafen 
nicht indirekt ein tatbezogenes Kriterium gemacht werden darf. Mithin 
dürfen Vorstrafen nicht wie eigenständige Delikte gewürdigt werden (Urteil 
des Bundesgericht 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen).  
 
Der Beschuldigte zeigte sich bis zur Berufungsverhandlung nur zu einem 
geringen Teil geständig. Anlässlich der Berufungsverhandlung anerkannte 
er sodann zwar einen Grossteil der ihm vorgeworfenen Taten, damit wurde 
die Strafuntersuchung allerdings weder vereinfacht noch beschleunigt. 
Seine Anlässlich der Berufungsverhandlung gezeigte Reue betrifft vor 
allem die Tatsache, dass er bei einer mehrjährigen Freiheitsstrafe von 
seiner Tochter und Partnerin getrennt sein würde (Protokoll Berufungs-
verhandlung, S. 6), was auf eine blosse Tatfolgenreue schliessen lässt, 
weshalb unter dem Titel der aufrichtigen Reue keine Strafminderung 
vorzunehmen ist.  
 
Aus den persönlichen und familiären Verhältnissen des 35-jährigen 
Beschuldigten ergeben sich keine für die Strafzumessung relevanten 
Faktoren. Zwar beteuerte er vor wiederholt, dass er sich seit der Geburt 
seiner Tochter im März 2020 geändert habe (GA act. 207; Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 6). Allerdings sind in diesem Verfahren auch 
Handlungen zu beurteilen, welche der Beschuldigte nach der Geburt seiner 
Tochter begangen hat. Ein Blick in den aktuellen Strafregisterauszug zeigt 
zudem, dass er ein weiteres Mal nach der Geburt seiner Tochter straffällig 

 - 18 - 
 

 

geworden ist. So hat ihn die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau mit 
Strafbefehl vom 19. Juni 2025 wegen Veruntreuung durch unrechtmässige 
Verwendung von anvertrauten Vermögenswerten zu einer unbedingten 
Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt (Begehungszeit: 11. November 
2022 bis 31. Dezember 2022), was als negatives Nachtatverhalten zu 
berücksichtigen ist. Zudem hat die Rechtsprechung wiederholt betont, dass 
ein Freiheitsentzug für jede sozial integrierte Person eine (gewisse) Härte 
bewirkt und eine erhöhte Strafempfindlichkeit nur bei aussergewöhnlichen 
Umständen – die in casu nicht vorliegen – zu bejahen ist (vgl. statt vieler: 
Urteile des Bundesgerichts 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit 
Hinweisen). 
 
Insgesamt wirkt sich die Täterkomponente aufgrund der zahlreichen und 
massiven Vorstrafen erheblich negativ aus, was eine Erhöhung der 
Einsatzstrafe von 4 ½ Jahren um ein weiteres ½ Jahr auf insgesamt 
5 Jahre rechtfertigt. 
 
4.2. 
Bei diesem Strafmass fällt der bedingte oder teilbedingte Vollzug von 
vornherein ausser Betracht (Art. 42 f. StGB), weshalb sich weitere 
Ausführungen hierzu erübrigen.  
 
Die ausgestandene Untersuchungshaft von 2 Tagen (4. Mai 2021 bis 
5. Mai 2021) ist auf die Freiheitsstrafe anzurechnen (Art. 51 Abs. 1 StGB). 
 
4.3. 
Der Beschuldigte rügt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Die 
hiesigen Behörden hätten am 6. Juli 2020 das Verfahren übernommen, die 
Anklageerhebung sei jedoch erst am 9. Februar 2023 erfolgt. Bis zur 
Hauptverhandlung habe es ¾ Jahr gedauert. Nachdem die 
Berufungsanmeldung am 1. Februar 2024 eingereicht worden sei, sei das 
begründete vorinstanzliche Urteil erst am 19. August 2024 zugestellt 
worden. Auch zwischen der Berufungserklärung und der Berufungs-
verhandlung sei wiederum fast ein Jahr verstrichen (Plädoyer 
Beschuldigter, Ziff. 5.1/1, S. 10). 
 
Das Bundesgericht hat die Grundsätze des Beschleunigungsgebots 
wiederholt dargelegt (statt vieler: Urteile des Bundesgerichtes 
6B_1399/2021 vom 7. Dezember 2022 E. 4.2; BGE 143 IV 373). Darauf 
kann verwiesen werden. 
 
Wie die Vorinstanz bereits korrekt festgehalten hat (vorinstanzliches Urteil, 
E. IV/2.3.2.4, S. 89), wurde das Beschleunigungsgebot im Untersuchungs-
verfahren bis und mit der zweiten erstinstanzlichen Hauptverhandlung nicht 
verletzt. Der amtliche Verteidiger bringt in seinem vorinstanzlichen 
Plädoyer selbst vor, dass das Verfahren aufgrund der internationalen 

 - 19 - 
 

 

Verflechtung und den rechtshilfeweisen Einvernahmen von in Deutschland 
involvierten Personen aufwendig war. Unter Berücksichtigung, dass der 
Beschuldigte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht 
hatte, war unter anderem die rechtshilfeweise Einvernahme von E._____ 
umso wichtiger. Diese konnte schliesslich am 23. Dezember 2022 
stattfinden, worauf die Staatsanwaltschaft am 9. Februar 2023 Anklage 
erhob. Dass nach der ersten erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 
9. November 2023 erneut vorgeladen werden musste, lag am 
unentschuldigten Fernbleiben des Beschuldigten zur Verhandlung (GA 
act. 76). Die Vorinstanz hat jedoch zeitnah auf eine zweite Verhandlung am 
22. Januar 2024 vorgeladen. Der Beschuldigte meldete am 1. Februar 
2024 die Berufung an und das begründete erstinstanzliche Urteil wurde ihm 
in der Folge am 13. August 2024, und damit nach 6 ½ Monaten, zugestellt. 
Damit hat die Vorinstanz die Ordnungsfrist, innerhalb derer das Gericht den 
Parteien das begründete Urteil zuzustellen hat (innert 60 Tagen, 
ausnahmsweise 90 Tage; vgl. Art. 84 Abs. 4 StPO), zwar überschritten, 
dies führt jedoch nicht ohne Weiteres zur Annahme einer Verletzung des 
Beschleunigungsgebots (Urteil des Bundesgerichts 6B_549/2024 vom 
26. November 2024 E.2.3 mit Hinweisen). Zu berücksichtigen ist 
vorliegend, dass die Vorinstanz sämtliche Sachverhalte mittels umfang-
reicher und schwerverständlicher Chatprotokolle zu würdigen hatte, mithin 
eine umfangreiche Begründung vorzunehmen war, was sich letztlich auch 
im 97 Seiten umfassenden begründeten Urteil zeigt. Sodann erscheint 
auch die gesamte Dauer des erstinstanzlichen Verfahrens nicht als 
übermässig lange. Zwischen Anklageerhebung und Zustellung des 
begründeten Urteils verstrichen knapp 1 ½ Jahre, wobei eine gewisse 
Verzögerung der Beschuldigte selbst zu vertreten hatte. Schliesslich ist 
auch im Berufungsverfahren keine Verletzung des Beschleunigungsgebots 
auszumachen, zumal das vorliegende Berufungsurteil noch vor Ablauf der 
Jahresfrist gemäss Art. 408 Abs. 2 StPO gefällt und sodann auch die Frist 
zur schriftlichen Begründung eingehalten worden ist. Bei einer 
Gesamtbetrachtung ist keine Verletzung des Beschleunigungsgebots 
festzustellen. 
 
5. 
5.1. 
Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe 
ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei 
im Berufungsverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon 
ab, in welchem Ausmass ihre vor Obergericht gestellten Anträge 
gutgeheissen wurden (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 6B_794/2024 
vom 8. Januar 2025 E. 2.1.2). 
 
Der Beschuldigte obsiegt mit seiner Berufung dahingehend, dass bezüglich 
des Vorwurfs betreffend «Haku» und «Gelato» ein Freispruch erfolgt. Im 
Übrigen unterliegt er jedoch. Insbesondere bleibt es bei der von der 

 - 20 - 
 

 

Vorinstanz ausgesprochenen Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft 
unterliegt mit ihrer Anschlussberufung, mit der sie eine Erhöhung der 
Freiheitsstrafe beantragt hatte. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
rechtfertigt es sich, die obergerichtlichen Verfahrenskosten von 
Fr. 4'000.00 (§ 15 GebührD) zu 7/8 dem Beschuldigten aufzuerlegen und 
im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen.  
 
5.2. 
Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten ist für das obergerichtliche 
Verfahren gestützt auf seine Kostennote aus der Staatskasse zu 
entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis AnwT). 
Anzupassen ist der geltend gemachte Aufwand von insgesamt 30 Stunden 
und 20 Minuten an die effektive Dauer der Berufungsverhandlung von 2 ½ 
Stunden (Minus 1 ½ Stunden). Sodann ist die geltend gemachte 
Kleinspesenpauschale von 4 % auf praxisgemässe 3 % zu reduzieren (§ 9 
Abs. 3bis Satz 2 AnwT i.V.m. § 13 Abs. 1 AnwT). Damit ergibt sich eine 
Entschädigung von gerundet Fr. 7'065.00. 
 
Ausgangsgemäss ist diese Entschädigung vom Beschuldigten zu 7/8 
zurückzufordern, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben 
(Art. 135 Abs. 4 StPO). 
 
5.3. 
Fällt das Obergericht selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 
auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 
Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt der Beschuldigte die 
Verfahrenskosten, wenn er verurteilt wird. Wird der Beschuldigte nur 
teilweise schuldig gesprochen, so sind ihm die Verfahrenskosten 
anteilsmässig aufzuerlegen, d.h., es hat eine quotenmässige Aufteilung zu 
erfolgen. Dem Beschuldigten dürfen aber auch bei einem teilweisen 
Freispruch oder teilweisen Einstellungen dann die gesamten Verfahrens-
kosten auferlegt werden, wenn die ihm zu Last gelegten Handlungen in 
einem engen und direkten Zusammenhang stehen und alle 
Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunkts notwendig 
waren (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 6B_794/2024 vom 8. Januar 
2025 E. 2.4.1 f. mit Hinweisen). Vorliegend erfolgt ein Freispruch betreffend 
«Haku» und «Gelato». Dieser Vorwurf stand jedoch in einem engen und 
direkten Zusammenhang mit den weiteren dem Beschuldigten 
vorgeworfenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz in 
Bezug auf C._____. Entsprechend waren alle Untersuchungshandlungen 
notwendig und der Vorwurf betreffend «Haku» und «Gelato» hat nicht zu 
ausscheidbaren Mehrkosten geführt. Es rechtfertigt sich deshalb, dem 
Beschuldigten die vorinstanzlichen Kosten vollständig aufzuerlegen. 
 

 - 21 - 
 

 

5.4. 
Die dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche Verfahren zuge-
sprochene Entschädigung von Fr. 20'238.85 ist mit Berufung grundsätzlich 
nicht angefochten worden. Der amtliche Verteidiger rügt jedoch, dass die 
Vorinstanz in ihrem begründeten Urteil gegenüber dem im Dispositiv 
zugestellten Urteil die Passage «Über eine allfällige Nachzahlung des 
nichtgewährten Kostenanteils des Honorars im Umfang von Fr. 1'386.70 
(zuzüglich Mehrwertsteuer) wird auf Antrag nach rechtskräftigem 
Abschluss des Normenkontrollverfahrens entschieden» gestrichen habe 
(Berufungsbegründung, S. 4; vgl. Vorinstanz, E. IV [recte VI]/1.3, S. 94). 
 
Hinsichtlich dieser vorgemerkten «Nachzahlung» bleibt festzuhalten, dass 
die Festsetzung der Entschädigung im Entscheid zu erfolgen hat und 
Anwendung des Anwaltstarifs im Einzelfall ist, weshalb für einen Vorbehalt, 
eine bedingte Zusprechung oder eine Nachzahlung keine gesetzliche 
Grundlage und auch gar keine Notwendigkeit besteht. Dem auf 
Beschwerde in einem konkreten Fall hin ergangenen Urteil des Bundes-
gerichts 6B_168/2024 vom 27. März 2025 E. 2.4.2 kann hinsichtlich nicht 
angefochtener Entschädigungen keine Wirkung zukommen, zumal es sich 
nicht um ein Normenkontrollverfahren gehandelt hat. Die vorliegende 
Berufung wurde ausdrücklich im Namen und Auftrag des Beschuldigten 
angemeldet und erklärt. Entsprechend ist die vorinstanzlich festgesetzte 
Entschädigung des amtlichen Verteidigers im Berufungsverfahren nicht zu 
überprüfen, da gegen den Entschädigungsentscheid der amtliche 
Verteidiger persönlich das Rechtsmittel ergreifen muss (vgl. Art. 135 Abs. 3 
StPO). Somit ist auf die im erstinstanzlichen Verfahren zugesprochene 
Entschädigung von Fr. 20'238.85 im Berufungsverfahren nicht zurück-
zukommen.  
 
Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 
 
6. 
Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 
ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 Abs. 1 
StPO, Art. 81 StPO).  
 
 

   

Das Obergericht erkennt: 
 
1. 
Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG 
(Anklageziffer 1.8, betreffend «Haku» und «Gelato») freigesprochen. 
 

 - 22 - 
 

 

2. 
Der Beschuldigte ist schuldig. 
- der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; 
- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (unbefugte Veräusserung und 
Verschaffen auf andere Weise von Betäubungsmitteln); 

- der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss 
Art. 19a Ziff. 1 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (unbefugter Besitz von 
Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum) [in Rechtskraft erwachsen]. 
 

3. 
3.1. 
Der Beschuldigte wird hierfür gemäss den in Ziff. 2 genannten Gesetzes-
bestimmungen sowie in Anwendung von Art. 47 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, 
Art. 40 StGB und Art. 106 StGB 
 
zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 
 
sowie einer Busse von Fr. 100.00, ersatzweise 1 Tag Freiheitsstrafe,  
 
verurteilt. 
 
3.2. 
Die ausgestandene Untersuchungshaft von 2 Tagen (4. Mai 2021 bis 
5. Mai 2021) wird dem Beschuldigten auf die Freiheitsstrafe angerechnet. 
 
4. [in Rechtskraft erwachsen] 
4.1. 
Die nachfolgenden beschlagnahmten Betäubungsmittel und Gegenstände 
werden eingezogen: 
 
- 1 SIM-Karte «Lyca-Mobile» 
- 1 Mobiltelefon «Samsung», schwarz 
- 1 Swiss-Pass, lautend auf F._____, tt.mm.1990 
- 1 Mobiltelefon «Huawei» (Display defekt) 
- 1 Minigrip mit weissem Pulver-Rückständen, inkl. 1 Kunststoffröhrchen (beim PKO AG, 

BM-Gruppe) 
- ca. 0.22 Gramm Kokaingemisch, inkl. 4 Kunststoffröhrchen (beim PKO AG, BM-Gruppe) 
 
Die Staatsanwaltschaft trifft die sachgemässen Verfügungen. 
 
4.2. 
Die nachfolgenden beschlagnahmten Gegenstände werden dem 
Beschuldigten auf dessen Verlangen innert 10 Tagen nach Rechtskraft des 
vorliegenden Urteils ausgehändigt: 

 - 23 - 
 

 

 
- 1 Mobiltelefon «Samsung», weiss 
- 1 Tablet «Samsung» 
- 1 Mobiltelefon «Apple iPhone», 6S Plus 
 
Werden diese Gegenstände innert Frist nicht abgeholt, trifft die 
Staatsanwaltschaft die sachgemässen Verfügungen. 
 
5. 
5.1. 
Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 werden dem 
Beschuldigten zu 7/8 mit Fr. 3'500.00 auferlegt und im Übrigen auf die 
Staatskasse genommen.  
 
5.2. 
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des 
Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Entschädigung von 
Fr. 7'065.00 auszurichten. 
 
Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zu 7/8 zurückgefordert, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 
 
6. 
6.1. 
Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 9'313.45 (inkl. Anklage-
gebühr von Fr. 2'300.00) werden dem Beschuldigten auferlegt.  
 
6.2. 
Die erstinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 
erfolgt ist – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche 
Verfahren eine Entschädigung von Fr. 20'238.85 auszurichten. 
 
Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückgefordert, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.  
 
 

 Zustellung an:  
[…] 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 
 
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 
vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 
Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 
Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 
 

 - 24 - 
 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 
Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 
 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 
die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 
Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 
 
   

Aarau, 19. August 2025 
 
Obergericht des Kantons Aargau 
Strafgericht, 1. Kammer 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
Six     L. Stierli