# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f94fb4d-4f85-5ca7-b56c-6b961a6abf0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2025 E-2839/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2839-2025_2025-08-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2839/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regina Derrer (Vorsitz), 

Richter Manuel Borla,  

Richter Lorenz Noli,     

Gerichtsschreiberin Janine Sert. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und ihr Kind 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,   

alle vertreten durch Abdelwahab Mohammad,  

Migrationsberatungsstelle,  

Gesuchstellende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Revision (Asyl und Wegweisung); 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-179/2025  

31. März 2025 / N (…). 

 

 

 

E-2839/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Gesuchstellenden suchten am 9. August 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach. Zur Begründung machten sie im Wesentlichen geltend, sie hät-

ten die Türkei wegen der Schikanen und Benachteiligungen als Kurden so-

wie wegen der Probleme des Gesuchstellers im Zusammenhang mit (…) 

legal mit dem Flugzeug verlassen.   

Zur Stützung ihrer Vorbringen reichten sie im Wesentlichen folgende Be-

weismittel zu den Akten (alle in Kopie): Fotos von den beruflichen Aktivitä-

ten des Gesuchstellers in D._______, einen Screenshot von Drohnachrich-

ten auf WhatsApp, Fotos der Gesuchstellenden an einer Newroz-Feier in 

der Schweiz sowie verschiedene medizinische Unterlagen.   

A.b Mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 stellte das SEM fest, die Ge-

suchstellenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre Asyl-

gesuche vom 9. August 2023 ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

In ihrer Verfügung kam die Vorinstanz im Wesentlichen zum Schluss, dass 

die Vorbringen der Gesuchstellenden den Anforderungen von Art. 3 AsylG 

an die Flüchtlingseigenschaft nicht zu genügen vermöchten. Die geltend 

gemachten Diskriminierungen in der Türkei aufgrund ihrer kurdischen Eth-

nie würden in ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinausgehen, welche 

weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher Weise 

treffen würden und würden gemäss gefestigter Praxis für sich allein nicht 

zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen. Die Gesuchstellenden 

hätten keine konkreten Probleme mit den türkischen Behörden geltend ge-

macht und es seien zum Zeitpunkt ihrer Ausreise keine Verfahren gegen 

sie hängig gewesen. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass sie über ein 

politisches Profil verfügen würden, welches die Aufmerksamkeit der türki-

schen Behörden auf sie lenken würde. Ferner seien vom Gesuchsteller 

geltend gemachten Probleme mit (…) rein hypothetisch und es mangle 

ihnen bereits an einem Motiv im Sinne von Art. 3 AsylG. 

A.c Mit Eingabe ans Bundesverwaltungsgericht vom 9. Januar 2025 erho-

ben die Gesuchstellenden Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. De-

zember 2024 und reichten ein Arbeitszeugnis betreffend den Gesuchsteller 

sowie einen schulischen Bericht betreffend das Kind der Gesuchstellenden 

zu den Akten. 

E-2839/2025 

Seite 3 

A.d Mit Urteil E-179/2025 vom 31. März 2025 wies das Bundesverwal-

tungsgericht die am 9. Januar 2025 erhobene Beschwerde ab, hielt darin 

im Wesentlichen fest, die Vorbringen der Gesuchstellenden würden den 

Anforderungen an eine asylrelevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 

nicht genügen und verwies auf die zutreffenden Ausführungen der 

Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung. Ergänzend stellte es fest, 

dass auch das Kindeswohl einem Wegweisungsvollzug der Gesuchstellen-

den nicht entgegenstehen würde.  

B.  

Mit am 17. April 2025 seitens des SEM ans Bundesverwaltungsgericht 

überwiesener Eingabe vom 10. April 2025 (Eingang SEM: 11. April 2025, 

Eingang BVGer: 23. April 2025) ersuchten die Gesuchstellenden sinnge-

mäss um Revision des Urteils E-179/2025 vom 31. März 2025. 

Mit ihrer Eingabe vom 10. April 2025 reichten die Gesuchstellenden fol-

gende Beweismittel zu den Akten (alles in Kopie): einen Auszug aus dem 

UYAP, ein Schreiben eines Anwalts in der Türkei vom (…) März 2025, so-

wie betreffend ein Ermittlungsverfahren in der Türkei wegen Terrorpropa-

ganda (Soruşturma No. […]) einen Antrag der zuständigen Staatsanwalt-

schaft vom (…) März 2025 auf Ausstellung eines Vorführbefehls, einen Be-

schluss in sonstiger Sache des zuständigen Gerichts vom (…) März 2025 

betreffend die Ausstellung eines Vorführbefehls und zwei Ermittlungsproto-

kolle vom (…) und (…) Februar 2025 sowie weitere Schreiben der türki-

schen Justiz- und Polizeibehörden von Februar 2025 betreffend den Vor-

wurf der Terrorpropaganda und der (…).  

C.  

Am 24. April 2025 setzte die zuständige Instruktionsrichterin des Bundes-

verwaltungsgerichts den Vollzug der Wegweisung superprovisorisch aus. 

D.  

D.a Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2025 forderte die Instruktionsrich-

terin die Gesuchstellenden auf, innert Frist eine Verbesserung ihres Revi-

sionsgesuchs (Revisionsgrund, Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens 

und Begehren für den Fall eines neuen Beschwerdeentscheides) einzu-

reichen. 

D.b Mit Eingabe des rubrizierten Rechtsvertreters vom 14. Mai 2025 bean-

tragten die Gesuchstellenden, es sei das Urteil E-179/2025 vom 31. März 

2025 aufzuheben und ihr Asylgesuch sei unter Würdigung der neuen 

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Seite 4 

Tatsachen und Gefährdungslage neu zu beurteilen, eventualiter sei das 

Verfahren zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Aufrechterhaltung der 

am 24. April 2025 verfügten superprovisorischen Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzugs sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

E.  

E.a Mit Zwischenverfügung vom 6. Juni 2025 wies die Instruktionsrichterin 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ab und 

forderte die Gesuchstellenden auf, innert Frist einen Kostenvorschuss zu 

leisten. Ferner verfügte sie, der am 24. April 2025 verfügte Vollzugsstopp 

bleibe bis zum Ergehen anderslautender Anweisungen seitens des Bun-

desverwaltungsgerichts aufrechterhalten. 

E.b Am 30. Juni 2025 ging der Kostenvorschuss bei der Gerichtskasse ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG 

(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-

schwerden gegen Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die 

es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 

2007/21 E. 2.1). 

1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, wel-

che die Partei, die um Revision nachsucht, bereits im ordentlichen Be-

schwerdeverfahren hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 125 

BGG sowie Art. 46 VGG; vgl. auch BVGE 2021 VI/4 E. 6–9.1). 

1.3 Die Gesuchstellenden sind durch das Urteil E-179/2025 vom 31. März 

2025 besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an 

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dessen Aufhebung oder Änderung. Sie sind zur Einreichung des Revisi-

onsgesuchs legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG in analogiam). 

2.  

2.1 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich 

gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-

such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-

teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen 

(vgl. ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 3. Aufl. 2022, S. 348 Rz. 5.36). 

2.2 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte 

Anforderungen gestellt. Reine Urteilskritik genügt den gesetzlichen Anfor-

derungen an die Begründung eines Revisionsgesuchs nicht (vgl. AUGUST 

MÄCHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 

2. Aufl. 2019, Art. 67, N 10). Das Gesetz umschreibt die Revisionsgründe 

eng und die Rechtsprechung handhabt diese restriktiv, was insbesondere 

auf den Ausnahmecharakter der Revision als solchen zurückzuführen ist 

(vgl. ELISABETH ESCHER, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 

3. Aufl. 2018, Art. 121 BGG Rz. 1 f.; NIKLAUS OBERHOLZER, in: Seiler/von 

Werdt/Güngerich/Oberholzer [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar SHK, 

Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 121 Rz. 9). 

3.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Besetzung mit drei Rich-

tern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsgesuch 

nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Einzel-

richterin fällt (Art. 23 VGG; vgl. zudem BVGE 2021/28 E. 11.1–11.3).  

4.  

4.1 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun (vgl. Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG). 

4.2 Die Gesuchstellenden berufen sich auf Art. 66 Abs. 1 Bst. a und b 

VwVG und machen im Wesentlichen geltend, es würden neue erhebliche 

Tatsachen und Beweismittel vorliegen (politisch motiviertes Ermittlungsver-

fahren gegen den Gesuchsteller und konkrete Gefährdung bei einer Rück-

kehr in die Türkei, untermauert durch die in Bst. B hiervor erwähnten Be-

weismittel). Zudem seien Verfahrensvorschriften verletzt worden (Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs und des Anspruchs auf vollständige Prüfung 

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ihrer Vorbringen sowie verkürzte Ausreisefrist als unrechtmässige Mass-

nahme). Ferner führen sie bezüglich des Kindeswohls aus, die gemein-

same Tochter sei in der Schweiz sozial integriert ([…]), weshalb eine Rück-

führung in die Türkei eine Verletzung des Rechts auf Familienleben (Art. 8 

EMRK) und des Kindeswohls (Art. 3 des Übereinkommens vom 20. No-

vember 1989 über die Rechte des Kindes [KRK, SR 0.107]) nach sich zie-

hen würde. Zwar sind die Revisionsbestimmungen des VwVG im Verfahren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht anwendbar (vgl. hierzu BVGE 

2015/20 E. 3.1), indes berufen die Gesuchstellenden sich mit ihren Vor-

bringen sinngemäss auf die gesetzlichen Revisionsgründe von Art. 123 

Abs. 2 Bst. a BGG (nachträgliches Erfahren erheblicher Tatsachen respek-

tive Auffinden entscheidender Beweismittel) und Art. 121 Bst. d BGG 

(Nichtberücksichtigung von in den Akten liegenden erheblichen Tatsa-

chen). Das Revisionsbegehren wurde innert 30 Tagen nach Abschluss des 

Beschwerdeverfahrens E-179/2025 eingereicht, womit die gemäss Art. 124 

Abs. 1 Bst. b und d BGG massgebliche Frist eingehalten wurde. Nachdem 

auch der Kostenvorschuss einbezahlt wurde, ist auf das frist- und formge-

recht eingereichte Revisionsgesuch einzutreten. 

4.3   

4.3.1 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten die Revision verlangt werden, wenn die ersuchende Partei 

nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismit-

tel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter 

Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid 

entstanden sind. Eine neue Tatsache oder ein neues Beweismittel ist als 

erheblich zu erachten, wenn es geeignet ist, eine Änderung des in Revision 

zu ziehenden Urteils zugunsten der gesuchstellenden Person zu bewirken 

(vgl. BGE 147 III 238 E. 4.1). Dieser Revisionsgrund setzt demnach – ne-

ben dem Erfordernis, dass die betreffenden Tatsachen respektive Beweis-

mittel bereits vor Abschluss des Beschwerdeverfahrens entstanden sind – 

voraus, dass die gesuchstellende Person diese während des vorangegan-

genen Verfahrens, das heisst bis zum Zeitpunkt, in dem das Urteil gefällt 

worden ist, nicht gekannt hat und deshalb nicht beibringen konnte. Insbe-

sondere darf das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision nicht dazu 

dienen, im früheren – ordentlichen – Verfahren begangene vermeidbare 

Unterlassungen der gesuchstellenden Partei nachzuholen, weil diese 

sonst die Möglichkeit hätte, sich durch unvollständiges Vorbringen eine ein- 

oder mehrmalige Neubeurteilungen ihres Falles zu sichern (vgl. ANDRÉ MO-

SER et al., a.a.O., Rz. 5.48). Die neuen Tatsachen oder Beweismittel müs-

sen sodann erheblich sein, das heisst geeignet sein, die tatbestandliche 

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Grundlage des Entscheids zu ändern und bei zutreffender Würdigung zu 

einem anderen, für die gesuchstellende Person günstigeren Ergebnis zu 

führen (vgl. ANDRÉ MOSER et al., a.a.O., Rz. 5.51, m.H.; BGE 122 II 17 E. 3; 

120 IV 248 E. 2b). 

4.3.2 Bezüglich der mit Eingabe vom 10. April 2025 ins Recht gelegten Be-

weismittel (vgl. die in Bst. B hiervor aufgeführten Beweismittel) machen die 

Gesuchstellenden geltend, dass in der Türkei zwei Ermittlungsverfahren 

gegen den Gesuchsteller laufen würden. Die Polizei habe ihr früheres Zu-

hause durchsucht und die Familie des Gesuchstellers unter Druck gesetzt. 

Diese Vorbringen würden zeigen, dass er in der Türkei weiterhin verfolgt 

werde. Wie sogleich zu zeigen sein wird, sind diese Beweismittel, die zwar 

allesamt vor Ergehen des Urteils E-179/2025 vom 31. März 2025 entstan-

den sind, revisionsrechtlich nicht erheblich, da sie nicht geeignet sind, die 

tatbestandliche Grundlage des Entscheids zu ändern und bei zutreffender 

Würdigung zu einem anderen, für die Gesuchstellenden günstigeren Er-

gebnis zu führen.  

Gemäss dem Koordinationsurteil des Bundesverwaltungsgerichts 

E-4103/2024 vom 8. November 2024 bestehen keine stichhaltigen Gründe 

für die Annahme, dass Personen, die in der Türkei von Ermittlungsverfah-

ren wegen Terrorpropaganda und/oder Präsidentenbeleidigung betroffen 

sind, im Rahmen der Ermittlungs- und Strafverfahren generell einen Polit-

malus im absoluten oder relativen Sinn zu befürchten haben, weshalb sich 

aus diesem Umstand alleine noch keine begründete Furcht vor mit beacht-

licher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft eintretenden Verfolgungs-

massnahmen gemäss Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 AsylG ergibt (vgl. a.a.O. 

E. 8.7.3 und E. 8.8). Es ist jedoch im Einzelfall zu prüfen, ob sich im kon-

kreten Verfahren Hinweise auf einen individuellen Politmalus oder auf 

Gründe ergeben, die zu einer längeren Freiheitsstrafe führen könnten, wo-

bei insbesondere frühere Verurteilungen sowie ein exponiertes politisches 

Profil Risikofaktoren darstellen (vgl. a.a.O. E. 8.7.4). 

Gestützt auf die Akten – und vorbehältlich der Authentizität der neu einge-

reichten Dokumente – ist davon auszugehen, dass der Gesuchsteller bis 

zum heutigen Zeitpunkt in der Türkei strafrechtlich nicht verurteilt wurde. 

Sodann verfügt er über kein geschärftes politisches Profil, zumal er sich 

gemäss eigenen Angaben zuletzt während seiner Studienzeit (nieder-

schwellig) politisch betätigt habe und er auch nicht geltend machte, dass 

er vor seiner Ausreise wegen seiner politischen Aktivitäten in den Fokus 

der Behörden geraten wäre (vgl. Vorhaben […], A29, insbes. F43 und A30 

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insbes. F28). Im Übrigen fällt auf, dass im Revisionsgesuch die Gründe, 

welche zur Einleitung der neu geltend gemachten Ermittlungsverfahren ge-

führt hätten, nicht genannt werden, sondern pauschal ausgeführt wird, der 

Gesuchsteller sei ein bekannter und aktiver politischer Gegner des türki-

schen Regimes und habe sich widerholt unter seinem echten Namen in 

den sozialen Medien kritisch zur türkischen Regierung, zur Repression ge-

gen kurdische Minderheiten sowie zur Menschenrechtslage geäussert (vgl. 

Eingabe vom 14. Mai 2025, S. 2 f.), was sich nicht mit seinen Angaben im 

Rahmen des ordentlichen Verfahrens, in welchem er keine Aktivitäten in 

den sozialen Medien geltend machte, vereinbaren lässt (vgl. Vorhaben […], 

A29 F73). Damit ist nicht nachvollziehbar, inwiefern sich die im Revisions-

gesuch geltend gemachten Ermittlungsverfahren in die Vorbringen im or-

dentlichen Verfahren einbetten lassen. Dies gilt insbesondere bezüglich 

des im Schreiben des türkischen Anwalts vom (…) März 2025 erwähnten 

Ermittlungsverfahrens wegen (…) mit Soruşturma No. (…), zumal dieses 

Ermittlungsverfahren in der Eingabe vom 14. Mai 2025 nicht mehr erwähnt 

wird.  Demnach gelangt das Gericht zum Schluss, dass der Gesuchsteller 

in der Türkei als strafrechtlich nicht vorbelastete Person gilt, die kein expo-

niertes politisches Profil aufweist, weshalb nicht mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit davon auszugehen ist, dass er im Zusammenhang mit den 

geltend gemachten hängigen Ermittlungsverfahren zu einer unbedingten 

Haftstrafe verurteilt wird beziehungsweise eine flüchtlingsrechtlich rele-

vante, mit einem Politmalus behaftete Verfolgung zu befürchten hat. Insge-

samt hätten die mit Eingabe vom 10. April 2025 neu eingereichten Doku-

mente, selbst wenn sie im Urteilszeitpunkt vorgelegen hätten, demnach mit 

der massgeblichen Wahrscheinlichkeit nichts am getroffenen Entscheid 

geändert. Angesichts der mangelnden revisionsrechtlichen Erheblichkeit 

dieser Beweismittel kann die Frage der Rechtzeitigkeit ihrer Einreichung 

grundsätzlich offengelassen werden. Der Vollständigkeit halber ist jedoch 

darauf hinzuweisen, dass im Revisionsgesuch nicht ansatzweise dargelegt 

wird und auch nicht ersichtlich ist, inwiefern die Gesuchstellenden diese 

Beweismittel, welche von Februar und März 2025 datieren, im Laufe des 

ordentlichen Asylverfahrens, das heisst bis zum Zeitpunkt der Urteilsfällung 

am 31. März 2025, nicht gekannt hätten und deshalb nicht hätten beibrin-

gen können.  

4.3.3 Sodann machten die Gesuchstellenden hinsichtlich des Wegwei-

sungsvollzugs keine neuen erheblichen Tatsachen im Sinne von Art. 123 

Abs. 2 Bst. a BGG geltend. Vielmehr beziehen sich die diesbezüglichen 

Vorbringen betreffend Art. 8 EMRK und Art. 3 KRK auf einen bereits im 

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ordentlichen Verfahren bekannten Sachverhalt, womit diesen keine revisi-

onsrechtliche Erheblichkeit zukommt.  

4.4 Soweit die Gesuchstellenden den Revisionsgrund in Art. 121 Bst. d 

BGG (Nichtberücksichtigung von in den Akten liegenden erheblichen Tat-

sachen) anrufen und geltend machen, ihr rechtliches Gehör und ihr An-

spruch auf vollständige Prüfung ihrer Vorbringen seien verletzt worden, 

weil die mit Eingabe vom 10. April 2025 eingereichten Beweismittel («ins-

besondere der Haftbefehl und das Ermittlungsprotokoll») im ordentlichen 

Verfahren nicht berücksichtigt worden seien (vgl. Eingabe vom 14. Mai 

2025, S. 4), ist festzustellen, dass die mit dem Revisionsgesuch neu ein-

gereichten Beweismittel zum Zeitpunkt des Ergehens des angefochtenen 

Urteils vom 31. März 2025 nicht aktenkundig waren, womit keine in Art. 121 

Bst. d BGG beschriebene Konstellation vorliegt. Dieses Vorbringen kann 

daher revisionsrechtlich nicht gehört werden. Schliesslich stellt die darüber 

hinaus geltend gemachte Verletzung von Verfahrensvorschriften (verkürzte 

Ausreisefrist) keinen zulässigen Revisionsgrund dar, da sie unter keinem 

der im Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe subsumiert wer-

den kann.  

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine revisionsrechtlich relevan-

ten Gründe dargetan sind. Das Gesuch um Revision des Urteils 

E-179/2025 vom 31. März 2025 ist demzufolge abzuweisen. 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Gesuchstellen-

den aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind, 

angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens auf Fr. 2'000.– festzuset-

zen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]), wobei der am 30. Juni 2025 einbezahlte Kostenvorschuss zur 

Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

8.  

Mit dem vorliegenden Urteil fällt der am 24. April 2025 verfügte Vollzugs-

stopp dahin. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.–  werden den Gesuchstellenden auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellenden, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Janine Sert 

 

 

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