# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ef88a2e-7b6d-56b0-85aa-6a1ac85df4eb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.08.2019 LZ190006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ190006_2019-08-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LZ190006-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiberin MLaw K. Peterhans 

Beschluss und Urteil vom 15. August 2019 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin 1 und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch die Beiständin Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

sowie 

 

C._____,  
Klägerin 2 und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Vaterschaft und Unterhalt  
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019 (FP180097-L) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(vgl. Wiedergabe in Urk. 37 S. 2 = Urk. 43 S. 2) 

Verfügung und Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Be-
zirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019: 

(Urk. 43 S. 22 ff.) 

Es wird verfügt: 

1. Der Klägerin 1 wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und ihr in der 

Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbei-

ständin bestellt.  

2. Das Gesuch der Klägerin 2 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.  

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Es wird festgestellt, dass der Beklagte der Vater des am tt.mm.2017 von 

C._____ geborenen Kindes A._____ ist.  

2. Die Klägerin 1 wird unter die alleinige elterliche Sorge der Mutter gestellt. 

3. Die Obhut für die Klägerin 1 wird der Mutter übertragen.  

4. Auf eine Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Beklagten und 

der Klägerin 1 wird einstweilen verzichtet. 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 folgende monatliche Kinderun-

terhaltsbeiträge im Sinne eines Barunterhalts zu bezahlen: 

− Fr. 610.–   ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027 

− Fr. 1'010.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030 

- 3 - 

− Fr. 1'140.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

− Fr. 1'240.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung 

Es wird festgehalten, dass kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist. 

Der Beklagte wird verpflichtet, ihm zugunsten der Klägerin 1 zustehende ge-

setzliche und/oder vertragliche Familien- bzw. Kinder- und Ausbildungszula-

gen geltend zu machen und zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen zu bezah-

len. 

Die Unterhaltsbeiträge und allfällige Familien- bzw. Kinder- und Ausbil-

dungszulagen sind an die Mutter der Klägerin 1 zu bezahlen, und zwar mo-

natlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungs-

modalitäten gelten auch über die Volljährigkeit hinaus, solange die Klägerin 

1 im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem 

Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.  

Es wird auf die Möglichkeit der Abänderung gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB 

und auf allfällige weitere Ansprüche des Kindes für ausserordentliche Kin-

derkosten gemäss Art. 286 Abs. 3 ZGB hingewiesen. 

6. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 vorstehend basiert 

auf folgenden Grundlagen:  

Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn (Familien- bzw. Kinder- 

und Ausbildungszulagen separat): 

Beklagter: CHF 3'790.–  (100%-Pensum) bis tt.mm.2027 
 CHF 4'177.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2027 
 CHF 4'302.– (100%-Pensum) ab 1.8.2030 
 CHF 4'386.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2033 

Kindsmutter: CHF 4'679.– (70%-Pensum) bis 31. Juli 2030, unter 
Abzug des Kita-Beitrages des Arbeitgebers  

 CHF 5'347.– (80%-Pensum) ab 1. August 2030 bis 
tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines 
allfälligen Zuschusses für ausserschulische 

- 4 - 

Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypo-
thetisch) 

 CHF 6'684.–  (100%-Pensum) ab tt.mm.2033, 
ohne Berücksichtigung eines allfälligen Zu-
schusses für ausserschulische Betreuung 
seitens des Arbeitgebers (hypothetisch) 

Klägerin 1: Kinderzulagen von Fr. 380.– bis tt.mm.2033 
 Kinderzulagen von Fr. 430.– ab tt.mm.2033 

Vermögen: 

Beklagter: unbekannt  
Kindsmutter: ca. CHF 33'880.–  
Klägerin 1:  CHF  0.–  

familienrechtlicher Bedarf (inkl. Steuern): 

Beklagter:  Fr. 2'660.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027 

   Fr. 2'720.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030 

   Fr. 2'740.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

  Fr. 2'753.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer ange-
messenen Erstausbildung 

Kindsmutter: Fr. 3'099.–  

Klägerin 1: Fr. 985.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027 

   Fr. 1'385.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030 

   Fr. 1'515.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

   Fr. 1'665.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer ange-
messenen Erstausbildung 

7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezember 

2018 von 101.5 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind je-

weils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 

- 5 - 

2020, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupas-

sen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = 
alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 

101.5 

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 

Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-

haltsbeiträge gemäss Ziffer 5 nur proportional zur tatsächlichen Einkom-

menssteigerung angepasst. 

Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2018, berechtigt dies 

nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge. 

8. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.  

9. Die Gerichtskosten werden zu 5/6 dem Beklagten und zu 1/6 der Klägerin 1 

auferlegt.  

10. Der Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung an die Sozialen 

Dienste der Stadt Zürich wird abgewiesen. 

11. (Schriftliche Mitteilung). 

12. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 30 Tage Frist).  

Berufungsanträge der Klägerin 1 und Berufungsklägerin (Urk. 42 S. 2): 

 "In Gutheissung der Berufung sei Disp. Ziff. 5 des vorinstanzlichen Urteils 
wie folgt abzuändern: 
 'Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 folgende monatliche Kin-

derunterhaltsbeiträge im Sinne eines Barunterhalts zu bezahlen: 
  - Fr. 1'130.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027  
   […].' 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zulasten des 
Beklagten." 
 

- 6 - 

Prozessualer Antrag der Klägerin 1 und Berufungsklägerin (Urk. 42 S. 2): 

"Der Klägerin 1 sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren." 

 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Klägerin 1 und Berufungsklägerin (fortan Tochter) ist die zweijährige 

Tochter der unverheirateten Eltern B._____ (Beklagter und Berufungsbeklagter, 

fortan Kindsvater) und C._____ (Klägerin 2 und Berufungsbeklagte, fortan Kinds-

mutter). Die Tochter steht unter der alleinigen elterlichen Sorge und Obhut der 

Kindsmutter (Urk. 43 S. 23 Dispositivziffern 2 und 3). Der Aufenthalt des Kindsva-

ters ist unbekannt (Urk. 43 S. 3). Mit Eingabe vom 9. Mai 2018 machte die 

Kindsmutter vor Vorinstanz eine Klage auf Feststellung der Vaterschaft verbun-

den mit einer Kinderunterhaltsklage anhängig (vgl. Urk. 1 und Urk. 2). Um allfälli-

gen Interessenskonflikten zu begegnen, wurde für die Tochter mit Verfügung vom 

25. Juni 2018 (Berichtigung) eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 

ZGB errichtet (Urk. 10 Dispositivziffer 1; [urspr. erwog die Vorinstanz eine Bei-

standschaft im Sinne von Art. 306 Abs. 2 ZGB, ordnete indes eine solche nach 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an, Urk. 7 S. 2]) und die Kindesschutzbehörde der 

Stadt Zürich ersucht, der Tochter für die Führung des Verfahrens einen Beistand 

zu bestellen (Urk. 10 Dispositivziffer 2). Dieser Aufforderung kam die Kindes-

schutzbehörde der Stadt Zürich mit Beschluss vom 12. Juli 2018 nach und be-

stellte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ zur Beiständin der Tochter mit der Aufga-

be, diese im Prozess zur Feststellung der Vaterschaft zu vertreten (Urk. 12 Dis-

positivziffer 1 und 2). Der weitere Prozessverlauf kann dem vorinstanzlichen Ent-

scheid entnommen werden (Verfügung und Urteil; Urk. 43). 

2. Gegen das vorinstanzliche Urteil erhob die Tochter mit Eingabe vom 1. März 

2019 (Urk. 42) innert Frist (vgl. Urk. 39) Berufung mit den einleitend zitierten An-

trägen. Mit (für den Kindsvater amtlich publizierter) Präsidialverfügung vom 

8. April 2019 wurde den Berufungsbeklagten Frist zur Beantwortung der Berufung 

- 7 - 

angesetzt (Urk. 47 bis Urk. 49). Sie liessen sich innert angesetzter Frist jedoch 

nicht vernehmen.  

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1 - 41). Das Verfahren 

erweist sich als spruchreif. 

II. 

1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis der Streitsa-

che, d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-

schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; 

BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-

gründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstin-

stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III 

374 E. 4.3.1). Das setzt voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen 

Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinan-

dersetzt und mittels präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die mass-

gebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben 

wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungs-

grund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren 

blosse Wiederholung genügt nicht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 

vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Be-

gründungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, ist – abgesehen 

von offensichtlichen Mängeln – von der Rechtsmittelinstanz nicht zu überprüfen 

(BGE 142 III 413 E. 2.2.4). In diesem Rahmen ist insoweit auf die Parteivorbrin-

gen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist (BGE 134 I 83 

E. 4.1). 

2. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange ist der Sachverhalt nach Art. 296 

ZPO von Amtes wegen zu erforschen. Infolgedessen können die Parteien im Be-

- 8 - 

rufungsverfahren auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn 

die Voraussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 

E. 4.2.1). Die von den Parteien erstmals im Berufungsverfahren eingereichten Ur-

kunden sowie die daraus abgeleiteten Vorbringen sind somit im Berufungsverfah-

ren zu berücksichtigen. 

III. 

1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Höhe der vom Kindsvater 

für die Tochter zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge in der Phase vom 

tt.mm.2017 bis tt.mm.2027. Dabei ist strittig, ob in diesem Zeitraum die Fremdbe-

treuungskosten der Tochter in deren Bedarf zu berücksichtigen sind. Sodann 

kann der Berufungsbegründung entnommen werden, dass ab Mai 2019 für die 

weitere Dauer der Unterhaltspflicht tiefere Kinderzulagen geltend gemacht werden 

(vgl. Urk. 42 S. 6). Da Anträge im Lichte der Begründung auszulegen sind (BGE 

137 III 617 E. 6.2; OGer ZH LE170049 vom 22.11.2017, E. B.2.3) - und mit Blick 

auf die vorliegend anwendbaren Verfahrensmaximen -, sind nachfolgend auch die 

weiteren Phasen der Unterhaltsberechnung zu betrachten und allenfalls an die 

geänderten Kinderzulagen anzupassen. Dies hat ebenso für die damit in Zusam-

menhang stehende Dispositivziffer 6 zu gelten. 

2. Die Vorinstanz erwog, die Tochter werde an drei Tagen pro Woche in der 

Kita betreut. Ein Teil der Kosten werde durch Subventionen, welche die Kindsmut-

ter erhalte, und der Restbetrag vom Arbeitgeber der Kindsmutter getragen. Aus 

diesem Grund seien im Bedarf der Tochter keine Fremdbetreuungskosten zu be-

rücksichtigen. Der entsprechende Beitrag des Arbeitgebers der Kindsmutter an 

die Kita-Betreuung der Tochter sei aus dem Nettoeinkommen der Mutter heraus-

zurechnen (Urk. 43 S. 16).  

3. Die Rechtsvertreterin der Tochter wendet ein, bei der Verteilung des Barun-

terhalts der Tochter müsse deren Betreuungssituation, mithin der Doppelbelas-

tung der Kindsmutter durch die Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit, angemes-

sen Rechnung getragen werden. Es sei zu berücksichtigen, dass die allein be-

treuende Kindsmutter Naturalunterhalt leiste, der nicht durch Betreuungsunterhalt 

- 9 - 

abgegolten werde. Aus diesem Grund sei, wie die Vorinstanz selbst ausgeführt 

habe, von einer proportionalen Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit beider El-

ternteile abzusehen. Indem die Vorinstanz sodann eine Berechnungsmethode 

angewendet habe, bei welcher die Fremdbetreuungskosten im Barbedarf der 

Tochter nicht berücksichtigt beziehungsweise mit dem Einkommen der Kindsmut-

ter verrechnet werden, entstehe eine proportionale Beteiligung der Kindsmutter 

am Barbedarf der Tochter. Die Kindsmutter beteilige sich mit Fr. 574.– am Kin-

desunterhalt, obwohl sie ihren Anteil bereits durch Naturalunterhalt leiste. Um ei-

ne Doppelbelastung der Kindsmutter zu vermeiden, seien die Fremdbetreuungs-

kosten im Barbedarf der Tochter anzurechnen. Der gesamte Barbedarf der Toch-

ter von Fr. 1'179.– sei dem Kindsvater aufzuerlegen, sofern er diesen, ohne Ein-

griff in sein betreibungsrechtliches Existenzminimum, bezahlen könne. Gemäss 

vorinstanzlichem Urteil betrage die Leistungsfähigkeit des Kindsvaters in der Zeit 

vom tt.mm.2017 bis tt.mm.2027 Fr. 1'130.– pro Monat, weshalb er für diesen Zeit-

raum zu monatlichen Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 1'130.– zuzüglich allfälli-

ger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- und Ausbildungszulagen zu ver-

pflichten sei. Schliesslich führt die Beiständin der Berufungsklägerin aus, die 

Kindsmutter habe ab Mai 2019 eine 60 %-Stelle bei der Gemeinde E._____ ange-

treten. Infolge dessen verdiene die Kindsmutter monatlich (inkl. 13. Monatslohn) 

noch Fr. 4'325.– netto und erhalte monatlich nur noch Fr. 200.– Kinderzulagen. 

Entsprechend erhöhe sich der Barbedarf der Tochter nach Abzug der Kinder- und 

Ausbildungszulagen ab Mai 2019 um Fr. 160.– [recte: Fr. 180.–] auf Fr. 1'359.– 

(Fr. 400.– + Fr. 485.– + Fr. 574.– + Fr. 100.– – Fr. 200.–;                 Urk. 42 

S. 3 ff.). 

4. Der Unterhalt eines Kindes wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung 

geleistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Diese drei Arten von Beiträgen an den Kindesun-

terhalt sind nach der Konzeption des Gesetzes gleichwertig. Die Eltern sorgen 

gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des 

Kindes und tragen insbesondere die Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbil-

dung und Kindesschutzmassnahmen (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Somit hat der Eltern-

teil, der das Kind nicht oder nicht wesentlich betreut, grundsätzlich für dessen 

Barunterhalt aufzukommen (BGer 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019, E. 5.1 ). Nach 

- 10 - 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist dem Unterhaltspflichtigen für alle fa-

milienrechtlichen Unterhaltskategorien und in Abweichung zum Gleichbehand-

lungsgrundsatz stets das betreibungsrechtliche Existenzminimum zu belassen, 

mit der Folge, dass die Unterhaltsberechtigten ein allfälliges Manko alleine zu tra-

gen haben (BGE 140 III 337 E. 4.3 mit zahlreichen Hinweisen; BGer 5A_273/2018 

vom 25. März 2019, E. 6.3.2.1). Die Drittbetreuungskosten sind nach dem revi-

dierten Kindesunterhaltsrecht als direkte Kinderkosten bei der Bemessung des 

Unterhaltsbeitrags zu berücksichtigen. Sie werden mit dem Barunterhalt des Kin-

des gedeckt (BGer 5A_708/2017 vom 13. März 2018, E. 4.9). Der Kindesunterhalt 

setzt sich aus Natural-, Bar- und Betreuungsunterhalt zusammen und ist in dieser 

Reihenfolge zu decken bzw. zu finanzieren (BGer 5A_384/2018 vom 

21. September 2018, E. 4.3). 

5.  Aus den Akten geht hervor, dass die Kindsmutter von ihrem vormaligen Ar-

beitgeber (für den sie bis zum 30. April 2019 tätig war) unter dem Titel "Zuschuss 

KiTa" einen monatlichen Betrag von Fr. 574.80 erhielt (Urk. 24/3). Dieser Betrag 

war der Fremdbetreuung der Tochter gewidmet und damit grundsätzlich analog 

den Kinder- und Ausbildungszulagen als Einkommen der Tochter einzustufen. 

Der Fremdbetreuungsbetrag wäre zwar, wie die Rechtsvertreterin der Tochter 

richtig vorbringt, im Bedarf der Tochter zu berücksichtigen. Jedoch wäre dieser 

hernach als deren Einkommen wieder abzuziehen. Im Einkommen der Kindsmut-

ter wäre der entsprechende Betrag, wie die Vorinstanz richtig erwog, herauszu-

rechnen. Im Resultat ändert dies an der vorinstanzlichen Berechnung, wonach die 

Tochter einen vom Kindsvater zu deckenden Barbedarf von Fr. 605.– hat, nichts. 

Sofern die Tochter vorbringt, die Kindsmutter werde durch diese Berechnungs-

weise benachteiligt, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Kindsmutter den Zuschlag 

von Fr. 574.80 explizit unter dem Titel "Zuschuss KiTa" und damit zur Bezahlung 

der Fremdbetreuungskosten erhielt. Hätte die Kindsmutter keine Fremdbetreuung 

in Anspruch genommen, hätte ihr der Arbeitgeber diesen Betrag nicht bezahlt. Ei-

ne Benachteiligung der Kindsmutter ist vor diesem Hintergrund nicht ersichtlich. 

Demgegenüber würde die von der Rechtsvertreterin der Tochter vorgetragene 

Berechnungsweise, wonach die Fremdbetreuungskosten im Bedarf der Tochter 

zu belassen seien, der von der Arbeitgeberin der Kindsmutter hierfür bezahlte Be-

- 11 - 

trag aber nicht als deren Einkommen wieder abzuziehen sei, zu einer Privilegie-

rung der Kindsmutter führen: Der Kindsvater müsste für Fremdbetreuungskosten 

aufkommen, die eigentlich von der Tochter selbst gedeckt werden könnten, und 

die Kindsmutter hätte einen zusätzlichen Betrag von Fr. 574.80 zur Verfügung.  

Der Einwendung der Tochter, die Kindsmutter erbringe ihren Unterhaltsanteil be-

reits in Form eines Naturalbeitrags, kann nicht gefolgt werden: Wohl ist der Toch-

ter insofern zuzustimmen, als die alleinerziehende und zusätzlich erwerbstätige 

Kindsmutter mehr belastet ist als der Kindsvater. Jedoch ist es auch in solchen 

Fällen nicht gerechtfertigt, tatsächlich vorhandene finanzielle Mittel für die Unter-

haltsberechnung ausser Acht zu lassen und damit einen künstlichen Bedarf zu er-

zeugen bzw. ein bereits bestehendes Manko weiter zu vergrössern (Entscheid 

des Kantonsgerichts St. Gallen, II. Zivilkammer, FO.2017.11 vom 10.12.2018, E. 

7). Diese Auffassung stützt sich gerade auf die von der Kindsmutter selbst zitierte 

gesetzliche Regelung von Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB, wonach die Eltern gemein-

sam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes, 

bestehend aus Pflege, Erziehung und Geldzahlung, zu sorgen haben. Mutter und 

Vater haben hinsichtlich des Unterhalts des Kindes keinen Anspruch auf "Gleich-

behandlung". Ein Elternteil kann sich mit anderen Worten nicht darauf berufen, 

sich nur bis zu einem bestimmten Grad am Unterhalt des Kindes zu beteiligen. 

Der entsprechende Betrag wird der Kindsmutter von der Arbeitgeberin explizit für 

die Fremdbetreuung der Tochter geleistet. Nach dem Gesagten erweisen sich die 

Rügen der Kindsmutter für die Dauer ihrer Anstellung bei der D._____ AG, mithin 

bis zum 30. April 2019, als unbegründet.  

6.1 Anders zu beurteilen ist die Situation ab dem 1. Mai 2019, d.h. ab Antritt der 

neuen Stelle der Kindsmutter bei der Gemeinde E._____. Aus der Anstellungsver-

fügung der Gemeinde E._____ vom 13. Februar 2019 ist kein entsprechender 

monatlicher Zuschuss der Arbeitgeberin an die Fremdbetreuungskosten der Toch-

ter mehr ersichtlich (Urk. 45/3). Zudem betragen die monatlichen Kinderzulagen 

gemäss unbestritten gebliebener Behauptung der Tochter nur noch Fr. 200.– 

(Urk. 42 S. 6; § 4 Abs. 1 EG FamZG [LS 836.1]). Infolgedessen fehlt der Tochter 

ab dem 1. Mai 2019 im vorinstanzlich festgesetzten Bedarf ein Betrag von gerun-

- 12 - 

det Fr. 754.– (Fr. 574.– Zuschuss an die Kinderbetreuung und Fr. 180.– Differenz 

Kinderzulagen), weshalb sich die vom Kindsvater zu tragenden Kinderunterhalts-

kosten in der Phase II ab 1. Mai 2019 um Fr. 754.– erhöhen.  

6.2 In den nachfolgenden Phasen III (tt.mm.2027 - tt.mm.2029), IV (tt.mm.2029 - 

31.7.2030), V (1.8.2030 - tt.mm.2033) und VI (ab tt.mm.2033) ist sodann eine An-

passung der Kinderzulagen vorzunehmen. Die Vorinstanz berücksichtigte in ihren 

Berechnungen die höheren Kinderzulagen der D._____ AG (vgl. Urk. 43 S. 14). 

Neu erhält die Tochter bis zum vollendeten 12. Lebensjahr noch Kinderzulagen 

von Fr. 200.– und hernach bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens bis zum 

vollendeten 25. Lebensjahr, Fr. 250.–. Die Erhöhung der Kinderzulagen von Fr. 

200.– auf Fr. 250.– wird vorliegend ab der Phase IV berücksichtigt. Damit gestal-

tet sich der Barbedarf der Tochter neu wie folgt: 

 

 Phase I 

ab 

tt.mm.201

7 

Phase II 

ab 

1.5.2019 

Phase III 

ab 

tt.mm.202

7 

Phase IV 

ab 

tt.mm.202

9 

Phase V 

ab 

1.8.2030 

Phase VI 

ab 

tt.mm.203

3 

Grundbetrag 400.00 400.00 600.00 600.00 600.00 600.00 

Wohnkosten 485.00 485.00 485.00 485.00 485.00 485.00 

Krankenkasse (KVG 

u. VVG) 

0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 150.00 

Kommunikationskos-

ten 

0.00 0.00 0.00 0.00 70.00 70.00 

Fremdbetreuungs-

kosten 

0.00 574.00 0.00 0.00 0.00 0.00 

Förderung, Freizeit 

und ÖV 

100.00 100.00 300.00 300.00 360.00 360.00 

- Kinderzulagen - 380.00 - 200.00 - 200.00 - 250.00 - 250.00 - 250.00 

- 13 - 

Total Barbedarf 605.00 1'359.00 1'185.00 1'135.00 1'265.00 1'415.00 

6.3 Gemäss den unbestritten gebliebenen Erwägungen des vorinstanzlichen 

Entscheides beträgt die Leistungsfähigkeit des Kindsvaters in der Phase vom 

tt.mm.2017 bis zum tt.mm.2027 und damit in den Phasen I und II Fr. 1'130.–, in 

den Phasen III und IV vom tt.mm.2027 bis zum 31. Juli 2030 Fr. 1'457.–, in der 

Phase V vom 1. August 2030 bis zum tt.mm.2033 Fr. 1'562.– und in der Phase VI 

ab dem tt.mm.2033 Fr. 1'633.– (vgl. Urk. 43 S. 20). Aufgrund seiner Leistungsfä-

higkeit kann dem Kindsvater in der Phase II nicht der gesamte offene Bedarf der 

Tochter, sondern lediglich ein Unterhaltsbetrag von Fr. 1'130.– auferlegt werden. 

Bei der Tochter verbleibt demnach ein Manko von Fr. 229.– für die Zeit vom 1. 

Mai 2019 bis zum tt.mm.2027. 

7. Im Lichte der vorstehenden Erwägungen ist der vorinstanzlich erhobene 

Kinderunterhalt in der Höhe von Fr. 610.– für die Zeit vom tt.mm.2017 bis zum 30. 

April 2019 zu bestätigen. In dieser Hinsicht erweist sich die Berufung der Tochter 

als unbegründet und ist abzuweisen. Ab dem 1. Mai 2019 ist das vorinstanzliche 

Urteil jedoch aufzuheben und der Kindsvater zu folgenden Kinderunterhaltsbeiträ-

gen zu verpflichten: 

- Fr. 1'130.– ab 1. Mai 2019 bis tt.mm.2027 

- Fr. 1'185.– ab tt.mm.2027 bis tt.mm.2029 

- Fr. 1'135.– ab tt.mm.2029 bis 31. Juli 2030 

- Fr. 1'265.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

- Fr. 1'415.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen  

                      Erstausbildung. 

 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

- 14 - 

1. Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erst- und 

zweitinstanzlichen Verfahrens zu befinden. 

2. Die vom Kindsvater zu leistenden Unterhaltsbeiträge wurden nur leicht an-

gepasst. Es rechtfertigt sich daher, die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen, wonach die Tochter 1/6 der Gerichtskosten zu tragen hat, zu bestä-

tigen.  

3.1. In Anwendung von § 12 i.V.m. § 4 Abs. 1 bis 3 GebV OG sind die Gerichts-

kosten für das Berufungsverfahren auf Fr. 3'000.– festzusetzen.  

3.2. Die Tochter beantragt monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'130.– für die 

Zeit vom tt.mm.2017 bis tt.mm.2027. Für die Zeit vom 1. Mai 2019 bis zum 

tt.mm.2027 ist ihr Unterhaltsanspruch auf die beantragten Fr. 1'130.– anzuheben. 

Infolge der geringeren Kinderzulagen ab dem 1. Mai 2019 sind überdies die ge-

samten Unterhaltsbeiträge ab diesem Zeitpunkt an die veränderten Kinderzulagen 

anzupassen. Im Mehrumfang ist die Berufung abzuweisen und das vor-

instanzliche Urteil zu bestätigen. Damit unterliegt die Tochter mit ihrem Antrag zu 

1/5, weshalb ihr Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.– aufzuerlegen wären 

(vgl. aber E. IV/4.3). Der Kindsvater hat sich im Berufungsverfahren zwar nicht 

vernehmen lassen, doch gilt der Grundsatz, wonach eine Partei im Verfahren 

nicht dadurch ihre Parteistellung verliert, dass sie sich der Vernehmlassung ent-

hält, und demgemäss bis zum Abschluss des Verfahrens das Prozess- und Kos-

tenrisiko trägt (BGer 5A_61/2012 vom 23. März 2012, E. 2.3; BGE 123 V 156 E. 

3c; OGer ZH RT160077 vom 25.07.2016, E. 4.1). Dem Kindsvater ist demnach 

ein Gerichtskostenanteil von 4/5 respektive Fr. 2'400.– aufzuerlegen (Art. 107 

Abs. 2 ZPO).  

3.3 Die Tochter war vor Obergericht durch ihre Beiständin und nicht durch eine 

im kantonalen Anwaltsregister aufgenommene Anwältin vertreten (Art. 95 Abs. 3 

lit. b und Art. 68 Abs. 2 ZPO). Damit kommt als allfällige Parteientschädigung le-

diglich eine angemessene Umtriebsentschädigung in Betracht. Die Rechtsvertre-

terin der Tochter begründet ihren Antrag auf eine Prozessentschädigung jedoch 

nicht (Urk. 42 S. 2). Damit kommt sie den gesetzlichen Erfordernissen gemäss 

- 15 - 

Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO nicht nach. Darüber hinaus ergibt sich weder aus dem 

Gebührentarif zum Kinder- und Jugendhilfegesetz noch aus dem Kinder- und Ju-

gendhilfegesetz (KJHG), dass die Rechtsvertretung durch eine Beiständin als ge-

bührenpflichtige Leistung in Rechnung gestellt werden kann (vgl. hierzu auch 

OGer ZH LZ170002 vom 08.06.2017, E. III.4 mit Verweis auf OGer ZH LZ130010 

vom 02.03.2015, E. III.1). Es ist daher nicht davon auszugehen, dass der Tochter 

im Berufungsverfahren Kosten für die Rechtsvertretung anfallen. Nach dem Ge-

sagten besteht im Berufungsverfahren für die Tochter kein Anspruch auf eine Par-

teientschädigung.  

4.1. Sodann ersucht die Tochter für das Berufungsverfahren um die Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 42 S. 2).  

4.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspfle-

ge, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbe-

gehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte 

notwendig ist, insbesondere wenn die Gegenpartei anwaltlich vertreten ist, be-

steht darüber hinaus ein Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung (Art. 118 

Abs. 1 lit. c ZPO). 

4.3 Ein unmündiges Kind ist nur insoweit mittellos, als es auch beide Eltern sind 

(BGE 119 Ia 134 E. 4; BK ZPO I-Bühler, Art. 117 N 47). Dies ist Ausfluss der el-

terlichen Unterhaltspflicht, welche als familienrechtliche Unterstützungspflicht der 

staatlichen Pflicht zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vorgeht. Auf-

grund der vorstehenden Erwägungen (vgl. E. III.6.3) ist der Kindsvater nach der 

Leistung der Kinderunterhaltsbeiträge in der aktuellen Phase nicht mehr in der 

Lage, die Gerichtskosten der Tochter zu finanzieren. Die Kindsmutter verdient seit 

dem 1. Mai 2019 monatlich netto Fr. 4'325.–. Nach der Deckung ihres unange-

fochtenen Bedarfs von Fr. 3'099.– (vgl. Urk. 43 S. 17) verbleibt ihr ein monatlicher 

Überschuss von Fr. 1'226.–. Hiervon hat sie sich in der Zeit vom 1. Mai 2019 bis 

zum tt.mm.2027 im Umfang von Fr. 229.– am Manko der Tochter zu beteiligen 

(vgl. vorstehend E. III.6.3), weshalb ihr ein monatlicher Freibetrag von Fr. 997.– 

verbleibt. Um den Bedarf der Kindsmutter nicht auf das absolute Minimum zu be-

schränken, scheint es vorliegend angemessen, einen Zuschlag von 25 % auf ih-

- 16 - 

ren Grundbetrag (gerundet Fr. 340.–) sowie demjenigen der Tochter (Fr. 100.–) 

zu gewähren (vgl. Huber, DIKE-Komm-ZPO, Art. 117 N 56) und in ihrem Bedarf 

zu berücksichtigen. Damit resultiert ein monatlicher Überschuss der Kindsmutter 

von Fr. 557.–, womit sie ohne weiteres in der Lage ist, die Gerichtskosten ihrer 

Tochter in der Höhe von Fr. 600.– innerhalb eines Jahres zu tilgen (BGE 141 III 

369 E. 4.1; OGer LY180041 vom 19.12.2018, E. 2.3.2). Die Gerichtskosten der 

Tochter sind daher gestützt auf Art. 276 ZGB in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. 

c ZPO der Kindsmutter aufzuerlegen (vgl. hierzu OGer ZH LZ180010 vom 

13.05.2019, E. III.2.1). Infolgedessen ist das Gesuch der Tochter um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren als gegenstandslos 

abzuschreiben.  

4.4 Die Tochter stellte keinen expliziten Antrag um Bestellung eines unentgeltli-

chen Rechtsbeistandes. Einem entsprechenden Antrag wäre auch nicht stattzu-

geben, da gemäss ständiger kantonaler und bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

die Bestellung eines solchen nicht notwendig erscheint, wenn die bedürftige Par-

tei über einen Beistand verfügt, welcher in der Lage ist, die Interessen des Vertre-

tenen zu vertreten (ZR 83 [1984] S. 271; BGE 110 IA 87; OGer ZH LZ140008 

vom 15.12.2014, E. III.2.3). Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der 

Stadt Zürich ernannte mit Beschluss vom 12. Juli 2018 Rechtsanwältin lic. iur. 

X._____ ausdrücklich zur Beiständin der Tochter u.a. mit dem Auftrag, das Kind 

im hängigen Vaterschaftsprozess zu vertreten (Urk. 45/2). Damit ist die rechts-

kundige Vertretung der Tochter gewahrt. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Berufungsklägerin, ihr für das Berufungsverfahren die un-

entgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, wird als gegenstandslos abge-

schrieben. 

2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

- 17 - 

und sodann erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird die Unterhaltsverpflichtung des 

Berufungsbeklagten gemäss Dispositivziffer 5 Absatz 1 des Urteils des Ein-

zelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abtei-

lung, vom 25. Januar 2019 (FP180097) aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt: 

 
"5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 folgende monatliche Kinderunterhalts-

beiträge im Sinne eines Barunterhalts zu bezahlen: 
 

- Fr.    610.–  ab tt.mm.2017 bis 30. April 2019 
 
- Fr. 1'130.– ab 01. Mai 2019 bis tt.mm.2027 
 
- Fr. 1'185.– ab tt.mm.2027 bis tt.mm.2029 
 
- Fr. 1'135.– ab tt.mm.2029 bis 31. Juli 2030 
 
- Fr. 1'265.–  ab 01. August 2030 bis tt.mm.2033 
 
- Fr. 1'415.–  ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer  

angemessenen Erstausbildung. 
 
(…)" 

 

2. Sodann werden die Grundlagen zur Festsetzung der Unterhaltsbeiträge ge-

mäss Dispositivziffer 6 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Ver-

fahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019 

(FP180097) aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"6. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 vorstehend basiert auf fol-

genden Grundlagen:  

 Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn (Familien- bzw. Kinder- und Aus-

bildungszulagen separat): 

Beklagter:  CHF 3'790.– (100%-Pensum) bis tt.mm.2027 

   CHF 4'177.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2027 

     CHF 4'302.– (100%-Pensum) ab 1.8.2030 

     CHF 4'386.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2033 

Kindsmutter:  CHF 4'679.– (70%-Pensum) bis 30. April 2019, unter 
Abzug des Kita-Beitrages des Arbeitgebers 

- 18 - 

   CHF 4'325.– (60%-Pensum) bis 31. Juli 2030, ohne 
Zuschuss für ausserschulische Betreuung seitens 
des Arbeitgebers 

  CHF 5'766.– (80%-Pensum) ab 1. August 2030 bis 
tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines allfälligen 
Zuschusses für ausserschulische Betreuung seitens 
des Arbeitgebers (hypothetisch) 

 CHF 7'208.–    (100%-Pensum) ab tt.mm.2033, ohne Berücksichti-
gung eines allfälligen Zuschusses für ausserschuli-
sche Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypothe-
tisch) 

Klägerin 1: Kinderzulagen von Fr. 380.– bis 30. April 2019 

 Kinderzulagen von Fr. 200.– bis tt.mm.2029 

 Kinderzulagen von Fr. 250.– ab tt.mm.2029 

 

Vermögen: 

Beklagter: unbekannt  

Kindsmutter: ca. CHF 33'880.–  

Klägerin 1:  CHF  0.–  

familienrechtlicher Bedarf (inkl. Steuern): 

Beklagter:  Fr. 2'660.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027 

   Fr. 2'720.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030 

   Fr. 2'740.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

   Fr. 2'753.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen  
Erstausbildung 

Kindsmutter: Fr. 3'099.–  

Klägerin 1:  Fr. 985.– ab tt.mm.2017 bis 30. April 2019 

   Fr. 1'559.– ab 1. Mai 2019 bis tt.mm.2027 

   Fr. 1'385.– ab tt.mm.2027 bis tt.mm.2029 

   Fr. 1'385.– ab tt.mm.2029 bis 31. Juli 2030 

   Fr. 1'515.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033 

   Fr. 1'665.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen  
Erstausbildung" 

3. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 

- 19 - 

4. Die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen werden bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

6. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beru-

fungsbeklagten (C._____) zu 1/5 und dem Berufungsbeklagten (B._____) zu 

4/5 auferlegt.  

7. Es werden für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Berufungsbeklagten (B._____) 

durch Publikation im Amtsblatt, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
über Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 20 - 

Zürich, 15. August 2019 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Vorsitzende: 

 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw K. Peterhans 
 
versandt am: 
bz 

	Beschluss und Urteil vom 15. August 2019
	Rechtsbegehren: (vgl. Wiedergabe in Urk. 37 S. 2 = Urk. 43 S. 2)
	Verfügung und Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019: (Urk. 43 S. 22 ff.)
	Es wird verfügt:
	1. Der Klägerin 1 wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und ihr in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	2. Das Gesuch der Klägerin 2 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Es wird festgestellt, dass der Beklagte der Vater des am tt.mm.2017 von C._____ geborenen Kindes A._____ ist.
	2. Die Klägerin 1 wird unter die alleinige elterliche Sorge der Mutter gestellt.
	3. Die Obhut für die Klägerin 1 wird der Mutter übertragen.
	4. Auf eine Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Beklagten und der Klägerin 1 wird einstweilen verzichtet.
	5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 folgende monatliche Kinderunterhaltsbeiträge im Sinne eines Barunterhalts zu bezahlen:
	 Fr. 610.–   ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027
	 Fr. 1'010.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030
	 Fr. 1'140.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033
	 Fr. 1'240.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung

	Es wird festgehalten, dass kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist.
	Der Beklagte wird verpflichtet, ihm zugunsten der Klägerin 1 zustehende gesetzliche und/oder vertragliche Familien- bzw. Kinder- und Ausbildungszulagen geltend zu machen und zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen zu bezahlen.
	Die Unterhaltsbeiträge und allfällige Familien- bzw. Kinder- und Ausbildungszulagen sind an die Mutter der Klägerin 1 zu bezahlen, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten auch über die Vol...
	Es wird auf die Möglichkeit der Abänderung gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB und auf allfällige weitere Ansprüche des Kindes für ausserordentliche Kinderkosten gemäss Art. 286 Abs. 3 ZGB hingewiesen.
	6. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 vorstehend basiert auf folgenden Grundlagen:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn (Familien- bzw. Kinder- und Ausbildungszulagen separat):
	Beklagter: CHF 3'790.–  (100%-Pensum) bis tt.mm.2027
	CHF 4'177.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2027
	CHF 4'302.– (100%-Pensum) ab 1.8.2030
	CHF 4'386.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2033
	Kindsmutter: CHF 4'679.– (70%-Pensum) bis 31. Juli 2030, unter Abzug des Kita-Beitrages des Arbeitgebers
	CHF 5'347.– (80%-Pensum) ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines allfälligen Zuschusses für ausserschulische Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypothetisch)
	CHF 6'684.–  (100%-Pensum) ab tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines allfälligen Zuschusses für ausserschulische Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypothetisch)
	Klägerin 1: Kinderzulagen von Fr. 380.– bis tt.mm.2033
	Kinderzulagen von Fr. 430.– ab tt.mm.2033
	Vermögen:

	Beklagter: unbekannt
	Kindsmutter: ca. CHF 33'880.–
	Klägerin 1:  CHF  0.–
	familienrechtlicher Bedarf (inkl. Steuern):

	Beklagter:  Fr. 2'660.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027
	Fr. 2'720.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030
	Fr. 2'740.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033
	Fr. 2'753.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung
	Kindsmutter: Fr. 3'099.–
	Klägerin 1: Fr. 985.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027
	Fr. 1'385.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030
	Fr. 1'515.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033
	Fr. 1'665.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung
	7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezember 2018 von 101.5 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden J...
	Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2018, berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
	8. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	9. Die Gerichtskosten werden zu 5/6 dem Beklagten und zu 1/6 der Klägerin 1 auferlegt.
	10. Der Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung an die Sozialen Dienste der Stadt Zürich wird abgewiesen.
	11. (Schriftliche Mitteilung).
	12. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 30 Tage Frist).
	Berufungsanträge der Klägerin 1 und Berufungsklägerin (Urk. 42 S. 2):
	Erwägungen:
	I.
	II.
	2. Die vom Kindsvater zu leistenden Unterhaltsbeiträge wurden nur leicht angepasst. Es rechtfertigt sich daher, die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen, wonach die Tochter 1/6 der Gerichtskosten zu tragen hat, zu bestätigen.
	4.4 Die Tochter stellte keinen expliziten Antrag um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes. Einem entsprechenden Antrag wäre auch nicht stattzugeben, da gemäss ständiger kantonaler und bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Bestellung eines...

	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Berufungsklägerin, ihr für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, wird als gegenstandslos abgeschrieben.
	2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	und sodann erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird die Unterhaltsverpflichtung des Berufungsbeklagten gemäss Dispositivziffer 5 Absatz 1 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019 ...
	2. Sodann werden die Grundlagen zur Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 6 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 25. Januar 2019 (FP180097) aufgehoben und durch folg...
	"6. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 vorstehend basiert auf folgenden Grundlagen:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn (Familien- bzw. Kinder- und Ausbildungszulagen separat):
	Beklagter:  CHF 3'790.– (100%-Pensum) bis tt.mm.2027
	CHF 4'177.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2027
	CHF 4'302.– (100%-Pensum) ab 1.8.2030
	CHF 4'386.– (100%-Pensum) ab tt.mm.2033
	Kindsmutter:  CHF 4'679.– (70%-Pensum) bis 30. April 2019, unter Abzug des Kita-Beitrages des Arbeitgebers
	CHF 4'325.– (60%-Pensum) bis 31. Juli 2030, ohne Zuschuss für ausserschulische Betreuung seitens des Arbeitgebers
	CHF 5'766.– (80%-Pensum) ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines allfälligen Zuschusses für ausserschulische Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypothetisch)
	CHF 7'208.–    (100%-Pensum) ab tt.mm.2033, ohne Berücksichtigung eines allfälligen Zuschusses für ausserschulische Betreuung seitens des Arbeitgebers (hypothetisch)
	Klägerin 1: Kinderzulagen von Fr. 380.– bis 30. April 2019
	Kinderzulagen von Fr. 200.– bis tt.mm.2029
	Kinderzulagen von Fr. 250.– ab tt.mm.2029
	Vermögen:

	Beklagter: unbekannt
	Kindsmutter: ca. CHF 33'880.–
	Klägerin 1:  CHF  0.–
	familienrechtlicher Bedarf (inkl. Steuern):

	Beklagter:  Fr. 2'660.– ab tt.mm.2017 bis tt.mm.2027
	Fr. 2'720.– ab tt.mm.2027 bis 31. Juli 2030
	Fr. 2'740.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033
	Fr. 2'753.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen  Erstausbildung
	Kindsmutter: Fr. 3'099.–
	Klägerin 1:  Fr. 985.– ab tt.mm.2017 bis 30. April 2019
	Fr. 1'559.– ab 1. Mai 2019 bis tt.mm.2027
	Fr. 1'385.– ab tt.mm.2027 bis tt.mm.2029
	Fr. 1'385.– ab tt.mm.2029 bis 31. Juli 2030
	Fr. 1'515.– ab 1. August 2030 bis tt.mm.2033
	Fr. 1'665.– ab tt.mm.2033 bis zum Abschluss einer angemessenen  Erstausbildung"
	3. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen.
	4. Die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen werden bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	6. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Berufungsbeklagten (C._____) zu 1/5 und dem Berufungsbeklagten (B._____) zu 4/5 auferlegt.
	7. Es werden für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Berufungsbeklagten (B._____) durch Publikation im Amtsblatt, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...