# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23bcf4b7-5bec-5808-9516-db9bd76d5a73
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.03.2015 A-4626/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4626-2014_2015-03-06.pdf

## Full Text

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 23.05.2016 (2C_355/2015) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4626/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  6 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richter André Moser, Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiber Pascal Baur. 

 

 
 

Parteien 

 
Electricité de la Lienne SA,   

Zustelladresse: c/o Services Industriels de Sion, 1950 Sion,   

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Mariella Orelli und 

Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Burger, Homburger AG, 

Hardstrasse 201, Postfach 314, 8037 Zürich, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Swissgrid AG,  

Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg,   

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Verzinsung der Akontozahlungen SDL für die Tarifjahre 2009 

und 2010. 

 

 

A-4626/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verordnung vom 12. Dezember 2008 änderte der Bundesrat die Strom-

versorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71) per 1. 

Januar 2009 in mehreren Punkten ab und ergänzte sie um verschiedene 

diese Änderung betreffende Übergangsbestimmungen (vgl. AS 2008 

6467). Eine dieser Bestimmungen, Art. 31b StromVV (per 1. März 2013 

aufgehoben durch Ziff. I der Verordnung vom 30. Januar 2013 [AS 2013 

559]; nachfolgend: aArt. 31b StromVV), verpflichtete die nationale Netzge-

sellschaft bzw. die Swissgrid AG, den Netzbetreibern und den am Übertra-

gungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern in den Jahren 2009-

2013 die Kosten für allgemeine Systemdienstleistungen (SDL) höchstens 

im Umfang von 0,4 Rappen pro kWh anzulasten (Abs. 1). Ausserdem ver-

pflichtet sie sie, in diesem Zeitraum den Teil der Kosten der allgemeinen 

SDL (nachfolgend: SDL-Kosten), der mit diesem Tarif nicht gedeckt werden 

könne, den Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung 

von mindestens 50 MW gemäss deren Anteil an der Bruttoenergieerzeu-

gung individuell in Rechnung zu stellen (Abs. 2). 

B.  

B.a Mit Verfügung vom 6. März 2009 legte die Eidgenössische Elektrizi-

tätskommission ElCom den Tarif für allgemeine SDL für das Jahr 2009 auf 

0,77 Rappen pro kWh fest und lastete 0,4 Rappen den Endverbrauchern 

an (Dispositivziffer 2). Weiter setzte sie den Anteil, den die – im Anhang 2 

der Verfügung aufgelisteten – Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer 

elektrischen Leistung von mindestens 50 MW übernehmen sollten, auf 

0,45 Rappen pro kWh fest (Dispositivziffer 3). Sie führte dazu aus, die 

Swissgrid AG habe ihr nach Bekanntwerden der tatsächlichen SDL-Kosten 

einen Bericht zur Genehmigung vorzulegen und die genehmigten anre-

chenbaren Kosten den erwähnten Kraftwerkbetreiberinnen individuell 

nachzubelasten oder gutzuschreiben.  

B.b Mit einer analogen Verfügung vom 4. März 2010 legte die ElCom den 

Tarif für allgemeine SDL für das Jahr 2010 auf 0,76 Rappen pro kWh fest 

und auferlegte 0,4 Rappen den Netzbetreibern und den am Übertragungs-

netz direkt angeschlossenen Endverbrauchern (Dispositivziffer 4). Ausser-

dem setzte sie den von den Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer 

elektrischen Leistung von mehr als 50 MW zu übernehmenden Betrag auf 

0,42 Rappen pro kWh fest (Dispositivziffer 5). 

A-4626/2014 

Seite 3 

C.  

Die Electricité de la Lienne SA, eine Kraftwerkbetreiberin im Sinne von 

aArt. 31b Abs. 2 StromVV, erhob gegen die beiden Verfügungen der  

ElCom keine Beschwerde. Sie bezahlte ausserdem die von der Swissgrid 

AG für die Jahre 2009 und 2010 gestellten Akontorechnungen für ihren An-

teil an den SDL-Kosten (nachfolgend: SDL-Akontorechnungen), allerdings 

nur unter Vorbehalt und ohne Anerkennung einer Schuld. 

D.  

Mit Urteil A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 (teilweise abgedruckt in 

BVGE 2010/49) hiess das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde 

der Gommerkraftwerke AG, einer weiteren Kraftwerkbetreiberin im Sinne 

von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, gegen die Verfügung der ElCom vom 

6. März 2009 teilweise gut und hob Dispositivziffer 2 Satz 2, wonach die 

SDL-Kosten den Endverbrauchern nur im Umfang von 0,4 Rappen pro 

kWh angelastet werden dürfen, sowie Dispositivziffer 3 dieser Verfügung 

mit Bezug auf sie auf. Zur Begründung führte es aus, Abs. 2 von aArt. 31b 

StromVV sei verfassungs- und gesetzeswidrig, Abs. 1 gesetzeswidrig. Die-

ses Urteil blieb unangefochten und wurde rechtskräftig. 

E.  

E.a Mit Verfügung vom 14. April 2011 genehmigte die ElCom die SDL-Kos-

ten für das Tarifjahr 2009 (Dispositivziffer 1). Gegen diese Verfügung erho-

ben zahlreiche betroffene Kraftwerkbetreiberinnen, nicht aber die Electri-

cité de la Lienne SA, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Mit Ur-

teil A-3103/2011 vom 9. Mai 2012 hiess dieses die Beschwerde im Sinne 

der Erwägungen aus formellen Gründen (Verletzung des rechtlichen Ge-

hörs) gut, soweit darauf einzutreten war, und wies die Angelegenheit zur 

Fortsetzung des Verfahrens an die ElCom zurück. Da es in seinen Erwä-

gungen ausführte, Dispositivziffer 3 der Verfügung der ElCom vom 6. März 

2009 sei gegenüber den beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiberinnen in 

formelle Rechtskraft erwachsen und lege somit deren Zahlungspflicht ver-

bindlich fest (vgl. E. 4.5 des Urteils), zogen diese das Urteil ans Bundes-

gericht weiter.  

E.b Mit Urteil vom 27. März 2013 in den vereinigten Verfahren 

2C_572/2012 und 2C_573/2012 hiess das Bundesgericht ihre Beschwer-

den gut und hob das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf, soweit die-

ses sie verpflichte, als Kraftwerkbetreiberinnen für das Tarifjahr 2009 einen 

Teil der SDL-Kosten zu übernehmen. Ausserdem hob es Dispositivziffer 3 

A-4626/2014 

Seite 4 

der Verfügung der ElCom vom 6. März 2009 in Bezug auf sie auf. Zur Be-

gründung führte es aus, diese Verfügung sei als Zwischenverfügung zu 

qualifizieren und lege daher die Zahlungspflicht der betroffenen Kraftwerk-

betreiberinnen, die sich mit Art. 31b StromVV unbestrittenermassen auf 

eine gesetzeswidrige Grundlage stütze, nicht verbindlich fest; Dispositivzif-

fer 3 der Verfügung könne deshalb im Rahmen der Beschwerde gegen die 

Endverfügung der ElCom vom 14. April 2011 noch angefochten werden 

(vgl. E. 3.1 ff. des Urteils). 

F.  

Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 stellte die ElCom fest, dass (u.a.) die 

Electricité de la Lienne SA für das Tarifjahr 2010 nicht mit SDL-Kosten be-

lastet werden dürfe, und wies die Swissgrid AG an, die entsprechenden 

Akontozahlungen (nachfolgend: SDL-Akontozahlungen) zurückzuzahlen. 

Am 4. Oktober 2013 erstattete diese der Electricité de la Lienne SA einen 

Betrag von Fr. 184'366.70 zurück. 

G.  

Mit Verfügung vom 12. Dezember 2013 zog die ElCom ihre Genehmi-

gungsverfügung vom 14. April 2011 (vgl. Bst. E.a) in Wiedererwägung und 

hob sie (u.a.) hinsichtlich der Electricité de la Lienne SA auf. Ausserdem 

wies sie die Swissgrid AG an, dieser die für das Tarifjahr 2009 geleisteten 

SDL-Akontozahlungen zurückzuzahlen. Am 27. Februar 2014 erstattete 

die Swissgrid AG der Electricité de la Lienne SA einen Betrag von 

Fr. 733'433.05 zurück. 

H.  

Mit Gesuch vom 14. April 2014 beantragte die Electricité de la Lienne SA 

bei der ElCom, es sei die Swissgrid AG zu verpflichten, ihr für die SDL-

Akontozahlungen, die sie für die Tarifjahre 2009 und 2010 entrichtet habe, 

zusätzliche Zahlungen zuzüglich Zins zu leisten. Mit Verfügung vom 

12. Juni 2014 verpflichtete die ElCom die Swissgrid AG, der Electricité de 

la Lienne SA für das Tarifjahr 2009 einen (zusätzlichen) Betrag von 

Fr. 126'823.– zuzüglich Verzugszinsen von 5 % ab dem 27. Februar 2014 

(Dispositivziffer 1) und für das Tarifjahr 2010 einen (zusätzlichen) Betrag 

von Fr. 29'854.– zuzüglich Verzugszinsen von 5 % ab dem 4. Oktober 2013 

(Dispositivziffer 2) zu leisten. Bei der Berechnung dieser Beträge ging sie 

davon aus, auf den geleisteten Akontozahlungen sei aufgrund einer Mah-

nung der Electricité de la Lienne SA ab dem 12. September 2010 ein Ver-

zugszins von 5 % geschuldet. Die Gebühren für die Verfügung auferlegte 

A-4626/2014 

Seite 5 

sie je zur Hälfte der Swissgrid AG und der Electricité de la Lienne SA (Dis-

positivziffer 4). 

I.  

Am 30. Juni 2014 bezahlte die Swissgrid AG der Electricité de la Lienne 

SA die von der ElCom festgesetzten Beträge, zuzüglich Verzugszins von 5 

% ab dem 27. Februar 2014 auf dem Teilbetrag für das Tarifjahr 2009 bzw. 

ab dem 4. Oktober 2013 auf dem Teilbetrag für das Tarifjahr 2010. 

J.  

Gegen die Verfügung der Elcom (nachfolgend: Vorinstanz) vom 12. Juni 

2014 erhebt die Electricité de la Lienne SA (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rerin) am 18. August 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. 

Sie beantragt, es sei die Swissgrid AG (nachfolgend: Beschwerdegegne-

rin) zu verpflichten, ihr über die in der angefochtenen Verfügung zugespro-

chenen Beträge hinaus für das Tarifjahr 2009 die Differenz zwischen 

Fr. 187'139.76 zuzüglich Zins von 5 % ab dem 28. Februar 2014 und dem 

von der Beschwerdegegnerin am 30. Juni 2014 bezahlten Teilbetrag 

(Rechtsbegehren 1.i) sowie für das Tarifjahr 2010 die Differenz zwischen 

Fr. 33'617.25 zuzüglich Zins von 5 % ab dem 5. Oktober 2013 und dem 

von der Beschwerdegegnerin am 30. Juni 2014 bezahlten Teilbetrag 

(Rechtsbegehren 2.i) zu leisten, mithin die Beträge, die sich ihrer Ansicht 

nach zusätzlich ergeben, wenn auf den SDL-Akontozahlungen bereits ab 

deren Entrichtung ein Verzugszins von 5 % berechnet wird. Ausserdem 

seien die Gebühren des vorinstanzlichen Verfahrens in Aufhebung von Dis-

positivziffer 4 der angefochtenen Verfügung (vollumfänglich) der Be-

schwerdegegnerin aufzuerlegen (Rechtsbegehren 3). 

Eventualiter beantragt sie, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 

ihr über die in der angefochtenen Verfügung zugesprochenen Beträge hin-

aus für das Tarifjahr 2009 die Differenz zwischen Fr. 182'298.66 zuzüglich 

Zins von 5 % ab dem 28. Februar 2014 und dem von der Beschwerdegeg-

nerin am 30. Juni 2014 bezahlten Teilbetrag (Rechtsbegehren 1.ii) sowie 

für das Tarifjahr 2010 die Differenz zwischen Fr. 33'464.25 zuzüglich Zins 

von 5 % ab dem 5. Oktober 2013 und dem von der Beschwerdegegnerin 

am 30. Juni 2014 bezahlten Teilbetrag (Rechtsbegehren 2.ii) zu leisten, 

mithin die Beträge, die sich ihrer Ansicht nach zusätzlich ergeben, wenn 

auf den SDL-Akontozahlungen ab dem Zeitpunkt ihrer Entrichtung bis zum 

8. Juli 2010 (Datum des Urteils A-2607/2009 des Bundesverwaltungsge-

richts; vgl. Bst. D) ein Bereicherungszins von 4,55 % und ab diesem Zeit-

punkt ein Verzugszins von 5 % berechnet wird.  

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Seite 6 

Subeventualiter beantragt sie, die Beschwerdegegnerin habe ihr über die 

in der angefochtenen Verfügung zugesprochenen Beträge hinaus die Be-

träge zuzüglich Zins zu bezahlen, die sich ihrer Meinung nach zusätzlich 

ergeben, wenn auf den SDL-Akontozahlungen ab dem Zeitpunkt ihrer Ent-

richtung bis zum Verzugseintritt gemäss der angefochtenen Verfügung ein 

Bereicherungszins von 4,55 % und ab diesem Zeitpunkt ein Verzugszins 

von 5 % berechnet wird (Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii). 

K.  

Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 

3. Oktober 2014, der sie eine Liste mit den Valutadaten der von der Be-

schwerdeführerin geleisteten SDL-Akontozahlungen beilegt, die Abwei-

sung der Beschwerde. Ihrer Ansicht nach sind die von der Beschwerdefüh-

rerin genannten Zeitpunkte für den Eintritt des Verzugs bzw. den Beginn 

des Zinsenlaufs nicht einschlägig. Ein Anspruch der Beschwerdeführerin 

auf Bereicherungszins bestehe zudem nicht. 

L.  

Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2014 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie (teil-

weise implizit) vor, der Verzug der Beschwerdegegnerin sei nicht bereits im 

Zeitpunkt der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen und auch nicht am 

8. Juli 2010 eingetreten. Massgeblich sei vielmehr der in der angefochte-

nen Verfügung genannte Zeitpunkt. Der Beschwerdeführerin stehe im Wei-

teren kein Bereicherungszins zu. 

M.  

Die Beschwerdeführerin hält in ihren Schlussbemerkungen vom 3. Novem-

ber 2014 an der Beschwerde fest und äussert sich ergänzend. 

N.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

 

A-4626/2014 

Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

Eintreten 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von einer Vo-

rinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme gemäss Art. 32 

VGG vorliegt.  

Die angefochtene Verfügung ist eine Verfügung im erwähnten Sinn und 

stammt von einer eidgenössischen Kommission gemäss Art. 33 Bst. f 

VGG; eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Der Vorinstanz 

kommt weiter hinsichtlich Streitigkeiten, welche die Anwendung des Strom-

versorgungsgesetzes vom 23. März 2007 (StromVG, SR 734.7) und seiner 

Ausführungsbestimmungen betreffen, eine umfassende Entscheidkompe-

tenz zu (vgl. Art. 22 Abs. 1 und 2 StromVG; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.1.2.4 f.). Mit der ange-

fochtenen Verfügung entschied sie über die Folgen, die daraus resultieren, 

dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin für die Tarifjahre 

2009 und 2010 Akontozahlungen für den Anteil an den SDL-Kosten leis-

tete, den sie gemäss der damals geltenden verfassungs- und gesetzeswid-

rigen Bestimmung von aArt. 31b Abs. 2 StromVV übernehmen sollte. Sie 

war entsprechend zum Erlass der Verfügung befugt. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig (vgl. auch Art. 23 StromVG). 

1.2 Zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 48 Abs. 1 

VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat 

oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene 

Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerin beteiligte sich 

am vorinstanzlichen Verfahren, drang mit ihren Rechtsbegehren jedoch nur 

teilweise durch. Sie ist somit formell und materiell beschwert und ohne Wei-

teres zur Beschwerde legitimiert. 

1.3 Die Beschwerde wurde im Weiteren frist- und formgerecht eingereicht 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb darauf einzutreten 

ist. 

 

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Seite 8 

Kognition 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft angefochtene Verfügungen auf 

Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Miss-

brauch des Ermessens, unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und – grundsätzlich – Unangemessenheit 

(vgl. Art. 49 VwVG). Soweit es um Verfügungen der Vorinstanz geht, ist 

allerdings zu beachten, dass diese keine gewöhnliche Vollzugsbehörde ist, 

sondern eine verwaltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen 

Kompetenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer 

Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung bei der Über-

prüfung ihrer Verfügungen, befreit das Bundesverwaltungsgericht aber 

nicht davon, die Rechtsanwendung auf die Vereinbarkeit mit Bundesrecht 

zu überprüfen. Die Vorinstanz amtet sodann in einem höchst technischen 

Bereich, in dem sowohl Fachfragen im Bereich der Stromversorgung als 

auch solche mit ökonomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Dabei 

steht ihr – wie anderen Behördenkommissionen auch – ein eigentliches 

"technisches Ermessen" zu. Bei der Beurteilung ausgesprochener Fach-

fragen darf ihr daher ein gewisser Ermessens- und Beurteilungsspielraum 

belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfas-

send durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3; 132 II 257 E. 3.2; 131 II 13 

E. 3.4; 131 II 680 E. 2.3.2; BVGE 2009/35 E. 4; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 2; MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.). 

Natur des Rechtsverhältnisses 

3.  

Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin auf den Rücker-

stattungsforderungen der Beschwerdeführerin ab dem von der Vorinstanz 

für den Verzugseintritt als massgeblich erachteten Zeitpunkt, d.h. dem 12. 

September 2010, einen Verzugszins von 5 % zu entrichten hatte. Streitig 

ist jedoch einerseits, ob der Verzug bereits mit der Entrichtung der SDL-

Akontozahlungen unter Vorbehalt eintrat und die Beschwerdegegnerin da-

her ab diesem Zeitpunkt bis zu dem von der Vorinstanz für den Verzugs-

eintritt als massgeblich erachteten späteren Zeitpunkt zusätzliche Verzugs-

zinsen zu bezahlen hat (vgl. Rechtsbegehren 1.i und 2.i). Umstritten ist an-

dererseits, ob die Beschwerdeführerin für den Fall, dass dies zu verneinen 

ist, ab der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen bis zum  

A-4626/2014 

Seite 9 

– ebenfalls streitigen – massgeblichen späteren Zeitpunkt des Verzugsein-

tritts Anspruch auf Bereicherungszins hat (vgl.  Rechtsbegehren 1.ii und 

2.ii [Eventualbegehren] sowie Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii [Subeventual-

begehren]). Streitig ist zudem die Verlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens (vgl. Rechtsbegehren 3). Nachfolgend wird zunächst die 

erste Frage (vgl. E. 4 ff.), anschliessend die zweite (vgl. E. 7 f.) und 

schliesslich die dritte geprüft (vgl. E. 9). Vorab ist an dieser Stelle auf die 

Rechtsnatur des Rechtsverhältnisses einzugehen, welches zwischen der 

Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Beiträge 

an die SDL-Kosten nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. der entsprechen-

den Akontozahlungen bestand.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich zum Verhältnis zwischen Kraft-

werkbetreiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die SDL-Akon-

tozahlungen leisteten, und der Beschwerdegegnerin bereits im Urteil A-

3305/2011, A-3516/2011 vom 26. März 2012 (teilweise abgedruckt in 

BVGE 2013/13) geäussert, jedoch bloss in allgemeiner Weise. Aus diesen 

allgemeinen Äusserungen geht nicht hervor, welche Rechtsbeziehungen 

zwischen diesen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerdegegnerin im 

hier massgeblichen Zeitraum konkret existierten. Aufschlussreich ist in die-

ser Hinsicht hingegen die massgebliche Ausgabe des Marktmodells für 

elektrische Energie – Schweiz (MMEE) (vgl. Verband Schweizerischer 

Elektrizitätsunternehmen, Branchenempfehlung Strommarkt Schweiz, 

Marktmodell für die elektrische Energie – Schweiz [MMEE], Ausgabe 2009, 

S. 8 ff.). 

3.2 Aus diesem Dokument ist ersichtlich, dass zwischen den Kraftwerkbe-

treiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die an die Netzebene 

1 (Übertragungsnetz) angeschlossen waren, und der Beschwerdegegnerin 

mehrere, unterschiedliche Gegenstände betreffende Vertragsbeziehungen 

bestanden. Zusätzlich existierte die hier interessierende Beziehung betref-

fend den Anteil an den SDL-Kosten nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. 

die entsprechenden Akontozahlungen. Diese unterschied sich von den 

Vertragsbeziehungen zum einen dadurch, dass sie keinen Austausch von 

Leistungen zum Gegenstand hatte, sondern eine einseitig von den erwähn-

ten Kraftwerkbetreiberinnen zu erbringende Leistung bzw. entsprechende 

Akontozahlungen. Zum anderen basierte sie nicht auf einer Vereinbarung. 

Die grundsätzliche Pflicht zur Entrichtung der Akontozahlungen wie auch 

deren Höhe ergaben sich vielmehr aus aArt. 31b Abs. 2 StromVV in Ver-

bindung mit den Tarifverfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 

4. März 2010; die grundsätzliche Pflicht zur Leistung der definitiven SDL-

A-4626/2014 

Seite 10 

Beiträge und deren Höhe wiederum wären aus dieser Verordnungsbestim-

mung in Verbindung mit der Genehmigungsverfügung der Vorinstanz vom 

14. April 2011 (Tarifjahr 2009) bzw. einer entsprechenden Genehmigungs-

verfügung für das Tarifjahr 2010 resultiert.  

Zwischen den erwähnten Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerde-

gegnerin bestand insoweit somit keine vertragliche Geschäftsbeziehung, 

sondern ein durch die genannten öffentlich-rechtlichen Vorgaben determi-

niertes Schuldverhältnis. Dies gilt auch bezüglich der Kraftwerkbetreiberin-

nen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die nicht dem Übertragungs-

netz, sondern einer tieferen Netzebene angeschlossen waren. Das MMEE, 

Ausgabe 2009, wies das Verhältnis entsprechend in beiden Fällen nicht als 

Vertrags-, sondern als "Verrechnungs-" Verhältnis aus (vgl. S. 9).  

3.3 Aus der Rechtsnatur dieses Verhältnisses folgt zwar, dass es klar von 

den erwähnten vertraglichen Geschäftsbeziehungen zwischen den be-

troffenen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerdegegnerin zu unter-

scheiden ist und daher namentlich nicht einfach den für diese Beziehungen 

geltenden vertraglichen Regeln unterstellt werden darf. Entgegen der An-

sicht der Beschwerdeführerin ergibt sich daraus hingegen nicht, dass es 

als abgaberechtlich zu qualifizieren ist. Die von den vertraglichen Ge-

schäftsbeziehungen abweichende Rechtsnatur resultierte daraus, dass der 

Verordnungsgeber einen Aspekt des umfassenderen Rechtsverhältnisses 

zwischen den betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerde-

gegnerin selbst regelte. Diese punktuelle Regelung änderte indes nichts 

daran, dass die Beschwerdegegnerin auch in dieser Hinsicht gegenüber 

den betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen nicht zu hoheitlichem Handeln 

befugt war und keine Verfügungskompetenz hatte, sondern ihnen vielmehr 

als gleichrangige Akteurin gegenüberstand, die aus den erwähnten öffent-

lich-rechtlichen Vorgaben nicht nur berechtigt, sondern wie sie auch daran 

gebunden war. Ihre Stellung war somit nicht mit der einer Steuer- oder Ver-

anlagungsbehörde vergleichbar, die dem Steuer- oder Abgabepflichtigen 

hoheitlich gegenübertritt und dessen Leistungspflicht mittels Verfügung 

festsetzt.  

Es kann deshalb offen bleiben, ob das Verhältnis zwischen den betroffenen 

Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der re-

gulierten Frage der (vermeintlichen) Beitragspflicht nach aArt. 31b Abs. 2 

StromVV bzw. der entsprechenden Akontozahlungen als öffentlich-recht-

lich zu qualifizieren ist. Auch wenn dem so wäre, wären die rechtsgrundlos 

A-4626/2014 

Seite 11 

erbrachten SDL-Akontozahlungen wegen der rechtlichen Stellung der Be-

schwerdegegnerin nicht mit entsprechenden Leistungen an eine Steuer- 

oder Veranlagungsbehörde vergleichbar. Sie könnten daher auch nicht den 

für derartige Leistungen allenfalls geltenden besonderen Regeln unterstellt 

werden (vgl. E. 5.4.2). Eine Klärung der Frage ist zudem auch wegen des 

Begehrens auf Zusprechung von Bereicherungszins nicht erforderlich 

(vgl. E. 8.5.1). 

Zusätzlicher Verzugszins (Rechtsbegehren 1.i und 2.i) 

4.  

Die Beschwerdeführerin nennt im Zusammenhang mit ihrem Begehren auf 

zusätzlichen Verzugszins (vgl. Rechtsbegehren 1.i und 2.i) die Gründe, 

wieso der Verzug bereits mit der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen 

unter Vorbehalt eingetreten sei (vgl. dazu nachfolgend E. 5 f.). Soweit sie 

sich dabei nicht auf besondere Regeln beruft, geht sie mit der Beschwer-

degegnerin und der Vorinstanz zu Recht davon aus, zur Bestimmung des 

Zeitpunkts des Verzugseintritts sei mangels einer Regelung im Stromver-

sorgungsrecht grundsätzlich auf die Kriterien von Art. 102 OR abzustellen 

(entweder direkt [bei einer Qualifikation der Rückerstattungsforderungen 

der Beschwerdeführerin als privatrechtlich] oder unter Heranziehung die-

ser Kriterien im öffentlichen Recht [bei einer Qualifikation dieser Forderun-

gen als öffentlich-rechtlich]; vgl. BGE 127 V 377 E. 5e/bb; Urteil des Bun-

desgerichts 9C_66/2012 vom 25. Juni 2012 E. 3.2; Urteile des Bundesver-

waltungsgerichts A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.5.3 m.w.H. und A-

2619/2009 vom 29. November 2011 E. 5). Nachfolgend ist daher vorab, 

soweit erforderlich, auf diese Bestimmung einzugehen. 

4.1 Nach Art. 102 Abs. 1 OR wird der Schuldner einer fälligen Verbindlich-

keit grundsätzlich durch Mahnung des Gläubigers in Verzug gesetzt. Unter 

Mahnung wird dabei die an den Schuldner gerichtete, empfangsbedürftige 

Erklärung des Gläubigers verstanden, mit der dieser in unmissverständli-

cher Weise die unverzügliche Erbringung der fälligen Leistung fordert. Aus 

der Erklärung muss für den Schuldner nicht nur klar hervorgehen, dass der 

Gläubiger die Leistung endgültig verlangt; sie muss vielmehr auch die zu 

erbringende Leistung so genau bezeichnen, dass er erkennt, was der Gläu-

biger fordert. Geht es um eine Geldforderung, ist deren Höhe in der Regel 

zu beziffern. Auf eine Bezifferung in der Mahnung selbst kann aber verzich-

tet werden, wenn auf eine früher zugestellte Rechnung verwiesen wird, die 

den Betrag nennt, oder wenn die genaue Höhe der fälligen Geldforderung 

noch nicht feststeht (vgl. zum Ganzen BGE 129 III 535 E. 3.2.2; WOLFGANG 

A-4626/2014 

Seite 12 

WIEGAND, in: Basler Kommentar OR I, 5. Aufl. 2011, nachfolgend: BSK OR 

I, Art. 102 N. 5 und 7 m.w.H.; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: Orell Füssli 

Kommentar OR, 2. Aufl. 2009, Art. 102 N. 3 f.; INGEBORG SCHWENZER, 

Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 6. Aufl. 2012, Rz. 

65.08 f.).  

4.2 Wurde für die Erfüllung der Forderung ein bestimmter Verfalltag verab-

redet oder ergibt sich ein solcher infolge einer vorbehaltenen und gehörig 

vorgenommenen Kündigung, gerät der Schuldner auch ohne Mahnung des 

Gläubigers mit Ablauf dieses Tages in Verzug (Art. 102 Abs. 2 OR). Die 

Mahnung ist in diesen Fällen entbehrlich, weil sich der Schuldner ohne be-

sonderen Hinweis darüber im Klaren sein muss, wann er seine Verbind-

lichkeit zu erfüllen hat. Dies gilt im ersten Fall allerdings nur, wenn das ge-

naue Datum des Verfalltags in der Vereinbarung genannt wird oder der 

Schuldner die Möglichkeit hat, es aus der Vereinbarung zu ermitteln 

(vgl. zum Ganzen BGE 116 II 441 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 

5C.97/2006 vom 30. Juni 2006 E. 2.3.1, 5C.177/2005 vom 25. Februar 

2006 E.6.1 und 4C.245/2004 vom 12. November 2004 E. 2.5; WIEGAND, 

a.a.O., Art. 102 N. 10 m.w.H.; KREN KOSTKIEWICZ, a.a.O., Art. 102 N. 3 und 

8; SCHWENZER, a.a.O., Rz. 65.10 f.). 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführerin bringt zugunsten des Verzugseintritts im Zeit-

punkt der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen unter Vorbehalt vor, das 

Bundesgericht habe in einem Fall, in dem der Betroffene eine Abgabefor-

derung bezahlt, gleichzeitig jedoch berechtigterweise die Richtigkeit der 

Veranlagung bestritten und sich das Recht vorbehalten habe, den zu viel 

bezahlten Betrag zurückzufordern, festgestellt, dieses Vorgehen könne als 

Mahnung betrachtet werden, die das Gemeinwesen in Verzug gesetzt 

habe (vgl. BGE 95 I 258 E. 3). Angesichts dieser Rechtsprechung, die all-

gemein für Fälle gelte, in denen ein Rechtssubjekt gestützt auf Verwal-

tungsrecht unrechtmässig zur Zahlung eines Abgabebetrags verpflichtet 

werde, seien die Vorbehalte, die sie mit den SDL-Akontozahlungen ver-

bunden habe, als Mahnungen zu qualifizieren. Ob die Beschwerdegegne-

rin verfügungsberechtigt war, sei unerheblich. Für den Zinsenlauf könne es 

nicht darauf ankommen, ob die Zahlungsempfängerin die verfügende Be-

hörde sei oder nur deren Verfügung vollziehe. 

A-4626/2014 

Seite 13 

5.2 Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, die Beschwerdeführerin 

könne aus BGE 95 I 258 nichts zu ihren Gunsten ableiten, da der vorlie-

gend zu beurteilende Sachverhalt anders gelagert sei. Zunächst sei sie 

hinsichtlich der Rechnungsstellung für die SDL-Akontozahlungen nicht ver-

fügungsbefugt gewesen und habe diesbezüglich auch keinen Handlungs-

spielraum gehabt; vielmehr habe sie die Tarifverfügungen der Vorinstanz 

vom 6. März 2009 und 4. März 2010 vollzogen. Weiter gehe es nicht um 

die Höhe der zu tragenden SDL-Kosten, sondern um die Kostentragungs-

pflicht als solche. Schliesslich seien den betroffenen Kraftwerkbetreiberin-

nen mit den SDL-Akontorechnungen nicht die (vermeintlichen) definitiven 

SDL-Kostenbeiträge in Rechnung gestellt worden. 

5.3 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, der von der 

Beschwerdeführerin zitierte Bundesgerichtsentscheid sei vor über 40 Jah-

ren ergangen. Es handle sich um einen Einzelfallentscheid in einem spezi-

fischen Normenbereich, der vom Bundesgericht für andere Bereiche bis-

lang nicht bestätigt worden sei. Eine konstante bundesgerichtliche Praxis, 

die den Beginn des Zinsenlaufs in einer Konstellation wie der vorliegenden 

im Sinne der Beschwerdeführerin festlege, bestehe somit nicht. Eine Mah-

nung setze im Weiteren eine unmissverständliche Erklärung des Gläubi-

gers an den Schuldner voraus, worin dieser die unverzügliche Erfüllung 

verlange. Eine Zahlung unter Vorbehalt könne nicht so gedeutet werden, 

dass der Gläubiger den entsprechenden Geldbetrag in dem Moment, in 

dem er die Zahlung vornehme, vom Schuldner zurückverlange. Werde ein 

Geldbetrag unter Vorbehalt bezahlt, sei vielmehr gerade ungewiss, ob der 

Leistende zu einem späteren Zeitpunkt die Rückerstattung verlangen 

werde. Eine Zahlung, bei der sich der Leistende ausdrücklich eine spätere 

Rückerstattung vorbehalte, könne daher nicht als Mahnung im Sinne von 

Art. 102 Abs. 1 OR interpretiert werden. BGE 95 I 258 sei im Übrigen – so 

die Vorinstanz in der Vernehmlassung wie auch in der angefochtenen Ver-

fügung – nicht einschlägig, da der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt 

anders gelagert sei. 

5.4  

5.4.1 Der von den Parteien erwähnte BGE 95 I 258 betrifft den Fall eines 

Ersatzpflichtigen, der den von der zuständigen Behörde festgesetzten Mi-

litärpflichtersatz bezahlte, um einen Auslandurlaub zu erwirken, die Rich-

tigkeit der Veranlagung jedoch berechtigterweise bestritt und sich das 

Recht vorbehielt, den zu viel bezahlten Betrag zurückzufordern. Das Bun-

desgericht führte dazu aus, in diesem Vorgehen "[könne] eine gültige 

A-4626/2014 

Seite 14 

'Mahnung' erblickt werden, welche das Gemeinwesen in Verzug setzte" 

(vgl. E. 3 des Urteils). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, bestätigte es 

diesen Entscheid in der Folge allerdings nicht. In einem späteren Urteil aus 

dem Jahre 1983 verwies es für die Frage, ob bei einer derartigen Konstel-

lation von einem Verzug auszugehen sei, überdies auf seine Ausführungen 

zum Vergütungszins in diesem Urteil sowie auf einen weiteren Entscheid 

(BGE 108 Ib 12 E. 3), in dem es der beschwerdeführenden Person in ana-

loger Anwendung der massgeblichen abgaberechtlichen Bestimmung ei-

nen Vergütungszins zusprach (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. No-

vember 1983 in Sachen M.E.D. [teilweise abgedruckt in ASA 53 S. 558 ff.] 

E. 3). Es ist daher fraglich, ob es eine Konstellation wie die in BGE 95 I 258 

beurteilte weiterhin als Verzugssituation qualifizieren würde. Dies gilt umso 

mehr, als diese Qualifikation – wie die Vorinstanz ebenfalls zu Recht vor-

bringt – nur schwer mit den Anforderungen an eine Mahnung vereinbar ist, 

wie sie in Rechtsprechung und Lehre genannt werden (vgl. E. 4.1).  

5.4.2 Wie es sich mit der Aktualität von BGE 95 I 258 genau verhält, 

braucht allerdings nicht abschliessend beantwortet zu werden. Dies wäre 

nur dann erforderlich, wenn die in diesem Entscheid beurteilte Situation mit 

der hier zu beurteilenden vergleichbar wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall. 

Wie dargelegt (vgl. E. 3.3), bestand zwischen der Beschwerdegegnerin 

und der Beschwerdeführerin hinsichtlich der (vermeintlichen) Beitrags-

pflicht nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. der entsprechenden Akonto-

zahlungen kein Subordinations- resp. kein abgaberechtliches Verhältnis. 

Die Beschwerdegegnerin war gegenüber der Beschwerdeführerin nicht zu 

hoheitlichem Handeln befugt und hatte keine Verfügungskompetenz. Sie 

stand ihr vielmehr als gleichrangige Akteurin gegenüber, die aus den öf-

fentlich-rechtlichen Vorgaben nicht nur berechtigt, sondern wie sie auch 

daran gebunden war. Ihre Stellung entsprach somit gerade nicht jener der 

Veranlagungsbehörde in BGE 95 I 258, die dem dortigen Beschwerdefüh-

rer hoheitlich gegenübertrat und dessen Leistungspflicht mittels Veranla-

gungsverfügung festsetzte.  

Auch wenn sich die grundsätzliche Pflicht der Beschwerdeführerin zur Be-

zahlung der SDL-Akontorechnungen aus öffentlich-rechtlichen Vorgaben, 

namentlich den Tarifverfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 

4. März 2010 ergab, sind die rechtsgrundlos erfolgten Akontozahlungen 

wegen der rechtlichen Stellung der Beschwerdegegnerin bzw. der Rechts-

natur des zwischen dieser und der Beschwerdeführerin bestehenden Ver-

hältnisses daher nicht mit der Leistung des Beschwerdeführers in BGE 95 

I 258 an die Veranlagungsbehörde zu vergleichen. Sie könnten deshalb 

A-4626/2014 

Seite 15 

entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, die die unterschiedliche 

Rechtsstellung der Beschwerdegegnerin zu Unrecht als irrelevant qualifi-

ziert, auch nicht dieser Rechtsprechung unterstellt werden, hätte dies doch 

zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin wie eine Steuer- oder Veranla-

gungsbehörde bzw. wie eine hoheitlich handelnde Leistungs-empfängerin 

behandelt würde, obschon sie dies gerade nicht ist. Die Beschwerdegeg-

nerin hat denn auch – wie die Beschwerdeführerin in ihren Schlussbemer-

kungen einräumt – nie anerkannt, sie müsse auf den SDL-Akontozahlun-

gen ab deren Entrichtung Verzugszinsen leisten.  

5.4.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihre Vorbehalte seien ge-

stützt auf BGE 95 I 258 E. 3 als Mahnungen zu qualifizieren, die die Be-

schwerdegegnerin im Zeitpunkt der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen 

in Verzug gesetzt hätten, erweist sich dies demnach als unzutreffend. 

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich zugunsten des Verzugseintritts im 

Zeitpunkt der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen unter Vorbehalt aus-

serdem auf Art. 7 KG (SR 251). Danach verhalten sich marktbeherr-

schende Unternehmen unzulässig, wenn sie durch den Missbrauch ihrer 

Stellung auf dem Markt andere Unternehmen in der Aufnahme oder Aus-

übung des Wettbewerbs behindern oder die Marktgegenseite benachteili-

gen (Abs. 1). Als unzulässige Verhaltensweise fällt dabei namentlich die 

Erzwingung unangemessener Preise oder sonstiger unangemessener Ge-

schäftsbedingungen in Betracht (Abs. 2 Bst. c).  

Nach Ansicht der Beschwerdeführerin handelt die Beschwerdegegnerin in-

soweit missbräuchlich bzw. will sie insoweit eine unangemessene Ge-

schäftsbedingung im Sinne von Art. 7 KG erzwingen, als sie als marktbe-

herrschendes Unternehmen für den Beginn des Verzugszinsenlaufs auf 

den Rückerstattungsforderungen für die zu Unrecht entrichteten SDL-

Akontozahlungen eine ausdrückliche Mahnung verlange. Die Vorinstanz 

hätte deshalb eine kartellrechtlich angemessene Regelung in dem Sinn 

treffen müssen (und dürfen), dass der Lauf der Verzugszinsen 30 Tage 

nach der Rechnungsstellung der Beschwerdegegnerin für die SDL-Akon-

tozahlungen bzw. mit deren Leistung begonnen habe. Da sie dies in Ver-

letzung von Bundesrecht nicht getan habe, müsse das Bundesverwal-

tungsgericht diese Regel anordnen und bei der Berechnung der Verzugs-

zinsen berücksichtigen.  

A-4626/2014 

Seite 16 

6.2 Die Beschwerdegegnerin bringt namentlich vor, die allgemeinen Re-

geln, die in den vertraglichen Beziehungen zwischen ihr und der Beschwer-

deführerin gälten, seien auf die SDL-Akontozahlungen nicht anwendbar 

gewesen, da für eine vertragliche Beziehung in dieser Hinsicht kein Raum 

bestanden habe. Mangels einer derartigen Beziehung komme das KG 

nicht zur Anwendung.  

6.3 Die Vorinstanz macht in der angefochtenen Verfügung geltend, es 

könne offen bleiben, ob das KG zur Anwendung komme, sei sie doch als 

Behördenkommission des Bundes und Aufsichtsbehörde über die Einhal-

tung der Stromversorgungsgesetzgebung nicht befugt, im Bereich des Pri-

vatrechts neue kartellrechtskonforme Vertragsbestimmungen zu schaffen, 

wie dies die Beschwerdeführerin verlange. Inwiefern diese ausgebeutet 

werde, wenn für den Beginn des Verzugszinsenlaufs nach Art. 102 OR auf 

ein den Verzug auslösendes Ereignis und nicht auf die Zahlung unter Vor-

behalt abgestellt werde, sei im Weiteren nicht ersichtlich.  

6.4  

6.4.1 Wie dargelegt (vgl. E. 3.2. f.), war das Rechtsverhältnis zwischen den 

Kraftwerkbetreiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV und der 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Beiträge an die SDL-Kosten bzw. der 

entsprechenden Akontozahlungen klar von den übrigen Beziehungen zwi-

schen diesen Parteien zu unterscheiden. Insbesondere beruhte es abwei-

chend davon nicht auf einer vertraglichen Grundlage und hatte es keinen 

Austausch von Leistungen zum Gegenstand. Zwischen der Beschwerde-

führerin und der Beschwerdegegnerin bestand entsprechend hinsichtlich 

der Frage, ab wann auf den Forderungen auf Leistung der in Rechnung 

gestellten SDL-Akontozahlungen bzw. allfälligen Rückerstattungsforderun-

gen gegebenenfalls Verzugszinsen zu entrichten seien, keine Vereinba-

rung. Namentlich existierte weder ein tatsächlicher noch ein normativer 

Konsens, dass die in den vertraglichen Geschäftsbeziehungen zwischen 

diesen Parteien geltenden Verfalltagsgeschäfts-Regeln anzuwenden 

seien. Ebenso wenig ist ersichtlich bzw. erstellt, dass die Beschwerdegeg-

nerin von der Geltung dieser Regeln für die Rechnungsstellung für die 

Akontozahlungen von Kraftwerkbetreiberinnen im erwähnten Sinn ausging 

oder sie in einem konkreten Fall auf diese Rechnungen anwandte.  

6.4.2 Das Fehlen einer einschlägigen vertraglichen Verzugsregelung be-

deutet nun jedoch – entgegen dem, was die Beschwerdeführerin offenbar 

A-4626/2014 

Seite 17 

annimmt – nicht, bei der Frage, ab wann auf den Rückerstattungsforderun-

gen für die zu Unrecht entrichteten SDL-Akontozahlungen Verzugszinsen 

zu leisten sind, gehe es darum, das durch öffentlich-rechtliche Vorgaben 

determinierte Rechtsverhältnis insoweit nachträglich um eine angemes-

sene Regel zu ergänzen. Vielmehr geht es um die Eruierung der Antwort, 

die sich aus der Anwendung der allgemeinen Verzugsregeln auf die Rück-

erstattungsforderungen für diese Zahlungen ergibt. Mit dem Argument, der 

Beginn des Verzugszinsenlaufs setze eine Mahnung voraus, stellt die Be-

schwerdegegnerin demnach keine Geschäftsbedingung für dieses Verhält-

nis auf. Vielmehr bringt sie zum Ausdruck, welche Antwort sie den allge-

meinen Verzugsregeln bezüglich der vorliegend streitigen Frage entnimmt. 

Es kann ihr folglich allein schon deshalb nicht vorgeworfen werden, sie 

handle mit ihrer Forderung missbräuchlich im Sinne von Art. 7 Abs. 1 KG 

bzw. sie wolle eine unangemessene Geschäftsbedingung im Sinne von Art. 

7 Abs. 2 Bst. c KG erzwingen. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin er-

weist sich daher bereits aus diesem Grund als unzutreffend, weshalb nicht 

weiter darauf eingegangen zu werden braucht.  

6.4.3 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin trat der Verzug der Be-

schwerdegegnerin somit nicht im Zeitpunkt der Leistung der SDL-Akonto-

zahlungen unter Vorbehalt ein. Damit erweisen sich die Rechtsbegehren 

1.i und 2.i als unbegründet, weshalb sie abzuweisen sind. 

Ergänzender Bereicherungszins (Rechtsbegehren 1.ii und 2.ii [Even-

tualbegehren] sowie Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii [Subeventualbe-

gehren]) 

7.  

Im Zusammenhang mit den Eventualbegehren der Beschwerdeführerin 

stellt sich einerseits die Frage, ob für den Verzugseintritt von einem frühe-

ren Zeitpunkt auszugehen ist, als ihn die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung als massgeblich erachtete. Andererseits ist zu prüfen, ob der 

Beschwerdeführerin ab der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen bis zum 

massgeblichen späteren Zeitpunkt des Verzugseintritts Bereicherungszins 

zusteht. Diese Frage stellt sich auch im Zusammenhang mit den Subeven-

tualbegehren. Nachfolgend wird zunächst auf erstere (vgl. E. 7.1 ff.), an-

schliessend auf letztere Frage (vgl. E. 8) eingegangen. 

 

Verzugseintritt 

A-4626/2014 

Seite 18 

7.1 Die Beschwerdeführerin bringt im Zusammenhang mit ihrem Eventual-

begehren vor, sollten die Zahlungsvorbehalte nicht als Mahnungen qualifi-

ziert werden, seien sie jedenfalls als Vereinbarung eines Verfalltags zu in-

terpretieren. Dies in dem Sinne, dass gegebenenfalls jener Tag als Verfall-

tag gelte, an dem die Rechtsgrundlage für die SDL-Akontozahlungen als 

rechtswidrig qualifiziert werde. Mit Urteil A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 

habe das Bundesverwaltungsgericht dies getan. Ab diesem Zeitpunkt sei 

die Beschwerdegegnerin folglich ohne besonderen Hinweis zur Rücker-

stattung der SDL-Akontozahlungen verpflichtet gewesen, worüber sie sich 

habe im Klaren sein müssen. 

7.2 Die Vorinstanz bestreitet in der angefochtenen Verfügung unter Ver-

weis auf ein Schreiben der Beschwerdeführerin vom 31. März 2009, worin 

diese hinsichtlich ihrer Pflicht zur Leistung von SDL-Akontozahlungen ei-

nen Vorbehalt erklärt, dass eine Verfalltagsvereinbarung im Sinne der Be-

schwerdeführerin zustande kam. Aus diesem Schreiben gehe nicht un-

missverständlich hervor, dass die Beschwerdegegnerin die SDL-Akonto-

zahlungen an einem bestimmten Tag – etwa am Tag eines zugunsten der 

Beschwerdeführerin ausfallenden Gerichtsentscheids – zurückzuzahlen 

habe. Die Beschwerdeführerin behalte sich das Rückforderungs- bzw. Ver-

rechnungsrecht vielmehr lediglich vor. Da keine Willensäusserung der Be-

schwerdeführerin bezüglich eines konkreten Verfalltags vorliege, könne 

von vornherein nicht von einem entsprechenden Konsens ausgegangen 

werden. Selbst wenn im Übrigen von einem derartigen Konsens ausgegan-

gen würde, könne die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten 

ableiten, da in Bezug auf sie nicht bereits mit dem Urteil A-2607/2009 des 

Bundesverwaltungsgerichts festgestanden sei, dass sie keine Beiträge an 

die SDL-Kosten zu leisten habe. 

7.3  

7.3.1 Die Beschwerdeführerin reichte im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren – wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren – ein einschlägiges Schrei-

ben an die Beschwerdegegnerin aus der Zeit vor dem Ergehen des Urteils 

A-2607/2009 des Bundesverwaltungsgerichts ein, um ihr jeweiliges Vorge-

hen bei der Bezahlung von SDL-Akontorechnungen aufzuzeigen. In die-

sem Schreiben vom 31. März 2009 weist sie zunächst darauf hin, sie be-

gleiche die konkret betroffene SDL-Akontorechnung nur unter ausdrückli-

chem Vorbehalt und ohne Anerkennung einer Schuld. Der Vorbehalt gelte 

für den Fall, dass in einem Rechts- oder Schiedsverfahren oder aufgrund 

eines sonstigen Rechtsbehelfes irgendwelcher Art ("toute transaction") das 

A-4626/2014 

Seite 19 

Inkasso einer überhöhten Rechnung durch die Beschwerdegegnerin unter 

dem Titel Systemdienstleistungen festgestellt werde. Anschliessend hält 

sie fest, es könne ihr dereinst keine freiwillige Bezahlung einer Nichtschuld 

im Sinne von Art. 63 Abs. 1 OR entgegengehalten werden und sie behalte 

sich ausdrücklich ein Rückforderungs- bzw. ein Verrechnungsrecht für ei-

nen allfälligen zu viel bezahlten Betrag bei künftigen Rechnungen vor. 

7.3.2 Aus diesem Schreiben geht nicht hervor, dass die Beschwerdegeg-

nerin den ihr bezahlten SDL-Akontobetrag ohne besonderen Hinweis zu-

rückzuerstatten habe, wenn in einem Verfahren festgestellt werden sollte, 

er sei zu Unrecht entrichtet worden. Vielmehr legt es nahe, die Beschwer-

deführerin werde den entsprechenden Betrag in einem solchen Fall aus-

drücklich zurückfordern oder sie von künftigen Rechnungsbeträgen in Ab-

zug bringen. Das Schreiben lässt somit sowohl offen, ob die Beschwerde-

gegnerin einen solchen Betrag überhaupt zurückzahlen müsste – oder die 

Beschwerdeführerin ihn stattdessen verrechnen würde –, als auch, wann 

die Rückzahlung gegebenenfalls zu erfolgen hätte. Es kann daher nicht 

dahingehend interpretiert werden, die Beschwerdeführerin verlange die 

Rückerstattung eines solchen Betrags zu einem bestimmten Zeitpunkt 

bzw. an einem bestimmten Tag. Da es exemplarisch für die weiteren Vor-

behaltsschreiben der Beschwerdeführerin eingereicht wurde, gilt Gleiches 

auch hinsichtlich dieser Schreiben. 

Mangels einer entsprechenden Willensäusserung können die Vorbehalts-

schreiben der Beschwerdeführerin von vornherein nicht als Grundlage für 

eine Verfalltagsvereinbarung herangezogen werden, wie sie die Beschwer-

deführerin geltend macht. Ebenso wenig musste die Beschwerdegegnerin 

aufgrund dieser Schreiben davon ausgehen, mit dem Urteil  

A-2607/2009 des Bundesverwaltungsgerichts sei sie ohne Hinweis auto-

matisch und ohne Mahnung der Beschwerdeführerin in Verzug geraten. 

Deren Vorbringen erweist sich demnach bereits aus diesen Gründen als 

unzutreffend, weshalb nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht.  

7.3.3 Damit bleibt es beim Zeitpunkt, den die Vorinstanz in der angefoch-

tenen Verfügung für den Verzugseintritt als massgeblich erachtete, 

d.h. beim 12. September 2010, ist doch, wie erwähnt (vgl. E. 1.3.2), unbe-

stritten, dass die Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt einen Verzugs-

zins von 5 % zu entrichten hatte. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdefüh-

rerin bis zu diesem Zeitpunkt einen Anspruch auf Bereicherungszins hat. 

Bereicherungszins 

A-4626/2014 

Seite 20 

8.  

8.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, gemäss der stromversorgungs-

rechtlichen Regelung dürfe die Beschwerdegegnerin das betriebsnotwen-

dige Vermögen mit einem kalkulatorischen Zinssatz, der seit dem 1. März 

2013 dem durchschnittlichen Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of 

Capital [WACC]; Art. 13 Abs. 3 Bst. b StromVV) entspreche, verzinsen und 

diese Zinsen als anrechenbare Kapitalkosten über den Netznutzungstarif 

den Endverbrauchern anlasten. Aus den Geschäftsberichten der Be-

schwerdegegnerin gehe hervor, dass sie dies in den Jahren 2009 und 2010 

getan habe, und zwar jeweils mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4,55 

%. Sie habe somit auf den SDL-Akontozahlungen einen Zins gezogen, der 

nach den Regeln des Bereicherungsrechts Bestandteil der Bereicherungs-

forderung bilde und an sie herauszugeben sei. Daran änderten die Ein-

wände der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin nichts. Insbesondere 

hätten die Akontozahlungen dieser direkt Kapital zugeführt und deren be-

triebsnotwendiges Vermögen bzw. deren Nettoumlaufvermögen (NUV) er-

höht; wie sie intern verbucht und ob sie zur Begleichung laufender Rech-

nungen verwendet worden seien, spiele keine Rolle. Aus einem Schreiben 

der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 2011 gehe im Übrigen hervor, 

dass die Vorinstanz ursprünglich eine WACC-Verzinsung der gesamten 

Akontozahlungen anerkannt habe, wenn auch nur für ein Jahr. 

Sollte für die Verzinsung nicht auf den WACC abzustellen sein, habe ihr 

die Beschwerdegegnerin zumindest den Zins zu bezahlen, den sie dadurch 

eingespart habe, dass sie auf dem Markt nicht Kapital in der Höhe der 

Akontozahlungen habe aufnehmen müssen. Den massgeblichen Zinssatz 

bzw. die Höhe der in diesem Sinne eingesparten Finanzierungskosten 

habe das Bundesverwaltungsgericht gemäss der im Beschwerdeverfahren 

geltenden Untersuchungsmaxime von Amtes wegen zu ermitteln. Sollte es 

zum Schluss kommen, es obliege ihr in dieser Hinsicht eine Mitwirkungs-

pflicht, sei sie bereit, den Beweis dafür anzutreten, dass der Beschwerde-

gegnerin Finanzierungskosten mindestens in der Höhe des beantragten 

Bereicherungszinses entstanden wären, wenn sie im Frühjahr 2009 innert 

kürzester Zeit die von ihr und weiteren grösseren Kraftwerkbetreiberinnen 

geleisteten Beträge auf dem Kapitalmarkt hätte beschaffen müssen. 

8.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die von der Beschwerdefüh-

rerin geleisteten SDL-Akontozahlungen hätten nicht zu einer Erhöhung ih-

res betriebsnotwendigen Vermögens geführt. Dessen Verzinsung mit dem 

A-4626/2014 

Seite 21 

WACC begründe daher keinen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Be-

schwerdeführerin. Dies gälte hinsichtlich des Nettoumlaufvermögens 

(NUV) selbst dann, wenn die flüssigen Mittel aus den Akontozahlungen 

nicht umgehend verwendet, sondern auf einem Bankkonto gehalten wor-

den wären, da sie dieses Vermögen nicht nach der bilanziellen, sondern 

nach der von der Vorinstanz angeordneten Umsatzmethode berechne. 

Auch auf den weiteren Bestandteilen des betriebsnotwendigen Vermögens 

habe sie wegen der Akontozahlungen keine höheren kalkulatorischen Ka-

pitalkosten geltend machen können. Das Anlagevermögen habe sich durch 

diese Zahlungen nicht verändert; die Deckungsdifferenzen seien ebenfalls 

nicht betroffen gewesen, da die Tarifeinnahmen zur Deckung der laufenden 

Kosten benötigt worden seien.  

8.3 Die Vorinstanz bringt vor, beim Betrag, der sich durch die Verzinsung 

der für den Betrieb des Übertragungsnetzes notwendigen Vermögenswerte 

mit dem WACC ergebe, handle es nicht um eine ungerechtfertigte Berei-

cherung. Die Verzinsung sei ein rein kalkulatorischer Vorgang zur Bestim-

mung der anrechenbaren Netzkosten der Beschwerdegegnerin. Zwischen 

ihr und den Akontozahlungen bestehe kein Kausalzusammenhang. Die Be-

schwerdegegnerin hätte entsprechend den berechneten Zins selbst dann 

in die Netznutzungstarife eintarifieren dürfen, wenn die Beschwerdeführe-

rin die Akontozahlungen nicht entrichtet hätte. Sie hätte zudem lediglich 

einen Sechstel der anerkannten anrechenbaren SDL-Kosten mit dem 

WACC verzinsen dürfen. Schliesslich hätte sie auch dann nicht kurzfristig 

Geld auf dem Kapitalmarkt aufnehmen müssen, wenn mehrere Kraftwerk-

betreiberinnen die SDL-Akontorechnungen verweigert hätten, da sie die 

Fehlbeträge über den allgemeinen SDL-Tarif den Endverbrauchern hätte 

überwälzen können. Dass sie (die Vorinstanz) ursprünglich eine WACC-

Verzinsung der SDL-Akontozahlungen anerkannt habe, treffe im Übrigen 

nicht zu. 

 

 

8.4  

8.4.1 Gemäss einem allgemeinen Rechtsgrundsatz sind Zuwendungen, 

die aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grund 

erfolgten, zurückzuerstatten. Dieser Grundsatz, der für das Privatrecht in 

Art. 62 Abs. 2 OR festgehalten wird, gilt auch im Verwaltungsrecht, selbst 

A-4626/2014 

Seite 22 

wenn er in der einschlägigen Gesetzgebung nicht ausdrücklich festgelegt 

ist, und zwar gleichermassen für ungerechtfertigte Leistungen vom Ge-

meinwesen wie von Privaten (vgl. zum Ganzen BGE 135 II 274 E. 3.1; 124 

II 570 E. 4b; 105 Ia 214 E. 5; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.1 f.; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 187 und 760; MOOR/POL-

TIER, Droit administratif, vol. II, 3ème éd., Berne 2011, p. 169).  

8.4.2 Im Privatrecht sind neben dem – grundlos erworbenen – Kapital 

grundsätzlich auch die Zinsen, die der Bereicherungsschuldner effektiv da-

rauf gezogen hat, zurückzuerstatten (sog. Bereicherungszins; BGE 130 V 

414 E. 5.2; 116 II 689 E. 3.b/bb; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.3 m.w.H.; GAUCH/SCHLUEP/ SCHMID, 

Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 9. Aufl. 2008, 

Rz. 1525; VON TUHR/PETER, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obliga-

tionenrechts, Bd. I, 1979, S. 501). Nach SCHULIN sind zur Bereicherung 

ausserdem die nach allgemeiner Lebenserfahrung gezogenen Zinsen zu 

zählen (vgl. SCHULIN, in: BSK OR I, Art. 64 OR N. 4b mit Hinweisen). Ob 

auch im Verwaltungsrecht ein Anspruch auf Bereicherungszins besteht o-

der ungerechtfertigte Zuwendungen vom Gemeinwesen nur zu verzinsen 

sind, wenn der Leistende einen – grundsätzlich positivrechtlich vorzuse-

henden – Anspruch auf Vergütungszins hat, der unabhängig davon be-

steht, ob Zinsen gezogen wurden (vgl. zu den Voraussetzungen für einen 

solchen Anspruch Urteile des Bundesgerichts 2C_411/2008 vom 28. Okto-

ber 2008 E. 3.2, 2C_410/2008 vom 28. Oktober 2008 E. 3.2 und 

2C_191/2007 vom 11. Oktober 2007 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.5), erscheint offen (vgl. Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts  

A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.4; IMBODEN/RHINOW, Schweizeri-

sche Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. Aufl. 1986, Nr. 32 V S. 192 

m.w.H.; MOOR/POLTIER, op. cit., p. 170). Die Frage braucht vorliegend al-

lerdings nicht geklärt zu werden (vgl. E. 8.5.1). 

8.4.3 Die Bereicherung im Sinne des Bereicherungsrechts besteht in der 

Differenz zwischen dem (höheren) jetzigen und dem (tieferen) Vermögens-

stand, der ohne das bereichernde Ereignis vorläge. Die Vermögensdiffe-

renz kann sich nicht nur aus einer Vergrösserung, sondern auch aus einer 

Nichtverminderung des Vermögens ergeben. Im zweiten Fall liegt eine so-

genannte Ersparnisbereicherung vor, die entweder auf einer Nichtvermin-

derung der Aktiven oder einer Nichterhöhung der Passiven beruht (vgl. 

A-4626/2014 

Seite 23 

BGE 129 III 646 E. 4.2; SCHULIN, a.a.O., Art. 62 N. 5 ff.). Gemäss der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Bereicherungsanspruch keine 

unmittelbare Vermögensverschiebung zwischen Bereicherungsgläubiger 

und -schuldner voraus; auszugleichen ist vielmehr die Bereicherung, die 

der Bereicherungsschuldner auf Kosten eines anderen erlangt hat 

(vgl. BGE 129 III 646 E. 4.2; 129 III 422 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 

4C.338/2006 vom 27. November 2006 E. 3.1; SCHULIN, a.a.O., Art. 62 N. 8 

und 8a). 

8.5  

8.5.1 Die Beschwerdeführerin bringt zwar, wie dargelegt (vgl. E. 8.1), vor, 

die Beschwerdegegnerin habe auf den SDL-Akontozahlungen einen Zins 

in der Höhe des WACC gezogen. Ihrer Ansicht nach soll sie dies aber nicht 

dadurch getan haben, dass sie direkt auf diesen Zahlungen effektiv einen 

Zins in dieser Höhe erwirtschaftete, sondern indirekt dadurch, dass sie ihr 

angeblich im Umfang dieser Zahlungen erhöhtes NUV bzw. betriebsnot-

wendiges Vermögen rechnerisch mit diesem Satz verzinste und den be-

rechneten Zins über den Netznutzungstarif den Endverbrauchern anlas-

tete. Die Beschwerdeführerin erhebt somit keinen Anspruch auf einen Be-

reicherungszins im vorstehend erwähnten Sinn (vgl. E. 8.4.2). Vielmehr 

stützt sie den geltend gemachten bereicherungsrechtlichen Anspruch auf 

Verzinsung der rechtsgrundlos geleisteten SDL-Akontozahlungen mit dem 

WACC auf den stromversorgungsrechtlichen Mechanismus der Verzin-

sung des NUV. Dies vermag nicht zu überzeugen. 

8.5.2 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin bei einer 

Zahlungsverweigerung der Beschwerdeführerin eine Unterdeckung ver-

zeichnet hätte und sie diese gemäss dem stromversorgungsrechtlichen 

Mechanismus der Verzinsung von Unterdeckungen rechnerisch mit dem 

WACC hätte verzinsen und den berechneten Zins über den SDL-Tarif den 

zur Kostentragung Verpflichteten hätte anlasten können. Sie hätte dem-

nach in diesem Sinn hinsichtlich der ausgebliebenen SDL-Akontozahlun-

gen gleich vorgehen können, wie sie es nach Ansicht der Beschwerdefüh-

rerin bezüglich der geleisteten Zahlungen tat. Ihre Vermögenssituation 

ohne diese Zahlungen hätte sich insoweit somit nicht von der Vermögens-

situation unterschieden, die gemäss der Beschwerdeführerin mit diesen 

Zahlungen bestand. Selbst wenn das NUV der Beschwerdegegnerin durch 

diese Zahlungen tatsächlich um deren Umfang erhöht worden sein sollte – 

was die Beschwerdeführerin allerdings lediglich mehr oder weniger pau-

schal behauptet – und diese dadurch indirekt in der erwähnten Weise mit 

A-4626/2014 

Seite 24 

dem WACC verzinst worden sein sollten, wäre demnach eine Bereicherung 

der Beschwerdegegnerin im vorstehend dargelegten Sinn (vgl. E. 8.4.3) zu 

verneinen, da gegenüber der Situation ohne diese Zahlungen insoweit 

keine Vermögensdifferenz bestünde. Das Vorbringen der Beschwerdefüh-

rerin erweist sich somit bereits aus diesem Grund als unzutreffend, wes-

halb nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht.  

8.5.3 An diesem Ergebnis vermag im Übrigen auch das von der Beschwer-

deführerin erwähnte Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 

2011 nichts zu ändern. Dies schon deshalb, weil sich daraus  

– wie auch aus der darin zitierten Verfügung der Vorinstanz vom 11. No-

vember 2010 betreffend "Kosten und Tarife 2011 für die Netznutzung Netz-

ebene 1 und Systemdienstleistungen" – nicht ergibt, dass die Vorinstanz 

einen Anspruch der Beschwerdeführerin bzw. der weiteren betroffenen 

Kraftwerkbetreiberinnen auf einen Bereicherungszins in der Höhe des 

WACC auf den entrichteten SDL-Akontozahlungen anerkannte.  

8.6  

8.6.1 Soweit die Beschwerdeführerin alternativ geltend macht, die Be-

schwerdegegnerin habe durch ihre SDL-Akontozahlungen die Aufnahme 

von Kapital auf dem Kapitalmarkt und damit Finanzierungskosten mindes-

tens in der Höhe des von ihr geforderten Bereicherungszinses vermieden, 

macht sie zwar eine Ersparnisbereicherung der Beschwerdegegnerin gel-

tend (vgl. E. 8.4.3). Auch dieses Vorbringen vermag jedoch nicht zu über-

zeugen.  

8.6.2 Wie dargelegt (vgl. E. 8.5.2), hätte die Beschwerdegegnerin bei einer 

Zahlungsverweigerung der Beschwerdeführerin die daraus resultierende 

Unterdeckung rechnerisch mit dem WACC verzinsen und den berechneten 

Zins über den SDL-Tarif den zur Kostentragung Verpflichteten anlasten 

können. Den Finanzierungskosten, die ihr nach Ansicht der Beschwerde-

führerin ohne die SDL-Akontozahlungen entstanden wären, wären somit 

die aus dem stromversorgungsrechtlichen Mechanismus der Verzinsung 

von Unterdeckungen resultierenden Erträge gegenübergestanden. Eine 

Ersparnisbereicherung in dem Sinn, wie sie die Beschwerdeführerin mehr 

oder weniger pauschal geltend macht, käme somit nur in Betracht, wenn 

die angeblichen Finanzierungskosten höher ausgefallen wären als diese 

Erträge.  

A-4626/2014 

Seite 25 

Solches wird von der Beschwerdeführerin, die sich zu dieser Frage nicht 

äussert, allerdings weder explizit noch implizit geltend gemacht und ent-

sprechend in keiner Weise substantiiert. Vielmehr begnügt sie sich damit, 

mit der Formulierung, der Beschwerdegegnerin wären mindestens Finan-

zierungskosten in der Höhe des geforderten Bereicherungszinses entstan-

den, vage und implizit die Möglichkeit anzudeuten, dass die angeblichen 

Finanzierungskosten – in welchem Umfang auch immer – höher ausgefal-

len wären als die von ihr im vorliegenden Beschwerdeverfahren geltend 

gemachte Bereicherungsforderung. Es bleibt deshalb völlig offen, ob und, 

falls ja, inwieweit der Beschwerdegegnerin ihrer Ansicht nach höhere Fi-

nanzierungskosten im erwähnten Sinn entstanden wären und gegebenen-

falls wieso. Dies genügt angesichts ihrer trotz der grundsätzlichen Geltung 

der Untersuchungsmaxime im Beschwerdeverfahren vor Bundesverwal-

tungsgericht (auch) in tatsächlicher Hinsicht bestehenden Begründungs-

pflicht (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwal-

tungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 144; MOSER/ 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.120) nicht, weshalb insoweit nicht wei-

ter auf ihr Vorbringen eingegangen zu werden braucht. 

8.6.3 Damit erweist sich auch dieses Vorbringen und entsprechend das 

Begehren der Beschwerdeführerin, ihre Rückerstattungsforderungen für 

die SDL-Akontozahlungen seien ab deren Entrichtung bis zum Verzugsein-

tritt mit dem WACC zu verzinsen, insgesamt als unbegründet. Ihre Eventu-

albegehren (Rechtsbegehren 1.ii und 2.ii) und ihre Subeventualbegehren 

(Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii) sind daher abzuweisen. 

Neuverlegung Verfahrenskosten (Rechtsbegehren 3) 

9.  

9.1 Wie erwähnt (vgl. Bst. J), beantragt die Beschwerdeführerin, es seien 

die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens neu (vollumfänglich) der Be-

schwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Rechtsbegehren 3). Zwar begründet 

sie dieses Begehren nicht; es ist jedoch davon auszugehen, sie erachte 

die Beschwerdegegnerin bei einer Gutheissung der Rechtsbegehren 1 und 

2 als im vorinstanzlichen Verfahren vollumfänglich – statt bloss teilweise – 

unterliegend.  

9.2 Wie dargelegt, sind die Rechtsbegehren 1.i und 2.i abzuweisen. Glei-

ches gilt für die Eventualbegehren (Rechtsbegehren 1.ii und 2.ii) und die 

A-4626/2014 

Seite 26 

Subeventualbegehren (Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii). Soweit die Verfü-

gung der Vorinstanz durch diese Begehren angefochten wird, ist sie dem-

nach zu bestätigen. Es besteht entsprechend kein Anlass, die Kosten des 

vorinstanzlichen Verfahrens im Sinne der Beschwerdeführerin neu zu ver-

legen. Deren Begehren ist daher abzuweisen. 

Fazit 

10.  

Damit erweisen sich sämtliche Hauptbegehren der Beschwerdeführerin als 

unbegründet. Gleiches gilt für deren Eventualbegehren (Rechtsbegehren 

1.ii und 2.ii) und Subeventualbegehren (Rechtsbegehren 1.iii und 2.iii). Die 

Beschwerde ist daher abzuweisen.  

Kosten und Entschädigung 

11.  

11.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschwerdeführerin als unter-

liegend. Sie hat deshalb die auf Fr. 2'000.– festzusetzenden Verfahrens-

kosten (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 6a VGKE). Der einbe-

zahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-

det. 

11.2 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat ihren internen Rechtsdienst 

mit der Interessenwahrung betraut und ist nicht durch externe Anwälte ver-

treten, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht (Art. 8 ff. VGKE, 

insb. Art. 9 Abs. 2 VGKE). Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde ebenfalls 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

Gleiches gilt für die unterliegende Beschwerdeführerin (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

A-4626/2014 

Seite 27 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 231-00038; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Kathrin Dietrich Pascal Baur 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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