# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aec037fe-255a-5757-9618-d1b89090ff64
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2011 B-4405/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4405-2011_2011-12-12.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung II
B­4405/2011

U r t e i l   v om   1 2 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richter Philippe Weissenberger, Richter Jean­Luc Baechler,   
Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 

Parteien 1. Schweizerischer Versicherungsverband SVV, 
C.F. Meyer­Strasse 14, Postfach 4288, 8022 Zürich,  
2. C._______ AG, 
3. D._______, 
alle vertreten durch Prager Dreifuss AG Rechtsanwälte, 
Dr. Philipp Zurkinden und/oder Dr. Christoph Tagmann, 
3011 Bern, 
Beschwerdeführende, 

gegen

GVB Privatversicherungen AG, 
Papiermühlestrasse 130, 3063 Ittigen,  
Beschwerdegegnerin, 

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA, 
Einsteinstrasse 2, 
3003 Bern,   
Vorinstanz, 

Gegenstand Bewilligung zum Betrieb von Versicherungszweigen.

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stellt das Bundesverwaltungsgericht fest:

A. 

A.a    Im  Kanton  Bern  ist  per  1.  Januar  2011  das  totalrevidierte 
Gebäudeversicherungsgesetz  vom  9.  Juni  2010  (GVG;  BSG  873.11)  in 
Kraft  getreten.  Es  sieht  vor,  dass  wie  bis  anhin  die  obligatorische 
Grundversicherung  der  im  Kanton  Bern  gelegenen  Gebäude  gegen 
Feuer­  und  Elementarschaden  von  der  Gebäudeversicherung  Bern 
(nachfolgend  auch:  GVB)  angeboten  wird.  Das  revidierte 
Gebäudeversicherungsgesetz  und  die  gestützt  darauf  erlassene 
Gebäudeversicherungsverordnung  schreiben  sodann  eine  klare 
Trennung zwischen der obligatorischen Grundversicherung im staatlichen 
Monopol  und  sachnahen  Zusatzversicherungen  und  Nebentätigkeiten 
vor.  Die  Gebäudeversicherung  Bern  darf  Zusatzversicherungen  und 
Nebentätigkeiten über  juristisch  selbständige,  privatrechtlich organisierte 
Tochtergesellschaften anbieten. 

A.b Vor diesem Hintergrund gründete die Gebäudeversicherung Bern die 
privatrechtlich  organisierte  GVB  Privatversicherungen  AG  (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin),  welche  für  sämtliche  Zusatzversicherungen 
zuständig sein soll, und die GVB Services AG, welche Nebentätigkeiten 
anbieten  soll.  Die  Beschwerdegegnerin  soll  nach  Erhalt  der 
Betriebsbewilligung  von der GVB die bis dahin  von dieser angebotenen 
Zusatzversicherungen  "GVB  TOP"  und  "GVB  PLUS"  übernehmen.  Das 
Produkt  "GVB Plus"  ist  eine Umgebungsversicherung,  "GVB TOP"  eine 
erweiterte Objektversicherung. 

A.c  Mit  Schreiben  vom  21.  Januar  2011  ersuchte  die 
Beschwerdegegnerin  die  Eidgenössische  Finanzmarktaufsicht  FINMA 
(nachfolgend:  Vorinstanz)  um  Bewilligung  zum  Geschäftsbetrieb  sowie 
um  Bewilligung  der  Übertragung  der  Bestände  der  "TOP"­Versicherung 
und der "PLUS"­Versicherung von der GVB auf die Beschwerdegegnerin. 

A.d  Mit  Verfügung  vom  6.  Juli  2011  erteilte  die  Vorinstanz  der 
Beschwerdegegnerin  die  Bewilligung  zum  Betrieb  der 
Versicherungszweige B8  (Feuer  und Elementarschäden),  B  9  (Sonstige 
Sachschäden),  B  13  (Allgemeine  Haftpflicht)  und  B16  (Verschiedene 
finanzielle  Verluste)  und  genehmigte  ihren  Geschäftsplan.  Zur 
Begründung führte die Vorinstanz aus, die Tatsache, dass es sich bei der 
Eigentümerin  der  Gesuchstellerin  um  ein  Unternehmen  mit 
Monopolstellung handle, stelle keinen Hinderungsgrund  für die Erteilung 

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der  Bewilligung  zum  Geschäftsbetrieb  dar.  Die  Beschwerdegegnerin 
habe  aber  die  in  den  aufsichtsrechtlichen  Bestimmungen  geregelten 
Voraussetzungen und Bedingungen zu erfüllen. Die Beschwerdegegnerin 
habe  mit  ihrer  Muttergesellschaft  einen  Dienstleistungsvertrag 
abgeschlossen.  Die  Beschwerdegegnerin  übernehme  danach  für  die 
GVB  die  Kernfunktionen  Produktion,  Bestandesverwaltung, 
Schadenregulierung  und  Grosskundenbetreuung.  Das  Erbringen  dieser 
Dienstleistungen  sei  kein  versicherungsfremdes  Geschäft,  denn  es 
handle  sich  dabei  um  Kernfunktionen  des  Versicherungsgeschäfts.  Die 
Versicherungsprodukte  "TOP"­Versicherung  und  "PLUS"­Versicherung 
stünden ausserhalb des Regelungsbereichs der Aufsichtsverordnung. Sie 
stellten  Zusatzversicherungen  zur  obligatorischen Gebäudeversicherung 
dar, umfassten aber keine weiteren Deckungen oder Gegenstände, die in 
den  Regelungsbereich  der  Obligatorien  oder  Monopole  bzw.  der 
reglementierten  Elementarschadenversicherung  fielen.  Die  Übertragung 
der  Versicherungsbestände  der  "TOP"­Versicherung  und  der  "PLUS"­
Versicherung  von  der  GVB  auf  die  Beschwerdegegnerin  sei  nicht 
Gegenstand dieses Bewilligungsverfahrens. 

B. 
Gegen  diese  Verfügung  erhoben  der  Schweizerische 
Versicherungsverband  SVV,  die  C._______  AG  und  die  D._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführende  bzw.  Beschwerdeführer  1  und 
Beschwerdeführerinnen  2  und  3)  am 8. August  2011 Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragen, die angefochtene Verfügung 
sei  aufzuheben  und  der  Beschwerdegegnerin  sei  die  Bewilligung  zum 
Betrieb der Versicherungszweige B8 (Feuer und Elementarschäden), B 9 
(Sonstige  Sachschäden),  B  13  (Allgemeine  Haftpflicht)  und  B16 
(Verschiedene  finanzielle Verluste) nicht  zu erteilen. Eventualiter  sei die 
Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  und  die 
Vorinstanz  sei  anzuweisen,  die  Bewilligungen  zum  Betrieb  von 
Versicherungszweigen  an  deren  aufsichtsrechtliche  und  kartellrechtliche 
Zulässigkeit  zu  knüpfen  sowie  durch  geeignete  Massnahmen  und/oder 
Bedingungen oder Auflagen die klare Trennung zwischen dem Monopol­ 
und  dem  Privatversicherungsangebot  sicherzustellen.  Eventualiter  sei 
den Beschwerdeführenden vollumfängliche Einsicht in die Verfügung vom 
6. Juli 2011 zu gewähren und es sei  ihnen eine angemessene Nachfrist 
zu  einer  allfälligen Nachbegründung  der  Beschwerde  einzuräumen.  Die 
Beschwerdeführenden  seien  in  einem  erneuten  Bewilligungsverfahren 
der  Vorinstanz  als  Parteien  beizuladen,  und  es  seien  ihnen 
vollumfängliche  Parteirechte,  insbesondere  das  rechtliche  Gehör,  zu 

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gewähren.  Sofern  die  Vorinstanz  einer  allfälligen  Beschwerde  die 
aufschiebende  Wirkung  entzogen  habe,  sei  diese  wieder  herzustellen. 
Sofern  die  Vorinstanz  die  Portefeuille­Übertragung  als  nicht 
genehmigungspflichtig  beurteilt  oder  diese  genehmigt  habe,  sei  die 
Vorinstanz  anzuweisen,  aus  den  heutigen  Portefeuilles  der  GVB  "GVB 
PLUS" und "GVB TOP" nur die Übertragung der VVG­Zusatzversicherung 
auf  die GVB Privatversicherungen AG zu einem marktüblichen Preis  zu 
genehmigen sowie den Kunden ein Kündigungsrecht zu gewähren. 

Zur Begründung führen die Beschwerdeführenden aus, sie seien sowohl 
formell  als  auch  materiell  beschwert  und  daher  zur  Beschwerde 
legitimiert.  Die  Bewilligung  zum  Betrieb  von  Versicherungszweigen  sei 
unter  Verletzung  von  Bundesrecht,  insbesondere  verschiedener 
Bestimmungen  des  Versicherungsaufsichtsgesetzes  und  des 
Finanzmarktaufsichtsgesetzes,  der  Bundesverfassung,  von  Vorschriften 
des  Versicherungsabkommens  Schweiz/EU  und  Verfahrensvorschriften 
des  Verwaltungsverfahrensgesetzes,  erteilt  worden.  Im  Weiteren 
kritisieren die Beschwerdeführenden eine unrichtige bzw. unvollständige 
Feststellung  des  erheblichen  Sachverhalts,  den  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  Ermessensunterschreitung  und  die  Unangemessenheit 
der Verfügung. 

C. 
Mit  Beschwerdeantwort  vom  19.  August  2011  beantragt  die 
Beschwerdegegnerin,  auf  die  Beschwerde  sei  nicht  einzutreten, 
eventualiter  sei  sie  abzuweisen.  Die  Beschwerdeführenden  seien  nicht 
zur  Beschwerde  legitimiert,  da  sie  nicht  Adressaten  der  angefochtenen 
Verfügung,  sondern  Konkurrenten  der  Bewilligungsempfängerin  seien. 
Als Dritte wären sie nur beschwerdebefugt, wenn sie von der Bewilligung 
mehr  als  jedermann  betroffen  wären  und  dazu  in  einer  besonderen, 
unmittelbaren Beziehungsnähe stünden. 

Sodann  beantragt  die  Beschwerdegegnerin,  der  Beschwerde  sei  die 
aufschiebende Wirkung zu entziehen.

D. 
Am  7.  September  2011  verzichtete  die  Vorinstanz  auf  eine 
Stellungnahme zum Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung. 

E. 
Die  Beschwerdeführenden  beantragen  mit  Stellungnahme  vom  7. 

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September  2011,  das Gesuch  der  Beschwerdegegnerin  um Entzug  der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sei abzuweisen. 

F. 
Mit Verfügung vom 12. September 2011 wies die Instruktionsrichterin den 
von  der  Beschwerdegegnerin  gestellten  Antrag  auf  Entzug  der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab.

G. 
Mit  Eingabe  vom  19.  September  2011  beantragt  die 
Beschwerdegegnerin,  das Verfahren  sei  auf  die Frage  zu  beschränken, 
ob  die  Beschwerdeführenden  zur  Beschwerde  legitimiert  seien,  und  es 
sei darüber  im Rahmen eines selbständig anfechtbaren Beschlusses zu 
entscheiden. 

H. 
Am  23.  September  2011  reichen  die  Beschwerdeführenden  eine 
Beschwerdeergänzung  ein.  Zusätzlich  zu  den  mit  Beschwerde  vom  8. 
August  2011  gestellten  Anträgen  1,  2,  4  und  6  beantragen  sie,  im 
Verfahren betreffend die Portefeuille­Übertragung als Parteien beigeladen 
zu  werden.  Die  Beschwerdeführenden  halten  erneut  fest,  sie  seien 
beschwerdelegitimiert.  In  materieller  Hinsicht  rügen  sie,  die  Bewilligung 
zum  Betrieb  von  Versicherungszweigen  sei  unter  Verletzung  von 
Bundesrecht,  insbesondere  verschiedener  Bestimmungen  des 
Versicherungsaufsichtsgesetzes  und  des  Finanzmarktaufsichtsgesetzes, 
der  Bundesverfassung,  von  Vorschriften  des  Versicherungsabkommens 
Schweiz/EU,  Vorschriften  des  Binnenmarktgesetzes  sowie 
Verfahrensvorschriften  gemäss  Verwaltungsverfahrensgesetz,  erteilt 
worden  und  sei  damit  bundesrechtswidrig.  Im Weiteren  rügen  sie  eine 
unrichtige bzw. unvollständige Feststellung des erheblichen Sachverhalts, 
den Missbrauch des Ermessens, die Ermessensunterschreitung und die 
Unangemessenheit der Verfügung. 

I. 
Mit  Verfügung  vom  26.  September  2011  beschränkte  die 
Instruktionsrichterin  den  Schriftenwechsel  vorerst  auf  die  Frage,  ob  die 
Beschwerdeführenden zur Beschwerde legitimiert seien. 

J. 
Am 20. Oktober 2011 teilte das Sekretariat der Wettbewerbskommission 
WEKO dem Bundesverwaltungsgericht mit, die Vorabklärungen seien am 

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19.  Oktober  2011  abgeschlossen  worden  und  es  bestehe  derzeit  kein 
Anlass,  eine  Untersuchung  nach  Kartellgesetz  zu  eröffnen,  nachdem 
wettbewerbsrechtliche Bedenken hätten ausgeräumt werden können. 

K. 
Die Beschwerdeführenden bestreiten mit Eingabe vom 20. Oktober 2011, 
den  Markteintritt  der  Beschwerdegegnerin  verzögern  zu  wollen.  Sie 
hätten nur deshalb Beschwerde erhoben, weil sie von der Vorinstanz trotz 
mehrerer Versuche nicht zum Verfahren zugelassen worden seien. 

L. 
Mit Eingabe vom 21. Oktober 2011 hält die Beschwerdegegnerin an den 
in  früheren  Eingaben  gemachten  Ausführungen  fest,  soweit  sie  nicht 
ausdrücklich davon abweiche, und beantragt, es sei auf die Beschwerde 
mangels  Legitimation  der  Beschwerdeführenden  nicht  einzutreten, 
eventualiter  sei  die  Beschwerde  abzuweisen.  In  prozessualer  Hinsicht 
beantragt  die  Beschwerdegegnerin,  auf  das  neue  Rechtsbegehren  der 
Beschwerdeführenden  betreffend  Beiladung  in  einem  Drittverfahren  sei 
nicht einzutreten, sowie, über die Frage der Legitimation sei mittels eines 
selbständig  zu  eröffnenden  End­  oder  Zwischenentscheides  zu 
entscheiden. 

M. 
Die Vorinstanz beantragt mit Stellungnahme vom 7. November 2011, auf 
die Beschwerde  sei  nicht  einzutreten. Die Beschwerdeführenden  hätten 
weder  Parteistellung  noch  seien  sie  beschwerdelegitimiert.  Die 
Vorinstanz  verweist  diesbezüglich  auf  die  Begründung  der 
Beschwerdegegnerin. Ergänzend hält die Vorinstanz fest, die Bewilligung 
gemäss  Art.  3  des  Versicherungsaufsichtsgesetzes  stelle  eine 
Polizeibewilligung dar, welche potentiellen Marktteilnehmern erteilt werde, 
welche  die  vorgegebenen  gesetzlichen  Anforderungen  erfüllten.  Die 
Vorinstanz  habe  die  Beschwerdegegnerin  wie  jede  andere 
Marktteilnehmerin  bzw.  Gesuchstellerin  behandelt.  Eine  Privilegierung 
der Beschwerdegegnerin  liege daher nicht vor. Auch sei die Bewilligung 
nicht  an  die  Bedingung  eines  verfügbaren  Kontingents  oder  eines 
nachweisbaren  Bedürfnisses  geknüpft.  Sie  stelle  daher  keine 
wirtschaftspolitische  Bewilligung  dar.  Bei  den  Bestimmungen  des  VAG 
handle es sich nicht um eine wirtschaftspolitische Ordnung im Sinne der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts. 

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N. 
Die  Beschwerdeführenden  beantragen  mit  Eingabe  vom  7.  November 
2011,  es  sei  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  ein  gerichtliches 
Gutachten  in  Auftrag  zu  geben  zur  Frage,  ob  die  von  der 
Beschwerdegegnerin  geplanten  Angebote  von  Zusatzversicherungen  in 
aktuarieller  und  versicherungstechnischer  Hinsicht  vollständig  autonom 
und  unabhängig  von  der  obligatorischen  Grunddeckung  der 
Gebäudeversicherungsanstalt  des  Kantons  Bern  angeboten  werden 
könnten  bzw.  unter  welchen  versicherungstechnischen  und  aktuariellen 
Voraussetzungen  die  Beschwerdeführenden  die  gleichen 
Zusatzversicherungen  anbieten  könnten.  Den  Parteien  sei  vor  der 
Auftragserteilung  Gelegenheit  zu  geben,  einen  Fragenkatalog  zum 
Gutachten einzureichen. 

O. 
Mit  Stellungnahme  vom  18.  November  2011  beantragt  die 
Beschwerdegegnerin,  der  Antrag  der  Beschwerdeführenden  vom  7. 
November  2011  sei  abzuweisen.  Zur  Begründung  führt  sie  aus,  der 
Antrag  sei  für  die  Frage  der  Legitimation  nicht  relevant  und  erfolge 
verspätet. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Die  vorliegende  Beschwerde  richtet  sich  gegen  die  Verfügung  der 
Vorinstanz  vom  6.  Juli  2011,  mit  welcher  der  Beschwerdegegnerin  die 
Bewilligung  zum  Betrieb  der  Versicherungszweige  B8  (Feuer  und 
Elementarschäden),  B  9  (Sonstige  Sachschäden),  B  13  (Allgemeine 
Haftpflicht)  und  B16  (Verschiedene  finanzielle  Verlust)  erteilt  wurde. 
Diese Bewilligung  stellt  eine Verfügung  im Sinne  von Art.  5 Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (Verwaltungsverfahrensgesetz,  VwVG,  SR 
172.021)  dar.  Verfügungen  der  Vorinstanz  unterliegen  der  Beschwerde 
an  das  Bundesverwaltungsgericht  (Art.  31  und  33  Bst.  e  des 
Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 
[Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG] SR 173.32). Ein Ausschlussgrund (vgl. 
Art. 32 VGG) liegt nicht vor. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Behandlung der Beschwerde 
gegen die vorinstanzlichen Verfügungen zuständig. 

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2. 
Umstritten  ist  vorliegend  vorab  die  Beschwerdelegitimation  der 
Beschwerdeführenden. 

2.1. Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren 
teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Art. 
48 Abs.  1 Bst.  a VwVG),  durch die  angefochtene Verfügung besonders 
berührt  ist  (Art.  48  Abs.  1  Bst.  b  VwVG),  und  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat  (Art. 48 Abs. 1 Bst. c 
VwVG). 

2.2. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführenden am vorinstanzlichen 
Verfahren  nicht  teilgenommen  haben.  Ebenso  unbestritten  und 
aktenkundig  ist  jedoch,  dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Schreiben 
vom 23. Mai 2011 ausdrücklich darum ersucht hatten, im vorinstanzlichen 
Verfahren als Parteien beigeladen zu werden. Die Vorinstanz bestätigte 
ihr  diesbezügliches Gesuch mit  Schreiben  vom 3.  Juni  2011. Nachdem 
die  Beschwerdeführenden  mit  Schreiben  vom  16.  Juni  2011  auf  eine 
rasche Behandlung  ihres Gesuchs gedrängt hatten, wies die Vorinstanz 
dieses mit Schreiben vom 6. Juli 2011 formlos ab und erteilte gleichzeitig 
der  Beschwerdegegnerin  die  Bewilligung  für  den  Vertrieb  von 
Versicherungszweigen.

Die Beschwerdeführenden haben somit  trotz entsprechendem Bemühen 
ihrerseits keine Möglichkeit zur Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren 
erhalten. Die Voraussetzung der formellen Beschwer (Art. 48 Abs. 1 Bst. 
a VwVG) ist daher erfüllt.

2.3.  Die  materielle  Beschwer  erfordert,  dass  die  beschwerdeführende 
Partei  durch die  angefochtene Verfügung besonders  berührt  ist  und ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art. 
48  Abs.  1  Bst.  b  und  c  VwVG).  Das  Erfordernis  des  besonderen 
Berührtseins  ist beim Adressaten einer (individuell­konkreten) Verfügung 
in der Regel ohne Weiteres gegeben. Darüber hinaus können auch Dritte 
materiell  beschwert  sein.  Diese  sind  in  der  Regel  indessen  nur  indirekt 
von  der  Verfügung  betroffen,  da  ihnen  durch  den  angefochtenen 
Entscheid  weder  direkt  Rechte  eingeräumt  noch  Pflichten  auferlegt 
werden. Als "besonders berührt" gelten solche Personen daher nur, wenn 
sie  eine  besondere  beachtenswerte,  nahe  Beziehung  zur  Streitsache 
aufweisen  (BGE  135  II  172  E.  2.1  mit  weiteren  Hinweisen;  ISABELLE 
HÄNER,  Die  Beteiligten  im  Verwaltungsverfahren  und 

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Verwaltungsprozess,  Zürich  2000,  Rz.  525,  BERNHARD  WALDMANN,  in: 
Niggli/Uebersax/Wiprächtiger  [Hrsg.],  Basler  Kommentar  zum  BGG, 
Basel 2008, N. 18 zu Art. 89 BGG, ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Aufl.,  Zürich  2010,  Rz. 
1772).  Die  beschwerdeführende  Person  muss  stärker  als  jedermann 
betroffen sein, d.h. sie muss ein persönliches Interesse nachweisen, das 
sich  vom  allgemeinen  Interesse  der  übrigen  Bürger/innen  klar  abhebt. 
Durch diese Einschränkung soll die Popularbeschwerde ausgeschlossen 
werden. Worin  die  besondere  Beziehungsnähe  zur  Streitsache  besteht, 
wird  nach  objektiven  Kriterien  bestimmt  (ISABELLE  HÄNER,  in: 
Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, N. 9 ff. zu Art. 48 VwVG). 
Als  schutzwürdig  gelten  im  Rahmen  der  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  dabei  nicht  nur  rechtliche,  sondern  auch 
tatsächliche Interessen (BVGE 2007/20 E. 2.4.1, BVGE 2009/17 E. 3.1).

Nach  ständiger  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  sind Konkurrenten 
eines  Bewilligungsempfängers  nicht  schon  aufgrund  der  blossen 
Befürchtung,  einer  verstärkten  Konkurrenz  ausgesetzt  zu  sein,  zur 
Beschwerde  legitimiert.  Diese  Art  des  Berührtseins  liegt  vielmehr  im 
Prinzip  des  freien  Wettbewerbs  und  schafft  keine  schutzwürdige 
besondere  Beziehungsnähe.  Es  bedarf  hierfür  vielmehr  einer 
spezifischen,  qualifizierten  Beziehungsnähe,  etwa  wie  sie  durch  eine 
spezielle  wirtschaftsverwaltungsrechtliche  Zulassungs­  oder 
Kontingentierungsordnung  geschaffen  werden  kann,  welcher  die 
Konkurrenten  gemeinsam unterworfen  sind,  oder  soweit  der Konkurrent 
geltend  macht,  andere  Konkurrenten  würden  rechts­ungleich  bzw. 
privilegiert behandelt  (vgl. BGE 127 II 264 E. 2c, BGE 125 I 7 E. 3d mit 
weiteren  Hinweisen;  Urteile  des  Bundesgerichts  1C_191/2011  vom  7. 
September  2011  E. 2.4.2,  2C_762/2010  vom  2.  Februar  2011  E.  4.3.2, 
1A.253/2005  vom  17.  Februar  2006  E.  2.3;  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­6540/2010 vom 3. März 2011 E. 4.4.5 und 
B­4362/2009 vom 23. Juli 2010 E. 1.2.2; VERA MARANTELLI­SONANINI/SAID 
HUBER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG, 
Zürich/Basel/Genf  2009,  N.  28  zu  Art.  48  VwVG;  HÄNER,  in: 
Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  a.a.O.,  N.  15  zu  Art.  48  VwVG).  Eine 
derartige  spezielle  wirtschaftsverwaltungsrechtliche  Zulassungs­  oder 
Kontingentierungsordnung,  die  eine  qualifizierte  Beziehungsnähe 
zwischen  den  Konkurrenten  begründet,  liegt  dann  vor,  wenn  kantonal­ 
oder  bundesrechtliche  Vorschriften  die  Konkurrenz  im  betreffenden 
Bereich beschränken oder ausschliessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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1C.191/2011 vom 7. September 2011 E. 2.5). Dies  ist etwa der Fall  bei 
Zulassungsbeschränkungen  von  Marktteilnehmern  in  der  Absicht,  das 
Angebot zu reduzieren (vgl. z. B. den sog. "Ärztestopp"), bei eigentlichen 
Kontingentierungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.253/2005 vom 17. 
Februar 2006 E. 2.1.1 mit Hinweisen), bei Bedürfnisklauseln oder bei der 
Erteilung  von  Konzessionen  (vgl.  auch  WALDMANN,  in: 
Niggli/Uebersax/Wi­prächtiger  [Hrsg.],  a.a.O.,  N.  23­25  zu Art.  89 BGG; 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­ 8305/2010 vom 12. September 
2011 E. 2.2.3.4).

Demgegenüber  begründet  nach  ständiger  bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung  das  Interesse  an  der  richtigen  Anwendung  und 
Durchsetzung des objektiven Rechts keine Beschwerdelegitimation (Urteil 
des Bundesgerichts U 519/06 vom 28. September 2007 E. 3.2, BGE 133 
V  188  E. 4.3.3,  BGE  123  II  371  E.  2d,  BGE  123  II  542  E.  2e;  ebenso 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C­8305/2010  vom  12.  September 
2011  E. 2.2.3.4).  Das  blosse  Interesse  an  der  Wahrung  des 
Qualitätsstandards  einer  Berufsbranche  vermag  die 
Beschwerdelegitimation nicht zu begründen (vgl. BGE 125 I 7 E. 3 f. mit 
Hinweisen).  Ebenso  wenig  reicht  die  Verfolgung  der  Interessen  der 
Aufsichtsbehörde aus, um einem Dritten Parteistellung zu gewähren, da 
die  Aufsichtsbehörde  grundsätzlich  allein  zur  Vertretung  der  im 
öffentlichen  Interesse enthaltenen privaten  Interessen zuständig  ist  (vgl. 
Teilentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B­1299/2006  vom  23.  Januar  2008  E.  3.2.3).  Eine  besondere, 
beachtenswerte, nahe Beziehung zum Streitgegenstand ergibt sich auch 
nicht  bereits  daraus,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  aus  ideellen 
Gründen  für  eine  Frage  besonders  interessiert  oder  aus  persönlicher 
Überzeugung für oder gegen eine Sache engagiert (vgl. BGE 123 II 376 
E.  4a;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­6540/2010  vom  3. März 
2011 E. 4.4.5, BVGE 2007/20 E. 2.4.1 mit Hinweisen).

2.4.  Unbestritten  ist,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  2  und  3 
Konkurrenten der Beschwerdegegnerin sind.  

Der  Beschwerdeführer  1  ist  die  Dachorganisation  der  privaten 
Versicherungswirtschaft  in  der  Schweiz  und  als  Verein  nach  Art.  60  ff. 
des  Zivilgesetzbuches  vom  10.  Dezember  1907  (ZGB,  SR  210) 
organisiert. 

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Seite 11

Einem  Verband  steht  die  Beschwerdelegitimation  nach  Art.  48  Abs.  1 
Bst. a VwVG zur Wahrung der  Interessen seiner Mitglieder  zu, wenn er 
als  juristische  Person  konstituiert  ist,  die  einzelnen  Mitglieder  zur 
Beschwerde legitimiert wären, die Wahrung der Interessen der Mitglieder 
zu seinen statutarischen Aufgaben gehört und er tatsächlich ein Interesse 
der  Mehrheit  oder  mindestens  einer  Grosszahl  seiner  Mitglieder  vertritt 
(BGE 136 II 539 E. 1.1 mit Hinweisen). 

Hauptziel  des  Beschwerdeführers  1  ist  die Wahrung  der  gemeinsamen 
Interessen  der  Verbandsmitglieder  sowie  die  Förderung  optimaler 
Rahmenbedingungen  für  den  Assekuranz­Standort  Schweiz  (Art.  2 
Statuten). Gemäss den Angaben auf der Website des Beschwerdeführers 
1  bewirtschaften  seine  Mitgliedgesellschaften  in  der  Lebens­  und 
Schadenversicherung  einen  Anteil  von  über  90  Prozent  des 
Prämienvolumens  in  der  Schweiz.  Nach  dem  Gesagten  ist  davon 
auszugehen,  dass  der  Beschwerdeführer  1  statutarisch  und  tatsächlich 
die Interessen der Mehrheit seiner Mitglieder vertritt. 

Zu prüfen ist daher in der Folge, ob die Mitglieder des Beschwerdeführers 
1  und  die  Beschwerdeführerinnen  2  und  3  zur  Beschwerde  gegen  die 
vorliegend angefochtene Verfügung legitimiert sind. 

2.5.  Die  Beschwerdeführenden  rügen,  die  Bewilligungserteilung  an  die 
Beschwerdegegnerin  führe  zu  einer  Ungleichbehandlung  bzw. 
Privilegierung  der  Beschwerdegegnerin,  dies  u.a.  aufgrund  der 
Vermischung  des  Produktangebots  auf  Seiten  der  Beschwerdegegnerin 
und  der  Gebäudeversicherung  Bern.  Die  Beschwerdeführenden  seien 
dadurch  in  ihren  schutzwürdigen  Interessen  unmittelbar  betroffen.  Ihre 
tatsächliche und/oder rechtliche Situation werde durch den Ausgang des 
Verfahrens beeinflusst. Daher seien die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 
als Drittbeschwerdeführende materiell beschwert.

Zur  Begründung  führen  die  Beschwerdeführenden  aus,  die 
Beschwerdegegnerin besitze eine  regulatorische Sonderstellung, welche 
ihr  erlaube,  u.a.  bezüglich  Vertrieb,  Marke  und  Werbung  sowie  der 
kombinierten  Monopol­  und  VVG­Versicherungsangebote  auf  die 
Geschäftstätigkeit  ihrer  dem  Monopolbereich  zugehörenden 
Muttergesellschaft  zurückzugreifen.  Die  Quersubventionierung  sei  so 
angelegt,  dass  die  Beschwerdegegnerin  in  ihrer  praktischen  Tätigkeit 
zumindest  faktisch  davon  profitiere  (bestehender  "Brand",  langjährige 
Kundenbeziehungen der GVB, Kommunikationsmittel  und Datenmaterial 

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aus  dem  Monopolbereich,  Übernahme  von  Mitarbeitenden  der  GVB­
Monopolanstalt  mit  entsprechendem  Know­how­Transfer  etc.).  Diese 
Auffassung  der  Beschwerdeführenden  würden  durch  die 
Vernehmlassungsergebnisse  zur  Revision  des 
Gebäudeversicherungsgesetzes  des  Kantons  Bern  gestützt. 
Verschiedene Seite  hätten  hierbei  Bedenken  zur  Frage  angemeldet,  ob 
die  Geschäftsbereiche  ausreichend  klar  voneinander  getrennt  würden 
und ob nicht Unklarheiten zwischen kantonalrechtlicher Monopoltätigkeit 
und  der  dem  Bundesrecht  unterstehenden  privaten 
Zusatzversicherungstätigkeit  entstehen  könnten.  Selbst 
Branchenverbände der Beschwerdegegnerin hätten die Ausdehnung der 
Geschäftstätigkeit  durch  die  GVB  und  die  damit  verbundenen 
Abgrenzungsschwierigkeiten  sowie  die  fehlende  Kompatibilität  mit  dem 
Versicherungsabkommen Schweiz/EU kritisiert. Diese Bedenken seien im 
Gesetzgebungsverfahren  nicht  ausgeräumt  worden.  Weil  den 
Beschwerdeführenden  die  erwähnten  Wettbewerbsvorteile  nicht  zu  teil 
würden,  seien  sie  in  ihrer  Geschäftstätigkeit  benachteiligt.  Indem  die 
Vorinstanz  der  Beschwerdegegnerin  gestattet  habe,  die  Produktion, 
Bestandesverwaltung,  Schadenregulierung  und  Grosskundenbetreuung 
der  Monopolversicherung  für  die  GVB  zu  übernehmen,  habe  sie  der 
Beschwerdegegnerin  eine  regulatorische  Sonderstellung  und 
Privilegierung  zugestanden,  die  keinem  andern  privaten 
Bewilligungsträger  zukomme.  Durch  dieses  "Outsourcing"  bzw. 
"Insourcing"  aus  Sicht  der  Beschwerdegegnerin  werde  letzterer  der 
Monopolbestand  der  GVB  samt  sämtlichen  Vertragsdaten  zugänglich 
gemacht. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden  im 
Bereich  der  Gebäudezusatzversicherungen  wegen  des  privilegierten 
Markteintritts  der  Beschwerdegegnerin  erhebliche  Prämienvolumen 
verloren  gehen.  Somit  seien  sie  in  ihren  schutzwürdigen  Interessen 
unmittelbar  betroffen.  Vor  diesem  Hintergrund  sei  die  erforderliche 
Beziehungsnähe  zur  Streitsache  gegeben.  Die  Beschwerdeführenden 
würden  durch  den  angefochtenen  Entscheid  persönlich  und  unmittelbar 
einen Nachteil  erleiden.  Ihre  tatsächliche und  rechtliche Situation werde 
durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst.

Die  Vorinstanz  und  die  Beschwerdegegnerin  bestreiten  dagegen,  dass 
eine Privilegierung vorliege. 

Die  Beschwerdegegnerin  führt  aus,  es  gebe  die  von  den 
Beschwerdeführenden  behaupteten  "Monopolzusatzversicherungen" 
nicht,  sondern  nur  die  obligatorische  Grunddeckung,  die  bei  der  GVB 

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verbleibe, und die freiwilligen Zusatzversicherungen nach VVG, die an die 
Beschwerdegegnerin  ausgegliedert  würden.  Die  heutigen  freiwilligen 
Zusatzversicherungen müssten  künftig  separat  und unabhängig  von der 
obligatorischen  Grunddeckung  angeboten  werden.  Die  Behauptung  der 
Beschwerdeführenden,  mit  der  angefochtenen  Bewilligungsverfügung 
würden auch Monopolaufgaben auf die Beschwerdegegnerin übertragen, 
sei sowohl neu als auch offensichtlich falsch. Als reine Polizeibewilligung 
habe die Betriebsbewilligung rein feststellenden Charakter und 'übertrage' 
keine  Aufgaben.  Zudem  würden  auch  mit  der  in  einem  separaten 
Verfahren  der  Vorinstanz  zu  beurteilenden,  nicht  Gegenstand  der 
angefochtenen  Verfügung  bildenden  Bestandesübertragung  keine 
"Monopolaufgaben"  übertragen.  Diese  würden  von  Gesetzes  wegen 
zwingend bei der Gebäudeversicherung Bern verbleiben. 

Die  Vorinstanz  bringt  vor,  sie  habe  im  Rahmen  der  Prüfung  den 
besonderen  Umständen  des  konkreten  Falls  Rechnung  getragen.  Sie 
habe  die  Beschwerdegegnerin  wie  jede  andere  Marktteilnehmerin  bzw. 
Gesuchstellerin  behandelt.  Eine  Privilegierung  der  Beschwerdegegnerin 
liege  daher  nicht  vor.  Die  Bewilligung  gemäss  Art.  3  des 
Versicherungsaufsichtsgesetzes  stellt  eine  Polizeibewilligung  dar,  die 
potentiellen  Marktteilnehmern  erteilt  werde,  welche  die  vorgegebenen 
gesetzlichen  Anforderungen  erfüllten,  und  sei  nicht  an  die  Bedingung 
eines  verfügbaren  Kontingents  oder  eines  nachweisbaren  Bedürfnisses 
geknüpft. Sie stelle daher keine wirtschaftspolitische Bewilligung dar. 

2.6. Allein aus der Tatsache, dass ein Markt beaufsichtigt wird, kann nicht 
auf  eine  wirtschaftspolitische  Sonderordnung  geschlossen  werden,  die 
eine besondere Beziehungsnähe zwischen den Konkurrenten begründen 
würde.  Es  ist  daher  vorab  zu  untersuchen,  ob  das 
Versicherungsaufsichtsgesetz  vom  17. Dezember  2004  (VAG,  SR 
961.01) eine derartige Sonderordnung begründet.  

2.6.1.  Jedes  Versicherungsunternehmen,  das  der  Aufsicht  untersteht, 
bedarf  zur  Aufnahme  der  Versicherungstätigkeit  einer  Bewilligung  der 
Vorinstanz  (Art.  3  Abs.  1  des  Versicherungsaufsichtsgesetzes  vom 
17. Dezember 2004 [VAG, SR 961.01]). Die Bewilligung wird erteilt, wenn 
die  gesetzlichen  Anforderungen  erfüllt  und  die  Interessen  der 
Versicherten gewahrt sind (Art. 6 Abs. 1 VAG).

2.6.2.  Diese  Bestimmungen  stützen  sich  auf  Art.  98  Abs.  3  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

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1999 (BV, SR 101). Diese Bestimmung ermächtigt den Bund zum Erlass 
von Vorschriften  über  das  Privatversicherungswesen.  Sie  geht  über  die 
Rechtfertigung,  mit  Bezug  auf  die  klassischen  Polizeigüter  legiferierend 
tätig  zu  werden,  hinaus,  und  begründet  auch  die  Zuständigkeit  für 
gesetzliche Anordnungen zum Funktionsschutz, weil ein funktionierendes 
und  vertrauenswürdiges  Versicherungssystem  eine  wichtige 
Voraussetzung  für  die  wirtschaftliche Wohlfahrt  ist  und  der  Schutz  des 
Systems gleichzeitig auch dem  Individualschutz dient.  In der Lehre wird 
die  Auffassung  vertreten,  dass  Art.  98  Abs.  3  BV  keine  Ermächtigung 
darstelle,  vom  Prinzip  der  Wirtschaftsfreiheit  (vgl.  Art.  27  BV) 
abzuweichen, vielmehr seien gestützt auf diese Kompetenznorm lediglich 
grundsatzkonforme  Massnahmen  zulässig  (ROLF  H.  WEBER/PATRICK 
UMBACH,  Versicherungsaufsichtsrecht,  Bern  2006,  §  3  Rz.  4­5).  In  der 
Botschaft  zum Versicherungsaufsichtsgesetz  führte  der  Bundesrat  denn 
auch  explizit  aus,  dass  das  Versicherungsaufsichtsgesetz  nicht 
konkurrenzausgleichende,  wirtschaftspolitische  oder  konjunkturpolitische 
Zielsetzungen verfolge (vgl. Botschaft zum Versicherungsaufsichtsgesetz 
vom 9. Mai 2003 [BBl 2003 3789 ff. 3808]). 

2.6.3. Art. 6 VAG hält ausdrücklich fest, dass die Bewilligung erteilt wird, 
wenn  die  gesetzlichen  Anforderungen  erfüllt  und  die  Interessen  der 
Versicherten gewahrt sind. Angesichts dieses klaren Wortlauts  ist davon 
auszugehen, dass andere als diese Gesichtspunkte beim Entscheid über 
die  Erteilung  der  Bewilligung  keine  Rolle  spielen  dürfen.  Die 
Aufsichtsbehörde muss die Bewilligung erteilen, sofern der Gesuchsteller 
die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH 
ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allg. Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 
44  Rz.  29  f.,  WEBER/UMBACH,  a.a.O.,  §  5  Rz.  56).  Demnach  liegt  die 
Entscheidung  darüber,  ob  die  Erlaubnis  erteilt  wird  oder  nicht,  in  der 
Regel  nicht  im  Ermessen  der  Bewilligungsbehörde 
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz.  2534).  Aufgrund  der  mit  dem 
Gesuch  einzureichenden  Unterlagen  sowie  allfälligen  von  der 
Aufsichtsbehörde  zusätzlich  verlangten  Unterlagen  hat  die 
Aufsichtsbehörde zu untersuchen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen 
für  eine  Aufnahme  der  Versicherungstätigkeit  im  entsprechenden 
Versicherungszweig  erfüllt  sind.  Ist  dies  der  Fall,  steht  es  der 
Aufsichtsbehörde  nicht  zu,  weitere  Voraussetzungen  zu  definieren  (vgl. 
WEBER/UMBACH,  a.a.O.,  §  5 Rz.  56). Die Bewilligung  um Ausübung der 
Versicherungstätigkeit stellt demnach eine Polizeibewilligung dar.

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Das Bewilligungserfordernis  bezweckt  demnach nicht  die Beschränkung 
des  Marktzutritts  oder  die  Regulierung  des  Marktes,  sondern  verfolgt 
allein polizeiliche Zwecke und dient dem Schutz des Geschäftsverkehrs. 
Die  Interessen  konkurrierender  Versicherer  schützt  das 
Versicherungsaufsichtsgesetz  nur  mittelbar  und  insoweit,  als  eine 
geordnete  Bewilligungs­  und  Aufsichtspraxis  die  Funktionsfähigkeit  des 
Versicherungs­ und Finanzplatzes Schweiz gewährleistet (vgl. Art. 5 des 
Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1]). 

2.6.4.  Das  Bewilligungsverfahren  nach  Versicherungsaufsichtsgesetz 
schafft damit keine wirtschaftspolitische Ordnung oder Kontingentierung, 
die  eine  besondere  Beziehungsnähe  zwischen  den 
Beschwerdeführenden und der Beschwerdegegnerin begründen würde. 

2.7.  Liegt  keine  wirtschaftsverwaltungsrechtliche  Zulassungs­  oder 
Kontingentierungsordnung  vor,  der  die  Konkurrenten  gemeinsam 
unterworfen  sind,  so  ist  ein  Konkurrent  zur  Beschwerde  nur  legitimiert, 
soweit  er  geltend  macht,  sein  Konkurrent  würde  rechtsungleich  bzw. 
privilegiert behandelt (vgl. E. 2.3 hiervor). 

2.7.1. Die Beschwerdeführenden behaupten dies zwar, indem sie geltend 
machen,  die  Vorinstanz  habe  der  Beschwerdegegnerin  eine 
regulatorische  Sonderstellung  und  Privilegierung  zugestanden,  die 
keinem andern privaten Bewilligungsträger zukomme. Sie legen indessen 
nicht  dar,  dass  die  Vorinstanz  der  Beschwerdegegnerin  etwas  bewilligt 
habe,  was  sie  einem  Mitglied  des  Beschwerdeführers  1  oder  den 
Beschwerdeführerinnen 2 und 3 verweigert hätte. 

Eine  genaue  Betrachtung  ihrer  Rügen  zeigt,  dass  die  behauptete 
Privilegierung  der  Beschwerdegegnerin  ausschliesslich  auf  Umstände 
zurückzuführen  ist,  die  –  auch  nach  der  Darlegung  der 
Beschwerdeführenden  –  ihre  Ursachen  nicht  im  Verantwortungsbereich 
der Vorinstanz sondern  in der Gesetzgebung des Kantons Bern bzw.  in 
der Monopolstellung der GVB hinsichtlich der Grundversicherung haben. 
Alle Rügen der Beschwerdeführenden laufen letztlich darauf hinaus, dass 
sie der Vorinstanz vorwerfen, sie habe diese aufgrund anderer Umstände 
vorbestehende  faktische  Privilegierung  der  Beschwerdegegnerin  nicht 
durch  geeignete  Auflagen  oder  gar  eine  Bewilligungsverweigerung 
neutralisiert,  sondern  ihr  durch  die  Bewilligung  gestattet,  diese 
Vorzugsstellung  auf  dem Versicherungsmarkt  ungehindert  auszunutzen, 
was zu einer Marktverzerrung führe. 

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2.7.2.  Dies  zeigt  exemplarisch  die  wichtigste  Rüge  der 
Beschwerdeführenden  bezüglich  des  Dienstleistungsvertrags  der 
Beschwerdegegnerin mit der GVB: 

In  diesem  Vertrag  ist  vorgesehen,  dass  die  Beschwerdegegnerin  die 
Produktion,  Bestandesverwaltung,  Schadenregulierung  und 
Grosskundenbetreuung  der  Monopolversicherung  für  die  GVB 
übernimmt.  Nach  Darstellung  der  Beschwerdeführenden  wird  der 
Beschwerdegegnerin  durch  dieses  "Outsourcing"  seitens  der GVB  bzw. 
"Insourcing"  aus  der  Perspektive  der  Beschwerdegegnerin  der 
Monopolbestand  der  GVB  samt  sämtlichen  Kundenadressen  und 
Vertragsdaten zugänglich gemacht. Dass diese Art der Zusammenarbeit 
der  Beschwerdegegnerin  einen  erheblichen  Wettbewerbsvorteil 
verschaffen kann, ist an sich nachvollziehbar. 

Die Beschwerdeführenden rügen in diesem Zusammenhang sinngemäss, 
die Vorinstanz wäre verpflichtet gewesen, durch geeignete Auflagen oder 
gar  eine  Bewilligungsverweigerung  zu  verhindern,  dass  die 
Beschwerdegegnerin  die  aufgrund  ihrer  Verbindung  mit  der  GVB 
vorbestehende  Vorzugsstellung  in  wettbewerbsverzerrender  Weise  auf 
dem  Versicherungsmarkt  ausnutzen  könne.  Die  Vorinstanz  ihrerseits 
vertritt  die  Auffassung,  die  Prüfung  derartiger  wettbewerbsrechtlicher 
Fragen  falle  nicht  in  den  Anwendungsbereich  des 
Versicherungsaufsichtsgesetzes  und  damit  auch  nicht  in  ihren 
Zuständigkeitsbereich. 

Ob  die  Vorinstanz  verpflichtet  ist,  die  notwendigen  Massnahmen  zu 
treffen,  damit  auf  dem  Privatversicherungsmarkt  ein  wirksamer 
Wettbewerb  herrscht,  und  zu  diesem  Zweck  bei  drohenden 
Marktverzerrungen wegen Synergien  aus  dem Monopolbereich  allfällige 
Bewilligungen verweigern oder nur unter Auflagen erteilen könnte, ist eine 
Frage, die nicht bei der Prüfung der Beschwerdelegitimation, sondern erst 
bei der materiellen Prüfung der vorliegenden Beschwerde zu beantworten 
wäre.  Die  Rüge,  eine  Aufsichtsbehörde  wende  das  Recht  nicht  korrekt 
an,  begründet  an  sich  noch  keine  Legitimation  eines 
Drittbeschwerdeführers,  solange  dieser  keine  eigentliche 
Ungleichbehandlung zu seinen Ungunsten geltend machen kann. 

Selbst wenn die dargelegte Auffassung der Vorinstanz unzutreffend wäre 
und  sie  verpflichtet  wäre,  bei  drohenden  Marktverzerrungen  allfällige 
Bewilligungen  zu  verweigern  oder  nur  unter  Auflagen  erteilen, wäre  die 

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Seite 17

Beschwerdelegitimation  der  Beschwerdeführenden  als  Konkurrenten 
daher nur gegeben, wenn sie geltend machen könnten, die Vorinstanz als 
Aufsichtsbehörde  übe  diesbezüglich  eine  ungleiche Praxis  aus  bzw.  sie 
behandle  die  Mitglieder  des  Beschwerdeführers  1  oder  die 
Beschwerdeführerinnen 2 und 3 strenger als die Beschwerdegegnerin. 

Im  vorliegenden  Fall  haben  die  Beschwerdeführenden  indessen  nicht 
dargetan,  dass  die Vorinstanz  einem Mitglied  des Beschwerdeführers  1 
oder  den  Beschwerdeführerinnen  2  und  3  einen  vergleichbaren 
Dienstleistungsvertrag  verweigert  oder  ihnen  gegenüber 
wettbewerbsrechtliche Auflagen gemacht hat oder dass – etwa aufgrund 
einschlägiger  Bestimmungen  in  einem  Rundschreiben  der  Vorinstanz – 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie dies in einem vergleichbaren Fall 
tun würde. 

2.7.3.  Die  gleichen  Einwände  bestehen  bezüglich  der  Rügen  der 
Beschwerdeführenden,  die  Zusammenarbeit  zwischen  der 
Beschwerdegegnerin  und  der  GVB  verstosse  gegen  das 
Versicherungsaufsichtsgesetz und dessen Hauptzielsetzung, den Schutz 
der  Versicherungsnehmer  sowie  gegen  das  kantonale 
Gebäudeversicherungsgesetz,  gegen  das  Binnenmarktgesetz  vom 
6. Oktober  1995  (BGBM,  SR  943.02)  und  gegen  das  Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Wirtschaftsgemeinschaft betreffend die Direktversicherung mit Ausnahme 
der  Lebensversicherung  vom 10. Oktober  1989  (SR 0.961.1). Ob  diese 
Rügen begründet sind oder nicht, kann  im vorliegenden Verfahren offen 
gelassen  werden,  denn  auch  in  Bezug  auf  diese  Fragen  haben  die 
Beschwerdeführenden  nicht  substantiiert,  dass  die  Vorinstanz 
diesbezüglich  eine  unterschiedliche  Praxis  gegenüber  den  Mitgliedern 
des  Beschwerdeführers  1  oder  den  Beschwerdeführerinnen  2  und  3 
einerseits und der Beschwerdegegnerin andererseits anwende. 

2.7.4.  Das  Vorliegen  der  Beschwerdelegitimation  ist  als 
Prozessvoraussetzung  zwar  von  Amtes  wegen  zu  prüfen.  Den 
Beschwerdeführenden  obliegt  indessen  die  Beweislast,  und  damit  auch 
die  Behauptungs­  und  Substantiierungslast,  dafür,  dass  sie  zur 
Beschwerdeführung  legitimiert  sind  (vgl.  BGE  134  II  45  E.  2.2.3).  Die 
Rüge,  die  Aufsichtsbehörde  habe  in  diesem  oder  jenem  Punkt  das 
massgebliche Recht nicht korrekt angewandt, erfüllt die diesbezüglichen 
Anforderungen  an  eine  Konkurrentenbeschwerde  nicht,  solange  die 
Beschwerdeführenden  nicht  auch  substantiiert  darlegen,  inwiefern  die 

http://links.weblaw.ch/BGE-134-II-45
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Vorinstanz  sie  selbst  diesbezüglich  benachteilige.  Andernfalls  müsste 
jeder Konkurrent als beschwerdelegitimiert  anerkannt werden,  sobald er 
geltend  macht,  die  Aufsichtsbehörde  habe  eine  Polizeibewilligung  zu 
Unrecht  erteilt,  und  die  in  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung 
skizzierte  Abgrenzung  zwischen  der  zulässigen  und  der  unzulässigen 
Konkurrentenbeschwerde würde faktisch aufgehoben. 

2.8.  Die  Rügen  der  Beschwerdeführenden  haben  somit  keine 
Privilegierung  der  Beschwerdegegnerin  gegenüber  den  Mitgliedern  des 
Beschwerdeführers 1 oder den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 durch die 
Vorinstanz zum Gegenstand. 

Die  Voraussetzungen  dafür,  dass  die  Beschwerdeführenden  als 
Drittbeschwerdeführer  zur  Beschwerde  gegen  die  angefochtene 
Verfügung legitimiert wären, sind daher nicht gegeben. 

3. 
Auf  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführenden  ist  demnach  nicht 
einzutreten. 

4. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  haben  die  Beschwerdeführenden 
die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Spruchgebühr 
richtet  sich  nach  Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der 
Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis Bst. b 
VwVG und Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR  173.320.2]).  Im  vorliegenden  Fall  ist  davon  auszugehen,  dass  der 
Streitwert  mehrere  Millionen  beträgt,  auch  wenn  er  für  das 
Bundesverwaltungsgericht nicht klar zu beziffern  ist. Andererseits  ist die 
Gerichtsgebühr  für  Nichteintretensentscheide  praxisgemäss  wesentlich 
niedriger anzusetzen als die Gebühr für einen materiellen Entscheid. Die 
Gerichtsgebühr  ist  daher  auf  15'000.−  festzulegen,  wovon  den 
Beschwerdeführenden je ein Drittel aufzuerlegen ist. 

Die Verfahrenskosten von 1'000.­ für die Zwischenverfügung in Bezug auf 
den Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sind 
der  Beschwerdegegnerin  aufzuerlegen,  da  sie  diesbezüglich  als 
unterliegend anzusehen ist.

5. 
Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei 

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von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Parteientschädigung  für  ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe Kosten  zusprechen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Beschwerdegegnerin 
war im vorliegenden Verfahren nicht vertreten, weshalb ihr praxisgemäss 
keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist  (vgl.  Art.  64  Abs.  1  VwVG 
und Art. 7 ff. VGKE).

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. 
Den  Beschwerdeführenden  werden  Verfahrenskosten  von  je  Fr.  5'000.­ 
auferlegt.  Diese  Beträge  werden  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 
vorliegenden  Urteils  mit  den  geleisteten  Kostenvorschüssen  von  je  Fr. 
10'000.– verrechnet und den Beschwerdeführenden wird ein Betrag von 
je Fr. 5'000.­ zurückerstattet.

Der  Beschwerdegegnerin  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'000.­ 
auferlegt.  Die  Beschwerdegegnerin  hat  den  ihr  auferlegten  Anteil  innert 
30  Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils 
zugunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des 
Einzahlungsscheines erfolgt mit separater Post.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die  Beschwerdeführenden  (Rechtsvertreter;  Gerichtsurkunde; 
3 Rückerstattungsformulare)

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

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Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 13. Dezember 2011