# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d836217-5b45-554b-9b38-61fc9539c03d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.05.2020 720 19 110/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-110-88_2020-05-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Mai 2020 (720 19 110 / 88) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Zulässigkeit der Wiedererwägung in lite pendente; Prüfung der Beweistauglich-

keit eines im Rahmen eines Revisionsverfahrens von der IV-Stelle eingeholten 

verwaltungsexternen bidisziplinären Gutachtens  

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Präsident Dr. Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-
weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____ meldete sich am 29. Januar 2007 unter Hinweis auf eine 
koronare 2-Ast-Erkrankung erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 

 

 
 
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Leistungsbezug an. Da der Versicherte ab August 2007 wieder zu 100 % arbeitete, lehnte die IV-
Stelle mit Verfügungen vom 7. November 2007 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und 
auf eine Invalidenrente ab.  
 
B. Am 13. November 2007 erlitt der Versicherte bei der Arbeit eine Kontusion am linken, 
bereits vorgeschädigten Knie. Es wurde eine fortgeschrittene Gonarthrose links bei Status nach 
Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes 1985 und nach lateraler Teilmeniskektomie im Juli 
2006 diagnostiziert (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 6. und 13. Dezember 2007). Am 28. Mai 
2008 verletzte er das linke Knie beim Aussteigen aus seinem Auto erneut (vgl. Schadenmeldung 
UVG vom 9. Juni 2008). Der behandelnde Hausarzt, Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, hielt als Diagnose eine aktivierte posttraumatische Gonarthrose links fest (vgl. Bericht 
vom 20. Juni 2008). Für die Unfallfolgen sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 
(Suva) dem Versicherten eine Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 43 % ab 1. 
Oktober 2009 und eine Integritätsentschädigung bei einer Einbusse von 11,66 % zu (vgl. Verfü-
gung vom 2. Mai 2011).  
 
C. Am 10. Juli 2008 trat die IV-Stelle auf das am 23. April 2008 eingereichte Wiedererwä-
gungs- bzw. Leistungsgesuch des Versicherten nicht ein mit der Begründung, es habe eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes nicht genügend glaubhaft gemacht werden können. 
Mit Schreiben vom 22. Dezember 2008 machte der Versicherte geltend, dass sich sein Gesund-
heitszustand weiter verschlechtert habe. In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten durch 
die Academy of Swiss Insurance (asim) polydisziplinär begutachten. Gestützt auf das Gutachten 
der asim vom 3. September 2010, das Ergänzungsgutachten vom 26. November 2010 und die 
Stellungnahme von pract. med. D.____, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 3. Februar 2011 
sprach die IV-Stelle dem Versicherten am 12. Oktober 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 68 % 
eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab 1. Februar 2009 zu. Nachdem der Versicherte gegen diese 
Verfügung am 14. November 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsgericht (Kantonsgericht), eingereicht hatte, hob die IV-Stelle die angefochtene Verfügung 
lite pendente auf und sprach ihm mit Verfügung vom 5. September 2012 gestützt auf einen Inva-
liditätsgrad von 71 % eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2009 zu. In der Folge schrieb das 
Kantonsgericht das Beschwerdeverfahren mit Beschluss vom 9. Februar 2012 als gegenstands-
los ab.  
 
D. Im Rahmen eines im November 2016 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfah-
rens veranlasste die IV-Stelle eine erneute Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse des Ver-
sicherten. Gestützt auf die Ergebnisse des Gutachtens von Dr. med. E.____, FMH Rheumatolo-
gie und Innere Medizin, und Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. 
Oktober 2017 gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass sich der psychische Gesundheitszu-
stand des Versicherten relevant verbessert habe. Dies habe zur Folge, dass aus dem neu vorzu-
nehmenden Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 62 % resultiere. Die IV-Stelle redu-
zierte deshalb nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 1. März 2019 die 
bisher ausgerichtete ganze Rente per 1. Mai 2019 auf eine Dreiviertelsrente. 
 

 

 
 
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E. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, am 1. April 
2019 Beschwerde ans Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, dem Versicherten auch nach dem 30. April 2019 
eine ganze Invalidenrente auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung machte er im 
Wesentlichen geltend, dass die Beurteilung der Dres. E.____ und F.____ vom 13. Oktober 2017 
mangelhaft und eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht schlüssig aus-
gewiesen sei. Vielmehr handle es sich um eine andere Beurteilung eines gleichbleibenden Ge-
sundheitszustandes. Damit liege aber kein Revisionsgrund vor, weshalb eine Rentenreduktion 
nicht zulässig sei.  
 
F. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Juni 2019 beantragte die IV-Stelle mit Verweis auf die 
Stellungnahmen von pract. med. D.____ vom 15. April 2019, 8. und 11. Juni 2019 sowie die 
Aktennotiz von Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, RAD, vom 13. Juni 2019 die Abweisung der Beschwerde.  
 
G. In seinen Eingaben vom 21. August 2019 und vom 20. September 2019 hielt der Versi-
cherte an seinen und in ihrer Stellungnahme vom 27. September 2019 hielt die IV-Stelle an ihren 
Anträgen und Begründungen fest.  
 
H. Am 30. Dezember 2019 reichte der Versicherte verschiedene ärztliche Berichte, unter 
anderem auch einen Bericht von seinem Hausarzt, Dr. C.____, vom 19. Dezember 2019 ein. 
 
I.  Anlässlich der Urteilsberatung vom 9. Januar 2020 stellte das Kantonsgericht den Fall 
aus. Es kam zum Schluss, dass das Gutachten der Dres. E.____ und F.____ vom 13. Oktober 
2017 nicht beweiskräftig genug sei, um darauf abstellen zu können. Es werde deshalb – im Falle 
eines Urteils – die Angelegenheit zur weiteren Abklärung mittels eines neutralen bidisziplinären 
(rheumatologischen/psychiatrischen) Gutachtens und zur anschliessenden Neubeurteilung an 
die IV-Stelle zurückweisen (vgl. dazu Beschluss vom 9. Januar 2020). Nach Massgabe von BGE 
137 V 314 räumte das Kantonsgericht dem Versicherten zuerst die Gelegenheit zum Beschwer-
derückzug ein. Mit Eingabe vom 14. Februar 2020 liess der Versicherte durch seinen Rechtsver-
treter mitteilen, dass er an der Beschwerde festhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 

 

 
 
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gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde des Versicherten vom 1. April 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 In formeller Hinsicht zieht der Versicherte in Zweifel, ob angesichts des Devolutiveffekts 
einer Beschwerde und des Grundsatzes der Waffengleichheit die Einholung von 4 Stellungnah-
men des RAD und der ärztlichen Berichte der Spital H.____ AG vom 14. Januar 2019 und 7. Feb-
ruar 2019 durch die IV-Stelle im Beschwerdeverfahren zulässig sei. Nach Art. 56 ff. ATSG kommt 
der Beschwerde als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerde-
erhebung begründet zusammen mit der Beschwerdeantwort des Versicherungsträgers demnach 
grundsätzlich die alleinige Zuständigkeit des kantonalen Gerichts, über das in der angefochtenen 
Verfügung (bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid) geregelte Rechtsverhältnis zu ent-
scheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand und 
zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundla-
gen. Der Verwaltung ist es grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere 
oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf 
eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass  
einer neuen abzielen (BGE 136 V 2 E. 2.5 S. 5 mit Hinweis auf BGE 127 V 228 E. 2 b/aa S. 231 
f.; vgl. auch das vom Versicherten zitierte Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2020, 
9C_167/2019 / 9C_191/2019, E. 5.3.1.1).  
 
2.2 Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 ATSG. Dieser bestimmt, 
dass der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen welche 
bzw. welchen Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der 
Beschwerdebehörde Stellung nimmt (BGE 136 V 2. E. 2.5.5.5). So besehen sind Abklärungs-
massnahmen der Verwaltung lite pendente nicht schlechthin ausgeschlossen (BGE 127 V 228 E. 
2b/bb). Mit Blick darauf, dass das Verfahren gemäss Art. 61 lit. a ATSG einfach und rasch sein 
soll, sind umfangreiche und zeitraubende Zusatzabklärungen der Verwaltung ausgeschlossen. 
Aufgrund der gebotenen Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger auch keine 
Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person bedürfen. Er-
laubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle Abklärungen (wie das Einholen 
von Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen 
oder anderen Auskunftspersonen). Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, 
was im kantonalen Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche 
Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger weiterer Ab-
klärungsmassnahmen (BGE 136 V 2 E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V 228 E. 2b/aa+bb).   
 
2.3 Aufgrund dieser Regelungen ist das Bundesgericht zum Schluss gekommen, dass eine 
Sachverhaltsvervollständigung durch die Verwaltung im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren 
im Rahmen punktueller Abklärungen in aller Regel zulässig ist, wohingegen umfassendere Ab-
klärungen wie eine medizinische Begutachtung mit Mitwirkung der versicherten Person oder ver-
gleichbare zeitraubende Beweismassnahmen den Rahmen sprengen (Urteile des Bundesge-
richts vom 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5.4 und vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, 
E. 5.3).  

 

 
 
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2.4 Vorliegend stützte sich die IV-Stelle bei der angefochtenen Verfügung vom 1. März 2019 
auf das bidisziplinäre (rheumatologische/psychiatrische) Gutachten der Dres. E.____ und F.____ 
vom 13. Oktober 2017. Damit steht fest, dass die IV-Stelle den massgeblichen medizinischen 
Sachverhalt bereits vor Erlass ihrer Verfügung medizinisch abklären liess und die notwendigen 
Abklärungsmassnahmen nicht in ein späteres Verfahren verschob. Ihrer Pflicht, den Sachverhalt 
von Amtes wegen im Verwaltungsverfahren abzuklären, ist sie somit nachgekommen (Art. 43 
Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2011, E. 5.2.1). Auf-
grund der Einwände des Versicherten in der Beschwerde und des von ihm eingereichten Berichts 
der Spital H.____ AG vom 6. Februar 2019 liess die IV-Stelle die weiteren Berichte der Spital 
H.____ AG vom 14. Januar 2019 und 7. Februar 2019 einholen und den medizinischen Sachver-
halt durch ihren RAD überprüfen. Gestützt auf die RAD-Beurteilungen vom 15. April 2019, 8. Juni 
2019, 11. Juni 2019 und 13. Juni 2019 hielt sie an der Rentenreduktion gemäss Verfügung vom 
1. März 2019 fest. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Dazu berechtigte sie die in Art. 53 
Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wiedererwägung der Verfügung durch den Versiche-
rungsträger bis zur Vernehmlassung gegenüber dem Gericht. Die versicherungsinternen Akten-
beurteilungen des RAD wurden sodann ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers erstellt und ver-
ursachten keine namhafte zeitliche Verzögerung des Verfahrens. Die von der IV-Stelle im Be-
schwerdeverfahren eingeholten RAD-Stellungnahmen sind somit zulässig. Eine Missachtung des 
Devolutiveffekts oder des Grundsatzes der Waffengleichheit ist – entgegen der Ansicht des Ver-
sicherten - nicht zu erkennen. Dieses Ergebnis entspricht auch der bundesgerichtlichen Praxis, 
lässt doch das Bundesgericht während des Beschwerdeverfahrens erstellte verwaltungsinterne 
ärztliche Berichte, wie z.B. Stellungnahmen des RAD, regelmässig als Beweismittel zu (BGE 139 
V 225 E. 5.1.4; Urteile des Bundesgerichts vom 19. Januar 2010; 8C_675/2009 und vom 14. Mai 
2018, 9C_888/2017, E. 3.2).  
 
3.1 In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob die IV-Stelle zu Recht die bisherige ganze Invali-
denrente des Versicherten auf eine Dreiviertelsrente reduziert hat. Anspruch auf eine Rente ha-
ben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf die-
ses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

 

 
 
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der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

 

 
 
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nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.4 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist mit jenen externer medizinischer Sachverständi-
gengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gut-
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen 
Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Auf das Ergebnis von RAD-Berichten kann 
nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).   
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den 
Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreivier-
telsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 V 131 E. 3). Ein Revi-sionsgrund 
in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, 
wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, son-
dern in erster Linie der pathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer 
anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizini-
scher Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenände-
rung geschlossen werden. Umgekehrt ist - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand - 
eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 
2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente aber auch 
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 

 

 
 
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dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder 
eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-
ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurück-
zuführen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von lediglich abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Aus-
mass substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung ein-
getretene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständi-
gen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf 
der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schwe-
regrades der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
5.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Versi-
cherten mit Verfügung vom 5. September 2012 bei einem Invaliditätsgrad von 71 % eine ganze 
Invalidenrente ab 1. Februar 2009 zu. Diesen Rentenanspruch bestätigte sie mit Mitteilung vom 
28. Oktober 2014. Im Rahmen des im November 2016 von Amtes wegen eingeleiteten Renten-
revisionsverfahrens nahm sie eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit ver-
tieften medizinischen und erwerblichen Abklärungen – namentlich mit der Begutachtung des Ver-
sicherten durch die Dres. E.____ und F.____ - vor. Gestützt auf deren Gutachten vom 13. Oktober 
2017 reduzierte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. März 2019 die laufende ganze Invalidenrente 
des Versicherten per 30. April 2019 auf eine Dreiviertelsrente. Nach dem Gesagten beurteilt sich 
somit die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine 
revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des 
Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 5. September 2012 
bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
1. März 2019.  
 

 

 
 
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6.1 Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einher-
gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicherten tatsächlich, wie von der IV-Stelle geltend 
gemacht, seit Erlass der Rentenverfügung vom 5. September 2012 in einer anspruchserheblichen 
Weise verbessert haben.  
 

6.2.1 In der Verfügung vom 5. September 2012, mit welcher dem Versicherten eine Dreivier-
telsrente zugesprochen wurde, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf das Gutachten der asim vom 3. September 
2010. Darin erhoben die Gutachter als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chroni-
sches thorakovertebrales Schmerzsyndrom links, ein chronisches thorakocostales Schmerzsyn-
drom links bei Status nach Thorakotomie am 6. Oktober 2010, leichte rotatorenmanschettenten-
dopathische Schulterschmerzen links, eine Valgusgonarthrose links mit geringer Beweglich-
keitseinschränkung bei Status nach vorderer Kreuzbandruptur und Rekonstruk-tion links 1985, 
nach arthroskopischer Teilmeniskektomie links 2006 sowie nach Kniekontusion im November 
2007, eine beginnende Gonarthrose rechts bei Status nach Kreuzband-Ersatzplastik rechts 2000, 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Symptomausweitung sowie eine Agoraphobie 
mit Panikstörung. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, dass der Versi-
cherte aus psychiatrischer Sicht in jeder beruflichen Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Aus isoliert 
muskuloskelettärer Sicht bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 60%ige Arbeitsfä-
higkeit in täglich stundenweiser Umsetzung ab Gutachtenszeitpunkt. Das Profil einer Verweistä-
tigkeit umfasse eine körperlich leichte Tätigkeit, die kein wiederholtes Bücken oder Knien, keine 
häufige Treppen- und Leiterbenutzung und keine signifikante über Kopf zu verrichtende Arbeit 
beinhalte. Gesamthaft sei der Versicherte somit zu 50 % arbeitsfähig.  
 
6.2.2 Im Einzelnen legte Dr. med. I.____ in seiner rheumatologischen Beurteilung vom 21. Mai 
2010 dar, dass sich mehrere fokale degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates vor 
allem am linken Knie finden liessen. An der linken Schulter könnten leichte sehnendegenerative 
Schmerzen bestehen. Die geklagten Thoraxbeschwerden blieben unklar und seien zu den Be-
funden diskrepant. Die dorsale thorakovertebrale Schmerzsymptomatik scheine gegenüber der 
ventralen thorakocostalen im Vordergrund zu stehen. Möglicherweise strahlten die thorakalen 
Segmentsdysfunktionen bei bekannten Scheuermann'schen Veränderungen und wohl beginnen-
den degenerativen Prozessen an der Brustwirbelsäule (BWS) nach links ventral aus. Im Lumbal-
bereich präsentiere sich keine signifikante Auffälligkeit oder Einschränkung der Beweglichkeit. 
Aufgrund der mässig auffälligen Befunde sei eine verminderte muskuloskelettäre Belastbarkeit 
vorhanden. Die fokalen degenerativen muskuloskelettären Auffälligkeiten schränkten die Arbeits-
fähigkeit um 40 % ein.  
 
6.2.3 Der begutachtende Psychiater, Dr. med. J.____, führte in seinem Fachgutachten vom 
22. Januar 2010 aus, dass der Versicherte an einer somatoformen Schmerzverarbeitungsstörung 
leide, welche sich durch seine Persönlichkeit erklären lasse. Es lägen ein gewisses Verdrän-
gungsverhalten und narzisstische Persönlichkeitszüge vor. Der Versicherte könne auch nicht ak-
zeptieren, dass sein Sohn seit einem Unfall querschnittgelähmt sei. Hier liege offenbar eine Krän-
kung vor, die zu einem inneren Konflikt geführt habe, der für die Entstehung der Schmerzverar-
beitungsstörung verantwortlich sei. Das mittelgradige depressive Syndrom zeige sich durch eine 

 

 
 
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deprimierte Stimmungslage, Insuffizienzgefühle, eine reduzierte Freude, Interessenlosigkeit, eine 
reduzierte Schwingungsfähigkeit, eine Antriebsstörung, Durchschlafstörungen und einen Affek-
tarmut. In Menschenmassen und beim Zugfahren reagiere der Versicherte mit Panikattacken. Als 
limitierende Faktoren seien eine psychiatrische Komorbidität, eine chronische körperliche Be-
gleiterkrankung, ein Verlust der sozialen Integration, ein mehrjähriger Krankheitsverlauf bei un-
veränderter Symptomatik ohne längerfristige Remission, unbefriedigende Behandlungsergeb-
nisse trotz konsequent durchgeführter ambulanter und stationärer Behandlungsmassnahmen so-
wie gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen zu nennen. Unter Berücksichtigung der Symptom-
ausweitung, eines gewissen selbstlimitierenden Verhaltens und der Verdeutlichungstendenz sei 
davon auszugehen, dass nur noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe.  
 
6.3 Nach der asim-Begutachtung hielt sich der Versicherte aufgrund therapieresistenten, 
lumboischialgieformen Schmerzen vom 23. August 2010 bis 4. Oktober 2010 stationär in der 
Spital H.____ AG auf. Im Bericht vom 4. Oktober 2010 wurden als Diagnosen eine Exazerbation 
des chronischen lumboradikulären Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms L5/S1, eine depressive 
Entwicklung bei sozialer Belastungssituation, eine koronare 2-Ast-Erkrankung, eine beginnende 
Valgusgonarthrose links sowie ein Status nach Reizblasensyndrom und Ulcu ventriculi  
(= Magengeschwür) aufgeführt.  
 
6.4 Nach entsprechender Anfrage teilte die asim der IV-Stelle am 26. November 2010 unter 
anderem mit, dass der Versicherte gemäss Laborbefund keine Antidepressiva einnehme; d.h. die 
mittelgradige depressive Störung werde aktuell nicht medikamentös behandelt. Allerdings habe 
Dr. J.____ aufgezeigt, weshalb eine medikamentöse Behandlung erfolgslos bleiben würde. Wei-
ter sei darauf hinzuweisen, dass die mittelgradige depressive Episode versehentlich im Gutach-
ten nicht unter den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt worden sei. Sie 
gehöre auf jeden Fall darunter.  
 
6.5.1 Im Gutachten vom 13. Oktober 2017, auf welches sich die angefochtene Verfügung vom 
1. März 2019 stützt, diagnostizierte Dr. E.____ in ihrem rheumatologischen Fachgutachten mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: (1) ein chronisches thorakolumbales, linksbetontes Schmerzsyn-
drom mit wahrscheinlich pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung ins linke Bein bei Hyperky-
phose thorakal, leichter konvexen Skoliose, Protaktionshaltung des Kopfes, bei geringen Osteo-
chondrosen HWK 3/4 und 5/6 mit Bandscheibenprotrusionen HWK3/4, 5/6 und 6/7, diskaler Ein-
engung des Neuroforamen C4, geringer foraminaler Einengung durch Retrospondylophyten auf 
der Höhe HWK5/6, bei diskreten Residuen nach thorakalem Morbus Scheuermann, bei leichten 
bis mässigen bilateralen Spondylarthrosen LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1, Chondrose und Anulus-
fibrosus-Einriss LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1, Bandscheibenextrusion LWK 5/SWK 1 mit Kom-
pression der foraminalen Nervenwurzel L5 links und Kontakt zur rezessalen Nervenwurzel S1 
links, fokal zentral betonter Bandscheibenprotrusion LWK 4/5 mit Kontakt zur rezessalen Nerven-
wurzel L5 rechts und bei Status nach Thorakotomie am 12. Oktober 2006, (2) eine Valgusgon-
arthrose links mit leichtem Extensions- und Flexionsdefizit nach vorderer Kreuzbandplastik am 
linken Knie, arthroskopischer Teilresektion des lateralen Hinterhorns Knie links und Shaving 
Kreuzbandstumpf, nach Kontusion Knie im November 2007, nach  
4-maligen Ostenil-Injektionen zwischen Dezember 2007 und Januar 2008, nach Verdrehen des 

 

 
 
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linken Knies im Mai 2008 und (3) eine beginnende mediale Gonarthrose rechts nach vorderer 
Kreuzbandplastik Knie rechts im Jahr 1999/2000 mit Ligamentum-patellae-Transplantat und post-
operativem Infekt mit Wundrevision. Radiologisch liege links eine deutliche laterale und rechts 
eine beginnende mediale Gonarthrose vor. Es liessen sich keine Hinweise für eine Instabilität 
oder eine erneute Pathologie im Bereich der Menisken finden. Die medialen und lateralen Struk-
turen seien zwar extrem druckempfindlich; dies lasse sich aber nicht einzelnen Strukturen zuord-
nen. Infolge der schmerzbedingten Entlastung des linken Beins und der damit verbundenen Gan-
gänderung sei es zu einer ungünstigen Belastung der degenerativ veränderten unteren lumbalen 
Segmente gekommen. Radiologisch seien diese im Verlauf der letzten Jahre naturgemäss leicht 
progredient gewesen. Auch wenn die Knieschmerzen eine wesentliche organische Grundlage 
hätten, müsse eine Überlagerung angenommen werden. An der Lendenwirbelsäule (LWS) seien 
gemäss der Bildgebung neu im September 2017 Bandscheibenprotrusionen in den Segmenten 
LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 dazugekommen, was zu einer Reizung der Nervenwurzeln L5 und 
S1 führen könne. Klinisch beständen aber keine sicheren Hinweise für eine radikuläre Reiz- oder 
sensomotorische Ausfallproblematik. Auch die klinischen Untersuchungen, die undeutliche Schil-
derung der Beschwerden und das fehlende Ansprechen auf Therapiemassnahmen sprächen ge-
gen einen rein organisch verursachten Schmerz. Demgegenüber sei es aufgrund der radiologi-
schen Bilder möglich, dass eine Reizung von gewissen Spinalnerven vorliege. Aufgrund der Fehl-
form sei die BWS leicht eingeschränkt. Bildgebend seien geringe Osteochondrosen an den HWK 
3/4 und 5/6 mit flachen Bandscheibenprotrusionen HWK 3/4, 5/6 und 6/7, diskaler Einengung des 
Neuroforamen C4 auf der Höhe HWK 3/4 und geringer foraminaler Einengung durch Retrospon-
dylophyten auf der Höhe HWK 5/6 festzustellen. Aufgrund der thorakalen Hyperkyphose komme 
es zu einer kompensatorischen Protraktionshaltung des Kopfes. Muskelverspannungen liessen 
sich nur sehr wenige im Bereich der Pars descendes und horizontalis des Trapezius finden. Die 
klinische Untersuchung der von Schmerzen betroffenen Schultergelenke sei unauffällig. Es be-
stehe eine ubiquitäre Druckempfindlichkeit der Muskulatur. Die Sensibilitätsstörung und die 
Schmerzen im oberen Thoraxbereich seien trotz verschiedenster Untersuchungen organisch 
nicht erklärbar. Insgesamt liessen sich keine wesentlichen diagnostischen Differenzen zu den 
früheren Beurteilungen finden, auch wenn die Schmerzen zum Teil mit anderen Diagnosen ver-
sehen worden seien. Dies möge auch teilweise an der diffusen Beschwerdeschilderung des Ver-
sicherten liegen. Zum Leistungsprofil führte die Rheumatologin aus, dass der Versicherte auf-
grund der degenerativen Veränderungen an den Kniegelenken sowie der LWS und der Halswir-
belsäule (HWS) nur noch leichte bis maximal intermittierend mittelschwere, wechselbelastende, 
rückenadaptierte Tätigkeiten ausführen könne, sofern diese keine Zwangshaltungen insbeson-
dere mit dem Oberkörper, keine wiederholten Rotationsbewegungen mit dem Oberkörper, kein 
dauerndes Knien, kein Steigen auf Treppen oder Leitern, kein Gehen auf unebenem Grund und 
keine Arbeiten in der Höhe beinhalteten. Aufgrund der jahrelangen Schmerzsymptomatik bedürfe 
der Versicherte häufiger Pausen, um Entlastungsstellungen einnehmen zu können; dies redu-
ziere das Rendement. Die von der asim im Jahre 2010 attestierte Einschränkung des Rende-
ments von 40 % sei aufgrund der damaligen objektiven Befunde "sehr gutwillig" gewesen; eine 
30%ige Einschränkung wäre ausreichend gewesen. Deshalb sei trotz Progression der degene-
rativen lumbalen Veränderungen weiterhin von einer Verminderung des Rendements von 40 % 
in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Mit dieser Einschränkung sei der allenfalls 
vorhandenen radikulären Reizsymptomatik ausreichend Rechnung getragen. Somit ergebe sich 

 

 
 
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in der medizinischen Aktenlage im Vergleich zur Erstbeurteilung von 2010 insgesamt keine Ver-
änderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit.  
 
6.5.2 Der psychiatrische Gutachter Dr. F.____ diagnostizierte in seinem undatierten Teilgut-
achten mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig remittiert, und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Anlässlich der Untersu-
chung habe er den Versicherten als etwas lustlos, jedoch nicht deprimiert oder affektlabil erlebt. 
Affektiv sei er gut schwingungsfähig gewesen. Auch seien keine Schuldgefühle vorhanden. Dem-
gegenüber beständen Insuffizienzgefühle. Er gebe zudem an, dass er regelmässig alle 2 – 3 
Tage Ängste in Menschenmengen erlebe. Trotzdem finde kein Vermeidungsverhalten statt; die 
Ängste seien auch jeweils nach 5 Minuten kontrollierbar. Weiter seien leicht reduzierte Interessen 
und eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit festzustellen. Suizidgedanken hätten am Anfang bestan-
den; entsprechende Versuche hätten aber nie stattgefunden. Es liege ein sozialer, jedoch nicht 
vollständiger Rückzug vor. Zudem habe er aufgrund der Schmerzen regelmässig Durchschlaf-, 
aber keine Einschlafstörungen. In seiner Beurteilung hielt Dr. F.____ fest, dass der Versicherte 
einen Sohn habe, der 2005 verunfallt und seither querschnittgelähmt sei. Im Oktober 2006 habe 
der Versicherte einen Herzinfarkt erlitten und sei seither nicht mehr voll arbeitsfähig. Aufgrund 
der sich daraus entwickelten psychischen Beschwerden sei er psychiatrisch ambulant behandelt 
worden. Von September 2015 bis Juni 2017 hätten keine ambulanten Behandlungen oder 
psychopharmakologische Medikationen mehr stattgefunden. Bei der heutigen Untersuchung 
könne keine depressive Episode mehr diagnostiziert werden. Aus diesem Grund habe er eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell remittiert, als Diagnose aufgeführt. Diese Diagnose 
lasse sich mit den Ergebnissen der Hamilton Depression Scale Testung und dem Therapieunter-
bruch bestätigen. Da die Schmerzen im Bereich des Rückens nicht ausreichend durch somati-
sche Befunde erklärt werden könnten, diagnostiziere er zusätzlich eine somatoforme Schmerz-
störung. Eine Agoraphobie mit Panikstörung liege dagegen nicht mehr vor. Zwar erleide der Ver-
sicherte Angstzustände beim Einkaufen in grösseren Menschenmengen; diese seien jedoch nach 
kurzer Zeit kontrollierbar. Es finde auch kein Vermeidungsverhalten statt, ist er doch in der Lage, 
täglich einkaufen zu gehen. Die vom Versicherten geschilderte 100%ige Arbeitsunfähigkeit kor-
reliere nicht mit der effektiven Leistungsfähigkeit im Alltag. So könne er selbstständig leben, Ein-
käufe erledigen, Spaziergänge unternehmen, mit dem Auto fahren und zweimal im Jahr mit dem 
Flugzeug nach X.____ zu einer vierwöchigen Kur reisen. Zudem sei die partnerschaftliche Bezie-
hung gut und es bestehe ein Sexualleben. Da bei der letzten Begutachtung im Jahr 2010 eine 
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom und eine Agoraphobie mit Panikstö-
rung diagnostiziert worden sei, sei seither eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszu-
standes eingetreten. Aufgrund der aktuell bestehenden Symptome der anhaltenden somatofor-
men Schmerzstörung sei er nur noch leichtgradig zu 20 % in seiner Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt. Dies zeige sich auch in den Ergebnissen des Mini-ICF-APP-Rating-Bogens, bei wel-
chen nur leichte Beeinträchtigungen in der Flexibilität, der Umstellung-, der Durchhalte- und der 
Selbstbehauptungsfähigkeit festgestellt worden seien. Aktenanamnestisch sei davon auszuge-
hen, dass mindestens ab September 2015 keine depressive Episode mehr vorgelegen habe. Aus 
diesem Grund sei ab diesem Zeitpunkt von einer 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
auszugehen.    
 

 

 
 
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6.5.3 In ihrer abschliessenden gesamtmedizinischen Konsensbesprechung kamen die beiden 
Gutachter zum Schluss, dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich die rheuma-
tologische Einschätzung massgebend sei. 
 
6.6 Nach der Begutachtung durch die Dres. E.____ und F.____ wurden folgende wesentli-
che ärztliche Berichte erstattet: Der behandelnde Psychiater, Dr. med. K.____, äusserte am 
23. April 2018, es treffe zu, dass der Versicherte über eine längere Zeit psychiatrisch nicht be-
handelt worden sei. Während dieser Therapiepause sei er aber nicht ohne depressive Symptome 
gewesen. Im Jahr 2017 habe er sich aufgrund einer deutlichen Verschlechterung der psychischen 
Beeinträchtigungen wieder zur Therapie angemeldet. Zudem hätten die angekündigte IV-
Revision mit erneuter Begutachtung Sorgen und Befürchtungen verursacht. Bei den neu aufge-
nommenen Behandlungen habe er festgestellt, dass der Versicherte seit mindestens Januar 2018 
wieder an einer mittelgradigen Depression leide. So habe sein Antrieb abgenommen und er 
könne sich kaum mehr an seinen bisherigen Alltagstätigkeiten festhalten. Seit Zustellung des 
Vorbescheids im März 2018 seien neue Ängste und Sorgen aufgetreten. Er könne kaum mehr 
abschalten und es beständen Existenz- und Zukunftsängste, massive Schlafstörungen, Gedan-
kenkreisen und Grübeln bis hin zu Lebensüberdruss. Badekuren mache er nur deshalb in X.____, 
weil er sich diese dort leisten könne. Ausserdem sei das dortige trockene Klima besser für seine 
Schmerzen. Die Antidepressiva habe er abgesetzt, weil er davon entweder Magenschmerzen 
bekomme oder sie zu stark sedativ wirkten. Insgesamt könne er sich nicht der Ansicht von Dr. 
F.____ anschliessen, wonach die Depression remittiert sei. Gemäss seiner Einschätzung be-
gründe die mittelgradige depressive Episode aktuell eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.  
 
6.7 Nachdem die IV-Stelle die Akten der Krankenkasse des Versicherten eingeholt hatte, 
stellte die RAD-Ärztin pract. med. D.____ am 21. November 2018 fest, dass der Versicherte 
Dr. K.____ im Jahr 2015 drei Mal, im Jahr 2016 nie, im Jahr 2017 ca. drei Mal und im ersten 
Halbjahr 2018 ca. alle 6 Wochen konsultiert habe. Diese geringe Anzahl von psychiatrischen 
Konsultationen zeige keinen ausgeprägten Leidensdruck. Es könne deshalb nicht von einem re-
levant und dauerhaft verschlechterten psychischen Gesundheitszustand gesprochen werden. 
Der Versicherte habe die angebotenen Therapiemöglichkeiten, wie die psychopharmakologische 
Medikation und häufigere Konsultationen beim behandelnden Psychiater, nicht genutzt. Zudem 
seien die Alltags- und Freizeitaktivitäten nicht wesentlich beeinträchtigt und die Funk-tionsfähig-
keit bezüglich Organisation und Durchführung von grösseren Planungen und Aktivitäten sei un-
eingeschränkt. Die Beurteilung von Dr. K.____ sei deshalb nicht geeignet, das Gutachten der 
Dres. E.____ und F.____ in Frage zu stellen. Dieser Auffassung schloss sich die RAD-Ärztin Dr. 
med. L.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in ihrer Stellungnahme vom 27. November 
2018 an. Die psychiatrischen Befunde von Dr. F.____, wie die affektiv gute Schwingungsfähigkeit, 
die fehlende Affektlabilität, die in der Hamilton Depression Scale Testung erreichten 5 Punkte 
sowie die vorhandenen Aktivitäten und Ressourcen, sprächen gegen das aktuelle Vorliegen einer 
depressiven Episode. Der Versicherte sei auch reisefähig und fahrtauglich, habe eine gute Be-
ziehung zu seiner Ehefrau und seinen beiden Söhnen, erledige den Einkauf mit dem Auto oder 
zu Fuss sowie die administrativen Angelegenheiten. Dazu komme, dass im rheumatologischen 
Gutachten Inkonsistenzen beschrieben worden seien. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, 
dass Dr. K.____ den subjektiven Angaben und dem maladaptiven Verhalten des Versicherten 

 

 
 
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eine höhere pathologische Bedeutung zumesse als Dr. F.____. Dazu komme, dass die von Dr. 
K.____ beschriebenen reaktiven Störungen aufgrund des negativen Rentenentscheids keine in-
validisierende psychische Beeinträchtigung begründen könnten. Zudem habe auch der Hausarzt, 
Dr. C.____, in seinem Bericht vom 23. März 2017 eine Remission der depressiven Störung fest-
gestellt.  
 
6.8 Am 14. Januar 2019 berichtete der behandelnde Arzt der Spital H.____ AG, dass in 
somatischer Hinsicht gestützt auf die bildgebenden Befunde vom 13. Dezember 2018 und 2. Ja-
nuar 2019 eine fortgeschrittene schwere Omarthrose beidseits sowie eine Epicondylo-pathie aus-
gewiesen seien (vgl. Kurzbericht vom 6. Februar 2019 und Ultraschalluntersuchung der Spital 
H.____ AG vom 2. Januar 2019). Vom 23. Januar 2019 bis 7. Februar 2019 hielt sich der Versi-
cherte für eine stationäre Schmerzkomplex-Therapie in der Spital H.____ AG auf. Im Austrittsbe-
richt vom 7. Februar 2019 hielten die medizinischen Fachpersonen fest, dass die aktuelle Funk-
tionseinschränkung und die Schmerzsymptomatik bei beiden Schultern vor allem auf die Omarth-
rose mit einer Frozen-Shoulder und die Ellbogenschmerzen auf eine Epicondylitis zurückzuführen 
seien. Die Symptomatik sei aufgrund der wechselhaften klinischen Beschwerden und des fehlen-
den klaren Korrelats in der Bildgebung untypisch für eine radikuläre Beteiligung. Für die Be-
schwerden sei auch die Schmerzausweitung bei bestehendem chronischen Schmerzsyndrom 
und anderen bekannten psychiatrischen Komorbiditäten verantwortlich.  
 
6.9.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens holte die IV-Stelle 4 Stellungnahmen vom RAD 
ein. Pract. med. D.____ verglich in ihrer Stellungnahme vom 15. April 2019 die Befunde der asim 
aus dem Jahr 2010 und von Dr. E.____ von 2017. Sie zeigte auf, dass die objektiv erhobenen 
Befunde nicht relevant voneinander abweichen würden. Die vom behandelnden Arzt der Spital 
H.____ AG erst kürzlich beschriebene schwere Omarthrose beidseits sowie die Epicondylopathie 
stellten allerdings eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes dar. Ohne Dokumentation 
der subjektiven Beschwerden, der objektiven Befunde und dem weiteren Verlauf könne aber nicht 
beurteilt werden, ob dabei langdauernde, relevante und wenig beeinflussbare oder nur vorüber-
gehende Funktionseinschränkungen vorlägen (vgl. auch Stellungnahme vom 8. Juni 2019). Am 
11. Juni 2019 nahm sie auch zum psychischen Gesundheitszustand des Versicherten Stellung. 
Aufgrund der nachgereichten Berichte ergäben sich keine Hinweise auf eine Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes bzw. auf einen zunehmenden Leidesdruck, der den Alltag des Versi-
cherten zusätzlich einschränke.  
 
6.9.2 Dr. G.____ äusserte sich am 13. Juni 2019 in einer Aktennotiz zur somatischen Akten-
lage. Er verwies auf die von Dr. E.____ festgestellten Inkonsistenzen zwischen dem spontanen 
Verhalten und demjenigen in der Untersuchungssituation. Trotz dieser auffälligen Befundinkon-
sistenzen räume Dr. E.____ aufgrund der jahrelangen Schmerzsymptomatik und des damit ein-
hergehenden häufigen Pausenbedarfs eine Reduktion des Rendements des Versicherten ein. 
Bei genauerer Betrachtung ihrer Ausführungen werde ersichtlich, dass sie massgeblich auf die 
subjektiven Angaben des Versicherten abgestellt habe. Ihr Zumutbarkeitsprofil sei daher "sehr 
rücksichtsvoll ausgestaltet" worden. Eine allfällig hinzugetretene Funktionseinschränkung der 
beiden Schultern lasse sich deshalb als weitgehend inkludiert betrachten und rechtfertige keine 
zusätzliche Verminderung des bisherigen attestierten Rendements von 40 %.  

 

 
 
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6.10 Weiter liegt der Bericht von Dr. C.____ vom 19. Dezember 2019 in den Akten. Darin 
führte dieser aus, dass der Versicherte aktuell an Thorax- und Schulterschmerzen sowie an Lum-
balgien leide. Aufgrund der fortgeschrittenen Gonarthrose bestehe ein zunehmendes Verkür-
zungshinken mit Extensionsdefizit. Intermittierend trete Schwankungsschwindel auf. Dazu be-
ständen gehäufte Nervosität, Gedankenkreisen, innere Unruhe sowie Konzentrations- und 
Schlafstörungen. Die psychische Belastbarkeit des Versicherten sei erheblich eingeschränkt. In 
somatischer Hinsicht seien die Kniefunktion und die thorakale Beweglichkeit beeinträchtigt. Der-
zeit bestehe zur Sekundärprophylaxe der Herzkrankheit und Vitamin-D-Substitution eine medika-
mentöse Therapie. Aufgrund multiplen Unverträglichkeiten werde der Versicherte nicht psycho-
pharmakologisch behandelt. Die Physiotherapie und intermittierend auch die Psychotherapie 
würden fortgeführt. 
 
6.11 Der Vollständigkeit halber sind die Berichte der Spital H.____ AG vom 10. und 13. De-
zember 2019 zu erwähnen, in welchen sich die behandelnden Ärzte zum beidseitigen Karpaltun-
nelsyndrom, das von PD. Dr. med. M.____, FMH Neurologie, erstmals im Jahr 2014 elektroneu-
rographisch nachgewiesen werden konnte, äusserten. Es erfolgte eine konservative Behandlung 
(vgl. Arztbericht vom 25. September 2014). Anlässlich der Begutachtung durch Dr. E.____ klagte 
der Versicherte nicht mehr über Schmerzen an den Handgelenken. Da im Rahmen der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis nur jener Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 1. März 2019 entwickelt hat, kann eine allfällige Verschlech-
terung des Karpaltunnelsyndroms im vorliegenden Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden 
(vgl. zur zeitlichen Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis: BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weis). 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 1. März 2019 bei der 
Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhalts und beim Entscheid über die Frage, ob 
seit der im September 2012 erfolgten Rentenzusprache eine wesentliche Verbesserung des Ge-
sundheitszustandes und - damit einhergehend - der Arbeitsfähigkeit des Versicherten eingetreten 
ist auf die Ergebnisse des bidisziplinären Gutachtens der Dres. E.____ und F.____ vom 13. Ok-
tober 2017. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Gesundheitszustand seit der Begutachtung 
durch die asim im Jahr 2010 aus somatischer Sicht gleichgeblieben sei und sich die psychische 
Situation des Versicherten erheblich verbessert habe mit der Folge, dass sich die bisherige 
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit ab September 2015 auf eine 
solche von 60 % erhöht hat.  
 
7.2.1  In Würdigung des Gutachtens der Dres. E.____ und F.____ vom 13. Oktober 2017 ist 
festzustellen, dass das rheumatologische Teilgutachten von Dr. E.____ formal grundsätzlich den 
Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an ein medizinisches Gutachten ent-
spricht. Es beruht auf vollständige Akten, eine persönliche Untersuchung sowie eine ausführliche 
Anamnese. Eine Auseinandersetzung mit abweichenden ärztlichen Beurteilungen war nicht er-
forderlich, ergaben sich doch in somatischer Hinsicht diagnostisch keine wesentlichen Differen-
zen. Entgegen der Sichtweise der IV-Stelle hat Dr. E.____ jedoch nicht schlüssig aufzeigen kön-

 

 
 
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nen, weshalb der Umfang der Arbeitsfähigkeit trotz ausgewiesener Progression der degenerati-
ven Veränderungen an der LWS seit der Begutachtung durch die asim im Jahr 2010 gleichge-
blieben ist. Zur Begründung führt sei einzig an, dass die Beurteilung der asim "sehr gutwillig" 
gewesen sei. Aufgrund der damaligen Befunde hätte sie lediglich eine 30%ige Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit als gerechtfertigt erachtet. Dabei hält sie auf Seite 84 des Gutachtens aus-
drücklich fest, dass es sich "hierbei um eine andere Einschätzung des gleichen medizinischen 
Sachverhalts" handle. Aus diesen Ausführungen wird nicht klar, von welchem Arbeitsunfähig-
keitsgrad sie ausgegangen ist, als sie die Auswirkungen der Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt hat. Sollte sie auf ihre eigene Einschätzung (Arbeits-
unfähigkeit von 30 %) abgestellt haben, so würde dies bedeuten, dass sich – entgegen den An-
gaben von Dr. E.____ - die bisherige Arbeitsunfähigkeit von 40 % auf 50 % erhöht hat. Da die 
von Dr. E.____ vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zuverlässig genug ist, kann 
nicht darauf abgestellt werden.  
 
7.2.2 Das Teilgutachten von Dr. F.____ beruht auf einer persönlichen Untersuchung und einer 
ausführlichen Anamnese. Bis auf den ärztlichen Verlaufsbericht von Dr. K.____ vom  
29. Juni 2017, aus welchem hervorgeht, dass der Versicherte aufgrund seiner depressiven Er-
krankung im Juni 2017 die psychiatrische Behandlung wiederaufgenommen habe, ist der Akten-
beizug vollständig. Die fehlende Berücksichtigung des Berichts von Dr. K.____ ist jedoch nicht 
derart schwerwiegend, dass schon alleine aus diesem Grund die Verwertbarkeit des Gutachtens 
in Zweifel gezogen werden kann. Einerseits war sich Dr. F.____ über die Wiederaufnahme der 
Therapie bei Dr. K.____ per Juni 2017 bewusst, vermerkte er doch diese Tatsache in der Anam-
nese auf Seite 89 seines Teilgutachtens. Andererseits ist der Verlaufsbericht von Dr. K.____ vom 
29. Juni 2017 nicht sehr aussagekräftig. So substantiierte Dr. K.____ seine nach lediglich einer 
Konsultation gestellten Diagnose einer mittelgradigen depressiven Störung kaum. Demgegen-
über hat Dr. F.____ seine Diagnose einer rezidivierenden, gegenwärtig remittierten, depressiven 
Störung nachvollziehbar hergeleitet und begründet. Ein Vergleich mit dem psychiatrischen Fach-
gutachten von Dr. J.____ zeigt auf, dass sich die depressive Symptomatik verbessert hat. Bei der 
Begutachtung der asim lagen eine Antriebsstörung, eine Reduktion der Freude und der Schwin-
gungsfähigkeit sowie Durchschlafstörungen vor. Affektiv war der Versicherte deprimiert und af-
fektarm gewesen. Die früher vorhandenen Interessen und die Libido waren aufgehoben. Zeit-
weise bestanden Suizidgedanken (vgl. psychiatrisches Fachgutachten vom 22. Januar 2010, S. 
5). Demgegenüber berichtete Dr. F.____ von einem etwas lustlosen, aber nicht von einem depri-
mierten oder affektlabilen Versicherten. Er sei zudem schwingungsfähig gewesen und habe einen 
normal ausgebildeten Antrieb gehabt. Suizidgedanken seien keine mehr vorhanden. Die Libido 
und das Sexualleben seien unter pharmakologischer Unterstützung normal ausgeprägt. Festzu-
stellen seien noch eine leichte Reduktion der Interessen, Insuffizienzgefühle, Durchschlafstörun-
gen und eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit (vgl. Gutachten vom 13. Oktober 2017, S. 90). Bei 
diesen Befunden ist es nachvollziehbar, dass Dr. F.____ – im Gegensatz noch zu Dr. J.____ - 
die depressive Störung des Versicherten inzwischen als remittiert bezeichnet hat. Desgleichen 
leuchtet ein, dass Dr. F.____ die von Dr. J.____ gestellte Diagnose einer Agoraphobie mit Panik-
störung gestützt auf die Angaben des Versicherten nicht mehr gestellt hat. Zwar entwickle der 
Versicherte beim Einkaufen in grösseren Menschenmengen immer noch Ängste, diese könne er 

 

 
 
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jedoch nach 5 Minuten wieder kontrollieren. Diese Ängste führten zudem nicht zu einem Vermei-
dungsverhalten, gehe der Versicherte doch täglich einkaufen. Auch der behandelnde Psychiater, 
Dr. K.____, diagnostizierte keine Agoraphobie mit Panikstörungen (vgl. Berichte vom 30. Sep-
tember 2014 und 30. April 2018). Somit ist die anhaltende somatoforme Schmerzstörung die ein-
zige Diagnose, die seit der asim-Begutachtung unverändert bestehen bleibt. Es besteht daher 
kein Anlass, an der Feststellung von Dr. F.____, wonach sich zwischenzeitlich der psychische 
Gesundheitszustand verbessert habe, zu zweifeln.   
 
7.2.3 Während Dr. F.____ eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes über-
zeugend dargelegt hat, leuchtet seine Begründung zur Einschätzung, wonach sich aus psychi-
scher Sicht die von Dr. J.____ festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 50 % auf 20 % reduziert habe, 
weniger ein. Eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit lässt sich gemäss seiner Auffassung nur 
noch aufgrund der leicht ausgeprägten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung rechtferti-
gen. Hierzu führte Dr. F.____ an, dass der Versicherte nach wie vor ein selbstständiges Leben 
führen, die Tagesstruktur aufrechterhalten, Freizeitaktivitäten ausüben und zweimal im Jahr für 
4-wöchige Kuraufenthalte nach X.____ reisen könne. Es sei davon auszugehen, dass die soma-
toforme Schmerzstörung seine Arbeitsfähigkeit nur zu 20 % einschränke. Diese Begründung 
reicht nicht aus, um nachvollziehen zu können, weshalb die anhaltende somatoforme Schmerz-
störung die Arbeitsfähigkeit lediglich zu 20 % einschränken soll, unterscheiden sich doch der von 
Dr. F.____ und von Dr. J.____ beschriebene Alltag des Versicherten nur unwesentlich. Dazu 
kommt, dass der Versicherte während der Untersuchung ein äusserst auffälliges Schmerzgeba-
ren zeigte (vgl. Gutachten vom 13. Oktober 2017, S. 76), welches Dr. F.____ als glaubhaft er-
achtet hat (vgl. Gutachten vom 13. Oktober 2017, S. 95 oben). Es erstaunt daher, dass diese 
Schmerzen bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit keinen Eingang gefunden haben; zumal 
er auch eine Aggravation verneint hat. Schliesslich hat es Dr. F.____ auch unterlassen, sich mit 
der Einschätzung von Dr. J.____ vom 22. Januar 2010 auseinandersetzen. Eine solche Ausei-
nandersetzung ist jedoch erforderlich, um die für die Rentenreduktion ausschlaggebende Ver-
besserung der psychischen Situation des Versicherten auch umfangmässig nachvollziehen zu 
können. In dieser Hinsicht ist sein Gutachten als unvollständig zu bezeichnen. 
 
7.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. 
E.____ und F.____ vom 13. Oktober 2017 bezüglich der Arbeitsfähigkeitseinschätzungen weder 
in somatischer noch in psychiatrischer Hinsicht genügend schlüssig ist, um darauf abstellen zu 
können. Aufgrund dieses Gutachtens kann somit nicht beurteilt werden, ob die Herabsetzung der 
bisherigen ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente infolge verbesserten Gesundheitszustandes 
zu Recht verfügt worden ist.   
 
8.1 Weiter steht aufgrund der Aktenlage eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situa-
tion nach der Begutachtung durch die Dres. E.____ und F.____ im Raum. Unter den Parteien ist 
unbestritten, dass gestützt auf die Berichte der Spital H.____ AG vom 2. Januar 2019, 14. Januar 
2019, 6. Februar 2019 und 7. Februar 2019 von einer mittlerweile organisch nachgewiesenen 
Schulterproblematik auszugehen ist. So bestätigte pract. med. D.____ auch in ihrer Stellung-
nahme vom 15. April 2019, dass seit der Begutachtung durch die Dres. E.____ und F.____ eine 

 

 
 
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Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten eingetreten sei. Sie konnte je-
doch mangels Dokumentation der subjektiven Beschwerden und objektiven Befunden nicht be-
urteilen, ob es sich um eine dauerhafte oder nur um eine vorübergehende Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes handelt. In der Folge leitete die IV-Stelle das Dossier zur spezialärztlichen 
Beurteilung an den RAD-Arzt Dr. G.____ weiter. Dieser kam in seiner Stellungnahme vom 13. 
Juni 2019 zum Schluss, dass am von Dr. E.____ "sehr rücksichtsvoll" formulierten Zumutbar-
keitsprofil auch unter Einbezug der organisch ausgewiesenen Schulterproblematik festgehalten 
werden könne. Das Zumutbarkeitsprofil sei lediglich dahingehend zu ergänzen, dass der Versi-
cherte nun auch in Bezug auf schulterbelastende Tätigkeiten, wie z.B. bei Überkopfarbeiten, ein-
geschränkt sei. Das Rendement werde dabei nicht verändert. Diese Beurteilung vermag nicht zu 
überzeugen, ist doch nicht ersichtlich, inwiefern das Zumutbarkeitsprofil von Dr. E.____ "sehr 
rücksichtsvoll" formuliert worden sei. Zudem ist in seiner Stellungnahme nicht erkennbar, ob ihm 
bei seiner Beurteilung die Berichte der Spital H.____ AG vom 14. Januar 2019 und 7. Februar 
2019 sowie die Bildgebung vorlagen. Dies wäre aber gemäss pract. med. D.____ für eine sorg-
fältige Abklärung der nun organisch ausgewiesenen Beeinträchtigungen an der Schulter notwen-
dig gewesen (vgl. Stellungnahmen von pract. med. D.____ vom 15. April 2019 und 8. Juni 2019). 
Da die bisher ungeklärten, anhaltenden Schulterbeschwerden mit den Berichten der Spital 
H.____ AG vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. März 2019 objektiviert werden konn-
ten, ist diese seit der Begutachtung durch die Dres. E.____ und F.____ veränderte Sachlage im 
vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen. Die IV-Stelle wäre deshalb im Rahmen der Sachver-
haltsabklärung von Amtes wegen verpflichtet gewesen, vor Erlass der Verfügung zu prüfen, ob 
sich aufgrund der neuen Befunde der medizinische Sachverhalt hinsichtlich der Rentenfrage 
massgeblich verändert hat.  
 
8.2 In psychischer Hinsicht haben die beiden RAD-Ärztinnen Dr. L.____ und pract. med. 
D.____ in ihren Stellungnahmen vom 27. November 2018 und vom 11. Juni 2019 zu Recht fest-
gestellt, die Ausführungen von Dr. K.____ in seinem Bericht vom 23. April 2018 seien zu wenig 
substantiiert, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen zu können, dass sich 
der psychische Gesundheitszustand des Versicherten seit der asim-Begutachtung massgebend 
verschlechtert hat. In diesem Zusammenhang ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dem Bericht 
der Spital H.____ AG vom 7. Februar 2019 Anhaltspunkte für eine vor Verfügungserlass einge-
tretenen Verschlechterung der depressiven Symptomatik zu entnehmen sind.  
 
8.3 Nach dem Gesagten lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen keine ab-
schliessende Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhalts und somit auch keinen Ent-
scheid über die Frage zu, ob seit der letzten materiellen Rentenüberprüfung eine wesentliche 
Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten eingetreten ist. Die an-
gefochtene Verfügung vom 1. März 2019 ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist zur 
weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat den aktuellen medizinischen 
Sachverhalt unter Berücksichtigung der nach der Begutachtung durch die Dres. E.____ und 
F.____ ergangenen medizinischen Berichte und unter besonderer Beachtung der revisionsrecht-
lichen Fragestellungen sowie der bis Verfügungserlass eingetretenen Verschlechterung des so-
matischen und allenfalls psychischen Gesundheitszustandes nochmals durch ein neutrales Gut-

 

 
 
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achten abklären zu lassen. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse wird die IV-Stelle anschlies-
send über das Vorliegen eines Revisionsgrundes und damit zusammenhängend über den Ren-
tenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem 
Sinne gutzuheissen. 
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2 sowie 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Da die 
IV-Stelle unterliegende Partei ist, sind ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Dem Beschwerde-
führer ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner 
Honorarnote vom 25. Oktober 2019 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
14,4 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungspro-
zessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz 
von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote aus-
gewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 76.80 (exkl. Kostenvorschuss von Fr. 800.--). Dem Be-
schwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'959.90 (14,4 Stunden 
à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 76.80 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle 
zuzusprechen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 

 

 
 
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anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 1. März 2019 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'959.90 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.