# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c867e121-6adc-5d7e-a512-ff03c10502b1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.07.2021 S 2020 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-91_2021-07-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 91

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin von Salis

Aktuar Gross

URTEIL

vom 15. Juli 2021 

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

AHV-Ausgleichskasse,

Beschwerdegegnerin

betreffend Corona-Erwerbsersatzentschädigung

I. Sachverhalt:

1. Mit Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 wies die AHV-Ausgleichskasse  

des Kantons Graubünden (nachfolgend Ausgleichskasse) die Einsprache 

vom 20. April 2020 des A._____ ab und hielt an ihrer 

Abweisungsverfügung vom 17. April 2020 betreffend Corona-

Erwerbsersatzentschädigung fest. Zur Begründung brachte die 

Ausgleichskasse im Wesentlichen vor, dass sie den Einsprecher ab dem 

1. September 2017 als Selbständigerwerbenden für die Tätigkeit als 

B._____ erfasst und ihm am 26. Juni 2019 – anhand seiner Selbstangaben 

über seine Einkommensverhältnisse – die provisorischen Verfügungen für 

Selbständigerwerbende für die Jahre 2017 bis 2019 zugestellt habe. Diese 

Verfügungen hätten auf den von ihm mit Schreiben vom 24. Juni 2019 

deklarierten Nettoumsätzen (beitragspflichtiges Einkommen im Jahr 2019 

von provisorisch CHF 26'200.--) beruht. Der weitere Fallverlauf seit Juni 

2019 habe nun aber gezeigt, dass die Verfügung vom 26. Juni 2019 auf 

unzutreffenden Angaben seitens des Einsprechers beruht hätten. Aus den 

vorhandenen Akten gehe nämlich hervor, dass er in den Jahren 2017 bis 

2019 kein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielt habe. 

Dies sei den Meldungen der kantonalen Steuerverwaltung vom 1. April 

2020 sowie den inzwischen rechtskräftigen Beitragsverfügungen für 

Selbständigerwerbende für die Jahre 2017 bis 2019 vom 6. Mai 2020 zu 

entnehmen. Ähnliches gelte in Bezug auf die provisorische 

Beitragsverfügung für Selbständigerwerbende für das Jahr 2020 vom 5. 

Februar 2020 (beitragspflichtiges Einkommen im Jahr 2020 von 

provisorisch CHF 26'200.--). Mit Schreiben vom 15. Februar 2020 habe der 

Einsprecher ausdrücklich selbst erklärt, dass er nicht mehr selbstständig 

tätig, sondern nur noch festangestellt sei. Aus der (inzwischen 

aufgehobenen) Verfügung vom 5. Februar 2020 könne der Einsprecher 

daher nichts zu seinen Gunsten ableiten. Aufgrund der Akten sei davon 

auszugehen, dass er auch im Jahr 2020 kein Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit erzielt habe. Festzuhalten bleibe, dass der 

Einsprecher die Sozialversicherungsbeiträge im Jahr 2020 – entgegen 

eigener Darstellung – nicht auf der Grundlage eines Jahreseinkommens 

von CHF 99'600.-- (12 x CHF 8'300.--) bezahle bzw. bezahlt habe. In 

Bezug auf die geltend gemachte Corona-Erwerbsersatzentschädigung 

bedeute dies, dass er als Selbständigerwerbender a priori keinen 

Erwerbsausfall erleide bzw. erlitten habe und daher auch keinen Anspruch 

auf eine solche Erwerbsausfallentschädigung haben könne. Mit 

Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 wurde diese Beurteilung – wie 

bereits einleitend ausgeführt – von der Ausgleichskasse bestätigt.

2. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 30. Juli 

2020 (Poststempel 31. Juli 2020) Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden mit dem (sinngemässen) Begehren um 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 24. Juli 2020 

betreffend Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Die Ausgleichskasse 

habe im Vorjahr (2019) seine selbständige Erwerbstätigkeit verneinen 

wollen. Unmittelbar nach seinem Antrag auf Corona-

Erwerbsersatzentschädigung habe die Ausgleichskasse seine 

selbständige Erwerbstätigkeit mit Verfügung vom 22. April 2020 wieder 

verneinen wollen. Um sich aus ihrer sozialen Verantwortung zu stehlen, 

versuche sie nun eine andere Masche, indem sie sein Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit als nicht existent verneine, um einen 

Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung in Höhe von CHF 0.-- 

zu behaupten. Diese Fehlbeurteilung sei (erneut) auf dem Rechtsweg zu 

verbessern. Zwischen den Parteien stehe ausser Streit, dass er Anspruch 

auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung habe, strittig sei einzig die Höhe 

der Entschädigung. Gemäss den Vorgaben des SECO sei dafür das 

Einkommen im Jahr 2020 heranzuziehen. Auch nach dem Ende des 

behördlich verursachten Erwerbsausfalls verdiene er aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit mit seiner Firma pro Monat CHF 12'842.65. Auf Wunsch 

würden weitere Kontoauszüge und Gehaltsabrechnungen der weiteren 

Monate dieses Jahres vorgelegt. Daraus folge, dass dieses Einkommen 

für die Berechnung der Erwerbsersatzentschädigung infolge Corona 

heranzuziehen sei. Im konkreten Fall bestehe vom Zeitraum 17. März 

2020 bis 31. Mai 2020 pro Kalendertag ein Anspruch auf Corona-

Erwerbsersatzentschädigung in der Höhe von CHF 196.-- bzw. bei 76 

Kalendertagen von CHF 14'896.--. Zur Bezahlung dieses Betrags sei die 

Ausgleichskasse vom Gericht zu verurteilen. Die Ausgleichskasse 

versuche in ihrer bornierten bis querulatorischen Grundsatzopposition sein 

Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit komplett zu verneinen, 

obwohl er auch ab Juni 2020 wieder monatlich CHF 12'842.65 

Nettoeinkommen mit seiner Einzelfirma erziele und auch in den weiteren 

Monaten des Jahres 2020 erzielen werde. Insofern sei die Schätzung 

seines Jahreseinkommens in der Höhe von CHF 99'600.-- noch zu 

konservativ, wenn man CHF 12'842.65 immerhin nur auf 10 Monate dieses 

Jahres (2020) hochrechne. Die anderslautenden Falschbehauptungen 

und Fabulierungen der Ausgleichskasse gingen fehl. Diese sei 

antragsgemäss unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu verurteilen.   

3.   Mit Vernehmlassung vom 7. August 2020 beantragte die Ausgleichskasse 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie 

verwies auf die eingereichten Akten und auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020. Zusätzlich brachte die 

Beschwerdegegnerin vor, dass der Beschwerdeführer in seiner 

appellatorischen Beschwerde vom 31. Juli 2020 keine neuen 

rechtserheblichen Vorbringen anführe, weshalb – um Wiederholungen zu 

vermeiden – auf die Begründung im angefochtenen Entscheid vom 24. Juli 

2020 verwiesen und daran vollumfänglich festgehalten werde. In Bezug auf 

den in die Beschwerde integrierten Kontoauszug vom 30. Juli 2020, 

wonach dem Beschwerdeführer am 8. (recte 6.) Juli 2020 ein Salär für den 

Monat Juni 2020 in der Höhe von CHF 12'842.65 überwiesen worden sei, 

bleibe anzufügen, dass diese Zahlung die Rechtmässigkeit des 

angefochtenen Entscheids nicht in Frage zu stellen vermöge. Denn diese 

Zahlung ändere nichts daran, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum von 

2017 bis Ende Mai 2020 offensichtlich kein Einkommen aus selbständiger 

Tätigkeit erzielt habe. Tatsache sei und bleibe somit, dass der 

Beschwerdeführer als Selbständigerwerbender a priori keinen 

Erwerbsausfall im Sinne der Verordnung über Massnahmen bei 

Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) 

erleide bzw. erlitten habe. Zudem sei erwähnt, dass der Rechtsgrund der 

Zahlung vom 8. (recte 6.) Juli 2020 nicht bekannt sei. Falls es sich um ein 

Entgelt aus einer Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers handle, sei 

aufgrund des Informationstextes "Salär Juni 2020" davon auszugehen, 

dass es sich um ein Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit (also nicht 

aus selbständiger Tätigkeit) handle. 

4. In seiner Replik vom 12. August 2020 (Poststempel 16. August 2020) 

wiederholte und bekräftigte der Beschwerdeführer nochmals seine Kritik 

am angefochtenen Entscheid. Er habe in arbeitgeberähnlicher Stellung aus 

eigenem Unternehmen ein Einkommen in der Höhe von bewiesenen CHF 

12'842.65 pro Monat generiert. Dieses Einkommen habe er in den Monaten 

Januar und Februar 2020 und wieder ab Juni 2020 erzielt. Für den 

dazwischenliegenden Zeitraum stehe dem Beschwerdeführer gerade 

wegen seiner arbeitgeberähnlichen Stellung mit selbständiger 

Erwerbstätigkeit im eigenen Unternehmen Corona-

Erwerbsersatzentschädigung in der Höhe von CHF 196.-- pro Kalendertag 

und zwar vom 17. März 2020 bis 31. Mai 2020 zu. Weil die Vorjahreswerte 

des Einkommens nicht aussagekräftig seien, seien die Werte des Jahres 

2020 für die Berechnung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung 

heranzuziehen. Auch die Tatsache, dass er seit Jahresmitte nicht mehr in 

der Schweiz ansässig sei, ändere nichts daran, dass ihm die 

Beschwerdegegnerin die Corona-Erwerbsersatzentschädigung zu 

bezahlen habe. 

5. Am 20. August 2020 teilte die Beschwerdegegnerin dem Gericht – unter 

Verweis auf ihre Vernehmlassung vom 7. August 2020 – ihren Verzicht auf 

die Einreichung einer Duplik mit. 

6. Unaufgefordert bekräftigte der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 12. 

September 2020 (Poststempel 14. September 2020) und 15. Januar 2021 

(Poststempel 19. Januar 2021) nochmals seinen Standpunkt. 

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid 

und in den Rechtsschriften sowie auf die im Recht liegenden Beweismittel 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.          

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) entscheidet, in 

Abweichung von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), das 

Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse über Beschwerden 

gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler 

Ausgleichskassen. Der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid 

vom 24. Juli 2020, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache 

des Beschwerdeführers vom 20. April 2020 abwies und gleichzeitig ihre 

Abweisungsverfügung vom 17. April 2020 betreffend Corona-

Erwerbsersatzentschädigung bestätigte, stellt demnach ein taugliches 

Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 

57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt. Die Beschwerdelegitimation des 

Beschwerdeführers ergibt sich aus dessen Stellung als Adressat des 

Einspracheentscheids (Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die 

im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und 

61 ATSG) ist daher einzutreten. 

1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein 

Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 

unbegründet ist. Hier geht es konkret darum, ob das eingelegte 

Rechtsmittel als offensichtlich unbegründet zu beurteilen ist. Die 

Beantwortung dieser Rechtsfrage fällt deshalb in den Kompetenzbereich 

der Einzelrichterin. 

1.3. Strittig und zu klären ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer Corona-

Erwerbsersatzentschädigung mangels Erwerbsausfalls verneint hat oder 

ob sie verpflichtet gewesen wäre, eine solche für das Jahr 2020 zu 

bezahlen.

2.1. Gemäss Art. 2 Abs. 3 der Verordnung über Massnahmen bei 

Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19-

Verordnung Erwerbsausfall; SR 830.31) sind Selbständigerwerbende im 

Sinne von Art. 12 ATSG anspruchsberechtigt, wenn sie ihre 

Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur 

Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen (Abs. 3 lit. a) 

und einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden (Abs. 3 lit. b). Gemäss Art. 2 

Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall haben 

Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, die nicht unter Abs. 3 

fallen, einen Anspruch, wenn sie ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von 

behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-

Epidemie unterbrechen müssen (Abs. 3bis lit. a) und einen Erwerbs- oder 

Lohnausfall erleiden (Abs. 3bis lit. b) und sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit 

ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens 10'000 Franken 

erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit 

nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht 

während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung 

proportional zu deren Dauer (Abs. 3bis lit. c). 

2.2. Zunächst gilt es zu klären, ob der Beschwerdeführer in der Zeitspanne von 

2017 bis 2019 sowie insbesondere im Jahr 2020 ein Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit erzielt hat. Sollte dies nachweislich anhand 

der vorhandenen Akten nicht der Fall sein, wäre auch keine Corona-

Erwerbsersatzentschädigung geschuldet.

2.2.1. In fünf Verfügungen vom 6. Mai 2020 betreffend Beiträge für 

Nichterwerbstätige (2017) und für Selbständigerwerbende (2017 bis 2020) 

ermittelte die Beschwerdegegnerin das AHV-pflichtige Einkommen des 

Beschwerdeführers und teilte ihm dieses jeweils mit separat anfechtbarer 

Verfügung mit. Die definitiven Verfügungen für die Jahre 2017, 2018 und 

2019 für Selbständigerwerbende wiesen dabei ein beitragspflichtiges 

Einkommen von jeweils CHF 0.-- auf. Diese drei Verfügungen (2017 bis 

2019) sind inzwischen unangefochten in Rechtskraft erwachsen (vgl. 

Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 S. 3 oben und Mitte) und damit nun 

für alle beteiligten Parteien rechtsverbindlich. Für das Jahr 2020 wurde am 

6. Mai 2020 eine provisorische Verfügung betreffend Akontobeiträge für 

Selbständigerwerbende mit einen AHV-pflichtigen Einkommen von 

ebenfalls CHF 0.-- ermittelt und der Verfügungsadressat darauf 

hingewiesen, dass die definitiven Beiträge anhand der rechtskräftigen 

Steuerveranlagung festgesetzt werden. Diese Verfügung ersetzte diejenige 

vom 5. Februar 2020, worin anhand der Selbstangaben des 

Beschwerdeführers noch von einem beitragspflichtigen Einkommen von 

CHF 26'200.-- für das Jahr 2020 ausgegangen worden war, was in der 

Folge vom Beschwerdeführer allerdings nicht belegt bzw. bestätigt werden 

konnte und daher seitens der Beschwerdegegnerin mit provisorischer 

Verfügung vom 6. Mai 2020 auch für das Jahr 2020 entsprechend auf CHF 

0.-- (gleich wie für die vorherigen Jahre 2017 bis 2019) korrigiert wurde (vgl. 

beschwerdegegnerischen Akten der AHV-Beiträge [Bg-AHV act.] 16-20). 

2.2.2. Mit weiterer Verfügung vom 6. Mai 2020 hielt die Beschwerdegegnerin zum 

sozialversicherungsrechtlichen Status 2017-2020/Anpassung der Beitrags-

verfügungen für die Jahre 2017-2020 (Definitiv) u.a. fest (Bg-AHV act. 21): 

Auf die provisorische Beitragsverfügung als Selbständigerwerbender für 

das Jahr 2020 vom 5. Februar 2020 (Bg-AHV act. 11) habe der 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Februar 2020 (Bg-AHV act. 13) 

erklärt, nicht mehr als Selbständigerwerbender tätig zu sein. Danach habe 

er es offen gelassen bzw. nie eindeutig erklärt, ob er nun weiterhin 

selbständigerwerbend sei oder nicht. Mit Einsprache gegen die Abweisung 

der Corona EO-Entschädigung habe er mitgeteilt, nun doch 

selbständigerwerbend zu sein. Trotz mehrfacher Aufforderung habe der 

Beschwerdeführer jedoch keinen Nachweis über Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit erbracht. Mittlerweile habe die 

Ausgleichskasse von der Steuerverwaltung die AHV-Steuermeldungen für 

die Jahre 2017 bis 2019 erhalten (Bg-AHV act. 15), worin jeweils ein 

Einkommen aus selbständiger Tätigkeit von CHF 0.-- vermerkt sei. Im AHV-

Register werde der Beschwerdeführer deshalb wie folgt erfasst. 

2017: Als Nichterwerbstätiger

2018-2019: Als Selbständigerwerbender mit Einkommen 0.-- = beitragsfrei (definitiv)

Ab 2020: Als Selbständigerwerbender mit Einkommen 0.-- = beitragsfrei (provisorisch) 

2.2.3. Gegen die provisorische Verfügung vom 6. Mai 2020 betreffend 

Akontobeitrag als Selbständigerwerbender für 2020 (beitragspflichtiges 

Einkommen CHF 0.--) erhob der Beschwerdeführer am 18. Mai 2020 

Einsprache, die mit Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 abgewiesen 

wurde und zum Beschwerdeverfahren (siehe verwaltungsgerichtliches 

Verfahren S 20 72, Urteil vom 5. Juli 2021) führte.

2.2.4. Gegen die Abweisungsverfügung vom 17. April 2020 betreffend Corona-

Erwerbsersatzentschädigung erhob der Beschwerdeführer am 20. April 

2020 Einsprache, die mit Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 

(beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] B1) abgewiesen wurde und zum 

vorliegenden Beschwerdeverfahren geführt hat. 

2.3. In Würdigung der soeben erwähnten Rechtsschriften und weiteren Akten, 

insbesondere der Beitragsverfügungen vom 6. Mai 2020, welche das 

beitragspflichtige Einkommen des Beschwerdeführers aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit für die Jahre 2017 bis 2019 definitiv und rechtskräftig auf 

CHF 0.-- festlegen, sowie auf die Beitragsverfügung ebenfalls vom 6. Mai 

2020, welche das beitragspflichtige Einkommen des Beschwerdeführers 

aus selbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2020 provisorisch auf CHF 

0.-- festlegt - und dies gemäss Urteil vom 5. Juli 2021 im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren S 20 72 ebenfalls rechtmässigerweise 

-, ist das streitberufene Gericht zur Auffassung gelangt, dass dem 

Beschwerdeführer der Nachweis nicht gelungen ist, dass er einen 

Erwerbsausfall erlitten hat, welcher einen Anspruch auf Corona-

Erwerbsentschädigung entstehen liesse. Zumal der Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 15. Februar 2020 (Bg-AHV act. 13) selbst einräumte, "nicht 

mehr selbständig tätig, sondern nur noch festangestellt" zu sein. In seiner 

Replik erklärte der Beschwerdeführer überdies, seit Jahresmitte (also ab 

Juli 2020) nicht mehr in der Schweiz ansässig zu sein. Der vom 

Beschwerdeführer in die Beschwerdeschrift reinkopierte Bankkontoauszug 

vom 30. Juli 2020 betreffend Bestätigung Zahlungseingang "Salär Juni 

2020" ist beweisrechtlich nicht aussagekräftig, weil der Rechtsgrund für 

diese Überweisung im Dunkeln bleibt und der Terminus "Salär" eher auf 

einen Lohnempfang aus unselbständiger Tätigkeit als auf einen 

Selbständigerwerbenden schliessen lässt. Diese Betrachtungsweise 

stimmt auch mit den von der Beschwerdegegnerin eingereichten AHV-

Steuermitteilungen vom 1. April 2020 der kantonalen Steuerverwaltung 

(Bg-AHV act. 15) überein, worin ebenfalls bereits für die Vorjahre 2017 bis 

2019 kein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit verzeichnet 

wurde und der Beschwerdeführer aufgrund dessen stets mit einem 

Einkommen von CHF 0.-- und daher als "beitragsfrei" erfasst wurde. Auch 

ist bedeutsam, dass der Beschwerdeführer – entgegen eigener Darstellung 

– nicht Sozialversicherungsbeiträge auf der Grundlage des von ihm 

behaupteten – jedoch nicht rechtsgenüglich bewiesenen – 

Jahreseinkommens von CHF 99'600.-- (12 x CHF 8'300.--) bezahlt hat. 

Mangels Erwerbsausfalls als Selbständigerwerbender hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Corona-

Erwerbsersatzentschädigung im Sinne von Art. 2 Abs. 3 und 3bis Covid-19-

Verordnung Erwerbsausfall.

3.1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 24. Juli 2020 ist demzufolge 

rechtens, was zur Abweisung der offensichtlich unbegründeten 

Beschwerde vom 30. Juli 2020 (Poststempel 31. Juli 2020) führt.

3.2. Nach aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 83 ATSG ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen - ausser bei 

leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung - für die Parteien kostenlos. 

Demnach werden für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine Kosten 

erhoben. 

3.3. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht überdies kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]