# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a114363d-afd4-5006-adf1-4cbd9b0862ab
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-03-28
**Language:** de
**Title:** Kein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf; rentenausschliessender Invaliditätsgrad bei 100 % AF angepasst
**Docket/Reference:** IV.2019.00225
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2019.00225.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2019.00225
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Hediger
Urteil
vom
2
8.
März 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X.___
, von Beruf Baumaschinenmechaniker, meldete sich unter
Hinweis auf eine
Arthrose
sowie einen Unfall
am 1
0.
März 2017
(Eingangsdatum)
zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invaliden
versicherung an (
Urk.
6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog
die Akten der Unfallversicherung bei (
Urk.
6/4/1-300) und
tätigte medizinisch-erwerbliche Abklärung
en. Im August 2017 erteilte sie dem Versi
cherten Kostengutsprache für ein Fahrtraining
«Abschleppfahrzeuge»
sowie für eine Arbeitsvermittlung
durch die
Y.___
(vgl. Mitteilungen vom
8.
und
9.
August 2017,
Urk.
6/21,
Urk.
6/23). Im Februar 2018 finanzierte die IV-Stelle e
ine
Arbeitsvermittlu
ng
«
2.
Teil» mit
Coaching
,
Arbeitstraining, Akquisition und Nachbetreuung für
6 Monate, zzgl. eines Taggeldes
(vgl. Mitteilung vom 20.
Feb
ruar 2018,
Urk.
6/40
; Verfügung vom 17. April 2018,
Urk.
6/45
).
Bei ausgeblie
benem
Erfolg schloss
sie
ihre Bemühungen in Sachen berufliche Wiedereinglie
derung im Oktober 2
018 ab (vgl. Mitteilung vom 25.
Oktober 2018,
Urk.
6/57). Im Hinblick auf die Rentenprüfung
holte die IV-Stelle
den Verlaufsbericht von
Dr.
med.
Z.___
, Fachar
zt FMH für Orthopädie und Sportchirurgie
,
vom 2
0.
November 2018
(
Urk.
6/63)
sowie die interne Stellung
nahme
von
Dr.
med.
A.___
, Facharzt FMH für Orthopädische Traumatologie, Regionaler
Ärztlicher
Die
nst (RAD) vom 1
8.
Dezember 2018
(Urk.
6/71/4 f
.
)
ein
. Nach durch
geführtem
Vorbes
cheidverfahren
(
Urk.
6/72, Urk.
6/73) wies
sie
einen Rentenan
spruch gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 19
%
mit Verfügung vom 2
2.
Feb
ruar 2019 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 2
3.
März 2019 Beschwerde und bean
tragte
(sinngemäss)
, es
sei
ihm
in Aufhebung der angefochtenen
Verfügung vom 2
2.
Februar 2019 eine halbe Rente zuzusprechen
. Eventualiter sei ein orthopädi
sches Gutachten einzuholen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
9.
Mai 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was de
m
Beschwerdeführer am 1
6.
Mai 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teil des Sozialver
si
cherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lich
kei
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
ti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog
die Beschwerdegegnerin, der Beschwer
deführer sei seit Oktober 2018 in seiner bisherigen Tätigkeit als Monteur zu 50
%
eingeschränkt; eine leichte, angepasste Tätigkeit sei ihm indes zu 100
%
zumut
bar. Aus dem Einkommensvergleich sowie unter Berücksichtigung eines 15%igen Abzugs resultiere ein rentenausschli
essender Invaliditätsgrad von 19
%
(
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein, in einer leidensangepassten Ver
weistätigkeit sei er
mindestens zu 40
%
eingeschränkt
, zumal er sein Pensum im Rahmen des Arbeitstrainings nie über 60
%
habe steigern können
. Ausgehend von einer
40%igen resp.
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit und eine
m
15%igen Abzug ergebe sich aus dem Einkommensvergleich ein Invalidi
tätsgrad von
53.66
%
resp.
57.25
%
(
Urk.
1)
.
3.
3.1
Am 2
8.
Mai 2015
stürzte der
Beschwerdeführer
nach eigenen Angaben
bei der Arbeit
von einem ca. 170
cm
(
resp. 250 cm, vgl.
Urk.
1 S. 2) hohen Baugerüst
.
Seitdem beklagte er Schmerzen vor allem im Bereich des
postero
/
posterolateralen
rechten
Kniegelenks bei Flexion
(vgl. Bericht
des
seit Juli 2015 behandelnde
n Dr.
Z.___
vom 2
1.
September 2015,
Urk.
6/4/53)
.
Die am 2
3.
Juli 2015 durch
geführte MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks brachte
im Wesentlichen (1)
eine medial fortgeschrittene Gonarthrose mit breiter radiärer
Meniskushinter
hornläsion
bei Zustand nach
Teilmeniskektomie
, (2) eine
irreguläre laterale Meniskusvorderhornläsion sowie (3) eine
Femoropatellärarthrose
zur Darstellung
(
Urk.
6/4/48). Bei dieser fast vollständigen Destrukti
on des
Innenmeniskushinter
horns
, der gleichzeitig ausgesprochen guten Muskulatur sowie persistierender Meniskusproblematik
– so
Dr.
Z.___
– sei eine Operation die einzige suffiziente Therapie (vgl. Bericht vom 2
1.
September 2015,
Urk.
6/4/53).
3.2
Am
6.
Oktober 2015 wurde eine
arthroskopische
Teilmeniskekt
omie
medial mit Knorpelglättung (rechts)
durchgeführt (vgl. OP-Bericht,
Urk.
6/4/86). Postoperativ notierte
Dr.
Z.___
einen protrahierten Verlauf mit
persistierender
Schmerz
problematik des rechten Kniegelenks
, muskulärer Dysfunktion und degenerativer Gelenkerkrankung
(vgl. Verlaufsbericht
e
vom
2.
Dezember 2015
, 1
1.
Mai 2016 und
9.
Juni 2016
,
Urk.
6/4/102
,
Urk.
6/4/124,
Urk.
6/4/151
).
3.
3
Am
1
0.
Ma
i 2017 hielt
Dr.
Z.___
fest, beim Beschwerdeführer bestehe eine traumatische Meniskusläsion sowie Arthrose im rechten Kniegelenk. Diese wür
den ihn im Alltag und Berufsleben deutlich einschränken. Im Bereich des ope
rierten Knies bestünden anhaltende Schmerzen; intermittierend auch im linke
n
Knie
.
Klinisch zeigten sich beidseits eine Ergussbildung sowie Schmerzen
medi
alseitig
. Die Innenmeniskuszeichen seien positiv. Im Bereich des linken Knies zeigten sich ausserdem Instabilitä
t
en
; rechts bestehe
keine
ligamentäre
Instabili
tät.
R
adiologisch
seien
vor allem links
arthrotische
Veränderungen
ausgewiesen
.
Die
Gonarthrose
werde
weiterhin progredient und schmerzhaft
sein
.
Dies
auch aufgrund
der zunehmend
varischen
Beinachse
. Die bisherige Tätigkeit als Bau
maschinenführer sei nicht mehr zumutbar. Rein sitzende und wechselbelastende Tätigkeiten ohne Kauern, Knien, Rotationen im Sitzen/Stehen, ohne Heben und Tragen von Lasten seien indes zu 100
%
möglich (
Urk.
6/9).
3.4
Im Oktober 2017
diagnostizierte
Dr.
Z.___
eine Gonarthrose in den Kniegelen
ken beidseits. Der B
eschwerdeführer berichte vor allem
eine Bewegungsein
schränkung,
aber wenig
Schmerzen. Zudem bestehe eine Schwellungsneigung im Ber
eich der Kniekehle. Die
Gonarthrose sei
aktuell
vor
allem linksseitig progre
dient
(
Bericht vom 23.
Oktober 2017,
Urk.
6/35).
3.5
Im Bericht vom
1
3.
Dezember 2017 führte
Dr.
Z.___
aus, bei fortgeschrittener Arthrose seien
rein stehende Tätigkeiten nicht zu empfehlen. Dasselbe gelte für Arbeiten in kalter Umgebung. Zu empfehlen sei vielmehr eine wechselbelastende Tätigkeit (sitzend, stehend) in Raumtemperatur (
Urk.
6/39).
3.6
Am
2
0.
November 2018
hielt
Dr.
Z.___
erneut
eine progrediente Gonarthrose rechts mehr als links
fest
. Objektiv zeigten sich eine deutlich
varische
Beinachse und verschiedentlich (Druck-)Schmerzen, Instabilitäten und ein deutliches
patel
lofemorales
Krepitieren
sow
ie Bewegungseinschränkungen.
Als Therapie nehme der Beschwerdeführer
un
regelmässig
Til
ur
ein; wiederholte Infiltrationen hätten
zu keiner Besserung geführt.
Für
kniende Arbeiten sei der
Beschwerdeführer deut
lich eingeschränkt, das
selbe gelte für
Herauf- und Herabsteigen auf Leitern oder Treppen. Zudem sei das Tragen schwerer Lasten kniebelastend und daher poten
ziell
schmerzexazerbierend
. Mithin könne der Beschwerdeführer körperlich schwere Arbeiten nicht mehr durchführen. Es sei ihm
aber
eine «wechselnde sit
zende Tätigkeit», wie zum Beispiel in einem Büro oder Lager mit leichtem Lasten
tragen, zuzumuten (
Urk.
6/63).
3.
7
Bei der vorliegenden medizinischen Aktenlage kam
RAD-Arzt
Dr.
A.___
am 18.
Dezember 2018
zum Schluss, betreffend die
bisherige Tätigkeit als Monteur sei
die Kniebelastung zu hoch
. Zumutbar seien
vielmehr
leichte, wechselbelas
tende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Trep
pensteigen, ohne kniebelastende Zwangshaltungen (bücken, kauern, hocken, knien), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrati
onsbelastungen und ohne Nässe-/Kälteexposition (
Urk.
6/71/4 f.).
%1.
4.1
Es ist unbestritten und erstellt, dass der Beschwerdeführer an
einer Gonarthrose und damit
schmerzhaften Bewegungs- und Belastungseinschränkung
en
der Kniegelenke beidseits leidet
. Unstrittig ist auch, dass
ihm die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Hilfsmonteur
jedenfalls
nicht mehr
vollumfänglich
zuzumuten
ist
.
4.2
Hinsichtlich der strittigen Arbeitsfähigkeit in einer – näher umschriebenen
– Ver
weistätigkeit ergeben sich
keine
ärztlichen Differenzen.
Dres
.
Z.___
und
A.___
gingen übereinstimmend von einer 100%igen Leistungsfähigkeit aus. Zwar hat sich der behandelnde
Dr.
Z.___
zuletzt im
Mai 2017
explizit
in quantitati
ver Hinsicht
dazu
geäussert.
Allerdings
wurden seither keine neuen
oder zusätz
lichen
Befunde dokumentiert, welche weitergehende
, insbesondere quantitative
Einschränkungen zu begründen vermöchten. Dies
gilt
auch
mit Rücksicht auf den
dokumentierten und auch
no
torisch progredienten Charakter
degenerativer Veränderungen
. Wurden doch kniebelastende Tätigkeiten
jeglicher Art
aus dem zumutbaren Belastungsprofil ausgeschlossen
und ist n
icht einzusehen, weshalb und inwie
fern der Beschwerdeführer für knieschonende Tätigkeiten lediglich zu 50
%
resp. 60
%
- so wie beschwerdeweise behauptet (
Urk.
1)
-
arbeitsfähig sein soll. Letzteres hat
er
denn auch
weder
stichhaltig
begründet noch medizinisch
unterlegt
.
An der medizinischen Ei
n
schätzung
von
Dres
.
A.___
und
Z.___
lässt
im Übrigen
auch der
Schlussbericht
der
Y.___
vom
2
5.
Oktober 2018
betreffend
das
vom
1.
April bis
1.
Oktober 2018
absolvierte
Arbeits
training
(
Urk.
6/58)
keine
rlei
Zweifel aufkommen.
Fusst doch die darin postulierte
(und vage
formulierte)
Leistungsfähigkeit von 50-80
%
vornehmlich auf der Selbst
einschätzung des Beschwerdeführer
s und
bezog sie sich
darüber hinaus
lediglich auf Transportdienste,
ohne jegliche Evalu
ation
weiterer
Tätigkeiten und
Arbeits
möglichkeiten
.
Kommt hinzu, dass
die Frage nach den noch zumutbaren Tätig
keiten und Arbeitsleistungen rechtsprechungsgemäss nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte
und nicht von Eingliederungsberatern
zu beantworten
ist
(Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. Novem
ber 2014 E. 4.2.2;
je mit Hinweis)
;
auf
das Einholen einer klärenden medizini
schen Stellungna
hme (vgl. hierzu Urteil des Bun
desgerichts 8C_48/2018 vom 27. Juni 2018 E. 4.3.1 mit Hinweisen)
kann verzichtet werden
.
4.3
Zusammenfassend ist mit überwiegender Wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer jedenfalls seit
Mai 2017
(vgl. E. 3.3)
in einer – näher umschriebenen – Verweistätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Bei der insoweit
hin
reichend
aufschlussreichen und kongruenten Aktenlage besteht
– entgegen dem Beschwerdefüh
rer (
Urk.
1 S. 2) -
kein weiterer
Abklärungsbedarf
(
antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE
139
V
28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
Vorliegend stellte d
ie
IV-Stelle
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf
den Tabellenlohn für Männer im Baugewerbe in der Höhe von
Fr.
5'911.-- (LSE 2016, TA1,
Ziff.
41-43, Baugewerbe, Kompetenzniveau 2)
gemäss den vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
ab. Dies ist
angesichts des Umstandes, dass
das
Arbeitsverhältnis mit der
B.___
AG im Zeitpunkt des Unfalls bereits gekündigt war (vgl.
Urk.
6/4/9,
Urk.
1
S.
2)
,
sowie mit Blick auf
die Berufs
ausbildung und -
biographie
des Beschwerdefüh
rers
(vgl.
Urk.
6/12)
n
icht zu beanstanden
.
Unter Berücksichtigung der betriebs
ü
blichen Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41.4
Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008],
in Stunden pro Woche, 2004-2018
,
F 41-43)
sowie
Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis
ins
massgebliche Jahr
2017
(
Ablauf des Wartejahrs und
der
Anmeldefrist,
E. 1.2,
Art. 29 Abs. 1 IVG;
[20
16
]
2239
[201
7
]
2249
; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Konsum
entenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der Reallöhne, 2010-
2018
, Nominallöhne Männer
)
resultiert
ein
Valideneinkom
men
von rund
Fr. 73’743
.-- (Fr.
5’911
.--
: 40 x 41.4 x 12: 2239 x 2249
).
5.
2
Da der Be
schwerdeführer die ihm
seit Mai 2017
verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht ausgeschöpft hat, sind für die Ermittlung des Invalideneinkommens
eben
falls
die
LSE-
Tabellenlöhne heranzuziehen (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V
297
E.
5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Mit Blick auf das medizinische Belas
tungsprofil ist
zusammen mit der IV-Stelle
auf den Tabellenwert in der Höhe von
Fr.
5’340.-- (LSE 2016
, Tabelle TA
l, TOTAL, Kompetenzniveau l, Männer) abzu
stellen.
Davon
brachte die IV-Stelle leidensbe
dingt 15
% in Abzug, was
seitens des Beschwerdeführers nicht beanstandet wurde und auch kein
Anlass zur gericht
lichen Korrektur ergibt
(vgl.
BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6
)
.
Unter Berücksichtigung der betriebsü
blichen Arbeitszeit im Jahr 2016
von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen [NOGA 2008],
in Stunden pro Woche, 2004-2018
, A-S 01-96), der
Nominallohnentwicklung für Männer bis ins massgebliche Jahr
201
7
sowie eine
s leidensbedingten Abzugs von 15
% ergibt sich ein Invalideneinkom
m
en von
rund
Fr.
57’
036
.--
für ein zumutbares Pensum von
100
%
(Fr. 5
'
340
.--
: 40 x 41.7 x 12 : 2239 x 2249
x 0.85
)
.
5.3
Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert eine Erwerbsein
busse von rund
Fr.
1
6’707
.--
was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet 2
3 %
entspricht.
%1.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 2
2.
Februar 2019 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten
des vorliegenden Verfahrens sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstHediger