# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cbea023-11e0-51ff-bf1e-696921ad766c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.06.2019 PC190019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC190019_2019-06-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PC190019-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. P. Kunz Bucheli 

Beschluss vom 25. Juni 2019 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdeführer 

 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 
gegen 

 
B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ 

 
betreffend Ehescheidung (Scheidungsvereinbarung)   
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Ver-
fahren am Bezirksgericht Affoltern vom 31. Mai 2019 (FE180093-A) 

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Erwägungen: 

1. a) Die Parteien stehen seit Ende November 2018 in einem Schei-

dungsverfahren, welches vor Vorinstanz mit Urteil vom 31. Mai 2019 abgeschlos-

sen wurde, indem die Ehe der Parteien geschieden und deren Scheidungskon-

vention genehmigt wurde (Urk. 5/22). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da es 

dem Gesuchsteller und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsteller) bislang noch 

nicht zugestellt werden konnte und ihm eine zweite Zustellung in Aussicht gestellt 

wurde (Urk. 5/27). Gleichentags erliess die Vorinstanz eine separate Verfügung 

mit folgendem Dispositiv (Urk. 5/21 S. 2f. = Urk. 2 S. 2f.): 

"1. Die mit Eingabe vom 11. April 2019 gestellten Anträge des Gesuchstellers betreffend 
Abänderung der Scheidungsvereinbarung vom 28. November 2018 werden abgewie-
sen. 

2. … (Schriftliche Mitteilung) 

3. … (Rechtsmittelbelehrung Beschwerde)" 

b) Die Vorinstanz erwog, dass die Scheidungsvereinbarung der Parteien 

nach der Anhörung bindend sei und vorliegend beide Parteien sowohl in der ge-

meinsamen wie auch in der getrennten Anhörung vom 28. November 2018 die 

abgeschlossene Konvention bestätigt hätten. Die Scheidungsvereinbarung könne 

nach dem Eintritt der Bindungswirkung nur noch von beiden Parteien gemeinsam 

widerrufen werden, während einem Ehegatten, welcher mit der Vereinbarung 

nicht mehr einverstanden sei, lediglich die Möglichkeit offenstehe, die Nichtge-

nehmigung der Vereinbarung zu beantragen oder die Scheidungsvereinbarung 

wegen Willensmängeln anzufechten. Der Gesuchsteller habe aber einzig die Ab-

änderung oder die teilweise Aufhebung und Neuregelung der Vereinbarung bean-

tragt (Urk. 2 S. 2). In der Folge wies die Vorinstanz das Gesuch um Abänderung 

der Scheidungsvereinbarung ab (Urk. 2 S. 2, Dispositiv-Ziffer 1). 

2. Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsteller innert Frist (vgl. Urk. 

5/24) mit Eingabe vom 13. Juni 2019 Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 

S. 2f.): 

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"1. 

Die am 28. November 2018 unterzeichnete Scheidungsvereinbarung sei in den nachfolgen-
den Punkten abzuändern. 

2. 

Ziff. 4 (Kinderunterhalt): 

Der Vater verpflichtet sich, bis und mit August 2026 für die Kinder monatliche Unterhaltsbei-
träge zuzüglich Kinderzulagen wie folgt zu bezahlen: 

für C._____: 

- Fr. 1'600.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. August 2026 (da-
von 945.– als Betreuungsunterhalt) 

für D._____: 

- Fr. 1'400.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. August 2026 (da-
von 945.– als Betreuungsunterhalt) 

für E._____: 

- Fr. 1'250.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. August 2026 (da-
von 945.– als Betreuungsunterhalt) 

Diese Unterhaltsbeiträge seien monatlich im Voraus bis 31. August 2026 an die Mutter zu 
bezahlen, solange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche ge-
genüber dem Vater stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Ab 1. September 2026 seien die Grundlagen der Unterhaltsberechnung gemäss den abge-
änderten Löhnen des Beschwerdeführers und dessen höheren Bedarfes sowie den dann-
zumaligen Einkünften der Beschwerdegegnerin zu berichtigen und die Unterhaltsbeträge 
neu festzulegen. 

Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin." 

 3. a) Die angefochtene Verfügung ist prozessleitender Natur; der Antrag auf 

Abänderung der anlässlich der Anhörung/Instruktionsverhandlung vom 28. No-

vember 2018 abgeschlossenen bzw. angepassten und ergänzten Scheidungs-

konvention (vgl. Prot. I S. 3f.) wurde abgewiesen (Urk. 2 S. 2). Gegen prozesslei-

tende Verfügungen ist die Beschwerde – von den hier nicht einschlägigen, im Ge-

setz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) abgesehen – nur zu-

lässig, wenn durch sie der Beschwerde führenden Partei ein nicht leicht wieder-

gutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein drohender, nicht 

leicht wiedergutzumachender Nachteil ist ohne Weiteres anzunehmen, wenn er 

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auch durch einen für den Ansprecher günstigen Endentscheid nicht mehr beseitigt 

werden kann. Indes ist bei der Annahme eines solchen Nachteils grundsätzlich 

Zurückhaltung angebracht. Der Gesetzgeber hat die selbstständige Anfechtung 

gewöhnlicher Inzidenzentscheide absichtlich erschwert, denn der Gang des Pro-

zesses sollte nicht unnötig verzögert werden (Botschaft zur Schweizerischen Zi-

vilprozessordnung vom 28. Juni 2006, BBl 2006, S. 7377). 

 Das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen (Zulässigkeitsvorausset-

zungen des Rechtsmittels) ist von Amtes wegen zu prüfen, doch, wie allgemein 

bei der Prüfung von Prozessvoraussetzungen, nur auf Basis des dem Gericht 

vorgelegten Tatsachenmaterials (Müller, DIKE-Komm-ZPO, Art. 60 N 1). Entspre-

chend muss die betroffene Partei den nicht leicht wiedergutzumachenden Nach-

teil dartun, d.h. sie ist beweispflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein of-

fenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15 m.w.H.). Zudem muss sie darlegen, 

warum sich der von ihr geltend gemachte Nachteil später nicht mehr leicht wie-

dergutmachen lassen soll. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, von Amtes wegen 

darüber Nachforschungen anzustellen. Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des 

drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Be-

schwerde nicht einzutreten. Die entsprechende prozessleitende Verfügung kann 

in diesem Fall erst zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden. 

 b) Der nicht leicht wiedergutzumachende Nachteil ist vorliegend nicht offen-

kundig. Der Gesuchsteller bringt beschwerdeweise vor, die Vorinstanz sei zu Un-

recht davon ausgegangen, dass die anlässlich der Verhandlung vom 28. Novem-

ber 2018 abgeschlossene Vereinbarung bereits Bindungswirkung habe. Er habe 

mit seiner Eingabe an die Vorinstanz vom 11. April 2019 seine Auffassung kund-

gegeben, dass Gründe vorlägen, welche zur Nichtgenehmigung der Scheidungs-

konvention führen müssten. Daher sei seines Erachtens die Bindungswirkung 

nicht eingetreten und die Abweisung seiner Anträge zur Abänderung der Schei-

dungskonvention zu Unrecht erfolgt (Urk. 1 S. 6). Im Weiteren legt der Gesuch-

steller in der Beschwerdeschrift dar, inwiefern auf seiner Seite hinsichtlich seines 

Einkommens und seines Bedarfs von falschen Zahlen ausgegangen worden sei 

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und macht geltend, dass seinerseits ein Willensmangel vorgelegen sei (Urk. 1 

S. 3ff.). Schliesslich beantragt der Gesuchsteller, es sei die Scheidungsvereinba-

rung aufzuheben, weil seine künftige finanzielle Situation in Bezug auf seinen 

Lohn und seinen Bedarf nicht voraussehbar gewesen sei, weshalb seine Zustim-

mung an einem Fehler leide und zu einer Aufhebung der Vereinbarung führe. 

Ferner sei die Bindungswirkung wegen Fehlens der gerichtlichen Genehmigung 

noch nicht eingetreten (Urk. 1 S. 7). 

Die Parteien werden vorliegend gegen den Erledigungsentscheid des vor-

instanzlichen Verfahrens Berufung erheben können (Art. 308 f. ZPO). Mit dieser 

kann sowohl unrichtige Rechtsanwendung als auch unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Damit steht ein vollkom-

menes Rechtsmittel zur Verfügung, mit welchem sowohl materielle als auch ver-

fahrensrechtliche (prozessuale) Fehler gerügt werden können und mit welchem 

die rechtlichen Konsequenzen der angefochtenen Verfügung – sofern notwendig 

– korrigiert werden können. Inwiefern der Gesuchsteller die Genehmigung der 

Vereinbarung nicht mit Berufung gegen das Scheidungsurteil vom 31. Mai 2019 

anfechten können soll, legt er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Damit dro-

hen dem Gesuchsteller durch die von der Vorinstanz mit Verfügung vom 31. Mai 

2019 abgewiesenen Anträge auf Abänderung der Scheidungskonvention einst-

weilen noch keine nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteile. 

4. Zusammengefasst weist der Gesuchsteller nicht nach, inwiefern er 

durch den Entscheid der Vorinstanz einen Nachteil erleidet, welcher später nicht 

mehr leicht wiedergutzumachen sein soll. Da sich die vorliegende Beschwerde 

somit als offensichtlich unzulässig erweist, ist auf das Einholen einer Beschwer-

deantwort der Gesuchsgegnerin zu verzichten (Art. 322 Abs. 2 ZPO). 

6. Bei Nichteintreten gilt die klagende Partei bzw. die Partei, welche das 

Rechtsmittel erhoben hat, als unterliegend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), weshalb 

dem Kläger die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen sind. Für 

deren Bemessung gelangen § 1 lit. b, § 2 Abs. 1 lit. a, § 5 Abs. 1, § 9 Abs. 1 und 

§ 12 Abs. 1 und 2 GebV OG zur Anwendung. Parteientschädigungen sind keine 

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zuzusprechen, dem Gesuchsteller infolge seines Unterliegens, der Gesuchstelle-

rin mangels erheblicher Umtriebe im Beschwerdeverfahren.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Gesuchstellers wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.–. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt.  

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

je eines Doppels von Urk. 1, Urk. 3 und Urk. 4/2-13, sowie an die Vor-

instanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich in der Hauptsache um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

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Zürich, 25. Juni 2019 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. P. Kunz Bucheli 
 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 25. Juni 2019
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Gesuchstellers wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.–.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage je eines Doppels von Urk. 1, Urk. 3 und Urk. 4/2-13, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...