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**Case Identifier:** 86abc347-137a-5e04-ae0c-5cc3e3086097
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.03.2015 IV 2013/250
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-250_2015-03-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/250

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 11.05.2020

Entscheiddatum: 03.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2015
Abstellen auf ein von der IV-Stelle in Auftrag gegebenes polydisziplinäres 
medizinisches Gutachten. Dieses beurteilte die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen in leichten bis mittelschweren Arbeiten sowie in ihrer 
angestammten Tätigkeit als Pflegehilfe als vollumfänglich arbeitsfähig. In 
Bezug auf die angestammte Tätigkeit ist dem Gutachten nicht zu folgen, da 
ein Arbeitsbeschrieb und die Erfahrung aufzeigen, dass die Arbeit einer 
Pflegehilfe einen massgeblichen Anteil an körperlich schweren Arbeiten 
beinhaltet. Abweisung der Beschwerde in Bezug auf die Rente, teilweise 
Gutheissung und Rückweisung zur Abklärung beruflicher Massnahmen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. März 
2015, IV 2013/250).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Entscheid vom 3. März 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente / berufliche Massnahmen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ trat per August 2004 ihre Arbeitsstelle als Mitarbeitende Pflege und 

Betreuung im Alters- und Pflegeheim B.___ an und war dort zunächst vollzeitlich und 

ab 1. Dezember 2007 in einem 80 %-Pensum in der Pflege tätig (IV-act. 12-2; IV-

act. 13-3,4; IV-act. 5-4; IV-act. 1-1). Im Oktober 2011 meldete sie ihr Hausarzt, 

Dr. med. C.___, Prakt. Arzt FMH, bei der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) 

zur Früherfassung an. Nach Angaben der Versicherten selbst, ihres Arbeitgebers, ihres 

Hausarztes sowie gemäss Bericht von Dr. med. D.___ vom Regionalen Ärztlichen 

Dienst Ostschweiz (RAD) wurden somatisch eine Psoriasis-Spondylarthropathie mit 

Kreuzschmerzen sowie eine Psoriasis mit Hautbefund und resultierenden Beschwerden 

diagnostiziert. Psychisch lägen ein Burnout/Depression mit entsprechender 

Symptomatik (die Versicherte weine schnell), sowie Panikattaken mit Herzrasen und 

Atemnot vor; das EKG weise keinen pathologischen Befund auf. Anamnestisch 

bestünden lumbovertebrale Beschwerden seit dem Jahr 2000. Die Versicherte sei 

schon 2006/7, 2008, 2009 und 2010 wegen Rückenproblemen zum Teil über Monate 

arbeitsunfähig gewesen und sei wegen Arbeitsproblemen und Belastung durch kleine 

Kinder und Nachtschicht-Arbeit des Ehemannes psychisch behandelt worden. Seit 

dem 19. Oktober 2011 sei sie zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 2-2; IV-act. 5-3,5; IV-

act. 13-13; IV-act. 20-1 f.). Nach einem Früherfassungsgespräch (IV-act. 2-1 ff.) füllte 

sie am 18. November 2011 das Formular der IV zum Leistungsbezug aus (IV-act. 5).

A.b  Dr. med. E.___, Hautarzt / Allergologie, berichtete am 16. Januar 2012, 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestünden bei pustulösen Schüben an den 

Händen und seien von deren Schwere abhängig (IV-act. 25-1 ff.). Gemäss Aktenlage 

reduzierte die Versicherte per 1. März 2012 beziehungsweise 1. Juni 2012 ihr 

Arbeitspensum von 80 % um die Hälfte auf 40 % (50 % von 80 %; IV-act. 53-8,14,23; 

IV-act. 43-1; IV-act. 41-4; IV-act. 36-4; act. G 1-1). Dr. C.___ schrieb sie am 20. März 

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2012 bei verschlechtertem Gesundheitszustand nach wiederum mehrmonatiger 100%-

iger Arbeitsunfähigkeit ab 3. März 2012 zu 70 % arbeitsunfähig (IV-act. 35-1 ff.). Eine 

kardiologische Abklärung am 3. April 2012 bei Dr. med. F.___, Facharzt für Kardiologie 

und Innere Medizin, ergab keine kardiologisch pathologischen Befunde (IV-

act. 45-1 ff.). Gemäss Bericht von Dr. med. G.___, Facharzt Innere Medizin und 

Rheumatologie, vom 4. April 2012 hatte sich der Gesundheitszustand gebessert. Die 

angestammte Tätigkeit sei während 4-6 Stunden täglich zumutbar bei einer 

zustandsabhängigen Leistungseinbusse von 50 % bis 70 %. Eine andere Tätigkeit sei 

der Versicherten nicht zumutbar, da sie ihren Beruf liebe (IV-act. 36-4 ff.). Aus 

psychiatrischer Sicht war der Gesundheitszustand gemäss den behandelnden 

Ärztinnen des Psychiatrischen Zentrums H.___ ebenfalls verbessert. Die bisherige 

Tätigkeit sei während 3 bis 3.5 Stunden täglich zumutbar, wobei bei einem 80 %-

Pensum eine 60 %-ige verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Adaptiert 

(Weiterbildung zur Pflegefachfrau) sei eventuell eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 

50 % erreichbar (IV-act. 39-1 ff., Bericht vom 26. April 2012). Dr. D.___ trug am 16. Mai 

2012 diese Berichte zusammen (IV-act. 42-2). Sie stellte fest, danach habe sich der 

Gesundheitszustand unter entsprechenden Behandlungen in somatischer und 

psychischer Hinsicht gebessert (IV-act. 42-1). Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit 

seitens der behandelnden Ärzte sei im Krankheitsverlauf und gemäss den 

dokumentierten Befunden und Funktionseinschränkungen nicht nachvollziehbar; 

insbesondere sei nicht erklärlich, weshalb bei gebesserten Befunden die 

Arbeitsfähigkeit geringer eingeschätzt werde als vorher und wieso eine adaptierte 

Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein solle (IV-act. 42-3).

A.c  Am 21. Mai 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, gemäss ihren 

Abklärungen seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-

act. 44).

A.d  Vom 25. Juli 2012 bis 21. August 2012 wurde die Versicherte in der Klinik Gais, 

Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation, abgeklärt und behandelt. 

Dabei wurden eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10:F32.11), eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), 

Adipositas und Psoriasis diagnostiziert (IV-act. 53-22). Die Versicherte berichtete unter 

anderem, sie leide seit zwei Jahren unter sich nun ausbreitenden starken 

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Kreuzschmerzen und seit einem Jahr unter Schmerzen in den Füssen. Die Reduktion 

des Arbeitspensums bekomme ihr wohl, könne aber kein Dauerzustand sein (IV-

act. 53-23).

A.e  Die Versicherte wurde am 10. September 2012 und am 3. Oktober 2012 durch das 

ärztliche Begutachtungsinstitut Basel (ABI) polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin, 

Psychiatrie, Rheumatologie, Dermatologie) begutachtet. Das Gutachten vom 

28. Januar 2013 kam im Wesentlichen zum Schluss, die Versicherte sei für die 

angestammte Tätigkeit als Pflegehelferin wie auch für jede andere körperlich leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % arbeits- und leistungsfähig. 

Lediglich körperlich schwere Tätigkeiten und solche mit Zwangshaltungen der 

Wirbelsäule seien ihr nicht mehr zumutbar. Berufliche Massnahmen seien nicht 

notwendig (IV-act. 53-2 und 53-21).

A.f Dr. D.___ stellte fest, die Berichte von Dr. F.___ und der Klinik Gais hätten dem ABI 

vorgelegen und somit Eingang in das Begutachtungsergebnis gefunden. Das 

Gutachten des ABI vom 28. Januar 2013 sei umfassend, kohärent, in sich 

widerspruchsfrei und versicherungsmedizinisch nachvollziehbar. Aus RAD-ärztlicher 

Sicht werde vollumfänglich darauf abgestellt (IV-act. 54).

A.g  Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (IV-act. 57 ff.) wies die IV-Stelle 

mit Verfügung vom 13. Mai 2013 Ansprüche auf berufliche Massnahmen und Rente ab. 

Es liege kein Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit einschränke (IV-act. 66).

B.

B.a  Mit Eingabe vom 3. Juni 2013 ficht die Beschwerdeführerin die Verfügung vom 

13. Mai 2013 an (act. G 1.1). Zur Begründung macht sie im Wesentlichen geltend, seit 

2010 leide sie permanent an starken Kreuzschmerzen, aufgrund derer sie seit 

März 2012 nur noch 40 % arbeiten könne. Ihr Arbeitgeber wolle sie als Arbeitskraft 

behalten und habe ihr empfohlen, ihr Arbeitspensum bei 40 % zu belassen.

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2013 (act. G 8) hält die 

Beschwerdegegnerin an ihrer Verfügung fest. Auf das Gutachten des ABI sei 

abzustellen. Bei einer festgestellten vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster sowie in 

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angestammter Tätigkeit seien weder eine Rente noch berufliche Massnahmen 

geschuldet. Die Beschwerdeführerin lege keine medizinischen Akten vor, welche 

geeignet seien, die Schlussfolgerungen des ABI-Gutachtens in Zweifel zu ziehen.

B.c  Die Beschwerdeführerin liess innert gesetzter Frist keine Replik folgen (act. G 9 

und 10).

Erwägungen:

1. 

Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss und im Wesentlichen geltend, entgegen 

dem Gutachten und der darauf abstellenden angefochtenen Verfügung sei sie in ihrer 

angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin lediglich im Umfang eines 40 %-Pensums 

arbeitsfähig. Es ist demnach darüber zu befinden, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht gestützt auf das ABI-Gutachten einen Anspruch auf IV-Leistungen (Rente und 

berufliche Massnahmen) abgewiesen hat.

2. 

2.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch 

anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin 

ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Dezember 2014, 9C_432/2014 E. 3.2.1; BGE 125 V 352 E. 3a).

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2.2 Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 

und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen. Zu beachten sind sodann die einschlägigen Verfahrensvorschriften und die 

Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 

E. 3b/bb).

3.

3.1 Zum ABI-Gutachten ist Folgendes festzuhalten:

3.1.1 Allgemeininternistisch wurden Anamnese und Befunde erhoben und eine 

Adipositas und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt (IV-act. 53-6 ff.).

3.1.2 Der begutachtende Psychiater hat nach ausführlicher Anamnese und 

Untersuchung die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

(ICD-10:F45.4) ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (IV-act. 53-8 ff.). Das 

Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, nur 

noch 40 % arbeiten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht 

hinreichend objektiviert werden, so dass eine gewisse psychische Überlagerung 

angenommen werden müsse, welche auf dem Hintergrund der jahrelangen 

psychosozialen Belastung durch die Aufgaben als Hausfrau, Mutter und die 

Berufstätigkeit zu sehen sei (IV-act. 53-11). Neben der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung könne keine weitere psychiatrische Diagnose gestellt werden; eine 

erhebliche psychiatrische Komorbidität sei nicht vorhanden. In der Klinik Gais sei eine 

mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden; eine mittelgradige oder 

schwere depressive Störung liege jedoch nicht vor, da die Beschwerdeführerin immer 

in der Lage gewesen sei, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, nie stationär 

psychiatrisch behandelt worden sei und nie einen Lebensverleider oder 

Suizidgedanken beklagt habe (IV-act. 53-12, 13). Eine chronische körperliche 

Begleiterkrankung, ein mehrjähriger chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter 

oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung, ein ausgeprägter 

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sozialer Rückzug oder schwere lebensgeschichtliche Belastungen lägen nicht vor (IV-

act. 53-12).

3.1.3 Auch durch die Rheumatologin wurden Anamnese, Status und Befunde 

umfassend dokumentiert. Sie diagnostizierte ein chronisches lumbospondylogenes 

Schmerzsyndrom (ICD-10:M54.5; myostatische Insuffizienz mit entsprechenden 

muskuloligamentären Überlastungsreaktionen, ISG Funktionsstörung rechts sowie 

belastungsabhängige Vorfussschmerzen beidseits [ICD-10:M79.67]) ohne klinische, 

labortechnische oder radiologische Hinweise auf ein entzündlich-rheumatisches 

Geschehen; IV-act. 53-13 ff.). Die Beschwerdeführerin sei aus rheumatologischer Sicht 

100 % arbeitsfähig für leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

länger dauernde Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen. Die 

angestammte Tätigkeit einer Pflegehilfe entspreche dem zumutbaren Leistungsprofil 

und sei der Beschwerdeführerin in einem vollschichtigen Pensum zumutbar. Im 

Haushalt bestehe keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die von Dr. G.___ 

gestellte Diagnose einer Psoriasis-Spondarthropathie habe sich nicht bestätigt. Die von 

ihm attestierte Arbeitsfähigkeit sei als zu niedrig anzusehen. Entzündliche, 

rheumatische beziehungsweise degenerative Veränderungen seien nicht nachgewiesen 

worden und gegen ein entzündlich rheumatisches Geschehen spreche auch, dass die 

Behandlung weder mit Steroiden noch mit Methotrexat zu einer Besserung der 

Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden geführt habe (IV-act. 53-16).

3.1.4 Der Dermatologe diagnostizierte eine Psoriasis vulgaris cum Pustulosis

palmoplantaris (ICD-10:L40.0) (IV-act. 53-17). Er beschrieb einen guten, seit zwölf 

Monaten stabilen Verlauf unter Methotrexat. Es sei nicht mehr oder mit deutlich sanfter 

verlaufenden Schüben zu rechnen. Die Arbeitsfähigkeit sei seither nicht mehr 

eingeschränkt, bei rezidivierend auftretenden Schüben sei von einer Arbeitsfähigkeit 

von 60 %-70 % auszugehen (IV-act. 53-17, 18 f.).

3.2

3.2.1 Die Auflistung der den Basler Gutachtern vorliegenden Akten (IV-act. 53-3 ff.) 

zeigt, dass sie im Besitz derjenigen wesentlichen medizinischen Unterlagen waren, 

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welche auch der IV-Stelle vorlagen. Das Gutachten beschreibt die einzeldisziplinischen 

Untersuchungen und würdigt die vorhandenen Akten. Die Beschwerdeführerin macht 

nicht geltend, von ihr anlässlich der Untersuchungen vorgetragene Symptome oder 

andere anamnestisch wesentliche Gegebenheiten seien nicht berücksichtigt worden. 

Das Gutachten ist in sich widerspruchsfrei, schlüssig und nachvollziehbar.

3.2.2 Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vermag nach ständiger 

Rechtsprechung eine Invalidität nur ausnahmsweise zu begründen. Erforderlich ist das 

Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher 

Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer 

qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien. So sprechen unter 

Umständen (1) chronische körperliche Begleiterkrankungen und mehrjähriger 

Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne 

längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des 

Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer 

Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung 

(primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]) oder schliesslich (4) 

unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgeführter ambulanter 

und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedlichem 

therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei 

vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der versicherten Person für die 

ausnahmsweise Unüberwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung (BGE 130 V 

354 f. E. 2.2.3; BGE 139 V 565 f. E. 9.1 ff.). Der psychiatrische Gutachter hat - obgleich 

dies eigentlich Aufgabe der Rechtsanwendung ist - der Diagnose der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt und 

dies nach den "Foerster-Kriterien" in anhand der Akten nachvollziehbarer, aus 

rechtlicher Sicht nicht zu beanstandender Weise begründet (IV-act. 53-12).

3.2.3 Aus rheumatologischer Sicht erwies sich die Arbeitsfähigkeit auf leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten ohne längerdauernde Einnahme von 

wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen beschränkt (IV-act. 53-16). Ohne weitere 

Ausführungen wurde angefügt, die angestammte Tätigkeit einer Pflegehilfe entspreche 

dem zumutbaren Leistungsprofil und sei der Beschwerdeführerin in einem 

vollschichtigen Pensum zumutbar (IV-act. 53-16). Der Arbeitsplatzbeschrieb besagt, 

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dass die Beschwerdeführerin oft (34-65 % der Arbeitszeit) die Bewohner und 

Bewohnerinnen bei ihrer Körperpflege und ebenfalls oft bei Toilettengängen 

unterstützen müsse. Hilfe im Alltag, bei der Nahrungsaufnahme sowie beim An- oder 

Entkleiden sowie das Besorgen der Betten fielen je manchmal (6 - 33 % der Arbeitszeit) 

an. Lasten bis 10 kg müsse sie oft heben oder tragen, solche über 10 kg sowie über 

25 kg manchmal. Ihre Hauptaufgabe sei das Durchführen der Pflege in der 

Langzeitinstitution. Es handle sich dabei um eine anstrengende Arbeit (IV-act. 13-8). In 

einem Assessment vom 15. Mai 2012 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin 

nehme die zu betreuenden Personen morgens auf und bringe sie abends zu Bett. Sie 

wasche, be- und entkleide die Patienten und Patientinnen und lagere sie um, dadurch 

müsse sie das Gewicht anheben. Sie begleite sie auf die Toilette, entsorge die 

Fäkalien, mache die Betten, räume auf, gebe sich mit den Bewohnern und 

Bewohnerinnen ab, gehe mit ihnen spazieren und erledige wenig administrative 

Arbeiten. Jetzt (bei reduziertem Arbeitspensum) sei es ihr sogar wieder möglich, die zu 

pflegenden Personen zu baden (IV-act. 41-4 f.). Das rheumatologische Gutachten ist 

insofern medizinisch nachvollziehbar, als eine volle Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen 

lediglich für leichte und mittelschwere körperliche Tätigkeiten besteht. Hinsichtlich der 

Vereinbarkeit der angestammten Tätigkeit mit dem zumutbaren Tätigkeitsprofil besteht 

jedoch ein Widerspruch zwischen der Arbeitsplatzbeschreibung und der Einschätzung 

der Gutachterin.

3.3  Nach dem Gesagten ist auf das Gutachten insoweit abzustellen, als die 

Beschwerdeführerin in leichter bis mittelschwerer Tätigkeit ohne längerdauernde 

Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen vollumfänglich arbeitsfähig 

ist. Demgegenüber ist mit dem Arbeitsbeschrieb ausgewiesen und entspricht der 

Erfahrung, dass die Tätigkeit als Pflegehelferin einen nicht unwesentlichen Anteil an 

körperlich schwerer Arbeit beinhaltet. Dass der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin 

offenbar aus Rücksicht auf ihre Schmerzen eher leichtere Arbeiten zuteilt (IV-

act. 53-10), vermag daran nichts zu ändern. Die Beurteilung, dass die 

Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei, 

trifft daher nicht zu. Es rechtfertigt sich, insofern vom rheumatologischen Teilgutachten 

abzuweichen, zumal die festgestellte Unstimmigkeit nicht das medizinisch zu 

bestimmende Zumutbarkeitsprofil an sich, sondern die Zugehörigkeit der 

angestammten Tätigkeit zu diesem betrifft. Es ist folglich davon auszugehen, dass die 

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Beschwerdeführerin für im Wesentlichen leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, nicht 

aber in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin vollumfänglich arbeitsfähig ist.

4. 

4.1  

4.1.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

4.1.2 Der Invaliditätsgrad wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich 

ermittelt; er bestimmt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Einkommen, welches die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen kann oder könnte (dem so genannten zumutbaren 

Invalideneinkommen) und dem Einkommen, welches die betroffene Person erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (dem so genannten Valideneinkommen). 

Fehlt es an konkreten Einkommensverhältnissen, wird auf Tabellenlöhne abgestellt. 

Massgeblich ist der Sachverhalt im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen 

Verfügung (BGE 121 V 366 E. 1 b; BGE 131 V 243 E. 2.1), mithin am 13. Mai 2013 (IV-

act. 66).

4.1.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die 

Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt (Art. 28a Abs. 3 Satz 1 IVG). Waren sie 

daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird darauf abgestellt, in welchem Masse 

sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 3 Satz 2 und 

Art. 28a Abs. 2 IVG). Ist bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, 

anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne 

Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung 

ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27  IVV).bis

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4.2 Die Beschwerdeführerin erzielte im Jahr 2010 ein Einkommen von Fr. 49'191.-- (IV-

act. 12-1) bei einem Arbeitspensum von 80 %. Im massgeblichen Zeitpunkt hatte sie 

ihr Arbeitspensum von zuvor 80 % aus gesundheitlichen Gründen auf 40 % reduziert. 

Es ist anzunehmen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin zu 

mindestens 80 % gearbeitet hätte. Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin bereits ab dem Jahr 2006 aufgrund ihrer Rückenschmerzen 

zeitweise arbeitsunfähig war. Es rechtfertigt sich daher davon auszugehen, dass schon 

die Reduktion des Arbeitspensums von 100 % auf 80 % per 1. Dezember 2007 (IV-

act. 13-4) gesundheitsbedingt war. Somit ist anzunehmen, dass sie im Jahr 2010 ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung vollzeitlich gearbeitet hätte, weshalb der 

Invaliditätsgrad nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 

ATSG) zu bemessen ist. Der Lohn ist entsprechend hochzurechnen und das 

Valideneinkommen beläuft sich auf Fr. 61'488.75. Auch wenn die Beschwerdeführerin 

in ihrer angestammten Tätigkeit in unbekanntem Ausmass arbeitsunfähig ist, besteht 

gemäss Gutachten eine volle Arbeitsfähigkeit für adaptierte (im Wesentlichen leichte 

bis mittelschwere) Tätigkeiten. Diese hat die Beschwerdeführerin aufgrund der 

Schadenminderungspflicht beziehungsweise nach dem Grundsatz "Eingliederung vor 

Rente" auszuschöpfen. Für das Invalideneinkommen ist daher vom Durchschnitt der 

Tätigkeiten gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2010, Frauen 

Niveau 4, auszugehen. Der entsprechende Monatslohn beläuft sich auf Fr. 4'225.-- bei 

einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden; das auf 41.6 Arbeitsstunden hochgerechnete 

jährliche Invalideneinkommen beträgt somit (ohne Tabellenlohnabzug) Fr. 52'728.--. Ein 

rentenanspruchbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % wird folglich selbst 

bei eingeschränkter Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin 

und unter der Annahme, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitlichen 

Einschränkungen vollzeitlich arbeiten würde, nicht erreicht. Daran würde selbst die 

Zubilligung eines (maximalen) Tabellenlohnabzuges nichts ändern. Die Beschwerde ist 

daher in Bezug auf das Rentenbegehren abzuweisen.

5. 

5.1 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. a und b IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 

ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, wenn diese 

notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

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Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und 

die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der 

Begriff der Invalidität bestimmt sich dabei in Anlehnung an den zu beurteilenden 

Leistungsanspruch gemäss Art. 12 ff. IVG (vgl. U. Meyer / M. Reichmuth, 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. Zürich 2014, Rz 13 zu Art. 8 

IVG).

5.2 Auf das Gutachten des ABI vom 28. Januar 2013 kann hinsichtlich der Frage, ob 

beziehungsweise inwieweit der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als 

Pflegehelferin medizinisch zumutbar ist, nicht abgestellt werden (E. 4.3.3). Somit kann 

anhand der vorliegenden Akten nicht beurteilt werden, ob die Voraussetzungen für 

berufliche Massnahmen gegeben sind. Dabei ist insbesondere auch von Bedeutung, 

dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Arbeit weiterhin ausüben möchte. Es sind 

daher entsprechende zusätzliche Abklärungen bei der Beschwerdeführerin und 

gegebenenfalls beim ABI vorzunehmen. Es rechtfertigt sich daher, die Angelegenheit 

zu diesem Zweck an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.   

6.1 Die Beschwerde ist insoweit teilweise gutzuheissen, als die angefochtene 

Verfügung in Bezug auf die beruflichen Massnahmen aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Rentenpunkt ist die 

angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Dem teilweisen Obsiegen entsprechend 

bezahlen die Beschwerdegegnerin und die Beschwerdeführerin die Gerichtsgebühr je 

im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der 

Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und im Umfang von 

Fr. 300.-- zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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St.Galler Gerichte

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 13. Mai 2013 

aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit diese den Anspruch 

auf berufliche Eingliederungsmassnahmen prüfe. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen

2.  Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin und die 

Beschwerdeführerin je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

600.-- wird der Beschwerdeführerin daran angerechnet und im Umfang von Fr. 300.-- 

zurückerstattet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2015
	Abstellen auf ein von der IV-Stelle in Auftrag gegebenes polydisziplinäres medizinisches Gutachten. Dieses beurteilte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen in leichten bis mittelschweren Arbeiten sowie in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegehilfe als vollumfänglich arbeitsfähig. In Bezug auf die angestammte Tätigkeit ist dem Gutachten nicht zu folgen, da ein Arbeitsbeschrieb und die Erfahrung aufzeigen, dass die Arbeit einer Pflegehilfe einen massgeblichen Anteil an körperlich schweren Arbeiten beinhaltet. Abweisung der Beschwerde in Bezug auf die Rente, teilweise Gutheissung und Rückweisung zur Abklärung beruflicher Massnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. März 2015, IV 2013/250).

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		2025-07-19T09:15:27+0200
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