# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4c28d3e-10a1-5d99-85ff-ea6ff5186c6a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.06.2019 IV 2018/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-99_2019-06-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/99

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.09.2019

Entscheiddatum: 21.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2019
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Auf die Aktenbeurteilung des RAD kann in 
Kombination mit den vorhandenen kreisärztlichen Untersuchungsberichten 
abgestellt werden. Weitere medizinische Abklärungen sind nicht 
erforderlich. Einkommensvergleich mit einem Tabellenlohnabzug von 15%. 
Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente. Teilweise Gutheissung der 
Beschwerde. Kostenverlegung je zur Hälfte (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2019, IV 2018/99)

Entscheid vom 21. Juni 2019

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.

IV 2018/99

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich erstmals im Juni 2014 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Der 

Versicherte arbeitete seit 1. November 1997 als Mechaniker/Maschinen-führer bei der 

B.___ AG (IV-act. 7, vgl. auch IV-act. 22). Im Bericht vom 28. Oktober 2014 gab der 

Hausarzt Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, an, dass die 

Arbeitsunfähigkeit vom 6. Januar bis 24. Juni 2014 ausschliesslich der invalidisierenden 

Femurkopfnekrose rechts geschuldet sei. Am 12. August 2014 habe der Versicherte 

zudem einen subakuten Myokardinfarkt erlitten. Die aktuelle Arbeitsunfähigkeit bestehe 

noch wegen dem Status nach Hüfttotalprothese vom 26. Juni 2014 (IV-act. 13). Im 

Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 29. September 2014 

gaben die Ärzte an, dass aufgrund der Femurkopfnekrose rechts und der Implantation 

einer Hüfttotalprothese rechts noch bis Ende des Monats eine volle Arbeitsunfähigkeit 

bestehe. Danach sei aus orthopädischer Sicht die bisherige Tätigkeit wieder zu 100% 

zumutbar (IV-act. 16). Anlässlich eines Gesprächs mit der IV-Stelle vom 10. November 

2014 berichtete der Versicherte, dass er immer noch Schmerzen in der Herzgegend 

habe und auch die Hüfte noch extrem schmerze, vor allem seit der Wiederaufnahme 

der Arbeit im Umfang von 50% per 20. Oktober 2014 (IV-act. 22). RAD-Arzt Dr. D.___, 

Facharzt für Chirurgie, hielt am 10. November 2014 fest, dass er aus 

versicherungsmedizinischer Sicht erhebliche Zweifel habe, ob die angestammte 

Tätigkeit dem Versicherten auf Dauer noch zumutbar sei. Von kardiologischer Seite 

müsste zumindest derzeit wieder eine gute Belastbarkeit bestehen. Grundsätzlich 

müsste also aus medizinischer Sicht erprobt werden, ob der Versicherte die 

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angestammte Tätigkeit noch ausüben könne. In einer körperlich leichten Tätigkeit, 

wechselbelastend, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, vorwiegend sitzend, 

keine Tätigkeiten in gebückter oder kniender Haltung, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 

100% (IV-act. 24). Im März 2015 erhöhte der Versicherte sein Arbeitspensum in 

teiladaptierter Tätigkeit auf 80% und ab 1. Juni 2015 auf 100% (vgl. IV-act. 25). Mit 

Schreiben vom 23. Juni 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen 

Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen habe, da er per 1. Juni 

2015 seiner Tätigkeit im angepassten Rahmen wieder nachgehen könne und somit 

rentenausschliessend eingegliedert sei (IV-act. 27).

A.b Am 23. Juli 2015 erlitt der Versicherte einen Mopedunfall, wobei er sich eine 

Schulterluxation rechts und eine Schnittwunde am rechten Unterschenkel tibial zuzog 

(vgl. Bericht des Landeskrankenhauses E.___ vom 23. Juli 2015, act. G 4.2.7-31 f.).

A.c  Am 19. November 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf den Unfall 

vom 23. Juli 2015 und einen Sehnenriss in der rechten Schulter erneut zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle an (IV-act. 29). Im Bericht der 

Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

KSSG vom 8. Januar 2016 wurde eine Rotatorenmanschettenruptur rechts bei Status 

nach Schulterluxation rechts am 23. Juli 2015, eine alte ausgedehnte Supraspinatus­

sehnenläsion rechts und ein Status nach Implantation einer Hüfttotalprothese rechts, 

minimal invasiv bei Femurkopfnekrose rechts am 24. Juni 2014 diagnostiziert. Es könne 

prinzipiell nochmals eine Infiltration durchgeführt werden, wobei die Ärzte sich davon 

keine eindeutige Besserung erhoffen würden. Alternativ könne eine 

Schulterarthroskopie mit Bicepstenotomie, Débridement und allenfalls Infraspinatus-

Partialrekonstruktion durchgeführt werden. Von einer Schulterprothese werde aufgrund 

des Alters noch abgeraten (IV-act. 43). RAD-Arzt Dr. D.___ hielt in der Stellungnahme 

vom 20. Januar 2016 fest, dass falls der Eingriff nicht durchgeführt werde, der 

Versicherte medizinisch theoretisch in einer schulterentlastenden Tätigkeit voll 

arbeitsfähig wäre, zusätzlich müsste jedoch in einer adaptierten Tätigkeit beachtet 

werden, dass eine koronare Drei-Gefäss-Erkrankung und ein Status nach 

Myokardinfarkt und Stenting vorliegen würden. Desgleichen müsste auch bei einer 

adaptierten Tätigkeit hinsichtlich Belastung beachtet werden, dass der Versicherte 

rechts eine Hüftprothese habe. Auch mit einer operativen Intervention werde die 

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Schulter nicht mehr voll funktions- und belastungsfähig werden. Dem Versicherten 

seien auf Dauer keine schulterbelastenden Tätigkeiten mehr zumutbar (IV-act. 45). Der 

Hausarzt Dr. C.___ gab im Bericht vom 27. Januar 2016 an, dass der Versicherte unter 

starken, invalidisierenden Schmerzen bei kleinsten Bewegungen im Bereich der 

rechten Schulter leide und aufgrund dessen seit dem 23. Juli 2015 zu 100% 

arbeitsunfähig sei (IV-act. 48). Am 11. März 2016 wurden im KSSG operativ eine 

Schulterarthroskopie, eine Bicepstenotomie, eine Rotatorenmanschetten-

Rekonstruktion (Supraspinatus und Infraspinatus) sowie eine Augmentation mit Patch 

und eine Acromioplastik rechts durchgeführt (IV-act. 57). Am 21. April 2016 berichteten 

die Ärzte des KSSG von einem unauffälligen postoperativen Verlauf (IV-act. 60). Im 

Verlaufsbericht vom 3. Juni 2016 führten die Ärzte des KSSG aus, dass der Versicherte 

in der Tätigkeit als Mechaniker bis am 9. August 2016 zu 100% arbeitsunfähig sei. Für 

Büroarbeit wäre er in ca. drei Wochen wieder einsetzbar, zu Beginn mit 50%, mit einer 

anschliessenden raschen Steigerung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 67). Dr. C.___ hielt im 

Bericht vom 27. Juli 2016 fest, dass die leichte Verbesserung der 

Schulterbeweglichkeit und ein Rückgang der Schmerzen keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten. Der Versicherte sei als Mechaniker zu 100% arbeitsunfähig und 

aus seiner Sicht komme auch keine andere Tätigkeit in Frage (IV-act. 69). In der 

Stellungnahme vom 23. August 2016 führte RAD-Arzt Dr. D.___ aus, dass eher nicht zu 

erwarten sei, dass dem Versicherten nochmals eine schulterbelastende Tätigkeit auf 

Dauer zuzumuten sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei zwischenzeitlich von 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 71).

A.d Im Auftrag des Unfallversicherers wurde der Versicherte am 12. September 2016 

kreisärztlich untersucht. Die Kreisärztin kam im Bericht vom 13. September 2016 zum 

Schluss, dass aktuell von einer mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit auszugehen sei. Die Tätigkeit sollte gänzlich ohne belastete 

Überkopfarbeiten sein, Arbeiten auf Brusthöhe nur selten. Arbeiten auf Tischniveau 

seien dem Versicherten problemlos zuzumuten, auch Arbeiten am kurzen Hebel und 

Tragen von Lasten am kurzen Hebel. Das Tragen von Lasten am langen Hebel sei nicht 

zumutbar. Gesamthaft sei zurzeit von einer maximal leichten Tätigkeit auszugehen. 

Bezüglich Präsenz dürfe innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen eine Steigerung 

auf mindestens 75% erwartet werden (act. G 4.2.64).

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A.e  Mit Mitteilungen vom 16. November 2016 sprach die IV-Stelle dem Versicherten 

sowohl Arbeitsvermittlung als auch ein Job-Coaching zu (IV-act. 84 f.). Am 22. Februar 

2017 wurde dem Versicherten zudem ein Arbeitsversuch bei der F.___ AG 

zugesprochen (IV-act. 90). Der Arbeitsversuch begann am 1. März 2017 bei einem 

Startpensum von 50%. Die Präsenzzeit konnte auf 80% erhöht werden, bei einer 

maximalen Leistungsfähigkeit von 50%. Nach dem Abschluss des Arbeitsversuchs per 

30. Juni 2017 wurde der Versicherte bei der F.___ AG als Hilfsarbeiter im Rahmen einer 

40%igen Anstellung (Präsenzzeit von mindestens 80% bei einer Leistung von 50%) ab 

dem 1. Juli 2017 angestellt (vgl. Schlussbericht der G.___, IV-act. 97, und 

Arbeitsvertrag vom 27. Juni 2017, IV-act. 95).

A.f Im Verlaufsbericht vom 9. August 2017 attestierte Dr. C.___ dem Versicherten in der 

bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 60% (50% Leistungsfähigkeit bei 80% 

Anwesenheit). Allenfalls wären dem Versicherten andere eher leichtere Tätigkeiten 

zumutbar. Die aktuelle seit 1. März 2017 ausgeführte Arbeit schätzte Dr. C.___ als 

wieder körperlich schwerer ein (IV-act. 111).

A.g Am 27. September 2017 wurde im Auftrag des Unfallversicherers eine 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung vorgenommen. Die Kreisärztin kam zum Schluss, 

dass bezüglich der Schulter von einem Endzustand auszugehen sei. Die angestammte 

Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar, da diese zu schwer und schulterbelastend sei. 

Zumutbar seien generell leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten in voller Präsenz. 

Auszuschliessen seien Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität, 

repetitives Besteigen von Leitern und Gerüsten. Auszuschliessen seien ebenfalls 

Arbeiten über Brustniveau und das Tragen von Lasten am langen Hebel rechts. Ein 

vermehrter Pausenbedarf sei für eine leidensangepasste Tätigkeit nicht zu erwarten 

(act. G 4.3.31). Ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit und gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik 

periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) unter 

Berücksichtigung eines Abzuges von 10% ermittelte der Unfallversicherer einen 

Invaliditätsgrad von 19% und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 14. 

November 2017 ab 1. Juli 2017 eine Invalidenrente auf dieser Basis sowie eine 

Integritätsentschädigung von 15% zu (act. G 4.3.39).

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A.h RAD-Arzt Dr. D.___ führte in der Stellungnahme vom 27. November 2017 aus, dass 

die nicht unfallbedingten Gesundheitsstörungen in der Akutphase jeweils zu 

vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten geführt hätten. Die von der Suva aufgestellten 

Kriterien für eine adaptierte Tätigkeit würden auch die Erkrankungen Status nach 

Herzinfarkt und Status nach Implantation einer Hüftprothese subsumieren. Auf den 

kreisärztlichen Bericht könne abgestellt werden. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe 

eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 115).

A.i Mit Vorbescheid vom 27. November 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 

der Versicherte in einem 40% Pensum erwerbstätig sei und dabei ein 

Jahreseinkommen von Fr. 26'000.-- erziele. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe 

weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit. Bei Verwertung dieser Arbeitsfähigkeit sei es dem 

Versicherten gestützt auf die LSE Tabellenlöhne möglich, ein Jahreseinkommen von Fr. 

64'622.-- zu erzielen, dies unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10%. 

Daraus resultiere ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 19% (IV-act. 118). 

Mit Verfügung vom 7. Februar 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des 

Versicherten ab (IV-act. 120).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 12. März 2018. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 7. Februar 2018 und die 

Ausrichtung der ihm zustehenden Leistungen aus dem IVG (Rente). Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Die von der Beschwerdegegnerin angenommene Arbeitsfähigkeit von 

100% in einer angepassten Tätigkeit sei nicht zutreffend und auf die Beurteilung des 

RAD-Arztes Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden. Die medizinischen Unterlagen 

würden keine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

erlauben. Auf die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens könne jedoch verzichtet 

werden, sofern auf die Ergebnisse der beruflichen Eingliederung abgestellt werden 

könne. Diese seien bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz des 

Beschwerdeführers entstanden und würden gemäss Einschätzung der Berufsfachleute 

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inklusive Arbeitgeber den objektiven Gegebenheiten entsprechen. Entsprechend sei 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit 

bei einer Leistung von 50% bei 80% Präsenz in zumutbarer Weise voll ausschöpfe, 

was einen Invaliditätsgrad von rund 67% ergebe (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Aus dem Kreisarztbericht vom 27. September 2017 gehe 

klar hervor, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100% arbeitsfähig 

sei. Zudem halte der RAD in der Stellungnahme vom 27. November 2017 fest, dass 

auch unter Berücksichtigung der unfallfremden Diagnosen von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit auszugehen sei. Bereits in der Stellungahme 

vom 10. November 2014 habe der RAD festgehalten, dass dem Beschwerdeführer eine 

körperlich leichte Tätigkeit voll zumutbar sei. Weitere Abklärungen seien nicht 

angezeigt gewesen (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 30. Mai 2018 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtet mit Schreiben vom 6. 

Juni 2018 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 9).

Erwägungen

1.  

1.1 Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

1.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

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rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis 

versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nicht abgestellt werden, wenn auch 

nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 

225 E. 5.2, BGE 135 V 465 E. 4.4 und Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 

2018, 9C_546/2018 E. 4.3). Eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten 

ist nicht an sich beweisuntauglich. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu 

begutachtenden Person rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur 

um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich 

neue Untersuchungen erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines 

Aktengutachten voll beweiswertig sein (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 

8C_681/2011, E. 4.1 mit Hinweisen). Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist aber, 

dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 

Nr. U 56 S. 370 E. 5b).

2.  

2.1 Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung von einer vollen 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit 

aus und stützt sich dabei auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes und auf die 

kreisärztliche Untersuchung vom 27. September 2017 (vgl. IV-act. 117-2).

2.2 Der Beschwerdeführer kritisiert die Beurteilung des RAD-Arztes und bringt vor, 

dass aus der kreisärztlichen Beurteilung vom 12. September 2016 klar hervorgehe, 

dass am Tag der klinischen Untersuchung eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

maximal leichten Tätigkeit von 50% bestanden habe. Bezüglich der zeitlichen 

Einschränkung (Präsenz) habe mit einer Steigerung auf mindestens 75% gerechnet 

werden dürfen. Fälschlicherweise sei die Beschwerdegegnerin in der Folge einfach von 

einer 75%igen bzw. sogar einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (act. G 1, S. 8 

f.). Der Beschwerdeführer übersieht dabei, dass nach der ersten kreisärztlichen 

Untersuchung vom 12. September 2016 am 27. September 2017 eine zweite 

kreisärztliche Untersuchung stattfand. Dabei kam die Kreisärztin zum Schluss, dass 

eine leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit in voller Präsenz zumutbar sei, wobei 

Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität, repetitives Besteigen von 

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Leitern und Gerüsten wegen allenfalls verminderter Haltefunktion, Arbeiten über 

Brustniveau und das Tragen von Lasten am langen Hebel rechts auszuschliessen 

seien. Ein vermehrter Pausenbedarf sei für eine leidensangepasste Tätigkeit nicht zu 

erwarten. Weiter gab sie auch an, dass von einem Endzustand auszugehen sei und 

keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erzielt 

werden könne (IV-act. 31-7). Somit ist die Kritik, dass der RAD-Arzt entgegen der 

kreisärztlichen Untersuchung von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging, für den 

Zeitpunkt ab kreisärztlicher Abschlussuntersuchung vom 27. September 2017 

unbegründet.

2.3 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass nicht gesagt werden könne, die 

Kreisärztin habe die unfallfremden Gesundheitsstörungen bei der Bestimmung der 

Kriterien für eine zumutbare Tätigkeit berücksichtigt. Diesbezüglich seien auch die 

Stellungnahmen des RAD-Arztes widersprüchlich, wenn dieser zunächst am 20. Januar 

2016 erkläre, dass die koronare Erkrankung sowie die Hüfttotalprothese rechts bei 

einer adaptierten Tätigkeit unbedingt zu berücksichtigen seien, und andererseits am 

27. November 2017 ausführe, dass die nicht unfallbedingten Gesundheitsstörungen 

lediglich in der Akutphase jeweils zu vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten geführt 

hätten (act. G 1, S. 9).

2.4 Der RAD-Arzt hielt in der Stellungnahme vom 10. November 2014 – d.h. nach der 

Hüfttotalprothese rechts vom 24. Juni 2014 und nach dem Myokardinfarkt vom 12. 

August 2014 – fest, dass in einer körperlich leichten, wechselbelastenden, vorwiegend 

sitzenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg und ohne 

Tätigkeiten in gebückter oder kniender Haltung eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe 

(IV-act. 24-3). Nach dem Unfall vom 23. Juli 2015 berichtete der RAD-Arzt am 20. 

Januar 2016, dass ohne Eingriff an der Schulter in einer schulterentlastenden Tätigkeit 

eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Zusätzlich müsste jedoch in einer adaptierten 

Tätigkeit beachtet werden, dass eine koronare Drei-Gefäss-Erkrankung und ein Status 

nach Myokardinfarkt und Stenting vorliege. Desgleichen müsse auch bei einer 

adaptierten Tätigkeit hinsichtlich Belastung beachtet werden, dass der 

Beschwerdeführer eine Hüfttotalprothese habe (IV-act. 45-2). Dies ist in dem Sinne zu 

verstehen, dass bei einer adaptierten Tätigkeit neben der Entlastung der rechten 

Schulter auch noch weitere qualitative Einschränkungen zu berücksichtigen sind, nicht 

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jedoch, dass deswegen eine tiefere quantitative Arbeitsfähigkeit vorliegen würde. Somit 

sind die Ausführungen des RAD-Arztes nicht widersprüchlich, wenn er lediglich eine 

vorübergehende Arbeitsunfähigkeit festhält.

2.5 Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom 27. September 2017 sind dem 

Beschwerdeführer generell leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten in voller Präsenz 

zumutbar, wobei Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität, repetitives 

Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Arbeiten über Brustniveau und das Tragen 

von Lasten am langen Hebel auszuschliessen sind. Ein vermehrter Pausenbedarf ist 

nicht zu erwarten (act. G 4.3.31-7). Bezüglich der kardiologischen Beschwerden hielten 

die Ärzte der Klinik H.___ bereits im Austrittsbericht vom 9. September 2014 fest, dass 

nicht kardiologische Probleme, sondern die damals noch vorhandenen Hüftschmerzen 

der limitierende Faktor einer weiteren Leistungssteigerung gewesen seien (IV-act. 13-3 

f.). Auch Dr. C.___ gab im Arztbericht vom 28. Oktober 2014 an, dass der 

Beschwerdeführer noch aufgrund der Hüftbeschwerden arbeitsunfähig sei, 

kardiologische Limitierungen wurden nicht geltend gemacht (IV-act. 13-1). Auch im 

weiteren Verlauf liegen keine Unterlagen vor, die darauf hinweisen würden, dass der 

Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre. 

Seitens der Hüfte ist nicht ersichtlich, dass zusätzlich Einschränkungen zu 

berücksichtigen sind. Schliesslich wurde bereits im Bericht des KSSG vom 29. 

September 2014 festgehalten, dass nach der Hüfttotalprothese wieder eine volle 

Belastung der rechten Hüfte möglich sei und keine Einschränkungen aus 

orthopädischer Sicht mehr bestehen würden. Dem Beschwerdeführer wurde selbst für 

die angestammte Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 16-2), was 

allerdings der RAD-Arzt bezweifelte (IV-act. 24). Vor dem Unfall vom 23. Juli 2015 

konnte der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer teiladaptierten Tätigkeit 

beim bisherigen Arbeitgeber kontinuierlich auf 100% steigern (vgl. IV-act. 25-8). Somit 

ist es nachvollziehbar, dass keine zusätzlichen Einschränkungen bezüglich der 

koronaren Erkrankung bzw. der Hüfttotalprothese zu berücksichtigen sind, zumal 

aufgrund der Schulterproblematik nur noch leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten 

als zumutbar erachtet wurden.

2.6 Zusammenfassend kann im vorliegenden Fall auf die Stellungnahmen des RAD 

abgestellt werden und es besteht kein Bedarf für die Vornahme weiterer medizinischer 

Abklärungen.

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3.  

3.1 Weiter kritisiert der Beschwerdeführer, dass die beruflichen Abklärungsergebnisse 

ohne irgendeine Erklärung unberücksichtigt geblieben seien (act. G 1, S. 9). Im 

Schlussbericht der G.___ wird dargelegt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines 

Arbeitsversuches bei der F.___ AG sein Arbeitspensum im Verlauf von 50% auf 80% 

habe steigern können. Am Ende des Arbeitsversuches habe bei einer maximal 

möglichen Präsenzzeit von 80% eine maximale Leistungsfähigkeit von 50% resultiert. 

Die reduzierte Leistungsfähigkeit resultiere einerseits aus der körperlichen 

Belastungsgrenze, und andererseits sei der Beschwerdeführer in Druck- und 

Stresssituationen an seine Grenzen gestossen. Dieser habe selber angegeben, dass er 

bei anstrengenderen Arbeiten infolge seiner Muskelschwäche im rechten Arm an seine 

Grenzen stosse (IV-act. 97-1).

3.2 Diese Einschätzung steht im Widerspruch zur ärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Diesbezüglich ist zu berücksichtigen, dass nach der 

Rechtsprechung die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und 

Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung 

in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der 

Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten ist 

(Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar 2018, 8C_802/2017, E. 5.1.1 mit 

Hinweisen). Aus dem Bericht der G.___ ergeben sich keine konkreten Punkte, die ein 

Abweichen von der ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung rechtfertigen würden, da die 

geltend gemachten Einschränkungen sehr allgemein gehalten und nicht näher 

substantiiert sind. Dr. C.___ ging im Verlaufsbericht vom 9. August 2017 sodann davon 

aus, dass es sich bei der seit 1. März 2017 ausgeführten Arbeit wieder um eine 

körperlich schwerere handelt (IV-act. 111), d.h. um eine nur teilweise adaptierte 

Tätigkeit. Es ist auch zu berücksichtigen, dass die Kreisärztin ihre Schlussfolgerung in 

Kenntnis des Berichts der G.___ getroffen hat und somit über die tatsächliche Tätigkeit 

des Beschwerdeführers informiert war.

4.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

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4.1 Zu prüfen ist, ob gegebenenfalls ein befristeter Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers besteht. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs. Der Beschwerdeführer meldete sich am 19. November 2015 zum 

Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle an (IV-act. 29), somit ist ein Rentenanspruch 

frühestens per 1. Mai 2016 entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch das Wartejahr 

gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG noch nicht erfüllt. Dieses wurde mit der 

Arbeitsunfähigkeit aufgrund des Unfalls vom 23. Juli 2015 ausgelöst (vgl. act. G 

4.3.31-7). Ein allfälliger Rentenanspruch entstand somit frühestens per 1. Juli 2016.

4.2 Im Bericht des KSSG vom 3. Juni 2016 hielten die Ärzte fest, dass aus ihrer Sicht 

gegen Ende Monat mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

gerechnet werden könne (act. G 4.2.44-2). Auch die Kreisärztin kam anlässlich ihrer 

Untersuchung vom 12. September 2016 zum Schluss, dass aktuell von einer 

mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Bezüglich Präsenz dürfe 

innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen eine Steigerung auf mindestens 75% 

erwartet werden (act. G 4.2.64-6). Mit Schreiben vom 13. Oktober 2016 teilte die Suva 

dem Beschwerdeführer mit, dass gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung in einer 

angepassten Tätigkeit ab dem 1. November 2016 von einer vollschichtigen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen sei und somit per dieses Datum die Taggeldleistungen 

eingestellt würden (act. G 4.3.3-4). Die Ärzte des KSSG berichteten am 23. März 2017, 

dass sich anlässlich der durchgeführten Nachkontrolle ein sehr zufriedenstellender 

postoperativer Verlauf gezeigt habe. Es würde nur eine leichte postoperative 

Einschränkung der Beweglichkeit ab Horizontal und eine leicht abgeschwächte Kraft 

des Supra- und Infraspinatus zeigen, welche den Patienten im Alltag jedoch nicht 

einschränkten (act. G 4.3.20-2). Schliesslich kam die Kreisärztin anlässlich der 

Abschlussuntersuchung vom 27. September 2017 zum Fazit, dass von einem 

Endzustand auszugehen und dem Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit wieder 

zu 100% zumutbar sei (act. G 4.3.31-7).

4.3 Aufgrund dieser medizinischen Akten ist für die Zeit ab 1. Juli 2016 von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Entgegen der Ansicht 

der Suva lässt sich aus dem kreisärztlichen Bericht vom 12. September 2016 keine 

100%ige Arbeitsfähigkeit ab 1. November 2016 ableiten. Selbst die Steigerung der 

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Präsenz auf 75% ist lediglich als Prognose festgehalten und wird in den weiteren 

ärztlichen Unterlagen nicht bestätigt. Erst anlässlich des Berichts des KSSG vom 23. 

März 2017 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Somit ist zusammenfassend 

für die die Zeit vom 1. Juli 2016 bis am 23. März 2017 von einer Arbeitsfähigkeit von 

50% und anschliessend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

5.  

5.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).

5.2 Die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers gab gegenüber dem 

Unfallversicherer an, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2016 inklusive Schichtzulagen 

einen Monatslohn von Fr. 6'210.-- erzielt hätte, was inklusive 13. Monatslohn einen 

Jahreslohn und somit ein Valideneinkommen von Fr. 80'730.-- ergibt (vgl. act. G 

4.3.6-2).

5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt der 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

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zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

LSE herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

5.4 Der Beschwerdeführer steht zwar in einem stabilen Arbeitsverhältnis, in diesem 

leistet er jedoch nur ein Pensum von 40% und schöpft damit seine Arbeitsfähigkeit 

nicht in zumutbarer Weise aus. Zudem besteht dieses Arbeitsverhältnis erst seit dem 1. 

Juli 2017. Somit ist vorliegend hinsichtlich des Invalideneinkommens auf die 

Tabellenlöhne gemäss LSE abzustellen. Für eine Hilfsarbeitertätigkeit resultiert für das 

Jahr 2016 ein Einkommen von Fr. 66'803.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019).

5.5 Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.6 Bezüglich der leidensbedingten Einschränkungen ist zu berücksichtigen, dass der 

Beschwerdeführer zwar leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann, 

dass aber selbst bei diesen Tätigkeiten diverse weitere Einschränkungen zu 

berücksichtigen sind (vgl. E. 2.2). Hinzu kommt auch das fortgeschrittene Alter des 

Beschwerdeführers, welcher im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns bereits 61-

jährig war und nur noch eine rund 4-jährige (ordentliche) Aktivitätsdauer vor sich hatte. 

Auch diesem Faktor ist zumindest teilweise Gewicht beizumessen. Zusammenfassend 

rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 15%.

5.7 Somit beträgt das Invalideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und 

einem Tabellenlohnabzug von 15% Fr. 28'391.-- (Fr. 66'803.-- x 0.5 x. 0.85). Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 80'730.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 28'391.-- 

resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 52'339.-- (Fr. 80'730.-- – Fr. 28'391.--) bzw. ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 65% (Fr. 52'339.-- / Fr. 80'730.--). Selbst bei einem 

maximalen Tabellenlohnabzug von 25% würde kein rentenrelevant höherer 

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Invaliditätsgrad von mindestens 70% vorliegen. Mit der 100%igen Arbeitsfähigkeit ab 

23. März 2017 resultiert bei einem Tabellenlohnabzug von 15% ein 

Invalideneinkommen von Fr. 56'783.-- und somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 

23'947.-- (Fr. 80'730.-- – Fr. 56'783.--) was einen Invaliditätsgrad von gerundet 30% 

(Fr. 23'947.-- / Fr. 80'730.--) ergibt. Selbst bei einem maximalen Tabellenlohnabzug 

von 25% resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40%. 

Somit hat der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss 

Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) 

Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017. Bei 

der Ausrichtung der Rentenleistungen wird die Beschwerdegegnerin zu beachten 

haben, dass der Beschwerdeführer während der Dauer vom 1. März bis 2. Juli 2017 

(vgl. IV-act. 92) IV-Taggeldleistungen bezog. Dies führt – unter Vorbehalt von Art. 20

Abs. 1 IVV – dazu, dass für die IV-Taggeldperiode keine Rentenleistungen geschuldet 

sind bzw. der Rentenanspruch unterbrochen wird (Art. 29 Abs. 2 IVG; Ulrich Meyer, 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in Murer/Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 2014, S. 

411).

6.  

6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 7. 

Februar 2018 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist eine befristete Dreiviertelsrente 

vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die Sache 

bezüglich eines befristeten Rentenanspruchs teilweise gutgeheissen wird, ist von 

einem teilweisen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Die Gerichtsgebühr ist 

den Parteien daher in der Höhe von je Fr. 300.-- aufzuerlegen, wobei dem 

Beschwerdeführer der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zur Hälfte 

angerechnet und zur Hälfte rückerstattet wird.

ter

bis

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6.3 Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der 

Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) bei vollem 

Obsiegen als angemessen. Einem teilweisen Obsiegen entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 1'750.-- (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 7. Februar 2018 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. Juli 

2016 bis 30. Juni 2017 zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  

Die Parteien haben die Gerichtskosten von Fr. 600.-- je zur Hälfte zu bezahlen. Dem 

Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss angerechnet und der 

Differenzbetrag von Fr. 300.-- zurückerstattet.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

1'750.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2019
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Auf die Aktenbeurteilung des RAD kann in Kombination mit den vorhandenen kreisärztlichen Untersuchungsberichten abgestellt werden. Weitere medizinische Abklärungen sind nicht erforderlich. Einkommensvergleich mit einem Tabellenlohnabzug von 15%. Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Kostenverlegung je zur Hälfte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2019, IV 2018/99)

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