# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ea06a41-52ee-5b8d-83f4-1ca5e022eacf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.01.2018 S 2017 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-80_2018-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 80

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 11. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Vedat Erduran,

Beschwerdeführer
gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war als Bauhilfsarbeiter bei der B._____ AG angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

versichert. Er geriet am 28. Juni 2013 bei Erdbohrungen mit seiner linken 

Hand zwischen ein Rohr und den Bohrer. Dabei zog er sich eine offene 

Fraktur der proximalen Phalanx Dig. II, eine intraartikuläre Trümmerfraktur 

der proximalen Mittelphalanx Dig. III, eine Fraktur der proximalen Phalanx 

Dig. IV, eine multifragmentäre Fraktur der Mittelphalanx Dig. IV, eine 

Läsion der Flexor digitorum superficialis- und profundus-Sehne Dig. IV, 

eine Läsion der Extensorsehnen Dig. III und IV, eine Rissquetschwunde 

der Hohlhand links und eine oberflächliche Weichteilverletzung der 

proximalen Phalanx Dig. V radial zu, welche am 28. Juni, 10. Juli und 8. 

August 2013 operativ versorgt wurden. Die Suva anerkannte ihre 

Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

2. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2016 sprach die Suva A._____ eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- entsprechend einer 

Integritätseinbusse von 10 %  zu. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente 

wurde mangels erheblicher Erwerbseinbusse verneint. Die dagegen 

erhobene Einsprache vom 7. November 2016, ergänzt am 12. Dezember 

2016, wies die Suva 2017, gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von 

Dr. med. C._____ vom 26. Februar 2016, wonach A._____ leichte 

Tätigkeiten vollzeitig ausüben könne, und ausgehend von einer 

Erwerbseinbusse von 3.17 % mit Einspracheentscheid vom 27. April ab.

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 31. Mai 

2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den Anträgen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei ihm eine 

Invalidenrente aufgrund einer Erwerbseinbusse von mindestens 50 % 

auszurichten, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur weiteren 

medizinischen Abklärung (Einholung eines polydisziplinären Gutachtens) 

zurückzuweisen. Im Wesentlichen machte er geltend, dass die Suva 

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einerseits den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe, indem sie den 

medizinischen Sachverhalt nicht vollständig abgeklärt habe, und 

andererseits die Suva die Höhe des Invalideneinkommens falsch 

berechnet habe. 

4. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2017 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie 

trug im Wesentlichen vor, der Sachverhalt sei umfassend abgeklärt 

worden. In den Akten befänden sich umfangreiche und übereinstimmende 

fachärztliche Beurteilungen. Weitere medizinische Abklärungen seien 

nicht angezeigt. Das aufgrund der LSE-Tabelle und des gewährten 

Leidensabzuges ermittelte Invalideneinkommen sei sachgerecht. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz in X._____ (GR), weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

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Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 27. April 2017, 

mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers abgewiesen und einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente verneint hat, stellt demnach ein taugliches 

Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als 

formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer für die Folgen des 

Unfalls vom 28. Juni 2013 Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 

Ausgehend von einer Erwerbseinbusse von 3.17 % verneinte die 

Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch. Dagegen beantragt der 

Beschwerdeführer die Ausrichtung einer Rente bei einer Erwerbseinbusse 

von mindestens 50 %. 

3. Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 

vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich – wie im vorliegenden Fall – vor dem Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 

nach bisherigem Recht gewährt. Deshalb sind vorliegend grundsätzlich 

die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen anzuwenden. 

Hinsichtlich der für das vorliegende Verfahren anwendbaren 

Bestimmungen haben sich indessen mit Inkrafttreten der neuen 

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Rechtssätze keine Änderungen ergeben, weshalb nachfolgend auf diese 

verwiesen werden kann.

4. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat 

der Versicherte in Form von kurzfristigen Versicherungsleistungen 

Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) 

und Taggelder, welche den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung 

erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der 

Versicherte infolge des Unfalls zu 10 % invalid, so kann er eine 

Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 

Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei erwerbstätigen 

Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird zunächst das 

Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

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(sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat 

in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 mit weiteren Hinweisen).

5. a) Vorliegend unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer beim Unfall 

vom 28. Juni 2013 eine schwere Handverletzung links mit diversen 

Frakturen im Bereich der Langfinger und schwerem Weichteilschaden 

inklusive Sehnenverletzungen im Bereich der Finger III und IV zuzog (vgl. 

Operationsbericht vom 2. Juli 2013 bzw. 12. August 2013; Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 9 und 15]). Unumstritten ist sodann, dass 

dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter 

aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr zumutbar ist. Streitig ist 

demgegenüber die Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit. Der 

Beschwerdeführer rügt, dass ihm die Ausübung leichter Tätigkeiten 

wegen der schweren Verletzungen an seiner linken Hand – entgegen der 

Auffassung der Beschwerdegegnerin – nicht vollzeitig zugemutet werden 

könne. Die Beschwerdegegnerin stütze sich dabei zu Unrecht lediglich 

auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. med. C._____ vom 26. 

Februar 2016 und auf den Bericht von Dr. med. D._____ vom 7. Februar 

2016. Das von der Beschwerdegegnerin angenommene 

Invalideneinkommen sei sodann unangemessen. 

b) Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist die Frage entscheidend, 

welche Arbeitsleistungen einem Versicherten in welchem Umfang noch 

zugemutet werden können, beziehungsweise wie gross die 

Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit ist. Für die 

Beantwortung dieser Frage sind die Verwaltung und das im 

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Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung stellen (BGE 

125 V 256 E.4). Aufgabe der medizinischen Fachleute ist es, den 

Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und Stellung 

zu nehmen zu der Frage, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.4, 125 V 261 E.4). 

Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG). Der Beweiswert der ärztlichen Stellungnahmen hängt 

deshalb nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob sie 

für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen 

beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

einleuchten und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu 

überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher 

Stellungnahmen ist folglich grundsätzlich weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder Gutachten 

(BGE 134 V 231 E.5.1). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug 

auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien 

für die Beweiswürdigung aufzustellen. Danach kommt auch den Berichten 

und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Allerdings kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem 

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gerichtlichen Gutachten oder einem Gutachten eines 

versicherungsexternen Gutachters, welches nach Art. 44 ATSG in Auftrag 

gegeben wurde. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 

V 225 E. 5.2, 135 V 465 E.4.4).

c) Zur Ermittlung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers stützte 

sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

namentlich auf die kreisärztliche Abschlussbeurteilung von Dr. med. 

C._____, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, vom 26. 

Februar 2016. Dieser äusserte sich darin unter anderem wie folgt (vgl. 

Bg-act. 353 S. 5):

"Bei Herrn A._____ besteht seit einigen Wochen eine unveränderte Situation. Er konnte 

von der Schmerzeinstellung profitieren und ist in Ruhe schmerzfrei. Leichte Tätigkeiten 

kann er mit der Hand ausführen und auch das Tragen von grösseren Gegenständen wie 

z.B. Rohre konnte er in der Schlosserei sicher ausführen nach seinen Angaben. Bei der 

heutigen Untersuchung konnte sich eine leichte Verbesserung feststellen lassen, jedoch 

werden von Seiten des Patienten max. 30 bis 60 Minuten Übung täglich durchgeführt. 

Hierbei benützt er einen Ball und ein TENS-Gerät. Auf die Frage und Demonstration hin, 

ob er die einzelnen Glieder in Extension/Flexion mit und ohne Widerstand, aktiv und 

passiv mit der gesunden Hand mitbeübt, wird dies von seiner Seite verneint. Auch in der 

Ergotherapie hatte er in letzter Zeit lediglich Massagen vorgenommen und keine 

Handübung mehr. Aufgrund der heutigen Untersuchung gehe ich davon aus, dass bei 

entsprechend dezidierter Beübung zumindest kleine Besserungen, vor allem von Dig. II 

und V noch möglich sind. Die Kraft und Beweglichkeitsmessung ergab, dass Herr 

A._____ durchaus leichte Tätigkeiten ausüben kann in einer Vollzeittätigkeit. Die Hand 

kann auch zur Unterstützung für mittelschwere Tätigkeiten benutzt werden, jedoch ist 

diese für feinmechanische Arbeiten nur eingeschränkt geeignet. Auch vibrierende und 

schlagende Tätigkeiten sind mit der linken Hand nicht möglich bei dem Rechtshänder, 

der ansonsten eine gesunde rechte Hand hat. Auch sind Arbeiten in Kälte aufgrund der 

Hyperreagibilität links nicht geeignet. Somit ist eine ganztägige Arbeit unter den oben 

genannten Einschränkungen möglich und zumutbar."

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Zur dieser Einschätzung kam Dr. med. C._____ nach Einbeziehung und 

Würdigung sämtlicher zuvor ergangener, medizinischer Feststellungen 

und Berichte (vgl. Bg-act. 353 S. 1–3). Dass seine Schlussfolgerungen 

einleuchten, wird durch den in den Vorakten wiedergegebenen 

Krankheitsverlauf des Beschwerdeführers veranschaulicht. So berichtete 

zunächst der Operateur, Dr. med. E._____, Co-Chefarzt Departement 

Chirurgie/Chefarzt Handchirurgie Kantonsspital Graubünden, Facharzt 

FMH Allgemein-, Hand- und Unfallchirurgie, in seinen Verlaufsberichten 

vom 25. Juni 2014 (Bg-act. 182) bzw. 11. September 2014 (Bg-act. 206) 

von einer Verbesserung der Handfunktion in kleinen Schritten und einer 

möglichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster 

Tätigkeit. Ferner stellte der Kreisarzt Dr. med. F._____ in der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 6. November 2014 fest, dass bei guter 

Primärversorgung und intensiver Nachbehandlung in Anbetracht der 

schweren Handverletzung ein gutes Resultat habe erzielt werden können 

und dem Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit zumutbar sei (vgl. Bg-

act. 220 S. 4 und 5). In der Folge bestätigte auch Dr. med. D._____, 

Oberarzt Kantonsspital Graubünden, im Verlaufsbericht vom 7. Februar 

2016 (Bg-act. 344) eine Verbesserung. Der Beschwerdeführer sei in der 

Lage, Daumen und Zeigefinger der linken Hand zu schliessen. Die Kraft 

in der linken Hand sei zwar deutlich vermindert, er könne aber leichtere 

Gegenstände halten. Auch das Bedienen z.B. einer Computermaus sei 

möglich. Vor dem Hintergrund dieser medizinischen Aktenlage erweist 

sich die kreisärztliche Abschlussbeurteilung von Dr. med. C._____ vom 

26. Februar 2016 als überzeugend, nachvollziehbar und widerspruchsfrei.

Sodann wird im nach einer therapeutischen Behandlung des 

Beschwerdeführers erstellten Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 23. 

Juni 2016 (Bg-act. 378) auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. med. 

C._____ vom 24. Februar 2016 und die in seinem Abschlussbericht vom 

26. Februar 2016 attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit hingewiesen. Dr. 

med. D._____ führte zwar aus, dass die Schmerzsituation nicht 

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verbessert werden könne und der Beschwerdeführer über die 

eingeschränkte Funktion seiner linken Hand klage. Die Handfunktion sei 

aber, bei dem Schweregrad seiner Verletzung, als eher erfreulich zu 

erachten. Der Beschwerdeführer sehe das leider nicht so. 

d) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass hier keine der 

kreisärztlichen Abschlussbeurteilung von Dr. med. C._____ vom 26. 

Februar 2016 widersprechenden, medizinischen Einschätzungen 

vorliegen. Die erwähnte kreisärztliche Abschlussbeurteilung wird vielmehr 

durch die übereinstimmenden medizinischen Akten bestätigt. 

e) Der Beschwerdeführer wendet ein, die genannte Abschlussbeurteilung 

von Dr. med. C._____ vom 26. Februar 2016 beinhalte unzutreffende 

Feststellungen, zumal der Beschwerdeführer anlässlich der betreffenden 

Untersuchung von Dr. med. C._____ vom 24. Februar 2016 nicht gesagt 

habe, dass er bei einem Arbeitsversuch grosse Röhren habe halten 

können. Der Kreisarzt habe ihn falsch verstanden, zumal er beim 

Arbeitsversuch nie grosse Röhre gehalten habe. Ob dieser Einwand 

zutrifft oder nicht, kann hier offen gelassen werden, denn diese Tatsache 

allein vermag angesichts der aufgezeigten, übereinstimmenden 

medizinischen Aktenlage (vgl. vorne E.5c f.) noch keine – auch nur 

geringe – Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen Feststellungen von Dr. med. C._____ zu wecken. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt zudem die 

Tatsache, dass der Kreisarzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, – wie oben dargelegt (vgl. E.5b) – nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Der 

nachvollziehbaren und schlüssigen kreisärztlichen Abschlussbeurteilung 

vom 26. Februar 2016 kommt somit voller Beweiswert zu, weshalb die 

Beschwerdegegnerin darauf abstellen durfte. 

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f) Angesichts der ausführlich und nachvollziehbar begründeten 

Abschlussbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. C._____ vom 26. Februar 

2016, worin dem Beschwerdeführer die Ausübung einer 

leidensangepassten (leichten) Tätigkeit im Umfang von 100 % zugemutet 

wird, erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, die 

Beschwerdegegnerin habe den medizinischen Sachverhalt ungenügend 

abgeklärt, als unbegründet. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht 

von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen. Die Anordnung des 

vom Beschwerdeführer beantragten polydisziplinären Gutachtens ist 

folglich nicht angezeigt und in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen 

(vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 

E.1d).

6. Zu klären ist noch, ob die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen 

des Beschwerdeführers korrekt ermittelt hat. Nicht bestritten wird 

hingegen das gestützt auf die Angaben der Arbeitgeberin (vgl. Bg-act. 

359) festgelegte Valideneinkommen in Höhe von Fr. 55'393.-- (vgl. den 

angefochtenen Einspracheentscheid E.5). 

a) Gegen das Invalideneinkommen wendet der Beschwerdeführer ein, dass 

die Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Tabelle 1 und das (tiefste) 

Kompetenzniveau 1 für massgeblich erachtet habe. Das 

Invalideneinkommen dürfe nicht höher als Fr. 42'000.-- (nach einem 

Leidensabzug von 20 %) sein. Inwiefern dies so sein sollte, legt der 

Beschwerdeführer indessen nicht dar. Er macht lediglich geltend, er 

könne mit seiner kaputten Hand kein monatliches Bruttoeinkommen von 

Fr. 4'470.-- erzielen (nach Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 

20 %). Soweit der Beschwerdeführer damit implizit die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt anzweifeln sollte, 

ist ihm entgegenzuhalten, dass ihm – trotz seiner Einschränkungen 

infolge der Handverletzung – auf dem hypothetischen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt genügend leidensangepasste Tätigkeiten offenstehen. Nach 

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der Rechtsprechung bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt nämlich sogar 

für Personen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und 

überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend 

realistische Beschäftigungsmöglichkeiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_217/2015 vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März 

2012 E.3.2 und 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). Für den 

vorliegenden Fall aufschlussreich ist insbesondere das Urteil 

8C_217/2015, in welchem das Bundesgericht die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit bei einem ehemaligen angelernten Bauarbeiter 

bejahte, der seine verletzte Hand gar nicht mehr einsetzen konnte, dem 

aber aus medizinischer Sicht jegliche leichte Tätigkeit ohne Einsatz der 

verletzten Hand zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt zumutbar 

war. Vorliegend ist der Beschwerdeführer nicht als funktionell Einhändiger 

zu betrachten, kann er doch die linke, adominante Hand als Hilfshand 

einsetzen, wenn auch mit Einschränkungen (vgl. vorne E.5c). Damit sind 

die unfallbedingten Einschränkungen an der linken Hand des 

Beschwerdeführers nicht so gravierend wie diejenigen einer funktionell 

einhändigen Person. Entsprechend ist umso mehr davon auszugehen, 

dass für den Beschwerdeführer genügend realistische 

Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

bestehen. Zu denken ist dabei an alle jene Tätigkeiten, welche nach der 

Rechtsprechung für funktionell Einhändige in Frage kommen, nämlich 

einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, sowie an die 

Bedienung und Überwachung von halbautomatischen oder automatischen 

Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatz beider Arme 

und beider Hände voraussetzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_217/2015 vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März 

2012 E.3.2 und 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). Persönliche 

und berufliche Gegebenheiten (vgl. für deren Berücksichtigung im 

Rahmen der Prüfung der Verwertbarkeit BGE 138 V 457 E.3.1), die eine 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausschliessen würden, liegen hier 

nicht vor. Der Beschwerdeführer war im Verfügungszeitpunkt im Übrigen 

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erst 46 Jahre alt und damit nicht in einem fortgeschrittenen Alter, welches 

zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten 

dazu führen könnte, dass seine Restarbeitsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt wird (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017 E.3.2). Nach dem 

Gesagten fehlt es hier somit nicht an einer wirtschaftlich verwertbaren 

Resterwerbsfähigkeit, die einen Anspruch auf eine (ganze) Invalidenrente 

begründen würde. 

b) Die Beschwerdegegnerin hat beim Invalideneinkommen einen 

Leidensabzug von 20 % gewährt, welchen sie mit den leidensbedingten 

Einschränkungen begründet hat. Ein Leidensabzug soll nicht automatisch, 

sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür 

bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer 

persönlicher und beruflicher Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung des Leidensabzugs ist 

der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung 

der Umstände im Einzelfall massgebend, wobei der Abzug vom 

statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 

134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5). Hier ist zu bemerken, dass selbst unter 

Gewährung eines maximalen Leidensabzuges von 25 % noch keine 

rentenbegründende Erwerbseinbusse vorläge. Der Vollständigkeit halber 

ist darauf hinzuweisen, dass die Nationalität angesichts der Tatsache, 

dass die statistischen Löhne aufgrund der Einkommen der 

schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst 

werden, vernachlässigt werden kann (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgericht I 39/04 vom 20. Juli 2004 E.2.4). Zudem wäre das 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte Kriterium der ausländischen 

Nationalität erst im Zusammenhang mit einer ungewissen 

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Aufenthaltsbewilligung relevant (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_611/2013 vom 11. Februar 2014 E.3.2.2). Sodann fallen auch die 

geltend gemachten fehlenden Sprachkenntnisse und die fehlende 

berufliche Qualifikation nicht ins Gewicht, denn bei den Tätigkeiten nach 

Kompetenzniveau 1 (vormals Anforderungsniveau 4 [einfache repetitive 

Tätigkeiten]) sind weder gute Kenntnisse der deutschen Sprache noch 

berufliche Qualifikationen erforderlich. Bescheidene Schulbildung und 

berufliche Qualifikation sowie mangelhafte Sprachkenntnisse werden 

bereits durch die Verwendung der Tabellenlöhne nach Kompetenzniveau 

1 (bzw. vormals Anforderungsniveau 4) abgegolten (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.3.2.3, 

8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 E.6.3.2). Der von der 

Beschwerdegegnerin gewährte Leidensabzug von 20 % ist somit nicht zu 

beanstanden. 

c) Gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 (TA1 

privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Männer, alle Wirtschaftszweige) 

resultiert nach Umrechnung auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 

Stunden und unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerungen sowie 

eines Leidensabzugs von 20 % ein Invalideneinkommen von Fr. 53'642.--

(vgl. den angefochtenen Einspracheentscheid E.4b). Stellt man gemäss 

Art. 16 ATSG diesem Invalideneinkommen das unstrittige 

Valideneinkommen von Fr. 55'393.-- gegenüber, so ergibt sich eine 

Erwerbseinbusse von 3.17 %, was unter der für einen Rentenanspruch 

vorausgesetzten Einbusse von mindestens 10 % (Art. 18 Abs. 1 UVG) 

liegt. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers zu Recht verneint.   

7. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 27. April 2017 als rechtens, weshalb dieser zu bestätigen und die 

dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 

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8. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser im Falle leichtsinniger oder 

mutwilliger Prozessführung – für die Parteien kostenlos. Demnach werden 

für das vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]