# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a70a76fb-d29c-5411-a560-6ddf5d8996ef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2018 200 2018 540
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-540_2018-12-03.pdf

## Full Text

200 18 540 IV
SCP/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Juni 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 16. November 2011 unter Hinweis auf eine 
Depression, welche durch einen Unfall vom Juli 2011 verschärft worden 
sei, bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zur 
Früherfassung an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Am 31. Januar 
2012 (AB 8) erfolgte die Anmeldung zum Leistungsbezug. Die IVB tätigte in 
der Folge medizinische und berufliche Abklärungen. Mit Verfügung vom 11. 
Juni 2012 (AB 50) verneinte sie einen Anspruch auf berufliche Massnah-
men. Gestützt auf den Bericht von med. pract. B.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), 
vom 2. Juli 2012 (AB 63) wurde die Versicherte mit Schreiben vom 2. Juli 
2012 (AB 64) auf ihre Mitwirkungspflicht (Cannabisabstinenz) hingewiesen. 
Am 11. Oktober 2012 (AB 66) zog sie ihr Leistungsbegehren zurück. Die 
IVB trat mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 (AB 73) auf das Gesuch 
betreffend Invalidenrente nicht ein. Die Verfügungen blieben unangefoch-
ten.

B.

Am 29. Januar 2018 (AB 78) meldete sich die Versicherte erneut bei der 
IVB zum Leistungsbezug an. Die IVB tätigte medizinische und erwerbliche 
Abklärungen. Insbesondere holte sie ein zu Handen des zuständigen Kran-
kentaggeldversicherers erstelltes psychiatrisches Gutachten der Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. April 
2018 (AB 101/2) ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 104) 
verneinte sie mit Verfügung vom 25. Juni 2018 (AB 110) einen Rentenan-
spruch, stellte jedoch die Prüfung des Anspruchs auf berufliche 
Massnahmen in Aussicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 20. Juli 2018 erhob die Versicherte hiergegen Beschwer-
de mit dem Rechtsbegehren, weitere Abklärungen zu veranlassen. Weiter 
stellte sie sinngemäss das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 16. August 
2018 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 25. Juni 2018 
(AB 110). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 

Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem 
Zeitpunkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40% bleibend er-
werbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben nur jene Versicherten An-
spruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Rentenleis-
tungen werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss 

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in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann. Der Rentenanspruch 
kann daher nicht entstehen, solange Eingliederungsmassnahmen durchge-
führt werden (BGE 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 
3b).

2.4

2.4.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, 
so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 
351). 

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

2.4.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 6

– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 29. Januar 
2018 (AB 78) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht 
zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der 
leistungsablehnenden Verfügung vom 17. Dezember 2012 (AB 73) und der 
hier angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2018 (AB 110) eine wesentli-
che Änderung in medizinischer bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, 
die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit einen allfälligen Rentenan-
spruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.2 Im Bericht vom 2. Juli 2012 (AB 63) kam RAD-Psychiater med. 
pract. B.________ zum Schluss, solange ein Suchtgeschehen (Cannabis-
missbrauch) vorliege, könne die Beeinträchtigung durch einen invaliden-
versicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden nicht beurteilt wer-
den. Die Beschwerdegegnerin sah eine dreimonatige dokumentierte Can-
nabisabstinenz für angezeigt und wies die Beschwerdeführerin mit Schrei-
ben vom 2. Juli 2012 (AB 64) auf ihre Mitwirkungspflicht hin. Nachdem die 
Beschwerdeführerin in der Folge ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachge-
kommen war und am 11. Oktober 2012 (AB 66) ihre Leistungsbegehren 

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zurückgezogen hatte, trat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 
17. Dezember 2012 (AB 73) auf das Leistungsgesuch nicht ein. 

Wie dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
12. April 2018 (AB 101/2) entnommen werden kann, bestand im Zeitpunkt 
der Begutachtung vom 4. April 2018 eine Cannabisabstinenz von rund ei-
nem Jahr (S. 9 Ziff. 2.5.3, S. 17 2. Abschnitt sowie S. 18 [zusammenfas-
send]). In der Cannabisabstinenz ist eine wesentliche Veränderung zu 
2012 zu sehen, wurden doch im damaligen Verfahren für die Prüfung der 
Leistungsansprüche eine solche vorausgesetzt (vgl. THOMAS ACKERMANN, 
Verfahrensrechtliche Aspekte des prekären Leistungsverhältnisses, in 
SCHAFFHAUSER/KIESER [Hrsg.], Das prekäre Leistungsverhältnis im Sozial-
versicherungsrecht, 2008, S. 94). In der Folge ist der Leistungsanspruch 
frei zu prüfen (E. 2.4.3 hiervor). 

3.3 Die 6-Monatsfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2. hiervor) war 
im Zeitpunkt der Verfügung vom 25. Juni 2018 (AB 110) mit Blick auf die 
Neuanmeldung im Februar 2018 noch nicht abgelaufen. Ob das Wartejahr 
nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Verfügungszeitpunkt erfüllt war, lässt sich 
aufgrund der Akten nicht schlüssig beantworten, braucht indessen mit Blick 
auf den Verfahrensausgang nicht weiter geklärt zu werden. 

Aus medizinischer Sicht ist den Akten betreffend den Gesundheitszustand 
seit der Wiederanmeldung zum Leistungsbezug im Frühjahr 2018 im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Die Hausärztin Dr. med. D.________, Praktische Ärztin, führte im 
Bericht vom 31. Januar 2018 (AB 93.2/2) aus, seit Jahrzenten bestehe eine 
psychische Überlastung mit Depressionen sowie Angst- und Panikattacken 
(S. 2 Ziff. 1). Die Versicherte leide unter Schlafstörungen und schaffe es 
nicht mehr, ihre persönlichen Geschäfte selbstständig zu erledigen und 
habe bereits eine psychiatrische Spitex an der Seite (Ziff. 2). Aufgrund der 
psychischen Belastungssituation könne sie keiner geregelten Tätigkeit 
mehr nachgehen (Ziff. 4 lit. c). Zum jetzigen Zeitpunkt sei sie in keiner 
Tätigkeit mehr fähig, zu arbeiten (Ziff. 6).

Im Bericht vom 16. Februar 2018 (AB 94/2) diagnostizierte Dr. med. 
D.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine „zum jetzigen 

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Zeitpunkt“ bestehende mittelschwere Depression mit Angst- und Panikatta-
cken und sämtlichen Begleitstörungen (S. 4 Ziff. 2.5). Die Versicherte sei 
immer wieder depressiv und leide unter Angst- und Panikattacken, 
Schlafstörungen und allen Symptome, die diese Erkrankung begleiten wür-
den (S. 4 Ziff. 2.2). Sie sei keinerlei psychischer Belastung mehr gewach-
sen (S. 5 Ziff. 3.4). Seit dem 27. Oktober 2017 bestehe eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 3 Ziff. 1.3). Sie werde keiner geregelten Arbeit von 
mehr als vier Stunden pro Tag mehr nachkommen können, und wenn, 
dann überhaupt nur im geschützten Bereich, aber nicht auf dem ersten 
Arbeitsmarkt (S. 4 Ziff. 2.7). Die Invalidenversicherung solle Wiedereinglie-
derungsmassnahmen prüfen (S. 5 Ziff. 3.3). 

3.3.2 Dr. med. C.________ stellte im psychiatrischen Gutachten vom 
12. April 2018 (AB 101/2) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende 
Diagnosen:

• Vorläufige Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60) 
mit/bei
- selbstunsicheren (ängstlich-vermeidenden) und emotional-instabilen Anteilen
- bestehend seit der Adoleszenz
- anamnestisch Traumatisierungen in der Kindheit/Jugend (physische und psy-

chische Gewalt durch den Stiefvater, sexuelle Übergriffe durch den Vater), 
Vernachlässigung in der Kindheit

- rezidivierenden reaktiven depressiven Verstimmungen/Episoden in Belas-
tungssituationen, aktuell diagnostische Kriterien für eine depressive Episode 
nicht erfüllt

- aktuell diagnostische Kriterien für aktenanamnestische komplexe PTBS nicht 
erfüllt

• einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ICD-10 F90.0).

Der Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabis, gegenwärtig absti-
nent, habe keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 20 Ziff. 6). Die von 
der Hausärztin Dr. med. D.________ diagnostizierte Depression mit 
Angst/Panikattacken könne zurzeit nicht mehr bestätigt werden. Aus der 
Anamnese ergäben sich Hinweise auf mögliche emotionalinstabile Persön-
lichkeitszüge, wie sie auch im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste 
der F.________ vom 3. Januar 2012 (AB 23/7) gesehen worden seien. Die 
diagnostischen Kriterien der ICD-10 seien bei gezielter Exploration jedoch 
nicht erfüllt. Weder spontan noch auf Nachfrage hin würden aktuell wesent-
liche depressive Symptome geklagt. Die diagnostischen Kriterien der ICD-
10 für eine depressive Episode (ICD-10 F32.X) seien klar nicht erfüllt (S. 14 

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Ziff. 5.1). Unter Berücksichtigung des psychopathologischen Befundes und 
der eigenanamnestischen Angaben lasse sich eine Reihe von psychischen 
Störungen gegenwärtig ausschliessen, so eine depressive Episode, eine 
eigenständige Angststörung, eine Affektion aus dem Formenkreis der so-
matoformen Störungen und/oder eine psychotische Störung. Differential-
diagnostisch zu erwägen sei aufgrund der subjektiven Beschwerdeangaben 
und teilweise auch des klinischen Eindrucks in erster Linie eine AD(H)S 
sowie eine (emotionalinstabile, selbstunsichere) Persönlichkeitsproblematik 
(S. 14 f. Ziff. 5.1). Die von Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, im Erwachsenenalter gestellte Diagnose einer einfa-
chen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS, ICD-10 F90.0; vgl. 
AB 51) könne unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerdeangaben, 
des psychopathologischen Befundes und vor allem auch aufgrund der dar-
gestellten Krankheitsanamnese bestätigt werden, auch wenn der aktuelle 
klinische Eindruck diesbezüglich unauffällig sei. Die hierzu von der Versi-
cherten beschriebenen Symptome würden infolge medikamentöser Be-
handlung derzeit weniger in Erscheinung treten. Insgesamt sei von einer 
leichten Form des ADHS auszugehen (S. 16 f.). Aktuell erfülle die Versi-
cherte die Kriterien für eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung 
gemäss DSM-4 nur in geringem Ausmass. Es gebe Überschneidungen zu 
den Diagnosen der anhaltenden Persönlichkeitsstörung nach Extrembelas-
tung und der Borderline-Persönlichkeitsstörung, für welche die Versicherte 
die diagnostischen Kriterien aber nicht erfülle. Trotzdem bleibe die Proble-
matik bestehen, dass gewisse Verhaltensweisen der Versicherten durch 
die ADHS-Diagnose nicht ausreichend erklärt werden könnten und dass 
diese Aspekte suggestiv für das Vorliegen einer zusätzlichen Persönlich-
keitsproblematik sprächen. Es bestehe der dringende Verdacht auf das 
Vorliegen einer krankheitswertigen Persönlichkeitsproblematik, welche sich 
in einer Mischung von emotionalinstabilen und selbstunsicheren (ängstlich-
vermeidenden) Anteilen manifestiere und sich diagnostisch als kombinierte 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) erfassen lasse (S. 17). Die in der 
Kindheit erlebten Traumatisierungen und Belastungen hätten die primäre 
Persönlichkeitsentwicklung massgeblich geprägt, indem sie eine Störung 
der Selbstwertentwicklung, der Emotionsregulation und der Beziehungs-
fähigkeit zur Folge gehabt hätten und überdies auch zu einer herabgesetz-
ten psychischen Belastbarkeit mit eingeschränkten Copingfähigkeiten führ-

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ten. Dies wiederum erkläre die rezidivierenden depressiven Dekompensati-
onen, die in der Vergangenheit immer wieder aufgetreten seien (S. 17 f.). 
Zusammenfassend lasse sich unter Berücksichtigung der Akten, der Ei-
genanamnese und der aktuellen Befunde die vorläufige Diagnose einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren (ängstlich-
vermeidenden) und emotionalinstabilen Anteilen mit rezidivierenden de-
pressiven Reaktionen/Episoden in psychosozialen Belastungssituationen 
sowie eines AD(H)S im Erwachsenenalter feststellen (S. 18). 

Funktionelle Beeinträchtigungen des beruflichen Leistungsvermögens wür-
den sich seitens der Persönlichkeitsstörung ergeben, weniger auch seitens 
des AD(H)S mit einer emotionalen Instabilität und Gemütsschwankungen, 
einer verminderten Stresstoleranz, einer vermehrten Ablenkbarkeit, einer 
Tendenz zur Dünnhäutigkeit und Reizüberflutung, Schwierigkeiten mit der 
Selbstorganisation, einer eingeschränkten Selbstbehauptungsfähigkeit, so-
zialen Defiziten sowie einem erhöhten Risiko für erneute depressive Reak-
tionen und/oder mit Somatisierungstendenzen, sobald die Versicherte auf 
Schwierigkeiten stosse und sich überfordert fühle. Des weiteren sei auch 
mit einem verminderten Durchhaltevermögen und einer schwankenden 
Konstanz der Leistungsfähigkeit zu rechnen, wenn das Interesse an einer 
Sache nicht ausreichend gegeben sei, die Tätigkeit zu monoton und repeti-
tiv sei oder interaktionelle Konflikte aufträten. Aufgrund der eingeschränk-
ten Selbst- und Fremdabgrenzungsfähigkeit bestehe auch ein erhöhtes Ri-
siko für Selbstüberforderungen mit Auftreten von Erschöpfungssymptomen 
(S. 18). Aufgrund der genannten Beeinträchtigungen sei in erster Linie mit 
qualitativen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zu rechnen, welche ei-
ne gute Anpassung des Anforderungsprofils erfordern, damit die Versicher-
te ihre Ressourcen optimal verwerten könne. Sie sollte die Tätigkeiten aus-
üben können, die einen überschaubaren, gut strukturierten Rahmen bieten, 
nicht zu komplexe soziale Anforderungen bedingen (eher keine Arbeit im 
Team), in einem ruhigen Umfeld stattfinden (möglichst wenig Hektik, kein 
Grossraumbüro), kein Multitasking erfordern, wenig Verantwortung abver-
langen, geregelte Arbeitszeiten mit genügend Pausen ermöglichen und 
höchstens eine moderate Zeit- und Leistungsdruck mit sich bringen. Eine 
Tätigkeit als … setze zumeist gute Selbstbehauptungsfähigkeiten, eine 
gute Konfliktfähigkeit, eine gute Stressbelastbarkeit und ein gutes Selbst-

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vertrauen voraus, gerade in der … Interaktion mit …, was der Versicherten 
Probleme bereiten dürfte. … Tätigkeiten, in denen die Versicherte z.B. … 
oder einen … betreue, wären wahrscheinlich besser geeignet. Als künftige 
… könne sie auch … tätig sein oder eine … an einer … aufnehmen, sofern 
dabei kein übermässiger Zeit- und Leidensdruck vorausgesetzt werde und 
die Aufgabenstellungen klar umrissen und definiert seien. In einer gut an-
gepassten Tätigkeit bestünde aus fachpsychiatrischer Sicht keine höher-
gradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, vor allem auch nicht in zeitli-
cher Hinsicht, allerdings habe die Versicherte in einem Angestelltenverhält-
nis nie ein vollschichtiges Pensum ausgeübt, sodass auch von einer inzwi-
schen eingetretenen psychophysischen Dekonditionierung auszugehen sei. 

Aufgrund der anzunehmenden Dekonditionierung, aufgrund der Persönlich-
keitsproblematik und der nachvollziehbaren Ängste der Versicherten vor er-
neuten Überforderungssituationen und beruflichen Scheitern seien berufli-
che Massnahmen angezeigt. Sinnvoll wäre ein Belastbarkeitstraining mit 
stufenweiser Steigerung der zeitlichen Belastbarkeit innerhalb von drei bis 
sechs Monaten, wobei hierbei zu berücksichtigen sei, dass die Versicherte 
weiterhin ihrem Studium nachgehe und dieses ein geschätztes zeitliches 
Pensum von 40-50% in Anspruch nehme, weshalb eine vollschichtige 
Tätigkeit schon deshalb nicht realistisch erscheine. Insofern wäre es realis-
tisch, eine berufliche Massnahme mit zwei Stunden täglich an fünf Tagen 
die Woche zu beginnen und auf ein zeitliches Pensum von maximal 50% 
zu steigern, begleitet durch ein professionelles Coaching, um die Versicher-
te bei einer effizienten Einteilung ihrer Ressourcen zwischen Studium und 
Erwerbstätigkeit zu unterstützen. Des Weiteren wäre im Rahmen einer be-
ruflichen Massnahme eine Unterstützung bei der Stellensuche zu empfeh-
len, um das definierte angepasste Anforderungsprofil möglichst optimal um-
setzten zu können, was die Chancen auf eine auch auf längere Sicht er-
folgreiche berufliche Eingliederung erhöhe. Nach erfolgter Rekonditionie-
rung sollte die Versicherte in einer gut angepassten Tätigkeit medizinisch-
theoretisch eine zeitliche Leistungsfähigkeit von ca. 80% erreichen können, 
aufgeteilt in Studium und Erwerbstätigkeit, wobei aufgrund der einge-
schränkten psychischen Belastbarkeit auch in einer optimal angepassten 
Tätigkeit langfristig von einer Einschränkung der Gesamtarbeitsfähigkeit 
von ca. 30% auszugehen sei, dies bezogen auf ein theoretisches Pensum 

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von 100%. Die tiefe Selbsteinschätzung der Versicherten (aktuell 20%-iges, 
nach Abschluss des Studiums 20-50%-iges Arbeitspensum) lasse sich aus 
fachpsychiatrischer Sicht nicht ausreichend abstützen und begründen und 
dürfte in erster Linie durch Überforderungsängste, durch negative Erwar-
tungen, durch einen Mangel an „Erfahrung“ mit einer kontinuierlichen und 
konstanten Arbeitstätigkeit und auch durch mangelnde Berufserfahrung 
und Routine in einer Tätigkeit bedingt sein. 

Auf therapeutischer Ebene sei die Aufnahme einer ambulanten psychia-
trisch-psychotherapeutischen Unterstützung unbedingt angezeigt und sollte 
von der Versicherten so rasch als möglich realisiert werden. Auf medika-
mentöser Ebene sollte die bestehende Medikation weitergeführt werden. 
Sollten erneut depressive Verstimmungen auftreten und diese anhalten, 
wäre auch eine antidepressive Medikation indiziert. Zu diskutieren wäre 
allenfalls – dies nach Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie – der 
Einsatz eines Stimmungsstabilisators. Die Prognose bezüglich des weite-
ren gesundheitlichen Verlaufs sei derzeit offen und hänge wesentlich davon 
ab, ob es gelinge, die Versicherte in eine tragfähige und stabile therapeuti-
sche Beziehung zu führen und damit den nötigen Halt zu schaffen, um kor-
rektive Veränderungen im Bereich der Emotionsregulation, der Selbstwer-
tregulation, der persönlichen Ziele und der Sozialkompetenzen zu ermögli-
chen. Da es sich um tief verwurzelte, seit der Adoleszenz bestehende und 
anhaltende Erlebens- und Verhaltensmuster handle, seien Veränderungen 
nur in kleinen Schritten und auf längere Sicht zu erwarten, sodass in einem 
absehbaren Zeitraum keine namhafte Besserung der bestehenden Beein-
trächtigungen seitens der Persönlichkeitsstörung und auch seitens des 
ADHS zu erwarten und damit auch nicht von einer vollen beruflichen Leis-
tungsfähigkeit auszugehen sei. Aufgrund der eingeschränkten psychischen 
Belastbarkeit bestehe zudem auch weiterhin ein erhöhtes Risiko für psychi-
sche Dekompensationen in überfordernden Situationen (S. 19 f.).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-

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dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
12. April 2018 (AB 101/2) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung 
an Expertisen (vgl. E. 3.4 hiervor) und überzeugt. Die darin enthaltenen 
Feststellungen beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und 
sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind für die streitigen Belange umfassend, 
und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden 
nachvollziehbar und einleuchtend begründet. Die fachärztlich-psychiatri-
sche Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist schlüssig und wi-
derspruchsfrei. Dem psychiatrischen Gutachten kommt damit voller Be-
weiswert zu und es ist in der Folge darauf abzustellen. Die von der Be-
schwerdegegnerin dagegen erhobenen Einwände ändern daran nichts.

Dr. med. C.________ begründet aufgrund der medizinischen Akten, der 
Entwicklung der Beschwerdesymptomatik und der von ihr erhobenen Be-
funde nachvollziehbar, dass die rezidivierenden depressiven Dekompensa-
tionen die Folge einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit selbstunsi-
cheren [ängstlich-vermeidenden] Anteilen) sind. Daran ändert nichts, dass 
die psychiatrische Gutachterin diese Diagnose als bloss „vorläufig“ be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 14

zeichnete. Sie führte denn auch überzeugend sowie mit den soziobiogra-
phischen Angaben und dem Krankheitsverlauf übereinstimmend aus, dass 
die herabgesetzte psychische Belastbarkeit Ausdruck einer in der primären 
Persönlichkeitsentwicklung geprägten Störung der Selbstwertentwicklung, 
der Emotionsregulation und der Beziehungsfähigkeit sei (S. 17 f.). Als 
nachvollziehbar begründet erweisen sich – mit Bezug auf den noch nicht 
hinreichend therapierten Gesundheitszustand – auch die von der Gutachte-
rin aufgezeigten funktionellen Beeinträchtigungen und das daraus derzeit 
ableitbare Zumutbarkeitsprofil (S. 18 f.). Insoweit hat die Beschwerdegeg-
nerin den Schweregrad der psychischen Störung unzutreffend gewürdigt 
bzw. verkannt und damit den Sachverhalt insoweit nicht vollständig abge-
klärt, als auf die Anordnung des von Dr. med. C.________ für erforderlich 
gehaltene Belastbarkeitstrainings (S. 19) – im Sinne einer Einarbeitungshil-
fe zur Rekonditionierung – verzichtet wurde. Mit der Gutachterin ist denn 
auch davon auszugehen, dass die Prognose bezüglich des weiteren ge-
sundheitlichen Verlaufs und die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit derzeit offen ist und im Wesentlichen davon abhängt, ob es ge-
lingt, die Beschwerdeführerin in eine tragfähige und stabile therapeutische 
Beziehung zu führen und damit den nötigen Halt zu schaffen, um korrektive 
Veränderungen in den Bereichen der Emotionsregulation, der Selbstwer-
tregulation, der persönlichen Ziele und der Sozialkompetenzen zu ermögli-
chen (S. 19). Demgemäss wird die Beschwerdegegnerin die von der Gut-
achterin für notwendig erachteten beruflichen Abklärungen in die Wege zu 
leiten und dazu die Beschwerdeführerin anzuhalten haben, die von Dr. 
med. C.________ für indiziert gehaltenen therapeutischen Massnahmen 
(S. 19) zu befolgen, in Anbetracht der aktenkundigen Malcompliance der 
Beschwerdeführerin allenfalls wiederum unter Anwendung des Mahn- und 
Bedenkzeitverfahrens. Nach Abschluss dieser weiteren Massnahmen wird 
die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der erwerblichen (und damit – entge-
gen der aktuellen gutachterlichen Beurteilung [AB 101/2, S. 19] – nicht aus- 
und weiterbildungsbezogenen) Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit eine 
Verlaufsbegutachtung anzuordnen und hiernach über einen Rentenan-
spruch neu zu verfügen haben. Gegebenenfalls wird sie dabei auch zu 
klären haben, ob die Beschwerdeführerin aus freiem Willen kein erwerbli-
ches Vollpensum verrichtet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 15

3.6 In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 25. Juni 
2018 (AB 110) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

4.2 Da der Aufwand für die Beschwerdeführung nicht das Mass dessen 
überstieg, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten 
zugemutet werden darf, hat die anwaltlich nicht vertretene Beschwerdefüh-
rerin trotz ihres Obsiegens keinen Anspruch auf Ausrichtung einer Partei-
entschädigung (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege gegenstandslos geworden.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 25. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen zum weiteren Vorgehen im Sin-
ne der Erwägungen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/540, Seite 16

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird vom Geschäftsver-
zeichnis abgeschrieben. 

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.