# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a6b4644-530f-5ce5-80de-cffd3077162c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.04.2021 SB210040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210040_2021-04-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB210040-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Der Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, die Oberrichterin lic. iur. 

M. Knüsel und der Ersatzoberrichter lic. iur. P. Castrovilli sowie die 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bussmann 

 
Urteil vom 7. April 2021 

 
in Sachen 

 
A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. P. Mucklenbeck, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das  
Betäubungsmittelgesetz etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung,  
vom 10. September 2020 (DG200075) 
 
  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 31. März 2020 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 21). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 37 S. 19 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Abs. 1 lit. c und d sowie g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 124 Tage durch Haft 

erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 200.–, teilweise als Zusatzstrafe zu den 

Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. September 2019 (Unt.-Nr. S-

1/2019/ 09377) sowie der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020 (Unt.-Nr. B-

2/2020/ 12436). 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 2 Tagen.  

5. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, KA-FA-PLE-BMA, unter der BM-

Lagernummer S02689-2019 aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensi-

lien (A013'249'337 und A013'249'359) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Ver-

nichtung überlassen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. März 2020 beschlag-

nahmten Fr. 50.– (Baurkaution-Nr. 19-10040178) werden eingezogen und zur teilweisen 

Deckung der Verfahrenskosten verwendet.  

7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ;  die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 1'490.00   Auslagen Untersuchung 

Fr. 8'644.45   Kosten amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

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8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

10. Über die Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden.  

11. (Mitteilungen) 

12. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 3 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 53 S. 1) 

1. Es sei festzustellen, dass die Ziffern 1 und 5 bis 12 des Urteils des Bezirks-

gerichts Zürich vom 10. September 2020 in Rechtskraft erwachsen sind.  

2. Der Beschuldigte sei mit höchstens 28 Monaten Freiheitstrafe, wovon 

124 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von CHF 200.–, 

zu bestrafen, teilweise als Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl vom 12. September 2019 sowie der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020. 

3. Die Strafe sei im Umfang von höchstens 12 Monaten, unter Anrechnung von 

124 Tagen erstandener Haft, zu vollziehen. Für die Reststrafe von  

16 Monaten sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug zu gewähren, unter 

Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren. 

4. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. 

Eventualiter, bei teilweiser oder vollständiger Auferlegung der Verfahrens-

kosten an den Beschuldigten, seien die Kosten der amtlichen Verteidigung 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt der Nachforderung ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 43 S. 1, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

Erwägungen: 

I. Einleitung und Verfahrensgang 

1. Das vorstehend wiedergegebene Urteil vom 10. September 2020 wurde den 

Parteien gleichentags mündlich eröffnet (Prot. I S. 27). Dagegen meldete die Ver-

teidigung mit Eingabe vom 14. September 2020 rechtzeitig Berufung an (Urk. 30). 

Nach Erhalt des begründeten Urteils reichte die Verteidigung am 5. Februar 2021 

fristgerecht die Berufungserklärung ein (Urk. 39). 

2. Mit Präsidialverfügung vom 9. Februar 2021 wurde der Staatsanwaltschaft 

die Berufungserklärung des Beschuldigten zugestellt und Frist für eine An-

schlussberufung oder einen Nichteintretensantrag angesetzt (Urk. 41). Mit Einga-

be vom 16. Februar 2021 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine Anschluss-

berufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 43).  

3. In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung auf den 7. April 2021 vorgela-

den, wobei dem Vertreter der Staatsanwaltschaft das Erscheinen freigestellt wur-

de (Urk. 44). An der Berufungsverhandlung nahm der Beschuldigte in Begleitung 

seines amtlichen Verteidigers teil (Prot. II S. 3). Vorfragen waren keine zu ent-

scheiden und – abgesehen von der Befragung des Beschuldigten (Urk. 52) – 

auch keine Beweise abzunehmen (Prot. II S. 4 f.). Das Urteil erging im Anschluss 

an die Berufungsverhandlung und wurde den Parteien gleichentags mündlich er-

öffnet bzw. im Dispositiv zugestellt (Prot. II S. 5 ff.). 

II. Prozessuales 

Die Berufung des Beschuldigten zielt auf eine Reduktion der erstinstanzlich aus-

gesprochenen Freiheitsstrafe sowie auf die Gewährung des teilbedingten Straf-

vollzugs ab. Demgemäss beschränkt sich seine Appellation ausdrücklich auf die 

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Dispositivziffern 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 39). Als mitangefochten 

gilt zudem Dispositivziffer 4, die den Vollzug der separat ausgesprochenen Busse 

regelt, zumal dieser Punkt im weiteren Sinne ebenfalls Bestandteil der Strafzu-

messung bildet. Im Übrigen wurde der vorinstanzliche Entscheid von keiner Seite 

angefochten. Hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 5 und 

6 (Einziehungen und Beschlagnahmungen) sowie 7 bis 10 (Kosten und 

Entschädigungsfolgen) ist deshalb im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO vorab fest-

zustellen, dass das erstinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. auch 

Prot. II S. 4 f.).  

III. Strafzumessung 

1. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung zutref-

fend dargelegt. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann deshalb vorab 

auf die betreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 37 S. 7 ff.). Mit der Vorinstanz ist der Strafrahmen für die qualifizierten Wi-

derhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sodann gestützt auf Art. 19 

Abs. 2 BetmG auf Freiheitsstrafe von 1 bis zu 20 Jahren festzusetzen, wobei the-

oretisch auch eine Verbindung mit einer Geldstrafe erfolgen könnte (Urk. 37 

S. 7 f.).  

2.1. Zu beachten ist, dass der Beschuldigte den ersten der beiden unter Ankla-

geziffer 1.1.3 eingeklagten Kokainverkäufe vor der Eröffnung der Strafbefehle der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Dezember 2018 und vom 12. September 

2019 getätigt hat, während sich das andere Verkaufsgeschäft sowie die übrigen 

unter Anklageziffer 1.1.1 und 1.1.2 eingeklagten Vorgänge danach ereigneten. 

Zudem wurden sämtliche vorliegend eingeklagten Straftaten vor dem Erlass des 

Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020 verübt 

(Urk. 38). Dabei ist wie vorstehend erwähnt für die heute zu beurteilenden qualifi-

zierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schon vom gesetzli-

chen Strafrahmen her zwingend eine Freiheitsstrafe auszufällen. Ebenso wurde 

der Beschuldigte bei den Verurteilungen vom 12. September 2019 und vom 

20. April 2020 mit einer Freiheitsstrafe sanktioniert. Demzufolge besteht hinsicht-

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lich des Strafbefehls vom 12. September 2019 eine teilweise retrospektive Kon-

kurrenz und hinsichtlich des Strafbefehls vom 20. April 2020 eine vollständig ret-

rospektive Konkurrenz im Sinne von Art. 49 Abs. 2 StGB, sodass im Verhältnis zu 

diesen Strafen heute eine (teilweise) Zusatzstrafe zu bilden ist. Hingegen scheidet 

die Ausfällung einer Zusatzstrafe hinsichtlich des Strafbefehls vom 

12. Dezember 2018 aus, da damals eine Geldstrafe ausgesprochen wurde, womit 

jene Strafart im Verhältnis zur heute auszufällenden Freiheitsstrafe nicht gleichar-

tig ist (vgl. BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 m.w.H.).  

2.2. Für das Vorgehen zur Bildung einer Zusatzstrafe in Konstellationen mit voll-

ständiger oder teilweiser retrospektiver Konkurrenz kann auf die bundesgerichtli-

che Praxis verwiesen werden, wo dies einlässlich dargelegt wird (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_829/2014 vom 30. Juni 2016 E. 2.4.3. f.). In seiner jüngeren 

Rechtsprechung hat das Bundesgericht sodann entschieden, dass die neuen 

nach der Erstverurteilung begangenen Delikte selbstständig und getrennt von 

denjenigen bis zum Ersturteil zu beurteilen sind. Nach Massgabe dieser höchst-

richterlichen Praxisänderung hat das Gericht demnach in einem ersten Schritt die 

Sanktion für jene Delikte zu bestimmen, die vor der früheren Verurteilung began-

gen wurden, wobei es bei gleicher Strafart eine Zusatzstrafe im Sinne von Art. 49 

Abs. 2 StGB auszuscheiden hat. In einem zweiten Schritt ist sodann unabhängig 

von der bereits ausgeschiedenen Zusatzstrafe die Sanktion für die Delikte nach 

dem Ersturteil festzusetzen. Handelt es sich dabei um dieselbe Strafart, sind 

schliesslich die ermittelten Strafen zusammenzuzählen, was die zu verhängende 

Strafe ergibt (zum Ganzen: BGE 145 IV 1 E. 1). In Bezug auf den vorliegenden 

Fall bedeutet dies, dass zunächst anhand des Kokainverkaufs vom Novem-

ber 2018 die Zusatzstrafe zum Strafbefehl vom 12. September 2019 festzulegen 

ist. Anschliessend ist hinsichtlich der übrigen heute zu beurteilenden Delikte eine 

Gesamtstrafe zu bemessen, die dann mit der ermittelten Zusatzstrafe zusammen-

zuzählen ist. Schliesslich ist mittels der daraus resultierenden Strafe und der 

Grundstrafe gemäss Strafbefehl vom 20. April 2020 eine weitere Zusatzstrafe zu 

bilden, wobei die bereits erfolgte Asperation bei der ersten Zusatzstrafenbildung 

gemässigt berücksichtigt werden kann (BGE 142 IV 265 E. 2.4.4 m.w.H.). Inso-

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fern ist das methodische Vorgehen der Vorinstanz bei der Strafbemessung daher 

zu korrigieren.  

3.1. Hinsichtlich der Strafzumessung für die Delikte vor dem Ersturteil ist zu be-

rücksichtigen, dass vorliegend bereits die Verurteilung zu 5 Monaten Freiheits-

strafe gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

12. September 2019 darauf gründete, dass der Beschuldigte 26.9 g Kokainge-

misch (entsprechend 14 g reines Kokain) erworben hatte, von dem er einen Teil 

später an Dritte weitergeben wollte (Beizugsakten Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl: 

Urk. 17). Im Vergleich dazu betrifft der heute zu beurteilende Verkauf von 2 g Ko-

kaingemisch an einen Drogenabnehmer im November 2018 zwar objektiv gese-

hen eine kleinere Menge. Immerhin hat der Beschuldigte damit einen Erlös von 

Fr. 140.– erzielt, was in subjektiver Hinsicht für eine finanzielle Tatmotivation 

spricht (Prot. I S. 20). Ausserdem fällt unter dem Gesichtspunkt der Täterkompo-

nente erschwerend ins Gewicht, dass der Beschuldigte gemäss aktuellem Straf-

registerauszug zum Tatzeitpunkt mehr als 10 eingetragene Vorstrafen aufwies 

(Urk. 38) und mit derselben Betäubungsmittelart zu tun hatte, die nicht nur Ge-

genstand des Strafbefehls vom 12. September 2019 bildete, sondern auch zur 

einschlägigen Verurteilung gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

vom 12. Dezember 2018 geführt hatte (Beizugsakten Staatsanwaltschaft Zürich-

Sihl: Urk. 16/4). Nach dem Gesagten wäre für das heute im Fokus stehende Ver-

kaufsgeschäft vom November 2018 für sich allein betrachtet mithin eine Freiheits-

strafe von 2 Monaten angemessen gewesen. Unter Berücksichtigung des Aspera-

tionsgrundsatzes wäre sodann zusammen mit den Taten gemäss Strafbefehl vom 

12. September 2019 eine Sanktion von insgesamt 6 Monaten Freiheitsstrafe an-

gezeigt gewesen. Nach Abzug der bereits rechtskräftig verhängten Grundstrafe 

von 5 Monaten ist die (teilweise) Zusatzstrafe zum Strafbefehl vom 

12. September 2019 demgemäss auf 1 Monat Freiheitsstrafe festzusetzen. 

3.2. Was die übrigen Delikte anbelangt, die heute zu beurteilen sind und die alle-

samt nach dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

12. September 2019 begangen wurden, so handelt es sich beim Vorgang unter 

Anklageziffer 1.1.1 um die schwerste Tat. Diesbezüglich ist erstellt, dass der Be-

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schuldigte am  

22. November 2019 von B._____ 135 g Kokaingemisch auf Kommissionsbasis 

übernommen hat, das zum Weiterverkauf bestimmt war (vgl. Urk. 37 S. 5 f.). Bei 

der objektiven Tatschwere ist zunächst zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 

wiederum mit Kokain zu tun hatte, bei der es sich um eine sehr gefährliche Droge 

mit hohem Abhängigkeitspotenzial und entsprechendem Gesundheitsrisiko han-

delt. Angesichts dessen, dass das vom Beschuldigten übernommene Kokainge-

misch einen Reinheitsgrad von 48 % aufwies, womit sich die reine Kokainmenge 

auf 65 g belief, ist daher der Vorinstanz beizupflichten, wenn sie erwägt, dass es 

verschuldensmässig durchaus relevant sei, dass die betreffende Menge ein Mehr-

faches des Grenzwerts zum schweren Fall von Betäubungsmittelhandel (18 g rei-

nes Kokain) beträgt (Urk. 37 S. 9 f.). Nicht unbeachtet bleiben darf sodann, dass 

der Beschuldigte das übernommene Kokain eingestandenermassen weitervertrie-

ben hätte, wenn nicht unmittelbar nach der Drogenübernahme der polizeiliche 

Zugriff auf ihn erfolgt wäre (vgl. Urk. 1 S. 2). Auf der anderen Seite ist verschul-

densrelativierend zu werten, dass der Beschuldigte im Zusammenhang mit der 

Kokainübernahme nicht sehr professionell vorgegangen ist. Zumindest ist auf-

grund der Aktenlage nicht ersichtlich, dass er in Bezug auf dieses Drogengeschäft 

in eine bestimmte Organisation eingebunden gewesen wäre, wobei angesichts 

seiner Tathandlungen festzuhalten ist, dass er in jedem Fall hierarchisch keine 

nennenswerte Position eingenommen hat. Letztlich ist die objektive Tatschwere 

daher – innerhalb des sehr weit gefassten Strafrahmens – als leicht zu beurteilen. 

In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten sodann fraglos eine direktvorsätzli-

che Tatbegehung anzulasten. Überdies hat er zugegeben, dass er beabsichtigte, 

mit dem Erlös aus dem geplanten Weiterverkauf des übernommenen Kokains 

seine offenen Bussen zu bezahlen bzw. Schulden zu begleichen (Urk. 5/1 S. 5, 

Urk. 52 S. 7). Mithin ist erstellt, dass er sich vom Drogengeschäft einen wirtschaft-

lichen Vorteil versprach. Unter diesen Umständen wirkt sich die subjektive Tat-

schwere nicht zusätzlich verschuldensmindernd aus. Bei Gesamtbetrachtung der 

Tatkomponente ist das Tatverschulden des Beschuldigten hinsichtlich Anklagezif-

fer 1.1.1 folglich als leicht einzustufen. Wenn die Vorinstanz zum Schluss kommt, 

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dafür erscheine eine hypothetische Einsatzstrafe von 18 Monaten als 

angemessen, so kann ihr also im Ergebnis gefolgt werden (Urk. 37 S. 9 f.). 

3.3. Hinsichtlich des unter Anklageziffer 1.1.2 eingeklagten Vorgangs ist sodann 

anzuführen, dass der Beschuldigte sich bereit erklärte, im Auftrag von "C._____", 

den er im Mai 2019 während eines Aufenthalts in der Dominikanischen Republik 

getroffen haben soll, einen am 22. November 2019 aus dem Ausland anreisenden 

Drogenkurier, der eine grössere Menge Kokain in die Schweiz einführte, in Emp-

fang zu nehmen und die Drogen anschliessend für einige Tage bei sich aufzube-

wahren, bis sie dort von einer von "C._____" bezeichneten Drittperson abgeholt 

würden (vgl. Urk. 37 S. 6). In Bezug auf die objektive Tatschwere ist in diesem 

Zusammenhang zum einen zu beachten, dass die in Frage stehende Drogen-

menge gemäss Aussage des Beschuldigten bei rund 600 g Kokaingemisch lag 

(Urk. 5/4 S. 8), wobei die Verteidigung einen Reinheitsgrad von immerhin 50 % 

anerkannte, was 300 g reines Kokain ergibt (Urk. 28 S. 3). Zwar darf die Drogen-

menge bei der Bemessung der Strafe keine vorrangige Rolle spielen. Es wäre al-

so verfehlt, im Sinne eines Tarifs überwiegend oder gar allein auf dieses Kriterium 

abzustellen (BGE 121 IV 202 E. 2d.cc). Falsch wäre umgekehrt aber auch die 

Annahme, diesem Strafzumessungselement komme eine völlig untergeordnete 

oder gar keine Bedeutung zu. Denn es ist nicht nebensächlich, ob jemand mit 

30 g oder 300 g einer gefährlichen Droge Umgang hat. Zum anderen ist beim vor-

liegenden Vorgang erstellt, dass sich der Beschuldigte am internationalen Dro-

genhandel beteiligte, indem er in den Tagen vor der Ankunft des Drogenkuriers 

und am Ankunftstag selber mit seinem Auftraggeber einen regen Informationsaus-

tausch hinsichtlich der genauen Modalitäten der geplanten Kokaineinfuhr betrie-

ben hat (vgl. Urk. 5/5 S. 4 ff.). Kommt hinzu, dass der Beschuldigte innerhalb der 

Drogenvertriebskette eine gewisse Vertrauensposition eingenommen haben 

muss, ansonsten ihm sein Auftraggeber kaum eine derart grosse Kokainmenge 

zur temporären Aufbewahrung anvertraut hätte. In subjektiver Hinsicht fällt über-

dies zunächst verschuldensmässig ins Gewicht, dass sich der Beschuldigte an-

scheinend geradezu willfährig für die Dienste von "C._____" einspannen liess, 

wobei er sich beim Tätigwerden für seinen Auftraggeber offensichtlich von rein fi-

nanziellen Beweggründen leiten liess, wurde ihm doch für seine Leistungen eine 

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Belohnung von Fr. 2'000.– versprochen (Urk. 5/4 S. 9, Urk. 52 S. 7). Auf der an-

deren Seite ist zu berücksichtigen, dass es sich bei seiner Beteiligung an der ein-

geklagten Kokaineinfuhr um eine Einzeltat gehandelt hat und dass der Beschul-

digte hinsichtlich dieses Drogengeschäfts nur eigentliche Hilfstätigkeiten zu be-

sorgen gehabt hätte, in den Vertrieb des eingeführten Kokains hingegen nicht 

weiter involviert gewesen wäre. Vor allem trägt zudem zu seiner Entlastung bei, 

dass sich der Beschuldigte unabhängig von der praktisch gleichzeitig erfolgten 

Verhaftung aus eigenem Antrieb letztlich doch entschieden hat, sich nicht mit dem 

ausländischen Drogenkurier zu treffen, und darauf verzichtet hat, das eingeführte 

Kokain zu sich mitzunehmen, welche Sachdarstellung ihm gemäss den überzeu-

genden Ausführungen der Vorinstanz aufgrund der Aktenlage nicht widerlegt wer-

den kann (Urk. 37 S. 12). Denn dadurch entfiel der wesentliche Tatbeitrag, den 

der Beschuldigte gemäss Tatplan hätte erbringen sollen. Selbst unter Berücksich-

tigung des Umstands, dass sein Meinungsumschwung sprichwörtlich erst im letz-

ten Moment stattgefunden hat, wirkt sich der Abbruch der Tatausführung ange-

sichts der zu seinen Gunsten anzunehmenden Freiwilligkeit seines Entscheids 

deshalb im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG in erheblichem Mass 

verschuldensreduzierend aus. Auch für dieses Delikt ist das Tatverschulden mit-

hin im Ergebnis als leicht einzustufen. Unter Beachtung des Asperationsgrundsat-

zes rechtfertigt sich bezüglich dieser Tat daher lediglich eine Erhöhung der vor-

stehend ermittelten Einsatzstrafe um 14 Monate. Vorläufig resultiert daraus folg-

lich eine Gesamtstrafe von 32 Monaten.  

3.4. Im Vergleich zu den beiden Vorgängen gemäss Anklageziffer 1.1.1 und 

1.1.2 tritt der am 18. November 2019 erfolgte Verkauf von 2 g Kokaingemisch an 

einen Abnehmer durch den Beschuldigten verschuldensmässig klar in den Hinter-

grund. Dafür ist gerade auch unter Berücksichtigung des Asperationsgrundsatzes 

daher lediglich eine marginale Erhöhung der Einsatzstrafe um einen halben Mo-

nat, d.h. um 15 Tage, angezeigt. Zusammengerechnet ist aufgrund der Tatkom-

ponente die Strafe für die nach dem Strafbefehl vom 12. September 2019 began-

genen Delikte auf insgesamt 32 Monate und 15 Tage Freiheitsstrafe festzulegen.  

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3.5. Was die Täterkomponente betrifft, kann des Weiteren vorab auf die Wieder-

gabe der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten im angefochtenen Ent-

scheid verwiesen werden (Urk. 37 S. 13 f.). In Ergänzung dazu führte der Be-

schuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, dass er nun mit dem Besuch 

der Coiffeur-Schule begonnen habe. Diese dauere drei Semester, nehme zwei 

volle Tage pro Woche in Anspruch und koste Fr. 6'000.– pro Semester. Daneben 

arbeite er weiterhin in seinem Coiffeur-Salon und sei ferner Angestellter bei seiner 

Mutter im … [Internet-Café]. Im Coiffeur-Salon würden sie bei der jetzigen Situati-

on auf 0 kommen, vielleicht komme noch etwas zum Essen dazu. Für seine Tä-

tigkeit im Internet-Café bei seiner Mutter erhalte er monatlich Fr. 1'600.–. Dabei 

bezahle er monatlich Fr. 400.– für die Halbgefangenschaft in D._____, welche 

noch bis am 25. Juli 2021 dauere sowie die Kosten für die Schule (Urk. 52 

S. 1 ff.). Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass sich die persönlichen Verhält-

nisse des Beschuldigten neutral auf die Strafempfindlichkeit auswirken (Urk. 37 

S. 14). 

3.6. Wie die Vorinstanz ferner zutreffend ausgeführt hat, sind die Vorstrafen des 

Beschuldigten massiv straferhöhend zu würdigen (Urk. 37 S. 14). Gemäss aktuel-

lem Strafregisterauszug wies der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Begehung der 

nach dem Strafbefehl vom 12. September 2019 begangenen Straftaten bereits 

13 Strafeinträge auf, wobei drei der letzten vier Vorstrafen aus den Jahren 2017, 

2018 und 2019 wiederum im Bereich der Drogendelinquenz angesiedelt sind 

(Urk. 38, vgl. auch Urk. 52 S. 4 f.). Kommt hinzu, dass der Beschuldigte den Auf-

trag von "C._____" zur Hilfeleistung bei der Einfuhr einer grösseren Menge Koka-

in bereits im Mai 2019 erhielt, als die letzte Strafuntersuchung offensichtlich noch 

nicht abgeschlossen war (Urk. 5/3 S. 22), und dass der Beschuldigte im Novem-

ber 2019 endgültig rückfällig wurde, obschon die letzte Verurteilung nur gerade 

etwas mehr als 2 Monate zurücklag und er überdies im Verlauf jenes Strafverfah-

rens bereits 3 Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte (vgl. Beizugsakten 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl: Urk. 15/1-5, vgl. auch Urk. 52 S. 6 f.). Mit der Vo-

rinstanz ist demgegenüber davon auszugehen, dass der Beschuldigte durch sein 

Geständnis, welches er in den wesentlichen Punkten bereits zu Beginn der neuen 

Strafuntersuchung abgelegt hat, zur Vereinfachung des Verfahrens beigetragen 

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hat (Urk. 37 S. 14 f.). Auch wenn der Beschuldigte trotz erdrückender Beweislage 

stets bestritten hat, dass er das am Tag seiner Verhaftung sichergestellte Kokain 

von B._____ erhalten hat (Prot. I S. 16 f.), ist ihm sein Nachtatverhalten mithin si-

cherlich in erheblichem Umfang strafmindernd anzurechnen. Wenn die Vorinstanz 

im Rahmen der Täterkomponente resümiert, aufgrund der Vorstrafen dränge sich 

eine Straferhöhung um 12 Monate auf, während angesichts des Geständnisses 

umgekehrt eine Strafreduktion um 10 Monate angezeigt sei, sodass unter dem 

Strich die unter dem Aspekt der Tatkomponente ermittelte Einsatzstrafe um 

2 Monate zu erhöhen sei, kann dem demnach gefolgt werden (Urk. 37 S. 15). 

3.7. Zusammengefasst erweist sich mithin für die Taten, welche nach dem Erlass 

des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Zürich Sihl vom 12. September 2019 

begangen wurden, eine Strafe von 34 Monaten und 15 Tagen als angemessen.   

4.1. Nach Massgabe der vorstehenden Erwägungen zur neueren bundesgericht-

lichen Rechtsprechung sind die vorstehend genannten 34 Monate und 15 Tage 

Freiheitsstrafe und die Zusatzstrafe von 1 Monat Freiheitsstrafe zum Strafbefehl 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. September 2019 zu addieren (s. vorne 

Erw. III. 2.2.). Es resultiert folglich eine Gesamtstrafe von 35 Monaten und  

15 Tagen als teilweise Zusatzstrafe zum genannten Strafbefehl.  

4.2. Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass hinsichtlich des Strafbefehls der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020, mit dem der Beschuldigte 

wegen Drohung zu einer weiteren Freiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt worden 

ist, eine vollständig retrospektive Konkurrenz vorliegt (Beizugsakten Staatsan-

waltschaft Zürich-Limmat: Urk. 10). Dabei ist offensichtlich, dass die heute zu be-

urteilenden qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

als schwerere Straftaten zu gelten haben. Entsprechend ist die vorstehende Stra-

fe für diese Delikte um die Grundstrafe gemäss Strafbefehl vom 20. April 2020 

angemessen zu erhöhen. Gemäss Bundesgericht ist daraufhin die infolge Aspera-

tion eintretende Reduzierung der rechtskräftigen Grundstrafe von der Strafe für 

die neu zu beurteilenden Delikte abzuziehen, was die Zusatzstrafe ergibt (BGE 

142 IV 265 m.w.H.). Vorliegend wäre unter Beachtung des Asperationsgrundsat-

zes aufgrund der Tat, die zum Strafbefehl vom 20. April 2020 geführt hat, eine Er-

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höhung der Strafe um einen halben Monat Freiheitsstrafe angezeigt gewesen. Die 

infolge Asperation eintretende Reduktion der Grundstrafe beträgt daher 15 Tage. 

Nach Abzug dieser 15 Tage verbleibt daher von der vorstehend ermittelten Strafe 

von 35 Monaten und 15 Monaten eine Zusatzstrafe von 35 Monaten zum zitierten 

Strafbefehl.  

4.3. Schlussfolgernd ergibt sich, dass unter Würdigung aller strafzumessungs-

relevanter Faktoren für die vom Beschuldigten begangene mehrfache qualifizierte 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz an sich eine Freiheitsstrafe 

von 35 Monaten schuldangemessen wäre. Indessen kann aufgrund des strafpro-

zessualen Verschlechterungsverbots keine höhere Sanktion als diejenige im an-

gefochtenen Entscheid ausgesprochen werden, weshalb es bei der erstinstanzlich 

festgelegten Freiheitsstrafe von 33 Monaten bleibt (Art. 391 Abs. 2 StPO). In die-

sem Zusammenhang ist der Vollständigkeit halber zudem darauf hinzuweisen, 

dass bei der Strafzumessung zwar die einschneidenden Konsequenzen eines un-

bedingten Strafvollzugs mitzuberücksichtigen sind, namentlich dann, wenn eine 

Strafe vertretbar erscheint, welche die Grenzen für die Gewährung des bedingten 

oder teilbedingten Strafvollzugs nicht überschreitet. Allerdings kann es bei derar-

tigen folgenorientierten Überlegungen im Bereich der Strafzumessung höchstens 

um geringfügige Korrekturen des schuldangemessenen Strafmasses gehen 

(Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 2. Auflage 2019, N 570 f. m.w.H.). Ein sol-

cher Fall ist vorliegend indessen nicht gegeben. Denn bei vollständiger oder teil-

weiser retrospektiver Konkurrenz richtet sich die Zulässigkeit der Gewährung des 

teilbedingten Vollzugs nach konstanter Praxis nach der Gesamtstrafdauer, die 

sich aus der Addition von Grund- und Zusatzstrafe ergibt, wobei mehrere Zusatz-

strafen zusammenzuzählen sind (statt vieler: BSK StGB I-Schneider/Garré, 4. 

Auflage 2019, Art. 43 StGB N 9 in Verbindung mit Art. 42 StGB N 17 ff.). In Anbe-

tracht der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 5 Monaten gemäss Strafbefehl 

vom 12. September 2019 und zu einer weiteren Freiheitsstrafe von 30 Tagen ge-

mäss Strafbefehl vom 20. April 2020, zu denen heute je eine Zusatzstrafe zu bil-

den ist, beträgt die Gesamtstrafdauer zusammen mit der neu auszufällenden 

Sanktion (33 Monate) mithin 39 Monate. Wie erwähnt erfolgt die heute auszu-

sprechende Freiheitsstrafe zudem lediglich mit Rücksicht auf das Verschlechte-

- 14 - 

rungsverbot. Schuldangemessen wäre jedoch eine Strafe von 35 Monaten gewe-

sen, womit sich die Gesamtstrafdauer auf 41 Monate erhöhen würde. Die nach 

Art. 43 Abs. 1 StGB zulässige Maximalstrafhöhe von 36 Monaten für die Gewäh-

rung des teilbedingten Vollzugs wird damit noch klarer überschritten. Eine Straf-

reduktion um 5 Monate, nur um dem Beschuldigten entgegenzukommen, wäre mit 

dem Gebot einer schuldangemessenen Sanktion allerdings schlicht nicht mehr 

vereinbar. 

4.4. Demgemäss ist der Beschuldigte auch zweitinstanzlich – im Sinne einer 

teilweisen Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

12. September 2019 sowie im Sinne einer Zusatzstrafe zum Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020 – mit 33 Monaten Freiheits-

strafe zu bestrafen. Ebenso ist die von der Vorinstanz vorgenommene Anrech-

nung der erstandenen 124 Hafttage zu übernehmen (Urk. 37 S. 15). 

5. Nebst den soeben abgehandelten drogenhändlerischen Aktivitäten hat der 

Beschuldigte im rechtlich relevanten Zeitraum (Oktober 2019 - 22. November 

2019) auch selber Kokain konsumiert, weshalb erstinstanzlich zusätzlich eine 

Verurteilung wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes er-

gangen ist, für die eine separate Busse von Fr. 200.– ausgefällt wurde. Die Vo-

rinstanz hat das Nötige dazu ausgeführt (Urk. 37 S. 15). Zudem wurde die Busse 

auch von der Verteidigung anerkannt (Urk. 28 S. 4, Urk. 39, Urk. 53 S. 1, Prot. I 

S. 4 f.). Demnach ist die Busse zu bestätigen.  

IV. Vollzugsregelung 

1. Wie vor Vorinstanz beantragt die Verteidigung auch im Berufungsverfahren, 

es sei dem Beschuldigten für die heute auszufällende Freiheitsstrafe der teil-

bedingte Strafvollzug zu gewähren (Urk. 28 S. 6; Urk. 39; Urk. 53 S. 1, 3 ff.). Nach 

Massgabe der vorstehenden Erwägungen zur Strafzumessung erhellt indessen, 

dass vorliegend keine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden kann, deren Dauer 

in objektiver Hinsicht die Gewährung des teilbedingten Strafvollzugs nach Art. 43 

Abs. 1 StGB zulassen würde (s. vorn Erw. III. 4.3.). Folgerichtig kann dem ent-

sprechenden Antrag der Verteidigung von vornherein nicht stattgegeben werden, 

- 15 - 

ohne dass noch geprüft werden müsste, ob die subjektiven Voraussetzungen des 

partiellen Strafaufschubs im Sinne einer günstigen bzw. nicht ungünstigen Legal-

prognose beim Beschuldigten erfüllt wären. Die Freiheitsstrafe ist vielmehr in 

Bestätigung des angefochtenen Entscheids für vollziehbar zu erklären.  

2. Die separat auszufällende Busse ist von Gesetzes wegen zu vollziehen, wo-

bei die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall, dass der Beschuldigte die Busse schuld-

haft nicht bezahlt, wie im erstinstanzlichen Entscheid auf 2 Tage festzusetzen ist 

(Urk. 37 S. 17).  

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– zu veranschlagen 

(Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 GebV OG und § 14 Abs. 1 

lit. b GebV OG). 

2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). In Anbetracht dessen, dass der Beschul-

digte mit seiner Berufung gänzlich unterliegt, sind ihm die Kosten des zweitin-

stanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, in 

vollem Umfange aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul-

digten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.  

3. Die amtliche Verteidigung macht für ihre Aufwendungen und Barauslagen im 

Berufungsverfahren Fr. 1'846.25 geltend (Urk. 54), allerdings ohne Berücksichti-

gung der Dauer der Berufungsverhandlung sowie der Nachbesprechung des Ur-

teils mit dem Beschuldigten. Das geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit 

den Ansätzen der Anwaltsgebührenverordnung und erweist sich grundsätzlich als 

angemessen. Unter Berücksichtigung der Bedeutung und Komplexität des Falles 

sowie der Aufwendungen und Barauslagen der Verteidigung, der Dauer der 

Berufungsverhandlung von rund eineinhalb Stunden sowie der Nachbesprechung 

erscheint es angemessen, die Entschädigung für die amtliche Verteidigung in 

- 16 - 

Anwendung der Anwaltsgebührenverordnung pauschal auf Fr. 2'600.– (inkl. 

MwSt.) festzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

10. Abteilung, vom 10. September 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen 

ist. 

  1. Der Beschuldigte ist schuldig 

  – der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d sowie g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 

lit. a BetmG  

  – der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG.  

 2.-4. (…) 

  5. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, KA-FA-PLE-BMA, unter 

der BM-Lagernummer S02689-2019 aufbewahrten Betäubungsmittel und 

Betäubungsmittelutensilien (A013'249'337 und A013'249'359) werden eingezogen 

und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.  

  6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 25. März 2020 be-

schlagnahmten Fr. 50.– (Barkaution-Nr. 19-10040178) werden eingezogen und zur 

teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

 7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ;  die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.00    Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 1'490.00    Auslagen Untersuchung 

Fr. 8'644.45   Kosten amtliche Verteidigung 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

 8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen die-

jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

 9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

- 17 - 

 10. Über die Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschie-

den.  

 11. (Mitteilungen) 

 12. (Rechtsmittel). 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wo-

von 124 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zu-

satzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

12. September 2019 und als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. April 2020, sowie mit einer Busse von 

Fr. 200.–. 

2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.  

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.  

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'600.–   amtliche Verteidigung. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO bleibt vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

- 18 - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− das Bundesamt für Polizei, fedpol 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

- 19 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 7. April 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bussmann 
 

	Urteil vom 7. April 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 37 S. 19 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d sowie g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 124 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 200.–, teilweise als Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. September 2019 ...
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	5. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, KA-FA-PLE-BMA, unter der BM-Lagernummer S02689-2019 aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (A013'249'337 und A013'249'359) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernic...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. März 2020 beschlagnahmten Fr. 50.– (Baurkaution-Nr. 19-10040178) werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	10. Über die Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden.
	11. (Mitteilungen)
	12. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 3 f.)
	1. Es sei festzustellen, dass die Ziffern 1 und 5 bis 12 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 10. September 2020 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Der Beschuldigte sei mit höchstens 28 Monaten Freiheitstrafe, wovon 124 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von CHF 200.–, zu bestrafen, teilweise als Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Se...
	3. Die Strafe sei im Umfang von höchstens 12 Monaten, unter Anrechnung von 124 Tagen erstandener Haft, zu vollziehen. Für die Reststrafe von  16 Monaten sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug zu gewähren, unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren.
	4. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	Eventualiter, bei teilweiser oder vollständiger Auferlegung der Verfahrenskosten an den Beschuldigten, seien die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt der Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	Erwägungen:
	I. Einleitung und Verfahrensgang
	II. Prozessuales
	III. Strafzumessung
	IV. Vollzugsregelung
	V. Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 10. September 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist.
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	– der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d sowie g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG
	– der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
	2.-4. (…)
	5. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich, KA-FA-PLE-BMA, unter der BM-Lagernummer S02689-2019 aufbewahrten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (A013'249'337 und A013'249'359) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Ver...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 25. März 2020 beschlagnahmten Fr. 50.– (Barkaution-Nr. 19-10040178) werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	10. Über die Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden.
	11. (Mitteilungen)
	12. (Rechtsmittel).
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 124 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. September 2019 und als Zusatzstrafe ...
	2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschu...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Bundesamt für Polizei, fedpol
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.