# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b16b1217-bfeb-5bd1-b87d-352ff00ec3d6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.01.2019 100 2016 358
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-358_2019-01-03.pdf

## Full Text

100.2016.358U
STE/GEU/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Januar 2019

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Geiser Keller

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt…
Beschwerdeführerin 

gegen

Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern
Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8

betreffend Hundehaltung; Beteiligung am Verfahren (Entscheid der 
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern vom 9. November 2016; 
L2016-018)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.01.2019, Nr. 100.2016.358U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ ist Halterin des Hundes B.________. Am 4. März 2016 griff 
der Hund C.________ von D.________ diesen während eines 
Spaziergangs an. Dabei erlitt der Hund B.________ eine Bissverletzung 
am Kopf. Die behandelnde Tierärztin meldete den Vorfall dem 
Veterinärdienst (VeD) des Amtes für Landwirtschaft und Natur des Kantons 
Bern. Dieser gab beiden Hundehalterinnen Gelegenheit, sich zum Vorfall 
zu äussern. Am 17. März 2016 beantragte A.________, sie sei als Partei 
am Verfahren zu beteiligen und D.________ sei zu verpflichten, ihren Hund 
an der Leine zu führen, bis «mittels Kursen einwandfreier Gehorsam 
nachgewiesen» sei. Der VeD teilte ihr daraufhin mit, dass bei einem 
Beissvorfall nur der Halterin oder dem Halter des Hundes, der gebissen 
habe, Parteirechte zukämen. Am 1. April 2016 wiederholte A.________ ihr 
Anliegen und beantragte gleichzeitig, sie sei zum Verfahren beizuladen, 
sollte sie nicht als Partei daran beteiligt werden. Für den Fall, dass der VeD 
ihre Parteistellung nicht anerkennen sollte, ersuchte sie um Erlass einer 
anfechtbaren Verfügung. Mit Verfügung vom 15. April 2016 lehnte es der 
VeD ab, A.________ als Partei oder Beigeladene am Verfahren zu 
beteiligen. 

B.

Gegen die Verfügung vom 15. April 2016 erhob A.________ am 18. Mai 
2016 Beschwerde bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern 
(VOL). Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 9. November 2016 
ab.

C.

Hiergegen hat A.________ am 12. Dezember 2016 Verwaltungsge-
richtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt, der Entscheid der VOL vom 

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9. November 2016 sowie die Verfügung des VeD vom 15. April 2016 seien 
aufzuheben und ihr Gesuch um Wahrnehmung der Parteirechte sei zu be-
willigen. 

Die VOL beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2017 die Ab-
weisung der Beschwerde. A.________ hat sich am 30. Januar 2017 dazu 
geäussert. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 12 Abs. 1 Bst. a des Hundegesetzes vom 27. März 
2012 (nachfolgend: HunG; BSG 916.31) ordnet die zuständige Stelle der 
VOL die erforderlichen Einschränkungen der Hundehaltung im Einzelfall 
an, wenn ein Hund Menschen oder Tiere verletzt hat. Namentlich kann sie 
die Halterin oder den Halter verpflichten, den Hund auf öffentlichem Grund 
an der Leine zu führen oder ihm einen Maulkorb anzulegen oder beides zu 
tun (Art. 12 Abs. 2 Bst. e HunG). Der VeD prüfte, ob die Beschwerdeführe-
rin an einem entsprechenden Verwaltungsverfahren als Partei im Sinn von 
Art. 12 VRPG zu beteiligen gewesen wäre, nachdem er den beiden Hunde-
halterinnen Gelegenheit gegeben hatte, sich zum Vorfall vom 4. März 2016 
zu äussern (vorne Bst. A). Ob er mit dieser Anhörung bereits von Amtes 
wegen ein Verwaltungsverfahren eingeleitet oder bloss Vorabklärungen als 
Vorstufe eines solchen getroffen hat (vgl. dazu BVR 2018 S. 497 E. 2 mit 
Hinweisen), kann offenbleiben. Die Beschwerdeführerin hat verlangt, dass 
die Halterin des anderen Hundes für eine bestimmte Zeit verpflichtet wird, 
diesen an der Leine zu führen, und dass sie am entsprechenden Verfahren 
zu beteiligen sei. Damit hat sie für den Fall, dass noch kein Verwaltungs-

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verfahren hängig sein sollte, ein Gesuch um Einleitung eines Verfahrens 
auf Erlass einer Verfügung nach Art. 50 Abs. 1 VRPG gestellt. Gemäss 
Art. 50 Abs. 2 VRPG ist auf ein solches Gesuch einzutreten, wenn ein 
schutzwürdiges Interesse nachgewiesen wird. Im Verwaltungsverfahren gilt 
nach Art. 12 Abs. 1 VRPG als Partei, wer – abgesehen davon, dass sie 
oder er am Verfahren teilnimmt oder daran beteiligt wird – von der zu er-
lassenden Verfügung besonders berührt und in schutzwürdigen Interessen 
betroffen ist. Die Voraussetzungen für ein genügendes Rechtsschutz-
interesse decken sich trotz der unterschiedlichen Formulierung mit jenen 
der Beschwerdebefugnis nach Art. 65 Abs. 1 Bst. b und c und Art. 79 
Abs. 1 Bst. b und c VRPG (sog. materielle Beschwer; vgl. BVR 2018 S. 310 
E. 4.2 mit Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 50 N. 5, 12 N. 6 f.; Daum/Herzog, Die Umsetzung 
der Rechtsweggarantie im bernischen Gesetz über die Verwaltungsrechts-
pflege, in BVR 2009 S. 1 ff., 18 f. und 26 oben; vgl. auch Fritz Gygi, Bun-
desverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 153; BGE 142 II 451 
E. 3.4.1). Inhaltlich hatte der VeD demnach nach Art. 12 Abs. 1 VRPG (in 
einem bereits hängigen Verfahren) und Art. 50 Abs. 2 VRPG (im Hinblick 
auf die Eröffnung eines Verfahrens) dasselbe zu prüfen. Im zweiten Fall 
hätte er allerdings mit derselben Begründung auf das Gesuch der Be-
schwerdeführerin nicht eintreten müssen. Wird die Parteistellung verneint, 
liegt darin für die betroffene Person eine Endverfügung bzw. ein End-
entscheid (BGE 139 II 279 [BGer 2C_119/2013 vom 9.5.2013] nicht publ. 
E. 1.1 mit Hinweisen). Wenn die Beschwerdeführerin ihr Gesuch in einem 
bereits hängigen Verwaltungsverfahren gestellt hat – wovon die Vorinstan-
zen ausgehen –, musste die VOL demnach die zusätzlichen Voraus-
setzungen zur Anfechtung von Zwischenverfügungen bzw. -entscheiden 
(vgl. Art. 61 Abs. 3 VRPG) nicht prüfen, was auch für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht gilt (Art. 74 Abs. 3 VRPG). Die Beschwerde-
führerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den an-
gefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit unter Vor-
behalt von E. 1.3 hiernach einzutreten. 

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1.3 Anfechtungsobjekt ist der Entscheid der VOL vom 9. November 
2016; dieser ist an die Stelle der Verfügung des VeD vom 15. April 2016 
getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. BGE 136 II 539 E. 1.2; 
BVR 2013 S. 120 E. 5; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 60 N. 7). 
Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, die Verfügung des VeD sei auf-
zuheben, ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 
E. 1.4). 

1.4 Die Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit fiele dann grundsätz-
lich in die einzelrichterliche Zuständigkeit, wenn der VeD eine Nichtein-
tretensverfügung erlassen hätte (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]; BVR 2011 S. 498 [VGE 2010/495 vom 
19.5.2011] nicht publ. E. 1.3; Beschluss der erweiterten Abteilungs-
konferenz vom 17.9.2014; vorne E. 1.2). Die rechtlichen Verhältnisse recht-
fertigen jedoch ohnehin die Beurteilung durch die Kammer (Art. 57 Abs. 6 
i.V.m. Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Die Angemessenheit 
des angefochtenen Entscheids hat das Gericht hingegen nicht zu prüfen 
(Art. 80 Bst. c VRPG), sollte die Beschwerdeführerin hiervon ausgehen 
(vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. 3: «volle Kognition»).

2.

2.1 Umstritten ist, ob die Beschwerdeführerin von einer gestützt auf 
Art. 12 Abs. 1 HunG zu erlassenden Verfügung materiell beschwert, d.h. 
besonders berührt und in schutzwürdigen Interessen betroffen ist. Diese 
Anforderungen an das Rechtsschutzinteresse stimmen mit denjenigen an 
die Beschwerdelegitimation (Art. 65 Abs. 1 Bst. b und c und Art. 79 Abs. 1 
Bst. b und c VRPG) überein (vorne E. 1.2), welche Popularbeschwerden 
ausschliessen und den Charakter des allgemeinen Beschwerderechts als 
Instrument des Individualrechtsschutzes unterstreichen sollen. Personen, 
die nicht Verfügungsadressatinnen oder -adressaten sind, müssen durch 

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die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid stärker als 
eine beliebige Drittperson betroffen sein und in einer besonderen, be-
achtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen. Neben der spezi-
fischen Beziehungsnähe zur Streitsache müssen sie einen praktischen 
Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder Änderung der angefochtenen 
Verfügung oder des angefochtenen Entscheids ziehen, d.h. ihre Situation 
muss durch den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst 
werden können. Das schutzwürdige Interesse besteht im Umstand, einen 
materiellen oder ideellen Nachteil zu vermeiden, den der angefochtene Ent-
scheid mit sich bringen würde. Ein bloss mittelbares oder ausschliesslich 
allgemeines öffentliches Interesse begründet – ohne die erforderliche Be-
ziehungsnähe zur Streitsache selber – keine Parteistellung (BGE 142 II 451 
E. 3.4.1, 139 II 279 E. 2.2; BVR 2015 S. 534 E. 2.1, 2013 S. 343 E. 4.1 
betreffend Beschwerdebefugnis im Planungsverfahren, 2008 S. 396 
E. 2.3.2 betreffend Drittbeschwerde pro Adressat, je mit Hinweisen; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 12 N. 6, Art. 65 N. 8 f.). Damit ein – 
aus der Sicht der Rechtspflege gewürdigt – ausreichender Anlass dafür be-
steht, dass sich Behörden und Gerichte mit der Sache befassen, genügt 
somit nicht, dass jemand «besonders berührt» bzw. – infolge einer beson-
deren, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache – stärker als die 
Allgemeinheit betroffen ist; zusätzlich erforderlich ist ein schutzwürdiges 
Interesse (BGE 139 II 279 E. 2.3; Fritz Gygi, a.a.O., S. 153). Dabei gibt es 
keine rechtslogisch stringente, sondern nur eine praktisch vernünftige Ab-
grenzung zur Popularbeschwerde oder zur Aufsichtsbeschwerde, die der 
anzeigenden Person keine Parteistellung verschafft. Wo diese Grenze ver-
läuft, ist demnach für jedes Rechtsgebiet gesondert zu beurteilen. Weg-
leitend dafür sind namentlich einerseits die Möglichkeit für die Inter-
essierten, den angestrebten Erfolg auf anderem – z.B. zivil- oder strafrecht-
lichem – Weg zu erreichen, und andererseits das Anliegen, die Verwal-
tungstätigkeit nicht übermässig zu erschweren (BGE 142 II 451 E. 3.4.2 mit 
Hinweisen; zum Ganzen auch Wiederkehr/Eggenschwiler, Die allgemeine 
Beschwerdebefugnis Dritter, 2018, S. 1-5).

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2.2 Das HunG regelt den sicheren und verantwortungsbewussten Um-
gang mit Hunden (Art. 1 Abs. 1 HunG) und damit Belange der Sicherheit 
und Gesellschaftsverträglichkeit der Hundehaltung. Es befasst sich mit den 
Anforderungen an die Hundehaltung aus der Optik der Gesellschaft, d.h. 
der Mitmenschen der Hundehalterinnen und Hundehalter (Vortrag des Re-
gierungsrates zum Hundegesetz, in Tagblatt des Grossen Rates 2012, Bei-
lage 10 [nachfolgend: Vortrag], S. 6 und 9). Es regelt gemäss Art. 1 Abs. 2 
HunG nebst der allgemeinen Prävention gegen Konflikte mit Hunden 
(Bst. b) namentlich die Pflichten der Hundehalterinnen und Hundehalter so-
wie die Massnahmen zur Einschränkung der Hundehaltung im Einzelfall 
(Bst. c und d). Hunde sind gemäss Art. 5 HunG so zu halten, dass sie Men-
schen und Tiere nicht belästigen oder gefährden (Abs. 1). Sie dürfen im 
öffentlichen Raum nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden und sind 
jederzeit wirksam unter Kontrolle zu halten (Abs. 2). Wie die VOL zu-
treffend festgehalten hat (angefochtener Entscheid E. 5b/aa), verfolgt das 
HunG demnach nicht nur öffentliche Interessen an der korrekten Hunde-
haltung, sondern will konkret Menschen und andere Haus- und Nutztiere 
vor Konflikten mit Hunden schützen (vgl. BVR 2015 S. 518 E. 3.5). Die in 
Art. 12 HunG beispielhaft aufgeführten Einschränkungen der Hundehaltung 
im Einzelfall dienen folglich auch dem Schutz Einzelner. Insoweit verhält es 
sich anders als beispielsweise bei der anwaltsrechtlichen Disziplinarauf-
sicht, die dem allgemeinen öffentlichen Interesse an der korrekten Berufs-
ausübung durch die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und am öffent-
lichen Vertrauen ihnen gegenüber dient und nicht die Wahrung individueller 
privater Anliegen sichern soll (BGE 142 II 451 E. 3.4.3 mit weiteren Bei-
spielen, 135 II 145 E. 6.1 [Pra 98/2009 Nr. 108], 132 II 250 E. 4.2). 

2.3 Die Beschwerdeführerin verlangt, Parteirechte in einem Verfahren 
gemäss Art. 12 HunG auszuüben, da ihr Hund B.________, den sie an der 
Leine geführt hatte, vom nicht angeleinten Hund C.________ angegriffen 
und verletzt worden war. Die VOL hat ausgeführt, dass es sich dabei um 
ein einmaliges Ereignis gehandelt habe, das auf ein bei Hunden nicht 
unübliches Aggressionsverhalten zurückzuführen sei. Solches erlebten 
Hundehalterinnen und Hundehalter regelmässig und sie müssten damit 
rechnen. Oftmals beschränkten sich Hunde im Begegnungsfall darauf, sich 
gegenseitig zu beobachten und anzubellen. Nicht auszuschliessen seien 

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aber Raufereien bis hin zu Angriffen mit Verletzungsfolgen. Vorliegend 
könnte der Umstand, dass beide Hunde Rüden seien, die im Übrigen 
schwer abschätzbare Eigendynamik verstärkt haben. Die Verletzung sei 
zudem bloss als leichtgradig einzustufen. Eine besonders intensive 
Betroffenheit der Beschwerdeführerin allein aufgrund des Vorfalls vom 
4. März 2016 sei zu verneinen (angefochtener Entscheid E. 5b/bb). Es sei 
sodann keine vorbestehende Unverträglichkeit zwischen den Hunden 
gegeben und der Vorfall vom 4. März 2016 erweise sich als zufälliges und 
unvermitteltes Ereignis. Anstelle der Beschwerdeführerin hätte es eine 
beliebige Drittperson mit einem angeleinten Hund treffen können. Es 
bestünden keine Anzeichen für weitere konfliktbeladene Begegnungen 
zwischen den beiden Hunden. Ein Aufeinandertreffen lasse sich aufgrund 
der räumlichen Nähe zwar nicht ausschliessen. Der Hund C.________ 
stelle aber keine besondere Gefahrenquelle dar (angefochtener Entscheid 
E. 5b/cc). 

2.4 Die beiden Hundehalterinnen wohnen nicht unweit voneinander. 
Demzufolge ist nicht ausgeschlossen, dass sie bzw. ihre Hunde sich im 
Quartier oder im nahegelegenen Wald wieder begegnen. Das gilt aber 
gleichermassen für alle anderen Hundehalterinnen und Hundehalter, die im 
selben Quartier wohnen und im selben Wald spazieren gehen. Die Be-
schwerdeführerin ist von einer Massnahme nach Art. 12 HunG oder dem 
Verzicht darauf folglich allein aufgrund der örtlichen Nähe nicht besonders 
intensiv betroffen. Nichts anderes folgt daraus, dass der Hund C.________ 
möglicherweise sein Territorium verteidigen wollte. Ein solches 
Revierverhalten einschliesslich allfälliger Aggressionen bezeichnete die 
VOL als bei Hunden nicht unüblich (dazu vorne E. 2.3). Auch mit gut 
erzogenen, aber frei laufenden Hunden kann es zu Vorfällen kommen. Dies 
gilt insbesondere für Situationen und Umgebungen, in denen Hunde 
aufgrund ihrer Natur anfälliger für unkontrolliertes Verhalten und somit für 
das Verursachen von Vorfällen sind (Vortrag S. 11; BVR 2015 S. 518 
E. 3.5). Was die Beurteilung anbelangt, ein Angriff mit leichtgradiger 
Bissverletzung gelte noch als normales Aggressionsverhalten, kommt der 
VOL bzw. dem VeD zudem Fachwissen zu (Vernehmlassung VeD vom 
22.6.2016, Vorakten VOL pag. 28 f.; vgl. zur Berücksichtigung von Sach- 
und Fachkenntnissen der Verwaltungsbehörden BVR 2014 S. 451 E. 1.3, 

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2010 S. 411 E. 1.5). Die Beschwerdeführerin führt nicht aus, dass und 
weshalb der Hund C.________ den Hund B.________ als grössere 
Bedrohung für sein Revier empfinden sollte als einen beliebigen anderen 
Hund, der sich in seiner Nähe aufhält. Dies ist auch nicht ersichtlich. 
Anders als die Beschwerdeführerin meint, spricht jedenfalls nicht gegen ein 
zufälliges Ereignis, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls weitere Hunde 
anwesend waren, die der Hund C.________ nicht angegriffen hat. Allein 
daraus kann nicht geschlossen werden, dass ein besonders schlechtes 
Verhältnis zwischen den beiden beteiligten Hunden besteht und der Hund 
B.________ auch in Zukunft gezielt vom Hund C.________ angegriffen 
würde. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Vorfall das 
Verhältnis zwischen den Hunden auf Dauer verändert hätte. Weitere 
Vorfälle sind nicht aktenkundig und die Beschwerdeführerin macht auch 
nicht geltend, ihr Hund B.________ sei vor- oder nachher vom Hund 
C.________ angegriffen worden (vgl. auch angefochtener Entscheid E. 5a). 
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dies sei auf ihr vorsichtiges 
Verhalten zurückzuführen und es könne nicht sein, dass sie sich erneuten 
Angriffen auf ihren Hund B.________ aussetzen müsse, um Parteistellung 
zu erlangen, gilt Folgendes: Es trifft zunächst nicht zu, dass die VOL oder 
der VeD von ihr verlangt haben, gewisse Orte zu meiden, um ein 
Zusammentreffen mit dem Hund C.________ zu verhindern. Der VeD wies 
nur darauf hin, dass ein Zusammentreffen der beiden Hunde nicht 
zwingend sei, weil die Hundehalterinnen nicht direkte Nachbarinnen seien 
oder im selben Haus wohnten (Verfügung vom 15.4.2016, Vorakten VeD 
pag. 38). Sodann ist im vorliegenden Verfahren nicht zu klären, unter 
welchen anderen als den gegebenen Umständen eine genügend intensive 
Betroffenheit der Beschwerdeführerin zu bejahen wäre. Fest steht, dass 
der Hund C.________ den Hund B.________ einmal angegriffen und nicht 
schwerwiegend verletzt hat. Weitere Vorfälle mit dem Hund C.________ 
sind nicht bekannt. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vor-
instanz zum Schluss gekommen ist, der Hund der Beschwerdeführerin sei 
ein zufälliges Opfer von nicht unüblichem Aggressionsverhalten – zumal 
zwischen Rüden – geworden. Es ist verständlich, wenn der Beschwerde-
führerin besonders daran liegt, dass der Vorfall Konsequenzen hat. Da ihr 
Hund gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen der Vorinstanz keiner 
konkreten Gefährdung ausgesetzt ist, reicht jedoch weder die Tatsache, 

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dass der Vorfall vom 4. März 2016 Anlass für das Tätigwerden des VeD 
war, noch die Möglichkeit eines weiteren Aufeinandertreffens der Hunde 
aus, um eine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführerin zu begrün-
den. Dass die Beschwerdeführerin möglichweise haftpflichtrechtliche An-
sprüche gegen die andere Hundehalterin hat oder deren Verhalten straf-
rechtliche Folgen nach sich ziehen könnte, ändert daran nichts. 

2.5 Wie die VOL zutreffend festgehalten hat (angefochtener Entscheid 
E. 5d), sprechen für dieses Ergebnis auch verfahrensökonomische Gründe. 
Es ist zulässig, den Verwaltungsaufwand zu berücksichtigen, wenn es dar-
um geht zu entscheiden, welche Betroffenheit für eine Verfahrensbeteili-
gung genügt (vgl. vorne E. 2.1 a.E.). Die VOL hat nachvollziehbar darge-
legt, dass es die Verwaltungstätigkeit des VeD erschweren würde, wenn 
den geschädigten oder anzeigenden Personen regelmässig – d.h. ohne 
dass weitere Umstände für ihre besondere Betroffenheit sprechen – Partei-
rechte eingeräumt würden. Es ist folglich auch mit Blick darauf nicht zu be-
anstanden, dass die Vorinstanzen die Beschwerdeführerin nicht als Partei 
am Verfahren beteiligt haben (vgl. auch BGE 142 II 451 E. 3.6.1). 

2.6 Die VOL hat demnach zu Recht erkannt, dass die Beschwer-
deführerin im Hinblick auf Anordnungen gestützt auf Art. 12 HunG bzw. den 
Verzicht darauf nicht hinreichend betroffen ist. Mangels Parteistellung 
konnte sich die Beschwerdeführerin in einem Verfahren vor dem VeD auch 
nicht auf die allgemeinen Verfahrensgarantien wie den Anspruch auf recht-
liches Gehör berufen (Beschwerde Art. 3 S. 7 f.; BGE 139 II 279 E. 2.2). 

3.

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die 
Beschwerdeführerin. Sie hat die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern 

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.