# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dd8c598-f183-5e54-ac5b-4abdf39f9aaf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 14.06.2019 VR190002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VR190002_2019-06-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 
 

Geschäfts-Nr. VR190002-O/U 

Mitwirkend: Der Obergerichtsvizepräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden so-

wie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu 

 

 

Beschluss vom 14. Juni 2019 
 

in Sachen 

 

A._____, MLaw,  
Rekurrent 

 

gegen 

 

Bezirksgericht Zürich,  
Rekursgegnerin 

 

betreffend Rekurs gegen die Änderungsverfügung des Bezirksgerichts Zü-
rich vom 7. November 2018 bzw. 13. Februar 2019 betr. vorzeitige ordentli-
che Besoldung 
 

 

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Erwägungen: 

I. 

1. Am 7. November 2018 erliess das Bezirksgericht Zürich (nachfolgend: Re-

kursgegnerin) eine Änderungsverfügung, wonach MLaw A._____ (nachfol-

gend: Rekurrent) der ordentliche Auditorenlohn von Fr. 65'832.- pro Jahr 

rückwirkend auf den 1. Januar 2018 ausgerichtet werde (act. 3/1). Nachdem 

der Rekurrent am 16. November 2018 um Begründung der Verfügung er-

sucht hatte, äusserte sich die Rekursgegnerin mit Verfügung vom 

13. Februar 2019 (act. 3/2) zu den Gründen für die rückwirkende Gewäh-

rung des erwähnten Auditorenlohnes per 1. Januar 2018 und wies den Re-

kurrenten auf das Rechtsmittel des Rekurses hin. 

2. Mit Eingabe vom 14. März 2019 erhob der Rekurrent gegen die Verfügung 

vom 13. Februar 2019 bei der Verwaltungskommission des Obergerichts 

des Kantons Zürich innert Frist Rekurs und stellte den folgenden Antrag 

(act. 1): 

 "Die Änderungsverfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 
7. November 2018/13. Februar 2019 sei abzuändern und die or-
dentliche Besoldung entsprechend Lohnklasse 13 Anlaufstufe 1 
ab dem 1. Dezember 2017 zu gewähren." 

 

3. Mit Verfügung vom 5. April 2019 (act. 4) wurde der Rekursgegnerin Frist an-

gesetzt, um zum Rekurs Stellung zu nehmen und die Personalakten einzu-

reichen. Am 23. April 2019 kam diese letzterer Aufforderung nach (act. 6) 

und beantragte die Abweisung des Rekurses (act. 5). 

4. Die Stellungnahme der Rekursgegnerin wurde dem Rekurrenten am 6. Mai 

2019 (act. 7) zur Kenntnisnahme zugestellt. Dieser hielt mit Eingabe vom 

22. Mai 2019 (act. 8) an seinem Antrag fest. 

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II. 

1. Gemäss § 33 des Personalgesetzes (LS 177.10) i.V.m. § 19 Abs. 1 lit. a des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes (LS 175.2) i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. a der 

Verordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) ist die Ver-

waltungskommission zur Behandlung des vorliegenden Rekurses zuständig. 

2.1. Die Rekursgegnerin begründete ihre Verfügungen vom 7. November 2018 

(act. 3/1) bzw. vom 13. Februar 2019 (act. 3/2) im Wesentlichen damit, ge-

mäss § 12 Abs. 4 der Verordnung über die Gerichtsauditoren und Gerichts-

auditorinnen könne der ordentliche Auditorenlohn bereits vor dem vierten 

Monat des Auditoriats ausgerichtet werden. Voraussetzung sei, dass der 

Auditor oder die Auditorin nach dem Studium eine mehrmonatige juristische 

Tätigkeit in einem Anwaltsbüro, bei einer Staatsanwaltschaft oder an einer 

adäquaten Stelle in der Verwaltung oder Privatindustrie ausgeübt habe und 

zudem die Gerichtsmitglieder überdurchschnittlich entlaste. Das Erfordernis 

der mehrmonatigen juristischen Tätigkeit setze praxisgemäss eine solche 

von mindestens sechs Monaten nach Abschluss des Masterstudiums vo-

raus, wobei das Datum des Masterdiploms massgeblich sei. Der Rekurrent 

sei während eines Jahres als Hochschulpraktikant Recht bei der B._____ 

[Bundesbehörde] tätig gewesen. Das Erfordernis der mehrmonatigen juristi-

schen Tätigkeit sei damit erfüllt. Aus der Zwischenqualifikation des Bezirks-

gerichts Zürich gehe sodann hervor, dass der Rekurrent stets sehr gute 

Leistungen erbracht habe und seine Vorgesetzten bereits vor Ablauf der ers-

ten drei Monate überdurchschnittlich entlastet habe. Auch die zweite Vo-

raussetzung der überdurchschnittlichen Entlastung sei damit gegeben.  

2.2. Hinsichtlich der Frage, ab welchem Monat der höhere Auditorenlohn auszu-

richten sei, sei praxisgemäss eine Würdigung der Kriterien der Dauer und 

Art der ausgeübten juristischen Tätigkeit sowie der erreichten Qualifikation 

vorzunehmen. Auditorinnen und Auditoren, welche über längere Zeit hinweg 

eine mit der Gerichtstätigkeit vergleichbare Arbeit ausgeübt hätten und/oder 

hervorragende Qualifikationen vorweisen könnten, würden die ordentliche 

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Besoldung früher erhalten als Auditorinnen und Auditoren, welche während 

einer kürzeren Zeitspanne in einem für das Gericht nicht sehr relevanten 

Fachgebiet tätig gewesen seien und/oder weniger gute Bewertungen erzielt 

hätten. Der Rekurrent sei während eines Jahres bei der B._____ tätig gewe-

sen. Die juristischen Aufgaben hätten Bereiche betroffen, welche für Audito-

rinnen und Auditoren am Bezirksgericht Zürich wenig relevant seien. Jedoch 

habe er eine sehr gute Qualifikation erzielt. In Würdigung all dieser Umstän-

de sei ihm der ordentliche Auditorenlohn ab dem dritten Monat des Auditori-

ats auszurichten.  

3.1. Der Rekurrent bringt zur Begründung des Rekurses (act. 1) zusammenge-

fasst vor, die Rekursgegnerin habe die Voraussetzungen für eine vorzeitige 

Auszahlung des ordentlichen Auditorenlohns korrekt wiedergegeben. Die 

massgebliche Norm äussere sich nicht zur Frage, ab welchem Monat die or-

dentliche Besoldung auszurichten sei. Für die Bestimmung des Zeitpunktes 

sei die überdurchschnittliche Entlastung das massgebliche Kriterium, wes-

halb sich der Zeitpunkt nach der Leistung des betreffenden Auditors wäh-

rend der ersten drei Monate am Gericht richten müsse. Darüber gebe die 

Zwischenqualifikation Aufschluss. Darauf sei daher abzustellen. Eine länge-

re vorgängige juristische Tätigkeit in einem für das Gericht relevanten Fach-

bereich würde zwar in der Regel dazu führen, dass Auditoren das Gericht 

früher entlasteten, doch schlage sich dies dann wiederum in der Zwischen-

qualifikation nieder. Jedoch sei dieser Schluss nicht zwingend. So sei es 

durchaus möglich, dass ein Auditor bspw. trotz vorgängiger Tätigkeit bei ei-

ner Staatsanwaltschaft am Gericht schlechte Leistungen erbringe, während 

ein Auditor, welcher vorgängig für ein kürzeres Praktikum bei einer Verwal-

tungsstelle tätig gewesen sei, am Gericht von Beginn weg gute Leistungen 

erziele. Die Rechtsanwendung der Rekursgegnerin führe dazu, dass nicht 

die Leistung, sondern primär die vorgängige Tätigkeit honoriert werde, müs-

se doch ein Auditor, welcher nur kurzzeitig auf einem fachfremden Gebiet 

gearbeitet habe, viel bessere Leistungen erbringen als ein Auditor, der wäh-

rend längerer Zeit auf einem fachlich mit der Gerichtstätigkeit vergleichbaren 

Gebiet gearbeitet habe. Eine solche Ungleichbehandlung sehe die Verord-

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nung nicht vor. Bei der Berücksichtigung der Dauer und Art der vorgängigen 

Tätigkeit habe die Rekursgegnerin folglich das Recht falsch angewendet. Es 

sei einzig die Zwischenqualifikation zu berücksichtigen.  

3.2. Zudem habe die Rekursgegnerin den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Er, 

der Rekurrent, habe bei der B._____ im Vertragsrecht, Immobiliarsachen-

recht sowie im Straf- und Zivilprozessrecht/SchKG gearbeitet. Auch habe er 

die B._____ selbständig vor einer paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- 

und Pachtsachen vertreten. Er habe damit in Fachgebieten gearbeitet, wel-

che für die Gerichtstätigkeit relevant seien. Aufgrund dessen sowie aufgrund 

der sehr guten Zwischenqualifikation sei dem Rekurrenten die ordentliche 

Besoldung bereits ab dem 1. Dezember 2017 zuzusprechen.  

3.3. Selbst wenn die Rekursgegnerin das Recht korrekt angewendet und den 

Sachverhalt richtig festgestellt haben sollte, so der Rekurrent weiter, sei die 

Verfügung zumindest unangemessen. Unter Berücksichtigung des Umstan-

des, dass bei der Zwischenqualifikation die Note 5 die Höchstnote sei und er 

bei sämtlichen Beurteilungsfaktoren mit der Note 4 oder 4-5 bewertet wor-

den sei, sei die Entschädigung mit dem ordentlichen Auditorenlohn per 

1. Januar 2018 unangemessen.  

4. In ihrer Stellungnahme vom 23. April 2019 begründet die Rekursgegnerin 

den Antrag auf Abweisung des Rekurses (act. 5) zusammengefasst damit, 

weder sei das Recht falsch angewendet noch der Sachverhalt unrichtig fest-

gestellt worden. Die Ausrichtung der ordentlichen Besoldung ab dem dritten 

Monat erweise sich sodann als angemessen. Zur Frage, ab welchem Monat 

eine ordentliche Besoldung bezahlt werden könne, seien alle Umstände zu 

würdigen. Dabei stütze sich die Gerichtsleitung insbesondere auf die vom di-

rekten Vorgesetzten erstellte Qualifikation. Die Vergleichsmöglichkeiten des 

Vorgesetzten beschränkten sich dabei aber auf andere ihm zugeteilte Audi-

toren. Die Gerichtsleitung nehme hingegen einen Vergleich zwischen allen 

Gerichtsauditoren vor und berücksichtige zudem die Art und Dauer der vor-

hergehenden Tätigkeit, da diese Auswirkungen auf die Einarbeitungsdauer 

habe. Zwar habe der Rekurrent bei Stellenantritt über eine gewisse Arbeits-

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erfahrung verfügt, jedoch habe er keine praktischen Erfahrungen in den 

massgeblichen Gebieten des materiellen Strafrechts und des Familienrechts 

ausweisen können. Ebenso wenig sei er mit den Gerichtsabläufen oder mit 

den ähnlichen Abläufen bei einer Staatsanwaltschaft vertraut gewesen. Ge-

mäss dem direkten Vorgesetzten habe der Rekurrent ab dem dritten Monat 

eine überdurchschnittliche Entlastung erbracht.  

5. In seiner Stellungnahme vom 22. Mai 2019 (act. 8), welche erst 13 Tage 

nach Zustellung der Verfügung vom 6. Mai 2019 aufgegeben wurde (vgl. zur 

Rechtzeitigkeit von Eingaben den Entscheid des Bundesgerichts vom 

10. Dezember 2013, Nr. 9C_367/2013, E. 3.3), hielt der Rekurrent schliess-

lich fest, die Zwischenqualifikation sei nachträglich im Herbst 2018 ausge-

stellt worden. Ein Probezeitgespräch habe mangels Notwendigkeit nicht 

stattgefunden. Nach seinem ersten Abteilungswechsel im April 2018 habe 

ihm der Vorsitzende im Rahmen des Beurteilungsgesprächs mitgeteilt, dass 

die ordentliche Besoldung standardmässig ab dem dritten Monat gewährt 

werde. Die Frage, ab wann er die Abteilung während der Probezeit entlastet 

habe bzw. ab welchem Monat die vorzeitige Besoldung gerechtfertigt sei, sei 

nicht thematisiert worden.  

6.1. Nach § 12 Abs. 1 der Verordnung der obersten kantonalen Gerichte über die 

Gerichtsauditoren und Gerichtsauditorinnen vom 20. Juni 2000 (LS 211.23) 

steht den Auditoren ein Anfangslohn entsprechend Anlaufstufe 2 der Lohn-

klasse 8 gemäss Anhang 2 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz zu. 

Ab dem vierten Monat ist ihnen sodann der ordentliche Lohn gemäss An-

laufstufe 1 der Lohnklasse 13 entsprechend Anhang 2 zur erwähnten Voll-

zugsverordnung auszurichten, sofern die Leistungen das juristische Kanzlei-

personal wesentlich entlasten. § 12 Abs. 4 der Verordnung über die Ge-

richtsauditoren und Gerichtsauditorinnen ermöglicht die Ausrichtung der or-

dentlichen Besoldung bereits vor dem vierten Monat, wenn der Auditor oder 

die Auditorin nach dem Studium eine mehrmonatige juristische Tätigkeit auf 

einem Anwaltsbüro, bei einer Staatsanwaltschaft oder an einer adäquaten 

Stelle in der Verwaltung oder der Privatindustrie ausgeübt hat und gleichzei-

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tig die Richter und Gerichtsschreiber überdurchschnittlich entlastet. Voraus-

setzung für eine vorzeitige Zusprechung des ordentlichen Auditorenlohnes 

sind demnach eine mehrmonatige juristisch einschlägige Arbeitserfahrung 

sowie eine ausserordentliche Qualifikation im Rahmen der Tätigkeit am Be-

zirksgericht. Dies ist zwischen den Parteien unbestritten (act. 1 S. 3, 

act. 3/2). In Bezug auf die Frage, ab wann die ordentliche Besoldung auszu-

richten sei, stellt sich der Rekurrent jedoch auf den Standpunkt, das ent-

scheidende Beurteilungskriterium sei dasjenige der überdurchschnittlichen 

Entlastung (act. 1 S. 3). Dem kann nicht gefolgt werden. § 12 Abs. 4 der ob-

genannten Verordnung erwähnt die Kriterien der bisherigen Arbeitstätigkeit 

und der wesentlichen Entlastung als gleichwertige Erfordernisse. Ein Vor-

rang des letzteren Kriteriums ergibt sich aus der Verordnung nicht. Es be-

stehen denn auch keine Gründe, die beiden Voraussetzungen nicht gleich-

ermassen in die Würdigung der Frage einer vorzeitigen ordentlichen Besol-

dung und der Festlegung des diesbezüglichen Zeitpunktes einfliessen zu 

lassen. Denn ein besonderer Wert der Auditorenarbeit entsteht für die Ge-

richte hauptsächlich dann, wenn die bisherige Arbeitserfahrung einschlägig 

ist und die Auditoren kumulativ dazu durch ihren Einsatz am Bezirksgericht 

einen erheblichen Mehrwert im Sinne einer überdurchschnittlichen Entlas-

tung generieren. Dabei ist es zwar durchaus möglich, dass ihr aktuelles 

Wissen und Können u.a. auf ihre bisherige Arbeitserfahrung zurückzuführen 

sind, zwingend ist dies indes nicht. Dies erkennt denn auch der Rekurrent, 

welcher selbst vorbringt, eine bisherige Tätigkeit in einem vergleichbaren 

Arbeitsbereich wie jenem am Bezirksgericht führe nicht automatisch dazu, 

dass Auditoren für die Gerichte von Beginn weg eine entsprechende Entlas-

tung darstellten (act. 1 S. 3). Aufgrund dieses Umstandes ist auch für die 

Frage des Zeitpunkts der vorzeitigen "Lohnerhöhung" von beiden Kriterien, 

der bisherigen gleichwertigen Berufserfahrung und der überdurchschnittli-

chen Entlastung, auszugehen und auf diese abzustellen.  

6.2. Unzutreffend ist ferner der Standpunkt des Rekurrenten, die Interpretation 

der Rekursgegnerin führe dazu, dass nur die vorgängige Tätigkeit, nicht 

aber die Leistung am Gericht selbst honoriert würde (act. 1 S. 3). Die Re-

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kursgegnerin gewährte dem Rekurrenten den ordentlichen Auditorenlohn für 

einen zusätzlichen Monat, d.h. ab dem dritten Monat (act. 3/1), dies nament-

lich unter Hinweis auf seine sehr guten Leistungen am Bezirksgericht Zürich. 

Hätte sie diese Leistung in ihren Entscheid nicht mit einbezogen, wäre die 

Dauer der Rückwirkung im Sinne von § 12 Abs. 4 der Verordnung über die 

Gerichtsauditoren und Gerichtsauditorinnen geringer ausgefallen, falls dem 

Rekurrenten überhaupt eine solche gewährt worden wäre, zumal sie seine 

vorgängige Tätigkeit bei der B._____ aufgrund der unterschiedlichen Tätig-

keitsgebiete als für die Arbeit am Bezirksgericht nicht besonders relevant er-

achtete.  

6.3. Soweit der Rekurrent schliesslich vorbringt, die Rechtsanwendung der Re-

kursgegnerin führe dazu, dass Auditoren, welche bisher in fachfremden 

Rechtsgebieten tätig gewesen seien, am Bezirksgericht bessere Leistungen 

erbringen müssten als Auditoren, welche in vergleichbaren Gebieten gear-

beitet hätten, um von derselben vorzeitigen Besoldung profitieren zu können 

(act. 1 S. 3), so vermag er daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Eine 

Rückwirkung erhält, wer ausserordentliche Qualifikationen vorzuweisen 

vermag und in einem für das Bezirksgericht Zürich relevanten Aufgabenge-

biet tätig war. Wer die frühstmögliche vorzeitige ordentliche Auditorenbesol-

dung erhalten möchte, muss demnach beide Kriterien voll erfüllen. Je weni-

ger eine der beiden Voraussetzungen erfüllt ist, desto kürzer fällt die Rück-

wirkung der vorzeitigen ordentlichen Entgeltung aus bzw. desto stärker 

muss die andere Voraussetzung erfüllt sein, um dennoch eine weitmöglichs-

te Rückwirkung zu erhalten. Der Einbezug der beiden Kriterien gemäss § 12 

Abs. 4 der erwähnten Verordnung durch die Rekursgegnerin im Rahmen der 

Prüfung des Zeitpunktes der Rückwirkung und demzufolge ihr Verständnis 

von der besagten Bestimmung ist somit nicht zu beanstanden. Hingegen 

stünde eine Auslegung der Verordnung, wie sie der Rekurrent vornimmt, 

nicht im Einklang mit den in der Verordnung enthaltenen Erfordernissen.  

7.1. Damit bleibt die Subsumtion der Voraussetzung nach § 12 Abs. 4 der er-

wähnten Verordnung auf die Person des Rekurrenten zu überprüfen. Die 

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Rekursgegnerin gewährte ihm eine um einen Monat vorgezogene ordentli-

che Besoldung mit der Begründung der sehr guten Leistungen am Bezirks-

gericht Zürich, während sie seine Tätigkeit bei der B._____ als weniger rele-

vant erachtete (act. 3/2, act. 5). Der Rekurrent macht geltend, seine Tätigkeit 

bei der B._____ sei vergleichbar gewesen mit jener am Bezirksgericht Zü-

rich und habe zu wenig Eingang in die Entscheidfindung gefunden (act. 1 

S. 4).  

 Bei der B._____ handelt es sich um das Kompetenzzentrum des Bundes für 

…. Der Kompetenzbereich … und …, in welchem der Rekurrent ein Jahr 

lang als Hochschulpraktikant tätig war, sichert eine effiziente Serviceleistung 

für die gesamte B._____ (act. 3/5). Aus dem aktenkundigen Arbeitszeugnis 

der B._____ vom 31. Oktober 2017 (act. 3/5) ergibt sich, dass zu den Auf-

gabengebieten des Rekurrenten im Wesentlichen Folgendes gehörte: 

 
• Rechtliche Abklärungen mit Schwergewicht Bau- und Immobilienrecht, 

Beschaffungsrecht, Öffentlichkeits- und Datenschutzgesetz, allgemeines 
Privat- und Verwaltungsrecht  

•  Selbständige Fallbearbeitung und rechtliche Beratung von Mitarbeiten-
den von B._____-Immobilien 

•  Vertretung von B._____ in mietrechtlichen Schlichtungsverfahren 
•  Mitarbeit bei internationalen Rechtsetzungsprojekten und Vorbereitung 

von entsprechenden Bundesratsgeschäften 

 Aus dem Arbeitszeugnis ergibt sich damit, dass der Rekurrent zwar u.a. im 

Immobilien- und übrigen Privatrecht tätig war und auch erste Erfahrungen 

vor einer paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen 

sammeln konnte. Jedoch lag der Fokus seiner Tätigkeit in den Bereichen 

des öffentlichen Rechts. Dies resultiert denn auch aus den Anforderungen 

an den Rekurrenten, welche in der Stellenbeschreibung vom tt. August 2014 

als "Interesse im Bau- und Immobilienrecht" bezeichnet wurden (act. 3/6) 

bzw. aus den in der erwähnten Stellenbeschreibung in der Reihenfolge ihrer 

Bedeutung aufgelisteten, nachfolgend wiedergegebenen Aufgabenberei-

chen:  
 
 

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"Tätigkeiten in der Reihenfolge ihrer Bedeutung 
 
Aufgabenbereich / Ziel der Stelle 
•  Mitarbeit im Bereich Recht, Transport + Zoll der B._____. 
•  Unterstützung des Teams …Re im Tagesgeschäft des Rechtsdienstes 

sowie bei konzeptionellen Arbeiten. 
•  Mitarbeit in allen Bereichen Recht gemäss Prozessanweisung (PA 

Recht), d.h. umfassender juristischer Support für die Unternehmenslei-
tung, Kompetenzbereiche und Linie insbesondere im: - öffentlichen Be-
schaffungsrecht 

- Vertragsrecht 
- Arbeits- und Bundespersonalrecht 
- Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahrensrecht 
- lmmobiliarsachenrecht 
- Immaterialgüterrecht 
- Öffentlichkeitsgesetz 
- Straf- und Zivilprozessrecht/SchKG 

 
Aufgaben und Kompetenzen 
•  Recherchen und Kurzgutachten  
•  Selbständige Kundenbetreuung im Tagesgeschäft  
•  Mitarbeit im Rahmen von …beschaffungsprojekten 
•  Ausarbeiten von Verfügungen im Bundespersonalrecht und im öffentli-

chen Beschaffungsrecht, Mitgestaltung von Beschwerdeverfahren (BPG, 
BöB/VöB, BGÖ) 

•  Mitarbeit in Rechtssetzungsverfahren und bei Erstellung von Richtlinien 
und Weisungen 

•  Vertretung in internen und externen Arbeitsgruppen 
•  Redaktion von Medienmitteilungen und Beantwortung parlamentarischer 

Anfragen 
•  Erledigung administrativer Arbeiten im Bereich …Re" 
 

 Die dem Rekurrenten bei der B._____ zugeteilten Aufgaben betrafen damit 

in wesentlichen Teilen das öffentliche Recht. Wenn die Rekursgegnerin die 

bisherige Tätigkeit des Rekurrenten unter diesen Umständen in der Verfü-

gung vom 13. Februar 2019 als wenig relevant qualifizierte und sie damit für 

die Rückwirkung der ordentlichen Besoldung nur in beschränktem Umfang 

als massgeblich erachtete, ist dies nicht zu beanstanden. So ergibt sich 

(e.c.) aus dem Arbeitszeugnis und dem Stellenbeschrieb, dass der Rekur-

rent hinsichtlich gerichtsrelevanter Abläufe wie dem Protokollieren, Akturie-

ren oder der Entscheidredaktion im Rahmen dieser Tätigkeit keine Erfah-

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rungen sammeln konnte. Die Rüge des Rekurrenten, die Rekursgegnerin 

habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt, geht damit ins Leere.  

7.2. Schliesslich bringt der Rekurrent vor, seine Bewertungen am Bezirksgericht 

seien derart gut ausgefallen, dass der ordentliche Auditorenlohn bereits per 

1. Dezember 2017 auszubezahlen sei (act. 1 S. 4).  

 Vorab sei darauf hingewiesen, dass die Rechtsmittelinstanz im Rahmen von 

Rekursverfahren zwar befugt ist, eine sog. Ermessenskontrolle vorzuneh-

men und die vorinstanzliche Ermessenausübung auf ihre Fehlerhaftigkeit hin 

zu überprüfen (VRG Kommentar-Donatsch, § 20 N 21 und N 49 f.). Jedoch 

greift sie nach gängiger Praxis nur mit Zurückhaltung ein (vgl. dazu auch 

VRG Kommentar-Donatsch, § 20 N 52). Eine angemessene Ermessensaus-

übung basiert auf sachlichen Gesichtspunkten, trägt den konkreten Umstän-

den des Einzelfalls Rechnung und berücksichtigt die für den Entscheid rele-

vanten Interessen (VRG Kommentar-Donatsch, § 20 N 51). 

 Der Zwischenqualifikation des Rekurrenten (act. 3/4) ist zu entnehmen, dass 

er bezüglich aller Beurteilungskriterien sehr gute Qualifikationen erzielte. 

Sechs Mal erhielt er die Note 4 ("sehr gut") und zwei Mal die Note 4-5 ("sehr 

gut" bis "vorzüglich", betreffend die Kriterien des Einsatzes und der Selb-

ständigkeit), wobei die Note 5 "vorzüglich" die Bestnote darstellt. Diese sehr 

guten Leistungen liess die Rekursgegnerin in ihre Entscheidung einfliessen. 

So verwies sie in der Verfügung vom 13. Februar 2019 im Rahmen der Be-

gründung des Anfangszeitpunkts der ordentlichen Besoldung explizit auf die 

sehr gute Qualifikation des Rekurrenten. Angesichts dessen, dass ihm in 

Bezug auf das Kriterium der überdurchschnittlichen Entlastung zwar sehr 

gute Leistungen, aber nicht solche mit Höchstwerten attestiert wurden und 

dass die bisherige Arbeitserfahrung des Rekurrenten in wesentlichen Teilen 

nicht vergleichbare Aufgabenbereiche betraf, ist die Entscheidung der Re-

kursgegnerin, die ordentliche Besoldung ab dem 1. Januar 2018 und damit 

einen Monat früher als im Normalfall zuzusprechen, nicht zu beanstanden. 

Sie steht denn auch im Einklang mit der vom damals zuständigen Bezirks-

richter lic. iur. C._____ gemachten Aussage anlässlich eines am 15. April 

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2019 geführten Telefonats zwischen ihm und der Rekursgegnerin, eine 

überdurchschnittliche Entlastung habe ab dem dritten Monat des Auditoriats 

stattgefunden (act. 6/2). Die Zusprechung der ordentlichen Besoldung ab 

dem 1. Januar 2018 erscheint demnach angemessen. 

8. Damit ist abschliessend festzuhalten, dass der Entscheid des Bezirksge-

richts Zürich, dem Rekurrenten den ordentlichen Auditorenlohn gestützt auf 

§ 12 Abs. 4 der Verordnung über die Gerichtsauditoren und Gerichtsaudito-

rinnen ab dem 3. Monat auszurichten, nicht zu beanstanden ist, mit der Fol-

ge, dass der Rekurs abzuweisen ist.  

III. 

1. Nach § 13 Abs. 3 Satz 1 VRG werden in Verfahren betreffend personalrecht-

liche Streitigkeiten keine Kosten erhoben. 

2. Ausgangsgemäss ist dem Rekurrenten keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). 

3. Hinzuweisen ist sodann auf das Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundes-

gericht (VRG Kommentar-Kiener, § 42 N 18). 

 

Es wird beschlossen: 

1. Der Rekurs wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen entrichtet. 

4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- den Rekurrenten,  
- die Rekursgegnerin, unter Beilage einer Kopie von act. 8 und unter Rück-

sendung der beigezogenen Akten (act. 6/1). 
 

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5. Rechtsmittel: 

Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von 
der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver-

fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht (BGG). 

 
Zürich, 14. Juni 2019 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

Verwaltungskommission 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 

lic. iur. A. Leu 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 14. Juni 2019
	
	Erwägungen:
	I.

	II.
	III.
	1. Der Rekurs wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen entrichtet.
	4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	5. Rechtsmittel:
	Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (ordentliche B...