# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2a67f55-b530-5c16-a2d9-8d1115afffd3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.04.2012 UH110251
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH110251_2012-04-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UH110251-O/U/hei 

 

Verfügung vom 24. April 2012 
 

in Sachen 

 

X.,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch den Verband der Staatsangestellten des Kantons Zürich (VStA), 

c/o Bezirksgericht Zürich, Wengistr. 28, Postfach, 8026 Zürich 

 

gegen 

 

Bezirksgericht Dielsdorf, Einzelgericht Strafsachen, Spitalstr. 7, Postfach 224, 
8157 Dielsdorf,  

Beschwerdegegner 

 

 

betreffend Dolmetscherentschädigung  
 
Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelgerichts des Bezirkes Dielsdorf 
vom 22. September 2011, GB110003-D/B-2/Z03 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Am 5. Mai 2011 erliess die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland gegen Y., 

Staatsangehöriger der Republik Kongo, einen Strafbefehl. Der Beschuldigte erhob 

dagegen fristgerecht Einsprache. Die genannte Staatsanwaltschaft hielt am Straf-

befehl fest und überwies die Akten zur Durchführung einer Hauptverhandlung an 

das Bezirksgericht Dielsdorf. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 6. September 

2011, zu welcher die Dolmetscherin X. aufgeboten wurde, erklärte der Beschul-

digte noch vor der Befragung den Rückzug der Einsprache. Mit Verfügung vom 

gleichen Tag schrieb das Einzelgericht des Bezirksgerichts Dielsdorf das Verfah-

ren als Rückzug der Einsprache erledigt ab. Der Dolmetscherin wurde mit Ausga-

ben-Anweisung vom 6. September 2011 eine Entschädigung von Fr. 187.50 

(Fr. 112.50 für den Aufwand, Fr. 75.-- für den Weg) zugesprochen (Urk. 14/20). 

2.1 Die Dolmetscherin wandte sich mit Schreiben vom 16. September 2011 an die 

Präsidentin des genannten Bezirksgerichts und machte zusammengefasst gel-

tend, sie sei am 6. September 2011 für den ganzen Morgen gebucht worden, 

doch zufolge Rückzugs der Einsprache bereits nach einer halben Stunde wieder 

entlassen worden, wodurch ihr ein Einkommensverlust entstanden sei; sie bean-

tragte den Erlass einer rekursfähigen Verfügung "zur Ablehnung der von ihr ge-

forderten Ausfallsentschädigung von Fr. 187.50" (Urk. 14/21). 

2.2 Das erwähnte Einzelgericht entschied mit Verfügung vom 22. September 

2011, dass der Dolmetscherin für ihren Einsatz eine Entschädigung von insge-

samt Fr. 187.50 zugesprochen werde; ein weitergehender Honoraranspruch wur-

de abgelehnt. In Disp.-Ziff. 4 der Verfügung wurde als zulässiges Rechtsmittel die 

Beschwerde an die III. Strafkammer des Obergerichts bezeichnet (Urk. 14/22). 

3.1 Gegen diese Verfügung liess die Dolmetscherin (Beschwerdeführerin) durch 

den Verband der Staatsangestellten des Kantons Zürich (VStA) bzw. dessen Prä-

sidium rechtzeitig Beschwerde bei der hiesigen Kammer erheben (Urk. 2). Darin 

wird die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer 

Entschädigung an die Beschwerdeführerin für die Aufwendungen vor dem er-

wähnten Einzelgericht von insgesamt Fr. 375.-- beantragt (Urk. 2 S. 2 oben). Das 

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Einzelgericht verzichtete auf eine Stellungnahme zur Beschwerde (Urk. 13). Das 

Verfahren erweist sich daher als spruchreif. Zuständig für die Behandlung der Be-

schwerde ist die Verfahrensleitung bzw. der Präsident der Kammer (Art. 395 lit. b 

StPO). 

3.2 ….. 

4.1 Es stellt sich ex officio die Frage, ob gegen die angefochtene Verfügung Be-

schwerde im Sinne der StPO bei der Beschwerdeinstanz erhoben werden kann. 

Das Einzelgericht geht - unter Hinweis auf Art. 68 Abs. 5 StPO in Verbindung mit 

Art. 105 Abs. 1 lit. e und Abs. 2 StPO, Art. 382 Abs. 1 StPO und Art. 393 ff. StPO 

- davon aus. Die Beschwerde äussert sich zu dieser Thematik nicht. Aus der 

StPO ergibt sich eine Antwort auf die zu prüfende Frage nicht explizit, und das 

Bundesgericht hat sich dazu bislang nicht geäussert. 

4.2 Die Beschwerdeführerin wurde zwecks mündlichen Übersetzens (Dolmet-

schens) in französischer Sprache im Verfahren GB110003 (Einsprache gegen ei-

nen Strafbefehl) seitens einer Mitarbeiterin des Bezirksgerichts Dielsdorf - nach 

vorgängiger mündlicher Anfrage - schriftlich auf den 6. September 2011, 08.15 

Uhr, in das Bezirksgebäude Dielsdorf aufgeboten. Gemäss § 1 der vom Regie-

rungsrat und dem Plenarausschuss der obersten kantonalen Gerichte erlassenen 

Dolmetscherverordnung vom 26./27. November 2003 (DolmV, LS 211.17) gilt die 

Verordnung für sämtliche Aufträge zur mündlichen Übersetzung (Dolmetschen) 

und schriftlichen Übersetzung, die von kantonalen Gerichts- und Verwaltungsbe-

hörden erteilt werden. Die Entschädigung wird von der auftraggebenden Behörde 

nach Massgabe des Entschädigungstarifs gemäss Anhang zur DolmV festgesetzt 

(§ 18 Abs. 4 DolmV). Die Verordnung nennt kein Rechtsmittel, welches gegen ei-

ne von der auftraggebenden Behörde festgesetzten Entschädigung von dem oder 

der Beauftragten ergriffen werden könnte. Sie statuiert einzig, dass gegen Ent-

scheide der Fachgruppe Dolmetscher- und Übersetzungswesen oder deren Aus-

schuss Rekurs an die Verwaltungskommission zulässig ist (§ 21 DolmV). 

4.3 Vorab ist zu bemerken, dass vor dem Inkrafttreten der eidgenössischen Pro-

zessordnungen (ZPO, StPO, JStPO) gemäss zürcherischem Recht gegen die 

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Entschädigungen von Übersetzern bzw. Dolmetschern Kostenbeschwerde im 

Sinne von § 206 GVG/ZH in Verbindung mit § 108 ff. GVG/ZH bei der zuständi-

gen Aufsichtsbehörde erhoben werden konnte. Nach § 130 Abs. 3 GVG/ZH waren 

die Vorschriften über die Sachverständigen sinngemäss auf die Übersetzer anzu-

wenden. Die Entschädigungen für Sachverständige waren Auslagen im Sinne von 

§ 201 Ziff. 2 GVG/ZH. Gegen die Höhe der Entschädigungen für Sachverständige 

(und damit auch für Übersetzer) konnte Kostenbeschwerde geführt werden (Hau-

ser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, Zürich 

2002, N 7 zu § 206 GVG; ZR 91 [1992] Nr. 47). 

4.4 Die Kosten für Übersetzungen sind (wie diejenigen für Gutachten; Art. 422 

Abs. 2 lit. c StPO) Auslagen und damit Bestandteil der Verfahrenskosten (Art. 422 

Abs. 1 und Abs. 2 lit. b StPO). Art. 68 Abs. 5 StPO bestimmt die sinngemässe 

Anwendung der Normen über die Sachverständigen (Art. 73, 105, 182-191) für 

Übersetzerinnen und Übersetzer. Gemäss Art. 190 StPO hat die sachverständige 

Person Anspruch auf eine angemessene Entschädigung; zufolge Verweisung 

(auch) auf diese Norm hat daher auch der Übersetzer bzw. Dolmetscher An-

spruch auf eine angemessene Entschädigung. Mit anderen Worten ergibt sich ein 

dahingehender Anspruch direkt aus der StPO. In der Lehre wird - soweit sie sich 

zur Thematik überhaupt äussert - entsprechend ausgeführt, der Übersetzer könne 

sich wie der Sachverständige gegen die Kürzung der Entschädigung mittels Be-

schwerde gemäss StPO zur Wehr setzen (Guidon, Die Beschwerde gemäss 

Schweizer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, Rz. 87 [insb. FN 257], 

Rz. 104 a.E. und Rz. 305 [insb. Fn 878]; vgl. auch Heer, in: Nig-

gli/Heer/Wiprächtiger, Schweizerische Strafprozessordnung und Jugendstrafpro-

zessordnung, Basel 2011, Art. 190 N 4). Hierzu ist auch zu bemerken, dass ge-

mäss Art. 105 Abs. 1 lit. e StPO der Sachverständige (und damit Kraft Verwei-

sung in Art. 68 Abs. 5 StPO auch der Übersetzer) anderer Verfahrensbeteiligter 

ist; diesen stehen die ihnen zur Wahrung ihrer Interessen erforderlichen Verfah-

rensrechte einer Partei zu, wenn sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen wer-

den (Art. 105 Abs. 2 StPO). Damit können Übersetzer - wie die Parteien - ein 

Rechtsmittel erheben, wenn sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-

bung oder Änderung eines Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 StPO). 

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Zu erwähnen ist ferner, dass sich in Art. 167 StPO betreffend Zeugen eine Art. 

190 StPO entsprechende Regelung findet. In der Lehre wird zu Art. 167 StPO 

ausgeführt, zwar könnten die Kantone die Höhe und Berechung der Zeugenent-

schädigung in sinngemässer Anwendung von Art. 424 StPO näher regeln, doch 

sei der Begriff der "angemessenen Entschädigung" ein solcher des Bundesrechts, 

weshalb in letzter Instanz das Bundesgericht diese Frage im Rahmen der Straf-

rechtsbeschwerde nach den Art. 78 ff. BGG zu entscheiden hätte (Schmid, 

Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, 

Art. 167 N 1-2; ders., Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zü-

rich/St. Gallen 2009, Rz. 883; vgl. auch dortige Rz. 939 Fn 350 m.H. auf BGE 134 

I 159 ff.; s.a. Heer, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger, a.a.O., Art. 190 N 4, sowie Do-

natsch, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Straf-

prozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 167 N 4).  

Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass gemäss Art. 95 Abs. 1 und Abs. 2 lit. 

d ZPO die Kosten für die Übersetzung (analog zur genannten Regelung in der 

StPO) Gerichtskosten und damit Prozesskosten sind. In der Doktrin wird dazu 

festgehalten, die durch einen Kostenentscheid betroffenen Dritten - wie z.B. Gut-

achter betreffend ihres Honorars - seien zur Erhebung einer Beschwerde im Sin-

ne der ZPO legitimiert (Rüegg, in: Spühler-Tenchio-Infanger, Schweizerische Zi-

vilprozessordnung, Basel 2010, Art. 95 N 4 m.H. auf BGE 134 I 159 Erw. 1.1 und 

134 V 138 Erw. 3 sowie Art. 110 N 2 und N 4).  

Im Begleitbericht zum Vorentwurf des Bundesamtes für Justiz vom Juni 2001 wird 

ausgeführt, mit der Beschwerde könne auch die Rechtsverweigerung sowie die 

Verfahrensverzögerung gerügt werden; damit stelle die Beschwerde ausserhalb 

der Berufung einen umfassenden Rechtsbehelf dar, der auch die nach einzelnen 

kantonalen Rechten mit einem besonderem Behelf, z.B. der Aufsichtsbeschwerde 

gemäss Art. 108 ff. GVG/ZH zu rügenden Verhaltensweisen einschliesse (S. 261 

und dortige FN 33). In der Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts 

vom 21. Dezember 2005 wird festgehalten, dass der Entwurf unter der Überschrift 

"Beschwerde" verschiedene Rechtsmittel zusammenfasse, die in diversen kanto-

nalen Prozessordnungen getrennt behandelt würden (BBl 2006, S. 1306/1307). 

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Im Kommentar zum GOG wird unter der Überschrift "Abgrenzung der Aufsichts-

beschwerde gegenüber der Kostenbeschwerde und den Rechtsmitteln" ausge-

führt, das eidgenössische Prozessrecht sehe auch für Beschwerden, die sich al-

lein gegen die Festsetzung bzw. Bemessung von Kosten und Entschädigungen 

richteten, die Zuständigkeit der ordentlichen Beschwerdeinstanz (Obergericht) vor 

(Hauser/Schweri/Lieber, GOG, Kommentar zum zürcherischen Gesetz über die 

Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess, Zürich/Basel/Genf 

2012, § 82 N 7). Die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zü-

rich hat in Erw. 5 des Beschlusses vom 13. April 2011 (Proz.-Nr. VR110009) er-

wogen, das neue Prozessrecht (im damaligen Fall die ZPO) sehe (auch) für Be-

schwerden, die sich alleine gegen die Festsetzung von Kosten oder Entschädi-

gungen richteten, die Zuständigkeit der ordentlichen Beschwerdeinstanz vor.  

Unter Würdigung all dieser Aspekte ist zweifellos davon auszugehen, dass eine 

Person, die in einem Straffall gedolmetscht oder übersetzt hat, gegen die Festset-

zung der Entschädigung Beschwerde im Sinne der StPO erheben kann, soweit 

sie insofern beschwert ist, was vorliegend der Fall ist. Die Beschwerdezulässigkeit 

gilt nicht allein bezüglich Verfügungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Über-

tretungsstrafbehörden (Art. 393 Abs. 1 lit. a SPO), sondern auch hinsichtlich Ver-

fügungen und Beschlüssen der erstinstanzlichen (Einzel- oder Kollegial-)Gerichte 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b Teilsatz 1 StPO), da die Festsetzung der Entschädigung - 

wie diejenige des amtlichen Verteidigers (Art. 135 Abs. 3 StPO) - nicht als verfah-

rensleitender Entscheid im engeren Sinne gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. b Teilsatz 2 

StPO (vgl. auch Art. 65 Abs. 1 StPO) aufgefasst werden kann, zumal bei gegen-

teiliger Auffassung die Entschädigungsfestsetzung im vorliegenden Fall überhaupt 

nicht angefochten werden könnte. Einem Eintreten auf die Beschwerde steht so-

mit nichts im Wege. 

5.1 Das Einzelgericht hat zur Begründung, weshalb der Beschwerdeführerin - wie 

bereits gemäss Ausgaben-Anweisung vom 6. September 2011 - eine Entschädi-

gung von insgesamt Fr. 187.50 zuzusprechen sei, zusammengefasst Folgendes 

ausgeführt: 

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Zu Gerichtsverhandlungen werde nicht für eine exakt bestimmte Zeitdauer vorge-

laden. Dies sei auch gar nicht möglich, da sich nicht voraussagen lasse, wie lange 

eine Verhandlung effektiv dauere. Beim Verfahren betreffend Einsprache gegen 

einen Strafbefehl könne der Einsprecher die Einsprache bis zu den Parteivorträ-

gen zurückziehen, was den sofortigen und vorzeitigen Verhandlungsabschluss 

zur Folge habe; ob es zu einem solchen Rückzug komme, wisse das Gericht im 

Voraus nicht. Wenn die Gerichtskanzlei auf Nachfrage einer Dolmetscherin aus-

führe, für die Verhandlung sei ein ganzer Vormittag eingeplant, so erfolge dies 

immer mit dem stillschweigenden Vorbehalt, dass die tatsächliche Dauer der Ver-

handlung nicht garantiert sei. Im vorliegenden Fall habe es sich gleich verhalten. 

Die Verhandlungsvorbereitung habe sich auf einen ganzen Vormittag ausgerich-

tet, da die Verhandlung mit Einschluss von (zu übersetzender) mündlicher Ur-

teilseröffnung und -begründung ohne Weiteres ca. drei bis dreieinhalb Stunden 

hätte dauern können. Mit dem Rückzug der Einsprache sei die Verhandlung dann 

aber völlig anders bzw. viel kürzer verlaufen. Dies gebe der Beschwerdeführerin 

jedoch keinen Anspruch auf eine Entschädigung (inklusive Wegentschädigung) 

von vier Stunden, weil sie nicht für eine feste und garantierte Zeitspanne aufgebo-

ten worden sei, sondern für eine Gerichtsverhandlung mit letztlich unbekannter 

Dauer. Von einer Kündigung des Auftrags im Rechtssinne, zumal einer solchen 

zu Unzeit, könne keine Rede sei. Immerhin sei die Beschwerdeführerin angemes-

sen zu entschädigen, weshalb nicht die reine Verhandlungszeit von 40 Minuten, 

sondern eineinhalb Stunden Aufwand zu entschädigen sei; ein weitergehender 

Anspruch sei jedoch abzuweisen (Urk. 14/22 Erw. 6/7).  

5.2 In der Beschwerde wird vorgebracht, die Beschwerdeführerin sei am Morgen 

des 6. September 2011 nach einer halben Stunde bereits entlassen worden. 

Dadurch sei ihr ein Einnahmenausfall entstanden, weil sie für den ganzen Morgen 

gebucht und in dieser Zeit keine anderen Aufträge habe übernehmen können. Die 

Erwägungen des Einzelgerichts seien im Grundsatz zwar zutreffend, doch sei da-

rin zu wenig auf den Aspekt eingegangen worden, dass gemäss DolmV von ei-

nem Auftragsverhältnis auszugehen sei; wenn der Auftrag derart kurzfristig abge-

sagt werde, sei von einer Kündigung zur Unzeit auszugehen. Zudem seien auch 

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die Bestimmungen des Arbeitsrechts betreffend der Arbeit auf Abruf zu berück-

sichtigen (Urk. 2). 

5.3 Vorab ist festzuhalten, dass trotz des bundesrechtlichen Anspruchs auf an-

gemessene Entschädigung die Kantone frei sind, die Entschädigungen für Über-

setzer und Dolmetscher zu regeln (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., Art. 167 N 

1 und Art. 190 N 1; ders., Handbuch, a.a.O., Rz. 883; vgl. auch Bähler, in: Nig-

gli/Heer/Wiprächtiger, a.a.O., Art. 167 N 5). Die im Beschwerdeverfahren zu erör-

ternde Frage der angemessenen Entschädigung der Beschwerdeführerin für ihren 

Einsatz ist daher im Lichte der vorgenannten DolmV zu prüfen. Dabei ist vorweg 

zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin die ihr für die Reisezeit zugesproche-

ne Entschädigung sowie den Stundenansatz von Fr. 75.--- nicht beanstandet. 

Damit ist einzig zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin zu Recht für ihren Aufwand 

mit Fr. 112.50 (1,5 Stunden) entschädigt wurde oder ob sie Anspruch auf einen 

Betrag von Fr. 300.-- (4 Stunden) hatte bzw. hat. 

Zudem ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin zwar ausführt, sie sei für 

den ganzen Morgen gebucht worden, sie damit aber offensichtlich und zu Recht 

nicht geltend macht, es sei bei der Absprache des Termins verbindlich vereinbart 

worden, dass sie unabhängig von der Dauer der Verhandlung vier Stunden anwe-

send sein müsse oder auch bei kürzerer Verhandlung für diese Dauer entschädigt 

werde. Damit ist mit dem Einzelgericht davon auszugehen, dass sie für eine Ver-

handlung, die an sich auf einen ganzen Vormittag ausgerichtet, jedoch letztlich 

von unbekannter Dauer war, aufgeboten wurde. 

5.4 Gemäss § 16 Abs. 1 DolmV entsteht mit der gegenseitigen Zustimmung zu 

einem Dolmetscher- oder Übersetzungseinsatz in diesem Umfang ein öffentlich-

rechtliches Vertragsverhältnis zwischen der Gerichts- oder Verwaltungsbehörde 

einerseits und der dolmetschenden oder übersetzenden Person anderseits. Die 

obligationenrechtlichen Norm des Auftragsrechts finden darauf sinngemäss An-

wendung (§ 16 Abs. 2 DolmV). Die Entschädigung wird - wie erwähnt - von der 

auftraggebenden Behörde nach Massgabe des Entschädigungstarifs gemäss An-

hang zur DolmV festgesetzt. Die Entschädigung für Dolmetschereinsätze richtet 

sich nach dem Zeitaufwand und dem Zeitpunkt des Einsatzes (§ 18 Abs. 1 Satz 1 

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DolmV). Ziff 1 des Entschädigungstarifs (Anhang zur DolmV) regelt die Ansätze 

für das Dolmetschen inklusive Wartezeit. 

§ 18 Abs. 1 Satz 2 DolmV hält explizit fest, dass bei Widerruf des Auftrages vor 

Antritt der Anreise kein Anspruch auf Entschädigung besteht. Es stellt sich die 

Frage, ob DolmV und Entschädigungstarif die zur Diskussion stehende Konstella-

tion abschliessend regeln oder ob insofern gemäss § 16 Abs. 2 DolmV sinnge-

mäss Auftragsrecht Anwendung findet. 

5.5 a) Das Bundesgericht hat im Urteil vom 15. November 2004 (Proz.-Nr. 

1P.58/2004), auf welches in der Beschwerde verwiesen wird, unter anderem ge-

prüft, ob der vorgenannte § 18 Abs. 1 Satz 2 DolmV verfassungskonforrm und 

auch in anderer Hinsicht nicht zu beanstanden sei. Es hat in Erw. 4.4 Folgendes 

festgehalten: Das Verhältnis zwischen dem Staat und den Dolmetschern bzw. 

Übersetzern sei öffentlichrechtlich; der Kanton sei im Rahmen der verfassungs-

rechtlichen Schranken gemäss Art. 6 ZGB frei, den öffentlichrechtlichen Auftrag 

abweichend vom Obligationenrecht zu regeln; wenn das kantonale öffentliche 

Recht auf das Obligationenrecht verweise, gelte dieses als subsidiäres öffentli-

ches Recht; der Kanton könne das Obligationenrecht auch nur teilweise für an-

wendbar erklären, teilweise jedoch eine eigene öffentlichrechtliche Regelung er-

lassen; wenn § 16 Abs. 2 der DolmV sinngemäss das Auftragsrecht des Obligati-

onenrechts als anwendbar erkläre, aber daneben eine besondere Regelung über 

den Widerruf des Auftrags enthalte, gehe diese spezialgesetzliche Bestimmung 

dem subsidiär anwendbaren Obligationenrecht vor. 

Sollte die DolmV (inklusive Entschädigungstarif) den zur Beurteilung stehenden 

Sachverhalt abschliessend regeln, wäre daher insofern Auftragsrecht nicht an-

wendbar. 

b) Vor Inkrafttreten der DolmV galt für die zürcherische Rechtspflege im Sinne ei-

ner Richtlinie die Empfehlung der Verwaltungskommission des Obergerichts des 

Kantons Zürich gemäss deren Rundschreiben vom 10. Oktober 1996 (Proz.-Nr. 

VU960119; Urk. 4/2), wonach dolmetschende Personen für die effektiv geleisteten 

Stunden - bei angebrochenen Stunden Aufrundung auf die nächste Viertelstunde 

- 10 - 

- zu entschädigen seien (Ziff. 1.1). Bei Ausfall eines vereinbarten Termins bestand 

nur dann Anspruch auf eine Entschädigung, wenn die Absage innert 24 Stunden 

vor dem Termin erfolgte (Ziff. 1.2). Gemäss Ziff. 1.4 waren weitere Entschädigun-

gen oder Zulagen nicht auszurichten. Aus dem (nicht öffentlich publizierten) Be-

richt der Arbeitsgruppe Dolmetscherwesen vom 1. Oktober 2001 ergibt sich, dass 

die vorgenannte Ziff. 1.2 insofern abgeändert werden wollte, als dass bei Widerruf 

des Auftrags vor Antritt der Anreise inskünftig generell kein Anspruch auf Ent-

schädigung mehr bestehe (S. 30). Diese Anregung, welche eine Änderung der 

früheren Regelung zu Lasten der dolmetschenden Personen bedeutete, wurde in 

§ 18 Abs. 1 Satz 2 DolmV verankert. Sowohl das vorerwähnte Rundschreiben wie 

auch die DolmV gehen eindeutig vom Grundsatz aus, dass die dolmetschende 

Person nach ihrem Zeitaufwand zu entschädigen ist. Einzig bei Ausfall eines Ein-

satzes bestand früher und besteht heute unter den in den Rechtsgrundlagen ge-

nannten Voraussetzungen ein Anspruch auf Entschädigung. Für den Fall, dass 

eine Verhandlung oder Einvernahme stattfand (der Einsatz somit erfolgte), aber 

kürzer als vorgesehen dauerte, bestand und besteht keine spezielle Regelung. 

Somit galt und gilt auch diesbetreffend der Grundsatz der Entschädigung nach 

Zeitaufwand. Mit anderen Worten enthält (auch) die DolmV die klare Regelung, 

dass bei Verkürzung eines tatsächlich erfolgten Einsatzes (vorbehältlich einer an-

derslautenden klaren Vereinbarung) nur der tatsächlich entstandene Zeitaufwand 

zu entschädigen ist. Wenn die dolmetschende Person den Einsatzort zufolge Be-

endigung des Auftrages vorzeitig verlassen kann, hat sie im Zusammenhang mit 

dem Einsatz (abgesehen von der zu entschädigenden Rückreisezeit) keinen Zeit-

aufwand mehr. Damit ergibt sich, dass die der Beschwerdeführerin zugesproche-

ne (vom Einzelgericht jedoch in Ausübung des Ermessens erhöhte) Entschädi-

gung nicht zu beanstanden ist. Diese Rechtsauffassung stimmt im Übrigen auch 

mit derjenigen des Regierungsrats des Kantons Zürich in seinem Beschluss vom 

29. Juni 2011 (RRB Nr. 830) bezüglich einer Petition des Verbandes der Zürcher 

Gerichtsdolmetscher und -übersetzerinnen betreffend des Antrags auf Entschädi-

gung bei Annullierung der gebuchten Einsatzzeit überein. Im Kontext mit § 18 

Abs. 1 DolmV hat der Regierungsrat festgehalten, es sei bekannt, dass sich viele 

der Auftraggeber in Fällen von kurzfristigen Absagen oder Verkürzungen der 

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Einsätze in der Entschädigungspraxis kulant zeigten (S. 4); damit geht auch der 

Regierungsrat davon aus, bei Verkürzung eines Einsatzes sei grundsätzlich nach 

dem tatsächlichen Zeitaufwand zu entschädigen, denn wenn bei verkürzten Eins-

ätzen nach der an sich geplanten Einsatzzeit zu entschädigen wäre, wäre kein 

Bedarf für Kulanz.  

Der Vollständigkeit halber sei zudem erwähnt, dass das Argument in der Be-

schwerde, nicht nur im genannten Rundschreiben, sondern auch in der Weisung 

zum Übersetzungswesen der Geschäftsleitung des Kantonsgericht Basel-Land-

schaft vom 11. Januar 2011 (Urk. 4/3) sei eine akzeptable, den Beschwerdean-

trägen weitgehend entsprechende Regelung enthalten (Urk. 2 Ziff. 3), unzutref-

fend ist. In § 7 Abs. 4 der soeben genannten Weisung wird ausdrücklich festge-

halten, dass nur bei Ausfall einer Verhandlung ein Anspruch auf Entschädigung 

besteht, nicht jedoch dann, wenn - wie im vorliegenden Fall erfolgt - die Verhand-

lung kürzer ausfällt als angesetzt; diese Regelung entspricht nach dem Gesagten 

sowohl dem erwähnten Rundschreiben wie auch der DolmV. 

5.6 Doch selbst dann, wenn entgegen der soeben dargelegten Rechtsauffassung 

davon ausgegangen würde, die DolmV enthalte bezüglich verkürzten Einsätzen 

keine Regelung und deshalb sei Auftragsrecht (und allenfalls Arbeitsrecht) sinn-

gemäss anzuwenden, würde sich die Beschwerde als unbegründet erweisen. 

a) Die Beschwerde verweist zum einen auf das bereits erwähnte Urteil des Bun-

desgerichts vom 15. November 2004 (Proz.-Nr. 1P.58/2004). Aus diesem Ent-

scheid vermag sie jedoch hinsichtlich des vorliegenden Falles nichts zu ihren 

Gunsten abzuleiten. Das Bundesgericht erwog in Erw. 4.4, dass § 18 Abs. 1 Satz 

2 DolmV, wonach bei Widerruf des Auftrags vor Antritt der Anreise kein Anspruch 

auf Entschädigung bestehe, weder verfassungswidrig sei noch als willkürlich be-

trachtet werden könne. Der Hinweis in der Beschwerde, das Bundesgericht habe 

zumindest sinngemäss ausgeführt, wenn ein Auftrag kurzfristig abgesagt werde, 

sei von einer Kündigung zur Unzeit auszugehen, mag zwar zutreffend sein. Das 

Bundesgericht hielt in Erw. 4.4 a.E. jedoch fest, es sei höchstens denkbar, dass 

der Dolmetscher mit Rücksicht auf den vereinbarten (aber nachträglich ausgefal-

lenen) Termin eine andere Verdienstmöglichkeit ausgeschlagen habe und inso-

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weit einen Schaden (entgangener Gewinn) erleide, doch gebe auch Art. 404 Abs. 

2 OR keinen Anspruch auf Ersatz für entgangenen Gewinn. Dies muss selbstver-

ständlich auch dann gelten, wenn der Einsatz zwar erfolgt ist, aber kürzer als ge-

plant dauerte. Die Beschwerdeführerin macht keinen erlittenen Schaden im enge-

ren Sinne (vgl. dazu BGE 110 II 386 Erw. 4.b, 109 II 469 f. Erw. 4.d), sondern 

ausschliesslich einen Einnahmenausfall geltend, weil sie am besagten Morgen 

nach dem Einsatz keine andere berufliche Tätigkeit habe ausüben können.  

b) Zudem verweist die Beschwerde auf das Urteil des Bundesgerichts vom 7. Ja-

nuar 2010 (Proz.-Nr. 4A_509/2009) und leitet daraus ab, dass im vorliegenden 

Fall der Grundsatz anzuwenden sei, wonach bei Arbeit auf Abruf die vereinbarte 

Zeit grundsätzlich auch dann zu bezahlen sei, wenn der Arbeitseinsatz kurzfristig 

entfalle (Urk. 2 Ziff. 2). Abgesehen davon, dass im vorliegenden Fall der Einsatz 

gar nicht ausgefallen ist, sondern weniger lang als ursprünglich vorgesehen dau-

erte, ist der Hinweis auf diesen Entscheid des Bundesgerichts unbehelflich. Dem 

Urteil lag nämlich ein Anstellungsvertrag betreffend Lehrtätigkeit an einer Tages-

handelschule zugrunde, und der Vertrag statuierte ausdrücklich die Art. 319 ff. OR 

- somit Arbeitsrecht - als anwendbar; vorliegend ist jedoch (wovon selbst die Be-

schwerde ausgeht) zweifellos Auftragsrecht sinngemäss anwendbar, soweit die 

DolmV keine eigene Regelung enthält. Dazu sei auch erwähnt, dass das Verwal-

tungsgericht des Kantons Zürich im Entscheid vom 27. Juni 2007 (Proz.- Nr. 

PB.2006.00035, Leitsatz publ. in RB VG 2007 Nr. 87; vgl. auch Urteil des Bun-

desgerichts vom 5. März 2008, insb. Erw. 5.3 [Proz.-Nr. 1C_252/2007]) das 

Rechtsverhältnis zwischen einem Dolmetscher, der geltend machte, er sei wäh-

rend Jahren für Gerichte und andere Behörden des Kantons Zürich und ab dem 

Jahr 2000 im Bereich der Telefonkontrolle für mehr als vier Jahre ausschliesslich 

für die Kantonspolizei Zürich tätig gewesen, und dem Kanton Zürich als Auftrag 

qualifizierte und das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses verneinte. Das Bundes-

gericht schützte diese Auffassung im genannten Entscheid. 

Allerdings ist zu erwähnen, dass das Bundesgericht in zwei früheren, vor dem In-

krafttreten der DolmV ergangenen Entscheiden im Kontext mit der für sozialversi-

cherungsrechtliche Aspekte relevanten Frage, ob für die Behörden tätige dolmet-

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schende Personen als unselbständig oder selbständig erwerbend zu betrachten 

seien, festgehalten hat, es bestünden bei diesen Personen durchaus Parallelen 

zu den sogenannten Arbeitsverhältnissen auf Abruf (Urteile des Bundesgerichts 

vom 13. Juli 2001 [Proz.-Nr. H 5/00]) und vom 31. August 2001 [Proz.-Nr. H 

35/00], je Erw. 4.a.cc). Ob im Lichte der nach den Entscheiden erlassenen 

DolmV, welche ausschliesslich Auftragsrecht als sinngemäss anwendbar be-

zeichnet, noch Raum bleibt, die Grundsätze der Arbeitsverhältnisse auf Abruf 

sinngemäss mitzuberücksichtigen, erscheint sehr fraglich, kann jedoch offen blei-

ben.  

Im vorliegenden Fall könnten klarerweise höchstens analog die Grundsätze einer 

unechten Arbeit auf Abruf herangezogen werden. Bei der echten Arbeit auf Abruf 

trifft den Arbeitnehmer nämlich eine Einsatzpflicht nach Weisung des Arbeitge-

bers, das heisst, der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer einseitig abrufen; in ei-

nem solchen Arbeitsverhältnis muss auch der Bereitschaftsdienst entschädigt 

werden. Bei der unechten Arbeit auf Abruf hingegen trifft den Arbeitnehmer keine 

Einsatzpflicht; ein Einsatz kommt vielmehr aufgrund gegenseitiger Vereinbarung 

zustande, und den einzelnen Einsätzen liegt oft ein Rahmenvertrag zugrunde, in 

dem die Arbeitsbedingungen einheitlich geregelt sind. Bei der unechten Arbeit auf 

Abruf entfällt in aller Regel eine Entschädigungspflicht für Bereitschaftsdienste 

(Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2010, insb. Erw. 2.3 m.H. [Proz.-Nr. 

4A_509/2010]; Streiff/von Kaenel, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu den Art. 

319-362 OR, Zürich 2006, Art. 319 N 18). Vorliegend wurde die Beschwerdefüh-

rerin für den Einsatz nicht einseitig abgerufen, sondern der Einsatz kam aufgrund 

einer Vereinbarung zustande; es musste der Beschwerdeführerin klar sein, dass 

die exakte Verhandlungsdauer nicht vorherzusehen war und demnach die Ver-

handlung auch kürzer als geplant dauern konnte.  

5.7 Abschliessend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nur einen An-

spruch auf Entschädigung des tatsächlichen Zeitaufwandes hatte bzw. hat. Dieser 

Aufwand wurde ihr entschädigt. Die Beschwerde erweist sich daher als unbe-

gründet und ist abzuweisen. Dem abschliessenden Hinweis in der Beschwerde, 

die dolmetschende Person trage bei einem verkürzten Einsatz das gesamte "be-

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triebliche Risiko", und dieses sollte in einem vernünftigen Rahmen aufgeteilt wer-

den, ist entgegenzuhalten, dass das Einzelgericht (wie erwähnt) die Entschädi-

gung in Ausübung des Ermessens - nach Darstellung der Beschwerdeführerin um 

das Dreifache, gemäss angefochtenem Entscheid um mehr als das Doppelte des 

in der DolmV festgelegten Ansatzes - erhöht hat. 

6. Es rechtfertigt sich im vorliegenden Fall ausnahmsweise, der Beschwerdefüh-

rerin trotz des Unterliegens keine Kosten aufzuerlegen. Einen Anspruch auf Ent-

schädigung hat sie indessen nicht. 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. K. Balmer) 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr angesetzt. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Entschä-

digung ausgerichtet. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und die 
Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 

− das Einzelgericht des Bezirksgerichts Dielsdorf (gegen Empfangsschein) 

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde beim Bundesgericht erhoben 
werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet in 
der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

 

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Zürich, 24. April 2012 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. T. Graf 
 

	Verfügung vom 24. April 2012
	
	Erwägungen:
	Es wird verfügt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es wird keine Gerichtsgebühr angesetzt.
	3. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung ausgerichtet.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 das Einzelgericht des Bezirksgerichts Dielsdorf (gegen Empfangsschein)

	5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegit...