# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d0e8017-a4e9-5092-97c6-004a96cdb87c
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 04.09.2020 602 2020 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2020-13_2020-09-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2020 13

Urteil vom 4. September 2020

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiber-Praktikant: David Schmid

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin 
Maria Riedo    

gegen

KANTONALE GEBÄUDEVERSICHERUNG, Vorinstanz    

Gegenstand Schutz gegen Feuer- und Elementarschäden, übergangsrechtlicher Versi-
cherungswert

Beschwerde vom 30. Januar 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 
12. Dezember 2019

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführerin) ist Eigentümerin des Grundstücks Art. bbb des Grundbu-
ches der Gemeinde C.________, auf welchem sich unter anderem ein Ofenhaus, Baujahr 1863, 
befindet (Vers.-Nr. ddd, 95 m2, Einstellraum, Remise; Fläche des Grundstücks 111'527 m2). 

B. Am Morgen des 31. Dezember 2018 brannte das Ofenhaus, wofür ein Kaminbrand oder ein 
Wärmestau als ursächlich angesehen wurden.

C. Am 3. Januar 2019 führte ein Vertreter der Kantonalen Gebäudeversicherung (Vorinstanz) 
eine Ortsbesichtigung durch. Gestützt auf dabei erstellte Fotografien und die Ortsbesichtigung 
wurde der Schaden im Schätzungsprotokoll vom 9. Januar 2019 geschätzt. Die Schätzung erfolgte 
in Prozenten des indexierten Versicherungswerts (basierend auf dem am 14. November 2017 fest-
gestellten Versicherungswert von CHF 160'000.-; differenziert nach den jeweiligen beschädigten 
Gebäudeteilen; insgesamt CHF 45'175.-), zuzüglich Demontage- und Entsorgungskosten von 
15 % (CHF 6'776.25), und entsprach insgesamt CHF 51'951.25.

D. Die Beschwerdeführerin nahm am 4. Februar 2019 zur Schadensschätzung Stellung und 
machte geltend, dass das Ofenhaus zu zwei Dritteln beschädigt sei und der Schaden in Anbetracht 
der Versicherungssumme von CHF 160'000.- deshalb etwa CHF 106'000.- betrage. Mit Schreiben 
vom 22. Februar 2019 nahm sie erneut Stellung und wiederholte, dass insbesondere der Schaden 
im Obergeschoss sehr niedrig geschätzt worden sei. Dem Schreiben war die Rechnung für ein 
provisorisches Dach zur weiteren Schadensverhinderung beigelegt.

E. Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin am 26. März 2019 mit, dass der Schaden neu 
auf insgesamt CHF 68'867.90 geschätzt werde (versicherter Schadenswert infolge Unterversiche-
rung: CHF 52'655.20, bei einem tatsächlichen Schadenswert von CHF 110'905.-; Zuschlag für 
zusätzliche Leistungen: CHF 7'898.30; erhaltende Massnahmen: CHF 8'314.40). Sie begründete 
dies damit, dass am 20. März 2019 der Zeitwert des Ofenhauses neu auf CHF 337'000.- geschätzt 
worden sei. Da der Versicherungswert gemäss der Schätzung vom 14. November 2017 indes nur 
CHF 160'000.- betragen habe, liege ein Fall von Unterversicherung vor, weshalb die auszurichten-
de Entschädigung in Anwendung der Proportionalregel um das Verhältnis der Unterversicherung 
gekürzt werde, unter Beibehaltung der am 9. Januar 2019 ermittelten Schadensprozentsätze. Die 
Vorinstanz räumte der Beschwerdeführerin die Möglichkeit zur Stellungnahme ein, bevor sie einen 
entsprechenden Entschädigungsentscheid erlasse.

F. Von dieser Möglichkeit machte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. April 2019 
Gebrauch. Sie brachte insbesondere vor, dass ihr eine Unterversicherung von mehr als 50 % nicht 
angelastet werden könne, da sie selbst 2017 eine neue Einschätzung veranlasst habe und damit 
ihrer Pflicht zur Vermeidung eines Missverhältnisses zwischen Prämienzahlung und Versiche-
rungsleistung nachgekommen sei. Weiter seien zwischen 2017 und 2019 keine baulichen Mass-
nahmen am Ofenhaus vorgenommen worden, weshalb die Erhöhung des Raummasses von 
597 m3 im Schätzungsprotokoll des Jahres 2017 auf 644 m3 im Schätzungsprotokoll des Jahres 
2019 nicht nachvollziehbar sei. Die Unterversicherung habe deshalb die Vorinstanz zu verantwor-
ten. Im Übrigen rügte sie erneut die tiefe Schadenseinschätzung des Obergeschosses, welche von 
25 % auf mindestens 50 % zu erhöhen sei.

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G. Am 6. Mai 2019 bestätigte die Vorinstanz, dass sie an ihrer Schadensschätzung vom 
26. März 2019 festhalte und mithin eine Entschädigung von insgesamt CHF 68'867.90 gewährt 
werde. Sie führte insbesondere aus, dass die Berechnung in Prozenten des indexierten Versiche-
rungswerts vom 9. Januar 2019 und jene in Anbetracht der Unterversicherung vom 26. März 2019 
einen Unterschied von etwa CHF 700.- aufwiesen, die Einschätzungen damit (beinahe) denselben 
Betrag zeigten und deshalb korrekt seien. 

H. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin am 6. Juni 2019 Einsprache. Sie 
brachte insbesondere vor, dass aus dem Vergleich der Schätzungswerte von 1992, 2017 und 
2019 und vor dem Hintergrund, dass zwischen den Schätzungen von 2017 und 2019 keine bauli-
chen Massnahmen vorgenommen worden seien, gefolgert werden müsse, dass der Schätzungs-
wert von 2017 falsch gewesen sei. Da die Vorinstanz diesen Fehler und die daraus resultierende 
Unterversicherung zu verantworten habe, verstosse es gegen den Vertrauensgrundsatz, wenn die 
Proportionalregel auf die Entschädigung angewandt werde. Der versicherte Schaden sei deshalb 
in Prozenten des indexierten Versicherungswerts vom 20. März 2019 und ohne Berücksichtigung 
der Proportionalregel auf CHF 110'905.- festzulegen.

I. Mit Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2019 lehnte die Vorinstanz die Einsprache ab. 
Sie kehrte dabei von der Annahme der Unterversicherung ab, da gemäss den Übergangsbestim-
mungen der altrechtliche Versicherungswert als "fiktiver Neuwert" anzuwenden sei. Anhand der 
neurechtlichen Neuwertschätzung von 2019 lasse sich dennoch der ermittelte Schadensprozent-
satz bestätigen. Anstelle der eigentlich tieferen Entschädigungssumme befand die Vorinstanz im 
Einspracheentscheid, zu Gunsten der Beschwerdeführerin auf dem höchsten Schadensschät-
zungswert von insgesamt CHF 68'867.90 zu verbleiben (Schadenseinschätzung vom 26. März 
2019 von CHF 52'655.20, zuzüglich Zuschlag für die zusätzliche Leistung von CHF 7'898.30 und 
die provisorische Dachdeckung von CHF 8'314.40). Die Vorinstanz bestätigte damit im Ergebnis 
den Entschädigungsentscheid vom 6. Mai 2019.

J. Die Beschwerdeführerin gelangte mit Beschwerde vom 30. Januar 2020 an das Kantonsge-
richt. Sie beantragt insbesondere, der Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2019 sei aufzuhe-
ben und die Sache sei zur Festlegung des versicherten Schadens und der Entschädigung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei der versicherte Schaden auf CHF 110'905.- festzule-
gen und ihr eine Entschädigung in der Höhe von insgesamt CHF 135'855.15 auszubezahlen. 

K. Die Vorinstanz beantragt am 12. März 2020 die Abweisung der Beschwerde. 

L. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das kantonale Gesetz vom 6. Mai 1965 über die Versicherung der Gebäude gegen Brand und 
andere Schäden (aGVG) wurde mit Inkrafttreten des kantonalen Gesetzes vom 9. September 2016 
über die Gebäudeversicherung, die Prävention und die Hilfeleistungen bei Brand und Elementar-
schäden (KGVG; SGF 732.1.1) auf den 1. Juli 2018 aufgehoben. 

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Da die Verpflichtungen der Vorinstanz nach dem 1. Juli 2018, d.h. unter neuem Recht entstanden 
sind, ist dieses neue Recht vorliegend nach Art. 132 Abs. 1 KGVG grundsätzlich anwendbar. Auf 
die weiteren (und in casu streitigen) Übergangsbestimmungen wird im nachfolgenden eingegan-
gen.

2.

Das Kantonsgericht ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide der 
Vorinstanz zuständig (Art. 127 f. KGVG; Art. 114 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1992 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Die Beschwerdeführerin ist zur 
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten 
(Art. 79 Abs. 1 VRG in Verbindung mit dessen Art. 30 Abs. 1 lit. b). Auch wurde der Kostenvor-
schuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

3.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist 
vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

4.

Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde im Wesentlichen geltend, dass sich die Über-
gangsbestimmung von Art. 132 Abs. 2 KGVG bloss auf die Schätzung des Versicherungswerts 
beziehe. Dagegen regle Art. 28 des Reglements vom 20. Juni 2018 über die Versicherung der 
Kantonalen Gebäudeversicherung (nachfolgend: RVer) die Schadensschätzung und Entschädi-
gung; gemäss dieser Norm sei bei einem schlechten Gebäudezustand der Zeitwert, bei einem mitt-
leren oder guten Zustand jedoch der Neuwert versichert. Da das Ofenhaus gemäss den Schät-
zungsprotokollen von 2017 und von 2019 einen mittleren Zustand aufweise, sei für den Schaden 
vorliegend laut Art. 28 Abs. 2 RVer eine Entschädigung nach dem Neuwert zu gewähren. Die 
Vorinstanz habe ihr daher zu Unrecht eine zu tiefe Entschädigung zugesprochen. 

Die Vorinstanz stützt sich dagegen auf den Standpunkt, dass Art. 28 RVer eine Klarstellung des 
Art. 132 Abs. 2 KGVG darstelle, und deshalb nicht ein Neuwert oder Zeitwert ermittelt werden 
müsse, sondern der alte Versicherungswert gemäss dem Schätzungsprotokoll bei mittlerem und 
gutem Zustand direkt angewendet werde und bei schlechtem Zustand die Entwertung zu berück-
sichtigen sei.

4.1. Art. 132 KGVG enthält auf Gesetzesebene die übergangsrechtlichen Bestimmungen zum 
neuen Recht. Auf dessen Abs. 1, wonach vorliegend (grundsätzlich) das neue Recht Anwendung 
findet, wurde bereits eingegangen. 

Art. 132 Abs. 2 KGVG bestimmt sodann folgendes: 

"Die Versicherungswerte, die gemäss altem Gesetz gelten, bleiben in Kraft bis zu einer Neuschätzung; sie 
sind ebenfalls massgebend für die Ermittlung des Neuwerts."

Damit wird schon aufgrund des Wortlauts von Art. 132 Abs. 2 Satz 1 KGVG klar, dass die alten 
Versicherungswerte, wie sie in den Schätzungsprotokollen (betragsmässig) festgehalten werden, 
bis zu einer Neuschätzung gültig sind und auch auf Schäden, welche (gestützt auf Art. 132 Abs. 1 
KGVG) unter dem neuen Recht entstanden sind, Anwendung finden. Dies bedeutet, dass im Scha-

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denfall keine Neuschätzung (vor Ort) vorgenommen wird, um den anwendbaren Versicherungs-
wert als Ausgangspunkt der Schadensschätzung zu eruieren. 

Zudem soll laut Art. 132 Abs. 2 Satz 2 KGVG der (laut Schätzungsprotokoll geltende) Versiche-
rungswert zur Ermittlung herangezogen werden, wenn bei der Neuschätzung der Neuwert ermittelt 
werden soll. Diese Bestimmung regelt indes nach dem Vorgesagten eine Frage der Schätzung des 
Versicherungswerts, welche unabhängig vom Eintritt eines versicherten Risikos oder einer Scha-
densschätzung ist. 

Hintergrund der Übergangsbestimmung von Art. 132 Abs. 2 KGVG, wonach altrechtliche Versiche-
rungswerte bis zu einer Neuschätzung in Kraft bleiben und zudem für die Ermittlung des Neuwerts 
massgebend sind, ist, dass die Gebäude bis zum Inkrafttreten des KGVG am 1. Juli 2018 gemäss 
Art. 2 Abs. 1 aGVG grundsätzlich lediglich zum Ersatzwert versichert waren. Die Grundschätzung 
entsprach nach Art. 28 Abs. 1 aGVG dem Ersatzwert im Zeitpunkt der Schätzung. Als Ersatzwert 
galt nach Art. 28 Abs. 2 aGVG der Kostenaufwand, der für die Erstellung eines gleichartigen 
Gebäudes bei einer mittleren Schätzung erforderlich wäre, unter Berücksichtigung der zufolge des 
Alters, des Unterhaltungszustandes und anderer Gründe eingetretenen Wertverminderung. Art. 30 
Abs. 1 aGVG stellte zudem klar, dass der Versicherungswert in der Regel dem bei der Einschät-
zung festgesetzten Ersatzwert oder (ausnahmsweise) dem Neuwert gemäss Art. 29 aGVG 
entsprach. Der Ersatzwert im Kanton Freiburg stellte damit einen Zeitwert dar (vgl. auch RÜEGG, 
in: Glaus/Honsell [Hrsg.], Gebäudeversicherung, systematischer Kommentar, 2009, S. 154, 
Rz. 18). 

Seit Inkrafttreten des KGVG am 1. Juli 2018 sind Gebäude in der Regel nicht mehr zum Ersatzwert 
bzw. Zeitwert zu versichern, sondern gemäss Art. 84 KGVG zum Neuwert. Damit sollte eine 
Angleichung an die anderen Kantone mit Gebäudeversicherungsmonopol erreicht werden, in 
denen bereits zuvor grundsätzlich zum Neuwert versichert wurde (siehe Botschaft 2015-DSJ-127 
des Staatsrates an den Grossen Rat vom 16. Februar 2016 zum Entwurf des Gesetzes über die 
Gebäudeversicherung, die Prävention und die Hilfeleistung bei Brand und Elementarschäden, 
Kommentar zu Art. 84 Entwurf, S. 35). So war es doch Ziel der Revision, im Bereich der Gebäude-
versicherung – ohne Prämienerhöhungen und in weiterführender Nachachtung des Solidaritäts-
prinzips – Verbesserungen für die Versicherten anzustreben (Botschaft, S. 28). 

4.2. Indes gibt es auch unter dem neuen Recht Fälle, in denen weiterhin zum Zeitwert versichert 
wird. Art. 102 des kantonalen Reglements vom 18. Juni 2018 über die Gebäudeversicherung, die 
Prävention und die Hilfeleistung bei Brand und Elementarschäden (KGVR; SGF 732.1.1) bestimmt 
diesbezüglich folgendes:

"1 Wenn ein versichertes Objekt insgesamt oder in bestimmten Teilen erheblich entwertet ist, wird nur 
sein Zeitwert berücksichtigt.

Der Zeitwert gilt insbesondere, wenn ein Gebäude:

a) insgesamt veraltet oder schlecht unterhalten ist, so dass sein Wert höchstens 70 % seines 
tatsächlichen oder vermuteten Neuwerts beträgt;

b) in bestimmten Teilen veraltet oder schlecht unterhalten ist, so dass der Wert dieser Teile höchstens 
70 % ihres eigentlichen Neuwerts beträgt und vorausgesetzt, dass sie mehr als 10 % des 
Gebäudewerts betragen;

c) aufgrund seines Unterhalts oder seines Standorts ganz besonderen Naturgefahren ausgesetzt ist;

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d) nicht nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erbaut worden ist und dieser Zustand zu 
einer Erhöhung der versicherten Risiken beiträgt."

Die ausnahmsweise Anwendung des Zeitwerts (auch) unter dem neuen Recht basiert auf dem 
Solidaritätsprinzip, dessen Anwendung in Art. 77 Abs. 2 KGVG festgehalten ist, und entsprechen-
de Regelungen sind auch in den anderen Kantonen trotz des Grundsatzes der Neuwertversiche-
rung vorgesehen. So leuchtet es doch ein, dass nicht in den Genuss der Neuwertversicherung 
kommen kann, wer beispielsweise vermeidbare Risikoerhöhungen oder bewusst die Entwertung 
einzelner oder mehrerer Gebäudeteile in Kauf nimmt. Es kann den Prämienzahlern nicht unter der 
Prämisse der Solidarität abverlangt werden, für ein nicht nach lege artis erbautes Gebäude den 
Schaden im selben Umfang mittragen zu müssen wie für ein nach den Regeln der Technik erbau-
tes. Dies gilt auch für ein Gebäude, welches aufgrund seines fortgeschrittenen Alters (und mangels 
einer umfassenden Sanierung) in wesentlichem Umfang entwertet ist. Durch eine Entschädigung 
zum Neuwert bei diesen speziellen Umständen würde das Solidaritätsprinzip verletzt bzw. würden 
risikofreudige und nachlässige Verhaltensweisen begünstigt, so dass die Anwendung der Neuwert-
versicherung nicht adäquat wäre (vgl. auch RÜEGG, in: Glaus/Honsell [Hrsg.], Gebäudeversiche-
rung, systematischer Kommentar, 2009, S. 157, Rz. 38 ff.; Beratungen des Grossen Rates der 
ersten Sitzung vom 6. September 2016, S. 2000 f.). 

Mit der Regelung von Art. 102 KGVR wird damit sichergestellt, dass diejenigen von der Neuwert-
versicherung ausgenommen werden, welche davon aufgrund spezieller Umstände über Gebühr 
oder unsolidarisch bessergestellt würden; für die Gebäude bzw. für Fälle, welche (exemplarisch) in 
Art. 102 Abs. 2 KGVR aufgeführt sind, ist daher lediglich gestützt auf den Zeitwert zu entschädi-
gen. 

4.3. Wie nachfolgend ausgeführt wird, kann auch Art. 28 RVer hinsichtlich dieser Ausnahmefäl-
le, für die auch nach dem neuen Recht lediglich eine Zeitwertversicherung besteht, kein anderes 
Ergebnis indizieren. Diese Bestimmung soll die Übergangsregelung von Art. 132 KGVG präzisie-
ren und lautet wie folgt: 

"1 Bis eine neue Schätzung vorliegt, verfügen Gebäude, deren Zustand im Schätzungsprotokoll als 
"schlecht" bezeichnet ist, nicht über eine Versicherungsdeckung zum Neuwert und sind daher zum Zeitwert 
versichert. 

2 Gebäude, deren Zustand im Schätzungsprotokoll als "gut" oder "mittel" bezeichnet ist, verfügen über 
eine Versicherungsdeckung zum Neuwert, bis eine neue Schätzung vorliegt.

3 Bei einem Schadenereignis ab dem 1. Juli 2018 erfolgt die Entschädigung nach neuem Recht und 
nach Massgabe des Gebäudezustands, wie er im vor diesem Datum erstellten Schätzungsprotokoll 
aufgeführt ist." 

4.3.1. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerde zu dieser Bestimmung aus, dass diese 
übergangsrechtlich die Versicherungsdeckung im Schadenfall und die Entschädigung regle und 
der massgebliche Versicherungswert aus dem Gebäudezustand herzuleiten sei. Im vorliegenden 
Fall sei der Gebäudezustand gemäss dem Schätzungsprotokoll mittel, weshalb das Ofenhaus 
gestützt auf Art. 28 Abs. 2 RVer zum Neuwert versichert gewesen sei. Dieser sei nach Art. 132 
Abs. 2 Satz 2 KGVG zu ermitteln. 

Die Vorinstanz hält dem entgegen, dass der nach Art. 132 Abs. 2 Satz 1 KGVG rechtskräftige 
Versicherungswert anwendbar sei und Art. 28 RVer herangezogen werde um zu bestimmen, ob 

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der Versicherungswert als Neuwert oder Zeitwert angewendet werde. Sei das Gebäude schlecht 
unterhalten, müsse beim Versicherungswert die Wertverminderung berücksichtigt werden.

4.3.2. Tritt ein neues Gesetz in Kraft, ist zu klären, auf welche Sachverhalte allenfalls noch altes 
Recht zur Anwendung gelangen kann (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, in: Allgemeines Verwaltungs-
recht, 7. Auflage 2016, Rz. 322). Rechtssetzungsakte stellen keine Vertrauensgrundlage dar, da 
Private von der Revision von Gesetzen ausgehen müssen (BGE 134 I 23 E. 7.5). Beispielsweise 
Gründe der Rechtssicherheit, der Verhältnismässigkeit, des Willkürverbots oder des Vertrauens-
schutzes rechtfertigen unter Umständen den Erlass einer angemessenen Übergangsregelung, um 
die Ablösung des alten Rechts zu erleichtern und unerwünschte Auswirkungen zu verhindern 
(siehe BGE 130 I 26 E. 8.1, mit Hinweisen). Die Übergangsbestimmungen sind dabei nicht für sich 
allein zu verstehen, sondern mit den Neuerungen zusammen auszulegen (BGE 107 Ib 89 E 3.b).

4.3.3. Würde der Argumentation der Beschwerdeführerin hinsichtlich Art. 28 RVer gefolgt, so 
könnte dies dazu führen, dass ein Schaden für ein Gebäude aufgrund des im Schätzungsprotokoll 
festgelegten Gebäudezustandes zum Neuwert entschädigt wird, obwohl dieses Gebäude sowohl 
nach altem als auch nach neuem Recht lediglich zum Ersatz- bzw. zum Zeitwert versichert war 
bzw. sein wird. Zwar lassen sich der Gesetzgebung keine Anhaltspunkte entnehmen, welche 
darüber Aufschluss geben könnten, mit welchen "Entwertungsbreitbanden" (vgl. hierzu Art. 102 
Abs. 2 lit. a und b KGVR) die in Art. 28 RVer genannten Gebäudezustände "schlecht", "mittel" und 
"gut" zu korrespondieren hätten; es ist jedoch davon auszugehen, dass die Einschätzung des 
Gebäudezustandes als "schlecht", "mittel" oder "gut" weniger präzis ist als die in Art. 102 Abs. 2 lit. 
a bzw. b KGVR genannten Entwertungen oder ein blosses Kriterium neben den in Art. 102 Abs. 2 
KGVR erwähnten darstellt. Die Anwendung der Übergangsbestimmungen von Art. 28 RVer kann 
nicht zur Folge haben, dass eine Entschädigung gewährt wird, welche weder im alten noch im 
neuen Recht vorgesehen ist, zumal sich hierfür im KGVG bzw. im KGVR keine Rechtsgrundlage 
findet und eine entsprechende Entschädigung überdies wie zuvor erwähnt dem Solidaritätsprinzip 
widersprechen würde. Für unter dem alten Recht ersatzwertversicherte Gebäude (vgl. hierzu Urteil 
KG FR 602 2012 115 vom 29. August 2013), die bei einer Neuschätzung und unter dem neuen 
Recht (weiterhin) zum Zeitwert zu versichern wären, ist demnach auch bei einem übergangsrechtli-
chen Schadenfall für die Entschädigung lediglich der Zeitwert zu berücksichtigen. Es sprechen 
keine Gründe der Rechtssicherheit, der Verhältnismässigkeit, des Willkürverbots oder des Vertrau-
ensschutzes für eine Besserstellung jener Gebäude im Vergleich sowohl zum alten als auch zum 
neuen Recht. 

Dies muss selbst dann gelten, wenn der Zustand eines solchen Gebäudes im Schätzungsprotokoll 
als "mittel" bzw. "gut" qualifiziert wurde, da Art. 102 KGVR insoweit der Übergangsregelung von 
Art. 28 RVer namentlich aufgrund von Sinn und Zweck der Regelungen vorgeht und die Auslegung 
der Übergangsbestimmungen im Lichte des neuen Rechts erfolgen muss. 

4.3.4. Wie genau Art. 28 RVer in den anderen Konstellationen auszulegen ist bzw. ob respektive 
inwieweit der Argumentation der Vorinstanz hinsichtlich dieser Bestimmung gefolgt werden kann, 
ist vorliegend nicht streitig und daher nicht weiter zu untersuchen. 

5.

5.1. Vorliegend wurde das fragliche Ofenhaus anlässlich der Schätzung vom 14. November 
2017 auf einen Versicherungswert von CHF 160'000.- geschätzt. Dies entspricht – wie oben 
dargelegt wurde – dem Ersatzwert, zu dem das Gebäude unter dem alten Recht versichert war 

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(siehe insbesondere auch die Angaben auf S. 1 des Schätzungsprotokolls: Grundschätzung: 
CHF 160'000.-; Zusatz Neuwert: keine Angaben). 

Anlässlich einer neuen (provisorischen) Schätzung vom 20. März 2019 wurde sodann ein versi-
cherter Wert von CHF 337'000.- festgelegt. Dabei handelt es sich – entsprechend der oben darge-
legten Bestimmungen zum KGVG, welche am 1. Juli 2018 in Kraft getreten sind und wonach 
nunmehr grundsätzlich der Neuwert versichert ist – um eine Schätzung des Neuwerts. Dies zeigt 
sich insbesondere in den Angaben auf S. 1 des Protokolls, wonach sich die Grundschätzung auf 
CHF 337'000.- beläuft und keine Kürzung für den Zeitwert vorgenommen wurde. 

Bei der Grundschätzung des Neuwerts wird die Zeitentwertung nicht berücksichtigt. Auf die 
Elemente ist demnach keine Entwertung anzurechnen, was sich an den in den Schätzungsproto-
kollen aufgeführten Einheitspreisen deutlich zeigt (Estrich gemäss alter Schätzung von 2017: 
CHF 200.-/m3; neue Schätzung von 2019: CHF 550.-/m3; Autounterstand alt: CHF 200.-/m3; neu: 
CHF 220.-/m3 etc.). In der Einsprache vom 6. Juni 2019 rügte die Beschwerdeführerin, dass sich 
Qualität und Volumen (die neben den separat auszuweisenden Elementen die Berechnungsgrund-
lagen für den Versicherungswert darstellen; siehe Art. 104 KGVR) zwischen den Schätzungen des 
Zeitwerts von 2017 und 2019 nicht geändert hätten und deshalb ein Fehler vorliegen müsse. Die 
Vorinstanz erklärte die Diskrepanz im Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2019 schlüssig mit 
der Anwendung unterschiedlicher Schätzungsgrundsätze, namentlich der Nichtberücksichtigung 
der Entwertung bei der Neuwertgrundschätzung, womit das Qualitätskriterium angesprochen und 
die höheren Einheitspreise erklärt werden. Indes ist es in der Tat bedauerlich, dass diese Erläute-
rung und Begründung erst im Rahmen des Einspracheentscheides erfolgte und die Vorinstanz der 
Beschwerdeführerin zuvor zu Unrecht entgegen hielt, dass das Gebäude unterversichert und die 
Entschädigung daher proportional zu kürzen sei. Dabei war die Vorinstanz offenbar in einem 
ersten Schritt ebenfalls davon ausgegangen, dass die Schätzung von 2019 einen Zeitwert 
darstellt, was aber nicht der Fall ist. 

Die Beschwerdeführerin rügte die provisorische Neuwertschätzung von 2019 in der Beschwerde 
vom 30. Januar 2020 nicht substantiiert, obwohl ihr jedenfalls aufgrund der Begründung im 
Einspracheentscheid bewusst sein musste, dass es sich dabei um den Neuwert handelt, und auch 
gegen die Schätzung des Ersatz- bzw. Zeitwerts von 2017 bringt sie in der Beschwerde nichts vor, 
was es erlauben würde, auf diese Schätzung, welche grundsätzlich in Rechtskraft erwachsen ist, 
zurückzukommen. 

5.2. Damit liegt – gestützt auf die Schätzungsprotokolle vom 14. November 2017 und vom 
20. März 2019 – beim fraglichen Gebäude eine Entwertung von über 52 % vor (Schätzung Ersatz- 
bzw. Zeitwert 2017, ohne weitere nachträgliche Abwertung: CHF 160'000.-; Schätzung Neuwert 
2019: CHF 337'000.-). 

5.3. Nach dem Vorgesagten – und obwohl der Zustand des Gebäudes in den Schätzungsproto-
kollen von 2017 und von 2019 als mittel bezeichnet worden ist – ist daher für die Entschädigung 
des hier streitigen Schadens gestützt auf Art. 102 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a KGVR auf den Zeitwert 
bzw. auf den beim Eintritt des versicherten Risikos rechtskräftigen Versicherungswert von 
CHF 160'000.- abzustellen, wie er im Schätzungsprotokoll von 2017 festgehalten wurde. 

5.4. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerde die Schadensprozentsätze gemäss der 
Schadenseinschätzung vom 26. März 2019 nicht gerügt und es ist auch nicht erkennbar, dass 
diese unrichtig festgestellt worden wären. Auch der Zuschlag für die zusätzliche Leistung von 
CHF 7'898.30 und die provisorische Dachdeckung von CHF 8'314.40 sind unbestritten und diesen 

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Ansätzen ist daher zu folgen. Es ergibt sich damit eine Entschädigungssumme von insgesamt 
CHF 68'867.90, welche der Beschwerdeführerin mit dem angefochtenen Einspracheentscheid 
zugesprochen wurde. 

6.

6.1. Die Beschwerdeführerin rügte schliesslich, dass die Vorinstanz mit drei unterschiedlichen 
Begründungen an ihrem ursprünglichen Entscheid für die Berechnung des Schadenswerts festge-
halten habe. So sei der Schaden im Januar 2019 gestützt auf den im Jahr 2017 ermittelten Versi-
cherungswert und in Anwendung der Berechnung in Prozenten des indexierten Versicherungswer-
tes auf CHF 51'951.25 geschätzt worden. Nach der Einsprache sei im März 2019 gestützt auf den 
im Jahr 2019 ermittelten Versicherungswert und in Anwendung der Proportionalregel infolge Unter-
versicherung ein Schaden von CHF 52'655.20 ermittelt worden. Beide so unterschiedlichen 
Begründungen wurden mit dem Entschädigungsentscheid der Vorinstanz vom 6. Mai 2019 bestä-
tigt. Alsdann sei im Dezember 2019 wieder gestützt auf den Versicherungswert von 2017 und 
dieses Mal in Anwendung der Übergangsbestimmung der vorgenannte Schadenswert bestätigt 
worden. Diese mehrfache Änderung der Begründung durch die Vorinstanz verstosse gegen das 
Willkürverbot. 

6.2. Willkür in der Rechtsanwendung liegt vor, wenn ein angefochtener Entscheid offensichtlich 
unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen 
unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsge-
danken zuwiderläuft. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis wird ein Entscheid nur aufgehoben, wenn 
sowohl Begründung wie Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar 
oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 142 II 369 E. 4.3.). 

6.3. Im konkreten Fall wird die Verletzung des Willkürverbotes aufgrund des widersprüchlichen 
Verhaltens in Bezug auf die Schadensschätzung, den Entschädigungs- und den Einspracheent-
scheid geltend gemacht. Die Vorinstanz war mit dem Entschädigungsentscheid vom 6. Mai 2019 
fälschlicherweise von einer Unterversicherung ausgegangen und hat im Vergleich zur Schadens-
schätzung vom 9. Januar 2019 eine höhere Entschädigung zugesprochen. Mit dem Einsprache-
entscheid vom 12. Dezember 2019 korrigierte sie die falsche Rechtsanwendung, unter Beibehal-
tung der höheren Entschädigung zu Gunsten der Beschwerdeführerin. Wie bereits erwähnt, ist es 
bedauerlich, dass die Vorinstanz offenbar in einem ersten Schritt zu Unrecht davon ausgegangen 
war, dass die Schätzung von 2019 einen Zeitwert darstellt und die Kommunikation mit der 
Beschwerdeführerin entsprechend ungenau war, und dass dieser Irrtum erst im Einspracheent-
scheid klargestellt wurde. Dennoch stellt eine Korrektur der falschen Rechtsanwendung im Verfah-
rensverlauf vor der Vorinstanz kein willkürliches Verhalten dar. Der angefochtene Einspracheent-
scheid ist weder offensichtlich unhaltbar, noch verletzt er eine Norm oder einen unumstrittenen 
Rechtsgrundsatz in krasser Weise oder läuft dem Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise 
zuwider. Er erweist sich demnach als nicht willkürlich und die Rüge der Beschwerdeführerin ist 
abzuweisen.

7.

Im Ergebnis hat daher die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit dem angefochtenen Einsprache-
entscheid für den Schaden, der durch den Brand vom 31. Dezember 2018 am Ofenhaus in 
C.________ entstanden ist, zu Recht eine Entschädigung von insgesamt CHF 68'867.90 zuge-
sprochen. 

Kantonsgericht KG
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Damit ist die Beschwerde vom 30. Januar 2020 abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 
12. Dezember 2019 ist zu bestätigen.

8.

8.1. Die Kosten, die auf CHF 2'500.- festgelegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet werden, sind dem Verfahrensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuer-
legen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Der 
Saldo von CHF 1'000.- wird ihr zurückerstattet. 

8.2. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 137 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

II. Die Verfahrenskosten von CHF 2'500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit 
dem Kostenvorschuss verrechnet. Der Saldo von CHF 1'000.- wird ihr zurückerstattet. 

III. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 4. September 2020/dgr/dsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Praktikant: