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**Case Identifier:** b2b503a2-c915-5833-95ae-2aa2154add3b
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.01.2024 BB.2024.8
**Docket/Reference:** BB.2024.8
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2024-8_2024-01-24

## Full Text

Beschwerde des amtlichen Verteidigers betreffend Akontozahlung (Art. 21 Abs. 4 BStKR);;Beschwerde des amtlichen Verteidigers betreffend Akontozahlung (Art. 21 Abs. 4 BStKR);;Beschwerde des amtlichen Verteidigers betreffend Akontozahlung (Art. 21 Abs. 4 BStKR);;Beschwerde des amtlichen Verteidigers betreffend Akontozahlung (Art. 21 Abs. 4 BStKR)

Beschluss vom 24. Januar 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Felix Ulrich,     

Gerichtsschreiberin Inga Leonova  

   
 

Parteien 

  

A., Rechtsanwalt,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Beschwerde des amtlichen Verteidigers betreffend 

Akontozahlung (Art. 21 Abs. 4 BStKR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2024.8 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») eine Strafuntersuchung gegen 

B. wegen des Verdachts der Veruntreuung (Art. 138 StGB), des Betrugs 

(Art. 146 StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB) sowie 

der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) führt und Rechtsanwalt A. (nachfol-

gend «RA A.») am 21. Oktober 2020 als amtlichen Verteidiger des Beschul-

digten einsetzte (act. 1.1);  

 

- am 29. Dezember 2023 RA A. bei der BA einen Antrag um Ausrichtung einer 

(weiteren) Akontozahlung für seine anwaltlichen Bemühungen in der Höhe 

von Fr. 10'000.-- stellte (act. 1.2);  

 

- die BA mit Verfügung vom 10. Januar 2024 die Ausrichtung einer Akonto-

zahlung an RA A. im Umfang von Fr. 2'251.95 (inkl. MwSt.) verfügte 

(act. 1.3); 

 

- dagegen RA A. bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit 

Eingabe vom 22. Januar 2024 Beschwerde erhebt; er die Aufhebung der 

Verfügung vom 10. Januar 2024 beantragt und um Zusprechung einer Akon-

tozahlung von Fr. 10'000.-- ersucht (act. 1);  

 

- ein Schriftenwechsel nicht durchgeführt wurde (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO 

e contrario). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- der Beschwerdeführer die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10. Ja-

nuar 2024, mit welcher diese die beantragte Akontozahlung teilweise gut-

heisst, anficht;  

 

- mit Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Ent-

scheide angefochten werden können, mit welchen die Bundesanwaltschaft 

die Entschädigung der amtlichen Verteidigung festsetzt (Art. 135 Abs. 3 

lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die (teilweise) gutgeheissene oder verweigerte Akontozahlung jedoch nicht 

die Festsetzung der Entschädigung tangiert (Beschluss des Bundesstrafge-

richts BB.2018.142 vom 21. Dezember 2018 mit Verweis auf das Urteil des 

Bundesgerichts 6B_11/2016 vom 18. April 2018 E. 1.4.2 und Entscheide des 

- 3 - 

 

 

Bundesstrafgerichts BB.2005.20 vom 1. Juni 2005 E. 2 und BB.2006.2 vom 

24. April 2006 E. 1); 

 

- die Zusprechung einer Akontozahlung eine rein vorläufige, Billigkeitsüberle-

gungen entspringende Massnahme darstellt, die in Art. 21 Abs. 4 BStKR mit 

Bezug auf die amtliche Verteidigung in Bundesstrafverfahren ihre gesetzli-

che Grundlage findet (Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2018.142 vom 

21. Dezember 2018);  

 

- der effektive Entscheid über die Festsetzung und Höhe des Honorars des 

amtlichen Verteidigers erst bei Verfahrensabschluss erfolgen wird (Art. 135 

Abs. 1 und 2 StPO i.V.m. Art. 7 StBOG); 

 

- Akontozahlungen nur dazu dienen, die laufenden Kosten des amtlichen Ver-

teidigers sicherzustellen, und zwar ungeachtet des von ihm betriebenen Auf-

wandes (Entscheid des Bundesstrafgerichts BB.2005.20 vom 1. Juni 2005 

E. 3);  

 

- es damit an einem anfechtbaren Beschwerdeobjekt fehlt, sodass auf die Be-

schwerde nicht einzutreten ist; 

 

- der rechtskundige Beschwerdeführer dies durch Konsultierung der einschlä-

gigen Gesetzesbestimmungen und Rechtsprechung ohne Weiteres hätte 

feststellen können, weshalb er sich auf die anderslautende Rechtsmittelbe-

lehrung in der angefochtenen Verfügung nicht verlassen durfte; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-

ten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR). 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 24. Januar 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen den vorliegenden Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (Art. 79 BGG).