# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fc07579-bc14-58ec-a2f1-4187fe21b65a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.07.2009 E-4241/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4241-2009_2009-07-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4241/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler.

A._______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 23. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4241/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer Nigeria eigenen Angaben zufolge am 14. 
März 2009 verliess und am 3. April 2009 in der Schweiz um Asyl er-
suchte,

dass er am 20. April  2009 vom BFM erstmals zu seiner Person, der 
Herreise und den Ausreisegründen befragt wurde und am 1. Mai 2009 
die Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 AsylG stattfand, 

dass  er  dabei  angab,  aus  B._______,  Anambra  State  (Nigeria),  zu 
stammen und der  Ethnie der Igbo zuzugehören, 

dass er im Heimatland während zehn Jahren die Schule besucht habe, 

dass er seit dem Jahre 2000 im väterlichen [Geschäft] mitgeholfen und 
seit dem Tod des Vaters [Datum] diesen Laden mit Hilfe von [Anzahl] 
Angestellten geführt habe, 

dass er am 15. Januar 2009 letztmals dieser Tätigkeit nachgegangen 
sei  beziehungsweise  sein  [Geschäft]  bereits  seit  Dezember  2008 
geschlossen gewesen sei, 

dass er am 15. Januar 2009 nach Lagos gereist sei, wo er sich noch 
bis  am  14.  März  2009  unter  der  Obhut  eines  Pastors  aufgehalten 
habe,

dass er dann dort ein Schiff bestiegen und auf diesem zwischen zwei 
Containern versteckt in ein unbekanntes Land in Europa geführt wor-
den sei, 

dass ihm dort ein weisser Mann befohlen habe, rausgehen und zu flie-
hen, und dass ein schwarzer Mann ihn in der Folge auf den Zug ge-
bracht habe, wobei dieser ihm Anweisungen gegeben habe, wohin er 
fahren solle, 

dass er bis zur französisch-schweizerischen Grenze gefahren und in 
der  Folge  zu  Fuss  in  die  Schweiz  eingereist  sei,  wobei  er  danach 
nochmals den Zug bestiegen habe und nach Vallorbe gereist sei,

dass er die verwendeten Bahntickets weggeworfen habe,

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dass er die ganze Reise ohne Ausweispapiere absolviert habe und nie 
kontrolliert worden sei, 

dass er in Nigeria ohnehin weder einen Pass noch eine Identitätskarte 
besessen habe,

dass  er  jedoch  einen  Geburtsschein,  eine  Bankkarte  mit  Fotografie, 
Aktien, Geschäftsdokumente, Papiere betreffend Landbesitz und Wa-
genpapiere in Nigeria zurückgelassen habe, 

dass der Beschwerdeführer bereits am 3. April 2009 mittels Merkblatt 
unter  Hinweis  auf  die  Möglichkeit  eines  Nichteintretensentscheides 
aufgefordert wurde, innert 48 Stunden gültige Identitätspapiere zu den 
Akten zu reichen, 

dass  diese  Aufforderung  anlässlich  der  Empfangsstellenbefragung 
vom 20. April 2009 sowie bei der späteren Anhörung vom 1. Mai 2009 
nochmals wiederholt  und der Beschwerdeführer nach seinen bisheri-
gen Bemühungen gefragt wurde, 

dass er dabei angab, im Heimatland niemanden zu haben, der ihm die 
zurückgelassenen Dokumente beschaffen könnte, 

dass er - da er ganz plötzlich ausgereist sei - auch keine Telefonnum-
mer mitführe, die er anrufen könnte, und es ohnehin niemanden gebe, 
der zu seinem Haus gehen könnte,

dass er, nach seinen Ausreisegründen gefragt, angab, sein Vater sei 
[Zeitpunkt und Todesumstände] ums Leben gekommen, 

dass die Ursache des Unfalls in einem afrikanischen "Joujou" liege, sei 
der Unfall doch von seinem Onkel väterlicherseits "geschickt" worden, 

dass  dieser  Onkel  mit  dem Unfall  beabsichtigt  habe,  ans  Vermögen 
des Vaters heranzukommen, 

dass dieser Onkel täglich gekommen sei,  um ihm und seiner Mutter 
Angst zu machen, und sie deswegen ebenfalls täglich zur Polizei ge-
gangen seien, 

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dass die Polizei festgestellt habe, dass sämtliche mitgebrachten Unter-
lagen auf seinen Namen lauten würden und sie auch das Testament 
angeschaut habe, 

dass  sie  alles  aufgeschrieben  und  ihm  anfänglich  versichert  habe, 
dass alles ihm gehöre,  mit  der  Zeit,  ab  2006 oder  2007,  aber  nicht 
mehr an der Sache interessiert gewesen sei, 

dass er  dies auf  Gespräche der Polizei  mit  dem Dorfkönig und dem 
Onkel zurückführe, welche zusammengespannt hätten und nach sei-
nem Leben trachteten, 

dass  der  Onkel  mit  der  Begründung  das  Erbe  für  sich  beansprucht 
habe, dass der Beschwerdeführer zu jung sei,  um das Vermögen zu 
verwalten,

dass sie nicht mehr gewusst hätten, wie sie sich wehren könnten, und 
nur noch gebetet hätten,

dass er seine Mutter im [Zeitpunkt] tot erstochen vorgefunden habe, 

dass er zweimal geschrien habe und dann ohnmächtig geworden sei,

dass es ihm "zu hoch gewesen" sei, zur Polizei zu gehen, und er statt-
dessen geflohen sei, beziehungsweise, dass er nach der Beerdigung 
doch noch zur Polizei gegangen sei,

dass er der Polizei ein Foto der toten Mutter, welches ein Fotograf er-
stellt habe, überbracht habe, die Polizei in der Folge damit zum Dorf-
könig gegangen sei und dieser damit wiederum den Medizinmann auf-
gesucht habe, 

dass  er  zwei  Wochen  später  von  Dorfjugendlichen  erneut  attackiert 
worden sei, wobei er die Polizei gerufen habe, welche einige Personen 
festgenommen habe, 

dass er sich nachher nicht mehr an die Polizei gewandt habe,

dass der König zwei oder drei Tage später zu den Zellen gegangen sei 
und die Gefangenen befreit habe, 

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dass ihn  der  König  gleichzeitig  darüber  informiert  habe,  dass  er  zu 
Alusi gebracht werde,  

dass den Mord an seiner Mutter klarerweise sein Onkel zu vertreten 
habe, da niemand sonst habe ins Haus gelangen und die Mutter um-
bringen können, 

dass  sich  auch  der  Onkel  an  den  Dorfkönig  gewandt  habe,  wobei 
Schmiergeld geflossen sei, und der Onkel zudem der Jugend Motorrä-
der versprochen habe, wenn sie ihm helfen würden, in den Besitz des 
Landes des Beschwerdeführers zu gelangen, 

dass der Beschwerdeführer im Dezember 2008 seitens des Dorfkönigs 
mit einem abendlichen Ausgehverbot belegt worden sei und das Haus 
bis  zum 10. beziehungsweise 14. Januar 2009 nicht  mehr verlassen 
habe, 

dass ihm der  Dorfkönig  in  der  Folge Ungehorsam vorgehalten  habe 
und ihn gerügt habe, weil er zur Polizei statt zu ihm gegangen sei, 

dass er täglich zum König gerufen und am 10. Januar 2009 von des-
sen Leuten abgeholt worden sei, 

dass er sich gegen das Opfervorhaben gewehrt habe und nach Hause 
zurückgekehrt sei, 

dass die Opferung nämlich zur Folge gehabt hätte, dass er als Ausge-
stossener im Wald hätte leben müssen und nie mehr nach Hause hätte 
zurückkehren dürfen, 

dass er am 14. Januar 2009 um zirka 3.00 Uhr morgens Lärm vor sei-
nem Haus gehört und in der Folge Leute mit Äxten und Messern er-
kannt habe,

dass er knapp das Gesicht des Orakels Alusi habe erkennen können 
und  sogleich  mittels  eines  Sprunges  aus  dem  ersten  Stock  bezie-
hungsweise über einen Zaun in den Wald geflohen sei, 

dass er sich deshalb so sehr davor gefürchtet habe, dem Alusi gegen-
übergestellt zu werden, da dies seinen baldigen Tod bedeutet hätte, 

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dass er im Wald weitergeschlafen habe und am Morgen nach Lagos 
gegangen sei,  wo ihm ein Pastor mittels Spenden von Kirchgängern, 
vermutlich in der Höhe von US-Dollar 500, zur Ausreise per Schiff ver-
holfen habe, 

dass er nur fünf bis sechs Monate in der Schweiz bleiben wolle, bis zu 
Hause alles geregelt sei, Alusi sich beruhigt habe und aufgehört habe, 
ihn zu suchen, 

dass das BFM mit Entscheid vom 23. Juni 2009, eröffnet am 25. Juni 
2009, in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylge-
setztes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung und deren Voll-
zug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit teils in Englisch, teils in Deutsch ver-
fasster Eingabe vom 1. Juli 2009 (Datum der Eingabe und des Post-
stempels) gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob und die Aufhe-
bung der vorinstanzlichen Verfügung, die Zuerkennung der Flüchtlings-
eigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragte, 

dass er  eventualiter  wegen Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder Un-
möglichkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen sei, 

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden Wirkung, Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass schliesslich auf die Kontaktnahme und auf einen Datenaustausch 
mit  den Heimatbehörden zu verzichten sei  beziehungsweise der Be-
schwerdeführer mittels einer separaten Verfügung darüber zu informie-
ren sei, falls bereits ein Datenaustausch stattgefunden habe, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 

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Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, SR 
173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die hinsichtlich der Begehren in Englisch und damit nicht in einer 
Amtssprache verfasste Beschwerde verständlich ist, weshalb auf eine 
Übersetzung verzichtet wurde, 

dass auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwer-
de - mit nachfolgender Einschränkung - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt und diese von 
der Vorinstanz auch nicht entzogen worden ist, weshalb auf den An-
trag  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  mangels 
Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, 

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat, die 
Beurteilungskompetenz des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  auf  die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht  eingetreten  ist,  sondern  dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  wobei  über  deren  Bestehen  beziehungs-
weise Nichtbestehen abschliessend materiell  zu entscheiden ist,  so-
weit  dies  im  Rahmen einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5), 

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet, weshalb auf dieses Begehren nicht einzutre-
ten ist,

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dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-
ten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb  von  48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass der Beschwerdeführer trotz der Aufforderung im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum Vallorbe  anlässlich  der  Asylgesuchstellung am 3. 
April 2009 sowie anlässlich der Befragung vom 20. April 2009 und der 
Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 AsylG vom 1. Mai 2009 keine rechtsge-
nüglichen  Identitätsdokumente  (vgl.  BVGE  2007/7  E.  6)  eingereicht 
hat, 

dass er das Fehlen von Identitätsausweisen damit begründete, nie sol-
che  besessen  zu  haben,  und  das  Fehlen  jeglicher  weiterer  Papiere 
(Geburtsschein,  Bankkarte  mit  Foto,  Geschäftsdokumente,  Besitzur-
kunden betreffend Land und Autos) mit  der überstürzten Abreise er-
klärte, 

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dass  er  weiter  die  Möglichkeit  einer  Kontaktaufnahme  zwecks  Be-
schaffung persönlicher Papiere mit der Begründung verneinte, wegen 
überstürzter Abreise auch keine Telefonnummern von kontaktierbaren 
Freunden und Geschäftskollegen zu besitzen, 

dass  er  sodann  behauptete,  im  Heimatland  keine  Kontaktperson  zu 
haben, die zu seinem Haus gehen könnte, um ein Dokument zu holen, 

dass  das  BFM  diese  Erklärungsversuche  als  stereotyp  bezeichnete 
und als Standardvorbringen wertete, die viele Gesuchsteller verwende-
ten, welche ihre Identität nicht offen legen wollten, 

dass die Behauptung, nie einen Pass oder eine Identitätskarte beses-
sen zu haben, vorliegend aufgrund der Tätigkeit des Beschwerdefüh-
rers [Berufstätigkeit] erst recht nicht glaubhaft sei, 

dass nämlich auch davon auszugehen sei, dass ihm ohne ein offiziel-
les Ausweisdokument nie eine Bankkarte ausgestellt worden wäre, 

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  während  seines  zweimonatigen 
Aufenthaltes in  Lagos angesichts  der Einfachheit  der  Passerlangung 
genügend Zeit gehabt hätte, sich allenfalls um eine Ausstellung zu be-
mühen, 

dass auch die Art und Weise, wie der Beschwerdeführer nach Europa 
gelangt sein will, als starkes Indiz für die bewusste Nichtabgabe vor-
handener Papiere zu werten sei,

dass der Beschwerdeführer angegeben habe, mit Hilfe eines Pastors, 
eines weissen Mannes und dank Spenden von Lagos per Schiff nach 
Europa gelangt zu sein, wobei er auf der gesamten Reise nie kontrol-
liert worden sei, 

dass er jedoch über seinen gesamten Reiseweg keine konkreten An-
gaben habe machen können, 

dass vom Beschwerdeführer angesichts seiner Schulbildung von zehn 
Jahren und dem Umstand, dass er seit 2005 den Laden seines Vaters 
mit  [...]  Angestellten  selbständig geführt  habe,  eine präzise Schilde-
rung der Etappen hätte erwartet werden dürfen, 

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dass sein Erklärungsversuch, nur wenig Englisch zu beherrschen, an-
gesichts  seines  persönlichen  und  beruflichen  Hintergrundes  als 
Schutzbehauptung zu werten sei, 

dass  das  gesamte Aussageverhalten  zur  Herreise  darauf  schliessen 
lasse, dass der Beschwerdeführer beabsichtige, die wahren Umstände 
seines Reiseweges und den Besitz von Reisedokumenten zu verheim-
lichen, 

dass das BFM zusammenfassend folgerte, es lägen keine entschuld-
baren Gründe für das Fehlen von Identitätspapieren vor, 

dass das Bundesverwaltungsgericht diese Betrachtungsweise teilt und 
feststellt, dass auf Beschwerdeebene nichts zu dieser Thematik ange-
führt  wird,  sondern  an  der  angezweifelten  Darstellung  festgehalten 
wird,

dass  der  Beschwerdeführer  damit  die  zutreffenden  vorinstanzlichen 
Erwägungen zum Fehlen entschuldbarer Gründe nicht in Frage zu stel-
len vermag,

dass der Vorinstanz auch hinsichtlich der weiteren Feststellung beizu-
pflichten ist, wonach der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfülle, 

dass das BFM insbesondere festhielt, die Polizei habe den beiden Vor-
sprachen des Beschwerdeführers in den Jahren 2005 und 2009 durch-
aus Beachtung geschenkt und sei ihrer Schutzpflicht nachgekommen, 

dass der Beschwerdeführer den letzten Vorfall, mithin den nächtlichen 
Überfall vom 14. Januar 2009 betreffend, die Möglichkeit, von den lo-
kalen Behörden Schutz zu erlangen, nicht ausgeschöpft habe,

dass es während der  letzten zwei  Monate  im Heimatland zu keinen 
weiteren Überfällen mehr gekommen sei und somit keine Notwendig-
keit bestanden hätte, das Heimatland zu verlassen und Zuflucht in ei-
nem Drittland zu suchen, 

dass  das  BFM  insgesamt  erwog,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 7 und Art. 3 AsylG nicht, 

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  diese  Auffassung  im  Ergebnis 
teilt,  soweit  die  Fluchtbegründung  überhaupt  als  glaubhaft  gemacht 
betrachtet werden kann, 

dass der Beschwerdeführer seine Glaubwürdigkeit bereits mit den rea-
litätsfremden Angaben zur Ausreise in Frage gestellt hat, 

dass darüberhinaus den Protokollen auch Unstimmigkeiten bezüglich 
der Ereignisse vor der Ausreise entnommen werden können, 

dass  beispielsweise  die  Angaben  über  die  Anzahl  Anzeigen  bei  der 
Polizei  oder  die  Datierung  des  letzten  Arbeitstages  unterschiedlich 
ausgefallen sind, 

dass der Beschwerdeführer seine angebliche Verfolgung auch mit der 
Aussage relativiert, er plane nur fünf bis sechs Monate in der Schweiz 
zu bleiben, bis sich Alusi beruhigt habe und nicht mehr nach ihm su-
che, 

dass die Fluchtbegründung somit ebenfalls mit Zweifeln behaftet ist,

dass die Frage der Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht abschliessend 
zu beurteilen ist, da die Möglichkeit der Wohnsitznahme des volljähri-
gen Beschwerdeführers  fernab der  Einflussmöglichkeiten  seiner  Ver-
wandtschaft,  beispielsweise  in  Lagos,  bestanden hätte,  und der  Be-
schwerdeführer  nicht  plausibel  zu  erklären  vermochte,  weshalb  er 
nicht dort geblieben ist, 

dass aufgrund der  regionalen Beschränkung der  geltend gemachten 
Auseinandersetzungen ebenfalls offen bleiben kann, ob bei Konflikten 
mit Beteiligung von Dorfkönigen hinsichtlich der örtlichen Polizei, wie 
vom BFM behauptet, von der Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit die-
ser lokalen Organe ausgegangen werden kann, 

dass das BFM des Weiteren zutreffend erwogen hat,  es seien keine 
zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich, 

dass der die Ausreisegründe detailliert  wiederholenden Beschwerde-
schrift  nichts zu entnehmen ist,  was zu einer anderen Betrachtungs-
weise zu führen vermöchte, 

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dass nach dem Gesagten festzustellen ist, dass das BFM zu Recht ge-
stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht einge-
treten ist, 

dass, befindet sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpo-
lizeilichen  Aufenthaltsbewilligung,  die  Anordnung  einer  Wegweisung 
die gesetzliche Regelfolge des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine  derartige  Bewilligung  verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist  (vgl. 
Entscheide und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-
sion [EMARK] 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt, ist der Vollzug nicht möglich, nicht zulässig oder 
nicht  zumutbar,  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von  Ausländern  regelt 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 

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Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr des jungen, of-
fenbar gesunden Beschwerdeführers schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der Beschaffung gültiger Reisepapiere, sollte er nicht schon in deren 
Besitz sein, mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass die  angefochtene Verfügung,  da diese weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 
AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist, 

dass mit dem Entscheid in der Sache der Antrag auf Verzicht der Erhe-
bung eines Kostenvorschusses und der Antrag auf Erlass vorsorglicher 
Massnahmen betreffend Datenweitergabe gegenstandslos wird, 

dass aus den Akten nicht  ersichtlich wird,  eine Datenweitergabe sei 
bereits  erfolgt,  weshalb  auch  der  diesbezügliche  Antrag,  der  Be-
schwerdeführer sei entsprechend zu informieren, gegenstandslos ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

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verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG angesichts der Aussichtslosigkeit des Ver-
fahrens abzuweisen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  [den 
Kanton]

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

Versand am:

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