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**Case Identifier:** e811aae4-b635-54b7-83ba-20b25a5584ce
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2018 100 2017 197
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-197_2018-06-19.pdf

## Full Text

100.2017.197/198U
HAT/SES/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juni 2018

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Seiler

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2012 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
6. Juni 2017; 100 16 448, 200 16 367)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.06.2018, Nrn. 100.2017.197/
198U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ ist Alleinaktionär der B.________ AG, welche ihrerseits 
sämtliche Aktien der C.________ AG in Nachlassliquidation hält. Die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern rechnete A.________ eine geldwerte 
Leistung in der Höhe von Fr. 2'930'627.-- aus der Beteiligung an der 
B.________ AG auf und veranlagte ihn für die Kantons- und 
Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2012 auf ein steuerbares 
Einkommen von Fr. 3'898'549.-- bzw. Fr. 2'425'429.--. Die von A.________ 
dagegen erhobenen Einsprachen wies die Steuerverwaltung mit Entschei-
den vom 19. August 2016 ab. 

B.

Dagegen gelangte A.________ am 9. September 2016 mit Rekurs und Be-
schwerde an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Diese 
wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 6. Juni 2017 ab. Gleichzeitig 
passte sie die Steuerausscheidung zwischen den Einwohnergemeinden 
D.________ und E.________ an und wies die Akten zur (rechnerischen) 
Umsetzung dieser Korrektur an die Steuerverwaltung zurück.

C.

Am 6. Juli 2017 hat A.________ sowohl bezüglich der Kantons- und 
Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 2012 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben und beantragt, die Entscheide der StRK vom 
6. Juni 2017 aufzuheben und das steuerbare Einkommen auf Fr. 967'922.-- 
bzw. Fr. 667'053.-- herabzusetzen.

Am 10. Juli 2017 hat der Abteilungspräsident i.V. die Verfahren betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer ver-
einigt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.06.2018, Nrn. 100.2017.197/
198U, Seite 3

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung bzw. 
Beschwerdeantwort vom 2. August 2017 bzw. 26. September 2017 je auf 
Abweisung der Beschwerden. Am 22. Dezember 2017 hat sich A.________ 
erneut vernehmen lassen. Er hält an seinen Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Bei den angefochte-
nen Rückweisungsentscheiden handelt es sich um Endentscheide, ver-
bleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; die 
Rückweisung dient nur der (rechnerischen) Umsetzung des Angeordneten 
(vgl. statt vieler BGE 142 II 20 E. 1.2, 140 V 321 E. 3.2, 134 II 124 E. 1.3; 
für das kantonale Verfahren BVR 2017 S. 205 E. 1.4). Die zusätzlichen 
Voraussetzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die 
Anfechtung von Zwischenentscheiden müssen daher nicht erfüllt sein. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdever-
fahren teilgenommen, ist durch die angefochtenen Entscheide besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf die form- und fristgerecht 
eingereichten Beschwerden ist einzutreten. 

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.06.2018, Nrn. 100.2017.197/
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Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in ge-
trennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in 
ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 
E. 1.2, 135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die ein-
schlägigen Bestimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts 
weitgehend gleich lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der 
Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer 
Steuern.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Der Besteuerung als Einkommen unterliegen u.a. die Erträge aus 
beweglichem Vermögen (Art. 24 Abs. 1 StG bzw. Art. 20 Abs. 1 DBG). Als 
solche gelten Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse sowie 
geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art (Art. 24 Abs. 1 Bst. c StG; 
Art. 20 Abs. 1 Bst. c DBG). Erfasst werden auch die sogenannten ver-
deckten Gewinnausschüttungen, also Leistungen einer Gesellschaft an die 
Inhaberschaft von Beteiligungsrechten oder dieser nahestehende Per-
sonen, denen keine oder keine genügende Gegenleistung gegenübersteht 
und die einer an der Gesellschaft nicht beteiligten Drittperson nicht oder nur 
in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wären. Der Grund sol-
cher Vorteilszuwendungen liegt nicht in der Geschäftstätigkeit der Gesell-
schaft, sondern im Beteiligungsverhältnis. Mit der Ausrichtung von geld-
werten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschäftlichen Verpflichtun-
gen nach, sondern verwendet Gewinn im Interesse der Inhaberschaft von 
Beteiligungsrechten (vgl. Markus Reich, Verdeckte Vorteilszuwendungen 
zwischen verbundenen Unternehmen, in ASA 54 S. 609 ff., 621 f.). Ob eine 
Leistung der Gesellschaft an die Anteilsinhaberschaft gerade aufgrund von 
deren Stellung erfolgt ist und einer Drittperson nicht erbracht worden wäre, 
sodass es sich um eine steuerbare Zuwendung handelt, beurteilt sich an-
hand eines Drittvergleichs (sog. Grundsatz des «dealing at arm's length»). 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/73ebaefe-08e5-4516-9cd7-997a0a1c5049?citationId=7c3caa97-f3b4-4fb1-9085-fbc8aa8993f1&source=document-link&SP=4|lgpkrz

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.06.2018, Nrn. 100.2017.197/
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Dabei ist unter Beachtung der konkreten Umstände des Einzelfalls zu prü-
fen, ob das Geschäft in gleicher Weise mit einer Drittperson abgeschlossen 
worden wäre, die mit der Gesellschaft nicht verbunden ist (vgl. zum Gan-
zen BGE 140 II 88 E. 4.1, 138 II 57 E. 2.2; VGE 2017/113/114 vom 
26.2.2018 E. 2.1; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, Art. 20 
N. 120 ff.; ders., Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Art. 58 N. 96 ff., 
N. 103; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 
2016, Art. 20 N. 140 ff.; Reich/Weidmann, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kom-
mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 20 DBG 
N. 46 ff.). 

2.2 Das Darlehen einer Aktiengesellschaft an ihre Anteilsinhaberschaft 
stellt eine geldwerte Leistung dar, wenn die Gesellschaft das Darlehen nur 
deshalb überhaupt gewährt oder es bloss darum in einer bestimmten Höhe 
und zu den konkreten Bedingungen zugesteht, weil die darlehens-
nehmende Person an ihr beteiligt ist. Ob und in welchem Umfang ein Dar-
lehen an die Inhaberschaft von Beteiligungsrechten als geldwerte Leistung 
zu betrachten ist, bestimmt sich ebenfalls aufgrund eines Drittvergleichs: 
Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn und soweit das zu beurteilende 
Darlehen einer unabhängigen Drittperson nicht gewährt worden wäre 
(BGE 138 II 57 E. 3 f.). Das Bundesgericht hat Kriterien entwickelt, bei de-
ren Vorliegen ein Aktionärsdarlehen als geldwerte Leistung zu qualifizieren 
ist. Das ist u.a. dann der Fall, wenn das gewährte Darlehen durch den Ge-
sellschaftszweck nicht gedeckt oder im Rahmen der gesamten Bilanz-
struktur ungewöhnlich ist (d.h. wenn das Darlehen durch die vorhandenen 
Mittel der Gesellschaft nicht abgedeckt werden kann oder es im Vergleich 
zu den übrigen Aktiven übermässig hoch erscheint und so ein sog. Klum-
penrisiko verursacht), weiter bei fehlender Bonität der Schuldnerschaft oder 
dann, wenn keine Sicherheiten und keine Rückzahlungsverpflichtungen 
bestehen, die Darlehenszinsen nicht bezahlt, sondern dem Darlehenskonto 
laufend belastet werden und schriftliche Vereinbarungen fehlen 
(BGE 138 II 57 E. 3.2 mit Hinweisen; BGer 2C_443/2016 und 2C_444/2016 
vom 11.7.2017 E. 3.2; VGE 2017/113/114 vom 26.2.2018 E. 2.2; Peter 
Locher, a.a.O., Art. 58 N. 114; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 
Art. 20 N. 145 sowie Art. 58 N. 120; Reich/Weidmann, a.a.O., Art. 20 DBG 
N. 51). 

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2.3 Als Sonderfall einer geldwerten Leistung gilt ein simuliertes Darle-
hen. Ein solches liegt vor, wenn die äussere Form des Darlehens bloss 
zum Schein gewählt oder gewahrt wird und aufgrund des besonderen 
Verhältnisses unter Nahestehenden mit der Rückzahlung des Darlehens 
nicht (mehr) ernstlich gerechnet werden kann (BGE 138 II 57 E. 5 f.; 
BGer 2C_443/2016 und 2C_444/2016 vom 11.7.2017 E. 3.4; 
VGE 2017/113/114 vom 26.2.2018 E. 2.3, 2016/23/24 vom 6.6.2017 
E. 2.3). Beim fehlenden Willen zur Rückzahlung handelt es sich um ein 
subjektives Element, auf das nur aufgrund äusserer Umstände geschlos-
sen werden kann. Es stellt eine steuerbegründende Tatsache dar, weshalb 
die Beweislast insofern bei der Steuerbehörde liegt (BGE 138 II 57 E. 7.1). 
Zu unterscheiden sind simulierte Darlehen, bei denen die Rückzahlung von 
allem Anfang an (d.h. schon bei Gewährung des Kredits) nicht geplant war 
und solche, bei denen ein fehlender Rückerstattungswillen nur im Nach-
hinein angenommen werden kann, weil die Darlehensgeberin erst in einem 
späteren Zeitpunkt auf ihre Forderung gegenüber der Schuldnerschaft ver-
zichtet. Entweder ist auf den Zeitpunkt der Darlehensgewährung abzustel-
len oder, sofern sich in diesem Moment noch kein aussagekräftiges Bild 
ergibt, zuzuwarten, bis sich die Indizien zum eindeutigen Beweis verdichtet 
haben. Dabei kann wesentlich sein, dass die Darlehensschuld zumindest 
teilweise abgebaut wird. Umgekehrt fällt ins Gewicht, wenn das Darlehen 
trotz schwieriger Finanzverhältnisse der Schuldnerschaft noch (mehrmals) 
beträchtlich erhöht wird. Eine erst nach der Darlehensgewährung realisierte 
geldwerte Leistung liegt namentlich dann vor, wenn die Darlehensgeberin 
im Nachhinein eine vollständige Abschreibung ihrer Forderung vornimmt 
(zum Ganzen BGE 138 II 57 E. 5.2; BGer 2C_443/2016 und 2C_444/2016 
vom 11.7.2017 E. 3.5, 2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 12.2.2016 
E. 4.1 und 4.3). 

3.

3.1 Der Geschäftsabschluss 2011 der B.________ AG wies unter 
Forderungen (Kontokorrent A.________ [Aktionär]) ein Guthaben von 
Fr. 3'030'627.39 aus, das per 31. Dezember 2012 auf Fr. 100'000.-- ab-
geschrieben wurde. Darin erblickte die Steuerverwaltung eine geldwerte 

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Leistung aus Beteiligung, weshalb sie im Umfang des von der B.________ 
AG gewährten Darlehens (abzüglich der verbliebenen Fr. 100'000.--) eine 
Aufrechnung im steuerbaren Einkommen des Beschwerdeführers vornahm. 
Nur diese ist hier umstritten. Unangefochten geblieben sind verschiedene 
andere Korrekturen der Selbstdeklaration des Beschwerdeführers sowie 
die Anpassung der Steuerausscheidung zwischen den 
Einwohnergemeinden D.________ und E.________. 

3.2 Die StRK hat bezweifelt, dass das dem Beschwerdeführer gewährte 
Darlehen je echt gewesen sei. So sei es entgegen der Vereinbarung im 
Darlehensvertrag weiter erhöht statt zurückbezahlt worden. Zudem habe 
die B.________ AG dem Beschwerdeführer keine Dividenden ausgerichtet, 
sodass dieser, anstatt die Gewinne der Holding regulär in Form von 
Dividenden zu beziehen, Mittel laufend über das Aktionärskontokorrent 
bezogen habe (zum Ganzen angefochtene Entscheide E. 4.2). Die StRK 
hat die Frage letztlich offen gelassen und erwogen, durch die Abschreibung 
des Darlehens habe die B.________ AG nach aussen erkennbar erklärt, 
auf dessen Einforderung zu verzichten (angefochtene Entscheide E. 4.3).

3.3 Der Beschwerdeführer bringt zusammenfassend vor, im Zeitpunkt 
der Darlehensgewährung ein «solventer und wirtschaftlich robuster» 
Schuldner gewesen zu sein. Da sein Vermögen faktisch aus der 
C.________ AG bestanden habe und diese wegen Liquiditätsengpässen im 
Oktober 2012 überraschend ein Gesuch um Nachlassstundung habe 
einreichen müssen, sei eine Abschreibung des Darlehens handelsrechtlich 
zwingend gewesen (Beschwerden Bst. A Ziff. 3 ff., 9, Bst. B Ziff. 2.2 ff.). Zu 
diesem Zeitpunkt habe er über kein anderes steuerbares Vermögen mehr 
verfügt. Zudem sei aus einer privaten Bürgschaft gegenüber der [Bank] 
eine Verpflichtung von 2 Mio. Franken resultiert, die im Sommer 2013 auf 
dem Betreibungsweg eingefordert worden sei (Beschwerden Bst. A Ziff. 5). 
Die B.________ AG habe ihm keine Dividende ausschütten bzw. eine 
solche mit der Darlehensforderung verrechnen können, habe doch die 
[Versicherung], die der C.________ AG eine Kautionsversicherung gewährt 
hatte, eine Mithaftung der B.________ AG vorausgesetzt. Die Versicherung 
hätte einer Dividendenausschüttung daher (angeblich) nicht zugestimmt 
(Beschwerden Bst. A Ziff. 7). Die B.________ AG habe nicht auf die Rück-

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zahlung des Darlehens verzichtet und sein Rückzahlungswille sei stets 
vorhanden gewesen (Beschwerden Bst. B Ziff. 2.3 f.).

3.4 Was der Beschwerdeführer vorbringt, lässt die schlüssigen Er-
wägungen der Vorinstanz nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen:

3.4.1 Nach dem Darlehensvertrag vom 31. Dezember 2009 betrug die 
Forderung der B.________ AG zu diesem Zeitpunkt Fr. 1'795'972.20. 
Vereinbart wurde neben einer Verzinsung von 3 %, das Darlehen mit jähr-
lichen Raten innert zehn Jahren zurückzuzahlen. Als Sicherheit hat der 
Beschwerdeführer die Aktien der B.________ AG hinterlegt (act. 4A 
pag. 64). Wann dieses Darlehen ursprünglich gewährt worden ist und wie 
sich die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers und der 
B.________ AG damals präsentierten, ist nicht aktenkundig. 

3.4.2 Ende 2010 wies der Beschwerdeführer Schulden von Fr. 3'245'322.-
- aus und verfügte über Aktiven im Wert von Fr. 11'089'692.--, sodass ein 
steuerbares Vermögen von Fr. 7'844'370.-- resultierte. Dies allerdings nur, 
weil der Steuerwert der Aktien der B.________ AG von der 
Steuerverwaltung auf Fr. 8'299'990.-- erhöht worden war (definitive 
Veranlagung 2010, Beschwerdebeilage [BB] 2). Den weitaus grössten 
Vermögenswert des Beschwerdeführers stellte damit seine Beteiligung an 
der B.________ AG dar. Für das Jahr 2010 wies der Beschwerdeführer 
Schuldzinsen von Fr. 70'462.-- aus, wovon die Steuerverwaltung 
Fr. 56'216.-- anerkannte. Er deklarierte weitere Aufwendungen in der Höhe 
von Fr. 42'598.--, wobei den geltend gemachten Abzügen Einkünfte von 
Fr. 105'558.-- gegenüberstanden, sodass nach Angaben des 
Beschwerdeführers in der Steuererklärung ein negatives Reineinkommen 
von minus Fr. 7'502.-- resultierte (BB 2). Bei diesen Gegebenheiten war der 
Beschwerdeführer bereits im Jahr 2010 nicht mehr in der Lage, mit den 
erzielten Einkünften seiner Zinszahlungspflicht nachzukommen, ge-
schweige denn die vertraglich vereinbarte Darlehensrückzahlung zu leisten 
und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Zwar wäre es ihm zu diesem 
Zeitpunkt theoretisch noch möglich gewesen, das Darlehen zurückzu-
zahlen, weil sein Nettovermögen knapp 8 Mio. Franken betrug. Dieses 
machten aber fast vollständig die Aktien der B.________ AG aus, deren 
Aktiven zum grössten Teil aus den Aktien der C.________ AG bestanden. 

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Um das Darlehen zurückzuzahlen, hätte der Beschwerdeführer an sich 
Aktien der B.________ AG verkaufen können. Dass ein solches Vorgehen 
denkbar gewesen wäre, behauptet der Beschwerdeführer nicht und ist 
angesichts seiner Verbundenheit mit den Unternehmen auch nicht 
anzunehmen. Mit Blick auf die im Vergleich zu seinen Verpflichtungen 
tiefen Einkünfte hätte er das Darlehen also nur zurückzahlen können, wenn 
ihm die B.________ AG Dividenden ausgeschüttet hätte. Im Jahr 2010 
deklarierte der Beschwerdeführer jedoch keine Einkünfte aus 
Beteiligungen. Ab dem Jahr 2011 rechtfertigte er dies damit, dass die 
[Versicherung], die der C.________ AG die Kautionsversicherung erhöht 
habe, einer Dividendenauszahlung (angeblich) hätte zustimmen müssen 
(Erhöhung der versicherten Summe im Schreiben vom 12.4.2011; act. 4B 
pag. 95). Zwar ist das Jahresergebnis 2010 nicht aktenkundig, aber 
angesichts dessen, dass die B.________ AG in den Folgejahren Gewinne 
auswies (Jahresgewinn von Fr. 460'881.44 in 2011 [act. 4A pag. 60] und 
Gewinnvortrag von Fr. 3'246'791.65 in 2012 [Bilanz 2012, BB 3]) und die 
C.________ AG bis in das Jahr 2012 offenbar erfolgreich war 
(Beschwerden Bst. A Ziff. 3), ist von erzielten Gewinnen auszugehen. 
Ferner hätte die Gesellschaft wohl Aktien der C.________ AG verkaufen 
können, um sich liquide Mittel zu beschaffen, sodass letztlich anzunehmen 
ist, dass es der B.________ AG Ende 2010 noch möglich gewesen wäre, 
Mittel auszuschütten.

3.4.3 Der Steuererklärung des Beschwerdeführers für das Jahr 2011 
kann entnommen werden, dass auch in diesem Zeitraum keine Rück-
zahlung für das Darlehen der B.________ AG erfolgte, sondern dieses 
vielmehr auf Fr. 3'030'627.-- erhöht wurde, sodass für das Darlehen insge-
samt Fr. 87'280.-- an Zinsen anfielen (act. 4B pag. 12). Für die Erhöhung 
des Darlehensbetrags sind keine schriftlichen Vereinbarungen aktenkundig. 
Der Bilanz der B.________ AG kann entnommen werden, dass die 
Darlehensforderung gegenüber dem Beschwerdeführer (inzwischen) das 
weitaus grösste Aktivum der Gesellschaft darstellte (79 % der Aktiven bzw. 
Fr. 3'030'627.39 von Fr. 3'846'554.--; act. 4A pag. 62). Die Schulden des 
Beschwerdeführers betrugen per Ende 2011 nach eigenen Angaben insge-
samt Fr. 6'218'048.--, woraus sich eine Zinsbelastung von Fr. 113'578.-- 
ergab (act. 4B pag. 12); über ein Nettovermögen verfügte der Beschwer-

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deführer nach eigenen Angaben nicht mehr (act. 4B pag. 12 ff.). Die Steu-
erverwaltung wertete die Beteiligung an der B.________ AG auf und setzte 
das steuerbare Vermögen 2011 auf Fr. 2'165'582.-- fest (act. 4B pag. 21, 
47 f. und 62 f.). Im selben Jahr kaufte der Beschwerdeführer für 2,5 Mio. 
Franken sein Wohnhaus und baute es für Fr. 281'692.-- um (Steu-
ererklärung 2011, act. 4B pag. 9). Einkünfte deklarierte er 2011 in der Form 
von Tag- und Sitzungsgeldern, Verwaltungsratshonoraren, Tantiemen in 
der Höhe von Fr. 62'000.-- (act. 4B pag. 15) sowie aus selbständiger Er-
werbstätigkeit in der Höhe von Fr. 66'715.-- (act. 4B pag. 6). 

3.4.4 In der Steuererklärung 2012 deklarierte der Beschwerdeführer Tag- 
und Sitzungsgelder, Verwaltungshonorar, Tantiemen von Fr. 40'000.-- 
(act. 4B pag. 83) sowie Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit von 
Fr. 230'308.-- (act. 4B pag. 76). Weiter gab er an, seiner Lebenspartnerin 
eine Schenkung in der Höhe von Fr. 592'257.-- ausgerichtet zu haben 
(act. 4B pag. 77). Gleichzeitig schrieb die B.________ AG per Ende 2012 
ihre Darlehensforderung gegenüber dem Beschwerdeführer um 
Fr. 2'930'627.39 auf Fr. 100'000.-- ab. Auch wenn kein formeller Forde-
rungsverzicht aktenkundig ist, ist von einem Schuldenerlass auszugehen, 
deklarierte doch der Beschwerdeführer in seiner privaten Steuererklä-
rung 2012 gleichzeitig neu eine Verpflichtung gegenüber der B.________ 
AG in der Höhe von nunmehr bloss Fr. 100'000.-- (act. 4B pag. 80). Die 
B.________ AG verfügte nach dieser Abschreibung und der Reduktion des 
Aktienwerts der C.________ AG auf Fr. 1.-- nur noch über Aktiven im Wert 
von Fr. 529'829.--. Trotz dieser verschlechterten Finanzlage erhöhte sich 
das Guthaben der B.________ AG gegenüber dem Beschwerdeführer im 
Jahr 2013 wieder auf Fr. 210'374.55 (BB 3 S. 1).

3.4.5 Mit Blick auf die Kriterien für das Vorliegen eines simulierten Dar-
lehens ergibt sich, dass zwar ein schriftlicher Vertrag bestand und eine 
(mehr oder weniger übliche) Verzinsung geleistet wurde. Indes war der 
Vertrag nachgeschoben, erstreckte sich nicht über den gesamten Dar-
lehensbetrag und wird der Abschluss von weiteren Vereinbarungen nicht 
einmal behauptet. Obschon der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2011 
gemäss eigenen Angaben in seiner Steuererklärung über kein Nettover-
mögen mehr verfügte und es sich beim ihm gewährten Darlehen um den 

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grössten Aktivposten der B.________ AG handelte, verlangte diese über 
ihre eigenen Aktien hinaus keine zusätzlichen Sicherheiten. Weiter 
beharrte die B.________ AG nicht auf die vereinbarte Rückzahlung des 
Darlehens, sondern erhöhte dieses nach 2009 weiter, obschon die Ein-
künfte des Beschwerdeführers bereits im Jahr 2010 seine Zinsverpflichtun-
gen nicht mehr decken konnten. Schon für das Jahr 2010 stellt sich mithin 
ernsthaft die Frage, ob noch mit einer Rückzahlung zu rechnen war. Im 
Jahr 2011 lag eine ähnliche Einkommenssituation vor, was darauf 
schliessen lässt, dass der Beschwerdeführer das Darlehen der B.________ 
AG dazu verwendete, seine laufenden Bedürfnisse, mithin seinen privaten 
Lebensaufwand zu finanzieren, was offensichtlich nicht dem Gesellschafts-
zweck der B.________ AG entsprach. Dieser lautete damals noch: 
«Beteiligung, Erwerb und Handel mit anderen Unternehmungen im In- und 
Ausland, Finanzierung von Gesellschaften und alle anderen Aktivitäten, die 
mit dieser Zweckbestimmung in Zusammenhang stehen können; kann 
Grundstücke erwerben, verwalten und veräussern» (Auszug aus dem 
Handelsregister des Kantons Bern). Im Jahr 2011 befand sich der Be-
schwerdeführer in einer derart angespannten finanziellen Situation, dass 
eine Rückzahlung des Darlehens auch theoretisch kaum mehr möglich 
erschien, sodass an einem entsprechenden Willen gezweifelt werden 
muss. Diese Indizien verdichteten sich spätestens mit der Abschreibung 
des Darlehens im Jahr 2012, mit welcher der Beschwerdeführer nach aus-
sen erkennbar zum Ausdruck brachte, der Gesellschaft die Mittel endgültig 
zu entziehen, zum Beweis. Wird zusätzlich berücksichtigt, dass die 
B.________ AG dem Beschwerdeführer – soweit ersichtlich – nie 
Dividenden ausgeschüttet und keinen namhaften Lohn bezahlt hat, 
erscheint die stetige Erhöhung des Darlehens über die Jahre hinweg primär 
als Form, steuerfrei Mittel für die Bestreitung des Lebensunterhalts des 
Alleinaktionärs zu beschaffen. Mithin wurde die Darlehensform (wohl von 
Beginn weg) nur dem Schein nach gewählt, um Steuern zu sparen. Dass 
es dem Beschwerdeführer am Rückzahlungswillen fehlt, trat mit der 
Abschreibung des Darlehns im Jahr 2012 zweifelsfrei zutage, weshalb sich 
die Aufrechnung des Darlehens als geldwerte Leistung in diesem Zeitpunkt 
und im Umfang der vorgenommenen Abschreibung als rechtmässig 
erweist. Dies wird zusätzlich durch den Umstand bekräftigt, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.06.2018, Nrn. 100.2017.197/
198U, Seite 12

B.________ AG das Darlehen bereits im Jahr 2013 wieder um über 
Fr. 100'000.-- erhöht hat.

3.5 Selbst wenn man nicht von einem (anfänglich) simulierten Darlehen 
ausgehen wollte, liegt in dessen Abschreibung durch die Gesellschaft ein 
faktischer Forderungsverzicht (vgl. dazu vorne E. 3.4.4), der einem Dritt-
vergleich nicht standhält und als geldwerte Leistung zu qualifizieren ist: 
Zum einen fällt auf, dass der Beschwerdeführer gemäss insoweit nicht um-
strittener Veranlagungsverfügung 2012 – unter Berücksichtigung des 
Forderungsverzichts – noch über ein steuerbares Vermögen von 
Fr. 1'505'583.-- verfügte, das sich vor allem aus Wertschriften und der Lie-
genschaft in D.________ zusammensetzte (act. 4B pag. 89 f.). Zum andern 
deklarierte er zwar in seiner Steuererklärung 2012 eine Verpflichtung aus 
Bürgschaft von 2 Mio. Franken gegenüber der [Bank]. Da diese in ihrem 
Betreibungsbegehren eine Verzinsung erst ab 5. Februar 2013 verlangte 
und die Forderung erst im August 2013 in Betreibung setzte, dürfte dieser 
Betrag wohl erst im Februar 2013 fällig geworden sein (Zahlungsbefehl 
vom 9.8.2013, act. 4A pag. 65). Die Bürgschaft konnte also das Vermögen 
des Beschwerdeführers Ende 2012 noch nicht mindern und 
dementsprechend noch nicht Anlass für eine Abschreibung des Darlehens 
durch die B.________ AG geben. Dass eine solche ohnehin nicht ge-
schäftsmässig begründet war, zeigt der Umstand, dass der Beschwerde-
führer im selben Steuerjahr eine Schenkung von knapp Fr. 600'000.-- aus-
richtete und im Vergleich zu früheren Jahren ein wesentlich höheres Ein-
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielte (vorne E. 3.4.4). Bei 
diesen Gegebenheiten hätte die Gesellschaft der verschlechterten Bonität 
des Beschwerdeführers mit der Forderung nach (zusätzlichen) Sicherheiten 
bzw. handelsrechtlich mit einer Rückstellung Rechnung tragen können, 
ohne diesen mittels Forderungsverzicht aus seiner Pflicht zu entlassen. 
Offensichtlich ist, dass sie einer Schuldnerschaft, die nicht Anteilsinhaberin 
ist, die Darlehensschuld nicht erlassen hätte. 

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4.

Nach dem Gesagten erweisen sich die Beschwerden als unbegründet und 
sind abzuweisen. Bei diesem Ausgang der Verfahren wird der Beschwer-
deführer kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfah-
rensgesetz, VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2012 wird 
abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2012 wird abge-
wiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 7'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Urteile kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.