# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 752ec14b-6b4a-57bc-8740-4689e319dc47
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2014 B-1600/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1600-2014_2014-08-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-1600/2014 

 

 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  4 .  A u g u s t  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Marc Steiner, 

Gerichtsschreiberin Beatrice Rohner. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______ AG, 

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Daniel Ronzani, LL.M. 

und PD Dr. Simon Schlauri, Ronzani Schlauri Anwälte, 

Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 alcosuisse, 

Länggassstrasse 35, 3000 Bern 9,  

vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb 

und/oder Kim Leuch, Walder Wyss AG,  

Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich,  

Vergabestelle,  

 

Gegenstand 

 
Öffentliches Beschaffungswesen – Enterprise Resource 

Planning (ERP) alcosuisse – SIMAP-Meldungsnummer 

811969 (Projekt-ID: 105450), 

 

 

B-1600/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführerin gegen die Zuschlagsverfügung der Verga-

bestelle vom 4. März 2014 betreffend das mit "ERP alcosuisse" betitelte 

Beschaffungsverfahren am 26. März 2014 Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht erhoben hat und die Feststellung der Nichtigkeit des Zu-

schlags, eventualiter die Aufhebung des Zuschlags beantragt hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 27. März 2014 

unter anderem einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 6'000.– ver-

langt hat, welcher die Beschwerdeführerin innert Frist bezahlt hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenentscheid vom 2. Juni 

2014 den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung gutgeheissen 

hat, 

dass die Parteien mit Schreiben vom 30. Juli 2014 beantragen, das Ver-

fahren zufolge aussergerichtlicher Einigung als erledigt abzuschreiben, 

die Gerichtskosten je hälftig zu verteilen und keine Parteientschädigung 

zuzusprechen,  

dass das Verfahren einzelrichterlich (Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32) als durch 

Rückzug infolge Vergleichs gegenstandslos geworden abzuschreiben ist, 

dass gemäss Art. 33b Abs. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) keine Verfahrenskosten zu er-

heben sind, wenn eine Einigung zustande kommt, 

dass angesichts des Umstands, dass der Zwischenentscheid vom 2. Juni 

2014 gewisse Hinweise für den Ausgang des Verfahrens geliefert und ei-

ne Einigung zumindest begünstigt hat (vgl. Entscheid des Bundesverwal-

tungsgerichts A-1789/2006 vom 31. Oktober 2007, wonach Verfahrens-

kosten für die Beweisaufnahmen, welche die Grundlage für die Einigung 

erst geliefert hatten, den Parteien auferlegt worden sind), ein voller Ver-

zicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten zwar der Zielsetzung von 

Art. 6 Bst. a des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 

173.320.2) nicht entspricht (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 4.59), 

B-1600/2014 

Seite 3 

dass der klare Gesetzeswortlaut von Art. 33b Abs. 5 VwVG indessen kei-

nen Raum lässt, den Parteien – insbesondere für den ergangenen Zwi-

schenentscheid vom 2. Juni 2014 – Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 614), 

dass demnach keine Verfahrenskosten erhoben werden, womit auf den 

Antrag der Parteien auf hälftige Teilung der Verfahrenskosten nicht näher 

einzugehen ist,  

dass der geleistete Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin in der Höhe 

von Fr. 6'000.– nach Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten ist, 

dass antragsgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.  

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als zufolge aussergerichtlichen Ver-

gleichs erledigt abgeschrieben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von 

Fr. 6'000.– wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

B-1600/2014 

Seite 4 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Beilage: Rückerstattungs-

formular; Gerichtsurkunde) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 105450; Rechtsvertreter; 

Gerichtsurkunde) 

– die Zuschlagsempfängerin (A-Post) 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Beatrice Rohner 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 4. August 2014