# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 033400b9-18e1-5177-b60a-bc016abe766b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.12.2021 ZK1 2018 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-85_2021-12-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 22. Dezember 2021

Referenz ZK1 18 85

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur 

gegen

B._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur 

Gegenstand Nebenfolgen der Ehescheidung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 20. März 2018,
mitgeteilt am 30. Mai 2018 (Proz. Nr. 115-2018-22)

Mitteilung 29. Dezember 2021

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Sachverhalt

A. A._____ und B._____ haben am 1. September 2006 geheiratet. Aus der 
Ehe sind die Kinder C._____, geboren am _____ 2004, D._____, geboren am 
_____ 2007, und E._____, geboren am _____ 2010, hervorgegangen.

B. Die Parteien reichten dem Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017: Regi-
onalgericht Plessur) am 15. August 2016 ein gemeinsames Scheidungsbegehren 
ein (Proz. Nr. 135-2016-559).

C. Beide Parteien stellten Anträge zur Regelung der Scheidungsnebenfolgen 
(Proz. Nr. 115-2018-22).

D. Nach Abschluss des zweiten Schriftenwechsels reichte die Berufungskläge-
rin ein Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen (Proz. Nr. 135-
2017-691) ein.

E. Am 20. März 2018 fand die Hauptverhandlung im Scheidungsverfahren 
(Proz. Nr. 115-2018-22) statt. Mit Entscheid vom 20. März 2018, ohne schriftliche 
Begründung eröffnet am 28. März 2018, mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 
30. Mai 2018, erkannte das Regionalgericht Plessur wie folgt:

1. Rechtsbegehren 1. des vorsorglichen Massnahmeverfahrens (Proz. 
Nr. 135- 2017-691) wird als gegenstandslos abgeschrieben.

2. [Scheidungspunkt]

3. [elterliche Sorge und Obhut]

4. [Besuchsrechtsbeistandschaft]

5. [Besuchsregelung]

6. a) B._____ wird verpflichtet, ab dem 25.10.2017 an den Barunterhalt 
seiner Kinder, jeweils monatlich im voraus auf den ersten jeden Mo-
nats an A._____ folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfällig ver-
traglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen 
zu bezahlen:

für C._____ CHF 1'400.00

für D._____: CHF 1'000.00 bis 31.03.2020

CHF 1'400.00 ab 01.04.2020

für E._____: CHF 1'000.00 bis 31.08.2023

CHF 1'400.00 ab 01.09.2023

Diese Unterhaltspflicht dauert bis zur Volljährigkeit. Vorbehalten bleibt 
ein Anspruch nach Art. 277 Abs. 2 ZGB.

b) B._____ ist berechtigt bereits erbrachte Unterhaltszahlungen in Ab-
zug zu bringen.

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Es wird davon Vormerk genommen, dass B._____ die Forderung von 
CHF 12'931.85 (noch nicht bezahlte Unterhaltsbeiträge 2015, Valuta 
31.03.2017, Valuta März 2018: CHF 9'932.00) anerkennt und sich zur 
Zahlung an A._____ verpflichtet, wobei seit dem 31. März 2017 er-
brachte Zahlungen anzurechnen sind.

7. [AHV-Erziehungsgutschriften]

8. a) Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 6. basieren auf dem Landesindex 
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand En-
de Februar 2018 von 101.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 
Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals 
auf den 1. Januar 2019, dem Stand des Indexes per Ende November 
des Vorjahres wie folgt anzupassen:

alter UB x neuer Index
Neuer UB   =        alter Index

b) Weist B._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der 
Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional 
zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unveränder-
tem Einkommen entfällt eine Anpassung.

9. A._____ wird verpflichtet B._____ aus Güterrecht CHF 8'710.60 (Au-
to CHF 8'000.00) zu bezahlen.

10. [Vorsorgeausgleich]

11. Im Übrigen werden die Rechtsbegehren abgewiesen.

12.a) Die Gerichtskosten von CHF 6'500.00 gehen zu ¾ zu Lasten von 
A._____ (CHF 4'875.00) und zu ¼ zu Lasten von B._____ 
(CHF 1'625.00) und werden mit dem von ihnen geleisteten Vorschüs-
sen in der Proz. Nr. 135-2016-559 von je CHF 5'000.00 verrechnet. 
Die Differenz von CHF 125.00 wird A._____ und die Differenz von 
CHF 3'375.00 wird B._____ durch den Kanton Graubünden erstattet.

b) A._____ hat B._____ eine Parteientschädigung von CHF 7'570.40 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

13.a) [Rechtsmittelbelehrung]

b) [Rechtsmittelbelehrung Kostenfolge]

14. [Mitteilungen]

F. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
am 29. Juni 2018 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden und stellte fol-
gende Rechtsbegehren:

A Materielles

1. Die Ziffern 6, 8 lit. b, 9, 11 und 12 des Dispositivs des angefochtenen 
Urteils seien aufzuheben.

2. Der Vater sei zu verpflichten, an den Unterhalt der 3 Kinder einen mo-
natlichen, im Voraus zahlbaren Betrag in Höhe von je CHF 2'000.00, 
zzgl. allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu 
bezahlen und zwar rückwirkend ab 25.10.2017.

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Die Unterhaltsbeiträge seien bis zur Mündigkeit, resp. bis zur wirt-
schaftlichen Selbständigkeit der Kinder geschuldet und auch nach der 
Mündigkeit an die Mutter auszubezahlen, ausser das Kind nenne
einen anderen Zahlungsempfänger.

Die Unterhaltsbeiträge seien gemäss Ziff. 8 lit. a des Dispositivs des 
angefochtenen Urteils zu indexieren.

3. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin ge-
stützt auf Art. 165 ZGB CHF 40'000.00, allenfalls einen Betrag nach 
richterlichem Ermessen, nebst 5% Zins seit 15.08.2016 zu bezahlen.

4. In Abänderung von Ziff. 9 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
sei der Beklagte und Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Klägerin 
und Berufungsklägerin aus Güterrecht CHF 30'257.40, nebst 5% Zins 
seit 15.08.2016 zu bezahlen.

5. In Abänderung von Ziff. 12 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
seien die Gerichtskosten zu ¾ dem Beklagten und zu ¼ der Klägerin 
aufzuerlegen.

B._____ sei zu verpflichten, an die ausseramtlichen Kosten von 
A._____ einen Betrag in Höhe von CHF 8'000.00 zu bezahlen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufsbeklag-
ten.

B Beweisantrag

1. Als Zeugin sei einzuvernehmen:

Frau F._____

2. Folgende Urkunden seien zu den Akten zu nehmen:

 Steuerwert der G._____ per 31.12.2017 über Police-Nr. H._____ 
und I._____

 Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichtes Plessur vom 
02. September/18. November 2015

3. Die Klägerin sei zur Beweisaussage, allenfalls zur Parteibefragung zu-
zulassen.

G. Mit Berufungsantwort vom 3. September 2018 schloss B._____ (nachfol-
gend: Berufungsbeklagter) auf Abweisung der Berufung unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zulasten der Berufungsklägerin.

H. Mit Replik vom 25. Oktober 2018 behielt die Berufungsklägerin ihre materi-
ellen und prozessualen Begehren gemäss Berufung unverändert bei. Auch der 
Berufungsbeklagte hielt mit Duplik vom 21. Januar 2019 an seinen Rechtsbegeh-
ren fest.

I. Mit Schreiben vom 23. Januar 2019 wurde der Berufungsklägerin die Duplik 
des Berufungsbeklagten zur Kenntnisnahme zugestellt, mit dem Hinweis, dass ein 
weiterer Schriftenwechsel nicht vorgesehen sei.

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J. Die Akten des Eheschutzverfahrens (Proz. Nr. 135-2015-443), des Schei-
dungsverfahrens auf gemeinsames Begehren (Proz. Nr. 135-2016-559, dessen 
Akten nachfolgend mit "RG act." bezeichnet), des vorinstanzlichen Hauptverfah-
rens (Proz. Nr. 115-2018-22) und des Verfahrens auf Abänderung vorsorglicher 
Massnahmen (Proz. Nr. 135-2017-691) wurden beigezogen.

Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen 
Endentscheid, der mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO). Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet der Kindesunterhalt, die Ent-
schädigung nach Art. 165 ZGB sowie die güterrechtliche Auseinandersetzung, 
womit eine rein vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt (vgl. BGE 116 II 493 
E. 2). In vermögensrechtlichen Streitigkeiten ist eine Berufung nur zulässig, wenn 
der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der Streitwert ist vorliegend klar 
erreicht.

1.2. Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 30. Mai 2018 
mitgeteilt (act. A.1). Die von ihr dagegen erhobene Berufung wurde am 29. Juni 
2018 zuhanden des Kantonsgerichts von Graubünden der Post übergeben 
(act. A.1). Die Berufungsfrist von 30 Tagen erweist sich somit als gewahrt 
(Art. 311 ZPO).

1.3. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100). Innerhalb des Kan-
tonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Gebiet 
des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV 
[BR 173.100]).

1.4. Auf die Berufung ist einzutreten, wobei im Sachzusammenhang zu prüfen 
sein wird, ob das Begründungserfordernis (Art. 311 ZPO) in allen Punkten erfüllt 
ist.

2. Kindesunterhalt (Bemessung des Barunterhalts)

2.1. Methodik 

2.1.1. Die Vorinstanz hat den Kindesunterhalt nach der Feststellung, dass sich die 
Parteien über deren Anwendbarkeit einig seien, anhand der Zürcher Tabelle be-
stimmt. Dabei ist sie den Anträgen des Berufungsbeklagten in Bezug auf eine Re-

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duktion der in der Tabelle vorgesehenen Bedarfswerte für die Kosten von Kran-
kenkasse, Wohnen und Freizeit gefolgt, während sie die von der Berufungskläge-
rin geforderten Anpassungen (Berücksichtigung der Kosten der Haushaltshilfe als 
Drittbetreuungskosten, den Einkünften der Eltern angemessene Erhöhung der Be-
darfswerte) abgelehnt bzw. gar nicht behandelt hat (act. B.0, 5.4). Mit der Zuspre-
chung der vom Berufungsbeklagten beantragten Unterhaltsbeiträge, die um ca. 
CHF 100.00 (C._____ und D._____) bzw. CHF 140.00 (E._____) über dem ermit-
telten Bedarf liegen und zusätzlich zu den (aktuell von der Berufungsklägerin be-
zogenen) Kinderzulagen zu bezahlen sind, erhalten die Kinder im Ergebnis aller-
dings zusammen fast CHF 1'000.00 mehr, als sie zur Deckung des von der Vorin-
stanz berechneten Bedarfes benötigen. Feststellungen zur Leistungsfähigkeit des 
Berufungsbeklagten und eine Beurteilung der Angemessenheit der Unterhaltbei-
träge finden sich im angefochtenen Urteil nicht. Ebenso fehlen die von Art. 301a 
lit. a ZPO geforderten Angaben.

2.1.2. Im Berufungsverfahren gehen beide Parteien weiterhin von der Anwend-
barkeit der Zürcher Tabelle aus. Akzeptiert werden von der Berufungsklägerin zu-
dem die Kürzungen bei den Kosten für Krankenkasse, Wohnen und Freizeit. Sie 
verlangt aber weiterhin eine Berücksichtigung der Kosten der Haushaltshilfe 
(CHF 500.00 pro Kind; act. A.1, III.B.1.4) und bemängelt, dass die Vorinstanz es 
unterlassen hat, den anhand der Zürcher Tabellen ermittelten Bedarf um einen 
den Kindern zustehenden Überschussanteil zu erweitern (act. A.1, III.B.1.1). Die-
sen beziffert sie ausgehend von einem Einkommen des Berufungsbeklagten von 
(mindestens) CHF 12'000.00 (act. A.1, III.B.1.2) und einem auf CHF 3'815.00 be-
zifferten Grundbedarf (mit reduzierten Beträgen für Wohnkosten und Steuern; 
act. A.1, III.B.1.5) auf CHF 545.00 (act. A.1, III.B.1.2) bzw. CHF 500.00 (act. A.1, 
III.B.1.5) pro Kind. Dementsprechend macht sie einen Unterhaltsbedarf von 
CHF 2'400.00 für C._____ und je CHF 2'000.00 für die beiden Mädchen geltend 
und hält an den bereits vor erster Instanz (Klage und Hauptverhandlung) geforder-
ten Unterhaltsbeiträgen von CHF 2'000.00 (zuzüglich Kinderzulagen) für jedes 
Kind fest.

2.1.3. Der Berufungsbeklagte bestreitet, dass die Anforderungen an die Beru-
fungsbegründung erfüllt sind (act. A.2, IV.59), und verteidigt ansonsten das Vor-
gehen der Vorinstanz (act. A.2, IV.50 ff.). Was Ersteres anbelangt, trifft es zwar 
zu, dass die Vorbringen der Berufungsklägerin knapp gehalten sind und präzise 
Aktenverweise fehlen. Nichtsdestotrotz setzt sie sich mit den Erwägungen der Vor-
instanz auseinander und zeigt mit ausreichender Deutlichkeit auf, in welchen 
Punkten sie deren Beurteilung für falsch hält. Damit ist sie hinsichtlich des (der 

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unbeschränkten Untersuchungsmaxime unterliegenden) Kindesunterhalts dem 
gesetzlichen Begründungserfordernis von Art. 311 ZPO nachgekommen.

2.1.4. Soweit sich der Berufungsbeklagte gegen den Einbezug eines Überschuss-
anteils in die Berechnung des Barunterhalts wehrt und auch die einkommensmäs-
sigen Voraussetzungen für einen (prozentualen) Zuschlag zu den Bedarfswerten 
der Zürcher Tabelle verneint, hat das Bundesgericht in einem kürzlich ergangenen 
Leitentscheid (BGE 147 III 265) die Rechtslage geklärt. Dabei hat es dem bis an-
hin praktizierten Methodenpluralismus im Bereiche des Kindesunterhalts ein Ende 
gesetzt und  wie bereits für den Betreuungsunterhalt  auch für den Barunterhalt 
eine schweizweit anzuwendende Berechnungsmethode vorgegeben. Ausser bei 
aussergewöhnlich guten (weit überdurchschnittlichen) finanziellen Verhältnissen 
(wovon im vorliegend zu beurteilenden Fall klarerweise noch nicht die Rede sein 
kann) ist der Barunterhalt daher zweistufig, d.h. anhand einer Berechnung des 
betreibungsrechtlichen oder (wo möglich) familienrechtlichen Existenzminimums 
und mit einer den konkreten Gegebenheiten angemessenen Überschussbeteili-
gung, festzusetzen. Diese Methode trägt dem Umstand Rechnung, dass der ge-
bührende Unterhalt des Kindes (wie der gebührende eheliche und nacheheliche 
Unterhalt) eine von den konkreten Mitteln abhängige dynamische Grösse ist und 
demensprechend auch das Kind von einer überdurchschnittlichen Leistungsfähig-
keit profitieren und an einer gehobenen Lebensstellung der Eltern teilhaben soll.

2.1.5. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Berufungsklägerin nicht 
gefolgt werden kann, wenn sie  in unzulässiger Vermischung zweier Methoden 
(BGer 5A_44/2020 v. 8.6.21 E. 5)  die Hinzurechnung eines Überschussanteils 
zu den (leicht angepassten) Bedarfswerten der Zürcher Tabelle verlangt, liegen 
Letztere doch erfahrungsgemäss erheblich über dem familienrechtlichen Exis-
tenzminimum und beinhalten damit bereits einen gewissen Überschuss. Nicht ge-
folgt werden kann aber auch dem Berufungsbeklagten, wenn dieser bei den gege-
benen finanziellen Verhältnissen einen die Bedarfswerte der Zürcher Tabelle 
übersteigenden Unterhalt generell ausschliessen will. Vielmehr ist der Barunterhalt 
in Beachtung der bundesgerichtlichen Vorgaben losgelöst von den Bedarfswerten 
der Zürcher Tabelle festzusetzen, wozu in einem ersten Schritt Einkommen und 
Grundbedarf aller Beteiligten (Eltern und Kinder) zu ermitteln und anschliessend 
der Überschuss unter Beachtung sämtlicher Besonderheiten des konkreten Falles 
zu verteilen ist. Mit Blick auf die vorliegend gegebenen Betreuungsverhältnisse 
(alleinige Obhut der Berufungsklägerin mit leicht erweitertem Kontaktrecht des 
Berufungsbeklagten) kann allerdings bereits an dieser Stelle festgehalten werden, 
dass die Leistungsfähigkeit der Berufungsklägerin von untergeordneter Bedeutung 

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ist: sie erbringt ihren Beitrag an den Unterhalt der drei Kinder bereits in natura, 
indem sie den Kindern Pflege und Erziehung erweist (sog. Naturalunterhalt). Vor 
dem Hintergrund der Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalunterhalt obliegt der 
Geldunterhalt daher dem Grundsatz nach vollständig dem anderen Elternteil, in 
casu also dem Berufungsbeklagten (BGE 147 III 265 E. 5.5 mit Verweis auf BGer 
5A_727/2018 v. 22.8.2019 E. 4.3.2.1). Da im vorliegenden Fall weder Betreu-
ungsunterhalt noch nachehelicher Unterhalt zur Diskussion steht, spielen die fi-
nanziellen Verhältnisse der Berufungsklägerin einzig insofern eine Rolle, als vom 
genannten Grundsatz allenfalls abzuweichen wäre, wenn sie (wesentlich) leis-
tungsfähiger wäre als der Berufungsbeklagte (vgl. BGE 147 III 265 E. 8.1 mit zahl-
reichen Hinweisen). 

2.2. Leistungsfähigkeit des Berufungsbeklagten

Die Vorinstanz hat zu der Leistungsfähigkeit des Berufungsbeklagten, wie bereits 
erwähnt, keine Feststellungen gemacht. Soweit die Berufungsklägerin Gegenteili-
ges annimmt und eine unzutreffende Sachverhaltsfeststellung (Einkommen, Steu-
erlast) respektive falsche Rechtsanwendung (Berücksichtigung zu hoher Mietkos-
ten) rügt (vgl. act. A.1, III.B.1.2 und III.B.1.5), bezieht sie sich auf eine Erwägung 
des angefochtenen Entscheides, in welcher lediglich der Standpunkt des Beru-
fungsbeklagten wiedergegeben wird (vgl. act. B.0, E. 5.3). Es obliegt daher dem 
Berufungsgericht, das massgebliche Einkommen und den anrechenbaren Grund-
bedarf des Berufungsbeklagten festzustellen.

2.3. Einkommen

Der Berufungsbeklagte war während des ehelichen Zusammenlebens stets teilzei-
tig erwerbstätig (ca. 70-80%), und zwar hauptsächlich als selbständiger Physiothe-
rapeut in eigener Praxis und seit 2015 zusätzlich als Angestellter in der Praxis 
J._____ mit variablem Pensum und Entlöhnung nach Umsatz (vgl. RG act. III.1.1 
und RG act. III.1.12). Daneben hat er eine Ausbildung als Osteopath absolviert 
und an zwei Nachmittagen pro Woche die Kinder betreut (vgl. RG act. I.2, 6 und 
RG act. I.3, II.B.4). Seit Dezember 2016 arbeitet er nur noch in der J._____ (mit 
zweiter Praxis in K._____), wo er im Jahr 2017  nach eigenen Angaben mit ei-
nem Pensum von 90% (RG act. I.3, 24), gemäss Bestätigung seines Arbeitgebers 
mit 80% bei Anstrebung einer maximalen Auslastung (RG act. III.2.37)  ein Net-
toeinkommen von CHF 141'617.00 (durchschnittlich CHF 11'800.00 pro Monat) 
erzielt hat (RG act. III.3.43). Hinzu kamen Einkünfte von CHF 1'680.00 (monatlich 
CHF 140.00) aus Leistungen für einen L._____club (RG act. III.5.47), welche ab 
2018 über die Praxis seines Arbeitgebers abgerechnet werden müssen (RG 

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act. III.5.46). Insgesamt belief sich das Einkommen des Berufungsbeklagten daher 
auf monatlich CHF 11'940.00, was annährend dem von der Berufungsklägerin gel-
tend gemachten Betrag von CHF 12'000.00 entspricht. Von einem Einkommen in 
dieser Grössenordnung kann auch für die Zeit ab 2018 ausgegangen werden. 
Zwar hat der Berufungsbeklagte an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung die 
Lohnabrechnung für Februar 2018 (Proz. Nr. 115-2018-22: act. III.1.3) zu den Ak-
ten gegeben, welche eine Nettoauszahlung von lediglich CHF 8'124.90 belegt. Da 
sein monatliches Einkommen nach eigenen Angaben starken Schwankungen un-
terliegt (vgl. auch RG act. III.1.10-11 sowie RG act. III.2.36 für 2017), kann aus 
einer einzelnen Lohnabrechnung aber nicht auf ein dauerhaft tieferes Einkommen 
geschlossen werden. Hätte er ab 2018 tatsächlich weniger verdient, wäre zu er-
warten gewesen, dass er im Berufungsverfahren von sich aus die entsprechenden 
Belege einreicht, statt sich gegen das Editionsbegehren der Berufungsklägerin zu 
wehren. Dem Berufungsbeklagten ist daher ein monatliches Einkommen von 
CHF 12'000.00 anzurechnen, ohne dass dazu noch Beweise abzunehmen wären.

2.4. Grundbedarf

2.4.1. Den Grundbedarf des Berufungsbeklagten hat dessen Rechtsvertreterin an 
der vorinstanzlichen Hauptverhandlung auf CHF 5'238.00 beziffert, bestehend aus 
Grundbetrag (CHF 1'200.00), Mietkosten (CHF 2'015.00), Krankenkassenprämien 
(CHF 207.00), Berufsauslagen (CHF 408.00) und Steuern (CHF 1'408.00). Dage-
gen hat die Berufungsklägerin gemäss Verhandlungsprotokoll (Proz. Nr. 115-
2018-22, act. VII.1) keine Einwände erhoben. Erstmals mit der Berufung bean-
standet sie die Höhe der Mietkosten, was bei Geltung der unbeschränkten Unter-
suchungsmaxime zwar prozessual zulässig ist, in der Sache aber unbegründet ist. 
Soweit es die finanziellen Mittel zulassen, können im sog. familienrechtlichen Exis-
tenzminimum den finanziellen Verhältnissen entsprechende statt am betreibungs-
rechtlichen Existenzminimum orientierte Wohnkosten berücksichtigt werden (BGE 
147 III 265  E. 7.2). Die Mietkosten des Berufungsbeklagten (RG act. III.2.33-34) 
liegen in ähnlicher Höhe wie diejenigen der Berufungsklägerin (RG act. II.1.3) und 
erweisen sich seinem Einkommen angemessen. Mit Blick auf das gerichtlich ein-
geräumte (erweiterte) Kontaktrecht ist ihm sodann die Miete einer genügend gros-
sen Wohnung zuzugestehen, auch wenn es bei der Ausübung des Besuchsrechts 
zeitweilig zu Unterbrüchen gekommen sein mag (vgl. act. A.1, Ziff. II.3; act. A.2, 
IV.34 ff.; act. A.3, II.B.4). Gemäss unwidersprochen gebliebener Darstellung in der 
Duplik (act. A.4, II.12) konnten die Schwierigkeiten dank der Unterstützung der 
Beiständin rasch überwunden werden und hielten sich Ende 2018 auch die beiden 
Töchter wieder regelmässig beim Berufungsbeklagten auf. Eine Beweisabnahme 

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zu diesem Punkt erübrigt sich daher, dies umso mehr, als nicht einmal die Beru-
fungsklägerin die anscheinend aufgetretenen Unstimmigkeiten zum Anlass ge-
nommen hat, eine Änderung der gerichtlichen Kontaktregelung zu beantragen. 
Der Berechnung des Kindesunterhalts ist somit das aktuell geltende Besuchs- und 
Ferienrecht des Berufungsbeklagten zugrunde zu legen.

2.4.2. Im obgenannten Betrag nicht enthalten sind die Kosten, welche dem Beru-
fungsbeklagten während seiner Betreuungszeit für die Kinder anfallen. Darauf hat 
dessen Rechtsvertreterin vor Schranken der Vorinstanz ausdrücklich hingewiesen, 
ohne allerdings die entsprechenden Kosten zu beziffern. Einzig in Zusammenhang 
mit der beantragten (und vorinstanzlich gutgeheissenen) Reduktion der in der Zür-
cher Tabelle enthaltenen Bedarfswerte für Freizeit etc. hat sie einen Betrag von 
CHF 60.00 pro Kind ausgeschieden, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass 
die Kinder einen Teil der Freizeit beim Vater verbringen und auch mit ihm sportli-
che Aktivitäten unternehmen (Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.2 S. 5). Die Kosten 
von Freizeitaktivitäten sind gemäss der neuen bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung aber nicht im Grundbedarf der Kinder anzurechnen, sondern (soweit sie 
den im Grundbetrag enthaltenen Anteil übersteigen) aus dem den Kindern zuste-
henden Überschussanteil zu finanzieren. Von Amtes wegen zu berücksichtigen 
sind hingegen die Kosten, die dem Berufungsbeklagten für die Verpflegung der 
Kinder anfallen, zumal sein Betreuungsanteil dank des grosszügigen Ferienrechts 
(Hälfte der Schulferien) und der zusätzlichen Betreuungszeit an jedem Freitag 
(11.45 bis 18.30 Uhr) über ein herkömmliches Kontaktrecht hinausgeht. Übers 
ganze Jahr gesehen betreut er die Kinder damit nämlich zu rund 30% (Ferien 49 
Tage, Wochenenden ausserhalb der Schulferien 38 Tage, halber Wochentag aus-
serhalb der Schulferien 19 Tage, total 106 Tage). Davon ausgehend, dass von 
den betreibungsrechtlichen Grundbeträgen der Kinder rund die Hälfte auf die Ver-
pflegungskosten entfällt, rechtfertigt es sich, dem Berufungsbeklagten einen mo-
natlichen Betrag von je CHF 90.00 für die beiden älteren Kinder und von 
CHF 60.00 für E._____, total somit CHF 240.00, im eigenen Grundbedarf anzu-
rechnen.

2.4.3. Seine Steuerbelastung hat der Berufungsbeklagte an der vorinstanzlichen 
Hauptverhandlung mit einer provisorischen Steuerberechnung, basierend auf ei-
nem steuerbaren Einkommen von CHF 90'400.00, belegen lassen (Proz. Nr. 115-
2018-22: act. III.1.2). Zu Recht wendet die Berufungsklägerin ein, dass mit höhe-
ren Unterhaltsbeiträgen die Steuern sinken würden. Den von ihr geltend gemach-
ten Betrag von maximal CHF 500.00 hat sie allerdings nicht weiter substantiiert. 
Gemäss Onlinerechner der kantonalen Steuerverwaltung ergäbe sich bei einem 

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steuerbaren Einkommen von CHF 60'000.00 (nach Abzug der beantragten Unter-
haltsbeiträge von total CHF 72'000.00 statt CHF 40'800.00) eine Steuerlast von 
total CHF 8'825.00, also monatlich CHF 735.00. Mit den aus nachstehender Be-
rechnung hervorgehenden Unterhaltsbeiträgen und den weiteren Abzügen analog 
der Vorjahre wird sich das steuerbare Einkommen des Berufungsbeklagten auf 
etwa CHF 80'000.00 belaufen, was zu einer Steuerlast von monatlich ca. 
CHF 1'200.00 führt. Sein familienrechtliches Existenzminimum beläuft sich damit 
auf rund CHF 5'300.00. Der Berufungsbeklagte verfügt demnach über einen Über-
schuss von CHF 6'700.00.

2.5. Leistungsfähigkeit der Berufungsklägerin

Was die Leistungsfähigkeit der Berufungsklägerin anbelangt, hat sich die Vor-
instanz mit der Feststellung begnügt, diese sei in der Lage, ihren Bedarf mit ihrem 
Einkommen zu decken, weshalb kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt bestehe 
(act. B.0, 5.4). Letzteres war vor Vorinstanz auch gar nicht mehr streitig, nachdem 
die Berufungsklägerin an der Hauptverhandlung ihre mit der Replik gestellten 
Rechtsbegehren (basierend auf der Betreuungsquotenmethode) wieder fallenge-
lassen und wie schon in der Klage nur noch die Zusprechung von Barunterhalt 
beantragt hat. Indem die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage auf Feststellungen 
zum Einkommen und Bedarf der Berufungsklägerin verzichtet hat, ist sie still-
schweigend deren Auffassung gefolgt, wonach bei den gegebenen Betreuungs-
verhältnissen allein der Berufungsbeklagte barunterhaltspflichtig sei und daher 
nicht relevant sei, was sie selber verdiene. Dies trifft nach dem zuvor Gesagten 
zwar vom Grundsatz her zu, entbindet die Vorinstanz aber nicht davon, die zur 
Erfüllung ihrer Deklarationspflichten erforderlichen Feststellungen zu tätigen (und 
zwar basierend auf den zu diesem Zweck abgenommenen Beweisen und nicht 
bloss durch Wiedergabe der von den Parteien geltend gemachten Beträge). 

2.6. Einkommen

2.6.1. Mit der Berufung anerkennt die Berufungsklägerin (wie schon an der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung) ein eigenes Einkommen von monatlich ca. 
CHF 5'000.00, dies bei einer 60%-igen Arbeitstätigkeit als Architektin (act. A.1, 
III.B.1.3 f.). Aus den im Recht liegenden Einkommensbelegen geht hervor, dass 
die Berufungsklägerin mit ihrer Anstellung bei der M._____ AG, an welcher sie zu 
einem Sechstel beteiligt ist (RG act. V.20), im Jahr 2017 einen Nettolohn von 
CHF 62'951.00 (monatlich CHF 5'246.00) erzielt hat (RG act. II.4.27). Hinzu ka-
men eine für das Jahr 2016 ausgerichtete Dividende von CHF 1'500.00 (RG 
act. II.5.31), ein Verwaltungsratshonorar von CHF 5'000.00 (RG act. II.7.48) sowie 

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eine  auch nach Auffassung des Berufungsbeklagten vernachlässigbare  Ent-
schädigung von CHF 320.00 für die vereinzelt ausgeübte Tätigkeit als Prüfungs-
expertin (RG act. II.5.30). Insgesamt beliefen sich ihre Einkünfte damit auf monat-
lich CHF 5'814.00. Im Lohnausweis enthalten sind allerdings, wie dort explizit 
vermerkt wurde, die Kinderzulagen von monatlich CHF 660.00, welche bei der 
Unterhaltsberechnung als Einkommen der Kinder zu berücksichtigen sind (BGE 
147 III 265 E. 7.1 in fine). Nach Ausklammerung derselben resultiert ein Einkom-
men von CHF 5'154.00, wobei die Ausrichtung von Dividenden nicht garantiert ist. 
Das von der Berufungsklägerin geltend gemachte (regelmässige) Einkommen von 
CHF 5'000.00 deckt sich demnach mit den vorgelegten Beweisen, was mit der 
Berufungsantwort auch nicht bestritten wurde.

2.6.2. Mit dem Übertritt von E._____ in die Oberstufe (voraussichtlich im August 
2023) wird der Berufungsklägerin gemäss Schulstufenmodell (BGE 144 III 481 
E. 4.7.6) eine Ausdehnung der Erwerbstätigkeit auf 80% und ab dem 16. Geburts-
tag von E._____ (August 2026) eine vollzeitige Erwerbstätigkeit zumutbar sein. Ab 
den genannten Zeitpunkten wird ihr ein (hochgerechnetes) Einkommen von 
CHF 6'650.00 respektive CHF 8'300.00 anzurechnen sein (vgl. dazu auch ihre 
eigenen Angaben vor Vorinstanz, RG act. I.2, II.5.e).

2.7. Grundbedarf

2.7.1 Zu ihrem (Grund-)Bedarf hält die Berufungsklägerin einzig fest, dieser sei 
sicher nicht tiefer als jener des Berufungsbeklagten (wiederum act. A.1, III.B.1.3 
f.). Damit genügt sie ihrer Behauptungslast klarerweise nicht. Auch im vorinstanz-
lichen Verfahren hat die Berufungsklägerin keinerlei Angaben zu ihrem persönli-
chen Grundbedarf gemacht. Einzig im Massnahmeverfahren (Proz. Nr. 135-2017-
691) hat sie sich zu ihrem Grundbedarf geäussert (Proz. Nr. 135-2017-691: 
act. I.1, II.4) und eine Unterhaltsberechnung (Proz. Nr. 135-2017-691: act. II.5) 
eingereicht, in welcher ihr Grundbedarf  in Anlehnung an den im Eheschutzent-
scheid (Proz. Nr. 135-2017-691: act. II.1) berücksichtigen Betrag und mit einem 
um die Wohnkostenanteile der Kinder reduzierten Betrag für Miete und Nebenkos-
ten (CHF 1'540.00)  auf CHF 3'498.00 (Grundbetrag CHF 1'350.00, Wohnkosten 
CHF 1'540.00, Krankenkassenprämien CHF 158.00, Steuern CHF 450.00) bezif-
fert wurde. Auf diesem Betrag ist die Berufungsklägerin grundsätzlich zu behaften. 
Eine Anpassung rechtfertigt sich allerdings bei den Krankenkassenprämien (neu 
CHF 235.00; RG act. II.4.28), während bei den Wohnkosten die im Bedarf der 
Kinder berücksichtigten Wohnkostenanteile von je CHF 240.00 zu berücksichtigen 
sind, so dass von den gesamten Miet- und Nebenkosten von CHF 2'134.00 (RG 
act. II.1.3) ein der Berufungsklägerin anrechenbarer Betrag von CHF 1'414.00 

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verbleibt. Die Wohnkostenanteile der Kinder erscheinen im Vergleich zu den pra-
xisüblichen Beträgen (vgl. dazu Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 285 zu 
Art. 285 ZGB, sowie mit Blick auf die Erläuterungen zur Zürcher Kinderkostenta-
belle, wonach bei drei und mehr Kindern je ein Fünftel der Mietkosten einzusetzen 
wäre [abrufbar unter https://www.zh.ch/de/familie/sorgerecht-unterhalt/vater-
schafts-unterhaltsregelung.html]), zwar eher tief. Nachdem die Berufungsklägerin 
die genannten Beträge explizit akzeptiert hat, besteht für das Berufungsgericht 
indessen kein Grund, diese von Amtes wegen zu erhöhen. 

2.7.2. Die Steuerlast der Berufungsklägerin hängt schliesslich  gleich wie beim 
Berufungsbeklagten  von der Höhe der Unterhaltsbeiträge ab, wobei der auf das 
Einkommen der Kinder entfallende Anteil allerdings im Grundbedarf der Kinder zu 
berücksichtigen ist (vgl. wiederum BGE 147 III 265 E. 7.2 m.w.H.). Unter Berück-
sichtigung ihres eigenen Einkommens, den von ihr bezogenen Kinderzulagen und 
den nachstehend errechneten Unterhaltsbeiträgen sowie der zulässigen Abzüge 
(auch für die Kinder) wird sich ihr steuerbares Einkommen ebenfalls auf ca. 
CHF 80'000.00 belaufen, woraus bei Anwendung des Verheiratentarifs eine mo-
natliche Steuerlast von ca. CHF 720.00 resultiert. Davon entfällt entsprechend 
dem Anteil der für die Kinder bestimmten Einkünfte am Gesamteinkommen rund 
die Hälfte (je CHF 120.00) auf die drei Kinder (vgl. zur Methode BGer 
5A_816/2019 v. 25.6.2021 E. 4.2.3.5 [zur Publ. vorgesehen]). Im Grundbedarf der 
Berufungsklägerin ist für die Steuern demnach ein Betrag von CHF 360.00 anzu-
rechnen, womit er sich (ebenfalls aufgerundet) auf total CHF 3'400.00 beläuft. Die 
Berufungsklägerin verfügt somit über einen Überschuss von CHF 1'600.00.  

2.8. Grundbedarf der Kinder

2.8.1. Der Grundbedarf der Kinder besteht aus dem (um den beim Vater anfallen-
den Anteil reduzierten) Grundbetrag (CHF 510.00 für C._____ und D._____, 
CHF 340.00 für E._____), einem Wohnkostenanteil von je CHF 240.00 und den 
Krankenkassenprämien (CHF 124.00 für C._____, CHF 104.00 für D._____ und 
CHF 72.00 für E._____, RG act. II.4.28). Strittig ist die Anrechenbarkeit der Kosten 
der Haushaltshilfe. Diese wurde erst nach Änderung der Betreuungsregelung an-
gestellt und übernimmt nur teilweise Betreuungsaufgaben. Wie aus dem mit der 
Steuererklärung 2017 (RG act. II.7.48) eingereichten Arbeitsvertrag hervorgeht, 
arbeitet die Haushaltshilfe an zwei Tagen pro Woche (Dienstag und Donnerstag) 
jeweils sechs Stunden, wobei ihre Aufgabe sämtliche anfallenden Arbeiten im und 
für den Haushalt der Arbeitgeberin, inklusive Vorbereitung des Mittagessens, be-
inhaltet. In der Arbeitszeit eingeschlossen ist damit zwar auch die Mittagspause 

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der Kinder (11.45 bis 14.00 Uhr). Soweit es der Berufungsklägerin aufgrund ihrer 
eigenen Arbeitszeiten (vgl. dazu den im März 2013 abgeschlossenen Arbeitsver-
trag mit Blockzeiten von 8.30 bis 12.00 Uhr, Montag bis Donnerstag, und 13.30 bis 
17.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag; RG act. II.6.39, S. 8) nicht möglich wäre, die 
Betreuung der Kinder in dieser Zeit selber zu gewährleisten, gäbe es indessen 
günstigere Lösungen (vgl. Tarifordnung Stadtschule Kindertagesstätten). Eine 
vollständige Anrechnung der Kosten für die Haushaltshilfe ist daher jedenfalls 
ausgeschlossen. Vorliegend ist allerdings nicht ersichtlich, weshalb es der Beru-
fungsklägerin als Aktionärin und (gemäss aktuellem Handelsregisterauszug) Ver-
waltungsratspräsidentin der M._____ AG nicht möglich sein sollte, die Arbeitszeit 
im 60%-Pensum (25.5 Stunden) so einzuteilen, dass es keiner Fremdbetreuung 
bedarf. So hat der Berufungsbeklagte zu Recht darauf hingewiesen, dass in den 
Schulen N._____ Blockzeiten gelten und E._____ bereits in der zweiten Klasse 
der Primarschule 25 Pflichtlektionen pro Woche hat (act. A.4, IV.29). Jeweils am 
Freitag (ab 11.45 Uhr bis 18.30 Uhr) werden die Kinder zudem vom Berufungsbe-
klagten betreut, so dass die Berufungsklägerin ganztags arbeiten könnte. Soweit 
die Berufungsklägerin die Notwendigkeit der Haushaltshilfe schliesslich damit zu 
begründen versucht, sie sei darauf angewiesen, dass jemand zuhause sei, wenn 
die Kinder aus der Schule kommen (act. A.1, III.B.1.4), beweist schon der Um-
stand, dass die Haushaltshilfe nur an zwei Wochentagen im Einsatz ist, dass die 
Kinder die kurze Zeit zwischen Schulschluss und ihrer Rückkehr von der Arbeit 
nötigenfalls auch alleine verbringen können. Die geltend gemachten Kosten der 
Haushaltshilfe sind im Bedarf der Kinder daher nicht zu berücksichtigen.

2.8.2. Zum Bedarf der Kinder kommt der Steueranteil hinzu. Wie bei der Beru-
fungsklägerin ist dieser abhängig von der Höhe des Unterhaltsbeitrages und 
beläuft sich auf schätzungsweise CHF 120.00 pro Kind (vgl. vorstehend E. 2.7.).

2.8.3. Nach Abzug der Kinderzulagen (BGE 147 III 265 E. 7.1 in fine; BGer 
5A_782/2019 v. 15.6.2020 E. 3.3) resultiert ein Bedarf von gerundet CHF 780.00 
für C._____, CHF 760.00 für D._____ und CHF 560.00 für E._____.

2.9. Aufteilung des Überschusses

2.9.1. Der gemeinsame Überschuss der Eltern beläuft sich auf CHF 8'300.00. 
Nach Deckung des Mankos der Kinder (total CHF 2'100.00) verbleibt ein Betrag 
von CHF 6'200.00. Bei Aufteilung dieses Betrages nach grossen und kleinen Köp-
fen entfiele ein Anteil von CHF 886.00 (1/7) auf jedes Kind und von CHF 1'771.00 
(2/7) auf jeden Elternteil. Bei den vorliegend gegebenen Verhältnissen stellt sich 
allerdings die Frage, ob ein derartiges (schematisches) Vorgehen, wie es bei ver-

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heirateten Eltern zur koordinierten Berechnung von Ehegatten- und Kindesunter-
halt üblich ist, sachgerecht ist. Fest steht, dass der Berufungsbeklagte der Beru-
fungsklägerin – da von ihr nicht eingeklagt – keinen nachehelichen Unterhalt zu 
bezahlen hat. Sie hat dementsprechend keinen Anspruch auf eine Beteiligung an 
seinem Überschuss, womit sich Leistungsfähigkeit des Berufungsbeklagten er-
höht, während diejenige der Berufungsklägerin auf ihren eigenen Überschuss 
(CHF 1'600.00) beschränkt bleibt. Selbst nach Deckung des Mankos der Kinder 
verbleibt dem Berufungsbeklagten ein Betrag von CHF 4'600.00, was annährend 
dem Dreifachen des Überschusses der Berufungsklägerin entspricht. Er ist daher 
wesentlich leistungsfähiger als die Berufungsklägerin, die ihren Anteil am Unter-
halt durch die überwiegende Betreuung unter der Woche bereits in Natura er-
bringt. Somit besteht kein Anlass für eine Abweichung vom Grundsatz, dass der 
nicht die Obhut innehabende Elternteil alleine für den geldwerten Unterhalt der 
Kinder aufzukommen hat. Bei dieser Sachlage drängt es sich auf, wie bei unver-
heirateten Eltern den Überschussanteil der Kinder nur anhand des eigenen Über-
schusses des Unterhaltsschuldners zu bestimmen (BGer 5A_102/2019 v. 
12.12.2019 E. 5.4; 5A_1032/2019 v. 6.9.2020 E. 5.6). Die Berufungsklägerin muss 
sich mit ihrem Überschuss (der ihren rechnerischen Anteil am Gesamtüberschuss 
notabene nicht erreicht) nicht am Barunterhalt der Kinder beteiligen, weshalb er 
bei der Berechnung des Barunterhalts für die Kinder konsequenterweise un-
berücksichtigt bleiben muss. Im Gegenzug ist der Überschuss des Berufungsbe-
klagten nur auf ihn (2/5 = CHF 1'840.00) und die drei Kinder (je 1/5 = CHF 920.00) 
zu verteilen.

2.9.2. In einem Teil der Lehre wird die Auffassung vertreten, dass sich der Über-
schussanteil des Kindes in jedem Fall unter Einbezug eines Überschussanteils für 
beide Eltern berechnet, um eine Privilegierung von Kindern unverheirateter Eltern 
und die Einführung einer faktischen Partnerschaftsrente zu vermeiden (vgl. Karin 
Meyer, Unterhaltsberechnung: Ist jetzt alles klar?, in: FamPra.ch 2021 S. 904 mit 
Verweis auf OGer SO ZKBER.2019.47 v. 16.12.2019 E. II.6.1.2; Philipp Mei-
er/Andrea Walder-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis des Bundesgerichts zum 
Unterhaltsrecht aus der Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra.ch 
2021 S. 884 f.; Sabine Aeschlimann/Daniel Bähler/Jonas Schweighauser/Diego 
Stoll, Berechnung des Kindesunterhalts – Einige Überlegungen zum Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. November 2020 i.S. A. gegen B. 5A_311/2019, in: Fam-
Pra.ch 2021 S. 271). Dass der Zivilstand des Unterhaltsschuldners und damit ein-
hergehende Unterhaltspflichten die Höhe des Kindesunterhalts beeinflusst, indem 
die verfügbaren Mittel auf mehr oder weniger Unterhaltsberechtige zu verteilen 
sind, entspricht indessen gängiger Praxis. Es ist daher nicht einzusehen, weshalb 

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bei Fehlen einer Unterhaltspflicht für den anderen Elternteil – sei es, weil kein sol-
cher Anspruch besteht oder dessen Geltendmachung im Prozess unterblieben ist 
– nur der Unterhaltsschuldner profitieren soll. Dementsprechend ist der nicht un-
terhaltsberechtigte Elternteil (solange nicht dessen Beteiligung am Barunterhalt 
aufgrund der eigenen Leistungsfähigkeit zur Diskussion steht und sich aus diesem 
Grund eine Gesamtrechnung aufdrängt) bei der Verteilung des Überschusses des 
anderen Elternteils auszuklammern und letzterer nach der Regel "grosse und klei-
ne Köpfe" auf den Unterhaltsschuldner einerseits und die Kinder (sowie allfällige 
weitere unterhaltsberechtige Personen) andererseits aufzuteilen. Vorbehalten 
bleibt eine im Einzelfall gebotene Limitierung aus anderen Gründen (insbesondere 
aus erzieherischen oder konkreten Bedarfsgründen bzw. nach Massgabe des Le-
bensstandards vor der Trennung). 

2.9.3.  Im Rahmen der Überschussverteilung muss schliesslich den eigenen Be-
treuungsleistungen des barunterhaltspflichtigen Elternteils Rechnung getragen 
werden. Wie bereits dargelegt (E. 2.4.2), betreut der Berufungsbeklagte die Kinder 
übers Jahr gesehen – vor allem dank des grosszügigem Ferienrechts – zu rund 
30%. In dieser Zeit kommt er nicht nur für die Verpflegung der Kinder auf, sondern 
bezahlt auch die Kosten gemeinsamer Freizeitaktivitäten und Ferien. Diese Kos-
ten blieben bei der Ermittlung seines Grundbedarfs unberücksichtigt, weshalb dem 
Berufungsbeklagten dafür ein der Betreuungszeit angemessener Teil des Über-
schusses zu belassen ist (vgl. Alexandra Jungo/Christine Arndt, Barunterhalt der 
Kinder: Bedeutung von Obhut und Betreuung der Eltern, in: FamPra.ch 2019 S. 
761). In Anbetracht dessen, dass ein Grossteil der aus dem Überschuss zu finan-
zierenden Kosten (über den Grundbetrag hinausgehende Kosten für Bekleidung, 
Handyabonnement, Musikunterricht, Mitgliederbeiträge für Sportvereine etc.) ein-
zig im Haushalt der Berufungsklägerin anfallen (und von ihr aus den Unterhaltsbei-
trägen zu bezahlen sind), erscheint ein Betrag von je CHF 200.00 pro Kind ge-
rechtfertigt. 

2.9.4. Erhöht man den ungedeckten Grundbedarf der Kinder (CHF 780.00 für 
C._____, CHF 760.00 für D._____ und CHF 560.00 für E._____) um den verblei-
benden Anteil des ihnen zustehenden Überschusses (CHF 720.00 = CHF 920.00 
– CHF 200.00), ergeben sich Unterhaltsbeiträge von CHF 1'500.00 für C._____, 
CHF 1'480.00 für D._____ sowie CHF 1'280.00 für E._____, jeweils zuzüglich 
Kinderzulagen.

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2.10. Beginn der Unterhaltspflicht

2.10.1. Die Vorinstanz setzte den Beginn der Unterhaltspflicht rückwirkend auf 
den 25. Oktober 2017 fest, d.h. auf das Datum der Einreichung des Gesuches um 
Abänderung des vorsorglichen Unterhalts resp. des Eheschutzentscheides, des-
sen Beurteilung erst mit dem Entscheid im Hauptverfahren erfolgte (vgl. act. B.0, 2 
sowie 5.4. in fine). Die Berufungsklägerin hält mit ihrem Berufungsantrag an die-
sem Datum fest, während der Berufungsbeklagte einwendet, dass hinsichtlich der 
rückwirkend festgesetzten Unterhaltsbeiträge ein Entscheid über vorsorgliche 
Massnahmen vorliege, der mit separater Berufung innert der 10-tägigen Frist 
(Art. 314 Abs. 1 ZPO) hätte angefochten werden müssen. Für die Dauer des Beru-
fungsverfahrens seien daher unabhängig von dessen Ausgang die erstinstanzlich 
festgesetzten Unterhaltsbeiträge geschuldet (act. A.2, III.27 ff.). Dem hält die Be-
rufungsklägerin wiederum entgegen, dass bei Gutheissung der Berufung die höhe-
ren Unterhaltsbeiträge selbstverständlich rückwirkend ab Oktober 2017 zuzuspre-
chen seien. Dass die Regelung der vorsorglichen Massnahmen auch während des 
Berufungsverfahrens gelte, bedeute einzig, dass noch kein definitiver Rechtsöff-
nungstitel für höhere Beiträge vorliege, hindere aber die rückwirkende Festlegung 
nicht (act. A.3, II.C.1 f.). Der Berufungsbeklagte verweist daraufhin auf die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung (BGE 142 III 193 E. 5.3), wonach der Beginn der 
Kindesunterhaltspflicht nur dann vor Eintritt der Rechtkraft des Scheidungsurteils 
festgelegt werden könne, wenn die Unterhaltsbeiträge nicht bereits in einem Ehe-
schutz- oder Massnahmeentscheid geregelt worden seien. Aufgrund des Verzichts 
beider Parteien zur Anfechtung des zusammen mit dem Scheidungsurteil ergan-
genen Entscheids bezüglich Abänderung der vorsorglichen Massnahmen könnten 
die Unterhaltsbeiträge durch die Rechtsmittelinstanz daher frühestens ab Rechts-
kraft des Scheidungspunktes festgelegt werden (act. A.4, III.14)

2.10.2. Der Berufungsbeklagte hat Literatur und Rechtsprechung zwar richtig wie-
dergegeben, diese betreffen aber andere Konstellationen als beim vorliegenden 
Fall, in dem die Vorinstanz den Kindesunterhalt in einer einzigen Dispositiv-Ziffer 
geregelt und nicht zwischen vorsorglichem und definitivem Unterhalt unterschie-
den hat. Mit dem angefochtenen Urteil hat die Vorinstanz zwar auch das (an sich 
in die einzelrichterliche Zuständigkeit fallende) Abänderungsverfahren erledigt 
(was in Dispositiv-Ziffer 1 zum Ausdruck kommt). Eine formelle Aufhebung resp. 
Änderung des bis dahin geltenden Eheschutzentscheides ist indessen unterblie-
ben. Stattdessen hat sie über die Begehren zum vorsorglichen Unterhalt zusam-
men mit der Hauptsache entschieden, wobei sie einzig hinsichtlich des Beginns 
der Unterhaltspflicht auf das Abänderungsgesuch Bezug genommen, sich ansons-

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ten aber in keiner Art und Weise mit den Vorbringen der Parteien im Massnahme-
verfahren oder den Voraussetzungen einer Abänderung (Art. 276 ZPO i.V.m. 
Art. 179 ZGB) befasst hat. Im Ergebnis hat sie damit den Kindesunterhalt im 
Hauptverfahren rückwirkend auf den Beginn des Massnahmeverfahrens festge-
setzt, womit Letzteres auch in diesem Punkt – und nicht bloss hinsichtlich der be-
antragten Anpassung der Obhutsregelung (Ziffer 1 der Rechtsbegehren) – gegen-
standslos geworden ist (während der ebenfalls Gegenstand des Massnahmege-
suchs bildende Ehegattenunterhalt unbehandelt blieb). In einer derartigen Konstel-
lation zu verlangen, dass gegen ein und dieselbe Dispositiv-Ziffer zwei verschie-
dene Rechtsmittel (mit unterschiedlicher Frist) zu ergreifen wären, erscheint über-
spitzt formalistisch. Hinzu kommt, dass auch in der Rechtsmittelbelehrung der Vor-
instanz lediglich die ordentliche Berufung (mit 30-tägiger Frist) genannt wurde, 
was darauf schliessen lässt, dass sie ihren Entscheid (jedenfalls was die Disposi-
tiv-Ziffern 2-12 anbelangt) als Entscheid in der Hauptsache verstanden hat. Bildet 
die rückwirkende Festsetzung des Kindesunterhalts aber Gegenstand des in der 
Hauptsache ergangenen Entscheides, kann auch das Berufungsgericht den Kin-
desunterhalt rückwirkend auf den 25. Oktober 2017 zusprechen.

2.11. Absehbare Veränderungen

2.11.1. Zu prüfen bleibt, ob Veränderungen der Einkommens- und Bedarfsver-
hältnisse absehbar sind, die sich auf die Höhe der Unterhaltsbeiträge auswirken. 
Auf der Bedarfsseite trifft dies für den Grundbetrag von E._____ zu, der mit Voll-
endung des 10. Altersjahres (ab September 2020) um CHF 200.00 ansteigt. Nach 
Abzug des im Haushalt des Berufungsbeklagten anfallenden Teils erhöht sich ihr 
Grundbedarf somit um CHF 170.00. Damit einher ginge an sich eine leichte Re-
duktion des Überschussanteils der Kinder (je CHF 40.00 pro Monat), was bei den 
gegebenen Einkommensverhältnissen und mit Blick auf die Scheingenauigkeit der 
teilweise auf Schätzwerten beruhenden Berechnung jedoch vernachlässigt werden 
kann. Dasselbe gilt für die Erhöhung der Kinderzulagen jeweils ab Vollendung des 
16. Altersjahres: dem geringfügig höheren Einkommen stehen erfahrungsgemäss 
zusätzliche Auslagen für den Besuch einer weiterführenden Schule oder für eine 
Lehrausbildung gegenüber. Mit der Volljährigkeit von C._____ (Mai 2022) dürfte 
zudem die dem dritten Kind gewährte Befreiung von den VVG-Prämien wegfallen. 
Nach dem Gesagten ist einzig der Unterhaltsbeitrag für E._____ anzupassen, der 
mit Wirkung ab September 2020 auf den für D._____ geltenden Betrag von 
CHF  1'480.00 erhöht wird.

2.11.2. Ab dem Übertritt von E._____ in die Oberstufe (voraussichtlich im August 
2023) wird die Berufungsklägerin mit dem ihr dannzumal zumutbaren Arbeitspen-

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sum von 80% ein monatliches Einkommen von CHF 6'650.00 erwirtschaften kön-
nen (vgl. vorstehen E. 2.6.2.). Bei einem leicht höheren Grundbedarf (als Folge 
der höheren Steuern) wird ihr Überschuss bei rund CHF 2'850.00 liegen. Zu die-
sem Zeitpunkt wird C._____ bereits volljährig sein. Soweit er sich noch in Ausbil-
dung befinden sollte, wird sein Unterhalt von beiden Eltern nach Massgabe ihrer 
Leistungsfähigkeit zu tragen sein (vgl. nachstehend E. 2.12.). Unter Ausklamme-
rung der Unterhaltspflicht für C._____ wird dem Berufungsbeklagten nach Abzug 
der Unterhaltsbeiträge für die beiden Mädchen (total CHF 2'960.00) bei einem 
ebenfalls an die höhere Steuerlast angepassten Grundbedarf von CHF 5'600.00 
ein Überschuss von monatlich CHF 3'440.00 verbleiben. Er wird folglich immer 
noch leistungsfähiger sein als die Berufungsklägerin, so dass weiterhin kein An-
lass besteht, sie am Barunterhalt der Mädchen zu beteiligen. Daran wird sich auch 
nichts ändern, wenn der Berufungsklägerin eine vollzeitige Erwerbstätigkeit mit 
einem monatlichen Einkommen von CHF 8'300.00 zumutbar sein wird (August 
2026). Ihr Überschuss wird sich dannzumal unter Berücksichtigung der nochmals 
höheren Steuerlast auf ca. CHF 4'300.00 belaufen, während der Berufungsbeklag-
te (nachdem auch D._____ dann volljährig sein wird) nur noch die Unterhaltsbei-
träge für E._____ wird bezahlen müssen und er bei einem Grundbedarf von nun-
mehr CHF 6'100.00 immer noch über einen leicht höheren Überschuss 
(CHF 4'440.00) wird verfügen können.

2.12. Ende der Unterhaltspflicht

2.12.1. Die Vorinstanz befristete die Dauer der Unterhaltspflicht – wie vom Beru-
fungsbeklagten beantragt (act. B.0, V.) – bis zur Volljährigkeit, unter Vorbehalt ei-
nes Anspruches nach Art. 277 Abs. 2 ZGB (act. B.0, 5.4 und Dispositiv-Ziffer 6a). 
Die Berufungsklägerin beantragt sinngemäss, die Dauer der Unterhaltspflicht sei 
alternativ bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit der Kinder festzulegen und der 
Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Unterhaltsbeiträge auch nach Erreichen der 
Volljährigkeit an die Berufungsklägerin auszubezahlen, ausser das Kind nenne 
einen anderen Zahlungsempfänger (act. A.1, I.A.2).

2.12.2. Grundsätzlich dauert die Unterhaltspflicht für ein Kind bis zu dessen Voll-
jährigkeit (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat es dann noch keine angemessene Ausbil-
dung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zuge-
mutet werden darf, für seinen weiteren Unterhalt bis zum ordentlichen Abschluss 
einer entsprechenden Ausbildung aufzukommen (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Die Kin-
desunterhaltsbeiträge können im Scheidungsverfahren über den Eintritt der Mün-
digkeit hinaus festgelegt werden (Art. 133 Abs. 1 Satz 2 ZGB). Letzteres ist auch 
zulässig, wenn das betreffende Kind noch klein ist und somit zum Zeitpunkt des 

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Scheidungsurteils noch keine festen Ausbildungspläne vorliegen (BGE 139 III 401 
E. 3.2). Die Unterhaltsbeiträge können demnach bis zur Volljährigkeit oder über 
diese hinaus bis zum Abschluss der ordentlichen Erstausbildung festgelegt wer-
den. Beide Varianten sich möglich. Dass sich die Vorinstanz für ersteres entschie-
den hat, ist somit weder rechtswidrig noch unangemessen. Solches wird auch mit 
der Berufung nicht geltend gemacht, sondern es wird einzig ausgeführt, der Un-
terhaltsbeitrag sei bis zur Volljährigkeit resp. der wirtschaftlichen Selbständigkeit 
der Kinder geschuldet und auch nach der Mündigkeit an die Mutter auszubezah-
len, alles andere führe lediglich zu Komplikationen (act. A.1, III.B.1.7). Ein zwin-
gender Grund für eine Ausdehnung der Unterhaltspflicht über die Mündigkeit hin-
aus ist damit nicht dargetan. 

2.12.3. Hinzu kommt, dass sich mit dem Eintritt der Volljährigkeit nach neuster 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Berechnung der Unterhaltsbeiträge 
grundlegend ändert. So entfällt einerseits für das volljährige Kind ein Anspruch auf 
Beteiligung am elterlichen Überschuss (BGE 147 III 265 E. 7.2). Anderseits fallen 
sämtliche Erziehungs- und Betreuungspflichten der Eltern weg, so dass der Bar-
unterhalt im Verhältnis der in jenem Zeitpunkt gegebenen Leistungsfähigkeit von 
beiden Eltern zu tragen ist (BGE 147 III 265 E. 8.5; BGer 5A_513/2020 v. 
14.5.2021 E. 5.3). Vorliegend ist mangels entsprechender Angaben der Parteien 
unbekannt, welcher Ausbildungsweg sich für die Kinder abzeichnet. Auch zum 
damit verbundenen Bedarf und einem allfälligen eigenen Einkommen der Kinder, 
das gegebenenfalls (zumindest teilweise) anzurechnen wäre, ist nichts bekannt. 
Eine Festlegung des Volljährigenunterhalts wäre deshalb (jedenfalls für E._____) 
in fast in jedem Punkt nur gestützt auf Annahmen möglich. Aus diesem Grund ist 
im aktuellen Zeitpunkt auf eine Regelung des Mündigenunterhalts verzichten. Die 
Eltern und das betroffene Kind werden sich bei dessen Volljährigkeit entsprechend 
der dannzumaligen und für die weitere Zeit absehbaren Wohn- und Ausbildungssi-
tuation neu über die Tragung des Unterhalts verständigen müssen (vgl. BGE 147 
III 265 E. 8.5). 

2.12.3. Entsprechend ist der Antrag betreffend Festlegung der Berufungs-
klägerin als Zahlungsempfängerin des Volljährigenunterhalts gegenstandslos. 
Dieser wäre im Übrigen auch bei Festlegung eines Unterhaltsbeitrages über die 
Volljährigkeit hinaus abzuweisen, da das Kind unterhaltsberechtigt ist und der Un-
terhaltsbeitrag nach Erreichen der Volljährigkeit nicht mehr an den gesetzlichen 
Vertreter oder Inhaber der Obhut, sondern an das Kind zu leisten ist (Sabine Ae-
schlimann/Jonas Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, 
Scheidung, Bd. I, 3. Aufl., 2017, N 45 zu Art. 276-293 ZGB).

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2.13. Indexierung

2.13.1. Die Berufungsklägerin beantragte vorinstanzlich, der Unterhaltsbei-
trag sei nach der üblichen Formel zu indexieren (RG act. I.2, I.4). Der Berufungs-
beklagte erklärte sich damit grundsätzlich einverstanden, beantragte aber, dass 
die Unterhaltsbeiträge nicht an die Teuerung anzupassen seien, wenn er den 
Nachweis erbringe, dass sich sein Einkommen nicht erhöht habe (RG act. VII.1, 
S. 7). Die Vorinstanz folgte dem übereinstimmenden Antrag der Parteien hinsicht-
lich Indexierung und hielt begründend fest, dass die Unterhaltsbeiträge praxis-
gemäss indexiert würden (act. B.0, 5.6 und Dispositiv-Ziffer 8a). Dem Antrag des 
Berufungsbeklagten folgte sie insofern, als dass bei Nachweis der Nichterhöhung 
seines Einkommens im Umfang der Teuerung nur eine proportionale Erhöhung 
erfolge (act. B.0, Dispositiv-Ziffer 8b). Die Berufungsklägerin verlangt, dass Letzte-
res (Dispositiv-Ziffer 8b) aufgehoben werde, da es um Kinderunterhaltsbeiträge 
gehe und der Bedarf der Kinder unabhängig von der Einkommensentwicklung des 
Unterhaltspflichtigen mit der Teuerung wachse. Die Berufungsklägerin befürchtet 
Missbrauch, wenn der Unterhaltsbeitrag nur dann der Teuerung angepasst würde, 
wenn sich auch das Einkommen des Berufungsbeklagten erhöht hat (act. A.1, 
1.6).

2.13.2. Voraussetzung für die Indexierung von Unterhaltsbeiträgen ist 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in jedem Fall, dass der Pflichtige 
selbst auf seinem Einkommen den vollen Teuerungsausgleich erhält (BGE 100 II 
245 E. 4c; BGE 98 II 257 E. 7f). Die gerichtliche Anordnung, der Pflichtige schulde 
den Indexzuschlag grundsätzlich und nur dann nicht, wenn er nachweist, dass 
sein Einkommen nicht im entsprechenden Umfang angestiegen sei, ist jedoch 
zulässig (BGE 126 III 353 E. 1b). Dies gilt auch, wenn der Unterhaltpflichtige 
selbständig erwerbend ist (vgl. Wortlaut der Indexklausel in einem Fall, in dem der 
Unterhaltspflichtige als Architekt selbständig erwerbstätig war: BGE 127 III 289 
E. A und 4a). Es obliegt dabei dem Unterhaltsschuldner nachzuweisen, sein Ein-
kommen habe sich nicht der Teuerung angepasst (BGE 127 III 289 E. 4a).

2.13.3. Auch die vorinstanzliche Indexklausel ist als Grundsatz-Ausnahme-
Regelung zu verstehen, wobei der Grundsatz die volle Anpassung an die Teue-
rung und die Ausnahme – vom Unterhaltsschuldner nachzuweisen – die proporti-
onale Anpassung ist. Es ist nicht so, dass die Unterhaltsbeiträge nur dann der 
Teuerung angepasst würden, wenn sich das Einkommen des Berufungsbeklagten 
erhöht. Die Befürchtungen der Berufungsklägerin sind somit unbegründet. Ferner 
ist die Indexklausel auch bei Kinderunterhalt gerichtsüblich und entspricht als sol-
che dem Antrag der Berufungsklägerin auf Indexierung nach der "üblichen For-

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mel". Auch die im vorliegenden Berufungsverfahren festgelegten Unterhaltsbeiträ-
ge sind zu indexieren, wobei der aktuelle Stand des Landesindexes der Konsu-
mentenpreise des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen ist.

3. Entschädigung nach Art. 165 ZGB

3.1. Ihre Forderung nach einer Entschädigung im Sinne von Art. 165 ZGB be-
gründete die Berufungsklägerin vor erster Instanz im wesentlich damit, dass der 
Berufungsbeklagte während der Ehe seine Selbständigkeit (Physiotherapie-
Praxis) aufgebaut und sich zum Osteopath weitergebildet habe, weshalb er nicht 
mehr in vollem Umfang für den Unterhalt der Familie aufgekommen sei. Sie sei 
daher gezwungen gewesen, ihre Erwerbstätigkeit auszudehnen und finanzielle 
Unterstützung ihrer Eltern in Anspruch zu nehmen. Die Vorinstanz lehnte eine 
derartige Entschädigung ab, da es sich bei der gleichmässigen Rollenverteilung 
(geteilte Kindesbetreuung und Erwerbstätigkeit) um einen gemeinsamen Ent-
scheid gehandelt habe, die Berufungsklägerin mit Ausnahme des Jahres 2010 
weniger als der Berufungsbeklagte verdient habe und sich das Einkommen des 
Berufungsbeklagten trotz Aufnahme eines Teilzeitstudiums nicht markant reduziert 
habe. Auch mit Bezug auf die geltend gemachten Beiträge der Familie der Beru-
fungsklägerin (Darlehen und Erbvorbezug) erachtete die Vorinstanz die Voraus-
setzungen für eine Entschädigung nicht als erfüllt, da ihre Notwendigkeit für den 
Familienunterhalt nicht ausgewiesen sei (act. B.0, 8.3).

3.2. Die Berufungsklägerin rügt, der Umstand, dass die gelebte Rollenverteilung 
vereinbart gewesen war, schliesse einen Anspruch nach Art. 165 ZGB nicht aus 
(act. A.1, III.B.2.2). Entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin scheint die Vor-
instanz solches auch nicht anzunehmen. Vielmehr geht es bei der betreffenden 
Erwägung um die Frage, ob die Berufungsklägerin, wie es Art. 165 Abs. 2 ZGB 
verlangt, bedeutend mehr an den Familienunterhalt geleistet hat. Denn das Mass 
der Unterhaltspflicht jedes Ehegatten richtet sich in erster Linie nach der Verstän-
digung über die beidseitigen Unterhaltsleistungen, welche die Ehegatten gemäss 
Art. 163 Abs. 2 ZGB getroffen haben (Heinz Hausheer/Ruth Reusser/Thomas 
Geiser, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetz-
buch, Bd. II/1/2, Bern 1999, N 33 zu Art. 165 ZGB).

3.3. Im Übrigen äussert sich die Berufungsklägerin in der Berufungsschrift in 
derselben Manier wie in einer weiteren vorinstanzlichen Rechtsschrift. Sie trägt 
dieselben Behauptungen erneut vor und bekräftigt deren Richtigkeit, als wäre zwi-
schen dem Schriftenwechsel vor erster Instanz und dem vorliegenden Berufungs-
verfahren kein Entscheid ergangen. Mit Bezug auf die Feststellung, es sei nicht 

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ausgewiesen, dass die geltend gemachten ausserordentlichen Beiträge aus Ver-
mögen (erlassenes Darlehen bzw. Schenkung und Erbvorbezug) dem Familienun-
terhalt zugutegekommen sind, wiederholt die Berufungsklägerin ihre unbelegten 
Behauptungen. Sie erklärt nicht, weshalb diese Beiträge als erwiesenermassen für 
den Unterhalt der Familie verwendet zu betrachten wären. Dies ist jedoch eine von 
ihr zu beweisende Anspruchsvoraussetzung für den Entschädigungsanspruch 
nach Art. 165 Abs. 2 ZGB (Art. 8 ZGB; zur Beweislast: BGer 5A_618/2012 v. 
27.5.2013 E. 5.4.3. m.w.H.; zur Anspruchsvoraussetzung: Alexandra Zeiter/Mi-
chael Schlumpf, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer 
Privatrecht, Personen- und Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, 3. Aufl., Zürich 
2016, N 11 Art. 165 ZGB). Mit Bezug auf das Darlehen mangelt es zudem am 
Nachweis der bedeutenden Mehrleistung. Es wurde erwiesenermassen beiden 
Parteien gewährt und in der Folge in vollem Umfang erlassen, was wiederum bei-
den Parteien als gemeinschaftlichen Darlehensschuldnern zugutekam (daran än-
dert die Angabe einzig der Berufungsklägerin in der Steuererklärung der Darle-
hensgeberin nichts [RG act. II.1.5]), weshalb es sich nicht um eine Mehrleistung 
der Berufungsklägerin handelte (vgl. für die Unbeachtlichkeit von Leistungen die 
beiden Ehegatten gemeinsam ausgerichtet werden: Hausheer/Reusser/Geiser, 
a.a.O., N 31 zu Art. 165 ZGB).

3.4. Die Berufungsklägerin offeriert schliesslich die Zeugenaussage ihrer Mutter 
zur Behauptung, das Darlehen sei notwendig gewesen und bis heute nicht 
zurückbezahlt, zur Behauptung, die Mutter habe Unterstützungsleistungen er-
bracht, und zur Behauptung, der Berufungsbeklagte habe praktisch keine oder 
keine Zahlungen an den Familienunterhalt geleistet (act. A.1, III.B.2.3). Zu Letzte-
rem offeriert die Berufungsklägerin auch ihre eigene Beweisaussage (act. A.1, 
III.B.2.3). Im Rahmen des doppelten Schriftenwechsels vor erster Instanz, mit 
dessen Beendigung der Aktenschluss eintrat (BGE 140 III 312), bot die Beru-
fungsklägerin die Zeugenaussage der Mutter einzig zu der Behauptung an, das 
Darlehen sei noch nicht zurückbezahlt (RG act. I.4, II.B.ad 39). Letzteres stellt kei-
ne rechtserhebliche Tatsache bzw. keinen Teil der Tatsachengrundlage des An-
spruches nach Art. 165 Abs. 2 ZGB dar. Die erstmals mit der Berufung gestellten 
Beweisanträge sind folglich neu, weshalb sie mangels Darlegung der Vorausset-
zungen von Art. 317 ZPO nicht zu beachten sind. Im Übrigen wären weder die 
Aussagen der Berufungsklägerin noch die ihrer Mutter geeignet zu beweisen, dass 
die behaupteten Beiträge für den Familienunterhalt verwendet worden wären oder 
der Berufungsbeklagte zum Familienunterhalt nichts beigetragen hätte.

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4. Güterrecht; Vermögen der Berufungsklägerin

4.1. Lebensversicherungen

4.1.1. Die Vorinstanz rechnete den Wert von zwei Lebensversicherungen bei der 
Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in der Höhe von insgesamt 
CHF 14'370.00 der Errungenschaft der Berufungsklägerin an und liess deren Ein-
wand, es handle sich um Kindesvermögen nicht gelten (act. B.0, 6.3). Zum einen 
gehe die Produktbezeichnung "Jeunesse", auf die sich die Berufungsklägerin be-
rief (RG act. VII.1, S. 5 Ziff. 16), nicht aus den Akten hervor und zum anderen sei 
es untypisch, dass die Versicherungen nicht mit Erreichen des 18. Altersjahres der 
Kinder enden würden. Als weiteres Argument gegen die Qualifikation der Versi-
cherungen als Kindesvermögen führt sie an, dass es bei drei Kindern nur zwei 
Versicherungen gebe (act. B.0, 6.3).

4.1.2. Die Berufungsklägerin rügt die erste Feststellung als tatsachenwidrig und 
erklärt, dass bei den Steuererklärungen jeweils ein Beleg beigelegen habe, auf 
dem die Versicherungen mit "Jeunesse" aufgeführt gewesen seien (RG act. II.3.14 
Formular 5; act. A.3, II.D.ad 44-57). Ferner weist sie darauf hin, dass ihrer Darstel-
lung, wonach auch für die jüngste Tochter eine solche Versicherung abgeschlos-
sen worden sein soll, der Berufungsbeklagte jedoch diese nicht einbezahlt habe 
(RG act. I.4, II.B.ad 33), nicht widersprochen worden sei (act. A.1, III.B.3.1b). Der 
Berufungsbeklagte macht geltend, der Verweis auf eine Beilage sei ungenügend, 
um eine Behauptung zu beweisen. Die Policen der G._____ seien so ausgestaltet, 
dass die Eltern beispielsweise für die Ausbildung ihrer Kinder sparen könnten. Bei 
den Rückkaufswerten handle es sich um Vermögen der Eltern, die zur Bezahlung 
einer späteren Ausbildung der Kinder gedacht seien (act. A.2, IV.101-102). Die 
Auszahlung der Versicherungssummen erfolge an die Berufungsklägerin (act. A.4, 
IV.21).

4.1.3. Bezüglich der Frage, ob die Versicherungen der Berufungsklägerin oder 
ihren Kindern zustehen, kommt die allgemeine Beweislastregel von Art. 8 ZGB zur 
Anwendung, wonach derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache 
zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet (Alexandra Jungo, in: Breit-
schmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und 
Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, 3. Aufl., Zürich 2016, N 2 zu Art. 200 ZGB; 
Regina E. Aebi-Müller, Laura Jetzer, Beweislast und Beweismass im Ehegüter-
recht, in: AJP 2011, S. 291, Fn 17). Dies ist vorliegend und mit Bezug auf die Be-
rechtigung an den Versicherungen bei der G._____ der Berufungsbeklagte. Es 
oblag ihm, nachzuweisen, dass die Versicherungen zum Vermögen der Beru-

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fungsklägerin gehören, obwohl sie, wie er selbst in der Berufungsantwort ein-
räumt, zum Sparen für die Kinder gedacht sind (zur Frage, welche Versicherungen 
zum Kindesvermögen gehören vgl. Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Haus-
heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Bern 
2016, N 18 zu Art. 318 ZGB; Peter Breitschmid, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 
2017, N 4 zu Art. 318 ZGB). Es ist daran zu erinnern, dass für die güterrechtliche 
Auseinandersetzung das Regelbeweismass gilt und somit strikter Beweis erforder-
lich ist.

4.1.4. Der Berufungsbeklagte beantragte die Offenlegung sämtlicher Vermögens-
werte der Berufungsklägerin per 16. Juni 2015 (Stichtag der Auflösung des Güter-
standes, RG act. I.3, II.34). Zu seiner Behauptung, der Berufungsklägerin stehe 
der Rückkaufswert einer Lebensversicherung zu, stellte er keinen Editionsantrag 
(RG act. I.5, II.61; RG act. II.1.9 Formular 5). Die Vorinstanz forderte die Beru-
fungsklägerin zur Edition auf (RG act. IV.19). Die Berufungsklägerin reichte dar-
aufhin Urkunden ein, zusammen mit einem Urkundenverzeichnis, zu dem sie be-
merkte, dass auch die Kinder über Konti verfügten, welche jedoch nicht aufgeführt 
würden (RG act. V.21). Dieses Schreiben wurde dem Berufungsbeklagten zuge-
stellt (RG act. IV.21). Der Berufungsbeklagte nahm darauf anlässlich der Haupt-
verhandlung – an der die Frage der Berechtigung an den Versicherungen strittig 
blieb (RG act. VII.3, 4.2 zweitletzter Absatz; RG act. VII.1, S. 5 Ziff. 16) – nicht 
mehr Bezug und beantragte auch nicht die Edition der Versicherungspolicen. Die 
Behauptung, der Berufungsklägerin gehörten die beiden Versicherungen, blieb 
somit unbewiesen, was auch nicht auf eine Beweisvereitelung seitens der Beru-
fungsklägerin durch Vorenthalten der Policen zurückzuführen war.

4.1.5. Die Argumentation der Vorinstanz, wonach es untypisch sei, dass Versiche-
rungen erst enden würden, wenn die Kinder das 30. Altersjahr erreichen, verfängt 
nicht, da die Charakteristik oder die Häufigkeit einer bestimmten Versicherung bei 
Geltung des Regelbeweismasses (nicht bloss überwiegende Wahrscheinlichkeit) 
keine Relevanz hat. Aus demselben Grund darf die Berechtigung der Berufungs-
klägerin an den Lebensversicherungen nicht damit begründet werden, dass bei 
drei Kindern nur zwei Versicherungen bestehen, dies im Übrigen auch deshalb 
nicht, da damit übergangen würde, dass die Behauptung der Berufungsklägerin 
unbestritten blieb, wonach auch für das jüngste Kind eine solche Versicherung 
vereinbart gewesen sei. Die Folgen der Beweislosigkeit hat der beweisbelastete 
Berufungsbeklagte zu tragen, weshalb die Versicherungen nicht in der Errungen-

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schaft der Berufungsklägerin anzurechnen sind. Die Berufung ist in diesem Punkt 
gutzuheissen.

4.2. Säule 3a-Konto

4.2.1. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Berufungsklägerin über ein Säule 3a-
Konto mit einem Saldo per 16. Juni 2015 von CHF 41'893.90 verfügt. Die Gegen-
seite anerkannte davon insgesamt CHF 13'421.00 als Eigengut. Für den nicht von 
der Gegenseite als Eigengut anerkannten Rest von CHF 28'472.00 sah die Vor-
instanz den Nachweis der Eigengutszugehörigkeit als nicht erbracht an und ordne-
te diesen in Anwendung der dahingehenden Vermutung der Errungenschaft zu 
(act. B.0, 6.3). 

4.2.2. Die Berufungsklägerin macht geltend, CHF 36'360.00 von ihrer Mutter er-
halten und auf das Säule 3a-Konto einbezahlt zu haben. Ihre Mutter sei als Zeugin 
darüber zu befragen, zu welchem Zweck ihr die Gelder überwiesen worden seien 
(act. A.1, IV.3.1.c). Auf die Einwände des Berufungsbeklagten, die Berufungsklä-
gerin habe die Behauptung nicht genügend substantiiert, das offerierte Beweismit-
tel sei untauglich und darüber hinaus in der Klagebegründung nicht bezüglich des 
Säule 3a-Kontos angeboten worden, erwidert die Berufungsklägerin, sie habe die 
Zeugenbefragung vorinstanzlich in der Stellungnahme zur Duplik des Berufungs-
beklagten verlangt (act. A.3, II.D.ad103-104).

4.2.3. Letzteres trifft zu (RG act. I.6, II.B.ad 62). Der Beweisantrag erfolgte damit 
jedoch nach Eintritt des Aktenschlusses (BGE 140 III 312) und somit – die Be-
hauptungen der Berufungsklägerin (RG act. I.2, II.11) waren bereits im ersten 
Schriftenwechsel vom Berufungsbeklagten bestritten worden (RG act. I.3, II.35) – 
verspätet. Im Übrigen wäre auch mit der Zeugenaussage der Mutter zum Zweck 
der Überweisung (wie bereits mit deren schriftlicher Bestätigung, vgl. RG 
act. II.1.8) der Nachweis nicht erbracht, dass diese Zahlungen tatsächlich an die 
Berufungsklägerin geflossen und danach von dieser auch auf das Säule 3a-Konto 
eingezahlt worden sind. Insofern handelt es sich um ein untaugliches Beweismittel 
bzw. der Beweisgegenstand zu dem es beantragt wurde, ist nicht rechtserheblich. 
Die Vorinstanz durfte auf eine Zeugenbefragung der Mutter der Berufungsklägerin 
verzichten. Ihre Beweiswürdigung sowie die Zuweisung des Restbetrages zur Er-
rungenschaft der Berufungsklägerin ist nicht zu beanstanden.

4.3. VW Caddy

4.3.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass ein Wert von CHF 8'000.00 für das von den 
Parteien erworbene Auto "VW Caddy" angemessen erscheine und die Berufungs-

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klägerin für dessen Übernahme denselben Betrag an den Berufungsbeklagten zu 
leisten habe (act. B.0, 6.3.2 und 6.5). Die Berufungsklägerin wehrt sich gegen die-
se implizite Zuordnung des Autos zum Eigengut des Berufungsbeklagten. Die Vor-
instanz habe nicht begründet, weshalb es sich dabei um Eigengut des Berufungs-
beklagten handeln soll (act. A.3, II.D.ad 105-106). Das Auto sei der Errungen-
schaft der Berufungsklägerin anzurechnen und dies höchstens mit einem Wert von 
CHF 2'000.00 (act. A.1, III.B.3.1.d). 

4.3.2. Der Vorwurf der mangelnden Begründung durch die Vorinstanz erscheint 
berechtigt. Sie erläuterte nicht, auf welchem Rechtsgrund die Zahlung von 
CHF 8'000.00 (güterrechtliche Ausgleichszahlung, Entschädigung für Übernahme, 
Ersatzforderung nach Art. 206 ZGB) beruht. Ferner nahm die Vorinstanz weder 
eine explizite Zuordnung des Autos zum Eigentum eines Ehegatten noch eine sol-
che innerhalb der Eigentümermassen vor.

4.3.3. In tatsächlicher Hinsicht war unbestritten, dass das Fahrzeug "VW Caddy" 
von den Parteien gemeinsam erworben worden war (RG act. I.3, II.31; RG act. I.4, 
II.B.10 ad 31; RG act. I.5, II.67). Ebenso war unbestritten, dass die Berufungsklä-
gerin den VW Caddy übernommen hatte (RG act. I.3, II.31; RG act. I.4, II.B.10 ad 
31). Schliesslich waren sich die Parteien einig, dass sich die Berufungsklägerin für 
die Übernahme des Fahrzeugs dessen Wert anrechnen lassen muss (RG act. I.3, 
II.31).

4.3.4. Dass sich das Fahrzeug vor dem Stichtag (16. Mai 2015) im Alleineigentum 
des Berufungsbeklagten befunden haben soll, wurde hingegen von keiner Partei 
behauptet. Dass es (bereits) im Alleineigentum der Ehefrau gestanden habe, wur-
de – soweit dahingehende Behauptungen erhoben worden sein sollten (RG 
act. I.3, II.31 ff. "per Ende 2015") – jedenfalls nicht bewiesen. Entsprechend ist in 
Anwendung von Art. 200 Abs. 2 ZGB von Miteigentum der Ehegatten auszugehen. 
Dafür spricht auch der gemeinsame Erwerb des Fahrzeugs. Der Vorinstanz kann 
somit nicht gefolgt werden, soweit sie implizit von Alleineigentum des Berufungs-
beklagten ausgegangen sein sollte, indem sie diesem den gesamten (geschätz-
ten) Verkehrswert als Ausgleich für die Übernahme des Autos durch die Beru-
fungsklägerin zugesprochen hat (act. B.0, 6.5). Es ist daran zu erinnern, dass sich 
das Eigentum nicht aus dem Übergewicht der an der Finanzierung beteiligten 
Massen ergibt; dieses Kriterium findet nur bei der Zuordnung innerhalb der Ei-
gentümermassen Anwendung. Den Parteien ist nach dem Gesagten je ein Mitei-
gentumsanteil zum hälftigen Verkehrswert des Fahrzeugs anzurechnen, der Beru-
fungsklägerin aufgrund der überwiegenden Finanzierung durch Ersparnisse in der 
Errungenschaft, dem Berufungsbeklagten aufgrund der Finanzierung durch Ei-

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gengutsmittel (Schenkung seiner Eltern, Art. 198 Ziff. 2 ZGB; RG act. I.3, II.31; RG 
act. III.27) im Eigengut. Ersatzforderungen sind mangels Behauptungen weder für 
die von der Berufungsklägerin aus Eigengut zum Erwerb beigesteuerten Mittel (ca. 
EUR 5'000.00), noch für diejenigen der Errungenschaften, aus denen der Restbe-
trag des Kaufpreises beglichen wurde, zu beurteilen. Auch eine (im Sinne von Art. 
206 Abs. 1 ZGB nennwertgeschützte) Ersatzforderung des Eigenguts des Beru-
fungsbeklagten steht nicht in Frage, verlangte er vorinstanzlich doch einzig die 
"Rückgabe seines Eigengutes von EUR 10'000.00" und finanzierte er damit bloss 
seinen eigenen Miteigentumsanteil (RG act. I.3, II.31; RG act. I.5, II.54; Proz. Nr. 
115-2018-22, act. VII.2, S. 6 Abs. 10 und S. 7 Abs. 3). Die Berufungsklägerin hat 
jedoch den hälftigen Verkehrswert des Fahrzeugs als Teil ihrer Errungenschaft 
bzw. ihres Vorschlages auszugleichen und dem Berufungsbeklagten den Wert 
seines Miteigentumsanteils für die "in Anrechnung" erfolgte Übereignung dessel-
ben auszurichten.

4.3.5. Der Verkehrswert des Fahrzeugs ist umstritten. Während sich die Beru-
fungsklägerin für die Übernahme des Fahrzeugs im Mai 2016 einen Wert von 
CHF 12'000.00 anrechnen lassen wollte (RG act. III.26), wandte sie im vorinstanz-
lichen Verfahren einen tieferen Steuerwert von CHF 4'000.00 (RG act. I.4, II.B.10 
ad 33) bzw. von CHF 2'000.00 (Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.3, 4.2) ein. Der Be-
rufungsbeklagte nahm Bezug auf den im Mai 2016 von der Berufungsklägerin an-
gebotenen Anrechnungsbetrag und erklärte, der für die güterrechtliche Auseinan-
dersetzung massgebliche Verkehrswert sei höher als CHF 4'000.00 (RG act. II.59) 
bzw. höher als der Steuerwert. Die Berufungsklägerin habe sich geweigert, den 
Verkehrswert schätzen zu lassen, was nach Art. 164 ZPO sinngemäss zu ihren 
Lasten zu berücksichtigen sei (Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.1, S. 5 Ziff. 14).

4.3.6. Die Vorinstanz folgte dieser Argumentation des Berufungsbeklagten. Sie 
lastete der Berufungsklägerin in Anwendung von Art. 164 ZPO an, den Kilometer-
stand des Autos nicht angegeben zu haben. Dies obwohl der Berufungsbeklagte 
zu keinem Zeitpunkt eine Schätzung des Verkehrswerts des Fahrzeugs verlangt 
hatte und selbst, bis auf die erwähnte Bezugnahme auf den Anrechnungswert im 
Mai 2016, diesen auch nicht beziffert hatte. Da sich die Berufungsklägerin in der 
Replik jedoch nicht mehr gegen den vorinstanzlich angenommenen Anrech-
nungswert des Fahrzeugs von CHF 8'000.00, sondern nunmehr nur noch gegen 
dessen Berücksichtigung beim Eigengut des Berufungsbeklagten (act. A.3, II.D.ad 
105-106), wehrt, ist von diesem auszugehen. Wertverminderungen, die nach dem 
erstinstanzlichen Urteil eingetreten sind, sind als Folge der Nutzung des Fahr-
zeugs durch die Berufungsklägerin nicht mehr zu berücksichtigen. Nach dem Ge-

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sagten ist der Errungenschaft der Berufungsklägerin für ihren Miteigentumsanteil 
die Hälfte des Anrechnungswerts des Fahrzeugs, d.h. CHF 4'000.00 anzurechnen. 
Sie ist zu verpflichten, denselben Betrag dem Berufungsbeklagten für die Über-
eignung seines Miteigentumsanteils zu bezahlen. 

4.4. Finanzielle Unterstützung der Mutter der Berufungsklägerin

4.4.1. Die Vorinstanz berücksichtigte die von der Mutter der Berufungsklägerin 
geleisteten Zahlungen an den Unterhalt (Januar – Juni 2015: CHF 7'516.00) und 
die von der Mutter als Vermieterin gestundeten Mietzinse (CHF 12'804.00) im 
Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung nicht, mit der Begründung, das 
Geld sei nicht mehr vorhanden. Die Berufungsklägerin macht geltend, dass die 
Schuld gegenüber der Mutter im Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinanderset-
zung bestanden habe und nach wie vor bestehe und als Schuld der Berufungsklä-
gerin von ihren Aktiven abzuziehen sei (act. A.1, 3.1.e). Der Berufungsbeklagte 
wendet ein, die Berufungsklägerin habe die Schulden nicht genügend behauptet 
und bewiesen. Ferner stünden diesen die vom Berufungsbeklagten anerkannten 
Unterhaltsbeiträge gegenüber, weshalb sie von der Vorinstanz zu Recht nicht 
berücksichtigt worden seien (act. A.2, IV.107/109 f.). 

4.4.2. Die Berufungsklägerin unterschlägt, dass sich die Stundung der Mietzinse 
gemäss ihrer eigenen vorinstanzlichen Behauptung auf die Zeit zwischen Juli 
und Dezember 2015 (RG act. I.2, II.8) bezieht, die Mietzinsforderungen mithin erst 
nach der Auflösung des Güterstandes (Stichtag 16. Juni 2015) begründet wurden 
und damit zumindest güterrechtlich keine Berücksichtigung finden können. Ob die 
Schuld im Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung bzw. aktuell noch 
besteht, ist entgegen dem Dafürhalten der Berufungsklägerin nicht von Bedeu-
tung. Die Unterstützungsleistung von CHF 7'516.00 machte die Berufungsklägerin 
sodann vorinstanzlich nicht als eine die Errungenschaft belastende Schuld gel-
tend, sondern begründete damit ihre Forderung auf Entschädigung im Sinne von 
Art. 165 ZGB (RG act. I.2, II.8). Die in der Replik (RG act. I.4, II.B.ad35) und in der 
Stellungnahme vom 13. Dezember 2017 (RG act. I.6, II.B.64 ff. S. 6) nunmehr 
zum Güterrecht aufgestellte Behauptung war weder genügend substantiiert noch 
belegt. Zudem würden die behaupteten von der Mutter der Berufungsklägerin an 
den Unterhalt geleisteten Zahlungen bei einem güterrechtlichen Einbezug als die 
Errungenschaft belastende Schulden doppelt berücksichtigt; schliesslich hat der 
Berufungsbeklagte anerkannt, noch nicht bezahlte Unterhaltsbeiträge für das Jahr 
2015 zu schulden, was im Entscheid (act. B.0, 6.b) vorgemerkt wurde und von ihm 
unangefochten blieb. Die Vorinstanz liess die geltend gemachten Schulden somit 
zu Recht unberücksichtigt.

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4.5. O._____

4.5.1. Die Vorinstanz belastete der Errungenschaft der Berufungsklägerin die bis 
zum Stichtag aufgelaufene Schuld gegenüber der O._____ von CHF 1'535.05 
(CHF 91.55+CHF 1'400.00+CHF 43.50; act. B.0, 6.3.1). Die Berufungsklägerin ist 
der Ansicht, die am 24. Juni 2015 erfolgte Zahlung von CHF 6'700.00 dürfe nicht 
berücksichtigt werden, da diese nach dem Stichtag erfolgt sei. Die Schuld erhöhe 
sich somit um diesen Betrag auf CHF 8'235.05 (act. A.1, III.B.3.1.f). Der Beru-
fungsbeklagte wendet ein, dass die behaupteten Schulden bei der O._____ von 
der Berufungsklägerin zu spät und nicht genügend substantiiert vorgebracht wor-
den seien. Die Schulden seien somit überhaupt zu Unrecht berücksichtigt worden, 
weshalb die Errungenschaft der Berufungsklägerin um CHF 1'535.05 zu erhöhen 
sei (act. A.2, IV.111 f.).

4.5.2. Entgegen dem Vorwurf der Berufungsklägerin hat die Vorinstanz bei der 
Ermittlung des Schuldstandes gegenüber der O._____ die Zahlung (Gutschrift) 
vom 24. Juni 2015 nicht berücksichtigt. Vielmehr hat sie es unterlassen, nebst den 
Belastungen vom 28. Mai 2015, 2. Juni 2015 und 5. Juni 2015 auch den Saldovor-
trag (CHF 6'731.95) zu berücksichtigen, der durch die Zahlung vom 2. Juni 2015 
sodann um CHF 1'500.00 vermindert wurde. Im Ergebnis hat sie damit eine (zu-
sätzliche) Schuld von CHF 5'231.95 ausser Acht gelassen (RG act. II.6.46). 

4.5.3. Zu Recht wendet der Berufungsbeklagte indessen ein, dass der Berufungs-
klägerin gar keine Schulden bei der O._____ anzurechnen sind. Abgesehen da-
von, dass die Berufungsklägerin die diesbezüglichen Ausführungen des Beru-
fungsbeklagten in ihrer Replik nicht bestritten hat (vgl. act. A.3, II.D.ad108-
110/116-119), trifft es zu, dass sie erst anlässlich der Hauptverhandlung, im Rah-
men der Auflistung ihrer Vermögenswerte "Abzüglich O._____ CHF 2'952.05" gel-
tend machte, ohne zu substantiieren, woraus sich dieser Betrag zusammensetzt 
(Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.3, 4.2). Den erst in Reaktion auf das Editionsbe-
gehren des Berufungsbeklagten hinsichtlich "Sämtlicher Vermögenswerte der 
Ehefrau per 16.06.2015" (RG act. IV.19) von der Berufungsklägerin eingereichten 
Beleg (RG act. II.46) als Stütze dieser – ohne jegliche Beweisofferte aufgestellten 
– Behauptung zu berücksichtigen, verletzt die Verhandlungsmaxime. Angesichts 
dessen und der umgehenden Bestreitung des Berufungsbeklagten (Proz. Nr. 115-
2018-22, act. VII.1, S. 5 Ziff. 17) sind die CHF 2'952.05 nicht zugunsten der Beru-
fungsklägerin der Errungenschaft zu belasten. Das Verbot einer reformatio in pei-
us wird dadurch nicht verletzt, da diesem allein das Ergebnis der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung unterliegt, hingegen nicht die einzelne Zwischenschritte bzw. 

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Abrechnungspositionen (vgl. etwa BGer 5A_618/2012 v. 27.5.2013 E. 6.4.3 
m.w.H.).

4.6. Aktien der M._____ AG

Der Berufungsbeklagte macht geltend, dass selbst wenn die Berufungsklägerin für 
die Übernahme des "VW Caddy" weniger zu bezahlen hätte oder ihr eine Ent-
schädigung gestützt auf Art. 165 ZGB zugesprochen würde, der vorinstanzliche 
Entscheid zu schützen wäre, da die güterrechtliche Forderung des Berufungsbe-
klagten eigentlich noch viel höher sei. Die Vorinstanz habe in Verletzung der Ver-
handlungsmaxime festgestellt, dass der Erbvorbezug von CHF 22'500.00 teilweise 
für den Aktienkauf verwendet worden sei und die Aktien unzulässigerweise als 
Eigengut der Berufungsklägerin gewertet (act. A.2, IV.113 ff.; act. B.0, 6.3). Dieser 
Vorwurf trifft zu. Während die Berufungsklägerin im Rahmen des Schriftenwech-
sels geltend machte, den Erbvorbezug von CHF 22'500.00 für den Familienunter-
halt verwendet zu haben und damit den Anspruch auf eine Entschädigung nach 
Art. 165 ZGB begründete (RG act. I.2, II.8; ebenso RG act. I.6, II.B.ad64 ff.), stellte 
sie sich erstmals anlässlich der Hauptverhandlung auf den Standpunkt, mit dem 
Vorbezug die Aktien gekauft zu haben, weshalb diese dem Eigengut zuzuordnen 
seien (Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.3, 4.2). Dieses Vorbringen erfolgte verspätet 
und hätte nicht berücksichtigt werden dürfen. Auch die am 13. Dezember 2017 
edierte Quittung für den Erbvorbezug (RG act. II.3.21) darf nicht als Beweis für die 
(verspätete) Behauptungen der Berufungsklägerin herangezogen werden. Auf-
grund der Verhandlungsmaxime hätte die Vorinstanz auf die rechtzeitige Behaup-
tung des Berufungsbeklagten abstellen müssen, wonach die Berufungsklägerin 15 
Aktien der M._____ AG halte (RG act. I.3, II.47; I.5, II.77), und auf die infolge sei-
ner Editionsanträge von der Berufungsklägerin eingereichten Belege (Steuerer-
klärung 2016, RG act. II.3.14, Formular 2), aus denen der Steuerwert der Aktien 
von CHF 6'000.00 hervorgeht, bzw. auf die an der Hauptverhandlung vorgenom-
mene (erst dann mögliche) Bezifferung durch den Berufungsbeklagten (Proz. Nr. 
115-2018-22, act. VII.2, S.6 Abs. 11). Der Errungenschaft der Berufungsklägerin 
sind somit CHF 6'000.00 hinzuzurechnen.

4.7. Güterrecht; Vermögen des Berufungsbeklagten

4.7.1. Die Vorinstanz erachtete die Darlehensschuld des Berufungsbeklagten ge-
genüber P._____ von CHF 10'000.00 und die Steuerschulden von CHF 4'883.47 
gestützt auf RG act. III.2.23-25 als ausgewiesen. Sie berücksichtigte diese Beträ-
ge mit der Begründung, es sei kein plausibler Grund ersichtlich, weshalb die 
Schulden der Berufungsklägerin bei der O._____ zu berücksichtigen seien und 

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jene des Berufungsbeklagten nicht (act. B.0, 6.4). Die Berufungsklägerin macht 
geltend, es sei nicht bekannt, wofür das Darlehen verwendet worden sei und die 
Steuern seien bereits im Rahmen der Berechnung des Unterhaltsbedarfs des Be-
rufungsbeklagten im Eheschutzentscheid vom 2. September 2015 berücksichtigt 
worden (act. A.1, 3.2). Der Berufungsbeklagte ist der Ansicht, er habe die Schul-
den bewiesen, und beruft sich ferner auf die Anerkennung bzw. verspätete Be-
streitung durch die Berufungsklägerin (act. A.1, IV.116 ff.). 

4.6.2. Der im Eheschutzentscheid vom 2. September 2015 (act. B.1) festgelegte 
Unterhaltsbeitrag wurde zwar unter Berücksichtigung der Steuern im Bedarf des 
Berufungsbeklagten errechnet, war jedoch erst ab dem 16. Juni 2015 (act. B.1, 
Dispositiv-Ziffer 4a) geschuldet, während der Berufungsbeklagte die bis zum 
16. Juni 2015 aufgelaufenen Steuerschulden güterrechtlich geltend machte. Diese 
sind in Anwendung von Art. 209 Abs. 2 ZGB zu berücksichtigen (BGer 
5A_54/2011 v. 23.5.2011 E. 2.3). Die entsprechende Rüge der Berufungsklägerin 
ist unbegründet.

4.6.3. Die Berufungsklägerin bestreitet nicht, dass der Berufungsbeklagte von 
P._____ ein Darlehen erhalten hat, moniert jedoch, dass der Verwendungszweck 
nicht offengelegt wurde. Gemäss den Angaben des Berufungsbeklagten in der 
Duplik sei das Darlehen notwendig gewesen, da er nach der Trennung diverse 
Anschaffungen habe tätigen müssen und die Liquidation der Praxis sowie die 
Scheidung mit erheblichen Kosten verbunden gewesen sei (RG act. I.5, II.53). An-
lässlich der Hauptverhandlung erklärte er, es für die Bezahlung von Schulden auf-
genommen zu haben (Proz. Nr. 115-2018-22, act. VII.1, S. 5 Ziff. 13). Es ist somit 
tatsächlich nicht klar, wofür das Darlehen aufgenommen wurde. Die Berufungs-
klägerin sieht die Beweislast hinsichtlich Nachweis der Verwendung des Darle-
hens beim Berufungsbeklagten (act. A.3, II.D.ad 116-119). Dies trifft jedoch nicht 
zu, gemäss Art. 209 Abs. 2 ZGB belastet eine Schuld die Vermögensmasse, mit 
welcher sie sachlich zusammenhängt, im Zweifel aber die Errungenschaft, womit 
jener Ehegatte die Zuordnung einer Schuld zum Eigengut (des anderen) zu be-
weisen hat, der dies behauptet (Jungo, a.a.O., N 1 zu Art. 209 ZGB). Diesen 
Nachweis der Zugehörigkeit zum Eigengut, beispielsweise, dass das Darlehen "in 
die Praxis investiert" wurde, hat die Berufungsklägerin nicht erbracht. Entspre-
chend hat die Vorinstanz richtigerweise die per Stichtag ausgewiesene Darle-
hensschuld der Errungenschaft des Berufungsbeklagten belastet. Die Berufung ist 
auch in diesem Punkt unbegründet. 

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4.8. Güterrechtliche Ausgleichszahlung

Die Errungenschaft der Berufungsklägerin beträgt somit CHF 41'375.00 (Bankgut-
haben CHF 2'902.00, Säule 3a-Konto CHF 28'473.00, Aktien M._____ AG 
CHF 6'000.00, Miteigentumsanteil "VW Caddy" CHF 4'000.00), diejenige des Be-
rufungsbeklagten CHF 45'631.00 (Bankguthaben CHF 24'131.00, Lebensversiche-
rung CHF 36'384.00, Darlehensschuld P._____ CHF 10'000.00, Steuerschulden 
CHF 4'883.00). Der güterrechtliche Ausgleichsanspruch beträgt somit 
CHF 2'128.00 zugunsten der Berufungsklägerin. Diese hat dem Berufungsbeklag-
ten für die Übereignung des Miteigentumsanteils am Fahrzeug "VW Caddy" 
CHF 4'000.00 zu bezahlen. Verrechnet ergibt dies einen Anspruch von 
CHF 1'872.00 zugunsten des Berufungsbeklagten.

5.1. Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, Kostenbeschwerde

5.1.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 
ZPO). Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Ge-
richtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der 
unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden 
die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 
ZPO). In familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von diesen Verteilungs-
grundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 
Abs. 1 lit. c ZPO).

5.1.2. Die Vorinstanz auferlegte die Prozesskosten zu ¾ der Berufungsklägerin 
und zu ¼ dem Berufungsbeklagten. Die Parteien waren sich zuletzt bezüglich der 
Zuteilung der elterlichen Sorge, der Obhut, des Besuchsrechts, der Teilung des 
Vorsorgeguthabens und des Vormerkens der noch nicht bezahlten Unterhaltsbei-
träge des Jahres 2015 einig. Strittig waren insbesondere der Barunterhalt, die 
Entschädigung nach Art. 165 ZGB und die güterrechtliche Ausgleichszahlung. 
Auch wenn vorliegend die Unterhaltsbeiträge in Anwendung der Methodik gemäss 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung neu festgelegt wurden, ändert dies nichts 
daran, dass der Berufungsbeklagte im Punkt Unterhalt eher obsiegt, liegen doch 
die zugesprochenen Unterhaltsbeiträge in jeder Phase näher an den vorinstanzli-
chen Anträgen des Berufungsbeklagten als denjenigen der Berufungsklägerin. 
Gleiches gilt in Bezug auf das Güterrecht, wo die Berufungsklägerin einen An-
spruch von CHF 30'257.40 geltend machte, während der Berufungsbeklagte die 
Bezahlung von CHF 15'892.40 (Vorschlagsbeteiligung) und CHF 11'697.95 (VW 
Caddy) verlangte (vgl. act. B.0, 6.1 und 6.2). Bezüglich Entschädigung nach 

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Art. 165 ZGB unterliegt die Berufungsklägerin vollständig. Auch wenn nun, wie von 
der Berufungsklägerin geltend gemacht, berücksichtigt würde, dass der Beru-
fungsbeklagte zu Beginn die alternierende Obhut beantragte und sich die Parteien 
diesbezüglich erst im Verlauf des Verfahrens einigten, und auch wenn ausser Acht 
gelassen würde, dass der Berufungsbeklagte hinsichtlich des Betreuungsunter-
halts obsiegte, wäre die Kostenverteilung von 3:1 angesichts der umfangmässigen 
Bedeutung dieser Punkte im Verfahren und der Diskrepanz der Anträge zum 
Güterrecht im Vergleich zu der zugesprochenen Summe dem Verfahrensausgang 
entsprechend angesetzt. Die vorinstanzliche Kostenverteilung ist somit auch nach 
den berufungsweisen Korrekturen punkto Kindesunterhalt und Güterrecht beizu-
behalten.

5.2. Kosten des Berufungsverfahrens

5.2.1. Zu regeln verbleiben die Kosten des Berufungsverfahrens, wobei im Hin-
blick auf die für die Kostenverteilung massgebenden Grundsätze auf die Aus-
führungen in Erwägung 5.1.1 vorstehend verwiesen werden kann. Vorliegend 
dringt die Berufungsklägerin mit ihrer Berufung bloss in untergeordnetem Umfang 
durch; im Punkt Unterhalt im Durchschnitt zu ca. 25% und im Punkt Güterrecht zu 
nicht einmal 20%. Mit ihren Anträgen zur Entschädigung nach Art. 165 ZGB und 
der Kostenbeschwerde unterliegt sie vollständig. Gründe für eine vom Verfahrens-
ausgang abweichende Kostenverteilung sind im vorliegenden Fall nicht ersichtlich, 
zumal nur noch vermögensrechtliche Streitpunkte zu beurteilen waren und sich die 
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Parteien unter Berücksichtigung des Pro-
zessausgangs in etwa ausgeglichen präsentiert. Demzufolge sind die Kosten des 
Berufungsverfahrens – in Anwendung von Art. 9 VGZ (BR 320.210) festzulegen 
auf CHF 6'000.00 – zu 4/5 der Berufungsklägerin und zu 1/5 dem Berufungsbe-
klagten aufzuerlegen. Sie sind mit dem von der Berufungsklägerin in demselben 
Umfang geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Der dem Berufungsbeklag-
ten auferlegte Anteil ist von diesem der Berufungsklägerin direkt zu erstatten.

5.2.2. Die Parteientschädigung des Berufungsbeklagten für das Berufungsverfah-
ren ist mangels Honorarnote nach Ermessen (Art. 2 Abs. 1 HV) und unter Berück-
sichtigung des vereinbarten Stundenansatzes von CHF 250.00 (RG act. VI.2) fest-
zulegen. Angesichts des Umfangs der verfassten Rechtsschriften von insgesamt 
27 Seiten sowie der detaillierten Stellungnahmen zu den gegnerischen Behaup-
tungen ist von einem anwaltlichen Stundenaufwand von ca. 20 Stunden auszuge-
hen. Ausgehend davon ergibt sich eine Parteientschädigung von gerundet 
CHF 5'547.00, bestehend aus dem Honorar nach Zeitaufwand (CHF 5'000.00), 
dem pauschalen Spesenzusatz von 3% (CHF 150.00) und der MwSt. von 7.7% 

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(CHF 396.55). In Anwendung der Quotenmethode (vgl. dazu KGer GR ZK1 19 1/3 
v. 16.11.2020 E. 19.6.2) ist die Berufungsklägerin zu verpflichten, dem Berufungs-
beklagten eine Parteientschädigung von CHF 3'328.20 (3/5 [4/5 - 1/5]; inkl. Spe-
senpauschale und MwSt.) zu entrichten.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Dispositiv-Ziffern 6.a, 8 
und 9 des Entscheids des Regionalgerichts Plessur vom 20. März 2018 
werden aufgehoben.

2. B._____ wird verpflichtet, ab dem 25. Oktober 2017 an den Barunterhalt 
seiner Kinder, jeweils monatlich im Voraus auf den ersten
jeden Monats an A._____ folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger 
vertraglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen zu 
bezahlen:

Für C._____ CHF 1'500.00 

Für D._____ CHF 1'480.00 

Für E._____ CHF 1'280.00 bis August 2020

CHF 1'480.00 ab September 2020 

3. Diese Unterhaltspflicht dauert bis zur Volljährigkeit. Vorbehalten bleibt ein 
Anspruch nach Art. 277 Abs. 2 ZGB.

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 2.1. basieren auf dem Lan-
desindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand En-
de November 2021 von 101.6 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punk-
te). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jeden Jahres, erstmals auf den 1. 
Januar 2023, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres 
wie folgt anzupassen:

alter UB x neuer Index
Neuer UB   =        alter Index

Weist B._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teue-
rung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsäch-
lichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen 
entfällt eine Anpassung.

5. A._____ wird verpflichtet, B._____ eine güterrechtliche Ausgleichszahlung 
von CHF 1'872.00 zu bezahlen.

6. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

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7. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 werden zu 4/5 
(CHF 4'800.00) A._____ und zu 1/5 (CHF 1'200.00) B._____ auferlegt. Sie 
werden mit dem von ihr in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet. B._____ wird verpflichtet, seinen Anteil von CHF 1'200.00 
Q._____ direkt zu ersetzen.

8. Q._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 3'328.20 (inkl. Spesenpauschale und MwSt.) zu bezahlen.

9. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

10. Mitteilung an: