# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c849c88-beb5-58a4-a7e5-593553a26096
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.03.2022 725 21 215 / 69 ()
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-215---69_2022-03-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 31. März 2022 (725 21 215 / 69) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Der Sturz der Versicherten bei der Durchführung einer Übung im langen Sprungseil ist 

als Unfall im Sinne des Gesetzes zu qualifizieren und die natürliche und adäquate Kausa-

lität zwischen dem Unfallereignis und der Achillessehnenruptur ist zu bejahen 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Alexander Schwab, 
Advokat, Hirzbodenweg 95, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Visana Versicherungen AG, Rechtsdienst, Weltpoststrasse 19, 
Postfach 253, 3000 Bern 16, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen  

 

 

 

A. Die 1969 geborene A.____ ist seit dem 25. Juli 1994 als B.____ beim Kanton Basel-

Landschaft angestellt und dadurch bei der Visana Versicherungen AG (Visana) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheit versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 

6. November 2020 wurde der Visana gemeldet, dass die Versicherte am 4. November 2020 

beim Vorzeigen einer Sprungfolge im langen Springseil einen plötzlichen Schmerz im rechten 

 
 
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Fussgelenk verspürt habe. Die Erstbehandlung fand am 4. November 2020 statt, wobei eine 

MRT-Untersuchung durchgeführt und eine Achillessehnenruptur diagnostiziert wurde. Am 

6. November 2020 erfolgte ein operativer Eingriff. Mit Schreiben vom 22. Januar 2021 lehnte 

die Visana einen Leistungsanspruch von A.____ in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

4. November 2020 mangels Vorliegens eines Unfalls ab. Eine dagegen erhobene Einsprache 

wies die Visana mit Entscheid vom 7. Juni 2021 ab.  

 

B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Alexander Schwab, mit Schreiben 

vom 5. Juli 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, dass der Einspracheentscheid aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihr die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  

 

C. Mit Vernehmlassung vom 8. September 2021 beantragte die Visana, dass die Be-

schwerde abzuweisen sei.  

 

D. Sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin hielten mit Replik 

vom 28. September 2021 bzw. mit Duplik vom 18. Oktober 2021 an ihren jeweiligen Rechtsbe-

gehren fest. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG 

in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen 

Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 

Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht des-

jenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohn-

sitz hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zu-

ständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 

Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-

schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 

somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Üb-

rigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 5. Juli 2021 ist demnach einzutreten.  

 

2. Vorliegend strittig und folglich zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin der Be-

schwerdeführerin unfallversicherungsrechtliche Leistungen gestützt auf das Ereignis vom 

4. November 2020 zu erbringen hat. 

 

2.1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-

cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-

unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ein Unfall im Sinne dieser 

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Bestimmung ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-

chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-

chen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).  

 

2.1.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-

lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-

sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-

dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-

che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis im Sinne einer 

Teilursache zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 

versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht wer-

den kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 

129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 

eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 

Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 

2.1.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-

menhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh-

ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen-

hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 

123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 

zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch 

der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurtei-

len ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2007, U 56/06, E. 6.2.2 am Ende; 

BGE 112 V 33 E. 1b).  

 

2.1.4 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-

tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Stehen hingegen 

psychische Unfallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine besondere Adäquanzprüfung zu 

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erfolgen. Danach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu 

verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 

Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder 

mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7). 

 

2.2.1 Nach Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei folgenden 

Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzufüh-

ren sind (sog. "unfallähnliche Körperschädigungen" oder "Listenverletzungen"): Knochenbrüche 

(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzer-

rungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h).  

 

2.2.2 In systematischer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Institut der unfallähnlichen 

Körperschädigung mit der UVG-Revision vom 25. September 2015 (in Kraft seit 1. Januar 2017) 

neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG verankert wurde. Die Gesetzessystematik legt na-

he, dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) unabhängig voneinander sind und grund-

sätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen ist (BGE 146 V 51 E. 8.5). Liegt eine Listenverlet-

zung vor, so hat der Unfallversicherer nach deren Meldung die genauen Begleitumstände abzu-

klären. Ist die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, 

so ist der Unfallversicherer nach Art. 6 Abs. 1 UVG leistungspflichtig. Sind hingegen nicht sämt-

liche Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine 

Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den 

Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zu-

rückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1). 

 

3.1 Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das geltend gemachte 

Ereignis vom 4. November 2020 zu Recht verneint hat. Zu prüfen ist mithin als erstes, ob die 

Beschwerdeführerin am 4. November 2020 einen Unfall im Rechtssinn gemäss Art. 4 ATSG 

erlitten hat (E. 2.1 hiervor). Umstritten dabei ist insbesondere das Element der Ungewöhnlich-

keit. Der erforderliche äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzel-

fall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 76 E. 4.1; 

129 V 402 E. 2.1; 122 V 233 E. 1; 121 V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung 

bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 

Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, 

dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. 

Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen 

auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen demnach 

keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 80 E. 4.3.1).  

 

3.2 Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er – nach einem 

objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbe-

reich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1; 134 V 72E. 4.1; SVR 2021 UV Nr. 12 

S. 59, 8C_368/2020 E. 4.2). In BGE 134 V 72 E. 4.3.2.1 erwog das Bundesgericht, ein gestei-

gertes Abgrenzungsbedürfnis bestehe dort, wo der Gesundheitsschaden seiner Natur nach 

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auch andere Ursachen als eine plötzliche schädigende Einwirkung haben könne, also keine 

gesicherte Zuordnung zum exogenen Faktor erlaube. So werde eine Einwirkung ohne offen-

sichtliche Schadensneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen Ereignisses zum 

ungewöhnlichen äusseren Faktor.  

 

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung 

auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (BGE 130 V 117 E. 2 mit Hinweis auf RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 100). Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis 

der äusseren Einwirkung dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 

130 V 117 E. 2.1). Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die versicherte Person stolpert, 

ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhin-

dern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht. Wenn solche 

Umstände den normalen Bewegungsablauf stören, handelt es sich um eine unkoordinierte Be-

wegung (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozial-

rechtliche Abteilungen] vom 7. Oktober 2003, U 322/02, E. 4.1). Dass es tatsächlich zu einem 

Sturz kommt, wird nicht zwingend vorausgesetzt. Wo sich eine Schädigung auf das Körperinne-

re beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheiten, namentlich 

von degenerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Ge-

schehensablaufs auftreten kann, muss die unkoordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache 

der Schädigung indessen unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein; denn 

ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädi-

gung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ur-

sachen besteht (BGE 134 V 80 E. 4.3.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 

25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5). 

 

3.3 Rechtsprechungsgemäss ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit ohne besonderes 

Vorkommnis insbesondere auch bei einer Sportverletzung zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; 

in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 3.2 des Urteils vom 10. Mai 2004, U 199/03; Urteil des Bun-

desgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 3.3). Der äussere Faktor ist nämlich nur dann 

ungewöhnlich, wenn er − nach einem objektiven Massstab − nicht mehr im Rahmen dessen 

liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Ge-

schehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (so 

die in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 4.2 des Urteils des EVG vom 10. Mai 2004, U 199/03; 

SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39; Urteile des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 5 

und vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 5.1).  

 

4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-

prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 

Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 

122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 

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die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 

der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-

mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 

die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-

scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-

lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-

nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 

zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 

 

4.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 

eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt 

es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 

Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise 

zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser 

Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 

erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was 

sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hin-

weis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 

20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 

 

4.3 Im Übrigen lässt sich der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfüllen-

den Ereignisses nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im 

Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens 

in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 m.w.H.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 8C_589/2021, E. 5.5).  Dabei ist zu beachten, dass 

sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches 

Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentli-

chen Unfall auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit oder der Plötzlichkeit 

abgeht (ALFRED BÜHLER, Der Unfallbegriff, in: Koller [Hrsg.], Haftpflicht- und Versicherungs-

rechtstagung 1995, St. Gallen 1995, S. 267). Auch hinsichtlich einer allfälligen unfallähnlichen 

Körperschädigung und in diesem Zusammenhang in Bezug insbesondere auf einen Sehnen- 

oder Bänderriss können die Ausdrücke "Riss" und "Ruptur" deshalb nicht ohne Weiteres mit 

einer Traumarelevanz verbunden werden. Insofern ist mit dem alleinigen Vorliegen eines sol-

chen nicht in jedem Fall auch mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die 

Unfallkausalität eines Risses bzw. einer Ruptur ausgewiesen. Es bleibt deshalb stets (noch) zu 

entscheiden, von welcher Kausalität ein allfälliger Sehnen- oder Bänderriss ist. 

 

4.4 Bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im We-

sentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stam-

men, sind an die Beweiswürdigung allerdings strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist 

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eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder 

ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 465 und 122 V 157 E. 1d).  

 

4.5 Was schliesslich den Unfallbeweis im Speziellen betrifft, sind die einzelnen Umstände 

des Unfallgeschehens von den Leistungsansprechenden glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaft-

machung eines Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst 

detaillierte Angaben gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, 

sich über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschät-

zen (Urteil des EVG vom 25. November 2004, U 209/04, vom 15. September 2004, U 234/04 

und vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Per-

son über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 

spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versi-

cherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre 

Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall ge-

macht hat, deshalb meist ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungs-

verfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. No-

vember 2006, U 258/04, E. 3.1). 

 

5.1 Zum Ablauf des Ereignisses vom 4. November 2020 liegen folgende Angaben vor: 

 

Im Sprechstundenbericht vom 5. November 2020 von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, wird ausgeführt, die Patientin habe von einer Springseilübung 

beim Sportunterricht in der Schule berichtet. Sie habe einen plötzlichen Schlag verspürt und 

gehört. Danach habe sie Schmerzen in der rechten Wade und Schwäche im rechten Fuss ver-

spürt. Mit dem Formular "Schadenmeldung UVG" wird das Ereignis vom 4. November 2020 der 

Beschwerdegegnerin am 6. November 2020 gemeldet. Zum Sachverhalt wird ausgeführt: "Beim 

Vorzeigen einer Sprungfolge im langen Springseil spürte ich einen plötzlichen Schmerz." Aus-

serdem wird angegeben, dass zwei Schülerinnen beteiligt gewesen seien. Im Fragebogen zu 

Handen der Beschwerdegegnerin führt die Beschwerdeführerin folgendes aus: "Ich wollte den 

Schülerinnen und Schülern im Langseil eine Sprungfolge vorzeigen. Als ich nach draussen lau-

fen wollte, blieb ich kurz hängen. Spürte einen plötzlichen Schmerz im Fuss und konnte nicht 

mehr belasten." Ergänzend hielt sie fest, sie habe nach dem Springen lossprinten wollen, sei 

aber hängengeblieben. Mit Schreiben vom 27. Januar 2021 führt die Beschwerdeführerin nach 

Erhalt des formlosen Ablehnungsschreibens vom 22. Januar 2021 unter anderem aus, die Be-

schreibung des Sachverhalts am 6. November 2020 möge den Unfall nicht optimal beschrieben 

haben. Da für sie von Beginn weg klar gewesen sei, dass es ein Unfall gewesen sei (auch nach 

dem Arztbesuch und der sofort geplanten Operation), habe sie den Sachverhalt nicht präzise 

beschrieben. Ihr sei nur wichtig gewesen zu erwähnen, dass es im Langseil gewesen sei, das 

von 2 Schülerinnen geschwungen worden sei, um nicht den Eindruck zu erwecken, es wäre 

beim normalen Seilspringen passiert. Sie sei später um eine deutlichere Stellungnahme gebe-

ten worden und da habe sie erwähnt, dass sie beim Wegsprinten aus dem Seil an diesem hän-

gen geblieben und hingefallen sei.  

 

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Im vorliegenden Fall liegen grundsätzlich keine sich widersprechenden Angaben der Be-

schwerdeführerin über den Ereignishergang vor. Die Beschwerdeführerin hat ihre Angaben 

zwar nach und nach ergänzt, was sie aber glaubhaft damit begründet, dass das Ereignis für sie 

klarerweise ein Unfallereignis dargestellt habe und ihr vor allem wichtig gewesen sei, darzule-

gen, dass sich das Geschehen am langen Springseil ereignet habe. Zusammenfassend kann 

das Ereignis wie folgt beschrieben werden: Die Beschwerdeführerin ist seitlich in das von zwei 

Schülerinnen geschwungene Seil reingerannt, ist im Seil gesprungen und wollte seitlich wieder 

rausrennen, wobei sie am Seil hängen blieb und hingefallen ist. Unklar ist, wann genau sich die 

Achillessehnenruptur ereignet hat.  

 

5.2 Die Beschwerdegegnerin geht gestützt auf die Angaben ihres beratenden Arztes 

Dr. med. D.____, Orthopädische Chirurgie FMH, davon aus, dass das Ereignis vom 

4. November 2020 einem sequentiellen Ablauf entsprochen habe, der sich in drei Elemente 

unterteilen lasse, nämlich dem Lossprinten, dem Hängenbleiben mit dem Fuss am Seil und 

dem Sturz. Nur das Hängenbleiben und der Sturz würden die begrifflichen Voraussetzungen an 

den Unfallbegriff im Sinne von tatsächlich stattgehabten Programmwidrigkeiten erfüllen. Diese 

hätten jedoch nicht zur vorliegenden Verletzung geführt, sondern seien lediglich die Folge der 

Achillessehnenruptur gewesen, die nach heutigem Stand der versicherungsmedizinischen 

traumabiologischen Erkenntnisse vielmehr überwiegend wahrscheinlich einzig durch die forcier-

te Belastung der Wadenmuskulatur beim Ansetzen zum Sprint entstanden sei. Einzig diese Be-

lastung sei geeignet gewesen, eine derart hohe Kraft auf die Achillessehne auszuüben, dass es 

zu deren Zerreissen kommen könne. Aufgrund der abrupt fehlenden Kraftübertragung auf den 

rechten Fuss sei es der Versicherten nicht mehr gelungen, diesen rasch genug vom Boden ab-

zuheben, womit sie im Seil hängengeblieben, ins Straucheln gekommen und anschliessend 

gestürzt sei. Eine Programmwidrigkeit habe somit de facto erst stattgefunden, als die Versicher-

te hängengeblieben und deswegen zu Fall gekommen sei; doch zu diesem Zeitpunkt sei die 

Achillessehne bereits gerissen gewesen. Das Hängenbleiben und der Sturz würden als Auslö-

ser der Verletzung kaum ernsthaft in Frage kommen.  

 

5.3 Die Beschwerdeführerin ihrerseits geht davon aus, dass der gesamte Geschehensab-

lauf als Einheit zu werten sei und dieser durch das Hängenbleiben und den Sturz programmwid-

rig unterbrochen worden sei.  

 

5.4 Mit der Beschwerdeführerin ist festzustellen, dass das Lossprinten, das Hängenbleiben 

und der Sturz in engem Zusammenhang zu sehen sind und nicht – wie dies die Beschwerde-

gegnerin geltend macht – in verschiedene, voneinander unabhängige Teilphasen zerlegt wer-

den können. Das Bundesgericht hat in einem Entscheid vom 6. Januar 2022 festgehalten, dass 

in der medizinischen Literatur auf die Problematik hingewiesen werde, dass in einer Vielzahl der 

Fälle die tatsächlich abgelaufene schädigende Mechanik weder von der betroffenen Person 

noch von möglichen Zeugen wahrgenommen werden könne, sich der Geschehensablauf nicht 

im Detail rekonstruieren und sich die auftretende Zugbelastung nicht einmal annäherungsweise 

rekonstruieren lasse (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2022, 8C_593/2021, E. 5.2.3).  

 

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Seite 9  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Im vorliegenden Fall ist der Geschehensablauf nicht eindeutig und zweifelsfrei festgestellt. So 

liegen Aussagen vor, welche darauf hindeuten, dass die Achillessehne bereits nach dem Sprint 

und vor dem Hängenbleiben am Seil gerissen sein könnte. Im Fragebogen vom 16. November 

2020 führt die Beschwerdeführerin allerdings aus, sie sei kurz hängen geblieben, als sie nach 

draussen laufen wollte. Sie habe einen plötzlichen Schmerz im Fuss gespürt und habe nicht 

mehr belasten können. Es wäre folglich denkbar, dass sie durch das Hängenbleiben falsch ge-

landet wäre und dabei die Sehne gerissen ist. Wie das Bundesgericht im erwähnten Urteil vom 

6. Januar 2022 ausgeführt hat, lässt sich der Geschehensablauf in vielen Fällen nicht im Detail 

rekonstruieren. Das Bundesgericht hat denn auch schon festgehalten, dass zur Beurteilung der 

Unfallkausalität dem Kriterium des Unfallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr 

beigemessen werde (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2021, 8C_167/2021, E. 4.1 

und vom 14. April 2020, 8C_59/2020, E. 5.3 f.). Vorliegend rechtfertigt es sich deshalb, den 

Geschehensablauf als Einheit zu berücksichtigen. Dieser Geschehensablauf wurde durch das 

Hängenbleiben am Seil, allenfalls auch durch den Sturz, programmwidrig unterbrochen. Selbst 

jedoch wenn der Ablauf nicht als Einheit betrachtet würde, gilt es zu bedenken, dass es sich bei 

der hier zu beurteilenden Sprungfolge im Langseil um eine spezielle Situation gehandelt hat. 

Bereits ein kurzes falsches Schwingen des Seiles durch die Schülerinnen müsste wohl eben-

falls als Programmwidrigkeit beurteilt werden, was sich aber im Nachhinein nicht mehr rekon-

struieren lässt. Damit ist das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors jedoch zu be-

jahen, womit der Unfallbegriff im Sinne des Gesetzes erfüllt ist. 

 

5.5 Unbestrittenermassen ist das Unfallereignis vom 4. November 2020 als natürliche und 

adäquate Ursache der Achillessehnenruptur zu werten, da es zumindest eine Teilursache der 

Verletzung darstellt. Demzufolge ist die Unfallkausalität zwischen Ereignis und der zugezoge-

nen Achillessehnenruptur zu bejahen.  

 

5.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass das Ereignis vom 4. November 2020 als Unfall im 

Sinne des Gesetzes zu qualifizieren und die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem 

Unfallereignis und der Achillessehnenruptur zu bejahen ist. Damit ist die Beschwerdegegnerin 

leistungspflichtig und hat die gesetzlichen Leistungen aus dem Unfallereignis gegenüber der 

Beschwerdeführerin zu erbringen. Die vorliegende Beschwerde ist folglich gutzuheissen. Die 

Frage, ob die Beschwerdegegnerin auch aufgrund von Art. 6 Abs. 2 UVG leistungspflichtig ist 

oder ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die Verletzung vor-

wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, kann demnach offen bleiben.  

 

6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 

ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 

keine Kosten zu erheben. 

 

6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozes-

ses bemessen. Nachdem die Beschwerde gutzuheissen ist, hat die Beschwerdegegnerin der 

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Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. In der Honorarnote vom 

1. November 2021 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen Aufwand von 

10,67 Stunden geltend gemacht, was angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-

fragen nicht zu beanstanden ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozes-

sen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 

Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewie-

senen Auslagen von Fr. 142.20. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin dem-

nach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'026.05 (10,67 Stunden à Fr. 250.-- zuzüg-

lich Auslagen von Fr. 142.20 sowie 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-

entscheid der Visana Versicherungen AG vom 7. Juni 2021 aufgeho-

ben und diese verpflichtet wird, die gesetzlichen Leistungen aus dem 

Unfallereignis vom 4. November 2020 zu erbringen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Visana Versicherungen AG hat der Beschwerdeführerin eine Par-

teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'026.05 (inkl. Auslagen und 

7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 27.07.2022 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahren-

Nr. 8C_462/2022) erhoben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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