# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3f2c1f2-15fd-5720-b133-97186a37ec1b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 08.06.2010 B 2009/170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2009-170_2010-06-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2009/170

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 08.06.2010

Entscheiddatum: 08.06.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 8. Juni 2010
Gebäudeversicherung. Ablehnung der Schadenübernahme. Art. 31 Ziff. 3 
GVG (sGS 873.1), Art. 45, 47 und 48 GVV (sGS 873.11). Der Gebäudeschaden 
ist im wesentlichen auf einen technischen Mangel und nicht auf ein 
versichertes Ereignis ("Sturmwind") zurückzuführen (Verwaltungsgericht, B 
2009/170).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. 

Haltinner-Schillig

_______________

 

In Sachen

Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. A. B., 9001 St. Gallen,

gegen

 

Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen,Verwaltungskommission, 

Davidstrasse 37, Postfach, 9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

 

betreffend

Ablehnung der Schadenübernahme

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

 

A./ (Sachverhalt in Erwägungen gekürzt) Am 20. November 2007 wurden 

Fensterfronten des im Bau befindlichen Bergrestaurants "Hoher Kasten" (Vers.-Nr. 

24.06168, Altstätten, Kanton St. Gallen) zerkratzt, weil sich die Dampfsperre gelöst 

hatte, die am 19. November 2007 auf dem Flachdach angebracht worden war.

Der Schaden wurde der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen 

(abgekürzt GVA) am 21. November 2007 gemeldet. Am 23. November und 5. 

Dezember 2007 wurde er vom Schadenexperten besichtigt und fotographisch 

dokumentiert. Gemäss Schadenermittlungsprotokoll vom 16. Januar 2008 beträgt die 

Schadensumme brutto Fr. XX.--. Der Schadenexperte bemerkte folgendes: "Da die 

Dampfsperre vom Flachdach nicht vollflächig verschweisst wurde (fachgerechte 

Ausführung in dieser exponierten Lage), sondern nur die Stösse verschweisst wurden, 

konnte der Sturm die Dampfsperre grossflächig durch den Sog ablösen. Die besandete 

Dachpappe zerkratzte 16 grossflächige Glasscheiben. Eine fachgerechte Ausführung 

hätte dem Sturm standgehalten. Es ist zu prüfen, ob nicht die 

Berufshaftpflichtversicherung von Dachdecker und allenfalls Bauleitung zur 

Rechenschaft gezogen werden muss." Im Zusammenhang mit der Frage, ob der 

Schaden ganz oder teilweise auf andere Ursachen als das versicherte Ereignis 

zurückgehe, hielt er fest: "Nicht Berücksichtigen der Regeln der Baukunde. Die 

Dampfsperre muss bei exponierten Lagen vollflächig aufgeschweisst werden, da die 

Dampfsperre je nach Witterung auch als Notdach genügen muss."

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Am 28. März 2008 erstellte H. I., Fachexperte Gebäudehülle SVDW, -, für die GVA ein 

Gutachten. Danach hätte der Schaden an den Fenstern verhindert werden können, 

wenn die Arbeiten gemäss Werkvertrag ausgeführt worden wären. Am 21. April 2008 

lehnte es die GVA ab, für den Schadenfall eine Versicherungsleistung zu erbringen. Die 

Verfügung wurde damit begründet, am 20. November 2007 habe in der Politischen 

Gemeinde, zu der der Hohe Kasten gehöre, kein "Sturmwind" im Sinn eines 

versicherten Ereignisses geherrscht. Sodann sei der Schaden auf "eine andere 

Ursache" zurückzuführen. Bei vertragsgemässer Ausführung der Dampfsperre wäre 

kein Schaden entstanden.

B./ Am 21. Mai 2008 erhob die Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG 

Einsprache gegen die Verfügung der GVA vom 21. April 2008. Sie beantragte, die GVA 

habe eine Versicherungsleistung im Umfang der gesamten durch den Schadenfall 

verursachten Kosten zu erbringen. Am 28. Juli 2008 wies die GVA die Einsprache ab.

C./ Am 12. August 2008 erhob die Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt A. B., St. Gallen, gegen den Einspracheentscheid vom 

28. Juli 2008 Rekurs bei der Verwaltungskommission der GVA. Die Rekurrentin 

beantragte u.a., es sei eine Expertise zu erstellen und führte zur Begründung ihrer 

Anträge aus, am 20. November 2007 habe auf dem Hohen Kasten ein "Sturmwind" 

gewütet und ein ihr zuzurechnendes Verschulden des Dachdeckers D. E. liege nicht 

vor.

Am 1. Dezember 2008 wurde Xyz mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.

Nachdem die Rekurrentin am 5. Juni 2009 zum Gutachten Stellung genommen hatte, 

wies die Verwaltungskommission der GVA den Rekurs am 27. August 2009 ab. Die 

Rekursinstanz gelangte zum Ergebnis, es liege kein versichertes Ereignis vor, das den 

Schaden verursacht habe bzw. ein Konstruktionsmangel habe den 

Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten "Sturmwind" und dem 

eingetretenen Schaden unterbrochen.

D./ Am 17. September 2009 erhob die Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt A. B., St. Gallen, gegen den Entscheid der 

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Verwaltungskommission der GVA vom 27. August 2009 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 56 des 

Gesetzes über die Gebäudeversicherung (sGS 873.1, abgekürzt GVG) in Verbindung 

mit Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, 

abgekürzt VRP). Sodann ist die Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG zur 

Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art.45 Abs. 1 VRP). Im 

weiteren erfüllen die Beschwerdeeingabe vom 17. September 2009 und ihre Ergänzung 

vom 16. Oktober 2009 zeitlich, formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerin erklärt, ergänzend zu ihrer Eingabe an die Vorinstanz vom 

5. Juni 2009, an der vollumfänglich festgehalten werde, gehe sie auf einzelne Punkte 

des von der Vorinstanz völlig unkritisch übernommenen Gutachtens Xyz ein. In 

ständiger Rechtsprechung hat es das Verwaltungsgericht abgelehnt, dass pauschal auf 

Eingaben an Vorinstanzen verwiesen wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da aus 

ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der Vorinstanz 

angefochten wird. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in Eingaben an die 

Vorinstanz nach Gründen zu suchen, weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig 

sein könnte (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 

2003, Rz. 921 mit Hinweisen).

3. Die Beschwerdeführerin beantragt, es seien Expertisen zu erstellen und Zeugen zu 

befragen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und 

formrichtig angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen 

eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige 

Tatsache Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b). Die 

rechtserheblichen Tatsachen ergeben sich im vorliegenden Fall aus den Akten, 

weshalb auf die beantragten Beweismittel verzichtet werden kann.

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4. Die GVA erbringt gemäss Art. 31 Ziff. 3 GVG u.a. Versicherungsleistungen, wenn 

Gebäudeschäden durch "Sturmwind" entstanden sind; ausgenommen sind Schäden, 

die im wesentlichen auf andere Ursachen zurückgehen.

Das Vorliegen einer die Leistungspflicht ausschliessenden "anderen Ursache" ist 

insbesondere dann anzunehmen, wenn der Schaden nicht unmittelbare Folge eines 

Elementarereignisses ist. Unter den Begriff der "anderen Ursache" fallen somit 

namentlich Ereignisse, welche zwar die Voraussetzungen eines Elementarereignisses in 

qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht erfüllen, jedoch den Schadeneintritt 

begünstigen (GVP 2006 Nr. 61 mit Hinweisen).

4.1. Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht nach Art. 45 der Verordnung zum 

Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11, abgekürzt GVV), wenn ein 

versichertes Ereignis vorliegt, ein Gebäudeschaden entstanden ist, der unmittelbar auf 

das versicherte Ereignis zurückgeführt werden kann und die Ereigniseinwirkung nicht 

bestimmungsgemäss war. Eine Ereigniseinwirkung ist nach Art. 48 GVV 

bestimmungsgemäss, wenn sie zufolge ordentlicher Abnützung oder ordentlicher 

Erfüllung des Zwecks des Gebäudes oder Gebäudeteils eintritt. Geht der 

Gebäudeschaden überwiegend auf das versicherte Ereignis zurück, wird er ihm 

gemäss Art. 47 Abs. 1 GVV voll zugerechnet. Geht der Gebäudeschaden ganz oder 

überwiegend auf andere Ereignisse zurück, wird er nicht entschädigt. Nicht vergütet 

werden insbesondere Schäden, die auf fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die 

nicht auf eine plötzliche, aussergewöhnlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie 

unter anderem Schäden zufolge fehlerhafter Konstruktion (Art. 47 Abs. 2 GVV). Geht 

der Gebäudeschaden weder überwiegend auf das versicherte Ereignis noch 

überwiegend auf andere Ereignisse zurück, wird er dem versicherten Ereignis 

anteilmässig zugerechnet (Art. 47 Abs. 3 GVV). Nach der Rechtsprechung hat ein 

Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, 

einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs 

somit durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (GVP 2006 Nr. 61 mit 

Hinweisen; GVP 2005 Nr. 41 mit Hinweis auf GVP 2003 Nr. 42 und VerwGE vom 22. 

Januar 2002 i.S. W.).

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4.2. Nach der allgemeinen Regel von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 

210, abgekürzt ZGB) hat derjenige, der ein Recht behauptet, die Sachumstände zu 

beweisen, die nach dem massgebenden Rechtssatz diese Rechtsfolge erzeugen. Auch 

im Privatversicherungsrecht gilt der Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber 

einem Versicherer einen Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB 

bezüglich der Frage, ob ein Versicherungsfall eingetreten ist, grundsätzlich 

behauptungs- und beweispflichtig sind. Behauptet der Versicherer indessen eine die 

Leistungspflicht ausschliessende oder herabsetzende Tatsache, so ist es an ihm, diese 

zu beweisen. Diese Beweislastverteilung gilt auch im öffentlichen 

Gebäudeversicherungsrecht, namentlich bei der Anwendung von Art. 31 Ziff. 3 GVG 

(VerwGE vom 21. April 2009 i.S. E.D. mit Hinweis auf GVP 2005 Nr. 41, GVP 2003 

Nr. 42 und A. Maurer, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl., Bern 1995, 

S. 381 und RB/ZH 1983, S. 171; vgl. auch GVP 2006 Nr. 61). Nach Art. 8 ZGB ist 

sodann zu Ungunsten desjenigen zu entscheiden, der aus der unbewiesen gebliebenen 

(behaupteten) Tatsache hätte Rechte ableiten können (GVP 2006 Nr. 61; vgl. dazu auch 

Joos, in: Glaus/Honsell, Gebäudeversicherung, Systematischer Kommentar, Basel 

2009, N 8.III.6 mit Hinweisen).

4.3. Ziel der Beweiswürdigung ist die Feststellung des im Streitfall relevanten 

Sachverhalts. Das Verwaltungsverfahren ist bestimmt vom Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Dieser bedeutet nicht, dass die entscheidende Instanz völlig frei 

wäre in der Festlegung des Sachverhalts oder diesen gar willkürlich festlegen dürfte. 

Der Entscheid darüber, ob sich der Sachverhalt so oder anders präsentiert, muss sich 

vielmehr auf vernünftige, nachvollziehbare Gründe abstützen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., 

Rz. 616 mit Hinweisen). Der Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven 

Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute 

Gewissheit kann dabei nicht verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am 

Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Im Versicherungsrecht betrachtet das 

Bundesgericht eine "überwiegende Wahrscheinlichkeit" als ausreichend, wo ein strikter 

Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht möglich oder 

nicht zumutbar ist, insbesondere wenn die von der beweisbelasteten Partei 

behaupteten Tatsachen nur mittelbar durch Indizien bewiesen werden können und 

insofern eine "Beweisnot" besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 2006 4C.

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136/2006 mit Hinweis auf BGE 130 III 324 E. 3.2; vgl. auch Schaer, in: Glaus/Honsell, 

a.a.O., N 6.II.13). Nach dem Beweismass der "überwiegenden Wahrscheinlichkeit" gilt 

ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven 

Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare 

Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. August 2006 4C.136/2006 mit Hinweis auf BGE 130 III 325 

E. 3.3).

5. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, es sei von einem 

versicherten Ereignis im Sinn eines "Sturmwinds" auszugehen bzw. die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt diesbezüglich unrichtig festgestellt.

5.1. Art. 31 Ziff. 3 GVG erläutert nicht näher, was unter "Sturmwind" zu verstehen ist. 

Das Verwaltungsgericht hat die Auslegung des Begriffs durch die Vorinstanz als 

sachlich haltbar eingestuft (GVP 2005 Nr. 41). Danach galt ein Wind als "Sturmwind", 

wenn er eine Geschwindigkeit von wenigstens 75 km/h aufweist (nach der heutigen 

Praxis muss die Windgeschwindigkeit wenigstens 63 km/h im 10-Minuten Mittel 

betragen oder es müssen mehrere Böenspitzen von wenigstens 100 km/h auftreten) 

und Gebäude abdeckt oder Bäume umwirft, so dass Kollektivschäden entstehen, d.h. 

gleichzeitig mehrere Gebäude in der Umgebung der versicherten Sache vom selben 

Sturmwind betroffen sind (vgl. dazu A. Kleiner, Das Recht der öffentlichen 

Gebäudeversicherungen, Separatdruck aus: "Mitteilungen" Jahrgänge 1978/79 des 

Interkantonalen Rückversicherungsverbands Bern und der Vereinigung Kantonaler 

Feuerversicherungen, S. 64 f. sowie Hauswirth/Suter, Sachversicherung, 2. Aufl., Bern 

1990, S. 162 und PVG 1975 Nr. 77). Wer Entschädigung beansprucht, muss 

nachweisen, dass am Versicherungsort oder in der Umgebung durch den Sturm 

Bäume gefällt oder Dächer abgedeckt worden sind. Der Grund liegt darin, dass oft ein 

fehlerhaft konstruiertes Gebäude Angriffsziel des Windes ist. Erleidet dieses Schäden 

oder fällt es gar in sich zusammen, so ist die mangelhafte Konstruktion der Grund dafür 

und nicht der Sturm (vgl. dazu auch Hauswirth/Suter, a.a.O., S. 162). Sodann hat das 

Verwaltungsgericht erwogen, MeteoSchweiz sei nicht in der Lage, für jeden Ort in der 

Schweiz die genaue Windgeschwindigkeit anzugeben, die örtlich verschieden sein 

könne. Windmessungen könnten demzufolge nur im Sinn eines Indizes Aufschluss 

darüber geben, welche Windstärke an einem bestimmten (anderen) Ort zu einem 

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bestimmten Zeitpunkt geherrscht habe. Es sei deshalb möglich, den Beweis indirekt zu 

erbringen, d.h. durch den Beweis von Sachumständen, die den Schluss auf andere 

rechtswesentliche Tatsachen zuliessen. Im Fall eines behaupteten "Sturmwinds" sei ein 

derartiger Sachumstand in erster Linie das Schadenbild, das sich in der Umgebung 

präsentiere. Ein "Sturmwind" müsse deshalb grundsätzlich Kollektivschäden zur Folge 

haben. Das Vorliegen von Schäden an ordnungsgemäss erstellten und unterhaltenen 

Gebäuden oder an gesunden Bäumen könne vermuten lassen, die geforderte 

Windstärke sei erreicht worden. Allerdings könne ein Sturm ausnahmsweise eng 

begrenzt auftreten und nur ein Gebäude treffen. Dies erfordere indessen eine 

eingehende Abklärung der Schadenursache, zumal bei Einzelschäden meist 

sturmfremde Faktoren, insbesondere fehlerhafte Konstruktion oder mangelhafter 

Unterhalt des Gebäudes, für den Schaden mitverantwortlich seien.

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, es gehe nicht an, den Nachweis, dass ein 

"Sturmwind" Ursache des Schadens sei, als gescheitert zu bezeichnen, weil die 

Windstärke am Schadenort selber mangels Windmessstation nicht festgestellt werden 

könne. Sie beruft sich auf GVP 2005 Nr. 41 und macht geltend, weil es nicht möglich 

sei, aus der Umgebung des versicherten Objekts Rückschlüsse auf Sturmeinwirkung zu 

ziehen, müssten Indizien zugelassen werden. Am 17. Juni 2008 sei eine Bestätigung 

der Meteomedia, Gais, vom 28. Mai 2008 eingereicht worden, aus der hervorgehe, 

dass am 20. November 2007 zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr auf der Ebenalp ein 

stürmischer Föhnwind geherrscht habe. Die Meteomedia Messstation habe 

Spitzenwerte von 122 km/h gemessen. Diese Angaben seien aussagekräftig genug, 

zumal Brülisau als Föhnkessel schlechthin gelte. Wenn auf der Ebenalp Spitzenwerte 

von 122 km/h gemessen worden seien, sei anzunehmen, dass der Sturm auf dem 

Hohen Kasten noch um einiges stärker gewütet habe. In diesem Zusammenhang sei 

eine Expertise zu erstellen und es seien Zeugen zu befragen. Unbehelflich sei 

demgegenüber der Verweis der Vorinstanz auf das Gutachten Xyz, wonach gemäss 

MeteoSchweiz am 20. November 2007 auf dem Säntis Böenspitzen von lediglich 52 

km/h gemessen worden seien, zumal der Experte selber ausführe, der Säntis sei bei 

Föhn teilweise etwas geschützt. Hinzu komme, dass die Vorinstanz das Gutachten Xyz 

unrichtig interpretiert habe. Unter diesen Umständen sei die von der Praxis geforderte 

mittlere Windgeschwindigkeit von 75 km/h (richtig: 63 km/h im 10-Minuten-Mittel bzw. 

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Böenspitzen von wenigstens 100 km/h) nachgewiesen, auch wenn es zufolge der 

singulären Lage des Objekts nicht möglich sei, Kollektivschäden nachzuweisen.

5.3. Im Gegensatz zur Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz geprüft, 

ob der indirekte Beweis erbracht worden sei, dass am 20. November 2007 auf dem 

Hohen Kasten ein "Sturmwind" geherrscht habe. Sie ist zum Ergebnis gelangt, dieser 

sei misslungen, weil bekannt sei, dass die Windverhältnisse im Alpstein auf engstem 

Raum stark variieren könnten. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin kann 

alleine aus der Tatsache, dass auf der Ebenalp zwischen 17.00 und 18.00 Uhr eine 

Windgeschwindigkeit von 122 km/h geherrscht hat und dass auf dem Säntis gemäss 

MeteoSchweiz einzig um 01.00 Uhr eine Böenspitze von 52 km/h gemessen worden ist 

(act. 5 der Vorinstanz), nicht gefolgert werden, auf dem Hohen Kasten sei die Marke 

von 63 km/h im 10-Minuten-Mittel bzw. von Böenspitzen von wenigstens 100 km/h 

zum "Ereigniszeitpunkt" überschritten worden, zumal dieser, soweit ersichtlich, aus 

den Akten nicht hervorgeht. Zutreffend ist demgegenüber, dass aus dem Gutachten 

Xyz, auf das sich die Vorinstanz beruft, nicht gefolgert werden kann, die für 

"Sturmwind" geforderten Windgeschwindigkeiten seien am 20. November 2007 auf 

dem Hohen Kasten nicht erreicht worden. Allerdings hat der Experte auch nicht 

bestätigt, dass das Gegenteil der Fall gewesen sei. Gemäss Expertise Xyz können lokal 

stark unterschiedliche Windverhältnisse herrschen, und im fraglichen Zeitraum hat der 

Föhn mehrere Tage angehalten. Sodann hat der Gutachter festgestellt, es sei mit 

grösster Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Werte auf dem Hohen Kasten 

klar unter der Windbelastung, der das zur Diskussion stehende Gebäude nach den 

Regeln der Baukunde standhalten müsse (256 km/h), gelegen hätten. In Betracht fällt 

weiter, dass der Föhn gemäss MeteoSchweiz am 20. November 2007 kurz nach 

Tagesanbruch auch in Altdorf und im Urner Reusstal eingesetzt hat, dass er seine 

stärkste Ausprägung aber am 21. November 2007 mit Böenspitzen von 120 km/h in 

Altdorf und 123 km/h in Les Diablerets hatte. In den übrigen Föhntälern lagen die 

Böenspitzen zwischen rund 60 und 80 km/h. Unbestritten geblieben ist sodann die 

Feststellung in der Verfügung der GVA vom 21. April 2008, wonach die Abklärungen 

ergeben haben, dass am 20. November 2007 in der Politischen Gemeinde Altstätten 

keine weiteren Gebäudeschäden verzeichnet worden sind, welche die Annahme eines 

"Strumwindes" als versichertes Ereignis rechtfertigen würden. Es seien keine Dächer 

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abgedeckt worden und es seien nicht mehrere Gebäude von einem Elementarereignis 

betroffen gewesen.

5.4. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass zwar sachdienliche Anhaltspunkte 

bestehen, dass am 20. November 2007 auf dem Hohen Kasten Windgeschwindigkeiten 

geherrscht haben, wie sie zur Annahme eines "Sturmwinds" erforderlich sind. Dennoch 

bestehen Zweifel, ob dies zum Zeitpunkt, als sich der Schaden ereignet hat, tatsächlich 

der Fall war. Wie noch zu zeigen sein wird, kann die Frage, ob Föhnwinde mit 

Sturmwindstärke damals plötzlich und unwiderstehlich über den Hohen Kasten gefegt 

sind, indessen offenbleiben.

6. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen der Einwirkung des Windes und dem Schaden am Bergrestaurant sei 

gegeben, weil die Handwerker die einschlägigen SIA-Normen eingehalten hätten. 

Deshalb liege kein Verstoss gegen Regeln der Baukunde vor.

6.1. Wie ausgeführt, können sturmfremde Faktoren Ursache eines Schadens sein. Auch 

wenn das Auftreten eines "Sturmwindes" unbestritten ist, kann die Kausalität für den 

eingetretenen Schaden in Frage stehen, weil das beschädigte Gebäude nicht 

fachgerecht geplant oder erstellt wurde. Die Frage, ob ein Konstruktionsmangel 

vorliegt, ist nach den Regeln der Baukunde zu beurteilen. Dazu gehören neben den 

gesetzlichen Vorschriften die Normen und Richtlinien der Fachorganisationen (SIA, 

VSS, SEV u.a.) und die technischen Verordnungen der zuständigen Amtsstellen (SUVA 

u.a.). Es ist zu klären, ob der Mangel am Bau den Kausalzusammenhang zwischen 

Ereignis und Schaden tatsächlich unterbrochen hat, oder ob er allenfalls eine 

Mitursache des Schadens darstellt, etwa wenn der Schaden auch ohne den Mangel in 

gleicher Art oder allenfalls in geringerem Ausmass eingetreten wäre. Wird z.B. ein Dach 

durch einen Sturm weggerissen und bei der Abklärung der Schadenursache 

festgestellt, dass das Dach nicht fachgerecht konstruiert wurde, ist auf den Schaden 

dann einzutreten, wenn der Nachweis erbracht wird, dass auch ein einwandfrei 

konstruiertes Dach beschädigt worden wäre (Gerspach, in: Glaus/Honsell, a.a.O., N 

2.V.4.98).

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6.2. Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf, ein Konstruktionsmangel könne den 

Kausalzusammenhang nur unterbrechen, wenn er auf ein Fehlverhalten zurückzuführen 

sei, das einem schweren Verschulden gleichkomme. Im vorliegenden Fall könne 

indessen höchstens eine leichte bis mittlere Fahrlässigkeit vorliegen, was bestritten 

werde.

Zutreffend ist, dass die GVA die Versicherungsleistung gestützt auf Art. 33 GVG 

verweigern bzw. kürzen kann, wenn der Versicherte den Schadenfall schuldhaft 

herbeigeführt hat. Im vorliegenden Fall ist aber strittig, ob der Gebäudeschaden durch 

ein versichertes Ereignis in Form eines "Sturmwinds" verursacht worden, oder ob er im 

wesentlichen auf eine andere Ursache, d.h. auf einen Konstruktionsmangel, 

zurückzuführen ist, mit der Folge, dass der Gebäudeschaden nicht versichert ist. Im 

Gegensatz zur Auffassung der Beschwerdeführerin stellt sich die Schuldfrage in 

diesem Zusammenhang nicht bzw. es kann offen bleiben, wer für den 

Konstruktionsfehler verantwortlich ist.

6.3. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, wie die G. am 4. März 2008 

bestätigt habe, seien die einschlägigen SIA-Normen, die für die Prüfung der Frage, ob 

ein Konstruktionsfehler vorliege, massgebend seien, beim Bau des Drehrestaurants 

eingehalten worden. Im übrigen werde auch im Gutachten Xyz bestätigt, dass es den 

Regeln der Baukunde entspreche, eine Dampfbremse lose zu verlegen und nicht 

aufzukleben. Unbehelflich und lebensfremd sei aber die Ansicht des Experten, ein 

Gebäude habe schon während der Bauphase Windgeschwindigkeiten von bis zu 256 

km/h zu widerstehen. Wenn dem so wäre, müsste die Zulässigkeit der losen Verlegung 

von Dampfsperren aus der einschlägigen SIA-Norm gestrichen werden, zumal 

Sturmböen überall in der Schweiz auftreten könnten. In diesem Zusammenhang sei von 

Bedeutung, dass die GVA Gebäude auch während der Bauphase versichere, weshalb 

Schäden zu entschädigen seien und der Kausalzusammenhang nicht damit bestritten 

werden könne, eine den Regeln der Baukunde entsprechende Dampfsperre habe 

einem Sturm nicht getrotzt.

6.3.1. Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Frage, dass im Werkvertrag vereinbart 

worden ist, es werde eine spezielle bituminöse Selbstklebebahn Bauder Therm DS 1 

DUO verwendet. Unbestritten ist ebenfalls, dass am Bau aber eine lose verlegte, 

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bituminöse Dampfbremse des Typs Soprema VA4 angebracht und dass die 

Wärmedämmung darauf lose verlegt worden ist.

6.3.2. Zutreffend ist, dass im Gutachten Xyz die Auffassung vertreten wird, sowohl das 

Aufkleben als auch das Loseverlegen von Dampfbremsen entspreche den Regeln der 

Baukunde. Der Experte führt in diesem Zusammenhang aber aus, unter 

Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse auf dem Hohen Kasten auf 1795 m über 

Meer seien die Regeln der Baukunde bei der losen Verlegung der Dampfbremse im 

konkreten Fall beim Bauablauf nicht eingehalten worden. Entweder hätte das Dach 

etappenweise mit allen Schichten samt Beschwerung erstellt werden müssen, oder die 

Dampfbremse hätte bei Arbeitsunterbruch (auch über Nacht) entsprechend den 

Windlastannahmen beschwert werden müssen (S. 12 des Gutachtens). Dem Gutachten 

kann weiter entnommen werden, die planenden Architekten hätten die Windsituation 

mustergültig abgeklärt, indem die Hochschule für Technik und Architektur HTA Luzern 

mit einer Studie sowohl bezüglich West-Nordwestwind als auch bezüglich Ostwind und 

Föhn beauftragt worden sei. Danach dürfe am Gebäude bereits während der Bauzeit 

bei Windgeschwindigkeiten von 256 km/h bei West-Nordwestwind und Föhn und bei 

230 km/h bei Ostwind kein Schaden eintreten. Aus der Windsimulation bei Föhn seien 

die zu erwartenden Druck- und Soglasten für die verschiedenen Gebäudeteile ermittelt 

worden. Danach entstehe am Dachrand 560 kg Soglast und im ersten Dachdrittel 

reduziere sich diese auf 300 kg. Die Regeln der Baukunde seien auf dem Hohen Kasten 

deshalb nur eingehalten, wenn Sogkräfte bis zu 560 kg/m  aufgenommen werden 

könnten. Dies setze voraus, dass die Dampfbremse entweder aufgeklebt werde oder 

dass der Bauablauf so gewählt werde, dass eine Flachdachkonstruktion mit loser 

Schichtfolge immer ganz, mit der nötigen Schutzschicht und Beschwerung, 

fertiggestellt werde. Im vorliegenden Fall sei weder das eine noch das andere erfolgt. 

Die Dampfbremse sei ganzflächig auf dem Dach lose verlegt worden. Im Anschluss 

daran sei die Arbeit unterbrochen und die verlegte Dampfsperre sei lediglich lokal und 

absolut ungenügend beschwert worden, weshalb der Föhnwind die 

Dampfbremsschicht problemlos habe anheben und abreissen können (S. 9 des 

Gutachtens). Die Beschwerdeführerin wendet in diesem Zusammenhang zwar ein, die 

Fertigstellung mit Schutzschicht und Beschwerung wäre gar nicht möglich gewesen, 

weil kein Platz für mehr Material vorhanden und die Logistik mit dem Transport von 

Wärmedämmung und Bedachungsmaterial voll ausgelastet gewesen seien. 

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Beschränkte Lager- und Transportkapazitäten sind indessen kein Grund, eine lose zu 

verlegende Dampfbremse auf der ganzen Fläche anzubringen und sie, im November 

und in Kenntnis prekärer meteorologischer Bedingungen, nur in unzureichender Weise 

zu sichern. Vielmehr hätte der Ablauf der Bautätigkeit auf die witterungsbedingten 

Verhältnisse vor Ort ausgerichtet werden müssen.

6.3.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Schaden, der am 20. November 

2007 am Bergrestaurant "Hoher Kasten" entstanden ist, im Sinn von Art. 31 Ziff. 3 GVG 

in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 GVV im wesentlichen auf eine andere Ursache als ein 

versichertes Ereignis zurückzuführen ist. Die Art und Weise wie während des 

Bauablaufs im Zusammenhang mit der Dampfbremse vorgegangen worden ist, kann 

nicht als fachgerecht bezeichnet werden. Die Vorgaben, die sich aus der von Seiten der 

planenden Architekten der Beschwerdeführerin in Auftrag gegebenen Studie ergeben, 

damit das Gebäude keinen Schaden nimmt, und die auch während der Bauphase 

hätten Beachtung finden müssen, sind unberücksichtigt geblieben. Dementsprechend 

konnte sich die Dampfbremsschicht bei Windgeschwindigkeiten von weit weniger als 

256 km/h ohne weiteres lösen und am Gebäude beträchtlichen Schaden anrichten. 

Daraus durfte die Vorinstanz schliessen, ein vergleichbares Schadenereignis wäre bei 

anderen Gebäuden, die nach den Regeln der Baukunde an exponierter Lage auf 1795 

m über Meer ordnungsgemäss erstellt werden, nicht aufgetreten bzw. es liege ein 

Konstruktionsmangel vor, der den Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten 

"Sturmwind" und dem eingetretenen Schaden unterbrochen habe.

An dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin geltend macht, die 

Flachdachabdichtung bestehe aus drei Ebenen bzw. Dächern und die 

Arbeitsausführung sei auf den beiden andern Ebenen bzw. Dächern problemlos 

verlaufen. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass die 

Dampfsperren auf den beiden anderen Ebenen gleichzeitig bzw. unter vergleichbaren 

meteorologischen Bedingungen angebracht worden sind. Sodann führt die Tatsache, 

dass sich die Beschwerdeführerin darauf beruft, Art. 12 GVG sehe 

Bauzeitversicherungen vor und von ihrer Seite sei nichts unversucht gelassen worden, 

um den Schaden zu verhindern, zu keinem anderen Ergebnis. Im Schreiben der G. vom 

6. März 2008 wird ausgeführt, um sicherzustellen, dass kein Schaden entstehe, sei 

MeteoSchweiz angerufen worden, zumal "speziell für diese Baustelle bekannt" sei, 

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"dass die Gefahr von Wind immer besteht". Als klar geworden sei, dass "Sturmwind" 

aufkomme, sei die Dampfsperre "notfallmässig, jedoch mit aller Sorgfalt mittels ca. 8 

Gasflaschen und Holzbalken und Paletten mit Steinen beschwert" worden, bevor die 

Baustelle am Abend habe geräumt werden müssen, weil der Bahnbetrieb eingestellt 

worden sei. Abgesehen davon, dass nicht nachvollziehbar ist, warum der Unternehmer 

die Arbeiten in Kenntnis der witterungsbedingen Gefahr überhaupt ausgeführt hat, 

zeigen die bei den Akten liegenden Bilder, dass die Dampfsperre nur notdürftig, in 

unzulänglicher Weise, befestigt worden ist. Im Gutachten Xyz wird in diesem 

Zusammenhang festgehalten, die Aufnahmen zeigten, dass die Beschwerung absolut 

ungenügend über die Fläche verteilt worden sei. Es seien nur ein Palett mit 

Verbundsteinen und eine doppelte Holzlage, beschwert mit Verbundsteinen und 

Bitumenbahnen vorhanden gewesen. Zudem habe diese Beschwerung nicht einmal ein 

Viertel der Fläche abgedeckt und insbesondere nicht diejenige im exponierten 

Dachrandbereich. Ohne Belang ist in diesem Zusammenhang, dass sich die 

Beschwerdeführerin darauf beruft, weil der Baukran im aufkommenden Wind nicht 

mehr einsatzfähig gewesen sei, hätten keine weitere Massnahmen mehr ergriffen 

werden können. Ebenfalls unerheblich ist schliesslich, wer aus welchem Grund 

entschieden hat, die bituminöse Selbstklebebahn Bauder Therm DS 1 DUO werde 

entgegen der Vereinbarung im Werkvertrag nicht verwendet und durch ein anderes 

Produkt ersetzt.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif, 

sGS 941.12). Sie wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

verrechnet.

Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

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zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V.          R.           W.

 

Der Präsident:            Die Gerichtsschreiberin:

 

 

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt lic. iur. A. B., 9001 St. Gallen)

-   die Vorinstanz

 

am:

 

 

Rechtsmittelbelehrung:

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Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 8. Juni 2010
	Gebäudeversicherung. Ablehnung der Schadenübernahme. Art. 31 Ziff. 3 GVG (sGS 873.1), Art. 45, 47 und 48 GVV (sGS 873.11). Der Gebäudeschaden ist im wesentlichen auf einen technischen Mangel und nicht auf ein versichertes Ereignis ("Sturmwind") zurückzuführen (Verwaltungsgericht, B 2009/170).

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		2025-07-19T13:44:14+0200
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