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**Case Identifier:** e0e8e85c-fb75-5a9a-a019-429456a70996
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.07.2018 200 2018 355
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-355_2018-07-02.pdf

## Full Text

200 18 355 AHV
SCI/BRM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juli 2018

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 6. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2018, AHV/18/355, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die C.________ AG war in den Jahren 2014 bis 2017 als beitragspflichtige 
Arbeitgeberin der Ausgleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend AKB 
bzw. Beschwerdegegnerin) angeschlossen (vgl. act. II 60). Mit Entscheid 
des zuständigen Einzelgerichts wurde über die Gesellschaft mit Wirkung ab 
8. Februar 2017 der Konkurs eröffnet und das Konkursverfahren am … 
April 2017 mangels Aktiven eingestellt. Am … Juli 2017 wurde die Firma 
von Amtes wegen im Handelsregister gelöscht (act. II 1, 14, 17, 19-21).

Mit Verfügung vom 30. Januar 2018 (act. II 7) forderte die AKB vom ehe-
maligen Geschäftsführer der Gesellschaft, A.________, Schadenersatz in 
der Höhe von Fr. 29‘112.70 für im Jahr 2015 entgangene Sozialversiche-
rungsbeiträge (einschliesslich Verwaltungs-, Mahn- und Veranlagungskos-
ten, Betreibungskosten sowie Verzugszinsen) ein. Die dagegen am 12. Fe-
bruar 2018 erhobene Einsprache (act. II 6) wies die AKB, soweit sie darauf 
eintrat, mit Entscheid vom 6. April 2018 ab (act. II 2).

B.

Dagegen liess A.________, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 
7. Mai 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern erhe-
ben. Beantragt wird die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 6. April 
2018; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und zur anschlies-
senden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begrün-
dung bringt er im Wesentlichen vor, dass die saisonal schwankenden Um-
sätze nicht ausgereicht hätten, um die Belastung mit dem hohen Pachtzins 
zu tragen, und sich die berechtigte Hoffnung auf die Übernahme des Be-
triebes durch einen slowakischen Geschäftsmann, die auch eine Beglei-
chung der Beitragsausstände ermöglicht hätte, nicht verwirklicht habe. Es 
liege deshalb keine absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von 
AHV-Vorschriften vor.

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Mit Beschwerdeantwort vom 24. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.  

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) und Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 6. April 2018 (act. II 
2). Streitig ist die gegenüber dem Beschwerdeführer geltend gemachte 
Schadenersatzforderung für entgangene Sozialversicherungsbeiträge in 
der Höhe von Fr. 29‘112.70.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 

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offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG)

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Miss-
achtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er 
diesen zu ersetzen. Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schaden-
ersatzanspruch durch Erlass einer Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 1 und 4 
AHVG). Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so 
haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäfts-
führung oder Liquidation befassten Personen (Art. 52 Abs. 2 Satz 1 AHVG; 
BGE 129 V 11, 123 V 12 E. 5b S. 15). 

2.2 Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zu-
ständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens 
aber fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbro-
chen werden (Art. 52 Abs. 3 Satz 1 und 2 AHVG).

Kenntnis des Schadens hat die Ausgleichskasse im Zeitpunkt, in welchem 
sie unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, 
dass es die tatsächlichen Umstände nicht mehr erlauben, die geschuldeten 
Beiträge einzufordern, dass sie aber wohl eine Schadenersatzpflicht zu 
begründen vermögen (BGE 129 V 193 E. 2.1 S. 195). Entsteht der Scha-
den durch Konkurs, so fällt dieser Zeitpunkt nicht notwendigerweise mit 
jenem zusammen, in welchem die Ausgleichskasse die Schlussabrechnung 
oder einen Verlustschein zugestellt erhält. Die Rechtsprechung geht viel-
mehr davon aus, dass der Gläubiger, welcher den Ersatz eines durch Kon-
kurs oder durch einen Liquidationsvergleich erlittenen Schadens geltend 
machen will, diesen normalerweise im Zeitpunkt der Auflegung des Kollo-
kationsplans genügend kennt. Er kann in diesem Zeitpunkt den Wert des 
Inventars, die Rangfolge seiner Forderung sowie die voraussichtliche Divi-

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dende kennen. Die gleichen Grundsätze gelten bei einem Nachlassvertrag 
mit Vermögensabtretung (BGE 128 V 15 E. 2a S. 17). Wird der Konkurs 
weder im ordentlichen noch im summarischen Verfahren durchgeführt, so 
ist davon auszugehen, dass die Kenntnis des – im Zeitpunkt der Konkur-
seröffnung entstandenen – Schadens in der Regel dann vorliegt, wenn das 
Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt wird. Massgebend ist dabei 
der Zeitpunkt, in dem die Einstellung im SHAB veröffentlicht wird (BGE 129 
V 193 E. 2.3 S. 196).

2.3 Der für eine Haftung nach Art. 52 AHVG vorausgesetzte Schaden 
entsteht dann, wenn der Ausgleichskasse ein ihr gesetzlich geschuldeter 
Betrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dem Betrag, dessen die 
Kasse verlustig geht. Dazu gehören die von den Arbeitgebenden geschul-
deten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge, die Verwaltungs- und Be-
treibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszin-
sen (BGE 121 III 382 E. 3b bb S. 384; SVR 2007 AHV Nr. 2 S. 6 E. 5, 1999 
AHV Nr. 16 S. 45 E. 5). Ordnungsbussen sind hingegen nicht Schadensbe-
standteil (SVR 2009 AHV Nr. 3 S. 13 E. 7).

2.4 Der Schaden muss durch eine Missachtung von Vorschriften ent-
standen sein. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verord-
nung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVV; SR 831.101) schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder 
Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug bringt und zusammen mit 
den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Ar-
beitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen 
über die von ihnen an ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausbe-
zahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträ-
ge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Ab-
rechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öf-
fentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen 
Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 
AHVG und zieht die volle Schadensdeckung nach sich (BGE 118 V 193 
E. 2a S. 195).

Nach Art. 717 Abs. 1 i.V.m. Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5 des Schweizerischen 
Obligationenrechts (OR; SR 220) gehört die Oberaufsicht über die mit der 

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Geschäftsführung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Be-
folgung der Gesetze, zu den unübertragbaren und unentziehbaren Aufga-
ben des Verwaltungsrates. Diese Aufgaben müssen "mit aller Sorgfalt" er-
füllt werden.

2.5 Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht 
nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absicht-
lich oder grobfahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese 
Missachtung ein Schaden verursacht worden ist. Absicht bzw. Vorsatz und 
Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG 
statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um 
eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht (BGE 108 V 183 E. 1b 
S. 186). 

2.5.1 Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber 
das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage 
und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen 
(SVR 2011 AHV Nr. 14 S. 49 E. 3.2). Das Mass der zu verlangenden Sorg-
falt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmänni-
schen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher der Betreffende an-
gehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die 
Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetzli-
cher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich 
ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Or-
gane eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 112 V 156 E. 4 S. 159, 
108 V 199 E. 3a S. 202).

2.5.2 Gemäss ständiger Rechtsprechung ist nicht jede Verletzung der 
öffentlichrechtlichen Aufgaben der Arbeitgeber als Institution der Versiche-
rungsdurchführung ohne weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer Orga-
ne im Sinne von Art. 52 AHVG zu werten. Das absichtliche oder grobfahr-
lässige Missachten von Vorschriften verlangt vielmehr einen Normverstoss 
von einer gewissen Schwere. Dagegen kann beispielsweise die relativ kur-
ze Dauer des Beitragsausstandes sprechen, wobei aber immer eine Wür-
digung sämtlicher konkreter Umstände des Einzelfalls Platz zu greifen hat. 
Zudem dürfen die Nichtabrechnung wie auch die Nichtbezahlung der Bei-
träge als solche nicht einem qualifizierten Verschulden gleichgesetzt wer-

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den, weil dies auf eine nach Gesetz und Rechtsprechung unzulässige, da 
in Art. 52 AHVG gerade nicht vorgesehene Kausalhaftung hinausliefe. 
Vielmehr sind auch in dieser Hinsicht die gesamten Umstände zu würdigen. 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht dürfen sich bei festgestellter 
Verletzung der AHV-Vorschriften daher nicht auf die Prüfung beschränken, 
ob Exkulpations- oder Rechtfertigungsgründe vorliegen, sondern haben 
vorgängig festzustellen, ob ein qualifiziertes Verschulden im Sinne von 
Art. 52 AHVG anzunehmen ist (BGE 136 V 268 E. 3 S. 274, 121 V 243 
E. 4b und 5 S. 244; Entscheid des EVG vom 4. Oktober 2004, H 273/03, 
E. 3.2.1).

2.5.3 Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt jedoch die Vermutung eines 
absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des Arbeitgebers resp. sei-
ner Organe. Dies bedeutet eine gesteigerte Mitwirkungspflicht der ins 
Recht gefassten Person bei der Abklärung resp. Feststellung des für die 
Beurteilung des Verschuldens rechtserheblichen Sachverhalts von Amtes 
wegen durch die Ausgleichskasse und das kantonale Versicherungsgericht 
(Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Es obliegt grundsätzlich dem Ar-
beitgeber oder seinen Organen, Gründe, welche ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen, zu behaupten, diesbe-
zügliche Beweise zu liefern oder zu beantragen. Werden solche entlasten-
de Umstände nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substanziiert, 
sind solche nicht ohne weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu 
keinem schlüssigen Ergebnis, hat die ins Recht gefasste Person die Folgen 
der Beweislosigkeit zu tragen. Diese Regelung gilt auch in Bezug auf allfäl-
lige Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe (SVR 2011 AHV Nr. 13 
S. 44 E. 4.1).

2.6 Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, 
wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des 
Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im 
Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem 
Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missach-
tung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, 
aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere Umstän-
de die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht 

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schuldhaft erscheinen lassen. So kann es sein, dass es einem Arbeitgeber, 
der sich in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen 
der Beiträge gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein sol-
ches Vorgehen führt allerdings nur dann nicht zu einer Haftung gemäss 
Art. 52 AHVG, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt seiner Entscheidung auf-
grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage 
damit rechnen durfte, dass die Unternehmung überlebt und er die Forde-
rung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist würde befriedigen können 
(BGE 108 V 183 E. 1b S. 186 und 189 E. 2b S. 193; AHI 2003 S. 100 
E. 3a; SVR 2017 AHV Nr. 13 S. 41 E. 7.2).

2.7 Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach 
Art. 52 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässi-
gen Missachtung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein 
adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a 
S. 406). Daran fehlt es, wenn auch ein pflichtgemässes Verhalten den 
Schaden nicht hätte verhindern können. Indessen vermag die blosse Hypo-
these, der Schaden wäre auch bei pflichtgemässem Verhalten eingetreten, 
die Adäquanz nicht zu beseitigen. Dass ein Schaden ohnehin eingetreten 
wäre, muss vielmehr mit Gewissheit oder doch mit hoher Wahrscheinlich-
keit nachgewiesen sein. Das schuldhafte Verhalten eines solidarisch Er-
satzpflichtigen kann nur dann als inadäquat für den eingetretenen Schaden 
gelten, wenn das Verschulden des Dritten oder des Geschädigten dermas-
sen schwer wiegt, dass das eigene Fehlverhalten eindeutig in den Hinter-
grund tritt und damit nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der Le-
benserfahrung nicht mehr als adäquate Schadensursache erscheint (SVR 
2011 AHV Nr. 16 S. 60 E. 4.3.1).

3.

3.1 Zunächst stellt auch der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abre-
de, dass er vom 14. Dezember 2014 bis zur Löschung der Gesellschaft am 
13. Juli 2017 – und somit während des hier relevanten Zeitraums – einziger 
Gesellschafter mit Einzelunterschrift und Geschäftsführer der C.________ 
AG war (Ausdruck aus dem Handelsregister vom 14. Mai 2018 [act. II 1]). 

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Damit kam ihm formelle Organstellung zu (vgl. auch  MARCO REICHMUTH, 
Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, Diss. 
Freiburg 2008, S. 50 N. 205 mit Hinweis auf Art. 809 ff. OR), so dass er der 
Haftungsbestimmung gemäss Art. 52 AHVG unterliegt (vgl. E. 2.1 hiervor). 
Im Weiteren wurde das Konkursverfahren am 3. April 2017 mangels Akti-
ven eingestellt (vgl. act. II 1) und die ehemalige C.________ AG vermochte 
bzw. vermag die Beitragsforderungen nicht mehr zu begleichen; sie kann 
auch der geltend gemachten Schadenersatzpflicht nicht mehr genügen, 
weshalb subsidiär grundsätzlich die Haftung ihrer Organe und damit dieje-
nige des Beschwerdeführers greift (vgl. E. 2.1 vorstehend).

3.2 Aufgrund der Akten ist ausgewiesen und unbestritten, dass die 
C.________ AG für das Jahr 2015 die Sozialversicherungsbeiträge nicht im 
geschuldeten Umfang erbracht und die Beschwerdegegnerin insoweit ei-
nen Schaden im Sinne von Art. 52 AHVG erlitten hat. Hierzu gehören 
grundsätzlich auch die in diesem Zeitraum angefallenen Verwaltungskos-
tenbeiträge, Mahngebühren, Verzugszinsen und Betreibungsspesen (vgl. 
E. 2.3 hiervor). Die Schadenssumme ergibt sich vorliegend aus dem – auf 
der Lohnbescheinigung und Abrechnung der Familienzulagen für das Jahre 
2015 von September 2016 (act. II 41) bzw. dem (letzten) Rektifikat von 
August 2017 (act. II 10) beruhenden – Kontoauszug Lohnbeiträge vom 
29. Januar 2018 (Beilage zur Schadenersatzverfügung; act. II 7). Von Sei-
ten des Beschwerdeführers wird die ermittelte Schadenssumme von insge-
samt Fr. 29‘112.70 im vorliegenden Verfahren auch nicht ansatzweise in 
Frage gestellt und aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte für 
Fehler in der Festlegung (BGE 110 V 48 E. 4a S. 53).

Eine Verjährung des Schadensersatzanspruchs ist angesichts der Einstel-
lung des Konkursverfahrens mangels Aktiven am 3. April 2017 und der 
Geltendmachung des Anspruchs mittels Schadenersatzverfügung vom 
30. Januar 2018 offenkundig nicht eingetreten (vgl. E. 2.2 und 2.3 hiervor).

3.3 Exkulpationsgründe (vgl. E. 2.6 hiervor) sind vorliegend nicht zu 
erkennen: Soweit heute der hohe Pachtzins als Hauptgrund für die finanzi-
ellen Schwierigkeiten des Unternehmens angegeben wird, ist darauf hin-
zuweisen, dass die Vereinbarung eines Pachtzinses der privatrechtlichen 
Vertragsfreiheit untersteht. Es war Aufgabe des Unternehmens und damit 

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diejenige des Beschwerdeführers als einzigem handlungsberechtigtem 
Gesellschafter, die Sachlage seriös abzuklären und das unternehmerische 
Risiko einzuschätzen. Wenn sich der vereinbarte Pachtzins nachträglich als 
zu hoch erweist, ändert dies indessen nichts an der Verpflichtung, von je-
dem ausbezahlten Lohn die Beiträge für die Arbeitnehmer abzuziehen und 
dem Sozialversicherungsträger zu überweisen. Zudem hätte, wenn wie 
vom Beschwerdeführer behauptet, ein zu hoher Pachtzins als die der gan-
zen Problematik zu Grunde liegende Ursache zu betrachten wäre, dies von 
vornherein jede Aussicht auf – nachhaltige – Besserung der finanziellen 
Situation ausgeschlossen, d.h. das Nichtbezahlen der Beiträge im Sinne 
einer kurzfristigen Überbrückung wäre unter diesen Umständen nicht ge-
eignet, die Existenz des Unternehmens zu sichern. Tatsächlich bestehen 
keine Anzeichen, dass die unterlassene Zahlung der Sozialversicherungs-
beiträge auch nur ansatzweise geeignet hätte sein können, das Unterneh-
men zu retten. Gleiches gilt für den saisonalen Charakter des Betriebes, 
der einerseits vor dem Eingehen von Verpflichtungen zu prüfen ist und an-
dererseits einer Arbeitgeberin nicht das Recht gibt, geschuldete Beiträge 
nicht abzuliefern. Auch aus der angeblich geplanten Übernahme der 
C.________ AG durch einen Geschäftsmann aus dem Ausland kann der 
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Unabhängig von der 
Dauer solcher Übernahmeverhandlungen sind die Beiträge auf ausgerich-
teten Löhnen fortlaufend in Abzug zu bringen und dem Versicherungsträger 
zu überweisen. Angesichts der erhofften, aber noch keineswegs gesicher-
ten Geschäftsübernahme durfte der dafür verantwortliche Beschwerdefüh-
rer die Ablieferungspflicht des Unternehmens nicht vernachlässigen. Inso-
weit ist es denn auch mindestens nicht naheliegend, dass bei der Über-
nahme eines unrentablen Pachtbetriebs der Übernehmer – was der Be-
schwerdeführer im Ergebnis geltend macht – bereits aufgelaufene Schul-
den auf eigene Kosten übernimmt. In diesem Zusammenhang ist der Be-
schwerdeführer schliesslich darauf hinzuweisen, dass bei einem allfälligen 
Ausscheiden aus dem Unternehmen – zufolge eines Verkaufs desselben –, 
er für Beitragsausstände im hier fraglichen Zeitraum im Falle eines späte-
ren Konkurses immer noch haften würde, und zwar selbst wenn er eine 
Schuldüberbindung hätte vereinbaren können, denn diese hätte allein in-
terne Wirkung zwischen den Vertragsparteien gehabt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2018, AHV/18/355, Seite 11

3.4 Zusammenfassend trifft den Beschwerdeführer ein qualifiziertes 
Verschulden (vgl. E. 2.5.2 hiervor) am entstandenen Schaden. Weiter sind 
keine Exkulpations- bzw. Rechtfertigungsgründe (E. 2.6 hiervor) gegeben, 
welche das Verhalten des Beschwerdeführers als entschuldbar erscheinen 
liessen, noch lassen sich solche den Akten entnehmen. Der adäquate Kau-
salzusammenhang zwischen dem schuldhaften Verhalten des Beschwer-
deführers und dem eingetretenen Schaden ist ebenfalls zu bejahen. Denn 
es ist nicht mit der erforderlichen hohen Wahrscheinlichkeit anzunehmen, 
dass auch bei pflichtgemässem Handeln ein Schaden eingetreten wäre 
(vgl. E. 2.7 hiervor).

Nach dem Dargelegten sind sämtliche Haftungsvoraussetzungen gemäss 
Art. 52 AHVG erfüllt. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. April 
2018 (act. II 2) ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, sodass sie abzu-
weisen ist.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
AHVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.