# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f07e49c4-e6ae-5027-94bb-fdb9b018ea3b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion 29.05.2024 2024.GSI.662
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Weitere/BE_VB_003_2024-GSI-662_2024-05-29.pdf

## Full Text

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Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 

 

 

Rathausplatz 1 

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3000 Bern 8 

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+41 31 633 79 56 (Fax) 

info.ra.gsi@be.ch 

www.be.ch/gsi  

 

 

 

Referenz: 2024.GSI.662 / ang, mbo  

Beschwerdeentscheid vom 29. Mai 2024 

in der Beschwerdesache 

 

A.___ 

Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B.___ 

Vorinstanz 

 

 
betreffend Sozialhilfebudget 

(Verfügung der Vorinstanz vom 7. März 2024)   

 
 

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 
2024.GSI.662 

 

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I. Sachverhalt 

1. A.___ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ist seit dem 12. Juni 2023 vorläufig in der 

Schweiz aufgenommen und wird seit dem 16. Januar 2023 vom B.___ (fortan: Vorinstanz) mit 

Asylsozialhilfe unterstützt.1 

2. Mit Budgetverfügung vom 7. März 2024 legte die Vorinstanz den Grundbedarf für den 

Lebensunterhalt (GBL) des Beschwerdeführers für den Monat März 2024 auf monatlich 

CHF 393.00 fest. 

3. Gegen diese Verfügung hat der Beschwerdeführer am 7. März 2024 bei der Gesund-

heits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern (GSI) Beschwerde erhoben. Darin be-

antragt er sinngemäss, es sei ihm ein Grundbedarf von etwa CHF 600.00 zu gewähren.  

4. Die Rechtsabteilung des Generalsekretariats, welche die Beschwerdeverfahren für die 

GSI leitet,2 holte die Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Die Vorinstanz beantragt 

in ihrer Beschwerdeantwort vom 9. April 2024 die Abweisung der Beschwerde. 

Auf die Rechtsschriften und Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen 

1. Sachurteilsvoraussetzungen 

1.1 Die Vorinstanz ist gestützt auf einen Leistungsvertrag mit dem Amt für Integration und Sozi-

ales (AIS) im Rahmen der ihr übertragenen Aufgaben als Trägerschaft verfügungsberechtigt (Art. 5 

Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SAFG3). Diese Verfügungen sind gemäss Art. 57 Abs. 1 SAFG bei der 

GSI anfechtbar. Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 7. März 2024. Somit ist die GSI 

zur Beurteilung der Beschwerde vom 7. März 2024 zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung ohne Weiteres zur Beschwerdefüh-

rung befugt (Art. 65 VRPG4). 

 
 
1 Beschwerdeantwort vom 9. April 2024 
2 Art. 7 Abs. 1 Bst. m der Verordnung vom 30. Juni 2021 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits-, 
Sozial- und Integrationsdirektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG 152.221.121) i.V.m. Art. 14a der Direk-
tionsverordnung über die Delegation von Befugnissen der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion vom 17. Ja-
nuar 2001 (DelDV GSI; BSG 152.221.121.2) und Art. 6 Abs. 1 Bst. e des Organisationsreglements des Generalsekre-
tariats der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (OrgR GS GSI) 
3 Gesetz vom 3. Dezember 2019 über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich (SAFG; BSG 861.1) 
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 

 
 

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 
2024.GSI.662 

 

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1.3 Auf die gemäss Art. 67 VRPG form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutre-

ten. 

1.4 Die GSI prüft, ob die Vorinstanz von einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des 

Sachverhalts ausgegangen ist, ob sie Recht verletzt hat (einschliesslich allfälliger Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens) und ob die angefochtene Verfügung unangemessen ist (Art. 66 VRPG). 

Der GSI steht somit volle Kognition zu. 

2. Streitgegenstand 

Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Budgetverfügung der Vorinstanz vom 7. März 2024. Streitgegen-

stand und damit zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Grundbedarf des Beschwerdeführers für den 

Monat März zu Recht auf CHF 393.00 festgesetzt hat.  

3. Rechtliche Grundlagen 

Personen im laufenden Asylverfahren, vorläufig Aufgenommene sowie Schutzbedürftige ohne Aufent-

haltsbewilligung, die für ihren Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen 

Mitteln aufkommen können, können Asylsozialhilfe beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 SAFG). Die Asylso-

zialhilfe umfasst Leistungen der persönlichen Hilfe in Form von Beratung, Betreuung, Vermittlung und 

Information sowie der wirtschaftlichen Hilfe in Form von Geld- und Sachleistungen, Kostengutspra-

chen oder Gutscheinen (Art. 21 Abs. 1 SAFG). Die wirtschaftliche Hilfe umfasst den Grundbedarf für 

den Lebensunterhalt, die medizinische Grundversorgung, eine Unterkunft, situationsbedingte Leistun-

gen und Motivationszulagen (Art. 21 Abs. 2 SAFG). Die GSI legt die genauen Beträge für den Grund-

bedarf für den Lebensunterhalt in der SADV5 fest (Art. 23 Abs. 2 SAFV6). Der Grundbedarf von Per-

sonen in Kollektivunterkünften richtet sich unabhängig vom Alter nach Unterstützungseinheiten (Art. 1 

SADV i.V.m. Art. 23 Abs. 2 SAFV). 

4. Argumente der Verfahrensbeteiligten 

4.1 In seiner Beschwerde vom 7. März 2024 bringt der Beschwerdeführer vor, dass ihm ein 

Grundbedarf von CHF 393.00 nicht zum Leben reiche. Da seine sechs Kinder und seine Ehefrau in 

seinem Heimatland niemanden ausser ihn hätten, schicke er monatlich CHF 300.00 an seine Familie. 

So habe er dann kein Geld mehr, um für seinen Lebensunterhalt aufzukommen und Essen zu kaufen. 

 
 
5 Direktionsverordnung vom 10. Juni 2020 über die Sozialhilfe im Asylbereich (SADV; BSG 861.111.1)  
6 Verordnung vom 20. Mai 2020 über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich (SAFV; BSG 861.111) 

 
 

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 
2024.GSI.662 

 

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4.2 In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. April 2024 führt die Vorinstanz im Wesentlichen aus, dass 

der Beschwerdeführer keine Argumente vorbringe, welche geeignet wären, eine Erhöhung des Grund-

bedarfs realisieren zu können. Die Bemessung des Grundbedarfs erfolge gestützt auf Art. 22 SAFG 

in Verbindung mit den Art. 21 ff. der SAFV und der SADV. 

5. Würdigung 

5.1 Der 34-jährige Beschwerdeführer ist nicht in der Lage, selbständig hinreichend für seinen 

Lebensunterhalt aufzukommen und hat demnach Anspruch auf Asylsozialhilfe im Sinne von Art. 18 

SAFG. Der Beschwerdeführer lebt allein in einer Kollektivunterkunft.7 Seine Frau und seine sechs 

Kinder leben im Heimatland und sind folglich nicht berechtigt, gemäss Art. 18 SAFG Asylsozialhilfe zu 

beanspruchen. Der Beschwerdeführer lebt nicht mit seiner Familie zusammen und bildet auch mit 

keiner anderen Person eine Unterstützungseinheit. Er bildet somit eine eigene Unterstützungseinheit 

und hat demnach Anspruch auf einen monatlichen Grundbedarf von pauschal CHF 393.00 (Art. 1 

SADV). 

5.2 Die genauen Beträge für den Grundbedarf sind, wie von der Vorinstanz korrekt vorgebracht, 

gesetzlich festgelegt (Art. 22 Abs. 2 SAFG i.V.m. Art. 23 Abs. 2 SAFV i.V.m. Art. 1 SADV) und können 

nur durch berechtigte Personen beansprucht werden. Vorliegend handelt es sich beim Beschwerde-

führer um die einzige anspruchsberechtigte Person. Die rechtlichen Grundlagen sehen keine gesetz-

lichen Ausnahmen vor, um im Fall von familiären oder persönlichen Verpflichtungen einen höheren 

Grundbedarf geltend zu machen. 

6. Ergebnis 

Nach dem Geschriebenen ist die Verfügung der Vorinstanz vom 7. März 2024 rechtmässig und nicht 

zu beanstanden. Die Beschwerde vom 7. März 2024 ist daher abzuweisen.  

7. Kosten 

7.1 Die Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr. Diese beträgt für Entscheide in 

Verwaltungsjustizsachen CHF 200.00 bis 4’000.00 (Art. 103 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und 

Art. 4 Abs. 2 GebV8). Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, 

das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Um-

stände rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Vorliegend ist der 

 
 
7 Beschwerdeantwort vom 9. April 2024 
8 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21) 

 
 

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 
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Beschwerdeführer unterliegend und somit grundsätzlich kostenpflichtig. Praxisgemäss hat der 

Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten zu tragen.9 Entsprechend sind keine Verfahrenskosten zu 

erheben. 

7.2 Parteikosten sind keine angefallen (Art. 104 VRPG) und demzufolge keine zu sprechen 

(Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

III. Entscheid 

1. Die Beschwerde vom 7. März 2024 wird abgewiesen. 

2. Verfahrenskosten werden keine erhoben. 

3. Parteikosten werden keine gesprochen. 

IV. Eröffnung 

‒ Beschwerdeführer, per Einschreiben 

‒ Vorinstanz, per Einschreiben 

  

 Gesundheits-, Sozial- und  

Integrationsdirektion 

 

 

 

 

Pierre Alain Schnegg 

Regierungsrat 

 

 

 
Rechtsmittelbelehrung 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit schriftlicher und begründeter Beschwerde beim Ver-

waltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten 

werden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 3 Exemplaren einzureichen ist, muss einen Antrag, die 

Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; der angefochtene Ent-

scheid und greifbare Beweismittel sind beizulegen. 

 
 
9 Vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern Nr. 100.2022.193 vom 5. April 2023 E. 3 mit Hinweis auf 
BVR 2019 S. 360