# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bf34327-fa28-5fcc-9f46-442a76052ac8
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-03-25
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 25.03.2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-25--M_2021-03-25.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 058 463 74 84, Fax 058 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

 
Bern, 25. März 2021 

 
 
 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

 
im Schlichtungsverfahren zwischen 

 
X 

(Antragsteller) 
 

und 
 

Bundesamt für Gesundheit BAG 
 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Gemäss Art. 46 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) 
ist bei Tarifverträgen, die in der ganzen Schweiz gelten sollen, der Bundesrat für die 
Genehmigung zuständig. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist das Vertragswerk auf 
seine Übereinstimmung mit dem Gesetz sowie dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit 
zu prüfen. Der Bundesrat hat am 26. August 2020 einen Tarifvertrag zwischen den Spitälern 
und den Krankenversicherern betreffend die Behandlung der autologen CAR-T-Zelltherapie 
genehmigt.1 Die autologe CAR-T-Zelltherapie wird im Rahmen eines Behandlungskomplexes 
angewandt, der aus der Zellentnahme (Apherese), der Herstellung des CAR-T-Produkts im 
Labor, vorbereitender Chemotherapie zur Lymphodepletion und stationärer Re-Transplantation 
der CAR-T-Zellen besteht. Daher wurde sie im Leistungskatalog der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung (OKP) den medizinischen Leistungen zugeordnet. Entsprechend 
sind diese Therapien nicht auf die Spezialitätenliste (SL) aufgenommen, sondern im Anhang 1 
der Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV (SR 832.112.31) geregelt. 

2. Der Antragsteller (Journalist) hat am 28. August 2020 gestützt auf das Bundesgesetz über das 
Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) beim Bundesamt 
für Gesundheit BAG um Zugang ersucht zu sämtlichen «Unterlagen, die im Zusammenhang mit 
Preismodellen und Rückvergütungen in der Grundversicherung von folgenden  
SL-Medikamenten ab Anfang 2019 stehen, insbesondere Dokumente, aus denen die Höhe der 
Rückerstattung durch die Hersteller hervorgeht. Betroffene Medikamente sind insbesondere: 
Braftovi, Hemlibra, Lynpraza, Mektovi, Orkambi, Plenadren, Praluent, Repatha, Symdeko, 
Talzenna, Verzenois. Zudem wünschen wir die Herausgabe der Dokumente für die Autologe 
CAR-T-Zellentherapie, aus denen die real bezahlte Höhe der Vergütung hervorgeht 
(Tarifvereinbarung vom 26.8.2020).» 

3. Am 10. September 2020 teilte das BAG dem Antragsteller mit, dass es für die betroffenen elf 
Arzneimittel (erster Teil des Zugangsgesuches) davon ausgehe, dass die Herausgabe der 
jeweiligen Aufnahmeverfügungen in die SL beantragt werde. In Bezug auf die Dokumente 

                                                      
1  Der Bundesrat verabschiedet Tarifvereinbarung zur Vergütung einer innovativen Krebstherapie (admin.ch) 

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/kuv-leistungen/leistungen-und-tarife/aerztliche-leistungen/Anhang1-KLV/KLV_Anhang%201_Gesamtliste_1.1.2021.pdf.download.pdf/KLV_Anhang%201_Gesamtliste_1.1.2021.pdf
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/kuv-leistungen/leistungen-und-tarife/aerztliche-leistungen/Anhang1-KLV/KLV_Anhang%201_Gesamtliste_1.1.2021.pdf.download.pdf/KLV_Anhang%201_Gesamtliste_1.1.2021.pdf
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-80181.html

 

 

 

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betreffend die autologe CAR-T-Zelltherapie (zweiter Teil des Zugangsgesuchs) identifizierte das 
BAG die Tarifvereinbarung vom 26. August 2020. Das BAG informierte den Antragsteller, es 
werde eine Anhörung nach Art. 11 BGÖ durchführen, da die Dokumente Personendaten 
enthielten. Dementsprechend, und weil die gewünschten Informationen umfangreich seien, 
werde die Bearbeitungsfrist verlängert. Das BAG spezifizierte gegenüber dem Antragsteller den 
Zeitpunkt der Zugangsgewährung nicht genauer. 

4. Bezüglich der Informationen über die CAR-T-Zelltherapie führte das BAG am 28. September 
2020 eine Anhörung gemäss Art. 11 BGÖ bei den Tarifpartnern, santésuisse und H+ Die 
Spitäler der Schweiz, durch. Diese stellten die Anhörungsanfrage des BAG den zwei ebenfalls 
betroffenen Zulassungsinhaberinnen (A und B) zu. In ihren Stellungnahmen vom 13. Oktober 
2020 (A) und 3. November 2020 (B) an das BAG machen die Zulassungsinhaberinnen im 
Wesentlichen Geschäftsgeheimnisse nach Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ geltend und beantragen die 
Abdeckung aller Passagen, die Nettopreise und Rückvergütungen sowie Preismodelle und 
Preis- und Liefermodalitäten enthalten, und der Personendaten gemäss Art. 9 Abs. 1 BGÖ. Die 
Tarifpartner ihrerseits berufen sich in ihrer gemeinsamen Stellungnahme vom 26. Oktober 2020 
an das BAG auf entsprechende Vertraulichkeitsklauseln in den Tarifverträgen. Die 
Zulassungsinhaberin A führt zudem aus, dass «die Offenlegung solcher vertraulicher 
Informationen [...] dabei insbesondere die zielkonforme Durchführung konkreter behördlicher 
Massnahmen im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ [hindert], d.h. die Sicherstellung einer 
kostengünstigen und qualitativ hochstehenden sowie zweckmässigen gesundheitlichen 
Versorgung im Rahmen von vertraulichen Preismodellen und vertraulichen Nettopreisen. Somit 
sind die zur Schwärzung markierten Passagen in den Preisvereinbarungen sowie in den 
zusammenhängenden Dokumenten […] auch gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ nicht 
offenzulegen.» 

5. Am 3. Februar 2021 nahm das BAG Stellung zum Zugangsgesuch. Es gewährte einen 
eingeschränkten Zugang zu den folgenden vier Dokumenten betreffend die CAR-T-Zelltherapie:  
− Dokument 1: Entwurf des Bundesratsantrags zur Genehmigung des Tarifvertrags betreffend 

die Vergütung der Behandlungen mit der autologen CAR-T-Zelltherapie in Ergänzung zur 
bestehenden Tarifstruktur SwissDRG zwischen santésuisse und H+; 

− Dokument 2: Nachreichung zum Antrag um Genehmigung des Tarifvertrags betreffend die 
Vergütung der Behandlungen mit der autologen CAR-T-Zelltherapie zwischen santésuisse 
und H+ Die Spitäler der Schweiz vom 8. Mai 2020; 

− Dokument 3: Vergütungsvereinbarung zwischen der Hirslanden AG Klinik Hirslanden, der 
Insel Gruppe AG, dem Universitätsspital Zürich und der Zulassungsinhaberin [A] ([Therapie 
AA]) vom 6. April 2020; 

− Dokument 4: Vergütungsvereinbarung zwischen der Insel Gruppe AG, dem Universitätsspital 
Zürich, dem Universitätsspital Basel, dem Kinderspital Zürich und der Zulassungsinhaberin 
[B] ([Therapie BB]) vom 30. März 2020.  

In allen Dokumenten wurden «die Höhe der vertraulichen Vergütungen, die Höhe des 
vertraulichen Rabatts, die geschätzten Gesamtkosten der CAR-T-Zelltherapie und die 
Berechnung der geschätzten Gesamtkosten der CAR-T-Zelltherapie in Anwendung von Artikel 
7 Absatz 1 Buchstabe g BGÖ zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen geschwärzt, da diese 
Angaben nicht öffentlich ersichtlich und zugänglich sind.» Zusätzlich wurden in den 
Dokumenten 2-4 die Namen der natürlichen Personen in Anwendung von Art. 9 BGÖ 
abgedeckt. In Bezug auf die Verfügungen betreffend den ersten Teil des Zugangsgesuchs, die 
elf Arzneimittel (s. Ziff. 2), äusserte sich das BAG nicht. 

6. Mit Schreiben vom 10. Februar 2021 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim 
Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. 

 

 

 

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7. Mit E-Mail vom 11. Februar 2021 bestätigte der Beauftragte gegenüber dem Antragsteller den 
Eingang des Schlichtungsantrages und forderte gleichentags das BAG dazu auf, die 
betroffenen Dokumente sowie bei Bedarf eine ergänzende Stellungnahme einzureichen. 
Gleichzeitig informierte der Beauftragte die Parteien, dass angesichts der angespannten 
epidemiologischen Lage die Schlichtungsverfahren bis auf Weiteres schriftlich durchgeführt 
würden. Aus diesem Grund erhielt der Antragsteller die Möglichkeit, eine ergänzende 
Stellungnahme einzureichen. 

8. Mit Schreiben vom 19. Februar 2021 reichte das BAG die betroffenen vier Dokumente 
betreffend die CAR-T-Zelltherapie (Ziff. 5) und eine Stellungnahme ein. Dieses Schreiben 
enthält Ausführungen über die Entstehung und Entwicklung von vertraulichen Preismodellen. 
Das BAG führt u.a. aus, dass «ohne die vertraulichen Preisvereinbarungen […] dieser höhere 
Preis akzeptiert werden [müsste] oder der Zugang für die Patienten zur CAR-T-Zelltherapie […] 
nicht mehr oder nur stark verzögert gewährleistet werden [könnte]. Die vertraulichen 
Vergütungsvereinbarungen tragen demnach dazu bei, dass Patientinnen und Patienten in der 
Schweiz der lebenswichtige Zugang zu den CAR-T-Zellentherapien zu einem wirtschaftlichen 
Preis ohne Verzögerung ermöglicht werden kann und bildete einen wichtigen Bestandteil für die 
Beschlussfassung des Bundesrates zugunsten einer Genehmigung der damit verknüpften 
Tarifverträge. […] In Anbetracht dieses grossen öffentlichen Interesses an der Vertraulichkeit 
dieser Vergütungsvereinbarungen (Geschäftsgeheimnis) und den drohenden Schäden, die die 
angehörten Parteien und der Gesundheitsversorgung durch eine Offenlegung der geschwärzten 
Informationen erleiden, ist an den bestehenden Schwärzungen festzuhalten.» Was dem 
«drohenden Schaden für die betroffenen angehörten Parteien» anbelangt, verweist das BAG 
auf die Ausführungen der Zulassungsinhaberinnen, deren Stellungnahmen beigelegt werden. 
Daher übernimmt das BAG implizit diese Ausführungen als Begründung für das Vorliegen von 
Geschäftsgeheimnissen nach Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ. Zum ersten Teil des Zugangsgesuchs, 
den Verfügungen betreffend elf Arzneimitteln, äusserte sich das BAG wiederum nicht. 

9. Mit E-Mail vom 22. Februar 2021 reichte der Antragsteller eine ergänzende Stellungnahme ein. 
Er ist der Auffassung, dass «ein Preis […] bei der öffentlichen Aufgabe [ein funktionierendes 
und kostengünstiges Gesundheitssystem zu gewährleisten] kein Geheimnis darstellen [darf]. 
Die rein finanziellen Interessen von privaten Pharmakonzernen mögen das gewichtige Interesse 
der Öffentlichkeit um Zugang zu den beantragten Informationen nicht zu überwiegen. Wer die 
Kosten dieser teuren Medikamente zahlt, hat ein Anrecht zu wissen, wieviel er wofür zahlt.» 
Weiter betont er, dass erhebliche und überwiegende Gründe der Öffentlichkeit bestünden, 
gewährte Rückvergütungen, Rabatte, die geschätzten Gesamtkosten, die Berechnung der 
geschätzten Gesamtkosten sowie die effektiv bezahlten Preise zu kennen. 

10. Nach telefonischer Rücksprache vom 3. März 2021 erklärte sich der Antragsteller gegenüber 
dem Beauftragten bereit, auf die Namen der natürlichen Personen zu verzichten, welche das 
BAG in Anwendung von Art. 9 BGÖ eingeschwärzt hatte. Er hielt hingegen am Zugang zu den 
Aufnahmeverfügungen bezüglich der elf Medikamente in die SL fest. 

11. Auf Nachfrage des Beauftragten, warum zu der vom BAG identifizierten Tarifvereinbarung vom 
26. August 2020 kein Zugang gewährt wurde, antwortete das BAG mit E-Mail vom 5. März 
2021, dass dieses Dokument die verlangten Informationen nicht enthalte. Diese seien in den 
vier dem Antragsteller bereits zugestellten Dokumenten enthalten. Gleichzeitig informierte das 
BAG den Beauftragten, dass die Stellungnahme «zu den weiteren 11 Medikamenten […] zu 
einem späteren Zeitpunkt erfolgen [wird], da es sich hierbei um sehr viele Abklärungen 
handelt.» 

12. Am 9. März 2021 teilte das BAG dem Beauftragten auf Rückfrage telefonisch mit, dass dem 

 

 

 

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Antragsteller in Bezug auf mindestens einen Teil der in Frage stehenden Verfügungen in der 
Woche 11 eine Stellungnahme nach Art. 12 BGÖ zugestellt werde. 

13. Angesicht der noch nicht erfolgten Zugangsgewährung zu den elf Aufnahmeverfügungen in die 
SL (erster Teil des Zugangsgesuchs) erklärte sich der Rechtsvertreter des Antragstellers mit  
E-Mail vom 12. März 2021 damit einverstanden, dass für die beiden Teilgesuche getrennte 
Schlichtungsverfahren durchgeführt werden. 

14. Auf die weiteren Ausführungen des Antragstellers und des BAG sowie auf die eingereichten 
Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

15. Der Antragsteller reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ beim BAG ein. Dieses 
verweigerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Der Antragsteller ist als Teilnehmer 
an einem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags 
berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache 
Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der 
Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

16. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.2 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

17. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 
Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die 
Angemessenheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.  

18. Der Antragsteller ersuchte um Zugang zu verschiedenen Dokumenten im Zusammenhang mit 
Preismodellen und Rückvergütungen in der OKP. In Bezug auf die Dokumente zu den elf 
Medikamenten identifizierte das BAG die jeweiligen Aufnahmeverfügungen in die SL. Zu 
diesem Teil des Zugangsgesuches hat das BAG noch keine Stellung nach Art. 12 Abs. 4 BGÖ 
genommen (Ziff. 12). In Bezug auf die verlangten Informationen über die CAR-T-Zelltherapie 
gewährte das BAG einen eingeschränkten Zugang zu vier Dokumenten (Ziff. 5). Der 
Antragsteller erklärte sich gegenüber dem Beauftragten damit einverstanden, dass für die 
beiden Teilgesuche getrennte Schlichtungsverfahren durchgeführt werden können. Somit sind 
Gegenstand des vorliegenden Schlichtungsverfahrens einzig die zugestellten CAR-T-
Zelltherapie-Dokumente (zweiter Teil des Zugangsgesuchs, s. Ziff. 2) in anonymisierter Form. 
Der Antragsteller verzichtete im Schlichtungsverfahren auf die Bekanntgabe der Namen der 
natürlichen Personen.  

19. Die Tarifpartner berufen sich auf die in den Tarifverträgen enthaltenen Vertraulichkeitsklauseln. 
Es stellt sich deshalb zuerst die Frage, ob nicht öffentlich bekannte Preismodelle, inklusive 

                                                      
2 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, 

BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 

 

 

 

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damit verbundene Vertraulichkeitsvereinbarungen, eine Wirksamkeit i.S.v. Art. 7 Abs. 1 Bst. 
h BGÖ zu entfalten vermögen. Vertraulichkeitsabreden zwischen Behörden (dazu zählen auch 
Krankenversicherer, soweit sie – wie vorliegend - im Bereich der sozialen Krankenversicherung, 
also der Grundversicherung, agieren) und Privaten nach Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ sind nur bei 
Vorliegen bestimmter kumulativ erforderlicher Kriterien nach Öffentlichkeitsgesetz wirksam. 
Ansonsten stünde es im Belieben einer Behörde, mittels Vertraulichkeitsabreden die vom 
Gesetzgeber gewollte Überprüfung des Verwaltungshandelns zu umgehen. 
Vertraulichkeitsabreden sind u.a. nur dann wirksam, wenn die fraglichen Informationen den 
Behörden freiwillig geliefert werden. Informationen im Verfahren auf Zulassung einer 
medizinischen Leistung in den Leistungskatalog der OKP betreffen die soziale 
Krankenversicherung. Sie werden dem BAG aufgrund einer gesetzlichen Grundlage 
(Art. 43 ff. KVG) – und damit nicht freiwillig – geliefert. Daran ändert nichts, dass der 
unternehmerische Entscheid für die Zulassung einer medizinischen Leistung in den 
Leistungskatalog der OKP freiwillig erfolgt.3 Schliesslich hat die Zulassung einer medizinischen 
Leistung zur Folge, dass die Grundversicherung verpflichtet ist, diese zu vergüten, weshalb 
hieraus ein wirtschaftlicher Vorteil zugunsten der Zulassungsinhaberin resultiert. Demzufolge 
sind die fraglichen Vertraulichkeitsabreden nicht wirksam im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. h 
BGÖ. Hingegen ist festzuhalten, dass Vertraulichkeitsabreden allfällige Geschäftsgeheimnisse 
betreffen können, die im Rahmen von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ zu prüfen sind.4 Auf solche 
berufen sich explizit die Zulassungsinhaberinnen. 

20. Die eine Zulassungsinhaberin(A) führt in ihrer Stellungnahme (Ziff. 4) die Einzelheiten der 
verschiedenen Preismodelle und die jeweils erwartete Schädigung auf. Im Wesentlichen 
argumentiert sie, dass «[d]ie Offenlegung dieser Information […] es potentiellen Mitbewerbern 
[erlaubt], Einsicht in dieses Verhandlungsergebnis und die Teile der Marktzugangsstrategie und 
Preisbildung von [Therapie AA] zu nehmen. Die Einsicht in die erwähnten Informationen stellt 
insbesondere für Mitbewerber in Verhandlungen einen ungerechtfertigten Vorteil dar, der u.a. 
eine schnellere Rückerstattung bzw. einem schnelleren Marktzugang von Konkurrenzprodukten 
und dadurch auch höhere Marktanteile von Konkurrenzunternehmen zur Folge hat. Dies führt 
zu einem tieferen Marktanteil für [Therapie AA] und bedeutet damit einen konkreten drohenden, 
finanziellen Nachteil für [A]. Bei den in Art. 1 Abs. 1 der Preisvereinbarung angeführten 
Informationen handelt es sich somit um Geschäftsgeheimnisse, welche gemäss Art. 7 Abs. 1 
Bst. g BGÖ nicht offengelegt werden dürfen.» 

21. Die andere Zulassungsinhaberin (B) macht geltend, dass «bei einer Offenlegung der 
rabattierten Nettopreise in der Schweiz […] eine Preisreferenzierung auf die Schweiz [droht] 
und damit eine Marktverzerrung mit hohem wirtschaftlichen Schaden für [B]. Zahlreiche Länder 
referenzieren in ihrer Preisgestaltung auf die Schweiz. […] D.h. die Arzneimittelpreise der 
Schweiz werden von den Behörden dieser Länder bei Preisfestsetzungen und 
Preisüberprüfungen berücksichtigt. Aufgrund dieses Referenzierungssystems muss davon 
ausgegangen werden, dass die Veröffentlichung des vergleichsweise tiefen Preises für 
[Therapie BB] in der Schweiz Preissenkungen für [Therapie BB] in den Referenzierungsländern 
zur Folge hätte. Allein aufgrund der Bevölkerungsgrösse dieser Referenzierungsländer und 
damit der Grösse der behandelten Patientenpopulationen muss bei einer Offenlegung des 
Preises von [Therapie BB] in der Schweiz mit wesentlichen wirtschaftlichen Nachteilen für [B] 
gerechnet werden.» In Bezug auf den zu erwartenden Schaden als Voraussetzung für das 
Vorliegen von Geschäftsgeheimnissen führt sie weiter aus, dass «gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung […] die Gefahr einer ernsthaften Schädigung mit einer gewissen 

                                                      
3  Vgl. dazu auch 27. Tätigkeitsbericht 2019/2020 EDÖB S. 74 und 75. 
4  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.5.1; Urteil des BVGer A-6003/2019 vom 18. November 2020 E. 6.7.6. 

 

 

 

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Wahrscheinlichkeit drohen [muss]. Dasselbe muss gelten, wenn die Schädigung nicht aufgrund 
der Kenntnisnahme durch die Konkurrenz, sondern durch Kenntnisnahme einer ausländischen 
Behörde infolge einer Veröffentlichung der betreffenden Informationen oder der Daten droht.» 

22. In seiner ergänzenden Stellungnahme (Ziff. 8) an den Beauftragten äussert sich das BAG u.a. 
«zu den Auswirkungen einer Offenlegung der geschwärzten Informationen auf die 
obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) und die Patientinnen und Patienten in der 
Schweiz. […] Ohne die vertraulichen Preisvereinbarungen müsste dieser höhere Preis 
akzeptiert werden oder der Zugang für die Patienten zur CAR-T-Zelltherapie könnte nicht mehr 
oder nur stark verzögert gewährleistet werden. Die vertraulichen Vergütungsvereinbarungen 
tragen demnach dazu bei, dass Patientinnen und Patienten in der Schweiz der lebenswichtige 
Zugang zu den CAR-T-Zelltherapien zu einem wirtschaftlichen Preis ohne Verzögerung 
ermöglicht werden kann und bildete einen wichtigen Bestandteil für die Beschlussfassung des 
Bundesrates zugunsten einer Genehmigung der damit verknüpften Tarifverträge.»  

23. Der Antragsteller bestreitet in seiner ergänzenden Stellungnahme (Ziff. 9) das Vorliegen von 
Geschäftsgeheimnissen betreffend die hier ersuchten Informationen. 

24. Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ entsprechend kann der Zugang eingeschränkt, aufgeschoben oder 
verweigert werden, wenn durch die Bekanntgabe amtlicher Dokumente Berufs-, Geschäfts- 
oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden können. Der Begriff „Geschäftsgeheimnis“ ist 
gesetzlich nicht definiert. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird als Geheimnis 
jede in Beziehung mit dem betroffenen Geheimnisträger stehende Tatsache qualifiziert, welche 
weder offenkundig noch allgemein zugänglich ist (relative Unbekanntheit), welche der 
Geheimnisherr geheim halten will (subjektives Geheimhaltungsinteresse) und an deren 
Geheimhaltung der Geheimnisherr ein berechtigtes Interesse hat (objektives 
Geheimhaltungsinteresse).5 

25. Vom Geheimnisbegriff werden jedoch nicht alle Geschäftsinformationen erfasst, sondern nur 
die wesentlichen Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz Marktverzerrungen 
bewirken und dazu führen würde, dass dem betroffenen Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil 
genommen bzw. ein Wettbewerbsnachteil und damit ein Schaden zugefügt wird. Der 
Gegenstand des Geschäftsgeheimnisses muss geschäftlich relevante Informationen betreffen. 
Darunter können insbesondere Informationen fallen, die Einkaufs- und Bezugsquellen, 
Betriebsorganisation, Preiskalkulation, Geschäftsstrategien, Businesspläne sowie Kundenlisten 
und -beziehungen betreffen und einen betriebswirtschaftlichen oder kaufmännischen Charakter 
aufweisen. Entscheidend ist, ob diese Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 
haben können, oder mit anderen Worten, ob diese Informationen bei einer Zugänglichmachung 
an Dritte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung haben. Ein abstraktes 
Gefährdungsrisiko genügt nicht.6 Die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses muss aufgrund 
der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments wahrscheinlich erscheinen; eine lediglich 
denkbare oder (entfernt) mögliche Gefährdung reicht nicht aus. Als Beeinträchtigung kann 
zudem nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz des Zugangs zum 
gewünschten amtlichen Dokument wie etwa zusätzliche Arbeit oder unerwünschte öffentliche 
Aufmerksamkeit gelten. Die drohende Verletzung muss gewichtig und ernsthaft sein.7 

26. Die Beweislast für das Vorliegen von Geschäftsgeheimnissen trägt der (angehörte) 
Geheimnisherr bzw. die zuständige Behörde. Da es sich beim Geschäftsgeheimnis um ein 
privates Interesse handelt, hat der Geheimnisherr der Behörde konkret und detailliert 

                                                      
5  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3. 
6  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 7.4. 
7  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 

 

 

 

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darzulegen, weshalb es sich um wesentliche Informationen handelt, deren Kenntnisnahme 
durch die Konkurrenz Marktverzerrungen bewirken könnte und dazu führen würde, dass ein 
Wettbewerbsnachteil entstünde und damit ein Schaden zugefügt würde. Die für die Bearbeitung 
des Zugangsgesuches zuständige Behörde hat im konkreten Einzelfall zu prüfen, ob die vom 
Geheimnisherr geltend gemachten Geheimnisse vorliegen, wobei die allgemeine Aussage 
eines Unternehmens, dass dies der Fall sei, nicht ausreicht. Auch darf die Behörde sich nicht 
bloss der Stellungnahme des Unternehmens anschliessen, sondern muss vielmehr 
selbstständig einschätzen, ob ein berechtigtes Interesse am Schutz der Geschäftsinformationen 
besteht.8 In diesem Zusammenhang ist entscheidend zu berücksichtigen, dass die 
Verwirklichung eines Ausnahmegrunds letztlich für den Zugangsgesuchsteller nachvollziehbar 
dargelegt werden muss.9 Misslingt der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewähren.10  

27. Im vorliegenden Fall gilt es zu prüfen, ob das objektive Geheimhaltungsinteresse gegeben ist, 
mithin für die Zulassungsinhaberinnen ein ernsthaftes Risiko für Schäden besteht, die durch 
Wettbewerbsverzerrungen hervorgerufen werden.11 Dabei ist die Rechtsprechung zu 
berücksichtigen.12  

28. Die autologe CAR-T-Zelltherapie wurde im Leistungskatalog der OKP als medizinische Leistung 
aufgenommen. Preise der kassenpflichtigen medizinischen Leistungen entstehen nicht im freien 
Markt, sondern müssen vom Bundesrat genehmigt werden. Aufgabe des BAG ist es, für die 
Grundversicherung möglichst tiefe Preise auszuhandeln. Könnte sich das BAG als 
beweislastende Behörde im vorliegenden Fall auf ein Geschäftsgeheimnis Dritter, nämlich der 
Zulassungsinhaberinnen, berufen, hätte dies einerseits zur Folge, dass seine gesetzliche 
Aufgabe in der Preisbildung und -kontrolle von kassenpflichtigen Leistungen dem 
Öffentlichkeitsgesetz entzogen würde. Andererseits muss der Beauftragte aufgrund der 
Ausführungen der Zulassungsinhaberinnen, wonach die Offenlegung der tatsächlichen 
Verhandlungsergebnisse generell zu Preissenkungen führen würden, e contrario schliessen, 
dass die erfolgreiche Anrufung des Geschäftsgeheimnisses die Verhandlungsmacht der 
Pharmaunternehmen stärken und jene des behördlichen Verhandlungspartners schwächen 
würde. 

29. Vermag das zuständige Bundesorgan in einem staatlich kontrollierten Markt durch Einhaltung 
der vom Öffentlichkeitsgesetz vorgesehenen Transparenz zu Gunsten der prämienzahlenden 
Öffentlichkeit tiefere Medikamentenpreise auszuhandeln, als in einem dem Geschäftsgeheimnis 
unterworfenen Verhandlungsprozess, könnte die daraus resultierende Einbusse der 
Pharmaunternehmen nur dann als Schaden betrachtet werden, wenn sie auf eine 
Rechtswidrigkeit im Sinne einer Wettbewerbsverzerrung zurückzuführen wäre oder zu einer 
solchen führen könnte. Von einem berechtigten Geheimhaltungsinteresse kann dann nicht 
gesprochen werden, wenn die privaten Interessen im Widerspruch zur Rechtsordnung stehen.13 

30. Ausserdem ist nicht einzusehen, wie die Konkurrenzfähigkeit eines betroffenen Unternehmens 
beeinträchtigt werden könnte, da die Transparenzvorschriften des Öffentlichkeitsgesetzes auf 
alle Unternehmen Anwendung finden und der Zugangsanspruch der Öffentlichkeit nach diesem 
Gesetz bis zum Abschluss konkreter Vertragsverhandlungen aufgeschoben werden kann.  

                                                      
8  Urteil des BVGer A-6/2015 vom 26. Juli 2017 E. 4.5.1.2 (frz.). 
9  Empfehlung EDÖB vom 9. Juni 2020: Swissmedic / Protokoll Human Medicines Expert Committee (HMEC) Ziff. 30. 
10  Urteil des BVGer A-1732/2018 vom 26. März 2019 E. 8. 
11  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.5.1. 
12  Urteil des BVGer A-3649/2014 vom 25. Januar 2016 (frz.). 
13  SCHOCH, Informationsfreiheitsgesetz, Kommentar, 2. Aufl., München 2016, § 6 Rz 96 ff; Urteil des BVGer A-3649/2014 vom 

25. Januar 2016 E. 10.1.5. 

 

 

 

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31. Die geltend gemachte Gefahr einer "Marktverzerrung" erweist sich somit als nicht stichhaltig 
begründet. Demzufolge ist auch der Nachweis eines objektiven Geheimhaltungsinteresses nicht 
erbracht worden, weshalb der angerufene Ausnahmegrund nach Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ nicht 
wirksam ist. 

32. Das BAG stützt sich in seiner ergänzenden Stellungnahme an den Beauftragten nicht auf eine 
konkrete Ausnahmebestimmung nach Art. 7 BGÖ, sondern beruft sich in allgemeiner Weise auf 
das öffentliche Interesse an die Geheimhaltung der herausverlangten Informationen. Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung treten der Bekanntgabe zuwiderlaufende öffentliche 
Interessen nicht zu den Ausnahmebestimmungen in Art. 7 f. BGÖ hinzu, dessen Art. 7 Abs. 1 
BGÖ in Bst. a – f eine abschliessende Aufzählung der Gründe enthält, die eine Geheimhaltung 
aus überwiegenden öffentlichen Interessen rechtfertigen können. Vielmehr wären die einer 
Offenlegung entgegenstehenden öffentlichen Interessen gegebenenfalls in der Güterabwägung 
nach Art. 19 Abs. 1bis des Datenschutzgesetzes (DSG; SR 235.1) miteinzubeziehen, soweit 
ihnen eine gewisse Erheblichkeit zukommt.14 Der Beauftragte gibt ausserdem zu bedenken, 
dass die Informationen, welche vom BAG geheim gehalten werden wollen, die Preisbildung von 
Leistungen der OKP betreffen. Diese Preise können nicht frei bestimmt werden, sondern 
werden nach präzisen Kriterien gesetzlich geregelt. Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem 
Urteil von 2016 ausdrücklich festgehalten, dass unter die Kontrollaufgaben des 
Öffentlichkeitsgesetzes auch die Kontrolle der gesetzlichen Preisfestlegung bei einem  
SL-Medikament fällt.15 

33. Weiter beruft sich die Zulassungsinhaberin A auf Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ. Sie führt aus, dass 
die Bekanntgabe der verlangten Informationen die Sicherstellung einer kostengünstigen und 
qualitativ hochstehenden sowie zweckmässigen gesundheitlichen Versorgung im Rahmen von 
vertraulichen Preismodellen und vertraulichen Nettopreisen hindern würde. 

34. Der Ausnahmegrund nach Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ stellt sicher, dass Informationen geheim 
gehalten werden können, die der Vorbereitung konkreter behördlicher Massnahmen dienen. 
Konkret schützt die Ausnahme insbesondere die Ermittlungen, die Inspektionen und die 
administrativen Überwachungen, mit denen sichergestellt werden soll, dass sich Bürgerinnen 
und Bürger an das Gesetz halten. Diese Ausnahme soll nur nach bestem Wissen eingesetzt 
werden, d.h. wenn die Offenlegung der durchzuführenden Massnahme deren Erfolg ernsthaft 
gefährdet.16 Mit anderen Worten muss die Geheimhaltung dieser Vorkehrungen der Schlüssel 
zu ihrem Erfolg darstellen.  

35. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ auf 
einzelne, konkrete behördliche Massnahmen zugeschnitten. Dabei ist zu verlangen, „dass im 
Zeitpunkt der Beurteilung des Zugangsgesuchs die Durchführung einer (oder von einzelnen) 
klar definierten behördlichen Massnahme beeinträchtigt zu werden droht.“17 Die aufgrund der 
Zugangsgewährung drohende Verletzung der mit der behördlichen Massnahme verfolgten Ziele 
muss von einem gewissen Gewicht sein18 und die Geheimhaltung der Information muss 
Bedingung für den Erfolg der entsprechenden Massnahme bilden. Nicht von Art. 7 
Abs. 1 Bst. b BGÖ erfasst ist jedoch die allgemeine Aufgabenerfüllung oder Aufsichtstätigkeit 
einer Behörde insgesamt.19  

                                                      
14  BGE 1C_428/2016 vom 27. September 2017 E. 5.7. in fine. 
15  Urteil des BVGer A-3649/2014 vom 25. Januar 2016 E. 5.4 und 10.1.5. 
16  BERTIL COTTIER, in Brunner/Mader (Edit.), Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008, n. 24 ad art. 7. 
17  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1. 
18  BGE 144 II 77 E. 4.3. 
19  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 6.1. 

 

 

 

9/10 
 

36. Nach Ansicht des Beauftragten kann sich auf diese Ausnahmebestimmung nur eine Behörde im 
Sinne von Art. 2 Abs. 1 BGÖ für die von ihr ergriffenen Massnahmen berufen.20 Vorliegend hat 
das BAG das Vorliegen der Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ nicht geltend 
gemacht. 

37. Weiter ist zu beachten, dass die vom Antragsteller verlangten Informationen Leistungen 
betreffen, für welche Preisvereinbarungen bereits abgeschlossen wurden und worüber der 
Bundesrat bereits einen Beschluss gefasst hat. Es ist für den Beauftragten somit nicht 
ersichtlich, auf welche konkrete Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs.1 Bst. b BGÖ vorliegend 
Bezug genommen wird. Diese Ausnahmenorm erweist sich somit als nicht anwendbar.  

38. Fazit: Das BAG konnte im Schlichtungsverfahren keine der Ausnahmen nach 
Öffentlichkeitsgesetz nachweisen. Die gesetzliche Vermutung des Zugangs zu amtlichen 
Dokumenten konnte somit nicht widerlegt werden, weshalb der Zugang zu den vom 
Antragsteller verlangten Dokumenten betreffend die CAR-T-Zelltherapie zu gewähren ist. 

III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

39. Das Bundesamt für Gesundheit gewährt den vollständigen Zugang zu den in Ziffer 5 
aufgeführten Dokumenten betreffend die autologe CAR-T-Zellentherapie. Die darin enthaltenen 
Namen von natürlichen Personen können geschwärzt werden. 

40. Der Antragsteller sowie die Tarifpartner und die Zulassungsinhaberinnen als betroffene Dritte 
können innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung beim Bundesamt für 
Gesundheit den Erlass einer Verfügung nach Art. 5  des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn sie 
mit der Empfehlung nicht einverstanden sind (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

41. Das Bundesamt für Gesundheit erlässt eine Verfügung, wenn es mit der Empfehlung nicht 
einverstanden ist (Art. 15 Abs. 2 BGÖ). 

42. Das Bundesamt für Gesundheit erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser 
Empfehlung oder nach Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung 
(Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

43. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten wird der Name des Antragstellers sowie der 
Zulassungsinhaberinnen anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

44. Die Empfehlung wird eröffnet: 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Antragsteller 

 
- Einschreiben mit Rückschein (R) 

Bundesamt für Gesundheit BAG 
3003 Bern 

 
- Einschreiben mit Rückschein (R) 

Tarifpartner 
                                                      
20  Empfehlung EDÖB vom 31. Juli 2020 GS-VBS/Dokumente Crypto AG Ziff. 33. 

 

 

 

10/10 
 

 
- Einschreiben mit Rückschein (R) 

Tarifpartner 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Zulassungsinhaberin A 

 
- Einschreiben mit Rückschein (R) 

Zulassungsinhaberin B 
 
 
 
 
 
 
 
Reto Ammann       Alessandra Prinz 
 

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: