# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b91e484-f566-5d45-ad41-6f080980b0be
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.10.2018 PQ180069
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ180069_2018-10-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ180069-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter 

Prof. Dr. P. Higi und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-Sørensen sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. O. Canal 

Urteil vom 25. Oktober 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

sowie 

 

C._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Entziehung der elterlichen Sorge der Mutter gemäss Art. 311 ZGB 
betreffend die schulische Entwicklung und die berufliche Integration etc. 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Dielsdorf vom 

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4. Oktober 2018; VO.2018.22 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Dielsdorf) 
 

Erwägungen: 

1. - 1.1 C._____ ist die Tochter von B._____ und A._____. Die elterliche Sorge für 
die Tochter kommt grundsätzlich beiden Eltern zu. Mit Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Dielsdorf (fortan KESB) vom 13. Dezember 2016 

wurde den Eltern das Recht, den Aufenthalt von C._____ zu bestimmen, entzo-

gen und C._____ im Schulinternat D._____ platziert. C._____ erhielt einen Son-

derschulstatus. Im Mai 2018 wurde für C._____ zudem eine Beistandschaft ge-

mäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet und E._____ als Beiständin ernannt. 

Der Beiständin wurde neben anderem der Auftrag erteilt, mit C._____ und den El-

tern zusammen für die weitere Ausbildung von C._____ eine Anschlusslösung zu 

organisieren und insbesondere die schulische Entwicklung und berufliche Integra-

tion von C._____ zu begleiten und zu überwachen. Als Anschlusslösung wurde 

ein Zwischenjahr ins Auge gefasst. Die Mutter bevorzugte –entgegen den Emp-

fehlungen des Schulinternates, der IV-Stelle, der Psychotherapeutin von C._____, 

der Schulleitung sowie dem Schulpsychologischen Betreuungsdienst – für 

C._____ den Besuch des 10. Schuljahrs in der Berufswahlschule F._____ bei 

gleichzeitiger Rückkehr von C._____ in den mütterlichen Haushalt. Eine einver-

nehmliche Lösung konnte nicht getroffen werden. Am 26. Juni 2018 gelangte die 

Beiständin an die KESB und ersuchte um Weiterführung der ausserfamiliären Be-

treuung von C._____ sowie um Einschränkung der elterlichen Sorge der Mutter 

im Bereich schulische Entwicklung sowie Berufsintegration (vgl. KESB-act. 139 

f.). Die Mutter ersuchte am 16. Juli 2018, ihr die Obhut für C._____ wieder zuzu-

teilen (vgl. KESB-act. 148). Am 27. Juli 2018 wurden C._____ und die Eltern zu 

den Anträgen der Beiständin angehört (vgl. KESB-act. 156). 

 Am 9. August 2018 traf die KESB im Wesentlichen folgenden Entscheid (vgl. 

act. 4/3 [= act. 9/7]): 

1. Die elterliche Sorge von A._____, geb. tt. April 1970, für C._____, geb. 
tt.mm.2002, wird gemäss Art. 311 ZGB betreffend die schulische Entwicklung und 
die berufliche Integration eingeschränkt. 

- 3 - 

2. Es wird festgehalten, dass B._____, geb. tt. Juni 1964, betreffend die schulische 
Entwicklung und die berufliche Integration für C._____, geb. tt.mm.2002, die allei-
nige Sorge innehat. 

3. Der Antrag von A._____, geb. tt. April 1970, auf Wiedererteilung des elterlichen 
Aufenthaltsbestimmungsrechts gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB für C._____, geb. 
tt.mm.2002, wird abgewiesen und C._____ bleibt unverändert im Schulinternat 
D._____ platziert. 

4. Es wird festgehalten, dass die mit Entscheid der KESB Dielsdorf vom 9. Mai 2018 
errichtete Beistandschaft für C._____ unverändert bestehen bleibt mit dem Ver-
weis auf das beim Bezirksrat Dielsdorf hängige Verfahren. 

 In Dispositivziffer 8 entzog die KESB einer allfälligen Beschwerde gegen 

diesen Entscheid zudem die aufschiebende Wirkung. 

1.2 C._____ verbrachte Sommerferien bei der Mutter. Diese behielt im Anschluss 
daran C._____ zugestandenermassen bei sich zu Hause und schickte sie in die 

Berufswahlschule in F._____ (vgl. act. 2 S. 12 [Rz. 34]). Danach beschwerte sich 

die Mutter beim Bezirksrat Dielsdorf über den Entscheid der KESB vom 9. August 

2018. In ihrer Beschwerdeschrift vom 29. August 2018 (act. 4/4 [= act. 9/1]) bean-

tragte sie erstens die Aufhebung der Dispositivziffern 1 - 3 des Entscheids der 

KESB, zweitens, es sei ihr die elterliche Sorge auch für Schulisches und berufli-

che Integration wieder zu erteilen sowie drittens ebenso das Aufenthaltsbestim-

mungsrecht (vgl. a.a.O., S. 2). Viertens ersuchte sie um Akteneinsicht bzw. eine 

Nachfrist zur Ergänzung ihrer Beschwerde (vgl. a.a.O.), fünftens darum, ihrer Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und sechstens dem letztgenann-

ten Antrag ohne Anhörung der Gegenpartei (also superprovisorisch) zu entspre-

chen (vgl. a.a.O. S. 3). 

 Mit Verfügung vom 3. September 2018 wies der Bezirksratspräsident zum 

einen den Antrag auf superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde ab und ebenso den Antrag auf Ansetzung einer Nach-

frist zur Beschwerdeergänzung; zum anderen traf er weitere Verfahrensanord-

nungen (vgl. act. 9/ [= act. 4/5] S. 5). 

1.3 Mit Schreiben vom 1. Oktober 2018 meldete der Vater der Berufswahlschule 
den Austritt von C._____ aus der Schule auf den 5. Oktober 2018 (act. 4/9  

[= act. 14]). Und er untersagte der Berufswahlschule, C._____ weiterhin zu be-

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schulen, ausser eine Behörde übernehme die Verantwortung für den Verlust des 

Sonderschulstatus der Tochter (vgl. a.a.O.). 

1.4 Mit Beschluss vom 4. Oktober 2018 wies der Bezirksrat den Antrag der Mutter 
auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab (vgl. 

act. 4/2 [= act. 9/32*] S. 14, dort Dispositivziffer I). Ferner bestellte er C._____ ei-

ne Kindesvertretung gemäss Art. 314abis ZGB und wies bzw. schrieb prozessuale 

Anträge dieser Kindesvertretung ab (vgl. a.a.O., S. 14 f., dort Dispositivziffern II - 

V). 

1.5 Gegen diesen Beschluss des Bezirksrates liess die Mutter (fortan: die Be-
schwerdeführerin) mit Schriftsatz vom 15. Oktober 2018 (vgl. act. 2 - 4) Be-

schwerde bei der Kammer führen und folgende Anträge stellen (act. 2 S. 3): 

1. Es sei Dispositivziffer I. des Beschlusses (Zwischenentscheid) des Be-
zirksrates Dielsdorf vom 4. Oktober 2018 aufzuheben und der Be-
schwerde vom 27. August 2018 gegen den Entscheid der KESB Bezirk 
Dielsdorf vom 9. August 2018 die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

2. Es sei anzuordnen, dass die Verfahrensbeteiligte C._____, geb. 
tt.mm.2002, bis zum rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfah-
rens vor dem Bezirksrat Dielsdorf betreffend Entziehung der elterlichen 
Sorge der Mutter gemäss Art. 311 ZGB betreffend die schulische Ent-
wicklung und die berufliche Integration sowie Abweisung des Antrages 
auf Wiedererteilung des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts 
gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB den Unterricht der BWS F._____ besu-
chen darf. 

3. Den vorstehenden Anträgen Ziffer 1 und 2 sei ohne vorgängige Anhö-
rung der Gegenpartei (das heisst superprovisorisch) stattzugeben. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7.7% MwSt. zulasten 
der Beschwerdegegnerin. 

 Die Beschwerde wurde am 15. Oktober 2018 der Post rechtzeitig überge-

ben. Sie ging am 18. Oktober 2018 bei der Kammer ein. Daraufhin wurde der Bei-

zug der Akten des Bezirksrates (zu denen auch die Akten der KESB gehören) von 

Amtes wegen veranlasst (vgl. act. 5). Die Akten gingen – nach Abmahnung (vgl. 

act. 6) – am 25. Oktober 2018 bei der Kammer ein. 

 Über die Beschwerde kann sogleich insgesamt befunden werden. Eine nä-

here Befassung mit dem Antrag auf superprovisorische Anordnung entfällt daher. 

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Dem Beschwerdegegner und der Verfahrensbeteiligten sind hingegen noch je ein 

Doppel der Beschwerdeschrift (act. 2) und der Beilagen dazu (act. 4) zur Kennt-

nisnahme zuzustellen. 

2. - 2.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist 
im EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZGB). Zu berücksichtigen ist daher auch, dass die Rechtsmittelordnung 

der ZPO sich im Wesentlichen am Anfechtungsobjekt orientiert (vgl. z.B. Art. 308 

f. und Art. 319 ZPO und dazu Art. 236 f. ZPO, ferner z.B. Art. 110 und Art. 121 

ZPO) sowie am Verfahren, in dem das Anfechtungsobjekt ergangen ist (vgl. etwa 

Art. 314 und Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die ZPO verbindet damit unterschiedliche 

Überprüfungsbefugnisse der Rechtsmittelinstanz und unterschiedliche Rechtsmit-

telverfahren und -fristen. 

 Die Regelung zu den Beschwerden gegen Entscheide der KESB im ZGB 

geht davon aus, dass lediglich eine kantonale Beschwerdeinstanz besteht, und 

enthält lediglich Grundzüge. Die Regelung folgt aber dem System der ZPO in 

analoger Art: So gelten für Beschwerden gegen Sachentscheide der KESB ins-

bes. die Art. 450a Abs. 1, Art. 450b Abs. 1 und Art. 450c ZGB, die sich am Beru-

fungsverfahren der ZPO orientieren, was einen entsprechenden Niederschlag üb-

rigens – in Analogie zu Art. 317 ZPO – im § 67 EG KESR gefunden hat; für Be-

schwerden gegen vorsorgliche Massnahmen der KESB ist der Art. 445 ZGB zu 

beachten, der sich an den Art. 308 Abs. 1 lit. b und Art. 314 ZPO orientiert; bei 

Rechtsverzögerungs- und Rechtsverweigerungsbeschwerden gelten die Art. 450a 

Abs. 2 und Art. 450b Abs. 3 ZGB, die sich am Art. 319 lit. c. ZPO orientieren. Kei-

ne vergleichbaren Grundsätze stellt das ZGB hingegen für Beschwerden gegen 

andere als die eben erwähnten Entscheide der KESB auf, also für die Anfechtung 

etwa von verfahrensleitenden Entscheiden, ferner von sog. Kostenentscheiden 

oder von Entscheiden zur unentgeltlichen Rechtspflege. Die Kammer hat erst 

jüngst wieder einmal darauf verwiesen (OGer ZH, PQ180060 vom 12. Oktober 

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2018 E. 3.3.1 - 3.3.2) und dabei erneut festgehalten, dass bei Beschwerden ge-

gen solche Entscheide gemäss § 40 Abs. 3 EG KESR die Vorschriften der ZPO 

und die Verfahrensregeln der Art. 319 ff. ZPO zur Anwendung kommen (vgl. dazu 

etwa OGer ZH, PQ180050 vom 19. September 2018, E. 2.1 [mit Verweis auf  

OGer ZH, PQ160020 vom 5. April 2016, dort E. II/1.2] und OGer ZH, PQ160030 

vom 10. Mai 2016, E. 2.1). Angemerkt wurde zudem, dass nur schon aufgrund 

des ausdrücklichen Verweises in Art. 450f ZGB auf die Regelungen der ZPO nicht 

davon ausgegangen werden könne, das Bundesrecht verlange in den Verfahren 

des Kindes- und Erwachsenenschutzes etwa bei prozessleitenden Anordnungen, 

ferner z.B. bei Kostenentscheiden oder Entscheiden über Gesuche um unentgelt-

liche Rechtspflege einen im Vergleich zu den (auch familienrechtlichen) Verfahren 

der ZPO erweiterten Rechtsmittelschutz; für einen solchen erweiterten Rechtsmit-

telschutz fände sich denn auch keine sachliche Begründung bzw. Rechtfertigung 

(vgl. OGer ZH PQ180060 vom 12. Oktober 2018 E. 3.3.1). 

2.2 Der Kanton Zürich kennt in den Kindes- und Erwachsenenschutzverfahren 
nicht nur eine gerichtliche Beschwerdeinstanz, wie es das Bundesrecht verlangt, 

sondern zwei, nämlich als erste den Bezirksrat und als zweite das Obergericht. 

Gegenstand des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens vor dem Bezirksrat sind 

dabei stets nur Entscheide der KESB, die als sog. verfügende Behörde Vor-

instanz ist. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens sind dem-

gegenüber nur Entscheide des Bezirksrates, nicht hingegen solche der KESB, der 

auch im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich keine Parteistel-

lung zukommt (vgl. etwa BGE 141 III 353). 

 Die vorhin in Erw. 2.1 geschilderten Grundsätze für die Anfechtung verfah-

rensleitender Entscheide der KESB gelten daher im zweitinstanzlichen Be-

schwerdeverfahren, das sich mit Entscheiden des Bezirksrates zu befassen hat, 

erst recht. 

3. Die Beschwerde vom 15. Oktober 2018 richtet sich gegen den Beschluss des 
Bezirksrates vom 4. Oktober 2018. Dieser Beschluss erging im Rahmen eines 

beim Bezirksrat hängigen erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens, dessen Ge-

genstand durch den vorhin in Erw. 1.1 aufgeführten Entscheid der KESB vom 

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9. August 2018 sowie die dagegen gerichtete erstinstanzliche Beschwerde der 

Beschwerdeführerin bestimmt ist.  

3.1 Der bezirksrätliche Beschluss vom 4. Oktober 2018 hat in Dispositivziffer I die 
Abweisung des prozessualen Antrages der Beschwerdeführerin auf Wiederher-

stellung der aufschiebenden Wirkung ihrer erstinstanzlichen Beschwerde gegen 

den Entscheid der KESB zum Gegenstand. Gemäss Art. 450c ZGB hat eine Be-

schwerde i.S. der §§ 63, 65 ff. EG KESR aufschiebende Wirkung und hemmt da-

mit die Vollstreckbarkeit eines angefochtenen Entscheids. Die Bestimmung ent-

spricht vom Zweck her der Regelung von Art. 315 Abs. 1 und 2 ZPO, welche ei-

nen zeitgerechten Rechtsschutz ermöglichen will (vgl. etwa GASSER/RICKLI, ZPO 

Kurzkommentar, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 315 N 3), und ist daher kein 

Entscheid über vorsorgliche Massnahmen, auch wenn er einem solchen nahe 

kommen kann. Vielmehr handelt es sich bei ihm um eine sog. prozessleitende 

Verfügung i.S. des Art. 319 lit. b ZPO (und damit auch nicht um einen Zwischen-

entscheid gemäss der im bezirksrätlichen Beschwerdeverfahren insoweit an-

wendbaren ZPO [vgl. § 40 Abs. 3 EG KESR], wie auf dem Beschluss des Bezirks-

rats fälschlicherweise vermerkt wird [vgl. zu diesem Begriff Art. 237 ZPO]). Gegen 

eine solche prozessleitende Verfügung richtet sich die Beschwerde an die Kam-

mer denn auch mit dem "Rechtsbegehren" Ziffer 1 (vgl. act. 2 S. 3). 

 Die Beschwerdeführerin beschränkt ihre Beschwerde allerdings nicht auf 

diesen Antrag, sondern stellt zugleich mit ihrem "Rechtsbegehren" Ziffer 2 einen 

weiteren Antrag, den sie als neuen Antrag i.S. des § 67 EG KESR verstehen will 

(vgl. act. 2 S. 4 - 5). Sie übersieht indes, dass – wie vorhin dargelegt – bei Be-

schwerden gegen prozessleitende Verfügungen neue Anträge ausgeschlossen 

sind (vgl. Art. 326 Abs. 1 ZPO), weshalb auf den als "Rechtsbegehren" Ziffer 2 

bezeichneten Antrag der Beschwerdeführerin nicht einzutreten ist. 

 Auf den als "Rechtsbegehren" Ziffer 2 bezeichneten Antrag wäre aber auch 

dann nicht einzutreten, wenn in diesem zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren 

entgegen dem eben Dargelegten der § 67 EG KESR zu beachten wäre (wozu al-

lerdings kein Anlass besteht). Wie die Beschwerdeführerin selbst dartut, geht es 

ihr mit diesem neuen Antrag nämlich nicht um eine wenigstens teilweise Wieder-

herstellung der aufschiebenden Wirkung, also gewissermassen um einen Eventu-

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alantrag zu ihrem Hauptantrag gemäss "Rechtsbegehren" Ziffer 1. Vielmehr geht 

es ihr um eine Anordnung durch die Kammer für die Dauer des erstinstanzlichen 

Beschwerdeverfahrens, die der Sache nach einer einstweiligen Massregel gleich-

kommt (vgl. a.a.O., S. 14 f.). Solche Begehren sind an das mit der Hauptsache 

befasste Gericht zu richten. Das ist hier nicht das Obergericht, sondern der Be-

zirksrat, der über die Beschwerde gegen den Entscheid der KESB vom 9. August 

2018 und damit über die Beschränkung der elterlichen Sorge der Beschwerdefüh-

rerin erst noch zu befinden hat. Die Beschwerdeführerin behauptet mit Fug nicht, 

der Bezirksrat habe im Beschluss vom 4. Oktober 2018 über ein von ihr einge-

reichtes Gesuch zu vorsorglichen Massregeln befunden, weshalb sich ihre Be-

schwerde auch dagegen richte. Sie verlangt somit zweitinstanzlich etwas, was 

über den durch den Beschluss vom 4. Oktober 2018 bestimmten Gegenstand des 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens hinausgeht und auch nicht in die funk-

tionelle Zuständigkeit des Obergerichts fällt, sondern in die des Bezirksrats als mit 

der Sache befasster Instanz. 

 Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich auf die Ausführungen der Beschwerde-

führerin einzugehen, mit denen sie vorträgt, sie habe den Bezirksrat noch am 

gleichen Tag, an dem sie erfahren habe, dass der Vater C._____ von der Berufs-

wahlschule F._____ abgemeldet habe, per Fax informiert und diesem Anträge zu 

vorsorglichen Massregeln gestellt, die der Bezirksrat aber im Beschluss vom 

4. Oktober 2018 nicht mehr berücksichtigt habe, obwohl ihre nachfolgende schrift-

liche Eingabe beim Bezirksrat am 4. Oktober 2018 eingegangen sei (vgl. act. 2 

S. 6 f.). Denn damit legt sie lediglich selbst dar, dass sie dem zuständigen Gericht 

ein Massnahmebegehren unterbreitet hat, über das dieses zu entscheiden hat; 

und hat er bereits entschieden, wäre dann dieser Entscheid anzufechten. So oder 

anders führt auch das im Zusammenhang mit der Anfechtung des Beschlusses 

vom 4. Oktober 2018 zu einem Nichteintreten.  

3.2 - 3.2.1 Der Bezirksrat hat in der Erwägung 3.3 seines Beschlusses (vgl. 
act. 4/2 [= act. 9/32*]), die hier nur sehr verkürzt wiedergegeben wird, ausführlich 

dargelegt, dass den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ wegen 

massiver Probleme der Tochter und wegen des Scheiterns verschiedenster Un-

terstützungsmassnahmen entzogen sowie C._____ in das Schulinternat D._____ 

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platziert worden war (vgl. a.a.O., S. 8 f.). Der Bezirksrat wies ferner darauf hin, 

dass sich gemäss den Akten die Zusammenarbeit unter den Eltern sowie zwi-

schen der Beschwerdeführerin und der Institution schwierig gestaltete, was zu ei-

nem doppelten Loyalitätskonflikt bei C._____ und einer Gefährdung des Kindes-

wohls in schulischer und beruflicher Hinsicht geführt habe (vgl. a.a.O., S. 8 f.). Um 

C._____ eine neutrale Ansprechperson zur Seite zu stellen, habe die KESB dann 

mit Entscheid vom 9. Mai 2018 für C._____ eine Beistandschaft errichtet, u.a. mit 

dem Auftrag, zusammen mit den Eltern und C._____ eine Anschlusslösung zu or-

ganisieren. Gemäss den Empfehlungen der involvierten Fachpersonen habe die-

se Lösung eine betreute und engmaschige Wohnform für C._____ wie bis anhin 

umfassen müssen, nach Möglichkeit mit integrierter IV-geschützter Berufsausbil-

dung (vgl. a.a.O. S. 9 und 11). Die Beschwerdeführerin habe sich indes auf eine 

solche Zusammenarbeit nicht eingelassen, habe für C._____ eigene Ziele verfolgt 

und die Tochter entgegen den Ratschlägen für das 10. Schuljahr bei der privaten 

Berufswahlschule F._____ angemeldet (vgl. a.a.O. S. 9 f.). Die Beiständin habe 

deshalb der KESB empfohlen, im Interesse von C._____ die elterliche Sorge der 

Beschwerdeführerin in den Bereichen der schulischen Entwicklung und der 

Berufsintegration einzuschränken. Die KESB sei dieser Empfehlung gefolgt und 

habe mit Blick auf den bevorstehenden Schulstart Ende August 2018 der Be-

schwerde zu Recht die aufschiebende Wirkung entzogen. Daran ändere nichts, 

dass der Vater mittlerweile seine Zustimmung zur tatsächlichen Situation gegeben 

habe, denn der Vater habe die elterliche Sorge für C._____ in den Bereichen 

schulische Entwicklung und berufliche Integration inne (vgl. a.a.O., S. 10 f.). 

3.2.2 Die Beschwerdeführerin legt in ihrer Beschwerde breit dar, was sie im Rah-
men des erstinstanzlichen alles vorgebracht hat (vgl. act. 2 S. 5 - 8). Und sie legt 

danach – was hier ebenfalls nur ganz knapp wiedergegeben wird – dar, was dem 

Kindeswohl alles abträglich sei, wenn C._____ nicht mehr in die Berufswahlschule 

gehen könne. Der Bezirksrat verweise nur lapidar darauf hin, mit Zustimmung des 

Vaters werde mittlerweile die tatsächliche Situation anders gelebt. Der Bezirksrat 

komme damit seiner Begründungspflicht nicht nach und ignoriere auch den 

Wunsch von C._____, bei der Mutter zu wohnen. Es sei ein Recht von C._____, 

angehört zu werden (vgl. a.a.O., S. 8 ff.). Die Erteilung der aufschiebenden Wir-

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kung sei daher dringend angezeigt (a.a.O., S. 11). Es habe auch kein Anlass be-

standen, diese zu entziehen, weil keine Gefahr in Verzug gewesen sei (vgl. 

a.a.O., S. 12 ff.). 

3.2.3 Die Erwägungen 3.3 des angefochtenen Beschlusses erweisen sich grund-
sätzlich als zutreffend, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab da-

rauf verwiesen werden kann. Vertiefend und ergänzend ist hervorzuheben, dass 

zwischen den Eltern Uneinigkeit darüber besteht, wie es schulisch und im Hinblick 

auf die berufliche Integration mit C._____ weiter gehen soll, sowie dass C._____ 

durch das Verhalten der Beschwerdeführerin in einen doppelten Loyalitätskonflikt 

gestürzt wurde. Mit der teilweisen Einschränkung der elterlichen Sorge der Be-

schwerdeführerin wird dem Rechnung getragen, weil damit in den Bereichen des 

Schulischen und der beruflichen Integration ausschliesslich dem Vater die elterli-

che Sorge zukommt und so Uneinigkeit der Eltern vermieden wird, weil diese ja 

gewissermassen nur mit einer Stimme sprechen können, was mit Blick auf das 

Verhalten der Beschwerdeführerin auch dringlich ist. Mit diesen Gesichtspunkten 

befasst sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht näher und es bleibt 

ihre Beschwerde entsprechend unbegründet. Wenn die Beschwerdeführerin zu-

dem vorträgt, der Bezirksrat habe mit dem Hinweis auf die Zustimmung des Va-

ters zur tatsächlichen Situation eine lapidare Feststellung getroffen, so verkennt 

sie die Trageweite der eben erörterten Gesichtspunkte, insbesondere auch die 

Tatsache, dass es mit dem Vater einen Träger der elterlichen Sorge in den Berei-

chen gibt, in denen ihr – der Beschwerdeführerin – die entsprechenden Rechte 

entzogen wurden. Und mit dem Vater muss sie sich, geht es um ihre Ansichten 

und Pläne für die Zukunft der gemeinsamen Tochter, auseinandersetzen. Be-

schnitten sind damit Pflichtrechte der Mutter, nicht des Kindes. Und dass darin ei-

ne Beeinträchtigung des Kindeswohl liegen würde, wie die Beschwerdeführerin 

der Sache nach geltend macht, ist nicht ersichtlich. 

 Von der Frage, welche Schule C._____ besuchen soll, ist die Frage zu un-

terscheiden, wo C._____ leben soll. Die KESB hat angeordnet, es sei das weiter-

hin das Schulinternat D._____. Der Bezirksrat hat diesen Standpunkt mit seinem 

Beschluss einstweilen – nämlich unter dem Vorbehalt der Prüfung der Sache – 

gestützt. Dabei hat er sich letztlich von der Überlegung leiten lassen, C._____ sei 

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auf eine engmaschige Betreuung angewiesen und diese habe die Beschwerde-

führerin bislang nicht bieten können. Die von der KESB getroffene und vom Be-

zirksrat geschützte Anordnung bezweckte folglich Kontinuität in den Lebensver-

hältnissen von C._____ und ist daher nichts als sachgerecht und dringlich mit 

Blick auf das Verhalten der Beschwerdeführerin. Mit diesen Gesichtspunkt befasst 

sich die Beschwerde ebenfalls nicht und bleibt daher insoweit unbegründet. Dass 

die Anordnung unverhältnismässig wäre, macht die Beschwerdeführerin ebenfalls 

zu Recht so nicht geltend, zumal sie selbst festhält, es sei ein dem Kindeswohl 

abträgliches Hin und Her zu vermeiden (vgl. etwa act. 2 S. 13 unten). Dass die 

Missachtung dieser Anordnung durch die Beschwerdeführerin dem Kindeswohl 

gerade nicht entsprach und das Kind unter Druck setzte, wie die Beschwerdefüh-

rerin – allerdings in Umkehr der Dinge (vgl. act. 2 S. 11: "ihr gewohntes Umfeld 

samt Bruder und Klavier") – selbst einräumt (vgl. act. 2 S. 9: Belastung ob der 

Ungewissheit so gross, dass die Psychotherapeutin am 29. August 2018 eine not-

fallmässige Abklärung für nötig erachtete), kommt hinzu, ändert aber am sachge-

mässen Entscheid des Bezirksrats nichts. 

 Die Beschwerde erweist sich aus allen vorgenannten Gründen hinsichtlich 

des "Rechtsbegehrens" Ziffer 1 als unbegründet und ist abzuweisen. Das führt zur 

Abweisung der Beschwerde im gesamten, soweit auf sie einzutreten ist. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind nicht zuzu-

sprechen, der Beschwerdeführerin nicht, weil sie unterliegt, dem Beschwerde-

gegner nicht, weil ihm keine Umtriebe entstanden sind, die es zu entschädigen 

gölte. 

 Die Entscheidgebühr für dieses Verfahren ist gestützt auf § 5 Abs. 1 i.V.m. 

§ 12 Abs. 1 - 2 GebV OG festzusetzen und mit Blick auf den eingeschränkten 

Verfahrensgegenstand im unteren Bereich des massgeblichen Gebührenrahmens 

anzusiedeln. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

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2. Der Antrag der Beschwerdeführerin, ihre Rechtsbegehren seien superprovi-

sorisch zu behandeln, wird abgeschrieben. 

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.- festgesetzt und der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. 

4. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien und die Ver-

fahrensbeteiligte, an den Beschwerdegegner und die Verfahrensbeteiligte je 

unter Beilage eines Doppels von act. 2 und act. 4/2 - 18, ferner an die Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dielsdorf, an die Beiständin 

E._____, kjz …, … [Adresse], sowie – unter Rücksendung der eingereichten 

Akten – an den Bezirksrat Dielsdorf. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. O. Canal 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 25. Oktober 2018
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Der Antrag der Beschwerdeführerin, ihre Rechtsbegehren seien superprovisorisch zu behandeln, wird abgeschrieben.
	3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien und die Verfahrensbeteiligte, an den Beschwerdegegner und die Verfahrensbeteiligte je unter Beilage eines Doppels von act. 2 und act. 4/2 - 18, ferner an die Kindes- und Erwachsenensch...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...