# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e131224b-215c-533d-a1c8-0ff9fe84cfb2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 01.06.2021 S 2020 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-32_2021-06-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 32

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Audétat und Racioppi

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 1. Juni 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny,

Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. Der D._____ geborene A._____ war als Geschäftsführer der C._____ AG 

bei der B._____ AG (nachfolgend: B._____) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 11. Dezember 2018 einen Nichtberufsunfall 

erlitt, indem er mit einem Motorrad auf der Rennstrecke in E._____ stürzte 

und sich dabei am linken Schlüsselbein verletzte (Bänder gerissen). Die 

medizinische Erstversorgung erfolgte im Spital in E._____, anschliessend 

liess sich A._____ in der Klinik F._____ in G._____ und H._____ 

behandeln. Die B._____ übernahm die Heilungskosten. Am 5. September 

2019 verfügte sie in Bezug auf die Taggeldleistungen eine Kürzung um 50 

% mit der Begründung, laut Art. 39 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung sei ein Motorradrennen inkl. Training und 

Motorradfahren auf einer Rennstrecke als absolutes Wagnis zu 

qualifizieren und habe deshalb gemäss Verordnung eine Kürzung der 

Geldleistungen von 50 % zur Folge. 

2. Dagegen erhob A._____ am 2. Oktober 2019 Einsprache, welche er am 

6. November 2019 unter Mitteilung der Adresse und der Webseite des 

Veranstalters (I._____ ag) sowie unter Einreichung einer Bestätigung des 

Geschäftsführers der I._____ ag und des damals anwesenden 

Fahrinstruktors ergänzte. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und auf eine Kürzung der Taggeldleistungen sei zu 

verzichten. Begründend hielt A._____ im Wesentlichen fest, dass er an 

einer Instruktionsfahrt teilgenommen habe, um seine Motorrad- 

Fahrfähigkeiten bzw. die Fahrsicherheit zu verbessern. Dies sei das pure 

Gegenteil eines Wagnisses. Er habe eindeutig nicht an einem Rennen 

teilgenommen. Dass der Kurs auf einer Rennstrecke und nicht auf der 

Strasse abgehalten worden sei, sei nachvollziehbar und mache die 

Kursfahrt natürlich nicht zu einer Rennfahrt. 

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3. Mit Einspracheentscheid vom 20. Februar 2020 wies die B._____ die 

Einsprache ab und bestätigte die Verfügung vom 5. September 2019. Zur 

Begründung wurde zusammenfassend ausgeführt, dass sich sowohl aus 

den Angaben von A._____ zum Unfall wie auch aufgrund der Internetseite 

des Veranstalters und der Bestätigung des beim Unfall anwesend 

gewesenen Instruktors zeige, dass die Fahrt von A._____ eben nicht als 

Fahrsicherheitskurs, sondern als Training auf der Rennstrecke zu 

qualifizieren sei. Die Motorradrennbahn in E._____ sei bereits mehrfach in 

die Schlagzeilen geraten wegen tödlichen Unfällen und zwar nicht beim 

Rennen, sondern beim Training bzw. bei einer Veranstaltung wie 

derjenigen, an der A._____ teilgenommen habe. Damit liege ein absolutes 

Risiko vor und die Geldleistungen seien entsprechend zu kürzen. 

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 11. März 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Darin beantragte er, der angefochtene Entscheid sei 

aufzuheben und die B._____ zu verpflichten, die Taggeldleistungen aus 

UVG betreffend die Folgen des Unfalls vom 11. Dezember 2018 ungekürzt 

auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur nochmaligen 

Ermittlung des Sachverhalts und zu neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Begründend brachte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die B._____ habe den 

Sachverhalt unzureichend abgeklärt und sich geweigert, die offerierten 

Beweismittel näher zu prüfen, allenfalls durch eigene Anfrage oder 

Einvernahme der angebotenen Zeugen. Die Argumentation der B._____, 

weshalb auf die Stellungnahmen des Veranstalters und des Instruktors 

nicht abgestellt werde und weitere Sachverhaltsabklärungen, wie etwa 

eine persönliche Befragung dieser beiden Personen, unterlassen würden, 

sei nicht überzeugend und verletze den Grundsatz der 

Untersuchungsmaxime. Der Hinweis auf die Webseite des Veranstalters 

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I._____ reiche nicht aus, ihre unzulässige antizipierte Beweiswürdigung zu 

rechtfertigen. I._____ werbe für Motorradrennen und -trainings auf der 

Rennstrecke und zwar für den Einsteiger bis zum engagierten 

Hobbypiloten. Daraus zu schliessen, es würde nur um Renntraining und 

Vorbereitung für Rennen gehen, sei falsch. Ebenfalls rechtfertige der 

Hinweis der B._____, I._____ weise auf seiner Webseite unter dem 

Stichwort "Versicherungen" darauf hin, dass die Suva bei einem Unfall auf 

der Rennstrecke die Geldleistungen um die Hälfte kürze, keinen Verzicht 

auf weitergehende Abklärungen des Sachverhalts. Dies, weil sich dieser 

Hinweis nicht auf sämtliche der angebotenen Fahrten beziehe, sondern 

lediglich auf die Teilnahme an Renntrainings und Rennen. Selbst wenn es 

sich um ein Renntraining gehandelt hätte, sei der Schluss, deshalb wäre 

eine Kürzung der Leistungen gerechtfertigt, nicht zulässig. Denn aus 

unfallversicherungsrechtlicher Sicht falle ein Renntraining, das zur 

Verbesserung der Fahrsicherheit und nicht im Hinblick auf eine Teilnahme 

an Rennen absolviert werde, nicht unter die absoluten Wagnisse. Wo denn 

sonst als auf einer Rennstrecke sollte ein Fahrtraining durchgeführt 

werden. Der Beschwerdeführer habe keine Teilnahme an Rennen geplant 

und die Fahrt habe denn auch nicht im Hinblick auf irgendein Renen 

stattgefunden. Vor diesem Hintergrund erscheine die vorgenommene 

Leistungskürzung als unzulässig. 

5. Die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 26. März 2020 die Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sie den Unfallhergang 

abgeklärt habe, indem sie den Beschwerdeführer zunächst mit dem 

Formular "Unfallmeldung" zum Unfallhergang befragt habe, wobei er den 

Unfall als "mit dem Motorrad auf der Rennstrecke gestürzt" beschrieben 

habe. Dann habe sie den Unfallhergang nochmals mit einem Fragebogen 

abgeklärt, wobei der Beschwerdeführer angegeben habe, "anlässlich der 

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Instruktionsfahrt von der Strecke abgekommen und im Kiesbett gelandet" 

zu sein. Ein Hinweis auf einen Fahrsicherheitskurs fehle sowohl in der 

Unfallmeldung wie auch im Fragebogen. Eine Instruktionsfahrt sei 

definitionsgemäss kein Fahrsicherheitskurs. Diese Behauptung habe erst 

der Anwalt des Beschwerdeführers im Einspracheverfahren erhoben. 

Beim Veranstalter I._____ handle es sich um einen Anbieter für 

Veranstaltungen und Ferien für Motorradrennfahren und freies Fahren auf 

unterschiedlichen Rennstrecken. Eigentliche Fahrsicherheitskurse 

würden nicht angeboten. Selbst beim angebotenen Training gehe es um 

sichereres und vor allem schnelleres Fahren auf der Rennstrecke. Auf der 

Webseite sei zum Training zudem explizit erwähnt, dass auch für die 

Teilnahme an Fahrtrainings die grundlegende Beherrschung des 

Motorrades und eine gewisse Grundgeschwindigkeit Voraussetzung sei 

und die Veranstaltung für Anfänger und weniger Geübte daher nicht 

geeignet sei. In den Sicherheitshinweisen sei ebenfalls vermerkt, dass die 

Rennstrecke zügig zu befahren sei. Die der Einsprache beigelegten 

Erklärungen des Veranstalters und des Instruktors würden ebenfalls 

keinen Fahrsicherheitskurs belegen. Der Instruktor habe noch explizit 

bestätigt, dass es um eine Fahrt zur Verbesserung des Fahrkönnens und 

der Sicherheit auf der Rennstrecke gegangen sei – mit anderen Worten 

also nicht um ein Fahrsicherheitstraining für den normalen Gebrauch im 

Strassenverkehr. Ein Fahrsicherheitstraining solle überall stattfinden, aber 

eben nicht auf der Rennstrecke. Es gebe zahlreiche Lern- und 

Sicherheitstrainingsangebote für Motorradfahrer, die alle nicht auf einer 

Rennstrecke, sondern auf speziellen Übungsparcours und im 

Strassenverkehr stattfänden. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso sich der 

Beschwerdeführer mit seinem leistungsstarken und in den Rennbereich 

gehörenden Motorrad (Modell Yamaha R1M) bis nach E._____ begeben 

habe, um dort auf einer Rennstrecke unter der Ägide eines von 

ehemaligen Motorradrennfahrern gegründeten und auf Motorradrennen 

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und den entsprechenden Trainings spezialisierten Anbieters einen reinen 

Fahrsicherheitskurs zu absolvieren. 

6. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 20. Februar 2020. Gemäss Art. 1 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid Beschwerde an das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem 

die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren 

Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formeller und materieller 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer davon überdies berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf 

die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Taggeldleistungen zu Recht mit der Begründung, der Nichtberufsunfall 

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vom 11. Dezember 2018 sei auf ein absolutes Wagnis zurückzuführen, um 

50 % gekürzt hat. 

3.1. Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

erforderlichen Auskünfte ein. Bei Geltung des Untersuchungsprinzips darf 

der Versicherungsträger die Abklärungen nicht in das 

Einspracheverfahren verlegen, sondern die Abklärungen haben vor Erlass 

der Verfügung zu erfolgen. Das Einspracheverfahren verlöre sonst 

weitgehend seinen Sinn und Zweck, letztlich die Gerichte zu entlasten. 

Vorbehalten bleiben ergänzende Abklärungen, zu denen die in der 

Einsprache vorgebrachten Einwände Anlass geben (vgl. KIESER, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz. 14 mit 

Hinweisen). 

Das Einspracheverfahren wird zur nachträglichen verwaltungsinternen 

Rechtspflege gezählt. Es zielt darauf ab, der verfügenden Stelle die 

Möglichkeit zu geben, die angefochtene Verfügung nochmals zu 

überprüfen und über die bestrittenen Punkte zu entscheiden, bevor 

allenfalls die Beschwerdeinstanz angerufen wird. Der Versicherungsträger 

nimmt in diesem Rahmen – soweit nötig – weitere Abklärungen vor und 

überprüft die eigenen Anordnungen aufgrund des vervollständigten 

Sachverhalts (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 11 f.). 

3.2. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin die für die Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen vor Erlass 

der Verfügung vom 5. September 2019 vorgenommen. Sie hat den 

Sachverhalt bzw. Unfallhergang anhand der Unfallmeldung UVG vom 

19. Dezember 2018 und des Fragebogens "Verkehrsunfall" vom 28. 

Dezember 2018 erhoben (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 5 

f., 7 ff., 11 ff. und 43). Die vom Beschwerdeführer zusammen mit der 

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Einsprache eingereichten Bestätigungen des Geschäftsführers der 

I._____ ag und des Instruktors (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 

9 und 10) hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen des 

Einspracheverfahrens überprüft (vgl. Bf-act. 11 S. 3 ff.). Dabei durfte sie 

willkürfrei auf die Einvernahme dieser Personen bzw. die Einholung von 

schriftlichen Auskünften bei diesen Personen verzichten, zumal – wie 

nachfolgend dargelegt wird (vgl. nachstehend Erwägung 8) – davon kein 

entscheidrelevanter neuer Aufschluss zu erwarten ist und den 

Zeugenaussagen bzw. schriftlichen Auskünften nur geringe Beweiskraft 

beizumessen wäre. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin 

ausreichend Unterlagen bzw. Auskünfte in ihre Sachverhaltsermittlung 

einbezogen und gewürdigt, so dass formell kein Fehlverhalten im Sinne 

einer Abklärungspflichtverletzung vorliegt. Ob aufgrund der getätigten 

Abklärungen die richtigen Schlüsse betreffend Taggeldanspruch bzw. 

Taggeldkürzung gezogen wurden, ist im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens zu prüfen. Somit erweist sich der formelle Einwand 

des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin den 

Sachverhalt unzureichend abgeklärt und es unterlassen habe, die 

offerierten Beweismittel näher zu prüfen, allenfalls durch eigene Anfrage 

oder Einvernahme der angebotenen Zeugen, als unbegründet.  

4. Gemäss Art. 37 Abs. 2 Satz 1 UVG werden in Abweichung von Art. 21 

Abs. 1 ATSG (der bei Vorsatz eine Kürzung oder Verweigerung von 

Geldleistungen vorsieht) in der Versicherung der Nichtberufsunfälle die 

Taggelder, die während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall 

ausgerichtet werden, gekürzt, wenn der Versicherte den Unfall grob 

fahrlässig herbeigeführt hat. Nach Art. 39 UVG kann der Bundesrat 

aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse bezeichnen, die in der 

Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher 

Leistungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Die 

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Verweigerung oder Kürzung kann er in Abweichung von Art. 21 Abs. 1-3 

ATSG ordnen. Von dieser Kompetenz machte der Bundesrat Gebrauch 

und erliess bezüglich Wagnissen Art. 50 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202): Bei Nichtberufsunfällen, die auf 

ein Wagnis zurückgehen, werden die Geldleistungen um die Hälfte gekürzt 

und in besonders schweren Fällen verweigert (Art. 50 Abs. 1 UVV). 

Wagnisse sind Handlungen, mit denen sich der Versicherte einer 

besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu treffen oder 

treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken 

(Art. 50 Abs. 2 Satz 1 UVV). Art. 39 UVG stellt im Verhältnis zu Art. 37 

Abs. 2 UVG eine lex specialis dar (vgl. BGE 134 V 340 E.3.2.4; RUMO-

JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 222 f.), so dass 

letztere Bestimmung (Leistungskürzung infolge Grobfahrlässigkeit) erst zu 

prüfen ist, wenn Art. 39 UVG (Leistungskürzung infolge Wagnis) nicht 

erfüllt ist. 

5.1. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 11. Dezember 2018 mit 

dem Motorrad auf der Rennstrecke von E._____  stürzte und sich bei 

diesem Nichtberufsunfall an der linken Schulter verletzte (vgl. Bf-act. 1, 3, 

4 und 5). Die Heilungskosten wurden vollumfänglich übernommen (vgl. Bf-

act. 6). Betreffend Taggeldleistungen verfügte die Beschwerdegegnerin 

am 5. September 2019 eine Kürzung um 50 % infolge eines absoluten 

Wagnisses (vgl. Bf-act. 6). Diese Verfügung bestätigte sie mit 

Einspracheentscheid vom 20. Februar 2020 (vgl. Bf-act. 11). 

5.2. Der Unfall vom 11. Dezember 2018 hat sich aufgrund der Akten wie folgt 

zugetragen: 

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Der Beschwerdeführer selbst gab in der Unfallmeldung UVG vom 19. 

Dezember 2018 betreffend Sachverhalt/Unfallbeschreibung an, "mit dem 

Motorrad auf der Rennstrecke gestürzt" zu sein (vgl. Bf-act. 1). Im 

Fragebogen "Verkehrsunfall" vom 28. Dezember 2018 hielt er unter dem 

Titel "Ausführliche Beschreibung des Unfallhergangs vom 11.12.2018 

(Ursachen und Umstände)" Folgendes fest: "Anlässlich der 

Instruktionsfahrt von der Strecke abgekommen und im Kiesbett gelandet." 

Zudem fertigte er eine Skizze an, welcher entnommen werden kann, dass 

er in einer Rechtskurve von der Strecke abkam und geradeaus fuhr bzw. 

rutschte. Sodann ergibt sich aus dem besagten Fragebogen, dass sich der 

Unfall mit dem Motorrad des Beschwerdeführers – einer Yamaha R1M mit 

1'000 cm3 Hubraum – ereignete und es sich nach Ansicht des 

Beschwerdeführers um einen Selbstunfall handelte (vgl. Bf-act. 2). 

6.1. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 8C_217/2018 vom 26. März 2019 

(vgl. Urteilsbesprechung [E.2-5] in HAVE 4/2019, S. 421 f.) erwogen, die 

Schwierigkeit, ein Motorrad zu fahren, liege ja gerade hauptsächlich in der 

Art und Weise, wie man eine Kurve zu befahren habe. Bei Trainingsfahrten 

gehe es darum, die Grenzen auszuloten (siehe auch Urteil des 

Bundesgerichts 8C_472/2011 vom 27. Januar 2012 E.5.2). Indem jeweils 

mehrere Fahrerinnen und Fahrer gemeinsam unterwegs seien, entstehe 

eine gewisse Wettkampfsituation. Das Risiko eines Sturzes sei dabei 

selbst für erfahrene Lenker nicht unbedeutend. Ausserdem hat das 

Bundesgericht in seinem Urteil 8C_81/2020 vom 3. August 2020 (vgl. 

Urteilsbesprechung [E.3 und 4] in HAVE 1/2021, S. 64 f.) festgehalten, 

letztlich sei es indessen das einem solchen Motorrad-Training 

innewohnende Sturzrisiko, das ausschlaggebend für die Beurteilung des 

Wagnisses sei. […] Der erlittene Unfall sei somit das Ergebnis der 

Verwirklichung dieses inhärenten Risikos gewesen, ohne dass 

Massnahmen ergriffen worden wären, um dieses Risiko auf ein 

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vernünftiges Mass zu reduzieren. Gemäss den Autoren 

BRUNNER/VOLLENWEIDER (in FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], 

Basler Kommentar zum UVG, Basel 2019, Art. 39 Rz. 49) werde beim 

absoluten Wagnis ausschliesslich auf objektive Faktoren abgestellt; die 

subjektiven Verhältnisse würden – anders als bei der Frage, ob ein 

relatives Wagnis vorliege – nicht berücksichtigt. 

6.2. Die Empfehlung der Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG Nr. 5/83 

"Wagnisse" stellt zwar keine Weisung an die Durchführungsorgane der 

obligatorischen Unfallversicherung dar und ist insbesondere für die 

Gerichte nicht verbindlich. Sie ist jedoch geeignet, eine rechtsgleiche 

Praxis sicherzustellen (vgl. BGE 138 V 140 E.5.3.6). Nach der besagten 

Empfehlung werden als Sportarten/Tätigkeiten, die als absolute Wagnisse 

gelten und bei Unfällen eine Kürzung der Geldleistungen um 50 % nach 

sich ziehen, insbesondere die folgenden aufgeführt: Motorradrennen inkl. 

Training und Motorradfahren auf einer Rennstrecke (ausgenommen 

Fahrsicherheitskurse) (lit. a). Zudem wird in der Empfehlung Nr. 5/83 

"Wagnisse" darauf hingewiesen, dass die Auflistung nicht abschliessend 

sei; als absolute Wagnisse würden auch andere Aktivitäten mit 

vergleichbarem Risiko gelten (vgl. 

https://www.svv.ch/sites/default/files/2018-08/83-05-Wagnisse_ 

Anpassung%202018D.pdf, zuletzt besucht am 1. Juni 2021). Laut dem 

Autor GEHRING (in HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], UVG-Kommentar, Bern 2018, 

Art. 39 Rz. 76) werden gemäss Verwaltungspraxis unter anderem 

motorsportliche Betätigungen wie Motorradrennen inkl. Training und 

Motorradfahren auf einer Fahrstrecke (ausgenommen 

Fahrsicherheitskurse) als absolute Wagnisse eingestuft. Schliesslich führt 

die Suva auf ihrer Webseite unter dem Titel "Beispiele für absolute 

Wagnisse" Motorradrennen inkl. Training und Motorradfahren auf einer 

Rennstrecke (ausgenommen Fahrsicherheitskurse) an (vgl. 

https://www.svv.ch/sites/default/files/2018-08/83-05-Wagnisse_

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https://www.suva.ch/de-ch/praevention/freizeit/ gefaehrliche-sportarten-

wagnisse, zuletzt besucht am 1. Juni 2021). 

7.1. Im Lichte obiger, aktueller Rechtsprechung und unter Hinweis 

insbesondere auch auf die Empfehlung der Ad-Hoc-Kommission Schaden 

UVG Nr. 5/83 "Wagnisse" ist mit der Beschwerdegegnerin davon 

auszugehen, dass die Unfallfahrt vom 11. Dezember 2018 als absolutes 

Wagnis zu qualifizieren und die Taggeldkürzung um 50 % als rechtmässig 

zu bezeichnen ist. Dies aus insbesondere folgenden Gründen:

7.2. Nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers ereignete sich der Unfall 

an einer besonderen Stelle, nämlich in einer Rechtskurve, wo er von der 

Rennstrecke abkam und im Kiesbett landete (vgl. Bf-act. 2 S. 1; vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_217/2018 vom 26. März 2019, 

Urteilsbesprechung [E.2-5] in HAVE 4/2019, S. 421 f., [siehe vorstehend 

Erwägung 6.1]).

7.3. Der Unfall ereignete sich bei einer Motorradfahrt auf einer Rennstrecke im 

Rahmen eines Fahrtrainings. Hinweise auf einen Fahrsicherheitskurs 

lassen sich – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält – weder der 

Unfallmeldung UVG vom 19. Dezember 2018 (vgl. Bf-act. 1) noch dem 

Fragebogen "Verkehrsunfall" vom 28. Dezember 2018 (vgl. Bf-act. 2), 

welche beide vom Beschwerdeführer erstattet wurden, entnehmen. Eine 

Instruktionsfahrt ist nicht gleichzusetzen mit einem Fahrsicherheitskurs. 

Der Touring Club Schweiz (TCS) bietet beispielsweise eine breite Palette 

von Fahrsicherheitskursen an. Darunter fallen insbesondere Moto-Basis- 

(Theorie und Fahrtraining für Alltagssituationen), Moto-Aufbau- (Theorie 

und Fahrtraining für Alltags- und Notfallsituationen), Moto-WarmUp- 

(Theorie und Fahrtraining für den Saisonstart) und Moto-Road-Kurse 

(Theorie und Fahrtraining im öffentlichen Strassenverkehr) (vgl. 

https://www.tcs.ch/ de/kurse-fahrzeugchecks/kurse-fahrtrainings/ samt 

https://www.suva.ch/de-ch/praevention/freizeit/
https://www.tcs.ch/

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Videoclips mit Übungsparcours, zuletzt besucht am 1. Juni 2021). Der 

Einwand des Beschwerdeführers, wonach es sich bei der Instruktionsfahrt 

um eine Fahrt zur Verbesserung der Fahrsicherheit gehandelt habe, ist als 

Schutzbehauptung zu qualifizieren, welche erst von seinem 

Rechtsvertreter im Rahmen des Einspracheverfahrens vorgebracht wurde 

(vgl. Bf-act. 7 und 8). Es ist nicht einleuchtend, wieso sich der 

Beschwerdeführer mit seinem leistungsstarken Motorrad (Modell Yamaha 

R1M) nach E._____ begeben haben soll, um dort auf einer Rennstrecke 

unter der Ägide eines Anbieters, welcher auf Motorradrennen bzw. 

entsprechende Trainings spezialisiert ist und mit ehemaligen 

Motorradrennfahrern wie z.B. J._____ zusammenarbeitet bzw. 

zusammengearbeitet hat, einen reinen Fahrsicherheitskurs zu 

absolvieren. Nach der Beweismaxime, wonach die sogenannten 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und 

zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 

von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 

Art beeinflusst sein können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_723/2019 

vom 10. März 2020 E.5.1), ist davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer selbst nicht von einem Fahrsicherheitskurs ausging, bei 

dem der Unfall geschah (vgl. Bf-act. 1 und 2), sondern dies erst später aus 

unfallversicherungsrechtlichen Überlegungen so benannt wurde, um eine 

Taggeldkürzung zu verhindern. 

7.4. Mit Blick auf die Webseite des Veranstalters (I._____ ag) handelt es sich 

bei diesem um einen Anbieter für Veranstaltungen und Ferien für 

Motorradrennfahren und freies Fahren auf unterschiedlichen 

Rennstrecken. Eigentliche Fahrsicherheitskurse werden – soweit 

ersichtlich – von diesem Veranstalter nicht angeboten. Selbst beim 

angebotenen Training geht es um sichereres und schnelleres Fahren auf 

der Rennstrecke (vgl. Bg-act. C1). Auf der Webseite ist betreffend Training 

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zudem explizit erwähnt, dass auch für die Teilnahme an Fahrtrainings die 

grundlegende Beherrschung des Motorrades und eine gewisse 

Grundgeschwindigkeit Voraussetzung sei und ein solches Training auf der 

Rennstrecke für sehr unerfahrene Fahrer oder Anfänger eine 

Überforderung darstellen könne (vgl. Bg-act. C1). In den 

Sicherheitsbestimmungen ist ebenfalls vermerkt, dass die Rennstrecke 

zügig zu befahren sei (vgl. Bg-act. C1). Zudem dienen gemäss den 

Sicherheitshinweisen alle Veranstaltungen der Verbesserung der 

Fahrzeugbeherrschung (vgl. Bg-act. C1), was nicht mit Fahrsicherheit 

insgesamt gleichzusetzen ist. 

7.5. Die seitens des Beschwerdeführers ins Recht gelegten Stellungnahmen 

des Instruktors (Herr K._____, vgl. Bf-act. 9) und des Veranstalters (Herr 

L._____, vgl. Bf-act. 10) belegen ebenfalls keinen eigentlichen 

Fahrsicherheitskurs. Der Instruktor bestätigte nämlich explizit, dass es um 

eine Fahrt zur Verbesserung des Fahrkönnens und der Sicherheit auf der 

Rennstrecke gegangen sei, damit also nicht um ein 

Fahrsicherheitstraining hinsichtlich der Teilnahme im Strassenverkehr. 

Zudem erweist sich die Bestätigung des Veranstalters als wenig 

beweiswertig, da sie sehr knapp und allgemein gehalten ist und sich nicht 

zum Unfallgeschehen am 11. Dezember 2018 äussert. Das Fahren auf 

einer Rennstrecke ist mit der Teilnahme als Motorradfahrer im 

Strassenverkehr nur bedingt vergleichbar (z.B. keine unterschiedlichen 

Verkehrsteilnehmer, kein Gegenverkehr, keine Hindernisse, 

Berechenbarkeit der Strecke, grundsätzlich zügiges Tempo), so dass die 

Aussage des Veranstalters, es habe sich um ein Sicherheitstraining mit 

dem einzigen Ziel der Verbesserung der Fahrsicherheit im 

Strassenverkehr gehandelt, nicht überzeugt. Diese Aussage dürfte von 

unfallversicherungsrechtlichen Überlegungen zu Gunsten des Kunden 

geprägt sein.   

- 15 -

7.6. Der Veranstalter weist auf seiner Webseite (für Personen mit Wohnsitz in 

der Schweiz) mehrfach ausdrücklich darauf hin, dass Unfälle bei der 

Teilnahme an seinen Veranstaltungen durch die Unfallversicherung nicht 

gedeckt seien bzw. dass bei Unfällen auf der Rennstrecke die 

Geldleistungen um die Hälfte gekürzt würden, und empfiehlt deshalb den 

Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung (vgl. Bg-act. C1). 

7.7. Selbst wenn das Befahren einer Rennstrecke zweifellos Fahrtechnik und 

-können verbessern kann, entspricht diese Tätigkeit nicht den Inhalten 

eines Fahrsicherheitskurses (vgl. vorstehend Erwägung 7.3). Es handelt 

sich um ein Training, unabhängig davon, ob es letztlich zu einer 

Rennteilnahme kommt. Laut Veranstaltungsunterlagen befahren während 

des Trainings Motorräder unterschiedlicher Leistung gleichzeitig die 

Strecke (vgl. Bg-act. C1), weshalb davon ausgegangen werden kann, 

dass das Fahren in der Gruppe auf einer Rennstrecke naturgemäss einen 

Wetteifer mit sich bringt und einen Wettkampfgeist fördert. Damit ist das 

Risiko eines Sturzes nicht zu vernachlässigen, selbst bei erfahrenen 

Piloten nicht. Es ist bei einem Unfall unter diesen Umständen von einem 

absoluten Wagnis auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_472/2011 vom 27. Januar 2012 E.5.2 f.; siehe auch Urteil des 

Bundesgerichts 8C_217/2018 vom 26. März 2019 E.5.1). 

7.8. Aus den gesamten Umständen ist zu schliessen, dass es sich bei der 

Unfallfahrt vom 11. Dezember 2018 um ein Fahrtraining auf einer 

Rennstrecke handelte. Damit liegt ein absolutes Wagnis vor, weshalb sich 

die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Kürzung der 

Taggeldleistungen um 50 % als rechtmässig erweist. 

8. In Bezug auf die angebotenen Beweismittel ist festzuhalten, dass auf die 

beantragte Einholung von schriftlichen Auskünften beim Veranstalter (Herr 

L._____) und beim Instruktor (Herr K._____) bzw. auf die verlangte 

- 16 -

Einvernahme dieser Personen gestützt auf die antizipierte 

Beweiswürdigung verzichtet werden kann (vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 136 

I 229 E.5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_754/2019 vom 6. Februar 2020 

E.5.3). Einerseits liegen von beiden genannten Personen bereits 

schriftliche Stellungnahmen im Recht (vgl. Bf-act. 9 und 10). Im Rahmen 

einer erneuten schriftlichen Stellungnahme bzw. als Zeugen würden sie 

wiederholen, was sie bereits schriftlich bescheinigt haben. Anderseits 

wäre der Beweiswert ihrer schriftlichen Auskunft bzw. Zeugenaussage 

gering, da sie als Geschäftsführer bzw. Instruktor des Veranstalters selbst 

ein Interesse daran haben, dass Fahrten, wie sie vorliegend zum Unfall 

führten, nicht als Wagnis qualifiziert werden. 

9. Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 20. Februar 2020 zu bestätigen. 

10. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 83 ATSG). 

Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5.     [Mitteilungen]

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