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**Case Identifier:** 5def4af6-4ab5-50de-8d7d-80e04427723e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.06.2017 I 2016 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-84_2017-06-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2016 84

Entscheid vom 14. Juni 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Aufhebung einer IV-Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren am ________) absolvierte von 1985 bis 1987 eine 
Lehre als Büroangestellte beim C.________ sowie erlangte 1995/1996 ein Di-
plom als Gymnastik-Pädagogin. Zuletzt arbeitete sie bis Mai 2002 als Büromitar-
beiterin in D.________ im Teilzeitpensum (50%; IV-act. 31). Bei einem Snow-
boardunfall am 17. Dezember 1997 zog sich A.________ eine Schulterluxation 
links zu (UV-act. 4-344+370/409; IV-act. 5-4f./7; 31; 207). Am 7. April 2000 stellte 
sie bei der IV-Stelle AA.________ ein Gesuch um Ausrichtung einer IV-Rente, 
wobei sie die Art der Behinderung mit "linke Schulter Hill Sachs/ Bankart Läsion. 
Vor 8 Jahren Kapselriss/ Prellung (Skiunfall) und Subluxation beim Kiwi-
Schneiden (Gartenarbeit)" angab (IV-act. 5-1ff./7). Die IV-Stelle AA.________ 
richtete ihr mit Wirkung ab 16. Dezember 1999 eine halbe, ab 1. März 2000 eine 
ganze und ab 31. Mai 2001 wieder eine halbe IV-Rente aus (IV-act. 3-1/2; 19-
1/8; 23-1/1). 

B. Nach einem längerem Aufenthalt in D.________ nahm A.________ im 
Sommer 2002 Wohnsitz in AB.________. Im September 2002 leitete die IV-Stelle 
Schwyz eine Rentenrevision ein, in deren Rahmen A.________ im April 2004 
durch die AC.________ untersucht wurde. Im MEDAS-Gutachten vom 19. No-
vember 2004 wurde ihr u.a. eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit als EDV-Supporterin sowie in anderen, körperlich leichten, rein adminis-
trativen Tätigkeiten in Wechselposition (inkl. Positionswechsel des linken Armes) 
attestiert (IV-act. 53-27/47). Der am 10. Januar 2005 erstellte Abklärungsbericht 
Haushalt attestierte ihr bei je hälftigem Anteil Erwerbstätigkeit und Haushalt ei-
nen Invaliditätsgrad von 42% (IV-act. 58-10/10). Mit Verfügung vom 15. Februar 
2005 setzte die IV-Stelle Schwyz die bisherige halbe IV-Rente auf eine Viertels-
rente herab (IV-act. 63-2/3). Nachdem A.________ mit Eingabe vom 23. März 
2005 dagegen Einsprache erhob, sprach ihr die IV-Stelle Schwyz mit Einspra-
cheentscheid vom 13. Dezember 2007 in teilweiser Gutheissung der Einsprache 
bei einem Invaliditätsgrad von 85% mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2005 eine 
ganze Invalidenrente zu (IV-act. 66-1/2; 96-7/7; 100-2/2).

C. Mit Mitteilung vom 16. Dezember 2008 wurde die ganze Invalidenrente 
bestätigt (IV-act. 114-1/2). Am 18. Januar 2011 wurde eine Rentenrevision von 
Amtes wegen eingeleitet, in deren Rahmen A.________ im Juni 2012 erneut 
durch die AC.________ untersucht wurde (IV-act. 117-1/1; 139-1ff./41). Das 
MEDAS-Gutachten vom 19. Oktober 2012 attestierte ihr eine Restarbeitsfähigkeit 
von 20% als EDV-Supporterin sowie in adaptierten anderen Tätigkeiten und im 
Haushalt eine Restarbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 139-21/41). Ein erneuter Ab-

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klärungsbericht Haushalt vom 5. März 2013 attestierte ihr bei einer Erwerbstätig-
keit von 30% und einer Haushaltstätigkeit von 70% einen Invaliditätsgrad von 
20% (IV-act. 149-13/14).

D. In der Zeit vom 25. März 2013 bis 25. April 2013 wurde A.________ an 
insgesamt 5 Tagen einer Observation unterzogen. In der Auswertung und Würdi-
gung dieser Abklärung hielt die Vorinstanz u.a. fest, dass das Observationser-
gebnis in einem erheblichem Widerspruch zum Resultat der MEDAS-
Begutachtung stehe, dass die attestierte Restarbeitsfähigkeit von 10-20% nicht 
nachvollziehbar sei, sowie dass es Hinweise gebe, wonach sich die Versicherte 
in unbeobachteten Momenten anders verhalte als in der Untersuchungssituation, 
was für ein aggravatorisches Verhalten spreche (IV-act. 152-9/10, Stellungnah-
me BVM vom 15.6.2013).

E. Mit Verfügung vom 21. Juni 2013 sistierte die IV-Stelle Schwyz die Rente 
per sofort (IV-act. 155-2/2). Die am 24. Juli 2013 dagegen erhobene Beschwerde 
an das Verwaltungsgericht Schwyz wurde mit Entscheid VGE I 2013 100 vom 
11. September 2013 abgewiesen (IV-act. 165). 

F. Am 29. Oktober 2013 wurde die linke Schulter von A.________ operiert 
(Revision Schulter-Hemiprothese, Wechsel auf Inverse Schulter-Totalprothese 
links; IV-act. 169-1/4). Aufgrund dessen verfügte die IV-Stelle Schwyz am 
11. Februar 2014 die Wiederausrichtung der IV-Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 
2013 (IV-act. 189-1/4).

G. Am 23. April 2015 teilte die IV-Stelle Schwyz A.________ mit, dass zur 
Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung 
(Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie) als notwendig 
erachtet werde (IV-act. 206-1/2). Zur Begutachtung wurde von der Suisse-
MED@P die Gutachterstelle AD.________ zugelost (IV-act. 208f.). Das Gutach-
ten erfolgte am 18. Januar 2016 (IV-act. 216).

H. Mit Verfügung vom 19. Februar 2016 sistierte die IV-Stelle Schwyz die IV-
Rente von A.________ per sofort und entzog einer Beschwerde dagegen die 
aufschiebende Wirkung (IV-act. 218-3/4). 

I. Mit Vorbescheid vom 22. Februar 2016 teilte die IV-Stelle Schwyz 
A.________ mit, dass die Rente per 31. Oktober 2014 aufgehoben und die zu 
Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen zurückgefordert werden. Hinsichtlich 
des Rückforderungsbetrags werde eine separate Verfügung erlassen. Einer Be-
schwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (IV-act. 220). Dagegen 

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liess A.________ am 5. April 2016 sowie am 18. und 30. Mai 2016 Einwände er-
heben (IV-act. 224; 228; 229). Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 hob die IV-Stelle 
Schwyz die Rente per 31. Oktober 2014 auf und forderte die zu Unrecht ausge-
richteten Rentenleistungen zurück, wobei für die Höhe des Rückforderungsbe-
trags auf eine separate Verfügung verwiesen wurde. Einer Beschwerde gegen 
die Verfügung wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (IV-act. 231).

J. Dagegen liess A.________ am 4. August 2016 fristgerecht Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit den folgenden An-
trägen:

1. In Aufhebung der Verfügung seien die Versicherungsleistungen per Ende Au-
gust 2016 einzustellen.

2. Die für die Zeit Juli bis und mit September 2013 sistierte Rente sei nachzuzah-
len.

3. Die in Aussicht genommene Rückforderung angeblich zu viel bezogener Leis-
tungen sei für ungültig und nichtig zu erklären.

4. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin berufli-
che Massnahmen zu gewähren.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwer-
degegnerin.

Mit Schreiben vom 24. August 2016 ergänzte der Rechtsvertreter der Beschwer-
deführerin die in der Beschwerdeschrift gestellten Rechtsbegehren mit folgen-
dem Antrag:

Der Beschwerde sei bezüglich der in der Verfügung angekündigten Rückforderung 
angeblich zu viel erbrachter Leistungen die aufschiebende Wirkung zu gewähren.

Mit richterlichem Schreiben vom 25. August 2016 wurde der Antrag auf Ge-
währung der aufschiebenden Wirkung hinsichtlich einer noch nicht ergangenen 
Verfügung als verfrüht erachtet.

K. Mit Vernehmlassung vom 29. August 2016 beantragte die IV-Stelle, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten 
der Beschwerdeführerin. Die Replik erfolgte am 13. September 2016 mit folgen-
dem ergänzenden Antrag:

Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, vorgängig der Einstellung der Invali-
denrente die berufliche Situation der Beschwerdeführerin abzuklären und die Ge-
währung von beruflichen Massnahmen zu prüfen. 

Mit Schreiben vom 19. September 2016 verzichtete die IV-Stelle Schwyz auf die 
Einreichung einer Duplik. Am 22. und 28. September 2016 liess die Beschwerde-
führerin weitere Stellungnahmen einreichen. Mit Schreiben vom 24. Oktober 
2016 liess die Beschwerdeführerin mit Verweis auf den Entscheid des Europäi-
schen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) betreffend die Zulässigkeit von 

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Detektiv-Einsätzen geltend machen, dass die im Recht liegenden einschlägigen 
Berichte nicht verwendet werden dürften und aus dem Recht zu weisen seien.

L. Am 23. Februar 2017 hat die IV-Stelle Schwyz im Auftrag der Ausgleichs-
kasse ________ verfügt, dass die Beschwerdeführerin wegen unrechtmässig be-
zogener Leistungen der IV insgesamt Fr. 93'780.-- zurückzuzahlen habe. Dage-
gen opponierte die Beschwerdeführerin am 2. März 2017 beim Verwaltungsge-
richt rechtzeitig und liess im Rahmen des Verfahrens I 2016 84 folgende Anträge 
stellen:

Es sei die vorliegende Eingabe als Ergänzung zur ursprünglichen Beschwerde-
schrift entgegenzunehmen.
Eventuell sei die heutige Eingabe des Unterzeichneten als neue Beschwerde ent-
gegenzunehmen und mit dem hängigen Verfahren zu vereinigen.
Es sei festzustellen, dass gegenwärtig ein Rückforderungstitel für die geltend ge-
machte Forderung fehlt und es sei deshalb die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben.

M. Mit gerichtlichem Schreiben vom 23. März 2017 wurde dem Antrag, die 
Eingabe vom 2. März 2017 sei als Ergänzung zur ursprünglichen Beschwerde im 
Verfahren I 2016 84 entgegenzunehmen, stattgegeben. Zudem wurde festgehal-
ten, dass bis zum materiellen Entscheid des Gerichts in der Hauptsache alle 
Vollziehungsvorkehrungen im Zusammenhang mit der erwähnten Rückerstat-
tungsverfügung vom 23. Februar 2017 zu unterbleiben haben.

N. Dazu nahmen die IV-Stelle Schwyz am 3. und 24. April 2017 und die Be-
schwerdeführerin am 20. April 2017 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. insbesondere 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der 
gleichen Sache (vgl. § 27 Abs. 1 lit. f und g des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP, SRSZ 234.110] vom 6.6.1974 i.V.m. Art. 
61 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Ist eine dieser 
Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nichteintretensentscheid 
(§ 27 Abs. 2 VRP). 

1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 

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Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise 
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und 
insoweit keine Verfügung ergangen ist (siehe BGE 125 V 414 Erw. 1a mit 
Verweis auf BGE 119 IB 36 Erw. 1b). Diesbezüglich wird in der kantonalen 
Rechtsprechung festgehalten, dass nach konstanter Praxis der Umfang der 
Tätigkeit des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den 
Anfechtungsgegenstand abgegrenzt wird. Es kann nur das Gegenstand des 
Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegenstand der zugrunde liegenden 
Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen. 
Gegenstände, über welche die erste Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) 
nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich des 
Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. VGE III 2014 111 vom 
28.1.2015 Erw. 2.1 mit Hinweisen; siehe auch Martin Bertschi, in: Alain Griffel 
(Hrsg.), Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 
3.A., Zürich 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49; Kölz/Häner/Bertschi, Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3.A., Zürich 2013, 
Rz. 685ff.; EGV-SZ 1979, S. 122).

1.3 Gegenstand der angefochtenen Verfügung und somit des vorliegenden 
Verfahrens ist unbestrittenermassen die Rentenaufhebung per 31. Oktober 2014 
sowie die Rückforderung angeblich zu Unrecht ausgerichteter Rentenleistungen. 
Gemäss dem Antrag der Beschwerdeführerin sind ihre Rentenleistungen per En-
de August 2016 einzustellen bzw. vor der Rentenaufhebung 
Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und durchzuführen (vgl. Verwaltungsge-
richtsbeschwerde vom 4.8.2016 S. 2; Stellungnahme vom 13.9.2016 S. 1).

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist somit insbesondere der Rentenanspruch 
im Zeitraum vom 31. Oktober 2014 bis 31. August 2016 sowie eine allfällige 
Rückforderung (zu Unrecht ausgerichteter) oder Weiterausrichtung der Rente 
(nach der Sistierung im Februar 2016) bzw. die Notwendigkeit zur Durchführung 
von Eingliederungsmassnahmen.

1.4.1 Die Beschwerdeführerin beantragt sodann die Nachzahlung der im Zeit-
raum vom 1. Juli bis 30. September 2013 sistierten Rente (vgl. Verwaltungsge-
richtsbeschwerde S. 2).

1.4.2 Mit Verfügung vom 21. Juni 2013 (bestätigt mit VGE I 2013 100) wurde die 
IV-Rente der Beschwerdeführerin per sofort (mit Wirkung ab Juli 2013) sistiert 
(vgl. Ingress lit. E). Nach der Schulteroperation vom 29. Oktober 2013 wurde die 

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IV-Rente mit Verfügung vom 11. Februar 2014 mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 
wieder ausgerichtet (vgl. Ingress lit. F).

1.4.3 Die IV-Stelle macht vernehmlassend geltend, dass die Verfügung vom 
11. Februar 2014 unangefochten in Rechtskraft erwachsen und innert Frist keine 
Beschwerde gegen den Zeitpunkt der Nachzahlung per 1. Oktober 2013 erfolgt 
sei.

1.4.4 Soweit die IV-Stelle damit die Rechtskraft betreffend die Renteneinstellung 
im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2013 geltend macht, kann dem vorlie-
gend nicht gefolgt werden.

Die Sistierung der Rente im Juni 2013 erfolgte insbesondere aufgrund eines 
Haushaltsberichts vom März 2013 (welcher im Widerspruch zu einem MEDAS 
Gutachten stand) und der Observation der Beschwerdeführerin vom März bis 
April 2013. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung bildet ein Observations-
bericht für sich allein jedoch noch keine sichere Basis für Sachverhaltsfeststel-
lungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der versi-
cherten Person. Er könne diesbezüglich höchstens Anhaltspunkte liefern oder 
Anlass zu Vermutung geben. Sichere Kenntnis des Sachverhalts könne in dieser 
Hinsicht erst die ärztliche Beurteilung des Observationsmaterials liefern (Bun-
desgerichtsurteile 9C_343/2012 vom 11.10.2012 Erw. 4.1.1; 8C_272/2011 vom 
11.11.2011 Erw. 7.1 m.H.). Mangels sicherer Kenntnis des Sachverhalts hat die 
IV-Stelle gemäss Schreiben vom 21. Juni 2013 ein orthopädisches Konsilium 
sowie eine neuropsychiatrische Untersuchung durch RAD-Ärzte vorgesehen, 
welche jedoch nicht mehr vor der Operation am 29. Oktober 2013 durchgeführt 
werden konnten (IV-act. 154; 164; 178). Bis zur Verfügung vom 11. Februar 2014 
erfolgte sodann keine ärztliche Beurteilung des Observationsmaterials und des 
Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin im Zeitraum vom Juli bis Septem-
ber 2013. Auch in der Verfügung selbst wurde weder die definitive Renteneinstel-
lung für diesen Zeitraum thematisiert, noch begründet. Somit wurde eine definiti-
ve Rentenaufhebung im Zeitraum vom Juli bis September 2013 bisher nicht ver-
fügt. Dies ergibt sich auch aus einer Mailkorrespondenz zwischen der IV-Stelle 
und der Pensionskasse AE.________ vom 23. Januar 2014, wonach die IV-
Stelle die Arbeitsfähigkeit vor der Operation im Oktober 2013 mittels Untersu-
chung durch den RAD hätte festlegen wollen, was ihr jedoch bis dahin nicht mög-
lich war (IV-act. 188-1/3).

Die Zulässigkeit der definitiven Renteneinstellung im Zeitraum vom 1. Juli bis 
30. September 2013 war sodann zweifelsohne auch nicht Gegenstand der ange-
fochtenen Verfügung vom 19. Juli 2016. 

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1.4.5 Die IV-Stelle macht vernehmlassend geltend, dass auch Anfechtungsge-
genstand bilde, worüber die IV-Stelle hätte entscheiden müssen. Aus ihrer Sicht 
könne deshalb die Frage der Zulässigkeit der definitiven Renteneinstellung von 
Juli bis und mit September 2013 im vorliegenden Verfahren ebenfalls behandelt 
werden.

Die Beurteilung dieser Frage wurde im vorliegenden Verfahren von der Be-
schwerdeführerin ausdrücklich beantragt und die IV-Stelle hat dazu vernehmlas-
send ausführlich Stellung genommen. Letztere hat in der angefochtenen Verfü-
gung die definitive Rentenaufhebung sowie die Rückforderung zu Unrecht ausge-
richteter Renten beurteilt. Es rechtfertigt sich deshalb vorliegend, auch aus ver-
fahrensökonomischen Gründen, den gesamten Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin, welcher sich allenfalls auch auf die Rückforderung auswirken könnte, 
lückenlos zu beurteilen. Zudem hat die Beurteilung dieser Frage vorliegend allein 
auf der Aktenlage zu beruhen. Mit einem neuen ärztlichen Bericht kann regel-
mässig nur eine Beurteilung der aktuellen Verhältnisse vorgenommen werden, 
derweil die Beurteilung der Situation in den früheren Jahren sich letztlich an der 
bereits vorhandenen medizinischen Aktenlage orientiert (und nicht an neuen Un-
tersuchungsergebnissen). Mit anderen Worten ist mit einem neuen Arztbericht 
wenig Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb sich heute eine Rückweisung zu 
weiteren Abklärungen des Gesundheitszustands im Zeitraum vom Juli bis Sep-
tember 2013 erübrigt. Eine Auswertung und Würdigung der (medizinischen) Ak-
ten, welche einen Jahre zurückliegenden Zeitraum betreffen, ist grundsätzlich 
von den rechtsanwendenden Behörden (und nicht im Rahmen eines neuen me-
dizinischen Gutachtens) vorzunehmen (vgl. VGE I 2017 8 Erw. 2.5).

Auf die Frage der Zulässigkeit der definitiven Rentenaufhebung im Zeitraum vom 
Juli bis und mit September 2013 ist vorliegend somit einzutreten.

1.5 Abschliessend ist zum Verfahrensgegenstand noch zu ergänzen, dass die 
Frage des Erlasses der Rückerstattung (und somit das Vorliegen von gutem 
Glauben und grosser Härte) nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bil-
det, da ein solches Gesuch innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft der 
Rückforderungsverfügung bei der IV-Stelle einzureichen ist, wie letztere in der 
Stellungnahme vom 24. April 2017 zutreffend ausführt.

2.1.1. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird 
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; vgl. auch Art. 87 
Abs. 2 und 3, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] vom 17.1.1961). Anlass zur 

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Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer 
wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die 
lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (siehe Urteil des 
Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29.3.2017 Erw. 3.1.1 mit Verweis auf BGE 
141 V 9 Erw. 2.3 mit Hinweisen; BGE 130 V 343 Erw. 3.5). 

2.1.2. Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des 
Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; 
vgl. auch SVR 2010 IV Nr. 54 S. 167, 9C_899/2009 Erw. 2.1). Dabei braucht es 
sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich 
nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des 
Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das 
Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74ter lit. f IVV auf dem Weg der blossen 
Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu 
vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde 
lag (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 134, 8C_441/2012 Erw. 3.1.2 mit Hinweisen). 

2.1.3 Die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente erfolgt rückwirkend ab 
Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die 
Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Artikel 77 zumutbaren 
Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der 
Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die 
Weiterausrichtung der Leistung war (Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV). 

2.1.4 Jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden 
Verhältnissen ist von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehörigen oder 
Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger oder dem jeweils 
zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG). Der 
Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen 
die Leistung zukommt, haben jede für den Leistungsanspruch wesentliche 
Änderung, insbesondere eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- 
oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der 

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wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle 
anzuzeigen (Art. 77 IVV). 

2.2 Anzufügen ist, dass regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung 
vorliegt, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen 
Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines 
sekundären Krankheitsgewinns (dazu BGE 140 V 193 Erw. 3.3) ergeben sich 
namentlich dann,

 wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 
Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht;

 intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt;

 keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen 
wird;

 demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen 
unglaubwürdig wirken;

 schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das 
psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_291/2016 vom 12.8.2016 Erw. 2.2 mit Verweis auf 
BGE 141 V 281 Erw. 2.2.1 mit Hinweisen). 

Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die 
Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von 
vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente (zit. Bundesgerichtsurteil 
8C_291/2016 vom 12.8.2016 Erw. 2.2; BGE 141 V 281 Erw. 2.2.2; 
Bundesgerichtsurteil 8C_443/2015 vom 18.1.2016 Erw. 3).

3. Zeitliche Referenzpunkte für die Prüfung einer allfälligen anspruchserhebli-
chen Änderung bilden im konkreten Fall hinsichtlich des Rentenanspruchs auf 
der einen Seite die angefochtene Verfügung vom 19. Juli 2016, mit welcher die 
bisher seit 19. Februar 2016 sistierte ganze Rente per 31. Oktober 2014 aufge-
hoben wurde. Auf der anderen Seite ist der Einspracheentscheid vom 13. De-
zember 2007, mit welchem der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. De-
zember 2005 eine ganze Rente (IV-Grad 85%) zugesprochen wurde.

Eine Verbesserung des Gesundheitszustands ist unbestritten, zumal auch die 
Beschwerdeführerin eine Verbesserung ihres Gesundheitszustands in rentenre-
levanter Hinsicht bzw. die Aufhebung der Rente per August 2016 geltend macht. 
Somit ist der Revisionsgrund gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben.

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist lediglich der Zeitpunkt der Rentenaufhe-
bung bzw. die Prüfung der Eingliederungsfähigkeit und die Rückforderung.

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4. Aus den vorliegenden Akten lassen sich u.a. folgende Angaben zur ge-
sundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin und zum bisherigen Verlauf 
entnehmen:

4.1 Aus dem Arztbericht vom 12. Oktober 2007 von Dr.med. E.________ 
(________; vgl. nachfolgend Erw. 4.2) ergeben sich folgende Diagnosen (IV-act. 
90-1/6):

Chronische Schulterschmerzen bei
St .n. Keloidexzision, Adhäsiolyse, Glenoidrekonstruktion mit autologem Becken-
kamm, Schulter-TP-Wechsel, Rotatorenmanschettenrekonstruktion (Subscapula-
risraffung) links am 10.8.2000 bei
- schwerer, schmerzhafter Funktionsstörung des linken Schultergelenkes bei St. n. 
Schulter-TP am 13.1.00 mit Glenoidlockerung und Humerusneuposition
St. n. Schulterstabilisation nach Eden-Lange-Hybinette (Prof. AF.________) am 
1.7.98 nach rezidivierender posttraumatischer Schulterluxation
St. n. Schulterarthroskopie und Kapsulotomie am 4.2.99 (Dr. AG.________) bei 
kapsulärer Schultersteife und Verdacht auf postinfektiöse Arthrose
St. n. Implantation einer Schultertotalprothese links am 13.1.00 (Dr. AG.________) 
aufgrund von persistierenden Schmerzen bei posttraumatischer/postinfektiöser 
Omarthrose links

4.2 Im Entscheid VGE I 2013 100 vom 11. September 2013 wurde zum Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin u.a. bereits Folgendes festgehalten:

3.1 Die Zusprechung der ganzen Rente an die Beschwerdeführerin durch die IV-
Stelle mit Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2007 beruht im Wesentlichen 
auf dem Arztbericht vom 12. Oktober 2007 von Dr.med. E.________ (Oberarzt i.V.) 
von der AH.________, welcher der Beschwerdeführerin eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit attestierte und auf die geplante Re-Operation der Schulter links mit Aus-
bau der Glenoidkomponente für Mitte November 2007 hinwies (IV-act. 90-1/6). 
Gemäss dem provisorischen Austrittsbericht vom 15. November 2007 von Dr.med. 
F.________ (Bericht visiert durch Prof. Dr.med. J.________) von der 
AH.________, wurde am 13. November 2007 der operative Eingriff mit Revision 
Schulter-TP links [Glenoid-Komponenten-Ausbau und Glenoid-Rekonstruktion mit 
autologem Beckenkamm; autologe Beckenkammentnahme rechts am 13.11.2007 
bei Lockerung der Glenoidkomponente Schulter-TP links] vorgenommen (IV-act. 
93-1/4). Gestützt auf den Arztbericht von Dr.med. E.________beurteilte der RAD-
Arzt Dr.med. I.________die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund 
der Subluxation des Humeruskopfes links und Pfannenlockerung links mit notwen-
diger Reoperation am 13. November 2007 mit 100% ([ab September 2005, Unter-
suchung bei Prof. Gächter, IV-act. 70]; IV-act. 92-1/1). Im Einspracheentscheid 
vom 13. Dezember 2007 (Erw. 9) berücksichtigte die IV-Stelle diese Gesundheits-
verschlechterung gemäss Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201) und ging in antizipierter Beweiswürdigung ohne erneute Haus-
haltsabklärung davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der gemisch-
ten Methode zu mindestens 70% eingeschränkt sei und deshalb ab Dezember 
2005 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (IV-act. 96-6/7). 

12

3.2 In der im Rahmen einer Rentenrevision durchgeführten MEDAS-Begut-
achtung im Juni 2011 wurde der Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht le-
diglich noch eine körperlich leichte Tätigkeit auf Tischhöhe von 10 bis 20% zuge-
mutet. Im orthopädischen Teilgutachten wurde eine "persistierende Schmerz-
symptomatik sowie Funktionseinbussen der linken Schulter" nach dem nunmehr 
fünften Eingriff im November 2007 diagnostiziert (IV-act. 139-19/41 Mitte). Psychia-
trischerseits betrage die Einschränkung der Restarbeitsfähigkeit in einer adaptier-
ten Tätigkeit ca. 20%; die beiden Teilarbeitsunfähigkeiten seien nicht kumulierbar, 
so dass die Restarbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit noch maximal 20% 
eines Vollzeitpensums betrage. Die Restarbeitsfähigkeit im eigenen Haushalt wur-
de auf 50% veranschlagt. In der bisherigen Tätigkeit als EDV-Supporterin sei die 
Beschwerdeführerin ebenfalls nur noch 20% arbeitsfähig (IV-act. 139-21/41). Der 
mutmassliche Beginn der reduzierten Arbeitsfähigkeit wird im MEDAS-Gutachten 
vom 19. Oktober 2012 auf den 11. Oktober 2012 veranschlagt (IV-act. 139-22/41).
3.3 Am 8. August 2011 und am 28. November 2012 fand bei der Beschwerde-
führerin zu Hause in AB.________ eine Haushaltsabklärung statt. Im Bericht vom 
28. November 2012 wurde ihr ein Invaliditätsgrad von 27% attestiert (IV-act. 146-
12/13). Aufgrund eines Wohnortswechsels nach G.________ fand am 5. März 
2013 erneut eine Haushaltsabklärung statt. Im Abklärungsbericht vom 5. März 
2013 wurde der Beschwerdeführerin bei einer Erwerbstätigkeit von 30% und bei 
einer Haushaltstätigkeit von 70% ein Invaliditätsgrad von nunmehr 20% attestiert. 
Die Abklärungsperson stellte den Antrag auf Aufhebung der Rente. Die Versicherte 
sei bei der Abklärung vor Ort durchaus in der Lage gewesen, bspw. eine Literfla-
sche zu öffnen und Mineralwasser einzuschenken. Zudem schaffe sie die ständi-
gen Wohnortswechsel, seit 2002 deren sechs, jeweils ohne grössere Probleme. 
Bis dato seien immer Häuser gekauft worden, die renovationsbedürftig und mit viel 
Restaurationsaufwand verbunden waren (IV-act. 149-14/14).
3.4 Insgesamt liegen gemäss den Akten ganz erhebliche Anhaltspunkte dafür 
vor, dass die Beschwerdeführerin gesundheitlich in der Lage ist, ein Arbeitspen-
sum von mehr als 10-20% zu leisten. Einen gewichtigen Grund für diese Annahme 
stellt insbesondere der Umstand dar, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Fami-
lie (Ehemann und vier Kinder ________) vor kurzem aus ihrem Reiheneinfamilien-
haus in AB.________ nach G.________ in ein sehr grosses und altes Holzhaus 
umzogen, welches früher als Hotel genutzt wurde (IV-act. 149-4/14). Dort lebt die 
Familie auf zwei Etagen (die Wohnung im Dachgeschoss ist vermietet, im Parterre 
wird ebenfalls ein Ladenlokal vermietet). Für die Abklärungsperson war es schwer 
nachvollziehbar, dass die Versicherte mit ihrer Familie in ein umständlich und auf-
wändig zu pflegendes Haus umgezogen ist, zumal anhand der Steuerunterlagen 
keine finanzielle Notlage dazu bestanden habe (IV-act. 149-8/14). Hinzukomme, 
dass die Familie neben dem grossen Haus noch Katzen halte. Schliesslich hält die 
Abklärungsperson fest, dass die Versicherte beide Arme bzw. Hände einsetzen 
könne. Sie sei auch in der Lage, Auto zu fahren.

4.3.1 Nach der Operation vom 13. November 2007 war die Beschwerdeführerin 
jeweils in der Privatsprechstunde bei Prof. Dr.med. J.________in der 
AH.________. Mit Bericht vom 29. Oktober 2008 wurde zum Verlauf bzw. zur 
Anamnese festgehalten, dass Beschwerden und Einschränkungen insbesondere 
Kraftverlust und Bewegungseinschränkung bestehen würden. Es erfolge keine 
Schmerzmedikation wegen Magenproblemen und die Blutwerte seien noch nicht 

13

normalisiert bei sehr tiefen Ferritin-Werten. Zusätzlich bestünden Angaben von 
Schwächeerscheinungen im lateralen Handbereich mit Verlieren von Kraft. 
Gemäss Befund sei die Narbe reizlos, jedoch im distalen Bereich etwas hypo-
sensibel und verbreitert, Flexion 70°, Abduktion 70°, Innenrotation bis Gesäss, 
Aussenrotation 10°. Das CT vom 27. Oktober 2008 erscheine etwas harmoni-
scher. Die Schulter sei nicht gut, die Beschwerdeführerin wünschte jedoch vor-
erst keine Operation (IV-act. 111-2/2). Mit Bericht vom 9. Dezember 2008 wurde 
ergänzend festgehalten, dass als letzte Therapieoption die Implantation einer 
neuen Glenoidkomponente resp. einer inversen Prothese diskutiert worden sei, 
worauf die Beschwerdeführerin vorerst trotz unbefriedigender täglicher Funktion 
verzichte. Es sei kaum davon auszugehen, dass sich die jetzige Situation spon-
tan bessern werde (IV-act. 113-9/11). Bei der Jahreskontrolle am 19. Oktober 
2009 ergaben sich gemäss Dr.med. J.________von Seiten des Glenohumeralge-
lenkes noch geringe Restbeschwerden, womit sich die Beschwerdeführerin zu-
rechtfinde. Die Flexion und Abduktion betrugen 80° (IV-act. 116-2/2).

4.3.2 Am 13. März 2012 erfolgte ein weiterer Verlaufsbericht der AH.________. 
Demgemäss berichte die Beschwerdeführerin insgesamt mit ihrer linken Schulter 
im Alltag gut zurechtzukommen. Sie habe jedoch immer wieder Schmerzen, vor 
allem wenn sie den Arm im Raum gebrauche. Die aktive Schulterbeweglichkeit 
mit Flexion und Abduktion habe ca. 70°, passiv bis 110°, Aussenrotation 20°, In-
nenrotation bis S1 betragen. Zudem habe eine eindeutige Druckdolenz über dem 
AC-Gelenk vorgelegen. Gemäss Röntgenuntersuchung des Schulterstatus rechts 
vom 7. März 2012 hätten eine unveränderte Prothesenlage, keine Lockerungs-
zeichen und keine vermehrte Glenoiderosion im Vergleich zu den Voraufnahmen 
bestanden. Der Beschwerdeführerin wurde eine AC-Gelenksinfiltration empfoh-
len (IV-act. 135-2/2). Im Verlaufsbericht vom 10. Juli 2012 wurde zudem festge-
halten, dass es sich um eine relativ typische Klinik einer AC-Arthropathie links 
handle, weshalb erneut die AC-Gelenksinfiltration empfohlen wurde (IV-act. 138-
2/2).

4.3.3 Gemäss Verlaufsbericht vom 2. September 2013 bestünden bei ordentli-
cher Funktion inkl. Rotatorenmanschette für die Beschwerdeführerin unerträgli-
che Schmerzen. Die konventionellen Röntgenbilder würden eine deutliche Usur 
des Glenoides mit Wear aber sonst eigentlich gute Verhältnisse zeigen. Insbe-
sondere sei der Glenoidstock jetzt so gut, dass ohne weiteres eine inverse oder 
eine konventionelle Glenoidkomponente eingesetzt werden könne. Es würde 
noch eine intraartikuläre Lidocaininfiltration durchgeführt werden, um sicherzu-
stellen, dass die glenohumerale Usur eigentlich die Hauptursache der Beschwer-
den sei. Es sei bekannt, dass die Beschwerdeführerin auch ein AC-

14

Gelenksproblem habe, welches dann bei einer evtl. Revisionsoperation ebenfalls 
angegangen würde (IV-act. 164-5/5).

4.4 Am 29. Oktober 2013 erfolgte in der AH.________ eine "Revision Schulter-
Hemiprothese, Wechsel auf Inverse Schulter-Totalprothese (…) links" bei sekun-
därer Insuffizienz der Supraspinatussehne links (vgl. Diagnose) durch 
Prof.Dr.med. J.________ (IV-act. 169-1/4). In der Verlaufskontrolle vom 19. No-
vember 2013 wurde neu ein "Verdacht auf komplexes, regionales Schmerzsyn-
drom (CRPS) der linken Hand nach wahrscheinlich Druckschädigung im proxima-
len Handbereich links mit elektroneurographisch Schädigung der sensiblen En-
däste des N. medianus und N. ulnaris" diagnostiziert. Die Beschwerdeführerin 
klagte nach der Operation über starke Schmerzen, Dysästhesien sowie Kalt-
/Warmmissempfinden im Bereich des Handballens der linken Hand. In der linken 
Schulter sei die Beschwerdeführerin schmerzarm. Beim Röntgen der linken 
Schulter ergaben sich eine korrekte Lage der Schulterprothese, keine periarti-
kulären Verkalkungen und keine Frakturen (IV-act. 173-1f./6).

4.5 Am 11. November 2013 stellte sich die Beschwerdeführerin bei Dr.med. 
L.________ (Fachärztin für Neurologie, ________), bei Verdacht auf ein begin-
nendes komplexes, regionales Schmerzsyndrom (CRPS) der linken Hand nach 
Druckschädigung im proximalen Handbereich links sowie elektroneurographi-
scher Schädigung der sensiblen Endäste des N. medianus und N. ulnaris bei 
Druckläsion im Bereich der proximalen Hohlhand links, vor. Klinisch hätten sich 
Hypästhesie, Hypalgesie, schmerzhafte Dysästhesien und Kribbelparästhesien, 
eine Temperaturdifferenz sowie eine leichte ödematöse Schwellung im Bereich 
der palmaren linken Hand sowie der dorsalen, distalen und mittleren Phalangen 
der Finger gezeigt. Zusätzlich bestehe eine diffuse Parese Handmuskulatur links. 
In der Konstellation mit Auftreten der Beschwerde nach Lagerung der linken 
Hand postoperativ in einer schmerzhaften Position mit konsekutiver Blasenbil-
dung am proximalen Handgelenk sei am ehesten von einem beginnenden kom-
plexen, regionalen Schmerzsyndrom auszugehen. Elektroneurographisch zeigten 
sich Hinweise für ein atypisches Karpaltunnelsyndrom mit fehlendem sensiblen 
Nervenpotential des linken N. medianus sowie ein Loge-de-Guyon-Syndrom mit 
deutlicher Abschwächung des sensiblen Nervenaktionspotentials und verlänger-
ter Überleitungszeit am spat.inteross.I links. Die Neurologin empfahl zur Behand-
lung verschiedene Medikamente sowie Physio- und Ergotherapie (IV-act. 176).

4.6 Gemäss Verlaufsbericht von Prof.Dr.med. J.________vom 12. Dezember 
2013 liege hinsichtlich der Schulterprothese ein regelrechter Verlauf vor. Es wür-
den sich jedoch weiterhin die neurologische Schädigung sowie der Verdacht auf 

15

ein CRPS zeigen. Die Beschwerdeführerin berichte über deutliche Einschrän-
kungen des Nagelwachstums sowie deutlich vermehrtes Schwitzen im Bereich 
der linken Extremität. Klinisch bestehe auch ein Verdacht auf ein Plexustrakti-
onsschaden (IV-act. 182-2/2).

4.7 Am 21. Januar 2014 erfolgte an der AH.________ eine neurologische und 
neurophysiologische Untersuchung durch PD Dr.med. M.________ (________ 
Facharzt für Neurologie) und Gertraut Lindemann (________ Fachärztin Neuro-
logie). Neben den bekannten Diagnosen wurden neu eine Neurapraxie des N. 
medianus links im distalen Handgelenksbereich sowie des N. ulnaris links dia-
gnostiziert. In der Beurteilung wurde eine weitere abwartende Haltung empfoh-
len, zumal es jeweils zu einer Besserung der Amplitude (interpretierbar als Hei-
lung der axonalen Schädigung) gekommen sei (IV-act. 191).

4.8.1 Im Verlaufsbericht vom 27. Mai 2014 hielt Prof.Dr.med. J.________fest, 
dass die Schulter Hand-Mund, Hand-Gesicht und Hand-Nacken erlaube und die 
Beschwerdeführerin mit der Hand auch knapp das Gesäss links erreiche. Aller-
dings sei die Erholung der Hand noch bei weitem nicht abgeschlossen. Immerhin 
zeige sich die Neuropathie des N. medianus ganz deutlich verbessert, aber es 
bestehe nach wie vor eine Schweisssekretionsstörung und eine Schmerzhaftig-
keit beim vollständigen Faustschluss. Die Kälteempfindung sei ebenfalls noch 
ausgeprägt. Wegen einer gleichzeitig bestehenden Schmerzhaftigkeit des AC-
Gelenkes und der Ablehnung der Beschwerdeführerin gegenüber einer Infiltration 
empfehle er eine Behandlung mit einem lokalen Entzündungshemmer. Bei der 
Hand erwarte er eine spontane Besserung (IV-act. 193-1/4).

4.8.2 Gemäss Beurteilung desselben vom 31. Oktober 2014 befinde sich die Irri-
tation des Plexus brachialis mit Betonung des Nervus medianus in Regredienz. 
Die sensiblen Potenziale seien nun erstmalig ableitbar. Es werde empfohlen, 
weiter zuzuwarten. Es werde ein positiver Spontanverlauf erwartet. Vonseiten der 
Schulterfunktion links sei neben der Schmerzhaftigkeit sonst ein erfreulicher Hei-
lungsverlauf ein Jahr nach Implantation einer inversen Schulterprothese zu ver-
zeichnen (Schulterrelief unauffällig, keine Atrophiezeichen erkennbar; Narbe del-
topectoral reizfrei, keine Hypertrichose, keine livide Verfärbung; Hypersensibilität 
bei Berührung im Bereich des Acromions proximaler Oberarm mit Ausstrahlung 
in den Nacken-/Kopfbereich sowie nach distal in den Unterarmbereich; Subjektiv 
gebe die Beschwerdeführerin eine verminderte Kälteempfindlichkeit der linken 
oberen Extremität an). Bei derzeitigem Ausbau der Beweglichkeit (Beweglichkeit 
Schulter links/rechts: Flexion 130/170°, Abduktion 100/170°, Aussenrotation 
5/50°, Innenrotation L3/Th6. Lift-Off-Test negativ beidseits, Faustschluss kräftig 

16

durchführbar; Handgelenksextension nach dorsal kräftig durchführbar beidseits; 
Fingerspreizen beidseits kräftig durchführbar; Froment-Zeichen beidseits negativ) 
durch die Physiotherapie, soll diese fortgesetzt werden (IV-act. 198-2/2).

4.9 In der Stellungnahme vom 26. November 2014 hielt der RAD-Arzt Dr.med. 
I.________ (Allgemeinmedizin FMH) fest, dass die weiteren Kontrollen abzuwar-
ten seien, bis aus neurologischer Sicht ein Endzustand erreicht sei, am besten 
mit vollständiger Ausheilung der Nervenschädigung des Plexus brachialis/N. me-
dianus (IV-act. 199-14/14).

4.10.1 Die Neurologen PD Dr.med. M.________und H.________ führten in ihrem 
Bericht vom 11. Dezember 2014 aus, dass die axonale Schädigung des N. me-
dianus sich schnell erholt habe. Nun seien bei Normalisierung der distal motori-
schen Latenzen des N. medianus über dem Karpaltunnel bzw. des N. ulnaris 
über der Loge de Gyon auch wieder sensible Nervenantwortpotentiale ableitbar, 
wenn auch noch mit verlangsamter Nervenleitgeschwindigkeit. Es werde weiter 
eine abwartende Haltung empfohlen. Unter dem Verdacht eines beginnenden 
CRPS sei von Dr.med. L.________ein Kortisonstoss gegeben worden, welcher 
die Symptomatik abgemildert habe, weshalb aktuell allenfalls noch ein residuel-
les CRPS vorliege (IV-act. 201-2/9).

4.10.2 In der Verlaufsuntersuchung vom 2. März 2015 machte die Beschwerde-
führerin geltend, dass sich die bestehenden Missempfindungen im Bereich der 
linken Hand seit Oktober 2014 nur wenig gebessert hätten. Weiterhin bestünde 
eine Überempfindlichkeit, ein Kribbeln und Stechen sowie ein Kältegefühl vor-
nehmlich am 2.-5. Finger der linken Hand. Gemäss Beurteilung der Neurologen 
zeigten die gleichentags durchgeführten Neurographien jedoch im Vergleich zur 
Untersuchung von vor vier Monaten eine erneute Besserung insbesondere der 
sensiblen Nervenleitgeschwindigkeit des N. medianus und N. ulnaris links. Es 
wurde eine mögliche schmerzdistanzierende Behandlung mit einem Antidepres-
sivum thematisiert, welche die Beschwerdeführerin jedoch nicht wünschte (IV-
act. 204-2f./4).

4.11 Gemäss Sprechstundenbericht vom 7. September 2015 von Prof.Dr.med. 
J.________gebe es von Seiten der Schulter keine wesentlich neuen Aspekte. 
Die erneute EMG-Untersuchung habe eine weitere Amplitudenverbesserung des 
Medianus ergeben, die sensiblen Neurographien seien etwa stabil mit einer ein-
deutig pathologischen Nervenleitgeschwindigkeit links. Bei der persistierenden 
Dysästhesie, Parästhesie in der linken Hand mit der doch langen Geschichte 
nach der wahrscheinlich im postoperativen Verlauf durch die Lagerung dekom-

17

pensierten Medianus-Problematik, sei jetzt die Dekompression des Karpaltunnels 
von den Handchirurgen zu erwägen (IV-act. 216-69/96).

4.12 Mit Bericht vom 15. September 2015 hielten die Neurologen PD Dr.med. 
M.________Dr.med. R.________und Dr.med. K.________ fest, dass sich in den 
heute durchgeführten Medianus-Neurographien im Vergleich zur Voruntersu-
chung im März die Potentialamplituden links weiter gebessert zeigten. Die sensi-
ble und motorische Nervenleitgeschwindigkeit des N. medianus links sei im We-
sentlichen stabil. Die gering verminderte sensible Leitungsgeschwindigkeit des N. 
medianus könne durch eine leichte Irritation im Karpaltunnel bedingt sein. Die 
Ulnaris-Neurographien seien im Vergleich zur Voruntersuchung unverändert ge-
wesen (IV-act. 216-80/96).

4.13 Am 18. Januar 2016 wurde das AD.________-Gutachten erstattet. Dem-
gemäss wurde die Beschwerdeführerin am 3. August 2015 durch Dr.med. 
T.________ (Orthopädie; Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates), am 12. August 2015 durch Dr.med. U.________ 
(Innere Medizin; Facharzt für Innere Medizin FMH), am 18. August 2015 durch 
Dr.med. V.________ (Neurologie; Facharzt für Neurologie FMH) und am 25. Au-
gust 2015 durch Dr.med. W.________ (Psychiatrie; Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH) untersucht. Die interdisziplinären Diagnosen und zusam-
menfassende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit lauten wie folgt (IV-act. 216-
32f./96):

DIAGNOSEN AUS ALLEN FACHGEBIETEN
Diagnosen mit Relevanz für die AF (Büro-/ Bankangestellte/ 
Gymnastikpädagogin/ Hausfrau)
• Funktionseinschränkung der linken Schulter mit/bei:
 St. n. Implantation einer zementierten inversen Schultertotalendoprothese links 

am 29.10.2013
 St. n. Revision Schulter-TEP links, Glenoidkomponentenausbau und 

Glenoidrekonstruktion mit autologem Beckenkamm von rechts am 13.11.2007
 St. n. Schulter-TEP-Wechsel, Keloid-Exzision, Adhäsiolyse und 

Glenoidrekonstruktion mit autologem Beckenkamm sowie 
Rotatorenmanschettenrekonstruktion am 10.08.2000

 St. n. Implantation einer Schulter-TEP am 02.01.2000 mit postoperativer 
Glenoidlockerung und Humerus-Malposition

 St. n. Arthroskopie und Kapsulotomie am 04.02.1999 bei kapsulärer 
Schultersteife bei posttraumatischer möglicherweise postinfektiöser 
Omarthrose

 St. n. Stabilisationsoperation nach Eden-Lange-Hybinette am 02.07.1998
 St. n. traumatischer Schulterluxation links am 27.12.1997

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

18

• St. n. Neurapraxie N. medianus und N. ulnaris links im distalen 
Handgelenksbereich nach Schulterrevisions-OP 29.10.2013, neurografisch 
restituiert 

• mit möglichem St.n. initialem CRPS Typ II (klinisch kein CRPS mehr 
nachweisbar)

• Mögliches initiales Karpaltunnel-Syndrom links
• Hinweise für mindestens aggravatorisches Verhalten, teilweise negative 

Antwortverzerrung
• Nicht näher bezeichnete Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit 

körperlichen Störungen F59
• leicht akzentuierte Persönlichkeit
• Epicondylitis humeri radialis rechts
• Wiederkehrendes tendomyotisches Zervikodorsolumbalsyndrom
• Knick-Senk-Spreiz-Fuss bds.

ARBEITSFÄHIGKEIT
Beschreibung des positiven und negativen Fähigkeitsprofils / Ressourcen
• Es können von der Versicherten noch leichte körperliche Tätigkeiten 

vollschichtig erbracht werden, soweit die eingeschränkte Beweglichkeit des 
linken Armes der Versicherten mit Einschränkung der Abduktion und der 
Anteversion in der linken Schulter auf 90°, respektive 95° Berücksichtigung 
findet.

• Nicht mehr zumutbar sind hingegen Arbeiten unter Exposition gegenüber 
Nässe, Kälte und Zugluft, länger anhaltende Vibrationsbelastungen am linken 
Arm sind zu vermeiden. Nicht mehr erbracht werden können sämtliche 
Tätigkeiten verbunden mit mittelschwerer und schwerer körperlicher Arbeit für 
den linken Arm. Es sollten schwer handbelastende Tätigkeiten links gemieden 
werden. Die Versicherte ist jedoch genuine Rechtshänderin.

• Vermieden werden sollten Arbeiten unter Akkordbedingungen und an 
Arbeitsstellen mit ungünstigen emotionalen sozialen Bedingungen.

Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit (Büro-/ Bankangestellte/ 
Gymnastikpädagogin/ Hausfrau)
• Als Büroangestellte kann die Versicherte, wenn ihre 

Funktionseinschränkungen betreffend die linke Schulter Berücksichtigung 
finden, ohne Einschränkung von Leistung und Zeitpensum eingesetzt 
werden.

• Als Gymnastikpädagogin kann die Versicherte je nach Jobprofil eingeschränkt 
Einsatz finden, ebenfalls sofern ihre Funktionseinschränkung betreffend die 
linke Schulter und damit den linken Arm Berücksichtigung findet. Hier ist eine 
prozentuale Bezifferung schwierig, hängt sie doch vom jeweiligen Jobprofil ab.

• Für die Tätigkeit der Hausfrau beziffert sich die Einschränkung auf integral 
30% aufgrund der Minderfunktion des linken Armes schulterbedingt.

Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeit
• Eine leidensangepasste Tätigkeit ist aus Sicht aller Gutachter ganztägig ohne 

Leistungsminderung zumutbar.

Retrospektive Bewertung der Arbeitsfähigkeit (angestammte / 
Verweistätigkeit)
• Retrospektiv ist aus neurologischer Sicht lediglich für den Zeitraum von ½ bis 

maximal 1 Jahr eine Beeinträchtigung der Handfunktion links in abnehmendem 

19

Grad anzunehmen, wobei die überwiegend wahrscheinlich auch das in der 
Vergangenheit bestehende auffällige aggravatorische Verhalten eine genauere 
Bewertung der Arbeitsfähigkeit unmöglich macht.

• Die Bewertung der Schmerzsymptomatik, welche letztlich stark 
anamnesebasiert erfolgt, ist angesichts der aktuell zu beobachtenden 
Befundinkonsistenzen (nicht nachweisbaren Medikamentenspiegel zum 
angegebenen Analgetikum, kein beobachtbares Schmerzverhalten trotz 
Angabe hoher Schmerzpegel) stark zu relativieren.

• Es darf angenommen werden dass spätestens mit dem als erfreulich 
bezeichneten Heilungsverlauf bei der Jahreskontrolle vom 31.10.2014 das 
aktuelle Ausmass der Arbeitsfähigkeit erreicht wurde, für ideal angepasste 
Tätigkeit wahrscheinlich schon deutlich früher, wohl schon 3-6 Monate nach 
OP. Hier bestand jedoch auch noch eine Überlagerung durch das 
neurologische Störungsbild.

• In interdisziplinärer Gesamtschau ist eine ideal adaptierte Verweistätigkeit wohl 
zumindest ½ Jahr post-OP als möglich anzunehmen ohne wesentliche 
Einschränkung.

4.14 Gemäss Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.med. I.________vom 18. 
Februar 2016 sei das AD.________-Gutachten nachvollziehbar. Seit 2013 
würden sich bei der Beschwerdeführerin deutliche Hinweise auf eine nicht 
authentische Präsentation in der Untersuchungssituation ergeben. Das 
Gutachten bestätige nun diese Hypothese. Die Beschwerdeführerin aggraviere 
ziemlich ausgeprägt. Spätestens ab November 2014 (12 Monate nach der 
Reoperation der Schulter, 12 Monate = grosszügiger Zeitraum für die 
Rehabilitation) könne vom Wiedererlangen einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit 
ausgegangen werden. Die Operation sei erfolgreich gewesen und habe zu einer 
Verbesserung der Situation an der Schulter (= medizinischer Revisionsgrund 
gegeben) geführt (IV-act. 217-14/14).

4.15 PD Dr.med. X.________ (________ Handchirurgie; AH.________) 
diagnostizierte mit Bericht vom 6. Januar 2016 neu ein leichtgradiges 
Karpaltunnelsyndrom links. In der Beurteilung hielt er fest, dass die KTS-
Komponente wohl minimal sei, so dass im Moment keine Intervention 
vorgeschlagen werden könne. Der Verlauf solle weiter abgewartet werden (IV-
act. 224-6/8).

Im Sprechstundenbericht vom 17. Mai 2016 hielt derselbe die Diagnose einer 
beginnenden STT-Arthrose am Handgelenk links fest. Das MRI zeige "eine 
Arthrose vor allem zwischen Scaphoid und Trapezoideum, weniger des 
Trapeziums, beim ersteren ist der Knorpel fast ganz durchgescheuert, kleine 
zystische und Knochenmarksveränderungen im Scaphoid distal. Pisotriquetral 
normaler Befund." Die Beschwerden schienen vor allem vom STT-Gelenk 

20

auszugehen. Therapeutische Optionen seien Ruhigstellung, massvolle 
Bewegung und Therapieknetmassenapplikation (IV-act. 229-4/10).

4.16 Am 20. Juni 2016 nahm Prof. Dr.med. J.________zum AD.________-
Gutachten wie folgt Stellung (IV-act. 230-3/3):

Bezüglich des orthopädischen Teilgutachtens sind wir mit einzelnen Beurteilungen 
einverstanden. Wir sind jedoch nicht der Meinung, dass nach diesen multiplen 
Operationen der linken Schulter mit erheblicher Funktionsstörung auch in einer 
optimal angepassten Tätigkeit eine 100% Arbeitsleistung möglich ist und dies 
während 8.56 Stunden pro Tag. Die residuellen Beschwerden sind mehr als 
glaubhaft, die substantielle Funktionsstörung ist objektiv nachweisbar und betrifft 
wesentliche Funktionen wie Aussenrotation und Elevation über Kopf. Eine Leistung 
von 80% in einer optimal angepassten Tätigkeit ist wahrscheinlich realistischer.
Die Einschränkung als Gymnastikpädagogin ist wie auch vom Gutachter beurteilt, 
schwierig festzulegen. Dies hängt vom Jobprofil ab und kann von 0 - 80% reichen.
Für die Tätigkeit als Hausfrau sehen wir eine Einschränkung um 50% aufgrund der 
deutlichen Minderfunktion des linken Armes.
Ich kenne diese Patientin seit 1999. Auf Grund der jahrelangen Betreuung und 
Beobachtung, muss ich wesentliche Anteile des Teilgutachtens als tendenziös und 
mit ungerechtfertigten Unterstellungen versehen, zurückweisen. Ich habe diese 
Patientin als lebensbejahende, positive, kaum klagende Patientin erlebt, welche 
sich trotz wesentlichen Einschränkungen stets korrekt und konstruktiv verhalten 
hat und ich habe zu keinem Zeitpunkt eine Aggravation vermutet oder gar 
festgestellt. Die Unterstellung, dass die Indikation der inversen 
Schultertotalprothese in einer vulnerablen Phase einer medicolegalen 
Auseinandersetzung stattgefunden hätte, ist äusserst tendenziös und unqualifiziert. 
Ich halte die zum Teil verletzenden Äusserungen für unqualifiziert und beantrage 
eine neutrale Begutachtung von einer qualifizierten, unabhängigen Partei.

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die im Recht liegenden ein-
schlägigen Berichte betreffend Observation mit Verweis auf das Urteil des EGMR 
vom 18. Oktober 2016 nicht verwendet werden dürfen und aus dem Recht zu 
weisen sind.

5.2 Die Tragweite des EGMR-Urteils für das vorliegende Verfahren braucht 
nicht abschliessend geprüft zu werden, zumal die Ergebnisse der Observation 
vorliegend unerheblich sind.

6. Eine gerichtliche Würdigung des vorliegenden Verlaufs mit den dargelegten 
Unterlagen sowie Sachverhaltsangaben unter Einbezug der Rügen der Be-
schwerdeführerin zeitigt die nachfolgend dargelegten Ergebnisse.

6.1 Rückwirkend wird die Rente nur herabgesetzt oder aufgehoben, wenn die 
unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezü-
ger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbaren 

21

Meldepflicht nicht nachgekommen ist (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_343/2012 
vom 11.10.2012 Erw. 2.2 mit Hinweisen).

6.2 Die IV-Stelle macht vernehmlassend geltend, dass sie infolge Aggravation 
der Beschwerden bis zur MEDAS-Begutachtung fälschlicherweise davon ausge-
gangen sei, dass bei gleichbleibend gesundheitlichen Beschwerden auch nach 
diesem Zeitpunkt noch Anspruch auf eine IV-Rente bestehe. Hätte die Be-
schwerdeführerin die IV-Stelle über die gesundheitliche Verbesserung (seit 
spätestens November 2014) in Kenntnis gesetzt, wäre keine Weiterausrichtung 
der Rente mehr veranlasst worden. Es liege eine Verletzung der Meldepflicht 
i.S.v. Art. 77 IVV bei wiederholter, bis heute anhaltender, bewusster Präsentation 
nicht (jedenfalls nicht in IV-relevantem Ausmass) vorhandener Funktionsbeein-
trächtigungen vor (Vernehmlassung S. 7).

6.3 Das Bundesgericht hat im Urteil 9C_343/2012 vom 11. Oktober 2012 
festgehalten, dass die Meldepflicht nach dem Wortlaut von Art. 77 IVV zwar 
explizit auch eine "wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes" betrifft. 
Diese Bestimmung kann jedoch - auch mit Blick auf Art. 31 Abs. 1 ATSG - in 
guten Treuen nicht so verstanden werden, dass bei unterschiedlicher Auffassung 
über den Gesundheitszustand die versicherte Person verpflichtet wäre, das von 
ihr bestrittene Ergebnis der Begutachtung im Sinne einer Meldung an die 
Verwaltung vorwegzunehmen. Dies gilt jedenfalls, soweit keine Anhaltspunkte für 
eine Ausschöpfung der hinzugewonnenen Arbeitsfähigkeit bestehen (Erw. 4.6; 
diese Beurteilung im zit. Bundesgerichtsurteil erfolgte u.a., obwohl aufgrund des 
vor und zwischen den Untersuchungen gezeigten Verhaltens, des im 
Observations-Video festgehaltenen Zustands, der fehlenden ambulanten 
psychiatrischen Behandlung sowie der fehlenden Nachweisbarkeit der 
behaupteten Einnahme von Antidepressiva im Gutachten keine psychiatrische 
Diagnose gestellt, sondern von einer "weitestgehenden Inszenierung und 
Simulation" ausgegangen wurde).

6.4 Vorliegend ist unbestritten nicht von einer ursprünglich rechtswidrigen 
Rentenzusprache auszugehen. Zu prüfen ist demnach, ob von einer 
Meldepflichtverletzung durch die Beschwerdeführerin auszugehen ist.

Soweit die IV-Stelle vernehmlassend auf die Observationsergebnisse und die 
Haushaltabklärung vom 5. März 2013 verweist (Vernehmlassung S. 6 3. Abs.), ist 
zu berücksichtigen, dass die IV-Stelle die Rente der Beschwerdeführerin im Juni 
2013 aufgrund dieser Ergebnisse sistiert, anschliessend jedoch wegen der 
folgenden Operation vom Oktober 2013 wieder ausgerichtet hat. Der IV-Stelle 
waren diese Umstände somit bekannt, weshalb damit keine 

22

Meldepflichtverletzung durch die Beschwerdeführerin ab Oktober 2014 begründet 
werden kann. Diesem Umstand ist sodann auch bei den nachfolgenden 
Ausführungen zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Rechnung zu 
tragen, wobei nach der Operation im Oktober 2013 eine Änderung des 
Gesundheitszustands, insbesondere eine Problematik hinsichtlich der linken 
Hand erfolgte.

Dem AD.________-Gutachten ist zu entnehmen, dass die von der 
Beschwerdeführerin angegebene ausgeprägte Schmerzsymptomatik und in der 
Folge hohe subjektive Funktionsbeeinträchtigung der Arme aus Sicht der 
Gutachter nicht in der behaupteten Ausprägung, Intensität und 
Unveränderlichkeit nachvollzogen werden könnten. Vielmehr würden sich diverse 
Befundinkonsistenzen ergeben. So spreche gegen eine relevante 
Schmerzsymptomatik, dass trotz Schmerzangabe von VAS 8-9 für den 
Armschmerz links und VAS 8-9 für die epicondylär angegebenen Schmerzen 
rechts, mit 3 x täglicher (an schlechten Tagen sogar 6 Tabletten) Einnahme eines 
Ibuprofen-Präparates sich im Serum der Beschwerdeführerin kein Wirkstoff dazu 
nachweisen lasse. Auch lasse sich kein zu solch hoher Schmerzintensität 
passendes Schmerzausdruckverhalten beobachten. Ebenso auffällig sei das 
teilweise auffällig gezeigte Schonverhalten mit Minderbewegung der linken Hand, 
welche dann aber wiederum bei unbemerkter Beobachtung sich völlig normal mit 
kräftigem Arm- und Handeinsatz darstelle. Für einen Mindereinsatz der linken 
Hand fänden sich auch keinerlei Atrophiezeichen. Auffällig sei auch die 
Schmerzangabe schon bei Berührung im Sinne der Allodynie, anderseits könne 
jegliche Manipulation beim Gaenslen-Handgriff und Zweipunktdiskriminations-
Testung völlig normal durchgeführt werden. Entsprechend würden die oft diffusen 
und wenig konkreten Schmerzangaben auffallen. Auch könnten trotz der 
chronischen Schmerzangaben der Beschwerdeführerin keine physiologischen 
Ausdrucksmuster festgestellt werden. Zudem stehe die Behandlungsaktivität als 
auch die erfragbare Alltagsaktivität in Widerspruch zu diesem beschriebenen 
subjektiv hohen Beeinträchtigungsgrad. In der Gesamtschau dieser 
Inkonsistenzen ergäben sich starke Zweifel an der Verlässlichkeit der 
anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin zu der subjektiv 
angegebenen Intensität und Ausprägung ihrer Schmerzen und 
Beeinträchtigungen. Es liessen sich auch aus psychiatrischer Betrachtung keine 
Diagnosen feststellen, welche dieses Verhalten auf der Grundlage 
krankheitswertiger versicherungspsychiatrischer relevanter Störungen klären 
könnte (IV-act. 216-30/96). Diese Ausführungen sind nachvollziehbar, zumal sich 
aus den Akten bereits früher Hinweise auf ein inkonsistentes Verhalten der 
Beschwerdeführerin ergaben, aufgrund welcher die Rente im Juni 2013 zeitweise 

23

sistiert wurde (was jedoch wie bereits ausgeführt bedeutet, dass die Hinweise auf 
ein inkonsistentes Verhalten der Beschwerdeführerin der IV-Stelle bereits damals 
bekannt waren).

Im konkreten Fall ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass gemäss 
orthopädischer Beurteilung die von der Beschwerdeführerin geschilderte 
Funktionseinschränkung der linken Schulter zumindest teilweise nachvollziehbar 
war (IV-act. 2016-30/96). Dementsprechend wurde bereits im 
Sprechstundenbericht der AH.________ vom 31. Oktober 2014 ein erfreulicher 
Heilungsverlauf ein Jahr nach Implantation einer inversen Schulterprothese ver-
zeichnet. Nach Kenntnis dieses Berichts hat der RAD-Arzt Dr.med. 
I.________insbesondere festgehalten, dass die weiteren Kontrollen abzuwarten 
seien, bis aus neurologischer Sicht ein Endzustand erreicht sei (IV-act. 199-
14/14). Betreffend Schultergürtel kann somit vorliegend nicht eine Meldepflicht-
verletzung durch die Beschwerdeführerin angenommen werden.

Die geltend gemachte Aggravation bzw. Meldepflichtverletzung bezieht sich so-
mit vorliegend hauptsächlich auf die Handproblematik links, welche nach der 
Operation vom Oktober 2013 eintrat. Unbestritten ist vorliegend, dass nach der 
Schulteroperation vom 29. Oktober 2013 eine Neurapraxie des N. medianus und 
N. ulnaris links im distalen Handgelenksbereich diagnostiziert wurde. Im Gutach-
ten werden zudem folgende Diagnosen aufgeführt: „mögliche[r] St.n. initialem 
CRPS Typ II (klinisch kein CRPS mehr nachweisbar); mögliches initiales Karpal-
tunnel-Syndrom links“. Die Handproblematik links ist bzw. war somit unbestritten 
gegeben.

Im neurologischen AD.________-Teilgutachten wird der Verlauf hinsichtlich der 
Problematik der linken Hand (welcher der IV-Stelle von Anfang an bekannt war) 
ausführlich und nachvollziehbar dargelegt (IV-act. 2016-53f./96). Daraus ergibt 
sich u.a., dass es bis im September 2015 jeweils zu einer Verbesserung des Ge-
sundheitszustands der Beschwerdeführerin kam, bzw. dass erst im September 
2015 von einer kompletten Restitution der vormals objektiv bestehenden sensibel 
betonten distalen Schädigungen des N. medianus und N. ulnaris ausgegangen 
werden konnte. Das ergibt sich auch aus der bereits erwähnten Stellungnahme 
des RAD-Arztes vom November 2013, wonach aus neurologischer Sicht ein 
Endzustand noch nicht erreicht war. Bis dahin wurde in den Verlaufsberichten die 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht beurteilt. Zwar ist nachvollziehbar, 
wenn es die AD.________-Gutachter als wenig glaubhaft erachten, dass die Be-
schwerdeführerin trotz kompletter Restitution der erwähnten Schädigungen wei-
terhin von unveränderten Schmerzen oder nur geringfügiger Besserung berichtet. 
Allerdings ist allein aufgrund einer unterschiedlichen Auffassung über den Ge-

24

sundheitszustand bzw. die Verbesserung des Gesundheitszustands sowie die 
Arbeitsfähigkeit (selbst bei einer teilweise erkennbaren Aggravation) nicht von ei-
ner Meldepflichtverletzung ab Oktober 2014 auszugehen, zumal es auch nach 
dem Oktober 2014 jeweils noch zu einer Besserung der Handproblematik links 
gekommen ist (der Zustand im Oktober 2014 somit noch nicht vollständig ausge-
heilt war) und auch im Gutachten noch zusätzlich von einem möglichen Karpal-
tunnel-Syndrom links ausgegangen wird.

Nach dem Gesagten ist Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV daher nicht erfüllt. Eine 
Verbesserung des Gesundheitszustands, welche mangels rentenbegründendem 
IV-Grad die Ausrichtung einer IV-Rente zukünftig ausschliesst, ist von der 
Beschwerdeführerin ab September 2016 anerkannt (vgl. 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4.8.2016 Antrag Ziff. 1). Die Invalidenrente 
ist daher im Sinne vom Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV auf Ende August 2016 
aufzuheben. Nachdem die IV-Stelle ihre Rentenzahlungen ab dem 19. Februar 
2016 sistierte, besteht kein Grund für eine Rückforderung. Im Gegenteil hat sie 
der Beschwerdeführerin die auf den Zeitraum vom 1. März 2016 bis 31. August 
2016 entfallenden Betreffnisse nachzuzahlen.

6.5 Nach dem Gesagten ist an sich nicht näher auf die 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im AD.________-Gutachten einzugehen. Soweit die 
Beschwerdeführerin jedoch im Rahmen der nachfolgenden Ausführungen die 
Schlüssigkeit des AD.________-Gutachtens bestreitet, ist dazu was folgt 
auszuführen. 

Das AD.________-Gutachten ist grundsätzlich nachvollziehbar und schlüssig. Es 
berücksichtigt sämtliche Vorakten, auch wenn nicht zu jedem einzelnen 
Arztbericht ausführlich Stellung genommen wird, sowie die von der 
Beschwerdeführerin geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, 
beruht auf eigenen eingehenden Untersuchungen und ist begründet. Zum Verlauf 
der Schulterproblematik und deren Besserung insbesondere wird ausdrücklich 
Stellung genommen. Trotz den vorstehenden Ausführungen zur 
Meldepflichtverletzung vermögen die Ausführungen der Beschwerdeführerin die 
Schlüssigkeit des AD.________-Gutachtens, insbesondere die Beurteilung der 
aktuellen Arbeitsfähigkeit, nicht in Frage zu stellen (vgl. zudem die Ausführungen 
in Erw. 2.2, wonach aggravatorisches Verhalten keine Rentenleistungen zu 
begründen vermag). Einer abweichenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilung behan-
delnder Ärzte ist nach konstanter Praxis nur ein begrenzter Beweiswert beizu-
messen. Im vorliegenden Fall geht der behandelnde Arzt von einer 80%-igen Ar-
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus, was zu einem rentenausschliessen-
den IV-Grad führen würde. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden Ausführun-

25

gen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 5) verwiesen werden. Soweit die 
Beschwerdeführerin auf den Bericht der AH.________ vom 17. Mai 2016 betref-
fend die beginnende STT-Arthrose am Handgelenk links verweist, ist anzufügen, 
dass sich daraus keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entnehmen lässt. Dass 
die linke Hand nicht unbeschränkt eingesetzt werden kann, wurde sodann im 
AD.________-Gutachten berücksichtigt. Im Fähigkeitsprofil wurde festgehalten, 
dass sämtliche Tätigkeiten verbunden mit mittelschwerer und schwerer körperli-
cher Arbeit für den linken Arm nicht mehr erbracht werden können. Zudem soll-
ten schwer handbelastende Tätigkeiten links gemieden werden. Damit wird auch 
die im Bericht vom 17. Mai 2016 vorgeschlagene massvolle Bewegung 
berücksichtigt. 

Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, eine (von der Beschwerdeführerin 
beantragte) Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vorzunehmen. Wie 
bereits ausgeführt, ist von der Arbeitsfähigkeit und somit auch Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin gemäss AD.________-Gutachten auszugehen.

7.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die IV-Stelle vor Aufhebung 
der Rente Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und durchzuführen hat.

7.2 Nach ständiger Rechtsprechung ist im Regelfall eine medizinisch attestierte 
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der 
Selbsteingliederung verwertbar. Festzuhalten ist aber auch an der 
Rechtsprechung, gemäss welcher nach langjährigem Rentenbezug 
ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer 
medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen 
Leistungsentfaltung entgegenstehen können, wenn aus den Akten einwandfrei 
hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne 
vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein mittels 
Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist 
(Bundesgerichtsurteil 9C_228/2010 vom 26.4.2011 Erw. 3.1.1 m.V.a. 
9C_163/2009 vom 10.9.2010 Erw. 4.2.2 mit Hinweisen). Die Wiedereingliederung 
von Versicherten im fortgeschrittenen Alter oder nach invaliditätsbedingt langjäh-
rigem Fernbleiben von der Arbeitswelt ist oft schwierig. Diesem Umstand Rech-
nung tragend muss sich die Verwaltung - sofern die versicherte Person das 
55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente mehr als 15 Jahre bezogen hat - vor 
der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein 
medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne Weiteres 
in einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür aus-
nahmsweise im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abklärung und/oder die Durch-

26

führung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorausgesetzt ist (Bun-
desgerichtsurteil 9C_752/2013 vom 27.6.2014 Erw. 4.1 m.w.H.).

7.3 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin (________) das 
55. Altersjahr noch nicht erreicht hat. Allerdings wurde ihr mit Wirkung ab 16. De-
zember 1999 eine IV-Rente zugesprochen. Demnach bezieht sie bereits seit 
über 15 Jahren eine IV-Rente. Eine Selbsteingliederung ist somit grundsätzlich 
nicht zumutbar. Es gibt indes Ausnahmen (vgl. Bundesgerichtsurteil 
9C_228/2010 vom 26.4.2011 Erw. 3.5). Die Beschwerdeführerin arbeitete bis im 
Mai 2002 (somit ca. 14 Jahre vor der Rentenaufhebung) zu 50% als Büromitar-
beiterin in D.________ (vgl. Ingress lit. A). Massgebend ist zum einen vorliegend 
die andauernde Abwesenheit vom Arbeitsmarkt in dem zumutbaren Arbeitspen-
sum, welche bei der Beschwerdeführerin bis zum Verfügungszeitpunkt noch kei-
ne 15 Jahre andauerte, zumal sie (neben der Kinderbetreuung) ebenfalls wieder 
eine 50%-ige Arbeitstätigkeit ausüben wird (BGE 141 V 5 Erw. 4.2.1 i.V.m. 139 V 
442 Erw. 5.1). Zum andern kann die Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit 
als Büroangestellte (für welche sie mit ihrer KV-Lehre grundsätzlich auch über 
die nötige Ausbildung verfügt) unter Berücksichtigung der Funktionseinschrän-
kungen betreffend die linke Schulter ohne Einschränkung von Leistung und Zeit-
pensum bzw. insbesondere im Rahmen eines 50% Pensums ohne weiteres wie-
der ausüben (vgl. IV-act. 216-33/96). Des Weiteren lassen sich gemäss 
AD.________-Gutachten im Fähigkeitsprofil der Beschwerdeführerin keine Be-
einträchtigungen der Wissensanwendung, der Problemlösung bei einer sehr gu-
ten intellektuellen Ausstattung und Kompetenz ausmachen. Es besteht auch kei-
ne mangelnde Entscheidungs- und Entschlusskraft. Die Beschwerdeführerin be-
hauptet sich gut und tritt selbstsicher auf. Es besteht keine mangelnde Aufmerk-
samkeitsfokussierung. Sie ist in der Lage, auch komplexe Aufgaben auszu-
führen. Die Beschwerdeführerin verfügt auch über ausreichende soziale Kontakte 
und die Selbstversorgung des häuslichen Lebens ist nicht gestört (IV-act. 216-
27/96). Die Beschwerdeführerin verfügt zudem über ein gepflegtes äusseres Er-
scheinungsbild (IV-act. 216-40/96; vgl. zum Ganzen Bundesgerichtsurteil 
9C_68/2011 vom 16.5.2011 Erw. 3.3). Im Unterschied zum, von der Beschwer-
deführerin erwähnten, Bundesgerichtsurteil 9C_254/2011 vom 15. November 
2011 (wonach die jahrelange Abwesenheit vom erlernten kaufmännischen Tätig-
keitsfeld einen Wiedereinstieg in das sich stark veränderte Arbeitsumfeld ohne 
Drittunterstützung im Sinne von beruflicher Eingliederungshilfe verunmögliche) 
verfügt die Beschwerdeführer nach ihrem KV-Abschluss über eine mindestens 
13-jährige Berufserfahrung (IV-act. 53-13/47) und hat noch während dem Ren-
tenbezug eine Bürotätigkeit ausgeübt, während die Versicherte im zitierten Bun-
desgerichtsurteil die kaufmännische Tätigkeit nach ihrem Abschluss und ca. 8 

27

Jahre vor dem 15-jährigen Rentenbezug nie ausgeübt hat (vgl. zit. Bundesge-
richtsurteil Erw. 7.2).

Vorliegend ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin genügend 
gewandt ist, dass ihr eine Selbsteingliederung trotz langjährigem Rentenbezug 
zumutbar ist. Eine über die Arbeitsvermittlung durch das Regionale Arbeitsver-
mittlungszentrum (RAV) hinausgehende Notwendigkeit an medizinisch-
rehabilitativen sowie beruflichen Massnahmen ist nicht ersichtlich. Massgebend 
ist zudem einzig die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf 
dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Dass die Stellenbemühungen 
der Beschwerdeführerin bislang erfolglos geblieben sind, ist daher nicht 
entscheidend (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_584/2015 vom 15.4.1016 Erw. 7).

8.1 Zu prüfen ist nachfolgend schliesslich der von der Beschwerdeführerin gel-
tend gemachte Anspruch auf Nachzahlung der im Zeitraum vom 1. Juli bis 
30. September 2013 sistierten Rente (vgl. vorstehende Erw. 1.4.1).

8.2 Die IV-Stelle macht vernehmlassend geltend, dass bis zum Operationszeit-
punkt im Oktober 2013 keine Beschwerden (mehr) objektiviert werden konnten, 
die sich auf die angestammte Tätigkeit im Bürobereich auswirkten bzw. über eine 
Einschränkung in körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeiten hinausge-
hen. Dazu stützt sie sich auf die Observationsergebnisse sowie weitere Hinweise 
auf aggravatorisches Verhalten.

8.3 In vorstehender Erwägung 1.4.4 wurde bereits ausgeführt, dass der Haus-
haltbericht vom März 2013 und die Observationsergebnisse zur Sistierung der 
Rente im Juni 2013 führten, für sich alleine, d.h. ohne ärztliche Beurteilung, je-
doch noch keine sichere Basis für eine definitive Aufhebung der IV-Rente bilde-
ten. Soweit die IV-Stelle vernehmlassend darauf verweist, lässt sich damit die 
Rentenaufhebung nicht begründen. Dementsprechend hat die IV-Stelle ansch-
liessend ein orthopädisches Konsilium sowie eine neuropsychiatrische Untersu-
chung vorgesehen, welche beide aufgrund der Operation im Oktober 2013 nicht 
durchgeführt werden konnten. Eine ärztliche Beurteilung des Gesundheitszu-
stands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Ren-
tensistierung vom Juli bis September 2013 und vor der Operation im Oktober 
2013 ist demnach nicht erfolgt. 

Im orthopädischen AD.________-Teilgutachten wurde das MEDAS-Gutachten 
vom Oktober 2012, welches seit 2004 von einer Abnahme der Beweglichkeit des 
linken Schultergelenks ausging, als umfassend, plausibel und nachvollziehbar 
beurteilt. Die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin, insbesondere 
mit Blick auf die linke Schulter, habe sich seither deutlich geändert bzw. verbes-

28

sert (vgl. IV-act. 216-45/96). Aus orthopädischer Sicht wird somit der schlechtere 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vor der Operation im Oktober 2013 
und somit die OP-Indikation, im Gegensatz zum neurologischen AD.________-
Teilgutachten, trotz Kenntnis der Observationsergebnisse und Hinweisen auf Ag-
gravation nicht in Frage gestellt. Dazu ist anzufügen, dass die Operation vom Ok-
tober 2013 bereits im Dezember 2008 diskutiert wurde (vgl. vorstehende Erw. 
4.3.1). Eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin und den Observationsergebnissen erfolgte im Übrigen 
nicht. Auch das neurologische AD.________-Teilgutachten setzt sich nicht 
rechtsgenüglich mit dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeit-
punkt der Rentensistierung auseinander. Die Hinweise auf Aggravation sowie die 
Ausführungen im AD.________-Gutachten, welche sich vielmehr auf den Unter-
suchungszeitpunkt beziehen, genügen vorliegend nicht, um im besagten Zeit-
raum von einem beschwerdefreien Gesundheitszustand und einer vollen Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen und somit die Rente definitiv ein-
zustellen.

Nach dem Gesagten hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin die Rente für den 
Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2013 nachzuzahlen.

9. Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen und 
die angefochtene Verfügung vom 19. Juli 2016 entsprechend abzuändern, als die 
Rente per 31. August 2016 aufgehoben wird. Die Beschwerdeführerin hat zudem 
Anspruch auf eine ganze IV-Rente im Zeitraum vom 1. Juli 2013 bis 30. Septem-
ber 2013. Die damals vorsorglich sistierte Rente ist der Beschwerdeführerin so-
mit nachzuzahlen. Soweit die Verfügung vom 19. Juli 2016 zu Unrecht ausgerich-
tete Rentenleistungen zurückfordert, ist sie aufzuheben. Ebenso ist die Verfü-
gung vom 23. Februar 2017 betreffend Rückerstattungsforderung unrechtmässig 
bezogener Leistungen der IV aufzuheben. Im Übrigen wird die Beschwerde ab-
gewiesen.

10.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zu 
4/5 der Vorinstanz und zu 1/5 der Beschwerdeführerin auferlegt. Dies wird zah-
lungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den von der Beschwerde-
führerin bereits bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und die Vor-
instanz ihren Verfahrenskostenanteil dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-
rin zu bezahlen hat.

10.2 Soweit die Beschwerdeführerin obsiegt, hat sie Anspruch auf eine reduzier-
te Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz.

29

Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für Rechtsan-
wälte (GebT; SRSZ 280.411) abzustellen, welcher für das Honorar in Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vorsieht. Nach § 2 GebT ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, 
ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem not-
wendigen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte 
ist die reduzierte, von der Vorinstanz zu bezahlende Parteientschädigung ermes-
sensweise auf Fr. 2'000.-- festzulegen.

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen insoweit teilweise gutge-
heissen und die zugrunde liegende Verfügung der IV-Stelle vom 19. Juli 
2016 dahingehend abgeändert, als die Rente per 31. August 2016 aufge-
hoben wird. Der Beschwerdeführerin ist zudem die vorsorglich sistierte 
Rente ab 1. März 2016 bis 31. August 2016 sowie für den Zeitraum vom 
1. Juli 2013 bis 30. September 2013 nachzuzahlen. Soweit die Verfügung 
vom 19. Juli 2016 zu Unrecht ausgerichtete Rentenleistungen zurückfor-
dert, wird sie aufgehoben. Ebenso wird die Verfügung vom 23. Februar 
2017 betreffend Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen der 
IV aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
zu 4/5 (Fr. 400.--) und der Beschwerdeführerin zu 1/5 (Fr. 100.--) auferlegt. 
Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den 
von der Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss einbehält und die 
IV-Stelle ihren Verfahrenskostenanteil von Fr. 400.-- innert 30 Tagen seit 
Zustellung dieses Entscheids dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
zu bezahlen hat. 

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz für das Teilobsie-
gen im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

31

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Juni 2017

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I