# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3599c137-56e7-57a2-945c-275b25b2df88
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2008 D-6491/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6491-2008_2008-10-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6491/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren _______, Nigeria,
vertreten durch Elio G. Baumann, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 2. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6491/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 21. April 2008 im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum des BFM in X._______ ein Asylgesuch einreichte, 

dass  er  am 2. Juni  2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum des 
BFM in Y._______ summarisch zu seinem Reiseweg und den Gründen 
für sein Asylgesuch befragt wurde, 

dass er ferner am 4. Juli 2008 von der Kantonspolizei Z._______ kurz 
zu den Umständen und Gründen für seine Reise in die Schweiz be-
fragt wurde, und zwar in Zusammenhang mit einem Verfahren betref-
fend  Widerhandlung  gegen  das  Bundesgesetz  vom  16.  Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

dass schliesslich am 29. August 2008 in Bern-Wabern die einlässliche 
Anhörung zu den Gesuchsgründen durch das BFM stattfand, 

dass der  Beschwerdeführer  angab,  er  stamme aus dem Delta State 
und  er  sei  in  einem  Waisenhaus  aufgewachsen,  welches  er  jedoch 
wegen schlechter Behandlung im Jahre 2004 verlassen habe,

dass er sich in der Folge auf einem Markt mit  diversen Hilfsarbeiten 
über Wasser gehalten habe, ferner als Buskondukteur oder Lastenträ-
ger  tätig  gewesen  sei,  bis  er  im  Februar  2008  eine  Lehrstelle  als 
Schweisser habe antreten können, 

dass der Beschwerdeführer als Grund für seine Ausreise aus Nigeria 
die Verwicklung in eine Auseinandersetzung mit  Todesfolge anführte, 
respektive  sinngemäss  die  Furcht  vor  einer  Verhaftung  geltend 
machte, 

dass am 24. März 2008 sechs Steuereintreiber  bei  seinem Chef er-
schienen  seien,  worauf  ein  Streit  entbrannt  sei,  der  in  Handgreif-
lichkeiten  ausgeartet  habe,  an  welchen  er  sich  auf  Seitens  seines 
Chefs mit einer Holzlatte beteiligt habe, 

dass sein Chef im Verlauf der Handgreiflichkeiten einen der Steuerein-
treiber mit einer Eisenstange geschlagen habe, worauf dieser auf ei-
nen Schweissapparat gestürzt sei und dadurch einen tödlichen Strom-
schlag erlitten habe, 

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dass der Beschwerdeführer seine Aussagen dahingehend ergänzte, er 
selber sei durch seine Beteiligung an den Handgreiflichkeiten direkt in 
den Tod des Steuereintreibers verwickelt gewesen, 

dass der Beschwerdeführer in der Folge – nachdem sein Chef sofort 
die Flucht ergriffen habe – zu einem Geschäftskollegen seines Chefs 
geflohen sei,  welcher ihm gesagt habe, dass er nicht in der Gegend 
bleiben könne respektive nicht in die Werkstatt zurückkehren solle,

dass ihm in der Folge seine alten Kollegen vom Markt geholfen hätten, 
mit einem Lastwagen nach Lagos zu gelangen, 

dass er in Lagos einen Mann kennengelernt habe, mit dessen Hilfe er 
heimlich ein Schiff habe besteigen können, mit welchem er zu einem 
ihm unbekannten Hafen gelangt sei, 

dass er an diesem Ort eine weisse Frau kennengelernt habe, welche 
ihn in ihrem Auto in die Schweiz mitgenommen habe, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung durch die Kan-
tonspolizei  angab, er  habe seine Heimat verlassen,  weil  er  dort  von 
der Polizei gesucht werde, da sein Freund während Schweissarbeiten 
in dessen Werkstatt umgebracht worden sei (act. A5, S. 3 oben), 

dass er im Rahmen der einlässlichen Anhörung von diesen Angaben 
Abstand nahm (vgl. act. A12, F. 92-94), 

dass der  Beschwerdeführer  –  welcher  keine Identitätspapiere  vorge-
legt hat – anlässlich der Gesuchseinreichung auf Frage hin angab, er 
habe noch nie einen Pass oder eine Identitätskarte besessen und er 
verfüge über keinerlei Dokumente, respektive er habe im Waisenhaus 
einen Schülerausweis gehabt und möglicherweise liege dort auch ein 
Geburtsschein vor (act. A1, Ziff. 13 f.),

dass er  im Rahmen der  einlässlichen Anhörung ausführte,  er  kenne 
den Namen seiner Eltern nicht und trage – wie alle Kinder von dort – 
den Nachnamen der „Mutter“ seines Waisenhauses (act. A12, S. 3 f., 
insb. F. 17), 

dass  er  ferner  vorbrachte,  ein  Geburtsschein  existiere  nicht  und  er 
habe keine Möglichkeiten, mit dem Waisenhaus respektive seiner Hei-
mat Kontakt aufzunehmen (vgl. act. A12, F. 50 ff.), 

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  2.  Oktober  2008  – eröffnet  am 
7. Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass das BFM dabei zur Begründung seines Entscheides zur Hauptsa-
che ausführte, der Beschwerdeführer habe nach der Einreichung sei-
nes Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist von 48 Stunden kei-
ne Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er vermöge für das Feh-
len von Papieren im Original  keine entschuldbaren Gründe glaubhaft 
zu  machen,  die  Flüchtlingseigenschaft  erfülle  er  nicht,  da  er  keine 
asylrelevante Verfolgung, sondern bloss Angst vor legitimen strafrecht-
lichen Konsequenzen geltend mache, und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, 

dass das BFM darüber hinaus festhielt, betreffend die Glaubhaftigkeit 
der Gesuchsvorbringen beständen ohnehin Zweifel, da der Beschwer-
deführer  anlässlich der  polizeilichen Befragung vom 4. Juli  2008 die 
Gründe  für  sein  Asylgesuch  anders  geschildert  habe,  als  anlässlich 
der Anhörung vom 29. August 2008, 

dass das BFM im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zu-
mutbar und möglich erkannte, 

dass der Beschwerdeführer – handelnd durch seinen Rechtsvertreter – 
am  14. Oktober 2008  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erhob, 

dass  er  in  seiner  Eingabe  namentlich  beantragte,  es  sei  ihm  der 
Flüchtlingsstatus zu gewähren (1), eventualiter sei ihm eine vorläufige 
Aufnahme zu gewähren zwecks Beschaffung rechtsgenüglicher Identi-
tätspapiere (2), subeventualiter sei die Wegweisung zu annullieren be-
ziehungsweise auszusetzen (3), 

dass er  in  seiner Beschwerdebegründung geltend machte,  entgegen 
den Erwägungen des BFM wäre er im Falle einer Rückkehr in seine 
Heimat  aufgrund  der  Vorkommnisse  im  März  2008  sehr  wohl  der 
Gefahr  der Verfolgung ausgesetzt  und müsse riskieren,  an Leib und 
Leben schaden zu nehmen, 

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dass er ferner anführte, er sei ein junger Mann, der sich noch nie in ei-
ner nur annähernd vergleichbaren Situation befunden habe, weshalb 
allfällige Widersprüche und Ungenauigkeiten auch unter Berücksichti-
gung dieses Aspekts zu berücksichtigen seien, 

dass er im Weiteren den vorinstanzlichen Erwägungen betreffend die 
Nichtnachvollziehbarkeit  seiner  Angaben  zu  den  Umständen  seiner 
Reise einen Verweis auf die beispielsweise in Lampedusa zu beobach-
tenden Ströme von Menschen aus Afrika ohne Papiere entgegen hielt, 

dass er  sinngemäss das Nachreichen von Identitätspapieren in Aus-
sicht stellte, indem sein Rechtsvertreter geltend machte, er habe den 
Beschwerdeführer  angewiesen,  sich  diesbezüglich  mit  seiner  Bot-
schaft in Verbindung zu setzen, 

dass er schliesslich vorbrachte, entgegen der Ansicht der Vorinstanz, 
wonach die politische Situation in Nigeria eine Rückkehr erlaube, sprä-
chen  die  Medien  eine  ganz  andere  Sprache,  mithin  das  Land  wirt-
schaftlich unterentwickelt, ethnisch und religiös zerrissen, korrupt und 
undemokratisch sei, 

dass er vor diesem Hintergrund im Falle einer Rückkehr nach Nigeria 
gefährdet  und  einem  unerträglichen  psychischen  Druck  ausgesetzt 
wäre, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  entscheidet 
(Art. 105  AsylG i.V.m. Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG 
und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of-
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG), 

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass demnach im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mittei-
lungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass indes beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2  Bst. a 
AsylG – auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt – immer-
hin die Besonderheit besteht, dass das BFM das offenkundige Nichter-
füllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das of-
fenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurtei-
len hat (vgl. dazu nachfolgend), weshalb insoweit auch die Flüchtlings-
eigenschaft  Prozessgegenstand bildet,  soweit  dies im Rahmen einer 
summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  dazu  BVGE  2007/8,  insb. 
E. 2.1 S. 73 und E. 5.6.5 f. S. 90 f.),

dass hinsichtlich  der  Frage der  Wegweisung und deren Vollzugs die 
Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  be-
schränkt ist, weil sich das BFM diesbezüglich auch materiell zur Sache 
zu äussern hatte,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 

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48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den nach Einreichung seines Asylgesuches keine Papiere eingereicht 
hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, 

dass daran auch das sinngemässe in Aussicht stellen der Beschaffung 
und  Nachreichung  von  Identitätspapieren  nichts  zu  ändern  vermag 
(vgl. dazu EMARK 1999 Nr. 16 E. 5), 

dass das BFM in seinen Erwägungen – auf welche anstelle einer Wie-
derholung zu verweisen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – zutreffend zum 
Schluss  gelangt,  dass  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Fehlen 
von Identitätspapieren (im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG) ge-
geben sind, 

dass  die  Ausführungen  des Beschwerdeführers  über  seine  Ausreise 
aus Nigeria  ohne jegliche Papiere – angeblich mit  Hilfe eines unbe-
kannten Mannes auf dem Seeweg nach Europa und anschliessend mit 
Hilfe einer unbekannten weissen Frau in deren Auto bis in die Schweiz 
– als unsubstanziiert, realitätsfremd und insgesamt haltlos zu bezeich-
nen sind, 

dass ferner die Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend die 
angebliche Nicht-Beschaffbarkeit von Identitätspapieren aufgrund der 
Akten als blosse Schutzbehauptung zu erkennen ist, 

dass  in  diesem  Zusammenhang  vorab  die  Ausführungen  zum  Auf-
wachsen in einem Kinderheim, wo angeblich alle Kinder den Namen 
der Heimleiterin tragen, als nicht nachvollziehbar zu bezeichnen sind, 

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dass ferner darauf hinzuweisen ist, dass die Angaben des Beschwer-
deführers zu seiner angeblichen Herkunft klare Widersprüche aufwei-
sen, machte er doch anlässlich der Kurzbefragung eine Herkunft aus 
der Ortschaft  Aladja  geltend (act. A1,  Ziff. 1  und 3),  wogegen er im 
Rahmen der  einlässlichen  Anhörung  eine  Herkunft  aus  der  60  Kilo-
meter entfernten Stadt Warri behauptete (act. A12, F. 5), 

dass der Beschwerdeführer im Weiteren – wie vom BFM im Resultat 
zu Recht erkannt – die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht erfüllt, 

dass vom BFM diesbezüglich zu Recht  festgestellt  wurde,  dass kein 
flüchtlingsrechtlich relevanter Sachverhalt geltend gemacht wird, wenn 
sich der Beschwerdeführer auf eine Verwicklung in eine gemeinrecht-
liches Delikt respektive seine Furcht vor einer Verhaftung aus diesem 
Grund beruft, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  ausserdem  – wie  auch 
vom BFM mit hinreichender Deutlichkeit angesprochen – als offenkun-
dig unglaubhaft zu erkennen sind, 

dass die Ausführungen auf Beschwerdeebene betreffend die Unerfah-
renheit und Jugendlichkeit des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, 
die  klaren Widersprüche und  erheblichen  Ungereimtheiten  in  seinen 
Sachverhaltsschilderungen zu entkräften, 

dass die  Schilderungen des Beschwerdeführers zwar  viele und zum 
Teil sehr farbige Elemente aufweisen, seine Vorbringen zu den angeb-
lich ausreiserelevanten Ereignissen jedoch als deutlich überzogen zu 
erkennen sind (so soll einer der Steuereintreiber gegen den Chef des 
Beschwerdeführers  sofort  einen Zauber  eingesetzt  habe,  worauf  der 
Streit ausgebrochen sei [act. A12, F. 42]), 

dass der Beschwerdeführer zudem im Verlauf der Befragungen seinen 
Anteil  an  den  angeblich  ausreiserelevanten  Ereignissen  zu  steigern 
und seine Vorbringen anzupassen versuchte (vgl. act. A12, ab F. 66), 

dass  der  Beschwerdeführer  schliesslich  einen  weiteren  Widerspruch 
schafft, wenn er die angebliche Auseinandersetzung mit Steuereintrei-
bern anlässlich der Kurzbefragung in einer Ortschaft namens Efron an-
siedelt (act. A1, Ziff. 3 und 15), wogegen er im Rahmen der einlässli-
chen Anhörung ausführt,  diese habe sich in Okere – also einem der 
Stadtbezirke von Warri – ereignet (act. A12, F. 56), 

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dass  vor  diesem  Hintergrund  –  sowie  unter  Berücksichtigung,  dass 
sich die Schilderungen zu den Umständen der Ausreise in einer Reihe 
von plakativen Elementen erschöpft – von insgesamt konstruierten Ge-
suchsvorbringen auszugehen ist, 

dass  diesen  Erwägungen  gemäss  die  Flüchtlingseigenschaft  offen-
sichtlich nicht gegeben ist und aufgrund der Akten auch keine Notwen-
digkeit  zur Vornahme von weiteren Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
besteht (im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass bei dieser Sachlage der Nichteintretensentscheid in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG im Resultat zu bestätigen ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer 
– abgesehen vom bisherigen Asylbewerberstatus – über keine Aufent-
haltsbewilligung verfügt und auch keinen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem 
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine vor-
läufige Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat,  wenn der Vollzug 
der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu erken-
nen ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
[AuG, SR 142.20]), 

dass aufgrund der Akten im Falle des Beschwerdeführers keine Grün-
de ersichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM 
angeordneten Vollzug der Wegweisung sprechen,  mithin von der Zu-
lässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
auszugehen ist (vgl. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer keine Hinweise auf Verfolgung darzulegen vermochte 
und auch keine glaubhaften Anhaltspunkte für eine menschenrechts-
widrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind,

dass ferner von der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges auszu-
gehen ist, da im Falle des Beschwerdeführers – gemäss den Akten ein 

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junger  gesunder  Mann,  welcher  bereits  diversen  Beschäftigungen 
nachgegangen ist und eigenen Angaben zufolge während Jahren selb-
ständig ein Auskommen fand – keine individuellen Vollzugshindernisse 
zu erblicken sind, 

dass alleine die allgemeine Lage im Nigeria – entgegen den anders 
lautenden Beschwerdevorbringen – nicht gegen den Wegweisungsvoll-
zug spricht, 

dass schliesslich auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs 
auszugehen ist, 

dass  unter  diesen  Umständen  die  Anordnung  einer  vorläufigen  Auf-
nahme ausser Betracht fällt, womit der Wegweisungsvollzug zu Recht 
angeordnet wurde, 

dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich un-
begründet abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen sind  (vgl. Art. 63  Abs. 1  VwVG 
sowie  Art. 2  und 3 des Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- _______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: 

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