# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9eab49e-32c7-5a13-a900-fbb3b42700c4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.12.2018 IV 2016/279
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-279_2018-12-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/279

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 14.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2018
Dem seit mehr als 20 Jahren als selbständigerwerbender 
Versicherungsmakler tätigen Versicherten ist (bei verbliebener 
Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie adaptierter Tätigkeit von 50%) der 
Wechsel in eine unselbständige Tätigkeit nicht zumutbar. Mangels 
Möglichkeit der zuverlässigen Schätzung von Valideneinkommen sowie 
Invalideneinkommen ist ein Betätigungsvergleich vorzunehmen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2018, 
IV 2016/279).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz),

Marie Löhrer und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/279

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Schilter, LL.M.,

Herrengasse 3, Postfach 17, 6431 Schwyz,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ ist seit 1. April 1989 im eigenen Einzelunternehmen als selbständig 

erwerbender Versicherungsmakler tätig. Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere die 

Brokertätigkeit und das Erstellen von Gesamtversicherungskonzepten für KMUs (IV-

act. 93).

A.b  Vom 12. Februar bis 8. April 2014 liess sich der Versicherte in der Reha Klinik 

B.___ stationär behandeln. Im Austrittsbericht vom 28. April 2014 wird festgehalten, 

dass der Versicherte unter anderem an einer mittelgradigen depressiven Episode bei 

psychophysischem Erschöpfungszustand leide. Ab 15. April 2014 sei ein schrittweiser 

Wiedereinstieg mit 50% Pensum möglich (IV-act. 39).

A.c  Am 16. Mai 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf psychische 

Beeinträchtigungen (Depression, Burnout) zum Bezug von IV-Leistungen an. Die 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien seit 10. Dezember 2013 ärztlich bestätigt 

(IV-act. 1).

A.d  Der Versicherte befand sich vom 23. Juli bis 5. September 2014 in der Klinik C.___ 

in stationärer suchttherapeutischer Behandlung. Die Ärzte stellten unter anderem die 

Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode, sowie ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in 

beschützender Umgebung (IV-act. 52).

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A.e  Der behandelnde Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), Dr. med. 

D.___, diagnostizierte am 6. Dezember 2014 beim Versicherten eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine Alkoholabhängigkeit, 

gegenwärtig abstinent. Die psychiatrische Erkrankung bestehe seit ca. 2007. In der 

bisherigen Tätigkeit als Versicherungsmakler sei der Versicherte zu etwa 50% 

arbeitsfähig (IV-act. 42).

A.f  Im zuhanden des Lebensversicherers erstellten psychiatrischen Gutachten vom 12. 

Mai 2015 stellte Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), unter 

anderem die Diagnose einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

(ICD-10: F 43.21), gegenwärtig depressive Symptomatik in leichtem Ausmass. Der 

Versicherte sei in der bisherigen Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig. Für ideal adaptierte 

Tätigkeiten, z.B. für eine ausschliessliche Bürotätigkeit, wäre er zu 100% arbeitsfähig 

(Fremdakten, act. 2).

A.g  Am 5. Mai und 8. Oktober 2015 attestierte Dr. D.___ dem Versicherten einen 

stationären Gesundheitszustand (IV-act. 53 und 59).

A.h  Vom 1. Juni bis 30. Juni 2015 liess sich der Versicherte in der Privatklinik F.___ 

behandeln. Auch hier wurde unter anderem eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, diagnostiziert (IV-act. 67).

A.i Am 29. Februar 2016 führte die IV-Stelle im Betrieb des Versicherten eine Abklärung 

durch. Die IV-Stelle ermittelte gestützt auf den Betätigungsvergleich einen 

Invaliditätsgrad von 50% und gestützt auf den Einkommensvergleich von 20%. Sie 

erachtete Letzteren als massgeblich (IV-act. 93).

A.j Mit Vorbescheid vom 23. Mai 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 20% in Aussicht (IV-

act. 96). Am 7. Juli 2016 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid (IV-act. 

97)

B. 

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B.a  Gegen diese Verfügung erhebt der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter am 

25. August 2016 Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Er 

beantragt, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin, 

die Aufhebung der Verfügung vom 7. Juli 2016 und die Zusprache einer mindestens 

halben Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Mai 2013. Eventualiter sei die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung seines Anspruchs auf eine Invalidenrente 

gemäss dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren zurückzuweisen. Es wird 

geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer bereits seit der Operation des 

Speiseröhrenkrebses im Januar 2008 in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt 

gewesen sei. Der Beratungs- und Provisionsertrag sowie das Einkommen habe sich 

trotz der Einstellung eines Mitarbeiters seitdem reduziert. Er erhalte aus seiner 

Vermittlungstätigkeit weiterhin Courtagen von Versicherern, weshalb er immer noch 

Umsätze generiere, auch wenn seine Leistungsfähigkeit gesundheitlich beeinträchtigt 

sei. Der Versicherungsmaklermarkt sei durch konjunkturelle Schwankungen geprägt. 

Eine verlässliche Ausscheidung der invaliditätsfremden Einkommensanteile sei daher 

nicht möglich, weshalb der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers gestützt auf einen 

ausserordentlichen Betätigungsvergleich zu bestimmen sei. Für den Fall, dass die 

Bemessung des Invaliditätsgrades des Beschwerdeführers wider Erwarten anhand 

eines Einkommensvergleichs vorzunehmen sei, sei zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin beim hypothetischen Valideneinkommen auf das 

durchschnittliche Jahreseinkommen in den Jahren 2010 bis 2012 abgestellt habe, 

obwohl der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum bereits gesundheitlich eingeschränkt 

gewesen sei. Bei der Bemessung des Valideneinkommens sei auf den 

Durchschnittsverdienst der Jahre 2003 bis 2007 abzustellen. Des Weiteren moniert der 

Beschwerdeführer, dass sich die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung des 

Anspruchs auf eine Invalidenrente auf eine ungenügende Grundlage stütze. Die 

Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, eigene Abklärungen hinsichtlich seiner 

Gesundheitsbeeinträchtigung anzustellen und stelle auf ein von seiner privaten 

Lebensversicherung, der G.___, in Auftrag gegebenes Fremdgutachten ab. Das 

Gutachten sei im vorliegenden IV-Verfahren nicht verwertbar, da bei dessen Erstellung 

sein rechtliches Gehör nicht gewahrt worden sei. Das Gutachten weise ausserdem 

Schwachstellen auf, was auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) in seiner 

Stellungnahme vom 4. August 2015 bestätigt habe (act. G 1).

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B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, dass es bei Selbständigerwerbenden 

nichts Aussergewöhnliches sei, dass gewisse Bestandteile des Erwerbseinkommens 

unabhängig von aktuell verrichteten Tätigkeiten anfallen würden. Weil der 

Beschwerdeführer seine selbständige Erwerbstätigkeit seit 1989 ausübe, sei dieser 

Effekt seit längerem in seinen Erwerbseinkommen enthalten, so dass allein der 

Umstand nicht gegen einen Einkommensvergleich spreche, zumal die geltend 

gemachten Courtagen unstrittig zum Einkommen gehören würden. Die 

Abklärungsperson habe in ihrer Stellungnahme vom 10. Oktober 2016 zu Recht 

festgehalten, dass die Betriebsverhältnisse des Beschwerdeführers überschaubar 

seien und das Betriebseinkommen seit dem Ausscheiden des einzigen Mitarbeiters per 

Ende 2015 sogar ausschliesslich durch ihn generiert werde. Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers sei es nicht möglich, seinen Invaliditätsgrad gestützt auf einen 

Betätigungsvergleich zu bestimmen. Die Auswirkungen der kognitiven 

Einschränkungen des Beschwerdeführers auf seinen Betrieb aufgrund seiner 

Depression bzw. Anpassungsstörung könnten mittels einer betrieblichen Abklärung 

nicht zuverlässig erfasst werden. Die Beschwerdegegnerin habe deshalb den 

Invaliditätsgrad zu Recht gestützt auf den Einkommensvergleich bestimmt. Des 

Weiteren hält die Beschwerdegegnerin fest, dass nicht durch echtzeitliche 

medizinische Berichte belegt sei, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Operation 

des Speiseröhrenkrebses im Januar 2008 in seiner Leistungsfähigkeit über eine längere 

Zeitperiode beeinträchtigt gewesen sei (act. G 4).

B.c  Am 2. November 2016 reicht der Rechtsvertreter die Replik ein (act. G 6). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

B.d  Mit Schreiben vom 14. März 2017 reicht der Rechtsvertreter zwei medizinische 

Berichte vom 10. November 2016 und vom 12. Januar 2017 nach. Für den Fall, dass 

das Versicherungsgericht wider Erwarten bei der Berechnung des IV-Grades für das 

Valideneinkommen nicht auf das Einkommen vor Ende 2007 abstellen sollte, werde ein 

Gerichtsgutachten zu den gesundheitlichen Einschränkungen seit Ende 2007 und 

deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bzw. das Einkommen beantragt (act. G 9).

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B.e  Das Versicherungsgericht leitet am 16. März 2017 die Eingabe des 

Rechtsvertreters samt Beilagen (Arztbericht der neuropsychologischen Untersuchung 

vom 10. November 2016 und der Abschlussbericht der Klinik H.___ vom 12. Januar 

2017) zur Kenntnisnahme an die Beschwerdegegnerin (act. G 10).

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG 

besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf 

eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente.

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1.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das 

gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und 

das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2. 

In einem ersten Schritt ist die Frage zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt 

rechtsgenüglich abgeklärt worden ist und die Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie 

adaptierter Tätigkeit bestimmt werden kann.

2.1  Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht, die Beschwerdegegnerin 

hätte unter Umgehung der in Art. 44 ATSG garantierten Verfahrensrechte auf das vom 

Lebensversicherer eingeholte psychiatrische Gutachten abgestellt. Der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung verlangt eine umfassende, inhaltsbezogene, verantwortliche 

und der behördlichen Begründungspflicht genügende Prüfung aller Beweismittel 

unabhängig von ihrer Herkunft und ohne Bindung an förmliche Beweisregeln. 

Praxisgemäss spricht auch ein im Auftrag eines Lebensversicherers erstelltes 

Gutachten nicht gegen dessen Beweiswert im Verfahren betreffend Prüfung eines 

Rentenanspruchs nach IVG. Der Beschwerdeführer hatte im Vorbescheidverfahren 

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Gelegenheit, stichhaltige Einwendungen gegen das fragliche Gutachten zu erheben. 

Soweit er eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend macht, legt 

er nicht dar, worin diese bestehen soll. Weder formulierte er in Bezug auf das 

beanstandete Gutachten konkrete Ergänzungsfragen, welche dem Experten hätten 

gestellt werden müssen, noch bringt er im Einzelnen personenbezogene Einwände 

gegen den Gutachter vor. Es finden sich mithin keine Gründe, welche gegen die 

Beweistauglichkeit dieses Fremdgutachtens sprechen. Den vom Lebensversicherer 

nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten kommt der Beweiswert 

versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (Urteil des Bundesgerichts vom 1. 

Juli 2016, 8C_71/2016, E.5.3; unter anderem mit Hinweis auf Urteil 8C_486/2015 vom 

30. November 2015 E. 4.1.3).

2.2 

2.2.1  In der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen vom 16. Mai 2014 gab der 

Beschwerdeführer an, dass er an Depression (Burnout) leide. Die gesundheitliche 

Beeinträchtigung sei ärztlich seit 10. Dezember 2013 bestätigt (IV-act. 1). Der Hausarzt 

Dr. med. I.___, FA innere Medizin, attestierte dem Beschwerdeführer aufgrund seiner 

Untersuchung am 7. Januar 2014 eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50% vom 10. 

Dezember 2013 bis 4. Februar 2014 bzw. bis und mit 11. Februar 2014 

(Arbeitsunfähigkeitszeugnis, IV-act. 2). Im ärztlichen Zeugnis für die Zürich Schweiz, 

Leistungen Personenversicherungen, vom 9. Januar 2014 führte Dr. I.___ unter der 

Diagnose eine reaktive Depression an (IV-act. 17). Vom 12. Februar bis 8. April 2014 

hielt sich der Beschwerdeführer stationär in der Reha Klinik B.___ auf. Die 

behandelnden Ärzte diagnostizierten beim Beschwerdeführer unter anderem eine 

mittelgradige depressive Episode (F32.1) bei psychophysischem Erschöpfungszustand 

(Z73.0). Der Beschwerdeführer sei wegen Krankheit vom 12. Februar bis 13. April 2014 

zu 100% arbeitsunfähig. Ein schrittweiser Wiedereinstieg mit 50% Pensum sei ab dem 

14. April 2014 möglich (IV-act. 2, 3 und 17). Im Arztbericht vom 25. Juni 2014 hält Dr. 

D.___ fest, dass der Beschwerdeführer erstmalig bei ihm im November 2011 wegen 

Depression behandelt worden sei. Der Beschwerdeführer neige zum Dissimulieren 

seiner depressiven Symptomatik. Als Diagnose gab Dr. D.___ an, dass der 

Beschwerdeführer an rezidivierender Depression, gegenwärtig mittelgradige Episode 

(F33.11), sowie psychophysischem Erschöpfungszustand (Z73.0) leide (IV-act. 23). Die 

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Ärzte der Klinik C.___, in welcher sich der Beschwerdeführer während sechs Wochen 

(23. Juli bis 5. September 2014) in stationärer suchttherapeutischer Behandlung 

befand, stellten ebenfalls die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, 

gegenwärtig abstinent (IV-act. 52). Auch Dr. I.___ notierte im Arztbericht vom 6. 

November 2014, dass beim Beschwerdeführer eine mittelgradige Depression bei 

psychopsychologischer (gemeint wohl: psychophysischer) Erschöpfung vorliege (IV-

act. 39). Dr. D.___ vermerkte am 6. Dezember 2014 im Arztbericht eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine Alkoholabhängigkeit, 

gegenwärtig abstinent. Zudem hielt Dr. D.___ fest, dass die psychiatrische Erkrankung 

seit ca. 2007 bestehe (IV-act. 42). Am 5. Mai und 8. Oktober 2015 attestierte Dr. D.___ 

dem Beschwerdeführer einen stationären Gesundheitszustand (IV-act. 53 und 59). Am 

1. Juni 2015 begab sich der Beschwerdeführer in eine vierwöchige stationäre 

Behandlung in die Klink F.___. Auch hier stellten die behandelnden Ärzte die Diagnose 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (vgl. 

Schlussbericht vom 17. September 2014, IV-act. 67). Während des Klinikaufenthaltes 

war er zu 100% arbeitsunfähig, vom 1. Juli bis 15. Juli 2015 zu 75% (IV-act. 60).

2.2.2  Dr. E.___ stellte im psychiatrischen Gutachten vom 12. Mai 2015 unter anderem 

die Diagnose einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F 

43.21), gegenwärtig depressive Symptomatik in leichtem Ausmass. Die 

therapeutischen Massnahmen hätten eine weitere Verschlechterung des psychischen 

Zustandes verhindern können und hätten anlässlich der Exploration vom 28. April 2015 

sogar zu einer Linderung der depressiven Symptome geführt. Der Beschwerdeführer 

habe anlässlich der Exploration leichte depressive Symptome mit leichten bis 

mittelschweren Einschränkungen der psychokognitiven Funktionen, insbesondere der 

allgemeinen psychischen Ausdauer bzw. der Durchhaltefähigkeit sowie eingeschränkte 

geistige Flexibilität aufgewiesen (act. G 4.2/2). In der bisherigen Tätigkeit sei er zu 50% 

arbeitsfähig seit dem 10. Dezember 2013. Während der stationären Behandlungen sei 

er intermittierend zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Für ideal adaptierte Tätigkeiten, 

z.B. für eine ausschliessliche Büroarbeit, wäre der Beschwerdeführer zu 100% 

arbeitsfähig, für Tätigkeiten im Aussendienst zu 50%. Gegenwärtig seien Tätigkeiten 

mit sehr hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit und geistige Flexibilität 

(Aussendienst-Tätigkeit) sowie Nachtarbeit nicht zu empfehlen (act. G4.2-9f.).

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2.2.3  Sowohl der behandelnde Arzt Dr. D.___ als auch die Ärzte der Klinik C.___, der 

Reha Klinik B.___ und der Privatklinik F.___ stellten die gleichen Diagnosen, welche 

sich auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken, nämlich eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.11), sowie eine Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.20). 

Lediglich Dr. E.___ stellte am 28. April 2015 die Diagnose einer Anpassungsstörung mit 

längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.21), gegenwärtig depressive Symptomatik 

in leichtem Ausmass. Die RAD-Ärztin legt in ihrer Stellungnahme vom 4. August 2015 

dar, dass sich im psychiatrischen Fremdgutachten der G.___ Schwachstellen finden 

würden. Eine Ungenauigkeit bestehe darin, dass die von Dr. E.___ per Testung 

erhobene, mittelgradig beeinträchtigende Angststörung in der Diagnosediskussion 

nicht erwähnt werde. Ein weiterer Angriffspunkt finde sich in der nicht als 

abschliessend zu übernehmenden Diagnose von Dr. E.___, es handle sich um eine 

leichtere und prognostisch günstigere "Anpassungsstörung". Nach nun zweijähriger 

depressiver Symptomatik zeige sich dies nicht bestätigt (IV-act. 63). Unabhängig von 

der Diagnosestellung wurde dem Beschwerdeführer jedoch für die bisherige Tätigkeit 

übereinstimmend eine Arbeitsfähigkeit von 50%, bestehend seit dem 10. Dezember 

2013, attestiert, jeweils unterbrochen durch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 

während der stationären Aufenthalte (vgl. act. G4.2.2-10, Ziff. 8.6).

2.2.4  Während der Gutachter Dr. E.___ noch eine weitere Besserung des 

Gesundheitszustandes für möglich hielt und somit von einer vollen Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit ab dem 1. Juli 2015 ausging (act. 

G4.2.2-10, Ziff. 8.1), zeigt der folgende Verlauf, dass keine langanhaltende Besserung 

eintrat bzw. dass es bei einer ungefähr 50%-igen Arbeitsfähigkeit für die angestammte 

sowie adaptierte Tätigkeiten des Beschwerdeführers bleibt. So wurde der 

Beschwerdeführer vom 1. bis 30. Juni 2015 stationär in der Klinik F.___ behandelt 

(Austrittsbericht vom 15. Juli 2015, act. 67) und Dr. D.___ hielt im Verlaufsbericht vom 

8. Oktober 2015 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Lauf des Mai 

2015 fest und attestierte nach der Entlassung aus der Klinik eine Arbeitsunfähigkeit von 

70% bis Ende September 2015 und anschliessend wieder eine solche von 50% (IV-act. 

69). Der RAD hielt die Angaben des Behandlers für plausibel und attestierte dem 

Beschwerdeführer für die langjährig angestammte Tätigkeit durchschnittlich eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund des generell reduzierten Antriebes, 

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Verlangsamung, kognitiver Einschränkungen sowie daraus resultierend eines 

erschwerten Kundenkontakts. Die nahezu lebenslange, routinierte Tätigkeit als 

selbständiger Versicherungsmakler müsse als weitgehend adaptiert gelten. Einzig die 

nötige Kundenakquisition sei bei depressiver Störung, auch wenn durchführbar, so 

doch sicher weniger erfolgreich aufgrund fehlender Überzeugungskraft. In diesem 

Teilbereich der gegenwärtigen Tätigkeit bestehe demnach eine höhere Einschränkung 

als 50%. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit müsse angenommen werden, dass in 

einer anderen, neuen Tätigkeit im Angestelltenverhältnis ohne Kundenakquisition auch 

keine höhere Arbeitsfähigkeit als 50% zu erwarten wäre, wegen der beschriebenen, auf 

niedrigem Niveau schwankenden Belastungsfähigkeit, die bei Selbständigkeit je nach 

Tagesverfassung ideal verwertet werden könne. Es müsste, bei der bekannten 

Vorgeschichte, sogar mit erneuter völliger Dekompensation gerechnet werden, sollte 

der Beschwerdeführer auf seine bisherige Tätigkeit verzichten müssen, da das 

Selbstbild, die Identifikation als Selbständigerwerbender und damit das 

Selbstwertgefühl wegbrechen würden (nachdem schon die anderen Selbstwert 

stützenden Parameter verloren gegangen seien: Gesundheit, Erfolg, Beziehung zu 

Ehefrau und Kindern; RAD-Stellungnahme vom 15. Oktober 2015, IV-act. 70). Der RAD 

und somit die Beschwerdegegnerin haben damit keineswegs die optimistischere 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E.___ für massgebend erachtet, sondern die 

nachfolgende Entwicklung des Gesundheitszustandes berücksichtigt und die 

Arbeitsfähigkeit zudem in Einklang mit den Angaben von Dr. D.___ festgelegt. Somit ist 

die Würdigung des Gutachtens E.___ korrekt erfolgt und nicht zu beanstanden. Es ist 

somit von einer seit dem 10. Dezember 2013 bestehenden 50%igen Arbeitsunfähigkeit 

für die angestammte sowie für adaptierte Tätigkeiten auszugehen. Während den 

stationären Behandlungen, die alle nicht länger als wenige Wochen dauerten, war die 

Arbeitsfähigkeit jeweils vollständig aufgehoben.

2.2.5  Mit Schreiben vom 14. März 2017 reichte der Beschwerdeführer durch seinen 

Rechtsvertreter weitere medizinische Unterlagen vom 10. November 2016 und vom 12. 

Januar 2017 ein. Der Rechtsvertreter führte aus, dass sich der Beschwerdeführer 

aufgrund von zwei Unfallereignissen im Verkehr zur Abklärung ins Spital J.___ begeben 

habe. Anlässlich dieser Abklärungen habe festgestellt werden können, dass er seit 

2008 an einer leichten bis mittelschweren kognitiven Störung mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit leide. In der Beurteilung im Abschlussbericht der Klinik H.___ seien 

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anticholinerge Nebenwirkungen der Medikation beschrieben worden (act. G 9). Am 31. 

Oktober 2016 liess sich der Beschwerdeführer neuropsychologisch untersuchen. 

K.___, M. Sc. Neuropsychologe und die Leitende Ärztin der Neurologie, PD Dr.med. 

L.___, kamen zum Schluss, dass aus neuropsychologischer Sicht die 

testpsychologischen Befunde in Kombination mit dem klinischen Eindruck und den 

anamnestischen Angaben - mit erhaltener Selbständigkeit im Alltag - einer leichten 

neurokognitiven Störung (DSM-5: Mild Neurocognitive Disorder) entsprechen würden. 

Zur Erweiterung der Diagnostik wurde am 6. Dezember 2016 beim Psychiater Dr. med. 

M.___ eine Untersuchung durchgeführt. Er diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine 

leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung sowie eine depressive Störung, 

gegenwärtig eine leichte bis mittelschwere depressive Symptomatik. Aufgrund der 

mittelgradigen neuropsychologischen Störung bestehe aus neuropsychiatrischer Sicht 

eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. G 9.1 und 9.2).

2.3  Diesen weiteren Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die 

Alkoholabstinenz offenbar für rund ein Jahr im 2014/2015 eingehalten hat und seit Mai 

2016 unter Antabus wieder eine Abstinenz einhält. Weiter attestieren die Behandler aus 

psychiatrischer/neuropsychologischer Sicht ebenfalls eine Arbeitsunfähigkeit von 50%, 

was mit der zuvor dargelegten Arbeitsunfähigkeit korreliert, zumal diese durch 

dieselben Beeinträchtigungen hervorgerufen wird. Der Beschwerdeführer macht 

gestützt auf diese medizinischen Akten geltend, dass seine (neurologischen) 

Einschränkungen bereits seit dem 2008 bestünden und bereits damals Auswirkungen 

auf seine Arbeitsfähigkeit bzw. sein Einkommen gehabt hätten. Dabei ist jedoch zu 

beachten, dass die neuropsychologische/neuropsychiatrische Untersuchung vom 31. 

Oktober sowie vom 6. Dezember 2016 keine Schlüsse auf den Gesundheitszustand im 

Jahr 2008 zulassen. In beiden Berichten wird wiedergegeben, dass der 

Beschwerdeführer über eine subjektive Kognitionsstörung seit 2008 berichte (act. G.

9.1-1 und G.9.2-2). Dabei handelt es sich um eigenanamnestische Angaben. Wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht festhält, fehlt es an echtzeitlichen medizinischen 

Unterlagen, die eine Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers 

seit 2008 bis 2013 erlauben würden. Demnach ist auch von weiteren Abklärungen für 

diesen Zeitraum kein Aufschluss zu erwarten. Wie bereits vorab (E.2.2.5) festgestellt, ist 

von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie adaptierter Tätigkeit 

auszugehen.

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3. 

3.1  Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung folgt aus der 

sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht, dass es einer versicherten 

Person grundsätzlich - ohne Gewährung einer Anpassungsfrist - zumutbar ist, eine 

unselbstständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sofern damit eine wesentlich bessere 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit erreicht werden kann; das heisst, sie hat sich im 

Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen zu lassen, die sie bei 

Aufnahme einer leidensangepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit in zumutbarer 

Weise verdienen könnte. Bei der Frage der Zumutbarkeit einer Aufgabe der 

selbständigen Erwerbstätigkeit sind praxisgemäss die gesamten subjektiven und 

objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen 

bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren 

persönlichen Verhältnisse, wie das Alter, die berufliche Stellung und die Verwurzelung 

am Wohnort. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. November 2015, 8C_492/2015, E. 2.2 mit weiteren 

Hinweisen). Bei den Anforderungen, welche unter dem Titel der Schadenminderung an 

die versicherte Person gestellt werden, darf sich die Verwaltung nicht einseitig vom 

öffentlichen Interesse an einer sparsamen und wirtschaftlichen Versicherungspraxis 

leiten lassen, sondern sie hat auch die grundrechtlich geschützten 

Betätigungsmöglichkeiten der leistungsansprechenden Person in ihrer 

Lebensgestaltung angemessen zu berücksichtigen. Welchem Interesse der Vorrang 

zukommt, kann nicht generell entschieden werden. Als Richtschnur gilt, dass die 

Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, 

wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft 

insbesondere zu, wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren 

Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juli 2009, 

8C_459/2009, E. 4.3.1).

3.2  Der Beschwerdeführer arbeitet als selbständig erwerbender Versicherungsmakler. 

Er erklärte bereits zu Beginn telefonisch gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass er 

weiterhin als selbständiger Versicherungsmakler tätig bleiben wolle und keine 

beruflichen Massnahmen wünsche (IV-act. 8-3). Dementsprechend teilte die 

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Beschwerdegegnerin am 23. Mai 2014 mit, dass keine beruflichen Massnahmen 

angezeigt seien und das entsprechende Verfahren abgeschlossen werde (IV-act. 11).

3.3  Mit der RAD-Ärztin ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit seinen 

gesundheitlichen Einschränkungen und den daraus resultierenden Adaptionskriterien 

bezüglich zumutbarer Tätigkeit seine restliche Arbeitsfähigkeit tatsächlich in seinem 

angestammten Tätigkeitsgebiet am besten verwerten kann und dieses entsprechend 

damit auch als ideal adaptiert anzusehen ist. Es ist zudem nicht davon auszugehen, 

dass er als Angestellter bei einer Leistung von 50% ein höheres Einkommen würde 

erzielen können. Als unselbständiger Versicherungsmakler hätte der Beschwerdeführer 

im Jahr 2012 (letztes Jahr vor Beginn der ärztlich bescheinigten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen) bei voller Arbeitsfähigkeit ein Jahreseinkommen von 12 x Fr. 

13'256.-- = Fr. 159'072.-- erzielen können (vgl. PH. MÜHLHÄUSER, Lohnbuch 2012, 

Hrsg.: Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, S. 380 [mit Finanz- und 

Versicherungsdienstleistungen verbundene Tätigkeiten], Führungskräfte, 50-65 Jahre). 

Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung beliefe sich das Einkommen für 

das Jahr 2014 auf Fr. 161'398.-- (Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung, 

Tabelle T39, Indices Männer 2012: 2188; 2014: 2220) bzw. bei einer Arbeitsfähigkeit 

von 50% auf Fr. 80'699.--. Selbst wenn der Beschwerdeführer im Jahr 2012 eine nicht 

besonders qualifizierte kaufmännische Tätigkeit mit einem Rendement von 100% hätte 

ausführen können, hätte sich das entsprechende Einkommen als unselbständig 

Erwerbender auf lediglich Fr. 86'515.-- belaufen (PH. MÜHLHÄUSER, a.a.O., S. 370, 

Stufe C, 55 - 59 Jahre, 13 x Fr. 6'655.--) bzw. bei Berücksichtigung einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit hätte es Fr. 43'258.-- betragen und wäre unter dem tatsächlichen 

Jahreseinkommen 2014/2015 aus selbständiger Tätigkeit gelegen. Die Erfolgsrechnung 

ergab nämlich für das Jahr 2014 einen Gewinn von Fr. 80'650.-- und für das Jahr 2015 

von Fr. 79'771.-- (IV-act. 92). Zum Durchschnitt der beiden Jahreseinkommen von Fr. 

80'650.-- und Fr. 79'771.-- sind die AHV-Beiträge von 9,7% hinzuzurechnen, womit der 

Beschwerdeführer als selbständig Erwerbstätiger in den Jahren 2014 und 2015 

durchschnittlich ein Einkommen von 87'991.-- erzielte.

3.4  Solange sich das Einkommen des Beschwerdeführers aus seiner selbständigen 

Tätigkeit nicht erheblich verringert, ist er nicht gehalten, diese aufgrund seiner 

Schadenminderungspflicht aufzugeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 

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2013, 8C_873/2012, E.5, wonach ein Stellenwechsel nicht verlangt werden kann, wenn 

das mögliche Einkommen aus einer Verweisungstätigkeit deutlich unter dem mit der 

Restarbeitsfähigkeit im angestammten Beruf erzielbaren Einkommen liegt). Einer 

solchen Entwicklung wäre im Rahmen einer erwerblichen Revision Rechnung zu 

tragen. Sodann würde gemäss der Einschätzung der RAD-Psychiaterin ein 

erzwungener Wechsel mit einer massgeblichen gesundheitlichen Verschlechterung 

einhergehen. Zudem war der Beschwerdeführer praktisch sein ganzes Berufsleben lang 

als selbständiger Versicherungsmakler tätig, und dies sehr erfolgreich. Selbst in 

Anbetracht der verbleibenden Aktivitätsdauer im Zeitpunkt der letzten RAD-

Stellungnahme vom Oktober 2015 von immerhin etwas mehr als 7 ½ Jahren ist dem 

Beschwerdeführer der Wechsel in ein Angestelltenverhältnis nicht mehr zumutbar. 

Demnach ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin als 

selbständiger Versicherungsmakler tätig sein wird.

4. 

In einem nächsten Schritt ist zu beurteilen, welche Bemessungsmethode für die 

Ermittlung des massgebenden IV-Grades vorliegend zur Anwendung gelangt und der 

IV-Grad dementsprechend zu ermitteln.

4.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, der Invaliditätsgrad sei nach der Methode 

des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zu ermitteln. Zum einen sei eine 

verlässliche Ausscheidung der Einkommensanteile nicht möglich und zum anderen 

würden die Geschäftsergebnisse erheblichen Schwankungen unterliegen. Für den Fall, 

dass der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleichs ermittelt werde, sei zu 

beachten, dass die gesundheitlichen Probleme Ende 2007 bereits eingetreten seien 

und das nachfolgende Einkommen bereits aus gesundheitlichen Gründen reduziert 

gewesen sei. Gemäss dem Durchschnittsverdienst der Jahre 2003 bis 2007 von Fr. 

171'020.-- entspreche die Einkommenseinbusse gegenüber den Durchschnittszahlen 

der Jahre 2014 und 2015 von Fr. 87'991.-- in etwa 50%, was mit der Einschränkung 

gemäss Betätigungsvergleich übereinstimme.

4.2  Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad in der Regel aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

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versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum Erwerbseinkommen gesetzt, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an 

die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen 

und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der 

verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen 

(ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1 mit Hinweisen sowie E.

2). Die Rechtsprechung sieht somit für selbständig wie für unselbständig Erwerbende 

für die Invaliditätsbemessung primär einen Einkommens- oder Prozentvergleich vor, 

und erst wenn diese Bemessungsmethoden nicht möglich sind, gelangt das 

ausserordentliche Bemessungsverfahren zur Anwendung. Die Bemessung der 

Invalidität von Personen, die eine Erwerbstätigkeit ausüben, hat also wenn immer 

möglich durch die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. Juli 2016, 9C_812/2015, E. 4). Wo jedoch eine zuverlässige 

Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen direkt nicht möglich ist - eventuell 

aufgrund der wirtschaftlichen Lage -, wird der Invaliditätsgrad nach dem 

ausserordentlichen Bemessungsverfahren ermittelt (BGE 128 V 29; I 230/04; AHI-Praxis 

1998 S. 119 und 251).

4.3  Die Beschwerdegegnerin ermittelte 2016 den Invaliditätsgrad mittels 

Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG, wobei sie die Einkünfte sämtlicher 

geschäftlicher Tätigkeiten des Beschwerdeführers in den Jahren 2010 bis 2012 als 

Valideneinkommen Fr. 110'000.-- bzw. in den Jahren 2014 und 2015 ein 

Invalideneinkommen von Fr. 87'991.-berücksichtigte. Der Beschwerdeführer habe vor 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung in den Jahren 2010 bis 2012 ein 

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durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 110'000.-- erzielen können. In den Jahren 

2014 und 2015 sei es ihm mit Einschränkungen möglich gewesen, ein 

Jahreseinkommen von Fr. 87'991.-- zu erzielen. Die Erwerbseinbusse betrage somit Fr. 

22'009.--. Die Beschwerdegegnerin errechnete daraus einen Invaliditätsgrad von 20% 

(vgl. Verfügung vom 7. Juli 2016, IV-act. 97).

4.4  Gemäss IK-Auszug präsentieren sich die AHV-pflichtigen Einkommen wie folgt: zu 

Beginn der selbständigen Erwerbstätigkeit waren die Einkommen niedrig und wuchsen 

seit Mitte der neunziger Jahre über Fr. 60'000.-- auf Fr. 90'000.-- an. Im Jahr 2000 

stieg das Einkommen auf Fr. 143'200.--, 2001 sogar auf Fr. 241'300.--. Anschliessend 

schwankte es von 2002 bis 2007 um Fr. 160'000.-- bis Fr. 180'000.-- und sank im Jahr 

2008 auf Fr. 115'300.--. Bis zum Jahr 2012 lag es durchschnittlich etwas über Fr. 

100'000.-- (IV-act. 18). Für das Jahr 2013 betrug das AHV-pflichtige Einkommen 

gemäss Buchhaltungsunterlagen noch Fr. 74'600.-- (reines Betriebseinkommen Fr. 

67'438.--). Für die Jahre 2014 und 2015 erwartete der Beschwerdeführer einen 

weiteren Rückgang, wobei die reinen Betriebseinkommen gemäss 

Buchhaltungsunterlagen für das Jahr 2014 Fr. 80'650.-- sowie 2015 Fr. 79'771.-- 

betrugen (IV-act. 93-5 und 92).

4.5  Nicht geklärt ist, wie es sich mit der Arbeitsunfähigkeit seit 2007 verhielt und ob 

diese bereits Auswirkungen auf das erwirtschaftete Einkommen hatte bzw. inwieweit 

der Einkommensrückgang in den Jahren 2008 und 2009 auf 

invalidenversicherungsrechtlich relevante Faktoren zurückzuführen ist. Nachdem der 

Beschwerdeführer im Betrieb mit der Hilfe seiner Ehefrau und der Anstellung eines 

Mitarbeiters Umstellungen vorgenommen hat, sich in der Versicherungsbranche 

allgemein Veränderungen ergeben haben, er angab, früher jeweils 150% gearbeitet zu 

haben, anschliessend die Eheprobleme, der Umzug des Geschäfts dazu kamen und 

sich das Alkoholproblem verschärft hatte und nicht zuletzt die Einnahmen 

branchenspezifisch teilweise mit einer Verzögerung und teilweise nachträglich während 

einiger Zeit generiert werden konnten, lässt sich das hypothetische Valideneinkommen 

weder berechnen, hochrechnen noch aufgrund von Durchschnittswerten vernünftig 

schätzen (vgl. dazu Entscheid des Versicherungsgerichts vom 2. März 2018, IV 2016/4, 

E. 2.2, mit Verweis auf RALPH JÖHL, Die Invaliditätsbemessung bei selbständig 

Erwerbstätigen in der IV, in: JaSo 2014, S. 159 ff.). Überdies bildet auch das erzielte 

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Invalideneinkommen nicht direkt die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab. 

Zum einen erzielt er nach wie vor aus früheren Geschäften Einnahmen, lässt sich 

teilweise unterstützen und sind massgebliche konjunkturelle Schwankungen ebenso 

wenig auszuschliessen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die Aufträge früher 

regelmässig über bestehende Beziehungen generieren konnte und in dieser Hinsicht 

keinen Aufwand betreiben musste. Es kann daher nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ohne 

Eintritt des invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens weiterhin 

Einkommen in der Höhe von Fr. 170'000.-- bis über Fr. 200'000.-- erzielt hätte. Das 

Valideneinkommen lässt sich somit nicht nach dem tatsächlichen 

Vorinvaliditätseinkommen bemessen (vgl. U. MEYER/M. REICHMUTH, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich 

2014, Art. 28a, Rz 51, mit Verweisen auf die Rechtsprechung). Auf das tatsächliche 

Invalideneinkommen der Jahre 2014/2015 kann nicht abgestellt werden, nachdem die 

erforderliche Stabilität fehlt (BGE 129 V 472, E. 4.2.1, mit weiteren Verweisen; Urteil 

vom 25. November 2016, 9C_532/2016, E. 4.1.1). Unter Berücksichtigung der 

Einkommenszahlen, der Organisation des Betriebes, der Natur des Betriebes, der 

Entwicklung des Gesundheitszustandes und der zugrundezulegenden Arbeitsfähigkeit 

für angestammte sowie adaptierte Tätigkeiten greift der von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Einkommensvergleich, der das Valideneinkommen ausschliesslich 

nach den Einkommen der Jahre 2010 bis 2012 bemisst, in mehrfacher Hinsicht zu kurz 

und ist der Invaliditätsgrad folglich mit einem Betätigungsvergleich zu bestimmen.

4.6  Der Beschwerdeführer ist gemäss den medizinischen Akten aufgrund seines 

generell reduzierten Antriebs, der Verlangsamung, seiner kognitiven Einschränkung 

sowie aufgrund des erschwerten Kundenkontaktes in seiner Arbeitsfähigkeit zu 50% 

eingeschränkt (IV-act. 70; vgl. E. 2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin führte am 29. 

Februar 2016 im Betrieb des Beschwerdeführers eine Abklärung durch. Die IV-

Abklärungsperson hielt im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 24. März 

2016 fest, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt der Einschränkung 45 bis 50 Stunden 

pro Woche in seinem Betrieb arbeitete. Zudem beschäftigte er bis Dezember 2015 

einen Mitarbeiter, der vier Tage (32 Stunden pro Woche) im Back-Office tätig war. Die 

Ehefrau habe den Beschwerdeführer bis 2013 im Betrieb unterstützt. Sie sei für das 

Archiv zuständig (sortieren, ordnen etc.) und in einem Pensum von 40% angestellt 

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gewesen. Nach Eintritt der Einschränkung und dem Ausscheiden der beiden 

Mitarbeitenden habe der Beschwerdeführer administrative Unterstützung bei der N.___ 

GmbH eingekauft, wofür 10% der Courtage in Abzug gehen würden (IV-act. 93). Weiter 

führt die IV-Abklärungsperson aus, dass der Beschwerdeführer mehr oder weniger eine 

volle Präsenz habe, bei reduzierter Leistung. Diese beschränke sich auf die Betreuung 

und Pflege der bestehenden Kundschaft. Die Akquisition von Neukunden sei nicht 

mehr vorhanden, weil die Empfehlungen und Vermittlungen durch die Treuhandbüros 

ausbleiben würden. Dies hänge offensichtlich mit seinen Ausfällen und Abwesenheiten 

während der letzten Jahre zusammen. Der Beschwerdeführer gab an, dass die 

Umsätze 2014 und 2015 die bestehenden und laufenden Mandate reflektieren würden. 

Die Abgänge seien nicht mehr mit Neumandaten kompensiert worden. Dies müsste 

sich in Zukunft wieder ändern. Er rechne für das 2015 nochmals mit ca. Fr. 30'000.-- 

weniger Umsatz als 2014. Aktuell habe er keine Lohnkosten, doch würden 10% der 

Courtagen an den Auftragnehmer N.___ gehen. Unbestritten sei auch der 

Versicherungsmarkt härter und umkämpfter geworden, mit finanziellen Konsequenzen 

an der Front (IV-act. 93-5). Weiter gab er anlässlich der Abklärung vor Ort an, er sei 

verlangsamt in der Arbeit, es fehle nach wie vor an Energie, an Antrieb und an 

Konzentrationsfähigkeit. Seine Tätigkeit beschränke sich momentan auf das Verwalten 

der Mandate. Der jeweils grosse Aufwand mit Neukunden, d.h. diverse Offerten 

einholen, Berechnungen und Bedürfnisse abklären, sei aktuell nicht gegeben. Er 

verrichte nun auch Arbeiten, welche vorgängig durch die Angestellten erledigt worden 

seien. Einen Teil davon habe er an die N.___ delegiert. Der Tätigkeitsbereich des 

Aussendienstes beinhalte die Pflege der Kundschaft, Besprechungen, Evaluationen der 

Bedürfnisse und Risiken, welche versicherungsmässig abzudecken seien (IV-act. 93). 

Im Abklärungsbericht wurde der Anteil Betriebsführung, Administration, Post, Büro auf 

der Grundlage der getätigten Abklärungen auf 30% veranschlagt und die 

Einschränkung in Kenntnis der medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung auf 20% 

festgelegt und im Anteil Aussendienst von 70% eine Einschränkung von 55-60% 

ermittelt. Somit ergab sich für die Betriebsführung eine anteilige Arbeitsfähigkeit von 

24%, während für den Aussendienst eine anteilige Arbeitsfähigkeit von 30% verblieb. 

Gesamthaft wurde eine Arbeitsfähigkeit von 54% ermittelt und eine Einschränkung von 

"ca. 50%" angegeben (IV-act. 93-6).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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4.7  Mit einem Betätigungsvergleich wird die mutmassliche invaliditätsbedingte 

Erwerbseinbusse in der vorliegenden Konstellation am besten abgebildet. In 

Anbetracht der medizinischen Sachlage sowie der Ergebnisse der Abklärungen sowie 

der Tatsache, dass der Beschwerdeführer insbesondere bei der Akquise sowie den 

Kundenkontakten - welche für einen Versicherungsmakler von grosser Bedeutung sind 

- stark eingeschränkt ist, ist es sachgerecht, von einer gesamthaften Einschränkung 

von 50% auszugehen. Da der Beschwerdeführer ausserdem nach wie vor in derselben 

Branche tätig ist und die verschiedenen Tätigkeiten Betriebsführung, Administration, 

Post- und Bürotätigkeit sowie Aussendienst allesamt die Tätigkeit des 

Versicherungsmaklers bilden und sich in seinem Lohn niederschlagen, ist es vorliegend 

zudem angezeigt, einen reinen Betätigungsvergleich (also ohne anschliessenden 

Einkommensvergleich für die einzelnen Aufgaben bzw. erwerbliche Gewichtung) bzw. 

einen Prozentvergleich vorzunehmen. Somit entspricht die ermittelte Einschränkung 

dem IV-Grad. Dieses Ergebnis des Betätigungsvergleichs entspricht im Übrigen auch 

jenem eines Einkommensvergleichs: Da auf das tatsächliche Validen- und 

Invalideneinkommen nicht abgestellt werden kann (vgl. E. 5.7), wären bei einem 

Einkommensvergleich sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen aufgrund 

des Tabellenlohns als Versicherungsmakler zu bemessen (Urteil vom 4. Februar 2015, 

9C_888/2014, E. 2). Aufgrund der medizintheoretischen Arbeitsunfähigkeit von 50% 

resultierte ein mit dem Ergebnis des Betätigungsvergleichs übereinstimmender 

Invaliditätsgrad in dieser Höhe.

4.8  Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist seit dem 10. Dezember 2013 im 

Umfang von mindestens 50% eingeschränkt und das Wartejahr folglich am 10. 

Dezember 2014 abgelaufen. Die IV-Anmeldung erfolgte am 16. Mai 2014. Der 

Beschwerdeführer hat in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG 

ab dem 1. Dezember 2014 Anspruch auf eine halbe Rente der IV.

5. 

5.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 7. Juli 2016 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2014 eine halbe 

Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die 

Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.

5.3  Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 7. Juli 2016 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2014 eine halbe 

Rente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die 

Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2018
	Dem seit mehr als 20 Jahren als selbständigerwerbender Versicherungsmakler tätigen Versicherten ist (bei verbliebener Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie adaptierter Tätigkeit von 50%) der Wechsel in eine unselbständige Tätigkeit nicht zumutbar. Mangels Möglichkeit der zuverlässigen Schätzung von Valideneinkommen sowie Invalideneinkommen ist ein Betätigungsvergleich vorzunehmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2018, IV 2016/279).

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