# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4660b947-7eee-5aa1-b651-4300145c919f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 26.05.2015 SB140570
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140570_2015-05-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140570-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Vorsitzender, Oberrichterin  

lic. iur. L. Chitvanni und Ersatzoberrichterin lic. iur. I. Erb  

sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Grieder 

 
Urteil vom 26. Mai 2015 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
 

betreffend  
einfache Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, Einzelgericht,  
vom 1. September 2014 (GG140008) 

 

-  2  - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 7. April 

2015 ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

– der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziffer 1 in Verbindung 

mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB; 

– des Vergehens gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a 

WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu 

Fr. 60.– (entsprechend Fr. 6'600.–) sowie einer Busse von Fr. 800.–. 

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

13. März 2014 beschlagnahmte Schlagwaffe Nunchaku, Marke unbekannt, 

Holzgriffe 32cm, orange/schwarz/weiss bebändert, wird eingezogen und der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

 

-  3  - 

6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 

aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig 

ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruchs 

wird der Privatkläger 1 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von 

Fr. 4'226.15 zu bezahlen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1 eine Genugtuung von 

Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 19. April 2013 zu bezahlen. Im Mehr-

betrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

 Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

 Fr. 1'100.00 Kosten der Strafuntersuchung  

 Fr. 11'023.55 amtliche Verteidigung 

 Fr. 4'373.50 Kosten unentgeltlicher Rechtsbeistand Privatkläger 1 

Fr. 17'997.05    

   
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils,  

ermässigt sich die Entscheidgebühr um einen Drittel. 

10. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Ver-

teidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 11'023.55 festgesetzt, nämlich: 

Fr. 9'966.65 für den Aufwand, Fr. 240.35 für Barauslagen und Fr. 816.55 für 

die Mehrwertsteuer.  

11. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. B._____ für die unentgeltliche 

Rechtsvertretung des Privatklägers 1 wird auf Fr. 4'373.50 festgesetzt, näm-

lich: Fr. 3'966.65 für den Aufwand, Fr. 82.90 für Barauslagen und Fr. 323.95 

für die Mehrwertsteuer. 

-  4  - 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens sowie die 

Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers 1, aus-

genommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldig-

ten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die  

Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel) 

 

Berufungsanträge: 

a)  des Beschuldigten 

  (Urk. 65 S. 2) 

1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei vom Vorwurf des Vergehens  

gegen das Waffengesetz freizusprechen, und es sei Ziffer 1, zweiter Strich, 

des Urteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 1. September 2014 

(GG140008) ersatzlos aufzuheben. 

2. Die Bestrafung des Beschuldigten und Berufungsklägers gemäss Ziffer 2 

des Urteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 1. September 2014 

(GG140008) sei angemessen zu reduzieren. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

4. Es sei dem Beschuldigten und Berufungskläger für seine Aufwendungen im 

Berufungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe von CHF 3'531.85 aus 

der Staatskasse zu bezahlen. 

b)  der Staatsanwaltschaft 

  (Urk. 45) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

-  5  - 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Prozessuales 

1. Mit Urteil vom 1. September 2014 sprach das Bezirksgericht Dielsdorf den  

Beschuldigten der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 in Ver-

bindung mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB und des Vergehens gegen das Waffengesetz 

gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG schuldig 

und bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu Fr. 60.-- sowie mit 

einer Busse von Fr. 800.--. Für den Fall der Nichtbezahlung der Busse wurde eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen festgesetzt. Die Geldstrafe wurde aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Weiter wurde die mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. März 2014 beschlagnahmte 

Schlagwaffe Nunchaku, Marke unbekannt, Holzgriffe 32cm, orange/ schwarz/ 

weiss bebändert, eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

Dann wurde festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 

C._____ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatz-

pflichtig ist, wobei der Privatkläger 1 zur genauen Feststellung des Umfanges des 

Schadenersatzanspruchs auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen wurde. Wei-

ter wurde der Beschuldigte verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von 

Fr. 4'226.15 und dem Privatkläger C._____ eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zu-

züglich 5% Zins seit 19. April 2013 zu bezahlen, wobei das Genugtuungsbegeh-

ren im Mehrbetrag abgewiesen wurde. Die Kosten der Untersuchung, des gericht-

lichen Verfahrens und der unentgeltlichen Rechtsvertretung wurden dem Be-

schuldigten auferlegt (Urk. 38 S. 28f.).  

2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 8. September 

2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 35). In der Folge wurde das begründe-

te Urteil den Parteien zugestellt (Urk. 36; keine Empfangsscheine in den Akten), 

worauf der Beschuldigte die Berufungserklärung einreichen liess (Urk. 39). Mit 

Präsidialverfügung vom 5. Januar 2015 wurde der Staatsanwaltschaft und den 

Privatklägern die Berufungserklärung zugestellt und Frist angesetzt, um zu  

-  6  - 

erklären, ob Anschlussberufung erhoben werde oder um begründet ein Nichtein-

treten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 42). In der Folge beantragte die 

Staatsanwaltschaft die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und verzichtete 

darauf, Beweisanträge zu stellen (Urk. 45). Mit Präsidialverfügung vom 30. Januar 

2015 wurde die amtliche Verteidigung und die unentgeltliche Vertretung des  

Privatklägers C._____ widerrufen und Rechtsanwalt lic. iur. X._____ als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten und Rechtsanwalt lic. iur. B._____ als 

unentgeltlicher Rechtsvertreter des Privatklägers C._____ entlassen (Urk. 52). Mit  

Eingabe vom 11. Februar 2015 liess der Beschuldigte beantragen, dass das  

Berufungsverfahren im schriftlichen Verfahren zu behandeln sei (Urk. 55). Mit 

Präsidialverfügung vom 13. Februar 2015 wurde diese Eingabe den übrigen  

Parteien zugestellt, unter Fristansetzung zur freigestellten Vernehmlassung  

(Urk. 58). Die Staatsanwaltschaft erklärte sich mit der Schriftlichkeit des  

Berufungsverfahrens explizit (Urk. 60), die übrigen Parteien implizit durch Verzicht 

auf Vernehmlassung einverstanden. Mit Präsidialverfügung vom 3. März 2015 

wurde die Schriftlichkeit des Berufungsverfahren verfügt und dem Beschuldigten 

eine Frist angesetzt, um schriftlich im Doppel die Berufungsanträge zu stellen und 

zu begründen oder um mitzuteilen, ob die bisherigen Eingaben als vollständige 

Berufungsbegründung anzusehen seien sowie um letztmals Beweisanträge zu 

stellen (Urk. 63). Mit Eingabe vom 25. März 2015 liess der Beschuldigte die  

eingangs aufgeführten Anträge stellen (Urk. 65). Mit Präsidialverfügung vom  

27. März 2015 wurde den übrigen Parteien die Berufungsbegründung des  

Beschuldigten zugestellt sowie der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um die  

Berufungsantwort einzureichen sowie letztmals Beweisanträge zu stellen, mit dem 

Hinweis, dass Säumnis als Verzicht gelte und aufgrund der Akten entschieden 

werde. Der Vorinstanz wurde Frist zur freigestellten Vernehmlassung angesetzt 

(Urk. 68). Mit Eingabe vom 2. April 2015 verzichtete die Vorinstanz auf eine  

Vernehmlassung (Urk. 72). Die Staatsanwaltschaft liess sich nicht verlauten.  

Beweisanträge wurden von keiner Seite gestellt.  

3. Der Beschuldigte lässt einzig den Schuldpunkt betreffend den Tatbestand des 

Vergehens gegen das Waffengesetz und die damit zusammenhängende Höhe 

der von der Vorinstanz ausgesprochenen Strafe anfechten (Urk. 39 S. 1, Urk. 65 

-  7  - 

S. 2). Demnach sind die Dispositiv-Ziffer 1 al. 1 sowie Dispositiv-Ziffern 5-12 in 

Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorab festzustellen. 

4. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten in ihrer Anklageschrift vor,  

ohne Berechtigung eine Waffe – ein Nunchaku – getragen zu haben. Sie wirft ihm 

jedoch weder Besitz noch Erwerb desselben vor (Urk. 16 S. 2). Es ist deshalb nur 

von der Tatbestandsvariante des unberechtigten Waffentragens auszugehen.  

Eine Anklageergänzung erübrigt sich, da sich der Beschuldigte – wie noch zu  

zeigen ist – weder mit dem Tragen, dem Besitz noch dem Erwerb eines 

Nunchakus strafbar gemacht hat.  

II.  Materielles 

1. Dem Beschuldigten wird vor Berufungsinstanz noch vorgeworfen, am 19. April 

2013, ca. 18 Uhr, an der D._____-Strasse ... in E._____ ohne Berechtigung ein 

Nunchaku getragen zu haben (Urk. 16 S. 2).  

2. Der Beschuldigte anerkannte den Sachverhalt (Urk. 3 S. 4, Urk. 4 S. 5), liess 

jedoch anführen, er habe dadurch nicht gegen das Waffengesetz verstossen 

(Urk. 65 S. 8). Somit ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prüfen, ob der 

Beschuldigte sich der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (WG) strafbar 

gemacht hat.  

3. Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG wird unter Anderem bestraft, wer vorsätzlich 

ohne Berechtigung Waffen erwirbt, besitzt oder trägt. Ein Nunchaku ist eine Waffe 

im Sinne von Art. 4 Abs. 1 lit. d WG (https://www.fedpol.admin.ch/dam/data/ 

fedpol/sicherheit/waffen/merkblaetter/mb-nunchaku-d.pdf). 

3.1. Unberechtigtes Tragen einer Waffe 

Wer eine Waffe an öffentlich zugänglichen Orten tragen oder transportieren will, 

benötigt eine Waffentragbewilligung (Art. 27 Abs. 1 WG). In der Anklage wird dem 

Beschuldigten nur ein unberechtigtes Tragen eines Nunchakus an der D._____-

Strasse … in E._____ vorgeworfen, nicht aber der Transport desselben an den 

-  8  - 

neuen Wohnort des Beschuldigten. Bei der eingeklagten Adresse handelt es sich 

um ein privates Haus, welches von der Frau des Beschuldigten, von  

welcher dieser getrennt lebt, bewohnt wird. Folglich handelt es sich dabei mit der 

Verteidigung (Urk. 65 S. 6) nicht um einen öffentlich zugänglichen Ort, weshalb 

der Beschuldigte für das Tragen des Nunchakus im Haus an der D._____-Strasse 

… in E._____ keine Waffentragbewilligung benötigt hat. Der Vollständigkeit halber 

– obwohl nicht angeklagt – ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte für ei-

nen Transport des Nunchakus an seinen neuen Wohnort gestützt auf Art. 28 

Abs. 1 lit. e WG eben so wenig einer Waffentragbewilligung bedurft hätte.  

Wer jedoch keine Waffentragbewilligung für das Tragen (und Transportieren)  

einer Waffe benötigt, darf eine Waffe tragen (und transportieren) und macht sich 

folglich nicht im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG strafbar.  

3.2. Unberechtigter Besitz und Erwerb einer Waffe 

Wie bereits ausgeführt, ist der Besitz des Nunchakus – offenbar entgegen der 

Ansicht der Vorinstanz (Urk. 38 S. 15 unten) – vom Anklagevorwurf nicht umfasst, 

wird aber hier kurz abgehandelt, um aufzuzeigen, dass selbst dieser Vorwurf zu 

einem Freispruch führen müsste: Der Besitz eines Nunchakus ist gemäss Art. 5 

Abs. 2 WG e contrario nicht verboten und bedarf deshalb auch nicht gemäss 

Abs. 4 desselben Artikels einer Ausnahmebewilligung (vgl. Urteil 6B_818/2014 

des Bundesgerichts vom 8. April 2015, E.2.7.2). Wie die Vorinstanz auf ein  

anderes Resultat kommt, begründet sie nicht und ist deshalb auch nicht nachvoll-

ziehbar (Urk. 38 S. 15: "Da jedoch bereits der Besitz eines Nunchakus strafbar 

ist,…"). Einzig der Erwerb eines Nunchakus wäre gemäss dem geltenden  

Waffengesetz und dessen Art. 5 Abs. 1 lit. d strafbar (vgl. dazu "Schweizerisches 

Waffenrecht" des Bundesamtes für Polizei, Stand September 2014, S. 16). Der 

Beschuldigte hat das Nunchaku jedoch unbestritten noch vor Inkrafttreten des 

eidgenössischen Waffengesetzes vom 1. Januar 1999 erworben (Urk. 3 S. 4, 

Urk. 7 S. 2). Gestützt auf Art. 2 des vor Inkrafttreten des eidgenössischen  

Waffengesetzes geltenden Konkordats über den Handel mit Waffen und Munition 

in Verbindung mit Art. 3 der damals geltenden kantonalzüricherischen Verordnung 

über den Handel mit Waffen und Munition, das Waffentragen und den Waffen-

-  9  - 

besitz, war der Erwerb eines Nunchakus nach altem (und milderen) Recht jedoch 

nicht strafbar. Folglich hätte sich der Beschuldigte weder des unberechtigten  

Erwerbs nach altem Recht noch gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG des unberechtig-

ten Besitzes einer Waffe strafbar gemacht, selbst wenn ihm dies vorgeworfen 

worden wäre.  

4. Gestützt auf obige Erwägungen hat sich der Beschuldigte nicht gemäss Art. 33 

Abs. 1 lit. a WG strafbar gemacht und ist von diesem Vorwurf freizusprechen.  

III. Sanktion 

1. Hinsichtlich der theoretischen Ausführungen zur Strafzumessung kann auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 16f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2. Der ordentliche Strafrahmen für die einfache Körperverletzung beträgt Geld-

strafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 2 

Abs. 1 u. 2).  

3. Tatkomponente 

Bezüglich der Tatkomponente ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit dem 

Verwenden des Nunchakus dem Privatkläger C._____ eine Fraktur des fünften  

Mittelhandknochens rechts und eine Rissquetschwunde links an der Stirn zuge-

fügt hat (Urk. 9/3 S. 2), was mit der Vorinstanz keine unerheblichen Verletzungen 

sind (Urk. 38 S. 17). Der Angriff auf den Privatkläger C._____ erfolgte völlig über-

raschend und ohne Vorwarnung. Das Verschulden des Beschuldigten ist in objek-

tiver Hinsicht unter Berücksichtigung des weiten Strafrahmens – jedoch ohne die 

Tat bagatellisieren zu wollen – als noch leicht einzustufen. In subjektiver Hinsicht 

ist mit der Vorinstanz zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte eventualvorsätz-

lich gehandelt, die Tat nicht geplant hat und das Ganze aus der Situation heraus 

entstanden ist. Dennoch ist auch zu berücksichtigen, dass das Motiv für die Tat 

des Beschuldigten offenbar ein primitives Dominanzgebaren war, mit welchem er 

den Privatkläger und seine Frau einschüchtern wollte. Nach der Beurteilung der 

-  10  - 

subjektiven Tatschwere wiegt das Verschulden des Beschuldigten insgesamt  

immer noch leicht. Nach der Beurteilung der Tatkomponente ist die Einsatzstrafe 

im Bereich von 120 Tagessätzen Geldstrafe angemessen.  

4. Täterkomponente 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse kann auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass der Beschuldigte 

von der ersten bis zur dritten Primarschule in einem Kinderheim lebte und seine 

Mutter nur alle zwei Wochen sehen konnte. Es wurde jedoch nicht vorgebracht, 

dass dies negative Auswirkungen auf den Beschuldigten gehabt hätte (Urk. 31 

S. 15). Mit der Vorinstanz sind daraus keine strafzumessungsrelevanten Faktoren 

zu entnehmen (Urk. 38 S. 18f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist nicht 

vorbestraft (Urk. 73 u. 74). Er hat stets erklärt, dass er das nicht absichtlich  

gemacht habe (Urk. 3 S. 2, Urk. 4 S. 4), womit er wohl einfach den direkten Vor-

satz in Abrede stellte, was mit dem Anklagevorwurf, bei welchem ihm Eventual-

vorsatz vorgeworfen wird, im Einklang steht. Der Beschuldigte zeigte sich insofern 

geständig. Da der Beschuldigte sich daneben auch von Anfang an kooperativ und 

reuig zeigte – er schrieb dem Privatkläger einen Entschuldigungsbrief (Urk. 4 

S. 5) –, ist sein Nachtatverhalten spürbar strafmindernd zu gewichten. Die  

Einsatzstrafe ist deshalb um 30 Tagessätze zu senken.  

Infolge dessen erweist sich eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen als dem Ver-

schulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.  

5. Höhe des Tagessatzes 

Hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes kann auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 19f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die  

daraus resultierende Tagessatzhöhe von Fr. 60.– erscheint angemessen.  

 

 

 

-  11  - 

6. Fazit 

Zusammenfassend ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen 

zu Fr. 60.– zu bestrafen.  

IV. Vollzug 

Es kann bezüglich den bedingten Strafvollzug auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 21; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demzu-

folge ist dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu gewähren und die  

Probezeit auf zwei Jahre anzusetzen.  

V. Kosten und Entschädigung 

1. Kosten 

Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres  

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt 

vollumfänglich, weshalb sämtliche Kosten des Berufungsverfahrens auf die  

Gerichtskasse zu nehmen sind.  

2. Entschädigung 

Da der Beschuldigte im Berufungsverfahren vollumfänglich obsiegt, ist ihm eine 

Prozessentschädigung zuzusprechen. Die von der erbetenen Verteidigung ein-

gereichte Honorarnote erscheint angemessen (Urk. 67/2), weshalb dem Beschul-

digten eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'531.85 auszuzahlen ist.  

-  12  - 

Es wird beschlossen: 
 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

1. September 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

 "1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

  – der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziffer 1 in Verbindung 

mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB; 

  – (...) 

 2. (…) 

 3. (…) 

 4. (…) 

 5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. März 

2014 beschlagnahmte Schlagwaffe Nunchaku, Marke unbekannt, Holzgriffe 

32cm, orange/schwarz/weiss bebändert, wird eingezogen und der Lager-

behörde zur Vernichtung überlassen. 

 6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 aus 

dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur 

genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruchs wird der 

Privatkläger 1 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

 7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von 

Fr. 4'226.15 zu bezahlen. 

 8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1 eine Genugtuung von 

Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 19. April 2013 zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

 

 

-  13  - 

 

 9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

 Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

 Fr. 1'100.00 Kosten der Strafuntersuchung  

 Fr. 11'023.55 amtliche Verteidigung 

 Fr. 4'373.50 Kosten unentgeltlicher Rechtsbeistand Privatkläger 1 

Fr. 17'997.05    

   
  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermäs-

sigt sich die Entscheidgebühr um einen Drittel. 

 10. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidi-

gung des Beschuldigten wird auf Fr. 11'023.55 festgesetzt, nämlich: 

Fr. 9'966.65 für den Aufwand, Fr. 240.35 für Barauslagen und Fr. 816.55 für die 

Mehrwertsteuer.  

 11. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. B._____ für die unentgeltliche 

Rechtsvertretung des Privatklägers 1 wird auf Fr. 4'373.50 festgesetzt, nämlich: 

Fr. 3'966.65 für den Aufwand, Fr. 82.90 für Barauslagen und Fr. 323.95 für die 

Mehrwertsteuer. 

 12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens sowie die  

Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers 1, ausgenom-

men derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse 

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  

Abs. 4 StPO. 

 13. (Mitteilungen) 

 14. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-  14  - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird demgegenüber vom Vorwurf des Vergehens 

gegen das Waffengesetz freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 60.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  

genommen. 

5. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 3'531.85 für 

anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

− den Privatkläger C._____ im Dispositivauszug  
− die Privatklägerin F._____ [Versicherung], Ref. Nr. …,  

im Dispositivauszug  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben  

(§ 54a Abs. 1 PolG) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

-  15  - 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 26. Mai 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 

 
 

	Urteil vom 26. Mai 2015
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	– der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziffer 1 in Verbindung mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB;
	– des Vergehens gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu Fr. 60.– (entsprechend Fr. 6'600.–) sowie einer Busse von Fr. 800.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. März 2014 beschlagnahmte Schlagwaffe Nunchaku, Marke unbekannt, Holzgriffe 32cm, orange/schwarz/weiss bebändert, wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruchs wird der Privatkläger 1 auf den W...
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von Fr. 4'226.15 zu bezahlen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1 eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 19. April 2013 zu bezahlen. Im Mehr-betrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils,  ermässigt sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	10. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 11'023.55 festgesetzt, nämlich: Fr. 9'966.65 für den Aufwand, Fr. 240.35 für Barauslagen und Fr. 816.55 für die Mehrwertsteuer.
	11. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. B._____ für die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers 1 wird auf Fr. 4'373.50 festgesetzt, nämlich: Fr. 3'966.65 für den Aufwand, Fr. 82.90 für Barauslagen und Fr. 323.95 für die Mehrwertste...
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens sowie die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers 1, aus-genommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtliche...
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)
	1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei vom Vorwurf des Vergehens  gegen das Waffengesetz freizusprechen, und es sei Ziffer 1, zweiter Strich, des Urteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 1. September 2014 (GG140008) ersatzlos aufzuheben.
	2. Die Bestrafung des Beschuldigten und Berufungsklägers gemäss Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 1. September 2014 (GG140008) sei angemessen zu reduzieren.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	4. Es sei dem Beschuldigten und Berufungskläger für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe von CHF 3'531.85 aus der Staatskasse zu bezahlen.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Prozessuales
	1. Mit Urteil vom 1. September 2014 sprach das Bezirksgericht Dielsdorf den  Beschuldigten der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 in Ver-bindung mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB und des Vergehens gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 li...
	2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 8. September 2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 35). In der Folge wurde das begründete Urteil den Parteien zugestellt (Urk. 36; keine Empfangsscheine in den Akten), worauf der Beschu...
	3. Der Beschuldigte lässt einzig den Schuldpunkt betreffend den Tatbestand des Vergehens gegen das Waffengesetz und die damit zusammenhängende Höhe der von der Vorinstanz ausgesprochenen Strafe anfechten (Urk. 39 S. 1, Urk. 65 S. 2). Demnach sind die ...
	4. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten in ihrer Anklageschrift vor,  ohne Berechtigung eine Waffe – ein Nunchaku – getragen zu haben. Sie wirft ihm jedoch weder Besitz noch Erwerb desselben vor (Urk. 16 S. 2). Es ist deshalb nur von der Tat...
	II.  Materielles
	1. Dem Beschuldigten wird vor Berufungsinstanz noch vorgeworfen, am 19. April 2013, ca. 18 Uhr, an der D._____-Strasse ... in E._____ ohne Berechtigung ein Nunchaku getragen zu haben (Urk. 16 S. 2).
	2. Der Beschuldigte anerkannte den Sachverhalt (Urk. 3 S. 4, Urk. 4 S. 5), liess jedoch anführen, er habe dadurch nicht gegen das Waffengesetz verstossen (Urk. 65 S. 8). Somit ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prüfen, ob der Beschuldigte sich...
	3. Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG wird unter Anderem bestraft, wer vorsätzlich ohne Berechtigung Waffen erwirbt, besitzt oder trägt. Ein Nunchaku ist eine Waffe im Sinne von Art. 4 Abs. 1 lit. d WG (https://www.fedpol.admin.ch/dam/data/ fedpol/sicher...
	3.1. Unberechtigtes Tragen einer Waffe
	Wer eine Waffe an öffentlich zugänglichen Orten tragen oder transportieren will, benötigt eine Waffentragbewilligung (Art. 27 Abs. 1 WG). In der Anklage wird dem Beschuldigten nur ein unberechtigtes Tragen eines Nunchakus an der D._____-Strasse … in E...
	Wer jedoch keine Waffentragbewilligung für das Tragen (und Transportieren)  einer Waffe benötigt, darf eine Waffe tragen (und transportieren) und macht sich folglich nicht im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG strafbar.
	3.2. Unberechtigter Besitz und Erwerb einer Waffe
	Wie bereits ausgeführt, ist der Besitz des Nunchakus – offenbar entgegen der Ansicht der Vorinstanz (Urk. 38 S. 15 unten) – vom Anklagevorwurf nicht umfasst, wird aber hier kurz abgehandelt, um aufzuzeigen, dass selbst dieser Vorwurf zu einem Freispru...
	4. Gestützt auf obige Erwägungen hat sich der Beschuldigte nicht gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG strafbar gemacht und ist von diesem Vorwurf freizusprechen.
	III.  Sanktion
	1. Hinsichtlich der theoretischen Ausführungen zur Strafzumessung kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 16f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	2. Der ordentliche Strafrahmen für die einfache Körperverletzung beträgt Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 1 u. 2).
	3. Tatkomponente
	Bezüglich der Tatkomponente ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit dem Verwenden des Nunchakus dem Privatkläger C._____ eine Fraktur des fünften  Mittelhandknochens rechts und eine Rissquetschwunde links an der Stirn zugefügt hat (Urk. 9/3 S. 2),...
	4. Täterkomponente
	Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass der Beschuldigte von der ersten bis zur dritten Primarschule in einem Kinderheim lebte und seine Mutter nur alle z...
	Infolge dessen erweist sich eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.
	5. Höhe des Tagessatzes
	Hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 19f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die  daraus resultierende Tagessatzhöhe von Fr. 60.– erscheint angemessen.
	6. Fazit
	Zusammenfassend ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 60.– zu bestrafen.
	IV.  Vollzug
	Es kann bezüglich den bedingten Strafvollzug auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 38 S. 21; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demzu-folge ist dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu gewähren und die  Probezeit auf zwei Ja...
	V.  Kosten und Entschädigung
	1. Kosten
	Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres  Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt vollumfänglich, weshalb sämtliche Kosten des Berufungsverfahrens auf die  Gerichtskasse zu nehmen si...
	2. Entschädigung
	Da der Beschuldigte im Berufungsverfahren vollumfänglich obsiegt, ist ihm eine Prozessentschädigung zuzusprechen. Die von der erbetenen Verteidigung ein-gereichte Honorarnote erscheint angemessen (Urk. 67/2), weshalb dem Beschuldigten eine Prozessents...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 1. September 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	– der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziffer 1 in Verbindung mit Ziffer 2 Abs. 1 StGB;
	– (...)
	2. (…)
	3. (…)
	4. (…)
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. März 2014 beschlagnahmte Schlagwaffe Nunchaku, Marke unbekannt, Holzgriffe 32cm, orange/schwarz/weiss bebändert, wird eingezogen und der Lager-behörde zur Vernichtung überlassen.
	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruchs wird der Privatkläger 1 auf den ...
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von Fr. 4'226.15 zu bezahlen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1 eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 19. April 2013 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	10. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 11'023.55 festgesetzt, nämlich: Fr. 9'966.65 für den Aufwand, Fr. 240.35 für Barauslagen und Fr. 816.55 für die Mehrwertsteuer.
	11. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. B._____ für die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers 1 wird auf Fr. 4'373.50 festgesetzt, nämlich: Fr. 3'966.65 für den Aufwand, Fr. 82.90 für Barauslagen und Fr. 323.95 für die Mehrwertst...
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens sowie die  Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers 1, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-erlegt. Die Kosten der amtlic...
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird demgegenüber vom Vorwurf des Vergehens gegen das Waffengesetz freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 60.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  genommen.
	5. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 3'531.85 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 den Privatkläger C._____ im Dispositivauszug
	 die Privatklägerin F._____ [Versicherung], Ref. Nr. …,  im Dispositivauszug
	 die Vorinstanz
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben  (§ 54a Abs. 1 PolG)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.