# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b7b0759-4c2e-5b7d-b69c-018b49cf35d0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.08.2019 720 18 330/205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-330-205_2019-08-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. August 2019 (720 18 330 / 205) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das eingeholte Verwaltungsgutachten 

kann abgestellt werden; Die nach dem Verfügungszeitpunkt durchgeführten medizini-

schen Untersuchungen können erst im Rahmen einer Neuanmeldung Berücksichtigung 

finden. 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ozan Polatli, Advokat, 
Advokatur Gysin & Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 
4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ meldete sich mit Gesuch vom 14. Dezember 2016 unter 
Hinweis auf Rückenbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die 

 

 
 
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IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 4. September 2018 nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren den Anspruch auf eine Invalidenrente ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Ozan Polatli, Advokat, mit Ein-
gabe vom 5. Oktober 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 4. September 2019 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 
verurteilen, ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Streitsache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Weisung nach vollständiger und korrekter Feststel-
lung des Sachverhalts neu zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hin-
sicht beantragte er die unentgeltliche Prozessführung mit Advokat Polatli als Rechtsbeistand. 
Ferner ersuchte er um Ansetzung einer Nachfrist für eine ergänzende Begründung seiner Be-
schwerde. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass das von der Beschwerdegeg-
nerin eingeholte Gutachten aus verschiedenen Gründen nicht beweiskräftig sei. Ferner sei das 
dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte Valideneinkommen zu tief festgesetzt worden. Viel-
mehr sei infolge seiner beruflichen Qualifikation und Erfahrung das Kompetenzniveau 3 des Sek-
tors Baugewerbe und damit ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr.  7'243.-- zu veranschla-
gen. Des Weiteren sei ihm ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 25% zu gewähren. 
 
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Oktober 2018 bewilligte die instruierende Prä-
sidentin des Kantonsgerichts dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die 
unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Polatli als Rechtsbeistand. Gleichzeitig wurde der An-
trag auf Fristerstreckung zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung unter Ver-
weis auf die einschlägigen prozessrechtlichen Bestimmungen abgewiesen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Dezember 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
E. In seiner Replik vom 15. Februar 2019 hielt der Beschwerdeführer vollumfänglich an 
seinen Anträgen und seinen wesentlichen Begründungen fest. Im Rahmen einer weiteren Ein-
gabe vom 27. Mai 2019 stellte er die Einreichung weiterer Unterlagen in Aussicht und ersuchte 
in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Mit Duplik vom 
20. Juni 2019 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest.   
 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juni 2019 wurde der Verfahrensantrag des 
Beschwerdeführers auf Durchführung einer Parteiverhandlung mit der Begründung abgewiesen, 
dass der Antrag ein eigentlicher Beweisantrag auf Anhörung des Beschwerdeführers und nicht 
ein Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne der Europäischen Men-
schenrechtskonvention (EMRK) sei. Es sei in diesem Zusammenhang ferner zu beachten, dass 
im Wesentlichen die Diagnosestellung und der Umfang der dem Beschwerdeführer verbleiben-
den Arbeitsfähigkeit strittig seien, womit Fragen im Vordergrund stünden, für deren Beantwortung 
auf die medizinischen Berichte von Fachärzten abzustellen sei. Es sei nicht die Aufgabe des 

 

 
 
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Gerichts gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers eine medizinische Beurteilung abzu-
geben. Vielmehr seien die entsprechenden Unterlagen einer eingehenden Würdigung zu unter-
ziehen.  
 
G. Mit Schreiben vom 10. Juli 2019 legte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ins 
Recht.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Massgebend ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. September 2018 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Später eingereichte ärztliche Berichte sind 
ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn daraus Rückschlüsse auf den Gesundheitszu-
stand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden können (vgl. BGE 121 V 362 
E. 1b in fine). 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
(lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf 
eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente 
(Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 

 

 
 
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psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 
definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 
E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 
materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 
E. 3.7.2). 
 
4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 
E. 2a und b). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-

 

 
 
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statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung als mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstel-
lung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 
135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwaltungsver-
fahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
6.1 Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Versicherten sind im Wesentlichen 
die folgenden medizinischen Unterlagen von Relevanz: 
 
6.2 Im Bericht vom 16. April 2016 diagnostizierte Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, ein Lendenwirbelsyndrom mit einer Spinalkanalstenose L3/4 und eine Gonarthrose 
rechts. Die Hauptbeschwerden bestünden im Rücken und in den Knien. 
 
6.3 Am 4. Mai 2016 führte Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie, aus, dass der Patient über 
Schmerzen klage, welche nur belastungsabhängig, unter anderem bei der Arbeit, verstärkt seien. 
Die Schmerzen hätten so Ende 2015 begonnen. Seit ein paar Jahren bestünden auch Knie-
schmerzen ventral, links stärker als rechts. Die Prognose der Gonarthrose sei umso schlechter 
je mehr Körpergewicht der Patient habe.  
 
6.4 In seinem Bericht vom 7. Juni 2016 stellte Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Diagnosen eines chronischen Lumboischi-
algiesyndroms und einer Osteochondrose L5/S1 mit relativer Spinalkanalstenose L3/4 und L4/5. 
Der Patient leide seit circa einem halben Jahr unter Schmerzen lumbal, die über den anterolate-
ralen Oberschenkel bis in beide Knie ausstrahlen würden. Diese Schmerzen würden sowohl nach 
längerem Sitzen als auch nach längerem Gehen auftreten. Die Beschwerden des Patienten seien 
nur zum Teil objektiv nachvollziehbar. Es liege zwar eine Spinalkanal-stenose, insbesondere auf 
Höhe L4/5, vor, hinsichtlich einer Operationsindikation sei aber noch Zurückhaltung angebracht. 
Zum einen habe der Patient grosse Angst vor einer Operation, zum anderen seien aufgrund der 
Arbeitssituation keine guten Voraussetzungen für ein Outcome gegeben. Es sei demnach primär 

 

 
 
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eine Steroid-Infiltration durchzuführen. Da der Patient zunächst noch Urlaub geplant habe, wür-
den die Infiltrationen erst danach in die Wege geleitet. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit 
müsse aufgrund der objektivierbaren Befunde im MRI eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als 
Bodenleger zuerkannt werden. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit sollte der Patient 
jedoch mittelfristig mindestens zu 50% arbeitsfähig sein.  
6.5 Am 18. August 2016 berichtete Dr. D.____, dass die Beschwerden des Patienten auch 
nach erfolgtem Urlaub unverändert seien, weshalb die Durchführung einer epiduralen Steroid-
Infiltration angezeigt sei. Danach sei eine erneute Sprechstunde zu vereinbaren. Der Patient ma-
che einen relativ passiven Eindruck, was aber auch an der Sprachbarriere liegen könne.  
 
6.6 Mit Bericht vom 8. Januar 2017 attestierte Dr. E.____ dem Versicherten bei den bekann-
ten Diagnosen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Bodenleger sowie mit Verweis auf die Be-
richte von Dr. D.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 50% in einer angepassten Tätigkeit.  
 
6.7 Im Gutachten vom 30. November 2017 stellte Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie und 
Allgemeine Innere Medizin, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chroni-
sches lumbospondylogenes Syndrom beidseits mit/bei relativer Spinalkanalstenose L3/4 und 
L4/5 bei deutlicher Osteochondrose L4/5 sowie eine medial betonte Gonarthrose beidseits, links-
betont, fest. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine Adipositas WHO Grad 
II (BMI 36,9 kg/m). Klinisch sei es nicht möglich, die Schmerzen einer Höhe zuzuordnen. Aufgrund 
der Anamnese mit klar belastungsabhängigen Schmerzen mit doch deutlich eingeschränkter 
Gehstrecke sei zu vermuten, dass hinsichtlich der Spinalkanalstenose entweder die Etage L3/4 
oder dann die Etage L4/5 relevant seien. Im aktuellen Röntgen der LWS bestätige sich die doku-
mentierte ausgeprägte Osteochondrose L4/L5. Zum einen fänden sich bildgebend nachgewie-
sene Befunde, welche mechanische Beschwerden klar nachvollziehen lassen würden. Zum an-
deren hätten auch gewisse Diskrepanzen zwischen den subjektiven Angaben und den objektiven 
Befunden ausgemacht werden können, insbesondere sei ein dauerhaft in Ruhe bereits vorhan-
dener Rückenschmerz bei dieser Pathologie schwierig nachzuvollziehen. Auch habe der Explo-
rand eine relativ passive Art gezeigt. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. F.____ aus, dass 
in der angestammten Tätigkeit als Bodenleger eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Es 
handle sich bei dieser Arbeit um eine körperlich mittelschwere z.T. auch schwere Tätigkeit, wel-
che unergonomische Stellungen, kniend und kauernd, umfasse und mit einer erheblichen 
Rückenbelastung getätigt werden müsse. Dies sei ihm aufgrund der Rücken- wie auch Kniepa-
thologie nicht mehr möglich. Vonseiten des Rückens seien keine Arbeiten nur sitzend, nur ste-
hend oder nur gehend, Arbeiten in Zwangsstellungen, wie z.B. dauernd vorgeneigt, repetitiv vorn-
über bückend oder dauernd über Kopf möglich. Vonseiten der Knie seien keine Arbeiten nur ge-
hend oder nur stehend, kauernd oder repetitiv bückend möglich. Für eine Verweistätigkeit, welche 
der Explorand vorwiegend sitzend tätigen könne, welche sich im leichten Bereich bewege (kein 
Heben, Stossen und Ziehen von Lasten über 10kg) und welche die genannten Restriktionen be-
züglich Rücken und Knie respektiere, bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen 

 

 
 
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Dr. F.____ in seinem Gutachten vom 30. November 2017 gelangt war. Sie ging demzufolge da-
von aus, dass dem Versicherten seine angestammte Tätigkeit als Bodenleger nicht mehr zumut-
bar sei. Hinsichtlich einer leidensadaptierten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aber eine voll-
schichtige Arbeitsfähigkeit. 
 
7.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor mit Hinweis auf BGE 125 V 353 E. 3b/bb). 
Vorliegend besteht kein Anlass, von den Ergebnissen des zitierten Gutachtens von Dr. F.____ 
abzuweichen. Das Gutachten ist umfassend und die darin dargelegten medizinischen Zusam-
menhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und 
überzeugend. Der Gutachter hat den Versicherten persönlich untersucht, eine umfassende 
Anamnese erhoben und geht einlässlich auf seine Angaben und Beschwerden ein. Er setzt sich 
zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander und nimmt 
zu abweichende Einschätzungen in überzeugender Weise Stellung.  
 
7.3.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen die ausschlaggebende Beweiskraft 
des Gutachtens nicht in Frage zu stellen. Der Beschwerdeführer zweifelt die Beweistauglichkeit 
des Gutachtens zunächst insofern an, als das der Expertise zugrundeliegende Untersuchungs-
gespräch lediglich 60 Minuten gedauert habe und folglich nicht ausreiche, um eine verlässliche 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vornehmen zu können. Diesbe-
züglich ist darauf hinzuweisen, dass es praxisgemäss für den Aussagegehalt eines Arztberichtes 
nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise 
inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 14. 
Februar 2014, 8C_847/2013, E. 5.1 mit Hinweisen). Wie hiervor dargelegt (vgl. E. 7.2), sind diese 
Voraussetzungen vorliegend erfüllt. Zumal keine konkreten Hinweise bestehen, wonach sich die 
Untersuchungsdauer negativ auf die Qualität des Gutachtens ausgewirkt hätte, erscheint der zeit-
lich betriebene Aufwand mit Blick auf das zu beurteilende Krankheitsbild im Übrigen als ange-
messen.  
 
7.3.2 Im Weiteren macht der Beschwerdeführer auf der Grundlage der Berichte von 
Dr. D.____ vom 27. Juni 2016 und Dr. E.____ vom 8. Januar 2017 geltend, dass in einer ange-
passten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50% gegeben sei. In pflichtgemässer Würdi-
gung der medizinischen Aktenlage fällt zunächst auf, dass sowohl hinsichtlich der Diagnosen 
sowie insbesondere auch in Bezug auf die daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen 
keine wesentlich divergierenden Einschätzungen durch die involvierten Fachpersonen auszu-
machen sind. Der Gutachter hat zu den vom Beschwerdeführer angerufenen Berichten Stellung 
genommen und gelangt dabei überzeugend zum Ergebnis, dass das vorliegende Diagnosebild 
keine weitergehende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermag. Seine Ausfüh-
rungen stehen sodann im Einklang mit den fachärztlichen Feststellungen von Dr. Hagmann, der 
bereits am 4. Mai 2016 eine vollständige Arbeitsfähigkeit für eine leichte, überwiegend sitzende 

 

 
 
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Tätigkeit attestierte. Demgegenüber lässt sich weder dem Bericht von Dr. D.____ noch dem Be-
richt von Dr. E.____ eine nachvollziehbare Begründung für die von ihnen vorgenommenen Ar-
beitsunfähigkeitsbeurteilungen entnehmen. Namentlich ist daraus sowie gestützt auf weitere Be-
richte nicht ersichtlich, weshalb dem Versicherten eine leichte wechselbelastende Tätigkeit, wel-
che die Einschränkungen vonseiten des Rückens und den Knien berücksichtigt, nicht vollschich-
tig zumutbar sein soll. Dies umso weniger, als der Beschwerdeführer denn auch keine – nicht rein 
subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennt, welche bei der Begutach-
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären und eine abweichende Beurteilung zu recht-
fertigen vermöchten (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. September 2013, 9C_425/2013, E. 
4.1 und vom 14. Februar 2011, 8C_642/2012, E. 5.2). Insgesamt vermögen diese Berichte je-
denfalls keine hinreichenden Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des Gutachtens 
von Dr. F.____ zu begründen.  
 
7.3.3 Soweit der Beschwerdeführer die Beweiskraft des Gutachtens schliesslich dahingehend 
in Frage stellt, als er in seiner Eingabe vom 27. Mai 2019 bzw. 10. Juli 2019 eine Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes, namentlich aufgrund einer neu eingetretenen Depression, gel-
tend macht, kann er aus diesem Umstand nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er verkennt bei 
seiner Argumentation, dass ärztliche Berichte, welche auf Untersuchungen gründen, die nach 
dem Verfügungszeitpunkt erfolgt sind (vgl. E. 2 hiervor), ausnahmsweise nur dann beachtlich 
sind, wenn daraus klare Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zum 
Zeitpunkt der Verfügung gezogen werden können. Die Erstdiagnose der psychischen Beschwer-
den erfolgte unbestrittenermassen nach dem Verfügungszeitpunkt. Diese sowie eine damit ver-
bundene Verschlechterung des Gesundheitszustandes wären daher erst im Rahmen einer Neu-
anmeldung zu würdigen.  
 
7.4 Nach dem Gesagten kann hinsichtlich der Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse 
sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf das überzeugende Gutachten von Dr. 
F.____ abgestellt werden. Auf dieser Grundlage ist davon auszugehen, dass dem Beschwerde-
führer eine vorwiegend sitzende Tätigkeit, welche sich im körperlich leichten Bereich bewegt, 
vollschichtig zumutbar ist.  
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung.  
 
8.2 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 4. September 2018 den zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Dabei ermittelte 
sie sowohl das massgebende Validen- wie auch das zumutbare Invalideneinkommen in Anwen-
dung der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE). Grundlage hierfür bil-
dete jeweils die Tabelle TA1 der LSE 2014. Anhand des Sektors Baugewerbe, Kompetenzniveau 
1, Männer, und damit eines monatlichen Einkommens von Fr. 5’507.--, errechnete die Beschwer-
degegnerin unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und nach 
Anpassung des Betrags an die branchenübliche Nominallohnentwicklung ein Valideneinkommen 
in der Höhe von 68'397.--. Das entsprechende Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 66'652.-

 

 
 
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- bestimmte sie gestützt auf den Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Männer. Aus der Gegenüber-
stellung der Vergleichseinkommen resultierte ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 
3%. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer macht im Zusammenhang mit der konkreten Berechnung gel-
tend, für das Valideneinkommen sei mit Blick auf seine jahrzehntelange Erfahrung und die damit 
verbundene Qualifikation in seinem angestammten Beruf das Kompetenzniveau 3, mithin ein mo-
natliches Einkommen von Fr. 7'243.--, heranzuziehen. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
ausführt, rechtfertigt sich die Heranziehung eines höheren Kompetenzniveaus für den Fall, dass 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht mehr auf ihren angestammten Beruf zu-
rückgreifen kann, rechtsprechungsgemäss nur dann, wenn der Betroffene über besondere Fer-
tigkeiten und Kenntnisse verfügt. Zweifellos war der Beschwerdeführer über einen langen Zeit-
raum bei derselben Arbeitsstelle tätig. Dies reicht allein aber nicht aus, um besondere Fertigkeiten 
und Kenntnisse zu begründen, womit die Festlegung des Valideneinkommens anhand des Kom-
petenzniveaus 1 wohl nicht zu beanstanden wäre. Wie es sich damit im Detail verhält, braucht 
letztlich aber nicht abschliessend beantwortet zu werden, da so oder anders kein rentenbegrün-
dender Invaliditätsgrad resultieren kann. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass ein zusätzlicher 
leidensbedingter Abzug vorliegend nicht gerechtfertigt ist, da den gesundheitlichen Einschrän-
kungen des Beschwerdeführers im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung bereits weitgehend 
Rechnung getragen wurden und hinsichtlich der Restarbeitsfähigkeit eine volle Leistungsfähigkeit 
ausgewiesen worden ist (vgl. E. 6.7 hiervor). Im Weiteren vermögen das Alter, die fremde Natio-
nalität und die damit verbundenen Sprachschwierigkeiten keinen Abzug vom Tabellenlohn zu 
rechtfertigen, da sich diese Elemente im vorliegend berücksichtigten Anforderungsniveau 1 nicht 
zusätzlich lohnmindernd auswirken (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4. Februar 2009, 
9C_939/2008, E. 2.4 und vom 6. März 2009, 9C_492/2008). 
  
9. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Verfügung der IV-Stelle vom 4. Sep-
tember 2019 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist bei diesem Ergebnis 
abzuweisen,  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist allerdings mit verfahrensleitender Ver-
fügung vom 17. Oktober 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden, weshalb die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse gehen.  
 
10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- 
gen. Da dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 17. Oktober 2018 auch die 

 

 
 
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unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, hat dessen Ent-
schädigung aus der Gerichtskasse zu erfolgen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die An-
wältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbei-
ständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der in der Honorarnote vom 10. Juli 2019 für das vorliegende 
Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 9 Stunden und 55 Minuten für anwaltliche Bemü-
hungen sowie 30 Minuten für die Bemühungen einer Volontärin erweist sich in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Gleiches gilt hinsichtlich der in 
der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 55.--. Ihm ist deshalb ein Honorar 
in der Höhe von Fr. 2'249.15 (9 Stunden und 55 Minuten à Fr. 200.--, 0.5 Stunden à Fr. 100.-- 
zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 55.-- sowie 7.7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 
auszurichten. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 
2‘249.15 (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) ausgerichtet.  

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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