# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fd2fbbf-0a96-5cce-a524-c2513f97b48c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-02
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 02.08.2023 VBE.2022.348/347
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2022-348-347_2023-08-02.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

 

VBE.2022.348, VBE.2022.347 / lf / sc 
Art. 78 

 

 

Urteil vom 2. August 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin 

Oberrichterin Merkofer 

Oberrichterin Gössi 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____ 

vertreten durch Yannick Gloor, Rechtsanwalt, Zentralstrasse 47, 

Postfach, 2502 Biel/Bienne 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   B._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten und Kinderrente 

(Verfügungen vom 26. Juli und 11. August 2022) 
 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die 1971 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 4. März 2011 in-

folge eines Unfalls (Ereignis vom 29. September 2010) bei der Beschwer-

degegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin 

tätigte daraufhin erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte 

mehrmals die Akten des Unfallversicherers (SUVA) ein. Im Verlauf erlitt die 

Beschwerdeführerin weitere Beschwerden infolge eines Treppensturzes 

(Ereignis vom 24. Juli 2011). Mit Verfügung vom 8. März 2013 wurde das 

Leistungsbegehren betreffend berufliche Massnahmen und mit Verfügung 

vom 21. März 2013 das Rentenbegehren abgewiesen. Die dagegen erho-

benen Beschwerden hiess das Versicherungsgericht mit Urteil 

VBE.2013.325/335 vom 17. Oktober 2013 teilweise gut, hob die angefoch-

tenen Verfügungen auf und wies die Sache zur Vornahme weiterer Abklä-

rungen an die Beschwerdegegnerin zurück. 

 

1.2. 

Mit Urteil VBE.2019.552 vom 19. Februar 2020 hiess das Versicherungs-

gericht die gegen die Beschwerdegegnerin gerichtete Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde teilweise gut. In der Folge tätigte die Beschwerdegegne-

rin weitere Abklärungen und liess die Beschwerdeführerin polydisziplinär 

begutachten (Gutachten der asim Begutachtung, Basel [asim], vom 22. Ap-

ril 2021). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die Be-

schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 26. Juli 

2022 ab dem 1. September 2011 eine ganze Rente, ab dem 1. November 

2011 eine halbe Rente und ab dem 1. April 2018 eine Dreiviertelsrente zu. 

Mit Verfügung vom 11. August 2022 setzte sie die Kinderrente ab dem 

1. September 2011 fest. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 26. Juli 2022 betreffend Invalidenrente erhob die 

Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. September 2022 fristgerecht Be-

schwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Juli 2022 betreffend 
Invalidenrente sei insoweit aufzuheben, als damit der Beschwerdefüh-
rerin ab dem 1. November 2011 keine, eine halbe Rente übersteigende, 
und ab dem 1. April 2018 keine, eine Dreiviertelrente übersteigende, 
Invalidenrente zugesprochen wurde. 

 
2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der Beschwerdeführerin ab 

dem 1. November 2011 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. 
 

 - 3 - 

 

 

 

3. Eventualiter zu Ziff. 2: Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der 
Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2011 mindestens eine Drei-
viertelrente zuzusprechen. 

 
4. Subeventualiter zu Ziff. 2: Es sei die Sache zur Vornahme weiterer Ab-

klärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zu-
rückzuweisen verbunden mit der Anordnung, eine neue Verfügung zu 
erlassen. 

 
- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -" 

 

Dieses Verfahren wurde am Versicherungsgericht unter der Verfahrens-

nummer VBE.2022.348 erfasst. 

 

2.2. 

Am 14. September 2022 erhob die Beschwerdeführerin auch gegen die 

Verfügung vom 11. August 2022 betreffend Kinderrente fristgerecht Be-

schwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. August 2022 sei auf-
zuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der Be-
schwerdeführerin rückwirkend per 1. September 2011 die ihr zustehen-
den Kinderrenten auszurichten. 

 
2. Eventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. August 

2022 sei aufzuheben und es sei die Sache zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen verbunden mit 
der Anordnung, eine neue Verfügung im Sinne der Beschwerde zu er-
lassen. 

 
- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -" 

 

Dieses Verfahren wurde am Versicherungsgericht unter der Verfahrens-

nummer VBE.2022.347 erfasst. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 4. Oktober 2022 wurden die 

Verfahren VBE.2022.347 und VBE.2022.348 vereinigt. 

 

2.4. 

Mit Vernehmlassung vom 23. November 2022 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerden. 

 

2.5. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 24. November 2022 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren bei-

geladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Mit Eingabe vom 

16. Dezember 2022 verzichtete diese auf eine Stellungnahme. 

 

 
  

 - 4 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Rentenanspruchs der Beschwerde-

führerin. 

 

Da die Kinderrente als zur Stammrente akzessorische Leistung das Schick-

sal der Hauptrente teilt (BGE 143 V 241 E. 5.2 S. 249) und die Verfahren 

vorliegend vereinigt wurden, erübrigen sich separate Ausführungen hin-

sichtlich der Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. August 2022 (Kin-

derrente; Vernehmlassungsbeilage [VB] 434). 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Ja-

nuar 2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezem-

ber 2021 geltende Rechtslage massgebend. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

26. Juli 2022 (VB 429) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das 

internistisch-psychiatrisch-neurologisch-otorhinolaryngologisch-rheumato-

logisch-pneumologische asim-Gutachten vom 22. April 2021. Darin wurden 

die nachfolgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge-

stellt (VB 353 S. 11 f.): 

 

" 1. Inkomplette Tetraplegie ASIA C 
   - St. n. Spondylodiszitis mit intraspinalem Abszess und intramedullärer 

Läsion Höhe HWK6, ED 01/2018 
    […] 

 2. Chronisches cervikovertebrales Schmerzsyndrom 
    […] 

 3. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren (ICD-10 F45.41) 

 4. V. a. Dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4) 

 5. Mischkopfschmerzen mit Migräne ohne Aura nach ICHD-3 

 - 5 - 

 

 

 

 6. Intermittierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom und peripelvine 
Schmerzen gemäss Angaben und Akten 

- klinisch zurzeit keine Dolenzen und aktuelle Besonderheiten soweit 
bei eingeschränkter Mobilität und Rollstuhlabhängigkeit beurteilbar". 

 

Die asim-Gutachter kamen interdisziplinär zum Schluss, für die bis 2010 

durchgeführte Tätigkeit als selbstständige Kosmetikerin und als Allrounde-

rin in einem Haushalt mit Kinderbetreuung bestehe aufgrund der beschrie-

benen Funktionsstörungen seit dem Unfall vom 29. September 2010 keine 

Arbeitsfähigkeit mehr. Für eine angepasste Tätigkeit habe zunächst eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Januar 2018 bestehe insgesamt 

eine 40%ige Restarbeitsfähigkeit in einer optimal leidensadaptierten Tätig-

keit (VB 353 S. 14 f.).  

 

Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, eine kurzfristige 

Verschlechterung der Gesamtsituation nach dem zweiten Unfall im Juli 

2011 erscheine nachvollziehbar. Retrospektiv sei der exakte Zeitpunkt, ab 

dem bei der Beschwerdeführerin wieder eine Teilarbeitsfähigkeit bestan-

den habe, schwierig zu rekonstruieren. Es erscheine jedoch plausibel, dass 

die Beschwerdeführerin nach einer Erholungszeit im Anschluss an den 

zweiten Unfall im Juli 2011 im nun attestierten Teilzeitpensum arbeitsfähig 

gewesen sei (VB 353 S. 15). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

3.3. 

Das asim-Gutachten vom 22. April 2021 wird den von der Rechtsprechung 

formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellung-

nahme (vgl. E. 3.2.1. hiervor) gerecht. Das Gutachten ist in Kenntnis der 

 - 6 - 

 

 

 

Vorakten (Anamnese) erstellt worden (VB 353 S. 21 ff.), gibt die subjekti-

ven Angaben der Beschwerdeführerin ausführlich wieder (VB 353 S. 85 f., 

94, 113 ff., 145 f., 155, 166 f.), beruht auf allseitigen Untersuchungen der 

beteiligten Fachdisziplinen (VB 353 S. 91, 100 f., 120 f., 148 f., 159 f., 

170 ff.) und die Gutachter-/innen setzten sich im Anschluss an die Herlei-

tung der Diagnosen eingehend mit den subjektiven Beschwerdeangaben 

bzw. den medizinischen Akten auseinander (VB 353 S. 8 ff., 91 f., 103 ff., 

122 ff., 149 f., 160 f., 177 ff.). Es wurden ferner eigene Zusatzuntersuchun-

gen durchgeführt (Laborbefunde, WatchPAT-Untersuchung, Hörtest, 

Gleichgewichtsuntersuchung cVEMP, MIP/SSEP, Reintonaudiogramm; 

VB 353 S. 4). Das Gutachten ist in der Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge und der medizinischen Situation nachvollziehbar und damit 

grundsätzlich geeignet, den Beweis für den anspruchserheblichen medizi-

nischen Sachverhalt zu erbringen. 

 

3.4. 

3.4.1. 

Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber im Wesentlichen geltend, 

das asim-Gutachten sei unvollständig und nicht schlüssig. Den lähmungs-

spezifischen Begleitbeschwerden, namentlich den Blasenfunktionsstörun-

gen und dem damit verbundenen erhöhten Zeitbedarf sei bei der Beurtei-

lung des angeblich zumutbaren Arbeitspensums nicht Rechnung getragen 

worden (Beschwerde S. 10 f.). Zudem benötige sie für die Verrichtung der 

Arbeiten im Rahmen des gutachterlich attestierten Arbeitspensums deut-

lich mehr Zeit als eine gesunde Person, weshalb die funktionelle Leistungs-

fähigkeit innerhalb der medizinisch-theoretischen Erwerbsfähigkeit erheb-

lich eingeschränkt sei (Beschwerde S. 11). 

 

3.4.2. 

Sowohl im neurologischen Teilgutachten als auch in der Konsensbeurtei-

lung wurden die funktionellen Auswirkungen der Blasen- und Mastdarm-

Funktionsstörung berücksichtigt. So wurde festgehalten, die Blasen- und 

Darmfunktionsstörung stelle einen Teil des Störungsbildes im Zusammen-

hang mit der Tetraplegie dar. Die Beschwerdeführerin müsse jederzeit die 

Möglichkeit haben, ein geeignetes behindertengerechtes WC aufsuchen zu 

können (VB 353 S. 13, 133, 137 ff.). Die Gutachter trugen den Einschrän-

kungen im Zusammenhang mit der Tetraplegie sowohl bei der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit als auch beim Zumutbarkeitsprofil ausreichend Rech-

nung. Zudem berücksichtigten die Gutachter die funktionellen Auswirkun-

gen der somatischen und psychiatrischen Befunde und definierten gestützt 

darauf ein entsprechendes Zumutbarkeitsprofil (VB 353 S. 13). Die Be-

schwerdeführerin vermag nicht darzulegen, weshalb den gutachterlichen 

Einschätzungen nicht gefolgt werden kann. Im Übrigen liegen diesbezüg-

lich, soweit ersichtlich, keine gegenteiligen fachärztlichen Einschätzungen 

in den Akten. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin begrün-

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deten die Gutachter nachvollziehbar, weshalb sie aus medizinisch-theore-

tischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit nach einer Erholungszeit 

im Anschluss an den zweiten Unfall im Juli 2011 und ab Januar 2018 von 

einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgingen 

(VB 353 S. 14 f.). Darauf kann abgestellt werden. 

 

3.5. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen der Be-

schwerdeführerin noch aus den Akten konkrete Indizien gegen die Zuver-

lässigkeit des asim-Gutachtens vom 22. April 2021, weshalb keine begrün-

deten Zweifel bezüglich der gutachterlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit 

angezeigt sind (Beweiswert der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, 

vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 

S. 181). Der medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund 

als vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen (vgl. Rechtsbe-

gehren Ziff. 4) in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist, da von 

diesen keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 V 361 

E. 6.5 S. 368 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Die Beschwerdeführerin stellt des Weiteren die Verwertbarkeit der medizi-

nisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit in Frage. Die Anzahl an ärztlichen 

Untersuchungen und Behandlungen zeige auf, dass sie, auch mangels der 

fehlenden Hilfsmittel, angesichts ihres Gesundheitszustandes nicht in der 

Lage gewesen sei, einer Tätigkeit im Umfang einer Arbeitsfähigkeit von 

50 % bzw. ab Januar 2018 von 40 % nachzugehen. Dazu komme, dass 

sich wohl kaum ein Arbeitgeber finden lasse, welcher bereit wäre, die Be-

schwerdeführerin anzustellen (vgl. Beschwerde S. 7 ff., 12 f.). 

 

4.2. 

Die Frage der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit beurteilt sich be-

zogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 

Abs. 1 ATSG), wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und 

Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_910/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen, in: SVR 2016 IV Nr. 58 S. 190). Der ausgeglichene Arbeits-

markt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die kon-

krete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten 

auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den feh-

lenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeig-

nete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f. mit Hinwei-

sen). Er ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen 

Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver-

schiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Das gilt sowohl 

 - 8 - 

 

 

 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Vorausset-

zungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht von 

realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vor-

kehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objekti-

ven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (Urteil 

des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1, publ. in: SVR 

2008 IV Nr. 62 S. 203; Urteil des Bundesgerichts 8C_117/2018 vom 

31. August 2018 E. 2.2.2, mit Hinweis, auch zum Folgenden). Der ausge-

glichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, 

also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozi-

alen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1). Von ei-

ner Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zu-

mutbare Tätigkeit nunmehr in so eingeschränkter Form möglich ist, dass 

sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter 

nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitge-

bers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 

vornherein ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts 

8C_117/2018 vom 31. August 2018 E. 2.2.2).  

 

4.3. 

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht die medizinische Zumut-

barkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterla-

gen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben 

(BGE 138 V 457 E. 3.4 S. 462). Das gemäss vorangehenden Ausführun-

gen beweiswertige asim-Gutachten vom 22. April 2021 (VB 353) bildete die 

medizinische Grundlage für die angefochtene Verfügung vom 26. Juli 2022 

(VB 429). Für die Frage der Rentenberechtigung ab dem frühestmöglichen 

Rentenbeginn vom 1. September 2011 ist demnach die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit am 22. April 2021 entscheidend (BGE 138 V 457 

E. 3.4 S. 462). 

 

In medizinischer Hinsicht ist dem asim-Gutachten vom 22. April 2021 zu 

entnehmen, aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe eine Minderbe-

lastbarkeit mit Betonung im Bereich des oberen Achsenskeletts. Aufgrund 

der strukturell nachweisbaren kyphotischen Fehlhaltung sei die Beschwer-

deführerin in der Belastbarkeit eingeschränkt, sie könne keine mittelschwe-

ren und schweren Lasten mehr hantieren oder tragen. Über Kopf zu ver-

richtende Tätigkeiten seien nicht mehr möglich, ebenso repetitives Greifen, 

repetitiv wiederholte Bewegungsabläufe und Arbeiten in anhaltender 

Zwangsposition. Aufgrund der neurologischen Erkrankung – die Beschwer-

deführerin sei auf einen Rollstuhl angewiesen - seien gehende und ste-

hende Tätigkeiten nicht mehr möglich. Das Einsetzen der Arme sei mit ei-

ner linksbetonten Grob- und Feinmotorik eingeschränkt und es bestehe ins-

gesamt eine Verlangsamung sämtlicher Bewegungsabläufe im Bereich der 

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linken oberen Extremität. Tätigkeiten mit erhöhter Verletzungsgefahr könn-

ten nicht durchgeführt werden, da die sensible/nozizeptive Warnfunktion 

durch Sensibilitätsstörungen eingeschränkt sei. Aufgrund der bestehenden 

Blasen- und Mastdarm-Funktionsstörung müsse die Beschwerdeführerin 

jederzeit die Möglichkeit haben, ein geeignetes behindertengerechtes WC 

aufsuchen zu können. Eine ergonomische Optimierung des Arbeitsplatzes 

sei notwendig. Aus Sicht des Bewegungsapparates bestünden eine redu-

zierte Dauerbelastbarkeit und eine erhöhte Ermüdbarkeit, zusätzlich be-

stehe schmerzbedingt eine Einschränkung der Konzentrations- und Auf-

merksamkeitsfunktion. Aufgrund der pneumologischen Erkrankung solle 

eine Exposition gegenüber inhalativen Allergenen unterbleiben. Tätigkeiten 

in lärmender Umgebung und reine Sprechberufe seien ungünstig. Aus psy-

chiatrischer Sicht würden Einschränkungen verschiedener Funktionsberei-

che bestehen, namentlich betreffend die Fähigkeit zur Planung und Orga-

nisation von Aufgaben, zur Flexibilität und Umstellungsfähigkeit. Die Ver-

kehrsfähigkeit sei aufgrund der Rollstuhlpflichtigkeit eingeschränkt (VB 353 

S. 13). Für die bis 2010 durchgeführte Tätigkeit als selbstständige Kosme-

tikerin und als Allrounderin in einem Haushalt mit Kinderbetreuung bestehe 

aufgrund der beschriebenen Funktionsstörungen seit dem Unfall vom 

29. September 2010 keine Arbeitsfähigkeit mehr. Für eine angepasste Tä-

tigkeit, die die Beschwerdeführerin im Rollstuhl sitzend ausführen könne 

und die körperlich leicht sei, habe zunächst aufgrund des initial führenden 

psychiatrischen Krankheitsbildes eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestan-

den. Ab dem Zeitpunkt der neurologisch begründbaren Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes ab Januar 2018 bestehe insgesamt eine 

40%ige Restarbeitsfähigkeit in einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit 

(VB 353 S. 14 f.).  

 

Das Zumutbarkeitsprofil der Beschwerdeführerin ist damit nicht nur hin-

sichtlich der in Frage kommenden Tätigkeiten, sondern auch in Bezug auf 

die zu beachtenden Rahmenbedingungen sehr einschränkend. Auch in an-

gepasster, leichter, sitzender Tätigkeit besteht im massgeblichen Zeitpunkt 

lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 40 %, welche unter anderem zusätzlich 

durch die aus psychiatrischer Sicht eingeschränkte Fähigkeit zur Planung 

und Organisation von Aufgaben, zur Flexibilität und Umstellungsfähigkeit 

und die Tatsache, dass auch Tätigkeiten in lärmender Umgebung und reine 

Sprechberufe ungünstig sind, negativ beeinflusst wird. Im massgeblichen 

Zeitpunkt war die am 21. Mai 1971 geborene Beschwerdeführerin fast 50 

Jahre alt. Dieses Alter würde per se einer Verwertbarkeit zwar nicht entge-

genstehen, stellt jedoch im vorliegenden Fall einen erschwerenden Faktor 

dar. Die Beschwerdeführerin hat zudem lediglich eine Ausbildung zur me-

dizinischen Masseurin und Kosmetikerin absolviert und hat ansonsten 

keine Berufsausbildung (VB 1 S. 4). In der Vergangenheit war sie sodann 

bis zu ihrer Selbstständigkeit gar nicht oder nicht in höheren Pensen ar-

beitstätig (VB 298). Bei der seit dem Jahr 2016 ausgeübten Tätigkeit der 

Beschwerdeführerin in der Marketingagentur ihres Sohnes in einem 20 %-

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Pensum (VB 279; 353 S. 89, 97, 118, 147, 158, 168) handelt es sich des 

Weiteren, sofern überhaupt von einer Anstellung im ersten Arbeitsmarkt 

ausgegangen werden kann, um einen ausgeprägten Nischenarbeitsplatz, 

dessen Vorhandensein nicht den Regelfall bildet (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 9C_277/2016 vom 15. März 2017 E. 4.3). 

 

Zusammengefasst ist in einer Gesamtwürdigung aller objektiver und sub-

jektiver Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 

E. 9.5) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin – selbst unter Be-

rücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen – im massgeblichen Zeitpunkt 

vom 22. April 2021 praktisch keine realistischen Anstellungschancen im 

ersten Arbeitsmarkt mehr hatte. Die Beschwerdeführerin dürfte aufgrund 

ihrer Einschränkungen, der Vielzahl und des Ausmasses der persönlichen 

Gegebenheiten einem durchschnittlichen Arbeitgeber nicht mehr zumutbar 

sein, womit sich die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit bei ausgegli-

chener Arbeitsmarktlage auf dem ersten Arbeitsmarkt im massgeblichen 

Zeitpunkt wirtschaftlich nicht verwerten lässt (vgl. dazu etwa Urteile des 

Bundesgerichts 8C_416/2020 vom 2. Dezember 2020 E. 6.2; 

9C_277/2016 vom 15. März 2017 E. 4.3; 9C_416/2016 vom 14. Oktober 

2016 E. 5.1; 9C_291/2013 vom 25. Februar 2014 E. 4.2; 9C_954/2012 

vom 10. Mai 2013 E. 3.2).  

 

4.4. 

Wird die Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt rea-

listischerweise nicht mehr nachgefragt bzw. fehlt es an einer wirtschaftli-

chen Verwertbarkeit derselben, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit 

vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (BGE 138 

V 457 E. 3.1 S. 460; Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2019 vom 11. Sep-

tember 2020 E. 4.5 ). Davon ist hier auszugehen, womit die Beschwerde-

führerin seit dem 1. September 2011, da für die Rentenberechtigung ab 

diesem Zeitpunkt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit am 22. April 

2021 entscheidend ist (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4 S. 462; Urteil des Bun-

desgerichts 9C_416/2016 vom 14. Oktober 2016 E. 5.1), Anspruch auf eine 

ganze Rente hat. Dementsprechend erübrigen sich Ausführungen zu den 

weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend die erwerblichen 

Auswirkungen des Gesundheitsschadens (vgl. Beschwerde S. 15 ff.). 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefoch-

tene Verfügung vom 26. Juli 2022 dahingehend abzuändern, dass die Be-

schwerdeführerin ab dem 1. September 2011 Anspruch auf eine ganze 

Rente hat. 

 

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 - 11 - 

 

 

 

Angesichts dieses Ergebnisses ist auch die die Kinderrente betreffende 

Verfügung vom 11. August 2022 dahingehend abzuändern, dass die Be-

schwerdeführerin ab dem 1. September 2011 Anspruch auf eine Kinder-

rente entsprechend einer ganzen Rente hat. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 

5.3. 

5.3.1. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

 

5.3.2. 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte am 24. Januar 2023 

eine Kostennote ein, die einen Zeitaufwand von 17:50 Stunden (dezimal 

17.83 Stunden) zu Fr. 270.05, Barauslagen von Fr. 73.20 und Mehrwert-

steuer von Fr. 376.40, total somit Fr. 5'264.60, ausweist. 

 

5.3.3. 

Die Entschädigung im Beschwerdeverfahren vor dem Versicherungsge-

richt richtet sich nicht nach einem Stundentarif, sondern in erster Linie nach 

der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles (von Fr. 1'210.00 bis 

Fr. 14'740.00; § 8a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. b AnwT). Praxisgemäss be-

trägt die Grundentschädigung in einem durchschnittlichen Beschwerdever-

fahren betreffend IVG Renten innerhalb des genannten Tarifrahmens von 

§ 3 Abs. 1 lit. b AnwT Fr. 3'300.00. Mit dieser Grundentschädigung sind Ak-

tenstudium, Instruktionen, rechtliche Abklärungen, Korrespondenz und Te-

lefonate sowie eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer behördlichen 

Verhandlung abgegolten. Hiervon erfolgt ein Abschlag gemäss § 6 Abs. 1 

AnwT von 10 % aufgrund der nicht durchgeführten Verhandlung 

(= Fr. 2'970.00). Die zusätzliche Eingabe vom 14. September 2022 recht-

fertigt einen Zuschlag von 10 % (= Fr. 3'300.00, § 6 Abs. 3 AnwT). Zum 

Honorar hinzu kommen eine Spesenpauschale von 3 % sowie die gesetz-

liche Mehrwertsteuer (MwSt.). Es ergibt sich damit eine Entschädigung von 

gerundet insgesamt Fr. 3'650.00 (inkl. Auslagen und MwSt.; vgl. § 8c 

AnwT). 

 

5.3.4. 

Die zuzusprechende, reine Stundenentschädigung (Honorar ohne Spesen-

pauschale, zuzüglich MwSt.) beträgt nach dem Dargelegten Fr. 3'300.00, 

was bei einem Stundenansatz von Fr. 180.00 einem Aufwand von 18:20 

 - 12 - 

 

 

 

(dezimal 18.33 Stunden) Stunden entspricht. Der vom Rechtsvertreter gel-

tend gemachte Aufwand beträgt hingegen nur 17:50 Stunden, womit eine 

weitere Überprüfung der Kostennote nicht erforderlich ist. Rechtspre-

chungsgemäss hat es demnach mit der hiervor dargelegten Entschädigung 

von Fr. 3'650.00 sein Bewenden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_386/2020 vom 24. September 2020 E. 4.1.3; 8C_278/2020 vom 

17. August 2020 E. 4.3; 9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 6.2).  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung der Beschwerden werden die Verfügungen vom 

26. Juli 2022 und vom 11. August 2022 dahingehend abgeändert, dass die 

Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2011 Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente und eine Kinderrente entsprechend einer ganzen Rente hat. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin die 

Parteikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 3'650.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 

 - 13 - 

 

 

 

   

Aarau, 2. August 2023 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Fricker