# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b37d8da8-7d29-53ad-905b-b6c9b296f81a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2014 C-3229/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3229-2013_2014-10-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-3229/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Michael Peterli, 

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______, Kosovo,   

vertreten durch Mukadeze Bajrami, Rr. Skenderbeu Nr. 05, 

XZ-60000 Gjilan,  

Zustelladresse: Y._______, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV (Witwenrente, einmalige Abfindung). 

 

 

C-3229/2013 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass sich die am (…) 1963 geborene, verwitwete, in Kosovo lebende ko-

sovarische Staatsangehörige X._______ mit Formular vom 

28. September 2012 (SAK-act. 10) über den kosovarischen Versiche-

rungsträger zu Handen der Schweizerischen Ausgleichskasse (nachfol-

gend: SAK oder Vorinstanz) zum Bezug einer schweizerischen Hinterlas-

senenrente angemeldet hat; 

dass die SAK den Antrag mit Verfügung vom 18. Januar 2013 (SAK-

act. 18) mit der Begründung abgewiesen hat, die Schweiz führe im Ver-

hältnis zu Kosovo seit dem 1. April 2010 keine zwischenstaatlichen Ab-

kommen mehr weiter, weshalb mangels Wohnsitzes in der Schweiz kein 

Anspruch auf eine Witwenrente oder eine einmalige Abfindung bestehe; 

dass X._______, vertreten durch Mukadeze Bajrami, gegen die Verfü-

gung vom 18. Januar 2013 mit Eingabe vom 19. Februar 2013 (vgl. SAK-

act. 20) Einsprache erhob; 

dass die SAK mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 2013 (SAK-act. 22) 

an der Abweisung des Leistungsbegehrens festgehalten hat; 

dass X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Mu-

kadeze Bajrami, gegen den Einspracheentscheid vom 14. Mai 2013 mit 

Eingabe vom 30. Mai 2013 (BVGer-act. 1) beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erhoben und die Zusprache einer einmaligen Abfindung 

beantragt hat; 

dass die Beschwerdeführerin auf Aufforderung des Instruktionsrichters mit 

Eingabe vom 1. Juli 2013 (BVGer-act. 3) ein schweizerisches Zustelldo-

mizil bekanntgegeben hat; 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 31. Juli 2013 (BVGer-

act. 5) unter Wiederholung der Begründung aus dem Verwaltungsverfah-

ren die Abweisung der Beschwerde beantragt hat; 

dass sich die Beschwerdeführerin in der Sache nicht mehr vernehmen 

liess und mit ihrer Eingabe vom 6. November 2013 (BVGer-act. 12) ledig-

lich bestätigte, dass sie im vorliegenden Verfahren von Mukadeze Bajra-

mi vertreten werde; 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

C-3229/2013 

Seite 3 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnah-

me nach Art. 32 VGG vorliegt; 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten; 

dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend Renten von Personen im 

Ausland vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]); 

dass die Eintretensvoraussetzungen ohne Zweifel erfüllt sind (vgl. Art. 59 

des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1], Art. 60 ATSG und Art. 52 

VwVG); 

dass Männer, welche das 65. Altersjahr vollendet haben und Frauen, wel-

che das 64. Altersjahr vollendet haben, Anspruch auf eine ordentliche Al-

tersrente haben, sofern ihnen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, 

Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können 

(vgl. Art. 21 Abs. 1 und Abs. 2 AHVG in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 

AHVG); 

dass ein volles Beitragsjahr vorliegt, wenn eine Person insgesamt länger 

als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder Art. 2 AHVG versichert gewesen 

ist und während dieser Zeit Beiträge an die AHV entrichtet worden sind 

(vgl. Art. 50 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.10] in Verbindung mit 

Art. 29
ter

 Abs. 2 lit. a AHVG); 

dass Ausländerinnen und Ausländer sowie ihre Hinterlassenen ohne 

Schweizer Bürgerrecht jedoch gemäss Art. 18 Abs. 2 AHVG nur rentenbe-

rechtigt sind, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt 

(Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit keine abweichende zwi-

schenstaatliche Vereinbarung besteht; 

dass gemäss BGE 139 V 263 das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der ehemaligen Föderativen 

Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) 

ab 1. April 2010 nicht weiter auf kosovarische Staatsangehörige anzu-

wenden ist; 

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Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin bei der Anmeldung vom 28. September 

2012 in Bezug auf sich und ihren verstorbenen Ehemann ausschliesslich 

die kosovarische Staatsangehörigkeit angab und diese auch aktenkundig 

ist (vgl. Geburtsurkunde, Lebensbestätigung und Heiratsurkunde [SAK-

act. 11]); 

dass die Beschwerdeführerin zudem keine weitere Staatsangehörigkeit 

geltend macht und demzufolge ausschliesslich vom Vorliegen einer koso-

varischen Staatsangehörigkeit und dem Wohnsitz in Kosovo auszugehen 

ist; 

dass die Beschwerdeführerin somit die Voraussetzungen eines Wohnsit-

zes und gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz nicht erfüllt und, wie 

von der Vorinstanz zu Recht erkannt, sie bereits aus diesem Grund kei-

nen Anspruch auf eine Rente oder eine einmalige Abfindung der AHV hat; 

dass die Beschwerde somit offensichtlich unbegründet, daher im einzel-

richterlichen Verfahren abzuweisen und der vorinstanzliche Einsprache-

entscheid zu bestätigen ist (vgl. Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit 

Art. 85
bis

 Abs. 3 AHVG); 

dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

so dass auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist; 

dass der obsiegenden Partei eine Parteientschädigung zugesprochen 

werden kann (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG); 

dass die obsiegende Vorinstanz als Bundesbehörde jedoch keinen An-

spruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); 

dass auch die unterliegende Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

Parteientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Sandra Tibis 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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