# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86203696-771a-5096-8ac7-0911011daedd
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-20
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 20.05.2015 OG O3V-14-14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-14-14_2015-05-20.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___ 

 
vertreten durch: RA AA___  
 
 

 
Vorinstanz SUVA Schweizerische Unfallversicherungsanstalt,  

Postfach 4358, 6002 Luzern 
 
vertreten durch: RA BB___ 
 

 
 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 20. Mai 2015  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, S. Plachel 
Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer 
 
 
 

Verfahren Nr. O3V 14 14 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 

Gegenstand Leistungen aus UVG 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 1. Es sei Ziff. 1 des Einsprache-Entscheids vom 2.6.2014 aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% zu 

gewähren.  

 

 2. Es sei der Einsprache-Entscheid vom 2.6.2014 aufzuheben und eine 

Integritätsentschädigung zu gewähren.  

 

 3. Es sei Ziff. 2 des Einsprache-Entscheids vom 2.6.2014 aufzuheben und dem 

beschwerdeführenden Anwalt eine Parteientschädigung für das unfallversicherungs-

rechtliche Verfahren zu gewähren. 

 

 Zudem versehen mit folgendem Verfahrensantrag: 

 

 4. Es sei eine anerkannte Fachperson der Wirbelsäulenorthopädie, der Rheumatologie 

mit einem Gutachten zu betrauen, dass sich über den Ursachenzusammenhang von 

Rücken-, Fussbeschwerden und dem Unfall vom 8.10.2013, sowie die entsprechende 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit festlegt. 

 

 5. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, das Betriebsdossier zu edieren.  

 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.  

 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 1. Die Beschwerde vom 4. Juli 2014 sei vollumfänglich abzuweisen und der Einsprache-

Entscheid vom 2. Juni 2014 sei zu bestätigen. 

 

 2. Die Kosten seien bei Kostenlosigkeit des Verfahrens wettzuschlagen.  

  

Seite 3 

Sachverhalt 

 

A. A___ (nachfolgend: Beschwerdeführer) war als Angestellter in der Produktion der C___ AG 

bei der Suva (nachfolgend: Vorinstanz) unfallversichert, als er am Montag, 8. Oktober 2012, 

beim Abräumen der Rollbahn mit einem Fuss im Netz hängen blieb und nach hinten 

stürzte. 

 

B. Dr. D___ von der Praxis Brunnenhof stellte dem Beschwerdeführer aufgrund von 

Beschwerden infolge dieses Ereignisses am 10. Oktober 2012 ein Arbeitsunfähig-

keitszeugnis für die Zeit vom Mittwoch, 10. Oktober 2012 bis und mit Freitag, 13. Oktober 

2012 aus (VI-act. 1). Der Beschwerdeführer nahm seine Arbeit am Montag, 15. Oktober 

2012, wieder auf (VI-act. 2). 

 

C. In der Folge teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. Oktober 

2012 mit, dass er für die Folgen des Berufsunfalls Versicherungsleistungen erhalte. Der 

Taggeldanspruch beginne am 11. Oktober 2012, wobei das Taggeld durch den Arbeitgeber 

ausbezahlt werde; die Kosten der Heilbehandlung würden von der Vorinstanz direkt den 

Leistungserbringern bezahlt (VI-act. 4). Da der Beschwerdeführer nach der kurzen 

Arbeitsunfähigkeit seine Arbeit wieder aufgenommen hatte, keine weiteren Unfallscheine 

bei der Vorinstanz einreichte und nach dem 13. Oktober 2012 auch keine weitere 

Behandlung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. Oktober 2012 in Anspruch nahm, 

wurden für die Zeit nach Mitte Oktober 2012 auch keine Leistungen von der Vorinstanz 

mehr ausgerichtet. 

 

D. Am 6. November 2013 meldete sich die Lebenspartnerin des Beschwerdeführers bei der 

Vorinstanz und teilte mit, die damalige Schadenmeldung sei falsch ausgefüllt worden. Bei 

dem Unfall vom 8. Oktober 2012 seien auch der Rücken und das Bein verletzt worden. Der 

Beschwerdeführer habe wegen dem Rücken immer noch Schmerzen und diese würden 

immer schlimmer (VI-act. 6). 

 

E. Daraufhin holte die Vorinstanz diverse Arztberichte ein und schickte eine Aussen-

dienstmitarbeiterin beim Beschwerdeführer vorbei. Der Beschwerdeführer berichtete 

anlässlich dieses Besuchs vom 2. Dezember 2013, beim Unfall vom 8. Oktober 2012 sei 

sein Oberkörper irgendwie abgedreht und sein linkes Bein für eine kurze Zeit eingeklemmt 

worden. Im linken Fuss habe er im Gelenk einen stechenden Schmerz gespürt und auch im 

Rücken habe er einen Schmerz gespürt, wie wenn ihm jemand mit dem Messer im Rücken 

bohre. Trotzdem habe er noch zwei Stunden zu Ende gearbeitet und sich um 17 Uhr auf 

den Nachhauseweg begeben. Unterwegs habe er im linken Bein kein Gefühl mehr gehabt 

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und sei zu Boden gestürzt. Am nächsten Tag habe er den Hausarzt aufgesucht. Dieser 

habe sich aber für den Rücken nicht interessiert und nur das Bein untersucht (VI-act. 19). 

 

F. Kreisärztin Dr. E___ gab am 17. Januar 2014 gestützt auf die eingeforderten Unterlagen 

und Berichte eine ärztliche Einschätzung ab zur Frage, ob die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Beschwerden (vor allem Rückenschmerzen) mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kausal zum Unfallereignis im Oktober 2012 sind. Sie verneinte dies klar, 

insbesondere, da echtzeitlich keinerlei Rückenbeschwerden dokumentiert seien. Die 

Aussage des Beschwerdeführers, man habe seine Rückenschmerzen einfach ignoriert, sei 

nicht nachvollziehbar (VI-act. 44). 

 

G. Insbesondere gestützt auf diese Einschätzung erliess die Vorinstanz am 14. Februar 2014 

eine Verfügung, in der sie festhielt, dass sie nicht leistungspflichtig sei für die vom 

Beschwerdeführer gemeldeten Rückenbeschwerden. Die aktuell geschilderten Beschwer-

den seien nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 8. Oktober 2012 

zurückzuführen (VI-act. 48). Der Beschwerdeführer liess seinen Rechtsvertreter Einsprache 

gegen diese Verfügung erheben (VI-act. 51). Mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2014 

wies die Vorinstanz die Einsprache ab (VI-act. 61). 

 

H. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Beschwerdeführer am 4. Juli 2014 

erhobene Beschwerde ans Obergericht (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 21. Oktober 

2014 (act. 8) verlangte die Vorinstanz deren Abweisung und Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids. Dem Beschwerdeführer wurde die Vernehmlassung 

der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht und ihm eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um 

allenfalls ausdrücklich eine mündliche Verhandlung zu verlangen, ansonsten davon 

ausgegangen werde, dass er darauf verzichte, zumal die Streitsache für eine solche 

ohnehin nicht ohne weiteres geeignet erscheine. Für den Verzichtsfall wurde ihm 

Gelegenheit eingeräumt, eine Replik einzureichen (act. 10). Am 17. November 2014 reichte 

der Beschwerdeführer eine Replik ein (VI-act. 12) und verzichtete damit auf die 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Hierauf setzte das Obergericht der 

Vorinstanz ebenfalls eine Frist für ein allfälliges Begehren um eine mündliche Verhandlung 

bzw. im Verzichtsfall eine Frist zur Einreichung einer Duplik (act. 13). Daraufhin liess sich 

der Beschwerdeführer mit zwei inhaltlich identischen Schreiben vom 24. und 26. November 

2014 vernehmen, es habe sich offensichtlich ein Missverständnis eingeschlichen; die 

Replik sei zur Vereinfachung des Verfahrens eingereicht worden, der Beschwerdeführer 

halte aber vollumfänglich daran fest, eine öffentliche Verhandlung durchführen zu wollen. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers betonte, es sei wichtig für das Gericht, sich ein 

Bild über den Beschwerdeführer und seine Leiden anhand eines Augenscheins selbst zu 

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verschaffen (act. 14). Im Sinn eines Entgegenkommens nahm das Obergericht den Antrag 

auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung trotz des zuvor stillschweigend erfolgten 

Verzichts an (act. 17). Die Vorinstanz hielt mit Duplik vom 9. Dezember 2015 am Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest (act. 19). Am 5. Februar 2015 wurde die vom 

Beschwerdeführer beantragte mündliche Verhandlung auf den 20. Mai 2015 angesetzt und 

die Parteien vorgeladen. Nachdem die Vorinstanz bereits auf eine Teilnahme an der 

Verhandlung verzichtet hatte, zog der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. Mai 2015, 

das am Morgen des Verhandlungstags beim Obergericht einging (act. 27), das Gesuch um 

eine öffentliche Verhandlung zurück, da sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

auf Grund der zahlreichen gesetzlichen Fristen ausser Stande sehe, die Reise nach Trogen 

anzutreten. Am 20. Mai 2015 wurde die Sache daher ohne Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung in der dritten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien 

abschliessend beraten und darüber entschieden.  

 

I. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie auf die 

Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Formelles 

 

1.1 

Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. 

Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) 

beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Die örtliche Zuständigkeit 

ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der 

weiteren Prozessvoraussetzungen ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerde-

berechtigung als auch hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (insbe-

sondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] 

i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]). 

 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

Seite 6 

 

1.2 

Der Beschwerdeführer verlangt von der Vorinstanz die Herausgabe des „Betriebsdossiers“, 

in welchem der Unfallhergang umschrieben sei (Rechtsbegehren Ziff. 5). Dem ist 

entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz ihre Akten betreffend das in Frage stehende 

Unfallereignis vom Oktober 2011 vollständig eingereicht hat (act. 9.1-66). Die Akten wurden 

dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits im März 2014 im Rahmen des 

Einspracheverfahrens vor der Vorinstanz zur Verfügung gestellt (VI-act. 57). Im 

vorliegenden Verfahren erhielt der Rechtsvertreter die von der Vorinstanz eingereichten 

Akten ebenfalls zur Einsichtnahme zugeschickt (act. 10). Es ist daher nicht ersichtlich, was 

mit dem expliziten Editionsantrag des Beschwerdeführers, den dieser in der Replik zudem 

auf ein „Arbeitssicherheitsdossier“ ausweitet (Replik, Ziff. II 5-7), bezweckt wird. Im Übrigen 

ist anzumerken, dass im Leistungsbereich der Unfallversicherung ohnehin kein „Betriebs-

dossier“ oder „Arbeitssicherheitsdossier“ zu erstellen ist, aus welchem eine genaue 

Beschreibung des Unfallhergangs hervorgeht; lediglich im Prämienbereich existieren sog. 

Betriebsdossiers, d.h. Dossiers, in welchen der jeweilige Betrieb erfasst wird. Die 

Beschreibung des Unfallhergangs ist nicht aus dem Betriebsdossier, sondern vielmehr aus 

der elektronischen Schadenmeldung, welche sich in den Akten der Vorinstanz befindet (VI-

act. 2), ersichtlich. Diese wurde dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz zur Kenntnis 

gebracht. Anderweitige Unterlagen über die Arbeitgeberfirma, welche den Prämienbereich 

betreffen, haben zum Vornherein keine Bedeutung für die Beurteilung der Leistungspflicht 

der Vorinstanz im vorliegenden Fall. Der Editionsantrag des Beschwerdeführers ist 

entsprechend abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

 

2. Materielles 

 

2.1   

Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 

ATSG). Diese Voraussetzungen sind beim Ereignis vom 8. Oktober 2012 ohne Zweifel 

erfüllt, weshalb zu Recht unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 8. Oktober 2012 

bei seiner Arbeit einen Unfall erlitten hat.  

 

2.2  

Der Beschwerdeführer macht unter anderem geltend, die Vorinstanz habe Art. 16 und 19 

UVG, Art. 49 ATSG sowie Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 

Seite 7 

0.101) und Art. 29a der schweizerischen Bundesverfassung (BV, SR 101) verletzt. Er bringt 

in diesem Zusammenhang insbesondere vor (vgl. Beschwerde, insbesondere Ziff. III, 21 ff. 

und IV), die Vorinstanz hätte den Fall zunächst mittels Verfügung im Sinn von Art. 49 ATSG 

abschliessen müssen, um die jetzigen Beschwerden überhaupt als allfälligen Rückfall zum 

Unfallereignis zu bezeichnen (anders argumentiert der Beschwerdeführer in Ziff. I 6 der 

Beschwerde, wo er geltend macht, die Vorinstanz habe einen Rückfall zu bejahen).  

 

Mit diesen - in sich teils widersprüchlichen - Rügen verkennt der Beschwerdeführer, dass 

es letztlich gar keine Rolle spielt, ob die Vorinstanz die von ihm geltend gemachten 

Beschwerden als Rückfall oder Spätfolgen des Unfallereignisses qualifiziert. Sollte er damit 

sinngemäss geltend machen wollen, die Vorinstanz hätte dem Beschwerdeführer 

rückwirkend Taggelder auszurichten, so übersieht er, dass der Beschwerdeführer nach 

dem Unfall lediglich vom 10. bis 13. Oktober 2012 arbeitsunfähig geschrieben war und sich 

in der Folge erst über ein Jahr später wieder bei der Vorinstanz gemeldet hatte, um über 

Beschwerden zu berichten. Nach der kurzen Arbeitsunfähigkeit hat der Beschwerdeführer 

seine Arbeit am 15. Oktober 2012 wieder aufgenommen und der Vorinstanz keine weiteren 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse mehr eingereicht. Entsprechend ist auch nicht ersichtlich, 

weshalb dem Beschwerdeführer nach Mitte Oktober 2012 ein Taggeldanspruch zukommen 

sollte. Unter diesen Umständen bestand auch keine Pflicht der Vorinstanz, eine Verfügung 

darüber zu erlassen, dass sie ihm keine Taggelder ausrichte. Die vom Beschwerdeführer 

angeführten angeblichen Rechtsverletzungen sind nicht nachvollziehbar. 

 

2.3  

Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass sie mit der angefochtenen Verfügung keine 

Versicherungsleistungen eingestellt hat, sondern vielmehr Versicherungsleistungen im 

Zusammenhang mit den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rückenbeschwerden 

bereits mangels Vorliegen des als Grundvoraussetzung für Leistungen der Vorinstanz 

erforderlichen Kausalzusammenhangs verneint (Vernehmlassung, act. 8, Ziff. V 13). Jede 

Leistungspflicht der Vorinstanz - sei dies direkt im Anschluss an ein Unfallereignis (d.h. für 

einen sog. Grundfall) oder erst später für einen Rückfall oder eine Spätfolge (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2012 vom 27. Juni 2012, E. 2.2, m.w.H) ist an die 

Voraussetzung geknüpft, dass ein Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfallereignis besteht: 

 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden einerseits ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 

Seite 8 

Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 

versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 

zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruches nicht (vgl. anstelle vieler BGE 129 V 177, E. 3.1, m.w.H.). 

 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt andererseits voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Die Vorinstanz hat mit Verfügung vom 14. Februar 2014 das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den vom Beschwerdeführer geschilderten 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 8. Oktober 2012 verneint. Fehlt bereits der 

natürliche Kausalzusammenhang, erübrigt sich eine zusätzliche Prüfung der Adäquanz. 

 

2.4   

Gemäss Eintrag im Verlaufsbericht der Praxis Brunnenhof (VI-act. 42, S. 2) erschien der 

Beschwerdeführer am Mittwoch, 10. Oktober 2012 in der Praxis und berichtete vom 

Unfallereignis vom Montag, 8. Oktober 2012, bei welchem er den linken Fuss gegen innen 

verdreht habe. Am 9. Oktober 2012 habe der Beschwerdeführer gearbeitet und dabei auch 

noch eine „Eisenstange ins Gesicht bekommen, an die linke Wange“. Objektiv festgehalten 

wurde im Verlaufsbericht die geschwollene linke Wange und ein Druckschmerz im Bereich 

Unterkiefer links. Am linken Fuss (oberes Sprunggelenk / Mittelfuss) fand sich eine diskrete 

Schwellung mit fraglichem Hämatom. Die Bewegung war schmerzbedingt eingeschränkt, 

Sensibilität und Pulse waren in Ordnung. Der Röntgenbefund von Fuss, oberem 

Sprunggelenk und Schädel zeigte keine Hinweise auf eine Fraktur. Es bestand lediglich der 

Verdacht auf eine Kontusion des Mittelfusses und des oberen Sprunggelenks links.  

 

Es fällt auf, dass dieser Eintrag im Verlaufsbericht sich nicht im Einzelnen mit den Angaben 

des Beschwerdeführers gegenüber der Aussendienstmitarbeiterin der Vorinstanz deckt 

(vgl. Sachverhalt, lit. E): Gemäss Verlaufsbericht suchte der Beschwerdeführer den 

Hausarzt anders als nach dessen persönlicher Schilderung nicht bereits einen Tag nach 

Seite 9 

dem Unfall, sondern erst zwei Tage nach dem Unfall auf; auch wurde er nicht von seinem 

Hausarzt, sondern von der als Praxisassistentin in der Brunnenhofpraxis tätigen Dr. D___ 

behandelt. 

 

2.5  

Bei der Nachkontrolle in der Praxis Brunnenhof am 13. Oktober 2012 bestanden gemäss 

Eintrag im Verlaufsbericht (VI-act. 42, S. 2) nur noch „ganz wenig Schmerzen am Fuss links 

lateral.“ Es bestand keine Schwellung mehr, weder im Gesicht noch am Fuss. Weitere 

Beschwerden, insbesondere Rückenbeschwerden mit Bezug auf den Unfall vom 8. Oktober 

2012, sind im Verlaufsbericht keine erwähnt. Der Beschwerdeführer regte anlässlich dieses 

Arztbesuchs lediglich - ohne Zusammenhang zum Unfall vom 8. Oktober 2012 - an, einen 

Check up durchzuführen, da er nicht an Gewicht zunehme, was ihn sehr beunruhige.  

 

2.6   

Der vom Beschwerdeführer gewünschte Check up wurde am 13. November 2012 

durchgeführt. Dabei waren die „Wirbelsäule und Nierenlogen klopfindolent. Lunge: 

vesikuläres ATG über allen Lungenfelder. Abdomen weich, Druckdolenz im rechten und 

linken Unterbauch, kein Klopfdolenz, keine Abwehrspannung. Lebergrösse nicht sicher 

beurteilbar. Kraft, Sensibilität und Reflexe der OE und UE seitengleich, Babinski bds. neg., 

Lasègue bds. neg. Fusspulse palpabel“ (vgl. VI-act. 42, S. 3). Rückenbeschwerden sind 

keine erwähnt. 

 

2.7  

Am 19. November 2012 besprach Dr. D___ die Laborwerte mit dem Beschwerdeführer. 

Rückenbeschwerden sind (weiterhin) keine erwähnt. Einem weiteren Termin in der Praxis 

Brunnenhof vom 14. Dezember 2012 ist der Beschwerdeführer offenbar unentschuldigt 

ferngeblieben (vgl. VI-act. 42, S. 3). Danach war der Beschwerdeführer nicht mehr in der 

Praxis Brunnenhof in Behandlung bis zum April 2013, als er von Dr. F___ wegen einer 

Dornwarze an der linken Ferse behandelt wurde (VI-act. 42, S. 1). Auch bei diesem Termin 

im April 2013 waren Rückenbeschwerden offenbar kein Thema. Am 7. Mai 2013 

veranlasste schliesslich Dr. G___ von der Brunnenhof Praxis eine Untersuchung des 

Beschwerdeführers durch Dr. H___, weil der Beschwerdeführer befürchtete, eine 

Gesichtslähmung zu entwickeln. Gemäss Dr. H___ bestanden dafür jedoch keine 

Anhaltspunkte und es waren keine weiteren Massnahmen zu treffen. Rückenbeschwerden 

irgendwelcher Art sind auch hier keine erwähnt, vielmehr wurden im Bereich der 

Extremitäten symmetrische Muskeleigenreflexe und keine sensomotorischen Defizite 

festgestellt (VI-act. 16).  

  

Seite 10 

2.8  

Erst im Juni 2013 überwies Dr. G___ den Beschwerdeführer zu Dr. I___, wo dieser vom 

Unfall am Arbeitsplatz im Oktober 2012 berichtete. Der Beschwerdeführer gab an, nach 

dem Unfall seien die Schmerzen „bald wieder versurrt“. Im Dezember 2012 seien dann 

aber zunehmend lumbale Schmerzen und Beschwerden im Gesässbereich aufgetreten; 

zudem habe er ein komisches Kribbeln in beiden Beinen verspürt (vgl. VI-act. 18, S. 1 f.). 

Aktenkundig sind solche Beschwerden, wie Ziff. 2.4 bis 2.7 obenstehend zeigen, allerdings 

erst in diesem Bericht von Dr. I___. Es fällt insbesondere auf, dass der Beschwerdeführer 

den Arzttermin bei Dr. D___ im Dezember 2012 nicht wahrnahm, was erstaunt, sollte er 

tatsächlich bereits damals unter derartigen Beschwerden gelitten haben.  

 

Dr. I___ ging aufgrund der klinischen Untersuchung und radiologischen Befunde von einer 

„segmentalen Instabilität auf Höhe von LWK 5 aus mit konsekutiv myofaszialer 

Überlastungsreaktion“, wobei eine Bandlaxität diesbezüglich einen ungünstigen Cofaktor 

darstelle (VI-act. 18). Am 6. November 2013 stellte sich der Beschwerdeführer erneut in der 

Sprechstunde von Dr. I___ vor (VI-act. 17), welcher eine „Spondylolyse von L5 bds. mit 

leichten degenerativen Veränderungen auf der Höhe L5/S1“ feststellte.  

 

2.9  

Im September 2013 wurde der Beschwerdeführer ausserdem von Dr. J___ untersucht. 

Auch bei Dr. J___ hat der Beschwerdeführer vom Unfall vom November (gemeint wohl: 

Oktober) 2012 berichtet und erwähnt, er habe seither unter Beschwerden gelitten. Dr. J___ 

nimmt diese persönliche Schilderung des Beschwerdeführers in der Anamnese auf, stellt im 

Sprechstundenbericht vom 16. September 2013 (VI-act. 15) aber ausdrücklich klar: „Der 

Unfall ist meiner Meinung nach für die Beschwerdesymptomatik nicht ursächlich. Sonst 

müsste man Aufhellungszeichen im Pedikel sehen.“ 

 

2.10  

In der Folge erfolgten verschiedene weitere Abklärungen und Behandlungen im 

Zusammenhang mit den Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers (vgl. Röntgenbericht 

vom 23. September 2013, VI-act. 38; Infiltration Facettengelenk LW5/SW1 vom 23. 

September 2013, VI-act. 39; Bericht von Dr. I___ vom 6. November 2013, VI-act. 17). Im 

Sprechstundenbericht vom 25. November 2013 hält Dr. I___ fest, dass sich nach der 

Facettengelenksinfiltration die Beschwerdesymtomatik immerhin um 50% verbessert habe 

(VI-act. 32). Beschwerdefrei ist der Beschwerdeführer aber nach wie vor nicht. Dies wird 

von der Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Replik, Ziff. IV 

20) auch gar nicht in Abrede gestellt. Entscheidend für eine allfällige Leistungspflicht der 

Vorinstanz ist aber nicht, ob der Beschwerdeführer unter Rückenbeschwerden leidet, 

Seite 11 

sondern, ob diese Beschwerden auf das Unfallereignis vom Oktober 2012 zurückzuführen 

sind. Ist dies zu verneinen, hat die Vorinstanz auch keine näheren Abklärungen zur 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vorzunehmen (vgl. das diesbezügliche 

Rechtsbegehren des Beschwerdeführer, Ziff. 6). 

 

An dieser Stelle ist zudem darauf hinzuweisen, dass die Sachverhaltsdarstellung des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, wonach beim Unfall „der Fuss und Teile des 

Knies … gebrochen wurden“ (Beschwerde, Ziff. II 14) und zudem auch ein „Wirbelbruch“ 

erfolgt sei (Replik, Ziff. III) als haltlos bezeichnet werden muss, da derartige Unfallfolgen 

weder in den Berichten der behandelnden Ärzte, noch in den Röntgen- oder MRI-

Untersuchungen bestätigt wurden. 

 

2.11  

Um die Frage der Unfallkausalität der Beschwerden abschliessend zu klären, hat die 

zuständige Sachbearbeiterin der Vorinstanz eine ärztliche Beurteilung bei Kreisärztin Dr. 

E___ eingeholt (VI-act. 43). Dr. E___ kam in ihrer Beurteilung vom 17. Januar 2014 (VI-act. 

44) zum klaren Schluss, dass die aktuell beklagten Beschwerden im Bereich von Rücken, 

Hüft und Bein nicht kausal zum Unfallereignis vom 8. Oktober 2012 seien.  

 

2.12  

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis und gegebenenfalls in 

Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_152/2014 vom 21. Juli 2014, E. 3.1.1; BGE 134 V 231, E. 5.1, BGE 125 

V 351, E. 3a). Dr. E___ nimmt in ihrer Beurteilung ausführlich auf die Feststellungen der 

behandelnden Ärzte in den vorhandenen Arztberichten Bezug und begründet überzeugend, 

dass gesamthaft davon auszugehen ist, dass es beim Unfall lediglich zu einer Mittelfuss-, 

und tagsdarauf zusätzlich zu einer Gesichtsverletzung, gekommen sei. Die kreisärztliche 

Stellungnahme ist einleuchtend und nachvollziehbar. Die Beurteilung von Dr. E___ steht 

auch nicht im Widerspruch zur Einschätzung der behandelnden Ärzte; in keinem der 

vorliegenden Arztberichte wird ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und 

den Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers bestätigt; vielmehr verneint Dr. J___ 

einen solchen Kausalzusammenhang sogar ausdrücklich (vgl. VI-act. 15). Der 

Einschätzung von Dr. E___ kann somit vollständig gefolgt werden. Entsprechend ist ein 

Seite 12 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdeführer vorgetragenen 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 8. Oktober 2012 zu verneinen. 

 

2.13  

Weitere Abklärungen sind damit nicht erforderlich. Dem entsprechenden Begehren in Ziff. 4 

der Rechtsbegehren des Beschwerdeführers ist nicht stattzugeben. 

 

2.14  

Fehlt es am Kausalzusammenhang, so kann zum Vornherein kein Anspruch auf die vom 

Beschwerdeführer verlangte Integritätsentschädigung entstehen (vgl. das diesbezügliche 

Rechtsbegehren, Ziff. 2). Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, welche dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität (vgl. Art. 24 

UVG) überhaupt vorliegen soll, die zu der vom Beschwerdeführer geltend gemachten vollen 

Integritätsentschädigung berechtigen würde. Die Rückenbeschwerden des 

Beschwerdeführers, wie sie in den ärztlichen Berichten dokumentiert sind, erfüllen 

jedenfalls die Voraussetzungen zur Ausrichtung einer Integritätsentschädigung 

offensichtlich nicht. 

 

2.15  

Insgesamt ergibt sich somit, dass die Vorinstanz ihre Leistungspflicht mangels gegebenem 

Kausalzusammenhang zum in Frage stehenden Unfallereignis zu Recht verneint hat. Die 

Leistungsbegehren des Beschwerdeführers sind vollumfänglich abzuweisen. 

 

 

3. Kosten und Entschädigung 

 

3.1.   

Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 

61 lit. a ATSG). 

 

3.2.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet, da der Beschwerdeführer unterliegt 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario i.V.m. Art. 1 UVG) und da die obsiegende Vorinstanz als 

staatliche Einrichtung wegen des Prinzips der Kostenlosigkeit des Verfahrens gemäss 

Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich keinen Anspruch auf eine solche haben kann (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 33 

und 114 zu Art. 61 ATSG; Art. 24 Abs. 3 lit. a i.V.m. mit Art. 59 VRPG). 

 

Seite 13 

3.3.  

Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 29. August 2014 im vorliegenden Verfahren 

die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Verbeiständung gewährt wurden 

(ERV 14 48), hat sein Rechtsvertreter auch beim vorliegenden Verfahrensausgang 

Anspruch auf eine Entschädigung als unentgeltlicher Rechtsbeistand. Die Entschädigung 

ist in Sozialversicherungssachen pauschal und ermessensweise festzulegen. Im 

vorliegenden Fall wird zulasten der Staatskasse die in gleichartigen Fällen übliche 

Entschädigung von pauschal Fr. 2'250.-- (inklusiv Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

gewährt, unter Vorbehalt der Rückforderung beim Beschwerdeführer für den Fall 

günstigerer wirtschaftlicher Verhältnisse. 

 

3.4.  

Der Beschwerdeführer verlangt überdies die Zusprechung einer Parteientschädigung für 

das vorinstanzliche Einspracheverfahren. Gemäss Art. 52 Abs. 3 ATSG ist das 

Einspracheverfahren kostenlos; Parteientschädigungen werden in der Regel nicht 

ausgerichtet.  

 

Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren unterlegen ist und die angefochtene 

Verfügung vollumfänglich bestätigt wurde, entfällt ein Entschädigungsanspruch für das 

Einspracheverfahren zum Vornherein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2009 vom 

1. Februar 2010, E. 8). Der entsprechende Antrag ist ohne weiteres abzuweisen.  

 

Ob der Beschwerdeführer allenfalls Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen 

Rechtsvertreters im Einspracheverfahren hat, kann vorliegend offen gelassen werden. Die 

Vorinstanz hat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in Ziff. 5 des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 2. Juni 2014 aufgefordert, das beigelegte Formular zusammen 

mit einer in zeitlicher Hinsicht spezifizierten Kostennote einzureichen, worauf sie über das 

entsprechende Gesuch separat entscheiden werde. Ob der Rechtsvertreter dieser 

Aufforderung nachgekommen ist, ergibt sich nicht aus den Akten. Eine allfällige Abweisung 

des Gesuchs wäre aber in jedem Fall separat anzufechten und bildet nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens. 

Seite 14 

Demnach erkennt das Obergericht: 

 
 
1. Die Beschwerde von A___ wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  
 
 
3. RA AA___ wird als unentgeltlichem Rechtsbeistand des Beschwerdeführers eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'250.-- (inklusiv Barauslagen und Mehrwertsteuer) 
zulasten der Staatskasse zugesprochen, unter Vorbehalt der Rückforderung beim 
Beschwerdeführer für den Fall günstigerer wirtschaftlicher Verhältnisse. 

 
 
4. Rechtsmittel:  Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit dessen Zustellung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) geführt 
werden.  

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt, die Vorinstanz und das 

Bundesamt für Gesundheit. 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Annika Mauerhofer 

 
 
 
 
 
versandt am: 19.08.15 
 
 
 
 
Die vom Beschwerdeführer gegen dieses 
Urteil erhobene Beschwerde an das Bundes- 
gericht hat dieses mit Entscheid vom 01.03.16  
abgewiesen (8C_682/2015).