# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a2fddaa-8f78-5ef6-bdfb-c7209c32ff26
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2014 200 2013 344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-344_2014-10-06.pdf

## Full Text

200 13 344 IV
KNB/TOZ/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. März 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1954 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezieht seit dem 1. September 1998 hauptsächlich wegen Rückenbe-
schwerden bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 54 % eine halbe Rente 
der Invalidenversicherung (Verfügung vom 15. November 2001; Antwort-
beilagen der Invalidenversicherung [AB] 1.26 S. 1 und AB 1.14 S. 4 ff); die-
se wurde in den Folgejahren zwei Mal revisionsweise bestätigt (Verfügun-
gen vom 11. Oktober 2005 und 10. Juli 2007; AB 16 und 23). 

B.

In der Zwischenzeit hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 
(SUVA) mit Verfügung vom 21. November 2002 (AB 1.3 S. 2 bis 5) dem 
Versicherten für die aus dem Unfall vom 27. Dezember 2000 verbleibenden 
Beeinträchtigungen an der rechten Schulter ab dem 1. November 2002 
eine Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 25 % sowie 
eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10 % 
zugesprochen. Am 25. Juni 2010 erlitt der Versicherte bei einem weiteren 
Unfall (AB 36.1 S. 8) erneut Verletzungen an der rechten Schulter (vgl. AB 
36.1 S. 119). Nach Beizug verschiedener Arztberichte und erfolgten 
kreisärztlichen Untersuchungen (AB 36.1 S. 115 bis 121 und S. 175 bis 
185) sprach die SUVA mit Verfügung vom 12. September 2012 (AB 40) für 
den zusätzlich entstandenen Integritätsschaden an der rechten Schulter 
eine Integritätsentschädigung von 5 % zu; die Voraussetzungen für die 
Erhöhung der aus dem Unfall vom 27. Dezember 2000 laufenden Invali-
denrente von 25 % seien jedoch nicht erfüllt. 

C.

Im Juli 2012 leitete die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) von 
Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein (AB 38) und zog unter anderem 

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die Akten der SUVA (AB 36.1) bei. Gestützt auf die kreisärztlichen Berichte 
vom 17. Juni 2011 und 17. April 2012 (AB 36.1 S. 115 bis 121 und S. 175 
bis 185) stellte sie mit Vorbescheid vom 11. Februar 2013 (AB 51) die Auf-
hebung der bisherigen halben Rente in Aussicht. Sie erwog, laut ihren Ab-
klärungen habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten verbessert. 
Aus medizinischer Sicht sei ihm die Ausübung einer körperlich leichten, 
angepassten Tätigkeit (ohne repetitives Heben von Gewichten über 3 kg) 
vollumfänglich zumutbar. Daran hielt die IVB nach erhobenem Einwand 
vom 11. März 2013 (AB 52) fest und hob mit Verfügung vom 27. März 2013 
(AB 55), ausgehend von einem IV-Grad von 16 %, die bisherige halbe Inva-
lidenrente per Ende April 2013 auf. Gleichzeitig entzog sie einer allfälligen 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

D.

Hiergegen lässt der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 30. April 2013 Beschwerde erheben mit dem Antrag, unter 
Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes sei die bisher ausgerichtete 
halbe Invalidenrente zu bestätigen. Eventuell seien die Verfahrensakten zur 
weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen. Im Weiteren sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wie-
derherzustellen. 

Mit Verfügung vom 8. Mai 2013 wies der Instruktionsrichter das Gesuch um 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

In der Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde.

Am 16. September 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 27. März 2013 
(AB 55). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere, ob die Aufhebung der bisherigen halben Invalidenren-
te per Ende April 2013 zu Recht erfolgt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 
dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur 
Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetre-
ten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 

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streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls - sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden - 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.2).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

Da im Rahmen der in den Jahren 2005 und 2007 durchgeführten Revisio-
nen keine umfassende materielle Überprüfung des Leistungsanspruchs 
vorgenommen wurde (vgl. Verfügungen vom 11. Oktober 2005 und 10. Juli 
2007; AB 16 und 23), ist in materieller Hinsicht der Sachverhalt im Zeit-
punkt der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2013 (AB 55) mit 
demjenigen im Zeitpunkt der Verfügung vom 15. November 2001 (AB 1.14 
S. 4 ff.) zu vergleichen (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.1 Gestützt auf die Akten haben sich die Verhältnisse in erwerblicher 
Hinsicht seit der rentenzusprechenden Verfügung vom 15. November 2001 
(AB 1.14 S. 4 ff.) wesentlich geändert. So sind dem Auszug aus dem indi-
viduellen Konto (IK) vom 12. Juli 2012 (AB 37) ab dem Jahr 2004 Jahres-
einkommen zu entnehmen, welche deutlich höher sind (2004: Fr. 64‘411.--; 

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2005: Fr. 53‘595.--; 2006: Fr. 58‘800.--; 2007: Fr. 67‘383.--; 2008: 
Fr. 66‘254.--; 2009: Fr. 57‘479.-- [AB 37 S. 2; vgl. auch AB 30 S. 3]), als 
das - der rentenzusprechenden Verfügung vom 15. November 2001 (AB 
1.14 S. 4 ff.) zu Grunde liegende - Valideneinkommen von Fr. 49‘920.-- (AB 
1.23 S. 2). Weiter geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer 
am 20. November 2003 eine Stelle als … angetreten hat, welche ihm auf 
den 28. Februar 2011 gekündigt wurde (AB 36.1 S. 85, AB 42 S. 1). So-
dann ist den Auszügen der Handelsregister der Kantone Aargau, Bern und 
Schwyz (in den Gerichtsakten) zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
- im massgeblichen Vergleichszeitraum - in verschiedenen Funktionen bei 
drei Aktiengesellschaften (…) tätig war; seit dem 7. Mai 2012 ist er Inhaber 
des Einzelunternehmens C.________ (Eintrag: 7. Mai 2012). Diese Um-
stände stellen - nebst dem offenbaren Wegzug ins Ausland im Jahr 2009 
(AB 27) - Revisionsgründe dar, weshalb der Rentenanspruch umfassend 
zu prüfen ist (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200). 

3.2 Die Verfügung vom 15. November 2001 (AB 1.14 S. 4 ff.) stützte 
sich in medizinischer Hinsicht offenbar auf den Bericht von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 19. Juli 
1999 (vgl. AB 1.26 S. 1), welcher sich nicht (mehr) in den Akten befindet 
und auch nicht mehr erhältlich gemacht werden kann (vgl. AB 48 ff.). Dem 
Schlussbericht der Berufsberatung vom 16. Dezember 1999 (AB 1.26 S. 1) 
ist diesbezüglich zu entnehmen, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers hauptsächlich durch die Rückenbeschwerden beeinträchtigt werde. 
Gemäss Beurteilung von Dr. med. D.________ bestehe ab dem 18. Januar 
1999 eine Arbeitsfähigkeit von 20 % in der bisherigen Tätigkeit als … bzw. 
eine solche von 50 % in einer körperlich leichten, angepassten Tätigkeit (in 
sitzender Position). 

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2013 (AB 55) liegen 
insbesondere folgende Berichte zu Grunde:

3.3.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
hielt im Verlaufsbericht vom 2. Juli 2007 (AB 22) einen stationären Ge-
sundheitszustand fest. Bei Status nach Schultertrauma rechts von Dezem-
ber 2000 seien nach Überkopfarbeiten anfangs März 2006 (nach Täferung 
einer Decke) starke Schulterschmerzen aufgetreten, welche unter einer 

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analgetisch-antiphlogistischen Therapie wieder abgeklungen seien. Im 
Herbst 2006 habe der Beschwerdeführer erneut über zunehmende Schul-
terschmerzen rechts geklagt (AB 22 S. 1). 

3.3.2 Der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. F.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 17. Juni 2011 (AB 36.1 S. 115 bis 121) ein 
Verhebetrauma beim Anheben einer schweren Kiste mit Traumatisierung 
der rechten Schulter vom 27. Dezember 2000, einen Status nach Gastric 
Banding von 1997, multiple degenerative Veränderungen der HWS (unfall-
fremd), einen Status nach IV-Berentung wegen eines lumbalen Rückenlei-
dens, ein mittelgradiges Karpaltunnelsyndrom (CTS) rechts sowie einen 
Status nach Arbeitsplatzverlust per Ende 2010 (AB 36.1 S. 119). Betreffend 
die HWS sei der Beschwerdeführer aktuell beschwerdearm. Von Seiten der 
SUVA sei dazu bereits Stellung genommen worden, dass die HWS-
Beschwerden unfallfremd seien. Die noch vorhandenen und geltend ge-
machten Beschwerden in der rechten Schulter müssten auf die Schulter 
selber bezogen werden. Die HWS und das CTS seien hier nicht relevant 
am Beschwerdebild beteiligt. Es bestehe eine zweimalig operierte rechte 
Schulter (Operationen vom 13. März 2001 und 20. Januar 2011; AB 36.1 
S. 119) mit subjektiv unbefriedigendem Resultat, objektiv doch auch klarer 
Bewegungseinschränkung oberhalb der Horizontalen und Kraftverminde-
rung des ganzen Armes. Der Beschwerdeführer weise eine deutliche Kraft-
verminderung des rechten Armes und eine klare Bewegungseinschränkung 
oberhalb der Horizontalen auf. Nicht mehr zumutbar seien deshalb Arbeiten 
über der Schulterhorizontalen und das Heben von Gewichten über 5 kg 
bzw. das repetitive Heben von Gewichten über 3 kg. Das Sitzen, Stehen 
und Gehen seien nicht eingeschränkt. Für eine körperlich leichte, ange-
passte Tätigkeit (ohne Schulterbelastung, ohne Heben von Gewichten), wie 
beispielsweise Überwachung von Maschinen, Kontrollarbeiten oder leichte 
manuelle Arbeiten auf Tischhöhe, sei der Beschwerdeführer uneinge-
schränkt einsatzfähig; es könnte dabei von einer ganztägigen Präsenz 
ausgegangen werden (AB 36.1 S. 120). 

3.3.3 Im Bericht vom 19. September 2011 (zu Handen der SUVA; AB 
36.1 S. 141) hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 

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Medizin FMH, fest, er schliesse sich der Beurteilung des Kreisarztes an, 
wonach der Beschwerdeführer in der Lage sein sollte, einer körperlich 
leichten, angepassten Tätigkeit (ohne Schulterbelastung, ohne Heben von 
schweren Gewichten) nachzugehen. Aufgrund der Vorgeschichte und der 
langen Arbeitsabsenz werde es jedoch schwierig werden, den Beschwer-
deführer in den Arbeitsprozess einzugliedern. Am 22. August 2011 habe 
dieser über unerträgliche Schmerzen im Bereich der rechten Schulter ge-
klagt, welche dazu geführt hätten, dass er der Arbeit (6 Stunden pro Woche 
in einer Druckerei) nur noch bedingt habe nachgehen können. Der Arzt 
schrieb ihn (ohne klinisch untersucht zu haben) für die Dauer eines Monats 
zu 50 % arbeitsunfähig. 

3.3.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
führte im Bericht vom 3. November 2011 (zu Handen der SUVA; AB 36.1 S. 
146 f.) aus, er betreue den Beschwerdeführer seit dem 26. September 
2011 als Hausarzt. Er habe ihn am 31. Oktober 2011 untersucht. Er komme 
wie der Kreisarzt zum Schluss, dass die geklagten Schmerzen in der rech-
ten Schulter auf die Schulter selber bezogen werden müssten (AB 36.1 S. 
146). Die vorgesehene Steigerung der Arbeitsleistung auf 40 % sei am 
31. Oktober 2011 nicht möglich gewesen. Grundsätzlich sollte der Be-
schwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ein volles Pensum bzw. in 
der bisherigen Tätigkeit als … (ohne Heben und Tragen) ein 50 %iges 
Pensum leisten können (AB 36.1 S. 147). 

3.3.5 Der Kreisarzt Dr. med. F.________ hielt im Bericht vom 17. April 
2012 (AB 36.1 S. 175 bis 185) fest, bei der klinischen Untersuchung liessen 
sich praktisch identische Befunde wie im Juni 2011 erheben. Die diskreten 
Abweichungen seien nicht signifikant und entsprächen dem möglichen Un-
terschied der Tagesform; ein signifikanter, objektivierbarer Unterschied 
bestehe nicht. Die Physiotherapie sei gestoppt worden, da sie nichts ge-
bracht habe. Im Moment fänden keine medizinischen Behandlungen statt, 
der Beschwerdeführer nehme Schmerzmittel ein. Das im Juni 2011 formu-
lierte Zumutbarkeitsprofil gelte nach wie vor (AB 36.1 S. 184). 

3.3.6 Dr. med. I.________, praktischer Arzt FMH, hielt im Verlaufsbericht 
vom 16. August 2012 (AB 41) einen stationären Gesundheitszustand fest. 
Es habe sich seit der letzten Diagnosestellung nichts geändert. Die chroni-

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schen Rückenschmerzen hätten weiterhin Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
(AB 41 S. 1). Es bestehe eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit von 1987 bis 
2012. Die Prognose verheisse keine Besserung des chronischen Status 
(AB 41 S. 2). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 27. März 2013 (AB 55) massgeblich auf die Berichte des Kreisa-
rztes Dr. med. F.________ vom 17. Juni 2011 (AB 36.1 S. 115 bis 121) und 
17. April 2012 (AB 36.1 S. 175 bis 185) gestützt, wonach eine vollständige 
Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten, angepassten Tätigkeit (ohne 
repetitives Heben von Gewichten über 3 kg) bestehe (AB 36.1 S. 120 und 
184) und damit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. der 
Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. Diese Berichte erfüllen die rechtspre-
chungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Ent-
scheidungsgrundlagen (vgl. E. 3.4 hiervor) nicht vollumfänglich. Zunächst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 11

sind sie insofern ungenügend, als sie nicht auf einer sämtliche Aspekte des 
vorliegenden Falles umfassenden medizinischen Untersuchung beruhen. 
Während die Invalidenversicherung als finale Versicherung im Unterschied 
zur Unfallversicherung sämtliche Leiden des Versicherten unabhängig von 
ihrer Ursache zu berücksichtigen hat (Urteil des BGer vom 21. Januar 
2010, 8C_887/2009, E. 4), hatte vorliegend die SUVA bzw. der Kreisarzt 
einzig die Leistungspflicht für die unfallbedingten Beschwerden an der 
rechten Schulter bzw. am rechten Arm zu beurteilen (AB 36.1 S. 119 und 
183). Dies geht insbesondere aus der Formulierung des Zumutbarkeitspro-
fils hervor, worin Bezug genommen wird auf die deutliche Kraftverminde-
rung des rechten Armes und die klare Bewegungseinschränkung oberhalb 
der Horizontalen (AB 36.1 S. 120 und 184). Es fehlt hier jedoch insbeson-
dere eine aktuelle eingehende Untersuchung und Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit im Zusammenhang mit den Rückenbeschwerden des Beschwer-
deführers, welche damals zur Rentenzusprache geführt hatten (vgl. E. 3.2 
hiervor). Soweit sich in den kreisärztlichen Berichten die Formulierung „Sta-
tus nach IV-Berentung wegen lumbalem Rückenleiden“ (AB 36.1 S. 119 
und 183) findet, trifft diese nur eine anamnestische Feststellung und sagt 
als solche nichts über die hier interessierende Frage der Entwicklung des 
gesamthaften Gesundheitszustandes und des IV-Grades aus. Letzteres gilt 
auch für die unfallfremde Diagnose der multiplen degenerativen Verände-
rungen der HWS (AB 36.1 S. 119 und 183). Daran ändern auch die Aus-
führungen im kreisärztlichen Bericht vom 17. Juni 2011 (AB 36.1 S. 115 bis 
121) nichts, wonach die von einem Arzt vorgeschlagene weitere Abklärung 
der HWS nicht stattgefunden habe, dies aber insofern keine Rolle spiele, 
da die diesbezüglichen therapeutischen Konsequenzen ohnehin limitiert 
wären (AB 36.1 S. 120). Aus diesen Angaben kann - entgegen der Ansicht 
der Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerdeantwort, S. 2) - nicht ohne weite-
res gefolgert werden, weitere Abklärungen betreffend die HWS bzw. Rü-
ckenproblematik würden sich damit erübrigen. Gleich verhält es sich auch 
mit der Aussage des Kreisarztes im Bericht vom 17. Juni 2011 (AB 36.1 
S. 120), wonach die HWS und das CTS „hier nicht relevant am Beschwer-
debild beteiligt“ seien, ist doch diese Aussage im unfallversicherungsrecht-
lichen Kontext gemacht worden. Vorliegend fehlt eine fachärztliche Ge-
samtsicht dazu, ob und allenfalls wie sich der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers verändert hat und auf welche Weise die verschiedenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 12

Krankheitsbilder - insbesondere die Rücken-, Schulter- und Armproblematik 
- interagieren bzw. wie sie sich in ihrer Gesamtheit auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirken. 

Auf die (zu Handen der SUVA erstellten) Berichte von Dr. med. 
G.________ vom 19. September 2011 (AB 36.1 S. 141) und Dr. med. 
H.________ vom 3. November 2011 (AB 36.1 S. 146 f.) allein kann eben-
falls nicht abschliessend abgestellt werden. Diese beziehen sich lediglich 
auf die Schulterproblematik bzw. bestätigen die kreisärztliche Beurteilung 
vom 17. Juni 2011 (AB 36.1 S. 115 bis 121) und äussern sich nicht zum 
gesamthaften Gesundheitszustand resp. dessen Verlauf. Ähnlich verhält es 
sich auch mit dem Bericht von Dr. med. I.________ vom 16. August 2012, 
welcher lediglich die Rückenbeschwerden, aber nicht die Schulter- und 
Armproblematik berücksichtigt. 

3.6 Nach dem Dargelegten ist der rechtserhebliche medizinische Sach-
verhalt ungenügend abgeklärt. Die angefochtene Verfügung vom 27. März 
2013 (AB 55) ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese 
zwecks Beurteilung des gesamthaften Gesundheitszustandes resp. dessen 
Verlaufs und Festlegung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit 
sowie des Leistungsprofils eine polydisziplinäre Begutachtung (primär or-
thopädisch und neurologisch, gegebenenfalls weitere Fachdisziplinen) ver-
anlasse und anschliessend über den Rentenanspruch des Beschwerdefüh-
rers neu befinde.

Da die Sache bislang nicht polydisziplinär abgeklärt wurde und der 
Beschwerdeführer selbst eventualiter die Rückweisung zu weiteren 
Abklärungen verlangt hat, ist eine Rückweisung an die Verwaltung ohne 
weiteres geboten und zulässig (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 264 
E. 4.4.1.4 S. 264). So wird denn auch dem Beschwerdeführer gegebenen-
falls wiederum ein doppelter Instanzenzug möglich sein. 

Weil die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 27. März 2013 (AB 55) 
einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen hat und 
dieser Entzug des sog. Suspensiveffekts auch noch für den Zeitraum des 
Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung andauert (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 13

BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 S. 112 E. 3.1), bleibt die Invalidenren-
te bis dahin formell eingestellt und geht es in der neu zu erlassenden Ver-
fügung weiterhin um den Rentenanspruch ab Mai 2013.

4.

Hinsichtlich des retrospektiven Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 
(bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2013; AB 
55) ergeben sich aus den Akten Unstimmigkeiten, welche auf eine 
mögliche Melde- bzw. Anzeigepflichtverletzung (vgl. Art. 31 Abs. 1 ATSG) 
des Beschwerdeführers in den vergangenen Jahren deuten. Unabhängig 
von der vorzunehmenden polydisziplinären Begutachtung hat die Be-
schwerdegegnerin diesen Hinweisen nachzugehen. Wie in Erwägung 3.1 
hiervor ausgeführt, ergibt sich aus den diversen IK-Auszügen (AB 13, AB 
20 S. 2, AB 30 S. 3, AB 37), dass der Beschwerdeführer offenbar bereits 
seit dem Jahr 2004 erhebliche Einkommen erzielt hat (AB 37 S. 2 f.). Seine 
Angaben im Revisionsfragebogen vom 3. Februar 2007 (AB 19), wonach er 
als … (aushilfsweise) im Jahre 2004 ca. Fr. 2'000.--, im Jahr 2005 ca. 
Fr. 3'000.-- und im Jahr 2006 ca. Fr. 4'500.-- verdient habe und diesbezüg-
lich keine Buchhaltung führe (AB 19 S. 2), sind mit Blick auf die offenbar 
später angepassten IK-Auszüge (AB 30 S. 3, AB 37) nicht nachvollziehbar. 
Wie es sich damit genau verhält und ob die Anpassungen der IK-Auszüge 
nach Arbeitgeber-Kontrollen bei der K.________AG erfolgt sind, wird die 
Beschwerdegegnerin - allenfalls unter Beizug der Akten der Ausgleichs-
kasse des Kantons Bern - klären müssen. Im Übrigen finden sich in den 
Auszügen der Handelsregister der Kantone Aargau, Bern und Schwyz (in 
den Gerichtsakten) Hinweise auf berufliche Aktivitäten des Beschwerdefüh-
rers (vgl. E. 3.1 hiervor). Die Fragen, ob unter diesen gesamten Umständen 
ein Verfahren für die rückwirkende Rentenaufhebung einzuleiten ist und ob 
ein meldepflichtiges, strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschwerde-
führers in Betracht fallen könnte, hat nicht das Gericht, sondern die Be-
schwerdegegnerin nach den durchgeführten sachdienlichen Abklärungs-
massnahmen zu beantworten (vgl. Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 und evtl. 
Art. 88 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung vom 20. Dezember 1946 [AHVG; SR 831.10] sowie Art. 302 Abs. 2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 14

der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO; SR 
312.0] i.V.m. Art. 48 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur 
Jugendstrafprozessordnung vom 11. Juni 2009 [EG ZSJ; BSG 271.1]). 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Pro-
zesses bemessen (vgl. Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 21. Juni 2013 wird die Parteientschädigung festgesetzt 
auf Fr. 2‘518.60 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 27. März 2013 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘518.60 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt den 

eingereichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt den eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Mitteilung an:
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen
- SUVA Bern, Laupenstrasse 11, 3001 Bern
- Swiss Life AG, General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich
- Swisscanto, BVG Sammelstiftung, Postfach 3855, 4002 Basel
- Staatsanwaltschaft Oberland, Scheibenstrasse 11, 3600 Thun

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten 
dem Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/13/344, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.