# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5361490-93f7-50e2-a359-ffc8dbde3c85
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.01.2018 UV 2016/69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-69_2018-01-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/69

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.01.2018

Entscheiddatum: 25.01.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 25.01.2018
Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente (Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit und Vergleichseinkommen) (Entscheid des 
Versicherungsgerichts desKantons St. Gallen vom 25. Januar 2018, UV 
2016/69). Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_227/2018.

Entscheid vom 25. Januar 2018

 

Besetzung                                                                      

a.o. Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin 

Jeannine Bodmer            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/69         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent Häusermann, Amparo

Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen / Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war durch seine Anstellung als Plattenleger im elterlichen Betrieb, der 

Einzelfirma B.___, bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 17. Dezember 1979 

beim Schlittschuhlaufen auf dem Eis stürzte und sich am rechten Handgelenk verletzte 

(UV-act. 2). In seiner Tätigkeit als Plattenleger war er in der Folge bis 1. Januar 1980 

vollständig arbeitsunfähig (UV-act. 1). Da der Versicherte auch im Februar 1980 noch 

über Beschwerden im Navicularebereich klagte, veranlasste Kreisarzt Dr. med. C.___ 

die Vornahme von Röntgenbildern. Diese zeigten keine sichere eindeutige Läsion im 

Bereich des Handgelenks (UV-act. 3). Demgegenüber zeigten Röntgenbilder von 

Dezember 1980 eine proximale Navicularefraktur rechts (UV-act. 10). Am 10. Juli 1981 

wurde beim Versicherten im Spital D.___ eine Pseudarthrosenoperation 

(Spongiosaplastik nach Matti-Russe) durchgeführt (UV-act. 15). Im Bericht vom 6. Juli 

1982 befand Kreisarzt Dr. C.___, der Fall könne entsprechend dem röntgenologischen 

Befund einer vollständig durchbauten Pseudoarthrose abgeschlossen werden (UV-act. 

18).

A.b  Mit Telefon vom 25. Juni 1999 meldete der Versicherte der Suva einen Rückfall. Er 

habe infolge von Beschwerden die Arbeit aussetzen müssen (UV-act. 19). Gemäss dem 

Bericht seines Hausarztes Dr. med. E.___, Allgemeinmedizin FMH, Widnau, vom 6. Juli 

1999 wurde die Behandlung wieder abgeschlossen (UV-act. 20).

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A.c  Im UV-Arztzeugnis vom 24. März 2009 bestätigte Dr. E.___ beim Versicherten eine 

Einschränkung der Beweglichkeit im Handgelenk v.a. bei Flexion (UV-act. 22). Gestützt 

auf die Beurteilung des Kreisarztes vom 6. April 2009 bejahte die Suva einen Rückfall 

(UV-act. 22f.).

A.d  Mit Bericht vom 13. Februar 2014 diagnostizierte Prof. Dr. med. F.___, Klinik für 

Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG), eine fortgeschrittene Handgelenksarthrose bei SL-Bandruptur und bei Zustand 

nach Scaphoid-Fraktur rechts. Er empfahl die Vornahme einer mediokarpalen 

Teilarthrodese und einer Handgelenksdenervation (UV-act. 24).

A.e  Im Arztzeugnis vom 2. März 2014 zu Handen der Suva attestierte Dr. E.___ dem 

Versicherten ab 5. März 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 33). Im 

Unfallschein UVG bestätigte der Hausarzt die volle Arbeitsunfähigkeit ab 20. März 2014 

(UV-act. 44).

A.f  Mit Schreiben vom 17. März bzw. 15. April 2014 gewährte die Suva dem 

Versicherten ein Taggeld sowie die Übernahme der Kosten für die Heilbehandlung (UV-

act. 40, 48). Am 7. April 2014 führten die Ärzte des KSSG beim Versicherten an der 

rechten Hand eine mediocarpale Arthrodese durch. Er wurde bis zum 22. Oktober 2014 

zu 100% arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. 57, 59, 60, 64, 68, 79).

A.g  Mit Stellungnahme vom 4. September 2014 befand Kreisarzt Dr. med. G.___, 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

dass die Arthrodese vom 7. April 2014 eine erhebliche Beweglichkeitseinschränkung 

oder gar Versteifung bedeute, welche durch keine weiteren Massnahmen inklusive 

Reha zu verbessern sei. Die Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit als 

Plattenleger sei wahrscheinlich nicht mehr möglich. Auf Grund der vorliegenden 

Arztberichte seien durch eine kreisärztliche Untersuchung keine weiteren Erkenntnisse 

zu erwarten (UV-act. 71).

A.h  Am 8. September 2014 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug an (UV-act. 73).

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A.i   Im Bericht vom 22. Oktober 2014 empfahl Prof. F.___ die Metallentfernung, um 

dadurch die Beweglichkeit und die Schmerzen zu therapieren. Der Versicherte sei 

theoretisch in der Lage, leichte Tätigkeiten und organisatorische Aufgaben zu 

übernehmen. Da er beruflich jedoch selbständig sei und keine Mitarbeiter habe, sei es 

ihm nicht möglich, eine Teilarbeitsfähigkeit zu verwerten (UV-act. 80).

A.j   Gestützt auf den CT-Befund des KSSG vom 21. Oktober 2014 (UV-act. 82) hielt 

Dr. G.___ am 6. November 2014 fest, eine knöcherne Konsolidierung sei erst partiell 

eingetreten. Der weitere Verlauf nach Metallentfernung im Frühjahr 2015 sei daher 

abzuwarten (UV-act. 83).

A.k  Am 7. Januar 2015 wurde die Metallentfernung im KSSG durchgeführt (UV-act. 

91).

A.l   Im Bericht vom 20. April 2015 hielt Prof. F.___ fest, radiologisch zeige sich eine 

mediokarpale Arthrodese konsolidiert, ohne Dislokation. Prinzipiell sei eine 

Teilarbeitsfähigkeit bei belastungsfähigem Handgelenk gegeben. Der Versicherte habe 

als selbständiger Plattenleger im Moment jedoch keine Aufträge mehr und könne 

Teilbereiche seiner Tätigkeit auf Grund der eingeschränkten Beweglichkeit nicht mehr 

ausführen (UV-act. 110).

A.m Mit Vorbescheid vom 21. Mai 2015 bzw. Verfügung vom 5. Januar 2016 wies die 

IV-Stelle einen Anspruch auf Invalidenrente gestützt auf einen IV-Grad von 28% ab 

(UV-act. 115, 153). Dagegen liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. L. 

Häusermann am 8. Februar 2016 beim Versicherungsgericht Beschwerde erheben (IV 

2016/48: act. G 1).

A.n  Am 9. Juli 2015 fand eine Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. med. H.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, statt. Er hielt im Bericht vom 14. Juli 2015 fest, dass dem Versicherten leichte 

Arbeiten mit gelegentlichem Anheben von Gegenständen bis 2 kg, eine durchgehend 

stehende Tätigkeit oder auch das gelegentliche Steigen auf Leitern und Arbeiten auf 

unebenem Boden vollschichtig über die Dauer eines gesamten Arbeitstages mit den 

betriebsüblichen Pausen zuzumuten seien. Zur Aufrechterhaltung und zur 

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Verbesserung der verbleibenden Leistungsfähigkeit seien weitere ergotherapeutische 

Behandlungen von drei Serien mit je neun Behandlungseinheiten über die Dauer der 

nächsten 12 Monate notwendig (UV-act. 121, S. 4).

A.o  Anlässlich der Besprechung mit der zuständigen Suva-Aussendienstmitarbeiterin 

vom 26. August 2015 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass die Suva von einem 

„Rentengrad“ von 21% ausgehe. Der Versicherte erklärte sich damit nicht 

einverstanden. Auch machte er geltend, dass für ihn das Zumutbarkeitsprofil von Dr. 

H.___ teilweise nicht nachvollziehbar sei. So sei ihm beispielsweise das Besteigen von 

Leitern schon alleine wegen der Bewegungseinschränkung nicht zumutbar (UV-act. 

130).

A.p  Mit Schreiben vom 30. September 2015 informierte die Suva den Versicherten, 

dass die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Oktober 2015 eingestellt würden, 

da durch eine weitere ärztliche Behandlung keine namhafte Verbesserung mehr zu 

erwarten sei. Zur Aufrechterhaltung des Gesundheitszustands würden noch während 

der nächsten zwölf Monate drei Serien à neun Behandlungen Ergotherapien 

übernommen (UV-act. 134).

A.q  Am 22. Oktober 2015 verfügte die Suva einen Rentenanspruch gestützt auf einen 

Invaliditätsgrad von 22% ab 1. November 2015. Ausserdem sprach sie dem 

Versicherten eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 

10% zu (UV-act. 138).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 17. November 2015 durch seinen 

Rechtsvertreter Einsprache erheben (UV-act. 143) und diese mit Eingabe vom 21. 

Dezember 2015 ergänzend begründen. Der Rechtsvertreter machte im Wesentlichen 

geltend, dass der Versicherte nicht zu 100% arbeitsfähig und der Fall zu früh 

abgeschlossen worden sei. Ausserdem sei nicht genügend abgeklärt worden, welche 

Tätigkeiten für den Versicherten angesichts seiner Umstände überhaupt in Frage 

kämen und ob die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit zumutbar sei. Schliesslich hätte 

- bei Annahme einer verbleibenden Verwertbarkeit - ein Vergleichseinkommen bei 

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mittlerem Alter zugrunde gelegt und auf das tiefste Kompetenzniveau abgestellt 

werden müssen. Als Beweis reichte der Rechtsvertreter eine Zweitmeinung von Dr. 

med. I.___, Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie FMH, vom 4. Dezember 2015 ein, 

wonach dieser den Einsatz der rechten Hand nur noch als Hilfshand bezeichnete. 

Weder seien dem Versicherten der Beruf als Plattenleger noch andere handwerkliche 

oder feinmotorische Arbeiten möglich (UV-act. 148f.).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 9. September 2016 hiess die Suva die Einsprache in 

dem Sinne teilweise gut, als sie dem Versicherten ab 1. November 2015 eine 

Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 23% zusprach. Im Übrigen wies 

sie die Einsprache ab (UV-act. 159).

C.  

C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde des Versicherten 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) vom 12. Oktober 2016 mit dem Antrag auf dessen 

Aufhebung und auf Gewährung der Leistungen gemäss UVG, insbesondere sei ihm ab 

1. November 2015 eine volle Invalidenrente, eventualiter eine Teilrente, zuzusprechen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung und Entscheidung im Sinne der 

Erwägungen des Versicherungsgerichts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zudem sei eine mündliche Parteibefragung 

anzuordnen und es sei eine öffentliche und mündliche Verhandlung durchzuführen. 

Ferner sei mit einem Obergutachten die Arbeitsfähigkeit in rheumatologischer und 

orthopädischer Hinsicht abzuklären; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur 

Begründung macht der Rechtsvertreter geltend, dass gemäss Prof. F.___ eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit gelten müsse. Auch Dr. I.___ habe starke belastungsabhängige 

Schmerzen festgestellt, weshalb als nächster Schritt eine vollständige Versteifung 

sinnvoll wäre. Der Beruf des Plattenlegers sowie andere handwerkliche Arbeiten seien 

nicht mehr denkbar. Feinmotorische Arbeiten seien so nicht mehr möglich. Dass 

demgegenüber gemäss Dr. H.___ „gelegentliches Steigen auf Leitern und Arbeiten auf 

unebenem Boden vollschichtig“ zumutbar sein solle, sei weder nachvollziehbar noch 

schlüssig begründet. Bei solchen Arbeiten würden erhöhte Anforderungen an die 

Bewegungskoordination gestellt, was zu plötzlichen Ausweichbewegungen auch im 

endgradigen, stark schmerzenden Bereich führen könne. Da weder ein einfaches noch 

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ein polydisziplinäres Gutachten vorliege, sei der Sachverhalt vollständig festzustellen. 

Insgesamt würden sich die erheblichen Defizite des 61-jährigen Beschwerdeführers 

wesentlich schwerer auswirken als bei einer jüngeren Person mit demselben 

Gesundheitsschaden. Eine Verwertung der verbliebenen Einsatzfähigkeit mit 

Einschränkungen auch bei leichten Tätigkeiten könne ihm nicht mehr zugemutet 

werden (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2016 beantragt die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids. Im Wesentlichen begründete sie ihren Antrag 

damit, dass gestützt auf die nachvollziehbare und ausreichende kreisärztliche 

Beurteilung dem Beschwerdeführer adaptierte Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. 

Auf den Einkommensvergleich gemäss Einspracheentscheid könne abgestellt werden, 

denn bei der Bestimmung des Invalidenlohnes sei das Alter als invaliditätsfremder 

Faktor nicht zu berücksichtigen (act. G 5).

C.c Mit Replik vom 13. März 2017 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest 

(act. G 10).

C.d Mit Schreiben vom 29. März 2017 verzichtet die Beschwerdegegnerin unter 

Festhalten an den bisherigen Anträgen auf eine einlässliche Duplik (act. G 12).

C.e Mit Eingabe vom 12. Mai 2017 reicht der Beschwerdeführer den im 

Beschwerdeverfahren bezüglich IV-Rente erzielten Vergleich (IV-Viertelsrente ab 1. 

März 2015) samt Abschreibungsverfügung vom 3. April 2017 zu den Akten (act. G 14, 

14.1, 14.2, vgl. auch IV 2016/48: act. G 18-20).

C.f  Mit Schreiben vom 11. Januar 2018 zieht der Beschwerdeführer seinen Antrag auf 

eine mündliche Parteibefragung sowie auf eine öffentliche und mündliche Verhandlung 

zurück (act. G 17).

Erwägungen

1.   

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1.1  Hat sich ein Unfall zwar unter der Herrschaft des Bundesgesetzes über die 

Kranken- und Unfallversicherung (KUVG, BS 8 281, in Kraft bis 31. Dezember 1983) 

ereignet, ist ein Rückfall aber erst nach dem 1. Januar 1984 eingetreten, hat die 

Bemessung der Rente nach den seit 1. Januar 1984 gültigen Bestimmungen zu 

erfolgen (RKUV 1988 Nr. U 46 S. 223 E. 4a).

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, nachdem ein Unfallereignis von 1979 

bzw. ein Rückfall im Jahr 2014 streitig ist, die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerden der rechten Hand beim 

Beschwerdeführer auf den Unfall im Jahr 1979 zurückgehen und es sich somit um 

einen Rückfall bzw. Spätfolgen mit grundsätzlichem Rentenanspruch handelt. Einzig 

umstritten und nachfolgend zu prüfen ist demgegenüber die Höhe des 

Rentenanspruchs.

2.2  Ist eine versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt nach Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1), wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Dabei sind 

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die Verhältnisse im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns massgebend; Validen- 

und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des 

Einspracheentscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, BGE 128 V 174).

2.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die 

versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4, BGE 115 V 134, BGE 

114 V 314).

2.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

3.   

3.1  Vorab ist zu prüfen, ob die Aktenlage eine genügende Grundlage zur Festlegung 

der Arbeitsunfähigkeit in medizinischer Hinsicht bietet.

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3.2  Kreisarzt Dr. H.___ berichtete am 14. Juli 2015 über die ärztliche 

Abschlussuntersuchung vom 9. Juli 2015, nachdem der Beschwerdeführer am 7. 

Januar 2015, d.h. ein halbes Jahr zuvor, letztmals an der rechten Hand operiert worden 

war. Der Beschwerdeführer habe im Rahmen der Untersuchung angegeben, beim 

Anheben von schwereren Gegenständen Schmerzen im Bereich des Handgelenks mit 

Betonung der Speichenseite zu haben. Beim Radfahren mit Vibrationen und beim 

Schütteln der Hand habe er Schmerzen und Krampfgefühle. Ein Abstützen auf dem 

rechten Arm sei nicht und das Lenken eines PKWs nur eingeschränkt möglich. Der 

Kreisarzt hielt als Diagnosen einen Zustand nach Handgelenkdistorsion mit 

Kahnbeinfraktur und kompletter Ruptur des scapholunären Bandes (SL) rechts, einen 

Status nach operativ versorgter Kahnbein-Pseudarthrose im Jahr 1980, eine 

Dekompensation des radiocarpalen Handgelenkbereiches (Carpal collaps) mit SLAC-

Wrist Stadium III, eine mediocarpale Arthrodese rechtes Handgelenk 04/2014 sowie 

einen Status nach Metallentfernung des Osteosynthesematerials (Spider-Platte) fest. 

Anlässlich der aktuellen Untersuchung weise der Beschwerdeführer eine 

Restbeweglichkeit des rechten Handgelenks mit einer mittelgradig eingeschränkten 

Dorsalextension und Flexion sowie hochgradig eingeschränkter Radialadduktion und 

Ulnarabduktion auf. Er gebe regelmässig bewegungs- und belastungsabhängige 

Schmerzen des rechten Handgelenks an. Der postoperative Befund des rechten 

Handgelenks stelle sich reizlos verheilt und ohne Hinweise auf akute 

Entzündungszeichen oder Schwellzustände dar. Nachdem nunmehr 15 Monate lang 

regelmässig physio- und ergotherapeutische Behandlungsmassnahmen stattgefunden 

hätten und auch nach dem operativen Eingriff der Metallentfernung weiterhin 

regelmässige Behandlungsmassnahmen durchgeführt worden seien, sei von weiteren 

Behandlungsmassnahmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte 

Besserung des unfallbedingten Gesundheits¬zustandes mehr zu erwarten. Zur 

Aufrechterhaltung und zur Verbesserung der verbleibenden Leistungsfähigkeit seien 

jedoch weitere ergotherapeutische Behandlungen von drei Serien an je neun 

Behandlungseinheiten über die nächsten 12 Monate notwendig. Dem 

Beschwerdeführer seien mittelschwere bis schwere Tätigkeiten mit regelmässigem 

Heben von Lasten über 5 kg nicht mehr zuzumuten. Ebenfalls nicht mehr zuzumuten 

seien spezielle Arbeiten mit manueller Beanspruchung der rechten Hand und 

Rotationsbelastungen und das Hantieren mit schwerem Werkzeug über 2 kg oder 

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Tätigkeiten, die mit Hämmern, Schlagen oder Arbeiten mit vibrierenden Maschinen 

verbunden seien. Dem Beschwerdeführer seien dagegen leichte Arbeiten mit 

gelegentlichem Anheben von Gegenständen bis 2 kg, eine durchgehend stehende 

Tätigkeit oder auch das gelegentliche Steigen auf Leitern und Arbeiten auf unebenem 

Boden vollschichtig über die Dauer eines gesamten Arbeitstages mit den 

betriebsüblichen Pausen zuzumuten (UV-act. 121). In Ergänzung zum Abschlussbericht 

hielt Kreisarzt Dr. H.___ am 5. August 2015 fest, seine Zumutbarkeitsbeurteilung 

bedeute, dass die rechte Hand der unverletzten linken Hand unter Berücksichtigung 

der im Kreisarztbericht formulierten nicht zumutbaren Tätigkeiten zuarbeiten könne. 

Insofern sei dem Beschwerdeführer das gelegentliche Anheben schwerer Gegenstände 

bis 10 kg unter Gebrauch beider Hände und das repetitive Anheben von Gegenständen 

bis 5 kg unter Gebrauch beider Hände zuzumuten. Die linke Hand sei uneingeschränkt 

belastbar. Unter Einhaltung der im Kreisarztbericht formulierten Einschränkungen sei 

der Beschwerdeführer vollschichtig über die Dauer eines gesamten Arbeitstages 

einsetzbar (UV-act. 128).

3.3  Von einer grundsätzlich vorhandenen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 

ging auch der behandelnde Handchirurg Prof. F.___ aus. Er befand im Bericht vom 20. 

April 2015, dass eine Teilarbeitsfähigkeit prinzipiell bei belastungsfähigem Handgelenk 

gegeben sei. Der Beschwerdeführer habe aber als selbständiger Plattenleger im 

Moment keine Aufträge mehr und könne Teilbereiche seiner Tätigkeit auf Grund der 

eingeschränkten Beweglichkeit nicht mehr ausführen. Prinzipiell wäre eine 

Teilarbeitsfähigkeit oder eine Arbeitsfähigkeit bei angepasster Tätigkeit möglich (UV-

act. 110). Anlässlich der Nachkontrolle Mitte September 2015 führte Prof. F.___ im 

Bericht vom 16. September 2015 ergänzend aus, dem Beschwerdeführer sei das 

Benutzen einer Leiter nicht möglich. Alltägliche Verrichtungen, die eine Flexion im 

Handgelenk und einen Kraftaufwand benötigten, seien unmöglich. Selbst leichte 

Tätigkeiten wie Abstützen und Schiebebewegungen seien nicht möglich. Bei reizlosen 

Narben und guter Sensibilität würden sich auch bei geringen Belastungen 

Schmerzsensationen zeigen, die ein auch nur kurzfristiges Arbeiten mit Lasten nicht 

ermöglichen würden (UV-act. 131). Dennoch ist seine Arbeitsfähigkeitsschätzung, „aus 

medizinischen Gründen“ müsse zurzeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

ausgesprochen werden, einzig auf die angestammte Tätigkeit zu beziehen. Prof. F.___ 

führte nämlich aus, dass es dem Beschwerdeführer bisher unmöglich gewesen sei, 

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eine adäquate Arbeit zu finden. Zudem seien die Voraussetzungen, als Selbständiger in 

seinem eigenen Betrieb weiterzuarbeiten, unmöglich. Auch sei es nicht realistisch, eine 

Anstellung zu finden oder gar eine Umschulung zu erwarten. Da der Beschwerdeführer 

in seinem angestammten Beruf nicht wieder arbeitsfähig werden würde, ersuchte der 

Arzt die IV-Stelle, dessen Umstände nochmals zu prüfen (UV-act. 131).

3.4  Dr. I.___ führte im Rahmen einer Second Opinion am 4. Dezember 2015 aus, das 

Handgelenk des Beschwerdeführers zeige nur noch wenig Beweglichkeit, diese sei 

endphasig jeweils sehr schmerzhaft. Die Hand könne nur noch als Hilfshand eingesetzt 

werden. Da starke belastungsabhängige Schmerzen vorlägen, sei als nächster Schritt 

eine Panarthrodese sinnvoll. Sowohl jetzt als auch nach einer Panarthrodese sei der 

Beruf als Plattenleger aber nicht mehr denkbar. Auch feinmotorische Arbeiten seien mit 

einem vollständig versteiften Handgelenk nicht mehr möglich. Insgesamt seien alle 

handwerklichen Arbeiten in dieser Situation nicht mehr durchführbar, auch 

feinmotorische Tätigkeiten könnten nicht mehr bewältigt werden (UV-act. 149).

3.5  Sämtliche Berichte sind insoweit übereinstimmend, als davon auszugehen ist, dass 

der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Plattenleger nicht mehr 

arbeitsfähig ist. Dagegen ist es ihm möglich und zumutbar unter bestimmten 

Einschränkungen ganztags einer angepassten Tätigkeit nachzugehen. Dabei kann die 

rechte Hand der linken lediglich zudienen bzw. ist sie nur noch als Hilfshand und für 

körperlich leichte Tätigkeiten einsetzbar. Zwar scheint Dr. H.___ zu verkennen, dass 

auch gelegentliches Arbeiten auf einer Leiter nur schon, um sich festhalten zu können, 

zwei Hände erfordert, zumal die eine Hand etwas zu verrichten hat, was beim stark 

rechtshändig eingeschränkten Beschwerdeführer kaum mehr möglich sein dürfte. 

Unter Vernachlässigung dieses spezifischen Zumutbarkeitsdetails ist jedoch 

festzuhalten, dass die Ausführungen von Dr. H.___ vom 14. Juli und 5. August 2015 in 

sich schlüssig und nachvollziehbar sind und sie sich sowohl auf die medizinischen 

Vorakten wie auch auf eigene ärztliche Untersuchungen stützen. Darauf kann abgestellt 

werden, zumal auch Prof. F.___ und Dr. I.___ adaptierte Tätigkeiten für möglich 

erachten. Folglich besteht kein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf.

4.   

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4.1  Im Zusammenhang mit der Bestimmung des Invalideneinkommens ist die Frage zu 

klären, ob und inwieweit der Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit von 100% auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sozialpraktisch 

noch verwerten kann. Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Zumutbarkeit der 

Einkommenserzielung ist festzuhalten, dass sich Art und Mass dessen, was einem 

Versicherten an Erwerbstätigkeit noch zugemutet werden kann, nach seinen 

besonderen persönlichen Verhältnissen einerseits und nach den allgemein 

herrschenden Anschauungen anderseits richten. Für die Zumutbarkeitsbeurteilung ist 

letztlich insofern eine objektive Betrachtungsweise massgebend, als es nicht auf eine 

bloss subjektiv ablehnende Bewertung der in Frage stehenden Erwerbstätigkeit durch 

den Versicherten ankommt (BGE 109 V 25 E. 3c mit Hinweisen, vgl. auch ULRICH 

MEYER/MARCO REICHMUTH, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. 

Aufl. Zürich 2014, S. 320, Rz 28 mit Hinweis).

4.2  Bei der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden 

Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren 

Tätigkeit dort nicht gesprochen werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie 

nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarkts nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der 

Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner 

Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Auf Grund der 

vorliegenden Aktenlage kann der Beschwerdeführer nicht als funktioneller Einhänder 

gelten. Sämtliche Arztberichte attestieren ihm, dass er die rechte Hand weiterhin 

jedenfalls als Hilfshand verwenden könne. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für 

Personen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch 

leichte Arbeiten verrichten können, genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten 

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bietet (Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit 

Hinweisen auf mögliche Berufsfelder). Umso mehr muss das für Personen gelten, die 

weniger gravierende Einschränkungen aufweisen. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Umstände und der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist somit erstellt, dass 

die zweifellos vorhandenen unfallbedingten Einschränkungen - bezogen auf den 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt - eine Verwertbarkeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht 

ausschliessen.

5.   

5.1  Gestützt auf die durch Dr. H.___ ermittelte Arbeitsfähigkeit von 100% in 

adaptierten Tätigkeiten sind daher nachfolgend die erwerblichen Auswirkungen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu bestimmen.

5.2  Um den Invaliditätsgrad eruieren zu können, muss zunächst das 

Valideneinkommen festgelegt werden. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in 

den 90er Jahren jeweils ein steuerbares Einkommen von Fr. 85‘000.-- erzielt (act. G 1, 

S. 10). Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zurecht ausführt, sind vorliegend nicht die 

Einkommensverhältnisse in den 90er Jahren massgebend, sondern diejenigen vor dem 

letzten Rückfall von Februar 2014. Die Beschwerdegegnerin stellte gestützt auf den 

Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) infolge der stark schwankenden Einkommen 

des Beschwerdeführers auf den Durchschnitt der letzten sieben dem Rückfall 

vorangegangenen Jahre (2007 - 2013) ab, was grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. 

Da jedoch der Rentenbeginn unbestrittenermassen auf den 1. November 2015 fällt, 

sind für den Einkommensvergleich die mutmasslichen Einkommensverhältnisse im Jahr 

2015 massgebend. Daher sind die Erwerbseinkommen der Jahre 2007 bis 2013 der 

Nominallohnentwicklung im Baugewerbe per 2015 anzupassen. Dies führt gemäss 

nachfolgender Berechnung zu einem mutmasslichen Valideneinkommen 2015 von Fr. 

81‘353.--:

2007:      96‘600.-- : 117.1 x 125.8                                 103‘777.--

2008:     74‘000.-- : 119.5 x 125.8                                   77‘901.--

2009:      75‘200.-- : 121.8 x 125.8                                   77‘670.--

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2010:     74‘600.-- : 122.7 x 125.8                                   76‘485.--

2011:     62‘200.-- : 124.0 x 125.8                                   63‘103.--

2012:     88‘700.-- : 124.9 x 125.8                                   89‘339.--

2013:     81‘000.--  : 125.5 x 125.8                                  81‘194.--

569‘469.-- : 7 = 81‘353.--.

5.3  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (Urteile des Bundesgerichts 

vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1 und vom 10. Juli 2014, 8C_7/2014, E. 7.1). 

Der Beschwerdeführer ist gelernter Plattenleger. Im Jahr 1984 übernahm er das 

Geschäft seines Vaters und war seither als selbständiger Plattenleger ohne Angestellte 

tätig. Seine Frau habe die Offerten ins Reine geschrieben und gemeinsam mit ihm die 

Rechnungen erstellt. Er selber habe seit Beginn keinerlei administrative Arbeiten 

ausgeführt. Auch einen Rapport habe er nie gemacht, denn er habe alles im Kopf 

behalten (vgl. UV-act. 87 S. 5, 61). Demzufolge weist der Beschwerdeführer keine 

Qualifikationen in Bezug auf administrative Arbeiten oder spezielle PC-Kenntnisse auf. 

Auch kann er infolge seiner körperlichen Einschränkungen nicht mehr im 

Produktionssektor tätig sein. Die IV-Stelle verzichtete sodann mit Blick auf das 

vorgerückte Alter auf berufliche Massnahmen (vgl. IV-act. 98). Eine Einstufung im 

Kompetenzniveau 2, wie dies die Beschwerdegegnerin vorsah, erscheint daher nicht 

zutreffend. Vielmehr ist vor diesem Hintergrund eine Einstufung ins Kompetenzniveau 

1, privater Sektor 3 Dienstleistungen, zugrunde zu legen. Dies führt zu einem 

mutmasslichen Invalideneinkommen für 2015 von Fr. 63‘308.-- (LSE 2014: Fr. 4‘971.-- 

x 12 Monate: 40 Wochenstunden x 41.7 Wochenstunden = Fr. 62‘187.--; Fr. 62‘187.-- : 

127.6 x 129.9).

6.   

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6.1  Zu klären ist damit lediglich noch die Frage der Höhe des Tabellenlohnabzugs bei 

der Bestimmung des Invalideneinkommens.

6.2  Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen, insbesondere auch von invaliditätsfremden Faktoren des konkreten 

Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzugs ist unzulässig (BGE 

126 V 79 E. 5b, bestätigt etwa in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

6.3  Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer einen Abzug vom 

Tabellenlohn von 15% (UV-act. 159, S. 14), da er die dominante rechte Hand nur noch 

als Zudienhand einsetzen könne. Bei der Überprüfung des Abzuges, der eine 

Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begründen ist, darf das 

Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 E. 6). Der 1954 geborene 

Beschwerdeführer war im massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 9. September 2016 (act. G 4.2/47) bereits 61-jährig. 

Erwerbslose ältere Personen sind auf dem Arbeitsmarkt bekanntermassen 

benachteiligt (vgl. Bundesamt für Statistik, BFS Aktuell, Erwerbstätigkeit der Personen 

ab 50 Jahren, 2008, S. 12), was bei Zusammenfallen mit gesundheitlichen 

Beschwerden umso mehr gilt. Das Alter des Beschwerdeführers kann daher bei der 

Ermittlung des Tabellenlohnabzuges (wie bei der Frage der Verwertbarkeit, vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 6. Juli 2017, E. 2.2.2) nicht ausser Acht gelassen werden. 

Zudem war der Beschwerdeführer, nachdem er seit 1975 als Plattenleger in der Firma 

seines Vaters gearbeitet und das Geschäft 1984 von diesem übernommen hatte (UV-

act. 141), während 30 Jahren als selbständiger Plattenleger tätig gewesen, ohne 

Angestellte, allein mit Unterstützung durch seine Ehefrau. Die langjährige selbständige 

Tätigkeit ohne Umstellungsbedarf ist ebenfalls geeignet, seine Chancen auf dem 

Arbeitsmarkt und damit auch den zu erwartenden Lohn zu schmälern (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. September 2017, 8C_320/2017, E. 3.3.2.1). Nachdem die 

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Beschwerdegegnerin somit - nebst dem auf leichte Tätigkeiten und mit beschränkter 

Einsatzfähigkeit der dominanten rechten Hand beschränkten Spektrum von möglichen 

Arbeiten - die lohnmindernden Faktoren wie Alter und lange Selbständigkeit 

unberücksichtigt liess, erscheint ein Leidensabzug von jedenfalls 20% angemessen 

(vgl. Rechtsprechung in: Urteil des Bundesgerichts vom 23. März 2009, 8C_971/2008, 

E. 4.2.6.2).

6.4  Damit resultiert unter Anwendung eines Tabellenlohnabzugs von 20% ein 

Invalideneinkommen von Fr. 50‘646.-- (Fr. 63‘308.-- x 80%), eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 30‘707.-- (Fr. 81‘353.-- - Fr. 50‘646.--) und in der Folge ein Invaliditätsgrad von 38% 

(100 : Fr. 81‘353.-- x Fr. 30‘707.--).

7.   

7.1  Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde dahingehend 

gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid vom 9. September 2016 aufzuheben und 

dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. November 2015 eine Rente auf Grund eines 

Erwerbsunfähigkeitsgrads von 38% zuzusprechen ist.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Mit Blick auf den relativ 

eingeschränkten Aktenumfang erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- 

(einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

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In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 9. September 2016 aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. 

November 2015 eine Invalidenrente entsprechend einem 38%igen Invaliditätsgrad 

zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.01.2018
	Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente (Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und Vergleichseinkommen) (Entscheid des Versicherungsgerichts desKantons St. Gallen vom 25. Januar 2018, UV 2016/69). Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_227/2018.

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