# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0316556-3fae-59e9-a7ba-fd4a9a79c8aa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.07.2008 C-4791/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4791-2007_2008-07-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4791/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u l i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 26. Juni 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4791/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland IVS-
TA mit Verfügung vom 26. Juni 2007 das Gesuch von X._______ (Be-
schwerdeführer)  vom 23. Mai  2005  (IVSTA act.  59,  E  204  S. 4)  um 
Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  abgewiesen 
hat,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung unter Beilage me-
dizinischer Berichte am 11. Juli 2007 Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht  eingereicht  und  sinngemäss  geltend  gemacht  hat,  seit 
dem  22.  November  1999  bleibend  arbeitsunfähig  und  seit  dem  25. 
September 2006 völlig erwerbsunfähig zu sein,

dass der  Beschwerdeführer mit  ergänzenden Eingaben vom 20. und 
27. August  2007 sowie 13. September  2007 diverse Unterlagen und 
ärztliche Berichte nachgereicht hat,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 29. Februar 2008 mitge-
teilt hat, sie habe in Anwendung von Art. 53 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil  des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1)  die angefochtene Verfügung in Wiedererwä-
gung gezogen und dem Beschwerdeführer eine neue Verfügung eröff-
net,  worin ihm vom 1. Mai 2006 bis 31. Mai 2007 eine ganze Rente 
und ab 1. Juni 2007 eine Dreiviertelsrente zugesprochen worden sei,

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. März 2008 aufge-
fordert worden ist, innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung mitzuteilen, 
ob er mit Blick auf den Erlass der neuen Verfügung vom 28. Februar 
2008 durch die Vorinstanz die Beschwerde zurückziehe oder sie auf-
recht zu erhalten gedenke,

dass sich der Beschwerdeführer mit Replik vom 28. März 2008 unter 
Beilage  verschiedener  ärztlicher  Berichte  mit  der  neuen  Verfügung 
nicht  einverstanden  erklärt  und  eine  nochmalige  Überprüfung  des 
Sachverhalts beantragt hat, 

dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 22. April 2008 ihren ärztlichen 
Dienst  aufgefordert  hat,  Stellung  dazu zu  nehmen,  ob aufgrund  der 
vom Beschwerdeführer  neu  eingereichten  medizinischen Dokumente 

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C-4791/2007

neue  Sachverhaltselemente  vorlägen,  die  eine  geänderte  Betrach-
tungsweise rechtfertigten (IVSTA act. 204),

dass  Dr. W._______,  IV-Stellenarzt,  in  seiner  Stellungnahme vom 8. 
Mai 2008 sinngemäss ausgeführt hat, das neu eingebrachte Arztzeug-
nis von Dr. P_______ vom 19. März 2008 liste die bisherige Kranken-
geschichte, insbesondere die Diagnosen, auf und sei praktisch iden-
tisch mit jenem vom 26. Juni 2007, dass Dr. P._______ den Beschwer-
deführer  zu  100%-ig  arbeitsunfähig  betrachte,  dass  die  spanischen 
Ärzte die Arbeits- bzw. Arbeitsunfähigkeit offenbar anders beurteilten, 
dass jedoch im Prinzip keine Veranlassung bestehe, von seiner bishe-
rigen Beurteilung in der Stellungnahme vom 26. November 2007 abzu-
weichen,  wonach  er  den  Beschwerdeführer  für  einfache  (körperlich 
und geistig) Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig erachtete, dass er jedoch 
in seiner Stellungnahme vom 26. November 2007 auch darauf hinge-
wiesen  habe,  dass  allenfalls  eine  aktuelle  Begutachtung  wünschen-
wert wäre, dass der Beschwerdeführer mit einem Invaliditätsgrad von 
60% offenbar nicht einverstanden sei, dass er daher vorschlage, einen 
versicherungsmedizinischen Bericht E 213, ein kardiologisches Attest 
mit letzter Echountersuchung und einen neurologischen Bericht einzu-
holen, welche ihm nochmals zur Beurteilung vorzulegen seien (IVSTA 
act. 205),

dass die Vorinstanz – gestützt auf die Stellungnahme ihres ärztlichen 
Dienstes vom 8. Mai 2008 – mit  Duplik vom 20. Mai 2008 beantragt 
hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben, und die Sache sei im Sinn der erwähnten Stellungnahme 
an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Triplik  vom 19. Juni  2008  wiederum 
verschiedene medizinische Berichte und Atteste eingereicht und mit-
geteilt hat, sobald die Untersuchungen im Spital abgeschlossen seien, 
werde er die verlangten medizinischen Berichte nachreichen,

dass mit Verfügung vom 1. Juli 2008 der Schriftenwechsel abgeschlos-
sen worden ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach 

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Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Behandlung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 
59  ATSG beschwerdelegitimiert  ist,  und  dass  die  Beschwerde  frist- 
und formgerecht eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist 
(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass die angefochtene 
Verfügung vom 26. Juni 2007 auf einer unvollständigen und gegebe-
nenfalls  unrichtigen  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
beruht,

dass die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen, und die Sache 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 
1  VwVG),  verbunden mit  der  Anweisung,  die  erforderlichen zusätzli-
chen  Abklärungen  durchzuführen,  insbesondere  den  versicherungs-
medizinischen Bericht E 213 einzuholen, die erforderliche zusätzliche 
kardiologische sowie neurologische Begutachtung durchführen zu las-
sen und in der Sache neu zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass dem Beschwerdeführer, der sich anwaltlich nicht vertreten liess 
und dem auch sonst  keine notwendigen und verhältnismässig hohen 
Kosten entstanden sind, keine Parteientschädigung zugesprochen wird 
(Art. 64 VwVG e contrario, vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  und  die  angefochtene 
Verfügung vom 26. Juni 2007 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderlichen zusätzlichen Abklärungen durchzuführen, insbesondere 
den versicherungsmedizinischen Bericht E 213 einzuholen, die erfor-
derlichen zusätzlichen fachärztlichen Begutachtungen im Sinn der Er-
wägungen durchführen zu lassen und in der Sache neu zu verfügen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und dem Beschwerdefüh-
rer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundes-

gericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten geführt  werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren 

Begründung mit  Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu enthalten. 

Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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