# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e269ef26-1fb2-5e23-9eec-fe53b2fb34e5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.07.2014 B-6727/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6727-2013_2014-07-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-6727/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  8 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richterin Vera Marantelli,  

Richter Pascal Richard,  

Gerichtsschreiber Alexander Schaer. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Prüfungskommission Humanmedizin,  

Bundesamt für Gesundheit,  

3003 Bern,  

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Eidgenössische Prüfung Humanmedizin 2013. 

 

 

B-6727/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A. 

Mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 (Postaufgabe: 24. Oktober 2013) 

teilte die Prüfungskommission Humanmedizin (Vorinstanz) A._______ 

(Beschwerdeführer) unter anderem mit, dass er die Einzelprüfung 2 

(strukturierte praktische Prüfung / "Clinical Skills", nachfolgend: CS) und 

damit auch die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin als Ganzes 

nicht bestanden habe. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2013 orientierte 

(…) der Universität (…) den Beschwerdeführer zudem dahingehend, dass 

er in der CS-Prüfung bei einer Bestehensgrenze von 89 Punkten 

88 Punkte erreicht habe. 

B. 

Mit Beschwerde vom 29. November 2013 wandte sich der Beschwerde-

führer an das Bundesverwaltungsgericht und beantragt primär die Aufhe-

bung der vorinstanzlichen Verfügung soweit sie sich auf das Nichtbeste-

hen der CS-Prüfung bezieht sowie die Feststellung, dass er die 

CS-Prüfung und damit auch die eidgenössische Prüfung in Humanmedi-

zin als Ganzes bestanden habe. Im Rahmen seiner Eventualanträge be-

antragt der Beschwerdeführer alternativ a) die Aufhebung der Verfügung 

und deren Rückweisung an die Vorinstanz mit der Weisung, das Beste-

hen der Prüfung zu verfügen, b) die Aufhebung der Verfügung und deren 

Rückweisung an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung sowie c) den Ver-

zicht auf die Anrechnung des Ergebnisses der CS-Prüfung und die Fest-

stellung, dass die Prüfung nicht abgelegt worden sei. Dies jeweils unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. In formeller 

Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer zudem die vordringliche Be-

handlung seiner Beschwerde und einen Urteilsspruch noch vor dem Ende 

des Frühlings 2014 sowie den Erlass der Verfahrenskosten auch im Falle 

des Unterliegens.  

Im Rahmen seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer eine Verlet-

zung seines rechtlichen Gehörs aufgrund der eingeschränkten Aktenein-

sicht, das seiner Ansicht nach ungenügende Bewertungssystem der Vor-

instanz sowie den Umstand, dass ihm seiner Ansicht nach bei mehreren 

Posten Punkte unzutreffenderweise nicht gegeben worden seien. 

C. 

Mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2014 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Sie hält dabei insbesondere fest, dass die 

Prüfung korrekt durchgeführt und ausgewertet worden sei. Der Be-

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schwerdeführer habe in sieben von zwölf Posten eine ungenügende 

Punktzahl erreicht, in vielen dieser Fälle eine lückenhafte Anamnese er-

hoben, wichtige differentialdiagnostische Überlegungen nicht in Betracht 

gezogen und aus erhobenen Informationen keine adäquaten Schlüsse 

gezogen. Da es ihm oft nicht möglich gewesen sei, eine korrekte Ver-

dachtsdiagnose zu stellen oder den Dringlichkeitsbedarf richtig einzu-

schätzen, sei die Beurteilung nicht zu beanstanden. In diesem Zusam-

menhang weist die Vorinstanz zudem darauf hin, dass alleine der Um-

stand, dass erwartete Fragen gestellt oder geforderte Untersuchungen 

durchgeführt worden seien nicht auch gleich bedeute, dass dies korrekt 

erfolgt sei. Der Beschwerdeführer bringe denn auch keine konkreten An-

haltspunkte bzw. Beweise vor, dass die Bewertungen der Examinieren-

den nicht den Tatsachen entsprechen würden. Schliesslich sei auch dar-

auf hinzuweisen, dass in denjenigen Fällen, in denen nicht bei allen Beur-

teilungskriterien eine Markierung erfolgt sei (sog. "Missing"-Kriterien), 

praxisgemäss zugunsten des Kandidierenden entschieden und die ent-

sprechenden Kriterien als "erfüllt" gewertet worden seien. 

Im Rahmen ihrer Vernehmlassung reichte die Vorinstanz auch die nicht 

parteiöffentlichen Prüfungsunterlagen des Beschwerdeführers ein. Sie 

weist dabei darauf hin, dass die Akteneinsichtnahme gemäss der Vorga-

ben des Bundesverwaltungsgerichts erfolgt und daher korrekt verlaufen 

sei. Auch habe der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erkrankung 50 

statt der ordentlichen 36 Minuten (3 Minuten pro Station) Akteneinsicht 

erhalten. 

D. 

Mit Replik vom 17. März 2014 hält der Beschwerdeführer vollumfänglich 

an seinen Anträgen fest. Selbiges gilt grundsätzlich auch hinsichtlich der 

in der Beschwerde ausgeführten Begründung. Insbesondere erneuert er 

in diesem Zusammenhang seine Rüge, dass anzunehmen sei, dass die 

Examinierenden aufgrund des Zeitdrucks bei den Checklisten Bewertun-

gen unabsichtlich entweder vergessen oder gar falsch setzen würden. 

E. 

Mit Duplik vom 23. April 2014 hält auch die Vorinstanz an ihren Anträgen 

fest. Ihrer Ansicht nach bestünden keinerlei Anhaltspunkte dahingehend, 

dass die Leistungen des Beschwerdeführers offensichtlich unterbewertet 

oder offensichtlich zu hohe Prüfungsanforderungen gestellt worden wä-

ren. Vielmehr sei festzustellen, dass die Leistung eines Kandidierenden 

viele Mängel und Lücken aufweisen müsse und bei selbigem grobe Kom-

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petenzmängel vorliegen müssen, um eine Punktzahl im Bereich der Be-

stehensgrenze zu erzielen. Im Weiteren erfülle die CS-Prüfung alle Vor-

gaben des schweizerischen Rechts und orientiere sich auch an weltweit 

geltenden internationalen Standards. So werde insbesondere auch die 

Prüfungsleistung eines Kandidierenden minutiös mit einer differenzierten 

Checkliste protokolliert. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 2013 stellt eine Verfü-

gung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwal-

tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG, SR 172.021) dar. Diese kann im Rahmen der allgemeinen Be-

stimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege mit Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden (vgl. Art. 31 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 

[Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 44 ff. VwVG).  

1.2 Als Adressat der Verfügung ist der Beschwerdeführer beschwerdelegi-

timiert im Sinne von Art. 48 VwVG. Die Eingabefrist sowie die Anforde-

rungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind gewahrt (vgl. 

Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde 

geleistet (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Da auch die übrigen Sachurteilsvor-

aussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2. 

Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichtsin-

stanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist, wobei der 

Umfang selbiger von den Umständen des Einzelfalls abhängt. Auch wenn 

somit das Bundesverwaltungsgericht aufgrund von Art. 29 Abs. 1 BV im 

Rahmen seiner Rechtsprechung das Beschleunigungsgebot zu beachten 

hat, so lässt sich daraus entgegen der scheinbaren Ansicht des Be-

schwerdeführers dennoch kein Anspruch auf eine vordringliche, an fixe, 

von Beschwerdeführenden vorgegebene, Fristen gebundene oder gar so-

fortige Behandlung einer Beschwerde ableiten (vgl. ULRICH HÄFELIN ET 

AL., Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, 

S. 381, Rz. 1658). Vielmehr obliegt der Entscheid über die exakte Rei-

henfolge der Geschäftsabwicklung inklusive der in diesem Zusammen-

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Seite 5 

hang notwendigen Instruktionsschritte alleine den dafür zuständigen Or-

ganen des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. dazu auch Art. 26 Abs. 1 

i.V.m. Art. 31 des Geschäftsreglements für das Bundesverwaltungsgericht 

vom 17. April 2008 [VGR, SR 173.320.1]).  

3. 

3.1 Im Bereich der universitären Medizinalberufe wird die Ausbildung mit 

der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (vgl. Art. 14 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 

2006 [Medizinalberufegesetz, MedBG, SR 811.11]). Dabei wird abgeklärt, 

ob die Studierenden über die fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fä-

higkeiten sowie über die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz 

verfügen, die sie zur Ausübung des entsprechenden Medizinalberufes 

benötigen und ob sie die Voraussetzungen für die erforderliche Weiterbil-

dung erfüllen (vgl. Art. 14 Abs. 2 MedBG). Die eidgenössische Prüfung 

kann aus einer oder mehreren Einzelprüfungen bestehen, wobei Einzel-

prüfungen auch Teilprüfungen enthalten können (vgl. Art. 5 Abs. 1 der 

Verordnung über die eidgenössischen Prüfungen der universitären Medi-

zinalberufe vom 26. November 2008 [Prüfungsverordnung MedBG, 

SR 811.113.3]). Jede Einzelprüfung wird mit "bestanden" oder "nicht be-

standen" bewertet; die eidgenössische Prüfung ist bestanden, wenn jede 

Einzelprüfung mit "bestanden" bewertet worden ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 

und 3 Prüfungsverordnung MedBG). 

3.2 Die strukturierte praktische Prüfung besteht aus mindestens zehn 

verschiedenen Stationen, die in Form eines Parcours angelegt sind. Eine 

Station kann eine oder mehrere praktische Aufgaben, beispielsweise mit 

echten oder standardisierten Patientinnen und Patienten oder Modellen, 

umfassen (vgl. Art. 12, Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 der Verordnung 

des EDI über die Form der eidgenössischen Prüfung der universitären 

Medizinalberufe vom 1. Juni 2011 [Prüfungsformenverordnung, 

SR 811.113.32]). An jeder Station beurteilt jeweils eine andere examinie-

rende Person während oder nach der Prüfung die Leistung des Kandidie-

renden anhand vorgegebener Beurteilungskriterien in Form einer Check-

liste (vgl. Art. 14 Abs. 2 Prüfungsformenverordnung). 

4. 

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition (vgl. Art. 49 VwVG). Indessen auferlegt es sich bei 

der Bewertung von akademischen Leistungen und Fachprüfungen eine 

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gewisse Zurückhaltung und weicht bei Fragen, die seitens der Justizbe-

hörden schwer zu überprüfen sind, nicht ohne Not von der Beurteilung 

der Prüfungsorgane, Examinatoren und Experten ab. Sind doch der 

Rechtsmittelbehörde zumeist nicht alle massgebenden Faktoren der Be-

wertung bekannt und ist es ihr in der Regel nicht möglich, sich ein zuver-

lässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer beschwerdefüh-

renden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu ma-

chen. Zudem haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, 

in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine eigenen Fach-

kenntnisse verfügt (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.1 m.w.H., BVGE 2010/10 

E. 4.1 m.w.H., BVGE 2008/14 E. 3.1 m.w.H.). Den beurteilenden Organen 

kommt damit ein grosser Beurteilungsspielraum zu. An den Beweis einer 

behaupteten Unangemessenheit von Bewertungen sind denn auch ge-

wisse Anforderungen zu stellen. So müssen die entsprechenden Rügen 

insbesondere auch von objektiven, substantiierten und überzeugenden 

Argumenten sowie den entsprechenden Beweismitteln getragen sein (vgl. 

BVGE 2010/21 E. 5.1 m.w.H., BVGE 2010/11 E. 4.3, BVGE 2010/10 

E. 4.1). Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts findet dabei die 

Beweislastregel von Art. 8 ZGB auch im Bereich der Humanmedizinalprü-

fungen Anwendung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 E. 4.5.2). Es hat somit auch in diesem 

Bereich derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu be-

weisen, der aus ihr Rechte ableitet. 

Werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt oder sind die Ausle-

gung und Anwendung von Rechtsvorschriften streitig, so hat das Bundes-

verwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit umfassender Kog-

nition zu prüfen (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2 m.w.H., BVGE 2010/10 E. 4.1 

m.w.H., BVGE 2008/14 E. 3.3 m.w.H.). 

5. 

Der Beschwerdeführer rügt einleitend eine Verletzung seines rechtlichen 

Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 29 VwVG aufgrund der 

eingeschränkten Akteneinsicht. 

Art. 56 MedBG sieht vor, dass zur Sicherstellung der Geheimhaltung der 

Prüfungsfragen in Medizinalprüfungen die Herausgabe der Prüfungsun-

terlagen verweigert, die Herstellung von Kopien oder Abschriften verboten 

und die Dauer der Einsichtnahme beschränkt werden kann. Der Grund-

satz der Verhältnismässigkeit verlangt dabei, dass sich die Verweigerung 

der Akteneinsicht auf das Erforderliche zu beschränken hat (vgl. Art. 27 

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Abs. 2 VwVG). Nach ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

sind im Zusammenhang mit Humanmedizinalprüfungen folgende Ein-

schränkungen zulässig: Keine Abgabe von Originalen/Kopien, nur hand-

schriftliche, zusammenfassende Notizen möglich, kein Abschrei-

ben/Aufzeichnen von ganzen Fragen/Aufgabenstellungen/Bewertungs-

kriterien, zeitliche Beschränkung von drei Minuten pro Station, Verbot der 

Weitergabe der im Rahmen der Akteneinsicht erlangten Kenntnisse an 

Dritte unter Androhung von Strafe gemäss Art. 292 StGB (vgl. Zwischen-

verfügung des Bundesverwaltungsgerichts im Verfahren B-6464/2011 

vom 22. Mai 2012). Der Beschwerdeführer führt im Rahmen seiner Be-

schwerde aus, dass ihm anlässlich der Prüfungseinsicht vom 

28. November 2013 untersagt worden sei Kopien anzufertigen sowie 

Passagen wörtlich abzuschreiben und zudem die Einsichtdauer "limitiert" 

gewesen sei. Es ist demzufolge festzustellen, dass die Vorinstanz im 

Rahmen der Prüfungseinsicht die Vorgaben des Bundesverwaltungsge-

richts beachtet und somit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers 

nicht verletzt hat. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass 

dem Beschwerdeführer anscheinend aufgrund seiner Erkrankung deutlich 

mehr Zeit für die Akteneinsichtnahme zur Verfügung gestellt wurde als 

anderen Kandidierenden. 

Zulässig ist im Übrigen auch die Beschränkung der Akteneinsicht auf die 

Aufgabenstellungen und die ausgefüllten Checklisten. So ermöglichen 

diese Akten gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

dem Beschwerdeführer die Kontrolle der Beurteilung seiner Prüfungsleis-

tung und setzen diesen in die Lage, seine Vorbringen in Bezug auf das 

Nichtbestehen der Prüfung vollständig zu begründen (vgl. Zwischenver-

fügung des Bundesverwaltungsgerichts im Verfahren B-6464/2011 vom 

22. Mai 2012). Nachdem für die Bewertung ausschliesslich die Markie-

rungen der Examinierenden in den Checklisten massgebend sind, durfte 

der Beschwerdeführer somit alle im vorliegenden Verfahren entscheidre-

levanten Akten konsultieren. Die von der Vorinstanz eingereichten Vorak-

ten enthalten keine zusätzlichen Beweismittel und der Umfang der ge-

währten Akteneinsicht ist somit nicht zu beanstanden. 

6. 

Im Rahmen seiner Beschwerde kritisiert der Beschwerdeführer mehrfach 

das seiner Ansicht nach ungenügende Bewertungssystem der Vorinstanz. 

6.1 Wenn der Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, dass 

nicht einfach davon ausgegangen werden könne, dass alle Checklisten 

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und die darauf enthaltenen Bewertungen automatisch richtig seien, da bei 

vereinzelten Kriterien keine Bewertungen eingetragen worden seien, so 

verkennt er dabei, dass gemäss Vorinstanz in denjenigen Fällen, in de-

nen nicht bei allen Beurteilungskriterien eine Markierung erfolgt sei (sog. 

"Missing"-Kriterien), praxisgemäss zugunsten des Kandidierenden ent-

schieden und die entsprechenden Kriterien als "erfüllt" gewertet worden 

seien, so auch beim Beschwerdeführer. Die Checkliste wurde daher letz-

ten Endes korrekt und vollständig ausgewertet, so dass gerade nicht von 

einem Fehler auszugehen ist. Die "Missing"-Kriterium-Praxis der Vorin-

stanz an sich ist ebenfalls nicht zu beanstanden, bevorteilt sie doch gänz-

lich die Kandidierenden. Mit der Argumentation, dass "Missing"-Kriterien 

aufzeigen würden, dass nicht alle Checklisten bzw. die darauf enthalte-

nen Bewertungen automatisch als richtig anzusehen seien, wird der Be-

schwerdeführer zudem seiner Substantiierungspflicht nicht gerecht. So 

hat sich der Beschwerdeführende mit jeder einzelnen kritisierten Bewer-

tung konkret und substantiiert auseinanderzusetzen.  

6.2 Auch hinsichtlich seiner Rüge, dass die Checklisten nicht den tatsäch-

lichen Prüfungsablauf wiedergeben würden und er überzeugt sei, sich bei 

diversen Kriterien anders verhalten zu haben, als dies die Bewertungen 

auf den Checklisten vermuten liessen, vermag der Beschwerdeführer 

nicht durchzudringen. So hat, wie bereits unter E. 4 ausgeführt, entgegen 

der Ansicht des Beschwerdeführers gemäss Rechtsprechung des Bun-

desverwaltungsgerichts auch im Bereich der Humanmedizinalprüfungen 

derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, 

der aus ihr Rechte ableitet. An dieser Beweislastregel ändert sich auch 

nichts, wenn der Beschwerdeführende davon überzeugt ist, im Prüfungs-

verlauf richtige Antworten gegeben oder erwartete Fragen gestellt bzw. 

Untersuchungen durchgeführt zu haben. Ist es doch notorisch, dass die 

Erinnerungsleistungen bezüglich Prüfungsdetails einerseits mit zuneh-

mender zeitlicher Distanz zum Prüfungstag abnehmen und andererseits 

durch den Prüfungsstress zusätzlich beeinträchtigt werden. Erfahrungs-

gemäss können in diesem Zusammenhang insbesondere auch spätere 

Akteneinsichten zu trügerischen Erinnerungsverzerrungen führen. Gera-

de auch aus diesem Grund kommt Beweismitteln wie Prüfungsprotokollen 

und Checklisten eine grosse Bedeutung zu, haben sie doch in Echtzeit 

bzw. zumindest sehr zeitnah die Prüfungsabläufe und -antworten (mög-

lichst) exakt festzuhalten (vgl. Art. 14 Abs. 2 Prüfungsformenverordnung). 

Es erscheint nicht willkürlich, wenn vor diesem Hintergrund den ausgefüll-

ten Checklisten eine höhere Beweiskraft zugemessen wird als dem Erin-

nerungsvermögen des Beschwerdeführenden Monate nach der Prüfung. 

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Es reicht daher nicht aus, sich im Rahmen einer Beschwerde einfach auf 

die pauschale Behauptung zu beschränken, eine Checkliste bzw. die Be-

wertung auf selbiger sei (in welchem Umfang auch immer) "falsch", ohne 

diese Behauptung näher zu begründen oder zu belegen (vgl. in diesem 

Zusammenhang auch BVGE 2010/21 E. 5.1). Vielmehr hat sich der Be-

schwerdeführende, wie bereits ausgeführt, mit jeder einzelnen kritisierten 

Bewertung konkret und substantiiert auseinanderzusetzen. Selbiges trifft 

auch zu, wenn Beschwerdeführende – wie vorliegend im Rahmen der 

Replik vorgebracht – rügen, dass Punkte geprüft worden seien, die nicht 

den Prüfungsanforderung entsprochen hätten. 

Vorliegend hat der Beschwerdeführer eine solche substantiierte Ausei-

nandersetzung hinsichtlich seiner Rügen zu den Posten (…), (…), (…), 

(…), (…), (…), (…), (…) und (…) ([…]) bzw. den seiner Ansicht nach ge-

prüften, jedoch nicht den Prüfungsanforderungen entsprechenden, Punk-

ten unterlassen, so dass die diesbezüglichen Rügen nicht weiter zu hören 

sind. 

6.3 Nicht zu beanstanden ist entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-

rers schliesslich auch, wenn Examinierende während oder kurz nach der 

Prüfung beim Ausfüllen und/oder Bereinigen der Checkliste Bewertungen 

ändern oder korrigieren ([…]). Es versteht sich von selbst, dass es den 

Examinierenden offen stehen muss, ihre Meinung bis zum definitiven Ab-

schluss der Prüfung bilden und allenfalls auch justieren zu können. Eine 

solche Vorgehensweise widerspricht denn insbesondere auch nicht 

Art. 14 Abs. 2 Prüfungsformenverordnung. Selbiger Artikel sieht im Übri-

gen auch die Bewertung durch lediglich einen Examinierenden anhand 

vorgegebener Beurteilungskriterien in Form einer Checkliste vor, so dass 

der Vorinstanz diesbezüglich gemäss Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ebenfalls kein 

Rechtsverstoss vorgeworfen werden kann (vgl. Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 E. 4.7).  

Nicht weiter einzugehen ist im Übrigen auf die Rüge des Beschwerdefüh-

rers hinsichtlich (…) beim Posten (…) ([…]), nachdem das von ihm gerüg-

te Kriterium (…) nachträglich eliminiert wurde und somit – wie vom Be-

schwerdeführer beantragt – keinen Eingang in die Punktgebung fand. 

7. 

Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, dass ihm seiner Ansicht nach bei 

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Seite 10 

den Posten (…) bzw. (…) Punkte unzutreffenderweise nicht gegeben 

worden seien ([…]). 

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass alleine der Umstand, 

dass erwartete Fragen gestellt oder geforderte Untersuchungen durchge-

führt wurden nicht auch gleich bedeutet, dass dies auch zur Gänze kor-

rekt oder vollständig gemacht wurde. Der Beschwerdeführer zog denn 

auch aufgrund der erklärenden Ausführungen der Vorinstanz in deren 

Vernehmlassung im Rahmen seiner Replik seine Kritik hinsichtlich der 

nicht zu beanstandenden Abzüge bei den Posten (…) bzw. (…) in zwei 

von drei Punkten zurück. Hinsichtlich dem Kriterium (…) beim Posten (…) 

fehlt es der Beschwerde bzw. Replik an einer substantiierten Auseinan-

dersetzung mit der Bewertung des Examinierenden bzw. der Begründung 

der Vorinstanz. Angesichts des der Vorinstanz zukommenden fachlichen 

Ermessens (vgl. E. 4) ist die Bewertung daher nicht zu beanstanden. 

8. 

Zusammengefasst ist festzustellen, dass der Vorinstanz weder eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs noch ein ungenügendes Bewertungssys-

tem vorgeworfen werden kann. Auch sind die jeweiligen Bewertungen der 

Leistungen des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden und Letzterem 

daher auch keine zusätzlichen Punkte anzurechnen. Das Prüfungsergeb-

nis bleibt in Folge dessen unverändert und die Beschwerde ist daher ab-

zuweisen. 

9. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ergibt sich, dass der Beschwerde-

führer als vollständig unterlegene Partei die Kosten des Verfahrens trägt 

(vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 172.320.2]).  

Gemäss Art. 6 VGKE können einer Partei, der keine unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt wird, die Verfahrenskosten dann ganz oder teilwei-

se erlassen werden, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für 

das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird (lit. a) oder wenn 

andere Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unver-

hältnismässig erscheinen lassen, sie ihr aufzuerlegen (lit. b). Nachdem 

Ersteres im vorliegenden Fall offenkundig nicht vorliegt und der Be-

schwerdeführer keine fundierten Gründe für einen Erlass im Sinne von 

lit. b substantiiert darlegt bzw. solche auch nicht ersichtlich sind, findet 

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Seite 11 

Art. 6 VGKE vorliegend keine Anwendung. So ist in diesem Zusammen-

hang darauf hinzuweisen, dass alleine der Umstand, dass ein Kandidie-

render das Bestehen einer Prüfung um einen Punkt verpasst hat, keine 

Anwendung von Art. 6 VGKE rechtfertigt. Die Verfahrenskosten werden 

vorliegend auf Fr. 1'000.- festgelegt; zur Bezahlung ist der einbezahlte 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verwenden. 

Der Beschwerdeführer hat als vollständig unterlegene Partei keinen An-

spruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 

VGKE). 

10. 

Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht wei-

tergezogen werden (vgl. Art. 83 lit. t des Bundesgesetzes über das Bun-

desgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG, 

SR 173.110]). Er ist somit endgültig. 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt; der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Einschreiben; Akten zurück) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Ronald Flury Alexander Schaer 

 

Versand: 9. Juli 2014