# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a939a010-9aca-5d84-a9c2-e1ce3f4e3eeb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.01.2015 715 14 247 / 25 (715 2014 247 / 25)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-14-247---25_2015-01-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 29. Januar 2015 (715 14 247 / 25) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung  
 
 
Anrechenbarer Arbeitsausfall aus einer Tätigkeit auf Abruf im Rahmen der Prüfung der 
Anspruchsvoraussetzungen bei Eröffnung einer Folgerahmenfrist bejaht 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roger Wirz, Advokat, 
Anton von Blarerweg 2, 4147 Aesch BL 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Der 1956 geborene A.____ arbeitete vom 14. Februar 2012 bis 31. Juli 2014 im Res-
taurant B.____ als Koch auf Abruf. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse (Arbeitslosenkasse) rech-
nete den dort erzielten Verdienst im Zwischenverdienst ab. Infolge der abgelaufenen zweiten 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug per 30. September 2013 meldete sich der Versicherte am 
4. September 2013 erneut zur Arbeitsvermittlung an und beantragte am 8. Oktober 2013 bei der 

 
 
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Arbeitslosenkasse die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ab 1. Oktober 2013. Mit Ver-
fügung Nr. 1833/2013 vom 29. Oktober 2013 lehnte die Arbeitslosenkasse die Anspruchsbe-
rechtigung des Versicherten mangels anrechenbaren Arbeitsausfalls ab. Zur Begründung führte 
sie aus, dass der Versicherte die Anspruchsberechtigung nicht mehr erfülle, da er in einem un-
gekündigten überjährigen Verhältnis auf Abruf stehe und zur Anrechnung keinen genügenden 
Arbeits- bzw. Verdienstausfall erlitten habe. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Ein-
spracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA), Abteilung Öf-
fentliche Arbeitslosenkasse, am 24. Juni 2014 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Roger Wirz, am 
26. August 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, es sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und 
der Verfügung vom 29. Oktober 2013 eine Folgerahmenfrist ab 1. Oktober 2013 zu eröffnen 
und ihm ab 1. Oktober 2013 die gesetzlichen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. 
Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Zur Begründung führte er im 
Wesentlichen aus, dass das beim Restaurant B.____ erzielte Einkommen über den 1. Oktober 
2013 hinaus als Zwischenverdienst bei der angestrebten vollzeitlichen Erwerbstätigkeit zu be-
handeln sei. In Berücksichtigung sämtlicher Umstände könne nicht davon ausgegangen wer-
den, dass das Arbeitsverhältnis auf Abruf zur Normalität geworden sei. Aus diesem Grund stelle 
das daraus erzielte Einkommen weiterhin einen Zwischenverdienst dar. Der Versicherte habe 
nach Beginn des Arbeitsverhältnisses auf Abruf weitere Arbeitsstellen angenommen und sich 
während der gesamten Zeit intensiv um eine feste und volle Anstellung bemüht. Zudem zeige 
sich durch die vollzeitliche Festanstellung per 1. August 2014 im Restaurant C.____ in X.____, 
dass die Arbeitssituation auf Abruf für den Versicherten nicht zur Normalität geworden sei.  
 
C. Mit Verfügung vom 29. September 2014 bewilligte das Kantonsgericht, Abteilung Sozi-
alversicherungsgericht (Kantonsgericht), dem Versicherten die unentgeltliche Prozessführung 
und Verbeiständung.  
 
D. In der Vernehmlassung vom 20. November 2014 beantragte die Arbeitslosenkasse die 
Abweisung der Beschwerde. Sie hielt im Wesentlichen unter Verweis auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid an ihren Ausführungen fest. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 i.V.m. den Art. 56 und 57 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversiche-
rung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist 
nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1  lit. a und Abs. 2 der 
Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
(AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versi-
cherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kommt der 

 
 
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in Y.____ wohnhafte Beschwerdeführer im Kanton Basel-Landschaft seinen Kontrollpflichten 
nach, weshalb die örtliche Zuständigkeit zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, 
weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgericht gegeben ist. Auf die im Übrigen 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 26. August 2014 ist daher einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 
31. Juli 2014 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat.  
 
2.1 Gemäss Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit, 
sofern dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen 
erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor die-
sem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG). Schliesst sich die neue Rahmenfrist für den Leistungsbezug - wie 
vorliegend - unmittelbar an die alte an, so entspricht die neue Rahmenfrist für die Beitragszeit 
der früheren Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Die Bedeutung des Aufeinanderfolgens von 
Rahmenfristen liegt darin, dass eine Neuüberprüfung aller Anspruchsvoraussetzungen stattfin-
det. So hat die versicherte Person unter anderem nachzuweisen, dass sie ganz oder teilweise 
arbeitslos ist (Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG) oder einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 
8 Abs. 1 lit. b AVIG; BGE 130 V 229; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Sozi-
ale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 2. Aufl. 2007, S. 2218 Rz. 126 f.). Die Parteien sind sich einig, 
dass eine allfällig zu eröffnende dritte Leistungsrahmenfrist am 1. Oktober 2013 beginnen wür-
de. Hinsichtlich der Anspruchsvoraussetzungen ist der Versicherte der Ansicht, dass das Abruf-
verhältnis beim Restaurant B.____ weiterhin im Rahmen der Schadenminderungspflicht als 
Zwischenverdienst anzurechnen und daher eine neue Rahmenfrist ab 1. Oktober 2013 zu eröff-
nen sei. Die Arbeitslosenkasse macht demgegenüber unter anderem geltend, dass das unge-
kündigte Abrufverhältnis aufgrund dessen überjährigen Dauer für den Versicherten zur Normali-
tät geworden und deshalb der "Gedanke der Schadenminderung" verloren gegangen sei. Dar-
aus folge, dass während der Zeit, in welcher die versicherte Person nicht zur Arbeit aufgefordert 
worden sei, kein anrechenbarer Arbeitsausfall gegeben sei.  
 
2.2.1 Gemäss konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich bei einem 
Arbeitsverhältnis auf Abruf, das nach dem Verlust einer Vollzeitstelle nicht freiwillig, sondern der 
Not gehorchend und um die Arbeitslosigkeit zu überbrücken, eingegangen wurde, um eine not-
gedrungene Zwischenlösung, was sich auch aus der Tatsache ergibt, dass die versicherte Per-
son bereit sein muss, diese Tätigkeit unverzüglich aufzugeben. Eine versicherte Person tat 
dann mit der Aufnahme eines Abrufverhältnisses nur das, wozu sie gemäss der ihr obliegenden 
Schadenminderungspflicht (Art. 17 AVIG) gehalten ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 24. 
April 2014, 8C_46/2014, E. 2.2 und vom 26. Juli 2007, C 266/06, in: SVR 2008 AlV Nr. 3 S. 6). 
Die Annahme eines Arbeitsverhältnisses auf Abruf nach Verlust einer Vollzeitstelle ist in einem 
solchen Fall als Überbrückungstätigkeit zu werten (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 10. Juni 1996, C 279/95, in: SVR 1996 

 
 
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AlV Nr. 74 S. 227 E. 3a). Ein Arbeitsverhältnis, das zur Schadenminderung aufgenommen wur-
de, wirkt sich vorerst nicht als anspruchsausschliessend aus (vgl. B97b der vom Staatssekreta-
riat für Wirtschaft und Arbeit (seco) herausgegebenen AVIG-Praxis ALE). 
 
2.2.2 Bei der Eröffnung einer ersten Rahmenfrist oder von Folgerahmenfristen stellt sich die 
Frage, wann ein fortdauerndes Arbeitsverhältnis auf Abruf den Übergangscharakter verliert und 
der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung infolge eines fehlenden Arbeitsausfalls verneint 
werden muss. In BGE 139 V 259 kam das Bundesgericht in Erwägung 5 zum Schluss, dass bei 
einem Arbeitsverhältnis auf Abruf, das während einer laufenden Rahmenfrist aufgenommen und 
auch in der folgenden Leistungsrahmenfrist als Zwischenverdiensttätigkeit abgerechnet worden 
war, im Rahmen der Neuprüfung der Anspruchsvoraussetzungen zur allfälligen Eröffnung einer 
weiteren Rahmenfrist angesichts der langen Dauer des Arbeitsverhältnisses nicht mehr von 
einer zur Schadenminderung überbrückungsweise ausgeübten Tätigkeit gesprochen werden 
kann. Es verwies dabei auf B97b AVIG-Praxis ALE. Darin wird Folgendes festgehalten: Je län-
ger ein Arbeitsverhältnis auf Abruf dauert, desto mehr ist davon auszugehen, dass die neue 
Arbeitssituation für die versicherte Person zur Normalität wird und desto mehr geht der Gedan-
ke der Schadenminderung verloren. In jenem Fall betrachtete das Bundesgericht das Einkom-
men aus einem Arbeitsverhältnis, bei welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der im 
Rahmen der dritten zu eröffnenden Rahmenfrist erfolgten Neuprüfung bereits über drei Jahre 
bei der gleichen Arbeitgeberin auf Abruf angestellt war, nicht mehr als Zwischenverdienst. 
 
2.3.3 Im Urteil vom 24. April 2014 (8C_46/2014) stellte das Bundesgericht fest, dass die 
Dauer eines unregelmässigen Arbeitsverhältnisses auf Abruf ein massgebliches Indiz ist, je-
doch nicht alleiniges Kriterium, um zu entscheiden, ob ein Arbeitsverhältnis auf Abruf zur Nor-
malität wurde und daher letztlich kein anrechenbarer Arbeitsausfall entstand. Die Eröffnung  
einer Folgerahmenfrist erfolgt nicht nach völlig identischen Kriterien wie diejenige der Leistungs-
rahmenfrist bei erstmaliger Beanspruchung von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung, auch 
wenn die gleichen Anspruchsvoraussetzungen zu erfüllen sind. Es gibt Aspekte, die in einer 
Folgerahmenfrist zur Verweigerung von Leistungen führen können, aber den Bezug von Ar-
beitslosenentschädigung in der ersten (oder gar zweiten) Rahmenfrist nicht ausschliessen. Die 
lange Dauer eines Arbeitsverhältnisses steht der Annahme einer Überbrückungstätigkeit und 
der Abrechnung als Zwischenverdienst entgegen. Der Zeitablauf verändert die Tatsachenele-
mente und hat eine neue Beurteilungsgrundlage geschaffen. Dem gesetzgeberischen Willen 
entsprechend ist es Ziel der Arbeitslosenversicherung, durch die Aufnahme einer zumutbaren 
Festanstellung im gesuchten Pensum die Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Wenn 
das Behelfsmässige, Vorläufige, das über die Arbeitslosigkeit hinweg helfen sollte, den  
vorübergehenden Charakter verliert und zur Dauerlösung wird, ist dies aus arbeitslosenversi-
cherungsrechtlicher Sicht grundsätzlich systemfremd. Die Arbeitslosenversicherung würde zu 
einer Langzeitunterstützerin einer grundsätzlich als unzumutbar qualifizierten Zwischenlösung, 
die in dieser Konstellation für Arbeitnehmer wenig Antrieb schafft, aus der vorübergehenden 
Situation herauszukommen, um die fortdauernde Abhängigkeit von der Arbeitslosenversiche-
rung zu beenden. Eine Teilzeitstelle, die über mehrere Jahre als Dauerarbeitsverhältnis nach 
Bedarf des Arbeitgebers ausgeübt wird (zur grundsätzlichen Zulässigkeit von Arbeit auf Abruf: 
BGE 124 III 245), entspricht nicht mehr dem Schadenminderungsgedanken und verliert den 

 
 
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Charakter einer Überbrückungstätigkeit, weshalb in dieser Konstellation auch nur ein zeitlich 
begrenzter sozialer Schutz seitens der Arbeitslosenversicherung gewährt wird (E. 3.3.1). Es ist 
grundsätzlich davon auszugehen, dass eine seit mehreren Jahren ausgeübte Tätigkeit auf Ab-
ruf ihren Überbrückungscharakter verloren hat. Diese Vermutung kann jedoch durch Umstände 
wie etwa die Aufnahme einer weiteren Teilzeittätigkeit in Ergänzung zum bestehenden Arbeits-
verhältnis auf Abruf oder der Versuch, mit der Arbeitgeberin wenigstens eine individuelle Nor-
malarbeitszeit zu vereinbaren, umgestossen werden (vgl. E. 3.3.2). Das Bundesgericht stellte in 
jenem Fall keine solchen Umstände fest. Es ging demzufolge davon aus, dass die über 3 Jahre 
ausgeübte Abruftätigkeit bei einer in Frage stehenden Eröffnung einer dritten Rahmenfrist ihren 
Überbrückungscharakter verloren hat. 
 
3.1 Vorliegend geht es um die Eröffnung der dritten Leistungsrahmenfrist. Die Tätigkeit auf 
Abruf im Restaurant B.____ nahm der Versicherte jedoch erst im Laufe der zweiten vom 1. Ok-
tober 2010 bis 30. September 2012 laufenden Rahmenfrist am 14. Februar 2012 auf (vgl. Ar-
beitsvertrag vom 2. März 2012; Arbeitszeugnis vom 14. August 2014). Im Zeitpunkt der per 
1. Oktober 2013 verlangten Eröffnung der dritten Leistungsrahmenfrist bestand dieses Abruf-
verhältnis somit ununterbrochen knapp 20 Monate. Die vorher aufgeführten Bundesgerichtsent-
scheide sind vom vorliegenden Fall dahingehend zu unterscheiden, dass in jenen die Abrufver-
hältnisse viel länger dauerten und dadurch die daraus erzielten Löhne sowohl während der ers-
ten als auch in der zweiten Leistungsrahmenfrist als Zwischenverdienst abgerechnet wurden. 
Im Hinblick auf die vom Bundesgericht formulierte Vermutung, dass es mehrerer Jahre bedarf, 
um den Übergangscharakter einer angenommen Abruftätigkeit zu verneinen, ist nicht anzu-
nehmen, dass 20 Monate dafür genügen; ansonsten von "mehr als einem Jahr" die Rede sein 
müsste. Vor allem aber liegen Umstände vor, aufgrund welcher weiterhin von einer zur Scha-
denminderung beitragenden überbrückungsweise ausgeübten Tätigkeit auszugehen ist. Aus 
den Akten geht hervor, dass der Versicherte während der Dauer des Abrufverhältnisses beim 
Restaurant B.____ vom 14. Februar 2012 bis 31. Juli 2014 zwei weiteren Tätigkeiten nachging. 
So arbeitete er bereits vor Beginn des Abrufverhältnisses ab 1. Februar 2012 im Restaurant 
D.____ in einem 60%-Teilzeitpensum als Koch. Dieses Arbeitsverhältnis kündigte er am 
14. April 2012 noch in der Probezeit wegen Problemen am Arbeitsplatz per 21. April 2012 (vgl. 
Arbeitgeberbescheinigung vom 1. Oktober 2012). Ab 1. Oktober 2012 wurde der Versicherte 
vom Restaurant E.____ unbefristet angestellt (vgl. Arbeitsvertrag vom 6. September 2012). In-
folge vorzeitiger Kündigung des Pachtvertrages wurde dieses Arbeitsverhältnis auf den 28. Feb-
ruar 2013 aufgelöst (vgl. Kündigung vom 31. Januar 2013). Er hatte jedoch die Möglichkeit, dort 
bis zum 22. März 2013 als Aushilfe zu arbeiten (vgl. Arbeitsvertrag vom 26. Februar 2013; Ar-
beitszeugnis vom 26. März 2013). Mit dem Stellenantritt beim Restaurant C.____ per August 
2014 konnte er schliesslich das Abrufverhältnis beim Restaurant B.____ per Ende Juli 2014 
beenden. Damit wies der Versicherte nach, dass die Arbeit auf Abruf beim Restaurant B.____ 
stets eine notgedrungene Überbrückungsarbeit darstellte, welche er im Rahmen seiner Scha-
denminderungspflicht nachging. Die verschiedenen Beschäftigungen zeigen, dass die Arbeit auf 
Abruf für ihn keine Dauerlösung war und er weiterhin eine unbefristete, vollzeitliche Anstellung 
suchte. Diese fand er schliesslich am 4. August 2014 mit der 100%igen Festanstellung beim 
Restaurant C.____. Diese Auffassung steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung, wonach mit der Aufnahme weiterer Teilzeittätigkeiten nebst dem bestehenden Ar-

 
 
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beitsverhältnis auf Abruf ein Umstand vorliegt, welcher die Vermutung, dass eine seit mehreren 
Jahren ausgeübte Tätigkeit auf Abruf ihren Überbrückungscharakter verliert, umstösst. In die-
sem Sinne sieht auch B97b ALE-Praxis im Beispiel "Folgerahmenfrist" vor, dass der Anspruch 
wegen fehlenden Arbeitsausfalls zu verneinen ist, wenn eine versicherte Person für die Fol-
gerahmenfrist lediglich Beitragszeit aus einer Abruftätigkeit ausweist und diese fortgesetzt wird. 
Daraus folgt e contrario, dass die Anspruchsberechtigung einer Person, welche für die Fol-
gerahmenfrist Beitragszeiten aus anderen Tätigkeiten nachweisen kann, nicht abgelehnt wer-
den darf. 
 
3.2 Aufgrund dieser Ausführungen ergibt sich, dass der beim Restaurant B.____ erzielte 
Lohn über den 1. Oktober 2013 hinaus als Zwischenverdienst anzurechnen ist. Entgegen der 
Ansicht der Arbeitslosenkasse kann bei der Neuprüfung der Anspruchsvoraussetzungen im 
Rahmen der dritten zu eröffnenden Rahmenfrist der anrechenbare Arbeitsausfall bzw. Verdienst 
nicht verneint werden. Unter diesen Umständen erübrigt es sich auf die von der Arbeitslosen-
kasse vertretene Auffassung näher einzugehen, wonach keine Anhaltspunkte bestehen, vom 
Grundsatz der Nichtanrechenbarkeit des Ausfalls an Arbeitszeit bei Arbeit auf Abruf (vgl. dazu 
B95 ff. AVIG-Praxis ALE) abzuweichen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Ange-
legenheit ist an die Arbeitslosenkasse zurückzuweisen, damit sie die weiteren Anspruchsvo-
raussetzungen ab 1. Oktober 2013 prüft und anschliessend über den Arbeitslosenentschädi-
gungsanspruch neu entscheidet. 
 
4. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende 
Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfah-
rens entsprechend ist dem Versicherten deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Ar-
beitslosenkasse zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten machte in seiner Hono-
rarnote vom 23. Dezember 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand 
von 5,1667 Stunden geltend, was angemessen ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialver-
sicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz 
von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote aus-
gewiesenen Auslagen von Fr. 126.--. Dem Versicherten ist deshalb eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 1'531.10 (5,1667 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 126.-- plus 
8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Arbeitslosenkasse zuzusprechen. 
 
5.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-

 
 
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sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
5.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
24. Juni 2014 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Tätigkeit 
des Beschwerdeführers im Restaurant B.____ weiterhin im Zwischen-
verdienst abzurechnen ist. Die Angelegenheit wird zur Prüfung der 
weiteren Anspruchsvoraussetzungen ab 1. Oktober 2013 und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Öffentliche Arbeitslosenkasse 
Baselland zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben 

 3. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse hat dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1'531.10 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu entrichten.