# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b97a7d90-6867-5cd2-851a-1fccba61587e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 30.04.2014 SK2 2014 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2014-22_2014-04-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 30. April 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 14 22 30. April 2014

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuarin Thöny

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto 
Bühler, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

den Entscheid des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 11. April 2014, 
mitgeteilt am 11. April 2014, in Sachen gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Anordnung der Untersuchungshaft im schriftlichen Verfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 10. April 2014 wurde X._____ wegen des Verdachts, Vorbereitungs-
handlungen zu einem Raub begangen zu haben, in Anwendung von Art. 217 StPO 
von der Kantonspolizei Graubünden vorläufig festgenommen. Mit Schreiben vom 
11. April 2014, gleichentags überbracht, ersuchte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden gestützt auf Art. 224 Abs. 2 StPO den Einzelrichter am kantonalen 
Zwangsmassnahmengericht um Anordnung der Untersuchungshaft, wobei sie als 
Tatverdacht neben dem Raubversuch auch die Beteiligung an zwei weiteren 
Raubüberfällen, Wiederhandlungen gegen das Waffengesetz und Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufführte. Als Haftgrund wurde Kollusions-
/Verdunkelungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO geltend gemacht.

B. Da X._____ ausdrücklich auf eine mündliche Verhandlung verzichtete (Art. 
225 Abs. 5 StPO), führte der Einzelrichter am Zwangsmassnahmengericht des 
Kantons Graubünden ein schriftliches Verfahren durch. Mit Entscheid vom 11. 
April 2014 erkannte er wie folgt:

"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Untersuchungshaft wegen Kol-
lusions-/Verdunkelungsgefahr bis längstens am 09.07.2014 angeord-
net.

2. Die beschuldigte Person kann jederzeit ein Gesuch um Entlassung 
aus der Untersuchungshaft stellen. Dieses ist bei der Staatsanwalt-
schaft mündlich zu Protokoll zu geben oder schriftlich zu stellen und 
kurz zu begründen.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 350.00 bleiben bei der Prozedur. Sie 
werden vorschussweise von der Staatsanwaltschaft Graubünden zu 
Lasten des Kantons übernommen und sind innert 30 Tagen auf das 
PC-Konto 70-3596-3 des Bezirksgerichts Plessur zu überweisen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung)."

C. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 23. April 2014 
beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde erheben, worin er die Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheids und die Entlassung aus der Untersuchungs-
haft unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen beantragte.

D. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden verzichtete mit 
Schreiben vom 28. April 2014 unter Beilage der Akten auf die Einreichung einer 
Vernehmlassung. 

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E. Mit Stellungnahme vom 28. April 2014 beantragte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden unter Hinweis auf die Akten und die angefochtene Verfügung die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. Neben dem im Grundsatz zugestandenen 
versuchten Raub zum Nachteil von D._____ werde X._____ vorgeworfen, zu-
sammen mit denselben Personen drei weitere Raubüberfälle in O.1_____, in 
O.2_____ und in O.3_____ begangen zu haben respektive als Fahrer beteiligt 
gewesen zu sein. Der Zeuge A._____ habe als Zeuge ausgesagt, der mutmassli-
che Mittäter B._____ habe ihm gegenüber diese drei Straftaten zugegeben und 
erwähnt, dass X._____ daran beteiligt gewesen sei. Der dringende Tatverdacht 
sei damit zu bejahen. Da X._____ nur teilweise geständig sei, seien weitere Be-
fragungen notwendig, insbesondere auch Konfronteinvernahmen zwischen den 
verschiedenen Beteiligten. Es bestehe erhöhte Gefahr, dass der Beschwerdefüh-
rer im Falle einer Freilassung Opfer beeinflussen und Beweismittel beseitigen 
könnte. Zurzeit würden die sichergestellten elektronischen Kommunikationsgeräte 
ausgewertet. Dafür werde weitere Zeit benötigt. Bei dieser Sachlage sei die Kollu-
sionsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO zu bejahen.

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO in Verbindung mit Art. 222 StPO kann 
gegen Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung der 
Untersuchungs- oder Sicherheitshaft Beschwerde im Sinne von Art. 393 ff. StPO 
erhoben werden. Legitimiert dazu ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes In-
teresse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen Entscheids hat 
(Art. 382 StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Ent-
scheide ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Gestützt auf Art. 22 des Einführungsgesetzes 
zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) und Art. 10 
Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 173.100) liegt die Zuständigkeit 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren, zumal keine Ausnahme im Sinne von 
Art. 395 StPO vorliegt, bei der II. Strafkammer des Kantonsgerichts. Mit dem an-
gefochtenen Entscheid wurde der Beschwerdeführer in Untersuchungshaft ver-
setzt, wodurch er offensichtlich beschwert ist. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde vom 23. April 2014 ist demzufolge einzutreten

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2. Das Beschwerdeverfahren ist unter Vorbehalt von Art. 390 Abs. 5 StPO ein 
schriftliches und nicht öffentliches Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Es richtet sich 
nach den Regeln der Art. 69 Abs. 3 lit. c und Art. 390 ff. StPO. Die Beschwerde 
stellt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel 
dar. Sie kann – wenn die entsprechende Verfahrenshandlung beschwerdefähig ist 
– ohne Einschränkung erhoben werden. Mit der Beschwerde können alle Mängel 
des angefochtenen Entscheids geltend gemacht werden. Die Rechtsmittelinstanz 
verfügt über eine volle Kognition und ist befugt und verpflichtet, die ihr unterbreite-
te Sache frei und umfassend zu prüfen (vgl. Jeremy Stephenson/Gilbert Thiriet, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung, Basel 2011, N 15 zu Art. 393 StPO). 

3. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung der Begründungs-
pflicht und damit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das Zwangsmassnah-
mengericht des Kantons Graubünden habe zur Begründung seines Entscheids 
ausschliesslich auf den Haftantrag der Staatsanwaltschaft und die Haftakten ver-
wiesen. Grundsätzlich sei eine solche Verweisung zwar zulässig, aus der Begrün-
dung müsse sich allerdings ergeben, dass sich das Gericht mit der Argumentation 
der Staatsanwaltschaft im Haftantrag kritisch auseinandergesetzt habe. Dies sei 
vorliegend nicht der Fall gewesen. 

a) Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht besonders schwer wiegende - 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person 
die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl 
den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 126 V 130 
E. 2b). Die II. Strafkammer als Beschwerdeinstanz kann demzufolge aufgrund ih-
rer umfassenden Kognition (Art. 393 Abs. 2 StPO) Verletzungen des rechtlichen 
Gehörs durch die Vorinstanz, wie insbesondere auch eine ungenügende Begrün-
dung, im Beschwerdeverfahren heilen. Gemäss Art. 274 Abs. 2 StPO entscheidet 
das Zwangsmassnahmengericht mit kurzer Begründung. Mit Hinblick auf das Be-
schwerdeverfahren sollte die Begründung alles enthalten, was für eine nachträgli-
che Prüfung durch die Beschwerdeinstanz erforderlich ist. In diesem Sinn müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde 
hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen 
nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem 
rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. 

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b) Im vorliegenden Fall führte die Vorinstanz lediglich aus, dass sich die Aus-
führungen der Staatsanwaltschaft Graubünden gemäss den Akten als zutreffend 
erweisen würden und der Haftgrund der Kollusions-/Verdunkelungsgefahr gege-
ben sei. Allein der Verweis auf das Gesuch der Staatsanwaltschaft vermag die 
Anordnung der Haft jedoch noch nicht zu begründen. Insofern liegt eine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs zufolge ungenügender Begründung vor. Diese kann 
jedoch im vorliegenden Beschwerdeverfahren durch die II. Strafkammer geheilt 
werden, indem die Begründung nach freier und umfassender Prüfung des Sach-
verhalts entsprechend ergänzt wird.

4. Die Untersuchungshaft schränkt die persönliche Freiheit des Beschwerde-
führers ein (Art. 10 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 31 BV). Eine Einschränkung die-
ses Grundrechts ist zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, 
im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist; zudem darf sie den Kern-
gehalt des Grundrechts nicht beeinträchtigen (Art. 36 BV). Nach Art. 221 Abs. 1 
StPO ist Untersuchungshaft zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtigt wird. Zum allgemeinen Haftgrund des 
dringenden Tatverdachts muss ein besonderer Haftgrund nach Art. 221 Abs. 1 lit. 
a-c StPO hinzukommen, nämlich entweder Fluchtgefahr (lit. a), Kollusionsgefahr 
(lit. b) oder Wiederholungsgefahr (lit. c). Allgemeiner Haftgrund und besonderer 
Haftgrund müssen kumulativ erfüllt sein. Die besonderen Haftgründe sind unter-
einander alternativ. Das zuständige Gericht ordnet gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO 
an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, 
wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (vgl. Marc Forster, in: Nigg-
li/Heer/Wi-prächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung, Basel 2011, N 1 und N 16 zu Art. 221 StPO; Urteil des Bundesge-
richts 1B_148/2011 vom 13. April 2011). Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob im 
konkreten Fall sowohl der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts so-
wie ein besonderer Haftgrund nach Art. 221 Abs.1 lit. a-c StPO vorliegen.

5.a) Strafprozessuale Haft darf nur angeordnet werden, wenn und solange der 
Inhaftierte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt ist (Art. 221 
Abs. 1 StPO). Dabei ist zu prüfen, ob aufgrund der aktuellen Untersuchungser-
gebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung 
der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen. Im Haftprüfungsverfahren 
genügt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das in-
kriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt 

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keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachts hat das Haftgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzu-
führen, noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen (vgl. zum Ganzen Urteil 
des Bundesgerichts 1B_466/2012 vom 3. September 2012, E. 2.2.2; Forster 
a.a.O., N. 3 zu Art. 221). 

b) X._____ ist geständig, zusammen mit B._____ und C._____ zum Nachteil 
von D._____ einen Raub versucht zu haben, wobei die einzelnen Tatbeiträge 
gemäss Aussagen der Staatsanwaltschaft Graubünden noch nicht geklärt sind. 
Ein dringender Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO ist somit bereits 
aus diesem Grund offensichtlich zu bejahen, zumal dessen Nachweis bei einem 
glaubhaften Geständnis als erbracht gilt (vgl. BGE 137 IV 84 E. 3.2 S. 86). Darü-
ber hinaus wird X._____ verdächtigt, wiederum zusammen mit B._____ und 
C._____ beim Raubüberfall an der Tankstelle/Shop in O.1_____ vom 6. Februar 
2012, am Raubüberfall im E._____ in O.2_____ vom 29. Dezember 2012, und 
beim Raubüberfall zum Nachteil der Bank in O.3_____ vom 26. Februar 2013 be-
teiligt gewesen zu sein. Belastet wird er namentlich durch die Aussagen von 
A._____, welcher bei der polizeilichen Einvernahme vom 4. April 2014 zu Protokoll 
gab, C._____ habe ihm erzählt, dass er zusammen mit B._____ einen Raubüber-
fall ausgeübt habe, bei welchem X._____ den Fluchtwagen gefahren habe. Sie 
hätten den Wagen nicht vor der Bank parkiert, um nicht aufzufallen. Sie seien 
dann maskiert in die Bank und anschliessend nach dem Raub zum Fahrzeug ge-
rannt. Zuvor hätten sie X._____ noch telefonisch kontaktieren müssen, damit er 
sie abhole. Auch anlässlich einer weiteren Einvernahme vom 23. April 2014 
bestätigte der Zeuge A._____, diesmal bezüglich sämtlicher in Frage stehender 
Raubüberfälle, dass der Beschwerdeführer seines Wissens nach daran beteiligt 
gewesen sei. Der Beschwerdeführer bestreitet diese ihm vorgeworfenen Handlun-
gen. Das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts vermag er allerdings nicht 
glaubhaft zu widerlegen. Wie bereits ausgeführt, bedarf es hierfür entgegen seiner 
Auffassung keiner objektiven Beweise. Vielmehr genügen konkrete Verdachts-
momente, aufgrund derer die Untersuchungsbehörden das Bestehen eines drin-
genden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Diese sind mit 
den Aussagen von A._____ zweifellos gegeben. Kommt hinzu, dass der Be-
schwerdeführer selbst zugegeben hat, zusammen mit den mutmasslichen Tätern 
bereits einen Raubversuch unternommen zu haben. Auch in dieser Hinsicht ist 
das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. StPO zu 
bejahen.

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6. Der Beschwerdeführer rügt, das Zwangsmassnahmengericht habe im ange-
fochtenen Entscheid keine überzeugende Begründung für das Vorliegen einer Kol-
lusions-/Verdunklungsgefahr vorgebracht. Den Haft- und Ermittlungsakten könne 
entnommen werden, dass sowohl B._____ als auch C._____ in Untersuchungs-
haft versetzt worden seien. Vor diesem Hintergrund bestehe keine Gefahr, dass er 
nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft versucht sein könnte, B._____ 
sowie C._____ unter Druck zu setzen oder sie zu falschen Aussagen zu verleiten. 
Dass er versucht sei, andere Personen ins Einvernehmen zu setzen oder sie zu 
wahrheitswidrigen Aussagen zu veranlassen, werde weder von der Staatsanwalt-
schaft noch vom Zwangsmassnahmengericht dargelegt. Entgegen der Auffassung 
der Vorinstanz bestehe somit keine Gefahr, dass er im Falle einer Freilassung all-
fällige Mittäter, Zeugen oder Auskunftspersonen beeinflussen könnte. Hinzu kom-
me, dass weder die Staatsanwaltschaft noch das Zwangsmassnahmengericht dar-
legen, er könne Beweismittel beseitigen. Damit lägen keine konkreten Anhalts-
punkte vor, welche für eine Kollusionsgefahr sprechen würden. Eine solche könne 
auch nicht darin erblickt werden, dass zwischen den verschiedenen Beteiligten 
noch Konfronteinvernahmen durchgeführt werden müssten. Schliesslich begründe 
der blosse Umstand, dass noch Beweiserhebungen durchzuführen seien, keine 
Kollusionsgefahr. 

a) Kollusion bedeutet nach der bundesgerichtlichen Praxis insbesondere, dass 
sich der Beschuldigte mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen oder 
Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidrigen Aussagen 
veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. Die Untersuchungs-
haft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass ein Beschuldigter die Freiheit 
dazu missbraucht, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu vereiteln 
oder zu gefährden. Dabei genügt nach der Rechtsprechung die theoretische Mög-
lichkeit, dass der Beschuldigte in Freiheit kolludieren könnte, nicht, um die Forts-
etzung der Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen, vielmehr müssen konkrete In-
dizien für eine solche Gefahr sprechen. Konkrete Anhaltspunkte für die Kollusi-
onsgefahr können sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts namentlich 
ergeben aus dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im Strafprozess, aus 
seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im 
Rahmen des untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönlichen Beziehun-
gen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im kon-
kreten Fall eine massgebliche Beeinflussung des Strafverfahrens wegen Verdun-
kelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von der Beeinflussung bedrohten 
Aussagen beziehungsweise Beweismittel, der Schwere der untersuchten Strafta-

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ten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das Strafver-
fahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt wer-
den konnte, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Verdunke-
lungsgefahr zu stellen. Der Haftrichter hat auch zu prüfen, ob einem gewissen Kol-
lusionsrisiko schon mit geeigneten Ersatzmassnahmen für Untersuchungshaft 
ausreichend begegnet werden könnte (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 
1B_705/2012 vom 10. Dezember 2012 E. 1.1 mit zahlreichen Hinweisen).

b) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers geht es bei der Kollu-
sionsgefahr nicht nur darum, dass die beschuldigte Person durch Kontaktaufnah-
me zu einem möglichen Mittäter die Strafuntersuchung vereiteln oder gefährden 
könnte. Es soll auch eine mögliche Beeinflussung von Zeugen und Opfern verhin-
dert werden, um den Fortgang der Strafuntersuchung zu gewährleisten. Dem Be-
schwerdeführer wird die Beteiligung an mehreren Raubüberfällen vorgeworfen, 
wobei er hinsichtlich einer Tat geständig ist. Der Grundtatbestand des Raubes 
(Art. 140 Ziff. 1 StGB) ist mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren bedroht und stellt 
ein Verbrechen dar (Art. 10 Abs. 2 StGB). Bei der Untersuchung schwerwiegender 
Delikte besteht an der Verhinderung von Kollusionshandlungen ein erhöhtes öf-
fentliches Interesse (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_261/2013 vom 11. Sep-
tember 2013 E. 2.3). Da dem Beschwerdeführer die Beteiligung an insgesamt drei 
vollendeten und einem versuchter Raubüberfall vorgeworfen wird und - sollten ihm 
diese Delikte tatsächlich nachgewiesen werden können - eine erhebliche Strafe 
drohen würde, besteht ein beträchtlicher Anreiz für Kollusionshandlungen. Wie die 
Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungahme vom 28. April 2014 ausführt, ist der Be-
schwerdeführer nur teilweise geständig, weshalb noch weitere Befragungen von 
Beschuldigten, aber auch Opfern, Auskunftspersonen und Zeugen vorgenommen 
werden müssen. Es besteht daher eine erhöhte Gefahr, dass der Beschwerdefüh-
rer im Falle einer Freilassung diese Personen beeinflussen und Beweismittel be-
seitigen könnte. Dabei gilt es überdies zu berücksichtigen, dass dem Beschwerde-
führer auch Widerhandlungen gegen das Waffengesetz vorgeworfen werden und 
aufgrund seiner Schilderungen des Tatplans zum Raubüberfall auf D._____ auch 
die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen werden kann. Des Weiteren ist 
zu berücksichtigen, dass gemäss den Ausführungen der Staatsanwaltschaft 
Graubünden auch hinsichtlich des eingestandenen Raubversuchs weitere Ermitt-
lungen nötig sind, zumal die einzelnen Tatbeiträge noch nicht restlos geklärt sind. 
Bei einer Freilassung bestünde auch diesbezüglich die Gefahr, dass er die erfor-
derlichen Abklärungen behindern könnte. Ausgehend davon, dass die mittäter-
schaftliche Mitwirkung des Beschwerdeführers an insgesamt drei Raubüberfällen 

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in Frage steht und die Beweiserhebungen noch nicht abgeschlossen sind, er-
scheint die Weiterführung der Untersuchungshaft entsprechend den Ausführungen 
der Staatsanwaltschaft unter dem Gesichtspunkt der Kollusionsgefahr als gebo-
ten.

7. Gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO können Zwangsmassnahmen, worunter 
auch die Untersuchungshaft fällt, nur ergriffen werden, wenn die damit angestreb-
ten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können. Nach Art. 212 
Abs. 2 lit. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen aufzuheben, so-
bald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen. Diese Bestimmungen ergeben 
sich aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und werden in Art. 237 StPO 
konkretisiert. Untersuchungs- und Sicherheitshaft sind danach unzulässig, wenn 
ihr Zweck - die Verhinderung von Flucht, Kollusion, Wiederholung oder Aus-
führung der Tat - durch mildere Massnahmen erreicht werden kann. Der Be-
schwerdeführer macht geltend, er habe sich im bisherigen Strafverfahren gegenü-
ber den ermittelnden Behörden sehr kooperativ gezeigt. Ferner sei zu betonen, 
dass er aktuell eine Lehre absolviere, welche er unter keinen Umständen verlieren 
möchte. Aufgrund dieser Tatsachen müsse davon ausgegangen werden, dass er 
auf jeden Fall gewillt sei, sich an gesetzliche Bestimmungen und Auflagen zu hal-
ten. Einer allfälligen Kollusionsgefahr könne daher durch ein Kontaktverbot be-
gegnet werden. Ein Kontaktverbot im Sinne von Art. 237 Abs. 2 lit. g StPO kann im 
vorliegenden Fall jedoch nicht als tauglich angesehen werden. Dass sich der Be-
schwerdeführer, welchem mehrere verschiedenartige Straftaten vorgeworfen wer-
den und welcher bereits zwei Vorstrafen aufweist, an ein Kontaktverbot halten 
würde, kann unter den gegebenen Umständen nicht angenommen werden. Zu-
dem wäre es für ihn ein Leichtes, sich ein Kommunikationsmittel zu beschaffen 
und damit die in das Verfahren involvierten Personen zu kontaktieren. Die Anord-
nung einer Ersatzmassnahme fällt damit ausser Betracht. Im vorliegenden Fall 
kann der Kollusionsgefahr nicht mit einer milderen Ersatzmassnahme nach 
Art. 237 StPO begegnet werden.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Falle von X._____ die Kollusi-
onsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO gegeben ist und Ersatzmassnahmen 
im Sinne von Art. 237 StPO zur Erreichung des Haftzwecks nicht genügen wür-
den. Die Vorinstanz hat somit das Gesuch der Staatsanwaltschaft zu Recht gut-
geheissen und eine Untersuchungshaft angeordnet. Demzufolge ist die vorliegen-
de Beschwerde abzuweisen. Aufgrund der offensichtlichen Unbegründetheit des 

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Rechtsmittels entscheidet der Vorsitzende gemäss Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsor-
ganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz.

9. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Las-
ten des Beschwerdeführers (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten 
von X._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Diese ist dem Bundes-
gericht schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: