# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f75d74d7-b728-5110-9e8d-ac4fa5b13fb9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.03.2010 C-5402/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5402-2009_2010-03-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5402/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Vito Valenti,
Richter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

X._______, Spanien,
vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, 
avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5402/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA  (nachfolgend: 
IVSTA) mit  Verfügung vom 1. April  2008 das Leistungsbegehren von 
X._______ abgewiesen hat, 

dass  X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch 
Rechtsanwalt  Abelardo Vazquez Conde,  gegen  diese  Verfügung  mit 
Eingabe vom 24. August 2009 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht  erhoben,  die  Aufhebung  der  Verfügung,  die  Durchführung 
weiterer  medizinischer Abklärungen und die Gewährung einer Invali-
denrente  "in  gesetzlicher  Höhe  ab  dem  Tage  der  Antragsstellung 
(9. November  2006 bzw. 17. Oktober  2007)"  beantragt  sowie weitere 
medizinische Unterlagen zu den Akten gereicht hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG 
zuständig ist,

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass gemäss Art. 48 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 
21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71  (SR  0.831.109.268.11;  nachfolgend:  Verordnung  (EWG) 
Nr. 574/72) die  von  den  beteiligten  Trägern  getroffenen  endgültigen 
Entscheidungen  dem  bearbeitenden  Träger  zu  übermitteln  sind,  der 
bearbeitende  Träger  die  Entscheidungen  dem  Antragsteller  in  Form 
einer in dessen Sprache abgefassten zusammenfassenden Mitteilung 
zustellt und die "Rechtsbehelfsfristen" erst mit der Zustellung der zu-
sammenfassenden Mitteilung an den Antragsteller zu laufen beginnen,

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dass die IVSTA die angefochtene Verfügung vom 1. April 2008 sowohl 
dem  spanischen  Versicherungsträger  als  auch  dem  Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers postalisch übermittelte (act. 36),

dass  der  spanische  Versicherungsträger  dem  Beschwerdeführer  die 
angefochtene Verfügung am 27. August 2009 im Sinne von Art. 48 der 
Verordnung (EWG) Nr. 574/72 zustellte (act. 43), wodurch die Rechts-
mittelfrist zu laufen begann,

dass  die  Beschwerde  vom 24. August  2009  somit  als  im Sinne  von 
Art. 60 Abs. 1 ATSG fristgerecht eingereicht zu betrachten ist,

dass die Beschwerde im Übrigen formgerecht eingereicht (Art. 52 des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren [VwVG, SR 172.021]) und der Kostenvorschuss fristgerecht ge-
leistet wurde, sodass darauf einzutreten ist,

dass Dr. med. A._______ des IV-ärztlichen Dienstes in seiner Stellung-
nahme vom 29. Januar 2010 zu Handen der IVSTA aufgrund der neu 
eingereichten kardiologischen und orthopädischen Unterlagen weitere 
Abklärungen empfohlen hat (act. 45),

dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 12. Februar 2010 beantragt 
hat, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Sache im Sinne der IV-ärztlichen Stellungnahme an die 
Verwaltung zurückzuweisen,

dass  der  Beschwerdeführer  bereits  in  seiner  Beschwerdeschrift  die 
mangelnde Sachverhaltsabklärung durch die Vorinstanz rügte und ins-
besondere  beantragte,  es  sei  eine  orthopädische  und  internistische 
bzw. kardiologische Begutachtung durchzuführen,

dass  sich  in  Übereinstimmung  mit  den  Vorbringen  der  Parteien  die 
Durchführung  weiterer  medizinischer  Begutachtungen  als  notwendig 
erweist,

dass  damit  feststeht,  dass  die  angefochtene  Verfügung  vom 1. April 
2008 auf einem mangelhaft ermittelten Sachverhalt beruht,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

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dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art. 61  Abs. 1 
VwVG),  verbunden  mit  der  Anweisung,  die  erforderlichen  fachärzt-
lichen  Begutachtungen  durchführen  zu  lassen  und  anschliessend  in 
der Sache neu zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2  VwVG),  so  dass  der  geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 400.- sowie der zu viel  bezahlte Betrag von 
Fr. 10.- dem Beschwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto 
zurückzuerstatten sind,

dass  dem  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  gemäss  Art. 64 
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Fe-
bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine von der Vorinstanz zu ent-
richtende Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass die Parteientschädigung unter  Berücksichtigung des gebotenen 
und aktenkundigen Aufwands auf Fr. 1'000.- festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 1. April 2008 aufgehoben und die Sache mit 
der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforderlichen 
fachärztlichen Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der 
Sache zu verfügen.

2.
Es werden keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr. 400.- 
sowie der zu viel bezahlte Betrag von Fr. 10.- nach Eintritt der Rechts-
kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Die  Vorinstanz  wird  verpflichtet,  dem Beschwerdeführer  eine  Partei-
entschädigung von Fr. 1'000.- zu bezahlen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilagen: 
Doppel  der  Vernehmlassung vom 12. Februar  2010 inkl. Stellung-
nahme von Dr. med. A._______ vom 29.01.2010 in Kopie [act. 45]; 
Formular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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