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**Case Identifier:** 523da076-19fc-5b2c-953f-db8b17ad4212
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.11.2016 200 2016 355
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-355_2016-11-08.pdf

## Full Text

200 16 355 IV
SCJ/REL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. November 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Februar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2016, IV/16/355, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 14. August 2014 unter Hinweis auf einen Knieunfall am 
17. April 2013 sowie einen am 17. Januar 2014 erlittenen Auffahrunfall und 
der daraus folgenden HWS-Distorsion bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Rentenbezug an (Antwortbeilage der IVB [AB] 1 
und AB 6.4 S. 40). Nachdem die IVB die Akten der C.________ als zustän-
digem Unfallversicherer eingeholt (AB 6.1 bis AB 6.4) und Abklärungen in 
erwerblicher und medizinischer Hinsicht vorgenommen hatte, veranlasste 
sie eine bidisziplinäre Begutachtung (AB 30). Das entsprechende psychia-
trische und orthopädische Gutachten datiert vom 28. Oktober 2015 
(AB 41.1). Gestützt darauf stellte die IVB in der Folge mit Vorbescheid vom 
17. November 2015 (AB 44) die Abweisung des Rentenbegehrens in Aus-
sicht, da ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 15 % 
bestehe.

Damit zeigte sich der Versicherte – vertreten durch Fürsprecher 
B.________ – mit Einwand vom 3. Dezember 2015 (AB 45) nicht einver-
standen und reichte weitere medizinische Akten ein (S. 4 f.). Nach Einholen 
einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD [AB 51]) 
verfügte die IVB am 24. Februar 2016 ihrem Vorbescheid entsprechend 
und wies das Rentenbegehren bei einem IV-Grad von 15 % ab (AB 52).

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – weiterhin vertreten durch 
Fürsprecher B.________ – am 7. April 2016 Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern und beantragte die Aufhebung der Verfü-
gung und die Zusprache einer Invalidenrente (IV-Rente) bei einem IV-Grad 
von mindestens 40 %. Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und gestützt darauf sei über 
den Leistungsanspruch neu zu verfügen.

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In der Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2016 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 20. Juni 2016 und Duplik vom 4. August 2016 hielten beide 
Parteien an ihren Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Februar 2016 
(AB 52). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Leistungen der IV und dabei insbesondere, ob der medizinische Sachver-
halt genügend abgeklärt ist.

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1.3. Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

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wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer 
Willensanstrengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist 
jedoch auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten 
Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten 
Person auszugehen ist (E. 3.7.2).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss erwähntem 
Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. 
Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung 
leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach 
gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu 
beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funktioneller 
Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der 
Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines 
rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die 
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen 
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 
Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (E. 6). 

2.4 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

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das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie dessen 
Arbeitsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entneh-
men:

3.1.1 Anlässlich der MRI-Untersuchung vom 18. März 2014 (AB 6.4 
S. 24) hielt der Facharzt des Röntgeninstituts D.________ fest, dass sich 
eine subtotale transmurale Partialruptur der Supraspinatussehne, eine Un-
terflächenpartialruptur der Subscapularissehne und weniger ausgeprägt der 
Infraspinatussehne mit diskreter Tendinitis calcarea der Subscapularisseh-
ne gezeigt habe. Zudem fänden sich degenerative AC-
Gelenksveränderungen mit Hinweis auf diskrete Traumatisierung und Hin-
weise auf anteriore Instabilität sowie differentialdiagnostisch diskret eine 
anteriore Kapselläsion.

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, stellte in seinem Bericht 
vom 24. März 2015 (AB 41.2 S. 2 f.) die Diagnosen eines Verdachts auf 
posttraumatische Ruptur der Rotatorenmanschette rechts nach Auffahrun-
fall sowie eines Zustands nach Schleudertrauma nach Auffahrunfall mit 
cervico-brachialgieformen Restbeschwerden. Die Rotatorenmanschetten-
Ruptur erkläre einen Teil der Schulter/Oberarmschmerzen rechts sowie die 

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eingeschränkte Funktion und Kraftverminderung. Die zusätzlich vorhande-
nen cervico-brachialgieformen Schmerzen und Dysästhesien seien Resi-
duen des Schleudertraumas. Als Behandlung sei eine Rotatorenmanschet-
ten-Rekonstruktion rechts notwendig und sinnvoll (S. 3).

3.1.3 Ein im Röntgeninstitut D.________ am 4. März 2015 (AB 41.2) 
durchgeführtes MRI der rechten Schulter führte hauptsächlich zu folgender 
Beurteilung: Im Vergleich zur MR-Voruntersuchung vom 18. März 2014 
(AB 6.4 S. 24) zeige sich eine nun vollständig rupturierte und retrahierte 
Supraspinatussehne ohne wesentliche Muskelatrophie.

3.1.4 Der behandelnde Psychiater Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte in seinem Bericht 
vom 12. April 2015 (AB 26) eine reaktive ängstlich-depressive Anpas-
sungsstörung in emotionell belastenden psychosozialen Lebensumständen 
(ICD-10: F43.2) sowie einen Status nach Verkehrsunfall am 17. Januar 
2014. Die Arbeitsfähigkeit sei seit dem Unfall vom 17. Januar 2014 für alle 
Erwerbstätigkeiten stark beeinträchtigt (S. 2 Ziff. 1.6). Aus ärztlich-
psychiatrischer Sicht seien gegenwärtig keine Erwerbstätigkeiten zumutbar 
(Ziff. 1.7).

3.1.5 Die Fachärzte der G.________ (MEDAS; Dr. med. H.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und Dr. med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH) führten in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 
28. Oktober 2015 (AB 41.1) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) sowie chronische Nacken-Schulter-Armbeschwerden der dominan-
ten rechten Seite (ICD-10: M54.2/M79.60/M75.1) auf (S. 20 Ziff. 5.1). Ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein chronischer ventraler Knie-
schmerz links sowie ein chronisch intermittierendes lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (Ziff. 5.2).

In psychiatrischer Hinsicht bestehe beim Beschwerdeführer eine Arbeits-
fähigkeit von 80 %, welche auch in einem ganztägigen Pensum mit der 
Möglichkeit zu vermehrten Pausen realisierbar sei (S. 12 Ziff. 3.7).

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Aus orthopädischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit ebenso 
wie für andere mit Einsatz der rechten oberen Extremität oberhalb Schul-
terniveau verbundene Verrichtungen sowie wiederholt körperlich mittel-
schwere und schwere Anteile enthaltende Tätigkeiten eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 18 Ziff. 4.5). Für körperlich leichte Tätigkeiten unter 
Wechselbelastung und Vermeidung des Einsatzes der rechten oberen Ex-
tremität oberhalb Schulterniveaus liege dagegen aus rein orthopädischer 
Sicht eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 
vor, wobei das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg ver-
mieden werden sollte.

Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gutachter des MEDAS zusammen-
fassend zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer in der angestammten 
Tätigkeit als … sowie allgemein für schwere, mittelschwere und nicht adap-
tierte Tätigkeiten eine bleibende Arbeitsunfähigkeit bestehe (S. 21). In kör-
perlich leichten, adaptierten Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 80 %. Das Pensum könne mit leicht erhöhtem Pausen-
bedarf vollschichtig umgesetzt werden. Arbiträr könne retrospektiv die Ar-
beitsunfähigkeit für nicht adaptierte Tätigkeiten ab Januar 2014 zugeordnet 
werden, wobei die Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten nicht ab jenem 
Zeitpunkt eingeschränkt war: die 20 %ige Einschränkung sei wahrschein-
lich ab Oktober 2014 zuzuordnen, was mit Sicherheit ab September 2015 
zu bestätigen sei.

3.1.6 Im Operationsbericht vom 14. Oktober 2015 (AB 43) führte 
Dr. med. E.________ aus, dass er am 13. Oktober 2015 aufgrund der Dia-
gnose einer posttraumatischen Rotatorenmanschetten-Ruptur (Supra- und 
Infraspinatussehnen) eine diagnostische Schulterarthroskopie und eine 
offene Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion rechts durchgeführt habe. 
Postoperativ müsse der Beschwerdeführer für vier Wochen eine Schiene 
tragen, ab der neunten Woche sei auch Kraftaufbau gegen Widerstand 
möglich (S. 2).

3.1.7 In der Stellungnahme vom 18. Februar 2016 (AB 51) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass ab der neunten 
Woche nach der Operation vom 13. Oktober 2015 wieder von einer Belast-

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barkeit der Schulter und von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit als Hausmann sowie in jeder angepassten Tätigkeit ab 
Ende Dezember 2015 auszugehen sei. Die vom Beschwerdeführer bean-
tragte Sistierung des Rentenverfahrens sei medizinisch nicht nachvollzieh-
bar und am Vorbescheid vom 17. November 2015 (AB 44) könne festgehal-
ten werden (S. 2).

3.1.8 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizier-
te in seinem Bericht vom 10. März 2016 (Beschwerdebeilage [BB] 8) einen 
Status nach posttraumatischer Rotatorenmanschettenruptur und Rekon-
struktion der Supra- und Infraspinatussehne sowie einen Status nach 
HWS-Beschleunigungstrauma. Seit der im Oktober 2015 erfolgten Operati-
on habe sich keine Besserung der Beschwerden eingestellt. Weiterhin 
beständen eine Abduktionsstörung, häufige Nacken- und Hinterkopf-
schmerzen wie auch ein Elektrisieren und intermittierend eine Gefühlss-
törung im rechten Arm von Schulter bis zum den Fingern. Bei seiner Unter-
suchung habe er keine Hinweise auf eine neurogene Affektion oder neuro-
logische Ursache der Beschwerden finden können (S. 2). 

3.1.9 Der Psychiater Dr. med. F.________ führte in seinem Bericht vom 
14. Juni 2016 (BB 6) die Diagnosen einer anhaltenden schweren reaktiven 
depressiven Anpassungsstörung in persistierenden stark belastenden Le-
bensumständen, einen Status nach Verkehrsunfall mit HWS-
Schleudertrauma-Syndrom und residualen Kopf-, Nacken-, Schulter- und 
Armschmerzen rechts, einen Status nach posttraumatischer Rotatoren-
manschetten-Ruptur rechts und offener Rekonstruktion sowie rezidivieren-
de Lumboischialgien auf. Der bisherige Verlauf müsse leider als sehr unbe-
friedigend bezeichnet werden: der Beschwerdeführer sei weiterhin mittel-
gradig bis phasenweise schwergradig depressiv verstimmt, völlig unbelast-
bar, stark verunsichert, stress- und frustrationsintolerant, handlungsunfähig 
und äussere weiterhin starke existentielle Zukunftsängste. Er klage über 
diverse Schmerzbeschwerden (Kopf, Nacken, Schulter und Arm rechts). Da 
er rechtshändig sei, sei seine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig-
keit als … und auch in diversen anderen leichteren Erwerbstätigkeiten defi-
nitiv stark eingeschränkt. Solange die schmerzhaften invalidisierenden 

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Schulterbeschwerden persistierten, könne kaum eine klinisch relevante 
Verbesserung seines psychischen Zustandes erwartet werden (S. 2).

3.1.10 Im Bericht vom 17. Juni 2016 (BB 7) hielt Dr. med. E.________ 
fest, dass es mit der Schulter etwas besser gehe, dass der Beschwerdefüh-
rer jedoch noch eine Mitella (Armschlinge) trage. Im angestammten Beruf 
als … sei er weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig und seiner Meinung nach 
sei eine halbe IV-Rente angezeigt und sinnvoll.

Diese drei – im Beschwerdeverfahren eingereichten – Berichte sind, soweit 
den zeitlich massgebenden Sachverhalt bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 24. Februar 2016 (AB 52) beschlagend, grundsätzlich zu 
berücksichtigen (vgl. BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 121 V 362 E. 1b S. 366).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 24. Februar 2016 (AB 52) auf das bidisziplinäre Gutachten der ME-

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DAS vom 28. Oktober 2015 (AB 41.1) gestützt. Dieses Gutachten erfüllt die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.2 hiervor), weshalb ihm 
volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin 
enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, 
umfassend und einlässlich begründet. Die einzelnen Teilbeurteilungen ste-
hen untereinander wie auch mit den übrigen Akten in Übereinstimmung. 
Die Erkenntnisse der Gutachter flossen sodann in die überzeugende bidis-
ziplinäre Beurteilung ein, so dass darauf abgestellt werden kann. 

3.4 In somatischer Hinsicht sind dem Beschwerdeführer gemäss dem 
orthopädischen MEDAS-Gutachter Dr. med. I.________ aufgrund der ver-
minderten Belastbarkeit in der Nacken-Schulter-Region – objektivierbar 
durch die nun vollständig rupturierte und retrahierte Supraspinatussehne 
rechts gemäss MRI vom 4. März 2015 (AB 41.2) – keine körperlichen 
schweren und mittelschweren Tätigkeiten mehr zumutbar, womit er in der 
angestammten Tätigkeit als … arbeitsunfähig ist (AB 41.1 S. 18 Ziff. 45). 
Hingegen lag bis zum Zeitpunkt der Begutachtung Ende September 2015 
für körperlich leichte Tätigkeiten unter Wechselbelastung und Vermeidung 
des Einsatzes der rechten oberen Extremität oberhalb Schulterniveaus eine 
zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit vor. Diese 
Einschätzung steht im Einklang mit den Erhebungen der behandelnden 
Ärzte und es finden sich in den Akten keine medizinischen Unterlagen, 
welche die überzeugende Einschätzung des MEDAS-Orthopäden in Zwei-
fel zu ziehen vermöchten. So wird denn die somatische Beurteilung bzw. 
die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht durch den Beschwerdeführer bis 
zu diesem Zeitpunkt auch nicht bestritten (Beschwerde vom 7. April 2016 
S.4 Ziff. 3.1). Auf das im MEDAS-Gutachten erstellte somatische Zumut-
barkeitsprofil ist deshalb abzustellen. 

3.5 Aus psychiatrischer Sicht liegen gemäss dem MEDAS-Gutachter 
Dr. med. H.________ eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) und 

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eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren (ICD-10: F45.41) vor (AB 41.1 S. 11 Ziff. 3.4), welche die 
Arbeitsfähigkeit um maximal 20 % einschränken (S. 12 Ziff. 3.7). Auch 
diese Einschätzung überzeugt mit Blick auf die vorliegenden medizinischen 
Akten. Der Gutachter legt einleuchtend dar, dass sich die Selbsteinschät-
zung des Beschwerdeführers, wonach er gar nicht mehr arbeiten könne, 
nicht mit objektiv erhebbaren psychiatrischen Befunden begründen lässt 
(Ziff. 3.5). Der während dem Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht 
von Dr. med. F.________ vom 14. Juni 2016 (BB 6), wonach der Be-
schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit und „auch in diversen ande-
ren leichteren Erwerbstätigkeiten definitiv stark eingeschränkt“ sei, ändert 
daran nichts: Zum einen führt der Psychiater hauptsächlich eine reaktive 
depressive Anpassungsstörung in stark belastenden Lebensumständen an, 
welcher wohl Krankheitswert zukommt, bei welcher es sich jedoch um ein 
vorübergehendes und damit – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
festgehalten hat (Duplik vom 4. August 2016 S. 2) – nicht invalidisierendes 
psychisches Leiden handelt (Entscheid des BGer vom 9. August 2010, 
8C_322/2010, E. 5.2). Zum anderen gilt es auch zu beachten, dass das 
Gericht in Bezug auf Atteste von Hausärzten und behandelnden Ärzten der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc 
S. 353). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 
sondern ebenso für die behandelnden Spezialärzte wie vorliegend den be-
handelnden Psychiater Dr. med. F.________ (Entscheid des Eidg. Versi-
cherungsgerichts [EVG, heute: BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

3.6 Diese durch die MEDAS-Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit 
von 20 % ist indessen rechtlich nicht zu berücksichtigen, da zum einen eine 
leichte depressive Episode nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
grundsätzlich nicht invalidisierend ist (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 15. Juni 2016, 8C_191/2016, E. 4.1). Zudem spricht auch die 
Prüfung der rechtsprechungsgemäss geltenden Indikatoren (vgl. E. 2.3 
vorstehend) gegen einen invalidisierenden Charakter der Schmerzstörung: 

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Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu prü-
fen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): Hier ist festzuhalten, dass die Aus-
prägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 f.) nicht übermässig ist. Die MEDAS-Gutachter hielten 
fest, dass sich die äusserst diffus und unklar beklagten Beschwerden durch 
die klinischen und radiologischen Befunde nicht vollständig begründen las-
sen, obwohl ein gewisser Leidensdruck an der rechten Schulter bei der 
Ruptur der Spinatussehne durchaus nachvollziehbar sei, die übrig angege-
benen Beschwerden jedoch kaum (AB 41.1 S. 17 Ziff. 4.4). Die durch die 
Spinatussehnenruptur (zumindest teilweise) erklärbaren Schulterbe-
schwerden sind damit bei der Ausprägung der diagnoserelevanten Sym-
ptome der somatoformen Schmerzstörung nicht vollumfänglich zu berück-
sichtigen. Zudem scheint der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben 
einen ziemlich regelmässigen Tagesablauf zu haben. Nach dem Aufstehen 
gehe er alleine oder mit seiner Frau einkaufen, beteilige sich an den haus-
haltlichen Verrichtungen wie Kochen und gelegentlichem Putzen (S. 13) 
und treffe sich mit Freunden zu Hause oder im Restaurant (S. 8). Unter 
dem Titel „Behandlungserfolg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 
S. 299 f.) ist zu bemerken, dass sich der Beschwerdeführer in psychiatri-
scher bzw. psychotherapeutischer Behandlung befindet, die er lediglich ein- 
bis zweimal pro Monat in Anspruch nimmt und welche – wie der MEDAS-
Psychiater ausführt – „durchaus intensiviert“ werden könnte, wobei auch 
die Compliance verbessert würde (AB 41.1 S. 10 Ziff. 3.3.3). Psychiatrische 
Komorbiditäten (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) bestehen nicht, ist 
doch die leichte depressive Episode – wie vorstehend ausgeführt – recht-
sprechungsgemäss nicht invalidisierend. Was den Komplex „Persönlich-
keit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) betrifft, hat der psychiatrische Gut-
achter festgehalten, dass keine deutlich auffällige Persönlichkeitszüge vor-
liegen und der Beschwerdeführer vor der Erkrankung sonst normale Sozia-
lisation und volle Leistungsfähigkeit gezeigt hat (AB 41.1 S. 9). Der soziale 
Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass die Freizeitgestaltung 
bzw. das Leben des Beschwerdeführers nicht ausgeprägt eingeschränkt 
sind. So lebt der Beschwerdeführer in einer guten und stabilen Beziehung, 
pflegt gute Kontakte zu seinen Kindern und auch zu Kollegen, welche er 
trifft, und verreist regelmässig mit dem Auto oder dem Flugzeug in seine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2016, IV/16/355, Seite 14

Heimat (AB 41.1 S. 8 und S. 10). Damit bestehen durchaus gewisse mobi-
lisierende Ressourcen, auf die der Beschwerdeführer zurückgreifen kann 
(AB 41.1 S. 10). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer in seinem sozi-
alen Leben wenig Einschränkungen zeigt, ist auch im Rahmen des Aspekts 
der „Konsistenz“ respektive der gleichmässigen Einschränkung des Akti-
vitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zu beachten 
(BGE 141 V 281 E. 281 E. 4.4.1 S. 303 f.). Die Selbsteinschätzung des 
Beschwerdeführers, wonach er sich nicht gar mehr in der Lage fühle, zu 
arbeiten (AB 41.1 S. 12 Ziff. 3.5), lässt sich gemäss den Gutachtern nicht 
mit objektiv erhebbaren psychiatrischen Befunden begründen. Es ist zudem 
auf die Angaben des orthopädischen Gutachters zu verweisen, wonach die 
im Seitenvergleich am rechten Arm festgestellten vermehrten Umfänge an 
Ober- und Unterarm sowie die erheblich vermehrte Beschwielung dieser 
Seite keinesfalls mit der angegebenen längerdauernden Schonung verein-
bar sei (S. 17 Ziff. 4.4). Dies spricht für eine Inkonsistenz zu den geltend 
gemachten Schmerzen und den angegebenen Einschränkungen. Schliess-
lich nimmt der Beschwerdeführer – wie vorstehend ausgeführt – zurzeit nur 
therapeutische Optionen war, die durchaus intensiviert werden könnten 
(BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304). Damit ist erstellt, dass der diagnostizier-
ten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren selbst unter Prüfung der neuen Rechtsprechung nach BGE 141 V 281 
keine invalidisierende Wirkung zukommt.

3.7 Es lässt sich demnach dem Grundsatze nach nicht beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdefüh-
rers gestützt auf die medizinische Situation, wie sie im MEDAS-Gutachten 
vom 28. Oktober 2015 wiedergegeben worden ist, nach Durchführung ei-
nes Einkommensvergleichs unter Annahme einer Invalidität von 15 % ver-
neint hat. 

4. 

Zu prüfen ist hingegen aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers 
weiter, ob es im Anschluss an die Operation der Rotatorenmanschetten-
Ruptur vom 13. Oktober 2015 (vgl. AB 43) bis zu dem für die Beurteilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2016, IV/16/355, Seite 15

massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 
2016 (AB 52) zu einer rentenbegründenden Invalidität gekommen ist.

4.1 Gemäss dem überzeugenden bidisziplinären Gutachten besteht 
spätestens seit April 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit als … (vgl. E. 3.4 vorstehend). Allerdings ergab 
bereits die MRI-Untersuchung der rechten Schulter vom 18. März 2014 
(AB 6.4 S. 24) die Diagnose einer partiellen Rotatorenmanschetten-Läsion. 
Es ist davon auszugehen, dass wohl bereits seit diesem Zeitpunkt eine – 
zumindest partielle – Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 
… und … bestanden haben dürfte. Damit in Übereinstimmung stehen auch 
die Angaben der MEDAS-Gutachter, welche im Gutachten vom 28. Oktober 
2015 retrospektiv eine Arbeitsunfähigkeit für nicht adaptierte Tätigkeiten ab 
Januar 2014 zuordnen konnten (AB 41.1 S. 21). Wenn damit davon auszu-
gehen ist, dass die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
bereits im Januar 2014 ausgelöst wurde und seither ununterbrochen ange-
halten hat, dann besteht die Möglichkeit, dass es zu einem befristeten Ren-
tenanspruch gekommen sein könnte, wenn die im Anschluss an die – nach 
Erstellen des MEDAS-Gutachtens vom 28. Oktober 2015 (Untersuchung 
am 29. September 2015 [AB 41.1]) durchgeführte – Operation vom 13. Ok-
tober 2015 (AB 43) eingetretene Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 
mindestens drei Monate angehalten hat (vgl. Art. 88a Abs. 2 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]).

4.2 Wie es sich damit verhält, kann gestützt auf die vorliegenden Ak-
ten allerdings nicht abschliessend beurteilt werden. Insbesondere vermag 
die in diesem Zusammenhang abgegebene Einschätzung der RAD-Ärztin 
Dr. med. J.________ vom 18. Februar 2016 (AB 51) nicht zu überzeugen. 
Zwar sind nach der Praxis Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die 
vorliegenden Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und ge-
genwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind (RKUV 
2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Die RAD-Ärztin geht in 
ihrer Aktenbeurteilung davon aus, dass in jeder angepassten Tätigkeit 
bereits ab Ende Dezember 2015 wiederum eine volle Arbeitsfähigkeit 
gegeben sei bzw. war (AB 51 S. 2). Sie hat den Beschwerdeführer jedoch 

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nicht selbst untersucht und bei ihrer Aktenbeurteilung über keine 
zusätzlichen aktuellen Berichte verfügt, welche Auskunft über den Verlauf 
der postoperativen Rehabilitation hätten geben können. Vielmehr hat sie 
ihre Einschätzung allein gestützt auf den Operationsbericht des behan-
delnden Arztes Dr. med. E.________ abgegeben. Zwar hat der Orthopäde 
in diesem Bericht vom 14. Oktober 2015 (AB 43) einen „Kraftaufbau gegen 
Widerstand" ab der neunten Woche nach Operation für möglich gehalten. 
Ob dann aber weitere vier Wochen später bereits von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit auszugehen war, ist immerhin fraglich: So führte der Neu-
rologe Dr. med. K.________ am 10. März 2016 aus, dass es nach der 
Operation vom Oktober 2015 zu keiner Besserung der Beschwerden 
gekommen sei (BB 8). Und auch der operierende Dr. med. E.________ 
teilte in seinem Bericht vom 17. Juni 2016 (BB 7) mit, mit der Schulter 
„gehe es eher etwas besser", doch trage der Beschwerdeführer immer 
noch eine Mitella (Armschlinge). Auch der behandelnde Psychiater 
Dr. med. F.________ wies in seiner Stellungnahme vom 14. Juni 2016 
(BB 6) auf „schmerzhafte invalidisierende Schulterbeschwerden" hin, 
welche persistieren würden.

4.3 Unter diesen Umständen bestehen gewichtige und berechtigte 
Zweifel an der Einschätzung bzw. Schlussfolgerung der RAD-Ärztin 
Dr. med. J.________ vom 18. Februar 2016 (AB 51), wonach die im 
Anschluss an die Operation vom 13. Oktober 2015 eingetretene 
Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten 
nicht mindestens drei Monate angehalten habe. Es kann diesbezüglich 
nicht einzig auf die Aktenbeurteilung der RAD-Ärztin abgestellt werden, 
sondern es sind ergänzende Abklärungen erforderlich (BGE 135 V 465 
E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

5.

Nach den vorstehenden Ausführungen erweist sich der rechtserhebliche 
medizinische Sachverhalt zumindest teilweise als ungenügend abgeklärt. 
Die angefochtene Verfügung vom 24. Februar 2016 (AB 52) ist daher in 
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Akten an die Beschwer-

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degegnerin zurückzuweisen zur Klärung der Frage, ob es im Anschluss an 
die Operation vom 13. Oktober 2015 zu einem – allenfalls befristeten – 
Rentenanspruch gekommen sein könnte.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.– ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat dem obsiegenden Be-
schwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden vom Versiche-
rungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen (Art. 61 lit. g ATSG).

In der Kostennote vom 19. August 2016 hat Fürsprecher B.________ ein 
Honorar von Fr. 2‘750.– sowie Auslagen von Fr. 80.20 und die Mehrwert-
steuer von Fr. 226.40 geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht zu bean-
standen. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 3‘056.60 (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2016, IV/16/355, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 24. Februar 2016 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwä-
gungen weitere Abklärungen vornehme und hierauf neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.– wird nach Rechtskraft des Urteils zurücker-
stattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘056.60 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.