# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13750823-84ea-5665-a5ec-002ffabc40ba
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.06.2021 200 2021 165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-165_2021-06-23.pdf

## Full Text

200 21 165 UV
SCI/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Juni 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit Januar 2008 bei der C.________ als … angestellt und dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch unfallversichert. Gemäss Schadenmeldung vom 8. Ok-
tober 2018 stolperte der Versicherte am 28. August 2018 beim Reinigen … 
und stürzte auf den (rechten) Oberarm. Als betroffener Körperteil wurden 
die rechte Schulter und der rechte Oberarm und als Schädigung "Bänder, 
Sehne" angegeben (Akten der Suva [act. II] 1). Die Suva anerkannte für 
dieses Ereignis ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen (vgl. u.a. act. II 2 f.). Dieser Fall wurde in der Folge 
formlos abgeschlossen (vgl. act. II 18).

Weil der Versicherte wieder starke Schmerzen in der rechten Schulter ver-
spürte, wurde am 28. April 2020 ein Rückfall zum Ereignis vom 28. August 
2018 gemeldet (act. II 17). In der Folge führte die Suva medizinische Erhe-
bungen durch. Dabei holte sie insbesondere zwei Stellungnahmen der 
Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Chirurgie, ein (act. II 36 
und 52). Mit formlosen Schreiben vom 8. Juli 2020 (act. II 43) und vom 
27. August 2020 (act. II 57) verneinte die Suva eine Leistungspflicht ihrer-
seits, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen 
dem Ereignis vom 28. August 2018 und den geltend gemachten Schulter-
beschwerden bestehe. Nachdem der Versicherte eine einsprachefähige 
Verfügung verlangt hatte (act. II 59), hielt die Suva nach Einholung einer 
ärztlichen Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E.________, Facharzt für 
Chirurgie (act. II 67), mit Verfügung vom 20. Oktober 2020 (act. II 68) an 
ihrer Beurteilung fest und verneinte eine Leistungspflicht im Zusammen-
hang mit dem geltend gemachten Rückfall zum Ereignis vom 28. August 
2018. Die hiergegen erhobene Einsprache (act. II 70) wies die Suva mit 
Entscheid vom 25. Januar 2021 (act. II 75) ab.

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 23. Februar 2021 Beschwerde mit folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2021 sei aufzuheben 
und dem Beschwerdeführer seien auch weiterhin die gesetzlichen 
Leistungen nach UVG auszurichten.

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2021 
aufzuheben und über die gesetzlichen Ansprüche nach UVG nach 
Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen neu zu befinden.

– unter Entschädigungsfolgen – 

Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. März 2021 edierte der Instruktions-
richter bei Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
die vollständigen Krankenakten des Beschwerdeführers. Diese gingen in 
der Folge am 22. März 2021 beim Gericht ein (Krankenakten Dr. med. 
F.________ [act. III], unpaginiert). 

Im weiteren Verlauf ging am 30. März 2021 eine Stellungnahme der Be-
schwerdegegnerin beim Gericht ein. Am 13. April 2021 nahm der Be-
schwerdeführer Stellung und bestätigte dabei unter Hinweis auf einen Be-
richt von PD Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital H.________, vom 
12. April 2021 (Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 1) seine Anträge.

Am 3. Mai 2021 nahm die Suva Stellung und hielt unter Hinweis auf eine 
Beurteilung von Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Chirurgie, Kompe-
tenzzentrum für Versicherungsmedizin Suva, vom 28. April 2021 (Akten der 
Suva [act. IIA] 1) an ihren Anträgen fest.

Am 6. und 19. Mai 2021 gingen zwei weitere Eingaben des Beschwerde-
führers beim Gericht ein.

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Mit Eingaben vom 20. und 21. Mai 2021 verzichteten sowohl der Be-
schwerdeführer als auch die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausführun-
gen im Sinne von Schlussbemerkungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 25. Januar 
2021 (act. II 75). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin im Zusammenhang mit den am 28. April 2020 als Rück-
fall zum Ereignis vom 28. August 2018 gemeldeten Beschwerden an der 
rechten Schulter (act. II 17).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

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2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

2.4 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

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2.5 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 Teilsatz 1 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei 
einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeint-
lich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicher-
weise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht 
man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organi-
sche oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearte-
ten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 S. 254, 118 V 293 
E. 2c S. 296).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen 
den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV 
Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfol-
gen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem 
Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche 
Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Be-
einträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrschein-
lichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus 
(SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid des BGer vom 19. Dezem-
ber 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

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und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 28. August 2018 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und danach 
unfallkausale Beschwerden an der rechten Schulter aufgetreten sind (act. II 
1). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungs-
leistungen erbracht (vgl. u.a. act. II 2 f.).

Streitig ist, ob es sich bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Beschwerden an der rechten Schulter um einen Rückfall bezüglich des 
Unfalls vom 28. August 2018 im Sinne von Art. 11 UVV handelt (vgl. E. 2.5 
hiervor). Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die geklagten Beschwerden 
in einem anspruchsbegründenden natürlichen Kausalzusammenhang zum 
besagten Unfall stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zei-
gen diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Im Bericht des Spitals H.________ vom 10. Oktober 2018 (act. II 9) 
wurde der Verdacht auf eine Partialruptur der Supra- und cranialen Infra-
spinatussehne rechts nach Treppensturz diagnostiziert. Bei Schmerzpersis-
tenz in der rechten Schulter fünf Wochen nach dem Treppensturz sei die 
hausärztliche Zuweisung erfolgt. Der Beschwerdeführer habe damals direkt 
mit dem rechten Ellenbogen und der Schulter aufgeschlagen. Die Rönt-
genuntersuchung vom 8. Oktober 2018 habe keine ossäre Läsion, einen 
normalen CSA (cross-sectional area) und keine Kalkdepots gezeigt. Die 
beschriebenen Beschwerden seien möglicherweise auf eine traumatische 
Läsion der Rotatorenmanschette zurückzuführen. Zur weiteren Abklärung 
sei ein Arthro-MRI der rechten Schulter veranlasst worden. Eine Arbeitsun-
fähigkeit sei nicht attestiert worden (S. 1).

Im Bericht vom 22. Oktober 2018 (act. II 33) wurde eine bursaseitige 
Partialruptur der Supraspinatussehne rechts nach Treppensturz diagnosti-
ziert. Die vom Beschwerdeführer geäusserten Beschwerden seien auf das 
subacromiale Impingement bei bursaseitiger Partialruptur der Supraspina-

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tussehne zurückzuführen, wobei sich im MRI ein kleines Bonebruise im 
Insertionsbereich zeige. Es seien Physiotherapie und eine medikamentöse 
Behandlung verordnet worden. Aufgrund der belastenden Tätigkeit als … 
sei der Beschwerdeführer für vier Wochen krankgeschrieben worden mit 
anschliessender Wiederaufnahme der Arbeit für leichte körperliche Tätig-
keiten unter Schulterniveau.

Im Bericht des Spitals H.________ vom 31. Januar 2020 (act. II 15 S. 2) 
wurde eine Tendinopathie und Partialruptur Supraspinatussehne rechts 
nach Treppensturz diagnostiziert. Die (Ende November 2019) durchgeführ-
te subacromiale Infiltration habe eine gewisse Beschwerderegredienz er-
zielen können. Es bestünden jedoch weiterhin leichte Restbeschwerden. 
Es sei die Durchführung von physiotherapeutischen Massnahmen zur 
Schulterzentrierung empfohlen worden. Diese habe der Beschwerdeführer 
nicht absolviert. Eine erneute klinische Kontrolle sei in zwei Monaten vor-
gesehen. Der Beschwerdeführer sei weiterhin zu 100% arbeitsfähig.

3.1.2 Die Kreisärztin Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 17. Juni 
2020 (act. II 36) aus, der Beschwerdeführer habe sich beim damaligen 
Schadenfall eine Prellung/Distorsion der Schulter zugezogen im Sinne ei-
ner vorübergehenden Verschlimmerung bei vorbestehenden degenerativen 
Veränderungen. Unfallbedingte strukturelle Läsionen seien nicht dokumen-
tiert. Die Folgen einer Prellung/Distorsion der Schulter seien spätestens 
innerhalb von drei Monaten abgeklungen (S. 2).

3.1.3 Im Bericht des Spitals H.________ vom 10. August 2020 (act. III 
S. 15) wurde ein subacromiales Impingement bei bursaseitiger Partialruptur 
der Supraspinatussehne rechts nach Sturz diagnostiziert. Nachdem die 
Beschwerdegegnerin "den Unfall abgelehnt und die Versicherungsdeckung 
sistiert" habe, könne der Beschwerdeführer die geplante Operation finanzi-
ell selber nicht tragen. Als … sei er unter Schmerzen weiterhin arbeitstätig. 
Deshalb sei die Operation bis auf weiteres annulliert und dem Beschwerde-
führer empfohlen worden, Einsprache zu machen. 

In einem parallel dazu erstellten Bericht vom 10. August 2020 (act. II 50 
S. 2) zuhanden der Beschwerdegegnerin wurde ausgeführt, es gebe kei-
nen Grund, den Unfallhergang anzuzweifeln. Der Beschwerdeführer berich-

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te, am 27. (recte: 28.) August 2018 während der Arbeit auf einer Treppe 
ausgerutscht und auf den rechten Ellbogen gefallen zu sein, wobei er sein 
gesamtes Körpergewicht (über 100kg) abgefangen habe. Biomechanisch 
sei diese Verletzung schlüssig. Bei adduziertem und extendiertem Arm sei 
der Supraspinatus maximal elongiert und gespannt. In den ersten 30° 
übernehme er die Initierung der Abduktion als "Starter", da der Delta Mus-
kel noch relativ inaktiv sei. Somit sei die Hauptbelastung über den Supra-
spinatus geleitet worden. Die bursaseitigen Sehnenanteile hätten dadurch 
Schaden getragen. Im MRI vom 18. Oktober 2018 habe sich ein kleines 
Knochenödem im Insertionsbereich und eine überdurchschnittlich kräftige 
Supraspinatusmuskulatur gezeigt. Eine Atrophie oder Degeneration sei 
nicht ersichtlich. Auch zeigten sich sonst keine prädisponierenden Fakto-
ren, welche einen degenerativen Riss erklärten. 

3.1.4 Die Kreisärztin Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 26. Au-
gust 2020 (act. II 52) aus, der Unfallhergang sei primär als Sturz mit Prel-
lung des Oberarms geschildert worden. Zudem sei der Beschwerdeführer 
mehrere Monate in der Klinik H.________ behandelt worden unter der Dia-
gnose eines subacromialen Impingements mit Tendinopathie und (konse-
kutiver) Partialläsion der Supraspinatussehne. Diese Diagnose entspreche 
bei ebenfalls vorbestehendem Acromionsporn einer degenerativen Verän-
derung und sei nicht auf den Unfall zurückzuführen. 

3.1.5 Der Kreisarzt Dr. med. E.________ führte im Bericht vom 15. Okto-
ber 2020 (act. II 67) aus, der Beschwerdeführer sei beim Unfall auf die 
rechte Körperseite, auf den Ellenbogen und die rechte Schulter gestürzt. 
Die daraufhin durchgeführte bildgebende Untersuchung habe degenerative 
tendinopathische Veränderungen im Bereich der Supraspinatussehne mit 
Partialruptur und subacromialem Impingement bei Bursitis subacromialis 
und deltoideus gezeigt. Unter Behandlung sei es rasch zu einer vollständi-
gen Beschwerderegredienz gekommen, so dass die Arbeitsfähigkeit ab 
Dezember (2018) wieder gegeben gewesen sei. Im MRI (vom 6. Juli 2020) 
zeigten sich weitgehend unveränderte Befunde. Die ursprünglich beschrie-
bene ödematöse Veränderung im Bereich des Tuberculum majus als Folge 
der Prellung sei nicht mehr nachweisbar gewesen. Unfallbedingte struktu-
relle Läsionen seien nicht zur Darstellung gekommen. Hierzu könne fest-

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gehalten werden, dass unmittelbar nach dem Unfallereignis zunächst keine 
Arbeitsunfähigkeit resultiert habe, sondern diese erst am 21. September 
2018, also drei Wochen nach dem Unfallereignis, ausgestellt worden sei 
(S. 3 f.). Es sei daher nicht nachvollziehbar, dass die hier beschriebenen 
Veränderungen Ausdruck eines reinen Unfallgeschehens seien, es handle 
sich hierbei um typische degenerative Strukturstörungen. Wäre eine Ruptur 
der Sehne anlässlich des Unfalls entstanden, hätte es sofort zu einer 
Pseudoparalyse des Armes führen müssen, da eine solche Veränderung 
der Sehne unfallbedingt bei zuvor vollständig intakter Rotatorenmanschette 
ein erhebliches Schmerzereignis mit Funktionsausfall hätte nach sich zie-
hen müssen. Auch die Strukturveränderungen im Bereich der Supraspina-
tussehne seien eher einem degenerativen Erscheinungsbild zuzuordnen. 
Zusammenfassend sei es anlässlich des Unfalls nicht zu einer dauerhaften 
strukturellen Störung gekommen. Als unfallbedingt könne lediglich das vor-
übergehende Knochenödem angesehen werden, das typischerweise inner-
halb von vier bis sechs Monaten vollständig zur Ausheilung komme. Der 
Unfall habe daher zu einer Prellung und Knochenkontusion geführt, ent-
sprechend einem direkten Anpralltrauma im Sinne einer vorübergehenden 
Verschlimmerung der vorbestehend leicht degenerativen Veränderung mit 
zu erwartender Ausheilung innerhalb von sechs Monaten. Die im weiteren 
Verlauf beschriebenen Veränderungen seien Ausdruck der zunehmenden 
Degeneration und stünden nicht im Zusammenhang mit dem Unfall (S. 4).

3.1.6 PD Dr. med. G.________ führte im – im Beschwerdeverfahren ein-
gereichten – Bericht vom 12. April 2021 (act. IA 1) aus, ein einfacher Sturz 
sei die häufigste Ursache für eine unfallbedingte Rotatorenmanschetten-
ruptur. Biomechanisch lasse sich das so erklären, dass der bei einem Sturz 
zum Schutz des Kopfs und Oberkörpers reflexartig abgespreizte Arm beim 
Aufprall durch das Gewicht der stürzenden Person an deren Körper ge-
drückt werde. Dabei werde die Muskel-Sehneneinheit bei maximaler An-
spannung gedehnt und zerrissen (S. 2 Ziff. 1). Das MRI vom 18. Oktober 
2018 zeige einen Abriss der bursaseitigen Hälfte der Supraspinatussehne 
vom Ansatz am Tuberculum majus, ein Knochenmarksödem an dieser Stel-
le und möglicherweise eine kleine Unterflächenpartialruptur der cranialen 
Infraspinatussehne. Die Form der Supraspinatussehnenläsion sei typisch 
für einen partiellen Abriss vom Knochen und passe nicht zu einer ober-

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flächlichen Sehnenabnützung bei engen subacromialen Platzverhältnissen. 
Die abgerissenen Sehnenfasern wiesen keine degenerativen Signalverän-
derungen auf (S. 2 Ziff. 2). Weiter führte PD Dr. med. G.________ aus, die 
Schmerzintensität und das Schmerzempfinden seien nicht bei allen Verlet-
zungen und allen Personen gleich. Kleine Rotatorenmanschettenrupturen 
könnten weniger starke, dafür länger andauernde Schmerzen verursachen 
als massive Sehnenrisse (S. 2 Ziff. 4). Das Ausbleiben einer Pseudopara-
lyse nach dem Treppensturz schliesse eine unfallbedingte Partialruptur 
nicht aus. Eine Pseudoparalyse trete typischerweise nach einer akuten, 
vollständigen Rotatorenmanschettenruptur von mindestens einer ganzen 
Sehne oder bei einer Tuberculum majus Fraktur auf. Bei Partialrupturen sei 
der strukturelle Schaden kleiner. Entsprechend seien die akuten Schmer-
zen geringer und eine Pseudoparalyse trete nicht immer ein (S. 2 f. Ziff. 5). 
Weil Rotatorenmanschettenrisse, wie die zweite MRI Untersuchung zeige, 
nicht spontan heilten, erstaune es nicht, dass der Beschwerdeführer lang-
fristig nicht schmerzfrei geworden sei. Die Beschwerdezunahme unter ver-
mehrter Belastung sei nicht ungewöhnlich und habe nichts mit einer Krank-
heit zu tun. Es handle sich um Folgen des Treppensturzes vom 27. (recte: 
28.) August 2018 (S. 3 Ziff. 6). 

3.1.7 Dr. med. I.________ nahm in der orthopädisch-chirurgischen Beur-
teilung vom 28. April 2021 (act. IIA 1) namentlich Stellung zum Bericht von 
PD Dr. med. G.________ vom 12. April 2021. Da aus der Krankenakte der 
Bewegungsumfang zeitnahe zum Unfall vom 28. August 2018 nicht eindeu-
tig rekonstruiert werden könne, sei umso mehr dem Verhalten des Be-
schwerdeführers nach dem Ereignis eine massgebliche Bedeutung bei der 
Kausalitätsprüfung beizumessen. Eine traumatisch nach akuter Gewaltein-
wirkung verursachte Schädigung der Rotatorenmanschette führe unmittel-
bar zu Schmerzen, Kraft- und Funktionsverlust. Auch wenn PD Dr. med. 
G.________ festhalte, dass die Schmerzintensität und das Schmerzemp-
finden nicht bei allen Verletzungen und allen Personen gleich seien, sei es 
dem Beschwerdeführer möglich gewesen bis zum 22. September 2019 als 
… weiterzuarbeiten, einer Tätigkeit, die den kraftvollen Einsatz der oberen 
Extremitäten erfordere. Hinzu komme, dass in der Krankenakte im August 
und September 2018 keine Medikamente dokumentiert seien. Erst am 
23. Oktober 2018 finde sich der Eintrag "Tilur ret 90mg 10-1 und Trama-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 13

dol". Somit lasse sich bis zum 23. Oktober 2018 keine regelmässige 
Schmerzmitteleinnahme herleiten (S. 5). Wenn in engem zeitlichem Zu-
sammenhang mit dem Trauma ein MRI durchgeführt werde, könnten an der 
Schulter Veränderungen objektiviert werden, die als Indiz für eine akute 
traumatische Zerreissung der Rotatorenmanschette gelten würden. Im vor-
liegenden Fall sei das MRI (vom 18. Oktober 2018) jedoch erst mit deutli-
cher zeitlicher Verzögerung (ca. sechs Wochen) durchgeführt worden. Da-
mit sei nicht mehr zu erwarten, dass – ausser einem Knochenmarködem – 
die Zeichen einer frischen Verletzung der Supraspinatussehne nachzuwei-
sen wären. Das MRI ermögliche zu diesem Zeitpunkt keine Aussage be-
züglich einer Unfallkausalität der nachgewiesenen Veränderungen an den 
Sehnen der Rotatorenmanschette, sondern dokumentiere häufig lediglich 
einen zuvor asymptomatischen Vorzustand (S. 6). Weiter finde sich sehr 
wohl eine Signalanhebung in der Supraspinatussehne am 18. Oktober 
2018, hinzu komme eine leichte Verdickung der Sehne (S. 7). Die im Be-
fundbericht vom 18. Oktober 2018 erhobenen Befunde seien vor allem auf 
Abnutzung zurückzuführen, was unter Berücksichtigung des Alters des 
Beschwerdeführers und der körperlichen Tätigkeit sehr gut nachvollziehbar 
sei. Unter Berücksichtigung sämtlicher vorliegender Dokumente seien die 
im MRI vom 18. Oktober 2018 sichtbaren Strukturstörungen des Schulter-
gelenkes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf Degeneration zurück-
zuführen (S. 8). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 14

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf 
Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV 
Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt 
auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversiche-
rungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 
470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid massgeblich auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. 
E.________ vom 15. Oktober 2020 (act. II 67) gestützt.

Dieser Bericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugt. Dass der Facharzt keine eigene Unter-
suchung durchgeführt hat, schadet nicht. Denn die Voraussetzungen für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 15

einen rechtsgenüglichen Aktenbericht sind vorliegend erfüllt (SVR 2020 IV 
Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Insbesondere sind Anamnese und Verlauf ausführlich 
in den Akten dokumentiert. Zudem beurteilt ein Kreisarzt nach seiner Funk-
tion und beruflichen Stellung als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin 
ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und 
Berufskrankheiten, sodass er über besonders ausgeprägte traumatologi-
sche Kenntnisse und Erfahrungen verfügt (vgl. Entscheid des BGer vom 
14. April 2020, 8C_59/2020, E. 5.2 mit Hinweisen). Dr. med. E.________ 
hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vor-
akten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer-
deführers auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen insbesondere 
gestützt auf die bildgebenden Untersuchungen der rechten Schulter vom 
18. Oktober 2018 (act. II 7) und vom 6. Juli 2020 (act. II 65) sowie die zahl-
reichen Berichte des Spitals H.________ (vgl. u.a. act. II 9, 15 S. 2, 33, 50 
S. 2) getroffen. Dabei hat er unter Bezugnahme auf die Anamnese bzw. die 
Schilderung des Ereignisses vom 28. August 2018, die klinischen Befunde 
und die Bildgebung einleuchtend und nachvollziehbar begründet, dass der 
Beschwerdeführer beim besagten Unfall eine Prellung und eine Knochen-
kontusion (an der rechten Schulter) entsprechend einem direkten Anprall-
trauma im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbeste-
henden degenerativen Veränderung erlitten hat und diesbezüglich eine 
Ausheilung innerhalb von sechs Monaten zu erwarten ist. Ferner hat er 
schlüssig dargelegt, dass die weiteren beschriebenen Veränderungen an 
der rechten Schulter, so insbesondere die in der bildgebenden Untersu-
chung vom 18. Oktober 2018 festgestellte Unterflächenpartialläsion der 
Infraspinatussehne und die bursaseitige Partialruptur der Supraspinatus-
sehne (act. II 7, 33), Ausdruck der zunehmenden Degeneration sind und 
damit nicht in einem (natürlichen) Kausalzusammenhang mit dem Unfall 
vom 28. August 2018 stehen (act. II 67 S. 4). Diese Beurteilung ist in sich 
schlüssig und überzeugt. 

3.3.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 5 
Ziff. 2.4) hat sich der Kreisarzt Dr. med. E.________ eingehend mit den 
divergierenden Ausführungen im Bericht des Spitals H.________ vom 
10. August 2020 (act. II 50 S. 2), in welchem eine Unfallkausalität zwischen 
den bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter und dem Ereignis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 16

vom 28. August 2018 bejaht wurde, auseinandergesetzt. Dabei legte er 
schlüssig dar, dass entgegen den Ausführungen der behandelnden Ärzte 
(und des Beschwerdeführers [Beschwerde S. 6 Ziff. 2.8]) die bildgebende 
Untersuchung vom 18. Oktober 2018 degenerative Veränderungen gezeigt 
habe (act. II 67 S. 3). Ferner hat der Kreisarzt nachvollziehbar begründet, 
dass wenn die festgestellte Strukturstörung – wie im Bericht vom 10. Au-
gust 2020 an die Beschwerdegegnerin angenommen – auf den Unfall 
zurückzuführen wäre, es nach dem Unfall sofort zu einer Pseudoparalyse 
des Armes gekommen wäre (act. II 67 S. 4). Dies war jedoch nicht der Fall. 
Ergänzend ist hier darauf hinzuweisen, dass dieselben Ärzte ebenfalls am 
10. August 2020 parallel gegenüber dem Hausarzt ausführten, der Be-
schwerdeführer berichte, die Operation finanziell nicht tragen zu können, 
nachdem die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen "sistiert" 
habe. Die geplante Operation sei bis auf weiteres sistiert worden und sie 
hätten dem Patienten empfohlen, Einsprache zu machen (act. III S. 15). 
Dieses Vorgehen seitens behandelnder Ärzte überzeugt angesichts der 
unbestritten bestehenden Operationsindikation und der subsidiären Versi-
cherungsdeckung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung 
nicht. 

Darüber hinaus sind die behandelnden Ärzte des Spitals H.________ da-
von ausgegangen, dass sich der Beschwerdeführer beim Sturz vom 
28. August 2018 mit dem rechten Arm aufgegangen resp. abgestützt hat 
(act. II 50 S. 2). Dies findet jedoch keinen Rückhalt in den vorliegenden 
(echtzeitlichen) Akten. So wurde in der Schadenmeldung UVG vom 8. Ok-
tober 2018 (act. II 1 Ziff. 6) angegeben, dass der Beschwerdeführer gestol-
pert und auf den rechten Oberarm gestürzt sei. Ferner wurde im Bericht 
des Spitals H.________ vom 10. Oktober 2018 (act. II 9) das Ereignis wie 
folgt beschrieben: "…nach Treppensturz bei der Arbeit als …. Der Patient 
schlug damals direkt mit dem rechten Ellbogen und der Schulter auf." Ein 
Auffangen mit dem rechten Arm – wie im Bericht vom 10. August 2020 
(act. II 50 S. 2) angenommen – ist damit nicht ausgewiesen. Vielmehr ist 
– entsprechend der Auffassung des Kreisarztes (act. II 67 S. 4) – von ei-
nem Anpralltrauma auszugehen. Die behandelnden Ärzte des Spitals 
H.________ gingen in ihrem Bericht somit von einer falschen Prämisse 
aus. Und schliesslich wies der Kreisarzt zu Recht darauf hin, dass im An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 17

schluss an das Ereignis vom 28. August 2018 keine Arbeitsunfähigkeit at-
testiert wurde, was gegen eine Unfallgenese der festgestellten Unter-
flächenpartialläsion der Infraspinatussehne und der bursaseitigen Partial-
ruptur der Supraspinatussehne spricht (act. II 67 S. 3 f.). Dr. med. 
F.________ attestierte erst ab dem 22. September 2018 eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit. Vor diesem Zeitpunkt verneinte er explizit eine Arbeits-
unfähigkeit (act. III S. 23; vgl. auch act. III S. 8). Soweit der Beschwerde-
führer die fehlende Krankschreibung damit begründet, dass er in den Feri-
en gewesen sei, weshalb diesbezüglich nichts zu seinen Ungunsten abge-
leitet werden dürfe (Stellungnahme vom 5. Mai 2021 S. 1 Ziff. 1), kann ihm 
nicht gefolgt werden. Denn aus den eingereichten Arbeitszeitabrechnungen 
der Arbeitgeberin (act. IA 5) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer am 
28. August 2018 (Unfalltag mit Unfallereignis um 09.40 Uhr; act. II 1) unter 
Aufrechnung eines Arztbesuchs (eine Stunde) die vollständige Arbeitszeit 
geleistet hat. Am Folgetag hat er am Morgen gearbeitet. Das Arbeitsende 
am Mittag war jedoch nicht gesundheitlich bedingt, sondern erfolgte wegen 
Kompensation von Überzeit (vgl. auch act. IA 4). Anschliessend war der 
Beschwerdeführer vom 3. bis 7. September 2018 in den Ferien. Ab dem 
10. September 2018 hat er dann wiederum zwei Wochen (bis zum 21. Sep-
tember 2018) regulär gearbeitet. Vom 24. bis 28. September 2018 arbeitete 
er gemäss Stundenrapport krankheitsbedingt nicht (act. IA 5 S. 2). Damit 
stimmt die Krankschreibung von Dr. med. F.________ mit den effektiv ge-
leisteten Arbeitseinsätzen überein.

3.3.3 Am Beweiswert des Aktenberichts des Kreisarztes ändert ebenfalls 
nichts, dass PD Dr. med. G.________ im Bericht vom 12. April 2021 
(act. IA 1) einen Kausalzusammenhang zwischen den aktuell bestehenden 
Beschwerden an der rechten Schulter und dem Unfall vom 28. August 2018 
bejaht hat. Dabei machte er geltend, dass die bildgebende Untersuchung 
vom 18. Oktober 2018 entgegen der Auffassung des Kreisarztes keine de-
generativen Veränderungen an der rechten Schulter zeige (act. IA 1 S. 2 
Ziff. 2). Dr. med. I.________ hat sich im Aktenbericht vom 28. April 2021 
(act. IIA 1) mit dieser Beurteilung einlässlich auseinandergesetzt und unter 
Darlegung der bildgebenden Untersuchung vom 18. Oktober 2018 nach-
vollziehbar begründet, dass die dargestellten Strukturstörungen an der 
rechten Schulter auf Degeneration zurückzuführen sind (act. IIA 1 S. 6 ff.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 18

Zudem wies Dr. med. I.________ darauf hin, dass sowohl die Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 28. August 2018 in der 
Lage gewesen sei, bis am 22. September 2018 weiterzuarbeiten und der 
Umstand, dass erst am 23. Oktober 2018 eine Schmerzmitteleinnahme 
belegt sei, gegen eine traumatische Genese der Schädigung der Rotato-
renmanschette sprächen (act. IIA 1 S. 5). Darüber hinaus ist zu berücksich-
tigen, dass PD Dr. med. G.________ im Bericht vom 12. April 2021 (act. IA 
1 S. 2 Ziff. 1) weiterhin davon ausgegangen ist, dass sich der Beschwerde-
führer beim Sturz vom 28. August 2018 mit dem rechten Arm abgestützt 
hat. Wie bereits dargelegt worden ist (vgl. E. 3.3.2 hiervor), ist ein solches 
Abstützen jedoch nicht ausgewiesen, sondern es ist anhand der echtzeitli-
chen Unterlagen von einem Anpralltrauma auszugehen. Zutreffend hat die 
Beschwerdegegnerin auf die höchstrichterliche Rechtsprechung hingewie-
sen (act. II 75 S. 8 Ziff. 3.3), wonach dem Kriterium des Unfallmechanismus 
zur Beurteilung der Unfallkausalität keine übergeordnete Bedeutung bei-
gemessen wird. Vielmehr geht es darum, die einzelnen Kriterien, die für 
oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung sprechen, aus medi-
zinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sachverhalt zu ermit-
teln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu 
entsprechen (BGer 8C_59/2020, E. 5.4). Diesen Anforderungen kamen 
Dr. med. E.________ und Dr. med. I.________ in ihren Beurteilungen 
nach. Sie kamen unter Berücksichtigung der bildgebenden Untersuchung 
vom 18. Oktober 2018, der echtzeitlichen Angaben zum Unfallhergang, des 
Alters des Beschwerdeführers, seiner körperlich anspruchsvollen Tätigkeit 
sowie des Umstandes, dass nach dem Unfall weder eine Arbeitsunfähigkeit 
attestiert noch ein Schmerzmittel verschrieben wurde, überzeugend zum 
Schluss, dass die festgestellte Schädigung der Rotatorenmanschette keine 
traumatische Genese hat. 

3.3.4 Weiter ist auch die allgemeine Kritik von PD Dr. med. G.________ 
an der Unfallversicherungsmedizin (vgl. act. IA 1 S. 2 Ziff. 1) nicht geeignet, 
Zweifel an den versicherungsmedizinischen Beurteilungen des Kreisarztes 
Dr. med. E.________ und von Dr. med. I.________ zu wecken. Diese be-
zieht sich nicht auf den vorliegend zu beurteilenden Geschehensablauf und 
(medizinischen) Sachverhalt, sondern stellt eine allgemeine Kritik an den 
Versicherungsärzten dar. Darüber hinaus hat weder Dr. med. E.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 19

noch Dr. med. I.________ jemals in Abrede gestellt, dass es auch bei ei-
nem einfachen Sturz zu einem Sehnenriss kommen kann.

3.4 Die Frage, ob unter dem Titel einer unfallähnlichen Körperverlet-
zung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht (vgl. E. 2.4 
hiervor), kann bereits deshalb verneint werden, weil die Körperschädigung 
(Sehnenriss) gemäss schlüssiger Beurteilung von Dr. med. E.________ im 
Bericht vom 15. Oktober 2020 (act. II 67) und von Dr. med. I.________ im 
Bericht vom 28. April 2021 (act. IIA 1) eindeutig degenerativ ist.

3.5 Nach dem Dargelegten ist mit Blick auf die vollständigen und über-
zeugenden versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. med. 
E.________ vom 15. Oktober 2020 (act. II 67) und von Dr. med. 
I.________ vom 28. April 2021 (act. IIA 1) ein natürlicher Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall vom 28. August 2018 und den als Rückfall 
geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter nicht überwie-
gend wahrscheinlich erstellt. Folglich bedarf es keiner weiteren medizini-
schen Abklärungen, sodass namentlich auf das vom Beschwerdeführer 
beantragte externe Gutachten (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I 2; S. 7 Ziff. 3.3) 
zu verzichten ist. Demzufolge fällt eine Leistungspflicht der Beschwerde-
gegnerin bei fehlendem natürlichem Kausalzusammenhang sowohl unter 
dem Titel eines Unfalls (Art. 6 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG) als auch aus 
unfallähnlicher Körperschädigung (Art. 6 Abs. 2 UVG) ausser Betracht. Die 
Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 20

4.3 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). Die 
Kosten eines von der versicherten Person selbst veranlassten Gutachtens 
sind vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizi-
nische Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungs-
ergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Versicherer insoweit eine 
Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes obliegen-
den Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist 
(SVR 2018 IV Nr. 77 S. 257 E. 8). Dem allgemeinen Rechtsgrundsatz ent-
sprechend, wonach eine Partei unabhängig von einem allfälligen Prozes-
serfolg die von ihr unnötigerweise verursachten oder verschuldeten Kosten 
selbst zu tragen hat, besteht ein Entschädigungsanspruch auch dann, 
wenn der Versicherer in der Sache selbst obsiegt (SVR 2016 UV Nr. 24 
S. 77 E. 6.1; RKUV 2005 U 547 S. 222 E. 2.1).

Da aufgrund des Dargelegten der seitens des Beschwerdeführers veran-
lasste Bericht von PD Dr. med. G.________ vom 12. April 2021 (act. IA 1) 
für den Verfahrensausgang nicht entscheidend ist, da dieser namentlich 
keine neuen Erkenntnisse gebracht hat, besteht kein Anspruch auf Erstat-
tung dieser Kosten (vgl. Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 
20. Mai 2021; in den Gerichtsakten).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2021, UV/21/165, Seite 21

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Einga-

be der Beschwerdegegnerin vom 21. Mai 2021)
- Suva (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 20. Mai 2021) 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.