# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06152cc9-7877-59bc-aa07-6093bef1e35c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-09
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 09.03.2022 S 2021 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-55_2022-03-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 9. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch lic. iur. B.________

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Schadenservice, Postfach, 
8010 Zürich
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 55

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Urteil S 2021 55

A. Die 1989 geborene Versicherte, A.________, war bei der C.________ AG 
angestellt und über diese bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (fortan 
Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als 
sie sich am 28. Februar 2015 beim Skifahren das rechte Bein verdrehte und sich dabei 
eine mehrfache Fraktur zuzog, die gleichentags im Kantonsspital D.________ operativ 
versorgt wurde (UV-act. 1 und 10). Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht und 
erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Mit 
Verfügung vom 17. September 2020 stellte die Allianz schliesslich fest, dass der 
medizinische Endzustand erreicht sei und stellte die Versicherungsleistungen ein. Darüber 
hinaus konstatierte sie, dass kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung bestehe (Bf-
act. 2). Die dagegen erhobene Einsprache (UV-act. 140) wies die Allianz mit 
Einspracheentscheid vom 8. März 2021 ab (UV-act. 147). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. April 2021 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 8. März 2021 sei aufzuheben und es sei ihr 
eine Integritätsentschädigung zuzusprechen. Eventualiter sei eine medizinische 
Neubeurteilung vorzunehmen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegnerin (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 9. Juni 2021 beantragte die Allianz die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde (act. 4). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin wohnt in E.________, 
ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b 
der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung 
(BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin erliess den 

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Urteil S 2021 55

vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 8. März 2021. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 22. April 2021 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 
Abs. 4 lit. a ATSG gilt die Beschwerde damit als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG 
eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an 
eine Beschwerde und die Beschwerdeführerin ist als von der Verfügung des 
Unfallversicherers direkt Betroffene zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde 
vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 8. März 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem-
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 28. Februar 2015 
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes 
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt.

3.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 

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Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). 

3.3
3.3.1 Erleidet der Versicherte durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat er Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Entschädigung wird gleichzeitig mit der 
Rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei Beendigung der ärztlichen 
Behandlung (Abs. 2). Die Schädigung im Sinne der obgenannten Bestimmung besteht in 
der Regel in einem anatomischen, funktionellen oder geistigen bzw. psychischen Defizit. 
Die abstrakt-egalitäre Bemessung dieses Schadens nach dem medizinischen Befund 
schliesst aus, dass eine allfällige Korrektur des Schadens durch Hilfsmittel berücksichtigt 
wird. Ziel der Entschädigung ist es nämlich, den körperlichen oder geistigen 
Gesundheitsschaden finanziell auszugleichen (Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
4. Aufl. 2012, S. 161 f.). 

3.3.2 Die Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 Abs. 1 UVG in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 
versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird nach der Schwere des 
Schadens abgestuft. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 
Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss 
Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 
Richtlinien des Anhangs 3. Darin wiederum hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 218 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 
236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet. Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die 
Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des 
versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert 
abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung 
der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 
erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA 
herausgegebenen Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 

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UVV vereinbar (BGE 116 V 156 E. 3a mit Hinweis; zum Ganzen: BGE 124 V 29 E. 1b und 
1c).

3.3.3 Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden gemäss 
Art. 36 Abs. 4 UVV angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall 
möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar 
war. Eine voraussehbare Verschlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung 
der Integritätsentschädigung eine Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und 
damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des 
Integritätsschadens genügt hingegen nicht. Diese Prognose im Sinne einer fallbezogenen 
medizinischen Beurteilung über die voraussichtliche künftige Entwicklung der 
Gesundheitsbeeinträchtigung ist, wie die Beurteilung der einzelnen Integritätsschäden an 
sich, eine Tatfrage, die ein Mediziner zu beurteilen hat (BGer 8C_244/2012 vom 
14. Januar 2013 E. 4.2).

3.3.4 Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin 
festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch körperlich 
oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu äussern, 
welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich während des 
ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei geringfügigen 
Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, ob die 
Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen Listenpositionen als 
erheblich, d.h. augenfällig oder stark, zu gelten hat. Gegebenenfalls haben sie zudem auf 
voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen. Anschliessend ist es Sache 
der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die ärztlichen Schlussfolgerungen 
daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

3.3.5 Die Schätzung der Integritätseinbusse einer versicherten Person ist ein 
Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid, 
den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 
Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders 
hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 
Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 
naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6; vgl. zum Ganzen VGer SG UV 
2014/74 vom 15. April 2016 E. 1.4 f.).

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3.4 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass der 
Sozialversicherungsrichter bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgege-
ben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimm-
te Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf-
zustellen. So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut-
achten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätz-
lich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-
sigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Be-
richte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (BGer 8C_812/2007 vom 
6. Oktober 2008 E. 8.2) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und 
Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den thera-
peutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, 
welches die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 
vom 23. September 2008 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede 
substantiiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung 
aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 
rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 
oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 

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dass davon abzuweichen ist (siehe zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). Schliesslich kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 
Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Bestehen indessen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (BGer 8C_677/2010 vom 16. Dezember 2010 E. 4.5). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerdeführerin am 
28. Februar 2015 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Zwischen den Parteien ist ebenso unbestritten, dass von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine Besserung des Gesundheitszustandes 
erwartet werden kann. Somit war die Beschwerdegegnerin berechtigt, die 
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen einzustellen und den Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung zu prüfen. Streitig ist einzig, ob die Beschwerdeführerin Anspruch 
auf eine Integritätsentschädigung hat, was die Beschwerdegegnerin verneint. Den Akten 
ist hierzu im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

4.1 Am 28. Februar 2015 erlitt die Versicherte einen Skiunfall, wobei sie sich eine 
bikondyläre Tibia-Plateaufraktur am rechten Knie zuzog, die gleichentags im Kantonsspital 
D.________ operativ versorgt wurde (UV-act. 10). Neun Monate postoperativ wurde 
festgestellt, dass die Fraktur vollständig konsolidiert sei (UV-act. 36), weshalb am 2. März 
2016 eine Metallentfernung durchgeführt wurde (UV-act. 41). Auch nach dieser Operation 
wurde indes keine Beschwerdefreiheit erzielt. 

4.2 Nachdem sämtliche Therapiemöglichkeiten erfolglos geblieben sind, holte die 
Allianz bei ihrem beratenden Arzt, Dr. med. F.________, FMH für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie, eine Zweitmeinung ein. Im Gutachten vom 31. Januar 2019 hielt 
Dr. F.________ in Bezug auf die Thematik der Integritätsentschädigung fest, eine 
dauerhafte Schädigung im Sinne eines Sekundärschadens (Entwicklung einer 
posttraumatischen Sekundärarthrose) könne nicht ausgeschlossen werden, sei langfristig 
sogar mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Dieser mögliche 

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Sekundärschaden sei zum heutigen Zeitpunkt keineswegs manifestiert. Die heute 
beklagten Restbeschwerden hätten mit dem möglichen Langfrist-Sekundärschaden nichts 
gemeinsam. Wie erwähnt worden sei, bestehe mit den geschilderten Massnahmen zur 
Schonung und Entlastung des traumatisierten rechten Kniegelenkes eine durchaus 
realistische Möglichkeit, dass der Sekundärschaden im Idealfall nicht oder nur verzögert 
eintrete. Abschliessend kam Dr. F.________ zum Schluss, dass noch kein 
Gesundheitsschaden vorliege, welcher eine Integritätsentschädigung zum heutigen 
Zeitpunkt begründen könne (UV-act. 117).

4.3 Zur Festsetzung der weiteren gesetzlichen Leistungen legte die Allianz in der 
Folge sämtliche Akten erneut ihrem beratenden Arzt vor. Er gelangte in seiner Beurteilung 
vom 15. August 2019 zum Schluss, dass alle erwogenen bzw. vorgeschlagenen 
Behandlungsoptionen durchgeführt oder aber von der Versicherten abgelehnt worden und 
somit sämtliche Behandlungs- und Therapiemethoden ausgeschöpft seien. Es sei daher 
von einem medizinischen Endzustand auszugehen. Ebenfalls hätten gemäss ihm die 
reinen Unfallverletzungen zum heutigen Zeitpunkt nicht zu einer bleibenden Schädigung 
der körperlichen und/oder geistigen Integrität geführt. Er begründete dies damit, dass 
keine objektivierbaren Schäden gemäss SUVA-Tabelle/UVV-Anhang 3 vorliegen würden. 
Eine spätere Behandlung bei posttraumatischer Arthrose sei nicht ausgeschlossen (UV-
act. 134). Gestützt darauf stellte die Allianz ihre bis anhin erbrachten 
Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) mit Verfügung vom 
17. September 2020 ein und verneinte den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 
(Bf-act. 2). 

4.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens liess die Versicherte eine 
versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Chirurgie, vom 9. Oktober 2020 zu den Akten reichen. Darin merkte sie an, dass sich 
Dr. F.________ zwar mit der bereits bildgebend nachgewiesenen trikompartimentalen 
Arthrose auseinandergesetzt und beurteilt habe, diese habe bisher noch nicht zu einem 
Gelenkerguss geführt. Aus diesem Grund habe er wohl die Arthrose als nicht 
entschädigungspflichtig beurteilt. Dies sei von versicherungsmedizinischer Seite jedoch 
nicht korrekt, da die Arthrose bereits bildgebend objektiviert sei. Die Versicherte weise 
bereits aktuell eine unfallkausal verursachte Arthrose des rechten Kniegelenks auf, und 
zwar trikompartimental und aktuell noch moderat (Grad II). Die Arthrose werde langfristig 
zunehmen und es sei mit mehr als 75 % mit einer schweren Arthrose und mit mehr als 
50 % mit einer künftigen prothetischen Versorgung des rechten Kniegelenks zu rechnen. 

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Die Gründe dafür seien die bikondyläre Tibia-Plateaufraktur per se, die unfallkausale 
laterale Meniskusläsion und die Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes, welche seit drei 
Jahren objektiviert werden könne. Dementsprechend bestehe bereits aktuell eine 
entschädigungspflichtige Arthrose im Ausmass einer mittleren mässigen Arthrose. 
Gemäss Dr. G.________ sei für die Beurteilung des Integritätsschadens Tabelle 5 UVG 
(Integritätsschaden bei Arthrose) massgebend. Die mässige Pangonarthrose werde mit 
einem Richtwert zwischen 10–30 % angegeben. Gemäss Bildgebung sei die 
Pangonarthrose rechts aktuell als moderat zu beurteilen, im mittleren Wert des 
Richtwertes und entspreche einem Integritätsschaden von aktuell 15 %. Im Rahmen einer 
Spätfolge sei mit einer zunehmenden Arthrose und einem Gesamtintegritätsschaden von 
20–25 % zu rechnen (Bf-act. 6).

4.5 In der Folge legte die Allianz die Beurteilung von Dr. G.________ sowie weitere 
neue medizinische Berichte erneut Dr. F.________ zur Stellungnahme vor (UV-act. 145), 
woraufhin dieser am 21. Februar 2021 sein ergänzendes Gutachten erstattete. Darin 
führte er zunächst aus, eine bleibende Schädigung der körperlichen Integrität sei noch 
nicht vorhanden, müsse aber in mittel- bis langfristiger Entwicklung mit einer gewissen 
Wahrscheinlichkeit angenommen werden, da aufgrund der heutigen MRI-Befunde eine 
Entwicklung in Richtung einer Pangonarthrose denkbar und somit nicht gänzlich 
auszuschliessen sei. Weiter wies er darauf hin, dass vorliegend von einer nur leichten 
Gelenkinstabilität auszugehen sei. Dafür sei keine Entschädigung geschuldet. Sodann 
führte Dr. F.________ aus, dass sich vorliegend die Frage stelle, ob tatsächlich eine 
Arthrose diagnostiziert werden könne, respektive die diagnostizierbaren Befunde den 
Begriff der Arthrose erfüllen würden. Doktor F.________ gelangte zum Ergebnis, dass sich 
auch in den neusten Röntgenbildern vom 19. Januar 2021 keine für die Frühstadien 
arthroserelevanten Merkmale (beginnende Gelenkspaltverschmälerung, zarte 
osteophytäre Anbauten, verstärkte subchondrale Sklerosierung) finden würden. Die 
Achsenabweichung in der Frontalebene von drei Grad gegenüber der Norm könne als 
Normvariante gelten und sei für eine arthrotische Entwicklung solange von geringer 
Bedeutung, als die Menisken intakt seien, was vorliegend der Fall sei. Weiter zeige das 
MRI keine tiefgreifenden, flächigen Knorpelschäden. Im Gegenteil habe sich der patelläre 
Knorpelüberzug im Vergleich zu 2018 deutlich verbessert. Ausgedehnte Knorpelschäden, 
welche mindestens ein Stadium 3 oder 4 erreichen und somit berechtigen würden, von 
einer "Praearthrose" oder einem Frühstadium der Arthrose zu sprechen, fehlten. Auch die 
Kreuzbänder stellten sich intakt dar. Die Menisken seien ebenfalls absolut schadenfrei. 
Auch aufgrund der Anamnese, insbesondere der Angaben in der Beurteilung und den 

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Aufzeichnungen des Operateurs anlässlich der Verlaufskontrollen vom 24. Juli 2019 und 
vom 19. Januar 2021 würden fast alle relevanten anamnestischen Merkmale fehlen, 
welche für eine Arthrose typisch seien. Schliesslich würden im Rahmen der klinischen 
Untersuchung typische Stigmatas des klinischen Ausdruckes einer Arthrose fehlen. Eine 
möglicherweise vorliegende, mehr anamnestische als klinisch fassbare leichtgradige 
funktionelle Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes sei nicht arthrosetypisch. Doktor 
F.________ kam zum Schluss, dass die Kriterien zur Diagnosestellung einer (Früh-)Arth-
rose auch unter Berücksichtigung neuster bildgebender Untersuchungen nicht erfüllt seien 
(UV-act. 146). 

4.6 Am 17. März 2021 nahm zu den ergänzenden Ausführungen von Dr. F.________ 
wiederum Dr. G.________ Stellung und merkte an, dass Dr. F.________ im Grundsatz 
dieselben Befunde erhebe, diese jedoch anders gewichte. Seiner Meinung nach sei eine 
Arthrose erst ab einem Stadium III entschädigungspflichtig. Diesbezüglich stimme sie mit 
seiner Beurteilung nicht überein. Ein Arthrose-Stadium III nach Kellgren und Lawrence 
liege bereits zwischen einer fortgeschrittenen mässigen und einer schweren Arthrose vor. 
Gemäss Tabelle 5 UVG (Integritätsschaden bei Arthrose) seien eine moderate sowie eine 
schwere Arthrose entschädigungspflichtig. Das Arthrose-Stadium IV entspreche definitiv 
einer schweren Arthrose. Gestützt auf den "Arthrose-Score nach Kellgren/Lawrence und 
Outerbridge" gehe es nun um die Zuordnung der Begriffe der moderaten und schweren 
Arthrose zu den definierten Stadien. Doktor G.________ wies daraufhin, dass die 
Röntgenbilder vom 19. Januar 2021 zwar einen abgrenzbaren Gelenkspalt zeigten, dieser 
aber medial verschmälert sei. Es lasse sich eine Sklerosezone erkennen. MR-
tomographisch zeigten sich knöcherne Ausziehungen/Osteophyten. Die Knorpeloberfläche 
sei medial und lateral ausgedünnt und aufgelockert. Es liege hier keine beginnende 
Arthrose im Sinne der Einteilung von Kellgren und Lawrence, sondern bereits eine 
moderate Arthrose entsprechend einem Stadium II vor. Das von Dr. F.________ 
geforderte Stadium III, welches er als eine moderate Arthrose beurteile, müsse individuell 
basierend auf den radiologischen Befunden und dem Kellgren/Lawrence Score beurteilt 
werden. Dieses Stadium umfasse nämlich die Spannbreite einer fortgeschrittenen noch 
mässigen Arthrose bis zu den ersten Anzeichen einer bereits schweren Arthrose, das im 
Punktesystem mit 5 bis 9 Punkten (von maximal 10 möglichen Punkten) die grösste 
Punktspannbreite umfasse. Die bei der Versicherten dokumentierten arthrotischen 
Veränderungen würden in den Bereich einer bereits mässigen und nicht einer 
beginnenden Arthrose fallen. Gemäss Kellgren/Lawrence Score würden sicher 3 Punkte 
erreicht: Osteophyten medial und lateral 1 Punkt; Gelenkspalt verschmälert 1 Punkt und 

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leichte Sklerose 1 Punkt. Damit ergebe sich gemäss Score eine Grad II-Arthrose, die 
entschädigungspflichtig sei. Bezüglich des Outerbridge-Scores bestehe nachweisbar ein 
Stadium II bis III. Der Knorpel sei diffus aufgefasert mit Einrissen tibialseitig. Die Einrisse 
würden teilweise bis zur subchondralen Nekrosezone im Bereich des medialen 
Tibiaplateaus, respektive auf den Knochen reichen. Der Richtwert des Integritätsschadens 
werde in Tabelle 5 für die moderate bzw. mässige Pangonarthrose mit 10–30 % 
bemessen. Bereits mit Arthroskopie vom 2. März 2016 anlässlich der Metallentfernung 
seien in allen drei Kniekompartimenten Grad II-Knorpelläsionen dokumentiert. Das 
Ausrichten einer Integritätsentschädigung von 15 % sei angemessen. Im Rahmen der zu 
erwartenden Progredienz der Arthrose sei im Sinne einer Spätfolge mit einem 
Gesamtschaden von 20–15 % [recte: wohl 25 %] zu rechnen (Quervergleich mit dem 
Richtwert einer Endoprothese mit gutem Erfolg; Bf-act. 7). 

5. Wie die oben dargelegte Aktenzusammenfassung zeigt, bestehen bezüglich der 
Frage, ob bei der Beschwerdeführerin eine entschädigungspflichtige Arthrose besteht, 
fachärztlicherseits höchst widersprüchliche Einschätzungen. Namentlich das Gutachten 
von Dr. F.________ vom 31. Januar 2019 (UV-act. 117) sowie seine ergänzenden 
Ausführungen vom 21. Februar 2021 (UV-act. 146) und die versicherungsmedizinischen 
Beurteilungen von Dr. G.________ vom 9. Oktober 2020 (Bf-act. 6) sowie 17. März 2021 
(Bf-act. 7) weichen diametral voneinander ab. Während sich Dr. F.________ auf den 
Standpunkt stellt, zum heutigen Zeitpunkt seien die Kriterien zur Diagnosestellung einer 
(Früh-)Arthrose noch nicht erfüllt, vertritt Dr. G.________ die Auffassung, bei der 
Beschwerdeführerin bestehe bereits heute eine moderate Arthrose entsprechend dem 
Stadium II, welche im Sinne der Tabelle 5 UVG entschädigungspflichtig sei. 

Zwar basiert zumindest das Gutachten von Dr. F.________ vom 31. Januar 2019, auf 
welches sich die Allianz zusammen mit seinen ergänzenden Ausführungen vom 
21. Februar 2021 im Wesentlichen stützt, auf eigenen Untersuchungen, ist in Kenntnis der 
Vorakten abgefasst worden und erfüllt an sich die rechtsprechungsgemässen 
Voraussetzungen an ein medizinisches Gutachten. Trotzdem bleibt es ein 
versicherungsinterner Bericht und es ändert die Bezeichnung "Gutachten" nichts daran, 
dass es sich eben nicht um ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten 
externer Spezialärzte handelt. Grundsätzlich ist es zulässig, im Wesentlichen oder sogar 
ausschliesslich gestützt auf intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In 
solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem 
Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

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Urteil S 2021 55

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind 
(BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 
E. 1d). 

Vorliegend ist festzustellen, dass die Einschätzung von Dr. F.________ für sich betrachtet 
als schlüssig und nachvollziehbar erscheint. Im ergänzenden Gutachten vom 21. Februar 
2021 hat sich Dr. F.________ denn auch eingehend mit der von ihm abweichenden 
Einschätzung von Dr. G.________ vom 9. Oktober 2020 auseinandergesetzt und 
dargelegt, weshalb ihrer Auffassung nicht gefolgt werden kann. Nicht unberücksichtigt 
bleiben darf jedoch, dass Dr. G.________ in der Folge am 17. März 2021 erneut Stellung 
genommen und dabei unter Bezugnahme auf die fallrelevante Literatur ebenfalls sehr 
detailliert aufgezeigt hat, weshalb sie anderer Meinung ist. Eine diesbezügliche 
Auseinandersetzung des beratenden Arztes der Allianz fehlt, hat es diese im laufenden 
Beschwerdeverfahren doch unterlassen, ihren beratenden Arzt noch einmal zu Rate zu 
ziehen. 

Für das Gericht erscheint sowohl die Einschätzung von Dr. F.________ als auch die 
Beurteilung von Dr. G.________ je für sich betrachtet als schlüssig und nachvollziehbar. 
Ohne fachmedizinische Kenntnisse erschliesst sich einem jedenfalls nicht, inwiefern die 
eine Beurteilung richtiger sein sollte als die andere. Angesichts dessen kann die Frage, ob 
bei der Beschwerdeführerin bereits eine entschädigungspflichtige Arthrose besteht, 
aufgrund der vorhandenen medizinischen Unterlagen nicht zuverlässig bestimmt werden. 
Mit der Beschwerdeführerin ist einig zu gehen, dass durch die medizinische Beurteilung 
ihrer beratenden Ärztin zumindest geringe Zweifel an der medizinischen Einschätzung von 
Dr. F.________ erweckt wurden, die nicht aus dem Weg geräumt werden konnten, da 
insbesondere keine Stellungnahme seinerseits zur Beurteilung von Dr. G.________ vom 
17. März 2021 vorliegt. Im Übrigen hat es auch die Beschwerdegegnerin, die aber ohnehin 
nicht über das nötige medizinische Fachwissen verfügen würde, unterlassen, sich in ihrer 
Vernehmlassung vom 9. Juni 2021 mit der ergänzenden, abweichenden Beurteilung von 
Dr. G.________ vom 17. März 2021 auseinanderzusetzen. Das Hervorrufen von geringen 
Zweifeln wird schliesslich dadurch verstärkt, dass auch der behandelnde Arzt der 
Beschwerdeführerin Dr. H.________ in seinem Sprechstundenbericht vom 19. Januar 
2021 von einer sich nun entwickelten posttraumatischen Arthrose spricht (vgl. UV-act. 144 
S. 6), dies im Unterschied zum Sprechstundenbericht vom 24. Juli 2019, im Rahmen 
dessen der behandelnde Arzt die Entstehung einer posttraumatischen Arthroseentstehung 
mittel- bis langfristig noch lediglich als möglich bezeichnete (vgl. UV-act. 130 S. 1). Im 

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aktuellsten Sprechstundenbericht hält der behandelnde Arzt sodann fest, dass von einer 
im Verlauf zunehmenden Arthrose-Entstehung ausgegangen werden kann. Der 
Beschwerdegegnerin ist zwar Recht zu geben, dass Berichte von behandelnden Ärzten 
mit Vorsicht zu würdigen sind, da sie aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung 
in Zweifelsfällen wohl eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. E. 3.4 vorstehend). 
Nichtdestotrotz können auch Berichte behandelnder Ärzte geeignet sein, die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen und 
damit Anlass zu ergänzenden Abklärungen geben, zumal hierfür bereits geringe Zweifel 
genügen. Daraus folgt, dass auch die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 
bei der Beweiswürdigung mitzuberücksichtigen und daraufhin zu prüfen sind, ob sie auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen 
versicherungsinterner Ärzte wecken. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, sind ergänzende Abklärungen im Sinne eines 
Gerichtsgutachtens oder eines verwaltungsexternen Gutachtens notwendig (vgl. dazu 
BGE 135 V 465 E. 4.6). 

Nachdem in casu sowohl Dr. G.________ als auch Dr. H.________ im Unterschied zu 
Dr. F.________ die Diagnosekriterien einer Arthrose als erfüllt ansehen, verbietet sich die 
Abweisung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung lediglich gestützt auf die 
versicherungsinterne Beurteilung, bestehen damit doch zumindest geringe Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. F.________. Nach dem 
Gesagten ist der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Der Sachverhalt bedarf 
daher ergänzender Abklärungen, zu welchem Zweck die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Nach Rückweisung der Sache zu weiteren 
Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin eine externe fachärztliche Begutachtung 
durchzuführen haben, mit welcher zu klären sein wird, ob bei der Beschwerdeführerin eine 
Arthrose besteht und wenn ja, welchem Stadium diese zuzuordnen ist. Nach 
Beantwortung der noch offenen Fragen wird die Beschwerdegegnerin über den Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung neu zu befinden haben.

6. Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt aufgrund der 
aktenkundigen Arztberichte als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 8. März 2021 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 

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Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Insoweit erweist sich die 
Beschwerde als begründet, weshalb sie gutzuheissen ist.

7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Ausgangsgemäss ist der 
Beschwerdeführerin eine vom Gericht nach Ermessen festgesetzte Parteientschädigung 
von Fr. 1'300.– (inklusive Barauslagen und MWST) zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 8. März 2021 aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und zum anschliessenden Neuentscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrage von Fr. 1'300.– (inklusive Auslagen und MWST) 
zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 9. März 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am