# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9abf726-27bf-50cb-9de8-5e7c3cd07d0a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2009 C-3780/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3780-2007_2009-09-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3780/2007/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______,
vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. Res Nyffenegger, 
Casinoplatz 8, Postfach, 3000 Bern 7,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Verfügung vom 3. Mai 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-____/2007

Sachverhalt:

A.
Die 1965 geborene, in ihrer Heimat wohnhafte deutsche Staatsange-
hörige A._______ (im Folgenden: Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin)  war  in  ihrem  erlernten  Beruf  als  Krankengymnastin  nebst  in 
Deutschland auch in der Schweiz tätig, wo sie während ihrer Erwerbs-
tätigkeit obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung (nachfolgend AHV bzw. IV) ent-
richtet  hat.  Im  November  1994  trat  sie  ihren  Erziehungsurlaub  in 
Deutschland an und konnte in der Folge ihre Erwerbstätigkeit aufgrund 
einer 1998 diagnostizierten akuten myeloischen Leukämie, einer Blut-
stammzelltransplantation  sowie  einer  chronischen  Niereninsuffizienz 
nicht  wieder aufnehmen. Am 14. September 2000 (Eingangsstempel: 
12. Oktober 2000) meldete sich die Versicherte bei der deutsche Bun-
desversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin (im Folgenden: Bun-
desversicherungsanstalt)  zum Bezug  von Versicherungsleistungen in 
Form einer Rente an. Die Bundesversicherungsanstalt sprach der Ver-
sicherten mit  Rentenbescheid vom 25. September 2000 mit  Wirkung 
ab  1. Februar  2000 eine  deutsche Rente  wegen  Erwerbsunfähigkeit 
auf Zeit zu (act. 1, 2 und 8). 

Die Schweizerische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versichert-
e im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder  Vorinstanz),  der  das  Leis-
tungsbegehren  von  der  Bundesversicherungsanstalt  weitergeleitet 
worden war, sprach der  Versicherten nach Durchführung der  für  die 
Beurteilung des Rentenanspruchs massgeblichen Abklärungen (act. 4 
bis 6, 8 bis 10) am 20. April 2001 mit Wirkung ab 1. April 1999 bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 80% eine ganze IV-Rente (zuzüglich Kinder-
renten; act. 15).

B.
Im Anschluss an die ab 18. April 2002 von Amtes wegen durchgeführte 
Rentenrevision  bestätigte  die  IVSTA mit  Mitteilung  vom  16.  August 
2002 die bisherige ganze IV-Rente der Versicherten (act. 16 bis 28).

C.
Am 2. Juli 2003 leitete die IVSTA erneut ein Rentenrevisionsverfahren 
ein (act. 29). Nach Prüfung zahlreicher weiterer  medizinischer Akten 
(act. 45 bis 53, 58 bis 66, 68 bis 69) sowie von Unterlagen, die durch 
die deutschen Behörden zur Verfügung gestellt worden waren (act. 32 

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bis 44, 53, 57), verfasste Dr. med. B._______ vom Regionalen Ärztli-
chen Dienst Rhone (im Folgenden: RAD) am 14. Februar 2006 einen 
Schlussbericht  (act.  72).  Nach  Einholung  von  Stellungnahmen  von 
Dr. med. C._______ vom 30. März bzw. 11. April 2006 (act. 75 bis 76) 
sowie nach Vornahme des  Einkommensvergleichs vom 10. Juli 2006 
(act.  78)  stellte  die  IVSTA  der  Versicherten  mit  Vorbescheid  vom 
27. März 2007 die Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe 
IV-Rente in Aussicht (act. 82). 

Mit  Eingabe  vom  13.  April  2007  brachte  die  Versicherte,  vertreten 
durch  Rechtsanwalt  Hess,  Heidenheim,  Deutschland,  Einwendungen 
gegen  den  Vorbescheid  vom 27. März  2007  vor  (act.  88). Nachdem 
sich Dr. med. C._______ am 27. April 2007 erneut mit der Sache be-
fasst und insbesondere auch nachgereichte medizinische Unterlagen 
aus Deutschland geprüft  hatte (act. 83 bis 87 sowie act. 89),  erliess 
die IVSTA am 3. Mai 2007 eine dem Vorbescheid im Ergebnis entspre-
chende Verfügung (act. 91).

D.
Hiegegen  erhob  die  Versicherte,  vertreten  durch  den 
unterbevollmächtigten Fürsprecher Dr. Nyffenegger, mit  Eingabe vom 
1. Juni 2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie bean-
tragte, die Verfügung vom 3. Mai 2007 sei aufzuheben und es sei ihr 
weiterhin eine ganze IV-Rente einschliesslich Kinderrenten auszurich-
ten. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, ihr gesundheitli-
cher Zustand und dessen erwerbliche Auswirkungen seien nach wie 
vor unverändert, weshalb der IV-Grad weiterhin 80 % betrage und ihr 
nach wie vor eine ganze Rente zustehe. Sie stellte sich auf den Stand-
punkt, die Vorinstanz habe keine ordnungsgemässe medizinische Un-
tersuchung  durchgeführt  und  damit  den  massgebenden  Sachverhalt 
nicht  rechtsgenüglich  erhoben. Die  deutsche  Sozialversicherung  ge-
währe ihr denn auch weiterhin eine Rente wegen voller Erwerbsmin-
derung.

E.
Im Rahmen der – in Aussicht gestellten – Beschwerdeergänzung vom 
11. Juni 2007 wurde zusammengefasst ausgeführt, aus medizinischer 
Sicht  könnten  der  Beschwerdeführerin  nur  leichte  bis  mittelschwere 
körperliche  Arbeiten  ohne  Stressbelastung  während  drei  bis  sechs 
Stunden täglich zugemutet werden, mit zusätzlichen Einschränkungen, 
die sich aus der Infektanfälligkeit und der zu vermeidenden Stressbe-

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lastung ergäben. Die Vorinstanz bemesse den IV-Grad ausschliesslich 
nach der Erwerbseinbusse, ohne nähere Angaben über Validen- und 
Invalideneinkommen zu machen. Aufgrund der weiteren Einschränkun-
gen aus somatischer und psychischer Sicht könne der IV-Grad nicht 
einfach aufgrund der zeitlich zumutbaren Belastung festgelegt werden. 
Es sei nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin mit  einer 
ihr zumutbaren Tätigkeit weniger als 30 % des Valideneinkommens er-
zielen könnte und deshalb weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Ren-
te hätte. 

F.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 8. August  2007 beantragte die Vorins-
tanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte  sie zu-
sammengefasst aus, die Versicherte könne aus der bis März 2008 be-
fristeten Weitergewährung der deutschen Rente wegen voller Erwerbs-
minderung in  Bezug auf  den schweizerischen IV-Anspruch nichts  zu 
ihren  Gunsten  ableiten.  Aus  den  medizinischen  Unterlagen  ergebe 
sich eindeutig, dass es ab Frühjahr 2003 zu einer erheblichen gesund-
heitlichen Besserung gekommen sei, welche dazu geführt habe, dass 
die Versicherte wieder eine teilweise Arbeitsfähigkeit erlangt habe. In 
Übereinstimmung mit den Gutachtern im deutschen Verfahren sei die 
RAD-Ärztin zur Feststellung gelangt, dass die Versicherte in ihrem an-
gestammten Beruf wieder zu 50 % arbeitsfähig sei; in leichteren Ver-
weisungstätigkeiten bestehe gar eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Es kön-
ne  praxisgemäss  davon  ausgegangen  werden,  dass  die  Versicherte 
bei einer 50%igen Erwerbstätigkeit im bisherigen Beruf auch 50 % des 
Valideneinkommens erzielen könnte. Es sei jedoch gleichwohl ein Ein-
kommensvergleich  durchgeführt  worden.  Dieser  habe  einen  IV-Grad 
von knapp 57 % ergeben,  so dass die Beschwerdeführerin  nur noch 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe.

G.
In der fristgerecht eingereichten Replik vom 17. Oktober 2007 ergänzt-
e die Beschwerdeführerin ihre bisherigen Ausführungen und hielt am 
beschwerdeweise  gestellten  Antrag  fest.  Duplicando  beantragte  die 
Vorinstanz  am  24.  Oktober  2007  weiterhin  die  Abweisung  der  Be-
schwerde.

H.
Mit  Verfügung  vom 30. Oktober  2007  schloss  der  Instruktionsrichter 
den Schriftenwechsel.

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I.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behör-
den. Die IVSTA ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. 
Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung (IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen.

Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das Verwaltungsgerichtsge-
setz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben ge-
mäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht durch die ordentlich ver-
tretene  Beschwerdeführerin  eingereicht  (vgl.  Art.  38  ff.  und  Art.  60 
ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin der negativen Verfügung ist die 
Beschwerdeführerin davon berührt und sie hat ein schutzwürdiges In-
teresse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (Art.  59  ATSG,  Art.  48 
Abs. 1 VwVG). 

Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, sind 
sämtliche  Sachurteilsvoraussetzungen  erfüllt  und  es  ist  auf  die  Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  IVSTA  vom  3.  Mai 
2007,  mit  welcher  die laufende ganze IV-Rente per  1. Juli  2007 auf 

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eine halbe Rente herabgesetzt worden ist. Streitig und zu prüfen ist, 
ob die revisionsweise Rentenherabsetzung zu Recht erfolgt ist.

2.

2.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung  (hier: 
3. Mai  2007) eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweis, vgl. E. 3. hiernach). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des 
zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (pro rata tem-
poris; BGE 130 V 329). 

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft  getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts  anwendbar. Die  im ATSG enthaltenen Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der Invalidität 
und  der  Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen 
von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der IV. Demzu-
folge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten 
Grundsätze unter  der  Herrschaft  des  ATSG weiterhin  Geltung (BGE 
130 V 343).

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist 
für die Beurteilung eines Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2004 auf 
die bis Ende 2003 gültige Fassung, danach auf die Fassung gemäss 
den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revisio-
n) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind die durch die 5. IV-Revisi-
on eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft ge-
treten  sind  (AS  2007  5129).  Im  Folgenden  werden  deshalb  die  bis 
Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV zi-
tiert.

2.2 Die  Beschwerdeführerin  ist  deutsche Staatsangehörige,  weshalb 
auch das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer  Mitgliedsstaaten  anderer-
seits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 
Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbei-
teten  und  Bestandteil  des  Abkommens  bildenden  (Art.  15  FZA)  An-

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hangs  II  ("Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit")  des 
FZA in Verbindung mit  Abschnitt  A dieses Anhangs wenden die Ver-
tragsparteien  untereinander  insbesondere  die  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme 
der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbstständige  sowie 
deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und ab-
wandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), 
und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 
über  die  Durchführung  der  Verordnung (EWG) Nr. 1408/71  über  die 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: 
Verordnung Nr. 574/72), oder gleichwertige Vorschriften an. Dabei ist 
im Rahmen des FZA auch  die  Schweiz  als  "Mitgliedstaat"  im Sinne 
dieser  Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 An-
hang II des FZA).

Betreffend der  Frage des anwendbaren Rechtes  hat  sich  vorliegend 
mit Inkrafttreten des FZA nichts geändert. Für die Beurteilung des gel-
tend gemachten Anspruches der Beschwerdeführerin  auf  Leistungen 
der Invalidenversicherung ist somit grundsätzlich internes schweizeri-
sches  Recht,  insbesondere  das  IVG sowie  die  IVV  anwendbar. Die 
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben mangels diesbe-
züglicher staatsvertraglicher Regelung beim Ermitteln von Leistungs-
ansprüchen  allein  die  schweizerischen  Rechtsvorschriften  anzuwen-
den  und  sind  in  keiner  Weise  an  Feststellungen  des  ausländischen 
Versicherungsträgers gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI Pra-
xis 1996 S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Die Frage, in wel-
chem Ausmass die Beschwerdeführerin invalid ist und daher Anspruch 
auf eine schweizerische IV-Rente hat, beantwortet sich deshalb einzig 
nach  den  schweizerischen  Rechtsvorschriften.  Die  Entscheide  der 
deutscher Behörden, die in Anwendung deutschen bzw. europäischen 
Rechts  ergingen,  können  daher  im  vorliegenden  Verfahren  keinerlei 
Bindungswirkung entfalten.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 
4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschade-
n  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  oder  Eingliederung 
verbleibende  länger  dauernde  (volle  oder  teilweise)  Verlust  der  Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen  Aufgabenbe-
reich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente 
(vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7): 
Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im  weiteren  Sinn  (dauerhafte 
oder  länger  dauernde  Einschränkung  der  Erwerbsfähigkeit  oder  der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich).

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-
se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis Ende 2007 gülti-
gen Fassung). Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch eine Beeinträchtigung 
der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte, 
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zu-
mutbare Tätigkeit  in einem anderen Beruf  oder Aufgabenbereich be-
rücksichtigt (Art. 6 ATSG).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2003 geltenden Fassung) 
besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Per-
son mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn 
sie  mindestens  zur  Hälfte  invalid  ist.  Bei  einem Invaliditätsgrad  von 
mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. In Härtefäl-
len hat die versicherte Person nach Art. 28 Abs. 1bis IVG bereits bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe 
Rente. 

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 geltenden 
Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei  einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf  eine Vier-
telsrente. 

Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 geltenden 
Fassung) werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger als 
50 % entsprechen,  jedoch nur an Versicherte ausgerichtet,  die  ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

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haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 
Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 
für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Ge-
meinschaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Eu-
ropäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben  (siehe  BGE  130  V  253 
E. 2.3 und E. 3.1).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Diese Vorschrift  gilt  für alle 
Sozialversicherungen,  welche  Invalidenrenten  ausrichten;  sie  wurde 
vom Gesetzgeber in Weiterführung der entsprechenden altrechtlichen 
Regelungen übernommen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 und E. 3.5.4). 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3). Die 
Invalidenrente  ist  deshalb  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Verände-
rung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn 
sich  die  erwerblichen Auswirkungen (oder  die  Auswirkungen  auf  die 
Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebe-
nen  Gesundheitszustandes  erheblich  verändert  haben;  zudem  kann 
auch eine Wandlung des Aufgabenbereichs einen Revisionsgrund dar-
stellen  (BGE 130 V 343  E. 3.5,  117  V  194 E. 3b; AHI  1997 S. 288 
E. 2b). Geringfügige Änderungen allgemeiner statistischer Daten, die 
ausserhalb des Umfelds der versicherten Person liegen, führen nicht 
zu einer Revision von Invalidenrenten, selbst wenn durch solche Ver-
änderungen der Schwellenwert über- oder unterschritten würde. Dies 
gilt gleichermassen für die Begründung oder Erhöhung eines Renten-
anspruchs wie  für  eine Reduktion  oder  Aufhebung (BGE 133 V 545 
E. 7.3).

Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständi-
ger  Praxis  die  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinwei-
sen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 104 E. 3a). Auch eine neue Verwaltungs- 
oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des lau-
fenden Rentenanspruchs zum Nachteil  des Versicherten (BGE 115 V 
308 E. 4a bb).

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

3.
Vorab ist zu prüfen, ob die IVSTA nach Massgabe einer dem Untersu-
chungsprinzip  gerecht  werdenden Sachverhaltserhebung und -würdi-
gung die ganze IV-Rente der Beschwerdeführerin ab 1. Juli  2007 zu 
Recht auf eine halbe herabgesetzt hat. 

3.1 Nach der  Rechtsprechung ist  als zeitliche Vergleichsbasis  einer-
seits  der  Sachverhalt  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenverfü-
gung und anderseits derjenige zur Zeit  der streitigen Revisionsverfü-
gung  zu  berücksichtigen  (BGE  125  V  368  E.  2;  vgl.  auch  E.  2.1 
hiervor). Eine in der Zwischenzeit  ergangene Revisionsverfügung gilt 
dann als Vergleichsbasis, wenn sie die ursprüngliche Rentenverfügung 
nicht bestätigt, sondern die laufende Rente aufgrund eines neu festge-
setzten IV-Grades geändert hat (109 V 262 E. 4a mit Hinweisen; ZAK 
1987 S. 37 Erw. 1a).

Der Revisionsverfügung kommt im Weiteren - auch wenn der bisherige 
IV-Grad  bestätigt  wird  und  die  Höhe  der  Rente  unverändert  bleibt  - 
dann  als  Vergleichsbasis  Bedeutung  zu,  wenn  sie  in  Form  einer  in 

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Rechtskraft  getretenen  Verfügung  ergangen  ist  und  eine  materielle 
Überprüfung  des  Leistungsanspruches  tatsächlich  stattgefunden  hat 
(d.h.  rechtskonforme  [medizinische]  Sachverhaltsabklärung,  Beweis-
würdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs). Diese im 
Bereich  der  Neuanmeldung  geänderte  Praxis  des  Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  (EVG,  ab  1.  Januar  2007:  Bundesgericht)  gilt 
neu  auch  im  Bereich  von  Rentenrevisionen  (vgl.  BGE  133  V  108 
E. 5.4). 

3.2 Beim Schreiben vom 16. August 2002 handelte es sich um eine 
blosse Mitteilung,  mit  welcher  die Beschwerdeführerin  darüber  infor-
miert worden war, dass sich die massgebenden Verhältnisse und da-
mit auch der IV-Grad nicht verändert hätten. Da es sich dabei nicht um 
eine  in  Rechtskraft  erwachsene,  auf  einer  umfassenden  materiellen 
Überprüfung des Leistungsanspruchs basierende  Verfügung handelte, 
kann diese Mitteilung keine Vergleichsbasis begründen. 

3.3 Nach dem Dargelegten  beurteilt  sich  die  Frage,  ob bei  der  Be-
schwerdeführerin  eine  wesentliche  Änderung eingetreten  ist,  welche 
geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch im Sinne von 
Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich des Sachverhaltes, wie 
er zur Zeit der ursprünglichen Verfügung vom 20. April 2001 bestanden 
hatte, mit demjenigen, der bis zur angefochtenen und streitigen Verfü-
gung vom 3. Mai 2007 eingetreten war. 

4.
Im Folgenden ist zu prüfen, ob und allenfalls in welchem Umfang sich 
die Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  aufgrund einer  wesentli-
chen  Verbesserung  des  Gesundheitszustandes  in  rentenrelevanter 
Weise geändert hat. Hierzu sind die medizinischen Akten teilweise zu-
sammengefasst wiederzugeben und zu würdigen.

4.1 Die IVSTA stützte sich im Rahmen der ersten Verfügung vom April 
2001 in medizinischer Hinsicht insbesondere auf die ärztliche Beschei-
nigung der D._______ vom 1. Februar 2000 (IVSTVA-act. 8), auf einen 
undatierten Bericht des Internisten Dr. med. E._______ (act. 9) sowie 
auf die Stellungnahme der Dr. med. F._______ vom 22. Februar 2001 
(act. 73).

Die behandelnden Ärzte der D._______ hielten fest, die Beschwerde-
führerin  sei  im  September  1998  nach  einer  diagnostizierten  akuten 
myeloischen Leukämie haploident knochenmarktransplantiert worden. 

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Ihre  Leukämie  stehe  derzeit  in  kompletter  Remission.  Aufgrund  der 
peripheren  Blutwerte  sei  jedoch  ihre  körperliche  Leistungsfähigkeit 
durch  Anämie  und  häufig  rezidivierende  virale  Infekte  stark  einge-
schränkt. Neu hinzugetreten sei eine chronische Niereninsuffizienz mit 
der Folge einer arteriellen Hypertonie, die höchstwahrscheinlich Folge 
der  Konditionierungsbehandlung im Rahmen der  Transplantation  sei. 
Die Krankheit des Sohnes stelle für die Beschwerdeführerin zusätzlich 
eine  ausserordentliche  psychische  Belastungssituation  dar,  die 
momentan  sogar  eine  stationäre  psychotherapeutische  Intervention 
erforderlich mache.

Dr. med. E._______ gab in seinem undatierten Bericht zu einem gro-
ssen Teil die Beurteilungen der Ärzte der Medizinischen Universitäts-
klinik und Poliklinik Ulm wieder.

Dr. med. F._______ diagnostizierte am 22. Februar 2001 unter ande-
rem Zustände nach Leukämie und Knochenmarktransplantation, eine 
Niereninsuffizienz sowie rezidivierende Infektionen und erachtete eine 
Arbeitsunfähigkeit von 80 % als gegeben. 

4.2 Im Anschluss an die anfangs Juli  2003 von Amtes wegen in die 
Wege  geleitete  Rentenrevision  wurden  zahlreiche  medizinische  Be-
richte bzw. Gutachten erstellt, auf welche sich die Vorinstanz in der an-
gefochtenen Verfügung vom 3. Mai 2007 stützte.

In  seinem Bericht  vom 10.  März  2003  führte  der  Internist  Dr.  med. 
G._______ im Wesentlichen aus, bis auf eine leichte renale Insuffizi-
enz – die engmaschig kontrolliert  werde und keine klinisch relevante 
Einschränkung des Leistungsvermögens mit sich bringe – sowie eine 
gut eingestellte Hypertonie liege weiterhin eine anhaltende, komplette 
Remission vor. Die früher diagnostizierte Anämie sei  deutlich gebes-
sert. Im Vordergrund stehe eine gewisse ängstliche Störung ohne ma-
nifeste Depression, welche Folge der belastenden psychosozialen Si-
tuation der Beschwerdeführerin sei. Das gesundheitliche Befinden sei 
als  sehr  stabil  einzuschätzen.  Aktuelle  manifeste  Krankheitszeichen 
oder wesentliche Einschränkungen – bis auf die psychophysische Be-
lastbarkeit  –  fehlten. Die  Beschwerdeführerin  könne wieder  in  ihrem 
Beruf  als  Krankengymnastin  arbeiten.  Dies  werde  zunächst  jedoch 
nicht vollschichtig erfolgen können (act. 48, S. 9 bis 10). Der zeitliche 
Umfang, in dem eine Tätigkeit entsprechend dem positiven und negati-
ven Leistungsbild ausgeübt werden könne, sei mit 3 bis unter 6 Stun-
den zu beziffern (act. 48, Schlussblatt Teil 1).

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Im Gutachten der H._______ vom 12. Mai 2005 wurde auf dem psy-
choonkologischen  Fachgebiet  eine  Reaktion  auf  die  schwere  Belas-
tung  mit  posttraumatischen  Komponenten  bei  eigener  Leukämieer-
krankung und Leukämieerkrankung des Sohnes (ICD-10: F43.2), eine 
Angst- und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2), ein Unwohl-
sein  und  eine  Ermüdung,  am  ehesten  eine  emotionale  Fatigue 
(ICD-10:  R53)  sowie  eine  grosse  Besorgnis  bezüglich  der 
psychosozialen Entwicklung der Kinder (ICD-10: Z63.7) diagnostiziert 
(act. 69, S. 10). Weiter wurde erwähnt, die durch Chemo- und Strah-
lentherapie entstandene chronische Niereninsuffizienz mit konsekutiv-
er renaler Anämie und auch die rezidivierenden Sinusitiden und bron-
chopulmonalen  Infekte  erklärten  teilweise  die  eingeschränkte  Leis-
tungsfähigkeit auf somatischem Gebiet. Es handle sich aber auch um 
eine gravierende fehlende Krankheitsverarbeitung mit der Folge einer 
mindestens mittelgradigen Anpassungsstörung mit  Depressions-  und 
Angstanteilen. In der Gesamtschau der physischen und psychischen 
Gesundheitsstörungen halte man zum derzeitigen Zeitpunkt keine voll-
schichtige berufliche Tätigkeit  – weder auf dem allgemeinen Arbeits-
markt  noch im erlernten Beruf  als  Krankengymnastin  – für  gegeben 
und realistisch. Eine drei- bis sechsstündige, leichte bis mittelschwere 
berufliche Tätigkeit sowohl auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als auch 
in der angestammten Tätigkeit sei aber vertretbar (S. 17). 

Der RAD-Arzt Dr. med. B._______Allgemeinmediziner, hielt in seinem 
Schlussbericht vom 14. Februar 2006 fest, aufgrund einer Besserung 
der psychischen Situation, welche vor allem aus reaktiven Störungen 
zusammengesetzt sei, könne ab dem 10. Mai 2005 von einer 50%igen 
Arbeitsfähigkeit sowohl im angestammten Beruf als auch in leidensan-
gepassten Tätigkeiten ausgegangen werden (act. 72).

Am 30. März 2006 berichtete auch Dr. med. C._______, Facharzt für 
Innere Medizin und Medizinische Onkologie, der physische und psy-
chische  Zustand  der  Beschwerdeführerin  habe  sich  verbessert.  Ab 
dem  10.  März  2003  (Zeitpunkt  des  Gutachtens  von  Dr.  med. 
G._______)  betrage die Arbeitsfähigkeit  im angestammten Beruf  als 
Krankengymnastin wieder 50 %, in einer Verweisungstätigkeit betrage 
die Arbeitsfähigkeit 80 % (act. 75). Diese Auffassung vertrat Dr. med. 
C._______ auch in ihrer Stellungnahme vom 27. April 2007 (act. 89).

Der  Expertise  von  Dr. med. I._______,  Facharzt  für  Neurologie  und 
Psychiatrie, vom 26. Juni 2006 ist zu entnehmen, dass die Belastungs-

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fähigkeit  der  Beschwerdeführerin  für  eine  vollschichtige  Tätigkeit  als 
Krankenschwester  nicht  wieder  erreicht  sei; auch andere Tätigkeiten 
würden von ihr wohl nicht vollschichtig ausgeführt werden können. Die 
Untersuchung habe zwar körperlich und neurologisch keine Auffällig-
keiten gezeigt,  aus nervenärztlicher Sicht  sei  aber die Belastungsfä-
higkeit im erlernten Beruf auf 3 bis unter 6 Stunden einzustufen, was 
auch für andere Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelten 
würde (act. 85). 

In  seinem  Gutachten  vom  Juli  2006  hielt  der  Internist  Dr.  med. 
J._______ fest, seit den letzten internistischen gutachterlichen Unter-
suchungen (März 2002 und 2003) habe sich der Gesundheitszustand 
wesentlich gebessert. Bei der Beschwerdeführerin bestehe seit  2003 
eine stabile somatische Situation, so dass keine volle Erwerbsunfähig-
keit mehr bestehe. Eine Wiedereingliederung in das Erwerbsleben kön-
ne zügig eingeleitet werden, da zumindest leichte und zwischendurch 
auch körperlich leichte bis  mittelschwere Arbeiten im Stehen,  Sitzen 
und  Gehen  während  6  Stunden  und  mehr  zumutbar  seien  (act.  86, 
S. 11 bis 12).

4.3 Vorab  ist  festzustellen,  dass  die  vorstehend  zusammengefasst 
wiedergegebenen,  im  deutschen  Verfahren  verfassten  Berichte  vom 
10. März 2003 (Dr. med. G._______), 12. Mai 2005 (H._______) und 
26. Juni 2006 (Dr. med. I._______) die an den Beweiswert eines ärztli-
chen Gutachtens gestellten  Kriterien  erfüllen. Insbesondere  sind  sie 
für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersu-
chungen, berücksichtigen auch die geklagten Beschwerden und wur-
den in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Sie sind zudem 
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtend und in den Schluss-
folgerungen begründet, so dass darauf abgestellt werden kann. Dem-
nach lässt sich der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin 
im  vorliegenden  Verfahren  schlüssig  und  zuverlässig  beurteilen 
(vgl. zum Ganzen E. 2.6  hiervor)  und den Expertisen kommt  grund-
sätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb). Weitere 
medizinische  Abklärungen  sind  demnach  nicht  geboten  (antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 Erw. 4b mit Hinweisen).

4.3.1 Aufgrund  dieser  Expertisen  ist  ohne  weiteres  davon  auszuge-
hen,  dass sich der Gesundheitszustand der  Beschwerdeführerin  seit 
Frühjahr 2003 in relevanter Weise verbessert hat. Die beteiligten Fach-

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ärzte führten denn auch übereinstimmend aus, dass die Beschwerde-
führerin  sowohl  in ihrem angestammten Beruf  als  Krankengymnastin 
als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeits- bzw. Leis-
tungsfähigkeit von 3 bis gegen 6 Stunden pro Tag aufweist. Weiter hat 
Dr. med. G._______ den zeitlichen Umfang, in dem die Beschwerde-
führerin die letzte berufliche Tätigkeit bzw. eine leidensangepasste Tä-
tigkeit  entsprechend dem positiven und negativen Leistungsbild aus-
üben kann, mit "halb- bis unter vollschichtig" beziffert (act. 48, Anlage 
zum Gebietsgutachten, Differenzierung der sozialmedizinischen Leis-
tungsbeurteilung; vgl. auch act. 49 und 58).

Die von den Experten angegebene Beurteilung der Arbeits- bzw. Leis-
tungsfähigkeit  bewegt  sich  zwar  in  einer  recht  grossen  Bandbreite. 
Dennoch lässt sich nicht beanstanden, dass die Dres. med. B._______ 
und  C._______  in  ihren  Stellungnahmen  vom  14.  Februar  und 
30. März 2006 bzw. 27. April 2007 die Arbeitsfähigkeit im angestamm-
ten Beruf  auf  50 % und in einer leidensadaptierten Tätigkeit,  welche 
geringere Anforderungen insbesondere in körperlicher Hinsicht stellt, 
auf 80 % festgelegt haben; dies insbesondere auch aufgrund des Gut-
achtens von Dr. med. J._______ vom Juli 2006, worin – übereinstim-
mend mit den Dres. med. B._______ und C._______ – ausgeführt wor-
den ist, dass zumindest leichte und zwischenzeitlich körperlich leichte 
bis mittelschwere Arbeiten in Wechselpositionen während mindestens 
6 Stunden täglich zumutbar seien.

4.3.2 Hinzu  kommt  weiter,  dass  gemäss  den  Ärzten  der  D._______ 
hinsichtlich der Leukämie bereits im Februar 2000 eine komplette Re-
mission vorgelegen  hatte  (act. 8). Nach  dem anfangs Juli  2003 von 
Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren wurde die  Beschwer-
deführerin  wegen  eines  Verdachts  auf  ein  Piriformis-Syndrom  bei 
Dr. med. K._______, Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie, vor-
stellig. Die im Rahmen dieser Konsultation durchgeführte Beckenüber-
sichtsaufnahme ergab gemäss dem Bericht vom 6. August 2004 au-
sser einer Dysplasie Grad I keine Auffälligkeiten sowie keine Hinweise 
auf Osteolysen, Frakturen oder sonstige Erkrankungen, was sich allen-
falls rentenrelevant hätte auswirken können (act. 63).

Hinsichtlich des im Gutachten der  H._______ vom 12. Mai  2005 er-
wähnten  Erschöpfungszustands  (am  ehesten  emotionales  Fatigue-
Syndrom)  ist  einerseits  darauf  hinzuweisen,  dass  die  behandelnden 
Ärzte  trotz  dieser  bekannten  Diagnose  davon  ausgingen,  dass  eine 

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drei-  bis  sechsstündige  leichte  bis  mittelschwere  berufliche  Tätigkeit 
sowohl  auf  dem  allgemeinen  Arbeitsmarkt  als  auch  in  der 
angestammten  Tätigkeit  zumutbar  sei  (vgl. E. 4.2  hiervor). 
Andererseits  bestehen  aufgrund  der  Akten  keine  Hinweise  darauf, 
dass  hinsichtlich  der  Fatigue-Symptomatik  –  welches  den 
somatoformen  Störungen  zuzurechnen  ist  –  die  Morbiditätskriterien 
gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  erfüllt  wären  (vgl. BGE 
132 V 65 E. 4.2.2, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.3).

Weiter wurden die bei der Beschwerdeführerin vorhandenen rezidivie-
renden Erkältungskrankheiten  von den Experten bei  der  Beurteilung 
der  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  mitberücksichtigt.  Betreffend  die 
bei der Beschwerdeführerin gestellten Diagnosen in psychischer Hin-
sicht  (lang  dauernde  depressive  Anpassungsstörungsreaktion  auf 
schwere  Belastung  nach  Leukämieerkrankung  ihrer  selbst  und  des 
Sohnes,  Angst  und  depressive  Störung  gemischt  [act.  85;  vgl. auch 
act. 69, S. 19]) ist schliesslich festzustellen, dass eine Diagnose allein 
noch keine Arbeitsunfähigkeit begründet (BGE 110 V 275 Erw. 4a, 102 
V 166) und die Auswirkungen der entsprechenden Befunde auf die Ar-
beits-  und  Leistungsfähigkeit  im  Gutachten  von  Dr. med.  I._______ 
ausreichend Berücksichtigungen fanden, indem die Verbesserung des 
Gesundheitszustandes  der  Beschwerdeführerin  insbesondere  durch 
die  nachlassenden  Krankheitssymptome  bei  ihrem  Sohn  begründet 
wurde. Überdies konnten bereits zu einem früheren Zeitpunkt die psy-
chischen  Beeinträchtigungen  psychopharmakologisch  angegangen 
werden und wurde eine psychotherapeutische Einbindung als hilfreich 
und angebracht erachtet (act. 69, S. 19).

4.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der Gesundheitszu-
stand der  Beschwerdeführerin  verbessert  und sich  ihre Arbeitsfähig-
keit erhöht hat. Da sie zuletzt 38 Stunden pro Woche gearbeitet hatte 
(act. 5) und aus ärztlicher Sicht leidensangepasste Tätigkeiten spätes-
tens  ab  Juli  2006  (Gutachten  Dr.  med.  J._______)  täglich  während 
sechs Stunden zumutbar sind, beträgt nun ihre Arbeitsfähigkeit  rund 
80 %. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass gemäss den rechtsge-
nüglichen, medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofilen der diver-
sen  involvierten  Fachärzte  ein  breiter  Fächer  von 
Verweisungstätigkeiten existiert. Mit Blick auf diese Zumutbarkeitspro-
file ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin auf dem – bei der Beurtei-
lung der Erwerbs(un)fähigkeit zu unterstellenden – ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 8 ATSG) ein genügende Auswahl verschiedener mögli-

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cher  Tätigkeiten  offen  steht  (vgl.  BGE  110  V  273  Erw.  4b  S.  276; 
vgl. hierzu auch Urteile des EVG I 858/05 vom 6. April  bzw. I 332/06 
vom 23. Juni 2006 sowie des Bundesgerichts U 232/06 vom 6. März 
2007).

Es ist demnach mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-
grad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  (vgl.  BGE  126  V  353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) erstellt, dass in der Zeit 
zwischen  der  ursprünglichen  Verfügung  vom 20. April  2001  und  der 
angefochtenen Verfügung vom 3. Mai 2007 eine wesentliche Verände-
rung des Gesundheitszustandes der  Beschwerdeführerin  eingetreten 
ist. Daran vermögen auch die Vorbringen des Rechtsvertreters der Be-
schwerdeführerin  nichts  zu  ändern. Nachfolgend  ist  im Rahmen der 
Bemessung der Invalidität weiter zu prüfen, ob sich die Verbesserung 
des gesundheitlichen Zustandes rentenwirsam auswirkt oder nicht.

5.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 
ATSG in Verbindung mit  Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Einkom-
mensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkom-
men). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er-
folgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmä-
ssig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenübergestellt  wer-
den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad be-
stimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
130 V 343 E. 3.4.2, BGE 128 V 29 E. 1).

5.1 Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Per-
son ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entschei-
dend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-
gepassten Verdienst angeknüpft (BGE 129 V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 
U 568 S. 66 E. 2). 

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Die Vorinstanz ging in ihrem Einkommensvergleich vom 10. Juli 2006 
(act.  78)  von  einem  hypothetischen  monatlichen  Einkommen  in  der 
Höhe von EUR 2'744.--  aus. Dies ist  mit  Blick auf  die Akten (act. 2) 
nicht zu beanstanden.

5.2 Für  die  Bestimmung des trotz  Gesundheitsschädigung zumutba-
rerweise  noch  realisierbaren  Einkommens  (Invalideneinkommen)  ist 
primär  von  der  beruflich-erwerblichen  Situation  auszugehen,  in  wel-
cher die versicherte Person konkret  steht  (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 
126 V 75 E. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der 
Bestimmung  des  trotz  der  gesundheitlichen  Beeinträchtigung 
zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht  von realitätsfremden 
Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versicherten Per-
son können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung 
der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzel-
falles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a; ZAK 1989 S. 321 E. 4a). 

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens kei-
ne oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen,  so  können  nach  der  Rechtsprechung  Tabellenlöhne 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 
E. 4b aa). 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellen-
löhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens le-
diglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten ver-
richten können,  ist  in  der  Regel  vom durchschnittlichen monatlichen 
Bruttolohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätig-
keiten (Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei 
sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor  massge-
bend (SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c/cc). 

6. Bei  der  Ermittlung  des  hypothetischen  Invalideneinkommens  ging 
die Vorinstanz von statistischen Angaben des Deutschen Statistischen 
Bundesamtes in  Wiesbaden aus und ermittelte  im Rahmen des Ein-
kommensvergleichs vom 10. Juli 2006 (act. 78) ein monatliches Invali-
deneinkommen in der Höhe von EUR 1'653.-. Gemäss den Ausführun-
gen der Vorinstanz liegt  diesem Einkommen der Wert  eines monatli-
chen Durchschnittseinkommens im Bundesland Baden-Württemberg in 
leichten  und  repetitiven  Tätigkeiten  (Leistungsgruppe  V)  im  Bereich 
Handel  und Reparatur  (Abschnitt  G)  zugrunde – was nicht  zu bean-
standen  ist.  Aufgrund  der  Erhebungen  des  Deutschen  Statistischen 

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Bundesamtes (Fachserie 16, Reihe 2.2, Löhne und Gehälter; abrufbar 
unter www.destatis.de) und mit Blick auf die von der IVSTA verwende-
ten Werte  ergibt  sich,  dass  die  Annahme des hypothetischen Invali-
deneinkommens  von  monatlich  EUR 1'653.-  als  wohlwollend  zu  be-
zeichnen  bzw. zu  Gunsten  der  Beschwerdeführerin  ausgefallen  ist. 
Daran ändert  nichts, dass die durchschnittliche Arbeitszeit im produ-
zierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich von vollzeitbeschäf-
tigten Frauen im Bundesland Baden-Württemberg im 1. Quartal 2007 
(vor diesem Zeitpunkt existieren – soweit ersichtlich – keine verlässli-
chen Daten für angestellte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) 37.5 
Stunden pro Woche (Fachserie 16, Reihe 2.1, Verdienste und Arbeits-
kosten; Webseite siehe oben) und somit eine halbe Stunde weniger als 
in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit (vgl. E. 4.4 hiervor) betrug.

Weiter rechtfertigt sich vorliegend hinsichtlich des von der IVSTA vor-
genommenen  leidensbedingten  Abzugs  von  10%  (vgl.  hierzu  etwa 
BGE  129  V  472  E.  4.2.3)  kein  Eingriff  ins  Verwaltungsermessen 
(vgl. BGE 126 V 353 E. 5d). 

Unter Berücksichtigung eines Einkommens von EUR 1'653.- pro Monat 
und eines  leidensbedingten  10%igen Abzugs resultiert  bei  einer  Ar-
beits- bzw. Leistungsfähigkeit von 80 % in einer leidensadaptierten Tä-
tigkeit ein hypothetisches Invalideneinkommen von EUR 1'190.-.

6.1 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen Valideneinkom-
mens von monatlich EUR 2'744.- und eines hypothetischen Invaliden-
einkommens in der Höhe von EUR 1'190.- pro Monat resultiert bei ei-
ner Erwerbseinbusse von EUR 1'554.- ein IV-Grad von 57 % (zur Run-
dung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3), was Anspruch auf eine halbe 
IV-Rente  ergibt. Die  Vorinstanz  hat  deshalb die bisher  ausgerichtete 
ganze  IV-Rente  der  Beschwerdeführerin  zu  Recht  aufgehoben  und 
durch  eine halbe IV-Rente  ersetzt,  wobei  die  Änderung gestützt  auf 
Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV korrekterweise vom ersten Tag des zweiten 
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an erfolgte. 

7.
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzu-
stellen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Mai 2007 nicht zu be-
anstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als un-
begründet und ist abzuweisen.

Seite 19

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8.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

8.1 Als  unterliegende  Partei  hat  die  Beschwerdeführerin  die  Verfah-
renskosten,  gerichtlich  festgesetzt  auf  Fr.  400.-,  zu  tragen  (Art.  63 
Abs. 1  VwVG).  Diese  Kosten  sind  mit  dem  geleisteten  Kostenvor-
schuss zu verrechnen.

8.2 Der obsiegenden Vorinstanz ist  keine Parteientschädigung zuzu-
sprechen (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Seite 20

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 21