# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e897b9cd-aba4-54f3-9211-85cfd9b7aeea
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 07.07.2020 IV 2018/161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-161_2020-07-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/161

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.12.2020

Entscheiddatum: 07.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2020
Art. 49 Abs. 3 ATSG. Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Keine Verletzung der 
Begründungspflicht. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. 
Einkommensvergleich. Kein Anspruch auf eine Invalidenrente in der Zeit, in 
welcher eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Mangels Erfüllung 
des Wartejahres auch kein Anspruch auf eine befristete Invalidenrente in 
den vier Monaten, in welchen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden 
hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 
2020; IV 2018/161).

Entscheid vom 7. Juli 2020

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull

Geschäftsnr.

IV 2018/161

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, 8280 Kreuzlingen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ wurde im Dezember 2014 von der Klinik B.___ wegen eines Herzinfarkts, 

eines Niereninfarkts und Hirnstreifungen bei der Invalidenversicherung (IV) zur 

Früherfassung gemeldet (IV-act. 1). Im Januar 2015 meldete sich die Versicherte zum 

Bezug von Leistungen an (IV-act. 6). Sie gab an, sie leide seit Anfang Oktober 2014 an 

folgenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Blutgerinnungsstörung mit schweren 

Komplikationen, Herzinfarkt, Niereninfarkt, zwei Streifungen, Gefühlsstörungen in der 

linken Hand, Vergesslichkeit, Schwindel, Müdigkeit, Gehschwierigkeiten, 

Hüftschmerzen, "Leisten", Schwierigkeiten mit Lesen. Sie habe eine Ausbildung zur 

technischen Operatrice absolviert. Seit Juli 2013 sei sie als Vertriebsassistentin bei der 

C.___ tätig und verdiene in einem Vollzeitpensum Fr. 4'700.-- brutto monatlich. 

Gemäss dem beigelegten Lebenslauf mit den zugehörigen Unterlagen (IV-act. 9) hatte 

die Versicherte von 1991 bis 2001 und ab 2013 bei verschiedenen Arbeitgebern eine 

Tätigkeit als Büroangestellte (Telefonistin, Sachbearbeiterin) ausgeübt. Dazwischen 

hatte sie infolge Mutterschaft einige Jahre nicht gearbeitet und war anschliessend als 

Tagesmutter sowie als Mitarbeiterin in einer Einzieherei erwerbstätig gewesen.

A.a. 

Der Hausarzt Dr. med. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 

30. Januar 2015 (IV-act. 13), die Versicherte leide an einem Morbus embolicus bei 

einem grossen Thrombus im linken Ventrikel, einer Thrombophilie, einem St. n. 

subakutem Myokardinfarkt 9/14, einer generalisierten obliterierenden Arteriopathie, 

einer aortalen Verschlusskrankheit und einem Erschöpfungszustand. Sie sei seit dem 

A.b. 

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29. Oktober 2014 vollständig arbeitsunfähig. Er reichte dazu folgende Unterlagen ein: 

Bericht der Klinik für Angiologie des Kantonsspitals St. Gallen vom 23. Januar 2015 

betreffend eine Verlaufskontrolle nach einem rechtsseitigen Nierenteilinfarkt im Oktober 

2014 (IV-act. 13-3), Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 16. Januar 2015 

betreffend eine kardiologische Untersuchung (IV-act. 13-8) und Austrittsbericht der 

Klinik B.___ vom 22. Dezember 2014 betreffend einen stationären kardiologischen 

Rehabilitationsaufenthalt vom 20. November 2014 bis zum 22. Dezember 2014 (IV-

act. 13-12). Die Fachärzte der Klinik B.___ hatten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 

bis auf Weiteres attestiert.

In einem Arbeitgeberbericht teilte die C.___ am 30. Januar 2015 mit (IV-act. 16), 

die Versicherte sei seit Juli 2013 als Mitarbeiterin in der Vertriebsadministration tätig. 

Diese Tätigkeit umfasse normale Büroarbeiten mit Arbeiten am Bildschirm und mit dem 

Führen von Telefonaten. Sie könne überwiegend sitzend ausgeübt werden. Die 

Anforderungen an die Konzentration/Aufmerksamkeit, das Durchhaltevermögen, die 

Sorgfalt und das Auffassungsvermögen seien gross. Der letzte Arbeitstag sei der 

29. Oktober 2014 gewesen. Das Arbeitsverhältnis sei per 30. April 2015 gekündigt 

worden. Der AHV-beitragspflichtige Lohn habe ab Juli 2014 bei einer 

Wochenarbeitszeit von 40 Stunden Fr. 4'600.-- pro Monat bzw. Fr. 61'800.-- im Jahr 

betragen (einschliesslich eines Bonus von Fr. 2'000.--).

A.c. 

Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 4. Februar 2015 mit (IV-act. 20), dass 

aufgrund des Gesundheitszustands zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich 

seien.

A.d. 

Fachärzte der Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen berichteten am 

12. Februar 2015 (IV-act. 26), die Versicherte sei vom 9. Februar 2015 bis zum 12. 

Februar 2015 hospitalisiert gewesen. Ihr sei im Bereich des Truncus brachiocephalicus 

rechts ein Stent eingelegt worden. Der Austritt sei bei einem deutlich gebesserten 

Gesamtbefinden erfolgt. Bei einem BMI von 39.1 kg/m  sei die Versicherte in einem 

adipösen Ernährungszustand. Dr. med. E.___ von der psychosomatischen Abteilung 

der Reha F.___ gab am 26. Mai 2015 an (IV-act. 30), die Versicherte sei vom 

19. Februar 2015 bis zum 18. März 2015 hospitalisiert gewesen. Die folgenden 

Diagnosen seien erhoben worden: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

A.e. 

2

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mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), Anpassungsstörung (vorwiegend Angst, 

bestehend seit Herbst 2014, ICD-10 F43.23), schwerer Erschöpfungszustand (ICD-10 

Z73). Aufgrund von Konzentrationsproblemen, einem reduzierten Kurzzeitgedächtnis, 

einer schnellen kognitiven und körperlichen Ermüdbarkeit und einer geringen 

Belastbarkeit sei die Versicherte vom 19. Februar 2015 bis zum 8. April 2015 

vollständig arbeitsunfähig. Er legte den Austrittsbericht vom gleichen Tag bei. Dr. med. 

G.___vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierte am 3. Juni 2015 (IV-act. 32), 

aufgrund der eingegangenen Unterlagen seien die psychiatrischen Diagnosen führend. 

Aus medizinischer Sicht bestehe zum Zeitpunkt des Austritts aus der Reha F.___ eine 

maximal 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Wie stark körperlich belastend die Tätigkeit als 

Vertriebsassistentin sei, müsse noch abgeklärt werden. Für eine körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit ohne das Heben und Tragen von Lasten über zehn 

Kilogramm und ohne Zwangshaltungen bestehe eine maximal 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit.

Dr. D.___ berichtete am 23. Juni 2015 (IV-act. 36), die Versicherte sei weiterhin 

vollständig arbeitsunfähig. Sie sei noch nicht belastbar. Es sei in einem Arbeitsversuch 

zu ermitteln, welche Arbeitsfähigkeit effektiv bestehe. Nach Abschluss der operativen 

Sanierung der Aorta könne mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 

gerechnet werden. Am 30. Juni 2015 teilte Dr. med. H.___vom Psychiatrischen 

Zentrum I.___ mit (IV-act. 40), die Versicherte sei seit April 2015 bei ihr in Behandlung. 

Diese leide seit dem Herbst 2014 an einer mittelgradigen depressiven Episode mit 

einem somatischen Syndrom (ICD-10 F33.11). Als Befunde nannte Dr. H.___eine 

depressive Grundstimmung, Zukunfts- und Existenzängste, eine rasche Ermüdbarkeit, 

einen sozialen Rückzug und eine leichte Antriebsminderung. Die Prognose sei auf 

längere Sicht als positiv zu bezeichnen. Sie attestierte eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit vom 10. April 2015 bis zum 30. Juni 2015 und eine voraussichtlich 

80%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Juli 2015. Zudem gab sie an, die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit richte sich an und für sich nach dem körperlichen Gesundheitszustand. 

Die Behandlung wurde anschliessend nicht weitergeführt (vgl. IV-act. 53). Am 2. Juli 

2015 berichteten Fachärzte der Klinik für Angiologie des Kantonsspitals St. Gallen (IV-

act. 42), bei der Versicherten sei im Rahmen einer stationären Hospitalisation vom 

22. Juni 2015 bis zum 24. Juni 2015 eine Stent-Angioplastie der distalen Aorta 

A.f. 

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abdominalis durchgeführt worden. Der RAD-Arzt Dr. G.___notierte am 8. Juli 2015 (IV-

act. 44), die psychische Situation habe sich gemäss dem Bericht von Dr. H.___nicht 

verschlechtert. Daraus gehe hervor, dass die somatische und nicht die psychische 

Situation im Vordergrund stehe. Aufgrund der Stent-Einlage in der distalen Aorta 

abdominalis sei postoperativ bei einem ungestörten Verlauf von einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit für maximal vier Wochen auszugehen.

Am 8. September 2015 teilte Dr. D.___ mit (IV-act. 50), die Leistungsintoleranz und 

die Ermüdbarkeit hätten sich deutlich gebessert. Aktuell stehe eine Visusminderung im 

Vordergrund. Eine Katarakt-Operation sei geplant. Die Arbeitsfähigkeit betrage ab dem 

1. September 2015 50%. Es sei damit zu rechnen, dass die Versicherte wieder 

normalen Arbeiten werde nachgehen können. Am 1. und 13. Oktober 2015 wurde die 

Versicherte an beiden Augen operiert (vgl. die Berichte der Augenklinik des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 1. Oktober 2015 und vom 16. Oktober 2015, IV-act. 58). 

Im Rahmen eines Assessment-Gesprächs vom 23. September 2015 hatte die 

Versicherte angegeben (IV-act. 60), dass sie gerne wieder im Bürobereich arbeiten 

würde. Sie leide noch unter Ängsten, dass es zu einem erneuten Vorfall kommen 

könnte. Die Gesprächsteilnehmenden waren sich einig, dass ein Start im zweiten 

Arbeitsmarkt sinnvoll sei. Am 18. November 2015 erteilte die IV-Stelle eine 

Kostengutsprache für ein Aufbautraining bei der P.___ vom 9. November 2015 bis zum 

10. Mai 2016 (IV-act. 64). Ab dem 9. November 2015 arbeitete die Versicherte mit 

einem 50%-Pensum im J.___. Am 19. Februar 2016 wurde die berufliche Massnahme 

aufgrund vieler krankheitsbedingter Fehltage abgebrochen (vgl. den Schlussbericht 

vom 16. Februar 2016, IV-act. 73, sowie die Mitteilung der IV-Stelle vom 21. Juni 2016, 

IV-act. 93). Die Eingliederungsverantwortliche notierte am 3. März 2016, auf dem ersten 

Arbeitsmarkt bestehe keine verwertbare Arbeitsleistung mehr; die Versicherte sei 

vollständig arbeitsunfähig (IV-act. 71). Der Hausarzt Dr. D.___ hatte am 26. Februar 

2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem 19. Februar 2016 attestiert (IV-

act. 72).

A.g. 

Am 21. März 2016 gingen bei der IV-Stelle Unterlagen des 

Krankentaggeldversicherers ein (IV-act. 80). Am 30. Juli 2015 hatte die ehemalige 

Arbeitgeberin der Versicherten, die C.___, eine Tätigkeitsbeschreibung erstellt (IV-

act. 80-37). Sie hatte angegeben, die Tätigkeit der Versicherten habe in der Erfassung 

A.h. 

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von Aufträgen (30%), in der Betreuung des Vertriebsaussendienstes (10%), in der 

Betreuung der Händler (10%), in allgemeinen Bürotätigkeiten (20%) und in der 

Betreuung der Vertriebsgebiete (Mailings, PreSales, Kundenzufriedenheit etc., 30%) 

bestanden. Der Arbeitsplatz sei ein Sitz-/Bildschirmarbeitsplatz gewesen. Es habe sich 

um eine komplexe Tätigkeit in Ergebnisverantwortung und der Fähigkeit zur 

Konfliktlösung sowie zur eigenständigen Problemlösung mit täglichen Kontakten 

gehandelt.

Dr. D.___ berichtete am 7. April 2016 (IV-act. 85), die Versicherte leide an einer 

schweren Belastungsstörung. Der Eingliederungsversuch in den Arbeitsprozess sei

wegen invalidisierenden psychovegetativen Beschwerden gescheitert. Eine Anmeldung 

zur stationären Rehabilitation in der Klinik K.___ sei erfolgt. Am 26. April 2016 

attestierte er eine weiterhin bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 

19. Februar 2016 (IV-act. 90).

A.i. 

Vom 2. Mai 2016 bis zum 13. Juli 2016 war die Versicherte in der Klinik K.___, 

hospitalisiert. Die Fachärzte berichteten am 27. Juli 2016 (IV-act. 96), die Versicherte 

leide an einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.2; im beigelegten 

Austrittsbericht vom gleichen Tag nannten sie eine schwere depressive Episode, 

ICD-10 F32.2), einer generalisierten obliterierenden Arteriopathie, einer Thrombophilie 

(ED 10/2014), einer koronaren Gefässerkrankung und einer benignen kortikalen 

Nierenzyste links. Sie führten aus, die Versicherte habe sich bei Eintritt mit einer 

mittelgradigen bis schweren depressiven Episode mit Grübelneigung, ausgeprägtem 

Morgentief, reduzierten Vitalgefühlen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Antriebsminderung 

präsentiert. Konzentrationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien 

deutlich eingeschränkt gewesen. Unter der Behandlung sei es zu einer deutlichen 

Verbesserung der Schlafqualität und -quantität gekommen. Die Belastbarkeit habe 

gesteigert werden können und die Angst- und Panikzustände hätten abgenommen. 

Auch die morgendliche Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit hätten sich gebessert. 

Aus psychiatrischer Sicht sei mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Erhöhung der 

Arbeitsfähigkeit zu erreichen; limitierend seien jedoch die bestehenden somatischen 

Diagnosen und Folgeerscheinungen. Aktuell wäre die Wiederaufnahme einer 

ausserhäuslichen Tätigkeit noch verfrüht. Sie empfahlen eine tagesklinische 

Weiterbehandlung und attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 2. Mai 

A.j. 

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2016 bis zum 15. August 2016. Am 10. Januar 2017 berichtete Dr. med. L.___ von der 

Tagesklinik M.___ (IV-act. 106), die Versicherte sei seit dem 15. August 2016 in 

Behandlung. Sie gab, nach einer Auflistung der bekannten somatischen Diagnosen, 

folgende psychiatrischen Diagnosen an: Sonstige somatoforme Störungen, Übelkeit/

Brechen in Belastungssituationen (ICD-10 F45.8), eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), und eine Panikstörung (ICD-10 

F41.0). Sie führte aus, die Versicherte habe zu Beginn die gleichen Symptome wie in 

der Klinik K.___ gezeigt. Sie sei überhaupt nicht belastbar gewesen und habe aufgrund 

einer vermehrten Übelkeit und Erbrechen viele Fehlzeiten gehabt. Im Verlauf habe sich 

dies gebessert. Im Vordergrund stehe nach wie vor die Angst, die aufgrund der 

schweren körperlichen Erkrankung begründet sei. Die körperlichen Symptome stünden 

deutlich im Vordergrund; die psychiatrischen Symptome hätten sich sekundär 

entwickelt. Dr. L.___ attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 2. Mai 2016 

bis zum 15. August 2016. Der RAD-Arzt Dr. G.___ notierte am 20. Januar 2017 (IV-

act. 108), aus psychiatrischer Sicht bestehe ein Eingliederungspotential. Aufgrund des 

langen Krankheitsverlaufs sei anfänglich von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen. Bezüglich der somatischen Situation seien aktuelle Berichte einzuholen.

Am 2. März 2017 gingen bei der IV-Stelle neue Berichte ein (IV-act. 110). 

Fachärzte des Kantonsspitals St. Gallen hatten am 18. September 2015 mitgeteilt (IV-

act. 110-44), die Untersuchung vom 14. September 2015 sei zur kardiologischen 

Verlaufskontrolle bei einer koronaren Eingefässerkrankung mit St. n. einem subakuten 

Myokardinfarkt und einer Revaskularisation/DES-Implantation einer mittleren RIVA-

Stenose 11/14 bei einer hereditären Thrombophilie sowie einer generalisierten 

Arteriosklerose erfolgt. Die Versicherte habe sich normoton und kardiopulmonal 

kompensiert präsentiert. Die Ergometrie habe im Vergleich zur letzten Messung eine 

Zunahme der weiterhin unterdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit gezeigt. Bei 

fehlenden pektanginösen Beschwerden im Alltag und der zunehmenden 

Leistungsfähigkeit in der Ergometrie sei von einem stabilen Verlauf der koronaren 

Herzerkrankung auszugehen. Am 24. September 2015 hatten Fachärzte der Klinik für 

Angiologie des Kantonsspitals St. Gallen angegeben (IV-act. 110-40), drei Monate nach 

der Stent-Angioplastie der Aorta abdominalis hätten sich anamnestisch, klinisch und in 

den einfach-apparativen Messungen sowie duplexsonographisch weitgehend normale 

A.k. 

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Befunde präsentiert. Die Versicherte habe keine Claudicatio intermittens mehr verspürt. 

Somit sei von einem anhaltend erfolgreichen Interventionsergebnis auszugehen. Nach 

der Sechsmonatskontrolle vom 10. Dezember 2015 hatten die Fachärzte derselben 

Klinik am 15. Dezember 2015 über einen anhaltenden Interventionserfolg berichtet (IV-

act. 110-36). Anlässlich der Jahreskontrolle vom 30. August 2016 hatte eine Fachärztin 

am 8. September 2016 mitgeteilt (IV-act. 110-22), es habe sich ein stabiler Befund mit 

einer normalen arteriellen Perfusion der unteren und oberen Extremitäten beidseits 

gezeigt. Passend dazu sei die Versicherte bezüglich belastungsabhängiger 

Beinschmerzen, Armermüdung und Schwindel bei Armarbeit vollständig 

beschwerdefrei, so dass weiterhin ein konservatives Vorgehen angezeigt sei. Am 

28. September 2016 hatte ein Facharzt des Kantonsspitals St. Gallen über eine 

kardiologische Verlaufskontrolle berichtet (IV-act. 110-18). Er hatte angegeben, klinisch 

habe sich die Versicherte kardiopulmonal kompensiert präsentiert. In der 

Echokardiographie habe sich eine leichtgradig eingeschränkte LV-Funktion (wohl: linker 

Ventrikel) mit 49% gezeigt. In der Fahrradergometrie habe sich weiterhin eine deutlich 

eingeschränkte Leistungsfähigkeit gezeigt. Der Abbruch sei wegen einer limitierenden 

Dyspnoe erfolgt. Im Vergleich zur Voruntersuchung habe die Leistungsfähigkeit etwas 

abgenommen. Hinweise für eine Progression der koronaren Herzkrankheit hätten sich 

keine gefunden; die Dyspnoe sei am ehesten im Rahmen einer Dekonditionierung zu 

werten. Der RAD-Arzt Dr. med. N.___ notierte am 8. März 2017 nach Telefonaten mit 

Dr. D.___ und Dr. L.___ (IV-act. 117), in somatischer Hinsicht habe sich der 

Gesundheitszustand der Versicherten markant verbessert. Aus der Sicht von Dr. D.___ 

sei die Versicherte zu 50% arbeitsfähig. Psychiatrisch werde die Versicherte seit Mitte 

Januar 2017 ambulant durch Dr. O.___ vom Psychiatrie-Zentrum M.___ betreut. 

Dr. L.___ gehe nicht davon aus, dass die Versicherte im Laufe dieses Jahres in der 

Lage sein werde, eine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsfähigkeit wahrzunehmen. 

Dr. N.___ hielt eine Begutachtung für angezeigt, da der Gesundheitszustand der 

Versicherten als stabil zu bezeichnen sei und sich im Fall "nichts mehr bewege". Am 

3. Mai 2017 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit (IV-act. 112), dass eine 

polydisziplinäre medizinische Untersuchung notwendig sei. Am 31. Mai 2017 gab sie 

an (IV-act. 121), die Neurologie Toggenburg AG sei mit der Begutachtung beauftragt 

worden. Am 5. Juli 2017 wurde die Versicherte im Kantonsspital St. Gallen im Auftrag 

der Neurologie Toggenburg AG kardiologisch untersucht. Ein Facharzt berichtete am 

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7. Juli 2017 (IV-act. 126), der BMI liege bei 43.0 kg/m . Klinisch habe sich die 

Versicherte kardiopulmonal kompensiert präsentiert. In der Fahrradergometrie habe 

sich eine leichte Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Vergleich zur letzten Kontrolle 

vor gut neun Monaten gezeigt. Insgesamt handle es sich um eine weiterhin 

eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Bezüglich einer Ischämie sei die Untersuchung 

aussagekräftig. Die beklagten thorakalen Beschwerden hätten nicht reproduziert 

werden können. Zusammenfassend sei von einem stabilen Verlauf der Herzkrankheit 

auszugehen.

2

Am 13./26. Juni 2017 und am 17. Juli 2017 wurde die Versicherte durch die 

Neurologie Toggenburg AG polydisziplinär (internistisch, kardiologisch, angiologisch 

und psychiatrisch) untersucht. Im Gutachten vom 22. September 2017 gaben die 

Sachverständigen an (IV-act. 129-53), sie hätten keine Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit erhoben. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

nannten sie eine koronare Eingefässerkrankung (St. n. subakutem Myokardinfarkt 

09/2014, Rekanalisation einer 95%igen Stenose des mittleren RIVA mittels DES 

11/2014, Echokardiographie 09/2016: LVEF 49% [echokardiographisch biplan] bei 

einer anterioren, anteroseptalen und mittventrikulären Akinesie sowie einer apikalen 

Dyskinesie, Ergometrie 07/2017: Kein Hinweis für eine Belastungskoronarinsuffizient 

bei einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit), ein St. n. Morbus embolicus (bei 

Thrombus im linken Ventrikel mit Teilinfarkt der rechten Niere, zwei Lakunen parietal 

und frontal rechts, zwei postischämischen Läsionen Gyrus prae- und postcentralis 

rechts sowie einer möglichen transienten Sigmaischämie), eine generalisierte 

Arteriosklerose (St. n. Stent-PTA des Truncus brachiocephalicus rechts mit anhaltend 

sehr gutem Interventionsergebnis [02/2015], periphere arterielle Verschlusskrankheit, 

klinisches Stadium I nach Fontaine mit St. n. Stent-PTA der distalen Aorta abdominalis 

[06/2015]), eine Adipositas Grad III (BMI 41.8, 111 kg bei 163 cm), eine arterielle 

Hypertonie, eine Hyperlipidämie, eine Lipoprotein a-Erhöhung, eine Prädiabetes, eine 

Thrombophilie mit heterozygoter Prothrombin-Gen-Mutation, ein St. n. einer gedeckt 

perforierten Sigmadivertikulitis Hanson Stock IIa 10/2014, eine rezidivierend depressive 

Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) und eine Agoraphobie 

mit Panikstörung (ICD-10 F41.0). Der internistische Gutachter führte aus (IV-

act. 129-14 f.), die Versicherte habe über eine tägliche Übelkeit, die regelmässig zum 

A.l. 

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Erbrechen führe, geklagt. Diese trete besonders dann auf, wenn sich die Versicherte 

unter Zeitdruck oder Stress fühle. Belastungsabhängige Brustkorbenge oder 

Kurzluftigkeit im Alltag, Palpitationen oder Synkopen bestünden nicht. Wenn die 

Versicherte sich aufrege oder sich sehr anstrenge, werde es ihr manchmal "trümmelig". 

Das Laufen sei viel besser geworden; die Claudicatio-Symptomatik bestehe nicht 

mehr. In der Beurteilung hielt er fest, neben der wahrscheinlich durch psychogene 

Faktoren ausgelösten häufigen Übelkeit mit Erbrechen und dem angegebenen 

Schwindelgefühl liefere die Anamnese der Versicherten keinen sicheren Anhalt für eine 

somatische Erkrankung. Bei der klinischen Untersuchung seien jedoch eine morbide 

Adipositas und ein hypertoner Blutdruck aufgefallen. Darüber hinaus spreche der 

HbA1c-Wert von 6.0% für eine prädiabetische Stoffwechsellage. Zudem sei die 

Hypercholesterinämie mit der derzeitigen medikamentösen Therapie unzureichend 

kontrolliert. Neben einer morbiden Adipositas bestehe aus rein allgemeinmedizinisch-

internistischer Sicht ohne die Berücksichtigung der kardiologischen und 

angiologischen Diagnosen keine versicherungsmedizinisch relevanten Erkrankungen. In 

der bisherigen Tätigkeit als Vertriebsassistentin bzw. als technische Operatrice, 

entsprechend einer körperlich sehr leichten, überwiegend im Sitzen ausgeübten 

Tätigkeit, bestehe seit jeher eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Der internistische 

Gutachter war zugleich auch der kardiologische Gutachter. Im kardiologischen 

Teilgutachten hielt er fest (IV-act. 129-21 ff.), die Versicherte sei im Alltag ohne kardiale 

Beschwerden. Bei der zuletzt im September 2016 durchgeführten Echokardiographie 

habe sich die linksventrikulierte Ejektionsfraktion mit 49% im Vergleich zu den 

Voruntersuchungen leicht verbessert gezeigt. Auch die aktuell durchgeführte 

Ergometrie habe eine im Verlauf leicht verbesserte Belastungskapazität ohne Anhalt für 

eine Belastungskoronarinsuffizienz gezeigt. Die eingeschränkte ergometrische 

Leistungsfähigkeit sei am ehesten im Rahmen einer Dekonditionierung bei einer 

massiven Adipositas zu sehen. Insgesamt ergebe sich kein Anhalt für einen Progress 

der koronaren Eingefässerkrankung. Mit Ausnahme einer befristeten Arbeitsunfähigkeit 

vom 29. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2014 aufgrund der akuten Erkrankung 

und der sich anschliessenden stationären Rehabilitation sowie von kurzzeitigen 

Arbeitsunfähigkeiten im Februar 2015 und im Juni 2015 aufgrund der elektiven 

angioplastischen Eingriffe bestehe seit jeher und fortdauernd für die Tätigkeit als 

Vertriebsassistentin bzw. als technische Operatrice entsprechend einer körperlich sehr 

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leichten, überwiegend im Sitzen ausgeübten Tätigkeit eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit. Der angiologische Gutachter erklärte (IV-act. 129-32 ff.), in der Zeit 

von Januar 2014 bis zum Juli 2015 hätten der Versicherten aufgrund der 

Durchblutungsstörung im Bereich der Beine keine längeren Gehstrecken zugemutet 

werden können. Bis im Februar 2015 seien zudem das Heben von Gewichten über drei 

Kilogramm sowie das Überkopfarbeiten mit dem rechten Arm nicht möglich gewesen. 

Seit den Interventionen im Februar 2015 und im Juli (recte: Juni) 2015 sei die 

Versicherte durch die Arteriosklerose nicht mehr beeinträchtigt. Die peripheren 

Embolisationen in die Niere und das Gehirn hätten zu keinen versicherungsmedizinisch 

relevanten Beeinträchtigungen geführt. In der Familienanamnese hielt er ausserdem 

fest, die Versicherte sei adoptiert worden. Der angiologische Gutachter kam zum 

Schluss, dass in der Tätigkeit als Vertriebsassistentin seit jeher eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit bestehe. Die in der Zeit von Januar 2014 bis Juli 2015 bestehenden 

funktionellen Beeinträchtigungen seitens der oberen und unteren Extremität seien für 

die angestammte Tätigkeit nicht von Relevanz. Die Versicherte habe zuletzt eine ganz 

überwiegend sitzende, ganz vereinzelt auch stehende Tätigkeit ausgeübt. Der 

psychiatrische Gutachter gab an (IV-act. 129-36 ff.), die Versicherte habe als aktuelle 

Beschwerden Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, eine hypochondrische Neigung und eine 

wiederkehrende Ohnmacht genannt. Sie fühle sich vollständig arbeitsunfähig. Nach der 

Erledigung der Morgentoilette rede sie mit ihrem Ehemann; dieser gehe einkaufen. Sie 

koche zum Teil allein und zum Teil mit seiner Unterstützung. Nach dem Mittagessen 

müsse sie abliegen. Am Nachmittag halte sie sich im Garten auf; sie bemale Steine und 

erledige Gartenarbeiten, soweit dies ohne Bücken möglich sei. Dann komme eine 

Freundin zum Kaffee oder sie lese etwas. Um ca. 17.00 Uhr komme die Tochter nach 

Hause. Ihr helfe sie bei den Hausaufgaben. Abends schaue sie fern. Die Hobbies seien 

Schwimmen und Lesen. Der psychiatrische Gutachter führte aus, die 

Beschwerdeführerin sei anlässlich der Untersuchung in einer subdepressiven Mittellage 

und vermindert schwingungsfähig gewesen. Die Mimik und die Gestik seien 

psychomotorisch reduziert gewesen. Die Konzentrationsfähigkeit sei demgegenüber 

ungestört gewesen, ebenso das Kurzzeit- und das Langzeitgedächtnis. Das formale 

Denken sei durchgehend geordnet und gut strukturiert gewesen; inhaltliche 

Denkstörungen seien nicht festzustellen gewesen. Eine ausgeprägte Tendenz zur 

Selbstbeobachtung körperlicher Vorgänge im Sinne einer 

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Aufmerksamkeitsfokussierung habe bestanden. Das Mini-ICF habe ergeben, dass die 

Flexibilität/Umstellungsfähigkeit leichtgradig und die Durchhaltefähigkeit leicht- bis 

mittelgradig eingeschränkt seien. Eine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit könne nicht gestellt werden. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ergäben sich eine rezidivierende depressive Episode (ICD-10 F22.0) 

und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0). Die Symptombeschreibung der Versicherten sei 

differenziert und die Versicherte lasse sich medizinisch behandeln. Dennoch ergäben 

sich aus der Diskrepanz zwischen der schweren subjektiven Beeinträchtigung und dem 

weitgehend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung 

Hinweise auf eine mangelnde Leistungsbereitschaft und auf eine Selbstlimitierung. Das 

Scheitern der Wiedereingliederungsmassnahme sei überwiegend nicht durch das 

psychische Störungsbild begründet. Die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und 

Routinen und zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Kontaktfähigkeit zu 

Dritten und die Selbstbehauptungsfähigkeit sowie die Fähigkeit zu ausserberuflichen 

Aktivitäten und die Kommunikationsfähigkeit stellten ebenso wie das soziale Netzwerk 

und das Ausbildungsniveau mobilisierbare Ressourcen dar. Aus rein psychiatrischer 

Sicht sei eine sofortige Wiedereingliederung in die angestammte Tätigkeit möglich und 

medizinisch zumutbar. Wegen der längeren Arbeitsabstinenz sei eine stufenweise 

Wiedereingliederung beginnend mit einem 50%-Pensum und einer Steigerung um 10% 

monatlich zu empfehlen. Retrospektiv sei eine rezidivierend depressive Störung mit 

einem unterschiedlichen Schweregrad der einzelnen Episoden nachvollziehbar, ebenso 

eine Panikstörung, da die Versicherte Panikattacken bejaht habe. Ein somatisches 

Syndrom sei nicht anzunehmen, weil die Versicherte adäquate somatische Befunde 

habe, welche ihre körperlichen Beschwerden erklärten. Von Februar 2015 bis Juni 2015 

und von Mai 2016 bis August 2016, also während der stationären Aufenthalte und der 

anschliessenden Weiterbehandlung, denen die Diagnose einer mittelgradigen bzw. 

einer mittel- bis schwergradigen depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierend 

depressiven Störung zugrunde gelegen hätten, habe eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. In den übrigen Zeiten und ab dem Untersuchungstag bis 

auf Weiteres sei eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

anzunehmen, weil die Versicherte insgesamt nur geringe Einschränkungen in der 

sozialen Teilhabe habe und weil die somatische Komorbidität bei den Einschätzungen 

der Arbeitsfähigkeit immer wieder erwähnt worden sei. In der Konsensbeurteilung 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/32

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gaben die Gutachter an, als wesentlicher Gesundheitsschaden liessen sich die 

koronare Eingefässerkrankung mit einem stattgehabten subakuten Vorderwandinfarkt, 

eine generalisierte obliterierende Arteriosklerose, eine morbide Adipositas und eine 

rezidivierende depressive Störung ausweisen. Diese Erkrankungen seien derzeit nicht 

derart ausgeprägt, dass sie die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer 

bisherigen Tätigkeit wesentlich einschränken würden. Eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit habe vom 29. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2014 aufgrund 

der akuten Erkrankung und der sich anschliessenden stationären Rehabilitation sowie 

von Februar 2015 bis Juni 2015 und von Mai 2016 bis August 2016 aufgrund von 

mittel- bis schwergradigen depressiven Episoden bestanden. Für die Zeiträume vor 

Oktober 2014, von Juli 2015 bis April 2016 und seit September 2016 fortdauernd 

könne eine vollständige Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Vertriebsassistentin bzw. 

als technische Operatrice entsprechend einer körperlich sehr leichten, überwiegend im 

Sitzen ausgeübten Tätigkeit ausgewiesen werden. Eine sofortige Wiedereingliederung 

in die angestammte Tätigkeit sei medizinisch möglich und zumutbar. Aus 

psychiatrischer Sicht sei wegen der längeren Arbeitsabstinenz eine stufenweise 

Eingliederung, beginnend mit einem 50%-Pensum und einer Steigerung um 10% 

monatlich zu empfehlen.

 Der RAD-Arzt Dr. N.___ notierte am 7. November 2017 (IV-act. 130), das 

Gutachten sei umfassend und widerspruchsfrei und die versicherungsmedizinischen 

Schlussfolgerungen könnten nachvollzogen werden.

A.m. 

Mit einem Vorbescheid vom 21. November 2017 stellte die IV-Stelle der 

Versicherten bei einem IV-Grad von 0% die Abweisung des Begehrens um eine Rente 

in Aussicht (IV-act. 136). Zur Begründung hielt sie fest, gemäss dem medizinischen 

Gutachten sei die Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Vertriebsassistentin 

wie in jeder anderen adaptierten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig. Lediglich in der Zeit 

vom 29. Dezember 2014 (recte: 29. Oktober 2014) bis zum 31. Dezember 2014 habe 

eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Versicherte wandte am 

8. Februar 2018 dagegen im Wesentlichen ein (IV-act. 143), das Profil der 

angestammten Tätigkeit sei im Gutachten vom 22. September 2017 unvollständig 

berücksichtigt worden. Die Gutachter seien von einer "sehr leichten" Tätigkeit 

ausgegangen, obwohl sie den Gutachtern gegenüber angegeben habe, dass sie auch 

A.n. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/32

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B.  

auf Messen gearbeitet und Meetings vorbereitet habe, wobei sie teilweise den ganzen 

Tag habe stehen müssen. Ausserdem sei die Tätigkeit mit grossem Stress und 

Zeitdruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit 

verbunden gewesen. Der Wiedereingliederungsversuch vom 9. November 2015 bis 

zum 19. Februar 2016 sei aus gesundheitlichen Gründen gescheitert. Die IV-Stelle habe 

selber festgehalten, es bestehe keine verwertbare Arbeitsleistung im ersten 

Arbeitsmarkt. Dieses Resultat sei objektiv erstellt. Damit bestehe ein Widerspruch zur 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter. Die Gutachter hätten sich auch gar nicht mit 

diesem Arbeitsversuch auseinandergesetzt. Zudem hätten sie der Wechselwirkung der 

verschiedenen Diagnosen keine Rechnung getragen. Dies gelte auch für den Umstand, 

dass eine Adipositas nicht ohne weiteres invaliditätsfremd sei (Urteile des 

Bundesgerichts vom 19. September 2012, 8C_496/2012, E. 2.2; vom 24. Mai 2006, 

I 787/05, E. 4.1; vom 17. August 2004, U 313/03, E. 2.1). Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten widerspreche den Akten. Die Versicherte 

verwies auf vom Hausarzt Dr. D.___ attestierte Arbeitsunfähigkeiten. Der RAD-Arzt 

Dr. N.___ notierte am 12. März 2018 im Wesentlichen (IV-act. 145), am Gutachten sei 

festzuhalten.

Mit einer Verfügung vom 16. März 2018 wies die IV-Stelle, entsprechend dem 

Vorbescheid, das Rentenbegehren ab (IV-act. 146). Zu den Einwänden hielt sie fest, sie 

habe diese dem RAD vorgelegt. Sie verwies auf die beigelegte Stellungnahme vom 

12. März 2018. Demnach sei am Gutachten festzuhalten. Ein genauer Beschrieb der 

Tätigkeit als Vertriebsassistentin liege vor, wobei eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit habe bestätigt werden können. Mit der Vollständigkeit des Gutachtens 

sei auch zu begründen, weshalb nicht auf die anderslautenden Angaben des 

Hausarztes abzustellen sei. Zu den Äusserungen der Eingliederungsberaterin sei 

festzuhalten, dass deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu einem Zeitpunkt erfolgt 

sei, zu dem noch kein unabhängiges Gutachten vorgelegen habe.

A.o. 

Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhob am 3. Mai 2018 eine 

Beschwerde (act. G 1). Sie beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 16. März 

2018 und die Zusprache einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2015. Eventualiter 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/32

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sei die Sache zur Vornahme ergänzender Abklärungen und zur anschliessenden 

Neuverfügung über den Leistungsanspruch an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zudem beantragte sie die Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Ergänzend zu den 

Einwänden im Vorbescheidverfahren machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 

geltend, die Beschwerdegegnerin habe in der Verfügung auf die Stellungnahme vom 

RAD-Arzt Dr. N.___ verwiesen. Sie habe es somit Dr. N.___ überlassen, sich zu den 

Einwänden zu äussern. Diese Begründung sei ungenügend und vermöge nicht zu 

überzeugen. Des Weiteren sei Dr. N.___ gemäss dem Medizinalberuferegister des 

Bundesamts für Gesundheit Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH. Er sei damit 

nicht Facharzt für die ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen betreffenden 

massgebenden Disziplinen. Seine Abschlussbeurteilung vom 12. März 2018 stelle 

daher lediglich eine Meinung dar. Zwischen den während des Abklärungsverfahrens 

von der Beschwerdegegnerin und vom RAD objektiv festgestellten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter bestehe ein 

Widerspruch. Der angefochtene Entscheid setze sich damit nicht hinreichend 

auseinander. Die Beschwerdegegnerin habe im November 2015 ein sechsmonatiges 

Aufbautraining von 50% veranlasst. Der RAD habe festgehalten, ihre Arbeitsfähigkeit 

müsse erprobt werden, ihr Gesundheitszustand könne sich jederzeit verschlechtern. 

Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe damals also noch keine verwertbare 

Resterwerbsfähigkeit bestanden. Das Aufbautraining sei schliesslich aus 

gesundheitlichen Gründen abgebrochen worden, wobei die Beschwerdegegnerin 

explizit festgehalten habe, es bestehe keine verwertbare Arbeitsleistung im ersten 

Arbeitsmarkt. Die Beschwerdegegnerin habe im angefochtenen Entscheid ausgeführt, 

diese Beurteilung sei durch die Sachbearbeiterin erfolgt, ohne dass ein unabhängiges 

Gutachten vorgelegen habe. Sie habe hierbei übersehen, dass im ganzen Verlauf des 

Abklärungsverfahrens und der Eingliederungsmassnahme sowohl der RAD als auch 

interne und externe Fachspezialisten der Eingliederung mitgewirkt hätten und die 

Resultate des Eingliederungsversuchs nicht einfach von einer einzelnen 

Bürosachbearbeiterin im Sinne einer Meinungsäusserung festgehalten worden sei. Die 

Verfügung erweise sich auch vor diesem Hintergrund als unbegründet. Im 

angefochtenen Entscheid sei auch nichts dagegen vorgebracht worden, dass sich die 

Gutachter mit den Ergebnissen der Eingliederungsmassnahme nur ganz oberflächlich 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/32

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befasst hätten. Die Beschwerdegegnerin habe lediglich darauf hingewiesen, dass das 

Gutachten schlüssig und nachvollziehbar sei und dass anderslautende Angaben des 

Hausarztes an der uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit nichts änderten. Die im 

Gutachten behauptete volle Arbeitsfähigkeit könne vor dem Hintergrund der Berichte 

des Hausarztes nicht nachvollzogen werden. Auch in diesem Punkt sei der 

angefochtene Entscheid nicht begründet. Der psychiatrische Gutachter habe ausser 

Acht gelassen, dass sie als Kind adoptiert worden sei und zu ihren leiblichen Eltern 

keinen Kontakt gehabt habe (vgl. das angiologische Teilgutachten). Dieser relevante 

Umstand, unter welchem sie bis heute leide, hätte psychiatrischerseits nicht 

ungewürdigt bleiben dürfen. Die Beschwerdegegnerin habe sich im angefochtenen 

Entscheid nicht zur IV-Relevanz der Adipositas Grad III geäussert. Sie habe sich auch 

nicht zum Beginn und zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 IVG i.V.m. Art. 6 

ATSG geäussert. Gemäss einem Bericht von Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, vom 27. März 2018 habe kein deutliches depressives 

Zustandsbild mehr bestanden. Dennoch habe er weiterhin ein neurasthenisches 

Syndrom im Zusammenhang mit der schweren körperlichen Krankheit bestätigt. 

Dr. O.___ habe zur Feststellung der konkreten Einschätzung der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit allenfalls ein gut strukturiertes Belastbarkeitstraining vorgeschlagen. 

Demnach stehe keine verwertbare Resterwerbsfähigkeit fest. Dr. O.___ habe sie am 

11. April 2018 erneut in eine stationäre psychiatrische Behandlung einweisen müssen. 

Ein dauerhaft stabiler Zustand sei somit nach wie vor nicht gegeben. Die 

Beschwerdeführerin reichte den besagten Bericht ein. Dr. O.___ hatte darin ausgeführt 

(act. G 1.4), aktuell bestehe kein deutliches depressives Zustandsbild. Die 

Beschwerdeführerin zeige jedoch weiterhin ein seit der somatischen Erkrankung 

vorhandenes neurasthenisches Syndrom in der Form von Dünnhäutigkeit, geringer 

Belastbarkeit mit Erschöpfbarkeit schon durch relativ geringfügige körperliche und 

psychische Beanspruchung, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Unsicherheit 

und Ängste bezüglich ihrer somatischen Situation. Diese Symptomatik sei primär auf 

die schwere körperliche Erkrankung zurückzuführen, äussere sich aber auch auf 

psychischer Ebene, was in der Begutachtung nicht berücksichtigt worden sei. Die 

bisherigen medizinischen Abklärungen dürften für eine Feststellung der organischen 

Befunde ausreichen. Zur Feststellung der damit verbundenen Fähigkeitsstörungen 

wäre jedoch ein gut strukturiertes berufliches Belastbarkeitstraining notwendig.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/32

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Die Beschwerdegegnerin beantragte am 18. Juni 2018 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, die 

Beschwerdeführerin habe keine konkreten Gründe vorgebracht, um die Zuverlässigkeit 

des Gutachtens in Zweifel zu ziehen. Die Berichte der behandelnden Ärzte seien 

grundsätzlich nicht geeignet, den Beweiswert des Gutachtens zu erschüttern. Die 

Gutachter hätten insbesondere eine Adipositas Grad III und eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig eine leichte Episode, diagnostiziert. Die 

Beschwerdeführerin habe geltend gemacht, die Adipositas habe als invalidisierend zu 

gelten. Die Gutachter hätten der Adipositas ausdrücklich keine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zugemessen. Die Gewichtsabnahme sei von den Gutachtern auch als 

zumutbar und erfolgsversprechend gewertet worden. In Bezug auf die Diagnose der 

depressiven Störung sei das Indikatorenverfahren gemäss BGE 141 V 281 zu 

beachten. Dieses verdeutliche "keinerlei Einschränkung des funktionellen 

Schweregrads und Inkonsistenzen", sodass von keinem invalidisierenden 

Gesundheitsschaden ausgegangen werden könne.

B.b. 

Das Versicherungsgericht bewilligte am 19. Juni 2018 das Gesuch um die 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das Beschwerdeverfahren (act. G 6).

B.c. 

Die Beschwerdeführerin machte in der Replik vom 7. September 2018 im Wesent­

lichen ergänzend geltend (act. G 11), sie bestreite, dass sie keine konkreten Gründe 

vorgebracht habe, um die Zuverlässigkeit des Gutachtens in Zweifel zu ziehen. Sie 

verwies auf verschiedene Ausführungen in der Beschwerdeschrift. Des Weiteren führte 

sie aus, die Diagnose Adipositas Grad III sei im Gutachten isoliert und nicht im 

gesamten Kontext aller gesundheitlichen Störungen betrachtet worden. Die Annahme, 

diese Diagnose wirke sich nicht auf ihre Arbeitsfähigkeit aus, sei unbegründet. Ihr 

körperlicher und psychischer Gesundheitszustand sei instabil, was auch der weitere 

Krankheitsverlauf aufzeige. Anfang Februar 2018 sei infolge des Todes ihrer Mutter 

eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands eingetreten. Auch ihr 

körperlicher Zustand habe sich verschlechtert. Sie reichte dazu verschiedene 

Arztberichte ein. Sie machte gestützt darauf geltend, die Gutachter hätten den 

Gesundheitsschaden zu oberflächlich und zu optimistisch eingeschätzt. Gemäss einem 

Bericht vom 9. April 2018 (act. G 11.1) hatte Dr. O.___ die Beschwerdeführerin der 

B.d. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/32

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Klinik K.___ zur stationären Behandlung zugewiesen. Er hatte festgehalten, nach dem 

Austritt aus der Tagesklinik sei die depressive Symptomatik über lange Zeit deutlich 

gebessert gewesen. Die Beschwerdeführerin habe jedoch weiterhin ein 

neurasthenisches Syndrom gezeigt. Die Erledigung der Hausarbeit sei weitgehend 

selbstständig möglich gewesen und es seien auch punktuelle Sozialkontakte 

ausserhalb der Familie erfolgt. Der Beginn der aktuellen Verschlechterung der 

Depression mit einer in den letzten zwei Wochen erheblichen Zunahme des 

Antriebsmangels falle mit dem Tod der Mutter vor zwei Monaten zusammen. In den 

letzten Tagen habe sich die Beschwerdeführerin ganz zurückgezogen. Vom 11. April 

2018 bis zum 13. Juni 2018 hatte sich die Beschwerdeführerin in der Klinik K.___ 

aufgehalten. Die Fachpersonen hatten am 10. Juli 2018 als psychiatrische Diagnose 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig eine mittelgradige Episode 

(ICD-10 F33.1), und eine absichtliche Selbstbeschädigung (ICD-10 X84.9) angegeben 

(act. G 11.5). Sie hatten festgehalten, die depressive Episode habe nach dem Tod der 

Mutter im Herbst 2017 begonnen. Im Verlauf habe sich eine Besserung gezeigt. Am 

25. Mai 2018 hatte eine Fachärztin der Klinik für Angiologie des Kantonsspitals 

St. Gallen berichtet (act. G 11.2), die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie 

seit Oktober 2017 schleichend wieder mehr Beschwerden im Bereich der unteren 

Extremitäten habe. Seit Januar 2018 hätten die Beschwerden stark zugenommen und 

seit zwei Wochen hätten sich diese nochmals verstärkt. Aktuell müsse sie nach zehn 

bis zwanzig Metern "Laufen" eine Pause einlegen. Die Fachärztin hatte als Befund 

einen Verdacht auf eine hochgradige Rezidivstenose im Bereich der Aorta abdominalis 

mit einer distal schweren, aber nicht kritisch eingeschränkten arteriellen Perfusion 

festgehalten. Am 20. Juni 2018 hatte eine Fachärztin der Klinik für Gefässchirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen die Diagnose einer hochgradigen Rezidivstenose der Aorta 

abdominalis auf dem Boden einer In-Stent Stenose, welche schwer symptomatisch sei, 

mitgeteilt (act. G 11.3). Die Beschwerdeführerin habe in der Untersuchung vom 14. Juni 

2018 über nochmals verstärkte Beinschmerzen berichtet. Gemäss einem 

Austrittsbericht der Klinik für Gefässchirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. Juli 

2018 (act. G 11.4) war die Beschwerdeführerin am 20. Juli 2018 an der Aorta operiert 

worden.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 9. Oktober 2018 auf eine Duplik (act. 

G 13).

B.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/32

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Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 16. März 2018 

einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 0% verneint. 

Strittig ist somit, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.  

3.

Die Beschwerdeführerin hat in verschiedener Hinsicht gerügt, die Verfügung sei 

unzureichend begründet. Sie hat damit implizit eine Verletzung von Art. 49 Abs. 3 

ATSG geltend gemacht. Des Weiteren hat sie vorgebracht, die Beschwerdegegnerin 

habe in der Verfügung auf die Stellungnahme vom RAD-Arzt Dr. N.___ verwiesen und 

es damit Dr. N.___ überlassen, sich zu den Einwänden zu äussern. Diese Begründung 

sei ungenügend und vermöge nicht zu überzeugen. Des Weiteren sei Dr. N.___ gemäss 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/32

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dem Medizinalberuferegister des Bundesamts für Gesundheit Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin FMH. Er sei damit nicht Facharzt für die bezüglich der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen massgebenden Disziplinen. Seine Abschlussbeurteilung vom 

12. März 2018 stelle daher lediglich eine Meinung dar. Im Folgenden ist zunächst zu 

prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Begründungspflicht verletzt hat. Eine 

Begründung muss wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die 

Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dabei ist es nicht 

erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 

und jedes einzelne Vorbringen widerlegt. Sie kann sich vielmehr auf die für den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss also so abgefasst 

sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft 

ablegen und die Verfügung sachgerecht anfechten kann (BGE 136 I 236, E. 5.2; 133 I 

277, E. 3.1). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 

vom 16. März 2018 Ausführungen zum Resultat der medizinischen und der 

erwerblichen Abklärungen gemacht. Sie hat sich zur Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin geäussert und einen Einkommensvergleich vorgenommen. Des 

Weiteren hat sie zu den Einwänden im Vorbescheidverfahren – im Gutachten sei das 

Tätigkeitsprofil der angestammten Tätigkeit unvollständig berücksichtigt worden, die 

Beschwerdegegnerin habe selber festgehalten, es bestehe keine verwertbare 

Arbeitsleistung auf dem ersten Arbeitsmarkt und die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Gutachter widerspreche den Akten – Stellung genommen. Die Beschwerdegegnerin hat 

zudem nochmals ausdrücklich festgehalten, dass auf das Gutachten abzustellen sei. 

Sie hat damit dem Einwand, die Gutachter hätten den Wechselwirkungen der 

Diagnosen keine Rechnung getragen, was auch für den Umstand gelte, dass eine 

Adipositas nicht ohne weiteres invaliditätsfremd sei, die Überzeugungskraft des 

Gutachtens gegenübergestellt. Der Verweis auf die Stellungnahme des RAD-Arztes 

Dr. N.___ vom 12. März 2018 hat sich also nur auf dessen Würdigung der 

Überzeugungskraft des Gutachtens bezogen. Zusammenfassend ist der 

Beschwerdeführerin die sachgerechte Anfechtung der Verfügung ohne weiteres 

möglich gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die Begründungspflicht also nicht 

verletzt. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass die Abschlussbeurteilung des RAD 

vom 12. März 2018 lediglich eine Meinungsäusserung darstelle, ist zutreffend, denn es 

ist die Aufgabe des RAD, ein von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenes 

Gutachten aus medizinischer Sicht auf seinen Beweiswert zu würdigen. Die 

Beschwerdeführerin vermag aus diesem Einwand deshalb nichts zu ihren Gunsten 

abzuleiten.

4.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/32

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Die Beschwerdeführerin hat eine Ausbildung zur technischen Operatrice gemacht und 

anschliessend während knapp zehn Jahren eine Bürotätigkeit (Telefonistin, 

Sachbearbeiterin) ausgeübt. Infolge Mutterschaft ist sie dann einige Jahre nicht 

erwerbstätig gewesen. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Tagesmutter und als 

Mitarbeiterin in einer Einzieherei hat sie ab Juli 2013 wieder eine Bürotätigkeit ausgeübt 

und zwar als Vertriebsassistentin bei der C.___. Der letzte Arbeitstag ist am 29. Oktober 

2014 und somit an dem Tag, an welchem die Beschwerdeführerin notfallmässig in das 

Kantonsspital St. Gallen, eingetreten ist, gewesen. Das in der Invalidenversicherung 

versicherte Gut, die "Validität", entspricht der Erwerbsfähigkeit der versicherten 

Person, das heisst deren Erwerbsmöglichkeiten auf dem allgemeinen und 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG e contrario). Aufgrund der Ausbildung 

und der langjährigen Bürotätigkeit entspricht die Erwerbsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin einer Tätigkeit als Büroangestellten. Damit ist es überwiegend 

wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ohne die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen weiterhin eine Tätigkeit als Büroangestellte ausgeübt hätte. Diese 

Tätigkeit stellt die Validenkarriere dar. Als Valideneinkommen ist deshalb das bei der 

C.___ zuletzt erzielte Jahreseinkommen von Fr. 61'800.-- abzüglich des Bonus von 

Fr. 2'000.--, also von Fr. 59'800.--, einzusetzen. Der Bonus bildet nicht Bestandteil des 

Valideneinkommens, da er keinen Zusammenhang mit der erwerblichen 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin gehabt hat, sondern allein vom 

Unternehmenserfolg abhängig gewesen ist.

5.  

Um das zumutbare Invalideneinkommen ermitteln zu können, ist massgebend, ob 

und falls ja in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt ist. Der verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad muss also mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die 

Beschwerdegegnerin hat dazu die Neurologie Toggenburg AG mit der Erstellung eines 

polydisziplinären Gutachtens (internistisch, kardiologisch, angiologisch und 

psychiatrisch) beauftragt. Im Gutachten vom 22. September 2017 haben die 

Sachverständigen angegeben (IV-act. 129-56), eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 

habe vom 29. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2014 aufgrund der akuten 

Erkrankung und der sich anschliessenden stationären Rehabilitation sowie von Februar 

2015 bis Juni 2015 und von Mai 2016 bis August 2016 aufgrund von mittel- bis 

schwergradigen depressiven Episoden bestanden. In den Zeiträumen vor Oktober 

2014, von Juli 2015 bis April 2016 und ab September 2016 habe eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Vertriebsassistentin bzw. als technische Operatrice 

5.1. 

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entsprechend einer körperlich sehr leichten, überwiegend im Sitzen ausgeübten 

Tätigkeit bestanden. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob dem Gutachten voller 

Beweiswert zukommt, ob es also die angegebene Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

belegt.

Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 

352, E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom 

Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und 

vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen 

Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, 

anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl. BGE 141 V 281; 143 

V 409 und 143 V 418).

5.2. 

Alle Sachverständigen der Neurologie Toggenburg AG haben die 

Beschwerdeführerin persönlich untersucht und deren subjektive Klagen aufgenommen. 

Sie haben die objektiven klinischen Befunde wiedergegeben, umfassende Kenntnis von 

den Vorakten gehabt und diese gewürdigt. Gestützt auf ihre Befunde haben sie die 

Diagnosen gestellt und ihre Beurteilung zur Arbeitsfähigkeit, inklusive eine 

Konsensbeurteilung, abgegeben. Das Gutachten weist keine Widersprüche auf. 

Insbesondere haben alle Sachverständigen nachvollziehbar dargelegt, dass sie keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben erheben können. Der 

internistische Gutachter hat als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine Adipositas Grad III, eine arterielle Hypertonie, einer Hyperlipidämie, eine 

Lipoprotein a-Erhöhung und einen Prädiabetes angegeben. Da die Tätigkeit als 

Büroangestellte einer körperlich sehr leichten Tätigkeit entspricht, ist es ohne weiteres 

nachvollziehbar, dass diese Diagnosen keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

bewirkt haben. Der internistische Gutachter, der auch die kardiologische Untersuchung 

durchgeführt hat, hat im Weiteren schlüssig dargelegt, dass aus kardiologischer Sicht 

im Untersuchungszeitpunkt kein Anhalt für einen Progress der koronaren 

Eingefässerkrankung bestanden hat und dass die Beschwerdeführerin im Alltag ohne 

kardiale Beschwerden gewesen ist. Aus kardiologischer Sicht ist der 

Gesundheitszustand also stabil gewesen. Damit ist auch seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung, wonach die Beschwerdeführerin mit Ausnahme einer 

5.3. 

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befristeten Arbeitsunfähigkeit vom 29. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2014 

aufgrund der akuten Erkrankung und der sich anschliessenden stationären 

Rehabilitation sowie von kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeiten im Februar 2015 und im Juni 

2015 aufgrund der elektiven angioplastischen Eingriffe seit jeher und fortdauernd für 

die Tätigkeit als Vertriebsassistentin bzw. als technische Operatrice entsprechend einer 

körperlich sehr leichten, überwiegend im Sitzen ausgeübten Tätigkeit vollständig 

arbeitsfähig gewesen ist, nachvollziehbar. Der angiologische Gutachter hat ebenfalls 

plausibel erklärt, dass die Beschwerdeführerin seit den Interventionen im Februar 2015 

und im Juni 2015 durch die Arteriosklerose nicht mehr beeinträchtigt gewesen ist und 

dass in der Tätigkeit als Vertriebsassistentin aus angiologischer Sicht seit jeher eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Der psychiatrische Gutachter hat 

schliesslich nachvollziehbar festgehalten, dass die Beschwerdeführerin im 

Untersuchungszeitpunkt an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

einer leichten Episode (ICD-10 F33.0), und an einer Panikstörung (ICD-10 F41.0) 

gelitten hat. Im Weiteren hat er auf eine Diskrepanz zwischen der subjektiven 

Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin und dem weitgehend intakten 

psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung hingewiesen und erklärt, 

dies weise auf eine mangelnde Leistungsbereitschaft und eine Selbstlimitierung hin. Er 

hat sich auch zu den Standardindikatoren, insbesondere zu den Ressourcen und zur 

Konsistenz, geäussert. Im Rahmen der Würdigung der Vorakten hat er erklärt, 

retrospektiv sei eine rezidivierende depressive Störung mit einem unterschiedlichen 

Schweregrad der einzelnen Episoden nachvollziehbar. Ebenso sei eine Agoraphobie 

mit einer Panikstörung nachvollziehbar, da die Beschwerdeführerin Panikattacken 

bejaht habe, wenn viele Menschen anwesend seien und wenn sie alleine unterwegs sei. 

Auch wenn die Ausführungen betreffend die Vorakten relativ kurz ausgefallen sind, ist 

davon auszugehen, dass der psychiatrische Gutachter alle Vorakten sorgfältig 

gewürdigt hat. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat er 

festgehalten, von Februar 2015 bis Juni 2015 und von Mai 2016 bis August 2016, also 

während der stationären Aufenthalte und der anschliessenden Weiterbehandlung, 

denen die Diagnose einer mittelgradigen bzw. einer mittel- bis schwergradigen 

depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung zugrunde 

gelegen hätten, habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. In den übrigen 

Zeiten und ab dem Untersuchungstag bis auf Weiteres sei eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit anzunehmen, weil die 

Beschwerdeführerin insgesamt nur geringe Einschränkungen in der sozialen Teilhabe 

habe und weil (wohl von den behandelnden Psychiatern) die somatische Komorbidität 

bei den Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit immer wieder erwähnt worden sei. Diese 

Ausführungen des psychiatrischen Gutachters sind schlüssig, zumal sich die 

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Beschwerdeführerin im Zeitraum vom Juli 2015 bis zum April 2016 nicht in einer 

psychiatrischen Behandlung befunden hat. Damit ist auch die in der 

Konsensbeurteilung abgegebene Arbeitsfähigkeitsschätzung nachvollziehbar.

Zu prüfen bleibt, ob die Einwände der Beschwerdeführerin Zweifel am Gutachten 

zu wecken vermögen.

5.4. 

Die Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, im Gutachten sei das Profil der 

angestammten Tätigkeit unvollständig berücksichtigt worden. Die Gutachter seien von 

einer "sehr leichten" Tätigkeit ausgegangen, obwohl sie den Gutachtern gegenüber 

angegeben habe, dass sie auch auf Messen gearbeitet und Meetings vorbereitet habe, 

wobei sie teilweise den ganzen Tag habe stehen müssen. Ausserdem sei die Tätigkeit 

mit grossem Stress und Zeitdruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die 

Konzentrationsfähigkeit verbunden gewesen. Aus dem Arbeitgeberbericht der C.__ 

vom 30. Januar 2015 ist ersichtlich (IV-act. 16), dass die Tätigkeit normale Büroarbeiten 

mit Arbeiten am Bildschirm und dem Führen von Telefonaten umfasst hat. Dies hat die 

Beschwerdeführerin überwiegend sitzend ausüben können. Auch aus der 

Tätigkeitsbeschreibung vom 30. Juli 2015 ergibt sich (IV-act. 80-37), dass die 

Beschwerdeführerin an einem Sitz-/ Bildschirmarbeitsplatz gearbeitet hat. Eine 

Messetätigkeit ist nicht genannt worden. Selbst wenn sie an einigen Messen im Jahr 

ganztägig hat stehen müssen oder zur Vorbereitung von Meetings vermehrt hat gehen 

müssen, ist dies in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht relevant, weil es bei einer 

Jahresarbeitszeit von circa 230 Tagen und einer Messetätigkeit von einigen Tagen im 

Jahr unverhältnismässig wäre, der möglichen Überforderung an den Messen bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung Raum zu geben. An Messen gibt es im Übrigen nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung immer wieder die Gelegenheit abzusitzen. Warum sich 

die Beschwerdeführerin bei der Vorbereitung von Meetings nicht immer wieder sollte 

hinsetzen können, ist nicht einzusehen. Dass die Konzentrationsfähigkeit und das 

Kurzzeit- und das Langzeitgedächtnis nicht eingeschränkt sind, ergibt sich aus den 

überzeugenden Ausführungen im Gutachten. Dieser Einwand der Beschwerdeführerin 

ist damit nicht stichhaltig.

5.4.1. 

Die Beschwerdeführerin hat des Weiteren vorgebracht, es bestehe ein 

Widerspruch zwischen den während des Abklärungsverfahrens von der 

Beschwerdegegnerin und vom RAD objektiv festgestellten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter. Im November 

2015 sei ihr eine Kostengutsprache für ein sechsmonatiges Aufbautraining von 50% 

erteilt worden. Der RAD habe festgehalten, ihre Arbeitsfähigkeit müsse erprobt werden, 

5.4.2. 

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ihr Gesundheitszustand könne sich jederzeit verschlechtern. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit habe damals also noch keine verwertbare Resterwerbsfähigkeit 

bestanden. Das Aufbautraining sei schliesslich aus gesundheitlichen Gründen 

abgebrochen worden, wobei die Beschwerdegegnerin explizit festgehalten habe, es 

bestehe keine verwertbare Arbeitsleistung im ersten Arbeitsmarkt. Die Gutachter hätten 

sich mit den Ergebnissen der Eingliederungsmassnahme auch nur ganz oberflächlich 

befasst. Soweit die Beschwerdeführerin damit geltend machen will, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter widerspreche der im Arbeitsversuch 

demonstrierten Arbeitsfähigkeit, ist dem entgegenzuhalten, dass unabhängig davon, 

was das Ziel der beruflichen Eingliederungsmassnahme gewesen sein mag, eine 

solche Massnahme bei einer bestehenden subjektiven Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung 

für die Bemessung der Arbeitsfähigkeit nie ein objektives Resultat liefern kann. Dieser 

Arbeitsversuch ist somit nicht geeignet gewesen, die damals bestehende objektive 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu belegen. Damit ist es für die Gutachter 

auch nicht nötig gewesen, sich im Detail mit dieser Eingliederungsmassnahme 

auseinanderzusetzen. Auf die von der Eingliederungsverantwortlichen nach dem 

Abbruch des Aufbautrainings geäusserte Einschätzung kann demzufolge nicht 

abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin hat des Weiteren auf vom Gutachten 

abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzungen des Hausarztes Dr. D.___ hingewiesen. 

Diese Arbeitsfähigkeitsschätzungen vermögen die verbliebene Arbeitsfähigkeit jedoch 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, denn es 

ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten 

auszusagen pflegen und dazu neigen, die pessimistischen Beschwerdeschilderungen 

ihrer Patienten als objektiv ausgewiesen zu qualifizieren (vgl. BGE 125 V 353, E. 3b.cc; 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. April 2004, I814/03, E. 2.4.2).

Die Beschwerdeführerin hat eingewendet, die Gutachter hätten der 

Wechselwirkung der verschiedenen Diagnosen keine Rechnung getragen. Dies gelte 

auch für den Umstand, dass eine Adipositas nicht ohne weiteres invaliditätsfremd sei. 

Der psychiatrische Gutachter habe zudem nicht berücksichtigt, dass sie als Kind 

adoptiert worden sei und zu ihren leiblichen Eltern keinen Kontakt pflege. Auch diese 

Einwände der Beschwerdeführerin vermögen den Beweiswert des Gutachtens nicht zu 

erschüttern: Die Gutachter sind im Rahmen einer Konsensbeurteilung zum Ergebnis 

gelangt, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht derart ausgeprägt seien, 

dass sie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit 

wesentlich einschränken würden. Sie haben sich also im Rahmen einer 

5.4.3. 

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Gesamtbetrachtung mit den verschiedenen Diagnosen auseinandergesetzt. 

Insbesondere hat der psychiatrische Gutachter seine Beurteilung in Kenntnis der 

somatischen Diagnosen abgegeben. Sie haben damit dem Aspekt der möglichen 

Wechselwirkung von Diagnosen Rechnung getragen. Die Tatsache, dass der 

psychiatrische Gutachter die Adoption der Beschwerdeführerin nicht erwähnt hat, 

weckt keine Zweifel am Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens, denn es ist 

ohne weiteres davon auszugehen, dass der psychiatrische Gutachter das 

angiologische Teilgutachten gelesen hat und damit über die Adoption und über das 

(fehlende) Verhältnis zu den leiblichen Eltern informiert gewesen ist, dem aber in Bezug 

auf den psychischen Gesundheitszustand keine Bedeutung beigemessen hat. Zum 

Vorbringen, dass eine Adipositas in gewissen Fällen zu einer Invalidität führen könne, 

ist Folgendes festzuhalten: Nach der Auffassung des Bundesgerichts bewirkt eine 

Adipositas grundsätzlich keine zu Rentenleistungen berechtigende Invalidität, wenn sie 

nicht körperliche oder geistige Schäden verursacht und nicht die Folge von solchen 

Schäden ist. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist sie unter Berücksichtigung 

der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalls dennoch als invalidisierend zu 

betrachten, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare 

Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht 

in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit zur Folge hat (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. September 2012, 8C_496/2012, E. 2.2). Der erste Satz kann 

nur so verstanden werden, dass ein Gesundheitsschaden in der Form einer Adipositas 

nur invalidisierend sein kann, wenn er eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 24. Mai 2006, I 787/05, E. 4.1). Massgebend ist also 

stets, dass die Adipositas zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geführt hat. 

Vorliegend besteht die der Beschwerdeführerin zumutbare Erwerbstätigkeit nach wie 

vor in einer Tätigkeit als Büroangestellten und damit in einer körperlich sehr leichten, 

überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit. Die Einschätzung der Gutachter, dass die 

morbide Adipositas keinen Einfluss auf die verbliebene Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin hat, überzeugt deshalb ohne weiteres. Im Übrigen hat bereits im 

Zeitpunkt der Hospitalisation vom 29. Oktober 2014 eine Adipositas bestanden (vgl. IV-

act. 110-86), also zu einem Zeitpunkt, in dem die Beschwerdeführerin noch 

vollerwerbstätig gewesen ist. Dass sich die Adipositas auf die weiteren somatischen 

Erkrankungen in der Zukunft ungünstig auswirken könnte und deshalb eine 

Gewichtsreduktion anzustreben ist, vermag daran offensichtlich nichts zu ändern.

Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen des Beschwerdeverfahrens mehrere 

Arztberichte eingereicht. Sie hat gestützt darauf geltend gemacht, ihr 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/32

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Gesundheitszustand sei instabil respektive er habe sich verschlechtert. Die Gutachter 

hätten den Gesundheitsschaden somit zu oberflächlich und zu optimistisch 

eingeschätzt. Im Folgenden ist zu prüfen, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit vor dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. März 2018 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten ist, die eine Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben könnte.

Aus dem Bericht von Dr. O.___ vom 27. März 2018 (act. G 1.4) ergibt sich, dass 

zu diesem Zeitpunkt bei der Beschwerdeführerin kein deutliches depressives 

Zustandsbild bestanden hat. Die Beschwerdeführerin hat vielmehr ein 

neurasthenisches Syndrom in der Form von Dünnhäutigkeit, geringer Belastbarkeit mit 

Erschöpfbarkeit schon durch relativ geringfügige körperliche und psychische 

Beanspruchung, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Unsicherheit und Ängste 

bezüglich ihrer somatischen Situation gezeigt. Am 9. April 2018 hat Dr. O.___ die 

Beschwerdeführerin der Klinik K.___ zur erneuten Hospitalisation zugewiesen (act. 

G 11.1). Gemäss diesem Bericht ist die depressive Symptomatik nach dem Austritt aus 

der Tagesklinik über lange Zeit gebessert gewesen. Erst mit dem Tod der Mutter der 

Beschwerdeführerin im Februar 2018 hat sich die depressive Symptomatik zu 

verschlechtern begonnen. Der Antriebsmangel hat zwei Wochen vor der 

Berichterstellung erheblich zugenommen; in den letzten Tagen vor dem Eintritt in die 

Klinik K.___ hat sich die Beschwerdeführerin ganz zurückgezogen. Im Bericht der Klinik 

K.___ vom 10. Juli 2018 (act. G 11.5) haben die Fachpersonen die Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig eine mittelgradige Episode (ICD-10 

F33.1), aufgeführt. Als Beginn dieser depressiven Episode haben sie den Tod der 

Mutter der Beschwerdeführerin im Herbst 2017 angegeben. Gestützt auf diese Berichte 

ist eine mögliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands mit einer 

potentiellen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erst nach dem Zeitpunkt der 

angefochtenen Verfügung vom 16. März 2018 eingetreten, nämlich frühestens zwei 

Wochen vor dem 9. April 2018, also am 26. März 2018, als der Antriebsmangel 

begonnen hat zuzunehmen und sich die Beschwerdeführerin schliesslich ganz 

zurückgezogen hat. Die Angabe im Bericht der Klinik K.___, wonach die Mutter der 

Beschwerdeführerin im Herbst 2017 verstorben sei, muss ein Versehen sein, denn die 

Beschwerdeführerin hat angegeben (act. G 11 Seite 6), ihre Mutter sei Anfang Februar 

2018 verstorben. Anzufügen bleibt, dass die im Bericht vom 27. März 2018 von 

Dr. O.___ geäusserte Kritik am Gutachten, wonach die Gutachter nicht berücksichtigt 

hätten, dass die neurasthenische Symptomatik primär auf die schwere körperliche 

5.5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 28/32

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Erkrankung zurückzuführen sei, sich aber auch auf psychischer Ebene äussere, 

mangels weiterführender Erklärung nicht nachvollziehbar ist.

In somatischer Hinsicht haben die Beschwerden im Bereich der unteren 

Extremitäten gemäss den Selbstangaben der Beschwerdeführerin anlässlich einer 

angiologischen Untersuchung im Kantonsspital St. Gallen vom 22. Mai 2018 seit 

Oktober 2017 schleichend zugenommen; seit Januar 2018 hätten diese stark 

zugenommen und in den zwei Wochen vor der Untersuchung hätten sich diese 

nochmals verstärkt. Die schmerzfreie Gehstrecke habe im Untersuchungszeitpunkt 

zehn bis zwanzig Meter betragen (act. G 11.2). Die Fachärztin hat im Bericht vom 

25. Mai 2018 einen Verdacht auf eine hochgradige Rezidivstenose im Bereich der Aorta 

abdominalis festgehalten. Gemäss den weiteren Berichten des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 20. Juni 2018 und 26. Juli 2018 (act. G 11.3, 11.4) hat sich der Verdacht 

bestätigt und die Beschwerdeführerin ist am 20. Juli 2018 an der Aorta operiert 

worden. Gestützt auf diese Berichte ist eine mögliche Verschlechterung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin frühestens seit der Untersuchung vom 

22. Mai 2018 und damit nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung objektiv 

ausgewiesen. Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerden im Bereich der unteren 

Extremitäten bereits im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung so stark 

gewesen wären, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingeschränkt 

gewesen wäre, bestehen nicht, zumal die Beschwerdeführerin diese Beschwerden 

weder im Einwand zum Vorbescheid vom 8. Februar 2018 (IV-act. 143) noch in der 

Beschwerde vom 3. Mai 2018 (act. G 1) erwähnt hat. Damit ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit vor dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. März 2018 

keine Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustands mit einer potentiellen 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingetreten.

5.5.2. 

Soweit die Beschwerdeführerin aus einer möglichen Verschlechterung des 

Gesundheitszustands auf einen bereits zu einem früheren Zeitpunkt bestehenden, 

instabilen Gesundheitszustand schliesst, ist festzuhalten, dass keine Indizien 

bestanden haben, die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands in der Zeit 

zwischen der Erstellung des Gutachtens und dem Erlass der angefochtenen Verfügung 

hingedeutet hätten. Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen belegen 

ebenfalls keine Verschlechterung des Gesundheitszustands. Die Beschwerdegegnerin 

ist in der angefochtenen Verfügung vom 16. März 2018 also zu Recht davon 

ausgegangen, dass der Gesundheitszustand im Verfügungszeitpunkt gleich gewesen 

ist wie im Zeitpunkt der Begutachtung. Damit hat am 16. März 2018 kein 

arbeitsfähigkeitsrelevanter instabiler Gesundheitszustand vorgelegen.

5.5.3. 

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6. Im Folgenden ist der Einkommensvergleich durchzuführen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einwände der Beschwerdeführerin 

keine Zweifel am Gutachten der Neurologie Toggenburg AG vom 22. September 2017 

zu wecken vermögen. Vor dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. März 

2018 ist zudem überwiegend wahrscheinlich keine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands eingetreten, die potentiell Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin gehabt hätte. Damit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Verfügungszeitpunkt in 

ihrer angestammten Tätigkeit als Büroangestellte, also in einer körperlich sehr leichten, 

überwiegend im Sitzen ausgeübten Tätigkeit, vollständig arbeitsfähig gewesen ist. 

Retrospektiv hat vom 29. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2014 aufgrund der 

akuten Erkrankung und der sich anschliessenden stationären Rehabilitation sowie von 

Februar 2015 bis zum Juni 2015 und von Mai 2016 bis zum August 2016 aufgrund von 

mittel- bis schwergradigen depressiven Episoden eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden. In den Zeiträumen vor Oktober 2014, von Juli 2015 bis April 2016 und von 

September 2016 bis 16. März 2018 hat eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestanden.

5.6. 

Die Validen- und die Invalidenkarriere bestehen in einer Tätigkeit als 

Büroangestellte. Der Beschwerdeführerin ist es möglich und zumutbar, ein 

Invalideneinkommen in der gleichen Höhe wie das bei der C.___ zuletzt ausgerichtete 

Einkommen zu erzielen. In der Zeit, in welcher eine vollständige Arbeitsfähigkeit 

bestanden hat, besteht bei einem Invaliditätsgrad von 0% also kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente.

6.1. 

Von Oktober 2014 bis zum Dezember 2014, von Februar 2015 bis zum Juni 2015 

und von Mai 2016 bis zum August 2016 ist die Beschwerdeführerin vollständig 

arbeitsunfähig gewesen. Sie hat sich im Januar 2015 zum Leistungsbezug angemeldet. 

Unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ist 

der potentielle Rentenbeginn somit frühestens am 1. Juli 2015 gewesen. Zu prüfen ist 

deshalb einzig, ob die Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom Mai 2016 bis zum 

August 2016 einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

6.2. 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat im Jahr 2019 

gesamtgerichtlich in Anwendung von Art. 54 des Gerichtsgesetzes (sGS 941.1) eine 

neue Praxis geschaffen, laut der Versicherte, die während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen 

sind und die nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40% arbeitsunfähig 

sind, grundsätzlich Anspruch auf eine Rente haben, obwohl zumutbare 

6.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 30/32

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7.

Im Sinne eines obiter dictum ist festzuhalten, dass sich aufgrund der im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichte der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin in psychischer und in somatischer Hinsicht nach dem Erlass der 

angefochtenen Verfügung möglicherweise verschlechtert hat. Die Beschwerde könnte 

daher gleichzeitig als Neuanmeldung zu qualifizieren sein, womit die 

Eingliederungsmassnahmen, welche ihre Arbeitsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherstellen erhalten oder verbessern können, nicht 

abgeschlossen sind. Es hat damit aus Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG abgeleitet, dass 

mit dem Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) in jedem Fall sofort ein 

Rentenanspruch entstehen muss, wenn eine versicherte Person weiterhin zu 

mindestens 40% arbeitsunfähig ist, auch wenn die Invaliditätsdefinition gemäss Art. 8 

Abs. 1 ATSG, auf welche Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG ausdrücklich verweist, noch nicht 

erfüllt ist, weil noch eine medizinische Eingliederungsmassnahme läuft oder weil die 

Sachverhaltsabklärung (im Hinblick auf eine Eingliederung oder aber auch im Hinblick 

auf eine Invalidenrente) noch nicht abgeschlossen ist (vgl. etwa den rechtskräftigen 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. September 2019, 

IV 2016/328, E. 2.2).

Ob die Beschwerdeführerin gestützt auf diese Praxis des Versicherungsgerichts 

für den Zeitraum von Mai 2016 bis August 2016 einen Anspruch auf eine Invalidenrente 

hat, obwohl sie sich in diesem Zeitraum aus IV-rentenrechtlicher Sicht in einer 

medizinischen Eingliederung in der Klinik K.___und in der Tagesklinik des Psychiatrie-

Zentrums M.___ befunden hat, kann offengelassen werden. Voraussetzung für einen 

Anspruch auf eine – auch befristete – Invalidenrente ist nämlich die Erfüllung des 

Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Ob dieses unmittelbar vor dem Zeitpunkt des 

potentiellen Rentenbeginns erfüllt gewesen sein muss oder bereits zu einem früheren 

Zeitpunkt erfüllt gewesen sein kann, kann vorliegend ebenfalls offengelassen werden. 

Die Beschwerdeführerin ist nämlich von Oktober 2014 bis April 2016 nicht während 

zwölf Monaten ohne wesentlichen Unterbruch zu durchschnittlich 40% arbeitsunfähig 

gewesen, da mit der vollständigen Arbeitsfähigkeit vom Juli 2015 bis zum April 2016 

das Wartejahr unterbrochen worden ist (vgl. Art. 29 IVV). Das Wartejahr ist damit nicht 

erfüllt gewesen. Damit besteht von Vornherein kein Anspruch auf eine befristete 

Invalidenrente.

6.2.2. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente hat. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 31/32

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Beschwerdegegnerin verpflichtet wäre, den Sachverhalt für die Zeit ab dem 17. März 

2018 abzuklären.

8.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

8.1. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat 

keine Honorarnote eingereicht. In einem durchschnittlich aufwändigen 

Beschwerdeverfahren betreffend eine Invalidenrente wie dem vorliegenden spricht das 

Versicherungsgericht praxisgemäss eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- zu. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, 

sGS 963.70). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

8.2. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung der Gerichtskosten und zur Rückerstattung der Parteientschädigung 

verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1]).

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 32/32

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St.Galler Gerichte

2.

Die Beschwerdeführerin wird zufolge unentgeltlicher Rechtspflege von der Bezahlung 

der Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2020
	Art. 49 Abs. 3 ATSG. Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Keine Verletzung der Begründungspflicht. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Einkommensvergleich. Kein Anspruch auf eine Invalidenrente in der Zeit, in welcher eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Mangels Erfüllung des Wartejahres auch kein Anspruch auf eine befristete Invalidenrente in den vier Monaten, in welchen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 2020; IV 2018/161).

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		2024-05-26T23:54:17+0200
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