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**Case Identifier:** a30621f2-82d7-5171-a5c0-c91698d94c8f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2025 E-7832/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7832-2025_2025-10-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7832/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Bolz-Reimann;   

Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 3. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7832/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 3. August 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 31. Januar 2025 in Griechenland als 

Flüchtling anerkannt wurde. Am 6. April 2025 hatte er in Finnland ein wei-

teres Asylgesuch gestellt. 

C.  

Am 20. August 2025 ersuchte das SEM die finnischen Behörden um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO). 

D.  

Die finnischen Behörden lehnten das Rückübernahmeersuchen am 25. Au-

gust 2025 ab. Begründend verwiesen sie auf den Umstand, dass dem Be-

schwerdeführer in Griechenland der Flüchtlingsstatus gewährt worden und 

er am 22. Juli 2025 von Finnland nach Griechenland überstellt worden sei.  

Der Antwort waren Kopien der von den griechischen Behörden ausgestell-

ten Reise- und Aufenthaltsdokumente beigelegt. 

E.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über Rückübernahme von Personen mit irregulärem Auf-

enthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 26. August 2025 um Rückübernahme des Be-

schwerdeführers. 

E-7832/2025 

Seite 3 

F.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 2. September 2025 (SEM-Akten […][A]20) befragte das SEM den Be-

schwerdeführer – im Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu sei-

nem Aufenthalt in Griechenland und gewährte ihm das rechtliche Gehör 

zur voraussichtlichen Wegweisung dorthin sowie zum medizinischen Sach-

verhalt. Dabei führte er im Wesentlichen aus, er sei unmittelbar nach Erhalt 

des Schutzstatus in Griechenland und den von den griechischen Behörden 

ausgestellten Reise- und Aufenthaltsdokumenten nach Finnland geflogen. 

Er habe die Angestellten im Camp so verstanden, dass er nach der Ge-

währung des Schutzstatus Griechenland verlassen müsse. Die Organisa-

tion, die ihm den (Reise-)Pass ausgestellt habe, habe ihn nicht darüber 

informiert, welche Anrechte auf Unterstützungen er in Griechenland habe. 

Als Asylsuchender habe er in den drei Monaten im Camp ungeniessbares 

Essen erhalten und für wenig Geld Arbeiten verrichtet. Nach Erhalt des 

Schutzstatus habe er im Camp einen Monat lang kein Essen und Wasser 

mehr erhalten. Deshalb sei er nach Finnland gereist. Das Ticket für die 

Überstellung von Finnland nach Griechenland habe er selbst bezahlt, da 

er keine Probleme habe machen wollen. Bei der Rückkehr nach Griechen-

land habe ihm niemand gesagt, wo er sich melden könne. Er habe nieman-

den, der ihn finanziell unterstützen könnte. In Athen habe er in einem Res-

taurant nach Arbeit gefragt und dort Afghanen gesehen, welche Kontakt mit 

den Personen hätten, die ihn in Afghanistan bedroht hätten; weitere Bemü-

hungen zur Arbeitssuche habe er nicht unternommen. In Griechenland 

wolle er nicht bleiben, es sei nie sein Zielland gewesen; es habe nur auf 

seiner Route gelegen. Einmal habe er eine schwere Erkältung gehabt und 

von der Pflege im Camp Medikamente erhalten, die nicht geholfen hätten. 

Auf seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand angesprochen, gab er zu 

Protokoll, dass es ihm gesundheitlich gutgehe. Er sei in der Schweiz aber 

beim Arzt gewesen und habe Medikamente erhalten. Auf seiner Reise sei 

er wiederholt auf den Kopf geschlagen worden, weshalb er Gedächtnis-

probleme habe und regelmässig unter Nasenbluten leide. Die Medika-

mente würden diese Beschwerden gut lindern. Er leide ferner unter Schlaf-

problemen und Albträumen; zur Behandlung habe er Schlaftabletten erhal-

ten.  

G.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

4. September 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass der Be-

schwerdeführer in Griechenland am 31. Januar 2025 als Flüchtling 

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Seite 4 

anerkannt worden sei und über eine bis am 31. Januar 2028 gültige Auf-

enthaltsbewilligung verfüge. 

H.  

Am 30. September 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen Pfle-

gedienst und ersuchte um Einsicht in medizinische Akten des Beschwer-

deführers sowie um Auskunft betreffend seinen aktuellen Gesundheitszu-

stand sowie allfällige ausstehende Arzttermine. 

I.  

Der zuständige Pflegedienst stellte gleichentags die medizinischen Unter-

lagen des Beschwerdeführers (eine E-Mail vom 30. September 2025, wo-

nach der Beschwerdeführer am 22. September bei Medic-Help Magen-

brennen angegeben, nie von Schlafproblemen und Alpträumen gespro-

chen habe und aktuell nichts weiteres geplant sei, sowie einen Austritts-

bericht der […] Notfallstation im […]spital B._______ vom 5. August 2025 

[nachfolgend: Austrittsbericht des (...)spital B._______]; A24 – A26) dem 

SEM zu. 

J.  

Am 1. Oktober 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfügungs-

entwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an den Beschwer-

deführer zur Stellungnahme. Eine solche reichte seine Rechtsvertretung 

am 2. Oktober 2025 ein. Sie hielt insbesondere fest, der Beschwerdeführer 

habe sich in Griechenland bereits intensiv, aber erfolglos darum geküm-

mert, Arbeit, Sprachkurse und Unterstützung vom Staat zu bekommen; 

auch Hilfsorganisationen unterstützten anerkannte Flüchtlinge nicht. Des-

halb sei er bereits nach Finnland gereist, wo sich seine Familie aufhalte 

und er habe auf Familienzusammenführung gehofft. Diese Hoffnung sei 

jedoch mit seiner Deportation zurück nach Griechenland zerschlagen wor-

den. Er sehe jedoch für sich keine Zukunft in Griechenland. 

K.  

Mit Verfügung vom 3. Oktober 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

L.  

Am 7. Oktober 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM die 

Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

E-7832/2025 

Seite 5 

M.  

Mit Eingabe vom 10. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen 

den Nichteintretensentscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

das SEM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten und das Asyl-

verfahren in der Schweiz durchzuführen. Es sei die Unzulässigkeit respek-

tive die Unzumutbarkeit der Wegweisung (recte: des Wegweisungsvoll-

zugs) nach Griechenland festzustellen. Eventualiter sei der angefochtene 

Entscheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das SEM zu-

rückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Gewährung 

der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und um Sistierung des Voll-

zugs der Wegweisung. Das SEM und die kantonalen Vollzugsbehörden 

seien mittels sorglicher Massnahmen unverzüglich anzuweisen, bis zum 

Entscheid über die Beschwerde von jeglichen Vollzugshandlungen abzu-

sehen. Ferner sei ihm die unentgeltlichen Prozessführung zu gewähren; 

insbesondere sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzich-

ten.  

Der Beschwerde lag unter anderem der bereits bei den vorinstanzlichen 

Akten liegende Austrittsbericht des (...)spitals B._______ bei. 

N.  

Die Instruktionsrichterin bestätigte am 14. Oktober 2025 den Eingang der 

Beschwerde und stellte fest, die Beschwerdeführerin könne den Ausgang 

des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 

31-33 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 1.3 

E-7832/2025 

Seite 6 

Gesagten – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 

37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht ent-

zogen hat, ist auf die Verfahrensanträge auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung sowie superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs 

nicht einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

Der in der Rechtsmitteleingabe gestellte Rückweisungsantrag ist unbe-

gründet und abzuweisen. Das SEM hat den relevanten Sachverhalt hin-

sichtlich des Nichteintretens auf das Asylgesuch, insbesondere aber auch 

in Bezug auf die Situation in Griechenland für dort anerkannte Flüchtlinge, 

sowie die diesbezüglich relevante persönliche Situation des Beschwerde-

führers betreffend – namentlich Gesundheitszustand, Bedrohung durch 

Drittpersonen – rechtsgenüglich festgestellt und sich in der angefochtenen 

Verfügung auch ausführlich damit auseinandergesetzt. Dabei hält das SEM 

explizit fest, dass er gegenüber Medic-Help nie von Schlafproblemen oder 

Albträumen gesprochen habe. Laut den Medizinalakten sei er am 22. Sep-

tember 2025 lediglich wegen Magenbrennen vorstellig geworden. Gemäss 

dem Austrittsbericht des (...)spitals B._______ sei er eingehend auf eine 

Tuberkulose-Erkrankung hin untersucht worden. Der Patient habe in gutem 

Allgemeinbefinden entlassen werden können; aktuell bestehe kein Be-

handlungsbedarf (A24 – A26). Mit dem Hinweis, dass für die bis anhin nicht 

gegenüber Medic-Help respektive dem Pflegepersonal angesprochenen 

Schlaf-, Gedächtnis- und Nasenprobleme erforderlichenfalls auch in 

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Seite 7 

Griechenland eine notwendige medizinische Behandlung verfügbar und 

zugänglich sei, hat das SEM auch diese Vorbringen hinreichend zu Kennt-

nis genommen und gewürdigt. Insgesamt hat das SEM die allgemeine 

Lage Schutzberechtigter in Griechenland sowie die persönliche Situation 

des Beschwerdeführers ausreichend sorgfältig und ernsthaft geprüft hat. 

Der Umstand, dass das SEM – gestützt durch die diesbezügliche Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts – einer anderen Lageeinschät-

zung zu Griechenland als der Beschwerdeführer folgt, betrifft nicht die Er-

stellung des Sachverhalts, sondern ist Gegenstand von dessen rechtlicher 

Würdigung.  

5.  

5.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurück-

kehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG). 

5.2 Nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG gelten namentlich die Staaten der Eu-

ropäischen Union (EU) und damit auch Griechenland als sichere Drittstaa-

ten, in denen nach den Feststellungen des Bundesrates effektiver Schutz 

vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht. Es ist akten-

kundig, dass der Beschwerdeführer sich in Griechenland aufgehalten hat, 

er dort am 31. Januar 2025 als Flüchtling anerkannt wurde sowie eine bis 

am 31. Januar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung besitzt. Die griechi-

schen Behörden haben seiner Rückübernahme am 4. September 2025 

ausdrücklich sodann zugestimmt. 

5.3 Gemäss der Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 AsylG existiert in sicheren Drittstaaten keine asylrechtlich relevante 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG und es droht auch keine Ge-

fahr für die schutzsuchende Person, dass sie zur Ausreise in ein Land, wo 

eine solche Verfolgung besteht, gezwungen wird. Diese Regelvermutung 

kann im Einzelfall mit konkreten und substanziierten Hinweisen widerlegt 

werden. Solche bringt der Beschwerdeführer aber auch in seiner Be-

schwerde nicht vor, und es ergeben sich ebenfalls keine aus den Akten. 

Daran ändern die pauschalen Verweise auf Länderberichte sowie auf Ur-

teile des Bundesverwaltungsgerichts, verschiedener deutscher Oberver-

waltungsgerichte oder des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nichts, zu-

mal keine auf den Beschwerdeführer bezogene Gründe vorliegen, die eine 

Abweichung von der Regelanwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

rechtfertigen würden. Sodann betreffen seine Ausführungen grösstenteils 

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Seite 8 

die Fragen der Zulässigkeit und der Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zuges, die nachfolgend zu behandeln sein werden (s. unten E. 7.2 und 

7.3). Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die sehr hohe 

Schwelle für die Feststellung einer Unzulässigkeit, welche der EuGH defi-

niert hat, vorliegend nicht erreicht wird, wobei dies gemäss Praxis des Bun-

desverwaltungsgerichts unter dem Aspekt des Wegweisungsvollzugs zu 

behandeln ist (vgl. Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 

vom 28. März 2022 E. 10 und 11). 

5.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-

treten. 

6.  

Tritt das SEM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht ange-

ordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.) 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK) einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

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Seite 9 

7.2.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland sich gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung in Beachtung der völker- und landesrechtlichen Bestimmungen 

grundsätzlich als zulässig erweist. Griechenland hält als sicherer Drittstaat 

hält sich nicht nur an das Rückschiebungsverbot, sondern kommt als Sig-

natarstaat der EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls der 

FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) auch seinen weiteren diesbezüg-

lichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. In Griechen-

land ist gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung – trotz 

schwerer Lebensbedingungen und beschwerlicher Alltagsbewältigung – 

nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus 

eine unangemessene und erniedrigende Behandlung im Sinn einer Verlet-

zung von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. einlässlich die Referenzurteile 

E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.2 und E. 7, D-559/2020 vom 13. Februar 

2020 E. 8.2 und 9.1, je m.w.H., bestätigt durch das Referenzurteil des 

BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 E. 8.1). Die Ausführungen 

in der Beschwerde sowie die vom Beschwerdeführer angeführten Quellen 

vermögen die Regelvermutung, Griechenland ermögliche ihm eine men-

schenwürdige Existenz nicht umzustossen. Selbst wenn er bei seinen bis-

herigen (kurzen) Aufenthalten in Griechenland mit schwierigen Lebensbe-

dingungen konfrontiert war, ist davon auszugehen, er vermöge nach der 

Rückkehr – hinreichende Bemühungen vorausgesetzt – für seine Grund-

bedürfnisse aufzukommen. Er hatte selbst angegeben, Griechenland sei 

nie sein Zielland gewesen, was – zusammen mit der schnellen jeweiligen 

Weiterreise – bereits vermuten lässt, er habe sich nicht in einer Weise be-

müht, wie es von ihm erwartet werden darf. Seine weitgehend pauschal 

gebliebenen Behauptungen ändern daran nichts. Soweit er auch in der Be-

schwerde andeutet, in Griechenland auf Personen getroffen zu sein, die 

ihn bereits in Afghanistan bedroht hätten, wird er sich gegebenenfalls an 

die griechischen Behörden zu wenden und diese um Schutz ersuchen zu 

haben. Griechenland ist ein Rechtsstaat mit einer funktionierenden Polizei-

behörde, von dessen Schutzwille und -fähigkeit bezüglich Übergriffen von-

seiten Dritter auszugehen ist (vgl. etwa Urteil des BVGer D-3846/2024 vom 

26. Juni 2024 E. 8.4 m.w.H.).   

7.3  

7.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; 

SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung nach Grie-

chenland in der Regel zumutbar ist. Die betroffene Person hat die 

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Seite 10 

Möglichkeit, diese Legalvermutung umzustossen. Dazu hat sie jedoch 

ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland auf-

grund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesund-

heitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. das Koordi-

nationsurteil des Bundesverwaltungsgerichts D-2590/2025 vom 11. Sep-

tember 2025 E. 8.3). 

7.3.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass der Be-

schwerdeführer die Legalvermutung der Zumutbarkeit nicht umzustossen 

und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun vermag, dass er im Falle einer 

Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage im massge-

blichen Sinne geraten würde. Er hat, obschon zumutbare Möglichkeiten 

bestehen, keine ausreichenden Schritte unternommen, um in Griechen-

land eine Lebensgrundlage aufzubauen. Seine Antworten auf die Fragen 

der Rechtsvertretung anlässlich des Rückführungsgesprächs lassen da-

rauf schliessen, er erwarte von den griechischen Behörden, dass diese ihn 

proaktiv informierten respektive auf ihn zugingen und ihm Sprachkurse, Ar-

beit oder die gewünschte medizinische Versorgung zur Verfügung stellen 

würden (A20 Frage 1 bis 4 RV). Demgegenüber darf von ihm als erwach-

senem Mann ohne massgebliche gesundheitliche Einschränkungen erwar-

tet werden, dass er sich entsprechend bemüht. Dass er im Widerspruch 

dazu in seiner Stellungnahme zum Entscheidentwurf erklärte, er habe in-

tensiv versucht, Arbeit und eine Möglichkeit zum Erlernen der Sprache zu 

finden, vermag offenkundig zu keiner anderen Einschätzung zu führen, zu-

mal er – wie an anderer Stelle bereits erwähnt – Griechenland nach der 

Schutzgewährung und auch nach seiner Rückkehr aus Finnland jeweils 

rasch wieder verlassen hat. Bereits diese zeitlichen Komponenten schlies-

sen ein intensives Bemühen, allenfalls unter Zuhilfenahme der zur Verfü-

gung stehenden Unterstützung, sich existenziell in Griechenland zurecht-

zufinden, aus. Nachdem sich der Beschwerdeführer nach der Rückkehr 

aus Finnland nur wenige Tage in Griechenland aufgehalten hatte, ist im 

Übrigen auch fraglich, inwiefern er für die griechischen Behörden über-

haupt erreichbar gewesen wäre. Sein Vorwurf, wonach ihm als Schutzbe-

rechtigtem allfällig zustehende Leistungen nicht gewährt wurden, ist auch 

deshalb zu relativieren. Im Übrigen steht ihm ein Beschwerderecht zu, 

sollte er sich von den griechischen Behörden ungerecht oder rechtswidrig 

behandelt fühlen. Schliesslich steht auch der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers einem Vollzug der Wegweisung nach Griechenland nicht 

entgegen. Eine allfällig notwendige medizinische Behandlung steht ihm 

grundsätzlich auch in Griechenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich 

E-7832/2025 

Seite 11 

das Referenzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 

E. 9.7). 

7.4 Nachdem der Beschwerdeführer die genannten Vermutungen nicht 

umzustossen vermag, besteht auch kein Raum zur Einholung individueller 

Garantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung des Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach 

Griechenland (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-5814/2022 vom 17. Au-

gust 2023 E. 9.4). Der entsprechende Antrag ist abzuweisen. 

7.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 4. Sep-

tember 2025 seiner Rückübernahme explizit zugestimmt haben und er 

über eine bis zum 30. Januar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt 

(vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG). Es obliegt dem Beschwerdeführer, nötigenfalls bei 

der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG 

und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit vor-

liegendem Urteil gegenstandslos geworden. Aus den vorstehenden Erwä-

gungen ergibt sodann, dass die Beschwerdebegehren sich als aussichts-

los im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erweisen, weshalb sich das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist. Beim 

vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

E-7832/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem 

Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand 

des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Esther Marti Ulrike Raemy 

 

 

Versand: