# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 813e105b-4d9d-5225-a68a-04a7ce6587a5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.04.2014 100 2013 214
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-214_2014-04-29.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 10. Juni 2014 nicht eingetreten 
(BGer 2C_540/2014).

100.2013.214U   publiziert in BVR 2014 S. 437
VBL/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. April 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller, a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiberin Kummler

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 27. 
Mai 2013; BD 199/12)

Sachverhalt:

A.

A.________, geb. … 1989, Staatsangehöriger von Kosovo, reiste am 28. Juli 2003 im 
Familiennachzug zwecks Verbleibs bei seinen Eltern in die Schweiz ein und erhielt im 
September 2003 die Niederlassungsbewilligung. Am 27. Mai 2010 wurde er durch das 
Kreisgericht des damaligen Gerichtskreises II Biel-Nidau wegen bandenmässigen 
Raubes, mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, 
mehrfacher Freiheitsberaubung und Entführung sowie Widerhandlungen gegen das 
Waffengesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. 
Mit Verfügung vom 15. Juni 2012 widerrief das Amt für Migration und Personenstand 
des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Niederlassungsbewilligung von 
A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist bis zum 
31. August 2012 an. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 16. Juli 2012 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel am 
27. Mai 2013 ab, soweit sie darauf eintrat, und setzte eine neue Ausreisefrist an. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 28. Juni 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben 
mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Gleichzeitig hat er um 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher 
Anwalt ersucht. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 22. Juli 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines Antrags 
enthalten. 

Auf gerichtliche Aufforderung hin hat A.________ am 11. November 2013 zu seinem 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege Belege über die finanziellen Verhältnisse 
seiner Eltern eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht 
kumuliert werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; 
BGE 139 I 31 E. 2.1, 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). 

2.2 Am 27. Mai 2010 verurteilte das Kreisgericht II Biel-Nidau den Be-
schwerdeführer zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieineinhalb Jahren (vgl. 
hinten E. 3.2). Damit hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund der längerfristigen 
Freiheitsstrafe gesetzt. Dies bestreitet er zu Recht nicht (vgl. Beschwerde, S. 6). 
Hingegen erachtet er die Entfernungsmassnahme als unverhältnismässig. – Der 
Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser 
Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen 
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen 
Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu 

berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. 
im Einzelnen BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1). 

3. 

Nach den Akten ist von folgendem unbestrittenen Sachverhalt auszugehen: 

3.1 Der am … 1989 geborene Beschwerdeführer, Staatsbürger von Kosovo, reiste 
am 28. Juli 2003 im Familiennachzug zwecks Verbleibs bei den Eltern in die Schweiz 
ein (vgl. Vorakten MIP, pag. 1 ff., 7). Nach Absolvieren eines Deutschkurses besuchte 
er die 9. Klasse der Realschule in B.________ und anschliessend das 10. Schuljahr in 
Biel (vgl. Vorakten MIP, pag. 105, Beschwerde, S. 10, auch zum Folgenden). In der 
Folge schloss er erfolgreich eine 2-jährige Anlehre als … ab und trat am 1. August 
2009 bei … in Biel die 4-jährige Lehre zum … an (vgl. auch Vorakten MIP, pag. 111 
ff.). Im Juni 2013 hat der Beschwerdeführer die Lehrabschlussprüfung nicht bestanden. 
Nach eigenen Angaben will er die Prüfung im Frühsommer 2014 wiederholen. Sein 
Vorgesetzter habe «ernsthaft in Erwägung» gezogen, ihn bis dahin 
weiterzubeschäftigen. Für den Fall des erfolgreichen Lehrabschlusses habe er ihm 
zudem eine Festanstellung im Lehrbetrieb in Aussicht gestellt (Beschwerde, S. 10 f.; 
Beschwerdebeilage [BB] 12). Zwar ist unbelegt geblieben, dass der Beschwerdeführer 
seit Juni 2013 tatsächlich weiter im Lehrbetrieb tätig ist und die Lehrabschlussprüfung 
im Frühsommer 2014 wiederholt. Davon sowie von der Aussicht einer Festanstellung 
im Fall des erfolgreichen Lehrabschlusses ist jedoch im vorliegenden Verfahren zu 
Gunsten des Beschwerdeführers auszugehen. Der Beschwerdeführer wohnt 
zusammen mit seinen zwei Geschwistern (geb. 1992 und 1996) und seinen Eltern, die 
alle das Schweizer Bürgerrecht besitzen (vgl. Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, 
S. 2; BB 8 und 9a; Vorakten MIP, pag. 105, 107 f.). 

3.2 Am 27. Mai 2010 verurteilte das Kreisgericht des damaligen Gerichtskreises II 
Biel-Nidau den Beschwerdeführer wegen bandenmässigen Raubes, betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfach begangen, 
Freiheitsberaubung und Entführung, mehrfach begangen (Tatzeitpunkt je am 
27.9.2009 und 3.10.2009), sowie Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, 
begangen durch Besitz eines Schmetterlingsmessers (Tatzeitraum vom 27.9.2009 bis 
3.10.2009), zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren (Vorakten MIP, pag. 18 ff., 
auch zum Folgenden). Eine Teilstrafe von zwei Jahren wurde bei einer Probezeit von 
zwei Jahren aufgeschoben und die erstandene Untersuchungshaft von 24 Tagen auf 
die zu vollziehende Teilstrafe angerechnet; die 6-monatige unbedingte Freiheitsstrafe 
verbüsste der Beschwerdeführer von Oktober 2010 bis März 2011 in der Vollzugsform 

des «Electronic Monitoring» (vgl. Vorakten MIP, pag. 169). Am 22. Dezember 2010 
folgte eine Verurteilung wegen Parkierens auf einem mit richterlichem Verbot belegten 
Parkplatz, begangen am 27. Mai 2010, zu einer Busse von Fr. 80.-- (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 84). Mit Strafbefehl vom 16. August 2011 wurde der Beschwerdeführer wegen 
grober Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 
80 km/h auf Autobahn um 50 km/h), begangen am 11. April 2011, zu einer Geldstrafe 
von 40 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- verurteilt; zugleich wurde die mit Urteil vom 27. Mai 
2010 angesetzte 2-jährige Probezeit um ein Jahr verlängert (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 97 ff.). Aktenkundig ist schliesslich, dass die damalige Freundin des 
Beschwerdeführers diesen am 17. Juni 2011 wegen Drohung angezeigt hat. Nachdem 
der Beschwerdeführer die vorgeworfene Tat weitgehend gestanden hatte, wurde das 
Strafverfahren infolge Rückzugs des Strafantrags eingestellt (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 102 ff.). 

3.3 Per März 2012 war der Beschwerdeführer im Betreibungsregister mit einer 
Betreibung in der Höhe von Fr. 6'640.-- und einem offenen Verlustschein von Fr. 
7'116.05 verzeichnet (vgl. Vorakten MIP, pag. 137). Nachdem er mit der Gläubigerin 
eine Abzahlungsvereinbarung abgeschlossen und die entsprechenden Raten 
regelmässig bezahlt hatte (vgl. Vorakten MIP, pag. 138 ff.), war er per Mai 2013 nicht 
mehr im Betreibungsregister vermerkt (vgl. Beilagen zur Eingabe vom 16.5.2013 
[Vorakten POM]). Der Beschwerdeführer hat keine Sozialhilfe bezogen (Vorakten MIP, 
pag. 105, 131 f.). 

4.

Für die Beurteilung des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung sind die Schwere des Verschuldens, das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen und die Rückfallgefahr zu berücksichtigen. 

4.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 24 
Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremden-
polizeilicher Sicht bedeutet danach eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr 
als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die 

schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4 
zur vorliegend infolge nicht mehr nur kurzer Aufenthaltsdauer zwar nicht direkt 
anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens 
sind die Erwägungen aber dennoch massgeblich). 

4.2 Der Beschwerdeführer wurde am 27. Mai 2010 wegen bandenmässigen 
Raubes, mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, 
mehrfacher Freiheitsberaubung und Entführung sowie Widerhandlungen gegen das 
Waffengesetz, begangen durch Besitz eines Schmetterlingsmessers, zu einer 
teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt (vgl. vorne E. 3.2). Er 
hatte (unter anderem) zusammen mit einem Bekannten vier Raubüberfälle gegenüber 
insgesamt sieben Personen begangen und dabei erhebliche Drohmittel eingesetzt, 
welche die Opfer teilweise massiv in Schrecken versetzt haben; in zwei dieser Fälle 
hatten die beiden Mittäter die Opfer zudem länger als für die Begehung des Raubes 
erforderlich festgehalten und damit der Freiheit beraubt und sie zudem massiv verbal 
bedroht und beschimpft (vgl. Urteilsbegründung des Strafgerichts [Vorakten MIP, 
pag. 26 ff.; nachfolgend Urteilsbegründung], pag. 74). Sie hatten nach Einschätzung 
des Strafgerichts – ohne sich in einer finanziellen Notlage befunden zu haben – für 
einen relativ geringen Deliktsbetrag von Fr. 6'784.-- «grossen psychischen Schaden» 
bei den Opfern in Kauf genommen (vgl. Urteilsbegründung, pag. 75). Der 
Beschwerdeführer hat sich laut der Urteilsbegründung bei seinen Taten «in ganz 
massiver Weise an den Rechtsgütern anderer Personen vergriffen» (pag. 74), obschon 
es für ihn «ein Leichtes gewesen wäre, sich an die Rechtsnormen zu halten» (pag. 79), 
und seine Beweggründe waren «primitiv egoistischer Natur» (pag. 76). Sein 
Verschulden wiege deshalb insgesamt schwer (vgl. pag. 79). Die POM ist vor diesem 
Hintergrund zu Recht auch in fremdenpolizeilicher Hinsicht von einem schweren 
Verschulden ausgegangen (vgl. angefochtener Entscheid, E. II./4a). Hiergegen bringt 
der Beschwerdeführer nichts vor; er anerkennt, dass ihn angesichts der 
ausgesprochenen Freiheitsstrafe ein schweres Verschulden trifft (vgl. Beschwerde, 
S. 7). Entgegen seiner Auffassung hat die Vorinstanz zudem zu Recht auch seine 
weiteren strafrechtlichen Verfehlungen in ihre Beurteilung des öffentlichen Interesses 
an der Entfernungsmassnahme miteinbezogen (vgl. Beschwerde, S. 7 f.); 
insbesondere die im April 2011 begangene grobe Verkehrsregelverletzung (vgl. vorne 
E. 3.2) ist keinesfalls zu bagatellisieren, bedeutet sie doch, dass der Beschwerdeführer 
mit seinem Tun eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in 
Kauf genommen hat. Auch wenn diese Verurteilung für sich genommen keinen 
Widerrufsgrund setzen würde, ist sie im Rahmen der Interessenabwägung zu 
berücksichtigen. Das Bundesgericht verfolgt bei schweren Straftaten, darunter 
Gewaltdelikte, ausländerrechtlich eine strenge Praxis. Demgemäss wird das Interesse 
an der Fernhaltung von ausländischen Personen, die sich wie der Beschwerdeführer 
einer schweren Gewaltdelinquenz schuldig gemacht haben, als bedeutend eingestuft 

(vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa; BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 7.2; BVR 2013 S. 
543 E. 4.2.3 a.E.). Dieses Interesse erhält vorliegend mit Blick auf die teilweise 
erhebliche Strassenverkehrsdelinquenz zusätzliches Gewicht. Mit der POM ist damit 
insgesamt von einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. 

4.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person 
von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 
3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen; VGE 2013/58 vom 15.8.2013, 
E. 4.2 [bestätigt durch BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). – Der Beschwerdeführer 
hat bereits mit den der Verurteilung vom 27. Mai 2010 zugrunde liegenden Straftaten 
mehrfach gegen die schweizerische Rechtsordnung verstossen; hinzu kommt die im 
April 2011 begangene grobe Verkehrsregelverletzung. Die Vorinstanz hat dem 
Beschwerdeführer zu Recht angelastet, dass er noch während laufender Probezeit 
erneut straffällig geworden war (vgl. angefochtener Entscheid, E. II./4b.aa). Auch wenn 
die Straffälligkeit des Beschwerdeführers – wie die POM anerkennt – nicht einem 
«eingeschliffenen Verhaltensmuster» entspricht, liegt eine Mehrfachdelinquenz vor und 
lässt die (neuerliche) Verurteilung, anders als der Beschwerdeführer meint (vgl. E. 4.2 
hiervor), durchaus auf eine gewisse Einsichtslosigkeit schliessen. Sie zeigt, dass es 
dem Beschwerdeführer schwer fällt, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten, hat 
ihn doch selbst der drohende Widerruf des bedingt ausgesprochenen Strafvollzugs 
nicht von weiterer Delinquenz abhalten können. Mit der POM ist somit festzuhalten, 
dass das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der öffentlichen Ordnung das 
sicherheitspolitische Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung leicht erhöht 
(angefochtener Entscheid, E. II./4b.bb). 

4.4 Mit Blick auf die Zukunft ist schliesslich die Rückfallgefahr zu beurteilen. Nach 
Auffassung des Beschwerdeführers ist die POM zu Unrecht von einer solchen 
ausgegangen (vgl. Beschwerde, S. 8; angefochtener Entscheid, E. II./4c). 

4.4.1 Bei schweren Straftaten, wozu unter anderem Gewaltdelikte zählen, muss 
angesichts der von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die 
Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht 
hingenommen werden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2, 16 E. 2.2.1, 137 II 233 E. 5.2.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 f.). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und 
somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist 
zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung 
ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag 

(BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2). Vielmehr 
dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. zum 
Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen; BGer 
2C_259/2013 vom 29.7.2013, E. 3.6). 

4.4.2 Es ist zwar grundsätzlich positiv zu werten, dass der Beschwerdeführer seit den 
schwerwiegenden Gewaltdelikten im Jahr 2009 keine vergleichbaren Straftaten mehr 
begangen hat. Wie die POM richtig festgestellt hat, kann aber insbesondere angesichts 
der groben Verkehrsregelverletzung vom April 2011 von einem seitherigen 
Wohlverhalten (vgl. hierzu Beschwerde, S. 7) keine Rede sein (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. II./4c.cc, auch zum Folgenden); im Gegenteil ist aus dieser während 
laufender Probezeit begangenen, erneuten Straffälligkeit des Beschwerdeführers wie 
erwähnt zu schliessen, dass es diesem schwer fällt, die hiesige Rechtsordnung zu 
respektieren (vgl. E. 4.3 hiervor). Dies bestätigt sich mit Blick auf den Vorfall vom 
17. Juni 2011, welcher sich ebenfalls während laufender Probezeit ereignet hat (vgl. 
vorne E. 3.2): Der Beschwerdeführer hatte damals seine Freundin 
unbestrittenermassen per SMS beschimpft und ihr damit gedroht, sie aufzuschlitzen 
und die Nase zu brechen, und anschliessend per Telefon angekündigt, er werde nun in 
zehn Minuten zu ihr kommen und ihr mit einem Hammer den Kopf einschlagen (vgl. 
Vorakten MIP, pag. 102 f.). Die POM hat vor diesem Hintergrund die Beteuerung des 
Beschwerdeführers, mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen zu haben, zu 
Recht in Frage gestellt; die schweren Gewaltdelikte aus dem Jahr 2009 können 
sodann auch nicht als einmalige «Jugendsünde» abgetan werden, wie der 
Beschwerdeführer sie verstanden haben will, zumal er sie immerhin gut zwei Jahre 
nach Erreichen des Mündigkeitsalters begangen hat (vgl. Beschwerde, S. 8). Wie die 
POM zutreffend festgehalten hat, ist das Ausbleiben von weiteren schweren Gewalt-
delikten zudem auch vor dem Hintergrund der insgesamt auf drei Jahre angesetzten 
Probezeit (vgl. vorne E. 3.2) sowie des drohenden ausländerrechtlichen 
Bewilligungswiderrufs zu relativieren; dies gilt ebenso für die vor Verwaltungsgericht 
erneut vorgebrachten Beteuerungen, die Taten zu bereuen und sich künftig 
gesetzeskonform zu verhalten, nötigenfalls unter Inanspruchnahme entsprechender 
Hilfe (vgl. Beschwerde, S. 7 und 12). Gutes Verhalten wird in der Probezeit allgemein 
erwartet und erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten nach Ablauf 
dieser Zeitspanne (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BGer 2C_586/2013 
vom 3.12.2013, E. 3.2.1). Es ist damit auch der seit Begehen der schwerwiegenden 
Gewaltdelikte vergangene Zeitraum von mittlerweile gut vier Jahren nicht entscheidend 
zu Gunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen (vgl. Beschwerde, S. 9). Aus 
dem positiven Verlauf des Electronic Monitoring (vgl. BB 4) hat die POM – entgegen 
den Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde, S. 8 f.) – zu Recht keine 
entscheidenden Erkenntnisse hinsichtlich dessen späteren Verhaltens abgeleitet; nach 
der konstanten verwaltungs- und bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt dem 

Wohlverhalten ausländischer Personen in Unfreiheit bloss untergeordnete Bedeutung 
zu: Aufgrund der engmaschigen Betreuung und der intensiven Kontrollen kann ein 
solches vielmehr erwartet werden und besitzt es schon deshalb kaum Aussagekraft 
bezüglich des Verhaltens in Freiheit (BGE 137 II 233 E. 5.2.2; BGer 2C_466/2009 vom 
13.1.2010, E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 114 Ib 1 E. 3b, 2A.605/2005 vom 28.2.2006, 
E. 2.5.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3). Für das Verwaltungsgericht besteht kein Grund, 
von dieser Rechtsprechung abzuweichen, wie es der Beschwerdeführer mit seinem 
Hinweis auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 
zu verlangen scheint (vgl. Beschwerde, S. 9). Bei dieser Ausgangslage hat die POM zu 
Recht ein gewisses Risiko, dass der Beschwerdeführer erneut straffällig wird, nicht 
ausgeschlossen. Dieses Risiko ist angesichts der Schwere der verübten Delikte nicht 
hinzunehmen. 

4.4.3 Soweit der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, das Strafgericht habe eine 
Rückfallgefahr für nicht wahrscheinlich gehalten (vgl. Beschwerde, S. 8), verkennt er, 
dass ausländerrechtlich ein strengerer Beurteilungsmassstab anzulegen ist als im 
Strafverfahren (vgl. E. 4.4.1 hiervor). Im Übrigen hat das Strafgericht infolge der groben 
Verkehrsregelverletzung vom April 2011 die auf zwei Jahre angesetzte Probezeit 
immerhin um ein weiteres Jahr verlängert (vgl. vorne E. 3.2). Es kann dem 
Beschwerdeführer sodann auch nicht gefolgt werden, wenn er geltend macht, sein 
stabiles Umfeld würde ihm helfen, fortan nicht mehr straffällig zu werden (vgl. 
Beschwerde, S. 9 und 12): Dem Beschwerdeführer, welcher erfolgreich eine Anlehre 
abgeschlossen und im August 2009 die Lehre zum … angetreten hatte, standen 
bereits im Zeitpunkt der Begehung der schweren Gewaltdelikte und auch während der 
nachfolgenden Probezeit sowohl in beruflicher, familiärer wie auch sozialer Hinsicht 
dieselben potentiell stabilisierenden Strukturen zur Verfügung (vgl. vorne E. 3.1 f.; vgl. 
auch Urteilsbegründung, pag. 55; hinten E. 5.3). Ihm vermögen deshalb auch die 
positiven Berichte aus dem beruflichen und schulischen Umfeld (vgl. Beschwerde, 
S. 8) nicht entscheidend zu helfen. Dass beim straffälligen Verhalten des 
Beschwerdeführers schliesslich keine sog. «Aggravierungstendenz» vorliegt (vgl. 
Beschwerde, S. 8 f.), führt unter den gegebenen Umständen ebenfalls zu keinem 
anderen Ergebnis. Die Würdigung der Vorinstanz, es liege eine nicht zu 
vernachlässigende Rückfallgefahr vor, ist somit nicht zu beanstanden. Im Übrigen 
dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. E. 4.4.1 
hiervor). 

4.5 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 10) ist die 
POM damit zu Recht aufgrund des schweren Verschuldens, der mehrfachen 
Delinquenz sowie der nicht auszuschliessenden Rückfallgefahr von einem gewichtigen 
öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit 

verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ausgegangen 
(angefochtener Entscheid, E. II./4d). 

5. 

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am 
Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer der Anwesenheit und die 
Integration in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seiner Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen sind. 

5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto 
strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, 
als die Jahre, welche die ausländische Person in Illegalität, im Strafvollzug oder 
aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Interessenabwägung nicht 
ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 
87). Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die ausländische Person in die 
Schweiz eingereist ist. Selbst bei einer ausländischen Person, welche bereits hier 
geboren ist und ihr ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländerin 
oder Ausländer der «zweiten Generation»), ist der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht 
ausgeschlossen. Umso mehr gilt dies für ausländische Personen, die erst als Kind oder 
– wie der Beschwerdeführer – als Jugendliche in die Schweiz gelangt sind. Bei 
schweren Straftaten, darunter Gewaltdelikten, und erst recht bei wiederholter 
Delinquenz besteht hieran ein wesentliches öffentliches Interesse (vgl. BGE 139 I 31 
E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1, 135 II 110 E. 2.1, 125 II 521 E. 2b; BGer 2C_733/2012 vom 
24.1.2013, E. 7.2, 2C_28/2012 vom 18.7.2012, E. 3.2 f.). Der Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung ist auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, 
wenn die ausländische Person in der Schweiz nicht integriert ist (BGer 2A.119/2001 
vom 15.10.2001, E. 2b; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2009/315 vom 
13.10.2010 [bestätigt durch BGer 2C_893/2010 vom 24.3.2011], E. 5.1). 

5.2 Der Beschwerdeführer ist vor gut zehn Jahren im Alter von 14 Jahren in die 
Schweiz eingereist (vorne E. 3.1). Er gilt damit nicht als Ausländer der zweiten 
Generation (vgl. BGE 130 II 176 E. 4.4.2; BGer 2A.571/2005 vom 17.1.2006, E. 2.4); 
die prägenden Abschnitte seiner Kindheit und teilweise Adoleszenz verbrachte er in 
Kosovo, wo er auch den grössten Teil der obligatorischen Schulzeit durchlief. Die POM 
hat die anrechenbare Aufenthaltsdauer in der Schweiz sodann zu Recht um die Zeit 
reduziert, welche der Beschwerdeführer im Strafvollzug verbracht hat und welche er 
kraft aufschiebender Wirkung der gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt (vgl. angefochtener Entscheid, E. II./5a, auch 
zum Folgenden). Insgesamt liegt damit – entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers – keine «ausgesprochen lange» bzw. «sehr lange» 
Aufenthaltsdauer vor (vgl. Beschwerde, S. 8 und 10); es ist der Vorinstanz aber darin 
zu folgen, dass seine Anwesenheit in der Schweiz auch nicht mehr als kurz bezeichnet 
werden kann. Der Beschwerdeführer scheint im Übrigen zu verkennen, dass die 
Niederlassungsbewilligung selbst bei einer besonders langen Aufenthaltsdauer nicht 
erst bei wiederholter Delinquenz widerrufen werden kann, sondern vielmehr auch bei 
einmaliger schwerer Delinquenz (vgl. Beschwerde, S. 7; E. 5.1 hiervor; vgl. aus der 
neueren bundesgerichtlichen Praxis etwa BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 7.2; 
zudem BGE 122 II 433 E. 2c). Vorliegend ist demnach der Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung umso eher zulässig, zumal die Aufenthaltsdauer nicht in 
vergleichbarer Weise wie bei einer Ausländerin bzw. einem Ausländer der zweiten 
Generation ins Gewicht fällt und nebst den – in kurzen zeitlichen Abständen verübten – 
schweren Gewaltstraftaten auch eine erhebliche Strassenverkehrsdelinquenz vorliegt. 

5.3 In Bezug auf die Integration ergibt sich was folgt: Der Beschwerdeführer hat 
gute Deutschkenntnisse, was in Anbetracht der Aufenthaltsdauer ohne weiteres 
erwartet werden darf. Er absolvierte hier erfolgreich das 9. und 10. Schuljahr sowie 
eine 2-jährige Anlehre als … und befindet sich derzeit nach nicht bestandener 
Lehrabschlussprüfung in der Wiederholung des letzten Lehrjahrs der 4-jährigen Ausbil-
dung zum … (vorne E. 3.1). Sowohl im Lehrbetrieb wie auch an der Berufsschule ist er 
offenbar gut integriert und werden ihm gute Leistungen und Fähigkeiten attestiert; bei 
Bestehen der Lehrabschlussprüfung soll ihm eine Festanstellung beim heutigen 
Arbeitgeber offenstehen (vgl. Beschwerde, S. 10 f.; BB 5-7, 12; Vorakten MIP, 
pag. 134 f.). Nachdem er früher betreibungsrechtlich in Erscheinung getreten war, ist 
der Beschwerdeführer heute nach Begleichung seiner Schulden nicht mehr im Betrei-
bungsregister verzeichnet. Wie die POM richtigerweise festgehalten hat 
(angefochtener Entscheid, E. II./5a, auch zum Folgenden), sind insbesondere seine 
schulischen und beruflichen Leistungen durchaus anzuerkennen und liegt insoweit eine 
einigermassen gelungene Integration vor. Anders als der Beschwerdeführer zu meinen 
scheint (Beschwerde, S. 11), kann seine wirtschaftlich-berufliche Eingliederung in die 
hiesigen Verhältnisse jedoch gemessen an der Aufenthaltsdauer und mit Blick auf das 
relativ junge Einreisealter insgesamt nicht als ausserordentlich bezeichnet werden. 
Ähnliches gilt in sozialer Hinsicht: Der Beschwerdeführer verfügt zwar in der Schweiz 
offenbar – wie im Verfahren vor Verwaltungsgericht erstmals näher dargelegt wird – 
über verschiedene Freunde und Bekannte mit Schweizer Bürgerrecht (Beschwerde, 
S. 10 f.; BB 9b-9q). Hieraus kann zwar auf eine gelungene soziale Integration, nicht 
aber auf eine aussergewöhnliche Integrationsleistung geschlossen werden. Wie die 
POM zu Recht ausführt, ist die Integration des Beschwerdeführers schliesslich bereits 
durch seine erhebliche Delinquenz erheblich zu relativieren, stellt doch die Respektie-

rung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration dar (vgl. 
Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von 
Ausländerinnen und Ausländer [VIntA; SR 142.205]). Insgesamt besteht beim 
Beschwerdeführer damit entgegen seiner Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 11) nicht 
eine überdurchschnittliche, sondern eine höchstens durchschnittliche Integration. Eine 
solche fällt, wie die POM zutreffend erwogen hat, nicht wesentlich zu seinen Gunsten 
ins Gewicht. 

5.4 Zu würdigen sind schliesslich die Auswirkungen der Entfernungsmassnahme 
auf den Beschwerdeführer und seine Familie: 

5.4.1 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Rückkehr nach Kosovo sei ihm nicht 
zumutbar (Beschwerde, S. 11 f.). – Wohl ist nicht von der Hand zu weisen, dass für ihn 
eine Wiedereingliederung im Heimatland schwierig wäre. Die Vorinstanz hat aber 
zutreffend erwogen, dass der Beschwerdeführer seine gesamte Kindheit sowie einen 
wesentlichen Teil seiner Jugendjahre dort verbracht hat (vgl. angefochtener Entscheid, 
E. II./5b, auch zum Folgenden). Es ist davon auszugehen, dass die Bindung zu seinem 
Heimatland immer noch eng und der Beschwerdeführer mit den dortigen sprachlichen, 
kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Es leben 
ferner verschiedene Tanten und Onkel bzw. Cousins und Cousinen des 
Beschwerdeführers in Kosovo (vgl. Vorakten MIP, pag.  110 und 136). Selbst wenn 
diese – wie geltend gemacht – den Beschwerdeführer nicht unterstützen könnten, da 
sie angeblich selber mit den Schwierigkeiten des kosovarischen Alltags zu kämpfen 
haben (vgl. Beschwerde, S. 11), besteht mit ihnen immerhin ein gewisses familiäres 
Beziehungsnetz, an welches der Beschwerdeführer anknüpfen kann. Im Übrigen ist 
nicht ersichtlich, inwiefern der unverheiratete und kinderlose Beschwerdeführer im Alter 
von knapp 25 Jahren in seinem Heimatland, wo er einen grossen Teil seines Lebens 
verbracht hat, nicht sollte neue Beziehungen aufbauen können. Schliesslich liegen in 
beruflicher Hinsicht, wie die POM richtig erwogen hat, gute Voraussetzungen für eine 
Wiedereingliederung im Heimatland vor: Als arbeitsfähiger gesunder junger Mann, der 
einen grossen Teil der Grundschule in Kosovo absolviert hat und die Landessprache 
spricht, ist der Beschwerdeführer grundsätzlich in der Lage, in Kosovo einer Arbeit 
nachzugehen. Die in der Schweiz absolvierten Ausbildungen und die hier gewonnenen 
beruflichen Erfahrungen dürften ihm die Wiedereingliederung zusätzlich erleichtern. 
Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, die Rückkehr sei angesichts 
der dort herrschenden Probleme wie ethnisch motivierte Gewalt, mangelnde Autorität 
der kosovarischen Institutionen in serbischen Gebieten, eine am Boden liegende 
Wirtschaft, organisierte Kriminalität und Korruption nicht zumutbar (vgl. Beschwerde, S. 
11), zielt sein Argument ins Leere: Im Kosovo herrscht keine Situation allgemeiner 
Gewalt, weshalb in konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts von der 
generellen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ausgegangen wird (vgl. BVGer E-

1367/2008 vom 14.9.2012, E. 6.2.1, 8.4.1; vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 5.3.4). Wohl 
trifft zu, dass die dortigen Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation 
schwieriger sind als in der Schweiz. Darin liegen freilich keine spezifischen 
persönlichen Umstände, welche eine Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen, 
zumal hiervon nicht allein der Beschwerdeführer, sondern vielmehr die gesamte dort 
lebende Bevölkerung betroffen ist (BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6, 
2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6; VGE 2013/309 vom 19.12.2013, E. 4.3.1). Im 
Übrigen besteht in wirtschaftlicher und persönlicher Hinsicht auch die Möglichkeit, dass 
ihn seine Familie von der Schweiz aus finanziell und emotional unterstützt. Es stehen 
damit seiner beruflichen und sozialen Integration im Heimatland keine 
unüberwindbaren Hindernisse entgegen. 

5.4.2 Der Beschwerdeführer ist weder verheiratet noch hat er Kinder. In familiärer 
Hinsicht ist ihm zwar beizupflichten, dass durch die Wegweisung die persönlichen 
Kontakte zu seinen Eltern und Geschwistern erschwert würden (vgl. Beschwerde, 
S. 12). Da diese Familienmitglieder jedoch nicht zur Kernfamilie des 
Beschwerdeführers zählen und zwischen ihnen und dem Beschwerdeführer kein 
besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht, das über die normalen affektiven 
Beziehungen hinausgeht, fallen diese weder von Art. 8 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) noch von Art. 13 Abs. 1 der 
Bundesverfassung (BV; SR 101) geschützten Beziehungen nicht wesentlich ins 
Gewicht (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2, 129 II 11 E. 2; BGer 2C_864/2011 vom 
11.4.2012, E. 4, 2C_839/2011 vom 28.2.2012, E. 3.3; VGE 2013/107 vom 26.9.2013, 
E. 4.3.2, 2012/93 vom 11.1.2013, E. 5.3.4). Die POM hat ausserdem durchaus zu 
Recht darauf hingewiesen, dass diese Kontakte während Besuchen der 
Familienmitglieder in Kosovo sowie mittels herkömmlicher Kommunikationsmittel in 
einem gewissen Rahmen auch vom Ausland aus gepflegt werden können 
(angefochtener Entscheid, E. II./5b; BVR 2013 S. 543 E. 5.4); die Bedeutung der 
familiären Beziehungen ist überdies dahingehend zu relativieren, als auch sie den 
Beschwerdeführer nicht von seiner erheblichen Straffälligkeit abhalten konnten (vgl. 
BVR 2013 S. 543 E. 5.3.1). Vor Verwaltungsgericht ist schliesslich – anders als noch 
vor der POM – von einer Freundin des Beschwerdeführers keine Rede mehr; insoweit 
fällt sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz weniger ins Gewicht als 
noch im vorinstanzlichen Verfahren. 

5.5 Mit Blick auf die privaten Interessen ist festzuhalten, dass die Anwe-
senheitsdauer des Beschwerdeführers zwar nicht mehr als kurz bezeichnet werden 
kann; seine Integration fällt aber insgesamt insbesondere angesichts der Straffälligkeit 
höchstens durchschnittlich aus. Den in familiärer Hinsicht im Fall des Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung drohenden Nachteilen kommt keine wesentliche Bedeutung 

zu und es stehen auch der Rückkehr nach Kosovo keine unüberwindbaren Hindernisse 
entgegen. 

6. 

Eine Gesamtschau der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2009 vier Raubüberfälle gegenüber 
insgesamt sieben Personen begangen, dabei erhebliche Drohmittel eingesetzt und die 
Opfer zudem teilweise länger als für die Begehung des Raubes erforderlich 
festgehalten. Er wurde deswegen sowie wegen mehrfachen betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und Widerhandlungen gegen das 
Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, was sein 
schweres Verschulden zum Ausdruck bringt. Die schwerwiegende Straffälligkeit des 
Beschwerdeführers und die damit manifestierte kriminelle Energie begründen ein ge-
wichtiges öffentliches Interesse an seiner Fernhaltung. Der Strafprozess und die 
Verurteilung haben den Beschwerdeführer auch nicht davon abgehalten, erneut 
straffällig zu werden. Die während laufender Probezeit begangene grobe 
Verkehrsregelverletzung verleiht dem öffentlichen Interesse an der Fernhaltung des 
Beschwerdeführers zusätzliches Gewicht. Auch wenn der Beschwerdeführer wegen 
keiner weiteren Gewaltdelikte mehr verurteilt worden ist, kann deshalb eine gewisse 
Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen werden, was angesichts der erheblichen 
Gewaltdelinquenz nicht hingenommen werden muss. Die Interessen an einem Verbleib 
des Beschwerdeführers in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen: Zwar kann 
seine Aufenthaltsdauer nicht mehr als kurz bezeichnet werden; er hat sich aber 
gemessen an der Aufenthaltsdauer und mit Blick auf das relativ junge Einreisealter 
sowie in Anbetracht der Straffälligkeit insgesamt höchstens durchschnittlich integriert. 
Weiter stehen der Entfernungsmassnahme keine bedeutenden familiären Verhältnisse 
entgegen und erscheint die Rückkehr nach Kosovo zumutbar. Ins Gewicht fällt hier, 
dass der Beschwerdeführer prägende Abschnitte seines Lebens im Heimatland 
verbracht hat, er mit den dortigen sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen 
Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist und nichts dagegen spricht, dass er in 
Kosovo auch beruflich Fuss fassen kann. Seine in der Schweiz absolvierten 
Ausbildungen und die hier gewonnenen beruflichen Erfahrungen dürften ihm im 
Gegenteil den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der 
Schweiz erweisen sich somit als verhältnismässig. Unter diesen Umständen fällt die 
vom Beschwerdeführer beantragte Verwarnung unter (blosser) Androhung des 
Bewilligungswiderrufs (Art. 96 Abs. 2 AuG; vgl. Beschwerde, S. 12) ausser Betracht. 
Eine solche würde den öffentlichen Interessen an der Wegweisung nicht gerecht. Der 
angefochtene Entscheid hält demnach der Rechtskontrolle stand. 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Da die von der Vorinstanz angesetzte 
Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen. Mit Rücksicht auf 
die Wiederholungsmöglichkeit der Lehrabschlussprüfung im Frühsommer 2014 (vgl. 
vorne E. 3.1) ist diese Frist ausnahmsweise sehr grosszügig zu bemessen. 

7. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG). Er hat indes für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht. 

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsbehörde oder die Verwal-
tungsjustizbehörde eine Partei von den Kostenpflichten, wenn diese nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint 
(Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen 
Voraussetzungen kann einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, 
wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 
VRPG). Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG konkretisiert Art. 26 Abs. 3 der Verfassung des 
Kantons Bern (KV; BSG 101.1). Der kantonalrechtliche Anspruch geht insoweit nicht 
über das in Art. 29 Abs. 3 BV Gewährleistete hinaus (vgl. BGE 124 I 304 E. 2a; BGer 
2P.90/1997 vom 7.11.1997, in BVR 1998 S. 472 E. 2a; s. auch BVR 2014 S. 180 
E. 7.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 111 
N. 1). 

7.2 Nach der Rechtsprechung gilt eine Partei als prozessbedürftig, wenn sie die 
Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne Mittel anzugreifen, derer sie 
zur Deckung des notwendigen Lebensunterhalts für sich und die Familie bedarf. Bei 
einem Überschuss sind Prozesskosten praxisgemäss bei weniger kostspieligen 
Prozessen innert Jahresfrist, bei andern innert zwei Jahren zu tilgen (Kreisschreiben 
Nr. 1 der Zivilabteilung des Obergerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 25. Januar 2011 über die Ermittlung und den Nachweis der Prozessarmut im 
Sinn von Art. 117 Bst. a ZPO und Art. 111 Abs. 1 VRPG, Bst. E; vgl. etwa VGE 
2011/170 vom 3.1.2012, E. 6.1, 2011/266 vom 7.3.2012, E. 5.1, 2009/174 vom 
29.10.2009, E. 3.2.2; BGer 5P.441/2005, in Pra 95/2006 Nr. 143 E. 1.2). Die 
prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation 
der rechtsuchenden Person im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung. Dazu gehören 
einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen sowie andererseits die Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse (vgl. BVR 2010 S. 283 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen; 

vgl. auch BGE 135 I 221 E. 5.1 [Pra 99/2010 Nr. 25]). Zu berücksichtigen sind nicht nur 
die Mittel der gesuchstellenden Person, sondern auch diejenigen Dritter, die ihr 
gegenüber unterhaltspflichtig sind. Insbesondere gehen familienrechtliche 
Unterstützungspflichten der staatlichen Pflicht zur Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege vor (vgl. BVR 2003 S. 49 nicht publ. E. 4b/aa [VGE 21262 vom 
18.2.2002]; VGE 2013/12 vom 26.8.2013, E. 3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 
Art. 111 N. 6; vgl. auch BGE 127 I 202 E. 3b mit Hinweisen). – Die Eltern haben für 
den Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die Kosten von Erziehung, 
Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen (Art. 276 Abs. 1 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur 
Volljährigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat es dann noch keine angemessene 
Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen 
zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende 
Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Die 
Unterhaltspflicht der Eltern umfasst auch den Rechtsschutz, und die Eltern sind ge-
halten, für die Prozesskosten des Kindes aufzukommen (vgl. BGE 139 I 138 nicht 
publ. E. 4.4.2 [BGer 2C_1132/2012 vom 13.5.2013], 127 I 202 E. 3c-f; VGE 2013/12 
vom 26.8.2012, E. 3.2). 

7.3 Der Beschwerdeführer hat direkt nach Absolvieren einer 2-jährigen Anlehre als 
… bei … in … die 4-jährige Lehre zum … angetreten. Nachdem er die 
Lehrabschlussprüfung nicht bestanden hat, ist er offenbar bis zur 
Wiederholungsprüfung im Frühsommer 2014 weiterhin im Lehrbetrieb beschäftigt 
(vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Lehrvertrag verdiente er im Jahr 2010 Fr. 700.--, im Jahr 
2011 Fr. 900.--, im Jahr 2012 Fr. 1'100.-- und im Jahr 2013 Fr. 1'300.-- pro Monat (vgl. 
Vorakten MIP, pag. 113); den Lohn im laufenden Lehr(wiederholungs)jahr hat er nicht 
belegt, dieser dürfte indes den Lohn 2013 nicht bedeutend übersteigen. Es ist damit 
davon auszugehen, dass er nicht in der Lage ist, mit seinem Lehrlingslohn selber für 
die Prozesskosten aufzukommen. Weiter ist grundsätzlich unbestritten, dass der 
Beschwerdeführer angesichts des – nunmehr für Frühsommer 2014 vorgesehenen – 
Lehrabschlusses ein geplantes und realistisches Ausbildungsziel anstrebt und 
demnach noch keine angemessene Ausbildung abgeschlossen hat (vgl. BGE 127 I 202 
E. 3e; VGE 22016 vom 31.1.2005, E. 3.1; Peter Breitschmid, in Basler Kommentar, 4. 
Aufl. 2010, Art. 277 ZGB N. 12 f.). Die Eltern sind insoweit für ihren volljährigen Sohn 
nach wie vor unterstützungspflichtig. Dies bestreitet der Beschwerdeführer nicht. 
Ebenso ist die persönliche Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen 
Eltern gut und deren Unterstützung in diesem Licht zumutbar (vgl. dazu BGE 127 I 202 
E. 3e). Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob es den Eltern wirtschaftlich zumutbar ist, für 
die Prozesskosten des vorliegenden Verfahrens aufzukommen (Gesuch, S. 3). 

7.4 Den Eltern ist die Unterstützung des volljährigen Kindes nur dann wirtschaftlich 
zumutbar, wenn ihnen nach Abzug der Unterhaltsbeiträge ein den erweiterten 
familienrechtlichen Notbedarf um ungefähr 20 % übersteigendes Einkommen verbleibt 
(vgl. BGE 127 I 202 E. 3e [einleitend], 118 II 97 E. 4b; Peter Breitschmid, a.a.O., 
Art. 277 ZGB N. 17; Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, 
Rz. 06.104). Der familienrechtliche Notbedarf wird anhand der betreibungsrechtlichen 
Richtlinien ermittelt und um gewisse Beträge wie die laufende Steuerlast erweitert (vgl. 
BGer 5C.150/2005 vom 11.10.2005, E. 3, 5C.53/2005 vom 31.5.2005, E. 1; vgl. auch 
BGer 5C.238/2003 vom 27.1.2004, E. 2.1). Abweichungen hiervon sind im Einzelfall 
möglich, namentlich bei nur kurzzeitiger Unterstützung oder wenn die 
unterhaltspflichtige Person auf Rückstellungen für die Zukunft angewiesen ist (vgl. 
BGE 118 II 97 E. 4b/bb). 

7.5 Der Beschwerdeführer macht ein durchschnittliches monatliches Netto-
einkommen der Eltern von Fr. 10'517.70 geltend. Diesem stehen nach seinen Angaben 
folgende monatlichen Ausgaben im Gesamtbetrag von Fr. 10'148.-- gegenüber: 

Grundbetrag Ehepaar Fr. 1'700.--
Unterhalt der Kinder (2 x 600.--) Fr. 1'200.--
Prozessualer Zuschlag 30 % von 2'900.-- Fr. 870.--
Krankenkassenprämien für die ganze Familie Fr. 1'345.05
Mietzins inkl. NK Fr. 1'330.--
Hausratsversicherung Fr. 37.20
Steuern pro Monat Fr. 1'000.--
Auslagen berufsvorbereitendes Schuljahr Bruder Fr. 158.33
Motorfahrzeug-Versicherung insgesamt Fr. 269.36
Leasingrate für Autos insgesamt Fr. 968.05
Arbeitsweg der Eltern insgesamt Fr. 800.--
Auswärtige Verpflegung Fr. 270.--
Telekom Fr. 200.--
Total Fr. 10'148.--

7.6 Zum Einkommen der Eltern des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhalten: 
Der Vater des Beschwerdeführers erzielt als Angestellter bei der … AG in …. ein 
monatliches Nettoeinkommen von Fr. 6'112.25 (Gesuchsbeilage [GB] 2). Das 
monatliche Nettoeinkommen der Mutter aus ihrer Tätigkeit bei der … AG in ... beträgt 
Fr. 4'405.45, wobei der 13. Monatslohn bereits anteilsmässig berücksichtigt ist (GB 3). 
Ob der Vater des Beschwerdeführers ebenfalls Anspruch auf einen 13. Monatslohn 
hat, um welchen sein Nettoeinkommen anteilsmässig (Fr. 509.40 [= ein Zwölftel von 
13 x 6'112.65]) zu erhöhen wäre, ist aus der Lohnabrechnung seiner Arbeitgeberin 
nicht ersichtlich. Wie es sich damit verhält, kann mit Blick auf die nachfolgenden 
Erwägungen indes offenbleiben. Ebenso kann angesichts des Ausgangs des Ge-
suchsverfahrens dahingestellt bleiben, inwiefern vom Nettoeinkommen des Vaters die 
darin enthaltenen Fahrspesen von Fr. 108.-- abzuziehen sind. Als massgebliches 

Einkommen der Eltern wird nachfolgend demnach der Betrag von Fr. 10'517.70 
unterstellt, ohne dessen Begründetheit abschliessend zu prüfen. 

7.7 Zum geltend gemachten erweiterten familienrechtlichen Notbedarf von 
Fr. 10'148.-- ergibt sich was folgt: 

7.7.1 Mit dem Beschwerdeführer ist für die Bestimmung des betreibungsrechtlichen 
Existenzminimums von einem Grundbetrag von Fr. 1'700.-- (für ein Ehepaar) 
auszugehen; diesem sind die Zuschläge für den Kindesunterhalt von Fr. 600.-- je Kind 
hinzuzurechnen (Ziff. I der Beilage 1 zum Kreisschreiben Nr. B 1 des Obergerichts des 
Kantons Bern vom 1. April 2010 [abrufbar unter <http://www.justice.be.ch>; 
nachfolgend Kreisschreiben]). Entgegen seiner Auffassung ist der ermittelte 
Grundbetrag jedoch nicht um einen zivilprozessualen Zuschlag von 30 % zu erhöhen. 
Denn es ist nicht anhand des zivilprozessualen Zwangsbedarfs, sondern mittels der 
betreibungsrechtlichen Richtlinien zu ermitteln, ob den Eltern nach Ausrichtung der 
Unterhaltsbeiträge ein den erweiterten familienrechtlichen Notbedarf um ungefähr 20 % 
übersteigendes Einkommen verbleibt (vgl. E. 7.4 hiervor). Der geltend gemachte 
Zuschlag in der Höhe von Fr. 870.-- kann somit nicht berücksichtigt werden. Zum 
Kindesunterhalt stellt sich die Frage, ob nicht drei anstatt der zwei geltend gemachten 
Zuschläge zu berücksichtigen wären. Die Eltern des Beschwerdeführers haben drei 
Kinder, welche alle bei ihnen wohnen; zwei volljährige Kinder (der Beschwerdeführer 
und die Schwester) befinden sich in der Lehre, der noch minderjährige jüngste Sohn 
war im Sommer 2013 für das berufsvorbereitende Schuljahr am Berufsbildungszentrum 
… angemeldet (Gesuch, S. 2; GB 10). Wie es sich damit verhält, kann mit Blick auf die 
nachfolgenden Ausführungen indes offenbleiben, denn angesichts des deutlichen 
Überschusses vermöchte selbst die Anrechnung von drei vollen Zuschlägen für den 
Kindesunterhalt am Ergebnis nichts zu ändern (vgl. E. 7.8 hiernach). 

7.7.2 Der Beschwerdeführer macht weiter Krankenkassenbeiträge für die gesamte 
Familie von Fr. 1'345.05 geltend (Fr. 981.10 für den Vater sowie die drei Kinder, 
Fr. 363.95 für die Mutter [vgl. GB 8 und 9]). – Gemäss Ziff. II.3 der Beilage 1 des 
Kreisschreibens werden Krankenkassenbeiträge zum Grundbetrag hinzugerechnet, 
soweit es sich um Prämienaufwand für die Grundversicherung handelt. Die Kosten für 
nichtobligatorische Versicherungen können dagegen grundsätzlich nicht berücksichtigt 
werden (vgl. auch BGE 134 III 323 E. 3). Was den Vater sowie die drei Kinder an-
belangt, stellen die angeführten Kosten Beiträge für die obligatorische Grund-
versicherung gemäss Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung 
(KVG; SR 832.10) dar. Sie sind daher anzurechnen. Beim vorgebrachten 
Krankenkassenbeitrag der Mutter von Fr. 363.95 handelt es sich hingegen im Umfang 
von Fr. 53.40 um Prämienaufwand für eine nicht obligatorische Zusatzversicherung 
gemäss Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (VVG; SR 
221.229.1). Insoweit sind die Versicherungskosten daher nicht zu berücksichtigen. 

Auch nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, wenn er monatliche Beiträge 
für die Haushaltversicherung von Fr. 37.20 (vgl. GB 6) sowie (unbelegte) Kosten für 
«Telekom» im Betrag von Fr. 200.-- auflistet. Die Kosten für solche Ausgaben sind im 
Grundbetrag enthalten und rechtfertigen keinen Zuschlag (vgl. Kreisschreiben, Beilage 
1, Ziff. I; betreffend Telekom: VGE 2013/86/87 vom 27.12.2013, E. 3.5; 
BGer 9C_815/2007 vom 20.2.2008, E. 3.2.2, 5P.439/2004 vom 10.3.2005, E. 6). 

7.7.3 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich Fahrkosten für den Arbeitsweg von 
Fr. 800.--, Prämien für die Motorfahrzeug-Versicherungen von total Fr. 269.36 (GB 11 
und 12) sowie Leasingraten für zwei Autos von insgesamt Fr. 968.05 (GB 13 und 14) 
angerechnet haben will, kann ihm nicht gefolgt werden: Auslagen für Motorfahrzeuge 
sowie Kosten für die Fahrten zum Arbeitsplatz mit dem Automobil können nur 
berücksichtigt werden, soweit den Fahrzeugen sog. «Kompetenzcharakter» zukommt 
(Kreisschreiben, Beilage 1, Ziff. II/4d; zum Kompetenzcharakter von Autos VGE 21699 
vom 20.10.2003, E. 5.2.5; Georges Vonder Mühll, in Basler Kommentar, 2. Aufl. 2010, 
Art. 92 SchKG N. 22 f., auch zum Folgenden, und Art. 93 SchKG N. 28d; vgl. auch 
Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 02.40). Hiervon ist auszugehen, wenn die betroffene 
Person entweder verpflichtet ist, einen eigenen Wagen zur Arbeit mitzubringen, oder 
sie wegen des langen Arbeitswegs eines solchen bedarf. Vorliegend ist weder geltend 
gemacht noch ersichtlich, dass die Eltern des Beschwerdeführers im Zusammenhang 
mit ihrer Arbeit auf ein (eigenes) Motorfahrzeug angewiesen wären. Ihr Arbeitsort liegt 
in ... und ist von ihrem Wohnort B.________ aus mit dem Bus in rund zehn Minuten 
erreichbar; die Wohnung der Familie liegt nur in kurzer Fussdistanz zur Busstation 
«B.________, …» (vgl. elektronisch abrufbaren Fahrplan, einsehbar unter: 
<http://sbb.ch>; elektronische Fusswegberechnung, einsehbar unter: 
<http://maps.google.ch>). Es sind daher weder die geltend gemachten Kosten für die 
Motorfahrzeuge (Versicherungsprämien, Leasingraten) noch diejenigen für die Fahrten 
zum Arbeitsplatz mit dem Auto anzurechnen. Dagegen können für Fahrten zum 
Arbeitsplatz die effektiven Auslagen der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel als 
unumgängliche Berufsauslagen berücksichtigt werden (vgl. Kreisschreiben, Beilage 1, 
Ziff. II/4d; Georges Vonder Mühll, a.a.O., Art. 93 SchKG N. 28d). Ausgehend vom Preis 
von Fr. 713.-- für ein Jahresabonnement für die Strecke von B.________, … bis … 
(einsehbar unter: <www.libero-tarifverbund.ch>, Rubriken «Fahrausweise/Preise/Der 
ideale Fahrausweis») ist demnach für beide Eltern zusammen ein Betrag von ins-
gesamt Fr. 120.-- pro Monat anzuerkennen (je ein Zwölftel von Fr. 713.--). 

7.7.4 Nach Vornahme der Anpassungen im Sinn von E. 7.7.2 und 7.7.3 ergibt sich 
unter Berücksichtigung der übrigen im Gesuch aufgeführten Beträge ein erweiterter 
familienrechtlicher Notbedarf von Fr. 7'070.-- (Fr. 10'148.-- abzüglich Fr. 870.-- 
[zivilprozessualer Zuschlag], Fr. 53.40 [Prämie VVG], Fr. 37.20 [Hausratsversicherung], 
Fr. 269.36 [Motorfahrzeugversicherung], Fr. 968.05 [Leasing], Fr. 680.-- [nicht 

http://maps.google.ch/
http://www.libero-tarifverbund.ch/

anrechenbarer Arbeitsweg] und Fr. 200.-- [Telekom]). Ob und in welchem Umfang die 
in diesem Betrag enthaltenen übrigen Ausgabepositionen tatsächlich anrechenbar sind 
– in Frage käme insbesondere der Abzug eines angemessenen Anteils der beiden 
volljährigen, einen Lehrlingslohn erzielenden Kinder von den Wohnkosten (vgl. 
Kreisschreiben, Beilage 1, Ziff. IV/2) – kann mit Blick auf die nachfolgenden 
Ausführungen offengelassen werden. 

7.8 Wird der Betrag von Fr. 7'070.-- dem Einkommen von Fr. 10'517.70 (E. 7.6 
hiervor) gegenübergestellt, ergibt sich ein monatlicher Überschuss von Fr. 3'447.70. 
Damit sind die Voraussetzungen zur wirtschaftlichen Unterstützung des 
Beschwerdeführers durch die Eltern (vorne E. 7.4) erfüllt: Diesen muss nach Abzug der 
Unterhaltsleistung – vorliegend Übernahme der vor Verwaltungsgericht entstehenden 
Gerichts- und Anwaltskosten – ein monatlicher Überschuss von mindestens Fr. 1'414.-- 
verbleiben (20 % von Fr. 7'070.--). In der wirtschaftlichen Situation der Eltern wären 
folglich Gerichts- und Anwaltskosten bis zum Betrag von maximal Fr. 2'033.70 pro 
Monat gedeckt (Fr. 10'517.70 abzüglich Bedarf von Fr. 7'070.-- und 20 %-Überschuss 
von Fr. 1'414.--); auf das Jahr gerechnet ergibt sich eine freie Quote von maximal 
Fr. 24'404.40. Die Abzahlung der Prozesskosten innert Jahresfrist ist damit bei weitem 
gewährleistet (vgl. vorne E. 7.2), zumal Verfahrenskosten bloss in der Höhe einer 
Abschreibungsgebühr zu erheben sind (vgl. E. 7.9 hiernach). Den Eltern ist es deshalb 
nach den gesamten Umständen ohne weiteres zumutbar, den Beschwerdeführer im 
Rahmen des vorliegenden Verfahrens finanziell zu unterstützen. Dieser ist damit in der 
Lage, die Anwalts- und Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens selber zu tragen. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist demnach abzuweisen, ohne dass die 
Frage der Aussichtslosigkeit der Beschwerde zu prüfen wäre.

7.9 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rahmen des 
Endentscheids befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb keine Gelegenheit 
hatte, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit 
Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen 
Abschreibungsgebühr zu erheben. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine Ausreisefrist 
angesetzt auf den 30. Juni 2014.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.