# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfec5add-9517-53df-a72a-90b3e2625bbd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.11.2022 II 2022 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-60_2022-11-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 60

Entscheid vom 18. November 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Oxana Straub, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
vertreten durch B.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsverfügung 
2017 - 2021 für Nichterwerbstätige)

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Sachverhalt:

A. Seit dem 1. Januar 2012 ist A.________ (geb. 1961, geschieden; nachste-
hend: die Versicherte) bei der Ausgleichskasse des Kantons Genf als Selbstän-
digerwerbende erfasst. Im Handelsregister ist sie seit August 2000 unter der Fir-
ma "C.________", eingetragen. Ihre Einzel-unternehmung verfolgt den Zweck 
"D.________". Sie begründete per 1. Januar 2016 Wohnsitz im Kanton Schwyz. 

B. Aufgrund einer Meldung der Steuerverwaltung Schwyz hat die Ausgleichs-
kasse Schwyz Abklärungen vorgenommen sowie einen Auszug aus dem indivi-
duellen Konto eingeholt. Gemäss den Angaben der Steuerverwaltung hat die 
Versicherte im Jahr 2017 ein Vermögen von Fr. 7'514'006.-- versteuert. Aus den 
Auszügen des individuellen Kontos geht hervor, dass die Versicherte mit der 
Ausgleichskasse des Kantons Genf in den Jahren 2017 und 2018 nur die Min-
destbeträge als Selbständigerwerbende abgerechnet hat.

C. Die Versicherte wurde von der Ausgleichskasse Schwyz mit einem Schrei-
ben vom 22. September 2020 (Vi-act. 3) gebeten, den Fragebogen für Nichter-
werbstätige auszufüllen und der Ausgleichskasse Schwyz zu retournieren. 

Daraufhin wandte sich der damalige Rechtsvertreter der Versicherten mit E-Mail 
vom 19. Oktober 2020 an die Ausgleichskasse Schwyz, und teilte ihr nebst den 
Geschäftsabschlüssen der Jahre 2017 bis 2019 mit, dass die Versicherte ihr Ge-
schäft weiterhin führe (Vi-act. 4, 5, 6). Betreffend das Einkommen der Jahre 2019 
und 2020 brachte er vor, dass ein geschätztes Einkommen von Fr. 20'000.-- zu 
berücksichtigen sei.

D. Die Ausgleichskasse Schwyz hat aufgrund der ihr vorliegenden Geschäfts-
abschlüsse und Abklärungsergebnisse die Versicherte ab dem 1. Januar 2017 
als Nichterwerbstätige eingestuft (Vi-act. 7).

E. Mit provisorischen Beitragsverfügungen für Nichterwerbstätige für die Jahre 
2017 bis 2021 vom 12. Januar 2021 wurden für die Versicherte folgende Beiträge 
verfügt (Vi-act. 8 - 12): 

2017: Fr. 21'722.65
2018: Fr. 21'722.65
2019: Fr. 22'224.55
2020: Fr. 22'875.05
2021: Fr. 22'983.45

Gleichentags verfügte die Ausgleichskasse provisorisch die Verzugszinsen für 
die Jahre 2017 bis 2020.

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F. Mit Eingabe vom 11. Februar 2021 reichte die Versicherte fristgerecht Ein-
sprache (in französischer Sprache mit "freier Übersetzung") gegen die Verfügun-
gen vom 12. Januar 2021 ein und stellte folgende Anträge (Vi-act. 13):

(…) Infolgedessen und in Anbetracht des Vorstehenden werden Sie gebeten, (i) Die 
Bescheide für die Jahre 2017 und 2018 aufzuheben und neue Bescheide als unab-
hängige Person im Sinne von Art. 8 AHVG und 17 AHVV für die Jahre 2019, 2020 
und 2021 zu erlassen, unter Berücksichtigung eines Einkommens, das auf ca. 20'000 
pro Jahr geschätzt werden kann, bis die ESTV Sie über die einzuhaltenden Elemente 
informiert. (…)

G.  Die Ausgleichskasse Schwyz hat am 27. Mai 2021 definitiv wie folgt über 
die AHV-Beiträge der Versicherten als Nichterwerbstätige für die Jahre 2017-
2019 verfügt:

2017:  Fr. 20'108.30
2018:  Fr. 21'076.90
2019:  Fr. 23'516.05

H. Mit Schreiben vom 9. Juni 2021 bat die Ausgleichskasse Schwyz die Versi-
cherte weitere Unterlagen einzureichen. Da die Versicherte dieser Aufforderung 
nicht nachkam, wurde sie mit einem weiteren Schreiben vom 24. Juni 2021 daran 
erinnert, die für die Beurteilung der Einsprache relevanten Unterlagen innert 
10 Tagen einzureichen. 

I. Am 25. Juni 2021 erhob die Versicherte fristgerecht Einsprache gegen die 
definitiven Verfügungen für die Jahre 2017 bis 2019. 

J. Die Ausgleichskasse Schwyz hat mit Einspracheentscheid Nr. 1046/21 vom 
8. Juni 2022 wie folgt entschieden: 

1. Die Einsprache wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Zustellung).

K. Mit Eingabe vom 8. Juli 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt die 
Versicherte fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit folgenden Anträgen: 

1. Der Einspracheentscheid vom 8. Juni 2022 sei aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass für die Jahre 2017-2021 keine Beiträge für Nichter-
werbstätige und Verzugszinsen zu bezahlen seien.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

Zudem (Verfahrensantrag) wird die Edition der bisherigen Verfahrensakten und 
die Einsichtnahme in die vorinstanzlichen Akten beantragt. 

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L. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 12. September 2022, 
die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen gemäss Gesetz.

M. Mit Replik vom 4. Oktober 2022 hält die Beschwerdeführerin an ihren An-
trägen fest und macht darauf aufmerksam, dass die Vorinstanz nicht anwalt-
schaftlich vertreten sei und somit keinen Anspruch auf Parteientschädigung ha-
be. Zudem reicht sie eine Honorarnote ein. Mit Duplik vom 17. Oktober 2022 hält 
die Vorinstanz an ihren Anträgen fest.

N. Mit Triplik vom 28. Oktober 2022 hält die Beschwerdeführerin an ihrer Be-
schwerde fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind (vgl. § 27 
Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 
6.6.1974). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen 
Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP). Das Gericht prüft u.a. die Rechtsan-
hängigkeit oder das Vorliegen einer rechtskräftigen Verfügung oder eines rechts-
kräftigen Entscheides in der gleichen Sache (lit. g).

1.2 Die Beschwerdeführerin macht unter anderem geltend, sie habe ihre Sozia-
lversicherungsbeiträge im Kanton Genf "bis heute immer beglichen", ohne dass 
dies von einer Ausgleichskasse in Frage gestellt worden sei (Beschwerde S. 8 
Rz. 23). Ihr Beitragsstatut sei für die Jahre 2017 bis 2019 bereits rechtskräftig 
festgelegt worden. Auf rechtskräftige Verfügungen könne nur zurückgekommen 
werden, wenn diese zweifellos unrichtig und von erheblicher Bedeutung seien 
(Beschwerde S. 16 Rz. 62; vgl. Replik S. 4 Ziff. 15 ff.). Die Vorinstanz könne nicht 
autoritativ im Nachhinein die Kassenzugehörigkeit beanspruchen und rechtskräf-
tige Verfügungen anderer Ausgleichskassen übergehen. Bei Streitigkeiten über 
die Kassenzugehörigkeit sei gemäss Art. 64 Abs. 6 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 
1946 das BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) zuständig (Triplik S. 3). 

1.3.1  Eine Verfügung kann grundsätzlich nur die betroffenen Parteien binden. 
Die Vorinstanz war nicht Verfahrenspartei der Beitragsverfügungen der Aus-
gleichskasse Genf. Des Weiteren wächst grundsätzlich nur das Dispositiv einer 
Verfügung in Rechtskraft. Die rechtlichen und sachverhaltlichen Elemente als 

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(Teil der) Begründung einer Verfügung nehmen grundsätzlich nicht Anteil an der 
Rechtskraft. Hieraus folgt an und für sich, dass mit der Erhebung von Beiträgen 
nicht abschliessend über das Beitragsstatut entschieden wurde. 

1.3.2  Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 64 Abs. 6 AHVG die Auf-
fassung vertritt, der Entscheid über die Zuständigkeit der Ausgleichskasse liege 
beim BSV, trifft dies auf die vorliegende Konstellation nicht zu. Gemäss BGE 101 
V 22 (Erw. I.1.a) ist das Bundesamt (BSV) zuständig, durch eine Weisung ver-
waltungsintern verbindlich über die Kassenzugehörigkeit zu entscheiden, wenn 
zwischen verschiedenen Ausgleichskassen eine entsprechende Streitigkeit ent-
steht, bevor eine materielle Verfügung ergeht. Diese zu altArt. 127 AHVV ergan-
gene Rechtsprechung, die im Wesentlichen von Art. 64 Abs. 6 AHVG aufge-
nommen wird, hat nach wie vor Gültigkeit (SK ATSG-Kieser, Art. 35 N 27 f.; Urteil 
BGer 9C_331/2016 vom 26.9.2016 Erw. 2.2 [frz.]). Dies erscheint auch als sinn-
voll. Hat eine Ausgleichskasse bereits verfügt, erübrigt sich ein autoritativer Ent-
scheid des BSV über die Zuständigkeit. Im Rahmen einer allfälligen gerichtlichen 
Überprüfung der Verfügung der zweitverfügenden Ausgleichskasse ist (vorfrage-
weise) auch deren Zuständigkeit gerichtlich zu prüfen. Das gleiche gilt im Übri-
gen bei jeder Anfechtung der Beitragsverfügung einer Ausgleichskasse (soweit 
deren Zuständigkeit bestritten wird). 

1.4.1  Den kantonalen Ausgleichskassen werden alle Arbeitgeber und Selbstän-
digerwerbenden angeschlossen, die keinem Gründerverband einer Verbands-
ausgleichskasse angehören, ferner die Nichterwerbstätigen und die versicherten 
Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber (Art. 64 Abs. 2 AHVG). Unter 
anderem Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige, die von keiner Aus-
gleichskasse erfasst wurden, haben sich bei der kantonalen Ausgleichskasse zu 
melden (Art. 64 Abs. 5 AHVG). In Abweichung von Artikel 35 des Bundesgeset-
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 
vom 6. Oktober 2000 entscheidet bei Streitigkeiten über die Kassenzugehörigkeit 
das zuständige Bundesamt. Sein Entscheid kann von den beteiligten Ausgleichs-
kassen und vom Betroffenen innert 30 Tagen nach Erhalt der Mitteilung über die 
Kassenzugehörigkeit angerufen werden (Art. 64 Abs. 6 AHVG). 

Arbeitgeber und Selbständigerwerbende, die nicht Mitglied eines Gründerver-
bandes sind, gehören der Ausgleichskasse ihres Wohnsitzkantons bzw. des Kan-
tons, in welchem das Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat, an. Stimmt der 
Wohnsitz oder Sitz nicht mit dem Ort der Verwaltung oder des Betriebes überein, 
so kann im Einvernehmen der beteiligten Ausgleichskassen auf den Ort abge-
stellt werden, wo sich die Verwaltung, der Betrieb oder ein wesentlicher Betriebs-
teil befindet (Art. 117 Abs. 2 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenen-

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versicherung [AHVV; SR 831.101] vom 31.10.1947). Arbeitgeber und Selbstän-
digerwerbende können nur einer Ausgleichskasse angehören (Art. 117 Abs. 4 
Satz 1 AHVV).

Nichterwerbstätige haben ihre Beiträge der Ausgleichskasse ihres Wohnsitzkan-
tons zu entrichten (Art. 118 Abs. 1 erster Satzteil AHVV). 

1.4.2  Mit Urteil H 382/01 vom 26. Mai 2003 hat das Bundesgericht (vormals Eid-
genössisches Versicherungsgericht) erwogen (Erw. 3.3.2), Art. 117 Abs. 2 AHVV 
statuiere den Grundsatz der Zuständigkeit des Wohnsitzkantons bzw. des Kan-
tons, in welchem das Unternehmen seinen rechtlichen Sitz habe, zum Beitrags-
bezug. Davon sei nach der Praxis des Bundesamtes nur abzuweichen und auf 
den Ort der Verwaltung, des Betriebes oder eines wesentlichen Betriebsteils ab-
zustellen, wenn - kumulativ - die beteiligten Ausgleichskassen sich einig seien, 
Zweckmässigkeitsgründe dafürsprächen und seitens des Abrechnungspflichtigen 
keine gewichtigen Einwendungen erhoben würden. Dabei sei unter dem Ge-
sichtspunkt der Zweckmässigkeit einzig massgebend, wo die Arbeitgeberkontrol-
le am besten und einfachsten durchgeführt werden könne. Bei Selbständig-
erwerbenden ohne Arbeitnehmer sei daher regelmässig die Ausgleichskasse des 
Wohnsitzkantons für den Beitragsbezug zuständig. Art. 117 Abs. 2 zweiter Satz 
AHVV stelle lediglich eine "Kann-Vorschrift" dar. Fielen Wohnsitz resp. Sitz des 
Unternehmens und Ort der Verwaltung oder des Betriebes auseinander, komme 
nicht zwingend die hier vorgesehene Ausnahmeregelung zum Zuge. Sodann 
spreche Art. 117 AHVV ausdrücklich von den "Arbeitgebern und Selbständig-
erwerbenden". Es bestehe somit Raum für eine allenfalls nach Selbständig-
erwerbenden mit und ohne Arbeitnehmer differenzierende Zuständigkeitsord-
nung, wo der Wohnsitz oder Sitz nicht mit dem Ort der Verwaltung oder des Be-
triebes übereinstimme. In diesem Zusammenhang stelle der Ort, wo die Arbeit-
geberkontrolle am besten durchgeführt werden könnten, ein sinnvolles und ge-
eignetes Entscheidungskriterium dar. Für diese Regelung der Kassenzugehörig-
keit bei Selbständigerwerbenden ohne Arbeitnehmer spreche auch die Zustän-
digkeit des Wohnsitzkantons des Beitragspflichtigen zum Steuerbezug. Wo es 
um die Qualifikation einer Aktivität als selbständige Erwerbstätigkeit oder Nich-
terwerbstätigkeit gehe, sei schliesslich zu beachten, dass Nichterwerbstätige ihre 
Beiträge der Ausgleichskasse ihres Wohnsitzkantons zu entrichten haben (Art. 
118 Abs. 1 erster Teilsatz AHVV).

1.4.3  Angesichts der gesetzlichen Regelung und zitierten Rechtsprechung ist die 
Zuständigkeit der Vorinstanz zu bejahen. Hieran können die im Kanton Genf er-
gangenen Beitragsverfügungen nichts ändern. Einer Doppelerhebung von Bei-
trägen begegnet die Vorinstanz durch die Anrechnung der bereits im Kanton 

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Genf erhobenen Beiträge (vgl. angefochtener Einspracheentscheid Erw. 9). Bei-
zupflichten ist der Vorinstanz, dass anders zu entscheiden hiesse, einer allfälli-
gen Umgehung der Beitragspflicht Vorschub zu leisten (vgl. angefochtener Ein-
spracheentscheid Erw. 9). 

1.5 Soweit die Beschwerdeführerin die Frage einer Wiedererwägung anspricht, 
ist anzumerken, dass die Zuständigkeit für die Vornahme einer Wiedererwägung 
grundsätzlich beim Versicherungsträger liegt, der die ursprünglichen Verfügun-
gen erlassen hat. In Abweichung von dieser Regel kann allerdings auch eine bis-
her nicht beteiligte Ausgleichskasse die von einer anderen Ausgleichskasse er-
lassene Verfügung in Wiedererwägung ziehen (BGE 122 V 169 Erw. 4.b). Es 
kann vorkommen, dass nach dem Erlass der ursprünglichen Verfügung bspw. 
aufgrund eines Wohnsitzwechsels eine andere, demselben Versicherungsträger 
zuzuordnende Verwaltungseinheit zuständig wird. Dies ist vorliegend der Fall. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann in dieser Konstellation die 
neu zuständig gewordene Stelle die von einer anderen Verwaltungseinheit erlas-
sene Verfügung in Wiedererwägung ziehen. Dem liegt die Überlegung zugrunde, 
dass die AHV-Verwaltung hinsichtlich der Beitragsbestimmung als Einheit aufzu-
fassen ist (vgl. BGE 122 V 169 Erw. 4b; BGE 121 V 1 Erw. 5.b). Hinzu kommt, 
dass die Ausgleichskassen gemäss Art. 39 AHVV (in Verbindung mit Art. 14 Abs. 
4 lit. c AHVG) verpflichtet sind, nicht oder zu wenig entrichtete Beiträge nachzu-
fordern (vgl. BGE 122 V 169 Erw. 4b; BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 89). 

Die Anrechnung einer bereits verfügten Beitragsforderung durch die zweitverfü-
gende Ausgleichskasse - wie sie die Vorinstanz vorgesehen hat - führt zum glei-
chen Ergebnis wie die Wiedererwägung der Verfügung der ersten Ausgleichs-
kasse und (Neu-)Erhebung der gesamten Beitragsforderung. 

2.1 Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch oder 
freiwillig versichert ist. Obligatorisch sind nach Art. 1a Abs. 1 lit. a und b AHVV 
natürliche Personen versichert, die in der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohnsitz 
haben, und diejenigen, welche in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben 
(vgl. Scartazzini/Hürzeler, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., S. 124, 
Rz. 30).

Die Versicherte ist beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausübt. Für 
Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 
20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 
64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Die Be-
schwerdeführerin mit Jahrgang 1961 war im fraglichen Zeitraum (2017 bis 2021) 
dementsprechend beitragspflichtig.

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2.2.1  Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des 
Einkommens aus selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt 
(Art. 4 Abs. 1 AHVG). Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 
wird ein Beitrag von 4.35% erhoben (Art. 5 Abs. 1 AHVG). Vom Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit wird grundsätzlich ein Beitrag von 8.1% nach 
Art. 8 Abs. 1 AHVG erhoben, wobei bei selbständiger Erwerbstätigkeit unter Um-
ständen eine sinkende Beitragsskala nach Art. 21 AHVV zur Anwendung gelangt.

2.2.2  Nichterwerbstätige, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag gemäss 
Art. 10 Abs. 2 vorgesehen ist, bezahlen einen Beitrag entsprechend ihren sozia-
len Verhältnissen (Art. 10 Abs. 1 AHVG). Die Beiträge bemessen sich nach dem 
Vermögen und dem Renteneinkommen. Verfügt ein Nichterwerbstätiger gleich-
zeitig über Vermögen und Renteneinkommen, wird der mit 20 multiplizierte jährli-
che Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (Art. 28 Abs. 1 und 2 AHVV) 
und auf die nächsten 50'000 Franken abgerundet (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Beläuft 
sich dieser Betrag auf weniger als Fr. 300'000.--, ist der Mindestbeitrag von 
Fr. 413.-- zu bezahlen (Art. 28 Abs. 1 AHVV). 

2.2.3  Bemessen werden die Beiträge nach ihrem Vermögen und dem Ren-
teneinkommen. Verfügt ein Nichterwerbstätiger über ein Vermögen von 
Fr. 300'000.-- und mehr sowie gleichzeitig über Renteneinkommen, wird der  
jährliche Rentenbeitrag mit 20 multipliziert und zum Vermögen hinzugerechnet 
(Art. 28 Abs. 1 und 2 AHVV) sowie auf die nächsten 50'000.-- abgerundet (Art. 28 
Abs. 3 AHVV). 

2.2.4  Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr 
gilt das Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Massgebend ist das von der Aus-
gleichskasse ermittelte Renteneinkommen und das von den kantonalen Steuer-
behörden ermittelte Vermögen am 31. Dezember des Beitragsjahres (Art. 29 
Abs. 2 - 4 AHVV). Die Veranlagungen für die direkte Bundessteuer sind für die 
Ausgleichskassen verbindlich (Art. 29 Abs. 5 AHVV).

2.3.1  Personen, die nicht dauernd voll berufstätig sind, leisten Beiträge wie Nich-
terwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit de-
nen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des 
Betrages nach Art. 28 AHVV entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen 
müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach Art. 28 AHVV erreichen (Art. 10 
Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 28bis AHVV). Betroffen von dieser Bestimmung sind Per-
sonen, die entweder nicht dauernd, nicht voll, oder nicht dauernd und nicht voll 
erwerbstätig sind (vgl. Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden 
und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [nachfolgend: WSN], vom 

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1.1.2008, Stand 1.1.2020 Rz. 2039). Diese Personen müssen unter Umständen, 
nach Vornahme einer Vergleichsrechnung, Beiträge wie Nichterwerbstätige leis-
ten (WSN Rz. 2033). Die Vergleichsrechnung wird zwischen den eingezahlten 
Beiträgen und der Hälfte des hypothetischen Beitrags aufgrund der Vermögens- 
und Rentenverhältnisse vorgenommen. Ist der hypothetische Beitrag höher, so 
bezahlt die Person Beiträge wie Nichterwerbstätige (Art. 28bis AHVV; WSN 
Rz. 2041 ff.). Die Beiträge vom Erwerbseinkommen können angerechnet oder 
zurückerstattet werden (Art. 10 Abs. 3 AHVG; Art. 28bis AHVV i.V.m. Art. 30 
AHVV; WSN Rz. 2045; BGE 140 V 338 Erw. 1.1 m.w.H.). 

Nicht dauernd voll Erwerbstätige werden nach Art. 28bis Abs. 1 AHVV jedoch 
nicht als Nichterwerbstätige qualifiziert, sondern diesen beitragsmässig gleichge-
stellt (vgl. BGE 140 V 338 Erw. 1.1), d.h. an der grundsätzlichen Qualifizierung 
als selbständigerwerbende Person ändert sich nichts.

2.3.2  Als dauernd gilt eine Erwerbstätigkeit von mehr als neun Monaten im Ka-
lenderjahr (WSN Rz. 2035). Volle Erwerbstätigkeit liegt in der Regel vor, wenn für 
die (selbständige oder unselbständige) Tätigkeit ein erheblicher Teil der im be-
treffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit aufgewendet wird. Diese Voraus-
setzung ist nach der Verwaltungspraxis und Rechtsprechung erfüllt, wenn die 
beitragspflichtige Person während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit 
(also 50%) tätig ist (BGE 140 V 338 Erw. 1.2 m.w.H.; siehe auch WSN Rz. 2039). 
Im Steuerrecht wird bei ganzjähriger Vollzeittätigkeit in der Regel von 220 Ar-
beitstagen ausgegangen. 50% davon (volle Erwerbstätigkeit) entsprechen daher 
110 Arbeitstagen. Ausgehend von einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von 
rund 42 Stunden ergibt dies 8,4 Stunden pro Tag, für 110 Arbeitstage müsste 
somit ein Jahressoll von rund 924 Stunden ausgewiesen werden können, um vol-
le Erwerbstätigkeit zu begründen (VGE II 2020 115 Erw. 3.2; vgl. angefochtener 
Entscheid Erw. 5.1).

2.3.3  Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die tatsächlichen Ge-
gebenheiten und nicht die Höhe der Beiträge nach Art. 10 Abs. 1 AHVG aus-
schlaggebend für die Beurteilung, ob eine beitragspflichtige Person erwerbstätig 
ist (BGE 139 V 12 Erw. 5.2). Die volle Erwerbstätigkeit darf im Bereich der 
Selbständigkeit nicht schon aufgrund eines einfachen Vergleichs der erzielten 
Gewinne mit dem Durchschnittsverdienst aus einer entsprechenden unselbstän-
digen Erwerbstätigkeit verneint werden, wo eine selbständige Betätigung erst 
nach längerer Zeit zu Einkünften führt oder vorübergehende Ertragseinbrüche, 
Investitionen, Amortisationen oder Veränderungen die betriebliche Rechnung 
negativ beeinflussen. Die Erwerbsabsicht ist dann nicht in Frage gestellt, wenn 
die tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht auf Nichterwerbstätigkeit, 

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bloss vorgegebene Erwerbstätigkeit oder Erwerbstätigkeit unbedeutenden Um-
fangs schliessen lassen (BGE 140 V 338 Erw. 2.3.1). Hingegen kann das Fehlen 
von Einkünften ein deutlicher Hinweis dafür sein, dass Nichterwerbstätigkeit, 
bloss vorgegebene Erwerbstätigkeit oder allenfalls Erwerbstätigkeit unbedeuten-
den Umfangs vorliegt, was von Fall zu Fall aufgrund der tatsächlichen wirtschaft-
lichen Gegebenheiten zu prüfen ist. Wird eine üblicherweise erwerbliche Tätigkeit 
auf Dauer ohne Gewinn ausgeübt, so lässt das Ausbleiben des finanziellen Er-
folges regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung schliessen; denn wer 
wirklich eine Erwerbstätigkeit ausübt, wird sich in der Regel nach längeren beruf-
lichen Misserfolgen von der Zwecklosigkeit seines Unterfangens überzeugen und 
die betreffende Tätigkeit aufgeben (Urteil BGer 9C_428/2016 vom 22.5.2017 
Erw. 3.3.2). 

2.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollstän-
dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwal-
tung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über-
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 
das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und 
die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 
138 V 218 Erw. 6 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 Erw. 3.2 und 3.3; Urteil 
BGer 8C_448/2020 vom 3.3.2021 Erw. 2.4.1). 

Ab wann überwiegende Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, lässt sich kaum 
quantifizieren. Auch das Schrifttum äussert sich übereinstimmend mit der Recht-
sprechung dahingehend, dass die blosse Annahme einer Möglichkeit oder einer 
Hypothese nicht ausreicht, während anderseits auch nicht die strikte Annahme 
der zu beweisenden Tatsache (wie im Zivilprozess) zu verlangen ist (Cristina 
Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 
2020, Art. 43 N 11). Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der be-
gründeten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (Kieser, 
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 59). 

3.1 Die Vorinstanz hat den IK-Auszug der Beschwerdeführerin für die Jahre 
2017 bis 2021 beizogen (vgl. angefochtener Entscheid Erw. 4; nicht bei den Ak-
ten), welchem folgende Einträge zu entnehmen sind: 

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Beitragsjahr Beitragsmonate Einkommen Einkommensart

2017 01-12 Fr. 9'333.-- Selbständigerwerbend

2018 01-12 Fr. 9'333.-- Selbständigerwerbend

2019 01-12 Fr. 9'405.-- Selbständigerwerbend

2020 01-12 Nicht bekannt Selbständigerwerbend

2021 01-12 Nicht bekannt Selbständigerwerbend

Diese zeigen laut der Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin zwar durchge-
hend, jedoch nur in geringem Umfang tätig gewesen sei. Angesichts der sehr ge-
ringen ausgewiesenen Reingewinne der Jahre 2017 bis 2019 von Fr. 133.- bis 
Fr. 1'075.-- sowie der geringen Umsätze (Fr. 4'189.-- bis Fr. 17'750.-- inkl. Privat-
anteil Geschäftswagen von Fr. 640.--; vgl. Vi-act. 6) könne nicht von einem Min-
destpensum von 50% ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin habe mit 
E-Mail vom 5. Oktober 2021 (nicht bei den Akten) bestätigt, dass sie keine Ar-
beits- bzw. Stundenrapporte beibringen könne. Bei einem angenommenen Stun-
densatz von Fr. 100.-- belaufe sich das Arbeitspensum für das umsatzstärkste 
Jahr 2018 auf rund 177.5 Stunden, was weit unter einer halben üblichen Arbeits-
zeit von 924 Stunden liege (angefochtener Entscheid Erw. 5.1). Selbst beim von 
der Beschwerdeführerin für 2019 (für welches Jahr allerdings bereits definitive 
Umsatzzahlen vorlägen) und 2020 geltend gemachten Einkommen (recte wohl 
Umsatz) von Fr. 20'000.-- ergäben sich nur 200 Arbeitsstunden, was nicht einmal 
zwei Monaten entspreche (angefochtener Entscheid Erw. 5.2). Die von der Be-
schwerdeführerin belegten 28 Schulungsstunden änderten an der Beurteilung 
nichts (angefochtener Entscheid Erw. 5.3). Die Gewinne von lediglich Fr. 133.--, 
Fr. 1'075.-- und Fr. 236.-- in den Jahren 2017 bis 2019 sprächen aus beitrags-
rechtlicher Sicht gegen eine Erwerbsorientierung (angefochtener Entscheid 
Erw. 5.5). 

3.2.1  Die Beschwerdeführerin macht geltend, in den Jahren 2017 bis 2019 habe 
sie eine Vielzahl von Schulungen absolviert, um sich noch stärker zu spezialisie-
ren, ihre Geschäftstätigkeit zu steigern und ihre Marktposition zu verbessern. 
Diese Spezialisierungsmassnahmen hätten sich nach dem Verlust eines wich-
tigen Kunden im Jahr 2016 aufgedrängt. Die Weiterbildungen hätten einen 
Zeitaufwand von 20 % eines Vollzeitpensums dargestellt (Beschwerde S. 8 
Rz. 24 f.). Ihr durchschnittliches Honorar betrage Fr. 50.-- pro Stunde. Jede Sit-
zung bringe einen halbstündigen Aufwand für die Vor- und Nachbereitung mit 
sich. Sie schätze ihre Tätigkeit auf ein Pensum von weit mehr als 1'000 Stunden 
pro Jahr. Zu beachten sei ihre praktisch 24-stündige Erreichbarkeit und die An-
bietung der Dienstleistungen auch an Wochenenden. Umsatz und Gewinn hätten 
in den letzten Jahren gesteigert werden können. Die Preise variierten jedoch je 

12

nach Einkommen der Kundschaft. Pro Jahr stelle sie mehr als 100 Rechnungen 
aus. Sie lebe soweit als möglich vom Gewinn. Dies zeige auch die Tatsache, 
dass sich ihr Vermögen in den letzten Jahren nicht verringert habe (Beschwerde 
S. 8 f. Rz. 26 f.)

3.2.2  Diese Argumentation kann die Rechtmässigkeit der vorinstanzlichen Beur-
teilung nicht in Zweifel ziehen. Die von der Beschwerdeführerin mit der Be-
schwerde ins Recht gelegten Beilagen (Nrn. 4-8: Rechnungen, Honorarübersicht, 
Bilanz und Erfolgsrechnung) betreffen nur die Jahre 2020 bis 2021. Die bis und 
mit 2019 bereits definitiven (Umsatz-)Zahlen werden von der Beschwerdeführerin 
beschwerdeweise zu Recht nicht mehr, jedenfalls nicht substantiiert, bestritten. 

3.2.3  Für das Jahr 2020 wird ein Umsatz (unter Einschluss des Privatanteils für 
das Fahrzeug von Fr. 640.--) von Fr. 26'480.-- und ein Gewinn von Fr. 18'205.-- 
ausgewiesen, für 2021 von Fr. 22'300.-- bzw. Fr. 17'306.--. 

Dies entspricht beim von der Vorinstanz angenommenen Stundenansatz von 
Fr. 100.-- einem Arbeitspensum von rund 265 bzw. 223 Stunden. Selbst wenn 
pro Stunde im Sinne der Argumentation der Beschwerdeführerin ein gleicher 
Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung angenommen wird, resultieren bloss 
gesamte Arbeitspensen von rund 530 bzw. 446 Stunden, welche nach wie vor 
weiter unter einem halben Pensum liegen. Belege eines solchen Vor- und Nach-
bereitungsaufwandes werden von der Beschwerdeführerin indes nicht einge-
reicht. 

3.2.4  Die Beschwerdeführerin belegt den geltend gemachten Stundenansatz 
von Fr. 50.-- nicht. 

Aus den von der Beschwerdeführerin für das - vorliegend allerdings nicht interes-
sierende - Jahr 2016 eingereichten Rechnungen lässt sich für die betreffenden 
Kunden/Dienstleistungen ein Stundenansatz von Fr. 75.-- (Fr. 300.-- für eine Sit-
zung zu vier Stunden) ableiten (Bf-Beilagen 2, 4, 6 und 8 zur Replik). Selbst bei 
diesem Stundenansatz errechnet sich für das umsatzstarke Jahre 2020 
(Fr. 26'840.--) ein Arbeitspensum von nur rund 353 Stunden bzw. unter Berück-
sichtigung von Vor- und Nachbereitung von insgesamt je einer Stunde rund 706 
Stunden. Da Sitzungen offensichtlich mehrere Stunden dauern können, liesse 
sich eine solch grosszügige Berücksichtigung von Vor- und Nachbereitung pro 
Stunde (und nicht bloss pro Sitzung) nicht rechtfertigen.

Ansonsten macht die Beschwerdeführerin keine belegten Angaben zu den je-
weils verrechneten oder vereinbarten Stundenhonoraren. 

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3.2.5  Es ist nicht erkennbar, dass sich aus dem beantragten Augenschein (Re-
plik S. 3 Ziff. 10) namentlich zu den Vorbereitungsarbeiten für den Bereich der 
energetischen Handlungen entscheidrelevante Erkenntnisse ergeben könnten. 
Dieser Augenschein müsste sich - unbesehen der allfälligen persönlichkeitsrecht-
lichen Probleme des betreffenden Kunden - auf einen einzelnen Fall mit reprä-
sentativem Charakter beschränken; diese Repräsentativität müsste ihrerseits 
wieder bewiesen werden. Zudem ist ohne weiteres davon auszugehen, dass es 
sich bei einem Grossteil der Vorbereitungsarbeit um eingespielte Routineabläufe 
handeln dürfte, was den Aufwand verringert. Im Übrigen ändert sich am Ergeb-
nis, wie gezeigt (vorstehend Erw. 3.2.3), auch dann nichts, wenn eine Vorberei-
tungszeit mitberücksichtigt würde. Hierzu besteht jedoch grundsätzlich kein An-
lass, jedenfalls nicht im von der Beschwerdeführerin beanspruchten Ausmass. 

3.3.1  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend (Beschwerde S. 12 f. 
Rz. 44 ff.), die Vorinstanz hätte den Wegfall eines wichtigen Kunden und den 
damit verbundenen Ertragseinbruch nicht berücksichtigt bzw. das diesbezügliche 
Vorbringen nicht gewürdigt. Zudem habe die Vorinstanz bei ihrer Berechnung auf 
ein falsches durchschnittliches Arbeitspensum abgestellt. Gemäss Bundesamt 
für Statistik (BFS) belaufe sich der Mittelwert eines Vollzeitpensums bei Frauen in 
den Jahren 2017 bis 2021 auf 1'781 Stunden/Jahr und in der Gesundheitsbran-
che auf 1'152 Stunden/Jahr. 

3.3.2  Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid (Erw. 5.3) den geltend 
gemachten "Wegfall des Hauptkunden" und die eingereichten Belege (nicht bei 
den Akten) für die absolvierten Schulungen/Weiterbildungen explizit erwähnt und 
bei ihrer Entscheidfindung gewürdigt. Die (sinngemässe) Rüge der Verletzung 
der Begründungspflicht ist unbegründet.

3.3.3  Der geltend gemachte Wegfall eines Kunden und insbesondere die sich 
daraus ergebenden (negativen) Konsequenzen für Umsatz und Einkommen wur-
den und werden von der Beschwerdeführerin nicht ansatzweise belegt. Die für 
das Jahr 2016 eingereichten Rechnungen (Beilagen 1 bis 8 zur Replik) belaufen 
sich insgesamt auf einen Betrag von Fr. 14'700.--. Die Jahresrechnung 2016 wird 
- anders als zu den Jahren 2020 und 2021 - nicht eingereicht. Ein namhafter 
Umsatzrückgang lässt sich hieraus nicht erschliessen. Auch wenn die Beschwer-
deführerin der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Unter-
suchungsgrundsatzes anlastet (Replik S. 2 Rz. 7). Für die Beurteilung der Bei-
tragspflicht bzw. der Statusfrage der Jahre 2017 ff. sind die vorangegangenen 
Jahre zum einen grundsätzlich nicht von Bedeutung. Der Nachweis des Gegen-
teils liegt daher bei der Beschwerdeführerin. Im Weiteren ist auch auf ihre Mit-

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wirkungspflicht hinzuweisen, welcher sie im Einspracheverfahren ungenügend 
nachgekommen ist (vgl. vorstehend Ingress lit. H). Vernehmlassend weist die 
Vorinstanz (S. 3 Ziff. 6) zudem zu Recht darauf hin, dass die (nachträglich) ein-
gereichten zahlreichen Einzelrechnungen mit Beträgen zwischen Fr. 90.-- und 
Fr. 500.-- gegen eine existentielle Abhängigkeit von einem einzigen Kunden ak-
tuell wie in der Vergangenheit sprechen. 

Ebensowenig werden (substantiierte) Angaben zu den wegen des geltend ge-
machten Umsatzrückganges in die Wege geleiteten Massnahmen (Schulung; 
Kursbesuche) gemacht, die über das im Einspracheverfahren bereits Gesagte 
hinausgehen. Der Auffassung der Beschwerdeführerin, es sei hierfür ein Zeitauf-
wand von 20 % anzurechnen, kann daher nicht gefolgt werden. Abgesehen da-
von kann selbst die Gewährung eines Zuschlags von 20 % auf die vorstehend 
(Erw. 3.2.3) errechneten Stundenzahlen (rund 530 bzw. 446) zu keinem anderen 
Ergebnis führen, da die erforderlichen 924 Stunden (mit rund 636 bzw. 536 Stun-
den) nach wie vor deutlich verfehlt blieben. 

3.3.4  Die Beschwerdeführerin bezieht sich auf die Tabellen 
T 03.02.03.01.01.02.02 des BFS. Die von der Beschwerdeführerin hieraus ent-
nommenen Werte beziehen sich indes (der höhere Wert) auf die erbrachten 
Stunden der Arbeitnehmerinnen mit einem Pensum von 90 % bis 100 %. Wird 
von einem Mittel von 95 % ausgegangen, ergibt sich somit für die tiefste Stun-
denzahl (2020: 1'744) auf ein 100%-Pensum hochgerechnet eine Stundenzahl 
von 1'836 Stunden/Jahr, für die höchste Stundenzahl (2019: 1'798) von 1'893 
Stunden/Jahr, für den Mittelwert der Jahre 2017 bis 2021 von 1'781 von 1'875 
Stunden/Jahr. Diese Werte liegen mithin im Bereich bzw. deutlich über den von 
der Vorinstanz angenommenen 1'848 Stunden/Jahr bzw. 924 Stunden/pro Halb-
jahr (zum erforderlichen "Jahressoll von über 900 Arbeitsstunden" vgl. Urteil 
BGer 9C_272/2021 vom 14.10.2021 Erw. 6.1 i.Sa. Ausgleichskasse SZ vs. L.). 
Es ist auch leicht einsichtig, dass von Jahr zu Jahr variierende Zahlen mit dem 
Grundsatz der Gleichbehandlung nicht zu vereinbaren sind. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann auch nicht auf die Werte 
der Gesundheitsbranche der von ihr angewendeten Tabelle abgestellt werden, 
da es sich hierbei um die durchschnittlich von Frauen geleisteten Pensen ge-
rechnet über alle Beschäftigungsgrade handelt. 

Die jährliche und wöchentliche übliche Arbeitszeit der Vollzeiterwerbstätigen 
nach Geschlecht, Nationalität und Erwerbsstatus wird mit Tabelle 
T 03.02.03.01.03.05 ausgewiesen. Sie zeigt (beispielsweise) für das Jahr 2021 
für selbständigerwerbende Frauen bei einem Beschäftigungsgrad von 100 % ein 
Jahrespensum von durchschnittlich 2'286 Stunden (Schweizerinnen: 2'336, Aus-

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länderinnen: 2'075). Ein Abstellen auf diese Tabelle könnte der Beschwerdefüh-
rerin mithin nicht zum Vorteil gereichen. 

3.4 Für die Beurteilung, ob eine versicherte Person als nichterwerbstätig zu 
qualifizieren ist, spielt die Frage, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreitet und ob 
sie hierfür ihr Vermögen einsetzen muss, keine Rolle. Die diesbezüglichen Aus-
führungen der Beschwerdeführerin (insbesondere Replik S. 3 f. Rz. 13) können 
ihr daher nicht weiterhelfen. Abgesehen davon zeigt die Vorinstanz aufgrund ei-
ner summarischen Berechnung auf (Duplik S. 3 Ziff. 6), dass die Beschwerdefüh-
rerin auch vom Ertrag ihres Vermögens, ohne dieses anzehren zu müssen, gut 
leben kann. Dem ist beizupflichten. Der Vermögensertrag aus dem Vermögen 
von weit über Fr. 7 Mio. beläuft sich bereits bei einer Verzinsung von 1 % auf 
Fr. 70'000.--, was das Einkommen aus der selbständigen Erwerbstätigkeit um ein 
Vielfaches übersteigt. 

4. Die Ermittlung der Beiträge (vgl. angefochtener Entscheid Erw. 7.1 f.) wird 
von der Beschwerdeführerin, soweit ersichtlich, nicht bestritten, ebenso wenig die 
Vergleichsrechnung (angefochtener Entscheid Erw. 10.1), die klarerweise zu 
Gunsten einer beitragsrechtlichen Qualifizierung der Beschwerdeführerin als 
nichterwerbstätige Person spricht. 

5.1 Demnach erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist deshalb 
vollumfänglich abzuweisen.

5.2 Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leis-
tungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Es 
ist das kantonale Recht anwendbar (Art. 61 ATSG; § 71ff. VRP). Dem Verfah-
rensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfah-
rens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'000.-- der Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin vorliegend unterliegt, hat sie keinen 
Anspruch auf Parteientschädigung. Der Vorinstanz steht so oder anders kein An-
spruch auf eine Parteientschädigung zu. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'000.-- werden der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 14. Juli 2022 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 500.-- bezahlt. Den Restbetrag von Fr. 500.-- hat sie innert 
30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 
0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- die Ausgleichskasse Genf, Office cantonal des assurances sociales, 

Rue des Gares 12, Case postale 2595, 1211 Genf (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 18. November 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. November 2022