# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43cd8872-8850-502b-b84a-700d2f646401
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.08.2019 UV 2018/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-5_2019-08-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.09.2019

Entscheiddatum: 09.08.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 09.08.2019
Art. 6 UVG: Verneinung der Unfallkausalität einer Tendovaginits de Quervain 
als (Spät-)Folge oder Begleiterscheinung einer primären strukturellen 
Verletzung des streitigen Unfalls. Distorsion im Bereich des Handgelenks als 
Unfallverletzung: Die Heilung der entsprechenden Beschwerdesymtomatik 
per Datum der Leistungseinstellung ist mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. August 2019, UV 
2018/5).

Entscheid vom 9. August 2019

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers;  

Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.

UV 2018/5

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Beeler, Beeler Schuler Rechtsanwälte, 

Pilatusstrasse 30, Postfach 2119, 6002 Luzern,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Bauarbeiter bei der B.___ AG tätig und 

dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. März 2017 

meldete die Arbeitgeberin, dem Versicherten habe es am 15. März 2017 beim Beton 

Ausladen die rechte Hand und deren Finger zu weit nach hinten gedehnt (Suva-act. 1). 

Eine Erstbehandlung hatte am 16. März 2017 durch Dr. med. C.___, Allgemeinmedizin 

FMH, stattgefunden, der die Befunde Schmerzen und Schwellung im Bereich des 

distalen Unterarms dorsalseitig radial erhoben, eine Tendovaginitis rechter Unterarm 

sowie einen Status nach Distorsion Handgelenk diagnostiziert und eine 

Arbeitsunfähigkeit ab 15. März 2017 bescheinigt hatte (Suva-act. 20; vgl. auch Suva-

act. 2, 6 f.). Mit Schreiben vom 22. März 2017 sicherte die Suva dem Versicherten die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 5).

A.b Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 30. März 2017 bestätigte Dr. C.___ die 

Diagnose Tendovaginitis Oberseite rechter Unterarm und verneinte eine 

Wiederaufnahme der Arbeit (Suva-act. 8).

A.c  Am 31. März 2017 konsultierte der Versicherte erstmals Dr. med. D.___, Facharzt 

FMH Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Chirurgie und 

Handchirurgie. Dieser bestätigte zunächst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, empfahl 

jedoch am 20. April 2017 eine 50%ige Teilarbeitsfähigkeit ab 24. April bis 7. Mai 2017 

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(Suva-act. 19, 23). Ab 8. Mai 2017 bescheinigte Dr. D.___ dem Versicherten eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 19, 27). Am 6. April 2017 war beim Versicherten im 

Röntgeninstitut E.___ eine MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks durchgeführt 

worden, in welcher sich weder eine ligamentäre Ruptur oder Instabilitätskriterien im 

Handgelenksbereich noch eine ossäre Läsion/bone bruise gezeigt hatten, jedoch eine 

leichte Tenosynovitis des zweiten Strecksehnenfachs zur Darstellung gelangt war 

(Suva-act. 45). Am 12. Mai 2017 reichte Dr. D.___ der Suva einen 

Untersuchungsbericht mit der Diagnose posttraumatische Tendovaginitis de cava 

Unterarm rechts ein und teilte mit, es sei eine operative Spaltung des ersten 

Strecksehnenfachs geplant. Postoperativ werde eine Arbeitsunfähigkeit von etwa zehn 

Tagen zu 100% eintreten. Bis zum Operationstermin werde der Versicherte 

vollschichtig arbeiten (Suva-act. 26). Am 18. Mai 2017 führte Dr. D.___ die 

Handgelenksoperation durch (Suva-act. 28). Nach der angekündigten 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit ging Dr. D.___ im Untersuchungsbericht vom 23. Mai 2017 von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit ab 6. Juni 2017 aus (Suva-act. 30). Es folgten vollschichtige 

Arbeitsversuche des Versicherten, wobei er aber die Arbeit wiederholt voll aussetzte 

und ihm von Dr. D.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (Suva-act. 

31 ff., 38f., 41). In den jeweiligen Untersuchungsberichten (Suva-act. 31 f., 39, 41) hielt 

Dr. D.___ die Diagnose Restbeschwerden nach Spaltung des ersten Streckerfachs 

rechts vom 18. Mai 2017 bei posttraumatischer Tendovaginitis de Quervain nach 

Distorsion vom 5. März 2017 fest. Am 5. Juli 2017 führte er beim Versicherten eine 

Infiltration durchgeführt (Suva-act. 39). Dr. C.___ bescheinigte dem Versicherten ab 12. 

Juli 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 51).

A.d Zur Einholung einer Zweitmeinung wurde der Versicherte am 19. Juli 2017 von PD 

Dr. med. F.___, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, 

Handchirurgie, untersucht. Dieser diagnostizierte einen Verdacht auf persistierende 

Tendovaginitis de Quervain Hand rechts (dominant) (DD: protrahierter postoperativer 

Verlauf) mit/bei: Status nach Distorsions-Trauma bei der Arbeit im März 2017, Status 

nach Spaltung des ersten Strecksehnenfachs am 18. Mai 2017 und Status nach 

Kortison-Infiltration Anfang Juli 2017 bei persistierenden Beschwerden. Im 

Untersuchungsbericht hielt Dr. F.___ weiter fest, dass sich nicht selten im ersten 

Strecksehnenfach einige anatomische Varianten (mehrere Sehnen, mehrere 

Subkompartimente) fänden. Ausserdem fänden sich manchmal Ganglien im 

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Strecksehnenfach. Würden diese nicht vollständig revidiert, persistiere das Problem. 

Zwar sei im Operationsbericht explizit erwähnt, dass diese Dinge nicht vorgelegen 

hätten, dennoch habe er den Versicherten für eine MRT-Untersuchung angemeldet 

(Suva-act. 42).

A.e  Die MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks wurde am 26. Juli 2017 im 

Institut G.___ durchgeführt. Darin zeigten sich Zeichen einer Tendosynovitis des ersten 

Strecksehnenfachs, eine Peritendinitis im sechsten Strecksehnenfach und eine 

longitudinale Partialruptur der subluxierten ECU-Sehne auf Höhe des Processus 

styloideus ulnae. Weiter wurde der Verdacht auf eine nicht kommunizierende TFCC-

Läsion auf Höhe des fovealen Ansatzes gestellt (Suva-act. 48).

A.f Am 9. August 2017 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva (vgl. Suva-act. 34) 

durch Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesie, untersucht. Im 

Untersuchungsbericht vom 10. August 2017 diagnostizierte dieser persistierende 

Parästhesien und eine Schwäche im rechten Daumen nach Sehnenfachspaltung am 

rechten Vorderarm wegen posttraumatischer Tendovaginitis und erachtete eine 

Arbeitsfähigkeit in den nächsten Monaten als sehr unwahrscheinlich (Suva-act. 43).

A.g Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. I.___, Facharzt für 

Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Suva-act. 50), eröffnete die 

Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 30. Oktober 2017, dass die bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er unmittelbar vor dem 

Unfall bestanden habe, sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 23. 

September 2017 wieder erreicht gewesen. Der Schadenfall müsse, was die 

Unfallfolgen anbelange, per 1. November 2017 abgeschlossen und ein Anspruch auf 

weitere Versicherungsleistungen abgelehnt werden. Die bisherigen 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) würden auf diesen Zeitpunkt 

eingestellt. Die weiter andauernde Arbeitsunfähigkeit und die medizinische Behandlung 

gingen zu Lasten der Krankenversicherung (Suva-act. 54).

A.h Mit Schreiben vom 21. und 23. November 2017 liessen sich Dr. C.___ bzw. Dr. 

F.___ zur Leistungseinstellung der Suva vernehmen (Suva-act. 59, 65).

B.   

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B.a  Gegen die Verfügung vom 30. Oktober 2017 erhob der Versicherte, vertreten 

durch die Gewerkschaft Unia mit Eingabe vom 28. November 2017 Einsprache (Suva-

act. 62).

B.b Am 5. Dezember 2017 verfasste Dr. I.___ eine ausführliche ärztliche Beurteilung 

insbesondere zur Frage, ob strukturelle Läsionen an der rechten Hand vorliegen 

würden, die mindestens überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 15. März 2017 

zurückgeführt werden könnten (Suva-act. 66).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 5. Januar 2018 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 68).

C.   

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt A. Beeler, Fachanwalt SAV 

Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Luzern, mit Eingabe vom 31. Januar 2018 

Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) habe über den 31. Oktober 2017 

hinaus die aus dem Unfallereignis vom 15. März 2017 geschuldeten Leistungen zu 

erbringen. Sie habe insbesondere die Heilkosten zu übernehmen und Taggelder auf der 

Basis der vom behandelnden Arzt attestierten Arbeitsunfähigkeit auszurichten (act. G1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G3).

C.c  Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik (act. G4 f.).

Erwägungen

1.  

1.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

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Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) hat der 

Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 

(BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; Alexandra Rumo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen deckt (BGE 134 V 111 E.2, 127 V 103 E. 5b/

bb, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 

58 f.). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 

Rz. 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung 

von Versicherungsleistungen um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 

Beweislast für den Wegfall der vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen 

Kausalität - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

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Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 

117 V 263 f. E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur 

für Verletzungen, welche damals thematisiert worden waren und somit Gegenstand der 

Anerkennung bildeten (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, 

E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 

6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die Parteien 

im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 55).

1.2  

1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen anerkannt, dass der 

Beschwerdeführer am 15. März 2017 einen Unfall im Sinne des Gesetzes mit einer 

schädigenden Einwirkung auf die rechte Hand und deren Finger erlitten hat und hat 

dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. März 2017 Heilkosten- und 

Taggeldleistungen zugesichert (vgl. Art. 10 und 16 UVG; Suva-act. 5). Dies geschah 

offensichtlich basierend auf der in der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 

angegebenen Unfallbeschreibung "Finger Hand beim Beton Ausladen zu weit nach 

hinten gedehnt" und gestützt auf die darin als Schädigung angeführte Verdrehung/

Verstauchung der Mittelhand und der Finger rechts (Suva-act. 1). Weiter hatte der 

Beschwerdegegnerin ein Zeugnis von Dr. C.___ für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

vom 16. bis 17. März 2017 vorgelegen (Suva-act. 2). Mit ärztlichem Zwischenbericht 

von Dr. C.___ vom 30. März 2017 erfuhr die Beschwerdegegnerin erstmals von der 

Diagnose Tendovaginitis Oberseite rechter Unterarm und einer fortdauernden 

100%igen Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 8). Am 19. April 2017 reichte Dr. C.___ das 

Arztzeugnis UVG mit den Diagnosen Tendovaginitis rechter Unterarm und Status nach 

Distorsion Handgelenk sowie einer noch unbekannten Arbeitsunfähigkeitsdauer ein. Er 

bejahte in Bezug auf die von ihm anlässlich der Erstbehandlung vom 16. März 2017 

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erhobenen Befunde (Schmerzen und Schwellung distaler Unterarm dorsalseitig radial) 

nur das teilweise Vorliegen von Unfallfolgen und vermerkte eine wahrscheinliche 

Überbeanspruchung (Suva-act. 20). Am 12. Mai 2017 reichte Dr. D.___ der 

Beschwerdegegnerin einen Untersuchungsbericht mit der Diagnose posttraumatische 

Tendovaginitis de cava Unterarm rechts ein und teilte mit, es sei eine operative 

Spaltung des ersten Strecksehnenfachs geplant. Postoperativ werde eine 

Arbeitsunfähigkeit von etwas zehn Tagen zu 100% eintreten (Suva-act. 26). Am 18. Mai 

2017 nahm Dr. D.___ beim Beschwerdeführer bei der Indikation einer 

posttraumatischen Tendovaginitis de Quervain nach zurückliegender Distorsion vom 

15. März 2017 eine Spaltung des ersten Streckerfachs Handgelenks rechts vor (Suva-

act. 28). Am 19. bzw. 23. September 2017 liess die Beschwerdegegnerin die 

Unfallkausalität der Tendovaginitis de Quervain kreisärztlich durch Dr. I.___ prüfen 

(Suva-act. 50).

1.2.2 Auch wenn angesichts des in Erwägung 1.2.1 dargelegten Sachverhalts die 

Tendovaginitis de Quervain bereits ab dem 30. März 2017 in den Akten der 

Beschwerdegegnerin vermerkt war, ergibt sich dennoch aus den Akten, dass sie ihre 

gesetzliche Leistungspflicht in Bezug auf eine auf den Unfall vom 15. März 2017 

zurückzuführende strukturelle Läsion an der Hand des Beschwerdeführers, konkret in 

Bezug auf die Tendovaginitis de Quervain, erst nach dem protrahierten postoperativen 

Verlauf mit persistierenden Parästhesien und einer Schwäche im rechten Daumen 

rechtsgenüglich durch ihren kreisärztlichen Dienst beurteilen liess (vgl. dazu 

Sachverhalt A.c - A.g; Suva-act. 50). Vor der Operation lagen der Beschwerdegegnerin 

keine Angaben medizinischer Fachpersonen vor, aus denen ein Sachverhalt 

entsprechend einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallkausalität der Tendovaginitis 

de Quervain hervorgegangen wäre (vgl. insbesondere Suva-act. 8, 20, 42). Erst mit der 

kreisärztlichen Beurteilung von Dr. I.___ vom 23. September 2017 vermochte die 

Beschwerdegegnerin diesbezüglich eine abschliessende Würdigung vorzunehmen. 

Auch wenn die Beschwerdegegnerin die Operationskosten übernahm und für die 

ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten (vgl. Suva-act. 22, 27) weiter 

Taggeldleistungen erbrachte, kann damit die Anerkennung einer Leistungspflicht nicht 

explizit auf die Tendovaginitis de Quervain bezogen werden. Die Beweislast hinsichtlich 

der Frage, ob es sich bei dieser um eine beim Unfall vom 15. März 2017 erlittene 

Verletzung gehandelt hat, liegt somit beim Beschwerdeführer (vgl. Erwägung 1.1). Eine 

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Anerkennung einer Leistungspflicht ist hingegen mit dem Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 22. März 2017 für eine Verdrehung/Verstauchung der 

rechten Hand und deren Finger erfolgt (vgl. Suva-act. 1, 5).

2.  

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden 

Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, 

von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und 

BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 

und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) 

geben keinen formellen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn 

Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit eines Berichts oder Gutachtens eines 

versicherungsinternen Arztes, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 

470 E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 

2012, 8C_592/20012, E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 

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8C_510/2007, E. 7.5.4). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine 

Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. I.___ erstellt wurden 

(Suva-act. 50, 66), beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung 

mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 

18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Dass Dr. I.___ erst nach Erlass der Verfügung 

vom 30. Oktober 2017 im Rahmen des Einspracheverfahrens einen ausführlichen 

Bericht verfasst hat, d.h. bei Erhebung der Einsprache unter Berücksichtigung 

derselben mit der Einreichung eines solchen beauftragt wurde, entspricht der gängigen 

Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin und ist entgegen der Auffassung des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (vgl. act. G1, Ziff. 14) nicht zu beanstanden. 

Das hatte insbesondere auch den Vorteil, dass Dr. I.___ die seither zu den Akten 

gelegten Stellungnahmen von Dr. C.___ (Suva-act. 62-12) und Dr. F.___ (Suva-act. 65) 

mitberücksichtigen konnte. Es kann nicht gesagt werden, Dr. I.___ habe im Zeitpunkt 

des Verfassens eines ausführlichen Berichts nach Erlass der angefochtenen Verfügung 

seine Neutralität bzw. Objektivität verloren (vgl. BGE 122 V 157 E. 1c). Hinweise auf 

eine voreingenommene oder sonst wie sachfremde Beurteilung ergeben sich weder 

aus der Beurteilung vom 5. Dezember 2017 (Suva-act. 66) noch werden solche vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers konkret dargetan. Die zur Diskussion stehende 

ärztliche Beurteilung wurde insbesondere in Kenntnis der Vorakten ("Aktenmässiger 

Verlauf") abgegeben und enthält eine ausführliche Begründung der vorliegend strittigen 

und von Dr. I.___ verneinten Frage des Vorliegens unfallkausaler struktureller Läsionen. 

Dr. I.___ als Facharzt der Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

kann die fachliche Qualifikation für die medizinische Würdigung des konkreten Falles 

nicht abgesprochen werden. Seine Fachrichtungen beinhalten die Behandlung von 

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie von Unfallverletzungen, also 

auch von Verletzungen der Hände. Die Handchirurgie befasst sich zwar als 

Spezialgebiet der Chirurgie mit Beeinträchtigungen der Handfunktion. Dafür sind aber 

die Kreisärzte und Kreisärztinnen der Beschwerdegegnerin nach ihrer Funktion und 

beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin grundsätzlich genügend 

qualifiziert. Da sie in dieser Funktion ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche 

Körperschädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen sowie Heil- und 

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Therapieverläufe prüfend beobachten bzw. diesbezüglich Empfehlungen und 

Einschätzungen abgeben, verfügen sie über besonders ausgeprägte traumatologische 

Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 

8C_510/2007, E. 7.5.4.), welche im konkreten Fall gefragt sind. Angesichts der obigen 

Darlegungen sprechen keine formellen Gründe gegen den Einbezug der kreisärztlichen 

Aktenbeurteilungen von Dr. I.___. Ob letztlich auf die Aktenbeurteilungen abgestellt 

werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiellrechtlichen Beurteilung bzw. 

Beweiswürdigung zu prüfen.

3.  

3.1 Wegweisend und in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur definiert Dr. 

I.___ in der ärztlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2017 (Suva-act. 66) insbesondere 

die gesundheitliche Störung der Tendovaginitis de Quervain, d.h. ihre klinische 

Symptomatik, die durch sie hervorgerufenen organischen Veränderungen und ihre 

Ätiologie. Die Krankheit der Tendovaginitis des ersten Strecksehnenfachs sei erstmalig 

vom schweizerischen Chirurgen Fritz de Quervain 1895 beschrieben worden. Als 

Ursache für deren Entstehung werde eine übermässige Beanspruchung der Sehnen 

des Musculus abductor pollicis longus und Musculus extensor pollicis brevis infolge 

intensiver Belastung angenommen; seltener sei ein akuter Beginn nach Schlag oder 

distaler Radiusfraktur. Der abnützungsbedingte Prozess führe über eine anfängliche 

unspezifische entzündliche Schwellung des Sehnengleitgewebes zur Einengung des 

Strecksehnenfachs. Die schmerzhafte Behinderung der Gleitfähigkeit der Sehnen sei 

selbstunterhaltend. Klinisch bestünden starke, teils schneidende Schmerzen im 

radialen dorsalen Handgelenk, welche bei Bewegung des Daumens zunehmen würden. 

Die Krankheit sei meist einseitig. Die Ausführungen von Dr. I.___ zeigen auf, dass es 

sich bei einer Tendovaginitis de Quervain im Regelfall um ein krankheitsbedingtes 

Leiden handelt, welches als unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär, 

d.h. als (Spät-)Folge oder Begleiterscheinung einer primären Verletzung vorkommt, 

einem Schlag auf das Handgelenk oder einer distalen Radiusfraktur. Laut Dr. I.___ kann 

die alleinige Überdehnung/Zerrung des Handgelenks diese Erkrankung bzw. die 

Entzündung nicht herbeiführen (vgl. zur Überlastung als vorwiegender Ursache 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage Berlin 2017, S. 1782; Roche 

Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1808; Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

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Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 751). Nachfolgend gilt es mithin die 

Frage zu beantworten, ob die Tendovaginitis de Quervain des Beschwerdeführers mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch eine beim Unfall vom 

15. März 2017 erlittene traumatische Verletzung im Bereich des ersten 

Strecksehnenfachs ausgelöst wurde oder degenerativer Natur bzw. die Folge einer 

Überbeanspruchung ist.

3.2 Grundsätzlich passt gerade die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers auf 

dem Bau, bei der insbesondere die oberen Extremitäten schwer belastet sind, zu einer 

degenerativen Genese bzw. krankheitsbedingten Störung infolge Überbeanspruchung.

3.3 Dr. I.___ knüpft bezüglich der Beantwortung der Frage, von welcher Kausalität 

(Krankheits- oder Unfallkausalität) im konkreten Fall mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist, angesichts der Ausführungen in 

Erwägung 3.1 überzeugend und schlüssig am Unfallmechanismus und den unfallnah 

gestellten Diagnosen an. In der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 (Suva-act. 

1) wird das Unfallereignis vom 15. März 2017 als Überdehnung der Finger bzw. der 

Hand ("Finger Hand beim Beton ausladen zu weit nach hinten gedehnt") beschrieben. 

Unter der Rubrik "Schädigung" ist eine Verdrehung/Verstauchung notiert. Gemäss 

Arztzeugnis UVG vom 19. April 2017 gab der Beschwerdeführer Dr. C.___ eine 

plötzliche Verrenkung an. Der Hausarzt diagnostizierte sodann bereits anlässlich der 

Erstbehandlung am 16. März 2017 eine Tendovaginitis rechter Unterarm, bejahte 

lediglich das teilweise Vorliegen von Unfallfolgen und notierte eine wahrscheinliche 

Überbeanspruchung (Suva-act. 20). Anlässlich der MRT-Untersuchung des rechten 

Handgelenks vom 6. April 2017 im Röntgeninstitut E.___ zeigten sich sodann weder 

eine ligamentäre Ruptur oder Instabilitätskriterien im Handgelenksbereich noch eine 

ossäre Läsion/bone bruise. Es bestätigte sich nur die leichte Tenosynovitis (Suva-act. 

45). Angesichts dieser Aktenlage kommt Dr. I.___ zum überzeugenden Schluss, dass 

nirgends erwähnt sei, dass ein Gegenstand auf die betroffene Sehnenscheide gefallen 

wäre oder der Beschwerdeführer dort seinen Arm angeschlagen hätte (Suva-act. 50), 

und auch eine Radiusfraktur ausgeschlossen werden könne (Suva-act. 66). Die 

Tendovaginits de Quervain des Beschwerdeführers sei damit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ein Überlastungsproblem (Suva-act. 66).

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3.4 In Bezug auf die unfallnah erhobene Tendovaginitis de Quervain hält Dr. I.___ 

sodann überzeugend fest, dass das vom Beschwerdeführer geschilderte Ereignis der 

Verrenkung des Handgelenks nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet sei, 

innert 24 Stunden eine Tendovaginitis bzw. Sehnenscheidenentzündung auszulösen 

(Suva-act. 66). So erscheint es ohne Weiteres plausibel, dass sich bei einer Distorsion 

eine Entzündung als sekundäre Folge des Traumas zuerst entwickeln muss und nicht 

unmittelbar auftritt. Die dargelegten zeitlichen Verhältnisse sprechen also ebenfalls 

gegen eine überwiegend wahrscheinliche Tangierung des ersten Strecksehnenfachs im 

Zusammenhang mit der unbestrittenermassen erlittenen Distorsionsverletzung im 

Bereich des rechten Handgelenks.

3.5 Insgesamt ergeben sich damit aus den Akten keine objektiven Gesichtspunkte, 

welche Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung 

aufkommen lassen und auf eine unfallbedingte Tendovagnitis de Quervain hinweisen 

würden. Die Wahrscheinlichkeit einer durch den Unfall bedingten Tendovagnitis de 

Quervain ist insgesamt betrachtet deutlich geringer als eine krankheitsbedingte 

Tendovagnitis de Quervain. Die fragliche Krankheit stellt damit nur eine mögliche, 

jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfallereignisses vom 15. März 

2017 dar.

3.6 Die Untersuchungsberichte von Dr. D.___ vom 21. April 2017, 12. und 23. Mai 2017, 

9. und 26. Juni 2017 sowie 5. und 12. Juli 2017 (Suva-act. 23, 26, 30 ff., 39, 41) und 

der Untersuchungsbericht sowie die Stellungnahme von Dr. F.___ vom 19. Juli bzw. 23. 

November 2017 (Suva-act. 42, 65) vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern. 

Der in der Diagnose der Untersuchungsberichte von Dr. D.___ verwendete Begriff 

"posttraumatisch" wird im medizinischen Sprachgebrauch zwar häufig 

gleichbedeutend mit "unfallkausal" verwendet. Nach üblichem, allgemein geläufigem 

Sprachverständnis wird der Ausdruck "post" oft aber auch mit der zeitlichen Abfolge - 

unter Ausschluss des Verhältnisses von Ursache und Wirkung - in Verbindung 

gebracht. Vor diesem Hintergrund ist in jedem Einzelfall zu prüfen, welche Bedeutung 

dem Begriff "posttraumatisch" beizumessen ist (Urteile des Bundesgerichts vom 2. Mai 

2018, 8C_856/2017, E. 5.3, und 20. August 2014, 8C_524/2014, E. 4.3.3 mit 

Hinweisen). Da Dr. D.___ in seinen Untersuchungsberichten nicht explizit zur Frage der 

Unfallkausalität Stellung nimmt bzw. seine Berichte keine Begründung für eine allfällige 

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Unfallkausalität liefern, ist davon auszugehen, dass er "posttraumatisch" im Sinne von 

"erst nach dem Unfall entstanden" verwendete. Anlässlich der Untersuchung von Dr. 

F.___ vom 19. Juli 2017 (Suva-act. 42) liessen sich sodann zwar Befunde für eine 

persistierende Tendovaginits de Quervain rechts erheben (palpationsdolente 

Schwellung über dem ersten Strecksehnenfach der rechten Hand, Finkelsteinzeichen 

weiterhin stark positiv), doch stellt er diese in einen Zusammenhang mit der 

postoperativen Situation und nicht mit dem Unfall vom 15. März 2017. In 

Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) befasst sich Dr. F.___ auch in 

seiner Stellungnahme vom 23. November 2017 (Suva-act. 65) ausschliesslich mit dem 

postoperativen gesundheitlichen Verlauf und begründet die Ansicht, die 

Leistungseinstellung sei verfrüht, lediglich damit, dass eine neurologische Abklärung 

und weitere Operation indiziert seien. Zur Frage der Unfallkausalität der 

Sehnenscheidenentzündung äussert sich Dr. F.___ mit keinem Wort. Kein Beweiswert 

kommt schliesslich der Feststellung von Dr. C.___ in seiner Stellungnahme vom 20. 

November 2017 zu, seines Erachtens würden weiterhin ausschliesslich Unfallfolgen 

vorliegen, welche die aktuellen Beschwerden des Beschwerdeführers erklären würden 

(Suva-act. 62-12). Auch diese Feststellung erfolgte ohne jegliche Begründung. Dass die 

andauernde Tendovaginitis de Quervain-Problematik die Beschwerden des 

Beschwerdeführers zu begründen vermag, wird nicht angezweifelt, doch bedarf es für 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin eben deren Unfallkausalität.

4.  

Es sind auch keine sonstigen strukturellen Läsionen an der rechten Hand ausgewiesen, 

welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 15. März 2017 

zurückgeführt werden können und einer Leistungseinstellung per 31. Oktober 2017 

entgegenstehen. Gegen eine Unfallkausalität der in der MRI-Untersuchung des rechten 

Handgelenks vom 26. Juli 2017 im Institut G.___ erwähnten strukturellen 

Gesundheitsschäden einer Partialruptur der subluxierten ECU-Sehne und einer TFCC-

Läsion (Suva-act. 48) spricht, dass diese weder im früheren, unfallnahen MRT-

Untersuchungsbericht vom 6. April 2017 des Röntgeninstituts E.___ (Suva-act. 45) 

noch im Operationsbericht vom 27. Juli 2017 von Dr. D.___ (Suva-act. 28) erwähnt 

sind. Im MRT-Untersuchungsbericht vom 6. April 2017 wird die TFCC explizit als nicht 

rupturiert beschrieben (Suva-act. 45). Eine traumatische Verletzung ist jedoch in der 

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Regel echtzeitlich am besten sichtbar. Nachfolgend schliesst der Heilungsprozess an, 

was normalerweise zu einer stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen 

führt. Im MRI-Untersuchungsbericht vom 18. Mai 2017 wird die TFCC-Läsion im 

Übrigen lediglich als "Verdacht" ausgesprochen. In einer Verdachtsdiagnose ist jedoch 

nur eine mögliche organische Ursache zu sehen, welche den im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen vermag (Locher/Gächter, a.a.O., § 

70 N. 58 f.). Aufgrund des Gesagten gelangt Dr. I.___ zum schlüssigen Ergebnis, dass 

an der rechten Hand keine strukturellen Läsionen vorliegen würden (Suva-act. 66). Die 

Beschwerdegegnerin weist im Übrigen in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2018 

(act. G3) zutreffend darauf hin, dass den obgenannten Befunden ärztlicherseits im 

Zusammenhang mit den anhaltenden Beschwerden offenbar ohnehin keine Bedeutung 

beigemessen wurde (vgl. Suva-act. 65). Die ECU-Sehne verläuft jedenfalls nicht 

innerhalb des ersten Strecksehnenfachs, wo die Beschwerdeproblematik des 

Beschwerdeführers lokalisiert ist, sondern im sechsten.

5.  

5.1 Gemäss Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 (Suva-act. 1) und Arztzeugnis 

UVG vom 19. April 2017 (Suva-act. 20) hat hingegen der Beschwerdeführer beim Unfall 

vom 15. März 2017 eine Distorsionsverletzung im Bereich des rechten Handgelenks 

erlitten. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin bezüglich dieser 

Unfallverletzung zu Recht per 31. Oktober 2017 ihre Versicherungsleistungen 

eingestellt hat.

5.2 Bei der Distorsion handelt es sich um eine Weichteilverletzung, die sich zwar 

beispielsweise durch den Unfallmechanismus erklären oder anhand klinisch erhobener 

Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelverhärtungen - 

objektivieren lässt; sie muss aber - wie im konkreten Fall - nicht von einer strukturellen 

Läsion begleitet sein (vgl. Debrunner, a.a.O., s. 412; Roche Lexikon, a.a.O., S. 357). Es 

ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass Weichteilverletzungen wie Distorsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit verbundenen 

Beschwerden gänzlich zurückbilden (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 412). Diese 

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medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen des im Sozialversicherungsrecht zur 

Anwendung gelangenden Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden (Locher/

Gächter, a.a.O., § 70 N. 58 f.). Dies hat insbesondere für den Nachweis des 

Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen zu gelten, bei dem es sich um einen 

hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten 

bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2). 

Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische 

Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von 

der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche 

präsentieren.

5.3 In den vorliegenden Akten finden sich keine Hinweise, welche bezüglich des 

Heilverlaufs der vom Beschwerdeführer beim Unfall vom 15. März 2017 erlittenen 

Weichteilverletzung im Bereich des rechten Handgelenks auf einen Ausnahmefall 

hinweisen. Was die Schwere der Distorsion angeht, sind weder besondere, 

erschwerende Tatbestandselemente erwähnt noch werden solche geltend gemacht. 

Eine Distorsion kann sich durch verschiedene Schweregrade auszeichnen, kann also 

durchaus auch nach einer geringfügigen Einwirkung auftreten. Die Unfallbeschreibung 

in der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 "zu weit nach hinten gedehnt" (vgl. 

Suva-act. 1) deutet jedenfalls nicht auf ein schweres Trauma hin. In den zeitlich 

betrachtet unfallnahen medizinischen Akten sind sodann keine auf eine schwere 

Distorsion hinweisende Befunde vermerkt. Abgesehen von Schmerzen und einer 

Schwellung konnten anlässlich der Erstuntersuchung vom 16. März 2017 durch Dr. 

C.___ keine weiteren Befunde erhoben werden (Suva-act. 20). Bereits Dr. C.___ 

diagnostizierte im Übrigen basierend auf den vorgenannten Befunden eine 

Tendovaginitis rechter Unterarm, welche sich in der MRT-Untersuchung vom 6. April 

2017 bestätigte (Suva-act. 45) und auch von Dr. D.___ im Untersuchungsbericht vom 

21. April 2017 als Diagnose festgehalten wurde (Suva-act. 23). In den nachfolgenden 

medizinischen Akten ist sodann nur noch von der Tendovaginitis de Quervain als 

Schmerzursache die Rede. Die "Verrenkung" wurde bereits im Arztzeugnis UVG von 

Dr. C.___ nur unter der Rubrik "Angaben des Patienten" erwähnt und in den 

nachfolgenden Untersuchungsberichten ist die Distorsion lediglich als Status-Diagnose 

aufgeführt. Mit einer solchen wird einzig ausgesagt, dass der Beschwerdeführer beim 

Unfall vom 15. März 2017 eine Distorsion durchgemacht hat, hingegen nichts über 

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deren Folgen. Andauernde Beschwerden aufgrund der Distorsionsverletzung werden 

also in den medizinischen Akten gar nie diskutiert. Angesichts des dargelegten 

Sachverhalts hält Dr. I.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2017 

schlüssig fest, dass die beim Unfall erlittene Zerrung regelrecht nach sechs Wochen 

abgeklungen sei (Suva-act. 66).

5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Folgen der vom Beschwerdeführer 

beim Unfall vom 15. März 2017 erlittenen Distorsion im Bereich des rechten 

Handgelenks mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per Datum 

der Leistungseinstellung vom 31. Oktober 2017 abgeheilt waren und die 

Leistungseinstellung auch unter diesem Gesichtspunkt nicht zu beanstanden ist.

6.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. Januar 2018 abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.08.2019
	Art. 6 UVG: Verneinung der Unfallkausalität einer Tendovaginits de Quervain als (Spät-)Folge oder Begleiterscheinung einer primären strukturellen Verletzung des streitigen Unfalls. Distorsion im Bereich des Handgelenks als Unfallverletzung: Die Heilung der entsprechenden Beschwerdesymtomatik per Datum der Leistungseinstellung ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. August 2019, UV 2018/5).

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