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**Case Identifier:** add24a57-1f34-5376-93eb-3f742f327326
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.04.2024 200 2023 785
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-785_2024-04-02.pdf

## Full Text

200 23 785 IV
KOJ/PES/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. April 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im November 2005 unter Hinweis auf eine seit 
dem 23. August 2005 bestehende krankheitsbedingte Behinderung erst-
mals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-
Stelle Bern [nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). 
Nach einer interdisziplinären Begutachtung im Jahr 2006 (act. II 21 f., 23 f.) 
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Januar 2007 bei einem Inva-
liditätsgrad von 33 % einen Anspruch auf eine Rente (act. II 27). Die dage-
gen erhobene Beschwerde (act. II 30) wies das Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern mit Urteil vom 13. November 2007 (IV 67841; act. II 35) ab. 
Das Urteil blieb unangefochten.

Auf eine im April 2008 erfolgte Neuanmeldung trat die IV-Stelle mit Verfü-
gung vom 8. Oktober 2008 nicht ein (act. II 37, 49). Diese Verfügung blieb 
unangefochten. 

Am 13. November 2018 meldete sich die Versicherte ein weiteres Mal bei 
der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, dies unter Hinweis auf 
Schmerzen im Rücken, in beiden Schultern und Füssen sowie an einer 
Hand (act. II 55). Die IV-Stelle nahm in der Folge erwerbliche sowie medi-
zinische Abklärungen vor und holte einen Bericht des zuständigen Sozial-
dienstes ein (act. II 63, 69, 73, 79 f.). Am 4. Juni 2019 teilte die IV-Stelle 
der Versicherten mit, gemäss den getätigten Abklärungen könnten keine 
Eingliederungsmassnahmen mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden 
(act. II 82). Im weiteren Verlauf liess die IV-Stelle die Versicherte durch das 
Begutachtungszentrum B.________ multidisziplinär begutachten (siehe 
MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2019 inkl. interdisziplinärer Gesamt-
beurteilung, Teilgutachten und Beilagen [act. II 94.1 - 94.9]) und im An-
schluss durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Haushalt/ 
Erwerb erstellen (Bericht vom 24. Januar 2020 [act. II 98]). Darin wurde 
– ausgehend von einem Status von 20 % Erwerb und 80 % Haushalt – im 
erwerblichen Bereich eine Einschränkung von 10 % und im Haushalt eine 

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solche von 0.3 % ermittelt, was gewichtet einen Invaliditätsgrad von 2 % 
ergab (act. II 98 S. 8). Mit Verfügung vom 24. März 2021 verneinte die IV-
Stelle bei einem Invaliditätsgrad von 2 % den Anspruch auf eine Invaliden-
rente (act. II 143). Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde 
(act. II 144 S. 3 ff.) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern bei ei-
nem ermittelten Invaliditätsgrad von 6 % mit Urteil vom 23. Juli 2021 
(IV/2021/293; act. II 149) ab. Dieses Urteil blieb unangefochten.

Im Juli 2022 meldete sich die Versicherte mit Einreichung eines Revisions-
fragebogens erneut zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung an 
(act. II 159). Nach Einholung aktueller Berichte der behandelnden Ärzte 
(vgl. act. II 170, 176 S. 3 ff, 179, 180 S. 2, 188, 193, 196) und Rücksprache 
mit dem RAD (act. II 181 - 184) erachtete die IV-Stelle eine bidisziplinäre 
Verlaufsbegutachtung in den Fachdisziplinen Psychiatrie und Rheumatolo-
gie als erforderlich (act. II 185). Die Auftragsvergabe erfolgte nach dem 
Zufallsprinzip an die Dres. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, und D.________, Facharzt für Rheumatologie sowie für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation (act. II 191 f.). Mit Mitteilung vom 
31. Mai 2023 hielt die IV-Stelle gegenüber der Versicherten fest, gemäss 
ihren Abklärungen seien zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich 
(act. II 198). Am 6. Juni 2023 kamen der IV-Stelle die in Auftrag gegebenen 
medizinischen Gutachten (das rheumatologisches Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 10. Mai 2023 [act. II 200.1] und das psychiatrische Gut-
achten von Dr. med. C.________ vom 25. Mai 2023 samt interdisziplinärer 
Gesamtbeurteilung [act. II 199.1]) zu. Nach entsprechendem Vorbescheid 
(act. II 203) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Versicherten mit 
Verfügung vom 26. September 2023 erneut ab. Eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustands seit der letzten massgeblichen Verfügung vom 
24. März 2021 sei nicht ausgewiesen (act. II 207).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 30. Oktober (Postaufga-
be am 3. November) 2023 Beschwerde mit den sinngemässen Rechtsbe-
gehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine 

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Invalidenrente zuzusprechen. Zudem stellte sie einen Antrag auf unentgelt-
liche Rechtspflege.

In der Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2023 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 7. Dezember 2023 wurde das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen. 
Die Beschwerdeführerin leistete in der Folge fristgerecht den verfügten 
Gerichtskostenvorschuss.

Am 8. Februar 2024 kam dem Verwaltungsgericht eine Eingabe der 
Beschwerdegegnerin samt Beilage (Akten der Beschwerdegegnerin 
[act. IIA] 1) zu. Ein Doppel inkl. Beilage ging in der Folge an die Beschwer-
deführerin.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

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i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
26. September 2023 (act. II 207). Streitig und zu prüfen ist, ob die Be-
schwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung vom Juli 2022 (vgl. 
act. II 159) Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). 

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-

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heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 
2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 257 E. 4.2.1). Liegt auch unter dem 
Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädi-
gung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normati-
ven Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindern-
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen 
Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 
S. 297), welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 
S. 298) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsras-
ter ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Anerkennung eines rentenbe-
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus-
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-
derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit die materi-
ell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

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40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine 
Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur 
Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 
IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Mo-
nat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt.

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.4 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Neuanmeldung oder Rentenrevision stellt 
sich unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der an-
wendbaren Invaliditätsbemessungsmethode, welche sich aus dem Status 
ergibt. Dieser bestimmt sich nach Art. 24septies Abs. 1 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) nach 
den erwerblichen Verhältnissen, in denen sich die versicherte Person be-
finden würde, wenn sie nicht gesundheitlich beeinträchtigt wäre. Gemäss 
Art. 24septies Abs. 2 IVV gilt eine versicherte Person als erwerbstätig nach 
Art. 28a Abs. 1 IVG, wenn sie im Gesundheitsfall eine Erwerbstätigkeit 
ausüben würde, die einem Beschäftigungsgrad von 100 % oder mehr ent-
spricht (lit. a). Die versicherte Person gilt als nicht erwerbstätig nach 
Art. 28a Abs. 2 IVG, wenn sie im Gesundheitsfall keine Erwerbstätigkeit 
ausüben würde (lit. b) respektive als teilerwerbstätig nach Art. 28a Abs. 3 
IVG, wenn sie im Gesundheitsfall eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, die 
einem Beschäftigungsgrad von weniger als 100 % entspricht (lit. c). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 

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Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1).

2.5 Gemäss Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG richtet sich die Bemessung 
des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. 
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Der Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgra-
des massgebenden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrektur-
faktoren (Art. 28a Abs. 1 Satz 2 IVG). Gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG wird bei 
nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und 
denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
für die Bemessung des Invaliditätsgrades in Abweichung von Art. 16 ATSG 
darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen (spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; vgl. auch 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicher-
ten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen 
Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben-
bereich tätig, so wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen. Gemäss Art. 27bis Abs. 1 
IVV werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstäti-
gen die Invaliditätsgrade in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und in Bezug auf 
die Betätigung im Aufgabenbereich zusammengezählt. Für die Berechnung 
des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss 
Art. 27bis Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätig-
keit, die einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, hochgerechnet 
(lit. a), das Einkommen mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, 
die einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, berechnet und ent-

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sprechend an die massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst 
(lit. b) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungs-
grades, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, ge-
wichtet (lit. c). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die 
Betätigung im Aufgabenbereich wird nach Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozen-
tuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich 
im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid ge-
worden wäre, ermittelt (lit. a) und der Anteil nach lit. a anhand der Differenz 
zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Abs. 2 lit. c und einer Vollerwerbs-
tätigkeit gewichtet (Abs. 3 lit. b).

2.6 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Die Behandlung der Eintretensfrage durch die 
Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten 
streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Juli 2022 
(act. II 159) eingetreten und hat über den Leistungsanspruch materiell ent-
schieden (act. II 207). Die Frage des Eintretens auf die Neuanmeldung ist 
deshalb – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beurteilen (E. 2.6 erster 
Absatz in fine hiervor). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den 
für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich 
vorliegend durch Vergleich des Sachverhalts zur Zeit der Verfügung vom 
24. März 2021 (act. II 143) mit demjenigen, der sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 26. September 2023 (act. II 207) entwickelt 
hat. 

3.2 Die Verfügung vom 24. März 2021 (act. II 143) stützte sich in me-
dizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das polydisziplinäre MEDAS-Gut-
achten vom 21. Oktober 2019 (act. II 94.1 - 94.9) samt Ergänzung vom 
28. September 2020 (act. II 116.1). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit lagen damals ein multilokuläres Schmerzsyndrom, eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradig (ICD-10: F33.0), 
sowie eine Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41) vor (act. II 94.1 S. 9). Nach einer eingehenden Konsens-
besprechung kamen die Gutachter damals zum Schluss, bezogen auf ein 
vollschichtiges Arbeitsvolumen bestehe aufgrund der depressiven Störung 
respektive des labilen psychischen Zustands sowie der Schmerzproblema-
tik sowohl in Bezug auf die angestammte Tätigkeit als auch in Bezug auf 
eine adaptierte Tätigkeit seit Juli 2017 eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 30 %. Angepasst sei eine körperlich wechselbelastende 
Tätigkeit ohne körperlich schwere und häufig mittelschwere Belastungen 

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und ohne repetitive Überkopfarbeiten (Kopfreklination). In einer diesen Kri-
terien angepassten Tätigkeit lasse sich aus neurologischer Sicht mit dem 
organischen Beschwerdekern – der einen etwas erhöhten Pausenbedarf 
und eine leicht reduzierte Belastbarkeit plausibilisiere – bei vollschichtig 
zumutbarer Arbeitsfähigkeit eine Leistungseinschränkung von 10 % be-
gründen. Diese sei nicht additiv zur 30%igen Leistungseinschränkung aus 
psychiatrischer Sicht (act. II 94.1 S. 14 f.).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 26. September 2023 (act. II 207) im Wesentlichen auf die bidis-
ziplinäre (Verlaufs-)Beurteilung durch die Dres. med. D.________ und 
C.________ vom Mai 2023 (act. II 199.1 und 200.1). Diese ergab als Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig eine rezidivierende 
depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradi-
ger Episode (ICD-10: F33.0). Zudem wurden aus psychiatrischer Sicht als 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Schmerzstörung mit körperli-
chen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) sowie akzentuierte 
(histrionische) Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1) festgehalten 
(act. II 199.1 S. 23). In somatischer Hinsicht fanden sich keine Diagnosen 
mit länger dauernder Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurden ausgeprägte 
Zeichen eines somatisch nicht erklärbaren Schmerzsyndroms, eine mus-
kuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits, ein chronisches zervikover-
tebrales Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen der HWS mit 
Spondylarthrosen und Diskopathien HWK4 bis HWK6, ein chronisches 
lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit begleitenden ansatztendinotischen 
Beschwerden am medialen dorsalen Beckenkamm beidseits und spondy-
logener Schmerzausstrahlung in beide Beine bei beginnenden Diskopathi-
en LWK3 bis SWK1 und Spondylarthrosen LWK3 bis SWK1 beidseits, 
Spreizfüsse, ein Hallux valgus beidseits sowie ein Status nach Arthroskopie 
des rechten Handgelenks mit Débridement, Ulnaverkürzungsosteotomie, 
Exzision eines dorsalen Handgelenksganglions sowie partieller Denervati-
on des Handgelenks am 3. Juli 2020 bei ulnokarpalem Impaktionssyndrom 
im Bereich des rechten Handgelenks mit grosser TFCC-Läsion und dorsa-
lem Handgelenksganglion rechts (act. II 200.1 S. 16). Die somatischen 
Diagnosen würden den klinischen Untersuchungsbefunden entsprechen, 

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wobei bezüglich der Nacken- und Kreuzschmerzen festzuhalten sei, dass 
aktuell weder klinische Zeichen einer segmental symptomatischen Disko-
pathie noch eines Facettensyndroms oder einer Radikulärsymptomatik vor-
lägen. Im Vordergrund stünden weiterhin die typischen klinischen Befunde 
eines somatisch nicht erklärbaren Beschwerdebildes, wie sie in der Dia-
gnoseliste aufgeführt seien. Dazu passe auch der fehlende positive Thera-
pieeffekt nach der Operation vom 3. Juli 2020 (act. II 200.1 S. 16 f.). 

In der Aktenlage werde stellenweise die Diagnose eines Complex Regional 
Pain Syndromes (CRPS) erwähnt. Sie sei ursprünglich am 16. November 
2020 als Verdachtsdiagnose geäussert worden, weil die rechte im Ver-
gleich zur linken Hand leicht geschwollen und ganz leicht livide verfärbt 
gewesen sei. Im rheumatologischen Teilgutachten vom 12. September 
2019 und damit präoperativ sei allerdings bereits festgehalten, dass das 
Hautkolorit rechts gegenüber links diskret etwas livide sei. Sodann seien in 
der kernspintomographischen Untersuchung des rechten Handgelenks am 
31. Dezember 2020 keine Verdachtsmomente bezüglich eines CRPS 
geäussert worden. Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Handchirur-
gie, habe in seinen Berichten vom 10. Juni und 7. November 2022 ohne 
weitere Begründung die Diagnose CRPS aufgeführt und diese in seinem 
Bericht vom 10. Januar 2023 – ebenfalls ohne Begründung – wieder weg-
gelassen. Aus gutachterlicher rheumatologischer Sicht sei die Diagnose 
nicht zu bestätigen (act. II 200.1 S. 17).

Der Therapieverlauf mit weiterhin fehlendem Ansprechen auf somatisch 
ausgerichtete Behandlungsmassnahmen operativer, medikamentöser, phy-
siotherapeutischer und ergotherapeutischer Art passe zu einem im Vorder-
grund stehenden somatisch nicht erklärbaren Beschwerdebild (act. II 200.1 
S. 17). In Übereinstimmung mit den Angaben im rheumatologischen Teil-
gutachten vom 12. September 2019 sei weiterhin von einer verminderten 
Belastbarkeit der zervikalen und lumbalen Wirbelsäule auszugehen, dies 
im Sinne eines somatischen Kerns entsprechend den dargestellten dege-
nerativen Veränderungen. Zusammenfassend würden die qualitativen und 
quantitativen Einschränkungen des rheumatologischen Teilgutachtens vom 
12. September 2019 bestätigt. Der Versicherten seien weiterhin nur noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 13

körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere und bezüglich der Hals-
wirbelsäule und Lendenwirbelsäule rückenadaptierte Tätigkeiten ohne 
Zwangshaltungen rekliniert und vornüber geneigt und ohne wiederholte 
Bück- und Torsionsbewegungen möglich (act. II 200.1 S. 18). Ohne 
Berücksichtigung einer vorübergehenden postoperativen Arbeitsunfähigkeit 
in der Grössenordnung von drei Monaten (Juli bis September 2020) beste-
he aus rein rheumatologischer Sicht weiterhin keine begründbare Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit (act. 200.1 S. 19). Der Gesundheitszu-
stand habe sich aus rein rheumatologischer Sicht seit dem 24. März 2021 
nicht verschlechtert (act. II 200.1 S. 20).

Während der psychiatrischen Untersuchung hätten Mimik und Gestik im-
mer wieder Schmerzen im Bereich der rechten Hand, aber auch der thora-
kolumbalen Wirbelsäule angedeutet. Den rechten Arm habe die Versicherte 
zum Teil bewegungslos angewinkelt am Oberkörper gehalten, teilweise 
aber auch völlig normal bewegen können, beispielsweise am Ende der Ex-
ploration, wenn sie sich mit einem Schmerzgebaren vom Stuhl erhoben 
und sich dabei mit beiden Händen auf den Stuhllehnen abgestützt habe. 
Insgesamt sei in diagnostischer Hinsicht von einer chronischen Schmerz-
störung mit körperlichen und psychischen Anteilen auszugehen. Aufgrund 
der beschriebenen Diskrepanzen und Inkonsistenzen sei der Schweregrad 
des somatoformen Anteils an der chronischen Schmerzstörung jedoch als 
gering zu beurteilen (act. II 199.1 S. 23 f.). 

Anamnestisch liessen sich die Symptome der zeitweise bedrückt-traurigen, 
zeitweise fröhlichen, zeitweise nervösen und gereizten Stimmung, der ver-
minderten Energie, der häufigen Müdigkeit, der schmerzbedingten Durch-
schlafstörung, der Vergesslichkeit, der verminderten Konzentrationsfähig-
keit, des verminderten Appetits mit gleichzeitiger Gewichtszunahme von 
15 kg seit 2 Jahren sowie des geringen Selbstwertgefühls und des zeitwei-
ligen Gefühls einer allgemeinen Sinnlosigkeit eruieren. Diese Symptome 
erfüllten die zur Diagnosestellung einer depressiven Episode notwendigen 
Kriterien. In ursächlicher Hinsicht seien für die Depression die andauernden 
Schmerzen zu nennen, zudem aber auch die 4.5 Monate dauernde Inhaf-
tierung der Tochter im Jahr 2020 sowie die erste konflikthafte Ehe mit ei-
nem gewalttätigen Mann. Während der aktuellen Untersuchung sei die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 14

Stimmung beim Gespräch über die Beschwerden zweitweise bedrückt und 
traurig gewesen, beim Gespräch über Themen ausserhalb des Beschwer-
debereichs sei die Stimmung jedoch aufgehellt. Die Versicherte habe dann 
immer wieder lächeln und ein paar wenige Male verhalten lachen können. 
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren sei der Schweregrad der De-
pression aktuell als leichtgradig zu beurteilen. Dazu passend sei die Tatsa-
che, dass sich anamnestisch keine andauernd bedrückt-traurige oder ge-
reizt-aggressive Stimmung, zudem auch keine andauernd verminderte 
Energie sowie insbesondere keine Freud-, Lust- oder Interesselosigkeit 
nachweisen liessen. Es komme hinzu, dass die psychosoziale Funktions-
fähigkeit in der Beziehung mit ihren drei Kindern, aber auch ihren beiden 
Schwestern und dem Bruder als auch mit einer Nachbarin und fünf bis 
sechs guten Freundinnen resp. ehemaligen Arbeitskolleginnen als weitge-
hend intakt betrachtet werden könne. Ebenfalls gegen einen mittelgradigen 
oder gar schweren Schweregrad der Depression spreche die Tatsache, 
dass die Versicherte über einen Tagesablauf berichte, dem zu entnehmen 
sei, dass sie die anfallenden Alltagsarbeiten ohne grössere Probleme be-
wältigen könne. Aufgrund der längeren Dauer der Depression sei in dia-
gnostischer Hinsicht insgesamt von einer rezidivierenden depressiven 
Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode 
auszugehen. Auffallend dabei sei die Tatsache, dass sich ab Februar 2020 
infolge der (offenbar wegen Drogendelikten) erfolgten Inhaftierung der 
Tochter während 4.5 Monaten vorübergehend eine Verschlechterung der 
depressiven Beschwerden entwickelt habe (act. II 199.1 S. 24). 

Während der aktuellen Untersuchung sei eine Dramatisierungstendenz und 
zeitweise auch eine histrionische Ausgestaltungstendenz aufgefallen. In 
diagnostischer Hinsicht sei von akzentuierten histrionischen Persönlich-
keitszügen auszugehen. Diese hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit (act. II 199.1 S. 24 f.). 

Im Vergleich mit den Befunden des psychiatrischen Teilgutachtens vom 
19. September 2019 liessen sich keine relevanten Diskrepanzen erkennen. 
Vom aktuell behandelnden Psychiater Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, würden im Bericht vom 14. November 
2022 eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 15

Episode sowie chronische Schmerzen des rechten Handgelenks und der 
Wirbelsäule diagnostiziert. Im Vergleich mit den Befunden jenes Berichts 
liessen sich aktuell keine Antriebslosigkeit sowie keine andauernd bedrück-
te Stimmungslage und insbesondere keine relevanten kognitiven Defizite 
nachweisen. Diese unterschiedliche Einschätzung der Beschwerden lasse 
die diskrepante Einschätzung des Schweregrads der Depression weitge-
hend erklären. Im Bericht des behandelnden Psychiaters würden zudem 
keine Angaben betreffend den Verlauf gemacht, obwohl eine rezidivierende 
depressive Störung diagnostiziert werde. Dies sei als nicht nachvollziehbar 
zu betrachten (act. II 199.1 S. 25).

Des Weiteren sei ein Bericht des ehemals behandelnden Psychiaters Di-
pl. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu 
nennen. In diesem sei eine bipolare Störung Typ II mit Mischzuständen 
sowie eine Double-Depression mit persistierender Depression und typi-
scher submissiv-feindseliger Persönlichkeitsveränderung diagnostiziert 
worden. Im Vergleich mit den Befunden jenes Berichts lasse sich aktuell 
keine ständige starke Trauer sowie keine Kraft- oder Teilnahmslosigkeit 
und auch keine Anhedonie nachweisen. In jenem Bericht werde zudem das 
Springen von einem Thema zum anderen als hypomanisches Syndrom 
diagnostiziert. Dieses Symptom alleine könne jedoch keine hypomanische 
oder manische Phase begründen. Die Diagnose einer bipolaren Störung 
lasse sich weder aufgrund der aktuellen Untersuchung noch aufgrund der 
im Bericht selbst genannten Befunde bestätigen. Es lasse sich auch kein 
schwerer Schweregrad der Depression objektivieren. In den Berichten der 
aktuell und früher behandelnden Psychiater sei keine Symptomvalidierung 
vorgenommen worden, was als nicht nachvollziehbar zu betrachten sei, 
zumal während der aktuellen Untersuchung als auch während der gutach-
terlichen Untersuchung von 2019 erhebliche Diskrepanzen und Wider-
sprüchlichkeiten in den Angaben der Versicherten hätten festgestellt wer-
den müssen (act. II 199.1 S. 25 f.). 

Schliesslich lägen diverse Berichte von Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Praktischer Arzt, vor. Im jüngsten 
Bericht vom 16. März 2020 würden keine Befunde beschrieben, so dass 
dazu keine Stellungnahme erfolgen könne. Es werde eine rezidivierende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 16

depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode diagnostiziert. Diese 
werde jedoch vorwiegend auf die subjektiv geklagten Beschwerden der 
Versicherten abgestützt, was als nicht zulässig zu betrachten sei. Gleiches 
gelte für den Bericht vom 20. Mai 2019. Vor allem liessen sich aufgrund der 
aktuellen Untersuchung keine reduzierten sozialen Kontakte nachweisen, 
auch keine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit sowie keine andauernd 
bedrückt-traurige Stimmung (act. II 199.1 S. 26).

Bei der Versicherten liessen sich auch Ressourcen erkennen. Diesbezüg-
lich sei insbesondere die weitgehend intakte psychosoziale Funktionsfähig-
keit zu nennen. In der Persönlichkeitsstruktur könnten zudem keine 
schwerwiegenden Psychopathologien festgestellt werden, welche als Hin-
weise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung gewertet werden 
könnten. Es liessen sich zudem keine schwerwiegenden psychiatrischen 
Komorbiditäten feststellen. Das Fähigkeitsniveau sei aus psychiatrischer 
Sicht gemessen am Ratingbogen MINI-ICF-APP als leichtgradig einge-
schränkt zu beurteilen. Insbesondere seien die Durchhaltefähigkeit, bis zu 
einem gewissen Grad auch die Durchsetzungsfähigkeit sowie die Flexibi-
lität und Umstellungsfähigkeit als eingeschränkt zu beurteilen. Die übrigen 
Items des Ratingbogens MINI-ICF-APP könnten als nicht relevant einge-
schränkt betrachtet werden. An Funktionseinschränkungen zu nennen sei-
en die Beschwerden von Seiten der rezidivierenden depressiven Störung 
mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne so-
matischem Syndrom. Diese führten zu einer verminderten psychophysiolo-
gischen Belastbarkeit und dadurch auch einer verminderten Arbeitsfähig-
keit. Bezüglich der Standardindikatoren sei festzuhalten, dass in der Kate-
gorie funktioneller Schweregrad die Gesundheitsschädigung bezüglich der 
Depression als leichtgradig ausgeprägt zu beurteilen sei. Ein relevanter 
Behandlungserfolg sei bis heute nicht eingetreten, trotz der bisher erfolgten 
Therapien. Komorbiditäten liessen sich indes nicht nachweisen. Im Bereich 
der Persönlichkeit liessen sich keine relevanten schwerwiegenden Psycho-
pathologien erkennen. Im Bereich sozialer Kontext lasse sich eine weitge-
hend intakte psychosoziale Funktionsfähigkeit feststellen. In der Kategorie 
Konsistenz seien diverse Inkonsistenzen und Widersprüchlichkeiten festzu-
stellen. Es müsse auch von einer ungleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen ausgegangen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 17

werden. Allein aufgrund des ausgewiesenen Leidensdrucks auf Basis der 
Behandlungs- und Eingliederungsanamnese sei von einem leichtgradigen 
Leidensdruck auszugehen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren wie-
sen die Standardindikatoren auf keine schwerwiegende psychiatrische 
Krankheit hin. Zudem sei der somatoforme Anteil an der chronischen 
Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen als sehr gering 
zu beurteilen. Diesem komme kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu 
(act. II 199.1 S. 27 f.). 

Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei auf die Beschwerden der de-
pressiven Störung respektive des labilen psychischen Zustands zurückzu-
führen. Bei einer Tätigkeit benötige die Versicherte vermehrt Erholungszeit. 
Seit dem psychiatrischen Teilgutachten vom September 2019 bis heute sei 
unverändert von einer 30%igen Verminderung der Leistungsfähigkeit bei 
einem vollen Arbeitspensum auszugehen. Im Jahr 2020 sei es vorüberge-
hend zu einer etwas höheren Leistungseinschränkung von schätzungswei-
se 40 % während etwa fünf Monaten ab Februar 2020 gekommen 
(act. II 199.1 S. 28). Unter Berücksichtigung des rheumatologischen Be-
lastbarkeitsprofils und der Tatsache, dass aus rein rheumatologischer Sicht 
von Juli bis September 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher 
Tätigkeit bestanden habe, könne als gemeinsame Konsensbeurteilung die-
jenige des psychiatrischen Gutachtens uneingeschränkt übernommen wer-
den. Eine Addition lasse sich nicht begründen, da bei der Beeinträchtigung 
durch die Depression die Schmerzen bereits mitberücksichtigt würden 
(act. II 199.1 S. 35). 

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 18

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). 

Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch 
eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. 
Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den medizinischen Unterlagen zu entneh-
menden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstell-
ten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend 
auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – be-
zieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und 
schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige 
Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in 
der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer 
früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber 
ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustan-
des stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident 
ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (SVR 
2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 19

tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 
E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

3.5 Die der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2023 
(act. II 207) zugrundeliegenden Gutachten der Dres. med. D.________ und 
C.________ vom Mai 2023 (act. II 199.1 und 200.1; vgl. E. 3.3 hiervor) er-
füllen sämtliche der in E. 3.4 hiervor genannten, von der Rechtsprechung 
an solche Expertisen gestellten Anforderungen. Sie sind im Hinblick auf die 
streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vor-
akten abgegeben worden. In der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation sind sie einleuch-
tend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begründet. Sodann setzen 
sie sich überzeugend mit der neuanmeldungsrechtlich relevanten Frage 
nach einer gesundheitlichen Veränderung im hier massgebenden Zeitraum 
auseinander. Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Gutach-
ten sprechen würden, sind keine ersichtlich. Der Umstand, dass die behan-
delnden Ärzte die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin anders beurtei-
len als die Gutachter (vgl. Beschwerde Abs. 2), ist nicht geeignet, die Gut-
achten in Frage zu stellen und zum Anlass weitere Abklärungen zu neh-
men, da sich in den Berichten der behandelnden Ärzte – wie auch in den 
übrigen Akten – nichts findet, was von den Gutachtern unerkannt oder un-
gewürdigt geblieben wäre. 

Dies gilt auch für die beschwerdeweise eingereichten resp. im Beschwer-
deverfahren eingegangenen neuen Berichte der behandelnden Ärzte, die 
– soweit sie die Zeit bis zur angefochtenen Verfügung betreffen – vorlie-
gend miteinzubeziehen sind. Neue oder veränderte Befunde finden sich 
weder in den seit der Begutachtung vom Mai 2023 neu erstellten Berichten 
des Dr. med. E.________ vom 11. September 2023 (act. II 206), 31. Okto-
ber 2023 (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3) und 30. Januar 2024 
(act. IIA 1) noch in der ärztlichen Stellungnahme von Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Neurochirurgie, vom 9. Oktober 2023 (act. I 2). Das MRI vom 
30. November 2022 (act. II 200.2), auf das sich Dr. med. I.________ im 
Wesentlichen stützt, lag den Gutachtern vor und wurde bei der gutachterli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 20

chen Beurteilung berücksichtigt (vgl. rheumatologisches Gutachten vom 
10. Mai 2023 [act. II 200.1] S. 8 f. und S. 16). Gleiches gilt mit Blick auf den 
ärztlichen Bericht von Dr. med. F.________ vom 27. September 2023 
(act. I 4). Darin werden unverändert zu seinem Bericht vom 14. November 
2022 (act. II 179) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
schwere Episode ohne psychotische Symptome, sowie chronische 
Schmerzen des rechten Handgelenks und der Wirbelsäule diagnostiziert. 
Diese Beurteilung des Dr. med. F.________ war den Gutachtern anlässlich 
der Begutachtung bekannt und es fand im psychiatrischen Teilgutachten 
denn auch eine explizite Auseinandersetzung damit statt, mit dem Ergeb-
nis, dass der Beurteilung einer schweren Depression nicht gefolgt werden 
kann (act. II 199.1 S. 25; vgl. act. II 199.1 S. 24). Im Übrigen lässt sich 
die divergierende Einschätzung des behandelnden Psychiaters damit er-
klären, dass er – ohne sich mit diesen Diskrepanzen kritisch auseinander-
zusetzen – von anamnestischen Angaben ausgeht, die im Widerspruch zur 
detailliert erhobenen Anamnese im psychiatrischen Teilgutachten stehen 
(z.B. puncto soziale Isolation; vgl. act. II 199.1 S. 17 Ziff. 3.2.7).

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Gutachten der Dres. 
med. D.________ und C.________ vom Mai 2023 (act. II 199.1 und 200.1) 
zu Recht in medizinischer Hinsicht volle Beweiskraft zuerkannt. Ob der 
medizinisch-psychiatrischen Folgenabschätzung einer Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % bei als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig diagnosti-
zierter rezidivierender depressiver Störung mit chronischem Verlauf und 
gegenwärtig leichtgradiger Episode (ICD-10: F33.0) aus rechtlicher Sicht 
gefolgt werden kann (vgl. hierzu BGE 148 V 49), braucht vorliegend nicht 
abschliessend beurteilt zu werden. Der medizinische Sachverhalt hat sich 
seit der Verfügung 24. März 2021 (act. II 143) nicht relevant verändert. Was 
die von Dr. med. C.________ attestierte dreimonatige Arbeitsunfähigkeit 
nach der Operation vom 3. Juli 2020 anbelangt, liegt dies nicht im hier 
massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor). Ein anderer Revi-
sions- resp. Neuanmeldungsgrund wird nicht geltend gemacht. Liegt seit 
der letzten rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung vor, so ist die 
Beschwerde so oder anders abzuweisen (vgl. E. 2.6 hiervor). Doch selbst 
wenn man einen Revisionsgrund in Bezug auf den Status annehmen wür-
de, da die Zwillingssöhne der Beschwerdeführerin bei Erlass der angefoch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 21

tenen Verfügung bereits 15 Jahre alt (act. II 55 S. 2) und damit weniger 
betreuungsbedürftig waren und man deswegen zu Gunsten der Beschwer-
deführerin neu von einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausge-
hen würde, resultierte selbst unter Berücksichtigung der gutachterlich attes-
tierten Arbeitsunfähigkeit von 30 % kein rentenbegründender Invaliditäts-
grad. Da das Einkommen, das die Beschwerdeführerin 2023 als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte, aufgrund ihrer Erwerbsbiografie mit verschie-
densten Tätigkeiten in kleinen Pensen unterbrochen von Arbeitslosigkeit 
(vgl. act. II 165) nicht hinreichend genau bestimmt werden kann, wären 
vorliegend Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen (vgl. Art. 26 Abs. 4 i.V.m. Art. 26bis Abs. 2 IVV). 
Damit erübrigte sich deren genaue Ermittlung. Der Invaliditätsgrad ent-
spräche diesfalls dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung 
eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 nicht publi-
zierte E. 6.2 des Entscheids des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 
8C_104/2021). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur 
noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV 
von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten 
Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 
31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). Da dies im Falle der Be-
schwerdeführerin nicht zutrifft, betrüge deren Invaliditätsgrad nach dem 
Dargelegten maximal 30 %. Damit erübrigen sich Weiterungen zur Frage 
der juristischen Massgeblichkeit der psychiatrischen Arbeitsunfähigkeitsbe-
urteilung im Sinne einer Indikatorenprüfung wie auch zum Status. Eine In-
validität in rentenbegründendem Ausmass ist so oder anders zu verneinen. 

3.6 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung der Beschwer-
degegnerin vom 26. September 2023 (act. II 207) nicht zu beanstanden. 
Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2024, IV/23/785, Seite 22

hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.