# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b97949ec-996e-56b4-9af7-29c0b4639248
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-09
**Language:** de
**Title:** Die Beschwerdegegnerin erklärte mit Beschwerdeantwort, dass der angefochtene Entscheid (teilweise) in Wiedererwägung gezogen werde. Da kein formeller Wiedererwägungsentscheid vorliegt, ist das Verfahren nicht gegenstandslos geworden. Bei der angeführten Wiedererwägung handelt es sich um einen Antrag.
**Docket/Reference:** UV.2015.00079
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2015.00079.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2015.00079
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Wyler
Urteil
vom
9. November 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Christian
Leupi
Grossenbacher
Rechtsanwälte AG
Zentralstrasse 44, 6003 Luzern
In Erwägung,
dass
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
mit Verfügungen vom 21.
Dezember 2012
(
Urk.
10/204)
und 2
0.
März 2013
(
Urk.
10/237)
bzw.
Ein
spracheentscheid
vom 3
1.
März 2015 (
Urk.
2)
X.___
eine auf einer Integritätseinbusse von 7,5
%
basierende Entschädigung
zusprach
und einen Rentenanspruch
verneinte
,
dass
X.___
mit Beschwerde
vom 1
1.
Mai 2015 beantragte,
der
Ein
spracheentscheid
vom 31. März 2015 und die diesem zugrunde liegende Verfü
gung vom 20. März 2013 seien insoweit aufzuheben, als der Beschwerdeführe
rin keine Invalidenrente zugesprochen wird und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1),
dass die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
September 2015 mit
teilte, dass
an der Verneinung des Rentenanspruchs nicht festgehalten werden könne, weshalb
sie den
Einspracheentscheid
vom 3
1.
März 2015
betreffend
die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Wiedererwägung ziehe und weitere Abklärungen durchführen und hernach über den Anspruch auf eine Invali
denrente neu entscheiden werde,
dass das
Beschwerdeverfahren
daher
als gegenstandslos geworden abzuschreiben sei (
Urk.
9),
dass die Beschwerdegegnerin keinen formellen Wiedererwägungsentscheid erlassen hat (vgl. Telefonnotiz vom 1
4.
Oktober 2015,
Urk.
15),
dass
der angefochtene
Einspracheentscheid
von der Beschwerdegegnerin somit betref
fend Rentenanspruch nicht formell aufgehoben wurde, weshalb
die von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort
angeführte
Wiedererwägung als Antrag auf Rückweisung der Sache
-
zu weiteren Abklärungen
-
zu qualifi
zieren ist,
dass
sich
die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom
3.
November 2015
mit einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegner
in einverstanden erklärte (Urk.
1
8
),
dass der übereinstimmende Antrag der Parteien auf Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Klärung des Rentenanspruchs in Übereinstimmung mit der Akten- und Rechtslage steht
(vgl. insbesondere Gutachten der MEDAS
Y.___
vom 1
3.
Oktober 2014,
Urk.
10/299-304
,
Stellungnahme von Dr.
me
d. Z.___
, Facharzt FMH für Rheumatologie
,
von der M
EDAS
Y.___
vom
1.
September 2015
,
Urk.
9a)
,
dass somit die Beschwerde in dem Sinne
gutzuheissen
ist, dass der angefochtene
Ein
sprachenentscheid
vom 3
1.
März 2015
betreffend
Rentenzusprache
aufzuheben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese – al
-
lenfalls
nach weiteren Abklärungen – über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu entscheide,
dass
nach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen gilt (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat,
welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen ist (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über
das
Sozialversiche
rungsgericht
),
dass sich der von der Rechtsvertreter
in
der Beschwerdeführerin geltend gemachte Aufwand von 13,5 Stunden und Barauslagen von Fr. 121.50 (
Urk.
18)
als angemessen erweist,
dass die Beschwerdegegnerin daher zu verpflichten ist, der Beschwerdeführerin eine P
rozessentschädigung in Höhe von Fr. 3‘338.80 (inkl. Barauslagen und
MWSt
, [13
,5
x Fr. 220.-- +
Fr.
121.50] x 1,08]) zu bezahlen,
erkennt das Gericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne
gutgeheissen
, dass der angefochtene
Einspracheent
scheid
vom 3
1.
März 2015 betreffend Rentenanspruch aufgehoben und die Sache an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt zurückgewiesen wird, damit diese über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu entscheide.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessentschä
digung
von
Fr.
3'338.80
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
-
Rechtsanwalt Christian
Leupi
unter Beilage des Doppels von
Urk.
18
-
Bundesamt für Gesundheit
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still:
vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstWyler