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**Case Identifier:** 01d62744-fef3-526b-94b3-a6991a467d20
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.01.2018 200 2017 624
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-624_2018-01-19.pdf

## Full Text

200 17 624 IV
SCJ/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Januar 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Jan. 2018, IV/17/624, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihre berufliche Tätigkeit bei der C.________ unfallver-
sichert, als sie sich gemäss Schadenmeldung am 2. Februar 2009 bei ei-
nem Sturz vom Bürostuhl eine Prellung am rechten Oberarm zuzog (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin {act. II} 
6.50]). Die C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht und kam für die 
Folgen der Arbeitsunfähigkeit und Heilbehandlung auf. Insbesondere ge-
stützt auf die orthopädisch-handchirurgischen Gutachten der Dres. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, und E.________, Facharzt für Chirurgie, vom 
12. März 2014 (act. II 33.5) und 9. Mai 2014 (act. II 33.4) stellte die 
C.________ mit Verfügung vom 17. September 2014 (act. II 34) die Tag-
geldleistungen per 30. November 2010 ein und lehnte eine Übernahme der 
Heilungskosten nach dem 31. Dezember 2011 ab, was sie mit Einspra-
cheentscheid vom 5. Januar 2015 (act. II 37.2) bestätigte. Die dagegen 
erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, 
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, mit Urteil vom 10. Dezember 
2015, UV/2015/143, ab. Auf eine hiergegen erhobene Beschwerde trat das 
Bundesgericht (BGer) mit Entscheid vom 23. Februar 2016, 8C_29/2016) 
nicht ein. Die Versicherte liess am 26. Oktober 2017 bezüglich VGE 
UV/2015/143 beim Verwaltungsgericht ein Revisionsgesuch stellen. Dieses 
trat mit Urteil vom 6. November 2017, UV/2017/947, auf das Revisionsge-
such nicht ein.

B.

Bereits am 15. Dezember 2010 (act. II 3) meldete sich die Versicherte unter 
Hinweis auf seit dem Unfall vom 2. Februar 2009 bestehende Beschwerden 
der rechten Hand, des rechten Armes und der rechten Schulter bei der IVB 
zum Leistungsbezug an. Diese zog die Akten der C.________ bei und 
tätigte berufliche und medizinische Abklärungen. Gestützt auf den Aktenbe-

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richt von Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 10. Juni 2015 (act. II 42) 
holte die IVB bei Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, ein psychiatrisches Gutachten vom 27. Oktober 2016 (act. II 
56.1) ein. Mit Vorbescheid vom 7. November 2016 (act. II 57) stellte sie der 
Versicherten die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Nach hier-
gegen erhobenen Einwänden (act. II 58, 66) holte die IVB bei Dr. med. 
F.________ eine Aktenbeurteilung vom 15. März 2017 (act. II 73) ein und 
verfügte am 24. Mai 2017 (act. II 74) dem Vorbescheid entsprechend.

C.

Mit Eingabe vom 30. Juni 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, hiergegen Beschwerde. Sie beantragt, in Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, ein polydisziplinäres aktuelles orthopädisches, neurologisches, 
psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben. Eventualiter seien ihr beruf-
liche Massnahmen sowie eine Rente zuzusprechen. Der Beschwerde bei-
gelegt waren u.a. diverse medizinische Unterlagen (vgl. Akten der Be-
schwerdeführerin [act. I]). Am 1. Juli 2017 liess die Versicherte ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtpflege einreichen. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 16. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde.

In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Rechtsbe-
gehren fest. Die Beschwerdeführerin reichte mit Replik vom 14. September 
2017 und Eingabe vom 5. Oktober 2017 u.a. weitere medizinische Unterla-
gen ein (act. I sowie Akten der Beschwerdeführerin [act. IB]).

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. September 2017 hiess der Instruk-
tionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut.

Am 22. November 2017 reichte die Beschwerdeführerin Schlussbemerkun-
gen ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 24. Mai 2017 
(act. II 74). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________ führte im Gutachten vom 12. März 2014 (act. 
II 33.5) hinsichtlich der rechten Schulter aus, als einziger pathologischer 
Befund zeige sich eine AC-Gelenk-Arthrose, welche klinisch nicht 
schmerzhaft sei. Im Übrigen könnten keinerlei fassbare, strukturelle Verän-
derungen nachgewiesen werden. Auch funktionell bestünden keine be-
schwerdeverursachenden Probleme. Im Ellbogen rechts bestehe eine deut-
liche Schmerzhaftigkeit, Berührungsempfindlichkeit und Druckdolenz über 
dem ulnaren Epicondylus und den angrenzenden Weichteilen. Korrespon-
dierende strukturelle Veränderungen könnten in der Bildgebung nicht 
nachgewiesen werden. Posttraumatische Schäden, welche durch das Un-
fallereignis vom 2. Februar 2009 erklärbar wären, seien seines Erachtens 
nicht vorhanden (S. 6). Die aufgeführten Diagnosen (Insertionstendinose 
am Epicondylus humeri ulnaris rechts ohne strukturelle Veränderungen; 
asymptomatische AC-Gelenk-Arthrose; linkskonvexe, skoliotische Fehlhal-
tung der BWS und eingeschränkter scapulothorakaler Rhythmus rechts) 
würden auf unfallfremde Pathologien zurückgehen. Eine volle Arbeitsfähig-
keit in der bisherigen als auch in einer ähnlichen Tätigkeit sei aus somati-
scher Sicht heute und auch schon per 31. Dezember 2011 zumutbar (S. 7).

Dr. med. E.________ diagnostizierte im Gutachten vom 9. Mai 2014 (act. II 
33.4) aus handchirurgischer Sicht eine leichte Pisotriquetralarthrose rechts, 
Sattelgelenksschmerzen rechts ohne Nachweis einer Arthrose sowie einen 
MRT-Nachweis eines dorsalen Handgelenksganglions rechts, ohne klini-
sche Relevanz (S. 14 Ziff. 4). Er hielt fest, anlässlich seiner Untersuchun-
gen habe er keine schwerwiegende strukturelle Läsion finden können, die 
als Unfallfolge eingestuft werden könnte (S. 15 Ziff. 5). Die Versicherte sei 
heute, wie auch schon per 31. Dezember 2011, in ihrer Tätigkeit als … zu-
mindest für leichte bis mittelschwere Belastungen zu 100% arbeitsfähig. 
Dasselbe gelte auch für andere Berufe mit leichter bis mittelschwerer Be-
lastung (S. 16 Ziff. 6). 

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3.1.2 Dr. med. F.________ diagnostizierte im Aktenbericht vom 10. Juni 
2015 (act. II 42) chronische Schmerzen in der rechten Hand und dem rech-
ten Arm bei einer Rechtshänderin nach einem Bagatellunfallereignis. 
Gemäss den Unterlagen der C.________ lägen keine signifikanten organi-
schen Läsionen mehr vor, bzw. hätten nach dem Unfall nie welche bestan-
den. Die Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ würden 
dies nur indirekt sagen. Sie hielten fest, dass die Versicherte seit Ende 
2010 zu 100% arbeiten könne. Angesichts des Umstandes, dass die 
C.________ fast zwei Jahre lang Leistungen erbracht habe, könne nicht 
gesagt werden, dass es nie Läsionen gegeben habe. Abgesehen von 
Schmerzen habe man jedoch keine Läsionen gefunden, welche in einem 
klaren Zusammenhang zum Unfall gestanden hätten. Es bestünden von 
Anfang an Diskrepanzen zwischen den beschriebenen Beschwerden und 
dem Unfallmechanismus sowie zwischen der Intensität der Beschwerden 
und der ärztlichen Erstkonsultation vier Tage nach dem Unfall. In der Folge 
habe sich der Fokus der Beschwerden und der medizinischen Versorgung 
der Hände (Zittern) aufs Handgelenk (Knochen) und dann auf die Schulter 
verlagert. Es habe zwar ein Unfall stattgefunden, aber es sei nicht zu einer 
organischen Läsion gekommen. Somit könnten die geklagten Schmerzen 
keinem organischen Korrelat zugeordnet werden. Dr. med. F.________ 
empfahl die Durchführung einer psychiatrische Begutachtung (S. 5). Der 
Versicherten seien leichte Tätigkeiten zu 100% zuzumuten (S. 6).

3.1.3 Dr. med. G.________ stellte im psychiatrischen Gutachten vom 27. 
Oktober 2016 (act. II 56.1) keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit (S. 19 Ziff. 4.1.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-
stehe eine leichte Form einer somatoformen Schmerzstörung (Ziff. 4.1.2). 
Die Versicherte sei zu 100% und ohne Leistungseinschränkung arbeits-
fähig (S. 31 Ziff. 1.2).

3.1.4 Dr. med. F.________ führte im Aktenbericht vom 15. März 2017 
(act. II 73) aus, seit 2010 habe sich anatomisch nichts geändert und die 
Ansicht der Versicherten, sie sei zu 100% arbeitsunfähig, habe sich auch 
nicht geändert (S. 4). Die Gutachten der Dres. med. D.________ und 
E.________ würden bestätigen, was in den späteren Berichten beschrie-
ben werde: Es liege keine wesentliche Pathologie vor, aber geklagte Be-

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schwerden an verschiedenen Stellen. Wenn die objektiven Tatsachen 
übernommen und die Regeln der Versicherungsmedizin zu den chroni-
schen Schmerzen respektiert würden, müsse angenommen werden, dass 
die Funktionsfähigkeit immer gut gewesen sei und es zu keinem Zeitpunkt 
eine objektive Grundlage für eine wesentliche Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit um mehr als 20% gegeben habe. Weder die MRI’s noch die sub-
jektiven Beschwerden würden eine massgebende Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit rechtfertigen. Obwohl man einige degenerative Zeichen wie 
die partielle Ruptur der Supraspinatussehne, eine kleine beginnende Ar-
throse, eine mögliche AC-Arthrose sowie ein mögliches AC-Impingement 
finden würde, sei die Funktion der Schulter, des Ellbogens und der Hand 
wiederholend gut. Die degenerativen Zeichen hätten daher keinen Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 5). Die minimalen pathologischen Befunde 
könnten die Beschwerden nicht erklären. Weitere Abklärungen seien nicht 
angezeigt (S. 6). 

3.1.5 Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, hielt im Bericht vom 
13. April 2017 (act. I 4) fest, die Versicherte verspüre nach wie vor starke 
Schulter-, Ellenbogen- und Handschmerzen. In der Zwischenzeit seien 
auch umliegende Regionen sowie Nacken, Hals, Scapula beidseits und 
Rücken betroffen. Betreffend Schulter könne eine Fehlhaltung festgestellt 
werden. Die rechte Schulter hänge tiefer als die linke, was für eine Inter-
vallläsion sprechen könnte. Bei den aktiven Bewegungen verspüre die Ver-
sicherte eine Schmerzhaftigkeit und ein intraartikuläres Knacken, welches 
schmerzhaft sei. Sie könne die Bewegungen wohl ausführen, aber nur un-
ter Schmerzen. Weiter seien die durchgeführten Tests positiv und die Kraft 
im Bereiche aller Muskeln des rechten Schultergelenks abgeschwächt ge-
genüber links. In dieser Situation scheine eine Kontroll-Arthro-MRI-
Untersuchung des rechten Schultergelenkes indiziert (S. 2). 

Im Bericht vom 20. Juni 2017 (act. I 5) führte Dr. med. H.________ aus, die 
Schmerzhaftigkeit des linken (recte: rechten) Schultergelenkes sei sicher 
geklärt, da die Versicherte ein hochgradiges Impingementsyndrom bei 
Acromion Bigliani Typ III zeige. Das anterolaterale Acromion stelle die Ro-
tatorenmanschette darunter unter grossen Druck und delle die Manschette 
ein. Genau in dieser Zone sei auch das tiefe Blatt der Supraspinatussehne 

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partiell verletzt. Gleichzeitig liege eine Instabilität der langen Bicepssehne 
durch sehr wahrscheinliches Fehlen des Bicepssehnen-Pulleys und eine 
SLAP-II-Läsion sowie eine AC-Gelenksarthrose vor. Durch Bewegen des 
Armes werde die angeschwollene kontusionierte Sehne unter dem Dach 
durchgezwängt und weiter komprimiert, sodass dort eine chronische Ent-
zündung und auch Partialläsion entstehen könne (S. 1).

Dr. med. H.________ führte in einer weiteren Stellungnahme vom 20. Juni 
2017 (act. I 6) aus, das 2017 erstellte MRI zeige die selben Veränderungen 
wie jenes von 2011, nämlich eine ausgeprägte SLAP-Läsion Typ II und 
starke Unregelmässigkeiten der proximalen Bicepssehne im Bereich des 
Biceps-sehnenankers. Gleichzeitig bestehe ein veranlagungsbedingt sehr 
tiefstehendes Acromion Bigliani Typ III und v.a. die Rotatorenmanschetten-
unterflächenläsion. Auch sei die AC-Gelenksarthrose seit dem Jahre 2011 
progredient.

Mit E-Mail vom 26. Juni 2017 (act. I 7) teilte Dr. med. H.________ der 
Rechtsvertreterin der Versicherten mit, er sei der Meinung, dass die Versi-
cherte zu 50% arbeitsunfähig sei.

3.1.6 Prof. Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, stellte im Be-
richt vom 29. Juni 2017 (act. I 21) fest, es bestehe ein Cervikalsyndrom 
sowie eine Kettentendinose am rechten Arm ulnar bei Status nach zweima-
liger Distorsion und Kontusion 2009. Die Bewegungsstörung mit Dystonie 
und Tremor sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr vorhanden und es seien 
keine neurologischen Ausfälle feststellbar. Die Schulterschmerzen könnten 
durchaus Ausdruck einer Kapselläsion sein, was schulterorthopädisch be-
urteilt werden müsse. Im jetzigen Zeitpunkt kämen keine offensichtlichen 
neurologischen Spätfolgen des Unfalls zur Darstellung. Offen blieben dies-
bezüglich die orthopädischen Probleme. Die Versicherte sei in ihren Tätig-
keiten durch die belastungsabhängigen Armschmerzen und das Cervikal-
syndrom eingeschränkt. Letzteres sollte aber einer Behandlung zugänglich 
sein, was eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zur Folge haben könnte 
(S. 2).

3.1.7 Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 

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13. August 2017 (act. I 18) ein zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts-
betont bei mediolateraler Diskushernie C6/7 mit Angiom des Myelons und 
möglicher Affektion der Wurzel C7 rechtsseitig bei klinisch durchaus mögli-
cher C7-Reizsymptomatik rechtsseitig, breitbasige mediane Diskus-
protrusion C4/5 und eine bekannte Schulterproblematik rechtsseitig offen-
bar mit Impingement-Symptomatik und artikulärer Instabilität rechtsseitig. 
Weiter stellte er den Verdacht auf eine Karpaltunnelsymptomatik rechtssei-
tig. Die Versicherte habe eine bisegmentale Degeneration der Halswir-
belsäule im Segment C4/5 und C6/7. Es zeige sich vor allem eine mediola-
teral rechtsseitige Diskushernie C6/7, welche für diese doch wahrscheinli-
che C7-Reizung rechtsseitig mitverantwortlich sein könnte (S. 2)

Dr. med. J.________ führte in der E-Mail vom 25. September 2017 (act. IB 
3) an die Rechtsvertreterin der Versicherten aus, das zervicobrachiale 
Schmerzsyndrom (Diskushernie C6/7) und die breitbasige mediane Dis-
kusprotrusion C4/5 hätten sicherlich Einfluss auf das Zumutbarkeitsprofil 
bzw. die Arbeitsunfähigkeit. Bei konsequenter Therapie, allenfalls interven-
tionelle Schmerztherapie, könne eine Arbeitsfähigkeit von 50% mit be-
schränkter Belastbarkeit diskutiert werden. Dabei seien leichte körperliche 
Arbeiten mit Wechselbelastung ein Muss.

3.1.8 Im Bericht der Klinik K.________ vom 25. September 2017 (act. IB 
5) wurde ausgeführt, es liege sicher eine chronifizierte Schmerzproblematik 
nach Sturz am 2. Februar 2009 vor. Anlässlich der Konsultation vom 20. 
September 2017 habe vor allem eine Epicondylopathia humeri medialis 
sowie ein palpables Weichteilplus am ventralen Ellenbogen imponiert, wel-
ches durchaus auch eine Kompromittierung des N. medianus begründen 
könnte. Des Weiteren liege eine Problematik im Pisotriquetralgelenk vor. 
Nach Erhalt der MRI-Bilder des Ellenbogens von 2017 würde bezüglich 
Epicondylopathia resp. einer möglichen neurokompromittierenden Raum-
forderung eine Beurteilung folgen (S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines ex-
ternen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 
V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 24. 
Mai 2017 (act. II 74) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die im 
Nachgang zur Einholung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. 
G.________ vom 27. Oktober 2016 (act. II 56.1) ergangene und unter 
Berücksichtigung der im Vorbescheidverfahren geäusserten Einwendungen 
erfolgte Aktenbeurteilung der RAD-Allgemeinärztin Dr. med. F.________ 
vom 15. März 2017 (act. II 73). Diese untersuchte die Beschwerdeführerin 
nicht persönlich, sondern verfasste ihre Stellungnahme einzig aufgrund der 
Akten. Wie nachfolgend dargelegt, bestehen vorliegend zumindest geringe 
Zweifel an der Schlüssigkeit dieser Aktenbeurteilung, weshalb sie zur Beur-
teilung des Leistungsgesuchs nicht geeignet ist.

Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 24. Mai 2017 lagen der 
Beschwerdegegnerin bzw. Dr. med. F.________ keine aktuellen Berichte 
über den somatischen Zustand der Beschwerdeführerin vor. Der letzte ihr 

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vorliegende Bericht des Hausarztes Dr. med. L.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, datiert vom 19. Juni 2014 
(act. II 32), d.h. liegt fast drei Jahre zurück. Darin attestierte dieser bis auf 
Weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 5). Neuere Berichte 
behandelnder Ärzte lagen der Beschwerdegegnerin bis zum Verfügungser-
lass nicht vor, was die Beschwerdeführerin im Einwand vom 16. Januar 
2017 (act. II 66) zum Vorbescheid auch ausdrücklich bemängelte (S. 3). 
Damit kann entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 3 Ziff. 8) nicht von einer vollständigen Befundlage, auf 
welche sich Dr. med. F.________ hätte stützen können, ausgegangen 
werden. In ihrer Aktenbeurteilung vom 15. März 2017 setzte sich die RAD-
Ärztin zwar ausführlich mit den vorliegenden Akten auseinander. Nichts 
desto trotz bleibt jedoch der Mangel einer aktuellen umfassenden Beurtei-
lung aus somatischer Sicht bestehen. Dazu kommt, dass Dr. med. 
F.________ die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hat, was – 
auch wegen fehlender echtzeitlicher ärztlicher Berichte – den Beweiswert 
ihrer Einschätzung zusätzlich schmälert.

Zu den im Beschwerdeverfahren eingereichten medizinischen Berichten, 
welche rechtsprechungsgemäss (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4) berück-
sichtigt werden können, soweit sie Rückschlüsse auf den Sachverhalt im 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung erlauben, hat sich Dr. med. 
F.________ nicht äussern können, wurden sie ihr doch nicht unterbreitet. 
Insbesondere die Berichte bzw. die E-Mail des Chirurgen Dr. med. 
H.________ (act. I 4-7) enthalten gestützt auf eine Arthro-MRI-
Kontrolluntersuchung eine Beschreibung der aktuellen Schädigungen im 
Bereich des rechten Schultergelenkes. Indessen äussert sich Dr. med. 
H.________ nicht bzw. nur rudimentär zur Arbeitsfähigkeit, weshalb auf 
seine Berichte nicht abschliessend abgestellt werden kann. Sodann enthält 
der Bericht von Dr. med. J.________ vom 13. August 2017 Hinweise auf 
eine gesundheitliche Problematik im Bereiche der Halswirbelsäule und der-
jenige der K.________ vom 25. September 2017 auf eine solche im Be-
reich der rechten Seite. Auch wenn beide Berichte eher unbestimmt bleiben 
und sie sich nicht bzw. nur vage zur Arbeitsfähigkeit äussern, ergibt sich 
diesbezüglich doch Abklärungsbedarf.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Jan. 2018, IV/17/624, Seite 13

Es liegen umfangreiche Vorakten der C.________ – insbesondere ein 
schulterorthopädisches und ein handchirurgisches Gutachten, beide aus 
dem Jahre 2014 – vor. Diesen wurde in VGE UV/2015/143 voller Beweis-
wert zuerkannt. Auf diese Unterlagen kann jedoch vorliegend zufolge der 
inzwischen verstrichenen Zeit die finale Invalidenversicherung betreffend 
nicht mehr abgestellt werden. In der Zwischenzeit ist den Akten zu ent-
nehmen, dass sich die Situation an der rechten Schulter verändert haben 
könnte. So stellte Dr. med. D.________ im Gutachten vom 12. März 2014 
(act. II 33.5) bezüglich der rechten Schulter noch schmerzfreie Impinge-
menttests und Bizepssehnenmanöver sowie eine seitengleiche Kraftent-
wicklung und ein indolentes AC-Gelenk fest (S. 5). Demgegenüber hielt Dr. 
med. H.________ im Bericht vom 13. April 2017 (act. I 4) u.a. eine unglei-
che Kraftentwicklung, Schmerzen bei den Tests sowie im AC-Gelenk fest 
(S. 2). 

Die psychische Seite des Gesundheitsschadens ist mit dem Gutachten von 
Dr. med. G.________ umfassend abgeklärt, was von der Beschwerdefüh-
rerin nicht bestritten wird. Indessen reicht diese schlüssige Beurteilung 
nicht aus, um den Leistungsanspruch abschliessend zu beurteilen, weil 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die von der Beschwerdeführerin ge-
klagten Beschwerden nicht bloss psychisch bedingt sind, sondern mögli-
cherweise zumindest teilweise durch objektivierbare somatische Befunde 
erklärt werden können. Auf diese fehlende Interdisziplinarität wies denn die 
Beschwerdeführerin in der Replik (S. 3) zu Recht hin. 

Damit ist vorliegend von einem ungenügend abgeklärten medizinischen 
Sachverhalt auszugehen. Weil bislang bloss eine versicherungsinterne 
medizinische Beurteilung vorliegt, ist kein gerichtliches Gutachten anzuord-
nen, sondern die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit diese eine – wie von der Beschwerdeführerin ausdrücklich beantragt 
– polydisziplinäre Begutachtung veranlasst.

3.4 Aufgrund des Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 24. 
Mai 2017 (act. II 74) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen neu verfüge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Jan. 2018, IV/17/624, Seite 14

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 22. November 2017 macht Rechtsanwältin 
B.________ ein Honorar von Fr. 2‘914.40 (12.6 Stunden à Fr. 250.-- zuzüg-
lich Auslagen von Fr. 114.40) geltend. Der Arbeitsaufwand inkl. Stunden-
ansatz sowie die in Rechnung gestellten Auslagen sind nicht zu beanstan-
den. Bei der Berechnung des Gesamthonorars ist Rechtsanwältin 
B.________ jedoch offensichtlich ein Rechnungsfehler unterlaufen. Bei 
12.6 Stunden à Fr. 250.-- sowie Fr. 114.40 an Auslagen resultiert ein Ge-
samthonorar von Fr. 3‘264.40 ([12.6 Stunden x Fr. 250.--] + Fr. 114.40). 
Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu 
ersetzen.

4.3 Bei diesem Verfahrensausgang kommt die mit Verfügung vom 15. 
September 2017 gewährte unentgeltliche Rechtspflege nicht zum Tragen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Jan. 2018, IV/17/624, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 24. Mai 2017 aufgehoben und die Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘264.40 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.