# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8fb5976-5981-5300-90e9-c4a6a9fa2978
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 15.08.2023 110 2023 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2023-38_2023-08-15.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2023/38

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 15. August 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

F.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau i.E., Bauverwaltung, Alleestrasse 8,
Postfach 566, 3550 Langnau im Emmental

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau vom 14. Februar 
2023 (Baugesuch Nrn. 2021-0074 und 2021-4053; Indoor CBD Anlage)

I. Sachverhalt

1. Auf dem ehemaligen A.________-Areal an der H.________strasse 6 in der Gemeinde 
Langnau im Emmental befindet sich eine Überbauung mit drei Mehrfamilienhäusern 
(H.________strasse 6, 6a und 6b bzw. Parzellen Langnau im Emmental Grundbuchblatt 
Nrn. N.________, O.________ und P.________). Die drei Mehrfamilienhäuser weisen zwei 
gemeinsame Untergeschosse auf. Das erste Untergeschoss umfasst unter anderem Technik- und 
Kellerräume. Im zweiten Untergeschoss befindet sich eine Einstellhalle.1 Im südwestlichen bis 
südöstlichen Bereich des ersten Untergeschosses liegt die Parzelle Nr. B.________, welche die 
drei Miteigentumsanteile Nrn. B.________-1, B.________-2 und B.________-3 umfasst.2 Sodann 
liegt in der südöstlichen Ecke des Areals und im zweiten Untergeschoss die Parzelle 

1 Vgl. den Grundrissplan 1. Untergeschoss – Haus A/B/C vom 17. Mai 2013, bewilligt am 9. August 2013, pag. 9.03 der 
Vorakten
2 Vgl. den Grundrissplan vom 17. September 2015, bewilligt am 14. Februar 2023, pag. 8.02 der Vorakten

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Nr. J.________. Die Parzellen Nrn. J.________, B.________, N.________, O.________ und 
P.________ bzw. die übrige Fläche des Areals werden umschlossen von der 
Gemeinschaftsparzelle Nr. Q.________. Diese umfasst gemäss Grundbuchauszug die «übrige 
befestigte Fläche», die Gartenanlage sowie die Einstellhalle und weitere unterirdische Bauten. 
Sämtliche der Parzellen liegen in der Zone mit Planungspflicht (ZPP) 2 Oberstrasse.

Die Beschwerdegegnerin reichte am 1. Juli 2021 (Eingang in Papierform) bei der Gemeinde ein 
Baugesuch ein für eine «Indoor CBD Anlage mit Stecklingszelten in Lagerhalle» auf der Parzelle 
Nr. B.________.3 Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden 
Einsprache. Die Beschwerdegegnerin reichte am 21. März 2022 im eBau sowie am 1. April 2022 
in Papierform eine Projektänderung ein, die einen angepassten Bau- und Lüftungsplan umfasste 
sowie den Brandschutz betraf.4 Aus dem Situationsplan vom 21. Dezember 2022 und dem 
Lüftungskonzept vom 22. April 2022 folgt, dass die Beschwerdegegnerin die Erstellung einer 
Lüftung in der Parzelle Nr. B.________-3 plant.5 Die Lüftung umfasst eine Zuluft-Fassung mit 
Wetterschutzgitter durch das Treppenhaus in der südöstlichen Ecke des Areals auf der Parzelle 
Nr. J.________. Der Abluftkamin soll auf dem bereits gebauten (aber bis anhin nicht als solchen 
genutzten) Liftschacht auf der Parzelle Nr. J.________ errichtet werden.6 Die Rechtmässigkeit 
des Liftschachts ist umstritten. Gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführenden ist der 
Liftschacht Gegenstand eines baupolizeilichen Verfahrens. Mit Gesamtentscheid vom 14. Februar 
2023 erteilte die Gemeinde Langnau im Emmental der Beschwerdegegnerin die Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 17. März 2023 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen, der Gesamtentscheid vom 
14. Februar 2023 sei aufzuheben und dem Baugesuch der Beschwerdegegnerin sei der 
Bauabschlag zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die 
Gemeinde zurückzuweisen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet7, eröffnete mit 
Instruktionsverfügung vom 23. März 2023 den Schriftenwechsel und holte die Vorakten ein. Die 
Gemeinde beantragt in ihrer Stellungnahme vom 21. April 2023 die Abweisung der Beschwerde. 
Die Beschwerdegegnerin hat die Verfügung am 30. März 2023 entgegengenommen,8 innert Frist 
jedoch keine Beschwerdeantwort eingereicht.

Mit Instruktionsverfügung vom 11. Mai 2023 hielt das Rechtsamt fest, es komme gestützt auf eine 
erste summarische Prüfung zum Schluss, dass keine genügende Zustimmung der 
Grundeigentümerschaft vorliege und erteilte den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit zur 
Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin holte die Instruktionsverfügung vom 11. Mai 2023 nicht 
ab, weshalb ihr diese mit gewöhnlicher Post vom 26. Mai 2023 erneut zugestellt wurde. Von der 
Beschwerdegegnerin und der Gemeinde gingen innert Frist keine Stellungnahmen zur 
summarischen Einschätzung des Rechtsamts ein. Die Beschwerdeführenden reichten am 26. Mai 
2023 eine Stellungnahme ein und beantragten Akteneinsicht. Mit Schreiben vom 30. Mai 2023 
wurde den Beschwerdeführenden die Akteneinsicht gewährt.

Mit Instruktionsverfügung vom 3. Juli 2023 erhielten die Parteien anschliessend Gelegenheit, 
Schlussbemerkungen einzureichen. Die Instruktionsverfügung vom 3. Juli 2023 wurde der 

3 Vgl. die Beilage zum Schreiben der Gemeinde Langnau vom 20. Juli 2023
4 Vgl. pag. 8.00 der Vorakten
5 Vgl. pag. 8.01 und 8.06 der Vorakten
6 Vgl. die Beschwerdebeilage 8 sowie den Projektplan Abluft, bewilligt am 14. Februar 2023
7 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
8 Vgl. die Sendungsverfolgung in den Beschwerdeakten

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Beschwerdegegnerin am 4. Juli 2023 zugestellt. Die Beschwerdeführerin reichte am 25. Juli 2023 
Schlussbemerkungen sowie die Kostennote ein. Von der Beschwerdegegnerin gingen innert Frist 
keine Schlussbemerkungen ein.

4. Auf die Vorakten und die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG9. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er –
 unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG10 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind 
durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten im Einspracheverfahren verschiedene 
Rügen in Bezug auf die Geruchs- und Lärmemissionen sowie die Fachberichte erhoben. Die 
Gemeinde habe sich mit diesen Rügen nicht näher auseinandergesetzt, sondern ohne weitere 
Erläuterung einzig auf die Fachberichte verwiesen. Auch sei die Gemeinde nicht auf ihre Rüge 
eingegangen, wonach sich der vorgesehene Kamin nicht gut in das Ortsbild einpasse. Sie habe 
die Rüge lediglich bei der Wiedergabe der Einsprache erwähnt. Damit habe die Gemeinde den 
Entscheid nicht genügend begründet und das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden verletzt.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG11 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und 
beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu 
begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die 
Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 

9 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
10 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
11 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es 
genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.12

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine 
Gehörsverletzung kann aber geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition hat 
wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein Nachteil erwächst. 
Eine Heilung kommt in erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden Gehörsverletzungen in 
Frage. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei schwerwiegenden 
Gehörsverletzungen eine Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die Rückweisung zu 
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu 
vereinbaren wären.13 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der Kostenverlegung zu 
berücksichtigen.14

c) In ihrer Einsprache vom 9. August 2021 zum Baugesuch vom 1. Juli 2021 äusserten die 
Beschwerdeführenden unter anderem die Befürchtung, dass die Abluft über den Liftschacht 
geführt werde, der unmittelbar an ihren Garten angrenze und es dadurch zu grossen Lärm- und 
Geruchsimmissionen komme.15 Mit Stellungnahme vom 17. September 2021 zweifelten die 
Beschwerdeführenden an der Gültigkeit des Fachberichts Immissionsschutz vom 2. August 2021 
und wiederholten ihre Bedenken zu den Lärm- und Geruchsimmissionen.16 In ihrer Einsprache 
vom 23. Mai 2022 zur Projektänderung vom 21. März 2022 rügten die Beschwerdeführenden, der 
zur Entlüftung vorgesehene Abluftschacht sei lediglich 20 m von ihrem Haus bzw. 3 m von ihrem 
Grundstück entfernt. Zudem sei der Kamin gegenüber dem Erdgeschoss und ihrem Garten nur 
wenig erhöht. Der Betrieb einer CBD-Hanfanlage führe erfahrungsgemäss zu erheblichen 
Geruchsemissionen und zu Lärmemissionen aufgrund der Ab- und Zuluft. Des Weiteren rügten 
die Beschwerdeführenden, dass der Aufbau des Kamins sich nicht ins Ortsbild einpasse und keine 
gute Gesamtwirkung erziele. Erschwerend komme hinzu, dass direkt angrenzend mit der Parzelle 
der Beschwerdeführenden die Dorfkernschutzzone beginne.17

Die Gemeinde listet im angefochtenen Entscheid unter Ziff. I.10 die Einsprachepunkte der 
Beschwerdeführenden auf. Erwähnt sind insbesondere die gerügten übermässigen Emissionen 
und die fehlende ästhetische Gesamtwirkung des Kamins. Sodann hält die Gemeinde unter 
Ziff. I.14 fest, dass die Beschwerdeführenden insbesondere den Fachbericht Immissionsschutz 
anzweifeln würden. Hinsichtlich der Lärm- und Geruchsimmissionen erklärte sich die Gemeinde 
unter Ziff. III.2 mit dem Inhalt des Fachberichts Immissionsschutz vom 7. Dezember 2022 
vollumfänglich einverstanden. In der nachfolgenden Ziff. III.3 behandelt die Gemeinde die 
Vorbringen der Beschwerdeführenden zu den Lärm- und Geruchsimmissionen. Sie hält 
insbesondere fest, es lägen sämtliche erforderlichen Fachberichte im positiven Sinne vor. Der 
Fachbericht Immissionsschutz vom 7. Dezember 2022 komme zum Schluss, dass sowohl die 
Luftreinhalteverordnung und die Geruchsstoffkonzentrationen mit möglichen vorsorglichen 
Massnahmen umgesetzt würden und durch die Anlage keine übermässigen Immissionen zu 
erwarten seien. Zudem erwog die Gemeinde, dass keine unzulässigen Lärmbelastungen erwartet 
würden und sie hinsichtlich der Kaminhöhe keine Unregelmässigkeiten oder Fehler feststelle. 
Abschliessend hielt die Gemeinde fest, dass dem Vorsorgeprinzip genügend Rechnung getragen 

12 BGE 140 II 262 E. 6.2; BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7
13 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 9 bis 11
14 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 21 und 39
15 Vgl. pag. 4.08 der Vorakten
16 Vgl. pag. 3.11 der Vorakten
17 Vgl. pag. 4.17 der Vorakten

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werde. Damit hat sich die Gemeinde mit den Rügen der Beschwerdeführenden zu den Lärm- und 
Geruchsimmissionen befasst und begründet, weshalb sie die Einsprache in dieser Hinsicht 
abwies. Demgegenüber hat sich die Gemeinde im angefochtenen Entscheid mit den Einwänden 
der Beschwerdeführenden hinsichtlich des Ortsbildes und der Dorfkernschutzzone nicht 
auseinandergesetzt. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich keine Begründung entnehmen, 
weshalb die Einsprache der Beschwerdeführenden diesbezüglich abgewiesen wird. Damit hat die 
Gemeinde das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden verletzt. Die Beschwerdeführenden 
konnten ihre Rechte im Beschwerdeverfahren jedoch vollumfänglich wahrnehmen und die BVD 
verfügt über volle Kognition (vgl. Art. 40 Abs. 3 BauG). Die Gehörsverletzung wurde somit geheilt. 
Sie ist allerdings bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.

3. Bauen auf fremdem Grund

a) Das Baugesuch ist unterzeichnet von der R.________ GmbH, die Eigentümerin der Parzelle 
Nr. B.________ bzw. der Miteigentumsanteile Nrn. B.________-1 bis B.________-3 ist.18

Die Beschwerdeführenden bringen vor, es werde nicht nur auf der Parzelle Nr. B.________-3, die 
im Eigentum der R.________ GmbH stünde, sondern auch auf der Parzelle Nr. J.________ 
gebaut. Die Parzelle Nr. J.________ beinhalte 76 verschiedene Miteigentumsanteile. Der Bau des 
Kamins auf dieser Parzelle erfordere gemäss Art. 10 Abs. 2 BewD19 die Zustimmung aller 
Grundeigentümer. Diese Zustimmung fehle. Da einige der Miteigentümer sich im vorinstanzlichen 
Verfahren als Einsprecher beteiligt hätten, bestehe keine Grundlage dafür, ausnahmsweise vom 
Zustimmungserfordernis abzusehen. Auf das Baugesuch hätte demnach nicht eingetreten werden 
dürfen. Ob die Grundeigentümer der Parzelle Nr. J.________ ein Benützungsrecht am Lift hätten, 
sei unbeachtlich. Unabhängig von zivilrechtlichen Nutzungsmöglichkeiten sei massgebend, auf 
welcher Parzelle sich das Bauvorhaben befinde und in wessen Eigentum diese stehe. In ihrer 
Stellungnahme vom 26. Mai 2023 ergänzen die Beschwerdeführenden, der Kaminbau und die 
Umnutzung des Liftschachts seien Massnahmen im Sinne von Art. 647e ZGB20. Deren Vornahme 
erfordere Einstimmigkeit der Miteigentümerschaften der Parzellen Nrn. Q.________ und 
J.________. Der Kaminbau und die Umnutzung diene allein der Grundeigentümerschaft der 
Parzelle Nr. B.________. Für die übrigen Eigentümer wirke sich die Massnahme bestenfalls 
neutral, häufig aber belastend aus (Emissionen, Unansehnlichkeit etc.). Gemäss BGE 141 III 357 
E. 3 sei eine bauliche Massnahme an einem gemeinschaftlichen Teil, die ausschliesslich im 
Interesse eines oder weniger Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer liege, aus der Optik der 
Gemeinschaft als luxuriös anzusehen. Nach Kenntnis der Beschwerdeführenden sähen die 
Verwaltungsordnungen der Parzellen Nrn. Q.________ und J.________ vor, dass auch bei 
Beschlüssen über eine Änderung der Zweckbestimmung der gemeinschaftlichen Anlagen (also 
einer Umnutzung wie hier) Einstimmigkeit erforderlich sei. Die Beschwerdegegnerin benötige in 
jedem Fall die Zustimmung aller Grundeigentümerschaften. Die Zustimmung sei jedoch nicht 
gegeben und mithin aussichtslos. Bei den Parzellen Nrn. Q.________ und J.________ lägen 
mehrere Miteigentumsanteile im Eigentum von Einsprechenden. Bei dieser Ausgangslage habe 
die Beschwerdegegnerin mangels Zustimmung aller Grundeigentümerschaften kein 
schutzwürdiges Interesse an einer Baubewilligung. Zudem habe die Beschwerdegegnerin auch 
kein eigenes schutzwürdiges Interesse. Die Beschwerdegegnerin wolle die gemeinschaftlichen 
Teile und damit nicht nur den der Grundeigentümerin der Parzelle Nr. B.________ zugewiesenen 
Teil der Parzelle nutzen. Ausserdem habe die Nutzung Auswirkungen auf die gemeinschaftlich 
genutzten Teile. Mit Schlussbemerkungen vom 25. Juli 2023 fügen die Beschwerdeführenden an, 

18 Pag. 8.00 der Vorakten
19 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
20 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210)

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auf den Parzellen Nrn. Q.________ und J.________ würden gemeinschaftliche Teile für das 
Bauvorhaben benötigt. Auf der Parzelle Nr. J.________ seien lediglich die Autoabstellplätze zu 
Sondernutzungsrecht ausgeschieden. Die Parzelle Nr. Q.________ beinhalte nicht nur die 
oberirdische Allmend, sondern zum Beispiel auch Zu- und Abluftschächte. Die Nutzungs- und 
Verwaltungsordnungen beider Parzellen sähen ein Einstimmigkeitserfordernis für luxuriöse 
bauliche Massnahmen und für Zweckänderungen vor. Die Umnutzung bestehender Leitungen für 
eine Entlüftung der CBD-Anlage und die neue Nutzung des bisherigen Liftschachts als Entlüftung 
seien Änderungen der Zweckbestimmung. 60/100 Anteile an der Parzelle Nr. Q.________ seien 
im mehrheitlichen Eigentum von Parzellen, an denen ihrerseits mehrheitlich die Einsprechenden 
Miteigentum hätten. Da die nötige Zustimmung der Eigentümerschaft offensichtlich nicht vorliege, 
sei auf das Baugesuch nicht einzutreten und die angefochtene Bewilligung aufzuheben.

Die Gemeinde erwog im angefochtenen Entscheid unter Ziff. III.3.e, gemäss Situationsplan sei die 
Beurteilung des Vorhabens «tatsächlich etwas verwirrend». Die Beurteilung, ob auf fremdem 
Grund gebaut werde, sei nicht abschliessend anhand der amtlichen Vermessung möglich. Die 
Parzelle Nr. B.________ befinde sich nahezu ausschliesslich im 1. Untergeschoss. Nur ein kleiner 
Teil sei im Situationsplan im nordwestlichen Teil der Parzelle Nr. Q.________ an der Oberfläche 
ersichtlich. Der Liftschacht im südöstlichen Teil der Überbauung erschliesse ganz klar das 
Untergeschoss und diene ausschliesslich der Parzelle Nr. B.________. Die Eigentümer der 
Parzelle Nr. J.________ hätten keinen Anspruch und keine Möglichkeit auf Benützung des Lifts.

b) Das Baugesuch ist von der Bauherrschaft, von den Projektverfasserinnen und 
Projektverfassern und bei Bauten auf fremdem Boden ausserdem von der Grundeigentümerin 
oder vom Grundeigentümer zu unterzeichnen (Art. 10 Abs. 2 BewD). Das Erfordernis der 
Unterschrift der Grundeigentümerschaft ist mehr als eine blosse Ordnungsvorschrift. Fehlt die 
Zustimmung der Grundeigentümerschaft oder fällt sie im Verlaufe des Verfahrens weg, ist auf das 
Gesuch mangels schutzwürdigen Interesses der Gesuchstellenden grundsätzlich nicht 
einzutreten. Das Unterschriftserfordernis von Art. 10 Abs. 2 BewD bedeutet aber nicht die 
Beteiligung der Grundeigentümerschaft am Baubewilligungsverfahren. Es soll lediglich 
verhindern, dass sich die Behörden mit Baugesuchen befassen müssen, welche aus 
zivilrechtlichen Gründen eindeutig nie verwirklicht werden können, weil ihnen die 
Grundeigentümerschaft nicht zustimmt. Die Mitunterzeichnung durch die Grundeigentümerschaft 
ist jedoch entbehrlich, wenn der oder die Gesuchstellende auch bei fehlender Zustimmung der 
Grundeigentümerschaft ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung des 
Baugesuchs hat. Das trifft etwa zu, wenn er oder sie als Stockwerkeigentümer oder 
Baurechtsinhaber ein nur seinen Eigentumsanteil betreffendes Bauvorhaben ausführen will, ein 
nachträgliches Baugesuch stellt oder das Enteignungsrecht am Baugrundstück besitzt oder 
beansprucht. Ist bloss unklar, ob das Bauvorhaben ohne Zustimmung der Grundeigentümerschaft 
verwirklicht werden kann, und ist dies nicht auszuschliessen, so ist auf das Gesuch trotz fehlender 
Unterschrift der Grundeigentümerschaft einzutreten.21 Der Schutzzweck von Art. 10 Abs. 2 BewD 
– das Vermeiden von Verwaltungsaufwand im Bewilligungsverfahren – greift im oberinstanzlichen 
Verfahren nicht mehr in jedem Fall. Die Baubewilligungsbehörde hat den Verwaltungsaufwand in 
der Regel bereits getätigt, das heisst es ist schon ein erheblicher Teil des Verwaltungsaufwands 
entstanden.22 Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Baubewilligungsbehörde ein 
Baugesuch behandelt hat, obwohl die Grundeigentümerschaft dem Bauvorhaben gar nicht 
zugestimmt hat und dieses ohne deren Zustimmung offensichtlich nicht verwirklicht werden kann. 
Denkbar ist auch, dass die Bauherrschaft eindeutig kein eigenes schutzwürdiges Interesse an der 

21 VGE 2020/238 vom 31. August 2021 E. 3.2, 2019/286 vom 17. September 2019 E. 2.3, 2014/176 vom 10. Februar 
2015 E. 3.1 und 3.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 
2020, Art. 34/34a N. 10
22 Vgl. anstatt vieler BVE 110/2019/34 vom 12. Juni 2019 E. 3

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Beurteilung des Baugesuchs hat oder dieses im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens 
dahingefallen ist. In derartigen Fällen muss der Schutzzweck von Art. 10 Abs. 2 BewD sinngemäss 
auch im oberinstanzlichen Verfahren greifen. Die Rechtsmittelbehörde muss diesfalls, um 
weiteren unnötigen Aufwand im Rechtsmittelverfahren zu vermeiden, den angefochtenen 
Entscheid gestützt auf Art. 10 Abs. 2 BewD aufheben können.

c) Gemäss Art. 647c ZGB können Unterhalts-, Wiederherstellungs- und Erneuerungsarbeiten, 
die für die Erhaltung des Wertes und der Gebrauchsfähigkeit der Sache nötig sind, mit 
Zustimmung der Mehrheit aller Miteigentümer ausgeführt werden, soweit sie nicht als gewöhnliche 
Verwaltungshandlungen von jedem einzelnen vorgenommen werden dürfen (sog. notwendige 
bauliche Massnahmen). Erneuerungs- und Umbauarbeiten, die eine Wertsteigerung oder 
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit oder Gebrauchsfähigkeit der Sache bezwecken, bedürfen der 
Zustimmung der Mehrheit aller Miteigentümer, die zugleich den grösseren Teil der Sache vertritt 
(Art. 647d Abs. 1 ZGB; sog. nützliche bauliche Massnahmen). Sodann dürfen Bauarbeiten, die 
lediglich der Verschönerung, der Ansehnlichkeit der Sache oder Bequemlichkeit im Gebrauch 
dienen, nur mit Zustimmung aller Miteigentümer ausgeführt werden (Art. 647e Abs. 1 ZGB; sog. 
luxuriöse bauliche Massnahmen). Die Frage der Notwendigkeit oder Nützlichkeit bestimmt sich 
immer aus Sicht der Gemeinschaft. Entscheidend ist, welches gemeinschaftliche Interesse an der 
Durchführung einer bestimmten baulichen Massnahme an einer gemeinschaftlichen Sache 
besteht. Steht die bauliche Massnahme im ausschliesslichen Individualinteresse eines oder 
weniger Stockwerkeigentümer, ist sie gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus der 
Perspektive der Gemeinschaft als luxuriös anzusehen.23 Gemäss Art. 647 Abs. 1 ZGB können die 
Miteigentümer eine von den gesetzlichen Bestimmungen abweichende Nutzungs- und 
Verwaltungsordnung vereinbaren.

d) Die Beschwerdegegnerin plant zum einen bauliche Massnahmen auf der Parzelle 
Nr. B.________-3. Dort soll das Kernstück der CBD Indoor Anlage mit Anzucht, Blüte und 
Trocknung errichtet werden.24 Die Parzelle Nr. B.________-3 (gleich wie die Parzellen 
Nrn. B.________-1 und B.________-2) ist im Alleineigentum der R.________ GmbH. Der gemäss 
Handelsregisterauszug einzelzeichnungsberechtigte Gesellschafter und Geschäftsführer der 
R.________ GmbH hat das Baugesuch vom 1. Juli 2021 und die Projektänderung vom 21. März 
2022 mitunterzeichnet.25

Entgegen der Umschreibung im Baugesuch und der Baupublikation umfasst das Bauvorhaben 
andererseits aber auch bauliche Massnahmen auf der Parzelle Nr. J.________. Gemäss 
Situationsplan vom 21. Dezember 2022 (wobei umstritten ist ob dieser die Anforderungen gemäss 
Art. 12 f. BewD erfüllt) ist auf dem Liftschacht auf der Parzelle Nr. J.________ ein Abluftkamin 
geplant. Weiter soll der Liftschacht als Lüftungsschacht für die CBD Indoor Anlage ungenutzt 
werden. Zudem sieht das Lüftungskonzept vom 20. April 2022 eine Zuluft-Fassung der Lüftung 
mit Wetterschutzgitter im südöstlichen Treppenhaus auf der Parzelle Nr. J.________ vor.26

Aus dem Grundbucheintrag geht hervor, dass die Parzelle Nr. J.________ in 76 
Miteigentumseinheiten aufgeteilt ist (Parzellen Nrn. J.________-1 bis J.________-76). Die 
R.________ GmbH ist Eigentümerin der Miteigentumseinheiten Parzellen Nrn. J.________-6 bis 
J.________-18, J.________-27 bis J.________-31, J.________-35 bis J.________-38 sowie 
J.________-40 bis J.________-44. Die R.________ GmbH ist folglich Eigentümerin von 27 
Miteigentumseinheiten. Demgegenüber haben 49 Miteigentumseinheiten andere 

23 BGE 141 III 357 E. 3.3; BGer 5A_410/2019 vom 3. April 2020 E. 4.3
24 Pag. 8.06 der Vorakten
25 Vgl. pag. 8.00 der Vorakten; Baugesuch vom 1. Juli 2021, Beilage zum Schreiben der Gemeinde vom 20. Juli 2023; 
www.zefix.ch
26 Vgl. pag. 8.06 der Vorakten

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Eigentümerinnen und Eigentümer. Sowohl der Liftschacht als auch das Treppenhaus auf der 
Parzelle Nr. J.________ sind gemeinschaftliche Teile. Gemäss dem Aufteilungsplan 1 / GBBL 
J.________ vom 16. Januar 201327 dienen der Liftschacht und das Treppenhaus in der 
südöstlichen Ecke des Areals nicht nur der Erschliessung der Parzelle Nr. B.________ im ersten 
Untergeschoss, sondern auch des zweiten Untergeschosses (Einstellhalle) und damit der Parzelle 
Nr. J.________. Dass das Treppenhaus in der südöstlichen Ecke des Areals auch der 
Erschliessung des Untergeschosses dient, geht im Übrigen auch aus dem Grundrissplan 
1. Untergeschoss – Haus A/B/C vom 14. Mai 2013 hervor. Darauf ist ersichtlich, dass das 
Treppenhaus in einen Korridor führt, der an seinem westlichen Ende in ein weiteres Treppenhaus 
zum zweiten Untergeschoss mündet.28 Ungeachtet der Erschliessungs- und Nutzungssituation 
des Treppenhauses und des Liftschachts kann in diesem Zusammenhang zudem festgehalten 
werden, dass der Abluftkamin oberirdisch auf die Parzelle Nr. J.________ ragt und damit die 
Miteigentümerinnen und -eigentümer dieser Parzelle tangiert. Ob die Miteigentümerinnen und -
eigentümer ein Nutzungsrecht am Treppenhaus und dem Liftschacht haben und wenn ja, ob sie 
dieses tatsächlich in Anspruch nehmen, kann im Folgenden daher offen gelassen werden. Der 
Sondernutzung zugewiesen sind gemäss Ziff. I.3. der Nutzungs- und Verwaltungsordnung für die 
unterirdische Einstellhalle (2. UG), Langnau i.E.-Grundbuchblatt Nr. J.________, 
Wohnüberbauung «G.________» vom 14. August 201329 einzig die 76 Autoabstellplätze in der 
Einstellhalle. Da der Abluftkamin der Lüftung der Räumlichkeiten in der Parzelle Nr. B.________-3 
dienen soll, steht er ausschliesslich im Individualinteresse der Beschwerdegegnerin, welche selbst 
nicht Miteigentümerin ist, sondern die Räumlichkeiten auf der Parzelle Nr. B.________-3 von der 
R.________ GmbH mietet. Dasselbe gilt auch für die Zuluft-Fassung der Lüftung mit 
Wetterschutzgitter, die laut Lüftungskonzept vom 20. April 202230 ins südöstliche Treppenhaus 
führen soll.31 Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung folgend sind der Abluftkamin, die 
Umnutzung des Liftschachts in einen Lüftungsschacht und die Zuluft-Fassung der Lüftung mit 
Wetterschutzgitter aus Sicht der Miteigentümerinnen und Miteigentümer der Parzelle 
Nr. J.________ als luxuriöse bauliche Massnahmen im Sinne von Art. 647e Abs. 1 ZGB 
anzusehen. Dementsprechend ist, soweit die Nutzungs- und Verwaltungsordnung nichts anderes 
vorsieht, die Zustimmung aller Miteigentümerinnen und -eigentümern vorausgesetzt. Die 
Nutzungs- und Verwaltungsordnung für die unterirdische Einstellhalle (2. UG), Langnau i.E.-
Grundbuchblatt Nr. J.________, Wohnüberbauung «G.________» vom 14. August 2013, enthält 
in Ziff. IV.A. unter anderem folgende Bestimmungen:

4. Jedem der Miteigentumsanteilen Nrn. J.________-1 bis J.________-76 steht eine Stimme zu.

5. […] Die Zustimmung aller Miteigentümer ist notwendig in folgenden Fällen:
[…]

c. bei Beschlüssen über die Änderung der Zweckbestimmung der gemeinschaftlichen Anlagen;
d. bei Beschlüssen über die Anordnung von baulichen Massnahmen, die lediglich der Verschönerung 

oder der Bequemlichkeit dienen.32

Folglich setzt das Bauvorhaben gemäss Ziff. IV./A./5. Bst. c und d der Nutzungs- und 
Verwaltungsordnung die Zustimmung aller Miteigentümerinnen und Miteigentümer der Parzelle 
Nr. J.________ voraus, wobei jedem Miteigentumsanteil eine Stimme zusteht. Mit Ausnahme der 
R.________ GmbH haben die übrigen Miteigentümerinnen und Miteigentümer der Parzelle 
Nr. J.________ bis anhin jedoch weder das Baugesuch und die Projektpläne unterzeichnet, noch 

27 Beschwerdebeilage Nr. 11
28 Vgl. pag. 9.03 der Vorakten
29 Beschwerdebeilage Nr. 11
30 Pag. 8.06 der Vorakten
31 Vgl. das Protokoll der Einigungsverhandlung vom 13. Oktober 2021, pag. 3.12 der Vorakten
32 Beschwerdebeilage Nr. 11

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haben sie anderweitig ihre Zustimmung zum Bauvorhaben erteilt. Es erscheint denn auch wenig 
wahrscheinlich, dass sie diese Zustimmung künftig erteilen werden, insbesondere da einige von 
ihnen im Baubewilligungsverfahren Einsprache erhoben haben, namentlich:

- Parzelle Nr. J.________-1: Herr AA.________, Einsprecher der Kollektiveinsprache 
Nr. 6.33

- Parzelle Nr. J.________-22: Frau BB.________ und Herr CC.________, Einsprecherin 
und Einsprecher Nr. 8.34

- Parzelle Nr. J.________-25: Frau DD.________, Einsprecherin Nr. 2.35
- Parzelle Nr. J.________-33: Frau EE.________ und Herr FF.________, Einsprecherin 

und Einsprecher Nr. 5.36
- Parzelle Nr. J.________-39 und J.________-45: Frau GG.________ und Herr 

HH.________, Einsprecherin Nr. 4 und Einsprecher Nr. 3.37
- Parzellen Nrn. J.________-46 bis J.________-48: Frau II.________ und Herr 

JJ..________, Einsprecherin und Einsprecher Nr. 7.38

Dass die einsprechenden Miteigentümerinnen und Miteigentümer den Bauentscheid nicht 
angefochten haben, vermag ihre Zustimmung nicht zu ersetzen. Der Verzicht auf das Erheben 
einer Beschwerde kann seinen Grund insbesondere darin haben, dass die Einsprechenden 
beispielsweise kein Kostenrisiko eingehen oder sich weiteren administrativen Aufwand ersparen 
wollen. Dasselbe gilt sinngemäss auch für die Miteigentümerinnen und Miteigentümer, die im 
Baubewilligungsverfahren keine Einsprache erhoben haben. Zusammengefasst kann das 
Bauvorhaben aufgrund der fehlenden, eindeutig erforderlichen Zustimmung der 
Grundeigentümerschaft der Parzelle Nr. J.________ nicht verwirklicht werden.

e) Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin auch kein eigenes schutzwürdiges Interesse an 
der Beurteilung des Baugesuchs. Die Beschwerdegegnerin selbst ist weder Miteigentümerin, noch 
Baurechtsinhaberin der Parzelle Nr. J.________ und das Bauvorhaben betrifft wie aufgezeigt 
einen gemeinschaftlichen Teil und nicht eine Sache im Sondernutzungsrecht. Offensichtlich hat 
die Beschwerdegegnerin auch kein Enteignungsrecht an der Parzelle Nr. J.________. Anders als 
die Indoor CBD Anlage, die offenbar schon vor Einreichung des Baugesuchs am 9. Juni 2021 in 
Betrieb war,39 soll der Abluftkamin neu errichtet werden. Hinsichtlich des Abluftkamins handelt es 
sich somit nicht um ein nachträgliches Baugesuch, weshalb ein eigenes schutzwürdiges Interesse 
der Beschwerdegegnerin auch nicht mit der Nachträglichkeit des Baugesuchs begründet werden 
kann. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin somit auch kein eigenes schutzwürdiges 
Interesse an der Beurteilung ihres Baugesuchs.

f) Zusammengefasst hätte die Vorinstanz mit Blick auf Art. 10 Abs. 2 BewD nicht auf das 
Baugesuch eintreten dürfen. Der angefochtene Gesamtentscheid ist aus diesem Grund 
aufzuheben. Auf das Baugesuch der Beschwerdegegnerin vom 1. Juli 2021 bzw. auf die 
Projektänderung vom 21. März 2022 kann nicht eingetreten werden. Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens erübrigt es sich, die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden zu prüfen.

33 Vgl. pag. 4.01 der Vorakten
34 Vgl. pag. 4.04 der Vorakten
35 Vgl. pag. 4.07 der Vorakten
36 Vgl. pag. 4.03 der Vorakten
37 Vgl. pag. 4.05 und 4.06 der Vorakten
38 Vgl. pag. 4.02 der Vorakten
39 Vgl. das Protokoll der Einigungsverhandlung vom 13. Oktober 2021, pag. 3.12 der Vorakten

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4. Beweisabnahme

a) Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest; sie sind nicht an die 
Beweisanträge der Parteien gebunden (Art. 18 VRPG). Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
(Art. 21 ff. VRPG) verpflichtet aber die Behörden, die von den Parteien angebotenen Beweise 
abzunehmen, sofern diese nötig sind für die Klärung des Sachverhalts. Wenn die Behörde bei 
freier, pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, die vorhandenen Akten 
erlaubten die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhalts oder die behauptete 
Tatsache sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von Bedeutung, so kann sie auf das 
Erheben weiterer Beweise verzichten. Diese sogenannte antizipierte Beweiswürdigung verletzt 
den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht.40

b) Die Beschwerdeführenden beantragen den Beizug der Vorakten, der Grundbuchauszüge 
der Parzellen Nrn. J.________, B.________ und I.________ sowie der Akten des 
Baubewilligungsverfahrens aus dem Jahr 2014 zum Warenlift. Ferner verlangen die 
Beschwerdeführenden in Zusammenhang mit der Abluft und der Anordnung der umliegenden 
Gebäude die Durchführung eines Augenscheins. Sie beantragen zudem die Anordnung eines 
Obergutachtens betreffend Geruchsbelästigung, die Einholung eines Fachberichts bei der 
Denkmalpflege des Kantons Bern (KDP) oder der Kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- 
und Landschaftsbilder (OLK) sowie bei Bedarf die Durchführung eines Parteiverhörs mit den 
Beschwerdeführenden. Die Vorakten zum angefochtenen Gesamtentscheid vom 14. Februar 
2023 sowie betreffend die Baubewilligung des Liftschachts aus dem Jahr 2014 wurden mit 
Instruktionsverfügung vom 23. März 2023 beigezogen. Die Grundbuchauszüge der Parzellen 
Nrn. J.________, B.________, I.________ hat die BVD von Amtes wegen berücksichtigt, weshalb 
sich der von den Beschwerdeführenden beantragte Beizug erübrigte. Mit Blick auf die 
vorangehenden Erwägungen und den Ausgang des Verfahrens kann zudem auch auf die weiteren 
von den Beschwerdeführenden beantragten Beweismittel verzichtet werden. Von diesen 
Beweismitteln sind keine neuen relevanten Erkenntnisse zu erwarten.

5. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Diese 
wird vorliegend bestimmt auf CHF 1200.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV41). 
Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

Bei vorliegendem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Sie hat 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen, auch wenn sie keine eigenen Anträge gestellt hat.42 
Allerdings ist zu beachten, dass die Gemeinde ihrer Begründungspflicht hinsichtlich des 
Einsprachepunktes zum Ortsbild nicht nachgekommen und damit das rechtliche Gehör der 
Beschwerdeführenden verletzt hat. Dies stellt einen besonderen Umstand im Sinne von Art. 108 
Abs. 1 VRPG dar. Die dadurch entstandenen Verfahrenskosten sind nicht der 
Beschwerdegegnerin anzulasten.43 Es rechtfertigt sich daher, der Beschwerdegegnerin nur fünf 
Sechstel der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 1000.– zur Bezahlung aufzuerlegen. Auf die 
Erhebung der übrigen Verfahrenskosten wird verzichtet.

40 BVR 2017 S. 255 E. 5.1, 2012 S. 252 E. 3.3.3, je mit Hinweisen
41 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
42 Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 5
43 Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 20 und 21

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Die Beschwerdegegnerin hat als Baugesuchstellerin grundsätzlich auch die amtlichen Kosten des 
Baubewilligungsverfahrens zu tragen (vgl. Art. 52 Abs. 1 BewD). Diese betragen laut Dispositiv-
Ziff. IV.3 des angefochtenen Entscheids insgesamt CHF 4769.90. Gemäss 
Kostenzusammenstellung umfasst dieser Betrag insbesondere auch eine Gebühr von CHF 100.00 
für die Baukontrolle.44 Aufgrund des Bauabschlags sind die Kosten des 
Baubewilligungsverfahrens um diesen Betrag zu reduzieren. Weiter gilt zu beachten, dass gemäss 
Ziff. 4.5.4 des Anhangs 4 zur Verordnung zum Gebührenreglement der Gemeinde Langnau im 
Emmental vom 4. März 2019 die Kosten des Baubewilligungsverfahrens im Falle eines 
Bauabschlages um höchstens 25% der Grundgebühr zu reduzieren sind. Die Grundgebühr beträgt 
gemäss Kostenzusammenstellung CHF 400.00. Infolge des Bauabschlags rechtfertigt sich 
vorliegend eine weitere Reduktion der vorinstanzlichen Kosten um 25% der Grundgebühr, das 
heisst um CHF 100.00. Insgesamt sind die vorinstanzlichen Kosten damit um CHF 200.00 auf 
insgesamt CHF 4569.90 zu reduzieren. Für das Inkasso dieser Kosten ist die Gemeinde 
zuständig.

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Grundsätzlich hat die unterliegende Beschwerdegegnerin den 
Beschwerdeführenden die Parteikosten zu ersetzen. Hier gilt aber ebenfalls den bereits 
hinsichtlich der Verfahrenskosten genannte besondere Umstand zu berücksichtigen.

Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden beläuft sich auf CHF 2988.55 
(Honorar CHF 2500.–, Auslagen CHF 274.90 und Mehrwertsteuer CHF 213.65) und gibt zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführenden haben somit Anspruch auf Parteikostenersatz 
in der Höhe von CHF 2988.55. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden fünf 
Sechstel der Parteikosten, ausmachend CHF 2490.45 zu ersetzen. Ein Sechstel der Parteikosten 
der Beschwerdeführenden, ausmachend CHF 498.10 hat die Gemeinde zu ersetzen, da sie den 
besonderen Umstand zu verantworten hat.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Gesamtentscheid der Gemeinde Langnau im 
Emmental vom 14. Februar 2023 wird aufgehoben. Auf das Baugesuch vom 1. Juli 2021 
bzw. die Projektänderung vom 21. März 2022 wird nicht eingetreten.

2. Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 1000.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen ist.

Die reduzierten Kosten des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens von CHF 4569.90 
werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten 
ist die Gemeinde zuständig.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden Parteikosten im Betrag von 
CHF 2490.45 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

44 Vgl. die Beilage zur E-Mail der Gemeinde Langnau vom 21. Juli 2023

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Die Gemeinde Langnau hat den Beschwerdeführenden Parteikosten im Betrag von 
CHF 498.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- F.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau i.E., Bauverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.

Beilage: Situationsplan vom 21. Dezember 2022, bewilligt am 14. Februar 2023 (pag. 8.01 der 
Vorakten).