# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28c7df34-adf6-5867-ab91-a558619d52f6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2018 III 2017 202
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-202_2018-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 202

Entscheid vom 26. Januar 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Philipp Mazenauer, a.o. Gerichtsschreiber

A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Marco Bissig,
Breitenstrasse 16, 8852 Altendorf, 

gegen

Parteien

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren am A.________1959, italienischer Staatsbürger) ist 
verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Er arbeitet als gelernter 
Schreiner für eine Firma in F.________ (vgl. Vi-act. 9, S. 2 oben).

B. Am 30. September 2015 war er als Fussgänger in stark alkoholisiertem 
Zustand (2.66 ‰) torkelnd unterwegs und fiel mehrfach hin, weshalb damals die 
Polizei beigezogen wurde. Nachdem das Verkehrsamt davon Kenntnis erhalten 
hatte, ordnete es am 13. Oktober 2015 einen vorsorglichen Sicherungsentzug 
an, worauf eine verkehrsmedizinische Begutachtung beim Institut für Rechts-
medizin (IRM) an der Universität Zürich veranlasst wurde. Gestützt auf dieses 
Gutachten von Dr.med. B.________ (Oberärztin/Verkehrsmedizinerin) vom 24. 
November 2015 verfügte das Verkehrsamt am 25. Februar 2016 einen 
Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit. Die Wiederaushändigung des 
Führerausweises wurde u.a. von einer mindestens 6-monatigen 
Alkoholabstinenz, einer fachbezogenen Begleittherapie sowie einer 
Blutlaboruntersuchung ca. 3 Monate vor einer erneuten Begutachtung abhängig 
gemacht (vgl. Vi-act. 9).

C. Gegen diesen Sicherungsentzug beschwerte sich A.________ mit Eingabe 
vom 15. März 2016 beim Verwaltungsgericht. Mit Entscheid III 2016 62 vom 25. 
Mai 2016 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde insoweit teilweise gutge-
heissen, als die Sache im Sinne der Erwägungen zur weiteren Abklärung (na-
mentlich der Fragestellung, ob der Beschwerdeführer in der Lage sei, Alkohol 
und Strassenverkehr hinreichend zu trennen), an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wurde, wobei die Vorinstanz angewiesen wurde, anstelle des angefochtenen 
Sicherungsentzugs auf unbestimmte Zeit vorderhand einen vorsorglichen Siche-
rungsentzug mit erneuter IRM-Begutachtung anzuordnen. 

D. In der Folge nahm A.________ beim Sozialpsychiatrischen Dienst des 
Kantons (SPD) ab 29. September 2016 eine therapeutische Behandlung auf, 
welche sich mit dem Alkoholkonsum befasste (Vi-act. 8). 

Am 9. Juni 2017 liess sich A.________ erneut am IRM Zürich untersuchen. Im 
verkehrsmedizinischen Gutachten vom 6. September 2017, welches vom 
Assistenzarzt G.________ und der Oberärztin Dr.med. C.________ .________ 
(Oberärztin/Verkehrsmedizinerin) unterzeichnet wurde, haben die 
Sachverständigen die Fahreignung verneint (Vi-act. 9).

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E. Daraufhin gewährte das Verkehrsamt dem betroffenen A.________ das 
rechtliche Gehör. Davon machte er bzw. sein Rechtsvertreter innert erstreckter 
Frist in einer Eingabe vom 9. Oktober 2017 Gebrauch (Vi-act. 13).

F. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2017 hat das Verkehrsamt gegenüber 
A.________ gestützt u.a. auf Art. 16 Abs. 1 SVG, Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG, Art. 
17 Abs. 3 SVG und weiteren Bestimmungen der Verkehrszulassungsverordnung 
(VZV) einen Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit angeordnet (Dispositiv-Ziffer 
1 und 2) sowie in Dispositiv-Ziffer 4 die Aufhebung des Entzuges von der 
Erfüllung folgender Auflagen abhängig gemacht (Vi-act. 14):

 Zwingende Einhaltung einer mind. 6-monatigen Alkoholabstinenz gemäss der 
im Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

 Festigung der Abstinenz mit der bereits begonnenen fachbezogenen Begleit-
therapie;

 Erneute verkehrsmedizinische Untersuchung frühestens 6 Monate nach Beginn 
der nachweisbaren Alkoholtotalabstinenz beim Institut für Rechtsmedizin 
(hierfür werden 5 cm lange, kosmetisch unbehandelte Haare benötigt);

 Ein Verlaufsbericht der fachbezogenen Begleittherapie ist zum Untersuch 
mitzubringen;

 Evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung.

G. Dagegen liess A.________ fristgerecht am 30. Oktober 2017 beim Verwal-
tungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 25. Februar 2016 sei vollumfänglich auf-
zuheben und dem Beschwerdeführer sei der Führerausweis Nr. 60795 um-
gehend wieder auszuhändigen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. 8% Mehrwertsteuer) 
zulasten der Vorinstanz.

H. Mit Vernehmlassung vom 22. November 2017 beantragte das Verkehrs-
amt, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten 
sei (unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers). 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Welche Bestimmungen in der vorliegenden Konstellation von Bedeutung 
sind, wurde bereits im ersten Entscheid (VGE III 2016 62 vom 25. Mai 2016) im 
Einzelnen dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden. Zusammengefasst wird 
ein Führerausweis nach Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG einer Person auf unbestimmte 
Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung 
ausschliesst. Ein allfälliger Sicherungsentzug im Sinne dieser Bestimmung setzt 
das Vorliegen einer Sucht voraus. Trunksucht wird nach der Praxis des Bundes-

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gerichts bejaht, wenn die betroffene Person regelmässig so viel Alkohol konsu-
miert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird und sie diese Neigung zum über-
mässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu 
kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, 
wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr 
ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe liegende Gefahr besteht, dass sie 
im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (vgl. zit. 
VGE III 2016 62 Erw. 1.1 mit Hinweisen, u.a. auf Philippe Weissenberger, Kom-
mentar SVG und OBG, 2.A., 2015, Art. 16d N 28; BGE 127 II 122 Erw. 3c).

2.1 Im ersten Beschwerdeverfahren waren gemäss dem IRM-Gutachten vom 
24. November 2015 folgende Angaben und Erkenntnisse zu berücksichtigen:

(…)
2.2.2 Anschliessend werden im Gutachten die Untersuchungsbefunde (Somato-
status und Psychostatus) aufgelistet, welche unauffällig waren und keine 
Anhaltspunkte für relevante Einschränkungen ergaben.

2.2.3 Die Laborbefunde wurde im Gutachten wie folgt zusammengefasst: 
Befunde Unilabs Labormedizin, Dübendorf, vom 13.11.2015 
MCV: 101 fl (Norm 80-99)
Gamma-GT: 93 U/l (Norm <66)
CDT, GOT und GPT: im Normbereich

Das Ergebnis der chemisch-toxikologischen Haaruntersuchung ergab einen 
Ethylglucuronid-Wert im Haar von > 100pg/mg (…).

2.2.4 Sodann befasst sich das Gutachten mit einem Bericht von med.pract. 
D.________ vom 12. November 2015. Darin führt der Hausarzt u.a. aus, dass er 
den Exploranden seit März 2011, dies im Zusammenhang mit einer Neurodermitis 
und einer depressiven Episode im April 2014, auch wegen einer Commotio cerebri 
behandelte. Klare Hinweise für einen vermehrten Alkoholkonsum konnte der 
Hausarzt nicht bestätigen. Die vom Hausarzt durchgeführten Blutuntersuchungen 
zeitigten folgende Ergebnisse: 
• Blutlaborkontrolle vom 15.10.2012: Gamma-GT 119 U/l, GPT 34 U/l
• Blutlaborkontrolle vom 05.03.2014: Gamma-GT: 90 U/l, GPT 29 U/l, GOT 25 U/l

2.2.5 Des Weiteren führte die Gutachterin ein Gespräch mit der Ehefrau des 
Exploranden. Nach ihren Angaben sei Alkohol bei ihrem Mann nie ein Thema 
gewesen. Anlässlich des Vorfalles vom 30. September 2015 habe er ca. Fr. 350.-- 
ausgegeben. Es sei auch möglich, dass ihr Mann von anderen Personen 
"abgefüllt" worden sei. Eventuell habe man "einen Vorlauf (hochprozentiger 
Alkohol) in den Kafi Lutz getan". Sie könne sich die ganze Sache nicht erklären.

2.3 In der zusammenfassenden Beurteilung attestierte die Gutachterin, dass bei 
der körperlichen Untersuchung keine wesentlichen Befunde feststellbar waren, 
welche einen problematischen Alkoholkonsum bestätigen würden. Das Fehlen 
solcher Symptome schliesse indes ein problematisches Trinkverhalten nicht 
grundsätzlich aus.
Des Weiteren hielt die Gutachterin fest, die durchgeführte Blutlaboruntersuchung 
habe einen erhöhten Wert für die Lebertransaminase Gamma-GT ergeben. Es 
handle sich hierbei um einen Leberwert, der häufig im Zusammenhang mit einer 

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alkoholtoxischen Leberstörung erhöht sein könne. Zur Überprüfung eines längeren 
Zeitfensters hinsichtlich der Alkoholkonsumgewohnheiten sei zusätzlich eine 
Haaranalyse auf den Alkoholmarker Ethylglucuronid durchgeführt worden. Mit Hilfe 
dieses beweiskräftigen Verfahrens habe ein Beobachtungszeitraum von Ende Mai 
bis Ende Oktober 2015 überblickt werden können. Hierbei habe sich eine 
ausserordentlich hohe Konzentration des gesuchten Alkoholmarkers ergeben, 
sodass ein Alkoholüberkonsum im gesamten Zeitraum bestätigt werden müsse. 
Der behandelnde Hausarzt habe zwar bislang keine Hinweise auf ein 
problematisches Trinkverhalten festgestellt, indes hätten die beiden 
Blutlaborkontrollen in den Jahren 2012 und 2014 bereits leicht erhöhte Gamma-GT 
Werte gezeigt. 
Bei gesamthafter Betrachtung und unter Berücksichtigung der erhobenen Befunde 
müsse von einem klaren Alkoholüberkonsum im Sinne einer 
Alkoholmissbrauchsproblematik ausgegangen werden. Dies lasse sich anhand der 
jetzigen Untersuchung für einen längerfristigen Zeitraum feststellen, was letzten 
Endes auch den Vorfall von September 2015 erkläre. Ohne Änderung des 
Trinkverhaltens müsse beim Exploranden mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit 
von Verkehrsdelikten gerechnet werden, weswegen die Fahreignung zum 
aktuellen Zeitpunkt aus verkehrsmedizinischer Sicht verneint werden müsse (…). 

2.2.1  Aus diesen Angaben folgerte das Verwaltungsgericht im ersten Entscheid 
(Erw. 3.1), dass ein problematisches Trinkverhalten des Beschwerdeführers im 
damaligen Zeitraum des Jahres 2015 hinreichend erstellt sei. Dabei orientierte 
sich das Verwaltungsgericht an der höchstrichterlichen Rechtsprechung, wonach 
EtG-Werte von über 30 pg/mg als Nachweis für einen übermässigen Alkohol-
konsum gelten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_615/2014 vom 11.5.2015 Erw. 
2.3.1 mit Verweis auf BGE 140 II 334 Erw. 7 S. 340). Gemäss dem erwähnten 
IRM-Gutachten vom 24. November 2015 betrug der EtG-Wert über 100 pg/mg.

2.2.2  Dennoch bestätigte das Verwaltungsgericht im ersten Entscheid den von 
der Vorinstanz verfügten Sicherungsentzug nicht, wobei dafür insbesondere 
folgende Umstände massgebend waren:

 Vorab fiel ins Gewicht, dass der damals 56-jährige Beschwerdeführer 
nach der Aktenlage hinsichtlich seiner langjährigen Fahrpraxis keine 
einzige Trunkenheitsfahrt aufweist, mithin nie als angetrunkener 
Fahrzeuglenker angetroffen wurde. Daraus folgerte das Gericht, es könne 
nicht ohne weitere Abklärungen angenommen werden, dass der 
Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, Alkohol und Strassenverkehr 
hinreichend zu trennen.

 Sodann fehlte damals eine Auseinandersetzung mit der Fragestellung, ob 
die vom Beschwerdeführer damals eingenommenen Medikamente für die 
Leberwerte von Relevanz sind oder nicht.

Aus diesen Gründen wies das Verwaltungsgericht die Sache zur vertiefteren 
Abklärung an die Vorinstanz zurück, wobei die damals vorliegenden Zweifel an 
der Fahreignung Anlass gaben, die angefochtene Verfügung (betreffend 

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Sicherungsentzug) nicht ersatzlos aufzuheben, sondern vorderhand an einem 
vorsorglichen Sicherungsentzug festzuhalten (bis Klarheit hinsichtlich einer 
möglichen verkehrsrelevanten Alkoholsucht bestehe).

2.2.3  Im Anschluss an diesen VGE III 2016 62 liess sich der Beschwerdeführer 
ab 29. September 2016 vom Sozialpsychiatrischen Dienst (SPD) des Kantons 
Schwyz hinsichtlich seines Alkoholkonsums beraten. Gemäss einem Bericht des 
SPD vom 21. März 2017 fanden bis zum Berichtszeitpunkt sechs 
Einzelgespräche sowie ein gemeinsames Gespräch mit der Ehefrau statt. In 
diesem Bericht attestierten der SPD-Oberarzt pract.med. H.________ sowie der 
dipl. Sozialpädagoge I.________ eine weitgehende Alkoholabstinenz, welche 
von der Ehefrau im Paargespräch bestätigt worden sei (vgl. Vi-act. 8). Auch der 
Hausarzt pract.med. J.________ konnte im Bericht vom 13. März 2017 kein 
problematisches Trinkverhalten feststellen (vgl. Vi-act. 6).

2.2.4  Im vorliegenden IRM-Gutachten vom 6. September 2017 (mit 
Untersuchungen vom 9.6.2017) konnten der dipl. Arzt K.________ sowie die 
Oberärztin/Verkehrsmedizinerin Dr.med. E.________ .________ (anders als im 
ersten Gutachten vom 24.11.2015 mit einem EtG-Wert von über 100 pg/mg) 
keine Alkoholmissbrauchsproblematik feststellen, da der ermittelte EtG-Wert für 
den Zeitraum von Ende Dezember 2016 bis Ende Mai 2017 19 pg/mg betrug, 
was nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einem sog. „social drinking“ 
entspricht. Daraus ergibt sich unmissverständlich, dass der Beschwerdeführer 
sein Alkoholkonsumverhalten massiv geändert hat. Im Einklang damit steht 
grundsätzlich auch, dass weitere Werte (Gamma-GT und GOT-Werte) - 
abgesehen von November und Dezember 2016 (gemäss Angaben des 
Hausarztes eine Schüsslersalz-Therapie durchgeführt wurde) - im Normbereich 
waren (vgl. zit. IRM-Gutachten i.V.m. den Angaben des Hausarztes in Vi-act. 6).

2.2.5  Dass die IRM-Gutachter weiterhin die Fahreignung verneinten, wurde 
sinngemäss im Wesentlichen damit begründet, dass es dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen sei, die geforderte Alkoholabstinenz einzuhalten und weil die 
Angaben des Exploranden nicht mit den haaranalytischen Ergebnissen vereinbar 
seien. Dieser Argumentation der IRM-Gutachter wäre dann zu folgen, wenn es 
erwiesen wäre, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit verkehrs-
relevante Alkoholprobleme bzw. Schwierigkeiten hatte, Alkoholkonsum und 
Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr zuverlässig zu trennen und bei 
dieser Sachlage die Gefahr bestünde, dass der Beschwerdeführer in alte 
Trinkmuster zurückfallen würde und nicht in der Lage wäre, exzessiven 
Alkoholkonsum und Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr zuverlässig zu 
trennen.

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Eine solche Fallkonstellation liegt hier nicht vor, denn es ist beim 
zwischenzeitlich 58-jährigen Beschwerdeführer keine einzige Trunkenheitsfahrt 
aktenkundig. Der Vorfall, welcher damals die Fahreignungsabklärungen auslöste, 
basiert darauf, dass der Beschwerdeführer am 30. September 2015 als 
Fussgänger stark alkoholisiert war (2.66 ‰). Anhaltspunkte dafür, dass sich der 
Beschwerdeführer in alkoholisiertem Zustand ans Steuer setzte, liegen nicht vor. 
Dies gab dem Gericht im ersten Entscheid (III 2016 62) Anlass zur Rückweisung, 
um namentlich die Fragestellung näher zu prüfen, wie es sich damit verhält, ob 
der Beschwerdeführer in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr 
(Lenken eines Fahrzeugs) hinreichend zu trennen. Diesbezüglich haben die IRM-
Gutachter im vorliegenden Gutachten vom 6. September 2017 keine 
hinreichenden Anhaltspunkte evaluiert, welche für die Annahme eines 
verkehrsrelevanten Alkoholüberkonsums sprechen würden. Dies gilt erst recht, 
als das Rauschtrinken vom 30. September 2015 keinen Bezug zu einer 
Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr hatte und überdies erstellt ist, dass 
der Beschwerdeführer zwischenzeitlich sein Alkoholkonsumverhalten auf das 
Niveau des „social drinking“ reduzieren konnte. Soweit die IRM-Gutachter und 
gestützt darauf die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung die nicht eingehaltene 
Alkoholabstinenz dem Beschwerdeführer negativ anlasten, übersehen sie, dass 
mit dem Ergebnis des ersten Gerichtsentscheides die in der damaligen 
Sicherungsentzugsverfügung geforderte Alkoholabstinenz nicht bestätigt bzw. 
aufgehoben wurde. Bei dieser Sachlage liegt keine in Rechtskraft erwachsene 
Verpflichtung des Beschwerdeführers vor, auf den Konsum von Alkohol ganz zu 
verzichten.

2.3 Zusammenfassend ist unter Berücksichtigung der Rückweisung im ersten 
Gerichtsentscheid, welcher im konkreten Fall (ohne eine einzige bekannte 
Trunkenheitsfahrt) eine vertieftere Abklärung der Fragestellung verlangte, ob der 
Beschwerdeführer in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr 
ausreichend zu trennen, festzuhalten, dass diese Zusatzabklärungen kein 
relevantes Risiko für eine Trunkenheitsfahrt ergaben. Damit ist die angefochtene 
Sicherungsentzugsverfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Um 
allen Eventualitäten gerecht zu werden, wird die Vorinstanz bei der 
Aushändigung des Führerausweises (gestützt auf Art. 17 Abs. 3 SVG) dem 
Beschwerdeführer die Verpflichtung aufzuerlegen haben, dass er vorderhand 
eine Alkohol-Fahrabstinenz einzuhalten hat (Antritt einer Fahrt als Lenker nur mit 
0.0 ‰ Blutalkohol). 

3. Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Verfahrenskosten zu Lasten des 
Staates. Der vom Beschwerdeführer bezahlte Kostenvorschuss wird zurück-

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erstattet. Zudem wird dem Beschwerdeführer zu Lasten des Kantons eine 
Parteientschädigung zugesprochen. Die Entschädigung richtet sich nach dem 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher in § 2 als 
Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den 
Umfang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor-
sehen. Die Honorarbandbreite für die Vertretung vor Verwaltungsgericht beträgt 
Fr. 300.-- bis Fr. 8‘400.-- (§ 14 GebTRA). Im Lichte dieser Grundsätze wird die 
Parteientschädigung ermessensweise auf Fr. 2‘000.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, als 
die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Führerausweis wieder aus-
zuhändigen hat mit der Nebenbestimmung, wonach der Beschwerdeführer 
vorderhand eine Fahrabstinenz einzuhalten hat. Im Übrigen wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten des Staates. Der vom Beschwerde-
führer bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 900.-- wird seinem Rechtsver-
treter aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten des Kantons Schwyz eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2‘000.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Be-
schwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
 den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
 die Vorinstanz (EB, und 1 Dispositiv z.H. des Amtes für Finanzen, 

unter Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 3)
 und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 26. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 30. Januar 2018