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**Case Identifier:** dc47012a-3b6c-5095-9d63-588ddc173b8d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.05.2010 A-8067/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-8067-2009_2010-05-04.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-8067/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  M a i  2 0 1 0

Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Beat Forster, 
Richter Christoph Bandli, 
Gerichtsschreiberin Anita Schwegler.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Sport BASPO,
Hauptstrasse 247-253, 2532 Magglingen/Macolin,
Vorinstanz.

Nicht-Promotion Masterstudium Spitzensport 2008/2010.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-8067/2009

Sachverhalt:

A.
A._______  begann  im  Herbst  2008  an  der  Eidgenössischen 
Hochschule  für  Sport  Magglingen  (EHSM)  den  Masterstudiengang 
Spitzensport. In den am Ende des zweiten Semesters stattfindenden 
Prüfungen wurden seine Leistungen in den Modulen "Wissensbeschaf-
fung im Spitzensport 2", "Disposition Masterarbeit" und "Der Markt für 
Sport" als ungenügend bewertet. Er erhielt daraufhin  Gelegenheit, im 
Herbst  2009 Nachprüfungen abzulegen. Dabei wurde seine Leistung 
im Modul "Wissensbeschaffung im Spitzensport 2" erneut als ungenü-
gend bewertet. Das Modul "Der Markt für Sport" schloss er hingegen 
mit  einer  genügenden Note  ab. Nicht  abschliessend  bewertet  wurde 
vorerst  das  Modul  "Disposition  Masterarbeit",  nachdem  diese  zur 
Nachbesserung zurückgewiesen worden war.

B.
Mit Brief vom 22. September 2009 teilte die EHSM A._______ mit, die 
Prüfungskommission habe am 21. September 2009 die Resultate der 
Nachprüfungen verifiziert  und den Promotionsentscheid gefällt. Seine 
Leistung im Modul  "Wissensbeschaffung Spitzensport  2"  sei  definitiv 
ungenügend und auf die Disposition für die Masterarbeit könne nicht 
eingetreten werden, da auch die überarbeitete Fassung den erforder-
lichen Standards noch nicht genüge. Aus diesen Gründen könne er die 
geforderten Kreditpunkte nicht mehr erreichen; er müsse deshalb aus 
dem Studium entlassen werden.

C.
Am 30. September 2009 ersuchte A._______ die EHSM zu prüfen, ob 
für  ihn  ein  Einstieg  in  den  Masterlehrgang  2010/2012  möglich  sei, 
damit  er  die fehlenden Credits nacharbeiten könne. Eine Entlassung 
aus dem Studium nach dem Prüfungsreglement – Ausgabe Juni 2008 
–  erscheine ihm unverhältnismässig. Mit  Schreiben vom 13. Oktober 
2009 teilte ihm die EHSM mit, die Prüfungskommission habe entschie-
den,  nicht  auf  sein Gesuch einzutreten,  da  bei  laufendem Lehrgang 
nur  das  aktuelle  Reglement  angewendet  werden  könne,  der  neue 
Lehrgang voraussichtlich anders gegliedert  werde und das Prüfungs-
reglement für diesen noch nicht stehe.

D.
Mit  Gesuch vom 2. November 2009 verlangte  A._______ den Erlass 

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einer  beschwerdefähigen  Verfügung  betreffend  "die  Beurteilung  der 
Module  Wissensbeschaffung  im  Spitzensport  sowie  Schreiben  der 
Disposition".

E.
Mit  Verfügungen  vom  25.  und  26. November 2009  stellte  das 
Bundesamt  für  Sport  BASPO  fest,  A._______  habe  das  Modul 
"Wissensbeschaffung  Spitzensport  2"  des  Masterstudiums  Spitzen-
sport  mit  der Note "3",  Bewertung "nicht  erfüllt"  abgeschlossen. Das 
Modul  "Disposition  Masterarbeit"  des  Masterstudiums  Spitzensport 
schliesse er hingegen mit der Bewertung "erfüllt" ab. Er wurde mit den 
gleichen Verfügungen vom Masterstudium Spitzensport ausgeschloss-
en. Für  den  Erlass  der  Verfügungen  wurden  weder  Kosten  erhoben 
noch Parteientschädigungen gesprochen.

F.
Mit Schreiben vom 24. Dezember 2009 führt A._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer)  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht 
gegen  die  Verfügungen  des  Bundesamts  für  Sport  BASPO  (nach-
folgend: Vorinstanz) vom 25. und 26. November 2009 sowie gegen die 
Verfügung  der  EHSM vom 13. Oktober 2009. Er  beantragt,  die  Note 
des Moduls "Wissensbeschaffung im Spitzensport 2" sei anzupassen 
und  es  sei  festzustellen,  dass  der  Aufsatz  mit  der  Note  genügend 
abgeschlossen  worden  sei.  Eventualiter  sei  ihm die  Gelegenheit  zu 
geben, die schriftliche Prüfungsarbeit im Modul "Wissensbeschaffung 
im Spitzensport  2"  zu überarbeiten. Subeventualiter  beantragt  er,  es 
sei  ihm  die  Gelegenheit  zu  geben,  aufgrund  eines  neu  in  Kraft 
tretenden  Reglements  in  den  Masterstudiengang  2010/2012  einzu-
steigen.  Weiter  beantragt  er,  es  sei  festzustellen,  dass  er  die  Pro-
motionsbedingungen erfüllt  habe und er für das weitere Studium und 
für die Masterarbeit zugelassen werde.

G.
Im gleichen Schreiben beantragt der Beschwerdeführer im Sinn einer 
vorsorglichen Massnahme, es sei ihm zu gestatten, bis zur Rechtskraft 
des  Entscheids  des  Bundesverwaltungsgerichts  immatrikuliert  zu 
bleiben  und  das  Studium  fortzusetzen.  Mit  Stellungnahme  vom 
6. Januar 2010  beantragte  die  Vorinstanz,  auf  das  Begehren  um 
Anordnung einer  vorsorglichen Massnahme sei  nicht  einzutreten. Es 
sei dem Beschwerdeführer aufgrund der aufschiebenden Wirkung der 
Beschwerde  unbenommen,  sein  Studium  während  der  Dauer  des 

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Beschwerdeverfahrens vorläufig fortzusetzen und das Verfassen einer 
Masterarbeit an die Hand zu nehmen. Es fehle ihm somit das aktuelle 
schutzwürdige  Interesse  am Erlass  einer  vorsorglichen Massnahme. 
Mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2010 wurde auf das Begehren 
um  Anordnung  einer  vorsorglichen  Massnahme  mangels  Rechts-
schutzinteresses nicht eingetreten.

H.
Am  4. März 2010  reichte  die  Vorinstanz  innerhalb  der  verlängerten 
Frist  eine  Vernehmlassung  unter  Beilage  der  Vorakten  ein.  Darin 
beantragt  sie,  die  Beschwerde  sei  abzuweisen,  soweit  darauf 
einzutreten sei. Sie hält an ihren Verfügungen fest, bzw. bestreitet die 
Verfügungsqualität des Schreibens der EHSM vom 13. Oktober 2009.

I.
Mit  Schreiben  vom  25. März 2010  reicht  der  Beschwerdeführer 
fristgerecht seine Schlussbemerkungen ein. Er teilt darin mit, er halte 
an  seinen  in  der  Beschwerde  gestellten  Anträgen  fest,  soweit  nicht 
bereits darüber befunden worden sei. Mit Eingabe vom 26. März 2010 
präzisierte der Beschwerdeführer seine Schlussbemerkungen.

J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten 
befindlichen  Schriftstücke  wird  –  soweit  entscheidrelevant  –  in  den 
Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt  gemäss Art. 31 des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 (VGG, SR 173.32)  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021),  sofern  sie  von  Behörden  erlassen  wurden,  die  gemäss 
Art. 33 VGG als  Vorinstanzen gelten,  und überdies  keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt. Das BASPO gehört zu den Behörden nach 
Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltungs-
gerichts.  Das  BASPO  bietet  gemäss  Art. 37  der  Verordnung  vom 
21. Oktober 1987 über die Förderung von Turnen und Sport (Sportför-
derungsverordnung, SR 415.01) durch die Organisationseinheit Eidge-
nössische  Hochschule  für  Sport  Magglingen  (EHSM)  auf  Fachhoch-

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schulstufe  Bachelor-  und  Masterstudiengänge  an.  Das  Handeln  der 
EHSM ist  somit dem BASPO als "Trägerbehörde" zuzurechnen. Eine 
Ausnahme betreffend das Sachgebiet ist nicht gegeben. Das Bundes-
verwaltungsgericht  ist  daher  zur  Beurteilung  der  vorliegenden 
Beschwerde zuständig.

1.2 Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG 
nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG).

1.3 Die  Verfügung  vom  26. November 2009  betreffend  die  Nicht-
Promotion Masterstudium Spitzensport 2008/2010 ersetzt als spätere 
diejenige mit gleichem Gegenstand und fast identischem Wortlaut vom 
25. November 2009 und hebt diese implizit auf. Anfechtungsobjekt im 
vorliegenden Verfahren bildet somit die Verfügung vom 26. November 
2009. 

1.4 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor 
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit 
zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder  Änderung  hat.  Der  Beschwerdeführer  ist  als  Adressat  der 
angefochtenen Verfügung vom 26. November 2009 durch diese sowohl 
formell als auch materiell beschwert. Ebenso hat er ein aktuelles und 
praktisches Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung,  da er da-
durch sein Masterstudium fortsetzen könnte. Der Beschwerdeführer ist 
somit zur Beschwerde berechtigt. Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde (vgl. Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist einzutreten.

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich mit  un-
eingeschränkter  Kognition. Es  überprüft  die  angefochtene  Verfügung 
auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständi-
ger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler 
bei  der  Ausübung  des  Ermessens  –  sowie  auf  Angemessenheit 
(Art. 49 VwVG).

1.5.1 Das Bundesverwaltungsgericht  ist  verpflichtet,  auf  den  festge-
stellten  Sachverhalt  jenen  Rechtssatz  anzuwenden,  den  es  als  den 
zutreffenden erachtet. Es ist  nicht  an die Begründung der  Begehren 
gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG) und kann eine Beschwerde auch aus 
anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  den 
angefochtenen  Entscheid  im  Ergebnis  mit  einer  von  der  Vorinstanz 
abweichenden  Begründung  bestätigen  (sog.  Motivsubstitution;  vgl. 

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Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-7391/2008  vom 19. Oktober 
2009,  BVGE  2007/41  E. 2;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O,  S. 21 
Rz. 1.54).

1.5.2 Im  vorliegenden  Fall  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
einen Entscheid über die (Nicht-)Promotion im Masterstudium Spitzen-
sport  2008/2010  des  BASPO.  Es auferlegt  sich ebenso  wie  das 
Bundesgericht, der Bundesrat sowie bereits die früheren Rekurs- und 
Schiedskommissionen des Bundes bei der Bewertung von Prüfungs-
leistungen  eine  gewisse  Zurückhaltung  und  weicht  bei  Fragen,  die 
seitens der Verwaltungsjustizbehörden naturgemäss schwer überprüf-
bar  sind,  nicht  ohne  Not  von  der  Beurteilung  der  erstinstanzlichen 
Prüfungsorgane und Examinatoren ab (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.1).

Demgegenüber  hat  die  Rechtsmittelbehörde bei  Rügen über  Verfah-
rensmängel im Prüfungsablauf oder über die Auslegung und Anwen-
dung von Rechtsvorschriften die erhobenen Einwendungen mit umfas-
sender Kognition zu prüfen, wobei all  jene Einwände auf Verfahrens-
fragen Bezug nehmen, die den äusseren Ablauf der Prüfung oder das 
Vorgehen bei der Bewertung betreffen (BGE 106 Ia 1 E. 3c; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts B-6340/2008 vom 26. August 2009, BVGE 
2008/14 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen).

2.
Eine Verfügung, die an einem Verfahrensmangel leidet, ist in der Regel 
nicht nichtig, sondern lediglich anfechtbar. Das bedeutet, dass fehler-
hafte Verfügungen grundsätzlich genauso rechtswirksam sind, wie feh-
lerfreie Verfügungen. Eine Verfügung ist nur in seltenen Fällen nichtig. 
Eine nichtige Verfügung entfaltet zu keinem Zeitpunkt Rechtswirkung-
en. Nichtigkeit  liegt nur dann vor, wenn nach der Evidenztheorie ku-
mulativ  drei  Voraussetzungen  erfüllt  sind. Erstens  muss der  Mangel 
besonders  schwer  wiegen;  zweitens  muss  er  offensichtlich  oder 
zumindest leicht erkennbar sein; und drittens darf durch die Annahme 
der Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährdet werden. 
Nur  qualifizierte  Fehler  vermögen  also  Nichtigkeitsgründe  zu  setzen 
(vgl.  TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31, Rz. 13 ff.;  HÄFELIN/MÜLLER/ 
UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 950  ff.;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O, S. 24  f. 
Rz. 2.5). Die angefochtenen Verfügungen weisen keinen entsprechen-
den qualifizierten Fehler auf, weshalb deren Nichtigkeit zu verneinen 
ist. Es bleibt jedoch zu prüfen, ob Form- oder Verfahrensmängel vor-

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handen sind,  welche die  Aufhebung der angefochtenen Verfügungen 
erfordern.

3.
3.1 Gemäss  Art. 13  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 17. März 1972 
über  die  Förderung  von  Turnen  und  Sport  (Sportförderungsgesetz, 
SR 415.0) erfüllt das BASPO Aufgaben, die dem Bund aus der Förder-
ung von Turnen und Sport erwachsen. Es ist Ausbildungs- und Kurs-
zentrum für  die Kaderausbildung (Abs. 2). Aufgabe des Ausbildungs- 
und Kurszentrums ist es unter anderem, Bachelor- und Masterstudien-
gänge Sport durchzuführen (Art. 36 Abs. 1 Bst. b der Sportförderungs-
verordnung).

Das BASPO bietet  gemäss Art. 37 Sportförderungsverordnung durch 
die Organisationseinheit Eidgenössische Hochschule für Sport Magg-
lingen (EHSM) auf Fachhochschulstufe Bachelor- und Masterstudien-
gänge  Sport  an  (Abs. 1).  Abs. 3  dieser  Bestimmung  beauftragt  das 
Departement  unter  anderem  damit,  die  Zulassungs-  und  Studien-
bedingungen, deren Inhalte, die Anforderungen an die Abschlüsse und 
die Studiendauer zu regeln.

Diesem Auftrag ist  das Departement mit  Erlass der Verordnung vom 
14. Januar 2005 des VBS über die Bachelor- und Masterstudiengänge 
Sport  an  der  Eidgenössischen Hochschule  für  Sport  (VO Fachhoch-
schulstudiengänge Sport,  SR 415.75) nachgekommen. Sie regelt  die 
Leitung  der  Studiengänge und  weist  ihr  in  Art. 17  die  Ausarbeitung 
und  Anpassung  der  Reglemente  für  die  Studien  und  den  Studien-
betrieb als Aufgabe zu.

Gestützt  auf diese Bestimmung haben schliesslich das Rektorat und 
die Studienleitung am 23. Juni 2008 das EHSM-Reglement für Master-
studien  (nachfolgend:  Studienreglement)  erlassen.  Dieses  sieht  in 
Ziff. 1.2  vor,  dass  das  Curriculum,  Ausgabe  Juni 08  (nachfolgend: 
Curriculum),  integrierter  Bestandteil  des  Studienreglements  sei.  Es 
enthalte die Gesamtplanung des Masterstudiums sowie die Hauptan-
gaben  zu  allen  Modulen.  Ebenfalls  am  23. Juni 2008  wurde  das 
EHSM-Reglement  für  Prüfungen  und  Promotionen  (nachfolgend: 
Prüfungsreglement)  erlassen. Dieses sieht  in  Art. 6  vor,  dass  es  für 
jedes  Modul  eine  Beschreibung  im  Studienplan  gebe,  die  unter 
anderem Auskunft über die Formen und Modalitäten der Kompetenz-
nachweise enthalte.

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3.2 Das Curriculum seinerseits ist ein Leitfaden sowohl für die Studier-
enden  als  auch  für  die  Dozenten.  Den  Studierenden  bietet  es  eine 
Orientierungshilfe, auf die sie sich (nach Treu und Glauben) müssen 
verlassen können. Es ist, wie bereits erwähnt, integrierter Bestandteil 
des  Studienreglements  (vgl.  Ziff. 1.2).  Als  "Reglementsbestandteil" 
kann  es  gemäss  Art. 17  Bst. a  der  VO Fachhochschulstudiengänge 
Sport  nur  durch  die  Leitung  der  Studiengänge  ausgearbeitet,  ange-
passt  (oder  geändert)  werden.  Keine  solche  Kompetenz  steht  dem 
einzelnen Dozenten zu,  der  für  die  Abnahme der  Prüfungen verant-
wortlich ist. Dieser hat sich vielmehr an das Curriculum zu halten oder 
dessen Änderung durch die Studienleitung zu beantragen.

4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, Prof. B._______ habe sich 
als Prüfungsexperte nicht an den Modulbeschrieb gehalten, wie er auf 
Seite 13  des  Curriculums  Masterstudium  abgedruckt  gewesen  sei. 
Statt des Kompetenznachweises durch eine mündliche Prüfung, kom-
biniert mit Vornoten aus Gruppenarbeiten, habe ein Aufsatz geschrie-
ben werden müssen.

Die  Vorinstanz  bestreitet  diesen  Umstand  nicht.  Sie  führt  jedoch  in 
ihrer  Vernehmlassung  aus,  der  Modulverantwortliche  Prof.  Dr. 
B._______ habe sich aufgrund seiner Erfahrungen mit den mündlichen 
Prüfungen  des  ersten  Semesters  für  die  Durchführung  einer 
schriftlichen Prüfung zum Ende des zweiten Semesters entschieden. 
Dies  habe  er  den  Studierenden  unmittelbar  zu  Beginn  des  zweiten 
Semesters bekannt gegeben und mit E-Mail vom 26. Mai 2009 noch-
mals  bestätigt.  Diesen  Sachverhalt  bestreitet  der  Beschwerdeführer 
nicht.

4.2 Mündliche und schriftliche Prüfungen sind nicht dasselbe. Davon 
ist  auch  Prof.  B._______  ausgegangen,  als  er  auf  Grund  gewisser 
Erfahrungen  die  Prüfungsform  änderte. Bei  der  mündlichen  Prüfung 
kommt es auf die entsprechende Präsentation an, es finden zwischen 
dem Experten und dem Kandidaten – auch non-verbale – Kommuni-
kationen  statt,  es  sind  Rückfragen  und  Ergänzungen  möglich;  Un-
schärfen  und  Ungenauigkeiten  können  einfacher  korrigiert  oder 
modifiziert  werden. Der  Rede-,  aber  weniger  Schreibgewandte  kann 
seine  Stärken  ausspielen.  Schriftliche  Prüfungen  können  durch  den 
Experten  mehrmals  durchgelesen  und  überprüft,  Widersprüche  und 
Redundanzen  einfacher  festgestellt  werden.  Besonders  deutlich 

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kommt  dies  in  der  Beurteilung  der  Nachprüfung  des  Beschwerde-
führers bezüglich der „Richtigkeit und Originalität der Beurteilung der 
Qualität  der  gewählten  Studie“  vom  21. September 2009  zum 
Ausdruck:  Quellenangaben  –  wie  sie  der  Experte  als  fehlend 
beanstandet  –  werden  in  einer  mündlichen  Prüfung  entweder  nicht 
verwendet  oder  können  nachgefragt  werden  und  der  kritisierte 
Kurzausdruck  „weniger  ist  mehr“  kann  in  einer  mündlichen  Prüfung 
einfacher  umschrieben  werden.  Bei  schriftlichen  Prüfungen  ist  der 
Ausdruck,  die  Schreibgewandtheit  ebenfalls  wesentlich.  Prof. 
B._______ hat  denn auch in  seiner  Beurteilung darauf  hingewiesen, 
das  sprachliche  Niveau  und  die  Lesefreundlichkeit  des  Textes  (mit 
einer  Gewichtung  von  10%)  des  Beschwerdeführers  seien  unge-
nügend. Diese Gewichtung wäre in einer mündlichen Prüfung so nicht 
vorgenommen worden. Eine mündliche Prüfung kann schliesslich nicht 
später  noch  durch  weitere  Experten  beurteilt  werden,  die  an  der 
Prüfung nicht teilgenommen haben. Schliesslich ist auch die Verifizie-
rung einer mündlichen Prüfung,  wie sie die Prüfungskommission am 
21. September 2009  vorgenommen  hat,  eine  völlig  andere,  als  bei 
einer mündlichen Prüfung, bei der Vornoten berücksichtigt werden. 

4.3 Das Prüfungsreglement sieht in Art. 27 Bst. a und d vor, dass die 
Prüfenden  den  Studierenden  rechtzeitig  bekannt  geben  müssen,  in 
welcher Form der Kompetenznachweis stattfinde und wer die Bewer-
tungen  vornehme.  Im  Curriculum  wird  die  entsprechende  Mitteilung 
gemacht. Auf Seite 13 wird das Modul "Wissensbeschaffung im Spitz-
ensport 2" beschrieben. In diesem Modulbeschrieb ist Prof. B._______ 
als Modulverantwortlicher aufgeführt. Das Curriculum sieht weiter vor, 
dass  im  Modul  "Wissensbeschaffung  im  Spitzensport"  sowohl  im 
ersten als auch im zweiten Semester eine mündliche Prüfung durch-
geführt  werde  und  dass  neben  der  Modulprüfung  Vornoten  aus 
Gruppenarbeiten  in  die  Beurteilung  der  Gesamtleistung  einbezogen 
werden.  Diese  Prüfungsform  wurde  in  der  Folge  nicht  eingehalten. 
Anstelle einer mündlichen Prüfung war ein Aufsatz zu verfassen. Die 
Vornoten  können  für  die  Endbeurteilung  ausschlaggebend  sein  (sie 
würden sonst nicht berücksichtigt). Gemäss dem Curriculum sind sie 
für das Fach „Wissensbeschaffung im Spitzensport 2“ zwingend beizu-
ziehen; dies ist offensichtlich nicht geschehen, wird in der Beurteilung 
von Prof. B._______ nicht erwähnt und wird von der Vorinstanz auch 
nicht behauptet.

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4.4 Wird  wie  vorliegend  die  Form  eines  Kompetenznachweises  ge-
ändert und anstatt einer mündlichen Prüfung mit Berücksichtigung von 
Vornoten aus den Gruppenarbeiten eine schriftliche Prüfung durchge-
führt,  handelt  es sich entgegen der  Ansicht  der  Vorinstanz nicht  um 
eine "kleinere  Anpassung" wie sie auf  Seite  4 des  Curriculums vor-
behalten  ist.  Auch  die  Nichtberücksichtigung  der  Vornoten  aus  den 
Gruppenarbeiten  stellt  eine  wesentliche  Änderung  des  Modulbe-
schriebs dar, welche nicht ohne Zustimmung der Leitung der Studien-
gänge zulässig ist. Es ist auch nicht davon auszugehen, die Studien-
leitung habe bloss zufälligerweise den Kompetenznachweis durch eine 
mündliche  Prüfung  mit  Berücksichtigung  von  Vornoten  verlangt; 
vielmehr dürfte sie sich diese Prüfungsform wohl überlegt haben. Um 
die  Form  des  Kompetenznachweises  von  einer  mündlichen  in  eine 
schriftliche  Prüfung  zu  ändern  und  auf  die  Berücksichtigung  der 
Vornoten zu verzichten,  hätte es deshalb einer förmlichen Änderung 
des Curriculums durch die Studienleitung bedurft (E. 3.2). Die blosse 
Mitteilung durch Prof. B._______ konnte dafür nicht ausreichen, selbst 
wenn sie frühzeitig erfolgt war. 

Bereits  die  erste  Prüfung hat  somit  nicht  den zwingenden Anforder-
ungen im Modulbeschrieb entsprochen, weshalb sie an einem wesent-
lichen Form- und Verfahrensmangel litt.

5.
Der  Beschwerdeführer  seinerseits  hatte  keinen  Anlass,  Prof. 
B._______  vor  der  Prüfung  auf  den  Formfehler  aufmerksam  zu 
machen, denn Prof. B._______ als  Modulverantwortlicher kannte so-
wohl  die  rechtlichen Grundlagen der  Prüfung  als  auch die  Formvor-
schriften über die Änderung der Prüfungsform. Prof. B._______ durfte 
auch nicht darauf vertrauen, seine Schüler würden einer Änderung des 
Curriculum  stillschweigend  zustimmen,  ohne  gegebenenfalls  darauf 
zurückzukommen.

Welche Form eine allfällige Wiederholungsprüfung hätte, ist hier nicht 
zu  beurteilen  und kann offen  bleiben. In  Ziff. 3.1  des  Anhangs zum 
Prüfungsreglement ist vorgesehen, dass bei Wiederholungsprüfungen 
die  Form  der  Prüfung  (schriftlich  oder  mündlich)  geändert  werden 
könne. Die Form einer Nachprüfung könnte, sofern die erste Prüfung 
formrichtig erfolgt, somit von derjenigen der ersten Prüfung abweichen. 
Der  Formfehler  der  in  der  ersten  Prüfung  begangen  wurde,  kann 
jedoch nicht  durch die Nachprüfung behoben werden. Es kann nicht 

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argumentiert  werden,  die  Nachprüfung  dürfe  ohnehin  eine  andere 
Form  aufweisen,  als  diejenige,  die  im  Curriculum  vorgesehen  sei, 
wenn bereits die erste Prüfung nicht der im Curriculum vorgesehenen 
Form entsprach. Wenn die Änderung der Form nur für die Nachprüfung 
ausdrücklich  vorbehalten  wird,  ist  ausserdem  daraus  zu  schliessen, 
dass die Form für die erste Prüfung nicht durch den Dozenten beliebig 
gewählt werden darf.

6.
6.1 Die Beschwerde wird demnach insoweit gutgeheissen. Die Verfü-
gung der Vorinstanz vom 26. November 2009 ist aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer  ist  Gelegenheit  zu  geben,  im  Modul  "Wissensbe-
schaffung im Spitzensport  2"  den Kompetenznachweis  dem Curricu-
lum  entsprechend  in  Form  einer  mündlichen  Prüfung  unter  Berück-
sichtigung der Vornoten aus den Gruppenarbeiten zu erbringen. Diese 
Prüfung gilt als erster Versuch.

6.2 Der Beschwerdeführer verlangt sinngemäss in erster Linie die Auf-
hebung der Verfügung vom 26. November 2009 und damit die Aufhe-
bung  des  negativen  Prüfungs-  und  Promotionsentscheids  und  des 
Studienausschlusses. Diesem Begehren wird entsprochen (E. 6.1). Die 
Prüfungen werden behandelt, wie wenn sie nicht geschrieben worden 
wären.  Damit  werden  die  weiteren  Rechtsbegehren  und  Vorbringen 
des Beschwerdeführers  betreffend die  Verfügung vom 26. November 
2009  gegenstandslos,  denn  für  eine  "nicht  geschriebene"  Prüfung 
kann  weder  eine  genügende  Note  vergeben  noch  eine  Nachbesse-
rungsmöglichkeit eingeräumt werden.

6.3 Das Subeventualbegehren des Beschwerdeführers, es sei ihm Ge-
legenheit zu geben, aufgrund des neu in Kraft tretenden Studienregle-
ments in den Masterstudiengang 2010/2012 einzusteigen, richtet sich 
gegen die Verfügung vom 13. Oktober 2009. Da die Beschwerde gut-
geheissen, damit die Verfügung vom 26. November 2009 aufgehoben 
wird und er  zur Prüfung zuzulassen ist,  bleibt der Beschwerdeführer 
vorerst  ohnehin  im  Studiengang  2008/2010  immatrikuliert.  Dadurch 
wird  die  Verfügung  vom  13. Oktober 2009  hinfällig.  Die  dagegen 
erhobene Beschwerde wird, aufgrund des nachträglichen Wegfalls des 
Anfechtungsobjekts, gegenstandslos. Somit ist nicht weiter zu prüfen, 
ob die EHMS auf  das Begehren des Beschwerdeführers zu Unrecht 
nicht eingetreten ist.

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7.

7.1 Bei  diesem Ausgang  des Verfahrens werden  in  Anwendung von 
Art. 63 VwVG keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerde-
führer  erhobene  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  500.--  wird 
diesem zurückerstattet.

7.2 Der  Beschwerdeführer  hat  gestützt  auf  Art.  64 VwVG  in  Ver-
bindung mit Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2)  keinen Anspruch auf  Parteientschädigung; es 
sind ihm keine hohen Kosten erwachsen.

8.
Die Beschwerde an das  Bundesgericht  gegen Urteile  betreffend die 
Ergebnisse  von  Prüfungen  und  Fähigkeitsbewertungen  ist  ausge-
schlossen  (Art.  83  Bst.  t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  [BGG,  SR  173.110]). Der  vorliegende  Entscheid  ist  damit  nur 
anfechtbar, soweit er nicht als Entscheid über ein Prüfungsergebnis zu 
betrachten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  im Sinn der  Erwägungen gutgeheissen soweit 
sie  nicht  gegenstandslos  geworden  ist  und  die  Verfügung  vom 
26. November 2009 wird aufgehoben. Die Vorinstanz wird angewiesen, 
den  Beschwerdeführer  zur  mündlichen  Prüfung  im  Modul  "Wissens-
beschaffung  im  Spitzensport  2"  zuzulassen und  die  Vornoten  aus 
Gruppenarbeiten bei der Gesamtleistung einzubeziehen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 500.--  wird  dem  Beschwerdeführer 
zurückerstattet.  Hierzu  hat  er  dem  Gericht  seine  Bankverbindung 
bekannt zu geben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Einschreiben)
- das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus Metz Anita Schwegler

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlich-
en  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110])  so-
weit er nicht unter die Ausnahme von Art. 83 Bst. t BGG fällt. 

Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

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