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**Case Identifier:** 7a315abb-78c7-540a-8ffa-87e224815f53
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.08.2023 810 22 250
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-250_2023-08-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 23. August 2023 (810 22 250) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Raumplanung, Bauwesen  
 
 
Quartierplanvorschriften / Eingliederung der Überbauung in die Umgebung / Zulässigkeit 
der Abweichungen von der Nutzungsordnung im umliegenden Gebiet 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Ivanov, Gerichts-
schreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Laubscher,  
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 
Einwohnergemeinde Arlesheim, Domplatz 8, 4144 Arlesheim, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Quartierplanvorschriften "Finkelerweg" 

(RRB Nr. 1613 vom 1. November 2022) 
 
 
 

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A. Am 24. Juni 2021 beschloss die Einwohnergemeindeversammlung Arlesheim die 
Quartierplanvorschriften "Finkelerweg", bestehend aus Quartierplan und Quartierplanreglement 
(QPR). Der Quartierplan umfasst die Parzellen Nr. 458, 461 und 526, Grundbuch Arlesheim, mit 
einer Gesamtfläche von 5'495 m2.  
 
B. Die öffentliche Planauflage fand vom 12. August 2021 bis 10. September 2021 statt. 
Während der Auflagefrist erhob unter anderem A.____, vertreten durch Roman Laubscher, Ad-
vokat, Einsprache gegen die Quartierplanvorschriften.  
 
C. Anlässlich der Verständigungsverhandlung vom 18. Januar 2022 konnte mit dem Ein-
sprecher keine Einigung erzielt werden.   
 
D. Mit Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 1. November 
2022 wurde die Einsprache von A.____ abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (Ziff. 1). 
Die Quartierplanvorschriften "Finkelerweg" wurden im Sinne der Erwägungen genehmigt und 
allgemeinverbindlich erklärt (Ziff. 2).  
 
E. Gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 1. November 2022 erhob A.____, ver-
treten durch Roman Laubscher, Advokat, mit Eingabe vom 14. November 2022 Beschwerde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Er stellt das Begehren, es 
sei der angefochtene Entscheid vollumfänglich aufzuheben und den Quartierplanvorschriften 
"Finkelerweg" sei die Genehmigung zu verweigern (Ziff. 1). Eventualiter sei die Angelegenheit 
an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2). Alles unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 3).  
 
F. Mit Eingabe vom 16. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer die Beschwerdebe-
gründung ein.  
 
G. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Februar 2023 beantragt die Einwohnergemeinde 
Arlesheim, es sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.   
    
H. Der Regierungsrat beantragt in seiner Vernehmlassung vom 20. März 2023 die Abwei-
sung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde.  
 
I. Mit Verfügung vom 23. März 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
J. An der heutigen Parteiverhandlung mit vorgängigem Augenschein vor Ort hielten die 
Parteien an den gestellten Begehren fest.  
 
 
 
 
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben.  
 
1.2 Der Beschwerdeführer ist Grundeigentümer der an das Quartierplanareal angrenzen-
den Parzelle Nr. X, Grundbuch Arlesheim. Als solcher ist er durch den angefochtenen Ent-
scheid im Sinne von § 47 Abs. 1 lit. a VPO berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist.  
 
2.1 Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grundsätz-
lich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens 
sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beschränkt. Die Unange-
messenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c VPO nur in den in dieser Bestimmung genannten Aus-
nahmefällen überprüft werden. Entscheide betreffend die Nutzungsplanung fallen nicht darun-
ter.  
 
2.2 Nach Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom  
22. Juni 1979 hat das kantonale Recht die volle Überprüfung von Verfügungen und Nutzungs-
plänen durch wenigstens eine Beschwerdebehörde zu gewährleisten. Volle Überprüfung bedeu-
tet in diesem Zusammenhang nicht nur die freie Prüfung des Sachverhalts und der sich stellen-
den Rechtsfragen, sondern auch eine Ermessenskontrolle. Die Überprüfung hat sich dabei dort 
sachlich zurückzuhalten, wo es um lokale Angelegenheiten geht, hingegen so weit auszugrei-
fen, dass die übergeordneten, vom Kanton zu sichernden Interessen einen angemessenen 
Platz erhalten. Im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 33 RPG ist der den Planungsträgern 
durch Art. 2 Abs. 3 RPG zuerkannte Gestaltungsbereich zu beachten. Ein rechtmässiger Pla-
nungsentscheid ist daher zu schützen, auch wenn weitere, ebenso zweckmässige Planungslö-
sungen denkbar sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_483/2021 vom 10. März 2022 E. 4.3.2 
mit Hinweisen; PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 7. Aufl., 
Bern 2022, S. 596). Den obgenannten Anforderungen genügt es praxisgemäss, wenn der Re-
gierungsrat – wie im vorliegenden Fall – als einzige Instanz mit voller Kognition über Einspra-
chen und Beschwerden entscheidet (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/bb; BGE 119 Ia 321 E. 5c; BGE 
114 Ia 233 E. 2b; HÄNNI, a.a.O., S. 595; BERNHARD WALDMANN/PETER HÄNNI, Raumplanungs-
gesetz, Bern 2006, Art. 33 N 74 f.).  
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz zu Recht die Einsprache des Beschwerdeführers gegen 
die Quartierplanvorschriften "Finkelerweg" abwies und letztere genehmigte.  
  

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4.1 Das von der Quartierplanung betroffene Gebiet wurde im Rahmen der Revision der 
Zonenvorschriften Siedlung im Jahr 2016 der Zone mit Quartierplanpflicht "Finkelerweg" zuge-
wiesen. Es ist von der Wohnzone W2 umgeben und grenzt im Süden an den Finkelerweg und 
im Osten an den Hollenweg an. Gemäss § 11.13 des Zonenreglements Siedlung der Gemeinde 
Arlesheim (ZRS) vom 20. April 2016 dient die Zone mit Quartierplanpflicht "Finkelerweg" aus-
schliesslich oder überwiegend der Wohnnutzung (Abs. 1). Neubauten haben auf den bestehen-
den Obstbaumhain Rücksicht zu nehmen (Abs. 2). Mit der Quartierplanung "Finkelerweg" wer-
den für das betreffende Gebiet eigenständige Nutzungs- und Bauvorschriften erlassen, welche 
die Nutzung des Areals zonenrechtlich abschliessend regeln. Die Zone mit Quartierplanpflicht 
"Finkelerweg" wird mit Inkraftsetzung der Quartierplanvorschriften abgelöst (Planungs- und Be-
gleitbericht zur Quartierplanung "Finkelerweg" [Planungsbericht] vom 28. Januar 2022, S. 26).  
 
4.2 Der Quartierplan legt zwei Baubereiche fest, in welchen eine maximale Bruttoge-
schossfläche von 2'300 m2 (Baubereich 1) und 1'000 m2 (Baubereich 2) zulässig ist (§ 2  
Abs. 5 QPR). Hauptbauten dürfen nur innerhalb der im Quartierplan festgelegten Baubereiche 
erstellt werden, welche die Lage, Dimensionierung und Geschossigkeit der Bauten definieren. 
Beim Baubereich 1 muss das bauliche Volumen mindestens drei Höhenstufen aufweisen. Die 
Versatzhöhe muss dabei jeweils mindestens 0.5 m betragen. Die Staffelung der Bauten ist in 
der Situation bei beiden Baubereichen mit einem weiteren Versatz gemäss Festlegung im Quar-
tierplan pro einzelner Gebäudestaffelung auszubilden (§ 3 Abs. 1 QPR). 
  
5.1 Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, mit der im Baubereich 1 vor-
gesehenen Baute entstehe ein 65 m langer Riegel, welcher sich nicht in die Umgebung einpas-
se. Die vorgesehene Staffelung des Gebäudekörpers vermöge dies in keiner Weise zu ändern. 
Nach Auffassung der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin führe die Staffelung dazu, dass 
die Längenwirkung aufgehoben bzw. gemindert werde. Ein konkreter Nachweis oder ein objek-
tives Gutachten diesbezüglich liege jedoch nicht vor. Es werde lediglich auf die Stellungnahme 
der kantonalen Fachkommission zur Beurteilung von Arealüberbauungen (ABK) verwiesen, 
welche dem Beschwerdeführer bis heute nicht vorliege. Die mögliche Gebäudelänge von 65 m 
stelle gegenüber der maximal zulässigen Gebäudelänge von 30 m in der umliegenden Zone W2 
mehr als eine Verdoppelung dar. Der Quartierplan weiche damit massiv von der Grundordnung 
ab und entleere diese von jeglichem Sinngehalt.  
 
5.2 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin entgegnen, mit der vorgesehenen Be-
bauung habe möglichst der Vorgabe in § 11.13 Abs. 2 ZRS entsprochen werden sollen, auf den 
bestehenden Obstbaumhain Rücksicht zu nehmen. Daraus habe sich ergeben, dass mit der 
Bebauungsstruktur eines Riegelbaukörpers und einer weiteren Baute die Erhaltung des Obst-
baumhains am besten umsetzbar sei. Es treffe zu, dass die Umgebung mehrheitlich freistehen-
de Einfamilienhäuser umfasse und der Baubereich 1 aufgrund seiner Länge verglichen mit die-
sen als ungewöhnlich erscheine. Nordwestlich des Quartierplan-Perimeters bzw. der Parzelle 
des Beschwerdeführers befänden sich aber auch Reiheneinfamilienhäuser, deren Längenwir-
kung mit derjenigen des Baubereichs 1 vergleichbar sei. Mit den Vorgaben des Quartierplans 
sowie des Quartierplanreglements betreffend Lage, Dimensionierung und Geschossigkeit der 
Hauptbauten sei zudem eine genügende Eingliederung des Baubereichs 1 bzw. des dadurch 

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ermöglichten Baukörpers in die Umgebung gewährleistet. Dies gelte insbesondere hinsichtlich 
der Staffelung der Baute in der Höhe und Tiefe. Zudem werde zwischen dem Baubereich 1 und 
dem Grundstück des Beschwerdeführers eine Schutzbepflanzung und der Erhalt bestehender 
Bäume vorgeschrieben, was einem natürlichen Sichtschutz gleichkomme. Die Auswirkungen 
auf die Liegenschaft des Beschwerdeführers lägen somit in einem städtebaulich begründbaren 
Mass.  
 
5.3.1 Nach § 18 Abs. 1 RBG erlassen die Gemeinden für das ganze Gemeindegebiet Zo-
nenvorschriften, bestehend aus Zonenplänen und Zonenreglementen. Die Zonenpläne untertei-
len das Gemeindegebiet in verschiedene Nutzungszonen (§ 18 Abs. 2 RBG). Die Zonenregle-
mente bestimmen Art und Mass der Nutzung, insbesondere die Bauweise, die Gebäudemasse 
(Gebäudelänge, Gebäudetiefe, Gebäudehöhe oder Geschosszahl), die maximal zulässige bau-
liche Nutzung sowie die Dachformen und ihre Ausgestaltung. Die maximal zulässige bauliche 
Nutzung wird mit der Überbauungs-, Grünflächen- und/oder der Ausnützungsziffer bestimmt  
(§ 18 Abs. 3 RBG). Gestützt auf § 20 Abs. 1 lit. h RBG können Zonen mit Quartierplanpflicht 
festgelegt werden. Nach § 25 Abs. 1 RBG umfassen Zonen mit Quartierplanpflicht Gebiete, in 
denen nur aufgrund eines Quartierplans gebaut werden darf. Für Zonen mit Quartierplanpflicht 
können die Zonenvorschriften Bestimmungen über die quartierplanmässige Nutzung und Ge-
staltung enthalten (§ 25 Abs. 2 RBG).  
 
5.3.2 Quartierpläne bezwecken eine haushälterische Nutzung sowie eine architektonisch 
und erschliessungsmässig gute, der Umgebung angepasste und auf die Wohnbedürfnisse der 
Bevölkerung ausgerichtete Überbauung eines zusammenhängenden Teilgebietes der Bauzo-
nenfläche (§ 37 Abs. 1 RBG). Sie legen für neu zu überbauende oder überbaute Quartiere die 
Vorschriften für die Nutzung und Überbauung bzw. für die Erneuerung und Erhaltung fest (§ 38 
Abs. 1 RBG). Der Quartierplan kann insbesondere auch Vorschriften über Lage, Grösse, Ge-
staltung und Nutzung der Bauten und Freiflächen sowie deren Einordnung in die bauliche und 
landschaftliche Umgebung festlegen (§ 38 Abs. 1 lit. a RBG). Quartierpläne können von den 
Zonenvorschriften und der Erschliessungsplanung abweichende Bestimmungen enthalten 
(§ 40 Abs. 1 RBG). Gemäss § 40 Abs. 2 RBG gelten Zonenvorschriften, Strassennetz- sowie 
Bau- und Strassenlinienpläne als aufgehoben, soweit sie im Widerspruch zu einem rechtskräfti-
gen Quartierplan stehen.  
 
5.3.3 Sondernutzungspläne gestalten die im Rahmennutzungsplan (Zonenplan) festgelegte 
Grundordnung näher aus und schaffen davon abweichende Regelungen. Grundsätzlich ist es 
Sache des kantonalen Gesetzgebers, die Arten von Sondernutzungsplänen zu definieren, das 
Erlassverfahren zu regeln und zu bestimmen, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen 
Abweichungen von der Grundordnung zulässig sind. Dabei verfügen die Kantone über einen 
weiten Gestaltungsraum. Die Kantone sind indes nicht frei, beliebig grosse Abweichungen von 
der Grundordnung zuzulassen. Die Nutzungsplanung muss grundsätzlich aus einer Gesamt-
sicht der raumbedeutsamen Belange heraus erfolgen, unter umfassender Abwägung und Ab-
stimmung aller räumlich wesentlichen Interessen und Gesichtspunkte. Der unkoordinierte Er-
lass von Sondernutzungsordnungen für Teile des Gemeindegebiets widerspricht der Planungs-
pflicht von Art. 2 Abs. 1 RPG. Sondernutzungspläne, welche die Grundordnung in wesentlichen 

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Teilen ausser Kraft setzen, sind grundsätzlich unzulässig. Abweichungen von der Grundord-
nung dürfen insbesondere nicht dazu führen, die planerisch und demokratisch abgestützte 
Grundordnung ihres Sinngehalts zu entleeren (vgl. BGE 149 II 79 E. 3.3; BGE 135 II 209 E. 5.2; 
Urteil des Bundesgerichts 1C_573/2015 vom 5. Juli 2016 E. 2.2; Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 28. Januar 2015 [810 13 
396/398] E. 4.5; KGE VV vom 27. Mai 2015 [810 14 264] E. 5.2; MICHAEL PLETSCHER, Der Ge-
staltungsplan i.e.S., Basel 2021, Rz. 461 und passim; ELOI JEANNERAT/PIERRE MOOR, in: Aemi-
segger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, Art. 14 N 30). Die 
in Art. 2 Abs. 1 RPG statuierte Planungspflicht verlangt, dass die Grundordnung überprüft wird, 
wenn sich für Teilgebiete erhebliche Abweichungen von der bisherigen Grundordnung aufdrän-
gen (vgl. BGE 149 II 79 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 1C_573/2015 vom 5. Juli 2016  
E. 2.2).  
 
5.3.4 Im Zusammenhang mit Abweichungen der Sondernutzungsplanung von der Grundord-
nung wird in der Lehre vom "Kohärenzprinzip" gesprochen. Danach muss die Sondernutzungs-
planung mit der Grundordnung insofern kohärent bleiben, als dass sie diese nicht mit zu zahl-
reichen oder zu erheblichen Abweichungen materiell ändern darf (vgl. PLETSCHER, a.a.O.,  
Rz. 458 ff., Rz. 462). Dies schliesst nicht aus, dass einzelne Abweichungen sehr weit gehen 
können, wenn die Interessenlage entsprechendes gebietet. Vorausgesetzt ist jedoch stets, dass 
die Grundordnung zumindest in den Grundzügen bzw. strukturell im Sondernutzungsplan er-
kennbar bleibt (vgl. PLETSCHER, a.a.O., Rz. 465, Rz. 513, Rz. 516). Gemäss der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung ist zudem von Bedeutung, ob die Abweichung gleichzeitig eine geringe-
re demokratische Abstützung bedeutet oder nicht. Ein strengerer Massstab an die Zulässigkeit 
solcher Abweichungen ist anzulegen, wenn der Erlass eines Sondernutzungsplans von einer 
weniger stark demokratisch legitimierten Behörde bzw. in einem weniger stark demokratisch 
abgestützten Verfahren ergangen ist als der Erlass der Grundordnung. Allerdings darf ein Son-
dernutzungsplan die Grundordnung auch nicht ihres Sinngehalts entleeren, wenn er von den 
gleichen Organen und im gleichen Verfahren festgesetzt und genehmigt wurde wie die Grund-
ordnung (vgl. BGE 149 II 79 E. 3.3). 
 
5.4.1 Der Beschwerdeführer rügt hinsichtlich der im Quartierplan vorgesehenen Gebäude-
länge und Gebäudehöhe sinngemäss eine Verletzung der Bauvorschriften. 
 
5.4.2 Soweit er in diesem Zusammenhang auf § 45.2 Abs. 2 ZRS verweist, kann ihm nicht 
gefolgt werden. Wie die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf den Titel 
von § 45 ZRS zutreffend festhalten, bezieht sich die genannte Bestimmung auf das vereinfachte 
Quartierplanverfahren. Die vorliegend strittige Quartierplanung wurde indes nicht vom Gemein-
derat im vereinfachten Quartierplanverfahren (§ 42 RBG), sondern von der Gemeindeversamm-
lung im ordentlichen Quartierplanverfahren (§ 41 RBG) beschlossen. Entsprechend sind die in  
§ 45.2 Abs. 2 ZRS enthaltenen Maximalmasse, welche für Quartierplanungen im vereinfachten 
Quartierplanverfahren gelten, nicht massgebend. Der Beschwerdeführer kann auch aus seinem 
Verweis auf § 90 RBG nichts zu seinen Gunsten ableiten. Gemäss § 90 Abs. 2 RBG haben Ge-
bäude einen nach Fassadenlänge und Geschosszahl definierten Grenzabstand einzuhalten. Bei 
Fassadenlängen über 36 m oder Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen muss der Grenzab-

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stand von der Baubewilligungsbehörde unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse fest-
gelegt werden (§ 90 Abs. 2 und 3 RBG). Aus der fraglichen Bestimmung lässt sich entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers keine Beschränkung der zulässigen Fassadenlänge auf 
maximal 36 m ableiten. Entsprechend kann aus einer Überschreitung der Fassadenlänge von 
36 m auch nicht auf eine Verletzung des Grenzabstands geschlossen werden.  
 
5.5.1 Der Beschwerdeführer beanstandet, dass zur Frage der Einpassung der geplanten 
Überbauung in die Umgebung keine objektive Begutachtung vorgenommen worden sei. 
 
5.5.2 Im Rahmen der Nutzungsplanung sind die in Betracht fallenden öffentlichen und priva-
ten Interessen zu erfassen und im Hinblick auf die anzustrebende räumliche Entwicklung und 
im Lichte der Ziele und Grundsätze der Raumplanung gegeneinander abzuwägen (Art. 1 und 3 
RPG; Art. 2 und 3 der Raumplanungsverordnung [RPV] vom 28. Juni 2000). Die verschiedenen 
Planungsziele und Planungsgrundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG bilden Entscheidungskrite-
rien und Zielvorgaben, die im Rahmen der Interessenabwägung abgewogen werden müssen 
(vgl. BGE 134 II 97 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_99/2022, 1C_101/2022 vom 25. April 
2023 E. 11.1; 1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E. 5.1). Nach Art. 47 Abs. 1 RPV ist der kantona-
len Genehmigungsbehörde Bericht zu erstatten, wie die Nutzungspläne die Ziele und Grundsät-
ze der Raumplanung (Art. 1 und 3 RPG), die Anregungen aus der Bevölkerung (Art. 4 Abs. 2 
RPG), die Sachpläne und Konzepte des Bundes (Art. 13 RPG) und den Richtplan (Art. 8 RPG) 
berücksichtigen und wie sie den Anforderungen des übrigen Bundesrechts Rechnung tragen 
(vgl. HEINZ AEMISEGGER/SAMUEL KISSLING, in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Vorbemerkun-
gen zur Nutzungsplanung, N 20 f.). Den genannten Vorgaben (Art. 47 RPV) hat die Beschwer-
degegnerin mit der Berichterstattung im Rahmen des Planungsberichts in formeller Hinsicht 
unbestrittenermassen entsprochen. Hinzu kommt, dass die städtebaulichen Aspekte der Quar-
tierplanung durch die ABK einer fachlichen Beurteilung unterzogen wurden (E. 5.6.2 hiernach), 
welche dem Planungsbericht als Anhang beigefügt war und dem Beschwerdeführer bekannt 
sein musste. Inwiefern die Beschwerdegegnerin darüberhinausgehend verpflichtet gewesen 
sein soll, zur Frage der Einordnung der Überbauung ein "objektives Gutachten" einzuholen, ist 
nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter ausgeführt.  
 
5.6.1 Zu prüfen ist in materieller Hinsicht, ob die Quartierplanung eine der Umgebung ange-
passte Überbauung ermöglicht und sich die damit verbundenen Abweichungen von der Grund-
ordnung im umliegenden Gebiet (Zone W2) als zulässig erweisen.  
 
5.6.2 Im Planungsbericht wird ausgeführt, dass das Richtprojekt zwei unterschiedlich grosse 
Baukörper mit je drei Vollgeschossen vorsehe. Der westliche längliche Baukörper werde durch 
das Staffeln in Tiefe und Höhe fein in das natürliche Terrain eingebettet. Um eine möglichst 
grosse zusammenhängende Gartenfläche beizubehalten, werde das bestehende Wohnhaus 
rückgebaut und die neuen Wohngebäude würden auf möglichst kleiner und zusammenhängen-
der Grundfläche konzentriert. Durch die Beschränkung auf zwei Baukörper und die Anordnung 
der Gebäudeerschliessung entlang der Parzellengrenze im Nordwesten und entlang dem Hol-
lenweg werde es möglich, den zwischen den Baukörpern geplanten Baumgarten "obsthainty-
pisch" ohne Durchwegung zu gestalten (Planungsbericht, S. 2 f.). Eine Bebauung mit drei oder 

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vier Baukörpern würde demgegenüber zu einem weitgehenden Verlust des Obstbaumhains 
führen und es würden kaum zusammenhängende Strukturen verbleiben (Planungsbericht,  
S. 6 f.). Die tiefen- und höhengestaffelte Typologie des Richtprojekts werde in den Quartier-
planvorschriften in den Grundzügen festgelegt und gleichzeitig genügend Flexibilität für die wei-
tere Projektentwicklung gewährleistet (Planungsbericht, S. 11). Im Reglement werde festgelegt, 
dass Materialien, Farbgebung und Architektur der Überbauung sorgfältig aufeinander abzu-
stimmen seien. Damit solle ein ästhetisch ansprechender Gesamteindruck und eine gute Ein-
passung der Überbauung in das benachbarte Siedlungsgebiet sichergestellt werden (Planungs-
bericht, S. 12). Mit der Quartierplanung würden rund 68 % des Quartierplanareals als Freiraum-
bereich ausgeschieden. Durch den Erhalt von 12 Bäumen und die Pflanzung von zusätzlichen 
16 Bäumen werde eine gute Versorgung des Areals mit Bäumen sichergestellt (Planungsbe-
richt, S. 16). Die bauliche Nutzung werde gegenüber der umliegenden Zone W2 lediglich in ge-
ringem Mass angehoben. Die Quartierplanung ermögliche damit eine Siedlungsverdichtung auf 
einem bereits bebauten, aber unternutzten Areal (Planungsbericht, S. 17). In ihrer Stellung-
nahme zu den städtebaulichen Aspekten der Quartierplanung hält die ABK fest, dass sich die 
vorgesehenen Bauten mit Blick auf die Differenzierung des Bauvolumens sowie die Staffelung 
des grösseren Baukörpers in der Höhe gut in den Hang und in ihr städtebauliches Umfeld ein-
passten und eine Weiterbearbeitung des Projekts begrüsst werde (Auszug aus dem Beschluss-
protokoll der ABK vom 4. Juni 2019, Planungsbericht Anhang 1).  
   
5.6.3 Das der Quartierplanung zugrundeliegende Bebauungskonzept, wie es im Planungsbe-
richt dargelegt wird, beruht auf sachlichen Gründen. Namentlich entstehen mit der Konzentrati-
on der Nutzung auf zwei kompakte Baukörper unter- und oberhalb des grösseren Gebäudes 
zusammenhängende Flächen, welche den Erhalt bzw. die Neuausbildung eines Obstbaum-
hains ermöglichen. Wie der projektverantwortliche Architekt anlässlich des heutigen Augen-
scheins schlüssig und im Einklang mit dem Planungsbericht ausführte, verblieben bei einer Auf-
teilung der Nutzung auf drei oder vier Baukörper demgegenüber lediglich noch Resträume von 
Grünflächen, was der zonenrechtlich vorgeschriebenen Rücksichtnahme auf den Obstbaum-
hain (§ 11.13 Abs. 2 ZRS) zuwiderlaufen würde.  
 
5.6.4 Der Quartierplan ermöglicht im Baubereich 1 die Erstellung eines Gebäudes mit einer 
Gesamtlänge von rund 65 m (Plan "Situation und Schnitte", Massstab 1:500), was eine deutli-
che Abweichung gegenüber der maximal zulässigen Gebäudelänge von 30 m in der umliegen-
den Zone W2 darstellt. Die vorgesehene Gebäudelänge wird allerdings dadurch massgeblich 
relativiert, dass der Quartierplan eine ausgeprägte Staffelung des Baukörpers vorsieht. Der 
Baubereich 1 legt drei rund 17.5 m lange Abschnitte fest, welche um jeweils rund 7.5 m vonei-
nander abgesetzt sind. Ausserdem sehen die Quartierplanvorschriften die Ausbildung eines 
zusätzlichen Versatzes pro Gebäudestaffelung sowie drei Höhenstufen mit einer Versatzhöhe 
von mindestens 0.5 m vor (§ 3 Abs. 1 QPR). Die Längenwirkung des Baukörpers wird durch die 
solchermassen vorgegebene Staffelung in der Tiefe und Höhe zwar nicht aufgehoben, aber 
jedenfalls deutlich gemindert. Die Staffelung führt insbesondere dazu, dass das Gebäude nicht 
wie eine geschlossene, 65 m lange "Talsperre" in Erscheinung tritt, sondern eher wie mehrere 
Einzelgebäude. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt durch die Visualisierungen des Richtprojekts 
verdeutlicht, welche zuhanden der ABK erstellt wurden und teilweise im Planungsbericht  

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(S. 2 f.) aufgeführt sind. Mit der Staffelung des grösseren Baukörpers wird gewährleistet, dass 
die Grundordnung des umliegenden Gebiets in ihren Grundzügen erkennbar bleibt. Hinzu 
kommt, dass der Quartierplan die in der Nachbarschaft bereits vorhandene Typologie von in der 
Tiefe und Höhe gestaffelten Bauten aufnimmt (Planungsbericht, S. 18). Dies betrifft die nord-
westlich der Parzelle des Beschwerdeführers gelegene Überbauung mit Reiheneinfamilienhäu-
sern, welche zwei 30 m lange Baukörper mit dazwischenliegenden eingeschossigen Anbauten 
umfasst. Das Kantonsgericht hat in einem ähnlichen Fall eine gemäss Quartierplan mögliche 
Gebäudelänge von 80 m gegenüber der maximal zulässigen Gebäudelänge von 35 m nach der 
Regelbauweise mit der Begründung als zulässig erachtet, dass eine gute Einpassung des Ge-
bäudes in die Umgebung vorliege (vgl. KGE VV vom 27. Mai 2015 [810 14 264] E. 5.5, bestätigt 
mit Urteil des Bundesgerichts 1C_573/2015 vom 5. Juli 2016). In jenem Fall befand sich in der 
unmittelbaren Umgebung des Quartierplanareals ebenfalls eine Überbauung mit Reiheneinfami-
lienhäusern, welche unter Berücksichtigung der eingeschossigen Zwischenbauten eine Ge-
samtlänge von 80 m aufwies.  
 
5.6.5 Die mögliche Gebäudehöhe beträgt gemäss den im Quartierplan ausgewiesenen 
Schnittlagen rund 10 m, wobei das Richtprojekt Gebäudehöhen von jeweils rund 9 m vorsieht. 
Die maximal zulässige Gebäudehöhe in der Zone W2 beträgt demgegenüber 11.8 m. Die vor-
gesehenen Gebäude treten talseitig mit drei und bergseitig mit zwei Geschossen in Erschei-
nung. In der Zone W2 sind demgegenüber zwei Vollgeschosse zugelassen. Zu beachten gilt 
indes, dass in der Zone W2 Attikageschosse zulässig sind, auf welche im Richtprojekt verzich-
tet wird. Hinzu kommt, dass bei Quartierplanungen im vereinfachten Verfahren in der Zone W2 
bei Flachdachbauten drei Geschosse zulässig sind, wobei auf ein Attikageschoss zu verzichten 
ist (§ 45.2 Abs. 2 ZRS). Das Richtprojekt entspricht den letztgenannten Anforderungen, zumal 
es Flachdachbauten vorsieht, welche talseitig mit drei Geschossen in Erscheinung treten und 
kein Attikageschoss aufweisen. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die im Quartierplan vorge-
sehenen Baubereiche einen grosszügigen Abstand zu den Nachbarparzellen wahren. Gemäss 
Richtprojekt beträgt der Abstand zur Parzelle des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung 
der vorgesehenen Staffelung sowie des zusätzlichen Versatzes rund 15 m bis 17.5 m (12.5 m 
bis 15 m gemäss Baubereich). Lediglich am nördlichen Rand der Parzelle des Beschwerdefüh-
rers ragt das Gebäude an einem Punkt bis auf rund 12.5 m (9 m gemäss Baubereich) an die 
Parzellengrenze heran. Der vorgesehene Abstand entspricht im Wesentlichen einer Verdoppe-
lung des grössten in § 90 Abs. 2 RBG definierten Abstands für dreigeschossige Bauten, wel-
cher 7 m beträgt. Er nimmt damit in gebührender Weise auf die nachbarlichen Interessen Rück-
sicht. Inwiefern die Parzelle Nr. X von übermässigem Schattenwurf betroffen sein soll, ist vor 
diesem Hintergrund – mit Blick auf die grosszügige Bemessung des Grenzabstands und die 
zurückhaltende Höhe der Gebäude – nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch 
nicht substantiiert dargelegt.  
 
5.6.6 Hinsichtlich der Ausnützungsziffer ist festzustellen, dass der Quartierplan eine maxima-
le Ausnützung von 60 % ermöglicht. Die Zone W2 erlaubt demgegenüber eine Nutzung von 
maximal 55 % nach der Regelbauweise und von 59 % bei Quartierplanungen im vereinfachten 
Verfahren (§ 45.2 Abs. 2 ZRS). Durch die vorliegenden Quartierplanvorschriften wird mithin 
eine geringfügige Verdichtung eines bis anhin unternutzten Areals erreicht, womit dem Pla-

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nungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 3 lit. abis RPG Rechnung getragen wird. Positiv zu würdigen ist 
sodann der Umstand, dass die Mehrzahl der Parkplätze unterirdisch anzuordnen sind (§ 5  
Abs. 4 QPR). Namentlich wird damit dem Planungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG ent-
sprochen, wonach Wohngebiete vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen wie Luftver-
schmutzung, Lärm und Erschütterungen möglichst verschont werden sollen. Zur guten Einord-
nung in die Umgebung tragen zudem die Anforderungen an den Baumbestand und der gegen-
über der Regelbauweise deutlich erhöhte Anteil an Grünflächen bei (Art. 3 Abs. 3 lit. e RPG). 
Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass der vorgeschriebene Baumbestand am westli-
chen Rand des Quartierplanareals einem natürlichen Sichtschutz gleichkommt, was nebst der 
Staffelung dazu beiträgt, dass der grössere Baukörper nicht störend in Erscheinung tritt. Zwar 
trifft zu, dass das fragliche Gebäude insbesondere in der wärmeren Jahreszeit von den Bäumen 
im belaubten Zustand verdeckt wird. Ein gewisser Sichtschutz besteht indes ungeachtet des 
vom Beschwerdeführer angeführten Laubfalls auch im Winter.  
 
5.6.7 Aus den Quartierplanvorschriften und dem Planungsbericht ergibt sich insgesamt das 
Bild einer Überbauung, welche sich gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung einord-
net. Die Überbauung tritt in eine Beziehung zu ihrer Umgebung und nimmt auf diese Rücksicht. 
Soweit der Quartierplan ein Gebäude mit einer Gesamtlänge von 65 m zulässt, ist dies unter 
Berücksichtigung der planerisch vorgegebenen Anordnung des Baukörpers nicht zu beanstan-
den. Namentlich wird durch die entsprechenden Vorgaben gewährleistet, dass die Strukturen 
der Grundordnung im Quartierplan erkennbar bleiben. Die Abweichungen gegenüber der umlie-
genden Zone W2 bewegen sich gesamthaft betrachtet in einem Ausmass, welches mit den An-
forderungen an die Planungspflicht gemäss Art. 2 Abs. 1 RPG und dem Kohärenzprinzip  
(E. 5.3.3 f. hiervor) vereinbar ist. Dies gilt umso mehr, als die vorliegende Quartierplanung nicht 
vom Gemeinderat im vereinfachten, sondern von der Gemeindeversammlung im ordentlichen 
Verfahren erlassen wurde. Entsprechend ist an die Zulässigkeit von Abweichungen des Quar-
tierplans gegenüber der Grundordnung ein weniger strenger Massstab anzulegen (E. 5.3.4 
hiervor). Der vorliegende Fall ist im Übrigen nicht mit demjenigen vergleichbar, welcher dem 
vom Beschwerdeführer angeführten Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich zugrunde lag. In je-
nem Fall wich die Sondernutzungsplanung in mehreren Bereichen deutlich von der Grundord-
nung ab. Nebst Abweichungen von den Vorgaben des regionalen Richtplans lagen jeweils Ver-
doppelungen der Höhen- und Längenbegrenzungen und annähernd eine Verdoppelung der 
Baumassenziffer vor (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich [VB.2021.00038] 
vom 28. April 2022 E. 4.4). Im vorliegenden Fall liegt demgegenüber einzig in Bezug auf die 
Gebäudelänge eine massgebliche Abweichung von der Regelbauweise im umliegenden Gebiet 
vor, welche zudem auf sachlichen Gründen beruht und deren Auswirkungen aufgrund der pla-
nerischen Vorgaben zu relativieren sind. Aus dem Verweis auf das genannte Urteil des Verwal-
tungsgerichts Zürich kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten ableiten.  
 
6.1 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, die vorgesehenen Parkierungsmöglichkeiten 
und die erstellte Verkehrsbetrachtung seien ungenügend. Da pro Wohnung nur ein Parkplatz 
vorgesehen sei, werde es zu wildem Parkieren und Suchverkehr im Quartier kommen. Mit Blick 
auf die geplanten 3.5- bis 4.5-Zimmerwohnungen werde ausser Acht gelassen, dass viele 

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Haushalte über mindestens zwei Fahrzeuge verfügen würden, da die Parzellen peripher gele-
gen und nur ungenügend mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen seien. 
 
6.2  Der Planungsbericht hält fest, dass sich die Berechnung des Bedarfs für Autoabstell-
plätze nach § 70 bzw. Anhang 11/1 der Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) 
vom 27. Oktober 1998 richte. Gemäss Richtprojekt betrage der Autoparkplatzbedarf für die vor-
liegende Quartierplanung ca. 23 Stammparkplätze und 7 Besucherparkplätze. Für nichtmotori-
sierte Fahrzeuge wie Velos, Kinderwagen und dergleichen werde im Reglement festgelegt, 
dass in jeder Hauptbaute ausreichende Abstellräumlichkeiten zu erstellen seien. Zudem seien 
im Aussenraum oberirdische Veloabstellplätze für Besucherinnen sowie für das kurzzeitige Ab-
stellen vorzusehen (Planungsbericht, S. 15). In Anlehnung an Verkehrsbetrachtungen anderer 
Planungen in Arlesheim könne davon ausgegangen werden, dass pro Parkplatz und Tag rund  
3 Fahrten (total Zu- und Wegfahrten) getätigt würden. Ausgehend von 30 Parkplätzen führe die 
Quartierplanung damit zu rund 90 zusätzlichen Fahrten pro Tag. Für die erfahrungsgemäss 
verkehrsintensivste Abendspitzenstunde zwischen 17.00 und 18.00 Uhr sei entsprechend mit 
rund 12 Fahrten vom oder zum Quartierplanareal zu rechnen. Aufgrund dieser geringen Ver-
kehrsmengen sei davon auszugehen, dass die vorliegende Quartierplanung keinen massgebli-
chen Einfluss auf die Verkehrskapazität des übergeordneten Strassennetzes habe und auch 
das Verkehrsregime im umgebenden Wohnquartier nicht massgeblich beeinflusse (Planungsbe-
richt, S. 19 f.). 
 
6.3  Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, legen die Quartierplanvorschriften die Anzahl 
Autoabstellplätze nicht fest und wird im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens die Mindest-
zahl der Abstellplätze für Motorfahrzeuge gemäss § 70 Abs. 1 RBV einzuhalten sein. Dass die 
Quartierplanung den diesbezüglichen Vorgaben nicht genügen kann, wird vom Beschwerdefüh-
rer zu Recht nicht geltend gemacht. Ausgehend von den im Richtprojekt vorgesehenen  
23 Wohnungen ist die Erstellung von 23 Stammparkplätzen und 7 Besucherparkplätzen vorge-
sehen, womit § 70 bzw. Anhang 11/1 RBV entsprochen wird. Zutreffend ist, dass das Quartier-
planareal (knapp) keiner ÖV-Güteklasse zugeordnet ist. Entsprechend wäre eine Herabsetzung 
der Mindestzahl der Abstellplätze gestützt auf § 70 Abs. 2bis RBV im vorliegenden Fall nicht 
möglich. Inwiefern die Beschwerdegegnerin verpflichtet sein soll, im Rahmen der Quartierpla-
nung eine über die Mindestzahl der Abstellplätze gemäss § 70 Abs. 1 RBV hinausgehende An-
zahl Parkplätze festzulegen, ist indes nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer vermag mithin 
nicht substantiiert aufzuzeigen, inwiefern die vorliegende Quartierplanung – welche notabene 
nicht mit einer massgeblichen Nutzungserhöhung gegenüber der Grundordnung verbunden ist 
– zu einer Überlastung des Strassennetzes des umliegenden Wohngebiets führen soll. Der 
Schluss der Beschwerdegegnerin, wonach aus der Quartierplanung lediglich geringe zusätzli-
che Verkehrsmengen resultieren, welche keinen massgeblichen Einfluss auf das Verkehrsre-
gime im umliegenden Wohngebiet haben, ist nicht zu beanstanden. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der Obstbaumhain werde im Rahmen der 
Quartierplanung nicht angemessen berücksichtigt. Die vorgesehene Erdüberdeckung von 1.2 m 
sei ungenügend und der Erhalt des Obstbaumhains sei nicht gesichert. Weiter sei ohne Grund 
eine Erhöhung der Ausnützungsziffer bewilligt worden, wobei der gewährte Ausnützungsbonus 

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von 5 % unzulässig sei. Dieser sei ursprünglich gewährt worden, damit der Obstbaumhain teil-
erhalten und weiterentwickelt werde. Zwischenzeitlich seien jedoch zwei Dutzend Obstbäume 
durch die Eigentümerschaft der Quartierplanparzellen abgeholzt worden, weshalb die Gewäh-
rung eines Ausnützungsbonus unangebracht sei.    
 
7.2 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin wenden dagegen ein, gemäss dem er-
stellten Gutachten zu den Naturwerten sei der Baumbestand überaltert und müsse sukzessive 
durch Jungbäume ersetzt werden. Um eine Überbauung des Quartierplanareals zu ermögli-
chen, sei es unabwendbar, einen Teil des Obstbaumbestandes zu fällen. Dies sei zulässig, da 
der Baumbestand nicht rechtsverbindlich geschützt sei. In § 4 des Quartierplanreglements wer-
de jedoch explizit geregelt, dass insgesamt 16 neue Baumpflanzungen erfolgen müssten. Die 
Erdüberdeckung von 1.2 m werde als Mindestmass vorgegeben und sei zu erhöhen, sofern 
dies für das Gedeihen der zu pflanzenden Bäume erforderlich sein sollte. Im Übrigen sei es 
möglich, die Hochstammbäume ausserhalb der gemäss Bebauungskonzept vorgesehenen un-
terirdischen Bauten anzupflanzen. Der Erhalt bzw. die Weiterentwicklung des Obstbaumhains 
sei somit gesichert. Inwiefern eine Ausnützungsziffer von 0.6 vorliegend unzulässig sein solle, 
sei nicht ersichtlich, zumal die Ausnützungsziffer nur geringfügig höher sei als diejenige in der 
Zone W2.  
 
7.3.1 Die Zonenvorschriften schreiben für die Zone mit Quartierplanpflicht "Finkelerweg" wie 
bereits ausgeführt (E. 4.1 hiervor) vor, dass Neubauten auf den bestehenden Obstbaumhain 
Rücksicht zu nehmen haben. Ein rechtsverbindlicher Schutz des Obstbaumhains dahingehend, 
dass der gesamte Baumbestand auf dem Quartierplanareal erhalten werden muss, ist damit 
nicht verbunden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, erstreckte sich der Obstbaumhain ur-
sprünglich über das gesamte Areal. Eine Überbauung des Gebiets, wie sie in den Zonenvor-
schriften ausdrücklich vorgesehen ist (§ 11.13 Abs. 1 ZRS), setzt somit zwingend voraus, dass 
ein Teil des Obstbaumhains der Überbauung weichen muss. Gleichzeitig ändert der Umstand, 
dass zwischenzeitlich ein grösserer Teil der Bäume – insbesondere im Bebauungsbereich – 
gefällt wurde und der ursprüngliche Baumbestand aktuell lediglich noch in reduziertem Umfang 
vorhanden ist, nichts an der zonenrechtlichen Vorgabe von § 11.13 Abs. 2 ZRS.  
 
7.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat als Planungsbasis auf eine naturfachliche Beurteilung 
abgestellt, welche von der Bauherrschaft auf Empfehlung des Gemeinderats Arlesheim in Auf-
trag gegeben wurde (Gutachten Naturwerte Quartierplanung Finkelerweg, MerNatur Natur-
schutzbiologie GmbH, August 2020). Darin wird ausgeführt, dass der Obstbaumbestand auf 
dem Quartierplanareal 25 Obstbäume, davon 20 Hochstamm-Obstbäume, umfasse. Zudem 
fänden sich auf dem Areal 3 weitere Bäume. Der Baumbestand sei durchgehend alt und es 
fänden sich keine Jungbäume unter 20 Jahren. Während 17 Bäume dem Alter entsprechend in 
einem recht guten Zustand seien, sei die Standfestigkeit bei 9 Bäumen aufgrund des durchgän-
gig hohen Alters reduziert. Der Baumbestand werde sich durch natürliche Abgänge in den 
nächsten 10 bis 20 Jahren von selber halbieren. Viele Bäume zeigten grössere Anteile an Tot-
holz und teils dürre Kronenteile. Dies sei ein Hinweis, dass der Bestand überaltert sei und daher 
auch in einem Obstgarten eines Bauernhofs sukzessive durch Jungbäume ersetzt werden 
müsste (Gutachten, S. 6).  

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7.3.3 Das Quartierplanreglement schreibt vor, dass die im Quartierplan verzeichneten  
12 Bäume zu erhalten sind. Soweit der Fortbestand dieser Bäume nicht mehr gewährleistet ist, 
sind in Absprache mit dem Gemeinderat Neupflanzungen im selben Standortbereich vorzu-
nehmen (§ 4 Abs. 4 lit. b QPR). Zudem sind auf dem gesamten Quartierplanareal insgesamt  
16 neue Baumpflanzungen vorzunehmen. Im Bereich des Obstbaum-Hains sind mindestens  
8 Hochstamm-Obstbäume anzupflanzen. Soweit möglich, müssen die Hochstamm-Obstbäume 
ausserhalb der Einstellhalle bzw. auf natürlichem Boden angepflanzt werden (§ 4 Abs. 4 lit. c 
QPR). Bei Baumpflanzungen über unterirdischen Bauten muss die Erdüberdeckung eine Höhe 
von mindestens 1.2 m aufweisen (§ 4 Abs. 4 lit. g QPR). Die Quartierplanvorschriften schreiben 
mithin rechtsverbindlich einen Bestand von insgesamt 28 Bäumen vor, womit der ursprüngliche 
Baumbestand – ungeachtet der Überbauung des Areals – vom Umfang her erhalten werden 
kann. Die vom Beschwerdeführer geäusserten Bedenken hinsichtlich der vorgesehenen Erd-
überdeckung von 1.2 m Höhe erweisen sich insofern als unbegründet, als es sich dabei um 
eine Mindesthöhe handelt und die Hochstamm-Obstbäume zudem möglichst ausserhalb der 
Einstellhalle auf natürlichem Boden angepflanzt werden müssen. Gemäss den zutreffenden 
Ausführungen der Vorinstanz ist eine Anpflanzung der vorgeschriebenen 8 Hochstamm-
Obstbäume ausserhalb der im Richtprojekt vorgesehenen unterirdischen Bauten denn auch 
möglich. Die im Quartierplan vorgesehene Überbauung nimmt nach dem Gesagten in ange-
messener Weise auf den Obstbaumhain Rücksicht und entspricht damit den Anforderungen von 
§ 11.13 Abs. 2 ZRS. Inwiefern der Umstand, dass ein Teil des Obstbaumhains bereits abge-
holzt wurde, zur Unzulässigkeit der Nutzungserhöhung ("Ausnützungsbonus") führen soll, ist 
entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Die mit der fraglichen 
Nutzungserhöhung verbundene massvolle Verdichtung liegt wie dargelegt (E. 5.6.6 hiervor) im 
öffentlichen Interesse und ist nicht zu beanstanden.  
 
8.1 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Quartierplanung "Finkelerweg" eine der 
Umgebung angepasste Überbauung vorsieht und sich die damit verbundenen Abweichungen 
von der Nutzungsordnung im umliegenden Gebiet als zulässig erweisen. Auch die in Bezug auf 
die weiteren Aspekte der Quartierplanung (Parkierung, Verkehr, Obstbaumhain) erhobenen 
Rügen erweisen sich als unbegründet.     
 
8.2 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht die Einsprache des Beschwerdefüh-
rers abgewiesen und den Quartierplanvorschriften "Finkelerweg" die Genehmigung erteilt. Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.    
    
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 3'000.-- ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Parteikosten sind 
wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).  
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 3'000.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber