# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 660b436f-b10e-526f-89f5-3c179fa45b46
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 18.02.2025 STK 2023 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2023-53_2025-02-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 18. Februar 2025
STK 2023 53

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger, Pius Schuler,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiberin Julia Lüönd.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,

2. D.________,

3. E.________,

4. F.________,

5. G.________,

6. H.________,

7. I.________ AG,

8. J.________,

Ziff. 2–8 Privatkläger und Berufungsgegner,

Kantonsgericht Schwyz 2

betreffend mehrfachen Diebstahl, versuchten Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung 
und mehrfachen Hausfriedensbruch
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 9. Mai 2023, 
SGO 2023 01);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 3

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

A. Am 21. Februar 2023 erhob die Staatsanwaltschaft beim Bezirksgericht 
Gersau Anklage gegen den Beschuldigten wegen mehrfachen Diebstahls im 
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier 1 und Dossier 2), versuchten Dieb-
stahls nach Art. 139 Ziff. 1 i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 3), mehrfacher 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier 1–3) sowie mehr-
fachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier 1–3). In Be-
zug auf diese Vorwürfe legte die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten die 
nachfolgenden Sachverhalte zur Last (Vi-act. 1):

Dossier 1:
Am 03.11.2021, zwischen ca. 09:05 Uhr und ca. 12:05 Uhr, begab sich 
A.________ zur Liegenschaft der Familie D-F.________ an der 
L.________strasse zz in Gersau und wuchtete mit einem unbekannten 
Flachwerkzeug von ca. 16 mm und einem geissfussähnlichen Werkzeug 
von rund 40 mm Breite das Fenster zum Therapiezimmer auf der Süd-
West-Seite des Einfamilienhauses auf. Hierbei beschädigte er das Fens-
ter und das Plissee, wodurch ein Sachschaden in der Höhe von 
Fr. 3’345.60 zum Nachteil von F.________ entstand. In der Folge begab 
sich A.________ in das Einfamilienhaus in der Absicht, darin nach Geld 
und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie möglich davon zu ent-
wenden. A.________ durchsuchte das Einfamilienhaus planmässig und 
nahm diverse Gegenstände und Bargeld, welche im Eigentum von 
E.________ und D.________ standen, an sich, namentlich:
- 1 Paar Ohrschmuck in Flügelform mit je drei Diamanten besetzt, ver-

goldet, Weiss- und Gelbgold, Länge ca. 2 cm, im Wert von Fr. 150.00 
(aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Fingerring, vergoldet, Gelbgold, mit Rubinstein besetzt, Grösse 50.0, 
im Wert von Fr. 50.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Bargeld in der Höhe von Fr. 300.00 (aus Edelweiss-Portemonnaie im 
Schlafzimmer/Nachttisch);

- Halskette mit herzförmigem Anhänger mit Pana-Gel-Muster, vergol-
det, Länge Kette ca. 50 cm und Anhänger ca. 1.5 cm, im Wert von 
Fr. 40.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrschmuck in Tropfenform, Gelbgold, Länge ca. 1 cm, im 
Wert von ca. Fr. 500.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

Kantonsgericht Schwyz 4

- Halskette mit Schmucksteinanhänger, Marke Snö of Sweden, uned-
les Metall, Länge 44 cm, im Wert von Fr. 38.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch);

- Halskette mit Kiwi (Vogel)-Anhänger, Gelbgold, Länge 50 cm, im 
Wert von Fr. 40.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Armband mit Kreisanhänger, Marke Thomas Sabo, Silber, Länge 
ca. 17 cm, im Wert von Fr. 39.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrringe mit je zwei Goldanhängern mit kleinen Herzen, 
Gelbgold, Länge ca. 3 cm, im Wert von Fr. 500.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrstecker mit Zirkonia, Roségold, vergoldet, Marke Olga 
Ribler, Länge ca. 0.4 cm, im Wert von Fr. 80.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch);

- Siegelring mit geprägtem „e“ auf dunklem Grund, Gelbgold, Grösse 
50.0, im Wert von Fr. 2’000.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Halskette mit Anhänger, zwei Herzen gross und klein übereinander, 
Gelbgold, vergoldet, Länge Kette ca. 45 cm und Anhänger ca. 2 cm, 
im Wert von Fr. 80.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrschmuck mit halbrundem offenem Anhänger, Silber, 
Durchmesser ca. 1 cm, im Wert von Fr. 200.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch);

- Armkette mit Kreisanhänger, Marke Fossil, Silber, Länge ca. 17 cm, 
im Wert von Fr. 45.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrschmuck mit Anhänger in Blumenform mit grünem Stein 
besetzt, unedles Metall, Länge ca. 1.5 cm, im Wert von Fr. 40.00 
(aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Ehering mit zwei ineinandergefügten Ringen, mit unbekanntem Da-
tum als Inschrift, Gelbgold, Länge ca. 48–50 cm, im Wert von 
Fr. 1’300.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Armkette mit Edelsteinverziehrung, Gelbgold, Länge ca. 17 cm, im 
Wert von Fr. 500.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Ehering, Gelbgold, mit Inschrift („yy F.________“, Grösse 50.0, im 
Wert von Fr. 1’700.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrschmuck mit rötlichem Edelstein in der Mitte, Weiss- und 
Gelbgold, vergoldet, Länge ca. 0.9 cm, im Wert von Fr. 100.00 (aus 
Schlafzimmer/Nachttisch);

- Halskette, Marke Rhomberg, Gelbgold, vergoldet, Länge ca. 65 cm, 
im Wert von Fr. 60.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Armkette mit drei Kreisanhängern, Marke Pilgrim, Silber, Länge 
ca. 17 cm, im Wert von Fr. 25.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

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- Halskette mit Anhänger aus Pana-Gel in Tropfenform, Gelbgold, ver-
goldet, Länge Kette ca. 50 cm und Anhänger ca. 2 cm, im Wert von 
Fr. 40.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Fingerring mit kleinem rotem quadratischem Edelstein, Gold, Grösse 
47.0, im Wert von Fr. 300.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- 1 Paar Ohrschmuck mit rundem Stecker mit mehreren Edelsteinen, 
Silber, Länge ca. 0.4 cm, im Wert von Fr. 100.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch);

- Schmuckanhänger Kreuz/Herz/Anker, Gelbgold, vergoldet, Länge 
ca. 1 cm, im Wert von Fr. 100.00 (aus Schlafzimmer/Nachttisch);

- Bargeld in diversen Fremdwährungen im Wert von Fr. 140.00 (aus 
Schlafzimmer/Nachttisch);

- Körperpflege Bi-Oil, 200 ml, im Wert von Fr. 32.00 (aus Schlafzim-
mer/Nachttisch).

Danach verliess A.________ unbemerkt die Örtlichkeit und flüchtete samt 
dem erbeuteten Deliktsgut. Insgesamt entwendete A.________ Ge-
genstände und Bargeld im Gesamtwert von ca. Fr. 8’499.00.

A.________ wusste, dass es sich beim Einfamilienhaus an der 
L.________strasse zz in Gersau um eine ihm fremde Liegenschaft han-
delt und er keine Berechtigung hatte, diese zu betreten. Dennoch ver-
schaffte er sich gegen den Willen von D.________, E.________ und 
F.________ Zutritt zum verschlossenen Haus, indem er das Fenster ge-
waltvoll aufwuchtete. Hierbei beschädigte er wissentlich und willentlich 
fremdes Eigentum. A.________ wusste, dass es sich bei den Ge-
genständen und dem Bargeld im Einfamilienhaus um fremdes Eigentum 
handelt und er daran keine Berechtigung hat. Dennoch entwendete er 
diese, um sich daran unrechtmässig zu bereichern und es für eigene Be-
dürfnisse zu verwenden, insbesondere zu verbrauchen oder zu verkau-
fen, um mit dem Erlös seine persönlichen Bedürfnisse zu finanzieren.

Dossier 2:
Am 05.11.2021, zwischen ca. 08:35 Uhr und ca. 12:15 Uhr, begab sich 
A.________ zur Liegenschaft von H.________ und G.________ in 
N.________, O.________weg xx, und verschaffte sich über den unver-
schlossenen Wintergarten und durch Aufwuchten mittels Körperkraft der 
westseitig im Hochparterre verschlossenen Verandatüre zum Wohnzim-
mer Zutritt zum Einfamilienhaus. Hierbei beschädigte er zwei Veran-
datürgriffe, wodurch ein Sachschaden in der Höhe von Fr. 5’000.00 zum 
Nachteil von H.________ und G.________ entstand. In der Folge begab 
sich A.________ in das Einfamilienhaus, in der Absicht, darin nach Geld 
und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie möglich davon zu ent-
wenden. A.________ durchsuchte das Einfamilienhaus planmässig und 

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nahm diverse Gegenstände und Bargeld, welche im Eigentum von 
H.________ und G.________ standen, an sich, namentlich:
- Bargeld in der Höhe von Fr. 400.00 (aus Holzschatulle im Fitness- 

und Bürozimmer im 1. Stock);
- Halskette mit Herzanhänger, Gelbgold, 18 Karat, Länge 0.7 cm, im 

Wert von Fr. 150.00 (aus Schmuckschatulle im Spiegelschrank des 
Badezimmers);

- Fingerring, Gelb- und Rotgold, Durchmesser 1.4 cm, im Wert von 
Fr. 1’500.00 (aus Schmuckschatulle im Spiegelschrank des Bade-
zimmers);

- Ehering mit Gravur „P.________ + H.________ ww“, Gelbgold, 
18 Karat, Durchmesser 1.6 cm, Marke Wick Will, im Wert von 
Fr. 350.00 (aus Schmuckschatulle im Spiegelschrank des Badezim-
mers);

- Halskette, feingliedrig, mit Federringverschluss, Silber, im Wert von 
Fr. 45.00.

Danach verliess A.________ unbemerkt die Örtlichkeit und flüchtete samt 
dem erbeuteten Deliktsgut. Insgesamt entwendete A.________ Ge-
genstände und Bargeld im Gesamtwert von Fr. 3’195.00.

A.________ wusste, dass es sich beim Einfamilienhaus am 
O.________weg xx in N.________ um eine ihm fremde Liegenschaft 
handelt und er keine Berechtigung hatte, diese zu betreten. Dennoch 
verschaffte er sich gegen den Willen von H.________ und G.________ 
Zutritt zum verschlossenen Haus, indem er die Veranda betrat und die 
verschlossene Verandatüre zum Wohnzimmer gewaltvoll aufwuchtete. 
Hierbei beschädigte er wissentlich und willentlich fremdes Eigentum. 
A.________ wusste, dass es sich bei den Gegenständen und dem Bar-
geld im Einfamilienhaus um fremdes Eigentum handelt und er daran kei-
ne Berechtigung hat. Dennoch entwendete er diese, um sich daran un-
rechtmässig zu bereichern und es für eigene Bedürfnisse zu verwenden, 
insbesondere zu verbrauchen oder zu verkaufen, um mit dem Erlös seine 
persönlichen Bedürfnisse zu finanzieren.

Dossier 3:
Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt im Zeitraum vom 04.11.2021, 
ca. 09:00 Uhr, bis 06.11.2021, ca. 13:30 Uhr, begab sich A.________ zur 
Liegenschaft von J.________ an der R.________strasse vv in 
S.________ und wuchtete mittels unbekanntem Flachwerkzeug sowie 
mittels Körperkraft die Sitzplatztüre auf der Südseite des Einfamilienhau-
ses auf. Hierbei beschädigte er die Sitzplatztüre am Türgriff sowie am 
Fensterfalz, wodurch ein Sachschaden in der Höhe von Fr. 1’000.00 zum 
Nachteil von J.________ entstand. In der Folge begab sich A.________ 

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in das Einfamilienhaus, in der Absicht, darin nach Geld und Wertge-
genständen zu suchen und so viel wie möglich davon zu entwenden. 
A.________ durchsuchte das Einfamilienhaus planmässig, konnte jedoch 
keine Wertgegenstände und kein Bargeld auffinden. In der Folge verliess 
er ohne etwas zu entwenden unbemerkt die Örtlichkeit.

A.________ wusste, dass es sich beim Einfamilienhaus an der 
R.________strasse vv in S.________ um eine ihm fremde Liegenschaft 
handelt und er keine Berechtigung hatte, diese zu betreten. Dennoch 
verschaffte er sich gegen den Willen von J.________ Zutritt zum ver-
schlossenen Haus, indem er die Sitzplatztüre gewaltvoll aufwuchtete. 
Hierbei beschädigte er wissentlich und willentlich fremdes Eigentum. 
A.________ betrat das Einfamilienhaus mit der Absicht, darin Wertge-
genstände und Bargeld zu entwenden. Hätte A.________ vor Ort Wert-
gegenstände oder Bargeld vorgefunden, so hätte er diese mitgenommen, 
um diese unrechtmässig für eigene Bedürfnisse zu verwenden, insbe-
sondere zu verbrauchen oder zu verkaufen, um mit dem Erlös seine per-
sönlichen Bedürfnisse zu finanzieren. Einzig aufgrund der Tatsache, dass 
A.________ keine Wertgegenstände oder Bargeld im Einfamilienhaus 
vorfand, kam es nicht dazu, dass A.________ Deliktsgut an sich nehmen 
konnte.

Am 28. Februar 2023 reichte die Staatsanwaltschaft dem Bezirksgericht Ger-
sau eine berichtigte Anklage ein mit der Begründung, dass aufgrund eines 
redaktionelles Missgeschicks beim angeführten Deliktsgut betreffend das 
Dossier 2 folgende zwei Positionen gefehlt hätten (Vi-act. 2):

- Bargeld in Euro-Währung in der Höhe von Fr. 600.00 (aus Holzkom-
mode im Fitness- und Bürozimmer im 1. Stock);

- 1 Paar Ohrstecker in Form eines Blattes mit 3 in einer Hälfte einge-
lassenen Diamanten in geschlossener Fassung mit Schraubver-
schluss, Gelbgold, 18 Karat, Länge 5 cm, im Wert von Fr. 150.00 
(aus Schmuckschatulle im Spiegelschrank des Badezimmers);

Der Gerichtspräsident am Bezirksgericht Gersau trat mit Verfügung vom 
3. März 2023 auf die berichtigte Anklage vom 28. Februar 2023 ein, welche 
die Anklage vom 22. Februar 2023 ersetze (Vi-act. 3).

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B. Mit Urteil vom 9. Mai 2023 erkannte das Bezirksgericht Gersau was 
folgt:

1. A.________ wird schuldig gesprochen:

a. des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 
StGB;

b. des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 
StGB i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB;

c. der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 
Abs. 1 StGB;

d. des mehrfachen Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 
StGB.

2. A.________ wird mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bestraft.

3. Die Freiheitsstrafe von 18 Monaten ist zu vollziehen.

4. Die Zivilforderungen werden wie folgt gutgeheissen:

a. zugunsten von D.________, Fr. 8’318.00 Schadenersatz, 
Fr. 1’000.00 Genugtuung;

b. zugunsten von E.________, Fr. 172.00 Schadenersatz, 
Fr. 300.00 Genugtuung;

c. zugunsten F.________, Fr. 3’345.60 Schadenersatz, 
Fr. 1’000.00 Genugtuung;

d. zugunsten G.________ Fr. 200.00 Schadenersatz;

e. zugunsten I.________ AG, Schadenersatz Fr. 3’332.30 
nebst 5 % Zins seit 01.12.2021.

5. Die Verfahrenskosten bestehend aus

a. den Untersuchungs- und Anklagekosten von Fr. 10’151.40;

b. den bisherigen Gerichtskosten von Fr. 1’500.00 (ohne Kos-
ten für die Redaktion, Ausfertigung und Versand des be-
gründeten Entscheids) sowie weiteren Fr. 2’100.00 für die 
Begründung des Entscheids;

c. den Kosten für die amtliche Verteidigung von Fr. 10’500.00;

werden dem Beschuldigten auferlegt.

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6. Amtliche Verteidigung:

a) Die amtliche Verteidigerin RA B.________ wird aus der Be-
zirksgerichtskasse mit Fr. 10’500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST; Fr. 180.00 Stundenansatz) entschädigt.

b) Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden aufgrund 
der wirtschaftlichen Verhältnisse von A.________ einstwei-
len aus der Bezirksgerichtskasse entschädigt.

c) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Zufertigung]

C. Gegen dieses Urteil meldete die Verteidigung am 16. Mai 2023 fristge-
recht Berufung an (Vi-act. 11; Vi-act. 10a; KG-act. 3 f.). Mit schriftlicher Beru-
fungserklärung vom 31. August 2023 beantragte sie Folgendes (KG-act. 1, 
S. 2):

1. Das erstinstanzliche Urteil sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Der Beschuldigte sei vollumfänglich von Schuld und Strafe freizu-
sprechen.

3. Die Untersuchungs- und Gerichtskosten (inkl. Kosten der amtli-
chen Verteidigung) seien auf die Staatskasse zu nehmen.

Die Staatsanwaltschaft teilte am 25. September 2023 mit, sie verzichte auf 
eine Anschlussberufung, beantrage kein Nichteintreten und beabsichtige ein 
persönliches Auftreten an der mündlichen Berufungsverhandlung (KG-act. 6). 
Die Privatkläger Ziff. 2–8 liessen sich nicht vernehmen (vgl. KG-act. 5 ff.).

D. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 18. Februar 2025 stellte die 
Verteidigung die folgenden Berufungsanträge (KG-act. 28/1, S. 1 f.):

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1. Das erstinstanzliche Urteil sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei der Beschuldigte für den ihm vorgeworfenen mehrfachen 
Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, für den ihm vorgewor-
fenen versuchten Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 
i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB, für die ihm vorgeworfene mehrfache 
Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie für 
den ihm vorgeworfenen mehrfachen Hausfriedensbruch im Sinne 
von Art. 186 StGB vollumfänglich von Schuld und Strafe freizu-
sprechen.

3. Die Zivilforderungen seien vollumfänglich abzuweisen; eventualiter 
seien sie auf den Zivilweg zu verweisen.

4. Es sei die sichergestellte DNA-Spur unverzüglich zu vernichten, 
das DNA-Profil zu löschen und die durch die Überwachung erhält-
lich gemachten Mobiltelefondaten ebenfalls zu löschen.

5. Anderslautende Anträge der Staatsanwaltschaft seien vollumfäng-
lich abzuweisen.

6. Die Untersuchungs- und Gerichtskosten (inkl. Kosten der amtli-
chen Verteidigung) seien für beide Instanzen bzw. das ganze Ver-
fahren auf die Staatskasse zu nehmen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Folgendes (KG-act. 28/2, S. 2):

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Der Berufungskläger sei im Sinne der Anklage schuldig zu spre-
chen und mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu bestrafen, 
als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgericht Dietikon vom 
21.11.2021.

3. Unter Kostenfolge zulasten des Berufungsklägers.

E. Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in 
den Erwägungen eingegangen;-

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und in Erwägung:

1. Die Verteidigung ficht das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 9. Mai 
2023 vollumfänglich an (KG-act. 1, S. 2), womit sämtliche Dispositiv-Ziffern 
des angefochtenen Urteils Berufungsgegenstand sind.

2. a) Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unü-
berwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 
angeklagten Tat, geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günsti-
geren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Der mit Art. 10 Abs. 3 StPO opera-
tionalisierte verfassungsmässige Grundsatz der Unschuldsvermutung verbie-
tet es, bei der rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belas-
tenden Sachverhalt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesam-
ten Beweise ernsthafte Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich 
so verwirklichte, oder wenn eine für die beschuldigte Person günstigere Tat-
version vernünftigerweise nicht ausgeschlossen werden kann. Eine einfache 
Wahrscheinlichkeit genügt somit nicht. Auf der anderen Seite kann auch keine 
absolute Gewissheit verlangt werden; abstrakte und theoretische Zweifel sind 
kaum je ganz auszuräumen (BGE 144 IV 345, E. 2.2.1, m. H.).

b) Für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit einer konkreten Aussage ist die-
se durch methodische Analyse ihres Inhalts darauf zu überprüfen, ob die auf 
ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben 
des Aussagenden entspringen. Damit eine Aussage als zuverlässig erachtet 
werden kann, ist sie insbesondere auf das Vorhandensein von Realitätskriteri-
en und das Fehlen von Fantasiesignalen zu überprüfen. Es ist zunächst davon 
auszugehen, dass die Aussage nicht realitätsbegründet ist. Erst, wenn sich 

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diese Annahme (Nullhypothese) aufgrund der festgestellten Realitätskriterien 
nicht mehr halten lässt, wird geschlossen, dass die Aussage einem wirklichen 
Erleben entspricht und wahr ist (BGE 133 I 33, E. 4.3, m. w. H.; Urteile des 
Bundesgerichts 6B_331/2020 vom 7. Juli 2020, E. 1.2 und 6B_793/2010 vom 
14. April 2011, E. 1.3.1, m. w. H.). Realitätskriterien sind unter anderem Detail-
reichtum, Individualität, Homogenität und Konstanz (vgl. Kaufmann, Beweis-
führung und Beweiswürdigung, 2009, S. 213 ff.; vgl. Ludewig/Baumer/Tavor, 
in: Ludewig/Baumer/Tavor [Hrsg.], Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, 
2017, S. 49 ff.; STK 2018 2 vom 11. Dezember 2018, E. 3). Die Verflechtung 
einer Aussage mit sog. „hard facts“, d. h. mit Tatsachen, die aufgrund anderer 
zuverlässiger Beweismittel bereits gesichert sind, spricht in gesteigerter Form 
für die Glaubhaftigkeit der Aussage (Kaufmann, a. a. O., S. 215). Ist eine Aus-
sage realitätsbasiert, darf zudem erwartet werden, dass eine Person diese 
über einen längeren Zeitraum hinweg reproduzieren kann. Relativiert wird das 
zwar dadurch, dass Erinnerungen mit der Zeit verblassen und mit jeder Re-
konstruktion weiterentwickelt werden, in Bezug auf die hauptsächlichen Fak-
ten wie Ort, anwesende Personen und eigene Aktivität ist bei realitätsbasier-
ten Aussagen aber mit Konstanz zu rechnen (Kaufmann, a. a. O., S. 215 f.; 
vgl. auch Ludewig/Baumer/Tavor, a. a. O., S. 64). Überdies ist bei einer falsch-
aussagenden Person zu erwarten, dass ihre Aussagen zum Kerngeschehen 
aufgrund der mit der Produktion der Falschaussage verbundenen erhöhten 
kognitiven Anforderungen eine tiefere Qualität aufweisen als deren Schilde-
rungen von tatsächlich erlebten, fallneutralen Ereignissen oder Nebensäch-
lichkeiten (Ludewig/Baumer/Tavor, a. a. O., S. 66).

3. a) D.________ meldete am 3. November 2021, dass in ihr Zuhause 
an der L.________strasse zz in 6442 Gersau eingebrochen worden sei. Die 
ausgerückten Kantonspolizisten konnten ein aufgebrochenes Fenster mit 

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Werkzeugeindruckspuren feststellen (U-act. 8.1.003, S. 3; U-act. 8.1.004, Bil-
der Nr. 1–3), ab denen DNA-Spuren gesichert und ausgewertet wurden (U-
act. 8.1.003, S. 3 f. und U-act. 8.1.002). Es konnte ein männliches DNA-Profil 
erstellt werden (13typi-Systeme), das eine Übereinstimmung mit demjenigen 
des Beschuldigten aufzeigte (U-act. 8.1.002; U-act. 8.1.001, S. 2).

b) aa) Der Beschuldigte sagte in der an die Kantonspolizei Schwyz dele-
gierten ersten Einvernahme vom 13. Juni 2022 mit dem Vorwurf eines Ein-
bruchdiebstahls in das Einfamilienhaus an der erwähnten Adresse am 3. No-
vember 2021 konfrontiert aus, er könne sich nicht daran erinnern (U-
act. 10.1.001, Fragen 5 und 7 f.). Er sei an diesem Tag in der Nähe von Ger-
sau am Arbeiten gewesen. Er wolle dazu nicht viel sagen. Nur eins wolle er 
sagen, er habe nichts damit zu tun, so viel er wisse (U-act. 10.1.001, Frage 6). 
Zur Frage, ob und wie es sein könne, dass am Tatort seine DNA-Spuren ge-
funden worden seien, könne er nichts sagen. Er wisse es nicht (U-
act. 10.1.001, Fragen 9–13, 15 und 53). Wenn man DNA von ihm gefunden 
habe, sei es schon gut möglich, dass er mal dort gewesen sei. Er könne sich 
aber nicht daran erinnern (U-act. 10.1.001, Frage 14). Auf Vorlage der Foto-
dokumentation des Tatobjekts (U-act. 10.1.001, Beilage 1) sagte der Beschul-
digte, an dieses Objekt könne er sich nicht erinnern. Falls er dort gewesen 
wäre, hätte er lediglich wegen Arbeit geschaut (U-act. 10.1.001, Frage 18).

bb) In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 6. September 2022 
sagte der Beschuldigte wiederum aus, dass er keinen Einbruch gemacht ha-
be. Mehr könne er dazu nicht sagen (U-act. 10.1.002, Zeilen 111–113). Das 
vorgehaltene Tatobjekt komme ihm nicht bekannt vor (U-act. 10.1.002, Zei-
len 114–116 und 166–168). Es sei gut möglich, dass er mal dort gewesen sei, 
aber nicht zum Einbrechen, sondern allenfalls wegen Reinigungs- und Garten-

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arbeiten (U-act. 10.1.002, Zeilen 117–121). Im Oktober/November 2021 habe 
er in der Nähe von Gersau einen Gesamtumbau gemacht (U-act. 10.1.002, 
Zeilen 122–143). Als Erklärung, wie seine DNA-Spuren an die Eindruckspuren 
der Einbruchwerkzeuge am Fensterflügel gelangt sein könnten, gab er an, es 
könne sein, dass jemand sein Werkzeug von der Baustelle habe mitgehen 
lassen und dieses für den Einbruch verwendet habe (U-act. 10.1.002, Zei-
len 151–161). Ob ihm Werkzeug abhandengekommen sei, könne er nicht sa-
gen (U-act. 10.1.002, Zeilen 162–165).

cc) Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 9. Mai 2023 
berief sich der Beschuldigte auf seine Aussagen bei der Staatsanwaltschaft. 
Er könne nichts dazu sagen (Vi-act. 9, Frage 1). Er habe nicht gesagt, dass er 
nicht in Gersau gewesen sei, er habe aber keinen Einbruch gemacht (Vi-
act. 9, Fragen 3 und 8). Auf Vorhalt der Fotodokumentation (U-act. 8.1.004) 
sagte der Beschuldigte, er könne nicht sagen, dass er dort nicht gewesen sei. 
Er habe an verschiedenen Orten wegen Reinigungsarbeiten geklingelt (Vi-
act. 9, Fragen 4 und 8). Auf Nachfrage schilderte der Beschuldigte abwei-
chend von seinen früheren Aussagen, er sei um das Haus herumgelaufen. 
Vielleicht habe er geläutet. Er könne sich nicht mehr erinnern (Vi-act. 9, Fra-
gen 9 f. und 14). Es stimme ja, dass er dort gewesen sei (Vi-act. 9, Frage 15). 
Er anerkenne, dass DNA-Spuren von ihm am Tatort gefunden worden seien 
und es sei gut möglich, dass diese am Fenster gefunden worden seien. Er 
habe aber keinen Einbruch gemacht (Vi-act. 9, Fragen 16 f.). Im Widerspruch 
zu seinen bisherigen Angaben sagte der Beschuldigte sodann aus, er sei sich 
ganz sicher, sich am Fenster abgestützt und hineingeschaut zu haben (Vi-
act. 9, Frage 20). Wie seine DNA an die Werkzeugeindruckspuren gelangt sei, 
könne er sich nicht erklären. Er bestreite nicht, das Fenster angefasst zu ha-
ben (Vi-act. 9, Fragen 22 f.).

Kantonsgericht Schwyz 15

dd) In der Befragung an der Berufungsverhandlung vom 18. Februar 2025 
äusserte sich der Beschuldigte nur zu den Fragen bezüglich seiner Person 
und machte im Hinblick auf die Fragen zur Sache von seinem Aussagever-
weigerungsrecht Gebrauch (KG-act. 28, S. 1–6).

ee) Insgesamt beschränkt sich der Beschuldigte in weiten Teilen auf ein 
Abstreiten der Vorwürfe und seine Aussagen betreffend den 3. November 
2021 weisen im Unterschied zu seinen Angaben etwa zu seiner Vergangen-
heit, seinen persönlichen Verhältnissen und seiner Arbeitstätigkeit (vgl. U-
act. 10.1.001, Fragen 62–67; U-act. 10.1.002, Zeilen 329–339 und 393–453; 
KG-act. 28, Fragen 1–34) eine auffallend tiefere Qualität auf. In Bezug auf 
seine Aussagen zu seiner Anwesenheit am Tatort sowie bezüglich seiner Ant-
worten auf die Frage, wie er sich erklären könne, dass seine DNA an die 
Werkzeugeindruckspuren des aufgebrochenen Fensters in Gersau gekommen 
seien, fehlt es an Konstanz. Abgesehen davon ist seine Erklärung, er habe in 
der Nähe von Gersau gearbeitet und es könne sein, dass jemand sein Werk-
zeug von der Baustelle gestohlen und dieses für den Einbruch verwendet ha-
be (U-act. 10.1.002, Zeilen 122–128 und 151–161), ebenso wie seine spätere 
Begründung, um Reinigungsarbeiten anzubieten, sei er um das Haus herum-
gelaufen und habe sich am Fenster abgestützt und hineingeschaut (Vi-act. 9, 
Fragen 4, 9 f., 14 und 20), äusserst abwegig. All dies spricht gegen die 
Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten, weshalb bei der Sachver-
haltsermittlung nicht auf seine Angaben zum Vorwurf eines Einbruchdieb-
stahls an der erwähnten Adresse abgestellt werden kann.

c) Es ist der Verteidigung zuzustimmen, dass aufgrund der Vergangenheit 
des Beschuldigten, der bezüglich der Tatbestände des Diebstahls, des Haus-
friedensbruchs sowie der Sachbeschädigung ein langes Vorstrafenregister 

Kantonsgericht Schwyz 16

habe, nicht auf seine Täterschaft in Bezug auf den Einbruchdiebstahl vom 
3. November 2021 in Gersau geschlossen werden dürfe (KG-act. 28/1, S. 3). 
Vielmehr ist zu beachten, dass eine Auswertung der Mobilfunkdaten der 
Nummer des Beschuldigten (+41 uu) Verbindungen dieses Mobiltelefon-
anschlusses am 3. November 2021 um 10:29 Uhr sowie um 10:39 Uhr über 
Antennen in Gersau in Tatortnähe (U-act. 8.0.001, S. 3 und U-act. 8.0.002, 
S. 1) ergab, was ein eindeutiges Indiz für seine Anwesenheit am Tatort zum 
Tatzeitpunkt ist. Entgegen der Beanstandung der Verteidigung (vgl. KG-
act. 28, S. 6, Ziff. 8, Einschub 1) liegt der Bericht über die Mobilfunkdatenaus-
wertung in den Akten (U-act. 8.0.002; vgl. U-act. 8.0.001, S. 3). In Anbetracht 
dessen sowie aufgrund der gesicherten DNA-Spur ab den Werkzeugeindruck-
spuren am aufgebrochenen Fenster, die dem Beschuldigten zugeordnet wer-
den konnte (vgl. vorstehend E. 3a; U-act. 8.1.001–8.1.004), ist als erwiesen zu 
betrachten, dass er dem Anklagesachverhalt entsprechend am 3. November 
2021 zwischen ca. 09:05 Uhr und ca. 12:05 Uhr das Fenster zum Therapie-
zimmer auf der Süd-West-Seite des Einfamilienhauses an der 
L.________strasse zz in Gersau aufbrach und das Fenster und das Plissee 
(vgl. U-act. 8.1.004, Bilder Nr. 1–3) beschädigte, wodurch ein Sachschaden 
entstand, der gestützt auf die in den Akten liegenden Rechnungen (U-
act. 3.1.002) der Anklage folgend auf total Fr. 3’345.60 zu beziffern ist. Der 
Beschuldigte will seine Täterschaft ausschliessen, weil bei ihm kein Deliktsgut 
habe festgestellt werden können (KG-act. 28/1, S. 3 f.). Bei der mit Verfügung 
vom 20. Dezember 2021 angeordneten Hausdurchsuchung (U-act. 5.1.001) 
konnte aufgrund einer vom Beschuldigten abzusitzenden längeren Haftstrafe 
nur die leergeräumte Einliegerwohnung angetroffen werden (U-act. 8.0.001, 
S. 2). Auf die Durchsuchung des vermuteten ehemaligen Aufenthaltsorts bei 
seiner Partnerin wurde verzichtet (U-act. 8.0.001, S. 2). Somit vermag das 
Nichtvorfinden des Deliktsguts den Beschuldigten nicht wesentlich zu entlas-

Kantonsgericht Schwyz 17

ten. Abgesehen davon bot er in sämtlichen Einvernahmen keine Erklärung 
dafür an, zu welchem Zweck er das Fenster aufbrach. Das Vorgehen der vor-
liegenden Täterschaft entsprach denn auch dem modus operandi des Be-
schuldigten, der u. a. im November 2021 rechtskräftig wegen mehrfachen 
Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfachen Hausfriedens-
bruchs verurteilt wurde, weil er etwa durch Einschlagen einer Kellerfenster-
scheibe in ein Einfamilienhaus in T.________ oder durch Aufbrechen eines 
Fensters mittels eines Flachwerkzeugs in ein Einfamilienhaus in U.________ 
gelangt war, aus denen er diversen Schmuck sowie Bargeld entwendet hatte 
(U-act. 22.0.002).

Aus all diesen Gründen, insbesondere angesichts der gestützt auf die Mobil-
funkdatenauswertung anzunehmenden Anwesenheit des Beschuldigten am 
Tatort zum Tatzeitpunkt sowie der ihm zuzuordnenden DNA-Spur an den 
Werkzeugeindruckspuren des aufgebrochenen Fensters, gilt im Sinne der 
Anklage als erstellt, dass sich der Beschuldigte nach dem Aufbrechen des 
Fensters in das Einfamilienhaus an der erwähnten Adresse mit der Absicht 
begab, darin nach Geld und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie 
möglich davon zu entwenden. Auf Grundlage der von D.________ und 
E.________ unterzeichneten, detaillierten Auflistung der abhanden gekom-
menen Gegenstände und ihrem jeweiligen Wert in Schweizer Franken (U-
act. 3.2.002 und U-act. 3.3.002) resp. des Verzeichnisses des Deliktsguts in 
den Polizeiberichten (U-act. 8.1.003, S. 6 ff.; U-act. 8.1.007, S. 6 ff.) ist als 
erwiesen zu erachten, dass der Beschuldigte die in der Anklage aufgelisteten 
Gegenstände und das angeführte Bargeld im Gesamtwert von ca. Fr. 8’499.00 
(vgl. vorstehend A. [Dossier 1]) an sich nahm. Angesichts dessen, dass sich 
der Beschuldigte durch gewaltsames Aufbrechen eines Fensters Zugang zum 
Einfamilienhaus verschaffte ist der Anklage folgend weiter davon auszugehen, 

Kantonsgericht Schwyz 18

dass er wusste, dass es sich dabei um eine ihm fremde Liegenschaft handelt 
und er keine Berechtigung hatte, diese zu betreten, was er dennoch gegen 
den Willen von D.________, E.________ und F.________ durch wissentliches 
und willentliches Beschädigen fremden Eigentums tat. Ausserdem muss der 
Beschuldigte aufgrund des Fundorts der mitgenommenen Gegenstände und 
des Bargelds in einer ihm fremden Liegenschaft, in die er durch ein Fenster 
eingestiegen war, gewusst haben, dass es sich dabei um fremdes Eigentum 
handelt und er daran keine Berechtigung hat. Dennoch entwendete er die-
se(s), um sich daran unrechtmässig zu bereichern und es für eigene Bedürf-
nisse zu verwenden, insbesondere zu verbrauchen oder zu verkaufen, um mit 
dem Erlös seine persönlichen Bedürfnisse zu finanzieren. Die Mitnahme von 
Bargeld und Wertgegenständen, v. a. Schmuck, spricht für die Bereicherungs-
absicht des Beschuldigten, weil diese(s) typischerweise leicht veräussert wer-
den können und weil er darüber hinaus keinen plausiblen Grund geltend 
macht bzw. hatte, nur diese(s) mitzunehmen. Der Anklagesachverhalt ist in 
Bezug auf Dossier 1 (A.) somit gesamthaft als erstellt zu erachten.

4. a) G.________ stellte am 5. November 2021 einen Einbruch in das Ein-
familienhaus am O.________weg xx in N.________ fest, der laut Polizeirap-
port über die unverschlossene Zugangstür im Wintergarten und die mittels 
Körperkraft aufgestossene Verandatür erfolgt war (U-act. 8.2.001, S. 1 f.; 
vgl. U-act. 8.2.003, S. 3 f.). Die Auswertung der ab dem Griff der Sitzplatztür 
gesicherten DNA-Spur ergab ein Mischprofil mit männlichem Hauptprofil, das 
mit dem DNA-Profil des Beschuldigten übereinstimmte (U-act. 8.2.004; U-
act. 8.2.002).

b) aa) Auf Vorhalt des Vorwurfs eines Einbruchdiebstahls in das Einfamili-
enhaus in N.________ am 5. November 2021 zwischen 08:35–12:15 Uhr sag-

Kantonsgericht Schwyz 19

te der Beschuldigte in der polizeilichen Einvernahme vom 13. Juni 2022 aus, 
er könne hierzu vorläufig nichts sagen (U-act. 10.1.001, Fragen 38–41). Damit 
konfrontiert, dass am Tatort seine DNA-Spuren gefunden und in dessen Nähe 
Antennenstandorte seines Mobiltelefons festgestellt worden seien, erwiderte 
er, er könne nichts dazu sagen. Vielleicht sei er in dieser Zeit dort durchgefah-
ren, er könne sich jedoch nicht daran erinnern (U-act. 10.1.001, Fragen 42–45 
und 53 f.). Zur Fotodokumentation des Tatobjekts (U-act. 10.1.001, Beilage 3) 
sagte der Beschuldigte, er könne sich an dieses Objekt nicht erinnern und 
habe dort sicher keinen Einbruch gemacht (U-act. 10.1.001, Frage 46).

bb) In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 6. September 2022 
gab der Beschuldigte an, er könne dazu nichts sagen (U-act. 10.1.002, Zei-
len 184–207). In Abweichung zu seiner Erstaussage gab der Beschuldigte auf 
Vorhalt der Fotodokumentation des genannten Tatobjekts zu Protokoll, er wis-
se, dass er in dieser Zeit in N.________ gewesen sei und Arbeit gesucht ha-
be. Er meine, dass er bei diesem Haus gewesen sei. Er habe gesehen, dass 
es dort um das Haus herum Arbeiten zu erledigen gegeben habe. Er habe an 
der Haustür geklingelt und sei um das Haus herumgelaufen. Er habe den Tür-
griff zwar angelangt, sei aber nirgends hineingegangen (U-act. 10.1.002, Zei-
len 208–213). Einen Termin mit der Familie G.________/H.________ habe er 
nicht gehabt. Er habe einen Fehler gemacht. Die Sitzplatztür sei offen gewe-
sen. Er hätte dort nicht hineingehen dürfen, er habe aber keinen Einbruch 
gemacht. Er habe spontan nach Arbeit fragen wollen. Er habe geklingelt und 
sich dann hinten umgeschaut, welche Arbeiten es zu erledigen gebe. Die Win-
tergartentür sei offengestanden und er sei hineingegangen und habe geklopft. 
Auf Nachfrage bestätigte er, den Griff der Haupteingangstür, denjenigen der 
Wintergartentür sowie beim Klopfen den Türgriff angefasst zu haben (U-

Kantonsgericht Schwyz 20

act. 10.1.002, Zeilen 214–234). Dies sei die Erklärung für seine DNA-Spur und 
die Antennenstandorte (U-act. 10.1.002, Zeilen 235–241 und 268–273).

cc) Anlässlich der Hauptverhandlung vom 9. Mai 2023 gab der Beschuldigte 
zu Protokoll, er habe dort keinen Einbruch gemacht. Er sei dort gewesen, was 
er von Anfang an gesagt habe. Er habe etwas angelangt, weil es offen gewe-
sen sei, er sei aber nicht hineingegangen (Vi-act. 9, Frage 24). In Abweichung 
zu seiner Erstaussage gab der Beschuldigte auf Vorhalt der Fotodokumentati-
on (U-act. 8.2.003) wie in der zweiten Befragung (vgl. vorstehend E. 4b.bb) zu 
Protokoll, er sei dort gewesen, aber nicht hineingegangen (Vi-act. 9, Fra-
ge 25). Im Unterschied zu seinen Angaben in der zweiten Einvernahme sagte 
der Beschuldigte aus, er sei nicht in den Wintergarten hineingegangen. Wi-
dersprüchlich hierzu gab er sogleich zu Protokoll, sich nicht mehr erinnern zu 
können und nur eines zu wissen, nämlich, dass er keinen Einbruch gemacht 
habe (Vi-act. 9, Fragen 27–33, 45 und 56).

dd) In der Befragung an der Berufungsverhandlung verweigerte der Be-
schuldigte die Aussagen zur Sache (KG-act. 28, S. 1–6; vgl. E. 3b.dd).

ee) Auch in Bezug auf den Vorwurf eines Einbruchdiebstahls in das Einfami-
lienhaus in N.________ beschränkt sich der Beschuldigte in weiten Teilen auf 
ein Abstreiten der Vorwürfe gegen ihn. Seine Aussagen betreffend die Ereig-
nisse am 5. November 2021 weisen im Unterschied zu seinen Angaben etwa 
zu seiner Vergangenheit, seinen persönlichen Verhältnissen und seiner Ar-
beitstätigkeit (vgl. U-act. 10.1.001, Fragen 62–67; U-act. 10.1.002, Zei-
len 329–339 und 393–453; KG-act. 28, Fragen 1–34) eine auffallend tiefere 
Qualität auf und sind teilweise widersprüchlich. Seine Antworten auf die Fra-
ge, wie er sich erklären könne, dass seine DNA an den Tatort gelangt sei und 

Kantonsgericht Schwyz 21

in dessen Nähe Antennenstandorte seines Mobiltelefons hätten festgestellt 
werden können, sind inkonstant und wenig plausibel. Insbesondere seine An-
gabe, er habe sich zwecks Arbeitsakquise hinter dem Haus umgeschaut, sei 
dann durch die offene Wintergartentür hineingegangen und habe geklopft (U-
act. 10.1.002, Zeilen 214–234), scheint lebensfremd. Diese Gründe sprechen 
allesamt gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten, weshalb 
auf diese nicht abzustellen ist.

c) Eine Auswertung der Mobilfunkdaten der Nummer des Beschuldigten 
(+41 uu) ergab mehrere Verbindungen dieses Telefonanschlusses am 5. No-
vember 2021 zwischen 10:02 bis 11:29 Uhr in der Nähe der beiden Tatorte in 
N.________ und S.________ (Dossiers 2 und 3; U-act. 8.0.001, S. 3 und U-
act. 8.0.002), was ein eindeutiges Indiz für seine Anwesenheit am Tatort in 
N.________ zum Tatzeitpunkt ist. Angesichts dessen sowie aufgrund der ab 
dem Sitzplatz-/Wohnzimmertürgriff gesicherten DNA-Spur, deren Auswertung 
ein Mischprofil mit männlichem Hauptprofil ergab, das mit dem DNA-Profil des 
Beschuldigten übereinstimmte (U-act. 8.2.004; U-act. 8.2.002; U-act. 8.2.003, 
S. 3 f.), ist als erwiesen zu erachten, dass sich der Beschuldigte wie in der 
Anklage beschrieben am 5. November 2021 zwischen ca. 08:35 Uhr und 
ca. 12:15 Uhr über den unverschlossenen Wintergarten durch wuchtiges Auf-
stossen der westseitig im Hochparterre verschlossenen Verandatür Zutritt zum 
Wohnzimmer des Einfamilienhauses am O.________weg xx in N.________ 
verschaffte. Als erstellt gilt im Sinne der Anklage weiter, dass der Beschuldigte 
hierbei zwei Verandatürgriffe beschädigte (vgl. U-act. 8.2.003, S. 3–5) und 
sich der Sachschaden gestützt auf den Rapport der Kantonspolizei Thurgau 
auf Fr. 5’000.00 beläuft (U-act. 8.2.001, S. 2). Das von der Verteidigung mo-
nierte Nichtvorfinden von Deliktsgut vermag ihn entsprechend dem in E. 3c 
Ausgeführten nicht ausschlaggebend zu entlasten. Dasselbe gilt für das Feh-

Kantonsgericht Schwyz 22

len von DNA-Spuren des Beschuldigten oder von anderen im Innern des Ein-
familienhauses (KG-act. 28/1, S. 4), weil sich auf Grundlage der ab dem Spie-
gelschrank gesicherten DNA-Spur kein DNA-Profil erstellen liess (U-
act. 8.0.006, S. 2; U-act. 8.0.007, S. 4) und sich der Beschuldigte nach dem 
Betreten des Hauses ohne Weiteres Handschuhe angezogen haben könnte. 
Abgesehen davon bot er in sämtlichen Einvernahmen keine Erklärung dafür 
an, zu welchem Zweck er die Verandatür zum Wohnzimmer aufbrach. Das 
Vorgehen der vorliegenden Täterschaft entsprach denn auch dem vorstehend 
in E. 3c beschriebenen modus operandi des Beschuldigten, der u. a. im Mai 
2017 die Balkontür zu einem Einfamilienhaus in V.________ mit einem 
Flachmeissel aufgebrochen und daraus Bargeld und Schmuck entwendet hat-
te, wofür er rechtskräftig verurteilt wurde (U-act. 22.0.003).

Aufgrund der genannten Aspekte gilt im Sinne der Anklage als erstellt, dass 
sich der Beschuldigte nach dem Aufbrechen der Sitzplatztür zum Wohnzim-
mer in das Einfamilienhaus von H.________ und G.________ mit der Absicht 
begab, darin nach Geld und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie 
möglich davon zu entwenden. Auf Grundlage des Verzeichnisses des Delikts-
guts im Rapport der Kantonspolizei Thurgau (U-act. 8.2.001, S. 4 f.) sowie der 
Aktennotiz vom 3. Januar 2023 (U-act. 8.2.008) ist als erwiesen zu erachten, 
dass der Beschuldigte die in der (berichtigten) Anklage aufgelisteten Ge-
genstände und das angeführte Bargeld im Gesamtwert von Fr. 3’195.00 
(vgl. vorstehend A. [Dossier 2]; vgl. Vi-act. 2) an sich nahm. Weil sich der Be-
schuldigte durch gewaltsames Aufbrechen der Sitzplatztür Zugang zum Ein-
familienhaus in N.________ verschaffte, ist der Anklage folgend davon aus-
zugehen, dass er wusste, dass es sich beim besagten Einfamilienhaus um 
eine ihm fremde Liegenschaft handelt und er keine Berechtigung hatte, diese 
zu betreten, was er dennoch gegen den Willen von H.________ und 

Kantonsgericht Schwyz 23

G.________ tat und wodurch er wissentlich und willentlich fremdes Eigentum 
beschädigte. Ausserdem muss der Beschuldigte aufgrund des Fundorts der in 
der Anklage angeführten Gegenstände und des Bargelds in einer ihm fremden 
Liegenschaft, in die er durch die Sitzplatztür gelangt war, gewusst haben, 
dass es sich dabei um fremdes Eigentum handelt und er daran keine Berech-
tigung hat. Dennoch entwendete er diese(s), um sich daran unrechtmässig zu 
bereichern und es für eigene Bedürfnisse zu verwenden, insbesondere zu 
verbrauchen oder zu verkaufen, um mit dem Erlös seine persönlichen Bedürf-
nisse zu finanzieren. Die Mitnahme von Bargeld und Wertgegenständen 
spricht für die Bereicherungsabsicht des Beschuldigten, weil letztere typi-
scherweise leicht veräussert werden können und weil er darüber hinaus kei-
nen plausiblen Grund geltend macht bzw. hatte, nur diese(s) zu entwenden. 
Der Anklagesachverhalt gilt in Bezug auf Dossier 2 (A.) somit gesamthaft als 
erstellt.

5. a) Am 6. November 2021 wurde ein Einbruch in das Einfamilienhaus an 
der R.________strasse vv in S.________ gemeldet, in das laut Polizeirapport 
über die durch Körpergewalt aufgebrochene Sitzplatztür eingestiegen, ohne 
dass etwas entwendet worden sei (U-act. 8.3.001; vgl. U-act. 8.3.004). Die 
Auswertung der ab dem Griff der Sitzplatztür gesicherten DNA-Spur ergab ein 
Mischprofil mit männlichem Hauptprofil, das mit dem DNA-Profil des Beschul-
digten übereinstimmte (U-act. 8.3.002).

b) aa) Mit dem Vorwurf eines Einbruchs an der erwähnten Adresse kon-
frontiert gab der Beschuldigte in der polizeilichen Einvernahme vom 13. Juni 
2022 zu Protokoll, er könne hierzu nichts sagen (U-act. 10.1.001, Fragen 23 
und 25). Möglicherweise sei er im Zeitraum vom 4.–6. November 2021 beim 
Gericht in Dietikon gewesen (U-act. 10.1.001, Frage 24). Zur Frage, ob und 

Kantonsgericht Schwyz 24

wie es sein könne, dass am Tatort seine DNA-Spuren gefunden worden seien, 
könne er nichts sagen (U-act. 10.1.001, Fragen 26–28 und 53). Auf die Mobil-
funkdatenauswertung angesprochen sagte der Beschuldigte, es sei gut mög-
lich, dass er dort vorbeigefahren sei (U-act. 10.1.001, Fragen 29 und 54). Zur 
Fotodokumentation des Tatobjekts (U-act. 10.1.001, Beilage 2) meinte er, an 
dieses Objekt könne er sich nicht erinnern (U-act. 10.1.001, Frage 32).

bb) In Widerspruch zu seiner Erstaussage sagte der Beschuldigte in der 
staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 6. September 2022 aus, er könne 
bestätigen, dass er am gleichen Tag, als er in N.________ gewesen sei, auch 
dort gewesen sei. Einen Einbruch habe er aber nicht gemacht (U-
act. 10.1.002, Zeilen 284–295). Nach dem erfolglosen Klingeln an der Haustür 
wegen Reinigungs- und Gartenarbeiten habe er die Umgebung angeschaut. 
Es sei möglich, dass er auf die Veranda hochgegangen sei, wo er den Türgriff 
angefasst habe. Das mache man nicht. Heute sei er gescheiter. Kaputtge-
macht habe er nichts (U-act. 10.1.002, Zeilen 284–311). Auf Nachfrage, wes-
halb er den Türgriff angefasst habe, sagte er: „Keine Ahnung, aus Reflex. Viel-
leicht habe ich den Türgriff angelangt und gleichzeitig geklopft“, (U-
act. 10.1.002, Zeilen 312 f.). Dies sei die Erklärung für seine DNA-Spur am 
Griff der Sitzplatztür (U-act. 10.1.002, Zeilen 314–321).

cc) An der Hauptverhandlung vom 9. Mai 2023 gab der Beschuldigte an, er 
habe keinen Einbruch gemacht. Er habe nicht gesagt, dass er nicht bei die-
sem Objekt gewesen sei, er sei aber nicht eingebrochen und nicht drinnen 
gewesen (Vi-act. 9, Frage 62). Auf Nachfrage, ob er die Tür zu öffnen versucht 
habe, sagte er, er habe es angelangt, aber nicht aufgemacht. Er habe auch 
die Türklinke angefasst (Vi-act. 9, Frage 65). Wenn er wirklich hineingegangen 

Kantonsgericht Schwyz 25

wäre, hätte es auch drinnen DNA-Spuren von ihm gehabt (Vi-act. 9, Fra-
ge 77).

dd) An der Berufungsverhandlung verweigerte der Beschuldigte die Aussa-
gen zur Sache (KG-act. 28, S. 1–6; vgl. E. 3b.dd).

ee) Insgesamt beschränkt sich der Beschuldigte auch betreffend den Vor-
wurf eines Einbruchs in das Einfamilienhaus in S.________ in weiten Teilen 
auf ein Abstreiten der Vorwürfe gegen ihn. Seine Aussagen bezüglich der Er-
eignisse am 4. bis 6. November 2021 weisen im Unterschied zu seinen Anga-
ben etwa zu seiner Vergangenheit, seinen persönlichen Verhältnissen und 
seiner Arbeitstätigkeit (vgl. U-act. 10.1.001, Fragen 62–67; U-act. 10.1.002, 
Zeilen 329–339 und 393–453; KG-act. 28, Fragen 1–34) eine auffallend tiefere 
Qualität auf. Seine Antworten auf die Frage, wie er sich erklären könne, dass 
seine DNA an den Tatort gelangt sei und in dessen Nähe Antennenstandorte 
seines Mobiltelefons hätten festgestellt werden können, sind widersprüchlich 
und wenig plausibel. So ist insbesondere seine Angabe, er habe sich zwecks 
Anbietens von Garten- und Reinigungsarbeiten die Umgebung angeschaut, 
erfolglos geklingelt und sei die Veranda hochgegangen, wo er den Türgriff 
angefasst habe (U-act. 10.1.002, Zeilen 284–311), lebensfremd. Die Aussa-
gen des Beschuldigten sind somit als unglaubhaft zu bewerten und es kann 
auf diese nicht abgestellt werden.

c) Zunächst ist der Verteidigung abermals zuzustimmen, dass nicht einzig 
oder ausschliesslich aufgrund der Vergangenheit des Beschuldigten auf des-
sen Täterschaft in Bezug auf den Einbruch in das Einfamilienhaus von 
J.________ an der R.________strasse vv in S.________ geschlossen werden 
darf (vgl. KG-act. 28/1, S. 4 f.). Eine Auswertung der Mobilfunkdaten der 

Kantonsgericht Schwyz 26

Nummer des Beschuldigten (+41 uu) ergab aber mehrere Verbindungen die-
ses Anschlusses am 5. November 2021 zwischen 10:02 bis 11:29 Uhr in der 
Nähe der beiden Tatorte in N.________ und in S.________ (Dossiers 2 und 3; 
U-act. 8.0.001, S. 3 und U-act. 8.0.002), was ein eindeutiges Indiz für seine 
Anwesenheit am Tatort in S.________ im in der Anklage beschriebenen Tat-
zeitraum ist. Angesichts dessen sowie aufgrund der gesicherten DNA-Spur 
vom Griff der aufgebrochenen Sitzplatztür, deren Auswertung ein Misch- mit 
männlichem Hauptprofil ergab, das mit dem DNA-Profil des Beschuldigten 
übereinstimmte (U-act. 8.3.005; U-act. 8.3.002; U-act. 8.3.001; U-act. 8.3.004, 
S. 2–4), ist als erwiesen zu erachten, dass sich der Beschuldigte dem 
Anklagesachverhalt entsprechend zwischen dem 4. November 2021, 
ca. 09:00 Uhr, bis 6. November 2021, ca. 13:30 Uhr, mittels unbekannten 
Flachwerkzeugs sowie Körperkraft die Sitzplatztüre auf der Südseite des er-
wähnten Einfamilienhauses aufbrach. Als erstellt gilt im Sinne der Anklage 
weiter, dass der Beschuldigte hierbei die Sitzplatztüre am Türgriff sowie am 
Fensterfalz beschädigte (vgl. U-act. 8.3.004, S. 2–4; U-act. 8.3.001, S. 2) und 
sich der Sachschaden gestützt auf den Rapport der Kantonspolizei Thurgau 
auf Fr. 1’000.00 beläuft (U-act. 8.3.001, S. 2). Abgesehen davon bot er in 
sämtlichen Einvernahmen keine Erklärung dafür an, zu welchem Zweck er die 
Fenstertür zum Wohnzimmer aufbrach. Das Vorgehen der vorliegenden 
Täterschaft entsprach denn auch dem vorstehend in E. 3c und 4c beschriebe-
nen modus operandi des Beschuldigten und die Einbrüche in Gersau, 
N.________ und S.________ wurden in einem Zeitraum von 51 Stunden in 
einer Entfernung von rund 70 km Luftlinie begangen (U-act. 8.0.001, S. 2).

Aus all diesen Gründen gilt im Sinne der Anklage als erstellt, dass sich der 
Beschuldigte nach dem Aufbrechen der Sitzplatztür in das Einfamilienhaus in 
S.________ mit der Absicht begab, darin nach Geld und Wertgegenständen 

Kantonsgericht Schwyz 27

zu suchen und so viel wie möglich davon zu entwenden, er jedoch nichts der-
gleichen auffinden konnte und in der Folge die Örtlichkeit ohne etwas zu ent-
wenden unbemerkt verliess. Angesichts des gewaltsamen Aufbrechens der 
Sitzplatztür ist der Anklage folgend weiter davon auszugehen, dass er wusste, 
dass es sich beim besagten Einfamilienhaus um eine ihm fremde Liegenschaft 
handelt und er keine Berechtigung hatte, sie zu betreten, was er dennoch ge-
gen den Willen von J.________ tat und wodurch er wissentlich und willentlich 
fremdes Eigentum beschädigte. Hätte der Beschuldigte vor Ort Wertge-
genstände oder Bargeld vorgefunden, so hätte er diese(s) mitgenommen, um 
sie bzw. es unrechtmässig für eigene Bedürfnisse zu verwenden, insbesonde-
re zu verbrauchen oder zu verkaufen, um mit dem Erlös seine persönlichen 
Bedürfnisse zu finanzieren. Die Suche nach Bargeld und Wertgegenständen 
spricht für die Bereicherungsabsicht des Beschuldigten, weil Wertgegenstän-
de leicht veräussert werden können und weil er darüber hinaus keinen plausi-
blen Grund geltend macht bzw. hatte, danach zu suchen. Nur, weil er nichts 
dergleichen vorfinden konnte, nahm er kein Deliktsgut an sich. Der Anklage-
sachverhalt gilt in Bezug auf Dossier 3 (A.) somit gesamthaft als erstellt.

6. a) Gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB macht sich des Diebstahls schuldig, wer 
jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich 
oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern. Eine Sache ist fremd, 
wenn sie im Eigentum einer anderen Person als des Täters steht. Die Tat-
handlung der Wegnahme liegt im Bruch fremden und der Begründung neuen 
(meist eigenen) Gewahrsams. Der Gewahrsam besteht in der tatsächlichen 
Sachherrschaft, verbunden mit dem Willen, diese auszuüben (Urteil des Bun-
desgerichts 7B_291/2022 vom 7. März 2024, E. 4.2.2, m. H. a. BGE 132 IV 
108, E. 2.1). Ob Gewahrsam besteht, bestimmt sich nach den allgemeinen 
Anschauungen und den Regeln des sozialen Lebens. Bruch des Gewahrsams 

Kantonsgericht Schwyz 28

ist die Aufhebung des fremden Gewahrsams gegen den Willen des bisherigen 
Inhabers. Dass die Verfügungsmacht vorübergehend aufgehoben ist, führt 
nicht zum Verlust des Gewahrsams. Dies gilt insbesondere dann, wenn infol-
ge der Regeln des sozialen Lebens die Zuordnung der Sache zu einer Person 
unbestritten ist (Urteil des Bundesgerichts 7B_291/2022 vom 7. März 2024, 
E. 4.2.2). Gewahrsam besteht jedenfalls dort, wo die Herrschaftsmacht über 
die Sache als selbstverständlich erscheint und nicht gerechtfertigt werden 
muss. Das gilt vorweg für Sachen, die sich in einem räumlich abgegrenzten 
Zugriffsbereich einer Person wie der eigenen Wohnung befinden (Nigg-
li/Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 
2019, Art. 139 StGB N 23–25).

In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand des Diebstahls Vorsatz sowie 
ein Handeln in Aneignungs- und Bereicherungsabsicht. Die Frage, ob der 
Täter bei der Aneignung in Bereicherungsabsicht handelte, betrifft eine innere 
Tatsache und ist damit Tatfrage (Urteil des Bundesgerichts 7B_291/2022 vom 
7. März 2024, E. 4.2.3).

b) aa) Bei den im erstellten Anklagesachverhalt betreffend Dossier 1 aufge-
listeten Gegenständen und dem Bargeld im Gesamtwert von Fr. 8’499.00 
(vgl. vorstehend E. 3c und A. [Dossier 1]), die mehrheitlich (bis auf die Körper-
pflege Bi-Oil, 200 ml, im Wert von Fr. 32.00 sowie dem Bargeld in diversen 
Fremdwährungen im Wert von Fr. 140.00; U-act. 3.2.002 und U-act. 3.3.002) 
im Eigentum von D.________ und im Übrigen im Eigentum von E.________ 
standen, handelt es sich um fremde bewegliche Sachen im Sinne von Art. 139 
Ziff. 1 StGB. Die genannten Privatklägerinnen hatten an sämtlichen Wertge-
genständen und dem Bargeld die tatsächliche Sachherrschaft, da sich diese in 
verschiedenen Räumlichkeiten des Einfamilienhauses der Familie D-

Kantonsgericht Schwyz 29

F.________ in Gersau befanden, in das der Beschuldigte durch gewaltsames 
Aufbrechen eines Fensters gelangt war. Insofern war für ihn eindeutig erkenn-
bar, dass das Bargeld und die Wertgegenstände ihrem Herrschaftsbereich 
zuzuordnen waren. Er muss deshalb gewusst haben, dass es sich dabei um 
fremdes Eigentum handelte, an dem er keine Berechtigung hatte (vgl. E. 3c). 
Es ist erstellt, dass der Beschuldigte die Wertgegenstände und das Bargeld 
an sich nahm und damit das Haus verliess, worin sich seine Absicht zeigte, 
sich diese(s) anzueignen. In Anbetracht dessen ist die Argumentation der Ver-
teidigung, er habe nichts entwenden wollen und bei ihm sei kein Deliktsgut 
gefunden worden (KG-act. 28/1, S. 5), unbehelflich. Indem er dies tat, brach er 
fremden und begründete neuen, eigenen Gewahrsam. Wie vorstehend in 
E. 3c dargelegt, handelte der Beschuldigte bei der Aneignung zudem in Berei-
cherungsabsicht. Somit ist in Bezug auf Dossier 1 sowohl der objektive als 
auch der subjektive Tatbestand von Art. 139 Ziff. 1 StGB erfüllt und der Be-
schuldigte ist des Diebstahls zum Nachteil von D.________ und E.________ 
schuldig zu sprechen.

bb) Auch bei den in der (berichtigten) Anklage betreffend Dossier 2 ange-
führten Wertgegenständen und dem Bargeld im Gesamtwert von Fr. 3’195.00 
(vgl. vorstehend E. 4c und A. [Dossier 2]), die im Eigentum von H.________ 
und G.________ standen (E. 4c), handelt es sich um fremde bewegliche Sa-
chen im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB. Die genannten Privatkläger hatten an 
sämtlichen Wertgegenständen und dem Bargeld die tatsächliche Sachherr-
schaft, da sich diese im Einfamilienhaus der Familie H.________/G.________ 
in N.________ befanden, in das der Beschuldigte durch gewaltsames Aufbre-
chen der Sitzplatztür zum Wohnzimmer gelangt war. Damit war für ihn eindeu-
tig erkennbar, dass das Bargeld und die Wertgegenstände ihrem Herrschafts-
bereich zuzuordnen waren, und er muss gewusst haben, dass es sich dabei 

Kantonsgericht Schwyz 30

um fremdes Eigentum handelte, an dem er keine Berechtigung hatte 
(vgl. E. 4c). Es ist erstellt, dass der Beschuldigte die Wertgegenstände und 
das Bargeld an sich nahm und damit das Haus verliess, worin sich seine Ab-
sicht zeigte, sich diese(s) anzueignen. Indem er dies tat, brach er fremden und 
begründete neuen, eigenen Gewahrsam. Wie vorstehend in E. 4c dargelegt 
handelte er bei der Aneignung zudem in Bereicherungsabsicht. Somit ist in 
Bezug auf Dossier 2 sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand 
von Art. 139 Ziff. 1 StGB erfüllt und der Beschuldigte ist des Diebstahls zum 
Nachteil von H.________ und G.________ schuldig zu sprechen.

cc) Ein Versuch liegt vor, wenn der Täter sämtliche subjektiven Tatbe-
standsmerkmale erfüllt und seine Tatentschlossenheit manifestiert hat, ohne 
dass alle objektiven Tatbestandsmerkmale verwirklicht sind (vgl. Art. 22 Abs. 1 
StGB; Urteil des Bundesgerichts 6B_966/2022 vom 17. April 2023, E. 2.3). 
Der Beschuldigte brach die Sitzplatztür des Einfamilienhauses von 
J.________ in S.________ auf und betrat dieses mit der Absicht, darin nach 
Geld und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie möglich davon zu 
entwenden. Er konnte jedoch nichts dergleichen auffinden und verliess in der 
Folge die Örtlichkeit ohne etwas mitzunehmen (vorstehend E. 5c). Angesichts 
des gewaltsamen Aufbrechens der Sitzplatztür wusste er, dass es sich beim 
besagten Einfamilienhaus um eine ihm fremde Liegenschaft und den sich dar-
in befindlichen Wertgegenständen und allfälligem Bargeld um ihm fremde be-
wegliche Sachen handelt. Weiter ist wie in E. 5c dargelegt erstellt, dass der 
Beschuldigte, hätte er vor Ort Wertgegenstände oder Bargeld vorgefunden, 
diese(s) mitgenommen hätte, um sie bzw. es unrechtmässig für eigene Be-
dürfnisse zu verwenden, insbesondere zu verbrauchen oder zu verkaufen, um 
mit dem Erlös seine persönlichen Bedürfnisse zu finanzieren. Nur, weil er 
nichts dergleichen vorfinden konnte, nahm er kein Deliktsgut an sich. Dem-

Kantonsgericht Schwyz 31

nach handelte der Beschuldigte vorsätzlich sowie in Aneignungs- und Berei-
cherungsabsicht (vgl. auch E. 5c), womit er seine Tatentschlossenheit mani-
festierte und sämtliche subjektiven Tatbestandsmerkmale gegeben sind, 
während der objektive Tatbestand mangels einer Aneignung fremder bewegli-
cher Sache nicht erfüllt ist. Folglich ist der Beschuldigte in Bezug auf Dossier 3 
des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i. V. m. Art. 22 
Abs. 1 StGB zum Nachteil von J.________ schuldig zu sprechen.

c) Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder 
Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, 
wird gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe bestraft. Als Beschädigen gilt jedes Herbeiführen einer 
mehr als nur belanglosen Mangelhaftigkeit der Sache. Ein solcher Mangel 
kann durch erhebliches Verletzen der Substanz der Sache herbeigeführt wer-
den oder durch körperliche Einwirkung, die entweder die bestimmungsgemäs-
se Funktionsfähigkeit, die äussere Erscheinung oder den Zustand der Sache 
beeinträchtigt (Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 144 StGB N 22). Subjektiv erfordert die 
Sachbeschädigung Vorsatz resp. Eventualvorsatz. Der Täter muss wissen, 
dass die Sache fremd ist oder daran ein fremdes Gebrauchs- oder Nutznies-
sungsrecht besteht und er muss um die Einwirkung auf die Sache wissen und 
diese wollen (Weissenberger, a. a. O., Art. 144 StGB N 81).

aa) Wie in E. 3c dargelegt gilt als erwiesen, dass der Beschuldigte das 
Fenster zum Therapiezimmer des Einfamilienhauses an der 
L.________strasse zz in Gersau aufbrach und dieses sowie das Plissee wis-
sentlich und willentlich beschädigte, wodurch ein Sachschaden von 
Fr. 3’345.60 entstand. Weil sich der Beschuldigte durch gewaltsames Aufbre-

Kantonsgericht Schwyz 32

chen eines Fensters Zugang zum Haus verschaffte, muss er gewusst haben, 
dass es sich dabei um eine ihm fremde Liegenschaft und mithin um fremdes 
Eigentum handelt. Damit ist der Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB sowohl 
in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. Betreffend Strafanträge 
wird auf die Ausführungen in E. 6.5 des angefochtenen Urteils verwiesen 
(Art. 82 Abs. 4 StPO; § 45 Abs. 5 JG; vgl. auch U-act. 8.1.005 f.). Die Vor-
instanz sprach den Beschuldigten bezüglich des Tatvorwurfs der Sachbe-
schädigung gemäss Dossier 1 somit zu Recht schuldig.

bb) Es ist erstellt, dass sich der Beschuldigte durch wuchtiges Aufstossen 
der verschlossenen Verandatür Zutritt zum Wohnzimmer des Einfamilienhau-
ses am O.________weg xx in N.________ verschaffte, wobei er wissentlich 
und willentlich zwei Türgriffe beschädigte und einen Sachschaden von 
Fr. 5’000.00 verursachte (E. 4c). Angesichts seines gewaltsamen Aufbrechens 
der Tür muss der Beschuldigte gewusst haben, dass es sich dabei um eine 
fremde Liegenschaft und folglich fremdes Eigentum handelt. Der objektive und 
der subjektive Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB sind mithin gegeben. Für 
die Ausführungen zu den Strafanträgen wird auf E. 7.4 des angefochtenen 
Urteils verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO; § 45 Abs. 5 JG; vgl. auch U-
act. 8.2.006 f.). Der Beschuldigte ist somit auch bezüglich des Tatvorwurfs der 
Sachbeschädigung gemäss Dossier 2 schuldig zu sprechen.

cc) Der Beschuldigte brach mittels unbekannten Flachwerkzeugs sowie 
Körperkraft die Sitzplatztüre des Einfamilienhauses an der 
R.________strasse vv in S.________ auf und beschädigte diese dabei wis-
sentlich und willentlich am Griff und am Fensterfalz, wodurch er einen Sach-
schaden von Fr. 1’000.00 verursachte (E. 5c). Angesichts dessen, dass er 
sich so Zutritt zum besagten Einfamilienhaus verschaffte, muss er um die 

Kantonsgericht Schwyz 33

Fremdheit des Eigentums an der beschädigten Sitzplatztür gewusst haben. 
Die objektiven sowie subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 144 
Abs. 1 StGB liegen damit vor. Betreffend den Strafantrag wird auf E. 8.5 des 
angefochtenen Urteils verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO; § 45 Abs. 5 JG; 
vgl. auch U-act. 8.3.006). Der Beschuldigte ist bezüglich des Tatvorwurfs der 
Sachbeschädigung gemäss Dossier 3 demnach schuldig zu sprechen.

d) aa) Wer gegen den Willen des Berechtigten etwa in ein Haus oder in 
einen unmittelbar zu einem Haus gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder 
Garten unrechtmässig eindringt wird nach Art. 186 StGB, auf Antrag, wegen 
Hausfriedensbruchs verurteilt. Geschützt ist das Hausrecht, d. h. die Befugnis 
über einen bestimmten Raum ungestört zu herrschen und darin den eigenen 
Willen frei zu betätigen. Träger dieses Rechts ist derjenige, dem die Verfü-
gungsgewalt über den Raum zusteht, gleichgültig, ob sie auf einem dinglichen 
oder obligatorischen Recht beruht (Urteil des Bundesgerichts 6B_593/2019 
vom 15. Januar 2020, E. 1.3.2). Der subjektive Tatbestand erfordert (Eventu-
al-)Vorsatz (Trechsel/Mona, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Straf-
gesetzbuch, Praxiskommentar, 4. A. 2021, Art. 186 StGB N 16a).

bb) Wie vorstehend in E. 3c, 4c und 5c erstellt, verschaffte sich der Be-
schuldigte in Gersau, N.________ sowie in S.________ gewaltsam Zutritt zu 
den jeweiligen Einfamilienhäusern und betrat diese daraufhin mit der Absicht, 
darin nach Geld und Wertgegenständen zu suchen und so viel wie möglich 
davon zu entwenden. Weil sich der Beschuldigte jeweils gewaltsam Zutritt 
verschafft hatte, muss er gewusst haben, dass es sich um fremde Liegen-
schaften handelte und er keine Berechtigung hatte, diese zu betreten. Die 
objektiven sowie subjektiven Tatbestandsmerkmale von Art. 186 StGB sind 
damit erfüllt. Bezüglich Strafanträge wird auf das vorstehend Ausgeführte in 

Kantonsgericht Schwyz 34

E. 6c.aa–cc verwiesen. Der Beschuldigte ist im Hinblick auf die Tatvorwürfe 
des Hausfriedensbruchs betreffend Dossier 1, 2 und 3 demzufolge schuldig zu 
sprechen.

7. Zusammengefasst ist der Beschuldigte des mehrfachen Diebstahls im 
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, des versuchten Diebstahls im Sinne von 
Art. 139 Ziff. 1 i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung 
im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
im Sinne von Art. 186 StGB schuldig zu sprechen.

a) Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten für die vorstehend genann-
ten Verbrechen und Vergehen mit einer unbedingt zu vollziehenden Freiheits-
strafe von 18 Monaten (angefochtenes Urteil, Dispositiv-Ziffern 2 und 3). Die 
Vorinstanz erwog, der Beschuldigte sei mit unbegründetem, rechtskräftigem 
Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 12. November 2021 (U-act. 22.0.002) 
wegen mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten als Zusatz-
strafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 
3. Oktober 2020 (U-act. 22.0.004) und der Staatsanwaltschaft See/Oberland 
vom 8. Juli 2021 (U-act. 22.0.001) verurteilt worden. Die Vorinstanz erwog 
weiter, wenn Taten zu beurteilen seien, die teils vor, teils nach einer Zusatz-
strafe begangen worden seien, so sei keine Zusatzstrafe zur Zusatzstrafe, 
sondern eine neue Gesamtstrafe auszufällen (angefochtenes Urteil, E. 10.2).

aa) Die Staatsanwaltschaft beantragt, der Beschuldigte sei mit einer Frei-
heitsstrafe von 18 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgericht 
Dietikon vom 21. November 2021 zu bestrafen. Zur Begründung bringt sie vor, 
dass sie mit der Ausfällung einer Gesamtstrafe nicht einiggehe. Der Beschul-

Kantonsgericht Schwyz 35

digte habe die Taten ca. eine Woche, bevor das Bezirksgericht Dietikon ihn 
wegen mehrfachen Diebstahls etc. zu einer unbedingten Freiheitstrafe von 
20 Monaten verurteilt habe, begangen. Diese Freiheitsstrafe habe er in der 
Zwischenzeit teilweise verbüsst. Er sei am 29. März 2023 bedingt entlassen 
worden. Das Bundesgericht habe seine Rechtsprechung geändert und es sei 
bei rechtskräftigen Urteilen keine Gesamtstrafe mehr auszusprechen, sondern 
eine Zusatzstrafe. Die beantragte Freiheitsstrafe von 18 Monaten sei somit als 
Zusatzstrafe zum Urteil vom 12. November 2021 auszusprechen (KG-
act. 28/2, S. 15 f.).

bb) Die Verteidigung macht geltend, falls der Beschuldigte wider Erwarten 
schuldig gesprochen werden sollte, seien auf jeden Fall seine aktuellen positi-
ven Lebensumstände (eigene Wohnung, AHV-Rente, fürsorglicher Stiefvater, 
geordnete Lebenssituation, vorzeitige Haftentlassung) zugunsten einer guten 
Legalprognose zu werten. Die dem Beschuldigten vorgeworfenen Straftaten 
lägen heute bereits rund drei Jahre zurück. Er habe sich seither rührend um 
seine Familie gekümmert und sei ehrlicher Arbeit nachgegangen trotz Erhalts 
einer AHV-Rente, was zu seinen Gunsten zu werten sei. Sein Verhalten und 
seine stabile Lebenssituation seien gebührend zu berücksichtigen (KG-
act. 28/1, S. 6). Zur Frage, ob eine Gesamt- oder eine Zusatzstrafe auszufäl-
len sei, äusserte sich die Verteidigung nicht.

b) Nach Art. 49 Abs. 1 StGB verurteilt das Gericht den Täter, der durch 
eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige 
Strafen erfüllt, zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemes-
sen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr 
als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Straf-
art gebunden. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter beging, 

Kantonsgericht Schwyz 36

bevor er wegen einer andern Tat verurteilt wurde, so bestimmt es die Zusatz-
strafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die 
strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 
StGB).

c) Zunächst ist zu prüfen, ob für die vorliegend zu beurteilenden Delikte 
gleichartige Strafen auszufällen sind.

aa) Die Tatbestände der Art. 139 Ziff. 1, Art. 144 Abs. 1 und Art. 186 StGB 
sehen jeweils Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren (Art. 139 Ziff. 1 StGB) 
bzw. bis zu drei Jahren (Art. 144 Abs. 1 und Art. 186 StGB) oder Geldstrafen 
vor. Kommen sowohl Geld- als auch Freiheitsstrafen in Betracht und scheinen 
beide Strafen den begangenen Fehler angemessen zu sanktionieren, ist nach 
dem Prinzip der Verhältnismässigkeit i. d. R. diejenige Strafe zu wählen, die 
weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift und ihn am 
wenigsten hart trifft (BGE 144 IV 313, E. 1.1.1 = Pra 108 [2019] Nr. 58; BGE 
134 IV 97, E. 4.2.2). Massgebliche Kriterien für die Wahl der Sanktionsart bil-
den ihre Zweckmässigkeit, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales 
Umfeld sowie ihre präventive Effizienz (BGE 137 II 297, E. 2.3.4; BGE 134 IV 
97, E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_1300/2020 vom 2. September 2021, 
E. 3.3.1). Die Geldstrafe hat bei Sanktionen bis zu 180 Tagessätzen den Vor-
rang (Trechsel/Keller, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetz-
buch, Praxiskommentar, 4. A. 2021, Art. 41 StGB N 1; Wohlers, in: Wohl-
ers/Godenzi/Schlegel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 
5. A. 2024, Art. 41 StGB N 1, m. w. H.). Das Gericht kann gemäss Art. 41 
Abs. 1 StGB statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn 
eine solche geboten erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Ver-

Kantonsgericht Schwyz 37

brechen oder Vergehen abzuhalten (lit. a), oder eine Geldstrafe voraussicht-
lich nicht vollzogen werden kann (lit. b).

bb) Die Vorinstanz erachtete implizit für sämtliche vorliegend zu beurteilen-
den Delikte Freiheitsstrafen als zweckmässig, was im Berufungsverfahren 
unangefochten blieb. Der Beschuldigte weist zahlreiche einschlägige Vorstra-
fen auf (KG-act. 17) und zeigte durch seine jahrelange gleichgeartete Delin-
quenz eine ausgeprägte Unbelehrbarkeit. Ebenso spricht für eine gesteigerte 
kriminelle Energie des Beschuldigten (vgl. hierzu Mathys, Leitfaden Strafzu-
messung, 2. A. 2019, N 562), dass er die vorliegend zu beurteilenden Taten 
nur wenige Tage vor der Hauptverhandlung beim Bezirksgericht Dietikon vom 
12. November 2021 beging. Aus diesen Gründen erscheint eine mildere Strafe 
als eine (gemäss E. 7e unbedingte) Freiheitsstrafe nicht geeignet, präventiv 
auf den Beschuldigten einzuwirken und ihn von der Begehung weiterer Straf-
taten abzuhalten. Angesichts des sehr geringen Einkommens des Beschuldig-
ten und seines fehlenden Vermögens (vgl. KG-act. 18/1) erscheint es darüber 
hinaus unwahrscheinlich, dass er eine Geldstrafe bezahlen würde und dass 
diese auf dem Betreibungsweg vollstreckt werden könnte. Es ist deshalb zu 
erwarten, dass die Geldstrafe nicht vollzogen werden könnte. Der Beschuldig-
te ist laut eigenen Angaben geschieden, lebe aber in einer Partnerschaft mit 
seiner Ex-Frau und kümmere sich gelegentlich um deren Sohn, gegenüber 
dem er nicht unterstützungspflichtig sei. Er sehe die beiden jeden zweiten bis 
dritten Tag und sicher auch am Wochenende (KG-act. 28, Fragen 4–12). In 
Anbetracht dieser Umstände beeinträchtigt das Aussprechen einer Freiheits-
strafe den Beschuldigten resp. sein Umfeld nicht in einer das übliche Mass an 
Eingriffsintensität übersteigenden Art und Weise. Im Sinne der Zweckmässig-
keit, der präventiven Effizienz und der Auswirkungen der Strafe auf den Be-
schuldigten und sein soziales Umfeld sind für den Diebstahl, die Sachbeschä-

Kantonsgericht Schwyz 38

digung und den Hausfriedensbruch in Gersau, den Diebstahl, die Sachbe-
schädigung und den Hausfriedensbruch in N.________ sowie den versuchten 
Diebstahl, die Sachbeschädigung und den Hausfriedensbruch in S.________, 
mithin für sämtliche vorliegend zu beurteilenden Taten des Beschuldigten, 
Freiheitsstrafen auszusprechen.

d) Unabhängig davon, ob vorliegend für die neu zu beurteilenden Delikte 
des Beschuldigten in Gersau, N.________ sowie in S.________ eine Gesamt- 
oder eine Zusatzstrafe auszufällen ist, ist in jedem Fall zunächst die Strafe für 
die schwerste Straftat zu bestimmen (vgl. Mathys, a. a. O., N 480 und N 528; 
vgl. Art. 49 Abs. 1 StGB; vgl. BGE 142 IV 265, E: 2.4.4). Das schwerste Delikt 
ist anhand der abstrakten Strafandrohung zu ermitteln. Sind mehrere Straftat-
bestände mit gleichem Strafrahmen zu beurteilen, ist von derjenigen Straftat 
auszugehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht. Sind 
auch die konkreten Strafen gleich, kann auf die zeitlich erste Tat abgestellt 
werden (Mathys, a. a. O., N 485).

aa) Von den vorliegenden Straftaten des Beschuldigten (vgl. vorstehend 
E. 6–7) sowie den mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 12. November 
2021 (U-act. 22.0.002) bzw. mit den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft 
Winterthur/Unterland vom 3. Oktober 2020 (U-act. 22.0.004) und der Staats-
anwaltschaft See/Oberland vom 8. Juli 2021 (U-act. 22.0.001) abgeurteilten 
Taten des Beschuldigten ist aufgrund der abstrakten Strafandrohung des 
Diebstahls von drei Tagessätzen Geldstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe 
(Art. 139 Ziff. 1 i. V. m. Art. 34 Abs. 1 und Art. 40 Abs. 1 StGB) sowie der 
höchsten Deliktsumme mit Fr. 8’499.00 der Diebstahl in Gersau (Dossier 1) 
als das schwerste Delikt zu betrachten.

Kantonsgericht Schwyz 39

bb) Innerhalb des genannten Strafrahmens von bis zu fünf Jahren Freiheits-
strafe (E. 7d.aa) erfolgt die Strafzumessung nach den Grundsätzen von 
Art. 47 StGB. Gemäss dieser Bestimmung misst das Gericht die Strafe nach 
dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die per-
sönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters 
(Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Ge-
fährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, 
den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit 
der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 
Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2). Bei der Strafzumessung 
ist nach Tat- und Täterkomponenten zu unterscheiden (Mathys, a. a. O., N 34). 
Zunächst ist zu klären, wie stark das Verhalten des Beschuldigten das straf-
rechtlich geschützte Rechtsgut beeinträchtigte (objektive Tatschwere). Ansch-
liessend ist zu bestimmen, wieweit die objektive Tatschwere dem Beschuldig-
ten anzurechnen ist (subjektive Tatschwere; vgl. Mathys, a. a. O., N 73, 77 und 
142). Die verschuldensangemessene Strafe kann sodann aufgrund von Fakto-
ren, die beim Beschuldigten liegen und geeignet sind, ihn im Hinblick auf die 
Höhe der Strafe zu be- oder entlasten, herabgesetzt oder erhöht werden (sog. 
Täterkomponenten; vgl. Mathys, a. a. O., N 311).

cc) Die Vorinstanz beurteilte das Verschulden des Beschuldigten im Hinblick 
auf den Diebstahl in Gersau pauschal als leicht bis mittel, ohne zu begründen, 
welche Aspekte sie bezüglich der objektiven und subjektiven Tatschwere so-
wie der Täterkomponenten im Einzelnen berücksichtigte, und erachtete eine 
Freiheitsstrafe von 8 Monaten als angemessen (angefochtenes Urteil, 
E. 10.3).

Kantonsgericht Schwyz 40

dd) In Bezug auf die objektive Tatschwere ist zu beachten, dass der Be-
schuldigte in das Einfamilienhaus in Gersau durch gewaltsames Aufbrechen 
eines Fensters gelangt war und dass er in der Folge nach Wertgegenständen 
suchte, zu welchem Zweck er u. a. in den Schlafzimmern von D.________ und 
E.________ die Nachttische durchwühlte (U-act. 8.1.004, Bilder Nr. 5 f.), wo-
durch er deren Privatsphäre erheblich beeinträchtigte. Er entwendete die in 
der Anklage aufgelisteten Gegenstände und das angeführte Bargeld im Ge-
samtwert von ca. Fr. 8’499.00, was zwar verhältnismässig nicht eine grosse, 
aber dennoch eine nicht unbeachtliche Deliktssumme darstellt. Zudem nahm 
er u. a. gravierte Eheringe und diversen Schmuck an sich, was für die Betrof-
fenen einen über den materiellen Wert hinausgehenden Verlust bedeutet. Zu 
seinen Gunsten ist zu berücksichtigen, dass er den Diebstahl tagsüber verüb-
te und dass es seinem üblichen Vorgehen entsprach, durch Klingeln oder ähn-
liche Massnahmen die Abwesenheit der Bewohner sicherzustellen. Insofern 
sind noch schlimmere, aber auch weniger gravierende Tatvarianten denkbar. 
Das objektive Tatverschulden ist damit als eher leicht bis mittel einzustufen. 
Im Hinblick auf die subjektive Tatschwere ist das direktvorsätzliche Handeln 
des Beschuldigten sowie seine eigennützige, finanzielle Tatmotivation zu 
berücksichtigen. Der bei der Tat offenbarte deliktische Wille des Beschuldig-
ten bewegte sich in einem durchschnittlichen Rahmen. Sein subjektives Tat-
verschulden ist demnach ebenfalls als eher leicht bis mittel und sein Ver-
schulden insgesamt als eher leicht bis mittel zu bewerten. In Nachachtung des 
in E. 7d.aa genannten Strafrahmens von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe 
erscheint somit eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten als schuldangemessen.

Bezüglich der Täterkomponenten wirkt sich straferhöhend aus, dass der Be-
schuldigte keine Einsicht oder Reue zeigte und lebensfremde Erklärungen für 
seine Anwesenheit am Tatort lieferte, obschon seine DNA an den Einbruch-

Kantonsgericht Schwyz 41

spuren festgestellt werden konnte (E. 3b ff.; vgl. hierzu Mathys, a. a. O., 
N 318). Stark straferhöhend wirken sich zudem die zahlreichen einschlägigen 
Vorstrafen des Beschuldigten aus den Jahren 2005, 2009, 2017, 2020 und 
2021 aus (vgl. KG-act. 17), die für eine ausgeprägte Uneinsichtigkeit und 
Gleichgültigkeit des Beschuldigten gegenüber der Rechtsordnung sprechen, 
zumal er jeweils wegen (mehrfachen bzw. gewerbs- und bandenmässigen) 
Diebstahls zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt worden war. Dasselbe gilt 
für den Umstand, dass der Beschuldigte den (Einbruch-)Diebstahl in Gersau 
am 3. November 2021 nur wenige Tage vor der Hauptverhandlung beim Be-
zirksgericht Dietikon vom 12. November 2021 verübte, das ihn u. a. ebenfalls 
wegen mehrfachen Diebstahls rechtskräftig schuldig sprach (U-act. 22.0.002). 
Der Beschuldigte zeigte insofern eine ausgesprochen hohe Unbelehrbarkeit, 
die straferhöhend zu berücksichtigen ist. Insgesamt rechtfertigt sich eine Er-
höhung der schuldangemessenen Strafe für den Diebstahl in Gersau (Dossi-
er 1) von 12 Monaten um 6 Monate auf 18 Monate Freiheitsstrafe.

ee) Weil die Staatsanwaltschaft vorliegend keine selbstständige Berufung 
oder Anschlussberufung erhob und nur ein Rechtsmittel zugunsten des Be-
schuldigten ergriffen wurde, ist gestützt auf das Verbot der reformatio in peius 
nach Art. 391 Abs. 2 StPO eine schärfere Bestrafung als die vorinstanzlich 
ausgesprochene unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten ausgeschlossen 
(vgl. hierzu Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxis-
kommentar, 4. A. 2023, Art. 391 StPO N 3). Eine Erhöhung der 18-monatigen 
Freiheitsstrafe für das schwerste Delikt kommt damit nicht infrage und es erü-
brigen sich Ausführungen zu den weiteren Straftaten des Beschuldigten, da 
weder im Rahmen einer Gesamtstrafenbildung noch einer Zusatzstrafenbil-
dung das Aussprechen einer über die Freiheitsstrafe von 18 Monaten hinaus-
gehende Straferhöhung möglich ist.

Kantonsgericht Schwyz 42

e) Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe 
von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbre-
chen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Wurde der Täter in-
nerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten 
Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nur 
zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). 
Im Rahmen letzterer Bestimmung ist entscheidend, dass der Täter eine Straf-
tat von einer gewissen Schwere begangen hat. Mehrere Verurteilungen zu 
Freiheitsstrafen von jeweils weniger als sechs Monaten vermögen die Verwei-
gerung des bedingten Strafvollzugs noch nicht zu begründen, auch nicht, 
wenn die verschiedenen Strafen zusammen mehr als sechs Monate ergeben 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_258/2015 vom 26. Oktober 2015, E. 2.2.2). Der 
Beschuldigte wurde innerhalb der letzten fünf Jahre vor den Taten vom 3.–
6. November 2021 u. a. wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs sowie Sach-
beschädigung zu Freiheitsstrafen von 100 Tagen, 6 Monaten sowie 4 Mona-
ten verurteilt (KG-act. 17, S. 6–8). Zu einer Freiheitsstrafe von über 6 Monaten 
wurde der Beschuldigte innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat mithin 
nicht verurteilt, womit der Aufschub des Strafvollzugs entgegen der Annahme 
der Vorinstanz nicht nur beim Vorliegen besonders günstiger Umstände anzu-
ordnen ist, sondern im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB sofern eine unbedingte 
Strafe nicht notwendig erscheint, um den Beschuldigten von der Begehung 
weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Die Gewährung des beding-
ten Strafvollzugs setzt nach der bundesgerichtlichen Praxis nicht die positive 
Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, sondern es genügt die 
Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der Strafaufschub 
ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose 
abgewichen werden darf. Die Prüfung der Bewährungsaussichten des Täters 

Kantonsgericht Schwyz 43

ist anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzuneh-
men. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind neben den Tatumständen das 
Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüs-
se auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulas-
sen. Ein relevantes Prognosekriterium ist insbesondere die strafrechtliche 
Vorbelastung. Einschlägige Vorstrafen sind bei der Prognosestellung erheb-
lich zu gewichten; sie schliessen den bedingten Vollzug aber nicht notwendig 
aus (Urteil des Bundesgerichts 6B_80/2024 vom 9. Januar 2025, E. 3.1, 
m. w. H.).

Angesichts der zahlreichen einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten 
(vgl. KG-act. 17) sowie des Umstands, dass er rund eine Woche nach den 
vorliegend zu beurteilenden Taten vom Bezirksgericht Dietikon am 12. No-
vember 2021 zu einer Zusatzstrafe von 20 Monaten unbedingter Freiheitsstra-
fe wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfacher Sachbeschädigung 
sowie mehrfachen Diebstahls verurteilt wurde (KG-act. 17, S. 8 f.) und dass 
ferner gegen ihn seither wiederum drei Strafverfahren wegen denselben Delik-
ten eröffnet wurden (KG-act. 17, S. 2 f.), ist von einer besonderen Unbelehr-
barkeit und Uneinsichtigkeit des Beschuldigten auszugehen, die einer günsti-
gen Legalprognose entgegenstehen. Insofern bestehen auch erhebliche Zwei-
fel an seiner Beteuerung anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, 
er habe eine Psychiaterin aufgesucht, die Sache aufgearbeitet und wolle keine 
strafbaren Handlungen machen, sondern für seine Partnerin und deren Kind 
da sein (Vi-act. 9, Fragen 72 und 75). Dem Beschuldigte ist in Berücksichti-
gung dessen sowie im Hinblick auf die Ausführungen zu den Tatumständen in 
E. 7d.dd eine ungünstige Prognose zu stellen und die Freiheitsstrafe von 
18 Monaten ist demzufolge zu vollziehen.

Kantonsgericht Schwyz 44

f) Der Beschuldigte ist demzufolge mit einer unbedingt zu vollziehenden 
Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu bestrafen.

8. a) Die Privatkläger D.________, E.________, F.________, G.________ 
und die I.________ AG machten im Vorverfahren die folgenden Zivilforderun-
gen geltend: D.________ verlangte Schadenersatz in der Höhe von 
Fr. 8’318.00 sowie eine Genugtuung von Fr. 1’000.00 (U-act. 3.2.002). 
E.________ forderte Fr. 172.00 Schadenersatz sowie Fr. 300.00 Genugtuung 
(U-act. 3.3.002). F.________ machte Fr. 3’345.60 Schadenersatz sowie 
Fr. 1’000.00 Genugtuung geltend (U-act. 3.1.002). G.________ verlangte 
Fr. 200.00 Schadenersatz (U-act. 3.6.002) und die I.________ AG forderte für 
erbrachte Versicherungsleistungen betreffend die Geschädigte H.________ 
den Betrag von Fr. 3’332.30 nebst Zins zu 5 % seit dem 2. Dezember 2021 
(U-act. 3.4.002). Die Vorinstanz hiess diese Zivilforderungen allesamt vollum-
fänglich gut (angefochtenes Urteil, Dispositiv-Ziffer 4a–e und E. 11). Im Beru-
fungsverfahren beantragt die Verteidigung die Abweisung der Zivilforderun-
gen, eventualiter deren Verweisung auf den Zivilweg (KG-act. 28/1, S. 1 und 
6). Die Verteidigung moniert, die Vorinstanz habe erhebliche Genugtuungs-
summen ohne Substanzierungen und weitere Belege, insbesondere betref-
fend seelische Unbill, zugesprochen. Es lägen keine schwerwiegenden Fälle 
vor, die Genugtuungen in zugesprochener Höhe rechtfertigen würden. Abge-
sehen davon seien auch die weiteren Zivilansprüche mangels Vorliegens von 
Quittungen betreffend die abhanden gekommenen Gegenstände nicht rechts-
genüglich belegt (KG-act. 28/1, S. 6 f.).

b) Wer einem anderen widerrechtlich Schaden zufügt, sei es mit Absicht 
oder aus Fahrlässigkeit, wird ihm zum Ersatz verpflichtet (Art. 41 Abs. 1 OR). 
Zudem hat gemäss Art. 49 Abs. 1 OR Anspruch auf Leistung einer Geldsum-

Kantonsgericht Schwyz 45

me als Genugtuung, wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, 
sofern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt und diese nicht anders wie-
dergutgemacht worden ist. Anspruchsberechtigt ist, wer in seinen Persönlich-
keitsrechten verletzt wurde und dadurch eine immaterielle Unbill erlitt (Kessler, 
in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 
7. A. 2020, Art. 49 OR N 6). Erforderlich sind physische oder psychische Lei-
den, verursacht durch eine Verletzung der Persönlichkeit, die das Wohlbefin-
den beeinträchtigt (Kessler, a. a. O., Art. 49 OR N 11).

Die Zivilklage ist zu beziffern und schriftlich zu begründen (Art. 123 ZPO). Vor-
liegend hatte dies spätestens im erstinstanzlichen Parteivortrag zu erfolgen 
(Art. 123 Abs. 2 aStPO i. V. m. Art. 448 Abs. 2 StPO; seit dem 1. Januar 2024: 
innert der Frist nach Art. 331 Abs. 2 StPO). In der Klagebegründung hat die 
Zivilklägerschaft v.  a. die privatrechtlichen Haftungsgrundlagen in tatsächlicher 
Hinsicht darzulegen, soweit diese durch das Strafverfahren noch nicht offen-
kundig sind bzw. sich aus den Strafakten ergeben. Insbesondere ist der 
Schaden oder die Verletzung der Persönlichkeit zu substanzieren und, soweit 
möglich und zumutbar, zu belegen. Allenfalls sind entsprechende Beweisan-
träge zu stellen (Dolge, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 123 StPO N 8). Das 
Gericht entscheidet über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die be-
schuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). Hat indes die 
Privatklägerschaft ihre Klage nicht hinreichend begründet oder beziffert, so ist 
die Zivilklage auf den Zivilweg zu verweisen (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO).

c) aa) Betreffend die von D.________ geltend gemachte Schadenersatz-
forderung in der Höhe von Fr. 8’318.00 legte diese eine unterzeichnete, detail-
lierte Auflistung der abhanden gekommenen Gegenstände und ihrem jeweili-

Kantonsgericht Schwyz 46

gen Wert in Schweizer Franken vor (U-act. 3.2.002; U-act. 8.1.003, S. 6 ff.; U-
act. 8.1.007, S. 6 ff.; vgl. vorstehend A. [Dossier 1] und E. 3c). Angesichts 
dessen, dass die Verteidigung die einzelnen Positionen dieser Liste und ins-
besondere die für die einzelnen Gegenstände angegebenen Werte im erstin-
stanzlichen Verfahren nicht bestritt (vgl. Vi-act. 7, S. 9; Vi-act. 9) und auch im 
Berufungsverfahren nicht substanziert, bezugnehmend auf einzelne Positio-
nen bestreitet (vgl. KG-act. 28/1), war D.________ nicht gehalten, diesbezüg-
lich weitere Beweismittel vorzulegen. Somit ist die Schadenersatzforderung 
von D.________ gestützt auf die Ausführungen in E. 3c sowie die erwähnte 
Auflistung im geltend gemachten Umfang von Fr. 8’318.00 vollumfänglich gut-
zuheissen. Dasselbe gilt für E.________s Schadenersatzforderung in der 
Höhe von Fr. 172.00, die sich ebenfalls der Auflistung des Deliktsguts (U-
act. 3.3.002) auf S. 3 entnehmen lässt, welche die Verteidigung im Einzelnen 
sowie in Bezug auf die angegebenen Werte der Gegenstände ebenso wenig 
bestritt (vgl. Vi-act. 7, S. 9 und Vi-act. 9). F.________ reichte zur Begründung 
seiner Schadenersatzforderung von Fr. 3’345.60 zwei Rechnungen für die 
Reparatur des beschädigten Fensters sowie den Ersatz des beschädigten 
Plissees über total Fr. 3’345.60 ein (U-act. 3.1.002; vgl. auch U-act. 8.1.004, 
S. 1–3). Die Verteidigung setzte sich mit den beiden Rechnungen nicht aus-
einander und bestritt die Rechnungsbeträge nicht im Einzelnen (vgl. Vi-act. 7, 
S. 9; Vi-act. 9 und KG-act. 28/1), womit auch die Schadenersatzforderung von 
F.________ gestützt auf die erwähnten Rechnungen im beantragten Umfang 
vollumfänglich gutzuheissen ist.

bb) Sowohl D.________ als auch F.________ begründen ihre Genugtu-
ungsforderungen von jeweils Fr. 1’000.00 mit den Stichworten „Umtrie-
be/Arbeitsausfall“ (U-act. 3.2.002; U-act. 3.1.002). E.________ führt zur Be-
gründung ihrer Genugtuungsforderung in der Höhe von Fr. 300.00 „Mehrauf-

Kantonsgericht Schwyz 47

wand“ sowie eine „Privatsphärenverletzung“ an (U-act. 3.3.002). Mit diesen 
Ausführungen machen weder D.________ noch F.________ oder 
E.________ geltend, dass und inwiefern sie eine immaterielle Unbill, d. h. phy-
sische oder psychische Leiden, erlitten hätten. Entgegen der Vorinstanz lässt 
sich auch den Akten nichts Derartiges entnehmen (vgl. insbesondere U-
act. 8.1.003, woraus sich keine Hinweise auf psychische Leiden der erwähn-
ten Privatkläger ergeben). Demzufolge sind die erwähnten Genugtuungsforde-
rungen mangels hinreichender Begründung auf den Zivilweg zu verweisen.

cc) G.________ begründete seine Schadenersatzersatzforderung von 
Fr. 200.00 mit den Stichworten „Selbstbehalt der Versicherung“, ohne weiter-
führende Angaben zu machen oder hierfür Belege, wie etwa Versicherungs-
unterlagen, einzureichen (U-act. 3.6.002). Insofern bleibt unklar, für welches 
Schadenereignis und welche Versicherungsleistungen G.________ einen 
Selbstbehalt geltend machen will. Auch den Akten lässt sich nichts Diesbe-
zügliches entnehmen. Im Schreiben der I.________ AG vom 30. März 2022 
wird als Versicherte, die aus dem Ereignis vom 5. November 2021 entstande-
ne Schäden vergütet erhalten habe, einzig H.________ angeführt (U-
act. 3.4.002). Hinweise für ein Stellvertretungsverhältnis zwischen 
H.________ und G.________ oder eine Schuldübernahme betreffend den 
behaupteten Selbstbehalt ergeben sich aus den Akten keine. Somit ist die 
Schadenersatzersatzforderung von G.________ mangels hinreichender Be-
gründung auf den Zivilweg zu verweisen.

dd) Die I.________ AG beantragte am 30. März 2022, der Beschuldigte sei 
zu verurteilen, ihr den Betrag von Fr. 3’332.30 nebst Zins zu 5 % seit dem 
2. Dezember 2021 zu bezahlen. Zur Begründung führte sie aus, das Versiche-
rungsunternehmen trete gemäss Art. 95c Abs. 2 VVG i. V. m. Art. 121 Abs. 2 

Kantonsgericht Schwyz 48

StPO für die von ihm gedeckten gleichartigen Schadensposten im Umfang 
und im Zeitpunkt seiner Leistung in die Rechte des Versicherten ein. Im Zu-
sammenhang mit der strafbaren Handlung vom 5. November 2021 habe sie 
der bei ihr Versicherten H.________ die entstandenen Schäden im Umfang 
von Fr. 3’332.30 (Hausrat allgemein: Fr. 3’532.30 - Fr. 200.00 Selbstbehalt) 
vergütet. Sie sei damit zum Regress und folglich zur Privatklage legitimiert 
(vgl. U-act. 3.4.002). Die Vorinstanz stellte auf diese Ausführungen der 
I.________ AG ab (angefochtenes Urteil, E. 11), womit sich die Verteidigung 
nicht auseinandersetzt (vgl. KG-act. 28/1, S. 6 f.). Dem erstellten Anklage-
sachverhalt entsprechend entwendete der Beschuldigte H.________ und 
G.________ am 5. November 2021 indes Gegenstände und Bargeld im Ge-
samtwert von lediglich Fr. 3’195.00, was sich aus dem Verzeichnis des De-
liktsguts im Polizeirapport (U-act. 8.2.001, S. 4 f.) sowie der Aktennotiz vom 
3. Januar 2023 (U-act. 8.2.008) ergibt. Somit hätte die I.________ AG im erst-
instanzlichen Verfahren hinreichend begründen müssen, gestützt auf welche 
Grundlage sie einen über das angeführte Deliktsgut von Fr. 3’195.00 hinaus-
gehenden Betrag fordert. Weil sich weder dem Schreiben der I.________ AG 
vom 30. März 2022 noch den restlichen Akten Hinweise zu den Gründen hier-
für entnehmen lässt, ist der Verteidigung zuzustimmen, dass es diesbezüglich 
an Belegen fehlt (vgl. KG-act. 28/1, S. 7). Demzufolge ist die Zivilforderung der 
I.________ AG im Betrag von Fr. 3’195.00, nebst Zins zu 5 % seit dem 1. De-
zember 2021 (wie von der Vorinstanz zugesprochen und von der Verteidigung 
nicht beanstandet), gutzuheissen und im darüber hinausgehenden Umfang 
mangels Substanzierung des Schadens auf den Zivilweg zu verweisen.

9. Zusammengefasst ist die Berufung des Beschuldigten insofern teilweise 
gutzuheissen, als die Genugtuungsforderungen der Privatkläger D.________ 
E.________, und F.________ ebenso wie die Schadenersatzforderung des 

Kantonsgericht Schwyz 49

Privatklägers G.________ nicht gutzuheissen, sondern auf den Zivilweg zu 
verweisen sind, und die Zivilforderung der Privatklägerin, der I.________ AG, 
auf Fr. 3’195.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Dezember 2021 zu reduzieren 
ist. Auf den unbegründeten Antrag der Verteidigung auf Vernichtung der si-
chergestellten DNA-Spur und Löschung des DNA-Profils sowie der Mobiltele-
fondaten (KG-act. 28/1, S. 2) ist nicht einzutreten, weil für die Vernichtung der 
Probe ebenso wie für die allfällige Löschung von DNA-Profilen und solchen 
von Spuren nicht das Berufungsgericht, sondern die anordnende Behörde 
bzw. das Fedpol zuständig ist und im Übrigen gesetzliche Löschfristen gelten 
(Art. 9 DNA-Profil-Gesetz i. V. m. Art. 6 DNA-Profil-Verordnung; Art. 16 Abs. 2 
lit. b und Art. 18 lit. b DNA-Profil-Gesetz). Analoges gilt für die Löschung der 
Mobilfunkdaten (vgl. § 4b Polizeigesetz [SRSZ 520.110]). Nach allfälliger 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils stellt das Berufungsgericht praxisgemäss 
das sich in den Untersuchungsakten befindliche „Löschformular erkennungs-
dienstliche Erfassung“ zuständigkeitshalber dem Amt für Justizvollzug zu (U-
act. 1.1.011).

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens bleibt es bei der erstinstanzlichen 
Kosten- und Entschädigungsregelung.

b) Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Mass-
gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Wenn mehre-
re Parteien ein Rechtsmittel gegen denselben Entscheid einlegen oder An-
schlussberufung erheben, tragen sie die Verfahrenskosten anteilsmässig nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Domeisen, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 2. A. 2014, Art. 428 StPO N 11 f.). Ob eine Partei als obsiegend oder 
unterliegend gilt, hängt vom Ausmass ab, in dem ihre im Berufungsverfahren 

Kantonsgericht Schwyz 50

gestellten Anträge gutgeheissen werden. Wenn eine Partei in einem Punkt 
obsiegt, im anderen unterliegt, so ist für die Bemessung des auf sie entfallen-
den Kostenanteils von entscheidender Bedeutung, welchen Arbeitsaufwand 
die Beurteilung der einzelnen Punkte notwendig machte (Urteil des Bundesge-
richts 6B_176/2019 vom 13. September 2019, E. 2.2, m. w. H.). Der Beschul-
digte obsiegt im Berufungsverfahren einzig mit seinem Eventualantrag auf 
Verweisung der Zivilforderungen der Privatkläger D.________, E.________, 
F.________ und G.________ auf den Zivilweg sowie im Hinblick auf die Re-
duktion des Regressanspruchs der der I.________ AG von Fr. 3’332.30, wie 
von der Vorinstanz zugesprochen, auf Fr. 3’195.00. Im Übrigen unterliegt er 
vollumfänglich. Demzufolge rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsver-
fahrens von Fr. 5’000.00 (vgl. Art. 424 Abs. 1 StPO i. V. m § 27 GebO) zu 9/10 
dem Beschuldigten aufzuerlegen und zu 1/10 auf die Staatskasse zu nehmen.

c) Die Rechtsvertreterin des Beschuldigten, Rechtsanwältin B.________, 
wurde mit Verfügung vom 14. Juni 2022 als dessen amtliche Verteidigerin 
eingesetzt (U-act. 2.1.006). Für ihren Aufwand im Berufungsverfahren re-
sp. denjenigen des sie substituierenden Rechtsanwalts K.________ ist eine 
Vergütung nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA) festzusetzen 
(Art. 135 Abs. 1 StPO). In Strafsachen beträgt das Honorar vor dem Kantons-
gericht als Berufungsinstanz Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). 
Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der 
Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der 
Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). 
Eine Partei kann eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre 
Auslagen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der 
Vergütung zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflicht-
gemässem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Der Stundenansatz 

Kantonsgericht Schwyz 51

der von der öffentlichen Hand zu entschädigenden amtlichen Verteidigerin 
liegt gemäss § 5 Abs. 1 GebTRA bei Fr. 180.00 bis Fr. 220.00 (zuzüglich Aus-
lagen).

An der Berufungsverhandlung wurden zwei Honorarnoten für Dienstleistungen 
zwischen dem 27. Juni bis zum 31. Dezember 2024 (KG-act. 28/3) sowie zwi-
schen dem 3. Januar und dem 4. April 2025 (KG-act. 28/4) über total 
Fr. 7’269.75 (inkl. MWST und Auslagen) für einen Zeitaufwand von insgesamt 
36.79 Stunden à Fr. 180.00 eingereicht. Die amtliche Verteidigung macht für 
die Erarbeitung ihres knapp 8-seitigen Plädoyers, das sich inhaltlich weitge-
hend mit demjenigen vor Erstinstanz deckte (vgl. KG-act. 28/1 und Vi-act. 7), 
einen Aufwand von über 20 Stunden geltend, was übermässig erscheint. 
Darüber hinaus schätzte sie die Verhandlungsdauer inkl. Weg etc. mit 7 Stun-
den zu hoch ein. Aus diesen Gründen ist die geltend gemachte Entschädigung 
nicht mehr als angemessen zu beurteilen. Folglich ist die Vergütung nach 
pflichtgemässem Ermessen pauschal festzusetzen (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Im 
Sinne des Gesagten sowie in Berücksichtigung der Bemessungskriterien nach 
§ 2 Abs. 1 GebTRA erscheint eine Entschädigung für das Berufungsverfahren 
von pauschal Fr. 4’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) angemessen. Diese 
Entschädigung wird einstweilen auf die Staatskasse genommen, unter Vorbe-
halt der Rückzahlungspflicht des Beschuldigten (Art. 135 Abs. 4 StPO) im Um-
fang von Fr. 4’050.00 (90 % von Fr. 4’500.00).

d) Den Privatklägern Ziff. 2–8 ist mangels Antrags resp. Aufwands im 
Rechtsmittelverfahren keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 
StPO i. V. m. Art. 433 Abs. 2 StPO);-

Kantonsgericht Schwyz 52

erkannt:

In teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten, soweit auf sie ein-
zutreten ist, wird das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 9. Mai 2023 auf-
gehoben und stattdessen folgendes Urteil gefällt:

1. A.________ wird schuldig gesprochen:

a. des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;

b. des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 
i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB;

c. der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 
StGB;

d. des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

2. A.________ wird mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bestraft.

3. Die Freiheitsstrafe von 18 Monaten ist zu vollziehen.

4. Die Zivilforderungen werden wie folgt gutgeheissen:

a. zugunsten von D.________, Fr. 8’318.00 Schadenersatz;

b. zugunsten von E.________, Fr. 172.00 Schadenersatz;

c. zugunsten von F.________, Fr. 3’345.60 Schadenersatz;

d. zugunsten der I.________ AG, Schadenersatz Fr. 3’195.00 nebst 
5 % Zins seit 01.12.2021.

Im Übrigen werden die Zivilforderungen auf den Zivilweg verwiesen.

Kantonsgericht Schwyz 53

5. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten bestehend aus

a. den Untersuchungs- und Anklagekosten von Fr. 10’151.40;

b. den bisherigen Gerichtskosten von Fr. 1’500.00 (ohne Kosten für 
die Redaktion, Ausfertigung und Versand des begründeten Ent-
scheids) sowie weiteren Fr. 2’100.00 für die Begründung des Ent-
scheids;

werden A.________ auferlegt.

6. Amtliche Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren:

a. Die amtliche Verteidigerin, B.________, wird aufgrund der wirt-
schaftlichen Verhältnisse von A.________ einstweilen aus der Be-
zirksgerichtskasse mit Fr. 10’500.00 (inkl. Auslagen und MWST; 
Fr. 180.00 Stundenansatz) entschädigt.

b. Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens von total Fr. 5’000.00 (inkl. Kosten 
der Anklagevertretung von total Fr. 1’000.00) werden zu 9/10 
(Fr. 4’500.00) A.________ auferlegt und zu 1/10 (Fr. 500.00) auf die 
Staatskasse genommen.

8. Die amtliche Verteidigerin, B.________, wird für das Berufungsverfahren 
aus der Kantonsgerichtskasse mit pauschal Fr. 4’500.00 (inkl. MWST 
und Auslagen) entschädigt.

Kantonsgericht Schwyz 54

Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ nach 
Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von Fr. 4’050.00 (90 % von 
Fr. 4’500.00).

9. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

10. Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R), die Staatsanwalt-
schaft (1/A an die 2. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler 
Dienst), an die Privatkläger Ziff. 2–8 (je 1/R), an die Vorinstanz (1/A) 
sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten), 
das Amt für Justizvollzug (1/R, inkl. Löschformular erkennun