# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cee6a25-167f-5925-9109-83977657843e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.05.2025 ZR1 2025 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-47_2025-05-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 12. Mai 2025
mitgeteilt am 27. Mai 2025

Referenz ZR1 25 47

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Moses und Brun
Toneatti, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 24. April 2025

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ mit Verfügung vom 24. April 2025 für 
eine Dauer von maximal sechs Wochen in der Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik 
A._____) fürsorgerisch untergebracht.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 1. Mai 2025, eingegangen am 2. Mai 2025, 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden.

C. Am 2. Mai 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer 
die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über den Beschwerdeführer am 5. Mai 2025 beim 
Obergericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Mai 2025 beauftragte der Vorsitzende 
der Ersten zivilrechtlichen Kammer des Obergerichts Dr. med. C._____, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Kurzgutachtens 
über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie über die 
Notwendigkeit der fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging am 12. Mai 
2025 beim Obergericht ein.

G. Am 12. Mai 2025 fand die Hauptverhandlung am Obergericht des Kantons 
Graubünden statt, zu welcher mit Verfügung vom 8. Mai 2025 vorgeladen worden 
war. Der Beschwerdeführer nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und 
wurde befragt. Nach durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige 
Entscheiddispositiv dem Beschwerdeführer sowie der Klinik A._____ am Folgetag 
zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 24. April 2025 (vgl. act. 01.1; Art. 426 ff. ZGB). Das Obergericht 
ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde, 
versehen mit dem Poststempel vom 1. Mai 2025 (act. 01), wahrt die gesetzlich 
vorgeschriebene 10-tägige Frist gemäss Art. 439 Abs. 2 ZGB. Die Beschwerde 

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muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 Abs. 3 ZGB und 
Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete Dr. med. C._____ ein 
Kurzgutachten über den Beschwerdeführer. Dieses basiert auf einer persönlichen 
Untersuchung des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2025 (siehe act. 07). Damit ist 
dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 

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Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 12. Mai 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden unter anderem jeder Arzt bzw. jede 
Ärztin der Grundversorgung sowie jeder Arzt bzw. jede Ärztin mit einem 
Facharzttitel der Psychiatrie und Psychotherapie befugt (Art. 429 Abs. 1 ZGB i.V.m. 
Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB). Dr. med. B._____ war als Ärztin mit einem 
Facharzttitel demnach zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung befugt. 
Die ärztliche Untersuchung fand am 24. April 2025 statt. Zudem enthält die 
Verfügung vom 24. April 2025 (act. 01.1) die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB 
vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller Hinsicht ist die fürsorgerische 
Unterbringung des Beschwerdeführers folglich nicht zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 

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betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 
auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). 

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung 
in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine 
geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2016 vom 11. Juli 
2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.2.1. Zu klären ist also zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

4.2.2. Dr. med. B._____ hat den Beschwerdeführer gemäss Verfügung vom 24. 
April 2025 aufgrund einer psychischen Störung fürsorgerisch untergebracht (act 
01.1). 

Die Klinik A._____ schrieb in ihrem Bericht vom 5. Mai 2025, dass der 
Beschwerdeführer in der Klinik A._____ seit dem Jahr 2018 bekannt sei, es bestehe 

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die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie mit begleitendem 
Substanzmissbrauch (act. 04). Letztmalig sei der Beschwerdeführer vom 21. 
September 2024 bis 1. Januar 2025 hospitalisiert gewesen. Damals sei der 
Beschwerdeführer ebenfalls mit psychotischer Symptomatik stationär gewesen, 
habe sich zu Beginn verschlossen und abweisend bei fehlender Kankheitseinsicht 
präsentiert. Nach der Unterbringung durch Dr. med. B._____ sei der 
Beschwerdeführer auf die geschlossen geführte Station D._____ verlegt worden, 
wo sich die psychotische Symptomatik progredient präsentiert habe. Dr. med. 
C._____ führte in seinem Gutachten aus, beim Beschwerdeführer liege eine 
psychische Erkrankung vor, es handle sich dabei um eine chronische paranoide 
Schizophrenie (F20.0) mit komorbiden Störungen (act. 07 Antwort auf Frage 1). Die 
Diagnose des Gutachters ist für das Obergericht nachvollziehbar. Da es sich um 
eine psychische Erkrankung im medizinischen Sinne handelt, kann daraus 
geschlossen werden, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. Im Bericht der Klinik A._____ (act. 04) wird ausgeführt, dass der 
Beschwerdeführer in der gegenwärtigen Verfassung nicht in der Lage sei, die 
Konsequenzen und die Tragweite seiner Entscheidungen und Handlungen richtig 

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einzuschätzen. Eine Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung würde dazu 
führen, dass der Beschwerdeführer zeitnah erneut konsumieren würde, wobei die 
Gefahr bestünde, dass die psychotische Symptomatik weiter exazerbieren und die 
Nahrungsaufnahme erneut verweigert werden würde. Somit stelle der 
Beschwerdeführer aus Sicht der Behandler im Sinne der Selbstgefährdung eine 
Gefahr für sich und seine physische sowie psychische Gesundheit/Unversehrtheit 
dar.

Im Gutachten führte Dr. med. C._____ aus, dass sich der Beschwerdeführer 
aufgrund der paranoiden Schizophrenie in einem deutlich reduzierten psychischen 
Zustand befinde, welcher seine Kritik- und Urteilsfähigkeit einschränke. Der 
Beschwerdeführer bedürfe einer weiteren sowohl pharmakologischen als auch 
psychotherapeutischen Behandlung im stationären Rahmen zur Verbesserung und 
Stabilisierung seines psychischen Zustandes. Wenn diese notwendige stationäre 
Behandlung unterbleibe, müsse man damit rechnen, dass der Beschwerdeführer 
eine sehr konkrete Gefahr für sich selbst darstelle, da er nicht in der Lage sei, die 
Konsequenzen seiner Handlungen korrekt einzuschätzen. Angesichts der 
fehlenden Krankheitseinsicht, der anhaltenden Psychopathologie und der 
Unfähigkeit zur eigenständigen Lebensführung sei eine stationäre Behandlung mit 
fürsorgerischer Unterbringung aus psychiatrischer Sicht unvermeidbar. Der 
Beschwerdeführer bedürfe einer engmaschigen Strukturierung, medikamentösen 
Therapie und eines therapeutischen Rahmens, um eine weitere Verschlechterung 
sowie eine mögliche Chronifizierung mit Verlust der Restfähigkeiten zu verhindern 
(act. 07 E. 8). 

Die Beurteilungen der Klinik sowie des Gutachters sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb von einer notwendigen Behandlung der festgestellten 
psychischen Störungen, idealerweise im Rahmen einer stationären Behandlung, 
ausgegangen werden muss.

4.4.1. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Der Gutachter hielt fest, dass die Selbstgefährdung 
beim Beschwerdeführer insbesondere durch Verweigerung von Nahrung, 
Medikamenten und Substanzenkonsum eine relevante Eigengefährdung bestehe 
(act. 07 Antwort auf Frage 3). Wenn die notwendige stationäre Behandlung 
unterbleibe, müsse man damit rechnen, dass der Beschwerdeführer eine sehr 
konkrete Gefahr für sich selbst darstelle, weil er nicht in der Lage sei, die 
Konsequenzen seiner Handlungen korrekt einzuschätzen. Gemäss Bericht der 
Klinik A._____ stelle eine Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung für den 
Beschwerdeführer eine Gefahr dar, welche rasch zu einer Gefährdung der 

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Gesundheit führen würde (act. 04). Somit gehen sowohl der Gutachter als auch die 
Klinik A._____ von einer akuten Selbstgefährdung aus, würde die 
Beschwerdeführerin die Klinik verlassen.

4.4.2. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand der 
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 12. Mai 2025 konnte sich die Beschwerdeinstanz ein 
eigenes Bild des Beschwerdeführers machen.

Der Beschwerdeführer wirkte anlässlich der Befragung ruhig. Den Ausführungen 
des Vorsitzenden konnte er folgen und die Fragen beantworten. Der 
Beschwerdeführer erzählte, dass er in O.1._____ aufgewachsen sei und er eine 
Schwester habe. Er habe eine Ausbildung als Heizungsinstallateur begonnen. 
Später habe er eine Ausbildung als Lackierer gemacht und das praktische Diplom 
erhalten, wobei er nie erwerbstätig gewesen sei. Er würde gerne in einer eigenen 
Wohnung leben, doch nach Aussagen seines Psychiaters und seiner Beiständin sei 
er momentan noch nicht in der Lage, eine eigene Wohnung zu führen. Er wisse 
derzeit nicht, was geplant sei. Er würde jedoch, solange er keine Wohnung 
gefunden habe, in der Klinik A._____ bleiben wollen. Eine Struktur sei ein Vorteil für 
ihn. Er äusserte an der Befragung des Weiteren, dass er jetzt wieder drei Mahlzeiten 
esse.

Gedanklich habe er das Gefühl gehabt, dass Essen überflüssig sei und lediglich im 
Magen liege. Er vermute, diese Gedanken stammten vom Drogenkonsum. Mit der 
Medikamenteneinnahme esse er wieder normal und erkenne auch aus eigener 
Sicht eine Verbesserung durch die Medikamente.

Aufgrund der Befragung des Beschwerdeführers sind die Ausführungen zur 
konkreten Selbstgefährdung im Gutachten sowie im Bericht der Klinik A._____ 
nachvollziehbar. Insbesondere die vor der Unterbringung gezeigte Verweigerung 
von Nahrung und Medikamenten, welche eine Folge des Schwächezustandes 
darstellen, führen zusammen mit dem Substanzkonsum – der Beschwerdeführer 
erklärte zwar, damit aufgehört zu haben, was jedoch angesichts der 
Verfahrensakten, welche einen langjährigen Substanzkonsum erwähnen, und des 
von der Klinik erwähnten Substanzkonsums auf der offenen Station (vgl. act. 04), 
welcher zum Rückbehalt führte, wenig glaubwürdig ist – zu einer erheblichen 
Selbstgefährdung. Der Gutachter hat das Risiko, dass sich diese Gefahr realisiert, 
als hoch eingestuft (act. 07 Antwort auf Frage 3). Somit geht auch das Obergericht 
von einer konkreten Selbstgefährdung aus, welche ein erhebliches Ausmass 
erreicht.

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4.5. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Das 
Obergericht teilt die Auffassung des Gutachters, wonach nur das Setting in der 
Klinik A._____ geeignet ist, um eine mögliche Stabilisierung zu erreichen. Eine 
ambulante Behandlung erscheint aufgrund der derzeit mangelnden freiwilligen 
therapeutischer Zusammenarbeit nicht möglich. Der Beschwerdeführer verfügt 
gemäss dem Gutachter nicht über eine glaubwürdige Krankheitseinsicht und auch 
nicht über einen glaubwürdigen Behandlungswillen (act. 07 Antwort auf Frage 5). 
Zwar hat der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben, dass er freiwillig in der Klinik 
verbleiben möchte. Diese Aussage erscheint jedoch vorgeschoben und 
ausschliesslich mit der derzeit fehlenden Wohnmöglichkeit begründet. Sie ist 
jedenfalls nicht derart gefestigt, dass von einer genügenden Compliance 
auszugehen wäre, bei welcher von einer fürsorgerischen Unterbringung abgesehen 
werden könnte. Die ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung erscheint 
daher als verhältnismässig.

4.6. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik A._____ der Klinik 
A._____ stellt für die aktuelle Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers ein 
geeignetes Setting dar, was auch der Gutachter bejaht hat (act. 07 Antwort auf 
Frage 7).

5. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Die Beschwerde gegen 
die fürsorgerische Unterbringung ist daher abzuweisen.

6. Da der Beschwerdeführer vollumfänglich unterlegen ist, wären ihm die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch zu vermuten, dass er mangels Erwerbstätigkeit 
– der Beschwerdeführer bezieht eine IV-Rente und ist verbeiständet – nicht über 
die erforderlichen finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt. Unter 
Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers rechtfertigt 
es sich vorliegend, im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten zu verzichten. Daher verbleiben die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 3'500.00 (Gerichtsgebühr von 
CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 2'000.00) beim Kanton Graubünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'500.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 2'000.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]