# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9bd211b-2024-5fc2-841d-3e607dbdca5e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 14.08.2023 B 2023/30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-30_2023-08-14.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/30

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.09.2023

Entscheiddatum: 14.08.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 14.08.2023
Strassenrecht. Art. 1 Abs. 2 und 2 Abs. 2 sowie 7 ff. StrG (sGS 732.1). Streitig 
war die von den Beschwerdeführern beantragte Entwidmung einer 
klassierten Wegverbindung. Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass ein 
öffentliches Interesse an der klassierten Wegverbindung sich mit Blick auf 
die Nutzungsintensität nicht in Abrede stellen lasse. Die konkreten 
Gegebenheiten sprächen dafür, die streitige Wegverbindung - parallel zum 
(offiziellen) Wanderweg ohne Hartbelag - aufrechtzuerhalten. Das streitige 
Teilstück des Gemeindewegs 2. Klasse sei geeignet, den ihm zukommenden 
Zweck (Wegverbin-dung für Wanderer und Radfahrer im öffentlichen 
Interesse) zu erfüllen. Die von den Beschwerdeführern in den Raum 
gestellten Wegalternativen vermöchten das streitge-genständliche 
Wegstück funktional nicht zu ersetzen; auch die Erforderlichkeit sei damit 
gegeben. Wenn sich die Beschwerdeführer auf die fehlende 
Verkehrssicherheit für Wegbenützer und Anwohner berufen würden, sei 
festzuhalten, dass der von ihnen ge-rügte Missstand zu einem guten Teil 
ihrem eigenen Verhalten (Realisierung des Tieraus-laufs auf der klassierten 
Wegfläche im Bereich des Laufstalls) zuzuschreiben sei. Der Tierauslauf auf 
dem Gemeindeweg stelle im Ergebnis (mindestens) einen (nicht bewillig-ten) 
gesteigerten Gemeingebrauch dar. Die bestehende Wegsituation könne 
nicht aus einem auf die Bedeutung oder Zweckbestimmung des Wegs 
zurückzuführenden Grund (vgl. Art. 14 Abs. 1 StrG) als unzumutbar 
beanstandet werden. Die für Wegbenützer und Anwohner unbefriedigende 
Situation rechtfertige mithin keine Aufhebung der Wegklas-sierung. Es sei 
den Beschwerdeführern zumutbar, je eine Weide unter- und oberhalb des 
Wegs zu erstellen, um unliebsame oder gar gefährliche Begegnungsfälle von 
Mensch und Tier zu verhindern. Mit Blick auf die nach ihren Darlegungen 
erhöhte Nut-zerfrequenz dürfte zudem die Bedeutung des Wegs im 
Zeitverlauf eher zugenommen haben; auch von daher fehle es an einem 
Anlass für eine Aufhebung der Wegklassie-rung (vgl. Art. 14 Abs. 2 StrG). 
Insgesamt lasse sich somit nicht beanstanden, dass die Vorinstanz die 

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Klassierung des Wegteilstücks als Gemeindeweg zweiter Klasse bestätigt 
habe. (Verwaltungsgericht, B 2023/30).

Entscheid vom 14. August 2023  

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

A.__ und B.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Brassel, Mätzler & Partner Rechtsanwälte, 

Grossfeldstrasse 45, 7320 Sargans,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde Z.__,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Umklassierung/Aufhebung Bluembodenweg

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Das im Eigentum von A.__ und B.__ stehende Grundstück Nr. 0000_, Grundbuch Z.__, 

Y.__, liegt gemäss Zonenplan der Gemeinde Z.__ vom 29. Mai 2012 in der 

Landwirtschaftszone. Es ist mit einem Wohnhaus und einer Scheune überbaut. Über 

das Grundstück führt der als Gemeindeweg 2. Klasse (Strassennummer 500) eingeteilte 

F.__-weg. Mit Gesuch vom 9. November 2021 beantragten A.__ und B.__ beim 

Gemeinderat Z.__ die Aufhebung des Gemeindewegs Nr. 001_. Zur Begründung 

wiesen sie darauf hin, dass durchschnittlich 40 Wanderer pro Tag sowie Mountainbiker 

den Weg benützen würden. Dieser führe mitten durch einen Laufhof mit sechs 

Mutterkühen, Kälbern und einem Stier. Die Tiere würden gestresst und aggressiv auf 

die Wanderer und Mountainbiker reagieren. Eine Vielzahl von Wanderern und 

Mountainbikern würden wenig Verständnis zeigen und unter anderem Zäune und Tore 

offenlassen. Aus diesem Grund sei die Wegführung über ihr Grundstück Nr. 0000_ 

nicht mehr tragbar. Die Öffentlichkeit habe die Berechtigung zur Wegnutzung verwirkt. 

Die Gesuchsteller schlugen eine alternative Radroute (G.__-tobel – H.__ – I.__-weg – 

J.__-weg – K.__-strasse – L.__-strasse) vor, welche auch für die Wanderer attraktiver 

sei. Mit dieser Umlegung könne der Gemeindeweg Nr. 001_ entlang der Scheune auf 

Grundstück Nr. 0000_ aufgehoben werden, zumal auf dem Grundstück weder ein 

Fahrrecht bestehe noch ein Durchgangsrecht eingetragen sei (act. G 9/12/1).

A.a. 

Mit Beschluss vom 28. April 2022 wies der Gemeinderat Z.__ den Antrag auf 

Entwidmung des Gemeindewegs Nr. 001_ auf dem Grundstück Nr. 0000_ ab. Am 13. 

Dezember 2021 hätten sich die Vertreter des Gemeinderats mit den Gesuchstellern 

getroffen. Letzteren sei eine kleinräumige Verlegung des Gemeindewegs angeboten 

worden, welche zu einer Entschärfung der Problematik führen könne und an deren 

Kosten sich die Gemeinde allenfalls beteiligen würde. Eine Entwidmung sei hingegen 

kaum vertretbar, weil damit ein bisher durchgehender und stark genutzter Weg 

unterbrochen würde und die vorgeschlagene Alternativroute keine geeignete Variante 

sei. Die Antragsteller hätten den Vorschlag der Wegverlegung abgelehnt. Es sei zwar 

anzuerkennen, dass es aufgrund der intensiven Nutzung des Wegs, welcher an der 

Scheune vorbeiführe, zu Konflikten komme. Der Weg sei allerdings bereits im 

Gemeindestrassenplan von 1991 rechtsgültig klassiert worden. Das Interesse an der 

Aufrechterhaltung des Gemeingebrauchs sei ohne Zweifel gegeben (act. G 9/12/10). 

A.b. 

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B.  

 

Den gegen diesen Beschluss von A.__ und B.__ erhobenen Rekurs (act. G 9/1, 9/8) 

wies das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, nachdem das 

Tiefbauamt (TBA) am 6. September 2022 einen Amtsbericht erstattet hatte (act. G 9/15) 

und am 27. September 2022 mit den Verfahrensbeteiligten ein Augenschein an Ort 

durchgeführt worden war (act. G 9/19), mit Entscheid vom 31. Januar 2023 ab (act. G 

2).

Gegen diesen Entscheid erhoben A.__ und B.__ mit Eingabe vom 14. Februar 2023 

(act. G 1) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben (Ziffer 

1), der F.__-weg auf dem Abschnitt L.__-strasse-Verzweigung F.__-weg/I.__-weg sei 

aufzuheben (Ziffer 2) und die Angelegenheit sei an den Gemeinderat Z.__ als Vertreter 

der Politischen Gemeinde Z.__ (Beschwerdegegnerin) zur Durchführung des 

Strassenplanverfahrens zurückzuweisen (Ziffer 3); alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des Staates (Ziffer 4). In der 

Beschwerdeergänzung vom 20. März 2023 bestätigte und begründeten A.__ und B.__ 

die gestellten Rechtsbegehren (act. G 6).

B.a. 

In der Vernehmlassung vom 18. April 2023 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid; zudem äusserte sie sich zu den Vorbringen in der Beschwerde (act. G 8). 

Am 8. Mai 2023 gab die Beschwerdegegnerin den Verzicht auf eine Stellungnahme 

bekannt mit dem Antrag auf Beschwerdeabweisung, unter Kostenfolge zulasten der 

Beschwerdeführer (act. G 12).

B.b. 

Mit Eingabe vom 30. Mai 2023 bestätigten die Beschwerdeführer unter Einreichung 

einer Baubewilligung vom 21. April 2016 betreffend landwirtschaftliche Bauten und 

Anlagen (act. G 15) ihren Standpunkt (act. G 14). Die Beschwerdegegnerin (act. G 17) 

und die Vorin-stanz (stillschweigend) verzichteten auf eine weitere Stellungnahme.

B.c. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

B.d. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des 

Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer sind als 

Empfänger des angefochtenen Entscheids und als Eigentümer des Grundstücks Nr. 

0000_, Grundbuch Z.__, zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 45 VRP). Sodann 

entsprechen die Beschwerdeeingabe vom 14. Februar 2023 (act. G 1) und ihre 

Ergänzung vom 20. März 2023 (act. G 6) zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Auf die Beschwerde ist damit einzutreten. Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens im 

Fall einer Gemeindestrasse kann unter anderem deren Einteilung bzw. Umteilung sein 

(vgl. Art. 45 Abs. 1 lit. c StrG).

2.  

Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz den Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 

28. April 2022 (act. G 9/12/10), die Entwidmung des Gemeindewegs Nr. 001_ auf dem 

Grundstück Nr. 0000_ abzulehnen (Entlassung aus dem Strassenplan der Gemeinde) 

und die bestehende Klassierung als Gemeindeweg zweiter Klasse weiterzuführen, zu 

Recht bestätigte.

bis

Der Gemeindestrassenplan legt den Umfang des Strassen- und Wegnetzes der 

Gemeinde fest (Art. 7 Abs. 1 StrG). Wege werden als Strassen im Sinne des 

Strassengesetzes behandelt, soweit keine besonderen Bestimmungen gelten (Art. 1 

Abs. 2 StrG). Sie liegen abseits von öffentlichen Strassen und dienen nicht dem 

Motorfahrzeugverkehr (Art. 2 Abs. 2 StrG). Sie dienen dem Fussgänger- und je nach 

Zweckbestimmung dem Rad- und Reitverkehr (vgl. VerwGE B 2012/64 vom 

4. April 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Art. 9 Abs. 1 und 2 StrG unterscheiden zwischen 

Wegen erster, zweiter und dritter Klasse, wobei Wege dritter Klasse keinen Unterhalt 

erfordern (vgl. VerwGE B 2014/16 vom 30. Juni 2015 E. 2.1 mit Hinweisen). Die 

Einteilung der Wege richtet sich nicht in erster Linie nach der tatsächlichen oder 

geplanten Funktion, sondern nach dem Unterhalt (vgl. G. Germann, Kurzkommentar 

zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989, N 1 zu Art. 9). 

Sie hat unabhängig vom Wegzustand, von den Eigentumsverhältnissen und den 

Bezeichnungen gemäss Art. 57 StrG zu erfolgen. Bei der Einteilung ist der Weg als 

Ganzes zu betrachten. Das Strassengesetz gesteht den Gemeinden bei der Festlegung 

2.1. 

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des Gemeindestrassenplans Autonomie zu. Es enthält aber allgemeine Kriterien dazu 

und der Strassenplan bedarf der Genehmigung durch die zuständige kantonale Stelle 

(Art. 13 Abs. 2 und 3 StrG; zuständig ist konkret das Tiefbauamt, siehe Art. 1 Abs. 1 

StrV). Die Einstufung einer Gemeindestrasse bzw. eines Gemeindewegs beurteilt sich 

im Rahmen von Art. 8 und 9 StrG, welche einzelne Klassierungskriterien als 

unbestimmte Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts enthalten (vgl. VerwGE B 2009/30 

vom 3. Dezember 2009 E. 4.2).

Ob eine Strasse bzw. ein Weg der Öffentlichkeit zu widmen ist und damit dem 

Gemeingebrauch dienen soll, beurteilt sich im Rahmen von Art. 1 ff. und Art. 7 ff. StrG. 

Dabei wendet die Gemeinde das Kriterium des öffentlichen Interesses im Sinne von 

Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101, BV) an. Beim Begriff des "öffentlichen Interesses" handelt 

es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher der rechtsanwendenden 

Behörde einen Beurteilungsspielraum eröffnet. Im Bereich des Strassenrechts spielen 

die örtlichen Verhältnisse häufig eine entscheidende Rolle (vgl. GVP 1991 Nr. 14). Im 

Weiteren steht nach Art. 17 StrG der Gemeingebrauch im Rahmen der 

Zweckbestimmung offen. Gemeingebrauch ist die voraussetzungslose, jedermann 

unentgeltlich zur Verfügung stehende Gebrauchsmöglichkeit, die andere Personen am 

gleichen Gebrauch nicht wesentlich hindert. Gemeingebrauch untersteht dem Gebot 

der Gemeinverträglichkeit. Er muss sowohl in seiner Art wie nach seiner Intensität im 

Rahmen des Gewohnten und Üblichen bleiben. Für die Zweckbestimmung 

massgebend ist die Widmung der Strasse bzw. des Wegs (Germann a.a.O. N 1 und 3 

zu Art. 17 StrG). Die Sondernutzung einer Strasse bedarf der Konzession; 

konzessionspflichtig sind insbesondere Bauten und Anlagen auf, in oder über Strassen 

(Art. 24 StrG). Dasselbe muss für Wege gelten (Art. 1 Abs. 2 StrG).

Ob im vorliegenden Fall der Verzicht auf die Entlassung eines Teilstücks des 

Gemeindewegs zweiter Klasse aus dem Strassenplan verhältnismässig ist, ist im 

Beschwerdeverfahren unter Berücksichtigung und Respektierung der 

Gemeindeautonomie zu überprüfen. Allerdings prüft das Verwaltungsgericht mit voller 

Kognition, ob eine Eigentumsbeschränkung verhältnismässig ist (VerwGE B 2009/197 

vom 15. April 2010 E. 2.3 mit Hinweisen). Eine - vom Verwaltungsgericht zu 

korrigierende - Ermessensüberschreitung liegt sodann vor, wenn die Behörde in einem 

Bereich Ermessen ausübt, in welchem der Rechtssatz kein Ermessen einräumt (Häfelin/

Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N. 437). 

Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr 

2.2. 

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3.  

eingeräumten Entscheidungsspielraums bleibt, sich aber von unsachlichen, dem 

Zweck der Vorschrift fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine 

Rechtsgrundsätze - wie etwa das Willkürverbot im Sinne von Art. 9 BV oder das 

Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 BV - verletzt. Ebenso wird Ermessensmissbrauch 

angenommen, wenn die Behörde wesentliche Gesichtspunkte unberücksichtigt lässt.

Wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut, kann der politischen Gemeinde nach 

zehn Jahren seit rechtsgültiger Einteilung eine Änderung am Bestand von Strassen 

(und Wegen) bzw. an deren Einteilung beantragen (Art. 14 Abs. 1–3 StrG). Vorliegend 

ist allseits anerkannt, dass den Beschwerdeführern als Direktbetroffenen gestützt auf 

Art. 14 Abs. 3 StrG ein Rechtsanspruch auf Überprüfung des Gemeindestrassenplans 

auf ihrem Grundstück Nr. 0000_ zusteht (vgl. GVP 1993 Nr. 87). Mit der Weiterführung 

der bestehenden Klassierung geht für die Beschwerdeführer eine Unterhalts- und 

Kostentragungspflicht (vgl. Art. 9 Abs. 3 lit. b StrG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 und 73 Abs. 1 

StrG) einher; insgesamt wird ihre Eigentumsfreiheit (Art. 26 Abs. 1 BV) eingeschränkt. 

Ein solcher Eingriff ist nur zulässig, wenn er sich auf eine gesetzliche Grundlage stützt, 

im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (vgl. Art. 36 BV und VerwGE 

B 2019/210 vom 25. Juni 2020 E. 3.1 m.H.).

3.1. 

Augenschein/Rechtliches Gehör3.2. 

In verfahrensmässiger Hinsicht beantragen die Beschwerdeführer die Durchführung 

eines Augenscheins. Sie beanstanden, wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, dass 

der Augenschein vom 27. September 2022 nicht vollständig durchgeführt und dadurch 

das rechtliche Gehör (vgl. dazu H.R. Arta, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], 

Praxiskommentar Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Zürich/St. Gallen 2020, 

Überblick N 24 und Rizvi/Risi, in: Rizvi/Schindler/Cavelti, a.a.O., N 1 ff. zu 

Art. 15-17 VRP) verletzt worden sei. Es sei anlässlich des Rekursaugenscheins nicht 

der ganze F.__-weg angeschaut worden. Weder aus dem Augenscheinprotokoll noch 

aus der Fotodokumentation sei ersichtlich, dass der F.__-weg im Bereich zwischen 

dem Waldrand und der Grundstücksgrenze bzw. der Einmündung des I.__-wegs 

beschritten oder angeschaut worden wäre. Das Grundstück Nr. 0000_ ende nicht am 

Waldrand, sondern umfasse einen Teil des Waldes und somit auch den durch diesen 

Wald verlaufenden F.__-weg. Ebensowenig sei anlässlich des Augenscheins die 

Alternativroute über den in unmittelbarer Nähe verlaufenden I.__-weg in Augenschein 

3.2.1. 

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genommen worden, obschon dies mit Blick auf die teils widersprüchlichen Angaben 

über Vor- und Nachteile einer Wegführung über den als Wanderweg klassierten I.__-

weg dringend angezeigt gewesen wäre (act. G 6 S. 3 und S. 5 f.).

Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, dass sich die Verfahrensleiterin 

am Rekursaugenschein ein vollständiges Bild des Gemeindewegs Nr. 001_ habe 

machen können. Der Augenschein sei mit dem Protokoll und Fotografien dokumentiert. 

Mit der Einreichung ihrer Stellungnahme vom 3. Oktober 2022 hätten die 

Beschwerdeführer die ihnen eröffnete Möglichkeit zur Stellungnahme antizipiert und im 

Anschluss an die Zustellung des Protokolls auf eine weitere Stellungnahme verzichtet. 

Es treffe daher nicht zu, dass die Anliegen der Beschwerdeführer nicht gehört worden 

seien. Folglich sei die geltend gemachte Gehörsverletzung nicht nachvollziehbar. Weil 

sie – die Vorinstanz – von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des 

Sachverhalts zu sorgen habe (Art. 12 VRP), sei sie nicht an die Vorbringen der 

Beteiligten gebunden. Der rechtserhebliche Sachverhalt sei ermittelt worden, so dass 

über die Vorbringen der Beschwerdeführer befunden werden könne (act. G 2 S. 6).

Der Antrag des Beschwerdeführers vom 9. November 2021 umfasst die "Änderung" 

des F.__-wegs auf Grundstück Nr. 0000_ "auf private Hofeinfahrt", mithin die 

Entwidmung des entsprechenden Wegstücks, wobei er zur Begründung im 

Wesentlichen auf die Gefahrensituation für Wanderer und Velofahrer bzw. für ihn und 

seine Frau sowie auf das Bestehen einer Alternativroute verwies (act. G 9/12/1). Am 

Augenschein wurde der Wegabschnitt auf dem Grundstück Nr. 001_ sowie die 

Wegfortsetzung bis zum Waldrand besichtigt und mit Bildern dokumentiert (act. G 

9/19). Die im Rekursentscheid zu beantwortende Frage, ob – wie von den 

Beschwerdeführern geltend gemacht – ein öffentliches Interesse an der Nutzung des 

Teilstücks des F.__-wegs auf Grundstück Nr. 001_ fehlt bzw. ob eine solche Nutzung 

verhältnismässig ist, konnte aufgrund dieser Akten beurteilt werden. Die von den 

Beschwerdeführern geltend gemachte Wegvariante bzw. -alternative (Umweg über den 

I.__-weg) liess sich im Rekursverfahren anhand des Geoportals (www.geoportal.ch/

ktsg) insbesondere mit Bezug auf die Linienführung und die zu überwindenden 

Höhenunterschiede ohne Weiteres klären. Eine Begehung anlässlich des 

Rekursaugenscheins hätte hier aller Voraussicht nach keine zusätzlichen Erkenntnisse 

erbracht. Eine Gehörsverletzung in dem von den Beschwerdeführern gerügten Sinn ist 

von daher nicht ersichtlich. 

3.2.2. 

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Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die 

entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein 

Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden 

Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu 

werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist (vgl. 

B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 50 zu Art. 12-13 VRP). Die 

tatsächlichen (örtlichen) Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall hinreichend aus 

den Verfahrensakten und dem Geoportal; sie sind im Wesentlichen auch nicht 

umstritten. Für die Klärung der streitigen Gegebenheiten (öffentliches Interesse und 

Verhältnismässigkeit der Bestätigung der Widmung des auf Grundstück Nr. 0000_ 

liegenden Wegstücks als Gemeindeweg 2. Klasse) vermöchte ein Augenschein nicht zu 

weiteren für das Gericht relevanten Erkenntnissen zu führen, zumal insbesondere die 

geltend gemachten Wegvarianten aus dem Geoportal in allen Einzelheiten ersichtlich 

und damit auch einer Würdigung zugänglich sind. Der Antrag auf Durchführung eines 

Augenscheins ist daher abzulehnen.

3.2.3. 

Öffentliches Interesse an der Wegklassierung und Aufhebung der Klassierung3.3. 

Das vorliegend in Frage stehende Wegstück des F.__-wegs bildet Teil einer direkten 

Wegverbindung vom Weiler M.__(GL) nach N.__-boden, wo der F.__-weg in die L.__-

strasse (Gemeindestrasse 3. Klasse) einmündet; letztere führt in nordöstlicher Richtung 

über den Weiler O.__ nach E.__. Der F.__-weg führt als Wanderweg ohne Hartbelag 

durch die Parzelle Nr. 0000_ bis zum G.__-tobel in den I.__-weg, danach in südlicher 

Richtung über H.__ und in nordöstlicher Richtung nach P.__ und Q.__ sowie E.__ oder 

R.__ (vgl. Geoportal). Aktenkundig und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführer im 

Nebenerwerb eine Landwirtschaft mit sechs Mutterkühen (der Rasse Galloway; act. G 

6 S. 4), Kälbern und einem Stier führen und der F.__-weg, der das Grundstück Nr. 

0000_ als Gemeindeweg 2. Klasse in zwei Teile teilt, unmittelbar beim Laufhof der Tiere 

vorbeiführt (vgl. Bilder in act. G 9/19a). Grossvieh der Galloway-Rasse eignet sich für 

die ganzjährige Freilandhaltung und kann auch harte Winter im Freien überstehen (vgl. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Galloway_(Rind)). Von daher ist davon auszugehen, dass 

sich die Tiere während eines grösseren Teils des Jahres ausserhalb ihres Stalls beim 

F.__-weg auf Grundstück Nr. 0000_ aufhalten können. Unbestritten blieb diesbezüglich 

das Vorbringen der Beschwerdeführer, dass das Verhalten der Wegbenützer 

(Fussgänger, Biker) in diesem Bereich des Wegs zuweilen zu Konfliktsituationen 

zwischen Mensch und Tier führt (act. G 6 S. 4 Ziffer 3).

3.3.1. 

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Im Amtsbericht vom 6. September 2022 hielt das TBA unter anderem fest, dass für 

Fussgänger und Wanderer mit Ortskenntnissen über die L.__-strasse und den F.__-weg 

eine alternative, direkte Wegverbindung nach E.__ bestehe. Diese sei um rund 30 

Minuten schneller und etwa halb so lang wie der signalisierte Wanderweg über den 

I.__-weg. Wanderer, die mit dem öffentlichen Verkehr anreisten, würden daher 

bevorzugt die Wegführung über den F.__-weg bzw. die L.__-strasse wählen. Die 

Moutainbike-Route auf dem F.__-weg und der L.__-strasse werde aktuell nicht mehr 

kommuniziert und die Wegweiser seien demontiert worden. Unabhängig von der 

signalisierten Routenführung stünden öffentlich klassierte Wege allerdings auch dem 

Veloverkehr offen, sofern nicht eine andere Signalisation dies verbiete. Entsprechend 

sei davon auszugehen, dass auch zukünftig Radfahrer diese Wegverbindung nutzen 

würden. Da durch die Beschwerdegegnerin und die Beschwerdeführer eine erhöhte 

Anzahl Radfahrer auf dem betreffenden Wegabschnitt festgestellt worden sei, scheine 

das Bedürfnis, die Wegverbindung zu befahren, ausgewiesen. Eine Aufhebung der 

Wegverbindung über die L.__-strasse und den F.__-weg entlang der Scheune auf 

Grundstück Nr. 0000_ sei dementsprechend sowohl aus Sicht der Wanderer als auch 

aus Sicht der Mountainbiker nicht zielführend. Mit der beantragten Aufhebung des 

Wegstücks würde eine Netzlücke von rund 120 m (vom Waldrand bis zur 

Gemeindestrasse 3. Klasse) entstehen. Für Fussgänger und Velofahrer, welche den 

direkten Weg nach E.__ suchen würden, sei der (von den Beschwerdeführern 

vorgeschlagene) Umweg über H.__- und P.__ nach Q.__ keine echte Alternative. Die 

zeitliche Einbusse für den Umweg und die zu überwindenden Höhenmeter seien zu 

gross. Ein öffentlich klassierter Weg stelle die Verbindung (entlang des Grundstücks Nr. 

0000_) sicher. Mit der Aufhebung des Wegstücks wäre beispielsweise ein Spaziergang 

nach M.__ (GL) nur noch mit einem grossen Umweg möglich. Die erhöhte Anzahl von 

Fussgängern und Velofahrern spreche dagegen, dass der Weg überflüssig sei. Könne 

die Sicherheit im Bereich des Hofs der Beschwerdeführer nicht gewährleistet werden, 

wäre eine kleinräumige Umlegung dieser Verbindung zu prüfen. Der Vorschlag der 

Beschwerdegegnerin, diese Umlegung zu prüfen und gleichzeitig einen Kostenteiler zu 

suchen, werde als grosszügig erachtet. Die ersatzlose Streichung der Wegverbindung 

sei nicht verhältnismässig und nicht im Sinn der Öffentlichkeit, zumal die 

Wegverbindung nicht erst seit wenigen Jahren Bestand habe (act. G 9/15).

3.3.2. 

Die Vorinstanz legte gestützt auf den Amtsbericht des TBA vom 6. September 2022 

(vgl. zu dessen Inhalt E. 3.3.2 hiervor) unter anderem dar, die Begründung der 

3.3.3. 

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Beschwerdeführer für das fehlende öffentliche Interesse an der Wegverbindung lasse 

ausser Acht, dass ein Bedürfnis des Fuss- und Veloverkehrs über den Gemeindeweg 

Nr. 001_ (F.__-weg) offensichtlich vorhanden sei, da die Beschwerdeführer ansonsten 

das rege Aufkommen von Wanderern und Mountainbikern gar nicht feststellen würden. 

Gestützt auf den Amtsbericht des TBA sei dieses Bedürfnis auch als gerechtfertigt zu 

qualifizieren, da Fussgänger bzw. Wanderer mit der Alternativroute über den I.__-weg 

doch einen beträchtlichen Umweg von rund 30 Minuten in Kauf nehmen müssten. Auch 

Wanderer könnten das Bedürfnis nach einer kürzeren Route haben, um schneller ans 

Ziel zu kommen. Zudem hätten auch Radfahrer, die nicht eine anspruchsvolle oder 

steile Route im Wald bevorzugen würden, unter Umständen ein Bedürfnis nach einer 

leichteren und direkteren Wegverbindung. So sprächen die Bedürfnisse des Fuss- und 

Veloverkehrs dafür, dass die angefochtene Wegverbindung aufrechtzuerhalten sei und 

parallel zum Wanderweg ohne Hartbelag über den I.__-weg ihre Berechtigung habe. 

Die Alternativroute stelle zwar für Wanderer eine attraktivere und interessantere 

Wegverbindung dar; sie könne jedoch nicht die Bedürfnisse abdecken, welche die 

Verbindung über den Gemeindeweg Nr. 001_ (F.__-weg) erfülle. Mit der Alternativroute 

entstehe ein unverhältnismässiger Umweg. Mit der Aufhebung der Wegverbindung auf 

Grundstück Nr. 0000_ würde die L.__-strasse zur Sackgasse. Die gleiche Folge träte 

für den Gemeindeweg Nr. 001_ im Bereich zur Einmündung des I.__-wegs ein. Es 

entstünde eine Netzlücke von rund 120 m für den Fuss- und Veloverkehr, welche dem 

Grundsatz eines engmaschigen Fuss-, Wander- und Radwegplans widersprechen 

würde. Für Fussgänger und Wanderer sowie Radfahrer, die den direkten Weg nach 

E.__ suchen würden, sei der Umweg über H.__- via P.__ und Q.__ (mit Blick auf die 

zeitliche Einbusse und den zu überwindenden Höhenunterschied) keine echte 

Alternative. Der öffentlich klassierte Weg, wie er (gemäss den historischen Karten) seit 

mehreren Jahrzehnten bestehe, stelle die aufgrund der Bedürfnisse des Fuss- und 

Veloverkehrs erwünschte Wegverbindung sicher. Daher bestehe weiterhin ein Interesse 

an der Aufrechterhaltung des Gemeingebrauchs. Die Beschwerdegegnerin habe den 

Antrag auf Aufhebung des Gemeindewegs Nr. 001_ auf Grundstück Nr. 0000_ zu Recht 

abgewiesen (act. G 2 S. 9 f.).

Die Beschwerdeführer halten fest, in der Rekursbegründung (act. G 9/8) hätten sie 

aufgezeigt, inwiefern die Entwidmung des F.__-wegs abgesehen vom fehlenden 

öffentlichen Interesse angezeigt sei (Zweckbestimmung, Verkehrssicherheit, Schutz der 

schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger und Radfahrer, fehlende 

Notwendigkeit einer alternativen Wegverbindung zwischen dem Weiler M.__/GL und 

3.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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E.__). Damit befasse sich der vorinstanzliche Entscheid nur ungenügend; dieser lege 

stattdessen den Fokus auf das öffentliche Interesse am Erhalt des F.__-wegs. Die 

Vorinstanzen hätten es unterlassen, das Verkehrsaufkommen (Fussgänger und 

Velofahrer) zu erfassen. Der Sachverhalt (Nutzerfrequenz des F.__-wegs) sei nicht 

vollständig festgestellt worden. Im Weiteren sei das öffentliche Interesse an der 

Aufrechterhaltung der Klassierung den Interessen der betroffenen Privaten sowie den 

weiteren Kriterien (Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Anwohner) 

gegenüberzustellen. Eine entsprechende Interessenabwägung habe die Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid nicht vorgenommen. Sodann gebe es zahlreiche ebenbürtige 

Möglichkeiten, um zu Fuss oder mit dem Velo von M.__/GL nach O.__ und E.__ zu 

gelangen. Die Beschwerdeführer hätten mehrfach auf den I.__-weg hingewiesen, bei 

welchem es sich – im Gegensatz zum F.__-weg – um den offiziellen Wanderweg 

handle. Eine weitere Alternative sei der S.__-weg (Weg 2. Klasse), welcher beim T.__-

bach unweit der Verzweigung F.__-weg-I.__-weg in Richtung G.__-tobel und U.__-

winkel abzweige. Ebenfalls unberücksichtigt geblieben sei der V.__-weg (Weg 3. 

Klasse), welcher oberhalb der Ortsbezeichnung "W.__" vom J.__-weg als Fortsetzung 

des I.__-wegs in Richtung "X.__" abzweige und bis zur K.__-strasse führe. Von der 

Ortsbezeichnung "X.__" führe der Y.__-weg (Weg 3. Klasse) zur L.__-strasse beim 

Weiler "Z.__". Alle diese Routen seien sowohl für Wanderer als auch für Mountainbiker 

attraktive Alternativen. Die Vorinstanz habe diesbezüglich den Sachverhalt nicht 

vollständig festgestellt. Bestritten werde die Aussage des TBA, die Wegverbindung 

H.__ - P.__ - Q.__ - O.__- E.__ nehme 30 Minuten länger in Anspruch als die 

Wegverbindung über den F.__-weg und umfasse 150 zusätzliche Höhenmeter. Nur weil 

eine scheinbare Nachfrage von Mountainbikern für die Wegverbindung über den F.__-

weg bestehe, müsse das Angebot im Bereich der öffentlich klassierten Wege nicht 

zwingend aufrechterhalten werden. Stattdessen sei eine Abwägung vorzunehmen 

zwischen privaten und öffentlichen Interessen. Auf die zentrale Frage, ob die Sicherheit 

für den Fuss- und Veloverkehr am F.__-weg gewährleistet sei, gehe das TBA im 

Amtsbericht vom 6. September 2022 nicht ein. Der Amtsbericht sei unvollständig und 

widersprüchlich. Ziel des Amtsberichts sei wohl gewesen, das Bedürfnis am 

unveränderten Fortbestand des F.__-wegs als Weg 2. Klasse amtlich zu bestätigen. 

Der Amtsbericht könne daher nicht als Entscheidgrundlage herangezogen und zitiert 

werden. Die Vorinstanz verkenne, dass die Wegverbindung über H.__ und P.__ nach 

Q.__ sehr wohl eine echte Alternative sei; immerhin handle es sich um den offiziellen 

Wanderweg im fraglichen Gebiet. Die Vorinstanz habe es unterlassen, anlässlich des 

Augenscheins die Frage nach zumutbaren Alternativen vor Ort zu prüfen. Während das 

Argument des öffentlichen Interesses am Erhalt des F.__-wegs als Weg 2. Klasse im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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angefochtenen Entscheid mit nicht nachvollziehbaren, unzutreffenden und 

fadenscheinigen Argumenten abgehandelt werde, lasse die Vorinstanz das Argument 

der Sicherheit der Wegbenützer völlig ausser Acht. Der Konflikt zwischen Hoftieren und 

Nutzern des F.__-wegs habe sich über Jahre entwickelt und immer mehr zugenommen, 

bis die Beschwerdeführer mangels Alternativen die Entwidmung des F.__-wegs 

beantragt hätten. Im Zeitpunkt der Klassierung des F.__-wegs im Jahr 1991 seien 

deutlich weniger Wanderer als heute unterwegs gewesen. Mountainbikes und deren 

Nutzung auf unbefestigten Wegen seien erst im Laufe der 1990er Jahre aufgekommen. 

Die Benutzerfrequenzen hätten deutlich zugenommen, was zu einer Zunahme von 

gefährlichen Situationen auf dem Hof der Beschwerdeführer geführt habe. Die seit der 

Klassierung im Jahr 1991 massiv veränderten tatsächlichen Verhältnisse müssten in 

Anwendung von Art. 14 Abs. 1 StrG zu einer Änderung der Strassenklassierung führen. 

Der öffentliche Weg führe unmittelbar entlang des Wohnhauses und des Laufstalles der 

Beschwerdeführer. Die Tiere müssten sich jederzeit frei im Aussenbereich bewegen 

können. Ein Mountainbiker, der mit zu hoher Geschwindigkeit angebraust komme, 

könne aus Sicht einer Mutterkuh als Gefahr wahrgenommen und angegriffen werden. 

Es bestehe eine latente Verletzungsgefahr für Mountainbiker und Wanderer, welche 

den Umgang mit Mutterkühen nicht gewohnt seien. Weiteres Gefahrenpotential bilde 

die Bewirtschaftung des Hofes durch die Beschwerdeführer mit landwirtschaftlichen 

Maschinen und Fahrzeugen auf dem Vorplatz sowie auf dem F.__-weg. Im Bereich des 

F.__-wegs liege zudem die Jauchegrube, welche bei unsachgemässem Verhalten 

weitere Gefahren berge. Die Beschwerdeführer würden als Privatpersonen den Hof 

bewirtschaften und seien nicht bereit, für das Wohlbefinden und die Sicherheit von 

Wegbenützern ihre Arbeitsabläufe zu verkomplizieren und zum Schutz der Tiere einen 

unnötigen Zusatzaufwand zu betreiben. Eine Verlegung des Weges sei für sie keine 

Option, da damit weder das Problem gelöst noch die Situation verbessert werde. Im 

Gegenteil beanspruche die alternative Wegführung, soweit sie überhaupt umsetzbar 

sei, wertvolles Weideland der Beschwerdeführer (act. G 6 S. 6-13).

In beweisrechtlicher Hinsicht ist mit Bezug auf den Amtsbericht des TBA vom 6. 

September 2022 (act. G 9/15 Beilage) zu beachten, dass in der Praxis amtlichen 

Stellungnahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als sachkundige 

Beurteilungsinstanzen eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert zugemessen wird, 

sofern diese den Charakter eines Gutachtens (amtliche Expertise) aufweisen (vgl. B. 

Waldmann, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2016, N 22 zu Art. 19, m.H.). Weitere 

3.3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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verwaltungsexterne Abklärungen sind nur bei Zweifeln an der Richtigkeit der 

Feststellungen in der amtlichen Beurteilung vorzunehmen (VerwGE B 2017/184 vom 

13. Dezember 2018 E. 4.1).

Vorliegend erwuchs der Strassenplan mit der Klassierung des F.__-wegs im Jahr 1991 

formell in Rechtskraft. Nach Art. 14 StrG (in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 StrG) wird die 

Einteilung von Strassen/Wegen geändert, wenn Bedeutung oder Zweckbestimmung es 

erfordert (Abs. 1). Strassen/Wege werden aufgehoben, wenn sie ihre Bedeutung 

verloren haben (Abs. 2); davon kann gesprochen werden, wenn jedes Interesse an der 

Aufrechterhaltung des Gemeingebrauchs weggefallen ist. Insbesondere bei der 

Aufhebung von Fuss- und Wanderwegen ist Zurückhaltung geboten (Germann a.a.O., 

N 3 zu Art. 14 StrG; vgl. auch VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 6.1–6.3). 

Unbestritten bzw. durch die Darlegungen der Beschwerdeführer explizit bestätigt ist die 

relativ rege Nutzung des Wegstücks durch Wanderer und Velofahrer. Im Schreiben 

vom 9. November 2021 an die Beschwerdegegnerin hatte der Beschwerdeführer 

angegebenen, dass im Durchschnitt 40 Wanderer und Radfahrer pro Tag bei ihnen 

vorbeikämen (act. G 9/12/1). Ein öffentliches Interesse an der klassierten 

Wegverbindung lässt sich mit Blick auf diese Nutzungsintensität nicht in Abrede 

stellen. Bei diesem Sachverhalt erübrigte sich entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer (act. G 6 S. 7) auch eine exakte Erfassung des Verkehrsaufkommens 

(Wanderer, Velofahrer), zumal die Erfassung der genauen Anzahl von Wanderern und 

Velofahrern sowie der Unterschiede (Hoch/Tief) zwischen einzelnen Tagen nicht 

geeignet wäre, einen "besseren" Nachweis des öffentlichen Interesses zu liefern.

Der von den Beschwerdeführern als Alternativroute vorgeschlagene S.__-weg (act. G 6 

S. 8) zweigt vom F.__-weg Richtung Norden ab und führt entlang der Kantonsgrenze 

SG/GL in eine gänzlich andere Richtung als der vom I.__-weg nach Westen 

abzweigende F.__-weg. Von daher eignet sich der S.__-weg als Ersatz bzw. Alternative 

zum F.__-weg nicht. Wie im Weiteren im angefochtenen Entscheid zutreffend 

ausgeführt wird, fällt der im Rekursverfahren vorgeschlagene Umweg über den I.__-

weg als vollwertige Alternative zum F.__-weg insofern ausser Betracht, als er für 

Wanderer einen Umweg zur Folge hat und Radfahrer nicht in jedem Fall eine 

anspruchsvolle steile Route im Wald (I.__-weg) nehmen möchten, sondern unter 

Umständen die leichtere und direktere Wegverbindung über den F.__-weg bevorzugen. 

Diese Gegebenheiten sprechen ebenfalls dafür, die streitige Wegverbindung - parallel 

zum (offiziellen) Wanderweg ohne Hartbelag über den I.__-weg - aufrechtzuerhalten. 

Hieran vermag die im Beschwerdeverfahren zusätzlich vorgeschlagene Abkürzung/

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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Variante über den vom I.__-weg abzweigenden V.__-weg (act. G 6 S. 8) nichts 

Grundsätzliches zu ändern. Ebenfalls kommt der Antwort auf die Frage, ob der Umweg 

über den I.__-weg 30 Minuten (TBA) oder nur 15 Minuten (Beschwerdeführer; act. G 6 

S. 9) länger beansprucht als die Wegverbindung über den F.__-weg, keine 

entscheidwesentliche Bedeutung zu, zumal sich hieraus eine Legitimation zur 

Aufhebung der streitigen Wegklassierung in beiden Fällen nicht ableiten lässt. Im 

Weiteren bildet die Feststellung im Bericht des TBA vom 6. September 2022, wonach 

ein Hartbelag für Wanderer als ungeeignet gelte und der Umweg über H.__, P.__ und 

Q.__ als signalisierter Wanderweg verhältnismässig sei (act. G 9/15 S. 2; vgl. 

Anmerkungen der Beschwerdeführer in act. G 6 S. 8 f. und S. 10 Mitte), kein Argument 

für das Fehlen eines Interesses von Radfahrern und Wanderern an der streitigen 

Wegverbindung, zumal die beiden Routen unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Ein 

Anlass für eine inhaltliche Beanstandung des Amtsberichts des TBA ist von daher nicht 

ersichtlich. Schliesslich stellt die von den Beschwerdeführern geltend gemachte 

Konfliktsituation Tierhaltung/Wegnutzung keinen Grund dar, das öffentliche Interesse 

an der Nutzung des F.__-wegs in Abrede zu stellen, sondern ist nachstehend im 

Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu würdigen.

Verhältnismässigkeit der Beibehaltung der Wegklassierung3.4. 

Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit fordert, dass Verwaltungsmassnahmen zur 

Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig 

sind. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den 

Belastungen stehen, die den Privaten auferlegt werden (BGE 140 II 194 E. 5.8.2; BGer, 

Urteil 2C_765/2020 vom 14. Januar 2021, E. 6.2.1).  Die Vorinstanz hielt im 

angefochtenen Entscheid fest, die Beschwerdeführer hätten die Entwidmung der 

Wegverbindung auf ihrem Grundstück mit der fehlenden Sicherheit für die (wandernden 

und velofahrenden) Wegbenützer begründet. Dieser Einwand erweise sich als 

unbeachtlich, da Strassen und Wege im Rahmen ihrer Zweckbestimmung dem 

Gemeingebrauch offenstünden (Art. 17 StrG). Anlässlich des Augenscheins habe sich 

gezeigt, dass die Beschwerdeführer einen Kuhauslauf auf dem Gemeindeweg Nr. 001_ 

errichtet hätten. Eine Bewilligung oder Sondernutzungskonzession liege nicht vor. 

Daraus ergebe sich, dass die Beschwerdeführer den Zustand, aufgrund dessen 

Wanderer und Velofahrer das Kuhauslaufstallgehege durchqueren müssten, 

unrechtmässig selbst geschaffen hätten. Grundsätzlich sei es möglich, je eine Weide 

unter und oberhalb des Gemeindewegs Nr. 001_ zu erstellen und so die 

Begegnungsfälle von Mensch und Tier zu unterbinden. Entsprechend würden 

3.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Wanderer und Velofahrer auf dem Weg Nr. 001_ auf Grundstück Nr. 0000_ keine 

übermässige Einschränkung darstellen, welche gegen eine Beibehaltung der 

Klassierung sprechen würde. Vielmehr nähmen die Vorbeigehenden ihr Recht auf 

Benutzung des Wegs wahr, welches ihnen die Beschwerdeführer erschweren würden. 

Sie müssten die als Weg 2. Klasse gewidmete Wegfläche den zugelassenen 

Benützerinnen und Benützern freigeben und dürften diese in der Benutzung nicht 

behindern (act. G 2 S. 10 f.). 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 6 S. 8 und S. 13) enthält der 

vorin-stanzliche Entscheid mit Blick auf die vorstehenden Darlegungen (E. 3.4.1) sowie 

mit der Einschätzung, dass eine Netzlücke von 120 m für den Fuss- und Radverkehr 

nicht zumutbar sei und nicht im öffentlichen Interesse liege (act. G 2 S. 9 f.), eine 

Interessenabwägung, auch wenn sie nicht explizit als solche bezeichnet wird. Das 

streitige Teilstück des Gemeindewegs 2. Klasse ist geeignet, den ihm zukommenden 

Zweck (Wegverbindung für Wanderer und Radfahrer im öffentlichen Interesse; 

vorstehende E. 3.3) zu erfüllen. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 3.3.5 hiervor) vermöchten 

die von den Beschwerdeführern in den Raum gestellten Wegalternativen das 

streitgegenständliche Wegstück funktional nicht zu ersetzen; auch die Erforderlichkeit 

ist damit gegeben.

Zutreffend weisen die Beschwerdeführer darauf hin, dass das Öffnen und Schliessen 

eines Weidezauns Fussgängern und Velofahrern zumutbar ist und letztere den Weg 

nicht ohne Rücksicht mit beliebiger Geschwindigkeit befahren dürfen (act. G 14). Wenn 

sich die Beschwerdeführer jedoch auf die fehlende Verkehrssicherheit für Wegbenützer 

und Anwohner berufen (act. G 6 S. 10), ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der 

von ihnen gerügte Missstand zu einem guten Teil ihrem eigenen Verhalten (Realisierung 

des Tierauslaufs auf der klassierten Wegfläche im Bereich des Laufstalls) 

zuzuschreiben ist. Die Baubewilligung vom 21. April 2016 (act. G 15) beinhaltet die 

Sanierung des Mistbetts, den Neubau des Unterstands und die Umnutzung des Stalls. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 14 S. 2) lässt sich hieraus 

zugunsten einer Erstellung eines Tierauslaufs auf dem Gemeindeweg nichts ableiten. 

Eine Nutzung des Vorplatzes des Stalls als Ziegenauslauf wurde zwar auf einem 

Beiblatt zur Baubewilligung vermerkt (act. G 15). Dies ändert jedoch nichts daran, dass 

die Realisierung eines dauernden Tierauslaufs für Grossvieh auf dem klassierten Weg 

nicht Gegenstand der Baubewilligung bildete. Der Tierauslauf auf dem Gemeindeweg 

stellt im Ergebnis (mindestens) einen (nicht bewilligten) gesteigerten Gemeingebrauch 

3.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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4.  

dar. Von daher erscheint auch der Einwand der Beschwerdeführer unberechtigt, dass 

das TBA (im Bericht vom 6. September 2022, S. 4) das Bedürfnis der lokalen 

Bevölkerung an einem Spaziergang von O.__ nach M.__ höher gewichte als die Sorgen 

der Beschwerdeführer in Bezug auf die Sicherheit aller Beteiligten und ihre 

Eigentumsrechte am Hof (act. G 6 S. 10).

Die vom Beschwerdegegner vorgeschlagene kleinräumige Wegverlegung auf dem 

eigenen Grundstück (vgl. act. G 9/12/2), welche den Weg vom Tierauslauf räumlich 

abgetrennt hätte, lehnten die Beschwerdeführer ab (act. G 9/8/1). Die bestehende 

Wegsituation kann nicht aus einem auf die Bedeutung oder Zweckbestimmung des 

Wegs zurückzuführenden Grund (vgl. Art. 14 Abs. 1 StrG) als unzumutbar beanstandet 

werden. Die für Wegbenützer und Anwohner unbefriedigende Situation rechtfertigt 

mithin keine Aufhebung der Wegklassierung. Es ist den Beschwerdeführern zumutbar, 

je eine Weide unter und oberhalb des F.__-wegs zu erstellen, um unliebsame oder gar 

gefährliche Begegnungsfälle von Mensch und Tier zu verhindern. Mit Blick auf die nach 

ihren Darlegungen erhöhte Nutzerfrequenz (vgl. act. G 6 S. 12 oben) dürfte zudem die 

Bedeutung des F.__-wegs im Zeitverlauf tendenzweise eher zugenommen haben; auch 

von daher fehlt es an einem Anlass für eine Aufhebung der Wegklassierung (vgl. Art. 14 

Abs. 2 StrG). Insgesamt lässt sich somit nicht beanstanden, dass die Vorinstanz die 

Klassierung des Wegteilstücks als Gemeindeweg zweiter Klasse bestätigte. Ein Anlass, 

diesbezüglich in das Ermessen der Beschwerdegegnerin einzugreifen, besteht für das 

Verwaltungsgericht, dessen Kognition auf die Korrektur von Rechtsfehlern beschränkt 

ist (Art. 61 Abs. 1 VRP), nicht.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 2'500 (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von CHF 

4'000 ist anzurechnen und den Beschwerdeführern der verbleibende Betrag von CHF 

1'500 zurückzuerstatten.

4.1. 

Zufolge ihres Unterliegens sind den Beschwerdeführern keine ausseramtlichen Kosten 

zu entschädigen (Art. 98  VRP). Vorinstanz und Beschwerdegegnerin haben keinen 

4.2. 

bis

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführer tragen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'500. Der von ihnen geleistete Kostenvorschuss von CHF 4'000 wird 

angerechnet und der verbleibende Betrag von CHF 1'500 an sie zurückerstattet.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Linder in: Rizvi/Schindler/Cavelti, a.a.O., 

N. 19 f. zu Art. 98  VRP).bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 14.08.2023
	Strassenrecht. Art. 1 Abs. 2 und 2 Abs. 2 sowie 7 ff. StrG (sGS 732.1). Streitig war die von den Beschwerdeführern beantragte Entwidmung einer klassierten Wegverbindung. Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass ein öffentliches Interesse an der klassierten Wegverbindung sich mit Blick auf die Nutzungsintensität nicht in Abrede stellen lasse. Die konkreten Gegebenheiten sprächen dafür, die streitige Wegverbindung - parallel zum (offiziellen) Wanderweg ohne Hartbelag - aufrechtzuerhalten. Das streitige Teilstück des Gemeindewegs 2. Klasse sei geeignet, den ihm zukommenden Zweck (Wegverbin-dung für Wanderer und Radfahrer im öffentlichen Interesse) zu erfüllen. Die von den Beschwerdeführern in den Raum gestellten Wegalternativen vermöchten das streitge-genständliche Wegstück funktional nicht zu ersetzen; auch die Erforderlichkeit sei damit gegeben. Wenn sich die Beschwerdeführer auf die fehlende Verkehrssicherheit für Wegbenützer und Anwohner berufen würden, sei festzuhalten, dass der von ihnen ge-rügte Missstand zu einem guten Teil ihrem eigenen Verhalten (Realisierung des Tieraus-laufs auf der klassierten Wegfläche im Bereich des Laufstalls) zuzuschreiben sei. Der Tierauslauf auf dem Gemeindeweg stelle im Ergebnis (mindestens) einen (nicht bewillig-ten) gesteigerten Gemeingebrauch dar. Die bestehende Wegsituation könne nicht aus einem auf die Bedeutung oder Zweckbestimmung des Wegs zurückzuführenden Grund (vgl. Art. 14 Abs. 1 StrG) als unzumutbar beanstandet werden. Die für Wegbenützer und Anwohner unbefriedigende Situation rechtfertige mithin keine Aufhebung der Wegklas-sierung. Es sei den Beschwerdeführern zumutbar, je eine Weide unter- und oberhalb des Wegs zu erstellen, um unliebsame oder gar gefährliche Begegnungsfälle von Mensch und Tier zu verhindern. Mit Blick auf die nach ihren Darlegungen erhöhte Nut-zerfrequenz dürfte zudem die Bedeutung des Wegs im Zeitverlauf eher zugenommen haben; auch von daher fehle es an einem Anlass für eine Aufhebung der Wegklassie-rung (vgl. Art. 14 Abs. 2 StrG). Insgesamt lasse sich somit nicht beanstanden, dass die Vorinstanz die

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	Klassierung des Wegteilstücks als Gemeindeweg zweiter Klasse bestätigt habe. (Verwaltungsgericht, B 2023/30).

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		2025-07-19T00:51:44+0200
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