# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bc37f64-ecc3-5444-9fe5-25ab693411fb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.05.2025 ZR1 2024 227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-227_2025-05-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. Mai 2025
mitgeteilt am 14. Mai 2025

Referenz ZR1 24 227

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitz
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pascal Felchlin
Felchlin Harb Schenkel Rechtsanwälte AG, Hohlstrasse 216,
8004 Zürich

gegen

B._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marc G. Breitenmoser
Postfach 250, Quaderstrasse 8, 7001 Chur

in Sachen

C._____
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur

Gegenstand Erlass vorsorglicher Massnahmen (Obhut, persönlicher Verkehr, 
Unterhalt etc.)

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Imboden, Einzelrichterin, vom 17. 
September 2024, mitgeteilt am 20. November 2024
(Proz. Nr. 135-2024-225)

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Sachverhalt

A. A._____ (nachfolgend: Kindsmutter) und B._____ (nachfolgend: Kindsvater) 
sind die nicht miteinander verheirateten Eltern von C._____ (nachfolgend: 
C._____), geboren am _____ 2019. Seit 24. Mai 2023 ist vor dem Regionalgericht 
Imboden gestützt auf eine Klage der Kindsmutter ein Verfahren betreffend Regelung 
der Belange von C._____ (Obhut, persönlicher Verkehr und Unterhalt) hängig 
(Proz. Nr. 115-2023-9). Mit prozessleitender Verfügung vom 5. März 2024 wurde für 
C._____ eine Kindsvertretung angeordnet und Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia 
Däppen als Kindsvertreterin mit sämtlichen Kompetenzen gemäss Art. 300 lit. a–f 
ZPO eingesetzt. Am 1. Mai 2024 wurde vom Regionalgericht Imboden bei der 
J._____ eine Abklärungsexpertise betreffend die Situation von C._____ in Auftrag 
gegeben. Die J._____ erstattete am 24. Juni 2024 einen Zwischenbericht und am 
30. August 2024 den abschliessenden Bericht, wobei aus letzterem hervorgeht, 
dass die Abklärung aufgrund der fehlenden Kooperation der Kindseltern vorzeitig 
beendet werden musste. Am 5. Dezember 2024 wurden die Klinik A._____, 
Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Forensik, mit der Erstellung eines 
Gutachtens beauftragt. Das Gutachten soll sich unter anderem zur aktuellen 
Entwicklung von C._____ (Entwicklung, Umfeld, Betreuung), zur 
Erziehungsfähigkeit der Eltern, zur künftigen Betreuung von C._____ – alleinige 
Obhut eines Elternteils oder alternierende Obhut mit konkreter Betreuungsregelung, 
geeignete Unterbringung des Kindes (Pflegefamilie, Institution etc.), falls dieses 
nicht mehr bei den Eltern bzw. einem Elternteil wohnen soll –, zum Bedarf an 
therapeutischen Massnahmen und/oder Fördermassnahmen sowie zu 
erforderlichen Kindesschutzmassnahmen äussern.

B. Mit superprovisorischem Entscheid vom 19. Juli 2024 (Proz. Nr. 135-2024-
191) wurde für C._____ auf Antrag der Kindsvertretung eine Beistandschaft gemäss 
Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet. Die KESB Nordbünden ernannte in der Folge 
D._____ von der Berufsbeistandschaft Imboden als Beiständin. Mit Entscheid vom 
2. September 2024 betreffend vorsorgliche Massnahmen wurde diese Anordnung 
bestätigt und die Kompetenzen und Aufgaben der Beiständin präzisiert.

C.a. Mit Eingabe vom 12. August 2024 ersuchte der Kindsvater das 
Regionalgericht Imboden für die Dauer des Hauptverfahrens um Erlass 
vorsorglicher Massnahmen (Proz. Nr. 135-2024-225).

Am 14. August 2024 legte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht 
Imboden den zivilrechtlichen Wohnsitz von C._____ superprovisorisch vorsorglich 
am Wohnsitz des Kindsvaters in O.1._____ fest. Gleichzeitig ermächtigte und 

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verpflichtete sie den Kindsvater, C._____ superprovisorisch vorsorglich und ohne 
Zustimmung der Kindsmutter unverzüglich bei der Gemeinde sowie der 
Schulgemeinde ab- bzw. anzumelden.

Die Kindsmutter stellte in ihrer Stellungnahme vom 26. August 2024 den Antrag auf 
Abweisung des Gesuchs, während die Kindesvertreterin gleichentags beantragte, 
die superprovisorischen Anordnungen zu bestätigen und den persönlichen Verkehr 
zwischen C._____ und der Kindsmutter zu regeln.

C.b. Am 10. September 2024 fand die mündliche Hauptverhandlung statt, an 
welcher folgende Anträge gestellt wurden:

Rechtsbegehren Kindsvater:

1. Die elterliche Obhut über den gemeinsamen Sohn C._____, geboren 
am _____ 2019, sei dem Kindsvater zuzuteilen und es sei der Wohnsitz 
von C._____ beim Kindsvater beizubehalten.

2. Es sei der Kindsmutter ein praxisgemässes Besuchsrecht einzuräumen, 
wobei die Übergaben begleitet stattfinden sollen.

3. Es sei die Kindsmutter ab dem 1. September 2024 zu verpflichten, an 
die Kosten des Unterhalts von C._____ einen Unterhaltsbetrag von 
CHF 1905.00 zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen zu bezahlen.

4. Es sei dem Kindsvater die Möglichkeit einzuräumen, die exakte Höhe 
der Unterhaltsforderung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens 
genau zu beziffern.

5. Es seien die angeordneten Kindesschutzmassnahmen beizubehalten.

6. Es sei eine sozialpädagogische Familienbegleitung anzuordnen.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich 
Mehrwertsteuer, zu Lasten der Kindsmutter.

Rechtsbegehren Kindsmutter:

1. Das Gesuch des Kindsvaters sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.).

Rechtsbegehren Kindesvertreterin:

1. Es sei B._____ und A._____ das Aufenthaltsbestimmungsrecht über 
C._____, geb. _____ 2019, vorsorglich zu entziehen und C._____ sei 
vorsorglich angemessen unterzubringen.

2. Es sei die Beiständin von C._____ zu beauftragen, umgehend eine 
geeignete Institution oder Pflegefamilie für die Unterbringung von 
C._____ zu suchen.

3. C._____ sei vorsorglich und lediglich bis ein Platz gefunden ist, beim 
Vater zu belassen.

4. Es sei bis zur Unterbringung von C._____ der persönliche Verkehr 
zwischen C._____ und der Mutter vorsorglich detailliert zu regeln, wobei 

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auf die Arbeitszeiten der Mutter und den Kindergarten-Stundenplan von 
C._____ Rücksicht zu nehmen ist.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzgl. MWST).

C.c. Mit Entscheid vom 17. September 2024, schriftlich begründet mitgeteilt am 
20. November 2024, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht 
Imboden wie folgt:

1. Das Gesuch vom 12. August 2024 wird teilweise gutgeheissen und der 
superprovisorische Entscheid vom 14. August 2024 wird wie folgt 
bestätigt:

a) Der zivilrechtliche Wohnsitz des Kindes C._____, geboren am _____ 
2019, wird vorsorglich für die Dauer des Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-
2023-9 am Wohnsitz des Kindsvaters B._____, derzeit in O.1._____, 
festgelegt.

b) Es wird festgehalten, dass die Anmeldung bei der Gemeinde und der 
Schulgemeinde O.2._____ erfolgt ist.

2. Die elterliche Sorge über das Kind C._____ wird den Kindseltern 
A._____ und B._____ gemeinsam belassen.

3. Das Kind C._____ wird vorsorglich für die Dauer des Hauptverfahrens 
Proz. Nr. 115-2023-9 unter die alleinige Obhut des Kindsvaters B._____ 
gestellt.

4.a) Dem Kindsvater B._____ wird die Weisung im Sinne von Art. 307 Abs. 3 
ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, bis spätestens am Freitag, 
4. Oktober 2024, eine geeignete Betreuungsmöglichkeit zu 
organisieren und diese gegenüber dem Gericht nachzuweisen, so dass 
eine kindsgerechte Betreuung des Kindes C._____ in der 
kindergartenfreien Zeit, abends, an den Wochenenden und auch in den 
Schulferien gewährleistet ist. Für die Organisation der geeigneten 
Betreuungsmöglichkeit kann der Kindsvater die Hilfe und Unterstützung 
der Beistandsperson in Anspruch nehmen.

b) Der Nachweis über die geeignete Betreuung des Kindes C._____ ist 
dem Regionalgericht Imboden durch den Kindsvater bis spätestens am 
Freitag, 4. Oktober 2024, schriftlich einzureichen (z.B. 
Betreuungsvertrag mit Tagesmutter).

c) Sofern innert der unter Dispositiv-Ziffer 4.a) und b) vorstehend 
genannten Frist keine geeignete kindsgerechte Betreuung des Kindes 
C._____ organisiert wird oder werden kann, wird das Gericht eine 
vorsorgliche Fremdplatzierung des Kindes C._____ für die Dauer des 
Hauptverfahrens prüfen.

5. Dem Kindsvater B._____ wird die Weisung im Sinne von Art. 307 
Abs. 3 ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, mit dem Kind C._____ 
die Termine bei der _____ (Klinik A._____, Ambulatorium für Kinder- 
und Jugendpsychiatrie, _______, O.3._____) regelmässig und 
termingerecht wahrzunehmen. Gleiches gilt für allfällige Termine beim 
Schulpsychologischen Dienst Graubünden und allfälliger Termine beim 
Kinderarzt.

6.a) Der Kindsmutter A._____ wird vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-2023-9 das Recht eingeräumt, ihr Kind 

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C._____ jeden Monat an je drei Wochenenden von Freitagabend 17.00 
Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch 
zu nehmen und vier Wochen Ferien im Jahr sowie die Hälfte der 
Feiertage mit ihm zu verbringen.

b) Im Detail gilt in Bezug auf die Wochenenden bis Anfang März 2025 und 
die bereits von der Kindsmutter geplanten Herbstferien folgende 
Regelung bezüglich des Besuchs- und Ferienrechts:

KALENDERJAHR 2024

Kalender-
Woche

Elternteil Datum / Uhrzeit
(Start Besuchsrecht)

Datum / Uhrzeit
(Ende Besuchsrecht)

KW 38 Mutter Freitag, 20.09.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 22.09.2024,
18:00 Uhr

KW 39 Vater Freitag, 27.09.2024 Sonntag, 29.09.2024
KW 40 -
KW 42

Mutter Freitag, 04.10.2024,
16:00 Uhr

Samstag, 19.10.2024,
16:00 Uhr

2 WOCHEN FERIEN C._____ MIT KINDSMUTTER

KW 43 Vater Freitag, 25.10.2024 Sonntag, 27.10.2024
KW 44 Mutter Freitag, 01.11.2024,

17:00 Uhr
Sonntag, 03.11.2024,
18:00 Uhr

KW 45 Mutter Freitag, 08.11.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 10.11.2024,
18:00 Uhr

KW 46 Mutter Freitag, 15.11.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 17.11.2024,
18:00 Uhr

KW 47 Vater Freitag, 22.11.2024 Sonntag 24.11.2024
KW 48 Mutter Freitag, 29.11.2024,

17:00 Uhr
Sonntag, 01.12.2024,
18:00 Uhr

KW 49 Mutter Freitag, 06.12.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 08.12.2024,
18:00 Uhr

KW 50 Mutter Freitag, 13.12.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 15.12.2024,
18:00 Uhr

KW 51 Vater Freitag, 20.12.2024 Sonntag, 22.12.2024

KW 52 Mutter Freitag, 27.12.2024,
17:00 Uhr

Sonntag, 29.12.2024,
18:00 Uhr

KALENDERJAHR 2025

Kalender-
Woche

Elternteil Datum / Uhrzeit
(Start Besuchsrecht)

Datum / Uhrzeit
(Ende Besuchsrecht)

KW 1 Mutter Freitag, 03.01.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 05.01.2025 
18:00 Uhr

KW 2 Mutter Freitag, 10.01.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 12.01.2025 
18:00 Uhr

KW 3 Vater Freitag, 17.01.2025 Sonntag, 19.01.2025

KW 4 Mutter Freitag, 24.01.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 26.01.2025, 
18:00 Uhr

KW 5 Mutter Freitag, 31.01.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 02.02.2025, 
18:00 Uhr

KW 6 Mutter Freitag, 07.02.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 09.02.2025,
18:00 Uhr

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KW 7 Vater Freitag, 14.02.2025 Sonntag, 16.02.2025

KW 8 Mutter Freitag, 21.02.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 23.02.2025, 
18:00 Uhr

KW 9 Mutter Freitag, 28.02.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 02.03.2025, 
18:00 Uhr

KW 10 Mutter Freitag, 07.03.2025,
17:00 Uhr

Sonntag, 09.03.2025,
18:00 Uhr

Die Kindseltern sind verpflichtet, die Ausübung des 
Ferienbesuchsrechts (Kindesmutter) bzw. Ferienabwesenheit 
(Kindsvater) mindestens zwei Monate im Voraus mit dem anderen 
Elternteil abzusprechen. Dafür können die Kindseltern die Hilfe und 
Unterstützung der Beistandsperson in Anspruch nehmen.

Kommt es betreffend Aufteilung der Feiertage und der Ferienwochen zu 
keiner Einigung zwischen den Kindseltern, so kommt dem Kindsvater 
B._____ in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht 
bezüglich der Aufteilung der Ferien und Feiertage zu; in Jahren mit 
ungerader Jahreszahl der Kindsmutter A._____.

Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen 
können die Parteien das Besuchs- und Ferienrecht unter 
Berücksichtigung des Kindeswohls und in Absprache mit der 
Beistandsperson frei regeln.

c) Die besuchsberechtige Kindsmutter A._____ hat das Kind C._____ 
jeweils pünktlich beim Kindsvater B._____, derzeit in O.1._____, 
abzuholen und auch wieder pünktlich zum Kindsvater zurückzubringen.

d) Der Antrag des Kindsvaters auf begleitete Übergaben wird abgewiesen.

7. Den Kindseltern Kindsvater B._____ und A._____ wird die Weisung im 
Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, sich 
bei den Übergaben des Kindes kinds- und elterngerecht zu verhalten.

8. Es wird vorsorglich für die Dauer des Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-
2023-9 eine sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) zur 
Unterstützung und Beratung der Kindseltern angeordnet (Art. 307 
Abs. 1 ZGB). Die KESB Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, wird mit 
dem Vollzug beauftragt.

9. Den Kindseltern B._____ und A._____ wird die Weisung im Sinne von 
Art. 307 Abs. 3 ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, mit der 
sozialpädagogischen Familienbegleitung zusammenzuarbeiten.

Diese richterliche Verpflichtung wird erlassen unter Hinweis auf die 
Straffolgen gemäss Art. 292 StGB, wonach derjenige mit Busse bis 
CHF 10'000.00 (vgl. Art. 106 Abs. 1 StGB) bestraft wird, der der von 
einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter 
Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet. Diese Rechtsfolgen werden A._____ und 
B._____ hiermit im Falle der Nichtbeachtung ausdrücklich angedroht.

10. Die mit Entscheid vom 2. September 2024 des Regionalgerichts 
Imboden gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtete 
Beistandschaft bleibt aufrechterhalten.

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11. Die Kindsmutter A._____ wird vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-2023-9 verpflichtet, an den Unterhalt 
ihres Kindes C._____ folgende Beiträge zu bezahlen (zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen):

a) für den Monat September 2024: CHF 981.00 (Barunterhalt)

b) ab 1. Oktober 2024: CHF 1’353.00 (Barunterhalt)

Diese Unterhaltsbeiträge sind an den Kindsvater zahlbar, und zwar 
monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die 
Unterhaltspflicht gilt solange das Kind im Haushalt des Kindsvaters lebt.

12. (Kostenregelung)

13. (Rechtsmittelbelehrung)

D.a. Gegen diesen Entscheid erhob die Kindsmutter am 2. Dezember 2024 
Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden. Sie stellte folgende 
Rechtsbegehren:

1. Disp. Ziff. 3 (vorsorgliche Obhutszuteilung) und Disp. Ziff. 11 
(vorsorgliche Unterhaltspflicht) des Entscheids des Regionalgerichts 
Imboden vom 17. September 2024 (Proz. Nr. 135-2024-225) seien 
aufzuheben.

2. Das Gesuch des Berufungsbeklagten um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen vom 12. August 2024 sei betreffend Obhutszuteilung und 
Unterhaltspflicht (Rechtsbegehren Ziff. 1, erster Teilsatz, und Ziff. 5) sei 
abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten des 
Berufungsbeklagten.

D.b. Der Kindsvater beantragte in seiner Berufungsantwort vom 16. Dezember 
2024 die vollumfängliche Abweisung der Berufung, ebenso die Kindsvertreterin in 
ihrer Eingabe vom 23. Dezember 2024.

D.c. Die Kindsmutter reichte am 16. Januar 2025 eine Replik ein, auf welche der 
Kindsvater mit Eingabe vom 27. Januar 2025 und die Kindsvertreterin mit Eingabe 
vom 3. Februar 2025 duplizierten.

E. Bereits mit Entscheid vom 28. November 2024, mitgeteilt am 13. Dezember 
2024, hatte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Imboden folgende 
Anordnungen getroffen (Proz. Nr. 135-2024-312):

1.a) Die Gesuche vom 30. Oktober 2024 und vom 11. November 2024 um 
Erlass superprovisorischer vorsorglicher Massnahmen werden 
gutgeheissen und die superprovisorischen Entscheide vom 31. Oktober 
2024 und vom 13. November 2024 wie folgt bestätigt:

b) Das der Kindsmutter A._____ mit Entscheid vom 17. September 2024 
[Dispositiv-Ziffer 6.a) und b)] vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-2023-9 eingeräumte Besuchs- und 

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Ferienrecht für ihr Kind C._____, geboren am _____ 2019, bleibt bis auf 
Weiteres sistiert.

c) Der Kindsmutter A._____ wird stattdessen vorsorglich ab sofort bzw. ab 
Beginn der Arbeit der Familienbegleitung ein begleitetes Besuchsrecht 
im Umfang von jedem zweiten Samstag in der Regel von 09:00 Uhr bis 
14:00 Uhr eingeräumt, wobei die konkreten Besuchstermine, 
Besuchszeiten und Besuchsmodalitäten nach Absprache mit der 
Familienbegleitung durch die Beistandsperson verbindlich festgelegt 
werden. Zudem sind grundsätzlich auch begleitete Besuche an 
Mittwochnachmittagen von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr möglich. Diese kann 
die Beistandsperson nach Absprache mit der Familienbegleitung und 
den Kindseltern ebenfalls verbindlich festlegen. Während der 
Schulferien sind darüber hinaus begleitete Besuche auch an anderen 
Wochentagen möglich. Diese kann die Beistandsperson nach 
Absprache und Verfügbarkeit der Familienbegleitung verbindlich 
festlegen. Das Besuchsrecht ist jeweils durch eine Fachperson der 
sozialpädagogischen Familienbegleitung zu begleiten.

2. Der Kindsmutter A._____ wird vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-2023-9 die Weisung im Sinne von 
Art. 307 Abs. 3 ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, sich an diese 
Besuchsregelung zu halten und das Kind C._____ ausserhalb des 
begleiteten Besuchsrechts weder beim Kindsvater, noch im 
Kindergarten oder bei der Tagesmutter oder anderswo abzuholen oder 
aufzusuchen.

3. Der Kindsmutter A._____ wird vorsorglich für die Dauer des 
Hauptverfahrens Proz. Nr. 115-2023-9 die Weisung im Sinne von 
Art. 307 Abs. 3 ZGB (Kindesschutzmassnahme) erteilt, nicht mit der 
Tagesmutter von C._____ in Kontakt in Kontakt zu treten.

4. Diese richterlichen Verpflichtungen bzw. dieses richterliche Verbot 
gemäss Ziffern 2 und 3 vorstehend werden erlassen unter Hinweis auf 
die Straffolgen gemäss Art. 292 StGB, wonach derjenige mit Busse bis 
CHF 10’000.00 (vgl. Art. 106 Abs. 1 StGB) bestraft wird, der der von 
einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter 
Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet. Diese Rechtsfolgen werden A._____ 
hiermit im Falle der Nichtbeachtung ausdrücklich angedroht.

5. Auf weitere Weisungen wird vorerst verzichtet.

6. (Kostenregelung)

7. (Rechtsmittelbelehrung)

Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

F. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden die Totalrevision des 
Gerichtsorganisationsgesetzes vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) 
vollumfänglich in Kraft getreten. Auf dieses Datum hin sind das Kantons- und das 
Verwaltungsgericht zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt 
worden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf 
das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Infolgedessen hat die 

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ursprüngliche Verfahrensnummer ZK1 24 227 zu ZR1 24 227 geändert. Die 
Verfahrensparteien sind hierüber in Kenntnis gesetzt worden.

G.a. Am 18. Februar 2025 ging beim Obergericht der Zwischenbericht 
Kindesschutz der Berufsbeiständin D._____ vom 11. Februar 2025 ein. Die 
Beiständin hielt darin fest, dass die Betreuung von C._____ nach ihrer Einschätzung 
aktuell nicht mehr umfassend und für die kindlichen Bedürfnisse ausreichend 
sichergestellt sei, weshalb sie das Kind in seiner Entwicklung als gefährdet erachte. 
Sie beantragte die Prüfung einer vorzeitigen Fremdplatzierung von C._____ in einer 
geeigneten Institution – namentlich zur Abklärung des Kindes – oder in einer 
Pflegefamilie sowie ein Empfehlungsschreiben des Gerichts an die Gemeinde, um 
die ambulanten Kindesschutzmassnahmen seit November 2024 weiterhin 
sicherzustellen.

G.b. Gestützt auf die gerichtliche Aufforderung, sich zur Gefährdung des Wohls 
von C._____ sowie zu den Anträgen der Beiständin zu äussern, beantragte die 
Kindesvertreterin in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2025, was folgt:

1. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ sei den Eltern 
vorsorglich zu entziehen.

2. C._____ sei in einer geeigneten Klinik unterzubringen, und der Klinik sei 
der Auftrag zu erteilen, C._____ umfassend abzuklären und 
Empfehlungen für die Therapierung und Unterbringung von C._____ zu 
machen.

3. Den Eltern sei während der Abklärung ein Besuchsrecht gemäss 
Vorgaben der Klinik, in welcher C._____ abgeklärt wird, einzuräumen.

Die Kindsmutter stellte in ihrer Eingabe vom 3. März 2025 folgende Anträge:

1. Es sei primär die Platzierung von C._____ bei der Kindsmutter zu 
prüfen.

2. Eine allfällige umfassende Abklärung von C._____ sei ordentlich (nicht 
per sofort per FU) aufzugleisen.

Der Kindsvater beantragt in seiner Stellungnahme vom 13. März 2025 Folgendes:

1. Es sei der Antrag der Beiständin, eine vorzeitige Fremdplatzierung zu 
prüfen, abzuweisen.

2. Es seien die ambulanten Kinderschutzmassnahmen weiterzuführen 
bzw. mit einem richterlichen Empfehlungsschreiben an die Gemeinde 
sicherzustellen.

3. Es sei von der zuständigen Fachperson der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung, Frau G._____, ein aktueller Verlaufsbericht 
einzuholen.

4. Das in Kürze zu erwartende kinderpsychologische Gutachten sei 
abzuwarten, bevor weitere einschneidende Massnahmen verfügt 
werden.

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5. Es sei die Beistandsperson auszuwechseln.

6. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

H. Am 7. März 2025 stellte die Beiständin D._____ dem Obergericht den 
Abschlussbericht von E._____ und F._____, Ambulatorium für Kinder- und 
Jugendpsychiatrie der Klinik A._____, vom 4. März 2025 betreffend die (ambulante) 
Behandlung von C._____ zu.

I. In einem weiteren Schriftenwechsel stellte der Kindsvater in seiner 
Stellungnahme vom 27. März 2025 folgende Anträge:

1. Es sei der Antrag der Beiständin bzw. der Kindsvertreterin, eine 
stationäre Abklärung von C._____ zu prüfen, bzw. anzuordnen, 
abzuweisen.

2. Es sei der Antrag der Beiständin, eine vorzeitige Fremdplatzierung zu 
prüfen, abzuweisen.

3. Es sei der Antrag der Kindsvertreterin, das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht dem Kindsvater zu entziehen, 
abzuweisen.

4. Es sei der Antrag der Berufungsklägerin, die Platzierung von C._____ 
bei der Kindsmutter zu prüfen, abzuweisen.

5. Es seien die ambulanten Kinderschutzmassnahmen weiterzuführen 
bzw. mit einem richterlichen Empfehlungsschreiben an die Gemeinde 
sicherzustellen.

6. Es sei von der zuständigen Fachperson der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung, Frau G._____, ein aktueller Verlaufsbericht 
einzuholen.

7. Das in Kürze zu erwartende kinderpsychologische Gutachten sei 
abzuwarten, bevor weitere einschneidende Massnahmen verfügt 
werden.

8. Es sei die Beistandsperson auszuwechseln.

9. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die Kindsvertreterin und die Kindsmutter hielten in ihren Eingaben, beide datierend 
vom 28. März 2025, an den anfangs März 2025 gestellten Anträgen fest.

J. Am 31. März 2025 reichte die Beiständin D._____ bei der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Graubünden (KESB), Zweigstelle Nordbünden, eine 
Gefährdungsmeldung Kindesschutz ein, in der sie die sofortige verdeckte 
Platzierung von C._____ in einer SOS Pflegefamilie sowie den Entzug der 
elterlichen Obhut beantragte. Die KESB leitete die Gefährdungsmeldung in der 
Folge an das Obergericht weiter.

11 / 60

K. Die Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer des Obergerichts holte 
am 4. April 2025 bei der zuständigen sozialpädagogischen Familienbegleiterin 
telefonisch einen Bericht ein. Sodann ging beim Obergericht am 9. April 2025 ein 
Zwischenbericht der im Hauptverfahren betreffend die Regelung der Kinderbelange 
beauftragten Gutachterinnen des Ambulatoriums für Kinder- und Jugendpsychiatrie 
der Klinik A._____ ein.

L. Die Kindsvertreterin sowie die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zur 
Gefährdungsmeldung vom 31. März 2025 sowie zu den erwähnten Berichten der 
Sozialpädagogischen Familienbegleiterin und der Gutachterinnen zu äussern. Die 
Kindsvertreterin beantragte in ihrer Stellungnahme vom 9. April 2025 weiterhin den 
möglichst zeitnahen vorsorglichen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der 
Eltern und die Unterbringung des Kindes in einer für Abklärungen geeigneten 
Kinderklinik, wobei C._____ bis zum Eintritt in die Klinik in einer SOS-Pflegefamilie 
unterzubringen sei. Die Kindsmutter liess sich am 9. April 2025 und erneut am 
16. April 2025 vernehmen und der Kindsvater reichte am 14. April 2025 eine 
Stellungnahme ein. Beide hielten jeweils an ihren bisherigen Anträgen fest. 

M. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. Nr. 135-2024-225), die Akten des 
Hauptverfahrens (Proz. Nr. 115-2023-9) sowie die Akten der vorsorglichen 
Massnahmeverfahren Proz. Nr. 135-2024-191 und 135-2024-312 wurden 
beigezogen.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen 
Entscheid über vorsorgliche Massnahmen, der mit Berufung angefochten werden 
kann (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO). Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden die 
vorsorgliche Obhutszuteilung über C._____ sowie die vorsorgliche Unterhaltspflicht 
der Kindsmutter, so dass keine rein vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt (vgl. 
BGE 116 II 493 E. 2) und die Zulässigkeit der Berufung nicht vom Erreichen eines 
Streitwerts von CHF 10'000.00 abhängig ist (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO).

1.2. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids oder 
seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und 
begründet einzureichen; der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 ZPO 
i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der nachträglich begründete Entscheid der 
Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Imboden vom 17. September 

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2024 wurde den Beteiligten am 20. November 2024 mitgeteilt und ging den Parteien 
am 21. November 2024 zu (RG-act. V./8 [135-2024-225]). Die von der Kindsmutter 
dagegen am 2. Dezember 2024 erhobene Berufung erfolgte somit fristgerecht und 
entspricht überdies den Formerfordernissen. Auf die Berufung ist demzufolge unter 
dem Vorbehalt einer ausreichenden Begründung (vgl. E. 1.5) einzutreten.

1.3. Die Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden zur 
Beurteilung der Berufung als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 
EGzZPO (BR 320.100). Innerhalb des Obergerichts liegt die Zuständigkeit für 
zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der 
Ersten zivilrechtlichen Kammer (Art. 9 lit. a OGV [BR 173.010]). Nach Art. 7 Abs. 2 
lit. abis EGzZPO entscheidet das Obergericht in einzelrichterlicher Kompetenz über 
Berufungen gegen Entscheide im summarischen Verfahren. Ein Entscheid in 
Dreierbesetzung erfolgt nach Art. 7 Abs. 3 EGzZPO, wenn dies von einer Partei in 
der ersten Rechtsschrift beantragt wird, der Streitwert CHF 10'000.00 übersteigt und 
das Rechtsmittel nicht offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 
unbegründet ist. Da die erwähnten Bestimmungen erst per 1. Januar 2025 in Kraft 
getreten sind, wurde den Parteien mit Schreiben vom 4. Februar 2025 eine Frist 
angesetzt, um einen Antrag auf einen Entscheid in Dreierbesetzung zu stellen. 
Innert Frist wurde kein entsprechender Antrag gestellt (vgl. act. D.10), weshalb das 
vorliegende Urteil in Einzelbesetzung ergeht.

1.4. Mit der Berufung als vollkommenem Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 ZPO 
die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit 
geltend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des 
vorinstanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (REETZ, in: Sutter-
Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 310 N. 5 ff.).

1.5. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist eine Berufung zu begründen. Aus der 
Begründung muss hervorgehen, welche Punkte des erstinstanzlichen Entscheids 
angefochten werden, weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen 
Punkten unrichtig sein soll und wie stattdessen zu entscheiden ist. Der blosse 
Verweis auf bereits vor erster Instanz erhobene Rügen oder allgemeine Kritik am 
erstinstanzlichen Entscheid genügen nicht. Die kritisierten Ausführungen und die 
Beilagen, auf welche sich die Kritik stützt, müssen genau bezeichnet werden. Fehlt 
eine Begründung vollständig, wird lediglich auf die Vorakten verwiesen oder ist die 
Begründung in anderer Hinsicht ungenügend, ist auf die Berufung nicht einzutreten 
(BGE 138 III 374 E. 4.3, in: Pra 2013 Nr. 4; Urteil des Bundesgerichts 5A_141/2014 

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vom 28. April 2014 E. 2.4; REETZ, a.a.O., Art. 311 N. 36 m.H. auf die kantonale 
Rechtsprechung). Die Begründungsobliegenheit ist auch dann zu beachten, wenn 
wie vorliegend (vgl. sogleich E. 1.6) die Untersuchungsmaxime zur Anwendung 
gelangt (BGE 141 III 569 E. 2.3.3, in: Pra 2016 Nr. 99; REETZ, a.a.O., Art. 311 N. 37 
m.w.H.).

1.6. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach 
Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und 
Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden 
(lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (lit. b). Zu beachten ist allerdings, dass es im vorliegenden 
Berufungsverfahren um Kinderbelange in einer familienrechtlichen Angelegenheit 
geht, so dass das Gericht nach Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Sachverhalt von 
Amtes wegen erforscht (Untersuchungsmaxime) und überdies ohne Bindung an die 
Parteianträge entscheidet (Offizialmaxime). Die Untersuchungs- und die 
Offizialmaxime gelangen in allen Verfahrensstadien und vor allen kantonalen 
Instanzen, mithin auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren, als allgemeine 
Grundsätze zur Anwendung (BGE 137 III 617 E. 4.5.2; SCHWEIGHAUSER, in: Sutter-
Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 296 N. 3 und 5). Bei Geltung der 
Untersuchungsmaxime sind Noven Im Berufungsverfahren bis zur Urteilsberatung 
zu berücksichtigen (Art. 317 Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f ZPO in Kodifizierung der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, vgl. etwa BGE 147 III 301 E. 2.2). 
Infolgedessen können die Parteien im Berufungsverfahren auch dann neue 
Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 
Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind. Die neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel 
sind somit zuzulassen und, sofern von Relevanz, zu berücksichtigen.

1.7. Für die rechtserheblichen Tatsachen gilt im vorsorglichen 
Massnahmeverfahren das Beweismass der Glaubhaftmachung (SCHWEIGHAUSER, 
a.a.O., Art. 303 N. 16 und 22). Es braucht somit nicht die volle Überzeugung des 
Gerichts vom Vorhandensein dieser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern 
es genügt, wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das 
Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben 
könnten. Demnach darf das Gericht weder blosse Behauptungen genügen lassen 
noch darf es einen stichhaltigen Beweis verlangen (BGE 130 III 321 E. 3.3, 
120 II 393 E. 4c).

1.8. Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet die vorsorgliche Zuteilung der 
Obhut über C._____ an den Kindsvater sowie die vorsorgliche Unterhaltspflicht der 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-III-321
http://links.weblaw.ch/de/BGE-120-II-393

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Kindsmutter während des Hauptverfahrens betreffend Obhut, persönlicher Verkehr 
und Kindesunterhalt vor dem Regionalgericht Imboden (Proz. Nr. 115-2023-9). 
Seitens der Kindsmutter nicht angefochten wurde die Festlegung des Wohnsitzes 
für C._____ am Wohnsitz des Kindsvaters (Dispositivziffer 1), das Belassen der 
gemeinsamen elterlichen Sorge (Dispositivziffer 2), die verschiedenen Weisungen 
an die Eltern (Dispositivziffern 4, 5, 7, 9), das Besuchs- und Ferienrecht der 
Kindsmutter bzw. dessen mit Entscheid vom 28. November 2024 vorgenommene 
Einschränkung (Dispositivziffer 6; act. C.1.3 [Proz. Nr. 135-2024-312]), die 
Anordnung der sozialpädagogischen Familienbegleitung sowie das 
Aufrechterhalten der Beistandschaft (Dispositivziffern 8 und 10, allesamt in act. B.1; 
A.1).

2. Vorsorgliche Regelung der Obhut

2.1. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen zur Regelung der Obhut 
zutreffend dargelegt, weswegen auf die betreffenden Erwägungen verwiesen 
werden kann (act. B.1, E. 3.3, 3.4.1 und 3.5.1).

2.2. Die vorinstanzliche Richterin schloss eine alternierende Obhut der 
Kindseltern, wie sie diese am 25. Oktober 2023 vereinbart und seither praktiziert 
hatten, aus. Dies mit Blick auf die offensichtlich nicht im Kindeswohl liegende massiv 
eingeschränkte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Kindseltern, deren 
eskalierendem Konfliktverhalten mit psychischen und physischen 
Gewaltanwendungen zwischen ihnen und der offenen Austragung der Konflikte vor 
C._____. Einer alternierenden Obhut stehe auch die nicht unerhebliche 
geografische Distanz zwischen den Wohnorten der Kindseltern von 37 Kilometern 
(Strecke O.2._____ bis O.4._____) entgegen, bedinge diese doch eine erhöhte 
Kooperationsfähigkeit der Eltern, die offensichtlich nicht (mehr) gegeben sei. 
Vielmehr habe sich der elterliche Dauerkonflikt in den vergangenen Monaten 
zugespitzt und das Risiko, dass C._____ dadurch in seiner Entwicklung geschädigt 
werde, habe zugenommen. Nach fast einem Jahr mehrmaligem wöchentlichem Hin 
und Her und den alles andere als kindsgerechten häufigen Übergaben habe sich 
herausgestellt, dass die bisherige Regelung nicht mehr umsetzbar sei bzw. sich 
nicht bewährt habe und die Beibehaltung der bisherigen Betreuungsregelung mit 
der alternierenden Obhut das Wohl von C._____ erheblich gefährde. Dies umso 
mehr, als sich mit seinem Kindergarteneintritt auch die tatsächlichen Verhältnisse 
und der Tagesablauf von C._____ weitgehend geändert hätten (act. B.1, E. 3.4.3).

In der Folge prüfte die Vorinstanz die Zuteilung der Obhut an nur einen Elternteil. 
Sie hielt fest, gemäss Abklärungsexpertise der J._____ werde die 

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Erziehungsfähigkeit und die Entwicklung dieser Fähigkeit sowohl beim Kindsvater 
als auch bei der Kindsmutter als unzureichend beurteilt. Allerdings seien diese 
Feststellungen insoweit überholt, als beim Vater die Bereitschaft vorhanden sei, 
seine Lebensumstände an die Bedürfnisse von C._____ anzupassen und er dies – 
zumindest teilweise – auch bereits unter Beweis gestellt habe. Dies sei ihm zu Gute 
zu halten. Offensichtlich sei der Kindsvater zudem bemüht und willens, mit der 
Beiständin zusammenzuarbeiten, was ebenfalls als positive Entwicklung zu werten 
sei. Den Defiziten, welche die Gutachterinnen hinsichtlich der Erziehungsfähigkeit 
des Kindsvaters festgestellt hätten, sollten somit mit einer Aufrechterhaltung 
(Beistandschaft für C._____) sowie einer Intensivierung der bestehenden 
Massnahmen (sozialpädagogische Familienbegleitung) wirksam begegnet werden 
können. In Übereinstimmung mit den Feststellungen im superprovisorischen 
Entscheid vom 14. August 2024 sei C._____ ein regelmässiger Besuch und ein 
möglichst guter Einstieg in den Kindergarten zu ermöglichen. Dies könne durch den 
Kindsvater in O.2._____ besser gewährleistet werden, da das Kind sich – zumindest 
unter der Woche und damit für den Kindergartenbesuch relevant – derzeit häufiger 
beim Kindsvater aufhalte, während die Kindsmutter mehrere Nächte pro Woche in 
O.5._____ arbeitstätig und somit örtlich abwesend sei. Für den Kindergarteneintritt 
bzw. dessen weiteren Besuch und somit den Wohnsitz in O.2._____ – und nicht in 
O.4._____ – spreche auch die ungeklärte zukünftige Wohnsituation der 
Kindsmutter. Sodann sei auch die Organisation einer geeigneten Fremdbetreuung 
für C._____ im Raum O.2._____ tagsüber einfacher zu bewerkstelligen als in 
O.4._____, wo es auch Übernachtungsmöglichkeiten brauche, da die Kindsmutter 
drei bis vier Nächte pro Woche in O.5._____ arbeite. Die Zuteilung der alleinigen 
Obhut an die Kindsmutter sei somit ausgeschlossen. Vielmehr sei C._____ 
vorsorglich für die Dauer des Hauptverfahrens unter die alleinige Obhut des 
Kindsvaters zu stellen (act. B.1, E. 3.5.5 ff.). Mit dieser Anordnung verband die 
Vorinstanz die Weisung an den Kindsvater, mit Unterstützung der Beiständin für 
C._____ eine geeignete Betreuungsmöglichkeit in der kindergartenfreien Zeit, 
abends, an den Wochenenden und in den Schulferien zu organisieren (act. B.1, 
E. 4).

2.3. Die Kindsmutter rügt in ihrer Berufung, die Obhutszuteilung an den 
Kindsvater liege nicht im Kindeswohl. Sie widerspreche der Abklärungsexpertise 
der J._____, den Ausführungen der für C._____ eingesetzten Kindesvertretung 
sowie den Berichten der Beiständin. Sämtliche involvierten Fachpersonen hätten 
sich gegen eine Obhutszuteilung an den Kindsvater ausgesprochen. In der 
Abklärungsexpertise werde die Erziehungsfähigkeit des Vaters als unzureichend 
beurteilt. Er zeige eine geringe Problemeinsicht und keine Bereitschaft, auch andere 

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Ansichten von Erziehung und einem kindgerechten Alltag zu diskutieren oder sein 
eigenes Verhalten zu reflektieren. Ebenfalls gehe aus der Expertise hervor, dass 
die Verständigung zwischen dem Vater und den Fachpersonen schwierig gewesen 
sei, weshalb daran zu zweifeln sei, dass dem Kindsvater eine gewinnbringende 
Zusammenarbeit mit für C._____ entwicklungsrelevanten Personen gelinge. 
Seitens der Kindesvertreterin werde insbesondere das fehlende Verständnis des 
Kindsvaters thematisiert, dass Termine von C._____ beim Arzt oder Psychologen 
notwendig seien, um dem Kind die notwendige Unterstützung für eine gesunde 
Entwicklung zukommen zu lassen. Gemäss Beiständin sei insbesondere die 
Betreuung von C._____ im Restaurant des Kindsvaters problematisch. Er sehe nur 
bedingt ein, dass das Verweilen im Restaurant für die reguläre Entwicklung von 
C._____ hinderlich sei. Es sei dem Kindsvater nicht möglich, C._____ neben dem 
Bewirten der Gäste gerecht zu werden. C._____ sei in seinem Alltag hauptsächlich 
sich selbst überlassen und erfahre kaum Qualitätszeiten mit dem Vater. Zudem 
bleibe die Betreuung von C._____ am Abend unklar. Aus dem aktuellen Bericht der 
Beiständin vom 26. November 2024 gehe sodann hervor, dass sich an der 
Verhaltensweise des Kindsvaters seit der vorsorglichen Obhutszuteilung nichts 
geändert habe. Er sehe nach wie vor nicht ein, weshalb C._____ Abklärungen und 
Unterstützungsangebote benötige. Die gesunde Entwicklung von C._____ sei 
weiterhin gefährdet, da der Kindsvater uneinsichtig sei und keine Ratschläge 
annehme, welche von den Fachpersonen als dringlich erachtet würden. Sodann 
habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass keine geeignete Wohnmöglichkeit für 
das Kind vorhanden sei, da der Kindsvater nur über ein Studio verfüge, C._____ 
aber ein eigenes Zimmer benötige. Schliesslich zeigten bereits die verschiedenen 
Weisungen an den Kindsvater, dass eine kindsgerechte Betreuung beim Kindsvater 
nicht möglich sei. Im Ergebnis sei eine Obhutszuteilung an den Kindsvater nicht 
nachvollziehbar und liege nicht im Kindeswohl (act. A.1, Ziff. II.8 ff.). Am wenigsten 
ersichtlich sei am vorinstanzlichen Entscheid jedoch, weshalb die Obhutszuteilung 
derart dringlich sei, dass sie im Rahmen eines vorsorglichen Entscheids 
vorzunehmen wäre. So habe die Vorinstanz dem Kindsvater verschiedene 
Weisungen erteilt und festgehalten, dass sie eine vorsorgliche Fremdplatzierung 
von C._____ prüfen werde, falls der Kindsvater den Nachweis einer kindsgerechten 
Betreuung nicht erbringe. Stehe indes die Prüfung einer Fremdplatzierung akut 
bevor, könne es offenbar nicht dringlich sein, die alleinige Obhut einer Partei 
zuzuteilen. Mit der Festlegung des zivilrechtlichen Wohnsitzes und der Anmeldung 
im Kindergarten sei sodann sichergestellt worden, dass C._____ für die Dauer des 
Hauptverfahrens in O.2._____ in den Kindergarten gehe. Ebenso sei geregelt 
worden, welcher Elternteil wann die Betreuungsverantwortung trage. Es sei nicht 
erforderlich und schon gar nicht verhältnismässig im engeren Sinn, für die Dauer 

17 / 60

des Hauptverfahrens auch noch die Obhut an den Kindsvater zuzuteilen (act. A.1, 
Ziff. II.17 f.).

2.4. Der Kindsvater entgegnet in seiner Berufungsantwort, es gehe der 
Kindsmutter einzig und allein um ihre persönlichen Befindlichkeiten und monetären 
Interessen, zumal sie kein Wort darüber verliere, welche massiven und nicht im 
Kindeswohl liegenden Konsequenzen eine Aufhebung des vorinstanzlichen 
Massnahmenentscheids für die Situation von C._____ haben würde und unklar sei, 
welche Alternative zum Status quo sie in Betracht ziehe. Zudem seien die von ihr 
zu seinen Lasten erwähnten Bedenken mittlerweile überholt. So führe die 
Beiständin im Zwischenbericht vom 26. November 2024 insbesondere aus, dass 
der Kindsvater – trotz schwieriger Themen – im intensiven Austausch mit ihr stehe 
und auch ein entsprechendes Elterngespräch Mitte November 2024 in Bezug auf 
das anfänglich verspätete Erscheinen von C._____ im Kindergarten Abhilfe 
geschaffen habe. Vielmehr gestalte sich die Zusammenarbeit mit der Kindsmutter 
bislang schwierig und sei bereits mehrfach festgestellt worden, dass sie durch ihren 
konfrontativen Umgang mit ihm und durch ihre mangelnde Kommunikationsfähigkeit 
den Familienkonflikt weiter verschärft habe. Sodann verkenne die Kindsmutter, 
dass in den letzten Wochen und Monaten ein im Kindswohl liegendes 
Betreuungskonzept habe aufgegleist werden können, indem er sein Arbeitspensum 
reduziert habe und darüber hinaus eine erfahrene Tagesfamilie in O.6._____ habe 
gefunden werden können. Das – sofern die Kindsmutter nicht bei der Tagesfamilie 
erscheine – gut funktionierende Betreuungssetting werde durch die in Aussicht 
gestellte Unterstützung durch den Heilpädagogischen Dienst komplettiert. Diese 
erfreulichen Entwicklungen würden von der Kindsmutter ohne irgendeine 
Alternative vom Tisch gewischt. Den vorinstanzlichen Erläuterungen, dass ein 
vorläufiger Verbleib von C._____ in der Obhut des Kindsvaters – mit 
Aufrechterhaltung und Intensivierung der bestehenden Kindsschutzmassnahmen – 
den Kindsinteressen besser Rechnung trage als eine vorsorgliche 
Fremdplatzierung, die das Kind aus dem vertrauten sozialen Umfeld reissen würde, 
sei beizupflichten. Eine Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids wäre mit 
massiven und dem Kindswohl zuwiderlaufenden Konsequenzen verbunden, wenn 
C._____, der seit Sommer 2024 den Kindergarten in O.2._____ besuche, erneut 
umplatziert werden müsste, zumal eine Obhutszuteilung an die Kindsmutter 
ohnehin ausser Frage stehe. Dies nicht nur vor dem Hintergrund der vergangenen 
Eskalationen, sondern auch mit Blick auf die aktuelle Situation. Seine Wohnsituation 
sei im Übrigen bislang von keiner involvierten Behörde als mangelhaft taxiert 
worden. In letzter Konsequenz müsse bei einer Aufhebung des vorinstanzlichen 
Entscheids die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts erfolgen und 

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C._____ fremdplatziert werden. Dies sei indes nur zulässig, wenn andere 
Massnahmen erfolglos geblieben seien oder von vornherein als unzureichend 
erscheinen würden. Derzeit könne nicht angenommen werden, dass der Verbleib 
von C._____ in seiner Obhut, in Verbindung mit den bereits bestehenden und noch 
anzuordnenden Kindesschutzmassnahmen dem Kindeswohl widersprechen würde. 
Vielmehr sei es angezeigt, die Kontinuität und Stabilität der Verhältnisse zu wahren, 
zumal es auch die Wirkungen dieser Kindesschutzmassnahmen zunächst 
abzuwarten gelte. Vor diesem Hintergrund sei der Status quo beizubehalten, was 
auch der Gefahr vorbeuge, dass es für C._____ zu mehreren Obhuts- bzw. 
Aufenthaltswechseln komme (act. A.2, Ziff. II.B.2).

Gestützt auf den bisherigen Geschehensablauf sei es ferner verhältnismässig und 
dringend gewesen, die Obhut vorsorglich zuzuteilen. Die Kindsmutter habe sich 
nicht an die früher vereinbarte alternierende Obhut gehalten und das Kind bspw. 
wiederholt nicht in der Kita abgeholt. Auch müsse von einer eigentlichen 
Suchtproblematik der Mutter ausgegangen werden. Hinzu kämen weitere Vorfälle, 
welche eine umgehende Obhutszuteilung an den Kindsvater unumgänglich machen 
würden. So sei es bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zu verstörenden 
Vorkommnissen gekommen, welche eine sofortige Sistierung des Besuchs- und 
Ferienrechts der Kindsmutter notwendig gemacht hätten. Unter anderem habe das 
Kind geschildert, dass es bei der Mutter zu körperlichen und sexuellen Übergriffen 
seitens des Halbbruders gekommen sei und die Mutter ihn geschlagen und 
beschimpft habe. Die vorsorgliche Obhutszuteilung an den Kindsvater sei daher im 
Sinne des Kindswohls und nicht zu beanstanden (act. A.2, Ziff. II.B.3).

2.5. Die Kindesvertreterin führte in ihrer Berufungsantwort aus, C._____ habe 
unter den chaotischen Zuständen, den nicht vorhersehbaren Wechseln von einem 
zum anderen Elternteil und teilweise auch gewalttätigen Streitigkeiten der Eltern bei 
den Übergaben so stark gelitten, dass er massive psychische Auffälligkeiten gezeigt 
habe. Es sei daher auch im Hinblick auf die Einschulung notwendig gewesen, einen 
Entscheid zu fällen, wie und von wem das Kind betreut werde. Die Kindsmutter 
fechte lediglich die Obhutszuteilung an, offensichtlich um ihrer Unterhaltspflicht zu 
entgehen. Indem die Festlegung des Wohnsitzes und der Aufenthalt beim 
Kindsvater nicht angefochten worden seien, anerkenne die Kindsmutter, dass 
C._____ durch den Vater betreut werde, was einer faktischen Obhut entspreche. 
Entgegen der Auffassung der Kindsmutter habe die Vorinstanz angesichts der 
Gefährdung von C._____ die Obhut vorsorglich entweder einem Elternteil zuweisen 
oder beiden Elternteilen das Aufenthaltsbestimmungsrecht entziehen müssen. 
Lediglich den zivilrechtlichen Wohnsitz festzulegen, ohne zu entscheiden, wie 

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C._____ betreut werde, wäre nicht statthaft gewesen, da das Kind dadurch 
weiterhin akut gefährdet gewesen wäre. Die Vorrichterin habe es für die Dauer des 
Verfahrens als mit dem Kindswohl vereinbar erachtet, dass C._____ in O.2._____ 
vom Kindsvater betreut und dort eingeschult werde, wobei diverse flankierende 
Massnahmen zum Schutz von C._____ angeordnet worden seien. Einer der Gründe 
für dieses Vorgehen sei gewesen, dass die Wohnsituation der Mutter unklar 
gewesen sei und sie für das Kind während der berufsbedingten Abwesenheiten 
keine genügende Betreuung gehabt habe. Ein anderer Grund sei gewesen, dass 
eine ausserfamiliäre Unterbringung kurzfristig nicht möglich gewesen sei, da kein 
Platz in einer Pflegefamilie oder einer Institution zur Verfügung gestanden habe. 
Angesichts dieser Situation sei das Vorgehen der Vorinstanz angemessen 
gewesen, auch wenn die Erziehungsfähigkeit des Vaters in Frage gestellt werde 
(act. A.3, Ziff. II).

2.6. Die Kindsmutter hielt replizierend fest, dass weder die Ausführungen des 
Kindsvaters noch jene der Kindesvertreterin etwas daran zu ändern vermöchten, 
dass die Voraussetzungen für die vorsorgliche Zuteilung der Obhut an den 
Kindsvater nicht erfüllt seien. Im Hinblick auf die vom Kindsvater thematisierte 
fehlende Alternative sei festzuhalten, dass es eine Möglichkeit gewesen wäre, die 
Obhut nicht vorsorglich zuzuteilen, sondern hierfür zunächst die erforderlichen 
Abklärungen zu treffen und anschliessend die Obhut im Hauptverfahren zuzuteilen. 
Sodann stehe auch für sie das Wohl des Kindes im Zentrum, doch werde dieses 
durch eine vorsorgliche Obhutszuteilung an den Kindsvater ohne genügende 
vorhergehende Abklärungen und bei mutmasslich nicht gegebener 
Erziehungsfähigkeit des Kindsvaters nicht gewahrt. Im Weiteren habe der 
Kindsvater das Betreuungskonzept nicht aus eigenem Antrieb aufgegleist, sondern 
vielmehr unter dem Druck des gerichtlichen Entscheids bzw. der dortigen 
Erwägung, bei fehlender geeigneter Betreuung des Kindes dessen 
Fremdplatzierung zu prüfen. Ferner bedeute eine Aufhebung des vorinstanzlichen 
Entscheids nicht, dass der Sohn fremdplatziert werden müsste, sondern nur, dass 
die Obhut nicht vorsorglich, sondern erst nach Vornahme der erforderlichen 
Abklärungen im Hauptverfahren, zugeteilt werde. Eine vorsorgliche 
Obhutszuteilung sei auch nicht notwendig, um C._____ den Besuch des 
Kindergartens zu ermöglichen, ebensowenig aufgrund der angeblichen 
Vorkommnisse mit dem Halbbruder. Die Vorinstanz habe den zivilrechtlichen 
Wohnsitz festgelegt und die Bereuung geregelt, was aber keine vorsorgliche 
Obhutszuteilung vorausgesetzt habe (act. A.4, Ziff. II.A).

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2.7. In der Duplik hielten sowohl der Kindsvater als auch die Kindsvertreterin im 
Wesentlichen an ihrer bisherigen Argumentation fest (act. A.6; A.7). 

2.8. Die Kindsmutter stellt sich sowohl in ihrer Berufung als auch in ihrer Replik 
auf den Standpunkt, dass keine Notwendigkeit bzw. keine Dringlichkeit bestanden 
habe, die Obhut über C._____ während des Hauptverfahrens vorsorglich zu regeln 
(act. A.1; A.4). 

2.9. Für Unterhaltsklagen sind vorsorgliche Massnahmen speziell in Art. 303 und 
Art. 304 ZPO geregelt. Sowohl Art. 304 Abs. 2 aZPO (der auf das vorliegende 
Verfahren anwendbar ist [Art. 407f ZPO e contrario]) als auch der insoweit 
unverändert gebliebene Art. 304 Abs. 2 Satz 1 ZPO sehen vor, dass ein mit der 
Unterhaltsklage eines minderjährigen Kindes befasstes Gericht mittels 
Kompetenzattraktion auch über die elterliche Sorge und die weiteren 
Kinderbelange, namentlich über die Obhut, den persönlichen Verkehr und die 
Betreuungsanteile entscheidet. Vom Gesetzgeber nicht ausdrücklich erwähnt wird 
die Annexzuständigkeit des Unterhaltsgerichts für Kindesschutzmassnahmen 
gemäss Art. 307 ff. ZGB. Die Lehre geht jedoch durchwegs davon aus, dass sich 
die Kompetenzattraktion aus prozessökonomischen Gründen und aufgrund des 
Sachzusammenhangs auch auf Kindesschutzmassnahmen bezieht (MORET, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 304 N. 6a; Botschaft vom 26. Februar 2020 
zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Verbesserung der 
Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung, BBl 2020 2769 Ziff. 5.1; ZOGG, 
Selbständige Unterhaltsklagen mit Annexentscheid über die weiteren 
Kinderbelange – verfahrensrechtliche Fragen, Fampra.ch 2019 S. 4 f., je m.w.H.; 
aus der kantonalen Rechtsprechung: Entscheid des Obergerichts des Kantons 
Zürich RZ170002-O vom 29. August 2017 E. 6.2 ff.; Beschluss des Obergerichts 
des Kantons Zürich LZ19008-O/U vom 27. Juni 2019 betreffend die Verlegung des 
Aufenthaltsortes). Dieses Verständnis der Bestimmung entspricht auch der 
Intention des Gesetzgebers, Doppelspurigkeiten zwischen dem Gericht und der 
Kindesschutzbehörde zu vermeiden (vgl. AB 2014 N 1219).

Damit das Gericht Massnahmen im Sinne von Art. 303 f. ZPO anordnen darf, 
müssen grundsätzlich die Voraussetzungen der gesetzlichen Bestimmungen über 
vorsorgliche Massnahmen (Art. 261 ff. ZPO) erfüllt sein. Dazu gehört auch die 
Dringlichkeit, d.h. eine akute Gefährdungslage bzw. die Notwendigkeit sofortigen 
Rechtsschutzes. Die Dringlichkeit bemisst sich an der Dauer des Hauptprozesses 
(HUBER/JUTZELER, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 261 

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N. 22 und 22b; SPRECHER, in: Spühler/Tenchio/Infanger (Hrsg.), Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 261 N. 39a). Ebenso muss 
der Erlass einer Massnahme notwendig bzw. verhältnismässig sein 
(HUBER/JUTZELER, a.a.O., Art. 261 N. 23).

2.10. Vorliegend war es dringend erforderlich, die Betreuung von C._____ 
während der Dauer des Hauptverfahrens zu regeln. Wie sich aus dem 
angefochtenen Entscheid ergibt, hatten sich die Kindseltern in einer Teil-
Vereinbarung vom 25. Oktober 2023 zwar grundsätzlich auf eine alternierende 
Obhut mit je hälftigen Betreuungsanteilen geeinigt. Die Umsetzung der 
alternierenden Obhut durch die Kindseltern funktionierte aber nicht, da diese nicht 
in der Lage waren, die Betreuung kindgerecht zu organisieren – und widersprach 
insofern dem Kindeswohl – weshalb sie nicht weitergeführt werden konnte. Die 
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Kindseltern war massiv 
eingeschränkt. Sie zeigten ein eskalierendes Konfliktverhalten mit psychischen und 
physischen Gewaltanwendungen zwischen ihnen, welches sie offen vor C._____ 
austrugen und dem das Kind schutzlos ausgeliefert war. Dies führte zu massiven 
psychischen Auffälligkeiten beim Kind. Mit dem Kindergarteneintritt von C._____ im 
August 2024 akzentuierte sich die Konfliktsituation zwischen den Kindseltern 
nochmals, da sie sich nicht darüber einigen konnten, ob der Kindergartenbesuch 
am Wohnsitz der Kindsmutter (in O.4._____) oder am Wohnsitz des Kindsvaters (in 
O.1._____) erfolgen sollte. Aus diesem Grund legte das Regionalgericht Imboden 
mit Entscheid vom 14. August 2024 den zivilrechtlichen Wohnsitz von C._____ 
superprovisorisch vorsorglich am Wohnsitz des Kindsvaters in O.1._____ fest und 
ermächtigte bzw. verpflichtete den Kindsvater, C._____ superprovisorisch 
vorsorglich und ohne Zustimmung der Kindsmutter unverzüglich bei der Gemeinde 
O.2._____ anzumelden sowie bei der Schulgemeinde in O.4._____ ab- bzw. bei der 
Schulgemeinde in O.2._____ anzumelden. C._____ besucht seit dem 26. August 
2024 regelmässig den Kindergarten in O.2._____ (im Einzelnen vgl. act. B.1, 
E. 3.4.2 f.). Diese Anordnungen wurden im angefochtenen Entscheid bestätigt. 
Ausserdem wurde die alleinige Obhut dem Kindsvater zugeteilt (act. B.1, E. 3.5), 
verbunden mit der Weisung, mit Hilfe der Beiständin eine geeignete 
Betreuungsmöglichkeit für C._____ zu organisieren (act. B.1, E. 4). Im Weiteren 
wurde der persönliche Verkehr zwischen der Kindsmutter und C._____ geregelt, 
wobei aufgrund des Unvermögens der Kindseltern, angemessen miteinander zu 
kommunizieren, der Bedarf nach einer klaren, verlässlichen und detaillierten 
Regelung bestand. Die Mutter erhielt ein Besuchsrecht von drei Wochenenden pro 
Monat sowie das Recht, mit C._____ vier Wochen Ferien im Jahr sowie die Hälfte 
der Feiertage zu verbringen (act. B.1, E. 5). Nachträglich wurde das vorsorglich 

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eingeräumte Besuchs- und Ferienrecht der Kindsmutter sistiert und ihr stattdessen 
ein begleitetes Besuchsrecht – an jedem zweiten Samstag, in der Regel von 09:00 
Uhr bis 14:00 Uhr, sowie allenfalls an Mittwochnachmittagen von 13:00 Uhr bis 
18:00 Uhr – zugestanden. Grund für die Einschränkung des Besuchsrechts der 
Mutter bildeten die von C._____ geschilderten sexuellen und körperlichen 
Übergriffe durch seinen Halbbruder während den Besuchswochenenden bei der 
Mutter, auffällige Verhaltensmuster des Kindes in Anwesenheit der Mutter sowie der 
Umstand, dass Letztere sich nicht an gerichtliche Anordnungen hielt (dazu im 
Einzelnen der Entscheid vom 28. November 2024, act. C.1.3 [Proz. Nr. 135-2024-
312]).

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im Hauptverfahren angesichts des Verhaltens 
beider Elternteile sowie der damit verbundenen akuten Gefährdung des Wohls von 
C._____ die Notwendigkeit bestand, nicht nur den Wohnsitz von C._____ 
festzusetzen, sondern detailliert zu regeln, welcher Elternteil das Kind wann und wo 
betreut, um zumindest vorläufig mehr Ruhe und Stabilität für C._____ zu erreichen. 
Mit dieser Regelung konnte im Interesse des Kindes nicht bis zum Entscheid im 
Hauptverfahren zugewartet werden. Von der Kindsmutter wurde im Übrigen weder 
die im angefochtenen Entscheid geregelte Betreuung noch deren nachträgliche 
Einschränkung angefochten. Mit der Regelung der Betreuung von C._____ im Alltag 
hat die Vorinstanz aber eben gerade nichts anderes als die Obhut über das Kind 
geregelt. Seit der Revision des Kindesrechts umfasst die Obhut nämlich begrifflich 
nur noch die faktische Obhut im Sinne des tatsächlichen Zusammenlebens mit dem 
Kind in einer häuslichen Gemeinschaft und daher die Befugnis zur täglichen 
Betreuung des Kindes und die Ausübung der Rechte und Pflichten im 
Zusammenhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung (vgl. BGE 147 III 121 
E. 3.2.2, 142 III 612 E. 4.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 5A_218/2023 vom 
19. April 2023 E. 4; BÜCHLER/CLAUSEN, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl. 2022, Art. 298 N. 3). Die Argumentation der 
Kindsmutter, wonach es nicht dringlich gewesen sein soll, die Obhut über C._____ 
im Rahmen eines vorsorglichen Entscheids zu regeln, verfängt daher nicht, zumal 
im Entscheidzeitpunkt die Prüfung einer vorsorglichen Fremdplatzierung nicht akut 
bevorstand, sondern lediglich für den Fall vorbehalten wurde, dass der Kindsvater 
den Nachweis einer kindgerechten Betreuung nicht erbringen würde. Ebenso war 
die vorsorgliche Regelung der Obhut notwendig und daher auch verhältnismässig.

2.11. Auch inhaltlich erwies sich die vorsorgliche Zuweisung der Obhut an den 
Kindsvater zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids als korrekt. Zur 
Diskussion stand aufgrund des Antrags der Kindesvertreterin vor erster Instanz 

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auch die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts gemäss Art. 310 ZGB. Die 
entsprechenden rechtlichen Grundlagen (inkl. der Frage der Zuständigkeit des 
Gerichts zur vollständigen Regelung der Kinderbelange einschliesslich 
Kindesschutzmassnahmen) hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt (act. B.1, 
E. 2.2 – 2.4.3), weshalb an dieser Stelle auf die erstinstanzlichen Ausführungen 
verwiesen werden kann.

2.12. Die Vorinstanz stellte gestützt auf die Berichte der Fachpersonen und der 
Beiständin eine Gefährdung des Kindeswohls von C._____, wie sie für eine 
Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts erforderlich ist, fest. Gemäss 
Beiständin zeige C._____ bereits Auffälligkeiten im Umgang mit seinen Emotionen 
und stosse im Kindergartenalltag schnell an seine Grenzen. In der 
Abklärungsexpertise der J._____ würden die Entwicklungschancen und das 
Kindswohl von C._____ aufgrund der Umstände bei beiden Eltern im Moment und 
in naher Zukunft als stark gefährdet eingestuft. Es bestehe dringender 
Handlungsbedarf im Sinne von angeordneten Kindesschutzmassnahmen. Die 
Fachpersonen sähen bezüglich der Verhaltensweisen der Eltern als Kindswohl- und 
Entwicklungsgefährdung, dass sich beide Eltern nicht in der Lage oder nicht bereit 
zeigten, C._____ eine voraussehbare und altersadäquate Wohn- und 
Betreuungssituation sowie Klarheit über seinen Kindergartenstart zu gewährleisten. 
Weiter sei der eskalierende Konflikt zwischen den Kindseltern und dessen offene 
Austragung vor C._____ für ihn psychisch sehr belastend und er sei diesem 
schutzlos ausgeliefert. Ferner sei eine soziale Isolation sowohl bei der Kindsmutter 
als auch beim Kindsvater vorhanden. C._____ habe ausserhalb der 
Halbgeschwisterkontakte und bis im Frühling 2024 der Kontakte in der Kita kaum 
Beziehungen zu Gleichaltrigen oder anderen Kindern, in welchen er soziale 
Kompetenzen einüben und ausbauen könnte (act. B.1, E. 2.4.4). Dennoch sah die 
Vorinstanz unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit von einer Fremdplatzierung 
ab. Sie hielt dafür, den Gefahren für C._____ bei einem Verbleib beim Kindsvater 
in O.2._____ – wie der ungenügenden Betreuung durch den Kindsvater oder der 
eskalierende Konflikt zwischen den Kindseltern und dessen offene Austragung vor 
ihm – könne im Sinne eines milderen Vorgehens durch die Beibehaltung der bereits 
bestehenden Kindesschutzmassnahmen (Fortführung der vom Regionalgericht 
Imboden errichteten Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB 
kombiniert mit einer Beistandschaft mit besonderen Befugnissen gemäss Art. 308 
Abs. 2 ZGB), deren Anpassung bzw. Erweiterung (Weisung betreffend Organisation 
einer geeigneten Betreuungsmöglichkeit, Anordnung einer sozialpädagogischen 
Familienbegleitung) sowie durch die Anordnung eines sehr detailliert geregelten 
Besuchsrechts wirksam entgegengetreten werden. Ein vorläufiger Verbleib von 

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C._____ in der Obhut des Kindsvaters trage daher den Kindsinteressen besser 
Rechnung als eine vorsorgliche Fremdplatzierung, welche je nach deren 
Ausgestaltung und Dauer unter anderem einen wiederholten Kindergartenwechsel 
nach sich ziehen würde. Es sei zu vermeiden, dass das Kind erneut aus seinem 
vertrauten sozialen Umfeld gerissen und sich in seinem sehr jungen Alter in eine 
ihm komplett neue Umgebung (Institution oder Pflegefamilie) ohne die Anwesenheit 
seiner Eltern einfügen müsse. Vielmehr seien zunächst die Auswirkungen der 
teilweise bereits bestehenden und teilweise neu anzuordnenden 
Kindesschutzmassnahmen abzuwarten und sei vorerst auf einen Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts zu verzichten. Eine Fremdplatzierung erscheine 
derzeit nicht erforderlich und stelle nicht die mildeste, Erfolg versprechende 
Massnahme zur Abwehr der Kindeswohlgefährdung dar (act. B.1, E. 2.5). Aus 
diesen Gründen und auch deshalb, weil zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen 
Entscheids gar kein Ort für eine Unterbringung von C._____ vorhanden war, wurde 
dannzumal von einem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts während des 
Hauptverfahrens abgesehen (vgl. act. B.1, E. 2.5.7 sowie act. A.3, Ziff. II.8).

2.13. Diesen Überlegungen kann gefolgt werden. Die Vorinstanz hat beim 
Absehen von einer Fremdplatzierung bzw. bei der Zuweisung der Obhut an den 
Kindsvater nicht übersehen, dass nicht nur bei der Kindsmutter, sondern auch beim 
Kindsvater Defizite hinsichtlich der Erziehungsfähigkeiten vorliegen. Sie ging jedoch 
davon aus, dass diesen Defiziten mit einer Aufrechterhaltung und Intensivierung der 
bestehenden Kindesschutzmassnahmen wirksam begegnet werden könne. In 
diesem Sinn erachtete auch die Kindsvertreterin die vorsorgliche Übertragung der 
Obhut an den Kindsvater in ihrer Berufungsantwort und in ihrer Duplik als zulässig 
(act. A.3; A.7).

Aus den Akten wird ferner ersichtlich, dass es im Anschluss an den 
erstinstanzlichen Entscheid vom 17. September 2024 nicht nur negative 
Entwicklungen gab – bspw. die weiterhin fehlende Einsicht des Kindsvaters, an 
Erziehungsthemen zu arbeiten, fehlende Ruhezeiten für das Kind oder die 
Überforderung des Kindsvaters mit dem Verhalten des Kindes –, sondern auch 
positive Veränderungen. C._____ besuchte regelmässig den Kindergarten, wo er 
sich gut einfand und sich interessiert zeigte. Sodann konnte ein gewisses 
Betreuungssetting aufgebaut werden. C._____ besuchte seit November 2024 an 
drei Nachmittagen unter der Woche und seit Mitte Januar 2025 an zwei 
Nachmittagen pro Woche – als Folge der Umsetzung des Besuchsrechts der Mutter 
– die Tagesmutter Frau H._____ in O.6._____. Für die Betreuung an Ferientagen 
konnte eine Tagesfamilie gefunden werden. Sodann wurde der Vater bei der 

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Betreuung regelmässig durch einen Bekannten, I._____, unterstützt (vgl. act. E.2, 
S. 1 f., dort wie auch in anderen Rechtsschriften bezeichnet als Herr I._____). Damit 
konnte anfänglich sichergestellt werden, dass C._____ nicht wie bis anhin neben 
dem Restaurantbetrieb sich selbst überlassen war. Ferner blieb der Kindsvater trotz 
schwierigen Themen im Austausch mit der Beiständin. Im Weiteren hat ein 
Elterngespräch in Bezug auf das anfänglich verspätete Erscheinen des Kindes im 
Kindergarten – zumindest vorübergehend – Abhilfe geschaffen (vgl. act. B.2). Nach 
eigenen Angaben hat der Kindsvater auch sein Arbeitspensum reduziert. Die 
vorsorgliche Obhutszuteilung an den Kindsvater ermöglichte es C._____, in 
O.2._____ den Kindergarten zu besuchen und einen weiteren Wechsel seines 
Betreuungsumfelds zu vermeiden.

2.14. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im 
Entscheidzeitpunkt die Obhut vorsorglich dem Kindsvater zuteilte und in 
Nachachtung des Subsidiaritäts- respektive Verhältnismässigkeitsgrundsatzes 
vorerst von einer Fremdplatzierung absah.

3. Vorsorglich zugesprochener Kindesunterhalt

3.1. Die Kindsmutter beantragte in ihrer Berufung auch die Aufhebung von 
Dispositivziffer 11 des angefochtenen Urteils, d.h. die Aufhebung der vorsorglichen 
Unterhaltspflicht. Da die Obhut vorsorglich dem Kindsvater zugeteilt wurde, erwies 
es sich indessen als gerechtfertigt, dass die Vorinstanz als Folge davon auch die 
vorsorgliche Unterhaltspflicht der Kindsmutter regelte. 

So hat C._____ als Kind gegenüber seinen Eltern einen Anspruch auf gebührenden 
Unterhalt, wobei der Barunterhalt – steht das Kind unter der alleinigen Obhut des 
einen Elternteils, hier des Kindsvaters – grundsätzlich vollständig vom anderen 
Elternteil, hier der Kindsmutter, zu leisten ist (Art. 276 Abs. 1 u. 2 ZGB; BGE 147 III 
265 E. 5.5 m.w.H.; act. B.1 E. 8.3 u. 8.4). Zudem konnten sich die Eltern im 
vorinstanzlichen Verfahren nicht nur über die Obhut, sondern auch über den 
Kindesunterhalt nicht einigen, weshalb dessen vorsorgliche Regelung entgegen 
dem Vorbringen der Kindsmutter durchaus dringlich und notwendig war. Die 
Dringlichkeit entfällt auch nicht durch die Argumentation der Kindsmutter, dass dem 
Kindsvater praktisch keine zusätzlichen Kosten entstanden seien, die er vor der 
Festlegung des zivilrechtlichen Wohnsitzes des Kindes in O.2._____ nicht auch 
schon gehabt hätte (so act. A.1, Ziff. II.19 f.). Auch wenn der Kindsvater keine 
andere Wohnung mietete, kann davon ausgegangen werden, dass infolge der 
alleinigen Obhut über C._____ zusätzliche Kosten, bspw. für Kleidung, Nahrung, 
Fahrten mit dem Kind oder die Krankenkasse anfielen, zumal die Kindsmutter zwar 

26 / 60

vorbringt, aber nicht belegt, dass sie die Krankenkassenprämien für C._____ 
weiterhin bezahlt hätte.

3.2. Für den Fall, dass die Unterhaltspflicht durch die Berufungsinstanz im 
Grundsatz bestätigt wird, stellt die Kindsmutter weder ein reformatorisches 
(Eventual-) Rechtsbegehren noch begründet sie – mit Ausnahme der bereits 
erwähnten Krankenkassenprämien – konkret, welche Punkte der vorinstanzlichen 
Unterhaltsberechnung aus welchen Gründen zu korrigieren wären. Da auch im 
Bereich der Untersuchungsmaxime die Pflicht besteht, die Berufung zu begründen 
(vgl. E. 1.5), in Bezug auf die Höhe des vorsorglichen Unterhalts indes jegliche 
Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung fehlt (vgl. 
act. A.1, Ziff. II.C.19 f.), ist auf die Berufung nicht einzutreten, soweit damit trotz 
Fehlen eines entsprechenden bezifferten Begehrens eine materielle Überprüfung 
durch die Berufungsinstanz angestrebt worden wäre.

4. Fazit zu den ursprünglichen Berufungsbegehren

Die Berufung der Kindsmutter wäre somit in Bezug auf ihre ursprünglich gestellten 
Rechtsbegehren vollumfänglich abzuweisen gewesen, soweit darauf hätte 
eingetreten werden können.

5. Veränderung der Verhältnisse

5.1. Zu beachten ist nun, dass seit Ergehen des angefochtenen Entscheids eine 
Veränderung der Situation eingetreten ist, was auch dazu geführt hat, dass die 
Kindesvertreterin und die Parteien ihre Berufungsanträge geändert haben. Anlass 
hierfür bildete der Zwischenbericht der Beiständin vom 11. Februar 2025, worin 
D._____ festhielt, dass C._____ Betreuung durch den Wegfall der Tagesbetreuung 
zusätzlich zur fehlenden Wochenendbetreuung nicht mehr umfassend – und mit 
Blick auf das infolge der bestehenden Entwicklungsrückstände sowie seinem 
auffallenden Sozialverhalten intensiveren Betreuungsbedürfnis auch nicht mehr 
ausreichend – sichergestellt sei. Aus diesem Grund beantragte die Beiständin, es 
sei eine vorzeitige Fremdplatzierung von C._____ in einer geeigneten Institution 
oder Pflegefamilie zu prüfen (act. E.2). Diese Anträge wurden in der Folge auch von 
der Kindesvertreterin gestellt.

5.2. Bei Geltung der Offizialmaxime ist die Stellung zusätzlicher oder geänderter 
Rechtsbegehren jederzeit und uneingeschränkt möglich, freilich ohne dass die 
Rechtsmittelinstanz an diese gebunden wäre (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 22 196 vom 17. März 2023 E. 1.4; Urteil des Obergerichts Zürich 
LZ200010 vom 18. November 2020 E. II.2.2.2; HILBER/REETZ, in: Sutter-

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Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 317 N. 76; SPÜHLER, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 317 N. 19).

5.3. Kindesschutzmassnahmen haben generell dem 
Verhältnismässigkeitsprinzip zu genügen (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Vorzug zu geben 
ist möglichst milden Massnahmen in einem möglichst frühen Stadium (Prävention), 
die überdies zur Erreichung ihres Ziels erforderlich sein müssen (Subsidiarität). 
Anzuordnen ist immer nur die mildeste Erfolg versprechende Massnahme 
(Proportionalität), die ausserdem die elterlichen Bemühungen nicht ersetzt, sondern 
ergänzt (Komplementarität, eingehender zu den einzelnen Prinzipien: BREITSCHMID, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 307 N. 4). Kindesschutzmassnahmen werden jeweils auf Grund eines zeitlich 
und sachlich konkret ermittelten Sachverhalts angeordnet. Weil sich 
Lebensvorgänge kaum mit Bestimmtheit voraussagen lassen, gründen die 
Massnahmen auf Prognosen und haben so lange zu dauern, als sie nötig sind, 
weder länger noch kürzer. Verändern sich die Verhältnisse, so sind die 
Massnahmen zum Schutz des Kindes der neuen Lage anzupassen (Art. 313 Abs. 1 
ZGB). Die Regel, wonach eine Massnahme bei Veränderung der Verhältnisse den 
neuen Gegebenheiten anzupassen ist, fliesst unmittelbar aus dem 
Verhältnismässigkeitsprinzip (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar zu Art. 296-327c ZGB, 2016, Art. 313 N. 6). 
Ungeeignete Massnahmen sind anzupassen, entweder durch Ergänzung 
(Kombination) bzw. Verschärfung im Rahmen der Stufenfolge, oder durch 
Reduktion (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 313 N. 1).

5.4. Auch im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens gegen eine vorsorgliche 
Massnahme kann es sich als erforderlich erweisen, zuvor nicht erwogene – oder 
wie vorliegend zuvor zwar erwogene, aber vorerst noch nicht angeordnete – 
vorsorgliche Kindesschutzmassnahmen anzuordnen. Liegen die nötigen 
Sachverhaltsabklärungen vor und konnten die Betroffenen sich im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs dazu äussern, kann auch die gerichtliche Beschwerdeinstanz 
(in casu die Berufungsinstanz) diese Massnahmen anordnen (AFFOLTER-
FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 315-315b N. 34). Wie aufzuzeigen sein wird, sind die 
wesentlichen Sachverhaltselemente im vorliegenden Fall insoweit erstellt, als sich 
daraus eindeutig eine akute Gefährdung des Kindeswohls ergibt. Zudem hatten die 
Parteien und die Kindesvertreterin die Gelegenheit, sich (mehrfach) zu der in Frage 
stehenden Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts über C._____ sowie zu 

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den vorgenommenen Sachverhaltsergänzungen zu äussern. Das rechtfertigt, über 
die Kindesschutzmassnahmen im Berufungsverfahren reformatorisch zu 
entscheiden (vgl. dazu auch Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 21 133 vom 28. April 2022 E. 2.6). Konkret ist vorliegend eine Verschärfung 
der Kindesschutzmassnahmen im Sinne eines Entzugs des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts zu prüfen.

6. Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts im Allgemeinen

6.1. Die elterliche Sorge schliesst das Recht ein, den Aufenthaltsort des Kindes 
zu bestimmen (Art. 301a Abs. 1 ZGB). Kann einer Gefährdung des Kindes nicht 
anders begegnet werden, so hat die Kindesschutzbehörde es den Eltern 
wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). 
Wird den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen, so verbleibt ihnen 
zwar grundsätzlich die elterliche Sorge, sie verlieren jedoch wichtige Befugnisse, 
welche daraus entspringen (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 N. 1; HEGNAUER, 
Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl. 1999, N. 27.36). 

6.2. Für den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts setzt der Tatbestand von 
Art. 310 Abs. 1 ZGB zweierlei voraus, nämlich eine Gefährdung des Kindeswohls 
(dazu E. 7) und eine angemessene Unterbringung des Kindes (die Einzelheiten 
dazu in E. 9). Die Wegnahme des Kindes bzw. der Entzug der 
Aufenthaltsbestimmungsbefugnis ist ausserdem nur zulässig, wenn das Kind im 
Umfeld der Eltern bzw. des Elternteils in seiner körperlichen, geistigen oder 
sittlichen Entwicklung objektiv gefährdet ist und sich diese Gefährdung nicht auf 
andere Weise als durch eine Platzierung des Kindes unter Aufhebung des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern beseitigen lässt. Besondere Bedeutung 
kommen in diesem Zusammenhang dem Verhältnismässigkeits- und dem 
Subsidiaritätsprinzip zu. Wie jede Kindesschutzmassnahme muss der Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung 
geeignet und erforderlich bzw. notwendig sein. Der Entzug der 
Aufenthaltsbestimmungsbefugnis – einer der einschneidendsten Eingriffe auf der 
Stufenleiter der möglichen Kindesschutzmassnahmen – setzt voraus, dass andere 
Massnahmen, namentlich solche nach Art. 307 ZGB und Art. 308 ZGB, ohne Erfolg 
geblieben sind oder aufgrund der Umstände von vornherein als ungenügend 
erscheinen, um der Gefährdung des Kindes zu begegnen (zum Ganzen Urteile des 
Bundesgerichts 5A_500/2023 vom  31. Januar 2024 E. 3.1, 5A_388/2022 vom 
14. Juli 2023 E. 3.1, 5A_1003/2017 vom 20. Juni 2018 E. 3.2; Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 28/29 vom 20. Mai 2014 E. 5b; AFFOLTER-

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FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 310/314b N. 34 ff.; BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 N. 3 
f.).

7. Gefährdung des Kindeswohls

7.1. Betreuungssituation

7.1.1. Die bereits von der Vorinstanz festgestellte Gefährdung des Kindeswohls von 
C._____ (E. 2.12 vorstehend) hat sich zwischenzeitlich nicht etwa verringert. 
Vielmehr hat sich die Kindeswohlgefährdung in den letzten Wochen noch 
akzentuiert. So haben sich die Verhältnisse insofern verändert, als im 
Betreuungsumfeld von C._____ mehrere Wechsel stattfanden. Die im Zeitpunkt des 
erstinstanzlichen Entscheids noch angedachte Betreuung durch die Kindsmutter an 
drei Wochenenden pro Monat sowie während vier Wochen Ferien pro Jahr fiel 
bereits Ende des letzten Jahres weg. Sodann hielt die Beiständin im 
Zwischenbericht Kindesschutz vom 11. Februar 2025 (act. E.2) fest, dass die 
Tagesmutter ihr am 7. Februar 2025 mitgeteilt habe, sie könne die Betreuung von 
C._____ nur noch vorübergehend gewährleisten, bis eine Anschlusslösung 
gefunden sei. Die Betreuung sei zunehmend herausfordernder geworden, da das 
Kind trotz konsequenter Strukturen und Regeln kleineren wiederkehrenden 
Anordnungen nicht nachkommen könne, im Kontakt mit gleichaltrigen und älteren 
Kindern schnell an seine Grenzen komme und mit eskalierendem Verhalten 
reagiere. C._____ zeige Verhaltensweisen, welche eine intensivere Betreuung 
erforderten. Ebenfalls weggefallen ist laut dem Bericht die Betreuung durch den 
Bekannten des Kindsvaters, I._____, der seit Mitte Dezember 2024 zunehmend in 
die Betreuungsverantwortung von C._____ miteinbezogen worden war, mit ihm an 
den Wochenenden einzelne Ausflüge unternahm, anstelle des Vaters 
Schulveranstaltungen besuchte und C._____ in den Kindergarten und zur 
Tagesmutter brachte. Der Kindsvater habe ihr am 11. Februar 2025 mitgeteilt, den 
Kontakt mit dem Genannten aufgrund eines unguten Gefühls abgebrochen zu 
haben, so der Bericht der Beiständin. Nach Ausführungen der Kindsvertreterin in 
ihrer Eingabe vom 28. März 2025 weigert sich der Kindsvater sodann seit Mitte 
Februar 2025, C._____ zur Tagesmutter zu bringen, obwohl diese vorübergehend 
noch bereit gewesen wäre, das Kind zu betreuen (act. A.12, Rz. 4). Wer C._____ 
seit Mitte Februar 2025 in der kindergartenfreien Zeit – also abends, an den 
kindergartenfreien Nachmittagen (mit Ausnahme des Besuchsnachmittags der 
Kindsmutter und des Freitagnachmittags, an dem die sozialpädagogische 
Familienbegleiterin anwesend ist), am Wochenende und in den Ferien – betreut, ist 
unklar. Der Vater lässt zwar ausführen, er sei dabei, ein angepasstes 
Betreuungssetting zu installieren. Er habe in einem ersten Schritt sein 

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Arbeitspensum weiter reduziert, während die neu eingestellte Mitarbeiterin in 
seinem Café zusätzliche Arbeitsschichten übernommen habe (act. A.10, Rz. 3 f.; 
A.11, Rz. 2). Er konkretisiert aber nicht näher, wann er im Restaurant von seiner 
Mitarbeiterin entlastet wird und folglich Zeit hat, sich um C._____ zu kümmern. Im 
Weiteren ist zu beachten, dass der Kindsvater gegenüber der sozialpädagogischen 
Familienbegleiterin zwar angab, dass er für die Betreuung von C._____ unter der 
Woche auf eine jüngere Frau und an den Wochenenden auf eine ältere Frau 
zurückgreife (act. D.23). Auch hier ist aber mangels entsprechender Angaben nicht 
bekannt, ob es sich um eine regelmässige oder bloss um eine sporadische 
Betreuung handelt, und ob die Personen die erforderlichen Qualifikationen im 
Umgang mit C._____ aufweisen. Für die Betreuung in den Frühlingsferien verwies 
der Kindsvater darauf, dass C._____ regelmässig Zeit mit einer 
Kindergartenkameradin verbringe, wobei deren Mutter und Grossmutter ihn aktiv in 
der Betreuung seines Sohnes unterstützen würden (act. A.17, Rz. 8). Konkrete 
Angaben zum Umfang der Betreuung fehlen indes auch in Bezug auf diese 
ergänzende Betreuung. Aufgrund der äusserst vagen Ausführungen des 
Kindsvaters ist davon auszugehen, dass eine regelmässige und verlässliche 
Betreuung von C._____ durch konstante Bezugspersonen in der kindergartenfreien 
Zeit nicht vorhanden ist.

7.1.2. Der Wegfall der Tagesmutter und die fehlende regelmässige Wochenend- 
sowie Ferienbetreuung haben zur Folge, dass die Betreuung von C._____ weder 
zeitlich noch qualitativ umfassend sichergestellt ist. Er hält sich in der 
kindergartenfreien Zeit mit Ausnahme des Donnerstags, an dem das Restaurant 
geschlossen hat, mehrheitlich mit dem Vater zusammen im Restaurant auf, da 
dieser sechs Tage in der Woche arbeitet. Hierbei handelt es sich nicht um eine für 
die (besonderen) Bedürfnisse von C._____ geeignete Betreuung. Abgesehen 
davon, dass der Vater für C._____ in dieser Zeit lediglich verfügbar ist, wenn er 
keine Gäste zu bewirten hat, fehlt für C._____ eine Rückzugsmöglichkeit bzw. ein 
Ort, an dem er in Ruhe spielen, sich sonst beschäftigen oder ausruhen kann. 
Offenbar wurde er wiederholt nach 18.00 Uhr schlafend im Restaurant gesichtet 
(act. D.23; act. E.2, S. 3; vgl. auch RG-act. IX.12.1 Ziff. 3.2 [115-2023-9]). Sodann 
ist nicht ersichtlich, dass jemand vorhanden wäre, der mit C._____ regelmässig 
ausserhalb des Restaurants Zeit verbringt, d.h. bspw. mit ihm draussen spielt, ihm 
das Spielen mit gleichaltrigen Kindern oder die Ausübung eines Hobbies ermöglicht 
oder Ausflüge mit ihm unternimmt. Eine altersgerechte Strukturierung des Alltags 
fehlt, und dies, obwohl das Kind nach Einschätzung der involvierten Fachpersonen 
aufgrund seiner Entwicklungsrückstände sowie seiner sozialen und emotionalen 
Auffälligkeiten tendenziell sogar mehr Unterstützung und Förderung braucht als 

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andere Kinder in seinem Alter (vgl. bspw. RG-act. IX./2.2 Ziff. 2.2 [115-2023-9]). Es 
bestehen klare Anzeichen, dass der Kindsvater die Bedürfnisse von C._____, z.B. 
nach konstanten Bezugspersonen, nach kindgerechter Beschäftigung und 
Förderung, nach dem Spiel mit gleichaltrigen Kindern oder nach ausreichenden 
Ruhezeiten, nicht erfüllen kann (act. D.23; act. C.2.1, S. 4; act. E.2, S. 3) und ihm 
dementsprechend auch die Einsicht fehlt, in der Betreuung etwas verändern zu 
müssen (vgl. act. C.2.2).

7.1.3. Hinzu kommt, dass sich die Kooperationsfähigkeit des Kindsvaters seit Ende 
März 2025 nach den glaubhaften Angaben der Kindesvertreterin und der Beiständin 
stark verschlechtert hat. Seit dem Zwischenbericht vom 11. Februar 2025 wird die 
Zusammenarbeit mit der Beiständin grundsätzlich verweigert (act. A.12, Rz. 3; 
C.2.2). Unter diesen Umständen war es auch nicht möglich, mit Hilfe der Beiständin 
einen Ersatz für die entfallende Betreuung durch die Tagesmutter und den 
Bekannten des Vaters aufzugleisen, zumal der Kindsvater nicht nur gegenüber dem 
Gericht, sondern auch gegenüber der Beiständin keine konkrete Auskunft gibt, 
welche Personen C._____ wann betreuen.

7.1.4. Zusammenfassend haben sich Verhältnisse rund um die Betreuungssituation 
von C._____ namentlich seit Februar 2025 mit dem Wegfall regelmässiger und 
geeigneter Fremdbetreuungsmöglichkeiten massgeblich verschlechtert. 
Abgesehen davon, dass der Kindsvater somit seit mehreren Wochen der Weisung 
im angefochtenen Entscheid, eine geeignete Betreuungsmöglichkeit für C._____ zu 
organisieren, damit eine kindgerechte Betreuung in der kindergartenfreien Zeit, 
abends, an den Wochenenden und auch in den Schulferien gewährleistet ist, und 
diese gegenüber dem Gericht nachzuweisen, nicht nachkommt, gefährdet diese 
Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse die Entwicklung von C._____ und 
damit sein Wohl. 

7.1.5. Dass es dem Kindsvater mit seinem hohen Arbeitspensum nicht möglich war 
und ist, die für das Wohlergehen seines Sohnes erforderliche Betreuung und 
Begleitung sicherzustellen, zeigt sich unter anderem in seinem Austausch mit der 
Kindergärtnerin, ersichtlich aus dem von der Kindsvertreterin ins Recht gelegten 
Auszug des Kindergarten-Chats, umfassend den Zeitraum vom 23. August 2024 bis 
am 28. März 2025 (act. C.2.3). Daraus ergeht, dass C._____ immer noch 
regelmässig zu spät zum Unterricht erschienen ist und die Kindergärtnerin 
regelmässig nachfragen musste, ob das Kind unterwegs sei (vgl. bspw. die 
Nachrichten vom 6., 12., 19. und 20. Dezember 2024, vom 9., 13., 24., 29. und 31. 
Januar 2025, vom 3. und 7. Februar 2025 oder vom 10. März 2025). Sodann kam 
er seiner Verantwortung als obhutsberechtigter Vater auch insofern nicht nach, als 

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er bis im Februar 2025 die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen weitgehend 
seinem Bekannten I._____ delegierte (vgl. act. E.2, S. 2). Beispielsweise war es der 
Genannte, der C._____ während der Schneesportwoche jeweils brachte und wieder 
abholte und ihn beim Skirennen anfeuerte (act. C.2.3). Im Rahmen ihrer 
Abklärungen haben auch die Fachpersonen der J._____ wahrgenommen und 
festgehalten, dass I._____ die Vaterrolle für C._____ teilweise übernommen habe. 
Er habe lehrreiche unterhaltsame Ausflüge mit ihm unternommen, für ihn Spielzeug 
gekauft, emotional mitgefühlt, wenn es schwierige Situationen gegeben habe und 
darüber nachgedacht, was gut für C._____ sei (RG-act. IX.12.2 Ziff. 7.10 [115-2023-
9]). Während es grundsätzlich nicht zu beanstanden bzw. erwünscht ist, dass der 
Kindsvater die Betreuung von C._____ während seinen Arbeitszeiten regelt – und 
es insofern unproblematisch erscheint, dass sein Bekannter das Kind teilweise in 
den Kindergarten oder zur Tagesmutter begleitete –, bestehen aber doch klare 
Anzeichen, dass der Kindsvater seine Verantwortung für C._____ gegenüber 
seinem Bekannten – den er aktuell sogar bezichtigt, mit C._____ sexuelle 
Handlungen vorgenommen zu haben (vgl. act. A.17 sowie C.1.6) – zu umfassend 
abgab. Der allgemeinen Lebenserfahrung entspricht, dass für das Wohlergehen 
eines Kindes auch eine über die Stillung seiner physischen Grundbedürfnisse und 
Pflege im eigenen Haushalt hinausgehende Anteilnahme vom hauptbetreuenden 
Elternteil an seinem Lebensgeschehen notwendig ist. Dazu gehört auch die 
zumindest teilweise oder gelegentliche Teilnahme an schulischen Veranstaltungen, 
die für das Selbstwertgefühl eines Kindes und seine Entwicklung erfahrungsgemäss 
durchaus bedeutsam und prägend sein können. Das Kindeswohl ist auch als 
gefährdet zu betrachten, wenn Erziehungsverantwortliche das Kind als Person und 
Persönlichkeit nicht oder ungenügend wahrnehmen und anerkennen oder ihm die 
nötige familiäre Einbettung, Geborgenheit und Sicherheit verwehren (vgl. dazu 
AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 307 N. 17). Auch die fehlende 
Verantwortungsübernahme zeigt, dass die Erziehungsarbeit des Kindsvaters neben 
den bereits bekannten Defiziten des fehlenden Setzens von Grenzen und Leitlinien, 
der fehlenden Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kinds nach Sicherheit, 
Vorhersehbarkeit, Stabilität und Verbindlichkeit bzw. der mangelnden Fähigkeit, die 
Perspektive des Kindes wahrzunehmen (vgl. act. E.2.3 sowie RG-act. IX.12.2 [115-
2023-9]), den soeben dargelegten Minimalanforderungen nicht genügt, das 
Kindeswohl folglich auch in dieser Hinsicht gefährdet ist. Die Entwicklung von 
C._____ erscheint umso gefährdeter, da seine Entwicklungsrückstände sowie sein 
auffälliges Sozialverhalten gerade eine intensive Betreuung erfordern.

7.1.6. Der Kindsvater ist nicht in der Lage, einzusehen, welchen Anforderungen die 
Erziehung von C._____ zu genügen hat und wie wichtig für ihn angesichts seiner 

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Entwicklungsrückstände und seiner Verhaltensauffälligkeiten eine kindgerechte und 
gut strukturierte Betreuung wäre, auch wenn er nach Einschätzung der Beiständin 
bemüht wirkt (act. E.2, S. 3). Teils ist er wohl – darauf ist aufgrund der nachfolgend 
zu erläuternden Umstände zu schliessen – mangels dieser Einsicht auch gar nicht 
willens, diesen Anforderungen gerecht zu werden (vgl. act. C.2.2 in fine). Soweit der 
Kindsvater in seinen Rechtsschriften darauf verweist, dass der Vater mit den 
involvierten Fachpersonen zusammenarbeite (act. A.10, Rz. 3), ist festzuhalten, 
dass eine solche Zusammenarbeit nur sehr erschwert möglich ist. Es wurden bereits 
in der Abklärungsexpertise vom 30. August 2024 Zweifel geäussert, dass dem Vater 
eine gewinnbringende Zusammenarbeit mit für C._____ entwicklungsrelevanten 
Personen gelingen werde; dies gestützt auf die geringe Problemeinsicht und die 
fehlende Bereitschaft, über andere Ansichten von Erziehung und einem 
kindgerechten Alltag zu diskutieren oder sein eigenes Verhalten zu reflektieren. 
Sodann wird in der Expertise festgehalten, dass sich der Kindsvater nur anfänglich 
kooperativ zeigte. Im weiteren Verlauf der Abklärungen sprach er sich gegen eine 
weitere Zusammenarbeit aus, wobei es offenbar sogar zu Drohungen kam (RG-act. 
IX./2.2 Ziff. 6 [115-2023-9]). Sodann wird auch im Austrittsbericht des 
Ambulatoriums für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf eine mangelnde 
Zuverlässigkeit des Kindsvaters im Verlauf der Abklärung hingewiesen. Er sei 
wiederholt verspätet zu Terminen erschienen und habe das Kind nach den 
Terminen nicht pünktlich abgeholt (act. C.2.1, S. 4). Wie erwähnt wird auch die 
Zusammenarbeit mit der Beiständin seit anfangs Februar 2025 grundsätzlich 
verweigert (vgl. act. A.12, Rz. 3; C.2.2.; E.2). Der Grund dürfte darin liegen, dass es 
dem Kindsvater schwerfällt, Rückmeldungen der Fach- und Betreuungspersonen 
zur Entwicklung von C._____ und zur für ihn geeigneten und notwendigen 
Betreuung oder deren Empfehlungen im Umgang mit dem Kind offen 
entgegenzunehmen. Er reagiert auf Kritik betreffend sein Verhalten oder seine 
Erziehungshaltung mit unangemessenem Verhalten. Beispielsweise hielt er zu 
Rückmeldungen der Kindergartenlehrperson betreffend das verspätete Erscheinen 
von C._____ im Kindergarten fest, er könne es nicht glauben, dass C._____ zu spät 
komme, bzw. dass dies eine Lüge sei, oder entgegnete, das Kind komme mit einem 
Helikopter (vgl. act. E.2, S. 2 sowie die Nachrichten der Kindergärtnerin vom 
6. Dezember 2025, 24. Januar 2025, 29. Januar 2025 oder vom 31. Januar 2025, 
act. C.2.3). Nach dem Zwischenbericht der Beiständin drohte er der Genannten 
offenbar, ihr C._____ einfach ins Büro zu stellen (vgl. act. A.8 Rz. 2). Im Weiteren 
verweigert er die Kooperation mit Fachpersonen (vgl. z.B. RG-act. IX./2.2 Ziff. 6 und 
Ziff. 7.2 [115-2023-9]; act. C.2.1, S. 4) oder bricht den Kontakt ab, bspw. mit der 
Tagesmutter (vgl. act. A.12, Rz. 4; E.2), wobei Anlass hierfür nach glaubhaften 
Angaben der Kindesvertreterin kritische Aussagen der Tagesmutter sind (vgl. 

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act. A.12, Rz. 4). Eine Zusammenarbeit mit dem Kindsvater scheint nach alledem 
nur möglich zu sein, wenn an ihn keine Forderungen gestellt werden und er keine 
Kritik erfährt (act. A.12, Rz. 11).

7.1.7. Hinzu kommt die ungünstige Wohnsituation. C._____ wohnt mit seinem 
Vater in einem Studio, in dem das Kind über kein eigenes Zimmer verfügt. Auch 
wenn sich Vater und Kind hauptsächlich zum Schlafen im Studio aufhalten dürften, 
fehlt auch hier somit ein Ort, an dem sich C._____ zurückziehen kann. Dies 
erscheint auf Dauer nicht kindgerecht (act. C.2.1, S. 4; D.23). Es mag sein, dass es 
in O.2._____ schwierig ist, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Allerdings sind 
keinerlei Bemühungen des Kindsvaters aktenkundig bzw. ersichtlich, eine andere 
Wohnung zu finden, weshalb sich auch hier eine fehlende Einsicht des Kindsvaters 
in kindliche Bedürfnisse manifestieren dürfte (vgl. auch RG-act. IX.12.1 Ziff. 3.2 
[115-2023-9]; RG-act. IX.12.2 Ziff. 7.6 [115-2023-9]. 

7.1.8. Am Gesagten ändern auch die im Berufungsverfahren erhobenen Einwände 
des Kindsvaters nichts. Sein Rechtsvertreter führt aus, der Zwischenbericht der 
Beiständin vom 11. Februar 2025 vernachlässige, dass sich C._____ in seinem 
derzeitigen Umfeld weitgehend stabil entwickle. Insbesondere würden sehr positive 
und vielversprechende Rückmeldungen seitens der Kindergartenlehrperson 
vorliegen. Unter strukturierten Bedingungen im Kindergarten sei C._____ 
weitgehend integriert. Die Einschätzung der Beiständin decke sich auch nicht mit 
derjenigen der sozialpädagogischen Familienbegleitung. Diese unterhalte – 
notabene als einzige Fachperson – regelmässigen und unmittelbaren Kontakt zu 
C._____, weshalb ihren Beobachtungen und Einschätzungen eine hohe 
Aussagekraft zukomme. Sie habe beim Kind deutlich positive Entwicklungen 
festgestellt und insbesondere hervorgehoben, dass er ruhiger und konzentrierter 
und seine Emotionen zunehmend besser regulieren könne. Dass das Kind Grenzen 
nicht akzeptiere und Verhaltensauffälligkeiten zeige, rechtfertige keine 
Fremdplatzierung, sondern bedürfe gezielter pädagogischer Massnahmen, die in 
Zusammenarbeit mit dem Kindsvater weiter ausgebaut werden sollen (act. A.10, 
Rz. 1 f.; A.17, Rz. 4). Der Kindsvater bemühe sich in hohem Mass um die Betreuung 
seines Sohnes, was sich unter anderem durch die Reduktion seines 
Arbeitspensums und die Zusammenarbeit mit den involvierten Fachpersonen zeige. 
Die Ergänzungsbetreuung durch die Tagesmutter sowie Herrn I._____ (recte: 
I._____) habe aber nicht dem Wohl von C._____ gedient. Seit dessen Wegfall habe 
sich die Situation entscheidend verbessert (act. A.10, Rz. 3 f.; A.11, Rz. 2). Es sei 
dem Kindsvater daher die Gelegenheit zu geben, in Zusammenarbeit mit den 

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involvierten Fachpersonen ein angepasstes Betreuungskonzept nachhaltig 
umzusetzen (act. A.10, Rz. 7).

7.1.9. Es trifft zu, dass C._____ gemäss den Berichten der Kindergärtnerin nach 
anfänglichen Schwierigkeiten grosse Fortschritte im Kindergarten-Alltag macht. Er 
zeige Freude am Lernen, könne die Farben meist richtig benennen und anwenden. 
Mit Begeisterung entdecke er Neues, frage bei Unsicherheiten oft nach und gebe 
stets sein Bestes. Herausfordernd bleibe der Umgang mit Frustration und Toleranz. 
Es falle ihm sodann immer noch schwer, sich allein längere Zeit auf eine Aufgabe 
zu konzentrieren. Im Spiel gelinge es ihm jedoch gut und er blühe dabei richtig auf. 
Er spiele und lerne vermehrt mit anderen Kindern. Wünschenswert wäre, wenn 
C._____ den Schulweg zu Fuss zurücklegen würde, um seine Selbständigkeit und 
Bewegung zu fördern (act. C.1.5). C._____ scheint somit durch klare Strukturen, 
Empathie und Konstanz Ruhe zu finden und besser mit seinen Emotionen umgehen 
zu können (act. C.2.2; E.2, S. 3). Auch die sozialpädagogische Familienbegleiterin 
bestätigt, dass C._____ in Bezug auf seine Konzentrationsfähigkeit und den 
Umgang mit seinen Emotionen Fortschritte gemacht habe. Sein Verhalten habe sich 
positiv entwickelt. Das Kind sei ruhiger geworden, könne besser zuhören und seine 
Impulsivität sei mittlerweile während ihrer Besuche gar nicht mehr wahrnehmbar 
(act. A.12, Rz. 6, act. D.23). Diese Entwicklungen sind erfreulich, machen aber 
gleichzeitig deutlich, dass den bestehenden Entwicklungsrückständen und dem 
auffälligen Sozialverhalten des Kindes nur mit einer professionellen und gut 
strukturierten Betreuung entgegnet werden kann. Ausserdem ändern sie nichts 
daran, dass es ausserhalb des Kindergartens und der einmal wöchentlich 
stattfindenden Besuche der Familienbegleiterin an einer Strukturierung des Alltags 
von C._____ mit angemessener Förderung und Beschäftigung fehlt. 

7.2. Kontaktabbrüche zu Bezugspersonen

7.2.1. Zum Grundbedürfnis eines Kindes gehört das Bedürfnis nach beständigen 
Beziehungen, sicheren Bindungen, stabilen und unterstützenden Gemeinschaften 
sowie nach einer sicheren Zukunft (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., 
Vorbemerkungen zu Art. 307 bis 327c N. 150 m.H. auf Art. 6, 8, 9, 10, 11; 18, 20, 
21, 22 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 26. März 1997 
[Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107]). 

7.2.2. Eine Gefährdung für das Wohl von C._____ ist vorliegend folglich auch im 
Umstand zu erblicken, dass aufgebaute Kontakte – konkret zur Tagesmutter und 
zum Bekannten I._____ – immer wieder abgebrochen werden (vgl. auch act. D.23). 
Das Kind ist dadurch mit negativen Beziehungs- und Bindungserfahrungen 

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konfrontiert, was sich ungünstig auf seine zukünftige Beziehungsgestaltung und 
Bindungsfähigkeit auswirkt und für seine Persönlichkeitsentwicklung hinderlich sein 
kann.

Hinsichtlich der Betreuung durch die Tagesmutter führt der Kindsvater aus, er habe 
rasch feststellen müssen, dass die Ergänzungsbetreuung durch jene (und Herrn 
I._____) nicht dem Wohl von C._____ gedient habe. Sodann sei zu berücksichtigen, 
dass sich das Kind bei ihr (und bei Herrn I._____) nicht mehr wohlgefühlt habe. Seit 
diese Betreuung weggefallen sei, habe sich die Situation entscheidend verbessert 
(act. A.10, Rz. 3 f.). Weshalb die Betreuung durch die Tagesmutter für C._____ 
nicht in dessen Wohl gewesen sein sollte, substantiiert der Kindsvater nicht näher 
und objektive Gründe hierfür sind auch nicht ersichtlich. Die Vermutung liegt nahe, 
dass kritische Aussagen der Tagesmutter zum Kontaktabbruch geführt haben (vgl. 
E. 7.1.6 in fine). Nicht stichhaltig ist jedenfalls, dass die Fortschritte im Verhalten 
von C._____ seit dem Abbruch dieser Betreuung eingetreten sind, wie der 
Kindsvater suggeriert. Diese dürften vielmehr auf die mehrmonatige und intensive 
Arbeit der Kindergärtnerin (vgl. act. C.2.3) und der sozialpädagogischen 
Familienbegleiterin mit C._____ zurückzuführen sein.

Die Gründe für den Kontaktabbruch des Kindsvaters mit seinem Bekannten I._____ 
bleiben unklar. Die Kindesvertreterin schliesst nicht aus, dass auch der Abbruch des 
Kontakts mit dem Genannten darauf zurückzuführen ist, dass dieser Kritik an den 
Erziehungsmethoden des Kindsvaters äusserte (vgl. act. A.12, Rz. 4). Letzterer 
bringt nun vor, C._____ hätte ihm anvertraut, von I._____ sexuell missbraucht 
worden zu sein, weswegen er am 13. April 2025 Strafanzeige gegen diesen erhoben 
habe (act. A.17; zur Strafklage vgl. act. C.1.6). Hätte sich der Bekannte des 
Kindsvaters tatsächlich des inkriminierten Verhaltens schuldig gemacht und wollte 
der Kindsvater – wie er selbst behauptet – C._____ vor ihm schützen (so bereits die 
Darlegung in der Gefährdungsmeldung der Beiständin vom 31. März 2025 [vgl. act. 
D.22/.1]), wäre dem Kindsvater der Kontaktabbruch zwar nicht vorwerfbar. Es stellte 
sich in einem solchen Fall höchstens die Frage, ob der Kindsvater den Genannten, 
bei dem es sich lediglich um einen Stammkunden des Restaurants und somit um 
einen Bekannten handelt, nicht zu umfassend in den Alltag von C._____ und in die 
Erziehungsverantwortung eingebunden hat (vgl. E. 7.1.5). Sodann ist dem 
Kindsvater zur Last zu legen, dass er sich nicht darum bemüht hat, die wegfallende 
Betreuung durch seinen Bekannten zu ersetzen.

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7.3. Vorwürfe gegenüber dem Kindsvater

7.3.1. In ihrer Gefährdungsmeldung vom 31. März 2025 hielt die Beiständin diverse, 
ihr vom Bekannten des Vaters I._____, der C._____ bis im Februar 2025 
regelmässig betreute, zugetragene Vorwürfe gegenüber dem Vater fest (act. D.22). 
Ohne die Schilderungen an dieser Stelle detailliert wiederzugeben, ist festzuhalten, 
dass es sich hierbei um schwerwiegende Vorwürfe handelt, wonach der Kindsvater 
C._____ gegenüber Gewalt angewandt haben, ihn gedemütigt und an ihm religiöse 
Rituale verübt haben soll. Der Kindsvater bestritt in seiner Stellungnahme vom 
14. April 2025 die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und liess ausführen, er habe 
C._____ zu keiner Zeit physisch misshandelt oder verbal attackiert. Die durch Herrn 
I._____ erhobenen, offensichtlich haltlosen und in keiner Weise belegten 
Behauptungen (z.B. der Kindsvater habe mit C._____ makabere religiöse Rituale 
durchgeführt), entbehrten jeder Grundlage und seien frei erfunden. Es bestehe 
vielmehr der begründete Verdacht, dass I._____ aus persönlichen Motiven handle, 
namentlich aus Rache, nachdem ihm der Kindsvater – zum Schutz des 
Kindeswohls, da C._____ seinem Vater kürzlich anvertraut habe, von Herrn I._____ 
sexuell missbraucht worden zu sein – den weiteren Kontakt zum Kind untersagt 
habe. Der Kindsvater habe sich angesichts der Schwere dieser Vorwürfe – in 
Absprache mit der Kindsmutter sowie nach Rücksprache mit der Opferhilfe 
Graubünden – denn auch gezwungen gesehen, am 13. April 2025 Strafanzeige 
gegen Herrn I._____ zu erstatten (act. A.17).

7.3.2. Dass die massiven Vorwürfe gegenüber dem Kindsvater zutreffen würden, 
steht aktuell nicht fest. Diese können und müssen im vorliegenden, vorsorglichen 
Verfahren auch nicht näher abgeklärt zu werden. So ist eine akute Gefährdung des 
Kindeswohls von C._____ bereits aufgrund der oben dargelegten Umstände 
glaubhaft (vgl. E. 7.1 und 7.2 oben) bzw. liegen die Voraussetzungen für einen 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern selbst dann vor, wenn es nicht 
zu der dem Kindsvater vorgeworfenen physischen und psychischen 
Gewaltanwendung gegenüber C._____ gekommen ist. Sollten die Vorwürfe 
zutreffen, wäre C._____, da vorliegend eine Fremdplatzierung mit begleiteten 
Besuchen angeordnet wird (siehe E. 9.3, 9.4 und E. 10 nachfolgend), vorläufig 
ausreichend geschützt. Es rechtfertigt sich allerdings, die Gewaltvorwürfe 
gegenüber dem Kindsvater im Hauptverfahren abzuklären, wobei hierfür u.a. eine 
Ergänzung der dort laufenden ambulanten Begutachtung in Frage kommt. Zu 
diesem Zweck wird der Vorinstanz die Gefährdungsmeldung vom 31. März 2025 
zusammen mit dem vorliegenden Urteil zugestellt.

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7.4. Fazit

7.4.1. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die aktuelle Lebenssituation von C._____ 
sein Wohl akut gefährdet. Ins Gewicht fallen namentlich die ungenügende 
Betreuung – letztere insbesondere seit Februar 2025 – und Förderung von C._____ 
und das Nichtbeachten seiner Bedürfnisse nach Konstanz bzw. stabilen 
Beziehungen, Struktur, Ruhe und Verlässlichkeit. Diese Bedürfnisse sind aktuell 
nicht ausreichend erfüllt, und die Situation ist ungenügend, um C._____ eine 
gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Hinzu tritt der Umstand, dass die Abklärung 
der seit der Gefährdungsmeldung der Beiständin vom 31. März 2025 im Raum 
stehenden schwerwiegenden Vorwürfe sowohl gegenüber dem Kindsvater als auch 
gegenüber seinem Bekannten weitere Unruhe für C._____ zur Folge haben wird.

7.4.2. Die Weiterführung der im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 
bestehenden ambulanten Kindesschutzmassnahmen bzw. deren Anpassung und 
Erweiterung flankierend zur Obhutszuteilung an den Vater haben sich nach dem 
Gesagten als ungenügend erwiesen, um der Gefährdung des Wohls von C._____ 
wirksam entgegenzutreten. Dem Kindsvater ist es trotz den bisher getroffenen 
Massnahmen nicht gelu