# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8318bd37-31d5-5c73-86f1-f49913f24138
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 18.12.2017 502 2017 311
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2017-311_2017-12-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2017 311

Urteil vom 18. Dezember 2017

Strafkammer

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Franziska Waser

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten 
durch Rechtsanwalt Guillaume Bénard

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Gesuchsgegnerin 

Gegenstand Verlängerung der Untersuchungshaft

Beschwerde vom 6. Dezember 2017 gegen die Verfügung des 
Zwangsmassnahmengerichts vom 4. Dezember 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1962, wurde am 9. November 2017 festgenommen (act. 6000). 
Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(Verkauf und/oder Tausch von Kokain) geführt.

Am 11. November 2017 ordnete das Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: ZMG) bis zum 
1. Dezember 2017 Untersuchungshaft an (act. 6027 ff.). Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde 
diese am 4. Dezember 2017 bis zum 12. Januar 2018 verlängert (act. 6044 ff.). 

B. Dagegen erhob A.________ am 6. Dezember 2017 Beschwerde. Er beantragt, er sei sofort 
aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Eventualiter sei eine Ersatzmassnahme i.S.v. Art. 237 ff. 
StPO anzuordnen. Die Verfahrenskosten seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen. 

Die Staatsanwaltschaft und das ZMG schlossen mit Eingaben vom 11. Dezember 2017 auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

Am 15. Dezember 2017 bestätigte A.________ seine Beschwerde. 

Erwägungen

1.

1.1 Die verhaftete Person kann Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung oder die 
Aufhebung der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft innerhalb von 10 Tagen mittels Beschwerde 
bei der Strafkammer anfechten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c, 222, 393 Abs. 1 Bst. c und 396 Abs. 1 StPO; 
Art. 64 Bst. c und 85 Abs. 1 JG). 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 4. Dezember 2017. Die 10-tägige Frist wurde mit der am 
6. Dezember 2017 eingereichten Beschwerde gewahrt.

1.2 Die Beschwerde ist begründet (Art. 396 Abs. 1 StPO) und enthält Rechtsbegehren.

1.3 Es kann auf Grund der Akten entschieden werden. Eine Anhörung ist weder verlangt noch 
nötig (Art. 397 Abs. 1 StPO).

2. Nach den Grundvoraussetzungen von Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft insbesondere 
nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend 
verdächtig ist und ein im Gesetz genannter Haftgrund vorliegt. Die hier strittige Haft stützt sich auf 
Kollusionsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO. Überdies hat die Haft wie alle 
strafprozessualen Zwangsmassnahmen verhältnismässig zu sein (vgl. insbes. Art. 197 StPO) und 
sie darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO).

Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO 
und die Kollusionsgefahr. Zudem macht er eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips 
geltend. 

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3.

3.1 Das ZMG hat das Folgende festgehalten: Aus dem Haftverlängerungsgesuch und den 
Beilagen ergibt sich, dass sich der Tatverdacht des Verkaufs von Kokain durch den Beschuldigten 
in der Zwischenzeit klar verdichtet hat. B.________ sagte am 16. November 2017 aus, vom 
Beschuldigten zwischen 2013 und 2017 ca. 20 Gramm Kokain gekauft zu haben. C.________ 
sagte am 17. November 2017 aus, vom Beschuldigten zwischen Mitte 2015 und September 2017 
15 Gramm Kokain für CHF 1'800.- gekauft zu haben. Mit diesen Aussagen konfrontiert, gab der 
Beschuldigte am 20. November 2017 nach anfänglichem Leugnen zu, insgesamt zwischen 30 und 
50 Gramm Kokain verkauft zu haben, davon an C.________ 7-8 Gramm. Weiter räumte er – 
nachdem er mit den Ergebnissen einer Observierung konfrontiert worden war – ein, die 9 Gramm 
Kokain am 9. November 2017 nicht in D.________, sondern in E.________, bei F.________, 
gekauft zu haben. Er habe in der Vergangenheit schon 20-30-mal bei F.________ Kokain gekauft, 
allerdings nur zum Eigengebrauch. Es fällt auf, dass die Aussagen des Beschuldigten weiterhin 
sehr wechselhaft sind und sich je nach den Vorhalten ändern. Weiter sagte auch G.________ aus, 
beim Beschuldigten Kokain gekauft zu haben (1 Gramm). H.________ sagte aus, der Beschuldigte 
habe ihm eine geringe Menge Kokain geschenkt. In seiner Stellungnahme versucht der 
Beschuldigte aufzuzeigen, dass kein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorliegt. 
Seine Ausführungen sind zum einen falsch: Gemäss der einschlägigen, vom Beschuldigten 
zitierten Betäubungsmittelstatistik der SGRM für das Jahr 2016 liegt der Reinheitsgrad des 2016 
sichergestellten Kokains bei mindestens 51%. Der schwere Fall ist somit bereits bei einer Menge 
von ca. 36 Gramm verkauftem Kokain erreicht, was hier der Fall ist (20 + 15 + 1 gemäss den 
Aussagen von drei mutmasslichen Käufern). Zum andern sind die Ausführungen unbehelflich. 
Selbst wenn dem Beschuldigten „nur" der Verkauf oder Tausch von 10,5 Gramm reinem Kokain 
vorgeworfen würde, hiesse dies selbstverständlich nicht, dass keine Untersuchungshaft 
angeordnet oder diese nicht für ein paar Wochen verlängert werden könnte; Untersuchungshaft ist 
nicht erst dann zulässig, wenn ein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorliegt. 
Nachdem bereits vier von sechs befragten Personen angegeben haben, beim Beschuldigten 
Kokain bezogen zu haben, und aufgrund der Resultate der Telefonüberwachung noch ca. 
15 Personen befragt werden sollen, darf zudem ohne weiteres vermutet werden, dass der 
Beschuldigte – der den Verkauf oder Tausch von 30-50 Gramm zugegeben hat und nach eigenen 
Angaben über zahlreiche Kontakte im Milieu verfügt – noch an weitere Personen verkauft hat. 
Gegen den Beschuldigten besteht somit heute der dringende Verdacht der qualifizierten 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (vgl. angefochtene Verfügung, S. 4 f.).

3.2 Diesen Ausführungen hält der Beschwerdeführer im Wesentlichen folgendes entgegen: Das 
ZMG stützt sich bei seiner Begründung des angeblichen dringenden Tatverdachts hauptsächlich 
auf die bisherigen Einvernahmen und macht geltend, diese würden den Verdacht auf eine 
qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz bestätigen. Dieser Argumentation 
kann nicht gefolgt werden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt ein schwerer Fall 
namentlich vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine 
Menge von Betäubungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen 
kann. Enthält das Kokaingenmisch mindestens 18 Gramm reinen Wirkstoff, ist die Grenze zu 
Art. 19 Ziff. 2 BetmG überschritten. Aus den Einvernahmen von C.________, G.________ und 
B.________ geht – was seitens des Beschwerdeführers bestritten wird – hervor, dass er angeblich 
zwischen 26 und 46 Gramm Kokain verkauft habe. Der Beschwerdeführer hat demgegenüber 
ausgesagt, dass er ungefähr 30 bis 50 Gramm Kokain getauscht habe. Diese Aussagen wurden 
aber unter dem Einfluss von starken Antidepressiva und Schlaftabletten gemacht, welche er vom 

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Gefängnis erhalten hatte (vgl. Protokoll der Folgeeinvernahme vom 20.11.2017, Linien 106-107 
und 121-149). Der Beschwerdeführer hat mehrmals versucht, die Verfahrensleitung und den 
Gefängnisarzt vor der Unangepasstheit – und den Nebenwirkungen – seiner Medikation zu warnen 
(vgl. Beilagen). Seine Aussagen sind deswegen in keinem Fall verwertbar (Art. 141 Abs. 1 StPO). 
Selbst wenn vorgenannte Aussagen zutreffen sollten, was seitens des Beschwerdeführers 
bestritten wird, würde kein qualifizierter Fall im Sinne von Art. 19 Ziffer 2 Bst. a BetmG vorliegen. 
Gemäss SGRM-Betäubungsmittelstatistik für das Jahr 2016 ist bei einer mittleren 
Betäubungsmittelqualität von einem Reinheitsgrad von rund 51 % – ohne Berücksichtigung der 
Standardabweichung – auszugehen. Damit könnte man vorliegend selbst bei der – bestrittenen – 
Annahme einer Menge von maximal 30 Gramm Kokain (in dubio pro reo) insgesamt nur von 
15 Gramm reinem Kokain ausgehen, was unter der vorerwähnten Grenzmenge von 18 Gramm 
liegt.

In seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 2017 hält der Beschwerdeführer an seinem 
Standpunkt fest, dass er seine Aussagen vom 20. November 2017 unter dem Einfluss von starken 
Antidepressiva und Schlaftabletten gemacht hat. Seine Unfähigkeit, die Fragen bei klarem 
Verstand zu beantworten, sei der Polizei und seinem Anwalt erst während der bereits laufenden 
Einvernahme bewusst geworden. Es sei deswegen nicht erstaunlich, dass der Mangel erst 
während des Haftverlängerungsverfahrens gerügt werde, was Art. 141 StPO nicht ausschliesse. 

3.3 Vorab ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 6. Dezember 
2017 quasi Wort für Wort seine an das ZMG gerichtete Stellungnahme vom 1. Dezember 2017 
wiederholt. Er setzt sich namentlich nicht mit der – zutreffenden – Begründung auseinander, dass 
Untersuchungshaft nicht erst dann zulässig ist, wenn ein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 
BetmG vorliegt. Bereits aus diesem Grund ist auf diesen Punkt der Beschwerde nicht weiter 
einzugehen. Selbst wenn dem so wäre, müsste die Kammer feststellen, dass die angefochtene 
Verfügung nicht zu beanstanden ist. Aus den Akten erhellt nämlich insbesondere, dass bereits 
mehrere Personen angeben, vom Beschwerdeführer Kokain gekauft zu haben, so C.________ 
(15 Gramm zwischen Mitte 2015 und September 2017), G.________ (1 Gramm ca. zwischen 2014 
und 2015), B.________ (10 bis 30 Gramm bzw. 20 Gramm zwischen 2013 bis anfangs 2017) und 
I.________ (5 Gramm von 2014 bis 2015). I.________ und B.________ sagten zudem aus, viele 
in J.________ wüssten, dass der Beschwerdeführer Kokain konsumiere und verkaufe („Er ist ein 
bekannter Kokaindealer“). Dieser macht hingegen wechselhafte, wenn nicht sogar 
widersprüchliche Aussagen, die sich laufend an die neuen Aussagen der befragten Personen 
anpassen. Es kann diesbezüglich auf die angefochtene Verfügung verwiesen werden (S. 2 ff.). 
Obschon er anlässlich seiner Einvernahme vom 20. November 2017, an welcher er zugegeben 
hat, ca. 30-50 Gramm Kokain verkauft zu haben („Die Leuten haben mich zig Mal gefragt und 
kamen immer zu mir nach Hause“), anwaltlich vertreten war, macht er heute neu geltend, seine 
Aussagen seien keinesfalls verwertbar. Ob dies zutrifft oder nicht, ist in casu angesichts der ihn 
belastenden Aussagen der Drittpersonen nicht massgebend. Kommt hinzu, dass er bereits in der 
Vergangenheit wegen Kokainverkaufs verurteilt wurde (vgl. Urteil des Strafgerichts des Seebezirks 
vom 15. September 2006). Dem forensisch-chemischen Abschlussbericht vom 30. November 2017 
kann überdies entnommen werden, dass das bei der Anhaltung des Beschwerdeführers 
gefundene Kokain einen Reinheitsgrad von 85 % (Base) und 95% (Hydrochlorid) aufwies. Diese 
Ausführungen reichen, um den dringenden Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO zu 
bejahen. 

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4.

4.1 Zur Kollusionsgefahr führt das ZMG das Folgende aus: Aufgrund des heutigen 
Verfahrensstandes muss vermutet werden, dass der Beschuldigte seit mehreren Jahren in 
J.________ Kokain in kleinen Mengen an diverse Personen verkauft oder getauscht hat (vgl. z.B. 
Aussagen B.________: 20 Gramm zwischen 2013 und 2017). Inzwischen muss davon 
ausgegangen werden, dass ein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorliegt. Der 
Beschuldigte konsumiert nach eigenen Angaben seit über 35 Jahren Betäubungsmittel und verfügt 
über zahlreiche Kontakte in diesem Milieu. Gemäss Staatsanwaltschaft sind gestützt auf die 
Telefonüberwachung noch 15 Personen einzuvernehmen. Dies alles deutet darauf hin, dass es 
sich um einen relativ komplexen Fall handelt. Der Beschuldigte verstrickt sich laufend in 
Widersprüche (vgl. Protokoll und Verfügung ZMG vom 11.11.2017) und ändert seine Aussagen 
während der Einvernahme laufend (Protokoll 20.11.2017, Linien 13+30, 46+121, 41+116, 
114+121, 102+127). Seine Käufer will er nicht nennen (Protokoll 20.11.2017, Linie 131). Dies 
kompliziert das Verfahren offensichtlich und zieht es in die Länge. Weiter hat der Beschuldigte 
inzwischen ausgesagt, das Kokain bei F.________ bezogen zu haben (unter 20-30 Malen). Es ist 
offensichtlich, dass diese Person einzuvernehmen sein wird, schon nur, um die Aussagen des 
Beschuldigten zu überprüfen. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 20. November 2017 
wurde der Beschuldige extrem aufbrausend und schrie herum (Linie 106). Unter diesen 
Umständen kann nicht daran festgehalten werden, dass die Kollusionsgefahr nicht besonders 
gross ist und bald verschwinden könnte. Vielmehr ist (weiterhin) davon auszugehen, dass 
gegenüber den mutmasslichen Klienten (insbesondere jene, die bereits belastende Aussagen 
gemacht haben) und Lieferanten des Beschuldigten Kollusionsgefahr besteht und diese fortdauert 
(vgl. angefochtene Verfügung, S. 5 f.). 

4.2 Der Beschwerdeführer ist hingegen der Meinung, die angebliche Kollusionsgefahr sei in 
concreto zu verneinen. Er konsumiere tatsächlich seit über 35 Jahren Betäubungsmittel und 
verfüge über zahlreiche Kontakte in diesem Milieu. Seine langjährige Freundin, mit der er 
zusammenlebt und welche regelmässig mit ihm Kokain konsumiert und auch einen Teil des 
Kokainkonsums finanziert hat, kenne diese Kontakte ebenfalls. Trotzdem wurde sie von der 
Verfahrensleitung freigelassen. Sie hätte damit ebenfalls die Möglichkeit, potentielle Käufer oder 
Lieferanten zu warnen oder Beweismittel zu vernichten. In gleicher Weise sei dies auch den 
Auskunftspersonen möglich, welche bereits durch die Polizei einvernommen wurden. Die von der 
Staatsanwaltschaft und dem ZMG vorgebrachte Begründung (Einvernahme von rund 15 weiteren 
Personen) vermöge den Haftgrund der Kollusionsgefahr nicht zu begründen. Weitere Haftgründe 
seien keine gegeben.

4.3 Verdunkelung bzw. Kollusion im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO bedeutet nach der 
bundesgerichtlichen Praxis insbesondere, dass sich der Beschuldigte mit Zeugen, 
Auskunftspersonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu 
wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. 
Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Beschuldigte die 
wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhaltes vereitelt oder gefährdet. Die theoretische 
Möglichkeit, dass der Beschuldigte kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um 
Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für 
die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach 
Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalles zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 
E. 3.2). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im 

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Strafprozess, aus seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im 
Rahmen des untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihm 
und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche 
Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung 
der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten 
Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1). Die 
Bereitschaft zur Gewaltanwendung ist bei der Abschätzung der Kollusionsgefahr zu 
berücksichtigen (Urteil BGer 1B_72/2013 vom 11. März 2013 E. 3.3). Es ist für den Betäubungs-
mittelhandel, insbesondere wenn er mutmasslicherweise von einem gewissen Umfang und einer 
gewissen Dauer ist, typisch, dass zahlreiche Personen involviert sein können und ohne 
Einflussnahme durch den Beschuldigten einvernommen werden müssen, da deren Aussagen im 
Betäubungsmittelhandel oft das einzige verwertbare Beweismittel darstellen. Die Organisation der 
sich daraus ergebenden Befragungen und/oder Gegenüberstellungen wirkt sich deshalb 
zwangsläufig auf die Dauer der Strafuntersuchung und damit auch auf die Kollusionsgefahr aus 
(u.a. BGer Urteil 1B_20/2016 vom 4. Februar 2016 E. 3.2 mit Hinweisen).

4.4 Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer auch in diesem Punkt seine Stellungnahme 
vom 1. Dezember 2017 fast wortwörtlich wiederholt, kann ihm nicht gefolgt werden. Mit Blick auf 
sein Aussageverhalten sowie auf die Dauer des mutmasslichen Kokainhandels und die Anzahl der 
potentiell involvierten Personen ist die Kollusionsgefahr gegeben. Daran vermag auch die 
Tatsache, dass die Freundin oder die bereits einvernommen Personen – welche namentlich 
allesamt nicht wissen, welche Aussagen seitens des Beschwerdeführers bereits gemacht wurden 
– Warnungen streuen könnten, nichts zu ändern. Da der Beschwerdeführer seine Käufer nicht 
nennen will („Ich will nicht sagen, an wen ich das Kokain verkauft habe, dies liegt nun an Ihnen“, 
Protokoll 20.11.2017, Linie 131), sind Einvernahmen vorzunehmen und Konfrontationen 
durchzuführen, so u.a. auch von/mit F.________, bei welchem der Beschwerdeführer das Kokain 
bezogen haben soll, dies umso mehr als der Beschwerdeführer offenbar seine Aussage, er habe 
ca. 30-50 Gramm Kokain verkauft, nicht mehr bestätigen will, macht er doch neuerdings geltend, 
letztere sei keinesfalls verwertbar. Es ist somit notwendig, dass der Beschwerdeführer 
insbesondere weder mit seinen mutmasslichen Klienten noch mit den Lieferanten in Kontakt treten 
und deren Aussagen beeinflussen kann. 

5. Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter die Anordnung von Ersatzmassnahmen, ohne 
diesen Antrag zu begründen und ohne sich mit der diesbezüglichen Begründung des 
angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen. Bereits aus diesem Grund ist darauf nicht 
einzutreten. Selbst wenn dem so wäre, müsste mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass nicht 
ersichtlich ist, welche effizienten Ersatzmassnahmen angeordnet werden könnten. Insbesondere 
könnte ein Verbot, die noch einzuvernehmenden Personen sowie die bereits einvernommenen 
Belastungszeugen zu kontaktieren, von den Behörden offensichtlich nicht überprüft werden. 

6.

6.1 Zur Frage der Haftdauer hat das ZMG festgehalten, die Staatsanwaltschaft beantrage, die 
Untersuchungshaft um sechs Wochen bis zum 12. Januar 2018 zu verlängern, womit die 
Gesamtdauer der Untersuchungshaft gut zwei Monate betragen würde. In Anbetracht dessen, 
dass ein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorzuliegen scheint und noch 
15 Einvernahmen durchzuführen sind, sei diese Dauer offensichtlich nicht zu beanstanden. Ob 
gewisse Auskunftspersonen über die Feiertage nicht zu erreichen sind, sei in Anbetracht der 
Schwere der Vorwürfe und der Anzahl einzuvernehmender Personen – denen zweifellos noch 

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Einvernahmen des Beschuldigten durch Polizei und Staatsanwalt (sowie allenfalls 
Gegenüberstellungen) folgen werden – ohne Belang (vgl. angefochtene Verfügung, S. 6).

6.2 Dem hält der Beschwerdeführer das Folge entgegen: Die erst zum jetzigen Zeitpunkt durch 
die Staatsanwaltschaft vorgebrachte Begründung der Notwendigkeit von Einvernahmen von rund 
15 Personen lässt sich kaum erklären. Die Überwachung des Beschwerdeführers dauert bereits 
seit Monaten an und die relevanten Personen müssten folglich zum jetzigen Zeitpunkt bekannt 
sein. Es ist deshalb erstaunlich, dass diese Personen erst jetzt einvernommen werden, wenn sie 
so wichtig für das vorliegende Verfahren sein sollen. Dies gilt umso mehr, als dass sich die 
Freundin des Beschwerdeführers und verschiedene Auskunftspersonen in Freiheit befinden, womit 
sie die angebliche Kollusionsgefahr erst recht bewirken würden. Dieser Widerspruch zeigt, dass es 
keinen konkreten Verdacht in Bezug auf diese 15 Personen gibt. Die bisherigen Einvernahmen der 
Auskunftspersonen beweisen eher, dass kein qualifizierter Fall im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 Bst. a 
BetmG vorliegt und die Verlängerung der Untersuchungshaft somit unverhältnismässig ist.

6.3 Gemäss Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK hat eine in strafprozessualer Haft 
gehaltene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich beurteilt oder 
während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige Haftdauer stellt 
eine unverhältnismässige Beschränkung dieses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die 
Haftfrist die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt. 
Entsprechend sieht Art. 212 Abs. 3 StPO vor, dass Untersuchungs- und Sicherheitshaft nicht 
länger dauern dürfen als die zu erwartende Freiheitsstrafe. Bei der Prüfung der 
Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der untersuchten Straftaten 
Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse 
zeitliche Nähe der (im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der 
freiheitsentziehenden Sanktion rückt. Der grossen zeitlichen Nähe der konkret zu erwartenden 
Freiheitsstrafe ist besondere Beachtung zu schenken, weil der Strafrichter dazu neigen könnte, die 
Dauer der nach Art. 51 StGB anrechenbaren Untersuchungshaft bei der Strafzumessung mitzu-
berücksichtigen. Im Weiteren kann eine Haft die zulässige Dauer auch dann überschreiten, wenn 
das Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben wird, wobei sowohl das Verhalten der 
Justizbehörden als auch dasjenige des Inhaftierten in Betracht gezogen werden müssen. Nach der 
übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für 
Menschenrechte ist die Frage, ob eine Haftdauer als übermässig bezeichnet werden muss, 
aufgrund der konkreten Verhältnisse des einzelnen Falles zu beurteilen (BGE 133 I 270 E. 3.4.2 
m.H.). Bei der Prüfung der zulässigen Haftdauer ist der Umstand, dass die in Aussicht stehende 
Freiheitsstrafe bedingt ausgesprochen werden kann, wie auch die Möglichkeit einer bedingten 
Entlassung aus dem Strafvollzug grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Davon abzuweichen 
besteht nur dann ausnahmsweise Anlass, wenn dies die konkreten Umstände des Einzelfalls 
gebieten (u.a. Urteil BGer 1B_244/2015 vom 18. August 2015 E. 4.2). 

6.4 Am 12. Januar 2018 wird sich der Beschwerdeführer seit rund 2 Monaten in Haft befinden. 
Auch wenn das Urteil der Strafbehörde in keiner Weise präjudiziert werden darf, muss der 
Beschwerdeführer jedoch mit Blick auf die konkreten Vorwürfe mit einer Freiheitsstrafe von mehr 
als 2 Monaten rechnen. Es ist zudem nicht ersichtlich, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren 
bisher nicht genügend vorangetrieben hätte. Die bis zum 12. Januar 2018 angeordnete Haft kann 
daher als verhältnismässig angesehen werden. 

Die angefochtene Verfügung ist demzufolge nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist 
abzuweisen. 

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7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtskosten sind auf CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; 
Auslagen: CHF 100.-) festzusetzen.

7.2 Die Strafkammer setzt die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für das 
Beschwerdeverfahren fest (Art. 57 Abs. 1 und 2 JR; FZR 2015 73). Vorliegend erscheinen 
3 Stunden Arbeit für die Beschwerde, welche grösstenteils den Inhalt der Stellungnahme vom 
1. Dezember 2017 übernimmt, und die Stellungnahme, die Kenntnisnahme der Stellungnahmen 
und des vorliegenden Urteils als angemessen. Unter Berücksichtigung weiterer kleiner 
Verrichtungen und den Auslagen wird die Entschädigung bei einem Stundentarif von CHF 180.- 
pauschal auf CHF 650.- festgesetzt. Hinzu kommen 8 % MwSt., d.h. CHF 52.-.

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 4. Dezember 2017 wird folglich 
bestätigt.

II. Die angemessene Entschädigung von Rechtsanwalt Guillaume Bénard für das 
Beschwerdeverfahren wird auf CHF 702.-, inkl. MwSt. von CHF 52.-, festgesetzt. 

III. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren von CHF 1‘302.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: 
CHF 100.-; angemessene Entschädigung: CHF 702.-) werden A.________ auferlegt.

A.________ ist verpflichtet, dem Staat die Entschädigung gemäss Ziff. II zurückzuzahlen, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 18. Dezember 2017/swo

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin