# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a2d6370-4e7b-596d-80cf-c64782809e45
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-10
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 10.01.2024 SK 2021 581
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2021-581_2024-01-10.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 21 581-598

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 10. Januar 2024 

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident i.V.), Oberrichter Zbinden, Oberrich-
terin Schwendener
Gerichtsschreiberin Schürch

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter 1/Anschlussberufungsführer 1

C.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin D.________

Beschuldigter 2

E.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. F.________

Beschuldigte 3

G.________
amtlich verteidigt durch Advokat Dr. H.________

Beschuldigter 4/Anschlussberufungsführer 2

I.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin J.________

Beschuldigter 5

K.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin L.________

Beschuldigte 6/Anschlussberufungsführerin 3

M.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. N.________

2

Beschuldigter 7

O.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt P.________

Beschuldigter 8

Q.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher R.________

Beschuldigter 9

S.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher T.________

Beschuldigter 10

U.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher V.________

Beschuldigter 11

W.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt X.________

Beschuldigter 12/Anschlussberufungsführer 4

Y.________
amtlich verteidigt durch Advokatin Z.________

Beschuldigter 13/Anschlussberufungsführer 5

AA.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt AB.________

Beschuldigte 14

AC.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher Dr. AD.________

Beschuldigte 15/Anschlussberufungsführerin 6

AE.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin AF.________

Beschuldigter 16

gegen

3

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Post-
fach, 3001 Bern

Berufungsführerin 1

und

AG.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. AH.________

Straf- und Zivilkläger 1/Berufungsführer 2

und

AI.________
vertreten durch Rechtsanwalt AJ.________

Strafkläger/Berufungsführer 3

und

AK.________
vertreten durch Rechtsanwalt AL.________

Straf- und Zivilkläger 2/Berufungsführer 4

Gegenstand Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 17. Juni 2021 (PEN 19 560-582)

4

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

1.1 Freisprüche, anteilsmässige Kostenauferlegung an den Kanton Bern und 
Entschädigungen

Mit Urteil vom 17. Juni 2021 sprach das Regionalgericht Bern-Mittelland (Einzelge-
richt; nachfolgend Vorinstanz) AE.________ (nachfolgend: Beschuldigter 
AE.________) frei von der Anschuldigung der Gewalt und Drohung gegen Behör-
den und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 und Abs. 1 StGB, angeblich begangen 
am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft). Zudem sprach es 
A.________ (nachfolgend: Beschuldigter A.________), C.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter C.________), E.________ (nachfolgend: Beschuldigte E.________), 
G.________ (nachfolgend: Beschuldigter G.________), I.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter I.________), K.________ (nachfolgend: Beschuldigte K.________), 
M.________ (nachfolgend: Beschuldigter M.________), O.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter O.________), Q.________ (nachfolgend: Beschuldigter 
Q.________), S.________ (nachfolgend: Beschuldigter S.________), U.________ 
(nachfolgend: Beschuldigter U.________), W.________ (nachfolgend: Beschuldig-
ter W.________), Y.________ (nachfolgend: Beschuldigter Y.________), 
AA.________ (nachfolgend: Beschuldigte AA.________) und AC.________ (nach-
folgend: Beschuldigte AC.________) frei von der Anschuldigung der Gewalt und 
Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, angeblich 
begangen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft). Gestützt darauf 
auferlegte die Vorinstanz die anteilsmässigen Verfahrenskosten, sich je beschul-
digte Person zusammensetzend aus Gebühren von CHF 7'293.75 und Auslagen 
von CHF 54.35, insgesamt bestimmt auf CHF 7'348.10, an den Kanton Bern (Bst. 
A. bis P. jeweils Ziff. I. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

Dem Beschuldigten U.________ sprach es zudem eine Entschädigung von 
CHF 1'280.25 (Bst. K. Ziff. I. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs), dem Be-
schuldigten W.________ eine Entschädigung von CHF 2'757.95 (Bst. L. Ziff. I. des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) und der Beschuldigten AC.________ eine Ent-
schädigung von CHF 3'481.35 (Bst. O. Ziff. I. des erstinstanzlichen Urteilsdisposi-
tivs) für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (private Verteidigung 
bis zur Einsetzung einer amtlichen Verteidigung) zu.

1.2 Schuldsprüche, Strafpunkt und Kostenfolgen

Demgegenüber erklärte die Vorinstanz die Beschuldigten allesamt schuldig des 
Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) zum Nachteil des AP.________ (nachfolgend: 
AP.________; Bst. A. bis P. jeweils Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). 
Den Beschuldigten M.________ und den Beschuldigten AE.________ erklärte die 
Vorinstanz zusätzlich schuldig des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt 
am 21. Dezember CH.________(Jahr) bzw. 10. Februar CI.________(Jahr) in 

5

AO.________ (Ortschaft) zum Nachteil des AP.________ (Bst. G. und P. jeweils 
Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

Gestützt darauf und die einschlägigen Gesetzesbestimmungen verurteilte die Vor-
instanz alle Beschuldigten jeweils zu einer Geldstrafe (Bst. A. bis P. des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs), teilweise als Zusatzstrafe (Bst. A., D., E., F., G., I., 
J., K., L., M., P. jeweils Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). Die jeweils 
ausgestandene Polizeihaft wurde allen Beschuldigten an die Strafe angerechnet 
und es wurde allen Beschuldigten – ausser dem Beschuldigten S.________ – der 
bedingte Vollzug unter Ansetzung einer Probezeit gewährt (Bst. A. bis I. und Bst. K. 
bis P. jeweils Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). Beim Beschuldigten 
S.________ wurde die ausgestandene Polizeihaft ebenfalls auf die Geldstrafe an-
gerechnet, die Geldstrafe aber unbedingt ausgesprochen (Bst. J. Ziff. II. des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs).

Weiter verurteilte die Vorinstanz den Beschuldigten A.________, den Beschuldig-
ten G.________, den Beschuldigten I.________, die Beschuldigte K.________, 
den Beschuldigten M.________, den Beschuldigten Q.________, den Beschuldig-
ten U.________, den Beschuldigten W.________, den Beschuldigten Y.________ 
und den Beschuldigten AE.________ zu einer Verbindungsbusse unter Festset-
zung der Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung (Bst. A., D., E., F., 
G., I., K., L., M., P. jeweils Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteils).

Zudem verurteile die Vorinstanz die Beschuldigten jeweils zu den anteilsmässigen 
Verfahrenskosten (1/4 der gesamten Verfahrenskosten), sich je beschuldigte Per-
son – mit Ausnahme des Beschuldigten AE.________ – zusammensetzend aus 
Gebühren von CHF 2'431.25 und Auslagen von CHF 18.15, insgesamt bestimmt 
auf CHF 2'449.40 (Bst. A. bis O. jeweils Ziff. II. des erstinstanzlichen Urteilsdisposi-
tivs):

Die vollen Gebühren setzen sich zusammen aus:

Kosten der Untersuchung CHF 1’425.00
Kosten des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 8’300.00
Total CHF 9’725.00

Die vollen Auslagen setzen sich zusammen aus:

Auslagen des Gerichts CHF 72.50
Total CHF 72.50

Total Verfahrenskosten CHF 9’797.50

Betreffend den Beschuldigten AE.________ setzte die Vorinstanz die von ihm zu 
tragenden anteilsmässigen Verfahrenskosten auf insgesamt CHF 2'469.40 fest, 
sich zusammensetzend aus ¼ der vollen Gebühren, ¼ der Auslagen des Gerichts 
sowie der Zeugenentschädigung (Bst. P. Ziff. II. 3. des erstinstanzlichen Urteilsdis-
positivs):

6

Die vollen Gebühren setzen sich zusammen aus:

Kosten der Untersuchung CHF 1’425.00
Kosten des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 8’300.00
Total CHF 9’725.00

Die vollen Auslagen setzen sich zusammen aus:

Zeugenentschädigung HV CHF 20.00
Auslagen des Gerichts CHF 72.50
Total CHF 72.50

1.3 Widerrufsverfahren

In den Widerrufsverfahren gegen die Beschuldigte K.________, den Beschuldigten 
U.________, den Beschuldigten W.________, den Beschuldigten Y.________ und 
die Beschuldigte AA.________ befand die Vorinstanz jeweils wie folgt über den 
Widerruf des bedingten Vollzugs früherer Strafen (Hervorhebungen im Original):

Betreffend die Beschuldigte K.________ (Bst. F. Ziff. III. des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs):

1. Der K.________ mit Urteil der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 8.9.2016 für eine 
Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF 30.00 gewährte bedingte Vollzug wird nicht wider-
rufen.

2. K.________ wird verwarnt (Art. 46 Abs. 2 StGB).

3. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 300.00 werden K.________ 
auferlegt. Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduzieren sich die Verfahrenskosten 
um CHF 150.00. Die reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 150.00.

Betreffend den Beschuldigten U.________ (Bst. K. Ziff. III. des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs):

1. Das Widerrufsverfahren gegen U.________ bezüglich des Urteils der Regionalen Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland vom 11.3.2013 wird gestützt auf Art. 46 Abs. 5 StGB einge-
stellt.

2. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 150.00 werden vom Kanton 
Bern getragen.

3. Auf die Ausrichtung einer Entschädigung wird verzichtet.

Betreffend den Beschuldigten W.________ (Bst. L. Ziff. III. des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs):

1. Das Widerrufsverfahren gegen W.________ bezüglich des Urteils der Regionalen Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland vom 27.8.2014 wird gestützt auf Art. 46 Abs. 5 StGB einge-
stellt.

2. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 150.00 werden vom Kanton 
Bern getragen.

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3. Der W.________ mit Urteil der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 
22.12.2014 für eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 40.00 gewährte bedingte Voll-
zug wird nicht widerrufen.

4. W.________ wird verwarnt (Art. 46 Abs. 2 StGB).

5. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 300.00 werden W.________ 
auferlegt.

6. Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduzieren sich die Verfahrenskosten um 
CHF 150.00. Die reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 150.00.

7. Auf die Ausrichtung einer Entschädigung wird verzichtet.

Betreffend den Beschuldigten Y.________ (Bst. M. Ziff. III. des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs):

1. Das Widerrufsverfahren gegen Y.________ bezüglich des Urteils der Regionalen Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland vom 26.5.2016 wird gestützt auf Art. 46 Abs. 5 StGB einge-
stellt.

2. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 150.00 werden vom Kanton 
Bern getragen.

3. Auf die Ausrichtung einer Entschädigung wird verzichtet.

Betreffend die Beschuldigte AA.________ (Bst. N. Ziff. III. des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs):

1. Das Widerrufsverfahren gegen AA.________ bezüglich des Urteils der Regionalen Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland vom 14.12.2015 wird gestützt auf Art. 46 Abs. 5 StGB einge-
stellt.

2. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 150.00 werden vom Kanton 
Bern getragen.

3. Auf die Ausrichtung einer Entschädigung wird verzichtet.

1.4 Amtliche Entschädigungen sowie Rück- und Nachzahlungspflichten

Weiter legte die Vorinstanz die Höhe der amtlichen Entschädigungen der Verteidi-
ger/innen und, soweit gefordert, die Höhe der vollen Honorare sowie die Rück- und 
gegebenenfalls Nachzahlungspflichten fest (Bst. A. bis E. und Bst. G. bis J. sowie 
O. bis P. jeweils Ziff. III. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs und Bst. F., K., L., 
M., N. jeweils Ziff. IV. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

1.5 Zivilpunkt

Im Zivilpunkt erkannte die Vorinstanz was folgt (Bst. Q. des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs; Hervorhebungen im Original):

Betreffend die Zivilklagen wird in Anwendung von Art. 126 Abs. 1 Bst. b StPO erkannt:

1. Die Forderung des Privatklägers AG.________ auf eine angemessene Genugtuung von 
mindestens CHF 5'000.00 zuzüglich 5% Zins seit BN.________ (Datum) wird abgewiesen.

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2. Die Forderung des Privatklägers AK.________ auf eine angemessene Genugtuung von 
mindestens CHF 5'000.00 zuzüglich 5% Zins seit BN.________ (Datum) wird abgewiesen.

3. Die Forderung des Privatklägers AM.________ auf eine angemessene Genugtuung von 
mindestens CHF 5'000.00 zuzüglich 5% Zins seit BN.________ (Datum) wird abgewiesen.

4. Für die Beurteilung der Zivilklagen werden keine Kosten ausgeschieden.

1.6 Weitere Verfügungen

Schliesslich traf die Vorinstanz die weiteren Verfügungen betreffend Löschung 
biometrisch erkennungsdienstlicher Daten und der DNA-Profile (Bst. A. bis E. und 
Bst. G. bis J. sowie O. bis P. jeweils Ziff. IV. und Bst. F., K., L., M., N. jeweils 
Ziff. V. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) sowie die Einziehung und Vernich-
tung von Gegenständen, Rückgabe von Gegenständen und die Eröffnung (Bst. R. 
des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 
Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) mit Eingabe vom 22. Juni 2021 
die Berufung an (pag. 2878). Zudem meldeten Rechtanwalt Dr. AH.________ na-
mens AG.________ (nachfolgend: Straf- und Zivilkläger AG.________), Rechtsan-
walt AJ.________ namens AI.________ (nachfolgend: Strafkläger AI.________), 
Rechtsanwalt AL.________ namens AK.________ (nachfolgend: Straf- und Zivil-
kläger AK.________) und Rechtsanwalt CM.________ namens AM.________ 
(damals noch Zivilkläger), alle mit Eingabe vom 25. Juni 2021 (zugestellt am 28. 
Juni 2021), form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 2879 ff.). Die schriftliche 
Urteilsbegründung datiert vom 3. Dezember 2021 (pag. 2916 ff.) und wurde den 
Parteien mit Verfügung vom 7. Dezember 2021 zugestellt (pag. 3068 ff.).

Mit Eingabe vom 27. Dezember 2021 teilte Rechtsanwalt CM.________ namens 
AM.________ mit, auf das Einreichen einer Berufungserklärung zu verzichten 
(pag. 3084). Am 28. Dezember 2021 reichten Rechtsanwalt AJ.________ für den 
Strafkläger AI.________ (pag. 3086 ff.), Rechtsanwalt AL.________ für den Straf- 
und Zivilkläger AK.________ (pag. 3090 ff.), Rechtsanwalt Dr. AH.________ für 
den Straf- und Zivilkläger AG.________ (pag. 3096 ff.) und die Generalstaatsan-
waltschaft (pag. 3101 ff.) form- und fristgerecht die Berufungserklärung ein (alle-
samt zugestellt am 29. Dezember 2021).

Mit Verfügung vom 3. Januar 2022 wurde vom Verzicht auf Einreichung einer Beru-
fungserklärung von AM.________ und den eingereichten Berufungserklärungen 
Kenntnis genommen und den anderen Parteien Gelegenheit eingeräumt, innert 
Frist Anschlussberufung zu erklären oder begründet ein Nichteintreten auf die Be-
rufungen zu beantragen (pag. 3106 ff.).

Es reichten am 4. Januar 2022 Rechtsanwalt B.________ für den Beschuldigten 
A.________ (pag. 3132), am 18. Januar 2022 Rechtsanwalt Dr. H.________ für 
den Beschuldigten G.________ (pag. 3138 ff.), am 24. Januar 2022 Rechtsanwalt 
Dr. AR.________ für den Beschuldigten Y.________ (pag. 3149 ff.), Fürsprecher 
Dr. AD.________ für die Beschuldigte AC.________ (pag. 3154), Rechtsanwalt 

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X.________ für den Beschuldigten W.________ (pag. 3156 f.), Fürsprecher 
V.________ für den Beschuldigten U.________ (pag. 3159) und Advokatin 
L.________ für die Beschuldigte K.________ (pag. 3163 ff.) Anschlussberufung 
ein. Mit Schreiben vom 26. Januar 2022 zog Fürsprecher V.________ die namens 
des Beschuldigten U.________ erhobene Anschlussberufung zurück (pag. 3170).

Die Generalstaatsanwaltshaft teilte mit Eingabe vom 12. Januar 2022 mit, ange-
sichts der eigenen Berufung keine Anschlussberufung auf die Berufungen der 
Straf- und Zivilkläger und des Strafklägers zu erheben und kein Nichteintreten gel-
tend zu machen (pag. 3134 ff.).

Weiter teilten Rechtsanwältin D.________ mit Schreiben vom 18. Januar 2022 na-
mens des Beschuldigten C.________ (pag. 3142), Rechtsanwältin AF.________ 
mit Eingabe vom 24. Januar 2022 namens des Beschuldigten AE.________ (pag. 
3161), Rechtsanwältin J.________ am 26. Januar 2022 für den Beschuldigten 
I.________ (pag. 3167 f.) und Rechtsanwalt Dr. F.________ mit Schreiben vom 31. 
Januar 2022 für die Beschuldigte E.________ (pag. 3172) mit, keine Anschlussbe-
rufung zu erklären.

Mit Verfügung vom 21. Februar 2022 wurde von den Anschlussberufungen der Be-
schuldigten A.________, G.________, Y.________, AC.________, W.________ 
und K.________ Kenntnis genommen und gegeben. Zudem wurde festgestellt, 
dass der Beschuldigte U.________ seine am 24. Januar 2022 erklärte Anschluss-
berufung mit Schreiben vom 26. Januar 2022 zurückgezogen hat. Gleichzeitig wur-
de von den Eingaben, mit welchen ausdrücklich keine Anschlussberufung erklärt 
und kein Nichteintreten auf die Berufungen geltend gemacht wurde, Kenntnis ge-
nommen und gegeben und festgestellt, dass sich die übrigen Parteien nicht haben 
vernehmen lassen. Weiter wurde den Parteien Gelegenheit eingeräumt, innert Frist 
schriftlich und begründet ein Nichteintreten auf die Anschlussberufungen zu bean-
tragen (pag. 3205 ff.).

Seitens des Straf- und Zivilklägers AG.________ (pag. 3239), der Generalstaats-
anwaltschaft (pag. 3243), des Strafklägers AI.________ (pag. 3244) sowie des 
Straf- und Zivilklägers AK.________ (pag. 3233 f.) wurde kein Nichteintreten auf 
die Anschlussberufungen beantragt. Die Straf- und Zivilkläger und der Strafkläger 
hielten aber fest, dass von Amtes wegen zu prüfen sei, ob die Anschlussberu-
fungserklärung des Beschuldigten A.________ den gesetzlichen Anforderungen 
genüge (pag. 3233, 3239, 3244) und die Generalstaatsanwaltschaft führte aus, 
dass die Anschlussberufungserklärung des Beschuldigten A.________ ungenü-
gend und ihm eine Frist zur Verdeutlichung anzusetzen sei (pag. 3243). Mit Verfü-
gung vom 25. März 2022 wurde von diesen Stellungnahmen Kenntnis genommen 
und gegeben und festgestellt, dass sich die restlichen Parteien innert Frist nicht 
haben vernehmen lassen. Zudem wurde den Parteien Gelegenheit eingeräumt all-
fällige Schlussbemerkungen einzureichen (pag. 3246 ff.).

Mit Beschluss vom 8. Juni 2022 wurde der Beschuldigte A.________ aufgefordert, 
innert Frist zu verdeutlichen und anzugeben, welche Teile des erstinstanzlichen Ur-
teils von ihm angefochten worden seien (pag. 3287 ff.). Mit Eingabe vom 10. Juni 
2022 präzisierte Rechtsanwalt B.________ namens des Beschuldigten 

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A.________ die Anschlussberufung (pag. 3297). Von dieser Eingabe wurde mit 
Verfügung vom 27. Juni 2022 Kenntnis genommen und gegeben und der General-
staatsanwaltschaft, den Straf- und Zivilklägern, dem Strafkläger sowie 
AM.________ Gelegenheit eingeräumt, innert Frist schriftlich und begründet ein 
Nichteintreten auf die verdeutlichte Anschlussberufung zu beantragen (pag. 3299 
ff.).

Seitens des Straf- und Zivilklägers AK.________ (pag. 3312 f.), der Generalstaats-
anwaltschaft (pag. 3318), des Strafklägers AI.________ (pag. 3319) und des Straf- 
und Zivilklägers AG.________ (pag. 3321) wurde kein Nichteintreten auf die ver-
deutlichte Anschlussberufung beantragt, wovon mit Verfügung vom 18. August 
2022 Kenntnis genommen und gegeben wurde. Gleichzeitig wurde festgestellt, 
dass sich AM.________ nicht hat vernehmen lassen (pag. 3328 ff.).

Am 26. August 2022 teilte Rechtsanwalt CM.________ namens AM.________ mit, 
dass er sich nicht weiter als Zivilkläger am Verfahren beteiligen möchte (pag. 
3352). Mit Beschluss vom 23. Dezember 2022 wurde festgestellt, dass die Parteien 
gestützt auf die Verfügung vom 1. September 2022 (pag. 3354 ff.) hinsichtlich der 
beabsichtigten Entlassung von AM.________ aus dem Verfahren keine Bemerkun-
gen eingereicht haben. AM.________ wurde ohne Kosten- und Entschädigungsfol-
gen aus dem Verfahren entlassen (pag. 3457 ff.). Da AM.________ in der Folge im 
oberinstanzlichen Verfahren nur noch als Zeuge auftrat, wird er im Folgenden als 
Zeuge AM.________ bezeichnet.

Mit Eingabe vom 1. Februar 2023 ersuchte Advokatin Z.________ um Wechsel der 
amtlichen Verteidigung des Beschuldigten Y.________ (pag. 3577). Mit Verfügung 
vom 17. Februar 2023 wurde Advokat Dr. AR.________ aus dem amtlichen Man-
dat entlassen und Advokatin Z.________ als amtliche Verteidigerin für den Be-
schuldigten Y.________ eingesetzt (pag. 3579 ff.).

Am 10. Oktober 2023 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung im Berufungsver-
fahren vorgeladen. Gleichzeitig wurde die Zusammensetzung der Kammer bekannt 
gegeben (pag. 3646 ff.).

Die Berufungsverhandlung vor der 1. Strafkammer fand am 11. bis 14. Dezember 
2023 und die Urteilseröffnung am 10. Januar 2024 statt (pag. 4189 ff.). Im Vorfeld 
und/oder während der Berufungsverhandlung wurden die beschuldigten Personen, 
die Straf- und Zivilkläger, der Strafkläger und die Rechtsvertretungen teilweise von 
der Teilnahme an der Berufungsverhandlung dispensiert. Für die An- und Abwe-
senheiten wird auf das Protokoll der Berufungsverhandlung verwiesen (pag. 4189 
ff.).

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Von Amtes wegen wurden in oberer Instanz aktuelle Strafregisterauszüge über die 
Beschuldigten eingeholt (pag. 3981 ff.). Zudem wurden die Veranlagungsverfügun-
gen der Steuerjahre 2022 und/oder 2021 von sämtlichen beschuldigten Personen 
ediert, sofern diese von der betroffenen Person nicht selbst eingereicht wurden 
(pag. 3873 f.; 3899 ff.; 3912 ff.; 3965 ff.; 4036 ff.; 4153).

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Weiter wurden auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft (pag. 4100 f.) die Akten 
BM .________ bei der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland betreffend das Strafver-
fahren gegen AS.________ ediert (pag. 4119 ff.).

Weiter wurden mit Beschluss vom 8. Juni 2022 diverse Beweisanträge gutheissen 
und alle erstellten Fotos betreffend die Handverletzung des Beschuldigten 
AE.________ vom BN.________(Datum) bei der Kantonspolizei Bern eingeholt 
(pag. 3338 ff.), sämtliche Unterlagen betreffend die Behandlung der Handverlet-
zung des Beschuldigten AE.________ vom BN.________(Datum) beim 
AT.________ (Spital) ediert (Operationsbericht vom 24. Februar CI.________(Jahr) 
[pag. 3346 f.], Bericht «Verlauf Poliklinik Handchirurgie» vom 14. März 
CI.________(Jahr) [pag. 3348 f.] und Bericht Notfallzentrum vom 
BN.________(Datum) [pag. 3569 f.]) und beim Institut für Rechtsmedizin (IRM) be-
treffend das Verletzungsbild der Handverletzung des Beschuldigten AE.________ 
ein Aktengutachten eingeholt (pag. 3595 ff.). In Zusammenhang mit der Gutach-
tenserstellung durch das IRM wurde von Amtes wegen ein Amtsbericht bei der 
Kantonspolizei Bern betreffend allenfalls von der Polizei am BN.________(Datum) 
eingesetzten Gasgranaten-Modellen eingeholt (datierend vom 17. April 2023; pag. 
3587). Weiter wurden mit Beschluss vom 8. Juni 2022 der Beweisantrag des Straf-
klägers auf oberinstanzliche Befragung des Zeugen AM.________ und die Beweis-
anträge der Straf- und Zivilkläger und der Generalstaatsanwaltschaft auf oberin-
stanzliche Befragung sämtlicher Parteien gutgeheissen. Im Rahmen der Beru-
fungsverhandlung wurden folglich die Straf- und Zivilkläger, der Strafkläger, die be-
schuldigten Personen und der Zeuge AM.________ einvernommen (pag. 4198 ff., 
4202 ff., 4211 ff. und 4225 ff.). Zudem wurde an der oberinstanzlichen Verhandlung 
gestützt auf den gutgeheissenen Beweisantrag des Strafklägers AI.________, wel-
chem sich die Generalstaatsanwaltschaft und der Straf- und Zivilkläger 
AG.________ anschlossen (pag. 4230), Dr. med. AN.________ als sachverständi-
ge Person befragt (pag. 4248 ff.).

Der Beweisantrag auf Befragung von AU.________ wurde an der Berufungsver-
handlung begründet abgewiesen. Zudem wurden die Beweisanträge von Rechts-
anwältin AF.________, es seien die Metadaten der Fotografie auf pag. 3044 zu 
edieren und es sei ein Bericht darüber einzuholen, von wem und zu welchem Zeit-
punkt die genannte Fotografie erstellt worden sei, begründet abgewiesen. Mit Be-
gründung abgewiesen wurden schliesslich der Antrag, die Aussagen von 
AS.________ seien aus den Akten zu weisen und der Eventualantrag auf Befra-
gung von AS.________. Es kann auf das Protokoll zur Berufungsverhandlung ver-
wiesen werden (pag. 4262 und 4235).

4. Anträge der Parteien

4.1 Anträge der Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft stellte und begründete folgende Anträge (Hervorhe-
bungen im Original; pag. 4376 ff.):

A. A.________
A.________ sei schuldig zu erklären:

12

1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 
(Ortschaft) z.N. des AP.________;

2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-
gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft);

und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 168 Tagessätzen zu CHF 40.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 12.08.2020.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

B. C.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
C.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z. N. AP.________, schuldig erklärt wurde.

II.
C.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu CHF 30.00.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

C. E.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
E.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z.N. des AP.________, schuldig erklärt wurde.
II.

13

E.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und sie sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

D. G.________
G.________ sei schuldig zu erklären:
1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 

(Ortschaft) z.N. AP.________;
2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-

gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft);

und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 165 Tagessätzen zu CHF 30.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regiona-
len Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 01.10.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

E. I.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
I.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde.

II.
I.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

14

1. zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu CHF 30.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 10.05.2019.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

F. K.________
I.
K.________ sei schuldig zu erklären:
1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 

(Ortschaft) z.N. AP.________;
2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-

gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft);

und sie sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 172 Tagessätzen zu CHF 40.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 24.09.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

II.
Das Widerrufsverfahren gegen K.________ betreffend das Urteil der Staatsanwaltschaft Muri-
Bremgarten vom 08.09.2016 sei einzustellen, unter Auflage der Verfahrenskosten an den Kanton 
Bern.

G. M.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
M.________ des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen und festgestellt am 21. Dezember 
CH.________(Jahr) und am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, 
schuldig erklärt wurde.

II.
M.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

15

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 125 Tagessätzen zu CHF 30.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 06.06.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

H. O.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
O.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde.

II.
O.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

I. Q.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
Q.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde.

II.
Q.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

16

1. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 50.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 06.06.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

J. S.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
S.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in 
AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde.

II.
S.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

K. U.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich
1. des Schuldspruchs, wonach U.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt 

am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde;
2. das Widerrufsverfahren gegen U.________ betreffend das Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-

Mittelland vom 11.03.2013 unter Auflage der Verfahrenskosten an den Kanton Bern eingestellt 
wurde.

II.
U.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

17

1. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 06.06.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

L. W.________
I.
W.________ sei schuldig zu erklären:
1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 

(Ortschaft) z.N. AP.________;
2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-

gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft);
und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 170 Tagessätzen zu CHF 30.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 22.10.2018.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

II.
Das Widerrufsverfahren gegen W.________ betreffend die Urteile der Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland vom 27.08.2014 und vom 22.12.2014 sei einzustellen, unter Auferlage der Verfahrenskos-
ten an den Kanton Bern.

Y.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich der Einstellung des Widerrufsverfah-
rens gegen Y.________ betreffend das Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 26.05.2016 
unter Auflage der Verfahrenskosten an den Kanton Bern.

II.
Y.________ sei schuldig zu erklären:
1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 

(Ortschaft) z.N. AP.________;
2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-

gen am BN.________(Datum) AV.________;
und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

18

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 165 Tagessätzen zu CHF 50.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 29.06.2017.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

N. AA.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich
1. des Schuldspruchs, wonach AA.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt 

am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schuldig erklärt wurde;
2. der Einstellung des Widerrufsverfahrens gegen AA.________ betreffend das Urteil der Staatsan-

waltschaft Bern-Mittelland vom 14.12.2015 unter Auflage der Verfahrenskosten an den Kanton 
Bern.

II.
AA.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und sie sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu CHF 70.00.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

O. AC.________
AC.________ sei schuldig zu erklären:
1. des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ 

(Ortschaft) z.N. AP.________;
2. der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-

gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft);
und sie sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00.

19

Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

P. AE.________
I.
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Schuldspruchs, wonach 
AE.________ des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen bzw. festgestellt am 10. Februar 
CI.________(Jahr) und BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft) z.N. AP.________, schul-
dig erklärt wurde.

II.
AE.________ sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 
StGB, begangen am BN.________(Datum), schuldig zu erklären und er sei in Anwendung der ein-
schlägigen Gesetzesartikel

zu verurteilen:

1. zu einer Geldstrafe von 298 Tagessätzen zu CHF 40.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der Regio-
nalen Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 10.4.2017.
Die Polizeihaft von einem Tag sei im Umfang von einem Tagessatz an die Geldstrafe anzurech-
nen.
Der Vollzug der Geldstrafe sei bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben.

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine 
angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

Q. Verfügungen
1. Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Ein-

zelgericht) vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich der Verfügungen über die 
beschlagnahmten Gegenstände (Einziehung und Rückgabe; Ziff. R. 1. und 2. des Urteilsdisposi-
tivs.

2. Im Weiteren seien die üblichen Verfügungen zu treffen (Honorare, DNA, biometrische erken-
nungsdienstliche Daten).

4.2 Anträge der Straf- und Zivilkläger und des Strafklägers

4.2.1 Anträge des Straf- und Zivilklägers AG.________

Rechtsanwalt Dr. AH.________ stellte und begründete namens des Straf- und Zi-
vilklägers AG.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4393 
f.):

1. Feststellung Rechtskraft
Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil, soweit nicht angefochten, in Rechtskraft erwach-
sen ist. 

20

2. Schuldsprüche und Sanktion
2.1. Die Beschuldigten 1-15 seien der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte nach 
Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB begangen zum Nachteil des Privatklägers 1 (AG.________) schuldig zu 
sprechen (Ziff. 1 der Anklageschrift) und — unter Einbezug der rechtskräftigen Verurteilungen wegen 
Hausfriedensbruchs (Ziff. 2.1 der Anklageschrift) — zu einer angemessenen Strafe zu verurteilen. 
2.2. Der Beschuldigte 16 (AE.________) sei der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 
nach Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, eventualiter nach Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, begangen zum Nach-
teil des Privatklägers 1 (AG.________) schuldig zu sprechen (Ziff. 1 der Anklageschrift) und — unter 
Einbezug der rechtskräftigen Verurteilungen wegen Hausfriedensbruchs (Ziff. 2.1 der Anklageschrift) 
— zu einer angemessenen Strafe zu verurteilen. 

3. Zivilklage 
Die Zivilklage sei gutzuheissen und die Beschuldigten 1-16 seien unter solidarischer Haftung zu ver-
pflichten, dem Privatkläger 1 (AG.________) gestützt auf Art. 41 i.V.m. Art. 50 Abs. 1 OR und Art. 285 
StGB eine angemessene Genugtuung von mindestens CHF 5'000.00 zzgl. 5 % Zins seit dem 
BN.________(Datum) zu bezahlen.

4. Verfahrenskosten 
4.1. Die Verfahrenskosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien gestützt auf Art. 426 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 418 Abs. 2 StPO vollumfänglich den Beschuldigten 1-16 zur Bezahlung aufzuerlegen, unter soli-
darischer Haftung auf den vollen Betrag. 
4.2. Die Verfahrenskosten des oberinstanzlichen Verfahrens seien gestützt auf Art. 428 Abs. 1 StPO 
vollumfänglich den Beschuldigten 1-16 zur Bezahlung aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung auf 
den vollen Betrag.

5. Entschädigung 
5.1. Die Beschuldigten 1-16 seien unter solidarischer Haftung zu verurteilen, dem Privatkläger 1 
(AG.________) für seine Aufwendungen im erstinstanzlichen Verfahren gestützt auf Art. 433 Abs. 1 
i.V.m. Art. 418 Abs. 2 StPO eine Entschädigung gemäss eingereichter Kostennote zu bezahlen. 
5.2. Die Beschuldigten 1-16 seien unter solidarischer Haftung zu verurteilen, dem Privatkläger 1 
(AG.________) für seine Aufwendungen im oberinstanzlichen Verfahren gestützt auf Art. 436 i.V.m. 
Art. 433 Abs. 1 und Art. 418 Abs. 2 StPO eine Entschädigung gemäss eingereichter Kostennote zu 
bezahlen. 

4.2.2 Anträge des Straf- und Zivilklägers AK.________

Rechtsanwalt AL.________ stellte und begründete namens des Straf- und Zivilklä-
gers AK.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4397 f.):

1. Die Beschuldigten 1-16 seien gemäss Anklageschrift schuldig zu sprechen wegen Gewalt und 
Drohung gegen Behörden und Beamte i.S. von Art. 285 Ziffer 2 Abs. 1 StGB resp. — im Falle des 
Beschuldigten AE.________ (Beschuldigter 16) — i.S. von Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, began-
gen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft), u.a. zum Nachteil von AK.________.

2. Die Beschuldigten seien im Lichte der Schuldsprüche zu angemessenen Strafen zu verurteilen. 
3. Die Beschuldigten 1-16 seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, dem Privatkläger 

AK.________ eine angemessene Genugtuung von mind. CHF 5'000.00 zuzüglich 5% Zins ab 
BN.________(Datum) zu bezahlen. 

21

4. Die erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien den Beschuldigten 1 — 16 unter solida-
rischer Haftung zur Bezahlung aufzuerlegen.

5. Die Beschuldigten 1 — 16 seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, dem Privatkläger 
AK.________ dessen Interventionskosten für das erst- sowie das oberinstanzliche Verfahren in 
Höhe der eingereichten jeweiligen Honorarnoten zu ersetzen. 

6. Weiter sei zu verfügen, was rechtens.

4.2.3 Anträge des Strafklägers AI.________

Rechtsanwalt AJ.________ stellte und begründete namens des Strafklägers 
AI.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4395 f.):

I.
Es sei von Amtes wegen festzustellen, dass die unangefochten gebliebenen Teile des Urteils des Re-
gionalgerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen sind.

II.
Die beschuldigten Personen 1.— 15. vgt. seien u.a. 
schuldig zu erklären: 

der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB, began-
gen am BN.________(Datum), in AO.________ z.N. von AI.________ 
und in Anwendung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen angemessen zu bestrafen. 

III.
Der Beschuldigte 16. (AE.________) vgt. sei im Sinne der Anklage u.a.
schuldig zu erklären: 

der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, began-
gen am BN.________(Datum), in AO.________, z.N. von AI.________, 
und in Anwendung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen angemessen zu bestrafen.

IV.
1. Die Beschuldigten seien unter solidarischer Haftbarkeit zum Ersatz der Interventionskosten von 

Herrn AI.________ für das erst- und oberinstanzliche Verfahren gemäss Kostennoten zu verurtei-
len. 

2. Die Beschuldigten seien zur Bezahlung der gesamten Verfahrenskosten zu verurteilen. 
3. Die erforderlichen Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.

4.3 Anträge der Anschlussberufungsführer/innen

4.3.1 Anträge des Beschuldigten A.________

Rechtsanwalt B.________ stellte und begründete namens des Beschuldigten 
A.________ folgende Anträge (pag. 4400):

1. Der vorinstanzliche Teilfreispruch sei zu bestätigen. 
2. Das Verfahren betr. Hausfriedensbruch sei zufolge fehlendem Strafantrag einzustellen. 
3. A.________ sei ohnehin vollumfänglich vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs und damit jedem 

Vorwurf freizusprechen. 
4. Das vorinstanzliche Urteil sei betreffend des Zivilpunktes zu bestätigen.

22

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren, inkl. 
der Kosten der amtlichen Verteidigung (zahlbar an den Rechtsvertreter, zuzüglich Mehrwertsteu-
er) zu Lasten der Staatskasse.

4.3.2 Anträge des Beschuldigten G.________

Rechtsanwalt Dr. H.________ stellte und begründete namens des Beschuldigten 
G.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4410):

1. Die Berufungen aller Berufungskläger seien abzuweisen.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien zulasten der Berufungskläger zu verlegen. 
3. Es sei der Anschlussberufungskläger in Gutheissung der Anschlussberufung und in Abänderung 

des Urteils des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 von der Anklage des Haus-
friedensbruchs kostenlos freizusprechen, bzw. das Verfahren sei mangels Strafantrag einzu-
stellen.

4. Es seien in Gutheissung der Anschlussberufung und in Abänderung des des Urteils des Regio-
nalgerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 die gesamten Verfahrenskosten vollumfänglich zu-
lasten des Kantons Bern zu verlegen.

5. Es sei in Gutheissung der Anschlussberufung und in Abänderung des des Urteils des Regional-
gerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 die gesamte vom Kanton Bern ausgerichtete Ent-
schädigung für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten von der Rückzahlungspflicht gemäss 
Art. 135 Abs. 4 StPO auszunehmen.

6. Unter o/e Kostenfolge.

4.3.3 Anträge der Beschuldigten K.________

Advokatin L.________ stellte und begründete namens der Beschuldigten 
K.________ folgende Anträge (pag. 4403):

1. In Abweisung der Berufungen der Generalstaatsanwaltschaft und der Privatkläger sowie in Gut-
heissung der Anschlussberufung sei K.________ von sämtlichen Vorwürfen vollumfänglich freizu-
sprechen, soweit das Verfahren nicht ohnehin einzustellen ist.

2. Die Zivilforderungen der Privatkläger seien vollumfänglich abzuweisen. 
3. Unter o/e Kostenfolge zu Lasten der Berufungskläger respektive zu Lasten des Kantons.

4.3.4 Anträge des Beschuldigten W.________

Rechtsanwalt X.________ stellte und begründete namens des Beschuldigten 
W.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4404 f.):

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 inso-
fern in Rechtskraft erwachsen ist, als das Widerrufsverfahren gegen W.________ bezüglich des 
Urteils der Regionalgen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 27. August 2014 eingestellt wor-
den ist (Ziff. L.III.1. und L.III.2.); 

2. W.________ sei freizusprechen vom Vorwurf der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Be-
amte, angeblich begangen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft); 

3. Das Strafverfahren gegen W.________ wegen Hausfriedensbruch, angeblich begangen bzw. 
festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft), sei einzustellen, eventualiter 
sei er vom entsprechenden Vorwurf freizusprechen; 

4. Die erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen; 
5. W.________ sei eine Entschädigung auszurichten in der Höhe von CHF 3677.25 für die ange-

messene Ausübung seiner Verfahrensrechte gemäss eingereichter Honorarnoten von Rechtsan-

23

walt X.________ vom 31. Dezember 2017 und vom 15. November 2018 vor Einsetzung als amtli-
che Verteidigung; 

6. W.________ sei eine Genugtuung auszurichten in der Höhe von CHF 1'000.00 zzgl. Zins zu 5% 
seit dem BN.________(Datum) für die besonders schweren Verletzungen seiner persönlichen 
Verhältnisse; 

7. Die Zivilklagen der Privatklägerschaft seien auf den Zivilweg zu verweisen, eventualiter abzu-
weisen; 

8. Das Widerrufsverfahren betreffend das Urteil der Regionalgen Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland vom 22. Dezember 2014 sei einzustellen; 

9. Es sei die unverzügliche Löschung resp. Vernichtung des DNA-Profils von W.________ sowie 
sämtliche Resultate der erkennungsdienstlichen Erfassung (insb. Daktyloskopische Daten, Fo-
tografien und Signalement) aus sämtlichen Registern (auch der Kantonspolizei intern) gerichtlich 
anzuordnen; 

10. Das Honorar der amtlichen Verteidigung für das oberinstanzliche Verfahren sei gemäss der 
eingereichten Honorarnote gerichtlich zu bestimmen; 

11. Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen; 
unter Kosten und Entschädigungsfolgen inkl. 7,7% MWST im erst- und oberinstanzlichen Verfah-
ren.

4.3.5 Anträge des Beschuldigten Y.________

Advokatin Z.________ stellte und begründete namens des Beschuldigten 
Y.________ folgende Anträge (pag. 4416):

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 17. Juni 2021 in 
Bezug auf die Einstellung des Widerrufsverfahrens gegen Y.________ bezüglich das Urteil der 
regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 26. Mai 2016 in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Es sei Y.________ vom Vorwurf der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vollum-
fänglich und kostenlos freizusprechen.

3. Das Strafverfahren gegen Y.________ wegen Hausfriedensbruch sei vollumfänglich und kosten-
los einzustellen; eventualiter sei Y.________ vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs vollumfänglich 
und kostenlos freizusprechen.

4. Sämtliches erhobenes erkennungsdienstliches Material sowie das erstellte DNA-Profil von 
Y.________ sei nach Rechtskraft des Urteils zu vernichten.

5. Sämtliche Zivilforderungen der Privatkläger seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den 
Zivilweg zu verweisen.

6. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Staatskasse. Die amtliche Verteidigung sei für ihre Aufwen-
dungen gemäss eingereichter Honorarnote zu entschädigen — ohne Rückforderungsvorbehalt 
gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

4.3.6 Anträge der Beschuldigten AC.________

Fürsprecher Dr. AD.________ stellte und begründete namens der Beschuldigten 
AC.________ folgende Anträge (Hervorhebungen im Original; pag. 4406):

I.
1. Das Verfahren gegen AC.________ wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie wegen 

Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am BN.________(Datum) an der AQ.________ (Stras-
se) in AO.________ (Ortschaft), sei einzustellen. 

24

Eventualiter: AC.________ sei von der Anschuldigung der Gewalt und Drohung gegen Beamte 
sowie des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am BN.________(Datum) an der 
AQ.________ (Strasse) in AO.________ (Ortschaft), freizusprechen. 

2. Die anteilsmässigen erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien auszuscheiden und 
dem Kanton Bern aufzuerlegen. 

3. AC.________ seien eine Entschädigung in der Höhe der entstandenen Verteidigungskosten 
gemäss noch einzureichender Honorarnote, einer Entschädigung für die Reisekosten (Anreise 
zum Flughafen, Flug .________ und Zug .________, retour) in der Höhe von CHF 170.00 (Belege 
vgl. teilweise Beilage) sowie eine Genugtuung für die vorläufige Festnahme, für die erkennungs-
dienstliche Behandlung (inkl. WSA) sowie für die Erstellung des DNA-Profils in der Höhe von CHF 
500.00 auszurichten.

II.
Die Privatklagen seien abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen, evtl. abzuweisen, 
unter Kosten-und Entschädigungsfolge.
III.
1. Das amtliche Honorar der Verteidigung für das oberinstanzliche Verfahren sei gestützt auf die 

beiliegende Honorarnote gerichtlich zu bestimmen. 
2. Über die beschlagnahmten Gegenstände sei von Amtes wegen zu verfügen. 
3. Allfällige weitere Verfügungen (insb. Löschung des DNA-Profils) seien von Amtes wegen zu tref-

fen.

4.4 Anträge der nichtanschlussberufungsführenden Beschuldigten

Die nichtanschlussberufungsführenden Beschuldigten beantragten zusammenge-
fasst und teilweise sinngemäss (pag. 4399, 4407, 4408, 4409, 4411, 4412, 4413, 
4414, 4415 und 4325):

 die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils (mit Ausnahme der Höhe der erst-
instanzlichen Verfahrenskosten), soweit dieses nicht bereits in Rechtskraft er-
wachsen sei;

 die Verurteilung zu einer milden/angemessenen Strafe (so die Beschuldigten 
Q.________, U.________ und E.________);

 die Verurteilung zur Bezahlung der anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfah-
renskosten von CHF 487.05 pro beschuldigte Person (vgl. insbesondere die 
Ausführungen von Fürsprecher R.________ in seinem Plädoyer, denen sich die 
weiteren Verteidiger/innen anschlossen; pag. 4316) oder (so der Beschuldigte 
AE.________) die Auferlegung der anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfah-
renskosten von CHF 487.05 pro beschuldigte Person an den Kanton Bern;

 die Auferlegung der oberinstanzlichen Verfahrenskosten an den Kanton Bern 
(so die Beschuldigten AE.________, AA.________, E.________, M.________, 
C.________ und I.________) oder die Auferlegung der oberinstanzlichen Ver-
fahrenskosten an den Kanton Bern und die Straf- und Zivilkläger (so die Be-
schuldigten S.________, Q.________, U.________ und O.________);

 die Bezahlung der amtlichen Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren 
durch den Kanton Bern, ohne Auferlegung einer Rückzahlungspflicht (so der 
Beschuldige Q.________);

25

 die Bezahlung der amtlichen Entschädigung für das oberinstanzliche Verfahren 
durch den Kanton Bern (so die Beschuldigten AE.________, AA.________, 
S.________, U.________, E.________, M.________, C.________ und 
I.________) oder die Bezahlung der amtlichen Entschädigung für das oberin-
stanzliche Verfahren durch den Kanton Bern und die Straf- und Zivilkläger (so 
der Beschuldigte Q.________ und O.________);

 die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochte-
nen Punkten (Art. 404 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 
312.0]).

Aufgrund der Berufung der Generalstaatsanwaltschaft hat die Kammer zunächst 
die Freisprüche von den Vorwürfen der Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte, angeblich begangen am BN.________(Datum) in AO.________ (Orts-
chaft) inkl. Kosten- und Entschädigungsfolgen zu überprüfen (Bst. A. bis P. jeweils 
Ziff. I. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

Weiter hat die Kammer die Schuldsprüche wegen Hausfriedensbruchs betreffend 
die anschlussberufungsführenden Beschuldigten A.________, G.________, 
K.________, W.________, Y.________ und AC.________, angeblich begangen 
bzw. festgestellt am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft) zu überprü-
fen. Die übrigen beschuldigten Personen haben den Schuldspruch bzw. die Be-
schuldigten M.________ und AE.________ die Schuldsprüche wegen Hausfrie-
densbruchs nicht angefochten. Es kann daher festgestellt werden, dass das erstin-
stanzliche Urteil insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als der Beschuldigte 
C.________, die Beschuldigte E.________, der Beschuldigte I.________, der Be-
schuldigte M.________, der Beschuldigte O.________, der Beschuldigte 
Q.________, der Beschuldigte S.________, der Beschuldigte U.________, die Be-
schuldigte AA.________ und der Beschuldigte AE.________ des Hausfriedens-
bruchs, begangen am BN.________(Datum) in AO.________ (Ortschaft), schuldig 
erklärt wurden. Weiter ist das erstinstanzliche Urteil insoweit in Rechtskraft er-
wachsen, als der Beschuldigte M.________ des Hausfriedensbruchs, begangen 
bzw. festgestellt am 21. Dezember CH.________(Jahr) in AO.________ (Ortschaft) 
und der Beschuldigte AE.________ des Hausfriedensbruchs, begangen bzw. fest-
gestellt am 10. Februar CI.________(Jahr) in AO.________ (Ortschaft), schuldig 
erklärt wurden.

Mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen ist das erstinstanzliche Urteil weiter 
insoweit, als das Widerrufsverfahren gegen den Beschuldigten U.________ betref-
fend das Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 11. März 2013, das Wi-
derrufsverfahren gegen die Beschuldigte AA.________ betreffend das Urteil der 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 14. Dezember 2015, das Widerrufsverfah-
ren gegen den Beschuldigten Y.________ betreffend das Urteil der Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 26. Mai 2016 und das Widerrufsverfahren gegen den 
Beschuldigten W.________ betreffend das Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-

26

Mittelland vom 27. August 2014, jeweils unter Auferlegung der Kosten für das Wi-
derrufsverfahren an den Kanton Bern, eingestellt wurden.

Die Kammer hat bei allen Beschuldigten den Sanktionenpunkt, das Widerrufsver-
fahren gegen den Beschuldigten W.________ betreffend das Urteil der Staatsan-
waltschaft Bern-Mittelland vom 22. Dezember 2014, das Widerrufsverfahren gegen 
die Beschuldigte K.________ und bei allen Beschuldigten die Höhe und Verteilung 
der erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu überprüfen.

Zudem hat die Kammer über die Zivilklagen der Straf- und Zivilkläger AG.________ 
und AK.________ zu befinden. Demgegenüber ist das erstinstanzliche Urteil im Zi-
vilpunkt mangels Anfechtung insoweit in Rechtskraft erwachsen, als die Forderung 
des Zeugen AM.________ auf eine angemessene Genugtuung, mindestens CHF 
5'000.00 zuzüglich Zins von 5 % seit dem BN.________(Datum), abgewiesen wur-
de (Bst. Q. Ziff. 3. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

Nicht angefochten und damit in Rechtskraft erwachsen sind zudem die Verfügun-
gen gemäss Bst. R. Ziff. 5. und Ziff. 6. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs (Ein-
ziehung und Vernichtung sowie Rückgabe von Gegenständen). Über die amtlichen 
Entschädigungen, die erhobenen biometrischen Daten und die erstellten DNA-
Profile ist praxisgemäss neu zu verfügen.

Die Kammer verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen – und/oder der 
Rechtskraft nicht zugänglichen – Punkte über volle Kognition (Art. 398 
Abs. 2 StPO). Aufgrund der Berufung der Generalstaatsanwaltschaft ist die Kam-
mer nicht an das Verschlechterungsverbot gebunden (Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Formelle Vorbringen

6. Verletzung des Anklagegrundsatzes

6.1 Vorbringen der Beschuldigten

In den oberinstanzlichen Parteivorträgen und wie bereits vor der Vorinstanz wurde 
mehrfach eine Verletzung des Anklagegrundsatzes geltend gemacht (vgl. u.a. 
pag. 4288, 4300, 4304, 4307, 4309 f., 4314, 4324). Zusammenfassend wurde aus-
geführt, die Staatsanwaltschaft habe es unterlassen, in der Anklageschrift zu um-
schreiben, welches Verhalten den einzelnen beschuldigten Personen vorgeworfen 
werde. Es fehle an einem individuellen Tatvorwurf. Die Staatsanwaltschaft berufe 
sich auf ein Kollektivdelikt und werfe den Beschuldigten pauschal die Vereinigung 
zu einer Gruppierung bzw. die passive Teilnahme daran vor. Art. 285 Ziff. 2 StGB 
verlange aber ein individuelles Tatverschulden, welches in der Anklageschrift ent-
sprechend zu umschreiben sei. Mit Verfügung vom 20. September 2018 sei die 
Staatsanwaltschaft durch das Gericht auf diese fehlende Individualisierung hinge-
wiesen worden, sie habe den Mangel aber im Anschluss nicht behoben. Das Ver-
fahren gegen die Beschuldigten wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte sei vor diesem Hintergrund einzustellen.

Auch in Bezug auf den Tatbestand des Hausfriedensbruchs sei der Anklagegrund-
satz verletzt worden. So fehle in der Anklageschrift eine Umschreibung dazu, wer 

27

die Liegenschaft an der AQ.________ (Strasse) zu welchem Zeitpunkt und mit wel-
chem Vorsatz betreten habe (u.a pag. 4311) und sich inwiefern dem Hausfriedens-
bruch angeschlossen habe (pag. 2568 f.). Auch gehe aus der Anklageschrift nicht 
hervor, welche Personen für welche Zeitdauer in der Liegenschaft verweilt hätten 
(pag. 2568 f.). 

6.2 Rechtliche Grundlagen

Nach dem in Art. 9 Abs. 1 StPO festgeschriebenen Anklagegrundsatz bestimmt die 
Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; 
vgl. auch Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 Bst. a und b der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]). Das Gericht ist an den in der An-
klage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden (Immutabilitätsprinzip), nicht aber 
an dessen rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde (Art. 350 StPO). Die 
Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sach-
verhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver 
Hinsicht genügend konkretisiert sind. Dabei muss aus der Anklageschrift selbst 
hervorgehen, welcher konkrete Lebensvorgang zur Beurteilung steht (zum Ganzen 
statt vieler Urteil des Bundesgerichts 6B_27/2020 vom 20. April 2020 E. 2.3.3; BGE 
143 IV 63 E. 2.2). Zugleich hat das Anklageprinzip eine Informationsfunktion, weil 
es den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person bezweckt und 
den Anspruch auf rechtliches Gehör garantiert (BGE 143 IV 63 E. 2.2; BGE 141 IV 
132 E. 3.4.1; je mit Hinweisen). Art. 325 Abs. 1 Bst. f StPO hält die gesetzlichen 
Minimalanforderungen an die Formulierung des Sachverhalts in inhaltlicher Hin-
sicht fest. Demnach bezeichnet die Anklageschrift die der beschuldigten Person 
vorgeworfenen Taten möglichst kurz, aber genau mit Beschreibung von Ort, Da-
tum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Dennoch sind an eine Anklageschrift 
keine überspitzten Anforderungen zu stellen. Das Bundesgericht hielt in zahlrei-
chen Entscheiden fest, die Anklageschrift sei nicht Selbstzweck, sondern Mittel 
zum Zweck der Umgrenzung des Prozessgegenstandes und der Information des 
Beschuldigten, damit dieser die Möglichkeit habe, sich zu verteidigen. Etwaige Un-
genauigkeiten seien nicht von entscheidender Bedeutung, solange für die beschul-
digte Person keine Zweifel darüber bestünden, welches Verhalten ihr angelastet 
werde (Urteile des Bundesgerichts 6B_28/2018 vom 7. August 2018 E. 6.3; 
6B_760/2017 vom 23. März 2018 E. 1.3; 6B_684/2017 vom 13. März 2018 E. 2; je 
mit Hinweisen).

Hinsichtlich der Vorsatzelemente genügt grundsätzlich der Hinweis auf den gesetz-
lichen Straftatbestand im Anschluss an die Darstellung des Sachverhalts als zurei-
chende Umschreibung der subjektiven Merkmale, wenn der betreffende Tatbestand 
nur vorsätzlich begangen werden kann. Die Schilderung des objektiven Tatgesche-
hens reicht aus, wenn sich daraus die Umstände ergeben, aus denen auf einen 
vorhandenen Vorsatz geschlossen werden kann. Anders verhält es sich, wenn dem 
Beschuldigten ein Eventualvorsatz mit «hat in Kauf genommen» vorgeworfen wird 
und sich in Bezug auf die Wissens- und Willenselemente diffizile Fragen in sach-
verhaltsmässiger Hinsicht stellen (Urteil des Bundesgerichts 6B_638/2019 vom 
17. Oktober 2019 E. 1.4.2; BGE 120 IV 348 E. 3c m.w.H).

28

6.3 Erwägungen der Vorinstanz

Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, die Anklageschrift führe die Namen 
aller beschuldigten Personen, den Tatort, das Datum und die Uhrzeit der Tataus-
führung auf. Ebenso seien in der Anklageschrift sämtliche objektiven und subjekti-
ven Tatbestandselemente des Tatbestands der Gewalt und Drohung gegen Behör-
den und Beamte i.S.v. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB umschrieben. Nicht erheblich sei 
mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_114/2019 vom 26. Februar 
2020, dass diese Elemente in der Anklageschrift nicht für jede einzelne beschuldig-
te Person separat wiederholt worden seien. Der Tatbestand von Art. 285 Ziff. 2 
Abs. 1 StGB setze als abstraktes Gefährdungsdelikt lediglich voraus, dass sich der 
Täter einer Zusammenrottung anschliesse oder in ihr verbleibe, sodass er für den 
unbeteiligten Beobachter als deren Bestandteil erscheine. Zur Erfüllung des Tatbe-
standes bedürfe es weder der Mitwirkung an der aus dem Haufen begangenen Tat, 
noch deren Förderung. Vor diesem Hintergrund könne der Staatsanwaltschaft nicht 
vorgeworfen werden, dass sie keine individuellen oder aktiven Beteiligungshand-
lungen aufgeführt habe (S. 20 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, 
pag. 2935 ff.).
Auch in Bezug auf den Vorwurf des Hausfriedensbruchs seien die objektiven Tat-
bestandselemente in der Anklageschrift umfassend umschrieben. Was den subjek-
tiven Tatbestand anbelange, reiche gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts 
der Hinweis auf den gesetzlichen Straftatbestand im Anschluss an die Darstellung 
des Sachverhalts, wenn der betreffende Tatbestand nur vorsätzlich begangen wer-
den könne. Dass unbekannt sei zu welchem Zeitpunkt die Beschuldigten die Lie-
genschaft betreten und wie lange sie dort verweilt hätten, vermöge keine Verlet-
zung des Anklagegrundsatzes begründen. Auch wenn die Tatzeit nach dem ge-
setzlichen Wortlaut von Art. 325 StPO möglichst präzise zu bezeichnen sei, müsse 
die approximative Umschreibung des Deliktszeitraums mangels genaueren Unter-
suchungsergebnissen ausreichen (S. 22 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, 
pag. 2937 f.).

6.4 Einschätzung der Kammer

6.4.1 Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte

Mit Blick auf die zitierten Erwägungen des Bundesgerichts ist der Tatvorwurf in der 
Anklageschrift vom 3. Juli 2019 genügend umschrieben. Die Anklageschrift enthält 
konkrete Angaben zu Ort, Datum, Zeit und umschreibt die anlässlich der Räumung 
erfolgten Ausschreitungen gegenüber der Polizei wie folgt:

«Kurz darauf warfen mehrere vermummte Mitglieder der Gruppierung gezielt Gegenstände aus den 
mehreren geöffneten Fenstern […]», «Im Treppenhaus errichteten mehrere Mitglieder der Gruppie-
rung (fortlaufend) Barrikaden […]. Währenddessen mehrere Polizisten […] im Treppenhaus vordran-
gen und die Barrikaden entfernten, wurden sie durch Mitglieder der Gruppierung mit u.a. Flüssigkei-
ten, Farbe sowie Schaum- und Staubfeuerlöschern bespritzt/besprüht sowie mit Gegenständen […] 
beworfen. Zudem wurde gezielt mit Pyrotechniken (gezündete Feuerwerksbatterien, Böller/Thunder, 
Raketen) auf die Einsatzkräfte geschossen».

Schliesslich folgen die Elemente der Teilnahme im letzten Abschnitt von Ziffer I.1 
der Anklageschrift (vor dem Abschnitt betreffend den Beschuldigten AE.________):

29

«Die oben erwähnten beschuldigten Personen A. bis P. […] nahmen an der Zusammenrottung – zu-
mindest passiv – teil, indem sie sich bewusst (zu einem unbekannten Zeitpunkt) in die besetzte Lie-
genschaft begaben und sich in Kenntnis der bevorstehenden Räumung und auch nach Beginn derje-
nigen weiterhin dort aufhielten und verweilten, obwohl sie mit Gewaltakten/Krawallen rechnen muss-
ten und schliesslich tatsächlich Gewaltakte erfolgten. Die Liegenschaft war bereits im Vorfeld der 
Räumung nach aussen hin verbarrikadiert worden und es wurden Vermummungsmaterial (Sturmhau-
ben/Masken), Wurfgeschosse (z.B. Holzlatten) und Pyrotechniken hergestellt bzw. bereitgestellt. Auf-
grund dessen musste selbst allfällig ‘aussenstehenden Besuchern’ klar sein, dass sich die Hausbe-
setzer einer Hausräumung gewaltsam widersetzen würden. Trotzdem hielten sich die beschuldigten 
Personen in der Liegenschaft bzw. in der Personenansammlung auf, welche sich am Morgen des 
BN.________(Datum) vermummte und über einen längeren Zeitraum (rund 2 Stunden) die Zugänge 
zum Treppenhaus weiter verbarrikadierte und die Einsatzkräfte mit diversen Gegenständen, Flüssig-
keiten und Pyrotechniken bewarf, wobei sich niemand von der Gruppe distanzierte oder entfernte und 
sich auch niemand vorgängig der Polizei stellte bzw. aus der Liegenschaft entfernte, obwohl dies 
möglich gewesen wäre. Durch die physische Präsenz und die Solidarisierung haben die beschuldig-
ten Personen A. bis P. zumindest in Kauf genommen, die gewaltbereit auftretende Gruppierung zu 
unterstützen. Die beschuldigten Personen A. bis P. wurden um ca. 10:15 Uhr alle zusammen mit den 
anderen Teilnehmern […] im gleichen Zimmer, im 4. OG, im Kreis sitzend, von der Polizei angehal-
ten».

Wer mit «sie» bzw. den «beschuldigten Personen A. bis P.» gemeint ist, geht aus 
der Anklageschrift unmissverständlich hervor, indem die Beschuldigten im Rubrum 
und zu Beginn des Sachverhalts allesamt namentlich aufgeführt wurden. Die Wie-
derholung aller Namen in jedem Satz hätte bloss zu einer unnötigen Aufblähung 
und schweren Lesbarkeit der Anklageschrift geführt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_114/2019 E. 2.3 f.). Da die passive Teilnahme an einer Zusammenrottung kei-
ne aktiven Handlungen an der ausgeübten Gewalt voraussetzt, kann auch nicht 
verlangt werden, dass in der Anklageschrift aktive Handlungen umschrieben wer-
den. Bei der Anwendung von Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 aStGB (zum anwendbaren 
Recht, siehe Ziff. IV.19. hinten) ist eine geringere Individualisierung des Sachver-
halts grundsätzlich tatbestandsimmanent. Die vorgeworfene passive Teilnahme 
wurde in der Anklageschrift schliesslich nicht nur «kurz» im Sinne des Gesetzes, 
sondern mit vielen Sachverhaltselementen dargelegt. Weiter liegt auch in subjekti-
ver Hinsicht mit Blick auf die geringen Anforderungen an die Umschreibung des 
subjektiven Tatbestands in der Anklageschrift keine Verletzung des Anklagegrund-
satzes vor. Die Beschuldigten wussten, was ihnen vorgeworfen wird und sie konn-
ten sich entsprechend verteidigen. An diesem Schluss ändert auch die Rückwei-
sung der ersten Anklageschrift vom 13. August 2018 durch die Vorinstanz an die 
Staatsanwaltschaft nichts. Diese Rückweisung weder impliziert noch begründet ei-
ne Verletzung des Anklagegrundsatzes.

6.4.2 Hausfriedensbruch

Die Anklageschrift vom 3. Juli 2019 enthält betreffend den Tatvorwurf des Haus-
friedensbruchs konkrete Angaben zu Ort, Datum, Zeit und umschreibt die Art und 
Weise der Tatausführung in genügender Weise. So ist festgehalten, dass die Be-
schuldigten A. bis P. (vgl. dazu Ziff. II.6.4.1 vorne) die Liegenschaft an der 
AQ.________ (Strasse) ohne Berechtigung bzw. gegen den Willen des Berechtig-

30

ten betraten, sich unrechtmässig darin aufhielten und am BN.________(Datum) um 
ca. 10:15 Uhr von der Polizei im Innern der Liegenschaft angehalten wurden. Den 
Beschuldigten wird im Rahmen des angeklagten Hausfriedensbruchs nicht vorge-
worfen, sich auch vor dem Zeitpunkt vom BN.________(Datum) um ca. 10:15 Uhr 
in der Liegenschaft aufgehalten zu haben. Es ist deshalb nicht relevant, wann ge-
nau die Beschuldigten die Liegenschaft betreten haben. Einzig relevant und in der 
Anklageschrift genügend dargelegt ist, dass die Beschuldigten die Liegenschaft be-
traten und sich im Zeitpunkt vom BN.________(Datum) um 10:15 Uhr unrechtmäs-
sig darin aufhielten. Weiter liegt auch in subjektiver Hinsicht mit Blick auf die gerin-
gen Anforderungen an die Umschreibung des subjektiven Tatbestands in der An-
klageschrift keine Verletzung des Anklagegrundsatzes vor. Einen Besetzerwillen 
setzt der Tatbestand des Hausfriedensbruchs und folglich auch die Anklageschrift 
nicht voraus.

7. Fehlen eines gültigen Strafantrags mangels Antragsberechtigung

7.1 Vorbringen der Verteidiger/innen
Seitens der Verteidiger/innen wurde vor oberer Instanz und wie bereits vor der Vor-
instanz vorgebracht, dass der im Dezember CH.________(Jahr) wegen Hausfrie-
densbruchs gestellte Strafantrag gegen die Beschuldigten ungültig und das Verfah-
ren einzustellen sei. Zur Begründung wurde u.a. ausgeführt, dass die unterzeich-
nenden Personen AV.________ und AW.________ nicht zur Strafantragsstellung 
legitimiert gewesen seien (vgl. u.a. oberinstanzliche Ausführungen von Rechtsan-
walt B.________, pag. 4288).

Auf das weitere Argument der Verteidiger/innen, wonach die Wirkungen des Straf-
antrags beschränkt seien, wird unter dem Rechtlichen (Ziff. IV.21.4.2 hinten) einzu-
gehen sein.

7.2 Rechtliche Grundlagen

Für die theoretischen Grundlagen zur Antragsberechtigung kann auf die zutreffen-
den Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 24 ff. der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung, pag. 2939 ff.). 

7.3 Einschätzung der Kammer

Das Grundstück AQ.________ (Strasse) gehört der AX.________ als Alleinei-
gentümerin/Alleineigentümer (nachfolgend: Liegenschaftseigentü-
mer/ Hauseigentümer/ Eigentümer; pag. 1374/4). Konkret gehört es gemäss den 
Ausführungen des AP.________ (pag. 1374/2) und gestützt auf Art. .________ 
zum Immobilienportfolio des AP.________, welches gemäss Art. .________ für das 
Immobilienmanagement zuständig ist. Zum Immobilienmanagement gehört die Ge-
samtheit aller Massnahmen zur Deckung des Raumbedarfs der AY.________ so-
wie zur Wahrung der Interessen des AX.________ als Liegenschaftseigentümer 
und -besitzer sowie als Bauherr, Liegenschaftsbewirtschafter und -betreiber (Art. 
.________). Das Immobilienmanagement fällt innerhalb des AP.________ in den 
Bereich Bauten (Ziff. 1.2.3 der Geschäftsordnung des AP.________ [GO 
AP.________]; pag. 1374/7 f.) und der Bereich Bauten setzt sich aus den Abteilun-
gen Immobilen-, Projekt-, und Objektmanagement sowie dem Kaufmännischen 

31

Gebäudemanagement zusammen (Ziff. 2 der GO AP.________). Gemäss den 
Ausführungen des AP.________ ist das Ressort «Liegenschaften» der Abteilung 
«Kaufmännisches Gebäudemanagement» für die immobilientreuhänderische Inter-
essenwahrung des AX.________ zuständig (pag. 1374/2). Dem Organigramm die-
ses Ressorts kann entnommen werden, dass AV.________ Leiter und 
AW.________ stellvertretender Leiter dieses Ressorts waren (pag. 1374/5). Es gilt 
die «Doppelunterschrift» (pag. 1374/11). Die Herren AV.________ und 
AW.________ waren demnach zur Strafantragsstellung berechtigt.

8. Mangelhafte Konstitution der Privatklägerschaft
Im Rahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wurde vorgebracht, dass den 
Straf- und Zivilklägern und dem Strafkläger die Parteistellung abzuerkennen sei 
und diese aus dem Verfahren zu weisen seien. Zur Begründung wurde ausgeführt, 
dass den Straf- und Zivilklägern und dem Strafkläger keine Geschädigtenstellung 
zukomme (pag. 2483 ff.).

Diese Rüge ist unbegründet und es kann diesbezüglich auf die korrekten Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden. Die Kammer schliesst sich diesen vollum-
fänglich an (S. 27 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 2942 f.) und es 
kann festgestellt werden, dass diese Rüge oberinstanzlich zu Recht nicht mehr gel-
tend gemacht wurde. Weitere Ausführungen erübrigen sich.

9. Unverwertbarkeit der Aussagen der Einsatzkräfte

Seitens der Verteidiger/innen wurde erstinstanzlich und durch Rechtsanwältin 
J.________ auch noch oberinstanzlich vorgebracht, dass die Aussagen der Straf- 
und Zivilkläger und des Strafklägers nicht verwertbar seien. Zur Begründung wurde 
ausgeführt, dass die Straf- und Zivilkläger und der Strafkläger gestützt auf Art. 146 
Abs. 4 Bst. b StPO zwingend unter Ausschluss der übrigen Privatkläger hätten be-
fragt werden müssen (pag. 2490). Zweitens seien die Straf- und Zivilkläger und der 
Strafkläger befragt worden, bevor für die Beschuldigten eine amtliche Verteidigung 
eingesetzt worden sei (pag. 2572). Schliesslich seien die Aussagen auch deshalb 
unverwertbar, weil die Privatkläger nicht vom Amtsgeheimnis entbunden worden 
seien. Die Polizisten seien nicht in der Funktion als gerichtliche Polizei, sondern in 
der Funktion als Sicherheitspolizei im Einsatz gewesen, was zur Folge habe, dass 
keine automatische Entbindung vom Amtsgeheimnis vorliege (pag. 2572). Rechts-
anwältin J.________ führte oberinstanzlich zudem aus, dass die 1. Strafkammer 
des Obergerichts wohl kaum Entbindungen vom Amtsgeheimnis eingeholt hätte, 
wenn sie der Ansicht wäre, dass die Aussagen der Polizisten verwertbar seien 
(pag. 4324).

Auch diese Vorbringen erweisen sich als offensichtlich unbegründet und es kann 
auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 28 ff. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 2943 ff.). Da es sich bei Art. 146 Abs. 4 
Bst. b StPO um eine Kann-Bestimmung und bei keiner beschuldigten Person um 
einen Fall notwendiger Verteidigung i.S.v. Art. 130 StPO handelt, sind die Einver-
nahmen rechtmässig durchgeführt worden. Eine Verletzung von Art. 146 Abs. 4 
Bst. b StPO hätte ohnehin nicht die Unverwertbarkeit der Ergebnisse zur Folge, 

32

sondern bloss eine Herabsetzung ihres Beweiswerts. Zudem teilt die Kammer die 
Auffassung der Vorinstanz, wonach der Polizeieinsatz nicht als reine sicherheits- 
oder gerichtspolizeiliche Angelegenheit gewertet werden kann. Vielmehr stellte der 
Einsatz eine Mischform von sicherheits- und gerichtspolizeilichen Aufgaben dar. 
Die Straf- und Zivilkläger und der Strafkläger waren zumindest teilweise als Ge-
richtspolizisten im Einsatz, weshalb eine generelle Ermächtigung i.S.v. Art. 58 PG 
vorlag und eine Entbindung vom Amtsgeheimnis nicht notwendig war. So handel-
ten die Einsatzkräfte primär gestützt auf den gestellten Strafantrag und den Antrag 
auf polizeiliche Räumung und sie standen gleichzeitig zur Unterstützung des städti-
schen Polizeiinspektorats bei der Umsetzung eines Zivilgerichtsentscheids im Ein-
satz (vgl. dazu die Ausführungen unter Ziff. III.17.1 hinten). Dass die Kammer vor-
gängig zur Berufungsverhandlung für die Straf- und Zivilkläger und den Strafkläger 
(pag. 4150) eine Entbindung vom Amtsgeheimnis einholte, impliziert keine gegen-
teilige Auffassung der Kammer. Vielmehr erfolgte dies im Rahmen ihrer Vorberei-
tungen vorsorglich und zur Vermeidung von weiteren Diskussionen. Der Vollstän-
digkeit halber sei schliesslich erwähnt, dass für den Zeugen AM.________, welcher 
am BN.________(Datum) für die Berufsfeuerwehr AO.________ (Ortschaft) im 
Einsatz stand, zwei Entbindungserklärungen (datierend vom 11. Dezember 2018 
[pag. 1347/11.1] und 4. Dezember 2023 [pag. 4097]) vorliegen.

III. Sachverhalt und Beweiswürdigung

10. Vorwurf gemäss Anklageschrift vom 3. Juli 2019

Gemäss Anklageschrift werden den Beschuldigten folgende Anklagesachverhalte 
vom BN.________(Datum) zur Last gelegt (pag. 1614 ff.; Hervorhebungen im Ori-
ginal):

1. Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB; beim Be-
schuldigten P. [AE.________] Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 StGB, evtl. Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB)

begangen am BN.________(Datum), ca. 07:50 bis 10:15 Uhr, in AO.________ (Ortschaft), 
AQ.________ (Strasse), durch folgendes Tatvorgehen:

Als die Kantonspolizei Bern mit mehreren Mitarbeitern am BN.________(Datum), ca. 07:50 Uhr, die 
besetzte Liegenschaft (besetzt durch das Kollektiv „AZ.________") an der AQ.________ (Strasse) 
räumen wollte (gestützt u.a. auf den Strafantrag der Eigentümerin AP.________ sowie den Vollstre-
ckungsauftrag des Regionalgerichts Bern-Mittelland, Zivilabteilung, vom 03.02.CI.________(Jahr) be-
treffend Räumung), vereinten sich die Personen im Innern der Liegenschaft (19 Personen) zu einer 
Gruppierung, die nach aussen als vereinte Macht erschien und die von einer die öffentliche Friedens-
ordnung bedrohlichen Grundstimmung getragen wurde. Alle oder ein (Gross-)Teil der Mitglieder der 
Gruppierung vermummte/n sich mit Sturmhauben bzw. Schutzmasken. Mitglieder der Gruppierung 
behinderten in der Folge die Mitarbeiter der Polizei mittels Gewalt an einer reibungslosen Hausräu-
mung sowie Anhaltung der darin befindlichen Personen und griffen die Einsatzkräfte (Mitarbeiter der 
Polizei und Feuerwehr) während ihres Einsatzes zudem tätlich an:

Um ca. 07.50 Uhr entschied die Polizei, die Liegenschaft zu betreten. Es wurde zeitgleich versucht, 
via AQ.________ (Strasse) sowie BA.________ (Strasse) die Türen der Liegenschaft zu öffnen. Kurz 
darauf warfen mehrere vermummte Mitglieder der Gruppierung gezielt Gegenstände aus den mehre-

33

ren geöffneten Fenstern der Liegenschaft Richtung AQ.________ (Strasse) auf die draussen anwe-
senden Einsatzkräfte der Polizei (Farbbeutel, Ziegelstein, massive Kehrichteimer, Geschirr etc.). Die 
Polizei verschaffte sich gewaltsam Zutritt zur Liegenschaft (via Seiteneingang im Untergeschoss, La-
gerraum). Im Treppenhaus errichteten mehrere Mitglieder der Gruppierung (fortlaufend) Barrikaden, 
so wurde insbesondere eine massive Metallbarrikade (Falltür), welche mit dem Treppengeländer ver-
schweisst worden war, angebracht (zwischen dem 1. und 2. OG) und Barrikaden mit Mobiliar 
(Schränke, Türen, Sofas, Stühle, Matratzen, Staubsauger etc.) errichtet (insbesondere im Bereich des 
3. OG Barrikaden ca. 5 Meter lang und bis zur Decke hoch), um die Einsatzkräfte der Polizei am (ra-
schen) Vordringen zu behindern. Währenddessen mehrere Polizisten (total ca. 20-30 Polizisten; u.a: 
die Polizisten BB.________, BC.________, AK.________, AG.________, AI.________, 
BD.________) im Treppenhaus vordrangen und die Barrikaden entfernten, wurden sie durch Mitglie-
der der Gruppierung mit u.a. Flüssigkeiten, Farbe sowie Schaum- und Staubfeuerlöschern bes-
pritzt/besprüht sowie mit Gegenständen (u.a. Bodenfliessen, Holzlatten, Glasflaschen, Geschirr, Ke-
ramikplatten, Armierungseisen, Schrauben, Nägel, andere Metallteile etc.) beworfen. Zudem wurde 
gezielt mit Pyrotechnika (gezündete Feuerwerksbatterien, Böller/Thunder, Raketen) auf die Einsatz-
kräfte geschossen.

Eine Rakete traf u.a. das Glas der Schutzmaske des Polizisten BC.________ (auf Höhe des rechten 
Auges), woraufhin sich das Glas seiner Schutzmaske schwarz verfärbte. Zudem wurde durch die Py-
rotechnika ein Loch durch seinen PAZ (Ordnungsdienst-Polizeianzug) gebrannt. Eine Feuerwerksbat-
terie explodierte unmittelbar vor den Füssen des Polizisten BB.________ und traf diesen im Bereich 
des Gesichts, woraufhin im Innern seines Helmvisiers Brandspuren entstanden. Eine Feuerwerksbat-
terie explodierte unmittelbar vor dem rechten Fuss des Polizisten AI.________ und beschädigte des-
sen rechten Schuh.

Zeitgleich warfen mehrere Mitglieder der Gruppierung aus Fenstern der Liegenschaft (Seite Haupt-
eingang sowie Rückseite des Gebäudes) fortlaufend diverse Gegen-stände (u.a. Farbbeutel, Ziegels-
teine, Holzlatten, Metallstangen, Porzellangeschirr, grosser Aschenbecher aus Metall, Holzskulptur, 
Abfall) und diverse Pyrotechnika (Raketen, Böller, Knallpetarden, Feuerwerksbatterien; die Feuer-
werkskörper wurden teilweise zum gezielten Abfeuern an Holzstangen gebunden) nach draussen und 
gezielt gegen die anwesenden Einsatzkräfte der Feuerwehr (u.a. .Berufsfeuerwehrmann 
AM.________) sowie der Polizei (u.a. gegen die Polizisten BE.________, BF.________, 
BG.________, BH.________) inkl. deren Material. Aus einem Fenster im 4. oder 5. OG auf der Rück-
seite des Gebäudes warfen mehrere Mitglieder der Gruppierung zudem eine Zimmertüre aus Holz 
gezielt nach unten auf eine Gruppe von mehreren Polizisten (u.a. Polizist AK.________). Die Türe 
zerbarst nur wenige Meter neben ihnen.

Die AQ.________ (Strasse) und später auch die BI.________ (Strasse) mussten aufgrund der Ge-
fährdung für jeglichen Verkehr gesperrt werden.

Durch die tätlichen Angriffe aus der Gruppierung erlitten insbesondere die folgenden Beamten folgen-
de Verletzungen/Beeinträchtigungen:

- Polizist AG.________: Knalltrauma/Tinnitus beidseitig (linksbetont) durch Explosion von Pyro-
technika in Nähe des Kopfes (während Intervention im Treppenhaus);

- Polizist AK.________: Knalltrauma/Tinnitus beidseitig durch Explosion von Pyrotechnika in Nähe 
des Kopfes (während Intervention im Treppenhaus);

- Polizist AI.________: Prellung am rechten Fuss/Zeh durch Detonation von Knallkörper vor dem 
rechten Fuss (während Intervention im Treppenhaus);

34

- Berufsfeuerwehrmann AM.________: Knalltrauma/Tinnitus beidseitig durch Explosion von Pyro-
technika in unmittelbarer Nähe (während Einsatz ausserhalb, beim Haupteingang der 
AQ.________ (Strasse)).

Die oben erwähnten beschuldigten Personen A. bis P. sowie weitere Teilnehmer (BJ.________, 
AS.________ sowie †BK.________; diesbezüglich separate Verfahren, sistiert bzw. eingestellt bei der 
StAW unter BM .________ bzw. BM .________) nahmen an der Zusammenrottung — zumindest 
passiv — teil, indem sie sich bewusst (zu einem unbekannten Zeitpunkt) in die besetzte Liegenschaft 
begaben und sich in Kenntnis der bevorstehenden Räumung und auch nach Beginn derjenigen wei-
terhin dort aufhielten und verweilten, obwohl sie mit Gewaltakten/Krawallen rechnen mussten und 
schliesslich tatsächlich Gewaltakte erfolgten. Die Liegenschaft war bereits im Vorfeld der Räumung 
nach aussen hin verbarrikadiert worden und es wurden Vermummungsmaterial (Sturmhau-
ben/Masken), Wurfgeschosse (z.B. Holzlatten) und Pyrotechnika hergestellt bzw. bereitgestellt. Auf-
grund dessen musste selbst allfällig „aussenstehenden Besuchern" klar sein, dass sich die Hausbe-
setzer einer Hausräumung gewaltsam widersetzen würden. Trotzdem hielten sich die beschuldigten 
Personen in der Liegenschaft bzw. in der Personenansammlung auf, welche sich am Morgen des 
BN.________(Datum) vermummte und über einen längeren Zeit-raum (rund 2 Stunden) die Zugänge 
zum Treppenhaus weiter verbarrikadierte und die Einsatzkräfte mit diversen Gegenständen, Flüssig-
keiten und Pyrotechnika bewarf, wobei sich niemand von der Gruppe distanzierte oder entfernte und 
sich auch niemand vorgängig der Polizei stellte bzw. aus der Liegenschaft entfernte, obwohl dies 
möglich gewesen wäre. Durch die physische Präsenz und die Solidarisierung haben die beschuldig-
ten Personen A. bis P. zumindest in Kauf genommen, die gewaltbereit auftretende Gruppierung zu 
unterstützen. Die beschuldigten Personen A. bis P. wurden um ca. 10:15 Uhr alle zusammen mit den 
anderen Teilnehmern (BJ.________, AS.________ und †BK.________) im gleichen Zimmer, im 4. 
OG, im Kreis sitzend, von der Polizei angehalten.

Art. 285 Ziff. 2 Abs. 2 StGB betreffend die beschuldigte Person AE.________

AE.________ beteiligte sich aktiv an der Zusammenrottung (vgl. oben), indem er selber anlässlich der 
Hausräumung insbesondere Pyrotechnika gegen die Einsatzkräfte einsetze (vgl. Brandwunde an sei-
ner linken Hand).

[…]

2. Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB)

2.1. begangen bzw. festgestellt am BN.________(Datum), ca. 08:00 bis 10:15 Uhr, in 
AO.________ (Ortschaft), AQ.________ (Strasse), z.N. AP.________:

Die oben erwähnten beschuldigte Personen A. bis P. betraten zu einem unbekannten Zeitpunkt ohne 
Berechtigung bzw. gegen den Willen der Berechtigten (AP.________) die leerstehende Liegenschaft 
an der AQ.________ (Strasse) (Büro-/Wohnräumlichkeiten) und hielten sich unrechtmässig darin auf, 
evtl. besetzten diese als Teil des Kollektivs „AZ.________". Anlässlich der Hausräumung am 
BN.________(Datum), ca. 08:00 Uhr, konnten sie von der Polizei um ca. 10:15 Uhr im Innern der Lie-
genschaft angehalten werden (vgl. Ziff. 1. vorhergehend).

[…]

11. Beweismittel

Es liegen der Kammer diverse objektive Beweismittel vor (insbesondere verschie-
dene Rapporte und Deliktsblätter der Kantonspolizei Bern und der Berufsfeuerwehr 

35

der Stadt AO.________ (Ortschaft), Videoaufnahmen, KTD-Akten [u.a. Pläne und 
Fotoblätter], Zivilakten zum Exmissionsverfahren, Chatprotokolle der Beschuldigten 
AC.________, Arztberichte, rechtsmedizinisches Aktengutachten des IRM, usw.). 
Angesichts der Vielzahl dieser Unterlagen wird davon abgesehen, diese abschlies-
send aufzulisten. Es kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, 
welche die Beweismittel aufgeführt und zutreffend zusammengefasst hat (S. 41 ff. 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 2956 ff.). Soweit relevant wird direkt 
im Rahmen der Beweiswürdigung auf die einzelnen Beweismittel eingegangen.

Als subjektive Beweismittel liegen der Kammer verschiedene Wahrnehmungsbe-
richte der Einsatzkräfte (pag. 256 ff.), die Aussagen des Beschuldigten A.________ 
(pag. 347 ff.; 351/1 ff.; 2519 ff und 4217), des Beschuldigten C.________ (pag. 362 
ff.; 367 ff.; 380/1 ff.; 2517 f. und 4218 ff.), der Beschuldigten E.________ (pag. 381 
ff.; 384/1 ff.; 2521 f. und 4236), des Beschuldigten G.________ (pag. 385 ff.; 389/1 
ff.; 2523 f. und 4238), des Beschuldigten I.________ (pag. 390 ff.; 393/1 ff.; 2525 f. 
und 4239 f.), der Beschuldigten K.________ (pag. 394 ff.; 398/1 ff.; 2515 f. und 
4241), des Beschuldigten M.________ (pag. 399 ff.; 402/1 ff.; 2528 f. und 4242), 
des Beschuldigten O.________ (pag. 403 ff.; 406/1 ff.; 2530 f. und 4244), des Be-
schuldigten Q.________ (pag. 407 ff.; 410/1 ff.; 2532 f. und 4253), des Beschuldig-
ten S.________ (pag. 403 ff.; 415/1 ff.; 2534 f. und 4254), des Beschuldigten 
U.________ (pag. 416 ff.; 419/1 ff.; 2536 f. und 4255), des Beschuldigten 
W.________ (pag. 420 ff.; 423/1 ff.; 2539 f. und 4258), des Beschuldigten 
Y.________ (pag. 424 ff.; 427/1 ff.; 2541 f. und 4259), der Beschuldigten 
AA.________ (pag. 428 ff.; 431/1 ff.; 2546 f. und 4260), der Beschuldigten 
AC.________ (pag. 394 ff.; 437/1 ff. und 4256 f.), des Beschuldigten AE.________ 
(pag. 463 ff.; 468/1 ff.; 2543 f. und 4232 ff.), des Straf- und Zivilklägers 
AG.________ (pag. 346/1 ff.; 2491 ff. und 4198 ff.), des Straf- und Zivilklägers 
AK.________ (pag. 346/38 ff.; 2496 ff. und 4211 ff.), des Strafklägers AI.________ 
(pag. 346/20 ff.; 2506 ff. und 4204 ff.), des Zeugen AM.________ (pag. 346/64 ff.; 
2503 ff. und 4225 ff.) und des Sachverständigen Dr. med. AN.________ (pag. 4248 
ff.) vor. Zudem liegen der Kammer die Aussagen von AS.________ vor, welche je-
doch gemäss Beschluss der Kammer im Rahmen der Berufungsverhandlung nicht 
zuungunsten der beschuldigten Personen berücksichtigt werden dürfen (S. 36 des 
oberinstanzlichen Verhandlungsprotokolls, pag. 4224). Auf eine Zusammenfassung 
der Wahrnehmungsberichte und Aussagen wird ebenfalls verzichtet und es wird 
auch diesbezüglich auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (S. 56 ff. und 69 
ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 2971 ff und 2984 ff.). Soweit rele-
vant wird direkt im Rahmen der Beweiswürdigung auf die einzelnen Aussagen und 
Wahrnehmungsberichte eingegangen.

12. Allgemeine Grundlagen der Beweiswürdigung

Für die allgemeinen Grundlagen zur Beweiswürdigung und zur Aussagenanalyse 
im Besonderen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
werden (S. 39 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 2954 ff.). Zu ergän-
zen ist was folgt:

36

Nach der Rechtsprechung ist es mit der Unschuldsvermutung unter gewissen Um-
ständen vereinbar, das Aussageverhalten der beschuldigten Person in die Beweis-
würdigung miteinzubeziehen. Dies ist der Fall, wenn sich die beschuldigte Person 
weigert, zu ihrer Entlastung erforderliche Angaben zu machen, indem sie es unter-
lässt, entlastende Behauptungen näher zu substanziieren, obschon eine Erklärung 
angesichts der belastenden Beweiselemente vernünftigerweise erwartet werden 
darf (Urteile des Bundesgerichts 6B_1018/2021 vom 24. August 2022 E. 1.3.1; 
6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 E. 1.8.2; 6B_582/2021 vom 1. September 
2021 E. 4.3.1; 6B_299/2020 vom 13. November 2020 E. 2.3.3; 6B_453/2011 vom 
20. Dezember 2011 E. 1.6, nicht publ. in: BGE 138 IV 47). Das Schweigen der be-
schuldigten Person darf in Situationen, die nach einer Erklärung rufen, bei der Ge-
wichtung belastender Elemente mitberücksichtigt werden, es sei denn, die be-
schuldigte Person berufe sich zu Recht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht (Urteile 
des Bundesgerichts 6B_1018/2021 vom 24. August 2022 E. 1.3.1; 6B_1202/2021 
vom 11. Februar 2022 E. 1.8.2; 6B_299/2020 vom 13. November 2020 E. 2.3.3; je 
mit Hinweisen). Die fehlende Mitwirkung der beschuldigten Person im Strafverfah-
ren darf demnach nur unter besonderen Umständen in die Beweiswürdigung mit-
einfliessen. Die zitierte Rechtsprechung führt nicht zu einer Beweislastumkehr, 
sondern lediglich dazu, dass auf die belastenden Beweise abgestellt werden darf 
(Urteile des Bundesgerichts 6B_1205/2022 vom 22. März 2023 E. 2.1.4.; 
6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.4.4, nicht publ. in: BGE 147 IV 176).

13. Beweiswürdigung der Vorinstanz

Die Vorinstanz erachtete nach Würdigung sämtlicher Beweismittel den Sachverhalt 
gemäss Ziffer I. 2.1 der Anklageschrift (Vorwurf des Hausfriedensbruchs vom 
BN.________(Datum)) als erstellt und ging davon aus, dass die beschuldigten Per-
sonen zu einem unbekannten Zeitpunkt ohne Berechtigung bzw. gegen den Willen 
des Eigentümers die leerstehende Liegenschaft an der AQ.________ (Strasse) be-
traten und sich in der Folge dort aufhielten. Weiter erachtete sie als erstellt, dass 
sämtliche beschuldigten Personen dem Umfeld der Hausbesetzer/innen zuzuord-
nen seien, indem sie entweder selbst Räumlichkeiten der Liegenschaft bewohnt 
hätten oder mindestens dort zu Besuch gewesen seien. Erwiesen ist nach der Vor-
instanz auch, dass alle Beschuldigten gewusst haben oder zumindest damit haben 
rechnen müssen, dass sie die Liegenschaft gegen den Willen des Eigentümers be-
traten und sich gegen dessen Willen darin aufhielten (S. 123 der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung, pag. 3038).
Betreffend den Sachverhalt gemäss Ziffer I. 1. der Anklageschrift (Vorwurf der Ge-
walt und Drohung gegen Behörden und Beamte) kam die Vorinstanz zum Schluss, 
dass sich nicht rechtsgenüglich erstellen lasse, dass (S. 123 der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung, pag. 3038): 

 sämtliche Beschuldigten Kenntnis vom Räumungszeitpunkt gehabt hätten, obwohl klar sei, dass 
mindestens ein Teil der Anwesenden die Räumung erwartete habe;

 sämtliche Beschuldigten die Barrikaden, das Vermummungsmaterial, die Wurfgeschosse und die 
Pyrotechniken vor der Räumung wahrgenommen hätten, obwohl klar sei, dass mindestens ein 
Teil der Anwesenden davon gewusst habe;

 sich die Beschuldigten vor oder während der Räumung hätten entfernen können.

37

Was den Anklagesachverhalt betreffend den Beschuldigten AE.________ anbelan-
ge, sei erstellt, dass dieser an seiner linken Hand eine Verletzung (Wunde) erlitten 
habe. Es sei aber nicht erwiesen, dass es sich dabei um eine Brandwunde gehan-
delt habe. Aus diesem Grund lasse sich nicht nachweisen, dass sich der Beschul-
digte AE.________ aktiv an der Gewalt beteiligt bzw. Pyrotechnika gegen die Ein-
satzkräfte eingesetzt habe. Der Sachverhalt gemäss Ziffer I. 1. zweiter Abschnitt 
der Anklageschrift sei folglich nicht erstellt (S. 124 der erstinstanzlichen Urteilsbe-
gründung, pag. 3039).

14. Vorbringen der Parteien

14.1 Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

An der Berufungsverhandlung vertrat die Generalstaatsanwaltschaft demgegenü-
ber die Auffassung, dass es keine Personen gegeben habe, welche keine Kenntnis 
von der Räumung und der widersetzenden Gewalt gehabt hätten und gänzlich un-
wissend in die Situation geraten seien. Aufgrund der Stacheldrähte auf dem Balkon 
und dem Dach und des eingerichteten Alarms sei offensichtlich, dass die Gruppe 
auf die Räumung gut vorbereitet gewesen sei. Zudem habe man preisgegeben, 
dass man die Liegenschaft nicht verlassen werde. Dem Kern der Besetzer/innen 
sei somit klar gewesen, dass die Räumung bevorstehe und was dies zu bedeuten 
habe. Aufgrund der installierten Alarmanlage sei klar, dass fremde Personen die 
Liegenschaft nicht ohne weiteres hätten betreten können. Es sei bereits vor diesem 
Hintergrund auszuschliessen, dass sich jemand im Haus befunden habe, der gänz-
lich unwissend gewesen sei. Wäre dem dennoch so gewesen, hätten entsprechen-
de Aussagen erwartet werden dürfen. Selbst wenn nicht jeder Person im Haus be-
wusst gewesen sei, dass die Räumung am BN.________(Datum) stattfinden wer-
de, hätten alle mit der Räumung rechnen müssen. Der aktenkundige Chatverlauf 
zwischen der Beschuldigten AC.________ und ihrer Kollegin mache nicht den Ein-
druck, als sei die Beschuldigte AC.________ an diesem Morgen überrascht wor-
den. Es handle sich vielmehr um eine Nachricht einer Person, welche genau ge-
wusst habe, dass es passieren könne, selbst wenn sie nicht gehofft habe, dass es 
passieren werde. Der Beschuldigte C.________ habe gewusst, dass die Personen 
in der Liegenschaft Besetzer/innen seien. Zudem würden seine Aussagen zeigen, 
dass auch er nicht überrascht worden sei. Folglich hätten die Beschuldigten 
AC.________ und C.________ von der ungeregelten Situation gewusst und be-
wusst in Kauf genommen, in die eingetroffene Situation zu geraten. Bei allen ande-
ren Beschuldigten sei davon auszugehen, dass sie sich schon länger im Haus an 
der AQ.________ (Strasse) befunden und von der Räumung gewusst hätten. Es 
habe sich um eine Gross-WG gehandelt und nicht um ein anonymeres Mehrfamili-
enhaus. Dies zeige sich beispielsweise anhand des einheitlichen Einrichtungsge-
schmacks, der Gemeinschaftsräume und anhand der Küche im dritten Stock, wel-
che nicht a