# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb4b3250-9a61-505c-9b64-0c165c337ed7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.08.2013 SB130089
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130089_2013-08-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB130089-O/U/eh 
 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

Urteil vom 22. August 2013 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und I. Berufungskläger (Nichteintreten) 
 

gegen 
 

B._____,  
Privatkläger und II. Berufungskläger 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

sowie 
 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. J. Vollenweider,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 
 
 
 
 
 
 
 

betreffend  

einfache Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Pfäffikon, Einzelgericht,  
vom 3. April 2012 (GG120002) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Januar 2012 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 53). 

Urteil der Vorinstanz (Urk. 101 S. 37 f.): 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig. 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf 

- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, sowie 

- der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB.  

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 1'800.–. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an 

deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen. 

5. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.–. Über die weiteren Kosten wird die  

Gerichtskasse Rechnung stellen. Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils 

verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.  

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

zu einem Drittel auferlegt, im Übrigen auf die Staatskasse genommen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Geschädigten für das gesamte Verfahren eine  

Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen. 

9. (Mitteilungen) 

10. (Rechtsmittel)." 

 

-   3   - 

Berufungsanträge: 

a) Des Beschuldigten: 

 (sinngemäss; Urk. 121 S. 3 ff.) 

 Freispruch 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

Keine Anträge 

c) Des Vertreters der Privatklägerschaft B._____: 

(Urk. 122 S. 1 f.) 

1. Der Beschuldigte sei der einfachen Körperverletzung im Sinne 

von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen; 

2. Der Beschuldigte sei der mehrfachen Drohung im Sinne von 

Art. 180 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen; 

3. Es sei der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger 

CHF 974.30 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 3. Januar 2010, 

CHF 2'590.85 zzgl. Zins zu 5% seit dem 11. Dezember 2012, 

CHF 802.10 zzgl. Zins zu 5% seit dem 23. Januar 2012 sowie 

Fr. 2'160 und CHF 3'110.15 Schadenersatz zu bezahlen. 

4. Es sei weiter festzustellen, dass der Beschuldigte dem Privat-

kläger gegenüber für den ihm zugefügten Schaden dem Grund-

satz nach (inkl. allfälliger zukünftiger Therapiekosten) unter  

solidarischer Haftung vollumfänglich schadenersatzpflichtig ist; 

zur genauen Feststellung des Umfangs des weiteren Schaden-

ersatzanspruches sei der Privatkläger auf den Weg des Zivil-

prozesses zu verweisen; 

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5. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Privatkläger eine  

Genugtuung von CHF 4'000 zzgl. Zins zu 5% seit 11. April 2009 

zu bezahlen; 

6. Die Kosten der Untersuchung, des Gerichtsverfahrens sowie der 

Vertretung der Privatklägerschaft seien dem Beschuldigten auf-

zuerlegen. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 3. April 2012 (versandt am 

7. Februar 2013) wurde der Beschuldigte der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 

Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 1'800.– bestraft 

(unter gleichzeitiger Anordnung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen). Vom 

Vorwurf der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

sowie der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB wurde er frei-

gesprochen. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens  

wurden dem Beschuldigten zu einem Drittel auferlegt, im Übrigen auf die Staats-

kasse genommen. 

1.2. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte am 13. April 2012 frist-

gerecht Berufung an (Urk. 84), unterliess es jedoch in der Folge, eine Berufungs-

erklärung einzureichen, worauf auf die Berufung mit Beschluss vom 11. April 2013 

nicht eingetreten wurde (Urk. 106).  

Der Vertreter des Privatklägers meldete am 13. April 2012 fristgerecht Berufung 

an (Urk. 86), reichte die Berufungserklärung am 27. Februar 2013 ein (Urk. 102) 

und ersuchte am 12. April 2013 um unentgeltliche Rechtspflege / Rechts-

vertretung zur Durchsetzung der Zivilansprüche (Urk. 108). Dieses Gesuch wurde 

mit Präsidialverfügung vom 14. Mai 2013 abgewiesen (Urk. 114).  

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Die Staatsanwaltschaft erklärte am 22. April 2013 auf eine Anschlussberufung 

sowie auf eine weitere aktive Beteiligung am Verfahren zu verzichten (Urk. 111). 

1.3. In der Folge wurde auf den 22. August 2013 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen (Urk. 116). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die  

Berufungsverhandlung und wurde im Dispositiv schriftlich eröffnet, nachdem die 

Parteien auf eine mündliche Eröffnung und Erläuterung verzichtet hatten (Prot. II 

S. 26). 

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung des Privatklägers richtet sich gegen die Dispositivziffern 1, 2 und 5 

des vorinstanzlichen Urteils. Die Dispositivziffern 3, 4 und 7 gelten damit zufolge 

Konnexes als indirekt mitangefochten, während die Dispositivziffern 6 und 8 in 

Rechtskraft erwachsen sind (vgl. auch Prot. II S. 11 ff.). 

3. Sachverhalt 

3.1. Die Vorinstanz hat den Anklagevorwurf korrekt zusammengefasst 

(Urk. 101 S. 4 f.). Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen 

werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.2. Die Aussagen der beteiligten Personen wurden von der Vorinstanz zutref-

fend wiedergegeben und korrekt gewürdigt. Grundsätzlich kann daher auf die 

diesbezüglichen Ausführungen und Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid 

verwiesen werden, welche vollumfänglich zu bestätigen sind (Urk. 101 S. 5 ff.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden Ausführungen erfolgen lediglich zur Ver-

deutlichung und Präzisierung. 

3.3. Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte sich der Beschuldigte wie  

bereits in der Untersuchung und vor Vorinstanz auf den Standpunkt, den Privat-

kläger weder bedroht noch – mit Ausnahme eines Stupsens bzw. Stossens mit 

dem Eishockeystock – körperlich angegriffen zu haben. Er führte zusammen-

gefasst aus, er habe den Privatkläger beim ersten Vorfall vor einer Lichtsignal-

anlage in C._____ zur Rede stellen wollen. Er habe ihn fragen wollen, weshalb er 

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die Lichthupe betätigt habe. Der Privatkläger habe ihn aufgefordert wegzugehen 

und ihm dann von hinten an den Kopf gespuckt. In der Folge sei er zum Fahrzeug 

des Privatklägers zurückgegangen und habe mit der offenen Hand an die Scheibe 

auf der Fahrerseite geklopft. Er habe den Privatkläger gefragt, weshalb er ihn an-

gespuckt habe. An das Fahrzeug getreten oder geschlagen habe er nicht. Er  

habe den Privatkläger auch nicht aufgefordert, aus dem Fahrzeug zu steigen. 

Beim zweiten Zusammentreffen habe er den Privatkläger wegen der Spuck- 

attacke und des erneuten Blendens zur Rede stellen wollen. Als der Privatkläger 

aus dem Fahrzeug ausgestiegen sei, habe er ihn gefragt, weshalb er ihn ange-

spuckt habe, und ihn mit dem Hockeystock ans Bein gestupst bzw. gestossen. Es 

habe sich dabei nicht um einen starken Schlag gehandelt. Er habe weder mit den 

Fäusten auf den Privatkläger eingeschlagen noch diesem Fusstritte versetzt bzw. 

ihn mit dem Knie traktiert. Der Privatkläger sei von ihm auch nicht bedroht worden 

(Urk. 121 S. 3 ff.). 

3.4. Die vom Beschuldigten geltend gemachte Version der Ereignisse stimmt in 

den wesentlichen Punkten mit den Aussagen des Mitbeschuldigten D._____ und 

den Schilderungen der Zeuginnen E._____ und F._____ sowie der von der Polizei 

als Auskunftsperson befragten G._____ überein. Dabei darf zwar nicht ausser 

Acht gelassen werden, dass die beiden Beschuldigten im Zeitpunkt des Vorfalls, 

welcher Gegenstand der Anklage bildet, in einer freundschaftlichen Beziehung zu 

den als Zeugen bzw. Auskunftsperson befragten Personen standen, weshalb die-

se grundsätzlich ein Interesse daran gehabt haben könnten, die Geschehnisse zu 

Gunsten der Beschuldigten zu schildern. Daraus kann indes nicht zwangläufig 

geschlossen werden, dass eine Absprache erfolgt sein muss und allfällige entlas-

tende Aussagen per se falsch sind. Die Vorinstanz hat denn auch eingehend und 

überzeugend dargelegt, dass vorliegend keine Anhaltspunkte dafür bestehen, 

dass die Beteiligten die zu Protokoll gegebene Sachverhaltsdarstellung vorgängig 

untereinander abgesprochen haben. Es kann an dieser Stelle auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 101 S. 16 ff.; Art. 82 Abs. 4 

StPO).  

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3.5. Die Vorinstanz hat weiter sorgfältig begründet, weshalb die Version des 

Privatklägers, die im Wesentlichen der Anklage zugrunde liegt, nicht zu über-

zeugen vermag. Sie hat insbesondere zu Recht auf den Hang des Privatklägers 

zur Übertreibung und Dramatisierung hingewiesen (Urk. 101 S. 21 f.), was auch 

im Zusammenhang mit den von ihm geltend gemachten Verletzungen von Bedeu-

tung ist, wie später noch näher ausgeführt wird. Auffällig sind auch die Aussagen 

des Privatklägers betreffend die zweite Drohung, welche er erst auf konkrete 

Nachfrage des Befragenden hin erwähnte. In den ersten beiden polizeilichen  

Berichten, die bereits auf Angaben des Privatklägers fussen, wird einleitend  

Art. 180 StGB jeweils erwähnt; wie sich aus den in diesen Berichten angeführten 

Sachverhalten ergibt, ist damit jedoch lediglich die erste Drohung gemeint (Urk. 1 

S. 1 und S. 5 f.; Urk. 2 S. 1 und S. 5), nicht jedoch die angebliche Todesdrohung. 

Erwähnt wird diese erstmals anlässlich der ersten einlässlichen und proto-

kollierten Einvernahme des Privatklägers (Urk. 4 S. 5 Ziff. 22). Wiederum von  

Interesse ist hier der unmittelbare Kontext der Aussage: Ganz zum Schluss der 

Einvernahme, an welcher das ganze Geschehen zur Sprache kam, wurde der 

Privatkläger gefragt (Urk. 4 S. 5 Ziff. 21): "Haben sie zur ganzen Sache noch  

etwas beizufügen?" Alsdann antwortete der Privatkläger: "Nein." Daraufhin erfolg-

te die Zusatzfrage (Ziff. 22): "Wurden sie von einem der Beteiligten irgendwie  

bedroht?" Diese Frage weist insofern eine gewisse suggestive Wirkung auf, als 

nicht einfach neutral nach dem Inhalt eines Wortwechsels gefragt wurde. Erst auf 

diese explizite Nachfrage und, wie erwähnt, ganz zum Schluss der Einvernahme 

bzw. nachdem der Privatkläger bestätigt hatte, es sei bereits alles Wesentliche 

gesagt worden, antwortete er: "Der Beifahrer sagte während des zweiten Vorfalls 

zu mir; Ich bringe dich um, du 'Saujugo'." Mit der Vorinstanz kann davon ausge-

gangen werden, dass wer mit dem Tod bedroht wird und die Drohung ernst 

nimmt, ein solches Vorkommnis nicht erst auf Nachfrage erwähnt, sondern von 

Anfang an selbst darauf zu sprechen kommt. Es kann der Vorinstanz weiter darin 

gefolgt werden, dass der vom Privatkläger anlässlich der staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme neu wiedergegebene Wortlaut der Drohung (vgl. Urk. 38 S. 7) wenig 

Sinn ergibt (Urk. 101 S. 24). Angesichts dieses Aussageverhaltens vermögen die 

Aussagen des Privatklägers auch in diesem Punkt nicht zu überzeugen.  

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Wenig glaubhaft ist schliesslich die Darstellung des Privatklägers, wonach er die 

Lichthupe nicht betätigt habe und sich auch ansonsten nichts zu Schulden habe 

kommen lassen. Diesbezüglich hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, 

dass der Ablauf der Ereignisse ohne die tatsächliche Annahme, dass die Vorfälle 

durch wiederholtes Lichthupen des Privatklägers ausgelöst wurden, keinen Sinn 

macht (Urk. 101 S. 26). Hätte sich der Privatkläger korrekt bzw. verkehrsregel-

konform verhalten, hätte für den Beschuldigten schlichtweg kein Grund bestan-

den, ihn bei der Lichtsignalanlage zur Rede zu stellen. Dass die Aussagen der 

übrigen Beteiligten in Bezug auf das Lichthupen bzw. das Einschalten des 

Scheinwerferlichts durch den Privatkläger nicht absolut deckungsgleich sind, wie 

der Rechtsvertreter des Privatklägers geltend machte (Urk. 122 S. 3 f.), mag sein. 

Dies spricht aber keineswegs gegen ihren Wahrheitsgehalt. Dieser Umstand kann 

vielmehr als Hinweis dafür gewertet werden, dass sich die befragten Personen 

nicht untereinander abgesprochen haben, sondern das selbst Erlebte beschrie-

ben. Massgebend ist vorliegend, dass sämtliche Beteiligte – mit Ausnahme des 

Privatklägers – ausgesagt haben, dass der Privatkläger auf das Überholmanöver 

von D._____ mit der Betätigung der Lichthupe bzw. dem Einschalten des Schein-

werferlichts reagiert hat.  

3.6. Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des Privatklägers (Urk. 122 

S. 8 ff.) vermögen die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen über 

den Privatkläger die in der Anklage geschilderten körperlichen Übergriffe nicht zu 

belegen. Von Bedeutung ist diesbezüglich insbesondere der ambulante Bericht 

des Kantonsspitals Winterthur vom 12. April 2009, welcher am Tag nach dem 

eingeklagten Vorfall erstellt wurde. Darin wird als Diagnose das in der Anklage 

umschriebene Verletzungsbild festgehalten: "Kontusion Knie links, Oberschenkel-

prellung links, Bauchwandprellung, Beckenprellung links" (wobei der Bericht die 

Bauchwandprellung im Gegensatz zur Anklage nicht als linksseitig spezifiziert). 

Allerdings geht aus diesem Bericht auch hervor, dass sich diese Diagnose aus-

schliesslich auf Schmerzangaben des Privatklägers stützte (insbesondere sog. 

Druckdolenz). Der Bericht hält namentlich fest, dass keinerlei Prellmarken, Häma-

tome, Ergüsse oder sonstige äussere Spuren sichtbar waren. Ebenso wenig  

förderten Röntgenaufnahmen bzw. eine Abdomen-Sonographie Hinweise auf  

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Verletzungen zu Tage. Unmittelbar nach dem Vorfall bestanden somit keine 

äusserlichen bzw. – soweit mittels Röntgen und Abdomensonographie untersucht 

– inneren physischen Verletzungen. Des weiteren vermerkt der Bericht, dass der 

Schmerz im Abdomen bereits während des ambulanten Spitalaufenthaltes  

deutlich zurückgegangen sei. Auch habe der Privatkläger erwähnt, früher schon 

mehrere Schleudertraumata erlitten zu haben (Urk. 15 = Urk. 43/1). Es ist der  

Vorinstanz deshalb darin zu folgen, dass die Befunde des Kantonsspitals  

Winterthur ausschliesslich das subjektive Empfinden des Privatklägers wieder-

spiegeln, weshalb sie nicht als Beweis für die erlittenen Verletzungen heran-

gezogen werden können.  

3.7. Soweit der Privatkläger einen über den Stockeinsatz hinausgehenden 

Übergriff behauptet, stellen sich an seiner Sachdarstellung Zweifel ein. In der  

Anklage heisst es – gestützt auf die Aussagen des Privatklägers – unter anderem: 

"Als der Geschädigte infolge der Schläge mit dem Knie auf den Boden prallte, 

schlugen sie ihm zudem mit den Knien in den Rücken." Unstreitig ist, dass die 

Auseinandersetzung auf der asphaltierten Fahrbahn stattfand. Wäre der Privat-

kläger tatsächlich mit den Knien "auf den Boden geprallt", wäre die Haut im Knie-

bereich dadurch zumindest geringfügig geschürft worden. Dies war jedoch  

gemäss tags darauf erstelltem Arztbericht, wie erwähnt, nicht der Fall. Aus dem 

vorstehend zitierten Satz der Anklageschrift geht weiter hervor, der Beschuldigte 

sowie der Mitbeschuldigte hätten den Privatkläger mit Fäusten und Knien in den 

Rücken geschlagen. Demgegenüber erwähnt der vorgenannte ambulante Bericht 

aber keinerlei Rückenschmerzen. Wiederum im Widerspruch dazu gibt der Privat-

kläger jedoch in der Einvernahme vom 18. November 2011 (Urk. 38 S. 9 unten), 

also rund 2 ½ Jahre nach dem Vorfall, an: "Der Rücken schmerzt auch noch." Der 

Bericht erwähnt überdies auch keine Nackenschmerzen, während die Anklage-

schrift immerhin von mehrfachen Schlägen in den Nacken spricht. Daraus kann 

zumindest geschlossen werden, dass die Schmerzen allfälliger Schläge in den 

Nacken zum Zeitpunkt der ambulanten Untersuchung bereits wieder abgeklungen 

waren (sofern es überhaupt zu derartigen Schlägen kam).  

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In der vorerwähnten Befragung vom 18. November 2011 wurde der Privatkläger 

ausserdem gefragt, ob er auch gegen den Kopf geschlagen worden sei. Darauf 

antwortete er: "Nur gegen den Nacken, nicht gegen den Kopf." Alsdann wurde er 

mit einer Aussage konfrontiert, mit der er im Gutachten des Aerztlichen Begutach-

tungsinstituts Basel (nachfolgend: ABI) vom 7. Juni 2010 zitiert wird: einer der  

Täter habe seinen "Kopf gehalten und nach links verdreht" (Urk. 38 S. 9 unten  

unter Hinweis auf Urk. 43/11 S. 10). Damit konfrontiert antwortete der Privat-

kläger: "Ja, ich erinnere mich, dass mir noch gegen den Kopf gedrückt wurde." 

Streng genommen zielte die vorgenannte Frage nur nach Schlägen im Kopf-

bereich. Wäre es jedoch zum erwähnten "Verdrehen" tatsächlich gekommen,  

hätte der Privatkläger dies aller Wahrscheinlichkeit nach bereits bei der Frage 

nach Schlägen im Kopfbereich spontan erwähnt. Dieses angebliche Verdrehen 

des Kopfes hat in die Anklage denn auch keinen Eingang gefunden. Überhaupt 

taucht dieses Sachverhaltselement, soweit ersichtlich, erstmals im erwähnten 

Gutachten auf, jedenfalls aber nicht in den zeitlich früheren Einvernahmeproto-

kollen. Auch diese Ungereimtheit zeigt auf, dass der Privatkläger die über den 

Stockeinsatz hinausgehenden Gewalthandlungen in einer Art und Weise unein-

heitlich schildert, die sich nicht einfach durch eine gewaltbedingte selektive Wahr-

nehmung erklären lassen. Andererseits erscheint es nicht als zufällig, dass der 

Privatkläger gerade im Rahmen des im Auftrag der Invalidenversicherung des 

Kantons Zürich erstellten Gutachtens erstmals von einem Verdrehen des Kopfes 

spricht, da ein derartiger Vorfall grundsätzlich geeignet ist, organisch nicht nach-

weisbare Schäden (wie etwa ein Schleudertrauma) hervorzurufen. In diesem  

Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Privatkläger angibt, insgesamt fünf 

Schleudertraumata erlitten zu haben. 

Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass sich aus den bei den Akten  

liegenden medizinischen Unterlagen über den Privatkläger mehrfach ergibt, dass 

dieser eine Tendenz hat, seine Schmerzen zu übertreiben. So heisst es im 

Schreiben von Dr. med. H._____ vom 9. Februar 2010 (Urk. 43/9) unter dem Titel 

"Diagnose" u.a.: "Schmerzsyndrom Kniegelenk links [..] hochgradiger Verdacht 

auf Symptomausweitung". Daraus lässt sich jedoch nicht etwa der Umkehrschluss 

ziehen, dass der Privatkläger tatsächlich Schmerzen hat, diese aber nur über-

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treibt, denn die angeblichen Schmerzen sind organisch nicht nachweisbar. Weiter 

heisst es im erwähnten Schreiben, auch eine im Juli 2009 bezüglich des linken 

Knies durchgeführte MRI-Abklärung habe keine mit dem Vorfall  

zusammenhängenden Veränderungen sichtbar gemacht. Aus rheumatologischer 

Sicht seien die bestehenden Beschwerden nicht erklärbar. 

3.8. Auf Grundlage der vorstehend dargelegten Beweislage sowie in Anbetracht 

des Fehlens geringster körperlicher Spuren unmittelbar nach der Tat ist festzu-

halten, dass erhebliche und unüberwindbare Zweifel daran bestehen, dass der  

Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger – über den Einsatz des Hockeystocks 

hinaus – Gewalt anwendete. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte ist mit der  

Vorinstanz sodann davon auszugehen, dass der Stockschlag nur einmal erfolgte. 

Es lässt sich dem Beschuldigten nicht nachweisen, dass der Schlag mit beson-

ders hoher Intensität ausgeführt wurde. Dies lässt sich namentlich nicht den  

medizinischen Unterlagen über den Privatkläger entnehmen, wie die Vorinstanz 

zu Recht festhielt (Urk. 101 S. 27 f.). Dass der Einsatz des Hockeystocks einem 

Tätscheln, "Stubsen" oder Ähnlichem gleichkam, ist in Anbetracht der gesamten 

Umstände dagegen nicht anzunehmen. Angesichts der emotional aufgeladen  

Situation, in welcher sich der Beschuldigte befand, kann ausgeschlossen werden, 

dass er den Privatkläger lediglich leicht berührt hat. Im Weiteren wurde bereits 

dargelegt, dass die Aussagen des Privatklägers betreffend die Todesdrohung ins-

besondere unter Berücksichtigung ihres Zustandekommens nicht zu überzeugen 

vermögen. Dass der Beschuldigte eine solche Drohung ausgesprochen hat, lässt 

sich den Schilderungen der übrigen Beteiligten nicht entnehmen. Es ist der  

Vorinstanz deshalb darin zu folgen, dass sich vorliegend nicht erstellen lässt, 

dass der Beschuldigte eine Todesdrohung gegen den Privatkläger ausgestossen 

hat (Urk. 101 S. 28). Mangels erstelltem Sachverhalt ist der Beschuldigte  

betreffend den zweiten Vorfall daher vom Vorwurf der Drohung freizusprechen. 

Diesbezüglich und auch im Übrigen kann auf die zutreffenden Feststellungen im 

vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 101 S. 26 ff.). 

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4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Eine Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB begeht, wer jemanden durch 

schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Der objektive Tatbestand der 

Drohung setzt voraus, dass der Drohende seinem Opfer ein künftiges Übel  

ankündigt oder in Aussicht stellt, wobei er dessen Eintritt als von seinem Willen 

abhängig hinstellen muss. Erforderlich ist ein Verhalten, das geeignet ist, den  

Geschädigten in Schrecken oder Angst zu versetzen. Dabei ist nach der Praxis 

des Bundesgerichts grundsätzlich ein objektiver Massstab anzulegen, wobei in 

der Regel auf das Empfinden eines vernünftigen Menschen mit einigermassen 

normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen ist (Urteil des Bundesgerichts 

6B_192/2012 vom 10. September 2012, E. 1.1 mit Hinweisen). Die gemäss 

Art. 180 StGB geforderte "schwere Drohung", die in "Angst und Schrecken  

versetzt" (Art. 180 StGB) muss eine höhere Intensität aufweisen, als eine "Andro-

hung ernstlicher Nachteile" gemäss Art. 181 StGB (BGE 81 IV 101 E. 3 S. 105 f.). 

Die Ankündigung des Übels kann auch bloss konkludent erfolgen (z.B. demon-

stratives Zerschlagen einer Bierflasche zwecks Verwendung als Waffe). Mass-

gebend ist eine Würdigung der konkreten Umstände. 

4.1.1. In Bezug auf den ersten Vorfall lässt sich lediglich erstellen, dass der  

Beschuldigte mehrfach mit der Hand gegen das Fahrzeug des Privatklägers  

geklopft und diesen aufgefordert hat, auszusteigen. Dieses Verhalten stellt keine 

schwere Drohung dar, da es nach objektiven Gesichtspunkten ungeeignet ist,  

jemanden in Schrecken oder Angst zu versetzen. Es kann diesbezüglich auf die 

zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 101 S. 29; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Insbesondere ist festzuhalten, dass vorliegend keinerlei  

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich der Privatkläger vom Beschuldigten  

irgendwie bedroht gefühlt hat. Hätte ihn das Verhalten des Beschuldigten tat-

sächlich derart erschreckt oder verängstigt, hätte sich der Privatkläger wohl vom 

Ort des Geschehens entfernt, um dem Beschuldigten auszuweichen, anstatt ihm 

hinterherzufahren. Im Übrigen ist höchst fraglich, ob selbst der in der Anklage  

geschilderte Sachverhalt als Drohung qualifiziert werden könnte. Die darin  

umschriebene Tathandlung erreicht die bei Art. 180 StGB erforderliche Schwere 

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im Lichte der vorstehend angeführten Rechtsprechung nicht. Weder blosses 

Schimpfen noch das mit flachen Händen oder Füssen erfolgende Schlagen gegen 

ein Auto bedeuten eine schwere Drohung. Mittelbar lässt sich diese Handlung 

zwar auch so interpretieren, dass mit dem Schlagen gegen das Auto mittelbar ein 

beabsichtigtes Schlagen des Autoinsassen angedroht wird; ebenso gut kann in 

derartigem Schlagen aber auch eine allgemeine Unmutsbekundung gesehen 

werden.  

4.1.2. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte auch in Bezug auf den ersten 

Vorfall vom Vorwurf der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB freizu-

sprechen. 

4.2. Gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der einfachen Körper-

verletzung schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer als schwerer 

Weise an Körper oder Gesundheit schädigt. Demgegenüber verübt gemäss  

Art. 126 StGB derjenige eine Tätlichkeit, wer tätlich wird, ohne Körper oder  

Gesundheit des Opfers zu schädigen. Bei Blutergüssen, Schürfungen, Kratz-

wunden oder Prellungen ist die Abgrenzung der einfachen Körperverletzung zum 

Tatbestand der Tätlichkeiten (Art. 126 StGB) begrifflich nur schwer möglich (BGE 

134 IV 189 E. 1.3 S. 191 f. mit Hinweisen). Für die Abgrenzung kommt dem Mass 

des verursachten Schmerzes entscheidendes Gewicht zu. Wenn vom Eingriff  

keine äusseren Spuren bleiben, genügt schon das Zufügen erheblicher Schmer-

zen als Schädigung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB (BGE 134 IV 189 E. 1.3  

S. 192; BGE 107 IV 40 mit Hinweisen).  

Art. 123 StGB schützt nicht nur die körperliche Integrität und Gesundheit, sondern 

auch die psychische Gesundheit (BGE 119 IV 25 E. 2a S. 26). Eine einfache  

Körperverletzung setzt somit nicht notwendigerweise voraus, dass das Opfer eine 

körperliche Beeinträchtigung erlitten hat. Eine psychische Beeinträchtigung kann 

den Tatbestand ebenfalls erfüllen. In diesem Fall muss die Beeinträchtigung aller-

dings eine gewisse Intensität erreichen. Zu deren Beurteilung muss einerseits auf 

die Art und Intensität der Beeinträchtigung, andererseits auf ihre Auswirkungen 

auf die Psyche des Opfers abgestellt werden. Ein geringfügiger Eingriff, der das 

Wohlbefinden nur vorübergehend beeinträchtigt, genügt nicht. Ein Eingriff, der  

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objektiv geeignet ist, ein psychisches Leiden hervorzurufen, das von einer gewis-

sen Dauer und Erheblichkeit ist, kann eine einfache Körperverletzung darstellen. 

Die Auswirkungen eines Eingriffs dürfen nicht nur auf Grundlage der persönlichen 

Empfindsamkeit einer Person beurteilt werden; stattdessen ist danach zu fragen, 

welche Auswirkungen der Eingriff auf eine durchschnittlich empfindsame Person 

unter den gleichen Umständen hätte. Dabei sind die konkreten Umstände zu  

berücksichtigen, d.h. die Wirkung eines Eingriffs können je nach Alter, Gesund-

heitszustand, sozialen Umständen etc. variieren (zum Ganzen: BGE 134 IV 189 

E. 1.4 S. 192). 

4.2.1. Vorliegend gilt nach dem Gesagten einzig als erwiesen, dass der Privat-

kläger vom Beschuldigten einmal mit einem Hockeystock im Kniebereich bzw. im  

Bereich der Wade geschlagen wurde. Nicht erstellt ist, dass es sich dabei um  

einen aussergewöhnlich heftigen Schlag gehandelt hat. Entsprechend konnten 

am Folgetag auch keine äusserlichen Verletzungen beim Privatkläger festgestellt 

werden, wie sich dem ambulanten Bericht des Kantonsspitals Winterthur vom 

12. April 2009 entnehmen lässt (Urk. 15 = Urk. 43/1). Einen zweifelsfreien  

Zusammenhang zwischen dem vom Beschuldigten ausgeführten Schlag und den 

vom Privatkläger vorgebrachten Beschwerden belegen auch die weiteren medizi-

nischen Unterlagen nicht. Es ist daher festzuhalten, dass der Schlag des  

Beschuldigten beim Privatkläger keine nachweisbaren Verletzungen zu Folge  

hatte.  

4.2.2. Aufgrund der Geringfügigkeit des Eingriffs kann dieser Vorfall die Psyche 

des Privatklägers sodann nicht derart schwer beeinträchtigt haben, dass er im 

Sinne der Anklageschrift seit dem Vorfall an einer Panikstörung leidet, die als  

einfache Körperverletzung zu werten wäre. Dies gilt selbst unter Mitberücksichti-

gung des Umstands, dass der Privatkläger bereits vor dem Vorfall an Depressio-

nen bzw. einer posttraumatischen Belastungsstörung litt, insofern in psychiatri-

scher Behandlung stand und eine gegenüber einer Durchschnittsperson erhöhte 

Empfindlichkeit aufwies. Das Gutachten des ABI betrachtet die posttraumatische 

Belastungsstörung – nach der Tat – als "sehr geringgradig ausgeprägt"  

(Urk. 43/11, S. 15 unten). Berücksichtigt man, dass die posttraumatische  

-   15   - 

Belastungsstörung schon vor der Tat bestand, kann eine tatbedingte kausale  

Verschlechterung des Zustands ausgeschlossen werden, wobei selbst eine  

allfällige Verschlechterung innerhalb eines Geringfügigkeitsbereichs ohnehin  

keine Qualifikation als einfache Körperverletzung rechtfertigt. Dass der den  

Privatkläger seit Längerem behandelnde Psychiater diese Beurteilung nicht teilt, 

vermag daran nichts zu ändern, denn es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, 

dass das Gutachten der ABI Mängel aufweist, zumal es mit den Befunden der  

übrigen medizinischen Akten (mit Ausnahme der Beurteilung des behandelnden 

Psychiaters) im Wesentlichen übereinstimmt.  

4.2.3. Nach dem Gesagten erreichen die vom Privatkläger nachweislich erlittenen 

Verletzungen die Schwere einer einfachen Körperverletzung im Sinne von 

Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB nicht. Das Verhalten des Beschuldigten ist damit als 

Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB zu qualifizieren. Es kann dies-

bezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 101 S. 31; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Der Beschuldigte ist somit vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung im Sinne 

von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB freizusprechen und der Tätlichkeit im Sinne von 

Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

5. Strafzumessung 

5.1. Die Vorinstanz hat den vorliegend zur Anwendung gelangenden Straf-

rahmen zutreffend ermittelt. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 101 S. 31). Sie 

hat sodann richtig zusammengefasst, wie eine Strafe zuzumessen ist. Auf die 

entsprechenden Erwägungen kann an dieser Stelle ebenfalls verwiesen werden 

(Urk. 101 S. 31 f.).  

5.2. Hinsichtlich des objektiven Tatverschuldens ist zunächst festzuhalten, dass 

der Beschuldigte zur Verübung der Tätlichkeit einen Hockeystock einsetzte, was 

die Verletzungsgefahr grundsätzlich erhöht. Es kann dem Beschuldigten jedoch 

nicht nachgewiesen werden, dass der ausgeführte Schlag von besonderer Heftig-

keit war. Der Beschuldigte zielte zudem nicht gegen das Gesicht oder andere  

-   16   - 

besonders sensible Körperpartien des Privatklägers. Die Vorinstanz hat sodann 

zutreffend darauf hingewiesen, dass durch den Schlag keine objektiv feststell-

baren Verletzungen verursacht wurden. Die Intensität der Tätlichkeit sowie die 

dadurch entstandenen Folgen sind im Rahmen der möglichen Schweregrade von 

Tätlichkeiten an der unteren Grenze anzusiedeln. Bei der subjektiven Tatschwere 

gilt es zu berücksichtigen, dass die damalige Situation aufgrund der bereits zuvor 

erfolgten Konfrontation zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger  

emotional aufgeladen war, wobei der Privatkläger seinen Teil zur Auseinander-

setzung beigetragen hatte. Es ist davon auszugehen, dass es sich beim Schlag 

mit dem Hockeystock um eine spontane Reaktion des Beschuldigten auf das als 

rücksichtslos empfundene Verhalten des Privatklägers handelte. Auf jeden Fall 

kann aufgrund der gegebenen Umstände ausgeschlossen werden, dass der  

Beschuldigte diese Tat vorausplante.  

5.3. Vom Beschuldigten ist bekannt, dass er als Storenmonteur arbeitet und 

Fr. 5'300.– brutto pro Monat verdient, wobei ihm zusätzlich Fr. 300.– Spesen  

sowie ein 13. Monatslohn ausbezahlt werden. Er verfügt über kein Vermögen und 

hat Schulden in der Höhe von ca. Fr. 22'000.–. Infolge einer bestehenden Lohn-

pfändung erhält der Beschuldigte derzeit Fr. 3'100.– ausbezahlt. Der Beschuldigte 

ist ledig und hat keine Unterstützungspflichten. Für die Miete bezahlt er monatlich 

Fr. 1'500.– (Urk. 74 S. 9; Urk. 119 S. 1 f.). 

Der Beschuldigte ist vorbestraft. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / 

Oberland vom 7. Februar 2007 wurde er wegen Hinderung einer Amtshandlung 

mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.–, bedingt bei einer Probezeit 

von zwei Jahren, sowie mit einer Busse von Fr. 200.– bestraft (Urk. 104). Der  

Beschuldigte wurde somit kurz nach Ablauf der mit besagtem Strafbefehl ange-

setzten Probezeit erneut straffällig, was straferhöhend zu werten ist. 

5.4. Der Beschuldigte ist nicht geständig. Aufgrund seines Aussageverhaltens 

kann er weder Einsicht noch Reue für sich reklamieren. Demnach ist das Nach-

tatverhalten des Beschuldigten nicht strafmindernd zu berücksichtigen.  

-   17   - 

5.5. Vorliegend rechtfertigt sich eine Strafreduktion infolge mehrfacher  

Verletzung des Beschleunigungsgebots. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass das 

vorinstanzliche Urteil am 3. April 2012 gefällt und den anwesenden Parteien  

gleichentags mündlich eröffnet wurde, der begründete Entscheid indes erst  

anfangs Februar 2013 versandt wurde (Urk. 100). Gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO 

hat das Gericht den Parteien das vollständige begründete Urteil grundsätzlich in-

nert 60 Tagen, ausnahmsweise 90 Tagen zuzustellen. Diese Frist wurde sehr 

deutlich überschritten, obwohl das vorliegende Strafverfahren nicht als besonders 

schwierig bzw. komplex eingestuft werden kann. Darüber hinaus verstrichen seit 

der ersten Befragung des Beschuldigten am 22. Mai 2009 (Urk. 7) bis zum erstin-

stanzlichen Urteil fast drei Jahre, wovon alleine das Rekursverfahren zwei Jahre 

in Anspruch nahm (vgl. Urk. 28-33). Auch dafür lagen keine sachlichen Gründe 

vor. Die dargelegten Verzögerungen und die für eine Tat der vorliegenden Art 

insgesamt überlange Verfahrensdauer von mehr als vier Jahren stellen eine Ver-

letzung des Beschleunigungsgebots dar, was sich in einer Reduktion der Strafe 

klar niederschlagen muss. 

5.6. Unter Berücksichtigung aller relevanter Strafzumessungsgründe erweist 

sich eine Busse von Fr. 500.– als dem Verschulden und den persönlichen  

Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. Hinzu kommt eine Strafreduktion 

aufgrund der Verletzung des Beschleunigungsgebots. Insgesamt erscheint eine 

Busse von Fr. 300.– angemessen. Die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall der 

schuldhaften Nichtbezahlung der Busse ist praxisgemäss auf drei Tage festzu-

setzen. 

6. Zivilforderungen 

Hinsichtlich der Zivilforderungen kann vollumfänglich auf die zutreffenden Aus-

führungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, welche keinerlei  

Ergänzungen bedürfen (Urk. 101 S. 34 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Privatkläger 

ist mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren demnach auf den Weg 

des Zivilprozesses zu verweisen. 

-   18   - 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv Ziffer 7) 

zu bestätigen.  

7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Privat-

kläger mit seiner Berufung vollständig. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind 

deshalb dem Privatkläger aufzuerlegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens fällt 

eine Entschädigung an den Privatkläger ausser Betracht.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzel-

gericht Strafsachen, vom 3. April 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

 1. […] 

2. […] 

3. […] 

4. […] 

5. […] 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.–. Über die weiteren Kosten wird 

die Gerichtskasse Rechnung stellen. Wird auf eine schriftliche Begründung des  

Urteils verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel. 

7. […] 

 8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Geschädigten für das gesamte Verfahren  

eine Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-   19   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 

Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB, sowie  

− der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungs-

begehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv Ziffer 7.) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt. 

9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten 
− Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers B._____ 
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den Beschuldigten 
− Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers B._____ 
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  

-   20   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 104 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG). 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 22. August 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 22. August 2013
	Urteil der Vorinstanz (Urk. 101 S. 37 f.):
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig.
	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf
	- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, sowie
	- der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB.

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 1'800.–.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen.
	5. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.–. Über die weiteren Kosten wird die  Gerichtskasse Rechnung stellen. Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten zu einem Drittel auferlegt, im Übrigen auf die Staatskasse genommen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Geschädigten für das gesamte Verfahren eine  Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 3. April 2012 (versandt am 7. Februar 2013) wurde der Beschuldigte der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 1'800.– bestraft (unter gleichzeitige...
	1.2. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte am 13. April 2012 fristgerecht Berufung an (Urk. 84), unterliess es jedoch in der Folge, eine Berufungserklärung einzureichen, worauf auf die Berufung mit Beschluss vom 11. April 2013 nicht eingetret...
	1.3. In der Folge wurde auf den 22. August 2013 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 116). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die  Berufungsverhandlung und wurde im Dispositiv schriftlich eröffnet, nachdem die Parteien auf eine mündlic...

	2. Umfang der Berufung
	Die Berufung des Privatklägers richtet sich gegen die Dispositivziffern 1, 2 und 5 des vorinstanzlichen Urteils. Die Dispositivziffern 3, 4 und 7 gelten damit zufolge Konnexes als indirekt mitangefochten, während die Dispositivziffern 6 und 8 in Recht...

	3. Sachverhalt
	3.1. Die Vorinstanz hat den Anklagevorwurf korrekt zusammengefasst (Urk. 101 S. 4 f.). Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).
	3.2. Die Aussagen der beteiligten Personen wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergegeben und korrekt gewürdigt. Grundsätzlich kann daher auf die diesbezüglichen Ausführungen und Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden, welche vo...
	3.3. Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte sich der Beschuldigte wie  bereits in der Untersuchung und vor Vorinstanz auf den Standpunkt, den Privatkläger weder bedroht noch – mit Ausnahme eines Stupsens bzw. Stossens mit dem Eishockeystock – kör...
	3.4. Die vom Beschuldigten geltend gemachte Version der Ereignisse stimmt in den wesentlichen Punkten mit den Aussagen des Mitbeschuldigten D._____ und den Schilderungen der Zeuginnen E._____ und F._____ sowie der von der Polizei als Auskunftsperson b...
	3.5. Die Vorinstanz hat weiter sorgfältig begründet, weshalb die Version des Privatklägers, die im Wesentlichen der Anklage zugrunde liegt, nicht zu überzeugen vermag. Sie hat insbesondere zu Recht auf den Hang des Privatklägers zur Übertreibung und ...
	Wenig glaubhaft ist schliesslich die Darstellung des Privatklägers, wonach er die Lichthupe nicht betätigt habe und sich auch ansonsten nichts zu Schulden habe kommen lassen. Diesbezüglich hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass der Ablau...
	3.6. Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des Privatklägers (Urk. 122 S. 8 ff.) vermögen die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen über den Privatkläger die in der Anklage geschilderten körperlichen Übergriffe nicht zu belegen. Von ...
	3.7. Soweit der Privatkläger einen über den Stockeinsatz hinausgehenden Übergriff behauptet, stellen sich an seiner Sachdarstellung Zweifel ein. In der  Anklage heisst es – gestützt auf die Aussagen des Privatklägers – unter anderem: "Als der Geschädi...
	In der vorerwähnten Befragung vom 18. November 2011 wurde der Privatkläger ausserdem gefragt, ob er auch gegen den Kopf geschlagen worden sei. Darauf antwortete er: "Nur gegen den Nacken, nicht gegen den Kopf." Alsdann wurde er mit einer Aussage konfr...
	Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass sich aus den bei den Akten  liegenden medizinischen Unterlagen über den Privatkläger mehrfach ergibt, dass dieser eine Tendenz hat, seine Schmerzen zu übertreiben. So heisst es im Schreiben von Dr. med. H...
	3.8. Auf Grundlage der vorstehend dargelegten Beweislage sowie in Anbetracht des Fehlens geringster körperlicher Spuren unmittelbar nach der Tat ist festzuhalten, dass erhebliche und unüberwindbare Zweifel daran bestehen, dass der  Beschuldigte gegen...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Eine Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB begeht, wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Der objektive Tatbestand der Drohung setzt voraus, dass der Drohende seinem Opfer ein künftiges Übel  ankündigt oder in Aussicht...
	4.1.1. In Bezug auf den ersten Vorfall lässt sich lediglich erstellen, dass der  Beschuldigte mehrfach mit der Hand gegen das Fahrzeug des Privatklägers  geklopft und diesen aufgefordert hat, auszusteigen. Dieses Verhalten stellt keine schwere Drohung...
	4.1.2. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte auch in Bezug auf den ersten Vorfall vom Vorwurf der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB freizusprechen.
	4.2. Gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der einfachen Körperverletzung schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer als schwerer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt. Demgegenüber verübt gemäss  Art. 126 StGB derjenige eine Tät...
	Art. 123 StGB schützt nicht nur die körperliche Integrität und Gesundheit, sondern auch die psychische Gesundheit (BGE 119 IV 25 E. 2a S. 26). Eine einfache  Körperverletzung setzt somit nicht notwendigerweise voraus, dass das Opfer eine körperliche B...
	4.2.1. Vorliegend gilt nach dem Gesagten einzig als erwiesen, dass der Privatkläger vom Beschuldigten einmal mit einem Hockeystock im Kniebereich bzw. im  Bereich der Wade geschlagen wurde. Nicht erstellt ist, dass es sich dabei um  einen aussergewöh...
	4.2.2. Aufgrund der Geringfügigkeit des Eingriffs kann dieser Vorfall die Psyche des Privatklägers sodann nicht derart schwer beeinträchtigt haben, dass er im Sinne der Anklageschrift seit dem Vorfall an einer Panikstörung leidet, die als  einfache Kö...
	4.2.3. Nach dem Gesagten erreichen die vom Privatkläger nachweislich erlittenen Verletzungen die Schwere einer einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB nicht. Das Verhalten des Beschuldigten ist damit als Tätlichkeit im Sin...
	Der Beschuldigte ist somit vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB freizusprechen und der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

	5. Strafzumessung
	5.1. Die Vorinstanz hat den vorliegend zur Anwendung gelangenden Strafrahmen zutreffend ermittelt. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 101 S. 31). Sie hat sodann richtig zusammengefasst, wie eine Strafe zuzumessen ist. Auf die entsprechenden Erwägunge...
	5.2. Hinsichtlich des objektiven Tatverschuldens ist zunächst festzuhalten, dass der Beschuldigte zur Verübung der Tätlichkeit einen Hockeystock einsetzte, was die Verletzungsgefahr grundsätzlich erhöht. Es kann dem Beschuldigten jedoch nicht nachgewi...
	5.3. Vom Beschuldigten ist bekannt, dass er als Storenmonteur arbeitet und Fr. 5'300.– brutto pro Monat verdient, wobei ihm zusätzlich Fr. 300.– Spesen  sowie ein 13. Monatslohn ausbezahlt werden. Er verfügt über kein Vermögen und hat Schulden in der ...
	Der Beschuldigte ist vorbestraft. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 7. Februar 2007 wurde er wegen Hinderung einer Amtshandlung mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.–, bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren, s...
	5.4. Der Beschuldigte ist nicht geständig. Aufgrund seines Aussageverhaltens kann er weder Einsicht noch Reue für sich reklamieren. Demnach ist das Nachtatverhalten des Beschuldigten nicht strafmindernd zu berücksichtigen.
	5.5. Vorliegend rechtfertigt sich eine Strafreduktion infolge mehrfacher  Verletzung des Beschleunigungsgebots. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass das vorinstanzliche Urteil am 3. April 2012 gefällt und den anwesenden Parteien  gleichentags mündlic...
	5.6. Unter Berücksichtigung aller relevanter Strafzumessungsgründe erweist sich eine Busse von Fr. 500.– als dem Verschulden und den persönlichen  Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. Hinzu kommt eine Strafreduktion aufgrund der Verletzung des ...

	6. Zivilforderungen
	Hinsichtlich der Zivilforderungen kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, welche keinerlei  Ergänzungen bedürfen (Urk. 101 S. 34 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Privatkläger ist mit seinem Sch...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv Ziffer 7) zu bestätigen.
	7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Privatkläger mit seiner Berufung vollständig. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind deshalb dem Priv...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzelgericht Strafsachen, vom 3. April 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. […]
	2. […]
	3. […]
	4. […]
	5. […]
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.–. Über die weiteren Kosten wird die Gerichtskasse Rechnung stellen. Wird auf eine schriftliche Begründung des  Urteils verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.
	7. […]
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Geschädigten für das gesamte Verfahren  eine Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen
	 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, sowie
	 der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB.

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Der Privatkläger wird mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv Ziffer 7.) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt.
	9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers B._____
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Beschuldigten
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers B._____
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 104
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG).

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.