# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bfbc37a-93f1-5cd3-868f-a4f7009f0d31
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2011 D-6033/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6033-2008_2011-08-26.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­6033/2008

U r t e i l   v om   2 6 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richter Robert Galliker, Richter Gérard Scherrer,   
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

Parteien X._______, geboren am _______, 
angeblich Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, _______,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. August 2008 / _______.

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  verliess  seinen  Heimatstaat  im  Juni  2006  und 
gelangte über den Sudan, Libyen und Italien am 28. September 2006  in 
die Schweiz, wo er am 29. September 2006 ein Asylgesuch stellte. Am 
30. Oktober  2006  wurde  der  Beschwerdeführer  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  _______  summarisch  zum  Reiseweg  und  zu  den 
Asylgründen  befragt.  Die  Bundesanhörung  fand  am  20.  Februar  2008 
statt.

B. 
Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  machte  der  Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  geltend,  er  sei  in  _______  (Äthiopien)  geboren.  Im 
November  1998  sei  er  zusammen  mit  seiner  Mutter  und  seinen 
Geschwistern  zuerst  in  Äthiopien  in  Ausschaffungshaft  genommen  und 
anschliessend nach Eritrea deportiert worden. Sein Vater sei in Äthiopien 
inhaftiert worden. Da er seitdem keine Nachricht von  ihm erhalten habe, 
wisse er nicht, wo sein Vater sei.  Im Heimatstaat sei er während zweier 
Monate  in  Haft  gewesen,  bevor  er  im  Februar  1999  in  die  militärische 
Grundausbildung nach _______ eingezogen worden sei.  Im Jahre 2000 
sei  sein  Bruder  getötet  worden.  Im  Militärdienst,  welcher  bis  ins  Jahre 
2006 gedauert habe, sei er zwei Mal während ungefähr zweier Jahre  im 
Gefängnis  gewesen.  Im  Juni  2006  sei  er  desertiert  und  nach  Sudan 
geflüchtet.  Zudem habe er  psychische Probleme und er  trinke  sehr  viel 
Alkohol. 

C. 
Am  25.  Juli  2008  ersuchte  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mit 
eingeschriebenem  Brief  um  Einreichung  eines  ärztlichen  Zeugnisses. 
Dieses Schreiben wurde bei der Post nicht abgeholt.

D. 
Mit  Verfügung  vom  13.  August  2008  –  eröffnet  am  21.  August  2008 – 
lehnte  das  BFM  das  Asylgesuch  ab,  verfügte  die Wegweisung  aus  der 
Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an.

E. 
Mit  Eingabe  vom  22.  September  2008  erhob  der  Beschwerdeführer 
Beschwerde gegen die  vorinstanzliche Verfügung vom 13. August 2008 
und  beantragte  deren  Aufhebung,  die  Anerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  und die Gewährung von Asyl. Weiter ersuchte er 

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eventuell um Feststellung der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges 
sowie  um  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme.  In  prozessrechtlicher 
Hinsicht  beantragte  er  die Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege 
gemäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  den  Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zudem reichte er Kopien der 
kanadischen und eritreischen Ausweispapiere seiner beiden Schwestern 
ein (Ausweisnummern _______ und _______ beziehungsweise _______ 
und _______).

F. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  13.  Oktober  2008  wurde  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
VwVG  unter  Vorbehalt  einer  allfälligen  künftigen  Veränderung  der 
finanziellen Lage des Beschwerdeführers gutgeheissen.

G. 
In  der  Vernehmlassung  vom  20.  Oktober  2008  hielt  die  Vorinstanz 
vollumfänglich an  ihren Erwägungen  fest und beantragte die Abweisung 
der Beschwerde.

H. 
Am 5. November 2008 nahm der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung 
der  Vorinstanz  vom  20.  Oktober  2008  Stellung  und  reichte  einen 
ärztlichen Bericht _______ vom 16. Juni 2008 zu den Akten.

I. 
Am 9. Januar 2009 legte der Beschwerdeführer folgende Dokumente ins 
Recht:  eine  Kopie  der  eritreischen  Identitätskarte  Nr.  _______  einer 
Schwester,  die  Registrierung  seines  Wohnsitzes  in  Eritrea,  die 
Identitätskarte  Nr.  _______  seiner  verstorbenen  Mutter  sowie  das 
Familienbüchlein  Nr.  _______,  welches  von  den  eritreischen  Behörden 
beim  Grenzübertritt  der  Mutter  abgegeben  worden  sei  (die  letzten  drei 
Beweismittel wurden im Original eingereicht).

J. 
Zudem  gingen  am  1.  September  2009  die  eritreische  Identitätskarte 
Nr. _______  seiner  Schwester  im  Original  und  ein  weiteres 
Familienbüchlein Nr.  _______  ebenfalls  im Original  beim BFM ein. Das 
BFM  informierte  das  Bundesverwaltungsgericht  am  8.  September  2009 
über diese Eingänge. 

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die 30­tägige Beschwerdefrist  lief  am 20. September 2011 ab. Der 
nächstfolgende  Werktag  war  der  22.  September  2008  (Art.  20  Abs.  3 
VwVG).  Die  an  diesem  Datum  der  Post  übergebene  und  im  Übrigen 
formgerechte  Beschwerde  wurde  demnach  rechtzeitig  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung;  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 

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3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

4. 
4.1. Die Vorinstanz  führte  in  ihrer Verfügung aus, der Beschwerdeführer 
habe  widersprüchliche  Angaben  zur  Haft  gemacht,  zu  welcher  er 
während  seines Militärdienstes  in  Eritrea  beordert  worden  sei,  weshalb 
diese Vorbringen nicht glaubhaft seien. Weiter bestehe eine Meldepflicht 
in  Eritrea  beziehungsweise  hätten  sich  die  Einwohner  bei  den 
Quartierbehörden  (Kebele)  anzumelden.  Aus  diesem  Grund  sei  die 
Aussage des Beschwerdeführers tatsachenwidrig, er wisse nicht, ob sich 
seine  Schwester  bei  der  Verwaltung  angemeldet  habe  oder  nicht. 
Schliesslich  habe  die  eingereichte  Kopie  des  Ausweises  für  eritreische 
Flüchtlinge  wegen  ihrer  leichten  Manipulierbarkeit  lediglich  einen 
verminderten  Beweiswert.  Zudem  könne  die  Bestätigung  über  den 
Militärdienst  unrechtmässig  in  seinem  Heimatland  erworben  werden. 
Somit  seien  die  Beweismittel  nicht  tauglich,  die  eritreische 
Staatsangehörigkeit  des  Beschwerdeführers  glaubhaft  darzulegen. 
Aufgrund  der  erwähnten  Ungereimtheiten  ging  das  Bundesamt  davon 
aus,  dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  nicht  um  einen  eritreischen, 
sondern  um  einen  äthiopischen  Staatsangehörigen  handle,  der  wegen 
seiner tigrinischen Ethnie auch Tigrinya spreche.

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4.2. Der  Beschwerdeführer  machte  in  der  Beschwerdeeingabe  geltend, 
dass  er  ein  Alkoholproblem  habe.  Deswegen  sei  er  bereits  in  einer 
psychiatrischen Klinik für einen Alkoholentzug hospitalisiert gewesen. An 
der Summarbefragung habe er das Gefühl gehabt, von der Dolmetscherin 
schikaniert  zu  werden.  Seine  Aussagen  an  der  Bundesanhörung  seien 
wiederholt  sehr  eigenartig  und  verwirrt  gewesen,  was  zudem  von  der 
Hilfswerkvertretung bestätigt worden sei. Ausserdem sei den Akten nicht 
zu  entnehmen,  dass  die  von  der  Hilfswerkvertretung  angeregte 
psychiatrische Begutachtung  von  der  Vorinstanz  veranlasst  worden  sei. 
Überdies habe das Protokoll der Bundesanhörung an Qualität eingebüsst, 
weil  der  Sachbearbeiter  sowohl  die  Befragung  geleitet  als  auch  das 
Protokoll  geführt  habe.  Während  seiner  Haft  sei  es  ihm  sehr  schlecht 
ergangen und er sei massiv misshandelt worden. Aus diesen genannten 
Gründen seien seine Angaben widersprüchlich ausgefallen. Weiter habe 
seine  Schwester,  welche  in  Eritrea  lebe,  in  der  Zwischenzeit  Probleme 
mit  den  Behörden  erfahren.  Schliesslich  sei  festzuhalten,  dass  seine 
Schilderungen  zum  Militärdienst  sehr  detailliert  ausgefallen  seien.  Im 
Übrigen habe das Bundesamt die von ihm eingereichten Fotos, die ihn im 
Militärdienst zeigten, in seiner Verfügung nicht erwähnt.

4.3.  Die  Vorinstanz  hielt  in  ihrer  Vernehmlassung  fest,  dass  die 
Hilfswerkvertretung keine medizinische Fachperson sei. Ferner habe das 
BFM  den  Beschwerdeführer  am  25.  Juli  2008  schriftlich  aufgefordert, 
einen ärztlichen Bericht  einzureichen. Dieses Schreiben habe er  jedoch 
nicht  entgegengenommen.  Die  Untersuchungspflicht  des  Bundesamtes 
finde seine Grenzen an der Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers. 

4.4.  Der  Beschwerdeführer  erklärte  in  seiner  Stellungnahme,  dass  der 
Eindruck,  welche  die  Hilfswerkvertretung  an  der  Bundesanhörung  von 
ihm erhalten habe, wichtig sei und  in die Entscheidfindung einzufliessen 
habe.  Es  sei  für  ihn  fast  nicht  möglich  –  auch  mit  Hilfe  eines 
Dolmetschers – ein Gespräch mit  jemandem zu  führen. Bei der Lektüre 
des Protokolls vom 20. Februar 2008 falle seine Schwierigkeit sich verbal 
zu  äussern  nicht  sofort  auf,  was  wohl  damit  begründet  werden  könne, 
dass  der  Sachbearbeiter  die  Antworten  des  Beschwerdeführers  jeweils 
entsprechend  zusammengefasst  habe.  Aussergewöhnlich  sei  lediglich, 
dass die Anhörung einen ganzen Tag gedauert habe, das Protokoll aber 
nicht  sehr  umfangreich  sei.  Der  eingereichte  Bericht  _______  vom 
16. Juni  2008  sei  im  Übrigen  eine  nicht  fachmännische  Einschätzung 
eines  medizinischen  Experten.  Der  Beschwerdeführer  sei  unfähig,  sich 

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eigenständig um ärztliche Behandlung zu bemühen. Er werde versuchen, 
diese trotzdem anzustreben.

5. 
5.1.  Im Verwaltungsverfahren und  im spezifischen Asylverfahren gilt der 
Untersuchungsgrundsatz,  das  heisst  die  Behörde  stellt  den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art.  12 VwVG;  vgl. Art.  106 Abs.  1 Bst.  b AsylG). Die Bestimmung  von 
Art.  13  VwVG  beschränkt  den  Untersuchungsgrundsatz  und  hält  fest, 
dass die Parteien verpflichtet sind, an der Feststellung des Sachverhalts 
mitzuwirken. 

Eine  im  Vergleich  zum  Verwaltungsverfahren  verstärkte 
Mitwirkungspflicht  ist  in  Art.  8  AsylG  vorgesehen  und  detailliert 
umschrieben.  Dahinter  steckt  der  Grundgedanke,  dass  die  zuständige 
Behörde  den  Sachverhalt  nicht  selber  ermitteln  muss,  wenn  ein 
Asylsuchender die erforderliche Mitwirkung verweigert. 

Für das erstinstanzliche Asylverfahren bedeutet dies, dass das BFM zur 
richtigen  und  vollständigen  Ermittlung  und  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  verpflichtet  ist  und  auch  nach  allen 
Elementen  zu  forschen  hat,  die  zugunsten  der  asylsuchenden  Person 
sprechen. Sofern es zur Feststellung des Sachverhalts notwendig ist und 
die  gesetzlichen  Mitwirkungspflichten  durch  die  asylsuchende  Person 
nicht verletzt worden sind, ist das Bundesamt gesetzlich verpflichtet, über 
die  Befragung  hinaus  weitere  Abklärungen  vorzunehmen  (vgl.  Art.  41 
Abs.  1  AsylG).  Nach  Lehre  und  Praxis  besteht  eine  Notwendigkeit  für 
weitere Abklärungen  insbesondere dann, wenn aufgrund der Vorbringen 
der  asylsuchenden  Person  und  der  von  ihr  eingereichten  oder 
angebotenen  Beweismittel  Zweifel  und  Unsicherheiten  am  Sachverhalt 
weiterbestehen,  die  voraussichtlich  mit  Ermittlungen  von  Amtes  wegen 
beseitigt  werden  können  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK] 1995 Nr. 23 E. 5a mit 
weiteren Hinweisen). 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG sind Asylsuchende verpflichtet, an der 
Feststellung  des  Sachverhalts  mitzuwirken,  und  sie  müssen 
insbesondere  allfällige  Beweismittel  vollständig  bezeichnen  und  sie 
unverzüglich einreichen oder, soweit dies zumutbar erscheint, sich darum 
bemühen, sie innerhalb einer angemessenen Frist zu beschaffen (BVGE 
2009/50 E. 10.2 S. 734 ff., BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356 f).

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6. 
Weiter verlangt der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999  [BV, SR 101], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) unter 
anderem, dass die  verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen 
tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung 
berücksichtigt,  was  sich  entsprechend  in  der  Entscheidbegründung 
niederschlagen  muss  (vgl.  Art. 35  Abs.  1  VwVG).  Ferner  soll  die 
Abfassung der Begründung dem Betroffenen ermöglichen, den Entscheid 
gegebenenfalls sachgerecht anzufechten, was nur der Fall ist, wenn sich 
sowohl  der  Betroffene  als  auch  die  Rechtsmittelinstanz  über  die 
Tragweite  des  Entscheides  ein  Bild  machen  können,  wobei  sich  die 
verfügende  Behörde  allerdings  nicht  ausdrücklich  mit  jeder 
tatbeständlichen  Behauptung  und  jedem  rechtlichen  Einwand 
auseinandersetzen  muss,  sondern  sich  auf  die  wesentlichen 
Gesichtspunkte  beschränken  kann.  Die  Begründungsdichte  richtet  sich 
dabei nach dem Verfügungsgegenstand, den Verfahrensumständen und 
den Interessen des Betroffenen (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.2 S. 674 f. mit 
weiteren Hinweisen).

7. 
Im  vorliegenden  Fall  besteht  Anlass  zur  Frage,  ob  die  Vorinstanz  im 
Rahmen der angefochtenen Verfügung ihren Pflichten, die sich aus dem 
Untersuchungsgrundsatz  sowie  aus  dem  Anspruch  des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  ergeben,  hinreichend 
nachgekommen ist.

7.1. Das BFM ging davon aus, dass der Beschwerdeführer äthiopischer 
Staatsangehöriger  sei,  weil  seine  Vorbringen  bezüglich  der  Haftdaten, 
Haftgrund  und  zu  der  Frage,  ob  seine  Schwester  bei  den 
Quartierbehörden  gemeldet  gewesen  sei,  Ungereimtheiten  enthielten 
respektive  weil  er  nur  eine  Kopie  seines  eritreischen  Ausweises  dem 
BFM  abgegeben  habe.  Demgegenüber  hielt  der  Beschwerdeführer 
während  des  ganzen  Asylverfahrens  fest,  dass  er  eritreischer 
Staatsangehöriger  sei. Wohl  sei  er  in _______  (Äthiopien)  geboren und 
habe bis im November 1998 dort gelebt. Anschliessend sei er jedoch mit 
seiner  Mutter  und  seinen  Geschwistern  aus  Äthiopien  nach  Eritrea 
deportiert  worden.  Zur  Untermauerung  dieser  Angaben  reichte  der 
Beschwerdeführer  den  eritreischen  Flüchtlingsausweis  Nr.  _______ 
seiner Familie im Original ins Recht. Dieses Dokument hatte er bereits im 
erstinstanzlichen Verfahren  in Kopie  zu  den Akten  gereicht  (Akte A1 S. 

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3). Im Flüchtlingsausweis ist als Familienoberhaupt seine Mutter _______ 
eingetragen.  Aus  den  Befragungen  ergeben  sich  sodann  zahlreiche 
Details zu den Aufenthalten  in Eritrea beziehungsweise beim Militär, auf 
die  in den Erwägungen der Vorinstanz nicht eingegangen wurde. Unklar 
ist  auch,  ob  der  Beschwerdeführer,  wie  in  der  Beschwerde  geltend 
gemacht, Fotos aus dem Militärdienst eingereicht hat. Solche finden sich 
nicht  in  den  Akten,  das  BFM  hat  es  jedoch  unterlassen,  in  der 
Vernehmlassung  dazu  Stellung  zu  nehmen. 

Auf Beschwerdeebene  legte der Beschwerdeführer zudem je eine Kopie 
der eritreischen Identitätskarten seiner Schwestern _______, geboren am 
_______  (Ausweisnr.  _______),  sowie  _______,  geboren  am  _______ 
(Ausweisnr.  _______),  welche  beide  auch  die  kanadische 
Staatsbürgerschaft  besitzen,  beziehungsweise  die  eritreischen 
Identitätskarten  Nr.  _______  im  Original  einer  weiteren  Schwester, 
welche im Jahre _______ geboren ist, und diejenige seiner Mutter zu den 
Akten  (Ausweisnr.  _______).  Diese  Unterlagen  stimmen  zwar  nicht 
vollständig,  jedoch  immerhin  mehrheitlich  mit  seinen  früheren 
Ausführungen  überein.  So  gab  er  an  der  Empfangsstelle  zu  Protokoll, 
dass seine Mutter _______ heisse und er unter anderem vier Schwestern 
habe, zwei davon würden in Kanada und eine in Eritrea wohnen (Akte A1 
S. 1,  S.  3). Weiter  erzählte  er  an  der  Bundesanhörung  am  20.  Februar 
2008,  dass  seine Schwester  _______  ungefähr  _______  oder  _______ 
Jahre  (somit  Jahrgang  _______  oder  _______)  beziehungsweise  seine 
Schwester  _______  zirka  _______  Jahre  alt  seien  (Jahrgang  _______) 
und  beide  in  _______,  Kanada,  lebten.  _______,  seine  jüngste 
Schwester,  die  in  Eritrea  lebe,  sei  _______  oder  _______  Jahre  alt 
(Jahrgang  _______  oder  _______;  Akte  A13  S.  7).  Aufgrund  dieser 
Erwägungen und der eingereichten Beweismitteln scheint demnach eher 
wahrscheinlich,  dass  der  Beschwerdeführer  eritreischer  und  nicht 
äthiopischer  Abstammung  ist.  Diesbezüglich  ist  somit  der  Sachverhalt 
nicht  vollständig  abgeklärt  respektive  drängen  sich weitere Abklärungen 
auf.

7.2.  Zudem  ist  festzustellen,  dass  das  BFM  die  vorgebrachte 
Zwangsvertreibung  aus  Äthiopien  wohl  nicht  explizit  jedoch  implizit 
verneinte,  indem  es  diese  in  der  angefochtenen  Verfügung  unerwähnt 
liess respektive dem Beschwerdeführer in den Anhörungen keine Fragen 
stellte,  welche  Aufschluss  über  die  allfällige  Deportation  von  Äthiopien 
nach Eritrea gegeben hätten. Dahingehend  ist der Sachverhalt ebenfalls 
als  nicht  liquid  zu  erachten,  dies  auch  deshalb,  weil  Äthiopien  ab  Juni 

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1998  bis  2002  effektiv  in  einer  breit  angelegten  Kampagne  begonnen 
hatte,  Personen  eritreischer  Abstammung  aus  allen 
Bevölkerungsschichten zu deportieren (EMARK 2005 Nr. 12 E. 7.1 f.). In 
diesem  Zusammenhang  ist  auch  darauf  hinzuweisen,  dass  der 
Beschwerdeführer  sehr  realitätsnah  von  seinem  bei  den 
Unabhängikeitskämpfern  aktiven  Bruder  berichtete,  den  er  mehrfach 
zurück nach Äthiopien geholt habe.

7.3.  Schliesslich  ist  den  Protokollen  zu  entnehmen,  dass  der 
Beschwerdeführer  sich  teilweise  sehr  konfus  und  unverständlich 
geäussert  hat.  Dieser  Hinweis  machte  im  Übrigen  auch  die 
Hilfswerkvertretung  (Akte  A13  S. 16).  So  antwortete  der 
Beschwerdeführer beispielsweise auf die Frage, warum er  im Gefängnis 
gewesen sei, wie folgt: "Ich habe es nicht verstanden, ich glaube ich hatte 
Urlaub.  Ich  glaube  es  war  Tag  der  Gefallenen,  wegen  dem  hatte  ich 
Urlaub. Im Jahre 1999 ist mein Bruder gefallen. 2003. Als ich von meinem 
Stationierungsort  nach  Hause  bin,  war  die  Trauerzeit  wegen  meiner 
Mutter."  Und  dann  an  einem  anderen  Ort.  "Ich  war  drei,  vier  Tage  in 
meinem Dorf, vier, fünf Tage zu Hause, Zivilisten kamen und haben mich 
mitgenommen  ins  Gefängnis.  Passierschein"  (Akte  A13  S.  4).  Dieses 
Zitat  zeigt  seine  chaotischen  Formulierungen  und  wie  er  abrupt  seine 
Schilderungen  beenden  kann.  Eine  Seite  später  führte  der 
Beschwerdeführer aus, dass er in _______ im Quartier _______ bis jetzt 
gewohnt  habe.  Als  der  Sachbearbeiter  nachfragte,  was  "bis  jetzt" 
bedeute, erklärte er: "Ich rufe ja an". Auf erneutes Nachhaken antwortete 
er:  "Meine  Schwester,  mein  Bruder  ist  geflohen,  er  schläft"  (Akte  A13 
S. 5). Ausserdem sei er gemäss Anmerkung  im Protokoll  fast  in Tränen 
ausgebrochen,  sobald  er  von  der  dritten  Invasion  in  _______,  den 
Kämpfen  in  _______  beziehungsweise  seiner  Inhaftierung  im 
September/Oktober 2001 erzählte. Anschliessend führte er weiter aus, er 
habe sein Leben  in Haft verbracht. Es  tue  ihm  leid  (Akte A13 S. 6). Am 
Schluss der Bundesanhörung, kurz nachdem er über die unmenschlichen 
Haftbedingungen in _______ berichtet hatte, musste die Anhörung abrupt 
unterbrochen werden, da es dem Beschwerdeführer schlecht wurde (Akte 
A13 S. 14). Aufgrund der erwähnten Reaktionen des Beschwerdeführers 
und seiner augenfälligen unverständlichen Antworten stellt sich die Frage, 
ob  diese  effektiv  auf  seine  Unglaubwürdigkeit  hindeuten  oder  ob  seine 
Aussagen  im  Zusammenhang  mit  seinen  gesundheitlichen  Problemen 
stehen, auf welche er  in der Bundesanhörung hingewiesen hatte  (er sei 
verzweifelt  respektive  seine  psychische  Gesundheit  sei  angeschlagen; 
Akte A13 S. 3 und S. 5). Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer auf 

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die Aufforderung des BFM vom 25. Juli 2008 (Akte A15 und A16), einen 
medizinischen  Bericht  einzureichen,  nicht  reagierte.  Zumindest  ist  aber 
dem ärztlichen Zeugnis _______ vom 16. Juni 2008 zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer ein massives Alkoholproblem hat, weshalb er sich 
bereits  einem  Alkoholentzug  unterzogen  hatte.  Zu  den  vorliegenden 
Überlegungen  hätte  in  der  angefochtenen  Verfügung  oder  in  der 
Vernehmlassung  eine  umfangreichere  Auseinandersetzung  stattfinden 
müssen.  Vor  dem  genannten  Hintergrund  greift  der  Verweis  in  der 
Vernehmlassung,  die  Hilfswerkvertreterin  sei  keine  medizinische 
Fachperson  beziehungsweise  der  Beschwerdeführer  habe  seine 
Mitwirkungspflicht  verletzt,  da  er  trotz  Aufforderung  kein  ärztliches 
Zeugnis  eingereicht  habe,  zu  kurz.  Zudem  hätten  eindeutig  unklare 
Erzählungen  des  Beschwerdeführers,  welche  auf  seine  Verwirrtheit 
hindeuten,  nur  zurückhaltend  zur Begründung  unglaubhafter Vorbringen 
herangezogen werden dürfen. Demnach sind die Erwägungen des BFM 
teilweise als ungenügend zu erachten.

8. 
8.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  kommt  zum  Schluss,  dass  der 
rechtserhebliche Sachverhalt mithin ungenügend respektive unvollständig 
erstellt ist, weshalb die erforderliche Entscheidreife fehlt. Weiter liegt eine 
Verletzung der Begründungspflicht vor.

8.2.  Eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  führt  grundsätzlich  –  das 
heisst  ungeachtet  der  materiellen  Auswirkungen  –  zur  Aufhebung  des 
daraufhin  ergangenen Entscheides. Die Heilung einer Gehörsverletzung 
aus  prozessökonomischen  Gründen  auf  Beschwerdeebene  ist  jedoch 
möglich,  sofern  das  Versäumte  nachgeholt  wird,  der  Beschwerdeführer 
dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerdeinstanz im streitigen Fall 
die  freie  Überprüfungsbefugnis  in  Bezug  auf  Tatbestand  und 
Rechtsanwendung  zukommt,  sowie  die  festgestellte  Verletzung  nicht 
schwerwiegender  Natur  ist  und  die  fehlende  Entscheidreife  durch  die 
Beschwerdeinstanz  mit  vertretbarem  Aufwand  hergestellt  werden  kann 
(vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4 S. 676 f. mit weiteren Hinweisen)

8.3. Ein  reformatorischer Entscheid  respektive eine Heilung  im Rahmen 
des Beschwerdeverfahrens erscheint vorliegend nicht angebracht, zumal 
es  nicht  Sinn  und  Zweck  des  Beschwerdeverfahrens  ist,  von  der 
Vorinstanz  unterlassene  Verfahrenshandlungen  nachzuholen.  Zudem 
würde bei einem reformatorischen Entscheid dem Beschwerdeführer eine 
Instanz verloren gehen. Vor allem aber überschreiten die Abklärungen in 

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ihrem  Umfang  und  ihrer  Dauer  den  für  das  Bundesverwaltungsgericht 
vertretbaren  Aufwand,  welcher  sich  aus  Untersuchungen  zu  der 
Staatszugehörigkeit,  inklusive  einer  allfälligen  Linguaanalyse, 
beziehungsweise zu der geltend gemachten Deportation nach Eritrea und 
gegebenenfalls  zu  seinen  vorgebrachten  gesundheitlichen  Problemen 
zusammensetzt. Ferner wird das BFM zu diesen Punkten eine rechtliche 
Würdigung vornehmen müssen. Schliesslich hat die Vorinstanz Stellung 
zu  nehmen,  ob  der  Beschwerdeführer  Fotos,  die  ihn  im  Militärdienst 
zeigen,  zu  den  Akten  gereicht  hat  (vgl.  S.  4  Abs.  2  in  der 
Beschwerdeschrift).

8.4. Die Beschwerde  ist  insoweit gutzuheissen, als damit die Aufhebung 
der  vorinstanzlichen  Verfügung  beantragt  wird.  Die  angefochtene 
Verfügung vom 13. August 2008 ist demnach aufzuheben und die Sache 
zwecks weiterer Abklärung des Sachverhalts  im Sinne der Erwägungen 
und zum neuen Entscheid an das BFM zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 in 
fine VwVG). 

9. 
Die  am  9.  Januar  2009  eingereichten  Dokumente  im  Original  (die 
Registrierung des Wohnsitzes  in Eritrea, die  Identitätskarte Nr. _______ 
der  verstorbenen  Mutter  des  Beschwerdeführers  sowie  das 
Familienbüchlein  Nr.  _______)  werden  eingezogen  und  dem  BFM  zur 
Aufbewahrung zugestellt (Art. 10 Abs. 2 AsylG).

10. 
10.1. Bei  diesem Ausgang des Verfahrens  sind  keine Verfahrenskosten 
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). 

10.2.  Der  ganz  oder  teilweise  obsiegenden  Partei  ist  eine 
Parteientschädigung  für  die  ihr  notwendigerweise  erwachsenen 
Parteikosten  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  sowie  Art.  7  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die 
Rechtsvertreterin hat für dieses Verfahren keine Kostennote zu den Akten 
gereicht.  Auf  die  Nachforderung  einer  solchen  kann  indes  verzichtet 
werden,  da  sich  die  Vertretungskosten  aufgrund  der  für  das  Verfahren 
ausschlaggebenden  Akten  zuverlässig  abschätzen  lassen.  Demnach  ist 
die  Parteientschädigung  unter  Berücksichtigung  aller  massgeblicher 
Faktoren  auf  insgesamt  Fr.  700.­­  (inkl.  Auslagen  und  MWST) 

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festzusetzen (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 8 und 14 Abs. 2 
VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. 
Die Verfügung vom BFM vom 13. August 2008 wird aufgehoben und die 
Sache wird zur Durchführung der notwendigen Sachverhaltsabklärungen 
im  Sinne  der  Erwägungen  sowie  neuer  Entscheidfindung  an  die 
Vorinstanz zurückgewiesen.

3. 
Die  Dokumente  "Registrierung  des  Wohnsitzes  in  Eritrea",  die 
Identitätskarte  Nr._______  der  verstorbenen  Mutter  des 
Beschwerdeführers  sowie  das  Familienbüchlein  Nr.  _______  werden 
eingezogen und dem BFM zur Aufbewahrung zugestellt.

4. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5. 
Die Vorinstanz wird angewiesen, eine Parteientschädigung im Betrag von 
Fr.  700.­­  (inkl.  Auslagen  und  MWSt)  an  den  Beschwerdeführer  zu 
entrichten.

6. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Milva Franceschi

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