# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93e53cc5-da1b-5c59-ad35-3af608130356
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.10.2022 II 2021 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-81_2022-10-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 81

Entscheid vom 19. Oktober 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien X.________ Holding AG, 
Beschwerdeführerin,
vertreten durch … 

gegen

Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die 
direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Gewinn- und Kapitalsteuer (Veranlagung 2015: Wertberichtigung)

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Sachverhalt:

A. Die X.________ Holding AG (vormals X.________ Investment AG) mit Sitz 
in U.________/SZ (infolge Sitzverlegung seit 2.6.2022 Sitz neu: V.________/BE) 
bezweckt den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an schweizerischen 
oder ausländischen Unternehmen aller Art, die Verwaltung eigenen und fremden 
Vermögens sowie Anlageberatung, Finanzdienstleistungen und Durchführung 
von Vermittlungs- und Kommissionsgeschäften aller Art. A.B.________, Präsi-
dent und Delegierter des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift, hält 100% der 
Aktien.

B. Mit Veranlagungsverfügung 2015 vom 16. Oktober 2018 veranlagte die 
Kantonale Steuerverwaltung bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundes-
steuer des Kantons Schwyz die X.________ Holding AG bei den Kantons- und 
Gemeindesteuern sowie bei den direkten Bundessteuern mit einem steuerbaren 
Reingewinn von Fr. 6'876'000 und bei den Kantons- und Gemeindesteuern mit 
einem steuerbaren Eigenkapital (nach Steuerausscheidung) von Fr. 88'425'000. 
Abweichend zur Steuererklärung 2015 wurden (u.a.) Rückstellungen bzw. Wert-
berichtigungen von Fr. 16'178'693 auf dem Depot Bank C.________ und von 
Fr. 451'164 auf dem Depot Bank D.________ (gesamthaft Rückstellungen bzw. 
Wertberichtigungen von gerundet Fr. 16'629'000) als nicht geschäftsmässig be-
gründeter Aufwand beim steuerbaren Reingewinn und (als versteuerte stille Re-
serve) beim steuerbaren Eigenkapital aufgerechnet.

C. Die von der X.________ Holding AG gegen die Veranlagungsverfügung 
2015 vom 16. Oktober 2018 erhobene Einsprache vom 15. November 2018 wies 
die Kantonale Steuerkommission bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bun-
dessteuer des Kantons Schwyz mit Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 ab.

D. Mit Eingabe vom 12. Juli 2021 lässt die X.________ Holding AG fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit 
den folgenden Rechtsbegehren:

Der Einspracheentscheid vom 26. Mai 2021 betreffend die direkte Bundessteuer 
und kantonalen Steuern 2015 sei aufzuheben und die Beschwerdeführerin für die 
Steuerperiode 2015 mit einem steuerbaren Gewinn von Null zu veranlagen. 
Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 20. August 2021 beantragt die Kantonale Steuer-
kommission bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer des Kan-
tons Schwyz mit Verweis auf den Einspracheentscheid die Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der steuerbare Reingewinn der juristischen Personen setzt sich zusammen 
aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrages 
des Vorjahres, sowie u.a. allen vor der Berechnung des Saldos der Erfolgsrech-
nung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung 
von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden, wie insbesonde-
re geschäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und Rückstellungen 
(Art. 58 Abs. 1 Bst. a und b des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
[DBG; SR 642.11] vom 14.12.1990). Für das kantonale Recht enthält § 64 Abs. 1 
Bst. a und b des Steuergesetzes (StG; SRSZ 172.200) vom 9. Februar 2000 eine 
gleichlautende Regelung, weshalb die nachfolgenden Erwägungen sowohl für die 
direkte Bundessteuer als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern Gültigkeit 
haben.

Für die steuerliche Gewinnermittlung ist vom Handelsrecht auszugehen, nament-
lich von den Regeln zur kaufmännischen Buchführung und Rechnungslegung 
(Art. 957 ff. revOR in der Fassung vom 23.12.2011, in Kraft seit 1.1.2013). Das 
Massgeblichkeitsprinzip findet in Art. 58 Abs. 1 Bst. a DBG eine ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage. Ihm zufolge bildet die handelsrechtskonform erstellte 
Jahresrechnung den Ausgangspunkt für die steuerliche Bemessung von Gewinn 
und Kapital. Vorbehalten bleiben Korrekturen aufgrund besonderer Vorschriften, 
mit welchen das Abgaberecht bewusst vom Handelsrecht abweicht (BGE 141 II 
83 Erw. 3.1 S. 85).

Während das Handelsrecht für die Aktiven Höchstwerte festlegt und die Be-
triebswirtschaftslehre nach den "richtigen" Werten sucht, zielt das Steuerrecht auf 
die Erfassung des tatsächlichen Periodengewinns; zu diesem Zweck setzt es 
Mindestwerte (Bewertungsuntergrenzen) fest. Leitlinie der Gewinnbesteuerung 
bildet gemäss Art. 127 Abs. 2 BV der Grundsatz der Besteuerung nach der wirt-
schaftlichen Leistungsfähigkeit. Ausdruck der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 
eines Unternehmens ist der tatsächlich erzielte Periodengewinn (Urteile BGer 
2C_371/2013, 2C_372/2013 vom 18.7.2014 Erw. 2.2.2; 2C_309/2013, 
2C_310/2013 vom 18.9.2013 Erw. 2.4.2).

1.2 Handelsrechtlich gilt, dass Aktiven ihrer Höhe nach zu überprüfen und ge-
gebenenfalls anzupassen sind, wenn konkrete Anzeichen für eine Überbewer-
tung bestehen (Art. 960 Abs. 3 revOR in der Fassung vom 23.12.2011, in Kraft 
seit 1.1.2013). Das neue (hier anwendbare) Rechnungslegungsrecht schreibt 
vor, dass der nutzungs- und altersbedingte Wertverlust durch Abschreibungen, 
anderweitige Wertverluste durch Wertberichtigungen berücksichtigt werden müs-

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sen (Art. 960a Abs. 3 erster Satz revOR, was schon altrechtlich gängiger Buch-
führungspraxis entsprochen hat). Abschreibungen und Wertberichtigungen müs-
sen nach den allgemein anerkannten kaufmännischen Grundsätzen vorgenom-
men werden (Art. 960a Abs. 3 zweiter Satz revOR; zum altrechtlichen Kriterium 
der Notwendigkeit Art. 669 Abs. 1 aOR in der Fassung vom 18.12.1936). 

Die Bestimmungen des DBG wurden nicht an die teilweise neuen Begriffe des 
neuen Rechnungslegungsrechts angepasst. Dem definitiven Wertverzehr auf Ak-
tiven wird steuerlich mittels Abschreibungen Rechnung getragen, wogegen      
vorübergehende Wertveränderungen durch Wertberichtigungen im Sinne von 
Art. 29 bzw. 63 DBG, d.h. Rückstellungen, berücksichtigt werden. Wie für die 
Rückstellungen gilt auch für die vorübergehenden Wertberichtigungen, dass die 
Ereignisse, welche Ursache einer tatsächlichen oder wahrscheinlichen, am Bi-
lanzstichtag ungewissen Entwertung sind, im laufenden Geschäftsjahr eingetre-
ten sein müssen. Geschäftsmässig begründet sind deshalb nur solche vorüber-
gehenden Wertberichtigungen, die der Sicherung unmittelbar drohenden 
(BGE 103 Ib 366 Erw. 4 S. 370), nicht aber bloss künftigen Risiken dienen (vgl. 
Art. 29 bzw. 63 Abs. 1 Bst. c DBG).

Ob die Voraussetzungen einer Abschreibung, vorübergehenden Wertberichti-
gung oder Rückstellung erfüllt sind, beurteilt sich grundsätzlich nach den Ver-
hältnissen am Bilanzstichtag. Indessen können alle bis zum Zeitpunkt der Bilanz-
errichtung erhaltenen Informationen in den Jahresrechnungen verwertet werden, 
sofern dadurch Verhältnisse des Bilanzstichtags offenkundig werden, die Auswir-
kungen auf Bilanz und Erfolgsrechnung haben. Zu berücksichtigen sind mithin 
nur nachträgliche "wertaufhellende Tatsachen", d.h. solche, die lediglich anzei-
gen, wie sich die Verhältnisse am Bilanzstichtag tatsächlich dargestellt haben. In 
diesen engen Grenzen können auch nachträglich verwirklichte Tatsachen 
Berücksichtigung finden, sofern sie Rückschlüsse auf die Verhältnisse am Bi-
lanzstichtag zulassen. Entscheidend ist dabei, dass diese Verhältnisse nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet waren, das nachträgliche Ereignis herbei-
zuführen. Eine erweiterte Berücksichtigung nachträglicher Ereignisse wider-
spräche dem Stichtagscharakter der Jahresrechnung und dem Grundsatz der pe-
riodengerechten Gewinnbesteuerung (vgl. VGr ZH, 7.12.2011, publiziert in 
StE 2012 DBG B 72.14.2 Nr. 38 Erw. 2.3).

1.3 Die Tatsachen, welche Abschreibungen und vorübergehende Wertberichti-
gungen als geschäftsmässig begründet erscheinen lassen, sind steuermindernd 
und deshalb vom Steuerpflichtigen darzutun und nachzuweisen (vgl. VGr ZH, 
7.12.2011, publiziert in StE 2012 B 72.14.2 Nr. 38 Erw. 2.4). Macht die steuer-
pflichtige Person im Steuerverfahren geltend, eine Abschreibung oder Wertbe-

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richtigung sei sachlich geboten, ist sie für die tatsächlichen Grundlagen beweis-
pflichtig (Normentheorie; Urteile BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 
18.9.2013 Erw. 2.4.3; 2C_95/2013, 2C_96/2013 vom 21.8.2013 Erw. 2.2).

2.1 Von der Beschwerdeführerin wird vorgebracht, am 22. Januar 2016 seien 
die bei den Banken (C.________ und D.________) liegenden Wertschriften - mit 
Ausnahme "6¾ % Notes Goodyear Dunlop TIR EUR 500 000" - in den von ihr 
kontrollierten Fonds (X.________ INVESTMENT FUND SICAF [recte: SICAV] - 
SIF) eingebracht worden. Die Sacheinlage habe eine Bewertung der Wertschrif-
ten  vorausgesetzt. Die Bewertung sei Gegenstand der Prüfung durch eine Revi-
sionsgesellschaft (E.________) gewesen, welche darüber einen Bericht verfasst 
habe. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass die Bewertung der Einlegerin per 
22. Januar 2016 richtig sei. Gemäss Anhang zum Bericht hätten die eingebrach-
ten Wertschriften - inklusive zuvor noch nicht zum Wertschriftenbestand 
gehörend "USD 5'000'000 Sub. FR OZLM II 15/27" - einen Gesamtwert von 
USD 72'661'000 gehabt. Würden die von den Banken ermittelten Wert der Wert-
schriften, die am 31. Dezember 2015 in den Bankdepots gelegen hätte, jenen 
gegenübergestellt, die am 22. Januar 2016 in den Fonds eingebracht worden 
seien, ergebe sich, dass der von den Banken ermittelte Gesamtwert der einge-
brachten Wertpapiere per 31. Dezember 2015 um Fr. 13'387'072.30 höher als je-
ner sei, der am 22. Januar 2016 von der Revisionsstelle E.________ bestätigt 
worden sei (Beschwerde, Rz. 13 ff.). 

Als Depotbank des von der Beschwerdeführerin kontrollierten Fonds amte nun-
mehr die Bank F.________. Würden die von der Revisionsstelle E.________ 
bestätigten Bewertungen per 22. Januar 2016 mit den Werten der 
Bank F.________ per 29. Februar 2016 verglichen, zeige sich ein Wertverlust 
von rund 6% (Beschwerde, Rz. 17 f.).

Die Beschwerdeführerin kritisiert, indem die Vorinstanzen sich auf den Stand-
punkt stellten, dass gemäss den Kontoauszügen der Bank C.________ und 
Bank D.________ per 31. Dezember 2015 Depotwerte von gesamthaft 
Fr. 82'659'433 vorhanden gewesen seien, was abzüglich der im Jahresabschluss 
2015 enthaltenen Buchwerte von Fr. 66'027'576 eine übersetzte Wertberichti-
gung von Fr. 16'629'857 ergebe, würden die Vorinstanzen damit implizit den von 
den beiden Banken genannten Werten, die eigentlich nicht für die Steuerverwal-
tung bestimmt seien, eine "höhere Glaubwürdigkeit" als den von ihr ermittelten 
Werten zurechnen (Beschwerde, Rz. 22). 

Es wird dabei argumentiert, die Wertschriften würden sich vorwiegend aus Colla-
teralized Loan Obligations (CLO; verzinsliches Wertpapier: Verbriefungen, die 
durch besicherte Kredite gedeckt sind) und anderen Forderungspapieren zu-

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sammensetzen. Die ganz überwiegende Mehrheit dieser Wertschriften sei nicht 
börsenkotiert und deshalb auch nicht liquide. Bei nicht liquiden Titeln gebe es 
keinen eigentlichen "Marktwert" per Jahresende, weil diese eben nicht regelmäs-
sig gehandelt würden, geschweige denn einen am Jahresende oder sehr nahe 
am Jahresende bezahlten Preis. Würden die Banken dennoch einen Wert in den 
Depotverzeichnissen einsetzen, so sei dessen Aussagekraft äusserst limitiert. 
Die Werte reflektierten nämlich keine Angebote oder Preise, zu denen diese Titel 
gehandelt worden seien, sondern stellten vielmehr "indikative Werte" dar, die von 
Brokers den Datenbankenbetreibern wie "Markit" oder "Bloomberg" zur Verfü-
gung gestellt würden (Beschwerde, Rz. 24 ff.). Dass die von den Banken ausge-
wiesenen Werte mit Vorsicht zu betrachten seien, gehe auch klar aus den Ban-
kunterlagen hervor (Beschwerde, Rz. 31). 

Bei Sacheinlagen sei unter luxemburgischen Recht ähnlich wie unter dem 
schweizerischen Recht eine Bewertung vorzunehmen, deren Angemessenheit 
durch eine Revisionsstelle zu bestätigen sei. Im Unterschied zu den von den 
Banken auf den Depotauszügen ausgewiesenen Werten per Jahresende würden 
den bei Sacheinlagen ermittelten Werten Bewertungen zugrunde liegen, die 
"qualitativ anders zu werten sind" als die von Brokern gestellten Kurse. Diese 
hätten nicht blossen Informationscharakter, sondern es gehe um die Bestätigung, 
dass die versprochenen Sacheinlagen umfang- und wertmässig auch tatsächlich 
geleistet worden seien. Eine zu hoch bewertete Sacheinlage führe dazu, dass die 
versprochene Sacheinlage unvollständig geleistet worden sei, was zu einer 
Nachschusspflicht führe (Beschwerde, Rz. 32 f.). Sodann zeige die Bewertung 
von Bank F.________ per 29. Februar 2016, die rund 6% tiefer ausgefallen sei, 
dass die von der Revisionsstelle E.________ geprüfte Bewertung kaum zu tiefe 
Werte aufgelistet habe (Beschwerde, Rz. 39). Schliesslich beweise der Ge-
schäftsabschluss 2016, dass die im Geschäftsjahr 2016 vorgenommene Wertbe-
richtigung auch "sachgerecht" gewesen sei, zumal sich der Wertverlust im Jahr 
2016 "tatsächlich realisiert" habe (Beschwerde, Rz. 40).

Im Weiteren sei auch die Frage, ob die Ursache für die Wertdifferenz im Jahr 
2015 gelegen habe oder erst nach dem Bilanzstichtag per 31. Dezember 2015 
eingetreten sei, d.h. zwischen dem 1. Januar 2016 und 22. Januar 2016, schon 
deshalb als obsolet zu betrachten, weil die "Buchungsbelege" zeigten, dass die 
auf den Zeitpunkt der Sacheinlage per 22. Januar 2016 ermittelten Werte auf 
Werten vom 31. Dezember 2015 basierten. Zudem liesse sich eine signifikante 
Wertschwankung auch schwierig erklären, unterlägen doch Forderungspapiere 
notorisch deutlich geringeren Wertschwankungen (Volatilität) als Beteiligungspa-
piere wie Aktien (Beschwerde, Rz. 36). Da die überwiegende Mehrheit der gehal-
tenen Wertschriften nicht regelmässig gehandelt werde, sei es eher unwahr-

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scheinlich, dass diese überhaupt gehandelt worden seien (Beschwerde, Rz. 37). 
Weiter hätten sich die Kurse im Bondmarkt in den relevanten Währungen 
CHF/USD/EUR zwischen 1. Januar 2016 und 29. Januar 2016 leicht positiv ent-
wickelt, was wiederum unterstreiche, dass ein Wertverlust eher unwahrscheinlich 
sei (Beschwerde, Rz. 38). Und letztlich hätten die Portfoliobewertungen von 
Bank C.________ per 30. Juni 2015 und 30. September 2015 gezeigt, dass sich 
bereits Mitte 2015 abgezeichnet habe, dass die Wertschriften in den Büchern zu 
hoch ausgewiesen worden seien und sich eine Wertberichtigung aufgrund des 
"Abwärtstrends" aufgedrängt habe. Vor dem Hintergrund, dass die Portfoliobe-
wertungen von Bank C.________ nur indikativen Charakter gehabt hätten und für 
Dritte nicht bestimmt gewesen seien, die Preise aber per 30. Juni 2015 und 
30. September 2015 gefallen seien und andere Broker bedeutend tiefere Preise 
als Bank C.________ gestellt hätten, sei es angezeigt gewesen, per 31. Dezem-
ber 2015 eine "individuelle Bewertung" vorzunehmen. Diese habe zur Erkenntnis 
geführt, dass eine Wertberichtigung der Wertschriften im Umfang der geltend 
gemachten Wertberichtigung handelsrechtlich zwingend gewesen sei (Be-
schwerde, Rz. 41 f.).

2.2 Die Vorinstanzen haben dazu im angefochtenen Einsprache-Entscheid 
(Erwägungen Ziff. 2.4) festgehalten, im Jahresabschluss 2015 seien auf den 
Wertschriften insgesamt Wertberichtigungen von Fr. 25'472'640 (Konto 1030.9: 
Fr. 51'129, Konto 1032.9: Fr. 22'303'845, Konto 1069: Fr. 3'117'666) verbucht 
worden. Sodann sei den Kontoauszügen der Bank C.________ und 
Bank D.________ zu entnehmen, dass per 31. Dezember 2015 Depotwerte von 
gesamthaft Fr. 82'659'433 (Anleihen und ähnliche Anlagen sowie alternative An-
lagen) vorhanden gewesen seien, was abzüglich der im Jahresabschluss enthal-
tenen Buchwerte von Fr. 66'029'576 eine übersetzte Wertberichtigung von 
Fr. 16'629'857 ergebe: 

Bank C.________ Portfolio Nr. … CHF 76 074 423.00
Bank D.________ Portfolio Nr. … in US$ 6'609’458 CHF 6 585 010.00
Total Depotwerte ohne Cash CHF 82 659 433.00

Buchwerte (Saldo Konti 1030/1030.9/1031/1032/1032.9/1067/1069) CHF 66 029 576.00
übersetzte Wertberichtigung CHF 16 629 857.00

Nach der Rechtsprechung könnten Wertberichtigungen steuerlich nur anerkannt 
werden, wenn die Ereignisse, welche Ursache der Entwertung darstellten, im lau-
fenden Geschäftsjahr eingetreten seien. Unbestrittenermassen treffe dies auf die 
in den Depotauszügen der Bank C.________ und Bank D.________ per 31. De-
zember 2015 ermittelten Werte zu. Dass die im Folgejahr von der Revisionsstel-
le E.________ ermittelten tieferen Werte auf Ereignissen beruhten, welche be-

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reits im Vorjahr eingetreten seien, werde von der Beschwerdeführerin weder 
nachgewiesen noch geltend gemacht. Im Revisionsbericht der Revisionsstel-
le E.________ vom 4. Februar 2016 sei lediglich erwähnt, dass die Bewertung 
der Wertschriften auf dem letztverfügbaren Börsenwert, Marktwert oder Wert ei-
nes unabhängigen Experten per 22. Januar 2016 beruhe ("The valuation of the 
contribution in kind was made […] in accordance with the following method: The 
last available publicized stock exchange, market value or price from independent 
expert as of January 22, 2016").

2.3 In der Bilanz per 31. Dezember 2015 sind die Depots der Bank 
C.________ und Bank D.________ im Anlagevermögen unter Finanzanlagen wie 
folgt ausgewiesen worden:

Bilanz in CHF X.________ Investment AG
per 31.12.2015
Bezeichnung Bilanz             Vorjahr per 31.12.2014

Anlagevermögen

Finanzanlagen
Wertschriften

1030 Bank C._______ Depot CHF 4'174'500.00 4'194'000.00
1030.9 WB Bank C._______ Depot CHF -51'129.43 0.00
1031 Bank C._______ Depot EUR 673'207.00 670'962.31
1031.9 WB Bank C._______ Depot EUR 0.00 0.00
1032 Bank C._______ Depot USD 77'402'997.01 29'075'463.46
1032.9 WB Bank C._______ Depot USD -22'303'845.17 0.00
1039 Bank C._______ Depot USD Alt. 0.00 13'707'288.10
1067 Bank D._______ Depot EUR 9'251'512.53 9'825'591.96
1069 WB Wertschr. Bank D._______ USD -3'117'666.01 0.00

Total Wertschriften 66'029'575.93 47'647'713.87

Es ist unbestritten, dass die Ersterfassung des Anlagevermögens zum Kosten-
wert zu erfolgen hat (vgl. Art. 960a Abs. 1 revOR). Bei der Folgebewertung sind 
die Wertschriften jedoch nicht zum Kostenwert abzüglich einer Wertberichtigung, 
wenn der Nutzwert darunter fällt (Art. 960a Abs. 2 und 3 revOR), bewertet wor-
den, sondern entsprechend der Marktwertmethode nach dem Stichtagwertprinzip 
gebucht (Art. 960b revOR) und auf den beobachtbaren Marktpreis hinunter wert-
berichtigt worden. Es fragt sich, ob die Beschwerdeführerin sich auf die (bisheri-
ge) Portfoliobewertung der in den Depots der Banken gehaltenen Wertschriften 
behaften lassen muss, oder sich bei der Anpassung der Werte auf die für die 
Sacheinlage bei der Gründung des X.________ INVESTMENT FUND SICAV - 
SIF ermittelten "Verkaufspreise" anhand von Preisquotierungen verschiedener 
Broker und Finanzdienstleister (wie z.B. KGS-Alpha, Morgan Stanley, J.P. Mor-
gan) berufen kann. 

Der Bericht der Revisionsstelle E.________ über die Sacheinlage bei der Grün-
dung des X.________ INVESTMENT FUND SICAV - SIF lässt nicht darauf 

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schliessen, dass die den ermittelten Werten zugrunde liegenden Bewertungen 
"qualitativ anders zu werten sind" als die von Brokern gestellten Kurse. Damit soll 
(lediglich) sichergestellt werden, dass die eingebrachte Sacheinlage nicht weni-
ger wert hat, als ihr bei der Sacheinlage zugeschrieben wird. Der Geschäftsab-
schluss 2016 beweist ebenfalls nicht, dass die im Geschäftsjahr 2015 vorge-
nommene Wertberichtigung auch "sachgerecht" gewesen ist. Denn die Sachein-
lage der Wertschriften in den von der Beschwerdeführerin kontrollierten Fonds 
stellt keine Veräusserung, sondern - wirtschaftlich betrachtet - bloss eine Vermö-
gensumschichtung bzw. Umstrukturierung dar. Es lässt sich deshalb nicht sagen, 
dass der Wertverlust sich im Jahr 2016 "tatsächlich realisiert" hat. 

Dass die Bewertung durch die nunmehr als Depotbank amtende Bank 
F.________ per 29. Februar 2016 insgesamt rund 6% tiefer ausgefallen ist, darf 
dagegen als ein zusätzlicher Beleg dafür gewertet werden, dass die von der Re-
visionsstelle E.________ geprüfte Bewertung der Sacheinlage kaum zu tiefe 
Werte aufgelistet hat. Es lässt sich auch nicht bezweifeln, dass der Wertverlust 
bereits im Geschäftsjähr 2015 eingetreten ist, nachdem die Buchungsbelege der 
Beschwerdeführerin zeigen, dass die für die Sacheinlage der Wertschriften bei 
der Gründung des X.________ INVESTMENT FUND SICAV - SIF ermittelten 
"Verkaufspreise" auf Werten vom 31. Dezember 2015 basierten und sich "zwi-
schenzeitlich" signifikante Wertschwankungen schwierig erklären liessen. Es ist 
deshalb nicht davon auszugehen, dass die von der Revisionsstelle E.________ 
bestätigten Werte per 22. Januar 2016 auf Ereignissen beruhten, die erst in der 
kurzen Zeit nach dem Bilanzstichtag per 31. Dezember 2015 eingetreten sind. 

3.1 Dies führt zur Gutheissung der vorliegenden Beschwerde gegen den Ein-
spracheentscheid Nr. 31/2019 der Kantonalen Steuerkommission bzw. der Kan-
tonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer vom 26. Mai 2021 betreffend die 
Veranlagungsverfügung 2015. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben 
und die Sache zwecks Neuveranlagung im Sinne der Erwägungen an die Steu-
erverwaltung des Kantons Schwyz zurückzuweisen.

3.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten für das verwal-
tungsgerichtliche Verfahren von insgesamt Fr. 3'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzlei-
kosten und Barauslagen) den Vorinstanzen bzw. dem Kanton Schwyz auferlegt 
(vgl. § 128 StG in Verb. mit § 72 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegege-
setzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974; Art. 144 Abs. 1 DBG).

Zudem haben die Vorinstanzen bzw. der Kanton Schwyz der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung auszurichten (vgl. § 128 StG in Verb. mit § 74 Abs. 1 
VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG in Verb. mit Art. 64 Abs. 1-3 des Bundesgesetzes 

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über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021] vom 20.12.1968). Die Höhe der Parteientschädigung wird in Beach-
tung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; 
SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 GebTRA die Bemessungskriterien 
erwähnt, auf Fr. 3'400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

3.3 Die Kosten des kantonalen Einspracheverfahrens (Spruchgebühr inkl. 
Kanzleikosten) in der Höhe von Fr. 1'700.-- (vgl. Disp.-Ziff. 2 des Einsprache-
entscheids Nr. 31/2019 vom 26.5.2021) sind ebenfalls dem Verfahrensausgang 
entsprechend neu zu verlegen und gehen vollumfänglich zu Lasten der            
Vorinstanzen bzw. des Kantons Schwyz.

Für das kantonale Einspracheverfahren betreffend die Kantonalen Steuern ist der 
Beschwerdeführerin ebenfalls eine Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und 
MwSt) zuzusprechen (vgl. § 154 Abs. 1 StG bzw. § 55 der Vollzugsverordnung 
zum Steuergesetz [VVStG; SRSZ 172.211] vom 22.5.2001 und § 74 Abs. 1 
VRP), welche in Beachtung der erwähnten Bemessungsgrundlagen und des 
Honorarrahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- für die Vertretung in 
Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden (§ 15 GebTRA) auf Fr. 1'700.-- 
(inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid Nr. 31/2019 der Kantona-
len Steuerkommission bzw. der Kantonalen Verwaltung für die direkte Bun-
dessteuer vom 26. Mai 2021 betreffend die Veranlagungsverfügung 2015 
wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die 
Sache zwecks Neuveranlagung im Sinne der Erwägungen an die Steuer-
verwaltung des Kantons Schwyz zurückgewiesen.

2.1 Die Kosten des kantonalen Verfahrens vor der Vorinstanz (Spruchgebühr 
inkl. Kanzleikosten) in der Höhe von Fr. 1'700.-- (vgl. Disp.-Ziff. 2 des Ein-
spracheentscheids Nr. 31/2019 vom 26.5.2021) werden neu verlegt und 
gehen vollumfänglich zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz.

2.2 Der Beschwerdeführerin wird für das kantonale Einspracheverfahren zu 
Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung 
von Fr. 1’700.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen.

3. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt 
Fr. 3'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden den 
Vorinstanzen bzw. dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne 
Verrechnung wird verzichtet.

Die Beschwerdeführerin hat am 15. Juli 2021 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 3'000.-- bezahlt, so dass ein Rückerstattungsanspruch in gleicher Höhe 
besteht.

4. Der Beschwerdeführerin wird für das verwaltungsgerichtliche Beschwerde-
verfahren zu Lasten der Vorinstanzen bzw. des Kantons Schwyz eine Par-
teientschädigung von Fr. 3'400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugespro-
chen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

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6. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanzen (2/EB)
- den Gemeinderat U.________/SZ (A; im Dispositiv)
- und die Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bun-

dessteuer, 3003 Bern (A).

Schwyz, 19. Oktober 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. November 2022