# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b27b3c17-1fb3-5a99-bb6c-ae8059908b7b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.10.2016 200 2016 631
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-631_2016-10-25.pdf

## Full Text

200 16 631 IV
SCJ/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 25. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, IV/16/631, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Be-
schwerdeführerin) meldete sich am 4. September 2007 mit Hinweis auf ei-
ne Diskushernie, Lumboischialgie, Fibromyalgie sowie chronische unspezi-
fische Schmerzen bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwer-
degegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Diese ge-
währte ihr nach vorgängig durchgeführten medizinischen und erwerblichen 
Abklärungen mit zwei separaten und unangefochten gebliebenen Verfügun-
gen vom 14. November 2008 (act. II 35 f.) ab September 2007 eine Hilflo-
senentschädigung leichten Grades sowie in Anwendung der gemischten 
Methode (65% Erwerb, 35% Haushalt) bei einem Invaliditätsgrad von 95% 
eine ganze Invalidenrente. Die Leistungen wurden nach einem 2009 von 
Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahren (act. II 38) unverän-
dert ausgerichtet (act. II 43 f.).

B.

Im Rahmen eines 2012 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisions-
verfahrens (act. II 47) tätigte die IVB erneut berufliche und medizinische 
Abklärungen. Gestützt auf das psychiatrisch-rheumatologische Gutachten 
der Dres. med. C.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin FMH, sowie D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, vom 15. April 2013 (act. II 61.1) und 6. Mai 2013 (act. II 
58.1 und 60) hob die IVB nach vorgängig durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren (act. II 62 f.) mit Verfügung vom 15. Januar 2014 (act. II 81) die Hilf-
losenentschädigung und mit Verfügung vom 16. Januar 2014 (act. II 82) die 
Invalidenrente auf. Die hiergegen von der Versicherten, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, erhobene Beschwerde (act. II 83/3) wies das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abtei-
lung, mit Urteil vom 16. September 2014, IV/2014/167 (Akten der IVB [act. 
IIA] 99) ab. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

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C.

Am 26. Dezember 2015 (act. IIA 105) meldete sich die Versicherte erneut 
bei der IVB zum Leistungsbezug an. Wie dem Schreiben ihrer behandeln-
den Psychiaterin Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, vom gleichen Tag zu entnehmen ist, habe sich die 
Schmerzsymptomatik der Versicherten eher verstärkt und die Depressivität, 
Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und suizidalen Gedanken hätten zu-
genommen (act. IIA 106). Die IVB tätigte wiederum berufliche und medizi-
nische Abklärungen. Nach Rücksprache bei Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH vom Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; act. IIA 123), teilte die IVB der Versicherten mit Schreiben 
vom 4. Mai 2016 (act. IIA 124) mit, zur Klärung der Leistungsansprüche 
werde eine bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung für 
nötig erachtet. Als Gutachter sah die IVB die Dres. med. C.________ und 
D.________ vor. Der Versicherten wurde der vorgesehene Fragekatalog 
zugestellt und die Möglichkeit eingeräumt, triftige Einwendungen gegen die 
Art der Begutachtung, die vorgesehenen Fachdisziplinen, die begutachten-
den Personen sowie allfällige Zusatzfragen einzureichen. Der behandelnde 
Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, bat mit Schreiben vom 24. Mai 2016 (act. IIA 134) darum, die Begut-
achtung durch andere als die von der IVB vorgesehenen Ärzte durchzu-
führen. Die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, brachte 
im Einwand vom 31. Mai 2016 (act. IIA 137) vor, da hinsichtlich der beiden 
vorgesehenen Gutachter der Anschein der Befangenheit vorliege, seien für 
die Begutachtung andere Mediziner vorzusehen. Mit Verfügung vom 2. Juni 
2016 (act. IIA 139) hielt die IVB daran fest, die bidisziplinäre Begutachtung 
durch die Dres. med. D.________ und C.________ durchzuführen.

D.

Mit Eingabe vom 1. Juli 2016 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, hiergegen Beschwerde mit dem Rechts-
begehren, die Verfügung der IVB vom 2. Juni 2016 sei aufzuheben und die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, IV/16/631, Seite 4

IVB sei anzuweisen, für die Begutachtung der Versicherten zwei andere, 
„geeignete“ Gutachter einzusetzen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 18. August 
2016 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2016 wurde der Be-
schwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt, bis am 22. September 2016 
eine Replik einzureichen. Mit Eingabe vom 20. September 2016 verzichtete 
diese auf eine ausführliche Replik, hielt jedoch vollumfänglich an dem be-
schwerdeweise formulierten Rechtsbegehren sowie den entsprechenden 
Erwägungen fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. 
Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 ([VwVG; 
SR 172.021]); solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-

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den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Juni 2016 (act. IIA 
139). Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die beiden vorgesehenen Gutach-
ter, die Dres. med. D.________ und C.________, als befangen zu gelten 
haben, d.h. ob gegen sie Ablehnungs- oder Ausstandsgründe vorliegen. 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide, einschliesslich solcher betreffend die unentgeltliche 
Rechtspflege, gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide sowie 
gegen Abschreibungsverfügungen oder -entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die 
verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, IV/16/631, Seite 6

aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen An-
spruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Ver-
waltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen 
nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten 
der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 
2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).

2.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

2.3 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die von 
ihr ausgewählten Gutachter und die Namen der Sachverständigen mit je-
weiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachverständigen 
kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener 
Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 
S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257).

2.4 Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- 
und Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen 

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sind. Befangenheit ist demnach anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, 
die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 132 
V 93 E. 7.1 S. 109; SVR 2015 IV Nr. 23 S. 70 E. 6.1.1).

Der Umstand, dass sich ein Sachverständiger schon einmal mit einer Per-
son befasst hat, schliesst später dessen Beizug als Gutachter nicht zum 
Vornherein aus. Eine unzulässige Vorbefassung liegt auch dann nicht vor, 
wenn er zu (für eine Partei) ungünstigen Schlussfolgerungen gelangt. An-
deres gilt, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit 
und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv zu begründen vermögen, 
etwa wenn die sachverständige Person ihren Bericht nicht neutral und 
sachlich abfasste (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). Voreingenommenheit 
trotz Vorbefassung ist zu verneinen, wenn das Ergebnis der Begutachtung 
nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist beispiels-
weise der Fall, wenn der Experte andere Fragen zu beantworten oder sein 
erstes Gutachten lediglich zu erläutern oder zu ergänzen hat, nicht aber, 
wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise zu überprüfen hat 
(SVR 2013 IV Nr. 30 S. 90 E. 5.3.2).

3.

Die Parteien sind sich darüber einig und es ist durch die Akten erstellt, dass 
es im vorliegenden Fall lediglich einer bidisziplinären rheumatologisch-
psychiatrischen Begutachtung bedarf. Auch was den vorgesehenen Frage-
katalog betrifft, erhob die Beschwerdeführerin keine Einwände. Sie rügt 
lediglich, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Vorliegen von Ausstands-
gründen bei den vorgesehenen Gutachtern verneint (Beschwerde S. 4 Ziff. 
2). Wie nachfolgend gezeigt, liegen keine Umstände vor, die bezüglich der 
Dres. med. D.________ und C.________ den Anschein der Befangenheit 
erwecken würden und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv zu be-
gründen vermöchten. 

Auch wenn die beiden vorgesehenen Gutachter die Beschwerdeführerin 
bereits anlässlich des 2012 in die Wege geleiteten Rentenrevisionsverfah-
rens begutachteten, ist eine Voreingenommenheit trotz Vorbefassung der 
beiden Fachärzte zu verneinen (vgl. E. 2.4 hiervor), da das Ergebnis der 

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Begutachtung nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dass 
eine Vorbefassung allein nicht bereits auf Befangenheit schliessen lässt, 
anerkennt die Beschwerdeführerin im Übrigen in ihrer Eingabe vom 20. 
September 2016 selbst. Somit ist auch das Schreiben des behandelnden 
Hausarztes Dr. med. G.________ vom 24. Mai 2016 (act. IIA 134) nicht 
relevant, da dieser lediglich den Umstand bemängelt, dass nun die glei-
chen Fachärzte wie 2013 die Beschwerdeführerin untersuchen und beur-
teilten sollen. Die Gutachter haben denn - wie die Beschwerdegegnerin 
richtig ausführt (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 11) - auch nicht die 
Schlüssigkeit ihrer Gutachten von 2013 (act. II 58.1, 60 und 61.1) zu über-
prüfen, sondern lediglich darzulegen, ob es seither zu einer wesentlichen 
Veränderung im Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin gekommen 
ist, d.h. sie haben ihre damaligen Stellungnahmen zu ergänzen. Somit ist 
es sachgerecht und kann es den Erkenntniswert erhöhen, wenn die seithe-
rige gesundheitliche Entwicklung von den mit dem Fall bereits vertrauten 
medizinischen Vorgutachtern abgeklärt wird (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. Januar 2016, 8C_655/2015, E. 4.1 mit Hinweisen), d.h. es 
ist sinnvoll, die bereits mit der Beschwerdeführerin befassten Gutachter zur 
Entwicklung des Beschwerdebildes und der Arbeitsfähigkeit zu befragen 
(vgl. BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). Da es sich um eine Verlaufsbegutach-
tung handelt, bedurfte es - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin 
(vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 3 lit. e) - auch keiner einvernehmlichen Gutacht-
erbestellung gemäss BGE 139 V 349 (vgl. Entscheid des BGer vom 18. 
Juni 2016, 9C_441/2014, E. 2.2.2). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass ein 
Einigungsversuch vorliegend (implizit) durchgeführt wurde. Mit Schreiben 
vom 4. Mai 2016 (act. IIA 124) hat die Beschwerdegegnerin mitgeteilt, dass 
sie eine Begutachtung durchführen will, und die Gutachter sowie die Fra-
gen genannt. Hierauf zeigte sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 
31. Mai 2016 mit den vorgeschlagenen Gutachtern nicht einverstanden. In 
der Folge hat die Beschwerdegegnerin verfügt (act. IIA 139). Damit ist die 
Einigung gescheitert und zwar am Verhalten aller Beteiligten. Freilich war 
die Beschwerdegegnerin nicht bereit, von ihren Vorschlägen abzurücken, 
dies traf jedoch auch auf die Beschwerdeführerin zu. Ein Konsens kam 
damit nicht zustande. Mit Einigung ist nicht gemeint, dass allein die Verwal-
tung ihre Meinung ändert, sondern dies gilt auch für die Beschwerdeführe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, IV/16/631, Seite 9

rin. Etwas anderes ist logisch ausgeschlossen (vgl. Urteil des Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern vom 7. November 2012, IV/2012/713, E. 3.2.2).

Bei objektiver Betrachtung, insbesondere in der Art und Weise, wie der 
Rechtsvertreter die im früheren Verfahren gegen die Begutachtung erho-
benen Vorwürfe vorbrachte (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. 
Februar 2014 [act. II 83/3]), kann - entgegen dem Vorbringen der Be-
schwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 5 ff. Ziff. 3 lit. d) - nicht angenommen 
werden, die beiden Gutachter seien befangen. Das Verwaltungsgericht hat 
in seinem früheren Urteil (VGE IV/2014/167) die Beurteilungen der Dres. 
med. D.________ und C.________ als schlüssig und überzeugend beurteilt 
und ausgeführt, diese würden die beweisrechtlichen Anforderungen der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung erfüllen. Die vom Rechtsvertreter ins-
besondere gegen die Einschätzung von Dr. med. D.________ vorgebrach-
te Kritik beurteilte das Gericht als unbegründet (E. 3.4). Es stufte das bidis-
ziplinäre Gutachten als vollständig beweiskräftig ein und stellte in seinem 
Urteil vollumfänglich darauf ab. Zudem wurden die Vorwürfe nicht von der 
Beschwerdeführerin selbst, sondern vom Rechtsvertreter erhoben, und es 
ist nicht ersichtlich, inwiefern unter diesen Umständen das heutige Verhält-
nis zwischen Gutachter und Explorandin besonders belastet sein sollte. 
Weiter ist der Umstand zu berücksichtigen, dass das damalige bidisziplinä-
re Gutachten neutral und sachlich und nicht in einer Art und Weise - bei-
spielsweise in unangemessenem Ton - abgefasst wurde, welche objektiv 
Zweifel an der Unvoreingenommenheit der beiden Gutachter aufkommen 
lassen würde (vgl. hierzu BGer 8C_665/2015, E. 4.1). 

Nach dem Dargelegten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 2. 
Juni 2016 (act. IIA 139), mit welcher ein bidisziplinäre Begutachtung bei 
den Dres. med. D.________ und C.________ angeordnet wurde, als rech-
tens und die Beschwerdeführerin wird sich der geplanten bidisziplinären 
Begutachtung zu unterziehen haben. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen. 

Immerhin sei darauf hingewiesen, dass einer allfälligen inhaltlichen Kritik an 
der zu erstellenden medizinischen Expertise - deren Ergebnis völlig offen 
ist - im Rahmen des weiteren Verfahrens Rechnung getragen werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2016, IV/16/631, Seite 10

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Anordnung einer Begutachtung ist Bestandteil des Verfahrens zur Be-
urteilung des Leistungsanspruchs (vgl. Beschluss vom 30. April 2013 der 
erweiterten Abteilungskonferenz der sozialversicherungsrechtlichen Abtei-
lung und der Abteilung für französischsprachige Geschäfte). Das Verfahren 
betreffend die diesbezügliche Zwischenverfügung ist dementsprechend 
kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 500.-- festzu-
setzen. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe 
entnommen.

4.2 Für die obsiegende Beschwerdegegnerin besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe vom 20. September 2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.