# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 534b2573-174a-502e-b48d-5af1067dda9d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-10
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 10.10.2025 VBE.2025.31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-31_2025-10-10.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

VBE.2025.31 / GF / nl 
Art. 121 

 

 

Urteil vom 10. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Vizepräsident  

Oberrichter Roth 

Oberrichterin Fischer 

Gerichtsschreiber i.V. Ferrier 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Alina Elisabeth de Limoges, 

Hessstrasse 43, 3097 Liebefeld 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   Pensionskasse C._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 21. Mai 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1994 geborene Beschwerdeführer meldete sich aufgrund unfallbeding-

ter Beschwerden an der linken Hand (Unfallereignis vom 3. Juni 2020) und 

rechten Hand (Unfallereignis vom 26. Dezember 2021) am 23. März 2022 

bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche In-

tegration/Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die 

Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin erwerbliche und medizinische Ab-

klärungen und holte die Akten der Unfallversicherung (Suva) ein. Die Be-

schwerdegegnerin nahm Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 

Dienst (RAD) und stellte dem Beschwerdeführer daraufhin die Abweisung 

des Rentenbegehrens in Aussicht. Nach durchgeführtem Vorbescheidver-

fahren verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 21. Mai 2024 

einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers.  

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 21. Mai 2024, die ihm am 21. Dezember 2024 

zugestellt wurde, erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Januar 

2025 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:  

 

"1.  Die Verfügung vom 21. Mai 2024 sei aufzuheben.  

 

2. Dem Beschwerdeführer sei ab September 2022 eine Teilrente aus der 
IVG zuzusprechen. unter Berücksichtigung des versichertes Jahresver-
dienstes vor dem Unfall von CHF 69.758.00. 

 
3. Der Beschwerdegegnerin sei anzuordnen die Invalidenleistungen aus 

IVG ab September 2022 bis heute für den Beschwerdeführer zu verfü-
gen und zu berechnen.  

 
4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 17. Februar 2025 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde.  

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 24. Februar 2025 wurde die be-

rufliche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers im Verfahren beigela-

den. Diese liess sich in der Folge nicht vernehmen.  

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 16. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere Un-

terlagen ein.  

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Rente mit Verfügung von 21. Mai 2024 (Ver-

nehmlassungsbeilage [VB] 73) zu Recht verneint hat.  

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Aus den relevanten medizinischen Akten geht Folgendes hervor: 

 

2.1.2. 

Dem Austrittsbericht der Dres. med. B._____ und C._____, Fachärztin für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rehaklinik D._____, vom 17. Ja-

nuar 2023 über eine stationäre Rehabilitation des Beschwerdeführers vom 

14. Dezember 2022 bis 11. Januar 2023 ist zu entnehmen, dass diesem 

aufgrund der Folgen der Schnittverletzung an der linken und des 

Quetschtraumas an der rechten Hand die bisherige Tätigkeit als Trocken-

bauer nicht mehr zumutbar sei, da die Anforderung zu hoch sei. Eine an-

dere, sehr leichte berufliche Tätigkeit sei diesem indes ganztags zumutbar. 

In Bezug auf die rechte Hand müsse es eine Tätigkeit sein, die keinen kraft-

vollen Faustschluss erfordere, und eine solche ohne Schläge / Vibrations-

belastung, ohne Exposition gegenüber Kälte, ohne Ersteigen von Leitern 

und Gerüsten. In Bezug auf die linke Hand müsse es eine Tätigkeit ohne 

maximalen Krafteinsatz sein, ohne Schläge und Vibrationsbelastung, ohne 

Exposition gegenüber Kälte und ohne Ersteigen von Leitern und Gerüsten 

(VB 36 S. 2 f.).  

 

2.1.3. 

Mit bidisziplinärer ärztlicher Beurteilung vom 8. September 2023 hielten die 

Kreisärzte der Suva Dr. med. E._____, Facharzt für Neurologie, und med. 

pract. F._____, Facharzt für Chirurgie, gestützt auf die Ergebnisse der von 

ihnen am 7. September 2023 durchgeführten Untersuchung fest, die zuletzt 

ausgeübte berufliche Tätigkeit als Gipser / Trockenbauer sei für den Be-

schwerdeführer aus unfallchirurgischer bzw. versicherungsmedizinischer 

Sicht nicht geeignet. Aktuell und künftig sei in einer angepassten leichten 

Tätigkeit unter bestimmten Voraussetzungen eine ganztägige Arbeitsfähig-

keit gegeben. Diese Voraussetzungen lauteten wie folgt: Keine repetitiven 

und höchstens leichte Drehbewegungen des linken und rechten Unterar-

mes. Keine Tätigkeiten, welche mit Vibrationen und / oder Schlägen für 

beide obere Extremitäten verbunden seien. Keine Tätigkeiten, welche mit 

Stossen / Ziehen von schweren und sehr schweren Lasten mit beiden Ar-

men verbunden seien. Kein Tragen und / oder Heben sowie Bewegen von 

schweren bis sehr schweren Lasten mit einem Hubwagen ohne Eigenbe-

trieb. Aus Sicherheitsgründen keine Gerüstarbeiten und kein 

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Leiterbesteigen. Keine Tätigkeiten unter schlechten Wetterverhältnissen 

wie Kälte und / oder Nässe. Keine Arbeiten, welche ein kraftvolles Zupak-

ken mit der linken und / oder rechten Hand erforderten. Ansonsten bestün-

den keine anderen Einschränkungen, insbesondere nicht zeitlicher Natur 

(VB 59.15 S. 11 f.) 

 

2.1.4. 

RAD-Arzt Prof. Dr. med. G._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seiner Aktenbeur-

teilung vom 27. Januar 2024 aus, nach dem Austritt aus der Rehaklinik 

D._____ am 11. Januar 2023 sei am 16. März 2023 noch einmal ein ope-

rativer Eingriff an der rechten Hand durchgeführt worden. Sechs Wochen 

nach dem Eingriff sei noch einmal eine Kontrolle beim Operateur vorgese-

hen gewesen. Informationen darüber fänden sich im Dossier nicht (VB 65 

S. 3). Im Austrittsbericht der Rehaklinik D._____ vom 17. Januar 2023 (vgl. 

E. 2.1.2 hiervor) sei eine beidseitige posttraumatische Symptomatik festge-

stellt worden, deretwegen eine bimanuelle Tätigkeit nicht mehr in Frage 

komme. Restfunktionen seien aber vorhanden und der Beschwerdeführer 

sei aktiv an der Überwindung seiner Invalidisierungsproblematik an beiden 

oberen Extremitäten interessiert. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Tro-

ckenbauer sei jetzt und in Zukunft nicht mehr möglich. Prof. Dr. med. 

G._____ verwies auf die Empfehlungen der Rehaklinik D._____ in Bezug 

auf die Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit in einer angepassten Tätigkeit. 

Demnach sei eine sehr leichte Arbeit ganztags zumutbar. Beidseits dürfe 

kein maximaler Krafteinsatz gefordert werden, des Weiteren dürfe keine 

Exposition gegenüber Kälte oder Hitze erfolgen. Aus Sicherheitsgründen 

sei das Ersteigen von Leitern und Gerüsten nicht opportun. Für Ergothera-

pie und Physiotherapie etc. solle allerdings jeden Tag eine Stunde Arbeits-

zeit in Anspruch genommen werden können. Dieses Tätigkeitsprofil habe 

ab sechs Wochen postoperativ (Ende April 2023) Gültigkeit erlangt. Bis da-

hin habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (VB 65 S. 2 f.).  

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin führt in der Verfügung vom 21. Mai 2024 aus, 

gemäss den vorliegenden Unterlagen habe bereits im September 2022, 

dem Zeitpunkt, in dem ein allfälliger Rentenanspruch frühestens beginnen 

könnte, eine Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers bestanden. 

Im Rahmen der Abklärung der Rehaklinik D._____ vom 14. Dezember 

2022 bis 11. Januar 2023 sei festgestellt worden, dass dem Beschwerde-

führer eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei. Eine voll-

ständige Arbeitsunfähigkeit habe nach dem Eingriff von März 2023 wäh-

rend sechs Wochen bestanden. Es könne dabei jedoch nicht von einer län-

gerdauernden Arbeitsunfähigkeit bzw. Verschlechterung der gesundheitli-

chen Situation ausgegangen werden. Diese Arbeitsunfähigkeit bleibe des-

halb für den Rentenanspruch unberücksichtigt (VB 73 S. 1).  

 

 - 5 - 

 

 

3. 

3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).  

 

3.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen 

Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.3. 

Auch eine reine Aktenbeurteilung kann voll beweistauglich sein, wenn es 

im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 

22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Prof. Dr. med. G._____ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 27. Januar 

2024 (VB 65) aus, er verweise in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit auf die Empfehlungen im Austrittsbericht der 

Rehaklinik D._____ (VB 36 S. 3). Demnach sei eine sehr leichte Arbeit 

ganztags zumutbar. Gleichzeitig führte er aus, für "Ergotherapie, Physio-

therapie etc." solle der Beschwerdeführer jeden Tag eine Stunde Arbeits-

zeit in Anspruch nehmen können. Dies steht im Widerspruch sowohl zur 

Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik D._____ als auch der Kreisärzte der 

Suva, welche je eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 

ohne zeitliche Einschränkungen attestierten (vgl. E. 2.1.2 und 2.1.3 hier-

vor). Prof. Dr. med. G._____ führte auch nicht weiter aus, weshalb die 

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täglich einstündige Ergo- bzw. Physiotherapie zwingend während der Ar-

beitszeit erfolgen müsse und ob diese Massnahme befristet oder unbefris-

tet gilt. Zudem wies er selbst darauf hin, dass sich keine Informationen be-

treffend die Kontrolluntersuchungen durch den Operateur, die sechs Wo-

chen nach dem operativen Eingriff vom 16. März 2023 vorgesehen gewe-

sen sei, im Dossier fänden (VB 65 S. 2). In der Verfügung vom 21. Mai 

2024 ging die Beschwerdegegnerin von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers ohne zeitliche Einschränkung aus und wich somit 

ohne weitere Begründung von der Einschätzung des RAD-Arztes ab (VB 

65 S. 3). Es bleibt unklar, welches Pensum in einer angepassten Tätigkeit 

für den Beschwerdeführer zumutbar ist und ob eine allfällige zeitliche Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit befristet wäre oder nicht.  

 

4.2. 

Prof. Dr. med. G._____ ging des Weiteren in seiner RAD-Aktenbeurteilung 

vom 27. Januar 2024 davon aus, dass seine Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit in angepasster Tätigkeit ab Ende April 2023 gelte. Der RAD-Arzt be-

gründete dies mit dem operativen Eingriff vom 16. März 2023 (VB 61.4). 

Bis dahin habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (VB 65 

S. 3).  

 

Es ist unklar, ob der RAD-Arzt mit der Formulierung "Bis dahin bestand 

vollständige Arbeitsunfähigkeit" lediglich die sechs Wochen nach dem ope-

rativen Eingriff vom 16. März 2023 meinte, oder ob sich dies auf den Zeit-

raum ab dem 1. September 2022 (vgl. VB 65 S. 1) oder auf den Zeitraum 

vom 11. Januar 2023 (vgl. E. 2.1.2 hiervor) bis sechs Wochen nach dem 

Eingriff vom 16. März 2023 bezog. Aufgrund dieser Unklarheit besteht die 

Möglichkeit, dass die Beschwerdegegnerin auch diesbezüglich von der 

RAD-Beurteilung abwich (siehe E. 2.2. hiervor) und von einer Eingliede-

rungsfähigkeit seitens des Beschwerdeführers bereits im September 2022 

ausging, wohingegen Prof. Dr. med. G._____ möglicherweise angab, es 

habe ab dem 1. September 2022 bis im April 2023 eine vollständige Ar-

beitsunfähigkeit bestanden. Der Sachverhalt ist in retrospektiver Hinsicht 

unklar.  

 

5. 

Zusammenfassend lässt sich der anspruchsrelevante medizinische Sach-

verhalt gestützt auf die vorhandenen medizinischen Beurteilungen nicht zu-

verlässig feststellen. Die Sache ist demnach in Nachachtung des Untersu-

chungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 

132 V 93 E. 5.2.8 S. 105; 130 V 64 E. 5.2.5 S. 68 f.; 125 V 193 E. 2 S. 195; 

122 V 157 E. 1a S. 158; vgl. auch RENÉ WIEDERKEHR, in: Kieser/Kradol-

fer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts, 5. Aufl. 2024, N. 14 ff. zu Art. 43 

ATSG) zur Vornahme ergänzender Abklärungen an die Beschwerdegeg-

nerin zurückzuweisen (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100; 137 V 210 E. 4.4.1.4 

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S. 264 f.). Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin neu über das Leis-

tungsbegehren zu verfügen. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die an-

gefochtene Verfügung vom 21. Mai 2024 ist aufzuheben, und die Sache ist 

zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.  

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

  

6.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 21. Mai 

2024 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-

wägungen und anschliessenden Neuverfügung an die Beschwerdegegne-

rin zurückgewiesen.  

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt.  

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 1'000.00 zu bezahlen.  

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

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mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 10. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

Kathriner Ferrier