# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 215f623c-9aa5-5e3e-b7f6-6a37136f8a3f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB230634-O1
**Docket/Reference:** SB230634-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB230634-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230634-O/U/bs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, Oberrichterin Dr. iur. 

E. Borla und Oberrichterin lic. iur. V. Keller sowie der 

Gerichtsschreiber MLaw L. Zanetti

Beschluss vom 10. Dezember 2024

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend fahrlässige Körperverletzung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, Einzelgericht, 

vom 7. November 2022 (GG220023)

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Erwägungen:

1.1 Der  Beschuldigte  wurde  mit  Urteil  des  Bezirksgerichts  Dielsdorf  vom 

7. November 2022 der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 

StGB schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen 

zu Fr. 150.– sowie einer Busse von Fr. 600.– bestraft. Gegen dieses Urteil meldete 

der Beschuldigte fristgerecht Berufung an (Urk. 66/1). Nach Zustellung der schrift-

lichen  Urteilsbegründung  reichte  er  wiederum  innert  gesetzlicher  Frist  seine  Be-

rufungserklärung ein (Urk. 74). Weder seitens des Privatklägers noch der Staats-

anwaltschaft wurde eine Anschlussberufung erhoben (Urk. 78).

1.2 Mit Eingabe vom 2. Dezember 2024 teilte der Beschuldigte mit, dass er mit 

dem Privatkläger einen Vergleich geschlossen habe. Er ersucht um Einstellung des 

Verfahrens  (Urk.  80).  Dem  beigelegten  Vergleich  vom  29.  Oktober  2024  bzw. 

22. November  2024  zwischen  dem  Privatkläger  und  dem  Beschuldigten  ist  zu 

entnehmen,  dass  der  Privatkläger  seinen  Strafantrag  zurückzieht  und  sein  Des-

interesse an einer weiteren Strafverfolgung des Beschuldigten erklärt. Weiter wird 

festgehalten,  dass  die  Zivilforderungen  des  Privatklägers  gedeckt  worden  seien. 

Schliesslich  erklärt  der  Beschuldigte,  im  Falle  einer  Kostenauflage  sämtliche 

Kosten des Vor-, Haupt- und Berufungsverfahrens zu übernehmen und den Privat-

kläger  schadlos  zu  halten.  Die  Parteien  erklären  zudem,  gegenseitig  auf  eine 

Entschädigung zu verzichten (Urk. 81).

2.1 Ein Strafantrag kann zurückgezogen werden, solange das Urteil der zweiten 

kantonalen Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 33 Abs. 1 StGB). Der Rückzug des 

Strafantrages  erfolgte  vorliegend  noch  bevor  zur  Berufungsverhandlung  vorge-

laden werden konnte. Der Rückzug wurde damit rechtzeitig erklärt. 

2.2 Die fahrlässige Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB, welche 

vorliegend als einziges Delikt angeklagt wurde, stellt ein Antragsdelikt dar. Nach-

dem der Strafantrag nunmehr gültig zurückgezogen wurde, ist das Verfahren ein-

zustellen (Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO).

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3.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist in Anbetracht des Verfahrensstandes 

auf  Fr. 800.–  festzusetzen  (Art.  424  Abs. 1  StPO  i.V.m.  §  16  Abs.  1  und  §  14 

GebV  OG).  Anerkennungsgemäss  sind  die  Kosten  des  Vor-,  Haupt-  und  Be-

rufungsverfahrens  dem  Beschuldigten  aufzuerlegen  (Art.  427  Abs.  4  StPO).  Die 

Parteien  haben  zudem  gegenseitig  auf  eine  Entschädigung  verzichtet  (Urk. 81 

S. 2).

1.

2.

3.

4.

5.

Es wird beschlossen:

Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wird eingestellt.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 800.–.

Die Kosten des Vor-, Haupt- und Berufungsverfahrens werden dem Beschul-

digten auferlegt.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an

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die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft

sowie  nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  resp.  Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

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die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten)

das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Administrativmass-
nahmen, Lessingstr. 33, 8090 Zürich (PIN: …)

das Migrationsamt des Kantons Zürich

die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG)

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA zur Entfernung der Daten 
gemäss Art. 32 Abs. 1 StReG mittels Kopie von Urk. 73. 

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6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 10. Dezember 2024

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw L. Zanetti