# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a017255-d2e4-50b7-9274-7e30649400ec
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.06.2019 BB.2019.119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2019-119_2019-06-12.pdf

## Full Text

Beschluss vom 12. Juni 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 
Parteien 

  
A., 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

1. BUNDESANWALTSCHAFT,  
 
2. B., 
 

Beschwerdegegner 
 
 
 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung 
(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.119 
 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- dass A. bei der Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») mit Datum vom 
20. Dezember 2018 (Datierung; Poststempel: 28. Dezember 2018; Ein-
gangsstempel: 31. Dezember 2018) Strafanzeige erstattete gegen B. wegen 
Bilanzfälschung, ungerechtfertigter Bereicherung, Verleumdung, Rufschädi-
gung und «Unterlassung Finderlohnzahlung» (Verfahrensakten, Reiter 1); 

 
- die BA am 17. Mai 2019 verfügte, die Strafanzeige werde nicht anhand ge-

nommen (act. 1.1); 
 

- hiergegen A. mit Beschwerde vom 3. Juni 2019 an die Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts gelangt und sinngemäss beantragt, die BA sei zu 
verpflichten, sich der Strafanzeige anzunehmen (act. 1); 
 

- die BA der Beschwerdekammer auf entsprechende Aufforderung hin die Ver-
fahrensakten übermittelte (act. 2 und 3). 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-
schwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist 
(Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG); 
 

- zur Beschwerde die Parteien legitimiert sind, sofern sie ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheides haben (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 382 Abs. 1 
StPO); 
 

- die geschädigte Person somit grundsätzlich nur insoweit zur Beschwerde le-
gitimiert ist, als sie sich im Sinne der Art. 118 f. StPO als Privatklägerschaft 
konstituiert hat bzw. als sie – was gerade bei der Nichtanhandnahmeverfü-
gung der Fall sein kann – noch keine Gelegenheit hatte, sich als Privatklä-
gerschaft zu konstituieren (vgl. hierzu u. a. Beschluss des Bundesstrafge-
richts BB.2016.24 vom 7. Juni 2016 E. 1.2 m.w.H.); 
 

- die BA mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 17. Mai 2019 die Strafanzeige 
des Beschwerdeführers mangels genügender Substantiierung nicht anhand 
nahm; 
 

- 3 - 

 

 

- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein 
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen 
und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-
lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann; 
 

- der Strafanzeige des Beschwerdeführers kein konkreter Sachverhalt ent-
nommen werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begründen 
könnte; sich auch aus der Beschwerde diesbezüglich nichts ergibt; 
 

- die BA demnach berechtigt war, eine Nichtanhandnahmeverfügung zu erlas-
sen; 
 

- sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie 
ohne Schriftenwechsel abzuweisen ist (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO e contra-
rio); 
 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 
 

- die Gerichtgebühr auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von 
Fr. 200.– festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 
des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die 
Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 
SR 173.713.162]); 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 12. Juni 2019 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesanwaltschaft 
- B. 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.