# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a292cd4-01f1-53fe-96ad-5aca0b31a435
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.05.2019 LE180041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE180041_2019-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LE180041-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. E. Iseli 

Beschluss und Urteil vom 27. Mai 2019 

 

in Sachen 
 

 

A._____,  
Gesuchsteller und Berufungskläger 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

gegen 
 

B._____, 
Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 
 

betreffend Eheschutz 
 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 4. Juli 2018 (EE170107-L)

- 2 - 

Rechtsbegehren des Gesuchstellers: 
(Urk. 45 S. 2 bis 6) 

"1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen und es sei 
davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien bereits seit dem 
1. Oktober 2016 das Getrenntleben aufgenommen haben; 

 2. Es sei die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse … in … Zü-
rich samt Hausrat und Mobiliar, der Gesuchsgegnerin zum 
30. Juni 2018, aller längstens bis zum 30. September 2018, zuzu-
teilen;  

  Eventualiter sei der Gesuchsteller aus der solidarischen Haftung 
für den Mietvertrag gestützt auf Art. 121 ZGB zu entlassen und es 
sei der Mietvertrag für die Wohnung an der C._____-Strasse … in 
… Zürich auf die Gesuchsgegnerin alleine übertragen werden; 

 3. Es sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem Gesuchsteller 
auf erstes Verlangen ca. 3 Bronzestatuen (Geschenke seiner 
Grossmutter) herauszugeben; 

 Weiter sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem Gesuchstel-
ler das Mobiliar und den Hausrat, den sie nicht in eine neue Woh-
nung mitnimmt, zur Übernahme anzubieten; 

 Es sei ein allfälliger Verkaufserlös für nicht mehr benötigten Haus-
rat und Mobiliar zwischen den Parteien hälftig aufzuteilen; 

 4. Es sei die alternierende Obhut über die aus der Ehe hervorge-
gangenen Kinder, D._____, geb. tt.mm.2005 und E._____, geb. 
tt.mm.2010 anzuordnen und es seien die Kinder vom Gesuchstel-
ler wie folgt zu betreuen: 

 Alternierend in den Wochen mit gerader Wochenzahl jeweils von 
Mittwochabend, aktuell ab dem Fussballplatz in F._____ (sonst 
ab Schulschluss) bis Freitagmorgen, Schulbeginn sowie in den 
Wochen mit ungerader Wochenzahl jeweils vom Mittwochabend, 
aktuell ab Fussballplatz in F._____ (sonst ab Schulschluss) bis 
Montagmorgen (Schulbeginn); 

 5. Eventualiter sei eine alternierende Obhut über die aus der Ehe 
hervorgegangenen Kinder D._____, geb. tt.mm.2005 und 
E._____, geb. tt.mm.2010 anzuordnen und es seien die Kinder 
vom Gesuchsteller wie folgt zu betreuen: 

 Jede Woche am Mittwochabend, aktuell ab Fussballplatz in 
F._____ bis Donnerstagmorgen (Schulbeginn) sowie jeden Don-
nerstag ab 16.00 Uhr (Schulschluss) bis Freitagmorgen Schulbe-
ginn sowie jedes zweite Wochenende von Freitag (Schulschluss) 
bis Montagmorgen (Schulbeginn); 

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 6. Subeventualiter sei eine alternierende Obhut über die aus der 
Ehe hervorgegangenen Kinder D._____, geb. tt.mm.2005 und 
E._____, geb. tt.mm.2010 anzuordnen und es seien die Kinder 
vom Gesuchsteller wie folgt zu betreuen: 

 Jede Woche am Mittwoch über den Mittag (Schulschluss) sowie 
jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr (Schulschluss) bis Freitagmorgen 
(Schulbeginn) sowie jedes zweite Wochenende von Freitag 
(Schulschluss) bis Montagmorgen (Schulbeginn); 

 Subsubeventualiter seien D._____ und E._____ je eine Woche 
vom Gesuchsteller respektive von der Gesuchsgegnerin zu be-
treuen, wobei die Übergabe der Kinder jeweils am Sonntagabend 
um 18.00 Uhr stattfinden soll; 

 7. Es sei der Gesuchsteller weiter für berechtigt zu erklären, die 
Kinder D._____ und E._____ wie folgt auf eigene Kosten zu sich 
oder mit sich in die Ferien zu nehmen oder deren Betreuung je-
weils von Freitagabend bis Sonntag zu organisieren; 

 Erste Woche der Sportferien (jeweils im Februar) 
 Erste und zweite Woche der Sommerferien (jeweils im Juli) 
 Erste und zweite Woche der Weihnachtsferien 
 8. Es sei die Gesuchsgegnerin für berechtigt zu erklären, die Kinder 

während der Schulferien wie folgt zu betreuen oder deren Betreu-
ung zu organisieren; 

 Zweite Woche der Sportferien (jeweils im Februar) 
 Erste und zweite Woche der Frühlingsferien (April/Mai) 
 Dritte, vierte und fünfte Woche der Sommerferien (Juli/August) 
 Erste und zweite Woche der Herbstferien (Oktober) 
 Es sei weiter festzuhalten, dass die Ferien der Kinder mit der Ge-

suchsgegnerin jeweils von Sonntag ebenfalls bis Sonntag dauern; 
 9. Es sei der Gesuchsteller zudem für berechtigt zu erklären, die 

Kinder D._____ und E._____ an sämtlichen Feier- und Brücken-
tagen gemäss Ferienplan der G._____ Schule Zürich (nach 
Schulschluss) oder dem jeweiligen Ferienplan der Schule, welche 
die Kinder besuchen, nach Schulschluss in der Schule abzuholen 
und sie bis zum Schulbeginn nach den Feier- und Brückentagen, 
insbesondere über Ostern, Pfingsten, 1. Mai, Auffahrt, Sechseläu-
ten, Knabenschiessen, Weiterbildungen der Lehrer, Brückentage 
etc., zu betreuen; 

10. Es sei festzuhalten, dass das Ferienbesuchsrecht des Gesuch-
stellers jeweils gemäss dem Ferienplan der G._____ Schule Zü-
rich nach Schulschluss oder einem anderen allfälligen Ferienplan 
der Schule, die die Kinder besuchen, nach Schulschluss begin-
nen und jeweils am Sonntagabend enden soll und der Gesuch-
steller die Kinder im Kanton Zürich in der Schule in Empfang 

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nimmt und im Kanton Zürich am Wohnort der Gesuchsgegnerin 
übergibt; 

11. Es sei der Gesuchteller berechtigt zu erklären, die beiden Identi-
tätskarten von D._____ und E._____ in seinem Besitz zu haben, 
während die Gesuchsgegnerin die schweizerischen und israeli-
schen Reisepässe in ihrem Besitz haben soll; 

 Es seien die Parteien gegenseitig zu verpflichten, sich die in ih-
rem Besitz befindlichen Reisepässe respektive Identitätskarten 
von D._____ und E._____ bei Bedarf auf erstes Verlangen her-
auszugeben und diese nach Beendigung des Bedarfs wieder an 
den anderen Elternteil zurückzugeben; 

 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass jeweils jeder Elternteil im 
Besitz eines rechtsgültigen Ausweises der Kinder D._____ und 
E._____ sein soll und damit ein Tausch gegen die Identitätskarten 
gegen die schweizerischen Pässe bei Bedarf erfolgen soll; 

 Eventualiter sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem Ge-
suchsteller im Hinblick auf Besuchswochenenden, Feiertage oder 
Ferien auf erstes Verlangen die Identitätskarten oder Reisepässe 
sowie die Krankenkassenkarten herauszugeben und der Gesuch-
steller (sei) zu verpflichten, die ihm überlassenen Dokumente bei 
der Übergabe der Kinder zu retournieren; 

12. Es sei festzustellen, dass die Regelung betreffend Ferien der Re-
gelung betreffend Feiertage sowie die Regelung betreffend Feier-
tage der Regelung betreffend Wochenbetreuung vorgehen; 

13. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Parteien eine 
anderslautende Vereinbarung bezüglich Ferien-, Feiertag- und 
Wochenbetreuung jederzeit vorbehalten; 

14. Es seien die Parteien anzuweisen, gestützt auf Art. 274 Abs. 1 
ZGB alles zu unterlassen, was deren Verhältnis zu den Kindern 
beeinträchtigt oder ihre Aufgabe als erziehende Person er-
schwert; 

15. Es sei die Nutzung der Ferienwohnung in Israel keiner der Partei-
en zu gewähren und es sei die Wohnung ab sofort zum bestmög-
lichen Mietzins zu vermieten oder die Wohnung gemeinsam frei-
händig zu verkaufen und der Nettoverkaufserlös auf ein gemein-
sames Sperrkonto zu überweisen; 

 Es sei der Antrag der Gesuchgegnerin auf Nutzung der Wohnung 
in Israel generell und insbesondere während 25 Wochen pro Jahr, 
unter Übernahme sämtlicher Wohn- und Wohnnebenkosten durch 
den Gesuchsteller, vollumfänglich abzuweisen, eventualiter sei 
die Gesuchgegnerin berechtigt zu erklären, die Wohnung in den 
Sommerschulferien 3 Wochen zu nutzen, subeventualiter 7 Wo-
chen pro Jahr mit den Kindern während der Schulferien; 

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 Es sei die Gesuchgegnerin zu verpflichten, dem Gesuchsteller 
unverzüglich einen Wohnungsschlüssel für die Wohnung in 
H._____ [Ort in Israel] auszuhändigen; 

16. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchgegnerin ab 
dem 1. September 2017 bis zum 30. Juni 2018, eventualiter für 
die Dauer des Getrenntlebens folgenden Unterhaltsbeiträge von 
insgesamt CHF 5'472.00, inkl. Kinderzulagen, zu bezahlen: 

 Für D._____ CHF 1'006.00, inkl. Kinderzulagen 
 Für E._____ CHF 886.00, inkl. Kinderzulagen 
 Betreuungsunterhalt 

für D._____ und E._____ CHF 3'580.00 
17. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchgegnerin ab 

dem 1. Juli 2018 oder ab dem Zeitpunkt der Anrechnung eines 
hypothetischen Erwerbseinkommens von CHF 4'500.00 pro Mo-
nat für die Dauer des Getrenntlebens Unterhaltsbeiträge von ins-
gesamt CHF 3'275.00, inkl. Kinderzulagen, wie folgt zu bezahlen: 

 Für D._____ CHF 1'206.00, inkl. Kinderzulagen 
 Für E._____ CHF 1'086.00, inkl. Kinderzulagen 
 Für die Gesuchgegnerin CHF 989.00 als Ehegattenunter-

haltsbeitrag 
18. Es seien allfällige Nettoeinnahmen aus der Vermietung der Woh-

nung in Israel, nach Abzug von mutmasslichen Kosten von 
CHF 1'500.00 pro Monat, einschliesslich Steuern, den Parteien je 
zur Hälfte als Einkommen anzurechnen; 

19. Es seien die Parteien gemeinsam zu verpflichten, die Kosten der 
Wohnung in Israel bis zur Vermietung oder zum Verkauf je zur 
Hälfte zu bezahlen; 

 Eventualiter gewährt der Gesuchsteller der Gesuchgegnerin für 
ihren bevorschussten Kostenanteil ein verzinsliches und kündba-
res Darlehen; 

20. Es sei die Gütertrennung per Eingang des Eheschutzbegehrens 
am Gericht anzuordnen; 

22. Es sei der Antrag auf Zusprechung eines ersten Prozesskosten-
vorschusses von CHF 15'000.00 abzuweisen, eventualiter sei er 
zu verpflichten, einmalig CHF 5'000.00 zu bezahlen; 

23. Es sei festzustellen, dass der Gesuchsteller seit der Aufnahme 
des Getrenntlebens am 1. Oktober 2016 bis zum 1. Januar 2018 
Unterhaltszahlungen an die Gesuchgegnerin und die Kinder im 
Betrag von CHF 360'600.00 (inkl. Direktzahlungen des Gesuch-
stellers sowie seiner Mutter) geleistet hat und damit sämtliche Un-
terhaltsansprüche der Gesuchgegnerin und der Kinder mit den 
bereits geleisteten Zahlungen abgegolten sind; 

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24. Es sei dem Gesuchsteller für die Dauer des Getrenntlebens das 
Fahrzeug der Marke Porsche sowie der Gesuchgegnerin das 
Fahrzeug der Marke Audi Q7 zur alleinigen Nutzung zuzuweisen; 

25. Es sei das Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin vollumfänglich 
abzuweisen; 

26. Es seien sämtliche Anträge der Gesuchgegnerin abzuweisen, 
soweit sie mit den Anträgen des Gesuchstellers nicht überein-
stimmen; 

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) 
zulasten der Gesuchgegnerin." 

 
Rechtsbegehren der Gesuchsgegnerin: 

(Urk. 32 S. 1 bis 3) 
"1. Den Parteien sei die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 

für unbestimmte Zeit zu bewilligen und es sei davon Vormerk zu 
nehmen, dass sie bereits seit dem 1. Oktober 2016 getrennt le-
ben; 

 2. Die beiden Kinder D._____, geboren tt.mm.2005, und E._____, 
geboren tt.mm.2010, seien unter die Obhut der Gesuchsgegnerin 
zu stellen; 

 3. Der Gesuchsteller sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 
die beiden Söhne wie folgt zu betreuen: 

 Jedes zweite Wochenende von Freitagabend, 19.00 Uhr, bis 
Sonntagabend, 19.00 Uhr, sowie zusätzlich einen Abend mit 
Übernachtung unter der Woche; 

 Weiterhin sei der Gesuchsteller für berechtigt und verpflichtet zu 
erklären, die Kinder insgesamt 3 Wochen pro Jahr auf eigene 
Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen. Die Feri-
enwünsche des Gesuchstellers seien 3 Monate im Voraus mit der 
Gesuchsgegnerin abzusprechen; 

 4. Die ehemals eheliche Wohnung an der C._____-Strasse … in … 
Zürich sei für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchsgegnerin 
und den beiden Kindern zur alleinigen Benutzung zuzuteilen; 

 5. Die 4½-Zimmer-Wohnung der Parteien in H._____, … [Adresse], 
sei der Gesuchsgegnerin für insgesamt 25 Wochen pro Jahr nach 
Wahl zur alleinigen Benutzung zuzuteilen. Der Gesuchsteller sei 
zu verpflichten, sämtliche im Zusammenhang mit dieser Wohnung 
stehenden Kosten zu übernehmen; 

 6. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an 
den Unterhalt der beiden Kinder jeweils einen monatlichen, im 
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbaren Unterhalts-
beitrag von je CHF 2'750.- (zuzüglich Kinderzulagen) pro Kind als 

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Barunterhalt zu bezahlen, zahlbar rückwirkend ab 1. Oktober 
2016. 

 Des Weiteren sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchs-
gegnerin für den Sohn E._____ einen monatlichen Betreuungsun-
terhalt von CHF 6'000.– zu bezahlen, zahlbar im Voraus auf den 
Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 1. Oktober 2016. 

 Sodann sei der Gesuchsteller zu verpflichten, sämtliche Fixkosten 
der Kinder, namentlich – aber nicht nur – die Kosten der G._____ 
Schule (Schulgebühr, Nachhilfeunterricht, Förderunterricht, Kla-
vierunterricht etc.), Transportkosten, Kosten der Jüdischen Schu-
le, sämtliche Kosten für Sportaktivitäten (Tennis, Schwimmen, 
Karate, etc.), Krankenkassenprämien und sämtliche Arztrechnun-
gen sowie Selbstbehalte und Franchisen direkt an die Gläubiger 
zu bezahlen.  

 Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, die für die Kinder erbrach-
ten Direktzahlungen an die Gläubiger nicht als Unterhaltsbeiträge 
an die Gesuchsgegnerin in seiner Steuererklärung in Abzug zu 
bringen.  

 Eventualantrag: Sollte der Gesuchsteller nicht verpflichtet wer-
den, diese Direktzahlungen für die Kinder an die Gläubiger vorzu-
nehmen, sei er zusätzlich zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin 
für D._____ einen zusätzlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 3'750.– und für E._____ einen solchen von CHF 4'050.– zu 
leisten; 

 7.  Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin per-
sönlich einen monatlichen, im Voraus auf den Ersten eines jeden 
Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 20'000.– zu bezah-
len, zahlbar rückwirkend ab 1. Oktober 2016; 

  Eventualantrag: Sollte der Betreuungsunterhalt tiefer als 
CHF 6'000 ausfallen, so sei der Differenzbetrag als persönlicher 
Unterhaltsbeitrag an die Gesuchsgegnerin zusätzlich zu Abs. 1 
hiervor zu bezahlen.  

 Eventualantrag: Sollte der Gesuchsteller nicht verpflichtet wer-
den, die unter Ziff. 6. genannten Direktzahlungen für die Kinder zu 
erbringen und sollte er nicht verpflichtet werden, diese Zahlungen 
in seiner Steuererklärung nicht in Abzug zu bringen, so sei der 
persönliche Unterhalt der Gesuchsgegnerin gemäss Abs. 1 hier-
vor auf CHF 25'000.– festzusetzen; 

 8. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, die Urkunden gemäss Aus-
kunfts- und Editionsbegehren vom 9. Juni 2017 zu edieren, sofern 
er dem Auskunfts- und Editionsbegehren im Rahmen seiner Ein-
gabe vom 14. August 2017 noch nicht nachgekommen ist, insbe-
sondere 

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 - detaillierte Auszüge aller Bankkonten sowie Depots im In- und 
Ausland für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 
2017 sowie  

 - detaillierte Auszüge sämtlicher auf ihn lautenden Kreditkarten 
für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2017 sowie 

 - Steuererklärungen der Mutter des Gesuchstellers für die Jah-
re 2012 bis 2016 und detaillierte Kontoauszüge sämtlicher auf 
den Namen der Mutter des Gesuchstellers lautenden Bank-
konten bei der I._____ in der Schweiz und bei der Bank 
J._____ in H._____ für den Zeitraum 1. Januar 2012 bis 
30. Juni 2017. 

 Im Säumnisfall seien gestützt auf Art. 170 Abs. 2 ZGB die in der 
Eingabe vom 9. Juni 2017 genannten Kreditkarteninstitute und 
Banken zur Edition der erwähnten Urkunden zu verpflichten.  

 9. Der Gesuchsteller sei – im Sinne vorsorglicher Massnahmen – zu 
verpflichten, der Gesuchsgegnerin einen Prozesskostenbeitrag 
von CHF 15'000.- zu leisten; 

10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) 
zulasten des Gesuchstellers." 

 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung, vom 4. Juli 2018: 
(Urk. 62) 

1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2016 getrennt 

leben.  

2. Die Obhut über die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2005, und E._____, 

geboren tt.mm.2010, wird der Gesuchsgegnerin zugeteilt. 

3. Der Gesuchsteller wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, die Betreu-

ungsverantwortung für die beiden Kinder auf eigene Kosten wie folgt zu 

übernehmen: 

- an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend, ab Schul-
schluss, bis Montag, Schulbeginn; 

- an jedem Donnerstagabend, ab Schulschluss, bis Freitagmorgen, Schul-
beginn. 

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Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf Ostern, so beginnt 

seine Betreuungsverantwortung bereits ab Gründonnerstag, Schulschluss, 

und verlängert sich bis Dienstag nach Ostern, Schulbeginn. 

Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf Pfingsten, so ver-

längert sich seine Betreuungsverantwortung bis Dienstag nach Pfingsten, 

Schulbeginn.  

Der Gesuchsteller wird zusätzlich für berechtigt und verpflichtet erklärt, die 

Betreuungsverantwortung für die Kinder für die Dauer von fünf Wochen Fe-

rien pro Jahr wie folgt zu übernehmen:  

- jeweils die ersten beiden Wochen der Sommerferien,  
- die erste Woche der Sportferien,  
- die erste Woche der Herbstferien,  
- alternierend in Jahren mit gerader Jahreszahl die erste Woche der Ferien 

über Weihnachten/Neujahr und in Jahren mit ungerader Jahreszahl die 
zweite Woche der Ferien über Weihnachten/Neujahr.  
Die Ferienwochen dauern jeweils von Samstagmittag bis zum nächsten 
Samstagabend bzw. in den Sommerferien bis Samstagabend in zwei Wo-
chen. Das erste Wochenende nach den Sport-, Sommer- und Herbstferi-
en ist das Betreuungswochenende des Gesuchstellers, womit die alternie-
rende Wochenendregelung wieder beginnt.  
Nach den Ferien über Weihnachten und Neujahr verbringen die Kinder 
das erste Wochenende nach diesen Ferien bei demjenigen Elternteil, der 
in der ersten Woche dieser Ferien die Betreuungsverantwortung hatte.  

4. Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, die beiden Identitätskarten von 

D._____ und E._____ in seinem Besitz zu haben; die Gesuchsgegnerin wird 

für berechtigt erklärt, die schweizerischen und israelischen Reisepässe von 

D._____ und E._____ in ihrem Besitz zu haben. 

Die Parteien werden verpflichtet, sich die in ihrem Besitz befindlichen Aus-

weise der Kinder bei Bedarf (Vorlage von Reiseunterlagen für eine Reise, für 

die das im eigenen Besitz befindliche Ausweispapier nicht ausreicht) auf ers-

tes Verlangen der anderen Partei – gegen Übergabe der sich im Besitz der 

die Herausgabe verlangenden Partei befindlichen Ausweise der Kinder – 

auszuhändigen und nach Beendigung des Bedarfs sofort wieder an den an-

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deren Elternteil – gegen Übergabe der Ausweise zur Herstellung der in 

Abs. 1 dieser Ziffer erkannten Besitzverhältnisse – zurückzugeben.  

5. Der Antrag Ziffer 14 des Gesuchstellers in seinem eingangs genannten 

Rechtsbegehren wird abgewiesen.  

6. Die vormals eheliche Wohnung an der C._____-Strasse … in … Zürich wird 

für die weitere Dauer des Getrenntlebens der Gesuchsgegnerin und den 

Kindern unbefristet zur Benützung zugeteilt. 

7. Der Eventualantrag des Gesuchstellers, er sei aus der solidarischen Haftung 

für den Mietvertrag zu entlassen, wird abgewiesen.  

8. Der Eventualantrag des Gesuchstellers, der Mietvertrag für die Wohnung an 

der C._____-Strasse … in … Zürich sei mit allen Rechten und Pflichten auf 

die Gesuchsgegnerin zu übertragen, wird abgewiesen.  

9. Der Hausrat und das Mobiliar in der Wohnung an der C._____-Strasse … in 

… Zürich wird für die weitere Dauer des Getrenntlebens der Gesuchsgegne-

rin und den Kindern zur Benützung zugeteilt, mit Ausnahme der folgenden 

Gegenstände:  

- zwei Bronzestatuen 
- Pingpongtisch 
- Fussballkasten 
- Fernseher für Spielkonsolen 
- Vasen 
- Geschirr, sofern von der Gesuchsgegnerin und den Kindern nicht benötigt 
- der grosse Grill 
- das Sofa. 

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller diese Gegen-

stände auf erstes Verlangen herauszugeben.  

10. Auf die Anträge in Ziffer 3 Abs. 2 und 3 des eingangs genannten Rechtsbe-

gehren des Gesuchstellers wird nicht eingetreten.  

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11. Von der Einigung der Parteien, wonach der Gesuchsteller während der 

Dauer des Getrenntlebens das Fahrzeug der Marke Porsche benutzt und die 

Gesuchsgegnerin das Fahrzeug der Marke Audi Q7 wird Vormerk genom-

men.  

12. Die Anträge der Parteien zur Ferienwohnung in H._____ werden abgewie-

sen.  

13. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, die folgenden Fixkosten für die Kinder 

wie bisher direkt an die Gläubiger zu bezahlen:  

- sämtliche Kosten der Privatschule G._____ (inkl. jährlicher Elternbeitrag, 
Förderunterricht für E._____, Einschreibegebühr, Lager etc.); 

- sämtliche übrigen mit der Schulbildung der Kinder im Zusammenhang 
stehenden Kosten wie Nachhilfeunterricht, Schulmaterial, etc.; 

- Auslagen für K._____; 
- Krankenkassenprämien KVG und VVG für D._____ und E._____; 
- sämtliche Gesundheitskosten für D._____ und E._____; 
- Handykosten für D._____ und E._____; 
- ZVV-Jahresabo für D._____ und sobald nötig auch für E._____; 
- sämtliche Kosten für die aktuellen Hobbys von D._____ und E._____; für 

höhere Kosten der Hobbys der Kinder hat der Gesuchsteller nur dann 
aufzukommen, wenn er ausdrücklich sein Einverständnis dazu erklärt hat.  

Der Gesuchsteller wird verpflichtet, sämtliche direkt an die Gläubiger bezahl-

ten Kinderkosten in seiner Steuererklärung nicht als Kinderunterhaltsbeiträ-

ge an die Gesuchsgegnerin in Abzug zu bringen.  

14. Der Gesuchsteller wird zusätzlich verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die 

beiden Kinder die folgenden Unterhaltsbeiträge (inkl. Kinderzulagen) zu be-

zahlen: 

- CHF 3'000.-  pro Monat für D._____  
- CHF 8'800.-  pro Monat für E._____  
  (davon CHF 6'000.- als Betreuungsunterhalt). 

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Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Gesuchsgegnerin und zwar 

monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 

1. Oktober 2016.  

15. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich 

Unterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 20'000.- pro Monat zu bezahlen, 

zahlbar monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, rückwir-

kend ab 1. Oktober 2016. 

16. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchsgegnerin die folgen-

den, durch den Gesuchsteller für die Zeit ab 1. Oktober 2016 bis und mit Ja-

nuar 2018 bereits geleisteten Unterhaltszahlungen anerkennt:  

- Krankenkassenprämien für die Gesuchsgegnerin und die Kinder 
- Mietzins der ehelichen Wohnung 
- ZVV-Abo für D._____ 
- Motorfahrzeugversicherung und Strassenverkehrsabgaben für das Fahr-

zeug der Gesuchsgegnerin 
- die Rechnungen für die koschere Metzgerei 
- monatlich CHF 5'000.– an die Gesuchsgegnerin (ab 1. Oktober 2016 bis 

und mit März 2017) 
- monatlich CHF 2'000.- an die Gesuchsgegnerin (ab April 2017).  

Im Übrigen wird der Antrag Ziffer 23 im eingangs genannten Rechtsbegeh-

ren des Gesuchstellers unter Hinweis auf die Erwägungen unter Zif-

fer II.E.5.3 abgewiesen.  

17. Der Antrag des Gesuchstellers auf Anordnung der Gütertrennung ab 

Rechtshängigkeit des Eheschutzgesuchs wird abgewiesen.  

18. Die Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin gemäss ihrem Antrag Ziffer 8 ih-

res eingangs genannten Rechtsbegehrens sowie gemäss ihrer Eingabe vom 

3. Juli 2018 werden abgewiesen.  

19. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin einen Prozesskos-

tenbeitrag in der Höhe von CHF 20'000.– zu bezahlen.  

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20. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 8'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 190.00   Dolmetscherkosten 

Fr. 8'190.00   Total 
 

21. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

22. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

23. (Mitteilung) 

24. (Berufung) 

Berufungsanträge: 

des Berufungsklägers (Urk. 61 S. 2 bis 4): 
 

"1. Es sei die Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es seien 
die Kinder D._____, geb. tt.mm.2005, und E._____, geb. 
tt.mm.2010, unter die alternierende Obhut beider Eltern zu stel-
len, wobei sie ihren Wohnsitz bei der Berufungsbeklagten haben 
sollen; 

 2. Es sei die Ziff. 3 Abs. 1 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und wie 
folgt abzuändern: 
Alternierend in den Wochen mit gerader Wochenzahl jeweils am Mitt-
wochabend bis Freitagmorgen (Schulbeginn) sowie in den Wochen mit 
ungerader Wochenzahl jeweils vom Mittwochabend bis Montagmorgen 
(Schulbeginn) respektive während der Schulferien oder sonstigen 
schulfreien Tagen in den Wochen mit gerader Wochenzahl bis Freitag-
abend und in den Wochen mit ungerader Wochenzahl bis Montag-
abend 
Eventualiter in den Wochen mit gerader Wochenzahl jeweils von Sonn-
tagabend, 18.00 Uhr bis am darauffolgenden Sonntag, 18.00 Uhr 

 3. Es sei die Ziff. 3 Abs. 4 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und wie 
folgt abzuändern: 
Es sei der Berufungskläger für berechtigt zu erklären und zu verpflich-
ten, die Betreuungsverantwortung der Kinder für die Dauer von fünf 
Wochen Ferien pro Jahr wie folgt zu übernehmen: 

- 14 - 

- jeweils die ersten beiden Wochen der Sommerschulferien 
- die erste Woche der Sportferien 
- zwei Wochen der Weihnachtsferien, eventualiter 
- alternierend in den Jahren mit ungerader Jahreszahl zwei Wo-

chen in den Herbst- respektive in den Jahren mit gerader Jahres-
zahl in den Weihnachtsferien 

Es sei der Berufungskläger darüber hinaus für berechtigt zu erklären 
und zu verpflichten, D._____ und E._____ in den Jahren mit gerader 
Jahreszahl über die Oster- und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl 
über die Pfingstfeiertage zu betreuen, jeweils bis Dienstagmorgen 
Schulbeginn, sowie über das Auffahrtswochenende, jeweils von Mitt-
wochabend (nach Schulschluss) bis Montagmorgen (Schulbeginn); 
Es sei der Berufungskläger berechtigt zu erklären, an der Bar ... von 
D._____ am tt.mm.2018 in Zürich teilzunehmen;  

 4. Es sei die Ziff. 3 Abs. 5, Satz 1 des Urteils des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 4. Juli 2018 (Geschäft Nr. EE170107) aufzuheben 
und wie folgt abzuändern: 
Es sei der Berufungskläger für berechtigt zu erklären, das Ferienbe-
suchsrecht jeweils ab Freitagabend (Schulschluss) bis am Samstag-
abend auszuüben; 
Es sei die Berufungsbeklagte für berechtigt zu erklären, jeweils den 
Donnerstagabend vor der Ausübung des Ferienbesuchsrechts des Be-
rufungsklägers mit den Kindern zu verbringen; 

 5. Es sei die Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei der 
Berufungsbeklagten und den Kindern die vormals eheliche Woh-
nung an der C._____-Strasse … in … Zürich befristet, mithin 
längstens drei Monate, seit dem Eintreffen des Berufungsent-
scheides, zur Benützung zuzuteilen; 

 6. Es sei die Ziff. 13 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei 
davon Vormerk zu nehmen, dass die Mutter des Berufungsklä-
gers, Frau L._____, seit dem 1. September 2017 die Kosten für 
die Privatschule beider Kinder sowie sämtliche übrigen mit der 
Schulbildung der Kinder im Zusammenhang stehende Kosten 
sowie sämtliche Spesen für die Hobbys der Kinder und Auslagen 
für K._____ auf Zusehen hin bezahlt hat;  

 7. Es sei die Ziff. 14 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei der 
Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten ab dem 
1. September 2017 für die beiden Kinder Unterhaltsbeiträge (inkl. 
Kinderzulagen) von insgesamt CHF 5'475.00 wie folgt zu bezah-
len; 

- 15 - 

CHF 1'010.00 für D._____ (gerundet) 
CHF 4'465.00 für E._____ (gerundet, davon CHF 3'580.00 als Be-
treuungsunterhalt) 

 8. Es sie die Ziff. 15 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei der 
Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten einen 
persönlichen Unterhalt in der Höhe von CHF 1'325.00 zu bezah-
len ab dem 1. September 2017; 

 9. Es sei die Ziff. 16 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass der Berufungskläger seit dem 1. Oktober 2016 
für die laufenden Lebenshaltungskosten der Berufungsbeklagten 
und der Kinder, insbesondere für die Miete der ehelichen Woh-
nung, die Krankenkassenprämien, die Selbstbehalte und Franchi-
sen, das ZVV Abonnent für D._____, die Motorfahrzeugversiche-
rung und Strassenverkehrsabgaben, die Rechnungen für die ko-
schere Metzgerei, sowie einen monatlichen Betrag von 
CHF 5'000.00 (vom 1. Oktober 2016 bis mit März 2017) sowie 
danach von CHF 2'000.00 sowie weitere Kosten in der Höhe von 
insgesamt CHF 393'554.80 als Akontozahlung an den Unterhalt 
bezahlt hat; 

10. Es sei die Ziff. 19 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) aufzuheben und es sei der 
Antrag der Berufungsbeklagten auf die Zusprechung eines Pro-
zesskostenbeitrages für das erstinstanzliche Verfahren abzuwei-
sen soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann; 

11. Eventualiter sei die Ziff. 2, 3, 6, 13, 14, 15, 16 und 19 des Urteils 
des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Juli 2018 (Geschäfts 
Nr. EE170107) aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vor-
instanz zurückzuweisen, verbunden mit der Auflage, eine Zeu-
genbefragung von Frau L._____, eine aktuelle Kinderanhörung 
sowie eine aktuelle Parteibefragung durchzuführen sowie den Be-
rufungskläger aufzufordern, weitere Unterlagen über seine finan-
ziellen Verhältnisse, mithin detaillierte Auszüge der Kreditkarten-
abrechnungen, zu den Akten zu reichen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulas-
ten der Berufungsbeklagten." 
prozessuale Anträge: 
"1. Es sei den Ziffer. 13, 14 und 15 des Urteils des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 4. Juli 2018 (Geschäfts Nr. EE170107) superproviso-
risch die aufschiebende Wirkung gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO 
wieder zu erteilen; 

 2. Es sei die Mutter des Berufungsklägers, Frau L._____, als Zeugin 
zu befragen;  

- 16 - 

 3. Es sei eine zweite Kinderanhörung von D._____ und E._____ 
durchzuführen; 

 4. Es sei eine Parteibefragung des Berufungsklägers durchzuführen; 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulas-
ten der Berufungsbeklagten." 

 
 
der Berufungsbeklagten (Urk. 73 S. 1 bis 3) 
 

"1. Die Berufung des Berufungsklägers sei vollumfänglich abzuwei-
sen, inkl. der prozessualen Anträge 2. – 4.; 

 2. Der Berufungskläger sei zu verpflichten, über sämtliche seiner im 
In- und Ausland vorhandenen Vermögenswerte vollständig Aus-
kunft zu erteilen, namentlich durch Edition von 
- detaillierten Auszügen aller Post- und Bankkonten sowie Depots 

im In- und Ausland, unabhängig davon, ob solche auf seinen Na-
men lauten oder auf jenen von Dritten (an denen er aber wirt-
schaftlich berechtigt ist), insbesondere – aber nicht nur – zu fol-
genden Konten 
Bei der M._____: 
Kontonummer 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
 10 
 11 
 12 
alles für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 – 31. Juli 2018. 

- detaillierte Auszüge sämtlicher auf den Berufungskläger lauten-
den Kreditkarten, insbesondere – aber nicht nur: 
Mastercard 13 
Mastercard 14 
Mastercard 15 
Visakarte 16 
American Express, die letzten 4 Ziffern lauten: … 
aller weiteren Kreditkarten, welche er nach Auflösung des ge-
meinsamen Haushaltes neu erhalten hat. 
alles für den Zeitraum 1. Januar 2015 – 31. Juli 2018 

- 17 - 

- Kontoblatt "Kontokorrent" des Gesuchstellers bei der N._____ AG 
für die Jahre 2015 – 2018 

 3. Der Antrag des Berufungsklägers auf Erlass vorsorglicher  
Massnahmen sei abzuweisen und es sei davon Vormerk zu 
nehmen, dass die Berufungsbeklagte damit einverstanden ist, 
dass er an der Bar … von D._____ am Samstag tt.mm.2018 in 
Jerusalem teilnimmt; 

 4. Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten 
einen Prozesskostenbeitrag für das zweitinstanzliche Verfahren 
von CHF 10'000.– zu bezahlen; 
Eventualiter sei der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Prozessfüh-
rung zu bewilligen und in der Person der Schreibenden eine unentgelt-
liche Rechtsvertreterin zu bestellen. 

 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) 
zu Lasten des Berufungsklägers. Sollten der Berufungsbeklagten 
Prozesskosten auferlegt werden, so sei in der nämlichen Höhe 
ein zusätzlicher Prozesskostenbeitrag durch den Berufungskläger 
an sie zu leisten." 

 
 

Erwägungen: 

I. 

 1. Die Parteien sind verheiratet und Eltern der Söhne D._____, geboren 

am tt.mm.2005, und E._____, geboren am tt.mm.2010. Mit Eingabe vom 28. März 

2017 gelangte der Gesuchsteller und Berufungskläger (fortan: Gesuchsteller) an 

das Bezirksgericht Zürich (Urk. 1) und stellte in der Folge die eingangs wiederge-

gebenen Rechtsbegehren. Betreffend den Verlauf des erstinstanzlichen Verfah-

rens kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 8 bis 

11). Die Vorinstanz fällte am 4. Juli 2018 den eingangs wiedergegebenen Ent-

scheid (Urk. 62). 

 2. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 

19. Juli 2018 Berufung mit den eingangs erwähnten Anträgen (Urk. 61). In der 

Folge leistete der Gesuchsteller den von ihm verlangten Kostenvorschuss recht-

zeitig (vgl. Urk. 66 Dispositiv-Ziffer 1), und es wurde über zwei Gesuche um Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung betreffend Unterhaltsleistungen und einen Pro-

- 18 - 

zesskostenbeitrag entschieden (Urk. 66 Dispositiv-Ziffer 2, Urk. 67, Urk. 68 Dis-

positiv-Ziffer 1, Urk. 69, Urk. 72, Urk. 79, Urk. 82 Dispositiv-Ziffer 1). Zudem er-

stattete die Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte (fortan: Gesuchsgegnerin) 

auf entsprechende Fristansetzung hin (Urk. 68 Dispositiv-Ziffern 2 und 3) am 

23. August 2018 die Berufungsantwort und nahm zum Gesuch um Erlass vorsorg-

licher Massnahmen Stellung (Urk. 73). Weiter erfolgte auf Seiten des Gesuchstel-

lers ein Wechsel seiner Rechtsvertretung (Urk. 76 bis Urk. 78). Mit Verfügung 

vom 5. September 2018 wurde dem Gesuchsteller Frist angesetzt, um zu den 

Noven in der Berufungsantwortschrift Stellung zu nehmen (Urk. 82 Dispositiv-

Ziffer 2). Der Gesuchsteller erstattete die Stellungnahme am 17. September 2018 

(Urk. 83 bis Urk. 86/2-7). Mit Beschluss vom 4. Oktober 2018 wurde das Mass-

nahmenbegehren des Gesuchstellers vom 19. Juli 2018 betreffend seine Teil-

nahme an der Bar-... des Sohnes D._____ in Zürich als gegenstandslos gewor-

den abgeschrieben, und es wurde vom Einverständnis der Gesuchsgegnerin 

Vormerk genommen, dass der Gesuchsteller an der Bar-... von D._____ am 

Samstag, tt.mm.2018, in Jerusalem teilnehmen wird (Urk. 87 Dispositiv-Ziffer 1). 

Im Einverständnis mit den Parteien (Urk. 86A) wurden diese auf den 

16. November 2018 zu Vergleichsgesprächen vorgeladen (Urk. 88 und 

Urk. 89/1+2), welche zu keiner Einigung führten (Prot. S. 11). In der Folge führten 

die Parteien bis am 30. November 2018 aussergerichtliche Vergleichsgespräche, 

die ebenfalls ergebnislos blieben (Urk. 89A). Unter dem 10. Dezember 2018 

(Poststempel: 11. Dezember 2018) erstattete der Gesuchsteller eine Novenein-

gabe (Urk. 90 bis 92/1-93). Mit Verfügung vom 13. Dezember 2018 wurde diese 

Noveneingabe der Gesuchsgegnerin zugestellt (Urk. 93 Dispositiv-Ziffer 1) und ihr 

wurde eine nicht erstreckbare Frist bis 10. Januar 2019 angesetzt, um zur Stel-

lungnahme des Gesuchstellers vom 17. September 2018 sowie zu dessen No-

veneingabe vom 10. Dezember 2018 Stellung zu nehmen (Dispositiv-Ziffer 2). Die 

Stellungnahme der Gesuchsgegnerin erfolgte am 10. Januar 2019 (Urk. 94 bis 

Urk. 96/1-3). Mit Verfügung vom 16. Januar 2019 wurde das Doppel der Stellung-

nahme der Gesuchsgegnerin vom 10. Januar 2019 der Gegenpartei zur Kennt-

nisnahme zugestellt (Urk. 98 Dispositiv-Ziffer 1). Zudem wurde dem Gesuchsteller 

eine nicht erstreckbare Frist von 10 Tagen angesetzt, um sich dazu zu äussern, 

- 19 - 

ob und falls ja wann er eine Scheidungsklage angehoben habe und wie die 

Rechtsbegehren inklusive allfälliger Massnahmenbegehren lauten (Dispositiv-

Ziffer 2). Am 16. Januar 2019 ging eine weitere Eingabe der Gesuchsgegnerin ein 

(Urk. 97). Diese wurde dem Gesuchsteller zur Kenntnisnahme zugestellt 

(Urk. 99). Mit Eingabe vom 24. Januar 2019 erstattete der Gesuchsteller seine 

Stellungnahme gemäss Verfügung vom 16. Januar 2019 sowie zu den Noven 

(Urk. 100 bis Urk. 102/1-5). Unter dem 29. Januar 2019 erfolgte eine weitere Ein-

gabe des Gesuchstellers (Urk. 103 f.). Beide Eingaben wurden der Gesuchsgeg-

nerin am 11. Februar 2019 zur Kenntnisnahme zugstellt (Urk. 105). Mit Eingabe 

vom 21. Februar 2019 nahm die Gesuchsgegnerin ihr Replikrecht in Anspruch 

(Urk. 107). Die Eingabe wurde dem Gesuchsteller am 26. Februar 2019 zur 

Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 108). Mit Eingabe vom 25. März 2019 stellte der 

Gesuchsteller erneut ein Gesuch um aufschiebende Wirkung in Bezug auf die Zif-

fern 14 und 15 des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 110 bis Urk. 112/1-4). Mit Verfü-

gung vom 28. März 2019 wurde der Gesuchsgegnerin Frist angesetzt, um sich 

zum Antrag um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu äussern (Urk. 113). Mit 

Verfügung vom 10. April 2019 wurde die Frist zur Stellungnahme der Gesuchs-

gegnerin auf ein Fristerstreckungsgesuch vom 9. April 2019 hin (Urk. 114) letzt-

mals erstreckt bis 25. April 2019 (Urk. 115). Nach Eingang der Stellungnahme der 

Gesuchsgegnerin vom 25. April 2019 (Urk. 116) wurde das Gesuch um rückwir-

kende Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab August 2018 hinsichtlich Disposi-

tiv-Ziffern 14 und 15 des angefochtenen Urteils vom 4. Juli 2018 abgewiesen, so-

weit darauf eingetreten wurde (Urk. 117 Dispositiv-Ziffer 1). Die Parteien wurden 

zudem darauf hingewiesen, dass das vorliegende Verfahren in die Phase der Ur-

teilsberatung übergeht (Dispositiv-Ziffer 2). Das Verfahren erweist sich als spruch-

reif. 

II. 

 Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheides im 

Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Dispositiv-Ziffern 1, 4, 5, 7 bis 12, 

17, 18 sowie 20 bis 22 des vorinstanzlichen Urteils blieben unangefochten. In die-

- 20 - 

sem Umfang ist das vorinstanzliche Urteil am 20. Juli 2018 in Rechtskraft erwach-

sen (vgl. Urk. 60/1+2). Dies ist vorzumerken. 

III. 

 1. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen lediglich beschränkt zu-

lässig. Zulässig sind neue Tatsachenvorbringen und Beweismittel nur dann, wenn 

sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 

konnten (und ohne Verzug vorgebracht werden; Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies gilt 

nicht für Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, 

wie das vorliegende Verfahren zu den Kinderbelangen. Hier können die Parteien 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Noven vorbringen, selbst wenn die 

Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 

E. 4.2.1). 

 2. Obhut und Besuchsrecht 

 2.1. Die Vorinstanz unterstellte die beiden Söhne der Obhut der Gesuchs-

gegnerin (Urk. 62 Dispositiv-Ziffer 2) und erklärte den Gesuchsteller für berechtigt 

und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für die beiden Kinder – neben einer 

Ferien- und Feiertagsbetreuungsregelung – an jedem zweiten Wochenende je-

weils ab Freitagabend, ab Schulschluss, bis Montag, Schulbeginn, sowie an je-

dem Donnerstagabend, ab Schulschluss, bis Freitagmorgen, Schulbeginn, auf ei-

gene Kosten zu übernehmen (Dispositiv-Ziffer 3). 

 2.2. Der Gesuchsteller beantragte mit seiner Berufung, es seien die beiden 

Söhne unter die alternierende Obhut beider Eltern zu stellen und forderte die ein-

gangs erwähnte Betreuungsverantwortung (Urk. 61 S. 2 f. und S. 7 ff.). In seiner 

Stellungnahme vom 17. September 2018 zur Berufungsantwort erklärte der Ge-

suchsteller dann, damit insbesondere das Leiden der beiden Kinder, zu denen er 

stets eine sehr gute Beziehung gepflegt habe, ein Ende finde, habe er sich dazu 

entschlossen, seine Berufungsanträge in Bezug auf die Obhut sowie den persön-

lichen Verkehr faktisch zurückzuziehen (Hervorhebung durch das Gericht). Das 

Berufungsverfahren beziehe sich nunmehr ausschliesslich auf die von der Vor-

- 21 - 

instanz festgelegten Unterhaltsbeiträge (Urk. 83 S. 3). Der Gesuchsteller erklärte 

sich in der Stellungnahme zur Berufungsantwort damit einverstanden, dass die 

Obhut der Gesuchsgegnerin zugeteilt wird. Er wäre mit einer dahingehenden Be-

treuung, dass er die Kinder alle zwei Wochen von Donnerstag nach Schulschluss 

bis Montag, Schulbeginn, betreut, einverstanden. Dieses Zugeständnis erfolge 

aber unter der Bedingung, dass die Kinder ihn jederzeit sehen könnten, wenn sie 

dies wünschten und ein weitergehender Kontakt von der Gesuchsgegnerin nicht 

vereitelt werde (Hervorhebung durch das Gericht). Auch erklärte sich der Ge-

suchsteller mit der Ferien-, Brücken- und Feiertagsregelung gemäss vor-

instanzlichem Entscheid einverstanden (Urk. 83 S. 6). 

 2.3. Bedingte Rechtsbegehren sind grundsätzlich unzulässig. Rechtsbegeh-

ren sowie deren Begründung sind jedoch nach Treu und Glauben auszulegen 

(Pahud, DIKE-Komm-ZPO, Art. 221 N 6 bis 8; BK ZPO II-Killias, Art. 221 N 16). 

Die Stellungnahme vom 17. September 2018 enthält keine formellen Rechtsbe-

gehren. Aufgrund der vorstehend zitierten Ausführungen des Gesuchstellers kann 

nicht von einem vollständigen bzw. bedingungslosen Rückzug seiner Berufungs-

anträge betreffend Obhut und Betreuungsregelung ausgegangen werden. 

Obschon der Gesuchsteller am 30. November 2018 vor Vorinstanz eine Schei-

dungsklage erhob, mit welcher er insbesondere die Obhut für die beiden Kinder 

beantragte (Urk. 100 S. 4), bleibt die urteilende Kammer für die Regelung der Ob-

hut und des Besuchsrechts im Rahmen des Eheschutzverfahrens zuständig. Die 

zusammen mit der Scheidungsklage vor Vorinstanz anbegehrten vorsorglichen 

Massnahmen betreffen nämlich lediglich die eheliche Wohnung und die Ehegat-

ten- und Kinderunterhaltsbeiträge (Urk. 100 S. 6 f.), womit es nur diesbezüglich zu 

einem Kompetenzkonflikt zwischen Scheidungs- und Eheschutzgericht kommt 

(siehe dazu mehr unter E. 3. unten; BGE 129 III 60, 138 III 646 E. 3.3.2, BGer 

5A_627/2016 vom 28. August 2017, E. 1.3 und 5A_316/2018 vom 5. März 2019, 

E. 3.2 f.). 

 Der Gesuchsteller möchte gemäss seinen letzten Ausführungen im Beru-

fungsverfahren die Kinder nur noch alle zwei Wochen von Donnerstag nach 

Schulschluss bis Montag, Schulbeginn, betreuen, unter der erwähnten Bedin-

- 22 - 

gung, dass die Kinder ihn jederzeit sehen können, wenn sie dies wünschen. Da-

mit möchte der Gesuchsteller sogar auf jedes zweite von der Vorinstanz festge-

legte Besuchsrecht von Donnerstag auf Freitag verzichten. Klar ist, dass insbe-

sondere den Wünschen des gut dreizehnjährigen D._____ zur Kontaktgestaltung 

zu seinem Vater eine immer wichtigere Rolle zukommt und auf die Wünsche der 

Kinder nach Kontakt zu ihrem Vater soweit möglich Rücksicht zu nehmen ist. Die 

Parteien befinden sich jedoch in einem hochstrittigen Eheschutzverfahren (neben 

einem strittig geführten Scheidungsverfahren und einem Vollstreckungsverfahren 

betreffend Unterhaltszahlungen, Urk. 110 bis 112/1-4). Es ist im Sinne des Kin-

deswohls eine minimale Besuchsrechtsregelung festzusetzen, die für den Kon-

fliktfall gilt (wobei es den Parteien unbenommen bleibt, dieses Besuchsrecht im 

gegenseitigen Einvernehmen abzuändern). Die Anordnung, wonach die Kinder 

den Vater jederzeit sehen können, wenn sie dies wünschen, ist nicht justiziabel. 

Es ist stattdessen an dem fixen wöchentlichen Besuchsrecht des Gesuchstellers 

von Donnerstagabend, ab Schulschluss, bis Freitagmorgen, Schulbeginn, gemäss 

vorinstanzlichem Entscheid festzuhalten. Da sich der Gesuchsteller im Übrigen 

mit der vorinstanzlichen Ferien- und Feiertagsregelung nunmehr einverstanden 

erklärt, ist die vorinstanzlich angeordnete Obhuts- und Besuchsrechtsregelung 

vollumfänglich zu bestätigen. Es besteht damit auch kein Anlass, die Kinder er-

neut anzuhören, womit der diesbezügliche prozessuale Antrag des Gesuchstel-

lers abzuweisen ist. 

 3. Zuteilung eheliche Wohnung 

 Gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB muss der Eheschutzrichter als Folge 

des Getrenntlebens unter anderem die Benützung der Wohnung und des Hausra-

tes regeln. Um über die Zuteilung der ehelichen Liegenschaft entscheiden zu 

können, ist es Aufgabe des Gerichtes, alle bestehenden Interessen der Parteien 

nach freiem Ermessen gegeneinander abzuwägen und die Liegenschaft demjeni-

gen Ehegatten zuzuweisen, dem sie besser dient (ZK-Bräm/Hasenböhler, 

Art. 176 ZGB N 36 ff.; BK-Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 176 ZGB N 29 ff.; Gloor, 

Die Zuteilung der ehelichen Wohnung nach schweizerischem Recht, Diss. Zürich 

1987, S. 9 f.; Bachmann, Die Regelung des Getrenntlebens nach Art. 176 und 

- 23 - 

179 ZGB sowie nach zürcherischem Verfahrensrecht, Diss. St. Gallen 1995, S. 81 

f.). Die Wohnungszuteilung ist jedoch auch abhängig von den festzusetzenden 

Unterhaltsbeiträgen. Die von Rechtsprechung und Lehre entwickelte Reihenfolge 

der Zuteilungskriterien (Nutzen [Obhut über Kinder, Gesundheit, Beruf etc.], Zu-

mutbarkeit, schliesslich Eigentumsverhältnisse etc.) kann selbstredend nur gelten, 

wenn die zuzuteilende Wohnung von den Parteien überhaupt finanziert werden 

kann (BGE 114 II 396, E. 6b). Die Wohnung ist jedoch nicht länger finanzierbar, 

wie unten zu zeigen sein wird (E. 4.1.). Damit wäre die Wohnung nur noch bis 

zum nächsten Kündigungstermin der Gesuchsgegnerin und den Kindern zuzutei-

len. Die Berufungsinstanz ist jedoch zu einer diesbezüglichen Anordnung nicht 

mehr zuständig, nachdem der Gesuchsteller vor dem Scheidungsgericht bean-

tragte, er sei in Abänderung der Dispositiv-Ziffern 6, 7 und 8 des vorinstanzlichen 

Eheschutzurteils per sofort, spätestens aber per 31. März 2019 aus der solidari-

schen Haftung des Mietvertrages der vormals ehelichen Wohnung an der 

C._____-Strasse … in … Zürich zu entlassen (Urk. 100 S. 6). Wie bereits erwähnt 

(E. 2.3. oben) besteht ein sogenannter sachlicher Zuständigkeitskonflikt, wenn im 

hängigen Scheidungsverfahren vor Erlass des Eheschutzentscheides ein Begeh-

ren um Erlass von vorsorglichen Massnahmen über dieselben Punkte gestellt 

wird, wie im gleichzeitig pendenten Eheschutzverfahren noch zu entscheiden sein 

wird (Duss, FamPra.ch 2013, S. 198, 202). Dies ist vorliegend der Fall. Damit ist 

auf den Berufungsantrag Ziffer 5, es sei die Dispositiv-Ziffer 6 des angefochtenen 

Urteils aufzuheben und es sei der Gesuchsgegnerin und den Kindern die vormals 

eheliche Wohnung an der C._____-Strasse … in … Zürich befristet, mithin längs-

tens drei Monate seit dem Eintreffen des Berufungsentscheides, zur Benützung 

zuzuteilen, nicht einzutreten. 

 4. Kinder- und Ehegattenunterhalt 

 4.1. Einkommen bzw. Leistungsfähigkeit Gesuchsteller 

 4.1.1. Die Parteien hatten in ungetrennter Ehe Lebenshaltungskosten von 

durchschnittlich rund Fr. 780'000.– pro Jahr (bzw. Fr. 65'000.– monatlich; Urk. 62 

S. 47). Dieser Lebensstil war nur möglich, weil die Mutter des Gesuchstellers 

(bzw. gemäss Darstellung der Gesuchsgegnerin der Grossvater des Gesuchstel-

- 24 - 

lers) erhebliche Schenkungen getätigt hatte (teilweise wurden diese offen in den 

Steuererklärungen deklariert, teilweise erfolgten die Zuwendungen durch Bezah-

lung der Kreditkartenbezüge). Die Parteien haben so zu über 80 % auf Kosten der 

Mutter des Gesuchstellers bzw. dessen Familie gelebt (der Gesuchsteller geht 

von Schenkungen von gerundet Fr. 640'000.– jährlich aus; vgl. Urk. 61 S. 21). Die 

Vorinstanz rechnete nun für die Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Gesuchstel-

lers neben dessen Durchschnittseinkommen von jährlich rund Fr. 137'000.– (inkl. 

Mieteinnahmen) auch die von dessen Mutter freiwillig erbrachten Leistungen von 

rund Fr. 646'000.– jährlich an (Urk. 62 S. 47). Die Vorderrichterin kam so zum 

Schluss, dass es durchaus glaubhaft erscheine, was die Gesuchsgegnerin ausge-

führt habe, nämlich dass dem Gesuchsteller das Familienvermögen (ob ursprüng-

lich vom Grossvater oder der Mutter sei nicht relevant) zur Finanzierung des von 

ihm für die Familie gewählten Lebensstandards neben seinem Einkommen und 

seinen Mieteinnahmen zur Verfügung stehe (Urk. 62 S. 40).  

 4.1.2. Der Gesuchsteller rügt, dass gemäss herrschender Lehre und Recht-

sprechung Leistungen Dritter bei der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners 

grundsätzlich nicht zu berücksichtigen seien. Er macht geltend, seine Mutter sei 

nicht länger bereit, Zuwendungen zu machen, welche der Gesuchsgegnerin zu-

kämen. Die Mutter sei dazu nicht verpflichtet. Die Anrechnung würde ihrem Willen 

widersprechen. Damit sei dem Gesuchsteller nur das effektiv erzielte Einkommen 

– bestehend aus dem Mietertrag seiner Eigentumswohnung und dem Einkommen 

aus seiner Tätigkeit für die N._____ AG (im Berufungszeitpunkt) – anzurechnen 

(Urk. 61 S. 15 f.). Gestützt auf die durchschnittlichen Einkommen der Jahre 2013 

bis 2017 beliefen sich seine anrechenbaren monatlichen Einnahmen auf 

Fr. 13'186.50 (Urk. 61 S. 17). 

 4.1.3. Die Gesuchsgegnerin erwiderte in der Berufungsantwort, die Tätigkeit 

des Gesuchstellers bestehe nahezu ausschliesslich darin, das Vermögen seiner 

Mutter zu verwalten. Damit schöpfe er seine Leistungskraft keinesfalls voll aus, 

wozu er als unterhaltspflichtiger Familienvater aber verpflichtet wäre. Gehe man 

von seinem Einkommen des Jahres 2017 im Umfang von Fr. 105'000.– aus, so 

würde dies bedeuten, dass er bei einem Honorar von einem Prozent ein Vermö-

- 25 - 

gen der Mutter von rund zehn Millionen Franken verwalte. Nach Kenntnis der Ge-

suchsgegnerin habe die Mutter des Gesuchstellers im Jahre 2015 beim Steuer-

amt Zürich eine Selbstanzeige zufolge nicht deklarierter Vermögenserträge und 

allenfalls auch Vermögen erstattet und habe Nachsteuern im Umfang von 1,8 Mil-

lionen Franken bezahlen müssen. Wer Nachsteuern in dieser Höhe bezahlen 

müsse, verfüge notorischerweise über erheblich mehr Vermögen als zehn Millio-

nen Franken. Mithin sei klar, dass auf die in der Steuererklärung ausgewiesenen 

Einkünfte des Gesuchstellers nicht abgestellt werden könne, denn diese stellten 

willkürlich von ihm bestimmte Einkommenszahlen dar (Urk. 73 S. 11). Dem Ge-

suchsteller sei ein hypothetisches Einkommen von Fr. 300'000.– netto aus Er-

werbstätigkeit als Vermögensverwalter anzurechnen (Urk. 73 S. 12). Zuzüglich 

der Mietzinserträge aus seiner Eigentumswohnung sei ihm ein Einkommen von 

mindestens Fr. 27'166.– monatlich anzurechnen. Zusätzlich zu diesen Einkünften 

seien jedoch auch die von seiner Ursprungsfamilie, namentlich von seinem 

Grossvater O._____, welcher am tt.mm.2018 verstorben sei, erhaltenen Vermö-

genswerte zu berücksichtigen. O._____ sei ein schwerreicher Mann gewesen. Er 

sei ab den 1950er Jahren Geschäftspartner von P._____ in den USA gewesen 

und habe das Design der weltbekannten Jeans Q._____ erfunden. Zudem habe 

er ebenfalls die Kleidermarke "R._____" erfunden. Er sei bis zu seinem Tod 

Mehrheitsaktionär der in …/Frankreich ansässigen Holding-Gesellschaft S._____, 

welche bis heute in aller Welt Bekleidung vertreibe, gewesen. Der Grossvater sei 

Eigentümer diverser Grundstücke in Israel gewesen und habe dort, in der 

Schweiz sowie in Frankreich je über Millionenvermögen in (mindestens) zweistel-

liger Höhe verfügt. Er sei einer der reichsten Juden in … [Staat in Europa] gewe-

sen. Ein Teil seines Vermögens in der Schweiz von Fr. 15 bis 20 Millionen sei un-

gefähr in den Jahren 2010 und 2011 auf Konten transferiert worden, die auf den 

Namen der Mutter des Gesuchsstellers lauteten. Ein erheblicher Teil dieses Gel-

des habe nach eigener Aussage des Grossvaters bereits vor dessen Ableben 

dem Gesuchsteller zugestanden. Er sei der wirtschaftlich Berechtigte (Urk. 73 

S. 12 und 15). Bei den Zahlungen der Mutter habe es sich nicht um Schenkungen 

von ihr, sondern um Gelder des Grossvaters gehandelt, welche dem Gesuchstel-

ler als wirtschaftlich Berechtigtem zugekommen seien, aber auf Konten von des-

- 26 - 

sen Mutter übertragen worden seien. Die Gesuchsgegnerin habe vorinstanzlich 

ausgeführt, dass diese Geldflüsse urkundlich nur nachgewiesen werden könnten, 

wenn ihrem Editionsbegehren hinsichtlich sämtlicher detaillierter Kontoauszüge 

und der Kreditkartenabrechnungen des Gesuchstellers entsprochen werde. Die-

ser Antrag werde erneuert. Erst nach Edition der im Rechtsbegehren aufgeführten 

Urkunden werde nachgewiesen werden können, welche sehr hohen Geldbeträge 

tatsächlich in den vergangenen Jahren über die Konten des Gesuchstellers zu-

gunsten der Lebenshaltungskosten der Familie geflossen und welche Geldbeträ-

ge für welche Auslagen ausgegeben worden seien (Urk. 73 S. 13 f. und 27 f.). Der 

Gesuchsteller werde nun einen namhaften Betrag erben, zufolge Testament oder 

anderweitiger Verfügungen von Todes wegen. Vor Vorinstanz sei die E-Mail des 

Stiefvaters des Gesuchstellers eingereicht worden, der entnommen werden kön-

ne, dass die Mutter des Gesuchstellers mitgeteilt habe, letzterer sei finanziell ab-

gesichert. Zudem sei T._____, die Tante des Gesuchstellers, als Zeugin zu befra-

gen. Diese könne genau Auskunft über den Nachlass des Grossvaters des Ge-

suchstellers und die daraus bestehenden Ansprüche erteilen (Urk. 73 S. 14). Zu-

sammenfassend sei festzuhalten, dass er als wirtschaftlich Berechtigter über ein 

namhaftes, der Gesuchsgegnerin in der Höhe nicht näher bekanntes Vermögen 

verfüge. Diese Vermögenswerte seien nach dem Ableben des Grossvaters wohl 

entweder weiterhin, wie dies vor Vorinstanz schon behauptet worden sei, auf Kon-

ten, welche auf die Mutter des Gesuchstellers lauteten, oder aber in Stiftungen 

oder Gesellschaften, durch welche der Gesuchsteller begünstigt sei, vorhanden 

(Urk. 73 S. 15 f.). Zudem könne der Gesuchsteller auch seinen Porsche und seine 

Eigentumswohnung (in Zürich) veräussern, um die Unterhaltsbeiträge, welche 

dem gebührenden Lebensstandard entsprechen würden, zu bezahlen. Dass der 

Gesuchsteller bei seiner Mutter zwecks Bezahlung der Unterhaltsbeiträge Darle-

hen in sechsstelliger Höhe habe aufnehmen müssen, sei unglaubhaft (Urk. 73 

S. 16). Zusammenfassend verfüge er über in monatliches (hypothetisches) Ein-

kommen von mindestens Fr. 27'166.–, über Vermögen von Fr. 2'120'000.– in 

Form eines Porsches und einer Eigentumswohnung sowie über Vermögen von 

wohl mehreren Millionen Franken aus dem Nachlass seines Grossvaters. Sollte 

der Gesuchsteller die Unterhaltsbeiträge lediglich aus seinem Einkommen zu be-

- 27 - 

zahlen haben, so sei dieses in seiner Gesamtheit der Gesuchsgegnerin und den 

Kindern zuzuteilen, und er habe seinen eigenen Bedarf weiterhin aus seinem 

Vermögen oder Zuwendungen der Mutter zu bestreiten (Urk. 73 S. 17). 

 4.1.4. In seiner Stellungnahme zur Berufungsantwort führte der Gesuchstel-

ler aus, den Jahresrechnungen der N._____ AG 2014 bis 2016 könne entnom-

men werden, dass in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 Verluste in der Höhe 

von Fr. 37'466.– bzw. von Fr. 51'409.– resultiert hätten. Hätte er sich im Ge-

schäftsjahr 2016 einen höheren Lohn ausbezahlt, hätte erneut ein massiver Ver-

lust resultiert, welcher bereits zum damaligen Zeitpunkt zum Konkurs der Gesell-

schaft geführt hätte. Im Geschäftsjahr 2017 habe bei einem höheren Umsatz von 

Fr. 210'642.– und reduzierten Gesamtkosten von Fr. 68'923.– der höhere Lohn 

resultiert. In den vergangenen Jahren habe damit sein durchschnittlicher Lohn 

Fr. 118'271.20 betragen. Obschon seine Mutter stets seine weitgehend einzige 

Kundin gewesen sei, habe er immer im Vollzeitpensum gearbeitet (Urk. 83 S. 7 f. 

unter Verweis auf Urk. 27/9+12+15). Seit Ende August 2018 habe sich das Ver-

hältnis zwischen ihm und seiner Mutter stark verschlechtert. So habe die Mutter 

nicht nur die Rückzahlung der für den Unterhalt der Familie gewährten Darlehen 

verlangt, sondern ihm auch sein Vermögensverwaltungsmandat entzogen. Dies 

führe dazu, dass er seither faktisch über keinerlei Einkünfte mehr verfüge und 

seine selbständige Erwerbstätigkeit werde aufgeben müssen. Darüber hinaus ha-

be ihm die gerichtliche Auseinandersetzung mit der Gesuchsgegnerin vor Vor-

instanz derart stark zugesetzt, dass er wegen Verdachts eines Burn-Outs derzeit 

krankgeschrieben sei. Es sei davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit 

während einiger Monate anhalten werde. Es würden ihm derzeit noch keine Kran-

kentaggelder ausgerichtet (Urk. 83 S. 9 f. unter Verweis auf Urk. 23/2 und 86/2-4 

und 27/21). Sein verstorbener Grossvater O._____ sei durchaus wohlhabend ge-

wesen, wobei sein Nachlass ausschliesslich seinen Kindern zustehe. Ihm stehe 

folglich aus Erbe kein Vermögen zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen zur Verfü-

gung (Urk. 83 S. 10 f. unter Verweis auf Urk. 86/5 und 23/2; vgl. bereits Urk. 61 

S. 23 unter Verweis auf Urk. 65/4+5). 

- 28 - 

 4.1.5. Die Gesuchsgegnerin führte in ihrer Eingabe vom 10. Januar 2019 

aus, Recherchen nach der Vergleichsverhandlung hätten ergeben, dass der Ge-

suchsteller Ende September 2018 eine neue Gesellschaft gegründet habe, die 

U._____ AG mit Sitz in …. Der Zweck der Gesellschaft sei die Erbringung von 

Dienstleistungen im Bereich der Gastronomie, Betrieb von Food Trucks, mobilen 

Take Aways, Restaurants und artverwandten Unternehmen sowie die Herstellung 

und der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Genussmitteln. Dem Handels-

registerauszug sei zu entnehmen, dass am tt.mm.2018 der Eintrag im Schweize-

rischen Handelsregister erfolgt sei. Gemäss Handelsregister sei das Aktienkapital 

von Fr. 100'000.– voll liberiert worden. Der Gesuchsteller sei Verwaltungsrat mit 

Einzelunterschrift. Sein Partner, V._____, der bisher in der Bar des Hotels … an-

gestellt gewesen sei, habe lediglich Kollektivunterschriftsberechtigung zu Zweien. 

Der Gesuchsteller habe kurz vor der Vergleichsverhandlung Fr. 100'000.– für die 

Gründung einer Aktiengesellschaft einbezahlt. Das zeige einmal mehr, dass er 

sehr wohl über liquide Mittel verfüge, welche er verschweige (Urk. 94 S. 2 unter 

Verweis auf Urk. 96/1). Zudem habe der Gesuchsteller am 31. Oktober 2018 beim 

Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) ein Markeneintragungsge-

such für die Wortbildmarke "W._____" eingereicht (Urk. 94 S. 2 unter Verweis auf 

Urk. 96/2). Unter dem Domain-Name www.W._____.ch habe er eine hochprofes-

sionelle Website erstellen lassen, welche notorisch viele tausend Franken koste 

(Urk. 94 S. 2 unter Verweis auf Urk. 96/3). Der Gesuchsteller habe bereits vor Vo-

rinstanz unter Strafandrohung in seiner Beweisaussage hinsichtlich der Vermö-

genswerte, welche er in der Vergangenheit von seinem Grossvater erhalten habe, 

aktenkundig unwahre Angaben gemacht. Die Gesuchsgegnerin habe glaubhaft 

gemacht, dass der Gesuchsteller über Vermögen seiner Ursprungsfamilie verfü-

ge, welches zwar nicht auf seinen Namen laute, aber zu welchem er nach wie vor 

Zugang habe. Andernfalls hätte er das Aktienkapital von Fr. 100'000.– für seine 

neu gegründete Gesellschaft nicht einzahlen können, er könnte den Mietzins von 

Fr. 6'000.– für die Wohnung der Gesuchsgegnerin nicht bezahlen, was er aber 

nach wie vor tue, und er hätte seine eigene Wohnung in AA._____ zu einem 

Mietzins von Fr. 3'960.– pro Monat, welche er bis Ende November 2018 bewohnt 

habe, nicht bezahlen können. Er hätte auch nicht Fr. 524'256.50 für den Zeitraum 

- 29 - 

1. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2018 gemäss seiner Eingabe vom 10. Dezember 

2018 zahlen können. Des Weiteren habe der Gesuchsteller die erste Weihnachts-

ferienwoche mit den Kindern und seiner Mutter im Fünfsternhotel Kulm in Arosa 

verbracht (Urk. 94 S. 3). Es werde zudem bestritten, dass die Gesellschaft 

N._____ AG in Konkurs geraten wäre, wenn sich der Gesuchsteller einen höhe-

ren Lohn ausgezahlt hätte. Die Darlehnsverträge mit seiner Mutter seien aus-

schliesslich aus prozesstaktischen Überlegungen erstellt worden. Zuvor habe er 

nie davon gesprochen, seine Mutter gewähre ihm Darlehen. Jemand, der arbeits-

unfähig und wegen Verdachts eines Burn-Outs krankgeschrieben sei, zahle nicht 

Fr. 100'000.– ein, gründe eine neue Gesellschaft, betätige sich unternehmerisch 

und hinterlege Wortbildmarken beim IGE (Urk. 94 S. 5). Seine Formulierung "Es 

liegt auf der Hand, dass der Berufungskläger in naher Zukunft nicht mehr in der 

Lage sein wird, die Privatschulen sowie die sehr teure Wohnung der Gesuchs-

gegnerin zu bezahlen" spreche eine eindeutige Sprache. Der Gesuchsteller gehe 

selber davon aus, dass er aktuell (noch) in der Lage sei, diese Kosten zu bezah-

len. Dennoch behaupte er im Prozess, über kein Einkommen und kein Vermögen 

zu verfügen (Urk. 94 S. 6).  

 4.1.6. Daraufhin machte der Gesuchsteller mit seiner Eingabe vom 

24. Januar 2019 geltend, die Noven zu seiner beruflichen Neuausrichtung seien 

von der Gegenseite verspätet vorgebracht worden und damit aus dem Recht zu 

weisen. Noven, die ausserhalb einer laufenden Frist entdeckt würden, seien un-

verzüglich einzureichen, wobei grundsätzlich von einer Frist zur Einreichung von 

maximal zehn Tagen auszugehen sei. Vorliegend sei der Gesuchsgegnerin erst 

mit Verfügung vom 13. Dezember 2018 Frist angesetzt worden, um zu den Ein-

gaben des Gesuchstellers vom 17. September 2018 sowie vom 10. Dezember 

2018 Stellung zu nehmen. Vor Erhalt der Verfügung vom 13. Dezember 2018 sei 

der Gesuchsgegnerin keine Frist gelaufen. Gemäss Ausführungen der Gesuchs-

gegnerin sei diese im Zuge von nach der Vergleichsverhandlung vom 

16. November 2018 durchgeführten Recherchen auf die nun geltend gemachten 

Noven gestossen. Sie habe somit bereits im Anschluss an die Vergleichsverhand-

lung Kenntnis der Noven erhalten und wäre verpflichtet gewesen, diese allerspä-

- 30 - 

testens am 30. November 2018 vorzubringen (Urk. 100 S. 8 f. unter Verweis auf 

Urk. 96/2). 

 Inhaltlich führte der Gesuchsteller aus, er habe auch während der Zeit, in 

welcher es ihm gesundheitlich schlecht gegangen sei, das Ziel nicht aus den Au-

gen verloren, sein Leben soweit zu regeln, dass eine berufliche Tätigkeit wieder 

möglich werde, doch er habe dafür zunächst keine Möglichkeiten gesehen. Für 

eine selbständige Tätigkeit im bisherigen Tätigkeitsgebiet als Vermögensverwalter 

hätten ihm die Kunden und Kontakte gefehlt und um erneut eine Anstellung bei 

einer Bank zu erlangen, habe ihm die Berufserfahrung gefehlt, da er bereits seit 

mehreren Jahren nicht mehr im Bankingbereich tätig gewesen sei. Im Septem-

ber/Oktober 2018 habe er sich bei mehreren Banken und Vermögensverwal-

tungsunternehmen, auch bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin, der M._____, be-

worben. Wegen fehlender Kundschaft habe er jedoch abschlägige Antworten er-

halten. Im September 2018 sei ein Bekannter, der in der Gastrobranche tätig ge-

wesen sei, mit der Idee auf ihn zugekommen, sie könnten zusammen einen 

Foodtruck mit verschiedenen …-Varianten betreiben. Um die Nachfrage auf dem 

Markt zu eruieren, habe V._____ in Zusammenarbeit mit der Partnerin des Ge-

suchstellers sodann selbst eine Website aufgesetzt. Es sei auf teure Graphik- und 

Websitedesigner verzichtet worden (Urk. 100 S. 10). Der Markeneintragung habe 

Fr. 500.– gekostet und sei nicht von ihm bezahlt worden. Die Tätigkeiten der 

U._____ AG im Jahr 2018 hätten sich somit auf wenige planerische Handlungen, 

die allesamt von V._____ getätigt worden seien, beschränkt. Er selber sei krank 

gewesen und habe auch nicht über das entsprechende Know-How verfügt 

(Urk. 100 S. 11). Aktionärin der U._____ AG sei die N._____ AG (unter Hinweis 

auf Art. 680 Abs. 2 OR). Zwar sei der Gesuchsteller Aktionär dieser Gesellschaft 

und habe seine Tätigkeit als Vermögensverwalter über diese Gesellschaft abge-

wickelt. Seit Mitte 2018 bestehe indessen keine operative Tätigkeit mehr. Es sei 

ihm entweder die Möglichkeit geblieben, mit der Gesellschaft nichts zu machen 

und auf neue Kundschaft zu warten oder aber das bisschen Kapital, das davon 

übriggeblieben sei, sinnvoll in seine berufliche Zukunft zu investieren (Urk. 100 

S. 11 f.). Die U._____ AG habe ihre operative Tätigkeit erst im Januar 2019 auf-

genommen (Urk. 100 S. 13). Die Mutter des Gesuchstellers habe bis im August 

- 31 - 

2018 einen erheblichen Teil an den Unterhalt der Familie bezahlt. Die 

Fr. 524'256.50 an den Unterhalt der Gesuchsgegnerin und der Kinder stammten 

somit grösstenteils von ihr, was auch bereits die Vorinstanz bestätigt habe. Seit 

September 2018 habe der Gesuchsteller seinen Lebensunterhalt sowie die Un-

terhaltskosten der Gesuchsgegnerin und der Kinder bestritten, indem er sein noch 

übrig gebliebenes Vermögen aufgebraucht und seinen Porsche verkauft habe 

(Urk. 102/5) und indem er sich Einkünfte aus seiner Tätigkeit bei der N._____ AG 

als Lohn habe ausbezahlen können, die erzielt worden seien, als die Gesellschaft 

noch Umsatz generiert habe. Zudem seien Leistungen aus Krankentaggeldversi-

cherungen erbracht worden (Urk. 100 S. 14 unter Verweis auf Urk. 102/4). Der 

Aufenthalt in Arosa über die Weihnachtsferien sei auf Einladung seiner Mutter er-

folgt. Das Verhältnis zwischen ihr und dem Gesuchsteller habe sich seit der Ver-

gleichsverhandlung etwas verbessert (Urk. 100 S. 14). In Bezug auf das Einkom-

men des Gesuchstellers sei dargelegt worden, dass er unter gewöhnlichen Um-

ständen nie ein jährliches Einkommen von Fr. 200'000.– erzielt habe (Urk. 100 

S. 16). Ein Einkommen von Fr. 300'000.– sei nicht nachvollziehbar und werde be-

stritten. Wenn es ihm bereits in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen 

sei, durchschnittlich mehr als rund Fr. 100'000.– zu verdienen, könne er unmög-

lich ohne Kundschaft sein Einkommen plötzlich verdreifachen. Selbst wenn er bei 

einer Bank arbeiten und über genügend Kundschaft verfügen würde, könnte er 

maximal Fr. 120'000.– im Jahr verdienen. Er sei bis 2010 Börsenhändler bei der 

M._____ AG gewesen, wobei diese Tätigkeit heute nicht mehr gefragt sei. Ange-

sichts der neuen gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen würden die Kosten 

für Vermögensverwalter steigen, so dass sich für einen einzelnen Vermögens-

verwalter ohne Kundschaft eine Aufrechterhaltung des Betriebs nicht lohnen wür-

de. Betreffend seinen Verdienst bei der U._____ AG sei es notorisch, dass Start-

ups eine gewisse Zeit brauchten, bis sie Gewinn abwerfen würden. Nichtsdestot-

rotz sei er bereit, sich einstweilen ein Einkommen von jährlich Fr. 100'000.– an-

rechnen zu lassen, womit er auch signalisiere, dass er an den Erfolg der Gesell-

schaft glaube und motiviert sei, alles zu geben, damit die Gesellschaft so bald wie 

möglich profitabel sei (Urk. 100 S. 19).  

- 32 - 

 4.1.7. Die Gesuchsgegnerin erwiderte mit Eingabe vom 21. Februar 2019, 

dass aus den vom Gesuchsteller neu eingereichten Urkunden (Urk. 102/4) er-

sichtlich sei, dass er auf sein M._____-Privatkonto immer wieder Bareinzahlungen 

tätige, insgesamt Fr. 26'896.80 innerhalb von knapp fünf Monaten. Die Quelle 

dieses Geldes sei unbekannt. Zu diesen Bareinzahlungen kämen noch die Über-

weisungen der N._____ AG von Fr. 24'514.– hinzu. Damit seien alleine für die 

Zeit vom 1. August bis 31. Dezember 2018 mehr als Fr. 50'000.– "Einnahmen" 

über ein einziges Konto des Gesuchstellers zu verzeichnen. Damit sei einmal 

mehr glaubhaft gemacht, dass die Aussagen des Gesuchstellers hinsichtlich sei-

ner Leistungsfähigkeit nicht stimmten (Urk. 107 S. 3 f.).  

 4.1.8. Entgegen dem Gesuchsteller sind die vorgebrachten Noven der Ge-

suchsgegnerin im Zusammenhang mit seiner neuen beruflichen Tätigkeit grund-

sätzlich beachtlich (zum vorliegenden Kompetenzkonflikt zwischen Eheschutz- 

und Scheidungsgericht s. E. 4.1.10. unten). Der Gesuchsgegnerin wurde mit Be-

schluss vom 4. Oktober 2018 im Hinblick auf die Vergleichsverhandlung die Stel-

lungnahme des Gesuchstellers vom 17. September 2018 mit dem Hinweis zuge-

stellt, dass diese noch nicht zu beantworten sei (Urk. 87 Dispositiv-Ziffer 4). Nach 

den erfolglosen gerichtlichen Vergleichsgesprächen dauerten die aussergerichtli-

chen Vergleichsgespräche bis Ende November 2018 (Urk. 89A). Von der Ge-

suchsgegnerin konnte währenddessen nicht erwartet werden, Noven vorzubrin-

gen. Nach dem Scheitern der gerichtlichen wie auch der aussergerichtlichen Ver-

gleichsgespräche wusste die Gesuchsgegnerin, dass ihr noch Frist angesetzt 

werden würde, um zur Eingabe des Gesuchstellers vom 17. September 2018 

Stellung zu nehmen. Aus prozessökonomischen Gründen ist ihr Vorgehen, die 

Stellungnahme und Noveneingabe zu verbinden, nicht zu beanstanden. Es ist da-

ran zu erinnern, dass der Gesuchsteller selber am 10. Dezember 2018 eine äus-

serst umfangreiche Noveneingabe einreichte – mit grösstenteils unechten Noven. 

Vor dem Hintergrund, dass vorliegend auch Kinderunterhalt zu beurteilen ist, sind 

Noven jedoch zudem unabhängig von den eben gemachten Ausführungen bis zur 

Urteilsberatung zu beachten (s. E. 1 oben). 

- 33 - 

 4.1.9. Bei der Bemessung von Unterhaltsbeiträgen ist es nicht bundes-

rechtswidrig, hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen freiwilli-

ge Zuwendungen Dritter zu berücksichtigen, wenn davon ausgegangen werden 

kann, dass die Anrechnung nicht dem Willen des zuwendenden Dritten wider-

spricht und die Zuwendung überdies auf einer gesetzlichen Unterstützungspflicht 

gegenüber dem Unterhaltsberechtigten beruht (z.B. Art. 328 Abs. 1 ZGB; 

BGE 128 III 161 E. 2c und BGer 5C.27/2005 vom 23. November 2005, E. 3.4; 

OGer ZH LQ100086 vom 19. September 2012, E. III/6.2; Handbuch Unterhalts-

recht, Rz. 01.44; Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, 

Art. 125 N 53; FamKomm Scheidung-Schwenzer, Art. 125 N 28). Vorliegend sind 

beide Voraussetzungen nicht erfüllt. Die Mutter des Gesuchstellers ist nicht länger 

bereit, dessen Familie (im bisherigen Umfang) finanziell zu unterstützen. Es kann 

von ihr entgegen der Vorinstanz und der Gesuchsgegnerin nicht erwartet werden, 

dass sie die Gesuchsgegnerin und die Kinder auch in Zukunft unterstützt. Des-

halb sind auch die Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin, welche sie mit der Be-

rufung erneuert (Urk. 73 S. 13 f. und 27 f.), abzuweisen. Es ist glaubhaft, dass die 

Parteien ihren hohen Lebensstandard grösstenteils mit Geldern der Familie des 

Gesuchstellers bestritten haben (ob die Gelder ursprünglich vom Grossvater 

stammen, spielt keine Rolle; vgl. Urk. 73 S. 13 f. unter Verweis auf Urk. 32 N 71 

bis 79). Darauf besteht jedoch kein Anspruch, weshalb die Geldflüsse betreffend 

diese Schenkungen nicht weiter abzuklären sind. Auch wenn der Gesuchsteller 

und seine Familie von seiner Mutter bzw. seinem Grossvater in den letzten Jah-

ren äusserst grosszügig unterstützt wurden, so besteht auf diese Unterstützung in 

Zukunft kein Rechtsanspruch. Anders wäre der Fall zu beurteilen, wenn der Ge-

suchsteller von seinem Grossvater in erheblichem Umfang geerbt hätte. Dann wä-

re es ihm zumutbar, mindestens während der Dauer des Eheschutzes, den bishe-

rigen Lebensstandard der Gesuchsgegnerin und der Kinder weiter zu finanzieren. 

Dies macht aber die Gesuchsgegnerin nicht substantiiert geltend. Die Gesuchs-

gegnerin führte aus, sie habe vor Vorinstanz die Einvernahme von T._____, der 

Tante des Gesuchstellers, als Zeugin beantragt. Über diesen Antrag sei nicht be-

funden worden, sie erneuere ihn. T._____ könne genau über den Nachlass des 

Grossvaters des Gesuchstellers und die daraus bestehenden Ansprüche Auskunft 

- 34 - 

erteilen (Urk. 73 S. 14; vgl. Urk. 83 S. 16  f.). Es ist jedoch daran zu erinnern, 

dass Zeugenbefragungen dazu da sind, bestrittene Behauptungen zu beweisen 

(Art. 150 Abs. 1 ZPO) und nicht dazu, den Sachverhalt zu erforschen, um danach 

gestützt darauf die Behauptungen aufzustellen. Die Gesuchsgegnerin macht nicht 

substantiiert geltend, der Gesuchsteller sei von seinem Grossvater mit einem Er-

be bzw. Vermächtnis bedacht worden. Ihre Ausführungen in diesem Zusammen-

hang gehen nicht über blosse Spekulationen hinaus (vgl. bereits Urk. 68 S. 4; 

E. 4.1.3. oben). Zwar ist der Gesuchsgegnerin beizupflichten, dass es eher un-

wahrscheinlich ist, dass ein wohlhabender Unternehmer, wie es O._____ war, 

kein Testament verfasst haben soll (vgl. Urk. 61 S. 23 und Urk. 63/4-5; Urk. 73 

S. 15). Der Grossvater hinterlässt aber zwei Töchter als seine gesetzlichen Erbin-

nen, die Mutter des Gesuchstellers und dessen Tante T._____. Damit ist davon 

auszugehen, dass dem Gesuchsteller keine Erbschaft des Grossvaters zur Verfü-

gung steht und die bisherigen Zuwendungen der (Schwieger-)Mutter künftig nicht 

bei der Leistungsfähigkeit des Gesuchstellers berücksichtigt werden können. Der 

Gesuchsteller schilderte seine Situation anlässlich seiner Beweisaussage vor Vo-

rinstanz am 21. November 2017 prägnant, wonach ihm seine Mutter "den Hahn 

zugedreht" habe, seit sie ins Eheschutzverfahren der Parteien involviert worden 

sei (Urk. 42 S. 5). Dies hat für die Gesuchsgegnerin einschneidende finanzielle 

Folgen. Die Mutter des Gesuchstellers ist aber nicht dazu verpflichtet, ihren Sohn 

und dessen Familie auch zukünftig finanziell zu unterstützten, da er selber in der 

Lage ist, für sich und seine Familie aufzukommen. Demnach sind die Editionsbe-

gehren der Gesuchsgegnerin betreffend Kontoauszüge, Kreditkartenabrechnun-

gen und Kontokorrentkontoblätter abzuweisen. Einerseits bedarf es keiner weite-

ren Beweise dafür, dass die Parteien ihren hohen ehelichen Lebensstandard zu 

einem sehr grossen Teil mittels Schenkungen aus dem Vermögen der Mutter 

(bzw. des Grossvaters) des Gesuchstellers bestritten. Andererseits bestehen kei-

ne konkreten Hinweise dafür, dass der Gesuchsteller von seinem Grossvater ein 

Erbe erhalten hätte, welches ihm die Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen ermögli-

chen würde.  

 4.1.10. Damit bleibt die Frage zu beantworten, welches Einkommen dem 

Gesuchsteller künftig anzurechnen ist. Der Gesuchsteller ist dazu verpflichtet, 

- 35 - 

seine Arbeitskraft voll auszuschöpfen. Es geht in Anbetracht der festzusetzenden 

Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge nicht an, sich zu einem zum bisher er-

zielten Einkommen tieferen Lohn zu betätigen, um sich seinen persönlichen luxu-

riösen Lebensstil nach wie vor – wenn auch nicht mehr im bisherigen Ausmass 

(vgl. Urk. 61 S. 18) – von seiner Mutter finanzieren zu lassen. Es gelingt dem Ge-

suchsteller dabei nicht, glaubhaft zu machen, dass er sich im Herbst 2018 bei 

verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern bewarb. Für diese Behauptung 

reichte er keinerlei Bewerbungen und Absagen ins Recht. Bei der Festsetzung 

von Unterhaltsbeiträgen darf statt vom effektiv erzielten Einkommen von einem 

höheren hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, falls und soweit der 

Pflichtige bei gutem Willen bzw. bei ihm zuzumutender Anstrengung mehr zu ver-

dienen vermöchte, als er effektiv verdient. Wo allerdings die reale Möglichkeit ei-

ner Einkommenssteigerung fehlt, muss eine solche ausser Betracht bleiben 

(BGE 117 II 16 E. 1b). Der Gesuchsteller absolvierte eine Banklehre (Urk. 83 

S. 15) bei der M._____ AG und war dort von 1993 bis 2008 tätig. 2008 bis 2010 

arbeitete er für die AB._____ Bank Schweiz. Ab September 2010 wechselte er zur 

N._____ AG, deren Alleinaktionär er Ende 2013 wurde (Urk. 30 S. 36). Der Ge-

suchsteller erklärte vor Vorinstanz anlässlich seiner Beweisaussage, dass sein 

während der Ehe erzieltes höchstes Nettoeinkommen Fr. 200'000.– betragen ha-

be (Steuererklärung 2010, Urk. 53/61; Beweisaussage: Urk. 42 S. 6). Das von der 

Gesuchsgegnerin geforderte hypothetische Einkommen von Fr. 300'000.– aus 

Erwerbstätigkeit als Vermögensverwalter erscheint unrealistisch. Es ist daran zu 

erinnern, dass der Gesuchsteller grossmehrheitlich das Vermögen seiner Mutter 

verwaltete und damit höchstens über einen sehr bescheidenen eigenen Kunden-

stamm verfügte (Prot. I S. 16). Die Frage der Anrechnung eines hypothetischen 

Einkommens (und dessen Höhe) wird jedoch die Vorinstanz im Scheidungsver-

fahren zu prüfen haben, nachdem der Gesuchsteller dort mit Eingabe vom 

30. November 2018 eine Scheidungsklage anhängig machte, verbunden mit vor-

sorglichen Massnahmebegehren betreffend Kinder- und Ehegattenunterhalt ab 

dem Zeitpunkt der Einreichung des Massnahmebegehrens (Urk. 100 S. 6 f.; s. 

zum Ganzen E. 2.3. und E. 3. oben). Da im vorliegenden Verfahren damit nur Un-

terhaltsbeiträge rückwirkend vom 1. Oktober 2016 bis 30. November 2018 festzu-

- 36 - 

setzen sind (vgl. OGer ZH LE170039 vom 14.03.2018, E. II/A/3.2., BGer 

5A_316/2018 vom 5. März 2019, E. 3.3.), ist im Folgenden die Leistungsfähigkeit 

des Gesuchstellers für diesen Zeitraum zu beleuchten. 

 4.1.11. 

 a) Das Einkommen des Gesuchstellers aus seiner Firma N._____ AG be-

trug in den Jahren 2013 bis 2016 durchschnittlich rund Fr. 9'260.– pro Monat 

(Urk. 62 S. 47 und Urk. 27/1-3). Im Jahr 2017 bezog er einen Lohn von 

Fr. 104'821.– (Urk. 61 S. 17 und Urk. 46/116), d.h. monatlich Fr. 8'735.10. 2018 

bezog er am 2. März und am 6. Juli 2018 je Fr. 40'000.– (Urk. 65/13) sowie am 

3. Dezember 2018 Fr. 19'514.35 (Urk. 102/4 S. 5/19). In der Berufungsschrift 

machte er noch geltend, das nächste Salär werde ihm erst wieder Ende Septem-

ber/Anfang Oktober 2018 ausgerichtet (Urk 61 S. 38). Ob der von der N._____ 

AG bezogene Lohn im Jahr 2018 mehr als Fr. 99'514.35 betragen hat, muss je-

doch – aus den sogleich darzulegenden Gründen (s. lit. c und e unten) – nicht 

weiter abgeklärt werden.  

 b) Zudem sind dem Gesuchsteller bis Ende November 2018 die unbestrit-

tenen Nettoeinkünfte aus der Vermietung seiner Eigentumswohnung in Zürich von 

Fr. 2'170.– pro Monat (Urk. 62 S. 30 und 34) anzurechnen. Seither bewohnt er die 

Wohnung selber, was sich aber im vorliegenden Berufungsverfahren nicht mehr 

auswirkt.  

 c) Die für die Unterhaltsberechnung massgeblichen wirtschaftlichen Ver-

hältnisse der Ehegatten beurteilen sich in erster Linie nach deren Erwerbsein-

kommen und Vermögenserträgen. Wenn das eheliche Einkommen für die Bestrei-

tung des gebührenden Familienunterhaltes nicht ausreicht, haben die Ehegatten 

unter Umständen keinen Anspruch mehr darauf, ihr Vermögen zu schonen. Dann 

können sie für eine kurze Zeit aufgrund der Beistandspflicht gehalten sein, für die 

Bestreitung des Unterhaltes der Familie ihr Vermögen anzugreifen. Es muss ei-

nem Ehegatten unter Umständen auch zugemutet werden, nicht liquides Vermö-

gen zur Ausschöpfung von Kreditmöglichkeiten einzusetzen, z.B. ein Hypothekar-

darlehen aufzunehmen oder aufzustocken (ZK-Bräm/Hasenböhler, Art. 163 ZGB 

- 37 - 

N 104; BK-Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 163 ZGB N 22; BGE 138 III 289 

E. 11.1.2; 134 III 581 E. 3.3). Ob und in welchem Umfang es als zumutbar er-

scheint, Vermögen für den laufenden Unterhalt einzusetzen, ist anhand sämtlicher 

Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Von Bedeutung hierfür sind 

insbesondere der bisherige Lebensstandard, der allenfalls zusätzlich ein-

geschränkt werden kann und muss, die Grösse des Vermögens und die Dauer, 

für die ein Rückgriff auf das Vermögen nötig sein wird (BGer 5P.472/2006 vom 

15. Januar 2007, E. 3.2). In erster Linie ist der Familienunterhalt durch die Errun-

genschaft zu bestreiten. Nur in Ausnahmefällen ist es einem Ehegatten zumutbar, 

auf die Substanz des Eigenguts, namentlich auf Erbschaften zurückzugreifen 

(BGE 129 III 7 E. 3.1.2). Dies bedeutet aber nicht, dass die Substanz des Eigen-

guts stets unantastbar bleiben müsste. Die güterrechtliche Zuordnung des Ver-

mögens, das angezehrt werden muss, ist somit nur ein Aspekt unter anderen, der 

in die Abwägung einzufliessen hat (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhalts-

rechts, N 03.146; OGer ZH LE120041 vom 8.3.2013, E. III/1.3.3.). Mit Blick auf 

den Grundsatz der Gleichbehandlung der Ehegatten kann von einem Ehegatten 

sodann nicht verlangt werden, sein Vermögen anzugreifen, wenn dies nicht auch 

vom anderen verlangt wird, es sei denn, der andere habe kein Vermögen (BGE 

129 III 7 E. 3.1.2).  

 Neben dem Einkommen und den Mieterträgen wurde der Lebensunterhalt 

der Parteien vom 1. Oktober 2016 bis 30. November 2018 vorwiegend aus 

Schenkungen und damit aus Eigengut des Gesuchstellers finanziert (Urk. 45 

S. 15; Urk. 73 S. 13). Es kam im relevanten Zeitraum zu folgenden Schenkungen 

durch die Mutter des Gesuchstellers: 2016 Fr. 388'000.– und erstes Halbjahr 

2017 Fr. 195'000.– (Urk. 62 S. 36 f. und Urk. 27/63 und Urk. 46/114). Die Ge-

suchsgegnerin macht geltend, dass der Gesuchsteller 2016 eine weitere Schen-

kung von Fr. 900'000.– aus dem Vermögen des Grossvaters erhalten habe. Dies 

scheine der Gesuchsteller spätestens in seiner Berufungsschrift auch zuzugeben, 

wenn er von "geschenktem Geld von CHF 2 Mio." spreche (Urk. 73 S. 13 unter 

Verweis auf Urk. 32 N 60 ff. und N 65 ff.). Der Gesuchsteller sprach aber von 

Schenkungen von zwei Millionen Franken, die mit der ersten Schenkung im Jahr 

2011 im Betrag von Fr. 925'000.– begonnen hätten. Damit berief er sich auf das 

- 38 - 

Total der Schenkungen (Urk. 61 S. 26). Selbst die Gesuchsgegnerin führte vor 

Vorinstanz aus, dass von der (angeblichen) Schenkung von Fr. 900'000.– im Jahr 

2016 bislang lediglich Fr. 306'000.– geflossen seien (Urk. 32 N 65). Diese 

Fr. 306'000.– sind aber in der oben erwähnten Schenkungssumme von 

Fr. 388'000.– für das Jahr 2016 enthalten (vgl. Urk. 40/3). Die Mutter des Ge-

suchstellers bestätigte zudem, ab 2013 bis 2017 zusätzlich zu den in den Steuer-

erklärungen deklarierten Schenkungen auch die Kreditkartenabrechnungen der 

Parteien bezahlt zu haben (Urk. 46/115). Damit wurde der Familienunterhalt der 

Jahre 2016 und 2017 neben dem als Schenkungen betitelten Betrag von total 

Fr. 583'000.– durch Bezahlung von Kreditkartenschulden durch die Mutter des 

Gesuchstellers bestritten. Darüber hinaus machte der Gesuchsteller bereits vor 

Vorinstanz geltend, da sich das Eheschutzverfahren in die Länge ziehe, habe er 

zur Finanzierung der hohen Lebenshaltungskosten der Gesuchsgegnerin bereits 

zwei Darlehen (am 26. September 2017 und 28. Dezember 2017 über je 

Fr. 45'000.–) bei seiner Mutter aufnehmen müssen (Urk. 45 S. 15 und 

Urk. 46/102-105). Diese Darlehen muss der Gesuchsteller gemäss Darlehensver-

trägen aus dem Verkauf einer Wohnung in H._____ zurückzahlen (Urk. 42 S. 5 f. 

[Beweisaussage des Gesuchstellers vor Vorinstanz] und Urk. 46/102+103). Die 

Vorinstanz hielt die Darlehensverträge als für das Eheschutzverfahren konstruiert 

(und es müsse nicht beurteilt werden, ob die vom Gesuchsteller in den Steuerer-

klärungen deklarierten Schenkungen seiner Mutter als Entgelt und damit als Ein-

kommen für die Vermögensverwaltungstätigkeit geflossen sei; Urk. 62 S. 40 f.). 

Ob die Darlehensverträge konstruiert sind, kann vorliegend offen gelassen wer-

den, denn selbst wenn es sich um Darlehen handelt, bezahlte der Gesuchsteller 

damit die Unterhaltsbeiträge an seine Familie, indem die Liegenschaft in Israel – 

die sich die Parteien mit ihrem Einkommen nicht länger werden leisten können 

und die deshalb baldmöglichst wird verkauft werden müssen – "belehnt" wurde. 

Diese Liegenschaft hat gemäss einer Selbstanzeige beim Steueramt des Kantons 

Zürich einen Vermögenssteuerwert von Fr. 500'000.– (Urk. 31/91) und weist folg-

lich notorischerweise einen erheblich höheren Verkehrswert auf. Bei einem Ver-

kauf der Liegenschaft – welche dem Eigengut des Gesuchstellers zuzurechnen 

sein dürfte (vgl. Urk. 83 S. 12) – wird es dem Gesuchsteller somit möglich sein, 

- 39 - 

selbst allfällige Darlehen seiner Mutter zurückzubezahlen. Wenn die Mutter des 

Gesuchstellers darüber hinaus in einem im Berufungsverfahren eingereichten 

Schreiben vom 20. August 2018 (Urk. 83 S. 13 und Urk. 86/2) erklärt, sie habe 

entschieden, dass ihr der Gesuchsteller alle Darlehen und direkten Zahlungen, 

welche sie für den Gesuchsteller, die Gesuchsgegnerin und die Kinder geleistet 

habe, zurückzubezahlen habe, so erscheint der Inhalt dieses Schreibens un-

glaubhaft (Urk. 94 S. 6). Das Schreiben nennt erstens keinen Betrag, der zurück-

zubezahlen ist. Zweitens können vollzogene Schenkungen (in Urk. 46/114 ist bei 

den Überweisungen von der Mutter des Gesuchstellers von Schenkungen und 

nicht von Darlehen die Rede; siehe insbesondere: 10. Juni 2016 Fr. 70'000.–, 

22. September 2016 Fr. 306'000.–, 31. Oktober 2016 Fr. 12'000.–, 24. Januar 

2017 Fr. 65'000.–, 7. März 2017 Fr. 60'000.–, 12. April 2017 Fr. 25'000.–, 16. Juni 

2017 Fr. 40'000.–, 29. Juni 2017 Fr. 5'000.– "Ferien"; vgl. auch Urk. 27/63) nicht 

nachträglich mit einseitiger Parteierklärung in Darlehen umgedeutet werden bzw. 

können Schenkungen nur unter den in Art. 249 OR angeführten Bedingungen zu-

rückgefordert werden, wofür aber keine Anhaltspunkte vorliegen (zudem müsste 

der Gesuchsteller diesbezüglich noch bereichert sein). Es ist daran zu erinnern, 

dass der Gesuchsteller vor Vorinstanz noch geltend machte, dass seine Mutter 

die Kinder der Parteien weiterhin grosszügig finanziell unterstützen werde, so 

dass sich deren Lebensstandard nicht wesentlich verändern werde (Urk. 45 

S. 22). Selbst in der Berufungsschrift machte der Gesuchsteller noch geltend, sei-

ne Mutter werde ihn weiterhin wie die letzten Jahre vor der Trennung in die Ferien 

einladen und die Privatschulen bezahlen (Urk. 61 S. 25). Damit wurde der Unter-

halt der Gesuchsgegnerin und der Kinder seit der Trennung nebst dem Erwerbs-

einkommen und dem Liegenschaftsertrag entweder aus Schenkungen der Mutter 

des Gesuchstellers oder (allenfalls) in geringerem Umfang aus Darlehen auf die 

israelische Liegenschaft des Gesuchstellers bezahlt. 

 Es erscheint glaubhaft, dass der Gesuchsteller nicht mehr über nennenswer-

tes liquides Vermögen verfügt (Urk. 27/1-3; Urk. 62 S. 38 oben; vgl. Urk. 73 

S. 16). Die Mutter des Gesuchstellers hat diesem ihre Schenkungen (bzw. dieje-

nigen des Grossvaters) nach und nach zukommen lassen. Die Schenkungen der 

Vorjahre wurden durch die Parteien verbraucht (Urk. 27/1-3, vgl. Urk. 27/4+22, 

- 40 - 

Urk. 31/94, Urk. 65/12, Urk. 71/24). Dass der Gesuchsteller seine Unterhaltszah-

lungen seit September 2018 neben seinem Lohn von der N._____ AG aus seinem 

restlichen Vermögen sowie aus dem Erlös des Verkaufs seines Porsches unter 

Zeitdruck für Fr. 85'000.– (Urk. 83 S. 11; Urk. 100 S. 18 und Urk. 102/4 S. 17) so-

weit möglich bezahlt hat und dass ihm derzeit kein weiteres liquides Vermögen 

zur Verfügung steht, erscheint plausibel. Zwar ist der Gesuchsgegnerin beizu-

pflichten, dass aus den Bankauszügen des Gesuchstellers für diese Zeit Bar-

überweisungen hervorgehen, deren Herkunft unklar ist. Es handelt sich dabei um 

folgende Überweisungen: 15. Dezember 2018 Fr. 4'000.– "Einzahlung M._____ 

Bancomat" (Urk. 102/4 S. 2/19), 16. November 2018 Fr. 3'000.– "Einzahlung 

M._____ Bancomat" (Urk. 102/4 S. 8/19), 25. September 2018 Fr. 4'000.– "Ein-

zahlung M._____ Bancomat" (Urk. 102/4 S. 14/19). Dies ergibt für fünf Monate 

Einzahlungen im Betrag von Fr. 11'000.–, für die der Gesuchsteller keine Erklä-

rungen liefert. Bei der Buchung vom 12. Dezember 2018 handelt es sich entge-

gen der Gesuchsgegnerin nicht um eine Gutschrift sondern um ein Tausch von 

Fremdwährung (Urk. 102/4 S. 2/19) und bei den monatlichen Auszahlungen des 

Gesuchstellers im Betrag von je Fr. 2'500.– um dessen Bruttoeinnahmen aus der 

Vermietung seiner Eigentumswohnung (Urk. 30 S. 39 und Urk. 69 S. 5). In Relati-

on zu den Lebenshaltungskosten der Parteien in der Vergangenheit handelt es 

sich jedoch bei den Fr. 11'000.– um einen kleinen Betrag. Nichtsdestotrotz er-

scheinen die finanziellen Verhältnisse des Gesuchstellers nach wie vor nicht rest-

los geklärt. Bereits die Vorinstanz hielt bezüglich der Einnahmen des Gesuchstel-

lers fest, zuerst habe er glauben machen wollen, dass die Parteien den Lebens-

unterhalt allein aus den in den Steuererklärungen deklarierten Schenkungen, sei-

nem Erwerbseinkommen und den Mieteinnahmen finanziert hätten (unter Verweis 

auf Urk. 30 S. 38 ff.; siehe auch Prot. I S. 18). Als sich dies mit den Zahlen für das 

Jahr 2015 nicht kohärent erwiesen habe, habe der Gesuchsteller erklärt und dies 

schriftlich von seiner Mutter bestätigen lassen, dass seit dem Jahr 2013 auch 

sämtliche Kreditkartenrechnungen von ihr bezahlt worden seien. Zudem habe er 

spitzfindig behauptet, er habe im Jahr 2011 keine Million auf das von der Ge-

suchsgegnerin angegebene Konto erhalten (Urk. 22 S. 8), obwohl er später ein-

gestanden habe, im Jahr 2011 eine Schenkung von Fr. 925'000.– erhalten zu ha-

- 41 - 

ben. Weiter habe er ausgeführt, es seien alle Schenkungen in der Steuererklä-

rung deklariert worden; weitere Schenkungen habe er nicht erhalten (Urk. 22 

S. 9). Diese Behauptung habe sich als nachweislich falsch herausgestellt, wie die 

Ausführungen des Gesuchstellers zur Bezahlung der Kreditkarten belegen wür-

den (Urk. 62 S. 39). Es erscheint jedoch glaubhaft, dass der Gesuchsteller neben 

seinem Erwerbseinkommen und den Mietzinseinnahmen aus seiner Eigentums-

wohnung selber nicht leistungsfähig, sondern vielmehr – wie bereits während der 

ungetrennten Ehe – von den sukzessiven Geldüberweisungen seiner Mutter ab-

hängig ist. Da die Parteien einen luxuriösen Lebensstil führten und zweitweise of-

fenbar auch hohe Geldsummen im Casino verspielten (vgl. E. 4.3.2. f. unten), er-

scheinen die sukzessiven Schenkungen indes nachvollziehbar. Unterdessen hat 

der Gesuchsteller seinen Porsche verkauft und muss derzeit die Pfändung seiner 

Wohnung in Zürich befürchten, da er von der Gesuchsgegnerin für ausstehende 

Unterhaltsbeträge von August 2018 bis Januar 2019 über insgesamt 

Fr. 135'050.– (Fr. 190'800.– abzüglich bereits geleisteter Unterhaltszahlungen von 

insgesamt Fr. 55'749.60) betrieben wurde, für welche dieser mit Urteil vom 

12. März 2019 die definitive Rechtsöffnung gewährt wurde (Urk. 112/1). Dies sind 

weitere Indizien dafür, dass der Gesuchsteller finanziell vom guten Willen seiner 

Mutter abhängig ist. 

 Aufgrund des bisherigen ausserordentlich hohen Lebensstandards der Par-

teien, der über Jahre hinweg grösstenteils aus dem Vermögen der Familie des 

Gesuchstellers und damit letztlich aus dessen Eigengut bestritten und weil dies 

selbst nach der Trennung so gehandhabt wurde, ist es dem Gesuchsteller zumut-

bar, die rückständigen Unterhaltszahlungen auch aus den Schenkungen (bzw. 

den zusätzlichen Darlehen aus dem Jahr 2017 über Fr. 90'000.– [Urk. 46/102-

105, Überweisung des zweiten Darlehens über Fr. 45'000.– am 5. Januar 2018] 

und aus dem Jahr 2018 über Fr. 30'000.– [Urk. 61 S. 42 und Urk. 65/7]) zu leis-

ten. Es braucht damit an dieser Stelle nicht beurteilt zu werden, ob dem Gesuch-

steller für zukünftige Unterhaltszahlungen der Verkauf seiner unterdessen von 

ihm bewohnten Eigentumswohnung zugemutet werden kann (über deren Wert 

sich die Parteien uneinig sind; die Gesuchsgegnerin beruft sich auf einen Wert 

von Fr. 2'000'000.–; Urk. 83 S. 12).  

- 42 - 

 d) Gemäss Arztzeugnissen war der Gesuchsteller vom 22. August bis 

30. November 2018 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 102/2). Einem Schreiben sei-

ner Psychiaterin an die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft vom 

7. November 2018 ist zu entnehmen, dass der Gesuchsteller an einem depressiv 

bestehenden Zustandsbild mit Angstzuständen hinsichtlich der weiteren Zukunft, 

manifesten Schlafstörungen, Insuffizienzgefühlen sowie einer starken Verunsiche-

rung leide (Urk. 102/3 S. 1; Urk. 100 S. 9). Der Gesuchsteller hat keine Urkunden 

bezüglich der Höhe seiner Krankentaggelder zu den Akten gereicht. Auch dem 

eingereichten Kontoauszug sind keine Zahlungseingänge der Versicherung zu 

entnehmen. Angesichts der erst am 7. November 2018 erfolgten Beantwortung 

der Fragen eines Schreibens der Versicherung vom 11. September 2018 ist nicht 

davon auszugehen, dass der Gesuchsteller vor Ende November 2018 Taggeld-

zahlungen seiner Versicherung erhielt, die er für die Bestreitung des Lebensun-

terhaltes der Gesuchsgegnerin und der Kinder hätte verwenden können. 

 e) Wie unten zu zeigen sein wird, schuldet der Gesuchsteller der Ge-

suchsgegnerin für die vorliegend relevante Unterhaltsperiode (inklusive Prozess-

kostenbeiträge) noch gut Fr. 70'000.–. Es erscheint unglaubhaft, dass der Ge-

suchsteller kein weiteres Darlehen in dieser Höhe von seiner Mutter auf die Lie-

genschaft in H._____ erhältlich machen kann. Damit ist der Gesuchsteller für die 

vorliegend relevante Unterhaltsperiode in der Lage, die unten festzusetzenden 

Unterhaltsbeiträge – soweit er sie noch nicht beglichen hat – zu bezahlen. 

 4.2. Einkommen Gesuchsgegnerin 

 4.2.1. Die Vorinstanz rechnete der nicht erwerbstätigen Gesuchsgegnerin 

kein hypothetisches Einkommen an. Zur Begründung führte die Vorderrichterin 

an, die beiden Söhne seien knapp 13 und acht Jahre alt und besuchten die 

G._____ Tagesschule, womit die Gesuchsgegnerin in der Lage wäre, einer 50 %-

Erwerbstätigkeit nachzugehen. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens dürfe sich 

die Gesuchsgegnerin jedoch auf die von den Parteien gewählte Aufgabenteilung 

berufen, sofern der Gesuchsteller in der Lage sei, den bisher gelebten Lebens-

standard für nunmehr zwei Haushalte weiterhin zu finanzieren. Dies sei vorlie-

gend der Fall (Urk. 62 S. 33 f.). 

- 43 - 

 4.2.2. Da aus dem (hypothetischen) Einkommen des Gesuchstellers der 

bisherige Lebensstandard nicht annähernd deckbar ist, wird die 42-jährige und 

gesunde Gesuchsgegnerin nach Aufhebung der 10/16-Regel durch die bundesge-

richtliche Rechtsprechung unter Einhaltung einer angemessenen Übergangsfrist 

eine Erwerbstätigkeit von mindestens 50 % aufzunehmen müssen (BGE 144 III 

481; vgl. Urk. 61 S. 22). Wie beim Gesuchsteller wird auch bei der Gesuchsgeg-

nerin die Frage der Anrechnung des hypothetischen Einkommens und der ange-

messenen Übergangsfrist vom Scheidungsgericht als Massnahmegericht zu prü-

fen sein. Die urteilende Kammer ist dazu wegen des bereits erwähnten Kompe-

tenzkonflikts sachlich nicht mehr zuständig (s. E. 4.1.10. oben). Für den vorlie-

gend zu beurteilenden Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis 30. November 2018 

kann der Gesuchsgegnerin kein hypothetisches Einkommen angerechnet werden. 

 4.3. Bedarf Gesuchsgegnerin und Kinder vom 1. Oktober 2016 bis 

30. November 2018 

 4.3.1. Die Vorinstanz erwog, dass der gebührende Bedarf der Gesuchsgeg-

nerin und der Kinder nach der einstufigen Methode zu ermitteln sei. Es erscheine 

angemessen, den Lebensstandard der Parteien anhand der von ihnen verbrauch-

ten Mitteln pauschalisiert zu ermitteln, soweit es sich nicht um die feststehenden 

Fixkosten handle (Urk. 62 S. 42 unter Verweis auf Urk. 30 S. 55 ff., Urk. 32 N 80 

ff.). Aus einer E-Mail des Gesuchstellers an die Gesuchsgegnerin vom 

25. September 2016 (Urk. 46/120) ergebe sich, dass der Gesuchsteller vor sei-

nem Auszug ohne Weiteres davon ausgegangen sei, dass er in der Lage sein 

werde, für die Fixkosten der Gesuchsgegnerin und der Kinder weiterhin aufzu-

kommen, und er auch weiterhin dafür aufkommen werde. Darauf sei er zu behaf-

ten. Er habe die von ihm bezahlten Auslagen in einer Aufstellung ab seinem Aus-

zug bis Juni 2017 festgehalten (Urk. 27/53). Die Vorinstanz verpflichtete den Ge-

suchsteller verschiedene Fixkosten für die Kinder wie bisher direkt an die Gläubi-

ger zu bezahlen (und sie in der Steuererklärung nicht als Kinderunterhaltsbeiträge 

an die Gesuchsgegnerin in Abzug zu bringen; Urk. 62 S. 43; s. Dispositiv-Ziffer 13 

des angefochtenen Urteils). Zusätzlich verpflichtete die Vorinstanz den Gesuch-

steller, der Gesuchsgegnerin für die beiden Kinder rückwirkend ab 1. Oktober 

- 44 - 

2016 die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge (inkl. Kinderzulagen) zu be-

zahlen: Fr. 3'000.– für D._____ und Fr. 8'800.– für E._____ (davon Fr. 6'000.– als 

Betreuungsunterhalt; Urk. 62 Dispositiv-Ziffer 14). Weiter wurde der Gesuchsteller 

verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich rückwirkend ab 1. Oktober 

2016 Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 20'000.– pro Monat zu bezahlen 

(Dispositiv-Ziffer 15). 

 4.3.2. Der Gesuchsteller fordert die Unterhaltsberechnung nach der zweistu-

figen Methode. Er könne nicht dazu verpflichtet werden, den hohen Lebensstan-

dard, der auf dem Verbrauch von Eigengut (Schenkungen) basiert habe, auch in 

Zukunft zu gewährleisten. Er habe gegenüber seiner Mutter keinen Anspruch auf 

Geschenke im Betrag von rund Fr. 640'000.– pro Jahr. Er habe auch keine Mög-

lichkeit, ein solches Einkommen durch Erwerb zu erzielen. Das höchste Einkom-

men, das er je erzielt habe, habe Fr. 202'600.– inkl. Kinderzulagen betragen 

(Urk. 61 S. 21 unter Hinweis auf Urk. 53/61 und Urk. 59 S. 30). Wie im vorinstanz-

lichen Urteil zutreffend festgehalten worden sei, seien die liquiden Mittel durch die 

Schenkungen aufgebraucht. Zur Finanzierung des hohen Lebensstandards der 

Gesuchsgegnerin habe er bereits Darlehen in sechsstelliger Höhe aufnehmen 

müssen (Urk. 61 S. 22). Es sei von seinem effektiv erzielten Einkommen von 

Fr. 13'168.– auszugehen (Urk. 61 S. 23). Bis im Sommer 2017 habe er sein Ver-

mögen aus Schenkungen im Betrag von insgesamt zwei Millionen Franken zur 

Bestreitung des Familienunterhaltes aufbrauchen können und habe deshalb erst 

ab dem 1. September 2017 seinem Einkommen angepasste Unterhaltsbeiträge 

beantragt (Urk. 61 S. 25). Gemäss Vorinstanz hätten beide Parteien in etwa den 

gleichen Betrag der Kreditkartenrechnungen gebraucht. Wie der vom Gesuchstel-

ler angefertigten Aufstellung über die Kreditkartenausgaben entnommen werden 

könne, habe er jedoch mit seinen drei Kreditkarten im Jahr 2015 insgesamt 

Fr. 346'700.– verbraucht, während die Gesuchsgegnerin für sich mit ihrer Kredit-

karte nur Fr. 39'600.– verbraucht habe (Urk. 61 S. 28 unter Verweis auf 

Urk. 27/59). Weshalb die Vorinstanz die hohen verspielten Geldbeträge nicht vom 

Familienbudget ausklammere (gemäss Gesuchsgegnerin einmal Fr. 200'000.– im 

Monat), sei nirgends dargelegt worden (Urk. 61 S. 28). Die Gesuchsgegnerin sei 

auf ihrer Aussage zu behaften, wonach der Gesuchsteller in den drei Jahren vor 

- 45 - 

der Trennung häufig ohne sie und die Kinder Ferien gemacht und jeweils in Lu-

xushotels übernachtet habe. In die gemeinsamen Ferien seien die Parteien zu-

dem häufig von der Mutter des Gesuchstellers eingeladen worden, wie das beide 

Parteien übereinstimmend ausgeführt hätten. Die Gesuchsgegnerin habe viel we-

niger Geld als der Gesuchsteller benötigt, was auch die von ihr eingereichten 

Rechnungen und Quittungen einiger weniger Einkäufe im Luxussegment aufzeig-

ten (Urk. 61 S. 29). Seit dem August 2017 seien Direktzahlungen für die Privat-

schulen der beiden Kinder und sämtliche mit der Schulbildung der Kinder im Zu-

sammenhang stehenden Kosten, wie Nachhilfeunterricht, Schulmaterial etc. so-

wie die Kos