# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb5ebc14-4055-5b88-b9d9-76931025e74f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2008 D-6660/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6660-2008_2008-10-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6660/2008/wif

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______,
Elfenbeinküste,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6660/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 15. April 2008 verlassen hat und über den Luftweg am folgenden 
Tag in die Schweiz einreiste, wo er  am gleichen Tag um Asyl nach-
suchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum A._______ vom 21. April  2008 sowie der direkten Anhörung 
vom 22. Juli 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend machte, er sei Staatsangehöriger der Elfenbeinküste, gehöre 
der Volksgruppe der Guerré an und sei in B._______ geboren, habe 
indessen seit 2003 bis zur Ausreise in C._______ gelebt,

dass er in C._______ seit etwa drei Jahren als Mitarbeiter eines Perso-
nentransportunternehmens  tätig  gewesen  sei  und  innerhalb 
C._______ Chauffeure in  ihren Kleinbussen begleitet  sowie von den 
Passagieren das Geld für die Fahrt einkassiert habe,

dass er seit  längerer Zeit  mit  einem Polizisten seines Wohnquartiers 
wegen eines Mädchens in eine Auseinandersetzung verwickelt gewe-
sen sei,

dass sein Kleinbus am 11. März 2008 in Abidjan in einen Verkehrsun-
fall mit einem andern Kleinbus verwickelt gewesen sei, wobei der oben 
erwähnte Polizist getötet worden sei,

dass die Chauffeure der Kleinbusse und deren Mitfahrer – so auch der 
Beschwerdeführer – die Flucht ergriffen hätten,

dass der Beschwerdeführer in der Folge zu Unrecht beschuldigt wor-
den sei, diesen Unfall absichtlich herbeigeführt zu haben, um den er-
wähnten Polizisten zu töten,

dass er deshalb zu einem homosexuellen Kollegen geflohen sei und 
sich bei ihm bis am 15. April 2008 aufgehalten habe,

dass ihm am Telefon ein Wäscher oder seine Frau mitgeteilt hätten, er 
werde in seinem Wohnquartier von der Polizei gesucht und sein Haus 
sei verbrannt worden,

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dass er sich in der Folge zur Ausreise entschlossen und zu deren Fi-
nanzierung mehrmals sexuelle Handlungen mit einem Pastor zugelas-
sen habe,

dass ihn dieser Pastor in die Schweiz begleitet und ihm die für die Rei-
se benützten Reisepapiere abgenommen habe,

dass er – ausser einer Karte für Kriegsvertriebene – keinen Reisepass 
oder  andere  Identitätsdokumente  besessen  habe,  weshalb  er  keine 
Identitätspapiere abgeben könne, 

dass die Karte für Kriegsvertriebene in seinem Heimatland geblieben 
sei und er keinen Kontakt aufnehmen könne, weil die Fax-Verbindung 
nicht zustande komme,

dass der Beschwerdeführer die Kopie eines Geburtsregisterauszuges 
abgab,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 14. Oktober 2008 – eröffnet am 16. August 2008 – gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reisepapiere im Sinne von 
Art. 1  Bst. b  und c der Asylverordnung 1 vom 11. August  1999 über 
Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  eingereicht,  weil  die  Kopie 
des  abgegebenen  Geburtsregisterauszuges  nicht  als  Reise-  oder 
Identitätspapier im Sinne des Gesetzes gelte,

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten, weil sie mit diversen Ungereimtheiten behaftet seien,

dass er unterschiedliche Angaben darüber zu Protokoll gegeben habe, 
wo sich die Karte für Kriegsvertriebene befinde,

dass zudem seine Angaben, er sei mit einem roten Reisepass und ei-
ner auf die gleichen Personalien ausgestellten ivorischen Identitätskar-
te,  welche sein  Foto,  aber  nicht  seinen  Namen enthalten  habe,  von 
C.______ nach Genf gereist, nicht mit der Realität zu vereinbaren sei,

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dass  der  ivorische  Reisepass  nämlich  nicht  rot  sei  und  ivorische 
Staatsangehörige zudem ein Visum für die Schweiz benötigten, wes-
halb nicht nachvollziehbar sei, wie der Beschwerdeführer mit den er-
wähnten Papieren am Genfer Flughafen, wo die Kontrollen streng sei-
en, habe  einreisen können,

dass vielmehr davon auszugehen sei,  der Beschwerdeführer verfüge 
über  rechtsgültige  Ausweispapiere,  welche  er  den  Schweizerischen 
Behörden nicht vorgelegt habe,

dass damit der Verdacht bestehe, er wolle die Schweizerischen Asyl-
behörden über seine wahre Identität und seinen wirklichen Reiseweg 
täuschen,

dass darüber hinaus die Kommunikationswege zwischen der Schweiz 
und C._______ per Post, Fax, Telefon und E-Mail funktionierten und es 
dem Beschwerdeführer  somit  zumutbar  und  möglich  gewesen  wäre, 
von  Angehörigen  und  Bekannten  innert  48  Stunden  Ausweispapiere 
anzufordern, weshalb sein fehlendes Tätigwerden als fehlende ernst-
hafte Bemühungen zur Beschaffung von Papieren betrachtet werde,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosigkeit vorlä-
gen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien, 

dass  aufgrund zahlreicher  Widersprüchlichkeiten  in  den Kernvorbrin-
gen  des  Beschwerdeführers  nicht  davon  auszugehen  sei,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft,

dass er  beispielsweise  den in  der  direkten Bundesanhörung geltend 
gemachten Angriff durch den Polizisten im November/Dezember 2007 
anlässlich  der  Kurzeinvernahme  unerwähnt  gelassen  habe,  weshalb 
dieser als nachgeschoben gelte,

dass er auf der einen Seite den Streit mit dem Polizisten im Dezember 
beendet  habe,  während  er  auf  der  andern  Seite  kurz  vor  dem Ver-

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kehrsunfall  vom 11. März  2008 vom Polizisten mit  dem Tod bedroht 
worden sein soll, was miteinander nicht vereinbart werden könne,

dass er gemäss der einen Version den Namen des Polizisten nicht ge-
kannt  haben will  und gemäss der  andern  Version den Polizisten mit 
„D._______“ bezeichnet habe,

dass er  einerseits  nur  per  Telefon von der  polizeilichen Suche nach 
seiner Person und andererseits auch in der Zeitung darüber erfahren 
habe,

dass er zudem unterschiedlich angab, ob ihm der Wäscher oder seine 
Frau von der Suche erzählt haben sollen,

dass er auch die Anzahl der homosexuellen Handlungen und die Per-
son, welche ihn zu sexuellen Handlungen mit einem Hund aufgefordert 
habe, unterschiedlich angab,

dass  das  BFM den  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar 
und möglich erachtete,

dass insbesondere in C._______ und der Umgebung keine Situation 
allgemeiner Gewalt vorliege und der Beschwerdeführer die letzten fünf 
Jahre dort verbracht habe,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Oktober 2008 (Datum 
Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung 
sei vollumfänglich aufzuheben und auf das Asylgesuch sei einzutreten,

dass in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege und der aufschiebenden Wirkung ersucht wur-
de,

dass die Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 23. Oktober 2008 
übermittelt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

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über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

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dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  vorliegend  der  Beschwerdeführer  innerhalb  vom  48  Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts- oder Reisepapiere 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass – in Übereinstimmung mit der Argumentation der Vorinstanz – die 
von ihm eingereichte Kopie aus dem Geburtsregister nicht als Reise- 
oder Identitätspapier im erwähnten Sinn gilt,  da sie kein Foto enthält 
und überdies nicht im Original vorliegt,

dass er dazu geltend machte, es sei nicht möglich, heimatliche Identi-
tätspapiere zu beschaffen, da er nie solche erhalten habe,

dass diese Angaben jedoch nicht geglaubt werden können, da der Be-
schwerdeführer im Zusammenhang mit  dem Besitz und der Möglich-
keit  der Beschaffung von rechtsgenüglichen Identitätspapieren  unge-
reimte und damit unglaubhafte Angaben zu Protokoll gab, wie die Vor-
instanz zutreffend feststellte,

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dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass indessen insbesondere seine Angaben über die Reise- und Iden-
titätspapiere, mit welchen er in die Schweiz gereist sein will, nicht ge-
glaubt werden können, weil der Beschwerdeführer angab, er sei mit ei-
nem roten Reisepass und einer die gleichen Personalien enthaltenden 
Identitätskarte der Côte d'Ivoire in die Schweiz gereist,

dass einerseits der Reisepass der Côte d'Ivoire nicht rot ist,

dass andererseits seine Aussage anlässlich der Bundesanhörung, er 
denke, es habe sich um einen schweizerischen Reisepass gehandelt 
(Akte A9/18 S. 5), mit der Aussage in der Erstbefragung, die ivorische 
Identitätskarte habe die gleichen Personalien enthalten wie der Reise-
pass (Akte A1/10 S. 6), nicht in Einklang zu bringen ist, zumal einer-
seits  nicht  davon auszugehen ist,  ein  echter  schweizerischer  Reise-
pass enthalte Personalien, welche auch eine echte ivorische Identitäts-
karte aufweise, und andererseits an der schweizerischen Grenze ein 
schweizerischer Reisepass, der die gleichen Personalien aufweist wie 
eine ivorische Identitätskarte, zu weiteren Abklärungen geführt  hätte, 
was der Beschwerdeführer indessen nicht geltend machte,

dass somit nicht nachvollzogen werden kann, wie der Beschwerdefüh-
rer mit den erwähnten Reisepapieren die strengen Personenkontrollen 
am Genfer Flughafen hätte passieren können,

dass deshalb die Vorinstanz zu Recht davon ausging, er habe seine 
Reise in die Schweiz mit andern, den schweizerischen Behörden nicht 
vorgelegten Identitäts- und Reisepapieren angetreten,

dass die Vorinstanz auch zutreffend feststellte, die Kommunikationswe-
ge  über  die  Post,  den  Fax,  das  Telefon  und  das  E-Mail  von  der 
Schweiz nach C._______ würden funktionieren,  womit  einerseits  die 
Aussage  des  Beschwerdeführers,  er  habe  mit  dem  Pastor  Kontakt 
aufnehmen wollen, was aber nicht gelungen sei, nicht geglaubt werden 
kann, und es ihm andererseits möglich und zumutbar gewesen wäre, 
aus seinem Heimatland Identitätspapiere zu beschaffen,

dass darüber hinaus die Angaben des Beschwerdeführers, man könne 
in seinem Heimatland keine Identitätskarte erhalten, als tatsachenwid-
rig zu betrachten ist, da – ausser in gewissen Gebieten des Nordens 

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und Ostens des Landes – Identitätskarten ausgestellt  werden und er 
sich  als  in  Abidjan  lebender  Bürger  der  Côte  d'Ivoire  mit  einer 
Identitätskarte  auszuweisen  hatte  (vgl.  dazu  Angela  Benidir-Müller, 
Schweizerische Flüchtlingshilfe, Identitätsdokumente in ausgewählten 
afrikanischen Flüchtlings-Herkunftsländern, Bern, 3. März 2005),

dass somit aufgrund der unglaubhaften Angaben des Beschwerdefüh-
rers über die für die Reise in die Schweiz benützten Reise- und Identi-
tätspapiere und über die verfehlte Kontaktaufnahme mit dem Heimat-
land auch nicht geglaubt werden kann, er besitze keine Identitäts- oder 
Reisepapiere,

dass somit die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, es würden kei-
ne  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine Identität einzurei-
chen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  den  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  keinen Glauben schenkte,  da  zahlreiche Ungereimtheiten und 
Widersprüchlichkeiten deren Glaubhaftigkeit stark erschüttern,

dass auch diesbezüglich – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden 
– in erster Linie auf die zutreffende Argumentation in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen wird,

dass  er  insbesondere  unterschiedlich  angab,  ob  er  den Namen des 
Polizisten kannte oder nicht, wobei seine Erklärung bei der Gewährung 
des  rechtlichen  Gehörs,  man  habe  ihn  anlässlich  der  Erstbefragung 
nach dem Namen gefragt, den er nicht kenne, während er in der Anhö-
rung den Vornamen preisgegeben habe (Akte  A9/18 S. 15),  als  un-
tauglicher Erklärungsversuch zu betrachten ist, zumal es ihm offen ge-
standen  wäre,  auch  anlässlich  der  Erstbefragung  den  Vornamen  zu 
nennen,

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dass er  auch unterschiedlich angab, bis  wann er  mit  dem Polizisten 
noch im Streit  war, indem er zuerst  aussagte, er habe den Streit  im 
Dezember 2008 (gemeint  ist  2007) beendet  (Akte A1/10 S. 5),  wäh-
rend er später vorbrachte, er sei wenige Tage vor dem Unfall vom Poli-
zisten mit dem Tod bedroht worden (Akte A9/18 S. 16), womit der Streit 
im Dezember 2007 offensichtlich noch nicht beendet gewesen wäre,

dass seine Erklärung, er könne nicht alle Daten behalten,  zur Auflö-
sung des Widerspruchs nichts beiträgt,

dass er sodann den Streit mit dem Polizisten zwar von Anfang an er-
wähnte, indessen nicht vorbrachte, dieser habe ihn im November/De-
zember 2007 spitalreif geschlagen, sondern dies erst in der Anhörung 
vorbrachte, womit der Streit im Dezember 2007 offensichtlich nicht be-
endet gewesen wäre und die beiden Aussagen sich gegenseitig aus-
schliessen,

dass  es  sich  dabei  um ein  zentrales  Element  seiner  Schilderungen 
handelt, weshalb es – um als glaubhaft zu gelten – von Anfang an hät-
te vorgebracht werden müssen,

dass er auch unterschiedliche Angaben über die Art und Weise, wie er 
von der Suche nach seiner Person, nämlich zuerst durch den Wäscher 
beziehungsweise seine Frau oder durch die Zeitung, erfahren habe, zu 
Protokoll gab,

dass er ferner die Anzahl der homosexuellen Handlungen und die Per-
son, welche ihn zu sexuellen Handlungen mit einem Hund aufgefordert 
habe, unterschiedlich angab, wobei er auch diesbezüglich nicht in der 
Lage war, die unterschiedlichen Angaben plausibel zu erklären,

dass sich der vorgebrachte Sachverhalt somit insgesamt als unglaub-
haft  erweist  und  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerdeschrift 
nichts vorbrachte, das diese Einschätzung zu ändern vermöchte, 

dass somit dem Beschwerdeführer insbesondere nicht geglaubt wer-
den kann, er werde in seinem Heimatland von den staatlichen Behör-
den und von der Familie des Polizisten gesucht und sei deshalb ge-
fährdet im Sinne des Asylgesetzes,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 

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– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getrof-
fen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vor-
instanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Beschwer-
deführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20)  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist  (Art.  44  Abs.  2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei nicht belegter beziehungswei-
se zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der Behörde sein 
kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen hypothetischer Natur 
zu forschen,

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dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), da seine Ausführungen unglaubhaft ausgefal-
len sind,

dass hinsichtlich der allgemeinen Situation in der Côte d'Ivoire auf die 
ausführliche  Lageanalyse  des  Bundesverwaltungsgerichts  im  Urteil 
D-4477/2006 vom 28. Januar 2008 zu verweisen ist  und gestützt auf 
diese neue Einschätzung der Lage im heutigen Zeitpunkt nicht gene-
rell  von  Krieg,  Bürgerkrieg  oder  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt 
auszugehen ist, die den Wegweisungsvollzug generell als unzumutbar 
erscheinen liesse,

dass gemäss diesem Urteil die Rückkehr für junge und gesunde Män-
ner, die in C._______ gelebt haben oder dort über ein Beziehungsnetz 
verfügen, generell als zumutbar zu erachten ist,

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben vor seiner Reise 
in  die  Schweiz  während  fünf  Jahren  in  C._______  gelebt  und 
gearbeitet  haben  will  sowie  den  Akten  nicht  zu  entnehmen  ist,  er 
benötige eine medizinische Behandlung, welche in seinem Heimatland 
nicht erhältlich wäre,

dass er zwar behauptete, seine Eltern seien gestorben, was er indes-
sen nicht durch Beweismittel belegen konnte,

dass zudem in seinem Heimatland noch andere Verwandte und nähere 
Bekannte leben,

dass somit davon ausgegangen werden kann,  der Beschwerdeführer 
verfüge in C._______ und in andern Teilen seines Heimatlandes über 
ein tragfähiges Beziehungsnetz,

dass er ferner als Kontrolleur in einem Personentransportunternehmen 
von C._______ Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt gesammelt hat und 
französisch spricht, was es ihm ermöglichen wird, nach seiner Rück-

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kehr in sein Heimatland erneut ein Beziehungsnetz im weiten Sinn und 
eine neue existenzielle Grundlage aufzubauen,

dass den Akten somit kein Hinweis entnommen werden kann, gestützt 
auf welchen gemäss der aktuellen Praxis des Bundesverwaltungsge-
richts von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen 
wäre,

dass somit der Vollzug der Wegweisung in die Elfenbeinküste auch als 
zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist  und die Kosten von 
Fr. 600.– (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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