# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 745a9005-59c4-5136-9898-8d522bf2de51
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2008 D-5652/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5652-2008_2008-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5652/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn, 
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren _______,
Georgien,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asyl und Wegweisung; Verfügung des 
BFM vom 29. August 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5652/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer Georgien eigenen Angaben zufolge unge-
fähr  am 20. Juni 2008 verliess und über  Aserbaidschan,  die Ukraine 
und andere  ihm unbekannte  Länder  in  die  Schweiz  gelangte,  wo er 
sich  einige  Tage  beziehungsweise  Wochen  aufhielt  bevor  er  am 
4. August 2008 um Asyl ersuchte,

dass  er  am  14. August 2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Basel summarisch befragt wurde,

dass das BFM am 26. August 2008 eine einlässliche Befragung zu den 
Fluchtgründen durchführte,

dass der  Beschwerdeführer  zur  Hauptsache geltend machte,  er  und 
seine Familie  seien aufgrund ihrer  ossetischen Ethnie  belästigt  wor-
den, man habe ihnen das Vieh gestohlen, das Haus angezündet und 
den Vater  mit  einem Bügeleisen gefoltert,  woraufhin  dieser  ein paar 
Tage später gestorben sei,

dass er einen Nachbarn, in dem er den Drahtzieher dieser Belästigun-
gen vermutet habe, mit einem Messer verletzt habe und daraufhin ge-
flohen sei,

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere zu den Akten gab 
und auf diesbezügliche Fragen des BFM angab, er hätte sie wegge-
worfen beziehungsweise zu Hause gelassen,

dass das BFM mit Verfügung vom 29. August 2008 – gleichentags er-
öffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden 
keine  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegen,  ohne  dass  dafür  ent-
schuldbare Gründe vorlägen,

dass es weiter festhielt, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-
genschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, da seine Vorbringen un-
glaubhaft  und zudem nicht asylrelevant seien, wobei zusätzliche Ab-

Seite 2

D-5652/2008

klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht nötig sei-
en,

dass des Weiteren der Wegweisungsvollzug zulässig und möglich sei, 
und weder die in Georgien herrschende politische Situation noch an-
dere Gründe gegen die Zumutbarkeit einer Rückkehr sprächen,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 5. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und die Aufhebung der Verfügung, die Rückweisung an die Vorins-
tanz  zur  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  und 
das Eintreten auf sein Asylgesuch beantragte,

dass er  dabei  zur Begründung ausführte,  die Vorinstanz habe ange-
sichts  der  angespannten  Situation  in  seinem  Herkunftsstaat  nicht 
rechtsgenüglich abgeklärt, ob einem Vollzug der Wegweisung hinsicht-
lich der Zumutbarkeit Hindernisse im Wege stehen würden,

dass aus dem beigelegten Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshil-
fe (SFH) und dem ebenfalls beigelegten Artikel aus der Neuen Zürcher 
Zeitung (NZZ) ersichtlich sei, dass sich Georgien im Kriegszustand be-
finde,  weshalb  die  SFH einen Rückführungsstop bis  zur  Beruhigung 
der Lage und Wiederherstellung der Sicherheit fordere,

dass die Vorinstanz zudem auch auf die individuelle Prüfung der Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzuges gänzlich verzichtet habe,

dass der  Beschwerdeführer  in  formeller  Hinsicht  um die  Gewährung 
der  unentgeltlichen   Rechtspflege  im  Sinne  von Art.  65  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) und Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses ersuchte,

dass die Vollzugsbehörden zudem im Sinne einer vorsorglichen Mass-
nahme anzuweisen seien,  die  Kontaktaufnahme mit  seinem Heimat-
staat und jede Weitergabe von Daten bis zum Entscheid zu unterlas-
sen sowie eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe offen zu le-
gen und ihm das  rechtliche  Gehör  im Hinblick  auf  subjektive  Nach-
fluchtgründe zu gewähren,

Seite 3

D-5652/2008

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

Seite 4

D-5652/2008

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM zu Recht festgestellt  hat, der Beschwerdeführer habe 
ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abge-
geben,  die  Flüchtlingseigenschaft  sei  nicht  erfüllt  und  es  seien  auf-
grund der  Anhörung auch keine zusätzlichen Abklärungen zur  Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft nötig und diesbezüglich auf die Er-
wägungen des BFM verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  bezüglich  der  Papierlosigkeit  und  der 
Flüchtlingseigenschaft  denn auch keine Einwände vorbringt,  sondern 
lediglich die Feststellung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
beanstandet,

dass vorliegend offen gelassen werden kann, ob die Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzuges ein Hindernis im Sinne von Art. 32 Abs. 3 
Bst. c AsylG darstellt, da sich der Vollzug – wie nachfolgend aufgezeigt 
– ohnehin als offensichtlich zumutbar erweist und das BFM demnach 
zu Recht festgestellt hat, es seien aufgrund der Anhörung auch keine 
zusätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nötig,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Bundesamt bei Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Re-
gel die Wegweisung verfügt und den Vollzug anordnet beziehungswei-
se das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen 
über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug 
der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 
(Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 
142.20]), 

Seite 5

D-5652/2008

dass in  Bezug auf  die  angeordnete Wegweisung als  Regelfolge  des 
Nichteintretens auf das Asylgesuch sowie auf die Unzulässigkeit und 
Unmöglichkeit  von  deren  Vollzug  nichts  vorgebracht  wird,  weshalb 
diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwie-
sen werden kann,

dass die in  der Beschwerde vorgebrachte Rüge, wonach die Vorins-
tanz die Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges nicht rechtsgenüg-
lich abgeklärt habe, vorab zu prüfen ist,

dass die  Asylbehörde den rechtserheblichen Sachverhalt  von Amtes 
wegen festzustellen hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG),

dass dabei der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2  der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April  1999 [BV, SR 101])  verlangt,  dass die  verfügende Behörde 
die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört,  sorgfältig und ernst-
haft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entspre-
chend  in  der  Entscheidbegründung  niederschlagen  muss  (EMARK 
2004 Nr. 38 E. 6.3 S. 264),

dass sich die Begründungsdichte nach dem Verfahrensstand, dem Ver-
fügungsgegenstand und den Interessen der Betroffenen richtet, wobei 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung bei schwerwiegenden Eingrif-
fen in rechtlich geschützte Interessen der Betroffenen eine sorgfältige 
Begründung verlangt (vgl. EMARK 2006 Nr. 24 E. 5.1 S. 256),

dass in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen ist, dass die ver-
fügte Wegweisung die gesetzlich vorgesehene Folge des Nichteintre-
tens auf ein Asylgesuchs ist und deshalb in der Regel nicht der glei-
chen  Begründungsdichte  wie  der  Entscheid  in  der  Hauptfrage,  dem 
Asyl, bedarf (vgl. EMARK 1994 Nr. 3),

dass die angefochtene Verfügung in Bezug auf die Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges die Anforderungen an die Begründungsdichte 
wahrt,

dass die Begründung, wonach weder die herrschende politische Situa-
tion noch andere Gründe gegen eine Rückkehr nach Georgien sprä-
chen,  angesichts  der  aktuellen  Kaukasus-Krise  in  der  Tat sehr  rudi-
mentär ausgefallen ist, die allgemeine Situation wie auch allfällige indi-
viduelle Gründe aber kurz angesprochen wurden,

Seite 6

D-5652/2008

dass  dies  vorliegend  insofern  genügte,  als  die  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers  als  unglaubhaft  qualifiziert  worden  waren  und  sich 
aus den Akten keinerlei Hinweise ergeben, die gegen eine Zumutbar-
keit des Vollzugs der Wegweisung aus individuellen Gründen sprechen 
und solche denn in der Beschwerde auch in keiner Weise näher subs-
tanziiert werden,

dass damit nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auszu-
gehen ist,  wenn auch  die  Begründung als  äusserst  knapp zu bean-
standen ist,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass nach Durchsicht der Akten die Feststellung der Vorinstanz, wo-
nach der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist, im Ergebnis zu bestä-
tigen ist,

dass die ethnische Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zu den Os-
seten – sein Vater stammt aus Z._______/Nordossetien – und seine 
Herkunft aus einer ländlichen Umgebung, wo sich ethnische Konflikte 
zuweilen stärker akzentuieren, zwar auf eine konkrete Gefährdung hin-
weisen könnte,

dass der Rayon Y._______ jedoch im Osten Georgiens an der Grenze 
zu Aserbeidschan und somit weit entfernt vom Krisenherd in und um 
Südossetien liegt,

dass der Beschwerdeführer zudem gemäss eigenen Angaben seit län-
gerem in Tiflis  und Rustavi  auf  dem Bau gearbeitet  hat,  während er 
dort bei Freunden gewohnt oder eine Wohnung gemietet hat, und nur 
noch übers Wochenende zu seinen Eltern in den Rayon Y._______ zu-
rückgekehrt ist,

dass deshalb davon auszugehen ist, er verfüge in den oben erwähnten 
Städten über ein Beziehungsnetz und zudem, aufgrund seiner frühe-
ren Arbeitstätigkeit auf dem Bau, über die Möglichkeit, sich dort bei ei-
ner Rückkehr eine neue Existenz aufzubauen,

Seite 7

D-5652/2008

dass auch keine individuellen Gründe auf  eine konkrete Gefährdung 
im Falle einer Rückkehr des jungen und gesunden Beschwerdeführers 
schliessen lassen,

dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung vorliegend zu-
mutbar und dessen Verfügung durch das BFM somit zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag auf Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschus-
ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darü-
ber nicht mehr zu befinden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass sich des Weiteren die Anträge betreffend der Datenweitergabe an 
den Heimatstaat einerseits – betreffend vorsorglicher Massnahmen – 
als gegenstandslos erweist, und andererseits – betreffend rechtliches 
Gehör im Hinblick auf subjektive Nachfluchtgründe – abzuweisen ist, 
da die Vorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft  qualifiziert 
worden waren und nicht  von einer möglichen Gefährdung durch den 
Heimatstaat auszugehen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-5652/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 
1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums Basel (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N _______, mit  der Bitte um Eröffnung des Ur-
teils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- _______

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

Seite 9