# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b107a26-49e5-5625-b5d0-88fd948bf9ec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2025 F-2589/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2589-2025_2025-09-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2589/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Gregor Chatton (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann 

Richterin Christa Preisig, 

Gerichtsschreiber Matthew Pydar. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch B._______, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum; Verfügung des SEM vom 11. März 2025. 

 

 

 

F-2589/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der ägyptische Staatsangehörige A._______ (geboren […]; nachfol-

gend: Gesuchsteller oder Beschwerdeführer) ersuchte am 3. November 

2024 bei der Schweizerischen Auslandsvertretung in Kairo um Erteilung 

eines Schengen-Visums für einen Besuchsaufenthalt von 8 Tagen (vom 1. 

Dezember 2024 bis zum 8. Dezember 2024) bei der in der Schweiz leben-

den B._______ (nachfolgend: Gastgeberin oder Vertreterin). 

A.b Mit Formularverfügung vom 11. November 2024 lehnte die Botschaft 

die Ausstellung des nachgesuchten Schengen-Visums ab. Eine dagegen 

bei der Vorinstanz am 29. November 2024 eingereichte Einsprache wies 

diese mit Entscheid vom 11. März 2025 ab.  

B.  

B.a Am 11. April 2025 erhob die Gastgeberin beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde und beantragte sinngemäss, dem Gesuchsteller sei in 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung das beantragte Schengen-Visum 

zu Besuchszwecken zu erteilen. 

B.b Mit Eingabe vom 30. April 2025 reichte die Gastgeberin namens des 

Beschwerdeführers ein zusätzliches Beweismittel ein. 

B.c In ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2025 hielt die Vorinstanz an der 

Abweisung der Beschwerde fest. Mit am selben Tag erlassener Zwischen-

verfügung wurde festgestellt, dass die Gastgeberin selbst nicht als be-

schwerdeführende Partei auftritt.  

B.d Mit Instruktionsverfügung vom 20. Juni 2025 stellte der Instruktions-

richter fest, dass die Gastgeberin den Beschwerdeführer vertritt. In dersel-

ben Anordnung bat er die Verfahrensbeteiligten, bis zum 3. Juli 2025 wei-

tere Stellungnahmen beziehungsweise Beweismittel im Sinne der Erwä-

gungen einzureichen. 

B.e Mit am 3. Juli 2025 eingereichter Eingabe ersuchte der Beschwerde-

führer beim Instruktionsrichter um eine genaue Anweisung hinsichtlich der 

von letzterem verlangten Beweismittel. Am 10. Juli 2025 reichte die Vor-

instanz eine zusätzliche Stellungnahme im Sinne der Erwägungen ein.  

B.f  Mit Verfügung vom 23. Juli 2025 wurde der Beschwerdeführer aufge-

fordert, bis zum 18. August 2025 weitere Beweismittel einzureichen, 

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nachdem der Instruktionsrichter ihm beispielhaft Auskunft über die verlang-

ten Beweismittel erteilt hatte. Infolge ungenutzten Fristablaufs schloss der 

Instruktionsrichter den Schriftenwechsel mit Instruktionsverfügung vom 

2. September 2025 ab. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide der Vorinstanz bezüglich Schengen-Visa sind 

mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (vgl. 

Art. 112 Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. VGG und Art. 5 VwVG). 

Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorangegangenen Einspracheverfahren 

teilgenommen und ist durch den angefochtenen Entscheid besonders be-

rührt. Obwohl der ursprünglich angestrebte Besuchszeitraum inzwischen 

abgelaufen ist, kann auf ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse ge-

schlossen werden. Der Beschwerdeführer ist daher zur Erhebung des 

Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und, im Falle von Bundesbehörden, die Unangemes-

senheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht 

wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an 

und ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 

VwVG). Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage im Entscheidzeitpunkt 

(BGE 139 II 534 E. 5.4.1; BVGE 2020 VII/4 E.2.2 m.H.). 

3.  

Der angefochtenen Verfügung liegt ein Gesuch eines ägyptischen Staats-

angehörigen um Erteilung von Visa zu Besuchszwecken in der Schweiz 

zugrunde. Da sich der Beschwerdeführer als Drittstaatsangehöriger nicht 

auf die EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die 

beabsichtigte Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die 

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Seite 4 

vorliegende Streitsache in den Anwendungsbereich der Schengen-Assozi-

ierungsabkommen, mit denen die Schweiz den Schengen-Besitzstand so-

wie die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte übernommen 

hat (BVGE 2014/1 E. 3; 2011/48 E. 3). Das AIG und dessen Ausführungs-

bestimmungen gelangen nur soweit zur Anwendung, als die Schengen-As-

soziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 

2 Abs. 4 AIG). 

4.  

4.1 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Ertei-

lung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. BVGE 2009/27 E. 3 

m.w.H.). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatlichen Befugnisse 

insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Einreise und Visum 

aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise beziehungsweise 

das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Ei-

nen Anspruch auf Einreise beziehungsweise Visumserteilung vermittelt 

auch das Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5). 

4.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, sofern dieses erforderlich ist gemäss der Verordnung (EU) 

2018/1806 des Europäischen Parlaments und des Rates vom  

14. November 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staats-

angehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz eines Vi-

sums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige 

von dieser Visumspflicht befreit sind (ABI. L 303/39 vom 28. November 

2018 [nachfolgend: EU-Visa-VO]). Des Weiteren müssen Drittstaatsange-

hörige den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts be-

legen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Sie dürfen 

nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung 

ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die in-

nere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen Bezie-

hungen eines Mitgliedstaats darstellen (siehe zum Ganzen: Art. 5 Abs. 1 

AIG; Art. 3 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 

über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 6 

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Seite 5 

Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 9. März 2016 über einen Gemeinschaftskodex für das 

Überschreiten der Grenzen durch Personen [Schengener Grenzkodex, 

SGK, ABl. L 77/1 vom 23. Juni 2016]; Art. 14 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 der 

Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [Visakodex, 

VK, ABl. L 243/1 vom 15. September 2009]).  

4.3 Eine drittstaatsangehörige Person muss für ihre fristgerechte Wieder-

ausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

von einer Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 

Bst. e SGK auszugehen (BVGE 2014/1 E. 4.3; 2011/48 E. 4.5). Die Behör-

den haben daher zu prüfen und die gesuchstellenden Personen haben 

dementsprechend zu belegen, dass die Gefahr einer rechtswidrigen Ein-

wanderung oder einer nicht fristgerechten Ausreise nicht besteht respek-

tive dass Gewähr für die gesicherte Wiederausreise geboten wird 

(vgl. Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 VK; Art. 12 VEV; BVGE 2014/1 

E. 4.4). Das Visum ist zu verweigern, wenn begründete Zweifel an der 

Echtheit der von den gesuchstellenden Personen eingereichten Belege 

oder am Wahrheitsgehalt ihres Inhalts, an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussa-

gen oder der von ihnen bekundeten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet 

der Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gültigkeit des beantragten Visums zu 

verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK).  

4.4 Sind die Einreisevoraussetzungen nicht erfüllt, kann in Ausnahmefällen 

ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit erteilt werden, das nur für 

das Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats gilt. Von dieser Möglich-

keit kann der betreffende Mitgliedstaat unter anderem Gebrauch machen, 

wenn er es aus humanitären Gründen, aus solchen des nationalen Interes-

ses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen für erforderlich hält 

(vgl. Art. 3 Abs. 4 und 5 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a Visakodex; Art. 6 Abs. 5 

Bst. c SGK).  

Aufgrund seiner ägyptischen Staatsangehörigkeit unterliegt der Beschwer-

deführer der Visumspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 VEV i.V.m. Anhang I EU-Visa-

VO; Art. 6 Abs. 1 Bst. b SGK). 

 

 

F-2589/2025 

Seite 6 

5.  

Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer hinreichend Gewähr für 

eine fristgerechte Wiederausreise aus dem Schengen-Raum (Art. 32 

Abs. 1 Bst. b VK) bietet. 

5.1 Bei der Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise 

muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Hierzu sind lediglich 

Prognosen möglich, wobei sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalls 

zu würdigen sind. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind die allgemeine 

Lage im Herkunftsland einerseits sowie die individuelle Situation der ge-

suchstellenden Person andererseits. Bei Einreisegesuchen von Personen 

aus Regionen mit politisch und/oder wirtschaftlich ungünstigen Verhältnis-

sen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die persönliche Interessenlage 

in solchen Fällen häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befris-

teten Einreisebewilligung im Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.). 

5.2 Die ägyptische Wirtschaft befindet sich seit einigen Jahren in einer 

schweren Krise und die Bevölkerung leidet unter der massiven Preisstei-

gerung bei Lebensmitteln und Gütern des alltäglichen Bedarfs. Es besteht 

eine hohe Inflation und ein starker Wertverlust des ägyptischen Pfunds. Im 

Jahr 2024 wurde ein breit abgestützter Rettungsplan, unter anderem durch 

die Erhöhung des Kredits des Internationalen Währungsfonds (IMF) und 

Unterstützung durch die Weltbank, erarbeitet. Nach mehreren Herabstu-

fungen und negativen Prognosen sind die globalen Ratingagenturen wie-

der etwas optimistischer in Bezug auf die ägyptische Wirtschaft (vgl. Urteil 

des BVGer F-5963/2024 vom 10. Januar 2025 E. 4.2). Trotz vieler Fort-

schritte gibt es jedoch nach wie vor grundlegende Schwachstellen. Es be-

stehen zudem Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der öffentlichen Fi-

nanzen. Ägypten sieht sich nach wie vor mit strukturellen Handels- und 

Haushaltsungleichgewichten, einer hohen Auslandsverschuldung sowie 

volatilen Devisenquellen, etwa durch Energieexporte und Einnahmen aus 

dem Suezkanal, konfrontiert (vgl. Wirtschaftsbericht Ägypten 2025 der 

Schweizerischen Botschaft in Kairo, 30. Juni 2025 <https://www.seco.ad-

min.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusam-

menarbeit/Wirtschaftsbeziehungen/laenderinformationen/afrika/aegyp-

ten.html>; Bertelsmann Stiftung, BTI 2024 Country Report — Egypt. Gü-

tersloh: Bertelsmann Stiftung, 2024 < https://bti-project.org/en/re-

ports/country-report/EGY#pos9 > alle abgerufen am 2. September 2025).  

Tatsächlich ist anzumerken, dass laut Daten der Weltbank das Bruttoin-

landsprodukt (BIP) pro Kopf in Ägypten im Jahr 2024 bei 3'338.50 USD lag, 

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während es in der Schweiz im gleichen Zeitraum 103'669.90 USD betrug 

(in aktuellen US-Dollar; vgl. Website der Weltbank:  

https://donnees.banquemondiale.org/indicateur/NY.GDP.PCAP.CD?locati 

ons=EG-CH, abgerufen am 02. September 2025). Darüber hinaus betrug 

der Anteil der Jugendlichen ohne Arbeit, Ausbildung oder Studium in Ägyp-

ten im Jahr 2022 26,9 %, während er in der Schweiz im gleichen Zeitraum 

bei 9,7 % lag (vgl. Urteil des BVGer F-513/2023 vom 9. September 2024 

E. 6.1). Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung, der durch 

das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen im Sinne eines Wohl-

standsindikators erstellt wird, belegt Ägypten Platz 100 von 193 gelisteten 

Staaten (vgl. < https://hdr.undp.org/data-center/countryinsights#/ranks >, 

abgerufen am 2. September 2025). Ferner besteht im ganzen Land trotz 

erhöhter Sicherheitsmassnahmen das Risiko von Terroranschlägen. Die 

Situation ist vor allem im Grenzgebiet zu Israel und dem besetzten Paläs-

tinensischen Gebiet volatil und die Entwicklung der Lage ungewiss 

(< https://www.eda.admin.ch/content/eda/de/home/laender-reise-informa-

tion/aegypten/reisehinweise-aegypten.html#edaff36f1. > abgerufen am 

02.09.2024; siehe auch: Urteil des BVGer F-369/2024 vom 6. Januar 2025 

E. 7.2 f.). 

Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das 

Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Personen aus Ägyp-

ten allgemein als hoch einschätzt. 

5.3 Nebst den allgemeinen Verhältnissen im Herkunftsland sind in die Ri-

sikoanalyse auch die Umstände des konkreten Einzelfalls, insbesondere 

die berufliche, gesellschaftliche und familiäre Verantwortung der gesuch-

stellenden Personen im Herkunftsland einzubeziehen. Bei Personen, die 

in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen wahrnehmen oder die 

sich in wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen befinden, muss das Risiko 

eines ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer be-

willigten Einreise als vergleichsweise hoch eingeschätzt werden 

(vgl. BVGE 2019 VII/1 E. 7.2; 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 E. 8). 

5.4 Den Akten zufolge handelt es sich beim Beschwerdeführer um einen 

(…)-jährigen Mann, der für den Hotelbetrieb «(…)» arbeitet (SEM-Akten, 

pag. 31). Sein monatliches Gehalt beträgt gemäss Arbeitsbestätigung sei-

nes Arbeitgebers vom 28. September 2024 EGP 2'440.– (entsprechend 

rund Fr. 40.–). Den vorinstanzlichen Akten sind weiter Belege betreffend 

ein Bankkonto der (…) zu entnehmen, woraus sich ein Guthaben von EGP 

70'200.– (entsprechend rund Fr. 1'140.–) in der Zeitspanne vom 1. März 

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2024 bis zum 29. September 2024 (beziehungsweise bis zum 27. April 

2025) ergibt (vgl. SEM-Akten, pag. 26; act. 4, Beilage). Genauere Angaben 

zur aktuellen wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Beschwerdefüh-

rers im Zeitpunkt der Urteilsfällung sind jedoch nicht vorhanden. Insbeson-

dere lässt sich nicht feststellen, ob der Beschwerdeführer nach wie vor bei 

demselben Arbeitgeber angestellt ist oder nicht. Das eingereichte Arbeits-

zeugnis vermag lediglich zu bestätigen, dass der Beschwerdeführer vom 

Februar 2019 bis zum 27. April 2025 berufstätig war, ohne zu indizieren, 

ob dieses Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit oder nur für eine be-

stimmte Dauer abgeschlossen wurde. Die Angabe, dass der Arbeitsvertrag 

jährlich erneuert werden kann («annually renewable Contract») spricht 

nicht für ein festes Arbeitsverhältnis, das die Lebensgrundlage des Be-

schwerdeführers für sich und seine Familie (vgl. unten E. 5.5) sichern kann. 

Zudem wurden weder das Original noch eine Kopie des abgeschlossenen 

Arbeitsvertrags eingereicht. Daher kann nicht eindeutig festgestellt wer-

den, ob der aufgeführte Lohn fix vereinbart wurde oder ob dieser Schwan-

kungen unterliegt. Ausserdem liegt dieser unter der Schwelle von EGP 

7'000.–, die vom ägyptischen «National Council of Wages» (NCW) als Min-

destlohn ab dem 1.  März 2025 festgelegt wurde (vgl. State Information 

Center, Your Gateway to Egypt, ‘Egypt raises minimum wage for private 

sector to EGP 7,000’: < https://sis.gov.eg/Story/204802/Egypt-raises-mini-

mum-wage-for-private-sector-to-EGP-7%2C000?lang=en-us >; bestätigt 

in < https://www.reuters.com > world > Africa > egypt-raise-monthly-mini-

mum-wages-public-sector-workers-2025-02-26, alle abgerufen am 2. Sep-

tember 2025). 

Insgesamt muss beim Beschwerdeführer von einer schwierigen wirtschaft-

lichen Lage ausgegangen werden, die nicht geeignet ist, das Emigrations-

risiko zu minimieren. 

5.5 Ein Auszug aus dem ägyptischen Familienregister bestätigt, dass der 

Beschwerdeführer verheiratet und Vater von drei Kindern ist (vgl. SEM-Ak-

ten, pag. 23). Damit lässt sich jedoch nicht eindeutig klären, ob der Be-

schwerdeführer die Beziehung zu seinen Kindern und seiner Ehefrau tat-

sächlich lebt. In diesem Zusammenhang ist insbesondere nicht geklärt, ob 

tatsächlich ein Abhängigkeitsverhältnis zu diesen Verwandten besteht und 

ob er seine familiären Verpflichtungen ihnen gegenüber wahrnimmt. Weiter 

gab die Gastgeberin im Rahmen der Inlandabklärungen an, sie, ihr Mann 

und ihre Familie würden ihn einladen, um mit ihm gemeinsam «die Ferien» 

zu verbringen (vgl. SEM-Akten, pag. 65), ohne jedoch weitere Erklärungen 

F-2589/2025 

Seite 9 

des Ehemannes oder weiterer Familienmitglieder nachzureichen, die diese 

Absicht rechtsgenüglich bestätigen könnten.  

5.6 Aus dem Gesagten lässt sich folgern, dass der Beschwerdeführer 

seine finanziellen, wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse nicht 

ausreichend belegt hat, um eine gesicherte Wiederausreise in sein Hei-

matland nachzuweisen. Da er die Beweislast hinsichtlich dieser Umstände 

trägt (vgl. Art. 8 ZGB; vgl. auch Urteil des BVGer F-5642/2023 vom 15. Ja-

nuar 2025 E. 7.3), gelingt es ihm nicht, Verpflichtungen in seinem Heimat-

land, die über das übliche Mass hinausgehen würden, oder Abhängigkeiten 

im persönlichen oder familiären Umfeld darzulegen, die besondere Gewähr 

für eine Rückkehr nach Ägypten bieten könnten. Das Emigrationsrisiko ist 

umso höher einzustufen, als den Akten nicht zu entnehmen ist, dass der 

Beschwerdeführer bereits ähnliche Reisen ins Ausland unternommen 

hätte, von denen er jeweils fristgerecht in sein Heimatland zurückgekehrt 

wäre. Darüber hinaus verfügt er im Zielland bereits über ein gewisses so-

ziales Netzwerk, das aus der Vertreterin und deren Familie besteht. Dies 

kann die Entscheidung, hierher einzuwandern, erheblich erleichtern (vgl. 

statt vieler: Urteil des BVGer F-360/2025 vom 20. März 2025 E. 4.4). 

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass selbst wenn die Vertreterin des 

Beschwerdeführers in ihrem Einladungsschreiben vom 20. September 

2024 ihre Bereitschaft erklärte, für seine Reise und seinen Aufenthalt voll-

ständig aufzukommen (SEM-Akten, pag. 2, 64), dieser Umstand allein 

keine Garantie für eine rechtzeitige Ausreise bieten kann. Eine solche Ga-

rantieerklärung ermöglicht es der sich verpflichtenden Person nicht, für ein 

bestimmtes Tun oder Unterlassen des Beschwerdeführers einzustehen, da 

keine rechtliche und faktische Durchsetzbarkeit besteht. Zwar können 

Gastgeber und Garanten mit rechtlich verbindlicher Wirkung für gewisse 

finanzielle Risiken im Zusammenhang mit einem Besuchsaufenthalt, nicht 

aber für ein bestimmtes Verhalten der eingeladenen Personen einstehen 

(vgl. BVGE 2014/1 E. 6.3.7 und BVGE 2009/27 E. 9).  

5.7 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vermö-

genswerte (Bankkonten) ist zu beachten, dass Grundeigentum und andere 

Vermögenswerte durch eine Emigration nicht zwingend verloren gehen 

(vgl. BVGE 2014/1 E. 6.3.6 m.H.). Dieses Kriterium stellt zudem einen ei-

genen Prüfpunkt dar, der die fehlende Gewähr für eine nicht hinreichend 

gesicherte Wiederausreise nicht aufzuwiegen vermag (vgl. Art. 14 Abs. 1 

Bst. d und Art. 21 Abs. 1 VK sowie Art. 5 Abs. 2 AIG [in Bezug auf das 

Kriterium der gesicherten Wiederausreise] und Art. 21 Abs. 1 und Abs. 5 

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Seite 10 

VK i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. c SGK [hinsichtlich ausreichender finanzieller 

Mittel für den Aufenthalt]). 

 

6.  

Im Ergebnis hat die Vorinstanz das nachgesuchte Visum für den Schen-

gen-Raum zwecks Besuchsaufenthalts bei der in der Schweiz lebenden 

Vertreterin zu Recht verweigert. Gründe humanitärer oder anderer Art, wel-

che die Erteilung eines Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit zu 

rechtfertigen vermöchten (siehe E. 4.4 hiervor), wurden weder geltend ge-

macht noch sind solche ersichtlich. Die angefochtene Verfügung erweist 

sich als rechtmässig (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Kosten dem unterliegen-

den Beschwerdeführer aufzuerlegen und auf Fr. 800.– festzusetzen (vgl. 

Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss gedeckt. Eine Parteientschädigung fällt ausgangsge-

mäss ausser Betracht (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

8.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Angele-

genheit endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG; vgl. Urteile des BGer 

2C_468/2024 vom 3. Oktober 2024 E. 2; 2C_316/2024 vom 21. Juni 2024 

E. 2). 

(Dispositiv nächste Seite)  

  

F-2589/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt.  

Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

  

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gregor Chatton Matthew Pydar 

 

 

 

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