# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c90fc91a-d4c5-5572-b456-1e91ff545ada
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.03.2015 IV 2013/489
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-489_2015-03-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/489

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.05.2020

Entscheiddatum: 31.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2015
Art. 28 IVG, Art. 26 Abs. 2 IVV. Befristeter Anspruch auf Invalidenrente. 
Berechnung von Validen- und Invalideneinkommen eines nach einem Unfall 
eingegliederten Arbeitnehmers (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 31. März 2015, IV 2013/489). Versicherungsrichterin 
Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichter Ralph Jöhl, 
Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Jeannine 
Bodmer

Entscheid vom 31. März 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Franz P. Oesch, SwissLegal asg.advocati,

Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente (Einkommensvergleich)

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Sachverhalt:

A.  

A.a  A.___ meldete sich am 22. September 2004 bei der IV-Stelle zum Bezug von 

Invalidenleistungen in Form von Berufsberatung und Umschulung an, da er infolge 

eines unverschuldeten Verkehrsunfalls seine Lehre habe abbrechen müssen (IV-

act. 38). Laut dem Bericht von Dr. med. B.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie, 

St. Gallen, vom 14. Oktober 2004 hatte der Versicherte am 28. Oktober 2003 bei einem 

Töffunfall eine drittgradig offene, stark dislozierte Femurfraktur links, eine erstgradig 

offene Unterarmfraktur links, eine grosse RQW prätibial linker Unterschenkel, eine 

Fraktur Basis Os metacarpale IV und V links, eine Multifragmentfraktur Os capitatum 

links und eine Fraktur Os scaphoideum mittleres Drittel erlitten. Der Arzt attestierte ab 

dem Unfalldatum bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 50-1f.).

A.b  RAD-Arzt Dr. med. C.___ hielt am 27. Oktober 2004 fest, dass dem Versicherten, 

welcher sich im dritten Lehrjahr zum Elektromonteur befand, der Beruf als 

Elektromonteur infolge des Unfalls höchstwahrscheinlich nicht mehr zumutbar sei. 

Daher sei ein rasches Einschalten der Berufsberatung notwendig (IV-act. 54). Am 21. 

Januar 2005 berichtete der IV-Berufsberater, der Versicherte habe drei 

Schnupperlehren absolviert. Ab Juli 2005 könne er im Schnupperbetrieb bei der D.___ 

GmbH eine dreijährige Lehre zum Detailhandelsfachmann Consumer Electronics 

beginnen. Es sei nach der Ausbildung eine vollwertige Erwerbsfähigkeit zu erwarten (IV-

act. 60-1). Am 24. Januar 2005 lösten der Versicherte, vertreten durch

seinen Vater, sowie der Lehrbetrieb den Lehrvertrag zur Ausbildung zum 

Elektromonteur wegen der Folgen des Verkehrsunfalls auf (IV-act. 62). Mit Datum vom 

26. Februar 2005 unterzeichneten der Versicherte und die D.___ GmbH den neuen 

Lehrvertrag (IV-act. 75).

A.c  Mit Verfügungen vom 2. Februar 2005 und vom 11. August 2005 übernahm die IV-

Stelle die Mehrkosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung für die Zeit vom 14. 

Februar 2005 bis 30. Juni 2008 (IV-act. 66 und 81).

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A.d  Mit E-Mail vom 22. Juli 2008 informierte der Versicherte die IV-Stelle, er habe 

seine Ausbildung als Detailhandelsfachmann Consumer Electronics in der Firma E.___ 

mit der Note 5.5 und mit Diplom abgeschlossen. Seit dem 1. Juli 2008 arbeite er für die 

F.___ AG als Detailhandelsfachmann und Apple Techniker (IV-act. 100, vgl. auch IV-act. 

120-2).

A.e  Am 23. Juni 2010 meldete die Arbeitgeberin den Versicherten bei der IV-Stelle zur 

Früherfassung an (IV-act. 114). In der Anmeldung vom 15. Juli 2010 gab der 

Versicherte als Grund der gesundheitlichen Beeinträchtigung eine massive 

Schmerzbelastung im Oberschenkel sowie eine Schmerzausstrahlung in den Rücken 

und Fuss an (IV-act. 118). Vom 16. Februar bis 9. März 2010 war er stationär in der 

Klinik Valens therapiert worden. Die behandelnden Ärzte hatten im Bericht vom 23. 

März 2010 zusätzlich zu den Folgen des Motorradunfalls vom 28. Oktober 2003 einen 

ventralen Oberschenkelschmerz, eine depressive Entwicklung, Inappetenz bei 

Gewichtsverlust von 40 kg innert 6 Monaten und Polydipsie sowie einen Vitamin D-

Mangel diagnostiziert. Als Mitursache des ventralen Oberschenkelschmerzes wurden 

MR-tomographisch eine Chondropathie und Meniskusläsion links nachgewiesen. 

Daher sei ein gezieltes Quadrizepstraining vorgenommen worden, worunter sich die 

Symptomatik gebessert habe (IV-act. 142-12ff.). Dr. med. G.___, Arzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, Psychoanalyse, hatte im Bericht vom 3. Mai 2010 als vorläufige 

Befunde eine leichte depressive Episode (gegenwärtig; F32.0) und einen Verdacht auf 

eine Anorexia nervosa (F50.0) diagnostiziert (IV-act. 129-1).

A.f Im Bericht vom 16. September 2010 diagnostizierte Dr. med. H.___, FA für Kinder- 

und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, FA für Psychiatrie und

Psychotherapie FMH, eine Bulimia nervosa bei schwerer Körperschemastörung F50.2, 

bestehend seit Anfang 2010, zurückzuführen auf den Motorradunfall bei vollkommen 

fehlender Psychopathologie vor dem Unfall (aussenanamnestisch und subjektiv), BMI 

18.5 und eine chronisch mittelgradige Depression F32.1 bei Alexithymie sowie GG 404 

POS (Geburtsgebrechen). Der Versicherte sei seit Januar 2010 zu 50% 

krankgeschrieben und erbringe bei 50%iger Arbeitszeit 100% Arbeitsleistung. Der 

Psychiater ging davon aus, dass ab Herbst 2010 auf Grund des ausgesprochen 

arbeitsmotivierten starken Willens des Versicherten mit einer Arbeitsfähigkeit von 60% 

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gerechnet werden könne. Parallel einhergehend sei eine adäquate 

Schmerzmittelbehandlung vorzunehmen, die nicht müde mache (IV-act. 142-2, 142-5).

A.g  In der Mitteilung vom 3. Dezember 2010 wurde ein Anspruch des Versicherten auf 

berufliche Massnahmen verneint (IV-act. 150).

A.h  Gemäss dem Bericht von Dr. H.___ vom 24. Februar 2011 wurde der Versicherte 

im November 2010 auf eigenes Begehren vom Geschäft in die Werkstatt der 

Arbeitgeberin versetzt (IV-act. 151-3). Ab August 2011 konnte er sein Pensum auf 80% 

erhöhen (IV-act. 155, 156).

A.i Im Januar, Februar und April 2011 unterzog sich der Versicherte mehreren 

Operationen zur Implantierung von Elektroden. Damit sollte er individuell auf die 

jeweiligen Oberschenkelschmerzen reagieren und die Stimulation anpassen können 

(vgl. IV-Fremdakten: Berichte vom 6., 13. und 20. Januar sowie vom 7. Februar und 11. 

Mai 2011).

A.j Im Vorbescheid vom 20. März 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe 

Invalidenrente, befristet vom 15. Januar bis 31. Oktober 2011, in Aussicht (IV-act. 160). 

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. F. Oesch, am 11. 

April 2013 Einwand erheben. Zur Begründung brachte der Rechtsvertreter im 

Wesentlichen vor, dass der Einkommensvergleich von falschen Einkommen ausgehe 

und der Versicherte daher auch nach Oktober 2011 Anspruch auf eine Rente habe (IV-

act. 161).

A.k  Mit Verfügung vom 29. August 2013 sprach die IV-Stelle dem Versicherten im 

Sinne des Vorbescheids vom 1. Januar bis 31. Oktober 2011 eine befristete halbe 

Rente zu (IV-act. 164 und 167).

B.  

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 26. 

September 2013 mit dem Antrag, den Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und auf 

der Basis eines validen Jahreslohns von Fr. 71'890.-- (bei der Berechnung des 

Invaliditätsgrads) von einem Invalidenlohn von Fr. 40'100.-- auszugehen; unter Kosten- 

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und Entschädigungsfolgen. Der Rechtsvertreter machte geltend, die 

Beschwerdegegnerin sei von falschen Einkommen ausgegangen. So müsse beim 

Valideneinkommen auf denjenigen Lohn abgestellt werden, welchen der 

Beschwerdeführer als Elektromonteur verdienen würde. Da er bis zu seinem Unfall ein 

überdurchschnittlich guter Lehrling mit gesundem Ehrgeiz und entsprechendem Fleiss 

gewesen sei, müsse zudem von einer Entwicklung bzw. entsprechenden Weiterbildung 

ausgegangen werden. Hinsichtlich des Invalideneinkommens seien schliesslich weder 

eine mögliche Gratifikation noch ein allfälliger Bonus aufzurechnen. Vielmehr sei dieses 

zusätzlich um 5% zu kürzen, d.h. arbeitsmässig auf ein Mass herabzusetzen, welches 

dem Validenlohn respektive der zeitlichen Arbeitsleistung eines Elektromonteurs 

entspreche. Dadurch ergebe sich insgesamt ein Invaliditätsgrad von 44% und damit 

ein Anspruch auf Rente (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Sie brachte vor, dass selbst dann 

kein Anspruch auf Rente gegeben wäre, wenn gemäss den Ausführungen des 

Beschwerdeführers von einem Valideneinkommen von Fr. 71'890.-- ausgegangen 

würde. Da der vom Beschwerdeführer erzielte Lohn unterhalb desjenigen liege, den ein 

Hilfsarbeiter verdiene, müsse beim Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn für 

Hilfsarbeiter abgestellt werden. Gestützt darauf resultiere ein Invalideneinkommen von 

Fr. 49'131.20 und folglich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32% (act. 

G 4).

B.c  In der Replik vom 12. Februar 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag 

fest. Er machte insbesondere geltend, es sei unhaltbar, wenn die Beschwerdegegnerin 

davon ausgehe, dass er zu 100% arbeiten und dabei einen Verdienst von deutlich über 

demjenigen eines Hilfsarbeiters verdienen könnte (act. G 8).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. 

G 10).

B.e  Mit Eingabe vom 26. Juni 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

eine Honorarnote in Höhe von Fr. 4'296.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

ein (act. G 11).

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Erwägungen:

1.

Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers. Hierbei ist zwischen den Parteien insbesondere strittig, wie hoch 

die für den Einkommensvergleich massgebenden Validen- und Invalideneinkommen 

sind.

2.   

2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist, 

auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50% invalid ist und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Der Grad der für einen allfälligen 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, 

das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, 

in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) 

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und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist 

(lit. c). Die Höhe der zu gewährenden Rente (ganze, Dreiviertels-, halbe oder 

Viertelsrente) wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden 

Arbeitsunfähigkeit und nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit 

verbleibenden Erwerbsunfähigkeit bestimmt. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung 

muss zusätzlich zum für die jeweilige Rentenstufe erforderlichen Invaliditätsgrad 

während des Wartejahrs eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in gleicher Höhe 

bestehen (AHI-Praxis 1996, S. 177, E. 6.b.cc; ZAK 1980, S. 282 ff.; Kreisschreiben über 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], 1. Januar 2015, 

Rz 4001 f.).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 

E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu 

prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten (vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG).

3.   

Auf Grund der medizinischen Unterlagen ist erstellt und unbestritten, dass sich die 

gesundheitlichen Beschwerden einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers auswirken. Wie RAD-Ärztin Dr. med. I.___ in der Stellungnahme 

vom 20. Februar 2012 festhielt, war der Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 14. März 

2010 zu 100%, vom 15. März 2010 bis Januar 2011 zu 50%, von Januar bis 22. Mai 

2011 zu 100%, vom 23. Mai bis 30. Juni 2011 zu 50%, ab 1. Juli 2011 zu 40% und seit 

1. August 2011 zu 20% arbeitsunfähig (IV-act. 156-2, vgl. auch IV-act. 142-19, 142-4, 

148-2, IV-Fremdakten Arztzeugnis von Dr. med. J.___ vom 29. März 2011, IV-act. 155). 

Da eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab August 2011 weder durch die 

Ärzte noch arbeitgeberseitig ausgewiesen ist und auch der Beschwerdeführer seine 

Leistungsfähigkeit im Pensum von 80% höchstens "bei kritischer Beurteilung" in Frage 

stellt (vgl. Beschwerde vom 26. September 2013, B Ziff. 4, act. G 1), ist ab August 2011 

bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 29. August 2013 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 80% auszugehen.

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4.   

4.1 Damit ist der Invaliditätsgrad auf Grund obiger Arbeitsunfähigkeiten und 

insbesondere ab 1. November 2011 auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 80% für 

die effektiv ausgeübte sowie für andere körperlich leichte, selten mittelschwere, 

wechselbelastende und überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne starken Druck und 

Stress zu prüfen (vgl. IV-act. 156-2).

4.2 Der Rechtsvertreter macht geltend, es müsse beim Valideneinkommen davon 

ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer nach der Lehre weitergebildet 

hätte. Da sich von den Lehrabsolventen rund 25% im Laufe der nächsten Jahre 

weiterschulten und die fähigsten Elektromonteure mit 28 - 30 Jahren Projektleiter 

würden, sei auch beim Beschwerdeführer von einer Fortbildung bzw. beruflichen 

Weiterentwicklung und damit von einem Jahreslohn von Fr. 71'890.-- auszugehen. Der 

Haftpflichtversicherer habe sogar einen Validenlohn als Projektleiter von Fr. 84'864.-- 

ab Sommer 2012 anerkannt (vgl. act. G 1 S. 6).

4.2.1 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität eine begonnene berufliche 

Ausbildung nicht abschliessen, entspricht das Erwerbseinkommen, das sie als 

Nichtinvalide erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen von Erwerbstätigen 

im Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Unter diese Bestimmung fallen auch 

Personen, die wegen der Invalidität in Bezug auf die ursprünglich beabsichtigte 

Ausbildung eine weniger qualifizierte Ausbildung aufnehmen mussten. Unter der 

beabsichtigten Ausbildung ist die Situation zu verstehen, in der eine junge Person 

feststehende Ausbildungspläne hat, kurz vor dieser Ausbildung jedoch invalid wird 

(Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], 

Stand 1. Februar 2010, Rz 3039, mit Hinweis auf ZAK 1973 S. 579).

4.2.2 Im Beschwerdeverfahren wird nun auch von der Beschwerdegegnerin nicht mehr 

bestritten, dass der Beschwerdeführer wegen der Invalidität eine in Bezug auf die 

ursprünglich beabsichtigte Ausbildung zum Elektromonteur weniger qualifizierte 

Ausbildung zum Detailhandelsfachmann Consumer Electronics aufnehmen musste und 

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somit für das Valideneinkommen die Ausbildung zum Elektromonteur zu 

berücksichtigen ist.

4.2.3 Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit 

dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG), ist auch die 

berufliche Weiterentwicklung mitzuberücksichtigen, die eine versicherte Person 

normalerweise vollzogen hätte. Praxisgemäss ist erforderlich, dass konkrete 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg 

und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre. Blosse Absichtserklärungen genügen dazu nicht. Vielmehr 

muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie 

Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan 

worden sein (vgl. BGE 96 V 29). Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen 

Entwicklung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizierung 

im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu 

der es ohne Eintritt des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach 

der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die 

angestammte Tätigkeit auch nach dem Unfall weitergeführt werden kann. Indessen darf 

aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne 

Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine 

vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (Urteil vom 

12. November 2009, 8C_550/2009 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).

4.2.4 Vorliegend steht fest, dass der Beschwerdeführer in der Lehre als Elektromonteur 

gute Zeugnisse erzielte und die Ausbildungsberichte des Lehrbetriebs ihm ebenfalls 

gute Leistungen attestierten (act. G 1.2.1a-c und 1.2.2). Auch seine dreijährige Lehre 

zum Detailhandelsfachmann bestand der Beschwerdeführer mit der sehr guten Note 

von 5.5, wofür er vom Departement für Erziehung und Kultur des Kantons K.___ sogar 

eine Auszeichnung erhielt (IV-act. 120-1f.). Schliesslich absolvierte der 

Beschwerdeführer im Rahmen seiner Tätigkeit als Detailhandelsfachmann erfolgreich 

eine betriebsinterne Zusatzausbildung als Apple-Techniker (ACMT; IV-act. 116-3, 

120-4). Weiter geht aus den Akten hervor, dass er vor dem Unfall Mitglied in mehreren 

Vereinen (Fussball, TSV L.___, Schützenverein, Feuerwehr) und somit gut in ein soziales 

Netz eingebettet war. Seine ehemalige Freundin beschrieb ihn als aktiven, 

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umgänglichen und unternehmungsfreudigen Menschen (IV-act. 142-3). Trotz seiner 

guten Leistungen und seiner aktiven Art kann jedoch auf Grund des Unfalleintritts in 

jungem Alter nicht davon ausgegangen werden bzw. bestehen keine genügend 

manifesten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer einen beruflichen Aufstieg 

über das Durchschnittseinkommen eines Elektromonteurs (vgl. Art. 26 Abs. 2 IVV) auch 

tatsächlich realisiert hätte, wenn er nicht invalide geworden wäre. Damit kann auch 

nicht auf die Hypothese abgestellt werden, dass ohne den Unfall - wie es gemäss dem 

Rechtsvertreter für die fähigeren Elektromonteure "üblich" sei - ein Aufstieg zum 

Projektleiter oder ähnlichem stattgefunden hätte.

4.2.5 Nach Art. 26 Abs. 2 IVV ist vom Durchschnittseinkommen auszugehen, welches 

der Beschwerdeführer als gelernter Elektromonteur hätte erzielen können. Hierbei 

handelt es sich somit nicht um das nach einem Gesamtarbeitsvertrag vereinbarte 

Mindest-, sondern um dasjenige Einkommen, das durchschnittlich nach Absolvierung 

der Ausbildung von den Mitgliedern derselben Berufsgruppe erzielt wird. Der 

Elektromonteur bzw. nach Umbenennung der Ausbildung im Jahr 2007 der 

Elektroinstallateur ist u.a. für die Installation und Reparatur elektrischer Anlagen 

zuständig (vgl. http://berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?

id=3062&highlighted=ELEKTROMONTEUR; Abfrage vom 12. Januar 2015). Unter

Berücksichtigung dieser Ausbildung kann auf die Lohnstrukturerhebungen des 

Bundesamts für Statistik (LSE) 2008 im Baugewerbe (Ziff. 45) Niveau 3 abgestellt 

werden. Danach resultiert ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 67'224.-- 

(Fr. 5'602.-- x 12). Hochgerechnet auf 41 Wochenstunden und angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis 2010 ergibt dies ein Jahreseinkommen von Fr. 70'848.-- 

([Fr. 67'224.--/ 40 x 41] / 2092 x 2151). Wird dieser Lohn auf das Jahr 2012 indexiert 

(2188), ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 72'067.--. Das entspricht in etwa dem 

vom Beschwerdeführer geltend gemachten Valideneinkommen von Fr. 71'890.--.

4.3 Hinsichtlich des Invalideneinkommens stellt sich die Beschwerdegegnerin im 

Beschwerdeverfahren neu auf den Standpunkt, es sei nicht vom tatsächlich erzielten 

Einkommen des Beschwerdeführers als Detailhandelsfachmann/Apple Techniker 

auszugehen, sondern vom höheren Einkommen als Hilfsarbeiter gemäss den Tabellen 

nach LSE. Diese Argumentation überzeugt hingegen nicht. Der Beschwerdeführer 

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musste sich nach seinem Unfall neu orientieren und seine Ausbildung zum 

Elektromonteur/Elektroninstallateur abbrechen. Nach einer Berufsberatung und der 

Prüfung mehrerer Alternativen durch Schnuppern (vgl. IV-act. 73-1) absolvierte er 

schliesslich erfolgreich und mit Auszeichnung die Lehre zum Detailhandelsfachmann. 

Diese Ausbildung war von der Beschwerdegegnerin befürwortet und finanziell durch 

Übernahme der Mehrkosten für die erstmalige berufliche Ausbildung unterstützt 

worden (vgl. IV-act. 81, 75-2f., 120). Der Beschwerdeführer fand im Anschluss daran 

auch sofort eine Anstellung als Detailhandelsfachmann und Apple Techniker (IV-

act. 100). Er sei für die Technik zuständig, was bedeute, dass er Reparaturen ausführe 

und Computer aufsetze sowie im Verkauf tätig sei. Er könne seine Arbeiten am 

Computer sitzend oder stehend ausführen, je nach seinen Bedürfnissen. Dies sei 

optimal für ihn. Eine andere Tätigkeit könne er sich nicht vorstellen (IV-act. 148-2 f.). 

Nachdem somit unbestritten ist, dass der erlernte Beruf insbesondere in der Tätigkeit 

bei der bisherigen Arbeitgeberin vollständig adaptiert ist und der Beschwerdeführer 

seine Berufskenntnisse im Betrieb der Arbeitgeberin gut einbringen kann, ist ihm auch 

nicht zuzumuten, eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter aufzunehmen. Somit ist darauf 

abzustellen, was der Beschwerdeführer als Detailhandelsfachmann/Apple Techniker 

tatsächlich zu erzielen im Stande ist.

4.3.1 Wie dem Gesprächsprotokoll der Eingliederungsverantwortlichen vom 12. Juli 

2010 zu entnehmen ist, hatte der Beschwerdeführer im Jahr 2010 einen vertraglich 

vereinbarten Monatslohn von Fr. 4'600.-- (x 12 = Fr. 55'200.--; IV-act. 116-3). 

Zusätzlich wurde ihm im Juli 2010 eine Mitarbeiterbeteiligung von Fr. 3'500.-- 

ausbezahlt (vgl. IV-act. 138-16). Gemäss IK-Auszug und Lohnausweis erzielte er im 

Jahr 2009 ein Jahreseinkommen von Fr. 55'500.-- (act. G 1.1, vgl. auch IV-act. 138-9) 

und im Jahr 2010 - wohl auf Grund der krankheitsbedingten Ausfälle - ein solches von 

Fr. 54'100.-- (act. G 13.1). Dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung für das Jahr 2010 von einem Invalideneinkommen von Fr. 55'200.-- für ein 

100% Pensum ausgegangen ist (vgl. IV-act. 158-3), ist somit nicht zu beanstanden.

4.3.2 Wie in Erwägung 3 ausgeführt, war der Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 14. 

März 2010 zu 100% und vom 15. März 2010 bis Januar 2011 zu 50% arbeitsunfähig. 

Damit ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab Januar 2011 (Ablauf der 

einjährigen Wartefrist; vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG) zu prüfen. Eine durch die 

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Ärzte attestierte ausgewiesene Verschlechterung des Gesundheitszustands mit einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100% trat per Januar 2011 ein und dauerte bis 22. Mai 2011 (IV-

act. 156-2). Nach dem in Erwägung 2.3 Gesagten hat der Beschwerdeführer ab Januar 

2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, da am 15. Januar 2011 das Erfordernis einer 

12-monatigen durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres von 60% 

erfüllt war ([2 Monate x 100% + 9.5 Monate x 50% + 0.5 Monate x 100%] / 12 = 

725% / 12 = 60%). Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV hat der Beschwerdeführer nach Ablauf 

von drei Monaten, also ab 1. Mai 2011, gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. dazu BGE 121 V 264 E. 66/dd mit Hinweisen) und 

ab September 2011 (auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ab 23. Mai 2011) auf 

eine Dreiviertelsrente. Letztere ergibt sich unter Berücksichtigung eines 

Valideneinkommens im Jahr 2010 von Fr. 70'848.-- (vgl. Erwägung 4.2.5) und eines 

Invalideneinkommens von Fr. 27'600.-- (Fr. 55'200.-- / 2) bzw. eines Erwerbsausfalls 

von Fr. 43'248.-- (Fr. 70'848.-- - Fr. 27'600.--) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

61% (Fr. 43'248.-- / Fr. 70'848.--). Nachdem sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers per 1. August 2011 derart verbesserte, dass er ab diesem 

Zeitpunkt wieder eine dauerhafte Arbeitsfähigkeit von 80% erlangt hatte, ist der 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente auf Ende Oktober 2011 zu befristen (vgl. Art. 88a 

Abs. 1 IVV).

4.4 Sodann ist weiter zu prüfen, ob auch ab 1. November 2011 noch ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente besteht. Diesbezüglich gilt folgendes: Geht 

man von einem Jahreslohn 2010 von Fr. 55'200.-- (Fr. 4'600.-- x 12) aus, resultiert 

unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 80% (ab 1. November 2011) ein 

Invalideneinkommen von Fr. 44'160.--. Unter der Annahme, dass sich das Validen- und 

das Invalideneinkommen bis zum Zeitpunkt der Verfügung im Jahr 2013 gleich 

entwickelt haben, kann eine Hochrechnung unterbleiben. Stellt man somit das 

zumutbare Invalideneinkommen von Fr. 44'160.-- dem Valideneinkommen 2010 (vgl. 

Erwägung 4.2.5) von Fr. 70'848.-- gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 26'688.--. Diese entspricht einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 

38%.

4.5 Auch eine Berechnung des Invaliditätsgrads gestützt auf die effektiven Einkommen 

der Jahre 2012 und 2013 führt zum selben Resultat. So hat der Beschwerdeführer 

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gemäss dem IK-Auszug im Jahr 2012 ein Einkommen von Fr. 45'410.-- und im Jahr 

2013 ein solches von Fr. 47'936.-- erzielt. Bei einem Valideneinkommen von 

Fr. 72'067.-- (vgl. Erwägung 4.2.5) ergibt dies für das Jahr 2012 einen 

rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 37% (Fr. 26'657.-- / Fr. 72'067.--). Eine 

Berechnung im Jahr 2013 ergäbe sogar lediglich noch einen Invaliditätsgrad von 34% 

(bei einem Valideneinkommen hochgerechnet auf das Jahr 2013 von Fr. 72'594.-- 

[Fr. 72'067.--/ 2188 x 2204] und einem Erwerbsausfall von Fr. 24'658.--; Fr 24'658.-- / 

Fr. 72'594.--).

4.6 Damit kann insbesondere auch nicht dem Begehren des Beschwerdeführers 

entsprochen werden, auf Grund des per 1. Januar 2013 anwendbaren neuen 

Arbeitsvertrages mit der M.___ AG (nach Fusion der F.___ AG mit der N.___ AG und der 

M.___ AG per 1. Januar 2012; vgl. https://www.dataquest.ch/ueber_uns/portrait; 

Abfrage vom 12. Januar 2015), sei lediglich der im Vergleich zum Jahr 2009 tiefere 

Fixlohn für ein 100%-Pensum von Fr. 52'800.-- pro Jahr zu berücksichtigen. Wie der 

IK-Auszug aus dem Jahr 2013 zeigt, erzielte der Beschwerdeführer im Rahmen seiner 

80%-Tätigkeit nicht nur einen Fixlohn von Fr. 42'240.-- (Fr. 52'800.-- x 80%), sondern 

effektiv Fr. 47'936.--. Dieser Lohn übersteigt selbst den vertraglich in Aussicht 

gestellten zusätzlichen monatlichen Bonus von Fr. 300.-- (vgl. IV-act. 162-3), weshalb 

sich weitere Abklärungen bei der Arbeitgeberin zur Frage der Bonuszahlungen 

erübrigen.

4.7 Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist es zudem für den 

Einkommensvergleich unbeachtlich, wenn die zu verrichtenden wöchentlichen 

Arbeitsstunden im Beruf als Elektromonteur tiefer und der Ferienanspruch höher 

ausfallen als im Detailhandel. Es existiert weder eine Rechtsgrundlage noch eine Praxis 

für einen diesbezüglichen Abzug vom Einkommen. Gemäss Bundesgericht ist eine 

tiefere Wochenarbeitszeit als Valider nur dann von Belang, wenn sich daraus ein im 

Verhältnis zum branchenüblichen Lohn wesentlich tieferes Valideneinkommen ergäbe 

(vgl. Urteil des vom 24. Januar 2011, 8C_965/2010, E. 4.2). Vorliegend wird jedoch 

gerade ein branchenüblicher Lohn beim Valideneinkommen berücksichtigt. Ein Abzug 

vom Invalideneinkommen von 5% ist demnach nicht vorzunehmen.

5.   

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5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und festzustellen, 

dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels-, ab 

1. Mai 2011 auf eine ganze Rente und ab 1. September 2011 befristet bis zum 31. 

Oktober 2011 auf eine Dreiviertelsrente hat. Die Sache ist zur Festsetzung und 

Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem teilweisen 

Obsiegen entsprechend bezahlen die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer 

die Gerichtsgebühr je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und 

im Umfang von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.

5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--.

5.3.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 26. Juni 2014 eine 

Kostennote eingereicht, worin er ein Honorar von Fr. 4'296.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend macht (act. G 11). Vorweg ist darauf 

hinzuweisen, dass nicht der geltend gemachte, sondern nur der notwendige Aufwand 

zu entschädigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 2009, 8C_140/2008, 

E. 11.4 mit Hinweisen). Mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt und die sich 

stellenden Fragen kann von einem durchschnittlichen Fall gesprochen werden, der 

einen erfahrenen Anwalt nicht vor besondere Schwierigkeiten stellt. Die Akten und die 

Beschwerdeantwort (act. G 4) waren nicht umfangreich. Zudem wurde der vom 

Rechtsvertreter geltend gemachte Aufwand nicht weiter konkretisiert und erscheint mit 

Blick auf vergleichbare Fälle als zu hoch. Der Bedeutung der Streitsache und dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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notwendigen Aufwand angemessen erschiene deshalb bei vollständigem Obsiegen 

eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer; vgl. dazu etwa Entscheide des Versicherungsgerichts vom 25. März 

2013, IV 2011/89, E. 4.3, und vom 15. Juni 2012, IV 2010/158, E. 6.3). Ein 

weitergehender Aufwand wäre nicht zu entschädigen.

5.3.2 Da der Beschwerdeführer nur teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch 

auf eine Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung des teilweisen Obsiegens 

erscheint daher eine Parteientschädigung von Fr. 1‘750.-- als gerechtfertigt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

29. August 2013 aufgehoben und festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab

1. Januar 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels-, ab 1. Mai 2011 auf eine ganze Rente 

und ab 1. September 2011 befristet bis zum 31. Oktober 2011 auf eine Dreiviertelsrente 

hat. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen.

2.  Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin und der 

Beschwerdeführer je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und im Umfang von Fr. 300.-- 

zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 1‘750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2015
	Art. 28 IVG, Art. 26 Abs. 2 IVV. Befristeter Anspruch auf Invalidenrente. Berechnung von Validen- und Invalideneinkommen eines nach einem Unfall eingegliederten Arbeitnehmers (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2015, IV 2013/489). Versicherungsrichterin Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichter Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

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