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**Case Identifier:** 82d61310-49f6-5f30-8132-324432a1d98e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.05.2015 100 2014 189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-189_2015-05-05.pdf

## Full Text

100.2014.189/190U
HAT/GSE/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Mai 2015

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Gschwind

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2010 
(Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 18. Juni 2014; 100 12 
273, 200 12 238)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.05.2015, Nrn. 100.2014.189/190U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern (Steuerverwaltung), Region …, veranlagte 
A.________ für das Steuerjahr 2010 abweichend von seiner Selbstdeklaration auf ein 
steuerbares Einkommen von Fr. 87'200.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern 
bzw. Fr. 95'300.-- bei der direkten Bundessteuer. Die Abweichung beruhte im 
Wesentlichen auf einer Einkommensaufrechnung von Fr. 60'000.--, welche sich aus 
einer Vergleichsberechnung von Vermögensentwicklung und Lebensaufwand ergab.

Gegen diese Veranlagungen erhob A.________ am 11. Februar 2012 Einsprachen. 
Die Steuerverwaltung hiess diese mit Entscheiden vom 13. Juni 2012 teilweise gut; sie 
reduzierte die Aufrechnung auf Fr. 24'000.-- und setzte das steuerbare Einkommen bei 
den Kantons- und Gemeindesteuern auf Fr. 51'200.-- und bei der direkten 
Bundessteuer auf Fr. 59'300.-- herab.

B.

Am 9. Juni 2012 gelangte A.________ mit Rekurs und Beschwerde an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Mit Entscheiden vom 18. Juni 2014 
hiess diese die Rechtsmittel teilweise gut; gestützt auf eine eigene 
Vermögensvergleichsberechnung reduzierte sie die Einkommensaufrechnung weiter 
auf Fr. 20'400.--, weshalb sie die Einspracheentscheide aufhob und die Sache zur 
Neuveranlagung im Sinn ihrer Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückwies.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 5. Juli 2014 hat A.________ sowohl bezüglich 
Kantons- und Gemeindesteuern als auch bezüglich direkter Bundessteuer 2010 
Verwaltungsgerichtsbeschwerden erhoben und folgende Rechtsbegehren gestellt:

1. «Der Entscheid der Steuerrekurskommission vom 18.6.14 ist aufzuheben und die 
Einkommensaufrechnung von 20'400.-- um den nachträglichen Lohnbezug von 
10'000.-- auf 10'400.-- zu reduzieren.

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2. Der Entscheid der Steuerrekurskommission vom 18.6.14, die Kosten des Verfahrens 
von 1'500.-- dem Rekurrenten anteilsmässig auf 1'200 aufzuerlegen sei aufzuheben 
und im tatsächlichen Verhältnis der Reduktion der Einkommensaufrechnung von 
60'000.-- auf 10'400.--, nämlich von nur 260.-- aufzuerlegen.

3. Eventualiter: Im Fall, dass das Rechtsbegehren Pkt. 1 abgelehnt wird seien die Kosten 
des Verfahrens vor der Steuerrekurskommission im Verhältnis von 60'000.-- zu 
20'400.-- auf 510.-- aufzuerlegen.»

Am 9. Juli 2014 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die Kantons- und 
Gemeindesteuern sowie betreffend die direkte Bundessteuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2014 
bzw. mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2014 die Abweisung der 
Beschwerden.

Mit am 30. September 2014 beim Verwaltungsgericht eingegangener Eingabe hat sich 
A.________ erneut zur Streitsache geäussert und dabei eine neue 
Sachverhaltsdarstellung präsentiert (vgl. hinten E. 3.1).

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. 
auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 
Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte 
Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 
2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Beim 
angefochtenen Rückweisungsentscheid handelt es sich um einen Endentscheid, 
verbleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; die Rück-
weisung dient nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des Angeordneten (vgl. statt 
vieler BGE 134 II 124 E. 1.3; für das kantonale Verfahren auch BVR 2012 S. 558, nicht 
publ. E. 1.2 [VGE 2011/324 vom 16.5.2012]). Die zusätzlichen Voraussetzungen von 
Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die Anfechtung von Zwischenentscheiden 

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müssen daher nicht erfüllt sein. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 
Abs. 1 DBG). Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch 
der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwaltungsgericht zwei Urteile 
fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern handelt, die unterschiedlichen 
Gemeinwesen zustehen. Allerdings können die Entscheide in ein und derselben 
Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). 
Vorliegend ist eine ermessensweise vorgenommene Einkommensaufrechnung 
umstritten. Da die einschlägigen Normen des kantonalen und eidgenössischen Rechts 
weitgehend gleich lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit 
hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Eine Gutheissung der Beschwerden hätte für den Beschwerdeführer sowohl bei 
den Kantons- und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer eine 
Ersparnis von deutlich unter Fr. 20'000.-- zur Folge, weshalb die Streitigkeit in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen 
Einkünfte, die nicht ausdrücklich von der Besteuerung ausgenommen sind (Art. 19 
Abs. 1 StG; Art. 16 i.V.m. Art. 24 DBG; vgl. auch Art. 7 Abs. 1 und 4 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Die Veranlagungsbehörde 
stellt zusammen mit der steuerpflichtigen Person die für eine vollständige und richtige 
Besteuerung massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest (Art. 166 
Abs. 2 StG; Art. 123 Abs. 1 DBG). Aus dem Untersuchungsgrundsatz ergibt sich die 

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Pflicht (und das Recht) der Veranlagungsbehörde, den rechtserheblichen Sachverhalt 
von Amtes wegen abzuklären; sie hat insbesondere die Steuererklärung zu prüfen und 
die erforderlichen Untersuchungen vorzunehmen, um den materiell wahren 
Sachverhalt zu erforschen (vgl. Art. 166 Abs. 3 Satz 1, Art. 174 Abs. 1 StG; Art. 123 
Abs. 2 Satz 1, Art. 130 Abs. 1 DBG; vgl. auch Art. 46 Abs. 1 StHG; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Art. 130 
N. 3 ff.; Martin Zweifel, in Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl. 2008, Art. 130 DBG N. 2; Zweifel/Casanova, 
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2008, § 14 N. 4). Die steuer-
pflichtige Person hat ihrerseits alles zu tun, um eine vollständige und richtige 
Veranlagung zu ermöglichen (Art. 167 Abs. 1 StG; Art. 126 Abs. 1 DBG; vgl. auch 
Art. 42 Abs. 1 StHG). Sie muss insbesondere die Steuererklärung und Einlageblätter 
wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllen, persönlich unterzeichnen und samt den 
vorgeschriebenen Beilagen fristgerecht bei der zuständigen Behörde einreichen 
(Art. 170 Abs. 2 Satz 1 StG; Art. 124 Abs. 2 DBG).

2.2 Hat die steuerpflichtige Person trotz Mahnung ihre Verfahrenspflichten nicht 
erfüllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht 
einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die Steuerverwaltung die Veranlagung nach 
pflichtgemässem Ermessen vor (Art. 174 Abs. 2 Satz 1 StG; Art. 130 Abs. 2 Satz 1 
DBG; vgl. auch Art. 46 Abs. 3 StHG). Anlass zu einer Ermessensveranlagung bietet 
jede nicht zu beseitigende Ungewissheit im Sachverhalt, welche es der 
Veranlagungsbehörde verunmöglicht, die Steuerfaktoren oder Teile davon einwandfrei 
zu ermitteln. Die Ungewissheit über den massgebenden Sachverhalt kann, muss aber 
nicht auf einer Nicht- bzw. Schlechterfüllung von Verfahrenspflichten beruhen (Rich-
ner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 26, 30, 38, 41; Martin Zweifel, a.a.O., 
Art. 130 DBG N. 30, 42; Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 10, 16; Markus Berger, 
Voraussetzungen und Anfechtung der Ermessens-veranlagung, in ASA 75 S. 185 ff., 
196, 200).

2.3 Die Ermessensveranlagung besteht in einer Schätzung der Steuerfaktoren oder 
einzelner Einkommens- bzw. Gewinnbestandteile und beruht auf einer 
Sachverhaltsfeststellung durch Wahrscheinlichkeitsschluss. Ziel der ermessensweisen 
Schätzung ist die bestmögliche Annäherung an den wirklichen Sachverhalt. Die 
Veranlagungsbehörde hat die amtliche Schätzung pflichtgemäss vorzunehmen. Sie 
kann dabei Erfahrungszahlen, Vermögensentwicklung und Lebensaufwand der 

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steuerpflichtigen Person berücksichtigen (Art. 174 Abs. 2 StG; Art. 130 Abs. 2 DBG; 
vgl. auch Art. 46 Abs. 3 StHG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 61 f.; 
Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 18 f.). Der steuerpflichtigen Person steht allerdings 
der Nachweis offen, dass sie besonders sparsam gelebt hat oder ihren 
Lebensunterhalt durch Vermögensverzehr oder steuerfreie Einkünfte bestritten hat (vgl. 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 71). Eine Ermessensveranlagung 
wird etwa dann vorgenommen, wenn das deklarierte und belegte Einkommen in nicht 
erklärbarer Weise niedriger ist als der Aufwand der davon lebenden Personen. Liegen 
über die Entwicklung der Vermögensverhältnisse verlässliche bzw. überprüfbare 
Angaben vor, so ist von der Differenz des jeweiligen Vermögensstands am Anfang und 
am Ende der Bemessungsperiode auszugehen und zum so ermittelten Betrag der 
geschätzte Lebens- und Privataufwand hinzuzurechnen 
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 70 ff.).

2.4 Eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen kann die steuerpflichtige 
Person nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten; die Einsprache ist zu 
begründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 191 Abs. 3 und 5 StG bzw. 
Art. 132 Abs. 3 DBG; vgl. auch Art. 48 Abs. 2 StHG). Diese gegenüber der Einsprache 
im ordentlichen Verfahren qualifizierte Anforderung folgt aus der besonderen Natur der 
Ermessensveranlagung. Weil sich der betragsmässige Umfang der zu bestimmenden 
Steuerfaktoren nicht genau feststellen lässt, ist er zu schätzen. Die Schätzung beruht 
notwendigerweise auf Annahmen und Vermutungen. Weil die Ermessensveranlagung 
deshalb zwangsläufig gewisse Ungenauigkeiten aufweist, ist die Möglichkeit, sie 
anzufechten, entsprechend eingeschränkt. Mithilfe eines umfassenden 
Unrichtigkeitsnachweises hat die steuerpflichtige Person die bestehende Ungewissheit 
bezüglich des Sachverhalts zu beseitigen; blosse Teilnachweise genügen nicht. In der 
Begründung der Einsprache ist daher der Sachverhalt in substanziierter Weise 
darzulegen, und es sind die Beweismittel für diese Sachverhaltsdarstellung zu nennen. 
Es reicht nicht aus, die Einschätzung in pauschaler Weise zu bestreiten oder lediglich 
einzelne Positionen der Einschätzung als zu hoch zu bezeichnen (vgl. zum Ganzen 
VGE 2012/359/360 vom 4.9.2012, E. 2.4; vgl. auch BGer 2C_136/2011 vom 30.4.2012, 
E. 4.2.1 mit Verweis auf 2C_279/2011 und 2C_280/2011 vom 17.10.2011, in StE 2012 
B 93.5 Nr. 26 E. 3.2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N. 54; Martin 
Zweifel, a.a.O., Art. 132 DBG N. 42). Offensichtlich unrichtig ist eine Schätzung dann, 
wenn sie an einem in die Augen springenden, qualifizierten Fehler leidet. Dies ist der 
Fall, wenn ein wesentlicher erwägenswerter Gesichtspunkt übergangen oder falsch 

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gewürdigt worden ist (statt vieler BGer 2C_260/2014 und 2C_261/2014 vom 2.4.2014, 
E. 4.1 mit Verweis auf 2C_279/2011 und 2C_280/2011 vom 17.10.2011, in StE 2012 
B 93.5 Nr. 26 E. 3.1) oder wenn die Schätzung sachlich nicht begründbar, insbe-
sondere erkennbar pönal oder fiskalisch motiviert ist, sich auf sachwidrige 
Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützt oder aus sonstigen Gründen 
mit den aktenkundigen Verhältnissen des Einzelfalls nicht vereinbar ist (BVR 2008 
S. 181 E. 4.3 mit Hinweisen; Richner/Frei/Kauf-mann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N. 68; 
Martin Zweifel, a.a.O., Art. 132 DBG N. 52).

3.

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Voraussetzungen für die Vornahme 
einer Ermessensveranlagung erfüllt sind. Weiter akzeptiert er die durch die Vorinstanz 
ermessensweise vorgenommene Einkommensaufrechnung im Umfang von Fr. 10'400.-
-. Strittig und zu prüfen ist insoweit nur, wie es sich mit dem Restbetrag von 
Fr. 10'000.-- verhält. 

3.1 Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang vor, der durch die 
Vorinstanz errechnete Einkommensfehlbetrag sei im Umfang von Fr. 10'000.-- auf 
einen zusätzlichen Lohnanspruch zurückzuführen. Zunächst behauptete er, seine 
Arbeitgeberin habe ihm im Jahr 2010 Lohn aus dem Vorjahr nachbezahlt (vgl. 
Verwaltungsgerichtsbeschwerden, S. 2; Eingaben im vorinstanzlichen Verfahren 
[act. 4A pag. 6 und 27]). Seine dahingehenden Ausführungen hat der 
Beschwerdeführer inzwischen als «Fehlangabe» bezeichnet. Nach seinen jüngsten 
Angaben hat er «im Jahr 2010 Nettolohn von 10'000.-- nicht ausbezahlt bekommen, 
sondern es wurde ihm als Guthaben gutgeschrieben. Diese 10'000.-- wurden am 
31.12.2010 vom Nettolohnkonto 5000 auf das Aktionärsdarlehenskonto 1460 verbucht. 
Diese 10'000.-- Nettolohn sind entsprechend im Lohnausweis 2010 enthalten und 
somit versteuert» (vgl. am 30.9.2014 eingegangene Eingabe, S. 2).

3.2 Der Beschwerdeführer ist Alleinaktionär und Geschäftsführer der B.________ 
AG in C.________. Den Akten sind keinerlei Hinweise zu entnehmen, dass ihm die 
B.________ AG Lohn des Jahres 2009 erst im 2010 ausbezahlt hätte (vgl. insb. 
Steuererklärung 2009 [act. 4A2 pag. 30 ff.]; Lohnausweis 2009 [act. 4A2 pag. 37]). 
Zudem hat der Beschwerdeführer, als er noch die dahingehende 

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Sachverhaltsdarstellung vertrat, keine entsprechenden Beweise angeboten. Da er 
nunmehr behauptet, ein Teil des festgestellten Einkommensmankos lasse sich mit 
einer Lohnforderung aus dem Jahr 2010 erklären, braucht dieser ursprünglichen (und 
unbelegten) Sachverhaltsdarstellung nicht weiter nachgegangen zu werden.

3.3 Zur jüngsten Behauptung des Beschwerdeführers findet sich Folgendes in den 
Akten: Dem Auszug des Kontos 1460 «Darlehensforderung bei Aktionä[r]» vom 
11. Februar 2012 ist zu entnehmen, dass dem Aktionärskonto per 31. Dezember 2010 
eine Forderung des Beschwerdeführers in der Höhe von Fr. 10'000.--, als «Lohn 2010» 
bezeichnet, gutgeschrieben worden ist (vgl. act. 4A2 pag. 19). Im Lohnausweis des 
Beschwerdeführers für das Jahr 2010 wird sodann ein Nettolohn von Fr. 42'441.--, 
bestehend aus Lohn und Privatanteil Geschäftswagen abzüglich Sozialversicherungs-
beiträge, ausgewiesen (act. 4A2 pag. 8). In Übereinstimmung damit hat der 
Beschwerdeführer in der Steuererklärung 2010 angegeben, ein Einkommen von 
Fr. 42'441.-- aus unselbständiger Erwerbstätigkeit erzielt zu haben (vgl. act. 4A2 
pag. 2). Weder der Lohnausweis noch die Steuererklärung für das Jahr 2010 enthalten 
Hinweise darauf, dass weitere Ansprüche des Beschwerdeführers gegenüber der 
Arbeitgeberin bestünden oder ihm ein Teil des ausgewiesenen Lohns noch nicht 
ausbezahlt worden wäre. Auch der Umstand, dass dem Aktionärskonto 1460 ein 
Betrag von Fr. 10'000.-- für «Lohn 2010» gutgeschrieben wurde, findet keine Erwäh-
nung. Nach Angaben des Beschwerdeführers in der am 30. September 2014 
eingegangenen Eingabe (vgl. vorne E. 3.1) sind die entsprechenden Fr. 10'000.-- denn 
auch im Nettoeinkommen von Fr. 42'441.-- gemäss Lohnausweis für das Jahr 2010 
enthalten.

3.4 Bei diesen Gegebenheiten ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus 
der Erhöhung seines Guthabens bei der Arbeitgeberin zu seinen Gunsten ableiten 
könnte: Die StRK hat für ihre Vermögensvergleichsberechnung die im Lohnausweis 
und in der Steuererklärung des Jahres 2010 ausgewiesenen Einkünfte von Fr. 42'441.-
- berücksichtigt (vgl. angefochtene Entscheide, E. 5.1). Sind dem Beschwerdeführer 
Fr. 10'000.-- davon – wie geltend gemacht – gar nicht ausbezahlt, sondern seinem 
Aktionärskonto bei der Arbeitgeberin gutgeschrieben worden, standen ihm 2010 für die 
Finanzierung seines Lebensunterhalts anstatt der in die Berechnung einbezogenen 
Fr. 42'441.-- in Wirklichkeit nur Einkünfte in der Höhe von Fr. 32'441.-- zur Verfügung. 
Die Differenz zwischen deklariertem Erwerbseinkommen und ermessensweise 
bestimmten erforderlichen Einkünften müsste diesfalls um die streitigen Fr. 10'000.-- 

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höher und nicht etwa tiefer ausfallen. Es hätten dem Beschwerdeführer letztlich noch 
mehr finanzielle Mittel gefehlt als in der Vermögensvergleichsberechnung ange-
nommen, was eine entsprechend höhere Aufrechnung von undeklariertem Einkommen 
gerechtfertigt hätte. Auch wenn es sich anders verhalten haben und die Gutschrift von 
Fr. 10'000.-- auf dem Aktionärskonto des Beschwerdeführers zusätzlich zur 
Auszahlung des gesamten deklarierten Nettolohns von Fr. 42'441.-- erfolgt sein sollte, 
wäre vorliegend nicht zugunsten des Beschwerdeführers zu entscheiden. Diesfalls 
hätte ihm zwar die ganze Lohnzahlung zur Bestreitung seines Lebensunterhalts zur 
Verfügung gestanden, nicht aber die fraglichen Fr. 10'000.--, weshalb sich die Be-
rechnungen der Vorinstanz im Ergebnis als korrekt erweisen würden. Mithin steht fest, 
dass die Einkommensaufrechnung hinsichtlich der streitigen Fr. 10'000.-- in jedem Fall 
zu Recht erfolgt ist; allenfalls hätte nicht weniger, sondern mehr undeklariertes 
Einkommen aufgerechnet werden müssen. Somit vermag der Beschwerdeführer mit 
seinen Vorbringen den ihm obliegenden Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit 
der vorinstanzlichen Vermögensvergleichsberechnung (vgl. vorne E. 2.3 f.) nicht zu 
erbringen. Die Beschwerden erweisen sich insoweit als unbegründet.

4.

Weiter beanstandet der Beschwerdeführer die Kostenverlegung im vorinstanzlichen 
Verfahren. Die StRK habe seinen Anteil der Verfahrenskosten im Verhältnis zur 
Einkommensaufrechnung in den Einspracheentscheiden von Fr. 24'000.-- anstatt zur 
ursprünglichen Aufrechnung von Fr. 60'000.-- bestimmt.

4.1 Nach dem Unterliegerprinzip, wie es in Art. 144 Abs. 1 DBG und Art. 200 Abs. 1 
StG zum Ausdruck kommt, wird kostenpflichtig, wer mit seinen Anträgen nicht 
durchdringt oder dafür sorgt, dass das Beschwerdeverfahren gegenstandslos wird. 
Werden die Begehren keiner Partei vollumfänglich gutgeheissen, unterliegen alle 
Parteien teilweise und richtet sich ihre Kostenpflicht im Normalfall nach dem Mass des 
Unterliegens (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 
1997, Art. 108 N. 2). Allerdings auferlegt sich das Verwaltungsgericht in Bezug auf 
Bestimmung und Verlegung von Verfahrens- und Parteikosten praxisgemäss eine 
gewisse Zurückhaltung und billigt den vorinstanzlichen Behörden in dieser Hinsicht 
einen grossen Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu; es greift nur dann ein, wenn 
die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (vgl. BVR 2004 S. 133 

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E. 1.3; zuletzt VGE 2013/359/360 vom 13.10.2014, E. 3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 80 N. 15, Art. 104 N. 7).

4.2 Vor der Vorinstanz beantragte der Beschwerdeführer das gänzliche Absehen 
von der durch die Steuerverwaltung zuletzt auf Fr. 24'000.-- festgesetzten 
Einkommensaufrechnung (vgl. act. 4A pag. 6). Mit Entscheiden vom 18. Juni 2014 
reduzierte die StRK die Aufrechnung auf Fr. 20'400.-- (vgl. vorne Bst. B). Gemessen an 
seinem Antrag unterlag der Beschwerdeführer damit zu 85 %, wobei ihm die StRK 
lediglich 80 % (Fr. 1'200.--) der insgesamt Fr. 1'500.-- ausmachenden 
Verfahrenskosten auferlegte. Nach dem Gesagten ist diese anteilsmässige 
Kostenausscheidung, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nicht zu 
beanstanden.

5.

Die Beschwerden erweisen sich als unbegründet und sind abzuweisen. Bei diesem 
Ausgang der Verfahren wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind 
keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 sowie Art. 104 Abs. 3 VRPG; 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2010 wird 
abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2010 wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.