# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32e75b1e-d217-5921-b432-136020d2c92d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.08.2021 IV 2019/315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-315_2021-08-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/315

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.01.2022

Entscheiddatum: 16.08.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2021
Art. 28 IVG und Art. 44 ATSG. Anforderungen an ein Administrativgutachten. 
Beweiswert. Abweichende Einschätzung einer behandelnden Arztperson 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. 
August 2021, IV 2019/315).

Entscheid vom 16. August 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela 

Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren

Geschäftsnr.

IV 2019/315

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Falkensteinstrasse 1, 

Postfach, 9016 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 14. Januar 2015 zum Bezug 

von Leistungen bei der Invalidenversicherung (IV) an. Zur Begründung gab er an, seit 

einem halben Jahr an paranoider Schizophrenie zu leiden (IV-act. 3).

A.a. 

Nach Eingang von medizinischen Berichten (vgl. u.a. IV-act. 11, 19, 27 und 35) 

ordnete die IV-Stelle am 8. Juni 2016 eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. 

B.___, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, an (IV-act. 46).

A.b. 

Mit Gutachten vom 24. November 2016 führte Dr. B.___ aus, er habe erhebliche 

Zweifel daran, dass die Beschwerden und Einschränkungen in der vom Versicherten 

geltend gemachten Art und im Ausmass tatsächlich vorhanden seien. Die Mitwirkung 

an der Untersuchung sei ungenügend gewesen. Das Leistungsverhalten sei nicht 

authentisch gewesen, sondern habe auf Simulation oder etwas Ähnliches hingewiesen. 

Die Diagnosekriterien für eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis halte er 

für nicht nachgewiesen. Er habe keine Gewissheit über das Vorliegen einer 

spezifischen psychiatrischen Gesundheitsstörung erlangt. Somit könne er keine 

Einschränkung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit spezifizieren (IV-act. 54-15 f.).

A.c. 

Nach weiteren Abklärungen (siehe insbesondere IV-act. 78, 85 f. und 89) teilte die 

IV-Stelle dem Versicherten am 4. September 2017 mit, dass eine Verlaufsbegutachtung 

bei Prof. Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für 

Neurologie, und dipl. Psych. D.___, Neuropsycholgie, nötig sei (IV-act. 97).

A.d. 

Mit Gutachten vom 30. November 2017 stellte Prof. C.___ keine psychiatrischen 

Diagnosen. In der neuropsychologischen Begutachtung habe der Versicherte gezielt 

falsche Antworten bei Kenntnis der richtigen Antworten gegeben. Aufgrund der 

A.e. 

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verminderten Kooperationsbereitschaft bestehe kein gültiges Testprofil. Im 

Blutserumspiegel seien die verschriebenen Medikamente Quetiapin und 

Mefenaminosäure nicht nachweisbar gewesen, wobei kein rapid cycling vorliege (IV-

act. 111-59). In der psychiatrischen Begutachtung sei die Kooperationsbereitschaft des 

Versicherten sehr gering gewesen, sodass eine valide Leistungserfassung der 

kognitiven Fähigkeiten nicht möglich gewesen sei und nicht abgeschätzt werden 

könne, ob eine psychiatrische Erkrankung bzw. eine Leistungseinbusse vorhanden sei. 

Eine psychiatrische Diagnosestellung werde aufgrund des Verhaltens des Versicherten 

verunmöglicht (IV-act. 111-54, 111-58 f. und 111-61).

Am 9. Januar 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines 

Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht, da beim Versicherten kein die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden habe festgestellt werden 

können, sodass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 115). 

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Christa Rempfler, am 

9. März 2016 Einwand (IV-act. 118). Mit Verfügung vom 27. März 2018 wies die IV-

Stelle das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab und nahm zu den 

Einwänden Stellung (IV-act. 120). Am 8. Mai 2018 bestritt der Versicherte, an keiner 

invalidisierenden Krankheit zu leiden. Er erhebe gegen diese Verfügung nur deshalb 

keine Beschwerde, weil mangels Arbeitsfähigkeit derzeit keine beruflichen 

Massnahmen durchführbar seien (IV-act. 122).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 6. Juni 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt 

auf die Gutachten von Dr. B.___ und Prof. C.___, welche keine Diagnosen mit 

Funktionsbeeinträchtigungen stellen konnten, die Ablehnung seines Rentenbegehrens 

in Aussicht (IV-act. 124). Dagegen erhob dieser am 13. August 2018 Einwand. Er 

machte insbesondere geltend, Dr. B.___ und Prof. C.___ seien in ihrer Einschätzung 

unsicher gewesen. Aus ihren Gutachten dürfe nicht geschlossen werden, beim 

Versicherten liege keine psychiatrische Erkrankung bzw. Arbeitsunfähigkeit vor. Das 

Verhalten des Versicherten sei nicht als Aggravation zu würdigen, sondern sei 

krankhaft (IV-act. 128; vgl. auch Arztbericht Dr. E.___ vom 7. August 2018, IV-

act. 128-5 f.).

A.g. 

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Zur Abklärung allfälliger orthopädischer Beschwerden und der von Dr. E.___ 

geschilderten Symptomatik gab die IV-Stelle am 18. Oktober 2018 eine bidisziplinäre 

Begutachtung (Orthopädie und Psychiatrie inkl. Neuropsychologie) bei der SMAB AG in 

Auftrag (IV-act. 133; Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Versicherten: IV-act. 134).

A.h. 

Nachdem der Versicherte darum ersucht hatte, den psychiatrischen SMAB-

Gutachter Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, durch eine 

weibliche Gutachterin zu ersetzen (IV-act. 137), hielt die IV-Stelle mit 

Zwischenverfügung vom 8. November 2018 an der Gutachterstelle und an Dr. F.___ als 

psychiatrischen Gutachter fest (IV-act. 141). Diese Zwischenverfügung erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

A.i. 

Die SMAB-Begutachtung wurde von Dr. F.___ (Psychiatrie), D.___ (Neuro­

psychologie) und Dr. med. G.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädische Rheumatologie, durchgeführt 

(vgl. IV-act. 149-3). Mit Gutachten vom 26. Juni 2019 wurde keine psychiatrische 

Diagnose gestellt. In orthopädischer Hinsicht wurden folgende Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt: pseudoradikuläres Lumbalsyndrom 

beidseits, Arthralgien des rechten Schultergelenks sowie Adipositas (IV-act. 149-6 und 

149-9).

A.j. 

Nach einem neuerlichen Vorbescheidverfahren (IV-act. 153 ff.) wies die IV-Stelle 

das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 ab. Zum dem Einwand 

beigelegten Bericht von Dr. E.___ führte sie aus, die von dieser beschriebenen Befunde 

würden so stark von jenen des Gutachters abweichen, dass sie aus 

versicherungsmedizinischer Sicht nicht nachvollziehbar seien. Eine so starke 

Veränderung der Symptomatik habe sich innerhalb des kurzen Zeitraums von drei 

Monaten nicht entwickeln können. Die niedrigen Therapieintervalle (alle ein bis zwei 

Monate eine delegierte Behandlung bei einer Psychologin; fehlende Inanspruchnahme 

orthopädisch-traumatologischer bzw. rheumatologischer Behandlung) sprächen gegen 

einen behandlungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht bestehe gestützt auf das SMAB-Gutachten eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit und demnach keine Invalidität (IV-act. 158).

A.k. 

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B.  

Gegen diese Verfügung erhebt der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Rempfler, am 28. November 2019 

Beschwerde. Er beantragt, die angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 2019 sei 

aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei 

durch das Gericht ein neues Gutachten einzuholen. Subeventualiter sei das Verfahren 

an die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen, damit diese den 

Beschwerdeführer für eine umfassende Abklärung des Gesundheitszustands stationär 

in eine psychiatrische Klinik einweisen lasse. Subsubeventualiter sei eine EFL-

Abklärung in der Rehaklinik Bellikon durchzuführen. Ihm sei die unentgeltliche 

Prozessführung samt unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur 

Begründung führt er im Wesentlichen aus, die Einschätzung der SMAB-Gutachter, 

wonach keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, 

werde bestritten und widerspreche den Akten. Dr. B.___ wie auch Prof. C.___ würden 

beide nicht ausschliessen, dass eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit vorliege. Die SMAB AG sei dafür bekannt, dass ihre Gutachter kaum je 

rentenbegründende Arbeitsunfähigkeiten feststellen würden. Dr. E.___ habe noch nie 

das Gefühl gehabt, dass der Beschwerdeführer Symptome vorspiele. Sie erachte ihn 

nach wie vor als voll arbeitsunfähig (act. G1).

B.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. März 2020 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Dr. B.___ und Prof. C.___ hätten beide keine 

psychiatrische Diagnose stellen können und das Verhalten des Beschwerdeführers als 

auffällig geschildert. Auch bei der neuropsychologischen Begutachtung der SMAB 

habe der Beschwerdeführer gezielt danebengeraten, was nicht zu einem 

schizophrenen Residuum passe. Es könne deshalb mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer anlässlich 

der medizinischen Begutachtungen aggraviert, wenn nicht gar simuliert habe. Damit 

falle eine versicherte Gesundheitsschädigung ausser Betracht und ein Rentenanspruch 

sei ausgeschlossen. Da auch keine orthopädische Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit habe gestellt werden können, sei beim Beschwerdeführer von einer 

vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die formelle Kritik an Dr. F.___ bzw. der 

B.b. 

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Erwägungen

1.  

SMAB sei unbehelflich. Gegen die Zwischenverfügung vom 8. November 2018 habe 

der Beschwerdeführer kein Rechtsmittel ergriffen (act. G5).

Am 17. März 2020 bewilligt die Präsidentin das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung; act. G6).

B.c. 

Mit Replik vom 2. Juni 2020 bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorwürfe einer 

angeblichen Aggravation, Simulation oder Somatisierung hätten nichts mit der Realität 

zu tun. Dr. E.___ lege die Fakten, die gegen eine Aggravation oder Simulation 

sprächen, objektiv dar. Die Beschwerdegegnerin sei offensichtlich von der SMAB AG 

und ihren "Flugärzten" selber nicht überzeugt. Diese Dossierführung könne so nicht 

akzeptiert werden. Sie sei weder fair noch rechtens. Es sei nicht einleuchtend, weshalb 

eine erneute stationäre Behandlung keine Erkenntnisse bringen solle. Ganz 

offensichtlich bestünden in der Eruierung der psychiatrischen Diagnosen Unklarheiten 

und Fragezeichen, die gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz sorgfältig und 

vollständig abgeklärt werden müssten. Die bisherige Aktenführung habe gezeigt, dass 

eine Begutachtung von kurzer Dauer offensichtlich nicht genüge. Keines der drei im 

Recht liegenden Gutachten sei beweiskräftig (act. G10).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G12).B.e. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer 

Anträge sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen vertieft eingegangen.

B.f. 

Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c).

1.1. 

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Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes von 

Arztberichten sowie Gutachten ist entscheidend, ob sie für die streitigen Belange 

umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden sind, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

einleuchten und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3a). Den von Versicherungsträgern im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung 

entsprechenden Gutachten externer Spezialärzte darf voller Beweiswert zuerkannt 

werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (Urteil des Bundesgerichts vom 15. April 2020, 9C_173/2020, E. 4.3, u.a. mit 

Hinweis auf BGE 135 V 465 E. 4.4).

1.4. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 281 E. 3.2 mit 

Hinweisen). Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden 

1.5. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_173%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

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2.  

objektiviert werden können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken 

(vgl. BGE 143 V 418 E. 6; Urteile des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 

8C_350/2017, E. 5.4, und vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1). Für somatisch 

unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und gleichgestellte 

Diagnosen) sowie psychische Erkrankungen ist der Beweis nach dem strukturierten 

Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 141 V 281 und BGE 143 V 418, 

E. 7.1). Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 

Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der 

massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein 

stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für 

die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427 E. 6). Die psychiatrische 

Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen 

gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische 

Interpretationen möglich, zulässig und rechtlich zu respektieren sind, sofern der 

Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2020, 

9C_18/2020, E. 4.1, mit diversen Hinweisen auf BGE 145 V 361).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und Gericht 

haben von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, 

von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu 

entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das Gericht 

zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu 

aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender 

Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 

Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107). Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 

E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

1.6. 

Bezüglich des SMAB-Gutachtens wird vorab geltend gemacht, dass die Gutachter 

aufgrund ihres Auftragsvolumens seitens der IV befangen seien. Der Beschwerdeführer 

impliziert, die Beschwerdegegnerin habe gezielt die SMAB mit der dritten 

Begutachtung beauftragt, um ein für ihn ungünstiges Abklärungsergebnis 

herbeizuführen. Diese Gutachterstelle erhalte zahlreiche Aufträge von IV-Stellen. Ihre 

Ärzte, namentlich Dr. F.___, welcher ein "Flugarzt" mit einer Praxis in Berlin sei und nur 

2.1. 

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zur Erstellung medizinischer Gutachten in die Schweiz komme, würden kaum je eine 

rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit attestieren (vgl. act. G1, S. 5 f.).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung vermögen weder das blosse 

Auftragsvolumen bei einem Gutachter oder einer Gutachterstelle bzw. der 

regelmässige Beizug derselben (Urteile des Bundesgerichts vom 4. September 2020, 

9C_212/2020, E. 4.1, vom 29. Januar 2019, 9C_704/2018, E. 5.1, vom 25. Oktober 

2016, 8C_354/2016, E. 5 und vom 29. Mai 2015, 8C_467/2014, E. 4) noch eine starke 

Abweichung bei der Auswertung der Häufigkeitsverteilung von attestierten 

Arbeitsunfähigkeitsgraden für sich allein genommen objektiv den Anschein von 

Befangenheit eines Gutachters oder einer Gutachterstelle zu wecken. Für die Annahme 

des Vorliegens einer Befangenheit bedarf es weiterer, die konkrete Begutachtung 

betreffende Umstände (Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2020, 9C_25/2020, E. 

5.1.2.2).

2.2. 

Aufgrund der dargestellten bundegerichtlichen Rechtsprechung sowie mangels 

Nennung konkreter Umstände oder Hinweise auf eine Befangenheit der Gutachter ist 

der Einwand des Beschwerdeführers unbeachtlich. Die vom Beschwerdeführer 

vorgetragenen Zweifel, der psychiatrische Gutachter sei ein sog. "Flugarzt" ohne FMH-

Anerkennung und Praxistätigkeit in der Schweiz, vermögen keine Notwendigkeit für 

einen Ausstand zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2021, 

8C_28/2021, E. 5.1). Vorliegend ist Dr. F.___ im Medizinalberuferegister eingetragen 

und verfügt über den erforderlichen Facharzttitel, der im Jahr 2002 in der Schweiz 

anerkannt worden ist. Sowohl die begutachtende Institution als auch die 

Gutachtenspersonen wurden dem – damals bereits anwaltlich vertretenen – 

Beschwerdeführer jeweils ordnungsgemäss vor der Begutachtung bekanntgegeben. 

Ihm wurde Gelegenheit zur Erhebung von Einwänden gegeben (vgl. Art. 44 ATSG und 

IV-act. 134). Daraufhin liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin darum 

ersuchen, Dr. F.___ durch eine andere Person respektive eine weibliche 

Gutachtensperson zu ersetzen, ohne dieses Anliegen zu begründen (IV-act. 137-2). Mit 

Zwischenverfügung vom 8. November 2018 hielt die Beschwerdegegnerin an der 

Abklärungsstelle und namentlich an Dr. F.___ als begutachtenden Psychiater fest (IV-

act. 141). Gegen diese Verfügung legte der Beschwerdeführer kein Rechtsmittel ein. 

Auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Blick-Artikel vom September und 

November 2019 stellen keine Ausstandsgründe dar. Darin wird lediglich allgemeine 

Kritik daran geübt, dass einzelne Ärzte ein grosses Auftragsvolumen von den IV-Stellen 

erhalten. Selbst wenn dem Beschwerdeführer zugestimmt werden könnte, dass das 

Auftragsvolumen bei dieser Gutachterstelle hoch wäre, hätte er dennoch darzulegen, 

2.3. 

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3.  

weshalb im konkreten Fall die Gutachter ein für die Beschwerdegegnerin günstiges 

Gutachten erstellt haben sollen. Allerdings bringt der Beschwerdeführer keine 

konkreten Hinweise dafür vor.

Folglich hat der Beschwerdeführer keine Tatsachen aufgezeigt, welche auf eine 

Befangenheit Dr. F.___s in Bezug auf die konkrete Begutachtung hindeuten würden 

und erst nach der von der Beschwerdegegnerin erlassenen Zwischenverfügung 

erkennbar geworden wären.

2.4. 

Vorliegend ist streitig, ob auf das SMAB-Gutachten, namentlich die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der SMAB-Gutachter, abgestellt werden kann.

3.1. 

Im Rahmen der orthopädischtraumatologischen Untersuchung bestand bis auf 

eine geringe Einschränkung der Rückwärtsbewegung des rechten Armes eine freie 

Beweglichkeit des rechten Schultergelenkes. Auch das rechte Ellenbogengelenk war 

frei beweglich. Hinweise auf eine relevante Pathologie der Rotatorenmanschette oder 

eine Reizung des rechten Akromioklavikulargelenkes bestanden nicht. Ein relevantes 

Subacromialsyndrom konnte ausgeschlossen werden. Auch die normal entwickelte 

Ober- und Unterarmmuskulatur bewies einen gleichmässigen Gebrauch beider oberer 

Extremitäten ohne vermehrte schmerzhafte Schonung des rechten Armes. Die 

Brustwirbelsäule mit harmonischer Kyphose war frei beweglich. Hinweise auf eine 

Reizung thorakaler Nervenwurzeln bestanden nicht, ebenso kein Anhalt auf eine 

relevante Pathologie im Bereich der Rippen. Auch die Lendenwirbelsäule war frei 

beweglich mit harmonischer Lordose. Hinweise auf eine Reizung lumbaler 

Nervenwurzeln bestanden namentlich bei fehlender Schon- und Fehlhaltung und 

fehlendem paravertebralem Muskelhartspann nicht. Auch im MRI der 

Lendenwirbelsäule vom 19. März 2019 stellten sich lediglich geringe degenerative 

Veränderungen ohne Neurokompression dar. Die vom Versicherten angegebenen 

Beschwerden waren nicht nachvollziehbar. In orthopädischer Hinsicht ergaben sich 

somit lediglich Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, nämlich ein 

pseudoradikuläres Lumbalsyndrom beidseits, eine Arthralgie des rechten 

Schultergelenkes sowie eine Adipositas (IV-act. 149-6 und 149-8). Neuropsychologisch 

waren die Ergebnisse des durchgeführten Beschwerdevalidierungsverfahren hoch 

auffällig und lagen im Bereich der Zufallswahrscheinlichkeit, zum Teil auch unter der 

Schwelle für reines Raten. Nach mathematischer Berechnung wurden mit einer an 

Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit von über 99% durch den Versicherten 

gezielt falsche Antworten bei Kenntnis der richtigen Antworten gegeben. Aufgrund der 

3.2. 

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4.  

verminderten Kooperationsbereitschaft konnte kein gültiges Testprofil erhalten werden 

(IV-act. 149-9). Der psychiatrische SMAB-Gutachter ging in Übereinstimmung mit den 

beiden psychiatrischen Vorgutachtern davon aus, dass keine psychiatrische Diagnose 

vorliege (IV-act. 149-7 f.).

Das bidisziplinäre Gutachten stützt sich auf die vollständigen Vorakten. 

Insbesondere war auch der Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. E.___ vom 

7. August 2018 bekannt. Sowohl die orthopädische Gutachterin wie auch der 

psychiatrische Gutachter und die Neuropsychologin nahmen eine persönliche 

Untersuchung vor, anlässlich welcher der Beschwerdeführer seine Einschränkungen 

schildern konnte. Zudem wurden zur Beschwerdevalidierung neuropsychologische 

Testverfahren durchgeführt und Laborwerte bestimmt (vgl. IV-act. 149). Das Gutachten 

erfüllt somit die Anforderung, auf allseitigen Untersuchungen zu beruhen, in Kenntnis 

der Vorakten ergangen zu sein und die beklagten Beschwerden berücksichtigt zu 

haben. Es ist für die Fachgebiete Psychiatrie und Orthopädie umfassend und leuchtet 

in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

ein. Seine Schlussfolgerungen sind begründet und nachvollziehbar. Insbesondere legte 

der psychiatrische Gutachter einleuchtend dar, was die Ergebnisse der 

neuropsychologischen Testung und das inkonsistente Verhalten des 

Beschwerdeführers bedeuten. Damit erfüllt das Gutachten grundsätzlich die Kriterien 

an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. E. 1.4 vorstehend).

3.3. 

Das orthopädische Gutachten ist zu Recht unbestritten. Zu prüfen ist jedoch, ob 

die Vorbringen des Beschwerdeführers bzw. die im Recht liegenden Berichte 

Dr. E.___s, welche nach der Begutachtung datieren, an den Ergebnissen des SMAB-

Gutachtens Zweifel zu wecken vermögen.

3.4. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, die früheren psychiatrischen Gutachter Dr. B.___ 

und Prof. C.___ hätten eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits­

fähigkeit nicht ausgeschlossen (act. G1, S. 5).

4.1. 

Dr. B.___ notierte diesbezüglich: "Wenn ich eine bestimmte Arbeitsunfähigkeit 

nicht für nachgewiesen halte, bedeutet das selbstverständlich nicht, dass ich damit für 

bewiesen halte, dass eine dementsprechende Arbeitsfähigkeit als nachgewiesen gelten 

kann. Ein solcher Schluss wäre nicht möglich. Denn methodisch ist es etwas völlig 

anderes, den Nachweis einer bestimmten Arbeitsunfähigkeit zu erbringen als den 

Nachweis einer bestimmten Arbeitsfähigkeit. Das Letztere nachzuweisen, und das 

versteht sich eigentlich von selbst, wäre schon allein dann unmöglich, wenn die 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

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beurteilte Person nicht daran voll mitwirken würde. Abgesehen von auch noch anderen 

methodischen Schwierigkeiten. Das gilt für alle medizinischen Gutachten zur 

Leistungsfähigkeit" (IV-act. 54-25). Prof. C.___ vermerkte: "Aus gutachterlicher Sicht 

kann aufgrund des vorbeschriebenen und mit wissenschaftlichen Methoden 

objektivierten nicht-authentischen Verhaltens des Versicherten in der 

Untersuchungssituation keine psychiatrische Diagnose gestellt und keine Angabe zu 

handicapierenden Fähigkeitsstörungen und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

gutachterlicherseits gemacht werden. Es wird gutachterlicherseits ausdrücklich darauf 

hingewiesen, dass dennoch nicht geschlossen werden darf, dass keine kognitiven 

Einbussen oder psychiatrischen Störungen bei dem Exploranden vorlägen, die 

Abschätzung evtl. tatsächlich vorhandener Leistungseinbussen ist auf Grundlage der 

vorliegenden Testergebnisse und des unkooperativen und manipulativen Verhaltens 

des Versicherten jedoch nicht möglich" (IV-act. 111-61).

Dem Beschwerdeführer ist deshalb insofern beizupflichten, als diese beiden 

Gutachter einen psychischen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit tatsächlich nicht ausschlossen. Indes geht aus ihren Gutachten 

unmissverständlich hervor, dass sie eben gerade keine psychiatrische Diagnose stellen 

konnten. Dr. B.___ diskutierte nebst der von den Behandlern gestellten Diagnose einer 

Schizophrenie ausführlich diverse gestützt sowohl auf die Symptomatik als auch auf 

die Angaben des Beschwerdeführers in Frage kommenden Störungsbilder und legte 

einleuchtend dar, weshalb keines dieser Störungsbilder diagnostiziert werden kann und 

kein die Arbeitsfähigkeit tangierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist (IV-act. 54, 

insbesondere 54-13 ff.). Prof. C.___ schilderte, der Beschwerdeführer habe ein 

ähnliches Verhalten gezeigt wie bei der Vorbegutachtung. Er habe kaum sachdienliche 

Angaben zu seiner psychiatrischen Symptomatik gemacht. Seine 

Kooperationsbereitschaft sei sehr gering gewesen (IV-act. 111-58). Im 

neuropsychologischen Zusatzuntersuch hätten sich hoch auffällige Werte ergeben. Der 

Beschwerdeführer habe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gezielt 

falsche Antworten bei Kenntnis der richtigen Antworten gegeben. Ohne eine 

ausreichende Kooperationsbereitschaft sei keine valide Leistungserfassung der 

kognitiven Fähigkeiten möglich. Dabei könnten kognitive Einbussen nicht 

ausgeschlossen werden, die Abschätzung eventuell tatsächlich vorhandener 

Leistungseinbussen seien auf Grundlage der vorliegenden Testergebnisse und der 

unzureichenden Angaben anlässlich der psychiatrischen Exploration jedoch nicht 

möglich. Die schwachen Testergebnisse seien insbesondere nicht als Symptome einer 

schizophrenen Erkrankung erklärbar. Zusammenfassend werde eine psychiatrische 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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Diagnosestellung aufgrund des Verhaltens des Versicherten im Untersuch 

verunmöglicht (IV-act. 111-59 f.).

Damit haben beide Vorgutachter eine gesundheitliche Beeinträchtigung lediglich 

als möglich beurteilt. Diese blosse Möglichkeit reicht jedoch im Verfahren um die 

Zusprache einer Invalidenrente nicht aus. Denn es gilt der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 1.6 vorstehend). Der Beschwerdeführer 

kann deshalb aus den früheren Begutachtungen nichts zu seinen Gunsten ableiten.

4.4. 

Zwar bestreitet der Beschwerdeführer, im Rahmen der Begutachtungen aggraviert 

oder gar simuliert zu haben. Alle drei psychiatrischen Gutachter wie auch die anlässlich 

der letzten zwei Begutachtungen involvierte Neuropsychologin haben jedoch einhellig 

ein unauthentisches Verhalten und eine gezielte Manipulation der 

neuropsychologischen Testergebnisse festgestellt (vgl. hierzu IV-act. 54, 111 und 149, 

insbesondere IV-act. 54-12 f., 54-15 f., 111-56, 111-60 f., 149-10 und 149-24).

4.5. 

Rechtsprechungsgemäss liegt Aggravation oder eine ähnliche Konstellation 

namentlich vor, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 

Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese 

besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage 

bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; 

demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken 

oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale 

Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses 

verdeutlichendes Verhalten hin. Eine auf Aggravation oder einer vergleichbaren 

Konstellationen beruhende Leistungseinschränkung vermag einen versicherten 

Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall 

Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte 

für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die 

Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne 

dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbstständigte, krankheitswertige 

psychische Störung zurückzuführen wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 

20. September 2018, 9C_659/2017, E. 4.1 mit Hinweisen). Führen die von den 

Gutachtern einhellig berichtete Aggravation und die gezeigten Inkonsistenzen zum 

Ergebnis, dass ein erhebliches krankheitsmässiges Geschehen nicht mehr mit 

ausreichender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden kann, so geht die daraus 

resultierende Beweislosigkeit zu Lasten der versicherten Person (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. September 2018, 9C_659/2017, E. 4.1 und 4.4 mit Hinweisen). 

Zur Beurteilung einer Aggravation darf auf neuropsychologische (Validierungs-)Tests, 

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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5.  

6.  

welche die Kriterien nach Slick et. al (1999) erfüllen, abgestellt werden, soweit ein 

psychiatrischer Facharzt die Testergebnisse würdigt (Urteil des Bundesgerichts vom 

12. November 2019, 8C_605/2019, E. 3.2.2).

Vorliegend führte das Verhalten des Beschwerdeführers in allen drei 

Begutachtungen, insbesondere auch im Rahmen der SMAB-Begutachtung dazu, dass 

keine psychiatrischen Diagnosen gestellt werden konnten. In den Gutachten wird 

zudem dargelegt, dass die mangelnde Kooperation und die gezielte 

Falschbeantwortung der Fragen sowie die unauthentisch wirkende 

Beschwerdedarstellung nicht einen medizinischen Hintergrund hatten, sondern eher 

eine Inszenierung im Rahmen des laufenden Versicherungsverfahren darstellen würden 

(vgl. hierzu u.a. IV-act. 149-7 ff.). Der Beschwerdeführer muss dementsprechend die 

Folgen der aus seinem Verhalten resultierenden Beweislosigkeit tragen.

4.7. 

Der Beschwerdeführer erklärt sich bereit, sich zu einem stationären Aufenthalt in 

eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, damit die von ihm geltend gemachte 

Schizophrenie über einen längeren Zeitraum abgeklärt werden könne, und bringt 

sinngemäss vor, aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes hätte die 

Beschwerdegegnerin so vorgehen müssen (act. G1, S. 6; siehe auch act. G1, S. 2, 

Subeventualantrag auf Rückweisung und Einweisung in eine psychiatrische Klinik für 

eine umfassende Abklärung).

5.1. 

Dem kann nicht beigepflichtet werden. Der Beschwerdeführer hat sich, wie aus 

sämtlichen im Recht liegenden Gutachten hervorgeht, unkooperativ und manipulativ 

gezeigt, ohne dass dieses Verhalten selbst einem krankheitsmässigen Geschehen 

geschuldet war. Dies hat dazu geführt, dass die Gutachter keine psychiatrischen 

Diagnosen stellen konnten. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer dieses Verhalten 

nicht nur bei einer Begutachtung zeigte, sondern bei allen dreien. Die Folgen dieser 

Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen. Die Beschwerdegegnerin hat den 

Sachverhalt somit hinreichend abgeklärt und den Untersuchungsgrundsatz nicht 

verletzt.

5.2. 

Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf die Berichte der behandelnden 

Ärzte und macht sinngemäss geltend, es sei auf die Einschätzung der Behandler, nicht 

auf die Gutachten, abzustellen.

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht es einer 

Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte mit Blick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten 

aussagen und ihre Angaben deshalb zurückhaltend zu werten sind (vgl. hierzu etwa 

BGE 125 V 351 E. 3b/cc oder BGE 135 V 465 E. 4.5). Die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 

lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 

zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Entscheid 

des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit Hinweisen).

6.2. 

Soweit die Berichte den SMAB-Gutachtern bereits vorgelegen haben, also aus den 

Vorakten stammen, wurden sie in der Begutachtung berücksichtigt. Dr. F.___ hat sich 

namentlich mit den Berichten der Psychiatrischen Klinik H.___, des Ambulatoriums, der 

Psychiatrie I.___ sowie von Dr. E.___ ausführlich und nachvollziehbar 

auseinandergesetzt, ebenso mit den beiden Vorgutachten (vgl. etwa IV-act. 149-6, 

149-14 ff. und 149-26 f.). Überdies haben sich auch die Vorgutachter B.___ und C.___ 

zu den Behandlerberichten geäussert und plausibel erklärt, weshalb nicht unbesehen 

auf diese abgestellt werden kann (IV-act. 54-21 ff. und 111-58). Dementsprechend 

vermögen die früheren Arztberichte die Ergebnisse der Begutachtung bzw. der drei 

Begutachtungen nicht in Frage zu stellen.

6.3. 

Nach der SMAB-Begutachtung wurden nur noch die Berichte Dr. E.___s vom 

21. August 2019, 19. November 2019 und 30. Mai 2020 eingereicht. Den Bericht vom 

21. August 2019 betreffend hat RAD-Arzt J.___ in seiner Stellungnahme vom 

27. September 2019 (IV-act. 157) zu Recht darauf hingewiesen, dass die von Dr. E.___ 

beschriebenen Psychopathologie (ausgeprägte Negativsymptomatik mit 

Sprachverarmung, Verlangsamung, Affektverflachung, Apathie, Antriebslosigkeit, 

Interessenverlust, Anhedonie, eingeschränkter Kontaktfähigkeit und 

Aufmerksamkeitsstörung, hingegen keine Wahngedanken, Halluzinationen, illusionären 

Verkennungen oder Störungen des Ich-Bewusstseins und keinerlei paranoide 

Denkinhalte, vgl. IV-act. 156-9 f.) stark von den Feststellungen Dr. F.___s im SMAB-

Gutachten abweichen. So beschrieb der Gutachter etwa eine gut modulierte Stimme 

und ein Sprechen in adäquater Geschwindigkeit. Er stellte keine Aufmerksamkeits- und 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Konzentrationsstörungen, keine Antriebsminderung und keine formalen Denkstörungen 

fest. Zudem schilderte der Beschwerdeführer Dr. F.___ gegenüber lebhaft eine skurril 

anmutende scheinbar "psychotische" Symptomatik bzw. paranoide 

Wahrnehmungsstörungen (wobei er auf den Gutachter aber unecht und unauthentisch 

wirkte). Dr. F.___ nahm eine lebhafte Gestik und Mimik bei unbeeinträchtigter affektiver 

Schwingungsfähigkeit und unvermindertem Antrieb wahr, wobei weder 

Interesselosigkeit noch Anhedonie bestanden habe (IV-act. 149-7 und 149-24). Diese 

Widersprüche löst Dr. E.___ nicht auf. Eine stabile Negativsymptomatik im von ihr 

beschriebenen Ausmass liegt mit Blick auf die Ergebnisse der SMAB-Begutachtung 

nicht vor und ist auch mit den Testergebnissen der neuropsychologischen 

Untersuchung im Zusammenhang mit der Begutachtung durch Prof. C.___ nicht 

vereinbar (vgl. IV-act. 149-8).

Der Bericht vom 21. August 2019 erscheint auch deswegen nicht geeignet, am 

SMAB-Gutachten ernstliche Zweifel zu erwecken, weil Dr. E.___ darin auch selbst 

festhält, eine Beurteilung sei schwierig, da "wir [den Beschwerdeführer] nur alle 1 - 2 

Monate (momentan alle 2 Monate gewünscht) sehen. Dies entspricht lediglich einer 

begleitenden Beratung" (IV-act. 156-9). Bis zu jenem Zeitpunkt fand also eine blosse 

Beratung in grossen zeitlichen Abständen statt, welche auch noch – zumindest 

teilweise – an die Psychologin Frau K.___ delegiert war.

6.5. 

Im Bericht vom 19. November 2019 führte Dr. E.___ aus, es würde keinen Sinn 

machen, dass der Beschwerdeführer ein Antipsychotikum in hoher neuroleptischer 

Potenz einnehme, wenn er nicht an psychotischer Symptomatik leiden würde, und 

dass sich die Positivsymptomatik unter der Medikation zurückgebildet habe. 

Gleichzeitig wurde jedoch auch festgestellt, dass das Neuroleptikum nicht im 

Referenzbereich liege (IV-act. 165). Die behandelnde Psychiaterin geht sodann nicht 

darauf ein, dass beim Beschwerdeführer nie aktenkundig eine positive Symptomatik 

wie Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen oder sonstige psychotische Symptome 

durch medizinische Fachpersonen beobachtet wurde (vgl. IV-act. 149-6). Stattdessen 

stellten die Behandler, wie auch Dr. E.___ im Bericht vom 19. November 2019, häufig 

auf die nicht objektivierten Angaben der Ehefrau und des Beschwerdeführers ab.

6.6. 

Im selben Bericht brachte Dr. E.___ weiter vor, im Schmerzerleben des 

Beschwerdeführers könne eine neurotische Störung gesehen werden. Darauf sei die 

Beschwerdegegnerin nicht eingegangen (IV-act. 165). Tatsächlich wurde jedoch in den 

Gutachten festgestellt, dass der Beschwerdeführer, obwohl er eine Schmerzintensität 

von acht bis zehn auf der Analogskala angab, nicht schmerzgeplagt wirkte, keinen 

Muskelhartspann aufwies, keine Schon- oder Fehlhaltungen einnahm, aufgrund der 

6.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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normal ausgeprägten Muskulatur im Alltag kein relevantes Schonverhalten zeigte und 

auch die orale Schmerzmedikation – entgegen seiner mehrfach geäusserten 

Behauptung – nicht, jedenfalls nicht regelmässig in einem therapeutisch relevanten 

Umfang einnahm (vgl. beispielhaft IV-act. 54-4 f., 111-18, 111-48, 111-59, 149-8, 

149-35, 149-37, 149-40, 149-52, und 149-54 f.). Insbesondere im Rahmen der SMAB-

Begutachtung wurde das vom Beschwerdeführer geschilderte Schmerzerleben 

demnach durchaus berücksichtigt und gewürdigt. Im Weiteren gibt Dr. E.___ im Bericht 

vom 19. November 2019 Schilderungen der Ehefrau wieder. Diese wurden jedoch nicht 

objektiviert. Zu den anamnestischen Angaben haben sich die SMAB-Gutachter 

ausführlich geäussert (IV-act. 149).

Auch im Bericht vom 30. Mai 2020 stützte sich Dr. E.___ auf die Angaben der 

Ehefrau, indem sie schrieb: "Würde [der Beschwerdeführer] das Medikament absetzen, 

käme es gemäss Ehefrau zu starken aggressiven Zuständen" (act. G10.1). Dies 

überzeugt nicht, zumal die per Injektion verabreichte Depotmedikation anlässlich 

sowohl der Begutachtung als auch einer späteren Kontrolle Dr. E.___s unter dem 

Referenzbereich lag (IV-act. 149-25 und act. G1.7) und die orale Medikation, wie 

bereits erwähnt, nicht zuverlässig eingenommen wurde (vgl. hierzu auch IV-act. 78). 

Dr. E.___ führte weiter aus, die sprachliche Verständigung mit dem Beschwerdeführer 

sei sehr schwierig. Er könne seine Probleme nicht adäquat formulieren. Hingegen 

wurden alle drei Begutachtungen im Beisein eines Dolmetschers durchgeführt und es 

besteht kein Hinweis, dass die Befunde in den Gutachten wegen sprachlicher 

Probleme nicht hätten erhoben werden können (IV-act. 149-19). Überdies wurden in 

der neuropsychologischen Begutachtung Tests durchgeführt, welche für verschiedene 

klinische Gruppen wie etwa Patienten mit schwerem Schädelhirntrauma, mit niedriger 

Bildung oder Intelligenzminderung ohne Probleme zu bewältigen sind. Dies gilt auch für 

Probanden mit einer anderen Muttersprache. Einige Tests wurden sodann auf 

Albanisch durchgeführt (siehe IV-act. 149-56). Der Beschwerdeführer erzielte in der 

neuropsychologischen Testung also nicht aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten 

schlechte Resultate, sondern weil er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

bewusst falsche Antworten bei Kenntnis der richtigen Antworten gab (IV-act.111-68 

und 149-53 f.). Umgekehrt würde sich eher die Frage stellen, ob aufgrund der von der 

Behandlerin angegebenen sprachlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers (die 

delegierte Behandlung erfolgt in deutscher Sprache, IV-act. 149-54) überhaupt eine 

korrekte Befunderhebung erfolgen konnte und der Beschwerdeführer adäquat 

behandelt werden kann. Im Weiteren beschränkte sich Dr. E.___ im Wesentlichen auf 

die Behauptung, eine gesunde Person hätte das Bedürfnis, einer Arbeit nachzugehen 

6.8. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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7.  

und würde sich keiner medikamentösen und therapeutischen Behandlung unterziehen, 

ohne diese Behauptung medizinisch zu fundieren.

Zusammenfassend hat Dr. E.___ keine wichtigen, nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende Aspekte benannt, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Somit vermögen weder die 

Ausführungen des Beschwerdeführers noch seiner Psychiaterin erhebliche Zweifel am 

SMAB-Gutachten zu erwecken. Das Gutachten ist beweiskräftig, sodass darauf 

abzustellen ist. Festzuhalten bleibt, dass nicht nur eine psychiatrische Begutachtung 

(inkl. Neuropsychologie), sondern sogar drei Gutachter zum selben Ergebnis gelangten. 

Der Beschwerdeführer wurde eingehend abgeklärt und mehrfach medizinisch 

begutachtet, weshalb auch kein Anspruch auf weitere Abklärungen wie eine Gerichts- 

oder weitere Administrativbegutachtung oder eine EFL besteht (siehe auch E. 5.2 

vorstehend). Eine rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bleibt somit 

beweislos (vgl. E. 5.2 vorstehend). Folglich besteht kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente. Die Beschwerde ist somit vollumfänglich abzuweisen.

7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegenden Angelegenheit angemessen. Da der Beschwerdeführer 

vollumfänglich unterliegt, ist die Gerichtsgebühr grundsätzlich ihm aufzuerlegen (Art. 95 

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

7.2. 

bis 

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote 

eingereicht. Der Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint 

eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer). Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin des 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 

wird von der Bezahlung zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP).

7.4. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2021
	Art. 28 IVG und Art. 44 ATSG. Anforderungen an ein Administrativgutachten. Beweiswert. Abweichende Einschätzung einer behandelnden Arztperson (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2021, IV 2019/315).

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		2025-07-19T02:34:11+0200
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