# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64f9e1ed-20b9-5cab-8370-f6d83f84af8e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.09.2020 UV 2019/70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-70_2020-09-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/70

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.04.2021

Entscheiddatum: 18.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2020
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückweisung zur fachärztlichen Abklärung eines 
Knorpelschadens als Spätfolge der primären Unfallverletzung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. September 2020, UV 
2019/70)

Entscheid vom 18. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2019/70

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Versicherungssachbearbeiter bei B.___ 

tätig und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana), gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er am 30. April 2016 beim Fussballspielen in einem 

Zweikampf mit dem rechten Fuss im Kunstrasen hängen blieb und sich das rechte Knie 

verdrehte (act. G 3.1-K1). In einer am selben Tag erfolgten Untersuchung in der Klinik 

C.___ stellte der behandelnde Arzt Dr. med. E.___, Oberarzt Notfallaufnahme, die 

Hauptdiagnosen Verdacht auf eine Meniskusläsion medial, Zerrung des Innenbandes, 

Teilruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) rechtes Knie nach Distorsion beim Fussball 

(auf Kunstrasen), aktuell: Beugedefizit, medialer Druckschmerz, Vollbelastung nicht 

möglich, und die Nebendiagnose namentlich nicht bekannte Gerinnungsstörung (act. G 

3.2-M1). Eine am 3. Mai 2016 im Radiologie Zentrum C.___, durchgeführte MRI-

Untersuchung des rechten Knies brachte eine frische Verletzung des VKB, 

wahrscheinlich einer subtotalen Ruptur entsprechend, eine meniscocapsuläre 

Dissoziation im hinteren Drittel des medialen Kompartiments, eine Läsion Grad 1 des 

medialen Seitenbandes, eine Knochenkontusion am Tibiaplateau und einen 

ausgedehnten Gelenkserguss bei Weichteilkontusion vor allem im dorsalen 

Kompartiment zur Darstellung (act. G 3.2-M2). Am 4. Mai 2016 wurde der Versicherte 

durch Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, 

untersucht, der eine VKB-Ruptur mit Partialläsion des medialen Seitenbandes (MCL) 

diagnostizierte (act. G 3.2-M3). Am 12. Mai 2016 folgte eine Untersuchung durch Dr. 

med. F.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Sportmedizin SGSM, der eine VKB-Ruptur, einen kleinen 

medialen Knorpelschaden sowie eine Innenbandläsion Grad 1 als Hauptdiagnosen und 

eine Thrombopathie mit reduzierter Induzierbarkeit als Nebendiagnose stellte (act. G 

3.2-M4). Am 20. Mai 2016 führte Dr. F.___ beim Versicherten eine diagnostische 

Arthroskopie sowie eine VKB-Rekonstruktion durch (act. G 3.1-M5). Die Helsana hatte 

A.a. 

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für die Operation und den Spitalaufenthalt in der Klinik G.___ vom 20. bis 25. Mai 2016 

mit Schreiben vom 13. Mai 2016 Kostengutsprache erteilt (act. G 3.1-K9, G 3.1-K9.1; 

vgl. auch act. G 3.1-K7 und act. G 3.2-M6). Per Ende 2016 schloss die Helsana den 

Schadenfall gestützt auf ihre Unterlagen (vgl. insbesondere Untersuchungsbericht von 

Dr. F.___ vom 29. November 2016 [act. G 3.2-M13]; vgl. auch act. G 3.1-K13: 100%ige 

Arbeitsfähigkeit bezüglich Knie ab 6. Juni 2016) ab (vgl. act. G 3.1-K40, S. 2/I.).

Mit Schadenmeldung UVG vom 20. Mai 2019 liess der Versicherte durch seine 

neue Arbeitgeberin, die Firma H.___ AG, einen Rückfall zum Unfall vom 30. April 2016 

melden (act. G 3.1-K17). Am 10. Mai 2019 hatte er sich bei Dr. med. I.___, FMH 

Allgemeinmedizin, Sportmedizin, wegen Kniebeschwerden rechts in Behandlung 

begeben, der einen Status nach Kreuzbandplastik April 2016 und aktuell eine leichte 

intraartikuläre Schwellung diagnostiziert hatte (act. G 3.3-4). Entsprechend war in der 

Schadenmeldung UVG als Rückfalldatum der 10. Mai 2019 eingetragen worden (act. G 

3.1-K17). Am 13. Mai 2019 hatte Dr. med. J.___, Facharzt FMH für medizinische 

Radiologie, Radiologie K.___, Diagnosezentrum L.___, beim Versicherten eine MRI-

Untersuchung des rechten Knies durchgeführt und im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht folgende Beurteilung festgehalten: Im Vergleich zur 

kernspintomographischen Voruntersuchung des rechten Kniegelenks vom 3. Mai 2016 

zwischenzeitlich erfolgter vorderer Kreuzbandersatz (ST-Sehne) mit 

kontinuitätserhaltener Darstellung des Transplantats entlang der Notch; zwischen VKB-

Transplantat und vernarbtem Hoffa-Fettkörper gelegen eine 1.1 x 0.6 x 0.6 cm grosse 

cyclops-artige Gewebeformation als möglicher Hinweis auf ein anteriores Notch-

Impingement; zudem leichte arthro-fibrotische Veränderung zwischen Hoffa-Spitze und 

VKB-Transplantat; ödematöser Reizzustand des Hoffa-Fettkörpers entlang der 

femurseitigen Oberfläche; im Verlauf neu aufgetretener 1.0 x 1.0 cm grosser, bis auf die 

basale Zone sich ausdehnender Knorpeldefekt am femurseitigen patellären Gleitlager 

lateral des Sulcus (DD: Zustand nach Knorpelfraktur; Zustand nach tiefer chondraler 

Dellamination entlang der basalen Zone); stationäre leichte Chondropathie Grad 1 

posterior am lateralen Tibiaplateau; reaktiver Reizzustand des rechten Kniegelenks mit 

mässigem Gelenkerguss anterior in der Notch und suprapatellär (act. G 3.2-M14). Am 

16. Mai 2019 war der Versicherte durch Dr. F.___ untersucht worden, der am rechten 

Knie einen Status nach VKB-Rekonstruktion am 20. Mai 2016 mit aktuell isoliertem 

A.b. 

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B.  

Knorpelschaden Trochlea diagnostiziert hatte. Im entsprechenden 

Untersuchungsbericht vom 22. Mai 2019 hielt Dr. F.___ ausserdem fest, dass die 

isolierte Knorpelschädigung fast zwingend ein freies Knorpelfragment zur Folge habe, 

welches im MRI jedoch nicht sichtbar sei. Weil der Versicherte auch Einklemmungen 

gehabt habe, sei ihm eine Arthroskopierung des Kniegelenks und die Entfernung des 

freien Knorpelstücks zu empfehlen (act. G 3.2-M15). Am 21. Mai 2019 hatte die Klinik 

G.___ der Helsana ein Kostengutsprachegesuch für einen stationären Aufenthalt des 

Versicherten vom 24. bis 25. Mai 2019 zur Durchführung einer Arthroskopie, einer 

Knorpelfragmententfernung, eines Shaving und einer Mikrofrakturierung rechts durch 

Dr. F.___ eingereicht (act. G 3.1-K18), welches die Helsana nach Einholung einer 

Beurteilung ihres beratenden Arztes Prof. Dr. med. M.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH (act. G 3.2-M16), mit 

Schreiben vom 22. Mai 2019 ablehnte (act. G 3.1-K20; vgl. auch act. G 3.1-K20.1).

Mit Verfügung vom 23. Mai 2019 eröffnete die Helsana dem Versicherten, dass 

zwischen den als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden rechts und dem Unfall vom 

30. April 2016 kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang erstellt sei. 

Die Helsana sei demzufolge nicht leistungspflichtig (act. G 3.1-K22).

A.c. 

Mit Schreiben vom 28. Mai 2019 nahm Dr. F.___ zur verfügten Leistungsablehnung 

Stellung (act. G 3.1-K28.1).

A.d. 

Mit Eingabe vom 29. Mai 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 23. 

Mai 2019 Einsprache (act. G 3.1-K28).

B.a. 

Das Schreiben von Dr. F.___ vom 28. Mai 2019 unterbreitete die Helsana Prof. 

M.___ und teilte dem Versicherten darauf mit E-Mail vom 17. Juni 2019 mit, dass dieser 

an seiner Beurteilung festhalte (act. G 3.1-K32).

B.b. 

Mit Entscheid vom 9. September 2019 wies die Helsana die Einsprache des 

Versicherten ab und bestätigte die Ablehnung ihrer Leistungspflicht (act. G 3.1-K40).

B.c. 

Mit Schreiben vom 13. September 2019 liess sich Dr. I.___ zur Kausalität der 

Kniebeschwerden rechts des Versicherten vernehmen (act. G 1.7.1).

B.d. 

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C.  

Erwägungen

1.  

Am 8. Oktober 2019 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

gegen den Einspracheentscheid vom 9. September 2019 Beschwerde mit dem Antrag, 

die Verfügung (richtig: der Einspracheentscheid) der Helsana (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei aufzuheben und die Kosten der Behandlung seien zu 

übernehmen (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 14. November 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers (act. G 3).

C.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 4, G 5).C.c. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (BGE 129 V 181 f. E. 3.2 f. mit Hinweisen; 

André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 (nachfolgend zitiert: KOSS UVG); Irene Hofer, N 66 zu 

Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 (nachfolgend zitiert: BSK UVG); 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2012, S. 53 ff.). Für die Tatfrage nach 

dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das 

Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die 

Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, a.a.O., N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 

1.1. 

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66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2, 112 

V 32 f. E. 1 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 

28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die 

Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine 

selbständige Bedeutung (BGE 138 V 250 f. E. 4 mit Hinweisen und 118 V 291 f. E. 3a). 

Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., 2014, § 70 Rz. 58 

f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4).

Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 

und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; 

BGE 127 V 457 E. 4b und 118 V 297 E. 2d; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 E. 4.2). 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise 

sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann 

gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Laufe längerer Zeit 

organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten 

Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an 

ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des 

(damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut 

vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang, dass die für den Grundfall an sich 

massgebenden kausalen Faktoren mit der Zeit wegfallen können, weshalb der 

Unfallversicherer bei einem Rückfall nicht automatisch bei seiner damaligen 

Leistungszusage behaftet werden kann (BGE 118 V 296 f. E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 327 E. 2; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 E. 4 Ingress).

1.2. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

1.3. 

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Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien in der Regel die Beweislast nur insofern, als im Fall der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit 

Hinweisen). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung liegt die Beweislast 

demzufolge bei anspruchsbegründenden Tatfragen - wie einer Rückfallkausalität - bei 

der Partei, welche den Anspruch geltend macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfragen 

liegt sie bei der Partei, welche sich auf das Dahinfallen des Anspruchs beruft. Diese 

Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 

zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (RKUV 1994 U 206 S. 327 f. E. 1 mit Hinweis und E. 3b; Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 25. November 2004, U 209/04, E. 

1.1).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1 und 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. 

beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden, sofern 

sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei 

sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 

und 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 

und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) 

geben keinen formellen Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung, wenn 

Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechterheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

1.4. 

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2.

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen dem Unfall vom 30. April 2016 und den vom 

Beschwerdeführer am 20. Mai 2019 durch seine Arbeitgeberin gemeldeten Knie­

beschwerden rechts (act. G 3.1-K17) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, so 

dass ein Rückfall bejaht werden kann. Die Beschwerdegegnerin verneinte eine 

Rückfallkausalität gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Prof. M.___ vom 

22. Mai 2019 (act. G 3.2-M16), der zum Schluss gekommen war, die 

Beschwerdegegnerin könne für die am 24. Mai 2019 vorgesehene Operation des 

rechten Knies keine Kostengutsprache leisten.

3.  

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 122 V 162 E. 1d und 

135 V 468 ff. E. 4.3 und 4.4; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Gesundheitsschäden wird im 

Regelfall eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 

kann erst gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich 

anerkannten (BGE 134 V 231) - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

Computertomographie, MRI, Arthroskopie) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

3.1. 

Dr. J.___ erwähnte im Bericht zur MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 

13. Mai 2019 einen 1.0 x 1.0 cm grossen, bis auf die basale Zone sich ausdehnenden 

Knorpeldefekt am femurseitigen patellären Gleitlager lateral des Sulcus (act. G 3.2-

M14). Dr. F.___ stellte darauf im Untersuchungsbericht vom 22. Mai 2019 fest, das 

Hauptproblem sei im Femoropatellargelenk. Hier zeige sich im Bereich der lateralen 

Patellafacette eine etwa 8 mm grosse isolierte Knorpelschädigung Grad 4, welche fast 

zwingend ein freies Knorpelfragment zur Folge habe, welches im MRI aber nicht 

sichtbar sei. Wegen der beklagten Einklemmungen empfahl Dr. F.___ dem 

Beschwerdeführer, das Kniegelenk zu arthroskopieren und die freien Knorpelstücke zu 

entfernen. Gleichzeitig könnten die Ränder der Verletzung abgerundet werden und es 

könnte ein Microfracturing erfolgen (act. G 3.2-M1). Knorpelschäden stellen 

grundsätzlich krankheitsbedingte Leiden bzw. degenerative Veränderungen dar, 

können aber auch als Folge eines Traumas auftreten (vgl. Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 1049; Roche Lexikon, Medizin, 

5. Aufl. 2003, S. 326 "Chondropathia, -pathie"; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

3.2. 

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4.

Es ist anzunehmen, dass ein beim Unfall vom 30. April 2016 entstandener 

Knorpelschaden echtzeitlich radiologisch sichtbar gewesen wäre. Ein massgebender 

Ausgangspunkt für die Beurteilung der Ursächlichkeit des fraglichen Knorpelschadens 

bilden damit die unmittelbar nach dem Unfall gestellten Unfalldiagnosen. Im MRI vom 

3. Mai 2016 (act. G 3.2-M2) zeigte sich die unbestrittenermassen beim Unfall erlittene 

Verletzung des VKB, wahrscheinlich einer subtotalen Ruptur entsprechend, worauf Dr. 

D.___ und Dr. F.___ in den Untersuchungsberichten vom 4. Mai 2016 (act. G 3.2-M3) 

bzw. 12. Mai 2016 (act. G 3.2-M4) eine VKB-Ruptur diagnostizierten. Im MRI konnten 

ausserdem mehrere Chondropathieareale Grad 3 im medialen Kompartiment, vor allem 

auf Höhe des medialen Femurkondylus, ausgemacht werden. An der patellaren 

Hinterwand zeigte sich hingegen keine signifikante Knorpelschichtverschmälerung. 

Auch im lateralen Kompartiment liess sich offenbar kein Knorpelschaden erheben. Am 

20. Mai 2016 folgte die diagnostische Arthroskopie durch Dr. F.___ (act. G 3.2-M5). 

Eine Arthroskopie lässt gegenüber dem MRI durch den direkten Einblick in die 

intraartikulären Strukturen in vielen Fällen eine nochmals feinere diagnostische 

Differenzierung zu (Pschyrembel, a.a.O., S. 153 f.; Debrunner, a.a.O., S. 247 f., 725 f.). 

Dr. F.___ erhob intraoperativ im femoropatellären Kompartiment als Befunde etwas 

Synovitis und Hämarthros. Der Knorpel zeigte sich indessen schön und die Patella gut 

zentriert. Auch der Knorpel im lateralen Kompartiment wies - wie im MRI - keine 

Auffälligkeit auf. Lediglich im medialen Kompartiment kam in Übereinstimmung mit 

dem MRI-Befund ein kleiner femoraler Knorpelschaden zur Darstellung. Entsprechend 

den vorgenannten Untersuchungsergebnissen diagnostizierte Dr. F.___ im 

Untersuchungsbericht vom 12. Mai 2016 (act. G 3.2-M4) und im Austrittsbericht vom 

26. Mai 2016 (act. G 3.2-M6) einen medialen Knorpelschaden. Angesichts der 

dargelegten Sachlage fällt ein Knorpelschaden im Femoropatellargelenk im Bereich der 

lateralen Patellafacette als eine beim Unfall neu entstandene Läsion ausser Betracht. 

An dieser Beurteilung vermag auch die Aussage von Dr. F.___ in der Stellungnahme 

vom 28. Mai 2019 (act. G 3.2-M17) - eine traumatische Ursache sei, weil es sich im 

konkreten Fall um eine isolierte Verletzung handle, hochwahrscheinlich und eine 

degenerative Ursache unwahrscheinlich - nichts zu ändern. Die Feststellung von Dr. 

F.___ blieb im Übrigen unbegründet.

267. Aufl. 2017, S. 329 "Chondropathia patellae", S. 957). Grundsätzlich sind also 

beide Kausalitäten (Krankheits- und Unfallkausalität) denkbar. Nachfolgend ist zu 

prüfen, von welcher Kausalität mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im vorliegenden Fall auszugehen ist.

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5.  

Dr. F.___ bezeichnet in seiner Stellungnahme vom 28. Mai 2019 (act. G 3.2-M17) 

den isolierten Knorpelschaden der Trochlea am rechten Kniegelenk ausserdem als 

Folge der VKB-Ruptur vom 30. April 2016. Dr. I.___ spricht zwar in seinem Bericht vom 

13. September 2019 (act. G 3.2-M18) in Bezug auf den isolierten Knorpelschaden von 

einer direkten Unfallfolge, erklärt aber übereinstimmend mit Dr. F.___, dass dieser im 

Zusammenhang mit der im Anschluss an das Unfallereignis 2016 durchgeführten VKB-

Plastik stehe. Auch Dr. F.___ und Dr. I.___ gehen damit offensichtlich nicht von einem 

unmittelbar beim Unfall vom 30. April 2016 erlittenen Knorpelschaden im 

Femoropatellargelenk bzw. der Trochlea, sondern von einer Spätfolge (vgl. dazu 

Erwägung 1.2) der damals erlittenen VKB-Verletzung aus. Wie in Erwägung 4 dargelegt, 

zeigte sich weder in der im Grundfall durchgeführten MRI-Untersuchung vom 3. Mai 

2016 (act. G 3.2-M2) noch in der diagnostischen Arthroskopie vom 20. Mai 2016 (act. 

G 3.2-M5) im femoropatellären Kompartiment ein Knorpelschaden, womit der in der 

MRI-Untersuchung vom 13. Mai 2019 (act. 3.2-M14) erhobene und von Dr. F.___ als 

Ursache für die geklagten Schmerzen im Bereich des rechten Kniegelenks bezeichnete 

Knorpelschaden im Femoropatellargelenk (vgl. act. G 3.2-M15) gegenüber der 

damaligen Unfallverletzung, der VKB-Ruptur, ein andersgeartetes Krankheitsbild 

darstellt.

5.1. 

Der Knorpelschaden kommt damit im konkreten Fall nur als sekundär traumatische 

Gesundheitsschädigung in Frage. Die Kausalität zwischen einer direkt beim Unfall 

erlittenen Körperschädigung und einer später aufgetretenen andersgearteten 

Gesundheitsschädigung ist nicht ausgeschlossen. Wie bereits dargelegt (vgl. Erwägung 

1.2), sieht Art. 11 UVV die Leistungspflicht des Unfallversicherers für Spätfolgen vor. 

Laut medizinischer Literatur können gerade Knorpelschäden aus Instabilitäten im 

Bereich des Kniegelenks resultieren, welche wiederum die Folge einer 

Bänderverletzung sind (Debrunner, a.a.O., S. 601, 612 f., 636 ff., 1100 ff.; Leitlinie der 

Orthopädie, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische 

Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 

2002, S. 53 f.; https://www.loges.de/de/service/magazin/ueberbelastung-und-

fehlbelastungsfolgen-im-sport/, abgerufen am 4. September 2020).

5.2. 

Dr. F.___ geht in seiner Stellungnahme vom 28. Mai 2019 offenbar von einer 

solchen Kausalkette aus (vgl. Erwägung 5.1; act. G 3.2-M17). Er belässt es zwar bei 

einer entsprechenden Feststellung, ohne diese nachvollziehbar zu begründen. Zudem 

hatte er im Untersuchungsbericht vom 29. November 2016 eine sehr schöne VKB-

Stabilität beschrieben (act. G 3.2-M13). Anatomisch ist jedoch zu beachten, dass das 

5.3. 

https://www.loges.de/

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/12

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Femoropatellargelenk gerade durch den Bandapparat rund ums Knie, also auch durch 

das VKB, stabilisiert wird (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1025, 1027, 1090 ff.) und sich 

diesbezüglich im MRI vom 13. Mai 2019 (act. G 3.2-M14) strukturelle Auffälligkeiten 

zeigten, welche als Folge der Operation vom 20. Mai 2016 und damit als Folge der 

VKB-Verletzung gesehen werden könnten. So zeigte sich im zentralen Kompartiment, 

wo das VKB liegt, zwischen dem VKB-Transplantat und dem vernarbten Hoffa-

Fettkörper gelegen eine 1.1 x 0.6 x 0.6 cm grosse cyclops-artige Gewebeformation als 

möglicher Hinweis auf ein anteriores Notch-Impingement. Zudem wurde eine leichte 

arthro-fibrotische Veränderung zwischen Hoffa-Spitze und VKB-Transplantat erhoben. 

Selbst beim Femoropatellargelenk wurde im Untersuchungsbericht vom 13. Mai 2019 

eine strukturelle Veränderung ("deutliche Hoffa-Vernarbung entlang der ehemaligen 

Arthroskopie-Portale") beschrieben, welche einen Zusammenhang mit der Operation 

der unbestrittenermassen beim Unfall vom 30. April 2016 erfolgten VKB-Ruptur 

annehmen lässt.

Prof. M.___ hält in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2019 fest, dass im Grundfall als 

Unfallverletzung eine VKB-Verletzung radiologisch objektiviert und operiert worden sei, 

sich jedoch der Knorpel im Bereich des femoro-patellaren Gelenkanteils initial im MRI 

und in der Arthroskopie unauffällig präsentiert habe. Der erst im MRI vom 13. Mai 2019 

erhobene Knorpelschaden im Femoropatellargelenk könne deshalb nicht als Rezidiv 

oder Spätfolge der VKB-Verletzung gesehen werden. Prof. M.___ betrachtet damit die 

einzelnen strukturellen Gesundheitsschäden sowie Kniegelenksbereiche vollkommen 

getrennt und nimmt in keiner Weise Stellung zu den in Erwägung 5.3 dargelegten 

anatomischen Zusammenhängen. Die isolierte Betrachtungsweise und auch sein 

Hinweis auf die dokumentierte Gerinnungsstörung, die unter Umständen einen 

Schaden nicht traumatischer Art - speziell in den Sprung- und Kniegelenken im 

fortgeschrittenen Alter - nach sich ziehen könne, stellen keinen überwiegend 

wahrscheinlichen Nachweis dar, dass der Knorpelschaden keinen Zusammenhang zu 

den traumatischen Veränderungen im Knie oder der Operation vom 20. Mai 2016 

aufweist. Dies, zumal Prof. M.___ bezüglich der Wirkung der Gerinnungsstörungen 

lediglich eine Vermutung anstellt und diesbezügliche Abklärungen offensichtlich nicht 

durchgeführt wurden.

5.4. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Gericht anhand der 

Ausführungen von Prof. M.___ nicht möglich ist, mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob im konkreten Fall von einem 

sekundär traumatischen Knorpelschaden im Bereich des Femoropatellargelenks oder 

von einem rein degenerativen Vorzustand auszugehen ist. Die Beschwerdegegnerin 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 9. 

September 2019 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs.1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; Erwägung 

1.3) zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität 

gehalten gewesen. Nachdem bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte ergänzende Abklärungen 

erforderlich machen, wird sie solche nachzuholen haben. Die Angelegenheit ist mithin 

zur Veranlassung einer versicherungsexternen fachmedizinischen Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 8. Oktober 2019 

unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 9. September 2019 (act. G 3.1-K40) 

dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).6.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2020
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückweisung zur fachärztlichen Abklärung eines Knorpelschadens als Spätfolge der primären Unfallverletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. September 2020, UV 2019/70)

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