# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58a1158c-b9ed-5e51-a521-572d3d73ead2
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.09.2018 BB.2018.166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-166_2018-09-18.pdf

## Full Text

Beschluss vom 18. September 2018  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Patrick Robert-Nicoud und Giuseppe Muschietti,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

 

 

   
Parteien  A.,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Rechtsverweigerung / Rechtsverzögerung  

(Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2018.166 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. mit Eingabe vom 25. Juli 2018 bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige 

gegen Unbekannt wegen einfacher, schwerer und fahrlässiger Körperverlet-

zung (Art. 122 – 123 StGB und Art. 125 StGB), Tätlichkeiten (Art. 126 StGB), 

Gefährdung des Lebens (Art. 127 StGB), Raufhandels (Art. 133 StGB), An-

griffs (Art. 134 StGB), Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (Art. 179septies 

StGB), Drohung (Art. 180 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB), Störung von Be-

trieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 StGB), Schreckung der Be-

völkerung (Art. 258 StGB), Öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder zur 

Gewalttätigkeit (Art. 259 StGB), Krimineller Organisation (Art. 260ter StGB), 

Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen (Art. 260quater StGB) sowie 

Verbrechen gegen die Menschheit (Art. 264a StGB) in Verbindung mit Wi-

derhandlungen gegen das Fernmeldegesetz und das Waffengesetz erstat-

tete (act. 1.1); 

 

- A. insbesondere geltend machte, durch den dauernden Missbrauch von 

Fernmeldeanlagen unablässig Cyber-Attacken ausgesetzt zu sein (act. 1.1); 

 

- A. mit Schreiben vom 1. August 2018 an den Bundesrat der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft gelangte und beantragte, die Bundesanwaltschaft sei zu 

verpflichten, im Sinne einer sichernden Massnahme umgehend den krimi-

nellen Fernmeldebetrieb einstellen zu lassen (act. 1.2); 

 

- die Bundesanwaltschaft A. mit Schreiben vom 2. August 2018 mitteilte, dass 

der Operative Ausschuss des Bundesanwalts (OAB) die Eingabe A.s vom 

25. Juli 2018 geprüft habe und zum Schluss gekommen sei, dass seinem 

Ersuchen um Eröffnung einer Strafuntersuchung nicht stattgegeben werden 

könne, da die Eingabe lediglich summarische Informationen enthalte, welche 

den Anforderungen an eine ausreichend substantiierte Strafanzeige nicht 

genüge (act. 1.3); 

 

- A. daraufhin mit Schreiben vom 16. August 2018 erneut an die Bundesan-

waltschaft gelangte und darum ersuchte „mit voller Härte und Konsequenz 

gegen die kriminelle Organisation vorzugehen und deren Sendeanlagen un-

schädlich zu machen“ (act. 1.4); 

 

- A. mit Eingabe vom 16. September 2018 an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangte und Beschwerde wegen Rechtsverzögerung 

und Rechtsverweigerung erhob, weil seit seiner „Replik“ vom 16. August 

2018 „weder durch die Bundesanwaltschaft, noch durch die Strafverfol-

gungsbehörden des Bundes die unverzichtbaren, weiteren Verfahrenshand-

lungen zur Kenntnis gebracht worden“ seien (act. 1); 

- 3 - 
 
 

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 390 

Abs. 2 StPO). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bundesgeset-

zes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bun-

des [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG, SR 173.71]); mit der Be-

schwerde unter anderem Rechtsverletzung, einschliesslich Überschreitung 

und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung gerügt werden können (Art. 396 Abs. 2 StPO);  

 

- eine formelle Rechtsverweigerung vorliegt, wenn sich die Behörde weigert, 

eine ihr nach Gesetz obliegende Amtshandlung vorzunehmen; materielle 

Rechtsverweigerung gegeben ist, wenn die Behörde in der Sache einen will-

kürlichen Entscheid trifft; 

 

- eine Rechtsverweigerung nur möglich ist, wenn der Betreffende Anspruch 

auf Behandlung seines Begehrens hat; 

 

- vorliegend die Bundesanwaltschaft dem Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 2. August 2018 ausdrücklich mitgeteilt hat, dass die Eröffnung einer 

Strafuntersuchung nicht in Frage komme, da die Eingabe des Beschwerde-

führers vom 25. Juli 2018 den Anforderungen an eine Anzeige nicht genüge; 

insbesondere der Anzeige nicht zu entnehmen sei, wem der Beschwerde-

führer konkret welches strafbare Verhalten zum Vorwurf mache („wer hat 

wann, wo konkret was getan?“); 

 

- das Einreichen einer Strafanzeige keinen Anspruch auf Eröffnung einer Un-

tersuchung und Durchführung eines Strafverfahrens begründet (RIEDO/BO-

NER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordung, 2. Aufl. 

2014, N. 6 zu Art. 301); 

 

- mithin der Entscheid der Bundesanwaltschaft, die Anzeige des Beschwerde-

führers vom 25. Juli 2018 nicht anhand nehmen zu wollen, keine Rechtsver-

weigerung darstellt; 

 

- die Beschwerde daher ohne Weiteres abzuweisen ist; 

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- der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen ist, dass – sofern er seine Ein-

gabe vom 16. August 2018, als erneute Strafanzeige verstanden haben will 

– die Bundesanwaltschaft auf entsprechende Anfrage hin der anzeigenden 

Person mitzuteilen hat, ob ein Strafverfahren eingeleitet und wie es erledigt 

wird (Art. 301 Abs. 2 StPO); 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu 

tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 300.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 

und 8 Abs. 1 BStKR). 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 19. September 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A.  

- Bundesanwaltschaft, unter Beilage einer Kopie von act. 1 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.