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**Case Identifier:** 3f6b1bd0-6c99-5824-9333-a1a4790feb84
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.02.2022 200 2020 938
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-938_2022-02-03.pdf

## Full Text

200 20 938 IV und
200 20 939 IV (2)
MAK/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Februar 2022

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 18. und 26. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 1999 unter Hinweis auf eine psychische Erkran-
kung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Ant-
wortbeilage [AB] 3). Die IVB gewährte in der Folge (bis 31. März 2005) be-
rufliche Massnahmen (erstmalige berufliche Ausbildung [AB 20, 27, 34] 
sowie Kostengutsprachen für die Vorbereitung auf einen Arbeitsplatz in der 
freien Wirtschaft [AB 36, 39], eine erstmalige berufliche Eingliederung 
[AB 41, 46], ein Arbeitstraining [AB 49, 51, 53] und eine Einarbeitung am 
konkreten Arbeitsplatz [AB 55 f.]) und sprach ihr – nach (weiteren) erwerb-
lichen und medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen 
Begutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie (Expertise vom 21. August 2006 [AB 78; vgl. auch 
AB 80]) – mit Verfügungen vom 6. Februar und 6. März 2007 ab 1. Novem-
ber 1999 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 72 % eine ganze Rente zu 
(AB 85 f.; vgl. auch AB 61 ff., 66). Dieser Anspruch wurde im Rahmen einer 
von Amtes wegen eingeleiteten Revision (vgl. AB 87) – nach Abklärung der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit (AB 101, 103; vgl. auch AB 94) und Durch-
führung eines Arbeitstrainings im … Bereich (AB 107, 113 f., 121, 123, 125) 
sowie einer Verlaufsbegutachtung durch Dr. med. C.________ (Expertise 
vom 13. Juli 2011 [AB 160]) – mit Verfügung vom 28. September 2011 
bestätigt (AB 164; vgl. auch AB 139, 141, 162 f.).

Nachdem die Versicherte per 1. Oktober 2011 (bis 30. November 2012) 
eine Anstellung als … bzw. per 1. April 2013 (bis 31. Juli 2014) als … bei 
der D.________ je in einem Pensum von 50 % angetreten hatte (AB 165 f., 
173 f., 181/2 Ziff. 2.2), reduzierte die IVB die bisherige Rente mit Verfügung 
vom 7. Februar 2012 auf eine Dreiviertelsrente (Invaliditätsgrad: 61 %; 
AB 169; vgl. auch AB 167 f.) und mit Verfügung vom 5. Juni 2013 auf eine 
halbe Rente (Invaliditätsgrad: 55 %; AB 176; vgl. auch AB 175). Die halbe 
Rente bestätigte sie der zwischenzeitlich als … im E.________ in einem 
Pensum von 40 % (1. Juli 2015 bis 31. März 2016; AB 182, 186) bzw. 50 % 

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(1. April 2016 bis 31. Dezember 2017(AB 189, 206) tätigen Versicherten im 
Rahmen ordentlicher Rentenrevisionen mit Mitteilungen vom 25. Septem-
ber 2015 (AB 185) und 27. September 2017 (AB 205).

B.

Am 22. April 2019 informierte die Versicherte die IVB über die Aufnahme 
einer selbstständigen Erwerbstätigkeit als … in einem Pensum von 10 % 
vom 1. Oktober 2018 bis 30. April 2019, welche Tätigkeit sie infolge 
Schwangerschaft ab Mai 2019 pausieren werde (AB 208). Hierauf leitete 
die IVB eine Rentenrevision ein (vgl. AB 209 f.), in deren Rahmen sie nach 
der Geburt des Sohnes F.________, geb. ... Juni 2019 (AB 216 f.), einen 
Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (Bericht vom 20. Dezember 2019 
[AB 218/2 ff.]) veranlasste. Mit Vorbescheid vom 30. Dezember 2019 
(AB 219) stellte sie bei einem nach Massgabe der gemischten Methode 
(Erwerb: 80 %, Haushalt: 20 %) ermittelten Invaliditätsgrad von 41 % die 
Reduktion der bisherigen Rente auf eine Viertelsrente in Aussicht. Auf Ein-
wand hin (AB 222, 224) holte sie einerseits eine Stellungnahme des Regio-
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 17. April 2020 (AB 227/2 ff.) und ge-
stützt darauf einen Bericht des Zentrums G.________ vom 29. Juli 2020 
(AB 234), zu welchem der RAD am 21. September 2020 Stellung nahm 
(AB 238/2 ff.), und andererseits eine Stellungnahme des Bereichs Ab-
klärungen vom 11. November 2020 (AB 242/2 ff.) ein. Mit Verfügungen vom 
18. und 26. November 2020 sprach sie der Versicherten, wie angekündigt, 
ab dem 1. Januar 2021 eine Viertelsrente zu (AB 243 f.).

C.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 29. Dezember 2020 Beschwerde erheben und beantragen, unter Auf-
hebung der angefochtenen Verfügungen sei die bisherige halbe Rente zu 
bestätigen, eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zu wei-
teren Abklärungen zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
ge.

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Mit Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2021 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 3. März 2021 und Duplik vom 11. März 2021 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die Verfügungen vom 18. und 26. No-
vember 2020 (AB 243 f.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Fra-
ge, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige halbe Invalidenrente zulässi-
gerweise per Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats (so die 

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Verfügung vom 18. November 2020 [AB 243]) – mithin per 1. Januar 2021 
(so die Verfügung vom 26. November 2020 [AB 244]) – auf eine Viertels-
rente herabgesetzt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft die angefochtenen Entscheide frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weite-
rentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hin-
sicht – vorbehältlich der besonderen übergangsrechtlichen Bestimmungen, 
welche hier jedoch nicht erfüllt sind (vgl. Übergangsbestimmungen zur Än-
derung vom 19. Juni 2020 des IVG) – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 146 V 364 
E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213) und die angefochtenen Verfügun-
gen vor dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 datieren 
(AB 243 f.), ist der Rentenanspruch nach den bis 31. Dezember 2021 gel-
tenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 

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teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 

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Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund vorliegt (vgl. E. 2.4.1 
hiervor). Zu vergleichen ist dazu der Sachverhalt zur Zeit der Verfügung 
vom 5. Juni 2013, mit welcher die bisherige (Dreiviertels-)Rente bei einem 
Invaliditätsgrad von nunmehr 55 % auf eine halbe Rente reduziert wurde 
(AB 176), mit demjenigen, der sich bis zu den angefochtenen Verfügungen 
vom 18. und 26. November 2020 (AB 243 f.) entwickelt hat; die 
Mitteilungen vom 25. September 2015 (AB 185) und 27. September 2017 
(AB 205), mit welchen bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 55 % 
die Weiterausrichtung der bezogenen halben Invalidenrente bestätigt 
wurde, stellen keine Vergleichsbasis dar, erfolgte doch keine umfassende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 8

Überprüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

3.2 Im massgeblichen Zeitpunkt der Verfügung vom 5. Juni 2013 wurde 
die Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige bemessen (AB 176). Die an-
gefochtene Reduktion auf eine Viertelsrente (AB 243 f.) basiert 
demgegenüber auf der Annahme eines Status 80 % Erwerb und 20 % 
Haushalt (vgl. AB 218/6 Ziff. 4). Dabei wurde der Statuswechsel mit der 
Geburt des Sohnes F.________ im Jahre 2019 begründet (vgl. AB 218/5 
f.).

3.3 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen entschei-
det sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu be-
trachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder 
nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil-
dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichti-
gen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten 
Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 9

(BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195; SVR 2019 IV Nr. 3 
S. 7 E. 5.1).

3.4 Unbestrittenermassen ist es durch die Geburt des Sohnes im Jahr 
2019 zu einer Änderung der familiären Situation gekommen. Nachdem die 
gemischte Bemessungsmethode per 1. Januar 2018 neu geordnet worden 
ist (aArt. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV), bildet ein rein familiär bedingter 
Statuswechsel von "vollerwerbstätig" zu "teilerwerbstätig mit 
Aufgabenbereich" einen Revisionsgrund (vgl. BGE 147 V 124; BVR 2020 
S. 270; Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], IV-Rundschreiben 
Nr. 372 S. 2 in fine). In der Folge ist der Rentenanspruch frei und ohne 
Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (vgl. E. 2.4.2 hiervor). 
Zu Recht unbestritten ist dabei der von der Beschwerdegegnerin zugrunde 
gelegte Status 80 % Erwerb und 20 % Haushalt (AB 219/3; vgl. AB 218/5 
Ziff. 3.4). Damit findet für die Invaliditätsbemessung unbestritten und zu 
Recht die gemischte Methode Anwendung (vgl. E. 3.3 hiervor).

4.

4.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeitsfähigkeit lässt sich den 
Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1.1 Nachdem die Beschwerdeführerin ihre Berufslehre als … aus ge-
sundheitlichen Gründen abbrechen musste (AB 13), war sie von Mitte De-
zember 1998 bis Ende Dezember 1999 (mit nur kurzen Unterbrüchen) in 
den H.________ hospitalisiert. Diagnostiziert wurde dabei eine posttrauma-
tische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1; dies bei anamnestisch sexuellem 
Missbrauch von frühster Kindheit bis zum 11. Lebensjahr mit zunehmen-
dem Auftreten [ab der Pubertät] von Verstimmungszuständen, Angstzu-
ständen, Hyperventilationsanfällen, Schlafstörungen, autodestruktivem 
Verhalten [Schneiden an den Unterarmen] sowie Suizidgedanken und [ins-
besondere ab der Ausbildung zur …] zusätzlich von Konzentrations- und 
Aufmerksamkeitsstörungen sowie anhaltender Niedergeschlagenheit und 
Energielosigkeit) bzw. eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Bor-
derline Typus (ICD-10 F60.31) und sexueller Missbrauch in der Kindheit 
(ICD-10 Z61.4); bescheinigt wurde einerseits eine volle Arbeitsunfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 10

ab 1. Dezember 1998 und andererseits eine vorsichtig optimistische Pro-
gnose, wobei zur weiteren positiven Entwicklung sinnvolle berufliche Mass-
nahmen unbedingt notwendig seien (AB 12, 14 f.). So erfolgte denn eine 
Umschulung zur … (AB 20, 27, 36, 41, 49, 55), in deren Rahmen es aber 
regelmässig zu krisenhaften Zuständen in Form von Panikattacken kam 
(AB 78/5; vgl. auch AB 34, 37, 39, 46, 51, 53, 56, 63/8 ff., 68/5 ff., 69).

4.1.2 Zur erstmaligen Beurteilung des Rentenanspruchs veranlasste die 
Beschwerdegegnerin eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. 
C.________ (vgl. AB 73). Dieser nannte im Gutachten vom 21. August 
2006 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Agora-
phobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.0) und eine soziale Phobie mit stark 
selbstunsicheren Persönlichkeitszügen (ICD-10 F40.1; AB 78/10 Ziff. V). 
Die Beschwerdeführerin habe eine agora- und sozialphobische Symptoma-
tik beschrieben, was sich durch Ängste, sich unter Menschen zu bewegen, 
und ein ausgesprochenes Vermeidungsverhalten ("Angst vor der Angst") 
manifestiere. Daneben bestünden wiederkehrende schwere Angstattacken 
(Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Um-
stände beschränkten und deshalb auch nicht vorhersehbar seien. Das 
phobische Verhalten sei vor dem Hintergrund einer ängstlich-vermeidenden 
Persönlichkeit zu beurteilen, welche dazu führe, dass die Beschwerdefüh-
rerin sich unsicher, gehemmt, unattraktiv und minderwertig fühle und aus 
Angst vor Kritik oder Zurückweisung soziale Kontakte meide. Objektiv zeig-
ten sich eine mittelgradig depressive Verstimmung, Antriebsminderung, 
deutliche Selbstwertproblematik, geringe Frustrationstoleranz und depres-
siv-ängstlich getönte hypochondrische und phobische Gedankeninhalte 
und Hinweise auf ein erhebliches Vermeidungsverhalten. Die Fortsetzung 
der psychiatrisch-psychotherapeutischen und hausärztlichen Betreuung 
(die antidepressive Medikation werde vom Hausarzt verschrieben; vgl. 
AB 78/7 oben) sei weiterhin angezeigt (AB 78/8 f. Ziff. IV).

Was die Arbeitsfähigkeit angehe, sei aktuell medizinisch-theoretisch von 
einer solchen von 50 % (halbtägiges Arbeitspensum) für leichte körperliche 
Tätigkeiten in ruhiger unterstützender Arbeitsatmosphäre auszugehen. Es 
sollte aber ein Einstieg mit einem geringeren Arbeitspensum (30 %) und 
darauffolgender schrittweiser Steigerung innerhalb von zwei bis drei Mona-

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ten erfolgen, um frühzeitige Überforderungssituationen möglichst zu ver-
meiden. Es sei in prognostischer Hinsicht angesichts der komplexen Be-
schwerdesymptomatik von einem langwierigen Heil- und Behandlungsver-
lauf auszugehen. Eine psychiatrische Neuevaluierung in einem Jahr wäre 
angesichts des noch offenen Verlaufs zur Überprüfung der möglicherweise 
eingesetzten Behandlungsfortschritte und erreichten Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit angezeigt (AB 78/9).

4.1.3 In den darauffolgenden Rentenrevisionen stützte sich die Be-
schwerdegegnerin jeweils auf die medizinische Beurteilung und das Zu-
mutbarkeitsprofil gemäss dem Verlaufsgutachten von Dr. med. C.________ 
vom 13. Juli 2011 (AB 160). Darin waren die bisherigen Diagnosen (vgl. 
E. 4.1.2 hiervor) um eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-
vermeidenden und selbstunsicheren Anteilen (ICD-10 F61.0) ergänzt wor-
den (AB 160/13 Ziff. IV). Die Ängste seien zurückgegangen (AB 160/11 
Ziff. II.5). Der Verlauf seit der Vorbegutachtung zeige nach wie vor eine 
deutlich reduzierte Belastbarkeit, geringe Frustrationstoleranz, Entschei-
dungsschwäche, Kritikangst und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. 
Hinsichtlich komplexer Ich-Funktionen seien die Realitätsprüfung und Ur-
teilsbildung nicht beeinträchtigt, die Beziehungsfähigkeit sei leicht beein-
trächtigt, Affekt und Impulssteuerung seien deutlich vermindert, dies vor 
dem Hintergrund der Persönlichkeitsstörung, das Selbstwertgefühl sei deut-
lich vermindert, der Antrieb sei ungestört. Es ergäben sich ausgeprägte 
Beeinträchtigungen, die sich als wesentliche Aktivitäts- und Partizipationss-
törungen im Sinne einer verminderten Flexibilität und Umstellfähigkeit, Ent-
scheidungsschwäche, verminderten Durchhaltefähigkeit, verminderter 
Selbstbehauptungsfähigkeit und verminderter Kontaktfähigkeit zu Dritten 
äusserten. Der Gesundheitszustand und die resultierende Arbeitsfähigkeit 
seien als stationär zu beurteilen. Die Beschwerdeführerin unterziehe sich 
derzeit (und das schon seit Jahren) keiner psychiatrisch-psychotherapeuti-
schen Behandlung und nehme keine Medikamente ein (vgl. AB 160/10 
Ziff. II.6; vgl. auch AB 138/3 Ziff. 1.5, 153/1). Angesichts des chronifizieren-
den Verlaufs der Störung, der deutlichen Therapiemöglichkeit der Be-
schwerdeführerin und der eher ablehnenden Haltung einer erneuten psy-
chotherapeutischen Behandlung seien derzeit aus psychiatrischer Sicht 
keine erfolgversprechenden therapeutischen Massnahmen zu empfehlen. 

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Die Prognose sei angesichts des vorliegenden Verlaufs sowie der Co-
Morbidität einer Angsterkrankung vor dem Hintergrund einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung als mittlerweile reserviert zu beurteilen (AB 160/14 f. 
Ziff. V).

4.1.4 In den Folgejahren holte die Beschwerdegegnerin jeweils beim 
Hausarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
Verlaufsberichte ein. Dieser ging – in Wiederholung der bereits genannten 
Diagnosen (vgl. E. 4.1.2 hiervor) – mit Bericht vom 15. September 2015 
von einem stationären Gesundheitszustand mit einer Arbeitsfähigkeit von 
maximal 50 % bei prognostisch weiterhin positiver Entwicklung aus 
(AB 184 Ziff. 1, 9 und 14). Mit Bericht vom 16. September 2017 stellte er 
eine Zustandsverschlechterung aufgrund zunehmender Belastungen am 
Arbeitsplatz fest (u.a. Suizid einer … am Arbeitsplatz im August 2017) mit 
der Folge, dass das 50%-Pensum nur noch knapp zu bewältigen sei 
(AB 204 Ziff.1, 4 f. und 13). Im Bericht vom 13. Juni 2019 dokumentierte er 
wiederum einen unveränderten Gesundheitszustand mit stabiler Prognose 
(AB 215 Ziff. 1 und 9).

In den ersten Berichten wurde eine spezialärztliche Behandlung verneint, 
aber auf regelmässige Konsultationen bei einer Alternativtherapeutin hin-
gewiesen (AB 184/3 und 204/2 je Ziff. 7; vgl. auch AB 181/2 und 200/2 je 
Ziff. 1.6), während im letzten Bericht zusätzlich eine vor rund einem Jahr 
aufgenommene Psychotherapie bei der Psychologin lic. phil. J.________ 
erwähnt wird (AB 215/3 Ziff. 7; vgl. auch AB 213/3 Ziff. 1.6).

4.1.5 Der RAD-Arzt med. pract. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, wies im Bericht vom 17. April 2020 darauf hin, dass es 
zum Zeitpunkt der letzten Begutachtung (vgl. E. 4.1.3 hiervor) einzig eine 
hausärztliche Behandlung gegeben habe und eine allenfalls als thera-
pieähnlich zu bezeichnende Dienstleistung durch eine Alternativtherapeutin 
in Anspruch genommen worden sei. Der psychiatrische Gutachter habe an 
der von ihm bei der Beschwerdeführerin festgestellten Therapiemüdigkeit 
(med. pract. K.________ deutet die vom Gutachter erwähnte "Thera-
piemöglichkeit" [vgl. AB 160/15 oben] im Gesamtkontext als Therapiemü-
digkeit [vgl. AB 227/7 Mitte]) hinsichtlich traumatherapeutischer Interventio-
nen keinen Anstoss genommen und über Jahre hinweg sei diese Sachlage 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 13

nicht mehr hinterfragt worden. Aus RAD-Sicht sei diese Konstellation 
spätestens seit einer Krise im Sommer 2017 (Suizid einer … an der Ar-
beitsstelle der Beschwerdeführerin; vgl. E. 4.1.4 hiervor) nicht mehr als 
ausreichend zu bezeichnen, zumal sich aus der weit zurückreichenden 
Vorgeschichte ergebe, dass die Beschwerdeführerin stationär klassisch 
erfolgreich habe behandelt werden können (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Der 
Hausarzt scheine davon ausgegangen zu sein, dass die alternativmedizini-
schen Dienstleistungen, die die Beschwerdeführerin bezogen habe, einer 
regulären Psychotherapie gleichkämen. All die Jahre sei also die von den 
H.________ gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung 
(vgl. E. 4.1.1 hiervor) unbeachtet geblieben und von daher auch nicht mehr 
gezielt behandelt worden (AB 227/10 oben)

Das scheine sich im Jahr 2018 geändert zu haben; seither nehme die Be-
schwerdeführerin wöchentliche Psychotherapietermine bei der Psychologin 
J.________, Praxis G.________, wahr (vgl. E. 4.1.4 hiervor), welche laut 
der Website auch traumatherapeutische Behandlungsmassnahmen durch-
führe. Von dieser Therapeutin bzw. von einem allfälligen delegierenden 
Psychiater lägen leider keine Aussagen vor. Sollte bislang kein/e Psychia-
ter/in involviert sein, so werde dies vom RAD als notwendig und zumutbar 
erachtet, da es hier auch um die Abklärung der Notwendigkeit und Zumut-
barkeit einer medikamentösen Behandlung gehe und um eine fachärztliche 
Aussage, welche Form der Psychotherapie gegebenenfalls nach Facharzt-
standards als angemessen, notwendig und zumutbar erachtet werde 
(AB 227/10 Mitte). 

Seit Jahren sei bis Sommer 2018 nicht von einer schulmedizinisch lege 
artis durchgeführten und dokumentierten psychiatrisch-psycho-
therapeutischen Behandlung auszugehen; auf Seiten der komplementär-
medizinischen Behandlungen seien weder die Zuständigkeit noch die 
Kompetenz zu vermuten, Leistungs(un)fähigkeit versicherungsmedizinisch 
korrekt zu objektivieren. Allerspätestens ab Sommer 2017 sei es überhaupt 
nicht mehr nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin sich nicht in eine 
qualifizierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begeben ha-
be. Eine Alternativtherapeutin könne solche schwerwiegende Krisen nicht 
mit den erforderlichen medizinischen Mitteln auffangen, zumal die Thera-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 14

peutin … gemäss ihrer Website Trainings und Kurse in Achtsamkeit, MBSR 
und MSC sowie Meditationen und Coachings anbiete, nicht aber Kranken-
behandlung. Aus RAD-Sicht könnten diese Kursangebote eine Krankenbe-
handlung nicht ersetzen; selbst wenn sie von Betroffenen als hilfreich erlebt 
würden, könnten sie eine lege artis durchgeführte und notwendige Behand-
lung allenfalls sinnvoll ergänzen (AB 227/16 f.).

4.1.6 Die Institution G.________ attestierte im Bericht vom 29. Juli 2020 
zusätzlich zu den bereits gestellten Diagnosen (vgl. E. 4.1.3 hiervor) eine 
komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-11 6B41; AB 234/4 
Ziff. 2.5). Die Beschwerdeführerin habe sich zu einem ängstlichen, unsiche-
ren Kind entwickelt. Im Laufe des Aufwachsens sei es immer wieder zu 
Situationen gekommen, in denen real oder aus Angst das Atmen schwierig 
geworden sei (Skiunfall, mehrere Erstickungserlebnisse mit Todesangst). 
16-jährig sei sie wegen Angst und Depression in eine Klinik (teilweise ge-
schlossene Abteilungen) eingewiesen worden, wo neuerliche Traumatisie-
rungen (Fixation, zusehen, wie sich Zimmergenossin suizidiert) erfolgt sei-
en (AB 234/3 Ziff. 2.1; vgl. auch AB 234/4 Ziff. 2.5). Die Geburt und das 
Aufwachsen des Sohnes stellten die Beschwerdeführerin vor Herausforde-
rungen, die so nicht geahnt worden seien. Der Sohn solle auf gar keinen 
Fall so leiden müssen, wie sie gelitten habe. Aus diesem unbedingten Wol-
len entstehe eine ängstlich überbehütende Haltung, in der die Beschwerde-
führerin ständig unter grosser Spannung stehe, niemandem mehr vertrauen 
könne und das Heft immer in der Hand halten wolle (AB 234/3 Ziff. 2.2). 
Aktuell erfolge keine Medikation (AB 234/3 Ziff. 2.3).

Die Arbeitsfähigkeit sei deutlich weniger gut als bisher angenommen. 
Durch den Sohn und die Coronakrise würden die schweren strukturellen 
Defizite wieder an die Oberfläche gespült und die Kompensationsmöglich-
keiten der Beschwerdeführerin versagten. Weiter komme die neue Diagno-
se einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung dazu (AB 234/4 
Ziff. 2.7). An eine (auch nur teilweise) Berufsausübung sei aktuell nicht zu 
denken, weder als … noch als … oder …. In diesen Berufen sei die Be-
schwerdeführerin gleichermassen eingeschränkt. Ängste und zwanghafte 
Handlungen zur Bannung der Ängste limitierten sie in der Ausübung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 15

Berufstätigkeit (AB 234/5 Ziff. 3.1). Im Haushalt sei die Beschwerdeführerin 
in erheblichem Mass eingeschränkt (AB 234/7 Ziff. 4.5).

4.1.7 Der RAD-Arzt verglich im Bericht vom 21. September 2020 die ak-
tuellen Behandleraussagen (vgl. E. 4.1.6 hiervor) mit den Aussagen im 
Verlaufsgutachten vom 13. Juli 2011 (vgl. E. 4.1.3 hiervor) und stellte dabei 
ausgeprägte Parallelen fest. Was das durch die Geburt und Aufzucht eines 
Kindes verunmöglichte Vermeidungsverhalten betreffe, führe die stattdes-
sen zum Tragen kommende zwanghaft anmutende Symptomatik ("Katas-
trophisierung") zu sogar funktionell noch gravierenderen Einschränkungen, 
von denen jetzt auch Haushaltsarbeiten nachvollziehbar betroffen seien. 
Die aktuelle therapeutische Situation könne als fach- und sachgerecht be-
zeichnet werden. Es könne von der Beschwerdeführerin zumutbarerweise 
erwartet werden, diese – fachärztlich zu leitende – therapeutische Situation 
noch mindestens zwei Jahre aufrechtzuerhalten. Dass die jetzigen Behand-
ler das Krankheitsbild als im Wesentlichen traumatisch determiniert sähen 
und insofern eine neue Diagnose einführten, stelle aus RAD-Sicht lediglich 
eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts dar. Inhaltlich sei zu-
dem zu sagen, dass es ohne traumatisch erlebtes Geschehen gar nicht zu 
einer (kombinierten) Persönlichkeitsstörung kommen könne. Als Fazit kön-
ne empfohlen werden, weiterhin auf das Zumutbarkeitsprofil gemäss 
psychiatrischem Verlaufsgutachten abzustellen (AB 238/6).

Gestützt auf diese RAD-ärztliche Einschätzung ermittelte die Beschwerde-
gegnerin den Invaliditätsgrad ausgehend vom erwähnten Zumutbar-
keitsprofil (vgl. AB 242/2 f.).

4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 16

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

Zur Beantwortung der Frage, ob eine Expertise hinreichend aktuell ist, ist 
nicht primär auf das formelle Kriterium des Alters des Gutachtens abzustel-
len. Massgeblich ist vielmehr die materielle Frage, ob Gewähr dafür be-
steht, dass sich die Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht 
gewandelt hat. Soweit ein früheres Gutachten mit Ablauf der Zeit und zu-
folge veränderter Verhältnisse an Aktualität eingebüsst hat, sind neue Ab-
klärungen unabdingbar (SVR 2018 IV Nr. 36 S. 116 E. 3.2.3).

4.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichba-
ren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 
E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2).

Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent-
schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 
zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der 
versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Be-
richt eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pau-
schale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 17

Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

4.3 Die angefochtenen Verfügungen basieren gestützt auf die Aus-
führungen des RAD-Arztes vom 21. September 2020 (AB 238; vgl. E. 4.1.7 
hiervor) weiterhin auf dem Zumutbarkeitsprofil gemäss dem psychiatri-
schen Verlaufsgutachten vom 13. Juli 2011 (AB 160; vgl. E. 4.1.3 hiervor), 
das im Zeitpunkt der Verfügungen rund neun Jahre alt war. Es stellt sich 
die Frage, ob diese Berichte den beweisrechtlichen Anforderungen noch zu 
genügen vermögen.

Dr. med. C.________ hatte im Jahr 2006 die Fortsetzung der psychiatrisch-
psychotherapeutischen und hausärztlichen Betreuung (inkl. Medikation) als 
weiterhin angezeigt erachtet (AB 78/9). Nach Lage der Akten hat sich die 
Beschwerdeführerin jedoch seit vielen Jahren nicht mehr fachärztlich be-
handeln lassen (so AB 138/3 Ziff. 1.5, 153/1, 160/10 Ziff. II.6, 184/3 Ziff. 7, 
204/2 Ziff. 7). Im Verlaufsgutachten 2011 schien Dr. med. C.________ an 
dieser ablehnenden Haltung der Beschwerdeführerin gegenüber einer 
nochmaligen psychotherapeutischen Behandlung keinen Anstoss genom-
men zu haben (AB 160/15). Der RAD-Arzt weist zu Recht darauf hin, dass 
diese Haltung auch in der Folge nicht mehr hinterfragt worden ist 
(AB 227/10).

Die Verlaufsbegutachtung im Jahr 2011 war offenbar der letztmalige Kon-
takt der Beschwerdeführerin mit einem Facharzt für Psychiatrie. Im Zeit-
punkt der angefochtenen Verfügungen lag dieser gut neun Jahre zurück. 
Die vom Hausarzt wiederholt erwähnte "Psychotherapeutin" (vgl. AB 184/3 
und 204/2 je Ziff. 7) ist weder Ärztin noch Psychologin (vgl. AB 227/10, 
227/16 f.; vgl. auch AB 181/2, 200/2 und 213/3 je Ziff. 1.6). Sie hat allenfalls 
eine therapieähnliche Dienstleistung erbracht.

Seit 2018 unterzieht sich die Beschwerdeführerin offenbar einer Psychothe-
rapie. Der diesbezügliche Bericht der Institution G.________ vom 29. Juli 
2020 (AB 234) enthält die – bisher nicht gestellte – Diagnose einer komple-
xen posttraumatischen Belastungsstörung sowie Hinweise auf einen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 18

(abermals) verschlechterten Zustand: "An eine (auch nur teilweise) Berufs-
ausübung ist aktuell nicht zu denken" (AB 234/5 Ziff. 3.1). Der Bericht ist 
allerdings mit Mängeln behaftet. So ist unklar, wer ihn verfasst hat und ob 
es sich bei der aktuell durchgeführten Behandlung um eine delegierte Psy-
chotherapie handelt, mithin um eine solche, die unter ärztlicher Aufsicht 
und Verantwortung stattfindet (vgl. BGE 125 V 441, 110 V 187). Der Bericht 
weist zwar einen Firmenstempel "G.________" und eine unleserliche Un-
terschrift auf, hingegen keinen leserlichen Namen, und bezeichnet insbe-
sondere auch keinen Facharzt für Psychiatrie.

Damit fehlen fachärztliche Einschätzungen sowohl der gesundheitlichen 
Entwicklung, als auch des aktuellen Zustands sowie der aktuellen Thera-
piemöglichkeiten, einschliesslich medikamentöser Behandlungsoptionen.

Unter diesen Umständen ist nicht nachvollziehbar, dass der RAD-Arzt zum 
Schluss kommt, das Verlaufsgutachten von 2011 sei weiterhin massge-
bend und die aktuelle therapeutische Situation sei fach- und sachgerecht 
(AB 238/6), zumal er kurz zuvor die Mitwirkung eines Psychiaters als zu-
mutbar erachtet und eine solche auch empfohlen hatte, dies auch mit Blick 
auf die Beurteilung der Zumutbarkeit einer allfälligen medikamentösen Be-
handlung (AB 227/10). Auch insofern, als die Beschwerdeführerin im Jahr 
2019 Mutter geworden ist, hat sich die Ausgangslage seit der Erstellung 
des Gutachtens grundlegend gewandelt, was sich aus den Ausführungen 
der Psychologin J.________ deutlich ergibt (vgl. E. 4.1.6 hiervor). Spätes-
tens im Rahmen der Rentenrevision anlässlich der Geburt des Kindes im 
Jahr 2019 wäre es somit angezeigt gewesen, erneut eine umfassende 
fachärztliche Beurteilung des Gesundheitszustandes einzuholen. Entgegen 
der Beschwerdegegnerin bildet das Verlaufsgutachten von Dr. med. 
C.________ aus dem Jahr 2011 keine valable Entscheidgrundlage für die 
aktuelle Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin und es kann daher nicht mehr darauf abgestellt werden.

4.4 Nach dem Dargelegten ist der (psychische) Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin ungenügend abgeklärt. Die Beschwerde ist des-
halb gutzuheissen und die Verfügung vom 18. November 2020 (AB 243) ist 
aufzuheben. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit sie den medizinischen Sachverhalt gutachterlich abklärt. Im Zuge 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 19

dieser weiteren Abklärungen hat die Beschwerdegegnerin auch die Zumut-
barkeit von therapeutischen Massnahmen zu prüfen. Gegebenenfalls hat 
sie die Beschwerdeführerin zu solchen – unter Durchführung eines Mahn- 
und Bedenkzeitverfahrens gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG – aufzufordern, 
damit letztere auch diese potenzielle Möglichkeit zur Verbesserung der 
Erwerbsfähigkeit ausschöpft und insofern ihrer Schadenminderungspflicht 
nachkommt. Nach dieser erneuten Abklärung des medizinischen Zustands 
der Beschwerdeführerin – auch unter besonderer Berücksichtigung der 
Therapieoptionen – und einer daran anschliessenden abermaligen Ab-
klärung der Einschränkungen im Aufgabenbereich hat die Beschwerdegeg-
nerin über den Rentenanspruch neu zu verfügen. Da der Gesundheitszu-
stand im gesamten Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) im Verwal-
tungsverfahren bisher nicht gutachterlich erhoben wurde und insoweit eine 
Ergänzung notwendig ist, ist die Rückweisung zulässig (BGE 139 V 99 
E. 1.1 S. 100, 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264; SVR 2016 IV Nr. 4 S. 12 
E. 3.1). Dies entspricht denn auch dem Eventualantrag der Beschwerde-
führerin (Beschwerde S. 1, Rechtsbegehren 2).

4.5 Gemäss langjähriger und konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung dauert der mit einer revisionsweise verfügten Aufhebung einer 
Rente verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 
bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung auch für den Zeitraum des 
Abklärungsverfahrens bis zum Erlass einer neuen Verfügung an (BGE 129 
V 370; Entscheid des Bundesgerichts vom 11. November 2010, 
8C_451/2010, E. 4.3 [SVR 2011 IV Nr. 33]). Daher bleibt es bis zum Ab-
schluss der von der Beschwerdegegnerin vorzunehmenden weiteren Ab-
klärungen bei der in der Verfügung vom 18. November 2020 statuierten 
Herabsetzung der Rente per Ende Dezember 2020. 

Die ebenfalls angefochtene Verfügung vom 26. November 2020 (AB 244) 
enthält eine konkrete Berechnung der Viertelsrente. Mit Blick darauf, dass 
vorderhand – mindestens für den Zeitraum des Abklärungsverfahrens bis 
zum Erlass einer neuen Verfügung – eine Viertelsrente auszurichten ist, ist 
sie nicht zu beanstanden. Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen. 

4.6 Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigen sich Ausführungen 
zu den übrigen Beanstandungen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 20

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht 
(BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückwei-
sung beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im 
Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 S. 43 E. 9.1).

Die Parteientschädigung ist entsprechend der gerade noch angemessenen 
Kostennote von Rechtsanwalt B.________ vom 20. Dezember 2021 auf 
gesamthaft Fr. 4'873.10 (Honorar von Fr. 4'492.50 zuzüglich Auslagen von 
Fr. 32.20 und Mehrwertsteuer von Fr. 348.40) festzusetzen. Diesen Betrag 
hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2022, IV/20/938, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 18. November 2020 aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie 
– nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu 
verfüge. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'873.10 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.