# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2c2bc2a-32ff-5807-877d-8fb989bde861
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.08.2025 SB240473
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240473_2025-08-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240473-O/U/bs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. 

Th. Vesely sowie Ersatzoberrichterin lic. iur. V. Seiler sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw T. Künzle 

Urteil vom 22. August 2025

in Sachen

Verein A._____, 
Privatkläger und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

sowie

Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
Anklägerin

gegen

B._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend mehrfache Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug, eventua-
liter mehrfache Geldwäscherei 
(Rückweisung der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundes-
gerichts)

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, 

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vom 12. August 2020 (GG200016) 

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 
vom 24. November 2021 (SB200442) 

Urteil des I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts 
vom 11. September 2024 (6B_565/2022)

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Anklage:
(Urk. 68)

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. November 2021 

(korrigierte Fassung der Anklage vom 26. März 2020) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 44)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte B._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen.

2. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 15. Dezember 2016 angeord-

nete Kontosperre des Privatkontos des Beschuldigten bei der Zürcher Kantonalbank, IBAN 

CH1, wird mit Rechtskraft des vorliegenden Urteils aufgehoben.

3. Die Zivilansprüche des Privatklägers 2 werden auf den Zivilweg verwiesen.

4. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz; die übrigen Kosten werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

5. Dem Beschuldigten wird eine Entschädigung von Fr. 17'400.– (inkl. MwSt.) für anwaltliche 

Verteidigung zugesprochen.

Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt vorbehalten.

6. (Mitteilungen.)

7. (Rechtsmittel.)"

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Berufungsanträge

1. Anträge des Beschuldigten (Urk. 108 S. 2)

"1. Der Beschuldigte B._____ sei vom Vorwurf der mehrfachen Geldwäscherei so-

wie vom Vorwurf der mehrfachen Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug 

vollumfänglich freizusprechen.

2. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 15. Dezember 

2016 angeordnete Kontensperre des Privatkontos des Beschuldigten bei der 

Zürcher Kantonalbank, IBAN CH1, sei aufzuheben.

3. Die Zivilansprüche des Privatklägers 2 seien auf den Zivilweg zu verweisen. 

Eventualiter seien die Zivilansprüche des Privatklägers 2 abzuweisen, sofern über-

haupt darauf einzutreten ist.

4. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

seien auf die Staatskasse zu nehmen, die Kosten für das Berufungsverfahren seien 

dem Privatkläger 2 aufzuerlegen, eventualiter auf die Staatskasse zu nehmen.

5. Es sei die erstinstanzliche, dem Beschuldigten zugesprochene Entschädigung 

betreffend seine anwaltliche Aufwendungen zu bestätigen.

6. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung für die anwaltlichen Umtriebe in 

den beiden Berufungsverfahren von CHF 15'059.60 (CHF 6'445.10 sowie 

CHF 8'614.50) zuzusprechen, zu bezahlen durch den Privatkläger 2, eventualiter 

durch die Staatskasse."

2. Anträge des Privatklägers (Urk. 111 S. 1 f.)

"1. Es sei das Verfahren an die Staatsanwaltschaft See/Oberland zur Ergänzung 

der Anklage und allenfalls zum Durchführen weiterer Zeugeneinvernahmen zurück-

zuweisen.

2. Evt. sei C._____, als Zeugin zu befragen.

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3. Es sei der Beschuldigte der mehrfachen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem 

Betrug und der mehrfachen Geldwäscherei schuldig zu sprechen und angemessen 

zu bestrafen.

4. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Privatkläger Schadenersatz in der 

Höhe von Fr. 58'400.– zu bezahlen zuzüglich jeweils 5% Zins für den Betrag von 

- Fr. 7'300.00 seit dem 1. August 2014

- Fr. 7'300.00 ab 16. Mai 2015

- Fr. 7'300.00 ab 15. Juli 2015

- Fr. 7'300.00 ab 1. September 2015

- Fr. 7'300.00 ab 16. September 2015

- Fr. 7'300.00 ab 15. Oktober 2015

- Fr. 7'300.00 ab 16. November 2016, und für 

- Fr. 7'300.00 seit dem 1. Dezember 2016.

5. Es sei der Saldo des gesperrten Kontos der Zürcher Kantonalbank IBAN CH1, 

lautend auf B._____, in der Höhe von mindestens Fr. 7'620.03 zu Gunsten des Pri-

vatklägers in Anrechnung an die Zivilforderung oder allfälliger Parteientschädigung 

herauszugeben und die Zürcher Kantonalbank sei anzuweisen, den Saldo auf das 

Konto IBAN-Nr. CH2 der UBS Zürich, lautend auf Verein A._____, Weiterbildung 

und Sozialfonds für den Personalverleih zu überweisen.

6. Bei einem Schuldspruch seien die Kosten und die Entschädigungsfolgen des 

erstinstanzlichen Verfahrens neu festzusetzen und zu verlegen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten."

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Erwägungen:

I.

1. Verfahrensgang

Mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 12. August 2020 wurde 

der Beschuldigte vom angeklagten Vorwurf ("Geldwäscherei, eventualiter mehrfa-

che Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug") freigesprochen. Die Kontosperre 

des Privatkontos des Beschuldigten wurde aufgehoben und die Zivilansprüche des 

Vereins A._____ (nachfolgend: Privatkläger) wurden auf den Zivilweg verwiesen. 

Weiter sprach das Einzelgericht dem Beschuldigten eine Entschädigung in Höhe 

von Fr. 17'400.– für seine anwaltliche Verteidigung zu (Urk. 44 S. 21).

Gegen dieses Urteil meldete der Privatkläger 2 am 19. August 2020 rechtzeitig Be-

rufung an und liess am 5. November 2020 fristgerecht die schriftliche Berufungser-

klärung folgen (Urk. 38, Urk. 49/1, Urk. 47). Der mit Präsidialverfügung vom 

9. November 2020 einverlangte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 10'000.– wurde 

innert Frist geleistet (Urk. 50, Urk. 52).

Die Staatsanwaltschaft verzichtete innert gesetzter Frist ausdrücklich (Urk. 55) und 

der Privatkläger stillschweigend auf Anschlussberufung.

Mit Beschluss vom 13. Oktober 2021 wurde die Staatsanwaltschaft eingeladen, die 

Anklageschrift zu ergänzen bzw. zu korrigieren (Urk. 62). Mit Eingabe vom 

4. November 2021 reichte die Staatsanwaltschaft innert erstreckter Frist die neue 

bzw. verbesserte Anklageschrift ein (Urk. 68).

Mit Urteil vom 24. November 2021 sprach die hiesige Kammer den Beschuldigten 

der mehrfachen Geldwäscherei i.S.v. Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig und bestrafte 

ihn mit 143 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 100.–, teilweise als Zusatzstrafe zu einer 

bestehenden Geldstrafe (Urk. 81).

Mit Urteil vom 11. September 2024 hob das Bundesgericht das Urteil der I. Straf-

kammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 24. November 2021 auf und 

wies die Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht zurück (vgl. Urk. 92). 

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2. Aktuelles Berufungsverfahren

Nachdem sich die Parteien mit der Durchführung des schriftlichen Berufungsver-

fahrens einverstanden erklärt hatten (vgl. Urk. 97/1-3), wurde dieses mit Präsidial-

verfügung vom 5. November 2024 angeordnet (Urk. 98), 

Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 21. November 2024 auf das 

Stellen von Anträgen (Urk. 100), während die Verteidigung und der Privatkläger 

nach mehreren Fristerstreckungen jeweils mit Eingaben vom 16. Januar 2025 die 

oben aufgeführten Anträge stellen liessen (vgl. Urk. 108, Urk. 111 S. 2).

Mit Präsidialverfügung vom 12. März 2025 wurden die Anträge des Privatklägers 

auf Rückweisung der Anklage an die Staatsanwaltschaft sowie auf Befragung von 

C._____ abgewiesen (Urk. 119).

Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Vorbringen der Parteien ist ein-

zugehen, soweit dies für die Entscheidfindung notwendig ist.

II.

1. Rechtliches

Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids hat die mit der neuen 

Entscheidung befasste kantonale Instanz ihrem Urteil die rechtliche Beurteilung, 

mit der die Rückweisung begründet wird, zugrunde zu legen. Jene bindet auch das 

Bundesgericht, falls ihm die Sache erneut unterbreitet wird. Aufgrund dieser Bin-

dungswirkung ist es den erneut mit der Sache befassten Gerichten wie auch den 

Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Überprüfung 

einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter 

rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrück-

lich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Die neue 

Entscheidung der kantonalen Instanz ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, 

die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen 

Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies 

notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung 

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zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1 S. 220; 135 III 334 E. 2 S. 335 f.; Urteile 

6B_54/2018 vom 28. November 2018 E. 1.2; 6B_1031/2016 vom 23. März 2017 

E. 4.1; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 6B_613/2018 vom 7. Januar 2019 

E. 1.3).

2. Umfang der Berufung

Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, in der Zeit zwischen Ende 

Juli 2014 bis Ende November 2016 seiner Schwester zwei auf seinen Namen 

lautende Privatkonten zur Verfügung gestellt zu haben. Die Schwester habe mit 

einer Komplizin in betrügerischer Weise den Privatkläger getäuscht und diesen 

dazu veranlasst, insgesamt Fr. 58'400.– auf diese Konten zu überweisen bzw. in 

einem Fall von einer Drittperson überweisen zulassen. Dem Beschuldigten wird 

vorgeworfen, dies gewusst zu haben oder dass er davon hätte wissen müssen. 

Nach der Einzahlung der Gelder habe jeweils er selbst oder seine Ehefrau die 

Gelder in bar abgehoben und seiner Schwester übergeben. Daneben habe er 

anfangs November 2014 von einer anderen Drittperson einen Bargeldbetrag von 

Fr. 7'300.– entgegengenommen, der zuvor in gleicher Weise vom Privatkläger 

betrügerisch erwirkt worden sei, wovon er ebenfalls gewusst habe oder hätte 

wissen müssen. Diesen Bargeldbetrag habe er kurz nach der Entgegennahme 

ebenfalls seiner Schwester übergeben (vgl. Urk. 68).

Unbeanstandet geblieben war im Verfahren des Bundesgerichts, dass die Schwes-

ter des Beschuldigten und deren Komplizin bewirkt haben, dass Mitarbeiter des 

Privatklägers diesem gehörende Gelder irrtumsbedingt unter anderem direkt auf 

die Konten des Beschuldigten überwiesen (Urk. 92 S. 7). 

Das Bundesgericht hielt fest, dass alleine der Umstand von Geldüberweisungen 

auf das Konto des Beschuldigten noch keine Geldwäschereihandlungen zu begrün-

den vermag. Richterweise wäre diese Tat unter dem Gesichtspunkt einer allfälligen 

Mittäter- oder Gehilfenschaft zu den betrügerischen Handlungen zu würdigen ge-

wesen, was die hiesige Kammer im Berufungsverfahren auch thematisiert, wegen 

der fehlenden Ergänzung der Anklageschrift jedoch nicht weiterverfolgt habe 

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(Urk. 92 S. 8). An dieser – vor Bundesgericht nicht weiter beanstandeten Auf-

fassung – ist auch heute festzuhalten:

Gemäss dem berichtigten Anklagesachverhalt soll der Beschuldigte "in jedem Fall" 

als Geldwäscher fungiert haben, indem er von Beginn an, eventualiter erst zu einem 

späteren Zeitpunkt erkannt habe, dass die auf seinem Konto eingehenden Beträge 

aus einer illegalen Geldquelle stammen, und dann "auf unbekannte Weise" erkannt 

haben, dass C._____ und seine Schwester D._____ einen Weg gefunden hätten, 

unter der Verwendung falscher Personalien Auszahlungen der Geschäftsstelle 

E._____ zu erwirken, auf welche kein Rechtsanspruch bestanden habe. Mit dieser 

Kenntnis habe er in der weiteren Folge daher in Kauf genommen, dieses Tun von 

C._____ und D._____ zu unterstützen, indem er seine Konten weiterhin für betrü-

gerische Überweisungen zur Verfügung gestellt habe, in der Folge die derart er-

langten Geldbeträge abgehoben und an D._____ bzw. C._____ weitergegeben 

habe (Urk. 68 S. 4 f.). 

Die hiesige Kammer hat bereits im Urteil vom 24. November 2021 dargelegt, dass 

weshalb eine Verurteilung wegen Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug ge-

gen das Anklageprinzip verstossen würde. Es wurde festgehalten, dass auf diese 

Anklage keine Verurteilung erfolgen kann (vgl. Urk. 81 S. 9 f.). 

Das Bundesgericht hielt fest, dass das alleinige Zurverfügungstellen der Konten 

und Empfangen der darauf überwiesenen Gelder als tatbestandsmässige Geldwä-

schereihandlungen ausser Betracht fielen. Es sei relevant, ob an das Empfangen 

anschliessende Handlungen stattgefunden hätten. Solche allfälligen Handlungen, 

wie die in der Anklageschrift aufgeführten Barabhebungen und Weiterleitungen der 

Gelder, kämen als Geldwäschereihandlungen in Frage. Wie es sich damit verhalte, 

gehe aus dem Urteil der hiesigen Kammer vom 24. November 2021 nicht nachvoll-

ziehbar hervor. Die Kammer habe zwar ausgeführt, der Beschuldigte sei geständig 

gewesen, nicht nur das Konto zur Verfügung gestellt zu haben, sondern diese 

Gelder auch an seine Schwester weitergeleitet zu haben, die hiesige Kammer habe 

dies aber unmittelbar daraufhin relativiert, es sei unklar, welche der in der Anklage 

aufgeführten Bargeldabhebungen oder seine Ehefrau konkret getätigt hätten, was 

aber offen bleiben könne. Dem hält das Bundesgericht entgegen, es müsse 

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grundsätzlich feststehen, ob es der Beschuldigte gewesen sei, der die Gelder in 

bar abgehoben und an seine Schwester weitergeleitet habe, damit eine Verur-

teilung wegen Geldwäscherei erfolgen könne. Die hiesige Instanz habe den 

Sachverhalt insoweit unvollständig festgestellt. Es werde auch nicht begründet, 

dass und weshalb allenfalls die Abhebungen und Weiterleitungen dem Beschul-

digten als eigene Handlungen zuzurechnen wären, sollte er sie nicht selbst vorge-

nommen haben.

Gleiches gilt gemäss Bundesgericht im Ergebnis für den betrügerisch erwirkten 

Geldbetrag, der nicht vom Privatkläger sondern via eine Drittperson auf das Konto 

des Beschuldigten transferiert worden sei und die Entgegennahme des Bargeldbe-

trags durch den Beschuldigten.

Nachfolgend sind mithin folgende Fragen zu prüfen: 

1. Ob der Beschuldigte die Gelder von den Konten selbst abgehoben hat oder 

ob ihm die Bezüge anderer Personen strafrechtlich angerechnet werden 

können,

2. Ob der Beschuldigte das Geld, welches ihm von einer Drittperson auf sein 

Konto überwiesen wurde, selbst bezogen hat bzw. ihm die Bezüge anderer 

Personen strafrechtlich angerechnet werden können.

3. Ob erstellt ist, dass der Beschuldigte das Bargeld von F._____ entgegenge-

nommen bzw. an seine Schwester weitergeleitet hat.

Die Verteidigung wendet ein, dass das Bundesgericht sich nicht mit der Frage eines 

Vorsatzes in Bezug auf taugliche Geldwäschereihandlungen auseinandergesetzt 

hat. Dieser Einwand ist zutreffend, weshalb nach der Sachverhaltserstellung auf 

die Frage des Vorsatzes eingegangen wird.

Die Verteidigung wendet weiter ein, das Bundesgericht habe das Bestehen einer 

Vortat nicht geprüft (Urk. 108 S. 5). Diese Auffassung ist nicht zutreffend. Das 

Bundesgericht führte aus, dass die fraglichen Überweisungen auf die Konten des 

Beschuldigten die zum Betrugstatbestand gehörenden Vermögensdispositionen 

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seien. Es treffe zu, dass mit Vornahme der Überweisungen der Privatkläger 

geschädigt gewesen sei, illegale Vermögenswerte angefallen und die Betrugs-

handlungen jeweils vollendet gewesen seien (Urk. 108 S. 7). Mithin hat das 

Bundesgericht das Bestehen einer Vortat bejaht. Im Sinne einer Eventualbe-

gründung hält das Berufungsgericht seine Auffassung im Urteil vom 24. November 

2021 weiterhin für zutreffend und verweist darauf (Urk. 81 S. 15 ff.). Gemäss 

Urteilen des Bezirksgerichts Uster vom 21. Januar 2021 wurde sowohl C._____ als 

auch D._____ im abgekürzten Verfahren des gewerbsmässigen Betrugs – der 

vorliegend angeklagten Vortat – sowie der Geldwäscherei schuldig gesprochen.

Nicht weiter einzugehen ist sodann auf die vom Privatkläger aufgeworfene Frage, 

ob eine Gehilfenschaft oder anderweitige Teilnahme am gewerbsmässigen Betrug 

der Schwester des Beschuldigten vorlag. Dies ist nicht Gegenstand des Rückwei-

sungsentscheids. Das Bundesgericht hielt im Urteil vom 11. September 2024 fest, 

dass sich das angefochtene Urteil hinsichtlich des objektiven Tatbestands der 

Geldwäscherei als unzureichend begründet erweise (Urk. 92 S. 10). Mithin erfolgte 

einzig zum Punkt der Geldwäscherei eine Rückweisung, nicht aber zur Frage einer 

Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug. 

Zudem hat die Kammer wie erwähnt im Urteil vom 24. November 2021 festge-

halten, dass der Vorwurf der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug in der 

Anklageschrift nicht hinreichend umschrieben ist bzw. eine Verurteilung gegen das 

Anklageprinzip verstossen würde (Urk. 81 S. 9). Der Antrag des Privatklägers auf 

Rückweisung der Anklage zur Verbesserung wurde mit Präsidialverfügung vom 

12. März 2025 abgelehnt (Urk. 119). Die Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Es 

besteht im heutigen Zeitpunkt kein Anlass, auf diesen Entscheid zurückzukommen.

3. Kontoberechtigungen

Es ist unstrittig und anhand der Akten erstellt, dass die vom Privatkläger erlangten 

Gelder auf den Konten des Beschuldigten bei der Zürcher Kantonalbank (nachfol-

gend ZKB; Kontonummer 3) und bei der UBS AG (Kontonummer 4) eingingen (vgl. 

Urk. 6/4 und Urk. 6/9).

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Das ZKB-Konto 3 lautet einzig auf den Beschuldigten (Urk. 6/2), der seiner Ehefrau 

eine Vollmacht darüber erteilt hat (Urk. 6/3). Er hatte am 3. April 2007 für das ZKB-

Konto eine Maestro-Karte auf seinen eigenen Namen bestellt. Das Feld auf dem 

Antrag für eine allfällige Karte für die Kontobevollmächtigte wurde leer gelassen 

(Urk. 6/3). Allerdings macht der Beschuldigte im Verlauf der Untersuchung geltend, 

die Bankkarten seien alle bei seiner Frau gewesen und diese habe die fraglichen 

Bargeldabhebungen gemacht (Urk. 3/1 F/A 19, F/A 28). Dies erscheint fraglich, 

doch ist zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen. Mit anderen Worten ist 

zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass es sich beiden Bezügen 

mit der Maestro-Karte bei der ZKB um solche seiner Ehefrau gehandelt hat. Betref-

fend den Bargeldbezug vom ZKB-Konto über Fr. 8'000.– sagte der Beschuldigte 

aus, wahrscheinlich hätten sie Rechnungen bezahlen müssen und seine Frau habe 

entsprechend Geld abgehoben, ein Teil, die Fr. 7'300.– seien für D._____ gewesen 

und der Rest für sie, um Rechnungen zu bezahlen (Urk. 3/1 F/A 48). Auch hier ist 

deshalb zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass seine Ehefrau 

den Bargeldbezug am Schalter getätigt hat. 

Das UBS-Konto 4 lautet ebenfalls einzig auf den Beschuldigten. Die diesbezügli-

chen Kontounterlagen erscheinen nachgeführt, besteht doch auch eine Domizilän-

derung vom 24. März 2015 in den Akten (vgl. Urk. 6/8). Insbesondere lässt sich den 

Unterlagen nicht entnehmen, dass er seiner Ehefrau über das UBS-Konto eine Voll-

macht erteilt hat. Dies wurde vom Beschuldigten selbst auch nicht geltend gemacht. 

Im Gegenteil brachte der Beschuldigte – angesprochen auf das UBS-Konto – vor, 

dass er die diesbezüglichen Bankkarten auf sich getragen habe. Er folgerte auch 

daraus, dass er es gewesen sei, der das Geld abgehoben habe (vgl. Urk. 3/1 /FA 

31). 

Mithin ist festzuhalten, dass die Ehefrau des Beschuldigten auf das UBS-Konto 

nicht zugreifen konnte. Die Barbezüge des überwiesenen Guthabens auf dem 

UBS-Konto erfolgten allesamt durch den Beschuldigten.

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4. Massgebliche Kontobewegungen

4.1. Bargeldbezüge vom August 2014

Am 31. Juli 2014 gingen auf dem ZKB-Konto des Beschuldigten, welches zu 

diesem Zeitpunkt ein Guthaben von Fr. 1'452.12 aufwies, zwei Einzahlungen des 

Privatklägers über Fr. 2'300.– und Fr. 5'000.– ein. Damit wies das Konto neu einen 

Saldo von Fr. 8'752.12 auf (Urk. 6/4).

Am 4. August 2014 erfolgte mit der ZKB-Maestro Karte 5 ein Bezug über Fr. 4'000.– 

und Fr. 2'800.– (Urk. 6/4). 

Am 6. August 2014 erfolgten vom ZKB-Konto weitere Bezüge mit der ZKB-Maestro 

Karte über Fr. 4'000.– und Fr. 1'400.–. Das Konto befand sich danach mit 

Fr. 3'997.88 im Minus (Urk. 6/4).

Aus dem Umstand, dass die Bezüge über die Maestro-Karte erfolgten, ist zu 

schliessen, dass die Ehefrau des Beschuldigten die Abhebungen vornahm. Es ist 

nicht erwiesen, dass der Beschuldigte von den Zahlungseingängen Kenntnis haben 

musste bzw. seine Ehefrau dazu angehalten hatte, mit die Beträge abzuheben. Der 

Anklagesachverhalt lässt sich insofern nicht erstellen.

4.2. Bargeldbezug vom Mai 2015

Am 15. Mai 2015 erfolgten durch den Privatkläger zwei Einzahlungen auf das UBS-

Konto des Beschuldigten im Betrag von Fr. 2'300.– und Fr. 5'000.–. Der neue 

Kontosaldo betrug in der Folge Fr. 7'218.48 (Urk. 6/9). 

Am 22. Mai 2015 erfolgte ein Bargeldbezug bei der UBS in G._____ über Fr. 

7'029.– (Urk. 6/9). Wie erwähnt hat die Ehefrau des Beschuldigten keine Vollmacht 

über das UBS-Konto und befinden sich die entsprechenden Karten beim Beschul-

digten. Folglich ist erstellt, dass der Beschuldigte selbst diesen Bezug gemacht hat 

und das Geld an seine Schwester weitergeleitet hat. Dies hat der Beschuldigte aus-

drücklich anerkannt (Urk. 3/1 F/A 31: "Für die UBS hatte ich die Bankkarten auf mir. 

Ich muss es also abgehoben haben und gehe davon aus, dass ich das Geld 

D._____ übergeben habe.").

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4.3. Überweisung durch H._____ am 14. Juli 2015

Am 14. Juli 2015 erfolgte durch H._____ eine Einzahlung auf das ZKB-Konto des 

Beschuldigten über einen Betrag in Höhe von Fr. 7'300.–, welches in der Folge 

einen Saldo von Fr. 8'225.47 aufwies. 

Zum Hintergrund der Zahlung gefragt, führte der Beschuldigte aus, dass H._____ 

seine Schwester nie erreicht habe. Er (der Beschuldigte) sei mit ihm befreundet 

und von ihm darauf angesprochen worden, dass er Geld von seiner Schwester 

bekommen hatte. Der Beschuldigte erklärte, es habe ihn überrascht, dass er auch 

Geld für sie entgegen genommen habe und er habe ihn (H._____) darauf ange-

sprochen. Dieser habe gesagt, sie habe ihn darum gebeten, niemandem etwas da-

von zu sagen, aber er erreiche sie nie und habe ihr deshalb das Geld nie geben 

können. Deshalb habe der Beschuldigte ihm gesagt, er solle ihm das Geld über-

weisen, er würde es ihr dann aushändigen (Urk. 3/1).

Die drei Bargeldbezüge vom nächsten Tag (15. Juli 2015) erfolgten zweimal über 

die Maestro-Karte (Fr. 3'700.– und Fr. 48.–) und einmal über eine gewöhnliche 

Auszahlung (Fr. 3'000.–). Der Beschuldigte erklärte am 9. März 2017 bei der 

Polizei, diese Bezüge selbst vorgenommen zu haben: "Es gab sicher einen Grund 

dafür, warum ich diese drei Beträge abgehoben habe. Ich habe jetzt gerade auf 

meiner Bank App nachgesehen und festgestellt, dass ich die Fr. 3'700.– bereits am 

14.7. bezogen habe. Es kann also mit der Limite zu tun gehabt haben, dass ich drei 

Beträge abhob. Das Geld habe ich an meine Schwester gegeben." (Urk. 3/1 

F/A 36).

Obwohl die Maestro-Karte von der Ehefrau des Beschuldigten benutzt wird, hat der 

Beschuldigte diesbezüglich anerkannt, die Bezüge selbst getätigt zu haben. 

Selbst wenn der Bezug der Maestro-Karte von der Ehefrau des Beschuldigten 

erfolgt wäre – wovon vorliegend nicht ausgegangen wird –, wäre dieser Bezug dem 

Beschuldigten zuzurechnen. Dieser hat nach eigenen Aussagen die Überweisung 

von H._____ selbst an sich veranlasst, um die Gelder an seine Schwester weiter-

zuleiten. Er hätte seine Ehefrau über das für seine Schwester bestimmte Geld 

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orientiert haben müssen, andernfalls seine Ehefrau das Geld nicht abgehoben 

hätte. Mithin hätte er sie zu diesem Verhalten bestimmt, weshalb – auch wenn er 

das Geld nicht selbst abhob – als Mittelsfrau die von ihm beabsichtigte Transaktion 

vorgenommen hätte.

4.4. Bargeldbezug vom September 2015

Am 31. August 2015 erfolgten zwei weitere Einzahlungen des Privatklägers über 

Fr. 5'000.– und Fr. 2'300.– auf das UBS-Konto des Beschuldigten, welches da-

durch neu einen Saldo von Fr. 7'429.48 aufwies. Am 10. September 2015 erfolgte 

bei der UBS Zürich ein Bargeldbezug über den Totalbetrag von Fr. 7'300.– (vgl. 

Urk. 6/9). 

Wie erwähnt ist bei den Bezügen von den UBS-Konten des Beschuldigten davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte selbst den Bargeldbezug tätigte, zumal nie-

mand ausser ihm über eine Vollmacht über das Konto verfügte und er die Bank-

karten auf sich trug.

4.5. Barbezüge vom September 2016

Am 15. September 2016 überwies der Privatkläger auf das ZKB-Konto des Be-

schuldigten Fr. 5'000.– und Fr. 2'300.–. Mit Bezug durch die ZKB Maestro-Karte 

wurden noch gleichentags Fr. 4'000.– abgehoben. Am 19. September 2016 und am 

21. September 2015 erfolgten mittels der ZKB Maestro-Karte weitere Bargeld-

bezüge über Fr. 1'500.– bzw. Fr. 1'000.– (Urk. 6/4). 

Wie eingangs ausgeführt ist davon auszugehen, dass Bezüge mittels Maestro-

Karte von der Ehefrau des Beschuldigten getätigt wurden. Es besteht vorliegend 

kein Anlass zu einer anderen Annahme. Ebenso ist nicht erwiesen, dass der 

Beschuldigte von den Zahlungseingängen Kenntnis haben musste bzw. seine 

Ehefrau dazu angehalten hatte, mit die Beträge abzuheben. Der Anklagesach-

verhalt lässt sich insofern nicht erstellen.

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4.6. Bargeldbezug vom Oktober 2016

Am 14. Oktober 2016 überwies der Privatkläger erneut Fr. 5'000.– und Fr. 2'300.– 

auf das ZKB-Konto des Beschuldigten. Am 26. Oktober 2016 erfolgte – offenbar 

am Bankschalter – eine Auszahlung über Fr. 8'000.– (Urk. 6/4). Im Umfang von 

Fr. 700.– übersteigt der Bezug die Einzahlungen vom 14. Oktober 2016. Jedoch 

wurde im September 2016 von der Ehefrau des Beschuldigten nicht der volle Be-

trag abgehoben, sondern nur Fr. 6'500.– (=Fr. 4'000.– + Fr. 1'500.– + Fr. 1'000.–). 

Mithin wurde der Betrag von Fr. 800.– im September 2016 nicht abgehoben, welche 

nunmehr der Abhebung des vom 26. Oktober 2016 teilweise nachgeholt wurde.

Beim Bargeldbezug in der Höhe von Fr. 8'000.– ist gestützt auf die Aussage des 

Beschuldigten, wie erwähnt, davon auszugehen, dass seine Ehefrau den Bezug 

am Schalter tätigte. Der Sachverhalt ist mithin nicht erstellt. Ferner erfolgte am 

27. Oktober 2016 ein weiterer Bargeldbezug vom ZKB-Konto mit der Maestro-Karte 

über Fr. 2'900.–. Gemäss Aussagen des Beschuldigten erfolgte dieser Bezug wie 

die Bezüge im August 2014 durch seine Ehefrau, weshalb sich auch hier der 

Sachverhalt nicht erstellen lässt. 

4.7. Bargeldübergabe durch F._____ im November 2014

F._____ sagte am 18. September 2019 in Gegenwart des Beschuldigten aus, er 

habe ein Telefon von seiner Frau bekommen, welche ihm erzählt habe I._____ 

habe sie gefragt, ob es möglich sei, Geld auf sein (F._____s) Konto zu überweisen. 

Als Grund habe sie gesagt, sie müsse in die Ferien und wenn dieses Geld auf ihr 

Konto überwiesen werde, würde man ihr einen Teil davon abziehen. Er sei erst seit 

drei, vier Monaten in der Schweiz gewesen und deshalb seiner Frau gesagt, wenn 

es für sie in Ordnung sei, sei es das für ihn auch. Er habe der Familie von ihr ver-

traut und deshalb sei das für ihn alles in Ordnung gewesen. Man habe ein Foto 

seines Ausweises gebraucht und die Kontonummer. "Später, nach zwei, drei 

Tagen, kam B._____ (der Beschuldigte) und hat das Geld bei mir in der Wohnung 

in G._____ abgeholt". Das einzige, was er (F._____) danach ironisch gesagt habe, 

sei die Bemerkung gewesen, dass der Beschuldigte ihm für diesen Dienst nicht 

einmal einen "20er" spendiert habe (Urk. 3/6 F/A 16). Der Beschuldigte sei zu ihm 

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in die Wohnung gekommen und dort sieben, acht, höchstens zehn Minuten geblie-

ben und er (F._____) habe ihm das Geld gegeben. "Das war es." (Urk. 3/6 F/A 27). 

Er müsse sich vorgängig bei ihm (F._____) gemeldet haben, er könne sich nicht 

genau erinnern. Der Beschuldigte habe nichts darüber gesagt, um was es gegan-

gen sei. "Es war selbstverständlich, dass es Schulgeld war." (Urk. 3/6 F/A 29).

Der Beschuldigte bestritt in der Untersuchung, von F._____ Geld erhalten zu ha-

ben. Er wisse nicht, weshalb dieser ihn zu Unrecht belasten sollte (Urk. 3/7 

F/A 4 f.).

Gestützt auf die glaubhaften Aussagen von F._____ ist erstellt, dass dieser über 

denselben Mechanismus, der bei den Überweisungen auf die Konten des 

Beschuldigten zum tragen kam, von der Schwester des Beschuldigten Fr. 7'300.– 

erhielt. F._____ sagte detailliert und realitätsnah aus, wie der Beschuldigte bei ihm 

vorbeikam, wie lange er auf das Geld wartete und dass F._____ etwas enttäuscht 

war, für seine Dienste nicht entlöhnt zu werden. Es sind keine Hinweise dafür er-

sichtlich, dass er den Beschuldigten falsch belastete. Mithin ist erstellt, dass der 

Beschuldigte von F._____ Fr. 7'300.– erhielt und diesen Betrag an seine Schwester 

weiterleitete.

Soweit die Verteidigung dagegen einwendet, es komme auf die Perspektive des 

Beschuldigten an, welche zu erstellen sei (Urk. 108 S. 8), ist zu bemerken, dass 

der Beschuldigte ein Treffen und eine Bargeldübernahme von F._____ kategorisch 

abstritt. Er machte mithin nicht geltend, er sei bei der Bargeldübernahme von einem 

anderen Grund für die Weiterleitung an seine Schwester ausgegangen. F._____ 

kann denn auch nicht aussagen, wovon der Beschuldigte ausgegangen sei – dies 

müsste der Beschuldigte selbst sagen. Aufgrund der übrigen Umstände – 

namentlich das Abholen von Bargeld zuhanden seiner Schwester – musste der 

Beschuldigte auch im Kontext mit dem seiner Ehefrau und auf H._____ 

übergebenen Geld davon ausgehen, dass dieses Geld im gleichen 

Zusammenhang steht wie das ihm direkt überwiesene Geld. Hinweise dafür, dass 

er von etwas anderem ausgegangen wäre, bestehen keine und werden vom 

Beschuldigten auch nicht geltend gemacht.

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4.8. Barbezüge vom November und Dezember 2016

Am 15. November 2016 überwies der Privatkläger erneut Fr. 5'000.– und 

Fr. 2'300.– auf das ZKB-Konto des Beschuldigten. Mittels Maestro-Karte wurden 

am 16. November 2016 Fr. 4'000.– vom Konto abgehoben (Urk. 6/4). 

Am 30. November 2016 überwies der Privatkläger erneut Fr. 5'000.– und 

Fr. 2'300.– auf das ZKB-Konto des Beschuldigten. Mittels Maestro-Karte erfolgten 

am 1. Dezember und am 8. Dezember zwei Barbezüge über Fr. 4'000.– bzw. 

Fr. 2'400.– (Urk. 6/4). 

Wie ausgeführt ist davon auszugehen, dass Bezüge mittels Maestro-Karte von der 

Ehefrau des Beschuldigten getätigt wurden. Ebenso ist nicht erwiesen, dass der 

Beschuldigte von den Zahlungseingängen Kenntnis haben musste bzw. seine Ehe-

frau dazu angehalten hatte, mit die Beträge abzuheben. Der Anklagesachverhalt 

lässt sich insofern nicht erstellen.

4.9. Fazit

Zusammenfassend sind folgende Bargeldbezüge im Kontext mit den vorgängigen 

Überweisungen des Privatklägers erstellt:

Von seinem UBS-Konto bezog der Beschuldigte am 22. Mai 2015 einen 

Betrag in Höhe von Fr. 7'029.– und am 10. September 2015 einen Betrag in 

Höhe von Fr. 7'300.–.

Vom ZKB-Konto bezog der Beschuldigte am 15. Juli 2015 Bargeldbeträge in 

Höhe von Fr. 3'700.– und Fr. 3'000.–. Anzumerken ist, dass Fr. 48.– für einen 

Einkauf bei Coop verwendet wurden und daher nicht zu berücksichtigen sind.

Weiter ist erstellt, dass der Beschuldigte Fr. 7'300.– von F._____ übernahm.

Sämtliche Gelder waren zuvor in deliktischer Weise erwirkt und auf die Konten bzw. 

an F._____ übertragen worden. Der Beschuldigte hob diese Gelder in Bar ab bzw. 

übernahm das Bargeld von F._____ und gab sie an seine Schwester weiter. Es 

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resultiert ein Gesamtbetrag von Fr. 28'329.– von deliktisch erlangten Geldern, wel-

chen der Beschuldigte seiner Schwester weitergab.

Im Übrigen handelt es sich um Bezüge seiner Ehefrau, welche dem Beschuldigten 

nicht angelastet werden könne. Es bestehen keine Hinweise, dass die Ehefrau des 

Beschuldigten auf dessen Veranlassung oder in seinem Zusammenwirken 

handelte. Sie konnte grundsätzlich frei über das Konto verfügen und musste – ab-

gesehen von den Geldern von H._____ – nicht mit dem Beschuldigten zusammen-

gewirkt haben. 

Auf die Frage des Vorsatzes des Beschuldigten ist nachfolgend im Rahmen der 

rechtlichen Würdigung näher einzugehen.

5. Rechtliche Würdigung

Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, wer eine 

Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung 

oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder 

annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren (oder aus einem qualifizier-

ten Steuervergehen; gemäss der ab 1. Januar 2016 gültigen Fassung). Mit 

"Verbrechen" nimmt das Gesetz Bezug auf die technische Definition von 

Art. 10 Abs. 2 StGB (BSK StGB II-PIETH, 4. Aufl. 2019, Art. 305bis N 13). Durch die 

strafbare Handlung wird der Zugriff der Strafbehörde auf die aus einem Verbrechen 

stammende Beute behindert. Das strafbare Verhalten liegt in der Sicherung der 

durch die Vortat unrechtmässig erlangten Vermögenswerte. Es handelt sich um ein 

typisches Anschlussdelikt. Der Tatbestand der Geldwäscherei umschreibt ein 

abstraktes Gefährdungsdelikt; der Nachweis einer konkreten Vereitelungsgefahr 

oder einer gelungenen Vereitelung ist nicht erforderlich (Urteil des Bundesgerichts 

6B_97/2019 vom 6. November 2019 E. 2.2).

In subjektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand einen "doppelten Vorsatz". Der 

Geldwäscher muss die verbrecherische Herkunft der Vermögenswerte und die Ver-

wirklichung des Vereitelungszusammenhangs, der ihm objektiv zur Last gelegt 

wird, zumindest in Kauf nehmen, d.h. mit einer möglichen Tatbestandsverwirk-

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lichung einverstanden sein. Die genauen Umstände der Vortat muss der Täter 

jedoch nicht kennen. Es genügt, dass er mit der Möglichkeit rechnet, das Geld 

könne aus einem Verbrechen stammen, und dies in Kauf nimmt (vgl. BGE 119 

IV 242 E. 2/b m.H.; Urteil des Bundesgerichts 6S.492/2000 vom 23. Januar 2001 

E. 2/b). Weil eine genaue Kenntnis der Vortat nicht erforderlich ist, reicht es zur 

Annahme der eventualvorsätzlich begangenen Geldwäscherei aus, wenn Ver-

dachtsgründe dem Täter die Möglichkeit einer (zumindest nach der Parallelwertung 

eines juristischen Laien) schwerwiegenden Vortat nahelegen, mithin sich ihm die 

Überzeugung von der deliktischen Herkunft der Sache aufdrängen musste und er 

trotzdem im Sinne des objektiven Tatbestandes der Geldwäscherei handelte 

(vgl. hinsichtlich der Hehlerei: Urteil des Bundesgerichts 6B_691/2014 vom 

8. Dezember 2014 E. 2.2; BSK StGB II-PIETH, 4. Aufl. 2019, Art. 305bis N 59). Der 

Geldwäscher muss die Umstände kennen, die den Verdacht nahelegen, das Geld 

stamme aus einer verbrecherischen Vortat (BGE 119 IV 242 E. 2/b m.H.). 

Solche inneren Tatsachen sind regelmässig nur anhand äusserer Faktoren fest-

stellbar (Urteil des Bundesgerichts 6B_691/2014 vom 8. Dezember 2014 E. 2.2; 

BGE 119 IV 242 E. 2/c). Diesbezüglich würdigt das Gericht die Beweise frei nach 

seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 

StPO). Gemäss dem Grundsatz "in dubio pro reo" gilt dabei jede Person bis zu ihrer 

rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig (Art. 10 Abs. 1 StPO). Als Beweislast-

regel bedeutet dieser Grundsatz, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die 

Schuld der beschuldigten Person zu beweisen (SCHMID/JOSITSCH, Handbuch StPO, 

3. Auflage 2017, N 216 f.). Wenn allerdings ein Beschuldigter eine ihn entlastende 

Behauptung aufstellt, ohne dass er diese wenigstens in einem Mindestmass glaub-

haft machen kann, findet der Grundsatz "in dubio pro reo" keine Anwendung. Es 

tritt nämlich insoweit eine Beweislastumkehr ein, als nicht jede aus der Luft ge-

griffene Schutzbehauptung von der Anklagebehörde durch hieb- und stichfesten 

Beweis widerlegt werden muss. Ein solcher Beweis ist nur dann zu verlangen, wenn 

gewisse Anhaltspunkte wie konkrete Indizien oder eine natürliche Vermutung für 

die Richtigkeit der Behauptung sprechen bzw. diese zu Zweifeln an der Anklage-

version Anlass gibt, oder wenn der Beschuldigte sie sonst wie glaubhaft macht 

(BSK StPO I-TOPHINKE, 2. Auflage 2014, Art. 10 N 21; STEFAN TRECHSEL, SJZ 77 

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[1981] S. 320; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., N 220 m.H.). Andernfalls könnte jede 

Anklage mit einer abstrusen Schutzbehauptung zu Fall gebracht werden.

6. Vorsatz / Irrtum

Der Beschuldigte macht geltend, er sei bei den Zahlungen nicht von Deliktsgut aus 

einem gewerbsmässigen Betrug sondern von Provisionen ausgegangen, welche 

seine Schwester ehrlich erwirtschaftet, jedoch auf sein Konto einbezahlt habe, um 

die Gelder ihren Gläubigern zu entziehen. Auf dem Konto seiner Schwester wären 

die Gelder gepfändet worden (vgl. Urk. 3/1 F/A 12; Urk. 3/3 F/A 44 ff. und F/A 54). 

Damit macht er sinngemäss einen Sachverhaltsirrtum geltend bzw. bestreitet ein 

vorsätzliches bzw. eventualvorsätzliches Handeln.

Einem Irrtum unterliegt, wer von einem Merkmal eines Straftatbestands keine oder 

eine falsche Vorstellung hat. Bei einer solchen Konstellation ist der Täter zu seinen 

Gunsten nach seiner irrigen Vorstellung zu beurteilen (Art. 13 Abs. 1 StGB). Des 

betrügerischen Konkurses bzw. des Pfändungsbetrugs gemäss Art. 163 Ziff. 1 

StGB macht sich jener Schuldner strafbar, der zum Schaden der Gläubiger sein 

Vermögen zum Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte beiseiteschafft 

oder verheimlicht. 

Der Beschuldigte macht geltend, er habe die Gelder entgegengenommen, um 

diese damit dem Zugriff allfälliger Gläubigern zu entziehen. Dies vermag ihn nicht 

zu entlasten. Auch gemäss seiner angeblich irrigen Vorstellung ging er nach eige-

nen Angaben davon aus, dass die von ihm erhaltenen Vermögenswerte beiseite 

geschafft wurden, um damit Gläubiger zu schädigen. In diesem Sinne handelte der 

Beschuldigte bewusst als Geldwäscher. Der Umstand, dass die Gelder in Tat und 

Wahrheit nicht aus einem Pfändungsbetrug sondern aus einem gewerbsmässigen 

Betrug stammten, für welchen die Vortäterinnen rechtskräftig verurteilt wurden, 

erweist sich daher als unerheblicher Sachverhaltsirrtum. Der Beschuldigte konnte 

auch gemäss der Parallelwertung in der Laiensphäre die Herkunft der Gelder als 

aus einer strafbaren Vortat rührend erkennen. 

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Die Verteidigung bringt unter Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen dage-

gen vor, ein angeblicher Pfändungsbetrug habe nie stattgefunden und werde in der 

Anklage auch nicht umschrieben. Da im relevanten Tatzeitraum keine Betreibungs-

handlungen erfolgt seien, sei allfälligen Gläubigern kein Haftungssubstrat entzogen 

worden und es habe auch kein Verlustschein erwirkt werden können, weshalb es 

an der objektiven Strafbarkeitsbedingung für die Annahme eines Pfändungsbetrugs 

mangle (Urk. 76 N 27-30; Urk. 44 S. 12, Urk. 108 S. 10).

Ob ein Pfändungsbetrug in der Anklage umschrieben bzw. ein solcher auch 

tatsächlich erstellt werden kann, ist im Falle eines geltend gemachten Sachverhalt-

sirrtums gerade nicht massgeblich. Der Beschuldigte hob die auf seinem Konto ein-

gegangenen Vermögenswerte ab und übergab sie in bar seiner Schwester, der Vor-

täterin. Bei H._____ forderte er diesen gar auf, ihm die Gelder zuhanden seiner 

Schwester zu übergeben und bei F._____ holte er die Gelder ab, um sie seiner 

Schwester weiterzuleiten. Er wusste oder musste zumindest annehmen, dass diese 

aus einer strafbaren Vortat stammten, wenngleich er sich über das konkrete Delikt 

irrte. Dies ändert jedoch nichts daran, dass eine – rechtskräftig beurteilte – strafbare 

Vortat den vom Beschuldigten an seine Schwester weitergeleiteten Geldern zu-

grunde lagen. Gemäss Urteilen des Bezirksgerichts Uster vom 21. Januar 2021 

wurde sowohl C._____ als auch D._____ im abgekürzten Verfahren des 

gewerbsmässigen Betrugs – der vorliegend angeklagten Vortat – sowie der Geld-

wäscherei schuldig gesprochen. Entgegen der Ansicht der Verteidigung ist daher 

nicht zu prüfen, ob die objektive Strafbarkeitsvoraussetzung eines Verlustscheins 

gemäss Art. 163 StGB auch tatsächlich erfüllt wäre. Denn der Beschuldigte irrte ja 

gerade über den richtigen Sachverhalt. Entscheidend ist daher einzig, dass der Be-

schuldigte von einer solchen verbrecherischen Vortat ausging bzw. eine solche 

Straftat annehmen musste, als er die Gelder von seinem Konto abhob bzw. bei 

F._____ abholte und seiner Schwester in bar gab. 

Soweit die Verteidigung geltend macht, es fehle ein Nachweis dafür, dass der 

Beschuldigte im Zeitpunkt der Geldbezüge damit gerechnet habe, den Gläubigern 

seiner Schwester im Rahmen eines Zwangsvollstreckungsverfahrens Haftungs-

substrat zu entziehen, sei auf die bereits zitierten Aussagen des Beschuldigten 

- 23 -

selber verwiesen (Urk. 3/1 F/A 12 ff.; Urk. 3/3 F/A 44 f.). Er rechnete nach eigenen 

Angaben von Anfang an mit einer Pfändung der Gelder, wären sie auf dem Konto 

seiner Schwester gelandet, und wollte dies vereiteln. 

Kommt hinzu, dass beim Straftatbestand der Geldwäscherei ein sicheres Wissen 

hinsichtlich der Vortat nicht notwendig ist. Es genügt die Annahme, dass die 

Vermögenswerte aus einer strafbaren Vortat stammen könnten. Dies ist vorliegend 

gegeben. Der Beschuldigte wusste von den zahlreichen Lohnpfändungen von 

D._____. Er wusste weiter, dass die von ihm entgegengenommenen und 

weitergeleiteten Vermögenswerte dazu gedacht waren, sie den Gläubigern zu 

verheimlichen. Ganz allgemein ist die Verheimlichung von Vermögenswerten nicht 

notwendig, wenn genügend andere Mittel vorhanden sind, aus denen eine 

Forderung beglichen werden könnte. Umgekehrt musste der Beschuldigte aus der 

Verheimlichung der Vermögenswerte schliessen, dass eben gerade nicht ge-

nügend andere Mittel vorhanden waren, weshalb er auch von einem Verlust der 

Gläubiger bzw. einem Verlustschein ausgehen musste. 

Ein solcher Sachverhaltsirrtum erscheint indessen aus folgenden Gründen 

unglaubhaft.

Vor Vorinstanz machte der Beschuldigte nicht mehr geltend, seiner Schwester das 

Konto zur Verfügung gestellt zu haben, damit deren Gelder nicht gepfändet würden. 

Er führte aus, er habe ihr sein Konto zur Verfügung gestellt, weil diese "ein Chaos" 

gehabt habe. Einmal habe sie ein Konto gehabt, einmal nicht. Sie habe ihn daher 

angesprochen, ob sie ihm das Geld überweisen lassen dürfte (Urk. 32 S. 6). Die 

wechselnden Erklärungen zum angeblichen Grund, weshalb der Beschuldigte 

seiner Schwester das Konto zur Verfügung stellte, das Geld abhob und es ihr bar 

übergab, sind vor diesem Hintergrund als Schutzbehauptungen zu werten.

Für einen objektiven Betrachter der Zahlungen ist zudem klar ersichtlich, dass die 

Kontoüberweisungen nicht im Zusammenhang mit Provisionen aus dem Verkauf 

von Kosmetikkoffern stehen können. Bereits bei der ersten Überweisung musste 

dem Beschuldigten aufgefallen sein, dass die Absenderbezeichnung "Verein 

A._____, 1/Weiterbildung und Sozialfonds […]" (Urk. 3/4) keinem Institut 

- 24 -

entsprechen kann, das mit Kosmetikkoffern handelt. Sodann hatte er seiner 

Schwester mehrere seiner Konten angegeben und seine Ehefrau hatte der 

Schwester ebenfalls ihre Konten angegeben und von F._____ hatte er das Geld 

persönlich abgeholt. So viele Empfänger wären jedoch nicht notwendig gewesen, 

wenn der Beschuldigte davon ausgegangen wäre, dass die Gelder aus einer 

legalen Quelle stammen. Das Argument der Vorinstanz, D._____ habe die 

Überweisungen jeweils angekündigt, weshalb für den Beschuldigten kein nahe-

liegender Anlass bestanden habe, auf den Überweiser zu achten (Urk. 44 S. 13), 

überzeugt nicht. Es ist nach zutreffender Ansicht des Vertreters des Privatklägers 

davon auszugehen, dass Zahlungseingänge in der Grössenordnung der vor-

liegenden bei ansonsten finanziell nicht derart gut ausgestatteten Personen eine 

deutliche Beachtung finden (vgl. Urk. 75 S. 10).

Sodann gibt es keinen legitimen Grund, die Gelder von Beginn an auf mehrere 

Konten und Personen zu verteilen. Die Begründung des Beschuldigten, dass die 

Provision vielleicht ja habe gesplittet werden müssen, "ansonsten das Maximum 

erreicht wäre" (Urk. 3/3 F/A 101), überzeugt nicht. Es gibt keinen Maximalbetrag, 

über den Hinaus kein Geld auf ein Konto einbezahlt werden darf. Vielmehr musste 

der Beschuldigte befürchten, dass bei Einzahlungen ab einer bestimmten Grösse 

die Banken gestützt auf das Geldwäschereigesetz nachfragen mussten, um sich 

zu vergewissern, dass die Gelder aus einer legalen Quelle stammen. Dem Beschul-

digten war dies bewusst und er wollte nach eigenen Angaben solche Nachfragen 

bewusst vermeiden (Urk. 3/3 F/A 107). Diese Befürchtung hätte er nicht haben 

müssen, wenn er von einem legalen Ursprung der Einzahlungen ausgegangen 

wäre. Seine Erklärung, dass man dann Dokumente einreichen müssen und er auf 

das keine Lust gehabt habe (Urk. 3/3 F/A 108) lässt ausser Acht, dass der Beschul-

digte auch nach eigenen Angaben bewusst der Bank die Herkunft verschweigen 

wollte. Hätte er die Gelder aus einer legalen Quelle erhalten, wäre es kein Problem 

gewesen, dies den Banken nachzuweisen. Wenn Beschuldigte seiner Schwester 

mehrere Konten zur Verfügung stellte, um Nachfragen der Banken zu vermeiden, 

ging er offenkundig von Beginn an davon aus, dass die Gelder aus einer strafbaren 

Vortat stammten. Die hierzu vorgebrachten Erklärungen des Beschuldigten über 

den Hintergrund der vorgenommenen Zahlungen sind unglaubhaft.

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Auch aus dem späteren Verhalten des Beschuldigten erhellt, dass er von Beginn 

an wusste oder annehmen musste, dass die Gelder aus einer strafbaren Vortat 

stammten. So fällt auf, dass die überwiesenen Beträge immer Fr. 5'000.– und 

Fr. 2'300.– betrugen, was sich mit angeblichen Provisionszahlungen nicht verein-

baren lässt, da diese naturgemäss Schwankungen unterliegen. Der Beschuldigte 

erklärte denn auch, der Umfang der Gelder sei ihm aufgefallen, habe ihm Respekt 

eingeflösst und er habe befürchtet, dafür Steuern zahlen zu müssen (Urk. 3/3 

F/A 102 ff.). Er führte auch aus: "Im letzten Herbst ging Schlag auf Schlag Geld auf 

dem Konto ein. Ich dachte noch "wow, die gibt aber Gas bei ihren Verkäufen" und 

war ein bisschen Stolz auf sie." (Urk. 3/1 F/A 47). Mithin kontrollierte der Beschul-

digte nicht nur die Kontoauszüge, es viel ihm sogar auf, dass die Einzahlungen 

häufiger erfolgten. Mithin waren dem Beschuldigten die Zahlungen und deren 

Häufigkeit bekannt. Wenn die gleichbleibenden Zahlungen trotz angeblicher Provi-

sionszahlungen bei ihm in der Folge keine Zweifel an der Legalität der Zahlungen 

weckten, dann kann dies nur damit erklärt werden, dass von Vornherein nicht von 

legalen Zahlungen ausging. Gleiches gilt, als er erfuhr, dass andere Verwandte 

sowie H._____ und F._____ ebenfalls Gelder in derselben Höhe erhalten hatten, 

welche sie an seine Schwester weiterleiten sollten. Auch diese späteren, verdäch-

tigen Umstände machten den Beschuldigten nicht argwöhnisch. Auch dies lässt 

sich nur damit erklären, dass er von Anfang an von Geldmitteln ausging, die von 

einer strafbaren Vortat stammen.

7. Fazit

Zusammenfassend ging der Beschuldigte nach eigenen Angaben von Beginn an 

davon aus, dass die Gelder auf seinen Konten verheimlicht werden sollten. Ein 

legaler bzw. legitimer Grund dafür ist nicht ersichtlich und konnte vom Beschuldig-

ten auch nicht bezeichnet werden. Es ist daher davon auszugehen, dass er um die 

illegale Herkunft der Gelder auf seinem Konto wusste bzw. davon ausging. Wenn 

er in der Folge die Gelder abhob und seiner Schwester bar weiterleitete, nahm er 

damit Geldwäschereihandlungen vor, wurde doch dadurch die Nachverfolgbarkeit 

der überwiesenen Gelder unterbrochen. Dies war dem Beschuldigten bewusst und 

von ihm beabsichtigt. Der Beschuldigte erkannte auch in der Parallelwertung in der 

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Laiensphäre die Transaktionen als Geldwäscherei und die Vortat als strafbare 

Handlung.

Dasselbe gilt für den Betrag, welcher ihm von H._____ überwiesen worden war. 

H._____ hatte ihm erzählt, dass er ihm zugekommene Gelder an die Schwester 

des Beschuldigten senden solle und er niemandem davon erzählen dürfe. Der Be-

schuldigte forderte ihn in der Folge auf, die Gelder an ihn (den Beschuldigten) wei-

terzuleiten, worauf er sie selbst abhob und auch über seine Ehefrau abheben liess, 

um sie an seine Schwester weiterzuleiten. Dem Beschuldigten wurde kein beson-

derer Grund mitgeteilt, weshalb seine Schwester die Gelder an H._____ auszahlte, 

um sie wieder sich selbst zukommen zu lassen. Er musste mithin annehmen, dass 

den Geldern der gleiche Vorgang zugrunde lag, wie bei den Geldern, die auf seine 

eigene Konten flossen. Mithin wusste er oder nahm zumindest an, dass es sich 

auch bei den von H._____ überwiesenen Geldern um solche illegaler Herkunft han-

delte. Indem er diese Gelder vom Konto abhob und seiner Schwester in Bar über-

gab, nahm er damit eine weitere Geldwäschereihandlung vor. Diese Handlung war 

nicht von seinem grundsätzlichen Willen getragen, Gelder von den eigenen Konten 

abzuheben und seiner Schwester zu überweisen. Vielmehr fasste der Beschuldigte 

einen neuen Tatenschluss, nachdem er von H._____ hörte, dass dieser Gelder von 

seiner Schwester erhalten hatte. Mithin hat in diesem Punkt eine eigenständige 

Verurteilung wegen Geldwäscherei zu erfolgen.

Dasselbe gilt für das Bargeld, welches er von F._____ abholte, um es seiner 

Schwester zukommen zu lassen. Auch hier wusste der Beschuldigte, dass der 

Vorgang keinen anderen Grund haben konnte, als dass seine Schwester in bar 

Gelder erhalten sollte, welche sie vorab auf das Konto einer Drittperson überwiesen 

hatte. Auch hier ist – gerade im Kontext mit den übrigen Vorgängen – davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte wusste bzw. annehmen musste, dass die 

Gelder aus einer deliktischen Vortat stammen und dass er den Paper-Trail unter-

brach, indem er das Geld bar abholte und einer anderen Person bar überwies. Auch 

hier liegt ein eigener Vorsatz zur Tatbegehung vor, der mit einem eigenen 

Tatenschluss zusammenhängt. Mithin hat auch hier eine eigenständige Ver-

urteilung wegen Geldwäscherei zu erfolgen.

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Zusammenfassend ist der Beschuldigte wegen mehrfacher Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 315bis Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.

III. Strafzumessung

1. Übergangsrecht und teilweise retrospektive Konkurrenz 

Am 1. Januar 2018 sind die neuen Bestimmungen des allgemeinen Teils des Straf-

gesetzbuches (Änderungen des Sanktionenrechts) in Kraft getreten. Nach neuem 

Recht wird grundsätzlich nur beurteilt, wer nach dessen Inkrafttreten ein Delikt be-

gangen hat (Art. 2 Abs. 1 StGB), ausser wenn das neue Recht für den Täter das 

mildere ist (lex mitior; Art. 2 Abs. 2 StGB). Die Bewertung erfolgt nach der konkreten 

Methode, d.h. es wird geprüft, nach welchem der beiden Rechte der Täter für die 

gerade zu beurteilende Tat besser wegkommt. Die Neuregelung betrifft Geldstrafen 

(maximal nur noch 180 Tagessätze statt 360, Art. 34 Abs. 1 und 2 nStGB) und 

Freiheitsstrafen (Herabsetzung der Mindestdauer auf 3 Tage, Art. 40 Abs. 1 nStGB) 

im Bereich bis zu einem Jahr.

Wie sich nachfolgend ergibt, ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von unter 

180 Tagessätzen zu bestrafen. In diesem Bereich erweist sich das neue Recht 

nicht als milder, weshalb das alte, bis zum 31. Dezember 2017 geltende Sanktio-

nenrecht anzuwenden ist. 

Zum gleichen Ergebnis würde gelangt, wenn eine Strafe über 180 Tagessätze aus-

zusprechen wäre, weil das neue Recht im Gegensatz zum alten Recht nur noch 

eine Freiheitsstrafe zulässt.

Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 10. April 2015 

wurde der Beschuldigte wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie mehr-

facher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes mit einer unbedingten Geld-

strafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 100.– sowie einer Busse von Fr. 100.– bestraft 

(Urk. 93). Die Geldwäschereihandlung betreffend F._____ beging der Beschuldigte 

Anfang November 2014. Die übrigen Handlungen erfolgten später, weshalb bei 

gleicher Strafart (Geldstrafe) ein Fall der teilweisen retrospektiven Konkurrenz 

vorliegt. Betreffend die Grundsätze der retrospektiven Konkurrenz und der 

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konkreten Vorgehensweise kann ferner auf die Erwägungen im Urteil der Kammer 

vom 24. November 2021 verwiesen werden (E. 2.3 und E. 6). 

2. Strafrahmen

Vorliegend hat sich der Beschuldigte der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB schuldig gemacht. Dafür ist ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren 

Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vorgesehen. Aussergewöhnliche Umstände, die es 

angezeigt erscheinen lassen, diesen Strafrahmen im vorliegenden Fall zu verlas-

sen, bestehen nicht. Die Strafe ist damit innerhalb des ordentlichen Strafrahmens 

zu bemessen. 

3. Einsatzstrafe: Kontobezüge UBS und ZKB (ohne Überweisung H._____)

Die erste Geldwäschereihandlung betrifft die Bargeldbezüge von seinen Konten 

vom 22. Mai 2015 und 10. September 2015 (UBS-Konten). Insgesamt leitete er 

einen Betrag in Höhe von Fr. 14'329.– er an seine Schwester weiter. Dabei handelt 

es sich um nicht unerhebliche Vermögenswerte, doch erfolgten die Weiterleitungen 

über einen längeren Zeitraum und auf mehrere Tranchen verteilt. 

Zur subjektiven Tatkomponente ist zu bemerken, dass der Beschuldigte eventual-

vorsätzlich handelte, was zu seinen Gunsten zu werten ist. Es lässt sich mangels 

anklagegenügendem Vorwurf nicht erstellen, dass er nennenswert finanziell davon 

profitierte. Seine kriminelle Energie war nicht hoch, jedoch wusste er, dass er mit 

dem Bereitstellen des Kontos es den Geschädigten bzw. Gläubigern von D._____ 

erschwerte, auf die Gelder zuzugreifen. Dies ist jedoch dem Tatbestand der Geld-

wäscherei immanent, weshalb sich dieser Umstand nicht verschuldenserhöhend 

auswirkt. 

In Anbetracht dieser Umstände ist das Verschulden als noch leicht zu werten, womit 

eine Einsatzstrafe von 90 Tagessätzen Geldstrafe angemessen erscheint

4. Einzelstrafe: Überweisung und Weiterleitung von H._____

Der Beschuldigte traf auf H._____, welcher ihm davon berichtete, das von der 

Schwester erhaltene Geld über Fr. 7'300.– dieser nicht zukommen lassen zu 

- 29 -

können. Der Beschuldigte entschied sich nach eigenen Angaben, das Geld auf sein 

ZKB-Konto überweisen zu lassen, es bar abzuheben und seiner Schwester zu-

kommen zu lassen. Damit unterbrach er den Paper-Trail der an H._____ über-

wiesenen Gelder ein weiteres Mal. Der gewaschene Geldbetrag ist nicht 

unerheblich, jedoch auch nicht sehr hoch.

Der Beschuldigte entschied sich spontan, die an H._____ geleiteten Gelder seiner 

Schwester weiterzuleiten und nahm dabei in Kauf, dass dadurch die Gelder ein 

weiteres Mal gewaschen wurden. Es ist von einem separaten Vorsatz auszugehen, 

wobei das eventualvorsätzliche Handeln das objektive Tatverschulden auch hier zu 

Gunsten des Beschuldigten relativiert.

In Anbetracht dieser Umstände ist das Verschulden als sehr leicht zu werten, womit 

eine Einzelstrafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe dem Verschulden des Beschul-

digten angemessen erscheint.

5. Einzelstrafe: Bargeldabholung und Weiterleitung von F._____

Der Beschuldigte holte persönlich das Bargeld in Höhe von Fr. 7'300.– von F._____ 

zuhause ab, welcher dieser bereits selbst vom Konto abgehoben hatte. Indem er 

den Betrag in Bar abholte und seiner Schwester übergab, unterbrach er den Paper-

Trail ein weiteres Mal. Der gewaschene Geldbetrag von Fr. 7'300.– ist auch hier 

nicht unerheblich, jedoch auch nicht sehr hoch.

Auch hier handelte der Beschuldigte eventualvorsätzlich, was die objektive 

Tatschwere zu Gunsten des Beschuldigten relativiert. Allerdings nahm er einen 

nicht unerheblichen Aufwand auf sich, um das Geld abzuholen und seiner Schwes-

ter zu bringen. 

In Anbetracht dieser Umstände ist das Verschulden als sehr leicht zu werten, womit 

eine Einzelstrafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe dem Verschulden des Beschul-

digten angemessen erscheint.

- 30 -

6. Asperation

Rein rechnerisch resultiert eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen, welche in Anwen-

dung des Asperationsprinzips zu reduzieren ist. Da sich die Taten jeweils gegen 

dieselben Rechtsgüter richteten, im gleichen zeitlichen und persönlichen Zusam-

menhang standen und auch denselben Straftatbestand erfüllten, rechtfertigt sich 

eine sehr starke Asperation bzw. Reduktion auf 100 Tagessätze Geldstrafe.

7. Täterkomponenten

Bezüglich der persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten ist festzuhalten, dass 

er 1982 in J._____ geboren wurde und dort aufgewachsen ist. Nachdem er die 

Realschule besucht hatte, schloss er 1999 eine Lehre als Betriebsfachangestellter 

bei der K._____ eine Lehre ab. Nach einer Tätigkeit als … arbeitete er als … Seit 

dem Jahr 2015 ist der Beschuldigte als … bei der K._____ tätig. Dieser Arbeit ging 

er im Zeitpunkt der Berufungsverhandlung vom 24. November 2021 noch nach und 

verdiente monatlich Fr. 6'800.– bis Fr. 7'200.– (Grundlohn und Zulagen). Mit der 

Berufungserklärung wird nicht geltend gemacht, dass sich die Verhältnisse ver-

ändert hätten (vgl. Urk. 108). Es ist mithin davon auszugehen, dass er weiterhin 

gleich viel verdient und immer noch einen Miteigentumsanteil von einem Drittel an 

einem Haus mit einem Wert von Fr. 1'100'000.– besitzt, mit einem entsprechenden 

Anteil an der Hypothek von Fr. 570'000.–. Der Beschuldigte ist mit L._____ 

verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von heute 15 und 12 Jahren. Seine Ehefrau 

arbeitet in Teilzeit als Raumpflegerin und verdient zwischen Fr. 2'100.– und 

Fr. 2200.– pro Monat (vgl. Urk. 74 S. 2; Urk. 32 S. 2 ff., Urk. 3/3 F/A 6 ff.). 

Die beschriebenen Lebensumstände sind als strafzumessungsneutral zu würdigen.

Der Beschuldigte anerkannte in der Untersuchung, vor Vorinstanz und anlässlich 

der Berufungsverhandlung einen Teil des angeklagten Sachverhalt, wonach er sein 

Konto für die deliktisch erlangten Gelder zur Verfügung gestellt hatte. Dabei handelt 

es sich jedoch um ohnehin leicht nachweisbare Tatumstände. Er liess in der Beru-

fungsbegründung bestreiten, dass ihm Bargeldbezüge nachgewiesen werden 

könnten (Urk. 108 S. 5 ff.). Insofern kann ihm – trotz früherer Zugeständnisse – 

- 31 -

keine Einsicht oder Reue zugute gehalten werden, welche sich bei der Strafzu-

messung zu seinen Gunsten auswirken würde. 

Aufgrund der Täterkomponente ist insgesamt keine nennenswerte Erhöhung der 

Einsatzstrafe angezeigt.

8. Zusatzstrafe

Da ein Fall einer teilweisen retrospektiven Konkurrenz vorliegt, ist unter Verweis 

auf die Erwägungen im Urteil vom 24. November 2021 (vgl. E. 6) eine teilweise 

Zusatzstrafe auszusprechen. Da bereits eine starke Asperation bzw. Reduktion 

erfolgte, ist von einer weiteren Asperation abzusehen. Der Beschuldigte ist im Er-

gebnis mit einer Gelstrafe von 100 Tagessätzen zu bestrafen, teilweise als Zusatz-

strafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 

10. April 2015 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 100.–.

9. Tagessatzhöhe

Anhand der zuvor aufgeführten finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten er-

scheint es sachgerecht, die Tagessatzhöhe auf Fr. 100.– festzulegen.

10. Vollzug

Vorliegend ist dem Beschuldigten eine gute Prognose zu stellen. Es ist zu erwarten, 

dass das vorliegende Verfahren dem Beschuldigten Lehre genug sein wird, um sich 

in Zukunft wohl zu verhalten. Damit sind die Voraussetzungen des bedingten Voll-

zugs gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB erfüllt, weshalb der Vollzug der Geldstrafe unter 

Ansetzung der minimalen Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben ist (Art. 44 Abs. 1 

StGB).

- 32 -

11. Fazit

Der Beschuldigte ist mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 100.– zu 

bestrafen, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Winterthur / Unterland vom 10. April 2015 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tages-

sätzen zu Fr. 100.–. Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben, unter Ansetzung 

einer Probezeit von 2 Jahren.

IV. Zivilansprüche

1. Standpunkte der Parteien

Der Privatkläger beantragt, der Beschuldigte sei zu verpflichten, ihm den Betrag 

von Fr. 58'400.– nebst 5% Zins für den Betrag von Fr. 7'300.– seit dem 1. August 

2014, für Fr. 7'300.– ab 16. Mai 2015, Für Fr. 7'300.– ab 15. Juli 2015, für 

Fr. 7'300.– ab 15. Oktober 2015, für Fr. 7'300.– ab 16. November 2016 und für den 

Betrag von Fr. 7'300.– seit dem 1. Dezember 2016 als Schadenersatz zu bezahlen 

(Urk. 75 S. 2 = Urk. 111 S. 2 f.).

Die Verteidigung beantragt zufolge ihres Antrags auf Freispruch, die Zivilforderung 

sei auf den Zivilweg zu verweisen. Eventualiter lasse sich nicht feststellen, welche 

Abhebungen durch den Beschuldigten erfolgt seien, weshalb eine Beurteilung im 

Zivilpunkt nicht möglich sei. Subeventualiter spiele es eine Rolle, ob der Schaden 

durch die Haupttäterinnen bereits gedeckt worden sei oder nicht. Der Privatkläger 

habe darzulegen, dass er im Zeitpunkt seiner Klage überhaupt noch geschädigt sei, 

was nicht geschehen sei (vgl. Urk. 108 S. 16).

2. Rechtliches

Gemäss Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO entscheidet das Strafgericht zusammen mit dem 

Strafurteil materiell über die adhäsionsweise anhängig gemachte Zivilklage, wenn 

es die beschuldigte Person schuldig spricht. 

Nach Art. 41 Abs. 1 OR wird zum Ersatz verpflichtet, wer einem anderen wider-

rechtlich einen Schaden zufügt. Die Schadenszufügung ist widerrechtlich, wenn sie 

gegen eine allgemeine gesetzliche Pflicht verstösst, mithin wenn entweder ein 

- 33 -

absolutes Recht des Geschädigten verletzt (Erfolgsunrecht) oder eine reine Ver-

mögensschädigung durch Verstoss gegen eine einschlägige Schutznorm bewirkt 

wird (Verhaltensunrecht). Da das Vermögen kein absolutes subjektives Rechtsgut 

darstellt, sind Vermögensschädigungen nur rechtswidrig, wenn sie auf einen Ver-

stoss gegen eine Verhaltensnorm zurückgehen, die dem Schutz vor solchen Schä-

digungen dient (BGE 129 IV 322 E. 2.2.2 S. 325 m.H.). 

Art. 50 Abs. 1 OR sieht bei Schadensverursachung durch gemeinsames Verschul-

den eine solidarische Haftung der Täter vor. Solidarische Haftung bedeutet, dass 

der Geschädigte nach seiner Wahl von allen Solidarschuldnern je nur einen Teil 

oder das Ganze fordern kann (s.a. Art. 144 OR). Korrelat dazu ist, dass der be-

langte Schädiger gegenüber dem Geschädigten nicht einwenden kann, dass auch 

Dritte für den gleichen Schaden einzustehen haben (MAZAN, in: Handkommentar 

zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl. 2016, Art. 50 OR N 15 f.). Gemäss Art. 50 

Abs. 3 OR haftet der Begünstigter nur dann und nur soweit für Ersatz, als er einen 

Anteil am Gewinn empfangen oder durch seine Beteiligung Schaden verursacht 

hat. Der Begünstiger (auch der Geldwäscher) tritt im Tatablauf erst nachträglich 

auf, indem er den bereits eingetretenen Erfolg aufrechterhält. Dadurch, dass sich 

der Begünstiger schuldhaft am Erfolg der schädigenden Handlung beteiligt, handelt 

er widerrechtlich und wird für den von ihm mitverursachten Anteil am Schaden 

dem Geschädigten solidarisch haftbar (Haftpflichtkommentar-FISCHER/ITEN, 2016, 

Art. 50 OR N 31).

In BGE 129 IV 322 erwog das Bundesgericht, durch die Geldwäscherei werde der 

Zugriff der Strafbehörde auf die aus einem Verbrechen stammende Beute 

behindert. Das strafbare Verhalten liege in der Sicherung der durch die Vortat 

unrechtmässig erlangten Vermögenswerte, weshalb es sich um ein typisches 

Anschlussdelikt handle. Aufgrund seiner Stellung im Gesetz schütze der Tat-

bestand in erster Linie die Strafrechtspflege in der Durchsetzung des staatlichen 

Einziehungsanspruchs, könne darüber hinaus unter gewissen Umständen aber 

auch individuelle Rechtsgüter (mit)schützen. Dies sei jedenfalls für diejenigen Fälle 

zu bejahen, in denen die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte aus 

Straftaten gegen Individualinteressen herrührten. Denn hier werde durch die Ver-

- 34 -

eitelungshandlung auch unmittelbar die Vermögensinteressen des durch die Vortat 

geschädigten betroffen (BGE 129 IV 322 E. 2.2.4 S. 326).

3. Würdigung

Gemäss erstelltem Sachverhalt sind dem Beschuldigten folgende Transaktionen 

zuzurechnen:

- Übernahme von Fr. 7'300.– von F._____ anfangs November 2014 und Wei-

tergabe 

- Bezug von Fr. 7'029.– vom UBS-Konto am 22. Mai 2015 und Weitergabe

- Bezüge von Fr. 3'700.– und Fr. 3'000.– vom ZKB-Konto am 15. Juli 2015 

und Weitergabe

- Bezug von Fr. 7'300.– vom UBS-Konto am 10. September 2015 und Wei-

tergabe

Diese Gelder waren vorliegend strafrechtlich geschütztes Rechtsgut, rührten sie 

doch aus dem gewerbsmässigen Betrug zum Nachteil des Privatklägers und damit 

aus einer Straftat gegen Individualinteressen her. Gemäss der dargelegten 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Verurteilung wegen damit zusammen-

hängenden Geldwäschereihandlungen eine hinreichende Rechtsgrundlage, um 

den Beschuldigten zu Schadenersatz für die von ihm weitergegebenen Gelder zu 

verurteilen. Hierfür haftet der Beschuldigte solidarisch mit seinen Vortäterinnen.

Soweit die Verteidigung einwendet, der Privatkläger habe nicht nachgewiesen, die 

Zahlung nicht bereits von den Vortäterinnen erhalten zu haben (Urk. 108 S. 16), ist 

darauf hinzuweisen, dass der Privatkläger hierfür nicht beweispflichtig ist. Es ist ein 

allgemeiner Grundsatz im Prozessrecht, der besagt, dass diejenige Partei, die eine 

negative Tatsache behauptet (z.B. dass etwas nicht geschehen ist), diese nicht 

beweisen muss. Es kann vom Privatkläger nicht erwartet werden, zu beweisen, 

dass er keine Zahlungen erhalten hat. Vielmehr hat die Verteidigung zumindest 

Anhaltspunkte dafür zu nennen, dass dies geschehen sein könnte. Dies unterlässt 

sie jedoch. Mithin ist davon auszugehen, dass es sich um eine Spekulation ihrer-

seits handelt.

- 35 -

Der Beschuldigte ist daher unter solidarischer Haftung mit den Vortäterinnen 

C._____ und D._____ zu verpflichten, dem Privatkläger die oben aufgeführten Be-

träge (ohne F._____) zu bezahlen, zuzüglich jeweils 5 % seit den oben aufgeführ-

ten Daten.

V. Kontosperre

1. Ausgangslage

Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 15. Dezember 2016 wurde das Privat-

konto des Beschuldigten bei der ZKB gesperrt (Urk. 6/1 S. 3). Das sich darauf be-

findliche Guthaben betrug Fr. 7'620.03 (Urk. 6/2).

Der Vertreter des Privatklägers beantragt, es sei der Saldo des gesperrten Kontos 

in Anrechnung an die Zivilforderung gemäss Art. 70 oder Art. 73 StGB auf das 

Konto des Privatklägers zu überweisen (Urk. 75 S. 3 = Urk. 111 S. 11). Demgegen-

über fordert die Verteidigung aufgrund des beantragten Freispruchs die Aufhebung 

der angeordneten Kontosperre (Urk. 76 S. 2 = Urk. 108 S. 16).

2. Verwendung des Bankguthabens

Das Gericht verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat 

erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder 

zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes ausgehändigt werden (Art. 70 Abs. 1 StGB). Gemäss 

Art. 73 Abs. 1 StGB spricht das Gericht dem Geschädigten, der durch ein Ver-

brechen oder Vergehen einen Schaden erleidet, welcher nicht durch eine 

Versicherung gedeckt ist, auf dessen Verlangen bis zur Höhe des Schadenersatzes 

unter anderem die eingezogenen Gegenstände und Vermögenswerte oder deren 

Verwertungserlös unter Abzug der Verwertungskosten zu (lit. b), wenn anzu-

nehmen ist, dass der Täter den Schaden nicht ersetzen wird. Dabei kommen nur 

Vermögenswerte in Frage, welche effektiv gemäss Art. 69 ff. StGB einziehbar sind. 

Die direkte Verwendung von anderen Vermögenswerten, welche zwar strafrechtlich 

beschlagnahmt wurden, jedoch mangels Deliktskonnex nicht eingezogen werden 

können, ist unzulässig (BSK StGB II-BAUMANN, 4. Aufl. 2019, Art. 73 N 15).

- 36 -

Gemäss dem oben erstellten Sachverhalt hat der Beschuldigte im Rahmen der ihm 

zurechenbaren Geldwäschereihandlungen sämtliche Vermögenswerte an seine 

Schwester weitergeleitet. Zudem befanden sich auf dem Konto auch Gelder aus 

legalen Quellen. Aufgrund der Vermischung von deliktischem und nicht deliktischen 

Vermögenswerten kann kein klarer Deliktskonnex mehr eruiert werden. Zudem ist 

nicht anzunehmen, dass der Beschuldigte den von ihm verursachten Schaden nicht 

ersetzen wird, verfügt er doch über Einkommen und Vermögen in Form eines An-

teils an seinem Haus. Mithin kann daher eine Einziehung respektive Zusprechung 

des Guthabens an den Privatkläger nicht erfolgen. Der entsprechende Antrag ist 

abzuweisen.

Die Kontosperre entspricht der Beschlagnahme einer Forderung (BSK StPO- 

BOMMER /GOLDSCHMID, 2. Aufl. 2014, Art. 266 N 15). Gemäss Art. 268 Abs. 1 lit. a 

StPO kann vom Vermögen der beschuldigten Person so viel beschlagnahmt 

werden, als voraussichtlich zur Deckung der Verfahrenskosten und Entschä-

digungen nötig ist (s.a. Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO). Im Gegensatz zu Art. 73 StGB 

verlangt diese Bestimmung keinen Deliktskonnex und auch keine voraussichtliche 

Uneinbringlichkeit. Vielmehr hat das Gericht auf die Einkommens- und Ver-

mögensverhältnisse der beschuldigten Person und ihrer Familie Rücksicht zu 

nehmen.

Vorliegend verfügt der Beschuldigte über ein Einkommen von monatlich Fr. 6'800.– 

bis Fr. 7'200.– und seine Ehefrau über ein solches zwischen Fr. 2'100.– und 

Fr. 2'200.–. Sodann besitzen sie anteilsmässig ein Haus im Wert von Fr. 1.1 Mio. 

mit einer Hypothek über Fr. 570'000.–. Weiter sind der Beschuldigte und seine Ehe-

frau Inhaber weiterer Konten, welche nicht gesperrt wurden.

Unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten und seiner 

Familie erscheint die Beschlagnahme des Guthabens auf dem ZKB-Konto zur 

Kostendeckung i.S.v. Art. 268 StPO angemessen.

Demzufolge ist die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

15. Dezember 2016 angeordnete Kontosperre des Privatkontos des Beschuldigten 

bei der Zürcher Kantonalbank, IBAN CH1, mit Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

- 37 -

aufzuheben und die Zürcher Kantonalbank ist anzuweisen, den Saldo abzüglich 

Gebühren auf das Konto des Obergerichts des Kantons Zürich (Postkonto-Nr. 80-

10210-7; IBAN: CH71 0900 0000 8001 0210 7) zu überweisen. Das genannte Gut-

haben wird zur Deckung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigungen an 

den Privatkläger verwendet.

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Kosten und Entschädigungen in der Untersuchung und im erstinstanzlichen 
Verfahren

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 

auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 

StPO). Die Kostenauferlegung für die Untersuchung und das erstinstanzliche Ver-

fahren richtet sich nach Art. 426 StPO. Demnach trägt die beschuldigte Person die 

Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird und zwischen dem strafbaren Verhalten 

sowie den Kosten ein Kausalzusammenhang besteht (Art. 426 Abs. 1 StPO).

Zwar ist der Beschuldigte der mehrfachen Geldwäscherei schuldig zu sprechen, 

jedoch kam eine Verurteilung wegen möglicher Beteiligung an den Betrugshand-

lungen von C._____ und D._____ aufgrund der Anklage von vornherein nicht in 

Frage. Die hierfür angefallenen Untersuchungshandlungen erscheinen nicht klar 

abgrenzbar, weshalb es sich rechtfertigt, die Kosten der Untersuchung und des 

erstinstanzlichen Verfahrens im Umfang von 3/4 dem Beschuldigten aufzuerlegen 

und zu 1/4 der Gerichtskasse zu überbinden. Die Gerichtsgebühr für das vorin-

stanzliche Verfahren ist dabei auf Fr. 1'500.– festzusetzen. 

Nach Art. 433 Abs. 1 lit. b StPO hat die Privatklägerschaft bei Obsiegen gegenüber 

der beschuldigten Person Anspruch auf angemessene Entschädigung für notwen-

dige Aufwendungen im Verfahren. Diese betreffen in erster Linie Anwaltskosten, 

soweit sie durch die Beteiligung am Strafverfahren selbst verursacht wurden und 

für die Wahrung der Interessen der Privatklägerschaft notwendig waren (BGE 139 

IV 102 E. 4.1). Dies ist vorliegend fraglos der Fall. Die geltend gemachten Aufwen-

dungen über Fr. 3'000.– erscheinen angemessen, weshalb aufgrund der getroffe-

nen Kostenregelung eine um einen Viertel reduzierte Parteientschädigung von 

- 38 -

Fr. 2'250.– (inkl. MwSt.) resultiert. Der Beschuldigte ist zu verpflichten, dem 

Privatkläger für das erstinstanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung 

in genannter Höhe zu bezahlen.

Ausgangsgemäss ist auch dem Beschuldigten eine reduzierte Parteientschädigung 

aus der Gerichtskasse zuzusprechen (Art. 429 Abs. 1 lit. a und lit. c StPO). Der 

erbetene Verteidiger macht Aufwendungen von rund Fr. 14'500.– (ohne Berück-

sichtigung der vorinstanzlichen Hauptverhandlung) geltend, bei einem Stunden-

ansatz von Fr. 350.– (Urk. 35/9). Bis zur Anklageerhebung fielen Aufwendungen 

über Fr. 9'141.– (inkl. MwSt.) an (vgl. Urk. 35/9). Der geltend gemachte Stunden-

ansatz ist zulässig, soweit sich die Gebühr – wie in der Untersuchung – nach dem 

erforderlichen Zeitaufwand richtet (§ 3 AnwGebV). Demgegenüber setzt sich die 

Entschädigung im Hauptverfahren grundsätzlich aus einer festzulegenden Gebühr 

und den notwendigen Auslagen zusammen, wobei die Grundgebühr für Straffälle 

vor dem Einzelgericht in der Regel Fr. 600.– bis Fr. 8'000.– beträgt (§ 17 Abs. 1 lit. 

a AnwGebV). Vor diesem Hintergrund erscheint die vorinstanzliche zugesprochene 

(volle) Entschädigung von Fr. 17'000.– als zu hoch, bewegt sich die Gebühr für das 

erstinstanzliche Verfahren somit doch am obersten möglichen Rahmen. Ausgangs-

punkt für die Bemessung nach Pauschalen ist eine Gesamtbetrachtung des Hono-

rars im Rahmen des weiten gerichtlichen Ermessens unter Berücksichtigung des 

konkreten Falles (BGE 143 IV 453 E. 2.5.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_332/2017 vom 

18. Januar 2018 E. 2.7.). 

Mit Blick auf die Entschädigung des Beschuldigten ist zu berücksichtigen, dass der 

Prozessstoff aufgrund des Untersuchungsverfahrens bereits weitgehend bekannt 

war und der Aktenumfang noch verhältnismässig gering ausfällt. Dennoch kann be-

reits anhand der rechtlichen Fragestellungen und der Bedeutung des Falles für den 

Beschuldigten nicht mehr "bloss" von einem einfachen Standardfall ausgegangen 

werden. Es rechtfertigt sich daher, von einer hypothetisch angemessenen Pau-

schalentschädigung von insgesamt Fr. 15'000.– auszugehen. Dem Beschuldigten 

ist daher eine um drei Viertel reduzierte Parteientschädigung von Fr. 3'750.– (inkl. 

MwSt.) aus der Gerichtskasse zuzusprechen.

- 39 -

2. Kosten und Entschädigungen im ersten Berufungsverfahren

Nach dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid unterliegt der Berufungs-

beklagte erneut im gleichen Umfang im Bezug auf den Schuldpunkt; die Rück-

weisung durch das Bundesgericht bewirkt einzig eine Verringerung im ersten Be-

rufungsverfahren ausgefällten Sanktion.

Die Kostenregelung des erstinstanzlichen Berufungsverfahrens ist daher weiterhin 

zu übernehmen. Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens sind dem Beschuldig-

ten zu drei Vierteln aufzuerlegen.

Ausgehend von den ausgewiesenen und seitens der Verteidigung insgesamt gel-

tend gemachten Aufwendungen für das erste Berufungsverfahren über Fr. 6'445.10 

ist dem erbeten verteidigten Beschuldigten ausgangsgemäss aus der Gerichts-

kasse eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1'600.– (inkl. MwSt.) für 

das Berufungsverfahren zuzusprechen.

Gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO richten sich Ansprüche der Privatklägerschaft auf 

Entschädigung im Rechtsmittelverfahren nach den Art. 429-434 StPO, und es gilt 

hinsichtlich der Entschädigungspflicht der Grundsatz des Obsiegens bzw. 

Unterliegens (BSK StPO-WEHRENBERG/FRANK, 2. Aufl. 2014, Art. 436 N 6). Da der 

Beschuldigte zu 3/4 unterliegt, ist er ausgangsgemäss zu verpflichten, dem Privat-

kläger für dessen anwaltliche Vertretung im ersten Berufungsverfahren eine redu-

zierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'400.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

3. Kosten und Entschädigungen im zweiten Berufungsverfahren

Dass infolge der Rückweisung durch das Bundesgericht ein zweites Berufungsver-

fahren durchgeführt werden musste, hat nicht der Beschuldigte zu vertreten. Dem-

nach hat die Gerichtsgebühr für das zweite Berufungsverfahren ausser Ansatz zu 

fallen und sind dessen Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen.

Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten macht für das zweite Berufungs-

verfahren Aufwendungen von 21.95 Stunden sowie Auslagen von Fr. 56.– und 

"Kleinspesen" von 3% geltend, entsprechend insgesamt Fr. 8'614.50 inklusive 

Mehrwertsteuer (Urk. 109). 

- 40 -

Gemäss § 18 Abs. 1 AnwGebV OG in Verbindung mit § 17 Abs. 1 lit. b AnwGebV 

OG reicht der anwendbare Tarifrahmen für das Verteidigerhonorar im Berufungs-

prozess bei Straffällen im kollegialgerichtlichen Zuständigkeitsbereich in der Regel 

von Fr. 1'000.– bis Fr. 28'000.–. Konkret erfolgt die Festsetzung der Entschädi-

gungssumme bei einer Honorarbemessung nach Pauschalgebühr so, dass alle 

prozessualen Bemühungen zusammen als einheitliches Ganzes aufgefasst 

werden, wohingegen der tatsächlich geleistete Zeitaufwand nur sehr bedingt 

berücksichtigt wird. Entsprechend ist das Gericht bei der rein pauschalen 

Entschädigungsbemessung auch nicht gehalten, sich mit den in der Honorarnote 

der Verteidigung enthaltenen Aufwandspositionen im Einzelnen auseinanderzu-

setzen (BGE 143 IV 453 E. 2.5). Nach Massgabe von § 2 Abs. 1 AnwGebV OG 

bemisst sich die Gebühr vielmehr vor allem nach der Bedeutung der Strafsache, 

der Verantwortung der Verteidigung und der Schwierigkeit des Falls.

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Honorarnote der amtlichen Ver-

teidigung im zweiten, schriftlich durchgeführte Berufungsverfahren höher ausfällt 

als im ersten Berufungsverfahren, obwohl keine Verhandlung durchgeführt wurde 

und nicht mündlich zu plädieren. Der Verteidiger reichte eine 19-seitige Berufungs-

erklärung vom 16. Januar 2025 ein, wovon vier Seiten auf das Rubrums, die 

Anträge, das Inhaltsverzeichnis und das Beilagenverzeichnis entfallen. Die Anträge 

entsprechen jenen des ersten Berufungsverfahrens mit Ausnahme der höher 

geforderten Entschädigung (vgl. Urk. 108 S. 2, Urk. 76 S. 2). Der betriebene 

Aufwand von insgesamt 21.95 Stunden bzw. Fr. 7'682.50 erweist sich als zu hoch, 

gerade im Vergleich zum ersten Berufungsverfahren, wo nebst den 13 Seiten 

Plädoyers der Verteidigung noch eine mehrstündige Verhandlung mit Befragung 

des Beschuldigten und der Ehefrau des Beschuldigten stattfand. Hier fielen der 

Verteidigung insgesamt Fr. 6'445.10 als Aufwand an. Zum genügt die Angabe von 

prozentualen Kleinspesen zum Nachweis nicht, gefordert wird von der Praxis die 

Aufstellung effektiver Aufwendungen, ansonsten die Gefahr eines dadurch 

versteckten überhöhten Aufwands besteht.

Den oben genannten Kriterien zur Bemessung des Anwaltshonorars und insbeson-

dere auch unter Berücksichtigung, dass dem Beschuldigten im Verurteilungsfall 

- 41 -

einzig eine Geldstrafe als Sanktion droht, erscheint eine im Falle des Obsiegens 

eine volle Prozessentschädigung von Fr. 6'000.– für die Verteidigung im zweite Be-

rufungsverfahren angemessen. Ferner ist ein Zuschlag in der Höhe von Fr. 600.– 

für die zweite Rechtsschrift zu gewähren. Ausgangsgemäss ist die Entschädigung 

ebenfalls um drei Viertel zu reduzieren und dem Beschuldigten ist für seine anwalt-

liche Verteidigung eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'650.– (inkl. 

MwSt.) aus der Gerichtskasse zuzusprechen.

Da der Beschuldigte zu drei Vierteln unterliegt, ist er ausgangsgemäss zu verpflich-

ten, dem Privatkläger für dessen anwaltliche Vertretung im zweiten Berufungsver-

fahren eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'400.– (inkl. MwSt.) 

zu bezahlen.

Bei diesem Verfahrensausgang ist der seitens des Privatklägers geleistete Kosten-

vorschuss diesem sodann zurückzuerstatten, wobei das Verrechnungsrecht des 

Staates vorbehalten bleibt.

- 42 -

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der mehrfachen Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 100 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 100.–, 

teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Winterthur / Unterland vom 10. April 2015 ausgefällten Geldstrafe von 

20 Tagessätzen zu Fr. 100.–.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit C._____ und D._____ 

verpflichtet, dem Privatkläger Verein A._____ Schadenersatz wie folgt zu be-

zahlen, zuzüglich 5% Zins für den Betrag von 

 Fr. 7'300.– zuzüglich 5% Zins seit 1. November 2014,
 Fr. 7'029.– zuzüglich 5% Zins seit 22. Mai 2015,
 Fr. 6'700.– zuzüglich 5% Zins seit 15. Juli 2015, 
 Fr. 7'300.– zuzüglich 5% Zins seit 10. September 2015.

Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den Weg des ordentli-

chen Zivilprozesses verwiesen.

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 15. Dezember 

2016 angeordnete Kontosperre des Privatkontos des Beschuldigten bei der 

Zürcher Kantonalbank, IBAN CH1, wird mit Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils aufgehoben und die Zürcher Kantonalbank wird angewiesen, den Saldo 

abzüglich Gebühren auf das Konto des Obergerichts des Kantons Zürich 

(Postkonto-Nr. 80-10210-7; IBAN: CH71 0900 0000 8001 0210 7) zu 

überweisen.

Der Antrag des Privatklägers auf Herausgabe des Saldos an ihn wird abge-

wiesen.

- 43 -

6. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.–   Gebühr Anklagebehörde.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

7. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens werden 

dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und im Übrigen auf die Gerichts-

kasse genommen.

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Verein A._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von 

Fr. 2'250.– zu bezahlen.

9. Dem Beschuldigten wird aus der Gerichtskasse eine reduzierte Parteient-

schädigung von Fr. 3'750.– für das erstinstanzliche Verfahren zugesprochen.

10. Die Gerichtsgebühr für das erste Berufungsverfahren wird festgesetzt auf 

Fr. 2'000.–. 

Für das zweite Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.

11. Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens werden zu drei Vierteln dem Be-

schuldigten auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen.

12. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 1'600.– für das erste Berufungsverfahren aus der Gerichtskasse zuge-

sprochen.

13. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 1'650.– für das zweite Berufungsverfahren aus der Gerichtskasse zuge-

sprochen.

14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Verein A._____ für des-

sen anwaltliche Vertretung im ersten Berufungsverfahren eine reduzierte Par-

teientschädigung in Höhe von Fr. 2'400.– zu bezahlen.

- 44 -

15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Verein A._____ für des-

sen anwaltliche Vertretung im zweiten Berufungsverfahren eine reduzierte 

Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'400.– zu bezahlen.

16. Das Guthaben aus dem mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland 

vom 15. Dezember 2016 gesperrten Privatkonto des Beschuldigten bei der 

Zürcher Kantonalbank, IBAN CH1, wird zur Deckung der Verfahrenskosten 

und der Parteientschädigung an den Privatkläger Verein A._____ verwendet.

17. Der Kostenvorschuss des Privatklägers Verein A._____ wird diesem zurück-

erstattet. Vorbehalten bleibt das Verrechnungsrecht des Staates.

18. Schriftliche Mitteilung des begründeten Entscheids an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
 die Staatsanwaltschaft See/Oberland 
 die Vertretung des Privatklägers Verein A._____, RA X._____, im 

Doppel für sich und die Privatklägerschaft 
 die Vertretung der Privatklägerin M._____, RAin Z._____, im Doppel 

für sich und die Privatklägerschaft
 das Bundesamt für Polizei, Meldestelle für Geldwäscherei (MROS)
 die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
 die Kasse des Obergerichts des Kantons Zürich
 die Zürcher Kantonalbank, Recht, Steuern & Compliance, VR4, 

Postfach, 8010 Zürich (im Auszug betr. Dispositivziff. 5).

- 45 -

19. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 22. August 2025

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw T. Künzle

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht 

bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe de-

finitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. 

Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.