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**Case Identifier:** a75fca76-a81d-5148-b742-123ed3a8da2b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.08.2015 IV 2014/345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-345_2015-08-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/345

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2020

Entscheiddatum: 19.08.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2015
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Rentenbeginn. Würdigung Gutachten. 
Arbeitsunfähigkeit invalidisierend. Tabellenlohnabzug. Abgestufter und 
befristeter Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 19. August 2015, IV 2014/345).

Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2015

Entscheid vom 19. August 2015

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen

Monika Gehrer-Hug und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.

IV 2014/345

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente (Einstellung)

Sachverhalt

A.      

A.a  A.___ meldete sich am 3. März 2008 wegen den Folgen eines Arbeitsunfalls am 31. 

Januar 2007 mit einer 3.-gradig offenen distalen Vorderarmfraktur rechts (vgl. act. G 

6.2 [Fremdakten]) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-

Stelle das Kantons St. Gallen an (IV-act. 4).

A.b  Mit Verfügung vom 3. November 2010 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

ab. Es sei dem Versicherten noch zumutbar, eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80% 

auszuüben. Es wurde ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 28% ermittelt 

(IV-act. 76).

A.c  Mit Entscheid vom 17. September 2012 hob das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen die angefochtene Verfügung vom 3. November 2010 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde auf. Die Sache wurde zur Anordnung eines externen 

psychiatrischen Gutachtens und zur neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückgewiesen 

(IV-act. 114).

A.d  Mit Schreiben vom 5. Dezember 2012 (IV-act. 117) reichte der Rechtsvertreter des 

Versicherten eine Zusammenstellung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten durch das 

Psychiatrische Zentrum B.___ vom 13. November 2012 (IV-act. 118) bei der IV-Stelle 

ein.

A.e  Der Versicherte wurde am 21. Juni 2013 psychiatrisch von Dr. med. C.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie psychiatrisch, und von Dr. med. D.___, 

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Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, orthopädisch begutachtet. Im bidisziplinären Gutachten vom 21. Juli 2013 

diagnostizierten die Experten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive 

Episode, gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10: F32.4), differentialdiagnostisch 

eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine Klaustrophobie (ICD-10: F40.2), 

Restbeschwerden am rechten Handgelenk (ICD-10: M25.53, M25.63) nach operativer 

Versorgung einer drittgradig offenen distalen Vorderarmfraktur rechts sowie beidseitige 

Schwerhörigkeit (ICD-10: H90.6). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierten sie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen Anteilen 

(ICD-10: Z73.1), Probleme mit Bezug auf Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z 56.1), Probleme in 

der Beziehung zu Ehepartner und Familienangehörigen (ICD-10: Z63), einen Knick-

Senk-Spreizfuss beidseits, rechtsbetont, sowie leichte Adipositas. In der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter Fertigung bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 0%. In einer adaptierten Tätigkeit sei eine ganztägige 

Arbeitsfähigkeit bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von 20% zumutbar (IV-act. 

134).

A.f   Mit Vorbescheid vom 21. November 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Zusprache einer befristeten ganzen IV-Rente vom 1. Januar 2008 bis 31. Oktober 2009 

in Aussicht. Die medizinische Begutachtung habe ergeben, dass ab 31. Januar 2007 

bis 31. Juli 2009 wegen unfallbedingter Leiden eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für 

sämtliche Tätigkeiten bestanden habe. In der Folge sei eine leichte bis mittelgradige 

depressive Episode aufgetreten, welche gemäss gängiger Rechtsprechung keinen 

Rentenanspruch begründe (IV-act. 139).

A.g  Mit Einwand vom 10. Januar 2014 beantragte der Versicherte, es sei ihm eine 

ganze Rente bis 30. September 2013 und für die Folgezeit mindestens eine 

Viertelsrente zu gewähren. Er begründete dies im Wesentlichen damit, dass für die Zeit 

von Februar 2009 bis zur gutachterlichen Untersuchung im Juni 2013 gemäss 

einheitlicher medizinischer Beurteilung durch behandelnde Ärzte, der Gutachterin und 

des RAD auf die Taxationen der behandelnden Ärzte abzustellen sei. Zudem müsse bei 

der 80%igen Arbeitsfähigkeit ab dem Gutachtenszeitpunkt ein Tabellenlohnabzug 

vorgenommen werden. Bereits ein Tabellenlohnabzug von 15% (welcher an sich nicht 

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hinreichend sei) ergebe einen IV-Grad von 40% und damit den Anspruch auf eine 

Viertelsrente (IV-act. 140).

A.h  Mit Verfügung vom 12. Juni 2014 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine 

befristete ganze IV-Rente vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Oktober 2009 zu. Beim 

Versicherten habe vorübergehend eine leichte bis mittelgradige depressive Episode 

vorgelegen, welche vorwiegend durch psychosoziale Belastungsfaktoren ausgelöst 

worden sei. Eine Invalidität im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne sei damit nicht 

ausgewiesen. Es sei dem Versicherten zumutbar, eine adaptierte Tätigkeit zu 80% 

auszuüben. Betreffend Tabellenlohnabzug könne dafür, dass keine feinmotorischen 

Tätigkeiten mehr ausgeübt werden könnten, lediglich ein maximaler Abzug von 10% 

gewährt werden. Dies ergebe einen IV-Grad von 37% (IV-act. 159).

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 11. Juli 2014. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge, ihm sei in Abänderung der Verfügung vom 12. Juni 2014 die 

ganze Rente bis 30. September 2013 und für die Folgezeit mindestens eine 

Viertelsrente zuzusprechen. Gemäss dem Gutachten sei erst ab September 2012 eine 

kontinuierliche Verbesserung bis hin zum Stand vom Juni 2013 eingetreten. Die 

Ausführungen in der angefochtenen Verfügung, es habe die ganze Zeit über lediglich 

eine leichte bis mittelgradige depressive Episode vorgelegen, sei angesichts der 

übereinstimmenden medizinischen Unterlagen nicht nachvollziehbar. Aufgrund der 

Einschränkungen sei zudem ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20% anstatt nur 

10% zu gewähren (act. G 1).

B.b  Mit Schreiben vom 11. August 2014 (act. G 4) reichte der Beschwerdeführer einen 

Bericht der Klinik E.___ vom 17. Juli 2014 ein, worin ihm aufgrund einer rezidivierenden 

depressiven Störung, bei Therapieaufnahme (3. April 2014) in mittelgradigem bis 

schwerem Ausmass, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen 

(ICD-10: F33.11), eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert wurde (act. G 4.1).

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B.c  Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Gründe, welche zur 

depressiven Symptomatik geführt hätten, seien in erster Linie psychosozial, womit kein 

invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben sei. Eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit von 20% sei nicht zu begründen, eine gegenwärtig weitgehend 

remittierte depressive Episode schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Der 

Tabellenlohnabzug von 10% sei angemessen; auch ein Abzug von 20% ergäbe bei 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad (act. G 6).

B.d  Mit Replik vom 8. Dezember 2014  hält der Beschwerdeführer unverändert an 

seiner Beschwerde fest (act. G 14). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die 

Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 15).

B.e  Auf Nachfrage des Gerichts reichte die Beschwerdegegnerin am 1. Mai 2015 ein 

Schreiben vom 21. April 2015 samt Austrittsbericht des Psychiatrischen Zentrums 

B.___ vom 10. Oktober 2012 sowie den Austrittsbericht des Psychiatrischen Zentrums 

F.___ vom 26. August 2011 ein (act. G 18).

Erwägungen

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

2.     

2.1   Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und am 1. Januar 

2012 die Bestimmungen der IV-Revision 6a in Kraft getreten. In materiellrechtlicher 

Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene 

Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids 

bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen 

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führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit 

Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 12. Juni 2014 ergangen (IV-act. 159), 

wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten 

Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Eintritt 

Arbeitsunfähigkeit am 31. Januar 2007; IV-act. 134-36). Daher ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die 

damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008  auf die neuen Normen der 5. 

IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) bzw. auf die ab 1. Januar 2012 

geltenden Normen der IV-Revision 6a. Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2012 

gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich 

auf die altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.

2.2   Der Beschwerdeführer hat sich am 3. März 2008 zum Bezug einer Invalidenrente 

angemeldet (IV-act. 4). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs. Sofern das Wartejahr vor dem 1. Januar 2008 zu laufen begonnen 

hat und die Anmeldung noch in der ersten Jahreshälfte 2008 erfolgt ist, ist die 

altrechtliche Regelung des Rentenbeginns weiter anzuwenden (vgl. IV-Rundschreiben 

Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 sowie BGE 138 V 475). Nach aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG 

entsteht der Rentenanspruch – unabhängig vom Datum der Anmeldung – unmittelbar 

mit der Erfüllung des Wartejahres. Zu prüfen ist somit ein Rentenanspruch ab dem 1. 

Januar 2008, weil dem Beschwerdeführer erstmals im Januar 2007 eine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert worden ist und er sich am 3. März 2008 zum Rentenbezug 

angemeldet hat.

3.    

3.1   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Die Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

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und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

3.3   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3.4   Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

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nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb).

4.     

4.1   In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin in der Verfügung 

vom 12. Juni 2014 auf das Gutachten der Dres. C.___ und D.___. Diese diagnostizierten 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Episode, gegenwärtig 

weitgehend remittiert (ICD-10: F32.4), differenzialdiagnostisch eine leichte depressive 

Episode (ICD-10: F32.0), eine Klaustrophobie (ICD-10: F40.2), Restbeschwerden am 

rechten Handgelenk (ICD-10: M25.53, M25.63) nach operativer Versorgung einer 

drittgradig offenen distalen Vorderarmfraktur rechts sowie beidseitige Schwerhörigkeit 

(ICD-10: H90.6). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie 

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1), Probleme 

mit Bezug auf Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z 56.1), Probleme in der Beziehung zu 

Ehepartner und Familienangehörigen (ICD-10: Z63), einen Knick-Senk-Spreizfuss 

beidseits, rechtsbetont, sowie leichte Adipositas. Die Gutachter kommen zum Schluss, 

dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig sei. 

In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Bezüglich des 

Verlaufs geben die Gutachter an, dass aus somatischer Sicht der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mit dem Unfalldatum (31. Januar 

2007) gleichzusetzen sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit könne das Ausmass 

der Arbeitsfähigkeit erst nach Abklingen der Operationsfolgen im Juli 2009 beurteilt 

werden, weshalb bis zu diesem Zeitpunkt aus bidisziplinärer Sicht von einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen sei. Ab Juli 2009 bzw. ab 8. Juli 

2009 (vgl. kreisärztliche Untersuchung vom 3. Juli 2009, Fremdakten) sei aus 

somatischer Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, so dass ab jenem 

Zeitpunkt aus bidisziplinärer Sicht die psychiatrischen Einschränkungen zum Tragen 

kommen würden. Im entsprechenden Teilgutachten werde dargelegt, dass ab Februar 

2009 von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen sei. Wegen einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes zwischen Oktober 2010 und Ende August 

2012 mit zwei teilstationären und einem stationären psychiatrischen Aufenthalt sei von 

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einer Arbeitsunfähigkeit von 100% auszugehen. Seit September 2012 habe sich das 

Zustandsbild kontinuierlich verbessert. Spätestens ab dem Untersuchungsdatum (21. 

Juni 2013) liege eine Arbeitsfähigkeit von 80% vor (IV-act. 134-36 f.).

4.2   Es bestehen keine erheblichen Zweifel an dem auf umfassenden Untersuchungen 

beruhenden, in Kenntnis der vollständigen Aktenlage und in Berücksichtigung des 

gesamten Leidensbildes ergangenen, nachvollziehbaren Gutachten vom 21. Juli 2013. 

Auch die beiden Parteien machen keine Mängel am Gutachten geltend.

5.     

5.1   Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die psychischen Leiden des 

Beschwerdeführers bzw. die medizinisch-gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit 

eine invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit aufweisen. In der Verfügung vom 

12. Juni 2014 kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass nach der 

unbestrittenen Arbeitsunfähigkeit vom 31. Januar 2007 bis 31. Juli 2009 mit der 

leichten bis mittelgradigen depressiven Episode, welche vorwiegend durch 

psychosoziale Belastungsfaktoren ausgelöst worden sei, nach der gängigen 

Rechtsprechung kein Rentenanspruch begründet sei. Dem Beschwerdeführer sei es 

möglich, eine adaptierte Tätigkeit zu 80% auszuüben (IV-act. 159-9). In der 

Beschwerdeantwort vom 5. September 2014 bzw. in der Beschwerdeantwort vom 17. 

Februar 2011 im vorausgehenden Beschwerdeverfahren IV 2010/477 führte die 

Beschwerdegegnerin dazu weiter aus, dass leichte bis mittelgradige depressive 

Syndrome rechtsprechungsgemäss keine Invalidität im Rechtssinne zu begründen 

vermöchten. Dasselbe gelte für eine Anpassungsstörung. Im Übrigen sei bei Befunden, 

die im Wesentlichen nur in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre 

hinreichende Erklärung finden und gleichsam in ihnen aufgehen würden, kein 

invalidisierender Gesundheitsschaden gegeben. Die psychiatrischen Befunde würden 

daher keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit begründen, weshalb sich die 

Invaliditätsbemessung nach den organisch bedingten Beeinträchtigungen richte. Es 

liege eine Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit vor  (vgl. act. G 6, S. 

3 f. und IV-act. 94-3).

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5.2   Grundsätzlich bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die 

Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens einer fachärztlichen, lege artis 

auf die Vorgaben eines Klassifikationssystems abgestützten Diagnose. Im Rahmen der 

freien Beweiswürdigung dürfe sich dabei die Verwaltung – und im Streitfall das Gericht 

– weder über die den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden medizinischen 

Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sich die ärztlichen Einschätzungen und 

Schlussfolgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten 

sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die 

rechtsanwendenden Behörden hätten mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die 

ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte 

(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) 

mitberücksichtige, die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus 

unbeachtlich seien. Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen würden, sei bei der 

Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen).

5.3   Es gilt den finalen Charakter der Invalidenversicherung zu beachten. Dies 

bedeutet, dass bei der Leistungsprüfung nicht nach der Art und Genese eines die 

Erwerbsunfähigkeit verursachenden Gesundheitsschadens gefragt wird. Der 

Gesundheitszustand ist folglich immer gesamtheitlich zu betrachten. Selbst eine 

Erwerbsunfähigkeit, deren psychogene krankhafte Grundlage (auch) durch eine 

soziokulturelle Überforderung verursacht worden ist, fällt in den Geltungsbereich der 

Invalidenversicherung, vorausgesetzt es handelt sich um ein verselbstständigtes 

psychisches Leiden. Eine rentenbegründende Invalidität kann damit nicht allein mit 

dem Hinweis auf das Vorhandensein soziokultureller oder psychosozialer 

Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2014, 

8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur).

5.4   Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, dass die Gründe, welche zur 

depressiven Symptomatik geführt haben, in erster Linie psychosozial seien und damit 

kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben sei (act. G 6, S. 3), ist 

festzuhalten, dass zwar psychosoziale Faktoren – welche von den Gutachtern auch 

unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit explizit aufgeführt 

wurden – vorhanden sind, dies für sich aber einen invalidisierenden Befund nicht 

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ausschliesst. Gemäss Rechtsprechung ist dies nur der Fall, wenn die festgestellte 

psychische Krankheit ihre hinreichende Erklärung in psychosozialen und 

soziokulturellen Umständen findet und gleichsam in ihnen aufgeht (vgl. BGE 127 V 294 

E. 5a). Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall. Mit Blick darauf, dass Diagnosen nach 

der Wertigkeit zu ordnen sind (vgl. Leitlinien der Schweizerischen Ärztegesellschaft für 

Rheumatologie für die Begutachtung rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen, 

in: Schweizerische Ärztezeitung, 2007;88: 17, S. 739), ist davon auszugehen, dass die 

depressive Episode im Vergleich zu den Diagnosen "Probleme mit Bezug auf 

Arbeitslosigkeit" und "Probleme in der Beziehung zu Ehepartner und 

Familienangehörigen" im Vordergrund steht und eben gerade nicht in ihnen aufgeht.

5.5   Bereits Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt im 

Bericht vom 16. Januar 2009 fest, dass sich der Beschwerdeführer in einer 

existentiellen Krise befinde, was an Zeichen der Angst und Depressivität ersichtlich sei. 

Diesbezüglich bestünden auch einige körperliche Affektäquivalente wie krampfhafte 

Sensationen in der Bauchregion, Drücken in der Brust, Anspannung und 

Schlafstörungen. Beeinträchtigt sei er im Alltag auch dadurch, dass er, in Besorgnis 

versunken, Mühe habe, sich auf bestimmte Abläufe zu konzentrieren, zerstreut sei und 

dies als Vergesslichkeit wahrnehme (vgl. Fremdakten). Zudem ist zu beachten, dass die 

teilweise Arbeitsunfähigkeit nicht mit der Arbeitslosigkeit oder den 

Beziehungsproblemen, sondern mit einer psychophysischen Belastbarkeitsminderung 

mit vorzeitiger Erschöpfung begründet wird (vgl. IV-act. 134-32 f.). Weiter wird im 

Gutachten festgehalten, dass die geschilderte leichte Reizbarkeit als Teil der 

vorliegenden Probleme in Bezug auf Arbeitslosigkeit und Probleme im engeren 

Familienkreis, sowie als Teil der Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen Zügen 

zu sehen sei (vgl. IV-act. 124-35). Daraus ergibt sich eine klare Trennung der 

eigenständigen psychischen Leiden von den psychosozialen und soziokulturellen 

Problemen, was sich schon an der Auflistung der Diagnosen im psychiatrischen 

Gutachten zeigt (IV-act. 134-35 f.). Es ist somit davon auszugehen, dass bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten die psychosozialen und soziokulturellen 

Probleme ausgeklammert wurden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. April 2013, 

8C_651/2012, E. 5.3).

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5.6   Grundsätzlich kann auf die im Gutachten festgehaltene Arbeitsfähigkeitsschätzung 

abgestellt werden (vgl. E. 4.1). Eine Abweichung zum Gutachten ergibt sich für die Zeit 

vom 16. Februar 2009 bis 31. Dezember 2010 und vom 17. Juni bis 31. Oktober 2011, 

in welcher gemäss dem Psychiatrischen Zentrum B.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 

50% und nicht von 100% bestanden hatte (vgl. IV-act. 118). Diese zeitnahen 

Einschätzungen der behandelnden Ärzte überzeugen mehr als die rückblickende 

gutachterliche Beurteilung, welche sich im Wesentlichen auf die teilstationären bzw. 

den stationären Aufenthalt in den Psychiatrischen Zentren B.___ und F.___ stützt und 

die dazwischen liegenden Zeiten nicht näher betrachtet. Es ist deshalb nicht 

nachvollziehbar, weshalb hier abweichend von der echtzeitlichen Einschätzung von 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden sollte. Für die Zeit zwischen 

September 2012 und der gutachterlichen Untersuchung im Juni 2013 äussern sich die 

Gutachter nicht konkret zur Arbeitsfähigkeit und beschreiben eine kontinuierliche 

Verbesserung (IV-act. 134-37). Für diesen Zeitraum ist deshalb ebenfalls auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Psychiatrischen Zentrums B.___ gemäss dem 

Schreiben vom 13. November 2012 abzustellen, die seit dem 31. August 2012 eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit ausweist (IV-act. 118).

5.7   Zusammenfassend ist gestützt auf das Gutachten (IV-act. 134-37) und die 

Angaben des Psychiatrischen Zentrums B.___ (IV-act. 118) von folgenden 

Arbeitsunfähigkeiten (AUF) auszugehen:

100% AUF angestammt und adaptiert 31. Januar 2007 – 7. Juli 2009

50% AUF adaptiert 8. Juli 2009 – 31. Dezember 2010

100% AUF adaptiert 1. Januar 2011 – 16. Juni 2011

50% AUF adaptiert 17. Juni 2011 – 30. Oktober 2011

100% AUF adaptiert 31. Oktober 2011 – 31. August 2012

50% AUF adaptiert 1. September 2012 – 20. Juni 2013

20% AUF adaptiert seit 21. Juni 2013.

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5.8   In der Beschwerde und schliesslich mit Schreiben vom 17. Juli 2014 der Klinik 

E.___ betreffend eine Behandlung seit 3. April 2014 wird eine gesundheitliche 

Verschlechterung geltend gemacht (act. G 1, S. 5 und G 4.1). Mit dieser kurz vor 

Verfügungserlass geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung hat sich die 

Beschwerdegegnerin bislang nicht auseinandergesetzt. In diesem Punkt ist die 

Streitsache deshalb an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Prüfung zurückzuweisen.

6.     

6.1   Bei der Berechnung des Valideneinkommens ist das Heranziehen des 

Einkommens von Fr. 67'226.-- aus dem Jahr 2006 gemäss IK-Auszug (IV-act. 10-2) 

unter der Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2008 und somit 

das Abstellen auf ein Einkommen von Fr. 68'581.-- (vgl. IV-act. 137) nicht zu 

beanstanden.

6.2   Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sind die LSE-Tabellenwerte 

heranzuziehen und es ist auf den Totalwert für Männer bei Arbeiten im 

Anforderungsniveau 4 gemäss Tabelle TA 1 der LSE 2008 (Fr. 4'806.--) abzustellen, 

sowie von einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden auszugehen. 

Daraus ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 59'979.-- (Fr. 4'806.-- / 40 x 41.6 x 

12).

6.3   Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten 

Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

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(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

6.3.1         Diesbezüglich macht der Beschwerdeführer geltend, dass ein 

Tabellenlohnabzug von mindestens 20% zu berücksichtigen sei. Entgegen den 

früheren körperlich anspruchsvollen seien dem Beschwerdeführer nunmehr nur noch 

körperlich leichte, aber keine feinmotorischen Tätigkeiten mehr möglich, was zu einem 

unbestrittenen Abzug von 10% führen müsse. Dieser Abzug werde bei ehemaligen 

Schwerarbeitern allerdings bereits gewährt, weil sie als Schwerarbeiter feinmotorische 

Tätigkeiten nicht gewohnt seien, während der Beschwerdeführer vorliegend keine 

feinmotorischen Tätigkeiten mehr ausführen könne, was offensichtlich schwerer wiege. 

Zudem müsse ein theoretischer Arbeitgeber weitere Einschränkungen tolerieren, 

namentlich solche an der dominanten rechten Hand, das gravierende Hörproblem und 

die Klaustrophobie. Zudem bilde die ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit von 20% 

lediglich die in diesem Ausmass verminderte Leistung ab, nicht aber die 

einschränkenden Voraussetzungen, wonach lediglich ruhigere Tätigkeiten ohne starken 

Zeitdruck und mit einem überschaubaren, geordneten Arbeitsablauf möglich seien. 

Geringere Verdienstchancen habe der Beschwerdeführer auch wegen seines Alters von 

__ Jahren, der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt seit seinem Unfall "vom Januar 

2006" (recte: 2007), der Aufenthaltskategorie sowie den begrenzten 

Sprachkenntnissen. Aus dem Gutachten ergebe sich ferner mittelbar, dass der 

Beschwerdeführer nicht zu Überstunden herangezogen werden könne, was 

praxisgemäss zu berücksichtigen sei (act. G 1, S. 4).

6.3.2         Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 

E. 5a/bb). Im vorliegenden Fall sind dem Beschwerdeführer nur leichte Tätigkeiten 

zumutbar, wobei zusätzlich keine repetitiven Bewegungen und keine Zwangspositionen 

im rechten Handgelenk, keine feinmotorischen Tätigkeiten und keine Arbeiten mit 

besonderen Anforderungen an das Hörvermögen möglich sind (vgl. IV-act. 134-37). 

Diesbezüglich ist vorliegend ein Abzugsgrund gegeben.

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6.3.3         Weiter sind bei einer adaptierten Tätigkeit zusätzlich folgende qualitativen 

Einschränkungen zu beachten: ruhigere Tätigkeiten, nicht in engen Räumen, ohne 

starken Zeitdruck und mit einem überschaubaren geordneten Arbeitsablauf (IV-act. 

134-37). Diese Einschränkungen sind jedoch in der gutachterlichen Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit mit einer Einschränkung von 20% bereits als berücksichtigt zu 

erachten, weshalb kein zusätzlicher Abzugsgrund vorliegt.

6.3.4         Was den abzugsrelevanten Faktor des Alters anbelangt, ist zu 

berücksichtigen, dass der 19__ geborene Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 

Gutachtens vom 21. Juli 2013 (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) __-jährig war und noch eine 

rund 1_-jährige (ordentliche) Aktivitätsdauer vor sich hatte. Aufgrund des noch nicht 

weit fortgeschrittenen Alters ist diesem Aspekt kein erhebliches Gewicht beizumessen.

6.3.5         Der Beschwerdeführer reiste bereits 1985 in die Schweiz ein und war trotz 

der begrenzten Sprachkenntnisse offensichtlich während vieler Jahre in der ihm nach 

wie vor offen stehenden Arbeitswelt gut integriert. Ein abzugsbegründender Nachteil ist 

bezüglich der Aufenthaltskategorie und der mangelnden Sprachkenntnisse nicht 

ersichtlich, ebenso nicht aufgrund der längeren Abwesenheit vom Arbeitsmarkt (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2013, 9C_334/2013, E. 3)

6.3.6         Insgesamt erscheint auf Grund der zahlreichen Einschränkungen ein 

Tabellenlohnabzug von 10% als angemessen.

7.     

7.1   Vom 31. Januar 2007 bis 7. Juli 2009 war der Beschwerdeführer in allen 

Tätigkeiten 100% arbeitsunfähig, womit nach Ablauf des Wartejahres  ein 

Invaliditätsgrad von 100% gegeben ist. Der Beschwerdeführer hat damit in Anwendung 

der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 2 IVV (welche auch in den folgenden Erwägungen 

anzuwenden ist) vom 1. Januar 2008 bis 31. Oktober 2009 Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente.

7.2   Vom 8. Juli 2009 bis 31. Dezember 2010 war der Beschwerdeführer 50% 

arbeitsfähig. Unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 68'581.-- und 

eines Invalideneinkommens von Fr. 26'991.-- (Fr. 59'979.-- x 0.5 x 0.9) resultiert eine 

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Erwerbseinbusse von Fr. 41'590.-- (Fr. 68'581.-- – Fr. 26'991.--) bzw. ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 61% ([Fr. 41'590.-- / Fr. 68'581.--] x 

100). Der Beschwerdeführer hat damit vom 1. November 2009 bis 31. März 2011 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

7.3   Vom 1. Januar 2011 bis 16. Juni 2011 war der Beschwerdeführer wiederum 100% 

arbeitsunfähig. Der Beschwerdeführer hat damit vom 1. April 2011 bis 30. September 

2011 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.

7.4   Vom 17. Juni 2011 bis 30. Oktober 2011 war der Beschwerdeführer erneut 50% 

arbeitsfähig. Er hat somit vom 1. Oktober 2011 bis 31. Januar 2012 Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente.

7.5   Vom 31. Oktober 2011 bis 31. August 2012 war der Beschwerdeführer erneut 

100% arbeitsunfähig, womit er vom 1. Februar 2012 bis 30. November 2012 Anspruch 

auf eine ganze Rente hat.

7.6   Vom 1. September 2012 bis 20. Juni 2013 war der Beschwerdeführer 50% 

arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer hat damit vom 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2013 

(vgl. nachfolgende E. 7.7) Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

7.7   Ab 21. Juni 2013 war der Beschwerdeführer gemäss Gutachten in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig. Unter Berücksichtigung eines 

Valideneinkommens von Fr. 68'581.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 

43'185.-- (Fr. 59'979.-- x 0.8 x 0.9) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'396.-- 

(Fr. 68'581.-- – Fr. 43'185.--) bzw. ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

gerundet 37% ([Fr. 25'396.-- / Fr. 68'581.--] x 100). Ist aufgrund eines Gutachtens 

überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Gesundheitszustand verbessert hat, nicht 

aber ersichtlich, in welchem Zeitpunkt diese Besserung stattgefunden hat, so kann es 

sich rechtfertigen, die Rente bereits auf den Zeitpunkt des Gutachtens hin 

herabzusetzen oder aufzuheben (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Februar 2012, 

8C_670/2011, E. 5.1 mit Hinweisen). In Anwendung dieser Rechtsprechung ist die 

Dreiviertelsrente bis Ende Juni 2013 zu befristen.

8.     

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In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 

2014 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist vom 1. Januar 2008 bis 31. Oktober 

2009, vom 1. April 2011 bis 30. September 2011 sowie vom 1. Februar 2012 bis 30. 

November 2012 eine ganze Rente zuzusprechen. Vom 1. November 2009 bis 31. März 

2011, vom 1. Oktober 2011 bis 31. Januar 2012 sowie vom 1. Dezember 2012 bis 30. 

Juni 2013 ist dem Beschwerdeführer eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist 

zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen sowie zur Abklärung der 

geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes ab April 2014 an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

8.1   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Da der Beschwerdeführer im klar überwiegenden Ausmass obsiegt, 

ist die Gerichtsgebühr vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

8.2   Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der 

Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                         

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 12. Juni 2014 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer vom 1. Januar 2008 bis 31. Oktober 2009, 

bis

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vom 1. April 2011 bis 30. September 2011 sowie vom 1. Februar 2012 bis 30. 

November 2012 eine ganze Rente, vom 1. November 2009 bis 31. März 2011, vom 1. 

Oktober 2011 bis 31. Januar 2012 sowie vom 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2013 eine 

Dreiviertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.                                                                                          

Zur Abklärung der geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustands ab 

April 2014 wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.                                                                                          

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

4.                                                                                          

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.08.2015
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Rentenbeginn. Würdigung Gutachten. Arbeitsunfähigkeit invalidisierend. Tabellenlohnabzug. Abgestufter und befristeter Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. August 2015, IV 2014/345).

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