# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2587cd9-ef72-5e3a-ada6-7cc677688fa2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.01.2014 LE130065
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE130065_2014-01-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LE130065-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. J. Freiburghaus 

Beschluss und Urteil vom 3. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____, 
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Eheschutz (Unterhaltsbeiträge) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Dielsdorf vom 5. August 2013 (EE120053-D) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

der Klägerin (Urk. 10 und 43, sinngemäss): 
 

1.  Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen; 
2.  Es seien die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2003, und 

D._____, geboren am tt.mm.2009, unter die Obhut der Klägerin 
zu stellen; 

3.  Es sei dem Beklagten ein gerichtsübliches Besuchsrecht 
einzuräumen; 

4.  Es sei die eheliche Eigentumsliegenschaft an der ... [Adresse], 
inkl. Mobiliar und Hausrat sowie 3 Parkplätzen für die Dauer des 
Getrenntlebens der Klägerin zur ausschliesslichen Benutzung 
zuzuweisen. 

6.  Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin monatliche 
Unterhaltsbeiträge von Fr. 4'500.–, zuzüglich allfällige 
Kinderzulagen, zu bezahlen, nämlich je Fr. 1'500.–, zuzüglich 
Kinderzulagen für C._____ und D._____, und Fr. 1'500.– für die 
Klägerin persönlich, zahlbar im Voraus rückwirkend ab 1. Juli 
2012. 

 Im Weiteren sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 2/3 der 
von ihm erhaltenen netto Leistungsentschädigungen und der von 
ihm erhaltenen Erfolgsbeteiligungen und der von ihm erhaltenen 
Gratifikationen zu bezahlen, zahlbar innert 10 Tagen nach 
Auszahlung durch den Arbeitgeber. Der Beklagte sei zu 
verpflichten, der Klägerin unverzüglich nach Erhalt die 
entsprechenden Abrechnungen zuzustellen. 

 Für das Jahr 2012 sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 
sofort 2/3 der bezogenen netto Leistungsentschädigungen, 
nämlich Fr. 11'650.– zu bezahlen; 

7.  Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen 
angemessenen Betrag für getätigte und voraussehbare 
ausserordentliche Ausgaben zu bezahlen; 

 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten. 
 
 
des Beklagten (Urk. 11 und 46, sinngemäss): 
 

1. Den Parteien sei das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit zu 
bewilligen; es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien 
seit dem 11. Juli 2012 getrennt leben; 

- 3 - 

2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2003, und D._____, 
geboren am tt.mm.2009, seien unter die elterliche Obhut der 
Klägerin zu stellen; 

3. Die im Miteigentum der Parteien stehende eheliche Wohnung an 
der ... [Adresse], sei inklusive der drei Parkplätze in der 
Tiefagarage, der Klägerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen; 

4. Mobiliar und Hausrat seien für die Dauer des Getrenntlebens der 
Klägerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen. Der Beklagte sei 
berechtigt zu erklären, seine persönlichen Gegenstände sowie 
das zweite Bett im Büro samt Matratze und die gesamte neue 
Ikea-Büroeinrichtung mitzunehmen;  

5. Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, die Kinder auf eigene 
Kosten an 3 Wochenenden im Monat vom Freitagnachmittag bzw. 
Freitagabend (ab Schul- bzw. Hortschluss) bis Sonntagabend 
18:00 Uhr zu betreuen. Nach Absprache mit der Klägerin sei der 
Beklagte berechtigt zu erklären, die Kinder sofern notwendig 
zusätzlich an einzelnen Tagen unter der Woche an seinem 
Domizil zu betreuen; 

 Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, mit den Kindern 
alternierend ein Jahr Weihnachten, das darauffolgende Jahr 
Neujahr zu verbringen; dasselbe sei für die Osterfeiertage und die 
Pfingstfeiertage festzulegen; ausserdem sei der Beklagte 
berechtigt zu erklären, die Kinder während 4 Ferienwochen (eine 
Woche in den Winterferien, eine Woche in den Frühlingsferien 
sowie zwei zusammenhängende Wochen in den Sommerferien) 
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu nehmen;  

 Der Beklagte sei zu verpflichten, die Ausübung des 
Ferienbesuchsrechts mindestens zwei Monate im Voraus 
anzumelden. 

6. Der Beklagte sei zu verpflichten, für die Kinder angemessene 
monatliche Kinderunterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger 
Kinderzulagen) zu bezahlen, zahlbar im Voraus auf den ersten 
eines jeden Monats, erstmals rückwirkend per 1. Juli 2012. 

7. Der Beklagte sei zu verpflichten, für die Gesuchstellerin 
persönlich einen angemessenen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, 
zahlbar im Voraus auf den ersten eines jeden Monats, erstmals 
rückwirkend per 1. Juli 2012; 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin. 
 

- 4 - 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 
Dielsdorf vom 5. August 2013: 

1. Es wird festgestellt, dass die Parteien auf unbestimmte Dauer zum 

Getrenntleben berechtigt sind. Es wird davon Vormerk genommen, dass die 

Parteien seit dem 11. Juli 2012 getrennt leben.  

2. Die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2003, und D._____, 

geboren am tt.mm.2009, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die 

Obhut der Klägerin gestellt. 

3. Die Parteien regeln das Besuchsrecht von Fall zu Fall selbst. Im Streitfall 

soll Folgendes gelten: 

 Der Beklagte ist berechtigt, die Kinder jedes zweite Wochenende jeweils von 

Freitag ab 15:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr zu sich oder mit sich auf 

Besuch zu nehmen. Ausserdem ist der Beklagte berechtigt, die Kinder 

jeweils am 23. und 24. Dezember und ab 27. Dezember bis spätestens 2. 

Januar (= eine Ferienwoche) und eine Woche in den Frühlingsferien sowie 

zwei zusammenhängende Wochen in den Sommerferien auf seine Kosten 

zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Der Beklagte ist zudem 

berechtigt, mit den Kindern alternierend das eine Jahr die Osterfeiertage, 

das darauffolgende Jahr die Pfingstfeiertage zu verbringen.  

 Der Beklagte teilt der Klägerin mindestens zwei Monate im Voraus mit, wann 

er sein Ferienbesuchsrecht ausüben will. 

4. Der Beklagte wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der 

Erziehung der Kinder C._____ und D._____ rückwirkend vom 1. Juli 2012 

bis und mit 28. Februar 2013 monatliche Unterhaltbeiträge (zuzüglich 

allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Familien- bzw. Ausbildungszulagen) 

in der Höhe von Fr. 1'300.– für jedes Kind zu bezahlen; zahlbar bis 

spätestens 31. Dezember 2013. 

- 5 - 

Der Beklagte wird zudem verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der 

Erziehung der Kinder C._____ und D._____ monatlich im Voraus jeweils auf 

den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge (zuzüglich 

allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Familien- bzw. Ausbildungszulagen) 

wie folgt zu bezahlen: Fr. 1'300.– für das Kind D._____ und Fr. 1'500.– für 

das Kind C._____, zahlbar jeweils zum Voraus auf den Ersten eines jeden 

Monats, rückwirkend per 1. März 2013. Die rückwirkenden 

Unterhaltsbeiträge sind bis 30. Juni 2014 vollumfänglich zu bezahlen. 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis 

und mit 28. Februar 2013 monatliche Unterhaltbeiträge in der Höhe von 

Fr. 1'810.– zu bezahlen; zahlbar bis spätestens 31. Dezember 2013. 

Der Beklagte wird zudem verpflichtet, der Klägerin monatliche 

Unterhaltsbeiträge von jeweils Fr. 1'670.– zu bezahlen, zahlbar jeweils im 

Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend per 1. März 2013. 

Die rückwirkenden Unterhaltsbeiträge sind bis 30. Juni 2014 vollumfänglich 

zu bezahlen. 

6. Allfällige vom Beklagten an die Klägerin in Erfüllung seiner Unterhaltspflicht 

geleistete Akontozahlungen für den Zeitraum ab 1. Juli 2012 sind bei 

entsprechendem Nachweis an die festgesetzten Unterhaltsbeiträge 

anzurechnen. 

7. Diesem Entscheid liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien 

zugrunde: 

Einkommen: 

Nettoeinkommen der Klägerin: Fr.   2'420.– 

Nettoeinkommen des Beklagten: Fr. 10'550.– 

Notbedarf: 

Notbedarf der Klägerin (bis 28. Februar 2013): Fr.   4'297.– 

Notbedarf der Klägerin (seit 1. März 2013): Fr.   4'497.– 

Notbedarf des Beklagten: Fr.   4'873.– 

- 6 - 

8. Die übrigen Punkte der von den Parteien abgeschlossenen Vereinbarung 

vom 17. August 2012 (act. 17) werden vorgemerkt. Sie lauten wie folgt: 

"Getrenntleben 
 1. […] 

Obhutszuteilung 
 2. […] 

Besuchsrecht 
 3. […] 

Zuweisung eheliche Wohnung  

 4. Die eheliche Wohnung wird der Klägerin samt Hausrat zur Benützung 

überlassen. 

 5. Der Beklagte ist berechtigt, seine persönlichen Effekten sowie folgende 

Gegenstände zur Benützung mitzunehmen:  

Ein Bett samt Matratze sowie die gesamte Büroeinrichtung von IKEA. 

 6. Es wird Vormerk genommen, dass die Klägerin vor notwendigen zukünftigen 

Renovationen einen Kostenvoranschlag einholt. Die entsprechenden Kosten 

sollen von den Parteien je zur Hälfte getragen werden. 

 Kosten und Entschädigung 

 7. Die Kosten für den unbegründeten Entscheid werden von den Parteien je zur  

Hälfte übernommen. Diejenige Partei, die eine Begründung verlangt, trägt die 

entsprechenden Mehrkosten selbst. 

 8. Auf eine Parteientschädigung wird gegenseitig verzichtet." 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 8'000.–. Weitere Auslagen 

bleiben vorbehalten.  

10. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

11. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Parteientschädigung wird 

Vormerk genommen. 

12. (Mitteilungssatz) 

- 7 - 

13. (Rechtsmittelbelehrung) 

 

Berufungsanträge: 

der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 70 S. 2): 
 
"In Ergänzung des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichtes Dielsdorf 
vom 5. August 2013 sei der Beklagte und Berufungsbeklagte zu verpflichten, 
der Klägerin und Berufungsklägerin zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen 
gemäss Dispositiv 4 und 5 zwei Drittel der von ihm erhaltenen 
Nettoleistungsentschädigung, der von ihm erhaltenen 
Nettoerfolgsbeteiligung und der von ihm erhaltenen Gratifikationen zu 
bezahlen, zahlbar innert 10 Tagen nach Auszahlung durch den Arbeitgeber. 
Der Beklagte und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Klägerin und 
Berufungsklägerin unverzüglich nach Erhalt die entsprechenden 
Abrechnungen seines Arbeitsgebers zuzustellen.  
Für das Jahr 2012 sei der Beklagte und Berufungsbeklagte zu verpflichten, 
der Klägerin und Berufungsklägerin sofort zwei Drittel der bezogenen 
Nettoentschädigungen in der Zeit von Juli bis Dezember 2012, nämlich 
Fr. 11'650.– zu bezahlen, zahlbar sofort bei Rechtskraft des Urteils. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten und 
Berufungsbeklagten" 
 

Prozessualer Antrag: 
"Der Klägerin und Berufungsklägerin sei für dieses Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und es sei ihr eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin zu bestellen." 

 
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 77 S. 2): 
 
"1. Die Anträge der Klägerin und Berufungsklägerin seien vollumfänglich 

abzuweisen; 
 2. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, in Ergänzung des Urteils des 

Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 5. August 2013 wie folgt zu berichtigen: 
"Der Beklagte wird verpflichtet, die Höhe der vom Arbeitgeber 
ausbezahlten Erfolgsbeteiligung der Klägerin auszuweisen und ihr 
nach deren Auszahlung durch den Arbeitgeber innert 30 Tagen die 
Hälfte davon zu überweisen."; 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MWST) 
zulasten der Klägerin und Berufungsbeklagten [recte: 
Berufungsklägerin]." 

 

- 8 - 

 
Prozessualer Antrag: 

"Das Gesuch der Klägerin und Berufungsbeklagten [recte: 
Berufungsklägerin] um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 
der Bestellung und um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsbeiständin sei 
abzuweisen." 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien standen seit dem 29. Juni 2012 vor Vorinstanz in einem 

Eheschutzverfahren (Urk. 1). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 17. August 

2012 schlossen die Parteien eine Teilvereinbarung über die Obhutszuteilung, das 

Besuchsrecht, die Zuweisung der ehelichen Wohnung sowie über die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (Urk. 17). Mit Urteil vom 5. August 2013 genehmigte die 

Vorinstanz die vorgenannte Teilvereinbarung der Parteien und fällte über die 

strittig gebliebenen Nebenfolgen des Getrenntlebens einen Entscheid (Urk. 21), 

welcher den Parteien am 18. bzw. am 25. September 2013 zugestellt wurde 

(Urk. 69/1-2). 

2. Hiergegen erhob die Klägerin und Berufungsklägerin (nachfolgend Klägerin) 

mit Eingabe vom 7. Oktober 2013 (Urk. 70) innert Frist Berufung, wobei sie die 

oben angeführten Anträge stellte. Der Beklagte und Berufungsbeklagte 

(nachfolgend Beklagter) erstatte mit Eingabe vom 31. Oktober 2013 innert Frist 

die Berufungsantwort und stellte die oben angeführten Anträge (Urk. 77). Mit 

Verfügung vom 6. November 2013 wurde der Klägerin die Berufungsantwort zur 

Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 79). Mit Eingabe vom 25. November 2013 reichte 

die Klägerin eine Stellungnahme samt Beilagen zur Berufungsantwort ein (Urk. 80 

und 82/1-8), welche dem Beklagten mit Verfügung vom 27. November 2013 

(Urk. 83) zur Kenntnisnahme zugestellt wurden.  

3. Die Dispositiv-Ziffern 1 – 3, 6 und 8 – 11 des vorinstanzlichen 

Eheschutzentscheides blieben unangefochten, weshalb diese in Rechtskraft 

- 9 - 

erwachsen sind, wovon Vormerk zu nehmen ist. Die Dispositiv-Ziffer 7, in welcher 

die finanziellen Verhältnisse der Parteien festgehalten wurden, wurde zwar formell 

nicht angefochten. Die Klägerin begründet ihre Berufung jedoch damit, dass die 

Bedarfs- und Einkommensberechnung der Vorinstanz fehlerhaft sei, weshalb die 

gesamte Unterhaltsberechnung der Vorinstanz und damit auch Dispositiv-Ziffer 7 

zu überprüfen ist. 

II. 

A. Vorbemerkungen 

1. Die Klägerin beantragt, den Beklagten zu verpflichten, ihr jeweils zusätzlich 

zu den festgesetzten Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträgen (Dispositiv-

Ziffern 4 und 5) zwei Drittel der durch seine Arbeitgeberin ausbezahlten 

Leistungsentschädigung, Erfolgsbeteiligung und Gratifikation zu bezahlen. Aus 

dieser Formulierung wird deutlich, dass die Klägerin mit ihrer Berufung sowohl die 

Kinder- als auch die Ehegattenunterhaltsbeiträge anficht. Gemäss Art. 272 ZPO 

gilt in eherechtlichen Summarverfahren der Untersuchungsgrundsatz. Dies 

bedeutet, dass das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt und nicht 

an die Parteivorbringen gebunden ist (Pfänder Baumann, Dike-Komm-ZPO, Art. 

272 N 5). Betreffend die Bindung an die Parteianträge gilt für die Belange der 

Ehegatten untereinander die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO). In 

Kinderbelangen und somit auch hinsichtlich des Kindesunterhaltes gelten 

demgegenüber die Offizial- und die Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1 und 3 

ZPO). Da sowohl die Frage des Einkommens der Parteien wie auch diejenige des 

Bedarfs die gesamte Unterhaltsbemessung und damit auch die 

Kinderunterhaltsbeiträge betreffen, sind auf diese Fragen vorliegend grundsätzlich 

die Offizial- und die Untersuchungsmaxime anzuwenden.  

2. Die Klägerin geht davon aus, dass in Verfahren mit Offizial- und 

Untersuchungsmaxime Noven im Berufungsverfahren uneingeschränkt zulässig 

sind (Urk. 70 S. 3). Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren 

neue Tatsachen nur noch berücksichtigt werden, wenn diese ohne Verzug 

- 10 - 

vorgebracht wurden und wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster 

Instanz vorgebracht werden konnten. Das Bundesgericht hat eine analoge 

Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO bei Verfahren, die der 

Untersuchungsmaxime unterstehen, abgelehnt und festgehalten, dass einzig Art. 

317 Abs. 1 ZPO massgebend sei (BGE 138 III 626 f. E. 2.2). Dies gilt auch in 

Verfahren in Kinderbelangen, in denen gemäss Art. 296 ZPO der Sachverhalt von 

Amtes wegen zu erforschen ist und keine Bindung an die Anträge besteht. 

Unechte Noven können daher grundsätzlich nicht mehr vorgebracht werden, es 

sei denn, eine Partei rüge, die Vor-instanz habe eine bestimmte Tatsache in 

Verletzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (F. Hohl, Procédure civile, 

Tome II, Deuxième Edition, Bern 2010, Rz. 1214 und 2414). Solche unechte 

Noven sind im Sinne von Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO ohne Verzug, d.h. mit der 

Berufungsbegründung bzw. der Berufungsantwort vorzubringen. Nach 

Berufungsbegründung und -antwort können nur noch echte Noven vorgebracht 

werden, und zwar längstens bis zum Beginn der Urteilsberatung. Dies gilt auch für 

Verfahren, die der Untersuchungsmaxime unterstehen (BGE 138 III 788 E. 4.2; 

Hohl, a.a.O., Rz. 1172). 

3. Der Beklagte beantragt, die Vorinstanz sei zu verpflichten, das Dispositiv 

dahingehend zu berichtigen, dass er zur Überweisung der Hälfte der 

Erfolgsbeteiligung an die Klägerin verpflichtet werde (Ziffer 2 der 

Berufungsanträge des Beklagten, Urk. 77 S. 2 und 5). Diese Verpflichtung habe 

aufgrund eines offensichtlichen Redaktionsfehlers der Vorinstanz keinen Eingang 

ins Dispositiv gefunden. Weil der Beklagte nicht selbst Berufung erklärt hat, kann 

er keine eigenen Anträge stellen. Vor diesem Hintergrund erübrigen sich 

Weiterungen zu seinem Antrag. Lediglich der Vollständigkeit halber sei jedoch 

darauf hingewiesen, dass ein Berichtigungsbegehren beim Gericht, welches den 

zu berichtigenden Entscheid erlassen hat, zu stellen ist und für eine 

entsprechende Verpflichtung der Vorinstanz durch die Rechtsmittelinstanz 

deshalb kein Raum bleibt.  

4. Auf die Parteivorbringen ist im Folgenden insoweit einzugehen, als dies für 

die Entscheidfindung erforderlich ist. 

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B. Unterhaltsbeiträge 

Im vorliegenden Berufungsverfahren sind die Höhe der Ehegatten- und 

Kinderunterhaltsbeiträge strittig. Dabei ist der Bedarf der Parteien (Erw. 1 und 2) 

sowie deren Einkommen strittig (Erw.4 und 5).  

1. Bedarf Klägerin 

Der Unterhaltsberechnung hat die Vorinstanz folgenden erweiterten Notbedarf der 

Parteien zugrunde gelegt (Urk. 71 S. 17): 

Klägerin Bedarf Beklagter 

 Fr. 2'150.– Grundbetrag bis 28. Februar 2013  Fr.  1'200.– 

 Fr. 2'350.– Grundbetrag seit 1. März 2013  Fr.  1'200.– 

 Fr. 404.– Hypothekarzins Miete  Fr. 2'390.– 

 Fr. 671.– Nebenkosten Parkplatz  Fr. 134.– 

 Fr. 150.– Radio / Internet / Billag  Fr. 150.– 

 Fr. 495.– Krankenkasse  Fr. 284.– 

 Fr. 86.– Hausrats- und Haftpflichtversicherung  Fr. 115.– 

 Fr. 95.– Berufsauslagen  Fr. 600.– 

 Fr. 246.– Betreuungskosten  Fr. 0.– 

 Fr. 4'297.–  Total bis 28. Februar 2013  Fr. 4'873.– 

 Fr. 4'497.–  
(Erhöhung des  

Grundbetrages wegen C._____) 

Total seit 1. März 2013  Fr. 4'873.– 

Hinsichtlich der Bedarfsrechnung der Klägerin sind die Positionen "Krankenkasse" 

(inkl. Unfallversicherung Kinder), "Mobilität" und "Hund" (Posten der Position 

"Berufsauslagen"), "Betreuungskosten", "Lebensversicherung", "Lager C._____" 

und "Gitarrenunterricht" umstritten. Die übrigen Positionen sind unangefochten 

und plausibel. 

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1.1. Krankenkasse 

Die Klägerin macht Krankenkassenprämienkosten von insgesamt Fr. 512.55 

geltend und reicht im Berufungsverfahren als Beleg dafür die Prämienrechnung 

von Januar 2013 ein (Urk. 73/2). Es ist weder ersichtlich noch wurde dargetan, 

weshalb diese Rechnung nicht bereits vor Vorinstanz hätte eingereicht werden 

können. Als verspätet und deshalb unzulässiges Novum hat dieser Beleg 

unberücksichtigt zu bleiben. Die von der Klägerin geltend gemachten Kosten für 

die Kinderunfallversicherung ihrer beiden Kinder von monatlich Fr. 42.20 sind 

zwar belegt (Urk. 7/11). Jedoch geht aus den KVG Policen der Kinder (Urk. 7/9/3 

und Urk. 13/6) hervor, dass C._____ und D._____ durch die Grundversicherung 

gemäss KVG unfallversichert sind, weshalb davon ausgegangen werden muss, 

dass mit den zusätzlich geltend gemachten Versicherungskosten von der 

Grundversicherung nicht gedeckte Leistungen versichert werden. Dieser 

zusätzliche Versicherungsaufwand ist in der Bedarfsberechnung nicht zu 

berücksichtigen (vgl. BGE 134 III 323). Die Klägerin ist diesbezüglich auf den 

Freibetrag zu verweisen. Es bleibt deshalb bei den Krankenkassenkosten von 

monatlich Fr. 495.–.  

1.2. Mobilität 

a) Mit Bezug auf die von der Vorinstanz berücksichtigten Mobilitätskosten 

von Fr. 95.– wirft die Klägerin der Vorinstanz vor, diese verkenne, dass sie von 

ihrer Arbeitgeberin lediglich eine Entschädigung für die Benutzung des eigenen 

Fahrzeuges erhalte, wenn sich ihr Einsatzort mehr als 46 km vom Arbeitsort 

entfernt befinde. Dies ergebe sich beispielsweise aus der Lohnabrechnung 

Oktober 2012, in welcher eine Fahrzeugpauschale für 46 bis 60 km mit Fr. 20.– 

hervorgehe. Weiter habe die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen, dass ihr stets 

ein Fahrzeug für private Zwecke zur Verfügung gestanden sei, was beim Betrag 

für die Mobilitätskosten ebenfalls zu berücksichtigen sei. Beispielsweise sei sie 

auf ein Auto angewiesen, um ihren Sohn D._____ zweimal pro Woche zur 

Sprachheilbildung nach … zu fahren (Urk. 70 S. 6 f.).  

- 13 - 

b) Dass die Klägerin zur Ausübung ihrer Arbeitstätigkeit auf ein 

Fahrzeug angewiesen ist, blieb unbestritten. Das Fahrzeug der Klägerin hat 

demnach Kompetenzqualität. Ebenso unbestritten blieb, dass die Klägerin von 

ihrer Arbeitgeberin lediglich in gewissem Umfang für die Benutzung ihres eigenen 

Fahrzeuges entschädigt wird. Ferner ist unbestritten, dass der Klägerin während 

des ehelichen Zusammenlebens ein Fahrzeug für den privaten Gebrauch zur 

Verfügung stand. Ein Fahrzeug gehörte damit zum ehelichen Standard. Solange 

die Ehe nicht aufgelöst ist, haben beide Parteien Anspruch auf Beibehaltung des 

bisher gelebten Standards, soweit dies aufgrund der Mehrkosten für zwei 

Haushalte möglich ist (BGE 114 II 26 E. 6). Wie sogleich zu zeigen sein wird, 

liegen vorliegend ziemlich komfortable finanzielle Verhältnisse vor, weshalb die 

bisher angefallenen Mobilitätskosten zu berücksichtigen sind und die 

Fahrzeugkosten – entgegen dem Beklagten (vgl. Urk. 77 S. 6) – nicht aus dem 

Freibetrag zu decken sind. Vor dem Hintergrund, dass gemäss Kreisschreiben 

Fahrzeugkosten von maximal Fr. 600.– pro Monat im Notbedarf berücksichtigt 

werden, wenn einem Auto Kompetenzqualität zukommt, erscheint es mit Blick auf 

die finanziellen Verhältnisse der Parteien angemessen, im Bedarf der Klägerin die 

von ihr geltend gemachten Fahrzeugkosten von Fr. 300.– pro Monat zu 

berücksichtigen. 

1.3. Hundekosten 

Die von der Klägerin geltend gemachten Kosten für den Hund im Rahmen 

der Position "Berufsauslagen" hat die Vorinstanz zu Recht unberücksichtigt 

gelassen, da die Klägerin nicht glaubhaft gemacht hat, dass es sich bei dieser 

Position um unumgängliche Berufskosten handelt. So erklärte sie vor Vorinstanz 

nämlich, dass sie nicht wisse, wie zwingend sie ihren Job mit dem Hund 

auszuführen habe. Es sei ihr jedoch wohler, wenn sie den Hund mitführe (Prot. I 

S. 18). Die durch ein Haustier anfallenden Kosten sind aus dem Grundbetrag oder 

dem Überschussanteil, welcher auf den Ehegatten fällt, der für das Haustier sorgt, 

zu begleichen (vgl. BGE 128 III 337). Nachdem auch Weiterbildungs- und 

Umschulungskosten im familienrechtlichen Existenzminimum nicht zu 

berücksichtigen sind (Jann Six, Eheschutz – ein Handbuch für die Praxis, 2008, 

- 14 - 

S. 75), kann die Klägerin auch aus dem Vorbringen, wonach sich die Kosten für 

die Ausbildung ihres Hundes auf Fr. 150.– pro Monat belaufen würden, nichts zu 

ihren Gunsten ableiten. 

 

1.4. Betreuungskosten 

a) Mit Bezug auf die Betreuungskosten weist die Klägerin darauf hin, dass 

sie diese vor Vorinstanz fälschlicherweise auf monatlich Fr. 246.– beziffert habe 

(Urk. 70 S. 7). Aus den eingereichten Quittungen der Monate August 2012 bis 

Januar 2013 (Urk. 39/13-20) ergebe sich hingegen, dass die Kosten monatlich 

durchschnittlich Fr. 378.70 betrügen. Die Klägerin reicht mit ihrer Berufungsschrift 

neu die Quittungen der Monate Februar 2013 bis August 2013 ein (Urk. 73/3) und 

macht geltend, dass sich die Kosten für die Kinderbetreuung damit 

durchschnittlich auf Fr. 433.15 pro Monat beliefen (Urk. 70 S. 8). Die Belege der 

Monate Februar 2013 bis Juli 2013 müssen vorliegend unbeachtet bleiben, da es 

sich dabei um unechte Noven handelt und die Klägerin nicht dargetan hat, 

weshalb sie die fraglichen Quittungen trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor 

erster Instanz einreichen konnte (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Da der Monat August 

2013 infolge der Schulferien nicht repräsentativ ist, rechtfertigt es sich, zur 

Ermittlung der Betreuungskosten lediglich auf die vor Vorinstanz eingereichten 

Belege abzustellen. Es ist damit von Betreuungskosten von Fr. 378.70 pro Monat 

auszugehen.  

 Weiter kritisiert die Klägerin zu Recht die Nichtberücksichtigung der vom 

Beklagten anerkannten Spielgruppenkosten betreffend D._____ in der Höhe von 

Fr. 170.– pro Monat (vgl. Prot. I S. 7). Der Beklagte bestreitet nicht, dass die 

Kosten für die Spielgruppe nach wie vor anfallen. Er bringt lediglich vor, dass er 

diese Kosten zu Beginn des Verfahrens anerkannt habe, als die Kinder noch nicht 

in hohem Masse durch die Tagesmutter fremdbetreut worden seien (Urk. 77 S. 6). 

Damit kann er jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Besondere Auslagen für 

die Schulung der Kinder (Schuldgeld, Schulmaterial, Verpflegungs- und 

Fahrtauslagen) können gemäss Kreisschreiben im Notbedarf berücksichtigt 

- 15 - 

werden (Kreisschreiben Ziff. III/5.1.). Der Besuch einer Spielgruppe stellt eine 

Förderungsmassnahme und damit im weiteren Sinn eine Schulung dar. 

Entsprechend sind die Spielgruppenkosten im Bedarf der Klägerin zu 

berücksichtigen. Insgesamt beläuft sich die Position "Betreuungskosten" auf 

Fr. 549.–.  

1.5. Steuern  

Die Vorinstanz hat die Steuern bei der Bedarfsberechnung unberücksichtigt 

gelassen. Im Rahmen des erweiterten Notbedarfs sind die Steuern jedoch zu 

berücksichtigen. Im summarischen Eheschutzverfahrens ist eine genaue 

Berechnung der Steuern nicht möglich. Das Gericht muss diese schätzen (Jann 

Six, a.a.O., Rz 2.171). Es ist auf einen mutmasslichen Betrag abzustellen, der die 

allenfalls zu zahlenden Unterhaltsbeiträge berücksichtigt. Unter Berücksichtigung 

des Einkommens der Klägerin von rund Fr. 2'000.–, des Eigenmietwertes der 

ehelichen Liegenschaft von Fr. 18'600.– (Urk. 7/3/1) sowie mutmasslicher 

Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 4'500.– ist für Steuern ein Betrag von Fr. 500.– 

einzusetzen. 

1.6. Abschliessend bleibt festzuhalten, dass die Vorinstanz die belegten 

Kosten für die Positionen "Gitarrenunterricht C._____", "Lager C._____" und 

"Lebensversicherung" zu Recht unberücksichtigt gelassen hat. Diese Kosten sind 

aus dem Grundbetrag oder dem Freibetrag zu bezahlen. Damit ist bei der 

Klägerin und den Kindern von einem Bedarf von insgesamt Fr. 5'305.– bzw. ab 

März 2013 von Fr. 5'505.– (infolge des höheren Grundbetrags von C._____) 

auszugehen. 

2. Bedarf Beklagter 

2.1. Grundbetrag 

Die Klägerin beantragt, den Grundbetrag des Beklagten auf Fr. 1'100.– zu 

reduzieren (Urk. 70 S. 12). Sie hält im Berufungsverfahren an ihrer Behauptung, 

wonach der Beklagte mit seiner neuen Partnerin, E._____, zusammenwohne, fest 

und reicht als Nachweis eine schriftliche "Bestätigung" der ehemaligen Nachbarin 

- 16 - 

des Beklagten vom 27. Juli 2013 ein (Urk. 73/8). Der Beklagte widerlegt die 

Behauptung der Klägerin mit einer aktuellen Wohnsitzbestätigung seiner Partnerin 

vom 31. Oktober 2013 (Urk. 78/1), gemäss welcher diese seit 1. Juli 2013 in 

F._____ wohnt. Das Schreiben der Nachbarin wäre zum Nachweis, dass der 

Beklagte mit seiner neuen Partnerin zusammenwohnt, ohnehin nicht geeignet. 

Einerseits ist nicht klar, inwiefern das an die Klägerin adressierte Schreiben im 

Auftrag von dieser erstellt wurde und deshalb als blosse Parteibehauptung zu 

qualifizieren wäre. Andererseits ist das Schreiben nicht mehr aktuell, nachdem 

der Beklagte im Juli 2013 von G._____ nach H._____ gezogen ist (vgl. 

Urk. 66/14), die "Bestätigung" der Nachbarin hingegen die Zeit vor dem Umzug 

betrifft. In der Stellungnahme vom 25. November 2013 zur Berufungsantwort 

bringt die Klägerin vor, dass die Partnerin des Beklagten lediglich pro forma und 

wegen des Eheschutzverfahrens der Parteien in F._____ angemeldet sei. Bei der 

angeblichen Wohnung von E._____ handle es sich nämlich um die Wohnung von 

I._____ (ein Kollege des Beklagten). Dies ergebe sich aus den neu eingereichten 

Fotos von der Türklingel und dem Briefkasten. Daraus sei ersichtlich, dass der 

Name "E._____" pro forma beim Briefkasten von I._____ angeschrieben sei, nicht 

jedoch an der Klingel. Sie weist weiter darauf hin, dass der Beklagte mit Eingabe 

vom 3. Juli 2013 unter Einreichung einer entsprechenden Wohnsitzbestätigung 

(Urk. 66/13) noch behauptet habe, E._____ wohne in J._____, obwohl aus der 

aktuellen Wohnsitzbestätigung hervorgehe, dass E._____ am 1. Juli 2013 nach 

F._____ gezogen sei (Urk. 80 S. 14 f.). Dass es sich bei der Wohnung an der 

K._____-Strasse ... in F._____ um diejenige von I._____ handelt, wurde lediglich 

behauptet. Es fehlt ein entsprechender Nachweis. Aus den Fotos der Türklingel 

und des Briefkastenschildes kann die Klägerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, 

insbesondere da daraus nicht ersichtlich ist, ob die Fotos den Briefkasten und die 

Türklingel an der K._____-Strasse ... abbilden. Weiter vermag die Klägerin mit 

dem Vorbringen, wonach der Beklagte mit Eingabe vom 3. Juli 2013 unter 

Einreichung einer entsprechenden Wohnsitzbestätigung (Urk. 66/13) noch 

behauptet habe, E._____ wohne in J._____, obwohl aus der aktuellen 

Wohnsitzbestätigung hervorgehe, dass E._____ am 1. Juli 2013 nach F._____ 

gezogen sei, am Beweiswert der Wohnsitzbestätigung von F._____ mit Bezug auf 

- 17 - 

die aktuellen Verhältnisse nichts zu ändern (Urk. 66/13). Schliesslich ist lediglich 

der Vollständigkeit halber anzuführen, dass auch das Vorbringen der Klägerin in 

der Berufungsschrift, wonach L._____, die Tochter von E._____, beim Beklagten 

ein eigenes Zimmer habe (Urk. 70 S. 12), unbehelflich ist. Einerseits handelt es 

sich dabei lediglich um eine blosse Behauptung. Andererseits könnte aus dieser 

Behauptung, selbst wenn sie wahr sein sollte, nicht der Schluss gezogen werden, 

dass E._____ beim Beklagten wohnt. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass 

gestützt auf die Akten davon ausgegangen werden muss, dass die 

Wohnsitzbestätigung betreffend E._____ den wahren Sachverhalt wiedergibt und 

diese nicht beim Beklagten wohnt. Entsprechend beträgt der Grundbetrag des 

Beklagten Fr. 1'200.–.  

2.2. Wohnkosten 

Die Klägerin kritisiert die dem Beklagten von der Vorinstanz zugestandenen 

Wohnkosten von Fr. 2'390.– für eine 4 1/2- Zimmerwohnung als zu hoch. Zum 

einen sei der Beklagte nicht auf eine 4 1/2 - Zimmerwohnung angewiesen. Zum 

andern könnten Wohnungen von dieser Grösse zu weit tieferen Mieten gefunden 

werden (Urk. 70 S. 9). Im Bedarf sind grundsätzlich die effektiven Wohnkosten zu 

berücksichtigen. Falls diese Kosten übersetzt sind, ist der Betrag auf den 

nächsten Kündigungstermin hin auf ein Normalmass herabzusetzen (Six, a.a.O., 

N 2.97). Vorliegend sind die Wohnkosten allerdings nicht übersetzt. Sie sind 

insbesondere deshalb gerechtfertigt, weil der Beklagte jedes zweite Wochenende 

das Besuchsrecht zu seinen beiden Kindern ausübt. Die Tochter C._____ ist 

zehnjährig und hat deshalb Anspruch auf ein eigenes Zimmer. Eine 4 ½-

Zimmerwohnung zu einem Mietzins von Fr. 2'390.– pro Monat erscheint vor 

diesem Hintergrund und mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse der Parteien 

noch als angemessen.  

2.3. Radio/Internet/TV 

Die Klägerin verlangt eine Reduktion des Betrags für Radio/Internet/TV auf 

Fr. 120.– pro Monat. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, sind 

aufgrund des Gleichbehandlungsgebots zwischen den Ehegatten in der 

- 18 - 

Bedarfsberechnung des Beklagten ebenfalls Fr. 150.– für Telefon, Internet und 

TV einzusetzen. 

2.4. Hausrat/Haftpflicht 

Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Beklagten Kosten für die 

Hausrat- und Haftpflichtversicherung von Fr. 115.–. Die Klägerin moniert, dass 

der Beklagte zum Nachweis der Versicherungskosten lediglich eine Offerte 

eingereicht habe (vgl. Urk. 15/13), weshalb lediglich Versicherungskosten von 

Fr. 80.– zu berücksichtigen seien (Urk. 70 S. 9). Aufgrund der Akten ist nicht 

ersichtlich, ob die Versicherung die Offerte angenommen hat und der 

Versicherungsvertrag damit zustande gekommen ist. Es ist damit nicht glaubhaft, 

dass dem Beklagten Versicherungskosten von monatlich Fr. 115.– anfallen. In 

Anwendung des Gleichbehandlungsgebots zwischen den Ehegatten sind im 

Bedarf des Beklagten jedoch Versicherungskosten von Fr. 86.– zu 

berücksichtigen. Im darüber hinausgehenden Umfang ist der Beklagte auf den 

Freibetrag zu verweisen.  

2.5. Mobilität 

Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Beklagten Fahrzeugkosten von 

Fr. 600.– pro Monat. Die Klägerin verlangt eine Reduktion des Betrags auf 

monatlich Fr. 400.–, da der Beklagte wie früher mit dem Zug zur Arbeit fahren und 

das Auto an seinem Arbeitsort in M._____ lassen könne (Urk. 70 S. 10). Es ist 

unbestritten, dass der Beklagte zwecks Kundenbesuche auf ein Auto angewiesen 

ist. Dem Auto des Beklagten kommt damit Kompetenzqualität zu. Ob der Beklagte 

in der Vergangenheit mit dem Zug zur Arbeit gefahren ist, ist unerheblich. 

Aufgrund der grossen Distanz zwischen seinem Wohn- und Arbeitsort rechtfertigt 

es sich, dem Beklagten – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – 

Mobilitätskosten von Fr. 600.– anzurechnen, zumal im Bedarf der Klägerin 

Fr. 300.– für Fahrzeugkosten berücksichtigt wurden, obwohl ihr Arbeitsweg 

erheblich kürzer ist und sie ausserdem nur teilzeitig arbeitet. Hinzu kommt, dass 

mit dem angerechneten Betrag von Fr. 600.– die effektiven Fahrzeugkosten 

ohnehin nicht gedeckt werden können, weshalb dieser Betrag selbst dann 

- 19 - 

angemessen wäre, wenn der Beklagte seinen Arbeitsweg nicht täglich mit dem 

Auto zurücklegen würde.  

2.6. Amortisation Hypothek  

 Der Beklagte hält an den vor Vorinstanz geltend gemachten 

Amortisationskosten von jährlich Fr. 6'000.– fest (Urk. 77 S. 8). Es ist belegt, dass 

der Beklagte per 30. Juni 2012 die gemäss Festhypothekenvertrag vereinbarte 

Zahlung von jährlich Fr. 6'000.– auf das Säule 3a-Konto bei der "N._____ 

Versicherung und Vorsorge" zwecks indirekter Amortisation der auf der ehelichen 

Liegenschaft lastenden Hypothek vorgenommen hat (Urk. 15/10/1-2). Lassen es 

die finanziellen Verhältnisse zu, können Amortisationszahlungen, obschon es sich 

dabei wirtschaftlich betrachtet um Vermögensbildung handelt, bedarfsseitig 

Berücksichtigung finden, wenn der Schuldner zu diesen Zahlungen gesetzlich 

oder vertraglich verpflichtet ist (ZK-Bräm, Art. 163 N 118A Ziff. 2.1.c). Angesichts 

der guten finanziellen Verhältnisse der Parteien rechtfertigt es sich nach dem 

Gesagten, im Bedarf des Beklagten Amortisationskosten von monatlich Fr. 500.– 

zu berücksichtigen. Im Übrigen sind gemäss Festhypothekenvertrag beide 

Ehegatten Schuldner (Urk. 7/4 = 15/10), so dass die Amortisation bei beiden 

Ehegatten zu einer Reduktion der Schulden führt. 

2.7. Steuern 

Auch im Bedarf des Beklagten ist die mutmassliche Steuerbelastung zu 

berücksichtigen. Häufig fällt die Steuerbelastung des unterhaltspflichtigen 

Ehegatten nicht wesentlich anders aus, als diejenige des unterhaltsberechtigten 

Ehegatten. Abziehbarkeit der Unterhaltsbeiträge beim Einkommen des 

unterhaltspflichtigen Ehegatten und Steuerbarkeit der Unterhaltsbeiträge beim 

unterhaltsberechtigten Ehegatten bewirken oft einen Ausgleich. Vorliegend ist zu 

berücksichtigen, dass die Klägerin zusätzlich den Eigenmietwert der Liegenschaft 

zu versteuern hat, beim Beklagte als Unterhaltspflichtigen hingegen der höhere 

Tarif A für Alleinstehende zur Anwendung gelangt. Vor diesem Hintergrund ist 

auch beim Beklagten von einer mutmasslichen Steuerlast von Fr. 500.– 

auszugehen.  

- 20 - 

Die übrigen Positionen blieben unangefochten und sind plausibel.  

- 21 - 

 3. Bedarfsübersicht 

Insgesamt ergibt sich somit folgender Bedarf der Parteien (inkl. Kinder): 

Klägerin Bedarf Beklagter 

 Fr. 2'150.– Grundbetrag bis 28. Februar 2013  Fr.  1'200.– 

 Fr. 2'350.– Grundbetrag seit 1. März 2013  Fr.  1'200.– 

 Fr. 404.– Hypothekarzins Miete  Fr. 2'390.– 

 Fr. 671.– Nebenkosten Parkplatz  Fr. 134.– 

 Fr. 150.– Radio / Internet / Billag  Fr. 150.– 

 Fr. 495.– Krankenkasse (inkl. Unfallversicherung 

Kinder) 

 Fr. 284.– 

 Fr. 86.– Hausrats- und Haftpflichtversicherung  Fr. 86.– 

 Fr. 300.– Mobilität  Fr. 600.– 

 Fr. 549.– Betreuungskosten (inkl. Spielgruppe)  Fr. 0.– 

 Fr. 0.– Amortisation Hypothek  Fr. 500.– 

Fr. 500.– Steuern  Fr. 500.– 

 Fr. 5'305.–  Total bis 28. Februar 2013  Fr. 5'844.– 

 Fr. 5'505.–  
(Erhöhung des  

Grundbetrages wegen C._____) 

Total seit 1. März 2013  Fr. 5'844.– 

 

 4. Einkommen Klägerin 

 4.1. Die Vorinstanz ging bei der Klägerin von monatlichen Einkünften von 

Fr. 2'400.– aus, bestehend aus den durchschnittlichen Einkünften der Monate 

Februar 2012 bis Januar 2013 in der Höhe von Fr. 1'600.– aus ihrer Tätigkeit bei 

der O._____ AG, Einnahmen von Fr. 700.– aus ihrer Anstellung bei der 

- 22 - 

Gemeindeverwaltung G._____ und Einkünften von Fr. 120.– aus der Vermietung 

eines Parkplatzes (Urk. 71 S. 18 f.). 

 4.2. Die Klägerin macht geltend, dass die Einkünfte aus ihrer Tätigkeit bei 

der O._____ AG gestützt auf die vergangenen 15 Monate seit der Trennung zu 

ermitteln seien und lediglich Fr. 1'051.60 betrügen. Sie reicht als Beleg neu die 

Lohnabrechnungen der Monate Februar 2013 bis September 2013 ins Recht 

(Urk. 73/11-18). Die Klägerin lässt ausführen, dass während des ehelichen 

Zusammenlebens der Beklagte die Kinder während ihrer Arbeitseinsätze betreut 

habe. Nun seien ihre Möglichkeiten, Einsätze für die Sicherheitsfirma zu leisten, 

eingeschränkt, weil sie – mit Ausnahme der Wochenenden, an welchen die 

Kinder beim Beklagten zu Besuch seien – auf eine Fremdbetreuung angewiesen 

sei (Urk. 70 S. 13 ff.).  

 4.3. Der Beklagte stellt sich auf den Standpunkt, dass die Klägerin durch 

den Stalldienst bei P._____ monatlich zusätzlich Fr. 373.75 verdiene. Ausserdem 

seien die Einkünfte, welche sie aus ihrer Tätigkeit bei der O._____ AG erziele, 

gestützt auf die letzten zwei Jahre, d.h. von November 2011 bis September 2013 

zu ermitteln, wobei in dieser Zeitspanne das Einkommen durchschnittlich 

Fr. 1'625.45 betragen habe. Bei der Klägerin sei deshalb von einem 

durchschnittlichen Einkommen von Fr. 2'819.20 (Fr. 1'625.45 O._____ AG, 

Fr. 700.– Gemeinde G._____, Fr. 373.75 P._____, Fr. 120.– Parkplatz) 

auszugehen. Weiter macht der Beklagte geltend, die Klägerin habe darum 

bemüht zu sein, dass die Liegenschaft an der Q._____-Strasse ... in R._____, in 

welcher die Mutter der Klägerin aufgrund eines Wohnrechts wohne, eine 

marktübliche Rendite abwerfe, weshalb ihr in der Höhe der erzielbaren Rendite 

zusätzliche Einkünfte anzurechnen seien (Urk. 77 S. 9).  

 4.4. Vorab ist festzuhalten, dass es weder ersichtlich noch dargetan ist, 

weshalb die Lohnabrechnungen Februar 2013 bis Juni 2013 der O._____ AG 

nicht bereits vor Vorinstanz hätten eingereicht werden können. Als verspätet und 

deshalb unzulässige neue Beweismittel haben diese Belege unberücksichtigt zu 

bleiben. Bei den Lohnabrechnungen Juli 2013 bis September 2013 (Urk. 73/16-

18) handelt es sich um zulässige neue Beweismittel, konnten diese vor Vorinstanz 

- 23 - 

doch noch gar nicht vorgebracht werden, nachdem das vorinstanzliche Urteil vom 

5. August 2013 datiert. Wie die Klägerin bereits vor Vorinstanz zutreffend 

ausführte (vgl. Urk. 37 S. 2), hat ihr Einkommen aus ihrer Tätigkeit bei der 

O._____ AG seit Juli 2012 erheblich abgenommen. So erzielte sie im Juli 2012 

lediglich Einkünfte von Fr. 601.30, im August 2012 sogar lediglich solche von 

Fr. 460.10, im September 2012 betrug das Nettoeinkommen Fr. 978.15. Zwar ist 

bei unregelmässigem oder erheblich schwankendem Einkommen grundsätzlich 

auf den Durchschnittswert einer genügend langen Vergleichsperiode abzustellen. 

Vorliegend ist jedoch unbestritten, dass es der Klägerin aufgrund des durch die 

Trennung bedingten Wegfalls der Kinderbetreuung durch den Beklagten nicht 

mehr möglich war, im gleichen Umfang wie vor der Trennung Arbeitseinsätze bei 

der O._____ AG zu leisten. Der durch die Trennung erfolgten geänderten 

Einkommenssituation ist Rechnung zu tragen, weshalb es sich vorliegend 

rechtfertigt, das Einkommen der Klägerin lediglich gestützt auf die Zeitperiode 

Juli 2012 bis Januar 2013 sowie die Monate Juli 2013 bis September 2013 zu 

ermitteln. Im Durchschnitt verdiente die Klägerin in den erwähnten Monaten 

Fr. 1'057.– netto pro Monat (vgl. Urk. 39/1-7 und Urk. 73/16-18). Betreffend das 

Leisten von Stalldiensten bei P._____ ist festzuhalten, dass die Vorinstanz diese 

Tätigkeit zu Recht nicht als einkommensrelevant erachtet hat. Dem Pferdebox-

Mietvertrag (Urk. 13/1) ist zu entnehmen, dass sich die Klägerin verpflichtete, 

mindestens die Hälfte der Pferdebox-Miete durch die Übernahme von 

Stalldiensten zu begleichen. Weiter wird festgehalten, dass der Vermieter 

(P._____) kein Geld auszahle (Urk. 13/1). Die Klägerin vermindert durch das 

Leisten von Stalldiensten ihren Bedarf. Folgerichtig darf der Stalldienst auch nicht 

einkommensseitig berücksichtigt werden. Was die vom Beklagten beantragte 

hypothetische Anrechnung einer erzielbaren Rendite aus der Vermietung der 

Liegenschaft an der Q._____-Strasse ... in … anbelangt, ist zu bemerken, dass 

zwar tatsächlich erzielte Vermögenserträge aus Immobilien als Einkommen 

anrechenbar sind, hingegen für eine hypothetische Anrechnung von 

Vermögenserträgen im Rahmen des Eheschutzverfahrens kein Raum bleibt. 

 4.5. Zusammenfassend ist damit bei der Klägerin von einem 

Durchschnittseinkommen von gerundet Fr. 1'875.– (O._____ AG: Fr. 1'055.–, 

- 24 - 

Gemeindeverwaltung G._____: Fr. 700.–, Parkplatzvermietung: Fr. 120.–) 

auszugehen. 

 5. Einkommen Beklagter 

 5.1. Der Beklagte arbeitet als Leiter Vertrieb und Stellvertreter bei der 

Generalagentur M._____ der N._____ Versicherungen und Vorsorge. Die 

Vorinstanz hat das Einkommen des Beklagten (exklusive Erfolgsbeteiligung, 

Pauschalspesen und Kinderzulagen, inklusive 13. Monatslohn) gestützt auf die 

Lohnausweise der vergangenen drei Jahre berechnet und auf Fr. 10'550.– 

beziffert (Urk. 71 S. 19). Die jährlich ausbezahlte Erfolgsbeteiligung wurde mit der 

Begründung, dass die Höhe jeweils stark variiere, von der Berechnung 

ausgeklammert. Die Vorinstanz hielt in den Erwägungen fest, dass der Beklagte 

zu verpflichten sei, die Höhe der jeweils ausbezahlten Erfolgsbeteiligung der 

Klägerin auszuweisen und ihr nach deren Auszahlung durch den Arbeitgeber 

innert 30 Tagen die Hälfte davon zu überweisen (Urk. 71 S. 19 f.). Eine 

entsprechende Verpflichtung im Dispositiv fehlt allerdings. 

5.2. Die Klägerin beantragt wie erwähnt, den Beklagten zu verpflichten, ihr 

zwei Drittel der erhaltenen Leistungsentschädigungen, der Erfolgsbeteiligungen 

und der Gratifikationen zu bezahlen (Urk. 70 S. 16). In der Höhe oder Häufigkeit 

stark variierende Bonuszahlungen oder Gratifikationen sind entweder mit einem 

durchschnittlichen Wert zu berücksichtigen oder vom Einkommen auszuklammern 

(Jann Six, a.a.O., N 2.130). Den Lohnausweisen 2010 bis 2012 ist zu entnehmen, 

dass die Erfolgsbeteiligungen Fr. 4'940.– (2010), Fr. 5'560.– (2011) und 

Fr. 6'200.– (2012) betragen haben. Damit ist beim Einkommen des Beklagten 

nicht von einer stark variierenden Erfolgsentschädigung auszugehen, weshalb 

diese nicht vom übrigen Einkommen auszuklammern ist. Die von der Klägerin 

geltend gemachten Gratifikationen und Leistungsentschädigungen sind in den 

Lohnausweisen jeweils nicht separat aufgeführt. Es ist davon auszugehen, dass 

sie im "Lohn" gemäss Ziffer 1 des Lohnausweises enthalten sind. Den 

Lohnabrechnungen November und Dezember 2011 kann entnommen werden, 

dass die Leistungsentschädigung Fr. 15'890.– (Urk. 48/2 S. 11), die Gratifikation 

Fr. 1'500.– (Urk. 48/2 S. 12) und die Verkaufsentschädigung Fr. 2'341.25 

- 25 - 

(Urk. 48/2 S. 13) betragen haben. Insgesamt belief sich das variable Einkommen 

(exkl. Erfolgsbeteiligung) auf Fr. 19'731.25. Im Jahr 2012 betrug das variable 

Einkommen Fr. 18'497.– (Leistungsentschädigungen von Fr. 12'497.– im 

November und von Fr. 6'000.– im Dezember; Urk. 41/4+5). Gratifikationen und 

Verkaufsentschädigungen gehen aus den Lohnabrechnungen des Jahres 2012 

keine hervor. Damit steht fest, dass das variable Einkommen des Beklagten nur 

leicht schwankend ist, weshalb die Vorinstanz dieses zu Recht nicht vom fixen 

Einkommen ausgeklammert hat.  

Das Nettoeinkommen des Beklagten betrug im Jahr 2010 Fr. 131'331.– (exkl. 

Kinderzulagen, inkl. Erfolgsbeteiligung, inkl. 13. Monatslohn), im Jahr 2011 

Fr. 132'713.– und im Jahr 2012 Fr. 130'376.– (Urk. 15/5/1, Urk. 15/5/2 und 41/7), 

weshalb von einem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen von 

Fr. 10'955.– (gerundet) auszugehen ist.  

Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Klägerin die Feststellung 

der Vorinstanz, wonach die dem Beklagten ausbezahlten Pauschalspesen keine 

verdeckten Einkommensbestandteile darstellten und deshalb bei der Berechnung 

des Einkommens nicht zu berücksichtigen seien (vgl. Urk. 71 S. 19), mit der 

Berufungsschrift nicht angefochten hatte, sondern diese erst in der 

Stellungnahme vom 25. November 2013 zur Berufungsschrift (Urk. 80 S. 7 ff.) 

beanstandete. Die diesbezüglichen Vorbringen sind verspätet erfolgt, weshalb 

sich Weiterungen dazu erübrigen. 

6. Bei Gegenüberstellung der Bedarfszahlen der Parteien mit deren 

Einkommen ergibt sich folgende Unterhaltsberechnung: 

Phase I (1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013): 

Bedarf der Klägerin (inkl. Kinder): Fr.   5'305.– 

Bedarf des Beklagten: Fr.   5'844.– 

Gemeinsamer Bedarf:  Fr.  11'149.– 
 

- 26 - 

Einkommen der Klägerin: Fr.   1'875.– 

Einkommen des Beklagten: Fr.  10'955.– 

Gesamteinkommen: Fr.  12'830.– 

minus gemeinsamer Bedarf:  Fr.  11'149.– 

Freibetrag:  Fr.   1'681.– 

 

Phase II (ab 1. März 2013 für die weitere Dauer des Getrenntlebens): 

Bedarf der Klägerin (inkl. Kinder): Fr.    5'505.– 

Bedarf des Beklagten:  Fr.    5'844.– 

Gemeinsamer Bedarf:  Fr.  11'349.– 
 

Einkommen der Klägerin: Fr.    1'875.– 

Einkommen des Beklagten: Fr.   10'955.– 

Gesamteinkommen: Fr.   12'830.– 

minus gemeinsamer Bedarf: Fr.   11'349.– 

Freibetrag:  Fr.    1'481.– 

 

6.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung rechtfertigt es sich, bei 

gemeinsamen unmündigen Kindern, die bei einem Ehegatten wohnen, die 

Zuweisung des verbleibenden Überschusses im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zugunsten 

des obhutsberechtigten Ehegatten vorzunehmen. Begründet wird eine 

verschiedene Aufteilung des Freibetrages damit, dass auch die Kinder an der 

höheren Lebenshaltung der Parteien teilhaben sollen (BGE 126 III 8). Vorliegend 

sind keine Gründe ersichtlich, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. 

- 27 - 

6.2. Somit ergeben sich folgende gerundete Unterhaltsansprüche der Klägerin 

(inkl. Kinder): 

Phase I (1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013): 

 Bedarf der Klägerin (inkl. Kinder): Fr. 5'305.– 

+  Anteil am Freibetrag (2/3):  Fr.  1'121.– 

./. Einkommen der Klägerin: Fr.  1'875.– 

 Unterhaltsbeitrag (exkl. Kinderzulagen): Fr.       4'550.– (gerundet) 

 

Phase II (ab 1. März 2013 für die weitere Dauer des Getrenntlebens): 

 Bedarf der Klägerin (inkl. Kinder): Fr. 5'505.– 

+  Anteil am Freibetrag (2/3):  Fr.  987.– 

./. Einkommen der Klägerin: Fr.  1'875.– 

 Unterhaltsbeitrag (exkl. Kinderzulagen): Fr.       4'620.– (gerundet) 

6.3. Der rechnerische Unterhaltsbeitrag ist auf die Kinder der Parteien und die 

Klägerin aufzuteilen. Die von der Vorinstanz den beiden Kindern zugesprochenen 

Unterhaltsbeiträge von monatlich je Fr. 1'300.– für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 

28. Februar 2013 und von Fr. 1'300.– (für den Sohn D._____) und Fr. 1'500.– (für 

die Tochter C._____) erscheinen angemessen. Allfällige gesetzliche oder 

vertragliche Kinderzulagen sind zuzüglich zu den festgesetzten 

Kinderunterhaltsbeiträgen zu bezahlen. Entsprechend sind der Klägerin 

persönlich folgende Unterhaltsbeiträge zuzusprechen: Fr. 1'950.– pro Monat für 

die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013 und Fr. 1'820.– pro Monat ab 

1. März 2013 für die weitere Dauer des Getrenntlebens. 

III. 

A. Unentgeltliche Prozessführung / Prozesskostenvorschuss 

1. Die Klägerin stellt für das Berufungsverfahren ein Gesuch um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 70 S. 17 ff.).  

- 28 - 

2. Gemäss Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Die unentgeltliche Rechtspflege 

umfasst nach Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO auch die gerichtliche Bestellung einer 

Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistandes, wenn dies zur Wahrung der 

Rechte der Partei notwendig ist. Als bedürftig gilt, wer die erforderlichen Gerichts- 

und Parteikosten nur bezahlen kann, indem er die Mittel heranzieht, die er 

eigentlich zur Deckung des Grundbedarfs für sich und seine Familie benötigt 

(BGE 128 I 225 E. 2.5.1; BGer Urteil vom 1. Juli 2009, 4D_30/2009 E. 5.1). Die 

prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen 

Situation des Rechtssuchenden und ist erst zu bejahen, wenn er sämtliche 

eigenen, aktuell vorhandenen, sofort oder zumindest innert nützlicher Frist 

verfügbaren Hilfsmittel zur Finanzierung des Prozesses erschöpft hat. Dazu 

gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits die 

Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 120 Ia 181 E. 3a; BGE 124 I 2 

E. 2a, je mit Hinweisen). Der nach Abzug des zivilprozessualen Notbedarfs von 

der Summe aus massgebendem Einkommen und Vermögen verbleibende 

Überschuss ist mit den für den konkreten Fall zu erwartenden Gerichts- und 

Anwaltskosten in Beziehung zu setzen. Der Überschuss sollte es dem 

Gesuchsteller erlauben, die anfallenden Prozesskosten innert absehbarer Zeit zu 

entrichten (BGE 109 Ia 8 f. E. 3a; Huber, Dike-Komm, Art. 117 N 17).  

3. Nach Abzug des zivilprozessualen Notbedarfs in der Höhe von Fr. 5'505.– 

von den Einkünften von Fr. 6'440.– (eigenes Einkommen von Fr. 1'875.– + 

Unterhaltsbeiträge von Fr. 4'620.–) verbleibt ein Überschuss von Fr. 935.–. Die 

Klägerin verfügt somit über genügend finanzielle Mittel, die anfallenden Gerichts- 

und Anwaltskosten des Berufungsverfahrens innert absehbarer Zeit zu 

begleichen, weshalb das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege abzuweisen ist. 

B. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im 

Berufungsverfahren zu befinden. Anlass zum vorliegenden Berufungsverfahren 

- 29 - 

gab die Unterhaltspflicht des Beklagten gegenüber der Klägerin und den beiden 

Kindern. Die Klägerin verlangte mit der Berufung, den Beklagten im Rahmen 

seiner Unterhaltspflicht zu verpflichten, ihr zwei Drittel seiner variablen 

Lohnbestandteile (Leistungsentschädigung, Erfolgsbeteiligung und 

Gratifikationen) zu bezahlen. Die variablen Lohnbestandteile betrugen im 

Jahr 2011 Fr. 25'291.25.– (Urk. 15/5/1 und 48/2 S. 11-13) und im Jahr 2012 

Fr. 24'697.– (Urk. 41/7 und Urk. 41/5+5). Die Klägerin verlangt damit zusätzliche 

Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 16'660.– pro Jahr und Fr. 1'380.– pro Monat. Der 

Beklagte beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und verlangt 

damit die Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen von monatlich Fr. 4'410.– für die 

Zeit vom 1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013 und von Fr. 4'470.– ab 1. März 2013. 

Im Ergebnis erhöht sich die Unterhaltspflicht des Beklagten in den Monaten Juli 

2012 bis Februar 2013 lediglich um Fr. 140.- pro Monat und ab März 2013 um 

monatlich Fr. 150.–. Es rechtfertigt sich daher, die zweitinstanzlichen 

Verfahrenskosten zu 90% der Klägerin und zu 10% dem Beklagten aufzuerlegen. 

In Anwendung der §§ 5 Abs. 1, 6 Abs. 2 lit. b, 8 Abs. 1 und 12 der 

Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) ist die zweitinstanzliche 

Gerichtsgebühr auf Fr. 5'500.– festzusetzen.  

2. Die Klägerin ist zu verpflichten, dem Beklagten für das zweitinstanzliche 

Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'600.– zu bezahlen 

(Art. 106 ZPO; § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 9 und § 13 der Verordnung des 

Obergerichts über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010). Mangels eines 

entsprechenden Antrages ist zur Prozessentschädigung kein Mehrwertsteuersatz 

zuzusprechen (vgl. das Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Zürcher 

Obergerichts vom 17. Mai 2006). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 – 3, 6 und 8 – 11 der 

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 

Bezirksgericht Dielsdorf vom 5. August 2013 in Rechtskraft erwachsen sind. 

- 30 - 

2. Das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

für das Berufungsverfahren wird abgewiesen. 

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit dem nachfolgenden 

Erkenntnis. 

und erkannt: 

1. Der Beklagte wird unter Anrechnung bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge 

verpflichtet, der Klägerin an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung 

der Kinder C._____ und D._____ monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu 

bezahlen: 

− je Fr. 1'300.– für jedes Kind rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis 

28. Februar 2013, zahlbar bis spätestens 31. Januar 2014, 

− Fr. 1'300.– für den Sohn D._____ und Fr. 1'500.– für die Tochter 

C._____ ab 1. März 2013. Die rückwirkend festgesetzten 

Unterhaltsbeiträge sind bis 30. Juni 2014 vollumfänglich zu bezahlen.  

Die künftigen Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils 

auf den Ersten eines jeden Monats. 

2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin monatliche Unterhaltsbeiträge 

wie folgt zu bezahlen: 

− Fr. 1'950.– rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013, zahlbar 

bis spätestens 31. Januar 2014, 

− Fr. 1'820.– pro Monat ab 1. März 2013 für die weitere Dauer des 

Getrenntlebens. Die rückwirkend festgesetzten Unterhaltsbeiträge sind 

bis 30. Juni 2014 vollumfänglich zu bezahlen.  

Die künftigen Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils 

auf den Ersten eines jeden Monats. 

- 31 - 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'500.– festgesetzt.  

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden im Umfang 

90% der Klägerin und im Umfang von 10% dem Beklagten auferlegt. 

5. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche 

Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'600.– zu bezahlen.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, 

je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 3. Januar 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. J. Freiburghaus 
 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss und Urteil vom 3. Januar 2014
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 5. August 2013:
	1. Es wird festgestellt, dass die Parteien auf unbestimmte Dauer zum Getrenntleben berechtigt sind. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 11. Juli 2012 getrennt leben.
	2. Die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2003, und D._____, geboren am tt.mm.2009, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Klägerin gestellt.
	3. Die Parteien regeln das Besuchsrecht von Fall zu Fall selbst. Im Streitfall soll Folgendes gelten:
	Der Beklagte ist berechtigt, die Kinder jedes zweite Wochenende jeweils von Freitag ab 15:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Ausserdem ist der Beklagte berechtigt, die Kinder jeweils am 23. und 24. Dezember und a...
	Der Beklagte teilt der Klägerin mindestens zwei Monate im Voraus mit, wann er sein Ferienbesuchsrecht ausüben will.
	4. Der Beklagte wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder C._____ und D._____ rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis und mit 28. Februar 2013 monatliche Unterhaltbeiträge (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglic...
	Der Beklagte wird zudem verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder C._____ und D._____ monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vert...
	5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis und mit 28. Februar 2013 monatliche Unterhaltbeiträge in der Höhe von Fr. 1'810.– zu bezahlen; zahlbar bis spätestens 31. Dezember 2013.
	Der Beklagte wird zudem verpflichtet, der Klägerin monatliche Unterhaltsbeiträge von jeweils Fr. 1'670.– zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend per 1. März 2013. Die rückwirkenden Unterhaltsbeiträge sind ...
	6. Allfällige vom Beklagten an die Klägerin in Erfüllung seiner Unterhaltspflicht geleistete Akontozahlungen für den Zeitraum ab 1. Juli 2012 sind bei entsprechendem Nachweis an die festgesetzten Unterhaltsbeiträge anzurechnen.
	7. Diesem Entscheid liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien zugrunde:
	Einkommen: Nettoeinkommen der Klägerin: Fr.   2'420.– Nettoeinkommen des Beklagten: Fr. 10'550.–
	Notbedarf: Notbedarf der Klägerin (bis 28. Februar 2013): Fr.   4'297.– Notbedarf der Klägerin (seit 1. März 2013): Fr.   4'497.– Notbedarf des Beklagten: Fr.   4'873.–
	8. Die übrigen Punkte der von den Parteien abgeschlossenen Vereinbarung vom 17. August 2012 (act. 17) werden vorgemerkt. Sie lauten wie folgt:
	"Getrenntleben
	1. […]
	Obhutszuteilung
	2. […]
	Besuchsrecht
	3. […]
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 8'000.–. Weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	11. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Parteientschädigung wird Vormerk genommen.
	12. (Mitteilungssatz)
	13. (Rechtsmittelbelehrung)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.

	A. Vorbemerkungen
	1. Die Klägerin beantragt, den Beklagten zu verpflichten, ihr jeweils zusätzlich zu den festgesetzten Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträgen (Dispositiv-Ziffern 4 und 5) zwei Drittel der durch seine Arbeitgeberin ausbezahlten Leistungsentschädigung,...
	3. Der Beklagte beantragt, die Vorinstanz sei zu verpflichten, das Dispositiv dahingehend zu berichtigen, dass er zur Überweisung der Hälfte der Erfolgsbeteiligung an die Klägerin verpflichtet werde (Ziffer 2 der Berufungsanträge des Beklagten, Urk. 7...
	4. Auf die Parteivorbringen ist im Folgenden insoweit einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist.

	B. Unterhaltsbeiträge
	Im vorliegenden Berufungsverfahren sind die Höhe der Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge strittig. Dabei ist der Bedarf der Parteien (Erw. 1 und 2) sowie deren Einkommen strittig (Erw.4 und 5).

	1. Bedarf Klägerin
	Der Unterhaltsberechnung hat die Vorinstanz folgenden erweiterten Notbedarf der Parteien zugrunde gelegt (Urk. 71 S. 17):
	5.1. Der Beklagte arbeitet als Leiter Vertrieb und Stellvertreter bei der Generalagentur M._____ der N._____ Versicherungen und Vorsorge. Die Vorinstanz hat das Einkommen des Beklagten (exklusive Erfolgsbeteiligung, Pauschalspesen und Kinderzulagen, ...
	III.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 – 3, 6 und 8 – 11 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 5. August 2013 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren wird abgewiesen.
	3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit dem nachfolgenden Erkenntnis.
	und erkannt:
	1. Der Beklagte wird unter Anrechnung bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge verpflichtet, der Klägerin an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder C._____ und D._____ monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
	 je Fr. 1'300.– für jedes Kind rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013, zahlbar bis spätestens 31. Januar 2014,
	 Fr. 1'300.– für den Sohn D._____ und Fr. 1'500.– für die Tochter C._____ ab 1. März 2013. Die rückwirkend festgesetzten Unterhaltsbeiträge sind bis 30. Juni 2014 vollumfänglich zu bezahlen.
	Die künftigen Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
	 Fr. 1'950.– rückwirkend vom 1. Juli 2012 bis 28. Februar 2013, zahlbar bis spätestens 31. Januar 2014,
	 Fr. 1'820.– pro Monat ab 1. März 2013 für die weitere Dauer des Getrenntlebens. Die rückwirkend festgesetzten Unterhaltsbeiträge sind bis 30. Juni 2014 vollumfänglich zu bezahlen.
	Die künftigen Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'500.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden im Umfang 90% der Klägerin und im Umfang von 10% dem Beklagten auferlegt.
	5. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'600.– zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...