# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61eeeddc-1de9-52c0-9a5f-af87fabc75e6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2008 E-3479/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3479-2008_2008-06-12.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3479/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Markus König (Vorsitz), Richter Robert Galliker, 
Richterin Marianne Teuscher, 
Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay.

X._______ geboren (...),
Kongo (Kinshasa),
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz,

Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägung); Verfügung 
des BFM vom 30. April 2008 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3479/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

I.,

dass  der  Beschwerdeführer  am 16. Januar 2002  in  der  Schweiz  ein 
Asylgesuch stellte,

dass das Bundesamt das Asylgesuch mit  Verfügung vom 2. Oktober 
2002  abwies  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
28. Mai 2008  bei  der  vormals  zuständigen  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission (ARK) anfechten liess,

dass die ARK mit Urteil vom 10. Dezember 2002 auf die Beschwerde 
nicht eintrat,

dass das Bundesamt mit Schreiben vom 18. Dezember 2002 die Aus-
reisefrist  des  Beschwerdeführers neu auf  den 12. Februar  2003  an-
setzte,

II.,

dass der Beschwerdeführer am 20. Juni 2007 bei der Vorinstanz um 
Wiedererwägung der Verfügung vom 2. Oktober 2002 ersuchte,

dass er zur Begründung im Wesentlichen vorbrachte, er habe während 
des ordentlichen Asylverfahrens verschiedene wesentliche Vorbringen 
nicht darlegen können, 

dass  der  Beschwerdeführer  ausführte,  er  habe  während seines  Ge-
fängnisaufenthaltes  Folter  und  Vergewaltigung  erlebt,  worüber  er  je-
doch einerseits aufgrund der Zusammensetzung der Befragungsteams 
(Frauen sowie Dolmetscher aus seinem Heimatstaat) bei den mündli-
chen  Anhörungen  zu  seinen  Asylgründen,  andererseits  aus  Scham 
und Angst vor Ausgrenzung nicht früher respektive nur mit seinem Arzt 
in der Schweiz habe sprechen können, 

dass zum Beleg dieser Vorbringen insbesondere ein Arztzeugnis von 
Dr. med. A _______ vom 14. Juni 2007, Bescheinigungen von Dr. med. 
B._______  vom 7. November  2007 und Dr. med. C._______ vom 8. 

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Oktober 2007 und ein ausführlicher ärztlicher Bericht vom 23. Oktober 
2007, ebenfalls von Dr. med. C._______ zu den Akten gereicht wurden 
und  in  diesen  Dokumenten  unter  anderem  eine  Posttraumatische 
Belastungsstörung  (PTBS)  diagnostiziert  und  unter  anderem  die 
Suizidgefahr thematisiert wurde,

dass das Bundesamt am 26. Oktober 2007 eine ergänzende Anhörung 
des Beschwerdeführers durchführte,  wobei  dieser  unterschriftlich  die 
ihn behandelnden Ärzte von ihrem Arztgeheimnis entband,

dass die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom 
1. November 2007 abwies und feststellte, die Verfügung vom 2. Okto-
ber 2002 sei rechtskräftig und vollstreckbar,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  November  2007 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und unter anderem beantragte, es sei der Voll-
zug der Wegweisung auszusetzen,

dass die zuständige Instruktionsrichterin mit  Zwischenverfügung vom 
27. Dezember 2007 den Vollzug der Wegweisung unter Hinweis auf die 
Behandelbarkeit  seiner  Beschwerden  –  namentlich  die  Verfügbarkeit 
der von ihm benötigten Medikamente – im Heimatland nicht aussetzte 
und feststellte, der Beschwerdeführer habe den Ausgang des Verfah-
rens im Ausland abzuwarten,

dass mit  gleicher  Verfügung das Gesuch um Gewährung der  unent-
geltlichen Rechtspflege angesichts der Aussichtslosigkeit der Rechts-
begehren abgewiesen und der  Beschwerdeführer  zur  Leistung eines 
Kostenvorschusses aufgefordert wurde,

dass mit Urteil vom 23. Januar 2008 auf die Beschwerdeeingabe vom 
24. November 2007 nicht eingetreten wurde, nachdem der Beschwer-
deführer den Kostenvorschuss nicht innert Frist geleistet hatte,

III.,

dass der Beschwerdeführer am 15. April 2008 beim BFM ein zweites 
Wiedererwägungsgesuch einreichte und um Aufhebung der Verfügung 
vom 2. Oktober  2002  betreffend  Vollzug  der  Wegweisung  sowie  um 
vorläufige Aufnahme in der Schweiz ersuchte,

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dass  der  Beschwerdeführer  auf  seine  gesundheitliche  Situation  hin-
wies und einen ärztlichen Bericht von Dr. med. C._______ vom 4. März 
2008 zu den Akten reichte,

dass das Bundesamt das zweite Wiedererwägungsgesuch mit  Verfü-
gung vom 30. April 2008 – eröffnet am 3. Mai 2008 – abwies und er-
neut  feststellte,  die Verfügung vom 2. Oktober 2002 sei  rechtskräftig 
und vollstreckbar und einer allfälligen Beschwerde komme keine auf-
schiebende Wirkung zu, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Mai 2008 beim Bun-
desverwaltungsgericht gegen die vorinstanzliche Verfügung Beschwer-
de einreichte und deren Aufhebung infolge Unzumutbarkeit und Unzu-
lässigkeit  des Wegweisungsvollzugs beantragte, es sei  von Vollzugs-
handlungen  abzusehen  sowie  die  unentgeltliche  Prozessführung  zu 
gewähren,

dass  mit  der  Beschwerde  ein  ärztlicher  Bericht  von  Dr. D._______, 
vom 20. Mai 2008 zu den Akten gereicht wurde,

dass der für diese Beschwerdeeingabe zuständige Instruktionsrichter 
mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2008 im Sinne einer vorsorglichen 
Massnahme einstweilen – bis zum Entscheid über die aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde – den Vollzug der Wegweisung aussetzte,

dass  der  Beschwerdeführer  am  28.  Mai  2008  eine  Fürsorgebestäti-
gung zu den Akten reichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 
142.31] i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass nach Lehre und Praxis Wiedererwägungsentscheide grundsätz-
lich wie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmit-

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telweg weitergezogen werden können, womit das Bundesverwaltungs-
gericht auch zuständig ist für die Beurteilung der vorliegenden Wieder-
erwägungsbeschwerde,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert  ist  und auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf die Durchfüh-
rung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde,

dass ein Anspruch auf Wiedererwägung nach Lehre und Praxis bejaht 
wird, wenn bei einer unangefochten gebliebenen, formell rechtskräftig 
gewordenen Verfügung Revisionsgründe im Sinne von Art. 66 VwVG 
angerufen werden können oder wenn sich der rechtserhebliche Sach-
verhalt seit dem ursprünglichen Entscheid in wesentlicher Weise ver-
ändert hat und mithin die ursprüngliche Verfügung an nachträglich ein-
getretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. statt vieler 
URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Ver-
waltungsrechtspflege  des  Bundes  und  der  Kantone,  Zürich  1985, 
S. 178;  vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 S. 202 f.),

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 30. April 2008 vorweg fest-
hielt, es könne nicht von einer Gefährdung des Beschwerdeführers im 
Falle einer Rückkehr in die Demokratische Republik Kongo (DRK) ge-
sprochen werden, zumal der Beschwerdeführer weder im Rahmen des 
ordentlichen Asylverfahrens noch im ersten Wiedererwägungsverfah-
ren  eine  behördliche  Verfolgung  seitens  seines  Heimatstaates  habe 
glaubhaft machen können,

dass folglich die psychische Erkrankung des Beschwerdeführers nicht 
Folge  von  angeblich  im  Heimatstaat  erlittenen  Misshandlungen  sein 
könne, die depressiven Verstimmungen mithin andere Ursachen haben 
müssten,

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dass zwar das Niveau des Gesundheitssystems bei der Behandlung 
psychisch Kranker in der DRK nicht vergleichbar mit demjenigen in der 
Schweiz, jedoch die Behandlung psychischer Erkrankungen in Kinsha-
sa  grundsätzlich  möglich  und  das  vom  Beschwerdeführer  benötigte 
Medikament Remeron dort erhältlich sei,

dass der Beschwerdeführer zudem entgegen seinen Ausführungen im 
Heimatstaat auf ein tragfähiges Beziehungsnetz zurückgreifen könne, 
eine Rückkehr in die gewohnte Umgebung und in den Kreis der Fami-
lie die psychische Verfassung des Beschwerdeführers unter Umstän-
den positiv beeinflussen könnte,

dass  allenfalls  auftretende Schwierigkeiten  gesundheitlicher  Art  zum 
Zeitpunkt eines allfällig durchzuführenden Vollzugs der Wegweisung zu 
prüfen wären und diesen nötigenfalls mit geeigenten Massnahmen wie 
einer medizinisch begleiteten Rückkehr zu begegnen wäre,

dass der Beschwerdeführer in  seiner Eingabe vom 28. Mai  2008 im 
Wesentlichen auf die Rechtsprechung der Asylbehörden in Bezug auf 
die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach DRK, na-
mentlich nach Kinshasa, hinweist und festhält,  gemäss dieser festen 
Praxis  sei  ein  Vollzug  nicht  zumutbar,  wenn  die  betreffende  Person 
sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befinde,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  in  einem äusserst  labilen  Gesund-
heitszustand  befinde,  bei  ihm  eine  posttraumatische  Belastungsstö-
rung diagnostiziert worden sei und im eingereichten ärztlichen Bericht 
vom 20. Mai 2008 diese bestätigt sowie eine Suizidgefahr mit depres-
siver Stimmungslage festgestellt worden sei,

dass der Beschwerdeführer auf medikamentöse Therapie angewiesen, 
seine Behandlung im Heimatland nicht gewährleistet und das Medika-
ment Remeron entgegen der Auffassung des BFM dort nicht erhältlich 
sei,

dass eine adäquate Behandlung des Beschwerdeführers nicht  durch 
Familienmitglieder erfolgen könne,  sondern  es hierführ ausgebildeter 
Fachleute bedürfe,

dass es seiner Familie nicht zugemutet werden könne, die Betreuung 
einer kranken Person zu übernehmen,

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dass die Vorinstanz alle Arztberichte übergehe, welche davon ausgin-
gen, dass bei einer Rückkehr des Beschwerdeführers nach Kongo mit 
einer  wesentlichen  Verschlechterung  seines  Gesundheitszustandes 
gerechnet werden müsse,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  Berücksichtigung  sämtlicher 
aktenkundiger Unterlagen vorab (erneut) darauf hinweist, dass die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  betreffend  seine  Flucht-  respektive 
Asylgründe sich im Rahmen der vorherigen Verfahren als klar unglaub-
haft erwiesen haben,

dass das vorliegende Wiedererwägungs(beschwerde)verfahren auf die 
Prüfung der Rechtsfrage beschränkt ist, ob die gesundheitliche Situati-
on des Beschwerdeführers sich seit der letzten Beurteilung durch die 
zuständige Asyl(justiz)behörde in wiedererwägungsrechtlich relevanter 
Art und Weise verändert hat,

dass diese Frage zu verneinen ist, 

dass entgegen der Darstellung in der Beschwerde vom 28. Mai 2008 
der Aspekt einer Suizidgefahr nicht "neu", sondern bereits im Wieder-
erwägungsgesuch vom 20. Juni 2007, in der Beschwerde vom  9. No-
vember  2007 und  im Arztbericht  vom 23. Oktober  2007 thematisiert 
worden ist, 

dass die im ersten Wiedererwägungsverfahren mit der Beschwerde be-
fasste Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichtes einerseits 
festgestellt hat, die von der Vorinstanz erkannten Widersprüche beträ-
fen zentrale Punkte der Asylvorbringen, mithin könnten die durch Arzt-
zeugnisse belegten gesundheitlichen Probleme nicht auf diese angeb-
lichen Erlebnisse zurückzuführen sein, 

dass in der Instruktionsverfügung vom 27. Dezember 2007 zudem fest-
gestellt wurde, die verschriebenen Medikamente seien im Heimatland 
des Beschwerdeführers erhältlich,

dass entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe die Ab-
klärungen der  Vorinstanz  hinsichtlich  der  Erhältlichkeit  des  schlafan-
stossenden Medikaments Remeron (Antidepressivum) zutreffend sind 
und dieses Medikament in Kinshasa unter der Bezeichnung "Norset" 
erhältlich ist,

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dass  hinsichtlich  der  psychischen  Probleme  damit  keine  wesentlich 
veränderte Sachlage dargetan worden ist,

dass hinsichtlich der im Arztbericht vom 20. Mai 2008 – eher nebenbei 
–  erwähnten  gesundheitlichen  Probleme  der  "atypischen  Diathe-
se" (Neigung zu Allergien) sowie Thalassämie minor (Erkrankung der 
roten Blutkörperchen,  wobei  die  vorliegend diagnostizierte  Form der 
Thalassämie  minor  in  aller  Regel  ohne  klinische  Symptome verläuft 
und somit auch keiner Therapie bedarf) um gesundheitliche Probleme 
handelt, die im Heimatland des Beschwerdeführers, falls erforderlich, 
zweifellos ebenfalls behandelbar sind, 

dass der Beschwerdeführer zudem im Falle einer Rückkehr nicht auf 
sich  gestellt  ist,  sondern  in  seiner  Heimat  über  verwandtschaftliche 
Beziehungen verfügt,

dass  nach  dem  Gesagten  die  Vorbringen  und  Unterlagen  des  Be-
schwerdeführers im Rahmen des zweiten Wiedererwägungsverfahrens 
nicht zur Annahme einer wesentlich veränderten Sachlage im wieder-
erwägungsrechtlichen  Sinn  führen  und  allfälligen  akuten  ge-
sundheitlichen  Problemen  durch  im  Rahmen  der  Organisation  der 
Rückreise zu ergreifenden geeigneten Vorkehren der mit dem Wegwei-
sungsvollzug beauftragten Behörde zu begegnen wäre,

dass die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch nach dem Gesagten 
zu Recht abgewiesen hat,

dass es dem Beschwerdeführer nicht  gelingt  darzutun,  inwiefern  die 
angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen 
ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gutzuheissen ist,  nachdem gemäss Akten von der  prozessualen Be-
dürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist  und seine Rechts-
begehren nicht als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu 
qualifizieren waren, und deshalb keine Kosten zu erheben sind,

dass  die  Gesuche um Erlass  (definitiver)  vollzugshemmender  Mass-
nahmen und um Befreiung von der Vorschusspflicht mit dem vorliegen-
den Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos werden.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung  (mit 

den Akten Ref.-Nr. N _______)
- E._______ (Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Eveline Chastonay

Versand: 

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