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**Case Identifier:** 86c2788b-3ed7-5ecf-bf55-d50545c85dce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.07.2015 UV 2014/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-44_2015-07-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.07.2015

Entscheiddatum: 15.07.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2015
Art. 28 KVG: Die Ursächlichkeit einer Wurzelfraktur - krankheits- oder 
unfallbedingt - kann anhand der vorliegenden, sich widersprechenden 
zahnärztlichen Beurteilungen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit festgelegt werden (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2015,UV 2014/44).Entscheid vom 15. Juli 
2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), 
Versicherungsrichterinnen Karin Huber Studerus und Lisbeth Mattle 
Frei;Gerichtsschreiberin Della BatlinerGeschäftsnr.UV 
2014/44ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 8887 Mels,gegenavanex 
Versicherungen AG Recht, Postfach, 8081 Zürich 
Helsana,Beschwerdegegnerin,GegenstandZahnbehandlungskostenSachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherter) ist bei der Avanex Versicherungen AG 

(nachfolgend: Avanex) gegen Krankheit und Unfall versichert. Am 12. September 2011 

erlitt er bei einem Sturz verschiedene Brüche im Gesicht, an den Halswirbeln und am 

Oberkörper. Am 3. Mai 2012 meldete Dr. med. dent. B.___ der Avanex mit einem 

Formular für Zahnschäden gemäss KVG einen beim Unfall vom 12. September 2011 

zusätzlich eingetretenen Zahnschaden. Die Befundaufnahme datierte Dr. B.___ auf den 

26. April 2012. Als unfallbedingte Befunde vermerkte er eine Subluxation, Kontusion 

sowie Wurzelfraktur des Zahns 23. Die weitere Befundaufnahme hatte laut Angaben im 

Zahnschadenformular ergeben, dass die Zähne 11, 21, 27, 37 und 48 defekt und 

unbehandelt, die Zähne 13, 14, 17, 24, 25, 32 bis 34, 37, 42, 43 und 46 gefüllt und die 

Zähne 15 und 17 parodontal geschädigt waren, und dass VMK-Brücken der Zähne 

13-17, 25-27, 34-37 und 44-48, VMK-Kronen mit Verbindung der Zähne 11 und 21, 

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eine VMK-Krone des Zahns 23 mit Extensionsglied Zahn Nr. 22 und VMK-Einzelkronen 

der Zähne 12 und 24 bestanden. Dr. B.___ machte einen Kostenvoranschlag für eine 

definitive Versorgung mit Entfernung der VMK-Kronen der Zähne 11, 21, 23 und 24, 

Extraktion der Wurzel des Zahns 23 und Anfertigung einer neuen VMK-Brücke 11, 21 

bis 24 im Gesamtbetrag von Fr. 6'811.65 (act. G 3.1). Laut Angaben von Dr. B.___ ging 

am 29. Mai 2012 die Krone des Zahns 23 spontan verloren, weshalb sie gleichentags 

provisorisch rezementiert wurde (vgl. dazu act. G 3.16, Stellungnahme von Dr. B.___ 

vom 10. Juli 2013, S. 2).

A.b     Nachdem die Avanex den Schadenfall am 7. Juni 2012 zusammen mit bei Dr. 

B.___ eingeholten 25 Röntgenbildern vom 12. Juni 1996 bis 26. April 2012 und drei 

Fotos vom 26. April 2012 ihrem Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. C.___ vorgelegt 

hatte, lehnte sie gestützt auf dessen Beurteilung vom 7. Juli 2012 (act. G 3.5) ihre 

Leistungspflicht mit Schreiben vom 19. Juli 2012 ab. Zur Begründung führte sie an, der 

Zahn 23 müsse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wegen der vorbestehenden 

Wurzelkaries und nicht als Folge des Ereignisses vom 12. September 2011 extrahiert 

werden (act. G 3.6).

A.c      Am 6. August 2012 ging offenbar auch die am 29. Mai 2012 rezementierte 

provisorische Krone verloren, worauf ab 14. August 2012 mit der definitiven 

Behandlung begonnen wurde (vgl. dazu act. G 3.16, Stellungnahme von Dr. B.___ vom 

10. Juli 2013, S. 2). Deren Kosten beliefen sich letztlich auf insgesamt Fr. 7'553.05 (act. 

G 1.7).

A.d     Mit Schreiben vom 14. November 2012 erklärte sich Dr. B.___ mit der 

Leistungsablehnung bzw. deren Begründung nicht einverstanden. Es sei eindeutig, 

dass die Krone auf dem Zahn 23 nicht durch den Kariesbefall, sondern durch den 

Schlag, als der Versicherte auf den Boden geprallt sei, verloren gegangen sei (act. G 

3.7).

A.e      Am 8. Januar 2013 legte die Avanex das Schreiben von Dr. B.___ vom 14. 

November 2012 zusammen mit den von ihm eingereichten 29 Röntgenbildern vom 12. 

Juni 2006 bis 23. November 2012, 2 Fotos vom 26. April 2012 und 5 Fotos vom 29. Mai 

2012 (vgl. dazu act. G 3.8) Dr. C.___ zur Beurteilung vor. Dieser nahm am 12. Januar 

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2013 erneut zum Schadenfall Stellung (act. G 3.10). Mit Schreiben vom 21. Januar 

2013 hielt die Avanex an ihrer Leistungsablehnung vom 19. Juli 2012 fest (act. G 3.11).

A.f       Mit Schreiben vom 26. Februar 2013 machte die Assista Rechtsschutz AG im 

Namen des Versicherten zumindest das Vorliegen einer Teilkausalität zwischen Unfall 

und Zahnschaden geltend, weshalb die Avanex leistungspflichtig sei (act. G 3.12).

A.g     Mit Schreiben vom 12. Juli 2013 reichte Rechtsanwalt lic. iur. R. Braun, Mels, als 

neuer Rechtsvertreter des Versicherten eine weitere Stellungnahme von Dr. B.___ vom 

10. Juli 2013 ein (act. G 3.16). Auch diese legte die Avanex Dr. C.___ zur Beurteilung 

vor. Der Vertrauenszahnarzt reichte seine Stellungnahme am 9. September 2013 ein 

(act. G 3.19).

A.h     Am 8. Oktober 2013 lehnte die Avanex verfügungsweise die Ausrichtung von 

Versicherungsleistungen ab (act. G 3.22).

B.         

B.a      Mit Eingabe vom 7. November 2013 erhob Rechtsanwalt Braun für den 

Versicherten gegen die Verfügung vom 8. Oktober 2013 Einsprache mit dem Antrag, 

die Kosten für die geltend gemachte Zahnbehandlung seien zu übernehmen (act. G 

3.23). Am 18. November 2013 reichte er ein Schreiben von Dr. B.___ vom 13. 

November 2013 und zwei Fotos datiert mit 22. Oktober 2013 nach (act. G 3.25).

B.b     Mit Entscheid vom 12. Mai 2014 lehnte die Avanex die Einsprache des 

Versicherten vom 7. November 2013 ab (act. G 3.27).

C.         

C.a      Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 2. Juni 2014 Beschwerde erheben. Darin wurde 

beantragt, der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Mai 2014 sowie 

deren Verfügung vom 8. Oktober 2013 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 

sei zu verpflichten, aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung die 

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unfallbedingten Zahnbehandlungskosten von Fr. 7'553.05 nebst 5% Zins seit dem 30. 

April 2014 zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1).

C.b     In der Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c      Mit Schreiben vom 11. Juli 2014 verzichtete Rechtsanwalt Braun auf eine Replik 

(act. G 5).

C.d     Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.

1.1  Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin aus der obligatorischen Krankenpflegever­

sicherung für die Kosten der Zahnbehandlungen bei Dr. B.___ im Zeitraum vom 26. 

April bis 23. November 2012 im Gesamtbetrag von Fr. 7'553.05 (act. G 1.7) 

aufzukommen hat. Die soziale Krankenversicherung gewährt auch Leistungen bei 

Unfall, soweit dafür keine Unfallversicherung aufkommt (Art. 1a Abs. 2 lit. b des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]). Die obligatorische 

Krankenpflegeversicherung übernimmt dabei gemäss Art. 28 KVG die Kosten für die 

gleichen Leistungen wie bei Krankheit. So übernimmt sie auch die Kosten der 

Behandlung von Schäden des Kausystems, die durch einen Unfall verursacht worden 

sind (Art. 31 Abs. 2 KVG). Zahnärzte und Zahnärztinnen sind dabei für Leistungen nach 

Art. 31 KVG den Ärzten und Ärztinnen gleichgestellt (Art. 36 Abs. 3 KVG). Der 

Unfallbegriff, die Anforderungen an den Nachweis eines Unfallereignisses sowie die 

Kausalität zwischen dem Unfallereignis und dem erlittenen Gesundheitsschaden 

beurteilen sich im KVG nach den gleichen Kriterien wie im Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). Es kann somit auf die diesbezügliche Praxis 

verwiesen werden (Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. Soziale Sicherheit, 2. Aufl. Basel 2007, 

Rz 462).

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1.2  Der Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 

für einen Unfall setzt zunächst logischerweise einen Unfall voraus. Als solcher gilt die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Dabei muss die leistungsansprechende Person die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem 

sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen 

eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 305 E. 5b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 

50).

1.3  Die Leistungspflicht des Versicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

119 V 337 E. 1 mit Hinweisen).

1.4  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz 

schliesst eine Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus 

(RKUV 2000 Nr. U 391 S. 307 E. 2b, 1990 Nr. U 86 S. 50). Die Parteien tragen somit in 

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der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte oder Ansprüche ableiten wollte (RKUV 2000 Nr. 391 S. 307 f. E. 2b, 1999 Nr. U 

349 S. 478 E. 2b; Alfred Maurer, Das Krankenversicherungsrecht, Basel/Frankfurt a.M. 

1996, S. 165). Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher (die blosse Möglichkeit genügt nicht: 

BGE 115 V 142 E. 8a) Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 117 V 264 E. 3b; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 4 f.).

2.

2.1  Der Beschwerdeführer hat am 12. September 2011 unstreitig einen Unfall im Sinn 

von Art. 4 ATSG erlitten, indem er gestürzt ist und sich dabei Brüche im Gesicht, an 

den Halswirbeln und am Oberkörper zugezogen hat (vgl. dazu Rumo-Jungo/A.P. 

Holzer, a.a.O., S. 40; A. Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

Bern 1989, S. 176). Streitig ist jedoch im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf den zahnärztlich behandelten 

Zahn 23 des Beschwerdeführers. Allein durch den Sturz hat, was den Zahnschaden 

angeht, noch kein Unfall stattgefunden. Ein solcher wäre zu bejahen, wenn sich der 

Beschwerdeführer beim Sturz nicht nur die obgenannten Brüche zugezogen hätte, 

sondern - wie von Dr. B.___ angenommen (act. G 3.25) - auch mit dem Extensionsglied 

der Brücke bzw. dem Zahn 22 auf dem Boden aufgeschlagen wäre und dadurch einen 

Rotationsbruch des Zahns 23 erlitten hätte. Laut Auffassung der Beschwerdegegnerin 

ist nicht von einem Geschehnis auszugehen, bei welchem sich der Beschwerdeführer 

auch eine Verletzung des Zahns 23 zugezogen hat. Sie stützt sich dabei auf die 

Beurteilung von Dr. C.___, die in Widerspruch zu derjenigen von Dr. B.___ steht.

2.2  Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf ärztliche Unterlagen angewiesen. Das Bundesrecht 

schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Es gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

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Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder 

der Expertin begründet sind. Berichte und Gutachten verwaltungsinterner Ärzte 

unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann 

ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen. Bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende medizinische Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 125 V 352 f. E. 3a und b mit Hinweisen).

2.3  In der Zahnmedizin stellen bei der Befunderhebung Zahnröntgenbilder und Fotos 

eine wichtige, regelmässig angewendete diagnostische Massnahme und damit ein 

taugliches Beweismittel dar. Bei der Beurteilung der Unfallkausalität ist es 

selbstverständlich von Vorteil, wenn der Gesundheitszustand eines Zahns - wie im 

konkreten Fall gegeben - sowohl prätraumatisch als auch posttraumatisch bildgebend 

belegt ist.

3.

Ob die Zähne des Beschwerdeführers vom Unfallmechanismus betroffen waren, wird 

von den Verfahrensparteien nicht explizit diskutiert. Beidseitig bestätigt wird der 

Sachverhalt, dass gemäss den vorliegenden Bildern spätestens auf dem Foto vom 29. 

Mai 2012 eine Wurzelfraktur des Zahns 23 sichtbar war. Sowohl Dr. C.___ als Dr. B.___ 

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anerkennen offensichtlich, dass eine Wurzelfraktur grundsätzlich sowohl die Folge 

eines Traumas darstellen als auch bei Kariesbefall eines Zahns aber ebenso bereits 

beim normalen Kauakt entstehen kann (vgl. dazu act. G 3.7, act. G 3.10; L. Ch. von 

Stenner, Vertikale Wurzelfrakturen als Komplikation nach lateraler Kondensation, 

Dissertation Giessen 2010 [http://d-nb.info/1063110955/34]; http://

www.implantate.com/wann-muss-ein-zahn-raus/ frontzahntrauma-bruch-der-wurzel-

nach-unfall.html; alle abgerufen am 3. Juni 2015). Während Dr. C.___ insbesondere von 

einem kariösen Vorzustand bzw. einer kariösen Zerstörung der Wurzel des Zahns 23 

mit späterer Fraktur bei Kronenverlust ausgeht (vgl. insbesondere act. G 3.19), vertritt 

Dr. B.___ die Auffassung, die Wurzelfraktur des Zahns 23 sei durch den Aufprall des 

Beschwerdeführers auf dem Boden mit dem Extensionsglied der Brücke bzw. dem 

Zahn 22 erfolgt. Dadurch habe sich eine Rotation der Brücke ergeben, welche einen 

Rotationsbruch des Zahns 23 ausgelöst habe (act. G 3.25).

4.

4.1  Der Beschwerdeführer erlitt seinen Unfall am 12. September 2011. Die erste 

zahnärztliche Untersuchung mit Erstellung von Röntgenbildern und Fotos durch Dr. 

B.___ erfolgte am 26. April 2012, d.h. rund sieben Monate nach dem Unfall (act. G 3.1, 

G 3.5). Laut Beurteilung von Dr. C.___ wies der Zahn 23 zum damaligen Zeitpunkt keine 

Anzeichen einer Wurzelfraktur auf und die Rekonstruktion mit Stiftkrone war (nur noch) 

via Schraube in situ. Ein Foto mit einer sichtbaren Wurzelfraktur und Verlust der 

Stiftkrone sei erst am 25. Mai 2012, d.h. einen Monat nach Zustellung des 

Zahnschadenformulars, gemacht worden (act. G 3.5, G 3.10). Zufolge Dr. B.___ war 

jedoch die Wurzelfraktur bei der Befundaufnahme vom 26. April 2012 mit der Sonde 

klar spürbar und konnte eindeutig diagnostiziert werden. Der Spalt beim Zahn 23 sei 

auch auf dem Foto vom 26. April 2012 klar sichtbar gewesen. Die Krone sei indes noch 

vorhanden gewesen. Laut Beschwerdeführer habe sich der Zahn 23 unmittelbar nach 

dem Unfall leicht beweglich gezeigt und ein Spalt sei auch mit der Zunge spürbar 

gewesen (act. G 3.16, S.2). - Würde der Beurteilung von Dr. C.___ gefolgt, würde eine 

unfallbedingte Wurzelfraktur des Zahns 23 unweigerlich ausser Betracht fallen. Im 

Regelfall ist nämlich davon auszugehen, dass eine Unfallverletzung radiologisch bzw. 

bildgebend von Beginn weg sichtbar ist. Dem Gericht ist es jedoch mangels 

fachmedizinischer Kenntnis, radiologische Bilder auszuwerten, bereits bezüglich dieser 

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Grundsatzfrage nicht möglich zu beurteilen, welcher der zahnärztlichen Beurteilungen 

zu folgen ist. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermögen auch die weiteren, 

von Dr. C.___ und Dr. B.___ getätigten Ausführungen, keinen überwiegend 

wahrscheinlichen Beweis hinsichtlich der Frage der Unfallkausalität zu erbringen.

4.2  So enthält auch der von Dr. C.___ hauptsächlich vertretene Standpunkt einer auf 

den kariösen Vorzustand des Zahns 23 zurückzuführenden Wurzelfraktur gewisse 

Unklarheiten. Während er den Fotos vom 26. April 2012 vor dem totalen 

Retentionsverlust der Stiftkrone entnimmt, sie liessen eine andeutungsweise circuläre 

Wurzelkaries erahnen (act. G 3.10), stellte Dr. B.___ lediglich einen Kariesangriff 

palatinal fest (act. G 3.7). Die ärztlichen Meinungen über den Zustand des Zahns 23 

gehen mithin auseinander und das Gericht vermag auch diesbezüglich nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzustellen, welche den 

Tatsachen entspricht. Laut Dr. B.___ ist jedoch die Lokalisation des kariösen Befalls 

von massgebender Bedeutung für die Ursächlichkeit der Wurzelfraktur, welche von der 

buccalen Hälfte bis zu palatinal verlaufe und damit gegen einen Verlust der Stiftkrone 

durch Kariesbefall spreche (act. G 3.7). Der Aussage betreffend Bedeutung der 

Lokalisation des kariösen Befalls widerspricht Dr. C.___ an sich nicht. Er hält jedoch 

dagegen, es werde damit nicht in Betracht gezogen, dass keine sofortigen Schäden 

am Porzellan und auch keine Schmerzen in der Folge dieser möglichen Fraktur und 

schon gar kein früherer Retentionsverlust von Zahn 23 sowie der insuffizienten, 

mehrfach geflickten VMK-Rekonstruktionen an den Zähnen 24, "25x25" (wohl richtig: 

25x27) entstanden seien, die auch hätten beschädigt werden müssen (act. G 3.10). 

Dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall keine Schmerzen gehabt hat, erachtet Dr. 

B.___ als absolut plausibel, weil die Wurzel oberhalb des Alveolarkamms gebrochen 

gewesen sei (act. G 3.16, S. 2). Seine Feststellung, dass von einem Unfall nicht in 

jedem Fall mehrere Zähne beschädigt werden müssen, erscheint ausserdem schlüssig. 

Auch hier steht somit zahnärztliche Aussage gegen zahnärztliche Aussage. Nachdem 

Dr. C.___ - wie gesagt - mit seiner Argumentation der eigentlichen Aussage von Dr. 

B.___ betreffend Bedeutung der Lokalisation der Karies nicht widerspricht, steht diese 

mithin immer noch im Raum. Prätraumatisch liegen sodann Röntgenbilder aus dem 

Jahr 2009 vor. Während Dr. C.___ hinsichtlich eines Röntgenbildes vom 14. September 

2009 zunächst von einem festen, alten Stiftaufbau nach Neuversorgung im Jahr 2009 

nach Wurzel-Sekundärkaries des Zahns 23 spricht (act. G 3.10), entnimmt Dr. B.___ 

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den Röntgenbildern eine absolut kariesfreie Wurzel und einen völlig intakten Stift, bevor 

dem Beschwerdeführer die neue Krone zementiert worden sei. Hätte er damals den 

Stift entfernt, hätte tatsächlich das Risiko einer Wurzelfraktur bestanden (act. G 3.16, S. 

3). Dr. C.___ erklärte sich hierauf bereit seine Beurteilung zu korrigieren. Auf den 

Röntgenbildern vom 19. August bis 12. Oktober 2009 sei eine schon vorher 

hergestellte provisorische Ion-Krone auf dem prospektiven Pfeilerzahn 23 als 

"insuffiziente alte Krone mit Wurzel-Sekundärkaries" interpretiert worden. Dies habe zur 

Begründung geführt, dass die Wurzel des Zahns 23 eventuell schon vor dem Einsetzen 

der neuen Flieger-Krone des Zahns 23 kariös gewesen sei, was aber überwiegend 

wahrscheinlich nicht der Fall gewesen sei. Auf dem Röntgenbild vom 1. Dezember 

2009 sei eine suffiziente Flieger-Krone des Zahns 23 sichtbar. Die Mutmassung 

betreffend Karies am Zahn 23 sei von ihm betreffend einer Abklärung des Vorzustands 

erfolgt, um einen möglichen Grund für die von beiden Seiten unbestrittene, auf dem 

Röntgenbild vom 26. April 2012, ca. zweieinhalb Jahre nach der Neuversorgung, gut 

sichtbare circuläre Karies des Pfeilers des Zahns 23 zu beschreiben (act. G 3.19). 

Damit geht offensichtlich auch Dr. C.___ nicht mehr von einem kariösen Zustand des 

Zahns 23 vor Zementierung der neuen Krone im Jahr 2009 aus. Seiner Feststellung 

eines kariösen Vorzustands aus dem Jahr 2009, der mithin auch bereits im Zeitpunkt 

des Unfalls vom 12. September 2011 bestanden hätte, ist mithin die Grundlage 

entzogen. Die von ihm anschliessend angeführten Anhaltspunkte, die wiederum gegen 

eine Unfallkausalität sprechen sollen - der Zahn 23 habe eine Risikokonstruktion mit 

wenig Dentinverankerung in situ und vielleicht eine nicht ganz genaue Passgenauigkeit 

mit Kariesrisiko - werden von Dr. B.___ entweder bestritten (vgl. act. G 3.16, S. 3 ff.) 

und/oder auch von Dr. C.___ nur vermutet. Laut Dr. B.___ zeigen die Röntgenbilder aus 

dem Jahr 2009 eine suffizient passende Krone, was ursprünglich auch von Dr. C.___ so 

festgestellt worden ist (vgl. act. G 3.5). Hinsichtlich dessen späterer Feststellung - die 

Wurzel sei noch mit Karies im Stiftkanal infiziert gewesen -, mangelt es, wie bereits 

erwogen, einem überwiegend wahrscheinlichen Nachweis.

4.3  Schlussfolgerungen betreffend Ursächlichkeit der Wurzelfraktur des Zahns 23 

werden von Dr. C.___ und Dr. B.___ gestützt auf die Fotos vom 29. Mai 2012 - 

gezogen. Dr. C.___ führt an, auf den fraglichen Fotos sei erkennbar, dass das 

(angeblich nicht kariöse) Wurzelstück mesial mittels einer zahnärztlichen Kuhhornsonde 

"aufgepickt" worden sei, was nur bei einem kariösen Befall möglich sei, weil die 

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Zahnsubstanz in diesem Fall butterweich sei. Dass der apikale (untere) Teil des 

Frakturstücks nicht kariös sei, würde seine Argumentation stützen, dass sich hier 

zuerst eine Wurzelkaries - auf den Röntgenbildern gut sichtbar - bukkal/palatinal 

gebildet habe. Eine normale Kaukraft habe dann im Mai 2012 die wegen Karies massiv 

geschwächte Wurzel 23 im mesialen (noch nicht kariösen) Anteil der Wurzel frakturieren 

lassen, was zu einem vollständigen Retentionsverlust der Stiftkrone geführt habe. 

Logischerweise zeige dann die frische Frakturstelle noch keine Karies, währenddessen 

der Rest der Wurzel wegen Karies infiziert und in Auflösung begriffen gewesen sei. Dies 

wolle heissen, dass - wäre schon zum Unfallzeitpunkt eine Fraktur vorhanden gewesen 

- die kariöse Auflösung der Wurzel sicher auch bei diesem beweglichen Teil des 

Wurzelstücks eine Spur hinterlassen hätte, nicht nur wie hier im koronalen Anteil (act. G 

3.19). Dr. B.___ bestätigt, dass die Wurzel bei der Bruchstelle gut sichtbar nicht kariös 

gewesen sei. Doch hat er angeblich das auf den Fotos sichtbar entfernte 

Zahnfrakturstück aufgehoben und auch dieses zeige keinerlei Karies (act. G 3.16, S. 1). 

Beim Frakturstück sei also weder der apikale (untere) Teil noch der koronale (obere) 

Teil kariös gewesen. Er habe das Teil sodann nicht mit der Sonde aufgepickt, sondern 

lediglich vom Zahnfleisch weggezogen bzw. losgelöst. Das aufbewahrte Frakturstück 

könne jederzeit vorgelegt werden (act. G 3.25). Die Argumentation von Dr. C.___, 

wonach der koronale (obere) Teil kariös gewesen sein muss, baut auf der von ihm 

unbestrittenen Sachlage auf, dass der apikale (untere) Teil des Frakturstücks nicht 

kariös war. Ersteres wird jedoch von Dr. B.___ gerade bestritten und könnte angeblich 

unter Vorlage des koronalen Wurzelstücks nachgewiesen werden. Sollte sich dieses 

tatsächlich nicht kariös zeigen, würde der Argumentation von Dr. C.___ die Grundlage 

entzogen. Diese ist im Übrigen auch insofern in Frage gestellt, als Dr. C.___ eine wegen 

Karies massiv geschwächte Wurzel des Zahns 23 (auf den Röntgenbildern angeblich 

bukkal und palatinal sichtbar) als Basis nimmt, diese Sachlage jedoch, wie in der 

Erwägung 4.2 dargelegt, nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen

ist.

4.4  Unbestritten ist, wie bereits erwähnt, dass die Stiftkrone des Zahns 23 auf dem 

Röntgenbild vom 26. April 2012 noch im Mund (vgl. Erwägung 4.1; act. G 3.5) und ein 

Kronenverlust erst auf dem Foto vom 29. Mai 2012 sichtbar war. Dr. C.___ "mutmasst" 

ausserdem, dass es bei vorbestehender Karies und damit geschwächter Wurzel und 

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Fliegerextension bei der Stiftentfernung (mesial auf die Wurzel) acht Monate nach dem 

Unfall zur Wurzelfraktur gekommen sein könnte. Leider sei nicht sichtbar, wie die Stift-

VMK des Zahns 23 vor den Fotos vom 29. Mai 2012 entfernt worden sei. Es sei 

möglich, dass eine Stiftkrone innerhalb von acht Monaten nach einem Unfall von selber 

raus falle oder mit der Zange extrahiert werde, wobei es in beiden Fällen praktisch 

immer (besonders bei massiv kariöser Wurzel oder vorheriger Überlastung der Wurzel 

durch den Stiftaufbau) zu einem Zerbröckeln der Wurzel komme, was auch im 

konkreten Fall sichtbar sei (act. G 3.10). Zunächst lässt die von Dr. C.___ verwendete 

Formulierung erkennen, dass er den dargestellten Sachverhaltsverlauf lediglich als 

möglich betrachtet. Dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist damit 

nicht Genüge getan. Zu wiederholen ist dazu auch an dieser Stelle, dass eine 

besonders massiv kariöse Wurzel nicht ausgewiesen ist (vgl. Erwägung 4.2). Dr. B.___ 

hält im Übrigen dagegen, dass die Krone nicht entfernt, sondern spontan verloren 

gegangen sei. Am 29. Mai 2012, als er die Fotos gemacht habe, habe er den 

Beschwerdeführer auch genau deswegen behandelt. Der Zahn habe somit nicht durch 

die Stiftentfernung bzw. seine Behandlung frakturiert worden sein können (act. G 3.16, 

S. 2 f.). Durch die Verneinung von Dr. B.___, die Stiftkrone mit der Zange extrahiert zu 

haben, wird der Argumentation von Dr. C.___ wiederum die Grundlage entzogen. Hat 

keine Stiftentfernung durch Dr. B.___ stattgefunden, fällt eine dadurch verursachte 

Fraktur automatisch ausser Betracht. Im Raum steht allerdings noch der mögliche 

Sachverhaltsverlauf einer spontan, durch beim normalen Kauvorgang wirkende Kräfte, 

erfolgten Wurzelfraktur. Zur Aussage von Dr. C.___, dass es auch dabei "praktisch 

immer" zu einem Zerbröckeln der Wurzel kommen könne, nimmt Dr. B.___ nicht explizit 

Stellung. Ausserdem ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar, inwiefern diese Aussage 

zutrifft. Offensichtlich sieht auch Dr. C.___ einen solchen Sachverhaltsverlauf 

besonders bei einer massiv kariösen Wurzel als möglich an. Wie bereits erwähnt (vgl. 

Erwägung 4.2), kann jedoch von einem solchen Zustand in Bezug auf den Zahn 23 

gestützt auf die vorliegenden ärztlichen Beurteilungen nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden. Zwar bleibt die Frage 

ungeklärt, inwieweit sich eine Krone bei bestehender Wurzelfraktur mehrere Monate 

nach einem Unfall zu halten vermag, dann aber plötzlich spontan wegfällt. Doch lässt 

die Feststellung von Dr. C.___ - die Rekonstruktion des Zahns 23 scheine (bereits) auf 

dem Röntgenbild vom 26. April 2012 "nur noch" via Schraube in situ gehalten - eine 

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gewisse Einschränkung gegenüber einer optimalen Situation erkennen. Für den 

zahnmedizinisch unkundigen Laien stellt sich die Frage, ob eine solche Einschränkung 

gerade in einer Wurzelfraktur begründet sein könnte.

5.

Zusammenfassend ist mithin insgesamt von einer unstimmigen Aktenlage und nicht 

vom Vorliegen schlüssiger Beweisgrundlagen auszugehen. So beinhalten die 

Beurteilungen von Dr. C.___ verschiedene Schlussfolgerungen, denen nicht nur eine 

gegenteilige Beurteilung von Dr. B.___, sondern auch angeblich andere Fakten zu 

Grunde liegen. Nachdem offensichtlich auch Dr. C.___ die fraglichen Fakten als 

massgebende Grundlage für seine Schlussfolgerungen betrachtet, erscheint es 

notwendig, diese erneut überprüfen zu lassen. Insgesamt beinhalten die Beurteilungen 

von Dr. C.___ eine Aufzählung verschiedener Möglichkeiten bzw. Gründe für eine 

unfallfremde Wurzelfraktur. Die einzelnen, dafür bedeutsamen Fakten können jedoch 

vom Gericht anhand der vorliegenden Akten nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Hinsichtlich gewisser 

fachmedizinischer Schlussfolgerungen kann schliesslich vom Gericht nicht 

abschliessend gesagt werden, welche zutreffen. Insgesamt fällt, wie von Dr. B.___ 

vorgebracht, auf, dass Dr. C.___ verschiedenste mögliche Sachverhaltsverläufe in 

Erwägung zieht, sich nicht festgelegt und die Sachverhaltsverläufe nach und nach 

ergänzt hat. Nachdem bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit ärztlicher 

Feststellungen ergänzende Abklärungen erforderlich machen, ist die Angelegenheit zur 

Veranlassung einer Aktenbeurteilung hinsichtlich Ursächlichkeit der Wurzelfraktur des 

Zahns 23 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird - unter Wahrung der 

Parteirechte des Beschwerdeführers - einen unabhängigen, mit der Sache bisher nicht 

befassten Zahnmediziner mit der Abklärung zu beauftragen haben. Dr. B.___ wird dafür 

das von ihm aufbewahrte Frakturstück vorzulegen haben.

6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 12. Mai 2014 teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit 

zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu 

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neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind 

keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat der Beschwerdeführer bei diesem 

Verfahrensausgang Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- 

einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                   

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

12. Mai 2014 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinn der 

Erwägungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.                  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.                   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen zu erbringen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2015
	Art. 28 KVG: Die Ursächlichkeit einer Wurzelfraktur - krankheits- oder unfallbedingt - kann anhand der vorliegenden, sich widersprechenden zahnärztlichen Beurteilungen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgelegt werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2015,UV 2014/44).Entscheid vom 15. Juli 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Karin Huber Studerus und Lisbeth Mattle Frei;Gerichtsschreiberin Della BatlinerGeschäftsnr.UV 2014/44ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 8887 Mels,gegenavanex Versicherungen AG Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,Beschwerdegegnerin,GegenstandZahnbehandlungskostenSachverhalt

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