# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f873b62-36b9-5851-bfcb-da9afd05a2e8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.10.2025 UV 2025/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-33_2025-10-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.11.2025

Entscheiddatum: 21.10.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 21.10.2025
Art. 6 Abs. 1 UVG; der Beschwerdegegnerin ist der Beweis des 
nachträglichen Dahinfallens des Kausalzusammenhangs zwischen dem 
Unfall (Velosturz) und den Beschwerden nicht gelungen; gleichzeitig erlaubt 
die medizinische Dokumentation keine Aussage über die Unfallkausalität der 
Sehnenscheidenentzündung des Beschwerdeführers und der operativen 
Behandlung derselben; Rückweisung zu versicherungsexterner Beurteilung 
und neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 2025/33).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/15 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 21. Oktober 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; a.o. Gerichtsschreiber Julian 
Gantenbein  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/33 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Marco Büchel, Graf Niedermann Büchel 
Rechtsanwälte, St. Leonhardstrasse 20, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/33 
 

 

2/15 

Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. September 1999 bei der B.___ AG 
(nachfolgend: Arbeitgeberin), angestellt und daher bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. 

A.b Mit Bagatellunfall-Meldung vom 25. März 2024 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Unfall 
des Versicherten vom 28. Januar 2024. Dieser sei bei der Bergabfahrt mit seinem E-Mountainbike 

gestürzt und habe sich dabei an rechter Schulter und Mittelhand verletzt (Suva-act. 1). 

A.c Die Erstbehandlung war am 5. März 2024 bei Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, erfolgt. Der Versicherte hatte diesem gegenüber angegeben, seit dem Sturzereignis an 

Schmerzen gelitten zu haben; auf die selbstständig vorgenommene Therapie mittels Crèmes habe er 

nur mässig angesprochen (Suva-act. 13). Dr. C.___ attestierte dem Versicherten eine 

Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % für den Zeitraum von 15. bis 28. April 2024 (Suva-act. 3). 

A.d Am 27. März 2024 erfolgte eine bildgebende Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie 
(MRT) durch Dr. med. D.___, Facharzt für Radiologie (Suva-act. 2). 

A.e Der Versicherte beantwortete am 21. April 2024 das ihm von der Suva vorgelegte Formular zum 
Schadenfall. Nach dem genauen Unfallhergang gefragt, gab er an, auf der Bergabfahrt mit dem 

Mountainbike Glatteis übersehen zu haben und gestürzt zu sein. Er sei aufgrund des Ereignisses in 

vollem Umfang arbeitsunfähig, eine Arbeitsaufnahme im Umfang von 50 % sei ab 29. April 2024 geplant 

(Suva-act. 6). 

A.f Auf Zuweisung durch Dr. C.___ besuchte der Versicherte am 28. Mai 2024 die Sprechstunde bei 
Dr. med. E.___, Facharzt für Handchirurgie FMH. Dieser stellte die Diagnose einer «traumatische[n] 
Tenosynovialitis de Quervain rechts nach Bikesturz vom 28.01.2024» und nahm eine Steroidinfiltration 

in das erste Strecksehnenfach vor (Suva-act. 14).  

A.g Nachdem die vom Versicherten geklagten Schmerzen zwischenzeitlich wieder zugenommen 
hatten, nahm Dr. E.___ am 5. September 2024 eine erneute Infiltration des ersten Strecksehnenfachs 

vor (Suva-act. 35). 

A.h Mit Rückfallmeldung vom 26. November 2024 meldete die Arbeitgeberin der Suva ein ab 11. 
November 2024 eingetretenes Rückfallereignis (Suva-act. 15).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/33 
 

 

3/15 

A.i Der Beschwerdeführer war ausweislich eines Zeugnisses von Dr. C.___ zwischen 11. November 
und 18. Dezember 2024 zu 50 % arbeitsunfähig (Suva-act. 18). 

A.j Dr. C.___ erstattete gegenüber der Suva am 18. Dezember 2024 Bericht («Ärztlicher 
Zwischenbericht»). Er hielt fest, es sei «fraglich, ob das jetzige Leiden wirklich mit dem Unfall 

[zusammenhänge]» (Suva-act. 21). 

A.k Am 18. Dezember 2024 nahm Dr. E.___ beim Versicherten eine Operation – Tenolyse der 
Strecksehnen im 1. Strecksehnenfach rechts – vor (Suva-act. 28). Er attestierte dem Versicherten eine 

Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % für den Zeitraum von 18. Dezember 2024 bis 6. Januar 2025 

(Suva-act. 24). 

A.l Der beratende Arzt der Suva, Dr. F.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, 
legte am 15. Januar 2025 eine Kurzbeurteilung vor. Laut Dr. F.___ habe der Sturz vom 28. Januar 2024 

ausweislich der MRT-Bildgebung vom 27. März 2024 zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen 

geführt. Insbesondere habe die Operation nicht der Behandlung unfallkausaler Schäden gedient. Es sei 

davon auszugehen, dass im vorliegenden Fall spätestens 6-8 Wochen nach dem Unfallereignis wieder 

der Zustand erreicht worden sei, wie er auch ohne das Ereignis bestanden hätte (Suva-act. 34). 

A.m Mit Verfügung vom 16. Januar 2025 ordnete die Suva gegenüber dem Versicherten die 
Einstellung sämtlicher Versicherungsleistungen per 10. November 2024 an (Suva-act. 39).  

A.n Dr. E.___ nahm mit Schreiben vom 27. Januar 2025 Stellung zu dieser Verfügung. Er erklärte, es 
sei ihm unverständlich, warum die Beschwerden des Versicherten «plötzlich» nicht mehr als Unfallfolge 

gälten (Suva-act. 54-12). 

A.o Ebenfalls reagierte Dr. C.___ mit einem als «Wiedererwägungsgesuch» betitelten Schreiben vom 
29. Januar 2025 auf die Verfügung der Suva vom 16. Januar 2025. Da der Versicherte vor dem Sturz 

im Handgelenk beschwerdefrei gewesen sei, sehe er die Unfallkausalität der Beschwerden weiterhin 

als gegeben und eine krankheitsbedingte (degenerative) Ursache als unwahrscheinlich an (Suva-act. 

54-10).  

B.   

B.a Mit postalischer Eingabe und E-Mail vom 29. Januar 2025 erhob der Versicherte Einsprache 
gegen die Verfügung vom 16. Januar 2025 (Suva-act. 54, 57). 

B.b Angesichts der Stellungnahmen der Dres. E.___ und C.___ beauftragte die Suva ihre 
Versicherungsmedizin am 10. April 2025 mit einer erneuten Aktenbeurteilung (Suva-act. 74). Dr. F.___ 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/15 

hielt in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2025 an den Schlussfolgerungen seiner Beurteilung vom 15. 

Januar 2025 fest (Suva-act. 80).  

B.c Mit Einspracheentscheid vom 22. Mai 2025 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 82).  

C.   

C.a Vertreten durch Rechtsanwalt M. Büchel, erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
am 20. Juni 2025 beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 22. Mai 2025, mit den 

Anträgen, dieser Einspracheentscheid und die Verfügung vom 16. Januar 2025 seien aufzuheben und 

es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 10. November 2024 hinaus zu erbringen; eventualiter sei die Angelegenheit 

zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen in Form eines versicherungsmedizinischen 

Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(act. G1). 

C.b Die Beschwerdegegnerin reagierte mit Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2025. Sie begehrt die 
Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 22. Mai 2025. Ihr zufolge 

erübrigen sich ergänzende Beweismassnahmen; entsprechend könne auf die im Eventualantrag 

geforderten medizinischen Abklärungen verzichtet werden (act. G3). 

C.c Mit Schreiben vom 9. September 2025 verzichtete der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
auf die Einreichung einer Replik und erklärte, an den Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 12. 

Juni 2025 (recte: 20. Juni 2025) festzuhalten (act. G5). 

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.  

1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 
Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen 

der Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 63 ff. zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56 ff.). Im Bereich klar ausgewiesener 
organischer Unfallfolgen im Sinne nachweisbarer struktureller Veränderungen spielt die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate Kausalität weitgehend mit der 

natürlichen deckt (vgl. BGE 134 V 111 E. 2.1 und BGE 127 V 103 E. 5b/bb, je mit Hinweisen; SVR 2000 

UV Nr. 14 S. 45; BSK UVG-HOFER, N 80 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 61 f.).  

1.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, so entfällt diese erst dann, 
wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 

zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 

hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2, und 

vom 7. Juli 2021, 8C_80/2021, E. 2.2; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; KOSS UVG-
NABOLD, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 71 zu Art. 6; NABOLD, a. a. O., S. 57). Treten im Anschluss 

an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass 

durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht 

worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine oder ante Leistungen 

für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen, und 

zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden 

Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, 

dass die versicherte Person Anspruch auf eine operative Eingriffe mit einschliessende zweckmässige 

Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Schmerzen diente und nicht 

gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub 

überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden. Anders verhält es sich lediglich, 

wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen 

Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des 
Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.3 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 
Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. nebst vielen das 

Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2014, 8C_468/2014, E. 2, mit Hinweisen). Der Beweis 

des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 

erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 

2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). Der Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung kann 

durchaus unter Bezugnahme auf statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt 

werden, sofern sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 

189 E. 4c). Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um 
einen hypothetischen Zustand handelt, der sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil 

des des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2). 

1.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit 

Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, 

d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und 

alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch Berichte und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, 

können beweistauglich sein. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen oder vertrauensärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne Begutachtung 

anzuordnen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 229 E. 5.2 mit Hinweis; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). Reine 

Aktenbeurteilungen können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 

geht (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).  

2.  

Es ist unstrittig, dass der Beschwerdeführer am 28. Januar 2024 einen Sturz auf seine rechte Hand und 

Schulter und somit einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitt. Die Beschwerdegegnerin hat gegenüber 

dem Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 28. Januar 2024 die vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilkosten und Taggelder) ausgerichtet. Mit Einspracheentscheid vom 22. 

Mai 2025 (Suva-act. 82) bzw. mit der diesem zugrundliegenden Verfügung vom 16. Januar 2025 (Suva-

act. 39) hat sie ihre Versicherungsleistungen dann per 10. November 2024 eingestellt. Der 
Beschwerdeführer macht jedoch über dieses Einstellungsdatum hinaus unfallkausale Beschwerden 

geltend. Damit ist im vorliegenden Fall die Frage nach der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung 

per 10. November 2024 zu klären; dies ungeachtet des Umstands, dass der Beschwerdeführer am 26. 

November 2024 gegenüber der Beschwerdeführerin einen Rückfall melden liess (Suva-act. 14). Die 

Beschwerdegegnerin hatte den Grundfall (zurückgehend auf Schadenmeldung vom 25. März 2024, 

Suva-act. 1) noch nicht abgeschlossen, sondern es lag ein fortdauernder Grundfall vor. 

3.   

3.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine unfallkausale 
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. 

Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der untersuchenden Person und den 

Angaben der Patientin bzw. des Patienten unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen 

organisch-strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Verfahren (wie Röntgen, MRT, CT, 

Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.2 Ist es durch den Unfall zu keinen neuen strukturellen Schäden gekommen, kommt eine 
unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als richtungsgebende Verschlimmerung eines 

krankhaften Vorzustandes oder als vorübergehender Gesundheitsschaden in Betracht. Eine 

richtungsgebende unfallbedingte Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn 

medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht 
werden können (KOSS UVG-NABOLD, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 71 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O, 

S. 57; Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2015, 8C_484/2014, E. 2.1). Von einer vorübergehenden 

unfallbedingten Verschlimmerung eines Vorzustandes wird insbesondere dann gesprochen, wenn 

Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen 

Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle Verletzung der Gelenke oder 

Knochen sichtbar gemacht werden können. In solchen Fällen wird bei einem geeigneten bzw. 

adäquaten Ereignis in einer ersten Phase davon ausgegangen, dass dieses eine schädigende Wirkung 

auf den Körper habe. Die aufgetretenen bzw. ausgelösten Beeinträchtigungen werden, obwohl sie 

möglicherweise weiterbestehen, nach einer gewissen Zeit gestützt auf medizinische Erfahrung aber 

nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur Leistungen 

für den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des 

Status quo sine oder ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 

Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, 
E. 5.3, 9. Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; Urteil des 

EVG vom 14. März 2000, U 266/99, E. 1; vgl. auch KOSS UVG-NABOLD, N 57 zu Art. 6 UVG; BSK 

UVG-HOFER, N 72 zu Art. 6 UVG; NABOLD, a.a.O., S. 57 f.). Als Fälle vorübergehender 

Gesundheitsschädigungen gelten beispielsweise Distorsions- und Kontusionsfolgen. Diese können 

einen vorgeschädigten, ebenso aber auch einen Körper ohne schadhaften Vorzustand treffen. 

Distorsionen und Kontusionen müssen nicht von strukturellen Schädigungen begleitet sein, es können 

auch lediglich Weichteilverletzungen entstehen, die namentlich anhand klinischer Befunde – wie 

Hämatome, Schwellungen, Schürfungen, Prellmarken, Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, 

Muskelverhärtungen – objektiviert werden (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 412; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 357, 441; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 269. Aufl. 2023, S. 403). Die Unfallversicherung übernimmt die 

Leistungen bis zur Heilung der spezifischen Verletzungsfolgen und/oder – wie oben erwähnt – für den 

durch ein Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. bis zum Erreichen des Status quo sine vel 

ante (vgl. Entscheide des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. Mai 2022, UV 2021/40, E. 6.2, und 
vom 24. Juni 2020, UV 2018/68, E. 3.2). 

3.3 Die medizinische Sachlage stellt sich im vorliegenden Fall wie folgt dar: Anlässlich der am 27. 
März 2024 erfolgten MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks zeigten sich am triangulären 

fibrokartilaginären Komplex (TFCC) eine «kleine zentrale Diskusperforation sowie geringe 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Signalanhebungen betreffend den peripheren, ligamentären Anteil». Weiter wird berichtet von einem 

«normale[n] carpale[n] Alignement mit regelrechten Distanzen scaphoulnär und lunotriquetral und 

indirekte[m] Hinweis auf eine entsprechende Bandläsion». Ferner waren im MRT eine mässige Arthrose 

des Daumensattelgelenks, einige kleinere Ganglionzysten sowie eine Verbreiterung und vermehrte 

Flüssigkeitsmarkierung der Sehnenscheiden der Mm. abductor pollicis longus und flexor pollicis brevis 
erkennbar. Der untersuchende Radiologe Dr. D.___ stellte eine Tendinopathie der Sehne des M. 

Abductor pollicis brevis mit Tendovaginitis der Sehnenscheide unter Beteiligung auch der 

Sehnenscheide des M. Extensor pollicis brevis fest. Seiner Ansicht nach war bildgebend keine sichere 

Unterscheidung zwischen einer posttraumatischen Tendinopathie/Zerrung mit begleitender 

Tendovaginitis oder einer allenfalls vorbestehenden Tenosynovitis de Quervain möglich; 

Signalanhebungen im Bereich des peripheren Anteils des TFCC deutete er als mögliche Zerrung (Suva-

act. 2).  

3.4 Die MR-tomographisch dargestellte kleine zentrale Diskusperforation am TFCC und der Hinweis 
auf eine Bandläsion kommen im vorliegenden Fall als bildgebend objektivierte strukturelle Läsionen in 

Betracht. Fraglich ist allerdings ihre Unfallkausalität. Die Diskusperforation am TFCC wird vom 

beratenden Arzt der Suva, Dr. F.___, als degenerativ beurteilt (Suva-act. 34). Eine traumatische 

Verursachung dieser Läsion wird auch vom Beschwerdeführer und dessen behandelnden Ärzten nicht 

vorgebracht. Die Bandläsion gelangte – so zumindest der Wortlaut des MRT-Berichts vom 27. März 
2024 – nicht direkt zur Darstellung, sondern liess sich nur anhand indirekter Hinweise vermuten. Die 

Unfallkausalität der genannten Läsionen ist somit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, respektive ist bezüglich der Bandläsion sogar fraglich, ob eine solche überhaupt 

vorliegt. Die MR-tomographisch und sonographisch nachgewiesene Tenosynovialitis des ersten 

Strecksehnenfachs, auf die der Beschwerdeführer und seine behandelnden Ärzte ausschliesslich 

abstellen, stellt keine strukturelle Schädigung dar, sondern es handelt sich hierbei um ein passageres 

(oft aber rezidivierendes) entzündliches Geschehen.  

3.5 Nachdem keine überwiegend wahrscheinlichen unfallkausalen strukturellen Läsionen 
nachweisbar sind, ist nachfolgend zu prüfen, ob das Unfallereignis vom 28. Januar 2024 zu einer 

richtungsgebenden, oder aber nur zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin geführt hat. 

3.5.1 Eine richtungsgebende Verschlimmerung eines Vorzustandes setzt ein radiologisch 
ausgewiesenes und sich von der altersüblichen Progression abhebendes strukturelles Korrelat voraus 

(unter vielen: Urteile des Bundesgerichts vom 16. Februar 2017, 8C_42/2017, E. 4.2 f.). Im vorliegenden 
Fall ist ein solches nicht ersichtlich (vgl. vorangehende E. 2.4). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

liegt keine richtungsgebende Verschlimmerung vor.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.5.2 Demnach kommt das Geschehen lediglich als vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung 
eines Vorzustandes in Betracht. Eine Handgelenksprellung oder -kontusion, wie sie hier vorlag (vgl. 

Suva-act. 2, 13), ist eine reine Weichteilverletzung. Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Kontusionen in der Regel innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit 

verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (vgl. insbesondere DEBRUNNER, a.a.O., S. 412, 1096 
f.).  

3.5.3 Der Beschwerdeführer und seine behandelnden Ärzte machen geltend, der Sturz auf das 
Handgelenk vom 28. Januar 2024 habe die Sehnenscheidenentzündung (Tenosynovialitis de Quervain) 

ausgelöst, welche ausweislich der medizinischen Dokumentation bis Dezember 2024 andauerte (Suva-

act. 35, 44), bis sie schliesslich operativ versorgt wurde (Suva-act. 35). Nach Ansicht des 

Beschwerdeführers ist der Beschwerdegegnerin der Beweis des Hinwegfallens des 

Kausalzusammenhangs nicht gelungen, sie sei deshalb auch über den von ihr als Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung festgelegten 10. November 2024 hinaus leistungspflichtig. Zunächst ist zu prüfen, 

ob der Beschwerdegegnerin der Nachweis des Erreichens des (hypothetischen) Status quo sine 

gelungen ist, was voraussetzt, dass die Beschwerdegegnerin beweisen konnte, dass die nachweislich 

bis Dezember 2024 akute Sehnenscheidenentzündung nicht unfallverursacht war. 

3.5.4 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der am 16. Januar 2025 verfügten (Suva-act. 39) und mit 
Einspracheentscheid vom 22. Mai 2025 bestätigten (Suva-act. 82) Leistungseinstellung per 10. 
November 2024 massgeblich auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. F.___ vom 15. Januar 

und 22. Mai 2025 (Suva-act. 34 und 80). Am 15. Januar 2025 beantwortete dieser die Frage nach dem 

Zeitpunkt, da Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr 

spielen (d.h. den Zeitpunkt des Wegfalls der Unfallkausalität), dahingehend, dass bei einer Kontusion 

des Handgelenks und der Schulter in der Regel nach 6-8 Wochen wieder der Zustand erreicht sei, wie 

er auch ohne das Ereignis bestanden hätte (Suva-act. 34). Insbesondere sei die Tenosynovialitis de 

Quervain nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch den Velosturz vom 28. Januar 2024 

verursacht anzusehen, denn dieses Krankheitsgeschehen werde ausweislich der medizinischen 

Erfahrung («in der Regel») und gemäss einhelliger Meinung in der medizinischen Literatur 

typischerweise durch konstante Überanspruchung, rheumatische Erkrankungen oder degenerative 

Prozesse ausgelöst. Passend zu diesem medizinischen Erfahrungswert fänden sich im vorliegenden 

Fall im Bereich des Daumensattelgelenks bereits degenerative Veränderungen, womit der vorliegende 

Fall konkrete Hinweise auf eine degenerative Entstehung biete (Suva-act. 34).  

3.5.5 Dem Versicherungsmediziner ist darin Recht zu geben, dass die Tenosynovialitis de Quervain 
nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft als typischerweise durch monotone und 

wiederholte Überbelastungen verursacht gilt. Dass das fragliche Krankheitsbild typischerweise nicht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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traumatischer Genese ist, bedeutet jedoch nicht, dass es im konkreten Einzelfall nicht doch durch einen 

Unfall (mit-)verursacht sein kann.  

3.5.6 Der Beschwerdeführer brachte zusammen mit seiner Einsprache vom 29. Januar 2025 
Stellungnahmen seiner behandelnden Ärzte Dr. E.___ vom 27. Januar 2025 und Dr. C.___ vom 29. 

Januar 2025 ein (Suva.act. 54). Dr. E.___ bekräftigte in besagter Stellungnahme seine – so von ihm 
bereits im Bericht vom 28. Mai 2024 vertretene (vgl. Suva-act. 14) – Einschätzung, der «Bikesturz» vom 

28. Januar 2024 sei die Ursache der Tenosynovialitis der Strecksehnen im ersten Strecksehnenfach 

rechts gewesen, was auch in der MRT-Untersuchung vom 27. März 2024 habe bestätigt werden 

können; die konservative Behandlung in Form zweier Steroidinfiltrationen habe keine längerfristige 

Besserung gezeitigt, sodass eine operative Versorgung indiziert gewesen sei. Warum diese nun 

«plötzlich nicht mehr als Unfallfolge [gelte]», sei ihm «unverständlich» (Suva-act. 54-10). Dr. C.___ 

bezog am 29. Januar 2025 Stellung. Da der Patient vor dem Unfall vom 28. Januar 2024 im Handgelenk 

beschwerdefrei gewesen sei, sehe er einen Zusammenhang mit dem Unfall als gegeben an, ein 

degeneratives Krankheitsgeschehen («Abnutzungserscheinungen») sei hingegen unwahrscheinlich 

(Suva-act. 54-12).  

3.5.7 In seiner Beurteilung vom 22. Mai 2025 argumentiert Dr. F.___, es hätten sich im MRT vom 27. 
März 2024 keine klaren Hinweise auf eine traumatisch bedingte Läsion gezeigt, mit einer Ganglionzyste 

und degenerativen Veränderung im Bereich des Daumensattelgelenks lägen hingegen klare Hinweise 
auf eine (chronische) Überlastung vor. Ferner hätten sich aus der Bildgebung auch keine klaren 

Hinweise auf eine Traumatisierung der Sehne des M. Abductor pollicis brevis ergeben, wie bspw. eine 

Einblutung in der Sehnenscheide oder ein Ödem in jenem Bereich. Die Aussage des Radiologen Dr. 

D.___, eine sichere Unterscheidung zwischen posttraumatischer Tendinopathie/ Zerrung und allenfalls 

vorbestehender Tenosynovitis de Quervain sei nicht möglich (vgl. Suva-act. 2), deutet Dr. F.___ 

dahingehend, dass dieser keine Hinweise auf ein Trauma habe feststellen können.  

3.5.8 Dieser Einschätzung kann nicht gefolgt werden. Aus Dr. D.___s Anmerkung geht nicht hervor, 
dass dieser eine traumatische Entstehung der Sehnenscheidenentzündung ausschloss. Die von Dr. 

D.___ vorgenommene Differenzierung zwischen «posttraumatischer Tendinopathie/Zerrung mit 

begleitender Tendovaginitis» und «vorbestehender Tenosynovitis de Quervain» legt einzig nahe, dass 

er die Diagnose «Tenosynovialitis de Quervain» einem degenerativen Geschehen zuordnet, im Falle 

einer traumatischen Verursachung hingegen auf eine andere Bezeichnung bzw. Diagnose schliessen 

würde. Entgegen der Einschätzung Dr. F.___s lässt sich der Anmerkung von Dr. D.___ im Gegenteil 

vielmehr entnehmen, dass Letzterer eine traumatische Entstehung der Sehnenscheidenentzündung 
des Beschwerdeführers durchaus für möglich hielt, er aufgrund der bildgebenden Befunde allerdings 

keine abschliessende Aussage treffen wollte.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.5.9 Treffend ist hingegen Dr. F.___s Hinweis auf das Fehlen erwartbarer Traumafolgen wie 
Ödemierung oder Einblutung in der Sehnenscheide des M. Abductor pollicis brevis. Dies stellt ein 

gewichtiges Argument gegen die traumatische Verursachung der Sehnenscheidenentzündung dar. 

Allerdings lässt sich dem entgegenhalten, dass die erste bildgebende Untersuchung mit dem MRT vom 

27. März 2024 und damit fast zwei Monate nach dem Unfallereignis vom 28. Januar 2024 erfolgte, 
sodass die genannten, zu erwartenden akuten Traumafolgen im Zeitpunkt der Bildgebung bereits 

wieder ausgeheilt gewesen sein könnten. Sodann kommt Dr. F.___ auf die Argumentation von Dr. 

C.___ zu sprechen, welcher vorbringt, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall vom 28. Januar 2024 

beschwerdefrei gewesen, woraus er auf einen Zusammenhang zwischen Unfall und Beschwerden 

schloss (vgl. Suva-act. 54-12). Dr. F.___ erkennt hierin einen klassischen «Trugschluss». Darin ist ihm 

beizupflichten, denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine gesundheitliche Schädigung 

beweisrechtlich nicht schon allein deswegen als durch den Unfall verursacht, weil sie nach diesem 

aufgetreten ist (vgl. zur beweisrechtlich untauglichen Formel «post hoc ergo propter hoc» [sinngemäss 

«nach dem Unfall, also wegen des Unfalls»]: BGE 119 V 335 E. 2b/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 

17. April 2020, 8C_158/2020, E. 3.2). Schliesslich argumentiert Dr. F.___ gegen die Aussage von Dr. 

E.___, welcher in seiner Stellungnahme vom 27. Januar 2025 eine traumatische Genese der 

Tenosynovialitis als durch die MRT-Untersuchung (vom 27. März 2024) bestätigt erklärte. Diese 

Aussage finde in der fachradiologischen Beurteilung durch Dr. D.___ wie auch in der MRT-Bildgebung 
selbst keine Abstützung. Entgegen dem Dafürhalten Dr. F.___s liefert der MRT-Bericht vom 27. März 

2024 (Suva-act. 2) durchaus Hinweise auf ein traumatisches Geschehen: So etwa der vom Radiologen 

vermerkte «indirekt[e] Hinweis auf eine entsprechende Bandläsion», die Signalanhebungen im 

peripheren Anteil des TFCC, welche Dr. D.___ als Indiz für eine mögliche (geringe) Zerrung wertete 

sowie der Umstand, dass er explizit die Möglichkeit einer posttraumatischen Tendinopathie/Zerrung in 

Betracht zog (Suva-act. 2). 

3.5.10 Wie bereits erwähnt (vgl. vorangehende E. 1.4), sind an die Beweiswürdigung im Falle 
versicherungsinterner ärztlicher Beurteilungen strenge Anforderungen zu stellen. Vorliegend bestehen 

im Ergebnis zumindest geringe Zweifel an den beiden versicherungsmedizinischen Beurteilungen vom 

15. Januar bzw. 22. Mai 2025. Angesichts der Zweifelhaftigkeit der Beurteilungen ihres beratenden 

Arztes ist der Beschwerdeführerin der Beweis, dass die vom Beschwerdeführer über den 10. November 

2024 hinaus geltend gemachten Beschwerden in keinem Zusammenhang mit dem Unfall vom 28. 

Januar 2024 standen, nicht gelungen. 

3.6 Es fragt sich, ob die beim Beschwerdeführer diagnostizierte Tenosynovialitis de Quervain und 
somit auch die Operation vom 18. Dezember 2024, die ebendiese Pathologie adressierte, aufgrund der 

vorliegenden medizinischen Dokumentation als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal 

angesehen werden kann (womit die Beschwerdegegnerin für die Operation und die auf diese folgende 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Heilungsphase leistungspflichtig wäre) oder ob die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.  

3.6.1 Wie erwähnt, äusserte sich Dr. D.___ im Bericht zur MRT-Untersuchung vom 27. März 2024 
dahingehend, dass «[b]ildgebend (…) keine sichere Unterscheidung zwischen einer posttraumatischen 

Tendinopathie/Zerrung mit begleitender Tendovaginitis oder einer allenfalls vorbestehenden 
Tenosynovitis de Quervain» möglich gewesen sei (Suva-act. 2). Im Arztzeugnis UVG vom 29. April 

2024 beurteilte Dr. C.___ die morphologischen und bildgebenden Befunde als mit dem vom 

Beschwerdeführer berichteten Velosturz vereinbar und plausibel (Suva-act. 13). Explizit sprach sich Dr. 

E.___ für die Unfallkausalität der persistierenden Tenosynovialitis aus, so in seiner Stellungnahme vom 

27. Januar 2025 (Suva-act. 54-10). Zuvor hatte Dr. E.___ bereits anlässlich der Konsultation vom 28. 

Mai 2024 die Diagnose einer traumatisch bedingten Sehnenscheidenentzündung gestellt (Suva-act. 

14). An der Unfallkausalität der Beschwerden zweifelte Dr. C.___ hingegen in seinem ärztlichen 

Zwischenbericht vom 18. Dezember 2024 – ob die Leiden des Beschwerdeführers wirklich mit dem 

Unfall zusammenhingen, sei «fraglich» (Suva-act. 21). Mit Stellungnahme vom 29. Januar 2025 gibt 

sich Dr. C.___ dann aber überzeugt von der Unfallkausalität der Beschwerden (Suva-act. 54-12), 

ebenso Dr. E.___ am 27. Januar 2025 (Suva-act. 54-10). 

3.6.2 Die in der medizinischen Dokumentation enthaltenen Begründungen sind ungenügend und 
können die Unfallkausalität der Sehnenscheidenentzündung nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit beweisen; überhaupt ist bei der Beurteilung von Berichten behandelnder Ärzte der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass diese wegen ihrer auftragsrechtlichen Stellung im 

Zweifelsfall mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 469 ff. E. 4.4 und 4.6, 125 

V 351). Dies bedeutet nicht, dass den Berichten behandelnder Ärzte generell kein Beweiswert 

zukommt, allerdings sind an die Detailliertheit und Überzeugungskraft ihrer Begründung erhöhte 

Anforderungen zu stellen. Diesen Anforderungen genügen einfache Arztberichte, die wesensgemäss 

nicht auf die Beantwortung rechtlicher Fragen, wie derer nach der Unfallkausalität, ausgerichtet sind, 

im Regelfall nicht. Diese Regel bestätigt sich auch im Falle der Beurteilungen der Dres. E.___ und 

C.___, welche die von ihnen postulierte Unfallkausalität der Sehnenscheidenentzündung nicht 

argumentativ und anhand der Befunde zu belegen vermögen. Hinzu kommt, dass im vorliegenden Fall 

gewichtige Umstände gegen die Unfallkausalität der diagnostizierten Tenosynovialitis de Quervain 

sprechen, allen voran der zeitliche Verlauf: Die Operation des Beschwerdeführers fand im Dezember 

2024 und somit fast ein Jahr nach dem Unfall im Januar 2024 statt; im Falle eines 

Kontusionsereignisses ohne strukturelle Läsionen, wie es hier vorliegt (vgl. vorangehende E. 2.5), stellt 
dies eine aussergewöhnlich lange Zeitspanne dar, heilen doch Kontusionen (wie gesagt) üblicherweise 

innert kurzer Zeit folgenlos ab. Insgesamt ergibt sich ein uneindeutiges Bild bezüglich der Genese der 

Tenosynovialitis de Quervain.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.6.3 Es ist somit anhand der vorliegenden Akten nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, ob die über den Einstellungszeitpunkt hinaus bestehenden 

Befunde und Beschwerden aus der Tenosynovialitis kausal auf das Unfallereignis vom 28. Januar 2024 

zurückzuführen sind.  

4.   

4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 22. Mai 
2025 in dem Sinne gutzuheissen, dass die Sache zu ergänzender versicherungsexterner Beurteilung 

der Frage nach der Unfallkausalität der Sehnenscheidenentzündung und anschliessend neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist (vgl. vorangehende E. 1.3).  

4.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

4.3 Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 215 
E. 6.2). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf den 

Ersatz der Parteikosten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit mit sehr geringem Aktenumfang und einfachem 

Schriftenwechsel erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.  

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/15 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde vom 20. Juni 2025 wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 22. Mai 2025 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzender versicherungsexterner Beurteilung 

der Frage nach der Unfallkausalität der Sehnenscheidenentzündung und anschliessend neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- zu 

bezahlen (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 21.10.2025
	Art. 6 Abs. 1 UVG; der Beschwerdegegnerin ist der Beweis des nachträglichen Dahinfallens des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall (Velosturz) und den Beschwerden nicht gelungen; gleichzeitig erlaubt die medizinische Dokumentation keine Aussage über die Unfallkausalität der Sehnenscheidenentzündung des Beschwerdeführers und der operativen Behandlung derselben; Rückweisung zu versicherungsexterner Beurteilung und neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 2025/33).

		2026-01-28T04:04:49+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen