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**Case Identifier:** 570a48b1-5bde-5895-aa5d-8a906d73b1e7
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-13
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 13.06.2024 VBE.2023.416
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-416_2024-06-13.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 
 

VBE.2023.416 / lf / fi  
Art. 83 

 

Urteil vom 13. Juni 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Jacober 

Oberrichterin Fischer 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde 

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Roger Zenari, Rechtsanwalt, Dornacherstrasse 10, 

Postfach, 4601 Olten 

 

 
   

Beschwerde 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 25. August 2023) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1969 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 20. September 

2005 bei der zu diesem Zeitpunkt zuständigen IV-Stelle des Kantons 

Solothurn zum Bezug von Leistungen (Umschulung auf eine neue Tätigkeit, 

Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, Rente) der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) an. Die IV-Stelle Solothurn sprach dem Be-

schwerdeführer mit Verfügung vom 25. August 2008 rückwirkend ab dem 

1. August 2005 eine halbe Invalidenrente zu. 

 

1.2. 

Im Rahmen des im Jahr 2016 eingeleiteten Revisionsverfahrens liess die 

infolge Wohnortwechsels des Beschwerdeführers neu zuständige Be-

schwerdegegnerin den Beschwerdeführer durch einen Fachspezialisten 

observieren (Observation an dreizehn Tagen zwischen dem 13. April und 

dem 30. August 2016) und holte auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) ein psychiatrisches Gutachten (Gutachten von 

Dr. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

23. Juni 2017) ein. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 hob die Be-

schwerdegegnerin die halbe Rente des Beschwerdeführers rückwirkend 

per 1. Mai 2016 (Beginn der Observation) auf. Die dagegen erhobene 

Beschwerde wies das Versicherungsgericht mit Urteil VBE.2018.46 vom 

20. September 2018 ab. 

 

1.3. 

Am 6. März 2019 meldete sich der Beschwerdeführer erneut bei der Be-

schwerdegegnerin zum Leistungsbezug (berufliche Integration/Rente) an 

und liess der Beschwerdegegnerin verschiedene Arztberichte zukommen. 

Nach mehrfacher Rücksprache mit dem RAD trat die Beschwerdegegnerin 

mit Verfügung vom 24. Oktober 2019 nicht auf das Leistungsbegehren ein. 

Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit 

Urteil VBE.2019.758 vom 10. Juni 2020 gut, hob die angefochtene 

Verfügung auf und wies die Beschwerdegegnerin an, auf die Neuan-

meldung des Beschwerdeführers einzutreten und den Leistungsanspruch 

materiell zu prüfen. 

 

1.4. 

Im Nachgang an das Rückweisungsurteil liess die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer im Rahmen ihrer Abklärungen begutachten 

(Gutachten der C._____, vom 1. September 2022). Nach durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren und Rücksprache mit dem RAD wies die 

Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit 

Verfügung vom 25. August 2023 ab. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 25. August 2023 erhob der Beschwerdeführer 

mit Eingabe vom 26. September 2023 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25.08.2023 sei 
vollumfänglich aufzuheben. 

 
2. Die Beschwerdeführerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

eine ganze Invalidenrente auszurichten. 
 
3. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere 

medizinische Abklärungen vorzunehmen. 
 
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin." 

 

2.1. 

Mit Vernehmlassung vom 8. November 2023 beantragte die Beschwer-

degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 25. August 2023 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 228) zu Recht abgewiesen hat. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend. 

 

 - 4 - 

 

 

3. 

3.1. 

Die Zusprechung einer Invalidenrente aufgrund einer Neuanmeldung, 

nachdem eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei-

gert wurde (vgl. Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV), bedarf, analog zur Ren-

tenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG), einer anspruchsrelevanten Änderung 

des Invaliditätsgrades (vgl. BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.; 130 V 71; 117 

V 198 E. 3 S. 198 f.; 109 V 108 E. 2 S. 114 f.; Urteil des Bundesge-

richts 8C_29/2020 vom 19. Februar 2020 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Gemäss 

Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin 

für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn 

sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe-

zügers erheblich ändert. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne 

von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch-

lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 mit Hinweisen).  

 

3.2. 

Den zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen 

Änderung (vgl. E. 3.1. hiervor) bildet die letzte (der versicherten Person 

eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 

des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-

weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 

Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 

Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.). 

 

4. 

4.1. 

Der vorliegend massgebliche retrospektive Vergleichszeitpunkt (vgl. E. 3.2. 

hiervor) bildet die mit Urteil des Versicherungsgerichts VBE.2018.46 vom 

20. September 2018 (VB 136) bestätigte Verfügung vom 1. Dezember 

2017 (VB 121), mit welcher die halbe Invalidenrente des Beschwerde-

führers rückwirkend per 1. Mai 2016 aufgehoben worden war. In dieser 

hattes sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesent-

lichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B._____ vom 

23. Juni 2017 gestützt. Der Gutachter konnte darin keine Diagnosen, weder 

solche mit noch solche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, stellen 

(VB 112 S. 12). Zusammenfassend hielt er fest, die Mitwirkung des 

Beschwerdeführers bei der klinischen Untersuchung sei stark einge-

schränkt gewesen, was jedoch nicht auf eine schwere, behandlungs-

bedürftige psychische Störung zurückzuführen sei. Die in den Observa-

tionsmaterialien festgehaltenen Aktivitäten seien mit dem vom Beschwer-

deführer gezeigten Verhalten in keiner Weise vereinbar, sodass bei laufen-

der medizinisch-rechtlicher Auseinandersetzung am ehesten von einer 

intendierten Symptomproduktion auszugehen sei. Auf der Beschwer-

deebene seien vom Beschwerdeführer vor allem mnestische Defizite an-

 - 5 - 

 

 

geboten worden, wobei das von diesem gezeigte Bild jedoch nicht etwa 

einer nach ICD-10 diagnostizierbaren dementiellen Störung, sondern viel-

mehr dessen individuellen geprägten Vorstellungen darüber entsprochen 

habe, welche Defizite und Ausfälle eine an Demenz erkrankte Person 

zeigen sollte. Eine psychische Störung könne daher nicht festgestellt 

werden (VB 112 S. 12 f.). 

 

4.2. 

In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. August 2023 (VB 228) 

stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesent-

lichen auf das psychiatrisch-neuropsychologische C._____-Gutachten vom 

1. September 2022. Darin wurden die nachfolgenden Diagnosen gestellt 

(VB 216 S. 11): 

 

"- ICD-10 F17.2, Tabak-Abhängigkeits-Syndrom 
- Verdacht auf rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 

Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.1), bezüglich Art und 
Schweregrad retrospektiv im Langzeitverlauf nicht weiter definierbar 

- ICD-10 F55.2, Schmerzmittelübergebrauch 
- ICD-10 F68.0, nichtauthentische psychische und kognitive Störung im 

Rahmen einer sehr wahrscheinlich vorliegenden, bewusstseinsnahen 
Aggravation von Beschwerden (DD reine Simulation von Beschwerden, 
ICD-10 Z76.5) 

- ICD-10 G44.4, schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen" 

 

Die Gutachter hielten fest, die neuropsychologischen und psychiatrischen 

Befunde würden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Vorliegen einer 

bewussten Aggravation von kognitiven Defiziten wie auch von psychischen 

Beschwerden belegen. Möglicherweise liege auch eine reine Simulation 

gewisser Beschwerden vor. Die im Rahmen der gutachterlichen Abklärun-

gen ermittelten Befunde seien in ihrer Aussagekraft somit stark zu relat-

iveren. Sowohl die Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer geschil-

derten wie auch die Authentizität, der im Rahmen der Begutachtung 

beobachteten Beschwerden seien in Frage gestellt. Daher seien zuver-

lässige Rückschlüsse weder auf die Alltagsfunktionsfähigkeit noch auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angestammter oder angepas-

ster Tätigkeit möglich (VB 216 S. 11, 14). 

 

5. 

5.1. 

5.1.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen  

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-

gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

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5.1.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

5.2. 

Das C._____-Gutachten vom 1. September 2022 (VB 216) wird den von 

der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige 

medizinische Stellungnahme (vgl. E. 5.1.1. hiervor) gerecht. Das Gutach-

ten ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt worden (vgl. VB 213 

S. 6 ff.; 214 S. 6 ff.; 217), gibt die subjektiven Angaben des Beschwer-

deführers ausführlich wieder (vgl. VB 213 S. 9 ff.; 214 S. 14 ff.), beruht auf 

allseitigen Untersuchungen in den beteiligten Fachdisziplinen (vgl. VB 213 

S. 13 ff.; 214 S. 22 ff.) und die Gutachter setzten sich im Anschluss an ihre 

Ausführungen betreffend diagnostische Wertung der vom Beschwer-

deführer im Verlauf geklagten Beschwerden eingehend mit den subjektiven 

Beschwerdeangaben bzw. den medizinischen Akten auseinander (vgl. 

VB 213 S. 21 ff.; 214 S. 41 ff.; 216 S. 12 ff.). Es wurden ferner eigene 

Zusatzuntersuchungen durchgeführt und fremdanamnestische Angaben 

eingeholt (VB 213 S. 20 f.; 214 S. 32 ff.). Das Gutachten ist in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation nachvollziehbar und damit grundsätzlich geeignet, den Beweis für 

den anspruchserheblichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen. 

 

5.3. 

5.3.1. 

Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, bereits 

aus formellen Gründen könne nicht auf das C._____-Gutachten abgestellt 

werden, da die Gutachter offensichtlich aufgrund der Observation im Jahr 

2016 voreingenommen gewesen seien und sich darauf beschränkt hätten, 

ihm eine Aggravation bzw. gar Simulation vorzuwerfen (vgl. Beschwerde 

S. 4 ff., 10 ff.). 

 

Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- und 

Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen sind. 

Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die 

geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu wecken. Bei der 

Befangenheit handelt es sich um einen inneren Zustand, der nur schwer 

bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht 

nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich 

befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den 

Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu 

 - 7 - 

 

 

begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit 

und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das sub-

jektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss 

vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen (BGE 132 V 93 

E. 7.1 S. 110; vgl. auch BGE 137 V 210 E. 2.1.3 S. 231 f.). 

 

Der Umstand, dass die Observationsergebnisse den C._____-Gutachtern 

vorgelegt und von diesen in die Beurteilung miteinbezogen wurden, ist per 

se nicht geeignet, die C._____-Gutachter als befangen erscheinen zu 

lassen. Hätten die Gutachter keine Kenntnis von den Observations-

ergebnissen gehabt, wäre ihrer Expertise deswegen der Beweiswert 

abzusprechen (vgl. E. 5.1.1.). Es wird damit kein objektiver Umstand 

dargetan, welcher den Anschein der persönlichen Befangenheit und die 

Gefahr der Voreingenommenheit der Gutachter begründen würde. Zudem 

erscheinen die gutachterlichen Ausführungen ohne Weiteres neutral und 

die medizinische Beurteilung wurde nach rein sachlichen Kriterien und 

umfassend vorgenommen. Der Interview-Stil lässt zudem nicht darauf 

schliessen, dass die Gutachter mit ihren Fragen auf Antworten, die eine 

Aggravation nahelegten, hinwirken wollten (vgl. Beschwerde S. 11). Des 

Weiteren werden weder andere Ausstandsgründe vom Beschwerdeführer 

geltend gemacht, noch sind solche erkennbar. Der Einwand des 

Beschwerdeführers erweist sich damit als nicht stichhaltig. 

 

5.3.2. 

Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren in formeller Hinsicht vor, das 

Gutachten sei bereits deshalb beweisuntauglich, weil die psychiatrische 

Befunderhebung nicht auf Tonband aufgenommen worden sei. Dies gelte 

umso mehr, als gemäss den Angaben am Ende der Tonaufnahme der 

psychiatrischen Begutachtung offensichtlich nicht der psychiatrische Gut-

achter Dr. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

sowie für Neurologie, sondern Dr. phil. E._____, Fachpsychologe für 

Neuropsychologie FSP, die Diagnostik und Befunderhebung vorgenom-

men habe (vgl. Beschwerde S. 7 ff.).  

 

Gemäss Art. 44 Abs. 6 ATSG i.V.m. Art. 7k Abs. 1 ATSV muss bei einer 

von einem Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Begutachtung die 

Tonaufnahme das gesamte Untersuchungsgespräch aufzeichnen. Dieses 

besteht aus Anamneseerhebung und Beschwerdeschilderung der versi-

cherten Person. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erfüllt die 

Tonaufnahme der psychiatrischen Begutachtung diese Voraussetzungen 

im vorliegenden Fall, da die Befunderhebung nicht zum aufzuzeichnenden 

Untersuchungsgespräch gehört. Darauf wurde der Beschwerdeführer 

sodann auch am Ende des psychiatrischen Untersuchungsgesprächs 

hingewiesen (vgl. die Tonaufnahme der psychiatrischen Begutachtung ab 

ca. 1:27:38). Das Vorgehen der Gutachterstelle entspricht damit den 

Vorgaben von Art. 7k ATSV. 

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Dem C._____-Gutachten ist sodann zu entnehmen, dass die 

psychiatrische Begutachtung am 4. August 2022 durch Dr. med. D._____ 

erfolgt sei. Ebenfalls an der psychiatrischen Begutachtung beteiligt 

gewesen seien Assistenzärztin Dr. med. F._____ sowie für die strukturierte 

und standardisierte Diagnostik Dr. phil. E._____ (VB 214 S. 4). Entgegen 

der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, dass damit eine 

Delegation der Diagnostik und Befunderhebung stattgefunden hätte, 

sondern es ist lediglich von einer (zulässigen) Mitwirkung durch 

Dr. phil. E._____ auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_136/2017 vom 7. August 2017 E. 6.2.4). Auch ausweislich der Ton-

aufnahme ergibt sich nichts Gegenteiliges. Am Ende des Untersuchungs-

gesprächs wies Dr. phil. E._____ lediglich darauf hin, dass sie sich am 

Nachmittag wieder treffen würden für die Durchführung der strukturierten 

Diagnostik (vgl. die Tonaufnahme der psychiatrischen Begutachtung ab ca. 

1:27.26). Dass der psychiatrische Gutachter Dr. med. D._____ dabei nicht 

anwesend gewesen wäre, lässt sich weder aus dieser Aussage schliessen, 

noch wird dies vom Beschwerdeführer dargetan. 

 

Das C._____-Gutachten ist damit in formeller Hinsicht insgesamt nicht zu 

beanstanden. 

 

5.4. 

5.4.1. 

In materieller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer vor, das C._____-

Gutachten genüge auch diesbezüglich den Beweisanforderungen nicht. Es 

sei weder schlüssig noch nachvollziehbar, sondern widersprüchlich und 

unvollständig. Es könne daher nicht als Grundlage für die Beurteilung 

seines Leistungsanspruches dienen (vgl. Beschwerde S. 3 f.). Die übrigen 

involvierten Fachpersonen, insbesondere seine behandelnde Ärztin 

Dr. med. G._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 

Praktische Ärztin, seien der Ansicht, dass er nicht aggraviere und schon 

gar nicht simuliere, sondern durch seine psychischen Beschwerden 

tatsächlich erheblich eingeschränkt sei (vgl. Beschwerde S. 6, 11 ff.). 

 

5.4.2. 

Hinsichtlich der vom C._____-Gutachten abweichenden Beurteilung durch 

die den Beschwerdeführer seit Februar 2018 behandelnde Ärztin 

Dr. med. G._____ vom 15. Dezember 2022 (VB 222 S. 21 ff.; vgl. 

Beschwerde S. 6, 11 ff.) ist festzuhalten, dass es zwar grundsätzlich zutrifft, 

dass die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung 

durch behandelnde Ärzte oft wertvolle Erkenntnisse zu erbringen vermag. 

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 

tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich 

bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (statt vieler: 

BGE 137 V 210 E. 1.2.4. S. 224 mit Hinweis auf BGE 124 I 170 E. 4 

S. 175), lässt es aber nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu 

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stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vor-

behalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 

aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 

(vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2022 vom 13. April 2022 

E. 4 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall: 

 

Den C._____-Gutachtern lagen sämtliche relevanten Unterlagen und 

Informationen, insbesondere auch die vor dem Gutachten erstellten 

Berichte von Dr. med. G._____ (VB 143; 153 S. 11 ff., 15 f.; 173), vor 

(VB 213 S. 7 f.; 214 S. 11 f.; 217 S. 6 ff.). Zudem holte Dr. med. D._____ 

am 22. August 2022 eine fremdanamnestische Auskunft bei der 

behandelnden Psychiaterin ein (VB 214 S. 34 f.). Den C._____-Gutachtern 

waren die bereits vor dem C._____-Gutachten vorgenommene und im 

Bericht vom 15. Dezember 2022 lediglich erneut bestätigte diagnostische 

Einordnung durch Dr. med. G._____ sowie die von ihr festgehaltene Ver-

schlechterung des psychischen Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers seit dem Jahr 2018 sowie die von ihr eingeschätzte medizinisch-

theoretisch hochgradige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers 

(VB 143; 153 S. 11 ff., 15 f.; 173; 214 S. 25; 222 S. 21 ff.) bereits bekannt 

und sie setzten sich damit sowie mit den weiteren medizinischen Akten 

umfassend auseinander (VB 214 S. 18 f., 25 ff.). Die C._____-Gutachter 

gelangten jedoch in Kenntnis der Vorakten, nach Auseinandersetzung mit 

den bereits ergangenen medizinischen Einschätzungen, insbesondere 

denjenigen der behandelnden Psychiaterin Dr. med. G._____, in 

Würdigung der Ergebnisse der klinischen Untersuchungen sowie der 

durchgeführten Beschwerdevalidierungsverfahren und unter eingehender 

Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden zu 

ihrer nachvollziehbar begründeten gutachterlichen Einschätzung (vgl. 

E. 5.2. hiervor). So führten sie aus, dass die Befunde der gutachtlichen 

Abklärungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Vorliegen einer 

bewussten Aggravation von kognitiven Defiziten und von psychischen 

Beschwerden belegen würden und auf diesem Hintergrund weder 

zuverlässige Rückschlüsse auf die Alltagsfunktionsfähigkeit noch auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich seien (VB 216 S. 11, 14). 

 

Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers und von 

Dr. med. G._____, wonach ausser Acht gelassen worden sei, dass der 

Beschwerdeführer seine gesamte Familie im Krieg verloren habe (vgl. 

Beschwerde S. 11 ff.; VB 222 S. 22), ist dem C._____-Gutachten des 

Weiteren eine umfassende und differenzierte Auseinandersetzung damit 

zu entnehmen (VB 214 S. 27 ff.). Die Gutachter kamen jedoch zum 

Schluss, dass weder die Diagnose einer posttraumatischen Belastungs-

störung noch diejenige einer Anpassungsstörung gestellt werden könne 

(VB 214 S. 28 f.), die Heftigkeit der emotionalen Reaktion des Beschwer-

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deführers anlässlich der Begutachtung zeige aber in Anbetracht der 

Tatsache, dass die Vorkommnisse über 30 Jahre zurücklägen, auf, dass 

die Geschehnisse aus der damaligen Zeit im Rahmen der Psychotherapie 

im Wesentlichen noch nicht aufgearbeitet worden seien (VB 214 S. 32, 42, 

44). Eine mangelnde Auseinandersetzung damit ist folglich nicht ersichtlich. 

 

Im Rahmen psychiatrischer Beurteilungen besteht sodann immer ein 

gewisser Ermessensspielraum, innerhalb dessen verschiedene medizini-

sche Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern 

der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_548/2021 vom 25. Februar 2022 E. 7.2.1 mit Hinweisen). 

Vorliegend sind ausweislich der Akten weder Hinweise ersichtlich noch 

wurden derartige Anhaltspunkte schlüssig dargetan, wonach die Beur-

teilung des psychiatrischen Gutachters nicht lege artis erfolgt wäre. Der 

RAD-Arzt med. pract. H._____, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie sowie Praktischer Arzt, hielt in seiner Stellungnahme vom 

13. April 2023 entsprechend fest, das Gutachten sei äusserst sorgfältig 

erarbeitet worden und es könne vollumfänglich darauf abgestellt werden 

(VB 225 S. 2). Dr. med. G._____ nahm damit in ihrer Stellungnahme vom 

15. Dezember 2022 (VB 222 S. 21 ff.) lediglich eine von der 

gutachterlichen Einschätzung abweichende Beurteilung des gleichen 

medizinischen Sachverhaltes vor, ohne wichtige und nicht bereits 

hinlänglich bekannte und gewürdigte neue Befunde zu benennen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 2.1 mit 

Hinweisen). Dies rechtfertigt angesichts der umfassenden gutachterlichen 

Abklärung jedoch kein Abweichen vom Gutachten, insbesondere da der 

psychiatrische Gutachter, wie vorangehend dargelegt, nachvollziehbar 

begründete, weshalb er die Auffassung von Dr. med. G._____ nicht teilt. 

Bezüglich der Einschätzung der behandelnden Psychiaterin ist schliesslich 

auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass (auch 

spezialärztlich) behandelnde Ärztinnen und Ärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5; 

125 V 351 E. 3a/cc), respektive Therapiekräfte im Hinblick auf ihre auf-

tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu-

gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (Urteil des Bundesge-

richts 8C_515/2020 vom 14. Oktober 2020 E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

 

Insgesamt ist der nach dem Gutachten erstellte Bericht von 

Dr. med. G._____ vom 15. Dezember 2022 (VB 222 S. 21 ff.) damit nicht 

geeignet, die gutachterliche Einschätzung in Frage zu stellen. 

 

5.4.3. 

Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren vor, die Gutachter hätten den 

Sachverhalt bezüglich seiner Müdigkeit und reduzierten Belastbarkeit völlig 

falsch dargestellt und es bestehe offensichtlich keine diesbezügliche 

Diskrepanz dazu, wie er sich anlässlich der Begutachtung präsentiert habe 

(vgl. Beschwerde S. 10 f.). Aktenausweislich dauerte die neuropsycholo-

 - 11 - 

 

 

gische Untersuchung von 10.00 bis 14.00 Uhr (VB 213 S. 6) und die 

psychiatrische Begutachtung von 9.00 bis 15.00 Uhr (VB 214 S. 6), dies 

jeweils mit Mittagspause. Damit ist durchaus von mehrstündigen 

Begutachtungen auszugehen. Dass neben den Mittagspausen und einer 

zusätzlichen Pause noch weitere Pausen durchgeführt worden wären, ist 

zudem weder ausweislich des Gutachtens noch der Tonaufnahmen 

ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan. Dass die 

Gutachter damit aufgrund der im Rahmen ihrer Untersuchungen gezeigten 

kognitiven Leistungsfähigkeit zu ihrer Einschätzung gelangten, dass Dis-

krepanzen zwischen den subjektiven Beschwerden und den erkennbaren 

psychischen Beeinträchtigungen in der Untersuchungssituation bestehen 

würden, da anlässlich der Begutachtung keine Zeichen einer Müdigkeit 

oder mangelnden Belastbarkeit hätten erkannt werden können (VB 216 

S. 8), ist durchaus einleuchtend. Zudem war dies ausweislich des umfas-

senden Gutachtens nur einer von vielen Punkten bzw. Diskrepanzen, die 

in die gutachterliche Würdigung eingeflossen sind (VB 216 S. 7 ff.). 

 

Soweit der Beschwerdeführer zudem vorbringt, es stimme nicht, dass er 

sich zuerst nicht an die Anzahl seiner in Bosnien absolvierten Schuljahre 

habe erinnern können (vgl. Beschwerde S. 11), ist festzuhalten, dass eine 

solche formale Unregelmässigkeit (gegebenenfalls) für sich allein kein 

genügendes Indiz für ein mangelhaftes Gutachten darstellt. Zudem ist nicht 

davon auszugehen ist, dass diese angebliche Unstimmigkeit die Schluss-

folgerungen der Gutachter entscheidend beeinflusst hätte (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_725/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5.2.4). Inwiefern die 

Befunderhebung nicht korrekt erfolgt und die Aussagen des Beschwer-

deführers nicht korrekt rapportiert worden wären (vgl. Beschwerde S. 8), 

wird sodann nicht substantiiert dargetan. 

 

5.4.4. 

Der Beschwerdeführer macht des Weiteren geltend, es sei im C._____-

Gutachten nicht berücksichtigt worden, dass er im Strafverfahren, in dem 

ihm Betrug vorgeworfen worden sei, freigesprochen worden sei (vgl. Be-

schwerde S. 5, 12). Den C._____-Gutachtern war das Urteil des Bezirks-

gericht Aarau jedoch durchaus bekannt (VB 213 S. 8; 214 S. 13, 35 f.; 217 

S. 8, 22). Im psychiatrischen Teilgutachten wurde zudem explizit fest-

gehalten, es müsse hervorgehoben werden, dass der Beschwerdeführer 

hinsichtlich beider erwähnten Rechtsverfahren (Verfahren wegen Ge-

schwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn im Jahr 2017, Strafanzeige 

wegen Verdachts auf IV-Renten-Betrug im Jahr 2018) für nicht schuldig 

befunden worden sei. Kriminelles Verhalten sei bis anhin folglich nicht 

belegt und dadurch die Annahme dissozialer Persönlichkeitseigenschaften 

einer den versicherungsmedizinischen Grundsätzen der Neutralität und 

Unparteilichkeit widersprechenden Vorverurteilung gleichkommen würde. 

Entsprechend werde auf das Festhalten sowohl einer dissozialen Per-

sönlichkeitsakzentuierung wie auch -störung verzichtet (VB 214 S. 30 f.). 

 - 12 - 

 

 

Eine mangelnde Berücksichtigung des Ausgangs des Strafverfahrens ist 

damit nicht ersichtlich. 

 

5.4.5. 

Der Beschwerdeführer macht des Weiteren geltend, es sei nicht ersichtlich, 

weshalb es gegen das Vorliegen der von ihm geltend gemachten und von 

der behandelnden Psychiaterin bestätigten psychischen Einschränkungen 

sprechen sollte, wenn er noch Auto fahren würde (vgl. Beschwerde S. 11). 

Auch damit setzten sich die C._____-Gutachter jedoch umfassend aus-

einander und führten nachvollziehbar begründet aus, im Rahmen der 

neuropsychologischen Begutachtung hätten sich mehrheitlich weit 

unterdurchschnittliche Testleistungen gezeigt. Im Mini-Mental-Status-Test 

habe der Beschwerdeführer acht von maximal dreissig Punkten erzielt. 

Dies entspreche einer Leistung wie bei einer weit fortgeschrittenen, 

schweren Demenz. Personen mit solchen Testergebnissen müssten in den 

allermeisten Fällen in spezialisierten Institutionen rund um die Uhr betreut 

werden. Ein Wohnen in privaten Verhältnissen ohne Betreuung praktisch 

rund um die Uhr wäre auf jeden Fall nicht möglich. Nicht zuletzt seien die 

erwähnten Defizite keineswegs vereinbar mit der Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer, wie seine Ehefrau nach mehrmaligem Nachfragen 

eingeräumt habe, in den letzten Wochen vor der Begutachtung selbst Auto 

gefahren sei. Eine Person mit solchen kognitiven Einschränkungen wäre 

schlichtweg nicht in der Lage, den Motor eines PKWs zu starten und ein 

solches Fahrzeug zu lenken (VB 214 S. 38 f.). Damit geht aus dem 

Gutachten – entgegen dem Beschwerdeführer – durchaus hervor, weshalb 

die Gutachter zum Schluss gelangten, dass das Vorliegen der von ihm 

geltend gemachten Einschränkungen gegen seine Fähigkeit Auto zu fahren 

sprechen würde. 

 

5.4.6. 

Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung des Sachverhalts durch den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5 ff., 11, 17 f.) 

ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass diese bereits deshalb unbehelflich 

ist, weil er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.1.2; 9C_614/2015 

vom 21. Juni 2016 E. 5.1).  

 

5.5. 

Zusammenfassend sind damit weder den Ausführungen des Beschwer-

deführers noch den Akten konkrete Hinweise zu entnehmen, welche am 

C._____-Gutachten vom 1. September 2022 (VB 216) Zweifel zu 

begründen vermöchten (Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; BGE 134 V 109 E. 9.5, mit Hinweis; vgl. E. 5.1.2. 

hiervor). Das besagte Gutachten erfüllt demnach die Anforderungen der 

Rechtsprechung an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (vgl. 

E. 5.1.1. hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat folglich zu Recht auf das 

 - 13 - 

 

 

C._____-Gutachten abgestellt. Der anspruchsrelevante medizinische 

Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt. 

Auf weitere Abklärungen (vgl. Beschwerde S. 18 f.) ist in antizipierter 

Beweiswürdigung zu verzichten, da von diesen keine weiteren 

Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 mit Hin-

weisen). Gestützt auf das C._____-Gutachten vom 1. September 2022 ist 

damit aufgrund der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vorliegenden 

bewussten Aggravation von kognitiven Defiziten wie auch von psychischen 

Beschwerden (vgl. E. 4.2. hiervor) von keiner invalidenversicherungs-

rechtlich relevanten, längerdauernden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. 

 

6. 

Mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens (BGE 143 V 418 

i.V.m. BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287) sind damit bereits die materiellen 

Rentenanspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 6 und 8 ATSG i.V.m. 

Art. 28 Abs. 1 IVG nicht erfüllt und die Durchführung eines Einkommens-

vergleichs erübrigt sich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2016 vom 

27. Januar 2017 E. 2.2.4). Zudem ist auch keine anspruchserhebliche 

Änderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit dem 

Vergleichszeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 1. Dezember 2017 

(vgl. E. 4.1. hiervor) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. 

E. 3.1. hiervor), womit es ohnehin beim bisherigen Rechtszustand bleiben 

würde (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135, 8C_441/2012 E. 3.1.3; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_336/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 4.1). Die Be-

schwerdegegnerin hat folglich das Leistungsbegehren des Beschwerde-

führers zu Recht mit Verfügung vom 25. August 2023 (VB 228) abge-

wiesen. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 

 - 14 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden dem Beschwer-

deführer auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. 

Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. 

Januar (Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 13. Juni 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth Fricker