# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5119b7f-8996-5cf1-b91e-868c2d8aae96
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.10.2015 200 2015 630
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-630_2015-10-02.pdf

## Full Text

200 15 630 UV
SCP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Oktober 2015 

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Juni 2015 (E 0740/15)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2015, UV/15/630, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) ist seit dem 7. Januar 2013 im Rahmen von beruflichen 
Massnahmen der Invalidenversicherung (IV) beim Zentrum B.________ 
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt SUVA (nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrank-
heiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 30. September 2014 liess er der 
SUVA mitteilen, er habe sich am 15. April 2014 an der rechten Schulter 
verletzt (Akten der SUVA, Antwortbeilagen [AB] 1). Nach Durchführung von 
sachverhaltsspezifischen und medizinischen Abklärungen lehnte die SUVA 
mit Schreiben vom 1. Dezember 2014 (AB 23) formlos ihre Leistungspflicht 
ab, da aufgrund der Unterlagen weder von einem Unfallereignis im Sinne 
des Gesetzes auszugehen sei noch die Voraussetzungen zur Übernahme 
des Schadenfalls als unfallähnliche Körperschädigung erfüllt seien. Hiermit 
erklärte sich der Versicherte mit Schreiben vom 4. Dezember 2014 (AB 24) 
nicht einverstanden und er liess zudem, vertreten durch C.________ mit 
Stellungnahme vom 29. Januar 2015 (AB 29) Einwände geltend machen.

Mit Verfügung vom 4. Februar 2015 (AB 30) hielt die SUVA an ihrer Leis-
tungsablehnung fest. Eine von der Krankenversicherung des Versicherten, 
der D.________, dagegen am 11. Februar 2015 erhobene Einsprache zog 
diese am 17. Februar 2015 zurück (AB 31 f.). Die vom Versicherten, wei-
terhin vertreten durch C.________, am 3. März 2015 erhobene Einsprache 
(AB 33) wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2015 (AB 36) 
ab, wobei sie das Vorliegen sowohl eines Unfalls als auch einer unfallähnli-
chen Körperschädigung verneinte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2015, UV/15/630, Seite 3

B.

Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2015 Beschwerde. Er beantragt, 
es sei der Einspracheentscheid vom 2. Juni 2015 aufzuheben und es seien 
ihm die gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung zu erbringen (ins-
besondere Taggeldleistungen für eine dreimonatige Arbeitsunfähigkeit als 
Folge des Unfallereignisses).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. August 2015 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 2. Juni 2015 (AB 36). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversiche-
rung hinsichtlich des Ereignisses vom 15. April 2014.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]).

2.2

2.2.1 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2.2 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objek-
tiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnli-
chen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im 
Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslö-
sung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall 
setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhn-
lich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 
V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhn-
lichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern 

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nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit 
ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwarte-
te Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 
Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79).

Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo der Gesundheits-
schaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine plötzliche schä-
digende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte Zuordnung zum 
exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der Rechtsprechung insbesondere 
dann, wenn die Gesundheitsschädigung erfahrungsgemäss auch als allei-
nige Folge von Krankheit, insbesondere von vorbestandenen degenerati-
ven Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines durchaus normalen 
Geschehensablaufs auftreten kann. In solchen Fällen muss die unmittelba-
re Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Umständen ge-
setzt worden sein. Somit wird eine Einwirkung ohne offensichtliche Scha-
densneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen Ereignisses 
zum ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es bedarf – neben den üblichen auf 
den Körper einwirkenden Kräften – eines schadensspezifischen Zusatzge-
schehens, damit ein Unfall angenommen werden kann (BGE 134 V 72 
E. 4.3.2 und 4.3.2.1 S. 80).

2.2.3 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-
grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 
2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 
dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 

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reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.3 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467).

2.4 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom Leis-
tungsansprecher oder der Leistungsansprecherin glaubhaft zu machen. 
Wird dieser Forderung nicht nachgekommen, indem unvollständige, unge-
naue oder widersprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen 
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, be-
steht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es 
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfall-
begriffs erfüllt sind (BGE 116 V 136 E. 4b S. 140, 114 V 298 E. 5b S. 305; 
RKUV 2003 U 485 S. 259 E. 5).

2.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221).

Im Sozialversicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach die sogenann-
ten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbe-

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wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder an-
derer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 
E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2). Darin ist keine unzulässige 
Beweismaxime zu erblicken, weil es sich nicht um eine förmliche Beweis-
regel, sondern lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu 
berücksichtigende Entscheidungshilfe handelt. Sie kann zudem nur zur 
Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Beweismassnahmen keine 
neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (RKUV 2004 U 524 S. 548 E. 3.3.4).

3.

3.1 Mit der Beschwerdegegnerin vorweg als erstellt anzunehmen ist, 
dass aufgrund der medizinischen Diagnosestellungen (AB 9, 11, 20) das 
Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 9 
Abs. 2 UVV (vgl. E. 2.3 hiervor) ausser Betracht fällt (SVR 2014 UV Nr. 21 
S. 67 E. 4; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 28. Januar 2014, 
8C_835/2013). Dies wird denn auch zu Recht vom Beschwerdeführer nicht 
in Abrede gestellt. Hingegen ist streitig und zu prüfen, ob das Ereignis vom 
15. April 2014 als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist (vgl. 
E. 2.2.1 hiervor). Fraglich ist insbesondere, ob sowohl das Tatbestands-
merkmal des äusseren Faktors als auch dessen Ungewöhnlichkeit erfüllt 
sind (vgl. E. 2.2.2 und 2.2.3 hiervor).

3.2 Zu dem der Unfallmeldung vom 30. September 2014 (AB 1) zu-
grunde liegenden Ereignis vom 15. April 2014 finden sich in den Akten fol-
gende Angaben:

3.2.1 Gemäss Schadenmeldung UVG des Arbeitgebers vom 30. Septem-
ber 2014 (AB 1 S. 2 [Beiblatt Sachverhalt]) sei für das Herausziehen eines 
alten Kabels aus alten Leitungen, dieses mit einem schweren Vorschlag-
hammer beschwert worden. Mit dem Herunterfallen des Vorschlagham-
mers habe der Versicherte einen Ruck und Schmerzen in der rechten 
Schulter verspürt. Seither seien die Schmerzen schlimmer geworden.

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin befragte den Beschwerdeführer am 
10. Oktober 2014 telefonisch zum Geschehensablauf. Anlässlich dieser 

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Befragung gab der Versicherte an, er habe am 15. April 2014 während der 
Arbeit ein altes Stromkabel (1 Meter) ersetzen müssen, welches sich fest-
gesetzt hätte. Damit das Kabel besser habe gelöst werden können, habe er 
einen Vorschlaghammer (10 kg) an das Kabel gebunden, um es anschlies-
send mit Gewalt lösen zu können. Er habe mit so einer grossen Wucht dar-
an gezogen, dass er durch den Ruck sofort Schmerzen in der rechten 
Schulter verspürt habe. Anschliessend habe er Schmerzmittel eingenom-
men, aber vorläufig noch keinen Arzt konsultiert (AB 2).

3.2.3 Im Bericht der E.________ AG vom 11. September 2014 (AB 10) 
führten die Dres. med. F.________, Facharzt für Orthopädie und Traumato-
logie, und Simon G.________ im Rahmen der Anamneseerhebung aus, 
der Patient arbeite momentan im … im …. Mitte April habe er bei … Elek-
trokabel aus der Wand entfernt. Beim Zug der Elektrokabel habe er einen 
Schmerz in der Schulter rechts verspürt. Dieser persistiere seither und träte 
insbesondere bei Arbeiten über Kopf auf. Dies behindere die Arbeit im … 
und der Patient sei seit dem 3. September 2014 zu 100 % krank geschrie-
ben.

3.2.4 Dr. med. F.________ hielt im Operationsbericht vom 12. November 
2014 (AB 20) als Indikation zur Operation fest, der Patient habe bei der 
Arbeit im April 2014 versucht, ein Elektrokabel aus der Wand zu ziehen. 
Beim massiven Zug seien erstmalige einschiessende Schmerzen in der 
dominanten rechten Schulter aufgetreten.

3.2.5 In der Stellungnahme der C.________ vom 29. Januar 2015 
(AB 29) liess der Beschwerdeführer den Sachverhalt dahingehend schil-
dern, dass er beim Umbau eines alten Hauses versucht habe, alte Kabel 
herauszuziehen. Da diese sich nicht herausreisen liessen, habe er das 
Kabelende um einen schweren Vorschlaghammer gebunden, den Hammer 
aufgezogen und mit Anlauf niedergeschlagen. Das Kabel habe sich jedoch 
keinen Millimeter bewegt, was ihm einen heftigen Schlag mit einem starken 
Schmerz in der Schulter verursacht habe. Der Bewegungsablauf sei darauf 
ausgerichtet gewesen, den Hammer bis zum Boden zu schlagen. Er sei 
völlig überrascht gewesen, dass der Hammer in der Luft plötzlich stehen 
geblieben sei, als ob er gegen einen imaginären Widerstand geschlagen 

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hätte. Diese Angaben liess der Beschwerdeführer in der Einsprache vom 
3. März 2015 (AB 33) im Wesentlichen bestätigen.

3.2.6 In seiner Beschwerde vom 6. Juli 2015 führt der Beschwerdeführer 
aus, er habe am 15. April 2014 auf einer … ein altes Kabel aus alten Lei-
tungen herausziehen müssen. Da dies von Hand nicht möglich gewesen 
sei, habe er es an einem schweren Vorschlaghammer befestigt. Er habe 
mit dem Vorschlaghammer aufgezogen und einen Schlag gemacht, in der 
Annahme, dass sich dadurch das Kabel lösen würde. Da sich das Kabel 
jedoch keinen Millimeter bewegt habe, sei der Hammer unvermittelt in der 
Luft gestoppt worden. Dadurch habe er einen Schlag auf die Schulter, der 
die Schulterverletzung verursacht habe, erlitten.

3.3 Es fällt auf, dass sich aus den hiervor wiedergegebenen Angaben 
zum Unfallhergang, welche allesamt direkt oder indirekt vom Beschwerde-
führer stammen hinsichtlich des Hantierens mit dem an einem festsitzen-
den Elektrokabel angebundenen Vorschlaghammer, kein stimmiges Ge-
samtbild ergibt. So sprach der Beschwerdeführer anfänglich von Ziehen 
(vgl. E. 3.2.2 - E. 3.2.4 hiervor), alsdann von Niederschlagen des Vor-
schlaghammers (vgl. E. 3.2.5 f. hiervor). Die späteren Angaben des Be-
schwerdeführers stehen damit in klarem Widerspruch zu den Angaben, die 
er zu Beginn gegenüber der SUVA wie auch gegenüber den behandelnden 
Ärzten gemacht hatte.

Bei später abweichenden und erst im rechtlichen Verfahren geltend ge-
machten Sachverhaltsdarstellungen ist anzunehmen, dass diese (bewusst 
oder unbewusst) von versicherungsrechtlichen Überlegungen überlagert 
sind. Aus der Aktenlage geht denn auch hervor, dass die ergänzende Stel-
lungnahme der C.________ vom 29. Januar 2015 (AB 29) als Reaktion auf 
das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 1. Dezember 2014 (AB 23) 
verfasst wurde, worin diese eine Leistungspflicht gestützt auf die ursprüng-
liche Sachverhaltsdarstellung erstmals abgelehnt hatte. Angesichts dessen 
ist in Anwendung der Beweismaxime der „Aussagen der ersten Stun-
de“(vgl. E. 2.5 hiervor) auf die erstmalig gemachten Angaben anlässlich der 
telefonischen Nachfrage der SUVA vom 10. Oktober 2014 (AB 2) abzustel-
len, wonach der Beschwerdeführer einen Vorschlaghammer an das Kabel 
band und mit einer so grossen Wucht daran zog, dass er durch den, zufol-

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ge des festsitzenden Kabels erfolgten Ruck, sofort Schmerzen in der rech-
ten Schulter verspürte (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Das Abstellen auf diese Aus-
sagen gebietet sich umso mehr, zumal auch gegenüber dem operierenden 
Arzt diese Version geschildert wurde. So führte Dr. med. F.________ im 
Bericht zur Operation vom 12. November 2014 (AB 20) denn auch aus, der 
Patient habe bei der Arbeit im April 2014 versucht, ein Elektrokabel aus der 
Wand zu ziehen. Beim massiven Zug seien erstmalige einschiessende 
Schmerzen in der dominanten rechten Schulter aufgetreten (vgl. E. 3.2.3 
und 3.2.4 hiervor). Die späteren im Verlauf des Verfahrens getätigten Aus-
sagen vermögen – auch wenn sich beim Abstellen auf diese Version im 
Ergebnis nichts ändern würde (vgl. E. 3.5 hiernach) – diese Schilderungen 
nicht in Zweifel zu ziehen. Da von zusätzlichen Beweismassnahmen weder 
neue Erkenntnisse noch ein anderer Ausgang des Verfahrens zu erwarten 
sind, ist sachverhaltsmässig auf diesen Ereignishergang abzustellen.

3.4 Es bleibt zu prüfen, ob dieser ursprünglich vorgetragene Sachver-
halt die rechtlichen Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt.

Ob das festsitzende Elektrokabel an sich das Begriffsmerkmal des äusse-
ren Faktors zu erfüllen vermag, braucht vorliegend nicht abschliessend 
beurteilt zu werden. Denn das Ziehen eines festsitzenden Kabels mit einem 
daran befestigten Vorschlaghammer kann nicht als ungewöhnlich betrach-
tet werden, da solche Verrichtungen im Rahmen von … durchaus üblich 
sind. Die durch den gewollten Zugvorgang gegen den Widerstand des fest-
sitzenden Kabels erzeugte Krafteinwirkung auf den Körper kann ebenfalls 
nicht als besonderes gross oder unüblich eingestuft werden. Daran ändert 
auch der Umstand nichts, dass die Bewegung mit Wucht (AB 2) bzw. mit 
massivem Zug (AB 20) ausgeführt wurde. Sodann kann auch nicht auf eine 
unkontrollierte oder programmwidrige Bewegung geschlossen werden. Die 
Bewegung als solche wie auch der Kraftaufwand war vom Beschwerdefüh-
rer geplant. Eine unfallversicherungsrechtlich relevante Programmwidrigkeit 
im Bewegungsablauf, wie ein Abrutschen, Ausgleiten oder dergleichen, 
woraus sich eine unphysiologische Beanspruchung einzelner Körperteile 
hätte ergeben können, ist ebenfalls nicht erstellt. 

Der vorliegend für massgeblich geltende Ereignisverlauf, erfüllt damit das 
erforderliche Kriterium der ungewöhnlichen äusseren Einwirkung nicht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2015, UV/15/630, Seite 11

weshalb nicht von einem Unfall im rechtlichen Sinne gesprochen werden 
kann.

3.5 Doch selbst wenn dem zeitlich nach der Ablehnung vom 1. Dezem-
ber 2014 (AB 23) vom Beschwerdeführer vorgebrachten Geschehensablauf 
(vgl. E. 3.2.5 f. hiervor) gefolgt würde, wäre die Ungewöhnlichkeit des äus-
seren Faktors zu verneinen.

Der äussere Faktor bestünde in diesem Fall in der Schlagbewegung, wel-
che aufgrund dem am Vorschlaghammer befestigten und in der Wand fest-
sitzenden Stromkabel gestoppt wurde. Unter den gegebenen Umständen 
stellt die durch das festsitzende Kabel erfolgte Beendigung der Schlagbe-
wegung nichts Ungewöhnliches dar. Der hierbei entstandene Ruck hebt 
sich überdies nicht vom Normalmass an äusseren Einwirkungen auf den 
menschlichen Körper bei der Verwendung eines Vorschlaghammers ab. 
Darin kann keine für den Unfallbegriff letztlich entscheidende Programm-
widrigkeit (BGE 130 V 118 E. 2.1) erblickt werden. Daran ändert auch der 
Umstand nichts, dass die Bewegung mit einer gewissen Heftigkeit erfolgte. 
Zudem war sich der Beschwerdeführer des erhöhten Widerstands bewusst, 
so führt er denn auch beschwerdeweise aus, dass sich das Kabel mit der 
Hand nicht habe lösen lassen (vgl. Beschwerde S. 1). Insofern kann ihm 
nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, die Bewegung sei durch das Kabel 
unerwartet gestoppt worden und er habe damit nicht gerechnet (AB 29 
S.S1, AB 33 S. 1 und Beschwerde S. 2). Hinzu kommt, dass es gerade 
Sinn und Zweck seines Vorhabens war, den festgestellten Widerstand mit 
einem Ruck bzw. Schlag zu überwinden. Die vom Beschwerdeführer bei 
dieser Sachverhaltsschilderung geltend gemachte Schlagbewegung mit 
dem Vorschlaghammer kann auch nicht als unkontrollierte Bewegung be-
zeichnet werden. Vielmehr war diese geplant und darauf ausgerichtet mit 
erhöhter Kraft auf das Kabel einzuwirken. Aus den Akten ergibt sich denn 
auch, dass der Beschwerdeführer beim Hantieren mit dem Vorschlagham-
mer weder gestossen worden, noch ausgerutscht oder gestolpert ist. Es 
liegt damit ein planmässiger Bewegungsablauf und folglich kein objektiv 
unvorhersehbares sowie programmwidriges Geschehen vor.

3.6 Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin mit Verfügung vom 4. Februar 2015 (AB 30) sowohl das 

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Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne als auch eine unfallähnliche Kör-
perschädigung verneinte und dies mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 
2015 (AB 36) bestätigte. Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 6. Juli 
2015 erweist sich somit als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG). 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2015, UV/15/630, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.