# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2b513f7-47f5-535e-b09b-6fa01fd6d66b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.11.2010 UV 2009/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-99_2010-11-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/99

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 18.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2010
Art. 18 UVG. Art. 16 ATSG: Prüfung der Rentenbemessung. Festlegung der 
unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und des Invaliditätsgrades (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2010, UV 
2009/99).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 18. November 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Poltera, Hadwigstrasse 6a, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Marktplatz 4, 9004 St. Gallen,

betreffend

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Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a   B.___ war als Chauffeur bei der A.___ angestellt und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 6. August 2004 beim Trottinettfahren auf die rechte Schulter 

stürzte und sich dabei eine mehrfragmentäre Humerusfraktur rechts zuzog (UV-act. 1). 

Am 8. August 2004 wurde im Kantonsspital St. Gallen eine Schulterhemiprothese 

rechts implantiert (UV-act. 3). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht. In der Folge 

persistierten die Schulterbeschwerden rechts. Eine neurologische Untersuchung vom 

21. Oktober 2004 ergab eine unfallbedingte Läsion des Nervus axillaris (UV-act. 15). 

Vom 24. August bis 16. September 2005 hielt sich der Versicherte zur stationären 

Behandlung in der Rehaklinik Bellikon auf (UV-act. 73). Nach Durchführung einer 

Abklärung in der Befas Appisberg vom 3. März bis 4. April 2006 (UV-act. 100) und 

Vornahme von weiteren ärztlichen Behandlungen und Abklärungen gab die Suva dem 

Versicherten mit Schreiben 13. August 2007 bekannt, die kreisärztliche Untersuchung 

vom 3. August 2007 habe ergeben, dass von Seiten der Unfallfolgen keine ärztliche 

Behandlung mehr notwendig sei. Die Heilkosten- und Taggeldleistungen würden daher 

mit dem 31. August 2007 eingestellt (UV-act. 139).

A.b   Mit Verfügung vom 31. August 2007 gewährte die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. September 2007 eine Invalidenrente auf der Basis einer 

Erwerbsunfähigkeit von 26 % (Valideneinkommen von Fr. 67'206.40 und 

Invalideneinkommen von Fr. 49'634.--) und eines versicherten Verdienstes von Fr. 

67'379.--. Gleichzeitig wurde ihm eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer 

Integritätseinbusse von 27.5 % zugesprochen (UV-act. 145). Die gegen diese 

Verfügung von Rechtsanwalt Dr. iur. D. Poltera, St. Gallen, für den Versicherten 

erhobene Einsprache (UV-act. 152) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 27. 

August 2009 ab.

 Zuvor hatte die IV-Stelle Schwyz dem Versicherten mit Verfügung vom 16. Januar 

2008 eine Viertelsrente auf der Basis eines IV-Grades von 45 % mit Wirkung ab 1. 

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August 2005 zugesprochen. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies 

das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 25. Juni 2008 ab. 

Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft, nachdem das vorerst dagegen eingelegte 

Rechtsmittel zurückgezogen worden war (UV-act. 166). Mit Verfügung vom 12. 

November 2008 bestätigte die unterdessen zuständige IV-Stelle St. Gallen den 

bisherigen Rentenanspruch (IV-act. 4).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 27. August 2009 erhob Rechtsanwalt 

Poltera für den Versicherten am 30. September 2009 Beschwerde mit den Anträgen, 

der Entscheid sowie die Verfügung vom 31. August 2007 in Bezug auf die 

Invalidenrente seien aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente 

von ca. 48 % auszurichten. Ihm sei für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem 

dar, die kreisärztliche Einschätzung der Zumutbarkeit einer ganztägigen Arbeit stehe im 

Widerspruch zum Befas-Bericht vom 11. Mai 2006. Im Rahmen der Befas-Abklärung 

seien praktische Tätigkeiten ausprobiert und eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung unter 

konkreten Arbeitsbedingungen vorgenommen worden. Damit könne offensichtlich nicht 

nur auf die kreisärztliche Untersuchung vom 3. August 2007 abgestellt werden. Wenn 

schon die IV-Stelle auf den Befas-Bericht abstelle und damit einen IV-Grad von 45 % 

(grösstenteils unfallbedingt) festlege, so könne die Beschwerdegegnerin nicht einfach 

von einem Invaliditätsgrad von 26 % ausgehen. Die psychischen Probleme des 

Beschwerdeführers seien als IV-fremd weitestgehend nicht berücksichtigt worden. Im 

Weiteren ergebe sich aus UV-act. 133/1 ein Valideneinkommen von Fr. 67'379.--. Die 

Abweichung zu den von der Beschwerdegegnerin angenommenen Wert von Fr. 

67'206.-- sei nicht erklärbar. Zum Invalideneinkommen sei dem UV-act. 141 ein 

Durchschnittslohn von Fr. 51'507.-- zu entnehmen. Davon sei ein Leidensabzug von 

mindestens 10 % zu machen, was eine Zahl von Fr. 46'356.-- ergebe. Rätselhaft 

bleibe, wie die Zahl von Fr. 49'634.-- gemäss Einspracheentscheid entstanden sei. In 

Berücksichtigung des Dreiviertel-Pensums gemäss Befas ergebe sich ein 

Invalideneinkommen von Fr. 34'767.--. Wenn auf ein volles Pensum abgestellt würde, 

wäre ein deutlich höherer Leidensabzug als 10 % gerechtfertigt. Angemessen sei 

diesfalls ein solcher von 25 %.

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B.b   In der Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2009 beantragte Rechtsanwalt Dr. 

iur. Urs Glaus, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung verwies der Rechtsvertreter auf die Darlegungen im angefochtenen 

Entscheid und führte unter anderem aus, die Befas-Abklärung erscheine bezüglich der 

unfallbedingten Beeinträchtigungen aus verschiedenen Gründen nicht schlüssig 

(Verweis auf UV-act. 170). Im Gegensatz zur Befas-Abklärung sei die kreisärztliche 

Beurteilung nachvollziehbar begründet und beruhe auf Messung der Einschränkungen 

(UV-act. 135 S. 3f), welche den neurologischen Befunden entsprechen würden (UV-act. 

49). Es sei zu Recht nicht auf den Invaliditätsgrad der IV abgestellt worden, zunächst 

weil die Erwerbsunfähigkeit des Beschwerdeführers zwar teilweise unfallbedingt sei, 

aber zugleich auf vorbestehende und unfallfremde Beschwerden zurückzuführen sei, 

wie etwa die psychischen Störungen. Wenn der Beschwerdeführer geltend mache, 

dass die krankheitsbedingten Elemente im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrads 

durch die IV nur eine untergeordnete Rolle gespielt hätten, treffe dies nicht zu. Die 

Berechnung des Invaliditätsgrads sei korrekt und nicht zu beanstanden. Bei der 

Festsetzung des Invalideneinkommens mittels DAP-Profilen sei praxisgemäss kein 

Leidensabzug zu gewähren.

B.c   Am 12. Februar 2010 bewilligte der Gerichtspräsident die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung des Beschwerdeführers für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren.

B.d   Das Versicherungsgericht zog die Akten der Invalidenversicherung betreffend den 

Beschwerdeführer bei. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin äusserte sich 

dazu mit Schreiben vom 20. August 2010.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist, welcher Invaliditätsgrad der dem Beschwerdeführer für die Restfolgen des 

Unfallereignisses vom 6. August 2004 mit Wirkung ab 1. September 2007 

zugesprochenen Unfallrente zugrunde zu legen ist. Die Beschwerdegegnerin legte im 

angefochtenen Entscheid (Erwägungen 2 und 3) die rechtlichen Grundlagen der 

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Unfallkausalität und der Bemessung von Rentenleistungen zutreffend dar; darauf kann 

verwiesen werden.

2.        

2.1    Ein Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Rehaklinik Bellikon vom 24. August 

bis 16. September 2005 ergab gemäss Austrittsbericht vom 11. Oktober 2005 die 

Diagnosen (A) eines Sturzes beim Fahren mit dem Trottinett mit ulnar betonten 

Vorderarmschmerzen rechts sowie Residualzustand einer fraglichen Nervus axillaris-

Schädigung und (B) einer Epicondylopathia humeri ulnaris anamnestisch (zum aktuellen 

Zeitpunkt nicht manifest) mit linksseitigem sensomotorischem Sulcus-Syndrom des 

Nervus ulnaris (Diagnose im Rahmen einer neurologischen Abklärung im Herbst 2003). 

Weitere physiotherapeutische Massnahmen seien nicht indiziert; ein Heimprogramm 

sei instruiert worden. Die bisherige Tätigkeit als Lastwagen-Chauffeur (mit Heben und 

Tragen von schweren Lasten und wiederholt länger dauernden Tätigkeiten oberhalb 

der Horizontalen) sei nicht mehr zumutbar. Eine leichte Arbeit (5-10 kg; Heben bis 5 kg 

mit der rechten Hand bis zur Brusthöhe; Gehen, Stehen auch auf unebenem Gelände) 

ohne Krafteinsatz des Arms und der Hand rechts sowie ohne Arbeiten über Brusthöhe 

sei jedoch ganztags zumutbar. Der Patient wünsche eine Umschulung als 

Systemadministrator oder Netzwerktechniker. Um diesbezüglich Motivation und 

Ressourcen zu evaluieren, werde eine berufliche Abklärung in der Befas Horw als 

angezeigt erachtet. Die Leistungsbereitschaft werde (von den Ärzten der Rehaklinik) als 

fraglich beurteilt. Der Patient habe die Ansicht vertreten, dass er Anrecht auf eine Rente 

habe. Die Konsistenz bei den Tests und im Training sei fraglich gewesen. Das Ausmass 

der demonstrierten Behinderung sei mit den vorliegenden Befunden und Diagnosen nur 

unzureichend zu erklären. Es habe keine wesentliche Verbesserung der 

Belastungstoleranz erreicht werden können. Der Patient sei den Therapien einzelne 

Male unentschuldigt ferngeblieben und habe nur die Übungen ausgeführt, von denen er 

sich selber einen gewissen Nutzen versprochen habe (UV-act. 73). Im Februar 2006 

hielt sich der Beschwerdeführer in der Psychiatrischen Klinik Littenheid auf (UV-act. 

82). Die Beschwerdegegnerin kam für die Kosten dieses Aufenthalts mit Hinweis auf 

die fehlende Unfallkausalität nicht auf (UV-act. 85f).

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2.2    Im Schlussbericht der Befas Appisberg vom 11. Mai 2006 über einen 

Abklärungsaufenthalt vom 13. März bis 4. April 2006 wurde als anamnestische Angabe 

des Beschwerdeführers unter anderem festgehalten, dass er wegen eines 

Suizidversuchs mit Schlaftabletten in der Klinik Littenheid stationiert gewesen sei. Er 

habe diesen "Aussetzer" gemacht, weil er sich keine Zukunft mehr habe vorstellen 

können. Im Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik Littenheid vom 7. Februar 2006 

sei erwähnt, dass der Beschwerdeführer bereits vom 29. Dezember 1999 bis 2. März 

2000 in der Psychiatrischen Klinik Wil wegen Alkoholabhängigkeitssyndrom, 

Anpassungsstörung und Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung hospitalisiert 

gewesen sei. Von Seiten der Klinik Littenheid sei ihm eine (allfällige) ambulante 

psychiatrische Betreuung nahegelegt worden. Die Befas-Berichterstatter kamen zum 

Schluss, dass dem Beschwerdeführer rein aufgrund der physischen Belastbarkeit eine 

sechsstündige Präsenz bei behinderungsadaptierter Tätigkeit, wie z.B. geprüft im 

Bürobereich, wo die PC-Mausbedienung mit der linken Hand erfolgt sei, zumutbar sei. 

Der Beschwerdeführer habe eine tiefe Selbsteinschätzung bei behinderungsadaptierter 

Tätigkeit (½ bis ¾ Leistungseinschränkung) geäussert, bei gleichzeitigem Wunsch nach 

zumindest teilweiser Existenzsicherung durch Berentung. Eine Chauffeurtätigkeit 

erscheine behinderungsbedingt nicht mehr zumutbar. Auch bei 

behinderungsadaptierten Tätigkeiten sei es während des Appisbergaufenthaltes jeweils 

im Tagesverlauf zu einer Akzentuierung von belastungsabhängigen Schmerzen im 

Schulterbereich rechts gekommen, weswegen aufgrund der aktuellen Beurteilung eine 

täglich sechsstündige Präsenzzeit mit verkürzter Arbeitszeit am Nachmittag zugemutet 

werden könne. Rein rheumatologisch-orthopädisch könne bei einer optimal 

behinderungsangepassten und die rechte Hand kaum belastenden Tätigkeit eine 

maximal ¾-Arbeitsfähigkeit angenommen werden (z.B. nach Einarbeitungszeit in eine 

Tätigkeit als Transportdisponent). Zumutbar seien auch Tätigkeiten als Autokurier 

sowie diverse einfachere handwerkliche Hilfstätigkeiten mit Bedienen von Maschinen. 

Unter Berücksichtigung der psychiatrischen Diagnosen mit seit 1999 zweimaliger 

Hospitalisation wegen Anpassungsstörungen (im Frühjahr 2006 begleitet durch einen 

multiplen Substanzgebrauch und 1999/2000 bei Verdacht auf eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung und Alkoholabhängigkeitssyndrom; ein Alkoholabusus werde 

verneint und es hätten sich während der Beobachtungszeit auch keine diesbezüglichen 

Verdachtsmomente ergeben) sowie tiefer Selbsteinschätzung von Arbeits- und 

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Leistungsfähigkeit empfehle sich eine ergänzende psychiatrische Exploration. Es werde 

die Finanzierung (durch die IV) einer Ausbildung zum Strassentransport-Disponenten 

empfohlen (UV-act. 100). Im Juli 2006 befand sich der Beschwerdeführer erneut in der 

Psychiatrischen Klinik Wil (vgl. UV-act. 106 sowie Bericht der Psychiatrischen Klinik Wil 

vom 27. März 2007 [IV-act. 77]).

2.3    Eine neurologische Beurteilung im Kantonsspital St. Gallen ergab gemäss Bericht 

vom 6. November 2006 die Diagnosen einer N. femoralis Läsion rechts bei Status nach 

Liegetrauma nach Suizidversuch vom 18. Juni 2006, eines schweren, 

sensomotorischen Sulcus ulnaris Syndroms rechts und einer N. axillaris Läsion rechts, 

traumatisch nach Humeruskopffraktur im August 2004. Im Vergleich zur 

Voruntersuchung von Juni 2006 habe sich klinisch ein unveränderter Befund mit Plegie 

des M. deltoideus rechts sowie Beinstrecker- und Beinbeugeschwäche gezeigt, wobei 

bei fehlender Mitarbeit die Einzelkraftprüfung nicht sicher habe beurteilt werden 

können. Neu im Vergleich zur Voruntersuchung sei eine Atrophie der N. ulnaris-

versorgten kleinen Handmuskeln rechts sowie eine Hypästhesie im Versorgungsgebiet 

des N. ulnaris rechts aufgetreten. Elektrophysiologisch habe passend hierzu ein 

schweres sensomotorisches Sulcus ulnaris Syndrom rechts nachgewiesen werden 

können. Das Reinnervationsstadium sei weiterhin noch nicht abgeschlossen. 

Therapeutisch werde einerseits weiterhin Physiotherapie und angesichts des Sulcus 

ulnaris Syndroms weiche Polsterung des Ellbogens und Vermeidung von Kompression 

des N. ulnaris im Bereich des Epicondylus sowie eine neurochirurgische Vorstellung 

empfohlen (UV-act. 117). Am 20. Februar 2007 erstatteten die Suva-Ärzte Dr. med. 

C.___, FMH für Chirurgie, und Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie FMH und für 

Psychiatrie und Psychotherapie, eine ärztliche Beurteilung bezüglich der Läsion des 

Nervus axillaris rechts und zum sensomotorischen Sulcus ulnaris Syndrom rechts. Sie 

kamen unter anderem zum Schluss, aufgrund des derzeitigen Zustands müsse von 

einem schlechten Resultat der Schulterprothese gesprochen werden, und es stelle sich 

die Frage, ob der Beschwerdeführer zwecks Verbesserung der Schulterfunktion im 

Hinblick auf eine Rekonstruktion der Rotatorenmanschette oder eines 

Prothesenwechsels einem Orthopäden vorgestellt werden sollte. Die erst sekundär 

diagnostizierte Neuropathie des Nervus ulnaris im Sulcus am rechten Ellbogen stehe in 

einem höchstens möglichen ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 6. 

August 2004. Am wahrscheinlichsten sei auch sie, wie die dem Unfall vorangegangene 

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Ulnarisneuropathie am linken Ellbogen, idiopathischer Genese (UV-act. 122). Dr. med. 

E.___, Orthopädie am Rosenberg, erklärte im Bericht vom 9. Mai 2007, er glaube kaum, 

dass die Funktion durch einen Wechsel einer inversen Schulterprothese deutlich 

verbessert werde. Dies könne sich ändern, wenn die Schmerzproblematik deutlich 

zunehme. Ähnliches gelte auch im Ellbogenbereich (UV-act. 129). Kreisarzt Dr. med. 

F.___, Facharzt für Chirurgie, erstattete am 12. Juli und am 3. August 2007 - gestützt 

auf einen Untersuch des Beschwerdeführers - abschliessende Beurteilungen. Er hielt 

fest, aufgrund der unfallbedingten Einschränkung seien Arbeiten mit normaler 

Belastbarkeit der rechten Schulter auf Dauer auszuschliessen. Arbeiten mit besonderer 

Erschütterung des Schultergelenks sowie mit Hebelkraft- und Zugkrafteinwirkung auf 

das Schultergelenk rechts seien fortgesetzt auszuschliessen. Arbeiten auf Leitern und 

Gerüsten seien ungeeignet. Überkopfarbeiten rechts seien nicht möglich. Ganztags 

zumutbar seien überwiegend leichte bis selten mittelschwere Arbeiten im Bereich der 

rechten Hand und des Unterarms auf Tisch- und Brusthöhe. Kurzzeitiges Tragen von 

Gewichten bis 2 kg sei rechts zumutbar. Die Kraftentfaltung im Bereich der rechten 

Hand und im Bereich des Unterarms sei nicht wesentlich eingeschränkt. Weitere 

medizinische Massnahmen (neben zeitweiliger Einnahme von peripher wirkenden 

Schmerzmitteln) seien derzeit unfallbedingt nicht notwendig. Die krankheitsbedingten 

Beschwerden im Bereich des rechten Armes (Sulcus ulnaris Syndrom rechts, 

mässiggradiges Karpaltunnel-Syndrom rechts, Läsion des Nervus femoralis rechts mit 

Sensibilitätsstörung und Minderbelastbarkeit im Bereich des rechten Beines) würden zu 

Leistungseinschränkungen neben der weiteren psychischen Problematik führen; diese 

seien jedoch nicht unfallbedingt (UV-act. 132, 135). Den Integritätsschaden schätzte 

Dr. F.___ am 3. August 2007 auf 27.5 % (UV-act. 134).

2.4    In der ärztlichen Beurteilung vom 11. November 2009 legte Suva-Arzt Dr. med. 

G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, unter anderem dar, für die Prüfung 

der Erwerbsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gestützt auf DAP-

Arbeitsplätze sei davon ausgegangen worden, dass nur der aktiv gemessene und 

während den Untersuchungen auch vorgezeigte Bewegungsumfang und -radius 

beruflich nutzbar sei: mit einer Abduktion von maximal 20 bis 30°, und nur geringem 

und kurzzeitigem Lastentragen körpernahe; hingegen mit praktisch vollem Einsatz der 

rechten Hand und des Unterarms, sofern die Schulter körpernahe oder direkt am 

Körper gehalten werden könne, zum Beispiel mit Aufstützen auf einem Tisch oder Pult. 

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Konkrete Berufserprobungen der mit dem rechten Arm erbrachten Leistung hätten in 

der Rehaklinik Bellikon im August/September 2005 und in der Befas Appisberg im Jahr 

2006 wegen ungenügender Kooperation keine schlüssigen Ergebnisse geliefert, so 

dass daraus keine brauchbaren zusätzlichen Daten hätten gewonnen werden können. 

Während des Befas-Aufenthalts seien zwar verschiedene konkrete, die rechte Schulter 

nicht belastende Tätigkeiten über mehrere Stunden ausgeübt und überwacht worden. 

Während der ersten Woche sei die rechte Hand allerdings überhaupt nicht eingesetzt 

worden. In welchem Ausmass dies in der zweiten Woche der Fall gewesen sei, gehe 

aus den Ausführungen nicht hervor. Im Bericht seien zwar medizinische Diagnosen 

aufgeführt worden, doch fehle hierzu jeglicher klinische Befund. Mit der 

Humeruskopfprothese und der partiellen Axillarislähmung habe man sich dort 

überhaupt nicht auseinandergesetzt. Insofern fehle eine seriöse medizinische 

Grundlage für die Beurteilung einer behinderungsangepassten Tätigkeit. Welchen 

Einfluss die in der Diagnoseliste figurierenden, von der Klinik Littenheid übernommenen 

psychiatrischen Diagnosen auf die konkreten Tätigkeiten und auf die 

behinderungsangepasste Tätigkeit ausgeübt hätten, sei nicht besprochen worden, 

ausser dass sich keine Anhaltspunkte für einen Alkoholabusus ergeben hätten. Aus 

dem Befas-Bericht gehe anderseits hervor, dass der Beschwerdeführer regelmässig 

mit dem eigenen Fahrzeug zur Berufserprobung erschienen sei und auch die 

Arbeitszeit von 7.5 Stunden eingehalten habe. Weshalb die Arbeitszeit später um eine 

Stunde reduziert worden sei, gehe aus dem Bericht (auf S. 4) nicht hervor. Anhand von 

Beobachtungen über einen mehrwöchigen Zeitraum habe sich ergeben, dass der 

Beschwerdeführer seine drei intakt gebliebenen Extremitäten, seinen Rücken und 

offenbar auch sein Gehirn normal eingesetzt habe. Inwieweit der rechte Arm, 

namentlich die Schulter, benützt worden sei, gehe aus den Beschreibungen nur unklar 

hervor. Da man sich nicht mit orthopädisch-neurologischen Befunden 

auseinandergesetzt habe, hätten auch keine Folgerungen betreffend zumutbare 

behinderungsangepasste Tätigkeiten gezogen werden können. Als vollständig 

leidensangepasste Tätigkeiten bezogen auf die Schulterprothese und die Folgen der 

Nervenschädigung im rechten Schulterbereich könnten zunächst einmal alle 

Tätigkeiten definiert werden, welche den rechten Arm nicht benötigen würden. 

Ebenfalls leidensangepasst sei der Einsatz des rechten Arms im vorgezeigten und auch 

vom Beschwerdeführer genutzten Bewegungsumfang und Bewegungsradius, d.h. mit 

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Abduktion von maximal 20 bis 30° und mit der mehrfach gezeigten Kraft. Kurzzeitiges 

Lastentragen körpernahe bis 5 kg sei ebenfalls möglich. Leidensangepasst sei auch ein 

Einsatz der rechten Hand und des rechten Unterarms, sofern die Schulter/der Oberarm 

körpernah oder direkt am Körper gehalten werden könne und/oder der Arm dauernd 

oder regelmässig auf einem Tisch oder Pult aufgestützt werden könne. Insofern der 

Bewegungsradius nicht überschritten werde, sei beidhändiges Manipulieren von Lasten 

in dem Umfang, wie es in den vorgelegten DAP-Blättern beschrieben werde, ebenfalls 

leidensangepasst. Über eine zeitliche oder prozentuale Leistungsfähigkeit könne keine 

Angabe gemacht werden, da über eindeutige Einschränkungen keine verwertbaren 

Daten vorliegen würden, auch nicht in den UV-act. 3, 70, 100 und 135. Als zeitlich 

einschränkend könnten allenfalls Verrichtungen zur Vorbereitung der Tätigkeit, in der 

Pause oder nachher betrachtet werden, welche zwingend beide Arme erfordern und 

über das beschriebene Mass hinausgehen würden. Dazu könnten z.B. das An- und 

Entkleiden und die persönliche Hygiene, eventuell auch das Besuchen der Kantine 

gerechnet werden. Die in UV-act. 141 ausgewählten DAP-Arbeitsplätze seien mit den 

beschriebenen und definierten leidensangepassten Tätigkeiten vereinbar, so dass sie 

auch zugemutet werden könnten. Beidhändigkeit sei dabei kein Problem. Einhändige 

Verrichtungen könnten in der Regel mit dem besseren linken Arm verrichtet werden. 

Aber auch rechts könnten die umschriebenen Tätigkeiten falls nötig einhändig 

verrichtet werden (UV-act. 170).

3.        

3.1    Zu eruieren ist vorab die beim Beschwerdeführer bestehende unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit. Wie dargelegt erachteten die Ärzte der Rehaklinik Bellikon die 

bisherige Tätigkeit als Lastwagen-Chauffeur (mit Heben und Tragen von schweren 

Lasten und wiederholt länger dauernde Tätigkeiten oberhalb der Horizontalen) nicht 

mehr zumutbar, wohingegen sie eine leichte Arbeit (5-10 kg; Heben bis 5 kg mit der 

rechten Hand bis zur Brusthöhe; Gehen, Stehen auch auf unebenem Gelände) ohne 

Krafteinsatz des Arms und der Hand rechts sowie ohne Arbeiten über Brusthöhe als 

ganztags zumutbar einstuften (UV-act. 73). Die Berichterstatter der Befas Appisberg 

stimmten diesem Zumutbarkeitsprofil in qualitativer Hinsicht zu, erachteten jedoch 

lediglich eine 75%ige Leistungsfähigkeit als realisierbar. Die sechsstündige Präsenzzeit 

pro Tag mit verkürzter Arbeitszeit am Nachmittag begründeten sie mit dem Hinweis, 

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dass es während des Aufenthalts jeweils im Tagesverlauf zu einer Akzentuierung von 

belastungsabhängigen Schmerzen im Schulterbereich rechts gekommen sei (UV-act. 

100).

Von Seiten der Psychiatrischen Klinik Wil wurde im Bericht vom 27. März 2007 eine 

verminderte Leistungsfähigkeit (3 Stunden pro Tag) bescheinigt (IV-act. 49-6/6, 77-6/6). 

Dr. med. H.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, Heiden, welcher den 

Beschwerdeführer seit Oktober 2006 behandelte, führte im Bericht vom 5. Juli 2007 

unter anderem aus, aus psychiatrischer Sicht sei dem Beschwerdeführer prinzipiell eine 

Tätigkeit zumutbar, wenn auch die Aussicht auf eine berufliche Wiedereingliederung in 

Bezug auf die Persönlichkeitspathologie gering erscheine. Als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vermerkte der Arzt eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung, eine Störung durch Alkoholabhängigkeitssyndrom 

(gegenwärtig abstinent), Störungen durch Sedativa (Abhängigkeitssyndrom) und einen 

Analgetikamissbrauch (IV-act. 52). In einer Stellungnahme des RAD vom 20./21. August 

2007 wurde festgehalten, dass neben den Unfallfolgen auch krankheitsbedingte 

Einschränkungen vorliegen würden. Der Beschwerdeführer könne gemäss Befas eine 

behinderungsadaptierte Tätigkeit 6 Stunden pro Tag ausüben. Es sei möglich und 

medizinisch beschrieben, dass die Schmerzangaben wegen der Persönlichkeitsstörung 

erhöht seien. Darum werde auf eine Arbeitsfähigkeit von 6 Stunden abgestellt. Mit den 

6 Stunden Arbeit pro Tag seien die Persönlichkeitsstörung wie das Schulterleiden 

berücksichtigt. Somit sei die Abweichung gegenüber der Suva begründbar (IV-act. 

61-4/5). Die IV begründete dementsprechend den von ihr in der Verfügung vom 5. 

September 2007 auf 45 % festgelegten Invaliditätsgrad im Wesentlichen damit, dass 

es dem Beschwerdeführer aufgrund der beruflichen Abklärung (der Befas) zumutbar 

sei, sechs Stunden pro Tag einer einfachen handwerklichen Hilfsarbeitertätigkeit 

nachzugehen. Nach den psychiatrischen Unterlagen sei eine Erwerbstätigkeit 

zumutbar. Die Persönlichkeitsstörung stehe auch im Zusammenhang mit dem 

Analgetika- und Alkoholmissbrauch und sei mit der attestierten Arbeitsfähigkeit von 6 

Stunden behinderungsangepasst berücksichtigt worden (UV-act. 146). Auf Anfrage der 

Beschwerdegegnerin (UV-act. 148) teilte die IV-Stelle mit, sie habe die Suva-Verfügung 

vom 31. August 2007 sowie die medizinischen Unterlagen der Suva bei ihrer 

Beurteilung berücksichtigt. Aufgrund der Stellungnahme des RAD würden nebst den 

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Unfallfolgen auch krankheitsbedingte Einschränkungen vorliegen, die sie bei ihrer 

Beurteilung berücksichtigt habe (UV-act. 150).

3.2    Wenn im Bericht der Rehaklinik Bellikon die Leistungsbereitschaft des 

Beschwerdeführers sowie die Konsistenz bei den Tests und im Training als fraglich 

erachtet und das Ausmass der demonstrierten Behinderung als durch die somatischen 

Befunden nicht erklärt eingestuft wurden (UV-act. 73), so zeigt sich darin, dass bei der 

vom Beschwerdeführer gezeigten Leistungsfähigkeit auch andere als somatisch/

körperliche Aspekte mitspielten. Dies wird durch die Feststellung im späteren Bericht 

der Befas Appisberg implizit bestätigt, wonach der Beschwerdeführer während der 

ersten Abklärungswoche ausschliesslich mit der linken Hand gearbeitet und keine 

Versuche gemacht habe, die rechte Hand zu gebrauchen, sondern immer wieder 

betont habe, dass er die rechte Hand nicht gebrauchen könne. Ab der zweiten Woche 

habe er dann die rechte Hand (an der PC-Tastatur) eingesetzt. Auch beim Einsatz in 

der Holzwerkstatt habe er beidhändig gearbeitet. Er habe gute Strategien gezeigt, bei 

behinderungsbedingten Schwierigkeiten Hilfsmittel einzusetzen (UV-act. 100 S. 6). 

Diese Darlegungen sprechen klar für eine (dem Gesundheitsschaden angepasste) 

Einsetzbarkeit der rechten Hand. Die in der Befas Appisberg festgestellte teilweise 

geringe Motivation bei der Ausführung von Arbeiten (UV-act. 100 S. 8) und die tiefe 

Selbsteinschätzung bei behinderungsadaptierten Tätigkeiten wirkten sich zweifellos 

auch auf die vom Beschwerdeführer gezeigte Leistung aus und dürften mit ein Grund 

für die Absenkung der Arbeitszeit von anfänglich 7.5 auf 6.5 Stunden pro Tag (UV-act. 

100 S. 4 und S. 10) gewesen sein. Unbestritten ist in diesem Zusammenhang, dass die 

bereits vor dem Unfall vom 6. August 2004 ärztlich behandelten psychischen Probleme 

des Beschwerdeführers keinen Unfallzusammenhang aufweisen (vgl. UV-act. 85f, 100, 

106). Im Weiteren ist als erstellt zu erachten, dass im Bereich des rechten Arms und 

Beins Beschwerden (Sulcus ulnaris Syndrom rechts, mässiggradiges 

Karpaltunnelsyndrom rechts, Läsion des Nervus femoralis rechts mit 

Sensibilitätsstörung und Minderbelastbarkeit im Bereich des rechten Beins) bestehen, 

welche eine Krankheitsursache haben (vgl. UV-act. 135 S. 4f).

Unfallbedingt sind ausschliesslich der Zustand nach Implantation einer Schulter­

hemiprothese rechts nach Humerusfraktur rechts (UV-act. 135 S. 4). Unter den 

vorangehend dargelegten Umständen ist überwiegend wahrscheinlich davon 

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auszugehen, dass in die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Befas Appisberg auch Aspekte 

einflossen, welche mit dem Trottinettunfall keinen Zusammenhang aufweisen. Überdies 

ging wie erwähnt auch der RAD davon aus, dass die Schmerzangaben wegen der 

Persönlichkeitsstörung erhöht seien (IV-act. 61-4/5). Die diesbezüglich von Suva-Arzt 

Dr. G.___ angestellten Überlegungen und Schlussfolgerungen (UV-act. 170 S. 4) 

erscheinen begründet und nachvollziehbar. Soweit er als allenfalls zeitlich 

einschränkend zwingend beidhändig auszuführende Verrichtungen zur Vorbereitung 

der Tätigkeit erwähnte (z.B. An- und Entkleiden, persönliche Hygiene, evt. Besuch der 

Kantine), ist festzuhalten, dass dies die eigentliche Berufsausübung nicht tangiert bzw. 

diese nicht weiter einschränkt. Dieser Umstand liesse sich im Fall der Bemessung des 

Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen allenfalls in Form eines Abzugs 

berücksichtigen. Unter Einbezug der rein unfallbedingten Gesundheitsschäden an der 

rechten Schulter ist - im hier in Frage stehenden Zeitraum vom 1. September 2007 

(Rentenbeginn) bis 27. August 2009 (Datum des angefochtenen Entscheids) - kein 

Grund für eine Arbeitsfähigkeitseinschränkung ersichtlich, wenn die von Kreisarzt Dr. 

F.___ und von Dr. G.___ vermerkten Einschränkungen im Rahmen eines Vollpensum 

beachtet werden. Nachstehend ist daher die vollzeitliche Zumutbarkeit einer dem 

unfallbedingten Gesundheitsschaden (Schulterprothese, Nervenschädigung im rechten 

Schulterbereich) angepassten Arbeit als gegeben zu erachten. Nachdem hier allein 

unfallbedingte Einschränkungen zur Diskussion stehen, lässt sich aus der 

abweichenden Beurteilung durch die IV nichts zugunsten des Beschwerdeführers 

ableiten, zumal diese die Abweichung wie erwähnt ausdrücklich mit unfallfremden 

Aspekten begründete. 

4.        

4.1    Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden mutmasslich erzielten 

Verdienstes (Valideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen 

würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (vgl. BGE 135 V 297 Erw. 5.1). Konkret ist für die Bemessung 

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des Valideneinkommens unbestrittenermassen von der vom Beschwerdeführer im 

Unfallzeitpunkt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur auszugehen. Zugrunde zu legen ist 

dabei der bei Rentenbeginn (1. September 2007) hypothetisch erzielte Lohn. Diesen 

teilte die ehemalige Arbeitgeberin mit Fr. 67'206.40 pro Jahr mit (Grundlohn von Fr. 

5'100.-- x 13, Nachtzuschlag von Fr. 42.20 x 12, Partizipation von Fr. 400.--; UV 133). 

Der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angeführte Betrag von Fr. 67'379.-- 

(act. G 1 S. 3) wurde vom Beschwerdeführer im - hier nicht massgebenden - Zeitraum 

vom 6. August 2003 bis 5. August 2004 erzielt (UV-act. 133/1) und bildete Grundlage 

für die Bemessung des versicherten Jahresverdienstes (UV-act. 142). Dieser Betrag 

beinhaltete allerdings auch eine Überstundenentschädigung von Fr. 1'720.--. Damit 

stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer ohne Unfall regelmässig Überstunden 

geleistet hätte (RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 [= U 297/99] und AHI 2002 S. 155 Erw. 3b 

[= I 357/01]; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 431/06 vom 4. Oktober 2007, Erw. 

5.1) und die daraus resultierende Entschädigung damit bei der Ermittlung des 

Valideneinkommens zu berücksichtigen ist. Den IV-Akten lässt sich diesbezüglich 

entnehmen, dass Überstunden zwar im Jahr 2004 (in der Zeit vor dem Unfall), nicht 

jedoch in den vorangegangenen Jahren 2003 und 2002 geleistet wurden (vgl. 

Lohnabrechnungen; IV-act. 15). Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass 

regelmässig Überstunden geleistet wurden. Damit ist das von der ehemaligen 

Arbeitgeberin gemeldete hypothetische Einkommen 2007 von Fr. 67'206.40 als 

Valideneinkommen zugrunde zu legen. 

4.2    Das Invalideneinkommen legte die Beschwerdegegnerin gestützt auf DAP-Zahlen, 

d.h. die Arbeitsplätze Nr. 10635, 6150, 7468, 8490, 8195, auf Fr. 49'634.-- 

(Durchschnitt der Durchschnittswerte) fest, wobei beim Arbeitsplatz Nr. 7468 der 

Durchschnittswert für über 30jährige Arbeitnehmer von Fr. 49'400.-- zur Anwendung 

kam (UV-act. 141). Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und 

die daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der 

Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen 

Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, 

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gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-

Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 28. August 2003 i/S C. [U 35/00] Erw. 4.2.2). 

Ausgehend vom dargelegten Zumutbarkeitsprofil (Erw. 3) sind die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze den behinderungsbedingten 

Einschränkungen des Beschwerdeführers vollumfänglich angepasst. Ein Leidensabzug 

fällt bei der Bemessung des Invalideneinkommens anhand von DAP-Zahlen ausser 

Betracht (BGE 129 V 472 Erw. 4.2.3; Urteil des EVG vom 26. Februar 2004 i/S H.M. [U 

208/02]).

4.3    Zum Vergleich lässt sich das zumutbare Invalideneinkommen anhand der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermitteln. Dabei ist auf 

Tabelle 1 (privater Sektor) Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen. 

Zugrunde zu legen sind - wie beim Valideneinkommen - die Zahlen des Jahres 2007. 

Der Beschwerdeführer ist zwar auf leichtere Hilfsarbeiten beschränkt, aber er wäre in 

der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen zu verwerten, sowohl im Sektor 

Produktion als auch im Sektor Dienstleistungen. Auszugehen ist deshalb vom 

allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen. Aus der LSE 2006 TA 1 Niveau 4 ist für 

Männer ein Monatssalär von Fr. 4'732.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete Jahressalär 

von Fr. 56'784.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die betriebsübliche 

durchschnittliche Arbeitszeit 2007, d.h. auf 41.7 Stunden, aufzurechnen, woraus sich 

ein Betrag von Fr. 59'197.-- ergibt. Im Jahr 2007 stiegen die Nominallöhne um 1.6%, 

woraus für dieses Jahr ein Betrag von Fr. 60'144.-- resultiert.

Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Erwerbsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt wegen der unfallbedingten Einschränkungen in der 

rechten Schulter insofern eingeschränkt verwerten kann, als für ihn gewisse Arbeiten 

zum vornherein ausser Betracht fallen. Hinzu kommen wie erwähnt gewisse 

Einschränkungen bei den Verrichtungen zur Vorbereitung der Tätigkeit, welche 

zwingend beide Arme benötigen. Im Übrigen ist jedoch die Verwertbarkeit einer 

vollständige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten aus unfallbedingter 

Sicht nicht in Frage gestellt. Ein Leidensabzug von 10 % trägt den konkreten 

Umständen zureichend Rechnung. Selbst unter Berücksichtigung eines 

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Leidensabzuges von 15% ergäbe sich ein höheres Invalideneinkommen als das von 

der Beschwerdegegnerin anhand von DAP-Werten ermittelte Einkommen von Fr. 

49'634.--. Letzteres lässt sich somit nicht beanstanden. Damit bleibt es bei dem von 

der Beschwerdegegnerin festgelegten Invaliditätsgrad von 26 %.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 27. August 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben Art. 61 lit. a ATSG). Zufolge der am 12. Februar 2010 bewilligten 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung hat der Staat den Rechtsbeistand des 

Beschwerdeführers - ausgehend von einer mittleren Entschädigung von Fr. 4'000.-- 

und unter Berücksichtigung einer Kürzung um einen Fünftel (Art. 31 Abs. 3 AnwG [sGS 

963.75]) - mit pauschal Fr. 3'200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers mit Fr. 

3'200.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2010
	Art. 18 UVG. Art. 16 ATSG: Prüfung der Rentenbemessung. Festlegung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und des Invaliditätsgrades (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2010, UV 2009/99).

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