# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b7a6aee-7bc6-5c27-9c19-089c28f3c6d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.03.2016 A-768/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-768-2016_2016-03-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-768/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger, Richter Christoph Bandli,    

Gerichtsschreiber Bernhard Keller. 
 

 
 

Parteien 
 1. Martin Stoll,  

Recherchedesk, Dammweg 9, 3001 Bern,   

2. Titus Plattner,  

Recherchedesk, Dammweg 9, 3011 Bern,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Bauten und Logistik BBL,  

Fellerstrasse 21, 3003 Bern,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Carole Gehrer Cordey,  

Rechtsanwältin, Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Neuverlegung der Verfahrenskosten. 

 

 

 

A-768/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL mit Verfügung vom 

22. Januar 2014 auf das Gesuch von Martin Stoll und Titus Plattner um 

Zugang zu amtlichen Dokumenten im Zusammenhang mit den Beschaf-

fungszahlen 2011 teilweise nicht eingetreten ist, es teilweise abwies und 

im Übrigen Zugang zu einzelnen verlangten Dokumente in anonymisierter 

Form gewährte, insbesondere zu einer anonymisierten Liste der 40 um-

satzstärksten Lieferfirmen des Eidgenössischen Finanzdepartements, 

dass Martin Stoll und Titus Plattner (Beschwerdeführer) gegen diese Ver-

fügung am 21. Februar 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

erhoben und unter anderem Zugang zu einer nicht anonymisierten und 

nicht auf die 40 umsatzstärksten Lieferfirmen beschränkten Liste verlang-

ten, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde mit Urteil vom 9. De-

zember 2014 in Bezug auf 7 Dokumente guthiess und die Angelegenheit 

insofern an die Vorinstanz zurückwies, im Übrigen jedoch die Beschwerde, 

insbesondere in Bezug auf die erwähnte anonymisierte Liste, abwies, so-

weit darauf eingetreten werden konnte und das Verfahren nicht gegen-

standslos geworden war, 

dass das Bundesgericht auf Beschwerde von Martin Stoll und Titus Plattner 

hin mit Urteil vom 2. Dezember 2015 das Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts teilweise aufhob, das BBL anwies, Zugang zur Liste der 40 umsatz-

stärksten Lieferfirmen ohne Anonymisierung zu gewähren sowie die Sache 

zur Neuverlegung der Kostenfolgen im Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht an dieses zurückwies, 

dass das Bundesgericht demnach die Beschränkung der Liste auf die 40 

umsatzstärksten Lieferfirmen bestätigte, jedoch den Zugang zu ihr ohne 

Anonymisierung anordnete, im Übrigen das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts vom 9. Dezember 2014 nicht angefochten war oder bestätigt 

wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren zur neuen Kosten- 

verlegung wieder aufgenommen hat und unter der Geschäftsnummer 

A-768/2016 weiterführt, 

A-768/2016 

Seite 3 

dass die Verfahrenskosten in der Regel von der unterliegenden Partei zu 

tragen sind und bei nur teilweisem Unterliegen die Verfahrenskosten er-

mässigt werden (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), 

dass nach dem bundesgerichtlichen Urteil vom 2. Dezember 2015 die Be-

schwerdeführer in grösserem Umfang, aber weiterhin nicht vollständig ob-

siegen und die Vorinstanz in entsprechend geringerem Umfang obsiegt, 

dass daher die den Beschwerdeführern mit Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts vom 9. Dezember 2014 auferlegten ermässigten Verfahrenskos-

ten in der Höhe von Fr. 600.— auf Fr. 400.— zu reduzieren sind und der 

Rest von Fr. 200.— auf die Vorinstanz entfällt, sie indessen gemäss Art. 63 

Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten zu tragen hat,  

dass der Betrag von Fr. 400.— dem geleisteten Kostenvorschuss zu ent-

nehmen und der Restbetrag von Fr. 1'100.— den Beschwerdeführerin zu-

rückzuerstatten ist, 

dass den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern mit dem Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Dezember 2014 keine (gekürzte) 

Parteientschädigung zugesprochen worden ist, da keine die Geringfügig-

keit übersteigenden Kosten zu erkennen waren und sich daran mit dem 

Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2015 nichts geändert hat, 

weshalb daran festzuhalten ist,  

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen 

sind (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 64 

Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 und 8 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Den Beschwerdeführern werden für das Verfahren A-931/2014 Kosten im 

Betrag von Fr. 400.— auferlegt. Dieser Betrag wird dem geleisteten Kos-

tenvorschuss entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1'100.— wird ihnen 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Hierzu haben 

die Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht ihre Postkonto-  

oder Bankverbindung anzugeben. 

A-768/2016 

Seite 4 

2.  

Für das Verfahren A-931/2014 wird keine Parteientschädigung zugespro-

chen. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben und keine 

Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. A2013.1 1.21-0007/2013-00132/ 

23.12.2013/KD; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat EFD (Gerichtsurkunde) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Bernhard Keller 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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