# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c63f50ef-b735-5caa-9510-f6e370730d0a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.01.2007 UV 2006/55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-55_2007-01-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/55

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 15.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 15.01.2007
Art. 18 UVG: Bemessung des Invalideneinkommens anhand der 
Lohnstrukturerhebung (LSE), wenn sich nicht alle von der Suva für die 
Berechnung des Invalideneinkommens hinzugezogenen Arbeitsplätze aus 
der Arbeitsplatz-Dokumentation (DAP) als zumutbar erweisen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Januar 2007, UV 
2006/55).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Martin Rutishauser und Franz 

Schlauri; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Schnetzler

Entscheid vom 15. Januar 2007

In Sachen

E.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Haus zur alten Dorfbank, 9313 

Muolen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- E.___ erlitt am 18. Dezember 2002 einen Unfall auf einer Baustelle. Er wurde vom 

Rückspiegel eines Lieferwagens erfasst und verletzte sich am Handgelenk (Suva-act. 

1). Die Fachärzte Chirurgie am Spital A.___ diagnostizierten eine distale Radiusfraktur 

rechts, die am 23. Dezember 2002 durch geschlossene Reposition und minimalinvasive 

Osteosynthese behandelt wurde (Suva-act. 3). Der Unfall hatte eine hundertprozentige 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge (vgl. Suva-act. 4). Am 26. Mai 2003 wurden die 

eingesetzten Schrauben operativ wieder entfernt (Suva-act. 21). Am 5. November 2003 

wurde in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals B.___ aufgrund 

fortbestehender Schmerzen eine Styloidektomie und eine Neurotomie vorgenommen 

(Suva-act. 34). Auch dieser Eingriff beseitigte die Schmerzen des Versicherten nicht 

(Suva-act. 40, 42, 44, 46). Am 6. April 2004 wurde in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie des Kantonsspitals B.___ eine Teilarthrodese und eine erneute Neurotomie 

durchgeführt (Suva-act. 50). Am 15. September 2004 wurde die dabei eingesetzte 

Metallplatte wieder entfernt (Suva-act. 71). Am 5. Oktober 2004 fand im Auftrag der IV-

Stelle eine medizinische Abklärung des Versicherten statt (Suva-act. 67). Dr. med. 

B.___ (nachfolgend: IV-Gutachter) kam im Gutachten vom 12. Oktober 2004 zum 

Schluss, dass die vom Versicherten geklagten Beschwerden aufgrund des Befundes 

nachvollziehbar seien. Es bestehe ein Karpaltunnelsyndrom. Seines Erachtens sei eine 

Handgelenksversteifung angezeigt. Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 

Durch eine Handgelenksversteifung könne allenfalls eine Arbeitsfähigkeit erreicht 

werden (Suva-act. 79). Der Versicherte sprach sich in der Folge gegen eine vollständige 

Arthrodese aus (Suva-act. 82, 89, 91). Am 3. Mai 2005 führte der Kreisarzt der Suva, 

Dr. med. C.___ (nachfolgend: Kreisarzt), eine ärztliche Abschlussuntersuchung durch 

und hielt fest, dass zwar eine vollständige Arthrodese empfehlenswert, jedoch ein 

gutes Ergebnis nicht garantiert sei, weshalb der Versicherte auf diesen Eingriff 

verzichte. Weitere ärztliche Massnahmen brächten keine wesentliche Verbesserung, 

weshalb die unfallbedingte ärztliche Behandlung nunmehr abgeschlossen werden 

könne. Eine leichte, nicht belastende Tätigkeit unter Vermeidung von Schlägen und 

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Vibrationen sei dem Versicherten zumutbar, wogegen eine Tätigkeit im angestammten 

Bereich nicht in Frage komme (Suva-act. 92). Den Integritätsschaden schätzte der 

Kreisarzt auf 20 % (Suva-act. 93). In der Folge teilte die Suva dem Versicherten am 23. 

Mai 2005 mit, dass die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 1. Juni 2005 eingestellt 

würden und eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung ausgerichtet 

werde (Suva-act. 94). Mit Verfügung vom 24. Juni 2005 teilte die Suva dem 

Versicherten mit, dass ab dem 1. Juni 2005 einer Erwerbsunfähigkeit von 17 % 

entsprechend eine Monatsrente von Fr. 748.-- und der Integritätseinbusse von 20 % 

entsprechend eine Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- ausgerichtet werde 

(Suva-act. 98).

B.- Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 6. Juli 2005 Einsprache (Suva-

act. 102). In der Einsprachebegründung vom 17. August 2005 führte er aus, er sei 

gemäss der Einschätzung des IV-Gutachters in jeder Tätigkeit sehr stark eingeschränkt 

und könne höchstens leichte Arbeiten bewältigen, bei denen die rechte dominante 

Hand als Hilfshand eingesetzt werde. Das Valideneinkommen sei zu tief eingesetzt 

worden. Die bei der Bestimmung des Invalideneinkommens als zumutbar erklärten 

Tätigkeiten gemäss der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) könne er nicht 

ausführen, da er nicht mit beiden Händen zugreifen könne. Zudem seien beim 

Invalideneinkommen die üblichen Abzüge nicht vorgenommen worden. Es rechtfertige 

sich eine Kürzung um 25% (Suva-act. 107). Am 13. Februar 2006 reichte der 

Versicherte den neuen Bericht des IV-Gutachters vom 16. Januar 2006 zu den Akten, 

worin dieser wiederum nur von einer Zumutbarkeit ganz leichter Arbeiten ausgeht 

(Suva-act. 111). Mit Entscheid vom 17. März 2006 wies die Suva die Einsprache ab. 

Die ausgewählten Arbeitsplatz-Dokumentationen seien dem Versicherten auch gestützt 

auf die Einschätzungen des IV-Gutachters zumutbar, zumal dabei Beidhändigkeit nur 

bedingt notwendig sei. Es treffe nicht zu, dass die DAP als für die Ermittlung des 

Invalideneinkommens generell nicht geeignet angesehen würden. Der Validenlohn sei 

zudem einwandfrei bestimmbar. Die Verfügung sei daher nicht zu beanstanden (Suva-

act. 114).

C.- Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde vom 16. Juni 2006, worin der 

Beschwerdeführer die Aufhebung des Einsprache-Entscheids und die weitere 

Ausrichtung von UVG-Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, sowie alsdann eine halbe 

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Rente und eine höhere Integritätsentschädigung) beantragt. Eventuell sei eine neue 

medizinische Abklärung in Auftrag zu geben. Für das Verfahren sei die unentgeltliche 

Rechtsvertretung zu gewähren. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer aus, der 

IV-Gutachter empfehle eine Handgelenksversteifung. Die Heilbehandlung sei deshalb 

noch nicht abgeschlossen, weshalb der Einsprache-Entscheid aufzuheben sei. Die 

Beschwerdegegnerin habe entgegen den Ausführungen des IV-Gutachters eine zu 

hohe Belastbarkeit der rechten Hand als zumutbar erachtet. Die aufgeführten Beispiele 

aus den DAP seien ihm nicht zumutbar, da er die rechte Hand nur noch sehr 

beschränkt einsetzen könne. Es müsse von einer Invalidität von 50% ausgegangen 

werden (act. G 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juli 2006 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Nur 

die Höhe der Rente sei Streitgegenstand, sodass nur diesbezüglich auf die 

Beschwerde eingetreten werden könne. Auch der IV-Gutachter gehe sowohl in seinem 

Gutachten vom 12. Oktober 2004 als auch im Bericht vom 16. Januar 2006 davon aus, 

dass der Beschwerdeführer seine rechte Hand noch einsetzen könne. Er habe in der 

neueren Einschätzung nur ausgeführt, dass der Beschwerdeführer seine rechte Hand 

infolge Schonung tatsächlich fast nicht mehr einsetze. Aufgrund der medizinischen 

Akten könne angenommen werden, dass der Beschwerdeführer auch die Tätigkeiten 

gemäss DAP ausführen könne, wo eine Beidhändigkeit nur als bedingt notwendig 

bezeichnet werde. Das Invalideneinkommen sei gestützt auf die DAP festgesetzt 

worden, wobei die vom EVG aufgestellten Voraussetzungen eingehalten worden seien. 

Der Invaliditätsgrad von 17 % sei - soweit nachvollziehbar - richtig errechnet worden. 

Er halte auch einer Verifizierung mit der Lohnstrukturerhebung (LSE) stand. Das 

Valideneinkommen des Beschwerdeführers sei minim tiefer als der Durchschnittslohn 

im Baugewerbe, womit sich eine Korrektur desselben nicht rechtfertige (act. G 6). Mit 

Replik vom 27. September 2006 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest 

und führt aus, die bevorstehende erneute Operation müsse abgewartet werden, bevor 

über die Ausrichtung einer Rente entschieden werde. Die Rente sei zudem zumindest 

wie in vergleichbaren Fällen auf 33 % zu erhöhen (act. G 11. Mit Duplik vom 10. 

Oktober 2006 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest (act. G 15).

D.- Die Parteien verzichten auf eine mündliche Verhandlung (act. G 17, act. G 18).

II.

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1.- a) Am 1. Januar 2003 trat das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft. Mit ihm wurden zahlreiche Bestimmungen 

im Bereich des Unfallversicherungsrechts geändert. In zeitlicher Hinsicht sind 

diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 

führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467). Vorliegend verunfallte der 

Beschwerdeführer am 18. Dezember 2002, ab dem 1. Juni 2005 soll ihm eine Rente 

ausgerichtet werden. Somit ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der sich sowohl vor als 

auch nach Inkrafttreten des neuen Rechts verwirklicht hat. Da das Inkrafttreten des 

ATSG jedoch für die vorliegend streitige Angelegenheit keine materielle Änderungen 

bewirkt, rechtfertigt es sich, in Anwendung des Grundsatzes der Widerspruchslosigkeit 

der Rechtsordnung und dem daraus abgeleiteten Geltungsprinzips, wonach geltendes 

neues Recht generell anwendbar ist (RALPH JÖHL, Übergangsrechtliche Probleme im 

Leistungsrecht der Sozialversicherung, Diss. St. Gallen, 1996, S 1 ff.), das seit 1. 

Januar 2003 geltende Recht anzuwenden.

b) Das Versicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf 

den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einsprache-Entscheids 

eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 362 Erw. 1b; RKUV 2001 S. 101). Der 

Einsprache-Entscheid datiert vom 17. März 2006. Somit ist der Sachverhalt bis zu 

diesem Zeitpunkt zu beurteilen.

2.- Anfechtungsgegenstand und damit Grenze der Überprüfungsbefugnis im 

Beschwerdeverfahren werden grundsätzlich durch die Verfügung bzw. den Einsprache-

Entscheid im Verwaltungsverfahren bestimmt (BGE 122 V 36 Erw. 2a). Vorliegend hat 

die Beschwerdegegnerin am 24. Juni 2005 die Ausrichtung einer Invalidenrente bei 

einem Invaliditätsgrad von 17 % und einer Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- 

ab dem 1. Juni 2005 verfügt (Suva-act. 98). Damit wurde auch die Einstellung der 

Heilkosten- und Taggeldleistungen ab demselben Datum festgelegt (vgl. auch Suva-

act. 94). Der Beschwerdeführer wurde in der Verfügung auch über die Rechtslage einer 

allfälligen Heilbehandlung nach Rentenfestsetzung aufgeklärt. Mit Einsprache vom 6. 

Juli 2005 und Einsprachebegründung vom 17. August 2005 focht der bereits zu diesem 

Zeitpunkt anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nur die Höhe der ihm 

auszurichtenden Rente an. Die Verfügung vom 24. Juni 2005 erwuchs daher bezüglich 

des Abschlusses der Heilbehandlung, der Einstellung der Taggeldleistungen und der 

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Höhe der auszurichtenden Integritätsentschädigung in Teilrechtskraft. Streitgegenstand 

bildet nur noch die Höhe der auszurichtenden Invalidenrente. Auf die Beschwerde kann 

daher nicht eingetreten werden, soweit das Erbringen von Heilbehandlung, Taggeldern 

und eine erhöhte Integritätsentschädigung beantragt wird. Dass die Übernahme einer 

erneuten Heilbehandlung damit jedoch nicht ausgeschlossen ist und dass auch eine 

Rentenanpassung erfolgen kann, wenn sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers ändert, hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der 

Verfügung vom 24. Juni 2005 zutreffend angezeigt.

3.- a) Ist eine versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens zehn Prozent 

invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 

ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist nach Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 

16 ATSG). Dabei sind die Verhältnisse im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns 

massgebend; Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu 

ermitteln und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 

Erlass des Einsprache-Entscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174).

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person 

arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für 

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die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134, 114 V 314).

4.- a) Unbestritten ist die vollständige Arbeitsunfähigkeit im angestammten 

Tätigkeitsbereich. Umstritten ist, welche Erwerbstätigkeit dem Beschwerdeführer noch 

zumutbar ist und welches Invalideneinkommen er damit noch zu erzielen vermag. Die 

Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass der Beschwerdeführer seine rechte Hand 

bei einer leichten Arbeit noch einsetzen könne. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. 

Er führt aus, er könne seine rechte Hand nur noch wie eine Prothese einsetzen. Weil 

dies aber seine dominante Hand sei, könne er auch eine Hilfstätigkeit nur mit halber 

Effizienz ausführen (act. G 1).

b) Der Kreisarzt legt nach seiner ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 3. Mai 2005 

dar, dass dem Beschwerdeführer unter Einsatz der rechten, dominanten Hand eine 

leichte, nicht belastende Tätigkeit (Feinarbeit) mit ganztägiger Präsenz nach einer 

Angewöhnungszeit (ein Monat mit halber Präsenz, im zweiten Monat 75-prozentige 

Präsenz) zumutbar sei. Schläge und Vibrationen seien zu vermeiden, starke 

Kraftentfaltung gegen Widerstand und unter kräftiger Stabilisierung eines 

Werkzeuggriffs seien erschwert und Arbeiten in grosser Kälte seien ungünstig (Suva-

act. 91). Der IV-Gutachter kommt im Gutachten vom 12. Oktober 2004 zum Schluss, 

dass durch eine Handgelenksversteifung eine Arbeitsfähigkeit in gewissen Fällen 

erreicht werden könne. Ohne diesen Eingriff seien höchstens leichte Arbeiten 

zumutbar, wobei die rechte, dominante Hand als Hilfshand eingesetzt werde. Er 

verwies aber darauf, dass der Zeitpunkt für eine abschliessende Einschätzung kurz 

nach dem letzten Eingriff noch etwas früh sei (Suva-act. 79). In seiner Beurteilung vom 

16. Januar 2006 zuhanden der IV-Stelle kommt der IV-Gutachter zum Schluss, dass 

ganz leichte Arbeit zugemutet werden könne. Der Beschwerdeführer spare jedoch die 

rechte, dominante Hand zunehmend aus und setze sie nur noch als Hilfshand ein 

(Suva-act. 111). Der Kreisarzt legt am 30. März 2006 dar, dass aus organischer Sicht 

an der medizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 3. Mai 2005 festgehalten werden 

müsse. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers erachtet er durch 

unfallfremde Faktoren sowie nichtmedizinische Probleme beeinträchtigt (Suva-act. 

G116).

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c) Die beiden ärztlichen Einschätzungen stimmen darin überein, dass der 

Beschwerdeführer seine rechte Hand grundsätzlich noch für eine Tätigkeit einsetzen 

kann. Der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, wenn sie ausführt, die Tatsache, dass 

der Beschwerdeführer seine rechte Hand in der Zwischenzeit anscheinend kaum mehr 

einsetzt, könne bei der Bestimmung einer zumutbaren Verweistätigkeit nicht 

berücksichtigt werden, da dies nach Einschätzung beider Ärzte ein rein tatsächliches 

Verhalten darstelle, das der medizinischen Einschätzung nicht entspreche. Nur 

bezüglich der Intensität der zumutbaren Tätigkeit mit der rechten Hand scheinen sich 

die ärztlichen Einschätzungen leicht zu unterscheiden. Der IV-Gutachter geht in seiner 

Einschätzung vom 16. Januar 2006 davon aus, dass nur eine ganz leichte Tätigkeit 

zumutbar sei, währenddem der Kreisarzt eine leichte, nicht belastende Tätigkeit im 

Sinne einer Feinarbeit als zumutbar erachtet. Ob es sich dabei aber überhaupt um eine 

unterschiedliche Einschätzung handelt, muss nicht entschieden werden. Die 

Beschwerdegegnerin hat nämlich fast ausschliesslich Tätigkeiten aus den DAP für 

zumutbar erklärt, die auch der Einschätzung des IV-Gutachters entsprechen. Einzig die 

Tätigkeit als Hilfsarbeiter (Maschinenführer) in einer Verbandwattefabrik (DAP-Nr. 

1075), wo das Zusammenführen von Vlies mit beiden Händen und das Einfüllen in 

Maschinentrichter sowie das Abfüllen überschüssigen Vlieses von Hand in Säcke 

verlangt wird, kann nicht mehr als zumutbar angesehen werden, wenn der allenfalls 

etwas vorsichtigeren Einschätzung des IV-Gutachters gefolgt wird. Jedoch rechtfertigt 

sich eine Rückweisung zur erneuten Abklärung der zumutbaren Verweistätigkeit 

vorliegend trotzdem nicht, da die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort 

nachgewiesen hat, dass auch unter Anwendung der Lohnstrukturerhebung (LSE) ein 

der Berechnung nach den DAP entsprechendes Invalideneinkommen resultiert. Der 

dabei angenommene Leidensabzug von 15 % lässt sich nicht beanstanden. Wieso 

stattdessen der Maximalabzug von 25 % vorgenommen werden sollte, vermag der 

Beschwerdeführer nicht zu begründen. Dass die Berechnung der Beschwerdegegnerin 

nicht richtig wäre, ist nicht ersichtlich und wird auch vom Beschwerdeführer in seiner 

Replik nicht geltend gemacht.

d) Somit ist das von der Beschwerdegegnerin angenommene Invalideneinkommen 

nicht zu beanstanden. Auch das Valideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin 

richtig ermittelt und zutreffend dargelegt, dass sich vorliegend eine Aufwertung 

desselben nicht rechtfertigt (vgl. act. G 6 Ziff. 5.5).

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e) Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem Invaliditätsgrad von 17 

Prozent ausgegangen.

5.- Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

eingetreten werden kann. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). 

Der Vertreter des Beschwerdeführers hat in der Beschwerdeschrift ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsvertretung gestellt und nach Aufforderung durch das Gericht 

begründet und die notwendigen Belege eingebracht. Nachdem die Beschwerde nicht 

als geradezu aussichtslos bezeichnet werden kann und auch die übrigen 

Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung erfüllt sind, ist dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsvertretung durch den mandatierten 

Rechtsanwalt für das vorliegende Verfahren zu bewilligen. Entsprechend ist dieser 

durch den Staat zu entschädigen (vgl. Art. 61 lit. f ATSG). Nach Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) steht dem unentgeltlichen Vertreter ein um 20 % 

reduziertes Honorar zu. Im vorliegenden Fall erscheint ein Betrag von Fr. 2'800.-- 

inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer (80 % von pauschal Fr. 3'500.--) als 

angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die unentgeltliche Rechtsvertretung wird bewilligt.

4. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.--.

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