# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a8eb762-95c2-58e3-8049-eaf311e63b64
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2001-10-30
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 30.10.2001 OG ARGVP 2001 3390
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-2001-3390_2001-10-30.pdf

## Full Text

B. Gerichtsentscheide 3390 

 

108 

2.5. Strafprozess 

3390 

Appellationsverfahren. Zustellungsdomizil (Art. 42, 219 Abs. 1 
StPO).  

Gemäss Art. 42 StPO kann ein Verfahrensbeteiligter, der nicht in der 
Schweiz wohnt, verpflichtet werden, hier ein Zustellungsdomizil zu 
bezeichnen. Dadurch entfallen die langwierigen Zustellungen auf dem 
Rechtshilfeweg. Die Nichtbefolgung dieser Pflicht bleibt straflos. Hin-
gegen riskiert, wer kein Zustelldomizil bezeichnet, dass er den Ge-
richtstermin nicht wahrnehmen kann oder vom Urteil nichts erfährt 
(Bänziger/Stolz/Kobler, Kommentar zur Strafprozessordnung des 
Kantons Appenzell Ausserrhoden, 2. Aufl., NN. 1 und 4 zu Art. 42). 
Vorliegend ist festzuhalten, dass der Appellant korrekt und unter Hin-
weis auf die Folgen einer Unterlassung auf seine prozessuale Pflicht 
hingewiesen worden ist. Gleichwohl hat er sich geweigert, ein Zustel-
lungsdomizil zu bezeichnen. Demgemäss entfiel die Pflicht, ihn auf 
dem Rechtshilfeweg zur Appellationsverhandlung zu laden. Dieser 
Verhandlung ist er somit  aus eigenem Verschulden ferngeblieben.  
 Art. 219 Abs. 1 StPO hält zur Erscheinungspflicht im Appellations-
verfahren fest, dass die Appellation als zurückgezogen gilt, wenn der 
Appellant der Verhandlung unentschuldigt fernbleibt. Die Appellation 
gilt somit per 30. Oktober 2001, dem Zeitpunkt der Appellationsver-
handlung als zurückgezogen. 
 Das Appellationsverfahren ist demgemäss am Protokoll abzu-
schreiben. 

OGer 30.10.2001