# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33ddf818-e5b3-5409-9d44-52c1a81e017c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.02.2025 ZR1 2024 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-77_2025-02-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 17. Februar 2025
"mitgeteilt am"

Referenz ZR1 24 77

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Schmid Christoffel und Michael Dürst
Fleisch, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Kevin Eggimann
Visinoni & Metzger Rechtsanwälte, Postfach 3086, Via dal Bagn 3, 
7500 St. Moritz

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Charlotte Schucan
Schucan & Wohlwend, Stradun 122, 7524 Zuoz

in Sachen

C._____, D._____, E._____ und 
F._____ 
Beschwerdegegner
alle vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur

Gegenstand Errichtung Beistandschaft etc.

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Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Engadin/Südtäler, vom 3. Juni 2024 

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Sachverhalt

A. B._____ und A._____ sind die nicht im gleichen Haushalt lebenden, 
geschiedenen Eltern von C._____, geboren am _____ 2012 (nachfolgend: 
C._____), D._____, geboren am _____ 2014 (nachfolgend: D._____), E._____, 
geboren am _____ 2016 (nachfolgend: E._____), und F._____, geboren am _____ 
2019 (nachfolgend: F._____).

B. Mit Scheidungsurteil vom 7. März 2022 genehmigte das Amtsgericht 
M._____ eine von B._____ und A._____ getroffene Vereinbarung, wonach die 
elterliche Sorge gemeinsam ausgeübt wird und der Lebensmittelpunkt der Kinder 
bei der Mutter in der Schweiz bleibt. Zusätzlich wurde das Umgangsrecht von 
B._____ mit seinen Kindern geregelt. 

C. Am 19. August 2022 erhielt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Engadin/Südtäler (nachfolgend: KESB Engadin/Südtäler), 
eine Gefährdungsmeldung von A._____, welche aufgrund von mutmasslichen 
körperlichen und verbalen Übergriffen seitens des Vaters B._____ gegenüber den 
Kindern eine Sistierung des Besuchsrechts beantragte. Die KESB Engadin/Südtäler 
eröffnete daraufhin ein Abklärungsverfahren betreffend die Regelung der 
persönlichen Kontakte zwischen B._____ und seinen Kindern C._____, D._____, 
E._____ und F._____.

D. Mit Entscheid vom 4. Mai 2023, mitgeteilt am 22. Mai 2023, ordnete die 
Kollegialbehörde der KESB Engadin/Südtäler vorsorgliche Massnahmen an, indem 
sie den persönlichen Verkehr zwischen B._____ und seinen Kindern neu regelte 
und eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen im Bereich des persönlichen 
Verkehrs errichtete. Mit der Mandatsführung wurde G._____ beauftragt. 

E. Gegen diesen Entscheid erhob B._____ mit Eingabe vom 2. Juni 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (Verfahren ZK1 23 77). Das 
Verfahren ist hängig.

F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 17. Juli 2023 ordnete die KESB 
Engadin/Südtäler eine Befragung der Kinder durch K._____ von der Kinder- und 
Jugendpsychiatrie Graubünden (nachfolgend: KJP) an.

G. Am 22. Dezember 2023 wurde G._____ von der KESB Engadin/Südtäler 
aufgefordert, einen Zwischenbericht einzureichen. Der Bericht ging bei der KESB 
Engadin/Südtäler am 7. Februar 2024 ein.

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H. Am 12. Februar 2024 wurde B._____ und A._____ sowie der 
Verfahrensvertreterin der Kinder der Bericht von G._____ mit einer Frist zur 
Stellungnahme bis zum 22. Februar 2024 zugestellt.

I. Mit Eingabe vom 22. Februar 2024 beantragte B._____ den Wechsel der 
Beistandsperson und die Einsetzung von H._____ von der Berufsbeistandschaft 
N._____, eventualiter von I._____ von der Berufsbeistandschaft N._____ oder 
J._____ von der Berufsbeistandschaft O._____, als Beistandsperson.

J. Die Kindesvertreterin beantragte mit Eingabe vom 22. Februar 2024 
ebenfalls den Wechsel der Beistandsperson sowie eine Erweiterung der Befugnisse 
der Beistandsperson, damit diese die Eltern bei der Verbesserung der 
Kommunikation unterstützen sowie bei Bedarf Übergaben begleiten und die 
Besuche auswerten könne. 

K. A._____ beantragte mit Replik vom 7. März 2024, dass von der Entlassung 
von G._____ und der Einsetzung einer neuen Beistandsperson abzusehen sei, und 
zwar mindestens bis zum Vorliegen und der Auswertung der Berichte von K._____ 
von der KJP. Eventualiter sei G._____ zu entlassen und L._____ als Beistand für 
die Kinder einzusetzen.

L. Am 15. April 2024 gingen die Berichte von K._____ über die Befragung der 
Kinder bei der KESB Engadin/Südtäler ein.

M. Die Kindesvertreterin hörte C._____, D._____ und E._____ am 16. April 
2024 telefonisch zum beantragten Wechsel der Beistandsperson an. Eine 
schriftliche Zusammenfassung der Aussagen der Kinder wurde der KESB 
Engadin/Südtäler am 19. April 2024 zugestellt. 

N. Am 22. und 25. Mai 2024 reichten A._____ und B._____ je eine weitere 
Stellungnahme ein, wobei sie an ihren Anträgen festhielten.

O. Mit Entscheid vom 3. Juni 2024 verfügte die Kollegialbehörde der KESB 
Engadin/Südtäler was folgt:

1. In Bezug auf die Errichtung einer Beistandschaft für C._____ Haibel, 
D._____, E._____l und F._____ wird verfügt:

a. Die mit Entscheid vom 4. Mai 2023 vorsorglich errichtete 
Beistandschaft (Ziff. 1.B.) wird aufgehoben;

b. Für C._____, D._____, E._____ und F._____ wird eine 
Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 308 ZGB) errichtet.

2. Die KESB verfügt:

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a. G._____ wird unter Verdankung ihrer Arbeit aus ihrem Amt als 
Beiständin von C._____, D._____, E._____ und F._____ per 31. Juli 
2024 entlassen.

b. H._____ Berufsbeistandschaft (N._____) wird per 1. August 2024 zur 
Beiständin von C._____, D._____, E._____l und F._____ ernannt.

3. Zum Inhalt der gemäss Ziff. 2 fortan von H._____ geführten 
Beistandschaft wird festgestellt, was folgt:

Die Beistandsperson hat die Aufgaben und Kompetenzen im Rahmen 
einer Beistandschaft mit besonderen Befugnissen (Art. 308 Abs. 2 
ZGB):

a. die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen 
C._____, D._____, E._____, F._____ und dem Vater zu beraten und 
zu unterstützen;

b. im Konfliktfall im Rahmen der behördlichen Regelung über den 
persönlichen Verkehr konkrete Modalitäten zur Umsetzung 
festzulegen.

4. H._____ wird aufgefordert, nach Erhalt der Ernennungsurkunde sich die 
zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaffen und mit 
C._____, D._____, E._____, F._____, deren Eltern, sowie den 
involvierten Fachpersonen persönlich Kontakt aufzunehmen.

5. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB jährlich (erstmals per 31. Juli 2025) einen schriftlichen 
Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage von C._____, 
D._____, E._____, F._____ und die Ausübung der Beistandschaft, 
Ausblick mit Empfehlungen) einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der 
Lebensumstände von C._____, D._____, E._____l, F._____ 
während der Rechenschaftsperiode die KESB mit einem Bericht zu 
informieren und allenfalls ein geeignetes Vorgehen zu empfehlen.

6. G._____ wird aufgefordert, der KESB spätestens innert zwei Monaten 
nach Beendigung der Massnahmeführung den Schlussbericht über die 
Mandatsführung vom 1. Februar 2024 bis und mit 31. Juli 2024 sowie 
einen Antrag auf Entschädigung für die Mandatsführung während dieser 
Zeit einzureichen.

7. G._____ wird angewiesen, unverzüglich nach Mandatsende:

a. Der neu ernannten Beistandsperson sämtliche Akten geordnet zu 
übergeben;

b. der KESB das Original der Ernennungsurkunde zu retournieren und 
sämtliche Kopien davon zu vernichten.

8. [Verfahrenskosten]

9. [Rechtmittelbelehrung] 

10. [Mitteilung]

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P. Gegen diesen Entscheid reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
am 27. Juni 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden ein und stellte 
folgende Rechtbegehren:

1. Es seien die Ziff. 1.b., 2.b., 3., 4., 5., 7. und 8 des Dispositivs des 
Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Engadin/Südtäler, vom 3. Juni 2024, aufzuheben.

2. Eventualiter seien die Ziff. 1.b., 2.b., 3., 4., 5., 7. und 8 des Dispositivs 
des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Engadin/Südtäler, vom 3. Juni 2024, 
aufzuheben und zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MwSt. zulasten des 
Beschwerdegegners.

Q. Mit Entscheid vom 22. Juli 2024 verfügte die Kollegialbehörde der KESB 
Engadin/Südtäler die vorsorgliche Sistierung des persönlichen Verkehrs zwischen 
B._____ und seinen Kindern bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids in 
der Hauptsache. Gegen diesen Entscheid erhob B._____ am 2. August 2024 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (Verfahren ZK1 24 157). Das 
Verfahren ist hängig.

R. Die KESB Engadin/Südtäler beantragte mit Beschwerdeantwort vom 24. Juli 
2024 die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne, und 
dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen sei.

S. Die Kindesvertreterin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. August 
2024 die kostenfällige Gutheissung der Beschwerde. Zudem stellte sie den 
prozessualen Antrag, dass das Verfahren zu sistieren sei, bis die KESB 
Engadin/Südtäler bezüglich des persönlichen Verkehrs von B._____ im 
Hauptverfahren einen Entscheid gefällt habe.

T. B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte mit 
Beschwerdeantwort vom 2. August 2024 die vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde. Zudem beantragte er ebenfalls, dass der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu entziehen sei.

U. Mit Eingabe vom 9. September 2024 reichte der Beschwerdegegner eine 
weitere Stellungnahme mit folgenden angepassten Rechtsbegehren ein:

1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Prozessualer Antrag: Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 
zu entziehen.

3. Prozessualer Antrag: Der Antrag der Kindesvertreterin auf Sistierung 
des Verfahrens, bis die Vorinstanz bezüglich des persönlichen Verkehrs 

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zwischen dem Beschwerdegegner und seinen vier Kindern im 
Hauptverfahren einen Entscheid gefällt hat, sei abzuweisen.

4. Prozessualer Antrag: Es sei sobald wie möglich eine 
Instruktionsverhandlung nach Art. 450f ZGB und Art. 226 ZPO 
durchzuführen.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. der 
gesetzlichen MWSt.

V. Am 11. September 2024 reichte der Beschwerdegegner eine Ergänzung zur 
Stellungnahme vom 9. September 2024 ein.

W. Die Beschwerdeführerin reichte am 19. September 2024 eine Stellungnahme 
ein und stellte folgende angepasste Rechtsbegehren:

1. Es seien die Ziff. 1.b., 2.b., 3., 4., 5., 7. und 8 des Dispositivs des 
Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Engadin/Südtäler, vom 3. Juni 2024, aufzuheben und es sei 
für C._____, D._____, E._____ und F._____ keine Beistandschaft nach 
Kindesschutzrecht (Art. 308 ZGB) zu errichten.

2. Eventualiter seien die Ziff. 1.b., 2.b., 3., 4., 5., 7. und 8 des Dispositivs 
des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Engadin/Südtäler, vom 3. Juni 2024, 
aufzuheben und zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MwSt. zulasten des 
Beschwerdegegners.

sowie mit folgendem prozessualen Antrag:

1. Es sei das Verfahren zu sistieren bis die zuständige KESB Zweigstelle 
Engadin/Südtäler bezüglich des persönlichen Verkehrs des 
Beschwerdegegners im Hauptverfahren einen Entscheid gefällt hat.

X. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2024 reichte der Beschwerdegegner eine 
weitere Stellungnahme mit folgenden angepassten Rechtbegehren ein:

Unverändert gemäss Stellungnahme vom 09.09.2024.

Zudem sei der neue prozessuale Antrag 1. der Beschwerdeführerin auf 
Sistierung des Verfahrens, bis die Vorinstanz im Hauptverfahren einen 
Entscheid gefällt habe, abzulehnen.

Neues Rechtsbegehren 1.a

1.a Es seien im Sinn einer vorsorglichen Massnahme regelmässige 
Erinnerungskontakte von mindestens dreimal pro Jahr zwischen 
F._____ und E._____ und mindestens zweimal pro Jahr zwischen 
C._____ und D._____ und dem Vater anzuordnen und es sei eine 
geeignete Person / Institution, eventuell die Berufsbeiständin H._____, 
mit deren Durchführung und Begleitung zu beauftragen. Die 
Erinnerungskontakte haben je einzeln stattzufinden. Der Mutter sei die 
Weisung zu erteilen, die vier Kinder unter Androhung der Straffolgen 
von Art. 292 StGB zu den Erinnerungskontakten mit dem Vater 

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hinzubringen und generell dafür besorgt zu sein, dass diese Kontakte 
durchgeführt werden.

Y.1. Am 28. November 2024 reichte der Beschwerdegegner eine Noveneingabe 
ein.

Y.2. Mit Eingabe vom 13. Januar 2025 brachte die Beschwerdeführerin weitere 
Anmerkungen an.

Z. Die vorinstanzlichen Akten wurden eingeholt. Auf die Ausführungen in den 
Rechtsschriften, im angefochtenen Entscheid sowie auf die Verfahrensakten wird, 
soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. Die Sache ist 
spruchreif.

Erwägungen

1.1. Da der Kindesvater seinen Wohnsitz in P._____ hat, liegt ein internationaler 
Sachverhalt vor, weshalb vorab die internationale Zuständigkeit der Schweizer 
Gerichte und Verwaltungsbehörden zu prüfen ist. Gemäss Art. 85 Abs. 1 in 
Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 IPRG sind die Zuständigkeit und das anwendbare 
Recht vorliegend nach dem Haager Kindesschutzübereinkommen (HKsÜ; SR 
0.211.231.011) zu bestimmen (Art. 3 lit. c HKsÜ), zumal die Schweiz und P._____ 
HKsÜ Vertragsstaaten sind. Die Zuständigkeit der Gerichte und 
Verwaltungsbehörden knüpft gemäss Art. 5 Abs. 1 HKsÜ an den gewöhnlichen 
Aufenthalt des Kindes an. Die Kinder C._____, D._____, E._____ und F._____ 
haben ihren gewöhnlichen Aufenthalt unbestrittenermassen in Sent, so dass die 
Behörden in der Schweiz zuständig sind. Anzuwenden ist gemäss Art. 15 Abs. 1 
HKsÜ das Schweizerische Recht.

1.2. Angefochten sind die Dispositivziffern 1.b, 2.b, 3, 4, 5, 7 und 8 des Entscheids 
der KESB vom 3. Juni 2024, in welchem eine Beistandschaft nach 
Kindesschutzrecht (Art. 308 ZGB) errichtet und H._____ als Beistandsperson 
eingesetzt wurde. Nicht angefochten sind dagegen die Dispositivziffern 1.a, 2.a und 
6 (Aufhebung der vorsorglich errichteten Beistandschaft und Entlassung von 
G._____ als Beiständin). Die Errichtung einer Beistandschaft fällt in die 
Zuständigkeit der Kindesschutzbehörde (vgl. Art. 308 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 315 
Abs. 1 ZGB). Für derartige Verfahren gelten die Bestimmungen über das Verfahren 
vor der Erwachsenenschutzbehörde sinngemäss (Art. 314 Abs. 1 in Verbindung mit 
Art. 443 ff. ZGB). Damit kann gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde gestützt 
auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 EGzZGB (BR 210.100) 

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ist das Obergericht von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur 
Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren 
beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der Anordnung der KESB 
direkt betroffenen Personen. Im Bereich des Kindesschutzes zählen nebst den 
Kindern in aller Regel auch deren Eltern zu den betroffenen Personen (STECK, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 2012, Art. 
450 N. 29; Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6). Die 
Beschwerdeführerin ist als Mutter durch den angefochtenen Entschied betroffen 
und somit klar zu dessen Anfechtung legitimiert.

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage seit 
Mitteilung des Entscheides der KESB. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich 
und begründet einzureichen, wobei in formeller Hinsicht keine hohen 
Anforderungen gestellt werden dürfen (Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7085; STECK, a.a.O., Art. 450 
N. 42). Der angefochtene Entscheid datiert vom 3. Juni 2024 und wurde den 
Parteien am selben Tag mitgeteilt. Mit Einreichung der Beschwerde am 27. Juni 
2024 (Poststempel) wurde die Beschwerdefrist gewahrt. Die Beschwerde enthält 
zudem auch Anträge und eine Begründung. Fraglich ist, inwieweit das Fehlen eines 
reformatorischen Rechtsbegehrens das Eintreten auf die Beschwerde behindert. 
Bei einem vollkommenen Rechtsmittel genügt es in aller Regel nicht, lediglich die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids und dessen Rückweisung an die 
Vorinstanz zu verlangen. Ist eine Heilung allfälliger Verfahrensfehler vor zweiter 
Instanz möglich, muss vielmehr ein (reformatorischer) Antrag in der Sache gestellt 
werden. Vorbehalten bleibt der Fall, in welchem die Rechtsmittelinstanz nicht 
reformatorisch entscheiden könnte, wenn sie die Rechtsauffassung des 
Rechtsmittelklägers teilen würde. Die Zulässigkeit des Rechtsbegehrens ist mithin 
nicht an diesem selber zu messen, sondern an den vorgetragenen Beanstandungen 
(vgl. für die Berufung Urteil des Bundesgerichts 5A_9/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2; 
5A_929/2015 vom 17. Juni 2016 E. 3.1). Genügt eine Beschwerde den dargelegten 
Begründungsanforderungen nicht, ist darauf nicht einzutreten (Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 21 19 vom 12. März 2021 E. 2 m.w.H.). Die 
Rechtsfolge des Nichteintretens steht jedoch unter dem Vorbehalt des überspitzten 
Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV). Daraus folgt, dass auf ein Rechtsmittel mit formell 
mangelhaften Rechtsbegehren ausnahmsweise einzutreten ist, wenn sich aus der 
Begründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, ergibt, was 
die Ansprecherin in der Sache verlangt. Rechtsbegehren sind im Lichte der 
Begründung auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2). Im vorliegenden Fall ergibt sich 

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aus der Beschwerdeschrift klar, was die Beschwerdeführerin beantragt, nämlich 
dass keine Beistandschaft für die Kinder errichtet und folglich auch keine 
Beistandsperson eingesetzt wird. Dies ergibt sich auch aus den angepassten 
Rechtsbegehren der Stellungnahme vom 19. September 2024 (act. A.10). Somit ist 
auf die Beschwerde einzutreten.

1.4. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die 
Erwachsenenschutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts 
Anderes verfügt (Art. 450c ZGB). Der Beschwerdegegner beantragte in seiner 
Stellungnahme vom 9. September 2024, dass der Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung zu entziehen sei. Mit vorliegendem Entscheid wird dieser Antrag hinfällig.

2.1. Die Kindesvertreterin und die Beschwerdeführerin beantragen, dass das 
Verfahren zu sistieren sei, bis die KESB Engadin/Südtäler bezüglich des 
persönlichen Verkehrs des Beschwerdegegners im Hauptverfahren einen 
Entscheid gefällt habe. Gemäss der Praxis des Bundesgerichts könne nämlich 
keine Beistandschaft angeordnet werden, welche das Besuchsrecht betreffe, wenn 
das Besuchsrecht verweigert werde. Aus prozessökonomischen Gründen sei das 
Verfahren daher zu sistieren, bis die KESB Engadin/Südtäler im Hauptverfahren 
entschieden habe, ob der persönliche Verkehr verweigert werde oder nicht (act. A.4 
S. 2). Die KESB begründete die Errichtung der Beistandschaft mit der Tatsache, 
dass die Eltern nicht im Stande seien, den Kontakt zwischen dem 
Beschwerdegegner und seinen Kindern ohne Unterstützung durch eine Drittperson 
zu regeln. Der Beistandsperson sollte ein möglichst offener und allgemeiner Auftrag 
erteilt werden, damit diese nach fachlichen Kriterien über die Wahl der Methoden 
zur Unterstützung der Eltern selber entscheiden könne. Dazu sollten auch die 
Möglichkeit zu gemeinsamen oder separaten Elterngesprächen und die Begleitung 
von persönlichen Kontakten gehören (act. B.3 S. 2 ff.). 

2.2. Eine Besuchsrechtsbeistandschaft erübrigt sich, wenn ein Besuchsrecht gar 
nicht angeordnet wurde, da der Beistand nicht eine nicht-existierende Regelung 
herbeiführen kann, oder wenn aus anderen Gründen derzeit gar kein persönlicher 
Verkehr besteht. Indes ist Gewicht darauf zu legen, dass andere Formen des 
persönlichen Verkehrs dennoch geeigneter Förderung bedürfen, wobei die 
Bezeichnung einer bestimmten, individualisierten Person als Ansprechpartner 
kontinuierlichen Kontakt erleichtern könnte (BREITSCHMID, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl. 2022, Art. 
308 N. 14 m.H.a. BGE 126 III 219). Im vorliegenden Fall wurde der persönliche 
Verkehr zwischen dem Beschwerdegegner und seinen Kindern vorsorglich sistiert 
(act. B.14). Selbst wenn sich derzeit die Unterstützung durch die Beistandsperson 

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in Bezug auf die Besuchsrechte erübrigt, rechtfertigt es sich trotzdem, die 
Beistandschaft beizubehalten, auch wenn sich die Rolle der Beistandsperson somit 
"nur" auf die Unterstützung der Kommunikation zwischen den Eltern untereinander 
und zwischen dem Beschwerdegegner und seinen Kindern sowie auf die 
regelmässige Überprüfung der Situation und die Reaktion auf allfällige 
Veränderungen beschränkt (vgl. die ausführlichen Erwägungen unter E. 8). Der 
Antrag auf Sistierung des Verfahrens ist somit abzuweisen. 

3. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Stellungnahme vom 9. 
September 2024 des Weiteren die Durchführung einer Instruktionsverhandlung, in 
der Hoffnung, dass damit eine tragfähige Lösung zum Wiederaufbau des 
persönlichen Verkehrs zwischen ihm und seinen Kindern zustande kommen könnte 
(act. A.8). Die Beschwerdeführerin stellt sich gegen die Durchführung einer 
Instruktionsverhandlung (act. A.10 Rz. 32). Im vorliegenden Fall kann auf die 
Durchführung einer Instruktionsverhandlung mit vorliegendem Entscheid verzichtet 
werden. Ob sich eine solche in den separaten Beschwerdeverfahren ZK1 23 77 und 
ZK1 24 157 rechtfertigt, ist in diesen Verfahren, bei welchen es allerdings nur um 
vorsorgliche Massnahmen geht, zu entscheiden.

4.1. Der Beschwerdegegner beantragt, dass im Sinne einer vorsorglichen 
Massnahme regelmässige Erinnerungskontakte von mindestens dreimal pro Jahr 
zwischen ihm und F._____ und E._____ sowie mindestens zweimal pro Jahr 
zwischen ihm und C._____ und D._____ anzuordnen seien. Mit der Durchführung 
und Begleitung der Erinnerungskontakte sei eine geeignete Person/Institution, 
eventuell die Berufsbeiständin H._____ zu beauftragen (act. A.11 Rechtsbegehren 
1.a). 

4.2. Das vorliegende Beschwerdeverfahren befasst sich mit der angeordneten 
Beistandschaft mit besonderen Befugnissen und dem Wechsel der 
Beistandsperson. Die Frage nach den persönlichen Kontakten zwischen dem 
Beschwerdeführer und seinen Kindern wird dagegen hauptsächlich in den 
laufenden Verfahren ZK1 23 77 und ZK1 24 157 zu klären sein, wo es um die 
vorsorgliche Massnahme der Sistierung des persönlichen Verkehrs geht. Zwar 
bestünde auch im vorliegenden Verfahren die Möglichkeit, Erinnerungskontakte 
vorsorglich anzuordnen, da diese Frage aber thematisch klar dem Bereich der 
persönlichen Kontakte zuzuordnen ist, rechtfertigt es sich, darüber in den erwähnten 
Verfahren zu befinden. 

5.1. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs, da ihr 
die Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 25. Mai 2024 erst mit dem 

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angefochtenen Entscheid zugestellt worden sei und sie damit keine Möglichkeit 
erhalten habe, sich zu der Eingabe zu äussern. Insbesondere habe sie die KESB 
so nicht darauf aufmerksam machen können, dass ein Beistandswechsel nicht dem 
Kindeswohl diene und die Kindesvertreterin demnächst zu den Berichten von 
K._____ von der KJP Stellung nehmen werde und diese für eine vertiefte 
Beurteilung unbedingt berücksichtigt werden müsste (act. A.1 S. 5 ff.). Die KESB 
Engadin/Südtäler bestreitet nicht, dass sie die letzten Stellungnahmen den Parteien 
erst mit dem Entscheid zugestellt hat. Sie habe sich dazu in Abwägung zwischen 
verschiedenen Verfahrensgrundsätzen und Interessen entschieden. So sollte mit 
einem Wechsel der Beistandspersonen möglichst schnell versucht werden, eine 
Annäherung zwischen dem Vater und seinen Kindern einzuleiten. Insgesamt seien 
zum Thema des Beistandswechsels sieben Eingaben der Parteien eingegangen. 
Die Beschwerdeführerin habe sich zweimal zur Frage des Beistandswechsels 
geäussert, weshalb der KESB Engadin/Südtäler die Ansichten der 
Beschwerdeführerin bekannt gewesen seien. Die Beschwerdeführerin hätte in einer 
weiteren Replik keine der KESB Engadin/Südtäler nicht bereits bekannten 
Argumente gegen einen Beistandswechsel vorbringen können (act. A.3 S. 3). 

5.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 53 Abs. 1 ZPO haben die Parteien 
Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Anspruch auf rechtliches Gehör bildet eine 
formelle Verfahrensgarantie, womit seine Verletzung grundsätzlich ungeachtet der 
materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung des Rechtsmittels 
und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt (BGE 135 I 187 E. 2.2 
m.w.H.). Ausnahmsweise kann die Verletzung des Grundrechts des rechtlichen 
Gehörs vor der Rechtsmittelinstanz geheilt werden. Die Heilung ist zulässig, wenn 
die Verletzung nicht besonders schwer wiegt, die Rechtsmittelinstanz über die 
gleiche Kognition verfügt wie die Vorinstanz und der betroffenen Partei dadurch kein 
Nachteil erwächst. Eine Heilung soll aber die Ausnahme bleiben, zumal dadurch 
eine Gerichtsinstanz verloren geht (BGE 142 II 218 E. 2.8.1; 129 I 129 E. 2.2.3; 
GEHRI, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 53 N. 34). Darüber hinaus 
besteht, ungeachtet der formellen Natur des Gehörsanspruchs, dann kein 
schützenswertes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, wenn 
nicht bestritten ist, dass eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs keinen 
Einfluss auf den Verfahrensausgang gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts 
5A_371/2019 vom 24. Juli 2019 E. 3.2 m.w.H.).

5.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst auch das Recht, von den beim 
Gericht eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern 

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zu können (BGE 139 I 189 E. 3.2; 133 I 98 E. 2.1). Die Wahrnehmung des Rechts 
auf Replik setzt voraus, dass die von den übrigen Verfahrensbeteiligten 
eingereichten Eingaben der Partei zugestellt werden, damit sie entscheiden kann, 
ob sie sich dazu äussern will oder nicht (BGE 139 I 189 E. 3.2; 137 I 195 E. 2.3.1). 
Es obliegt dem Gericht, in jedem Einzelfall ein effektives Replikrecht zu gewähren. 
Hierfür kann es den Parteien eine Frist setzen (vgl. BGE 133 V 196 E. 1.2). 

5.4. Vorliegend ist unstrittig, dass die Stellungnahme des Beschwerdegegners 
vom 25. Mai 2024 (act. E.1/37) der Beschwerdeführerin erst mit dem angefochtenen 
Entscheid zugestellt wurde. Somit konnte die Beschwerdeführerin von ihrem 
Replikrecht nicht Gebrauch machen, was eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör darstellt. Zu beurteilen bleibt, wie schwer die Gehörsverletzung 
wiegt und ob diese geheilt werden kann. Die Beschwerdeführerin hatte im 
vorinstanzlichen Verfahren mehrfach die Möglichkeit, sich zum geplanten 
Beistandswechsel zu äussern, was sie denn auch getan hat (act. E.1/13 und 
E.1/34). Dass ein Beistandswechsel aus ihrer Sicht nicht dem Kindeswohl diene, 
hatte sie bereits in diesen Stellungnahmen erwähnt (act. E.1/34 Rz. 3 ff.). Die 
Ausführungen der Kindesvertreterin vom 31. Mai 2024 (act. E.1/43) zu den 
Berichten von K._____ waren der KESB Engadin/Südtäler ebenfalls bereits 
bekannt, als die Kollegialbehörde am 3. Juni 2024 ihren Entscheid fällte. Es ist 
daher nicht ersichtlich, inwiefern ein Hinweis, dass diese bei der Beurteilung der 
Angelegenheit berücksichtigt werden müssten, etwas an der Ausgangslage 
geändert hätte. Gleiches gilt für die Anmerkung, dass die Beschwerdeführerin die 
KESB Engadin/Südtäler darauf hingewiesen hätte, dass der Entscheid über den 
Beistandswechsel aufgrund der Spruchreife des Hauptverfahrens zu sistieren 
gewesen wäre und über beide Angelegenheiten gemeinsam hätte entschieden 
werden müssen. Die KESB Engadin/Südtäler dürfte über den Stand des von ihr 
geleiteten Hauptverfahrens im Bilde gewesen sein. Offensichtlich rechnete sie aber 
nicht mit einem schnellen Abschluss, weshalb sie den Entscheid über den 
Beistandswechsel vorgezogen hat (vgl. auch act. A.3 S. 4 oben). Daran hätten wohl 
auch die Anmerkungen der Beschwerdeführerin nichts geändert. Aufgrund des 
Gesagten wiegt die Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht besonders schwer. Da 
das Obergericht als Beschwerdeinstanz zudem über die volle Kognition verfügt, 
kann die Verletzung im vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt werden. Um 
einen prozessualen Leerlauf zu vermeiden, ist deshalb auf die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids und die Rückweisung an die KESB Engadin/Südtäler zu 
verzichten.

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6.1. Die Beschwerdeführerin wirft der KESB Engadin/Südtäler eine unrichtige 
bzw. unvollständige Sachverhaltsfeststellung vor. Aus der Befragung von K._____ 
von der KJP werde ersichtlich, dass der Beschwerdegegner die Kinder mehrmals 
geschlagen habe und dass die Kinder keinen Kontakt mit ihm wünschten. Die 
Berichte würden zeigen, dass die Besuchskontakte zwischen dem Vater und den 
Kindern nicht aufgrund der (angeblich ineffizienten) Tätigkeit der Beiständin 
gescheitert seien, sondern weil sich die Kinder strikt weigern würden, mit dem 
Beschwerdegegner mitzugehen. Daraus liesse sich der Schluss ziehen, dass kein 
Grund für eine Fortsetzung der Besuche mit dem Vater bestehe, dass der Bruch 
endgültig sei und nicht geheilt werden könne und dass die Vater-Kinder-Beziehung 
nicht dem Kindeswohl entspreche. Diese Feststellungen seien in jedem Verfahren 
zum Schutz des Kindeswohls wesentlich und entscheidend. Es sei deshalb nicht 
nachvollziehbar, weshalb die KESB Engadin/Südtäler die erwähnten Berichte und 
die darin enthaltenen Feststellungen für den Entscheid vom 3. Juni 2024 nicht 
berücksichtigt habe. Somit sei es offensichtlich, dass die KESB Engadin/Südtäler 
ihren Entscheid auf einen Sachverhalt stütze, der nicht mit der Aktenlage 
übereinstimme. Auch die Stellungnahmen der Kindesvertreterin habe sie nicht 
berücksichtigt bzw. diesen kein Gewicht beigemessen. In diesen werde klargestellt, 
dass die Kinder auch aus rechtlicher Sicht keine Beistandsperson benötigen 
würden. Von der Kindesvertreterin beantragt werde auch die Sistierung des Rechts 
auf persönlichen Verkehr des Vaters. Vollständigkeitshalber sei auch darauf 
hinzuweisen, dass die Vorinstanz den Sachverhalt auch in Bezug auf die Auswahl 
der Beiständin unrichtig festgestellt habe. Die Kindesvertreterin habe Gründe 
(potentielle Konfliktlösungsgründe) vorgebracht, die gegen die Ernennung von 
H._____ sprechen würden. Die KESB Engadin/Südtäler sei jedoch auf die 
berechtigten Bedenken der Kindervertreterin (bzw. der Kinder) nicht eingegangen 
und habe H._____ trotz des Vorhandenseins anderer Beistände bestellt (act. A.1 S. 
8 ff.). 

6.2. Die KESB erforscht den Sachverhalt von Amtes wegen, zieht die 
erforderlichen Erkundigungen ein, erhebt die notwendigen Beweise und ordnet 
nötigenfalls ein Gutachten einer sachverständigen Person an oder kann eine 
geeignete Stelle oder Person mit Abklärungen beauftragen (Art. 446 Abs. 1 und 
Abs. 2 ZGB). Grundsätzlich ist die KESB bei der Würdigung des Gutachtens frei. 
Allerdings darf sie in Fachfragen nicht ohne triftige Gründe vom Gutachten 
abweichen, und sie muss Abweichungen begründen. Umgekehrt darf die KESB 
rechtliche Schlussfolgerungen des Gutachters nicht unbesehen übernehmen 
(MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 446 N. 28). 

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6.3. Die KESB Engadin/Südtäler hat dem KJP Fragen zu den einzelnen Kindern 
gestellt. Dabei wurden Berichte von K._____, verfasst (act. B.5-8). K._____ von der 
KJP hielt in ihren Berichten/Gutachten im Wesentlichen fest, dass die Kinder 
momentan den Kontakt zum Vater ablehnen würden. Auf die Frage, welche 
Regelung betreffend die persönlichen Kontakte zum Vater aus ihrer fachlichen Sicht 
im Sinne des Kindeswohl sei, gab sie eine differenzierte Empfehlung ab. Für 
C._____ sei es aktuell nicht möglich, eine Annäherung zuzulassen oder 
auszuhalten. Im Sinne des Kindeswohl sei es aktuell ratsam, C._____ Wunsch nach 
Autonomie vom Vater nicht in Frage zu stellen (act. B.5 S. 4). D._____ sei mit der 
derzeitigen Situation (also ohne Kontakt zum Vater) ebenfalls glücklich. Zukünftige 
Kontakte werden aber nicht gänzlich ausgeschlossen, sie dürften aus D._____' 
Sicht aber nicht erzwungen werden, sondern müssten auf freiwilliger Basis erfolgen. 
Der persönliche Kontakt zwischen D._____ und dem Vater wird von K._____ 
sodann auch nicht als grundsätzlich mit dem Kindeswohl unvereinbar eingeschätzt, 
sondern an gewisse Voraussetzungen geknüpft (act. B.6 S. 3 f.). Auch in Bezug auf 
E._____ und F._____ richtet sich die Empfehlung von K._____ nicht generell und 
definitiv gegen persönliche Kontakte mit dem Vater. Allerdings müssten dafür erst 
gewisse Vorbedingungen erfüllt sein (act. B.7 S. 3 und B.8 S. 3). Dass die KESB 
Engadin/Südtäler die Berichte von K._____ nicht berücksichtigt hätte, erweist sich 
somit als unzutreffend. So hat sie auch aufgrund dieser Berichte den persönlichen 
Verkehr zwischen den Kindern und dem Vater mit Entscheid vom 22. Juli 2024 
vorläufig sistiert (act. B.14). Dass sie trotzdem einen Beistandswechsel anordnete, 
welcher eine Wiederannäherung ermöglichen soll, kann nicht als unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung qualifiziert werden. Immerhin hat auch K._____, 
insbesondere in Bezug auf die drei jüngeren Kinder, die Wiederaufnahme des 
persönlichen Verkehrs nicht generell ausgeschlossen. Zu einem allfälligen 
Beistandswechsel hat sie sich in ihren Berichten gar nicht geäussert. 

6.4. Ebenfalls als unzutreffend erweist sich die Behauptung der 
Beschwerdeführerin, die KESB Engadin/Südtäler sei auf die berechtigten Bedenken 
hinsichtlich der Auswahl der Beiständin nicht eingegangen. Die KESB 
Engadin/Südtäler erwähnte nämlich die geäusserten Bedenken betreffend die 
Weitergabe von Informationen, hielt diese aber aufgrund der Geheimnispflicht und 
den strengen Datenschutzbestimmungen für unbegründet (act. B.3 S. 3 unten). 
Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass die KESB Engadin/Südtäler die 
Stellungnahmen der Kindesvertreterin nicht berücksichtigt bzw. diesen kein Gewicht 
beigemessen habe. Die Kindesvertreterin befürwortete in ihrer Stellungnahme vom 
22. Februar 2024 einen Beistandswechsel und die Erweiterung derer Befugnisse, 
um die Eltern bei der Verbesserung der Kommunikation untereinander zu 

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unterstützen (KESB act. 5). In ihrer Stellungnahme vom 31. Mai 2024 beantragte 
die Kindesvertreterin eine Sistierung des persönlichen Verkehrs zwischen den 
beiden Kindern E._____ und F._____ und dem Vater. Dass sie inzwischen einen 
Beistandswechsel ablehne, erwähnte sie in der Stellungnahme dagegen nicht 
(KESB act. 43). Eine Ablehnung ergibt sich sodann auch nicht aus der Tatsache, 
dass sie eine Sistierung des persönlichen Verkehrs forderte, zumal sie den 
Beistandswechsel ausdrücklich damit begründete, dass die Kommunikation 
zwischen den Eltern Unterstützung brauche. Somit kann nicht gesagt werden, dass 
die KESB Engadin/Südtäler die Stellungnahmen der Kindesvertreterin nicht 
berücksichtigt bzw. diesen kein Gewicht beigemessen habe. Ausserdem obliegt es 
der Behörde, über die Notwendigkeit einer Beistandschaft zu entscheiden, sie ist 
dabei nicht an die Anträge der Kindesvertreterin gebunden. Die Beschwerde erweist 
sich in diesem Punkt somit als unbegründet. 

7.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Grundsatzes der 
Prozessökonomie. Bei der KESB Engadin/Südtäler sei bereits seit über einem Jahr 
ein Verfahren zur Regelung des persönlichen Verkehrs hängig, wobei ihr bereits 
alle rechtserheblichen Tatsachen vorliegen würden und die Angelegenheit 
spruchreif sei. Die Angelegenheit des Wechsels der Beistandsperson und die 
Regelung des persönlichen Verkehrs seien eng miteinander verbunden. De facto 
sei der ausstehende Entscheid betreffend die Regelung des persönlichen Verkehrs 
massgebend für den Entscheid betreffend Beistandswechsel. Sollte dem Vater, wie 
von den Kindern gewünscht und erhofft, das Recht auf persönlichen Verkehr 
verweigert oder entzogen werden, wäre ein Entscheid betreffend Beistandswechsel 
überflüssig. Da die KESB Engadin/Südtäler einen Endentscheid bezüglich der 
Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen August und September 2024 in 
Aussicht gestellt habe, sei es nicht nachvollziehbar, weshalb sie am 3. Juni 2024 
den angefochtenen Entscheid erlassen habe. Diese Vorgehensweise widerspreche 
dem Grundsatz der Prozessökonomie. Die Beschwerdeführerin sei nun 
gezwungen, ein Rechtsmittel gegen einen Entscheid zu ergreifen, der in Kürze 
hinfällig werde, sobald der Endentscheid über die Regelung des persönlichen 
Verkehrs ergangen sei. Zudem habe die Beschwerdeführerin aufgrund des 
Vorgehens der KESB Engadin/Südtäler die Verfahrenskosten zweifach zu tragen 
(act. A.1 S. 11 f.).

7.2. Die KESB Engadin/Südtäler bestreitet dagegen, dass innerhalb der nächsten 
Monate mit einem Hauptentscheid gerechnet werden könne. Nachdem der Vater 
neue Anträge gestellt habe, erwägt sie je nach weiterem Verfahrenslauf die 
Durchführung einer Instruktions- oder Hauptverhandlung. Zudem sei davon 

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auszugehen, dass der Hauptentscheid ein weiteres Beschwerdeverfahren nach 
sich ziehen werde. Realistischerweise werde es wohl ein bis zwei Jahre dauern, bis 
ein rechtskräftiger Hauptentscheid vorliege (act. A.3 S. 3 f.). 

7.3. Ein zentrales Anliegen der Prozessökonomie liegt darin, unnütze 
Verfahren/Verfahrensabläufe und Prozesshandlungen zu verhindern. Der Nutzen 
bzw. fehlende Nutzen eines Prozesses bzw. einer Prozesshandlung beurteilt sich 
dabei anhand der Frage, ob das Ziel des Prozesses durch die betreffende Handlung 
und irgendeiner Weise gefördert wird oder nicht (BRÄNDLI, Prozessökonomie im 
schweizerischen Recht, 2013, Rz. 68 und 72). Die KESB Engadin/Südtäler hatte 
ursprünglich den Hauptentscheid für August 2024 in Aussicht gestellt (act. B.10). 
Inzwischen wird jedoch offensichtlich von einem anderen Zeitplan ausgegangen, 
sodass nicht in Kürze mit einem Entscheid in der Hauptsache zu rechnen ist. Aus 
rein zeitlichen Gründen ist deshalb der Erlass eines separaten Entscheids über die 
Beistandschaft nicht zu beanstanden. Wie zudem bereits unter E. 2.2 ausgeführt 
wurde, kann auch aus der derzeitigen Sistierung des persönlichen Verkehrs nicht 
darauf geschlossen werden, dass die Beistandschaft automatisch nutzlos wäre. Die 
Beistandschaft erfüllt auch einen Nutzen, sofern sie nur auf die Unterstützung der 
Kommunikation sowie auf die regelmässige Überprüfung der Situation und die 
Reaktion auf allfällige Veränderungen beschränkt ist, oder sie nur die Bedingungen 
für eine zukünftige Aufnahme des persönlichen Verkehrs aufbaut (vgl. die 
ausführlichen Erwägungen unter E. 8). Der Entscheid über die Errichtung einer 
Beistandschaft und den Wechsel der Beistandsperson ist deshalb nicht als 
prozessualer Leerlauf oder überflüssige Prozesshandlung zu qualifizieren. Eine 
Verletzung des Grundsatzes der Prozessökonomie ist deshalb nicht erkennbar.

8.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der angeordneten Beistandschaft und 
des Beistandswechsels. Die Anordnung einer Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 
und 2 ZGB stellen Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 307 ff. ZGB dar. 
Die KESB ernennt einen Beistand, wo es die Verhältnisse erfordern. Dem Beistand 
können besondere Befugnisse übertragen werden, wobei die Anordnungen alle 
denkbaren Gefährdungen des Kindeswohls betreffen können und der Beistand zu 
allen geeigneten Vorkehren befugt werden kann. Die Übertragung besonderer 
Befugnisse bedeutet i.d.R. keine Einschränkung des Mandats, sondern umreisst 
lediglich den Tätigkeitsschwerpunkt, ohne dass deswegen in punktueller Sicht die 
umfassende Sorge für das Kindeswohl vernachlässigt werden soll (BREITSCHMID, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
308 N. 6).

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8.2. Die Beschwerdeführerin vertritt die Ansicht, dass der Bruch zwischen dem 
Vater und seinen Kindern endgültig sei und nicht geheilt werden könne. Die 
Ablehnung könne auch nicht durch die Errichtung einer 
Besuchsrechtsbeistandschaft überwunden werden. Die Vater-Kinder-Beziehung 
entspreche nicht dem Kindeswohl, folglich sei die Beistandschaft, welche auf die 
Wiederaufnahme der persönlichen Kontakte ausgerichtet sei, nicht erforderlich und 
nicht sachgerecht (act. A.1 S. 9, act. A.10 S. 9 f.). Die Kindesvertreterin äusserte 
sich nicht direkt zum Kindeswohl, sondern hielt lediglich fest, dass kein Raum für 
eine Besuchsrechtsbeistandschaft bestehe, solange keine persönlichen Kontakte 
zwischen dem Vater und seinen Kindern stattfinden würden (act. A.4 S. 3 f.).

8.3. Der Beschwerdegegner hält dagegen fest, dass der persönliche Kontakt 
zwischen ihm und den Kindern schrittweise wieder aufgebaut werden soll. Ohne 
Beistandsperson stehe weder den Kindern noch den Eltern eine Ansprechperson 
zur Verfügung. Er erhalte zudem nur sehr spärlich Informationen über die Kinder 
und er könne diesen weder Briefe noch Geschenke sicher zustellen. Im Hinblick auf 
die Zukunft bestehe nach wie vor ein Bedarf nach einer Beistandsperson. Der 
Beschwerdegegner sei auch mit den von K._____ erwähnten Vorbedingungen, 
welche für eine Wiederaufnahme der persönlichen Kontakte erfüllt sein müssten, 
einverstanden. Damit dies aufgegleist werden könne, sei eine aktive Beiständin 
unabdingbar (act. A.5 S. 2 ff.).

8.4. In den Berichten von K._____ von der KJP wurde festgehalten, dass 
persönliche Kontakte zwischen dem Vater und seinen Kindern derzeit nicht 
realistisch seien und eine Anordnung gegen den Willen der Kinder nicht dem 
Kindeswohl entsprechen würden. Ein dauerhafter oder endgültiger Kontaktabbruch 
würde sich langfristig allerdings auch negativ auf die Entwicklung der Kinder 
auswirken (vgl. act. B.5 Frage L und act. B.7 Frage J). Dies erscheint 
nachvollziehbar. Für das Kindeswohl wäre es somit grundsätzlich wünschenswert, 
wenn persönliche Kontakte in Zukunft wieder stattfinden könnten, sofern sie nicht 
gegen den Willen der Kinder geschehen. Trotz der momentan vorhandenen 
Ablehnung gegenüber dem Vater ist das Gelingen einer solchen Wiederaufnahme 
der Kontakte nicht völlig aussichtlos. Dies hielt auch K._____ in ihren Berichten 
grundsätzlich so fest. Sie knüpfte die Wiederaufnahme der Kontakte allerdings an 
gewisse Vorbedingungen, welche erfüllt sein müssten. Für C._____ wäre es vor 
allem wichtig, dass ihr ausreichend Autonomie zugesprochen werde, um eine 
etwaige Begegnung zu gestalten. In einem weiteren Schritt wäre wichtig, dass der 
Vater für sich prüft, ob er die Tatsache, dass sein Verhalten in der Vergangenheit 
Angst, Überforderung und Ohnmacht bei C._____ ausgelöst habe und welche 

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Folgen dies für ihre Entwicklung gehabt hätte, ausreichend anerkannt habe. Für 
C._____ wäre es wichtig, von ihm eine nachvollziehbare und adäquate Erklärung 
für die erlebte Aggressivität/Gewalt zu bekommen (act. B.5 Frage L). Dasselbe gelte 
grundsätzlich für D._____. Wichtig wäre, dass sich der Vater im Falle zukünftiger 
Kontakte auf die Dynamik mit D._____ konzentrieren könne, um sicherzustellen, 
dass etwaige Spannungen nicht zu innerer Hochspannung und Aggressivität führen 
würden. Die eigenen schwierigen Gefühle kontrollieren zu können, wäre also 
unabdingbare Voraussetzung. Unter anderem würde es erfordern, dass der Vater 
in der Lage sei, die Thematisierung des Beziehungsgeschehens mit der Mutter 
sowie Abwertungen der Mutter gegenüber D._____ aussen vor zu lassen (act. B.6 
Frage K). In den Berichten zu E._____ und F._____ hielt K._____ zudem fest, dass 
das dysfunktionale Geschehen auf Elternebene aufgearbeitet und es den 
Erwachsenen gelingen müsste, einen neutraleren und reiferen Umgang miteinander 
und möglicherweise auch mit sich selbst zu finden, damit ein regelmässiger Kontakt 
die aktuelle intrafamiliäre Spannung nicht aufrechterhalten oder sogar erhöhen 
würde (act. B.7 und B.8 Frage J).

8.5. Dass die erwähnten Vorbedingungen bis anhin nicht verwirklicht werden 
konnten, zeigt, dass die Parteien im Rahmen der derzeitigen Beistandschaft nicht 
in der Lage waren, die Situation soweit zu beruhigen, dass ein persönlicher Kontakt 
wieder möglich wäre. Insofern erweist sich die Errichtung einer neuen 
Beistandschaft mit weitergehenden, aber offen formulierten Befugnissen und die 
Einsetzung einer neuen, erfahreneren Beistandsperson als angebracht. Dies gilt 
trotz der Tatsache, dass der persönliche Verkehr zwischen dem Vater und den 
Kindern zurzeit sistiert ist. Die von K._____ erwähnten Vorbedingungen betreffen 
teilweise auch das Verhältnis zwischen den Eltern, welche nicht in direkter 
Abhängigkeit zum Besuchsrecht stehen. Ob diesbezüglich, wie im Entscheid der 
KESB Engadin/Südtäler angedeutet, von der Beistandsperson initiierte und 
moderierte Elterngespräche durchgeführt werden oder andere Möglichkeiten 
ausprobiert werden, liegt im Ermessen der Beiständin. Darüber hinaus erwähnte 
K._____ auch, dass es für die Kinder (C._____ und D._____) wichtig wäre, vom 
Vater eine nachvollziehbare und adäquate Erklärung für die erlebte 
Aggressivität/Gewalt zu bekommen (vgl. act. B.5 S. 5, act. B.6 S. 4). Auch 
diesbezüglich könnte die Hilfestellung einer Drittperson bzw. der Beiständin hilfreich 
sein, zumal die briefliche Entschuldigung (act. C.2.9) des Vaters offenbar noch nicht 
zum gewünschten Ziel geführt hat. Weitere Aufgaben können darin bestehen, das 
gegenseitige Informationsrecht zwischen dem Vater und den Kindern 
sicherzustellen, sowie die Situation regelmässig zu überprüfen und die Behörde 
über wesentliche Veränderungen zu informieren. Auch diese Aufgaben sind 

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unabhängig von der derzeitigen Gestaltung des persönlichen Verkehrs zu erfüllen. 
Da es grundsätzlich im Kindeswohl liegt, wenn längerfristig wieder ein gewisser 
(freiwilliger) Kontakt zum Vater möglich wäre, dient auch die errichtete 
Beistandschaft, welche auf dieses Ziel hinarbeiten soll, letztlich dem Kindeswohl. 
Die negativen Auswirkungen einer Beistandschaft auf das Kindeswohl erscheinen 
dagegen gering, auch wenn die Kinder sich dadurch bis zu einem gewissen Grad 
mit der gegenwärtig unbefriedigenden Situation auseinandersetzen müssen. 
Längerfristig würde sich eine absolute Verbannung des Vaters aus dem Leben der 
Kinder aber negativer auf die Entwicklung der Kinder auswirken, weshalb der 
Versuch, gewisse Kontakte wiederaufzubauen, nicht endgültig aufgegeben werden 
sollte. 

8.6. In Bezug auf die Wahl von H._____ als Beiständin kann grundsätzlich auf die 
Ausführungen der KESB Engadin/Südtäler im angefochtenen Entscheid verwiesen 
werden (act. B.3 E. II/2). An der fachlichen Qualifikation von H._____ scheinen 
keine Zweifel zu bestehen. Als Berufsbeiständin verfügt sie über die notwendige 
Qualifikation und Erfahrung. Die Bedenken, dass Berufsgeheimnisse nach aussen 
gelangen könnten, erscheinen aufgrund der Geheimnispflicht unplausibel. Es ist 
zwar nachvollziehbar, dass die Kinder lieber eine Beistandsperson hätten, welche 
weder in Sent noch in einem der umliegenden Dörfer wohnt. Solange jedoch keine 
konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Informationen nach aussen 
gelangen könnten, rechtfertigt es sich nicht, allein deshalb auf eine Beistandsperson 
aus einer anderen Region zurückzugreifen, zumal eine solche auch mit einem 
Mehraufwand verbunden wäre. Die von der Beschwerdeführerin gegen die 
Einsetzung von H._____ unter Hinweis auf Eingaben vor der Vorinstanz 
vorgebrachten Rügen (vgl. act. A.10 S. 12) erweisen sich daher als unbegründet.

9. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Errichtung der 
Beistandschaft und der Wechsel der Beistandsperson im Interesse des Kindeswohl 
liegen und folglich nicht zu beanstanden sind. Die gegen den Entscheid der KESB 
Engadin/Südtäler vom 3. Juni 2024 erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen.

10.1. Die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens setzen sich aus den 
Gerichtskosten sowie der Parteientschädigung zusammen (vgl. Art. 60 Abs. 5 
EGzZGB i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO). Sie sind von der unterliegenden 
Partei zu tragen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Liegen besondere Umstände vor, kann 
gemäss Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet 
werden, sofern das Verfahren nicht mutwillig oder trölerisch eingeleitet worden ist. 
Die Beschwerdeführerin ist mit ihrer Beschwerde vollumfänglich unterlegen. Somit 
hat sie die gesamten Prozesskosten, welche aus einer Gerichtsgebühr CHF 

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1'500.00 und den Kosten der Kindesvertretung, welche aufgrund einer fehlenden 
Honorarnote der Kindesvertreterin für das Verfahren ZR 24 77 pauschal auf CHF 
1'000.00 festgesetzt werden, zu tragen.

10.2. Aufgrund des Obsiegens steht dem Beschwerdegegner für das 
Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung zu (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 
Abs. 1 lit. b ZPO). Gemäss der eingereichten Honorarvereinbarung wurde ein 
Stundenansatz von CHF 250.00 zzgl. MWST und einer Kleinspesenpauschale von 
3% vereinbart. Dieser Ansatz bewegt sich im Rahmen des Üblichen (Art. 3 Abs.1 
Honorarverordnung [BR 310.250]). Da keine Honorarnote eingereicht wurde, ist der 
zu entschädigende Aufwand praxisgemäss anhand der Akten nach dem Umfang 
der notwendigen und tatsächlich geleisteten Arbeit sowie nach dem Mass der 
unumgänglichen Umtriebe und nach der objektiven Bedeutung der Streitsache zu 
bemessen. Im vorliegenden Fall erscheint ein Aufwand von pauschal CHF 4'000.00 
inkl. Spesen und Mehrwertsteuer angemessen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'500.00 (CHF 1'500.00 
Gerichtsgebühr und CHF 1'000.00 Kosten der Kindesvertreterin) gehen zu 
Lasten von A._____.

3. Rechtsanwältin Silvia Däppen (Kindesvertreterin) ist für das 
Beschwerdeverfahren zulasten des Kantons Graubünden (Obergericht) mit 
CHF 1'000.00 (inkl. Spesen und MWST; siehe Dispositivziffer 2) zu 
entschädigen.

4. A._____ wird verpflichtet, B._____ für das Beschwerdeverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 4'000.00 (inkl. Spesen und MWST) zu 
bezahlen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilung an:]