# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 211d998c-d237-5e11-8ff5-e7a874ea7455
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 29.10.2009 KSK 2009 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2009-59_2009-10-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. Oktober 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 09 59

Urteil
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuar ad hoc Bühler

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des X., Schuldner, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, 

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Inn vom 17. August 
2009, mitgeteilt am 22. September 2009, in Sachen des Y . , Gläubiger, Gesuchstel-
ler und Beschwerdegegner, vertreten durch die A., gegen den Schuldner, Gesuchs-
gegner und Beschwerdeführer,

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 5. November 2008 sprach die Gemeinde B. dem per 1. 
Oktober 2008 zugezogenen X. nachträglich für den Zeitraum vom 1. Oktober – 31. 
Dezember 2008 einen öffentlich-rechtlichen Unterstützungsbeitrag von Fr. 960.-- 
pro Monat (exkl. Wohnkosten und Krankenkassenprämien) zu. Gleichzeitig verrech-
nete sie ihm verschiedene seit dem Zuzug erbrachte Leistungen.   

B. Dagegen reichte X. am 5. Dezember 2008 fristgerecht Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Graubünden ein. Er wehrte sich im Wesentlichen ge-
gen die vorgenommene Verrechnung verschiedener Beträge, gegen die zeitliche 
Befristung des ihm zugesprochenen Unterstützungsbeitrages, die direkte Bezah-
lung der Wohnkosten sowie der Krankenkassenkosten durch die Gemeinde sowie 
den in der Verfügung angeregten Einsatz einer Vertrauensperson als Vermittler. 

C. Mit Urteil vom 5. Februar 2009, mitgeteilt am 6. Februar 2009, wurde die von 
X. erhobene Beschwerde abgewiesen und das Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden verpflichtete ihn zur Bezahlung der Gerichtsgebühren von Fr. 558.-- 
an die A.. Auf eine von X. beim Bundesgericht eingereichte öffentlich-rechtliche Be-
schwerde wurde nicht eingetreten. 

D. Mit Schreiben vom 6. Februar 2009 und vom 22. April 2009 mahnte das Ver-
waltungsgericht X. zugunsten der A. zur Bezahlung des ausstehenden Betrages, 
jedoch erfolglos. 

E. Am 2. Juli 2009 bescheinigte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-
den den Eintritt der formellen Rechtskraft. 

F. Am 8. Juli 2009 ersuchte die A. um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in 
der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes C. für den Betrag von Fr. 558.-- nebst 
Zins zu 4% seit dem 21. Mai 2009 und für sämtliche Kosten und Verzugszinsen über 
Fr. 84.45 zuzüglich Zahlungsbefehlskosten von Fr. 50.--.

Zur Begründung wurde geltend gemacht, die in Betreibung gesetzte Forde-
rung stütze sich auf ein rechtskräftiges Urteil. 

G. Mit Schreiben vom 13. Juli 2009 wurden die Parteien zur Rechtsöffnungsver-
handlung vor dem Bezirksgerichtspräsidium Inn vorgeladen. An der Rechtsöff-
nungsverhandlung vom 17. August 2009 waren die Parteien nicht persönlich anwe-
send.

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H. Mit Stellungnahme vom 13. August 2009 machte X. Folgendes geltend:

„Ich akzeptiere keine Laienrichter. 

Betreibung ungültig, da durch nicht autorisiertes Betreibungsamt durchge-
führt. Meine Prozessentschädigungsforderung:
Fr. 300.--, zu bezahlen durch das Gericht.

Ferner mache ich darauf aufmerksam, dass der Kläger beweispflichtig ist für 
die ordentliche Rechnungstellung bzw. Mahnung (eingeschriebener Brief). 
Kann der Gläubiger diesen Beweis nicht erbringen, gilt die Rechnung als 
nicht zugestellt. Die Klage ist abzuweisen. Nach Rechnungsstellung reiche 
ich ein Stundungs-/Erlassgesuch ein. Lebe auf dem Existenzminimum, be-
treibungsrechtlich unantastbar. Die Beamtin E. vom Regionalen Sozialdienst 
wird diesen Sachverhalt auf Anfrage gerne bestätigen…“

I. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 17. August 2009, mitgeteilt am 22. Sep-
tember 2009, verfügte das Bezirksgerichtspräsidium Inn, wie folgt:

„1. In Gutheissung des Rechtsöffnungsgesuches in der Betreibung Nr. _ 
des Betreibungsamtes wird der von X. erhobene Rechtsvorschlag be-
seitigt und dem Gesuchsteller die definitive Rechtsöffnung erteilt für den 
Betrag von Fr. 558.00 nebst Zins zu 4% seit 21.05.2009 und sämtliche 
Kosten und Verzugszinsen über Fr. 84.45.

2. Die Gebühren des Bezirksamtes Inn im Betrage von Fr. 150.00 werden 
beim Gesuchsteller erhoben unter der Einräumung des vollen Regress-
rechtes gegenüber dem Gesuchsgegner. Sie sind innert 30. Tagen auf 
das Konto des Bezirksgerichtes Inn zu überweisen. 

3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, dem Gesuchsteller eine ausser-
amtliche Entschädigung über Fr. 80.00 zu bezahlen. 

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

Zur Begründung führte das Bezirksgerichtspräsidium Inn im Wesentlichen 
aus, beim Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden handle es sich 
um einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG. Des 
Weiteren habe X. nicht beweisen können, dass die Schuld getilgt  oder gestundet 
sei (vgl. Art. 81 Abs. 1 SchKG), weshalb die definitive Rechtsöffnung zu erteilen sei. 

J. Gegen diesen Rechtsöffnungsentscheid erhob X. am 15. Oktober 2009 
(Poststempel) Rechtsöffnungsbeschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. 
Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des Rechtsöffnungsentscheides vom 17. 
August 2009 und machte insbesondere geltend, der Entscheid des Verwaltungsge-
richtes des Kantons Graubünden sei infolge falscher Rechtsmittelbelehrung nicht in 
Rechtskraft erwachsen. Des Weiteren verwies er auf die Ausführungen in der Stel-
lungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch vom 13. August 2009.

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K. Auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in der Rechtsöff-
nungsbeschwerde wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-
gegangen. 

II. Erwägungen

1. Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen 
kann gemäss Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden 
(ZPO, BR 320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziffer 2 der Vollziehungsver-
ordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GVV zum 
SchKG; BR 220.100) innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöff-
nungsbeschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Ist ein 
Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegrün-
det, entscheidet die oder der zuständige Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompe-
tenz (vgl. Art. 12 Abs. 3 Gerichtsorganisationsgesetz (GOG, BR 173.000; Art. 236 
Abs. 2 ZPO). Diese Voraussetzung ist – wie aus dem Folgenden hervorgeht – im 
vorliegenden Fall gegeben. In der Beschwerde ist mit kurzer Begründung anzuge-
ben, welche Punkte des Entscheides angefochten werden und welche Abänderun-
gen beantragt werden (vgl. Art. 236 Abs. 3 ZPO in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 
ZPO). Auf die von X. frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit ein-
zutreten.

2. Die Rechtsmittelinstanz überprüft nach Art. 236 Abs. 3 ZPO in Verbindung 
mit Art. 235 Abs. 1 ZPO im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der angefochtene 
Entscheid oder das diesem vorangegangene Verfahren Gesetzesbestimmungen 
verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind. Gegenstand des 
Rechtsöffnungsverfahrens bildet dabei ausschliesslich die Frage, ob für den in Be-
treibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der die hemmende Wirkung des 
Rechtsvorschlages zu beseitigen vermag. Über den materiellen Bestand einer For-
derung hat der Rechtsöffnungsrichter nicht zu entscheiden.  

3. Damit ist der Schuldner bzw. der Betriebene dem Gläubiger – auch wenn 
dieser einen Vollstreckungstitel für die definitive Rechtsöffnung vorzuweisen ver-
mag – nicht bedingungslos ausgeliefert. Er kann verschiedene Einwände vorbrin-
gen, mit welchen die Tauglichkeit des Rechtsöffnungstitels in Frage gestellt wird. 
Allerdings sind seine Einwände begrenzt. Neben den prozessualen Einwänden und 
Einwänden nach Art. 81 Abs. 1 SchKG – Tilgung, Stundung und Verjährung der 
Forderung – kann der Schuldner zudem zu seiner Verteidigung vorbringen, der 
Rechtsöffnungstitel bestehe gar nicht oder nicht mehr oder sei noch nicht vollstreck-

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bar. Dem Rechtsöffnungsrichter ist es verwehrt, andere Einwände als solche zu prü-
fen. 

4.a) Mit Eingabe vom 15. Oktober 2009 (Poststempel) machte X. primär geltend, 
das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden sei infolge falscher 
Rechtsmittelbelehrung nicht in Rechtskraft erwachsen. Gegen-  stand der nachfol-
genden Prüfung ist somit die Frage, ob das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Graubünden vom 5. Februar 2009 in formelle Rechtskraft erwachsen ist oder 
nicht. Ein Gläubiger kann die definitive Rechtsöffnung verlangen, sofern die Forde-
rung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil beruht (Art. 80 Abs. 1 SchKG). 
Vollstreckbar ist jeder Entscheid, der rechtskräftig ist. Rechtskräftig sind alle ord-
nungsgemäss eröffneten Entscheide, die nicht mehr mit einem ordentlichen Rechts-
mittel angefochten werden können (vgl. BGE 113 III 9, BGE 105 III 44, BGE 60 I 
359). 

b) Ein Urteil hat deshalb gehörig eröffnet zu werden, weil erst ab diesem Zeit-
punkt die Rechtsmittelfrist zu laufen beginnt (vgl. Staehlin, Kommentar zum Bun-
desgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Unter Einbezug der Nebenerlasse, 
SchKG I, Art. 1 – 87, Basel 1998, N 7 zu Art. 80). Nach Art. 112 Abs. 1 lit. d des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG, SR 173.110) müssen alle kantonalen Entscheide, 
die der Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG unterliegen, eine Rechtsmittelbelehrung 
enthalten. Des Weiteren ist gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG ein Entscheid in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung mit Beschwerde beim Bundesgericht anzufechten. Im Urteil des Verwal-
tungsgerichts vom 5. Februar 2009 wurde in Anwendung kantonalen Rechts über 
öffentlich-rechtliche Unterstützungsbeiträge entschieden. Somit handelte es sich 
unbestritten um einen Entscheid in Angelegenheiten des öffentlichen Rechts gegen 
den die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden 
kann (vgl. Art. 82 Abs. 1 lit. a BGG). Ziffer 3 des Dispositiv des Urteils vom 5. Februar 
2009 räumte X. die Möglichkeit ein, innert 30 Tagen seit der Zustellung der schrift-
lichen Begründung Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim 
Bundesgericht in Lausanne zu führen. Es ist somit festzuhalten, dass die im Urteil 
vom 5. Februar 2009 enthaltene Rechtsmittelbelehrung sowohl das richtige Rechts-
mittel als auch die richtige Rechtsmittelfrist nennt. Das Argument des Beschwerde-
führers, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 5. Fe-
bruar 2009 sei mangels falscher Rechtsmittelbelehrung nicht in Rechtskraft erwach-
sen, ist somit nicht zu hören. Das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 5. Februar 
2009 hat damit als gehörig eröffnet zu gelten.  

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c) Seit dem Inkrafttreten der Totalrevision der Bundesrechtspflege stellt die Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten das ordentliche Rechtsmittel in 
öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten dar (Waldmann, Basler Kommentar, Bundesge-
richtsgesetz, Basel 2008, N 4 zu Art. 82). Ordentliche Rechtsmittel richten sich ge-
gen Entscheide, die noch nicht in Rechtskraft erwachsen sind und hemmen den 
Eintritt von Rechtskraft und Vollstreckbarkeit mindestens im Umfang der Rechtsmit-
telanträge. (Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Auflage, Bern 
2006, § 63 N 35). X. erhob mit Eingabe vom 11. März 2009 (Poststempel) zwar 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Graubünden vom 5. Februar 2009, jedoch trat das Bun-
desgericht auf die Beschwerde nicht ein. Daher bescheinigte das Verwaltungsge-
richt des Kantons Graubünden dem Urteil am 2. Juli 2009 die formelle Rechtskraft. 
Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ist somit in formelle 
Rechtskraft erwachsen und hat demnach als vollstreckbar im Sinne von Art. 80 Abs. 
1 SchKG zu gelten. 

5. Mit Vernehmlassung vom 13. August 2009 machte X. darauf aufmerksam, 
dass der Y. die Beweislast für die ordnungsgemässe Zustellung der Rechnung und 
der Mahnung (vgl. act. 3 und 4) trage. Falls der Beweis nicht erbracht werden könne, 
sei die Klage abzuweisen. Die Rechtskraftbescheinigung des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden vom 2. Juli 2009 lässt den ordnungsgemässen Nachweis 
der Zustellung einer Rechnung oder Mahnung als obsolet erscheinen. Durch die 
Rechtskraftbescheinigung hat der Nachweis der Vollstreckbarkeit nämlich als er-
bracht zu gelten (vgl. Vogel/Spühler, a.a.O., § 67 N 45), womit der ausstehende 
Betrag von Fr. 558.-- fällig ist. 

6.a) In der Vernehmlassung vom 13. August 2009 zum Rechtsöffnungsbegehren 
des Y. vom 8. Juli 2009 wendete X. sodann ein, er akzeptiere keine Laienrichter. 

b) Gemäss Art. 21 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Graubünden (KV, BR 
110.100) sind in die Gerichte die Stimmberechtigten des Kantons Graubünden 
wählbar. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung werden weitere Wählbarkeitsvorausset-
zungen für die Gerichte durch das Gesetz geregelt. Da weder das Gerichtsorgani-
sationsgesetz (GOG, BR 173.000) noch weitere Erlasse die Wählbarkeitsvoraus-
setzungen für Bezirksrichter regeln, ist auf Art. 21. Abs. 1 KV abzustellen. Somit 
genügt das bündnerische Stimmrecht, um als Bezirksrichter gewählt zu werden. 
Eine juristische Ausbildung ist demnach nicht Wählbarkeitsvoraussetzung. Dass 
Bezirksrichter keine juristische Ausbildung für die Ausübung ihres Amtes benötigen, 
erhellt im Weiteren auch aus Art. 3 Abs. 2 der Bezirksgerichtsverordnung (BGV, BR 

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173.500). Diese Bestimmung impliziert, dass ein Bezirksgerichtspräsident nicht 
zwingend eine juristische Ausbildung vorzuweisen hat. Folglich hat D. (Gerichtsprä-
sident des Bezirksgerichts Inn) zu Recht über die Rechtsöffnungssache des Y. ge-
gen X. entschieden (Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundes-
gesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG, BR 220.100]). Den 
Antrag von X., er akzeptiere keine Laienrichter, hat das Bezirksgerichtspräsidium 
Inn zu Recht nicht näher behandelt.

c) In der Rechtsöffnungsbeschwerde vom 15. Oktober 2009 verweist X. 
grundsätzlich auf die Anträge in seiner Vernehmlassung zum Rechtsöffnungsge-
such vom 13. August 2009. Demnach kann der Schluss gezogen werden, dass X. 
auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor dem Kantonsgericht von Graubün-
den den Ausschluss von allfälligen Laienrichtern begehrt. Wie oben (vgl. Erw. 6b) 
festgehalten, genügt nach Art. 21 Abs. 1 KV das bündnerische Stimmrecht zur 
Wählbarkeit in die Gerichte. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung in Verbindung mit 
Art. 17 Abs. 1 GOG haben die Richterinnen und Richter am Kantonsgerichts von 
Graubünden zudem über die erforderliche persönliche und fachliche Eignung sowie 
in der Regel über ein Anwaltspatent zu verfügen. Wie der Homepage des Kantons-
gerichts von Graubünden (www.kg-gr.ch) entnommen werden kann, verfügen alle 
Richterinnen und Richter am Kantonsgericht über eine juristische Ausbildung sowie 
über ein Anwaltspatent. Nach dem eben Dargelegten erhellt, dass sich der Antrag 
von X., er akzeptiere in Bezug auf das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsge-
richt keine Laienrichter, als offensichtlich unbegründet herausstellt.

7.a) Mit Eingabe vom 15. Oktober 2009 machte der Beschwerdeführer geltend, 
er lebe auf dem Existenzminimum, weshalb er betreibungsrechtlich unantastbar sei. 

b) Die quantitative Beschränkung der Pfändbarkeit von Einkünften besteht 
darin, dass nur derjenige Teil gepfändet werden darf, der für den Schuldner und 
seine Familie nicht unbedingt notwendig ist. Das "unbedingt Notwendige" im Sinne 
von Art. 93 SchKG nennt man den Notbedarf (Amonn/Walther, Grundriss des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Auflage, Bern 2008, § 23 N 53). Eine in 
krasser Missachtung des Notbedarfs vollzogene Einkommenspfändung, die den 
Schuldner in eine unhaltbare Lage brächte, wäre nichtig (BGE 105 III 49). Wie oben 
bereits festgehalten (vgl. Erw. 2), wird im Rechtsöffnungsverfahren ausschliesslich 
geprüft, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein definitiver Rechtsöffnungstitel 
besteht, der die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages zu beseitigen vermag. 
Der Rechtsöffnungsrichter hat hingegen nicht zu prüfen, inwiefern eine allfällige 
Pfändung den Notbedarf des Schuldners tangieren oder gar verletzen würde. Diese 

http://www.kg-gr.ch

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Thematik ist Gegenstand des Pfändungsverfahrens. Gemäss Art. 89 SchKG obliegt 
der Vollzug der Pfändung dem Betreibungsamt. Der Betreibungsbeamte hat das 
gesetzlich garantierte Existenzminimum in jedem Einzelfalle nach seinem Ermes-
sen festzusetzen. Missachtet das Betreibungsamt im Pfändungsverfahren den dem 
Schuldner zustehenden Notbedarf, kann dieser gegen die Verfügung des Betrei-
bungsamtes beim Kantonsgericht von Graubünden wegen Gesetzesverletzung 
oder Unangemessenheit Beschwerde führen (vgl. Art. 17 Abs. 1 SchKG in Verbin-
dung mit Art. 11 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs [GVV zum SchKG, BR 220.100]). Daraus erhellt, dass das Kan-
tongericht von Graubünden im vorliegenden Beschwerdeverfahren (KSK 09 59) 
nicht über die Missachtung des Notbedarfs zu entscheiden hat.

8. Gemäss den oben stehenden Erwägungen (vgl. Erw. 4 – 7) ist dem Antrag 
des Beschwerdeführers auf Aufhebung des Rechtsöffnungsentscheides des Be-
zirksgerichtspräsidiums Inn vom 17. August 2008 nicht stattzugeben. Seine Be-
schwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet (vgl. Art. 12 Abs. 3 GOG). 

9. Es werden keine Kosten erhoben. 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgerichts-
gesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungs-
beschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das 
Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung 
der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. 
BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: