# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd4b882e-34d1-5422-b18e-b89a66f3734b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.06.2020 715 20 11/143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-11-143_2020-06-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juni 2020 (715 20 11 / 143) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung aufgrund ungenügender Arbeitsbemühungen 

vor der Anmeldung 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Esther Zäch 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Abteilung Arbeitsvermittlung, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 
 
 

A. Der 1984 geborene A.____ war seit März 2015 bei der B.____ AG als Bauingenieur an-
gestellt. Am 26. April 2018 löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ver-
traglichen Kündigungsfrist per 31. Juli 2018 auf. Anschliessend nahm sich der Versicherte eine 
Auszeit und begab sich auf eine Auslandsreise. Nachdem er wieder in der Schweiz Wohnsitz 
genommen hatte, meldete er sich am 26. Februar 2019 beim zuständigen Regionalen Arbeits-
vermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und erhob ab demselben Datum Anspruch 

 
 
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auf Arbeitslosenentschädigung. Mit Verfügung vom 6. März 2019 stellte das RAV den Versicher-
ten wegen fehlender Arbeitsbemühungen vor Stellenlosigkeit in der massgebenden Kontrollfrist 
vom 25. November 2018 bis zum 25. Februar 2019 für 10 Tage in der Anspruchsberechtigung 
ein. Die hiergegen erhobene Einsprache hiess das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und 
Arbeit Baselland (KIGA) mit Entscheid vom 28. November 2019 teilweise gut und reduzierte die 
Einstelldauer auf 3 Tage. Den Beginn der Kontrollfrist setzte es neu auf den 3. Januar 2019 fest 
und die nachzuweisende Anzahl von Arbeitsbemühungen in diesem Zeitraum auf 10, wovon der 
Versicherte jedoch lediglich deren 9 nachgewiesen habe. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 9. Januar 2020 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin beantragte er, es sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen fehlender 
Arbeitsbemühungen abzusehen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, die niedrige 
Anzahl an Bewerbungen im Januar 2019 hänge damit zusammen, dass er viel Zeit für die Erstel-
lung seines Lebenslaufes gebraucht habe. Zudem handle es sich bei der Kontrollfrist lediglich um 
54 Tage, wobei für diese Anzahl Tage die 9 Bewerbungen genügen würden. Überdies seien 
3 Einstelltage vorliegend nicht angemessen. 
 
C. Das KIGA schloss mit Vernehmlassung vom 24. Februar 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, dem Beschwerdeführer sei vorzuwer-
fen, dass er im Monat Januar 2019 lediglich 2 Arbeitsbemühungen habe vorweisen können, wel-
che er beide am 14. Januar 2019 getätigt habe. Die darauffolgenden Arbeitsbemühungen würden 
erst wieder vom 7. respektive 8. Februar 2019 datieren, wobei der Beschwerdeführer an den 
übrigen 51 Tagen der Kontrollfrist untätig geblieben sei. Ausserdem habe er bereits am 3. Januar 
2019 Internetzugang gehabt, wobei es im zumutbar und möglich gewesen wäre, bereits zu jenem 
Zeitpunkt erste Bemühungen hinsichtlich seiner Stellensuche zu tätigen. 
 
D. Nachdem die Angelegenheit am 16. März 2020 dem Präsidium zur Beurteilung überwie-
sen worden war, reichte der Beschwerdeführer eine undatierte Replik ein (Eingang am 27. März 
2020) und machte zusätzlich geltend, er habe am 3. Januar 2019 lediglich Internetzugang auf 
seinem Mobiltelefon gehabt, womit es ihm nicht möglich gewesen sei, Bewerbungen zu schrei-
ben. 
 
E. Mit Duplik vom 3. April 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrer Auffassung fest und 
führte ergänzend aus, der Beschwerdeführer hätte bereits vor Antritt seiner Reise ein Bewer-
bungsdossier erstellen müssen, da er um mögliche Schwierigkeiten technischer Natur im Ausland 
hätte wissen können. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-

 
 
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liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Ver-
sicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 
AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu 
bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht 
als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Ver-
sicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde 
des Versicherten vom 9. Januar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 
Präsidialentscheid. Streitig ist, ob das KIGA den Beschwerdeführer zu Recht wegen ungenügen-
der Arbeitsbemühungen vor Stellenlosigkeit für die Dauer von 3 Tagen in der Anspruchsberech-
tigung eingestellt hat. Im vorliegenden Fall enthalten die Akten keine Angaben über die Höhe des 
Taggeldansatzes des Beschwerdeführers. Bei einer Einstelldauer von 3 Tagen liegt der Streitwert 
aber in jedem Fall unter der erwähnten Grenze von Fr. 20'000.--, weshalb die Angelegenheit prä-
sidial zu entscheiden ist. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG hat die versicherte Person mit Unterstützung des Ar-
beitsamtes alles Zumutbare zu unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu ver-
kürzen (Schadenminderungspflicht; BGE 124 V 225 E. 2a). Aus der Pflicht, den Eintritt der Ar-
beitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für die versicherte Person, sich bereits während der 
Zeit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit und vor der Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung in-
tensiv um eine neue Arbeit zu bemühen (vgl. BGE 139 V 524 E. 2.1.2 mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesgerichts vom 30. November 2007, C 239/06, E. 3.2 mit Hinweisen). Sie kann sich insbe-
sondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum 
Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf aufmerksam ge-
macht worden sei (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2015, 8C_768/2014, E. 2.2.2 mit 
Hinweisen). Die versicherte Person ist ausserdem auch bei einer Landesabwesenheit nicht von 
der Pflicht zur Stellensuche vor Stellenlosigkeit befreit. Bei den zur Verfügung stehenden Kom-
munikationsmitteln (Internet, E-Mail etc.) und Personalvermittlungsagenturen ist es heute ohne 
weiteres möglich und zumutbar, sich auch vom Ausland aus für eine neue Arbeitsstelle zu be-
werben (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht sozi-
alrechtliche Abteilungen] vom 31. Oktober 2006, C 187/06, E. 2.1). Die versicherte Person darf 
sich zudem nicht darauf verlassen, dass sie nach Ablauf der Kündigungsfrist innert kurzer Zeit 
eine neue Stelle finden könne, sondern muss vielmehr alles daransetzen, ohne Arbeitslosigkeit 
nahtlos auf das Ende des alten Arbeitsverhältnisses ein neues Arbeitsverhältnis beginnen zu 

 
 
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können (vgl. ARV 1987 Nr. 2). Ausgangspunkt für die konkrete Kontrollfrist, in der die Arbeitsbe-
mühungen zu berücksichtigen sind, ist jener Zeitpunkt, ab dem die versicherte Person Kenntnis 
davon hat, dass sie objektiv von einer Arbeitslosigkeit bedroht ist. In diesem Sinne ist die versi-
cherte Person insbesondere während der Kündigungsfrist zur Stellensuche verpflichtet (BGE 139 
V 524 E. 2.1.2 mit Hinweisen). 
 
2.2 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumutbare 
Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen. Die Bestimmung soll Arbeitslose zur 
Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung 
verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt mithin eine angemessene 
Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Ver-
halten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat 
(BGE 124 V 225 E. 2b; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2011, 8C_271/2011, 
E. 2.2). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schä-
den, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssank-
tion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht 
(vgl. THOMAS NUSSBAUMER, in: Meyer, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Si-
cherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 828). 
 
2.3 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Arbeit be-
müht hat, ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität ihrer Bewerbungen von Bedeu-
tung. Das Quantitativ der Bewerbungen beurteilt sich nach den konkreten Umständen, wobei in 
der Praxis durchschnittlich zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genü-
gend erachtet werden (BGE 139 V 524 E. 2.1.4). Nach der Praxis im Kanton Baselland muss 
keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gewärtigen, wer für die Zeit vor der Arbeitslosig-
keit monatlich mindestens acht Bewerbungen nachzuweisen vermag (vgl.  Urteile des Kantons-
gerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV] vom 16. August 2017 [715 17 82] E. 2.3, 
vom 25. März 2015 [715 14 316] E. 2.3 und vom 19. März 2013 [715 12 237] E. 3.3). Mit dem 
Nachweis der getätigten Arbeitsbemühungen soll die Verwaltung in die Lage versetzt werden, 
Quantität und Qualität der Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit umfassend ab-
zuklären und zu würdigen (vgl. BGE 120 V 74 E. 3c; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 843). 
 
3. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprüfungs-
befugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; 
Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-
MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht 
hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger 
[Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimm-

 
 
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ten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhalts-
darstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6, 126 V 353 E. 5b). 
4. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer vor der Stellenlosigkeit bzw. vor seiner Anmeldung 
beim RAV genügend Arbeitsbemühungen getätigt hat. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt 
sich wie folgt dar: Nachdem dem Beschwerdeführer sein bisheriges Arbeitsverhältnis gekündigt 
worden war, begab er sich auf eine Auslandsreise. In seiner Einsprache vom 5. April 2019 führte 
er aus, er sei aufgrund seiner bisherigen Arbeitsstelle psychisch und körperlich überlastet gewe-
sen, weshalb er diesen Urlaub gebraucht habe, um sich zu erholen. Als er während seines Aus-
landaufenthaltes gemerkt habe, dass eine Besserung in Sicht sei, habe er am 3. Januar 2019 
einen Rückflug für den 21. Februar 2019 gebucht. Am 26. Februar 2019 meldete er sich sodann 
beim RAV an. Beim Erstgespräch vom 4. März 2019 wurde eine Mindestanzahl von 5 Arbeitsbe-
mühungen pro Kontrollperiode festgelegt. Der Beschwerdeführer konnte für die Zeit vor seiner 
Anmeldung beim RAV insgesamt 9 Arbeitsbemühungen nachweisen (2 am 14. Januar 2019; 1 
am 7. Februar 2019; 6 am 8. Februar 2019). 
 
5.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 
28. November 2019 die Kontrollfrist zu Recht auf den Zeitraum vom 3. Januar 2019 bis zum 
25. Februar 2019 festgelegt hat. Dies wird sodann vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten. 
Des Weiteren ist im Grundsatz unbestritten geblieben, dass monatlich mindestens 5 Arbeitsbe-
mühungen nachzuweisen sind. 
 
5.2 Wie unter Erwägung 2.1 hiervor ausgeführt, hat die versicherte Person aufgrund der ihr 
obliegenden Schadenminderungspflicht alles Zumutbare zu unternehmen, um eine Arbeitslosig-
keit zu vermeiden oder zu verkürzen. Sie hat sich bereits während der Zeit vor der Anmeldung 
unaufgefordert um Stellen zu bemühen. Von dieser Pflicht befreit sie auch eine Landesabwesen-
heit nicht. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer während der Kontrollfrist vom 3. Januar 2019 
bis zum 25. Februar 2019 9 Arbeitsbemühungen tätigte. Die Beschwerdegegnerin verlangte je-
doch deren 10. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, die Anzahl der zu leistenden Arbeits-
bemühungen in dieser Kontrollfrist sei zu reduzieren und 9 Arbeitsbemühungen als genügend 
anzusehen, da die Kontrollfrist keine zwei vollen Monate betrage. Dieser Auffassung kann nicht 
gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend geltend macht, erfolgt die Festlegung 
der Anzahl zu leistenden Arbeitsbemühungen nicht aufgrund einer mathematischen Formel. Es 
ist zudem darauf hinzuweisen, dass im Allgemeinen wohl im Monat Februar, wenn er 28 Tage 
dauert, nicht weniger Arbeitsbemühungen nachgewiesen werden müssen als im 31 Tage dau-
ernden Januar. Ausserdem ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der fraglichen Kon-
trollfrist lediglich 10 Arbeitsbemühungen nachzuweisen hatte. Wie in Erwägung 2.3 hiervor aus-
geführt, sind in der Praxis durchschnittlich 10 bis 12 Bewerbungen pro Monat üblich, und nach 
der basellandschaftlichen Praxis genügen 8 monatliche Bewerbungen in der Zeit vor Arbeitslo-
sigkeit, um nicht in der Anspruchsberechtigung eingestellt zu werden. Vergleichsweise bewegen 
sich somit die verlangten 10 Arbeitsbemühungen in knapp zwei Monaten im unteren Bereich. 
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass, auch wenn die Kontrollfrist keine zwei vollen Monate 

 
 
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dauerte, die von der Beschwerdegegnerin festgelegte Anzahl von 10 Bewerbungen nicht zu be-
anstanden ist und die nachgewiesenen 9 Arbeitsbemühungen somit in quantitativer Hinsicht als 
ungenügend zu qualifizieren sind. 
 
5.3 Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich der Beschwerdeführer während der 
betreffenden Kontrollfrist im Ausland befunden hat und er gemäss seinen Angaben lediglich an 
drei Tagen Zugang zu einem Computer gehabt habe. Bereits vor seiner Abreise hätte er damit 
rechnen müssen, dass er möglicherweise die Stellensuche vom Ausland aus wird betreiben müs-
sen. Es ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass er sich somit bereits vor seiner 
Reise auf die mögliche Stellensuche im Ausland hätte vorbereiten müssen. Er hätte um die 
schwierigen Verhältnisse und die schlechte Infrastruktur, die ihn erwarten werden, wissen müs-
sen bzw. können. Somit hätte er entsprechende Vorkehrungen treffen müssen, damit er auch im 
Ausland genügende Arbeitsbemühungen tätigen kann. Zwar macht der Beschwerdeführer gel-
tend, er sei insbesondere nach der Kündigung seiner bisherigen Arbeitsstelle körperlich und psy-
chisch überlastet gewesen. Da jedoch kein ärztliches Zeugnis in den Akten liegt, welches diesen 
Gesundheitszustand bestätigen würde, befreit ihn dieser Umstand nicht von der Pflicht, die ent-
sprechenden Vorbereitungen für die zukünftige Stellensuche im Ausland zu treffen. 
 
5.4 Auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen zu keiner anderen Be-
urteilung führen. Wenn er geltend macht, er habe aufgrund seines Burn-outs nicht umgehend mit 
der intensiven Suche nach einer neuen Stelle beginnen können, ist dem entgegenzuhalten, dass, 
wie soeben erwähnt, kein ärztliches Zeugnis in den Akten liegt, welches dies bestätigen würde. 
Überdies hat die Beschwerdegegnerin dies insofern berücksichtigt, als sie den Beginn der Kon-
trollfrist auf den 3. Januar 2019 – den Zeitpunkt der Buchung des Rückflugs – gelegt hat. Der 
Beschwerdeführer führte selbst in seiner Einsprache vom 5. April 2019 aus, dass er, als eine 
gesundheitliche Besserung in Sicht war, einen Rückflug gebucht und sich unverzüglich um die 
Stellensuche bemüht habe. Die Rüge, wonach die geringe Zahl an Bewerbungen im Januar 2019 
damit zusammenhänge, dass er noch den Lebenslauf habe erstellen müssen, vermag ebenso 
wenig zu überzeugen, denn das Verfassen eines (neuen) Lebenslaufs vermag gültige Stellenbe-
werbungen nicht zu ersetzen (vgl. Urteil des EVG vom 25. April 2005, C 10/05, E. 2.3.1). 
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die Dauer der 
Einstellung bemisst sich einzig nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie be-
trägt nach Art. 45 Abs. 3 AVIV 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittel-
schwerem Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden. Bei der Festlegung der 
Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein 
relativ grosser Ermessensspielraum. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Kantonsgerichts bzw. deren präsidierende Person bei Präsidialentscheiden die an-
gefochtene Verfügung zwar auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen, sie greift jedoch bei 
der Beurteilung der durch die Vorinstanz angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit 
Zurückhaltung in deren Ermessensspielraum ein. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, 
durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4). 
 

 
 
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6.2 Bei der Beurteilung dieses Ermessens ist im Einzelfall der vom Staatssekretariat für Wirt-
schaft (Seco) als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der Arbeitslosenversicherung her-
ausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Gewährung einer möglichst einheit-
lichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 862). Für 
ungenügende Arbeitsbemühungen während einer zweimonatigen Kündigungsfrist sieht der Ein-
stellraster bei leichtem Verschulden eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 6 - 8 Ta-
gen vor (vgl. AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft [Seco], gültig ab 1. Januar 
2020 [AVIG-Praxis], Rz. D79 "Einstellraster" unter 1.A). 
 
6.3 Die Vorinstanz setzte die Dauer der Einstellung im Einspracheentscheid vom 28. Novem-
ber 2019 auf 3 Tage fest. Dabei ging sie von einem Mittelwert von 7 Einstelltagen aus und be-
rücksichtigte die ausreichenden Arbeitsbemühungen im Monat Februar 2019 mit 4 Tagen als ver-
schuldensmindernd. Wie bereits in Erwägung 6.1 hiervor dargelegt, stellt die Frage nach der 
Dauer der Einstellung nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Ermessensfrage dar. Eine 
kantonsgerichtliche Korrektur ist somit nur dort angebracht, wo die Vorinstanz das Ermessen 
rechtsfehlerhaft ausübte. Die verfügte Einstellungsdauer von 3 Tagen stellt keine rechtsfehler-
hafte Ermessensausübung dar, weshalb sie nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdegegnerin 
übte ihr Ermessen in Würdigung aller Umstände pflichtgemäss aus. Gegebenheiten, die eine ab-
weichende Ermessensausübung als näherliegend erscheinen lassen würden, sind nicht ersicht-
lich. Daran ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts, wonach es unangemessen 
sei, bei 9 von 10 Bewerbungen eine Einstelldauer von 3 Tagen zu verfügen. Dazu ist festzuhalten, 
dass die Vorinstanz gar den hiervor erwähnten Einstellraster unterschritten hat, welcher grund-
sätzlich für ungenügende Arbeitsbemühungen während einer zweimonatigen Kündigungsfrist 
eine Einstelldauer von 6 - 8 Tagen vorsieht. Es rechtfertigt sich auch nicht, aufgrund von Gering-
fügigkeit ganz von einer Einstellung abzusehen, wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde 
beantragt. 
 
7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung zu Recht erfolgte. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ist die von der 
Beschwerdegegnerin verfügte Festlegung der Einstellungsdauer auf 3 Tage nicht zu beanstan-
den. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. November 2019 ist zu bestätigen und die 
dagegen gerichtete Beschwerde abzuweisen. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.