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**Case Identifier:** de1bcc08-e138-50cb-8a73-717a84e37366
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 25.03.2021 UV 2020/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-51_2021-03-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.08.2021

Entscheiddatum: 25.03.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2021
Art. 6 ATSG, Art. 15 ff. UVG, Art. 23 Abs. 8 UVV. Vor dem Rückfall im Jahr 
2015 bezog der Beschwerdeführer einen höheren, als von der 
Beschwerdegegnerin angenommenen Lohn, weshalb die Taggeldhöhe 
entsprechend anzupassen ist. Im Übrigen Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf eingetreten werden kann (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. März 2021, UV 
2020/51).

Entscheid vom 25. März 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/51

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

Zustelladresse: B.___,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.

A.___ (nachfolgend: Versicherter) rutschte am 30. Juni 2008 bei der Arbeit als 

Polymechaniker Montage bei der C.___ AG auf einer Treppe aus und erlitt ein 

Supinationstrauma am oberen Sprunggelenk (OSG) links mit Ruptur der Ligamente 

fibulotalare anterior und fibulocalcaneare sowie eine Partialruptur des Ligamentum 

deltoideum links (Suva-act. 1, 7). Der Versicherte wurde konservativ behandelt und die 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte als obligatorischer 

Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen. Per 3. November 2008 wurden die 

(Taggeld-)Leistungen bei voller Arbeitsfähigkeit eingestellt (Suva-act. 18).

B.

Am 2. Juni 2015 liess der Versicherte, mittlerweile für die D.___ in einem Vollpensum 

tätig, melden, dass er am 27. Mai 2015 bei der Arbeit in E.___ seinen linken Fuss bei 

Bodenunebenheiten verstaucht habe (Suva-act. 43). Diagnostiziert wurde eine OSG-

Instabilisation links mit anterolateralem Impingement, eine Bone bruise der medialen 

Talusschulter und eine Läsion der Peroneus brevis-Sehne bei repetitiver OSG-

Distorsion links (Suva-act. 44-29). Die Suva anerkannte einen Rückfall zum Ereignis 

vom 30. Juni 2008 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Suva-act. 45). Am 25. 

September 2017 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. F.___, Facharzt für 

Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. Dieser 

bescheinigte dem Versicherten bei medizinischem Endzustand in adaptierter Tätigkeit 

(Gehen und Stehen bis zu drei Stunden täglich in Intervallen von 30 Minuten mit der 

Möglichkeit zum Hinsetzen zwischen den stehenden und gehenden Tätigkeiten sowie 

Hebe- und Trageleistung bis 25 Kilogramm seien zumutbar; nicht zumutbar seien das 

Gehen auf unebenem Gelände, repetitives Treppensteigen und das Arbeiten auf 

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Leitern) eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Mangels Überschreitens der 

Erheblichkeitsgrenze sei keine Integritätsentschädigung geschuldet (Suva-act. 166). Mit 

Verfügung vom 20. Dezember 2017 verneinte die Suva einen Rentenanspruch sowie 

einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Suva-act. 213). Auf die dagegen 

erhobene Einsprache wurde am 16. Mai 2018 mangels hinreichender Begründung nicht 

eingetreten (Suva-act. 215 ff., 223).

C.

Ende des Jahres 2018 liess der Versicherte einen Rückfall melden. Die Suva verneinte 

mit Schreiben vom 10. Dezember 2018 mangels Kausalzusammenhangs eine 

Leistungspflicht. Eine adaptierte Tätigkeit gemäss Zumutbarkeitsprofil sei nach wie vor 

zu 100 % zumutbar (Suva-act. 232).

D.

Ab dem 8. Mai 2019 begab sich der Versicherte aufgrund der Fussproblematik links 

wieder in fachärztliche Behandlung zu Dr. med. G.___, FMH Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates. Dieser empfahl nach durchgeführter 

MRI-Bildgebung des linken Rückfusses (Suva-act. 246) bei instabilem OSG links eine 

Operation (Suva-act. 247). Die Suva anerkannte einen Rückfall (Rückfallmeldung am 

18. Juli 2019; Suva-act. 259) und erteilte Kostengutsprache für die Operation (Suva-

act. 257, 271, 279, 320), welche am 25. November 2019 durchgeführt wurde (Suva-act. 

340).

E.  

Nachdem der Versicherte mehrmals die Höhe der Taggelder für den anerkannten 

Rückfall ab 27. Mai 2015 (vgl. dazu vorstehende lit. B) in Höhe von Fr. 149.80 moniert 

hatte und zu erkennen gab, dass er auch mit der Höhe der Taggelder im 

Zusammenhang mit dem Rückfall aus dem Jahr 2019 (Fr. 32.50) nicht einverstanden 

sei (vgl. unter anderem Suva-act. 239, 250, 275, 292, 295), verfügte die Suva diese 

Taggeldhöhen am 14. November 2019. Der erneute Taggeldanspruch bestehe erst ab 

Datum der geplanten Operation (Suva-act. 301).

E.a. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 9. Dezember 2019 Einsprache 

(Suva-act. 342). Am 17. Dezember 2019 teilte er der Suva mit, dass der höhere 

E.b. 

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F.  

Taggeldansatz beizubehalten und die Taggelder nicht erst ab der Operation, sondern 

bereits per Rückfallmeldedatum auszurichten seien (Suva-act. 347).

Zur Beurteilung der Fragen, ob sich das Zumutbarkeitsprofil seit der letzten 

Beurteilung im September 2017 durch Dr. F.___ verändert habe und wie lange nach der 

erfolgten Operation vom 25. November 2019 mit einer Arbeitsunfähigkeit gerechnet 

werden müsse, wurde der Fall Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, 

vorgelegt. Dieser kam mit Beurteilung vom 23. März 2020 zum Schluss, dass sowohl 

vor als auch nach dem operativen Eingriff am Zumutbarkeitsprofil festgehalten werden 

könne. Der stabile Status, auch den Verlaufsberichten entsprechend, sei 

erwartungsgemäss nach vier Monaten erreicht und dem Versicherten sei ab dann 

wieder eine Arbeitstätigkeit gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. F.___ zuzumuten 

(Suva-act. 391).

E.c. 

Am 24. März 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 392).E.d. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 24. März 2020 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingang beim Versicherungsgericht am 1. Juli 

2020 Beschwerde/Schadenersatzklage (act. G 1). Sinngemäss machte er folgende 

Ansprüche geltend: Schadenersatz in Höhe von Fr. 88'000.-- zzgl. Verzugszins, Ersatz 

der Behandlungskosten in Höhe von Fr. 30'000.-- zzgl. Verzugszins, Ersatz der 

Übersetzungskosten in Höhe von Fr. 2'500.-- zzgl. Verzugszins, Ersatz für entgangenen 

Verdienst seit 27. Mai 2015 in Höhe von Fr. 288'000.-- zzgl. Verzugszins und eine 

kapitalisierte Rente in Höhe von Fr. 500'000.-- zzgl. Verzugszins (act. G 1).

F.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2020 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde sowie die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 24. März 2020 (act. G 14). Dabei reichte 

sie eine kreisärztliche Beurteilung von Dr. H.___ vom 11. November 2020 ein (act. G 

14.1).

F.b. 

Mit Replik vom 8. Dezember 2020 (Eingang beim Versicherungsgericht am 22. 

Dezember 2020) hielt der Beschwerdeführer an seiner Beschwerde vollumfänglich fest 

(act. G 16).

F.c. 

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Erwägungen

1.

Der Beschwerdeführer erhielt am 26. Mai 2020 Kenntnis vom Einspracheentscheid vom 

24. März 2020 (Suva-act. 412). Am 18. Juni 2020 (Eingang beim Versicherungsgericht 

am 1. Juli 2020) reichte er Beschwerde ein (act. G 1). Die 30-tägige Frist wurde damit 

gewahrt und auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer umfassenden Duplik 

verzichtet und am Antrag auf Abweisung der Beschwerde festgehalten (act. G 18).

F.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

F.e. 

Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige 

Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. eines 

Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmen die Entscheide 

der Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise weiterziehbaren 

Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und 

somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Entscheid ergangen 

ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1).

2.1. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 24. März 2020 (Suva-act. 392). Diesem liegt die Verfügung 

vom 14. November 2019 zugrunde (Suva-act. 301). In diesen Entscheiden hat die 

Beschwerdegegnerin darüber befunden, dass der Taggeldanspruch im 

Zusammenhang mit dem Rückfall vom 27. Mai 2015 Fr. 149.80 und im Zusammenhang 

mit dem Rückfall im Jahr 2019 ab Operationszeitpunkt (25. November 2019) Fr. 32.50 

beträgt. Allein die Höhe der genannten Taggeldansprüche und der Zeitpunkt des 

Beginns des Taggeldanspruchs im Zusammenhang mit dem Rückfall im Jahr 2019 

bilden Anfechtungsgegenstand. Alle übrigen Rechtsbegehren des Beschwerdeführers – 

sinngemäss macht er insbesondere Schadenersatz-, Heilbehandlungs-, Renten- und 

Integritätsentschädigungsansprüche geltend – sind nicht Gegenstand des vorliegenden 

2.2. 

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3.

Der Beschwerdeführer bestreitet in der Beschwerde – zumindest sinngemäss – die 

Höhe der Taggelder im Zusammenhang mit dem Rückfall vom 27. Mai 2015 und im 

Zusammenhang mit dem Rückfall im Jahr 2019.

Prozesses, weshalb darauf in diesem Beschwerdeverfahren nicht einzutreten ist. Über 

einen Teil dieser Begehren hat die Beschwerdegegnerin im Übrigen am 10. Dezember 

2020 verfügt (act. G 19). Diesbezüglich stand dem Beschwerdeführer wieder die 

Einsprache offen.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalles oder daraus resultierenden 

Rückfällen (vgl. Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) 

voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat sie gestützt auf Art. 16 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Anspruch auf ein 

Taggeld, welches gemäss Art. 17 Abs. 1 UVG bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des 

versicherten Verdienstes beträgt und bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit entsprechend 

gekürzt wird. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er 

erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer 

Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG). Taggelder und Renten 

werden nach dem versicherten Verdienst bemessen (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als 

versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem 

Unfallereignis bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Nach Art. 15 Abs. 3 UVG erlässt 

der Bundesrat Bestimmungen über den versicherten Verdienst in Sonderfällen. 

Gestützt auf diese Delegation wird in Art. 23 Abs. 8 UVV geregelt, dass bei Rückfällen 

der unmittelbar zuvor bezogene Lohn, mindestens aber ein Tagesverdienst von 10 % 

des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes massgebend ist, 

ausgenommen bei Rentnern der Sozialversicherung. Erleiden temporär Angestellte, die 

eine regelmässige Erwerbstätigkeit auf der Basis eines Rahmen- und eines 

Einsatzvertrages ausüben, einen Unfall, so ist der im aktuellen Einsatzvertrag 

vereinbarte Lohn massgebend (Art. 23 Abs. 3  UVV; in Kraft seit 1. Januar 2017).

3.1. 

bis

Gestützt auf vorstehende Erwägung ist für die Höhe des Taggeldes entscheidend, 

von welchem (versicherten) Verdienst im Zeitpunkt der jeweiligen Rückfälle auszugehen 

ist.

3.2. 

Gemäss Art. 22 Abs. 2 UVV gilt als versicherter Verdienst der nach der 

Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn. Als massgebender Lohn gilt 

3.3. 

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jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit 

geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- und andere 

Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und 

Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen 

wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10], 

konkretisiert in Art. 7 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

[AHVV; SR 831.101]). Gemäss dem schriftlichen Einsatzvertrag vom 19. Januar 2015 

erzielte der Beschwerdeführer bei seiner letzten temporären Arbeitsstelle vor dem 

Rückfall vom 27. Mai 2015 bei der I.___ AG, vermittelt durch die D.___, im Jahr 2015 

einen Stundenlohn von Fr. 35.-- (Fr. 28.57 Grundlohn, Fr. 4.05 Feiertags- und 

Ferienentschädigung, Fr. 2.38 Anteil 13. Monatslohn; Suva-act. 199-3). Hinzu kommen 

Fr. 5.55 Schichtzulage pro Stunde (Suva-act. 179-1; gemäss Suva-act. 199-5 ff. hat der 

Beschwerdeführer Schichtarbeit auch tatsächlich geleistet, ausser am 21. Januar 

2015), womit ein Stundenlohn von Fr. 40.55 resultiert. Dies ergibt ein Jahreseinkommen 

und damit einen versicherten Verdienst von Fr. 79'716.-- ([Fr. 28.57 + Fr. 2.38 + Fr. 

5.55] x 42 Stunden x 52 Wochen; wird mit 52 Wochen gerechnet, ist die Feiertags- und 

Ferienentschädigung von Fr. 4.05 auszuklammern). Damit resultiert im Zusammenhang 

mit dem Rückfall aus dem Jahr 2015 ein Taggeldanspruch von aufgerundet Fr. 174.75 

(Fr. 79'716.-- : 365 x 0.8). Die Beschwerdegegnerin korrigierte das Taggeld von Fr. 

174.75 auf Fr. 149.80 (Suva-act. 196-1). Sie hat, auch wenn sich das aus den Akten 

nicht eindeutig ergibt, offenbar die Schichtzulagen nicht mehr berücksichtigen wollen. 

Es ist aber nicht ersichtlich, weshalb bei der vorliegenden Konstellation (Schichtarbeit 

wurde ohne Zweifel zumindest mündlich vereinbart und auch geleistet; Suva-act. 199-5 

ff.) die Schichtzulagen nicht als Lohnbestandteil zu qualifizieren wären. So wurden 

denn auch Beiträge darauf entrichtet (vgl. Suva-act. 179-3) und die Schichtzulage 

ausdrücklich als AHV-pflichtig deklariert (Suva-act. 179-1). In dem Sinne besteht 

vorliegend kein Anlass, die Schichtzulagen als nicht der Beitragspflicht unterliegende 

Unkostenentschädigungen nach Art. 9 AHVV zu qualifizieren und nicht zum 

massgebenden Lohn hinzuzurechnen (vgl. dazu auch Rz. 2002 der Wegleitung über 

den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML], download (admin.ch), 

eingesehen am 25. März 2021). Im Übrigen sind auch gemäss 

Arbeitslosenversicherungsrecht die Schichtzulagen, wenn die versicherte Person 

aufgrund ihrer Tätigkeit solche Zulagen normalerweise erhalten hat, dem 

massgebenden Lohn hinzuzurechnen (vgl. Weisungen / Kreisschreiben / AVIG-Praxis 

(arbeit.swiss), AVIG-Praxis ALE; eingesehen am 25. März 2021). Es wäre nicht 

sachgerecht, wenn dies bei der Arbeitslosenversicherung gelten sollte, 

unfallversicherungsrechtlich indes nicht. Entsprechend hat auch das Bundesgericht 

https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/6944/download
https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/publikationen/kreisschreiben---avig-praxis.html
https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/publikationen/kreisschreiben---avig-praxis.html

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4.

Letztlich ist strittig, ab wann im Zusammenhang mit dem Rückfall im Jahr 2019 von 

einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist und damit ein 

Taggeldanspruch besteht. Der Beschwerdeführer beantragt Taggelder seit dem 

Rückfall bzw. der Rückfallmeldung (Suva-act. 347; Behandlungsbeginn am 8. Mai 2019 

[Suva-act. 247], Rückfallmeldung am 18. Juli 2019 [Suva-act. 259]), die 

Beschwerdegegnerin gewährte solche ab dem Operationszeitpunkt (25. November 

2019). Davor habe keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Sie verweist bei ihrer 

Einschätzung insbesondere auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. H.___ vom 23. 

März 2020 (Sua-act. 391).

entschieden (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2010, 8C_316/2010, E. 4.3.2, 

und Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 25. November 2004, U 

182/04, E. 5.1, und vom 1. April 2003, U 292/01, E. 8). Daran ändert nichts, dass ab 

dem Jahr 2016 bei der I.___ AG kein Schichtbetrieb mehr herrschte (Suva-act. 179-1), 

nachdem für die Bemessung der Taggelder der unmittelbar vor dem Rückfall bezogene 

Lohn im Jahr 2015 gilt. Damit ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen und 

zur Berechnung und Auszahlung der Differenz an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

Vor dem Rückfall im Jahr 2019 erzielte der Beschwerdeführer keinen relevanten 

Verdienst, welcher für die Taggeldberechnung herangezogen werden könnte. Dies 

soweit ersichtlich auch nicht im Ausland, wobei Gegenteiliges nicht geltend gemacht 

wird. Damit ist für die Berechnung des Taggeldes mindestens von einem 

Tagesverdienst von 10 % des Höchstbetrags des versicherten Tagesverdienstes 

auszugehen (vgl. Art. 23 Abs. 8 UVV). Dieser Höchstbetrag ist auf Fr. 406.-- pro Tag 

festgelegt (Art. 22 Abs. 1 UVV). Der Taggeldanspruch im Zusammenhang mit dem 

Rückfall im Jahr 2019 beträgt damit – wie von der Beschwerdegegnerin berechnet – 

aufgerundet Fr. 32.50 (Fr. 406.-- : 10 x 0.8). Die Beschwerde ist in diesem Punkt 

abzuweisen.

3.4. 

Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

4.1. 

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nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne 

Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch 

strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf 

Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).

Dr. F.___ bescheinigte dem Beschwerdeführer mit Beurteilung vom 25. September 

2017 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (Gehen und Stehen bis zu 

drei Stunden täglich in Intervallen von 30 Minuten mit der Möglichkeit zum Hinsetzen 

zwischen den stehenden und gehenden Tätigkeiten sowie Hebe- und Trageleistung bis 

25 Kilogramm, ohne Gehen auf unebenem Gelände, repetitives Treppensteigen und 

Arbeiten auf Leitern; Suva-act. 166). Mangels rentenrelevanten Invaliditätsgrads bzw. 

relevanter Erwerbseinbusse verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 20. 

Dezember 2017 einen Rentenanspruch (Suva-act. 213). Diese Verfügung wurde 

rechtskräftig (vgl. dazu Suva-act. 215 ff., 223). Insgesamt ist eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit beweisrechtlich hinreichend erstellt (vgl. 

analog Art. 6 Satz 2 ATSG). Zu prüfen ist im Folgenden, ob diese Leistungsfähigkeit bis 

zur Operation am 25. November 2019 Bestand hatte (Suva-act. 340). Diesfalls 

bestünde mangels Arbeitsunfähigkeit seit dem Behandlungsbeginn am 8. Mai 2019 

bzw. der Rückfallmeldung vom 18. Juli 2019 bis zur Operation kein Anspruch auf 

Taggelder.

4.2. 

Zur Beantwortung der Arbeitsfähigkeit im vorgenannten Zeitraum wurde Dr. H.___ 

um eine Beurteilung ersucht. Dieser legte am 23. März 2020 dar, dass die chronische 

Beschwerdesymptomatik und Bewegungseinschränkung im oberen Sprunggelenk und 

die im aktuellen Verlaufs-MRI (16. Mai 2019) dargestellten Befunde den vorbekannten 

strukturellen Schädigungen entsprechen würden, welche bereits der Beurteilung von 

4.3. 

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5.  

Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 24. März 2020 betreffend 

Taggeldhöhe im Zusammenhang mit dem Rückfall vom 27. Mai 2015 aufzuheben und 

die Sache zur Berechnung und Auszahlung der Differenz an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen (vgl. E. 3.3). Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen (vgl. E. 3.4 

und 4.4), soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 2.2). Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das 

vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). Eine 

Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG fällt ausser Betracht, nachdem der 

Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten ist.

Dr. F.___ zugrunde gelegen hätten. Entsprechend sei diesbezüglich keine namhafte 

Veränderung eingetreten, welche zusätzliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

begründen würde. Dafür sprechen auch der im wesentlichen altersentsprechende, 

konventionelle stationäre präoperative Röntgenbefund vom 8. Mai 2019 mit einem 

weiterhin kongruenten Gelenk ohne wesentliche Arthrosezeichen und der klinisch 

stabile Verlaufsbefund mit einer insgesamt guten, wenn auch endgradig schmerzhaft 

eingeschränkten Bewegung des oberen Sprunggelenks bei einer freien subtalaren 

Beweglichkeit (Suva-act. 319-3 f.).

Die Beurteilung von Dr. H.___ erging in umfassender Würdigung der aktuellen 

Untersuchungsergebnisse und der ergangenen medizinischen Aktenlage. Insbesondere 

verglich er die klinischen und bildgebenden Befunde (Suva-act. 163), auf welchen die 

Beurteilung von Dr. F.___ beruhte, mit der aktuellen Situation, welche sich im MRI vom 

16. Mai 2019 (Suva-act. 246) sowie in den Berichten des behandelnden Facharztes Dr. 

G.___ zeigte (Suva-act. 246 f., 316). Medizinisch nachvollziehbar gelangte er in 

Beachtung des Gesagten zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer bis zur elektiven 

Operation weiterhin eine vollzeitige Tätigkeit gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. 

F.___ zumutbar sei. Geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Beurteilung von Dr. H.___ sind nicht erkennbar, weshalb darauf abzustellen ist. Wie die 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid (Suva-act. 392-8) ausführt, ändert daran 

nichts, dass dem Beschwerdeführer von Dr. G.___ bereits ab dem 8. Mai 2019 eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird (Suva-act. 307, 378). Diese ist weder 

begründet noch ist angegeben, auf welche Tätigkeit diese Bescheinigung zielt. Damit 

ist eine relevante Arbeitsunfähigkeit, welche einen Taggeldanspruch begründet, erst ab 

dem Operationstag (25. November 2019) rechtsgenüglich bewiesen und die 

Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/11

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St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 24. März 

2020 betreffend Taggeldhöhe im Zusammenhang mit dem Rückfall vom 27. Mai 2015 

aufgehoben und die Sache zur Berechnung und Auszahlung der Differenz im Sinne der 

Erwägung 3.3 an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die 

Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird, abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2021
	Art. 6 ATSG, Art. 15 ff. UVG, Art. 23 Abs. 8 UVV. Vor dem Rückfall im Jahr 2015 bezog der Beschwerdeführer einen höheren, als von der Beschwerdegegnerin angenommenen Lohn, weshalb die Taggeldhöhe entsprechend anzupassen ist. Im Übrigen Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. März 2021, UV 2020/51).

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		2024-05-26T23:04:47+0200
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