# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7f818ec-8e6a-5fc3-9df0-0dba5d0642e4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.12.2023 100 2022 281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-281_2023-12-12.pdf

## Full Text

100.2022.281U
STE/TST/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Dezember 2023

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiber Tschumi

Erbengemeinschaft …, bestehend aus:
1. A.________
2. B.________
3. C.________
alle vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwältin …
Beschwerdeführende

gegen

Einwohnergemeinde Büren an der Aare
Bauverwaltung, Kreuzgasse 32, Postfach 161, 3294 Büren an der Aare
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

betreffend Baupolizei; Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
bezüglich Strassenanschluss (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion 
des Kantons Bern vom 4. August 2022; BVD 120/2022/19)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.12.2023, Nr. 100.2022.281U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist als Mitglied der Erbengemeinschaft des A.________ 
Gesamteigentümer der Parzelle Büren an der Aare Gbbl. Nr. 1________. 
Am 27. Juli 2020 verweigerte die Einwohnergemeinde (EG) Büren an der 
Aare ihm die (nachträgliche) Baubewilligung für den westlichen Stras-
senanschluss und ordnete unter dem Titel «Auflage der Bewilligungs-
behörde» an, es sei bis zum 31. Dezember 2020 mit einer niedrigen Ab-
schlussmauer oder einem fest installierten Zaun sicherzustellen, dass auf 
der Westseite der Liegenschaft nicht mit Fahrzeugen von der Kantons-
strasse (D.________strasse) auf die Parzelle gefahren werden könne. Auf 
eine Beschwerde gegen diese Verfügung trat die Bau- und Verkehrsdirektion 
des Kantons Bern (BVD) wegen Verspätung nicht ein (BVD 110/2020/162 
vom 18.11.2020). Das Verwaltungsgericht wies die dagegen erhobene Be-
schwerde ab (VGE 2020/463 vom 21.10.2020). Mit Wiederherstellungsver-
fügung vom 9. März 2022 verpflichtete die EG Büren an der Aare 
A.________, bis zum 30. Juni 2022 baulich (mit einer niedrigen Abschluss-
mauer oder einem fest installierten Zaun) sicherzustellen, dass auf der West-
seite der Liegenschaft nicht mit Fahrzeugen von der Kantonsstrasse auf die 
Parzelle Gbbl. Nr. 1________ gefahren werden kann.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________, in Vertretung der Mitglieder der 
Erbengemeinschaft, am 7. April 2022 (Postaufgabe: 8. April 2022) 
Beschwerde bei der BVD; die verbesserte Beschwerde (unterzeichnet von 
allen Mitgliedern der Erbengemeinschaft) ging am 3. Mai 2022 bei der BVD 
ein. Mit Entscheid vom 4. August 2022 wies die BVD die Beschwerde ab.

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C.

Dagegen haben die Mitglieder der Erbengemeinschaft, nunmehr anwaltlich 
vertreten, am 5. September 2022 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. 
Sie beantragen, der Entscheid der BVD vom 4. August 2022 sowie die Wie-
derherstellungsverfügung der Gemeinde vom 9. März 2022 seien aufzuhe-
ben. Eventuell sei die Sache an die Gemeinde zur Neubeurteilung zurück-
zuweisen. Die Kosten für die Verfahren vor den Vorinstanzen seien der Ge-
meinde bzw. dem Kanton aufzuerlegen.

Die EG Büren an der Aare erläutert mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 
2022, aus welchen Gründen sie ihre Verfügung vom 9. März 2022 für recht-
mässig hält. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 22. September 
2022 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und 
Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerde ist – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen, neben dem Entscheid der 
BVD vom 4. August 2022 sei auch die Verfügung der EG Büren an der Aare 
vom 9. März 2022 aufzuheben (vorne Bst. C). Insofern übersehen sie, dass 
der Entscheid der BVD an die Stelle der Verfügung der Gemeinde getreten 

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ist (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. statt vieler BVR 2022 S. 515 
E. 1.7). Soweit die Beschwerdeführenden auch die Aufhebung der Verfü-
gung der Gemeinde vom 9. März 2022 beantragen, ist daher nicht auf die 
Beschwerde einzutreten (vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26 
i.V.m. Art. 72 N. 18, Art. 84 N. 19).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Soweit die Beschwerdeführenden vor Verwaltungsgericht neu die Zuständig-
keit der Gemeinde für die Anordnung von Wiederherstellungsmassnahmen 
bestreiten, weil es sich bei der D.________strasse um eine Kantonsstrasse 
handle und das Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) die Baupolizei auf dem 
Gebiet der Strassen ausübe, kann ihnen nicht gefolgt werden. Umstritten ist 
nicht eine bauliche Massnahme an der Kantonsstrasse, sondern ein Stras-
senanschluss der Parzelle der Beschwerdeführenden. Wohl hatte die Ge-
meinde im Baubewilligungsverfahren dafür die Zustimmung des TBA einzu-
holen (Art. 85 des Strassengesetzes vom 4. Juni 2008 [SG; BSG 732.11]; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, 
Art. 7/8 N. 18). Das ändert aber nichts daran, dass sie für den umstrittenen 
Strassenanschluss die zuständige Baubewilligungs- und – im Fall wider-
rechtlichen Bauens – Baupolizeibehörde ist (Art. 45 f. BauG; vgl. Zaugg/
Ludwig, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 45-52, N. 4).

3.

Die Beschwerdeführenden machen weiter verschiedene Gehörsverletzun-
gen geltend.

3.1 Zunächst rügen sie, die Gemeinde habe die Wiederherstellungsver-
fügung vom 9. März 2022 lediglich an den Beschwerdeführer gerichtet und 
die Beschwerdeführerinnen, die ebenfalls Eigentümerinnen der betreffenden 

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Parzelle seien, zu Unrecht nicht ins Verfahren einbezogen, geschweige denn 
über die Wiederherstellungsverfügung informiert. Dadurch habe die Ge-
meinde eine schwerwiegende Gehörsverletzung begangen, weshalb die 
Wiederherstellungsverfügung nichtig sei (Beschwerde Ziff. III/2 und 3). 

3.1.1 Es trifft zu, dass die Gemeinde nicht nur den Beschwerdeführer, son-
dern auch die Beschwerdeführerinnen am Wiederherstellungsverfahren 
hätte beteiligen sollen, da die Parzelle Büren an der Aare Gbbl. 
Nr. 1________ im Eigentum der Erbengemeinschaft und damit im 
Gesamteigentum aller Beschwerdeführenden steht (vgl. Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 46 N. 12a). Anders als die Beschwerdeführenden meinen, ist 
jedoch eine Wiederherstellungsverfügung, die sich zu Unrecht nur an 
einzelne Mitglieder einer Mit- oder Gesamthandschaft richtet, gemäss der 
Rechtsprechung nicht als rechtswidrig oder gar nichtig zu betrachten; zwar 
bedarf es in einem solchen Fall einer weiteren Verfügung gegen die übrigen 
Mitglieder, damit die Wiederherstellung gegebenenfalls mit Zwang vollstreckt 
werden kann (BGE 107 Ia 19 E. 2b; BGer 1A.121/2005 vom 28.11.2005 
E. 3.2; VGE 2015/269 vom 19.5.2016 E. 2.2). Zur Vermeidung von 
Leerläufen ist es nach der Praxis des Verwaltungsgerichts aber auch 
zulässig, die noch nicht am Verfahren beteiligten Grundeigentümerinnen und 
Grundeigentümer (erst) im Rechtsmittelverfahren als Hauptpartei in das 
Verfahren einzubeziehen, sofern ihnen dadurch keine wesentlichen 
Nachteile entstehen (BVR 2008 S. 261 E. 3.4.1 f. mit zahlreichen Hinweisen; 
vgl. auch Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 12). 

3.1.2 Obschon ihnen die Wiederherstellungsverfügung vom 9. März 2022 
unbestrittenermassen nicht eröffnet wurde, haben die Beschwerdeführerin-
nen offensichtlich Kenntnis von ihr erlangt und fristgerecht Beschwerde 
dagegen erhoben (vorne Bst. B). Sie haben folglich als Hauptpartei am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen und die BVD hat ihre Einwände um-
fassend geprüft. Somit haben die Beschwerdeführerinnen aus der angebli-
chen Gehörsverletzung im erstinstanzlichen Verfahren, die sie vor der Vor-
instanz im Übrigen nicht gerügt haben, keine wesentlichen Nachteile erfah-
ren. Die Rüge erweist sich als unbegründet.

3.2 Weiter habe die Gemeinde ihren Anspruch auf rechtliches Gehör ver-
letzt, weil die Wiederherstellungsverfügung keine Begründung enthalte (Be-

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schwerde Ziff. III/1). Vor der Vorinstanz haben die Beschwerdeführenden 
diese Rüge nicht erhoben, weshalb sich der angefochtene Entscheid auch 
nicht dazu äussert. Während die Gemeinde in ihrer Wiederherstellungsver-
fügung ausführte, eine «ausreichende Begründung zur Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustandes» sei dem Bauabschlag zu entnehmen, macht 
sie vor Verwaltungsgericht geltend, sie habe gestützt auf Art. 52 Abs. 2 Bst. c 
VRPG auf eine Begründung verzichten dürfen.

3.2.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 21 ff. VRPG 
sowie Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 
der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) ergibt sich unter ande-
rem die Verpflichtung der (Rechtsmittel-)Behörde, ihren Entscheid zu be-
gründen (vgl. auch Art. 72 Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG), wobei 
sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken kann 
und Selbstverständliches aus Gründen der Verfahrensökonomie nicht näher 
dargelegt werden muss (BGE 146 II 335 E. 5.1; BVR 2022 S. 51 E. 2.3, 2021 
S. 285 E. 3.4.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum ber-
nischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 28 ff., Art. 52 N. 6 ff.). Die Begrün-
dung kann auch Verweise enthalten wie z.B. auf eine frühere Verfügung oder 
einen Amtsbericht (vgl. BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Michel Daum, a.a.O., 
Art. 21 N. 31, Art. 52 N. 6). Sodann können die Verwaltungsbehörden ge-
mäss Art. 52 Abs. 2 Bst. c VRPG ganz auf eine Begründung verzichten, 
wenn sich diese ohne Weiteres aus den Begleitumständen ergibt 
(VGE 2009/384 vom 26.4.2010 E. 4.1) oder die Verfahrensbeteiligten nicht 
auf eine solche angewiesen sind, um die Tragweite des Verwaltungsakts und 
die Prozessaussichten dagegen abschätzen zu können (Michel Daum, 
a.a.O., Art. 52 N. 20). 

3.2.2 Es trifft zu, dass die Gemeinde für die Begründung ihrer Wiederher-
stellungsverfügung bloss auf den Bauabschlag für den zweiten Strassenan-
schluss verwiesen und ausgeführt hat, die Baubewilligungsbehörde sei unter 
diesen Umständen gehalten, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-
stands anzuordnen (vgl. Verfügung vom 9. März 2022 Ziff. 1, unpag. Akten 
Gemeinde 3C). In jener Verfügung vom 27. Juli 2020 hatte sie – nebst dem 
Bauabschlag – unter dem Titel «Auflage der Bewilligungsbehörde» die Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustands schon einmal angeordnet (vgl. 

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vorne Bst. A), allerdings ebenfalls nicht eigens begründet (vgl. Gesamtent-
scheid vom 27. Juli 2020, unpag. Akten Gemeinde).

3.2.3 Die Anordnung, innert angemessener Frist den rechtmässigen Zu-
stand wiederherzustellen, stellt die gesetzlich vorgesehene Konsequenz wi-
derrechtlichen Bauens dar (Art. 46 BauG; hinten E. 4.1). Den Beschwerde-
führer konnte es daher nicht überraschen, dass er mit der baupolizeilichen 
Verfügung vom 9. März 2022 (erneut) zur Wiederherstellung des rechtmäs-
sigen Zustands angehalten worden ist, nachdem der Bauabschlag für den 
zweiten Strassenanschluss rechtskräftig entschieden war und er die darin 
enthaltene Auflage nicht umgesetzt hatte. Zudem hat die Gemeinde dem Be-
schwerdeführer vor Erlass der Wiederherstellungsverfügung einen Entwurf 
der Verfügung zur Stellungnahme zugestellt. Der Beschwerdeführer hat sich 
nicht vernehmen lassen, keine Einwände gegen die in Aussicht genommene 
Massnahme erhoben und auch keine Begründung verlangt. In der Be-
schwerde an die BVD haben die Beschwerdeführenden die angebliche Ge-
hörsverletzung auch nicht gerügt. Die Vorinstanz hat die Bestätigung der 
Wiederherstellungsanordnung ihrerseits ausreichend begründet. Eine allfäl-
lige Gehörsverletzung wäre damit geheilt worden (statt vieler BVR 2021 
S. 285 E. 3.4.3, 2012 S. 152 E. 2.3.2). Anders als die Beschwerdeführenden 
meinen, bestand für die BVD auch kein Grund, eine allfällige Heilung im an-
gefochtenen Entscheid kostenmässig zu berücksichtigen, hatten sie die an-
gebliche Gehörsverletzung vor der Vorinstanz doch gar nicht gerügt.

3.3 Die Beschwerdeführenden machen sodann geltend, die Vorinstanz 
habe zu Unrecht nicht geprüft, ob der Strassenanschluss baubewilligungs-
pflichtig und -fähig wäre (Beschwerde Ziff. III/4), und sie sei mit keinem Wort 
auf die geltend gemachte Besitzstandsgarantie eingegangen (Beschwerde 
Ziff. III/3). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, lagen diese Fragen 
ausserhalb des Streitgegenstands (angefochtener Entscheid E. 1d); darüber 
ist mit dem Teilbauabschlag vom 27. Juli 2020 rechtskräftig entschieden 
worden (sog. «abgeurteilte Sache» oder «res iudicata»; Art. 46 Abs. 2 Bst. b 
Satz 3 BauG; vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 15). Die BVD hat sich 
deshalb zu Recht nicht mit der angeblichen Rechtmässigkeit des westlichen 
Strassenanschlusses befasst. Folglich ist eine Gehörsverletzung auch inso-
fern zu verneinen.

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4.

Streitig ist schliesslich, ob die angeordnete Wiederherstellungsmassnahme 
rechtmässig ist.

4.1 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung 
einer solchen ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten 
Vorhabens Vorschriften missachtet, so setzt die Baupolizeibehörde der je-
weiligen Grundeigentümerin oder dem jeweiligen Grundeigentümer eine an-
gemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter 
Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die Wieder-
herstellung des rechtmässigen Zustands bedeutet in der Regel eine Eigen-
tumsbeschränkung und ist deshalb nur zulässig, wenn sie im öffentlichen 
Interesse liegt, verhältnismässig ist und den Vertrauensgrundsatz nicht ver-
letzt, was von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 47 Abs. 6 des Dekrets vom 
22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, 
BewD; BSG 725.1]; statt vieler BVR 2020 S. 380 E. 2.1; Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 46 N. 9). Sie kann unterbleiben, wenn die verantwortliche Person 
in gutem Glauben angenommen hat, sie sei zur Bauausführung ermächtigt, 
sofern der Beibehaltung des unrechtmässigen Zustands nicht schwerwie-
gende öffentliche Interessen entgegenstehen, ebenso, wenn die Abwei-
chung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht 
im öffentlichen Interesse liegt (statt vieler BGE 132 II 21 E. 6; BVR 2003 
S. 97 E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b).

4.2 Die Beschwerdeführenden bestreiten, dass ein öffentliches Interesse 
an der Wiederherstellung besteht (Beschwerde Ziff. III/5). – Zu Unrecht: Das 
TBA hat den westlichen Strassenanschluss abgelehnt, weil aus Gründen der 
Verkehrssicherheit gemäss Art. 85 SG in der Regel kein Anspruch auf einen 
zweiten Anschluss bestehe und auf der Ostseite der Parzelle bereits ein sehr 
grosszügiger Strassenanschluss an die Kantonsstrasse vorhanden sei. Der 
westliche Anschluss stelle unter diesen Umständen eine zusätzliche, nicht 
zwingend nötige Gefahrenquelle für den Verkehr auf der Kantonsstrasse dar 
und sei somit unzulässig (Bericht vom 25.2.2020; unpag. Akten Gemeinde 
3C). Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, von dieser plausiblen Beur-

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teilung der Fachbehörde abzuweichen bzw. daran zu zweifeln, dass der um-
strittene zusätzliche Strassenanschluss dem öffentlichen Interesse an mög-
lichst grosser Verkehrssicherheit widerspricht (zum Beweiswert von Fachbe-
richten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hin-
weisen; Michel Daum, a.a.O., Art. 19 N. 38). Die Behauptung der Beschwer-
deführenden, dass der zweite Strassenanschluss der Verkehrssicherheit 
nicht abträglich sei, sondern «gar eine klare Verbesserung» biete, überzeugt 
dagegen nicht. Wie die Vorinstanzen im Teilbauabschlag vom 27. Juli 2020 
(Ziff. IV/7) sowie im angefochtenen Entscheid (E. 2c) bereits ausgeführt ha-
ben, leuchtet im Gegenteil vielmehr ein, dass jeder neue Strassenanschluss 
die Verkehrssituation unübersichtlicher werden lässt und die Verkehrssicher-
heit damit beeinträchtigt. Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, als es 
sich bei der D.________strasse um eine relativ stark befahrene Durchgangs-
strasse handelt. Bei dieser Sachlage ist ein öffentliches Interesse an der 
Wiederstellungsmassnahme ohne Weiteres gegeben. 

4.3 Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, sie hätten entgegen 
der Annahme der Vorinstanz stets gutgläubig gehandelt. Zur Begründung 
machen sie im Wesentlichen geltend, sie hätten nicht gewusst, dass die Er-
stellung des westlichen Strassenanschlusses bewilligungspflichtig gewesen 
sei, da dieser seit jeher bestanden habe. Die noch heute sichtbare Absen-
kung des Trottoirs vor dem Strassenanschluss sei bereits 1968 erstellt wor-
den, weshalb sie davon überzeugt seien, dass die Zufahrt schon vorhanden 
war, als ihr Vater das Grundstück im Jahr 1974 erworben habe. Da ihnen 
zudem aus persönlicher Erfahrung bekannt sei, dass der Anschluss bis min-
destens 1984 rege benutzt worden sei, hätten sie gutgläubig annehmen dür-
fen, dass die Zufahrt rechtmässig bewilligt worden und auch heute noch 
rechtsgültig sowie gesetzeskonform sei, zumal die Anschlussbewilligung we-
der ihrem Vater noch ihnen selber jemals entzogen worden sei. Anders als 
die Vorinstanz meine, sei diese Bewilligung auch nicht einfach so aufgrund 
einer allfälligen zwischenzeitlichen Nutzungsaufgabe dahingefallen oder 
durch den Teilbauabschlag vom 27. Juli 2020 ausser Kraft gesetzt worden. 
Weil die Entfernung eines niedrigen Zauns im Übrigen keiner Baubewilligung 
bedürfe, könne dem Beschwerdeführer nicht vorgeworfen werden, dass er 
den westlichen Strassenanschluss ohne vorgängiges Nachfragen bei der 
Gemeinde erstellt habe (Beschwerde Ziff. III/4 und III/6). – Diese Einwände 

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überzeugen ebenfalls nicht: Eine Bewilligung für den westlichen Strassenan-
schluss des Vaters der Beschwerdeführenden ist nicht aktenkundig. Wie die 
BVD zutreffend ausgeführt hat, bestand 1974 auch keine Zufahrt und selbst 
wenn früher einmal eine Zufahrt vorhanden gewesen wäre, wäre diese of-
fenbar während mehrerer Jahrzehnte nicht mehr benutzt und damit aufge-
geben worden. Inwiefern die Absenkung des Trottoirs daran etwas ändern 
könnte, ist für das Verwaltungsgericht nicht ersichtlich. Abgesehen davon 
mag es zwar richtig sein, dass der Abbruch eines niedrigen Zauns gemäss 
Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD grundsätzlich keiner Baubewilligung bedarf. Das 
ändert aber nichts daran, dass der neue Strassenanschluss, der durch den 
Abbruch der Mauer geöffnet wurde, einer entsprechenden Bewilligung be-
durft hätte. Das BauG hält in Art. 1a Abs. 2 BauG denn auch ausdrücklich 
fest, dass die Befreiung von der Baubewilligungspflicht nicht von der Einho-
lung anderer Bewilligungen entbindet. Hätte der Beschwerdeführer die Sorg-
falt walten lassen, die von Bauwilligen erwartet werden darf, hätte er sich um 
diese Bewilligung gekümmert. 

4.4 Schliesslich ist der Vorinstanz ebenso darin zuzustimmen, dass die 
umstrittene Wiederherstellungsanordnung verhältnismässig ist: Anders als 
die Beschwerdeführenden meinen (Beschwerde Ziff. III/7), kann zum einen 
nicht ernsthaft bestritten werden, dass die verlangte Absperrung geeignet ist, 
die Verkehrssicherheit zu verbessern, indem sie verhindert, dass weiterhin 
Fahrzeuge über den westlichen Strassenanschluss ein- und ausfahren. Ent-
gegen ihrer Auffassung liegt zudem keineswegs nur eine unbedeutende Ab-
weichung vom Erlaubten vor und sind die Voraussetzungen für einen aus-
nahmsweisen Wiederherstellungsverzicht wegen Geringfügigkeit im vorlie-
genden Fall klar nicht erfüllt. Ausserdem fallen die Kosten für die Wiederher-
stellungsmassnahmen sowie allfällige nutzlos gewordene Investitionen bei 
der Verhältnismässigkeitsprüfung kaum je entscheidend ins Gewicht, wenn 
sich eine Bauherrschaft – wie hier – nicht auf Gutgläubigkeit berufen kann 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c mit zahlreichen Hinweisen auf die 
Rechtsprechung). Die von den Beschwerdeführenden geltend gemachten 
Investitionen von Fr. 30'000.-- sprechen daher von vornherein nicht gegen 
die Zumutbarkeit der angeordneten Wiederstellungsmassnahme. Die Be-
schwerdeführenden wussten zudem gestützt auf den Bauentscheid der Ge-
meinde, dass der zusätzliche Strassenanschluss nicht bewilligt war. Wenn 

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sie die gleichzeitig bewilligte befestigte Fläche trotzdem ausgeführt haben 
und nun nicht als Parkplatz nutzen können, haben sie sich die betreffende 
Nutzlosigkeit von Investitionen selber zuzuschreiben. Damit ist die Vor-
instanz im angefochtenen Entscheid (E. 2c) zu Recht zum Schluss gelangt, 
dass das gewichtige öffentliche Interesse an einer verkehrssicheren Strasse 
die Interessen der Beschwerdeführenden an einem zweiten Strassenan-
schluss überwiegt. 

5.

5.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich 
unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Das Verwal-
tungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 
des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehör-
den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

5.2 Die von der Vorinstanz angesetzte Frist zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands ist während des verwaltungsgerichtlichen Verfah-
rens abgelaufen. Es ist daher eine neue Wiederherstellungsfrist anzusetzen.

5.3 Bei diesem Verfahrensausgang haben die unterliegenden Beschwer-
deführenden die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wird auf den 
31. März 2024 festgesetzt. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- entnom-
men. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird den Beschwerdeführenden 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.