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**Case Identifier:** 7e382623-af26-5351-b668-6111741470ba
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2015 200 2013 956
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-956_2015-08-18.pdf

## Full Text

200 13 956 IV
KNB/COC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. August 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/13/956, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 31. März 2003 unter Hinweis auf Rücken- und Hüftpro-
bleme bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen 
durch. Dabei veranlasste sie insbesondere eine bidisziplinäre Begutach-
tung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie FMH (Gutachten vom 29. September 2006; AB 29]), und Dr. med. 
D.________, Facharzt für Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin 
FMH (Gutachten vom 28. November 2006; AB 31). Zudem liess sie einen 
Abklärungsbericht Haushalt erstellen (AB 34). Gestützt auf die Ergebnisse 
der getätigten Erhebungen sprach die IVB mit Verfügung vom 6. November 
2007 (AB 39) bei einem in Anwendung der gemischten Methode (90% Er-
werbstätigkeit und 10% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
95% rückwirkend ab Februar 2003 eine ganze IV-Rente zu. 

Anlässlich einer im Jahr 2008 eingeleiteten Revision von Amtes wegen 
(AB 43) führte die IVB weitere medizinische Erhebungen durch. Dabei fand 
insbesondere eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung durch Dr. med. 
C.________ statt (Gutachten vom 29. April 2009; AB 50). Daraufhin wurde 
mit Mitteilung vom 6. Mai 2009 (AB 51) die Weiterausrichtung der laufen-
den ganzen IV-Rente (IV-Grad 95%) bestätigt. 

B.

Im Rahmen einer im Jahr 2011 eingeleiteten Revision von Amtes wegen 
berichtete die Versicherte über einen eher verschlechterten Gesundheits-
zustand (AB 60 S. 2 Ziff. 1.1). Daraufhin veranlasste die IVB insbesondere 
eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Gutachten vom 21. Mai 2013; 
AB 71.1). Im weiteren Verlauf stellte sie mit Vorbescheid vom 11. Juli 2013 

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(AB 72) bei einem in Anwendung der gemischten Methode (90% Erwerbs-
tätigkeit und 10% Haushalt) ermittelten IV-Grad von 0% die Aufhebung der 
ganzen IV-Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden 
Monats in Aussicht. Mit diesem Vorbescheid zeigte sich die Versicherte 
nicht einverstanden (AB 77). Am 27. September 2013 (AB 81) verfügte die 
IVB wie im Vorbescheid angekündigt und hob die bisher ausgerichtete 
ganze IV-Rente auf Ende des folgenden Monats (Ende Oktober 2013) auf. 
Einer allfälligen gegen diesen Entscheid gerichteten Beschwerde entzog 
sie gleichzeitig die aufschiebende Wirkung (S. 3).

C.

Hiergegen liess die Versicherte am 29. Oktober 2013 Beschwerde erheben 
und folgende Anträge stellen:

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zur 
fachkundigen Abklärung des Krankheitsverlaufs und IV-Grades 
an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
Eventualbegehren:
3. Es sei eine polydisziplinäre Untersuchung unter Beizug von 

Neurologen, Rheumatologen und Orthopäden anzuordnen.
4. Es sei eine praktische Abklärung in einem mehrwöchigen Ar-

beitstraining (z.B. bei GEWA, Zollikofen) und/oder eine erneute 
Haushaltsabklärung anzuordnen.

5. Der Beschwerdeführerin sei weiterhin eine ganze, eventuell ei-
ne reduzierte IV-Rente zuzusprechen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 4. November 2014 wies der Instruktionsrichter das Ge-
such um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

Am 11. August 2015 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 

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Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. September 2013 
(AB 81). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdefüh-
rerin und dabei insbesondere die revisionsweise Aufhebung der bisher 
ausgerichteten ganzen IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

Vorab wird in der Beschwerde (S. 7 f. Art. 5) eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin habe sich in der 
angefochten Verfügung nicht mit den im Vorbescheidverfahren erhobenen 
Einwänden und insbesondere nicht mit der Einschätzung von Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Bericht 
vom 16. August 2013 (AB 77 S. 4 ff.) auseinandergesetzt. 

Ob die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör tatsächlich verletzt hat, 
kann vorliegend offen bleiben, weil die Sache ohnehin an die Beschwerde-
gegnerin zu weiteren Abklärungen zurückgewiesen werden muss (vgl. 
E. 4.5 und 4.6 hiernach).

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

3.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad in 
beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 
E. 2a S. 150).

3.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.5 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 

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und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 
dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur 
Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetre-
ten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 
IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1). 

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

4.

4.1 Vorab ist zu prüfen, ob zwischen der Mitteilung vom 6. Mai 2009 
(AB 51) – anlässlich welcher die letzte materielle Überprüfung des Renten-
anspruchs stattfand (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 
S. 135 E. 3.1.2) – und der hier angefochtenen Verfügung vom 27. Septem-
ber 2013 (AB 81) eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Renten-
anspruch zu beeinflussen (vgl. E. 3.5 hiervor).

4.2 Der Mitteilung vom 6. Mai 2009 (AB 51) lagen insbesondere folgen-
de Gutachten zugrunde: 

4.2.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 29. September 2006 (AB 29) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit genera-
lisierter Angststörung (ICD-10 F41.1) bei mittelschwerer reaktiver Depres-
sion (ICD-10 F32.11), eine dissoziative Störung (Konversionsstörung) mit 
Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (ICD-10 F44.6), eine akzentuierte 
Persönlichkeit mit passiv-abhängigen, aggressions-gehemmten und ängst-

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lich-vermeidenden Anteilen (ICD-10 Z73.1), verdrängte emotionale Konflik-
te bei kollusiver Paarbeziehung (ICD-10 Z63) und sozio-kulturelle Integrati-
onsprobleme (ICD-10 Z73.5; S. 14 f. Ziff. 4). Den Schmerzen, die über-
zeichnet im Verhältnis zum körperlichen Schaden erlebt würden, komme 
eine besondere Symptomfunktion zu. Die bestehenden Ängste seien mit 
dem Schmerz vergleichbare Konversionssymptome, hier aber auf der see-
lischen Erlebnisebene. Das dissoziative Erleben (die Beschwerdeführerin 
spüre zeitweise ihr rechtes Bein nicht mehr) stelle eine Steigerungsform 
der konversionsneurotischen Symptomatik dar. Die vorhandene depressive 
Entwicklung könne als eine Reaktion auf die ständige Überforderungssitua-
tion (infolge der Schmerzen, Angst und dissoziativen Erlebnisse) im Sinne 
eines Erschöpfungssyndroms verstanden werden. Der mittelschwere Aus-
prägungsgrad sei als gravierend anzusehen (S. 15 lit. B). Aufgrund des 
Schmerzzustandes könne die Beschwerdeführerin den bisherigen berufli-
chen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Die depressive Entwicklung 
führe zu einer Abnahme der Belastbarkeit, einer Beeinträchtigung der Kon-
zentration, der Aufmerksamkeit und des Durchhaltevermögens. Sie vermö-
ge den depressionsbedingt stark reduzierten Antrieb kaum zu steigern re-
sp. die Antriebshemmung zu überwinden (S. 18 lit. C Ziff. 2). Die Arbeits-
fähigkeit sei in allen Erwerbsbereichen vollständig aufgehoben (S. 19 f. 
Ziff. 3 und 10). 

Aus somatischer Sicht diagnostizierte Dr. med. D.________ im Gutachten 
vom 28. November 2006 (AB 31) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
lumbosakrale und inguinale Schmerzen rechts mit/bei femoro-azetabu-
lärem Impingement der rechten Hüfte, chronifiziertem therapieresistentem 
lumbospondylogenem Schmerzsyndrom infolge Diskopathie L4/5 medianer 
subligamentärer Diskushernie L5/S1 ohne Neurokompression und leicht-
gradiger muskulärer Dysbalance des Beckengürtels (S. 12 Ziff. 4.1). Es 
bestünden tief lumbale Rückenschmerzen, Schmerzen in der rechten lum-
bosakralen Region und Schmerzen am rechten Hüftgelenk. Die Hüftge-
lenkschmerzen könnten auf ein nachgewiesenes femoro-azetabuläres 
Schmerzsyndrom zurückgeführt werden; dies bis heute ohne irgendwelche 
Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks aber mit belastungsinduzierten 
Schmerzen im Ausbreitungsgebiet des Hüftgelenk-Schmerzmusters. Die 
tief-lumbalen Rückenschmerzen seien funktionell-mechanischer Genese 

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ohne grobe strukturelle Pathologie, welche für diese Schmerzen verant-
wortlich gemacht werden könnten. Die geringfügige Diskopathie L4/5 mit 
einer nicht kompressiv wirkenden medianen Diskusprotrusion sei kein al-
tersunüblicher Befund. Möglicherweise bestehe eine leichtgradige muskulä-
re Haltungsinsuffizienz, welche die reduzierte Leistungstoleranz der Funkti-
onseinheit Lendenwirbelsäule-Beckengürtel erklären könnte (S. 16 
Ziff. 6.1). Weiter führte der Gutachter aus, die bisherige Tätigkeit als … sei 
nicht mehr möglich. Einerseits wegen den anhaltenden und therapieresis-
tenten Beeinträchtigungen auf der psychisch-geistigen Ebene, andererseits 
partiell bedingt durch die Beschwerden am Bewegungsapparat (Funktions-
einheit Lendenwirbelsäule – Beckengürtel rechtsbetont). Aus rein somati-
scher Sicht bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine zumutbare Restarbeits-
fähigkeit von 4 Stunden pro Tag. Dies in der Annahme, dass lediglich 50% 
der Arbeitstätigkeiten als mechanisch belastend zu gelten hätten (S. 17 
Ziff. 6.4). Eine angepassten Tätigkeit (ohne längere Gehstrecken, mit der 
Möglichkeit die Arbeitsposition zu verändern, unter Einhaltung einfacher 
Prinzipien der Rückendisziplin) sei während 8 Stunden am Tag ohne Leis-
tungseinschränkung zumutbar (S. 18 f. Ziff. 6.10, 6.12, 6.13).

4.2.2 Im (Verlaufs-)Gutachten vom 29. April 2009 (AB 50) bestätigte 
Dr. med. C.________ seine im Gutachten vom 29. September 2006 gestell-
ten Diagnosen (S. 5 Ziff. 4). Die aktuelle psychiatrische Untersuchung habe 
gegenüber der Vorbegutachtung keine bedeutsamen Veränderungen aus-
gewiesen. Das Zustandsbild habe sich weder im zeitlichen Verlauf noch 
aufgrund der stationären Rehabilitationsbehandlung im positiven Sinn ver-
ändert. Die vor allem psychisch bedingten Einschränkungen der Leistungs-
fähigkeit seien gleich geblieben. Es handele sich um einen chronifizierten, 
therapeutisch nicht mehr angehbaren Verlauf (S. 6 Ziff. 2). Sowohl in der 
angestammten Tätigkeit wie auch in allen anderen Erwerbsbereichen be-
stehe weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 8 f. Ziff. 3, 10).

4.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 27. September 2013 
(AB 81) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

4.3.1 Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht vom 22. Januar 
2012 (AB 61) eine chronische mittelgradige bis schwere depressive Episo-
de, eine gemischte Angststörung, chronifizierte inguinale/gluteale Schmer-

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zen rechts sowie Bauchschmerzen. Der Zustand habe sich trotz der Be-
handlung seit 2002 kaum verändert. Neben der Depression und den Angst-
symptomen bestünden auch kognitive Störungen (Konzentration, Aufmerk-
samkeit; S. 1). Somatisch bestünden seit Jahren starke Beinschmerzen. 
Die Beschwerdeführerin gehe am Stock (S. 3). Seit 2002 bestehe als … 
und als Hausfrau eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).

4.3.2 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Gutachten vom 21. Mai 
2013 (AB 71.1) eine Angst- und depressive Störung, gemischt (ICD-10 
F41.2), bei depressiver Störung (ICD-10 F32/33) und generalisierter Angst-
störung (ICD-10 F41.1), beides gegenwärtig remittiert, eine Neurasthenie 
(ICD-10 F48.0) bei somatoformer Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und dis-
soziativer Sensibilitäts- und Empfindungsstörung (ICD-10 F44.6), beides 
gegenwärtig remittiert, sowie akzentuierte (passiv-abhängig, unsicher-
gehemmt, ängstlich-vermeidend, emotional expressiv, narzisstisch) Per-
sönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1; S. 15 Ziff. 1.5). Im Vordergrund stehe ein 
ängstlich-niedergeschlagenes Syndrom mit körperlichen Missempfindun-
gen bei einer narzisstisch-emotional expressiven Grundhaltung. Die Be-
schwerdeführerin fühle sich wenig belastbar, entwickele Erwartungsängste, 
empfinde sich antriebs- und motivationsschwach (S. 25 Ziff. 3.1 f.). Weiter 
führte der Gutachter an, eine depressive Episode könne aktuell nicht 
(mehr) attestiert werden. Insbesondere fehlten objektiv die Eingangskriteri-
en „Antriebsstörung" und „schwere Affektstörung". Die ängstlich-depressive 
Verstimmung begründe alleine nicht ausreichend eine depressive Episode 
gemäss ICD-10 F32/F33 (S. 19). Auch eine generalisierte Angststörung sei 
nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als eigenständiger Ge-
sundheitsschaden abgrenzbar. Die Kriterien würden fast vollständig rein 
subjektiv beschrieben. Auch die somatoforme Schmerzstörung sei remit-
tiert. Das Schmerzsyndrom (S. 20) stehe weder subjektiv noch objektiv im 
Zentrum der Beschwerden. Die Schmerzen seien überwindbar. Eine hart-
näckige Forderung nach medizinischen Untersuchungen fehle vollständig. 
Ferner liege keine dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung mehr 
vor. Die hierfür ursprünglich genannten Empfindungsstörungen im Bereich 
der rechten unteren Extremität seien weder dort noch in anderen Körperre-
gionen vorhanden (S. 21). Zusammenfassend begründeten die gemischte 
Angst- und depressive Störung und die Neurasthenie keine relevante län-

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gerfristige Arbeitsunfähigkeit. Im Vergleich zu den Einschätzungen der 
Dres. med. C.________ und F.________ sei von einer wesentlichen Ver-
besserung auszugehen (S. 23). Sowohl die angestammte wie auch jede 
andere Tätigkeit sei ohne Leistungsminderung ganztags zumutbar. Eine 
Einschränkung der Zumutbarkeit einer Willensanstrengung zur Überwin-
dung der v.a. rein subjektiven Defizite sei nicht zu begründen. Hingegen 
seien vielfältige psychosoziale Faktoren und eine Verdeutlichungstendenz 
bekannt, die weit überwiegend die anlässlich der aktuellen Untersuchung 
erkennbare grosse Diskrepanz zwischen der subjektiv wahrgenommenen 
und der objektivierbaren Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin erklär-
ten (S. 26 ff. Ziff. 3.4, 3.5, 3.10, 3.15). 

4.3.3 Dr. med. F.________ nahm am 16. August 2013 zum Gutachten 
von Dr. med. E.________ vom 21. Mai 2013 Stellung (AB 77 S. 4 ff.). Ob-
schon die Beschwerdeführerin seit Jahren nicht in der Lage sei, den Haus-
halt zu führen, komme der Gutachter zum Schluss, Konzentration und 
Aufmerksamkeit seien vollständig intakt (S. 5 Ziff. 2). Ferner leide die Be-
schwerdeführerin anhaltend an allen drei typischen Grundsymptomen der 
Depression (gedrückte Stimmung, Interessenverlust/Freudlosigkeit, An-
triebsverminderung). Von den weiteren sieben häufigen Symptomen 
gemäss ICD-10 lägen sechs vor, was für eine schwere Depression spre-
che. Zudem brauche sie seit Jahren Antidepressiva. Die Diagnose der so-
matoformen Schmerzstörung werde vom Gutachter bestritten, dies obwohl 
die Beschwerdeführerin ihre Schmerzen auf einer Schmerzskala bei 8 von 
10 einordne. Hinsichtlich der Angststörung werde das Problem bagatelli-
siert. Die Beschwerdeführerin verlasse das Haus wegen ihrer Angst oft 
tagelang nicht und fühle sich unter Menschen eingeengt. Es bestünden 
Ängste, welche eine „ängstlich-depressive Verstimmung“ bei weitem über-
schritten (S. 6). Die Diagnosen „Angst und depressive Störung gemischt" 
sei eine Verniedlichung und Bagatellisierung des Problems. Es bestehe seit 
Jahren eine mittelschwere bis schwere Depression und eine Angststörung 
(S. 7).

4.3.4 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), am 4. September 2013 zum Gesundheitszustand 

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der Beschwerdeführerin Stellung (AB 80). Dr. med. F.________ gewichte 
die Klagen der Beschwerdeführerin anders als Dr. med. E.________. Ein 
weiteres Gutachten würde wenig Neues ergeben ausser einer weiteren 
Einschätzung. Eine polydisziplinäre Abklärung sei nicht notwendig, da es 
keine objektiven Befunde gäbe (S. 2). 

4.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.5 In der angefochtenen Verfügung (AB 81) hat sich die Beschwerde-
gegnerin massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. E.________ vom 
21. Mai 2013 (AB 71.1) gestützt, in welchem der Gutachter von einer we-
sentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes ausging und sowohl 
die angestammte wie auch jede andere Tätigkeit (aus psychiatrischer 
Sicht) als ganztags zumutbar erachtete (S. 23 und S. 26 ff. Ziff. 3.4, 3.5, 
3.10, 3.15).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/13/956, Seite 13

Ob das besagte Gutachten die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderun-
gen (vgl. E. 4.4 hiervor) erfüllt, kann vorliegend offen bleiben. Selbst wenn 
die Anforderungen erfüllt wären und eine freie Prüfung des Rentenan-
spruchs vorgenommen würde, braucht es für eine umfassende Würdigung 
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin – entsprechend der 
Auffassung in der Beschwerde (S. 6 Art. 4 lit. c) – zusätzlich eine aktuelle 
Einschätzung zu den (allfälligen) somatischen Einschränkungen der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit. Denn entgegen der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin (AB 81 S. 2 unten) und der RAD-Psychiaterin (AB 80 
S. 2) geht aus den vorliegenden Akten durchaus hervor, dass bei der Be-
schwerdeführerin auch somatische Befunde bestehen oder zumindest be-
standen haben, die es erneut abzuklären gilt. So hat insbesondere die im 
Rahmen der rentenzusprechenden Verfügung vom 6. November 2007 
(AB 39) durchgeführte bidisziplinäre Begutachtung – neben psychiatrischen 
auch – somatische Einschränkungen des Gesundheitszustandes ergeben 
(lumbosakrale und inguinale Schmerzen rechts; AB 31 S. 12 Ziff. 4.1), wel-
che sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Dr. med. D.________ erachte-
te im Gutachten vom 28. November 2006 aus rein somatischer Sicht die 
bisherige Tätigkeit (noch) zu 4 Stunden, eine angepasste zu 8 Stunden am 
Tag zumutbar (AB 31 S. 18 f. Ziff. 6.10, 6.12, 6.13). Ob diese Einschätzung 
weiterhin Gültigkeit hat oder ob bezüglich des somatischen Gesundheits-
zustandes eine Veränderung eingetreten ist, geht aus den vorliegenden 
Akten nicht hervor. Diesbezüglich erweist sich der Sachverhalt als ungenü-
gend abgeklärt. 

4.6 Unter diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende 
Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden. Die Beschwerde ist deshalb gutzu-
heissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sach-
verhalt erneut und umfassend gutachterlich (orthopädisch/neurologisch/
psychiatrisch) abklären lasse. Ob bei der polydisziplinären Begutachtung 
allenfalls noch weitere Fachrichtungen beizuziehen sind, kann offen bleiben 
und wird von den beauftragten Gutachtern zu entscheiden sein. Dabei wer-
den sich die begutachtenden Ärzte detailliert zur Frage zu äussern haben, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/13/956, Seite 14

ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Mitteilung 
vom 6. Mai 2009 (AB 51) verbessert hat. Bejahendenfalls werden sie zum 
(aktuellen) Zumutbarkeitsprofil und zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit wie auch in einer allfäl-
lig geeigneteren Verweisungstätigkeit Stellung zu nehmen haben. Schliess-
lich werden auch die Einschränkungen im Haushalt im Rahmen eines 
Haushaltsberichts erneut abzuklären sein. Anschliessend hat die Be-
schwerdegegnerin über den Rentenanspruch ab der Verfügung vom 
27. September 2013 im Lichte des Entscheids des Bundesgerichts vom 
3. Juni 2015, 9C_492/2014, neu zu befinden. Soweit sich kein (ordentli-
cher) Revisionsgrund finden liesse, bliebe die Prüfung, ob allenfalls die 
Voraussetzungen für eine revisionsweise Aufhebung der Rente nach den 
Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision erfüllt sind.

4.7 Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente oder 
eine Hilflosenentschädigung revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben 
wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug bei 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen grundsätzlich – unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchlichen 
Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Ver-
waltung – auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis 
zum Erlass der neuen Verfügung an (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 
S. 112 E. 3.1).

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/13/956, Seite 15

schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Fürsprecher 
B.________ vom 5. November 2014 wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 2‘849.90 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Diesen Be-
trag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 27. September 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘849.90 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
-  Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

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Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.