# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76a6306d-c359-55cc-b6aa-6492b30d1fa5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 30.08.2018 ZK1 2016 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-55_2018-08-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 30. August 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 55 12. Februar 2019

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Lenz

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann 
Just, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 1. Oktober 2015, mitgeteilt am 4. 
Februar 2016, in Sachen der Y._____, Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechts-
anwältin lic. iur. Elisabeth Blumer, Quaderstrasse 5, Postfach 44, 7001 Chur, gegen 
den Berufungskläger,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____ (in der Folge: Ehefrau), geboren am _____ 1979 in O.1_____, 
Staatsangehörige von L.1_____, und X._____ (in der Folge: Ehemann), geboren am 
_____ 1987, von O.2_____, haben am _____ 2009 vor dem Zivilstandsamt 
O.3_____ geheiratet. Aus der Ehe ist das Kind A._____, geboren am _____ 2011, 
hervorgegangen. Die Ehefrau ist zudem die Mutter von B._____, geboren am_____ 
2009. 

B. Auf Veranlassung der Ehefrau und gestützt auf eine von den Parteien am 1./9. 
Juli 2011 unterzeichnete Trennungsvereinbarung erliess der Einzelrichter am Be-
zirksgericht Hinterrhein am 18. Juli 2011 folgenden Eheschutzentscheid:

1. Y._____ und X._____ sind berechtigt, getrennt zu leben. Die Trennung 
erfolgte per 1. Juli 2011.

2. Die eheliche Wohnung an der _____strasse 10, O.4_____, wird für die 
Dauer des Getrenntlebens Y._____ und dem gemeinsamen Kind 
A._____ zugeteilt. X._____ wird berechtigt, seine persönlichen Effekten 
und weitere Effekten sowie weitere Gegenstände nach separater Verein-
barung für sich für die Einrichtung seiner eigenen Wohnung mit sich zu 
nehmen. 

3. Die Obhut über A._____, geboren am _____ 2011, wird für die Dauer des 
Getrenntlebens der Mutter zugeteilt.

4. X._____ ist berechtigt, A._____ jeweils am ersten und dritten Wochenen-
de eines jeden Monats am Samstag von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich 
auf Besuch zu nehmen. Zudem hat X._____ das Rechts, mit seinem 
Kind, sobald es das Alter zulässt, maximal drei Wochen Ferien pro Jahr 
zu verbringen. Betreffend die Feiertage wie Auffahrt, Ostern, Pfingsten 
und Weihnachten sowie die Geburtstage des Kindes sprechen sich die 
Eheleute vorgängig ab und achten auf eine ausgewogene Verteilung und 
auf die Interessen des Kindes. 

5. X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ und A._____ für 
die Dauer des Getrenntlebens mit Wirkung ab dem 1. Juli 2011 im Voraus 
monatlich insgesamt CHF 2'775.00 (für das gemeinsame Kind CHF 
500.00 zuzüglich CHF 275.00 Kinderzulage, für die Ehefrau CHF 
2'000.00) zu leisten. 

X._____ wird verpflichtet, weiterhin den Mietzins für die eheliche Woh-
nung in Anrechnung an die Unterhaltszahlungen zu bezahlen, mit diesen 
zu verrechnen und somit Y._____ den Differenzbetrag zu überweisen.

C. Am 31. Oktober 2013 gelangten die Parteien mit einem gemeinsamen Schei-
dungsbegehren an das Bezirksgericht Hinterrhein. 

D. Nachdem hinsichtlich der Nebenfolgen keine Einigung erzielt werden konnte, 
erfolgte mit Verfügung vom 18. Juni 2014 der Wechsel ins kontradiktorische Verfah-
ren, mit Zuweisung der Klägerrolle an die Ehefrau. Verfügungsgemäss reichten die 

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Parteien am 18. August 2014 (Ehefrau) und am 30. September 2014 (Ehemann) ihre 
begründeten Anträge wie folgt ein:

Rechtsbegehren Ehefrau:
1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden. 

2. Der gemeinsame Sohn A._____, geb. _____ 2011, sei unter die alleinige 
elterliche Sorge und Obhut der Klägerin zu stellen. 

3. Es sei das Besuchs- und Ferienrecht festzulegen. 

4. Der Beklagte sei zu verpflichten, einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für 
den Sohn in der Höhe von Fr. 850.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher und 
vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. 

5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlichen Unter-
haltsbeitrag von Fr. 1'600.00 bis zum 31. Juli 2021 und ab 1. August 2021 
bis 31. Juli 2027 Fr. 800.00 zu bezahlen. 

6. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei vorzunehmen.

7. Die Teilung der beruflichen Vorsorge sei gemäss Gesetz vorzunehmen. 

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% MwSt. zu Lasten des 
Beklagten.

Rechtsbegehren Ehemann:
1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden. 

2. Der gemeinsame Sohn A._____, geb. ____ 2011, sei unter die Obhut der 
Klägerin zu stellen. 

3. Es sei das Besuchs- und Ferienrecht festzulegen. 

4. Der Beklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt des Sohnes A._____ 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 750.00 zuzüg-
lich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. 

5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlichen Unter-
haltsbeitrag von CHF 1'600.00 bis 31. Juli 2015 zu bezahlen. 

6. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei vorzunehmen.

7 Die Verteilung der beruflichen Vorsorge sei gemäss Gesetz vorzuneh-
men. 

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% MwSt zu Lasten der 
Klägerin.

E.a. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Hinterrhein vom 
1. Oktober 2015 hat die Ehefrau ihr Rechtsbegehren in Bezug auf die elterliche Sor-
ge wie folgt geändert: 

2. Der gemeinsame Sohn A._____, geb. _____ 2011, sei unter die gemein-
same elterliche Sorge der Eltern zu stellen. Die Obhut ist der Klägerin zu-
zuteilen.

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E.b. Der Ehemann beantragte an der Hauptverhandlung vom 1. Oktober 2015, der 
"Antrag auf Zusprechung von nachehelichen Unterhaltsbeiträgen über die Dauer der 
Trennung sei abzuweisen" (vgl. Plädoyernotizen des berufungsbeklagtischen 
Rechtsvertreters in RG act. VI.4 Rechtsbegehren Nr. 5). In seiner Begründung kon-
kretisierte er sodann, dass "eine Begrenzung des nachehelichen Unterhalts bis im 
Sommer 2015 angemessen" erscheine (vgl. RG act. VI.4 S. 11). 

F. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2015, mitgeteilt am 4. Februar 2016, hat das 
Bezirksgericht Hinterrhein Folgendes erkannt: 

1. (Scheidungspunkt)

2. X._____ ist verpflichtet, Y._____ folgenden nachehelichen Unterhalt 
gemäss Art. 125 ZGB, zahlbar monatlich vorschüssig je auf den ersten 
Arbeitstag eines jeden Monats, zu leisten:

– CHF 1'600.00 ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis Ende 
Juli 2021

– CHF 800.00 ab dem 01. August 2021 bis Ende Juli 2027.

3. a.Der gemeinsame Sohn der Parteien, A._____, geboren am _____ 2011, 
wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen. 

    b.A._____ steht unter der alleinigen elterlichen Obhut der Mutter. 

    c. Allfällige Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-
Renten fallen ab 2015 vollumfänglich der Mutter zu. Es ist Sache der Par-
teien die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung zu informie-
ren.

    d.X._____ ist berechtigt: 

– A._____ jedes 2. Wochenende von Freitag, 19.00 Uhr - Sonntag, 
19.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen;

– mit A._____ 4 Wochen pro Jahr Ferien während den Schulferien zu 
verbringen;

– mit A._____ neben dem vorstehenden Besuchs- und Ferienrecht je-
weils die Hälfte der Feiertage und der Geburtstage von A._____ zu 
verbringen.

Es obliegt dem Vater, im Rahmen der Ausübung seines Besuchs- und 
Ferienrechts A._____ bei der Mutter abzuholen und zu ihr zurück zu brin-
gen. 

Im Übrigen bleiben die Parteien frei, Ausmass und Modalitäten das Be-
suchs- und Ferienrechts im gegenseitigen Einvernehmen anders zu 
handhaben. 

    e.X._____ ist verpflichtet, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils an den Un-
terhalt seines Sohnes A._____ CHF 850.00 zuzüglich allfällige gesetzli-
che und/oder vertragliche Kinder- respektive Ausbildungszulagen, soweit 
und solange er solche bezieht, zu bezahlen. Die Unterhaltspflicht gilt bis 
zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung, allenfalls auch über 
die Volljährigkeit hinaus. Vorbehalten bleibt ein Anspruch nach Massgabe 
von Art. 286 Abs. 3 ZGB. Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Vor-

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aus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats an die Mutter zahlbar. Die 
Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das 
Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenü-
ber dem Vater stellt beziehungsweise keinen anderen Zahlungsempfän-
ger bezeichnet.

4. (Indexierung)

5. (Pensionskasse)

6. Die Parteien sind güterrechtlich bereits vollständig auseinandergesetzt. 

7. a.Die Gerichtskosten von CHF 6'000.00 (inklusive Kosten der Beweis-
führung) gehen zu ¼ (CHF 1'500.00) zu Lasten von Y._____ und zu ¾ 
(CHF 4'500.00) zu Lasten von X._____. Sie werden aufgrund der beiden 
Parteien gewährten unentgeltlichen Rechtspflege – unter Vorbehalt von 
Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden auf die Gerichtskas-
se genommen.

    b.X._____ ist verpflichtet, Y._____ eine reduzierte Parteientschädigung von 
CHF 4'000.00 zu bezahlen. 

    c. (Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Ehefrau)

    d. (Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters des Ehemannes)

8. (Rechtsmittelbelehrungen)

9. (Mitteilung).

G.a. Gegen diesen Entscheid erhob der Ehemann (nachfolgend Berufungskläger) 
mit Eingabe vom 7. März 2016 Berufung mit den folgenden Anträgen:

1. Es seien Ziffer 2. und Ziffer 7. des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 1. Oktober 2015 aufzuheben.

2. Der von der Klägerin geforderte Unterhaltsbeitrag sei abzuweisen. 

3. Eventuell sei X._____ zu verpflichten, an den Unterhalt von Y._____ ei-
nen bis Ende Juli 2021 befristeten Unterhaltsbeitrag von CHF 921.00 zu 
leisten. 

4. Subeventuell sei X._____ zu verpflichten, an den Unterhalt von Y._____ 
einen bis Ende Juli 2021 befristeten Unterhaltsbeitrag von CHF 1'175.30 
zu bezahlen. 

5. Die Klägerin und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten die erstinstanzli-
chen Gerichtskosten sowie eine ausseramtliche Entschädigung für das 
erstinstanzliche Gerichtsverfahren in der Höhe von Fr. 8'096.55 zu bezah-
len.

6. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MWSt 
für das Berufungsverfahren vor Kantonsgericht von Graubünden zu Las-
ten der Berufungsbeklagten.

G.b. Gleichentags ersuchte der Berufungskläger das Kantonsgericht von Graubün-
den (nachfolgend Kantonsgericht) um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung und Rechtsverbeiständung. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 14. April 
2016 (ZK1 16 51) wurde sein Gesuch gutgeheissen und ihm mit Wirkung ab Ge-

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suchseinreichung die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erteilt und 
Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just zum Rechtsvertreter ernannt.

H.a. Mit Berufungsantwort vom 11. April 2016 beantragte die Ehefrau (nachfolgend 
Berufungsbeklagte) die kostenfällige Abweisung der Berufung. 

H.b. Mit Gesuch gleichen Tages ersuchte die Berufungsbeklagte das Kantonsge-
richt um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, und zwar rückwirkend ab 14. 
März 2016. Mit Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden vom 14. April 2016 
(ZK1 16 73) wurde ihr Gesuch gutgeheissen und ihr mit Wirkung ab Gesuchseinrei-
chung die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erteilt und Rechtsanwältin lic. 
iur. Elisabeth Blumer zur Rechtsvertreterin ernannt.

I. In seiner Stellungnahme zu den Noven in der Berufungsantwort vom 29. April 
2016 hat der Berufungskläger seine Rechtsbegehren gemäss Berufung bestätigt. Mit 
Schreiben vom 12. Mai 2016 hat die Berufungsbeklagte auf Bemerkungen zur Ein-
gabe des Berufungsklägers vom 29. April 2016 verzichtet.

J. Mit Schreiben vom 6. September 2018 reichte lic. iur. HSG Hermann Just sei-
ne Honorarnote betreffend das Berufungsverfahren ein. Der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts teilte ihm am 10. September 2018 mit, dass das Kan-
tonsgericht seinen Entscheid am 30. August 2018 gefällt habe und dass zu diesem 
Zeitpunkt auch die mit Verfügung vom 14. April 2016 (ZK1 16 51) angesetzte Frist für 
die Einreichung der Kostennote längst abgelaufen sei.

K. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid, die Ausführungen der 
Rechtsvertreter in den Rechtsschriften sowie die vorinstanzlichen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein (ab 1. Januar 
2017 Regionalgericht Viamala) handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endent-
scheid, welcher mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). 
Nachdem in casu alle nicht vermögensrechtlichen Begehren des Scheidungsverfah-
rens rechtskräftig erledigt wurden und im Berufungsverfahren lediglich noch die Un-
terhaltspflicht des Ehemannes gegenüber seiner Ehefrau strittig ist, liegt eine rein 
vermögensrechtliche Angelegenheit vor (vgl. BGE 116 II 493). In vermögensrechtli-
chen Angelegenheiten ist eine Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt 
aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10’000.00 beträgt (Art. 308 

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Abs. 2 ZPO). Massgebend ist dabei nicht der Streitwert, welcher sich anhand der 
Berufungsanträge der Parteien und dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. Ab-
zustellen ist vielmehr auf den Betrag, welcher nach den Begehren der Parteien bei 
Erlass des erstinstanzlichen Urteils, d.h. in casu des Scheidungsurteils, noch streitig 
war (vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 9 zu Art. 308 ZPO; Pe-
ter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 39 f. 
zu Art. 308 ZPO). Der Streitwert bemisst sich somit nach dem, was der Kläger fordert 
und der Beklagte zu erbringen sich weigert oder trotz Anerkennung seiner Schuld-
pflicht nicht leistet (vgl. Matthias Stein-Wigger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 91 ZPO). Bei ungewisser oder 
unbeschränkter Dauer einer Leistung ist zur Ermittlung des Streitwerts auf den zwan-
zigfachen Betrag der einjährigen Leistung abzustellen (Art. 92 Abs. 2 ZPO).

Vorliegend beantragte die Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren für sich 
einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'600.00 bis zum 31. Juli 2021 und ab 1. August 
2021 bis 31. Juli 2027 einen solchen von monatlich CHF 800.00. Der Berufungsklä-
ger beantragte vor der Vorinstanz, er sei zu verpflichten, der Ehefrau einen monatli-
chen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'600.00 bis 31. Juli 2015 zu bezahlen. Zu dem 
nach Art. 308 Abs. 2 ZPO massgeblichen Zeitpunkt lag somit eine monatlich wieder-
kehrende Summe in Höhe von CHF 1'600.00 bzw. CHF 800.00 im Streit. Mit Blick 
auf die unbestimmte Dauer der Trennung und entsprechender Anrechnung des 
zwanzigfachen Betrags der einjährigen Leistung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 ZPO ist 
die Streitwertgrenze gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO demnach offensichtlich erreicht.

1.2. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die 
Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbu-
ches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 
173.100]).

1.3. Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochte-
nen Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich 
und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der vorinstanzliche Ent-
scheid vom 1. Oktober 2015 wurde den Parteien am 4. Februar 2016 in begründeter 
Form mitgeteilt und ist dem berufungsklägerischen Rechtsvertreter am 5. Februar 

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2016 zugegangen. Unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO, wonach die 
Frist, fällt ihr letzter Tag auf einen Samstag, Sonntag oder einen Feiertag, am nächs-
ten Werktag endet, wurde die dagegen erhobene Berufung vom 7. März 2016 fristge-
recht eingereicht. Überdies entspricht sie auch den Formerfordernissen, weshalb 
darauf einzutreten ist.

2.1. Streitgegenstand bildet vorliegend der nacheheliche Unterhalt, wofür gestützt 
auf Art. 277 Abs. 1 ZPO die Verhandlungsmaxime zur Anwendung gelangt. Folge-
richtig soll auch die Dispositionsmaxime Anwendung finden, da es sich um vermö-
gensrechtliche Nebenfolgen handelt (Ivo Schwander, in: Gehri/Jent-
Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 2 zu Art. 277 
ZPO; Dominik Gasser/Brigitte Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurz-
kommentar, 2. Aufl., Zürich 2014, N 1 zu Art. 277 ZPO). 

2.2. Die Zulässigkeit des Vorbringens von neuen Tatsachen und/oder Beweismit-
teln hat die Berufungsinstanz grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen. Dieser 
Grundsatz erfährt jedoch im Bereich der Verhandlungsmaxime eine Relativierung, da 
dort die explizite Zustimmung der Gegenpartei hinsichtlich der Zulassung und Be-
gründetheit des Novums beachtlich ist. Bei expliziter Zustimmung der Gegenpartei zu 
Zulässigkeit und Begründetheit des Novums muss daher die Berufungsinstanz ein 
Novum auch dann berücksichtigen, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 
ZPO nicht erfüllt sind. Fehlt es an einer derartigen expliziten Zustimmung der Ge-
genpartei zu Zulässigkeit und Begründetheit des Novums, so ist danach zu differen-
zieren, ob es sich um ein unzulässiges oder um ein zulässiges Novum handelt (Peter 
Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 26 zu 
Art. 317 ZPO). Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismit-
tel im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorge-
bracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon 
vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (317 Abs. 1 lit. b ZPO). Diese Noven-
beschränkung gilt in erster Linie für Verfahren, welche nur noch eine der Verhand-
lungsmaxime unterliegende Nebenfolge der Ehescheidung zum Gegenstand haben. 
Umfasst werden sowohl echte als auch unechte neue Vorbringen (sog. Noven). Bei 
den echten Noven handelt es sich um für den Prozess bedeutsame Tatsachen, die 
erst nach dem Ende der Hauptverhandlung bzw. nach der Urteilsberatung des erstin-
stanzlichen Verfahrens entstanden sind (Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 56 zu Art. 317 ZPO). Unechte Noven 
sind Tatsachen, die sich vor der Hauptverhandlung bzw. vor der Urteilsberatung ver-

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wirklicht haben und die aus Unsorgfalt einer Partei oder mangels Kenntnis nicht gel-
tend gemacht worden sind. Unverzügliches Vorbringen vorausgesetzt, sind unechte 
Noven – im Gegensatz zu echten Noven – im Berufungsverfahren nur beschränkt 
zulässig, nämlich dann, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster In-
stanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Die novenwillige Par-
tei hat dabei genau zu begründen, weshalb die Tatsache oder das Beweismittel nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnte bzw. vorgebracht wurde (vgl. 
Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 60 f. 
zu Art. 317 ZPO). Aus dem gesetzgeberischen Konzept von Art. 317 Abs. 1 lit. b 
ZPO folgt im Grundsatz, dass, wer sorgfältig ist, vor erster Instanz die rechtserhebli-
chen Tatsachen vorzubringen hat, weshalb allenfalls auch auf tatbeständlicher Ebe-
ne mit Eventualbehauptungen zu operieren ist (vgl. ZR 104, 2005, Nr. 80, E. 3.2.a; 
vgl. auch Beschluss und Urteil des Obergerichts Zürich LB120011-O vom 3.12.2012, 
E. III/A./5), um keine nötigenfalls erforderlichen Tatsachenbehauptungen zu versäu-
men. Von diesem Grundsatz gibt es indes eine Ausnahme: Entsprechend der vor 
Bundesgericht anwendbaren Bestimmung von Art. 99 Abs. 1 BGG, deren Gehalt 
aufgrund der Gewährleistung eines widerspruchsfreien Gesamtkonzepts für den 
Rechtsmittelzug auch im kantonalen Verfahren gelten muss, kann es auch im kanto-
nalen Verfahren Fälle geben, in denen erst der Entscheid der ersten Instanz Anlass 
zum Vorbringen von neuen Tatsachen gibt (was aber nicht der Fall ist, wenn bereits 
die Gegenpartei auf das Fehlen dieser Tatsachenbehauptungen hingewiesen hat 
und die erste Instanz dies in ihrem Entscheid festhält). Es geht hier um Fälle, in de-
nen die Partei vor erster Instanz in jeder Hinsicht sorgfältig i.S.v. Art. 317 Abs. 1 lit. b 
ZPO prozessiert hat, indes aufgrund des (diesfalls nicht selten auch im Ergebnis feh-
lerhaften) Entscheides der ersten Instanz begründeten Anlass hat, vor der kantona-
len Berufungsinstanz neue Tatsachen vorzubringen (vgl. Urteile des Obergerichts 
Zürich ZH LB110011-O vom 8.11.2012 E. III/1.2.1 und LB120016-O vom 16.1.2013 
E. 1 sowie Beschluss und Urteil des Obergerichts Zürich LC130028-O vom 
12.3.2014 E. 1.b/ee).

Die Voraussetzungen der Berücksichtigung jedes neuen Vorbringens und jedes neu-
en Beweismittels hat diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf das betreffende 
Novum beruft. Mit anderen Worten hat die novenwillige Partei zu substantiieren und 
zu beweisen, dass ihr Vorbringen unverzüglich erfolgt ist und dass ein Einbringen 
trotz zumutbarer Sorgfalt nicht bereits vor der Vorinstanz möglich war (vgl. Karl 
Spühler, a.a.O., N 10 zu Art. 317 ZPO; Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, 
Zürich 2013, Rz. 1311 u. 1335; Thomas Alexander Steininger, in: Brun-

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ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Aufl., Zürich 2016, N 5 u. N 7 zu Art. 317 ZPO).

2.3. Im Berufungsverfahren reichen die Parteien diverse neue Unterlagen ein und 
bringen neue Tatsachen vor. Bei den Beilagen 4-6 sowie 16 des Berufungsklägers 
(vgl. act. B.4-B.6 sowie B.16) handelt es sich um Urkunden, welche bereits bei den 
vorinstanzlichen Akten liegen, weshalb deren Zulässigkeit als Novum nicht weiter zu 
prüfen ist. 

Im Weiteren reicht der Berufungskläger die Urkunden B.11, B.13 und B.14 ins Recht. 
Dabei handelt es sich um eine tabellarische Auflistung der Einkommens- und Be-
darfspositionen der Parteien sowie eine Berechnung der Unterhaltsbeiträge. Dabei 
handelt es sich um Parteivorbringen, welche in der Rechtsschrift selber geltend ge-
macht werden müssen. Die Urkunden B.11, B.13 und B.14 sind daher nicht beacht-
lich und abzustellen ist auf das in den Rechtsschriften Vorgebrachte.

Ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO bezüglich der übrigen neu vorge-
brachten Tatsachen und Beweismittel gegeben sind, wird nachfolgend jeweils im 
entsprechenden Sachzusammenhang geprüft.

3.1. Der Berufungskläger wendet sich gegen den zugesprochenen nachehelichen 
Unterhalt. Die Vorinstanz ging von einer lebensprägenden Ehe zwischen den Partei-
en aus und verpflichtete den Berufungskläger in Anwendung der zweistufigen Me-
thode, der Berufungsbeklagten ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis Ende 
Juli 2021 einen nachehelichen Unterhalt gemäss Art. 125 ZGB von monatlich 
CHF 1'600.00 bzw. ab dem 1. August 2021 bis Ende Juli 2027 einen solchen von 
CHF 800.00 zu bezahlen.

Der Ehemann argumentierte vor der Vorinstanz, dass seine Ehe mit der Ehefrau de-
ren Leben trotz des gemeinsamen Kindes nicht einschlägig geprägt habe, sodass er 
zu keiner nachehelichen Solidarität zu verpflichten sei. Die Vorinstanz verwarf diese 
Auffassung trotz der kurzen Ehedauer von nur rund zwei Jahren. Aus der Ehe sei 
nämlich ein gemeinsames Kind hervorgegangen und die Ehefrau habe für diese Ehe 
ihre Heimat und ihr soziales und wirtschaftliches Umfeld verlassen und sei in ein 
Land gezogen, deren Sprache sie damals nicht oder nicht gut gesprochen habe. Der 
Ehemann habe damals gewusst, dass die Ehefrau von einem anderen Mann 
schwanger gewesen sei und die Ehe sei geschlossen worden, als dieses Kind – wel-
ches es auch zu betreuen gegolten habe – drei Monate alt gewesen sei. An der un-
gewöhnlichen Tatsache allein, das der gemeinsame Haushalt wenige Tage vor der 
kurz bevorstehenden Geburt von A._____ aufgelöst worden sei, sei die vorliegende 

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Streitfrage nicht im Sinne des Ehemannes zu lösen. Die in der referenzierten höch-
strichterlichen Entscheidung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_167/2007 vom 1. 
Oktober 2007 E. 4) gegebene Ausnahmekonstellation, dass die Ehefrau zu keiner 
Zeit während der Kurzehe irgendwie an einem ununterbrochenen Vollzeiterwerb ge-
hindert war, liege im vorliegenden Sachverhalt nicht vor. Zum Einwand des Eheman-
nes, die Parteien hätten in ihrer Ehe keine Rollenverteilung dahingehend vereinbart, 
dass die Ehefrau nur die Kinderbetreuung übernehme, scheine das Gegenteil durch 
das tatsächlich Gelebte hinreichend bewiesen. Der Ehemann habe nämlich nicht 
glaubhafte Anhaltspunkte dafür geliefert, dass er sich jemals für eine tragende Rolle 
als Hausmann interessiert hätte. Dass eine andere Rollenverteilung beziehungswei-
se eine Teilerwerbstätigkeit der Ehefrau trotz eines Kleinkindes von Anfang an mög-
lich gewesen wäre, habe die Ehefrau durch die baldige Aufnahme einer solchen 
Tätigkeit nach der Trennung bewiesen. Die Parteien hätten sich bei der Heirat indes-
sen gemeinsam dagegen entschieden. Es sei stillschweigend durch das Gelebte 
vereinbart gewesen, dass der Ehemann einem Vollzeiterwerb nachgehe und die 
Ehefrau das Kind respektive die beiden Kleinkinder zu Hause betreue und den 
Haushalt besorge. Es sei nicht wegzureden, dass damit bei einer Ehefrau ein gewis-
ses Vertrauen erzielt werde, dass es zumindest für eine gewisse Zeit so weitergehen 
solle. Aus diesem gemeinsamen Lebensplan in Form traditioneller Rollenverteilung 
erwachse ein Ausgleichsanspruch im Sinne einer vorübergehenden nachehelichen 
Solidarität (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.c). 

3.2. Der Ehemann rügt in seiner Berufung, dass die Vorinstanz zu Unrecht das 
Vorliegen einer lebensprägenden Ehe angenommen habe. Dass ein gemeinsames 
Kind nicht zwingend dazu führe, dass eine Ehe lebensprägend gewesen sei, habe 
das Bundesgericht in seinem Urteil 5A_177/2010 vom 8. Juni 2010 dargelegt. Darin 
sei das Bundesgericht zum Schluss gekommen, dass – aufgrund der Tatsache, dass 
sich die Eheleute nicht auf eine entsprechende Rollenverteilung geeinigt hätten – 
trotz des gemeinsamen Kindes nicht von einer lebensprägenden Ehe ausgegangen 
werden könne. Aufgrund der Umstände läge nach Ansicht des Bundesgerichts keine 
Vertrauensbasis vor, welche einen Anspruch der Ehefrau zu begründen vermöchten. 
Vorliegend habe die Ehe der Parteien etwas mehr als ein Jahr gedauert und sie hät-
ten sich vor der Geburt des gemeinsamen Kindes getrennt. In der Trennungsverein-
barung hätten sie festgehalten, dass sie sich ab dem 1. Juli 2011 für unbestimmte 
Zeit trennen würden. Der gemeinsame Sohn A._____ sei am 4. Juli 2011 geboren 
worden. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Parteien im Hin-
blick auf die Geburt des gemeinsamen Kindes auf eine Rollenverteilung geeinigt hät-
ten. Die während dieser kurzen Ehedauer gelebte Rollenverteilung sei gezwunge-
nermassen aufgrund der konkreten Umstände gelebt worden. So habe die Ehefrau 

12 / 33

zuerst einmal die Landessprache lernen müssen und ein voreheliches Kind zu be-
treuen gehabt. Aufgrund der knappen finanziellen Verhältnisse sei davon auszuge-
hen, dass nicht freiwillig auf ein zusätzliches Einkommen verzichtet worden sei. Es 
sei auch zu beachten, dass die Ehefrau zwar aus L.1_____ stamme, es sich dabei 
aber um einen Mitgliedstaat der europäischen Union handle und somit zwischen der 
Schweiz und L.1_____ das Freizügigkeitsabkommen gelte. Eine Rückkehr nach 
L.1_____ sei aus wirtschaftlichen Verhältnissen theoretisch sicherlich möglich. Somit 
könne im vorliegenden Fall keinesfalls von einer Entwurzelung gesprochen werden. 
Zusammenfassend habe die Vorinstanz aufgrund von Vermutungsgrundlagen auf 
eine lebensprägende Ehe geschlossen. Sodann habe die Vorinstanz das dem Ge-
richt zustehende Ermessen unterschritten und einen schematischen Entscheid ge-
troffen, ohne die Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen (vgl. act. A.1 
Rz. 3-5 S. 9 f.).

3.3. Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, 
soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, für den ihm gebührenden Unterhalt un-
ter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. Art. 125 
Abs. 2 ZGB führt die wichtigsten Gesichtspunkte auf, die das Gericht beim Entscheid 
in Erwägung zu ziehen hat, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe und Dauer ein 
Unterhaltsbeitrag zuzusprechen ist. Die Bestimmung ist zum einen Ausdruck des 
Prinzips der nach Beendigung der Ehe beiden Ehegatten obliegenden Eigenversor-
gung („clean break“). Zum andern konkretisiert sie den Gedanken der nachehelichen 
Solidarität, der namentlich dann Bedeutung erlangt, wenn es einem Ehegatten bei-
spielsweise durch eine ehebedingte Beeinträchtigung seiner wirtschaftlichen 
Selbständigkeit nicht zumutbar ist, nach Auflösung der Ehe selbst für seinen Unter-
halt aufzukommen (vgl. BGE 127 III 291 E. 2. a/aa; Urteil des Bundesgerichts 
5C.32/2001 vom 19. April 2001 E. 3.a; Urs Gloor/Annette Spycher, Basler Kommen-
tar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 2 und N 6 zu Art. 125 ZGB; vgl. auch 
vgl. Urteil des Kantonsgerichts ZK1 10 38 vom 5. Juli 2011 E. 4.a). Zur Beantwortung 
der Frage, ob ein Unterhaltsbeitrag festzusetzen ist, hat das Gericht die massgeben-
den Lebensverhältnisse der zu scheidenden Ehegatten abzuklären. Die bundesge-
richtliche Rechtsprechung basiert dabei auf der Unterscheidung, ob eine Ehe le-
bensprägend war oder nicht. Bei fehlender Prägung wird an den vorehelichen Ver-
hältnissen angeknüpft, während die Partner bei der lebensprägenden Ehe Anspruch 
auf Fortführung der ehelichen Lebenshaltung haben. Der Grund hierfür liegt darin, 
dass das Vertrauen des ansprechenden Ehegatten auf Fortführung der Ehe und den 
Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung objektiv schutzwür-
dig ist. Bei einer Kurzehe von weniger als fünf Jahren wird vermutet, dass keine Le-
bensprägung vorliegt, während eine Ehe, die mehr als zehn Jahre gedauert hat, 

13 / 33

vermutungsweise lebensprägend war. Unabhängig von der Dauer gilt die Ehe in der 
Regel als lebensprägend, wenn aus ihr gemeinsame Kinder hervorgegangen sind 
oder wenn der ansprechende Ehegatte mit der Heirat aus seinem bisherigen Kultur-
kreis entwurzelt worden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_384/2008 vom 21. Ok-
tober 2008 E. 3.1). Bei einer lebensprägenden Ehe bemisst sich der gebührende Un-
terhalt an dem in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard (zuzüglich schei-
dungsbedingter Mehrkosten), auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide 
Teile Anspruch haben, der aber gleichzeitig auch die Obergrenze des gebührenden 
Unterhalts bildet (vgl. BGE 134 III 146 E. 4 mit Verweis auf BGE 132 III 593 E. 3.2, 
BGE 129 III 7 E. 3.1.1 sowie Urteil des Bundesgerichts 5C.43/2006 vom 8. Juni 2006 
E. 2.2). Daraus folgt einerseits, dass ein Anspruch auf gleiche bzw. vergleichbare 
Lebenshaltung für die nacheheliche Zeit nur im Rahmen des letzten ehelichen Stan-
dards besteht und Art. 125 ZGB eben keine lebenslängliche Gleichstellung der Ehe-
gatten in finanzieller Hinsicht garantiert. Auf der anderen Seite kann bei guten wirt-
schaftlichen Verhältnissen der gebührende Unterhalt nicht auf den familienrechtli-
chen Notbedarf oder gar auf das Existenzminimum beschränkt sein. Der Unterhalts-
berechtigte hat als Folge der durch die lebensprägende Ehe erworbenen Vertrau-
ensposition vielmehr auch nach der Scheidung Anteil am den verfügbaren Mitteln 
entsprechenden höheren Lebensstandard. Das Existenzminimum bildet nur einen 
Ausgangspunkt, welchen das Gericht in Würdigung des festgestellten ehelichen Le-
bensstandards angemessen erhöhen kann (Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2008 
vom 27. August 2008 E. 5.4; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 5A_257/2007 
vom 6. August 2007 E. 3.3).

Die Geburt eines gemeinsamen ehelichen Kindes als solche begründet die Vermu-
tung, dass die Ehe unabhängig von ihrer Dauer als lebensprägend anzusehen ist. 
Diese Vermutung beruht auf der allgemeinen Lebenserfahrung, dass die Geburt ei-
nes Kindes im Leben eines Ehepaares naturgemäss ein prägender Einschnitt ist, auf 
den sich die Eltern entsprechend einstellen und der ihr Leben auf Jahre hinaus be-
einflusst. Das gilt insbesondere für denjenigen Ehegatten, der das Kind betreut und, 
falls er zusätzlich einer Erwerbstätigkeit nachgeht, einer doppelten Belastung ausge-
setzt ist. Selbst wenn die Parteien sich über die Führung eines Doppelverdiener-
Haushalts geeinigt hätten, könnte sich der nicht betreuende Elternteil auf eine früher 
vereinbarte Rollenverteilung nicht berufen, stünde diese doch stillschweigend unter 
dem Vorbehalt gleich bleibender Verhältnisse. Davon aber kann von vornherein kei-
ne Rede mehr sein, wenn die Eheleute Eltern werden und sich kurz darauf trennen, 
so dass die Verantwortung für die Kinderbetreuung und -erziehung im Wesentlichen 
auf einem Ehegatten allein lastet, während der andere grösstenteils davon befreit ist 

14 / 33

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_95/2012 vom 28. März 2012 E. 3.3, in welchem 
die Ehedauer weniger als zwei Jahre betrug).

3.4.1. Der Berufungskläger rügt zunächst, die Vorinstanz habe das ihr zustehende 
Ermessen unterschritten. Sie habe einen schematischen Entscheid getroffen, ohne 
die Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen. Unter Berücksichtigung 
des Einzelfalles sei darauf zu schliessen, dass die Ehe der Parteien nicht lebensprä-
gend gewesen sei und der Berufungsbeklagten damit kein Anspruch auf nacheheli-
chen Unterhalt zustehe (vgl. act. A.1 S. 10).

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird das Vorliegen einer lebensprä-
genden Ehe unabhängig von deren Dauer vermutet, wenn aus ihr wie im vorliegen-
den Fall ein Kind hervorgegangen ist. Nach der allgemeinen Beweislastregel von Art. 
8 ZGB liegt die Beweislast beim Ehemann, diese Vermutung zu widerlegen und die 
gegen eine lebensprägende Ehe sprechenden Tatsachen zu behaupten und zu be-
weisen. Der Berufungskläger hat dazu vor Vorinstanz einzig geltend gemacht, der 
gemeinsame Haushalt sei bereits vor der Geburt des Kindes aufgelöst worden und 
die bisher gelebte Rollenverteilung beruhe nicht auf einem bewusst getroffenen Ent-
scheid, sondern basiere im Wesentlichen darauf, dass die Berufungsbeklagte auf-
grund der mangelnden Sprachkenntnisse nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehen 
könne. Mit dem Erlangen der Sprachkenntnisse und der Möglichkeit, im erlernten 
Beruf wieder Fuss zu fassen, würden sich die Verhältnisse derart verändern, dass es 
der Ehefrau möglich sein werde, für ihren Unterhalt selber aufzukommen. Dies sei ihr 
auch zuzumuten (vgl. RG act. II.3 S. 5). 

Unzutreffend ist das Argument des Berufungsklägers, die Vorinstanz habe einen 
schematischen Entscheid getroffen. Diese hat sich vielmehr mit seinen Vorbringen in 
Berücksichtigung der Umstände des konkreten Falles auseinandergesetzt. Sie ist 
unter anderem auf die Ehedauer, das gemeinsame Kind und der zwischen den Par-
teien gelebten Rollenverteilung eingegangen. Ob sie das Vorliegen einer lebensprä-
genden Ehe zu Recht bejaht hat, ist eine andere Frage, welche sogleich zu prüfen 
sein wird.

3.4.2. Vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach eine 
Ehe, die mehr als zehn Jahre gedauert hat, vermutungsweise lebensprägend ist, 
spricht in casu die Ehedauer von rund zwei Jahren für sich alleine genommen noch 
nicht für eine lebensprägende Ehe. Für Kurzehen von bis zu fünf Jahren wird eine 
Lebensprägung der Ehe nämlich nicht vermutet. Wie bereits erwähnt (vgl. oben 
E. 3.4.1) begründet aber die Tatsache, dass die Parteien ein gemeinsames Kind ha-
ben, die Vermutung, nach der die Ehe unabhängig von ihrer Dauer als lebensprä-

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gend anzusehen ist. Nach der allgemeinen Beweislastregel hat der Berufungskläger 
die Tatsachen vorzutragen, die diese Vermutung umstossen. Die diesbezüglich vom 
Ehemann geltend gemachten Umstände sind indessen nicht geeignet, die Vermu-
tung zu widerlegen: Die Geburt eines Kindes beeinflusst das Leben der Eltern, na-
mentlich auch die mit der Betreuung des Kindes zusammenhängende Eigenversor-
gungskapazität des betreuenden Elternteils, auf Jahre hinaus, unabhängig von der 
vor Geburt vereinbarten Rollenverteilung. Die Tatsache, dass die Parteien sich kurz 
vor der Geburt des Kindes getrennt haben, ändert folglich nichts daran. 

Die Vorinstanz hat die lebensprägende Natur der Ehe vor allem aufgrund der im Zu-
sammenhang mit der Betreuung des gemeinsamen Kindes und auch des voreheli-
chen Kindes gelebten Rollenverteilung bejaht. Die Rüge des Berufungsklägers, es 
liege keine Entwurzelung der Berufungsbeklagten vor, vermag das angefochtene 
Urteil für sich alleine genommen nicht umzustossen. Obwohl die Ehefrau im vorin-
stanzlichen Verfahren ihre Entwurzelung weder behauptet noch bewiesen hat, erwog 
die Vorinstanz, dass die Ehefrau ihren Kulturkreis verlassen habe, um trotz fehlender 
bzw. schlechter Deutschkenntnisse zu ihrem Ehemann zu ziehen und in der Schweiz 
ein neues Leben anzufangen (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.1.c). Dem ist zuzu-
stimmen. Mit dem (zumindest stillschweigenden) Einverständnis des Ehemannes hat 
die Berufungsbeklagte das voreheliche Kind mitgenommen, das zum Zeitpunkt der 
Hochzeit gerade drei Monaten gewesen war und somit eine volle Betreuung bean-
spruchte. In der Schweiz hat sich die Berufungsbeklagte bis zur Trennung aussch-
liesslich um das voreheliche Kind gekümmert, was der Ehemann zumindest still-
schweigend akzeptierte und darüber hinaus für den Bedarf der ganzen Familien (d.h. 
auch für jenen des vorehelichen Kindes) aufkam. Die Ehefrau konnte bereits aus 
diesen Gründen – und zwar unabhängig davon, ob dies einer Entwurzelung ent-
spricht oder nicht – auf eine Weitergeltung dieser Aufgabenteilung vertrauen. Ihr Ver-
trauen in die Weitergeltung dieser Aufgabenteilung wurde schliesslich noch verstärkt, 
nachdem sich die Parteien entschieden hatten, ein gemeinsames Kind zu zeugen 
bzw., falls ungewollt, es zu behalten. Aus diesen Gründen ist auch der Hinweis auf 
das Urteil des Bundesgerichts 5A_177/2010 vom 8. Juni 2010 verfehlt. Dort erwog 
das Bundesgericht, der angefochtene Entscheid enthalte keine Feststellungen, wo-
nach die Ehegatten bereits vor der Geburt der Tochter vereinbart hätten, dass die 
Mutter ihre berufliche Tätigkeit ganz aufgeben und sich ausschliesslich um das Kind 
kümmern würde, und die Beschwerdeführerin behaupte auch nichts Derartiges. Folg-
lich gebe es hinsichtlich der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin keine Vertrau-
ensbasis, deren Schutz sie in Anspruch nehmen könnte. Das Urteil des Bundesge-
richts 5A_177/2010 vom 8. Juni 2010 weicht somit vom vorliegenden Fall ab, in wel-

16 / 33

chem das Vertrauen der Berufungsbeklagten in die Weitergeltung der Aufgabentei-
lung gerade zu bejahen ist.

Nach dem Gesagten überzeugt das Argument des Berufungsklägers, es handle sich 
nicht um eine lebensprägende Ehe, nicht. Die besonderen Umstände des konkreten 
Falles, insbesondere die kurze Ehedauer, ändern nichts daran. Ihnen ist aber gege-
benenfalls mit Bezug auf den Umfang und die Dauer der Unterhaltsplicht Rechnung 
zu tragen.

4. Da die Ehe der Parteien nach dem vorstehend Gesagten lebensprägend war, 
haben die Parteien Anspruch auf Fortführung der ehelichen Lebenshaltung. In Bezug 
auf die Unterhaltsberechnung hat die Vorinstanz die beidseitigen Existenzminima 
und das Gesamteinkommen gegenübergestellt mit anschliessender Überschussver-
teilung (sog. zweistufige Methode). Da die Parteien bezüglich der Methodenwahl 
nichts rügen, ist für die Unterhaltsberechnung auf die zweistufige Methode abzustel-
len. Anhand der Rügen des Berufungsklägers gilt es zu prüfen, ob die Vorinstanz 
diese Methode korrekt umgesetzt hat. 

Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet lediglich der nacheheliche Unterhalt. Die 
vom Berufungskläger an seinen Sohn A._____ geschuldeten Unterhaltszahlungen 
von CHF 850.00 (zuzüglich Kinderzulagen) pro Monat sind nicht angefochten und 
damit in Rechtskraft erwachsen. Mit Bezug auf die Berechnung des nachehelichen 
Unterhalts ist das Einkommen des Berufungsklägers unbestritten, weshalb auf die 
diesbezügliche Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz abgestellt werden kann 
und von einem monatlichen Nettoeinkommen des Berufungsklägers in Höhe von 
CHF 5'121.00 auszugehen ist. 

Für die Berechnung des nachehelichen Unterhalts sind, wie es bereits die Vorinstanz 
getan hat, zwei Phasen zu unterscheiden. A._____ erreicht im Juli 2021 das zehnte 
Lebensjahr, weshalb ab 1. August 2021 von anderen Parametern sowohl auf der Be-
darfs-, als auch auf der Einkommensseite der Berufungsbeklagten auszugehen ist. 
Die erste Phase dauert daher bis zum 31. Juli 2021, die zweite vom 1. August 2021 
bis zum 31. Juli 2027, da dann gemäss Vorinstanz die nacheheliche Unterhaltspflicht 
des Ehemannes endet.

5. Der Bedarf der Berufungsbeklagten entspricht mit einer geringen Abweichung 
mit Bezug auf die Steuern (vgl. dazu unten E. 6.2.1.) dem von der Vorinstanz errech-
neten Bedarf. Die Vorinstanz errechnete für die erste Phase einen Bedarf der Ehe-
frau von CHF 3'550.00 bzw. für die zweite Phase einen solchen von CHF 3'750.00 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.b und c und E. 5.3). Davon ist der in Rechtskraft 

17 / 33

erwachsene anerkannte Unterhaltsbeitrag zugunsten des Sohnes A._____ von CHF 
850.00 pro Monat – ohne Kinderzulagen, da diese nicht bei ihm, sondern als Ein-
kommen der Ehefrau angerechnet werden – in Abzug zu bringen. Daraus ergibt sich 
für die erste Phase ein monatlicher Bedarf der Berufungsbeklagten von 
CHF 2'700.00 bzw. für die zweite Phase ein solcher von CHF 2'900.00. Es stellt sich 
die Frage, ob die Berufungsbeklagte mit ihrem tatsächlich erzielten bzw. mit einem 
allfällig anrechenbaren hypothetischen Einkommen in der Lage ist, ihren eigenen 
Bedarf zu decken (sog. Eigenversorgungskapazität). Dazu sind zuerst die Einkom-
mensverhältnisse der Berufungsbeklagten zu ermitteln.

Die Vorinstanz stellte für die erste Phase auf den Lohnausweis 2014 der Berufungs-
beklagten ab und ermittelte einen monatlichen Nettolohn von CHF 1'079.00. Ab dem 
1. August 2021 nahm sie bei einem 50% Pensum und gestützt auf den halben 
Durchschnitts- bzw. Medianlohn einer gelernten Pharmaassistentin einen monatli-
chen Lohn von CHF 2'400.00 an.

5.1.1. Mit Bezug auf die Eigenversorgungskapazität der Berufungsbeklagten macht 
der Berufungskläger geltend, dass, sobald die Berufungsbeklagte ihr zweites 
Sprachdiplom erworben habe (Stufe B2), sie in der Lage sei, als Pharma-Assistentin 
im gleichen Umfang wie bei der C._____ zu arbeiten. Dabei betrage das Arbeitspen-
sum bei der C._____ nicht wie von der Vorinstanz fälschlicherweise festgestellt 10%-
30%, sondern 37.5%. Somit sei sie in der Lage, ein monatliches Einkommen von 
CHF 1'766.00 zu erzielen (vgl. act. A.1 S. 14 f.). In Anbetracht der Tatsache, dass es 
ihr momentan gelinge, ohne weiteres ein Arbeitspensum von 37.5% zu erfüllen und 
die Kinder während der Abwesenheit der Ehefrau gut betreut würden, erscheine so-
gar eine Arbeitstätigkeit von 50% durchaus als zumutbar. Damit könne die Ehefrau 
ein monatliches Einkommen von CHF 2'331.00 erzielen. Ab dem 10. Altersjahr des 
ehelichen Kindes, d.h. ab August 2021, sei es der Ehefrau zuzumuten, ein Pensum 
von 80% aufzunehmen, wodurch sie ein monatliches Erwerbseinkommen von 
CHF 3'961.00 erzielen könne. Ab diesem Zeitpunkt sei sie deshalb in der Lage, ihren 
Unterhalt selber zu decken (vgl. act. A.1 Rz. 8 S. 16).

5.1.2. Die Vorinstanz bezifferte für die erste Phase (d.h. bis 31. Juli 2021) gestützt 
auf den Lohnausweis 2014 der Berufungsbeklagten ihr durchschnittliches monatli-
ches Nettoeinkommen, ohne jedoch ihr Arbeitspensum ausdrücklich zu quantifizie-
ren. Sie rechnete der Ehefrau bis zum 10. Altersjahr von A._____ kein hypotheti-
sches, sondern nur das tatsächlich und freiwillig erzielte Einkommen an. Mit Bezug 
auf die zweite Phase (d.h. ab 1. August 2021) erwog sie, es sei einerseits zu unter-
stellen und stillschweigend auch zugestanden, dass es der Ehefrau zumutbar sei, ab 
dem Eintritt von A._____ ins 10. Altersjahr ihr freiwillig aufgenommenes Arbeitspen-

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sum auf 50% zu erhöhen. Ab diesem Zeitpunkt sei sodann davon auszugehen, dass 
sie bei gutem Willen und gehörigen Bemühungen den halben Durchschnitts- bezie-
hungsweise Medianlohn einer gelernten Pharmaassistentin im Rahmen von monat-
lich CHF 2'400.00 erzielen könne. 

5.1.3. Die Dauer des Unterhaltsanspruchs bestimmt sich danach, bis zu welchem 
Zeitpunkt es dem Unterhaltsberechtigten nicht zumutbar ist, für seinen gebührenden 
Unterhalt selber aufzukommen. Ist im Scheidungszeitpunkt eine Steigerung der Ei-
genversorgungskapazität voraussehbar, wird der Unterhaltsanspruch in der Regel 
befristet. Die Aufnahme einer Teilzeiterwerbstätigkeit kann grundsätzlich schon dann 
erwartet werden, wenn das jüngste Kind mit 10 Jahren dem Kleinkindalter entwach-
sen ist. Bei einem Kind zwischen 10 und 16 Jahren dürfte eine Teilzeiterwerbstätig-
keit von 50% bei zwei Kindern eine solche von 30% als zumutbar betrachtet werden. 
Ging aus der Ehe ein Kind hervor, wird jedoch kurz nach dessen Geburt der gemein-
same Haushalt aufgelöst, hat der Unterhaltsgläubiger deutlich vor Vollendung des 
10. Altersjahres des Kindes die Obliegenheit, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, es 
sei denn die Eltern hätten vereinbart, er solle zu Gunsten der Kinderbetreuung seine 
Erwerbstätigkeit aufgeben. Der Wortlaut von Art. 125 Abs. 2 Ziff. 6 ZGB schliesst es 
nicht aus, auch Betreuungspflichten gegenüber nicht gemeinsamen Kindern im 
Rahmen der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen (Ingeborg 
Schwenzer/Andrea Büchler, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Schei-
dung, 3. Aufl., Bern 2017, N 49 und 80 f. zu Art. 125 ZGB). 

Das Bundesgericht ist in seinen neuesten Entscheiden (vgl. insbesondere Urteile des 
Bundesgerichts 5A_454/2017 vom 17. Mai 2018, 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 
sowie 5A_384/2018 vom 21. September 2018) von seiner sogenannten  10/ 16-
Regel (vgl. BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2) – wonach dem betreuenden Elternteil die 
(Wieder-)Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50%, sobald das jüngste 
Kind 10-jährig ist, und im Umfang von 100%, sobald das jüngste Kind 16-jährig ist, 
zugemutet werden kann – abgewichen. Es hielt fest, dass eine Ausdehnung der zu-
mutbaren Erwerbsquote nach Schulstufen des Kindes angezeigt erscheine. Es er-
scheine sachgerecht, für den Normalfall dem betreuenden Elternteil ab der (je nach 
Kanton mit dem Kindergarten- oder mit dem eigentlichen Schuleintritt erfolgenden) 
obligatorischen Beschulung des jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 50 %, ab 
dessen Eintritt in die Sekundarstufe I eine solche von 80 % und ab dessen Vollen-
dung des 16. Lebensjahres einen Vollzeiterwerb zuzumuten (Urteil des Bundesge-
richts 5A_384/2018 vom 21. September 2018 E. 4.7.6.).

In seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht wiederholt zum Ausdruck gebracht, 
dass dem Kriterium der Ehedauer auch bei wegen der Geburt gemeinsamer Kinder 

19 / 33

als lebensprägend zu qualifizierenden Ehen eine anspruchsbegrenzende Funktion 
zukommt. Die Leistung von Unterhaltsbeiträgen zur Gewährleistung des zuletzt ge-
meinsam gelebten Standards ist nämlich gerechtfertigt, solange die Familiengrün-
dung und die damit einhergehende Aufgabenteilung über die Scheidung hinaus Wir-
kungen entfalten und seitens des unterhaltsberechtigten Ehegatten auch tatsächlich 
noch gewisse Leistungen zugunsten der Familie erbracht werden (BGE 137 III 102 E. 
4.1.2 S. 106 und E. 4.3.2 S. 112 = Pra 2012 Nr. 27; Urteil der I. Zivilkammer ZK1 11 
10 vom 26. September 2012 E. 4.dd; vgl. hierzu auch Heinz Hausheer, Scheidungs-
unterhalt: Berechnungs- und Bemessungsmethoden, in: ZSR 2012 I, S. 25; Daniel 
Bähler, Scheidungsunterhalt – Methoden der Berechnung, Höhe, Dauer und Schran-
ken, in: FamPra 3/2007, S. 485 ff.; Rolf Vetterli, Zur Bemessung des nachehelichen 
Unterhalts – ein Klärungsversuch, in: AJP 5/2009, S. 575 ff.; Heinz Hausheer/ Annet-
te Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., 
Bern 2010, N 05.150; vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 
16 vom 29. Oktober 2015 E. 7.a). 

Was die Beweislast anbelangt, hat nach Art. 8 ZGB derjenige das Vorhandensein 
einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss 
hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsa-
chen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechts-
vernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Unter-
gang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit be-
streitet. Aufgrund der Beweislastverteilung hat der einen Unterhaltsanspruch fordern-
de Ehegatte alle Sachverhaltselemente darzulegen und zu beweisen, die der Wie-
deraufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit entgegenstehen. Macht indes-
sen der Unterhaltspflichtige geltend, seine Ehepartnerin könne ein bestimmtes Ein-
kommen erzielen, handelt es sich um eine anspruchshindernde Tatsache, wofür er 
die Beweislast trägt. Daraus ergibt sich in Bezug auf die vorliegende Festsetzung des 
Unterhalts, dass der Ehemann für ein höheres als das tatsächlich erzielte (sog. hypo-
thetisches) Einkommen der Ehefrau beweispflichtig ist. Was die tatsächliche Erziel-
barkeit eines bestimmten Einkommens anbelangt, hat ein Ehegatte konkret zu be-
haupten, welche Tätigkeiten beziehungsweise welche Stellen für den anderen Ehe-
gatten, dem ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden soll, reell möglich 
sind. An der erforderlichen Substantiierung mangelt es etwa, wenn ohne nähere Be-
gründung einzig ein bestimmter Einkommensbetrag genannt wird (vgl. zum Ganzen 
Andrea Büchler/Sandro Clausen, Die Eigenversorgungskapazität im Recht des 
nachehelichen Unterhalts: Theorie und Rechtsprechung, in: FamPra 01/2015, S. 14 
m.w.H.; zur Beweislastverteilung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Unterhalts-
schuldners vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_96/2016 vom 18. November 2016 

20 / 33

E. 3.1; vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 37 vom 20. Fe-
bruar 2017 E. 4.ee).

5.1.4. Vorab zu behandeln sind die von den Parteien im Berufungsverfahren geäus-
serten neuen Tatsachen, eingereichten Beweismittel und Editionsanträge. 

Der Berufungskläger behauptet, es sei der Berufungsbeklagten ab dem 10. Altersjahr 
von A._____, d.h. ab August 2021, zuzumuten, ein 80%-Pensum aufzunehmen, wo-
durch sie ein monatliches Erwerbseinkommen von CHF 3'961.00 erzielen könne und 
in der Lage sei, ihren Unterhalt selbständig zu decken. Zum Beweis des erzielbaren 
Lohnes legt er die Urkunde B.10 (Individueller Lohnrechner 2012) ins Recht, wobei 
es sich um eine bekannte Tatsache im Sinne von Art. 151 ZPO handelt, welche kei-
nes Beweises bedürfte. Die neue Behauptung hätte bereits vor Vorinstanz vorge-
bracht werden können (vgl. Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO) und stellt daher ein unechtes, 
unzulässiges Novum dar. Sie ist deshalb nicht zu berücksichtigen.

Sodann macht der Berufungskläger, was die Betreuung von A._____ anbelangt, in 
seiner Berufung geltend, dass der Betreuungsaufwand von ihm und seiner Familie, 
insbesondere seiner Mutter, im Jahr 2015 grösser als im Jahr 2014 gewesen sei (vgl. 
Berufung Punkt 5 S. 5 f.). Seine Mutter betreue A._____ und B._____ in der Regel 
jeden Montag von 13.00 bis 19.00 Uhr und jede zweite Woche einen ganzen Tag. 
Die Berufungsbeklagte macht in der Berufungsantwort geltend (vgl. act. A.2 Punkt 5 
S. 3), ihre Schwiegermutter nehme die Kinder höchstens einmal im Monat und in den 
Sommerferien ein paar Tage aneinander, weshalb sie die meiste Zeit bei der Tages-
mutter D._____ seien. Bei diesen von den Parteien vorgebrachten Behauptungen 
handelt es sich um Konkretisierungen des bereits vor Vorinstanz Vorgebrachten. Es 
kann offen gelassen werden, ob es sich bei diesen Behauptungen um gemäss Art. 
317 Abs. 1 ZPO zulässige neue Tatsachen handelt, da sie – wie soeben noch aufzu-
zeigen sein wird – nichts am Ergebnis ändern. 

Der Berufungskläger reicht zum Beweis, dass seine Mutter A._____ und B._____ in 
der Regel jeden Montag von 13.00 bis 19.00 Uhr und jede zweite Woche einen gan-
zen Tag betreue, eine Urkunde ein (act. B.8), die diese Betreuungszeiten und –tage 
durch seine Mutter auflistet. Bei dieser Urkunde handelt es sich um reine Parteibe-
hauptungen, welche in der Rechtschrift geltend gemacht werden müssen. Sie gilt im 
Berufungsverfahren deshalb nicht als Beweismittel, sondern als reine Parteibehaup-
tung. Zum Tatsachenfundament des Berufungsklägers, welches die Betreuung von 
A._____ betrifft, gehören unter anderem seine Behauptungen, dass seine Familie 
(insbesondere seine Mutter) sich häufig um A._____ kümmere, dieser vorwiegend 

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bei ihr sei, wenn die Ehefrau unter der Woche arbeite, und dass er sich am Samstag 
vielfach um A._____ kümmere. 

Zum Beweis ihrer Behauptung, die Kinder seien die meiste Zeit bei der Tagesmutter 
D._____, reicht die Berufungsbeklagte die für D._____ ausgestellten Quittungen für 
die Kinderbetreuung für Januar, Februar und März 2016 (vgl. act. C.4) ins Recht. Das 
Beweismittel C.4 betrifft jedoch die Betreuung im ersten Quartal des Jahres 2016 und 
damit Tatsachen, welche erst nach der erstinstanzlichen Urteilsberatung entstanden 
sind. Es handelt sich deshalb um ein echtes Novum, welches ohne Verzug vorge-
bracht wurde (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und daher im Berufungsverfahren zulässig 
ist. Das Beweismittel C.4 ist daher zu den Akten zu nehmen. 

Was die vom Ehemann im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung offerierte Ein-
vernahme seiner Mutter als Zeugin (vgl. act. A.3 Rz. 4 S. 4) anbelangt, ist sein Be-
weisantrag abzuweisen, da die Einvernahme seiner Mutter, wie noch soeben aufzu-
zeigen sein wird (vgl. unten E. 5.2), nichts am Ergebnis ändert.

Schliesslich macht der Berufungskläger geltend, dass die Ehefrau zwischenzeitlich 
ein zweites Sprachdiplom erworben habe, was mindestens der Stufe B2 entspreche, 
und verlangt diesbezüglich die Edition des Sprachzertifikats (vgl. act. A.1 Rz. 4 S. 9 
sowie Rz. 7 S. 14 f.). Da diese Behauptung von der Gegenpartei nicht bestritten wur-
de, gilt diese als anerkannt, sodass kein Beweis zu führen ist (Art. 150 Abs. 1 ZPO). 
Der Editionsantrag ist daher abzuweisen.

Im Folgenden ist jeweils für die beiden Phasen zuerst das der Berufungsbeklagten 
zumutbare Arbeitspensum sowie die ihr zumutbare Arbeitsstelle und sodann das Net-
toeinkommen zu ermitteln.

5.2. Die Vorinstanz rechnete der Ehefrau bis zum 10. Altersjahr von A._____ kein 
hypothetisches, sondern nur das tatsächlich und freiwillig erzielte Einkommen als 
Verkäuferin an, ohne jedoch ihr Vorgehen zu begründen. Es ist zuerst in jedem Fall 
zu präzisieren, dass die Vorinstanz – im Gegensatz zur Argumentation des Eheman-
nes – nicht ausdrücklich das aktuelle Pensum der Ehefrau quantifiziert hat. Sie hat 
lediglich aufgrund des aus dem Lohnausweis 2014 resultierenden Nettoeinkommens 
ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen errechnet. 10 %-30 % entspre-
chen dem zwischen Ehefrau und Arbeitgeber vereinbarten Pensum (vgl. RG act. 
III.7). Das effektiv geleistete Pensum der Ehefrau lässt sich anhand des jährlichen 
Bruttolohnes von CHF 20'226.00 ermitteln. Daraus ergibt sich ein Pensum von rund 
40 %. Der Berufungskläger rügt, die Ehefrau könne ab sofort in demselben Umfang 
nicht nur als Verkäuferin, sondern als Pharmaassistentin arbeiten, weshalb ihr das 

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hypothetische Erwerbseinkommen einer Pharmaassistentin in Höhe von monatlich 
CHF 1'766.00 anzurechnen sei. Zudem könne die Berufungsbeklagte auf die Betreu-
ung durch eine Tagesmutter und auf ein funktionierendes Betreuungsnetz von unter-
schiedlichen Familienmitgliedern zurückgreifen. Es sei deshalb nicht einzusehen, 
weshalb es ihr nicht zumutbar sein solle, einer Arbeitstätigkeit von 50 % als Phar-
maassistentin nachzugehen. Damit könne sie ein monatliches Einkommen von 
CHF 2'331.00 erzielen (vgl. act. A.1 Rz. 7 S. 14 ff.). Zum Beweis reicht der Beru-
fungskläger die Lohnberechnung eines 50 % Pensums einer Pharmaassistentin ins 
Recht (vgl. act. B.9). 

Der Auffassung der Vorinstanz kann aus verschiedenen Gründen gefolgt werden: 
Zunächst ändern die Betreuungsmöglichkeiten für A._____ und B._____ nichts am 
vorinstanzlichen Ergebnis: Der festgestellte Sachverhalt hat ergeben (vgl. vorstehend 
E. 5.1.4.), dass sich auch die Mutter des Berufungsbeklagten um die beiden Kinder 
kümmert, was angesichts des derzeitigen Pensums von rund 40 % sicherlich eine 
Entlastung für die Berufungsbeklagte ist. Dennoch ist aufgrund der auf D._____ lau-
tenden Quittungen (act. C.4) ebenfalls ersichtlich, dass zusätzlich eine Tagesmutter 
notwendig ist. Die Betreuung für die Kinder ist demnach nicht dermassen umfassend 
durch den Berufungskläger und seine Mutter abgedeckt, dass eine Erhöhung des 
Pensums der Berufungsbeklagten geboten ist. Im Weiteren ist der Berufungsbeklag-
ten zugute zu halten, dass sie bereits seit April 2014 Teilzeit arbeitet, obwohl dies 
gemäss der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung erst seit 2018 (Einschu-
lung des jüngsten Kindes) von ihr hätte verlangt werden können. Zudem ist zu 
berücksichtigen, dass die Berufungsbeklagte noch für ein voreheliches, älteres Kind 
zu sorgen hat. Schliesslich ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der von der 
Vorinstanz für die zweite Phase angenommene Medianlohn als Pharmaassistentin 
für eine Ausländerin eher hoch angesetzt ist. 

Aus dem Gesagten hat die Vorinstanz von der Berufungsbeklagten bis zum 10. Al-
tersjahr von A._____ keine Ausweitung des aktuellen Pensums verlangt. Es bleibt zu 
prüfen, ob der Berufungsbeklagten zuzumuten ist, bis zum 10. Altersjahr von 
A._____ mit dem gleichen Pensum als Pharmaassistentin zu arbeiten (siehe dazu 
sogleich E. 5.3.1). 

5.3.1. Bei Statistiken wie jener des Lohnrechners 2012, welche der Berufungskläger 
mit act. B.7 ins Recht legte, handelt es sich um bekannte Tatsachen im Sinne von 
Art. 151 ZPO, welche folglich keines Beweises bedürfen. Dem Argument des Beru-
fungsklägers, die Berufungsbeklagte könne als Pharmaassistentin arbeiten und in 
einem Pensum von 37.5% CHF 1'766.00 erwirtschaften (act. A.1 Rz. 7 S. 15), kann 
nicht gefolgt werden. Erstens genügen zwei Sprachzertifikate nicht, um tatsächlich 

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ohne grosse Probleme eine solche Arbeitsstelle zu finden, zumal diese mehr als 
grundsätzliche Sprachkenntnisse erfordert. Zweitens folgt aus dem in der L.2_____ 
erworbenen Diplom im Fachbereich der Pharmazie, dass die Ausbildung der Beru-
fungsbeklagten an der E._____ Medizinschule im Fachbereich Pharmazie rund zwei 
Jahre gedauert hat. Diese Ausbildung wird zwar formell mit einer Ausbildung zur 
Pharmaassistentin in der Schweiz gleichgestellt. Faktisch sind die Chancen der Beru-
fungsbeklagten, welche nicht in der Schweiz aufgewachsen ist und die deutsche 
Sprache erst rudimentär beherrscht, gering, da einer ausländischen Arbeitskraft nicht 
ohne Weiteres dieselben tatsächlichen Chancen auf eine Arbeitsstelle zuerkannt 
werden können wie einer Schweizer Arbeitskraft. Schliesslich ist notorisch, dass die 
Arbeitgeber in dieser Branche den in der Schweiz ausgebildeten Arbeitnehmern Vor-
rang geben.

Aus Gesagtem folgt, dass die Vorinstanz bis zum 10. Altersjahr von A._____ zu 
Recht auf das tatsächlich erzielte Einkommen bei der C._____ als Verkäuferin abge-
stellt hat. Zu prüfen ist daher im Folgenden, wie hoch dieses Einkommen ist.

5.3.2. Die Ehefrau reichte im vorinstanzlichen Verfahren ihren Lohnausweis 2014 
(RG act. III.16) ein. Gestützt darauf stellte die Vorinstanz bei der Ehefrau einen 
durchschnittlichen monatlichen Nettolohn von CHF 1'264.00 fest und brachte davon 
Ferien- und Feiertagsentschädigungen von insgesamt 14.64% in Abzug. Der berück-
sichtigte monatliche Nettolohn der Ehefrau für die erste Phase, d.h. bis zum 31. Juli 
2021, beträgt daher nach Auffassung der Vorinstanz CHF 1'079.00 (angefochtener 
Entscheid E. 5.2.a). Der Abzug sei aus Gleichbehandlungsgesichtspunkten zu täti-
gen, da die Ferien- und Feiertagsentschädigungen ansonsten beim ehemännlichen 
Einkommen aufzurechnen seien.

Der Ehemann rügt, dass die Vorinstanz die Ferien- und Feiertagsentschädigung zu 
Unrecht in Abzug gebracht habe (vgl. Berufung Rz. 4 S. 12 f.). Im Weiteren beantragt 
er die Edition des Lohnausweises 2015 der Berufungsbeklagten (vgl. Editionsantrag 
auf S. 6 der Berufung). 

Die Berufungsbeklagte edierte mit Berufungsantwort ihren Lohnausweis 2015 (act. 
C.2). Ausgehend vom Jahreslohn (CHF 19'291.00) resultiere ein durchschnittlicher 
monatlicher Ertrag von CHF 1'607.00. Davon seien 14.64 % Ferien- und Feiertags-
entschädigung abzuziehen, womit der erzielte monatliche Nettolohn inkl. Kinderzula-
gen CHF 1'372.00 betrage (vgl. act. A.2 Rz. 5). Der Berufungskläger macht in der 
Stellungnahme zu den Noven in der Berufungsantwort vom 29. April 2016 geltend, 
der Lohnausweis 2015 sei im vorliegenden Berufungsverfahren nicht zu berücksich-
tigen, da die Einkommensverhältnisse des Jahres 2015 bereits zum Zeitpunkt der 

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vorinstanzlichen Hauptverhandlung am 1. Oktober 2015 hätten thematisiert werden 
können. Dies sei jedoch unterlassen worden, weshalb die Vorinstanz die Einkom-
mensverhältnisse der Parteien anhand der Lohnausweise 2014 ermittelt habe und 
diese Verhältnisse die Basis der nachehelichen Unterhaltsberechnung bildeten (vgl. 
act. A.3 S. 3). 

5.3.3. Was den Lohnausweis 2015 (act. C.2) anbelangt, verfängt die Argumentation 
des Berufungsklägers nicht, hat er selber doch die Edition des berufungsbeklagti-
schen Lohnausweises 2015 verlangt. Stimmt eine Partei der Zulässigkeit eines No-
vums explizit zu – was vorliegend ohne Weiteres gegeben ist, da der Berufungsklä-
ger selber die Edition des Lohnausweises 2015 verlangt – sind die Voraussetzungen 
von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht mehr zu prüfen. Der Lohnausweis 2015 ist daher zu 
den Akten zu nehmen. Die Berufungsbeklagte reicht zudem Lohnabrechnungen der 
C._____ vom Januar und Februar 2016 ein. Dabei handelt es sich um echte Noven, 
die zulässig sind. In ihrer Begründung macht die Berufungsbeklagte indessen nicht 
geltend, welchen Schluss das Kantonsgericht aus den eingereichten Lohnabrech-
nungen betreffend Januar und Februar 2016 zu ziehen hat. Mangels Begründung 
dieser Beweismittel in den Rechtsschriften ist in materieller Hinsicht nicht auf diese 
abzustellen. Im Zusammenhang mit der Höhe des Einkommens der Berufungsbe-
klagten stellt sich die weitere Frage, ob das Kantonsgericht in Abänderung des ange-
fochtenen Entscheids auf den Lohnausweis 2015 abzustellen hat, obwohl der Ehe-
mann – nachdem er Kenntnis vom Lohnausweis 2015 der Ehefrau genommen hat – 
nicht die Berücksichtigung des höheren Einkommens der Ehefrau beantragt, wofür er 
eigentlich die Substantiierungs- und die Beweislast trägt. Da die Ehefrau in ihrer Be-
rufungsantwort (act. A.2 S. 3) ausdrücklich den von ihr im Jahr 2015 erzielten Lohn 
erwähnt und dies als Zugeständnis zu gelten hat, ist in Anwendung der Verhand-
lungsmaxime auf den Lohnausweis 2015 abzustellen. Massgebend für das Einkom-
men der Berufungsbeklagten ist damit der Lohnausweis 2015. Als nächstes ist zu 
prüfen, ob ein Abzug für Ferien- und Feiertagsentschädigung – wie er von der Vorin-
stanz gestützt auf den Lohnausweis 2014 der Berufungsbeklagten getätigt wurde – 
gerechtfertigt ist.

5.3.4. Nach Lehre und Rechtsprechung ist als Einkommen das tatsächlich erzielte 
Nettoerwerbseinkommen sowie insbesondere alle Zulagen, 13. Monatslohn, Gratifi-
kationen, Bonuszahlungen, Trinkgelder, Spesenentschädigungen, Naturalleistungen 
etc. bzw. ein entsprechendes Ersatzeinkommen zu betrachten (vgl. Urs 
Gloor/Annette Muriel Spycher, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 7 zu Art. 125 ZGB mit weiteren Hinweisen). 

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Aus dem Lohnausweis 2015 der Berufungsbeklagten ergibt sich ein jährliches Brut-
toeinkommen der Berufungsbeklagten in Höhe von CHF 20'226.00 bzw. ein Netto-
einkommen von CHF 19'291.00. Da die Berufungsbeklagte vor Vorinstanz keinen 
Abzug für Ferien- und Feiertagsentschädigung geltend machte und auch nicht be-
hauptete, dass sie keine Ferien oder Feiertage bezogen hatte, hatte die Vorinstanz, 
welche sich auf den Lohnausweis 2014 stützte, keinen Anlass, ihr den Abzug zu ge-
währen. Entsprechend ist ihr auch kein solcher Abzug zu gestatten. Massgebend 
damit der Lohnausweis 2015. Wie sich aus der Lohnabrechnung per 31. Januar 2016 
ergibt – bei welcher es sich um ein zulässiges echtes Novum handelt – erhält die Be-
rufungsbeklagte für die Kinder B._____ und A._____ Kinderzulagen von monatlich je 
CHF 220.00. Der im Jahr 2015 erzielte Lohn ohne Kinderzulagen und Abzug für Fe-
rien- und Feiertagsentschädigung beträgt entsprechend CHF 14'011.00 netto 
(CHF 20'226.00 - CHF 935.00 - 12 x 2 x CHF 220.00). Daraus resultiert für die Zeit 
bis zum 31. Juli 2021 ein monatlich anrechenbarer Lohn von CHF 1'167.60 bzw. 
CHF 1'387.60 (inkl. Kinderzulagen für A._____ in Höhe von CHF 220.00).

5.4. Ab dem 1. August 2021 erachtet die Vorinstanz ein Arbeitspensum der Beru-
fungsbeklagten in Höhe von 50% als zumutbar. Sie ging mit Bezug auf die Höhe des 
Einkommens der Berufungsbeklagten davon aus, dass sie bei gutem Willen und 
gehörigen Bemühungen den halben Durchschnitts- beziehungsweise Medianlohn 
einer gelernten Pharmaassistentin im Rahmen von monatlich CHF 2'400.00 erzielen 
könne. Das Kantonsgericht schliesst sich der Auffassung der Vorinstanz an. Im Au-
gust 2021 sind rund zehn Jahre seit der Trennung der Parteien im Juli 2011 vergan-
gen und es ist zu erwarten, dass sich die Berufungsbeklagte bis dann weitergehende 
Deutschkenntnisse aneignen und eine Arbeitsstelle als Pharmaassistentin mit einem 
Pensum von 50% finden konnte. Dabei ist von einem monatlichen Nettolohn von 
CHF 2'400.00 auszugehen, zumal die Berufungsbeklagte dies zumindest stillschwei-
gend akzeptierte und in Anwendung der Verhandlungsmaxime von einem Einkom-
men in dieser Höhe auszugehen ist. Das monatliche Einkommen auf Seiten der Be-
rufungsbeklagten und A._____ beträgt daher ab dem 1. August 2021 CHF 2’620.00 
inklusive Kinderzulagen.

6. Nachdem die Einkommen der Parteien feststehen, ist ihr Bedarf zu eruieren.

6.1.1. Die Ehefrau, welcher im vorinstanzlichen Verfahren die Klägerrolle zugeteilt 
wurde, machte keine Methode geltend, nach welcher die Berechnung des Unterhalts 
zu erfolgen habe. In der Folge äusserte sich der Berufungskläger vor Vorinstanz 
nicht zu seiner Steuerbelastung. Wie bereits festgehalten, wandte die Vorinstanz für 
die Unterhaltsberechnung die zweistufige Methode an. Sie erwog, dass ein Über-
schussfall vorliege, sodass die Steuerlast praxisgemäss im Bedarf zu berücksichti-

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gen sei. Beim Ehemann sei, unter Berücksichtigung seines Einkommens, der künfti-
gen Unterhaltslast und der gängigen Steuerabzüge schätzungsweise mit einem 
steuerbaren/satzbestimmenden Jahreseinkommen von CHF 9'000.00 zu rechnen, 
sodass sich eine Gesamtbelastung von Null einstelle (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 5.2.b). Der Berufungskläger rügt, dass sich gemäss der Steuerrechnungen für die 
Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 (vgl. act. B.2) eine effektive Steuerlast 
von CHF 1'408.45 pro Jahr bzw. CHF 117.35 pro Monat ergebe. Reduziere sich der 
nacheheliche Unterhalt entsprechend seinen Rechtsbegehren, sei zudem zu beach-
ten, dass damit das steuerbare Einkommen des Berufungsklägers steige und sich 
auch die Steuerlast erhöht (vgl. act. A.1 S. 13 f.).

6.1.2. Im Zusammenhang mit seiner Steuerbelastung reicht der Berufungskläger 
neue Urkunden ein (act. B.2). Dabei handelt es sich um provisorische Rechnungen 
für die Einkommenssteuern des Bundes, des Kantons und der Gemeinde für die Zeit 
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 in Höhe von insgesamt CHF 1'368.75. Da erst 
der vorinstanzliche Entscheid, in welchem sich die Vorinstanz für die Anwendung der 
zweistufigen Methode entschied und die Steuerbelastung des Berufungsklägers auf 
Null veranschlagte, Anlass zum Vorbringen von neuen Tatsachen, d.h. der Steuerbe-
lastung des Berufungsklägers, gab (vgl. dazu vorstehend E. 2.2), ist diesem im Beru-
fungsverfahren das rechtliche Gehör zu gewähren und die neu vorgebrachten Tatsa-
chen und Beweismittel sind zu berücksichtigen. Dies gilt umso mehr, als die Beru-
fungsinstanz selbst bei Geltung der Verhandlungsmaxime offensichtlich Unrichtiges 
korrigieren darf.

6.1.3. Der Berufungskläger macht im Berufungsverfahren monatlich CHF 117.35 an 
Steuern geltend und reicht zum Beweis die provisorischen Steuerrechnungen (Bund, 
Kanton, Gemeinde) für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 ein 
(act. B.2). Reduziere sich der nacheheliche Unterhalt entsprechend den gestellten 
Rechtsbegehren, sei zudem zu beachten, dass damit sein steuerbares Einkommen 
steige und sich auch seine Steuerlast erhöhe (vgl. act. A.1 Rz. 5 S. 13 f.). Mithilfe des 
Online-Steuerrechners (vgl. Urkunden act. B.12 und B.15) errechnet der Berufungs-
kläger in diesen Fällen eine monatliche Steuerbelastung von CHF 188.30 (vgl. 
act. A.1 Rz. 9 S. 17) bzw. CHF 141.15 (vgl. act. A.1 Rz. 10 S. 18). Aktuellere Steuer-
daten liegen nicht im Recht. 

Die Berufungsbeklagte reicht im Berufungsverfahren ihre Steuererklärung 2015 ein 
(act. C.5). Dabei handelt es sich um ein echtes Novum, welches im Berufungsverfah-
ren zulässig ist.

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Hinsichtlich der mutmasslichen Steuerbelastung ist anzuführen, dass diese in Ausü-
bung pflichtgemässen Ermessens geschätzt wird, zumal die vom Berufungskläger 
eingereichten Steuerrechnungen lediglich provisorischer Natur sind und die Steu-
ererklärung 2015 der Berufungsbeklagten ebenfalls keine Auskünfte betreffend ihre 
effektive Steuerbelastung gibt. Im Weiteren sind auch die Urkunden B.12 und B.15, 
welche die Steuerbelastung des Berufungsklägers mithilfe des Online-
Steuerrechners ermitteln, irrelevant, da das Kantonsgericht die Steuerbelastung des 
Berufungsklägers in Ausübung seines pflichtgemässen Ermessens schätzt. Da für 
die Berechnung der monatlichen Steuerlast die nachehelichen Unterhaltszahlungen 
massgebend sind und sich diese, wie noch zu zeigen sein wird (vgl. unten E. 7), ab 
dem 1. August 2021 – dem Zeitpunkt, in welchem der gemeinsame Sohn A._____ 
das zehnte Altersjahr erreicht – ändern, sind auch für die Berechnung der Steuerbe-
lastung zwei Phasen zu bilden:

In der ersten Phase wird die monatliche Steuerbelastung bis zum 31. Juli 2021 be-
rechnet. In Anbetracht des Nettoeinkommens des Berufungsklägers von jährlich rund 
CHF 61'452.00, der Krankenkassenprämien von rund CHF 1'464.00 pro Jahr und der 
bis Ende Juli 2021 geschuldeten Unterhaltsbeiträge (vgl. dazu unten E. 7) von jähr-
lich rund CHF 29'400.00 sowie des Abzuges für ein minderjähriges Kind von 
CHF 6'000.00 (Kanton) bzw. CHF 6'500.00 (Bund) ist bei ihm von einem steuerbaren 
Einkommen von rund CHF 24'588.00 (Kanton) bzw. CHF 24'088.00 (Bund) auszuge-
hen. Dies führt basierend auf dem Online-Steuerrechner der Steuerverwaltung 
Graubünden zu Steuern von etwa CHF 1'399.05 pro Jahr bzw. CHF 117.00 pro Mo-
nat. Zur Berechnung der Vermögenssteuer liegen keine genauen Angaben vor, je-
doch kann aufgrund der bisherigen Steuerrechnungen davon ausgegangen werden, 
dass der Berufungskläger keine Vermögenssteuer zu entrichten hat. 

Für die zweite Phase ist die monatliche Steuerbelastung ab dem 1. August 2021 zu 
berechnen. In Anbetracht des Nettoeinkommens des Berufungsklägers von jährlich 
rund CHF 61'452.00, der Krankenkassenprämien von rund CHF 1'464.00 pro Jahr 
und der ab August 2021 geschuldeten Unterhaltsbeiträge (vgl. dazu unten E. 7) von 
jährlich rund CHF 19'800.00 sowie des Abzuges für ein minderjähriges Kind von 
CHF 6'000.00 (Kanton) bzw. CHF 6'500.00 (Bund) ist bei ihm von einem steuerbaren 
Einkommen von rund CHF 34'188.00 (Kanton) bzw. CHF 33'688.00 (Bund) auszuge-
hen. Dies führt basierend auf dem Online-Steuerrechner der Steuerverwaltung 
Graubünden zu Steuern von etwa CHF 3'362.15 pro Jahr bzw. CHF 280.00 pro Mo-
nat. Zur Berechnung der Vermögenssteuer liegen keine genauen Angaben vor, je-
doch kann aufgrund der bisherigen Steuerrechnungen davon ausgegangen werden, 
dass der Berufungskläger keine Vermögenssteuer zu entrichten hat. 

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6.1.4. Zusammenfassend ist mit Bezug auf den monatlichen Bedarf des Berufungs-
klägers von einem Grundbetrag von CHF 1'200.00, Wohnungskosten (inkl. Neben-
kosten und Parkplatz) von CHF 1'125.00, Krankenkassenprämien von CHF 122.00, 
Steuern von CHF 117.00 (für die Phase bis zum 31. Juli 2021) bzw. CHF 280.00 (für 
die Phase ab dem 1. August 2021) auszugehen, was ein Total von CHF 2'564.00 (für 
die Phase bis zum 31. Juli 2021) bzw. CHF 2'727.00 (für die Phase ab dem 1. Au-
gust 2021) ergibt. 

6.2.1. Bei der Berufungsbeklagten ist bis zum 31. Juli 2021 von einem Nettoein-
kommen von jährlich CHF 19'261.00, den vom Berufungskläger zu bezahlenden Ali-
menten in Höhe von CHF 29'400.00, Kosten für die Drittbetreuung von CHF 2'400.00 
sowie dem Kinderabzug von CHF 6'000.00 (Kanton) bzw. CHF 6'500.00 (Bund) aus-
zugehen. Gemäss dem Online-Steuerrechner hat die Berufungsbeklagte basierend 
auf dem steuerbaren Einkommen von CHF 40'291.00 (Kanton) bzw. rund 
CHF 39'791.00 (Bund) und unter Anwendung des Verheiratetentarifs Einkommens-
steuern von CHF 1'276.60 pro Jahr bzw. CHF 106.00 pro Monat zu entrichten.

Ab dem 1. August 2021 ist bei der Berufungsbeklagten von einem Nettoeinkommen 
von jährlich CHF 34'080.00, den vom Berufungskläger zu bezahlenden Alimenten in 
Höhe von CHF 19'800.00, Kosten für die Drittbetreuung von CHF 2'400.00 sowie 
dem Kinderabzug von CHF 6'000.00 (Kanton) bzw. CHF 6'500.00 (Bund) auszuge-
hen. Gemäss dem Online-Steuerrechner hat die Berufungsbeklagte basierend auf 
dem steuerbaren Einkommen von CHF 45'480.00 (Kanton) bzw. rund CHF 44'980.00 
(Bund) und unter Anwendung des Verheiratetentarifs Einkommenssteuern von 
CHF 2'337.70 pro Jahr bzw. CHF 195.00 pro Monat zu entrichten.

6.2.2. Die Kosten für die externe Kinderbetreuung, welche von der Vorinstanz auf 
CHF 200.00 veranschlagt wurden, sind unbestritten und daher auf der Bedarfsseite 
der Berufungsbeklagten zu berücksichtigen.

6.2.3. Zusammenfassend beläuft sich der monatliche Bedarf der Berufungsbeklagten 
und des gemeinsamen Sohnes A._____ auf Total CHF 3'546.00 (bis zum 31. Juli 
2021) bzw. CHF 3'835.00 (ab dem 1. August 2021), bestehend aus einem Grundbe-
trag der Berufungsbeklagten von CHF 1'350.00, einem solchen des Kindes von 
CHF 400.00 (bis zum 31. Juli 2021) bzw. CHF 600.00 (ab dem 1. August 2021), 
Wohnungskosten (inkl. Nebenkosten und Parkplatz) von CHF 1'490.00, Kosten für 
externe Kinderbetreuung von CHF 200.00 sowie Steuern von CHF 106.00 (bis zum 
31. Juli 2021) bzw. CHF 195.00 (ab dem 1. August 2021). 

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7. Aufgrund des vorstehend Gesagten ergibt sich die folgende Unterhaltsberech-
nung: 

Bis 31. Juli 2021:

 Ehemann  Ehefrau und 
Kind

gemeinsames Einkommen CHF 6’508.60
gemeinsamer Bedarf CHF 6'110.00
Einkommensüberschuss CHF 398.60
Bedarf CHF 2’564.00 CHF 3’546.00
Anteile Einkommensüberschuss 40:60 CHF 159.44 CHF 239.16
Anspruch CHF 2’723.44 CHF 3’785.16
Eigeneinkommen CHF 1’387.60
Gesamtunterhaltsbeitrag Ehefrau und Kind CHF 2’397.56
Unterhaltsbeitrag Ehefrau (CHF 2’397.56 ./. CHF 
850.00)

CHF 1’547.56

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Ab 1. August 2021 bis 31. Juli 2027:

 Ehemann  Ehefrau und 
Kind

gemeinsames Einkommen CHF 7’741.00
gemeinsamer Bedarf CHF 6’562.00
Einkommensüberschuss CHF 1'179.00
Bedarf CHF 2'727.00 CHF 3’835.00
Anteile Einkommensüberschuss 40:60 CHF 471.60 CHF 707.40
Anspruch CHF 3’198.60 CHF 4’542.40
Eigeneinkommen CHF 2’620.00
Gesamtunterhaltsbeitrag Ehefrau und Kind CHF 1'922.40
Unterhaltsbeitrag Ehefrau (CHF 1'922.40 ./. CHF 
850.00)

CHF 1’072.40

Aus den voranstehenden Tabellen ergibt sich für die erste Phase, d.h. bis zum 
31. Juli 2021, dass die Berufungsbeklagte gegenüber dem Berufungskläger einen 
Anspruch auf nachehelichen Unterhalt im Umfang von gerundet CHF 1'547.60 hat, 
während die Vorinstanz ihr einen solchen von CHF 1'600.00 zusprach. Dabei ist es 
zu belassen, da die Vorinstanz in ihrer Berechnung offensichtlich vergass, das vor-
eheliche Kind zu berücksichtigen und die Berufungsbeklagte auch für dieses aufzu-
kommen hat.

Ab 1. August 2021 bis 31. Juli 2027 beträgt der zu bezahlende nacheheliche Unter-
halt gemäss voranstehender Berechnung des Kantonsgerichts von Graubünden CHF 
1’072.40. Aufgrund des Verbots der reformatio in peius und der Dispositionsmaxime 
bildet der Entscheid des Vorderrichters, in welchem der Berufungskläger zur Bezah-
lung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrages in Höhe von CHF 800.00 an die Beru-
fungsbeklagte verpflichtet wurde, sowohl was den Betrag als auch die Dauer anbe-
langt, die Obergrenze. 

Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen.

8.1. Zu regeln verbleiben die Kosten des Berufungsverfahrens. Bei diesem Verfah-
rensausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, welche in Anwendung von 
Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ, BR 
320.210) auf CHF 6'000.00 festgesetzt werden, nach Massgabe von Art. 106 Abs. 1 
ZPO zu Lasten des Berufungsklägers. Beiden Parteien wurde mit Verfügungen der 
damaligen Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. April 2016 (vgl. ZK1 16 51 und 
ZK1 16 73) die unentgeltliche Rechtspflege (nachfolgend URP) erteilt und lic. iur. 
HSG Hermann Just (für den Berufungskläger) und lic. iur. Elisabeth Blumer (für die 
Berufungsbeklagte) zum Rechtsbeistand im Sinne von Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO be-
stellt. Daher gehen die dem Berufungskläger auferlegten Gerichtskosten in Höhe von 
CHF 6'000.00 nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden 

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und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung 
durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO.

8.2. Da der Berufungskläger unterliegt, wird sein unentgeltlicher Rechtsbeistand 
vom Kanton angemessen entschädigt (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO).

Beide Rechtsvertreter wurden in den jeweiligen Verfügungen der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer vom 14. April 2016 (vgl. ZK1 16 51 und ZK1 16 73) aufgefordert, innert 
10 Tagen nach Beendigung des Schriftenwechsels bzw. spätestens an der mündli-
chen Hauptverhandlung eine detaillierte und tarifgemässe Honorarnote einzureichen. 
Mit Schreiben vom 6. September 2018 (act. D.10) reichte lic. iur. HSG Hermann Just 
seine Honorarnote ein und machte einen Aufwand von 17.45 Stunden zu einem 
Stundenansatz von CHF 250.00 geltend, d.h. insgesamt CHF 4'841.65 (inkl. Mwst. 
und Auslagen). Mit Schreiben vom 10. September 2018 (act. D.11) teilte ihm der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts mit, dass das Kantonsgericht 
seinen Entscheid am 30. August 2018 gefällt habe und dass zu diesem Zeitpunkt 
auch die mit Verfügung vom 14. April 2016 (ZK1 16 51) angesetzte Frist für die Ein-
reichung der Kostennote längst abgelaufen sei. Mangels rechtzeitig eingereichter 
Honorarnote hatte das Kantonsgericht die Entschädigung des Rechtsvertreters nach 
Ermessen festzusetzen. Lic. iur. HSG Hermann Just wird in Anwendung des redu-
zierten Stundenansatzes von CHF 200.00 (Art. 5 der Honorarverordnung [HV; BR 
310.250]) mit pauschal CHF 3'500.00 (inkl. Spesen und MwSt.) vom Kanton 
Graubünden entschädigt.

8.3. Die unentgeltliche Rechtspflege befreit nicht von der Bezahlung einer Partei-
entschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 2 und Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO), 
weshalb der unentgeltlich prozessführende und unterliegende Berufungskläger der 
Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung zu bezahlen hat.

Mangels eingereichter Honorarnote hat das Kantonsgericht den Aufwand von lic. iur. 
Elisabeth Blumer zu schätzen, wobei bezüglich der Anwaltstarife im Kanton 
Graubünden die Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältin-
nen und Rechtsanwälte (HV) massgebend ist. Als üblich gilt ein Stundenansatz zwi-
schen CHF 210.00 und CHF 270.00 (Art. 3 Abs. 1 HV). Aufgrund des Fehlens einer 
Honorarvereinbarung kann praxisgemäss lediglich der mittlere Stundenansatz von 
CHF 240.00 zugestanden werden. Damit ergibt sich bei einem geschätzten Aufwand 
von rund 5 Stunden à CHF 240.00 ein Honorar von rund CHF 1'350.00 (inkl. 3% 
Spesen und 8% MwSt.).

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Schliesslich bleibt noch für den Fall, dass sich die Parteientschädigung als unein-
bringlich erweist, die vom Kanton aus der Gerichtskasse zu bezahlende Entschädi-
gung festzulegen (vgl. Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Da der kostenpflichtigen Partei 
vorliegend ebenfalls die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, gilt die von 
ihr zu leistende Parteientschädigung in der Regel zum vornherein als uneinbringlich 
(Alfred Bühler; in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zi-
vilprozessordnung, Bd. I, Art. 1-149 ZPO, Bern 2012, N 67 zu Art. 122 ZPO; Lukas 
Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar, Zürich 2011, N 19 zu Art. 122 ZPO). Ausgehend von dem auch der Par-
teientschädigung zugrundeliegenden Zeitaufwand von 5 Stunden und einem redu-
zierten Stundenansatz von CHF 200.00 (Art. 5 HV) ergibt sich ein Honoraranspruch 
von CHF 1'150.00 (inkl. 3% Spesen und 8% MwSt.), welcher aus der Gerichtskasse 
zu leisten ist. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung im ent-
sprechenden Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 6'000.00 festgesetzt 
und gehen zu Lasten von X._____. 

   b) X._____ hat Y._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
von CHF 1'350.00 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird die Rechtsvertreterin von Y._____, lic. iur. Elisabeth Blumer, gestützt auf 
die mit Verfügung der damaligen Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
14. April 2016 2016 gewährte unentgeltliche Rechtspflege (ZK1 16 73) zu Las-
ten des Kantons Graubünden mit CHF 1'150.00 (inkl. Spesen und MwSt.) aus 
der Gerichtskasse entschädigt.

   c) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten gemäss Dispositivziffer 2.a) in Höhe 
von CHF 6'000.00 und die Kosten seiner Rechtsvertretung von CHF 3'500.00 
(inkl. Spesen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss 
Art. 123 ZPO gestützt auf die entsprechende Verfügung der damaligen Vorsit-
zenden der I. Zivilkammer vom 14. April 2016 (ZK1 16 51) zu Lasten des Kan-
tons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt. 

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung, kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:
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