# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2dba3f5-cf9a-5ff3-b9cc-5a8cfd4abe20
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.09.2011 A-8451/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-8451-2010_2011-09-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung I
A­8451/2010

U r t e i l   v om   2 0 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz),
Richterin Marianne Ryter Sauvant, Richter Lorenz 
Kneubühler,
Gerichtsschreiberin Mia Fuchs.

Parteien X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gian Sandro Genna, 
Beschwerdeführer,

gegen

Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen im Bereich 
Informations­ und Objektsicherheit (IOS), 
Papiermühlestrasse 20, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Personensicherheitsprüfung.

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Seite 2

Sachverhalt:

A. 
X._______ arbeitet seit 2006  in der Abteilung A._______  im Bundesamt 
B._______. Per 1. Juli 2009 wurde er zum Chef der Abteilung A._______ 
[...]  ernannt.  Vor  Antritt  seiner  neuen  Funktion  wurde  er  einer 
Personensicherheitsprüfung  unterzogen,  die  am  8. April  2009  zu  einer 
positiven Risikoverfügung führte. Nachdem aufgrund von Zeitungsartikeln 
Grund  zur  Annahme  bestanden  hatte,  dass  seit  der  Sicherheitsprüfung 
neue  Risiken  entstanden  waren,  beantragte  die  für  die  Einleitung  der 
Prüfung  zuständige  Stelle,  der  Personaldienst  des  Bundesamtes,  im 
Sommer  2010  deren  Wiederholung.  X._______  stimmte  der 
Sicherheitsprüfung  am  11. August  2010  zu  und  ermächtigte  die 
Fachstelle  für  Personensicherheitsprüfungen  im  Bereich  Informations­ 
und  Objektsicherheit  (Fachstelle  IOS,  neu  zuständig:  Fachstelle  für 
Personensicherheitsprüfungen  der  Bundeskanzlei,  nachfolgend: 
Fachstelle), die erforderlichen Daten gemäss Art. 20 des Bundesgesetzes 
vom  21. März  1997  über  Massnahmen  zur  Wahrung  der  inneren 
Sicherheit (BWIS, SR 120) zu erheben.

B. 
Am  9. September  2010  wurden  X._______  sowie  seine  Partnerin 
Y._______  durch  zwei  Mitarbeitende  der  Fachstelle  persönlich  befragt. 
Am  22. September  2010  erfolgte  eine  Anschlussbefragung  von 
X._______.

C. 
Mit Schreiben vom 1. Oktober 2010 brachte die Fachstelle X._______ zur 
Kenntnis, dass sie beabsichtige, eine Risikoverfügung mit Auflagen oder 
eine  negative  Risikoverfügung  zu  erlassen.  Nach  Würdigung  aller 
erhobenen  Daten  komme  sie  zum  Schluss,  es  bestehe  ein  erhöhtes 
Sicherheitsrisiko.

Die  Fachstelle  gab  X._______  Gelegenheit,  zu  den  gemachten 
Ausführungen  schriftlich  Stellung  zu  nehmen.  Davon machte  dieser mit 
Schreiben vom 12. Oktober 2010 Gebrauch.

D. 
Am  4. November  2010  erliess  die  Fachstelle  eine  negative 
Risikoverfügung, wonach X._______ als Sicherheitsrisiko erachtet werde 
(Ziff. 1).  Von  seiner  Weiterverwendung  in  der  besonders 
sicherheitsempfindlichen Funktion als Chef der Abteilung A._______ sei 

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abzusehen (Ziff. 2). Zudem dürfe ihm kein Zugang zu Geheimnissen der 
inneren  und  äusseren  Sicherheit  oder  zu  Informationen,  deren 
Aufdeckung die Erfüllung wesentlicher Aufgaben des Bundes gefährden 
könne  (Ziff. 3),  sowie  zu  VERTRAULICH  oder  GEHEIM  klassifizierten 
Informationen oder Materialien [...] gewährt werden (Ziff. 4).

E. 
Gegen  diese  Verfügung  erhebt  X._______  (Beschwerdeführer)  am 
8. Dezember  2010  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  und 
beantragt  deren  Aufhebung  sowie  den  Erlass  einer  positiven 
Risikoverfügung.  Eventualiter  sei  die  Verfügung  aufzuheben  und  die 
Angelegenheit  zu  neuer Sachverhaltsabklärung und neuer Verfügung  in 
der Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung bringt er 
im Wesentlichen vor, ihm werde einzig angelastet, dass er sich auf einer 
Geschäftsreise nach N._______ durch seine aus N._______ stammende, 
in  der  Schweiz  eingebürgerte  und  vollständig  integrierte  Partnerin  habe 
begleiten lassen und dass er intern Abklärungen über sie getroffen habe. 
Der Fachstelle scheine alleine der Bezug seiner Partnerin zu N._______ 
zu genügen, um ihr, wie auch ihm, ein Sicherheitsrisiko zu unterschieben.

F. 
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  21. März  2011  schliesst  die  Fachstelle 
(Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde. Entgegen dem Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  erscheine  schon  die  Tatsache,  dass  er  in 
Begleitung  seiner  aus  N._______  stammenden  Partnerin  auf 
Geschäftsreise  nach  N._______  ging,  fahrlässig  und  verstosse  gegen 
das  "Need  to  Know­Prinzip"  eines  verantwortungsvollen 
Geheimnisträgers,  wonach  klassifizierte  Informationen  nur  jenen 
Personen bekannt gegeben oder zugänglich gemacht werden dürfen, die 
davon Kenntnis haben müssen. Dass der Beschwerdeführer sich auf die 
Aussage  des  Leiters  der  Abteilung  C._______  verlassen  habe,  die 
Begleitung durch seine Partnerin verstosse gegen keine bundesinternen 
Vorschriften,  zeuge  zudem  von  seinem  Unvermögen,  eine  eigene 
Risikoeinschätzung in seiner Funktion als Chef der Abteilung A._______ 
vorzunehmen. Dasselbe gelte in Bezug auf die Abklärungen, die er über 
seine  Partnerin  habe  vornehmen  lassen.  Angesichts  der  bei  ihm 
vorhandenen  und  in  der  Risikoverfügung  dargelegten  Einschränkungen 
betreffend  Sensibilität /  Gefahrenbewusstsein /  Risikoverhalten,  der 
Vertrauenswürdigkeit  sowie  des  Reputationsverlusts /  Spektakelwerts, 
erfülle der Erlass einer negativen Risikoverfügung somit den Zweck, ein 
Sicherheitsrisiko im Sinne des BWIS zu vermeiden.

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G. 
Der Beschwerdeführer reicht am 21. April 2011 Schlussbemerkungen ein.

H. 
Auf  weitere  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  sich  bei  den  Akten 
befindlichen  Schriftstücke  wird –  soweit  entscheidrelevant –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  gemäss  Art. 31  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32) 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), sofern sie von Behörden erlassen wurden, die gemäss Art. 33 
VGG als Vorinstanzen gelten, und überdies keine Ausnahme nach Art. 32 
VGG  vorliegt.  Die  zum  Erlasszeitpunkt  der  Verfügung  zuständige 
Fachstelle  IOS  ist  eine  Organisationseinheit  des  Eidgenössischen 
Departements  für  Verteidigung,  Bevölkerungsschutz  und  Sport.  Sie 
gehört  somit  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  Bst. d  VGG  und  ist 
entsprechend  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Die 
Personensicherheitsprüfung  fällt  nicht  unter  die  Ausnahme  von  Art. 32 
Abs. 1  Bst. a  VGG  betreffend  das  Gebiet  der  inneren  und  äusseren 
Sicherheit  (vgl.  THOMAS  HÄBERLI,  in:  Marcel  Alexander  Niggli/Peter 
Uebersax/Hans  Wiprächtiger  [Hrsg.],  Basler  Kommentar  zum 
Bundesgerichtsgesetz,  Basel  2008,  Art. 83  Rz. 24  sowie  HANSJÖRG 
SEILER, in: Hansjörg Seiler/Nicolas von Werdt/Andreas Güngerich [Hrsg.], 
Handkommentar  zum  Bundesgerichtsgesetz  [BGG],  Bern  2007,  Art. 83 
Rz. 17 mit weiteren Hinweisen). Das Bundesverwaltungsgericht  ist damit 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  richtet sich nach 
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.3. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur 
Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 

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Änderung hat. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen 
negativen Risikoverfügung zur Beschwerde legitimiert.

1.4.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  daher 
einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).

2. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich  mit 
uneingeschränkter  Kognition.  Es  überprüft  die  angefochtene  Verfügung 
auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der 
Ausübung  des  Ermessens –  sowie  auf  Angemessenheit  hin  (Art. 49 
VwVG).  Gerügt  werden  kann  mithin  auch  die  Unangemessenheit  einer 
Verfügung (Art. 49 Bst. c VwVG).

3. 
Ziel der Personensicherheitsprüfung  ist es, bei Personen, die eine nach 
Art. 19  Abs. 1  Bst.  a­e  BWIS  sensible  Arbeit  verrichten  oder  verrichten 
würden,  Sicherheitsrisiken  aufzudecken.  Nach  Art. 20  Abs. 1  BWIS 
werden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sicherheitsrelevante 
Daten  über  die  Lebensführung  der  betroffenen  Person  erhoben, 
insbesondere über  ihre engen persönlichen Beziehungen und  familiären 
Verhältnisse,  ihre  finanzielle  Lage,  ihre  Beziehungen  zum  Ausland  und 
Aktivitäten,  welche  die  innere  oder  die  äussere  Sicherheit  in 
rechtswidriger  Weise  gefährden  können.  Über  die  Ausübung 
verfassungsmässiger Rechte werden keine Daten erhoben. Gemäss dem 
Zweckartikel  von  Art. 1  BWIS  dient  das  Gesetz  der  Sicherung  der 
demokratischen  und  rechtsstaatlichen  Grundlagen  der  Schweiz  sowie 
dem Schutz der Freiheitsrechte  ihrer Bevölkerung. Der Bundesrat hat  in 
seiner  Botschaft  vom  7. März  1994  ausgeführt,  eine  der  heikelsten  und 
intensivsten Bedrohungen der inneren Sicherheit entstehe dann, wenn an 
besonders  wichtigen  Schlüsselpositionen  eingesetzte  Personen  Verrat 
übten,  gegen  den  Staat  selber  arbeiteten  oder  seine  Institutionen  auf 
rechtswidrige Art  verändern wollten. Es  sollten nur Personen eingesetzt 
werden,  die  nicht  erpressbar  seien  und  Gewähr  böten,  das  ihnen 
entgegengebrachte Vertrauen nicht zu missbrauchen (BBl 1994 II 1147). 
Als  Sicherheitsrisiken  im  Sinne  des  BWIS  gelten  insbesondere 
Terrorismus,  verbotener  Nachrichtendienst,  gewalttätiger  Extremismus, 
kriminelle Handlungen, Korruption, finanzielle Probleme, Abhängigkeiten, 
Erpressbarkeit  und  exzessiver  Lebenswandel  (vgl.  Urteile  des 

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Bundesverwaltungsgerichts A­6275/2010 vom 27. April 2011 E. 3 und A­
103/2010 vom 29. November 2010 E. 3 mit weiteren Hinweisen).

4. 
Am  1. April  2011  ist  die  Verordnung  vom  4. März  2011  über  die 
Personensicherheitsprüfungen  (PSPV,  SR  120.4)  in  Kraft  getreten. 
Gemäss  der  Übergangsbestimmung  von  Art. 32  Abs. 3  PSPV  gilt  für 
Personensicherheitsprüfungen,  die  vor  dem  Inkrafttreten  dieser 
Verordnung  eingeleitet  worden  sind,  das  bisherige  Recht.  Auf  den 
vorliegenden  Fall  findet  demnach  noch  die  Verordnung  vom 
19. Dezember 2001 über die Personensicherheitsprüfungen (aPSPV, AS 
2002 377) Anwendung.

5. 
Gemäss  Art. 19  Abs. 1  aPSPV  wird  die  Sicherheitsprüfung  spätestens 
nach fünf Jahren wiederholt u.a. bei Bundesangestellten, die nach Art. 12 
Abs. 1 Bst. b aPSPV regelmässig Zugang zu Geheimnissen der  inneren 
oder  der  äusseren  Sicherheit  oder  zu  Informationen  haben,  deren 
Aufdeckung die Erfüllung wesentlicher Aufgaben des Bundes gefährden 
könnte.  Hat  die  ersuchende  Stelle  Grund  anzunehmen,  dass  seit  der 
letzten  Prüfung  neue  Risiken  entstanden  sind,  insbesondere  vor  einer 
militärischen Beförderung, der Übernahme neuer Aufgaben sowie bei  im 
Ausland  einzusetzendem Personal,  kann  sie  vor  Ablauf  dieser  Frist  bei 
der  Fachstelle  eine  Prüfungswiederholung  einleiten  (Art. 19  Abs. 3 
aPSPV). 

Von der Möglichkeit, die Sicherheitsprüfung vorzeitig zu wiederholen, hat 
die  ersuchende  Stelle  vorliegend  mit  Schreiben  vom  11. August  2010 
Gebrauch  gemacht.  Ausschlag  dazu  gaben  offenbar  ein  Zeitungsartikel 
[...]  betreffend  die  Nebentätigkeit  der  Partnerin  des  Beschwerdeführers 
[...]  sowie  über  die  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  von  seiner 
Partnerin auf eine Geschäftsreise nach N._______ begleitet worden sei. 
Für  die  ersuchende  Stelle  waren  damit  die  Voraussetzungen  für  die 
Durchführung einer erneuten Personensicherheitsprüfung gegeben.

6. 

6.1.  Vorweg  ist  festzuhalten,  dass  gemäss  Rechtsprechung  bei  der 
Personensicherheitsprüfung –  entgegen  der  Ansicht  des 
Beschwerdeführers –  nicht  nur  aufgrund  "harter"  Fakten  entschieden 
werden kann. Vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass es sich bei 

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den aus den erhobenen Daten gezogenen Schlussfolgerungen auch um 
Annahmen und Vermutungen im Sinne einer Einschätzung handeln kann. 
Es geht darum, eine Risikoeinschätzung vorzunehmen, welche aufgrund 
von Erhebungen gemacht wird. Überprüft werden kann einerseits, ob die 
getätigten  Erhebungen  auf  zulässige Weise  erfolgten  und  andererseits, 
ob die erhobenen Daten anschliessend korrekt gewürdigt wurden  (Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6275/2010  vom  27. April  2011  E. 6.3 
mit Hinweisen).

6.2.  Zudem  ist  nicht  massgebend,  ob  den  Beschwerdeführer  am 
Vorliegen  eines  allfälligen  Sicherheitsrisikos  ein  Verschulden  trifft  oder 
nicht. Auch dürfen in die Beurteilung des Sicherheitsrisikos keine sozialen 
Überlegungen  einfliessen.  Nicht  relevant  ist  weiter  die  Qualität  der 
Arbeitsleistung des Beschwerdeführers. Soziale Aspekte und die positive 
Arbeitsleistung  des  Beschwerdeführers  können  hingegen  vom 
Arbeitgeber  beim  Entscheid  über  die  Form  der  Weiterbeschäftigung 
mitberücksichtig  werden,  zumal  dieser  gemäss  Art. 21  Abs. 4  Satz 2 
BWIS  nicht  an  die  Beurteilung  der  Fachstelle  gebunden  ist  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­6275/2010  vom  27. April  2011  E. 6.1  mit 
Hinweisen).

6.3.  Schliesslich  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Bejahung  eines 
relevanten  Sicherheitsrisikos  im  Sinne  des  BWIS  auch  aufgrund  der 
Summe  mehrerer  Risikoquellen  gerechtfertigt  sein  kann,  selbst  wenn 
einzelne  davon  für  sich  genommen  kein  relevantes  Sicherheitsrisiko 
darstellen  würden  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­4673/2010 
vom 7. April 2011 E. 6 und A­802/2007 vom 3. Dezember 2007 E. 7 mit 
Hinweisen).

7. 
Im  Rahmen  der  Beurteilung,  ob  der  Beschwerdeführer  ein  erhöhtes 
Sicherheitsrisiko im Sinne des BWIS darstellt, ist als erstes seine genaue 
Funktion  bzw.  deren  Sicherheitsempfindlichkeit  zu  prüfen.  Je  höher  die 
Sicherheitsempfindlichkeit ist, desto eher liegt ein Sicherheitsrisiko vor.

[Zuständigkeitsbereich  der  Abteilung  A._______]  Der  Beschwerdeführer 
hat  in  seiner  Funktion  als  Chef  der  Abteilung  A._______  [...] 
regelmässigen  Zugang  zu  Geheimnissen  der  inneren  oder  äusseren 
Sicherheit  oder  zu  Informationen,  deren  Aufdeckung  die  Erfüllung 
wesentlicher Aufgaben des Bundes gefährden könnte. Die Funktion des 
Beschwerdeführers  ist  somit  von  der  Vorinstanz  zu  Recht  als  äusserst 

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sicherheitsempfindlich,  politisch  heikel  und  verantwortungsvoll  erachtet 
worden, weshalb sie – was auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten 
wird – als in hohem Masse sicherheitsempfindlich einzustufen ist.

8. 
Die  Vorinstanz  rügt  zunächst  die  durch  den  Beschwerdeführer 
veranlasste Sicherheitsabklärung seiner Partnerin und erkennt in diesem 
Vorgehen ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

8.1.  Sie  macht  geltend,  von  Amtes  wegen  getätigte  Abklärungen,  die 
aufgrund  privater  Beziehungen  des Chefs  vorgenommen würden,  seien 
höchst problematisch. Einerseits würden dadurch personelle Ressourcen 
der Abteilung A._______ gebunden, andererseits sei es fraglich, wieweit 
das  unterstellte  Personal  für  Abklärungen  des  privaten  Umfelds  des 
Chefs  überhaupt  beauftragt  werden  dürfe.  Obwohl  es  prinzipiell  nicht 
auszuschliessen sei, dass die Abklärung eines persönlichen Kontakts der 
Sicherheit der Institution dienen könne, dürfe nicht ausser Acht gelassen 
werden,  dass  auch  dieser  Schritt  mit  einem  Risiko  verbunden  sei  und 
demnach sicherheitsgefährdend gewertet werden könne – dies, wenn mit 
der  Sicherheitsmassnahme,  hier  der  Abklärung  aus  persönlichen 
Motiven, Grenzen bzw. persönliche Kompetenzen überschritten würden. 
Es  könne  offen  gelassen  werden,  ob  der  Beschwerdeführer  sich 
anlässlich  dieses  privaten  Auftrags  überhaupt  rechtmässig  verhalten 
habe;  einen  allfälligen  Amtsmissbrauch  abzuklären  sei  Aufgabe  des 
Arbeitgebers.  Bei  seiner  Stellung  müsse  aber  davon  ausgegangen 
werden,  dass  er  über  die Möglichkeiten  und Gefahren  bzw.  die Rechte 
und Pflichten seiner Funktionsausübung Bescheid wisse und diese auch 
adäquat und situationsgerecht  beurteile. Dass er Mitarbeitende mit  dem 
Überprüfungsauftrag  zudem  dem Druck  ausgesetzt  habe,  es  dem Chef 
recht  zu  machen,  und  diese  damit  in  private  Angelegenheiten 
hineingezogen  habe,  komme  erschwerend  hinzu.  Er  habe  hier  bewusst 
private und berufliche  Interessen  in nicht  tolerierbarer Art vermischt und 
sei gesteuert durch persönliche Motive ein erhebliches Sicherheitsrisiko, 
auch im politischen Sinne, eingegangen.

8.2.  Der  Beschwerdeführer  wendet  dagegen  ein,  es  sei  klar,  dass  bei 
einem  hohen Amtsträger  in  einer  sicherheitsrelevanten  Funktion  private 
Beziehungen  per  se  problematisch  sein  bzw.  direkte  oder  indirekte 
Auswirkungen auf das berufliche Umfeld haben könnten. Es sei deshalb 
unbedingt notwendig, dass derartigen Funktionsträgern zugebilligt werde, 
[...]  Möglichkeiten  dafür  zu  nutzen,  das  Umfeld  ihrer  privaten 

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Beziehungen abzuklären. Man könne ihm also nicht einerseits vorwerfen, 
es  mangle  ihm  an  Sensibilität  und  Risikobewusstsein,  und  ihm  aber 
andererseits einen Missbrauch seiner Amtsstellung unterschieben, wenn 
er  gerade  diese  Sensibilität  und  dieses  Risikobewusstsein  durch  den 
gezeigten  Tatbeweis  an  den  Tag  lege.  Sein  Vorgehen  könne  deshalb 
nicht als Kompetenzüberschreitung und schon gar nicht als Graubereich 
zum  Amtsmissbrauch  bezeichnet  werden,  wie  dies  die  Vorinstanz  tue. 
Die  Abklärungen  seien  nicht  einfach  privater  Natur  gewesen,  sondern 
hätten einen unmittelbaren Bezug zu seiner beruflichen Stellung gehabt 
und  seien  damit  unmittelbar  im  Interesse  seiner Amtsstelle  und  letztlich 
auch  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  gelegen.  Die 
Sicherheitsabklärungen  seien  daher  aufgrund  seiner  Funktion  geradezu 
geboten  gewesen.  Sie  seien  im  Übrigen  durchwegs  negativ  verlaufen, 
weshalb  er  habe  sicher  sein  können,  dass  seine  private  Beziehung  zu 
seiner  Partnerin mit  seiner  beruflichen Position  voll  und  ganz  vereinbar 
sei, kein Sicherheitsrisiko darstelle und er sie mit gutem Gewissen auf die 
Geschäftsreise mitnehmen könne.

8.3.  Das  BWIS  sieht  vor,  dass  an  wichtigen  Schlüsselstellen  nur 
Personen  eingesetzt  werden  sollen,  die  nicht  erpressbar  sind  und 
Gewähr  bieten,  das  ihnen  entgegengebrachte  Vertrauen  nicht  zu 
missbrauchen  (vgl.  E. 3  hiervor).  Das  Gesetz  bezweckt,  bei  einer 
möglichst  kleinen  Zahl  betroffener  Personen  in  besonders  wichtigen 
Schlüsselstellen Sicherheitsprüfungen durchzuführen  (vgl. Botschaft  des 
Bundesrates,  BBl  1994  II  1147 f.).  Die  Abklärungen  dienen  somit  der 
Überprüfung  von  Personen,  denen  aufgrund  ihrer  Funktion  eine 
besonders  vertrauensvolle  Stellung  zukommt.  Es  ist  dabei  stets  eine 
Abwägung  zu  treffen  zwischen  der  Sicherheitsempfindlichkeit  der 
Funktion  (vorne E. 7)  und dem konkreten Sicherheitsrisiko,  das  von der 
betroffenen Person ausgeht. Insofern sind die jeweilige Funktion wie auch 
das  der  betroffenen  Person  Vorgehaltene  relevant.  So  macht  es  etwa 
einen  Unterschied,  ob  ein  wegen  mehrfachen  Missbrauchs  einer 
Datenverarbeitungsanlage Verurteilter erneut  im Finanzbereich tätig sein 
soll  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­103/2010  vom 
29. November  2010)  oder  eine  im  Reinigungsdienst  angestellte  Person 
sich  (vor  mehreren  Jahren)  des  Besitzes  und  Konsums  unerlaubter 
Betäubungsmittel  sowie  der  Begünstigung  schuldig  gemacht  hat  (vgl. 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts A­705/2007 vom 6. August 2007). 
Je  heikler  eine  Funktion  ist,  desto  tiefer  ist  daher  die  Schwelle  für  ein 
Sicherheitsrisiko  anzusetzen  (siehe  bereits  vorstehende  E. 7).  Beim 
Beschwerdeführer  als  Chef  der  Abteilung  A._______  [...]  ist  die 

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Sicherheitsempfindlichkeit als sehr hoch einzustufen; mit anderen Worten 
liegt die Schwelle, um von einem Sicherheitsrisiko ausgehen zu müssen, 
verhältnismässig  tief.  Die  folgende  Beurteilung  hat  unter  diesem 
Gesichtspunkt zu erfolgen.

8.4. Durch den eigenmächtigen Auftrag zur Überprüfung seiner Partnerin 
wurden  nicht  nur  personelle  Ressourcen  der  Abteilung  A._______ 
abgezogen, sondern diese für letztlich rein private Zwecke gebunden. Der 
Beschwerdeführer bringt zwar vor, die Überprüfung habe sich einzig auf 
seine  Position  bezogen  und  sei  damit  im  Interesse  der  Sicherheit  des 
Arbeitgebers  bzw.  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  gelegen. 
Richtigerweise  ging  es  im  Ergebnis  aber  primär  um  ein  persönliches 
Interesse:  Der  Beschwerdeführer  wollte  sich  und  seine  Beziehung 
absichern.  Hätten  die  Abklärungen  problematische  Hinweise  oder 
Tatsachen  hervorgebracht,  hätte  er  sich  für  seine  Stelle  oder  seine 
Beziehung entscheiden müssen. Letztlich liegen die Abklärungen somit in 
privaten Gründen des Beschwerdeführers und das von ihm vorgebrachte 
öffentliche Interesse erscheint als vorgeschobene Schutzbehauptung. Mit 
seinem Vorgehen hat der Beschwerdeführer daher nicht das genügende 
Mass an Sensibilität an den Tag gelegt, das von einer Person  in seiner 
Funktion  erwartet  wird.  Hinzu  kommt,  dass  er  offenbar  zwar  realisierte, 
dass seine neue Beziehung nicht unproblematisch sein könnte. Statt aber 
die  naheliegende  Konsequenz  zu  ziehen,  ohne  Begleitung  nach 
N._______ zu  reisen,  liess er seine Partnerin überprüfen und nahm sie, 
nachdem  die  Abklärungen  unbedenklich  ausfielen,  mit.  Der 
Beschwerdeführer hat damit die von ihm in seiner beruflichen Funktion zu 
erwartende  Sensibilität  missen  lassen  und  sich  insofern  nicht  nur 
ungeschickt,  sondern  unvorsichtig  verhalten.  Es  kann  an  dieser  Stelle 
offen  bleiben,  ob  sein  Verhalten  gar  als  amtsmissbräuchlich  zu 
qualifizieren ist, zumal dies – wie die Frage allfälliger personalrechtlicher 
Konsequenzen –  nicht  Streitgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens 
bildet. Im Übrigen braucht im Rahmen von Personensicherheitsprüfungen 
keine  kriminelle  Handlung  vorzuliegen,  um  von  einem  Sicherheitsrisiko 
ausgehen  zu  müssen.  Vielmehr  kann  auch  ein  strafrechtlich  nicht 
relevantes Verhalten, das aber etwa an der nötigen Sensibilität oder der 
Vertrauenswürdigkeit missen lässt, zum selben Ergebnis führen.

Die  mangelnde  Sensibilität  des  Beschwerdeführers,  die  ihn  dazu 
veranlasst hat, seine Partnerin einer Überprüfung zu unterziehen, mag für 
sich alleine noch nicht unbedingt  für ein grosses Risiko sprechen.  Indes 
können, selbst wenn einzelne Risiken für sich genommen kein relevantes 

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Sicherheitsrisiko  darstellen,  die  Gesamtheit  mehrerer  Risikoquellen  die 
Bejahung eines relevanten Sicherheitsrisikos rechtfertigen (vorne E. 6.3). 
Die  Gesamtheit  der  dem  Beschwerdeführer  anzulastenden  Vorgehen 
(siehe sogleich nachstehende Erwägungen) genügen demnach, ihm eine 
eingeschränkten  Eignung  zu  attestieren.  Die  Vorinstanz  hat  die 
Überprüfung der neuen Partnerin durch den Beschwerdeführer daher zu 
Recht bemängelt.

9. 
Weiter  hat  die  Vorinstanz  ein mögliches  Sicherheitsrisiko  im  Sinne  des 
BWIS  unter  dem  Titel  "Sensibilität /  Gefahrenbewusstsein / 
Risikoverhalten" geprüft.

9.1.  Sie  macht  geltend,  obwohl  es  grundsätzlich  nicht  verboten  sein 
möge, sich von der Partnerin auf Geschäftsreisen begleiten zu lassen, sei 
es  in  keiner  Weise  der  Situation  angemessen  und  schon  gar  nicht 
erforderlich  gewesen,  die  aus  N._______  stammende  Partnerin  des 
Beschwerdeführers  an  ein  Treffen  mit  Kollegen  aus  N._______ 
mitzunehmen,  selbst  wenn  diese  nicht  an  den  offiziellen 
Arbeitsgesprächen teilgenommen habe. Erschwerend komme hinzu, dass 
der  Beschwerdeführer  seine  Partnerin  zu  jenem  Zeitpunkt  gerademal 
einige wenige Monate gekannt habe. Der Entscheid, sie nach N._______ 
mitzunehmen, werde daher als höchst problematisch,  risikoreich und  im 
weitesten Sinne staatsgefährdend beurteilt. Der Beschwerdeführer habe 
mit  diesem  Entscheid  ein  äusserst  mangelhaftes  Gefahrenbewusstsein 
an den Tag gelegt und die notwendige Sensibilität auf diesem Niveau arg 
vermissen  lassen,  was  mit  der  Funktion  als  Chef  der  Abteilung 
A._______ nicht  vereinbar  sei. Die Beziehung zu seiner Partnerin  stelle 
aufgrund  ihrer Beziehungen  [...]  und ausserberuflichen Aktivitäten  [...]  in 
Verbindung mit  der äusserst  sicherheitsempfindlichen Funktion als Chef 
der  Abteilung  A._______  eine  latente  Gefährdung  für  die 
Eidgenossenschaft dar. Potentiell gefährliche Kontakte und Verbindungen 
zu  N._______  und  im  Speziellen  auch  Beziehungen  zur  Mafia  seien 
ihrerseits  zwar  verneint  worden.  Im  Zusammenhang  mit  der 
Untermauerung  eines  nicht  zu  unterschätzenden  Restrisikos  würden 
die – nicht zuletzt wechselnden – Kontakte mit Personen aus N._______ 
jedoch durchaus an Relevanz gewinnen. Aus Sicht der Vorinstanz wäre 
es aufgrund der Funktion des Beschwerdeführers adäquat gewesen, auf 
eine  persönliche  Beziehung  mit  Y._______  zu  verzichten  oder  diese 
abzubrechen  [...].  Die  Beurteilung  des  Gefahrenbewusstseins  beziehe 
sich nicht per se auf die publizierten Zeitungsartikel, sondern vielmehr auf 

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die  dahinter  stehenden  Aspekte  und  Merkmale  der  Person  des 
Beschwerdeführers, die überhaupt eine solche Situation hätten entstehen 
lassen  können,  nämlich,  dass  dieser  als Chef  der  Abteilung A._______ 
die Gefahren, die durch seine Partnerin hätten generiert werden können 
und gegebenenfalls nach wie vor generierten, in Kauf genommen habe.

9.2. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, weder die Tatsache der 
Begleitung durch seine Partnerin an sich noch konkret die Tatsache der 
Begleitung  von Y._______ würden  einen Regelverstoss  oder  ein Risiko 
seinerseits  darstellen.  Insbesondere  liessen  sich  aus  den 
Lebensumständen  von  Y._______  keine  negativen  oder 
risikoimmanenten  Erkenntnisse  ableiten,  die  der  Reise  oder  der 
Beziehung  entgegen  gestanden  hätten.  Selbst  wenn –  was  bestritten 
werde –  bei  der  Geschäftsreise  nach  N._______  von  einem 
sicherheitsrelevanten  "Vorfall"  gesprochen  werden  könne,  müsse  dies 
insofern  gewertet  werden,  als  es  sich  um  einen  einzigen,  singulären 
Vorwurf  an  die  Adresse  des  Beschwerdeführers  handle.  In  der 
Risikoverfügung  vom  8. April  2009,  die  vor  Antritt  seiner  heutigen 
Funktion erlassen worden war, sei  ihm in Bezug auf die Sensibilität, das 
Gefahrenbewusstsein  und  das  Risikoverhalten  ein  tadelloses  Zeugnis 
ausgestellt worden. Zudem habe er seit Amtsantritt unbestritten tadellose 
Arbeit  geleistet  und  sich  insbesondere  kein  rechtlich  relevantes 
Fehlverhalten zuschulden kommen lassen.

9.3. Wie  bereits  dargelegt  (siehe  vorstehende  E. 3,  7  und  8.3),  besetzt 
der  Beschwerdeführer  in  seiner  Funktion  als  Chef  der  Abteilung 
A._______  [...]  eine  verantwortungsvolle  und  sensible Position  in  einem 
heiklen Bereich. Die Vorinstanz hat ihre Anforderungen an seine Stellung 
daher  zu  Recht  hoch  angesetzt  (siehe  E. 7  und  8.3).  Im  Zentrum  der 
vorliegenden  Überprüfung  stehen  insbesondere  die  Vorkommnisse  im 
Zusammenhang  mit  der  Geschäftsreise  nach  N._______.  Insofern  sind 
die Ergebnisse der ersten Risikoverfügung vom 8. April 2009, auf die sich 
der  Beschwerdeführer  beruft,  irrelevant,  zumal  sich  der  fragliche 
Sachverhalt  erst  danach  abgespielt  und  Anlass  zu  einer  neuerlichen 
Sicherheitsprüfung geboten hat.

In  Bezug  auf  die  Sensibilität,  das  Gefahrenbewusstsein  und  das 
Risikoverhalten  wurde  anlässlich  der  Befragungen  des 
Beschwerdeführers  durch  die  Vorinstanz  deutlich,  dass  dieser  sich  der 
Tragweite  seiner  Beziehung  zu  Y._______,  aber  auch  seines 
Verhaltens –  im Konkreten, dass er  sie mit auf die Geschäftsreise nach 

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N._______  genommen  hatte –  nicht  bewusst  war  und  dies  auch  im 
Nachhinein nicht zu sein scheint. Der Beschwerdeführer sah das Problem 
vorab darin, dass einer Zeitung  interne  Informationen zugespielt worden 
waren, welche diese veröffentlicht habe. Indes ist nicht der Umstand der 
Berichterstattung  über  die  Geschäftsreise,  sondern  die  Tatsache,  dass 
der Beschwerdeführer  seine Partnerin  auf  die Reise mitgenommen  hat, 
relevant.  Zwar  scheint  ihm  der  Gedanke  gekommen  zu  sein,  eine 
Beziehung zu einer aus N._______ stammenden Person könne in seiner 
Funktion Fragen aufwerfen – andernfalls hätte er keine Abklärungen über 
sie  tätigen  lassen –,  doch  sah  er,  nachdem  sie  intern  überprüft  worden 
war, keine weiteren Risiken oder Gefahren. Er hat somit die Problematik 
teilweise  zwar  erkannt,  daraus  aber  nicht  die  notwendigen  Schlüsse 
gezogen.  Somit  ist  ihm  letztlich  vorzuwerfen,  das Risiko  falsch  beurteilt 
resp. die möglichen Gefahren gar nicht erst erkannt zu haben (vgl. auch 
vorstehende E. 8.4).

Was  das  konkrete  Risiko  betrifft,  konnte  der  Beschwerdeführer  zum 
damaligen  Zeitpunkt,  das  heisst  Ende  Juni  2010,  nicht  ausschliessen, 
dass  seine Partnerin  eine Gefahr  für  ihn oder  seine Funktion darstellen 
könnte. Er hatte sie erst wenige Monate zuvor, im Januar 2010 in einem 
Café  [...]  angesprochen,  kennengelernt  und  seither –  seinen  Aussagen 
zufolge – im Wesentlichen eine Wochenendbeziehung geführt. In diesem 
Zusammenhang  ist,  entgegen  seiner  Ansicht,  die  Dauer  der 
Bekanntschaft  nicht  unwesentlich.  Zum  Zeitpunkt  der  Geschäftsreise 
kannte er sie lediglich knapp 5 Monate, zum Zeitpunkt der Reiseplanung 
sogar  noch  weniger  lang.  Es  kann,  insofern  ist  dem  Beschwerdeführer 
zuzustimmen,  nie  ausgeschlossen  werden,  dass  man  sich  in  einer 
Person  täuscht.  Doch  ist  das  Restrisiko  resp.  die  verbleibende 
Unsicherheit  unbestreitbar  grösser,  je  kürzer  eine  Beziehung  ist.  Die 
Vorinstanz hat daher zu Recht auf die Kürze der Bekanntschaft und die 
damit verbundene erhöhte Unsicherheit verwiesen.

Vor  diesem  Hintergrund  war  es  nicht  nur  naiv,  sondern  geradezu 
unverantwortlich, dass der Beschwerdeführer  lediglich auf seine Gefühle 
gehört  und  sich  mit  den  internen  Abklärungen  über  seine  Partnerin 
zufrieden  gegeben  und  aufgrund  dessen  jegliches  Gefahrenpotential 
ausgeschlossen  hat.  So  konnte,  entgegen  seiner  Annahme,  eine 
potentielle  Unsicherheit  in  Bezug  auf  die  Herkunft,  die  Beziehungen 
sowie  die  Vergangenheit  von  Y._______  nicht  ohne  Weiteres 
ausgeschlossen  werden.  Entscheidendes  Kriterium  ist  dabei  nicht  ihre 
ursprüngliche  Staatsangehörigkeit  als  solche,  sondern  sämtliche 

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Faktoren  des  vorliegenden  Falls,  namentlich  die  äusserst  sensible 
Funktion des Beschwerdeführers als Chef der Abteilung A._______  [...], 
die konkrete Geschäftsreise nach N._______, die noch verhältnismässig 
kurze  Beziehung  sowie  entscheidend  das Verhalten  und – worauf  noch 
näher einzugehen sein wird – die Einsicht des Beschwerdeführers.

Erschwerend kommt sodann hinzu, dass er seinen direkten Vorgesetzten 
[...] weder über die Abklärungen über seine neue Partnerin noch darüber, 
dass er sich von ihr auf Geschäftsreise begleiten lassen wollte, im Vorfeld 
orientierte.  Dabei  habe  dieser  offenbar,  wie  der  Beschwerdeführer 
anlässlich der Befragungen schilderte, die Türen stets offen und sei eine 
erfahrene, diplomatische Persönlichkeit, die ihm zu Rate gestanden wäre.

Des Weiteren konnte sich der Beschwerdeführer nicht darauf verlassen, 
es  sei  alles  bei  seiner  Ordnung,  wenn  niemand  etwas  sage.  In  der 
Befragung  gab  er  zu  Protokoll,  hätte  ihn  jemand  darauf  angesprochen, 
hätte er die Beziehung zu Y._______ eingestellt und/oder sich nicht durch 
sie  auf  die  Geschäftsreise  begleiten  lassen.  Der  Beschwerdeführer 
verkennt jedoch in seiner Argumentation, dass es nicht an Mitarbeitenden 
oder  Kollegen  liegt,  ihn  auf  eine  allfällige  Problematik  bezüglich  seiner 
privaten Beziehungen hinzuweisen,  sondern dies  vielmehr  ihm als Chef 
hätte bewusst  sein müssen.  Im Übrigen durfte er als Vorgesetzter  nicht 
davon  ausgehen,  dass  er  im  beruflichen  Umfeld,  das  heisst  von  ihm 
Unterstellten,  auf  dieses  Thema  angesprochen  würde.  Auch 
diesbezüglich wäre es an  ihm gelegen, sich bei Unsicherheiten von sich 
aus an seinen Vorgesetzten zu wenden.

All  diese  Erwägungen  lassen  sodann  vermuten,  dass  eine 
Wiederholungsgefahr nicht auszuschliessen ist. Massgebend ins Gewicht 
fällt  weniger  die Beziehung  zu Y._______  und  die Geschäftsreise  nach 
N._______,  als  die  mangelnde  Einsicht  in  die  Problematik  als  solches. 
Das Verständnis dafür, welche Risiken und Gefahren bestehen könnten, 
scheint  nicht  vorhanden  zu  sein.  Diese  Eigenschaft  des 
Beschwerdeführers  lässt sich nicht mit der Ausübung einer Funktion wie 
derjenigen  des  Chefs  der  Abteilung  A._______  [...]  vereinbaren. 
Anzumerken bleibt, dass diese Ausführungen auch in Bezug auf die vom 
Beschwerdeführer  in  Auftrag  gegebene  Überprüfung  seiner  Partnerin 
gelten. Wie gesehen, erscheint bereits deren Zulässigkeit als sehr fraglich 
(vorne  E. 8.4)  und  lässt  die  nötige  Sensibilität  des  Beschwerdeführers 
missen.

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Dem  Beschwerdeführer  ist  zwar  insofern  Recht  zu  geben,  als  seine 
tadellose Arbeitsleistung  für  die Beurteilung  seiner Vertrauenswürdigkeit 
nicht  gänzlich  unbedeutend  und  gebührend  mitzuberücksichtigen  ist. 
Dennoch gibt dies nur Auskunft darüber, ob er mit Bezug auf die Erfüllung 
seiner arbeitsvertraglichen Pflichten zuverlässig und vertrauenswürdig ist. 
Für die hier entscheidende Frage, ob er über die für die Verneinung eines 
Sicherheitsrisikos  im  Sinne  von  BWIS  und  PSPV  notwendige  Integrität 
und  Vertrauenswürdigkeit  verfügt,  ist  dies  nicht  von  vorrangiger 
Bedeutung  (siehe  bereits  vorne  E. 6.2  sowie  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­4673/2010  vom  7. April  2011  E. 6.5.4  mit 
Hinweis).

9.4. Es ist somit als Zwischenfazit festzuhalten, dass die Vorinstanz unter 
dem  Titel  "Sensibilität /  Gefahrenbewusstsein /  Risikoverhalten" 
richtigerweise ein Sicherheitsrisiko bejaht hat.

10.  Als  weiteres  Sicherheitsrisiko  prüfte  die  Vorinstanz  die 
Vertrauenswürdigkeit des Beschwerdeführers.

10.1.  In  diesem  Zusammenhang  sei  zu  beurteilen,  dass  der 
Beschwerdeführer  seinen  direkten  Vorgesetzten  [...]  weder  über  die 
Abklärungen  über  seine  Partnerin  noch  über  ihre  Begleitung  auf  die 
Geschäftsreise  informiert  habe.  Seine  Handlungen  genügten  nicht  den 
Anforderungen  an  ein  umsichtiges,  vorausschauendes  und 
verantwortungsbewusstes  Verhalten,  das  von  seiner  Funktion  erwartet 
werde.  Vom  Chef  der  Abteilung  A._______  werde  erwartet,  dass  die 
Sensibilität  gegenüber  sicherheitspolitischen  bzw.  die  Sicherheit 
betreffende  Geschäfte  nicht  durch  ein  "learning  by  doing"  erarbeitet 
werden müsse, sondern als Grundvoraussetzung der Funktion gelte. Das 
seiner  Amtsführung  entgegengebrachte  Vertrauen  sei  durch  seine 
eigenmächtigen  und  risikobehafteten  Handlungen  und  Entscheidungen 
arg strapaziert worden. Die Vertrauenswürdigkeit werde daher insgesamt 
als eingeschränkt beurteilt.

10.2.  Der  Beschwerdeführer  vertritt  die  Ansicht,  durch  die 
Nichtinformation  seines  Vorgesetzten  keine  Kompetenzen  überschritten 
zu  haben.  Aus  heutiger  Sicht  würde  er  ihn  aber  vorgängig  informieren. 
Dieser  habe  ihm  sodann  mehrfach  das  Vertrauen  ausgesprochen.  Die 
Vorinstanz argumentiere diesbezüglich in offensichtlicher Unkenntnis der 
Sach­  und  Rechtslage.  Im  Übrigen  würde  es  sich  bei  einem 
Vertrauenskonflikt  ohnehin  um  eine  rein  personalrechtliche,  amtsinterne 

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Angelegenheit  handeln,  die  mit  der  hier  umstrittenen 
Personensicherheitsprüfung nichts zu tun habe.

10.3.  Unter  dem  Titel  "Vertrauenswürdigkeit"  ist  zu  prüfen,  ob  darauf 
vertraut  werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Ausübung 
seiner  Tätigkeit  loyal  zu  seiner  Aufgabe  steht  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­4673/2010  vom  7. April  2011  E. 6.5.2  mit 
Hinweis), mithin ob er Gewähr dafür bietet, das  ihm entgegengebrachte 
Vertrauen  nicht  zu  missbrauchen.  Entgegen  den  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers handelt es sich bei der Vertrauenswürdigkeit nicht um 
eine rein personalrechtliche Angelegenheit. Vielmehr ist diese gerade ein 
wesentliches  Element  zur  Beurteilung,  ob  von  einer  Person  ein 
Sicherheitsrisiko ausgeht (vgl. E. 3 hiervor).

Hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit ist vor allem zu beurteilen, dass der 
Beschwerdeführer ohne Kenntnis seines direkten Vorgesetzten einerseits 
seine  neue  Partnerin  überprüfen,  andererseits  sich  von  ihr  auf  eine 
Geschäftsreise  begleiten  liess. Ein  solches Vorgehen  stellt  unweigerlich 
das  entgegen  gebrachte  Vertrauen  in  Frage.  Der  Einwand  des 
Beschwerdeführers,  von  nun  an  bei  Unsicherheiten  stets  seinen 
Vorgesetzten  direkt  um Rat  zu  fragen,  vermag  daran  nichts  zu  ändern. 
Denn  zum  heutigen  Zeitpunkt  besteht  keine  Gewähr  dafür,  dass  diese 
Einsicht  auch  zu  konkreten  Verhaltensschritten  führt.  Wie  schon  unter 
dem  Titel  der  "Sensibilität /  Gefahrenbewusstsein /  Risikoverhalten" 
(soeben  E. 9.3)  dargelegt,  muss  mangels  spürbarer  Einsicht  des 
Beschwerdeführers  auch  diesbezüglich  von  einer  Wiederholungsgefahr 
ausgegangen werden.

10.4.  Die  Vorinstanz  hat  die  Vertrauenswürdigkeit  des 
Beschwerdeführers  in  seiner  heutigen  Funktion  demnach  zu  Recht  als 
eingeschränkt beurteilt.

11. 
Schliesslich  bejahte  die  Vorinstanz  auch  unter  dem  Titel 
"Reputationsverlust und Spektakelwert" ein Sicherheitsrisiko.

11.1. Die Abteilung A._______ als Institution des Bundes geniesse ein so 
genanntes  Institutionenvertrauen,  das  ihr  die  Bevölkerung 
entgegenbringe.  Vorliegend  sei  der  Zusammenhang  einer  konkreten 
Bedrohung  dieses  Institutionenvertrauens  durch  die  offensichtlichen 
Gefährdungen  durch  mangelnde  Sensibilität,  mangelhaftes 

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Gefahrenbewusstsein, das Eingehen vermeidbarer Risiken zum Nachteil 
der  Eidgenossenschaft  aus  persönlichen  Motiven  und  der 
eingeschränkten  Vertrauenswürdigkeit  konkret  gegeben.  Wie  schnell 
mögliche  Ungereimtheiten  medial  publik  würden,  sei  durch  die 
Veröffentlichung  des  Artikels  in  der  Zeitung  F._______  eindrücklich 
bewiesen.  Aussagen  wie  [...]  seien  in  diesem  Sinne  im  Kontext  des 
Spektakelwerts und des Reputationsverlusts zu beurteilen. Das Eintreten 
eines  zukünftigen  Ereignisses  werde  als  wahrscheinlich,  der  daraus 
entstehende Schaden als hoch erachtet. Es könne davon ausgegangen 
werden,  dass  bei  Weiterverwendung  des  Beschwerdeführers  das 
Departement  resp.  das  Bundesamt  kurz­  bis  mittelfristig  nachteilig 
belastet würden.

11.2.  Dagegen  wendet  der  Beschwerdeführer  ein,  sich  der  aufgrund 
seiner  Funktion  erhöhten  medialen,  öffentlichen  und  politischen 
Beobachtung  und  des  hohen  Schadenspotentials  bei  negativen 
Medienberichten  bewusst  zu  sein.  Bezüglich  des  ihm  vorgeworfenen 
Sachverhalts  müsse  jedoch  festgehalten  werden,  dass  sich  der 
Spektakelwert  sowie die öffentliche Verbreitung der Kurzmeldung  in der 
Zeitung  F._______  [...]  offensichtlich  in  engen  Grenzen  gehalten  habe. 
So  sei  die  Meldung  von  keiner  anderen  Zeitung  oder  Zeitschrift 
aufgenommen  oder  zitiert  worden.  Auch  seien  keine  negativen 
Reaktionen aus dem Kreis  der Mitarbeitenden der Abteilung A._______ 
bzw.  des  Bundesamtes,  aus  der  Öffentlichkeit  oder  der  Politik  bekannt 
geworden.  Auch  inhaltlich  sei  die  Meldung,  wonach  der  Chef  der 
Abteilung A._______ sich durch seine Partnerin auf eine Geschäftsreise 
nach  N._______  habe  begleiten  lassen,  von  objektiv  wenig 
spektakulärem Wert.  Somit  seien  weder  für  den  Beschwerdeführer,  die 
Abteilung  A._______  noch  die  Schweizerische  Eidgenossenschaft 
irgendwelche  Reputations­  oder  Schadensfolgen  zu  befürchten.  Zudem 
bestünden  keinerlei  greifbare  Anhaltspunkte  dafür,  dass  aufgrund  der 
bisher  tadellosen  Amtsführung  des  Beschwerdeführers  in  Zukunft 
irgendwelche Reputationsverluste eintreten könnten.

11.3.  Der  im  Eintretensfall  zu  beurteilende  negative  Medien­  oder 
Öffentlichkeitswert  ist  als  so  genannter  Spektakelwert  bekannt.  Bei  der 
Beurteilung des Spektakelwerts geht es nicht primär darum, den Staat vor 
allfälligen  Blamagen  zu  schützen.  Es  soll  vielmehr materieller  wie  auch 
immaterieller  Schaden  präventiv  abgewendet  und  so  das  störungsfreie 
Funktionieren der betroffenen  Institution bzw. der Eidgenossenschaft als 
solcher gewahrt werden. Die Annahme eines Sicherheitsrisikos  ist dann 

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gerechtfertigt,  wenn  ein  konkreter  Zusammenhang  zwischen  dem 
vorgeworfenen  Sicherheitsrisiko  und  der  dadurch  entstandenen 
Bedrohung  des  Institutionenvertrauens  gegeben  ist  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts A­103/2010 vom 29. November 2010 E. 5.3.6 
mit Hinweisen).

Die  Funktion  des  Beschwerdeführers  ist  unbestrittenermassen  einer 
grossen  öffentlichen  und  medialen  Aufmerksamkeit  unterworfen.  Sein 
berufliches  wie  privates  Verhalten  wird  von  der  Öffentlichkeit 
wahrgenommen  und  vermag  im  Falle  negativer  Geschehnisse  über 
grosses Schadenspotential zu verfügen. Nur schon aufgrund der Funktion 
des Beschwerdeführers ist daher bereits bei an sich harmlosen Vorfällen 
mit  Reaktionen  in  den  Medien  und  der  Öffentlichkeit  zu  rechnen.  Im 
Übrigen  ist,  entgegen  seiner  Meinung,  gerade  auch  in  der  Abteilung 
A._______ eine Reaktion ausgelöst worden; eine interne Person war mit 
der  Information  betreffend  die  begleitete  Geschäftsreise  an  die  Zeitung 
F._______  gelangt.  Auch  in  diesem  Zusammenhang  ist  das 
Risikobewusstsein des Beschwerdeführers, der davon überzeugt ist, dass 
in  der  Abteilung  A._______  niemand  etwas  gegen  ihn  habe,  nicht 
vorhanden.  Es  ist  daher  insgesamt  von  einer –  innen­  wie  auch 
aussenpolitisch –  sehr  sensiblen  Stellung  auszugehen.  Wie  gesehen, 
geht  es  im  Zusammenhang  mit  dem  Spektakelwert  und  des 
Reputationsverlusts nicht primär darum, die Schweiz vor einer allfälligen 
Blamage  zu  schützen,  sondern  um  die  präventive  Verhinderung  eines 
drohenden (vorliegend vor allem immateriellen) Schadens. Das Vorgehen 
des  Beschwerdeführers  in  der  vorliegenden  Angelegenheit  vermag 
zweifellos  das  Ansehen  der  Abteilung  A._______  arg  zu  strapazieren, 
weshalb  auch  diesbezüglich  von  einem  Sicherheitsrisiko  ausgegangen 
werden muss.

11.4.  Zusammenfassend  kann  somit  festgehalten  werden,  dass  der 
Angelegenheit  auch  Spektakelwert  zukommt  und  durch  die 
Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers  in seiner heutigen Funktion 
ein Reputationsverlust droht.

12. 
Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe seine Beweisanträge auf 
Zeugenbefragung  des  Leiters  der Abteilung C._______  und  des  Leiters 
der  Abteilung  D._______  zu  Unrecht  abgelehnt  und  damit  den 
Sachverhalt  unrichtig  bzw.  unvollständig  festgestellt.  Die  Zeugen  seien 
daher durch das Gericht einzuvernehmen.

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12.1.  Gemäss  Art. 12  VwVG  stellt  die  Behörde  den  Sachverhalt  von 
Amtes  wegen  fest  und  bedient  sich  nötigenfalls  verschiedener 
Beweismittel  wie  namentlich  Sachverständigengutachten.  Die  Behörde 
nimmt  die  ihr  angebotenen Beweise  ab, wenn  diese  zur Abklärung  des 
Sachverhaltes tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Die urteilende 
Behörde kann von einem beantragten Beweismittel dann absehen, wenn 
bereits  Feststehendes  bewiesen werden  soll, wenn  zum Voraus  gewiss 
ist,  dass  der  angebotene  Beweis  keine  wesentlichen  Erkenntnisse  zu 
vermitteln  vermag  oder  wenn  die  verfügende  Behörde  den  Sachverhalt 
auf  Grund  eigener  Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (antizipierte 
Beweiswürdigung;  BGE  131  I  153  E. 3  sowie  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.125 und 3.144).

12.2.  Die  Vorinstanz  gab  den  Beweisanträgen  nicht  statt,  mit  der 
Begründung,  dass einerseits  die Anhörungen keine neuen Erkenntnisse 
erbringen  würden,  da  der  Beschwerdeführer  das  Resultat  der 
Abklärungen und die Ansicht der Mitarbeitenden bereits dargelegt habe, 
und  andererseits  die  erfolgte  Datenerhebung  rechtsgenügend 
abgeschlossen worden sei. An dieser Feststellung ist nichts auszusetzen, 
vielmehr  gilt  dasselbe  auch  für  das  Verfahren  vor 
Bundesverwaltungsgericht.  Es  ist  nicht  ersichtlich,  welche  neuen 
Erkenntnisse durch die Zeugenbefragungen gewonnen werden könnten. 
Über  die  hier  wesentliche  Beurteilung  der  Persönlichkeit  des 
Beschwerdeführers  jedenfalls  geben  sie  keine  neuen  Aufschlüsse, 
weshalb  dessen  Beweisanträge  in  antizipierter  Beweiswürdigung 
abzuweisen sind.

13. 

13.1.  Die  Vorinstanz  ist  bei  ihrem  Entscheid  wie  jede 
Verwaltungsbehörde  an  den  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit 
gebunden (vgl. Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]).  Da  eine 
Personensicherheitsprüfung  und  insbesondere  eine  erweiterte 
Sicherheitsprüfung  mit  Befragung  (vgl.  Ar. 11  aPSPV)  einen  schweren 
Eingriff  in  die  Privatsphäre  des  Betroffenen  darstellt,  ist  auch  Art. 36 
Abs. 3  BV  zu  beachten,  wonach  Einschränkungen  von  Grundrechten 
verhältnismässig  sein  müssen.  Das  Vorgehen  der  Vorinstanz  muss 
demnach  im Hinblick  auf  das  im  öffentlichen  Interesse  angestrebte  Ziel 
geeignet und erforderlich sein; es hat zu unterbleiben, wenn eine gleich 

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geeignete,  aber  mildere  Massnahme  für  den  angestrebten  Erfolg 
ausreichen  würde.  Ausserdem  muss  der  angestrebte  Zweck  in  einem 
vernünftigen  Verhältnis  zu  den  Belastungen  stehen,  die  dem 
Beschwerdeführer  auferlegt  werden  (BGE  131  V  107  E. 3.4.1  mit 
Hinweisen; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 581).

13.2.  Die  Ausführungen  der  Vorinstanz  betreffend  die 
Verhältnismässigkeit der erlassenen negativen Risikoverfügung sind sehr 
kurz  gehalten  und  beschränken  sich  im  Wesentlichen  auf  theoretische 
Grundlagen (vgl. E. 4 der angefochtenen Verfügung). Die Beurteilung  ist 
jedoch im Ergebnis nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat eine 
besonders sicherheitsempfindliche Funktion inne, die ein hohes Mass an 
Vertrauenswürdigkeit voraussetzt. Die Abklärungen der Vorinstanz haben 
indessen  gezeigt,  dass  nicht  nur  hinsichtlich  der  Vertrauenswürdigkeit, 
sondern  auch  der  Sensibilität,  des  Gefahrenbewusstseins  und  des 
Risikoverhaltens  ein  Sicherheitsrisiko  auszumachen  ist.  Hinzu  kommt, 
dass die Handlungen und das Vorgehen des Beschwerdeführers von der 
Öffentlichkeit  verfolgt  und  wahrgenommen  werden  und  im  Falle  eines 
negativen  Ereignisses  im  Inland  wie  im  Ausland  mit  einem 
Schadenspotential  zulasten  letztlich  der  Schweiz  zu  rechnen  ist.  Das 
Schutzinteresse  des  Staates  ist  folglich  als  hoch  zu  qualifizieren.  Der 
Vorinstanz  ist  zudem  beizupflichten,  dass  angesichts  der  Stellung  des 
Beschwerdeführers  keine  mildere  Massnahme  ersichtlich  ist,  welche 
ebenso wie der Erlass einer negativen Risikoverfügung zum angestrebten 
Ziel  führen  würde,  das  Risiko  eines  Schadens  in  kurzer  Zeit  und 
nachhaltig  möglichst  klein  zu  halten.  Dieser  macht  denn  auch  keine 
solche  geltend.  Da  in  die  Beurteilung  des  Sicherheitsrisikos  keine 
sozialen Überlegungen einfliessen dürfen  (vorstehend E. 6.2), überwiegt 
schliesslich  das  öffentliche  Interesse  an  der  Wahrung  der  inneren  und 
äusseren Sicherheit bzw. an der Vermeidung eines Sicherheitsrisikos und 
dessen  Folgen  gegenüber  dem  privaten  Interesse  des 
Beschwerdeführers  an  einer weiteren  Ausübung  als Chef  der  Abteilung 
A._______ [...].

13.3.  Die  negative  Risikoverfügung  erweist  sich  demnach  auch  als 
verhältnismässig.

14. 
Aufgrund  vorstehender  Erwägungen  ergibt  sich  somit,  dass  die 
Vorinstanz zu Recht angenommen hat, der Beschwerdeführer stelle unter 

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Berücksichtigung der gesamten Umstände in seiner Funktion als Chef der 
Abteilung  A._______  [...]  ein  Sicherheitsrisiko  dar  bzw.  biete  keine 
Gewähr für eine risikofreie Erfüllung seiner Aufgaben und Pflichten.

15. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  gilt  der  Beschwerdeführer  als 
unterliegende Partei, weshalb er in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG 
die  Verfahrenskosten  zu  tragen  hat.  Diese  sind  auf  Fr. 2'000.­­ 
festzusetzen  (Art. 1 ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR  173.320.2])  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  derselben 
Höhe zu verrechnen.

16. 
Angesichts  seines  Unterliegens  steht  dem  Beschwerdeführer  keine 
Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 2'000.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben 
Höhe verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 385'732; Einschreiben)
– das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

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Christoph Bandli Mia Fuchs

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000 Lausanne 14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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