# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69e0e931-1cc5-59c1-b602-c37c3b4ed462
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2025 D-8076/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8076-2025_2025-11-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8076/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer;   

Gerichtsschreiber Michal Koebel. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am 4. Februar 1978, 

Aegypten,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
Gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 17. Oktober 2025 / (…). 

 

 

 

D-8076/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer am 20. November 2024 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte, 

dass am 29. November 2024 ein Dublin-Gespräch durchgeführt wurde und 

nach der Wiederaufnahme des nationalen Verfahrens (Verfügung des SEM 

vom 29. Juli 2025) am 8. Oktober 2025 die Anhörung zu den Asylgründen 

durchgeführt wurde,  

dass der Beschwerdeführer hierbei geltend machte, nach seiner Rückkehr 

aus Europa habe er in Ägypten eine Beziehung geführt, aus der eine 

Schwangerschaft ausserhalb einer Ehe hervorgegangen sei, weshalb ihm 

die Eltern seiner damaligen Partnerin (über seine Schwester) mit dem Tod 

gedroht hätten, und dass er Ägypten letztmals am (…) legal per Flugzeug 

verlassen habe, 

dass das SEM am 15. Oktober 2025 dem Beschwerdeführer Gelegenheit 

gab, sich zum Entscheidentwurf zu äussern,  

dass die Stellungnahme mit Schreiben vom 15. Oktober 2025 erfolgte, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

17. Oktober 2025 ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und 

den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung anführte, aus den geltend gemachten Vor-

bringen (Drittverfolgung) könne flüchtlingsrechtlich keine Relevanz abge-

leitet werden, da die ägyptischen Behörden gegenüber dem Beschwerde-

führer – der nicht um behördlichen Schutz ersucht habe – sowohl schutz-

fähig als auch schutzwillig seien, 

dass die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 

17. Oktober 2025 erklärte, sie habe das Mandat niedergelegt,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Oktober 2025 beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und beantragt, es sei die 

Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren,  

dass er eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme aus humani-

tären Gründen beantragt,  

D-8076/2025 

Seite 3 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragt, es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen, 

dass er zur Begründung seiner Beschwerde ausführte, er sei von der Fa-

milie seiner Freundin mehrfach bedroht worden, im Falle einer Rückkehr 

getötet zu werden, diese Familie verfüge über Beziehungen sowohl zu ein-

flussreichen Personen als auch zur Polizei; zudem bestehe die Gefahr, we-

gen Belästigung der Behörden von der ägyptischen Polizei verhaftet zu 

werden, weshalb er keine Möglichkeit habe dort rechtlichen Schutz zu er-

halten; im Übrigen habe er weder eine sichere Unterkunft noch Unterstüt-

zung vor Ort,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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Seite 4 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung beizupflichten ist,  

dass nach den Erkenntnissen des Gerichts zusammen mit der Vorinstanz 

davon auszugehen ist, dass die ägyptischen Sicherheitsbehörden grund-

sätzlich schutzfähig und schutzwillig sind,  

dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, wonach der 

Schutz des Beschwerdeführers vor der Familie seiner Freundin durch die 

ägyptischen Behörden nicht gewährleistet sein könnte, und seine Erklä-

rungsversuche – weshalb er bis anhin nicht um behördlichen Schutz er-

sucht hat – auf reinen Vermutungen basieren, die überdies den gesicher-

ten Erkenntnissen des Gerichts widersprechen, 

dass schliesslich auch die Beschwerdebegründung auf reinen Mutmassun-

gen beruht, die an der zutreffenden Schlussfolgerung der Vorinstanz nichts 

zu ändern vermag und es dem Beschwerdeführer offensichtlich nicht ge-

lingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen, weshalb die Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt 

hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

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Seite 5 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in Ägypten noch individuelle Gründe des 

Beschwerdeführers auf eine konkrete Gefährdung im Falle seiner Rück-

kehr schliessen lassen,  

dass die Vorinstanz insbesondere ausführlich und zutreffend ausgeführt 

hat, weshalb es dem gesunden Beschwerdeführer mit Berufserfahrung, 

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Seite 6 

ehemals eigenem Geschäft, Haus und solidem familiärem Beziehungsnetz 

möglich sein sollte, sich in Ägypten wieder eine wirtschaftliche Lebens-

grundlage aufzubauen, 

dass dem zuzustimmen ist und die Beschwerdeeinwände – sinngemäss, 

der Beschwerdeführer werde in Ägypten alleine ohne Unterstützung leben 

müssen – offenkundig nicht zu einer anderen Gewichtung führen, zumal es 

sich bei ihm um eine volljährige Person handelt, 

dass der Vollzug der Wegweisung demnach zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass die Vorinstanz den Vollzug demnach zu Recht als zulässig, zumutbar 

und möglich erachtet hat, womit die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme 

ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG) und folglich das entsprechende 

Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid in der Sache das Gesuch des 

Beschwerdeführers betreffend Verzicht auf Erhebung eines Kostenvor-

schusses gegenstandslos geworden ist, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung – ungeachtet der geltend gemachten prozessualen 

Bedürftigkeit – abzuweisen sind, da sich die Beschwerdebegehren ent-

sprechend den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos erwiesen ha-

ben (Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 102m Abs. 1 und 4 AsylG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.‒ 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Michal Koebel 

 

 

Versand: