# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1974e5a-09cc-5af4-8e7d-8cf27401f419
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1986-05-27
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 27.05.1986 Verwaltung ARGVP 1988 1122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1986-05-27.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1122,1123

1122

Einspracheverfahren. Einsprache- und Rekurslegitimation (Art. 91 
EG zumRPG; bGS 721.1).

Gemäss Art.91 Abs.1 EG zum RPG (bGS 721.1) ist zum Rekurs legitimiert, 
wer durch den angefochtenen Gegenstand berührt ist und ein schutzwür­
diges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat.

Die Parzelle Nr. 1329 stösst auf ihrer westlichen Seite direkt an das Bau­
grundstück an. Soweit die Verletzung der Vorschriften über die zulässige 
Geschosszahl gerügt wird, steht der Rekurrent in einer besonderen, 
beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache und hat ein schutz­
würdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheides (vgl. BGE 1041b 245ff.).

Sinn und Zweck des Mehrlängenzuschlags ist, dass Gebäude ab einer 
gewissen Gebäudelänge aus wohnhygienischen Gründen einen verhält­
nismässig grösseren Grenzabstand aufweisen sollen als normal dimensio­
nierte Bauten. Da die Parzelle Nr. 1329 auf ihrer westlichen Seite direkt an 
das Baugrundstück anstösst, ist der Rekurrent durch die Art und Weise, 
wie der Mehrlängenzuschlag berechnet wird, wegen der damit verbunde­
nen Auswirkungen auf den Grenzabstand wesentlich und unmittelbar, 
mehr als irgendjemand, betroffen und damit auch in diesem Punkte legiti­
miert. Schliesslich macht der Rekurrent sinngemäss geltend, dass durch 
den von der zuständigen Behörde festgelegten Grenzabstand gegen 
Süden eine für die eigenen wohnhygienischen Verhältnisse gedrängte 
bauliche Situation entstehe. Auch diesbezüglich ist der Rekurrent mehr als 
irgend ein Dritter berührt; er hat ein schutzwürdiges Interesse an der Auf­
hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids.

RRB 27.5.1986

1123

Einspracheverfahren. Einsprache- und Rekurslegitimation (Art.91 
EG zumRPG; bGS 721.1).

Gemäss Art.91 EG zum RPG (bGS 721.1) ist zum Rekurs legitimiert, wer 
durch den angefochtenen Gegenstand berührt ist und ein schutzwürdiges

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