# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 902ca6f5-785b-5df2-8762-38ff247e4eb8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.09.2011 E-1537/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1537-2011_2011-09-26.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­1537/2011

U r t e i l   v om   2 6 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Markus König,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,
p.A. Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 14. Januar 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein aus B._______ stammender Tamile mit 
letztem Wohnsitz  in Colombo, mit Schreiben vom 5. November 2008 bei 
der  Schweizer  Botschaft  in  Colombo  (Eingangsstempel:  6.  November 
2008) um Asyl nachsuchte,

dass  die  Botschaft  ihn  mit  Schreiben  vom  13.  November  2008  zur 
Beantwortung  eines  individuellen  Fragenkatalogs  aufforderte  und  der 
Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  November  2008  seine 
ergänzenden Angaben zu den Akten reichte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Gesuchs  im 
Wesentlichen  vorbrachte,  er  habe  2000  aufgrund  der  Bürgerkriegslage 
nach C._______ sowie D._______ umziehen müssen, 2002 habe die sri­
lankische Armee das Familieneigentum teilweise beschädigt, Ende 2004 
habe  er  sein  Universitätsstudium  abgeschlossen  und  am  1.  September 
2005  in  D._______  eine  Stelle  bei  der  Organisation  E._______ 
angetreten,

dass  er  am  10.  August  2006  an  einer  Protestdemonstration  gegen  die 
wachsende Gewalt  an K._______  teilgenommen habe, und nach dieser 
Kundgebung  Drohungen  und  Restriktionen  gegen 
Nichtregierungsorganisationen zugenommen hätten,

dass er am (…) 2006 seine Arbeitsstelle gekündigt habe, nach F._______ 
umgezogen  sei  und  an  dort  an  der  Universität  ein  Nachdiplomstudium 
angefangen habe,

dass  er  neben  seinem  Studium  vom  (…)  2008  bis  am  (…)  2008  eine 
befristete Stelle  bei  der G._______  innegehabt  habe und deshalb  unter 
der Woche in Colombo gelebt habe,

dass er bei der G._______ im Programm H._______ gearbeitet habe, das 
von der Regierung sowie einigen Medien kritisiert worden sei,

dass der Beschwerdeführer am (…) 2008 in seiner Pension in F._______ 
von  Angehörigen  der  sri­lankischen  Polizei  sowie  vom  Criminal 
Investigation Department  (CID)  zu anderen Personen befragt und dabei 
sein Zimmer durchsucht worden sei,

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dass  er  danach  auf  dem  Polizeiposten  von  F._______  zwei  Tage  lang 
festgehalten, am (…) 2008 zur L._______ verbracht, nach Abschluss der 
Untersuchungen vom Magistrate's Court  von  I._______  von Schuld und 
Strafe  freigesprochen  und  am  (…)  2008  bedingungslos  freigelassen 
worden sei,

dass  er  seit  seiner  Haft  um  seine  Sicherheit  fürchte,  sich  isoliert  fühle, 
von  vielen  Leuten  als  Krimineller  oder  als  Unerwünschter  angesehen 
werde, sein Studium in F._______ habe aufgeben müssen, sich auch  in 
Colombo  bei M._______  nicht  sicher  fühle  und  sich  sowohl  im Oktober 
2008 anlässlich eines Besuchs bei seiner Familie in D._______ als auch 
in Colombo durch Kontrollen belästigt sehe,

dass  der  Beschwerdeführer  vom  4.  August  2008  bis  am  30. November 
2008  wiederum  bei  der  G._______  gearbeitet  und  am  15.  Dezember 
2008 schliesslich eine Stelle beim J._______ angetreten habe,

dass er an dieser Stelle indessen als Tamile sowie wegen seiner früheren 
Haft  bisweilen  ungerecht  behandelt  werde  oder  unnötige 
Sicherheitskotrollen  zu  erdulden  habe,  er  aufgrund  seiner  persönlichen 
Situation keine Zukunft in Sri Lanka mehr sehe und deshalb die Schweiz 
um Schutz ersuche und auch sein Bruder, seine Schwester sowie seine 
Mutter Verfolgungshandlungen ausgesetzt gewesen seien,

dass er zum Beleg seiner Vorbringen mehrere Dokumente zu den Akten 
reichte,

dass die Botschaft dem BFM mit Begleitnotiz vom 15. Dezember 2008 die 
Akten zum Entscheid überwies,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Dezember 2008 an die 
Botschaft  mitteilt,  er  sei  im  J._______  befördert  worden,  indessen 
gleichzeitig  verschiedene  Schwierigkeiten  im  Zusammenhang  mit  dem 
CID sowie mit seiner früheren Tätigkeiten bei der G._______ vorbringt,

dass  die  Botschaft  ihn  mit  Antwortschreiben  vom  15.  Dezember  2008      
– mit Begleitschreiben vom 5. Januar 2009 an das BFM weitergeleitet – 
auf die Vielzahl erhaltener Asylgesuche sowie auf die damit verbundenen 
Kapazitätsengpässe hinweist und  ihn auffordert,  sich nur  im Falle neuer 
ernsthafter Bedrohungen an die Botschaft zu wenden,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  14.  Oktober  2009  –  mit 
Begleitschreiben vom 23. Oktober 2009 an das BFM weitergeleitet – auf 
seine prekäre Situation am Arbeitsplatz sowie auf Schwierigkeiten seiner 
Schwester und Mutter aus dem Jahre 2007 hinweist,

dass  das  Bundesamt  dem  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  der 
Botschaft mit Verfügung vom 17. August 2010 mitteilte, der Sachverhalt 
werde  aufgrund  der  gesamten  Akten  als  erstellt  erachtet,  weshalb  sich 
eine Befragung durch die Botschaft erübrige, und es sei beabsichtigt, das 
Asylgesuch  abzuweisen  und  die  Einreise  in  die  Schweiz  nicht  zu 
bewilligen, wozu er sich innert einer Frist von 30 Tagen äussern könne,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  15.  September  2010 
ausführlich Stellung bezog, und inhaltlich erneut auf Sicherheitsprobleme, 
Diskriminierungen an seiner Arbeitsstelle und auf den Umstand hinwies, 
dass er seine Master­Arbeit nicht habe fertigstellen können,

dass die Erinnerung an seine unnötige Haft und die folgenden Ereignisse 
ihn auch in seiner beruflichen Karriere behindern würden,

dass  auch  seine Schwester  unter  ungebührlicher Behandlung  leide  und 
Schwierigkeiten habe, eine Arbeitsstelle zu erhalten,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  14.  Januar  2011  die  Einreise  des 
Beschwerdeführers in die Schweiz und sein Asylgesuch ablehnte und zur 
Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  am  4.  Juni  2008  erfolgte 
Inhaftierung  vermöge  keine  Einreisebewilligung  respektive 
Asylgewährung  zu  begründen  und  die  Furcht  vor  einer  zukünftigen 
Verfolgung  sei  objektiv  gesehen  als  nicht  begründet  im  Sinn  des 
Asylgesetzes  einzustufen,  zumal  er  am  (…)  2008  von  allen  Vorwürfen 
freigesprochen und bedingungslos freigelassen worden sei,

dass  die  unliebsamen  Nachwirkungen  jener  Haft  respektive  Nachteile      
– unter  anderem  Behinderung  des  Studiums,  Diskriminierungen  am 
Arbeitsplatz,  unnötige  Sicherheitsabklärungen  –  nicht  derart 
schwerwiegend  seien,  dass  dem  Beschwerdeführer  ein  Leben  in  Sri 
Lanka  verunmöglicht  werde,  zumal  seine  Stelle  beim  J._______  kein 
Verfolgungsinteresse  der  staatlichen  Behörden  an  seiner  Person 
aufzeigen würden,

dass  die  geltend  gemachten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
insgesamt  nicht  einreiserelevant  seien  und  er  kein  Gefährdungsprofil 

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aufweise,  das  im  heutigen  Zeitpunkt  mit  erheblicher Wahrscheinlichkeit 
auf eine Verfolgung des sri­lankischen Staates schliessen liesse,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  an  das 
Bundesverwaltungsgericht vom 23. Februar 2011 (Eingangsstempel: 10. 
März  2011)  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  erhob  und  sinngemäss  beantragte,  der 
Entscheid  des  BFM  sei  aufzuheben  und  es  sei  ihm  die  Einreise  in  die 
Schweiz im Hinblick auf die Gewährung des Asyls zu bewilligen,

dass er die angefochtene Verfügung im Zusammenhang der allgemeinen 
Situation  in  Sri  Lanka  verstehen  könne,  sich  jedoch  seine  persönliche 
Lage von derjenigen anderer Personen unterscheide,

dass er im Folgenden die bereits in den vorhergehenden und an das BFM 
gerichteten  Eingaben  geltend  gemachten  Probleme  wiederholt,  die  mit 
seinem Arbeitsplatz, mit seinem verhinderten Studienabschluss, mit den 
Erinnerungen  an  seine  damalige  ungerechtfertigte  Haft  und  mit  den 
Schwierigkeiten seiner Mutter und Schwester zusammenhängen,

dass die vormals zuständige Instruktionsrichterin am 18. März 2011 den 
Eingang der Beschwerde bestätigte,

dass der Beschwerdeführer mit Ergänzungsschreiben vom 14. Juli 2011 
(Eingangsstempel: 15.  Juli 2011) darauf hinweist, mittlerweile seien drei 
Jahre  seit  dem  einschneidenden  Ereignis  seiner  unfairen  Verhaftung 
vergangen,

dass  er  weiter  ausführlich  auf  seine  gegenwärtige  unbefriedigende 
Situation  am  Arbeitsplatz  zurückkommt  und  geltend  macht,  er  sei  in 
grosser Gefahr,

dass Sri Lanka zwar als frei gelte und es eine für jedermann zugängliche 
Justiz gebe, er aber  immer noch mit ernsthaften Problemen zu kämpfen 
habe, die auf eine unnötige und unfaire Verhaftung zurückgingen,

dass er weder Gesetze noch Ruhe und Ordnung Sri Lankas verletze und 
die  militärischen  und  polizeilichen  Kontrollmassnahmen  gegen  Tamile 
staatliche Diskriminierungsmittel seien,

dass  der  Einzelrichter  das  Verfahren  im  Sommer  2011  von  der 
Instruktionsrichterin übernahm,

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und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls – 
vorbehältlich des Vorliegens eines Auslieferungsersuchens des Staates, 
vor welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz  sucht  –  endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998  [AsylG,  SR  142.31]  i. V. m.  Art. 31­33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32], 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 
6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  in 
Berücksichtigung  der  nachstehenden Erwägung  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass  nämlich  betreffend  den  genauen  Zeitpunkt  der  Eröffnung  des 
vorinstanzlichen  Entscheides  keine  Sicherheit  besteht,  aber  in  einem 
solchen Fall die Beweislast bei den Behörden  liegt  (vgl. ANDRÉ MOSER  / 
MICHAEL  BEUSCH  /  LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis,  Band  X, 
Basel  2008,  Rz. 3.150,  S.  166  f.)  und  demnach  zugunsten  des 
Beschwerdeführers  von  der  Rechtzeitigkeit  der  Beschwerdeeinreichung 
auszugehen ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Schweiz gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG Flüchtlingen grundsätzlich 
Asyl gewährt und eine ausländische Person als Flüchtling anerkannt wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei als ernsthafte Nachteile 
namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder  Freiheit  und 
Massnahmen  gelten,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck 
bewirken,

dass  das  BFM  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen  kann, 
wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft  machen 
können  oder  wenn  ihnen  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet 
werden  kann,  wobei  Vorbringen  glaubhaft  gemacht  sind,  wenn  die 
Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben  hält,  und  unglaubhaft  insbesondere  Vorbringen  sind,  die  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und 
Art. 52 [Abs. 2] AsylG),

dass  das  Bundesamt  gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  Asylsuchenden  die 
Einreise  zur  Abklärung  des  Sachverhaltes  bewilligt,  wenn  ihnen  nicht 
zugemutet werden  kann,  im Wohnsitz­  oder Aufenthaltsstaat  zu  bleiben 
oder  in  ein  anderes  Land  auszureisen,  und  gestützt  auf  Art.  20  Abs.  3 
AsylG  das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD) 
schweizerische  Vertretungen  ermächtigen  kann,  Asylsuchenden,  die 
glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben 
oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht, 
die Einreise zu bewilligen,

dass  bei  diesem  Entscheid  für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
restriktive  Voraussetzungen  gelten,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 

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Ermessensspielraum zukommt und neben der erforderlichen Gefährdung 
im Sinn von Art. 3 AsylG namentlich die Art der persönlichen Beziehung 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die  Qualität  allfälliger  persönlicher  Beziehungen  zu  anderen 
Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  einer 
anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­ 
und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  sind  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e­g S. 131 ff.; die dort 
beschriebene Praxis hat angesichts der bloss  redaktionellen Anpassung 
des Gesetzestexts  anlässlich  bei  der  letzten  Totalrevision  nach wie  vor 
Gültigkeit),

dass  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Rechtsmittel  keine  prozessualen 
Rügen erhob,

dass zunächst zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer schutzbedürftig im 
Sinn von Art. 3 AsylG ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Beschwerdeeingabe  sowie  in  deren 
Ergänzung  im  Wesentlichen  nochmals  seine  bereits  in  erster  Instanz 
geltend gemachten Vorbringen wiederholt, ohne neue und entscheidende 
Gesichtspunkte einzubringen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht feststellte, den 
Vorbringen des Beschwerdeführers kämen keine Einreiserelevanz zu und 
zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  vorab  auf  die  zutreffenden  und 
praxiskonformen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
werden kann,

dass aus den Akten in Bezug auf eine akute asyl­ und einreiserelevante 
Gefährdung  des  Beschwerdeführers  keine  Angaben  oder  Hinweise 
ersichtlich sind, der im Zentrum seiner Vorbringen stehende einmonatige 
Freiheitsentzug  von  2008  offensichtlich  im  Rahmen  der  allgemeinen 
Terrorismusabwehr  zu  sehen  ist  und  sich  der  Beschwerdeführer  dabei 
keinen flüchtlingsrechtlich relevanten Misshandlungen ausgesetzt sah,

dass  der  erwähnte  und  im  Ergebnis  dem  Beschwerdeführer  als 
unberechtigt  und  unfair  erscheinende  Freiheitsentzug  sowie  die  auf  die 
Freilassung folgenden Behelligungen durch behördliche Kontrollen sowie 
Beobachtungsmassnahmen  mangels  flüchtlingsrechtlicher  Intensität 
keine Verfolgungsqualität aufweisen,

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dass  diese  genannten Nachteile  im  Licht  der  damaligen  Endphase  des 
Bürgerkriegs in Sri Lanka zu sehen sind und sich seit der Niederlage der 
Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) am 19. Mai 2009 die Situation in 
Sri Lanka in Richtung einer allgemeinen Normalisierung verändert hat,

dass  die Glaubhaftigkeit  der  vom Beschwerdeführer  geltend gemachten 
Schikanen  und  Diskriminierungen  offen  bleiben  kann,  der  bei  einer 
staatlichen  Behörde  angestellt  ist,  was  vorliegend  grundsätzlich  gegen 
die Annahme einer staatlichen Verfolgung spricht,

dass  der  Beschwerdeführer  in  asylrechtlicher  Hinsicht  auch  aus  den 
angeblichen  Problemen  seiner  Angehörigen  nichts  zu  seinen  Gunsten 
ableiten  kann,  zumal  er  auch  nicht  geltend  macht,  von  einer  so 
genannten Anschluss­ oder Reflexverfolgung betroffen zu sein,

dass  der  Beschwerdeführer  kein  besonderes  Risikoprofil  aufweist,  das 
ihn aktuell aus objektiver Sicht als gefährdet erscheinen liesse,

dass es somit dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine Verfolgung 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen  und  eine 
Schutzbedürftigkeit im Sinn von Art. 20 AsylG nicht gegeben ist,

dass schliesslich der Beschwerdeführer in keiner Weise eine persönliche 
Beziehung zur Schweiz geltend gemacht hat,

dass  das  BFM  das  Gesuch  um  Einreise  und  Asylgewährung  damit  zu 
Recht abgelehnt hat,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder 
unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  wären  (Art.  63  Abs.  1  VwVG),  aus 
verwaltungsökonomischen Gründen vorliegend jedoch in Anwendung von 
Art. 63  Abs. 1  letzter  Satz  VwVG  und  Art. 6  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2]  auf  die Erhebung von 
Verfahrenskosten zu verzichten ist.

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Schweizer Botschaft  in 
Colombo und das BFM.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

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