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**Case Identifier:** 164ff6cf-5012-585c-b5c1-4aa989e32baa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 30.10.2023 B 2023/155, B 2023/156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-155--B-2023-1_2023-10-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/155, B 2023/156

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 03.01.2024

Entscheiddatum: 30.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 30.10.2023
Steuerrecht, Art. 10 Abs. 2, Art. 16 Abs. 3, Art. 18 Abs. 2, Art. 20 Abs. 1 lit. e, 
Art. 32 Abs. 1 DBG. Thesaurierende Fonds mit variablem Kapital (SICAV), die 
dem eidgenössischen Kollektivanlagengesetz unterstehen oder steuerlich 
gleich zu behandeln sind wie solche Fonds, werden transparent besteuert. 
Das Einkommen der kollektiven Kapitalanlage wird den Anlegern 
anteilsmässig zugerechnet. Von Belang ist der vom Fond erzielte Gewinn. 
Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den im Geschäftsbericht für das Jahr 
2020 ausgewiesenen Nettoerträgen und Kapitalgewinnen, die Ausgangslage 
für die Ermittlung der ihr gemäss der Kursliste der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung zuzurechnenden Bruttoerträge sind, nicht auseinander. 
Auch wenn die am Ende der Steuerperiode gehaltenen Anteile erst im Lauf 
des Geschäftsjahres erworben wurden, ist die anteilsmässige Zurechnung 
sämtlicher im Lauf des mit dem Kalenderjahr abgeschlossenen 
Geschäftsjahrs erzielten Erträge des Fonds steuerrechtlich nicht zu 
beanstanden. Bei den geltend gemachten Gebühren für die Emission und für 
die Zahlstelle handelt es sich um Kosten, die bei der Anschaffung der 
Fondanteile entstanden sind. Veranlagungsbehörde und Vorinstanz haben 
sie deshalb zu Recht nicht als Gewinnungskosten berücksichtigt. 
(Verwaltungsgericht, B 2023/155, B 2023/156) Gegen dieses Urteil wurde 
Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 9C_757/2023)

Entscheid vom 30. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

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A.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Adrian Fiechter Anwalt und 

Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unter-strasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern 2020 sowie direkte Bundessteuer 2020

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ ist verwitwet und wohnt in X.__. Bis 8. März 2023 war sie mit dem 

Einzelunternehmen "B.__" mit Domizil in Z.__ im Handelsregister eingetragen (Internet 

Information aus dem kantonalen Handelsregister). Sie reichte am 25. Juni 2021 die 

Steuererklärung für das Jahr 2020 ein und deklarierte darin ein steuerbares Einkommen 

von CHF 52'801 sowie ein steuerbares Vermögen von CHF 440'000. Im 

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Steuerverzeichnis führte die Steuerpflichtige unter anderem 1'276.7278 Anteile am 

Fund D.__ mit einem Steuerwert von CHF 188'955 und einem Bruttoertrag von CHF 

15'051 auf. Am 1. September 2021 beantragte A.__, anstelle der Einkünfte aus 

Wertschriften und Guthaben in der Höhe von insgesamt CHF 15'051 sei unter 

Berücksichtigung der Kosten ein Verlust von CHF 622.97 zu berücksichtigen.

B.

Ausgehend von steuerbaren Einkünfte aus Wertschriften und Guthaben von 

CHF 15'051 veranlagte das Kantonale Steueramt A.__ am 26. Januar 2022 für die 

Kantons- und Gemeindesteuern 2020 mit einem satzbestimmenden Einkommen von 

CHF 52'800 und einem satzbestimmenden Vermögen von CHF 444'000 und für die 

direkte Bundessteuer 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 54'000. Am 

15. Juni 2022 wies das Kantonale Steueramt die gegen diese Veranlagung erhobenen 

Einsprachen ab, berücksichtigte allerdings bei den Abzügen Verwaltungskosten für 

Wertschriften in der Höhe von CHF 411, so dass sich für die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2020 – bei unverändertem steuerbarem Vermögen – ein steuerbares 

Einkommen von CHF 52'400 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2020 und von 

CHF 53'600 für die direkte Bundessteuer 2020 ergab. Die 

Verwaltungsrekurskommission wies die gegen die Einspracheentscheide erhobenen 

Rechtsmittel am 12. Juni 2023 ab.

C.

A.__ (Beschwerdeführerin) erhob gegen die Rechtsmittelentscheide der 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 12. Juni 2023 mit Eingaben ihres 

Rechtsvertreters vom 27. Juli 2023 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge seien die Entscheide der Vorinstanz und die 

Einspracheentscheide des Kantonalen Steueramtes vom 15. Juni 2022 aufzuheben. Es 

sei von jeglicher Einkommensbesteuerung des Wertzuwachses der Anteile am Fund 

D.__ im Jahr 2020 abzusehen und dementsprechend seien keine, eventualiter 

CHF 1'315.02 Einkünfte aus Wertschriften und Guthaben, subeventualiter sei maximal 

der Wertzuwachs für die Zeit vom 5. November bis 31. Dezember 2020 unter Abzug 

der Gewinnungskosten zu besteuern.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 16. August 2023 die Abweisung 

der Beschwerden und verwies zur Begründung auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheides. Das Kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) verzichtete am 

28. September 2023 auf eine Vernehmlassung und beantragte, die Beschwerde sei 

abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(Beschwerdebeteiligte) verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die 

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Beschwerdeführerin reichte am 9. Oktober 2023 eine zusätzliche Eingabe ein, aus 

welcher sie schliesst, das Steueramt des Kantons Solothurn besteuere lediglich die 

während der Haltedauer anfallenden Erträge. Dies gelte höchstwahrscheinlich auch für 

den Kanton Zug. Der Beschwerdegegner verzichtete stillschweigend, sich dazu zu 

äussern.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Rechtsbegehrens sowie die Akten wird, 

soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

I.          Prozessuales

1. Vereinigung

Die Vorschriften des Bundes und der Kantone zur vorliegend umstrittenen Frage der 

Besteuerung von Einkünften aus kollektiven Kapitalanlagen (vgl. Art. 10 Abs. 2, Art. 49 

Abs. 2 und Art. 20 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 

642.11, DBG; Art. 22 , Art. 70 Abs. 2 und Art. 33 Abs. 1 lit. e des Steuergesetzes, sGS 

811.1, StG) und zu den abziehbaren Gewinnungskosten (Art. 25, Art. 32 Abs. 1, Art. 34 

lit. d DBG; Art. 38 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 und Art. 47 lit. c StG) sind vereinheitlicht. 

Gegen die Besteuerung des Vermögens – die lediglich auf Kantons- und 

Gemeindeebene erfolgt – wendet sich die Beschwerdeführerin nicht. Die Vorinstanz hat 

deshalb Rekurs und Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern und 

die direkte Bundessteuer zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten 

Dispositivziffern erledigt. Unter diesen Umständen durfte die Beschwerdeführerin die 

Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 

II 260 E. 1.3.1). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die 

Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (BGer, Urteil 9C_738/2022 vom 30. Mai 

2023 E. 1.1).

2. Eintreten

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1 StG; 

Art. 145 DBG, Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über 

die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, Vo DBG). Die Beschwerdeführerin war als 

Steuerpflichtige an den vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren beteiligt und unterlag 

mit ihren Begehren. Sie ist damit zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 196 Abs. 1 

bis

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StG; Art. 145 Abs. 2 und Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 

26. Juni 2023 versandten und von der Beschwerdeführerin am 27. Juni 2023 entgegen 

genommenen (act. 3/2) Entscheid der Vorinstanz wurden mit Eingabe vom 27. Juli 

2023 rechtzeitig erhoben (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 und Art. 140 Abs. 1 

DBG) und erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 161 StG und Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 Abs. 2 und 

Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist unter dem nachstehenden 

Vorbehalt einzutreten.

Auf das Begehren, es seien die Einspracheentscheide vom 15. Juni 2022 aufzuheben, 

ist nicht einzutreten, da die angefochtenen Rechtsmittelentscheide der Vorinstanz an 

deren Stelle getreten sind und sie als mitangefochten gelten (Devolutiveffekt; vgl. BGE 

129 II 438 E. 1; BGer, Urteil 2C_352/2018 vom 1. Mai 2020 E. 1.5).

II.         Direkte Bundessteuer

3.     Streitgegenstand

Die Beschwerdeführerin hat am 5. November 2020 1'276.7278 Anteile des Fund D.__ 

erworben. Die Anteile waren am 31. Dezember 2020 Bestandteil ihres – privaten – 

Wertschriftenvermögens. Der Fund hat den Sitz in St. Vincent und die Grenadinen, 

deren Aufsichtsbehörde er auch untersteht. Weder Zeichnungsstellen noch 

Verwahrstelle liegen in der Schweiz (Kurzprospekt vom 1. Juni 2022, Website des 

Fund, Stand: 5. Oktober 2023). Damit handelt es sich um einen ausländischen Fonds 

im Sinn von Art. 119 des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen 

(Kollektivanlagengesetz; SR 951.31, KAG). Ob er im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. b KAG in 

der Schweiz angeboten wird – davon geht die Vorinstanz aus, weil die Zeichnungsstelle 

mit Sitz in London die Zeichnungsbestätigung an die Privatadresse der 

Beschwerdeführerin in X.__ zustellte (vgl. Erwägung 3b/bb des angefochtenen 

Entscheids) – kann offenbleiben, da der Fund aufgrund der Gleichstellungsregeln 

steuerlich ohnehin so zu behandeln ist, wie wenn er dem eidgenössischen 

Kollektivanlagengesetz unterstünde (vgl. dazu nachfolgend Erwägungen 4.1 und 4.2).

Der Fund ist nicht als Ausschüttungs-, sondern als Thesaurierungsfonds ausgestaltet. 

Das ergibt sich klar aus der Beschreibung im Kurzprospekt, wonach die 

erwirtschafteten Erträge des Fund laufend wieder angelegt, das heisst thesauriert 

werden, und im von der Beschwerdeführerin eingereichten Factsheet, in welchem der 

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Fund ausdrücklich als thesaurierend bezeichnet wird (act. 3/7). Im Übrigen hat die 

Vorinstanz zu Recht festgehalten, es treffe – wie die Beschwerdeführerin ausführe – zu, 

dass kein Geldfluss (in die Schweiz) stattgefunden habe (Erwägung 3a/bb des 

angefochtenen Entscheides). Deshalb stellt sich auch nicht die Frage nach der 

minimalen Ausschüttungsquote, ab welcher ein Fonds aus steuerlicher Sicht nicht 

mehr als thesaurierend gilt (vgl. Erwägung 3b/cc des angefochtenen Entscheides).

Unbestritten ist zwischen den Beteiligten, dass es sich beim Fund nicht um einen 

Fonds mit direktem Grundbesitz handelt. Die Beschwerdeführerin bestreitet aber, dass 

es sich beim Fund um eine SICAV (Société d'investissement à capital variable)-Anlage 

handle (Ziff. IV/4 der Beschwerde). Steuerlich ist zu unterscheiden zwischen den 

kollektiven Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz und Investmentgesellschaften mit 

festem Kapital, die den juristischen Personen gleichgestellt sind, einerseits (Art. 49 

Abs. 2 DBG) und den kollektiven Kapitalanlagen mit variablem Kapital anderseits. 

Variabel ist das Kapital, wenn es nicht im Voraus bestimmt ist (vgl. Art. 36 Abs. 1 lit. a 

KAG). Aus dem Jahresbericht und aus dem Prospekt des Fund ergibt sich, dass die 

Zahl der Anteile variabel ist. Gemäss Factsheet sind sowohl die Zeichnung als auch die 

Rückgabe von Anteilen wöchentlich möglich. Damit handelt es sich beim Fund 

offenkundig um eine Anlageform, welche steuerlich nicht den juristischen Personen 

gleichgestellt ist und entsprechend besteuert wird, sondern der transparenten 

Besteuerung (Art. 10 Abs. 2 DBG) unterliegt.

In tatsächlicher Hinsicht ist damit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am 

31. Dezember 2020 Anteile an einer thesaurierenden kollektiven Kapitalanlage mit 

variablem Kapital im Privatvermögen hielt, welche sie am 5. November 2020 erworben 

hatte. Umstritten ist, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin Einkünfte aus ihren 

Anteilen versteuern muss (dazu nachfolgend Erwägungen 4.1 und 4.2). Umstritten ist 

sodann, ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin von den ihr aus dem Fund 

zuzurechnenden steuerpflichtigen Einkünften Gewinnungskosten abziehen kann (dazu 

nachfolgend Erwägungen 4.3).

4.    Rechtliches und Würdigung

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4.1.    Steuerbare Einkünfte

Nach Art. 20 Abs. 1 lit. e DBG sind insbesondere Einkünfte aus Anteilen an kollektiven 

Kapitalanlagen steuerbar, soweit die Gesamterträge die Erträge aus direktem 

Grundbesitz übersteigen. Die Bestimmung geht vom Prinzip der transparenten 

Besteuerung der kollektiven Kapitalanlagen aus und bezieht sich damit, was im 

Wortlaut zum Ausdruck kommt, nicht auf die Einkünfte aus Fonds mit direktem 

Grundbesitz und, was sich im Wortlaut nicht niedergeschlagen hat, nicht auf kollektive 

Kapitalanlagen mit festem Kapital (SICAF; société d'investissement à capital fixe), die 

wie Kapitalgesellschaften behandelt und deren Erträge bei den Anlegern als Dividenden 

gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG besteuert werden (vgl. Reich/Weidmann, in: Zweifel/

Beusch [Hrsg.], Basler Kommentar zum DBG, 4. Aufl. 2022, N 122 zu Art. 20 DBG).

Auch wenn Art. 10 Abs. 2 DBG den Grundsatz der transparenten Besteuerung vom 

Wortlaut her lediglich auf die dem eidgenössischen Kollektivanlagengesetz 

unterliegenden kollektiven Kapitalanlagen bezieht, richtet sich auch die Besteuerung 

der Erträge vom Kollektivanlagengesetz nicht erfasster ausländischer kollektiver 

Kapitalanlagen, welche mit vertraglichen Anlagefonds, SICAV und 

Kommanditgesellschaften für kollektive Kapitalanlagen vergleichbar sind (vgl. Hunziker/

Mayer-Knobel, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], a.a.O., N 8 zu Art. 10 DBG), nach Art. 20 

Abs. 1 lit. e DBG. Dies gilt unter anderem für Anlageformen, welche im Ausland einer 

anerkannten Aufsicht über kollektive Kapitalanlagen unterstehen (vgl. Eidgenössische 

Steuerverwaltung, Kreisschreiben Nr. 25 vom 23. Februar 2018 über die Besteuerung 

kollektiver Kapitalanlagen und ihrer Anleger, Anhang IV Ziffer 2). Die Eidgenössische 

Steuerverwaltung hat die entsprechende Aufsicht von St. Vincent und die Grenadinen 

akzeptiert (vgl. Eidgenössische Steuerverwaltung, Kreisschreiben Nr. 24 vom 

20. November 2017 über Kollektive Kapitalanlagen als Gegenstand der 

Verrechnungssteuer und der Stempelabgaben, Anhang V, Stand vom 5. Oktober 2022). 

Ausgenommen von den steuerbaren Einkünften sind Erträge aus im Privatvermögen 

gehaltenen Anteilen an kollektiven Kapitalanlagen, welche auf Kapitalgewinne und 

Kapitalrückzahlungen zurückgehen (vgl. Art. 16 Abs. 3, Art. 18 Abs. 2 Satz 1 DBG; 

Oesterhelt, in: Bösch/Rayroux/ Winzeler/Stupp [Hrsg.], Basler Kommentar zum KAG, 

2. Aufl. 2016, N 175 vor Art. 1 KAG).

4.2.    Ermittlung der Einkünfte

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4.2.1. Nettoerträge und Bruttogewinne je Anteil

Den Anlegern wird gemäss Art. 10 Abs. 2 Satzteil 1 DBG das Einkommen der 

kollektiven Kapitalanlagen gemäss dem eidgenössischen Kollektivanlagengesetz 

anteilsmässig zugerechnet. Bei der Ermittlung der den Anlegern zufliessenden 

Einkünfte aus diesen Anlageinstrumenten ist deshalb dem Grundsatz der transparenten 

Besteuerung entsprechend (vgl. dazu Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., N 2 ff. zu Art. 10 

DBG) der vom Fund erzielte Gewinn von Belang. Die Betrachtung knüpft beim Fund 

und – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, welche für die Festlegung der 

steuerbaren Einkünfte auf die Wertsteigerung ihrer Anteile zwischen dem 

Erwerbszeitpunkt und der Bewertung am Ende der Steuerperiode abstellen will (vgl. 

Ziff. I/4 des Rechtsbegehrens Ziff. III/3b der Beschwerde) – nicht bei den Anlegern an.

Die Vorinstanz hat sich in der Begründung ihres Entscheides zu Recht auf den 

Geschäftsbericht des Fund per 31. Dezember 2020 bezogen (act. 8-6/1). Der Bericht 

weist für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 einen Nettoertrag von 

EUR 3'932'403.61 und einen realisierten Nettokapitalgewinn von EUR 499'492.82 aus. 

Zur Ermittlung des Gewinns wird sodann ein nicht realisierter Nettokapitalverlust von 

EUR 375'964.72 ausgewiesen. Daraus resultiert ein ausgewiesener Gewinn von 

CHF 4'055'931.71. Bei Anteilen von 230'108.7476 (CHF) und 153'086.3737 (EUR), 

zusammen 383'195.1213, ergibt sich je Anteil ein Nettoertrag von EUR 10.2621, ein 

realisierter Nettokapitalgewinn von EUR 1.3035 und ein Gewinn von EUR 10.5845 (vgl. 

act. 8-6.1). Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen vom Fund ausgewiesenen 

Nettoerträgen und Kapitalgewinnen, die Ausgangslage für die Ermittlung der den 

Anlegern im Verhältnis ihrer Beteiligungen zuzurechnenden Einkünfte sind, nicht 

auseinander. Insbesondere legt sie nicht dar, aus welchen buchhalterischen Unterlagen 

des Fund sie zum Schluss kommt, der gemäss der Kursliste der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung vom Fund im Jahr 2020 erzielte Bruttoertrag von CHF 11.789 je 

Anteil treffe nicht zu (zur Ausscheidung der steuerfreien Kapitalgewinne vgl. 

nachfolgend Erwägung 4.2.3).

 4.2.2. Zeitpunkt des Zuflusses

Bei ausgeschütteten Vermögenserträgen ist der Zeitpunkt ihrer Ausschüttung für die 

Zurechnung an die Anleger massgebend. Wer die Anteile in diesem Zeitpunkt in seinem 

Eigentum hält, muss sämtliche daraus fliessenden Erträge versteuern, eine pro-rata-

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Besteuerung findet nicht statt. Gründe, um Thesaurierungsfonds grundsätzlich anders 

als Ausschüttungsfonds zu behandeln und eine pro rata-Besteuerung – wie sie nach 

Auffassung der Beschwerdeführerin erfolgen soll (vgl. Ziff. III/2 der Beschwerde) – 

vorzunehmen, sind nicht ersichtlich. Bei zurückbehaltenen Erträgen ist für die 

Besteuerung praxisgemäss auf den Zeitpunkt der Buchung abzustellen. Der 

Gesetzgeber hat mit der Aufnahme von Art. 12 Abs. 1  VStG die 

verrechnungssteuerliche Behandlung von thesaurierten Gewinnen von 

Thesaurierungsfonds der einkommenssteuerlichen Behandlung angepasst (vgl. 

Oesterhelt, a.a.O., N 178 vor Art. 1 KAG). Zur aus dem Periodizitätsprinzip folgenden 

Notwendigkeit, den Zeitpunkt des Zuflusses zu bestimmen, kann auf die zutreffenden 

rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Erwägung 3c/aa des 

angefochtenen Entscheides).

Zur Frage der zeitlichen Bemessung pro rata macht die Vorinstanz differenzierte 

Ausführungen. Sie hält fest, dass das laufende Anlegen der erwirtschafteten Erträge 

gemäss Ziffer 3 des Kurzprospekts für eine nicht lediglich jährliche Verbuchung auf 

dem Konto der zurückbehaltenen Erträge sprechen könnte, weist aber darauf hin, dass 

der Administrator dazu keine weiteren Angaben mache. Da eine Bescheinigung der 

steuerlich relevanten Daten fehle, ergäben sich die massgeblichen Werte aus der 

Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung (vgl. Erwägung 3c/bb des 

angefochtenen Entscheides). Sie kommt deshalb zum Schluss, mit Blick auf das per 

Ende des Kalenderjahrs abgeschlossene Geschäftsjahr müsse davon ausgegangen 

werden, dass die thesaurierten und in der Folge im Fund investierten Nettoerträge und 

Gewinne zahlenmässig mit dem buchhalterischen Abschluss des Geschäftsjahres per 

31. Dezember festgestellt werden (vgl. Erwägung 3c/cc des angefochtenen 

Entscheides). – Die Beschwerdeführerin leitet aus der wöchentlichen Neubewertung 

der Anteile ab, es werde laufend ein allfälliger Wertzuwachs berücksichtigt. Dabei geht 

sie davon aus, der Fund erziele keine Erträge (vgl. Ziff. IV/5 und 6 der Beschwerde). 

Aus einem am 9. Oktober 2023 nachträglichen eingereichten Mail des Steueramts des 

Kantons Solothurn vom 2. Oktober 2023 schliesst die Beschwerdeführerin, andere 

Kantone würden in vergleichbaren Fällen die Erträge der Haltedauer entsprechend pro 

rata besteuern (act. 13/11). Zur Stellungnahme eingeladen, haben Beschwerdegegner 

und Beschwerdebeteiligte stillschweigend darauf verzichtet, sich zu äussern. Die 

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wöchentliche Bewertung des Fund bringt die Entwicklung des Vermögenswerts der 

Anteile zum Ausdruck und ist deshalb aus wirtschaftlicher Sicht nicht geeignet, vom 

Fund realisierte Nettoerträge und Kapitalgewinne wiederzugeben, wie sie Grundlage für 

die anteilsmässig den Anlegern zuzurechnenden Ausschüttungen beziehungsweise – 

wie vorliegend – Thesaurierungen bilden. Das trifft im Übrigen auch für die 

quartalsweise Mitteilung der Anteilswerte an die Anleger zu (vgl. Ziff. IV/7 der 

Beschwerde). Es liegen auch keine Zwischenabschlüsse des Fund im Recht, aus 

welchen ersichtlich würde, in welcher Zeitperiode welche Nettoerträge erwirtschaftet 

und welche Kapitalgewinne erzielt wurden. Dies allerdings wäre Voraussetzung dafür, 

dass eine zeitlich differenzierte Zurechnung der Nettoerträge und Kapitalgewinne 

möglich wäre. Die periodische Anteilsbewertung selbst ist – wie dargelegt – nicht 

geeignet, Nettoerträge und Kapitalgewinne zu quantifizieren, da sich darin auch 

Schwankungen der Bewertung der Beteiligungen des Fund niederschlagen. Auf 

welchen konkreten Sachverhalt sich das Steueramt des Kantons Solothurn bezieht, 

lässt sich dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Mail nicht entnehmen.

Dementsprechend ist die anteilsmässige Zurechnung sämtlicher im Lauf des per 

31. Dezember 2020 abgeschlossenen Geschäftsjahres erzielten Erträge des Fund 

steuerrechtlich nicht zu beanstanden. Dies muss insbesondere dann gelten, wenn neue 

Anteile gezeichnet wurden, so dass – anders als beim Handel mit Anteilen – die 

thesaurierten Erträge bis zum Verkauf steuerlich nicht bei einem früheren Anteilsinhaber 

erfasst werden.

4.2.3. Kapitalerträge und Kapitalgewinne

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, der Bruttoertrag von CHF 11.789 

gemäss Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung für das Jahr 2020 umfasse 

Wertzuwachsgewinne, die definitionsgemäss Kapitalgewinne darstellten und bei der 

Beschwerdeführerin – welche die Anteile unbestrittenermassen im Privatvermögen hält 

– deshalb steuerfrei seien (vgl. Ziff. IV/1 der Begründung). – Die Vorinstanz hat 

festgestellt, Basis für die Berechnung des Bruttoertrags je Anteil von CHF 11.789 sei 

der im Geschäftsbericht per 31. Dezember 2020 ausgewiesene Nettoertrag gewesen.

Gemäss Auskunft der Eidgenössischen Steuerverwaltung wurde zur Ermittlung der den 

Anlegern zuzurechnenden Einkünfte aus dem Fund einzig auf die Nettoerträge von EUR 

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3'932'403.61 abgestellt. Der vom Fund realisierte Nettokapitalgewinn von 

EUR 499'492.82 wurde nicht berücksichtigt (act. 8-6.2). In der Kursliste der 

Eidgenössischen Steuerverwaltung ist entsprechend bloss der Vermögensertrag 

ausgewiesen. Angemerkt werden kann im Übrigen, dass bei Thesaurierungsfonds 

Kapitalrückzahlungen und Kapitalgewinne – wie bei der Verrechnungssteuer – 

steuerfrei sind, sofern sie über einen gesonderten Coupon ausgerichtet werden 

beziehungsweise in der Abrechnung gesondert ausgewiesen sind, wenn die Anteile 

ohne Coupons ausgegeben werden. In der Kursliste der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung wird die Kapitalgewinnkomponente von Ausschüttungen separat 

unter dem Buchstaben G aufgeführt. Bei der Ermittlung der steuerfreien 

Kapitalgewinnkomponente sind die von der FINMA sowie von der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung erlassenen Vorschriften zur Gewinnermittlung und Verbuchung zu 

berücksichtigen (vgl. Oesterhelt, a.a.O., N 177 vor Art. 1 KAG mit Hinweisen). Konkrete 

Anhaltspunkte dafür, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung diese Vorschriften bei 

der Ermittlung der den Anlegern des Funds zuzurechnenden Einkünfte missachtet und 

insbesondere auch steuerfreie Kapitalgewinne eingerechnet hätte, sind nicht 

ersichtlich.

Die Rügen der Beschwerdeführerin, die Ermittlung der steuerbaren Einkünfte aus ihren 

Anteilen am Fund könne sich nicht auf eine – für den Rechtsanwender im Übrigen 

unbesehen ihrer Verfassungsmässigkeit massgebenden (Art. 190 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) – gesetzliche 

Grundlage stützen und verletze den verfassungsmässigen Grundsatz der Besteuerung 

nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäss Art. 127 Abs. 2 BV erweisen sich 

damit als unbegründet.

4.3.    Gewinnungskosten

Die Beschwerdeführerin möchte von ihren steuerpflichtigen Einkünften die beim Kauf 

der Fondsanteile angefallenen Gebühren, nämlich die Emissionsgebühr von CHF 1'558 

und die Zahlstellengebühr von CHF 380, als Gewinnungskosten abziehen. Die 

Vorinstanz hat die Kosten als durch eine Vermögensverschiebung verursacht und 

damit als nicht abzugsfähige Anlagekosten beurteilt.

Gemäss Art. 25 DBG werden zur Ermittlung des Reineinkommens von den gesamten 

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steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und allgemeinen Abzüge nach den 

Art. 26-33a DBG abgezogen. Die Bestimmung bringt den Grundsatz der 

Gesamtreineinkommenssteuer zum Ausdruck, nach welchem nicht das Brutto- oder 

Roheinkommen steuerbar ist, sondern das Bruttoeinkommen abzüglich der damit 

zusammenhängenden Aufwendungen. Steht einem steuerbaren Vermögenszugang ein 

korrespondierender Vermögensabgang gegenüber, so liegt kein Reinvermögenszugang 

und damit auch kein Zufluss von steuerbarem Einkommen vor (vgl. beispielsweise 

BGer 2C_130/2019 vom 2. Oktober 2019 E. 4.2 f.). Art. 32 DBG legt fest, welche bei 

der Bewirtschaftung des Privatvermögens anfallenden Kosten als Gewinnungskosten 

von den Einkünften abgezogen werden können. Nicht abziehbar sind insbesondere die 

Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von 

Vermögensgegenständen (Art. 34 lit. d DBG).

Bei beweglichem Privatvermögen können gemäss Art. 32 Abs. 1 DBG die Kosten der 

Verwaltung durch Dritte und die weder rückforderbaren noch anrechenbaren 

ausländischen Quellensteuern abgezogen werden. Dabei geht es um die zur Erzielung 

des steuerbaren Einkommens auf beweglichem Privatvermögen notwendigen 

Gewinnungskosten. Die allfällig anfallenden Aufwendungen sind in diesem Sinn zu 

interpretieren und abzugrenzen von den nicht abzugsfähigen 

Einkommensverwendungen oder Anlagekosten (vgl. Lissi/Dini, in: Zweifel/Beusch 

[Hrsg.], a.a.O., N 1 zu Art. 32 DBG). Abgrenzungsschwierigkeiten ergeben sich bei 

Aufwendungen, welche einerseits die Quelle des Einkommenszuflusses erhalten oder 

sichern, anderseits die Quelle als solche verbessern; letztere Aufwendungen stellen 

Anlagekosten dar. Diese Abgrenzung im Einzelnen ist umso bedeutender, weil private 

Kapitalgewinne nicht steuerpflichtig sind und somit die Aufwendungen zur Erzielung 

von – privaten – Kapitalgewinnen ebenso wenig steuerlich geltend gemacht werden 

können (vgl. Lissi/Dini, a.a.O., N 3 zu Art. 32 DBG). Deshalb sind die Aufwendungen, 

die aus Transaktionen von Kapitalvermögen anfallen, nicht als Gewinnungskosten zur 

Erzielung der Einkünfte abzugsfähig. Diese Kosten resultieren aus der Tätigkeit von 

Börsenhändlern oder Banken und fallen im Rahmen von allfälligen Kapitalgewinnen 

oder -verlusten an. Weil aber diese Vermögenszugänge oder -abgänge nicht zu den 

steuerbaren Einkommensbereichen zählen (Art. 16 Abs. 3 DBG), sind die Kosten, 

welche direkt mit ihnen zusammenhängen, auch nicht steuerlich absetzbar (Art. 34 

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DBG; vgl. Lissi/Dini, a.a.O., N 9 zu Art. 32 DBG mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).

Weil es sich bei den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Gebühren für die 

Emission (CHF 1'558) und für die Zahlstelle (CHF 380) offensichtlich um Kosten 

handelt, die bei der Anschaffung der Anteile am Fund entstanden sind, haben 

Veranlagungsbehörde und Vorinstanz sie zu Recht nicht als von den steuerpflichtigen 

Einkünften abziehbaren Gewinnungskosten berücksichtigt. Die Beschwerde erweist 

sich damit auch in diesem Punkt als unbegründet.

III.        Kantons- und Gemeindesteuern

5.    Einkommenssteuern

Die kantonalen Vorschriften zur Besteuerung der Einkommen aus kollektiven 

Kapitalanlagen stimmen inhaltlich mit jenen der direkten Bundessteuer überein. 

Art. 22  StG sieht wie Art. 10 Abs. 2 DBG vor, dass Einkommen der kollektiven 

Kapitalanlagen nach dem eidgenössischen Kollektivanlagengesetz vom 23. Juni 2006 

den Anlegern anteilsmässig zugerechnet werden. Art. 70 Abs. 2 StG behandelt wie 

Art. 49 Abs. 2 DBG die Investmentgesellschaften mit festem im Gegensatz zu jenen mit 

variablem Kapital steuerlich wie juristische Personen. Art. 33 Abs. 1 lit. e StG 

schliesslich entspricht Art. 20 Abs. 1 lit. e DBG. Auch die Regeln zu den abziehbaren 

Gewinnungskosten decken sich, Art. 38 Abs. 1 StG entspricht Art. 25 DBG, Art. 44 

Abs. 1 StG stimmt mit Art. 32 Abs. 1 DBG überein und Art. 47 lit. c StG enthält die mit 

Art. 34 lit. d DBG übereinstimmende Umschreibung der nicht abziehbaren Kosten und 

Aufwendungen. Damit erweist sich auch die Beschwerde gegen die Veranlagung der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2020 als unbegründet und ist abzuweisen.

6.    Vermögenssteuern

Soweit die Beschwerdeführerin sich auf die Vermögensbesteuerung bezieht, weist sie 

einzig darauf hin, dass der schweizerische Fiskus von den Wertsteigerungen profitiere. 

Sie wendet sich aber nicht gegen die Bewertung ihrer Fondsanteile per 31. Dezember 

2020.

IV.        Kosten und Entschädigungen

bis

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7.    Amtliche Kosten

Dem Verfahrensausgang entsprechend – die Beschwerden sind abzuweisen – sind die 

amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von der Beschwerdeführerin zu tragen 

(Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). 

Entscheidgebühren von CHF 1'500 für das Beschwerdeverfahren betreffend Kantons- 

und Gemeindesteuern und von CHF 500 für das Beschwerdeverfahren betreffend 

direkte Bundessteuer erscheinen angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 

DBG). Die Kosten sind mit den von der Beschwerdeführerin in der gleichen Höhe 

geleisteten Kostenvorschüssen gedeckt.

8.   Ausseramtliche Kosten

Ausseramtliche Kosten sind für die Beschwerdeverfahren nicht zu entschädigen 

(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 DBG und 

Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, SR 172.021, 

VwVG).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerden B 2023/155 und B 2023/156 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde B 2023/155 betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2020 wird 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3.

Die Beschwerde B 2023/156 betreffend die direkte Bundessteuer 2020 wird 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

4.

Die Beschwerdeführerin trägt die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von 

CHF 1'500 (Kantons- und Gemeindesteuern 2020) und von CHF 500 (direkte 

Bundessteuer 2020). Die Kosten sind mit den von ihr in der gleichen Höhe geleisteten 

Kostenvorschüssen gedeckt.

bis

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5.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 30.10.2023
	Steuerrecht, Art. 10 Abs. 2, Art. 16 Abs. 3, Art. 18 Abs. 2, Art. 20 Abs. 1 lit. e, Art. 32 Abs. 1 DBG. Thesaurierende Fonds mit variablem Kapital (SICAV), die dem eidgenössischen Kollektivanlagengesetz unterstehen oder steuerlich gleich zu behandeln sind wie solche Fonds, werden transparent besteuert. Das Einkommen der kollektiven Kapitalanlage wird den Anlegern anteilsmässig zugerechnet. Von Belang ist der vom Fond erzielte Gewinn. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den im Geschäftsbericht für das Jahr 2020 ausgewiesenen Nettoerträgen und Kapitalgewinnen, die Ausgangslage für die Ermittlung der ihr gemäss der Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung zuzurechnenden Bruttoerträge sind, nicht auseinander. Auch wenn die am Ende der Steuerperiode gehaltenen Anteile erst im Lauf des Geschäftsjahres erworben wurden, ist die anteilsmässige Zurechnung sämtlicher im Lauf des mit dem Kalenderjahr abgeschlossenen Geschäftsjahrs erzielten Erträge des Fonds steuerrechtlich nicht zu beanstanden. Bei den geltend gemachten Gebühren für die Emission und für die Zahlstelle handelt es sich um Kosten, die bei der Anschaffung der Fondanteile entstanden sind. Veranlagungsbehörde und Vorinstanz haben sie deshalb zu Recht nicht als Gewinnungskosten berücksichtigt. (Verwaltungsgericht, B 2023/155, B 2023/156) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 9C_757/2023)

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