# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae71456b-bd20-57b5-8b9d-80f06e9b80a7
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 21.08.2025 605 2024 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2024-20_2025-08-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2024 20
605 2024 32

Urteil vom 21. August 2025

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Stéphanie Colella
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin 1, vertreten durch Rechtsanwältin 
Anna Gruber

CSS Kranken-Versicherung AG, Beschwerdeführerin 2, 

gegen

VISANA VERSICHERUNGEN AG, Vorinstanz    

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität

Beschwerde vom 22. Januar 2024 (Beschwerdeführerin 1) sowie 
Beschwerde vom 1. Februar 2024 (Beschwerdeführerin 2) gegen den 
Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1969, verheiratet, Mutter von drei erwachsenen Kindern, wohnhaft in 
B.________, arbeitete seit dem 1. März 2012 als Mitarbeiterin Hauswirtschaft zu einem Pensum von 
70% beim C.________. Sie war im Rahmen dieser Anstellung bei der Visana Versicherungen AG 
(Visana), Bern, gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 3. November 2021 wurde sie Opfer eines Verkehrsunfalls, als ein überholendes Auto frontal in 
ihr Auto fuhr. Sie erlitt dabei Rippenfrakturen mit einem Pneumothorax, eine instablile Fraktur des 
zwölften Brustwirbelkörpers sowie eine Bimalleolarfraktur (Sprunggelenk). Ebenfalls bestanden u. a. 
eine laterale Bauchwandhernie rechts sowie eine subkutane und intramuskuläre Ansammlung von 
Flüssigkeit und Luft (im Zusammenhang mit dem unfallkausalen Pneumothorax). Die Visana über-
nahm die gesetzlichen Leistungen.

Am 13. Dezember 2022 beantragte Dr. med. D.________, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive 
und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, Kostengutsprache für eine Hautresektion analog 
einer Abdominoplastik und Lappendeckung mit kranialem Bauchlappen. Im Rahmen der Einholung 
einer Zweitmeinung verlangte Dr. med. E.________, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und 
Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, am 28. März 2023 Kostengutsprache für eine 
Abdominoplastik mit Liposuktion.

Mit Verfügung vom 12. Juni 2023, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023, 
verneinte die Visana ihre Leistungspflicht für den beantragten plastisch-chirurgischen Eingriff im Sin-
ne einer Hernien-/Bauchwandplastik, da dieser nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit auf den Unfall vom 3. November 2021 zurückzuführen sei.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ (Beschwerdeführerin 1), vertreten 
durch Rechtsanwältin Anna Gruber, am 22. Januar 2024 Beschwerde (605 2024 20) an das 
Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, die Verfügung [der Einspracheentscheid] 
vom  21. Dezember 2023 sei aufzuheben und die Visana zu verpflichten, die gesetzlichen 
Leistungen für die Hernien-/Bauchwandkorrektur zu übernehmen. Zur Begründung bringt sie vor, 
der Ansicht der beratenden Ärzten der Visana könnte nicht gefolgt werden. Gemäss den 
behandelnden Ärzten sei der Kausalzusammenhang zwischen der geplanten Abdominoplastik und 
dem Unfall gegeben. Die Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Bauchdecke seien zeitnah und 
regelmässig dokumentiert worden. Ferner macht sie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geltend.

C. Am 1. Februar 2024 erhebt auch die CSS Kranken-Versicherung AG (Beschwerdeführerin 2) 
Beschwerde (605 2024 32) gegen den Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023 und stellt den 
Antrag, dieser sei aufzuheben und die Visana anzuhalten, die für den ersuchten Eingriff (Hernien-
/Bauchwandkorrektur) aus medizinischer Sicht notwendigen Abklärungen zu veranlassen, um über 
den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Eingriff und dem Unfall, mithin über den dies-
bezüglichen Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen zu befinden. Zur Begründung bringt sie vor, 
gemäss der Ansicht der Vertrauensärtzin der CSS, Dr. med. F.________, Fachärztin für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparatesder, könne der 
Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Visana, Dr. med. G.________, Facharzt für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nicht gefolgt werden, da sich 

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dieser nicht vollumfänglich mit der medizinischen Aktenlage auseinandergesetzt habe, weshalb ein 
Fachgutachten (plastische Chirurgie und Gynäkologie) einzuholen sei.

D. Am 1. März 2024 wird dem Antrag der Visana vom 13. Februar 2024, die beiden Verfahren 
605 2024 20 und 605 2024 32 zu vereinigen, nach Erhalt der diesbezüglichen Stellungnahmen der 
Beschwerdeführerinnen 1 und 2 vom 22. bzw. 27. Februar 2024, stattgegeben.

In ihren Bemerkungen vom 22. Mai 2024 hält die Visana, gestützt auf die Beurteilung ihres bera-
tenden Arztes Dr. med. G.________ vom 3. April 2024, an ihrem Einspracheentscheid fest und 
beantragt die Abweisung der Beschwerden.

In ihren spontanen Gegenbemerkungen vom 20. Juni 2024 nimmt die Beschwerdeführerin 
2 Stellung zum aktuellen Bericht von Dr. med. G.________ und ist der Ansicht, auch dieser genüge 
nicht, um den Entscheid der Visana zu begründen. Beigelegt ist ein Bericht der Vertrauensärztin der 
CSS, Dr. med. F.________, vom 7. Juni 2024. Am 24. Juni 2024 reicht auch die Beschwerdeführerin 
1 spontane Gegenbemerkungen ein. Diese ist zwar grundsätzlich mit der Sichtweise der 
Beschwerdeführerin 2 einverstanden, lehnt aber die Einholung eines Fachgutachtens ab. Vorliegend 
gehe es einzig um die Leistungspflicht der Visana. In ihren Schlussbemerkungen vom 14. August 
2024 hält die Visana unter Beilage eines Berichts von Dr. med. G.________ vom 5. August 2024 an 
ihrer Sichtweise fest.

In ihren jeweiligen Stellungnahmen vom 26. September 2024 (Beschwerdeführerin 2) 
und  16. Oktober 2024 (Beschwerdeführerin 1) zu den Schlussbemerkungen der Visana halten diese 
an ihrer Sichtweise fest. Die Stellungnahmen werden am 21. Oktober 2024 der Visana zugestellt.

Am 18. Juli 2025 wird den Beschwerdeführerinnen ein von der Visana auf Anfrage des Kantonsge-
richts nachgereichter CT-Bericht zur Information zugestellt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Eintretensvoraussetzungen

Die Beschwerden vom 22. Januar 2024 und 1. Februar 2024 gegen den Einspracheentscheid der 
Visana vom 21. Dezember 2023 sind unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes 
vom  18. Dezember bis und mit 2. Januar (Art. 38 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], das hier aufgrund von 
Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20] zur Anwendung kommt) fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen 
Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerinnen haben ein schutzwürdiges 
Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Visana ihre 

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Leistungspflicht für den beantragten plastisch-chirurgischen Eingriff (Hernien-/Bauchwandplastik) zu 
Recht verneint hat.

Auf die Beschwerden ist einzutreten.

2.

Verletzung rechtliches Gehör

Die Beschwerdeführerin 1 macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Die Visana habe 
im Rahmen des Einspracheverfahrens das Dossier ihrem beratenden Arzt Dr. med. G.________ 
vorgelegt. Dessen Bericht vom 13. Dezember 2023 sei ihr erst zusammen mit dem 
Einspracheentscheid zugestellt worden. Sie habe weder zu diesem Bericht Stellung nehmen 
können, noch habe sie die Möglichkeit gehabt, Rückfragen an den beratenden Arzt zu stellen.

2.1. Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs 
führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung. Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs kann als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Be-
schwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. 
Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, 
bestätigt in Urteil BGer 8C_460/2024 vom 27. November 2024 E. 3.2). Von einer Rückweisung der 
Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des 
Mangels, selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs, dann abzusehen, 
wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Ver-
zögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse des Versicherten 
an einer möglichst beförderlichen Beurteilung seines Anspruchs nicht zu vereinbaren wäre (BGE 
136 V 117 E. 4.2.2.2 mit Hinweisen, Urteil BGer 8C_24/2024 vom 23. Dezember 2024 E. 2.3).

2.2. Zwar wurde der Beschwerdeführerin 1, was die Visana anerkennt, der Bericht des 
beratenden Arztes der Visana, Dr. med. G.________, vom 13. Dezember 2023 (UV-Akten S. 313 ff.) 
nicht vor Erlass des Einspracheentscheids zugestellt. Jedoch ist dieser Mangel einer Heilung im 
kantonalen Verfahren zugänglich. Die Beschwerdeführerin 1 kann sich im laufenden Verfahren vor 
einer Beschwerdeinstanz äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei 
überprüfen kann (vgl. Urteil BGer 8C_40/2012 vom 7. November 2012 E. 3.3 mit Hinweisen). Dieses 
Urteil behandelt einen vergleichbaren Fall mit dem vorliegenden, in dem der Beschwerdeführerin 
von der Suva eine Aktenbeurteilung des Suva-Arztes vor Erlass des Einspracheentscheid nicht 
zugestellt wurde. Nichts anderes ergibt sich aus den von der Beschwerdeführerin 1 angerufenen 
Urteilen. Aus diesen ergibt sich im Wesentlichen lediglich, dass wenn der Sozialversicherer dem 
Gutachter Zusatzfragen stellt, diese Möglichkeit auch dem Versicherten zustehen muss. Beim 
Bericht von Dr. med. G.________ handelt es sich nicht um ein Gutachten, sondern um eine 
Aktenbeurteilung in Bezug auf den mit der Einsprache vom 15. Juni 2023 (UV-Akten S. 290 ff.) von 
der Beschwerdeführerin 1 vorgelegten Bericht von Dr. med. H.________, Fachärztin für Chirurgie, 
vom 19. Mai 2023 (UV-Akten S. 294 ff.), und die Frage von allfälligen Zusatzfragen stellte sich nicht. 
Es ist daran zu erinnern, dass beratende Ärzte eines Versicherungsträgers, was den Beweiswert 
ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen sind (Urteil BGer 
8C_446/2021 vom 25. Januar 2022 E. 2.3 mit Hinweis). Ferner führte der Bericht von Dr. med. 
G.________ nicht zu einer anderen Beurteilung des Falls, sondern bestätigte die Sichtweise der 
Visana in ihrer Verfügung vom 12. Juni 2023 (UV-Akten S. 280 ff.), die sich auf die Berichte des 

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beratenden Arztes Dr. med. I.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 15. Januar und 11. April 2023 (UV-Akten S. 205 und S. 226) stützte. 
Der Umstand, dass Dr. med. G.________ eine andere Begründung als Dr. med. I.________ 
vorbrachte, führt nicht zu einer anderen Sichtweise, da Dr. med. G.________ mit der 
Schlussfolgerung von Dr. med. I.________ übereinstimmte, wonach die Leistungspflicht der Visana 
für die Abdominoplastik nicht erfüllt sei. Überdies würde eine Rückweisung, die von der Be-
schwerdeführerin 1 nicht beantragt wurde, zu einem formalistischen Leerlauf führen, der mit ihrem 
Interesse an einer möglichst beförderlichen Anspruch nicht zu vereinbaren wäre.

3.

Kausalzusammenhang, Beweiswert Arztberichte

3.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 mit Hinweis).

Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-
menhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeig-
net ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre und Recht-
sprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn diese so-
wohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem schädigen-
den Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die 
Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen).

3.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 
351 E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der 

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Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3cc). Dies gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den 
schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem 
Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 
9C_337/2017 vom 27. Oktober 2017 E. 3.3.6 mit Hinweisen). Ferner wird den Berichten 
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zugemessen, sofern sie als schlüssig 
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit bestehen und sie im Einklang mit der übrigen medizinischen Aktenlage stehen 
(Urteil BGer 8C_517/2020 vom 18. November 2020 E. 4.2 mit Hinweisen). Eine 
versicherungsexterne Begutachtung ist aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen 
(BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter 
im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versicherten 
die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren 
zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; 
ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

4.

Verneinung Leistungspflicht für Abdominoplastik

Es ist streitig, ob die Visana ihre Leistungspflicht für den beantragten plastisch-chirurgischen Eingriff 
im Sinne einer Hernien-/Bauchwandplastik zu Recht verneint hat.

4.1. Die Visana stützte sich für ihren Entscheid auf die Berichte ihrer beratenden Ärzte 
Dr. med.  I.________ sowie Dr. med. G.________.

Dr. med. I.________ erklärte am 15. Januar 2023 (UV-Akten S. 205), da keine strukturell objekti-
vierbaren Schäden am Abdomen gemäss dem CT-Bericht vom 18. November 2011 ausgewiesen 
seien, sei der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem verlangten Eingriff nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben: Die Bauchwandproblematik sei rein krankhafter Natur. 
Seine Ansicht bestätigte er am 11. April 2023 (UV-Akten S. 226). Dem Austrittsbericht des 
J.________ sei keine die Bauchwand primär traumatisch sekundär operative bedingte Schädigung 
der ventralen Abdominalwand zu entnehmen. Ferner sei bei der operativen Stabilisierung der 
Wirbelsäule endoskopisch vorgegangen worden ohne Eröffnung des Bauchraumes von ventral.

Am 13. Dezember 2023 (UV-Akten S. 313 ff.) nahm Dr. med. G.________ Stellung zum Fall und 
zum Bericht von Dr. med. H.________. Die Versicherte habe 1989, 1992 und 1997 drei Kinder 
geboren mit entsprechender erheblicher Traumatisierung ihrer Bauchdecke im Rahmen der 
Schwangerschaften. Am 3. November 2021 habe sie eine Frontalkollision erlitten. Unbestritten sei 
ein komplikationsloser Heilungsverlauf bezüglich der hauptsächlichen unfallkausalen Diagnosen 
(mehrere Rippenfrakturen mit Pneumothorax, instabile Fraktur des zwölften Brustwirbelkörpers, 
Bimalleolarfraktur links). Im Abdominalbereich würden die Ärzte des J.________ eine laterale 
Bauchwandhernie rechts als unfallkausal ansehen, für die ein konservatives Prozedere vorgesehen 
worden sei. Weiter seien – überwiegend wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Pneumothorax 
– subkutane und intramuskuläre Ansammlungen von Flüssigkeit und Luft in der Bauchdecke 
vorgelegen, die ebenso als unfallkausal zu bewerten seien und konservativ behandelt worden seien. 

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Darüber hinaus seien keine inneren oder äusseren Verletzungen des Bauchraums beschrieben 
worden. Nach mehreren Kontrollen der genannten abdominalen Probleme sei zuletzt von 
viszeralchirurgischer Seite am 8. November 2022 erklärt worden, es bestehe keine medizinische 
Behandlungsbedürftigkeit mehr. Hingegen fühle sich die Versicherte offenbar gestört durch die 
Deformation ihrer Bauchdecke, weshalb eine Überweisung in die Plastische Chirurgie erfolgt sei. Im 
Rahmen der Abklärungen habe sich ein Körpergewicht von 87 kg gezeigt (BMI von 30.5), 
entsprechend einer Gewichtszunahme von 12–17 kg seit 2018 und der Entwicklung einer Adipositas 
II [recte: I]. So sei gemäss den übermittelten Fotos 2018 von einem Gewicht von 70–75 kg 
auszugehen, was bei einer Grösse von 169 cm einen BMI von 24.5–26.5 ergebe. Die Bauchdecke 
sei ausladend mit einer weitgehend symmetrisch ausgebildeten Fettschürze und weise typische 
klinische Zeichen eines deutlichen Übergewichts auf. Objektivierbare Hinweise auf eine 
unfallkausale Genese dieser Deformität lägen nicht vor und die Versicherte beklage keine 
Schmerzen. Unter Berücksichtigung aller Umstände habe sie beim Unfall im Abdomenbereich eine 
Bauchwandhernie rechts erlitten, für die keine aktive Therapie notwendig gewesen sei. Im 
Zusammenhang mit dem Pneumothorax sei es ferner zur Ansammlung von Flüssigkeit und Luft in 
der äusseren Bauchdecke gekommen, die sich im Verlauf vollständig absorbiert habe. Unabhängig 
vom Unfall weise die Versicherte nach mehreren Schwangerschaften eine geschwächte 
Bauchdecke auf und habe ab 2018 relevant an Gewicht zugenommen. Damit verbunden sei ein 
ausladendes Abdomen mit Entwicklung einer schmerzlosen Fettschürze. Bei der geplanten operati-
ven Korrektur handle es sich um einen kosmetischen Eingriff, für den keine ausreichende Indikation 
bestehe. Ebenso fehle überwiegend wahrscheinlich ein (teil-)kausaler Zusammenhang zum Unfall. 
Auch wenn der Argumentation von Dr. med. I.________ nicht in allen Punkten gefolgt werden könne, 
dürfe an der Schlussfolgerung festgehalten werden, wonach der geplante plastisch-chirurgische 
Eingriff vor allem im Zusammenhang mit der deutlichen Gewichtszunahme stehe und überwiegend 
wahrscheinlich als ausschliesslich unfallfremd zu bewerten sei.

Am 3. April 2024 (nachgereicht mit den Bemerkungen am 22. Mai 2024) und am 24. Juli 2024 (nach-
gereicht mit den Schlussbemerkungen vom 14. August 2024) bestätigte er seine Ansicht.

4.2.

4.2.1. Die Beschwerdeführerin 1 bringt vor, sie habe auch über ein Jahr nach dem Unfall noch an 
einer schmerzhaften subkutanen Vernarbung abdominal gelitten und einen seit dem Unfall hervor-
stehenden Bauch beklagt. Dr. med. D.________ habe einen eingezogenen Narbenbereich links 
abdominal in der Infraumbilikalregion links festgestellt. Dr. med. E.________ habe ebenfalls um Kos-
tengutsprache für eine Abdominoplastik gebeten, aber nach einem Kontakt mit dem beratenden Arzt 
Dr. med. I.________ die Meinung geändert und sei der Ansicht gewesen, der geplante Eingriff stehe 
nur teilweise und indirekt in einem Zusammenhang mit dem Unfall. Jedoch liege auch gemäss Dr. 
med. H.________ eine unfallkausale Spätfolge einer Emphysemausbreitung in der Bauchdecke 
beidseits vor. Die geplante Abdominoplastik sei unfallkausal indiziert. Es sei absurd, dass der bera-
tende Arzt die drei Schwangerschaften als Mitursache für ihr heutiges Erscheinungsbild angebe. 
Selbst wenn die Bauchdecke hiervon vorbelastet sein sollte, habe einzig der Unfall zur Schädigung 
der oberflächlichen Schichten der Bauchwand geführt. Zwar sei es durch den Unfall nicht zu einer 
direkten Verletzung des Abdominalraumes oder der Bauchdecke gekommen. Jedoch seien die Flüs-
sigkeitsansammlungen im Bereich der Bauchdecke zeitnah und regelmässig dokumentiert worden 
und würden sowohl von den behandelnden Ärzten als auch von Dr. med. G.________ und Dr. med. 
H.________ auf den Unfall zurückgeführt. Insgesamt sei nicht auf die Ansicht der beratenden Ärzte, 
sondern auf derjenigen von Dr. med. H.________ abzustützen. Eine Leistungspflicht bestehe auch 
für indirekte Unfallfolgen.

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Dr. med. H.________ erklärte am 19. Mai 2023, der Unfall habe nicht zu einer direkten Verletzung 
des Abdominalraumes und/oder der Bauchdecke geführt. Jedoch seien bereits unfallzeitnah 
intramuskuläre und subkutane Flüssigkeitsansammlungen beidseits und eine kleine rechtslateral 
gelegene Bauchwandhernie notiert worden, deren Entstehung ebenfalls als sekundär unfallkausal 
infolge der Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Bauchdecke beurteilt worden sei. Bei diesen 
habe es sich um ein massives subkutanes und intramuskuläres Emphysem gehandelt, das sich auf 
der rechten Körperseite bis nach retroperitoneal und in die Bauchdecke ausgebreitet und im Verlauf 
selbstständig resorbiert habe. Die am 24. Februar 2022 diagnostizierten durch die Sicherheitsgurte 
verursachten abdominalen Narben seien nicht klar. Unfallzeitnah seien keine Prellmarken oder 
Bauchdeckenhämatome dokumentiert worden. Zusammenfassend habe der Unfall über die 
Thoraxverletzung zu einer massiven Emphysemausbreitung über beide Flanken bis nach inguinal 
beidseits geführt und die Bauchwand in ihren oberflächlichen Schichten (subkutan und 
intramuskulär) geschädigt. Folge davon seien die seitens der plastischen Chirurgen dokumentierten 
Narbenstränge und Gewebeeinziehungen. Diese seien unabhängig von der dokumentierten 
Gewichtszunahme von 8 kg seit dem Unfall. Der BMI von 30 liege für das Alter im normalen Bereich. 
Es würden ausschliesslich unfallkausale Faktoren vorliegen, die eine Abdominoplastik indizieren 
würden. Es handle sich um einen Spezialfall im Sinne einer seltenen Spätfolge bei stattgehabter 
massiver Emphysemausbreitung infolge unfallkausaler Thoraxverletzung.

4.2.2. Die Beschwerdeführerin 2 ihrerseits bringt vor, die Visana habe ihre Leistungspflicht für eine 
Abdominoplastik verneint, da die symptomatisch gewordene Bauchwandproblematik weder durch 
den Unfall entstanden sei noch sich objektiv verschlimmert habe. Gemäss der Vertrauensärztin der 
CSS, Dr. med. F.________, liege von Dr. med. G.________ keine konklusive Beurteilung vor, die 
sich mit den widersprüchlichen fachärztlichen Angaben und den Operationsindikationen der beiden 
plastischen Chirurgen auseinandersetze. Ferner gehe er ohne weitere Begründung davon aus, die 
aktuelle Situation sei durch die drei Schwangerschaften bedingt und setze sich nicht mit den im CT-
Bericht vom 14. April 2022 beschriebenen Hämatomen auseinander. Es sei nicht plausible, die 
abdominalen Narben ausschliesslich auf die Schwangerschaften zurückzuführen. Die medizinische 
Argumentation sei somit lückenhaft und auf die Beurteilung von Dr. med. G.________ könne nicht 
abgestützt werden. Dr. med. F.________ empfehle die Einholung eines Fachgutachtens (plastische 
Chirurgie und Gynäkologie). Auf die Berichte von Dr. med. F.________ wird unten (vgl. E. 4.6) weiter 
eingegangen.

4.3. Zunächst ist festzuhalten, dass die nach dem Unfall festgestellte laterale Bauchwandhernie 
rechts sowie die subkutane und intramuskuläre Ansammlung von Flüssigkeit und Luft (im Zusam-
menhang mit dem unfallkausalen Pneumothorax) auch gemäss Dr. med. G.________ mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen sind. Diese Punkte wurden bereits 
im Austrittsbericht des J.________ vom 22. November 2021 (UV-Akten S. 39 ff.) bei den 
zusätzlichen Diagnosen genannt und als im Zusammenhang mit dem Unfall bewertet und hierfür 
wurde eine ambulante Versorgung vorgesehen. Jedoch hat dies nicht automatisch zur Folge, dass 
auch der beantragte Eingriff einer Abdominoplastik mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 
Unfall zurückzuführen ist.

Aus dem Austrittsbericht des J.________ ergaben sich keine Hinweise auf äussere Verletzungen im 
Abdomenbereich, wie von Dr. med. G.________ festgehalten und wie es auch die 
Beschwerdeführerin 1 bestätigt. Einzig in den Berichten des J.________ vom 3. und 24. Februar 
2022 (UV-Akten S. 116 f. und S. 120 f.), jeweils die Wirbelsäule betreffend, wurden abdominale 
posttraumatische Narben diagnostiziert, die auf den Sicherheitsgurt zurückzuführen seien. Sowohl 
Dr. med. H.________ als auch Dr. med. G.________ wiesen zu Recht darauf hin, diese 

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Diagnosestellung sei nicht klar, da nach dem Unfall keine Prellmarken oder Bauchdeckenhämatome 
dokumentiert worden seien.

Weiter wurden zwar zeitnah zum Unfall z. B. im CT-Bericht vom 18. November 2021 (UV-Akten 
S. 169) beidseitige Flüssigkeitsansammlungen notiert. Doch bereits im Bericht des J.________ 
vom  31. Januar 2022 (UV-Akten S. 162 f.) wurde diesbezüglich, gestützt auf dem Bericht zum CT 
vom 18. Januar 2022 (UV-Akten S. 168), eine deutliche Rückbildung ("nette regression") und im 
Folgebericht des J.________ vom 3. Mai 2022 (UV-Akten S. 164 f.), basierend auf dem CT-Bericht 
vom 14. April 2022 (UV-Akten S. 166), eine weitere Reduktion angegeben. Schliesslich gab Dr. med. 
K.________, Facharzt für Chirurgie des J.________, am 10. November 2022 (UV-Akten S. 211 f.), 
gestützt auf dem CT-Bericht vom 2. November 2022 (nachgereicht am 16. Juli 2025) an, die 
Flüssigkeitsansammlungen hätten sich vollständig resorbiert, wie es auch Dr. med. H.________ und 
Dr. med. G.________ vermerkt hatten. Damit ist mit letzterem davon auszugehen, dass die 
unfallkausalen Flüssigkeitsansammlungen nur vorübergehend zu einer Beeinträchtigung der 
Bauchdecke geführt haben und diesbezüglich weder eine Behandlungsbedürftigkeit noch eine 
Operationsindikation besteht.

Bezüglich der Bauchwandhernie ergab sich eine ähnliche Entwicklung. Am 21. Dezember 2021 (UV-
Akten S. 171 f.) erklärte Dr. med. K.________, gestützt auf die vorgenannten CT-Berichte, es sei 
eine Hernie mit einem "collet" von 4 cm erkennbar. Am 31. Januar 2022 erwähnte er eine kleine 
Hernie mit fettigem Inhalt, deren Grösse sich tendenziell verringere. Schon am 3. Mai 2022 (UV-
Akten S. 164 f.) gab er an, die Reparatur der Hernie sei angesichts ihrer Lokalisation, ihrer Grösse 
und des günstigen Verlaufs wahrscheinlich nicht notwendig. Am 10. November 2022 gab er an, die 
Hernie sei stabil mit einer Bruchöffnung ("orifice") von 2.2 cm und die Grösse leicht abnehmend und 
schloss die Behandlung ab. Aktuell bestehe einzig ein gelegentliches Unwohlsein ("une gêne très 
occasionnelle") bei bestimmten körperlichen Anstrengungen, das nicht als beeinträchtigend be-
schrieben werde. Damit lag auch bezüglich der Hernie keine Behandlungsbedürftigkeit bzw. Opera-
tionsindikation vor, wie von Dr. med. G.________ am 13. Dezember 2023 festgehalten.

Dr. med. H.________ ihrerseits ist der Ansicht, die massive Emphysemausbreitung über beide 
Flanken bis nach inguinal beidseitig habe die Bauchwand in ihren oberflächlichen Schichten 
(subkutan und intramuskulär) geschädigt. Eine Folge dieser Schädigung seien die seitens der 
plastischen Chirurgen dokumentierten Narbenstränge und Gewebeeinziehungen, die sich 
unabhängig von der Gewichtszunahme seit dem Unfall entwickelt hätten. Im Austrittsbericht des 
J.________ wurde eine mögliche Muskelverletzung notiert und im Folgebericht vom 21. Dezember 
2021, es liege eine Hernie wegen einer Muskelverletzung mit einem ausgedehnten subkutanen 
Emphysem vor. Am 31. Januar 2022 erklärte Dr. med. K.________, die Beschwerdeführerin habe 
eine Deformation des subkutanen Gewebes festgestellt, bestätigt dies in der Folge aber nicht, 
sondern hielt einzig fest, beim Abtasten sei die Hernie schwierig zu finden und es lägen keine 
ausgeprägten Schmerzen ("pas de douleurs franches") vor. Das Abtasten des unteren Bauchs sei 
jedoch empfindlich. Am 3. Mai 2022 bestätigte er, die Hernie sei durch einen Riss des 
querverlaufenden Muskels entstanden und erwähnte zum ersten Mal, es sei zu subkutanen 
Hämatomen gekommen, nannte aber, wie in den vorherigen Berichten, keine Narben. Ebenso nicht 
am 10. November 2022, mehr als ein Jahr nach dem Unfall, als er einzig notierte, die Patientin störe 
sich an der Deformität des subkutanen Gewebes. Damit wurden von Dr. med. K.________ zu 
keinem Zeitpunkt Narben bzw. Narbenstränge dokumentiert bzw. bestätigt, weshalb die Sichtweise 
von Dr. med. H.________ nicht überzeugt. Ihr kann auch darin nicht gefolgt werden, wonach für die 
vorliegende Deformität der Bauchdecke nur unfallkausale Faktoren vorlägen. So bestehen auch 
unfallfremde Faktoren, auf die weiter unten (vgl. E. 4.5) einzugehen ist.

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4.4. Die Beschwerdeführerinnen stützen ihre Sichtweise ferner auf die Berichte der plastischen 
Chirurgen Dr. med. D.________ und Dr. med. E.________, die unabhängig voneinander einen An-
trag auf Kostengutsprache für eine Abdominoplastik gestellt hatten.

4.4.1. Dr. med. D.________ diagnostizierte am 13. Dezember 2022 (UV-Akten S. 206 f.) eine 
Weichteilasymmetrie mit Narbeneinziehung linker Unterbauch und Doppelfaltenbildung quer trans-
lational mit Schmerzausstrahlung bei Zustand nach Autounfall mit Frontalkollision. Die Patientin be-
klage sich über die asymmetrische, schmerzhafte, subkutane Vernarbung abdominal. In der Unter-
suchung finde sich ein eingezogener Narbenbereich links abdominal in der Infraumbilikalregion links. 
Es seien mehrere palpable Narbenstränge von ca. 10 cm longitudinaler Ausrichtung festzustellen. 
Es bestehe ein Druckschmerz reaktiv. Am 27. Februar 2023 (UV-Akten S. 221) ergänzte er, sein 
Gesuch stehe zu 100% im Zusammenhang mit dem Unfall und verwies auf seinen Vorbericht sowie 
den Bericht von Dr. med. K.________ vom 10. November 2022. Am 23. März 2023 (UV-Akten 
S. 241 ff.) legte er ferner ein Foto der Beschwerdeführerin 1 von 2018 vor, aus dem sich klar ergebe, 
dass die Deformität auf den Unfall zurückzuführen sei.

Dr. med. E.________ stellte am 28. März 2023 (UV-Akten S. 227) die Diagnose einer Fettakkumula-
tion Abdomen mit kleiner Fettschürze bei einem Status nach Unfall vom 3. November 2021 mit Sta-
tus u. a. nach Bauchtrauma. Es habe eine konservative Behandlung von Wunden im Abdomenbe-
reich stattgefunden. Die Patientin habe nach der Operation auch wegen mangelnder Bewegungs-
möglichkeit ca. 8 kg zugenommen. Es liege ein Status nach drei normalen Geburten 1989, 1992 
sowie 1997 vor. Aktuell sei sie vor allem durch die Einziehung im Bauchbereich und entsprechender 
Fettschürze gestört. Sie habe keine Schmerzen. Beim Befund gab er eine Fettakkumulation extra- 
und intraabdominal mit kleinen eingezogenen Narben oberhalb der Crista iliaca beidseits mit ent-
sprechenden Fettschürzen an. Sie wiege 87 kg (BMI 30.5) und würde gut vom Eingriff profitieren.

Auf Nachfrage der Visana vom 3. April 2023 (UV-Akten S. 229 f.), welche Verletzung oder Narbe die 
Hernie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit primär oder sekundär verursacht habe, da dies ge-
mäss Dr. med. I.________ angesichts der Akten nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachvollziehbar sei, erklärte Dr. med. D.________ am 4. April 2023 (UV-Akten 
S. 231), es gehe vor allem um die verbackene Narbensituation am Unterbauch, was zu 100 % un-
fallbedingt sei und gelöst werden müsse. Die Hernie ziehe da hinein und müsse repariert werden. 
Dr. med. E.________ erwiderte gleichentags (UV-Akten S. 235), nach dem Unfall habe es im 
Abdomenbereich oberflächliche Verletzungen mit Wunden gegeben, die konservativ behandelt 
worden seien. Der aktuelle Zustand stehe nur teilweise und indirekt mit dem Unfall im 
Zusammenhang.

4.4.2. Zunächst ist bezüglich der Berichte der plastischen Chirurgen darauf hinzuweisen, dass es 
entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 1 nicht zu einer persönlichen Kontaktaufnah-
me zwischen Dr. med. I.________ und Dr. med. E.________ gekommen ist. Vielmehr stellte der 
zuständige Sachbearbeiter der Visana im Namen des beratenden Arztes an beide Spezialisten eine 
konkrete Frage, auf welche diese jeweils am 4. April 2023 geantwortet haben. Eine Einflussnahme 
durch den beratenden Arzt der Visana ist damit in keiner Weise ersichtlich.

Weiter hatten offenbar beide Spezialisten keine vollständige Kenntnis der Akten bzw. haben sich 
nicht genügend mit diesen auseinandergesetzt. So erwähnt Dr. med. E.________ Wunden bzw. 
oberflächliche Verletzungen mit Wunden im Abdomenbereich. Jedoch ergaben sich nach dem Unfall 
eben gerade keine Hinweise auf äussere Verletzungen im Bereich des Abdomens und es lagen 
weder Prellmarken noch Hämatome vor. Weiter erwähnte er kleine Narben, die aber in Folge des 

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Unfalls gerade nicht dokumentiert wurden. Dr. med. D.________ seinerseits weist auf eine "ver-
backene Narbensituation" am Unterbuch hin, was sich nicht in Einklang mit den Akten bringen lässt. 
So ergibt sich aus den Berichten des J.________ eben gerade nicht, wie dargestellt, dass die von 
Dr. med. K.________ als klein eingestufte Bauchwandhernie oder die vollständig resorbierten 
Flüssigkeitsansammlungen zu Narben bzw. Narbensträngen geführt hätten.

Ferner begründen beide Fachärzte nicht weiter, weshalb ihrer Meinung nach die aktuelle Deformität 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen sei. So ergibt sich aus dem 
von Dr. med. D.________ nachgereichten Foto von 2018 im Vergleich zu seinen Fotos 
vom  13. Dezember 2022 (UV-Akten S. 208 ff.) und denjenigen von Dr. med. E.________ vom 
28. März 2023 (UV-Akten S. 227) einzig, dass es seit 2018 zu einer relativ deutlichen allgemeinen 
Gewichtszunahme mit Bildung einer Fettschürze am Bauch gekommen ist. Ferner fällt auf, dass Dr. 
med. D.________ die Hernie erst am 4. April 2023 erwähnte, nicht aber im Kostengutsprachegesuch 
vom Dezember 2022. Diese Berichte genügen deshalb nicht, um eine Leistungspflicht der Visana 
zu begründen. Nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin 1 ergibt sich aus dem Umstand, dass Dr. 
med. K.________ am 10. November 2022 erklärte, die Patientin störe sich an der Deformation der 
Bauchwand (subkutanes Gewebe) "suite à ce traumatisme", da er einen Kausalzusammenhang zum 
Unfall nicht weiter begründete, was nicht genügt. Ferner war er zwar schon am 31. Januar 2022, 
wiederum ohne Begründung, der Ansicht, die Deformität stehe wahrscheinlich im Zusammenhang 
mit dem Unfall, verneinte aber explizit diesbezüglich eine Operationsindikation.

Überdies weist Dr. med. G.________ am 3. April 2024 überzeugend darauf hin, es sei nicht 
plausibel, die geltend gemachten subkutanen Narben – ungeachtet ihrer Ätiologie – mit einer 
Abdominoplastik zu behandeln. Durch diese Operation würden vielmehr zuvor nicht bestehende 
Hautnarben geschaffen, wie es Dr. med. D.________ am 13. Dezember 2023 angebe (Narbe 
zirkumferentiell um den Bauchnabel und eine grosse Kaiserschnittsnarbe im infrapubalen Bereich). 
Deshalb würden Abdominoplastiken fast ausnahmslos aus kosmetischen Gründen durchgeführt. Bei 
einer Abdominoplastik (Bauchdecken-Straffung) handelt es sich um eine meist elektive ästhetische 
Operation zur Straffung der Bauchdecke, bei der Hautlappen (z. B. nach starker Gewichtsreduktion) 
und ggf. überschüssiges Fett oder Hernien mit entfernt werden können (vgl. Pschyrembel, Klinisches 
Wörterbuch 269. Aufl. 2023). Vorliegend lag jedoch für die Hernie keine Operationsindikation vor.

Was die von der Beschwerdeführerin 1 geltend gemachten Schmerzen betrifft, die sie vor allem bei 
Bauchbewegungen und bei Druck auf das Narbengewebe verspüre, ist es zwar richtig, dass Dr. 
med. D.________ am 13. Dezember 2022 einen Druckschmerz reaktiv angab. Demgegenüber hielt 
Dr. med. E.________ am 28. März 2023 explizit fest, die Patientin habe keine Schmerzen. Zu 
diesem Zeitpunkt übte sie auch den Laufsport (course à pied) wieder aus, wie es dem Bericht des 
J.________ vom 9. März 2023 (UV-Akten S. 272 f.) bezüglich einer Konsultation wegen der 
Fussproblematik zu entnehmen ist, was ebenfalls gegen relevante Schmerzen spricht. Dr. med. 
K.________ seinerseits erklärte am 31. Januar 2022, es sei zu einer Abnahme der Schmerzen 
gekommen, namentlich im Bereich der vorderen und rechten seitlichen Bauchwand. Beim Abtasten 
sei die Hernie schwierig zu finden und es lägen keine ausgeprägten Schmerzen vor. Das Abtasten 
des unteren Bauchs sei hingegen empfindlich. Am 3. Mai 2022 hielt er fest, sie verspüre gelegentlich 
(1–2x/Woche, manchmal weniger) ein Brennen in der rechten Flanke, das spontan wieder 
verschwinde und sie in ihren körperlichen Aktivitäten nicht einschränke. Ansonsten nannte er einzig 
eine "perte de sensibilité" im linken Leistenbereich und oberhalb des Schambeins, das sehr 
wahrscheinlich im Zusammenhang mit Hautnervenverletzungen ("lésions des branches cutanées") 
beim Unfall stehe. In seinen Folgebericht vom November 2022 notierte er keine Schmerzen mehr, 
weshalb davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin 1 keine angegeben hat und nicht, wie 

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von ihr am 16. Oktober 2024 geltend gemacht, er sei einfach auf dieses Thema nicht mehr 
eingegangen. Ferner weist Dr. med. G.________ schlüssig darauf hin, es sei nicht plausibel eine 
Abdominoplastik vorzuschlagen, wenn dabei Schmerzen eine vordergründige Rolle spielen würden. 
Vielmehr bestehe bei einer solchen Operation das nicht unerhebliche Risiko, dass allein durch die 
Vielzahl von postoperativen Narben der Haut sowie der darunter liegenden Gewebeschichten die 
Schmerzen nicht verschwinden oder letztlich sogar zunehmen würden, wie es die Fachliteratur 
bestätige.

4.5. Weiter sind vorliegend ebenfalls die unfallfremden Faktoren zu berücksichtigen. So weist Dr. 
med. G.________ zu Recht darauf hin, die Bauchdecke der Beschwerdeführerin 1 sei durch die drei 
Schwangerschaften bereits mehrmals zwangsläufig erheblich traumatisiert worden, was u. a. ent-
sprechende subkutane Verhärtungen/Vernarbungen gut zu erklären möge. Am 3. April 2024 be-
stätigte er, es sei überwiegend wahrscheinlich von einer durch die Schwangerschaften zumindest 
leicht geschwächten Bauchdecke auszugehen, deren aktuelle Deformation durch die schwanger-
schaftsbedingte Traumatisierung begünstigt worden sei. Diese Argumentation ist entgegen der Be-
schwerdeführerin 1 nicht absurd. Vielmehr ist es schlüssig, dass ihre Bauchdecke während den 
Schwangerschaften jeweils erheblich belastet wurde und diesbezüglich von einem Vorzustand aus-
zugehen ist.

Ferner kam es entsprechend den Fotos vom Dezember 2022 und März 2023 im Vergleich zu dem-
jenigen von 2018 offensichtlich – unabhängig von der Gewichtsschätzung auf etwa 70–75 kg bezüg-
lich 2018 durch Dr. med. G.________ – zu einer relativ deutlichen allgemeinen Gewichtszunahme 
mit einem ausladenden Abdomen und der Entwicklung einer (mehrheitlich symmetrischen) 
Fettschürze. So gab Dr. med. E.________ an, es liege eine Fettakkumulation extra- und 
intraabdominal mit entsprechenden Fettschürzen vor. Aktuelle Gewichtsangaben finden sich im 
Austrittsbericht des J.________, wonach bei Austritt ein Gewicht von 86.5 kg vorlag. Ferner notierte 
Dr. med. E.________ am 28. März 2023, mehr als ein Jahr nach dem Unfall, ein Gewicht von 87 kg. 
Dies ergibt bei einer unbestrittenen Körpergrösse von 169 cm einem BMI von 30.5 und damit knapp 
eine Adipositas Grad I. Dieser Wert kann entgegen der Ansicht von Dr. med. H.________ selbst in 
der Alterskategorie der Beschwerdeführerin 1 nicht als im normalen Bereich eingestuft werden. Dr. 
med. E.________ begründet die Gewichtszunahme damit, dass die Patientin in Folge des Unfalls 
wegen mangelnder Bewegungsmöglichkeit 8 kg zugenommen habe. Jedoch fällt auf, dass zwischen 
dem Spitalaustritt am 18. November 2021 und März 2023 das Gewicht stabil blieb, obwohl es zu 
einer kompletten Resorption der Flüssigkeitsansammlung gekommen war und die 
Beschwerdeführerin 1 den Laufsport wieder ausübte. Da zusammen mit Dr. med. G.________ (vgl. 
Bericht vom 5. August 2024) nicht angenommen werden kann, dass es während des 
Spitalaufenthalts vom 3. Bis 18. November 2021 zur geltend gemachten Gewichtszunahme von 
8 kg gekommen ist, muss davon ausgegangen werden, dass bereits vor dem Unfall eine deutliche 
Gewichtszunahme vorlag. Überdies weist Dr. med. G.________ am 3. April 2024 schlüssig darauf 
hin, dass sich Fetteinlagerungen fast ausnahmslos durch ein Missverhältnis zwischen der 
Nahrungsmittelaufnahme und dem Energieverbrauch ergeben würden. Die Gewichtszunahme ist 
deshalb überwiegend wahrscheinlich als unfallfremd und nicht durch den Unfall verursacht zu 
betrachten, bzw. dieser hat höchstens zu einer vorübergehenden Gewichtszunahme geführt.

Gestützt auf die überzeugenden Berichte von Dr. med. G.________ ist deshalb mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die aktuelle Deformität der Bauchdecke durch 
unfallfremde Faktoren verursacht wurde, wohingegen der Unfall höchstens einen möglichen Einfluss 
gehabt hat, was jedoch nicht genügt.

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4.6. Zu keiner anderen Sichtweise führen die Berichte der beratenden Ärztin der Beschwerdefüh-
rerin 2, Dr. med. F.________. Am 19. Januar 2024 (Beschwerdebeilage 2) erachtete sie den Bericht 
von Dr. med. G.________ vom Dezember 2023 als lückenhaft und nicht schlüssig. Es fehle es an 
einer konklusiven Begründung hinsichtlich der sich widersprechenden Berichten der beiden 
plastischen Chirurgen. Weiter sei er einverstanden, dass die Unfallkausalität der 
Thoraxverletzung/massiven Emphysemausbreitung über beide Flanken bis nach inguinal beidseits 
und den geschädigten subkutanen und intramuskulären Schichten der oberflächlichen Bauchwand 
gegeben sei. Jedoch gehe er als einziger ohne weitere Begründung davon aus, die abdominalen 
Narben seien durch die Schwangerschaften bedingt worden. Sein einziges Argument sei, dass die 
Flüssigkeitskollektionen im Abschlussbericht von Dr. med. K.________ als vollständig regredient 
beschrieben würden. Demgegenüber nehme er keine Stellung zu den im CT vom 14. April 2022 
beschriebenen organisierten Hämatomen.

Zwar ist es richtig, dass sich Dr. med. G.________ nicht eingehend zu den Operationsindikationen 
und -techniken der von den plastischen Chirurgen beantragten Operationen auseinandergesetzt hat, 
was sich bereits damit begründet lässt, dass beide namentlich eine Abdominoplastik beantragten. 
Im Übrigen ergibt sich aus seiner Aktenzusammenfassung und Diskussion, dass er sich durchaus 
mit diesen Berichten auseinandergesetzt hat und seine Sichtweise nachvollziehbar und schlüssig 
begründete. Weiter begnügte er sich nicht damit, die Leistungspflicht einzig aufgrund der vollstän-
dige Resorption der Flüssigkeitsansammlung und dem Hinweis auf die Schwangerschaften zu ver-
neinen. Vielmehr zeigt er in Übereinstimmung mit den Akten auf, dass sowohl für die Flüssigkeitsan-
sammlungen und die Hernie eben gerade keine Operationsindikation vorlag und weist auf die unfall-
fremden Faktoren (Schwangerschaften/Gewichtszunahme) hin. Was die geltend gemachten Häma-
tome betrifft, konnten in einem Ultraschall des Abdomens vom 12. November 2021 (UV-Akten 
S. 170), knapp zehn Tage nach dem Unfall, explizit keine Hämatome visualisiert werden. Zwar wur-
de im CT-Bericht vom 18. Januar 2022 auf eine Organisation und Verflüssigung der Hämatome in 
den seitlichen Bauchwandbereichen hingewiesen sowie im CT-Bericht vom 14. April 2022 und im 
Bericht von Dr. med. K.________ vom 3. Mai 2022 Hämatome erwähnt, jedoch weder im CT-Bericht 
vom 2. November 2022 noch im Bericht von Dr. med. K.________ vom 10. November 2022. Damit 
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass sich die Hämatome aufgelöst 
haben und ebenso nicht zur aktuellen Deformität geführt haben.

In ihrer zweiten Stellungnahme vom 7. Juni 2024 (nachgereicht am 20. Juni 2024) erklärte Dr. med. 
F.________, der Bericht von Dr. med. G.________ vom 3. April 2024 führe nicht zu einem Mehrwert. 
Ferner sei nicht abgeklärt worden, ob die Beschwerdeführerin Schmerzen habe und sie verwies auf 
eine im Austrittsbericht des J.________ angegebene Rhabdomyolyse. Dabei handle es sich um 
einen Gewebezerfall der quergestreiften Muskulatur, d. h. den Untergang von Muskelfasern. Dabei 
komme es zu eine Gewebelücke und ebenfalls zu einer Hernierung. Zudem hätten die Hämatome 
im Verlauf zu einer asymmetrischen, schmerzhaften abdominalen Narbeneinziehung mit 
Strangbildung geführt, wobei eine neuropathische Symptomatik mit brennenden Schmerzen der 
rechten Flanke und Hypästhesie inguinal und subpubisch links vorliege, weshalb ein operativer 
Korrektureingriffs mittels Abdominoplastik und Lappendeckung mit kranialem Bauchlappen gestellt 
worden sei. Bei diesem Eingriff gehe es nicht primär um einen Hernienrepair (hier Muskel-/Hernie 
mit Fettgewebsinhalt), sondern primär um die Freilegung der beeinträchtigten Nerven bei 
neuropathischen Beschwerden infolge der posttraumatischen Verwachsungen mit 
Narbeneinziehung und Strangbildung.

Der zweite Bericht von Dr. med. F.________ kann bereits deshalb nicht weiter berücksichtigt 
werden, da sie sich – im Unterschied zu Dr. med. G.________ – offensichtlich nicht auf die gesamten 

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Akten abstützt, sondern nur auf die Situation bis und mit dem CT vom Januar 2022. Somit lässt sie 
die letzten Berichte des J.________ vom November 2022 ausser Acht, aus denen sich eben gerade 
ergibt, dass die Flüssigkeitsansammlungen komplett resorbiert waren und auch für die (kleine) 
Hernie keine Operationsindikation vorlag, worauf Dr. med. G.________ am 5. August 2024 hinwies. 
Hinsichtlich der geltend gemachten Rhabdomyolyse ist darauf hinzuweisen, dass eine solche 
gemäss dem Austrittsbericht des J.________ vorlag, jedoch Dr. med. K.________ schon am 
31. Januar 2022 festhielt, diese entwickle sich gut und er dies in den folgenden Berichten einzig in 
der Anamnese festhielt, weshalb sich diesbezüglich weitere Äusserungen erübrigen. Was die 
Hämatome, die Narben und die Schmerzen betrifft, wird auf die vorstehenden Ausführungen 
verwiesen. Von Interesse ist aber der Hinweis von Dr. med. F.________, wonach keine 
Leistungspflicht der CSS bestehe, falls keine Schmerzen vorliegen würden.

Die Berichte von Dr. med. F.________ führen nicht zu Zweifeln an der Sichtweise von 
Dr. med. G.________, weshalb sich die Einholung eines Fachgutachtens, wie von Dr. med. 
F.________ vorgeschlagen, erübrigt.

4.7. Schliesslich kritisiert die Beschwerdeführerin 1, sie habe mehrmals eine anfechtbare Verfü-
gung verlangt, diese aber erst nach sechs Monaten erhalten. Soweit sie damit sinngemäss eine 
Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung geltend macht, ist darauf hinzuweisen, dass sie nach 
einer ersten Ablehnung der Leistungspflicht der Visana mit Schreiben vom 24. Januar 2023 (UV-
Akten S. 216) am 31. Januar 2023 (UV-Akten S. 218) um die Zustellung einer anfechtbaren Verfü-
gung bat. Die Visana erklärte in der Folge mit E-Mail vom 3. Februar 2023 (UV-Akten S. 219), der 
Fall werde gerne auch im formlosen Verfahren geprüft und die Beschwerdeführerin 1 habe die Mög-
lichkeit, ihre Stellungnahme und eine allfällige medizinische Beurteilung einzureichen. Darauf rea-
gierte sie jedoch nicht und die Visana bestätigte am 12. April 2023 (UV-Akten S. 237) ihre Sicht-
weise. Am 26. April 2023 (UV-Akten S. 245) ersuchte die Beschwerdeführerin 1 um die Zustellung 
der vollständigen Akten und am 24. Mai 2023 (UV-Akten S. 277) erneut um den Erlass einer ein-
sprachefähigen Verfügung, die von der Visana am 12. Juni 2023 (UV-Akten S. 280 ff.) erlassen wur-
de, weshalb eine Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung zu verneinen ist.

5.

Fazit

Zusammenfassend hat die Visana, gestützt auf die überzeugenden Berichte von 
Dr. med. G.________, ihre Leistungspflicht für die Vornahme des beantragten plastisch-
chirurgischen Eingriffs im Sinne einer Hernien-/Bauchwandplastik zu Recht verneint. Der 
Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023 ist zu bestätigen und die Beschwerden sind 
abzuweisen.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben, da hier das Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens 
gestützt auf Art. 61 Bst. fbis ATSG in seiner Fassung seit dem 1. Januar 2021 weiter zur Anwendung 
kommt.

Die mit ihren Anträgen unterliegenden Beschwerdeführerinnen haben keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. 

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerden von A.________ (605 2024 20) und der CSS Kranken-Versicherung AG 
(605 2024 32) werden abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem 
Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 21. August 2025/bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter