# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e5ba17e-d9ed-5128-b584-db5958fa480f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.12.2011 E-6722/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6722-2011_2011-12-28.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6722/2011

U r t e i l   v om   2 8 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Muriel Beck Kadima,  
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi,    
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
C._______, geboren am 9(…),
Kosovo, 
alle vertreten durch D._______, (…),
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. November 2011 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführenden,  Volkszugehörige  der  Gorani  mit  letztem 
Wohnsitz  in  E._______,  Kosovo,  verliessen  ihren  Heimatstaat  eigenen 
Angaben  zufolge  am  20.  September  2011  und  gelangten  über  ihnen 
unbekannte  Länder  am  24.  September  2011  unter  Umgehung  der 
Grenzkontrolle in die Schweiz, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten. 
Am  6.  Oktober  2011 wurden  sie  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ)  F._______  summarisch  befragt.  Am  22. November  2011  folgten 
ausführliche direkte Anhörungen durch das Bundesamt.

Die  Beschwerdeführenden  begründeten  ihre  Asylgesuche  im 
Wesentlichen  damit,  sie  hätten  im  September  2010  gegen  den  Willen 
ihrer Eltern  in G._______ (standesamtlich) geheiratet. Deshalb seien sie 
von  ihren  Familien  verstossen  worden.  Seither  hätten  sie  bei 
verschiedenen  Bekannten  gelebt  und  immer  eine  neue  Bleibe  suchen 
müssen.  Die  Beschwerdeführerin  sei  wegen  der  bevorstehenden 
schwierigen Geburt ihres Kindes nach G._______ gereist, wo sie im April 
2011 in einer Privatklinik entbunden habe. Der Beschwerdeführer habe in 
G._______ eine Wohnung gemietet  und vergeblich eine Arbeit  gesucht. 
Diese  Suche  sei  deshalb  erfolglos  gewesen,  da  ihn  wegen  seines 
"kosovarischen"  Namens  niemand  habe  einstellen  wollen.  Aus  diesem 
Grund  hätten  sich  die  Beschwerdeführenden  entschlossen,  in  den 
Kosovo  zurückzukehren.  Der  Beschwerdeführer  habe  gelegentlich 
(Arbeitstätigkeit).  Mitte  Juni  2011  sei  er  auf  dem  Weg  ins  Dorf  von 
Unbekannten  zusammengeschlagen  und mit  dem  Tod  bedroht  worden, 
falls  er  gegen  die Angreifer  bei  der Polizei  Anzeige  erstatte.  Zirka  zwei 
Wochen  später  sei  auch  die  Beschwerdeführerin  von  einem  ihr 
unbekannten  Albaner  auf  offener  Strasse  angegriffen,  gewürgt  und  an 
intimen  Körperstellen  berührt  worden.  Dank  dem  Eingreifen  eines 
Passanten sei es nicht zur Vergewaltigung gekommen. Sie habe diesen 
Vorfall  ihrem Ehemann erst einige Tage später berichtet. Sie hätten bei 
der Polizei  keine Anzeige erstattet. Aus diesen Gründen hätten sie sich 
zur Ausreise entschlossen.

Für den weiteren Inhalt der Aussagen wird auf die Akten verwiesen.

Die  Beschwerdeführenden  reichten  als  Beweismittel  einen  Arztbericht 
vom 23. August  2011 aus H._______ den Beschwerdeführer  betreffend 
zu den Akten.

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B. 
Mit Verfügung vom 23. November 2011 – eröffnet am 26. November 2011 
– lehnte  das  BFM  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  ab  und 
ordnete gleichzeitig die Wegweisung aus der Schweiz an. Die Vorinstanz 
begründete  ihre  Verfügung  im  Wesentlichen  damit,  die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführenden  würden  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  genügen.  Den  Vollzug  der  Wegweisung  in 
den  Kosovo  befand  die  Vorinstanz  für  zulässig,  zumutbar  und möglich. 
Auf  die  Begründung  im  Einzelnen  wird,  soweit  wesentlich,  in  den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C. 
Mit Eingabe vom 15. Dezember 2011 (Poststempel: 14. Dezember 2011) 
beantragten die Beschwerdeführenden durch  ihren Rechtsvertreter beim 
Bundesverwaltungsgericht  die Aufhebung  der  angefochtenen Verfügung 
und sinngemäss um Gewährung von Asyl. Sie seien  in der Schweiz als 
Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen. Auf die Begründung der Beschwerde 
wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

D. 
Mit  verfahrensleitender  Verfügung  vom  15.  Dezember  2011  wurde  der 
Eingang der Beschwerde bestätigt. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 

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Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  (Art.  108 AsylG  sowie Art.  105 AsylG  i.V.m. Art. 
37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde  ist 
einzutreten.

1.4. Vorliegend handelt es sich, wie nachfolgend dargetan wird, um eine 
offensichtlich  unbegründete  Beschwerde,  weshalb  in  einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(vgl. Art. 111 Bst. e AsylG). 

1.5.  Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 

3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

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3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

4. 

4.1.  Das  Bundesamt  begründete  seinen  ablehnenden  Entscheid  im 
Wesentlichen damit, hinsichtlich der geltend gemachten Übergriffe durch 
unbekannte  Albaner  sei  anzuführen,  dass  es  im  Kosovo  in  den 
vergangenen  Jahren  vereinzelt  zu  schwerwiegenden  Übergriffen  auf 
Angehörige  der  ethnischen  Minderheiten,  namentlich  der  Gorani, 
gekommen  sei.  Es  könne  jedoch  nicht  von  allgemeinen  Vertreibungen 
ausgegangen  werden.  Nach  der  Unabhängigkeitserklärung  vom  17. 
Februar  2008  sei  im  Kosovo  auch  nach  dem  Statuswechsel  eine 
internationale  zivile  und  militärische  Präsenz  vorgesehen.  Im  Kosovo 
bestünden  mit  der  UNO­Verwal­tung (UNMIK)  und  der  EU  zwei 
internationale  Missionen.  Die  am  9.  Dezember  2008  offiziell  gestartete 
Rechtsstaatlichkeitsmission  EULEX  sei  formal  den  Vereinten  Nationen 
unterstellt  und  werde  unter  deren  Oberhoheit  und  innerhalb  eines 
statusneutralen  Rahmens  geführt.  Die  internationalen  Sicherheitskräfte 
sowie  die  Kosovo  Police  (KP)  würden  die  Sicherheit  garantieren  und 
seien weitgehend in der Lage, die ethnischen Minderheiten im Kosovo zu 
schützen.  Bei  Übergriffen  intervenierten  die  Sicherheitskräfte 
regelmässig,  und  bei  Straftaten  gegen  Angehörige  von  Minderheiten 
würden  Ermittlungen  aufgenommen.  Zentrale  Polizeifunktionen  würden 
weiterhin von internationalen Polizeikräften wahrgenommen und die neue 
kosovarische Verfassung gestehe den Minderheiten umfassende Rechte 
zu.  Da  demnach  vom  Vorhandensein  eines  adäquaten  Schutzes  durch 
den Heimatstaat auszugehen sei, seien die geltend gemachten Übergriffe 
vorliegend  nicht  asylrelevant.  Weiter  würden  die  geltend  gemachten 
Probleme,  welche  die  Beschwerdeführenden  durch  ihre  Heirat 
hervorgerufen  hätten,  nicht  aus  einem  der  in  Art.  3  AsylG  genannten 
Gründe,  sondern  aufgrund  von  familiären  Zerwürfnissen  und  sozialen 
Strukturen  erfolgen.  Es  seien  keinerlei  Anhaltspunkte  dafür  vorhanden, 
dass die Beschwerdeführenden in einer gemäss Art. 3 AsylG geschützten 
Eigenschaft verfolgt würden. Der eingereichte Arztbericht bestätige zwar 

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die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  sei  jedoch  nicht  relevant  im 
Sinne von Art. 3 AsylG.

4.2. In der Rechtsmitteleingabe wird dazu geltend gemacht, entgegen der 
Argumentation  der  Vorinstanz  erhalte  die Minderheit  der  Gorani  keinen 
Schutz durch die polizeilichen Organe und Rechtsinstanzen, wobei auch 
die  Verantwortlichen  im  Kosovo  nichts  dafür  unternehmen  würden.  So 
hätten  viele Gorani  gewisse Gebiete  im Kosovo  verlassen. Viele Dörfer 
seien  vernichtet worden, Häuser  in Brand gesteckt, Vieh  gestohlen  und 
Wiesen und Äcker vernichtet worden. Übrig blieben die alten und kranken 
Leute, die keinen anderen Zufluchtsort finden würden. Viele Gorani seien 
ausgereist.  Aus  diesen  Gründen  sei  verständlich,  dass  die 
Beschwerdeführenden  die  geltend  gemachten  Angriffe  bei  der  Polizei 
nicht  zur  Anzeige  gebracht  hätten. Überdies würden  die Angreifer  nicht 
zur  Rechenschaft  gezogen  und  sogar  in  Schutz  genommen.  Die 
Beschwerdeführenden  hätten  sich  in  einer  ausweglosen  Situation 
befunden  und  hätten  als  einzigen Ausweg  die  Flucht  gehabt.  Entgegen 
der Meinung der Vorinstanz finde eine ethnische Säuberung statt, wobei 
alle  Ethnien  im  Kosovo  dasselbe  Schicksal  teilen  würden.  Trotz  der 
Unabhängigkeitserklärung  des  Kosovos  seien  sie  in  grundlegenden 
Menschenrechten (Sprache, Bewegung, Arbeit) benachteiligt. Im Übrigen 
hätten sie bezüglich des Widerstands ihrer Eltern im Zusammenhang mit 
der Eheschliessung keine Gefährdung ihres Lebens äussern wollen.

5. 

5.1. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum 
Schluss, dass das BFM die Vorbringen der Beschwerdeführenden im Zu­
sammenhang mit den angeführten Übergriffen seitens privater Dritter zu 
Recht und mit zutreffender Begründung als nicht asylrelevant erachtete. 

5.2.  Nach  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  sind  die 
bisher  zuständigen  Behörden  im  Kosovo  –  im  Rahmen  ihrer 
Möglichkeiten – systematisch gegen Bedrohungen und Übergriffe Dritter 
vorgegangen.  Insoweit  kann  zum  heutigen  Zeitpunkt  vom  Schutzwillen 
und auch von einer weitgehenden Schutzfähigkeit der im Kosovo tätigen 
nationalen Sicherheitsbehörden ausgegangen werden. Die Vertreter  der 
neuen Regierung haben sich im Rahmen ihrer Unabhängigkeitserklärung 
im  Februar  2008  verpflichtet,  sämtliche  Verträge  und  Absprachen,  die 
sich aus dem "Umfassenden Vorschlag zur Regelung des Kosovostatus" 
des  Sondergesandten  des  UNO­Generalsekretärs  für  den  Prozess  zur 

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Bestimmung  des  künftigen  Status  vom  Kosovo  ergeben,  vollumfänglich 
zu  erfüllen.  Was  die  allgemeine  Situation  der  Angehörigen  der 
goranischen Ethnie  im Kosovo betrifft,  ist  festzustellen,  dass  sie als gut 
integrierte  Minderheit  selbst  während  der  Unruhen  im  März  2004 
grösstenteils  verschont  blieben  und  gemäss  Lageberichten  für  sie  die 
Situation auch nach den Unruhen weitgehend stabil geblieben ist.

Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  davon  aus,  dass  Angehörige 
ethnischer Minderheiten  im Kosovo grundsätzlich die Möglichkeit haben, 
sich  an  die  Behörden  zu  wenden  und  diese  um  Schutz  vor  –  auch 
ethnisch motivierten – Übergriffen Dritter zu ersuchen. Zudem bejaht das 
Bundesverwaltungsgericht  in  seiner  Rechtsprechung  den  generellen 
Schutzwillen  und  die  generelle  Schutzfähigkeit  der  zuständigen 
Sicherheitskräfte  bezüglich  strafrechtlich  relevanter  Übergriffe  auf 
Angehörige  der  ethnischen  Minderheiten  im  Kosovo  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­6827/2010 vom 2. Mai 2011 E. 4.7). 

5.3.  Das  BFM  führte  zur  Begründung  seines  ablehnenden 
Asylentscheides zu Recht aus, die Vorbringen der Beschwerdeführenden 
hielten  den  Anforderungen  an  Art.  3  AsylG  nicht  stand,  da  Übergriffe 
durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, nur 
dann  asylrelevant  seien,  wenn  einerseits  diesen  ein  Motiv  nach  Art.  3 
AsylG zugrunde liege und anderseits der Staat seiner Schutzpflicht nicht 
nachkomme oder nicht  in der Lage sei, Schutz zu gewähren. Straftaten 
würden  von  den  Behörden  im  Kosovo  im  Rahmen  ihrer  Möglichkeiten 
verfolgt.

Bei den von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Bedrohungen 
durch Angehörige der albanischen Ethnie handelt es sich um Übergriffe 
Dritter.  Solche  Übergriffe  seitens  ethnischer  Albaner  auf  die 
Beschwerdeführenden  sind  nicht  asylrelevant,  da  ihnen  die  Möglichkeit 
offenstand, sich an die heimatlichen Behörden zu wenden und diese um 
Schutz  zu  ersuchen.  Vorliegend  sind  keine  Hinweise  dafür  erkennbar, 
dass ihnen staatlicher Schutz verweigert worden wäre; vielmehr hat sich 
weder der Beschwerdeführer noch die Beschwerdeführerin an die Polizei 
gewandt, um Anzeige gegen die Unbekannten zu erstatten, obwohl ihnen 
dies  zuzumuten  gewesen  wäre.  Überdies  soll  ein  Passant  der 
Beschwerdeführerin zu Hilfe geeilt sein, der sich allenfalls als Zeuge zur 
Verfügung gestellt hätte. Aus diesen Gründen kann der Polizei auch nicht 
vorgeworfen  werden,  sie  hätte  nichts  unternommen.  Aufgrund  der 
Aktenlage  ist  somit  nicht  hinreichend  dargelegt,  dass  der  kosovarische 

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Staat den Beschwerdeführenden adäquaten Schutz verweigert hätte oder 
in Zukunft verweigern würde.

Die ihnen angeblich seitens Familienangehörigen zugetragenen Nachteile 
sind ihrerseits schon mangels Motiv nach Art. 3 AsylG nicht asylrelevant.

5.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorbringen der Beschwerde­
führenden  den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
genügen; die entsprechende Feststellung des BFM ist zu bestätigen. Es 
kann  darauf  verzichtet  werden,  auf  die  Darlegungen  in  der 
Beschwerdeschrift weiter einzugehen, da sie an obiger Erkenntnis nichts 
zu  ändern  vermögen.  Die  Vorinstanz  hat  die  Asylgesuche  der 
Beschwerdeführenden  zu  Recht  und  mit  zutreffender  Begründung 
abgelehnt.

6. 

6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2.  Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine 
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 
Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9).

7. 

7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

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WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

Die Vorinstanz wies  in  ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin,  dass  das  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  nur 
Personen  schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  den 
Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  der 
Beschwerdeführenden in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt 
von  Art. 5  AsylG  rechtmässig.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den 
Aussagen der Beschwerdeführenden noch aus den Akten Anhaltspunkte 
dafür,  dass  sie  für  den Fall  einer Ausschaffung  in den Heimatstaat  dort 
mit  beachtlicher Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1 
FoK  verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss 
Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR) 
sowie  jener  des  UN­Anti­Folterausschusses  müssten  die 
Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder 
glaubhaft machen,  dass  ihnen  im  Fall  einer Rückschiebung  Folter  oder 

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unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], 
Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. Februar  2008,  Beschwerde 
Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Auch  aus  der 
allgemeinen Menschenrechtssituation im Kosovo oder aus der Tatsache, 
dass dort Angehörige ethnischer Minderheiten  in verschiedener Hinsicht 
Diskriminierungen – so auch von Seiten privater Dritter – ausgesetzt sind, 
lässt  sich  noch  kein  reales Risiko  von Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten. Nach dem Gesagten ist 
der  Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.3.1.  Die  Vorinstanz  hielt  in  der  angefochtenen  Verfügung  fest,  dass 
weder  die  im Heimatstaat  herrschende politische Situation  noch  andere 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  der  Rückführung  in  den  Kosovo 
sprechen  würden.  Die  Sicherheitslage  habe  sich  in  den  vergangenen 
Jahren verbessert oder zumindest stabilisiert und die Wahrscheinlichkeit 
einer  konkreten  Gefährdung  für  Bosniaken,  Torbes  und  Gorani  alleine 
aufgrund der Ethnie könne weitgehend ausgeschlossen werden. Zudem 
sei  für  diese  Ethnien  die  Bewegungsfreiheit  grundsätzlich  im  ganzen 
Kosovo gegeben. Auch der Zugang zu den medizinischen und sozialen 
Strukturen  sei  in  aller  Regel  gewährleistet.  Zudem  gebe  es  auch  keine 
individuellen  Gründe,  die  gegen  die  Zumutbarkeit  eines 
Wegweisungsvollzugs  sprechen  würden.  Die  Beschwerdeführenden 
seien jung und gesund. Der Beschwerdeführer habe eine Ausbildung als 
(Berufe)  abgeschlossen.  Er  verfüge  zwar  über  keine  grosse 
Berufserfahrung  in dieser Branche, habe  jedoch (Arbeitsort) und vor der 
Ausreise  in  einer  (Arbeitsort)  gearbeitet.  Die  Beschwerdeführenden 
verfügten  zudem über  ein weites  und  tragfähiges Verwandtschafts­  und 
Beziehungsnetz  in  H._______.  Zudem  lebe  ein  Onkel  des 
Beschwerdeführers  in  I._______.  Von  ihm  könne  eventuell  auch  eine 
gewisse  finanzielle  Unterstützung  erwartet  werden.  Die 
Beschwerdeführenden  hätten  zudem  Wege  gefunden,  um  ihren 
Lebensunterhalt  zu  bestreiten.  Es  sollte  ihnen  daher möglich  sein,  trotz 

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der  wirtschaftlich  schwierigen  Lage  sich  erneut  eine  neue  Existenz 
aufzubauen und Zugang zu der Gemeinschaft zu finden.

7.3.2. Die Beschwerdeführenden führen in ihrer Rechtsmitteleingabe aus, 
sie  seien  als  Angehörige  einer  ethnischen  Minderheit  im  Kosovo 
Benachteiligungen wegen ihrer Sprache und Herkunft ausgesetzt.

7.3.3.  Im  Kosovo  herrscht  im  jetzigen  Zeitpunkt  nicht  eine  generell 
unsichere, von bewaffneten Konflikten oder jederzeit drohenden Unruhen 
geprägte  Lage,  aufgrund  derer  die  Beschwerdeführenden  bei  einer 
Rückkehr  unweigerlich  einer  konkreten Gefährdung  ausgesetzt  würden. 
Blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen weite Teile 
der  ansässigen  Bevölkerung  betroffen  sind,  genügen  nicht,  um  eine 
Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  4  AuG  darzustellen  (vgl.  BVGE 
2010/41 E. 8.3.6 S. 591, EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215).

Die  Beschwerdeführenden  gehören  der Minderheit  der  Gorani  an. Was 
ihre  allgemeine  Lage  betrifft,  so  wurde  ihnen  im  Vergleich  zu  den 
Angehörigen  der  Ethnien  der  Roma,  Ashkali  und  „Ägypter“  (vgl.  BVGE 
2007/10 mit weiteren Hinweisen) sowie den Kosovo­Serben schon immer 
eine  höhere  Toleranz  entgegengebracht.  Gemäss  aktueller 
Rechtsprechung  ist  ein  Wegweisungsvollzug  der  Gorani  in  sämtliche 
Gebiete  des  Kosovo  –  mit  Ausnahme  der  Region  von  Mitrovica  –  als 
zumutbar zu erachten (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D­
6827/2010 vom 2. Mai 2011 E. 8.6). 

Dem  BFM  ist  darin  zuzustimmen,  dass  die  Wahrscheinlichkeit  einer 
konkreten Gefährdung  für  Angehörige  der Gorani  alleine  aufgrund  ihrer 
Ethnie  weitgehend  ausgeschlossen  werden  kann.  Zudem  ist  für  diese 
Ethnie die Bewegungsfreiheit im Kosovo grundsätzlich gegeben. Auch ihr 
Zugang zu den medizinischen und sozialen Strukturen  ist  in aller Regel 
gewährleistet  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  E­7846/2008 
vom 15. September 2010 E. 9.6.). Das Gericht  verkennt nicht, dass die 
Reintegration  in  den  Kosovo  insbesondere  für  Minderheiten  schwierig 
sein  kann.  Dieser  Umstand  vermag  jedoch  keine  konkrete  Gefährdung 
derselben zu begründen. 

7.3.4.  In  Bezug  auf  die  individuelle  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung  sind  folgende  Aspekte  zu  beachten.  Die 
Beschwerdeführenden  verfügen  beide  über  einen  Schulabschluss.  Der 
Beschwerdeführer  hat  einen  Berufsabschluss  sowie  Berufserfahrungen 

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(Arbeitsort)  und  in  der  (Arbeitsort).  Die  Beschwerdeführerin  will 
gelegentlich (Arbeitstätigkeit) (vgl. A6, S. 4 und A7, S. 4). Sie verfügen im 
Kosovo  –  insbesondere  in  ihrem  Heimatdorf,  wo  sie  eigenen  Angaben 
zufolge  vor  ihrer  Ausreise  gewohnt  haben  –  über  ein  familiäres 
Beziehungsnetz,  auf  das  sie  zurückgreifen  können, wenn auch gewisse 
familiäre  Konflikte  bestehen  sollen.  Immerhin  sollen  zwei  Geschwister 
Trauzeugen  bei  der  zivilen  Trauung  der  Beschwerdeführenden  in 
G._______ gewesen sein (vgl. A14. S. 3 f.; A15, S. 4). Zudem können sie 
auch auf die gegenseitige Unterstützung und diejenige durch ihre im Dorf 
wohnhaften  Verwandten  bei  der  Bewältigung  des  Alltags  mit  einem 
Kleinkind  zählen.  Insgesamt  sind gute Voraussetzungen vorhanden,  um 
in  ihrer  Heimat  –  auch  in  Berücksichtigung  der  dortigen  angespannten 
Arbeitsmarktlage – in absehbarer Zeit für ihren Unterhalt aufzukommen.

7.3.5. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich nach dem Gesagten ins­
gesamt als zumutbar.

7.4.  Schliesslich  obliegt  es  den  Beschwerdeführenden,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 
der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2 
AuG).

7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  den 
Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf 
insgesamt  Fr. 600.­­  festzusetzen  (Art.  1  –  3  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: