# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7b7af33-2a6f-56ce-9177-18d577742e42
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.02.2024 UV 2023/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-46_2024-02-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/46

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.06.2024

Entscheiddatum: 08.02.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 08.02.2024
Art. 43 ATSG: Es bestehen nicht zu unterdrückende Zweifel an den 
versicherungsinternen Beurteilungen, wonach der Status quo sine vel ante 
per Ende März bzw. 11. April 2022 eingetreten sei. Folglich ist gestützt auf 
die vorliegende Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass 
der Unfall für die Operation vom 11. April 2022 jede unfallkausale Bedeutung 
verloren hatte und der von der Beschwerdegegnerin gewählte 
Leistungseinstellungszeitpunkt per 24. Juli 2022 korrekt ist. Rückweisung 
zur weiteren Abklärung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2024, UV 
2023/46)

Entscheid vom 8. Februar 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2023/46

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, 

Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Bauführer bei der B.___ AG angestellt 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

unfallversichert, als er am 30. Dezember 2021 beim Fahren mit dem Mountainbike 

stürzte (Suva-act. 1; vgl. ferner Suva-act. 10). Die ärztliche Erstbehandlung fand am 

3. Januar 2022 bei Dr. med. C.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, statt, welcher den 

Versicherten ab dem 31. Dezember 2021 zu 100 % arbeitsunfähig schrieb (Suva-act. 4 

f. und 26). Eine MRT-Untersuchung der Wirbelsäule und der Hüfte rechts sowie eine 

CT-Untersuchung der Wirbelsäule vom 5. Januar 2022 brachten ein 

Knochenmarksödem um die Facettengelenke HWK5/6 rechts, im CT ohne Nachweis 

einer Frakturlinie, am ehesten einer aktivierten Facettengelenksarthrose entsprechend 

bei Status nach Trauma, zur Darstellung. Es fand sich kein Nachweis einer Fraktur der 

Halswirbelsäule (HWS) oder des rechten Hüftgelenks sowie keine relevante 

Diskusherniation zervikal, jedoch zeigten sich geringe degenerative Veränderungen im 

rechten Hüftgelenk mit Labrumriss superior und geringem Cam Impingement ohne 

frische posttraumatische Läsion (Suva-act. 25).

A.a. 

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Am 7. Januar 2022 erstattete die Arbeitgeberin der Suva die Schadenmeldung 

UVG. Als verletzte Körperteile wurden darin die rechte Schulter, das rechte Hüftgelenk 

und der Rücken rechtsseitig angegeben (Suva-act. 1).

A.b. 

Eine MRT-Untersuchung der Wirbelsäule vom 10. Januar 2022 zeigte eine jeweils 

breitbasige Diskusprotrusion sowie bilaterale Facettengelenksarthrosen LWK2/3 und 

LWK3/4 sowie daraus resultierend eine hochgradige komprimierende 

Spinalkanalstenose LWK3/4 und höhergradige relative Spinalkanalstenose LWK2/3 mit 

fast vollständig aufgehobenem Liquorsaum. Weiter kamen eine Osteochondrose und 

eine Facettengelenksarthrose LWK5/SWK1 mit rechts leicht ausgeprägter 

Rezessusstenose ohne eindeutige Kompression neuraler Strukturen sowie ein Zustand 

nach einer Dekompression LWK4/5 von rechts mit ossär durchbautem Segment zur 

Darstellung (Suva-act. 31).

A.c. 

Am 13. Januar 2022 wurde der Versicherte bei Dr. med. D.___, 

Wirbelsäulenzentrum E.___, vorstellig. Im Sprechstundenbericht hielt dieser 

anamnestisch fest, dass Anlass für die Konsultation die Beschwerden des 

Bewegungsapparates nach einem Velosturz seien. Am 30. Dezember 2021 sei es zu 

einem Sturz mit Distorsion der HWS und Kontusion der rechten Schulter und Hüfte 

gekommen. Beide Bereiche seien schmerzbedingt bewegungslimitiert. Neu sei es nach 

dem Sturz auch zu einer Sensibilitätsstörung des rechten Unterschenkels ventral bis 

zum Fussrücken gekommen. Der Versicherte sei beunruhigt, da die letztgenannten 

Symptome den Beschwerden vor einer früher stattgehabten Nukleotomie (operativer 

Eingriff bei Bandscheibenvorfall) entsprächen. In seiner Beurteilung hielt Dr. D.___ fest, 

dass sowohl an der HWS als auch an der Lendenwirbelsäule (LWS) ausgeprägte 

degenerative Veränderungen bestünden. Bei den Beschwerden am Nacken, der 

Schulter und der Hüfte rechts handle es sich um postkontusionelle Beschwerden bzw. 

um Probleme nach einer traumatischen Distorsion. Als Korrelat für die rechtsseitigen, 

vermutlich radikulären Störungen zeige die MRT-Untersuchung eine deutliche 

Einengung bei L3/4. Dr. D.___ empfahl dem Versicherten, den Spontanverlauf unter 

Schonung und Bedarfsanalgesie abzuwarten. Weiter stellte er ihm eine Verordnung für 

Physiotherapie aus. Bei weiterhin bestehenden radikulären Ausstrahlungen in das 

rechte Bein werde sich der Versicherte erneut vorstellen (Suva-act. 11).

A.d. 

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Mit Schreiben vom 8. Februar 2022 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht für 

die Folgen des Nichtberufsunfalls vom 30. Dezember 2021. Sie kam für die 

Heilbehandlung auf und entrichtete ab dem 2. Januar 2022 Taggelder (Suva-act. 20). In 

einem Telefonat mit der Suva vom 9. Februar 2022 berichtete der Versicherte, dass er 

sich beim Sturz an der Schulter, der Hüfte und am Rücken verletzt habe. Die Schulter 

sei bereits besser, aktuell stehe die Hüfte im Vordergrund. Er habe wie ein Kribbeln in 

den Füssen und die Schmerzen in der Hüfte. Nächste Woche werde man im Spital 

Grabs eine Infiltration durchführen. Sollte dies nichts nützen, müsste man weitere 

Abklärungen durchführen (Suva-act. 23).

A.e. 

In einer Aktenbeurteilung vom 30. März 2022 hielt der Versicherungsmediziner Dr. 

med. F.___, Facharzt für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, fest, dass die Gesundheit des 

Versicherten bei den vom aktuellen Unfallereignis betroffenen Körperregionen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall in stummer oder manifester 

Weise beeinträchtigt gewesen sei. Es habe ein degenerativer Schaden und eine 

schwere Diskopathie der LWS mit mindestens zweimaliger Bandscheibenoperation der 

LWS bestanden. Der Unfall habe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

zusätzlichen strukturellen objektivierbaren Läsionen geführt, da solche mittels MRT-

Untersuchung ausgeschlossen worden seien. Unfallfolgen würden im Beschwerdebild 

dann keine Rolle mehr spielen, wenn der Zustand erreicht sei, wie dieser auch ohne 

das Unfallereignis vorgelegen hätte. Für eine weitere Beurteilung fehle ein aktueller 

Befundbericht (Suva-act. 32). Gleichentags wurde beim Versicherten eine 

diagnostisch-therapeutische Infiltration C5 rechts durchgeführt (Suva-act. 66; zu einer 

am 25. März 2022 durchgeführten Orthoradiographie der Wirbelsäule vgl. Suva-act. 65; 

eingereiht nach Suva-act. 46).

A.f. 

Im Bericht der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) zur 

Sprechstunde für neuromuskuläre Erkrankungen vom 31. März 2022 wurde 

festgehalten, dass der Versicherte zur klinisch neurologischen und 

elektrophysiologischen Beurteilung bei einer Verschlechterung der rechtsseitigen 

Grosszehenheber- und Fusssenkerparese rechts nach einem Mountainbikesturz Ende 

Dezember 2021 gekommen sei. 2013 habe der Versicherte nach einem Verhebetrauma 

auf der Baustelle eine Diskushernie mit einer Fussheberparese M2/5 rechts erlitten, 

welche im KSSG operiert worden sei. Seitdem sei eine deutliche Erholung der 

A.g. 

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Fussheberparese erfolgt bis zum Unfall vom 30. Dezember 2021. In der Beurteilung 

kamen die untersuchenden Ärzte zum Schluss, dass sich die Befunde anamnestisch, 

klinisch und elektrophysiologisch passend zu einer L5-Radikulopathie rechts als 

Ursache der Exazerbation der Fuss- und Grosszehenhebung rechts seit dem Unfall 

vom 30. Dezember 2021 zeigen würden. Die im EMG nachgewiesene Spontanaktivität 

des Musculus tibialis anterior rechts sei ein Zeichen einer in den letzten Monaten 

erfolgten zusätzlichen neurogenen Schädigung, zeitlich passend zum Unfall vom 30. 

Dezember 2021, zusätzlich zu den bereits vorbestehenden chronisch-neurogenen 

Veränderungen (Suva-act. 64).

Am 11. April 2022 wurde im KSSG bei der Diagnose einer Lumbofemoralgie rechts 

bei Spinalkanalstenose L2/3 und rechtsrezessaler Diskushernie L3/4 sowie einem 

sensomotorischen Ausfallsyndrom L5 eine mikroskopische Dekompression L2/3 

(midline) und L3/4 (von rechts mit Undercutting) mit Sequestrektomie L3/4 rechts sowie 

eine bilaterale Dekompression der Radix L5 und TLIF L5/S1 durchgeführt (Suva-act. 

48). Da postoperativ insbesondere eine neue Fuss- und Grosszehenhebungsschwäche 

links auftrat, wurde am 12. April 2022 eine erneute Operation vorgenommen (Suva-act. 

51). Am 14. April 2022 ersuchte das KSSG die Suva um Kostengutsprache für den 

operativen Eingriff vom 11. April 2022 sowie für einen stationären 

Rehabilitationsaufenthalt in den Kliniken Valens (Suva-act. 34 f.). Am 21. April 2022 

erteilte die Suva den Kliniken Valens (Suva-act. 41) und am 22. April 2022 dem KSSG 

(Suva-act. 42) Kostengutsprache.

A.h. 

Bei Verdacht auf einen Spondylodeseinfekt mit Schraubenlockerungen wurden 

beim Versicherten am 24. Juni 2022 ein operativer Schraubenwechsel L5/S1 mit 

Verlängerung auf L4, eine Re-Dekompression L3/4 rechtsseitig, ein Débridement, eine 

Bakteriologie und eine Sonikation durchgeführt (Suva-act. 100, 144-2 ff. und 145-2 f.). 

Am 5. Juli 2022 ging bei der Suva für diese Operation ein entsprechendes 

Kostengutsprachegesuch ein (Suva-act. 83).

A.i. 

Mit Mitteilung vom 15. Juli 2022 stellte die Suva ihre vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 24. Juli 2022 ein und lehnte 

einen Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ab (Suva-act. 99).

A.j. 

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Mit Schreiben vom 5. September 2022 brachte der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. R. Zahner, St. Gallen, zum Ausdruck, mit einer 

Leistungseinstellung per 24. Juli 2022 nicht einverstanden zu sein (Suva-act. 112-1 ff.). 

Er legte seinem Einwandschreiben eine Beurteilung von Dr. med. G.___, Facharzt 

Orthopädische Chirurgie FMH, Zürich, vom 30. August 2022 bei, in welcher dieser zum 

Schluss gekommen war, dass die noch vorhandenen gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise Folge 

des Unfalls vom 30. Dezember 2021 und der operativen Behandlung vom 11. April 

2022 seien (Suva-act. 112-4 ff.). Weiter reichte er einen Bericht von Dr. med. H.___, 

Ostschweizer Wirbelsäulenzentrum, KSSG, vom 24. August 2022 ein, in welchem sich 

dieser auf den Standpunkt gestellt hatte, aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht bestehe 

ein klarer Zusammenhang mit den nach dem Montainbikesturz neu aufgetretenen 

Symptomen und der Operation, bei der es leider zu Komplikationen mit Folgeeingriffen 

und bleibenden neurologischen Defiziten gekommen sei. Auch die traumatisch 

verschlechterte rechtsseitige Fussheberfunktion sei überwiegend wahrscheinlich kausal 

zum Unfallereignis (Suva-act. 112-14 f.).

A.k. 

In einer Aktenbeurteilung vom 28. September 2022 bestätigte Dr. F.___ seine 

Ansicht, wonach der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinen 

zusätzlichen strukturellen objektivierbaren Läsionen geführt habe, da solche durch 

MRT-Untersuchungen ausgeschlossen worden seien. Zudem hielt er fest, dass der am 

24. Juni 2022 operierte Schaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

Unfall zurückzuführen sei, da die Operation eine Komplikationsfolge der Operation vom 

12. April 2022 und jene eine Komplikationsfolge derjenigen vom 11. April 2022 sei. 

Letztere habe einzig auf den degenerativen Erkrankungsvorschaden mit schwerer 

Diskopathie der LWS mit mindestens zweimaliger Bandscheibenoperation abgezielt. 

Die vorübergehende unfallkausale Behandlung sei spätestens am 11. April 2022 

abgeschlossen worden, weil die Operation vom 11. April 2022 einzig auf den schweren 

Erkrankungsvorschaden abgezielt habe und nicht auf eine Unfallfolge (Suva-act. 126).

A.l. 

Mit Verfügung vom 29. September 2022 stellte die Suva die vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 24. Juli 2022 ein und lehnte den 

Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ab, da der Zustand, wie er sich auch 

A.m. 

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B.  

C.  

ohne den Unfall vom 30. Dezember 2021 eingestellt hätte, gemäss medizinischer 

Beurteilung spätestens am 11. April 2022 erreicht gewesen sei (Suva-act. 138).

Gegen diese Verfügung erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt Zahner vertretene 

Versicherte am 27. Oktober 2022 Einsprache (Suva-act. 149).

B.a. 

In einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung vom 23. November 2022 kam Dr. 

med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, zum Schluss, dass die von dem Versicherten über den 24. Juli 

respektive den 31. März 2022 hinaus geklagten Rückenbeschwerden, 

Nackenbeschwerden, Schulterbeschwerden und Hüftbeschwerden rechts nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 30. Dezember 2021 

zurückzuführen seien. Die am 11. und 12. April sowie am 24. Juni 2022 durchgeführten 

operativen Eingriffe hätten keine Unfallfolgen adressiert, sondern ausschliesslich 

unfallunabhängig bestehende Verschleisserscheinungen der LWS bzw. Folgen der 

bereits im Jahr 2000 und 2013 durchgeführten dreimaligen Operationen mit 

postoperativer Beeinträchtigung der Nervenwurzel L5 im Sinne einer ausgeprägten 

Fussheberlähmung rechts respektive Komplikationen der Operation vom 11. April 2022 

(Suva-act. 153).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2023 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. 168).

B.c. 

Gegen diesen Entscheid erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt Zahner 

vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), St. Gallen, am 21. August 

2023 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 24. Juni 2023 sei vollumfänglich aufzuheben und es seien 

ihm die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen über den 24. Juli 2022 hinaus weiter 

auszurichten. Eventualiter sei vom Versicherungsgericht ein Gerichtsgutachten 

einzuholen und danach neu über die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen aus 

UVG zu entscheiden. Subeventualiter sei die Angelegenheit an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit ein versicherungsexternes Gutachten 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre vorübergehenden 

Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu Recht per 24. Juli 2022 mangels 

Kausalzusammenhangs eingestellt hat.

2.  

eingeholt werden könne. Es seien die Kosten für die Aktenbeurteilung von Dr. G.___ 

vom 30. August 2022 in der Höhe von Fr. 1'800.-- von der Beschwerdegegnerin zu 

übernehmen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. September 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 24. Juni 2023 (act. G 3).

C.b. 

In seiner Replik vom 23. Oktober 2023 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 6).

C.c. 

Mit Eingabe vom 30. November 2023 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Einreichung einer 

umfassenden Duplik (act. G 8).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Hat der Unfallversicherer seine 

Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt diese erst 

2.1. 

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dann, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 

(Status quo sine), erreicht ist. Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und 

steht medizinischerseits fest, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante 

je wieder erreicht werden können, liegt eine richtungsgebende Verschlimmerung vor 

(vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2 

mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 54). Treten im Anschluss an einen Unfall vorübergehend Beschwerden auf, 

die zuvor nicht bestanden haben, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des 

Status quo sine oder ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem 

Unfall stehende Schmerzsyndrom bzw. bis zur Heilung des durch ein Unfallereignis 

ausgelösten Beschwerdeschubs zu erbringen, wobei die zweckmässige Behandlung 

auch operative Eingriffe umfassen kann (Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 

2013, 8C_423/2012, E. 5.3, und vom 6. März 2017, 8C_715/2016, E. 4.3; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 54; Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. 

September 2020, UV 2019/79, E. 3.4.1). Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2; mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

2.2. 

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3.  

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärztinnen und Ärzten einholen, können 

beweistauglich sein. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 und 4.6; bestätigt etwa im Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz 

schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Während bei der 

Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte 

Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der 

Kausalität der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.).

2.3. 

Zur Beurteilung der Frage, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht 

per 24. Juli 2022 eingestellt hat, gilt es insbesondere zu prüfen, ob die nach dem 

Unfallereignis vom 30. Dezember 2021 durchgeführten Operationen vom 11. und 12. 

April 2022 sowie vom 24. Juni 2022 noch in einem kausalen Zusammenhang zum 

Unfallereignis gestanden haben. Nach Art. 6 Abs. 3 UVG erbringt die Versicherung ihre 

Leistungen auch für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbehandlung nach 

Art. 10 UVG zugefügt werden. Da die Operationen vom 12. April und 24. Juni 2022 

unbestrittenermassen auf Komplikationen der Operation vom 11. April 2022 

zurückzuführen sind, würde die Beschwerdegegnerin für die Folgeoperationen vom 12. 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/17

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4.  

April und 26. Juni 2022 automatisch eine Leistungspflicht treffen, sofern die erste 

Operation vom 11. April 2022 unfallkausal gewesen ist.

Festzuhalten gilt, dass die Beschwerdegegnerin für die erste Operation vom 11. 

April 2022 Kostengutsprache erteilt hat, mithin ihre Leistungspflicht für diese Operation 

anerkannt hat (Suva-act. 42; vgl. ferner Suva-act. 41). Will sie nun geltend machen, sie 

sei für diese Operation zu Unrecht aufgekommen, da der Status quo sine oder ante 

bereits vorher eingetreten sei, ist sie hierfür beweisbelastet. Mit anderen Worten ist 

eine Leistungseinstellung per 24. Juli 2022 trotz andauernder Operationsfolgen erst 

dann möglich, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Unfall 

für die Operation jegliche kausale Bedeutung verloren hat, die Operation mithin 

ausschliesslich unfallfremden Gesundheitsschäden und Beschwerden gegolten hat.

3.2. 

Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Einstellung ihrer Leistungspflicht 

namentlich auf die versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilungen von Dr. F.___ vom 

28. September 2022 (Suva-act. 126) und Dr. I.___ vom 23. November 2022 (Suva-act. 

153). Diese stellen sich auf den Standpunkt, dass der Zustand, wie er sich auch ohne 

Unfall eingestellt hätte, spätestens am 31. März bzw. 11. April 2022 und damit noch vor 

der Operation vom 11. April 2022, eingetreten sei. Die Operation vom 11. April 2022 

habe einzig dem unfallfremden Vorzustand gegolten.

4.1. 

Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass die 

versicherungsinternen Beurteilungen nicht verwertbar seien. Sowohl der beratende 

Facharzt Dr. G.___ als auch der behandelnde Facharzt Dr. H.___ seien 

übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass die Operation vom 11. April 2022 

zumindest teilweise Folge des Mountainbikesturzes vom 30. Dezember 2021 gewesen 

sei. Die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der Versicherungsleistungen 

auf einen Zeitpunkt unmittelbar vor der Operation vom 11. April 2022 sei klar verfrüht 

erfolgt und willkürlich. Angesichts der im Recht liegenden unterschiedlichen ärztlichen 

Beurteilungen dränge sich eine externe gutachterliche Beurteilung auf (Suva-act. 149; 

act. G 1).

4.2. 

Unbestrittenermassen hat beim Beschwerdeführer bereits vor dem Sturz vom 30. 

Dezember 2021 ein bedeutender degenerativer Vorzustand, namentlich im Bereich der 

LWS, bestanden. Zur Frage, ob das Unfallereignis zu einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung dieses Vorzustandes geführt hat, hat sich Dr. F.___ nicht direkt 

geäussert (vgl. namentlich Suva-act. 126). Demgegenüber geht Dr. G.___ von einer 

richtungsgebenden Verschlimmerung aus, ohne jedoch ausdrücklich zu begründen, 

4.3. 

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inwiefern der Unfall zu einer solchen geführt hat (Suva-act. 112-6). Aus seiner 

Stellungnahme zu den kreisärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. F.___ kann allerdings 

geschlossen werden, dass er die richtungsgebende Verschlimmerung in einer 

Verschlechterung der neurologischen Befunde sieht, respektive dass er von einer 

verschlimmerten L5-Radikulopathie rechts infolge des Unfallereignisses ausgeht, die zu 

einer Exazerbation der bereits vor dem Unfallereignis bestehenden Fuss- und 

Grosszehenhebungsschwäche rechts geführt hat (Suva-act. 112-7). Passend dazu geht 

auch Dr. H.___ davon aus, dass die degenerativ bedingte schwere Foraminalstenose 

L5/S1 die Radix L5 anfällig auf traumatische Kompressionen gemacht habe, sodass die 

traumatisch verschlechterte rechtsseitige Fussheberfunktion mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kausal mit dem Unfallereignis in Zusammenhang stehe (Suva-act. 

112-14). Anlässlich einer Sprechstunde für neuromuskuläre Erkrankungen im KSSG 

vom 31. März 2022 ist im EMG denn auch eine Spontanaktivität des Musculus tibialis 

anterior rechts nachgewiesen worden, welche die behandelnden Ärzte als Zeichen 

einer in den letzten Monaten erfolgten zusätzlichen neurogenen Schädigung, passend 

zum Unfall vom 30. Dezember 2021, zusätzlich zu den bereits vorbestehenden 

chronisch-neurogenen Veränderungen, gedeutet haben. Die Ärzte haben im 

neuromuskulären Bericht festgehalten, dass sich die Befunde anamnestisch, klinisch 

und elektrophysiologisch passend zu einer L5-Radikulopathie rechts als Ursache der 

Exazerbation der Fuss- und Grosszehenhebung (gemeint wohl: Fuss- und Gross­

zehenhebungsschwäche) rechts seit dem Unfall vom 30. Dezember 2021 zeigen 

würden (Suva-act. 64). Da die Operation vom 11. April 2022 unter anderem gerade 

Kompressionen als Ursache der Fuss- und Grosszehenheberparese rechts adressiert 

hat (Suva-act. 48), wäre sie als zumindest teilweise unfallkausal einzustufen, wenn der 

Unfall vom 30. Dezember 2021 zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung im Sinne 

einer zusätzlichen neurogenen Schädigung mit Exazerbation der Fuss- und 

Grosszehenheberparase rechts geführt hätte. Selbst wenn es durch das Unfallereignis 

aber zu keiner richtungsgebenden, sondern bloss vorübergehenden Verschlimmerung 

der Fuss- und Grosszehenheberparese rechts, beispielsweise durch Reizung der 

entsprechenden Nervenregion, gekommen ist, wäre die Operation vom 11. April 2022 

zumindest teilweise als unfallkausal zu betrachten, da sie, wie gesagt, unter anderem 

gerade der verschlimmerten Fuss- und Grosszehenheberparese gegolten hat.

Dr. I.___ stuft die neurologische Ausfallsymptomatik der Fuss- und Zehenhebung, 

namentlich unter Berufung auf den Bericht von Dr. C.___ zur Erstbehandlung vom 3. 

Januar 2022, als unfallfremd und vorbestehend ein. Der Bericht zur Erstbehandlung 

beinhalte keine Angaben hinsichtlich einer unfallbedingten Beteiligung der LWS oder 

gar neurologischer Ausfallsymptome bezüglich des rechten Beins respektive einer 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/17

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Verschlimmerung der bereits seit 2013 vorbestehenden neurologischen 

Ausfallsymptomatik der Fuss- und Zehenhebung. Angesichts der Angaben von Dr. 

C.___ im Erstbehandlungsbericht sei eine Beteiligung der LWS bzw. eine neurologische 

Ausfallsymptomatik, wie sie der Beschwerdeführer später angegeben habe, nicht 

nachvollziehbar. Auch unter Berücksichtigung der Vorgeschichte des 

Beschwerdeführers, die dem behandelnden Hausarzt Dr. C.___ bekannt gewesen sei, 

wäre auf eine derartige Symptomatik im Verlauf der Untersuchung vom 3. Januar 2022 

eingegangen worden (Suva-act. 153-7 f.). Zwar ist es richtig, dass im Arztzeugnis UVG 

von Dr. C.___ vom 18. Februar 2022 zur nach dem Unfallereignis erfolgten 

Erstkonsultation vom 3. Januar 2022 keine verschlimmerte Fuss- und 

Grosszehenheberschwäche Erwähnung gefunden hat (Suva-act. 26). Anders stellt sich 

die Situation jedoch im echtzeitlichen Eintrag zur Krankengeschichte zur Konsultation 

vom 3. Januar 2022 dar, in welchem durchaus Sensibilitätsstörungen im Unterschenkel 

ventral bis zum Fussrücken beschrieben werden (act. G 1.3). Selbst wenn aber der 

Beschwerdeführer eine Sensibilitätsminderung oder Fuss- und 

Grosszehenheberschwäche rechts nicht unmittelbar nach dem Unfallereignis bemerkt 

haben sollte, würde dies nicht zwingend bedeuten, dass die verschlimmerte 

Symptomatik damals noch nicht bestanden hat. Es ist gut denkbar, dass die 

Aufmerksamkeit des Beschwerdeführers angesichts der unbestrittenermassen 

erlittenen Prellungen im Schulter- und Hüftbereich bei der Erstkonsultation nicht in 

erster Linie auf eine Verschlimmerung der Fuss- und Grosszehenheberschwäche 

gerichtet gewesen ist, zumal eine solche bereits vorbestanden hatte. Selbst bei einer 

Manifestation der Fuss- und Grosszehenheberschwäche erste einige Tage nach dem 

Unfallereignis ist ein Kausalzusammenhang zu diesem denkbar. Wie Dr. I.___ selber 

eingesteht (Suva-act. 153-8), hat der Beschwerdeführer jedenfalls anlässlich der 

Konsultation bei Dr. D.___ am 13. Januar 2022 (Suva-act. 11), mithin zeitnah zum 

Unfallereignis, eine Verschlechterung der Sensibilitätsstörungen am rechten 

Unterschenkel bemerkt, welche ihn beunruhigt hat, da die Symptome den 

Beschwerden geähnelt haben, wie sie der Beschwerdeführer vor seiner letzten 

Bandscheibenoperation gekannt hatte. Der Umstand, dass Dr. D.___ in seinem Bericht 

zur Untersuchung vom 13. Januar 2022 bei den Befunden die Kraftminderung der 

Fusshebung rechts als vorbestehend bezeichnet hat, schliesst eine unfallbedingte 

Verschlimmerung der Fuss- und Grosszehenheberschwäche entgegen der Ansicht von 

Dr. I.___ ebenfalls nicht aus. Die Fuss- und Grosszehenheberschwäche hat 

unbestrittenermassen bereits vor dem Unfallereignis bestanden. Gleichwohl kann sich 

die neurogene Schädigung oder zumindest die Symptomatik durch das Unfallereignis 

vom 30. Dezember 2021 verschlechtert haben. Als Orthopäde ist Dr. D.___ wohl auch 

nicht auf die neurologischen Symptome spezialisiert. Fakt ist, dass der 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/17

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Beschwerdeführer zeitnah zum Unfallereignis eine Verschlechterung der 

Fussheberschwäche bemerkt und angesprochen hat. Auch im Telefonat mit der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 2022 hat er ein Kribbeln in den Füssen erwähnt 

und bei ausbleibendem Erfolg einer geplanten Infiltration weitere Abklärungen in 

Aussicht gestellt (Suva-act. 23). Zu einer neurologischen Abklärung ist es dann bereits 

am 31. März 2022 gekommen. Ziel dieser Untersuchung war gerade die klinisch 

neurologische und elektrophysiologische Beurteilung der vom Beschwerdeführer 

wahrgenommenen Verschlechterung der Grosszehenheber- und Fusssenkerparese 

rechts. Die behandelnden Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG haben die Befunde 

sodann, wie bereits erwähnt, anamnestisch, klinisch und elektrophysiologisch passend 

zu einer L5-Radikulopathie rechts als Ursache der Exazerbation der Fuss- und 

Grosszehenhebung rechts seit dem Unfall vom 30. Dezember 2021 eingestuft (Suva-

act. 64). Angesichts des soeben beschriebenen zeitlichen Verlaufs mit Erwähnung der 

Beschwerden zeitnah zum Unfallereignis, der im EMG am 31. März 2022 dazu passend 

erhobenen objektivierbaren Befunde sowie der Einschätzungen von Dr. H.___ und Dr. 

G.___, welche die Verschlechterung der L5-Radikulopathie bzw. der Fuss- und 

Grosszehenhebungsproblematik rechts als unfallkausal einstufen, bestehen jedenfalls 

nicht unerhebliche Zweifel an den Aktenbeurteilungen von Dr. I.___ und Dr. F.___. Dies 

gilt umso mehr, als auch im Operationsbericht vom 11. April 2022 erwähnt wird, dass 

es neben Rückenschmerzen mit Ausstrahlung über die rechte Hüfte in den Ober- und 

Unterschenkel bis zum Fuss sofort nach dem Sturz zu einer Verschlechterung der 

Fuss- und Grosszehenheberparese gekommen sei und zur Beseitigung des 

sensomotorischen L5 Defizits schliesslich eine ergänzende dorsale Spondylodese L5/

S1 diskutiert worden sei (Suva-act. 48).

Unabhängig von der Fuss- und Grosszehenheberschwäche ist es durch das 

Unfallereignis vom 30. Dezember 2021 unbestrittenermassen zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung oder Aktivierung des degenerativen Vorzustandes 

im Bereich der LWS im Sinne einer Schmerzzunahme gekommen (vgl. Suva-act. 153 S. 

8 und 11). Die Einschätzungen von Dr. I.___ und Dr. F.___, wonach der Status quo sine 

vel ante hinsichtlich dieser vorübergehenden Verschlechterung spätestens Ende März 

2022 bzw. per 11. April 2022 eingetreten sei, überzeugt ebenfalls nicht. Zum einen 

nennen die beratenden Ärzte unterschiedliche Zeitpunkte. Zum anderen ist dem 

Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass der von Dr. F.___ genannte Zeitpunkt am 

Tag der Operation (vgl. Suva-act. 126) nicht einleuchtend ist, da kaum anzunehmen ist, 

die kontusionellen unfallkausalen Beschwerden hätten einen Tag vor der Operation 

geendet. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin den 

Leistungseinstellungszeitpunkt erst auf den 24. Juli 2022 festgesetzt hat (Suva-act. 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/17

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5.  

168-10), mithin davon ausgegangen ist, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch 

unfallkausale Beschwerden bestanden haben. Vor diesem Hintergrund erscheint es 

erst recht fraglich, weshalb die Operation vom 11. April 2022 keinem unfallkausalen 

Beschwerdeschub gegolten haben soll.

Nach dem Gesagten bestehen nicht zu unterdrückende Zweifel an den 

versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. F.___ und Dr. I.___, wonach der Status 

quo sine vel ante per Ende März bzw. 11. April 2022 eingetreten sei. Folglich ist 

gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass 

der Unfall für die Operation vom 11. April 2022 jede unfallkausale Bedeutung verloren 

hatte und der von der Beschwerdegegnerin gewählte Leistungseinstellungszeitpunkt 

per 24. Juli 2022 korrekt ist. Indem die Beschwerdegegnerin auf weitere Abklärungen 

verzichtet und einen nicht nachvollziehbaren Leistungseinstellungszeitpunkt gewählt 

hat, hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt. Nach dem Gesagten ist der 

angefochtene Einspracheentscheid in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

ergangen (Art. 43 ATSG), weshalb er aufzuheben ist. Da noch kein unabhängiges 

Gutachten vorliegt, drängt sich die Einholung eines Gerichtsgutachtens zum jetzigen 

Zeitpunkt nicht auf. Vielmehr ist die Angelegenheit zur Einholung einer externen 

medizinischen Expertise sowie zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

4.6. 

Die Beschwerde ist im Sinne der Erwägungen dahingehend gutzuheissen, dass die 

Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

5.1. 

Gerichtskosten sind bei der vorliegenden Leistungsstreitigkeit keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

5.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2). 

Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/17

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6.  

Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid für diese stellvertretend 

von einem mitwirkenden Richter unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Die für die Einholung eines notwendigen Privatgutachtens entstandene Kosten 

bilden Bestandteil der Parteikosten. Voraussetzung für deren Vergütung ist, dass die 

Privatbegutachtung für die materielle Beurteilung notwendig war (BGE 115 V 62 E. 5c; 

Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2010, 9C_178/2010, E. 2). Die vom 

Beschwerdeführer eingeholte medizinische Expertise von Dr. G.___ vom 30. August 

2022 (Suva-act. 112-4 ff.) hat für die Beurteilung des vorliegenden Falles sachdienliche 

medizinische Angaben enthalten, die geeignet gewesen sind, Zweifel an den 

versicherungsinternen Beurteilungen zu wecken. Da die Beschwerdegegnerin ihrer 

Untersuchungspflicht nur ungenügend nachgekommen ist, hat sich der 

Beschwerdeführer zu Recht dazu veranlasst gesehen, eine private Expertise in Auftrag 

zu geben. Die Beurteilung von Dr. G.___ bildete neben den Berichten der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung des 

vorliegenden Falles, weshalb sie auch als notwendig zu werten ist. Die dem 

Beschwerdeführer für das Privatgutachten entstandenen Kosten von Fr. 1'800.-- (Suva-

act. 112-13; act. G 1 S. 2) erscheinen gerechtfertigt und sind ihm daher im Rahmen der 

Parteikosten zu ersetzen.

5.4. 

ter

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/17

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4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Kosten für die medizinische 

Expertise von Dr. G.___ in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu erstatten.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.02.2024
	Art. 43 ATSG: Es bestehen nicht zu unterdrückende Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen, wonach der Status quo sine vel ante per Ende März bzw. 11. April 2022 eingetreten sei. Folglich ist gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass der Unfall für die Operation vom 11. April 2022 jede unfallkausale Bedeutung verloren hatte und der von der Beschwerdegegnerin gewählte Leistungseinstellungszeitpunkt per 24. Juli 2022 korrekt ist. Rückweisung zur weiteren Abklärung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2024, UV 2023/46)

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