# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6683af94-8dbc-5d5f-a201-357c3fdf2686
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 21.10.2021 II 2021 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-79_2021-10-21.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 79

Entscheid vom 21. Oktober 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung; Nichtbefolgung einer Weisung zur Teil-
nahme AMM)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1968), stellte am 1. April 2020 Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung per 1. April 2020, nachdem ihm die am 15. Oktober 2018 angetrete-
ne Stelle als Allrounder im Hochbau per Ende März 2020 gekündigt wurde (vgl. 
Vi-act. 1). Per 27. März 2020 wurde er durch das RAV zur Arbeitsvermittlung an-
gemeldet.

B. Mit Schreiben vom 5. März 2021 wurde A.________ vom RAV-Berater ein-
geladen, zur Erhöhung der Vermittlungschancen an einer arbeitsmarktlichen 
Massnahme (AMM) teilzunehmen (Programm zur vorübergehenden Beschäfti-
gung, PvB). Er wurde gebeten, sich innert zwei Arbeitstagen beim Veranstalter 
B.________ in C.________ zu melden, die Teilnahme sei Pflicht, eine Missach-
tung könne sanktioniert werden (vgl. Vi-act. 3). Am 17. März 2021 teilte der Ver-
ein B.________ den Behörden mit, A.________ habe sich nicht gemeldet (vgl. 
Vi-act. 4).

C. Mit Schreiben vom 6. April 2021 konfrontierte das Amt für Arbeit (AfA) 
A.________ mit dem Vorwurf, ungerechtfertigt die telefonische Kontaktaufnahme 
mit dem Veranstalter B.________ in C.________ unterlassen und somit unge-
rechtfertigt nicht am PvB teilgenommen zu haben. Es stellte A.________ die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung in Aussicht und lud ihn hierzu zur Stel-
lungnahme ein (vgl. Vi-act. 5). Am 11. April 2021 erklärte sich A.________ (vgl. 
Vi-act. 6).

D. Mit Verfügung vom 13. April 2021 stellte das AfA A.________ wegen der 
Nichtfolgeleistung einer Zuweisung ins PvB für die Dauer von 21 Tagen ab dem 
11. März 2021 in der Anspruchsberechtigung ein (vgl. Vi-act. 7). Mit Schreiben 
vom 19. April 2021 wiederholte A.________ die Argumente seiner Stellungnah-
me vom 11. April 2021 (vgl. Vi-act. 8). Das AfA erklärte daraufhin mit Schreiben 
vom 20. April 2021, an der Verfügung festzuhalten, und es wies A.________ auf 
die Rechtsmittelbelehrung der Verfügung hin (vgl. Vi-act. 9). Gegen die Verfü-
gung erhob A.________ am 28. April 2021 Einsprache (vgl. Vi-act. 10), welche 
mit Einspracheentscheid Nr. 115/21 vom 10. Juni 2021 abgewiesen wurde (vgl. 
Vi-act. 12).

E. Am 8. Juli 2021 (Postaufgabe gleichentags) reicht A.________ beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein und beantragt:

1. Die Verfügung vom 13. April 2021 sei aufzuheben.

2. Die Einstellung der Anspruchsberechtigung um 21 Tage sei aufzuheben.

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F. Mit Vernehmlassung vom 28. Juli 2021 beantragt die Vorinstanz die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Aus den Akten ergibt sich klar und unmissverständlich, dass der Be-
schwerdeführer mit Schreiben vom 5. März 2021 zwecks Teilnahme am PvB zur 
Kontaktaufnahme mit dem Veranstalter B.________ in C.________ aufgefordert 
wurde, er diese Aufforderung erhalten hat, jedoch keinen Kontakt aufnahm und 
der Verein B.________ als Veranstalter des PvB die Nichtteilnahme des Be-
schwerdeführers bestätigte (vgl. Vi-act. 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 13; Bf-act. 2/Beilage 
7). Dies wird auch seitens des Beschwerdeführers nicht bestritten. Er macht je-
doch geltend, seine Nichtteilnahme sei rechtens, da die Massnahme in Bezug 
auf seine Vermittlungsfähigkeit nicht den gewünschten Nutzen bringe und auf-
grund früherer, schlechter Erfahrungen unzumutbar sei. 

Mithin ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer der Aufforderung zur Teil-
nahme am PvB keine Folge geleistet hatte. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, 
ob er ohne entschuldbaren Grund eine Weisung der zuständigen Amtsstelle 
missachtet, eine AMM zu Unrecht nicht angetreten hat und deswegen zu Recht 
im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsge-
setz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 in der Anspruchsberechtigung einge-
stellt wurde. 

2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, 
muss mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unter-
nehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Art. 17 Abs. 1 Satz 
1 AVIG). Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung einzustellen, 
wenn sie die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstelle 
nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt oder eine arbeits-
marktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht oder 
deren Durchführung oder Zweck durch ihr Verhalten beeinträchtigt oder verun-
möglicht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG).

2.2 Mit einer AMM soll die Eingliederung von Versicherten, die aus Gründen 
des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Mass-
nahmen sollen gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG insbesondere die Vermittlungsfähig-
keit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder einge-
gliedert werden können (lit. a), die beruflichen Qualifikationen entsprechend den 
Bedürfnissen des Arbeitsmarkts fördern (lit. b), die Gefahr von Langzeitarbeitslo-

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sigkeit vermindern (lit. c) oder die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu 
sammeln (lit. d). 

Zu den AMM zählen insbesondere auch Bildungsmassnahmen wie individuelle 
oder kollektive Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung sowie 
Übungsfirmen und Ausbildungspraktika (Art. 60 Abs. 1 AVIG). Weist die zustän-
dige Stelle einen Versicherten an, einen Kurs zu besuchen, so muss sie neben 
der Arbeitsmarktlage auch seine Fähigkeiten und Neigungen angemessen 
berücksichtigen (Art. 83 Satz 1 Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsverord-
nung, AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983; vgl. VGE 2019 62 vom 18.11.2019   
Erw. 2.2).

Auch die sogenannten Beschäftigungsmassnahmen stellen AMM dar (Art. 64a 
AVIG). Als solche gelten unter anderem vorübergehende Beschäftigungen im 
Rahmen von Programmen öffentlicher und privater, nicht gewinnorientierter Insti-
tutionen (Art. 64a Abs. 1 lit. a AVIG). Die vorübergehende Beschäftigung nach 
Art. 64a Abs. 1 lit. a AVIG ist dabei entsprechend ihrem Zweck im Verhältnis zu 
den anderen AMM und insbesondere zu einer Zwischenverdiensttätigkeit subsi-
diärer Natur (BGE 125 V 362 Erw. 4b; VGE 2019 62 vom 18.11.2019 a.a.O.).

2.3 Im Sinne der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person gehal-
ten, analog zur grundsätzlich unverzüglichen Annahme einer jeden Tätigkeit 
auch eine zugewiesene AMM unverzüglich anzutreten (SBVR-Soziale Sicherheit, 
Nussbaumer, ALV, Rz. 685). Zu beachten ist, dass für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit einer Arbeit, für die Zuweisung von zumutbarer Arbeit sowie die Ertei-
lung von Weisungen nach Art. 17 Abs. 3 AVIG das regionale Arbeitsvermitt-
lungszentrum (RAV) zuständig ist (vgl. § 2 lit. b Vollzugsverordnung zur AVIV, 
SRSZ 364.111; VGE II 2021 59 vom 13.7.2021 Erw. 2.3).

2.4 Die Anforderungen an die Zumutbarkeit des Besuches einer Bildungs-
massnahme dürfen nicht hoch gesteckt werden (Urteil EVGer C 127/06 vom 
14.9.2006 Erw. 4.1; VGE 2019 62 vom 18.11.2019 Erw. 2.4). 

Betreffend die Zumutbarkeit der Teilnahme an einem PvB hält das Gesetz aus-
drücklich fest, diese sei nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG zu beurteilen (vgl. Art. 64a 
Abs. 2 AVIG). Demgemäss ist eine Teilnahme dann unzumutbar - und soweit von 
der grundsätzlich geltenden Annahmepflicht (Art. 16 Abs. 1 AVIG) ausgenommen 
- wenn eine Arbeit resp. ein Beschäftigungsprogramm dem Alter, den persönli-
chen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand des Versicherten nicht ange-
messen ist (vgl. auch Urteil BGer 8C_128/2016 vom 13.4.2016 Erw. 2). Das Vor-
liegen der weiteren Kriterien von Art. 16 Abs. 2 lit. a, b sowie d - i AVIG ist unbe-

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achtlich (Urteil EVGer C 97/00 vom 4.8.2000 Erw. 2b). Insbesondere ist nicht zu 
prüfen, ob der Einsatz am Beschäftigungsprogramm im Sinne von Art. 16 Abs. 2 
lit. b AVIG angemessen auf die Fähigkeiten oder die bisherige Tätigkeit des Be-
schwerdeführers Rücksicht nimmt. Angesichts von Sinn und Zweck der vorüber-
gehenden Beschäftigung ist eine Unzumutbarkeit nur mit Zurückhaltung anzu-
nehmen (SBVR-Soziale Sicherheit, Nussbaumer, ALV, Rz. 724; VGE II 2018 31 
vom 19.4.2018 Erw. 2.3; VGE II 2018 81 vom 16.1.2019 Erw. 1.8.2).

2.5 Die Rechtmässigkeit einer Zuweisung ist nicht selbständig anfechtbar. Die 
Überprüfung erfolgt im Beschwerdeverfahren gegen die damit zusammenhän-
gende Einstellungsverfügung (VGE 2019 62 vom 18.11.2019 Erw. 2.5; vgl. VGE 
352/03 vom 21.10.2003 Erw. 3a f. mit Hinweisen, u.a. auf EVGE C 82/97 vom 
10.9.1997, publ. in SVR 1998, ALV Nr. 12; EVGE C 286/01 vom 7.12.2001    
Erw. 1, mit Verweis auf SVR 1998 ALV Nr. 12, S. 37 Erw. 3).

3. Sachverhaltsmässig ergibt sich aus den Akten:

3.1 Der Beschwerdeführer (Jg. 1968; __________, Niederlassungsbewilli-
gung), kam _____ ohne Berufsausbildung in die Schweiz. Seither arbeitet er in 
der Baubranche bei wechselnden Arbeitgebern. 2011 erlangte er den                        
Kranführerausweis B. Zuletzt arbeitete er seit Oktober 2018 bei der D.________ 
AG in E.________ als Allrounder im Hochbau; die Stelle wurde per Ende Februar 
2020 gekündigt, krankheitsbedingt verlängert bis Ende März 2020. Seit 1. April 
2020 bezieht er Arbeitslosenentschädigung und ist stellensuchend.

3.2 Anlässlich des Erstgesprächs beim RAV vom 1. April 2020 wurde die Mög-
lichkeit einer AMM besprochen. Aus der Aktennotiz geht hervor, dass der Be-
schwerdeführer vom Nutzen des Programmes bei B.________ nicht überzeugt 
war. In den Beratungsgesprächen vom 14. Mai 2020, 8. Juni 2020 und 18. Sep-
tember 2020 informierte der RAV-Berater jeweils über AMM und er wies darauf 
hin, dass eine Zuweisung in ein PvB thematisiert werde, wenn ein Stellenantritt 
ausbleibe. Aus den Akten ist erkennbar, dass der Beschwerdeführer stets per-
sönliche Arbeitsbemühungen und ein grosses Interesse an einer Wiedereinglie-
derung aufgewiesen hat. Die Stellensuche im Bauhauptgewerbe gestaltete sich 
besonders aufgrund der fehlenden Angebote während der Pandemie und dem 
fortgeschrittenen Alter des Beschwerdeführers (Jg. 1968) schwierig. Weiter geht 
aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer zwischen dem 27. August 
2020 und dem   10. September 2020 anstelle einer PvB eine Standortbestim-
mung für Berufsleute (Stabe) absolvierte (vgl. Vi-act. 13, S. 5; Vi-act. 15, 16). Im 
Beratungsgespräch vom 24. November 2020 wurde der Beschwerdeführer in-
formiert, gemäss Rückmeldung des RAV Laufbahnberatungscoach könne auf-

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grund der Sprachkenntnisse kein Coaching erfolgen und somit verbleibe als letz-
te Möglichkeit ein PvB bei B.________. Es erfolge eine Zuweisung, sofern der 
Beschwerdeführer bis zum Jahresbeginn 2021 keine Arbeit finde (vgl. Vi-act. 13, 
S. 4). Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 22. Januar 2021 wurde der Be-
schwerdeführer informiert, dass eine Zuweisung zu einem PvB in den nächsten 
Wochen erfolge. Es wurde vermerkt, dass sich der Beschwerdeführer vehement 
gegen eine Zuweisung wehre. Er mache geltend, dass bei seiner Bewerbung, 
welche seit November 2020 offen sei, berechtigte Hoffnung auf eine Anstellung 
bestünde; die Anstellung, welche zu Beginn auf Anfang 2021 erhofft wurde, ver-
zögere sich aufgrund des Schnees noch etwas. Er erwarte jedoch, bald eine Ar-
beit zu haben (vgl. Vi-act. 13, S. 3). Infolge des Beratungsgesprächs vom 5. März 
2021 hielt es der RAV-Berater gemäss Aktennotiz für angezeigt, dass eine Zu-
weisung zu einem PvB beim Verein B.________ in C.________ definitiv erfolge 
(vgl. Vi-act. 13, S. 3). 

3.3 Mit Schreiben vom 5. März 2021 hat das RAV C.________ den Beschwer-
deführer zur Teilnahme am PvB mit einem 100% Pensum eingeladen und ihn 
aufgefordert, sich innert zwei Tagen beim Veranstalter, dem Verein B.________ 
in C.________, zwecks Vereinbarung des Einsatzbeginns zu melden. Das Ein-
satzgebiet umfasse Produktionsarbeiten und einen persönlichkeitsorientierten 
Schulungsteil. Bezweckt wurde damit, die Vermittlungschancen des Beschwerde-
führers zu erhöhen. Im Schreiben wurde der Beschwerdeführer darauf aufmerk-
sam gemacht, dass er gemäss Art. 17 Abs. 3 lit. a AVIG zur Teilnahme verpflich-
tet sei. Ein Missachten könne zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
auf Arbeitslosenentschädigung (Kürzung von Taggeldern) nach Art. 30 Abs. 1 lit. 
d AVIG führen (vgl. Vi-act. 3).

3.4 Nach Erhalt der Aufforderung kontaktierte der Beschwerdeführer mit E-Mail 
vom 8. März 2021 seinen RAV-Berater. Er führte aus, dass es ihm ein grosses 
Anliegen sei, zu wiederholen, was er dem RAV-Berater im Erstgespräch vom 
1. April 2020 mitgeteilt habe. Solange er nichts mit dem Verein B.________ "am 
Hut" habe, sei er froh um seine Hilfe. Durch die Erfahrungen während seiner letz-
ten Arbeitslosigkeit sei zusammen mit seinem damaligen Berater entschieden 
worden, ihn frühzeitig aus dem Programm zu nehmen. Seit Beginn der Pandemie 
sei er arbeitssuchend. Die Eingliederung in die Arbeitswelt habe bei ihm einen 
hohen Stellenwert. Immerhin stehe er unter "Gelddruck", da sein Gehalt seine 
Verpflichtungen nicht decken würde. Nur schon die Wohnungsmiete zu beglei-
chen, nehme einen grossen Teil ein. Seine derzeitige temporäre Beschäftigung 
biete ihm eine gewisse Entlastung. Jedoch sehe er der Realität in die Augen, 
weshalb er seine Arbeitssuche nach einer Festanstellung wie gewohnt fortsetzen 

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müsse. Er schätze die Hilfe seines Beraters sehr. Nichtsdestotrotz hoffe er, dass 
dieser seine Bedürfnisse wie Anfangs erwähnt, berücksichtigen würde (vgl. Bf-
act. 2/ Beilage 7). 

Hierauf erwiderte der RAV-Berater am 8. März 2021 per E-Mail, die Mitteilung zur 
Kenntnis genommen zu haben. Es bestehe sicherlich die Möglichkeit, am nächs-
ten geplanten Beratungsgespräch darüber zu sprechen (vgl. Bf-act. 2/ Beilage 8). 

Nach Erhalt der Einladung des AfA, zur Sachverhaltsabklärung und angedrohten 
Sanktionierung wegen Nichtantritt der PvB Stellung zu nehmen, kontaktierte der 
Beschwerdeführer den RAV-Berater am 8. April 2021 telefonisch. Dieser notierte 
hierzu: "Erneute Kontaktaufnahme durch STS. Er habe eine Frage zum Schrei-
ben des AfA. STS wird darüber informiert, dass die Kontaktaufnahme mit 
B.________ bei einer Zuweisung erwartet wird. Wenn das Programm nicht zu-
mutbar wäre, könnte eine andere Lösung gefunden werden. Beim aktuellen 
Kenntnisstand, gibt es aber keinen Grund, warum B.________ nicht zumutbar 
wäre" (Vi-act. 13, S. 2).

3.5 Im Rahmen des rechtlichen Gehörs betreffend Androhung der Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung wiederholte der Beschwerdeführer per E-Mail am 
11. April 2021 seine Ausführungen aus der E-Mail vom 8. März 2021 (vgl.         
Vi-act. 6). Nach Erlass der Verfügung des AfA am 13. April 2021 brachte der Be-
schwerdeführer mit Schreiben vom 19. April 2021 abermals seine Ausführungen 
aus der E-Mail vom 8. März 2021 vor (vgl. Vi-act. 8). Am 20. April 2021 teilte ihm 
das AfA mit, an der Verfügung vom 13. April 2021 festzuhalten und es verwies 
auf die Möglichkeit, gegen die Verfügung gemäss Rechtsmittelbelehrung Ein-
sprache zu erheben (vgl. Vi-act. 9).

3.6 Seine Einsprache gegen die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung für die Dauer von 21 Tagen begründete der Beschwerdeführer am 28. April 
2021 sinngemäss (vgl. Vi-act. 10), er habe die Zuweisung des RAV am Samstag, 
6. März 2020 erhalten. Am Montag, 8. März 2020 habe er ihm eine E-Mail (der 
Einsprache beiliegend; oben Erw. 3.3) zugestellt und ihm telefoniert. Dieser habe 
per E-Mail (der Einsprache ebenfalls beiliegend; oben Erw. 3.3) geantwortet "…. 
omissis … 'sollten sie die Möglichkeit haben, am geplanten Beratungsgespräch 
teilzunehmen, werden wir sicherlich die Gelegenheit haben, darüber zu sprechen' 
Nach so einer Position vom RAV, war mir klar, dass ich meiner Pflicht nachge-
kommen bin". Zum Beratungsgespräch sei es dann infolge Stellenantritt am       
6. April 2020 nicht mehr gekommen. Wie er bereits am 11. und 19. April 2020 
geschrieben habe, sei er seit Beginn der Pandemie arbeitssuchend. Er bestätige 

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ebenfalls, dass bei ihm wie auch beim AfA, der Arbeitslosenkasse und dem RAV 
die Eingliederung in die Arbeitswelt einen hohen Stellenwert habe.

3.7 Im Einspracheentscheid vom 10. Juni 2021 führte die Vorinstanz u.a. aus, 
der Beschwerdeführer habe in seinen Stellungnahmen vom 11. und 19. April 
2021 nicht ausgeführt, weshalb er sich nicht wie aufgefordert bei B.________ 
gemeldet habe. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Zuweisung einer AMM 
seien grundsätzlich erfüllt gewesen und der Versicherte habe keinen nachvoll-
ziehbaren oder belegbaren Grund gehabt, sich nicht fristgerecht innerhalb zweier 
Tage telefonisch bei B.________ zu melden. Die Begründung des Beschwerde-
führers in seiner Einsprache, dass er ab dem 6. April 2021 einen Zwischenver-
dienst generieren konnte, vermöge die unterlassene Meldung beim Verein 
B.________ nicht zu entschuldigen. Es sei dem Beschwerdeführer zwar anzu-
rechnen, dass er mit dem Zwischenverdienst einen Beitrag zur Schadensminde-
rung leiste, doch habe er am 5. März 2021 noch nicht von diesem gewusst, wes-
wegen es ihm auch zuzumuten gewesen wäre, sich fristgerecht bei B.________ 
für die Vereinbarung eines Termins zu melden. Folglich sei an der Verfügung 
vom 13. April 2021 vollumfänglich festzuhalten (vgl. Vi-act. 12).

3.8 Vor Verwaltungsgericht ergänzt und präzisiert der Beschwerdeführer seine 
Darstellung der Einsprache sowie der Schreiben vom 11. und 19. April 2021. Er 
führt (sinngemäss) aus, er wäre durchaus bereit, einen geeigneten Kurs oder ei-
ne Arbeitsmarktmassnahme zu besuchen, um bessere Chancen auf dem Ar-
beitsmarkt zu haben. Er habe bereits verschiedene andere arbeitsmarktliche 
Massnahmen besucht und Weisungen des RAV stets befolgt. Die Zuweisung 
vom 5. März 2021 sei aber zeitlich unpassend gekommen. Seit Beginn seiner 
Arbeitslosigkeit am 1. April 2020 habe er sich - trotz Pandemie und den er-
schwerten Voraussetzungen aufgrund seines Alters - stets stark engagiert, eine 
neue Arbeitsstelle zu finden, da die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt für 
ihn einen hohen Stellenwert habe. Ein Zwischenverdienst und eine konzentrierte 
Suche nach einer dauerhaften Arbeitsstelle haben deshalb für ihn immer oberste 
Priorität. Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 5. März 2021 habe er den 
RAV-Berater informiert, er habe eine Arbeitsstelle in Aussicht. Diese Stelle habe 
er kurz darauf, am 6. April 2021 antreten können. Die Zuweisung sei zur Unzeit 
erfolgt, weil ein Zwischenverdienst vorrangig behandelt werde und die Anwei-
sung zum Kursbesuch mit Stellenantritt, kurz nach Kursbeginn, wieder hätte auf-
gehoben werden müssen. 

Die Zuweisung wäre seines Erachtens aber nicht nur aufgrund der Aussichten 
auf eine baldige Anstellung nicht notwendig gewesen. Er habe bereits früher ein 
PvB bei B.________ absolviert und dabei schlechte Erfahrungen gemacht. Die 

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für ihn gewählten Massnahmen seien damals (teilweise) nicht geeignet gewesen, 
seine beruflichen Kenntnisse zu verbessern, und er habe mit Stress und Kopf-
schmerzen auf das PvB reagiert. Aufgrund dessen habe er damals das Pro-
gramm vorzeitig beenden können und sein damaliger Berater habe die frühere 
Zuweisung aufgehoben. Eine erneute Zuweisung in ein PvB bei B.________ 
empfände er aufgrund seiner schlechten, persönlichen Erfahrungen als unzu-
mutbar. Der RAV-Berater habe seit dem Einführungsgesprächs am 1. April 2020 
Kenntnis davon gehabt und trotz aller Hinweise und Informationen eine Zuwei-
sung an B.________ veranlasst. Mit E-Mail vom 8. März 2021 habe er den RAV-
Berater an die Besprechung erinnern und auf die Unzumutbarkeit aufmerksam 
machen wollen. Die Rückmeldung des RAV-Beraters am 8. März 2021 habe ge-
lautet, wenn er die Möglichkeit haben sollte, am geplanten Beratungsgespräch 
teilzunehmen, sie sicherlich die Gelegenheit hätten, darüber zu sprechen. Auf-
grund dieser E-Mail sei er davon ausgegangen, dass seine persönlichen Bedürf-
nisse und Erfahrungen berücksichtigt würden, auf die Zuweisung an das PvB bei 
B.________ vorläufig verzichtet werde und es keiner telefonischen Kontaktauf-
nahme mit B.________ mehr bedürfe. Das RAV habe ihm durch diese Mitteilung 
zu verstehen gegeben, dass er seiner Pflicht nachgekommen und von seinem 
"Pflicht-Telefonat" befreit bzw. dispensiert sei. Weshalb die Anweisung daraufhin 
nicht aufgehoben wurde, könne er nicht nachvollziehen. Zum angebotenen Bera-
tungsgespräch sei es nicht mehr gekommen, da er am 6. April 2021 eine neue 
Stelle habe antreten können (vgl. Beschwerdeschrift). 

4.1 Die versicherte Person hat u.a. auf Weisung der zuständigen Stelle an ar-
beitsmarktlichen Massnahmen, die ihre Vermittlungsfähigkeit fördern (Art. 17 
Abs. 3 lit. a AVIG) und zumutbar sind, teilzunehmen (vgl. oben Erw. 2).

Der Beschwerdeführer wurde vom RAV in ein PvB beim Verein B.________ zu-
gewiesen. Der Verein "B.________ - __________________________" bezweckt 
gemäss dem Handelsregistereintrag die "Führung von Betrieben und Projekten 
mit dem Ziel, Erwerbslose zu beschäftigen, zu stützen, zu begleiten und Eigenin-
itiative anzuregen, damit ein rascher und nachhaltiger beruflicher Wiedereinstig 
ermöglicht wird" (vgl. www.zefix.ch; UID CHE-________; zuletzt besucht am 
10.9.2021). Gemäss Vision und Leitbild ist "B.________" eine Non-Profit-
Organisation im Bereich der Arbeitsintegration. Mit Angeboten wie praxisorien-
tierter Tagesstruktur am Arbeitsplatz, Beratung bei der Stellensuche und Kursen, 
fördert der Verein die berufliche Leistungsfähigkeit von arbeitssuchenden Men-
schen (vgl. www._______.ch). Namentlich bietet der Verein Beratung bei der 
Stellensuche, Unterstützung in der Bewerbungsstrategie, Optimierung der Be-
werbungsunterlagen und Vorbereitungen auf Vorstellungsgespräche an. Ihre An-

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gebote richten sich insbesondere an stellensuchende Personen (RAV), Sozialhil-
feempfänger (Sozialämter), IV-Versicherte (IV-Stellen), und anerkannte Flüchtlin-
ge sowie vorläufig Aufgenommene (Amt für Migration). Das Programm dauert 
zwischen vier bis sechs Monaten (vgl. VGE II 2021 59 vom 13.7.2021, Erw. 
4.1.1)

4.2 In Anbetracht der andauernden Arbeitslosigkeit von dannzumal 11 Monaten 
und der bisher nicht zielführenden Stellensuche, ist während der Arbeitssuche 
eine vorübergehende Beschäftigung gemäss Art. 64a Abs. 1 lit. a AVIG eine an-
gezeigte Massnahme zur Verbesserung der Vermittlungsfähigkeit. 

Auch die Zuweisung ins Programm des Vereins B.________, der u.a. Beratung 
bei der Stellensuche, Unterstützung in der Bewerbungsstrategie und Optimierung 
der Bewerbungsunterlagen sowie Erlangung von Berufserfahrung anbietet, er-
scheint unter diesen Umständen als angezeigt und ist nicht zu beanstanden, 
können sich solche Massnahmen doch grundsätzlich als geeignet erweisen, um 
die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu steigern (vgl. VGE II 2021 
59 vom 13.7.2021 Erw. 4.2).

4.3 Der Beschwerdeführer führt als Rechtfertigung seiner PvB-Nichtteilnahme 
sinngemäss eine Unzumutbarkeit nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG ins Feld. Ge-
genüber der Vorinstanz verwies er für die Begründung der Unzumutbarkeit auf 
seine mündlichen Ausführungen, die er anlässlich seines Erstgesprächs vom     
1. April 2020 gegenüber seinem RAV-Berater machte, nämlich auf seine früheren 
Erfahrungen mit dem PvB von B.________ (Vi-act. 10). Im entsprechen Ver-
laufsprotokoll vom 1. April 2020 wurde lediglich notiert: "AMM angesprochen, 
insbesondere PvB bei B.________. STS scheint vom Nutzen des Programm bei 
B.________ nicht überzeugt zu sein" (Vi-act. 13, S. 6). 

In der Beschwerdeschrift vom 8. Juli 2021 präzisiert der Beschwerdeführer die 
Unzumutbarkeitsgründe. So macht er geltend, bei der Zuweisung habe man sei-
ne persönlichen Verhältnisse nicht berücksichtigt. Er habe bereits früher schlech-
te Erfahrungen mit PvB bei B.________ gemacht, weil u.a. die gewählten Mass-
nahmen (teilweise) nicht geeignet waren, seine beruflichen Kenntnisse zu ver-
bessern. 

Aus den Akten ist erkennbar, dass der Beschwerdeführer seit Beginn seiner Ar-
beitslosigkeit am 1. April 2020 ausdrücklich eine PvB aufgrund schlechter Erfah-
rungen ablehnte und bereit war, alternative Massnahmen zu absolvieren. Die 
subjektive Einschätzung der Sinnhaftigkeit allein vermag indes keine Unzumut-
barkeit zu begründen (vgl. Urteil EVGer C 127/06 vom 14.9.2006 Erw. 4.1). Die 
Einschätzung des Beschwerdeführers basiert auf seiner Teilnahme an einem 

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PvB während einer früheren Arbeitslosigkeit. Zwischen der damaligen und dem 
am 5. März 2021 angeordneten PvB war der Beschwerdeführer wieder arbeits-
tätig. Die Massnahmen weisen daher keinen zeitlichen Zusammenhang auf und 
in der Beschwerdeschrift fehlt es an einer Begründung, inwiefern sich die dama-
ligen Erfahrungen überhaupt noch auf die jetzige Situation übertragen lassen. 

In der Beschwerdeschrift schreibt der Beschwerdeführer, das früher absolvierte 
PvB sei teilweise nicht geeignet gewesen. Er bringt damit zum Ausdruck, dass er 
aus gewissen Programmteilen durchaus einen Mehrwert für seine berufliche 
Tätigkeit generieren konnte. Weiter ist zu berücksichtigen, dass das PvB von 
B.________ nicht bloss auf die Verbesserung beruflicher Kenntnisse gerichtet ist, 
sondern ganzheitlich auf die Vermittlungsfähigkeit der Personen zielt und weitere 
Aspekte beinhaltet. Der Beschwerdeführer hat jedoch selbst das Eintrittsge-
spräch mit dem Verein B.________ nicht angetreten. Sein individuelles Pro-
gramm konnte somit gar nicht besprochen oder festgelegt werden. Er konnte 
dementsprechend auch nicht abschätzen, ob die AMM bzw. die Kurszusammen-
stellung diesmal geeignet gewesen wäre, seine beruflichen Kenntnisse und Ver-
mittlungsfähigkeit zu verbessern. 

Der Beschwerdeführer vermag somit nicht aufzuzeigen, inwiefern das zugewie-
sene PvB von B.________ ungeeignet wäre. Keinesfalls vermag ein Verweis auf 
frühere - nicht weiter substantiierte - Erfahrungen den erforderlichen Nachweis zu 
erbringen.

4.4 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Zuweisung sei zu einem 
ungünstigen Zeitpunkt erfolgt, weil ihm aufgrund seiner stetigen Bemühungen ei-
ne Arbeitsstelle in Aussicht stand, die er kurz nach Kursbeginn, am 6. April 2021, 
antreten konnte. Er hätte das Programm nach wenigen Tagen wieder beenden 
müssen, wodurch die Massnahme (erneut) ungeeignet gewesen wäre, seine be-
ruflichen Kenntnisse zu verbessern.

Der Beschwerdeführer macht - zu Recht - nicht geltend, dass die Zuweisung sich 
auf seine Stellensuche negativ ausgewirkt hätte, dass sie ihn dabei gar gehindert 
hätte oder die Teilnahme seine sonstigen Bemühungen - die bis dahin erfolglos 
waren - behindert hätte. Auch zeigt er nicht auf, dass er an der Teilnahme gehin-
dert gewesen wäre oder dass die Teilnahme den Antritt seiner Stelle verhindert 
hätte. Vielmehr stellt er lediglich die Sinnhaftigkeit des Programms von 
B.________ als Massnahme für ihn in Frage, die ihm aus seiner Sicht und Erfah-
rung keinen Mehrwert gebracht hätte, weil man sie auch hätte vorzeitig abbre-
chen müssen. 

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Im Zeitpunkt der Zuweisung war der Beschwerdeführer immer noch Stellensu-
chender. Die Arbeitsstelle, welche er am 6. April 2021 antreten konnte, wurde 
ihm bereits im November 2020 ohne konkrete Zusicherung in Aussicht gestellt. 
Der Beschwerdeführer konnte auch nicht abschätzen, wann der Stellenantritt 
tatsächlich konkret erfolgen würde. Im Zeitpunkt der - schon seit längerem an-
gekündigten - Zuweisung in das PvB stand nicht unmittelbar ein Stellenantritt be-
vor. Dementsprechend war für den zuweisenden RAV-Berater auch nicht klar er-
sichtlich, ob und wann die PvB hätte abgebrochen werden müssen und ob da-
durch der gewünschte Nutzen beeinträchtigt worden wäre. 

Es ist noch anzufügen, dass bei einer temporären Arbeit stets eine (erneute) Ar-
beitslosigkeit droht und vom RAV erwartet wird, dass weiter nach einer festen 
und unbefristeten Anstellung gesucht wird. Eine Verbesserung der Vermittlungs-
fähigkeit ist demnach auch angezeigt, wenn eine temporäre Anstellung in nähe-
rer Zukunft in Aussicht gestellt wird. Damit ist auch keine Unzumutbarkeit gege-
ben, weil das Programm geradezu sinnlos, die Teilnahme schikanös wäre (wobei 
zu betonen ist, dass die subjektive Einschätzung der Sinnhaftigkeit allein ohnehin 
keine Unzumutbarkeit begründen würde, vgl. Urteil EVGer C 127/06 vom 
14.9.2006 Erw. 4.1; VGE II 2019 62 vom 18.11.2019 Erw. 4.7).

4.5 Letztlich habe die Zuweisung die gesundheitlichen Verhältnisse des Be-
schwerdeführers nicht berücksichtigt. Anlässlich seines Erstgespräches habe er 
seinen RAV-Berater informiert, dass die frühere Teilnahme am PvB bei ihm 
Stress und Kopfschmerzen ausgelöst habe, sodass sein damaliger Berater ihn 
vorzeitig aus dem Programm entliess und die Zuweisung aufhob.

Das Bundesgericht wendet hinsichtlich der Annahme der Unzumutbarkeit einen 
strengen Massstab an (Urteil BGer 8C_584/2020 vom 17.12.2020 Erw. 4; AVIG-
Praxis ALE D26). Unzumutbarkeit aus medizinischen oder gesundheitsgefähr-
denden Gründen muss durch ein eindeutiges Arztzeugnis (oder allenfalls durch 
andere geeignete Beweismittel) belegt sein (Urteil BGer 8C_584/2020 vom 
17.12.2020 Erw. 4; AVIG-Praxis ALE B290). Aus Gründen der Rechtssicherheit 
darf sich die Arbeitslosenkasse nicht mit blossen Behauptungen begnügen, son-
dern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicher-
te Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung 
des Sachverhalts beizubringen hat (Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 
Erw. 4.1; VGE II 2021 2 vom 16.3.2021 Erw. 2.3). Im vorliegenden Fall führte der 
Beschwerdeführer weder bei seinen Stellungnahmen gegenüber dem AfA noch 
in seiner Beschwerdeschrift einen geeigneten Beweis in Form eines eindeutigen 
Arztzeugnisses an. In der Beschwerdeschrift verweist der Beschwerdeführer auf 
die Dokumente seiner früheren Massnahme, begründet aber nicht, inwiefern die-

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se Aufzeichnungen seines früheren Beraters als Beweismittel für die heutige 
Massnahme aussagekräftig sein sollen. Der Verweis auf die Akten und Aufzeich-
nungen seines früheren RAV-Beraters vermag demnach auch nicht die Behaup-
tung durch ein zweckdienliches Beweismittel zu begründen. Damit liegt auch kei-
ne Unzumutbarkeit aufgrund gesundheitlicher Verhältnisse vor.

4.6 Es ist damit festzuhalten, dass das RAV zu Recht die Weisung zur Teil-
nahme an einem PvB beim Verein B.________ in C.________ erlassen hat. In 
Anbetracht des Angebots des Vereins B.________ in C.________ und der lan-
gandauernden Stellensuche erhellt, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf 
seine Vermittlungsfähigkeit und seine Art der Stellenbewerbung Unterstützung 
benötigte. Fest steht sodann, dass der Beschwerdeführer die Teilnahme verwei-
gerte und er keine Unzumutbarkeitsgründe als Grund dafür belegen konnte.

5.1 Eine Missachtung einer Weisung kann entschuldigt werden, wenn der Ver-
sicherte einen entschuldbaren Grund dafür vorbringen kann. Der Beschwerde-
führer macht (sinngemäss) geltend, er habe durch die E-Mail an seinen RAV-
Berater am 8. März 2021 diesen auf die Unzumutbarkeit der Zuweisung hinge-
wiesen. Sein Berater habe ihm mit der Rückmeldung am 8. März 2021 zu verste-
hen gegeben, er werde von seinem "Pflicht-Telefonat" bzw. von seiner Weisung 
vorübergehend dispensiert und das weitere Vorgehen bespreche man beim 
nächsten Beratungstermin am 15. April 2021. Für ihn sei klar gewesen, dass er 
mit seiner E-Mail an den RAV-Berater seiner Pflicht ausreichend nachgekommen 
sei. Dies entschuldige die Unterlassung der Kontaktaufnahme mit dem Verein 
B.________.

5.2 Die Argumentation des Beschwerdeführers ist unbehelflich. Die Verfügung 
vom 5. März 2021 enthält eine klare und verständliche Weisung sowie einen 
Hinweis auf die Rechtsfolgen bei Nichtbefolgung. In seiner E-Mail vom 8. März 
2021 führt der Beschwerdeführer bezogen auf die Weisung aus, solange er 
"nichts mit dem Verein B.________ am Hut habe", sei er froh um die Hilfe des 
RAV-Beraters. Er verweist pauschal auf seine Anliegen und Erfahrungen, die an-
lässlich des ersten Beratungsgespräches vom 1. April 2020 thematisiert wurden 
und verzichtet auf zusätzliche Ausführungen. Daraus geht das Unverständnis 
des Beschwerdeführers über die Zuweisung hervor. Weiter erläutert er seine ak-
tuelle Situation, den spürbaren "Gelddruck" und sein Interesse an einer schnellen 
Eingliederung in die Arbeitswelt. Die E-Mail schliesst mit den Worten "Ich schätze 
ihre Hilfe sehr. Nichtsdestotrotz erhoffe ich mir, dass Sie meine Bedürfnisse wie 
anfangs erwähnt berücksichtigen. Schliesslich verfolgen wir beide dasselbe Ziel" 
(Bf-act. 7). Diese Schlussformel fordert den RAV-Berater zu einer Reaktion auf, 

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lässt aber offen, was konkret erwartet wird. In der gesamten E-Mail deutet der 
Beschwerdeführer nicht darauf hin, dass er auf den Anruf beim Verein 
B.________ verzichten werde. In seiner Rückmeldung vom 8. März 2021 nimmt 
der RAV-Berater die Mitteilung entgegen und er verweist auf die Möglichkeit, die 
Angelegenheit beim nächsten Beratungsgespräch zu besprechen (Bf-act. 8). Auf 
diese Weise bestätigt er dem Beschwerdeführer nicht, ihn von der Kontaktnahme 
zu dispensieren, die Zuweisung zu annullieren, sondern er nimmt dessen Anlie-
gen und Kritik bloss zur Kenntnis. Das Angebot einer Besprechung soll eine Aus-
sprache und Erklärungsmöglichkeit bieten. In der kurzen E-Mail finden sich kei-
nerlei Hinweise, die den Schluss rechtfertigen, dass die Zuweisung zurückgezo-
gen und der Beschwerdeführer von seiner Kontaktnahme befreit werde.

Der Beschwerdeführer durfte aus der E-Mail des RAV-Beraters nicht schliessen, 
dass er von der Pflicht des Anrufes entbunden werde. Die Nichtbefolgung der 
Weisung erfolgte damit ohne entschuldbaren Grund. Entsprechend hat die      
Vorinstanz dieses Verhalten berechtigterweise sanktioniert.

6.1 Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung (u.a.) einzustellen, 
wenn sie die Weisung der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine 
arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht 
oder deren Durchführung oder Zweck durch sein Verhalten beeinträchtigt oder 
verunmöglicht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Nachdem der Beschwerdeführer die 
Teilnahme am PvB beim Verein B.________ ohne entschuldbaren Grund nicht 
angetreten hat, wurde er zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

6.2.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad, der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV).

6.2.2  Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 
vom 17.7.2002 Erw. 5b; AVIG-Praxis ALE, Januar 2016, D 64). Massgebend ist 
das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Ge-
gebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 3.5). Es ist dabei vom Mittel-
wert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittelschweres und schweres 
Verschulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem Verhalten entsprechend 

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verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert werden kann (BGE 123 V 
153 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 10.6.2021 Erw. 6).

6.2.3 Das Seco hält in der AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff. ein Einstellraster für 
verschiedene Einstellungs-Tatbestände bereit. Dieses Einstellraster soll eine wei-
testmögliche Gleichbehandlung der Versicherten auf nationaler Ebene gewähr-
leisten und den Vollzugsstellen als Entscheidungshilfe dienen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine 
dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne trifti-
gen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Kon-
kretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen-
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 Erw. 2.3; BGE 138 
V 346 Erw. 6.2; BGE 137 V 1 Erw. 5.2.3).

Den Nichtbesuch eines länger andauernden Kurses (in casu Richtdauer von fünf 
Monaten) ohne entschuldbaren Grund qualifiziert das Seco-Einstellungsraster als 
mittleres bis schweres Verschulden, das mit mindestens 21 Einstelltagen zu 
sanktionieren ist (vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. D79 Ziff. 3D/6).

6.2.4 Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist in diesem Zu-
sammenhang zwar nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich 
auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Bei der 
Angemessenheit geht es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, 
den die Vorinstanz nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den all-
gemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweck-
mässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwaltungsge-
richt sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver-
waltung setzten; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die 
seine abweichende Ermessensausübung als naheliegend erscheinen lassen 
(BGE 137 V 71 vom 12.4.2011 Erw. 5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 
18.9.2019 Erw. 3.3; VGE II 2016 6 vom 22.3.2016 Erw. 4.1; VGE II 2015 20 vom 
22.7.2015 Erw. 4.1).

6.3 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer für die Nichtteilnahme am Pro-
gramm zur vorübergehenden Beschäftigung beim Verein B.________ in 
C.________ für eine Dauer von 21 Tagen in der Anspruchsberechtigung einge-

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stellt. Mithin hat sie in Berücksichtigung des Seco-Rasters das Verschulden als 
mittelschwer beurteilt und die Dauer in der unteren Hälfte des Rahmens für mit-
telschweres Vergehen (16 bis 30 Tage) festgesetzt. Es ist dies nicht zu bean-
standen.

7.1 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 
Weder ist die Zuweisung des Beschwerdeführers in das Programm zur vorüber-
gehenden Beschäftigung beim Verein B.________ in C.________ zu beanstan-
den, noch liegt ein entschuldbarer Grund für die Nichtteilnahme des Beschwerde-
führers vor, und auch die durch die Vorinstanz festgesetzte Einstelldauer von 21 
Tagen gibt zu keiner Beanstandung Anlass. 

7.2 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. fbis des Bundesge-
setztes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATGS; SR 
830.1] vom 6.10.2000).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 21. Oktober 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. November 2021