# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 711b205d-6f86-517c-8aee-36a7fee65993
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.05.2010 D-3490/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3490-2010_2010-05-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3490/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas 
mit Zustimmung von Richter François Badoud;
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, unbekanntes Geburtsdatum, angeblich 
_______, Kamerun,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 7. Mai 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3490/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
zu Beginn des Jahres 2009 verliess und in die Schweiz gelangte, wo 
er am 25. April 2010 ein Asylgesuch stellte, 

dass das BFM am 29. April 2010 eine ärztliche Knochenaltersbestim-
mung des Beschwerdeführers durchführen liess und im entsprechen-
den Bericht aufgrund der radiologischen Untersuchung ein Skelettalter 
von 19 Jahren und mehr vermerkt wurde,

dass die Befragung zur Person am 7. Mai 2010 _______ stattfand,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  geltend  machte,  am  _______  in 
_______/Kamerun geboren worden und dort aufgewachsen zu sein, 

dass sein Vater kürzlich verstorben sei und er niemanden mehr habe, 
der sich um ihn kümmere, 

dass er deshalb sein Heimatland auf Anraten von Freunden verlassen 
habe,

dass  er  auf  dem  Schiffsweg  nach  Griechenland  und  von  dort  aus 
durch unbekannte Länder schliesslich in die Schweiz gelangt sei, 

dass  dem  Beschwerdeführer  ferner  zum  Abklärungsergebnis  vom 
29. April 2010 das rechtliche Gehör gewährt wurde und er dabei am 
geltend gemachten Geburtsdatum grundsätzlich festhielt, 

dass er ausserdem geltend machte, bei einer Auseinandersetzung im 
Heimatland sei ihm ein Auge ausgestochen worden,

dass das BFM mit Verfügung vom 7. Mai 2010 – eröffnet am gleichen 
Tag –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Abwei-
chung  vom  angegebenen  Alter  des  Beschwerdeführers  betrage  ge-
mäss dem veranlassten Gutachten mehr als drei  Jahre, weshalb die 
radiologische Untersuchung des Handknochens vorliegend zum Nach-

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weis  einer  Identitätstäuschung  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  b 
AsylG genüge,

dass der Beschwerdeführer anlässlich des gewährten rechtlichen Ge-
hörs an der Minderjährigkeit festgehalten, aber bis zum heutigen Da-
tum keine Belege für die angebliche Minderjährigkeit eingereicht habe, 

dass seine Angaben zu den Reisemodalitäten realitätsfremd ausgefal-
len seien, 

dass das angegebene Alter auch vor diesem Hintergrund nicht glaub-
haft wirke und von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers auszuge-
hen sei, 

dass er die Behörden über seine Identität getäuscht habe, weshalb auf 
sein Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG nicht einzutre-
ten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 
wobei aufgrund der Identitätstäuschung respektive der unglaubhaften 
Aussagen  eine  abschliessende  Prüfung  von  Wegweisungshindernis-
sen entfalle, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Mai 2010 beim Bun-
desverwaltungsgericht gegen diesen Entscheid Beschwerde einreichte 
und  sinngemäss  die  Aufhebung  des  angefochtenen  Entscheids  und 
das Eintreten auf sein Asylgesuch beantragte, 

dass  auf  die  Beschwerdebegründung  –  soweit  erforderlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. Mai 2010 per Telefax an das 
Bundesverwaltungsgericht übermittelt wurden, 

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021) des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 

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des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass vorab die Prozessfähigkeit  des Beschwerdeführers  als  Sachur-
teilsvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen ist, wobei die Fragen 
der Mündigkeit und der Urteilsfähigkeit beziehungsweise Prozessfähig-
keit im Vordergrund stehen,

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben im Zeitpunkt der 
Beschwerdeerhebung 16-jährig und damit minderjährig gewesen wäre, 

dass  er  seine  Altersangaben  indes  nicht  mit  amtlichen  Dokumenten 
belegen konnte und auch die durchgeführte Handknochenanalyse ge-
gen die angebliche Minderjährigkeit spricht,

dass sich aus den Akten im Übrigen – unabhängig von der geltend ge-
machten  Minderjährigkeit  respektive  der  vom  BFM  angenommenen 
Volljährigkeit – in keiner Weise Zweifel an der Urteilsfähigkeit des Be-
schwerdeführers ergeben, weshalb nachfolgend vom Bestehen der Ur-
teils- und damit der Prozessfähigkeit auszugehen ist,

dass eine urteilsfähige Person ferner höchstpersönliche Rechte auch 
bei angenommener Unmündigkeit ausüben könnte, 

dass das Einreichen eines Asylgesuchs und die Ergreifung von damit 
zusammenhängenden  Rechtsmitteln  als  höchstpersönliche  Rechte 
gelten, weshalb vorliegend die in Frage stehenden Sachurteilsvoraus-
setzungen unbesehen der Frage des genauen Alters des Beschwerde-
führers zu bejahen sind,

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Änderung hat,

dass er daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheide und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der  Begriff  der Identität  im asylrechtlichen Sinn unter  anderem 
die Staatsangehörigkeit,  die  Ethnie,  das Geburtsdatum und den Ge-
burtsort  umfasst  (Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 
1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]),

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dass somit die Altersangabe unter den Begriff der Identität fällt,

dass gestützt auf Art. 17 Abs. 3 Bst. b AsylG unbegleiteten minderjäh-
rigen Asylsuchenden bereits  für  die Dauer  des Aufenthalts  in  einem 
Empfangs-  oder  Verfahrenszentrum  eine  Vertrauensperson  zugewie-
sen  werden  muss,  wenn  dort  entscheidrelevante  Verfahrensschritte 
durchgeführt werden, die über die Kurzbefragung nach Art. 26 Abs. 2 
AsylG hinausgehen,

dass indessen die Prüfung des Alters vorfrageweise ohne die Ernen-
nung einer Vertrauensperson vorgenommen werden kann (vgl. EMARK 
2004 Nr. 30 E. 7.4), weshalb das BFM die Knochenaltersbestimmung 
zu Recht  in  Auftrag gab,  ohne vorher  eine Vertrauensperson zu be-
stimmen,

dass es aufgrund der Beweislastregelung hinsichtlich der Identitätstäu-
schung und gemäss bisheriger Praxis (vgl. EMARK 2003 Nr. 27) nicht 
genügt,  die  gegenüber  den  schweizerischen  Behörden  geäusserten 
Angaben über die Identität  als unwahrscheinlich oder unplausibel  zu 
qualifizieren,

dass  vielmehr  die  Falschheit  der  Angaben  nachweislich  feststehen 
muss, weshalb die Behörde vorliegend den Nachweis der Täuschung 
des  Beschwerdeführers  über  seine  Identität  im  Sinne  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen hat und vom Vorliegen einer Identi-
tätstäuschung im Sinne der genannten Nichteintretensbestimmung nur 
dann ausgegangen werden kann, wenn dies aufgrund der vorhande-
nen Beweismittel ohne vernünftige Zweifel feststeht (vgl. EMARK 2003 
Nr. 27 E. 4a und dort zitierte Urteile), 

dass  im  vorliegenden  Fall  die  durchgeführte  Knochenaltersbestim-
mung vom 29. April 2010 beim Beschwerdeführer ein Knochenalter er-
geben hat, welches einem chronologischen Alter von 19 Jahren oder 
mehr entspricht, 

dass radiografische Untersuchungen des Handknochens einer Person 
zwar  nur  einen beschränkten Aussagewert  zur  Bestimmung des tat-
sächlichen  Alters  dieser  Person  aufweisen  (vgl.  dazu  EMARK 2000 
Nr. 19),

dass sich diese Aussagen indessen insbesondere auf die Situation be-
ziehen, wonach das behauptete Alter im Vergleich zum festgestellten 

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Knochenalter innerhalb der normalen Abweichung von zweieinhalb bis 
drei Jahren liegt (vgl. EMARK 2000 Nr. 28 E. 5.a),

dass die Handknochenanalyse jedoch gestützt auf die bisherige Praxis 
(vgl. EMARK 2005 Nr. 16 E. 2.3 und dort zitierte weitere Praxis) unter 
bestimmten Voraussetzungen – nämlich dann, wenn der Unterschied 
zwischen dem angegebenen Alter und dem festgestellten Knochenal-
ter mehr als drei Jahre beträgt – trotz des beschränkten Aussagewer-
tes als „anderes Beweismittel“ im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
gilt und damit die Identitätstäuschung belegen kann,

dass aber gemäss nach wie vor geltender Praxis an solche "Gutach-
ten" zur Altersbestimmung gewisse formale und inhaltliche Anforderun-
gen zu stellen sind (vgl. EMARK 2004 Nr. 31 E. 7.3), 

dass  sich  die  schriftlich  festgehaltene  Analyse  offensichtlich  auf  die 
Person des Beschwerdeführers bezieht und Angaben zur Qualifikation 
des Arztes enthält, 

dass sie datiert und vom Arzt unterzeichnet dem zuständigen Adressa-
ten übermittelt wurde, 

dass die Formulierung "in Abwesenheit von schweren Gesundheitsstö-
rungen"  im  Zusammenhang  mit  dem  diagnostizierten  Knochenalter 
zwar gewisse Fragen aufwirft,  indem so nicht ganz klar erscheint, ob 
Gesundheitsstörungen  auch  tatsächlich  thematisiert  oder  abgeklärt 
wurden, 

dass die durchgeführte Analyse aber – namentlich auch in Berücksich-
tigung der vorausgegangenen sehr ausführlichen Befragung zur Per-
son  des  Gesuchstellers  und  dem gewährten  rechtlichen  Gehör  vom 
7. Mai 2010 – den von der Asylrekurskommission (ARK) stipulierten in-
haltlichen  Anforderungen  an  Knochenaltersanalysen  insgesamt  weit-
gehend zu genügen vermag, 

dass im vorliegenden Fall das BFM in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht feststellte, der Unterschied zwischen dem vom Beschwerdefüh-
rer  angegebenen  Alter  von  (im  Zeitpunkt  der  Analyse  am  29.  April 
2010) _______ im Vergleich zum diagnostizierten Knochenalter von 19 
Jahren oder mehr sei grösser als drei Jahre,

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dass  die  Knochenaltersbestimmung  im  Fall  des  Beschwerdeführers 
unter  den vorliegenden Umständen mithin als  Beweismittel  im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG tauglich ist und er demnach die Behör-
den über  sein  Geburtsdatum getäuscht  hat,  weshalb vorliegend aus 
der Knochenaltersbestimmung zu Recht auf eine Identitätstäuschung 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG geschlossen wurde,

dass der Beschwerdeführer in der Rekursschrift  keinerlei  stichhaltige 
Gegenargumente  vorbringt  und der  allfällige Eingang von eher  vage 
angekündigten Identitätsbelegen offensichtlich nicht abzuwarten ist, 

dass  demnach  mit  genügender  Sicherheit  eine  Identitätstäuschung 
feststeht (vgl. EMARK 2003 Nr. 27) und das  BFM in Anwendung von 
Art.  32  Abs. 2  Bst.  b  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen 
Fallkonstellationen zu forschen,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Folgen  seiner  mangelhaften  Mitwir-
kung respektive der Verheimlichung seiner wahren Identität zu tragen 

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hat,  indem vermutungsweise davon auszugehen ist,  es würden einer 
Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine landes- oder völ-
kerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG 
i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 
E. 3.2.2 S. 4 f.), zumal die von ihm geltend gemachten Gründe für das 
Verlassen seines Heimatlandes aufgrund der festgestellten Identitäts-
täuschung jeglicher Grundlage entbehren und somit keine „stichhalti-
gen Gründe“ für die Annahme von Vollzugshindernissen bestehen, 

dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, 
aufgrund derer unter Umständen geschlossen werden könnte, der jun-
ge und offenbar nicht an behandlungsbedürftigen Krankheiten leiden-
de Beschwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in eine existenzbe-
drohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz auch als zumutbar zu bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.–, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.  Dieser Betrag ist innert  30 Tagen zu Gunsten der 
Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  _______  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, _______ (per Telefax zu den Akten Ref. Nr. N _______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht) 

- _______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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