# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fd94084-7918-510f-b33d-1ce89365a7ee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2019 A-7256/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-7256-2018_2019-08-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

1.09.2019 auf die Beschwerde nicht ein-

getreten (2C_712/2019) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung I 

A-7256/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  A u g u s t  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Sonja Bossart Meier, Richter Daniel Riedo,    

Gerichtsschreiber Roger Gisclon. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, 

2. B._______, 

beide vertreten durch  

Christoph Niederer, Rechtsanwalt, und  

Beatrice Klaesi, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-NL). 

 

 

 

A-7256/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der zuständige Dienst der niederländischen Steuerbehörde (Belasting-

dienst/Central Liaison Office Almelo; nachfolgend: BD) ersuchte gestützt 

auf Art. 26 des Abkommens vom 26. Februar 2010 zwischen der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande zur 

Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Ein-

kommen (SR 0.672.963.61; nachfolgend: DBA CH-NL) die Eidgenössische 

Steuerverwaltung (ESTV) mit Schreiben vom 24. Mai 2018 um Informatio-

nen betreffend ihm namentlich nicht bekannte natürliche Personen, welche 

im Zeitraum vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Dezember 2017 (kumulativ) 

folgende Kriterien erfüllt haben (Akten Vorinstanz, act. 1): 

a) Die Person war Kontoinhaber/in eines Kontos/mehrerer Konten bei der 

C._______ AG; 

b) Der/die Kontoinhaber/in verfügte (gemäss bankinterner Dokumentation) 

über eine Domiziladresse in den Niederlanden; 

c) Die C._______ AG hat dem/der Kontoinhaber/in ein Schreiben versandt, 

mit welchem diese/r dazu aufgefordert wurde, der Bank seine/ihre Steuer-

konformität zu bestätigen; 

d) Der/die Kontoinhaber/in hat der C._______ AG trotz Versand des vorge-

nannten Schreibens keinen der Bank genügenden Nachweis der Steuer-

konformität erbracht. 

Davon ausgenommen sind Konten, welche bestimmte im Gesuch ge-

nannte Kriterien erfüllen, insbesondere solche, deren Kontostand während 

der ersuchten Zeitperiode stets weniger als EUR 1'500.-- betrug. Ein Bei-

spiel des in Buchstabe c genannten Schreibens legte der BD dem Ersu-

chen bei. 

Der BD verlangt nach dem Amtshilfeersuchen in Bezug auf jede dieser Per-

sonen Informationen über Vorname(n), Nachname, Domiziladresse, Ge-

burtsdatum, Bankkontonummer(n) und Vermögensstand auf den betreffen-

den Konten per 1. Februar 2013, 31. Dezember 2013, 31. Dezember 2014, 

31. Dezember 2015, 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2017. 

B.  

Aufgrund des Amtshilfeersuchens des BD forderte die ESTV die Bank mit-

tels Editionsverfügung vom 11. Juli 2018 dazu auf, alle unter das Ersuchen 

A-7256/2018 

Seite 3 

fallenden Personen zu identifizieren, der ESTV die vom BD verlangten In-

formationen zu übermitteln und die beschwerdeberechtigten Personen mit 

Wohnsitz im Ausland mittels eines der Verfügung beigelegten Schreibens 

der ESTV über das Amtshilfeverfahren zu informieren. Dabei konkretisierte 

die ESTV, dass nur Informationen zu jenen Kunden zu übermitteln seien, 

welche von der Aufforderung, ihre Steuerkonformität nachzuweisen, 

Kenntnis hatten (Akten Vorinstanz, act. 3). 

C.  

Mit Publikation im Bundesblatt vom 28. August 2018 informierte die ESTV 

die betroffenen Personen über das Amtshilfeersuchen sowie deren Rechte 

und Pflichten (Akten Vorinstanz, act. 4). 

D.  

Bereits mit Eingabe vom 30. August 2018 zeigten die Rechtsvertreter von 

B._______ und A._______ (nachfolgend: betroffene Personen) der ESTV 

an, dass sie von diesen mit deren Interessenwahrung beauftragt wurden 

und baten um Akteneinsicht (Akten Vorinstanz, act. 5). 

E.  

E.a Mit Schreiben vom 31. August 2018 reichte die Bank der ESTV fristge-

recht die verlangten Dokumente ein. Sie kam ferner der Aufforderung nach, 

die beschwerdeberechtigten Personen über das Amtshilfeverfahren zu in-

formieren (Akten Vorinstanz, act. 6). 

E.b Unter diesen Unterlagen befindet sich das an die betroffenen Personen 

(Referenz/Konto-Nr. […]) gerichtete Schreiben vom 28. Juni 2013 betref-

fend «Declaration of Tax Conformity», worin folgender Abschnitt enthalten 

ist (Akten Vorinstanz, act. 8): 

«With this letter we respectfully ask you to sign the attached Declaration of 

Tax Conformity and return it to us by 31 October 2013. This document is 

a key part of our client due diligence and is essential to the future pursuit of 

our professional relationship.» 

E.c Die «Declaration of Tax Conformity» selbst (Seite 2 desselben Schrei-

bens) beinhaltet folgende Textpassagen: 

«I/We herewith declare that all assets, including cash and securities deposited 

in my/our account with C._______ AG and the income or proceeds thereof, 

are currently and will continue to be fully disclosed to the relevant tax and any 

other authorities in my/our country of residence and in any other jurisdiction as 

A-7256/2018 

Seite 4 

required by the applicable laws and regulations, by myself/ourselves or by any 

other person, including, but not limited to, the beneficial owner(s).» 

«I/We understand that should any of the aforementioned statement or under-

taking be or become incorrect and should I/we not immediately correct the 

situation and prove this to the Bank, the Bank may decide, to immediately ter-

minate its relationship with me/us. I/we shall bear any damage resulting there 

from.» 

F.  

Die ESTV setzte die betroffenen Personen mit Schreiben vom 24. Septem-

ber 2018 darüber in Kenntnis, welche Informationen sie dem BD zu über-

mitteln beabsichtige. Ferner gewährte sie Akteneinsicht und räumte eine 

Frist zur Stellungnahme ein (Akten Vorinstanz, act. 14). 

G.  

Mit Stellungnahme vom 26. Oktober 2018 teilten die betroffenen Personen 

der ESTV mit, dass sie mit der Übermittlung der sie betreffenden Informa-

tionen nicht einverstanden seien (Akten Vorinstanz, act. 31). 

H.  

Mit Schlussverfügung vom 20. November 2018 ordnete die ESTV an, 

Amtshilfe bezüglich der betroffenen Personen zu leisten und dem BD die 

gewünschten Informationen (vgl. dazu vorne Sachverhalt Bst. A) zu über-

mitteln. Dabei wies die ESTV den BD auf die Geheimhaltungspflichten 

nach Art. 26 Ziff. 2 DBA CH-NL hin. 

I.  

Die betroffenen Personen (nachfolgend: Beschwerdeführende) erheben 

mit Eingabe vom 20. Dezember 2018 Beschwerde ans Bundesverwal-

tungsgericht und beantragen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu-

lasten der ESTV (nachfolgend: Vorinstanz), deren Schlussverfügung vom 

20. November 2018 sei aufzuheben und der Vorinstanz sei die Heraus-

gabe jedwelcher Informationen über die Beschwerdeführenden zu unter-

sagen. Als Begründung bringen die Beschwerdeführenden im Wesentli-

chen vor, dass es sich beim Amtshilfeersuchen des BD um kein gültiges 

Gruppenersuchen handle und – sollte das Bundesverwaltungsgericht zur 

gegenteiligen Ansicht gelangen – dass die Beschwerdeführenden gar nicht 

Teil der umschriebenen Gruppe seien. 

J.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 1. März 2019, die Be-

schwerde sei kostenpflichtig abzuweisen. 

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Seite 5 

K.  

Die Beschwerdeführenden antworteten mit Replik vom 10. Mai 2019 auf 

die Ausführungen der Vorinstanz, worauf diese mit Duplik vom 14. Juni 

2019 wiederum Stellung nahm und am Antrag, die Beschwerde sei kosten-

pflichtig abzuweisen, festhielt. 

L.  

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Unterlagen wird – 

sofern sie für den Entscheid relevant sind – in den folgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen des BD ge-

stützt auf Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-NL zugrunde. Die Durchführung der mit 

diesem Abkommen vereinbarten Bestimmungen richtet sich nach dem 

Steueramtshilfegesetz vom 28. September 2012 (StAhiG, SR 651.1; 

vgl. Art. 1 Abs. 1 Bst. a StAhiG und Art. 24 StAhiG e contrario). Allenfalls 

abweichende Bestimmungen des im hier zu beurteilenden Fall anwendba-

ren DBA CH-NL gehen dabei vor (vgl. Art. 1 Abs. 2 StAhiG). Das Beschwer-

deverfahren richtet sich nach den Bestimmungen über die Bundesrechts-

pflege (Art. 19 Abs. 5 StAhiG). 

1.2 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Zu den beim Bundesverwal-

tungsgericht anfechtbaren Verfügungen gehören auch die Schlussverfü-

gungen der ESTV im Bereich der internationalen Amtshilfe (Art. 32 VGG e 

contrario und Art. 19 Abs. 1 und Abs. 5 StAhiG), womit seine Zuständigkeit 

zur Beurteilung des angefochtenen Entscheids zu bejahen ist. 

1.3 Die Beschwerdeführenden sind als vom Amtshilfeersuchen betroffene 

Personen und Verfügungsadressaten im Sinne von Art. 48 VwVG i.V.m. 

Art. 19 Abs. 2 StAhiG durch die angefochtene Verfügung besonders be-

rührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung, sodass sie zur Beschwerde berechtigt sind. 

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Seite 6 

1.4 Somit ist auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 5 StAhiG) 

einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführenden können neben der 

Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

Im Beschwerdeverfahren gelten die Untersuchungsmaxime (Art. 12 

VwVG), wonach der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen ist (vgl. 

zum Ganzen: ULRICH HÄFELIN et al., Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 

2016, N. 1146 ff.; PIERRE TSCHANNEN et al., Allgemeines Verwaltungsrecht, 

4. Aufl. 2014, § 30 N. 23), und der Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

2.  

Staatsvertragliche Grundlage für die Leistung von Amtshilfe in Steuersa-

chen gegenüber den Niederlanden ist Art. 26 DBA CH-NL, welcher im 

Wortlaut weitgehend Art. 26 des Musterabkommens der Organisation für 

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Vermeidung 

von Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen entspricht (vgl. 

Botschaft vom 25. August 2010 zur Genehmigung eines Doppelbesteue-

rungsabkommens zwischen der Schweiz und den Niederlanden, BBl 2010 

5787, 5800). 

2.1 Gemäss Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-NL tauschen die zuständigen Behörden 

der beiden Vertragsstaaten diejenigen Informationen aus, die zur Durch-

führung des Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des in-

nerstaatlichen Rechts betreffend – für Rechnung der Vertragsstaaten, ihrer 

politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften – erhobenen 

Steuern jeder Art und Bezeichnung voraussichtlich erheblich sind, soweit 

die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen wi-

derspricht. Der Informationsaustausch ist dabei weder durch Art. 1 DBA 

CH-NL (persönlicher Geltungsbereich) noch durch Art. 2 DBA CH-NL 

(sachlicher Geltungsbereich) eingeschränkt. 

Der Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich 

sind, besteht darin, einen möglichst weitgehenden Informationsaustausch 

in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlau-

ben, «fishing expeditions» zu betreiben oder Informationen anzufordern, 

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Seite 7 

deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steu-

erpflichtigen Person unwahrscheinlich ist (Paragraph XVI Bst. c des Proto-

kolls zum DBA CH-NL). 

2.2  

2.2.1 Art. 26 DBA CH-NL äussert sich nicht dazu, welche Anforderungen 

im Einzelnen an ein Amtshilfegesuch zu stellen sind. Hierzu führt aber das 

Protokoll zum DBA CH-NL in Paragraph XVI Bst. b aus, dass Einverneh-

men darüber besteht, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staates 

bei der Stellung eines Amtshilfebegehrens nach Art. 26 des Abkommens 

den Steuerbehörden des ersuchten Staates die nachstehenden Angaben 

zu liefern haben: 

(i) die zur Identifikation der in eine Prüfung oder Untersuchung einbezo-

genen Person(en) nötigen Informationen, insbesondere bestehend aus 

dem Namen und, sofern verfügbar, der Adresse, der Kontonummer und 

weiteren Angaben, welche die Identifikation dieser Person erleichtern, 

wie Geburtsdatum, Zivilstand oder Steuernummer;  

(ii) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden;  

(iii) die Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hin-

sichtlich der Art und Form, in der der ersuchende Staat die Informatio-

nen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht;  

(iv) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden;  

(v) den Namen und, sofern bekannt, die Adresse des mutmasslichen In-

habers der verlangten Informationen.  

Während Paragraph XVI Bst. b des Protokolls zum DBA CH-NL wichtige 

verfahrenstechnische Anforderungen enthält, die «fishing expeditions» 

vermeiden sollen, sind die Unterabsätze (i) bis (v) so auszulegen, dass sie 

einen wirksamen Informationsaustausch nicht behindern (Paragraph XVI 

Bst. c des Protokolls zum DBA CH-NL). 

2.2.2 Die am 31. Oktober 2011 abgeschlossene und gleichentags in Kraft 

getretene Verständigungsvereinbarung über die Auslegung von Para-

graph XVI Buchstabe b des Protokolls zum DBA CH-NL (nachfolgend: Ver-

ständigungsvereinbarung) bestimmt in ihrem 3. Absatz Bst. a unter ande-

rem, dass einem Amtshilfegesuch entsprochen wird, wenn der ersuchende 

Staat 

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Seite 8 

«die in eine Überprüfung oder Untersuchung einbezogene Person identifiziert, 

wobei diese Identifikation auch auf andere Weise als durch Angabe des Na-

mens und der Adresse erfolgen kann». 

2.2.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erlaubt das DBA CH-

NL in Verbindung mit der Verständigungsvereinbarung die Leistung von 

Amtshilfe auch ohne Identifikation durch Namen (BGE 143 II 136 E. 5.4). 

Zur Beantwortung der Frage, ob es sich um eine unzulässige Beweisaus-

forschung handelt oder nicht, wendet das Bundesgericht bei Gruppenersu-

chen zusammengefasst folgende Kriterien an (BGE 143 II 136 E. 6.2): 

1. Das Ersuchen muss eine detaillierte Beschreibung der Gruppe enthal-

ten, welche die Tatsachen und speziellen Umstände nennt, die zum 

Ersuchen geführt haben. 

2. Es muss das anwendbare Steuerrecht und die Motive nennen, die es 

erlauben, davon auszugehen, dass die Steuerpflichtigen, die in diese 

Gruppe fallen, ihre steuerlichen Pflichten nicht erfüllt haben. 

3. Es muss aufzeigen, dass die verlangten Informationen geeignet sind, 

für die Erfüllung der Pflichten zu sorgen. 

Nennt das Ersuchen keine Namen, so sind die übrigen Umstände demnach 

umso detaillierter zu beschreiben, damit die Notwendigkeit bzw. die voraus-

sichtliche Erheblichkeit der Informationsübermittlung vom ersuchten Staat 

mit zumutbarem Aufwand beurteilt und so eine unzulässige Beweisausfor-

schung verhindert werden kann (vgl. statt vieler BGE 139 II 404 E. 7.2.3 

mit Hinweisen, auf welchen auch BGE 143 II 136 E. 6.3 verweist). Weiter 

hat der ersuchende Staat die betroffenen Personen soweit zu identifizieren, 

dass der ersuchte Staat in die Lage versetzt wird, ohne übermässigen Auf-

wand die Namen und weitere Daten, um deren Übermittlung ersucht wird, 

der betroffenen Person(en) zu ermitteln (Urteile des BVGer A-4592/2018 

vom 21. März 2019 E. 3.1.4 und A-5652/2017 vom 19. Juli 2018 E. 3.1.3 

mit Hinweisen). 

2.2.4 In vorgenanntem Fall zog das Bundesgericht zur Beantwortung der 

Frage, ob sich ein ohne namentliche Erwähnung der betroffenen Personen 

gestelltes Gruppenersuchen des BD von einer unzulässigen «fishing expe-

dition» abzugrenzen vermöge, Art. 26 des OECD-Musterabkommens so-

wie die entsprechenden Kommentierungen in der Fassung des Updates 

vom 17. Juli 2012 bei (vgl. BGE 143 II 136 E. 6.1). Weiter erklärte es die 

Bestimmungen des StAhiG sowie sinngemäss auch der Steueramtshil-

feverordnung vom 20. August 2014 (StAhiV, SR 651.11) in der damals gel-

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Seite 9 

tenden Fassung zu Gruppenersuchen (nur) insoweit für anwendbar, als da-

mit die – Amtshilfe bei Gruppenersuchen zulassende und dem Musterab-

kommen nachempfundene – staatsvertragliche Regelung des DBA CH-NL 

konkretisiert wird (BGE 143 II 136 E. 6.2). 

2.3  

2.3.1 Wie jedes staatliche Handeln muss auch die Amtshilfe verhältnismäs-

sig sein (BGE 139 II 404 E. 7.1 ff., insb. E. 7.2.3; Urteil des BVGer 

A-2543/2017 vom 3. Mai 2018 E. 3.6 mit Hinweis). Das verfassungsmäs-

sige Gebot der Verhältnismässigkeit gemäss Art. 5 Abs. 2 BV verlangt, 

dass staatliche Hoheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten öf-

fentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet, notwendig und dem Be-

troffenen zumutbar sein müssen. Eine Zwangsmassnahme ist namentlich 

dann unverhältnismässig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung 

für den angestrebten Erfolg ausreicht. Der Eingriff darf in sachlicher, räum-

licher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht einschneidender sein als 

notwendig (BGE 128 II 292 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteile des BVGer 

A-2543/2017 vom 3. Mai 2018 E. 3.6 und A-7561/2016 vom 25. August 

2017 E. 2.3). 

2.3.2 Dies bedingt insbesondere, dass bei Gruppenersuchen – bei Vorlie-

gen der Voraussetzungen für die Leistung von Amtshilfe – nur Daten über 

jene Personen übermittelt werden, welche die im Amtshilfeersuchen ge-

nannten Kriterien erfüllen. Dabei genügt es nicht, dass die Personen die 

Kriterien möglicherweise erfüllen, sondern es müssen genügend Anhalts-

punkte vorliegen, dass die Kriterien tatsächlich erfüllt sind (vgl. Urteile des 

BVGer A-4592/2018 vom 21. März 2019 E. 4.3.4, A-2543/2017 vom 3. Mai 

2018 E. 3.8 und A-7561/2016 vom 25. August 2017 E. 2.5). 

2.3.3 Im BGE 143 II 136 hatte das Bundesgericht zu beurteilen, welche 

Rechtswirkungen ein banklagernd zugestelltes Schreiben entfaltet (BGE 

143 II 136 E. 6.4.3). Im Grundsatz greife bei Banklagernd-Vereinbarungen 

eine Zustellungsfiktion, die unmittelbar fristauslösend wirke. Im Zusam-

menhang mit einem Gruppenersuchen könne diese Rechtsprechung indes 

nicht übernommen werden. Nichtsdestotrotz erscheine es «gerade mit 

Blick auf die wirtschaftlichen Risiken einer Banklagernd-Vereinbarung (z.B. 

fristauslösende Zustellungsfiktion), aber auch angesichts der aktuellen 

Entwicklungen im Bereich des internationalen Steuerrechts […] nicht als 

glaubwürdig, wenn der Beschwerdegegner vorbringt, während eines Jah-

res die Korrespondenz der Bank nicht entgegengenommen zu haben.» 

A-7256/2018 

Seite 10 

Das Bundesgericht folgerte, es könne deshalb «ohne Weiteres davon aus-

gegangen werden, dass ein Bankkunde mit einer gewissen Regelmässig-

keit, in jedem Fall aber innert Jahresfrist, tatsächlich von der ihm bankla-

gernd zugegangenen Korrespondenz Kenntnis nimmt» (BGE 143 II 136 

E. 6.4.3). 

2.4 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts  

voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort 

korrekt zu besteuern (BGE 143 II 185 E. 3.3.1, 141 II 436 E. 4.4.3; Urteil 

des BVGer A-4592/2018 vom 21. März 2019 E. 3.1.2). Ob eine Information 

erheblich ist, kann in der Regel nur der ersuchende Staat abschliessend 

feststellen (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2, 142 II 161 E. 2.1.1; statt vieler: 

Urteil des BVGer A-4144/2018 vom 28. Mai 2019 E. 2.1.6). Die Voraus-

setzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im Zeitpunkt 

der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Möglichkeit be-

steht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erweisen wer-

den (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese Informatio-

nen nach deren Übermittlung für die ersuchende Behörde als nicht erheb-

lich herausstellen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1). Die Rolle des ersuchten 

Staates bei der Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit beschränkt 

sich darauf, zu überprüfen, ob die vom ersuchenden Staat verlangten In-

formationen und Dokumente einen Zusammenhang mit dem im Ersuchen 

dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu geeignet 

sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu werden (vgl. BGE 144 II 

29 E. 4.2.2, 142 II 161 E. 2.1.1; Urteil des BGer 2C_241/2016 vom 7. April 

2017 E. 5.2; Urteile des BVGer A-4144/2018 vom 28. Mai 2019 E. 2.1.6 

und A-846/2018 vom 30. August 2018 E. 2.1.4, mit Hinweisen). Vor diesem 

Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte mit der Begründung, die ver-

langten Informationen seien nicht «voraussichtlich erheblich» nur verwei-

gern, wenn ein Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und der 

im ersuchenden Staat durchgeführten Untersuchung unwahrscheinlich er-

scheint (BGE 143 II 185 E. 3.2.2; 142 II 161 E. 2.1.1; Urteile des BVGer 

A-4592/2018 vom 21. März 2019 E. 3.1.2 und A-846/2018 vom 30. August 

2018 E. 2.1.4). 

2.5 Gemäss dem Protokoll zum DBA CH-NL, welches integrierender Be-

standteil des Abkommens ist und gleichzeitig mit diesem unterzeichnet 

wurde, stellt der ersuchende Staat ein Begehren um Austausch von Infor-

mationen erst dann, wenn er alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfah-

A-7256/2018 

Seite 11 

ren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung der Informationen aus-

geschöpft hat (Paragraph XVI Bst. a des Protokolls zum DBA CH-NL; sog. 

Subsidiaritätsprinzip). 

2.6 Gemäss dem Prinzip der Spezialität darf der ersuchende Staat die vom 

ersuchten Staat erlangten Informationen einzig in Bezug auf Personen  

oder Handlungen verwenden, für welche er sie verlangt und der ersuchte 

Staat sie gewährt hat (BGE 142 II 161 E. 4.6.1; Urteile des BVGer 

A-846/2018 vom 30. August 2018 E. 2.7.1 und A-197/2018 vom 2. Mai 

2018 E. 2.7.2). Im Bereich der Amtshilfe nach dem DBA CH-NL statuiert 

Art. 26 Ziff. 2 DBA CH-NL selbst, für wen und zu welchem Gebrauch die 

übermittelten Informationen ausschliesslich bestimmt sind. 

3.  

Im vorliegenden Fall gilt es hauptsächlich zu prüfen, ob die Einwände der 

Beschwerdeführenden betreffend die Gültigkeit des Gruppenersuchens 

begründet sind (E. 3.1), und, ob die Beschwerdeführenden im Falle eines 

gültigen Gruppenersuchens dessen Kriterien erfüllen und der Gruppe zu-

zurechnen sind (E. 3.2). 

3.1  

3.1.1 Die Beschwerdeführenden bringen betreffend die Gültigkeit des 

Gruppenersuchens im Wesentlichen vor, der vorliegende Sachverhalt wei-

che bedeutend von demjenigen im vorne dargelegten BGE 143 II 136 ab 

(vgl. E. 2.2.3 ff.). 

3.1.1.1 Schwerpunkt der Argumentation der Beschwerdeführenden bildet 

der Wortlaut des Schreibens vom 28. Juni 2013, welches die Bank an ihre 

Kunden richtete (vgl. dazu Sachverhalt Bst. E). Darin enthalten ist die Auf-

forderung, die «Declaration of Tax Conformity» zu unterzeichnen und bis 

am 31. Oktober 2013 zu retournieren: 

«With this letter we respectfully ask you to sign the attached Declaration of 

Tax Conformity and return it to us by 31 October 2013.» 

Nach dem Dafürhalten der Beschwerdeführenden habe dieses Schreiben 

keinen Anlass zu einer Reaktion ihrerseits gegeben, da im Gegensatz zum 

Schreiben im zitierten Entscheid (BGE 143 II 136) keinerlei Konsequenzen 

für den Fall einer Nichtbeachtung angedroht worden seien. Würde ein 

Schreiben ohne Androhung von Konsequenzen den Anforderungen genü-

gen, so würde die Grenze zwischen einem gültigen Gruppenersuchen und 

einer «fishing expedition» vollständig aufgelöst. 

A-7256/2018 

Seite 12 

3.1.1.2 In ihrem Schreiben fordert die Bank ihre Kunden ausdrücklich auf, 

die «Declaration of Tax Conformity» bis zum 31. Oktober 2013 zu retour-

nieren. Da die Bank überdies darauf hinweist, dass dieses Dokument für 

die künftige Geschäftsbeziehung wesentlich sei, kann den Beschwerdefüh-

renden nicht gefolgt werden, wenn diese daraus schliessen, nicht reagie-

ren zu müssen. Alleine schon die Ansetzung einer Frist musste für die Be-

schwerdeführenden deutlich machen, dass eine Reaktion bis zu einem be-

stimmten Zeitpunkt gefordert und erwartet wurde. Ebenso wurde die Rele-

vanz der unterzeichneten Bestätigung der Steuerkonformität im Schreiben 

verdeutlicht:  

«This document is a key part of our client due diligence and is essential to the 

future pursuit of our professional relationship.» 

3.1.1.3 In der «Declaration of Tax Conformity» wird die Wichtigkeit dersel-

ben zusätzlich hervorgehoben. Darin wird auf allfällige Konsequenzen bei 

Versäumnis der Beschwerdeführenden hingewiesen. Die Erklärung auf 

Seite 2 des besagten Schreibens – und damit Bestandteil desselben – be-

inhaltet einerseits die Bestätigung, dass sämtliche sich bei der Bank be-

findlichen Vermögenswerte vollständig deklariert sind, und anderseits die 

Einverständniserklärung, dass sich die Bank für den Fall einer Fehlinfor-

mation oder Änderung hinsichtlich der steuerrechtlichen Situation vorbe-

halte, die Geschäftsbeziehung zu beenden: 

«I/We understand that should any of the aforementioned statement or under-

taking be or become incorrect and should I/we not immediately correct the 

situation and prove this to the Bank, the Bank may decide, to immediately ter-

minate its relationship with me/us. I/we shall bear any damage resulting there 

from.» 

Aus diesem Abschnitt ergibt sich, dass die Bank die Bestätigung der Steu-

erkonformität und deren Korrektheit als Grundvoraussetzung für die Ge-

schäftsbeziehung erachtet. Angesichts einer möglichen Kündigung dieser 

Beziehung hätte für die Beschwerdeführenden durchaus Anlass bestan-

den, auf das Schreiben zu reagieren. 

3.1.1.4 Hinzu kommt, dass zur Zeit des besagten Schreibens – entgegen 

der Auffassung der Beschwerdeführenden – sehr wohl gemeinhin bekannt 

war, dass Banken weltweit im Rahmen einer Weissgeldstrategie von ihren 

Kunden die ordnungsgemässe Deklaration aller steuerlich relevanten Tat-

sachen forderten und eine diesbezügliche Nichtbefolgung die Auflösung 

der Geschäftsbeziehungen zur Folge haben könnte (vgl. BGE 143 II 136 

A-7256/2018 

Seite 13 

E. 6.4.3). Diese Umstände mussten auch den Beschwerdeführenden be-

wusst sein. 

3.1.1.5 Folglich gehen die Beschwerdeführenden mit ihrer Annahme, dass 

das Schreiben vom 28. Juni 2013 keinen Anlass zu einer Reaktion gege-

ben hätte, fehl. Das Schreiben und die dazugehörige «Declaration of Tax 

Conformity» gaben mit der Ansetzung einer Frist und dem Aufzeigen von 

möglichen Konsequenzen ausreichend Anlass zu einer Reaktion der Be-

schwerdeführenden. 

3.1.2 Weiter führen die Beschwerdeführenden betreffend die Gültigkeit des 

Gruppenersuchens aus, dass aufgrund der Nichtreaktion auf das Schrei-

ben der Bank nicht auf einen Verstoss gegen die niederländische Gesetz-

gebung geschlossen werden könne. Mittels des Schreibens sei zu wenig 

Druck auf die Kunden ausgeübt worden, damit ebendiese Schlussfolge-

rung möglich wäre. 

3.1.2.1 Das Bundesgericht legte in BGE 143 II 136 dar, dass die Annahme 

der Nichteinhaltung der niederländischen Gesetzgebung darin begründet 

liege, dass es niederländische Steuerpflichtige trotz Aufforderung der Bank 

unterlassen hätten, ihre Steuerkonformität nachzuweisen. Der Schluss des 

BD, wonach solche Steuerpflichtige die fraglichen Vermögen oder Einkom-

men nicht korrekt deklariert hätten, liege in keiner Weise fern (BGE 143 II 

136 E. 6.4.2). Für die Gewährung der Amtshilfe ist demnach entscheidend 

und ausreichend, dass für die vom Ersuchen betroffenen Personen der 

Verdacht auf eine fehlende Steuerkonformität hinreichend begründet wird 

und nicht entkräftet werden kann (E. 2.3.2). 

3.1.2.2 Entsprechend ist der Auffassung der Beschwerdeführenden entge-

genzuhalten, dass die Aufforderung im Schreiben vom 28. Juni 2013 und 

die darauffolgende Unterlassung der Bestätigung der Steuerkonformität 

sehr wohl einen genügenden Verdacht begründen, dass die betroffenen 

Steuerpflichtigen keine korrekte Deklaration vorgenommen hätten. Dar-

über hinaus wurde mit der Androhung, die Geschäftsbeziehung aufzulö-

sen, auch der von den Beschwerdeführenden verlangte Druck aufgesetzt. 

Wie bereits erwähnt bestand ausreichend Anlass zu einer Reaktion der Be-

schwerdeführenden (E. 3.1.1.5). 

3.1.3 Aus dem Gesagten geht hervor, dass der BD im Lichte der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung zurecht den Verdacht hegt, dass Empfänger 

A-7256/2018 

Seite 14 

des Schreibens der Bank, welche keine Reaktion gezeigt hätten, ihr Ein-

kommen und Vermögen nicht korrekt deklariert hätten. Zusammenfassend 

machen obige Ausführungen deutlich, dass die Beschwerdeführenden ver-

geblich versuchen, das vorliegende Amtshilfegesuch von jenem in BGE 

143 II 136 abzugrenzen. Die Vorinstanz hat das Amtshilfegesuch zurecht 

für gültig befunden. 

3.2 Die Beschwerdeführenden machen zudem geltend, sie seien nicht Teil 

der Gruppe, da sie das Schreiben der Bank vom 28. Juni 2013 nie erhalten 

hätten und die durch das Bundesgericht aufgestellte Zustellungsfiktion 

(E. 2.3.3) in diesem Fall nicht anwendbar sei. Zudem sei es den Beschwer-

deführenden nicht möglich, eine negative Tatsache – den Nichterhalt des 

Schreibens – zu beweisen, weshalb ihnen kein strikter Negativbeweis auf-

erlegt werden dürfe. Als Indiz legen sie sodann den Verlauf der Kontosal-

dierung dar. 

3.2.1  

3.2.1.1 Das Schreiben vom 28. Juni 2013 wurde den Beschwerdeführen-

den per «Holdmail», also banklagernd, zugestellt. Dass bis zur Stellung 

des Amtshilfegesuchs über ein Jahr verging, wird von den Beschwerdefüh-

renden nicht bestritten. Sie räumen gar ein, dass die Zustellungsfiktion 

damit grundsätzlich greife. Sie bestreiten indes, dass sie im vorliegenden 

Fall anwendbar sei, und bringen als Begründung wiederum mehrfach vor, 

dass sie keinen Anlass gehabt hätten, auf das Schreiben zu reagieren. 

3.2.1.2 Die Beschwerdeführenden verkennen, dass sich selbst bei fehlen-

dem Anlass zu einer Reaktion nichts an der Vermutung ändern würde, dass 

diese vom Schreiben Kenntnis genommen haben. Des Weiteren ist auf die 

obigen Ausführungen (E. 3.1.1.2 ff.) zu verweisen, woraus ergeht, dass die 

Beschwerdeführenden sehr wohl Anlass gehabt hätten, auf das Schreiben 

zu reagieren. 

3.2.1.3 Nach diesen Ausführungen ist die Zustellungsfiktion gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 2.3.3) im vorliegenden Fall zu be-

achten. Es bleibt zu prüfen, ob den Beschwerdeführenden die Widerlegung 

der Vermutung gelingt. 

3.2.2  

3.2.2.1 Die Beschwerdeführenden argumentieren, der Verlauf der Saldie-

rung zeige auf, dass sie das Konto nicht aufgrund des Schreibens vom 

A-7256/2018 

Seite 15 

28. Juni 2013 geschlossen hätten. Die Schilderung dieses Verhaltens ver-

mag die Vermutung der Zustellung des Schreibens hingegen nicht zu wi-

derlegen, kann aus einer ausbleibenden Kontosaldierung doch nicht ge-

schlossen werden, dass das Schreiben nicht zugestellt wurde. Vielmehr 

bringen die Beschwerdeführenden in ihren Eingaben Widersprüchliches 

vor, indem sie die verspätete Saldierung zuerst als Nachweis für die an-

geblich nicht erfolgte Zustellung anführen, nur um diese daraufhin mit einer 

für sie nicht zu beeinflussenden Blockierung der Vermögenswerte zu be-

gründen (vgl. Beschwerde Rz. 30 und Replik Rz. 22). 

3.2.2.2 Schliesslich dient den Beschwerdeführenden auch der Verweis auf 

mehrere Überweisungen auf deutsche und niederländische Konten nicht 

zur Widerlegung der Vermutung. Im Übrigen wird damit auch der Nach-

weis, dass die fraglichen Vermögenswerte bei der schweizerischen Bank 

rechtmässig deklariert wurden, nicht erbracht. Im Gegenteil erhärtet sich 

der Verdacht, dass die Vermögenswerte bei der schweizerischen Bank bis 

zur Überweisung ins Ausland nicht deklariert wurden. 

3.2.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Beschwerdeführen-

den mit ihren Ausführungen im Zusammenhang mit der Saldierung des 

Kontos und einzelnen Überweisungen ins Leere greifen und die auf der 

Zustellungsfiktion basierende Vermutung, dass die Beschwerdeführenden 

das Schreiben vom 28. Juni 2013 erhalten und zur Kenntnis genommen 

haben, nicht zu widerlegen vermögen. 

4.  

4.1 Im vorliegenden Fall ist zu Recht nicht bestritten, dass die voraussicht-

liche Erheblichkeit der vom BD verlangten Informationen gegeben ist 

(E. 2.4). Informationen über den Vermögensstand der Beschwerdeführen-

den wie Bankkontonummer und Kontostand sind zweifellos geeignet, in ei-

nem Steuerverfahren in den Niederlanden verwendet zu werden, und wei-

sen den nötigen Zusammenhang mit dem Sachverhalt auf. Die angefoch-

tene Schlussverfügung ist demzufolge – soweit hier materiell zu überprüfen 

– zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.  

Ausgangsgemäss haben die unterliegenden Beschwerdeführenden die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 5'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 

A-7256/2018 

Seite 16 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

Den unterliegenden Beschwerdeführenden ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 

VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 5'000.-- festgesetzt und den Be-

schwerdeführenden auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

A-7256/2018 

Seite 17 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Roger Gisclon 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

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