# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c62ca8b5-a77f-57b8-b273-b2d4a6b61118
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2009 C-3788/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3788-2008_2009-11-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3788/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richterin Ruth Beutler, Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Jürg Tiefenthal.

M._______,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Hans Spillmann, 
Schanzenstrasse 1, Postfach 7918, 3001 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung der Zustimmung und Wegweisung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3788/2008

Sachverhalt:

A.
Der  aus  Bangladesh  stammende  M._______  (geboren  1977; 
nachfolgend:  Beschwerdeführer)  reiste  am  12. März  2001  in  die 
Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 22. Mai 2002 heiratete er 
die rund 20 Jahre ältere schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin 
J._______,  worauf  ihm  im  Kanton  Bern  eine  Aufenthaltsbewilligung 
zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt  wurde. In der Folge zog er  sein 
Asylgesuch  zurück.  Am  13. November  2002,  lediglich  fünfeinhalb 
Monate nach der Heirat, verstarb die Ehefrau des Beschwerdeführers 
an einem Krebsleiden.

B.
Die Fremdenpolizei der Stadt Bern verweigerte dem Beschwerdeführer 
mit Verfügung vom 25. Juni 2003 die Verlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung. Diesen Entscheid focht der anwaltlich vertretene Beschwer-
deführer bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern an. Die-
se bestätigte mit Erkenntnis vom 1. Juni 2004 die Verfügung der Frem-
denpolizei der Stadt Bern und setzte dem Beschwerdeführer eine Aus-
reisefrist bis 16. Juli 2004 zum Verlassen der Schweiz. M._______ zog 
diesen Entscheid mit Beschwerde weiter.

C.
Im  Verfahren  vor  dem  Regierungsrat  machte  der  Beschwerdeführer 
erstmals geltend,  er  sei  in  der  Zwischenzeit  eine Beziehung mit  der 
Schweizer Bürgerin K._______ eingegangen, welche ein Kind von ihm 
erwarte. In der Folge sistierte die instruierende Justiz-, Gemeinde- und 
Kirchendirektion das Verfahren. Am 6. November 2004 kam das Kind 
S._______  auf  die  Welt.  Mit  Eingabe  vom  5. Oktober  2005  reichte 
M._______  eine  Urkunde  ins  Recht,  aus  der  hervorgeht,  dass  er 
gleichentags  das  Kind  S._______  als  sein  Kind  anerkannt  hat. 
Aufgrund  der  neuen  Sachlage  überwies  die  nun  mehr  zuständige 
Fremdenpolizei  der  Stadt  Thun  –  nachdem  das  Verfahren  vor  dem 
Regierungsrat  wieder  aufgenommen worden war  –  am 1. November 
2005 dem Bundesamt für Migration (BFM) ihre positive Stellungnahme 
mit  dem  Antrag,  es  sei  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  zu  erteilen.  Das  BFM  stimmte  am  17. No-
vember 2005 der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung um ein Jahr 
zu,  worauf  das Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat  als ge-
genstandslos abgeschrieben wurde. Die Stadt Thun unterbreitete den 

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Fall am 15. November 2006 unter Hinweis auf diverse Schreiben der 
Beteiligten  –  der  Beschwerdeführer  lebte  inzwischen  nicht  mehr  im 
selben Haushalt  mit  seinem Sohn und dessen Mutter  –  erneut  dem 
BFM zum Entscheid. Das BFM stellte  ersterem aufgrund des neuen 
Sachverhalts vorerst die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung mit 
gleichzeitiger Wegweisung in Aussicht und gewährte ihm zugleich das 
rechtliche Gehör. Nach Prüfung der eingereichten Stellungnahme vom 
22. Dezember 2006 erachtete das BFM die vorerst in Aussicht gestell-
te Zustimmungsverweigerung als nicht mehr gerechtfertigt und erteilte 
mit Schreiben vom 9. Januar 2007 erneut seine Zustimmung zur Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung für die Dauer eines weiteren Jah-
res. 

D.
Im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer eingereichten Ge-
such um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vom 13. September 
2007 stellte die Fremdenpolizei der Stadt Thun beiden Eltern Fragen 
betreffend  die  Vater-Kind-Beziehung.  Nach  erfolgter  Sachverhaltser-
mittlung erklärte sich diese Behörde mit Schreiben vom 23. November 
2007 erneut bereit, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 
zu verlängern, dies unter der Voraussetzung einer Regelung des Be-
suchsrechts und dessen Einhaltung durch den Kindsvater, und über-
mittelte die Angelegenheit dem BFM mit dem Antrag auf Zustimmung. 
Noch während der laufenden Sachverhaltsermittlung der zuständigen 
Fremdenpolizei  stellte  der  Beschwerdeführer  am  18. Oktober  2007 
beim Migrationsdienst des Kantons Bern ein Gesuch um Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung.

E.
Das BFM verlangte mit Schreiben vom 9. Januar 2008 gegenüber der 
Fremdenpolizei der Stadt Thun weitergehende Angaben zur persönli-
chen finanziellen Situation des Beschwerdeführers, um den gestellten 
Antrag abschliessend beurteilen zu können. Die vorgenannte Behörde 
beantwortete mit  Schreiben vom 24. Januar 2008 diese offenen Fra-
gen. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs wurde der Beschwerdeführer 
vom BFM mit Schreiben vom 31. Januar 2008 über dessen Absicht in-
formiert, die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
zu verweigern und die Wegweisung aus der Schweiz zu verfügen. Der 
Rechtsvertreter nutzte am 22. Februar 2008 die vom BFM eingeräum-
te Gelegenheit zur Stellungnahme und wies insbesondere darauf hin, 
dass die Spannungen im persönlichen Umfeld des Beschwerdeführers 

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mittels  einer professionellen Mediation gelöst  worden seien und das 
Kind  seinen  Vater  brauche  und  ein  Recht  auf  einen  regelmässigen 
Kontakt mit ihm habe. Am 5. Mai 2008 verfügte das BFM die Verweige-
rung der Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
ordnete gleichzeitig die Wegweisung an; es setzte dem Beschwerde-
führer hierzu eine Ausreisefrist bis 5. August 2008 an. Die Vorinstanz 
sprach dem Beschwerdeführer sowohl in affektiver als auch wirtschaft-
licher  Hinsicht  eine  besonders  enge Beziehung zu dessen Sohn ab 
und wies insbesondere auf die fehlende wirtschaftliche Integration hin; 
im Weiteren erachtete sie eine Wegweisung nach Bangladesh als zu-
mutbar.

F.
M._______  erhob  dagegen  am  6. Juni  2008  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung 
des  BFM,  die  Erteilung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  sowie  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  samt  Verbeiständung.  Mit  Zwischenverfügung  vom 
12. August 2008 gab das Bundesverwaltungsgericht dem Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege statt und setzte den bisherigen Rechtsver-
treter als amtlichen Anwalt ein. Das BFM beantragt in seiner Vernehm-
lassung vom 1. September 2008 die Abweisung der Beschwerde und 
hält  an  seinem ursprünglichen  Entscheid  fest,  dies  mit  der  Begrün-
dung, es würden keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismit-
tel vorgebracht. Zusätzlich bringt die Vorinstanz vor, der Beschwerde-
führer  habe  sich  aufgrund  einer  gegen  ihn  erhobenen  Strafanzeige 
vom 25. Oktober 2007 wegen Sachbeschädigung auch nicht vollstän-
dig klaglos verhalten, dies obschon die Anzeige vom betroffenen Klä-
ger  anlässlich  einer  Mediationsvereinbarung  zurückgezogen  worden 
sei. Mit Stellungnahme vom 13. Oktober 2008 weist der Rechtsvertre-
ter u.a. auf die Unverhältnismässigkeit des vorinstanzlichen Entschei-
des  hin;  die  Argumentationsweise  des  BFM,  der  Beschwerdeführer 
komme seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nach, könne in keiner 
Weise akzeptiert  werden,  denn dem Beschwerdeführer  sei  nicht  zur 
Last zu legen, den finanziellen Pflichten nicht nachzukommen, wenn 
es ihm ohne Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung schlicht verunmög-
licht werde, legal zu arbeiten und seinen Lebensunterhalt zu verdienen 
bzw. seine Unterhaltspflichten zu erfüllen.

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G.
Auf den weiteren Akteninhalt und die Vorbringen wird, soweit rechtser-
heblich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht, unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen,  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Dar-
unter  fallen  Verfügungen des BFM betreffend Zustimmung zur  Ertei-
lung  bzw.  Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  und  betreffend 
Wegweisung.

1.2 Der  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  grundsätzlich 
instanzabschliessend (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 und 4  des Bundesge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]  i.V.m.  Art. 1 
Abs. 2 VGG), soweit nicht ein Anspruch auf Aufenthalt besteht (BGE 
135 I 143 E. 1.1 S. 145).

1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts ande-
res bestimmt.

1.4 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde 
legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 50 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-

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bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist – mit 
Ausnahme von E. 3.1 und E. 3.2 unten – grundsätzlich die Sachlage 
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 
teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Mit  Inkrafttreten  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) am 1. Janu-
ar 2008 wurde das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt 
und  Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  aufgehoben 
(Art. 125 AuG i.V.m. Ziffer I Anhang 2 AuG). Da das der angefochtenen 
Verfügung zugrunde liegende Verfahren vor Inkrafttreten des AuG ein-
geleitet wurde, ist gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG in materieller Hinsicht 
das bisherige Recht, d.h. das ANAG und die darauf abgestützten, per 
1. Januar 2008 ebenfalls aufgehobenen Verordnungen (vgl. Art. 91 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Er-
werbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]), anwendbar. 

3.2 Gemäss Art. 126 Abs. 2 AuG richtet  sich das Verfahren mit  dem 
Inkrafttreten  des  AuG  nach  neuem  Recht.  Als  Teil  des  formellen 
Rechts  umfasst  das  Verfahrensrecht  diejenigen  Bestimmungen,  die 
das  Zustandekommen  und  die  Anfechtung  von  Verfügungen  regeln 
(vgl. ULRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 5. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2006, Rz. 1611), wozu unter 
anderem auch Zuständigkeitsnormen zu zählen sind (vgl. ALFRED KÖLZ / 
ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  Rz.  82).  Dementsprechend  bestimmt 
sich  die  zuständige  Behörde  zur  Erteilung  bzw. Verweigerung  einer 
Bewilligung  sowie  zur  Anordnung  von  Vollstreckungsmassnahmen  – 
auch für bereits hängige Verfahren – seit dem 1. Januar 2008 grund-
sätzlich nach neuem Recht. Die Anwendung von neuem Verfahrens-
recht auf pendente Angelegenheiten gilt denn auch nicht als Rückwir-
kung im eigentlichen Sinn (vgl. BGE 113 Ia 412 E. 6 S. 425,  HÄFELIN / 
MÜLLER / UHLMANN, a.a.O., Rz. 340). Diese neue Zuständigkeitsordnung 
entspricht im Übrigen derjenigen unter dem alten Recht (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  C-1872/2007  vom  20. September  2007 
E. 3.1 sowie nachstehende Erwägung 3.3).

3.3 Gemäss Art. 99 AuG legt  der  Bundesrat  fest,  in  welchen Fällen 
Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen sowie 

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kantonale arbeitsmarktliche Vorentscheide dem BFM zur Zustimmung 
zu  unterbreiten  sind.  Dieses  kann  die  Zustimmung  verweigern  oder 
den kantonalen Entscheid einschränken. So bedarf es unter anderem 
der Zustimmung des BFM, wenn bestimmte Personen- und Gesuchs-
kategorien zur Koordination der Praxis im Rahmen des Gesetzesvoll-
zugs  der  Zustimmungspflicht  unterstellt  werden  (vgl.  Art.  85  Abs. 1 
Bst. a VZAE), oder jenes die Unterbreitung zur Zustimmung in einem 
Einzelfall verlangt (Art. 85 Abs. 1 Bst. b VZAE). Die kantonale Auslän-
derbehörde kann dem BFM zudem einen kantonalen Entscheid für die 
Überprüfung der bundesrechtlichen Voraussetzungen zur Zustimmung 
unterbreiten (Art. 85 Abs. 3 VZAE). Dies gilt unter anderem für die Ver-
längerung  der  Aufenthaltsbewilligung  einer  Ausländerin  oder  eines 
Ausländers  nach  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  einem 
schweizerischen Ehegatten oder nach dessen Tod, falls die Auslände-
rin  bzw. der Ausländer nicht  aus einem Mitgliedstaat  der EFTA oder 
der  EG  stammt  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-
1872/2007 vom 20. September 2007 E. 3.2).

3.4 Infolge  des  Todes  seiner  Schweizer  Ehegattin  bedurfte  es  ur-
sprünglich demnach zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers der Zustimmung des BFM; seither verlangte es die 
Unterbreitung im Einzelfall. Dabei ist das BFM nicht an die kantonale 
Beurteilung gebunden, selbst wenn auf kantonaler Ebene ein Gericht 
auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung erkannt hat 
(vgl. BGE 127 II  49 E. 3 S. 51 ff.; Urteile des Bundesverwaltungsge-
richts C-7331/2007 vom 9. Mai 2008 E. 3.1, C-4302/2007 vom 20. De-
zember 2007 E. 3.1).

4.
4.1 Gemäss  Art.  4  ANAG  entscheidet  die  zuständige  Behörde,  im 
Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Aus-
land, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt oder 
Niederlassung. Es besteht damit grundsätzlich kein Anspruch auf Er-
teilung  einer  Aufenthaltsbewilligung,  es  sei  denn,  die  ausländische 
Person oder ihre in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich 
auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags be-
rufen (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.1 S. 4, 131 II 339 E. 1 S. 342 f.).

4.2 Aufgrund der am 22. Mai 2002 erfolgten Heirat mit einer Schwei-
zer  Bürgerin  verfügte  der  Beschwerdeführer  ursprünglich  über  einen 
gesetzlichen  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der  Aufent-

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haltsbewilligung (vgl. Art. 7 Abs. 1 Satz 1 ANAG). Mit dem Tod seiner 
Ehegattin vor Ablauf der fünfjährigen Frist gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 2 
ANAG ist dieser Anspruch jedoch erloschen. 

4.3 Während  des  kantonalen  Beschwerdeverfahrens  ging  der  Be-
schwerdeführer mit einer anderen Schweizer Bürgerin eine Beziehung 
ein, aus welcher ein gemeinsamer Sohn hervorging. Als mögliche An-
spruchsnormen kommen daher Art. 8 Abs. 1 EMRK sowie der – soweit 
hier  von  Interesse  –  inhaltlich  im  Wesentlichen  übereinstimmende 
Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) in Betracht, die beide ein 
Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gewährleisten. Die-
se Garantien können namentlich dann verletzt  sein, wenn einer aus-
ländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, 
die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben 
vereitelt  wird. Gemäss bundesgerichtlicher  Rechtsprechung zu Art. 8 
EMRK muss der sich hier aufhaltende Angehörige über ein gefestigtes 
Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist  insbesondere der Fall,  wenn er 
das  Schweizer  Bürgerrecht  oder  eine  Niederlassungsbewilligung be-
sitzt  oder  über  eine  Aufenthaltsbewilligung verfügt,  die  ihrerseits  auf 
einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem muss diese Person 
zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minder-
jährige Kinder) gehören, und es muss eine enge, tatsächliche und in-
takte Beziehung zu ihr bestehen (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145, 130 
II 281 E. 3.1 S. 285, BGE 127 II 60 E. 1d/aa S. 64 f.).

4.4 Eine  nicht  sorge-  bzw.  obhutsberechtigte  ausländische  Person 
kann die familiäre Beziehung zu ihrem Kind zum vornherein nur im be-
schränkten  Rahmen  des  ihr  eingeräumten  Besuchsrechtes  pflegen. 
Hierzu ist  es nicht  unabdingbar, dass sie dauernd im gleichen Land 
lebt  wie das  Kind und dort  über  eine  Aufenthaltsbewilligung verfügt. 
Ein solches Besuchsrecht gegenüber einem in der Schweiz fest anwe-
senheitsberechtigten Kind verschafft dem ausländischen Elternteil da-
her im Allgemeinen noch keinen Anspruch auf dauernde Anwesenheit; 
den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist Genüge getan, wenn das Be-
suchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausge-
übt  werden  kann,  wobei  allenfalls  dessen  Modalitäten  entsprechend 
auszugestalten  sind.  Ein  weitergehender  Anspruch  kann  bestehen, 
wenn in  wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht  eine besonders enge 
Beziehung zu dem Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz 
zum Heimatland der ausländischen Person praktisch nicht aufrecht er-

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halten werden könnte und  das bisherige Verhalten der ausländischen 
Person in der Schweiz zu keinerlei  Klagen Anlass gegeben hat. We-
sentlich ist, ob gegen den Ausländer fremdenpolizeiliche Entfernungs- 
oder  Fernhaltegründe  sprechen,  insbesondere  ob  und  inwieweit  er 
sich  massgebliches  strafrechtlich  oder  fremdenpolizeilich  verpöntes 
Fehlverhalten  hat  zuschulden  kommen  lassen.  Was  das  Erfordernis 
der besonderen gefühlsmässigen Intensität der Beziehung betrifft,  ist 
dieses regelmässig als erfüllt zu erachten, wenn ein grosszügig ausge-
staltetes Besuchsrecht eingeräumt ist und dieses kontinuierlich, spon-
tan und reibungslos ausgeübt wird (vgl. zum Ganzen das Urteil  des 
Bundesgerichts 2C_171/2009 vom 3. August 2009 E. 2.2 mit Hinwei-
sen).

4.5 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  Verweigerung der  Zu-
stimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verletze Art. 8 
EMRK, da er einen besonders engen Kontakt zu seinem Sohn habe, 
den er vom Ausland aus nicht aufrechterhalten könnte.

4.5.1 Der Sohn des Beschwerdeführers besitzt das Schweizer Bürger-
recht  und  hat  darum  ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  in  der 
Schweiz; die  Beziehung wird  im Rahmen der  Gegebenheiten  gelebt 
und ist  insofern als intakt  zu erachten. Der Schutzbereich von Art. 8 
EMRK ist insofern tangiert. Nachfolgend ist zu prüfen, ob aufgrund der 
bestehenden Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem 
Sohn, wie sie sich aus den Akten ergibt, von einem Anspruch auf Auf-
enthalt auszugehen ist.

4.5.2 Der Sohn des Beschwerdeführers ist mittlerweile bald fünf Jahre 
alt. Der Beschwerdeführer lebte vorerst  einige Zeit  mit  seinem Sohn 
und  dessen  sorgeberechtigter  Mutter  in  gemeinsamem  Haushalt  in 
Thun. Nach erfolgter Trennung – es liegen unterschiedliche Aussagen 
beider Eltern vor, was den genauen Zeitpunkt ihrer Trennung betrifft – 
zog  die  Mutter  mit  dem Kind  zu  ihren  Eltern,  die  ebenfalls  in  Thun 
wohnen, um nach eigenen Angaben nicht vom Sozialdienst abhängig 
zu werden. Aus den Akten ergibt sich, dass während der Trennungs-
phase des Paares und darüber hinaus Konflikte zwischen beiden El-
ternteilen die Beziehung des Vaters zu seinem Sohn belasteten und 
das Besuchsrecht vom Vater offenbar nicht mehr in einem regelmässi-
gen Rhythmus wahrgenommen werden konnte. Durch Vermittlung der 
Sozialdienste/Vormundschaftsbehörde der Stadt  Thun konnte ein es-
kalierender Konflikt zwischen dem Beschwerdeführer und dem Gross-

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vater seines Sohnes, der in einer Sachbeschädigung und einer gegen 
den Beschwerdeführer gerichteten Strafanzeige kulminierte, schliess-
lich  mittels  einer  Mediationsvereinbarung  gütlich  gelöst  werden;  die 
Strafanzeige  wurde  daraufhin  zurückgezogen.  Insbesondere  wurde 
durch  die  behördliche  Mithilfe  ermöglicht,  den  schwelenden  Konflikt 
zwischen den beiden Eltern offen zu legen bzw. soweit möglich zu lö-
sen sowie eine neue Besuchsregelung zu vereinbaren. Diese Neure-
gelung sah für die ersten Monate ein wöchentliches Besuchsrecht von 
sechs Stunden jeweils am Samstag- oder Sonntagnachmittag vor, mit 
Treffpunkt und Übergabe des Kindes an einem neutralen Ort (Restau-
rant). Seit einer behördlichen Überprüfung der vereinbarten Mediation 
sowie der Besuchsregelung im Mai 2008 verbringt der Beschwerdefüh-
rer  einen weiteren Tag während der  Woche regelmässig  mit  seinem 
Sohn.

4.5.3 Der Rechtsvertreter macht u.a. eine besonders enge Beziehung 
des Beschwerdeführers zu dessen Sohn geltend und hält  in  diesem 
Zusammenhang der Vorinstanz entgegen, dass das Besuchsrecht in-
zwischen  reibungslos  im  Sinne  der  bundesgerichtlichen  Rechtspre-
chung  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_171/2009  vom  3. August 
2009  E. 2.2  mit  Hinweisen)  ausgeübt  werde.  Im  Weiteren  hält  der 
Rechtsvertreter fest, eine wirtschaftliche Beziehung zum Sohn werde 
seinem Mandanten mit dem gegenwärtigen Aufenthaltsstatus schlicht-
weg verunmöglicht, denn mit der abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung 
fände dieser weder eine Arbeitsstelle noch erhalte er Arbeitslosengeld, 
weshalb ihm auch nicht vorgeworfen werden dürfe, dass er seinen fi-
nanziellen Verpflichtungen gegenüber seinem Sohn nicht nachkomme. 

4.5.4 Obschon  objektiv  Indizien  für  eine  in  affektiver  Hinsicht  enger 
werdende  Beziehung  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinem 
Kind in jüngerer Zeit ersichtlich sind, spricht eine Gesamtwürdigung al-
ler  Fakten gegen die  geltend gemachte,  besonders enge Beziehung 
zwischen  Vater  und  Sohn. Einerseits  ist  festzuhalten,  dass  der  Be-
schwerdeführer sich bis heute nicht in einem überdurchschnittlich ho-
hen  zeitlichen  Umfang  um  seinen  Sohn  gekümmert  hat.  In  diesem 
Licht muss auch das inzwischen zwei Mal wöchentlich wahrgenomme-
ne Besuchsrecht des Vaters beurteilt werden. Läge eine von Beginn an 
bzw. über eine längere Zeit hinweg grosszügig ausgestaltete Besuchs-
regelung vor, spräche dies für eine besonders enge Vater-Kind-Bezie-
hung, was in casu jedoch nicht zutrifft. In diesem Zusammenhang ist 
auch auf  die sprachlichen Defizite  des Beschwerdeführers hinzuwei-

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sen,  welche  die  Kommunikation  zwischen  Vater  und  Sohn  bzw. der 
Kindsmutter offenbar bis heute zusätzlich erschwert hat. Die mangel-
haften Kenntnisse der deutschen Sprache sind erst kürzlich durch in-
tensivere  Bestrebungen  vom  Beschwerdeführer  aktiv  angegangen 
worden,  obwohl  dieser  sich  bereits  seit  über  acht  Jahren  in  der 
Deutschschweiz  aufhält.  Die  Beurteilung  der  Vorinstanz,  die  Bezie-
hung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn sei in affekti-
ver Hinsicht nicht so intensiv, dass daraus ein Anspruch auf Aufenthalt 
entstehen könne, ist  deshalb nicht  zu beanstanden. So ist  es vorlie-
gend zur Ausübung des behördlich festgelegten Besuchsrechtes näm-
lich keineswegs notwendig, dass der Beschwerdeführer sich dauernd 
in der Schweiz aufhält. Er kann den Kontakt mit seinem Sohn, aller-
dings  unter  erschwerten  Bedingungen,  auch  vom  Ausland  her  auf-
rechterhalten  (vgl.  hierzu  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-
6582/2007  vom  23. Juli  2008  E. 4.5.3).  In  wirtschaftlicher  Hinsicht 
bestehen ebenfalls keine engen Bindungen. Von August 2001 bis Juli 
2003 war der Beschwerdeführer als Hilfskraft bei einer Reinigungsfir-
ma  angestellt,  danach  bezog  er  Arbeitslosengeld.  Bereits  im  Be-
schwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
vom 1. Juni 2004 wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich 
bis zu jenem Zeitpunkt sozial und wirtschaftlich nicht besonders assi-
miliert. Seine in wirtschaftlicher Hinsicht mangelhafte Integration zeigt 
sich u.a. durch den längeren Bezug von Arbeitslosengeld, die offenen 
Betreibungen von über Fr. 27'000.-  und die Verschuldung durch Auf-
nahme  eines  Kleinkredites  von  Fr. 25'000.-  zuzüglich  Kreditzinsen 
(Fr. 9'000.-). Von Juli  bis Dezember 2005 bezog er zudem Fürsorge-
leistungen  der  Stadt  Thun  im  Gesamtbetrag  von  über  Fr. 11'000.-. 
Nach  einem  mehrmonatigen  Einsatz  im  Rahmen  eines  Beschäfti-
gungsprogrammes der Stadt Thun wird der Beschwerdeführer seit De-
zember 2007 wiederum von der Sozialhilfe unterstützt. Seit Mai 2007 
wird der monatliche Unterhaltsbeitrag für seinen Sohn (Fr. 300.-) durch 
die  Sozialdienste  der  Stadt  Thun bevorschusst,  wobei  berücksichtigt 
wird,  dass  der  Beschwerdeführer  für  einige  Monate  jeweils  Fr. 150.- 
durch Direktzahlungen an die Kindsmutter zu leisten vermochte.

4.5.5 Insgesamt  betrachtet,  muss der  Beschwerdeführer  gegen  sich 
gelten  lassen,  bis  zum Zeitpunkt  der  Verweigerung der  Zustimmung 
zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht genügend Initiative 
für  eine  besonders  echte  Integration  in  wirtschaftlicher,  sprachlicher 
sowie  verhaltensmässiger  Hinsicht  an  den  Tag gelegt  zu  haben,  als 
dass sich ein aus Art. 8 EMRK abzuleitender Anspruch auf Aufenthalt 

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rechtfertigen würde. Ein aktives Engagement für die Aufrechterhaltung 
und Pflege der Beziehung zu seinem Sohn war anfangs praktisch nicht 
ersichtlich;  erst  anlässlich  der  aktueller  werdenden  Aufenthaltsfrage 
bemühte sich der Beschwerdeführer schliesslich zunehmend um den 
Kontakt zu ihm. Dies führt somit zu folgendem Zwischenergebnis: Der 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Achtung des Familienlebens ge-
mäss Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV wird durch die Verwei-
gerung der  Zustimmung zur  Verlängerung der  Aufenthaltsbewilligung 
nicht verletzt.

5.
5.1 Der Entscheid über die Zustimmung zur Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung liegt damit im pflichtgemässen Ermessen der Behör-
de. Der  Begriff  der  "pflichtgemässen Ermessensausübung"  impliziert 
die  Beachtung rechtlicher  Schranken bei  der  Ausfüllung der  Ermes-
sensspielräume. Vorliegend steht der Grundsatz der Verhältnismässig-
keit  von  Verwaltungsakten  im  Vordergrund.  Unter  diesem  Gesichts-
punkt der Verhältnismässigkeit ist eine wertende Abwägung vorzuneh-
men zwischen dem öffentlichen Interesse an der Verweigerung der Zu-
stimmung einerseits und den durch die Verweigerung beeinträchtigten 
privaten  Interessen  des  Betroffenen  andererseits  (vgl.  statt  vieler 
ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungs-
recht, 5. Aufl., Zürich/St. Gallen 2006, Rz. 613 ff.).

5.2 Die Schweiz verfolgt  zur Verwirklichung der in Art. 1 der Verord-
nung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Auslän-
der (BVO, AS 1986 1791) formulierten Ziele eine restriktive Einwande-
rungspolitik  gegenüber  erwerbstätigen  ausländischen  Personen  aus 
dem Nicht-EU/EFTA-Raum (nachfolgend: Drittstaatsangehörige). Diese 
Politik findet ihren Ausdruck insbesondere in den strengen regulatori-
schen  Zulassungsbeschränkungen  der  Begrenzungsverordnung,  de-
nen erwerbstätige  Drittstaatsangehörige  namentlich  in  Gestalt  hoher 
Anforderungen  an  die  berufliche  Qualifikation  (Art.  8  BVO)  und  der 
Höchstzahlen (Art. 12 BVO) unterworfen sind. Das erhebliche Gewicht 
des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung der restriktiven Ein-
wanderungspolitik gegenüber Drittstaatsangehörigen zeigt sich daran, 
dass  humanitäre  Gründe in  diesem rechtlichen Zusammenhang erst 
Bedeutung erlangen, wenn die Betroffenheit des Einzelnen die Grenze 
zum  schwerwiegenden  persönlichen  Härtefall  im  Sinne  von  Art. 13 
Bst. f BVO überschreitet. Nach der Auflösung der Ehe, die sie von rest-
riktiven qualitativen und quantitativen Zulassungsvoraussetzungen der 

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Begrenzungsverordnung  ausnehmen,  muss  die  ausländische  Person 
dieses  öffentliche  Interesse  grundsätzlich  wieder  gegen  sich  gelten 
lassen, auch wenn sie nach Massgabe von Art. 12 Abs. 2 BVO den 
Höchstzahlen der  Begrenzungsverordnung nach wie  vor  nicht  unter-
steht.  Es  ist  deshalb  ein  vergleichsweise  strenger  Massstab  ange-
bracht,  wenn  es  zu  beurteilen  gilt,  ob  nach  Wegfall  des  Privilegie-
rungsgrundes private Interessen bestehen, denen gegenüber das öf-
fentliche Interesse an der Durchsetzung der restriktiven Migrationspoli-
tik  zurückzustehen  hat.  Gemäss  bundesverwaltungsgerichtlicher 
Rechtsprechung  dient  die  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung 
nach Auflösung der Ehe deshalb in erster Linie der Vermeidung von 
Härtefällen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-4597/2007 
vom 21. April 2009 E. 6.2, C-6317/2007 vom 17. April 2009 E. 7.1).

5.3 Bei der Prüfung der Frage, ob die auf dem Spiele stehenden priva-
ten Interessen eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtferti-
gen, ist zu prüfen, inwieweit es der ausländischen Person in persönli-
cher,  wirtschaftlicher  und  sozialer  Hinsicht  zugemutet  werden  kann, 
den Aufenthalt  in der Schweiz aufzugeben, in ihre Heimat zurückzu-
kehren und dort zu leben. Zu diesem Zweck ist ihre zukünftige Situati-
on im Ausland den persönlichen Verhältnissen in der Schweiz gegen-
überzustellen.  Darüber  ist  nach  Massgabe  der  gesamten  Umstände 
des Einzelfalles zu befinden. Dazu gehören unter anderem die Dauer 
der Anwesenheit, der Grad der sozialen und wirtschaftlichen Integrati-
on in die hiesigen Verhältnisse, das Alter und der gesundheitliche Zu-
stand, soweit Kinder vorhanden sind, deren Alter und schulische Integ-
ration, aber auch die Unterkunft und die Reintegrationsmöglichkeiten 
in der Heimat, ferner auch ehespezifische Elemente, wie die Dauer der 
Ehe und die Umstände, die zu deren Auflösung geführt haben (Urteile 
des Bundesverwaltungsgerichts C-567/2006 vom 22. Juli 2008 E. 7.2, 
C-533/2006 vom 19. Mai 2008 E. 6.2., C-571/2006 vom 7. November 
2007 E. 4.3).

5.3.1 Die Vorinstanz stützt ihre Zustimmungsverweigerung im Wesent-
lichen  auf  die  fehlende  soziale  und  berufliche  Integration  des  Be-
schwerdeführers in der Schweiz.

5.3.2 Der bald 32-jährige Beschwerdeführer lebt seit über acht Jahren 
in der Schweiz. Er hat sich jedoch weder beruflich noch sozial derart 
integriert,  wie  es  nach  einer  solchen  Aufenthaltsdauer  zu  erwarten 
wäre.  Aus  den  Akten  sind  denn  auch  keinerlei  Hinweise  zu  finden, 

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welche  die  Integrationsbemühungen  des  Beschwerdeführers  als  so 
aussergewöhnlich erscheinen liessen, dass der bisherigen Anwesen-
heit im Vergleich zum Voraufenthalt in Bangladesh eine besondere Be-
deutung zukommen würde. Der Beschwerdeführer ist  in seinem Hei-
matland geboren und aufgewachsen sowie erst im Alter von 23 Jahren 
in die Schweiz gekommen. Die Sprache seiner Heimat ist seine Mut-
tersprache. Auch nach einigen Jahren Aufenthalt in der Schweiz weist 
er nur mangelhafte Kenntnisse der deutschen Sprache auf, was ihm – 
wie an anderer Stelle bereits erwähnt – nicht nur die Pflege seiner Be-
ziehung zu seinem Sohn sondern auch seine berufliche Integration bis 
heute erschwert hat. In wirtschaftlicher Hinsicht war der Beschwerde-
führer in den Jahren seines Aufenthaltes in der Schweiz nicht in der 
Lage, sich eine finanzielle Lebensgrundlage aufzubauen; er konnte im 
Gegenteil  für  seinen  Lebensunterhalt  grösstenteils  nicht  selbständig 
aufkommen und ist wiederholt von staatlicher Unterstützungshilfe ab-
hängig  gewesen.  Weitergehende  persönliche  Beziehungen  zur 
Schweiz liegen nicht vor. Der Beschwerdeführer hat – neben seinem 
Sohn – keine weiteren Angehörigen in der Schweiz und unterhält nach 
eigenen Angaben auch keinen Kontakt zu nahen Familienangehörigen 
seiner verstorbenen Ehefrau. Er macht zwar geltend, inzwischen einen 
Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut zu haben; seine diesbezügli-
chen Anstrengungen werden von ihm jedoch nicht  belegt. Die Rück-
kehr  des  Beschwerdeführers  in  sein  Heimatland,  wo laut  Akten des 
Asylverfahrens  dessen  Eltern,  jüngere  Schwester  sowie  Onkel  und 
Tante leben,  ist  angesichts der Anwesenheitsdauer von acht Jahren, 
des Alters von 23 Jahren bei seiner Einreise in die Schweiz sowie der 
in jeder Hinsicht geringen Integration in die hiesigen Verhältnisse nicht 
mit einer besonderen Härte verbunden, hat er doch den grössten Teil 
seines  Lebens  und  insbesondere  die  prägenden  Kindheits-  und  Ju-
gendjahre in Bangladesh verbracht.

5.3.3 Die  Ehe  des  Beschwerdeführers  mit  einer  20  Jahre  älteren 
Schweizer Bürgerin dauerte lediglich knapp sechs Monate, wobei der 
Beschwerdeführer erst zwei Monate nach der Heirat zu seiner Ehegat-
tin  zog. Die  Ehegattin  verstarb  bereits  vier  Monate  später  an einem 
Krebsleiden, worüber den Akten aber nichts Genaueres zu entnehmen 
ist. Auch aus retrospektiver Sicht wecken die Umstände der Eheschlie-
ssung gewisse Zweifel,  die  der  Beschwerdeführer,  darauf  angespro-
chen,  im Verlaufe des kantonalen Beschwerdeverfahrens nie wirklich 
entkräften konnte, da er sich, wenn überhaupt, dann nur ausweichend 
zu äussern bereit zeigte. Insofern ist der von der Vorinstanz implizierte 

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Verdacht nachvollziehbar, das  Verhalten des Beschwerdeführers ent-
spreche einem offensichtlich bekannten Muster, das auf die Erschlei-
chung der Aufenthaltsbewilligung hindeute, nämlich der Rückzug des 
Asylgesuchs infolge Erwirkens einer Aufenthaltsbewilligung durch Hei-
rat  mit  einer  20 Jahre  älteren Schweizer  Bürgerin  und nach Wegfall 
des  Aufenthaltsgrundes  die  Anerkennung  eines  Schweizer  Kindes 
während hängigem kantonalen Beschwerdeverfahren.

5.3.4 Im Weiteren ist das persönliche Verhalten des Beschwerdefüh-
rers in die Interessenabwägung einzubeziehen. Der Beschwerdeführer 
verhielt sich nicht gänzlich klaglos. So geht aus den kantonalen Akten 
hervor,  dass die Stadtpolizei  Bern  gegen den Beschwerdeführer  am 
27. Dezember 2004 Strafanzeige wegen geringfügigen Diebstahls an 
das Untersuchungsrichteramt einreichte. Ob letztlich eine strafrechtli-
che Verurteilung erfolgte, ist aus den Akten nicht ersichtlich. Im Beson-
deren ist aber auf die bereits früher erwähnte Sachbeschädigung hin-
zuweisen, wegen welcher der Beschwerdeführer vom Grossvater sei-
nes Sohnes am 25. Oktober 2007 angezeigt  wurde. Anlässlich einer 
Mediationsvereinbarung  wurde  diese  Strafanzeige  zwar  zurückgezo-
gen, es ist jedoch insofern der Argumentation der Vorinstanz zu folgen, 
als  dass  solche  Vorkommnisse  gemäss  bundesgerichtlicher  Recht-
sprechung für  die  Beurteilung  des  klaglosen  Verhaltens  von Bedeu-
tung  sind  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.240/2006  vom  20. Juli 
2006 E. 3.4).

5.4 Aus diesen  Erwägungen  folgt,  dass  die  privaten  Interessen  des 
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz nicht so gross sind, als 
dass  durch die  Verweigerung  der  Zustimmung zur  Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung eine besondere Härte  entstünde. Die  privaten 
Interessen  des  Beschwerdeführers  haben  deshalb  hinter  den  öf-
fentlichen Interessen der Schweiz an der Durchsetzung einer restrikti-
ven Ausländerpolitik zurückzustehen. Die Verfügung der Vorinstanz ist 
insofern nicht zu beanstanden.

6.
6.1 Wie bereits erwähnt, richtet sich das Verfahren mit dem Inkrafttre-
ten des AuG nach dem neuem Recht (vgl. oben E. 3). Als Teil des for-
mellen Rechts umfasst das Verfahrensrecht  u.a. auch die Zuständig-
keitsnormen. Aus der Rechtmässigkeit der Zustimmungsverweigerung 
folgt demnach ohne Weiteres die Wegweisung aus der Schweiz als de-
ren gesetzliche Konsequenz (vgl. Art. 66 Abs. 1 AuG). Vorliegend wur-

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de das Beschwerdeverfahren gegen die verweigerte Zustimmung zur 
Aufenthaltsbewilligung unter Geltung des ANAG eröffnet, die Wegwei-
sung hingegen wurde unter der Geltung des neuen Rechts (AuG) ver-
fügt.  Die  Vorinstanz  prüfte  und  verfügte  die  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers irrtümlicherweise gemäss ANAG; dies zieht im Falle 
des  vorliegenden  Verfahrens  in  materieller  Hinsicht  jedoch  keinerlei 
Folgen nach sich  (vgl. zum Ganzen Urteil  des Bundesverwaltungsge-
richts C-3377/2008 vom 3. März 2009 E. 4.2).

6.2 Es ist zu prüfen, ob Hinderungsgründe für den Vollzug der Weg-
weisung anzunehmen sind (Art. 83  Abs. 2–4 AuG),  so  dass das zu-
ständige  Bundesamt  gestützt  auf  Art. 83  Abs. 1  AuG  die  vorläufige 
Aufnahme hätte verfügen müssen. Der Beschwerdeführer nimmt wäh-
rend des gesamten Beschwerdeverfahrens nirgends Bezug auf das im 
Rahmen seiner erstmaligen Einreise in die Schweiz gestellte Asylge-
such,  welches  er  später  zurückzog,  da  ihm  infolge  Heirat  einer 
Schweizer  Bürgerin  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  wurde. Weder 
aus den Akten noch aus den Vorbringen in der Beschwerdeschrift er-
geben sich Anhaltspunkte, die gegen die Zulässigkeit und Zumutbar-
keit  des Wegweisungsvollzugs in die Heimat des Beschwerdeführers 
sprächen: Dem Vollzug seiner Wegweisung stehen weder völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  entgegen  noch  wird  eine  konkrete 
Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG behauptet. In diesem Zu-
sammenhang ist insbesondere auf die politischen Machtverhältnisse in 
Bangladesh hinzuweisen, die sich im Vergleich zum Jahr 2001, als der 
Beschwerdeführer  um  Asyl  ersuchte,  grundlegend  verändert  haben. 
Die von ihm damals im Asylverfahren geltend gemachte persönliche 
politische Verfolgung besteht heute nicht mehr. Der Beschwerdeführer 
ist  auch anderweitig  weder  gesundheitlich gefährdet  noch sonst  von 
einer Krankheit betroffen, deren medizinische Behandlung im Heimat-
land nicht gewährleistet wäre. Die in sozialer als auch wirtschaftlicher 
Hinsicht  schlechteren  Zukunftsperspektiven  in  der  Heimat  sind,  was 
die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  betrifft,  jedenfalls  unbe-
achtlich. Der  Wegweisungsvollzug ist  zweifellos  auch möglich,  ergibt 
sich doch aus den Akten, dass der Beschwerdeführer im Besitze eines 
gültigen Reisepasses ist (ausgestellt am 28. Mai 2002 vom Konsulat in 
Genf), der mittlerweile ein zweites Mal mit Gültigkeit bis ins Jahr 2012 
verlängert worden ist (vgl. Verfallsanzeige [Ausweis B] vom 3. August 
2007 der Stadt Thun).

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7.
Die angefochtene Verfügung ist  somit  als  rechtmässig zu bestätigen 
(Art. 49 VwVG) und die Beschwerde demzufolge abzuweisen. 

8.
8.1 Da dem  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  vom 12. August  2008  die  unentgeltliche Rechts-
pflege gewährt wurde, ist er von der Bezahlung der Verfahrenskosten 
zu befreien (Art. 65 Abs. 1 VwVG).

8.2 Das Honorar des amtlichen Rechtsbeistandes wird auf Fr. 1'300.- 
(inkl.  MWST)  festgesetzt  (Art. 65  Abs. 2  und  3  VwVG  i.V.m.  Art. 9, 
Art. 10,  Art. 12  und  Art. 14  des  Reglements  vom  21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Der  Beschwerdeführer  ist  verpflichtet, 
diesen Betrag zurückzuzahlen, sofern er später zu hinreichenden Mit-
teln gelangt (Art. 65 Abs. 4 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers wird von 
der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 1'300.- ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ZEMIS [...], Akten retour)
- den Migrationsdienst des Kantons Bern in Kopie (Akten retour)
- die Einwohnerdienste der Stadt Thun in Kopie (Akten retour)
- die  Einwohnerdienste,  Migration  und  Fremdenpolizei  (EMF)  der 

Stadt Bern in Kopie (Akten retour)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Jürg Tiefenthal

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die  Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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