# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d38fd5a-a662-59be-8826-8ff19a328e34
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2009 E-5576/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5576-2009_2009-09-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5576/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

A._______, geboren (...),
Tansania,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5576/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - ein tansanischer Staatsangehöriger aus 
B._______ (C._______) -  sein Heimatland eigenen Angaben zufolge 
am  29.  Juli 2009  mit  Hilfe  eines  Begleiters  verliess  und  auf  dem 
Luftweg  ohne  Zwischenlandung  am  30.  Juli  2009  nach  D._______ 
gelangte, 

dass  er  mit  einem  Taxi  zum  Bahnhof  gefahren  wurde,  wo  ihn  sein 
Begleiter mit allem seinem Geld und Identitätspapieren verlassen habe 
und nicht mehr zurückgekommen sei, 

dass  er  zu  diesem  Zeitpunkt  noch  nicht  gewusst  habe,  wo  er  sich 
befinde und man ihm bei der Information am Bahnhof ein Ticket nach 
E._______ ausgestellt habe, 

dass  er  am  1.  August  2009  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
E._______  um  Asyl  nachsuchte und am  7.  August  2009  in  das 
F._______  transferiert  wurde,  wo  er  am  18.  August  2009  befragt 
wurde, 

dass am 31. August 2009 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. a des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] eine Anhörung zu 
den Asylgründen durch das Bundesamt stattfand, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte,  er  sei  ein  Pastor  (bei  der  G._______)  für  Jugendliche 
gewesen, 

dass am 31. Januar 2007 Muslime in die Kirche gekommen seien, um 
ihn zu  töten,  weil  er  drei  Personen überredet  habe,  vom Islam zum 
Christentum zu konvertieren, 

dass  er  von  den  Muslimen  zusammengeschlagen  und  am  Kinn 
geschnitten worden sei, 

dass er  dabei  ohnmächtig  geworden sei  und die Muslime ihn für  tot 
gehalten hätten, 

dass er danach von den Nachbarn ins Spital gebracht worden sei, wo 
er zwei Wochen verbracht habe, 

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dass  er  anschliessend  nach  Hause  zurückgekehrt  und  zur  Polizei 
gegegangen sei, um den Vorfall zu melden, 

dass  die  Polizei  ihm  mitgeteilt  habe,  die  Islamisten  hätten  ihn 
angezeigt,  weil  er  Leute  zum  Konvertieren  gebracht  habe,  und  ihm 
zudem gesagt, für religiöse Probleme nicht zuständig zu sein und für 
ihn nichts machen zu können, 

dass er jedoch seinen Wohnort wechseln solle, 

dass er selbst keine Anzeige gegen die Muslime erstattet habe und zu 
einem  Freund  gegangen  sei,  wobei  die  Muslime  seinen  Wohnort 
herausgefunden hätten, 

dass  er  gewarnt  worden  sei,  worauf  er  das  Haus  des  Freundes 
verlassen und sich zum Pastor H._______ begeben habe, 

dass ihn die Muslime im Hause seines Freundes gesucht und diesen 
erschossen hätten,

dass sein Foto im Fernsehen und in den Zeitschriften gezeigt worden 
sei, worauf er sein Haus verkauft und Mr. I._______ angerufen habe, 
der alles für die Ausreise organisiert habe, 

dass das BFM mit  Verfügung vom 3. September 2009 -  gleichentags 
eröffnet und persönlich ausgehändigt - in Anwendung von Art. 32 Abs. 
2 Bst. a AsylG auf  das  Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach 
Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe  keine  Reise-  oder 
Identitätspapiere abgegeben, 

dass er am 1. August 2009 schriftlich aufgefordert  worden sei,  innert 
48  Stunden  rechtsgenügliche  Identitäts-  beziehungsweise 
Reisepapiere beizubringen,

dass  es  sich  beim  abgegebenen  Führerschein  nicht  um  ein  Reise- 
oder  Identitätsspapier  im  Sinne  von  Art.  1  Bst.  b  und  c  der 
Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV1,  SR  142.311)  handle,  weil  dieser  von  den  Behörden 

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ausgestellt worden sei, um die Befähigung, ein Auto lenken zu können, 
zu bescheinigen, 

dass  dieser  jedoch  nicht  zum  Zweck  des  Identitätsbeweises  diene, 
weshalb  er  den  gesetzlichen  Anforderungen  nicht  genüge, 
insbesondere  auch  deshalb  nicht,  weil  die  Staatsangehörigkeit  aus 
dem Führerschein nicht hervorgehe, 

dass dem Beschwerdeführer weiter nicht geglaubt werden könne, sein 
Reisebegleiter  I._______  habe  ihn  am  Bahnhof  D._______ 
zurückgelassen und alle Dokumente, unter anderem seinen Reisepass 
und seine Identitätskarte  mitgenommen,  zumal  eine Abfrage bei  der 
Schweizerischen Visa-Datenbank keine Übereinstimmung mit den vom 
Beschwerdeführer angegebenen Personalien ergeben habe, 

dass der Beschwerdeführer, obwohl er I._______ seit Jahren gekannt 
und  ihm  vertraut  habe,  weder  dessen  Familiennamen  noch  dessen 
Adresse  noch  irgendwelche  anderen  Kontaktdaten  habe  angeben 
können, 

dass  zudem  der  Beschwerdeführer  -  obschon  er  ein  hohes 
Bildungsniveau  und  gute  Englischkenntnisse  habe  -  weder  die 
Fluggesellschaft  noch  den  Ankunftsflughafen  in  der  Schweiz  habe 
benennen können, 

dass es - gemäss Erkenntnissen des BFM - keine direkten Flüge von 
C._______ nach D._______ gebe, 

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht 
festgestellt werden könne, zumal seine Schilderung des Sachverhalts 
den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht 
genüge, 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  im  Laufe  des  Verfahrens  zu 
wesentlichen Punkten widersprüchliche und realitätsfremde Angaben 
gemacht habe, insbesondere im Zusammenhang mit  seinem Besuch 
auf dem Polizeiposten und den Auskünften der Polizei, 

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dass er ebenso wenig habe erklären können, weshalb er C._______ 
erst  zweieinhalb  Jahre  nach  dem  Angriff  der  Islamisten  verlassen 
habe,  womit  sich  kein  zeitlich  und  sachlich  genügend  enger 
Kausalzusammenhang zwischen Verfolgung und Flucht ergebe, 

dass  ferner  offen  bleibe,  wie  es  dem  Beschwerdeführer  möglich 
gewesen sei,  bis  zur  Ausreise  weiterhin  seiner  Tätigkeit  als  Priester 
und  Jugendleiter  der  Kirche  nachzugehen  und  öffentliche 
Sonntagsmessen  sowie  Unternehmungen  mit  Jugendlichen  zu 
organisieren, obschon er von den Islamisten gesucht worden sei und 
bei Freunden versteckt habe leben müssen, 

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7. September 2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  der  eingereichte  Führerschein  nicht  zu  einer  zweifelsfreien 
Identifizierung dient (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.), 

dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  I._______  habe  die 
Identitätspapiere  stets  bei  sich  gehabt  und  bei  den  Kontrollen  den 
Pass für ihn gezeigt, mit Blick auf die Notwendigkeit der persönlichen 
Vorweisung des Passes am Flughafen als tatsachenwidrig zu werten 
ist, 

dass ebenfalls wenig plausibel anmutet, dass I._______, der die ganze 
Ausreise in die Schweiz inklusive Visumbeschaffung organisiert habe, 
ihn  auf  einmal  im  Bahnhof  D._______,  ohne  ihm  seine 
Reisedokumente zurückzugeben, hätte verlassen sollen, zumal dieser 
wiederholt  Visionen  gehabt  haben  soll,  dem  Beschwerdeführer  aus 
seiner gefährlichen Lage zu helfen und ihn die Schweiz zu bringen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 

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er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den diesbe-
züglichen  Erwägungen  nichts  entgegenbringt,  weshalb  es  ihm  nicht 
gelingt,  entschuldbare  Gründe  für  die  Nichteinreichung  der 
erforderlichen Dokumente glaubhaft zu machen,

dass  mithin  -  unter  Beachtung  der  in  BVGE  2008/8  aufgestellten 
Richtlinien  (E.5.6)  -  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  aufgrund  der 
Anhörung zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Befragung im Transitzentrum vom 18. August 2009 und der 
Anhörung vom 31. August 2009 darstellt, unter Verzicht auf zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllt, und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen  seien  in  wesentlichen  Aspekten  widersprüchlich  respektive 
realitätsfremd,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass  realitätsfremd  erscheint,  dass  es  dem  Beschwerdeführer 
während  der  ganzen  Zeit  gelungen  sein  soll,  den  Islamisten  zu 
entwischen, obschon er intensiv von ihnen gesucht worden sein soll, 

dass  sein  Verhalten,  sich  im  öffentlichen  Raum zu  bewegen,  wo  er 
den Islamisten schutzlos ausgesetzt gewesen wäre, nicht demjenigen 
einer verfolgten Person entspricht, 

dass  ebenfalls  unglaubhaft  ist,  dass  der  Beschwerdeführer,  der 
angeblich bei  seinem Freund gewohnt habe, ausgerechnet dann, als 
der Freund umgebracht worden sein soll, nicht zu Hause gewesen sei,

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dass  es  sich  vielmehr bei  den  Verfolgungsvorbringen  des 
Beschwerdeführers um ein Sachverhaltskonstrukt handelt,

dass infolge offensichtlicher Unglaubhaftigkeit  der Aussagen des Be-
schwerdeführers  eine  Prüfung  von  deren  Asylrelevanz  grundsätzlich 
entbehrlich  ist,  jedoch  ergänzend  anzumerken  ist,  dass Übergriffe 
durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, 
nur dann asylrelevant sind, wenn der Staat seiner Schutzpflicht nicht 
nachkommt oder nicht in der Lage ist, Schutz zu gewähren, 

dass  die  Begründung,  er  habe  gegen  die  Muslime  keine  Anzeige 
erstattet,  weil  diese  bereits  gegen  ihn  eine  Anzeige  erstattet  hätten 
und  es  nicht  möglich  sei,  jemanden  anzuzeigen,  der  bereits  eine 
Anzeige gegen die anzeigewillige Person erstattet habe, realitätsfremd 
ist, 

dass  eine  schwere  Körperverletzung  grundsätzlich  strafrechtliche 
Ermittlungen  der  tansanischen  Behörden  auslöst,  so  dass  von  der 
Möglichkeit strafrechtlicher Schutzgewährung auszugehen ist, 

dass  damit  selbst  bei  Wahrunterstellung  der  geltend  gemachten 
Fluchtgründe deren Asylrelevanz zu verneinen wäre,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle angesichts des dürftigen Beschwerde-
inhalts in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnis zum Schluss ge-
langt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  offen-
sichtlich  nicht  besteht  und  ohne  besonderen  Begründungsaufwand 
ausgeschlossen werden kann, zumal er in Bezug auf seine Erlebnisse 
vage, weitgehend substanzlose sowie lebensfremde Angaben gemacht 
hat und  seine  Schilderungen  kaum  Glaubhaftigkeitsmerkmale  und 
Realitätskennzeichen beinhalten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art.  32  Abs.  3  Bst.  c  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

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klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des jungen Beschwerdeführers 
im Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug der 
Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

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dass  dessen  Behandlung  wegen  J._______  auch  in  seinem 
Heimatland  möglich  ist,  zumal  der  Beschwerdeführer  bereits  mit 
K._______ ausgestattet in die Schweiz gekommen ist, 

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  den 
L._______. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: 

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