# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3dbd31f-e68f-5cdf-abea-2617959400f4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 14.07.2017 HE170174
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE170174_2017-07-14.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE170174-O U/ei 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Vizepräsident, sowie 

Gerichtsschreiberin Adrienne Hennemann 

 

Urteil vom 14. Juli 2017 

 

in Sachen 

 

A._____ Electric GmbH,  

Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____ Immobilien AG,  

Gesuchsgegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 

 

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Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 1) 

 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Mit Eingabe vom 31. Mai 2017 (Datum Poststempel) reichte die Gesuchstel-

lerin das vorliegende Gesuch mit obigem Rechtsbegehren ein (act. 1). Mit Verfü-

gung vom 1. Juni 2017 wurde dem Gesuch einstweilen ohne Anhörung der Ge-

genpartei entsprochen und das Grundbuchamt Männedorf angewiesen, das bean-

tragte Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der Ge-

suchsgegnerin Frist zur Stellungnahme zum Begehren angesetzt (act. 5). Innert 

erstreckter Frist teilte die Gesuchsgegnerin mit, auf eine Stellungnahme zu ver-

zichten (act. 9 und 12). 

2.1 Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung ei-

nes gesetzlichen Grundpfandrechts für Forderungen von Handwerkern und Un-

ternehmern, die zu Bauten oder anderen Werken auf einem Grundstück Material 

und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind (siehe BGE 92 II 227; SCHUMACHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl., 

N. 299 ff. und 869 ff.). Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Mo-

nate nach der Vollendung der Arbeiten zu geschehen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). 

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2.2 Vorliegend teilte die Gesuchsgegnerin mit ihrer Eingabe vom 12. Juli 2017 

mit, auf eine Stellungnahme zu verzichten, sich jedoch sämtliche Einwendungen 

gegen den Bestand des Pfandrechts und die Höhe der Pfandsumme im ordentli-

chen Hauptverfahren auf definitive Eintragung ausdrücklich vorzubehalten (act. 12 

S. 2). Damit ist im vorliegenden Verfahren unbestritten, dass die Gesuchstellerin 

für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin im 

Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeit geleistet hat (act.1 Rz. 5 ff.), ein Be-

trag in der Höhe der eingetragenen Pfandsumme bisher unbezahlt geblieben ist 

(act. 1 Rz. 7), die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen 

Eintragung gewahrt wurde (act. 1 Rz. 15) und Zinsen von 5 % ab 23. Mai 2017 

geschuldet sind (act. 1 Rz. 7). Demgemäss steht der vorläufigen Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts im mit Verfügung vom 1. Juni 2017 verfügten Umfang 

(act. 5) nichts entgegen. 

3. Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung 

des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist 

ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien bei der 

Fristansetzung berücksichtigt werden. Eine Verlängerung der Frist ist möglich, 

bedarf aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 

ZPO); dieses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zu-

reichende Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden 

nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorher-

sehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend ist von einem Streitwert von CHF 98'759.80 

auszugehen. Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie 

§ 8 Abs. 1 GebV OG auf rund die Hälfte der Grundgebühr, d. h. CHF 4'300.– fest-

zusetzen. 

Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden. 

Es wird im ordentlichen Verfahren noch festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin 

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endgültig obsiegt. Gestützt auf Art. 104 Abs. 3 ZPO ist die Regelung bezüglich 

der Verteilung der Gerichtskosten dem Entscheid des Hauptsachegerichts vorzu-

behalten. Nur für den Fall des Nichtanhängigmachens des Prozesses in der 

Hauptsache, ist eine definitive (wenn auch bedingte) Anordnung zu treffen und 

sind die Kosten der (diesfalls unterliegenden) Gesuchstellerin aufzuerlegen, wo-

mit der Kostenbezug definitiv würde. 

Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen 

Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch 

nicht prosequieren sollte, ist der Gesuchsgegnerin keine Parteientschädigung zu-

zusprechen, da diese erst mit der Erstattung der Gesuchsantwort verdient wäre 

(§ 11 Abs. 1 AnwGebV) und die Gesuchsgegnerin keine substantiierten Ausfüh-

rungen zu allfälligen bereits entstandenen Kosten gemacht hat. 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt Männedorf wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 1. Juni 2017 bis zur rechtskräftigen 

Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. 2390, GBBl. 1493, 

Schachenriet, Plan 91, 

für eine Pfandsumme von CHF 98'759.80 nebst Zins zu 5 % seit 23. Mai 

2017. 

2. Der Gesuchstellerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichts-

ferien – eine Frist bis 16. Oktober 2017 angesetzt, um eine Klage auf defini-

tive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. 

Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-

Ziffer 1) löschen lassen. 

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3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'300.–. 

Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) 

bleiben vorbehalten. 

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch 

die ihr in Dispositiv-Ziffer 2 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Kla-

ge, werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

des Doppels von act. 12, sowie an das Grundbuchamt Männedorf. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 98'759.80. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

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Zürich, 14. Juli 2017 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Adrienne Hennemann 

 

 

	Urteil vom 14. Juli 2017
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 1)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt Männedorf wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 1. Juni 2017 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Dispos...
	2. Der Gesuchstellerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichtsferien – eine Frist bis 16. Oktober 2017 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchs...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'300.–. Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) bleiben vorbehalten.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch die ihr in Dispositiv-Ziffer 2 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Klage, werden keine Parteientsch...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von act. 12, sowie an das Grundbuchamt Männedorf.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).