# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e02d355-9a8d-5e77-8df9-67f4fec97d21
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 10.10.2025 BEK 2025 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-118_2025-10-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 10. Oktober 2025
BEK 2025 118

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend Konkurseröffnung
(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Küss-
nacht vom 26. August 2025, ZES 2025 114);-

hat die Beschwerdekammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Gesuchstellerin reichte beim Bezirksgericht Küssnacht am 6. August 
2025 gegen die Gesuchsgegnerin (Inhaberin der Einzelunternehmung 
C.________, vgl. Handelsregisterauszug) das Konkursbegehren für die betrie-
bene Forderung von Fr. 134.95 nebst Zins zu 5 % bis 11. März 2025, Verzugs-
zins von Fr. 1.30, Mahngebühr von Fr. 20.00 und Betreibungskosten von 
Fr. 68.00 ein (Vi-act. A). Der Einzelrichter bezifferte die von der Gesuchsgeg-
nerin zu bezahlende Forderung auf Fr. 227.35 (zzgl.  Gerichtskosten von 
Fr. 200.00; Vi-act. B) und verlangte von der Gesuchstellerin einen Kostenvor-
schuss von Fr. 4’500.00 (Vi-act. C). An der Konkursverhandlung vom 7. August 
2025 erschien die Gesuchsgegnerin nicht (vgl. Vi-act. G). Die Gesuchstellerin 
teilte dem Einzelrichter am 20. August 2025 mit, vom Betreibungsamt per Va-
luta 19. August 2025 eine Zahlung von Fr. 227.20 erhalten zu haben (Vi-act. F). 
Mit Verfügung vom 26. August 2025 eröffnete der Einzelrichter den Konkurs (Vi-
act. G, Dispositivziffer 1). Die Gerichtskosten von Fr. 500.00 auferlegte er der 
Gesuchsgegnerin und bezog diese aus dem Kostenvorschuss der Gesuchstel-
lerin. Vom Kostenvorschuss behielt er Fr. 400.00 als Sicherheit zurück und 
überwies den Rest von Fr. 3’600.00 dem Konkursamt (Vi-act. G, Dispositivzif-
fer 3).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Gesuchsgegnerin bzw. Beschwerde-
führerin am 5. September 2025 Beschwerde mit dem Antrag, die angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben, das Konkursbegehren sei abzuweisen und der Be-
schwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen (KG-act. 1). Verfahrenslei-
tend wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht zuerkannt. Das 
Konkursamt wurde eingeladen, Massnahmen gemäss Art. 174 Abs. 3 SchKG 
zu beantragen. Allfällige vom Konkursamt verfügte Vermögenssperren wurden 
vorläufig aufrechterhalten. Die Verfahrensleitung auferlegte der Beschwerde-
führerin eine zehntägige Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von 

Kantonsgericht Schwyz 3

Fr. 750.00 und setzte der Gesuchstellerin bzw. Beschwerdegegnerin die 
zehntägige Frist zur Beantwortung der Beschwerde an. Zudem wies sie die Be-
schwerdeführerin darauf hin, dass sie innert der Rechtsmittelfrist die vollstän-
dige Tilgung der Betreibungsforderung sowie der Konkurseröffnungskosten 
nachzuweisen oder den geschuldeten Betrag beim Kantonsgericht zu hinterle-
gen oder einen Verzicht der Gläubigerin auf Konkursdurchführung vorzulegen 
sowie die Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen habe (KG-act. 2). Die Be-
schwerdegegnerin verzichtete am 15. September 2025 auf eine ausführliche 
Stellungnahme, bekundete jedoch ihr Desinteresse an der Weiterführung des 
Konkursverfahrens, sofern die offenen Kosten sichergestellt seien (KG-act. 4).

3. Mit der Beschwerde kann eine unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) oder 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden 
(Art. 320 ZPO). Die Beschwerdeführerin bringt sinngemäss vor, sie habe die 
betriebene Forderung vollständig beglichen, weshalb das Konkursbegehren ab-
zuweisen gewesen wäre (KG-act. 1).

Ist die Tilgung der Schuld bewiesen, hat das Gericht das Konkursbegehren ab-
zuweisen (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Zu tilgen sind nicht nur die Schuld und die 
Zinsen, sondern sämtliche Kosten, wozu die Betreibungskosten einschliesslich 
der Kosten der Konkursandrohung, der allfälligen vorsorglichen Anordnungen 
und der Rechtsöffnungskosten sowie der Kostenvorschuss im Konkursverfah-
ren und die Gerichts- und Parteikosten des Konkursentscheids gehören (Gi-
roud/Theus Simoni, in: Staehelin/Bauer/ Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schuldbetreibung und Konkurs II, 3. A. 2021, Art. 172 SchKG N 11; vgl. Diggel-
mann, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar, Schuldbetreibung und Konkurs, 
2. A. 2014, Art. 172 SchKG N 3; für die Parteikosten: BGE 133 III 690 E. 2).

Die Beschwerdeführerin bezahlte am 19. August 2025 den Betrag von 
Fr. 227.20 direkt an die Beschwerdegegnerin, was diese dem Einzelrichter am 

Kantonsgericht Schwyz 4

20. August 2025 mitteilte (Vi-act. F). Die vom Einzelrichter auf Fr. 227.35 bezif-
ferte Forderung inklusive Zinsen und Kosten (Vi-act. B) bezahlte sie demnach 
bis auf einen Restbetrag von 15 Rappen. Offen blieben zudem die in der Ver-
fügung vom 7. August 2025 auf Fr. 200.00 bezifferten Gerichtskosten (Vi-
act. B). Die Forderung war demnach im Zeitpunkt des angefochtenen Ent-
scheids nicht vollständig, inklusive sämtlicher Kosten, bezahlt, sodass die Vor-
instanz zu Recht das Konkursbegehren guthiess (Vi-act. G, Dispositivziffer 1).

4. Im Konkursverfahren kann die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 174 
Abs. 2 SchKG die Konkurseröffnung auch dann aufheben, wenn die Schuldne-
rin erstens durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliess-
lich Zinsen und Kosten, getilgt (Ziff. 1) oder der geschuldete Betrag zuhanden 
des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung 
des Konkurses verzichtet (Ziff. 3), und wenn die Schuldnerin zweitens ihre Zah-
lungsfähigkeit glaubhaft macht. Diese Konkurshinderungsgründe müssen sich 
innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben und geltend gemacht werden (Gi-
roud/Simoni, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Schuldbe-
treibung und Konkurs I, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 20a). Nach Ablauf der 
Rechtsmittelfrist können keine neuen Tatsachenbehauptungen mehr vorge-
bracht oder neue Beweismittel eingereicht werden (BGE 136 III 294 E. 3.1). 
Eine Verbesserung der Beschwerde nach Verstreichen der Rechtsmittelfrist ist 
mithin nicht zulässig.

a) Der im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG zu hinterlegende Betrag 
muss die Zinsen und sämtliche Kosten decken, sodass die Gläubigerin vollstän-
dig entschädigt wird. Dies beinhaltet nebst der Forderung insbesondere den 
Kostenvorschuss für das Konkurseröffnungsverfahren und sämtliche Kosten 
des Konkursamtes (Urteil BGer 5A_865/2013 vom 21. Januar 2014 E. 3; Dig-
gelmann, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar, Schuldbetreibung und Konkurs, 
2. A. 2014, Art. 174 SchKG N 10; Konkurseröffnungskosten: Urteil 

Kantonsgericht Schwyz 5

BGer 5A_409/2013 vom 8. Juli 2013 E. 2.1 m.H. auf BGE 133 III 687 E. 2.3). 
Folglich ist nicht nur massgebend, welcher Betrag bei der Konkursgläubigerin 
noch aussteht. Die Konkursschuldnerin hat sich vielmehr beim Konkursamt 
über die anfallenden Kosten zu informieren (Giroud/Simoni, in: Staehe-
lin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Schuldbetreibung und Konkurs I, 
3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 21c).

Die Beschwerdeführerin reichte einen Beleg ein, wonach ihre Schwester die der 
Beschwerdeführerin mit der angefochtenen Verfügung vom 26. August 2025 
auferlegten Gerichtskosten von Fr. 500.00 (Vi-act. G, Dispositivziffer 3.a) be-
zahlt habe. Im Kontoauszug vom 5. September 2025 ist jedoch der Buchungs-
status „ausführbereit“ vermerkt (KG-act. 1/2), was bedeutet, dass die definitive 
Überweisung nicht nachgewiesen ist. Hinzu käme der Restbetrag des Kosten-
vorschusses, den die Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren leis-
tete, d.h. Fr. 4’000.00. Selbst wenn der Betrag von Fr. 500.00 tatsächlich be-
zahlt worden sein sollte, würde dies als Hinterlage bzw. Tilgung demnach nicht 
genügen. Damit ist die erste Voraussetzung für die beantragte Konkursaufhe-
bung auch im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG nicht erfüllt.

Darüber hinaus erklärte die Beschwerdegegnerin zwar am 15. September 2025 
ihr Desinteresse an der Weiterführung des Konkursverfahrens (KG-act. 4), 
machte dies aber von der Sicherstellung (Hinterlegung) der Kosten abhängig, 
was wie gesagt nicht hinreichend nachgewiesen ist. Auch die Voraussetzung 
für die Konkursaufhebung zufolge Gläubigerverzichts im Sinne von Art. 174 
Abs. 1 Ziff. 3 SchKG ist demnach nicht erfüllt.

b) Zahlungsfähigkeit heisst, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden 
sind, mit denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden 
können. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen einen Schuld-
ner noch nicht zahlungsunfähig erscheinen. Die Beurteilung der Zahlungsfähig-

Kantonsgericht Schwyz 6

keit beruht auf einem anhand der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten ge-
wonnenen Gesamteindrucks (vgl. nur Urteil BGer 5A_108/2021 vom 29. Sep-
tember 2021 E. 2.2). Die Zahlungsfähigkeit ist bloss glaubhaft zu machen, d.h. 
sie muss wahrscheinlicher sein als die Zahlungsunfähigkeit. Zu strenge Anfor-
derungen sind nicht zu stellen (vgl. nur Urteil BGer 5A_33/2021 vom 28. Sep-
tember 2021 E. 2.2). Ein wichtiges Dokument für das Glaubhaftmachen der 
Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister (Urteil 
BGer 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 3.3).

Die Beschwerdeführerin reichte keinen Betreibungsregisterauszug ein, sodass 
ihre Zahlungsgewohnheiten nicht beurteilt werden können. Ebenso fehlt ein 
Zwischenabschluss mit Aktiven und Passiven oder mindestens vollständige, ak-
tuelle Debitoren- und Kreditorenlisten, obwohl sie hierauf aufmerksam gemacht 
wurde (KG-act. 2, Ziff. 4). Die finanzielle Lage der Einzelunternehmung ist dem-
nach unbekannt. Selbst die aktuelle Liquidität kann mangels Kontoauszüge 
nicht festgestellt werden. Der Beschwerde sind keinerlei Ausführungen zur Zah-
lungsfähigkeit zu entnehmen. Die Beschwerdeführerin behauptet einzig, die 
Konkurseröffnung verursache eine „existentielle Härte“ und eine „totale finanzi-
elle Unbeweglichkeit“, ohne dies jedoch weiter zu begründen oder glaubhaft zu 
machen (KG-act. 1).

Mit Eingabe vom 22. September 2025 reichte die Beschwerdeführerin weitere 
Unterlagen ein und machte sinngemäss geltend, die Ursache des Konkursver-
fahrens sei, dass eine Drittperson ihr Vermögen veruntreut (Anklageschrift: KG-
act. 6/1) und eine Schuld von Fr. 700’000.00 anerkannt habe (Schuldanerken-
nung: KG-act. 6/2), für welche die Pfändung vollzogen worden sei (Pfändungs-
urkunde: KG-act. 6/3). Der Nachweis der Zahlungsfähigkeit im Sinne von 
Art. 174 Abs. 2 SchKG ist innert der Rechtsmittelfrist von zehn Tagen (Art. 174 
Abs. 1 SchKG) seit Zustellung des angefochtenen Entscheids zu erbringen 
(BGE 139 III 491, E. 4.4; Urteil BGer 5A_108/2021 vom 29. September 2021, 

Kantonsgericht Schwyz 7

E. 3; Giroud/Simoni, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schuldbetreibung und Konkurs II, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 11 und N 20a). 
Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist können keine neuen Tatsachenbehauptungen 
mehr vorgebracht oder neue Beweismittel eingereicht werden (BGE 136 III 294 
E. 3.1), zumal die Beschwerdeführerin keine Fristwiederherstellung beantragte 
(s. den Hinweis auf Art. 33 Abs. 4 KG in KG-act. 2). Auf die Ausführungen in 
der Eingabe vom 22. September 2025 (KG-act. 6) und die damit neu einge-
reichten Beilagen kann demzufolge nicht weiter eingegangen werden.

c) Die Beschwerdeführerin konnte ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft 
machen, sodass auch die zweite Voraussetzung zur Aufhebung der Konkur-
seröffnung nach Art. 174 Abs. 2 SchKG nicht erfüllt ist.

d) Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigte es sich, der Beschwerde-
führerin eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses für das Beschwer-
deverfahren im Sinne von Art. 101 Abs. 3 ZPO anzusetzen (vgl. KG-act 2).

5. Weil die Beschwerdeführerin weder die vollständige Tilgung der Schuld 
noch ihre Zahlungsfähigkeit innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft machen 
konnte, ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens von Fr. 750.00 sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle-
gen (Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Mangels Antrags (KG-act. 4) ist der nicht an-
waltlich oder anderweitig berufsmässig vertretenen Beschwerdegegnerin 
(vgl. Art. 68 Abs. 2 ZPO, Art. 27 Abs. 1 SchKG) im Beschwerdeverfahren keine 
Parteientschädigung zuzusprechen;-

Kantonsgericht Schwyz 8

beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 750.00 werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass-
gabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in 
Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), die Beschwerdegegnerin 
(1/R, inkl. Kopie KG-act. 6), das Grundbuch- und Konkursamt Küssnacht 
(je 1/R), das Betreibungsamt Küssnacht (1/R), das Handelsregisteramt 
des Kantons Schwyz (1/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Er-
ledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und die Kan-
tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 13. Oktober 2025  rfl