# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6891d9d-6567-57ad-a338-54546ec9b3f6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 18.08.2025 ZK2 2024 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2024-66_2025-08-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 18. August 2025
ZK2 2024 66

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichter Veronika Bürgler Trutmann und Pius Kistler,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________ AG,
Gesuchstellerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

betreffend Kraftloserklärung
(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe 
vom 23. September 2024, ZES 2024 552);-

hat die 2. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Mit Verfügung vom 23. September 2024 (angef. Verfügung) wies der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe folgendes Gesuch der A.________ AG 
vom 27. August 2024 um Kraftloserklärung von Bucheffekten unter Kostenfol-
gen zulasten der Gesuchstellerin ab:

1. […] 

2. […]

Die als Wertrechte emittierten Aktien sollen gemäss Angaben der Gesuchstel-
lerin über die C.________ AG als Bucheffekten im Sinne von Art. 3 Bucheffek-
tengesetz (BEG; SR 957.1) geführt und in ihrem Depot bei der Bank 
D.________ verbucht sein, wobei diese über eine Verwahrungskette via […] 
Zentralverwahrstellen […] am Ende bei der C.________ AG weiterverbucht 
sind (vgl. Vi-act. A/I S. 5 f. bzw. KG-act. 1 Rz 12 ff.). Am 7. Oktober 2024 er-
hob die Gesuchstellerin gegen den ihr am 26. September 2024 zugestellten 
abweisenden Entscheid des Einzelrichters rechtzeitig Berufung ans Kantons-
gericht. Sie beantragt, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und im 
Sinne ihres Gesuchs zu verfügen, eventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Die angefochtene Verfügung ist ein in einem summarischen Verfahren 
der freiwilligen Gerichtsbarkeit ergangener abweisender Endentscheid über 
das Gesuch um Kraftloserklärung von 145’027’889 Bucheffekten, denen als 
Wertrechte ausgegebene Namenaktien zu einem Nominalwert von je Fr. 1.00 
zugrunde liegen, wobei die Vorinstanz unbeanstandet von einem Streitwert 
von (über) Fr. 600 Mio. ausging (angef. Verfügung E. 5; vgl. auch Vi-KB 3). 
Die rechtzeitige (Art. 314 Abs. 1 ZPO) Berufung wäre somit grundsätzlich 
zulässig (Art. 308 ZPO). Indes ist die Zuständigkeit als Prozessvoraussetzung 

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auch in zweiter Instanz von Amtes wegen zu prüfen (Art. 59 Abs. 2 lit. b i.V.m. 
Art. 60 ZPO; Erk, Prozessvoraussetzungen, 2022, S. 75 m.H.; Sutter-
Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
2021, Art. 60 ZPO N 1 m.H.; Domej, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], 
Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 60 ZPO 
N 2; BGer 4A_409/2022 von 19. September 2023 E. 4.3.1.2.2 m.H.; 
BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 3.2 und 3.4.3 m.H.). Seine ört-
liche Zuständigkeit stützte der Einzelrichter entsprechend der Zuständigkeits-
begründung der Gesuchstellerin (vgl. Vi-act. A/I S. 8 Rz 3) auf diejenige für 
Kraftloserklärungen von Beteiligungspapieren nach Art. 43 Abs. 1 ZPO ab 
(angef. Verfügung E. 1). Allerdings liess er offen (angef. Verfügung E. 2.3), ob 
Bucheffekten in direkter oder analoger Anwendung von Art. 973h OR über-
haupt kraftlos erklärt werden können, wie dies die Gesuchstellerin geltend 
macht.

a) Für die Kraftloserklärung von Beteiligungspapieren ist das Gericht am 
Sitz der Gesellschaft zwingend zuständig (Art. 43 Abs. 1 ZPO). Mit der Gesell-
schaft ist diejenige gemeint, welche die Beteiligungspapiere ausgab (Moret, in: 
Spühler [Hrsg.], ZPO annotée, 2023, Art. 43 ZPO N 2). Die dem früheren 
Art. 30 GestG, der die damaligen Art. 981 Abs. 2 aOR und Art. 1072 Abs. 1 
aOR übernahm (BBl 1999 III 2868), entsprechende Bestimmung ist lex spe-
cialis zu Art. 19 ZPO, wonach in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbar-
keit das Gericht am Wohnsitz oder Sitz der gesuchstellenden Partei zwingend 
zuständig ist (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 43 ZPO N 1). Unter den Begriff 
der Beteiligungspapiere fallen Namensaktien, aber mangels auf Papier ge-
druckter Titel weder Wertrechte (Haas/Strub, in: Oberhammer/Domej/Haas 
[Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, 
Art. 43 ZPO N 3 m.H.) noch Bucheffekten (Rüetschi, in: Sutter-Somm/Löt-
scher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, Band I, 4. A. 2025, Art. 43 ZPO N 13; Sutter-Somm/Seiler, 

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a.a.O., Art. 43 ZPO N 2 und 4 m.H.). Damit lehnen es einschlägige Kommen-
tare ab, den Ausdruck „Beteiligungspapier“ in Art. 43 Abs. 1 ZPO über den an 
sich klaren Ausdruck „Papier“ weit auszulegen (dagegen eine Ausdehnung auf 
Registerwertrechte befürwortend Moret, a.a.O., Art. 43 ZPO N 3; ebenso und 
ohne nähere Begründung Kuhn, in: Roberto/Trüeb [Hrsg.], Handkommentar 
zum Schweizer Privatrecht, GmbH, Genossenschaft, Handelsregister und 
Wertpapiere, Art. 772–1186 OR, Bucheffektengesetz, 4. A. 2024, Art. 973h 
OR N 2 in fine). 

b) Aktien können als Wertpapiere oder, wenn die Statuten es bestimmen, 
als Wertrechte nach Art. 973c (einfache Wertrechte) oder 973d OR (Register-
wertrechte) oder als Bucheffekten ausgegeben werden (Art. 622 Abs. 1 OR). 
Werden Aktientitel ausgegeben, so müssen sie von mindestens einem Mit-
glied des Verwaltungsrats unterschrieben sein (Art. 622 Abs. 5 OR). Die Kraft-
loserklärung von Wertpapieren ist in Art. 971 f. OR geregelt, diejenige von 
Registerwertrechten in Art. 973h OR. Dagegen sieht weder das OR für einfa-
che Wertrechte im Sinne von Art. 973c OR noch das aus sich selbst heraus 
auszulegende (dazu Kuhn, a.a.O., Art. 1 BEG N 28 ff.) Bucheffektengesetz für 
Bucheffekten die Möglichkeit der Kraftloserklärung vor. Sowohl systematisch 
als auch historisch betrachtet wollte der Gesetzgeber für Bucheffekten mithin 
kein Kraftloserklärungsverfahren einführen, sondern sah dieses Institut erst für 
die später geregelten Registerwertrechte vor. Damit ist nicht auszumachen, 
dass an der gemäss Wortlaut monopropositionalen Ausrichtung der Zustän-
digkeitsbestimmung von Art. 43 Abs. 1 ZPO auf Papiere (vgl. oben E. 2a) 
bzw. auf ausgedruckte und unterzeichnete Urkunden im Rahmen des Buchef-
fektengesetzes hätte etwas geändert werden sollen. Der Gesetzgeber scheint 
vielmehr (aus sachlichen Gründen, vgl. noch unten E. 2c) bewusst voneinan-
der abweichende Regelungen getroffen zu haben, so dass nicht von einer 
(ohnehin nicht leichthin anzunehmenden) Gesetzeslücke im Bucheffektenge-
setz ausgegangen werden kann (vgl. BGer 6B_485/2022 vom 12. September 

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2022 E. 4.3.2 m.H.). Art. 43 ZPO regelt nur die örtliche Zuständigkeit und ver-
leiht nicht selbst ein Recht auf Kraftloserklärung. 

c) Bucheffekten sind vertretbare Forderungs- oder Mitgliedschaftsrechte 
gegenüber dem Emittenten, die einem Effektenkonto gutgeschrieben sind und 
über welche der Kontoinhaber nach den Vorschriften des Bucheffektengeset-
zes verfügen kann (Art. 3 Abs. 1 BEG). Die Bucheffekten, deren Kraftloser-
klärung die Gesuchstellerin verlangt, sind mit der Eintragung der als Wertrech-
te ausgegebenen Namensaktien (vgl. Vi-KB 5 Ziff. 2) im Hauptregister der 
C.________ AG (vgl. Vi-KB 5 Ziff. 3.1) und durch Gutschrift auf Effektenkon-
ten entstanden (Art. 6 Abs. 1 lit. c BEG; siehe auch Bärtschi, in: Hon-
sell/Vogt/Watter [Hrsg.], Basler Kommentar, Wertpapierrecht, 2012, Art. 6 
BEG N 68 f.). Die Gesellschaft ist nicht direkte Emittentin der Bucheffekten 
(Bärtschi, Die rechtliche Umsetzung des Bucheffektengesetzes, in: AJP 2009, 
S. 1071 ff., S. 1072) und darf vorliegend für die im Girosystem der 
C.________ AG als Bucheffekten geführten Namensaktien keine Zertifikate 
oder anderweitige Urkunden mit Wertpapiercharakter ausgeben (vgl. Vi-KB 5 
Ziff. 2). Der Inhaber von Bucheffekten leitet seine Rechtsstellung aus der Ver-
buchung und nicht mehr aus den zugrunde liegenden Wertpapieren oder 
Wertrechten ab (Bärtschi, a.a.O., S. 1072). Diese gegenüber dem einzelnen 
Wertpapier oder Wertrecht geschaffene Eigenständigkeit von Bucheffekten 
steht nicht nur der Möglichkeit von deren Kraftloserklärung, sondern auch der 
Annahme entgegen, dass eine Bucheffekte ein „Beteiligungspapier“ im Sinne 
von Art. 43 Abs. 1 ZPO wäre. Dies muss umso mehr gelten, als auch bei 
Wertpapieren, die bei einer Verwahrungsstelle zur Sammelverwahrung hinter-
legt sind und den Bucheffekten zugrunde liegen, die sachenrechtliche Bezie-
hung bis zu deren Herausgabe (Art. 8 BEG) sistiert ist (BGE 138 III 137 
E. 5.2.1). Denn das Ziel einer Kraftloserklärung – die Trennung des Rechts 
vom Papier (vgl. Meier-Hayoz/von der Crone, Wertpapierrecht, 3. A. 2018, Rz 
259) – ist mit der bei der Verwahrungsstelle und nicht bei der Gesellschaft 

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stattfindenden Umwandlung der Wertpapiere/Wertrechte in Bucheffekten 
(vgl. Waldburger/Blatter, in: Roberto/Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizer Privatrecht, Personengesellschaften und Aktiengesellschaft, 4. A. 
2023, Art. 622 OR N 12) bereits erreicht. Ferner sind Bucheffekten „scharf“ 
von Registerwertrechten, bei denen kein Intermediär dazwischengeschaltet 
werden muss, zu unterscheiden (vgl. Kuhn, a.a.O., Art. 973d OR N 4 f.), was 
auch eine Begründung der Zuständigkeit in analoger Anwendung von 
Art. 973h OR ausschliesst. Ohnehin beruhen die Bucheffekten vorliegend auf 
rein obligatorischen Wertrechten, denen keine Funktionen eines Wertpapiers 
zukommt (Kuhn, a.a.O., Art. 973c OR N 1b) und die ihrerseits ebenfalls nicht 
kraftlos erklärt werden können (vgl. Haas/Strub, a.a.O., Art. 43 ZPO N 3; von 
der Crone/Monsch/Meisser, Aktien-Token, in: GesKR 1/2019, S. 1 ff., S. 17; 
Moret, a.a.O., Art. 43 ZPO N 2). Folglich ist eine Kraftloserklärung von Buchef-
fekten de lege lata nicht vorgesehen, weshalb sich die Vorinstanz weder in 
direkter noch in analoger Anwendung von Art. 43 Abs. 1 ZPO für das Gesuch 
zuständig erklären durfte.

d) Selbst wenn mit den Ausführungen der Berufungsführerin eine Kraft-
loserklärung bzw. ein anderes ähnliches gerichtliches Verfahren bei Buchef-
fekten gegeben wäre, würde es im vorliegenden Fall an der örtlichen Zustän-
digkeit der Vorinstanz fehlen. Zum einen ist nach dem Gesagten nicht die Ge-
sellschaft Emittentin von Bucheffekten, sondern diese werden durch eine Gut-
schrift der Verwahrungsstelle auf dem Effektenkonto geschaffen. Sofern eine 
Kraftloserklärung von Bucheffekten möglich und auf dieses Verfahren Art. 43 
Abs. 1 ZPO analog anwendbar wäre, würde der Analogieschluss es gebieten, 
dass das Gericht am Sitz der Verwahrungsstelle als Ausgeberin der Buchef-
fekten zwingend zuständig wäre. Nach dem Gesagten ist jedoch ohnehin da-
von auszugehen, dass Bucheffekten keine Beteiligungs- bzw. Wertpapiere 
darstellen, weshalb eine analoge Anwendung von Art. 43 Abs. 1 ZPO von 
vornherein ausgeschlossen erscheint und vielmehr eine Anwendung von 

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Art. 19 ZPO in Betracht zu ziehen wäre. Die Gesuchstellerin ist in Zürich do-
miziliert, weshalb die angerufene Vorinstanz auch bei Anwendung von Art. 19 
ZPO für das Gesuch örtlich nicht zuständig war.

e) Nach dem Gesagten war die Vorinstanz für das Gesuch um Kraftloser-
klärung von Bucheffekten örtlich nicht zuständig. Somit ist Dispositivziffer 1 
der angefochtenen Verfügung aufzuheben und das Gesuch durch Nichteintre-
ten zu erledigen. 

3. Bei Nichteintreten auf ein Gesuch gilt die gesuchstellende Partei als 
unterliegend (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Daher gehen die Prozesskostenfolgen 
ausgangsgemäss zu Lasten der unterliegenden Berufungsführerin (Art. 106 
Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO);-

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beschossen:

1. Dispositivziffer 1 der angefochtenen Verfügung wird aufgehoben und auf 
das Gesuch nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8’000.00 werden der Beru-
fungsführerin auferlegt und aus dem geleisteten Vorschuss gedeckt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt Fr. 600’000’000.00. 

4. Zufertigung an den Rechtsvertreter der Berufungsführerin (2/R) und die 
Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz 
(1/R mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der 2. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 21. August 2025  rfl