# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4f52489-35cf-5f7a-b030-14c71a7e8373
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 07.04.2022 SK 2021 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2021-147_2022-04-07.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 21 147

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. April 2022 

Besetzung Oberrichter Zuber (Präsident i.V.), 
Oberrichterin Friederich Hörr, Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiberin Herger

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter / Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Wider-
handlung gegen das Waffengesetz, Gewaltdarstellung, Pornogra-
fie, etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kolle-
gialgericht) vom 19. Januar 2021 (PEN 19 118)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil vom 19. Januar 2021 erkannte das Regionalgericht Oberland (Kollegial-
gericht; nachfolgend Vorinstanz) was folgt (pag. 459 ff., Hervorhebungen im Origi-
nal):

I.

Das Strafverfahren gegen A.________

1. wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, angeblich begangen am 17.09.2017, zirka 
04:20 Uhr, in G.________ (Ortschaft) zum Nachteil von C.________, D.________, und 
E.________;

2. wegen Nichtanzeigen eines Fundes, angeblich begangen zirka zwischen 19.09.2017 (Haus-
durchsuchung) und 26.03.2018 (fürsorgerische Unterbringung), evtl. auch früher (genaueres Da-
tum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________, und an 
einem unbekannten Ort, durch Erwerb von zwei bewilligungspflichtigen Feuerwaffen ohne Waf-
fenerwerbsschein; 

3. wegen Übertretung gegen das Waffengesetz, angeblich mehrfach begangen bzw. festgestellt 
am 19.09.2017 und früher in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________

4. wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, angeblich mehrfach begangen am 
17.09.2017 und früher, an verschiedenen Orten, namentlich in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________, und G.________ (Ortschaft);

wird eingestellt,

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrens-
kosten, bestimmt auf CHF 5'000.00, an den Kanton Bern.

II.

A.________ wird freigesprochen:

von der Anschuldigung der Hehlerei, angeblich begangen zirka zwischen 19.09.2017 (Hausdurchsu-
chung) und 26.03.2018 (fürsorgerische Unterbringung), evtl. auch früher (genaueres Datum nicht be-
kannt), in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem unbe-
kannten Ort, durch Erwerb von zwei bewilligungspflichtigen Feuerwaffen ohne Waffenerwerbsschein

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

III.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qualifiziert begangen 
am 19.09.2017 und früher (genaueres Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem unbekannten Ort, (Amphetamin und 
LSD);

3

2. des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen 

2.1. am 19.09.2017 und früher (genaueres Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem unbekannten Ort, (MDMA); 

2.2. am 07.01.2014, evtl. etwas später, in H.________ (Ortschaft), Parkplatz, evtl. an einem an-
deren Ort;

3. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch Besitz von zwei bewilligungspflichtigen 
Feuerwaffen ohne Waffenerwerbsschein und unsorgfältige Aufbewahrung von Seriefeuerwaffen, 
begangen zirka zwischen 19.09.2017 (Hausdurchsuchung) und 26.03.2018 (fürsorgerische Un-
terbringung), evtl. auch früher (genaueres Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem unbekannten Ort;

4. der Gewaltdarstellungen und der verbotenen Pornografie, mehrfach begangen bzw. festge-
stellt, am 19.09.2017 in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________;

5. der Sachbeschädigung, begangen am 20.09.2017, zirka 09:00 Uhr, in H.________ (Ortschaft), 
I.________strasse, Regionalgefängnis, Wartezelle 00.020; 

6. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfach begangen bzw. festgestellt, am 
19.09.2017 und früher, in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________; 

7. der Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren ohne Berechtigung, mehr-
fach begangen

7.1. am 12.10.2017, zirka 15:10 Uhr und früher, in H.________ (Ortschaft), J.________strasse, 
und anderswo; 

7.2. am 02.11.2018, zirka 18:30/18:35 Uhr sowie früher und später, in H.________ (Ortschaft), 
K.________strasse, Tankstelle L.________ (Geschäft), und anderswo; 

und in Anwendung der Art. 34, Art. 40, Art. 47, Art. 49, Art. 51, Art. 63, Art. 135 Abs. 1bis, Art. 144, 
Art. 197 Abs. 5 Satz 1 StGB
Art. 426 ff. StPO, 
Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs.1 BetmG und Art. 19 Abs. 1 BetmG
Art. 33 Abs. 1 lit. a und Art. 34 Abs. 1 lit. e WG
Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten.

Die Polizei- und Untersuchungshaft von insgesamt 4 Tagen werden im Umfang von 4 Tagen auf 
die Freiheitsstrafe angerechnet.

Es wird eine ambulante therapeutische Behandlung angeordnet. Der Vollzug der Freiheits-
strafe wird zugunsten der Massnahme aufgeschoben.

2. Zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 20.00, ausmachend total CHF 3'600.00.

3. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

4

4. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von CHF 16'400.00 und Auslagen von CHF 29'289.30, insgesamt bestimmt auf 
CHF 45’689.30.

[Zusammensetzung der Gebühren und Auslagen]

IV.

[Entschädigung amtliche Verteidigung]

V.

Weiter wird verfügt:

1. Dem Beschuldigten wird, verbunden mit der ambulanten Massnahme, die Weisung erteilt, sich 
regelmässig, mindestens alle 2 Monate, einer Kontrolle der Drogenabstinenz zu unterziehen. 

2. Die beschlagnahmten Drogen, Drogenutensilien sowie weitere damit zusammenhängende Ge-
genstände (z.B. Waagen, Vakuumiergerät) werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

3. Folgende beschlagnahmten Waffen werden zur Verwertung der Kantonspolizei Bern, Fachbe-
reich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, übergeben (Art. 31 WG): 
 1 Minigrip mit zwei Patronen (HD-NR. 301)
 1 Minigrip mit zwei einhändig bedienbaren Messern (HD-Nr. 302)
 1 Taser in Form eines Natels (HD-Nr. 303)
 1 Nothammer [(HD-Nr. 304)]
 1 Messer mit symmetrischer Klinge (HD-Nr. 305)
 1 Schlagring golden (HD-Nr. 306)
 2 automatische Messer (HD-Nr. 307)
 1 Machete (HD-Nr. 309)
 2 Gewehrpatronen (HD-Nr. 310)
 1 antiker Dolch (HD-Nr. 312)
 1 Schlagstock aus Holz mit Aufschrift Mallorca (HD-Nr. 313)
 1 antiker Dolch (HD-NR. 314)
 1 Schlagstock aus Metallrohr (HD-Nr. 315)
 1 Baseballschläger (HD-Nr. 315)
 3 Schmetterlingsmesser (HD-Nr. 410.2)
 1 Messer (HD-Nr. 410.3)
 1 Schlagring (HD-Nr. 410.4)
 1 Nunchaku (HD-Nr. 410.5)
 2 Pist. Patronen 9mm (HD.-NR. 410.6) 
 1 Pistole ERMA Nr. 007433 (HD-Nr. 410.1)
 1 Luftdruckpistole RWS mit Unterlagen (HD-Nr. 417)
 1 Luftdruckpistole HK mit Unterlagen (HD-Nr. 418,)

4. Folgende Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB):
 1 Gebrauchsanweisung für Pistole Star, 9mm (ohne Waffe) 
 1 PC Mac
 1 externe Festplatte

[Verfügungen betreffend DNA und der biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sowie Eröff-
nungsformel]

5

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend Berufungsführer oder bei 
Zitaten auch Beschuldigter), vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Schrei-
ben vom 29. Januar 2021 innert Frist die Berufung an (pag. 473). Die Berufungser-
klärung des Berufungsführers, datierend vom 26. April 2021, ging ebenfalls fristge-
recht am 27. April 2021 beim Obergericht des Kantons Bern ein (pag. 529 ff.). Mit 
Eingabe vom 30. April 2021 verzichtete die Generalstaatsanwaltschaft auf die Teil-
nahme am Berufungsverfahren (pag. 593 f.). Mit Verfügung vom 19. Mai 2021 
wurde im Einverständnis des Berufungsführers (pag. 598) gestützt auf Art. 406 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) die Durchführung eines 
schriftlichen Verfahrens angeordnet (pag. 600 f.). Die schriftliche 
Berufungsbegründung des Berufungsführers datiert vom 20. August 2021 
(pag. 616 ff.) und ging innert der zweimal erstreckten Frist (pag. 609 f. und 
pag. 614 f.) am 23. August 2021 beim Obergericht des Kantons Bern ein. Mit Ver-
fügung vom 23. August 2021 wurde der Schriftenwechsel als abgeschlossen erach-
tet (pag. 623 f.). Zum ergänzend eingeholten Bericht des Fachbereichs Digitale Fo-
rensik (FDF) der Kantonspolizei Bern vom 16. Februar 2022 (pag. 632) hat der Be-
rufungsführer innert der zweimal erstreckten Frist (pag. 638 f. und pag. 642 f.) in 
seinen Schlussbemerkungen vom 24. März 2022 Stellung genommen (pag. 644 
ff.). 

3. Oberinstanzliche Beweisergänzung

Von Amtes wegen wurde über den Berufungsführer ein Strafregisterauszug (datie-
rend vom 19. Mai 2021; pag. 602 f.) eingeholt.

Weiter wurde ein Bericht des Fachbereichs Digitale Forensik (FDF) der Kantonspo-
lizei Bern (datierend vom 16. Februar 2022; pag. 632) eingeholt. 

4. Anträge des Berufungsführers

Der Berufungsführer lässt im Berufungsverfahren folgende Anträge stellen (vgl. Be-
rufungserklärung vom 26. April 2021; pag. 529 ff. und Berufungsbegründung vom 
20. August 2021; pag. 616 ff.; Hervorhebungen im Original):

1. Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil vom 19. Januar 2021 mit Ausnahme der Zif-
fer V/3 und 4 in Rechtskraft erwachsen sei; 

2. In teilweiser Aufhebung und Abänderung der Ziffer V / 3 des Urteils des Regionalgerichts Ober-
land vom 19. Januar 2021 sei zu verfügen, dass dem Beschuldigten die folgenden Gegenstände 
auszuhändigen sind: 
- 1 Machete (HD-Nr. 309) 
- 1 antiker Dolch (HD-Nr. 312) 
- 1 antiker Dolch (HD-Nr. 314)
- 1 Baseballschläger (HD-Nr. 315) 
- 1 Nothammer

3. In teilweiser Aufhebung und Abänderung der Ziffer V / 4 des Urteils des Regionalgerichts Ober-
land vom 19. Januar 2021 sei zu verfügen, dass dem Beschuldigten die folgenden Gegenstände 
nach Löschung der verbotenen Dateien auszuhändigen sind: 

6

- 1 PC Mac 
- 1 externe Festplatte

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Zufolge der beschränkten Berufung auf die Einziehung der Machete (HD-Nr. 309), 
der antiken Dolche (HD-Nr. 312 und 314), des Baseballschlägers (HD-Nr. 315) und 
des Nothammers (HD-Nr. 304) i.S.v. Art. 31 des Bundesgesetzes über Waffen, 
Waffenzubehör und Munition (WG; SR 514.54) sowie auf die Sicherungseinziehung 
i.S.v. Art. 69 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) des PC 
Mac und der externen Festplatte gemäss den Ziff. V.3. und V.4. des erstinstanzli-
chen Urteilsdispositivs (pag. 529 ff.) hat die Kammer das Urteil nur in diesen Punk-
ten zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

Die Einstellung der Strafverfahren gemäss Ziff. I.1.-4., der Freispruch gemäss 
Ziff. II., die Schuldsprüche gemäss Ziff. III.1.-7., die Verurteilungen gemäss 
Ziff. III.1.-4., die Entschädigungs- und Kostenfolgen sowie die weiteren Verfügun-
gen gemäss Ziff. V.1.-6. des erstinstanzlichen Dispositivs (pag. 460 ff.) sind damit 
in Rechtskraft erwachsen.

Die Kammer verfügt bei der Überprüfung über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 
StPO). Nach Verzicht der Generalstaatsanwaltschaft auf Teilnahme am Verfahren 
darf das erstinstanzliche Urteil nicht zum Nachteil des Berufungsführers abgeän-
dert werden; es gilt das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

6. Vorbemerkung

Die vorliegend relevanten Schuldsprüche wegen Gewaltdarstellungen und verbote-
ner Pornografie sowie wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz sind zufolge 
der auf die Ziff. V.3. und V.4. des Urteilsdispositivs beschränkten Berufung in 
Rechtskraft erwachsen. Es ist nachfolgend deshalb nur kurz auf die den entspre-
chenden Schuldsprüchen zugrundeliegenden Sachverhalte und deren rechtliche 
Würdigung einzugehen.

7. Sachverhalt

7.1 Vorwurf gemäss Ziff. I.6. der Anklageschrift – Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz

Betreffend den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz verwies die 
Vorinstanz nach durchgeführter Beweiswürdigung auf den Sachverhalt der Ankla-
geschrift (Band IV pag. 007 f., Ziff. I.6.) und legte diesen in kurzer Form dar (vgl. 
S. 26 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 505):

Dem Beschuldigten werden drei Sachverhaltskomplexe hinsichtlich diesem Anklagepunkt [Wider-
handlung gegen das Waffengesetz] vorgeworfen. Es handelt sich dabei um Erwerb und Besitz von 
verbotenen Waffen ohne kantonale Ausnahmebewilligung (Ziff. I. 6.1.), Erwerb und Besitz einer Feu-

7

erwaffe ohne Waffenerwerbsschein (Ziff. I. 6.2.) sowie Erwerb und Besitz meldepflichtiger Waffen oh-
ne Abschluss eines schriftlichen Vertrags (Ziff. I.6.3.; vgl. Bd. 4 pag. 7 f.). Bei Ziff. I. 6.3. handelt es 
sich um eine Übertretung, welche aufgrund von Verjährung eingestellt wurde (vgl. hiervor Ziff. II.3. 
und Ziff. I.3. des Urteilsdispositivs Bd. 4 pag. 460).

Der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist zu entnehmen, dass anlässlich der 
Hausdurchsuchung vom 19. September 2017 zwei einhändig bedienbare Klapp-
messer (HD-Nr. 302), ein einhändig bedienbares Messer mit symmetrischer Klinge 
(HD-Nr. 305), zwei einhändig bedienbare Messer mit automatisch ein- und 
ausfahrbarer Klinge (HD-Nr. 307), ein einhändig bedienbares Klappmesser (HD-
Nr. 410.3), drei einhändig zu öffnende Schmetterlingsmesser (HD-Nr. 410.2); zwei 
Schlagringe (HD-Nr. 306, 410.4); ein Nunchaku (HD-Nr. 410.5), ein als Mobiltelefon 
getarntes Destabilisierungsgerät („Taser“) (HD-Nr. 303) sowie eine Pistole mit 
Magazin (HD-Nr. 410.1) gefunden wurden (vgl. S. 27 der erstinstanzlichen Urteils-
begründung; pag. 506).

Bezüglich der Machete (HD-Nr. 309), der antiken Dolche (HD-Nr. 312 und 314), 
des Baseballschlägers (HD-Nr. 315) und des Nothammers (HD-Nr. 304) wurden 
dem Berufungsführer in der Anklageschrift keine Widerhandlungen gegen das Waf-
fengesetz vorgeworfen. Ebenso wenig stehen diese Gegenstände mit einem ande-
ren der angeklagten Delikte in Zusammenhang. 

7.2 Vorwurf gemäss Ziff. I.4. der Anklageschrift – Gewaltdarstellungen und verbotener 
Pornografie

Auch betreffend den Vorwurf wegen Gewaltdarstellungen und verbotener Porno-
grafie stellte die Vorinstanz nach Würdigung der Beweismittel auf den Sachverhalt 
gemäss Anklageschrift ab (Band IV pag. 004 ff., Ziff. I.4.). Sie fasste diesen wie 
folgt zusammen (vgl. S. 21 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 500 f.):

Dem Beschuldigten werden hinsichtlich diesem Anklagepunkt [Gewaltdarstellungen und verbotener 
Pornografie] drei Sachverhaltskomplexe (verbotene sexuelle Handlungen mit Tieren, Ziff. I. 4.1.; ver-
botene sexuelle Handlungen mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen, Ziff. I. 4.2. und Gewaltdarstel-
lungen, Ziff. I. 4.3.) zur Last gelegt, welche auf den anlässlich der Hausdurchsuchung am 19.09.2017 
in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________ sichergestellten elektronischen 
Daten festgestellt werden konnten. Dem Beschuldigten wird insbesondere vorgeworfen, sich über 
elektronische Mittel verbotene Pornografie und Gewaltdarstellungen beschafft, zum Eigenkonsum – 
auf elektronischen Datenträgern abgespeichert – besessen und konsumiert zu haben. Für weitere De-
tails hinsichtlich der sichergestellten verbotenen Pornografie und der Gewaltdarstellungen wird auf die 
ausführliche Beschreibung in der Anklageschrift verwiesen (Bd. 4 pag. 4 ff.). 

Ihrer Beweiswürdigung ist das Geständnis des Beschuldigten, die in der Anklage-
schrift genannten Videos besessen zu haben, zu entnehmen. Auch liessen gemäss 
der Vorinstanz die objektiven Beweismittel keinen anderen Schluss zu. Insbeson-
dere der Bericht des Fachbereichs Digitale Forensik der Kantonspolizei Bern (FDF) 
vom 28. Februar 2018 (Band II pag. 218 ff.) und die beigelegte DVD (Band II 
pag. 225, neu abgelegt unter Band IV pag. 225) enthielten die in der Anklageschrift 
genannten Filme (vgl. S. 22 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 501).

8

8. Rechtliche Würdigung 

Gestützt auf diese Sachverhalte sprach die Vorinstanz den Berufungsführer schul-
dig der Gewaltdarstellungen und der verbotenen Pornografie, mehrfach begangen 
bzw. festgestellt i.S.v. Art. 135 Abs. 1bis bzw. Art. 197 Abs. 5 Satz 1 StGB (S. 23 f. 
der Urteilsbegründung; pag. 502 f., Ziff. III.4. des Urteilsdispositivs; pag. 461) und 
der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz i.S.v. Art. 33 Abs. 1 
Bst. a WG (S. 28 der Urteilsbegründung; pag. 507, Ziff. III.6 des Urteilsdispositivs; 
pag. 461).

III. Einziehung

9. Verfügung der Vorinstanz

Die Vorinstanz hielt unter dem Abschnitt in Ziff. V.2. «Beschlagnahmte Gegenstän-
de und Waffen» lediglich fest (S. 43 der Urteilsbegründung; pag. 522): 

Die beschlagnahmten Drogen, Drogenutensilien sowie die weiteren damit zusammenhängenden Ge-
genstände (z.B. Waagen, Vakuumiergeräte) sowie die Gegenstände gemäss Ziff. V. 4. des Urteilsdis-
positivs werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB). 

Die beschlagnahmten Waffen gemäss Ziff. V. 3. des Urteilsdispositivs werden zur Verwertung der 
Kantonspolizei, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, übergeben (Art. 31 WG). 

10. Vorbringen des Berufungsführers

Die Verteidigung bringt zusammengefasst vor, in den Ziff. V.3. und V.4. des ange-
fochtenen Urteils seien Gegenstände widerrechtlich beschlagnahmt und der Kan-
tonspolizei zur Verwertung übergeben bzw. unrechtmässig deren Vernichtung an-
geordnet worden. Die Beschlagnahme sei aufzuheben und die Gegenstände seien 
an den Berufungsführer auszuhändigen (vgl. S. 4 der Berufungserklärung, Ziff. 3; 
pag. 532 sowie S. 3 ff. der Berufungsbegründung, Ziff. 1, 3 f. und 10; pag. 618 ff.).

10.1 Zu den Dolchen (HD-Nr. 312 und 314) und der Machete (HD-Nr. 309)

Gemäss der Verteidigung gelten als antike Waffen vor 1870 hergestellte Feuerwaf-
fen sowie vor 1900 hergestellte Hieb-, Stich- und andere Waffen. Für diese Waffen 
gälten gemäss Art. 2 Abs. 2 WG nur Art. 27 WG «gesetzliche Vorschriften betref-
fend Waffentragen in der Öffentlichkeit» und Art. 28 WG «gesetzliche Vorschriften 
betreffend Transport von Waffen».

Der Berufungsführer habe die antiken Dolche weder in der Öffentlichkeit getragen 
noch habe er diese transportiert. Die Machete stelle ein feststehendes Messer oh-
ne symmetrische Klinge dar, weshalb diese grundsätzlich nicht unter das Waffen-
gesetz falle. Bei der Machete und den antiken Dolchen handle es sich um Ge-
schenke, welche der Berufungsführer von seinem Paten erhalten habe. Sie seien 
von grossem emotionalen Wert und mit Erinnerungen an den Paten verknüpft. Die 
Machete und die Dolche seien vom Berufungsführer einzig zu dekorativen Zwe-
cken genutzt worden und stünden in keinem Zusammenhang mit den beurteilten 
Taten. Durch die Verwendung von antiken Waffen als Ziergegenstände habe der 
Beschuldigte weder gegen das Waffengesetz noch sonst eine Norm verstossen. 

9

Die Machete und die beiden Dolche seien deshalb dem Berufungsführer aus-
zuhändigen (vgl. S. 4 der Berufungserklärung, Ziff. 3; pag. 532 sowie S. 4. der Be-
rufungsbegründung, Ziff. 5-7; pag. 619).

10.2 Zum Baseballschläger (HD-Nr. 315) und zum Nothammer (HD-Nr. 304)

Der Baseballschläger sei vom Berufungsführer ausschliesslich im Rahmen seiner 
sportlichen Aktivitäten, dem Baseballspielen, genutzt worden. Es handle sich um 
ein Sportgerät. Der Nothammer sei ein Rettungshammer, den der Berufungsführer 
bei Autofahrten mitgeführt habe und das Einschlagen einer Autoscheibe im Falle 
eines Unfalls ermöglichen solle.

Der Besitz eines Baseballschlägers und eines Rettungshammers sei nicht verbo-
ten, weshalb die Einziehung zur Beschlagnahme durch das Gericht nicht einzuse-
hen sei. Auch diese stünden in keinem Zusammenhang mit den beurteilten Strafta-
ten (vgl. S. 4 der Berufungserklärung, Ziff. 3; pag. 532 und S. 5 der Berufungsbe-
gründung, Ziff. 8; pag. 620).

10.3 Zum PC-Mac und zur externen Festplatte

Auf dem PC-Mac und der externen Festplatte befänden sich persönliche Dokumen-
te sowie Fotos, welche für den Berufungsführer eine emotionale Bedeutung auf-
wiesen und deren Verlust ihn in einem grossen Ausmass treffen würde. Vorliegend 
sei es ohne weiteres möglich, die mit den beurteilten Straftaten in Zusammenhang 
stehenden Daten zu löschen. Die illegalen Dateien seien einzeln definiert worden. 
Unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_748/2008 vom 16. Februar 
2009 wird seitens des Berufungsführers beantragt, der PC-Mac sowie die externe 
Festplatte seien nach Löschung der verbotenen Dateien an ihn auszuhändigen. 
Gestützt auf das Verhältnismässigkeitsprinzip dürfe nicht der gesamte PC und die 
gesamte Speicherplatte eingezogen und vernichtet werden, sondern die Vernich-
tung sei auf die inkriminierten Daten zu beschränken (vgl. S. 4 der Berufungser-
klärung, Ziff. 4; pag. 532 und S. 5 der Berufungsbegründung, Ziff. 9; pag. 620).

In seinen Schlussbemerkungen vom 24. März 2022 (pag. 644 ff.) zum Bericht des 
Fachbereichs Digitale Forensik (FDF) der Kantonspolizei Bern vom 16. Februar 
2022 (pag. 632, vgl. E. I.3 oben) bestätigt der Berufungsführer seine bisherigen 
Ausführungen. Ergänzend führt er aus, dass das Bundesgericht in seinem Urteil 
6B_534/2014 vom 25. September 2014 bestätigt habe, dass entgegen der Auffas-
sung des FDF eine nachhaltige Löschung der inkriminierenden Dateien möglich 
sei. Eine theoretische Möglichkeit der Wiederherstellung der Dateien genüge zu-
dem nicht. Die illegalen Dateien habe er aus dem Internet heruntergeladen. Es wä-
re deutlich einfacher, diese Inhalte wieder herunterzuladen, als diese wiederherzu-
stellen. Weiter verweist der Berufungsführer wiederholt darauf, dass er vorab an 
den legalen Daten auf den Datenträgern ein enormes Interesse habe. Es handle 
sich nebst persönlichen Dokumenten auch um Fotos mit hohem emotionalem Wert. 
Sollte wider Erwarten an der Vernichtung der Datenträger festgehalten werden, 
müsse er Gelegenheit erhalten, die legalen Daten sicherzustellen (unter Hinweis 
auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_348/2021 vom 3. Mai 2021).

10

11. Rechtliche Grundlagen 

11.1 Sicherungseinziehung i.S.v. Art. 69 StGB

Gemäss Art. 69 Abs. 1 StGB verfügt das Gericht ohne Rücksicht auf die Strafbar-
keit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung 
einer Straftat gedient haben oder bestimmt waren, wenn diese Gegenstände die 
Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährden 
(sog. Sicherungseinziehung). Das Gericht kann anordnen, dass die eingezogenen 
Gegenstände unbrauchbar gemacht oder vernichtet werden (Art. 69 Abs. 2 StGB).

Die Sicherungseinziehung hat keinen Strafcharakter, sondern ist eine sachliche 
Massnahme zum Schutz der Allgemeinheit vor rechtsgutgefährdender 
(Wieder-)Verwendung von gefährlichen Gegenständen (BGE 137 IV 249 E. 4.4; 
130 IV 143 E. 3.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_748/2008 vom 16. Februar 2009 
E. 4.4).

11.1.1 Voraussetzungen

Die Sicherungseinziehung setzt zunächst eine tatbestandsmässige und rechtswid-
rige Anlasstat voraus. Bei der Sicherungseinziehung handelt es sich um ein Verfah-
ren gegen Sachen oder Werte. Eine schuldhafte Tatbegehung ist daher gerade 
nicht Voraussetzung für ihre Anordnung (BGE 132 II 178 E. 4.1; Urteil des Bundes-
gerichts 6S.68/2004 vom 9. August 2005 E. 11.2.1; BAUMANN, in: Basler Kommen-
tar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 3 zu Art. 69 StGB; TRECHSEL/JEAN-RICHARD-DIT-
BRESSEL, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, 
N. 11 vor Art. 69 StGB). 

Zwischen der Anlasstat und den einzuziehenden Gegenständen muss ein hinrei-
chender Bezug, ein sog. Deliktskonnex, gegeben sein. Es ist ein konkreter Bezug 
zur Straftat nachzuweisen. Die blosse allgemeine Bestimmung oder Eignung von 
Gegenständen zu eventueller deliktischer Verwendung genügt nicht, um eine Ein-
ziehung zu rechtfertigen (BGE 129 IV 81 E. 4.2; 103 IV 76 E. 2; TRECHSEL/JEAN-
RICHARD-DIT-BRESSEL, a.a.O., N. 2 zu Art. 69 StGB). Tatwerkzeuge sind aber un-
abhängig davon einzuziehen, ob sie nur rechtswidrigem oder auch anderem Ge-
brauch dienen können. Entscheidend ist die durch den Täter realisierte oder beab-
sichtigte Verwendung, aufgrund welcher sich beurteilt, ob die Gegenstände die Si-
cherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährden 
(BGE 114 IV 98 E. 4). An diese zusätzlich erforderliche Gefährdung sind keine ho-
hen Anforderungen zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gefahr besteht, 
wenn die fraglichen Gegenstände nicht eingezogen werden, genügt (BGE 125 IV 
185 = Pra 89 (2000) Nr. 104 E. 2a; BAUMANN, a.a.O., N. 13 zu Art. 69 StGB). Die 
Gefahr kann mit dem Gegenstand an sich verbunden sein oder sich aus dem Ge-
brauch ergeben, den dessen Inhaber möglicherweise davon macht (Urteil des 
Bundesgerichts 1P.31/2000 vom 14. Februar 2000 E. 2b = Pra 90 [2001] Nr. 37). 
Verlangt wird, dass diese konkrete Gefahr auch in Zukunft fortbesteht und eben ge-
rade deshalb die sichernde Massnahme der Einziehung anzuordnen ist. Das Ge-
richt hat insoweit im Sinne einer Gefährdungsprognose zu prüfen, ob es hinrei-
chend wahrscheinlich ist, dass der Gegenstand in der Hand des Täters in der Zu-
kunft die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung ge-

11

fährdet (BGE 130 IV 143 E. 3.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_748/2008 vom 
16. Februar 2009 E. 4.4; TRECHSEL/JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, a.a.O., N. 5 zu 
Art. 69 StGB). Für das Fortbestehen einer Gefahr spricht, wenn der Gegenstand 
speziell zur Begehung von Straftaten erworben wurde, wenn er wiederholt zu delik-
tischen Zwecken verwendet wurde oder wenn er nicht anders als auf gefährliche 
Weise verwendet werden kann (Urteil des Bundesgerichts 1P.31/2000 vom 14. Fe-
bruar 2000 E. 2b = Pra 90 [2001] Nr. 37 m.w.H.; SCHMID, Kommentar Einziehung – 
Organisiertes Verbrechen – Geldwäscherei, Band I, 2. Aufl. 2007, N. 59 zu Art. 69 
StGB).

11.1.2 Grundsatz der Verhältnismässigkeit

Die Sicherungseinziehung stellt einen Eingriff in die Eigentumsgarantie nach 
Art. 26 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV; SR 101) dar und untersteht 
deshalb dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 36 BV). Dieser verlangt, 
dass die in das Eigentum eingreifende Massnahme geeignet ist, das angestrebte 
Ergebnis herbeizuführen und dass dieses nicht durch eine mildere Massnahme er-
reicht werden kann. Er verbietet alle Einschränkungen, die über das angestrebte 
Ziel hinausgehen. Zwischen diesem und den betroffenen öffentlichen und privaten 
Interessen muss ein vernünftiges Verhältnis bestehen (BGE 137 IV 249 E. 4.5). Die 
Eignung der Einziehung ist zu verneinen, wenn der Täter einen gleichartigen Ge-
genstand jederzeit ohne nennenswerte Schwierigkeiten wiederbeschaffen kann. 
Wäre eine Wiederbeschaffung hingegen mit erheblichen Kosten verbunden, erach-
tet das Bundesgericht die Einziehung als geeignet (BGE 137 IV 249 E. 4.5.2). Wo 
mildere Massnahmen wie die Unbrauchbarmachung einem Gegenstand seine Ge-
fährlichkeit nehmen, ist die Einziehung zur Vernichtung nicht erforderlich und fällt 
damit ausser Betracht (BGE 135 I 209 E. 3.3.3; Urteile des Bundesgerichts 
6B_356/2010 vom 14. Juli 2010 E. 2.7; 6B_748/2008 vom 16. Februar 2009 E. 4.4; 
BAUMANN, a.a.O., N. 14 zu Art. 69 StGB; TRECHSEL/JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, 
a.a.O., N. 5 zu Art. 69 StGB). Stellt der Gegenstand nur in den Händen des Täters 
eine Gefahr dar, gebietet der Verhältnismässigkeitsgrundsatz, die Sache zu ver-
werten und den Erlös an den Berechtigten herauszugeben (BGE 135 I 209 
E. 3.3.2). Die Zumutbarkeit und somit die Verhältnismässigkeit im engen Sinn ist zu 
verneinen, wenn die negativen Auswirkungen auf den Privaten schwerer wiegen 
als das öffentliche Interesse an der Einziehung (THOMMEN, in: Kommentar Kriminel-
les Vermögen – Kriminelle Organisationen – Band I, 2018, N. 194 zu Art. 69 StGB).

11.2 Beschlagnahme bzw. Einziehung i.S.v. Art. 31 WG 

Das WG sieht sodann in Art. 31, um seiner Zweckbestimmung – die missbräuchli-
che Verwendung von Waffen zu bekämpfen und das missbräuchliche Tragen von 
gefährlichen Gegenständen zu verhindern (vgl. Art. 1 Abs. 1 und Abs. 3 WG) – 
nachzukommen, in bestimmten Fällen eine Beschlagnahme respektive Einziehung 
der Gegenstände vor (FACINCANI/JENDIS in: Stämpflis Handkommentar, Waffenge-
setz (WG), 2017, N. 1 zu Art. 31 WG; BOPP in: Stämpflis Handkommentar, Waffen-
gesetz (WG), 2017, N. 1 zu Art. 28a WG).

https://www.swisslex.ch/doc/aol/3b15fa40-6552-4754-8e3e-81d2f9db7f46/be307f1a-8616-4fe0-89b2-ef014ae65a67/source/document-link

12

11.2.1 Voraussetzungen der Beschlagnahme

Die Beschlagnahme soll in einer konkreten Gefahrensituation unmittelbar Abhilfe 
schaffen, indem etwa einer Person, die Anlass gibt zur Annahme, dass sie sich 
selbst oder Dritte mit der Waffe gefährdet, die Waffe abgenommen wird. Die Be-
schlagnahme hat somit vorab präventiven und – bei einer Herausgabe an den Ei-
gentümer (Art. 31 Abs. 2 WG) – vorübergehenden Charakter (BGE 135 I 209, 214 
E. 3.2.1). Über das weitere Schicksal der Waffe wird mit der Beschlagnahme nicht 
entschieden. 

Gemäss Art. 31 Abs. 1 WG beschlagnahmt die zuständige Behörde (meist Polizei- 
und Zollbehörden) unter anderem Waffen, wesentliche und besonders konstruierte 
Waffenbestandteile, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteile aus dem 
Besitz von Personen, für die ein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 WG besteht 
oder die zum Erwerb oder Besitz nicht berechtigt sind (Bst. b). Einem rechtmässi-
gen Waffenbesitz geht ein rechtmässiger Waffenerwerb voraus (vgl. Art. 12 WG). 
Die Waffe wird beschlagnahmt, wenn deren rechtmässiger Besitz bzw. Erwerb 
nicht nachgewiesen werden kann, z.B. weil keine Ausnahmebewilligung oder kein 
Waffenerwerbsschein vorliegt. Gemäss Art. 31 Abs. 1 Bst. c WG werden zudem 
gefährliche Gegenstände beschlagnahmt, wenn sie unrechtmässigerweise an öf-
fentlich zugänglichen Orten getragen werden und somit gegen Art. 28a WG ver-
stossen wird (FACINCANI/JENDIS, a.a.O., N. 7, 8, 10, 15 zu Art. 31 WG m.w.H.).

11.2.2 Voraussetzungen der Einziehung

Die Behörde zieht nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a WG die beschlagnahmten Ge-
genstände definitiv ein, wenn die Gefahr missbräuchlicher Verwendung (fort-
)besteht, insbesondere weil mit solchen Gegenständen Personen bedroht oder ver-
letzt wurden. Gemäss bundesgerichtlicher Auffassung widerspräche es dem Sinn 
und Zweck von Art. 31 WG, eine Einziehung zuzulassen, ohne dass gleichzeitig 
auch die Voraussetzungen für die Beschlagnahme gegeben wären (BGE 135 I 209, 
214 E. 3.2.1; vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich 
VB.2014.00550 vom 15. Januar 2015 E. 2.2), folgt die Einziehung doch zeitlich der 
(gerechtfertigten) Beschlagnahme einer Waffe durch den Staat (FACINCANI/JENDIS, 
a.a.O., N. 16, 17, 18 zu Art. 31 WG).

11.3 Verhältnis zwischen Art. 69 StGB und Art. 31 WG

Das Waffengesetz als spezielleres und späteres Recht geht in Bezug auf die Vor-
aussetzungen der Einziehung der strafrichterlichen Sicherungseinziehung nach Art. 
69 StGB vor. Auch die strafrichterliche Einziehung kann sich auf das Waffengesetz 
stützen. Allerdings kann das Strafgericht nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung nur diejenigen Waffen einziehen, welche im Zusammenhang mit einer straf-
baren Handlung stehen. Als strafbare Handlungen kommen Delikte des Strafge-
setzbuchs und des Nebenstrafrechts (z.B. des Waffengesetzes) in Frage. Die Ein-
ziehung von nicht im Zusammenhang mit Straftaten stehenden Waffen wird von 
den zuständigen Verwaltungsbehörden angeordnet, wenn die Gefahr missbräuchli-
cher Verwendung besteht (Urteil des Bundesgerichts 6S.253/2005 vom 25. No-
vember 2006 E. 2.3 f. m.w.H.).

13

12. Würdigung der Kammer

12.1 Zum Nothammer (HD-Nr. 304), den Dolchen (HD-Nr. 312 und 314), der Machete 
(HD-Nr. 309) und dem Baseballschläger (HD-Nr. 315) 

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Oberland, ordnete beim Beru-
fungsführer eine Hausdurchsuchung auf Grund des Verdachts wegen Widerhand-
lungen gegen das Betäubungsmittelgesetz an (Band II pag. 1 f.). Im Rahmen die-
ser Hausdurchsuchung wurden verschiedene Gegenstände sichergestellt, welche 
nicht im Zusammenhang mit möglichen Betäubungsmitteldelikten stehen. Das Si-
cherstellungsverzeichnis, welches die «Zufallsfunde» anlässlich der Hausdurchsu-
chung vom 19. September 2017 beim Berufungsführer auflistet, führt die streitigen 
Gegenstände «1 Nothammer ÖV» (Ass.-Nr. 304), «1 Machete» (Ass.-Nr. 309), 
«1 Dolch» (Ass.-Nr. 312), «1 Dolch» (Ass.-Nr. 314) sowie «1 Baselballschläger / 
1 Metallstange» (Ass.-Nr. 315) an (Band II pag. 0012). Auch werden sie in der 
Empfangsbescheinigung der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner 
Oberland, vom 29. August 2018 genannt (Band II pag. 0028 f.). Mit Verfügung vom 
1. Februar 2019 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 
Oberland, u.a. unter Verweis auf die bereits vorgenannte Empfangsbescheinigung 
vom 29. August 2018 die polizeilich sichergestellten Gegenstände als Beweismittel 
sowie auch im Hinblick auf eine spätere Einziehung gestützt auf Art. 263 StPO 
(Band II pag. 0051 f.).

Im Deliktsblatt Ziff. 04 vom 25. Juni 2018 (Band I pag. 0152 ff.) werden im Zusam-
menhang mit den fraglichen Gegenständen keine Verstösse gegen das Waffenge-
setz zur Anzeige gebracht. Bezüglich der streitigen Gegenstände werden sodann in 
der Anklagschrift vom 22. März 2019 keine Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz aufgeführt und die Gegenstände stehen auch nicht in Zusammenhang mit an-
deren vorgeworfenen Delikten. Entsprechend erfolgte denn auch kein Schuld-
spruch bezüglich Delikten, welche im Zusammenhang mit den entsprechenden 
Gegenständen stünden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner 
Oberland, beantragte denn anlässlich der Hauptverhandlung auch nicht deren Ein-
ziehung, sondern sinngemäss die Aufhebung der strafrechtlichen Beschlagnahme 
und die Freigabe der Gegenstände zu Handen der Kantonspolizei Bern, Fachbe-
reich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zur Prüfung der Frage, ob eine Beschlag-
nahme/Einziehung gestützt auf Art. 31 WG zu verfügen ist (Band V pag. 447). 

Dies zu Recht, denn das Strafgericht kann wie ausgeführt nur diejenigen Waffen 
einziehen, welche im Zusammenhang mit einer strafbaren Handlung stehen. Als 
strafbare Handlungen kommen Delikte des Strafgesetzbuches und des Nebenstraf-
rechts in Frage. Die Einziehung von nicht im Zusammenhang mit Straftaten ste-
henden Waffen werden hingegen von den zuständigen Verwaltungsbehörden an-
geordnet, wenn die Gefahr missbräuchlicher Verwendung besteht (Urteil des Bun-
desgerichts 6S.253/2005 vom 25. November 2006 E. 2.1; BGE 129 IV 81 E. 4.2; 
Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 17 240 vom 20. November 2018 
E. 7). Dem Berufungsführer wurde vorliegend im Strafverfahren keine Straftat be-
züglich der fraglichen Gegenstände vorgeworfen. Für eine Einziehung gestützt auf 
Art. 69 StGB oder 31 WG durch das Strafgericht bleibt folglich kein Raum. Die Be-
schlagnahme ist entsprechend aufzuheben und die Gegenstände sind zu Handen 

14

der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zur Prü-
fung der Frage, ob eine Einziehung oder eine weitere Beschlagnahme gestützt auf 
Art. 31 WG zu verfügen ist, freizugeben. 

12.2 Zum PC-Mac und zur externen Festplatte

Die Vorinstanz hat, wie bereits dargelegt, weiter die Einziehung zwecks Vernich-
tung i.S.v. Art. 69 StGB der obgenannten Objekte, die als Datenträger von delikti-
schen Dateien (verbotener Pornografie und Gewaltdarstellungen) gedient haben, 
angeordnet. 

Wie dem Bericht des Fachbereichs Digitale Forensik (FDF) der Kantonspolizei 
Bern vom 19. September 2017 (Band II pag. 0221 f.) zu entnehmen ist und auch 
aus der Anklageschrift vom 22. März 2019 (Band IV pag. 001 ff.), welche das ver-
botene Bildmaterial namentlich anführt, hervor geht, wurden die fallrelevanten Da-
ten selektiert und auf einen DVD Datenträger exportiert. 

Der Verteidigung ist dahingehend zuzustimmen, dass nach einer Löschung aller 
widerrechtlichen Daten der Herausgabe der Geräte nichts entgegenstünde. Tech-
nisch ist eine definitive und unwiderrufliche Löschung sämtlicher widerrechtlichen 
Daten jedoch nicht möglich.

Hierzu wird vom Fachbereich Digitale Forensik (FDF) der Kantonspolizei Bern im 
Bericht vom 16. Februar 2022 (pag. 632) unter anderem angeführt:

Aus technischer Sicht setzt die Löschung sämtlicher verbotener Erzeugnisse ab einem Datenträger 
voraus, dass all diese Erzeugnisse auch effektiv durch die Untersuchungsbehörden gefunden und 
identifiziert werden können. Dies kann jedoch trotz Einsatz von spezialisierter Software und sorgfälti-
gem Vorgehen nicht garantiert werden. Dies insbesondere, wenn unbekannte Dateiformate oder spe-
zielle Verschlüsselungstechniken angewendet werden. Aufgrund entsprechender Betriebssystemfunk-
tionen besteht auch die Möglichkeit, frühere Systemzustände wieder herzustellen. Da eine Datei, ins-
besondere eine Videodatei über mehrere Bereiche eines Datenträgers gespeichert wird, ist eine si-
chere Löschung, unter beibehalten der legalen Daten, kaum möglich und die Wiederherstellung mit-
tels frei erhältlicher Software kann nicht verlässlich ausgeschlossen werden.

Entsprechend wäre bei einer Löschung der widerrechtlichen Dateien und einer an-
schliessenden Herausgabe der Datenträger nicht sichergestellt, dass diese nicht 
dennoch greifbar blieben. 

In seinen Schlussbemerkungen vom 24. März 2022 (pag. 644 ff.) führt der Beru-
fungsführer dazu aus, das Bundesgericht habe bestätigt, dass entgegen der Auf-
fassung des FDF die definitive Löschung der Dateien möglich sei. Dies trifft nicht 
zu. Im zitierten Urteil hat das Bundesgericht die Erwägungen des Beschlusses BK 
13 384 vom 9. April 2014 der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons 
Bern zusammengefasst wiedergegeben. Den Erwägungen des Beschlusses lässt 
sich entnehmen, dass bereits damals der FDF in einer Auskunft vom 20. November 
2013 darlegt hat, eine unwiderrufliche Löschung sei nicht möglich. Der im Zusam-
menhang mit der Anzeigeerstattung erstellte Bericht des damaligen FCKW (Fach-
bereich Computer- und Wirtschaftskriminalität) aus dem Jahre 2010 hielt jedoch 
fest, es seien keine (illegalen) Downloads festgestellt worden, diese seien allenfalls 
mit einem aufgefundenen Programm unwiderruflich gelöscht worden. Die Be-

15

schwerdekammer hat aus dieser Passage geschlossen, entgegen seiner Auskunft 
müsse diesfalls auch der FDF in der Lage sein, eine entsprechende Löschung vor-
zunehmen. 

Ob Dateien unwiderruflich gelöscht werden können ist eine technische Frage, bei 
welcher der Kammer die notwendigen Fachkenntnisse fehlen. Der FDF – eine 
Fachbehörde für Digitale Forensik – hat zu Handen der Strafverfolgungsbehörden 
sowohl im Jahre 2013 wie auch im vorliegenden Verfahren ausgeführt, eine ent-
sprechende Löschung sei nicht möglich. Auf diese Ausführungen ist abzustellen. 
Es ist folglich davon auszugehen, dass sich die verbotenen Erzeugnisse ab den 
Datenträgern nicht unwiderruflich löschen lassen. 

Es wäre zudem abwegig, den FDF mit der Löschung der Dateien zu beauftragen, 
nachdem sich dieser zu deren Unmöglichkeit geäussert hat. Vorliegend kommt hin-
zu, dass aus den Ausführungen des Berufungsführers in den Schlussbemerkungen 
hervorgeht, dass es ihm im Ergebnis um die Herausgabe von Daten geht. Dies er-
staunt nicht, dürfte doch die im September 2017 beschlagnahmte Hardware kaum 
mehr einen Wert haben. Wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht, ist 
dem Berufungsführer die Möglichkeit einzuräumen, spezifizierte legale Daten her-
auszuverlangen. Weitere Abklärungen, ob bei hochspezialisierten Unternehmen 
dennoch unwiderrufliche Datenlöschungen möglich wären, können schon deshalb 
unterbleiben, da der Berufungsführer kaum bereit wäre, für die Herausgabe eines 
älteren PCs sowie einer Festplatte vorschussweise erhebliche Kosten zu tragen. 

Soweit der Berufungsführer geltend macht, er könnte sich die verbotenen Inhalte 
auch im Internet wiederbeschaffen, scheint er Sinn und Zweck von Art. 69 StGB zu 
verkennen. So könnte es zwar durchaus zutreffen, dass der Berufungsführer durch 
strafbare Handlungen wiederum an illegale Dateien gelangen könnte. Die Proble-
matik einer derartigen Wiederbeschaffung trifft jedoch bei praktisch allen Einzie-
hungen zu, auch etwa bei Waffen oder Betäubungsmitteln. Letztendlich wird durch 
eine Einziehung eine zukünftige strafbare Handlung nicht verhindert, einzig mit 
dem eingezogenen Gegenstand kann nicht weiter delinquiert werden. Wenn der 
Berufungsführer nicht mehr über die Dateien verfügt, ist er beispielsweise nicht in 
der Lage, diese an Tauschbörsen Dritten anzubieten. Ebenso würde er sich bei ei-
nem erneuten Herunterladen von entsprechenden Dateien aus dem Internet einem 
deutlich höheren Risiko einer weiteren Strafverfolgung aussetzen, als wenn er le-
diglich gelöschte Dateien wiederherstellen könnte. 

Die Einziehung des PC Mac und der externen Festplatte gestützt auf Art. 69 StGB 
erweist sich mithin als zwingend notwendig, damit die widerrechtlichen Dateien 
nicht weiter Sicherheit und öffentliche Ordnung gefährden. 

Wie der Berufungsführer in seinen Schlussbemerkungen im Eventualstandpunkt 
jedoch zu Recht ausführt, wäre eine Einziehung und Vernichtung der Datenträger 
ohne vorgängige Möglichkeit der Sicherung von legalen Daten unverhältnismässig. 
Der Berufungsführer kann folglich die Herausgabe von Kopien von legalen Dateien 
auf den genannten Datenträgern verlangen, wobei die durch die Datenaussortie-
rung entstehenden Kosten vom Berufungsführer zu tragen und im Umfang der be-
anspruchten Leistungen zu bevorschussen sind (Urteil des Bundesgerichts 

16

6B_348/2021 vom 3. Mai 2021 E. 7). Die Nichtbezahlung des Kostenvorschusses 
wird als Verzicht auf die Datenaussortierung gewertet (vgl. Urteile des Obergerichts 
des Kantons Bern SK 17 426 vom 30. November 2018 und SK 12 102 vom 27. No-
vember 2012).

Das Gericht hat materiell über die Einziehung zu entscheiden, und zwar in einer 
Weise, dass dem Handeln der vollziehenden Behörde kein Spielraum mehr bleibt. 
Der Vollzug der Einziehung liegt jedoch nicht mehr beim Gericht, sondern beim 
Regierungsstatthalteramt und der Kantonspolizei Bern (Art. 73 des Einführungsge-
setzes zur Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur Jugendstrafpro-
zessordnung [EG ZSJ; BSG 271.1], Art. 8 Abs. 1 Bst. e der Verordnung
über die Organisation und die Aufgaben der Sicherheitsdirektion [OrV SID; BSG 
152.221.141]). Dabei beginnt der eigentliche Vollzug der Einziehung zur Vernich-
tung durch das Regierungsstatthalteramt erst dann, wenn ihm die eingezogenen 
Gegenstände zur Vernichtung übergeben werden. Die Aussortierungstätigkeit er-
folgt durch die Kantonspolizei und findet vorgängig statt. 

Mangels Einschlägigkeit der Kostenregelung in der StPO (vgl. Art. 416-436 StPO) 
sind die Kosten für die Aussortierung der legalen Dateien nach den allgemein gülti-
gen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen zu verlegen. Es finden die massgeben-
den Gebührenverordnungen Anwendung. Die Gebühr ist von der leistungserbrin-
genden Behörde zu verfügen.

Entsprechend ist für die Aussortierung und Herausgabe der legalen Dateien die 
Kantonspolizei Bern zuständig. Diese wird das konkrete Vorgehen der Datenaus-
sortierung, namentlich deren konkrete Modalitäten wie auch die entsprechenden 
Vorschüsse, Kosten und deren Liquidation durch Verfügung zu regeln haben. Ge-
stützt darauf werden die Akten des vorliegenden Verfahrens von Amtes wegen 
nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Kantonspolizei Bern, Fachbe-
reich Digitale Forensik (FDF), weitergeleitet. 

Der Kantonspolizei Bern steht es offen, externe Experten beizuziehen. Erfahrungs-
gemäss dürfte ein Begehren nach Aussonderung aller legaler Dateien zu unver-
hältnismässig hohem Aufwand und entsprechend zu unverhältnismässig hohen, 
vom Berufungsführer vorschussweise zu tragenden, Kosten führen. Diesem ist 
deshalb Gelegenheit zu geben, die gewünschten Dateien verbindlich zu bezeich-
nen, beispielsweise auf einem Inhaltsverzeichnis seiner Datenträger in ausgedruck-
ter Form. Die Kantonspolizei Bern wird anschliessend einen Vorschuss in der Höhe 
der mutmasslichen Kosten beim Berufungsführer erheben. Wird der Kostenvor-
schuss auch innert einer Nachfrist nicht geleistet, gilt dies als Verzicht auf die Aus-
sortierung/Herausgabe und die Gegenstände sind ohne Weiteres dem Einzie-
hungsverfahren unter der Verantwortung des Regierungsstatthalteramts zuzu-
führen, d.h. zu vernichten. Bei fristgerechter Leistung des vollen Kostenvorschus-
ses ist die notwendige Aussortierung vorzunehmen. Die gewünschten Dateien sind 
in elektronischer Form auszuhändigen. Weiter sind die effektiv angefallenen Kosten 
zu bestimmen und gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Kostenvorschusses 
Rück- bzw. Nachzahlungen anzuordnen. 

17

12.3 Fazit

Gestützt auf die obigen Erwägungen sind der Nothammer, die Dolche, die Machete 
sowie der Baseballschläger zu Handen der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Waf-
fen, Sprengstoff und Gewerbe, freizugeben. Diese wird zu prüfen haben, ob weite-
re Massnahmen gestützt auf Art. 31 WG zu verfügen sind. Sind die Voraussetzun-
gen für verwaltungsrechtliche Massnahmen nicht gegeben, sind die Gegenstände 
dem Berufungsführer herauszugeben.

Sodann ist die Sicherungseinziehung des PC Mac und der externen Festplatte zu 
bestätigen. Der Berufungsführer erhält die Möglichkeit, vorgängig die Herausgabe 
von Kopien der legalen Daten auf dem PC Mac und der externen Festplatte unter 
Bevorschussung der Kosten zu verlangen. Zuständig für das konkrete Vorgehen 
der Datenaussortierung ist die Kantonspolizei Bern, Fachbereich Digitale Forensik 
(FDF).

IV. Kosten und Entschädigung

13. Verfahrenskosten

Das Gericht legt die Kostenfolgen im Endentscheid fest (Art. 421 Abs. 1 StPO). 
Fällt das Berufungsgericht einen neuen Entscheid, so befindet es darin auch über 
die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Die Ver-
fahrenskosten setzen sich zusammen aus den Gebühren zur Deckung des Auf-
wands und den Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 Abs. 1 StPO). Im Kanton 
Bern gelangt das Verfahrenskostendekret (VKD; BSG 161.12) zur Anwendung. 

13.1 Erste Instanz

Die Kostenverteilung der Vorinstanz ist in Rechtskraft erwachsen. 

13.2 Zweite Instanz

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelver-
fahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die erstinstanzliche 
Sicherungseinziehung des PC Mac und der externen Festplatte wird oberinstanz-
lich bestätigt. Diesbezüglich unterliegt der Berufungsführer mit seinem Antrag, wo-
bei ihm immerhin die Möglichkeit einer (kostenpflichtigen) Herausgabe einzelner 
Dateien eingeräumt wird. Mit dem Antrag betreffend die Herausgabe des Notham-
mers (HD-Nr. 304), der Machete (HD-Nr. 309), der antiken Dolche (HD-Nr. 312 und 
314) und des Baseballschlägers (HD-Nr. 315) obsiegt der Berufungsführer hinge-
gen im Grundsatz. Diese sind zu Handen der Kantonspolizei Bern, Fachbereich 
Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zur Prüfung weiterer Massnahmen nach Art. 31 
WG, freizugeben. Fehlen die Voraussetzungen für verwaltungsrechtliche Mass-
nahmen, sind die Gegenstände dem Berufungsführer herauszugeben. Aufgrund 
des Ausmasses an Obsiegen und Unterliegen rechtfertigt es sich, dem Berufungs-
führer die Hälfte der oberinstanzlichen Verfahrenskosten, in Anwendung von Art. 5 
i.V.m. Art. 24 Bst. b VKD bestimmt auf insgesamt CHF 2'000.00, ausmachend 
CHF 1’000.00, aufzuerlegen. Die andere Hälfte der oberinstanzlichen Verfahrens-

18

kosten, ausmachend CHF 1’000.00, werden ausgeschieden und vom Kanton Bern 
getragen.

14. Amtliche Entschädigung der Verteidigung

Zu den Verfahrenskosten gehören grundsätzlich auch die Kosten der amtlichen 
Verteidigung (Art. 422 Abs. 2 Bst. a StPO). Diese werden von der Kammer jedoch 
praxisgemäss separat ausgewiesen. 

Die amtliche Entschädigung richtet sich nach Art. 135 StPO. Entschädigungsan-
sprüche der beschuldigten Person nach Art. 429 Abs. 1 Bst. a StPO im Falle eines 
(teilweisen) Freispruchs oder einer (teilweisen) Einstellung des Verfahrens betref-
fen nur die Aufwendungen privater Verteidigung (vgl. u.a. BGE 139 IV 261, Urteil 
des Bundesgerichts 6B_753/2011 vom 14. August 2012 = Pra 102 [2013] Nr. 20 
E. 1, Urteil des Bundesgerichts 6B_586/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.4). Bei amtli-
cher Verteidigung entstehen der beschuldigten Person keine Verteidigungskosten, 
die zu ersetzen wären. Ein (Teil-)Freispruch oder eine (Teil-)Einstellung werden bei 
amtlicher Verteidigung lediglich bei der Bestimmung der Rück- und Nachzahlungs-
pflicht berücksichtigt. 

Gemäss Art. 135 Abs. 1 StPO wird die amtliche Verteidigung nach dem Anwaltsta-
rif desjenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde. 
Art. 135 Abs. 4 StPO bestimmt, dass die beschuldigte Person bei einer Verurtei-
lung zu den Verfahrenskosten dazu verpflichtet ist, (Bst. a) dem Kanton die Ent-
schädigung zurückzuzahlen und (Bst. b) der Verteidigung die Differenz zwischen 
der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es ihre 
wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

Nach Art. 42 des Kantonalen Anwaltsgesetzes (KAG; BSG 168.11) bemisst sich 
die Entschädigung für amtlich bestellte Anwältinnen und Anwälte nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand und entspricht höchstens dem Honorar gemäss Tarifordnung für 
den Parteikostenersatz (vgl. Art. 41 KAG). Gemäss Art. 17 Abs. 1 Bst. c der Partei-
kostenverordnung [PKV; BSG 168.811] beträgt das Honorar vor dem Regionalge-
richt (Kollegialgericht) CHF 2’000.00 bis CHF 50'000.00. In Rechtsmittelverfahren 
beträgt es 10 bis 50% des erstinstanzlichen Honorars (Art. 17 Abs. 1 Bst. f PKV).

14.1 Erste Instanz

Das im vorinstanzlichen Urteil bestimmte Honorar für die amtliche Verteidigung des 
Berufungsführers vor erster Instanz ist in Rechtskraft erwachsen. Für eine Korrek-
tur dieses Honorars gestützt auf Art. 404 Abs. 2 StPO besteht kein Anlass (vgl. da-
zu Urteil des Bundesgerichts 6B_349/2016 vom 13. Dezember 2016 E. 2.4.2).

14.2 Zweite Instanz

Dem amtlichen Verteidiger des Berufungsführers ist für seine Aufwendungen im 
oberinstanzlichen Verfahren eine Entschädigung auszurichten.

Rechtsanwalt B.________ macht für das oberinstanzliche Verfahren mit Kostenno-
te vom 24. März 2022 ein amtliches Honorar von insgesamt CHF 2'446.90 
(Zeitaufwand: 11.2 Stunden zu CHF 200.00/Std.; Auslagen: CHF 32.00; Mehrwert-
steuer: jeweils zuzüglich 7.7%, ausmachend CHF 174.90) geltend (pag. 647 f.). 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/2584af7e-cc30-4914-b73f-1a2d1698f96f?source=document-link&SP=5|kfcxca

19

Die Kammer erachtet den von Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidi-
gung von A.________ geltend gemachten oberinstanzlichen Aufwand von 11.2 
Stunden angemessen; zudem liegt das geltend gemachte Honorar im Rahmen der 
PKV. Keine mandatsspezifischen Auslagen fallen beim Versand von E-
Mailnachrichten an; im Übrigen geben die geltend gemachten Auslagen zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Rechtsanwalt B.________ wird somit durch den Kanton 
Bern für die amtliche Verteidigung von A.________ im oberinstanzlichen Verfahren 
für einen Aufwand von 11.2 Stunden und Auslagen in der Höhe von total 
CHF 15.00, zuzüglich Mehrwertsteuer in der Höhe von CHF 173.65, mit 
CHF 2'428.65 entschädigt. 

Der Berufungsführer dringt oberinstanzlich teilweise durch. Er hat dem Kanton Bern 
die für das oberinstanzliche Verfahren ausgerichtete amtliche Entschädigung im 
hälftigen Umfang, ausmachend CHF 1'214.30 (1/2 von CHF 2'428.65), zurückzu-
zahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 
StPO). Im hälftigen Umfang entfällt die Rückerstattungspflicht. Es wird festgestellt, 
dass Rechtsanwalt B.________ auf die Differenz zwischen der amtlichen Entschä-
digung und dem vollen Honorar verzichtet (vgl. E-Mailnachricht vom 13. Januar 
2022; pag. 627).

20

V. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil PEN 19 118 des Regionalgerichts Oberland (Kollegial-
gericht) vom 19. Januar 2021 insofern in Rechtskraft erwachsen ist, als

A.

das Strafverfahren gegen A.________ wegen

1. vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, angeblich begangen am 17. September 
2017, zirka 04:20 Uhr, in G.________ (Ortschaft) zum Nachteil von C.________, 
D.________, und E.________;

2. Nichtanzeigen eines Fundes, angeblich begangen zirka zwischen 19. September 
2017 (Hausdurchsuchung) und 26. März 2018 (fürsorgerische Unterbringung), evtl. 
auch früher (genaueres Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem unbekannten Ort, durch Er-
werb von zwei bewilligungspflichtigen Feuerwaffen ohne Waffenerwerbsschein; 

3. Übertretung gegen das Waffengesetz, angeblich mehrfach begangen bzw. festge-
stellt am 19. September 2017 und früher in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________;

4. Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, angeblich mehrfach begangen am 
17. September 2017 und früher, an verschiedenen Orten, namentlich in H.________ 
(Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________, und G.________ (Ortschaft) 

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und unter Auferlegung der anteilsmässigen 
Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 5'000.00, an den Kanton Bern eingestellt wurde.

B.

A.________ freigesprochen wurde 

von der Anschuldigung der Hehlerei, angeblich begangen zirka zwischen 19. September 
2017 (Hausdurchsuchung) und 26. März 2018 (fürsorgerische Unterbringung), evtl. auch 
früher (genaueres Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, 
Domizil A.________, und an einem unbekannten Ort, durch Erwerb von zwei bewilli-
gungspflichtigen Feuerwaffen ohne Waffenerwerbsschein

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

21

C.

A.________ schuldig erklärt wurde

1. des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qualifiziert 
begangen am 19. September 2017 und früher (genaueres Datum nicht bekannt), in 
H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem un-
bekannten Ort, (Amphetamin und LSD);

2. des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen 

2.1. am 19. September 2017 und früher (genaueres Datum nicht bekannt), in 
H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________, und an einem 
unbekannten Ort, (MDMA); 

2.2. am 7. Januar 2014, evtl. etwas später, in H.________ (Ortschaft), Parkplatz, evtl. 
an einem anderen Ort;

3. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch Besitz von zwei bewilligungs-
pflichtigen Feuerwaffen ohne Waffenerwerbsschein und unsorgfältige Aufbewahrung 
von Seriefeuerwaffen, begangen zirka zwischen 19. September 2017 (Hausdurchsu-
chung) und 26. März 2018 (fürsorgerische Unterbringung), evtl. auch früher (genaue-
res Datum nicht bekannt), in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil 
A.________, und an einem unbekannten Ort;

4. der Gewaltdarstellungen und der verbotenen Pornografie, mehrfach begangen 
bzw. festgestellt, am 19. September 2017 in H.________ (Ortschaft), 
F.________Strasse, Domizil A.________;

5. der Sachbeschädigung, begangen am 20. September 2017, zirka 09:00 Uhr, in 
H.________ (Ortschaft), I.________strasse, Regionalgefängnis, Wartezelle 00.020; 

6. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfach begangen bzw. festgestellt, 
am 19. September 2017 und früher, in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, 
Domizil A.________; 

7. der Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren ohne Berechtigung, 
mehrfach begangen

7.1. am 12. Oktober 2017, zirka 15:10 Uhr und früher, in H.________ (Ortschaft), 
J.________strasse, und anderswo; 

7.2. am 2. November 2018, zirka 18:30/18:35 Uhr sowie früher und später, in 
H.________ (Ortschaft), K.________strasse, Tankstelle L.________ (Geschäft), 
und anderswo;

und in Anwendung der 
Art. 34, 40, 47, 49, 51, 63, 135 Abs. 1bis, 144, 197 Abs. 5 Satz 1 StGB; 
Art. 426 ff. StPO; 
Art. 19 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 19 Abs.1 und 19 Abs. 1 BetmG; 
Art. 33 Abs. 1 Bst. a und 34 Abs. 1 Bst. e WG und 
Art. 95 Abs. 1 Bst. a SVG

22

verurteilt wurde

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. Die Polizei- und Untersuchungshaft von 
insgesamt 4 Tagen im Umfang von 4 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet sowie 
eine ambulante therapeutische Behandlung angeordnet und der Vollzug der Frei-
heitsstrafe zugunsten der Massnahme aufgeschoben wurde.

2. Zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 20.00, ausmachend total 
CHF 3'600.00.

3. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuld-
hafter Nichtbezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

4. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammenset-
zend aus Gebühren von CHF 16'400.00 und Auslagen von CHF 29'289.30, insgesamt 
bestimmt auf CHF 45’689.30.

Kosten der Untersuchung CHF 13’400.00
Kosten des Gerichts CHF 3’000.00
Total CHF 16’400.00

Entschädigung für Zeugen CHF 56.20
Weitere Auslagen Staatsanwaltschaft CHF 795.95
Kosten Gutachten CHF 15’952.15
Kosten Dr. Hagen HV CHF 726.00
Kosten für IRM CHF 9’759.00
Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 2’000.00
Total CHF 29’289.30

Total Verfahrenskosten CHF 45’689.30

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

23

D. 

Die auf den Schuldspruch entfallende amtliche Entschädigung und das volle Honorar für 
die amtliche Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt B.________ wie folgt be-
stimmt wurde:

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 9.10 200.00 CHF 1’820.00
Reisezuschlag CHF 0.00

CHF 109.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 1’929.00 CHF 154.30

CHF 0.00
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 2’083.30

volles Honorar 9.10 250.00 CHF 2’275.00
Reisezuschlag CHF 0.00

CHF 109.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 2’384.00 CHF 190.70

CHF 0.00
Total CHF 2’574.70

nachforderbarer Betrag CHF 491.40

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

Leistungen ab 01.01.2018
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 60.90 200.00 CHF 12’180.00
Reisezuschlag CHF 0.00

CHF 334.60
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 12’514.60 CHF 963.60

CHF 0.00
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 13’478.20

volles Honorar 60.90 250.00 CHF 15’225.00
Reisezuschlag CHF 0.00

CHF 334.60
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 15’559.60 CHF 1’198.10

CHF 0.00
Total CHF 16’757.70

nachforderbarer Betrag CHF 3’279.50

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

Der Kanton Bern Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung von A.________ 
mit CHF 15'561.50 entschädigt.

A.________ dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zu-rückzuzahlen 
und Rechtsanwalt B.________ die Differenz von CHF 3'770.90 zwischen der amtlichen 
Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten hat, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

24

E. 

Weiter verfügt wurde, dass 

1. A.________ verbunden mit der ambulanten Massnahme, die Weisung erteilt wird, sich 
regelmässig, mindestens alle 2 Monate, einer Kontrolle der Drogenabstinenz zu un-
terziehen; 

2. die beschlagnahmten Drogen, Drogenutensilien sowie weitere damit zusammenhän-
gende Gegenstände (z.B. Waagen, Vakuumiergerät) zur Vernichtung eingezogen 
werden (Art. 69 StGB); 

3. folgende beschlagnahmten Waffen zur Verwertung der Kantonspolizei Bern, Fachbe-
reich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, übergeben werden (Art. 31 WG): 
- 1 Minigrip mit zwei Patronen (HD-NR. 301)
- 1 Minigrip mit zwei einhändig bedienbaren Messern (HD-Nr. 302)
- 1 Taser in Form eines Natels (HD-Nr. 303)
- 1 Messer mit symmetrischer Klinge (HD-Nr. 305)
- 1 Schlagring golden (HD-Nr. 306)
- 2 automatische Messer (HD-Nr. 307)
- 2 Gewehrpatronen (HD-Nr. 310)
- 1 Schlagstock aus Holz mit Aufschrift Mallorca (HD-Nr. 313)
- 1 Schlagstock aus Metallrohr (HD-Nr. 315)
- 3 Schmetterlingsmesser (HD-Nr. 410.2)
- 1 Messer (HD-Nr. 410.3)
- 1 Schlagring (HD-Nr. 410.4)
- 1 Nunchaku (HD-Nr. 410.5)
- 2 Pist. Patronen 9mm (HD.-NR. 410.6) 
- 1 Pistole ERMA Nr. 007433 (HD-Nr. 410.1)
- 1 Luftdruckpistole RWS mit Unterlagen (HD-Nr. 417)
- 1 Luftdruckpistole HK mit Unterlagen (HD-Nr. 418,)

4. folgende Gegenstände zur Vernichtung eingezogen werden (Art. 69 StGB):
- 1 Gebrauchsanweisung für Pistole Star, 9mm (ohne Waffe) 

5. die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. .________) nach 
Ablauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen ist (Art. 16 Abs. 4 DNA-
ProfilG). 

6. die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen 
Daten nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen ist (Art. 17 
Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungs-
dienstlicher Daten).

25

II.

Es wird verfügt: 

1. Folgende Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
zu Handen der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, 
freigegeben:
- 1 Nothammer (HD-Nr. 304)
- 1 antiker Dolch (HD-Nr. 312)
- 1 antiker Dolch (HD-Nr. 314)
- 1 Machete (HD-Nr. 309) 
- 1 Baseballschläger (HD-Nr. 315)

2. Folgende Datenträger/Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen und dem 
Fachbereich Digitale Forensik der Kantonspolizei Bern übergeben:
- 1 PC Mac
- 1 externe Festplatte

3. A.________ kann die Herausgabe von Kopien der legalen Daten auf den Datenträ-
gern gemäss Ziff. 2 hiervor beim Fachbereich Digitale Forensik der Kantonspolizei 
Bern verlangen.

4. Die durch die Datenaussortierung entstehenden Kosten sind von A.________ zu tra-
gen und im Umfang der beanspruchten Leistungen zu bevorschussen. Die Nichtbe-
zahlung des Kostenvorschusses gilt als Verzicht auf die Datenaussortierung.

5. Es wird festgestellt, dass die Kantonspolizei Bern, Fachbereich Digitale Forensik, zu-
ständig ist, das konkrete Vorgehen der Datenaussortierung, namentlich deren konkre-
te Modalitäten wie auch die Vorschusserhebung, die entsprechenden Kosten und de-
ren Liquidation durch Verfügung zu regeln.

6. Gestützt auf Ziff. 5 hiervor werden die Akten des vorliegenden Verfahrens nach unbe-
nutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde 
von Amtes wegen an die Kantonspolizei Bern, Fachbereich Digitale Forensik, weiter-
geleitet. Diese sind nach Vornahme der notwendigen Schritte zu retournieren. 

III.

1. Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 2'000.00, werden 
A.________ in hälftigem Umfang, ausmachend CHF 1’000.00, auferlegt. 

2. In hälftigem Umfang, ausmachend CHF 1'000.00, trägt der Kanton Bern die oberin-
stanzlichen Verfahrenskosten.

26

IV.

Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von A.________, Rechtsanwalt 
B.________, wird für das oberinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

Leistungen
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 11.20 200.00 CHF 2’240.00
CHF 15.00

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 2’255.00 CHF 173.65
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 2’428.65

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für seine Aufwendungen im obe-
rinstanzlichen Verfahren mit CHF 2'428.65. 

A.________ hat dem Kanton Bern die für das oberinstanzliche Verfahren ausgerichtete 
Entschädigung in hälftigem Umfang ausmachend CHF 1'214.30 (1/2 von CHF 2'428.65), 
zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 
StPO). Es wird festgestellt, dass Rechtsanwalt B.________ auf die Geltendmachung der 
Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar verzichtet.

V.

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (KOST; nur Dispositiv, nach unbenutztem Ablauf 

der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)
- den Bewährungs- und Vollzugsdiensten (BVD; nach unbenutztem Ablauf der Rechts-

mittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)
- dem Bundesamt für Polizei (fedpol; auszugsweise Urteil mit Begründung, nach unbe-

nutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)
- der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe (auszugswei-

se Urteil mit Begründung, nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach 
Entscheid der Rechtsmittelbehörde)

- der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Digitale Forensik (FDF; inkl. der Akten, nach un-
benutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)

27

Bern, 7. April 2022 Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Zuber

Die Gerichtsschreiberin:

Herger

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen seit Eröffnung bei der 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts, Viale Stefano Franscini 7, 6500 Bellinzona, schriftlich und be-
gründet Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 Bst. b StPO).