# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae44e47f-2259-5c3b-a7cd-b1637df55c2d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 23.10.2015 DB.2015.154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2015-154_2015-10-23.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

1 DB.2015.154 
1 ST.2015.194 
 

Entscheid 
 
 

23. Oktober 2015 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Walter Balsiger, Steuerrichter Anton Tobler, Steuerrichter Mi-
chael Ochsner und Gerichtsschreiberin Barbara Collet 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A AG ,   
Steuergemeinde B,   
 Beschwerdeführerin/
 Rekurrentin,  
vertreten durch C AG,  
 

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Sc hw eizer is che  E idge noss ensc haf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Sta at  Zür ic h ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 

betreffend 

 

Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2011 sowie 
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2011 

 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. Die in der Liegenschaftenverwaltung tätige A AG (nachfolgend die Pflichti-

ge) belastete ihrer Erfolgsrechnung 2011 über das Konto "4009 Diverser Aufwand" 

einen runden Betrag von Fr. 200'000.-. Im Veranlagungs- bzw. Einschätzungsverfah-

ren der entsprechenden Steuerperiode 1.1. - 31.12.2011 verlangte die Steuerkommis-

särin mit Auflage vom 18. Juni 2014 den diesbezüglichen detaillierten Kontoauszug 

sowie den Nachweis der geschäftsmässigen Begründetheit aller über dieses Konto 

verbuchten Aufwendungen. Die Pflichtige liess daraufhin am 7. Juli 2014 den verlang-

ten Kontoauszug, einen Auszug des Gegenkontos "1077 Darlehen D" sowie einen 

Schuldenerlassvertrag einreichen. Den beiden Kontoblättern liess sich entnehmen, 

dass der verbuchte Aufwand von Fr. 200'000.- auf der Abschreibung eines Darlehens 

("Darlehen D") beruhte. Aus dem eingereichten Schuldenerlassvertrag ergab sich so-

dann, dass sich die Pflichtige und deren Aktionär E per 28. Februar 2012 gegenüber 

der D AG verpflichtet hatten, auf Forderungen im Gesamtbetrag von Fr. 721'070.40 zu 

verzichten. Bei der D AG handelte es sich dabei um eine in Zahlungsschwierigkeiten 

geratene Mieterin der Pflichtigen. Die Steuerkommissärin stellte sich in der Folge im 

Rahmen von Einschätzungsvorschlägen und diversen Schriftenwechseln auf den 

Standpunkt, dass die per 2011 verbuchte Darlehensabschreibung einem Drittvergleich 

nicht standhalte bzw. geschäftsmässig nicht begründet sei, weil die Sanierung der D 

AG nicht Aufgabe der Pflichtigen, sondern von E gewesen wäre, der zur fraglichen Zeit 

beide Gesellschaften beherrscht habe. Nachdem die Pflichtige unter Nachreichung von 

zusätzlichen Unterlagen jeweils den gegenteiligen Standpunkt hatte vertreten lassen, 

blieb die Steuerkommissärin mit Veranlagungsverfügung bzw. Einschätzungsentscheid 

vom 18. Februar 2015 bei ihrer Auffassung und rechnete die Darlehensabschreibung 

gewinn- und kapitalseitig vollumfänglich auf, sodass folgende Steuerfaktoren resultier-

ten: 

Steuerperiode 1.1.-31.12.2012 Direkte Bundessteuer Staats- und Gemeindesteuern 

                Fr.         Fr. 

Steuerbarer Reingewinn 471'400.- 471'400.- 

Gewinnsteuersatz 8.5% 8% 

Eigenkapital per 31.12.2012 8'403'558.- 

Steuerbares Eigenkapital  8'403'000.- 

Kapitalsteuersatz        0.75‰  

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 B. Die hiergegen erhobenen Einsprachen, mit welchen die Pflichtige weiterhin 

die geschäftsmässige Begründetheit der Darlehensabschreibung hatte vertreten las-

sen, wurden vom kantonalen Steueramt mit Entscheiden vom 30. Juni 2015 lediglich 

insoweit teilweise gutgeheissen, als den Aufrechnungen von Fr. 200'000.- noch Steuer-

rückstellungen von Fr. 42'000.- gegenübergestellt wurden; in letzterem Umfang wurden 

die Steuerfaktoren gewinn- und kapitalseitig entsprechend reduziert.  

 

 

 C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 28. Juli 2015 lässt die Pflichtige an der 

verbuchten Abschreibung festhalten und beantragen, Veranlagung und Einschätzung 

deklarationsgemäss vorzunehmen; zudem sei ihr eine Parteientschädigung zuzuspre-

chen.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss mit Vernehmlassung  vom 24. August 2015 

auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) liess 

sich nicht vernehmen.  

 

 

 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-

steuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) sind u.a. Einkünfte aus beweglichem Vermögen steuerbar, wie Divi-

denden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse, Kapitalrückzahlungen für Gratisakti-

en und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Zu den letztgenannten Leistun-

gen gehören namentlich auch offene und verdeckte Gewinnausschüttungen sowie 

Zuwendungen von Aktiengesellschaften an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehen-

de Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumindest nicht in gleichem Masse 

gewährt würden. Geldwerte Leistungen in letzterem Sinn sind nach der Rechtspre-

chung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine gleichwer-

tige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär bzw. Anteilsinhaber direkt oder indirekt (z.B. 

über eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der ei-

nem Dritten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung 

also insofern ungewöhnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesell-

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schaftsorgane erkennbar war (vgl. BGE 119 Ib 116 E. 2 S. 119 f.; 115 Ib 274 E. 9b 

S. 279; ASA 69 202 E. 2; 68 596 E. 2; 68 246 E. 3a; je mit weiteren Hinweisen). 

 

 Der Grund solcher Vorteilszuwendungen liegt nicht in der Geschäftstätigkeit 

der Gesellschaft, sondern im Beteiligungsverhältnis. Mit der Ausrichtung von geldwer-

ten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschäftlichen Verpflichtungen nach, son-

dern verwendet Gewinn im Interesse ihrer Aktionäre (Art. 660 OR; Markus Reich, Ver-

deckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, in: ASA 54, 621 f.). 

Ob eine Leistung der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten gerade we-

gen dieser Eigenschaft erfolgt ist und einem Dritten nicht erbracht worden wäre, so-

dass sie als eine für jenen steuerbare Zuwendung gelten muss, bestimmt sich danach, 

ob die Leistung ungewöhnlich ist und sich mit einem sachgemässen Geschäftsgebaren 

nicht vereinbaren lässt, also als geschäftsmässig nicht begründet erscheint (BGE 113 

Ib 23 E. 2c). Anzustellen ist dazu ein Drittvergleich. Beim Drittvergleich sind in jedem 

Einzelfall alle konkreten Umstände des zwischen der Gesellschaft und dem Anteilseig-

ner abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen und es muss davon ausgehend 

bestimmt werden, ob das Geschäft in gleicher Weise mit einem der Gesellschaft nicht 

Verbundenen auch abgeschlossen worden wäre (BGr, 10. November 2000 = StE 2001 

B 24.4 Nr. 58 und ASA 66, 554 und 559).  

 

 b) Die verdeckte Gewinnausschüttung kann nicht nur in einem Wertzufluss an 

den Aktionär oder eine ihm nahestehende Person liegen, sondern auch in der Verhin-

derung eines entsprechenden Wertabflusses. Eine derartige Vorteilszuwendung wird 

insbesondere auch angenommen, wenn eine Gesellschaft den genannten Personen 

ohne betrieblichen Grund ein Darlehen gewährt im Bewusstsein, auf eine Rückzahlung 

allenfalls verzichten zu müssen (StE 1990 B 24.4 Nr. 25 mit Hinweisen, auch zum Fol-

genden). Unter solchen Umständen erscheint das hingegebene Darlehen als simulier-

tes, ungültiges Rechtsgeschäft (Art. 18 Abs. 1 OR).  

 

 c) Die Rechtsprechung hat verschiedene Indizien entwickelt, welche auf die 

Simulation eines zwischen Aktiengesellschaft und Aktionär abgeschlossenen Darle-

hensgeschäfts schliessen lassen (ASA 53, 54 ff.; StE 1989 B 24.4 Nr. 17; André Rouil-

ler, Geldwerte Leistungen in Form von Aktionärsdarlehen, ASA 55, 3 ff.; alle auch zum 

Folgenden). Derartige Anhaltspunkte bilden beispielsweise folgende Tatsachen: 

 

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– fehlender schriftlicher Darlehensvertrag über Höhe und Rückzahlung des Dar-
lehens sowie über dessen Verzinsung; 

– fehlende Bonität des Schuldners;  

– Kumulierung von Darlehen und Novation der Zinsen in eine zusätzliche Darle-
hensschuld; 

– fehlende effektive Rückzahlungen; 

– aussergewöhnliche Höhe des Darlehens;  

– laufende Erhöhung der Schuldsumme;  

– fehlende Dividendenzahlungen; 

– fehlender Zusammenhang des hohen Darlehens mit dem statutarischen 
Zweck der Gesellschaft. 

 
 All diese Elemente stellen freilich bloss Teile der erforderlichen Gesamtbe-

trachtung des Einzelfalls dar. Diese hat grundsätzlich aus der Sicht im Zeitpunkt des 

Vertragsabschlusses bzw. der Hingabe des Darlehensbetrags zu erfolgen; spätere 

Entwicklungen können nur insoweit berücksichtigt werden, als sie zu diesem Zeitpunkt 

bereits bekannt oder zumindest absehbar waren (BGr, 3. Februar 1995 = ASA 64, 641 

und 646). Bei der in diesem Sinn anzustellenden Gesamtbetrachtung steht im Vorder-

grund, ob die Gesellschaft einem unbeteiligten Dritten unter den nämlichen Bedingun-

gen das zur Diskussion stehende Darlehen ebenfalls gewährt hätte (vgl. VGr, 

22. November 2000 = StE 2001 B 24.4 Nr. 60). Ist dies auszuschliessen, ist davon 

auszugehen, die Darlehensgewährung bzw. -erhöhung entspreche nicht einem betrieb-

lichen Vorgang, sondern sei im Beteiligungsverhältnis zwischen Gesellschaft und Akti-

onär begründet.  

 

 d) Finden geschäftsmässig nicht begründete Vorteilszuwendungen zwischen 

Schwestergesellschaften statt, erweisen sie sich als verdeckte Gewinnausschüttungen 

der leistenden Gesellschaft an die gemeinsamen Aktionäre einerseits und als verdeck-

te Kapitaleinlagen bei der begünstigten Gesellschaft andrerseits (Dreieckstheorie; 

StE 1991 B 24.4 Nr. 27).  

 

 e) Liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor, ist die steuerliche Gewinn-

korrektur bei der leistenden Gesellschaft in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in welchem 

sich der Vorgang in ihren Büchern auf den Erfolg der Gesellschaft auswirkt (RB 1976 

Nr. 47; Reimann/Zuppinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Band, 

1969, § 45 N 86 mit Hinweisen). Das gilt auch dann, wenn sich ein Darlehenskontrakt 

im Ergebnis von Anfang an als simuliert erweist, weil etwa mit der Rückzahlung der 

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Darlehenssumme aufgrund der gegebenen besonderen Verhältnisse nicht ernsthaft 

gerechnet werden kann. Diesfalls hat die gebotene ertragssteuerliche Aufrechnung bei 

der leistenden Gesellschaft somit erst im Moment der Verbuchung einer Wertberichti-

gung auf dem Guthaben zu erfolgen (StE 1989 B 24.4 Nr. 17 mit Hinweisen; StRK I, 

7. November 1991, I 28/1991). Beim Gesellschafter wird demgegenüber die verdeckte 

Gewinnausschüttung grundsätzlich im Zeitpunkt erfasst, in welchem er mit der Abliefe-

rung des Erhaltenen nicht mehr rechnen muss (RB 1981 Nr. 50). 

 

 f) Macht die Steuerbehörde geltend, ein Darlehen sei simuliert, hat sie auf-

grund ihrer Untersuchungen den steuerbegründenden Tatbestand der Simulation auf-

zuzeigen, mithin darzutun, dass eine Leistung der Gesellschaft ganz oder teilweise 

nicht geschäftsmässig begründet sein kann (vgl. StE 1990 B 24.4. Nr. 25; Reimann/ 

Zuppinger/Schärrer, § 45 N 82). Dabei dürfen die Anforderungen an den Nachweis der 

Steuerbehörde naturgemäss nicht allzu hoch angesetzt werden. Es genügt vielmehr, 

dass sie den behaupteten Sachverhalt glaubhaft macht bzw. dass sich dieser in sach-

gemässer Würdigung der Verhältnisse als sehr wahrscheinlich erweist (vgl. StRK I, 

16. Dezember 1991, R 148/90). Diesfalls obliegt es alsdann der steuerpflichtigen Ge-

sellschaft bzw. dem begünstigten Aktionär, die begründete Vermutung zu entkräften 

und den Gegenbeweis für die geschäftsmässige Begründetheit der streitigen Leistung 

zu erbringen (vgl. Reimann/Zuppinger/Schärrer, § 45 N 83 f.). Die Begünstigungsab-

sicht des Leistungserbringers darf bei alledem in der Regel ohne besonderen Nach-

weis der Steuerbehörden vorausgesetzt werden (vgl. VGr, 24. November 1977 =  

ZBl 1978, 265 = ZR 1978 Nr. 59; Reimann/Zuppinger/Schärrer, § 45 N 84). 

 

 

 2. a) Umstritten ist hier die geschäftsmässige Begründetheit einer per Ende 

2011 verbuchten Teilabschreibung eines Darlehens, welches die Pflichtige der D AG 

(ab 2012 F AG) grösstenteils erst kurz zuvor (ab Februar 2011) gewährt hatte. Bei der 

D AG handelte es sich zu dieser Zeit um eine Schwestergesellschaft der Pflichtigen, 

war doch E gemäss unbestrittener Darstellung der Vorinstanz anfangs 2011 einzel-

zeichnungsberechtigter Aktionär der D AG, ehe er die Gesellschaft offenbar auf seine 

Tochter übertrug. Entsprechend ist die Frage nach der geschäftsmässigen Begründet-

heit dieser Abschreibung vorab unter dem Aspekt des Nahestehendenverhältnisses 

bzw. des gebotenen Drittvergleichs zu prüfen.  

 

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 b) Die steuerbehördliche Sachverhaltsermittlung hat ergeben, dass es sich bei 

der D AG um eine Mieterin der in der Immobilienverwaltung tätigen Pflichtigen handelt. 

Offenbar geriet die D AG bereits ab dem Jahr 2002 in finanzielle Schwierigkeiten und 

türmten sich in den Folgejahren diverse Schulden auf; Ende 2011 schlug sich dies in 

einem negativen Bilanzgewinn von Fr. 851'290.- nieder. Aktenkundig ist dabei, dass 

per 2008 auch die Pflichtige die D AG für Forderungen in der Höhe von Fr. 108'370.95 

betrieben hatte, wogen seinerzeit allerdings Rechtsvorschlag erhoben. 

 

 Zur Entstehung des hier im Streit liegenden Darlehens ist sodann Folgendes 

bekannt: Ein schriftlicher Darlehensvertrag ist nicht aktenkundig und die Existenz eines 

solchen wurde auch nie geltend gemacht. Aufschluss gibt damit primär das Buchhal-

tungskonto "1077 Darlehen D". Der diesbezügliche Kontoauszug 2011 zeigt auf, dass 

per Jahresanfang ein Darlehen aus früheren Jahren von lediglich Fr. 20'000.- bestan-

den hat. Zwischen dem 4. Februar und dem 31. Oktober 2011 wurden danach in ver-

schiedenen Tranchen zusätzliche Darlehen von insgesamt Fr. 270'000.- verbucht. 

Ebenfalls als Darlehen verbucht wurde dabei ein Betrag von Fr. 86.80, welcher gemäss 

Buchungstext eine Rückvergütung des G betroffen hat. Per Jahresende wurde das 

Darlehen sodann mit dem Betreff "Abschreibung MZ" um weitere Fr. 170'501.30 aufge-

stockt. Konkret wurden mit dieser Buchung ausstehende Mietzinsen in Darlehen um-

gewandelt. Das dergestalt im Geschäftsjahr 2011 von Fr. 20'000.- auf Fr. 460'588.- 

angewachsene Darlehen wurde schliesslich per Jahresende um den hier im Streit lie-

genden Betrag von Fr. 200'000.- auf Fr. 260'588.10 abgeschrieben.  

 

 c) Die Steuerkommissärin wies in ihren Veranlagungs- bzw. Einschätzungs-

vorschlägen vom 5. Januar 2015 darauf hin, dass die Abschreibung von Fr. 200'000.- 

nicht geschäftsmässig begründet sei, weil die ab Februar 2011 gewährten Darlehen 

einem Drittvergleich nicht standhielten. Zu diesem Zeitpunkt sei nämlich die D AG be-

reits massiv überschuldet gewesen. Die zusätzlichen Darlehen von total Fr. 270'000.- 

wären folglich von E zu gewähren gewesen, denn es sei Aktionärsaufgabe, bei 

schlechter finanzieller Situation das Eigenkapital zu sanieren und Gelder einzuschies-

sen. Als echtes Darlehen anerkannt werde indes ein Betrag von Fr. 190'588.- und hier-

auf könnten auch Abschreibungen vorgenommen werden.  

 

 d) Dem liess die Pflichtige mit Schreiben vom 6. Februar 2015 entgegnen, 

dass die fragliche Abschreibung nicht bezahlte Mieten 2011 im Betrag von 

Fr. 170'501.30 enthalte und insoweit deshalb ohne weiteres zum Abzug zuzulassen 

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sei. Sodann habe E als Privater bei der Sanierung der D AG mehr als die Hälfte über-

nommen, obwohl schlussendlich die Pflichtige am meisten profitiert habe, indem da-

nach das Mietverhältnis habe fortgeführt werden können. Bei einem Konkurs der D AG 

wäre der Schaden für die Pflichtige erheblich grösser gewesen.  

 

 Nachdem die Steuerkommissärin im Veranlagungs- bzw. Einspracheentscheid 

an der fehlenden geschäftsmässigen Begründetheit der Darlehensabschreibung von 

Fr. 200'000.- festgehalten hatte, liess die Pflichtige in der Einsprache nochmals beto-

nen, dass sie an der Erhaltung der D AG ein eminentes eigenes Interesse gehabt ha-

be. Die von der Letzteren gemieteten Räumlichkeiten der Liegenschaft …weg 9 in B 

seien aufgrund von Ausbau und Beschaffenheit kurz- und mittelfristig nämlich gar nicht 

anderweitig vermietbar gewesen. Nach der Sanierung der D AG seien per 2012 und 

2013 bereits wieder Mieteinahmen erzielt worden.  

 

 e) Die Vorinstanz blieb in der Folge im Rahmen der Einspracheentscheide 

ohne Erweiterung der Begründung bei ihrer Sichtweise der fehlenden geschäftsmässi-

gen Begründetheit der Darlehensabschreibung von Fr. 200'000.-. 

 

 

 3. a) Beschwerde- und rekursweise lässt die Pflichtige nun erneut vorbringen, 

dass die in Frage stehende Abschreibung von Fr. 200'000.- im Umfang von 

Fr. 170'501.30 als Ertrag verbuchte Mietzinse enthalte; letztlich sei ein als Ertrag ver-

buchter Mietzinsertrag storniert worden, da eine entsprechende Einnahme nie erfolgt 

sei. Als echte Abschreibung sei damit nur die verbleibende Differenz von Fr. 29'498.70 

zu betrachten. 

 

 b) Dem hält die Vorinstanz in der Beschwerde- und Rekursantwort entgegen, 

dass gemäss Angaben der Pflichtigen das ab Februar 2011 gewährte Zusatzdarlehen 

von Fr. 270'000.- im Sinn einer Sanierung dazu gedient habe, die betrieblichen Aktivi-

täten der D AG aufrecht zu erhalten. Dieses Bestreben betreffe indes das Geschäfts-

feld der Letzteren und nicht dasjenige der Pflichtigen als Vermieterin. Dabei sei auch 

zu beachten, dass die Sanierungsbeiträge dem Aktionär E zuzuordnen seien, während 

die Mietzinsausstände als Drittforderungen qualifizierten. Ein unabhängiger Dritter wä-

re erst nach einem allfälligen Verzicht des Aktionärs bereit gewesen, auf seine Forde-

rungen zu verzichten. Daher sei davon auszugehen, dass die Abschreibung des Darle-

hens über Fr. 200'000.- nicht primär die Mietzinsausstände betroffen habe, sondern die 

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zusätzlichen Zuschüsse bzw. Darlehen, welche also der Aktionär hätte leisten müssen. 

Sowohl die Mietzinsausstände als auch die restlichen Zuschüsse bzw. Darlehen seien 

im Übrigen im Folgejahr weitestgehend abgeschrieben worden.  

 

 c) Die Argumentation der Vorinstanz ist nicht nachvollziehbar. Noch im Ein-

spracheentscheid wies sie selber darauf hin, dass die ausstehenden Mietzinszahlun-

gen, welche auf das Darlehenskonto umgebucht worden seien, als echtes Darlehen 

qualifizierten. Gleiches stellte sie sodann in Bezug auf die per 1. Januar 2011 bereits 

bestehende Darlehensforderung von Fr. 20'000.- (und die kaum ins Gewicht fallende 

Rückvergütung G von Fr. 86.80) fest. Insgesamt qualifizierte sie Fr. 190'588.- explizit 

als echtes Darlehen, auf dem auch Abschreibungen vorgenommen werden könnten. 

Wenn nun die Pflichtige ihre Darlehensforderungen gegenüber der D AG per 2011 im 

Umfang von Fr. 200'000.- abgeschrieben hat, ist folglich nicht einzusehen, wieso dies 

im Umfang der besagten Fr. 190'588.- nicht geschäftsmässig begründet sein soll. War 

die D AG per 2011 wie gesehen derart massiv überschuldet, musste die Pflichtige von 

der fehlenden Werthaltigkeit ihrer bestehenden Forderungen gegenüber der D AG aus 

Vorjahren (Fr. 20'000.-) sowie aus dem Mietverhältnis (Fr. 170'501.30)  ausgehen. Sind 

diese Forderungen sodann Bestandteil der im Konto 1077 insgesamt erfassten Aktiv-

darlehen gegenüber der D AG, so lässt sich nicht argumentieren, die Abschreibung 

betreffe "nicht primär" die Mietzinsausstände, sondern die ab Februar gewährten Zu-

satzdarlehen, welche die Vorinstanz sinngemäss für simuliert hält. Die Begründung 

hierzu, wonach ein unabhängiger Dritter erst nach einem allfälligen Verzicht des Aktio-

närs bereitgewesen wäre, auf seine Forderung zu verzichten, ist zudem rein spekulati-

ver Natur und durch nichts belegt. Bis zum von der Vorinstanz selbst ermittelten Betrag 

von Fr. 190'588.- erweist sich damit die Darlehensabschreibung als geschäftsmässig 

begründet.  

 

 d) Fraglich kann demzufolge allein noch sein, ob der Abschreibung im verblei-

benden Differenzbetrag von Fr. 9'412.- die geschäftsmässige Begründetheit abzuspre-

chen ist. 

 

 Es ist mit der Vorinstanz nicht nachvollziehbar, dass die Pflichtige einer ihr 

nicht nahestehenden Gesellschaft, welche Mietzinsausstände im sechsstelligen Fran-

kenbereich hat und derart massiv überschuldet ist, noch Darlehen von über  

1/4-Million Fr. gewähren sollte. Wohl geht es im vorliegenden Fall auch um eine Kun-

denbeziehung, indem die Darlehensnehmerin auch Mieterin ist und demzufolge die 

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Fortführung des Mietverhältnisses mit Blick auf die spezielle Nutzung der vermieten 

Räumlichkeiten im Interesse der Vermieterin sein kann. Bei den hier vorliegenden Ver-

hältnissen (Mietzinsausfall von über Fr. 170'000.-; nicht mehr einbringbare Forderung 

aus Vorjahren von Fr. 20'000.-, Überschuldung der Mieterin von über Fr. 800'000.-) 

hätte ein unabhängiger Dritter gleichwohl die Reissleine gezogen oder allenfalls einen 

Schuldenerlass unter Einbezug aller anderen Gläubiger angestrebt; keinesfalls aber 

hätte er einer derart notleidenden Mieterin noch Darlehen in solcher Höhe zur Verfü-

gung gestellt und dies ohne Vertrag, ohne jegliche Vereinbarung betreffend Sicherung, 

Rückzahlung und Verzinsung sowie im Wissen darum, das "Darlehen" umgehend ab-

schreiben zu müssen. Insoweit kann folglich von einem Darlehen keine Rede sein. Die 

ab Februar 2011 als Darlehen verbuchten Geldhingaben an die D AG in der Höhe von 

Fr. 270'000.- qualifizieren als à-fonds-perdu-Zuschüsse bzw. als Sanierungsbeiträge, 

welche selbstredend allein vom Aktionär der D AG (E) zu leisten gewesen wären. In-

soweit liegt hier folglich ein simuliertes Darlehen vor bzw. hat die Pflichtige mit den 

Geldhingaben an die D AG letztlich ihrem Aktionär E verdeckt Gewinn ausgeschüttet, 

welchen dieser für verdeckte Kapitaleinlagen bei der D AG verwendet hat (Dreiecks-

theorie). Auf Stufe der Darlehensgeberin ist dies im Moment der Abschreibung zu kor-

rigieren. Im hier betroffenen Geschäftsjahr 2011 erweist sich somit die per Jahresende 

verbuchte Darlehensabschreibung im Umfang von Fr. 9'412.- als geschäftsmässig 

nicht begründet.  

 

 e) Die steuerbehördlichen Aufrechnungen sind damit  von Fr. 200'000.- auf 

Fr. 9'412.- zu korrigieren. In Anbetracht des verbleibenden geringfügigen gewinnseiti-

gen Aufrechnungsbetrags ist auf die Bildung einer entsprechenden Steuerrückstellung 

zu verzichten. Die Steuerfaktoren sind damit – ausgehend vom ursprünglich angefoch-

tenen Veranlagungs- bzw. Einschätzungsentscheid (vgl. vorstehend Ziff. A) – um 

Fr. 190'588.- tiefer wie folgt festzusetzen: 

Steuerperiode 1.1.-31.12.2012 Direkte Bundessteuer Staats- und Gemeindesteuern 

                Fr.         Fr. 

Steuerbarer Reingewinn 280'800.- 280'800.- 

Gewinnsteuersatz 8.5% 8% 

Eigenkapital per 31.12.2012 8'212'970.- 

Steuerbares Eigenkapital  8'212'000.- 

Kapitalsteuersatz        0.75‰  

 

 

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 4. a) Gestützt auf diese Erwägungen sind die Beschwerde und der Rekurs 

teilweise gutzuheissen.  

 

 b) Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Parteien anteils-

mässig aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG) und ist der Pflichti-

gen eine wegen des nur teilweisen Obsiegens leicht reduzierte  Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 - 3 des Bundesgesetzes über 

das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 sowie § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 

des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin wird für die 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2011 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 280'800.- 

(Steuersatz 8,5%) veranlagt. Das steuerlich massgebende Eigenkapital per 

31.12.2011 beträgt Fr.  8'212'970.- (Art. 131 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

 

2. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrentin wird für die Steuerperiode 

1.1. - 31.12.2011 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 280'800.- (Gewinnsteuer-

satz 8%) und einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. 8'212'000.- (Kapitalsteuer-

satz 0,75‰) eingeschätzt. 

 
[…] 

1 DB.2015.154 
1 ST.2015.194 

	Entscheid