# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5759c5c-531b-593d-86c0-a5d3d752dcbc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.02.2024 E-904/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-904-2024_2024-02-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-904/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  F e b r u a r  2 0 2 4    

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richter Grégory Sauder; 

Gerichtsschreiber Olivier Gloor. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 2. Februar 2024. 

 

 

 

E-904/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich einer Grenzkontrolle am 9. Oktober 

2023 daktyloskopisch erfasst und im Nachweisesystem des Bundes (IPAS-

GWK) das Geburtsdatum (...) vermerkt wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 15. November 2023 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte und unter anderem angab, er sei am (...) beziehungs-

weise – gemäss afghanischem Kalender – am (…) geboren und somit min-

derjährig, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (EURO-

DAC) ergab, dass der Beschwerdeführer am 30. September 2023 in Kroa-

tien um Asyl ersucht hatte, 

dass er mit Vollmacht vom 22. November 2023 die ihm zugewiesene 

Rechtsvertretung mandatierte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der am 18. Dezember 2023 durch-

geführten Erstbefragung für Minderjährige (EB UMA) im Wesentlichen gel-

tend machte, seine Tazkera sei von den kroatischen Behörden verbrannt 

worden und er wisse nicht, wann er genau geboren sei; er sei sich aber 

sicher, dass er im Jahre (…) zur Welt gekommen sei, 

dass er sich inzwischen mit seiner Familie in Kontakt gesetzt und diese ihm 

ausgerichtet habe, er sei (…) Jahre alt, 

dass er weiter ausführt, die Grenzbeamten hätten anlässlich der Kontrolle 

Papiere konsultiert, welche er aus Kroatien und Slowenien mit sich geführt 

habe, was erkläre, weshalb sie das Geburtsdatum (...) erfasst hätten, 

dass er ferner erklärte, er könne sich nicht erinnern, in welchem Jahr er die 

Schule begonnen beziehungsweise abgeschlossen habe, 

dass er schliesslich geltend macht, er habe in Kroatien nicht um Asyl er-

sucht, sondern es seien ihm dort die Fingerabdrücke abgenommen und 

Wegweisungspapiere ausgehändigt worden, wobei er erst später gemerkt 

habe, dass er dort als volljährige Person erfasst worden sei, obwohl er an-

gegeben habe, (…) Jahre alt zu sein, 

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Seite 3 

dass der Beschwerdeführer zu einer möglichen Überstellung nach Kroatien 

geltend machte, die Lage dort sei nicht gut, er habe nicht dortbleiben wollen 

und es sei immer sein Ziel gewesen, in die Schweiz zu kommen, 

dass dem Beschwerdeführer am 16. Januar 2024 zur Absicht des SEM, 

das Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) 

auf den (...) anzupassen, das rechtliche Gehör gewährt wurde und dieser 

mit Schreiben vom 19. Januar 2024 dazu Stellung nahm sowie eine Kopie 

seines Impfausweises zu den Akten gab, 

dass das SEM am 19. Januar 2024 das Geburtsdatum des Beschwerde-

führers auf den (...) mit Bestreitungsvermerk festsetzte, 

dass die Vorinstanz am 19. Januar 2024 die kroatischen Behörden um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (ABl. L 180/31 vom 

29.6.2013, nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte, 

dass die kroatischen Behörden am 2. Februar 2024 sich gestützt auf 

Art. 25 Abs. 5 Dublin-III-VO mit der Übernahme des Beschwerdeführers 

bereit erklärten, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 2. Februar 2024 auf das Asylge-

such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Kroatien anord-

nete, den Beschwerdeführer aufforderte die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen und den zuständigen Kanton 

mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte,  

dass sie sodann festhielt, das Geburtsdatum im ZEMIS laute auf den (...), 

unter Anbringung eines Bestreitungsvermerks, 

dass sie schliesslich feststellte, eine allfällige Beschwerde habe keine auf-

schiebende Wirkung, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung der Vorinstanz am 5. Februar 

2024 die Beendigung des Mandatsverhältnisses mitteilte, 

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer am 9. Februar 2024 Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht erhob und beantragt, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzu-

treten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen, eventualiter 

sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur 

weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen und 

ein Altersgutachten zu erstellen, 

dass subeventualiter die Vorinstanz anzuweisen sei, von den zuständigen 

Behörden Zusicherungen einzuholen, dass ab dem Zeitpunkt der Ankunft 

in Kroatien umgehend Obdach, Nahrung, eine adäquate und regelmässige 

medizinische sowie psychologische Behandlung zur Verfügung stehe, 

dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die un-

entgeltliche Prozessführung zu gewähren sei, im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei und die Vollzugs-

behörden anzuweisen seien, von einer Überstellung nach Kroatien abzu-

sehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Beschwer-

de entschieden habe, 

dass die Instruktionsrichterin am 14. Februar 2024 einen vorübergehenden 

Vollzugsstopp angeordnet hat, 

dass nach Eingang der Beschwerde die Rechtssache in das vorliegende 

Verfahren betreffend Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dis-

positivziffern 1-4 der angefochtenen Verfügung) sowie das Verfahren E-

961/2024 betreffend ZEMIS-Eintrag (Dispositivziffer 5 der angefochtenen 

Verfügung) aufgetrennt wurde, zumal der Beschwerdeführer in seiner 

Rechtsmitteleingabe vom 9. Februar 2024 zusätzlich die Berichtigung des 

Geburtsdatums im ZEMIS beantragt (S. 11 unten), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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Seite 5 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Beschwerde – wie aus dem Folgenden ersichtlich sein wird – 

als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie im Verfahren einzel-

richterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin bezie-

hungsweise eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durch-

führung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung zu 

behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts 

grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf 

das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 

E. 2.2, je m.w.H.),  

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG),  

dass bei unbegleiteten Minderjährigen das Asylverfahren jedoch praxisge-

mäss im Staat durchzuführen ist, in welchem diese letztmals ein Asylge-

such gestellt haben (Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO),  

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung festhält, der Be-

schwerdeführer habe während des Verfahrens unvereinbare Angaben zu 

seinem Alter sowie zu seiner Biographie gemacht und auch keine verläss-

lichen Dokumente zur Untermauerung seines Geburtsdatums beigebracht, 

dass das Vorbringen, die kroatischen Behörden hätten seine Tazkera ver-

brannt, als Schutzbehauptung zu qualifizieren sei, zumal er nach wie vor 

im Besitze der Tazkeras seiner Angehörigen sei und auch seiner Behaup-

tung, er könne keine entsprechende Kopie einreichen, da er diese bei der 

Schule habe abgeben müssen, nicht zu überzeugen vermöge, 

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Seite 6 

dass sodann nicht ersichtlich sei, die Schweizer Grenzbehörden hätten bei 

der Erfassung des Geburtsdatums auf vom Beschwerdeführer mitgeführte 

Dokumente abgestellt, welche er in Kroatien erhalten habe beziehungs-

weise davon auszugehen sei, die erfassten Daten würden den von ihm 

selber gemachten Angaben entsprechen, 

dass insbesondere auch nicht glaubhaft dargelegt sei, die in anderen Dub-

lin-Staaten erfassten Altersangaben würden sich nicht auf die Erklärungen 

des Beschwerdeführers stützen, 

dass dem nachgereichten Impfausweis bereits vor dem einschlägigen Län-

derkontext nur ein verminderter Beweiswert zu attestieren sei und in casu 

hinzukomme, dass dieser auch nicht im Original vorliege, 

dass der Zustimmung der kroatischen Behörden zur Übernahme des Be-

schwerdeführers zu entnehmen sei, dass er dort mit dem Geburtsdatum 

(…) registriert sei, 

dass in der Rechtsmitteleingabe geltend gemacht wird, die kroatischen Be-

hörden hätten die Tazkera des Beschwerdeführers verbrannt, sein Alter an-

schliessend willkürlich und ohne Möglichkeit zur Stellungnahme oder unter 

zur Verfügungstellung eines Übersetzers festgelegt, weshalb er sich auch 

nicht dagegen habe zur Wehr setzen können, 

dass ihm seine Eltern mitgeteilt hätten, er sei im Jahre 20(…) geboren, was 

auch der eingereichte Impfausweis bestätige, wobei die Vorinstanz zu Un-

recht dessen Echtheit anzweifle und ihm zu Unrecht widersprüchliche Aus-

sagen vorhalte, 

dass die Vorinstanz dazu angehalten gewesen wäre, weitere Abklärungen 

zu tätigen, insbesondere mittels Erstellung eines Altersgutachtens,  

dass er seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen sei und es ihm nicht zur 

Last gelegt werden könne, dass keine weiteren Beweise zur Untermaue-

rung seines Alters existieren würden, wobei im Zweifel von seiner Minder-

jährigkeit auszugehen sei, 

dass er weiter geltend macht, die Erlebnisse in Kroatien hätten ihn psy-

chisch sehr belastet, er nun aufgrund von Angstzuständen nicht schlafen 

könne und auch an Panikattacken leide, wobei die Vorinstanz seine ge-

sundheitliche Situation nicht hinreichend abgeklärt habe, 

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Seite 7 

dass – auch angesichts von Berichten diverser Flüchtlings- sowie Men-

schenrechtsorganisationen – von systemischen Mängeln im Asylsystem 

Kroatiens auszugehen sei, was einen Selbsteintritt durch die Schweizer 

Behörden zwingend erforderlich mache, 

dass festzuhalten ist, dass anlässlich der Personenkontrolle in Basel und 

im Rahmen des später eingereichten Asylgesuchs den Akten jeweils ver-

schiedene Altersangaben zu entnehmen sind (...) gemäss Grenzkontrolle 

und (…) [Umrechnung] beziehungsweise (...) gemäss Personalienblatt für 

Asylsuchende), 

dass, soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Geburtsdatum sei 

in Kroatien willkürlich festgesetzt worden und die Schweizer Grenzschutz-

behörden hätten dieses unbesehen übernommen, diverse Indizien gegen 

diese Behauptungen sprechen, 

dass – wie die Vorinstanz bereits festhält – der Beschwerdeführer gemäss 

Übernahmeerklärung in Kroatien dort mit dem Geburtsdatum (…) regis-

triert wurde und somit nicht erhellt, weshalb die Grenzschutzbehörden das 

Geburtsdatum (...) übernommen haben sollen, wobei die Rechtsvertretung 

im Rahmen der Stellungnahme einzuräumen scheint, dass unklar sei, ob 

die Angaben auf ausländischen Dokumenten oder den Angaben des Be-

schwerdeführers beruhen würden (vgl. SEM-Akten A 18/4), 

dass der Beschwerdeführer sodann – wie bereits von der Vorinstanz fest-

gehalten – nicht überzeugend darlegen kann, weshalb er nicht im Besitze 

einer Tazkera ist, dass diese tatsächlich verbrannt worden sein soll und die 

kroatischen Behörden sein Geburtsdatum willkürlich festgesetzt haben sol-

len,  

dass das Aussageverhalten des Beschwerdeführers auch insofern inkon-

sistent wirkt, als er einerseits Geburtsdaten mit Monat und Tag angibt, dann 

wiederum erklärt, er kenne eigentlich nur sein Geburtsjahr (vgl. SEM-Akten 

A12/10, Ziff. 1.06), 

dass das auf dem (nachgereichten) Impfausweis ausgewiesene Geburts-

datum (umgerechnet […]) mit keiner der früheren Angaben des Beschwer-

deführers übereinstimmt und die Vorinstanz diesem Dokument bereits – 

mit zutreffender Begründung – einen relevanten Beweiswert abgesprochen 

hat, 

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Seite 8 

dass ergänzend festzuhalten ist, dass soweit der Beschwerdeführer in der 

Rechtsmittelangabe bekräftigt, er sei nach europäischem Kalender am (...) 

geboren, er selber den Angaben des Impfausweises widerspricht, 

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelingt, kohärente Anga-

ben zu seinem Geburtsdatum zu machen oder die augenfälligen Unge-

reimtheiten nachvollziehbar auszuräumen, insbesondere auch nicht durch 

die im Ergebnis nicht überzeugend dargelegte angebliche Behördenwillkür 

anderer Dublin-Staaten, 

dass es diesbezüglich nicht der Vorinstanz oblag, die bestehenden Inko-

härenzen mittels weiterer Untersuchungshandlungen auszuräumen, zumal 

die Beweislast bezüglich des Nachweises der Minderjährigkeit beim Be-

schwerdeführer liegt (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3 und 4.2.3 m.w.H.), weshalb 

er im Übrigen aus den Folgen der Beweislosigkeit – wie er geltend macht 

– nichts zu seinen Gunsten abzuleiten und sich insbesondere auch nicht 

mit Erfolg auf den Grundsatz «im Zweifel für die Minderjährigkeit» zu beru-

fen vermag, 

dass der Antrag auf Durchführung einer Altersabklärung demgemäss ab-

zuweisen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer aufgrund des Ausgeführten im Ergebnis 

nicht gelingt, seine Minderjährigkeit glaubhaft darzulegen, weshalb Art. 8 

Abs. 4 Dublin-III-VO vorliegend nicht einschlägig ist, 

dass die kroatischen Behörden der Überstellung des Beschwerdeführers 

zugestimmt haben, 

dass im Zusammenhang mit der Überstellung nach Kroatien die Vorinstanz 

bereits auf die völker- sowie unionsrechtlichen Verpflichtungen Kroatiens 

hingewiesen hat, 

dass, soweit der Beschwerdeführer auf die angespannte Unterbringungs-

situation sowie Gesundheitsversorgung in Kroatien verweist, festzuhalten 

ist, dass dies einer Überstellung nicht in genereller Weise entgegensteht, 

dies auch unter Würdigung der vom Beschwerdeführer in diesem Zusam-

menhang zitierten Quellen (vgl. bereits das Urteil des BVGer F-836/2024 

vom 13. Februar 2024 E. 5.5) und er im Übrigen auch keine gesundheitli-

chen Probleme geltend macht oder entsprechende Arztberichte zu den Ak-

ten gelegt hat, welche darlegen würden, dass er auf intensive medizini-

schen Pflege angewiesen wäre, deren Nichtgewährung zu einer akuten 

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Seite 9 

und bedrohlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes führen 

würde, 

dass, soweit der Beschwerdeführer – unter anderem mit Verweis auf die 

Schutzquote in Kroatien – sinngemäss geltend macht, er werde in Kroatien 

kein faires Asylverfahren erhalten und es drohe ihm eine Verletzung des 

Refoulement-Verbotes, festzuhalten ist, dass sämtliche EU/EFTA-Staaten 

als Staaten gelten, in welchen effektiver Schutz vor Rückschiebung im 

Sinne von Art. 5 Abs.1 AsylG besteht (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) und der 

Umstand, dass sämtliche Dublin-Mitgliedstaaten Signatarstaaten der FK 

sowie der EMRK sind und mithin der Grundsatz des gegenseitigen und 

berechtigten Vertrauens herrscht, gerade Voraussetzung für den Ab-

schluss eines europäischen Asylzuständigkeitsübereinkommens bildet 

(vgl. Erwägung 3 der DubIin-III-VO; ULRICH KOEHLER, Praxiskommentar 

zum Europäischen Asylzuständigkeitssystem, Berlin, 2018, Einführung 

N 9),  

dass der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund mit dem Verweis auf 

die generelle Schutz- beziehungsweise Anerkennungsquote diesbezüglich 

nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, zumal diesbezüglich weder 

etwas Konkretes über die kroatische Rechtspraxis im Zusammenhang mit 

Afghanistan noch über die Korrektheit der dort beurteilten Einzelfälle ge-

sagt werden kann und der Beschwerdeführer sich diesbezüglich letztend-

lich auf Vermutungen stützt, 

dass aufgrund des Vorstehenden keine weiteren Zusicherungen beim Ziel-

staat einzuholen sind, der entsprechende Subeventualantrag abzuweisen 

ist und auch kein Grund für einen Selbsteintritt im Sinne von Art. 17 Dublin-

III-VO i.V.m. Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) durch die Schweizer Behörden besteht, 

dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und die Überstellung nach Kroatien angeordnet hat,  

dass der angeordnete Vollzugsstopp mit vorliegendem Urteil dahinfällt und 

das Begehren um aufschiebende Wirkung der Beschwerde mit Erlass des 

vorliegenden Urteils gegenstandslos geworden ist, 

dass das Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

aufgrund der sich aus dem Vorstehenden ergebenden Aussichtslosigkeit 

abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 10 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils der Gerichts-

kasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Barbara Balmelli Olivier Gloor 

 

 

Versand: