# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbe2740a-a163-5f10-801a-eea1f6edd7bd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.04.2012 RT120055
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT120055_2012-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT120055-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, die Oberrichterinnen  

Dr. M. Schaffitz und in Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

Beschluss vom 4. April 2012 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Bewilligung Rechtsvorschlag / Feststellung neues Vermögen /  
Kosten- und Entschädigungsfolgen 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 22. Februar 2012 (EB110651) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 22. Februar 2012 wies die Vorinstanz das Begeh-

ren des Klägers und Beschwerdeführers (fortan Kläger) um Bewilligung des 

Rechtsvorschlags wegen fehlenden neuen Vermögens in der Betreibung Nr. … 

des Betreibungsamts C._____ (Zahlungsbefehl vom 28. November 2011, Betrei-

bung für ausstehende Mietzinse für Videoapparat und Fernseher in der Höhe von 

Fr. 1'945.80) ab. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen wurden zu Lasten des 

Klägers geregelt (Urk. 18). 

b) Hiergegen hat der Kläger am 2. März 2012, eingegangen am 5. März 

2012, fristgerecht Beschwerde erhoben (Urk. 17). 

2. Mit Schreiben vom 6. März 2012 wurde dem Kläger die Gelegenheit 

eingeräumt, auf die Durchführung eines formellen Beschwerdeverfahrens zu ver-

zichten, da gegen den vorinstanzlichen Entscheid an sich kein Rechtsmittel gege-

ben ist, ausser in Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen, welche indes 

nicht angefochten wurden (Urk. 20). Der Kläger liess sich innert der ihm angesetz-

ten Frist nicht vernehmen. Entsprechend ist das Beschwerdeverfahren durchzu-

führen. 

3. a) Der Kläger führt an, dass er nicht zu neuem Vermögen gekom-

men sei. Er habe entsprechende Belege zu seinem Einkommen aus der Invali-

denrente und aus Ergänzungsleistungen eingereicht um aufzuzeigen, dass ihm 

dies kaum zum Leben reiche. Er habe Verlustscheine und eine Busse über 

Fr. 3'000.– abzubezahlen. Vermutlich habe er versehentlich Rechtsvorschlag an-

gekreuzt, da er nach einem Gespräch im Betreibungsbüro nicht aufgepasst habe. 

Entsprechend ersuche er darum, von einem Rechtsvorschlag abzusehen, da er 

nicht in der Lage sei, dies zu bezahlen (Urk. 17). 

b) Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen 

erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Hierzu gehört unter anderem die Frage, ob ein Ent-

scheid bereits in Rechtskraft erwachsen ist und ob dementsprechend überhaupt 

ein Rechtsmittel zulässig ist (Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO). 

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c) Gemäss Art. 265a Abs. 1 SchKG ist gegen den Entscheid des Ge-

richts, welches über die Bewilligung des Rechtsvorschlags entscheidet, kein 

Rechtsmittel zulässig. Entsprechend ist die angerufene Kammer gar nicht befugt, 

den vorinstanzlichen Entscheid zu überprüfen, weshalb diesbezüglich auf die Be-

schwerde nicht einzutreten ist. 

4. a) Hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen bringt der 

Kläger sinngemäss vor, dass er nicht in der Lage sei, diese zu bezahlen, auch 

nicht in Teilzahlungen (Urk. 17). Sodann reicht der Kläger hierzu neue Unterlagen 

ein (Urk. 19/1-2). 

b) Hinsichtlich der neu eingereichten Belege ist der Kläger darauf hinzu-

weisen, dass diese vorliegend unbeachtlich sind, da im Beschwerdeverfahren 

neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel gemäss 

Art. 326 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen sind.  

c) Vorliegend vermag die Beschwerde hinsichtlich der Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen bereits den formellen Anforderungen in keiner Weise zu genü-

gen, hat eine solche doch konkrete Rechtsbegehren zu enthalten, aus denen ein-

deutig hervorgeht, in welchem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten 

wird. Die vorliegende Beschwerdeschrift enthält keine expliziten Rechtsbegehren 

und lässt offen, ob der Kläger nun ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege stellen will, ob er die von der Vorinstanz festgesetzte Kostenhöhe 

von Fr. 200.– oder die Kostenauflage an ihn anfechten will. Dementsprechend ist 

auch diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

d) Selbst wenn auf die diesbezügliche Beschwerde einzutreten gewesen 

wäre, hätte sie abgewiesen werden müssen, gilt doch im Beschwerdeverfahren 

das Rügeprinzip (Freiburghaus/Afheldt in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

berger, ZPO-Komm., Zürich/Basel/ Genf 2010, N 15 zu Art. 321 ZPO), d.h. die 

Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln 

(unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Der Kläger setzt sich 

jedoch in seiner Beschwerdeschrift mit den vorinstanzlichen Erwägungen in Be-

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zug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen in keiner Weise auseinander. Da-

mit würde es hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen auch dann beim 

vorinstanzlichen Entscheid bleiben, wenn auf die Beschwerde einzutreten gewe-

sen wäre. 

5. Damit erweist sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbe-

gründet bzw. unzulässig, weshalb auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der 

Beklagten und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte) verzichtet werden kann 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

6. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwen-

dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzulegen und 

ausgangsgemäss dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

b) Der Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfah-

ren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Klägers wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Kläger aufer-

legt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer 

Kopie von act. 17, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

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6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 1'945.80. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 4. April 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 
 

 
 
versandt am: js 

	Beschluss vom 4. April 2012
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Klägers wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Kläger auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 17, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...