# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a97942a4-734b-5f35-9669-cc81b2aae78d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 12.02.2018 B 2007/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2007-117_2018-02-12.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2007/117

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 12.02.2018

Entscheiddatum: 12.02.2018

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. Februar 2008
Wasserbau, Art. 4 WBG (SR 721.100). Das Ausbauprojekt Linthkanal 2000 
sieht einen Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser vor und 
verringert den bisherigen Schutz nicht. Für Landwirtschaftsgebiete ist nach 
der Praxis ein Schutz vor einem zwanzigjährlichen Hochwasser genügend. 
Eigentümer und Bewirtschafter landwirtschaftlicher Grundstücke kommen 
somit in den Genuss eines Schutzes, wie er sonst nur für Siedlungsgebiete 
festgelegt wird. Aufgrund des Stands der Technik ist eine Anlage zur 
Bewältigung eines Ueberlastfalls erforderlich. Damit wird vermieden, dass 
bei Extremhochwasser die Dämme unkontrolliert überströmt und zerstört 
werden können. Die geringe Gefährdung durch gezielte Ueberflutungen wird 
somit durch einen erhöhten Schutz vor unkontrollierbaren Dammbrüchen 
kompensiert. Darüber hinaus hat das Linthwerk den von einem Ueberlastfall 
Betroffenen Schadenersatzzahlungen zugesichert. Die Notentlastung bildet 
daher keinen unverhältnismässigen Eingriff in die Rechte der 
Beschwerdeführer (Verwaltungsgericht, B 2007/117).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer; Ersatzrichter P. Somm; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. 

Vögeli

_______________

 

In Sachen

A., B., C. und weitere  

Beschwerdeführer,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

alle vertreten durch Fürsprecher X.  

gegen

 

Regierung des Kantons St. Gallen,Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Linthwerk, Grynaustrasse 3, 8730 Uznach,

Beschwerdebeteiligter,

vertreten durch die Linthkommission,

 

betreffend

Projekt Hochwasserschutz Linth 2000, Teilprojekt Linthkanal

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Eidgenössische Tagsatzung beschloss am 28. Juli 1804 den Bau des 

Linthwerks. Dieses umfasst im wesentlichen den Escherkanal und den Linthkanal 

sowie Nebengewässer. Mit dem Escherkanal wurde die Glarner Linth, welche einst 

direkt durch die Linthebene Richtung Oberer Zürichsee floss, in den Walensee 

umgeleitet. Dieser dient als Retentionsbecken und Geschiebesammler. Der Linthkanal 

entwässert den Walensee in den Zürichsee. Mit diesen Massnahmen wurden die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Linthebene und das Walenseegebiet gegen Hochwasser geschützt und entsumpft. Der 

Walenseespiegel wurde ausserdem erheblich abgesenkt, wodurch die Entwicklung der 

Region ermöglicht wurde.

B./ Bis Ende 2003 war das Linthwerk ein eidgenössisches Unternehmen mit dem 

Zweck, den Hochwasserschutz in der Linthebene sicherzustellen. Die Eidgenössische 

Linthkommission beschloss im Jahr 1998, das Linthwerk bezüglich Hochwasserschutz 

und konstruktiver Sicherheit zu überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass es in seinem 

aktuellen Zustand den Belastungen durch ein hundertjährliches Hochwasser nicht mehr 

zu genügen vermag. Untersuchungen zeigten mehrere Schwachstellen und eine 

potentielle Schadensumme von rund 280 Mio. Franken bei einem Schadenereignis 

(Dammbruch) mit einer Eintretenswahrscheinlichkeit von dreissig bis hundert Jahren. 

Im Mai 1999 und im August 2005 fanden Hochwasserereignisse statt, welche den 

Handlungsbedarf bestätigten.

Das Linthwerk erarbeitete das Projekt Hochwasserschutz Linth 2000 mit den 

Teilprojekten Escherkanal und Linthkanal. Das Projekt sieht vor, dass ein Teil der 

bestehenden wasserbaulichen Anlagen aufgrund der festgestellten Sicherheitsmängel 

umfassend saniert wird, damit ein hundertjährliches Hochwasser schadlos abgeleitet 

werden kann. Als Schutzziel wurde für den Linthkanal im Bereich zwischen 

Ziegelbrücke und Zürichsee ein gefahrloser Abfluss von 360 m /sec festgelegt, was 

einem hundertjährlichen Hochwasser entspricht (techn. Bericht S. 25). Weiter wird 

beabsichtigt, dass auch extremere Hochwasserereignisse ohne grossräumige Schäden 

bewältigt werden können. Dies bedingt eine geotechnische Sanierung der Dämme über 

weite Strecken sowie eine Verbesserung der Zugänglichkeit für Unterhalt und 

Intervention. Schliesslich wurde für extreme, mehr als hundertjährliche Hochwasser 

eine Notentlastung im Bereich Hänggelgiessen in der Gemeinde Schänis vorgesehen. 

Weiter sind auch ökologische Aufwertungen beabsichtigt. Damit soll das Projekt die 

wirtschaftliche Nutzbarkeit der Linthebene als Siedlungs- und Verkehrsraum, 

Landwirtschaftsgebiet und Ferienregion gewährleisten.

C./ Die Kantone St. Gallen, Glarus, Schwyz und Zürich gaben sich mit der 

Interkantonalen Vereinbarung über das Linthwerk vom 23. November 2000 

(sGS 734.331, abgekürzt: Linthkonkordat) die Rechtsgrundlagen für die gemeinsame 

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufgabenerfüllung im Bereich des Linthwerks. Die neue Trägerschaft ist eine öffentlich-

rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie übernahm Rechte und Pflichten 

der Eidgenössischen Linthunternehmung und hat ihren Sitz in Uznach (Art. 1 des 

Linthkonkordats). Nach Art. 2 des Linthkonkordats stellt das Linthwerk den 

Hochwasserschutz in der Linthebene sicher, wobei auf die Bedürfnisse der Bewohner 

und der Umwelt im Sinne der Bundesgesetzgebung Rücksicht genommen wird. Der 

Bund löste auf den 1. Januar 2004 die Eidgenössische Linthunternehmung auf.

Die Linthkommission verabschiedete am 29. September 2005 die Teilprojekte 

Escherkanal und Linthkanal des Projekts Hochwasserschutz Linth 2000 und gab diese 

zur öffentlichen Auflage frei. Das Auflageprojekt Hochwasserschutz Linth 2000, 

Linthkanal, lag vom 25. Oktober bis 23. November 2005 samt 

Umweltverträglichkeitsbericht und Rodungsgesuch in den beteiligten Gemeinden der 

Kantone St. Gallen, Glarus und Schwyz öffentlich auf. Die betroffenen Grund- und 

Werkeigentümer wurden am 19. Oktober 2005 von der öffentlichen Auflage nach 

Art. 16 Abs. 2 des Linthkonkordats in Kenntnis gesetzt. Dabei wurde darauf 

hingewiesen, dass innert der Auflagefrist bei der Linthkommission zuhanden der 

Regierung des Kantons St. Gallen gegen das Ausbauvorhaben und gegen die 

Zulässigkeit der Enteignung privater Rechte Einsprache erhoben werden könne. Das 

Linthwerk benachrichtigte am 20. Oktober 2005 die Pächter von Vorland oder 

Böschungen an der Linth über die öffentliche Auflage.

Innerhalb der Auflagefrist wurden gegen das Ausführungsprojekt Linthkanal 95 

Einsprachen erhoben. Die Linthkommission übermittelte diese am 21. Dezember 2005 

der Regierung des Kantons St. Gallen zur Bearbeitung und zum Entscheid sowie zur 

Erteilung der erforderlichen Bewilligungen.

Aufgrund der Einsprachen überprüfte das Linthwerk das Projekt in verschiedenen 

Teilbereichen und nahm einzelne Anpassungen vor, namentlich bezüglich der 

Hochwasserentlastung und Drosselung des "Sumpf-Uslaufs". Anstelle der im 

Auflageprojekt vorgesehenen abgesenkten Ueberlaufkante im Bereich der 

Hochwasserentlastung Hänggelgiessen soll ein gesteuertes Wehr erstellt werden, das 

bei einem Extremereignis geöffnet und anschliessend wieder geschlossen werden 

kann. Damit soll der Ueberlastfall besser und situativer gesteuert werden können. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufgrund der Ueberprüfung der Kapazitäten des "Sumpf-Uslaufs" wurde auf den 

Einbau einer Drosselung oberhalb des Entlastungsbauwerks verzichtet. Allerdings 

behielt sich das Linthwerk ausdrücklich vor, zu einem späteren Zeitpunkt ein 

Drosselbauwerk zu erstellen, wenn infolge erheblich grösserer Zuflüsse aus den 

Schännerbächen die Kapazität nicht mehr ausreichen sollte.

Zwischen Mai 2006 und April 2007 wurden mit den Einsprechern Verhandlungen 

geführt. In der Folge konnten 47 Einsprachen auf dem Verhandlungsweg erledigt 

werden.

Die Regierung des Kantons St. Gallen behandelte an ihrer Sitzung vom 12. Juni 2007 

das Projekt und die Einsprachen. Sie entschied, das Projekt Linthkanal im Rahmen des 

Kostenvoranschlags von Fr. 104'500'000.-- für das Gesamtprojekt Linth 2000 (Anteil 

Linthkanal rund 75 %, inkl. MWSt, Preisbasis September 2005) mit dem generellen 

Schutzziel von 360 m /sec., entsprechend einem hundertjährlichen 

Hochwasserereignis (HQ ), unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen als 

umweltverträglich zu genehmigen. Ausserdem nahm die Regierung Kenntnis von den 

Ergebnissen der Einspracheverhandlungen und insbesondere auch von den im 

Rahmen von Einspracherückzügen abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen 

zwischen dem Linthwerk und den Einsprechern. Die Auflagen und Bedingungen 

wurden im Regierungsbeschluss einzeln und detailliert aufgeführt (Entscheid Nr. 466, 

Ziff. 1 - 17). Im übrigen wies die Regierung die Einsprachen ab, soweit sie darauf eintrat 

und soweit die Einsprachen nicht gegenstandslos geworden waren (Ziff. 1). Die 

Zusicherungen des Linthwerks zur Projektänderung des Notentlastungsbauwerks mit 

gesteuertem Wehr statt einer abgesenkten Ueberlaufkante, zum Verzicht auf ein 

Drosselbauwerk im "Sumpf-Uslauf" sowie über die Verpflichtung, für Schäden aus 

Extremereignissen an Grundstücken, die nachgewiesen als Folge einer gezielten 

Entlastung aus dem Gewässersystem Linthkanal entstehen sollten, anteilmässig nach 

der Verursachung Entschädigung zu leisten bzw. den Schaden zu ersetzen, wurden als 

verbindlich erklärt (Ziff. 2). Auf die Erhebung einer Entscheidgebühr wurde verzichtet 

(Ziff. 3). Die Regierung hielt fest, das Linthwerk stelle den Hochwasserschutz in der 

Linthebene sicher. Auf die Bedürfnisse der Bewohner sowie der Umwelt sei im Sinn der 

Bundesgesetzgebung Rücksicht zu nehmen. Ein Gewässer dürfe bzw. müsse verbaut 

oder korrigiert werden, wenn dies dem Schutz von Menschen und erheblichen 

3

100

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Sachwerten diene. Die Kantone bzw. das Linthwerk hätten den Hochwasserschutz in 

erster Linie durch den Unterhalt der Gewässer und durch raumplanerische 

Massnahmen zu gewährleisten. Reiche dies nicht aus, müssten bauliche Massnahmen 

wie Verbauungen, Eindämmungen, Korrektionen, Hochwasserrückhalteanlagen usw. 

getroffen werden. Gewässer, Ufer und Werke des Hochwasserschutzes müssten so 

unterhalten werden, dass der vorhandene Hochwasserschutz, insbesondere die 

Abflusskapazität, erhalten bleibe. Diese bundesrechtlichen Gesetzesgrundlagen 

würden im st. gallischen Wasserbaugesetz weiter konkretisiert. Gewässer seien so zu 

unterhalten und auszubauen, dass das Wasser ungehindert abfliessen und eine 

Gefährdung von Bauwerken und genutztem Boden vermieden werden könne. Der 

Ausbau der Gewässer solle einen hinreichenden Abfluss gewährleisten. Bei Eingriffen in 

ein Gewässer müsse dessen natürlicher Verlauf aber möglichst beibehalten oder 

wiederhergestellt werden. Ausserdem müssten die Gewässer und Ufer so gestaltet 

werden, dass sie einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dienen 

könnten, die Wechselwirkung zwischen ober- und unterirdischen Gewässern 

weitgehend erhalten bleibe und eine standortgerechte Ufervegetation gedeihen könne. 

Sofern zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes bauliche Massnahmen erforderlich 

seien, erfolge die Dimensionierung der Schutzbauten nach den anerkannten und 

schweizweit angewendeten Grundsätzen für ein grosses und dementsprechend 

seltenes Ereignis. Der Grad des Schutzes richte sich dabei nach dem Wert der zu 

schützenden Objekte. Regelmässig gelte dabei für Siedlungsgebiete als Schutzziel ein 

hundertjährliches Hochwasser und für Landwirtschaftsgebiete ein zwanzigjährliches 

Hochwasser. Obwohl die Schutzziele somit grundsätzlich differenziert festzulegen 

seien, werde beim Linthkanal aufgrund der Topographie und des Gewässerverlaufs 

sowie der räumlichen Verzahnung der verschiedenen Nutzungen auf eine 

Unterscheidung der Schutz-ziele für Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiete verzichtet. 

Mit dem festgelegten einheitlichen Schutzziel sollten im Bereich des Projekts 

Linthkanal mit den geplanten Massnahmen sowohl die Siedlungsgebiete als auch die 

Landwirtschaftsgebiete im gleichen Mass geschützt werden. Mit dem Projekt 

Linthkanal werde den in der Schweiz üblichen und vom Bund auch verlangten 

Sicherheitsstandards somit vollumfänglich entsprochen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

D./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 4. Juli 2007 erhoben A., B. und C. 

sowie . . .(27 Grundeigentümer und Bewirtschafter) Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht und stellten folgende Rechtsbegehren:

"A. In materieller Hinsicht:

Die Entscheide der Regierung des Kantons St. Gallen vom 12. Juni 2007, Nummern 

419-425, 427-429, 431, 434, 436-437, 439-440, 442, 444-446, 449-451, 459-460, 462 

sowie 466, in der Sache Projekt Hochwasserschutz Linth 2000, Teilprojekt Linthkanal, 

seien aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an die Regierung 

zurückzuweisen mit den folgenden Auflagen:

○    Die Regierung habe in ihrem neuen Entscheid die vom Bundesamt für 

Landwirtschaft gestellten Anträge 3 und 4 (enthalten im Bericht des BAFU vom 19. 

Februar 2007, Seite 6, Beschwerdebeilage 8) zu behandeln und förmlich darüber zu 

entscheiden;

○    Das Projekt Hochwasserschutz Linth 2000, Teilprojekt Linthkanal, sei mit den 

folgenden Aenderungen zu versehen und nur mit diesen Aenderungen zu genehmigen:

a.   Die Sanierung des Linthkanals ist in der Weise auszuführen, dass das Bauwerk auf 

seiner vollen Länge, namentlich auch im Streckenabschnitt von oberhalb 

Hänggelgiessen bis zur Einmündung in den Zürichsee, jederzeit mindestens 500 m

Wasser pro Sekunde sicher abführen kann;

b.   Die im Gebiet der Schänner Ebene vorgesehenen Vorkehrungen für den 

Ueberlastfall müssen baulich, technisch und betrieblich so ausgestaltet sein, dass eine 

Ausleitung von Wasser aus dem Linthkanal in das Ufergebiet erst ab einer 

Wasserführung im Linthkanal von mehr als 500 m /s erfolgt;

c.   Auf die Kanalaufweitung und Renaturierung im Gebiet Hänggelgiessen wird 

verzichtet."

Als Eventualantrag stellten die Beschwerdeführer das Rechtsbegehren, die im 

Hauptantrag verlangten Aenderungen des Projekts seien im Beschwerdeentscheid 

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

festzulegen. In verfahrensmässiger Hinsicht beantragten sie, es sei ihnen Einsicht in die 

zwischen dem Linthwerk und den Umweltorganisationen abgeschlossene Vereinbarung 

zu gewähren und es sei ihnen Gelegenheit zu geben, anschliessend die Beschwerde zu 

ergänzen, ausserdem sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen, alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Beschwerdeführer rügen im wesentlichen, dass 

das angefochtene Projekt einen ungenügenden Hochwasserschutz biete bzw. den 

Hochwasserschutz gegenüber dem bestehenden Schutzkonzept verschlechtere. Das 

Linthwerk sei tauglich; erforderlich sei einzig dessen Erneuerung wegen der 

Altersabnutzung und wegen des in den letzten Jahrzehnten vernachlässigten 

Unterhalts. Zudem sei die bestehende Abflusskapazität bundesrechtlich gewährleistet. 

Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, dass sie als Eigentümer oder Pächter 

von Grundstücken in der Schänner-Ebene durch die vorgesehene Notentlastung 

unverhältnismässig belastet würden. Sodann rügen sie eine übermässige 

Beanspruchung von landwirtschaftlichem Boden und machen geltend, die Aufweitung 

Hänggelgiessen stelle ein falsches Zugeständnis an die Forderungen nach Oekologie 

und Renaturierung dar. Auf die einzelnen Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.

Am 9. Juli 2007 stellte das Verwaltungsgericht dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer den Vergleich zwischen dem Linthwerk und den 

Umweltschutzorganisationen zu und setzte Frist zur allfälligen Ergänzung der 

Beschwerde an. In ihrer Eingabe vom 24. August 2007 halten die Beschwerdeführer 

fest, der Vergleich vom Mai 2007 sei ihres Erachtens für die Beschwerde unbeachtlich.

In ihrer Vernehmlassung vom 24. September 2007 beantragte die Regierung, die 

Beschwerde sowohl bezüglich der Hauptanträge als auch bezüglich der 

Eventualbegehren vollumfänglich abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der 

Beschwerdeführer. Die Regierung hält fest, das Schutzziel des Projekts Linth 2000 

entspreche den Vorgaben des Bundes und den anerkannten Grundsätzen eines 

modernen Hochwasserschutzes vollumfänglich und bringe namentlich für die 

Landwirtschaftsgebiete in der Linthebene eine erhebliche Verbesserung. Die 

bestehende Abflusskapazität werde nicht nur gewährleistet, sondern verbessert. Daher 

erweise sich die Erhöhung des Schutzziels, wie sie die Beschwerdeführer verlangten, 

auch in Anbetracht der damit verbundenen Mehrkosten bzw. der erforderlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Mehrbeanspruchung an Bodenflächen als unverhältnismässig. Im weiteren sei die 

Beherrschung des Ueberlastfalls Projektbestandteil eines jeden modernen 

Hochwasserschutzprojekts. Mit einer regulierten Hochwasserentlastung könne eine 

allfällige, allerdings bisher noch nie vorgekommene Mehrwassermenge gezielt 

ausgeleitet werden, um weitaus grössere Schäden infolge eines Dammbruchs an einer 

unvorhersehbaren Stelle zu verhindern. Die Notentlastung springe nicht bereits bei 

einem hundertjährlichen Hochwasser an, sondern erst bei einem wesentlich grösseren 

Hochwasserereignis. Unbestritten sei, dass ein Teil der Grundstücke der 

Beschwerdeführer im Bereich der potentiellen Ueberflutungsfläche bei Eintritt eines 

Ueberlastfalls als Folge eines Extremereignisses liege. Dies ergebe sich auch aus den 

im Rahmen der Einspracheverhandlungen vom Linthwerk vorgelegten 

Ueberflutungsberechnungen für Extremereignisse. Daher habe sich das Linthwerk 

gegenüber den Beschwerdeführern im Rahmen des Einspracheverfahrens auch 

verpflichtet, einen aus einem solchen Vorfall entstandenen Schaden zu ersetzen. Im 

weiteren bilde auch die Aufweitung Hänggelgiessen einen Projektbestandteil und diene 

der Hochwassersicherheit. Es handle sich nicht um ein ökologisches Feigenblatt und 

auch nicht um ein falsches Zugeständnis an die Forderungen der Oekologie und 

Renaturierung. Schliesslich habe sich die Regierung mit dem geltend gemachten 

Verlust landwirtschaftlichen Bodens auseinandergesetzt. Sämtlicher Boden, der für das 

Projekt benötigt werde, stehe zwischenzeitlich im Eigentum des Linthwerks. Alle 

Landerwerbe hätten freiwillig und ohne Enteignungsverfahren abgeschlossen werden 

können.

Auch das Linthwerk beantragt in seiner Vernehmlassung vom 24. September 2007, die 

Anträge der Beschwerdeführer seien vollumfänglich abzuweisen, soweit sie nicht mit 

dem Auflageprojekt im Einklang stünden bzw. nicht bereits im Rahmen der 

Einspracheverhandlungen geklärt worden seien, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Das Linthwerk hält fest, im derzeitigen Zustand sei über weite 

Strecken rechnerisch die Abflusskapazität für ein hundertjährliches Hochwasser nicht 

vorhanden. Im Projekt sei die Kapazität auf ein hundertjährliches Hochwasser von 

360 m /s festgelegt. Die projektierten Dammkronen bzw. Uferhöhen müssten 

mindestens um das Freibord höher als der Wasserspiegel der Ausbauwassermenge 

sein. Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführer werde die Dammkrone nicht 

systematisch auf eine einheitliche tiefere Linie herabgenommen. Das Projekt sehe 

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

lediglich eine partielle Absenkung der Dammkrone vor. Diese Absenkung erfolge in 

Abschnitten, wo der Damm nach einem bautechnisch bedingten Abtrag nicht wieder 

auf die ursprüngliche Höhe angehoben werde. Eine örtliche Erhöhung der Dämme 

führe nicht zu einer Erhöhung der Sicherheit des Linthkanals.

Die Beschwerdeführer erhielten Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen der Regierung 

und des Linthwerks Stellung zu nehmen. In ihrer Eingabe vom 14. November 2007 

halten sie an ihrem Rechtsbegehren grundsätzlich fest. Einzig den Antrag, die 

Regierung habe in ihrem neuen Entscheid die vom Bundesamt für Landwirtschaft 

gestellten Anträge zu behandeln und förmlich darüber zu entscheiden, liessen sie 

fallen. An den Anträgen, wonach die Sanierung des Linthkanals in der Weise 

auszuführen sei, dass auf der vollen Länge jederzeit mindestens 500 m /s Wasser 

sicher abgeführt werden könnten und die Notentlastung erst bei einer höheren 

Wasserführung ausgelöst werde, und dass auf eine Kanalaufweitung und 

Renaturierung im Gebiet Hänggelgiessen zu verzichten sei, halten die 

Beschwerdeführer fest.

Die Regierung liess sich zur Stellungnahme der Beschwerdeführer nicht mehr 

vernehmen. Das Linthwerk reichte eine Vernehmlassung ein. Die Beschwerdeführer 

erhielten Gelegenheit, sich dazu zu äussern.

Die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten werden, soweit wesentlich, in den 

nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Am 23. Januar 2008 zogen die Beschwerdeführer ihr Begehren um Durchführung einer 

öffentlichen Verhandlung zurück.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Nach Art. 18 Abs. 2 des Linthkonkordats unterliegen Entscheide der jeweiligen 

Regierung über die Bewilligung einer umfassenden Erneuerung der Werkanlagen der 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des betreffenden Kantons. Angefochten sind 

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheide der Regierung des Kantons St. Gallen, womit die Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen gegeben ist.

1.1. Nach Art. 4 Abs. 1 des Linthkonkordats ist das Recht des Kantons St. Gallen 

anwendbar, soweit das Linth-konkordat nichts anderes bestimmt. Da die Vereinbarung 

keine spezifischen Vorschriften über die anwendbaren Verfahrensnormen enthält, ist 

das Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons St. Gallen (sGS 951.1, abgekürzt 

VRP) anwendbar. Dieses findet gemäss Art. 1 Abs. 1 lit. b Anwendung auf den 

Rechtsschutz in Verwaltungsstreitsachen, wenn nicht eidgenössische Erlasse und 

kantonale Gesetze abweichende Vorschriften enthalten (Art. 2 Abs. 1 VRP). Dies ist 

vorliegend nicht der Fall.

1.2. Die Beschwerde wurde rechtzeitig innerhalb der Frist von vierzehn Tagen (Art. 64 

Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP) eingereicht. Sie enthält einen Antrag, eine 

Darstellung des Sachverhalts und eine Begründung (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 48 Abs. 1 VRP). Insoweit sind die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt.

1.3. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Beschwerde 

legitimiert, wer an der Aenderung oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheids 

ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut.

1.3.1. In der Beschwerde wird festgehalten, alle Beschwerdeführer seien Eigentümer 

oder Pächter von Land in der Schänner Ebene. Die Details ergäben sich aus dem 

jeweiligen Bst. G der angefochtenen Entscheide. Die entsprechenden Parzellen lägen 

im direkten Einflussbereich des angefochtenen Projekts. Sie seien im Fall eines 

Hochwassers - namentlich bei Auslösung des Ueberlastfalls - von Ueber-

schwemmungen bedroht. Die Beschwerdeführer hätten somit ein eigenes, besonderes 

und schützenswertes Interesse an der Anfechtung der regierungsrätlichen Entscheide. 

Ihnen allen sei in den angefochtenen Entscheiden die Einspracheberechtigung 

zugesprochen worden.

Die Regierung hält in ihrer Vernehmlassung fest, aufgrund der räumlichen Lage der im 

Eigentum bzw. in Pacht der Beschwerdeführer stehenden Grundstücke werde die 

Beschwerdelegitimation nicht bestritten. Von sämtlichen Beschwerdeführern liege 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mindestens ein Teil der Grundstücke im möglichen Einflussbereich des Linthkanals, 

sofern bei Extremereignissen der Ueberlastfall eintreten sollte. Mit Ausnahme der 

Beschwerdeführer X. und Y. hätten alle Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren Einsprache gegen das Projekt und gegen die Zulässigkeit der Enteignung 

erhoben.

1.3.2. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz haben auch die Beschwerdeführer X. 

und Y. gegen das öffentlich aufgelegte Projekt Einsprache erhoben (Einspracheakten 

act. 3 und 8). Auch bei ihnen ist daher die formelle Beschwer gegeben.

1.3.3. Die Legitimation zur Beschwerde ist von Amtes wegen zu prüfen. Fest steht, 

dass die Beschwerdeführer Eigentümer und/oder Pächter von Grundstücken sind, die 

im Bereich der Schänner Ebene liegen, und zwar teilweise in jenem Bereich, der in 

einem Ueberlastfall überflutet werden kann. Die Regierung hat den Beschwerdeführern 

ohne weiteres die Legitimation zur Einsprache zuerkannt. Es ist indessen mit Bezug auf 

die einzelnen Beschwerdeführer und die von ihnen erhobenen Rügen von Amtes wegen 

zu prüfen, inwieweit die Legitimation bejaht werden kann. Die Beschwerdelegitimation 

wird nicht dadurch begründet, dass jemandem eine Verfügung mit einer 

Rechtsmittelbelehrung eröffnet wird. Auch auf die Bestreitung oder Nichtbestreitung 

der Legitimation durch die Gegenpartei kommt es nicht an. Die von Amtes wegen 

vorzunehmende Prüfung entbindet den Beschwerdeführer auch nicht von der 

Darlegung der Gründe, aus denen sich seine Beschwerdebefugnis ergibt, weil ihn die 

Beweislast trifft, dass ihm das Beschwerderecht zusteht (F. Gygi, 

Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 150 f. mit Hinweisen). 

Das Auflageprojekt des Linthwerks regelt, allenfalls mit Ausnahme der Zusicherung von 

Schadenersatz beim Eintritt des Ueberlastfalls, keine Rechtsverhältnisse mit den 

Beschwerdeführern. Insbesondere sind diese nicht von Enteignungen betroffen. Die 

Beschwerdeführer können durch das Projekt aber in einem besonderen Mass berührt 

sein, so dass ihnen ein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung zugebilligt werden 

kann. Dieses persönliche Rechtsschutzinteresse grenzt die Drittbeschwerde von der 

Popularklage ab. Berührt ist ein Drittbeschwerdeführer zufolge seiner besonderen 

Beziehungsnähe zum Streitgegenstand. Er muss persönlich und mehr als jedermann 

daran interessiert sein, dass die Verfügung aufgehoben oder abgeändert wird (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gygi, a.a.O., S. 158). Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher 

Natur sein und braucht mit dem Interesse, das durch die vom Beschwerdeführer als 

verletzt bezeichneten Normen geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin muss 

der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid stärker als irgend ein Dritter 

betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur 

Streitsache stehen. Sein Interesse ist schutzwürdig, wenn seine tatsächliche oder 

rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann. Diese 

Anforderungen sind von besonderer Bedeutung, wenn - wie hier - nicht ein 

Verfügungsadressat, sondern ein Dritter den Entscheid anficht. Nur wenn auch in 

einem solchen Fall ein unmittelbares Berührtsein, eine spezifische Beziehungsnähe 

gegeben ist, hat der Beschwerdeführer ein ausreichendes Interesse, dass der 

angefochtene Entscheid aufgehoben oder geändert wird (vgl. I. Häner, Die Beteiligten 

im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, Zürich 2000, S. 253 mit Hinweisen; 

Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege 

im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 65 N 8 f.). Die Frage, ob die für die Legitimation 

erforderliche Beziehung eines Dritten zur Streitsache gegeben ist, wird bejaht, wenn 

der Bau oder der Betrieb einer projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser 

Wahrscheinlichkeit zu Immissionen führt und die Einsprecher durch diese betroffen 

werden. Sind solche Beeinträchtigungen zu erwarten, ändert auch der Umstand, dass 

eine grosse Anzahl von Personen betroffen ist, an der Einsprache- und 

Beschwerdebefugnis des Einzelnen nichts. Die Betroffenheit Dritter lässt sich auch 

dann nicht zum vornherein ausschliessen, wenn von einer Anlage zwar bei 

Normalbetrieb keine Emissionen ausgehen, mit ihr aber ein besonderer Gefahrenherd 

geschaffen wird und sich die Anwohner deshalb einem erhöhten Risiko ausgesetzt 

sehen (vgl. BGE 121 II 178). Doch begründet nicht jede Betroffenheit die 

Beschwerdebefugnis. Es muss sich um eine hinreichende Beschwer handeln. Es 

müssen handfeste Belange, persönliche Vor- oder Nachteile hinter dem 

Rechtsschutzanliegen stehen (Merkli/ Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 65 N 9 mit 

Hinweisen). Beschwerdegründe Privater, mit denen ein bloss allgemeines öffentliches 

Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird, ohne dass dem 

Beschwerdeführer im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht, sind nach 

der bundesgerichtlichen Praxis unzulässig (BGE 133 II 249 E. 1.3.2).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.3.4. Soweit die Beschwerdeführer rügen, es sei beim Projekt der enorme Verlust 

landwirtschaftlichen Bodens ungenügend berücksichtigt worden, ist auf ihre 

Vorbringen nicht einzutreten. Mit dieser Rüge machen die Beschwerdeführer keine 

unmittelbaren eigenen schutzwürdigen Interessen geltend. Die Möglichkeit, in Zukunft 

zusätzliche landwirtschaftliche Flächen erwerben zu können, begründet allenfalls ein 

mittelbares Interesse, nicht aber ein hinreichend schützenswertes eigenes Interesse, 

das erforderlich wäre, um die Beschwerdelegitimation zu begründen. Die Rüge des 

Verlusts landwirtschaftlichen Bodens hätten allenfalls jene Landwirte bzw. 

Grundeigentümer vorbringen können, welche für das Projekt eigenes Land oder 

Pachtland abtreten müssen. Vorliegend ist aber keiner der Beschwerdeführer von einer 

Enteignung betroffen.

Weiter rügen die Beschwerdeführer die Aufweitung Hänggelgiessen und machen 

geltend, diese stelle ein falsches Zugeständnis an die Forderungen nach Oekologie und 

Renaturierung dar. Auch mit dieser Rüge wird ausschliesslich eine fehlerhafte 

Abwägung verschiedener öffentlicher Interessen beanstandet. Inwiefern die 

Beschwerdeführer von der Aufweitung Hänggelgiessen in ihren eigenen 

schutzwürdigen Interessen betroffen sind, ist nicht ersichtlich. Soweit die 

Beschwerdeführer behaupten, die Aufweitung würde eine Durchbrechung des 

bestehenden Hochwasserschutzkonzepts bedeuten, ist ihr Einwand unbegründet. Die 

Aufweitung Hänggelgiessen stellt keine Vernetzung mit übrigen Gewässern ausserhalb 

des Kanals dar, und sie beeinträchtigt die direkte Ableitung des Wassers vom 

Walensee in den Zürichsee nicht. Daher ist auch auf die Rügen gegen die Aufweitung 

Hänggelgiessen nicht einzutreten.

Soweit schliesslich einer der Beschwerdeführer eine Verletzung nachbarrechtlicher 

Vorschriften des ZGB rügt, kann das Verwaltungsgericht mangels sachlicher 

Zuständigkeit zur Entscheidung einer solchen zivilrechtlichen Streitigkeit nicht darauf 

eintreten (Art. 1 Abs. 1 lit. b VRP).

Das Linthwerk ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft und der Hochwasserschutz 

eine öffentliche Aufgabe. Soweit daher allfällige Ausleitungen aus dem Linthkanal ihre 

Grundlage im öffentlichen Recht haben, sind die Rügen der Beschwerdeführer materiell 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Rahmen der Einwendungen gegen die Notentlastung Hänggelgiessen zu prüfen (vgl. 

unten E. 3).

1.3.5. Weiter rügen die Beschwerdeführer, das Projekt biete einen ungenügenden 

Hochwasserschutz bzw. verschlechtere den Hochwasserschutz gegenüber dem 

bestehenden Schutzkonzept. Ausserdem rügen sie eine unverhältnismässige Belastung 

ihrer Grundstücke in der Schänner Ebene durch die vorgesehene Notentlastung.

Als Eigentümer bzw. Bewirtschafter von Grundstücken im Bereich der Schänner Ebene 

sind die Beschwerdeführer grundsätzlich zur Rüge legitimiert, sie seien durch den im 

Projekt vorgesehenen Hochwasserschutz sowie durch die Notentlastung 

Hänggelgiessen in ihren eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen. Insoweit ist auf 

die Beschwerden einzutreten.

2. Das Konzept des Linthwerks ist im Grundsatz unbestritten. Mit dem Escherkanal 

wurde die Glarner Linth, welche einst direkt durch die Linthebene Richtung Oberer 

Zürichsee floss, in den Walensee umgeleitet. Dieser dient als Retentionsbecken und 

Geschiebesammler. Weitere Retentionsräume existieren nicht. Der Linthkanal 

entwässert den Walensee direkt in den Zürichsee. Mit diesen Massnahmen wurden die 

Linthebene und das Walenseegebiet gegen Hoch-wasser geschützt. Fest steht weiter, 

dass der Linthkanal bisher bei allen Hochwasserereignissen seine Schutzfunktion 

erfüllen konnte und keine grossräumigen Ueberflutungen der Linthebene eingetreten 

sind, welche auf einen Bruch oder auf ein Ungenügen von Dämmen oder Anlagen des 

Linthkanals zurückzuführen sind.

2.1. Die Beschwerdeführer halten fest, die Systeme bzw. Werke für das Abführen des 

Wassers aus dem Gebiet Glarus/Walensee einerseits und aus den übrigen Gebieten 

um die Linthebene seien getrennt. Der Linthkanal übernehme das Wasser aus dem 

Walensee, während die - ebenfalls künstlich angelegten - Seitengräben (rechter und 

linker Hintergraben, F-Kanal) das lokal anfallende Wasser abführten. Entsprechend 

dieser Konzeption sei der Linthkanal ganz bewusst von der gewachsenen Topografie 

getrennt worden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ein zahlenmässiges Schutzziel im Sinne der heutigen Terminologie einer sicheren 

Bewältigung von Hochwassern einer bestimmten statistischen Häufigkeit sei bei der 

Erstellung des Linthwerks vor 200 Jahren zweifellos nicht formuliert worden. Die 

Konfiguration des heute bestehenden - wenn auch im Unterhalt vernachlässigten und 

schadhaften - Werks lasse jedoch erkennen, dass der Linthkanal im Extremfall eine 

Wassermenge von 500 m /s zu transportieren vermöge, ohne dass es zu 

Ueberschwemmungen der Linthebene komme.

Der Linthkanal verlaufe ab dem Walensee bis ungefähr in das Gebiet Hänggelgiessen 

als Einschnitt und anschliessend als Kanal zwischen zwei Dämmen, wobei das 

Kanalbett schliesslich höher liege als das umliegende Land. Allseits anerkannt und 

unbestritten sei, dass der Kanal in der Einschnittstrecke ein Abflussvermögen von rund 

500 m /s aufweise. Bei dieser Situation sei es für die Erbauer des Linthwerks ein Gebot 

der zwingenden Logik und der Konsequenz gewesen, den Kanal auch nach der 

Einschnittstrecke, also auf der Dammstrecke, mit der gleichen maximalen Kapazität zu 

erstellen. Eine geringere Abflusskapazität ab der Dammstrecke hätte ja nichts anderes 

bedeutet, als dass es jedes Mal und unvermeidlich zur Ueberflutung der Dämme 

gekommen wäre, wenn aus dem Walensee dem Kanal im oberen Abschnitt 

(Einschnittstrecke) mehr Wasser zugeflossen wäre als die Dammstrecke aufzunehmen 

in der Lage gewesen sei. Einen derartigen konzeptionellen und konstruktiven Mangel 

hätten die Erbauer ohne jeden Zweifel nicht in ihr Werk eingebaut. Mit anderen Worten 

sei der Kanal durchgehend so ausgebaut worden, dass er die aus dem Walensee 

maximal in den Kanal ausfliessende Wassermenge sicher, d.h. ohne Ueberflutung der 

Dämme, in den Zürichsee zu führen vermocht habe. Alles andere wäre Pfusch 

gewesen. Dass der Linthkanal in seiner historischen Konfiguration im Extremfall eine 

Wassermenge von 500 m /s zu transportieren vermöge, werde durch den Umstand 

belegt, dass es in der zweihundertjährigen Geschichte des Werks nie zu einer 

Ueberschwemmung der Linthebene infolge Ueberflutung des Kanals gekommen sei. 

Das angefochtene Projekt sei auf ein Schutzziel ausgerichtet, bei welchem dauernd 

360 m /s und über eine kürzere Zeit 420 m /s durch den Kanal abgeführt werden 

könnten. Um das so definierte Schutzziel zu erreichen, brauche es die Dämme in ihrer 

ursprünglichen Höhe nicht. Die Dämme würden im Rahmen des Projekts systematisch 

auf eine einheitliche, gegenüber der heutigen Konfiguration tiefere Höhe 

herabgenommen. Dies bedeute aber nichts anderes, als dass der Kanal heute mit 

3

3

3

3 3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

seinen höheren Dämmen (und unter Voraussetzung eines guten Zustands) mehr 

Wasser abführen könne als 420 m /s.

Die Schänner Ebene sei zurzeit, mit dem Linthwerk in seiner heutigen Konfiguration, 

nicht durch Ueberflutungen des Linthkanals bedroht. Der rechte Kanaldamm weise im 

Abschnitt zwischen Roter Brücke und Hänggelgiessen einen einwandfreien Zustand 

auf. Dementsprechend befinde sich die Schänner Ebene heute auch nicht in der 

Gefahrenzone. Aus Sicht der Eigentümer und Bewirtschafter der Schänner Ebene 

brauche es deshalb das Hochwasserschutzprojekt Linth 2000 nicht. Erforderlich sei 

einzig, dass der lange vernachlässigte normale Unterhalt des Werks ordnungsgemäss 

vorgenommen werde.

2.2. Die Vorinstanz bezeichnet die Behauptung der Beschwerdeführer, die Kapazität 

des Kanals werde reduziert, als falsch. Die Dammkrone werde zwar in Teilbereichen 

abgesenkt, in anderen Teilen aber erhöht. Insgesamt werde damit eine einheitliche 

Dammhöhe auf höherem Niveau als heute geschaffen, weil anerkanntermassen 

bezüglich Kapazität eines Gewässers der Schutz sich nicht an der höchsten, sondern 

an der niedrigsten Stelle bemesse. Der Hochwasserschutz werde daher auch bezüglich 

Kapazität des Linthkanals gegenüber dem bisherigen Zustand erheblich verbessert. 

Bezüglich Schutzziel sei festzuhalten, dass das Projekt Linth 2000 den Vorgaben des 

Bundes und den anerkannten Grundsätzen eines modernen Hochwasserschutzes 

vollumfänglich entspreche.

Das Linthwerk hält in seiner Vernehmlassung fest, für ein hundertjährliches Hochwasser 

sei rechnerisch über weite Strecken die Abflusskapazität mit dem notwendigen 

Sicherheitszuschlag (Freibord) nicht vorhanden. Die Untersuchungen hätten gezeigt, 

und es sei während der Hochwasser 1999 und 2005 eindrücklich bestätigt worden, 

dass die Stabilität der Dämme über beträchtliche Abschnitte ungenügend sei. In 

gewissen Abschnitten liege die Abflusskapazität unter der angestrebten 

Ausbauwassermenge von 360 m /s. Das Minimum liege bei 300 m /s. Die Dammkrone 

werde nicht systematisch auf eine gegenüber der heutigen Konfiguration tiefere Höhe 

herabgenommen. Es sei nur eine partielle Absenkung der Dammkrone vorgesehen.

3

3 3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.3. Für die Behauptung der Beschwerdeführer, der ordentliche Unterhalt des Werkes 

sei vernachlässigt worden, finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte. Die 

Beschwerdeführer legen auch nicht näher dar, worauf sie ihre Behauptung stützen. 

Beim Linthkanal handelt es sich um ein Bauwerk, das teilweise gegen 200 Jahre alt ist, 

weshalb selbst Schwachstellen oder Schäden nicht zwangsläufig auf einen 

unsachgemässen oder vernachlässigten Unterhalt zurückzuführen wären. Vielmehr 

kann aufgrund des Alters der Bauten und Anlagen auch bei einem sachgemässen 

Unterhalt nach 200 Jahren das Ende der technischen Lebensdauer eingetreten sein. 

Fest steht, dass sich die Dämme in gewissen Abschnitten geringfügig gesenkt haben. 

Solche geringfügigen Aenderungen stellen keine Schäden dar, die auf einen 

vernachlässigten Unterhalt zurückzuführen sind. Auch die Tatsache, dass die Art der 

Ausführung der Dämme und anderer Bauwerke zum Teil dem Stand der Technik einer 

zum Teil längst vergangenen Zeit und nicht heutigen Normen und Grundsätzen 

entspricht, stellt keine Schadhaftigkeit der Anlage dar.

Die Behauptung der Beschwerdeführer, die Anlagen seien aufgrund eines 

vernachlässigten oder unsachgemässen Unterhalts in einem schlechten Zustand, 

erweist sich damit als unbegründet.

Insbesondere in bezug auf den Abschnitt Rote Brücke bis Hänggelgiessen, der in 

erster Linie die Grundstücke der Beschwerdeführer schützt, ist aufgrund des guten 

Zustands des rechten Damms davon auszugehen, dass der entsprechende Unterhalt 

ordnungsgemäss ausgeführt wurde. Die Beschwerdeführer halten selber unter Hinweis 

auf den Technischen Bericht (S. 93) fest, der rechte Damm weise in jenem Abschnitt 

einen einwandfreien Zustand auf. Gemäss dem technischen Bericht sind in jenem 

Abschnitt keine Schwachstellen bekannt. Auch liegt die Schänner Ebene gemäss der 

Gefahrenkarte Nr. 2-2-1-003 zur Situation vor Realisierung der vorgesehenen 

Massnahmen nicht in einem Gefahrenbereich.

Die Abflüsse aus dem Walensee werden seit 1907 bei der Messstelle Biäsche ermittelt. 

Nach dem Technischen Bericht des Linthwerks (S. 25) gilt als hundertjährliches 

Hochwasser im Linthkanal zwischen Ziegelbrücke und Obersee ein solches von 360 m

/s (+/- 10 m /s), als dreihundertjährliches ein solches von 420 m /s (+/- 25 m /s) und 

als tausendjährliches Hochwasser ein solches von 500 m /s (+/- 40 m /s). Nach den 

3

3 3 3

3 3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von den Beschwerdeführern eingereichten Daten der Landeshydrologie betrug der 

Abfluss beim Hochwasser 1999 320 m /s und bei jenem im Jahr 1910 338 m /s. Die 

Landeshydrologie stufte das Hochwasser von 1999 als zweihundertjährliches Ereignis 

ein. Der technische Bericht des Linthwerks geht davon aus, dass eine Wasserführung 

von 420 m /s als dreihundertjährliches Hochwasser zu qualifizieren ist. 

2.4. Der Umstand, dass die Linthebene seit der Fertigstellung des Linthkanals noch nie 

vollständig überschwemmt wurde, vermag die von den Beschwerdeführern behauptete 

Kapazität des Kanals von 500 m /s nicht zu belegen. Die maximalen Abflussmengen 

seit Beginn der Messungen im Jahr 1907 lagen im Bereich von 330 bis 340 m /s. Auch 

lässt sich aus der Kapazität der Einschnittstrecke nichts in bezug auf die Kapazität des 

gesamten Kanals bzw. der Dammstrecke ableiten. Es beruht auf einer falschen 

Prämisse, aus der Kapazität der Einschnittstrecke auf jene der Dammstrecke zu 

schliessen. Beim Bau der Einschnittstrecke waren nicht Kapazitätsüberlegungen 

ausschlaggebend, sondern im wesentlichen der natürliche Verlauf des Geländes. Bei 

der Dammstrecke hingegen steht die Kapazität in direktem Zusammenhang mit der 

Höhe der Dämme. Die Kapazität wird damit von der Art und dem Ausbau der 

Dammstrecke bestimmt und nicht von der Abflussmenge der Einschnittstrecke. Eine 

unterschiedliche Kapazität von Einschnittstrecke und der Dammstrecke stellt daher 

auch keinen konzeptionellen oder konstruktiven Mangel dar.

Die Beschwerdeführer verweisen zur Begründung ihrer Behauptung einer Kapazität von 

500 m /s auf den technischen Bericht (S. 82). Die übrigen Akten, auf die in der 

Beschwerde verwiesen wird (Anhang zum technischen Bericht, Teil B, S. 9 sowie fact-

sheet Nr. 1, Akten der Beschwerdeführer act. 6a, S. 4), enthalten dieselbe Skizze. Diese 

bringt letztlich zum Ausdruck, dass im Ueberlastfall davon ausgegangen wird, dass in 

der Einschnittstrecke bis zu 500 m /s herangeführt werden können, wobei nach der 

Notentlastung lediglich 420 m /s auf der Dammstrecke abgeleitet werden können. Die 

Dammstrecke, nicht die Einschnittstrecke begrenzt die Kapazität des gesamten 

Systems.

Unbegründet ist auch der Einwand der Beschwerdeführer, das Projekt sehe eine 

generelle Absenkung der Dammkronen vor, weshalb die Dämme in ihrem heutigen 

Zustand eine Kapazität von deutlich mehr als 360 m /s zu bewältigen vermöchten. 

3 3

3

3

3

3

3

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorgesehen ist nicht eine generelle, sondern eine partielle Absenkung gewisser 

Dammkronen. Diese Absenkung erfolgt in Bereichen, in denen der Damm nach einem 

bautechnisch bedingten Abtrag nicht wieder auf die ursprüngliche Höhe angehoben 

wird. Die Kapazität des Kanals hängt nicht von einzelnen Abschnitten ab, bei denen die 

Dammhöhe eine grössere Menge Wasser bewältigen würde als in anderen Abschnitten. 

Entscheidend sind jene Abschnitte mit der geringsten Kapazität. Die Ausrichtung auf 

ein einheitliches Schutzziel von 360 m /s für einen dauerhaften bzw. 420 m /s für einen 

kurzzeitigen Durchfluss lässt es zu, die Höhe der Dämme bei einem Ausbau bzw. einer 

Sanierung an dieses Schutzziel anzupassen, da höhere Dammkronen allein keine 

zusätzliche Schutzfunktion ergeben würden. Auch aus der partiellen Absenkung 

gewisser Abschnitte der Dammkronen lässt sich somit nichts zugunsten der 

behaupteten Kapazität von 500 m /s ableiten.

Die Beschwerdeführer machen geltend, der Linth-kanal habe bei den drei 

Hochwassern 1910, 1953 und 1999 in der Dammstrecke zwischen 360 und 420 m /s 

transportiert. Diese Behauptung ist allerdings in keiner Weise belegt. Wie oben 

festgehalten ist, betrug der Abfluss aus dem Walensee maximal 320 m /s im Jahr 1999 

bzw. 338 m /s im Jahr 1910. Der Abfluss von 1953 ist nicht bekannt. Die Darstellung 

der Beschwerdeführer beruht unter anderem darauf, dass diese die Wasserführung der 

Seitenbäche unterhalb Biäsche von 45 bis 90 m /s zu den Abflussspitzen des 

Linthkanals hinzurechneten. Die Bäche rechts des Kanals werden aber in den rechten 

Hintergraben (sowie in den F-Kanal) entwässert (vgl. Anhang A zum techn. Bericht, S. 4 

ff.). Einzig eine geringe Fläche von 4,6 km  wird direkt in den Linthkanal entwässert 

bzw. dessen Einzugsgebiet zugewiesen (vgl. Karte 1-2-1-006). Die Behauptung, der 

Linthkanal habe während der Hochwasser 1910, 1953 und 1999 bis zu 420 m  Wasser 

pro Sekunde geführt, beruht damit auf einer unrichtigen Grundlage.

Auch aus dem von den Beschwerdeführern ins Recht gelegten Bild, das anlässlich des 

Hochwassers 1999 aufgenommen wurde, kann kein entsprechender Nachweis 

abgeleitet werden. Damals lag das Wasser offenbar ca. 1,5 m unter der Dammkrone. 

Dies entspricht durchaus dem vom Linthwerk angenommenen Maximalabfluss von ca. 

320 m /s während des Hochwassers 1999. Die Beschwerdeführer leiten daraus ab, 

dass der Kanal die drei Hochwasser der Jahre 1999, 1953 und 1910 bewältigte, ohne 

dass Ueberflutungen oder Dammbrüche eintraten. Mit anderen Worten habe der Kanal 

3 3

3

3

3

3

3

2

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

jedenfalls noch 1999 eine deutlich höhere Kapazität gehabt, als das Linthwerk 

behaupte. Auch diese Vorbringen sind nicht stichhaltig. Wie erwähnt, dürfen die 

Seitenbäche nicht zur Wasserführung des Linthkanals gerechnet werden. Ein höherer 

Abfluss als rund 320 m /s ist jedenfalls nicht nachgewiesen, und zudem war 

insbesondere beim Hochwasser 1999 die Gefahr eines Dammbruchs ausserordentlich 

gross, wie entsprechende Bilder zeigen (Akten der Beschwerdeführer act. 6b, S. 4, und 

act. 8, S. 6).

Zutreffend ist, dass das Projekt nach seiner heutigen Konzeption keine Vorkehrungen 

für die Bewältigung eines sog. Ueberlastfalls aufweist. Im neuen Projekt sind 

Einrichtungen für solche ausserordentlichen Situationen vorgesehen. Auch dies 

bedeutet aber nicht, dass das bisherige Schutzniveau verringert wird. Im Gegenteil; die 

Vorkehrungen für eine kontrollierte Bewältigung eines sog. Ueberlastfalls haben eine 

Erhöhung des Schutzes zur Folge (vgl. nachfolgende E. 3.).

2.5. Fest steht, dass der Linthkanal während des Hochwassers im Jahr 1999 an 

gewissen Stellen akut gefährdet war. Das Linthwerk hält fest, nur mit grossem Einsatz, 

aber auch mit Glück hätten Dammbrüche vermieden werden können. Das Linthwerk 

geht davon aus, dass die aktuelle Abflusskapazität des Linthkanals über weite Strecken 

nur zwischen 300 und 360 m /s beträgt und somit den heutigen Anforderungen nicht 

mehr genügt. Zudem sei die Stabilität der Dämme über weite Abschnitte 

problematisch.

Dass der Linthkanal in seiner ursprünglichen Konzeption oder in seinem bisherigen 

Zustand auf der gesamten Länge eine Kapazität von 500 m /s aufweist bzw. aufwies, 

erweist sich nach den vorstehenden Ausführungen als nicht näher belegte Behauptung. 

Das im Projekt Linth 2000 vorgesehene Schutzziel von 360 m /s für den Bereich 

zwischen Ziegelbrücke und Zürichsee stellt daher, namentlich auch im Hinblick auf die 

bisher bewältigten Hochwasserereignisse sowie die bauliche Dimensionierung des 

Linthkanals, keine Verminderung des gegenwärtigen bzw. eines ehemals bestehenden 

Schutzziels dar. Das Ausbauprojekt verstösst daher insbesondere auch nicht gegen 

Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Wasserbau (SR 721.100, abgekürzt WBG), 

wonach bei Ausbauten von Gewässern unter anderem deren Abflusskapazität erhalten 

bleiben muss. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer verringert somit das 

3

3

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Projekt Linth 2000 den Hochwasserschutz nicht. Das Linthwerk hat in diesem Projekt 

generell ein Schutzziel eines hundertjährlichen Hochwassers (HQ ) vorgesehen.

Nach dem in der Schweiz angewendeten Standard würde ein differenzierter 

Hochwasserschutz für Siedlungsgebiete und Landwirtschaftsgebiete vorgenommen, 

was auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als zulässig betrachtet wird 

(BGE 1A.157/2006 vom 9. Februar 2007). Für Landwirtschaftsgebiete wird in aller Regel 

ein Schutz vor einem zwanzigjährlichen Hochwasser (HQ ) als genügend erachtet. Im 

vorliegenden Fall gelangen die Beschwerdeführer als Eigentümer und Bewirtschafter 

landwirtschaftlicher Grundstücke in den Genuss eines Schutzes, wie er sonst nur für 

Siedlungsgebiete festgelegt wird. Von einem ungenügenden Hochwasserschutz im 

Projekt Linth 2000 bzw. einer Verringerung des Hochwasserschutzes gegenüber dem 

bestehenden Konzept kann daher nicht gesprochen werden.

3. Weiter sieht das Projekt vor, dass im Bereich Hänggelgiessen eine Notentlastung für 

einen sog. Ueberlastfall gebaut wird. Da der Walensee nicht reguliert ist, können 

theoretisch grössere Wassermengen durch den Linthkanal abfliessen, als dieser im 

Bereich der Dammstrecke zu bewältigen vermag. Eine Ueberlastung würde zu einem 

unkontrollierten Ueberlaufen des Kanals führen, wodurch es zu einer Erosion der 

Dämme mit anschliessendem Dammbruch kommen kann (technischer Bericht, S. 81).

Fest steht, dass aufgrund der vorgesehenen Dimen-sionierung des Kanals bei 

bordvollem Abfluss und reduzierter Sicherheit eine Menge von 420 m /s abgeleitet 

werden kann. In diesem Fall würde aber im Rahmen der Notfallplanung eingegriffen, 

falls sich Schäden am Damm zeigen würden. Bei weiter steigender Wassermenge kann 

die Klappe beim Wehr umgeleitet werden. Damit würde die Mehr-Wassermenge in den 

rechten Hintergraben abgeleitet, um sicherzustellen, dass die Dämme nicht 

unkontrolliert überströmt werden.

3.1. Die Beschwerdeführer bestreiten grundsätzlich nicht, dass die vorgesehene 

Notentlastung geeignet ist, den Ueberlastfall bei einer Wasserführung von ≥ 420 m /s 

zu bewältigen. Sie verlangen jedoch, dass die Notentlastung erst bei einem Abfluss von 

mehr als 500 m /s zum Tragen kommt. Sie halten fest, die Schänner Ebene sei zurzeit 

nicht gefährdet, und der rechte Damm weise einen einwandfreien Zustand auf. In ihrer 

100

20

3

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung führen sie aus, bis zum 

Hänggelgiessen (ca. km 8.900) verlaufe die Dammkrone gerade oberhalb der 

Wasserlinie für ein Extremhochwasser von 500 m /s. Bei km 7.950 werde die Höhe des 

Hauptdammes abrupt gesenkt. Dieser Befund stehe in Uebereinstimmung mit der 

Regulierung des Ueberlastfalls gemäss Projekt.

3.2. Das Projekt geht davon aus, dass in die Einschnittstrecke nach dem Walensee 

eine Wassermenge von 500 m /s abfliessen kann. Im Bereich zwischen Roter Brücke 

und Hänggelgiessen beträgt die theoretische Abflusskapazität nach Darstellung des 

Linthwerks zwischen 400 und 440 m /sec. Dort ist auch keine Absenkung des rechten 

Dammes vorgesehen. Dies wird von den Beschwerdeführern ausdrücklich anerkannt 

(Vernehmlassung vom 14. November 2007, S. 8 oben). Bis zum Hänggelgiessen 

verläuft die Dammkrone nach Darstellung der Beschwerdeführer oberhalb der 

Wasserlinie für ein Extremhochwasser von 500 m /sec. Als einzige Senkung wird im 

Plan der Abtrag eines Buckels im Bereich von LC 21 vermerkt.

Aufgrund dieser Umstände kann zwar davon ausgegangen werden, dass bei isolierter 

und rein theoretischer Betrachtung der rechte Damm zwischen Roter Brücke und 

Hänggelgiessen von der Dimensionierung her eine Abflusskapazität von gegen 500 m /

s zu bewältigen vermöchte. Allein dies ist aber nicht ausschlaggebend. Der Kanal und 

die Dämme sind auf der gesamten Länge und insbesondere beidseitig auf ein 

einheitliches Schutzziel auszulegen. Ausserdem ist es aufgrund des derzeitigen Stands 

der Technik erforderlich, eine Anlage zur Bewältigung eines Ueberlastfalls vorzusehen. 

Insbesondere ist zu vermeiden, dass aufgrund unterschiedlicher Abflusskapazitäten an 

verschiedenen Abschnitten des Dammes ein unkontrolliertes Ueberströmen und 

Erodieren des Damms erfolgen kann. 

3.3. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Notentlastung Hänggelgiessen 

verschlechtere ihre Situation als Eigentümer und Pächter von Grundstücken in der 

Schänner Ebene deutlich. Ausdruck davon sei der Umstand, dass die in den 

Auflageakten enthaltene Gefahrenkarte für den Zustand nach Realisierung des Projekts 

die heute im weissen Gebiet liegende Schänner Ebene neu der Gefahrenzone zuweise. 

Die Schänner Ebene sei bereits stark überschwemmungsgefährdet. Wenn nun der 

3

3

3

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ueberlauf des Kanals auch noch in die Schänner Ebene ausgeleitet und über den 

rechten Hintergraben abgeleitet werde, so stelle dies eine übermässige Belastung dar.

Unbestritten ist, dass der Ueberlastfall erst bei einem Durchfluss von 420 m /s und 

mehr ausgelöst werden wird. Im weiteren steht fest, dass die Schänner Ebene bereits 

heute, also ohne die Einrichtung der Notentlastung aus dem Linthkanal, stark 

überschwemmungsgefährdet ist und es in den letzten zehn Jahren drei Mal zu 

bedeutenden Ueberschwemmungen kam. Diese hatten ihre Ursache in der hohen 

Wasserführung von Bächen aus den Schänner Bergen und stehen nicht im 

Zusammenhang mit dem Linthkanal oder Anlagen des Linthwerks.

3.4. Festzuhalten ist zunächst, dass längst nicht alle Beschwerdeführer ihre 

Grundstücke im Bereich der Gefahrenzone haben, wie sie in der Karte über die 

Gefahren-situation nach Realisierung des Werks (Nr. 2-2-1-004) eingezeichnet sind. 

Namentlich befinden sich die Grundstücke von A. sowie . . . nicht in der als 

Gefahrenzone markierten Fläche in der Schänner Ebene. A. ist zwar u.a. Pächter des 

im Eigentum des Linthwerks stehenden Grundstücks Nr. xxx. Dieses liegt aber nicht in 

der Gefahrenzone, sondern umfasst den Damm. Es fragt sich zudem, ob er überhaupt 

befugt ist, gegen ein Bauvorhaben des Eigentümers Einsprache oder Beschwerde zu 

erheben (vgl. GVP 2006 Nr. 37 zur Einsprache eines Mieters gegen ein Bauvorhaben 

des Vermieters). Jedenfalls liegt das Grundstück nicht in der Gefahrenzone, und die 

Rügen haben keinen Bezug zu jenem Teil des Bauwerks. B. hat lediglich eine marginale 

Fläche in der Gefahrenzone. Ausschliesslich die Beschwerdeführer C. und . . . sind 

Eigentümer oder Pächter von Flächen in der Gefahrenzone. Da die Grundstücke von 

mehreren Beschwerdeführern neu einer Gefahrenzone zugeordnet werden, ist die 

Legitimatin zumindest dieser Eigentümer zu bejahen. Ob auch die übrigen 

Beschwerdeführer Grundstücke im Bereich der Gefahrenzone haben oder ob sie 

anderweitig von der Notentlastung Hänggelgiessen unmittelbar in ihren eigenen 

Interessen betroffen sind, spielt keine ausschlaggebende Rolle. Die vorgebrachten 

Beschwerdegründe sind jedenfalls materiell zu prüfen. Auf die Beschwerden ist in 

diesem Punkt einzutreten.

3.5. Die Beschwerdeführer rügen im Zusammenhang mit der projektierten 

Notentlastung nicht eine Verletzung gesetzlicher Vorschriften. Sie machen vielmehr 

geltend, die Notentlastung stelle eine unverhältnismässige Belastung für sie dar.

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nach Art. 3 Abs. 1 WBG gewährleisten die Kantone den Hochwasserschutz in erster 

Linie durch den Unterhalt der Gewässer und durch raumplanerische Massnahmen. 

Reicht dies nicht aus, so müssen Massnahmen wie Verbauungen, Eindämmungen, 

Korrektionen, Geschiebe- und Hochwasserrückhalteanlagen sowie alle weiteren 

Vorkehrungen, die Bodenbewegungen verhindern, getroffen werden.

Im Rahmen der Sanierung des Hochwasserschutzes ist die Erstellung einer 

Notentlastung zweckmässig und geeignet, den Hochwasserschutz bei 

Extremhochwassern zu gewährleisten und die Dämme und übrigen Anlagen vor 

Beschädigungen zu schützen. Nach unbestrittener Darstellung des Linthwerks und der 

Regierung ist die Beherrschung eines sog. Ueberlastfalls Projektbestandteil eines jeden 

modernen Hochwasserschutzprojekts.

Der Grad der Gefährdung für die in der Gefahrenzone liegenden Grundstücke wird in 

der Gefahrenkarte als Restgefährdung eingestuft. Gesamthaft bzw. von der 

Eintretenswahrscheinlichkeit ist die Gefährdung überaus gering. Vorgesehen ist, dass 

sie bei einem Hochwasser von 420 m /s und mehr ausgelöst wird. Dies entspricht 

einem Hochwasser mit einer statistischen Eintretenswahrscheinlichkeit von 300 Jahren. 

Selbst wenn im Zuge von Klimaänderungen Extremhochwasser häufiger eintreten 

sollten, so bleibt die Eintretenswahrscheinlichkeit klein.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Schänner Ebene durch verschiedene Bäche 

derzeit stark überschwemmungsgefährdet ist. In den Jahren 1999, 2005 und 2006 

wurde die Ebene drei Mal überflutet. Insoweit erscheint es zwar nachvollziehbar, dass 

sich die Beschwerdeführer gegen eine Vorrichtung zur Wehr setzen, welche bei einem 

Extremhochwasser ihre Grundstücke gezielt überflutet. Zu berücksichtigen ist indessen 

auch, dass die Kapazität des rechten Hintergrabens auf ein Niveau ausgebaut werden 

soll, welches das aus dem Kanal ausgeleitete Wasser bewältigen sollte, und dass nach 

den dem Projekt zugrundeliegenden Feststellungen die Hochwasserspitzen der 

Schänner Bäche und des Linthkanals nur selten gleichzeitig auftreten. Zwar ist dies 

nicht zwingend, aber durch die bisherigen Erfahrungen besteht eine erhöhte 

Wahrscheinlichkeit für diesen Verlauf (vgl. techn. Bericht S. 82).

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Im weiteren fällt in Betracht, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ueberflutung durch die 

Notentlastung gegenüber der von den Schänner Bächen drohenden Gefahr überaus 

gering ist und daher nicht von einer drastischen Verschlechterung der Situation 

gesprochen werden kann. Weiter fällt ins Gewicht, dass auch die Eigentümer und 

Bewirtschafter von Grundstücken in der Schänner Ebene davon profitieren, dass die 

Gefahr eines unkontrollierten Dammbruchs durch die Erstellung einer gezielten 

Notentlastung gebannt wird. Wie oben ausgeführt, kann dem Linthkanal entgegen den 

wiederholten Behauptungen der Beschwerdeführer keine Kapazität von 500 m /s 

zugeschrieben werden. Extremhochwasser gefährden daher grundsätzlich auch die an 

sich noch intakten Dämme zwischen Roter Brücke und Hänggelgiessen und stellen 

daher auch für die Beschwerdeführer eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung dar. 

Die geringe Gefährdung durch gezielte Ueberflutungen wird somit durch einen 

erhöhten Schutz vor unkontrollierbaren Dammbrüchen kompensiert. Darüber hinaus 

sicherte das Linthwerk den von einem Ueberlastfall Betroffenen 

Schadenersatzzahlungen zu. Die Beschwerdeführer als Eigentümer oder Pächter von 

Grundstücken in der Schänner Ebene werden damit, sofern der Ueberlastfall überhaupt 

einmal eintreten sollte, für Einbussen aus der Notentlastung entschädigt.

Die Beschwerdeführer machen ausserdem geltend, die Kosten für die Festlegung der 

Sicherheit auf eine Abflusskapazität von 500 m /s betrügen je nach Art der Erstellung 

rund 6 Mio. Franken bzw. rund 20 bis 25 Mio. Franken. Diese Mehraufwendungen sind 

als beträchtlich einzustufen. Bei der Würdigung der Verhältnismässigkeit ist auch zu 

berücksichtigen, dass die Erhöhung der Sicherheit auf den generellen Schutz vor einem 

dreihundertjährlichen Hochwasser gegenüber dem Schutz vor einem hundertjährlichen 

Hochwasser aufgrund der geringen Eintretenswahrscheinlichkeit in objektiver Hinsicht 

nur als marginale Verbesserung der Sicherheit einzustufen ist. Zudem ist in Betracht zu 

ziehen, dass die landwirtschaftlichen Grundstücke bereits überdurchschnittlich 

geschützt sind und allfällige Schäden abgegolten werden, was eine Bevorzugung der 

Beschwerdeführer gegenüber den Anstössern anderer hochwassergefährdeter 

Gewässer darstellt.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, 

dass die Notentlastung Hänggelgiessen keine unverhältnismässige Belastung für die 

3

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer bzw. deren Grundstücke bildet. Folglich sind die Beschwerden auch 

in diesem Punkt abzuweisen.

4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerden abzuweisen sind, soweit auf 

sie einzutreten ist.

Die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren sind dem Verfahrensausgang 

entsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 13'500.-- ist angemessen (Fr. 500.-- je Beschwerdeführer 

bzw. beschwerdeführende Miteigentümer als Minimalgebühr nach Ziff. 382 

Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse in gleicher Höhe 

sind anzurechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Die Beschwerdeführer sind 

unterlegen (Art. 98bis VRP), und die Vorinstanz sowie das Linthwerk haben keinen 

Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten 

nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./    Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2./    Die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von Fr. 13'500.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung der Kostenvorschüsse in gleicher Höhe.

3./    Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

 

Der Präsident:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der Gerichtsschreiber:

 

Versand des begründeten Entscheides an:

-       die Beschwerdeführer (durch Fürsprecher X.)

-       die Vorinstanz

-       den Beschwerdegegner (durch die Linthverwaltung)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert dreissig Tagen nach der 

Eröffnung Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14 

erhoben werden.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. Februar 2008
	Wasserbau, Art. 4 WBG (SR 721.100). Das Ausbauprojekt Linthkanal 2000 sieht einen Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser vor und verringert den bisherigen Schutz nicht. Für Landwirtschaftsgebiete ist nach der Praxis ein Schutz vor einem zwanzigjährlichen Hochwasser genügend. Eigentümer und Bewirtschafter landwirtschaftlicher Grundstücke kommen somit in den Genuss eines Schutzes, wie er sonst nur für Siedlungsgebiete festgelegt wird. Aufgrund des Stands der Technik ist eine Anlage zur Bewältigung eines Ueberlastfalls erforderlich. Damit wird vermieden, dass bei Extremhochwasser die Dämme unkontrolliert überströmt und zerstört werden können. Die geringe Gefährdung durch gezielte Ueberflutungen wird somit durch einen erhöhten Schutz vor unkontrollierbaren Dammbrüchen kompensiert. Darüber hinaus hat das Linthwerk den von einem Ueberlastfall Betroffenen Schadenersatzzahlungen zugesichert. Die Notentlastung bildet daher keinen unverhältnismässigen Eingriff in die Rechte der Beschwerdeführer (Verwaltungsgericht, B 2007/117).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T06:30:47+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen