# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2c959ae-5898-5f3f-a223-bf8cb7eef806
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2025 E-6946/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6946-2025_2025-10-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6946/2025, E-6957/2025 

 

 
 

  
U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung  Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Bolz-Reimann;   

Gerichtsschreiberin Irène Meier. 

   

Parteien  A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

beide Angola,   

beide vertreten durch MLaw Alfred Ngoyi Wa Mwanza,  

Swiss Immigration Law Office (SILO),  

Beschwerdeführende,  

  

  gegen 

  Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand  Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügungen des SEM vom 29. August 2025 /  

N (…) und N (…). 

 

 

 

E-6946/2025, E-6957/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) und ihr Bruder 

B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) suchten am 16. März 2025 in 

der Schweiz um Asyl nach.  

A.b Nach Beendigung der Dublin-Verfahren am 1. Mai 2025 – die persön-

lichen Gespräche nach Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 fanden 

am 26. März 2025 statt – befragte das SEM die Beschwerdeführenden am 

20. August 2025 gestützt auf Art. 29 AsylG (SR 142.31) zu ihren Asylgrün-

den. 

A.c Die Beschwerdeführerin führte dabei aus, sie sei angolanische Staats-

angehörige, in C._______ (Provinz Luanda) geboren und habe von ihrem 

zweiten bis zum 18. Lebensjahr bei ihrer Tante und ihrem Onkel väterli-

cherseits in D._______ gewohnt. Anschliessend sei sie wieder zu ihren El-

tern nach E._______ zurückgekehrt.  

Der Beschwerdeführer führte seinerseits aus, er sei angolanischer Staats-

angehöriger und habe sein ganzes bisheriges Leben in E._______ (Pro-

vinz Luanda) gelebt. 

Als Grund für ihre Ausreise gaben die Beschwerdeführenden im Wesentli-

chen an, am (…) 2024 von zwei unbekannten Personen zu Hause überfal-

len worden zu sein. Diese Personen hätten ihren Vater gesucht, ihn jedoch 

nicht gefunden, weil er abwesend gewesen sei. Daraufhin habe einer der 

Männer versucht, die Beschwerdeführerin zu vergewaltigen und habe da-

nach mit einem Messer auf den Beschwerdeführer eingestochen. Als der 

Beschwerdeführer schliesslich in Ohnmacht gefallen sei, hätten die Män-

ner gedacht, er sei tot und seien geflüchtet. Ihr Vater habe ihnen am nächs-

ten Tag eröffnet, dass ihr Leben nun in Gefahr sei und habe sie zum Haus 

seines Freundes gebracht. Zudem habe er ihnen erklärt, dass ein Arbeits-

kollege (ein […]) auf ihn (den Vater) neidisch sei und sie deshalb überfallen 

worden seien. Daraufhin seien sie bis zur Abreise im Haus des Freundes 

ihres Vaters geblieben. Am 14. März 2025 hätten sie Angola verlassen und 

seien in Begleitung eines Mannes beziehungsweise ebendieses Freundes 

zu einem ihnen unbekannten Ort geflogen, wo dieser ihnen dann die Pässe 

abgenommen habe. Von dort aus seien sie mit einem Auto in Begleitung 

eines unbekannten Mannes beziehungsweise (gemäss Angaben der Be-

schwerdeführerin) in Begleitung eines unbekannten Mannes sowie einer 

unbekannten Frau bis in die Schweiz gefahren. Die Beschwerdeführerin 

E-6946/2025, E-6957/2025 

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gab zudem an, sie hätten irgendwann Angst bekommen und seien bei ei-

nem der Zwischenhalte geflohen. 

A.d Zum Nachweis der Vorbringen beziehungsweise der Messerstichver-

letzungen reichte der Beschwerdeführer am 2. Juli 2025 drei Fotos seiner 

Narben ein. 

A.e Mit Schreiben vom 21. August 2025 teilte die Vorinstanz der Beschwer-

deführerin mit, dass auf die in Aussicht gestellte ergänzende Anhörung ver-

zichtet werde und gewährte ihr die Möglichkeit für allfällige Bemerkungen 

zum Anhörungsprotokoll und zum Akteninhalt. Am 25. August 2025 reichte 

die zugewiesene Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin eine Stellung-

nahme ein. 

A.f Am 28. August 2025 nahm die zugewiesene Rechtsvertretung der Be-

schwerdeführenden in zwei separaten Schreiben zu den Entwürfen der 

vorgesehenen Asylentscheide Stellung. 

A.g Mit separaten Verfügungen vom 29. August 2025 – gleichentags eröff-

net – stellte das SEM fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flücht-

lingseigenschaft nicht, und lehnte ihre Asylgesuche ab. Gleichzeitig wies 

das SEM die Beschwerdeführenden aus der Schweiz weg und ordnete den 

Vollzug der Wegweisung an. 

A.h Ebenfalls am 29. August 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertre-

tung der Vorinstanz die Beendigung der Mandatsverhältnisse mit. 

B.  

Am 9. September 2025 gelangten die Beschwerdeführerin (E-6946/2025) 

und der Beschwerdeführer (E-6957/2025) – vertreten durch den rubrizier-

ten Rechtsvertreter – mit separaten Rechtsmitteleingaben an das Bundes-

verwaltungsgericht. Sie beantragten jeweils unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren. Eventualiter 

seien sie wegen Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Subeventualiter sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-

klärung und zur neuen Entscheidung im Sinne der Beschwerdebegrün-

dung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines 

E-6946/2025, E-6957/2025 

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Kostenvorschusses, und um Einsetzung des rubrizierten Rechtsvertreters 

als amtlicher Rechtsbeistand. Zudem sei den Beschwerdeführenden zu 

gestatten, den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten. 

C.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

12. September 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG). Am 15. September 2025 bestätigte es den Beschwerdeführenden 

den Eingang ihrer Beschwerden. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerden sind frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die jeweils angefochtene Verfügung besonders berührt 

und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-

weise Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerden legiti-

miert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerden ist einzutreten. 

1.4 Auf die sinngemäss gestellten Anträge auf Erteilung der aufschieben-

den Wirkung respektive Gewährung des prozessualen Aufenthalts ist man-

gels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten, da der Beschwerde von Ge-

setzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 42 AsylG) und diese von der Vorinstanz nicht entzogen wurde.  

2.  

Die Verfahren E-6946/2025 und E-6957/2025 verfügen über eine sachliche 

Konnexität, da sie auf dem gleichen Sachverhalt beruhen. Darüber hinaus 

handelt es sich bei den Beschwerdeführenden um Geschwister, welche 

zwei Beschwerden mit fast deckungsgleicher Begründung einreichen 

E-6946/2025, E-6957/2025 

Seite 5 

liessen. Aus verfahrensökonomischen Gründen erscheint es im vorliegen-

den Fall daher angebracht, die Verfahren zu verbinden und in einem einzi-

gen Urteil zu entscheiden (Verfahrensvereinigung). 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

Die formellen Rügen der Beschwerdeführenden, wonach der Sachverhalt 

vorliegend als nicht vollständig erstellt gelten soll, weil sie nicht mit den 

Widersprüchen zwischen ihren jeweiligen Aussagen in den Anhörungen 

konfrontiert worden seien, verfangen nicht. 

Das SEM hat das Asylgesuch unter Hinweis auf Art. 3 AsylG abgewiesen. 

Zwar hat es in seiner Verfügung am Rande auch auf die Widersprüche hin-

gewiesen, erachtete es jedoch als nicht nötig, auf diese weiter einzugehen, 

da es den Sachverhalt als rechtsgenüglich erstellt beurteilt hat. Des Weite-

ren gelingt es den Beschwerdeführenden auch auf Beschwerdeebene 

nicht annähernd, eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung oder ihre 

Betroffenheit durch Menschenhandel substantiiert darzulegen (vgl. unten 

E. 7). Die formellen Rügen gehen daher insgesamt fehl und sind nicht ge-

eignet, eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu bewirken. Die 

Begehren zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz sind abzuweisen. 

6.  

6.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

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politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

6.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Da-

rauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

7.  

7.1 Die Vorinstanz gelangte in den angefochtenen Verfügungen zum 

Schluss, die Vorbringen der Beschwerdeführenden würden den Anforde-

rungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhal-

ten. Sie führte im Wesentlichen aus, dass der geschilderte Überfall auf die 

Beschwerdeführenden im (…) 2024 auf den Neid des Arbeitskollegen ihres 

Vaters zurückzuführen sei. Dabei handle es sich um kein flüchtlingsrecht-

lich relevantes Motiv. Im Weiteren würde bei Wahrunterstellung eine nicht-

staatliche Verfolgung vorliegen, wogegen staatlicher Schutz in Anspruch 

genommen werden könne. Insgesamt seien keine Hinweise ersichtlich, 

dass den Beschwerdeführenden oder ihrem Vater der erforderliche Schutz 

von den Behörden nicht gewährt würde. Aufgrund offensichtlich fehlender 

flüchtlingsrechtlicher Relevanz könne darauf verzichtet werden, auf allfäl-

lige Unglaubhaftigkeitselemente (Widersprüche zwischen den Aussagen 

der Beschwerdeführenden, ungenaue sowie unsubstantiierte Aussagen) in 

den Vorbringen der Beschwerdeführenden einzugehen. 

7.2 Die Beschwerdeführenden machen in der Rechtsmitteleingabe zum 

ersten Mal geltend, sie seien bei der Ausreise aus Angola Opfer von Men-

schenhandel geworden: Als Ausgleich für ihre Reisekosten sei ein Geldbe-

trag bezahlt worden. Zusätzlich hätten sie während des Aufenthaltes beim 

Freund ihres Vaters sowie nach der Ankunft in der Schweiz Arbeiten aus-

führen müssen, bis ihnen schliesslich die Flucht gelungen sei. Eine Rück-

kehr in ihren Heimatstaat setze sie der Gefahr einer Verfolgung durch die-

ses Netzwerk an Menschenhändlern aus, welches Verbindungen zu eini-

gen wichtigen Persönlichkeiten Angolas habe. Die angolanischen Behör-

den böten Opfern von Menschenhandel keinen Schutz und sie seien bei 

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einer Rückkehr nach Angola einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 

ausgesetzt. 

7.3 Soweit in der Beschwerde neu geltend gemacht wird, die Beschwerde-

führenden seien Opfer von Menschenhandel geworden, so ist dem entge-

genzuhalten, dass dies im vorinstanzlichen Verfahren weder ein Thema 

war noch waren diesbezüglich Anhaltspunkte erkennbar. Vielmehr sagte 

die Beschwerdeführerin aus, sie wüssten nicht, wie die Reise finanziert 

worden sei. Eventuell sei es ihr Vater oder der Freund ihres Vaters gewe-

sen. Sie hätten die Reise nicht bezahlt. Der Beschwerdeführer führte zu-

dem aus, sie hätten beim Freund ihres Vaters während ihres Aufenthaltes 

dort nichts zu tun gehabt, sie hätten ferngesehen und seine Schwester 

habe jeweils gekocht. Die Erklärung der Beschwerdeführenden, sie hätten 

aus Angst um ihren Vater bisher geschwiegen und erst jetzt, da auch dieser 

Angola verlassen habe, etwas zu ihrer Involvierung in den Menschenhan-

del gesagt, überzeugt nicht. Das Vorbringen des Menschenhandels bleibt 

sodann auch in der Beschwerde unsubstantiiert und ist daher als nachge-

schoben zu betrachten. Weitere Abklärungen in diesem Zusammenhang 

und insbesondere eine ergänzende Anhörung sind nicht vorzunehmen. 

7.4 Die Vorinstanz ist in den angefochtenen Verfügungen mit überzeugen-

der Begründung zum Schluss gelangt, dass die Vorbringen der Beschwer-

deführenden den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigen-

schaft nicht standhalten. Auf Beschwerdeebene wird nichts vorgebracht, 

was an der vorinstanzlichen Würdigung etwas zu ändern vermag. Daher 

kann im Weiteren vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (zusammenfassend wiedergegeben in 

E. 7.1; vgl. Verfügungen des SEM vom 29. August 2025 Ziff. II).  

7.5 Die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden ist daher zu ver-

neinen. Die Vorinstanz hat die Asylgesuche zu Recht abgelehnt. 

8.  

Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. Art. 44 AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9;  

je m.w.H.). 

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9.  

Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetz-

lichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 

Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

9.1 Vorliegend werden mit dem Wegweisungsvollzug keine völkerrechtli-

chen Verpflichtungen verletzt (Art. 83 Abs. 3 AIG). Hinweise dafür, dass 

den Beschwerdeführenden nach ihrer Rückkehr im Heimatstaat Folter oder 

eine unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder Behandlung drohen, 

sind keine ersichtlich (vgl. Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 

EMRK). Im Weiteren finden das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-

foulement sowie der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrück-

schiebung vorliegend keine Anwendung, weil es den Beschwerdeführen-

den nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft 

zu machen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

[FK, SR 0.142.30]; zum vorgebrachten Menschenhandel siehe oben 

E. 7.3). 

9.2 In Angola liegen grundsätzlich keine Umstände vor, welche den Weg-

weisungsvollzug in genereller Weise unzumutbar erscheinen lassen. Die 

Vorbehalte in Bezug auf die Sicherheitslage in Cabinda sind vorliegend 

nicht beachtlich, zumal die Beschwerdeführenden in E._______ (Provinz 

Luanda) lebten (vgl. Urteil des BVGer E-1954/2025 vom 28. April 2025 

E. 8.7.5). Auch sprechen vorliegend keine individuellen Gründe gegen den 

Wegweisungsvollzug. Die Beschwerdeführenden sind jung, leiden unter 

keinen erheblichen medizinischen Beschwerden und verfügen über eine 

sehr gute (die Beschwerdeführerin) beziehungsweise eine gute (der Be-

schwerdeführer) Schulbildung. Die Beschwerdeführerin hatte verschie-

dene temporäre Arbeitsstellen. Zudem können die Beschwerdeführenden 

in Angola auf ein grosses familiäres Netz zurückgreifen, das sie nach ihrer 

Rückkehr unterstützen kann. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann 

auf die diesbezüglichen Erwägungen in den angefochtenen Verfügungen 

(vgl. Verfügungen des SEM vom 29. August 2025 Ziff. III) verwiesen wer-

den. Die Ausführungen in den Beschwerden vermögen den zutreffenden 

vorinstanzlichen Einschätzungen nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen. 

E-6946/2025, E-6957/2025 

Seite 9 

9.3 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach sowohl im Sinne der asyl- 

als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig und zumutbar. Dar-

über hinaus ist er auch als möglich anzusehen, da es den Beschwerdefüh-

renden obliegt, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die 

für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 

Abs. 4 AsylG und BVGE 2008/34 E. 12). Eine Anordnung der vorläufigen 

Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 

10.  

Im Ergebnis verletzen die angefochtenen Verfügungen Bundesrecht nicht, 

stellen den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest und 

sind – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen. Die Beschwerden 

sind abzuweisen. 

11.  

11.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um amtliche Rechtsverbeiständung sind abzuweisen, da sich die Begehren 

– wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als von vornherein 

aussichtlos erweisen (Art. 65 Abs. 1 VwVG; Art. 102m AsylG). Die Anträge 

auf Befreiung von der Vorschusspflicht werden mit dem vorliegenden Ent-

scheid in der Sache gegenstandslos. 

11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-

deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 950.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6946/2025, E-6957/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren E-6946/2025 und E-6957/2025 werden vereinigt. 

2.  

Die Beschwerden werden abgewiesen. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der 

amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 950.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Irène Meier 

 

 

Versand: