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**Case Identifier:** bc6cc8e3-2477-5484-8043-0c3196fac45a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.10.2011 IV 2009/362
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-362_2011-10-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/362

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.06.2020

Entscheiddatum: 11.10.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2011
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Anspruch auf Invalidenrente. Prüfung des 
Invaliditätsgrades (Valideneinkommen, Leidensabzug) und des 
Rentenbeginns (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 11. Oktober 2011, IV 2009/362).

Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2011

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 11. Oktober 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich, nachdem er im Oktober 2003 einen Verkehrsunfall mit Knie- 

und Schulterkontusionen erlitten hatte, am 15. November 2005 zum Leistungsbezug 

bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Dr. med. B.___, diagnostizierte im Bericht 

vom 30. November 2005 einen Knieschmerz rechts, ein Impingementsyndrom der 

rechten Schulter und eine Depression bei chronischem Schmerzsyndrom. Die 

angestammte Tätigkeit sei wegen Schmerzen nur zu 30% ausführbar (IV-act. 9). Die 

Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 17. November 2006 eine Rente auf 

der Basis eines Invaliditätsgrads von 28% zu. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel 

wurden abgewiesen (Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 8. April 

2008 [UV 2007/94] und Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 2009 [8C_423/2008]). 

Nach Durchführung von weiteren Abklärungen, insbesondere einer Medas-

Begutachtung (IV-act. 52), stellte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem 

Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. S. Kehl, Heiden, mit 

Vorbescheid vom 29. August 2008 die Rentenablehnung in Aussicht (IV-act. 58). 

Nachdem der Rechtsvertreter dagegen Einwände vorgebracht hatte (IV-act. 62), 

ordnete die IV-Stelle eine berufliche Abklärung des Versicherten beim C.___ an (IV-act. 

74, 80).

A.b   Im Vorbescheid vom 24. April 2009 stellte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter des 

Versicherten die Abweisung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen in Aussicht. 

Der Versicherte habe sich auch unter idealen Arbeitsbedingungen, wie sie im C.___ 

geboten worden seien, nicht in der Lage gesehen, die gemäss gutachterlicher 

Einschätzung zumutbare Arbeitsleistung zu erbringen. Er wolle weiterhin beim früheren 

Arbeitgeber tätig sein, wo er während drei Stunden täglich leichte Arbeit verrichten 

könne (IV-act. 84). Im Vorbescheid vom 5. Mai 2009 stellte die IV-Stelle sodann die 

Zusprechung einer Viertelsrente ab 1. Oktober 2004 in Aussicht. Bei einer zumutbaren 

Leistungsfähigkeit von 85% betrage das zumutbare Invalideneinkommen Fr. 48'669.-- 

(2004). Die Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 84'443.-- 

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(Einkommen 2002 von Fr. 81'904.-- + Lohnentwicklung bis 2004) ergebe einen IV-Grad 

von 42% (IV-act. 88). Nach Eingang von Einwänden des Rechtsvertreters des 

Versicherten (IV-act. 90, 93) verfügte die IV-Stelle am 5. Oktober 2009 die Zusprechung 

einer Viertelsrente ab 1. November 2004 (zwölf Monate vor Anmeldung; Art. 48 Abs. 2 

IVG) auf der Basis eines IV-Grads von 42% (IV-act. 106). Zuvor hatte sie den Anspruch 

auf berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 5. Juni 2009 abgelehnt (IV-act. 92).

B.       

B.a   Gegen die Rentenverfügung vom 5. Oktober 2009 erhob Rechtsanwalt Kehl für 

den Versicherten mit Eingabe vom 9. November 2009 Beschwerde mit dem Antrag, die 

Verfügung sei aufzuheben, und es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente, 

eventualiter eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Begründung führte der 

Rechtsvertreterunter anderem aus, die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Medas-

Gutachtens stehe im Widerspruch zu den lang andauernden Bemühungen des 

Beschwerdeführers, nach dem Unfallereignis vom Oktober 2003 sein Arbeitspensum zu 

steigern. Mehr als eine 30%ige Arbeitsfähigkeit sei ihm nicht möglich. Er werde auch in 

diesem Umfang vom Arbeitgeber weiterhin beschäftigt und verdiene Fr. 1'000.-- bis Fr. 

1'500.-- im Monat. Dies belege, dass er seine Restarbeitsfähigkeit optimal verwerte. 

Die Beurteilung der Medas decke sich zudem nicht mit früheren ärztlichen 

Beurteilungen und denjenigen des RAV bzw. der Abklärungsstelle C.___. Bei der 

Ermittlung des Valideneinkommens sei zu Unrecht nur auf das Einkommen aus dem 

Jahr 2002 abgestellt worden. Sein Durchschnittseinkommen in den Jahren 2000-2002 

habe Fr. 99'563.-- betragen. Unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung ergebe sich 

daraus für 2004 ein Valideneinkommen von Fr. 102'649.--. Das Invalideneinkommen 

betrage ca. Fr. 19'500.-- (Fr. 1'500.-- x 13). Werde bei der Festlegung des 

Invalideneinkommens auf einen hypothetischen Wert (LSE) abgestellt, sei ein 

Leidensabzug von 25% zu gewähren, womit sich (bei einem Pensum von 85%) ein 

Invalideneinkommen von Fr. 36'501.-- ergebe. Der Beschwerdeführer habe bis zu 

seinem Unfall qualifizierte, körperlich schwere Arbeit verrichtet. Nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens sei er auch für leichte Arbeiten nur noch beschränkt arbeitsfähig. 

Zudem handle es sich um einen älteren Arbeitnehmer mit ausländischer Herkunft und 

häufigen krankheitsbedingten Absenzen. Der Einkommensvergleich ergebe hier einen 

IV-Grad von 65%.  

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B.b   In der Beschwerdeantwort vom 4. Januar 2010 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie unter 

anderem aus, die vom Beschwerdeführer gezeigte Leistung an seinem Arbeitsplatz 

bzw. bei der Abklärungsstelle sei für die Festlegung der Arbeitsfähigkeit nicht relevant. 

Es sei ohne Abstriche auf das Medas-Gutachten abzustellen. Es sei von einem Validen-

einkommen (2002) von Fr. 81'904.-- auszugehen. Es sei nicht gerechtfertigt, die 2000 

und 2001 erzielten Einkommen ebenfalls zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer 

arbeite lediglich in einem Pensum von 30% und übe somit keine Erwerbstätigkeit im 

zumutbaren Ausmass aus. Demnach sei für die Festlegung des Invalideneinkommens 

nicht auf dieses Einkommen, sondern auf die Lohnstrukturerhebungen des 

Bundesamtes für Statistik abzustellen. Es sei ein Leidensabzug von 10% vorzunehmen. 

Ein höherer Abzug sei nicht gerechtfertigt. Aus dem Vergleich von Validen- und 

Invalideneinkommen resultiere ein IV-Grad von 47%.

B.c   Mit Replik vom 5. Februar 2010 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine 

Duplik.

Erwägungen:

1.      

Vorliegend ist streitig, ob der Beschwerdeführer für die Zeit ab November 2004 

Anspruch auf eine höhere als eine Viertelsrente hat. - Am 1. Januar 2008 sind mit der 

5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), sind 

vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen 

anzuwenden. Ferner ist bei der Beurteilung auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 

streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 121 V 366 Erw. 1b).

2.        

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Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen 

Versicherten ist gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für 

die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre. Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

und einander gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119). Es kann ferner 

auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl. 

BGE 114 V 312 Erw. 3a).

3.      

3.1    Im Austrittsbericht der Rehaklinik D.___ vom 30. August 2005 wurden (beim 

Beschwerdeführer) als Diagnosen ein persistierendes Schmerz- und Reizsyndrom des 

rechten Knies, eine höchstens leichte Impingementsymptomatik der rechten Schulter 

und eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bei chronischem 

Schmerzsyndrom sowie eine leichte Hemiparese rechts unklarer Genese aufgeführt. Es 

liege keine psychiatrische Störung mit Krankheitswert vor, welche eine arbeitsrelevante 

Leistungsminderung begründen könnte. Die Beurteilung der Zumutbarkeit erfolge aus 

unfallkausaler Sicht. Bei günstigem Verlauf könne die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit (Betriebsmitarbeiter in der Metallverarbeitung) innerhalb von 

zwei bis drei Monaten auf ein Ganztagespensum gesteigert werden. Die bisherige 

Tätigkeit sei für den Beschwerdeführer jedoch auf längere Sicht nicht optimal, da mit 

der Entwicklung einer posttraumatischen Gonarthrose zu rechnen sei. Für eine andere 

leichte, wechselbelastende/vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne längerdauernde 

Tätigkeiten über Kopfhöhe sei ein ganztägiger Einsatz zumutbar. Die Hemisymptomatik 

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(der rechten Hand) stehe im Hintergrund und stelle für die bisherige Tätigkeit derzeit 

keine wesentliche zusätzliche Einschränkung dar (IV-act. 6). Im Fragebogen für den 

Arbeitgeber gab die E.___ AG am 6. Dezember 2005 unter anderem an, der 

Beschwerdeführer sei seit Eintritt des Gesundheitsschadens noch zu 3-6 Stunden pro 

Tag an 5 Tagen pro Woche bei ihr tätig (IV-act. 10). Am 15. November 2006 schloss die 

Arbeitgeberin mit dem Beschwerdeführer einen neuen Arbeitsvertrag mit einem 

Pensum von 30% (act. G 1.3/5). Eine interdisziplinäre Begutachtung in der Medas St. 

Gallen ergab gemäss Bericht vom 11. Juli 2008 als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit Schmerzen im Bereich des rechten Kniegelenks bei Zustand nach 

Motorradunfall vom 10. Oktober 2003 mit Verletzung des rechten Kniegelenks, 

Schmerzen im Bereich der rechten Schulter bei radiologisch leichter AC-

Gelenksarthrose rechts, ein zervikolumbales Schmerzsyndrom bei mässigen 

degenerativen Veränderungen des Achsenskeletts, eine atypische depressive Störung 

und ein Problem der Krankheitsbewältigung bei einem chronischen Schmerzsyndrom. 

In den Röntgenaufnahmen zeige sich am rechten Knie eine beginnende mediale 

Gonarthrose; das linke Knie sei radiologisch unauffällig. An der HWS und der LWS 

seien leichte degenerative Veränderungen feststellbar; die Schultergelenke seien 

radiologisch unauffällig. Dem Beschwerdeführer seien aufgrund der orthopädischen 

Einschränkungen körperlich erheblich belastende Tätigkeiten, mit Heben schwerer 

Lasten, Knien oder ständigem Stehen, nicht zumutbar. Für die körperlich belastende 

(frühere) Tätigkeit als Abkanter sei seit 10. Oktober 2003 von einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Aus rein orthopädischer Sicht sei eine vorwiegend 

sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit des gelegentlichen Aufstehens und 

Umhergehens vollschichtig mit vermindertem Rendement von etwa 10% zumutbar. 

Wegen der schwankenden Symptome und der beklagten Beschwerden sei mit 

deutlichen Schwierigkeiten bei jeglicher Eingliederung zu rechnen. Der Symptomatik 

der rechten Schulter und der Wirbelsäule sei dahingehend Rechnung zu tragen, dass 

keine Überkopfarbeiten durchgeführt werden sollten. Von psychiatrischer Seite werde 

eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 10-15% für die angestammte und eine 

angepasste Tätigkeit angenommen. Gesamthaft sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 

15% ab dem 24. November 2005 (drei Monate nach Austritt aus der Rehaklinik D.___) 

auszugehen. Berufliche Massnahmen hätten kaum Erfolgsaussichten, da der 

Beschwerdeführer überzeugt sei, mit einem 30%igen Arbeitspensum sei er an der 

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Limite seiner Leistungsfähigkeit (IV-act. 52). Der RAD stimmte der gutachterlichen 

Einschätzung zu (IV-act. 54).

3.2    Mit Schreiben vom 14. Oktober 2008 ersuchte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers die Beschwerdegegnerin, der Medas seine Zusatzfragen zu 

unterbreiten (IV-act. 66). Hierauf teilte die Beschwerdegegnerin dem Rechtsvertreter 

am 15. Oktober 2008 mit, sie nehme zur Kenntnis, dass gemäss seinen Darlegungen 

einzelne Textpassagen im psychiatrischen Teilgutachten die Aussagen des 

Beschwerdeführers nicht korrekt wiedergeben würden. Sie anerkenne auch, dass sich 

der Beschwerdeführer eingliederungsfähig fühle. Sie habe diesbezüglich bereits die 

Eingliederungsberatung beauftragt. Von der Beantwortung der Zusatzfragen seien 

keine zusätzlichen Erkenntnisse bezüglich Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Gemäss RAD 

erfülle das Gutachten die einschlägigen Anforderungen, weshalb dem Gesuch um 

Weiterleitung der Fragen nicht entsprochen werden könne (IV-act. 67). Im 

Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm vom 18. November 2008 wurde unter 

anderem festgehalten, dass eine leichte Arbeit ohne grosse Gewichtsbelastungen und 

ohne grosse Gehdistanzen in Betracht komme. Die geringe Arbeitsleistung (etwa 50%), 

viele Absenzen (12 Krankheitsabsenzen während drei Monaten), eingeschränkter 

Arbeitseinsatz und Arbeitsunterbrüche wegen Schwindel und Erbrechen müssten 

akzeptiert werden können (IV-act. 80). Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung 

vom 17. April 2009 hielt die Eingliederungsverantwortliche unter anderem fest, auf 

Wunsch des Beschwerdeführers sei die Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz 

veranlasst worden (IV-act. 82).

4.        

4.1    Der Rechtsvertreter hatte mit Schreiben vom 22. September 2008 den Medas-

Gutachtern Ergänzungsfragen vorgelegt. Vorab beanstandete er die Feststellung des 

psychiatrischen Gutachters, wonach der Beschwerdeführer eine volle Rente begehre 

(vgl. IV-act. 53-2/4). Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen 

der Begutachtung sicherlich keine entsprechende Äusserung gemacht habe. Auch der 

Feststellung des psychiatrischen Gutachters, wonach sich ein Wille des 

Beschwerdeführers nach einer Wiedereingliederung leider nicht erkennen lasse und er 

sich höchstens im Rahmen der jetzigen Tätigkeit in der angestammten Firma für 

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beschäftigungsfähig halte (IV-act. 53-4/4), liege keine entsprechende Äusserung des 

Beschwerdeführers zugrunde. Dies gelte auch für die Feststellung im Medas-

Gutachten, wonach berufliche Massnahmen kaum Erfolgsaussichten hätten, da der 

Beschwerdeführer überzeugt sei, mit einem 30%igen Arbeitspensum an der Limite 

seiner Leistungsfähigkeit zu sein. Über berufliche Massnahmen habe man sich mit ihm 

zu keinem Zeitpunkt unterhalten (IV-act. 66 - 2ff).

Unbestrittenermassen hatte der Beschwerdeführer anlässlich der Medas-Begutachtung 

erklärt, seine frühere Tätigkeit als Abkanter führe er nicht mehr durch. Er erledige 

einfache Arbeiten wie z.B. Abwartstätigkeiten. Er sortiere beispielsweise Papier, 

telefoniere oder putze Maschinen. Länger als drei Stunden täglich könne er wegen der 

Schmerzen am rechten Knie nicht arbeiten (IV-act. 52-3/27). Gegenüber dem 

psychiatrischen Gutachter hatte der Beschwerdeführer offenbar ausgeführt, seine 

jetzige Arbeit sei sehr leicht, erfordere keine körperliche Anstrengung und erlaube 

Positionswechsel. Er könne laufen, aber auch sitzen und alles selber einteilen (IV-act. 

53-2/4). Unbestritten ist, dass er sich mit dem jetzt ausgeführten 30%-Pensum (vgl. 

Arbeitsvertrag vom 30. Juni 2009; IV-act. 112-94/108) an der Limite seiner 

Leistungsfähigkeit sieht (IV-act. 66-4/18). Dass die Medas-Gutachter unter diesen 

Gegebenheiten zum Schluss gelangten, der Wille des Beschwerdeführers nach einer 

Wiedereingliederung lasse sich nicht erkennen und er halte sich höchstens im Rahmen 

der jetzigen Tätigkeit in der angestammten Firma für beschäftigungsfähig, erscheint 

nachvollziehbar. Die Feststellung des psychiatrischen Gutachters, wonach der 

Beschwerdeführer eine volle Rente begehre, lässt sich im Nachhinein weder beweisen 

noch in Abrede stellen; zusätzliche Abklärungen brächten hier überwiegend 

wahrscheinlich keine weiteren Erkenntnisse. Sie vermöchten zudem - und dies 

erscheint entscheidend - nichts zur Rentenfestlegung beizutragen. Die Festlegung der 

Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Administrativgutachten hält vor anderslautenden 

Beurteilungen der behandelnden Ärzte stand, zumal beweisrechtlich zwischen 

ärztlichem Behandlungs- und Begutachtungsauftrag ein bedeutsamer Unterschied 

besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008 [9C_24/2008] Erw. 2.3.2). Dr. 

B.___ begründete die von ihm im Bericht vom 30. November 2005 bescheinigte 

70%ige Arbeitsunfähigkeit im Wesentlichen unter Nennung der zuvor in der Rehaklinik 

D.___ gestellten Diagnosen (IV-act. 9). Die Rehaklinik hatte den medizinischen 

Sachverhalt dahingehend gewürdigt, dass für eine adaptierte Tätigkeit ein ganztägiger 

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Einsatz zumutbar sei (IV-act. 6). Die erwähnte Einschätzung von Dr. B.___ bezog sich 

demgegenüber auf die bisherige, im Unfallzeitpunkt und auch während einiger Zeit 

danach noch ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers (IV-act. 9) und damit nicht 

auf die Arbeit, welche er im Verfügungszeitpunkt bei der bisherigen Arbeitgeberin 

ausführte. Bei der beruflichen Abklärung im C.___ bestätigten sich die Feststellungen 

der Medas-Gutachter betreffend die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers 

hinsichtlich des zumutbaren Pensums. Eine zwischenzeitliche Verschlechterung des 

Gesundheitszustands wird dabei weder geltend gemacht noch ist eine solche aus den 

Akten ersichtlich. Es würde damit überwiegend wahrscheinlich auch keinen Sinn 

machen, den Medas-Gutachtern den Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm vom 

18. November 2008 (IV-act. 80) nachträglich zur Stellungnahme vorzulegen. Dies gilt 

auch für die RAV-Stellungnahme vom 24. Oktober 2007, in welcher die Angaben des 

Beschwerdeführers betreffend Schmerzen, seine Schwierigkeiten mit dem IV-Berater 

und finanzielle Probleme wiedergegeben wurden (act. G 1.3/8). Ein anderweitiger 

Grund, weswegen die Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen 

wäre, ist weder aus den Akten ersichtlich noch wird er geltend gemacht.

4.2    Im Rahmen der beruflichen Abklärung im C.___ erbrachte der Beschwerdeführer 

im Rahmen eines 25-35%igen Pensums eine Leistung von rund 50%, wobei er 

anlässlich eines Standortgesprächs vom 19. Februar 2009 angab, dass er sich eine 

Pensumerhöhung unmöglich vorstellen könne. Er wolle wieder zurück an seinen 

angestammten Arbeitsort bei der E.___ AG. Eine Erhöhung des Pensums gelang auch 

in der Folgezeit nicht (IV-act. 81-2/2). Selbst im Rahmen eines kleinen (25-35%igen) 

Pensums und relativ kurzer täglicher Arbeitsdauer (jeweils von 7.30-9.30 bzw. bis 

maximal 10.30 Uhr morgens; IV-act. 80-3/7) war sein Einsatz lediglich "befriedigend, 

mit der Zeit nachlassend", und es wurde eine nachlassende Konzentration und erhöhte 

Ablenkbarkeit beobachtet (IV-act. 80-4/7, 80-5/7). Gegenüber den Medas-Gutachtern 

hatte der Beschwerdeführer wie erwähnt das von ihm effektiv ausgeübte 30%ige 

Arbeitspensum als Limite seiner Leistungsfähigkeit erklärt. Aus diesem Grund 

erachteten die Gutachter auch die Durchführung von beruflichen Massnahmen nicht als 

erfolgversprechend (IV-act. 52). Der Wunsch des Beschwerdeführers, weiterhin bei der 

bisherigen Arbeitgeberin mit einem tiefen, jedoch gesicherten Pensum tätig sein zu 

können, stellt für sich allein keinen zureichenden Grund dar, von der 

Zumutbarkeitsbeurteilung der Medas-Gutachter abzurücken.

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4.3    Der Beschwerdeführer lässt sinngemäss die Verwertbarkeit der gutachterlich 

festgestellten Arbeitsfähigkeit in Abrede stellen. Bei der verwertbaren 

Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen 

werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren Tätigkeit dort nicht gesprochen 

werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer 

entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen erscheint. Ferner 

beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern 

bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 

Einsatzes (Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 3. Dezember 2003 i/S E.H, Erw. 6.1 mit Hinweisen [I 

349/01]). Nach der Rechtsprechung darf auf eine medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit von 50% nicht abgestellt werden, wenn sie praktisch nicht 

ausgenützt werden kann. Besteht nämlich die 50%ige Arbeitsfähigkeit nur für eine 

Arbeit ohne ständiges Bücken, Heben oder Tragen schwerer Lasten, ist es 

beispielsweise einem Maurer nicht möglich, in seinem angestammten Beruf tätig zu 

sein. Auch kann von einem immer als Maurer tätig gewesenen Versicherten in einem 

gewissen Alter vernünftigerweise nicht verlangt werden, auf eine andere Tätigkeit 

umzusteigen. Ebenso kann nicht auf eine Restarbeitsfähigkeit von 25% abgestellt 

werden, wenn diese praktisch nicht verwertbar ist (A. Rumo-Jungo, Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, 3. A., S. 115 und 116 mit Hinweisen; zur Frage der 

sozialpraktischen Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Oktober 2004 i/S D. [I 299/04], Erw. 4.3.1 mit Hinweisen). 

Beim Beschwerdeführer liegt mit einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 

85% eine erheblich höhere Restarbeitsfähigkeit als in den erwähnten Fällen vor. 

Sodann erscheint es zumutbar, dass der im Zeitpunkt der Verfügung 50jährige 

Beschwerdeführer, welcher zuvor eine Tätigkeit in der Metallbearbeitung ausübte, 

nunmehr eine andere, seinem Gesundheitsschaden angepasste Arbeit ausübt. Nach 

ständiger Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass solche Stellen in zureichender 

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Zahl vorhanden sind, auch wenn zusätzliche gesundheitliche Einschränkungen zu 

berücksichtigen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Dezember 2003, a.a.o).

5.      

5.1    Zu prüfen ist die Höhe des Einkommens, welches der Beschwerdeführer ohne 

Gesundheitsschaden (hypothetisch) erzielen könnte (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung 

des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft; 

dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweisen). 

Überstundenentschädigungen sind bei der Bemessung des Valideneinkommens zu 

berücksichtigen, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um 

Spesenentschädigungen handelt (RKUV 1989 Nr. U 69 S. 180 Erw. 2c; vgl. auch RKUV 

2000 Nr. U 400 S. 383 Erw. 2c sowie AHI 2002 S. 157 Erw. 3b). Da aber die 

Invaliditätsbemessung der dauernd oder für längere Zeit bestehenden 

Erwerbsunfähigkeit entsprechen muss, bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung 

eines derartigen Zusatzeinkommens, dass die versicherte Person aller Voraussicht 

nach damit hätte rechnen können. Massgebend ist nach dem im Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit, ob die versicherte Person aufgrund ihrer konkreten 

erwerblichen Situation und des tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall 

wahrscheinlich weiterhin ein Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit hätte 

erzielen können; die blosse Möglichkeit dazu genügt nicht (RKUV 1989 Nr. U 69 S. 180 

f. Erw. 2c). Der Beschwerdeführer hatte eine Schlosser-Ausbildung absolviert (IV-act. 

13). Die E.___ AG bescheinigte am 6. Dezember 2005, dass er ohne 

Gesundheitsschaden in der Tätigkeit als Abkanter Fr. 32.-- pro Stunde verdienen 

würde. Seine Arbeitszeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens habe 43.75 Stunden pro 

Woche (8.75 Stunden/Tag x 5) betragen (IV-act. 10). Aufgrund dieser Angaben würde 

sich - einschliesslich Ferien und 13. Monatslohn - ein Jahreseinkommen von 

Fr. 78'866.-- errechnen (Fr. 32.-- x 43.75 Wochenstunden x 52 Wochen : 12 x 13). Ein 

Valideneinkommen von praktisch gleicher Höhe, nämlich Fr. 78'880.--, legte auch das 

Versicherungsgericht im Entscheid vom 8. April 2008 (UV 2007/94) der 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=I+433%2F06&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-222%3Ade&number_of_ranks=0#page224

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Unfallrentenberechnung zugrunde. Dieses blieb im anschliessenden 

Rechtsmittelverfahren unbestritten und wurde im letztinstanzlichen Urteil vom 10. Juli 

2009 (8C_423/2008, Erw. 6) bestätigt. Eine Überstundenberücksichtigung stand 

damals nicht zur Diskussion.

Der Beschwerdeführer erzielte gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) in den 

Jahren 1994 bis 2004 aufgrund seiner Erwerbstätigkeiten bei der E.___ AG bzw. der 

F.___ AG, Einkommen von Fr. 62'400.-- (1994), Fr. 79'759.--- (1995), Fr. 74'653.-- 

(1996), Fr. 78'426.-- (1997), Fr. 93'703.-- (1998), Fr. 95'474.-- (1999), Fr. 109'514.-- 

(2000), Fr. 102'001.-- (2001), Fr. 81'904.-- (2002), Fr. 80'775.-- (2003) und Fr. 76'819.-- 

(2004; IV-act. 5). Diese Einkommen resultierten, jedenfalls die Erwerbstätigkeit bei der 

E.___ AG betreffend, unbestrittenermassen auch aus der Leistung von Überstunden. 

Wie erwähnt hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2005 unter Zugrundelegung der 

betriebsüblichen Arbeitszeit von 43.75 Stunden ein Jahreseinkommen von Fr. 78'880.-- 

erzielt. Es bestehen jedoch keine Anhaltspunkte, dass er ohne den Unfall nicht auch 

weiter Überstunden geleistet hätte, was auch von der Beschwerdegegnerin nicht 

bestritten (vgl. act. G 4 S. 4 unten) bzw. mit der Annahme eines Betrages von 

Fr. 84'443.-- (für 2004: Fr. 81'904.-- + 3.1 % Teuerung) ausdrücklich anerkannt wird 

(IV-act. 85-2, 103).

Schwankte das vor Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen - wie dies auch vorliegend 

der Fall war - verhältnismässig stark, ist für die Berechnung des Valideneinkommens 

vom Durchschnittsverdienst während einer mehrjährigen Zeitperiode auszugehen 

(ZAK 1985, 466; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

25. Februar 2009 i/S D. [IV 2007/412] Erw. 3.3 und 3.4 mit Hinweisen). Nachdem die 

gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers mit dem Unfall vom Oktober 2003 

ihren Anfang nahmen, lässt es sich nicht ausschliessen, dass die Einkommen 2003 und 

2004 bereits durch diese beeinflusst waren. Dementsprechend rechtfertigt es sich, die 

erwähnten Einkommen bei der Bemessung des Valideneinkommens zum vornherein 

ausser Betracht zu lassen. Es erscheint nicht ohne Weiteres wahrscheinlich, dass der 

Beschwerdeführer die durch massive Überstundenleistung erzielten hohen Einkommen 

der Jahre 1998 bis 2001 dauerhaft auch weiterhin erzielt hätte. Anderseits kann auch 

nicht einfach unterstellt werden, dass er im langjährigen Verlauf lediglich das 2002 

erzielte Einkommen (Fr. 83'684.--; aufgewertet auf 2004) weiterhin erzielt hätte. Eine 

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ergänzende Abklärung beim Arbeitgeber mit der Frage, ob der Beschwerdeführer ohne 

Eintritt des Gesundheitsschadens hätte Überstunden leisten können, und wenn ja in 

welchem Umfang, führte hier insofern nicht weiter, als Aussagen zu künftigen 

langfristigen betrieblichen Entwicklungen naturgemäss mit grossen Unsicherheiten 

belastet und damit entsprechende Fragen sehr eingeschränkt beantwortbar sind. Auch 

wäre hier mit einzubeziehen, dass der Beschwerdeführer als Gesunder bei 

Nichtvorliegen der Möglichkeit zur Überstundenleistung bei der angestammten 

Arbeitgeberin seine zusätzliche Kapazität unter Umständen an einem anderen 

(weiteren) Arbeitsort hätte verwerten können. Ein Durchschnittswert vermag den 

konkreten Verhältnissen am ehesten gerecht zu werden. Der Durchschnitt der (je 

einzeln) auf die Nominallohnverhältnisse von 2004 (vgl. Tabelle "Entwicklung der 

Nominallöhne, Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2008", Bundesamt für 

Statistik) aufgerechneten IK-Einkommen 1994 (Fr. 69'666.--), 1995 (Fr. 88'051.--), 1996 

(Fr. 81'413.--), 1997 (Fr. 85'198.--), 1998 (Fr. 101'017.--), 1999 (Fr. 102'758.--), 2000 

(Fr. 116'535.--), 2001 (Fr. 105'916.--) und 2002 (Fr. 83'684.--) würde Fr. 92'693.-- 

betragen. Unter Ausserachtlassung des "Ausreisser"-Einkommens 2000 ergäbe sich 

ein Mittelwert von Fr. 89'713.--. Angesichts der geschilderten Einkommensentwicklung 

rechtfertigt sich die Annahme, dass der Beschwerdeführer ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens ein Einkommen in dieser Höhe hätte erzielen können.  

5.2    Einig sind sich die Parteien grundsätzlich, dass das zumutbare 

Invalideneinkommen anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik zu ermitteln und dabei auf Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 4 (einfache und 

repetitive Tätigkeiten) abzustellen ist. Zugrunde zu legen sind - wie beim 

Valideneinkommen - die Zahlen des Jahres 2004. Massgebend sind dabei nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung die gesamtschweizerischen Werte und nicht 

diejenigen der Grossregion (vgl. SVR-UV 2007 Nr. 17, 56 Erw. 8.1-8.5). Der 

Beschwerdeführer ist zwar auf leichte Hilfsarbeiten beschränkt, aber er wäre in der 

Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen zu verwerten, sowohl im Sektor 

Produktion als auch im Sektor Dienstleistungen. Auszugehen ist deshalb vom 

allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen gemäss LSE 2004 TA 1 Niveau 4 von Fr. 

55'056.-- (12 x Fr. 4'588.--). Unter Berücksichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit 

von 41.6 Stunden und einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 85% resultiert ein Wert 

von Fr. 48'670.--.

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5.3    Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte Person, die 

gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre 

Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche 

und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben. Bei der Überprüfung des Abzugs, der eine Schätzung darstellt und von der 

Verwaltung kurz zu begründen ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen 

nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 

75 Erw. 6).

5.4    Der Beschwerdeführer, der eine Schlosser-Ausbildung absolvierte, arbeitete ab 

1981 als Schlosser an verschiedenen Arbeitsplätzen (IV-act. 52-2/27). Er verfügt über 

eine Niederlassungsbewilligung C (IV-act. 12). Im Rahmen einer vorwiegend sitzenden 

Tätigkeit mit der Möglichkeit des gelegentlichen Aufstehens und Umhergehens, ohne 

Überkopfarbeiten, ist ihm nach gutachterlicher Einschätzung eine Leistung von 85% 

zumutbar. Eine zu erwartende lohnmässige Benachteiligung ergibt sich dabei schon 

aus dem Umstand, dass in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigte Arbeitnehmer in aller 

Regel nicht mit den gesunden Personen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

üblicherweise gewährten Lohnansätzen rechnen können. Dem ist mit einem 10 %-

Abzug genügend Rechnung getragen. Die Limitierung auf ein Teilzeitpensum von 85% 

rechtfertigt demgegenüber vorwiegend keinen weiteren Abzug, zumal keine 

ausreichenden Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer (bei 

reduzierter Leistung und vermehrten Pausen) nicht vollzeitlich an einem Arbeitsplatz 

anwesend sein könnte (Urteil des EVG vom 18. Juli 2005 i/S A.P.-G. [I 104/05] Erw. 3 

mit Hinweisen, und vom 2. November 2007 i/S S.A. [I 69/07] Erw. 5.2). Einem 

Valideneinkommen von Fr. 89'713.-- steht unter den geschilderten Voraussetzungen 

ein Invalideneinkommen von Fr. 43'803.-- (Leidensabzug von 10 %) gegenüber, woraus 

sich ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von 51% errechnet. Bei Anwendung des höheren 

Valideneinkommens (Fr. 92'693.--) ergäbe sich ein IV-Grad von 53%. Die Medas-

Gutachter attestierten für die frühere Tätigkeit als Abkanter seit 10. Oktober 2003 eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit. Von einer Arbeitsunfähigkeit von 15% in einer 

adaptierten Arbeit gingen sie erst ab dem 24. November 2005 (drei Monate nach 

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Austritt aus der Rehaklinik D.___) aus (IV-act. 52). Der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine halbe Rente bestünde daher - unter der Voraussetzung der 

Erfüllung der Wartezeit (vgl. ebenfalls nachstehend Erw. 5.5) - ab 1. November 2005. 

Sollte bereits vor diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch gegeben sein (vgl. 

nachstehend Erw. 5.5), bestünde der Anspruch auf eine halbe Rente unter zusätzlicher 

Berücksichtigung der ab 24. November 2005 laufenden Anpassungsfrist nach Art. 88a 

IVV (vgl. Rz 4011 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH]).

5.5    Abzuklären bleibt der Lauf der Wartezeit bzw. der Rentenbeginn sowie 

gegebenenfalls die Höhe eines allfälligen Rentenanspruchs für die Zeit vor November 

2005 bzw. vor Erstattung des Austrittsberichts der Rehaklinik D.___ vom 30. August 

2005. Nach Art. 28 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem 

Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen (lit. b) und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist. Mit dem 

Ablauf des sogenannten Wartejahres entsteht - unabhängig davon, ob eine berufliche 

Eingliederung begonnen oder abgeschlossen wurde - ein Rentenanspruch. Der für die 

"vorläufige" Invalidenrente massgebende Invaliditätsgrad wird durch einen sich auf die 

Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf (Art. 6 ATSG) stützenden Einkommensvergleich 

ermittelt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. 

Dezember 2008 i/S C.A. [IV 2008/45]).

Die Medas-Gutachter gingen wie erwähnt von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in 

der bisherigen Tätigkeit seit 10. Oktober 2003 aus (IV-act. 52 S. 24). Aus den Akten des 

Unfallversicherers ergibt sich demgegenüber, dass der Beschwerdeführer lediglich vom 

10. Oktober 2003 bis 11. Januar 2004 vollständig arbeitsunfähig war. Danach bestand 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bis 29. Februar 2004, anschliessend eine 75%ige 

Arbeitsfähigkeit bis 31. März 2004 und seit 1. April 2004 eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit. Erst nach einem Rückfall lag ab 27. Dezember 2004 wieder eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit vor. Wegen einer erneuten Knieoperation rechts war der 

Beschwerdeführer sodann ab dem 15. Februar 2005 vollständig arbeitsunfähig. In der 

Folge nahm er die Arbeit am 18. April 2005 zu 20% und ab 2. Mai 2005 zu 30% wieder 

auf. Eine 40%ige Arbeitsfähigkeit ab 13. Juni 2005 konnte wegen der Zunahme der 

Knieschwellung nicht realisiert werden (vgl. Aufstellung in IV-act. 6-11/14f [Rehaklinik 

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D.___] sowie einschlägige Unterlagen in act. G 4.2 ["Fremdakten"]). Während Dr. B.___ 

gegenüber der Suva seit 1. März 2004 eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt hatte 

(act. G 4.2/17), vermerkte er dieselbe Taxation in einem späteren Bericht zuhanden der 

Beschwerdegegnerin erst mit Wirkung ab 1. April 2004 sowie bis 25. November 2004 

(IV-act. 9-1/4). Aus den Suva-Akten ergibt sich demgegenüber, dass der 

Beschwerdeführer seit 1. April 2004 (Behandlungsabschluss bei Dr. B.___) wieder zu 

100% gearbeitet hatte und dies jedenfalls auch am 28. September 2004 noch der Fall 

war (vgl. act. G 4.2/18 und 28 S. 1 und 2 ["Ich arbeite weiterhin 100% und musste jetzt 

die Arbeit nicht niederlegen"]). Dies steht auch in Übereinstimmung mit der erwähnten 

Arbeitsfähigkeits-Aufstellung der Rehaklinik D.___ (IV-act. 6-11/14f).

Angesichts dieser Umstände kann die Wartejahr-Berechnung nicht einfach ausgehend 

von der Medas-Einschätzung (volle Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seit 

10. Oktober 2003) erfolgen, da diese sich mit den erwähnten Akten nicht in Einklang 

bringen lässt. Aufgrund der geschilderten Umstände muss vielmehr davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ab April 2004 während längerer Zeit 

wieder voll arbeitsfähig war und damit die Wartezeit unterbrochen wurde (vgl. Art. 29

IVV). Unter Zugrundelegung der Arbeitsfähigkeits-Zusammenstellung der Rehaklinik 

D.___ würde das Wartejahr erst ab dem 27. Dezember 2004 zu laufen beginnen und 

per 1. Dezember 2005 ablaufen, wobei die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 

diesfalls 86.6% betragen würde (1.5 Monate mit 50% Arbeitsunfähigkeit [75%] + 2 

Monate mit 100% Arbeitsunfähigkeit [200%] + 0.5 Monate mit 20% Arbeitsunfähigkeit 

[10%] + 1.5 Monate mit 70% Arbeitsunfähigkeit [105%] + 6.5 Monate mit 100% 

Arbeitsunfähigkeit [650%]). Die Beschwerdegegnerin wird daher diese Umstände bzw. 

den Lauf der Wartezeit erneut zu prüfen und den Rentenbeginn sowie den 

Rentenanspruch entsprechend festzulegen haben.

6.      

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

Verfügung vom 5. Oktober 2009 in dem Sinn gutzuheissen, dass die Sache zur 

Festlegung des Rentenbeginns (Lauf der Wartezeit) und des Rentenanspruchs an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig 

(Art. 69 Abs. 1  IVG). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaufwandes wird die der 

ter

bis

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unterliegenden Beschwerdegegnerin zu auferlegende Gerichtsgebühr auf Fr. 600.-- 

festgesetzt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird unter Aufhebung der Verfügung vom 5. Oktober 2009 in 

dem Sinn gutgeheissen, dass die Sache zur Festlegung des Rentenbeginns und des 

Rentenanspruchs im Sinn der Erwägungen sowie zu entsprechender Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2011
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Anspruch auf Invalidenrente. Prüfung des Invaliditätsgrades (Valideneinkommen, Leidensabzug) und des Rentenbeginns (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Oktober 2011, IV 2009/362).

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