# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2509965f-6b9d-5794-bb33-7555f826d2a8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.09.2025 C-1545/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1545-2025_2025-09-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1545/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Philipp Egli (Vorsitz), 

Richterin Selin Elmiger-Necipoglu,  

Richter Christoph Rohrer,  

Gerichtsschreiberin Martina Filippo. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Ungarn), 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Erlassverfahren,  

Verfügung vom 22. Januar 2025. 

 

 

 

C-1545/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (Versicherte oder Beschwerdeführerin), geboren am (…) 1993, 

ist Schweizer Staatsangehörige, ledig und Mutter eines Kindes (geb. […] 

2014). Am 22. November 2018 meldete sie sich aufgrund gesundheitlicher 

Beeinträchtigungen bei der IV-Stelle des Kantons B._______ (IV-Stelle) 

zum Leistungsbezug (Berufliche Integration/Rente) an (Akten IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland [IVSTA-act.] 1, 59, 80). Mit Verfügung vom 29. Juni 

2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten rückwirkend ab 1. Mai 2019 eine 

ganze ausserordentliche Invalidenrente von monatlich Fr. 1'580.- und eine 

ganze ausserordentlicher Kinderrente von monatlich Fr. 632.- zu (IVSTA-

act. 65 f.; Akten der Schweizerischen Ausgleichskasse [SAK-act.] 18). Am 

15. August 2021 zog die Versicherte vom Kanton B._______ nach (…) (IV-

STA-act. 80), wo per 15. Dezember 2021 eine amtliche Abmeldung «nach 

unbekannt» erfolgte (vgl. SAK-act. 27, 50). Am 12. Mai 2022 meldete sich 

die Versicherte an ihrer aktuellen Wohnadresse in Ungarn an (BVGer-act. 

4 mit Hinweis auf SAK-act. 28 S. 3).  

B.  

B.a Mit Vorbescheid vom 12. Dezember 2022 stellte die IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland (Vorinstanz) der Versicherten die Einstellung der aus-

serordentlichen Invalidenrente ab 1. Januar 2022 infolge Wegzugs ins Aus-

land in Aussicht (IVSTA-act. 83). Die Versicherte erhob mit undatiertem 

Schreiben Einwand gegen den Vorbescheid (Eingang: 30. Januar 2023) 

und beantragte die weitere Auszahlung der Rente (IVSTA-act. 86). 

B.b Mit Eingabe vom 21. Januar 2023 erhob die Beschwerdeführerin ge-

gen den Vorbescheid vom 12. Dezember 2022 Beschwerde vor Bundes-

verwaltungsgericht (IVSTA-act. 94), worauf das Bundesverwaltungsgericht 

mangels zulässigen Anfechtungsobjekts mit Urteil vom 20. April 2023 nicht 

eintrat (Verfahren C-527/2023).  

B.c Am 6. April 2023 verfügte die Vorinstanz die Einstellung der ausseror-

dentlichen Invalidenrente rückwirkend per 1. Januar 2022 und entzog einer 

gegen die Verfügung gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung 

(IVSTA-act. 92).  

B.d Mit Eingabe vom 20. Mai 2023 erhob die Beschwerdeführerin erneut 

Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht (SAK-act. 63, S. 2 ff.), wobei 

die Beschwerdeschrift – abgesehen vom Datum – mit der Eingabe vom 

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Seite 3 

21. Januar 2023 weitgehend wörtlich übereinstimmte. Am 30. Mai 2023 lei-

tete das Bundesverwaltungsgericht die Eingabe vom 20. Mai 2023 ans 

Bundesgericht weiter mit der Bitte um Prüfung, ob eine Beschwerde gegen 

das Urteil vom 20. April 2023 vorliege (SAK-act. 63). Das Bundesgericht 

erblickte in der Eingabe vom 30. Mai 2023 keine Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten und sandte die Eingabe zurück ans Bundes-

verwaltungsgericht (SAK-act. 62), welches die Eingabe am 11. September 

2023 zur allfälligen weiteren Veranlassung an die Vorinstanz überwies 

(SAK-act. 61). 

C.  

Am 11. Dezember 2023 verfügte die Schweizerische Ausgleichskasse 

(SAK) die Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Rentenleistungen 

vom 1. Januar 2022 bis am 30. Juni 2022 im Gesamtbetrag von Fr. 9'558.- 

(= sechs Monate zu Fr. 1'593.-) (IVSTA-act. 104). Die Verfügung wurde der 

Versicherten am 20. Dezember 2023 zugestellt (IVSTA-act. 106) und er-

wuchs unangefochten in Rechtskraft. 

D.  

Am 28. Februar 2024 reichte die Versicherte ein Erlassgesuch ein (SAK-

act. 70), welches von der Vorinstanz mit Verfügung 22. Januar 2025 abge-

wiesen wurde (SAK-act. 73). Die Verfügung wurde der Beschwerdeführerin 

am 4. Februar 2025 zugestellt (SAK-act. 74).  

E.  

E.a Am 3. März 2025 (Postaufgabedatum; Übergabe an Schweizerische 

Post: 5. März 2025; Eingang Gericht: 7. März 2025) erhob die Beschwer-

deführerin Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Januar 2025 und be-

antragte die Gewährung ihres Erlassgesuchs (BVGer-act. 1). Zudem be-

antragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung.  

E.b In ihrer Vernehmlassung vom 11. April 2025 beantragte die Vorinstanz 

die Gutheissung der Beschwerde und die Rückweisung der Angelegenheit 

zur Neuentscheidung (BVGer-act. 4).  

E.c Am 16. April 2025 stellte der Instruktionsrichter die Vernehmlassung 

vom 11. April 2025 der Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zu und 

schloss den Schriftenwechsel per 19. Mai 2025 (BVGer-act. 5).  

  

C-1545/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-

gen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1) vorbehal-

ten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 

bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und 

soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach 

Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar 

(Art. 1a–26bis und Art. 28–70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine 

Abweichung vom ATSG vorsieht.  

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Ent-

scheids durch diesen besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-

resse an dessen Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG). Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde vom 3. März 2025 ist daher einzutreten (Art. 60 

Abs. 1 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Die Beschwerdeführerin ist schweizerische Staatsangehörige und 

wohnt in Ungarn. Damit liegt ein internationaler Sachverhalt mit Bezug zur 

EU vor, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 

21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-

seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten ande-

rerseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) und die Regel-

werke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Si-

cherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 

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Seite 5 

1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 

(SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zu beach-

ten sind. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen 

(EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderun-

gen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaa-

ten anwendbar. Die Beurteilung der Frage, ob die Rückerstattung unrecht-

mässig gewährter Leistungen zu erlassen ist, beurteilt sich indes auch im 

Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften aus-

schliesslich nach den schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. Urteil des 

BVGer C-1697/2019 vom 7. April 2021 E. 4.5 m.H). 

2.3 Nach ständiger Rechtsprechung beschränkt sich die Prüfung des So-

zialversicherungsgerichts auf die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass 

der angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. BGE 147 

V 308 E. 5.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 

sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 

(BGE 144 V 210 E. 4.3.1). 

2.4 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat 

die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes we-

gen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver-

halts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 

V 218 E. 6). 

3.  

3.1 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt 

in einem dreistufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die 

Frage der Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs zu befinden (in der Re-

gel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 

ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstat-

tung an, in dem zu beantworten ist, ob – bei der festgestellten Unrechtmäs-

sigkeit des Leistungsbezugs – eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 

Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es zu, dass über die 

Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich dar-

aus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird. 

Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass 

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der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu 

entscheiden, dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rücker-

stattungsforderung feststeht (vgl. Art. 4 ATSV [SR 830.11]; Urteil des 

BVGer C-1055/2022 vom 3. Dezember 2024 E. 3.1.1 m.w.H.). 

3.2 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Verfügung der Vorinstanz 

vom 22. Januar 2025, mit welcher die Vorinstanz das Erlassgesuch der 

Beschwerdeführerin vom 28. Februar 2024 abgewiesen hat.  

3.3 Nicht zum Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren gehört die 

Frage nach der Rechtmässigkeit der Rückerstattung unrechtmässig bezo-

gener Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 9'558.- gemäss der Verfügung 

vom 11. Dezember 2023, die den Akten zufolge nicht angefochten und da-

mit rechtsbeständig wurde (vgl. Bst. c vorstehend). Die Rechtmässigkeit 

der rückwirkenden Renteneinstellung oder eines anderen Aspekts der 

Rückerstattungspflicht an sich kann daher im vorliegenden Erlassverfahren 

nicht mehr geprüft werden (Urteil des BVGer C-3598/2020 vom 2. August 

2022 E. 3.4.2 m.w.H.).  

4.  

Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Erlassgesuch der Beschwerdeführerin 

vom 28. Februar 2024 zu Recht abgewiesen hat.  

4.1 Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene 

Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben bezogen 

hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt 

(Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG). Massgebend ist der gute Glaube während 

des Bezugs der unrechtmässigen Leistung (Urteil des BGer 8C_341/2024 

vom 14. Januar 2025 E. 3). Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist 

nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Der Leis-

tungsempfänger darf sich vielmehr nicht nur keiner böswilligen Absicht, 

sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der 

gute Glaube entfällt somit einerseits von vornherein, wenn die zu Unrecht 

erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige 

Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Andererseits 

kann sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben be-

rufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur leicht fahrlässig war (BGE 138 V 

218 E. 4). Wie in anderen Bereichen beurteilt sich das Mass der erforderli-

chen Sorgfalt nach einem objektiven Massstab, wobei aber das den Be-

troffenen subjektiv Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheits-

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zustand, Bildungsgrad usw.) nicht ausgeblendet werden darf (BGE 138 V 

218 E. 4; Urteil des BGer 8C_448/2017 vom 3. Januar 2018 E. 2.1). Das 

Verhalten, das den guten Glauben ausschliesst, braucht nicht in einer 

Melde- oder Anzeigepflichtverletzung zu bestehen. Auch ein anderes Ver-

halten, z.B. die Unterlassung, sich bei der Verwaltung zu erkundigen, fällt 

in Betracht (Urteil des BGer 8C_507/2024 vom 29. April 2025 E. 4.1). 

4.2  

4.2.1 Die Beschwerdeführerin führt zur Begründung ihrer Beschwerde 

sinngemäss aus, dass sie die Leistungen in gutem Glauben empfangen 

und ihre Mitwirkungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung stets er-

füllt habe. Auch liege eine grosse Härte vor (BVGer-act. 1). 

4.2.2 Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 11. April 2025 

die Gutheissung der Beschwerde, die Aufhebung der Verfügung vom 

22. Januar 2025 und die Rückweisung der Angelegenheit zur Neuentschei-

dung an die Vorinstanz (BVGer-act. 4). Die Beschwerdeführerin habe die 

Leistungen in gutem Glauben empfangen und ihre Mitwirkungspflicht nicht 

arglistig oder grobfahrlässig verletzt.  

4.3  

4.3.1 Am 27. Oktober 2021 fragte die Beschwerdeführerin bei der IV-Stelle 

des Kantons B._______ nach, ob ihre Rente bei einem Umzug nach Italien 

weiterhin ausgezahlt werden würde (BVGer-act. 1 Beilage 1). Die IV-Stelle 

informierte die Beschwerdeführerin am 4. November 2021, dass bei einem 

Wegzug ins Ausland die SAK zuständig sei, und teilte der Beschwerdefüh-

rerin die Anschrift der SAK mit (BVGer-act. 1 Beilage 2). Am 27. Januar 

2022 richtete die Beschwerdeführerin diverse Fragen an die SAK über die 

ihr von der IV-Stelle angegebene E-Mail-Adresse, unter anderem bezüglich 

der Auszahlung der Rente ins Ausland (BVGer-act. 1 Beilage 3): 

« (…) Wir ziehen ins Ausland. Muss ich den Umzug bei der bisherigen Aus-

gleichskasse melden? Kann ich die Auszahlung weiterhin auf ein Schweizer 

Konto überweisen lassen? Muss ich dann bei dem Formular bei Zahlungs-

adresse die Adresse angeben, auf die das Schweizer Konto läuft oder die der 

Bank? (…) » 

Die E-Mail vom 27. Januar 2022 ist in den Akten der SAK nicht enthalten. 

Eine Antwort erfolgte nicht. Nachdem die Rentenleistungen per Juni 2022 

vorsorglich eingestellt worden waren (vgl. SAK-act. 36, 38), stellte die Be-

schwerdeführerin am 31. August 2022 der SAK per E-Mail ihren Antrag auf 

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Seite 8 

Auszahlung der Leistungen zu (mit Angabe der Wohnadresse in Ungarn) 

und schrieb, dass sie zuvor in der Schweiz gearbeitet und Beiträge einge-

zahlt habe, «wodurch sich auch der weitere Rentenbezug im Ausland be-

gründet» (BVGer-act. 1 Beilage 4; SAK-act. 28). Da die Beschwerdeführe-

rin keine Reaktion auf ihre Anfragen erhielt, wandte sie sich erneut am 

2. Oktober 2022 (BVGer-act. 1 Beilage 5; SAK-act. 29) und am 5. Oktober 

2022 (SAK-act. 30) an die SAK mit der Bitte um Antwort. Am 25. Oktober 

2022 wurde die Beschwerdeführerin über den Wechsel der Kassenzustän-

digkeit informiert (SAK-act. 36).  

4.3.2 Wie die Vorinstanz zu Recht festhält (BVGer-act. 4), geht aus der 

Korrespondenz hervor, dass die Beschwerdeführerin davon ausging, ihre 

Rente werde auch ins Ausland ausbezahlt. Weiter weist die Vorinstanz zu-

treffend darauf hin, dass die Beschwerdeführerin mehrfach mit den Behör-

den (IV-Stelle des Kantons B._______, SAK) in Kontakt trat, wobei letztlich 

offenbleiben kann, ob die SAK die E-Mail vom 27. Januar 2022 tatsächlich 

erhalten hat. Der Beschwerdeführerin kann jedenfalls weder böswillige Ab-

sicht noch grobe Nachlässigkeit vorgeworfen werden. Im Gegenteilt hat sie 

sich – als juristisch nicht geschulte Person («Laie») – unter Hinweis auf 

ihren geplanten und dann tatsächlich erfolgten Umzug ins Ausland  um eine 

Klärung der Verhältnisse bemüht und mehrfach nachgefragt.  

4.3.3 Folglich ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die 

Leistungen in gutem Glauben empfangen hat (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG).  

4.4  

4.4.1 Dem Erlass kann nur stattgegeben werden, wenn neben der Voraus-

setzung des guten Glaubens auch diejenige der grossen Härte kumulativ 

erfüllt ist (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG). Eine grosse Härte liegt gemäss 

Art. 5 Abs. 1 ATSV vor, wenn die vom Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 

über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (ELG; SR 831.30) anerkannten Ausgaben und die zusätzlichen 

Ausgaben nach Art. 5 Abs. 4 ATSV die nach ELG anrechenbaren Einnah-

men übersteigen (vgl. dazu Urteil des BVGer C-167/2019 vom 1. Mai 2020 

E. 4.4 und E. 4.5 mit Hinweis auf die Anpassung der Pauschalbeträge an 

die Lebenshaltungskosten im Wohnsitzland). Für die Beurteilung, ob eine 

grosse Härte vorliegt, ist der Zeitpunkt massgebend, in welchem über die 

Rückforderung rechtskräftig entschieden worden ist (Art. 4 Abs. 2 ATSV). 

C-1545/2025 

Seite 9 

4.4.2 Da sich die Vorinstanz noch nicht zur grossen Härte geäussert hat 

und diese anhand der vorliegenden Akten auch nicht durch das Gericht 

abschliessend beurteilt werden kann (vgl. SAK-act. 71), ist die Sache ge-

mäss dem Antrag der Vorinstanz an sie zurückzuweisen, damit die 

Vorinstanz die kumulative Erlassvoraussetzung der grossen Härte prüft 

und danach über den Erlass der Rückforderung erneut entscheidet.  

5.  

Entsprechend ist die Beschwerde in dem Sinn gutzuheissen, dass die Ver-

fügung vom 22. Januar 2025 unter Bejahung des guten Glaubens der Be-

schwerdeführerin beim Leistungsempfang aufgehoben und die Sache an 

Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach Prüfung des Vorliegens 

einer grossen Härte erneut über das Erlassgesuch entscheide (vgl. Art. 61 

Abs. 1 VwVG).  

6.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

6.1 Die Rückweisung der Sache zu erneuter Abklärung gilt für die Frage 

der Auferlegung der Gerichtskosten (Art. 63 VwVG) und der Parteientschä-

digung (Art. 64 VwVG) als vollständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob 

sie beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im 

Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 146 V 28 E. 7; 141 V 281 E. 11.1; 

Urteil des BGer 8C_554/2023 vom 16. Januar 2024 E. 5). 

6.2 Der obsiegenden Beschwerdeführerin sind keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen, womit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ge-

genstandslos wird. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

6.3 Die Vorinstanz als Bundesbehörde hat unabhängig vom Verfahrens-

ausgang keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung und der nicht an-

waltlich vertretenen Beschwerdeführerin, der keine verhältnismässig ho-

hen Kosten entstanden sind, ist keine Parteientschädigung auszurichten 

(vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 3 und 4 des Reglements vom 21. Fe-

bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

  

C-1545/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 

22. Januar 2025 unter Bejahung des guten Glaubens der Beschwerdefüh-

rerin beim Leistungsempfang aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach Prüfung des Vorliegens einer gros-

sen Härte erneut über das Erlassgesuch entscheide.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das 

Bundesamt für Sozialversicherungen.  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Philipp Egli Martina Filippo 

 

 

  

C-1545/2025 

Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

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