# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35ddbcaa-84ae-5c4e-9f77-8495fbd171e9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.07.2009 IV 2008/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-34_2009-07-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.07.2020

Entscheiddatum: 13.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 13.07.2009
Art. 29 BV; Art. 16 ATSG; Art. 28, 29 IVG. Begründungspflicht der Verfügung 
verletzt, da nicht auf die Einwände der Beschwerdeführerin eingegangen 
wurde. Heilung. Würdigung des MEDAS-Gutachtens bei chronischen 
Handbeschwerden. Zumutbarkeit einer Tätigkeit, die hauptsächlich mit der 
linken Hand ausgeführt werden müsste (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Juli 2009, IV 2008/34). 
Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_748/2009.

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 13. Juli 2009

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2, 

Postfach, 9410 Heiden,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.   

A.a S.___ (Jahrgang 1971) meldete sich am 3. Dezember 2001 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie gab an, sie habe in Portugal die Lehre als 

Töpferin absolviert. Zuletzt habe sie als Küchengehilfin gearbeitet (IV-act. 1). Dr. med. 

A.___, Allgemeine Medizin FMH, berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 21. 

Dezember 2001, die Versicherte leide an persistierenden Schmerzen in der rechten 

Hand nach mehrmaligen Operationen. Vom 26. Juni 2001 bis 30. September 2001 

habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Bis zum 30. November 2001 sei eine 

solche von 25% attestiert worden. Seither gelte in der bisherigen Tätigkeit wiederum 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres (IV-act. 8). In der Beilage befand sich 

ein Konsiliarbericht von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, vom 27. September 2001, der keine wesentlichen psychopathologischen 

Befunde hatte erheben können (IV-act. 8/10). Gemäss beigelegtem Bericht von Dr. 

med. C.___ vom 14. Dezember 2000 habe sich unterdessen neben einer Tendinopathie 

der Flexorsehne III rechts auch eine Tendinitis crepitans der Flexorsehne IV links bei 

generalisierter ligamentärer Hyperlaxität entwickelt (IV-act. 8/16).

A.b Das Tagungs- und Begegnungszentrum D.___ teilte der IV-Stelle am 17. Dezember 

2001 mit, es habe die Versicherte als Hausangestellte beschäftigt (IV-act. 7). Vom 

Restaurant E.___ erfuhr die IV-Stelle im Januar 2002, dass die Versicherte als 

Kantinenmitarbeiterin (kalte Küche) tätig gewesen sei (IV-act. 9). Die Versicherte teilte 

der IV-Stelle am 18. Februar 2002 mit, sie würde aus finanziellen Gründen zu 100% 

arbeiten. Ihr Ehemann habe als Schichtarbeiter unregelmässige Arbeitszeiten. In seiner 

Abwesenheit übernähme eine gute Nachbarin die Aufsicht über die Kinder (IV-act. 11). 

Am 19. April 2002 nahm die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt der Versicherten vor. 

Die Versicherte qualifizierte man als Teilerwerbstätige und Hausfrau zu je einem 

Pensum von 50% (IV-act. 13). Die prozentualen Einschränkungen setzte man erst am 

11. Dezember 2002 in den Abklärungsbericht ein und ermittelte eine Einschränkung im 

Haushalt von 25.49% (IV-act. 23). Im Verlaufsbericht vom 13. Oktober 2002 gab der 

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Hausarzt an, der Gesundheitszustand habe sich nach einer erneuten Operation im 

August 2002 verbessert. Die präoperativ deutliche Ulnarissymptomatik habe sich 

zurückgebildet und die Schmerzen in der Hand seien weniger stark. Er habe der 

Versicherten im Sinn eines Arbeitsversuches geraten, eine Arbeit mit einem 

Beschäftigungsgrad von 50% zu suchen (IV-act. 18). Mit Verfügung vom 12. Februar 

2003 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 27).

A.c Dagegen liess die Versicherte am 18. Februar 2003 durch ihren Hausarzt 

Einsprache erheben (IV-act. 28). Die IV-Stelle widerrief in der Folge am 17. April 2003 

ihre Verfügung und beauftrage die Klinik für orthopädische Chirurgie (Handchirurgie) 

des Kantonsspitals St. Gallen mit der Begutachtung der Versicherten (IV-act. 38, 44, 45 

und 46). Diese erstattete am 22. Oktober 2003 das Gutachten und erachtete die 

Tätigkeit als Koch zu 80% als zumutbar (IV-act. 50). Mit Verfügung vom 23. März 2004, 

die sich auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung dieses Gutachtens stützte, wurde das 

Rentenbegehren der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 12.5% erneut 

abgewiesen (IV-act. 54). Die dagegen erhobene Einsprache wies die IV-Stelle mit 

Entscheid vom 16. August 2004 ab (IV-act. 73).

A.d Die Versicherte liess gegen diesen Entscheid beim Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen Beschwerde führen (IV-act. 74). Mit Entscheid vom 1. März 2005 

hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerde teilweise gut 

und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurück (IV-act. 78).

A.e Die IV-Stelle erhob gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesgericht (IV-

act. 79). Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 17. August 2005 

teilweise gut. Es bestätigte die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung 

betreffend Kinderbetreuung und erneuten Begutachtung sowie allfälligen EFL- 

beziehungsweise BEFAS-Erhebungen. Dagegen hob es den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen auf, soweit die Sache für eine 

polydisziplinäre Begutachtung zurückgewiesen worden war, da sich die Beschwerden 

auf orthopädische Befunde beschränkten. Sodann erachtete es den Abklärungsbericht 

im Haushalt als zuverlässige Entscheidungsgrundlage (IV-act. 82).

B.   

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B.a Die IV-Stelle qualifizierte in der Folge die Versicherte gemäss ihrer internen Notiz 

vom 30. September 2005 ohne weitere Abklärung als 100% Erwerbstätige (IV-act. 85). 

Sodann beauftragte sie am 22. November 2005 die MEDAS Zentralschweiz mit einer 

Begutachtung. Zusätzlich zu den Standardfragen wollte die IV-Stelle wissen, wie hoch 

die zumutbare Arbeitsfähigkeit als Küchenmitarbeiterin und als Hausangestellte sei. 

Weiter seien die Voraussetzungen einer adaptierten Tätigkeit sowie die Arbeitsfähigkeit 

zu nennen (IV-act. 92). Die MEDAS erstattete am 8. Februar 2007 das polydisziplinäre 

Gutachten. Die Versicherte war am 12. und 13. Dezember 2006 unter Mithilfe des 

Portugiesisch-Dolmetschers Herr F.___ innermedizinisch, psychiatrisch und 

rheumatologisch untersucht worden. Die Ärzte gaben an, die Versicherte leide an 

folgender Hauptdiagnose (mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit):

Chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts, bei

-  St.n. sechs operativen Eingriffen an der rechten Hand

- 1994 Neurolyse rechter Daumen (Zeigfingerseite)

- 1995 Entfernung einer intermetakarpalen Zyste II/III

- 1997 transossärer Seitenband-Refixation des Daumens und Revision des 

Metakarpophalangealgelenks I

- 2001 Ganglionausräumung zwischen den Ossa hamatum und trapezoideum

- 2001 Ringbandspaltung am schnellenden Mittelfinger

- 2002 Neurolyse des Nervus medianus, erneute Ringbandspaltung des schnellenden 

Mittelfingers, Neurolyse des Nervus ulnaris

-  Hyposensibilität der rechten Hand ulnarseitig und der Finger IV und V.

Als Nebendiagnosen (ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit) bestehen:

Adipositas "simplex", mit

-  Positiver Familienanamnese.

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Nikotinabusus, mit

-  Polyglobulie

-  Tendenz zu Granulozytose/Lymphopenie.

Die Ärzte führten aus, die Versicherte klage subjektiv in erster Linie über ihren rechten 

Arm. Das Problem habe 1994 mit einer kleinen Operation am rechten Daumen 

begonnen, nachdem sie vom Hausarzt wegen eines "elektrischen Gefühls" an 

demselben ins Kantonsspital St. Gallen geschickt worden sei. Die Schmerzen in dieser 

Hand hätten seither kontinuierlich zugenommen und schmerzfreie Intervalle existierten 

nicht mehr. Vom volaren Handgelenk führe eine erste Ausstrahlung nach distal in alle 

Finger und den Daumen, während sich eine zweite Ausstrahlung nach proximal über 

den ganzen Arm und die rechte Schulter bis in die rechte Nackenseite erstrecke. Als 

Rechtshänderin sei sie deutlich handicapiert, könne keine schweren Arbeiten mehr 

machen und auch die Tätigkeit als Hausfrau und Mutter nur mehr partiell erledigen. Da 

sie vermehrt unter Schonung der rechten Hand die linke Hand benütze, habe sie nun 

auch dort zunehmend Probleme im Sinn von Schmerzen in den Fingern II bis IV 

verbunden mit Schwellungszuständen und immer wieder auftretenden Schnellfingern. 

Der Rheumatologe hielt fest, bei St. n. Mehrfacheingriffen an der rechten Hand 

resultiere heute eine deutliche residuelle Funktionseinschränkung und 

Minderbelastbarkeit derselben mit einerseits Unmöglichkeit der Fingerstreckung 

insbesondere die Finger IV und V betreffend und andererseits des Faustschlusses 

ebenfalls die Finger IV und V betreffend. Neben der deutlichen Funktionseinschränkung 

imponiere eine Schmerzsymptomatik insbesondere im Bereich des Radio-

Karpalgelenks rechts volarseitig und es bestünden Hinweise für ein residuelles 

Ulnarisrinnen-Syndrom rechts. Die angegebene zerviko-brachiale 

Schmerzsymptomatik sei sekundär als Folge der Cheiropathie zu interpretieren. Es 

bestünden Hinweise für eine gewisse Hyperlaxitätstendenz, ohne dass aber die 

Beighton-Kriterien zur entsprechenden Diagnose erfüllt seien. Im Weiteren sei von 

Seiten des Bewegungsapparates eine Adipositas, ein Hohl-Rundrücken, eine lumbo-

sakrale Übergangsanomalie, eine asymptomatische Diskushernie C5/6 sowie ein 

beidseitiges, leichtgradiges Lymphödem der Knöchelregion beidseits festzuhalten. Aus 

Sicht der Inneren Medizin sowie der Psychiatrie fand man keine Diagnose mit 

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Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Zur Arbeitsfähigkeit führten die Ärzte aus, die 

angestammte Tätigkeit als Porzellantöpferin und -malerin respektive als Pizzeria-

Angestellte / Küchenhilfe sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Dies gelte auch für 

alle anderen schweren und mittelschweren Arbeiten mit ständigem Gebrauch der 

rechten Hand. Für alternative, der Behinderung angepasste, körperlich leichte Arbeit, 

ohne ständig repetitiven respektive kraftaufwändigen Einsatz oder feinmotorische 

Verrichtungen der rechten Hand sei eine Arbeitsfähigkeit von 100% zumutbar. Für den 

eigenen Haushalt entspreche die Arbeitsfähigkeit, analog zum Resultat der 

Haushaltsabklärung, einer solchen von 75% der Norm. Die Arbeitsfähigkeit könne 

durch symptomatisch analgetische Therapie verbessert werden (IV-act. 106).

B.b Die Versicherte verlangte in ihrer Stellungnahme vom 22. Februar 2007 eine 

Ergänzung des Gutachtens insbesondere betreffend einer Operationsindikation, der 

Beschwerden der linken Hand sowie der Notwendigkeit einer neurologischen 

Abklärung (IV-act. 107). Die IV-Stelle ersuchte am 24. Mai 2007 in Absprache mit dem 

RAD um eine Stellungnahme der MEDAS (IV-act. 111 und 112). Der Rheumatologe 

berichtete der MEDAS am 6. August 2007, die anlässlich der eingehenden 

rheumatologischen Untersuchung vom 13. Dezember 2006 im Bereich der rechten 

Hand festgestellte deutliche Funktionseinschränkung und Minderbelastbarkeit habe 

keine spezifischen Befunde ergeben, die eine Operation indiziert hätten. Hinsichtlich 

der Beschwerden der linken Hand habe die Versicherte anlässlich der Untersuchung 

über Schmerzen vor allem die Finger II bis IV betreffend berichtet mit subjektiven 

Schwellungszuständen sowie immer wieder auftretenden Schnell-Fingern. Klinisch 

habe er damals einen unauffälligen Gelenkstatus der linken Hand mit durchwegs freier 

Bewegungsamplitude, vollständigem und kräftigem Faustschluss, normaler muskulärer 

Trophik der intrinsischen Handmuskulatur und deutlicher Beschwielung der Palma 

manus links als Ausdruck eines regelmässigen Gebrauchs gefunden. Hinweise für eine 

Synovialitis oder Tenosynovitis stenosans habe er nicht erheben können. Auch eine 

Röntgenaufnahme vom 28. Juli 2005 habe einen altersentsprechenden Normalbefund 

gezeigt. Insgesamt interpretiere er die von der Versicherten geäusserten rezidivierend 

auftretenden linksseitigen Beschwerden als herkunftsmässig mechanischer Natur 

infolge vermehrten Gebrauchs der linken Hand unter Schonung der Rechten. Er teile 

die Meinung des voruntersuchenden Rheumatologen Dr. C.___, dass es sich um rein 

belastungsabhängige Arthralgien und Tendinopathien der linken Hand handle ohne 

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jegliche Hinweise für eine strukturelle Läsion oder Funktionseinschränkung oder 

entzündlich-rheumatische Affektion. Seitens der linken Hand bestehe aus 

rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Schliesslich sei eine 

neurologische Untersuchung nicht zwingend notwendig. Die Angaben von Schmerzen 

und Sensibilitätsstörungen habe keinem peripheren Nerv exakt zugeordnet werden 

können und motorisch hätten keine Ausfälle vorgelegen. In der Regel seien die 

neurologisch erhobenen Befunde nicht derart ausgeprägt, als dass operative 

Massnahmen indiziert wären. Wolle man Klarheit, so sei eine neurologische Beurteilung 

inklusive elektrophysische Abklärung notwendig, bezüglich therapeutischen Vorgehens 

jedoch nicht sinnvoll. Auch Neurologen würden in solchen Fällen eine konservative 

Therapie bevorzugen. Im Übrigen habe eine eingehende neurologische Untersuchung 

am 23. Dezember 2003 im Kantonsspital St. Gallen stattgefunden, ohne dass sich 

Hinweise auf das Vorliegen eines Nervus ulnaris-Kompressionssyndroms im Sulcus 

ulnaris rechts oder Anzeichen für das Vorliegen einer Nervenkompression C7 

beziehungsweise T1 rechts gezeigt hätten (IV-act. 115). Der RAD-Arzt Dr. G.___ gab in 

seiner Stellungnahme vom 21. August 2007 an, er sehe keine Veranlassung für eine 

zusätzliche neurologische Beurteilung, da keine fassbaren neurologischen Defizite 

vorhanden seien und mittels weiter gehenden Untersuchungen keine zusätzlichen 

Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Die medizinischen Unterlagen seien 

zusammen mit der ergänzenden Stellungnahme des Rheumatologen vom 6. August 

2007 ausreichend zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 116).

B.c Mit Vorbescheid vom 18. Oktober 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten erneut 

die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Sie führte aus, ihre Abklärungen hätten 

ergeben, dass ihr aus medizinischer Sicht eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 100% 

zumutbar sei. Dabei könne sie ein Einkommen von Fr. 37'931.-- erzielen. Gegenüber 

einem Einkommen ohne Behinderung von Fr. 42'146.-- resultiere eine Erwerbseinbusse 

von Fr. 4'215.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 10%. Dieser liege unter 40%, 

weshalb sie keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (IV-act. 126). Die IV-Stelle 

hat dabei den Einkommensvergleich auf der Basis der statistischen Tabellenlöhne im 

Anhang zur Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2007 vorgenommen und 

einen zusätzlichen Abzug von 10% berücksichtigt (IV-act. 122). Dagegen liess die 

Versicherte am 16. November 2007 einwenden, wie aus dem beigelegten Bericht von 

Dr. A.___ vom 13. November 2007 hervorgehe, seien die Beschwerden an der linken 

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Hand immer noch ausgeprägt und nur auf Grund einer Kortisoninjektion kurz vor der 

Begutachtung vorübergehend besser gewesen. In diesem Bericht hat Dr. A.___ 

angegeben, am 21. August 2002 sei trotz fehlendem pathologischen Befund gemäss 

neurologischer Abklärung vom 28. Mai 2002 eine Carpaltunneloperation und eine 

Neurolyse des Nervus ulnaris im rechten Ellbogen durchgeführt worden. Der Erfolg der 

Operation sei schlecht gewesen. Die vom begutachtenden Arzt der MEDAS 

beschriebene Ulnarissymptomatik sei seither noch ausgeprägter. Weshalb bei einem 

MEDAS-Gutachten auf den Versuch der Objektivierung dieses Befundes verzichtet 

worden sei, verstehe er eigentlich nicht. Betreffend die Beschwerden an der linken 

Hand habe er anlässlich der Untersuchung vom 13. Oktober 2006 den Befund einer 

leichten, aber schmerzhaften Tendovaginitis stenosans Dig. II und III links gefunden 

und mit Kortison infiltriert. Der Befund sei bei der aktuellen Konsultation am 

12. November 2007 praktisch unverändert gewesen. Bei den vorliegenden 

Beschwerden der rechten Hand sei es absolut plausibel, dass die Schmerzen der 

linken Hand durch den vermehrten Gebrauch der linken Hand aufgetreten seien. 

Strukturelle Weichteilläsionen an der linken Hand lägen wahrscheinlich vor, müssten 

aber mit Ultraschall oder MRI untersucht werden. Ein normales Skelettröntgenbild 

besage überhaupt nichts. Die Beschwerden der linken Hand würden ihn stark an die 

Beschwerden der rechten Hand vor 12 Jahren erinnern. Wenn die Versicherte für 

Arbeiten mit der linken Hand voll arbeitsfähig sein solle, sei mit einer Zunahme der 

gutachterlich bestätigten belastungsabhängigen Anthralgien mit Sicherheit zu rechnen. 

Um die Resterwerbsfähigkeit der Versicherten mit ihren schmerzenden Händen 

beurteilen zu können, sei deshalb eine funktionelle Arbeitsabklärung durchzuführen. 

Eine rheumatologische Begutachtung ohne Untersuchung von strukturellen 

Weichteilläsionen sei für eine adäquate Beurteilung der Versicherten nicht hilfreich (IV-

act. 129). Der RAD-Arzt Dr. G.___ erachtete in seiner Stellungnahme vom 

23. November 2007, der Hausarzt habe betreffend neurologische Abklärung keine 

neuen Elemente vorgebracht, weshalb eine solche nicht erforderlich sei. Sodann habe 

man keine Einschränkungen der linken Hand hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit 

festgestellt, was für die Invalidenversicherung relevant sei. Ob eine Zunahme der 

Beschwerden an der linken Hand zu erwarten sei, sei bei der konkreten Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen. Schliesslich werde üblicherweise die 

Arbeitsfähigkeit medizinisch-theoretisch und nicht mittels funktioneller 

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Arbeitsabklärung festgelegt. Im vorliegenden Fall, wo sich die Problematik auf die 

oberen Extremitäten fokussiere, sehe er deshalb keine Veranlassung für eine solche 

Abklärung (IV-act. 130). Mit Verfügung vom 14. Dezember 2007 wies die IV-Stelle das 

Leistungsgesuch der Versicherten gemäss ihrem Vorbescheid ohne weitere 

Begründung ab (IV-act. 131).

C.   

C.a Gegen diese Verfügung lässt die Versicherte am 15. Januar 2008 Beschwerde 

führen. Sie beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 14. Dezember 2007 und die 

Zuerkennung der gesetzlichen Leistungen aus IVG. Insbesondere sei ihr mindestens 

eine halbe Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme 

weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Sie führt dazu aus, entgegen dem Auftrag der IV-Stelle sei eine 

polydisziplinäre Begutachtung nicht aus handchirurgischer, neurologischer und 

rheumatologischer Sicht, sondern lediglich aus rheumatologischer und 

überflüssigerweise auch aus psychiatrischer Sicht erfolgt. Trotz der 

unmissverständlichen Feststellung des Rheumatologen, dass für Klarheit eine 

neurologische Abklärung erforderlich sei, habe die Beschwerdegegnerin eine solche 

unterlassen. Sodann sei die Beschwerdegegnerin auf die Anregungen und Kritik in der 

Stellungnahme vom 16. November 2007 nicht eingegangen und habe den 

angekündigten Vorbescheid ohne weitergehende Abklärung in Form der angefochtenen 

Verfügung erlassen, obwohl eine vorübergehende Verbesserung zum Zeitpunkt der 

Begutachtung geltend gemacht worden sei. Entgegen allen Empfehlungen habe sie 

auch keine EFL- oder BEFAS-Abklärung durchgeführt. Weiter macht die 

Beschwerdeführerin geltend, der RAD habe noch am 16. April 2003 eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% oder weniger als zutreffend erachtetet. Ungeachtet dessen 

sei nach der MEDAS-Begutachtung eine solche von 100% als "problemlos 

nachvollziehbar" beurteilt worden. Schliesslich sei unklar, auf Grund welcher 

Unterlagen das rheumatologische Gutachten erstellt worden sei und ob dabei auch die 

Suva-Akten berücksichtigt worden seien. Der Rheumatologe der MEDAS habe dabei 

die geltend gemachten Beschwerden an der linken Hand nicht beurteilt. Die 

nachgelieferte Stellungnahme sei widersprüchlich, indem der Arzt die subjektiv 

geklagten Beschwerden anerkannt habe, aber von einer Einschränkung der 

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Arbeitsfähigkeit trotz Schmerzen und auftretenden Schwellungen nichts wissen wolle. 

Die zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100% sei weder begründet noch schlüssig 

nachvollziehbar. Welche Verweistätigkeiten der Beschwerdeführerin noch zumutbar 

seien, werde nicht aufgeführt. Auch setze sich der Gutachter nicht mit der 

abweichenden Beurteilung von Dr. A.___ auseinander, was bereits im vorangehenden 

Gerichtsverfahren gerügt worden sei. Deshalb drängten sich weitere Abklärungen auf. 

Ausserdem habe es die Beschwerdegegnerin unterlassen, Verweistätigkeiten gemäss 

der Dokumentationen über Arbeitsplätze (DAP) zu prüfen. Dr. A.___ sei jedenfalls der 

Meinung, es gäbe keine Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ganztags ausüben 

könne (G act. 1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Februar 

2008 die Abweisung der Beschwerde. Sie führt dazu aus, das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen und das Bundesgericht hätten eine ergänzende EFL- oder 

BEFAS-Abklärung in Betracht gezogen, aber nicht vorgeschrieben. Ob eine solche 

Abklärung sinnvoll sei, sei zu bezweifeln, weil die Beschwerdeführerin auf Grund ihrer 

"dramatisch" präsentierten Symptomatik eine BEFAS-Abklärung nur dazu benützen 

würde, ihre Arbeitsunfähigkeit zu "beweisen". Sodann wäre nach der 

bundesgerichtlichen Feststellung lediglich eine orthopädische Begutachtung 

erforderlich gewesen. Eine polydisziplinäre Untersuchung der Beschwerdeführerin sei 

deshalb für sie nicht nachteilig. Der Rheumatologe sei ausserdem ausreichend 

fachärztlich kompetent, um die Symptome der Beschwerdeführerin an den Händen mit 

Ausstrahlung in den Nackenbereich zu beurteilen. Die Gutachterstelle selbst könne 

nach dem Studium der Akten über die notwendigen Fach-Untersuchungen 

entscheiden, um die Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können. Für eine neurologische 

Abklärung habe kein Anlass bestanden, weil keine neurologischen Defizite vorgelegen 

hätten. Die MEDAS habe sich in ihrer Stellungnahme ausführlich mit den Beschwerden 

der linken Hand auseinandergesetzt und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

begründen können. Die entsprechenden Ausführungen seien schlüssig. Die Unterlagen 

der MEDAS seien anfangs des Gutachtens aufgeführt. Ohne Weiteres sei davon 

auszugehen, dass auch dem Rheumatologen die umfangreichen medizinischen Akten 

zur Verfügung gestanden hätten. Nachdem auf Geheiss des Bundesgerichts eine 

erneute Begutachtung erfolgt sei, habe der RAD darauf verzichten können, sich mit den 

medizinischen Akten vor dem Urteil des Bundesgerichts auseinanderzusetzen. Sodann 

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stehe das MEDAS-Gutachten nicht im Widerspruch zu anderen fachärztlichen 

Einschätzungen. Bereits die Begutachtung durch das Kantonsspital St. Gallen habe 

eine hohe Restarbeitsfähigkeit von 80% als zumutbar erachtet. Dr. A.___ sei als 

Allgemeinmediziner dagegen nicht fachärztlich kompetent, die Handbeschwerden zu 

beurteilen und habe sich bereits seit Längerem als engagierter Vertreter der 

Beschwerdeführerin gezeigt. Er sei deshalb nicht mehr unabhängig oder unparteiisch 

im Sinn eines Gutachters. Aus seinem Bericht vom 13. November 2007 hätten sich 

zudem keine neuen medizinischen Erkenntnisse ergeben. Schliesslich umschreibe die 

MEDAS die zumutbaren Tätigkeiten rechtsgenüglich. Auf dem Arbeitsmarkt seien 

selbst für funktionell einhändige Personen noch Stellen vorhanden. Für die 

Beschwerdeführerin geeignete Tätigkeiten seien etwa leichtere 

Maschienenbedingungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie Verpackungsarbeiten, 

leichtere Arbeiten bei der Lager- und Einzelbewirtschaftung sowie Kurier- und leichtere 

Lieferdienste (G act. 5).

C.c Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 31. März 2008 an ihren Anträgen 

fest. Auf die Ausführungen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen 

eingegangen (G act. 9).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 7. April 2008 auf eine Duplik (G act. 11).

Erwägungen:

1.  

Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 

angefochtenen Verfügung vom 14. Dezember 2007 entwickelt hat, sind die auf den 

1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen (5. IV-Revision) nicht anwendbar.

2.  

Die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegnerin sei in der Verfügung nicht auf 

ihre Einwände eingegangen. Damit macht die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, 

die Beschwerdegegnerin habe ihre Begründungspflicht verletzt. Diese Rüge ist vorab 

zu beurteilen. Die Begründung einer Verfügung entspricht den Anforderungen an das 

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rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung; SR 101), wenn die betroffene 

Person dadurch in die Lage versetzt wird, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen 

und sie in Kenntnis der Begründung an eine höhere Instanz weiterzuziehen. Die 

Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvorbringen der Parteien zu 

äussern. Es genügt, wenn ersichtlich ist, von welchen Überlegungen sich die Behörde 

hat leiten lassen (vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz 1706). In der Verfügung vom 14. Dezember 

2007 betreffend Rente hat die Beschwerdegegnerin zu den wesentlichen Einwänden 

der Beschwerdeführerin keine Stellung genommen. Sie hat lediglich wie bereits in 

ihrem Vorbescheid vom 18. Oktober 2007 auf ihre Abklärungen verwiesen, welche 

ergeben hätten, dass der Beschwerdeführerin eine 100%ige leidensadaptierte Tätigkeit 

zumutbar sei. Damit hat sie die Begründungspflicht und damit das rechtliche Gehör 

verletzt. Die Gehörsverletzung wiegt konkret allerdings nicht so schwer, dass sie 

zwingend die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin erfordern würde. 

Der Beschwerdeführerin war es trotz der kurzen beziehungsweise gleichen 

Begründung wie im Vorbescheid möglich, den Entscheid der Beschwerdegegnerin zu 

verstehen und ihre Beschwerde zu begründen (vgl. zur Begründungspflicht BGE 133 III 

439 E. 3.3 mit Hinweisen).

3.  

3.1  Streitig ist ein allfälliger Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Nach aArt. 28 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht 

der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens 

zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. 

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung 

der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

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3.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens 

ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts ist bei der Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu 

tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

125 V 351 E. 3b/cc), oder dass sie deren pessimistische subjektive Einschätzung 

übernehmen. Dieser Vorbehalt ist nach den Entscheiden des Bundesgerichts i/S S.  

vom 20. März 2006 (I 655/05) E. 5.4 und i/S T. vom 13. April 2006 (I 645/05) E. 2.3 auch 

für behandelnde Spezialärzte anzubringen. Anderseits kann die Möglichkeit zu längerer 

Beobachtungszeit auch Vorteile bieten. Das Bundesgericht hat in diesem Sinn – für den 

Fall der Feststellungen eines Hausarztes – festgehalten, das Gericht könne auch auf die 

speziellen, etwa dank der langjährigen Betreuung nur einem Hausarzt zugänglichen 

Kenntnisse des Gesundheitszustandes eines Versicherten abstellen (nicht 

veröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts I 255/96, zit. in 4P.254/2005).

4.  

4.1  Die Beschwerdeführerin ist als Erwerbstätige zu qualifizieren. Zur Bemessung der 

Invalidität ist deshalb die Einkommensvergleichsmethode anzuwenden. Für die 

Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen für eine 

Tätigkeit der versicherten Person von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin 

ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in 

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welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung ihr noch zugemutet werden 

können (BGE 125 V 256. E. 4). Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei auf das 

MEDAS-Gutachten vom 8. Februar 2007 ab. Demgemäss sind der Beschwerdeführerin 

körperlich leichte Arbeiten, ohne ständig repetitiven respektive kraftaufwändigen 

Einsatz oder feinmotorische Verrichtungen der rechten Hand 100% zumutbar. Die 

Ärzte haben die bisherige Tätigkeit als Porzellantöpferin und -malerin respektive als 

Pizzeria-Angestellte / Küchenhilfe als nicht mehr zumutbar erachtet. Dies gelte auch für 

alle anderen schweren und mittelschweren Arbeiten mit ständigem Gebrauch der 

rechten Hand (IV-act. 106). Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin funktionell 

überwiegend als Einarmige zu betrachten ist.

4.2  Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Ansicht, auf das MEDAS-Gutachten 

könne nicht abgestellt werden. Sie macht geltend, sie sei lediglich rheumatologisch 

und überflüssigerweise psychiatrisch untersucht worden. Dagegen fehle es an einer 

neurologischen sowie handchirurgischen Untersuchung. Die Beschwerdeführerin ist 

aus innermedizinischer, rheumatologischer und psychiatrischer Sicht begutachtet 

worden. Damit wurde eine Abklärung des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdeführerin erreicht, die ausschliessen konnte, dass die Schmerzen der 

rechten Hand aus psychischen oder innermedizinischen Gründen herrühren. Vielmehr 

wurde festgestellt, dass die Beschwerdeführerin an einem chronischen 

zervikobrachialen Schmerzsyndrom rechts leidet. Die Beschwerdeführerin war bereits 

im Jahr 2001 psychiatrisch abgeklärt worden (vgl. IV-act. 8/10). Aus diesem Grund 

sowie zur Abgrenzung einer allfälligen somatoformen Schmerzstörung ist eine 

psychiatrische Begutachtung durchaus begründet. Das Erfordernis einer 

neurologischen Untersuchung ist vom begutachtenden Rheumatologen in seiner 

Stellungnahme vom 6. August 2007 verneint worden. Er hat dazu ausgeführt, die 

Angaben von Schmerzen und Sensibilitätsstörungen (der rechten Hand) hätten keinem 

peripheren Nerv exakt zugeordnet werden können. Motorisch hätten keine Ausfälle 

vorgelegen. In der Regel seien die neurologisch erhobenen Befunde nicht derart 

ausgeprägt gewesen, als dass operative Massnahmen indiziert wären. Wolle man 

Klarheit, so sei eine neurologische Beurteilung inklusive elektrophysische Abklärung 

notwendig, bezüglich therapeutischen Vorgehens jedoch nicht sinnvoll. Auch 

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Neurologen würden in solchen Fällen eine konservative Therapie bevorzugen. Im 

Übrigen habe eine eingehende neurologische Untersuchung am 23. Dezember 2003 im 

Kantonsspital St. Gallen stattgefunden, ohne dass sich Hinweise auf das Vorliegen 

eines Nervus ulnaris-Kompressionssyndroms im Sulcus ulnaris rechts oder Anzeichen 

für das Vorliegen einer Nervenkompression der Wurzel C7 beziehungsweise T1 rechts 

gezeigt hatten (IV-act. 115). Auch der RAD-Arzt Dr. G.___ hat die Einschätzung des 

Rheumatologen geteilt und keine neurologische Abklärung für erforderlich erachtet (IV-

act. 116). Die Beschwerdeführerin ist bereits sechs Mal wegen ihrer Handbeschwerden 

rechts operiert worden. Die Indikation für eine weitere Operation wurde verneint. Eine 

neurologische Untersuchung könnte nach Einschätzung des Rheumatologen lediglich 

betreffend die Operationsindikation Aufschluss geben. Aus medizinischer Sicht hat 

man jedoch Hinweise für neurologische Beschwerden verneint, da man keine Hinweise 

auf Nervenkompressionen festgestellt hat. Der Hausarzt hat dazu in seinem Bericht 

vom 13. November 2007 festgehalten, dass bereits anlässlich der neurologischen 

Untersuchung betreffend Operationsindikation der Ulnarissymptomatik kein 

pathologischer Befund erhoben worden sei. Dennoch sei operiert worden. Der Erfolg 

dieses Eingriffes sei schlecht gewesen. Die vom begutachtenden Rheumatologen 

beschriebene Ulnarissymptomatik sei seither noch ausgeprägter. Weshalb auf eine 

erneute neurologische Abklärung verzichtet worden sei, verstehe er nicht (IV-act 129). 

Diese Einschätzung widerspricht den eigenen Angaben des Hausarztes, der in seinem 

Verlaufsbericht vom 13. Oktober 2002 angegeben hatte, der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin habe sich nach einer erneuten Operation im August 2002 

verbessert. Die präoperativ deutliche Ulnarissymptomatik habe sich zurückgebildet und 

die Schmerzen seien weniger stark (IV-act. 18). Der Hausarzt begründet nicht, inwiefern 

sich die Ulnarissymptomatik seit dieser Operation im August 2002 verschlechtert habe. 

Aus den Akten ergeben sich auch keine Indizien, dass sich seit der letzten 

neurologischen Untersuchung im Jahr 2003, die keinen Hinweis auf eine Sulcus 

ulnaris-Syndrom Rezidiv rechts gefunden hatte (IV-act. 106 S. 7), die Beschwerden an 

der rechten Hand erheblich verschlechtert hätten. Unter diesen Umständen ist der 

Verzicht auf den Beizug eines Neurologen beziehungsweise eine weitere neurologische 

Untersuchung bei fehlender Operationsindikation nachvollziehbar und begründet. 

Schliesslich ist davon auszugehen, dass eine innermedizinische, psychiatrische und 

rheumatologische Untersuchung für die Begutachtung ausreichend waren. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/21

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Rheumatologe ist im Bereich der chronischen Krankheiten des Bewegungsapparates 

spezialisiert. Nachdem die verschiedenen Operationen an der rechten Hand längere 

Zeit zurückliegen und sich die Beschwerden chronifiziert haben, ist die Begutachtung 

durch einen Spezialisten für chronische Krankheiten des Bewegungsapparates 

sachgerecht. Der Verzicht auf eine handchirurgische Abklärung ist demnach nicht zu 

beanstanden.

4.3  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, es sei unklar, auf Grund welcher 

Unterlagen das rheumatische Gutachten erstellt worden sei und ob die Suva-Akten 

berücksichtigt worden seien. Gemäss dem Konsiliargutachten des Rheumatologen 

vom 28. Dezember 2006 standen ihm der Aktenauszug der MEDAS, der MEDAS-

Aktenordner und die im Konsiliargutachten erwähnten Röntgenbilder zur Verfügung (IV-

act. 106 S. 29). Daraus folgt, dass der Rheumatologe Einsicht in die 

Kurzzusammenfassung der Akten durch Dr. med. H.___ (Hauptgutachten S. 2 bis 11) 

sowie in die erwähnten Akten im Detail hatte. Somit lagen ihm alle Akten vor, die 

erforderlich waren, die Beschwerdeführerin in Kenntnis der Krankengeschichte zu 

untersuchen. Aus den Unterlagen der Beschwerdegegnerin ist kein Hinweis auf einen 

Unfall und somit auf allfällige Suva-Akten ersichtlich. Diese Rüge erweist sich somit als 

unbegründet. Hingegen kann festgehalten werden, dass die IV-Akten der 

Beschwerdegegnerin die der Begutachtung durch das Kantonsspital St. Gallen 

(Oktober 2003) nachfolgenden Arztberichte nicht enthalten. Eine nachträgliche Edition 

kann vorliegend jedoch unterbleiben, wie nachfolgend gezeigt wird.

4.4  Die Beschwerdeführerin rügt, der Rheumatologe habe die Beschwerden der linken 

Hand erst nachträglich beurteilt. Trotz der Anerkennung der subjektiven Schmerzen 

habe er eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verneint. Dies sei widersprüchlich. 

Sodann habe die Kortisonbehandlung des Hausarztes eine vorübergehende 

Verbesserung der Beschwerden zu Gunsten der Begutachtung bewirkt, weshalb die 

Beschwerden der linken Hand erneut untersucht werden müssten. Aus dem 

Konsiliargutachten vom 28. Dezember 2006 geht hervor, dass der Rheumatologe die 

subjektiven Beschwerden der linken Hand in die Anamnese aufgenommen hat. Eine 

Einschätzung dieser Schmerzen hat er jedoch erst in seiner nachträglichen 

Stellungnahme vom 6. August 2007 geliefert. Wie aus dieser Stellungnahme 

hervorgeht, konnte er keinen objektiven Befund erheben, der diese Beschwerden 

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erklärt hätte. Dies ist wohl der Grund, weshalb im Konsiliargutachten eine Beurteilung 

der Beschwerden der linken Hand fehlt. So hat der Rheumatologe weder Hinweise für 

eine Synovialitis oder für eine Tenosynovitis stenosans noch für strukturelle Läsionen, 

Funktionseinschränkungen oder entzündlich-rheumatische Affektionen gefunden. Er 

hat deshalb angegeben, er teile die Meinung des voruntersuchenden Rheumatologen 

Dr. C.___, dass es sich um rein belastungsabhängige Arthralgien und Tendinopathien 

handle. Dies schränke die Funktionsfähigkeit der linken Hand nicht ein (IV-act. 106 und 

115). Dieser Einschätzung widerspricht der Hausarzt in seinem Bericht vom 

13. November 2007. Im Gegensatz zum begutachtenden Rheumatologen habe er zwei 

Monate vor der Begutachtung eine leichte, aber schmerzhafte Tendovaginitis 

stenosans Dig. II und III links gefunden und mit Kortison infiltriert. Der Befund sei bei 

der aktuellen Konsultation am 12. November 2007 praktisch unverändert gewesen. 

Wahrscheinlich lägen bei der Beschwerdeführerin strukturelle Weichteilläsionen vor, die 

aber mit Ultraschall oder MRI untersucht werden müssten (IV-act. 129). Die Schmerzen 

der linken Hand sind zwar unangenehm, schränken die Beschwerdeführerin im 

regelmässigen Gebrauch der linken Hand jedoch nicht massgeblich ein, was die 

deutliche Beschwielung sowie die Möglichkeit zum vollständigen und kräftigen 

Faustschluss zeigt. Die Beschwerdeführerin hat in der Anamnese denn auch 

angegeben, dass sie hauptsächlich durch die Beschwerden der rechten Hand 

eingeschränkt sei, weshalb die linke Hand das Heben und Tragen sowie jegliches 

"Hantieren" übernehmen müsse, weil dies zu Schmerzexazerbationen der rechten 

Hand führe. Die Verneinung einer Arbeitsunfähigkeit auf Grund der Beschwerden der 

linken Hand ist daher begründet. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die 

Kortisonbehandlung eine vorübergehende Besserung der Beschwerden begründet 

haben könnte. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist es der 

Beschwerdeführerin zumutbar, sich geeigneten Schmerztherapien zu unterziehen und 

bei einem Wiederauftreten einer Tendovaginitis diese mit Kortison zu behandeln. Eine 

weitere Untersuchung der Weichteile kann unter diesen Umständen unterbleiben.

4.5  Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Zumutbarkeit einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit gemäss MEDAS-Gutachten sei nicht nachvollziehbar. Noch im Jahr 

2003 habe der RAD eine Arbeitsfähigkeit von 50% als zutreffend erachtet. Deshalb sei 

es widersprüchlich, wenn er nun die 100%ige Arbeitsfähigkeit als "problemlos 

nachvollziehbar" beurteile. Schliesslich setze sich das Gutachten nicht mit der 

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abweichenden Einschätzung des Hausarztes auseinander, weshalb sich weitere 

Abklärungen aufdrängten. Der Hausarzt hat in seinem Verlaufsbericht vom 13. Oktober 

2002 angegeben, er habe der Beschwerdeführerin im Sinn eines Arbeitsversuchs 

geraten, eine Arbeit mit einem Beschäftigungsgrad von 50% zu suchen. In Frage käme 

eine Arbeit ohne starke Belastung und ohne Dauerbelastung der rechten Hand. Für die 

frühere Arbeit im Service bestehe nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die 

realistische Arbeitsfähigkeit dürfte aktuell etwa 30% betragen (IV-act. 18). Diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ist vom RAD als möglicherweise ausgewiesen erachtet 

worden. Um diese Einschätzung zu verifizieren, schlug der RAD damals eine 

Begutachtung vor (IV-act. 37). Daraus folgt, dass der RAD die Beurteilung des 

Hausarztes zwar als realistisch eingeschätzt hat, jedoch nicht ohne Weiteres darauf 

abstellen wollte. Das nachfolgende Gutachten des Kantonsspitals St. Gallen vom 22. 

Oktober 2003 ist als nicht beweistauglich erklärt worden (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen sowie des Bundesgerichts in dieser 

Sache). Dieses Gutachten ist deshalb nicht zu berücksichtigen. Bis zur Abklärung 

durch die MEDAS im Dezember 2006 liegt keine weitere Arbeitsfähigkeitsschätzung 

vor. Die MEDAS hat in ihrem Gutachten bestätigt, dass die frühere Tätigkeit als 

Porzellantöpferin und -malerin respektive als Pizzeria-Angestellte / Küchenhilfe nicht 

mehr zumutbar sei. Körperlich leichte Arbeit, ohne repetitiven respektive 

kräfteaufwändigen Einsatz oder feinmotorische Verrichtungen der rechten Hand sei zu 

100% zumutbar (IV-act. 106 S. 21). Der Unterschied zur hausärztlichen Einschätzung 

einer adaptierten Tätigkeit ergibt sich hauptsächlich daraus, dass die MEDAS in ihrer 

Zumutbarkeitsbeurteilung auch rein linkshändige Tätigkeiten berücksichtigt hat. 

Gegenüber der Beschwerdeführerin hat man nämlich die Tätigkeit einer 

Maschinenüberwacherin erwähnt, die den Knopf auch mit der linken Hand drücken 

könne (IV-act. 106 S. 14). Wie aus dem Aktenauszug im MEDAS-Gutachten hervorgeht, 

hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes nicht wesentlich verändert. Die 

Schmerzsymptomatik hat sich chronifiziert, was auch die Diagnose eines chronischen 

zervikobrachialen Schmerzsyndroms erklärt. Schliesslich liegen auch keine 

psychiatrischen Leiden vor, welche begründen würden, weshalb der 

Beschwerdeführerin eine Überwindung der Schmerzen der linken Hand zur Ausübung 

einer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar wäre. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die 

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vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit mit 

hauptsächlichem Gebrauch der linken Hand wohl bereits 2002 vorhanden gewesen 

wäre. Denkbar wären konkret leichte Tätigkeiten wie beispielsweise Kontrolle von 

Waren in der maschinellen Herstellung, leichte Verkaufstätigkeiten sowie 

Verpackungsarbeiten und die bereits erwähnte Überwachung von voll- oder 

halbautomatischen Maschinen. Solche Arbeiten sollten auch einarmig durchgeführt 

werden können. Daraus folgt, dass die Zumutbarkeit einer 100%igen Tätigkeit 

insgesamt begründet und nachvollziehbar ist. Auf das MEDAS-Gutachten inklusive 

Stellungnahme vom 6. August 2007 kann deshalb abgestellt werden.

4.6  Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, die medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeitsschätzung reiche nicht aus. Es sei eine ELF- oder BEFAS-Abklärung 

durchzuführen, wie dies bereits anlässlich der gerichtlichen Beurteilung empfohlen 

worden sei. Die Beschwerdegegnerin macht diesbezüglich geltend, eine solche 

Abklärung würde von der Beschwerdeführerin nur dazu benützt, auf Grund ihrer 

"dramatischen" Situation ihre Arbeitsunfähigkeit zu "beweisen". Gemäss MEDAS-

Gutachten sind die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden anerkannt 

und in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden. Eine 

Verdeutlichungstendenz hat man verneint (IV-act. 106 S. 18). Deshalb ist davon 

auszugehen, dass eine Arbeitsfähigkeitsabklärung durch eine Selbstlimitierung der 

Beschwerdeführerin nicht beeinträchtigt wäre. Jedoch haben die Gerichte eine solche 

nicht für erforderlich, sondern lediglich als Möglichkeit zur Abklärung der konkreten 

Arbeitsfähigkeit erwähnt. Dass die Beschwerdegegnerin auf eine solche Abklärung 

verzichtet hat, weil sie das MEDAS-Gutachten als umfassend und nachvollziehbar 

erachtet hat, ist deshalb nicht weiter zu beanstanden.

4.7  Zusammenfassend folgt daraus, dass der Beschwerdeführerin eine 

leidensadaptierte Tätigkeit vollumfänglich zumutbar ist.

5.  

5.1  Gemäss der Invaliditätsbemessung ergibt sich gestützt auf die Tabellenlöhne im 

Anhang zur LSE 2007 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, wie dies die 

Beschwerdegegnerin korrekt ermittelt hat. Selbst wenn der sog. Leidensabzug auf 

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25% erhöht würde, würde daraus kein Invaliditätsgrad von 40% oder mehr resultierten. 

Dass die Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, bei der Invaliditätsbemessung das 

Invalideneinkommen an Hand von DAP-Zahlen zu ermitteln, ist nicht zu beanstanden. 

Nach der Rechtsprechung ist die Bemessung in Anwendung der Tabellenlöhne gemäss 

LSE-oder DAP-Zahlen gleichwertig und keine Variante der anderen vorzuziehen (BGE 

129 V 472 E. 4.2.1).

5.2  Auf Grund der langen Verfahrensdauer ist auch der Anspruch auf eine vorläufige 

Rente bis zur abschliessenden Beurteilung der adaptierten Arbeitsfähigkeit im MEDAS-

Gutachten vom 7. Februar 2007 im Sinn von aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG zu verneinen. 

Nachdem davon auszugehen ist, dass eine volle Arbeitsfähigkeit für hauptsächlich 

linkshändige Tätigkeiten bereits im Oktober 2002 bestanden hat und es der 

Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht zumutbar gewesen 

wäre, bereits damals einer (Teilzeit-) Tätigkeit nachzugehen, besteht kein Anspruch auf 

eine vorläufige Rente, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein 

rentenausschliessendes Einkommen hätte erzielt werden können.

6.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die 

Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Mit dem von ihr geleisteten 

Kostenvorschuss im Verfahren IV 2008/34 in gleicher Höhe ist die geschuldete 

Gerichtsgebühr getilgt. Bei vollständigem Unterliegen besteht kein Anspruch auf 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2. Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese 

sind durch den geleisteten Vorschuss in gleicher Höhe gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.07.2009
	Art. 29 BV; Art. 16 ATSG; Art. 28, 29 IVG. Begründungspflicht der Verfügung verletzt, da nicht auf die Einwände der Beschwerdeführerin eingegangen wurde. Heilung. Würdigung des MEDAS-Gutachtens bei chronischen Handbeschwerden. Zumutbarkeit einer Tätigkeit, die hauptsächlich mit der linken Hand ausgeführt werden müsste (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Juli 2009, IV 2008/34). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_748/2009.

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