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**Case Identifier:** 810ebdc8-11c3-5f44-a368-2dfe31df5d43
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.11.2023 IV 2022/96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2022-96_2023-11-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2022/96

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.01.2024

Entscheiddatum: 23.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2023
Art. 28 IVG, Art. 45 Abs. 1 ATSG: Rentenanspruch. Beweiskraft eines 
polydisziplinären Gutachtens und spruchreif erstellter Sachverhalt bejaht. 
Kostenverteilung nach Art. 45 Abs. 1 ATSG. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. 
November 2023, IV 2022/96).

Entscheid vom 23. November 2023

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), 

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin 

Julia Dillier

Geschäftsnr.

IV 2022/96

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, 

Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich Ende Oktober 2018 (Posteingang) zum Bezug von Leistungen 

bei der Invalidenversicherung an. Er war seit November 2007 beim B.___ tätig, wobei er 

seit Februar 2014 als Sozialpädagoge in einem 90.48%-Pensum angestellt war (IV-

act. 1 ff.). Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin, berichtete am 15. November 2018, der Versicherte leide an 

chronifizierten tieflumbalen Kreuzschmerzen und einer möglichen Neurokompression 

und einer Spondylolyse (MR-Nachweis von DH LW1/2 und LW3/4). Es bestünde schon 

seit langem eine Arbeitsunfähigkeit mit Unterbrüchen (IV-act. 7). Dr. med. Z.___, 

Facharzt für Neurochirurgie, erhob am 11. Februar 2019 folgende Diagnosen: eine MR-

diagnostisch nachgewiesene, mehrsegmentäre Degeneration der LWS mit 

Diskushernien LW1/2 sowie LW3/4, ebenfalls medio-links-laterale Diskushernie 

lumbosakral mit möglicher Kompression der Nervenwurzel L4 linksseitig, eine 

Spondylolyse LWK5, einen Status nach wiederholten interventionellen 

Vorgehensweisen im Sinne von BV-gestützten Infiltrationen der Facettengelenke LW3/4 

bis lumbosakral beidseitig und Epiduralinfiltrationen sowie einen Status nach BV-

gestützter peri-/intraarticulärer Infiltration der Facettengelenke LW3/4 bis lumbosacral 

beidseitig. Als Nebendiagnosen wurden ein Verdacht auf eine Polymyalgie sowie ein 

Restless-Legs-Syndrom, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, Stadium I nach 

Fontaine sowie ein Verdacht auf ein Nebennierenadenom rechts genannt (IV-act. 25).

A.a. 

Nach Eingang weiterer Arztberichte (vgl. IV-act. 26 ff.) nahm der Regionale 

Ärztliche Dienst (RAD) am 13. Mai 2019 Stellung zum medizinischen Sachverhalt. Der 

RAD-Arzt Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin, gelangte in seiner 

A.b. 

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Stellungnahme zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit ohne vertiefte Abklärung nicht 

definiert werden könne (IV-act. 37).

Ab Mai 2019 führte die IV-Stelle Abklärungen zu Eingliederungsmassnahmen 

durch (vgl. IV-act. 38 ff). Am 5. August 2019 vermerkte die 

Eingliederungsverantwortliche, dass keine beruflichen Massnahmen empfohlen werden 

könnten, da dafür die Zielsetzung bei weitgehend unklarer medizinischer Situation fehle 

(Assessment- und Verlaufsprotokoll, IV-act. 78-8). Mit Schreiben vom 14. August 2019 

wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass das Dossier seitens der 

Eingliederungsberatung vorübergehend geschlossen werde, da zuerst die medizinische 

Situation geklärt werden müsse (IV-act. 85).

A.c. 

Nachdem der Verlaufsbericht des Hausarztes (IV-act. 104) sowie weitere 

Arztberichte (IV-act. 116 ff.) bei der IV-Stelle eingegangen waren, gelangte der RAD am 

20. Dezember 2019 zum Schluss, dass kein stabiler Gesundheitszustand vorliege, so 

dass derzeit keine Begutachtung angezeigt sei (IV-act. 131).

A.d. 

Am 9. Januar 2020 unterzog sich der Versicherte in der Klinik E.___ einer dorsalen 

Dekompression mit Laminektomie L5 transpedikuläre Instrumentierung L5/S1 und 

transformaler intersomatischer Fusion von links sowie einer Dekompression L3/4 

interspinös beidseits. Als Hauptdiagnosen stellten die Behandler eine lytische 

Spondylolisthese L5/S1 Meyerding Grad I mit Foramenstenosen L5 beidseits 

linksbetont, eine Diskoligamentäre Spinalkanalstenose L3/4, eine Diskopathie L1/2 und 

L3/4, eine Spondylarthrose L4/5 und L5/S1, einen Status nach wiederholten 

Facettengelenksinfiltrationen L4/5 und L5/S1, initial gutes Ansprechen, einen Status 

nach peri/intraartikuläre Infiltration L3/4, ohne Ansprechen, einen Status nach 

mehrfachen Facettengelenksinfiltrationen L3-S1 mit fremdenanamnestisch partiellem 

Ansprechen sowie einen Status nach Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits mit 

deutlicher Schmerzreduktion für mehrere Tage (IV-act. 136; Operationsbericht, IV-

act. 143).

A.e. 

Der Arbeitgeber des Versicherten kündigte das Arbeitsverhältnis per 28. Februar 

2020 (IV-act. 78-8).

A.f. 

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Vom 24. bis 26. Februar 2020 war der Versicherte nochmals in der Klinik E.___ 

hospitalisiert (IV-act. 149).

A.g. 

Auf entsprechende Aufforderung hin antwortete Dr. med. F.___ von der Klinik 

E.___ am 14. Juli 2020 auf die vom RAD gestellten Fragen zusammenfassend, dass 

noch diagnostisch-therapeutische Massnahmen geplant seien. Die Beschwerden des 

Versicherten seien insgesamt zwar etwas rückläufig, jedoch komme es immer wieder 

zu Rückschlägen. Die Arbeitsfähigkeit schätze er auf ca. 40 bis 50 % (IV-act. 182).

A.h. 

Nachdem am 22. Juli 2020 eine peridurale Infiltration (Sakralblock) durchgeführt 

worden war (vgl. IV-act. 182 und 184) und der Versicherte von einem stabilen 

Gesundheitszustand berichtete (IV-act. 184), wurde ein polydisziplinäres Gutachten in 

Auftrag gegeben (IV-act. 192).

A.i. 

Kurz vor der geplanten Begutachtung meldete sich der Versicherte 

krankheitsbedingt (Symptome: Fieber, starker Husten, Halsschmerzen) ab und teilte 

mit, dass er einen COVID-19-Test machen werde (IV-act. 203). Mit E-Mail vom 2., 3. 

und 4. Dezember 2020 erklärte der Versicherte, dass der COVID-19-Test negativ 

ausgefallen sei und er nun seinen Hausarzt gewechselt habe, da sich dieser wiederholt 

unangemessen geäussert habe (IV-act. 206 ff.).

A.j. 

Am 10. Februar 2021 wurde der Versicherte schliesslich im Auftrag der IV-Stelle in 

der GA eins GmbH, Einsiedeln, polydisziplinär (internistisch, orthopädisch und 

psychiatrisch) begutachtet. Die GA-eins-Sachverständigen erhoben als Diagnose mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

(ICD-10: M54.5/Z98.8). Sie stellten folgende Diagnosen, denen sie keine Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit beimassen: eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.00), 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41), einen Status nach zweimaligem Knieeingriff rechts vor Jahren bei vorderer 

Kreuzbandläsion, chronische Oberbauchbeschwerden, einen Nebennierenrindentumor/

Inzidentalom rechts. Die orthopädische Diagnose führe zu einer um 20 % verminderten 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Nach dem operativen Eingriff vom 9. Januar 2020 

könne eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten für maximal sechs 

Monate bestätigt werden. Für die übrige Zeit bestünden keine Hinweise, dass die 

A.k. 

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Arbeitsfähigkeit über eine längere Zeitspanne höhergradig eingeschränkt gewesen sei. 

Als Adaptionskriterien beschrieben sie eine körperlich leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule und gelangten zum Schluss, dass 

dieses Belastungsprofil auch auf die angestammte Tätigkeit zutreffe und verzichteten 

deshalb auf weitere Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (IV-

act. 222-8 f.).

Der Versicherte erkundigte sich am 13. April 2021 über den Stand des Verfahrens 

und teilte zugleich mit, dass er ab 1. Juni 2021 eine befristete Stelle als 

Sozialpädagoge beim G.___ (Asylorganisation H.___, 60 %-Pensum) erhalten habe. 

Wenn alles gut gehe, bestehe die Möglichkeit auf eine Festanstellung mit einem 80 %-

Pensum. Er habe das Pensum nach Rücksprache mit seinem Arzt gewählt (IV-act. 229). 

Zudem arbeite er bei der Stadtverwaltung I.___ als Mitarbeiter Mittagstisch mit einem 

Pensum von rund 10 % auf Stundenlohnbasis (vgl. IV-act. 269-2).

A.l. 

Nachdem der Versicherte seine Bedenken in Bezug auf den Erhalt der 

Arbeitsstelle im Bundesasylzentrum bekundete (IV-act. 245) und die Behandler der 

Klinik E.___ ihm eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit bei maximal 3.5 Stunden 

Arbeitsleistung pro Tag attestierten (IV-act. 246), gewährte die IV-Stelle mit Mitteilung 

vom 25. Juni 2021 Beratung und Unterstützung beim Erhalt des Arbeitsplatzes (IV-

act. 255).

A.m. 

Das Arbeitsverhältnis mit der H.___ wurde per 31. Oktober 2021 aufgelöst. Das 

Pensum bei der Stadtverwaltung I.___ (Mittagstisch, administrative Aufgaben, 

Tagesbetreuung) konnte der Versicherte auf rund 63 % erhöhen (vgl. IV-act. 269- 7 ff.).

A.n. 

Mit Mitteilung vom 12. Oktober 2021 wurde der Anspruch auf weitere berufliche 

Massnahmen abgewiesen (IV-act. 271).

A.o. 

Auf der Grundlage einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

ermittelte die IV-Stelle im Rahmen der gemischten Methode (90 % Erwerb und 10 % 

Haushalt) einen Invaliditätsgrad von 18 % und stellte dem Versicherten mit 

Vorbescheid vom 11. Januar 2022 die Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht 

(IV-act. 287). Dagegen erhob der Versicherte am 22. Februar 2022 (Eingangsstempel) 

Einwand (IV-act. 289) und reichte am 13. März 2022 weitere Arztberichte ein (IV-

A.p. 

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B.  

act. 297). Der RAD-Arzt Dr. D.___ erkannte darin keine Gründe, die das GA-eins-

Gutachten in Zweifel ziehen würden (Stellungnahme vom 5. Mai 2022, IV-act. 298). Am 

17. Mai 2022 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (V-act. 299).

Gegen die Verfügung vom 17. Mai 2022 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 17. Juni 2022. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) beantragt darin 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder deren Aufhebung und die 

Rückweisung zwecks weiterer Abklärungen. Eventualiter seien die gesetzlichen 

Leistungen (Viertelsrente) zuzusprechen. Subeventualiter sei der Invaliditätsgrad durch 

das Gericht neu zu bemessen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur 

Begründung bringt er vor, die Gutachter hätten sich nicht genügend mit dem 

Tätigkeitsprofil der angestammten Tätigkeit auseinandergesetzt. Er sei als 

Bezugsperson in einer geschlossenen Jugendwohngruppe tätig gewesen. 

Hauptbestandteil seiner Tätigkeit sei die Betreuung und Begleitung der Jugendlichen 

im Alltag gewesen, wobei ein grosser Teil der Arbeit gehend und der Rest stehend und 

sitzend auszuführen gewesen sei. Zur Arbeit hätten insbesondere lange Schichten 

gehört. Eine genügende Wechselbelastung sei oft nicht möglich gewesen. Zudem sei 

die retrospektive Beurteilung der Gutachter nicht schlüssig. So sei nicht 

nachvollziehbar, dass vor der Operation vom 9. Januar 2020 trotz der schon im Jahr 

2019 echtzeitlich dokumentierten Befunde keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden haben soll. Hinzu komme, dass sich der orthopädische Gutachter nicht mit 

den Vorakten auseinandergesetzt habe. Nicht nachvollziehbar sei sodann, weshalb die 

IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) für das Invalideneinkommen auf das 

bisherige Valideneinkommen abgestellt habe. Einerseits sei die angestammte Tätigkeit 

nicht mit einer leidensangepassten Tätigkeit gleichzusetzen. Sodann sei für die 

Festsetzung des Invalideneinkommens von der beruflich-erwerblichen Situation 

anzugehen, in der er konkret stehe. In der jetzigen Tätigkeit erhalte er einen 

Stundenlohn von Fr. 37.51 zzgl. Zuschläge. Werde von 47 Wochen à 42 Stunden 

ausgegangen, ergäbe dies bei einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen 

von Fr. 74'941.--. Schliesslich sei nicht plausibel, dass die Beschwerdegegnerin davon 

ausgehe, dass er im Haushalt nicht eingeschränkt sei (act. G1).

B.a. 

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Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 

13. September 2022 die Abweisung der Beschwerde. Sie macht geltend, selbst wenn 

die Tätigkeit im B.___ wegen der langen Präsenzzeiten und der dabei offenbar nicht 

möglichen Entlastungshaltungen nicht länger zumutbar gewesen wäre, sei damit die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung für die angestammte Tätigkeit als 

Sozialpädagoge noch nicht unzutreffend. Mit Blick auf den im IV-Recht massgeblichen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt könne davon ausgegangen werden, dass dem 

Beschwerdeführer im angestammten Beruf diverse Stellen offen stünden. Die 

Vorbringen in der Beschwerde vermöchten sodann keine konkreten Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit des GA-eins-Gutachtens aufzuzeigen. Die Expertise beruhe auf 

eigenständigen, gründlichen polydisziplinären Abklärungen und sei für die streitigen 

Belange umfassend. Die medizinischen Vorakten seien verwertet und diskutiert 

worden. Es werde sodann bestritten, dass für die Berechnung des 

Invalideneinkommens der zuletzt als pädagogischer Mitarbeiter in der Tagesbetreuung 

erzielte Stundenlohn herangezogen werde, zumal der Beschwerdeführer in jener 

Anstellung seine zumutbare Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpfe. Schliesslich sei 

festzuhalten, dass auf die Haushaltsabklärung vor Ort habe verzichtet werden können, 

da aufgrund der hohen Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung einer im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht zumutbaren Mithilfe der Ehefrau und des noch zu Hause 

lebenden Sohnes nicht auf eine relevante Einschränkung im Aufgabenbereich zu 

schliessen sei (act. G4).

B.b. 

In der Replik vom 7. November 2022 hält der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen fest (act. G8).

B.c. 

Auf Ersuchen des hiesigen Gerichts (act. G12) reicht der Beschwerdeführer einen 

Arztbericht von Dr. med. univ. J.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

25. Mai 2023 ein. Dieser führte darin aus, diagnostisch würde neben einer chronischen 

Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10: F45.41) eine 

deutlich akzentuierte Persönlichkeit mit narzisstischen, anankastischen und impulsiven 

Anteilen im Vordergrund stehen. Selbstverständlich sei der Beschwerdeführer nicht zu 

100 % arbeitsunfähig. Dies entspreche auch seiner Selbsteinschätzung. Das dauerhaft 

haltbare Arbeitspensum sei zur Zeit nicht abschätzbar (act. G17.1).

B.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der 

Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen. Jener wurde mit 

Mitteilung vom 12. Oktober 2021 abgewiesen (IV-act. 271). Soweit der 

Beschwerdeführer mit der Beschwerde anregte, die angefochtene Rentenverfügung 

zugunsten der Prüfung von beruflichen Massnahmen aufzuheben, ist festzuhalten, dass 

eine abweisende Rentenverfügung der Durchführung von beruflichen Massnahmen 

nicht grundsätzlich entgegensteht und es dem Beschwerdeführer unbenommen ist, 

sich bei der Beschwerdegegnerin nochmals für berufliche Massnahmen anzumelden.

In der Stellungnahme vom 9. Juni 2023 führt die Beschwerdegegnerin aus, das 

psychiatrische Teilgutachten beruhe auf einer nachvollziehbaren Konsistenz- resp. 

Plausibilitäts- und Ressourcenprüfung. Die vom psychiatrischen Teilgutachten 

abweichende Beurteilung von Dr. J.___, wonach das dauerhaft haltbare Arbeitspensum 

zur Zeit nicht abschätzbar sei, vermöge nicht zu überzeugen. Bei der von Dr. J.___ 

postulierten Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen, 

anankastischen und impulsiven Anteilen handle es sich um eine Z-codierte Diagnose. 

Z-Diagnosen fielen jedoch nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheblichen 

Gesundheitsbeeinträchtigungen. Insofern könne in dieser Diagnose und der von 

Dr. J.___ davon abgeleiteten negativen Auswirkungen auf die Belastungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers kein wichtiger Aspekt abgeleitet werden, der bei der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sei (act. G19).

B.e. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und der dazugehörigen Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Die vorliegend angefochtene 

Verfügung datiert vom 17. Mai 2022. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 210 E. 4.3.1). 

Vorliegend meldete sich der Beschwerdeführer im Oktober 2018 zum Rentenbezug an, 

weshalb ein allfälliger Rentenanspruch frühestens ab Mai 2019 in Betracht fällt (vgl. Art. 

29 Abs. 1 IVG). Soweit die angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten 

1.1. 

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Rechts entstehenden Rentenanspruch zum Gegenstand hat, sind die Bestimmungen in 

der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar (vgl. auch Kreisschreiben über 

Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Sie werden 

nachfolgend in dieser Fassung zitiert.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

1.4. 

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2.

Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob der 

medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin 

stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das polydisziplinäre GA-eins-

Gutachten. Gemäss diesem Gutachten ist dem Beschwerdeführer eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit als Sozialpädagoge zumutbar. Der 

Beschwerdeführer erachtet das Gutachten als mangelhaft und äussert mehrere 

Kritikpunkte, auf die nachfolgend eingegangen wird.

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b und BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.5. 

Der internistische und orthopädische Teil des GA-eins-Gutachtens äussern sich 

zum somatischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Diese erfüllen – 

entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers – die rechtsprechungsgemäss 

erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwaltungsexternes Gutachten. So 

haben die Gutachter den Beschwerdeführer persönlich untersucht und nahmen seine 

subjektiven Beschwerdeschilderungen auf. Sie haben den Gesundheitszustand 

umfassend und mit breitem Fokus abgeklärt sowie eine sorgfältige klinische 

Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates vorgenommen, soweit es ihre 

Disziplinen erforderten. Sie führten sodann bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen und nachvollziehbaren Ergebnissen. Sie nahmen überdies ausführlich 

2.1. 

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Kenntnis von den Vorakten und besprachen diese, soweit sie für ihr jeweiliges 

Teilgutachten einschlägig waren. Dem Beschwerdeführer ist somit nicht zu folgen, 

wenn er davon ausgeht, dass sich der orthopädische Gutachter nicht mit den Vorakten 

auseinandergesetzt hat. Der orthopädische Gutachter diskutierte die Vorakten über 

rund zwei Seiten und konnte die Befunde weitestgehend bestätigen und der 

Einschätzung der Behandler folgen (vgl. IV-act. 222-41 ff.). Dass der orthopädische 

Teilgutachter schliesslich zu einer anderen Arbeitsfähigkeitsschätzung gelangt ist 

(insbesondere in retrospektiver Hinsicht), genügt keinesfalls, das Gutachten in Zweifel 

zu ziehen, zumal eine solche Beurteilung nie völlig ermessensfrei erfolgen kann. Dabei 

gilt im Besonderen zu berücksichtigen, dass die Einschätzungen behandelnder Ärzte 

und Ärztinnen aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung im Allgemeinen 

zurückhaltend zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die 

unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) 

Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen 

Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es nicht zu, ein Administrativgutachten 

stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen 

gelangen.

Der Beschwerdeführer hält sodann die retrospektive Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 

des orthopädischen Teilgutachters für mangelhaft, da es aus laienhafter Perspektive 

nicht nachvollziehbar sei, dass vor der Operation vom 9. Januar 2020 trotz der schon 

im Jahr 2019 echtzeitlich dokumentierten Befunde, welche zu der Operation geführt 

hätten, keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben soll, obwohl die 

Operation längerfristig zu einer Besserung des Gesundheitszustands geführt habe 

(act. G1 II./B. Rz. 1.3). Dabei übersieht der Beschwerdeführer, dass gerade im 

Sozialversicherungsrecht (insbesondere in der Invaliden- und Unfallversicherung) die 

Behörde und das Gericht auf Berichte von Ärztinnen und Ärzten angewiesen sind 

(BGE 122 V 157 E. 1b), da es für einen medizinischen Laien nicht möglich ist, den 

Gesundheitszustand und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit selbständig 

beurteilen zu können. Es mag zwar zutreffend erscheinen, dass aus Laiensicht die 

retrospektive Beurteilung gewisse Fragen aufwerfen könnte. Ein Arztbericht, der die 

(retrospektive) Arbeitsfähigkeitsschätzung des orthopädischen Teilgutachters in Zweifel 

ziehen könnte, liegt jedoch nicht im Recht.

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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 2.3. 

Wie bereits das internistische und das orthopädische Fachgutachten erfüllt auch 

das psychiatrische Teilgutachten die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien 

an ein beweiskräftiges verwaltungsexternes Gutachten. Der Gutachter nahm eine 

ausführliche Untersuchung des Beschwerdeführers vor (IV-act. 222-29). Er befragte ihn 

eingehend zu seinen Beschwerden sowie den Lebensumständen und erhob die 

Befunde regelrecht (vgl. IV-act. 222-25 ff.). Die Herleitung der Diagnosen begründete 

der Gutachter differenziert und nachvollziehbar (IV-act. 222-29). So hielt er fest, es 

seien die diagnostischen Kriterien einer leichten depressiven Episode erfüllt, 

gekennzeichnet durch verminderte Freude, erhöhte Ermüdbarkeit, Schlafstörungen und 

verminderten Selbstwert mit Insuffizienzgedanken. Die depressive Symptomatik habe 

sich im Rahmen der somatischen Problematik entwickelt. Die Anamnese sei früher 

psychiatrisch bland mit normaler Sozialisation und voller Leistungsfähigkeit, was gegen 

die Achse-II-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung spreche (IV-act. 222-29). Der 

psychiatrische Gutachter gelangte schliesslich zum Schluss, dass die psychischen 

Funktionen beim Beschwerdeführer trotz allem recht gut erhalten seien. Auch die 

täglichen vom Beschwerdeführer noch auszuführenden Aktivitäten seien mit einer 

Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht vereinbar (vgl. IV-act. 22-31 zu den 

Ressourcen). Er attestierte dem Beschwerdeführer entsprechend eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (IV-act. 222-31).

2.3.1. 

Der den Beschwerdeführer vom 8. Oktober 2020 bis zum 27. Juni 2022 

behandelnde Psychiater, Dr. J.___, geht demgegenüber im vom Gericht ergänzend 

eingeforderten Bericht vom 25. Mai 2023 von einer Arbeitsunfähigkeit aus, wobei er 

deren Höhe nicht festlegen könne. Er führte aus, zur Zeit sei das haltbare 

Arbeitspensum nicht abschätzbar (act. G17.1 S. 1). Er stellte die Diagnosen einer 

chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41) sowie einer deutlich akzentuierten Persönlichkeit mit narzisstischen, 

anankastischen und impulsiven Anteilen. Dabei führte er aus, die Diagnose einer 

chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41) sei seiner Meinung nach – diametral zum Gutachten – die für die 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers führende Diagnose. Die als 

die körperliche Arbeitsfähigkeit einschränkend anerkannten orthopädischen 

Erkrankungen seien die Grundlage für die nicht-körperlichen Schmerzzustände. Die 

eingeschränkte Resilienz, narzisstische Kränkbarkeit, dysfunktionalen Muster im 

Umgang mit Belastungssituationen, dysfunktionalen interpersonalen 

Kommunikationsmuster, affektiven Fehlregulationen mit euthymen 

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Biorhythmusstörungen seien Ausdruck der psychischen Faktoren. Obwohl der 

Gutachter die Ausweitung des Leidens ausserhalb des Arbeitsumfeldes erkannt habe, 

werte dieser dies nicht als relevantes Symptom der Schmerzstörung, sondern etabliere 

dafür die eigenständige Diagnose der leichten depressiven Verstimmung (act. G17.1 

S. 3). Wichtig wäre es, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 

Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle anbiete, damit die 

Arbeitsfähigkeit möglichst lange erhalten werden könne (act. G17.1 S. 4).

Die Stellungnahme des Behandlers vom 25. Mai 2023 zeigt deutlich, dass beim 

Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht besteht. So geht 

dieser selber davon aus, dass der Beschwerdeführer bei einer geeigneten Arbeitsstelle, 

wie beispielsweise als Lehrer, eine (volle) Arbeitsfähigkeit erreichen kann, und ersuchte 

deshalb um berufliche Massnahmen (vgl. act. G17.1 S. 4). Im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren geht es jedoch einzig um die Frage, ob der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine IV-Rente hat und nicht um die Frage, ob berufliche Massnahmen 

gewährt werden müssen. Inwiefern eine Anstellung als Sozialpädagoge bei einem 

anderen Arbeitgeber keine geeignete Stelle für den Beschwerdeführer sein soll, führte 

der Behandler nicht aus. Ebenfalls nicht schlüssig sind die Ausführungen des 

Behandlers, wonach die Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben soll, er aber gleichzeitig erwähnte, dass die 

Schmerzen des Beschwerdeführers jeweils nur Randthema gewesen seien; und dies in 

einem Zeitraum von rund zwei Jahren (act. G17.1 S. 2). Eine solche Diskrepanz hätte 

zumindest einer kurzen Begründung bedurft. Nicht zuletzt wurde die Behandlung 

offenbar am 27. Juni 2022, mithin kurz nach Erlass der vorliegend angefochtenen 

Verfügung, beendet, was zumindest nicht für eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes spricht. Der Beschwerdeführer hat sodann nicht angegeben, 

sich an einem anderen Ort weiter behandeln zu lassen, oder einen entsprechenden 

Bericht eingereicht. 

2.3.3. 

Mit der Beschwerdegegnerin ist schliesslich festzuhalten, dass aus 

sozialversicherungsrechtlicher Sicht letztlich nicht die Diagnose oder die Schwere einer 

Erkrankung entscheidend ist, sondern deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 

Unabhängig von der klassifikatorischen Einordnung einer Krankheit resultiert aus einer 

Diagnose – mit oder ohne diagnoseinhärentem Bezug zum Schweregrad – allein keine 

verlässliche Aussage über das Ausmass der mit dem Gesundheitsschaden 

korrelierenden funktionellen Leistungseinbussen bei psychischen Störungen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichtes vom 17. November 2021, 8C_280/2021, E. 6.2.2 mit Hinweisen). 

Es gehört zudem zur Aufgabe des Gutachters, den vom ihm erhobenen Befund anhand 

2.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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der Klinik kritisch zu überprüfen und dessen Auswirkungen bei der Untersuchung und 

im Alltag detailliert darzulegen. So darf der oder die medizinische Sachverständige die 

Angaben des Exploranden im Rahmen der klinischen Untersuchung nicht vorbehaltlos 

als richtig ansehen. Bestandteil einer stichhaltigen Begutachtung bilden unter anderem 

Angaben zum ärztlich beobachteten Verhalten, Feststellungen über die Konsistenz der 

gemachten Angaben wie auch Hinweise, welche zur Annahme von Aggravation führen 

können (Urteile des Bundesgerichts vom 19. Januar 2023, 8C_149/2022, E. 6.1, und 

vom 24. Mai 2022, 9C_38/2022, E. 4.3). Überdies sind beim Vorliegen eines 

psychischen Gesundheitsschadens nicht nur die Befunde und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung alleine massgebend, vielmehr ist eine Indikatorenprüfung – 

wie dies der psychiatrische Sachverständige in seinem Teilgutachten vorgenommen 

hat – durchzuführen. Im Gegensatz dazu äusserte sich der Behandler nicht zur 

Konsistenz. Ebenfalls fehlt es in der Stellungnahme des Behandlers an einer Würdigung 

der noch verbleibenden Ressourcen. Der psychiatrische Sachverständige 

demgegenüber äusserte sich zu den dem Beschwerdeführer noch verbleibenden 

Ressourcen und gelangte namentlich auf der Basis einer umfassenden und 

evidenzbasierten Analyse zum Schluss, dass die chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren sowie die leichte depressive Episode zu keiner 

Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit führen. Diese Schlussfolgerung ist 

nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, zumal die attestierte Arbeitsfähigkeit 

insbesondere auch unter Berücksichtigung des vom Beschwerdeführer gezeigten 

Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Bereichen (selbständiges Erledigen der 

Haushaltsarbeiten, regelmässige Spaziergänge mit dem Hund, erhaltene 

Kontaktfähigkeit, gute Kontakte in der Familie, auch zu den Enkelkindern, erhaltene 

Verkehrsfähigkeit, auch mit selbständigem Autofahren) als schlüssig erscheint (vgl. IV-

act. 222-31). Zudem ist festzuhalten, dass die Diagnose der akzentuierten 

Persönlichkeitszüge als Z-Kodierung nicht unter den Begriff der invalidenrechtlich 

erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung fällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

28. August 2019, 8C_699/2018, E. 4.2.2 m.w.H.). Zuletzt ist nochmals in Erinnerung zu 

rufen, dass auch für die psychiatrische Einschätzung eine Einschränkung hinsichtlich 

der Beweiskraft von Arbeitsfähigkeitsschätzungen des behandelnden Arztes gilt (vgl. 

vorstehende E. 2.1).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die nachträglich eingegangene 

Stellungnahme des Behandlers keine wesentlichen objektiven Aspekte aufzeigt, die im 

Gutachten ausser Acht gelassen worden wären. Sie ist daher nicht geeignet, das 

Gutachten in Zweifel zu ziehen.

2.3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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3.

Nicht bestritten wird die Feststellung der Beschwerdegegnerin, den Beschwerdeführer 

als Teilzeiterwerbstätigen (mit einem Erwerbsanteil von 90 % und einem 

Haushaltsanteil von 10 %) zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer übt einzig Kritik an 

der Beurteilung der Einschränkungen im Haushalt. Diese Kritik ist indessen 

unzutreffend. Wie die Beschwerdegegnerin richtigerweise festgehalten hat, haben die 

Familienmitglieder rechtsprechungsgemäss im Haushalt mitzuhelfen. Aufgrund der 

Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung (vgl. IV-act. 222-35) 

Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass sich die Gutachter nicht mit dem 

Tätigkeitsprofil des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit 

auseinandergesetzt hätten, ist ihm das Folgende entgegenzuhalten: Der orthopädische 

Teilgutachter befragte den Beschwerdeführer zu den Anforderungen in der bisherigen 

Tätigkeit einlässlich (IV-act. 222-35). Dabei erklärte dieser, dass er bis zu 

sechzehnstündige Dienste habe absolvieren müssen. Der orthopädische Gutachter war 

somit in Kenntnis der langen Dienste; Schichtarbeiten oder Pikettdienste wurden denn 

auch von den Gutachtern im Zumutbarkeitsprofil nicht ausgeschlossen. Zudem steht 

entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers die Tätigkeit als Sozialpädagoge 

nicht im Widerspruch zu den von den Gutachtern festgehaltenen Adaptionskriterien. 

Der orthopädische Gutachter führte diesbezüglich aus, dass für körperlich leichte 

Verrichtungen auf Ebene des Bewegungsapparates von einer nur wenig 

eingeschränkten Einsetzbarkeit ausgegangen werde. Er hob hervor, dass eine 

wechselbelastende Tätigkeit ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 

kg, ohne das längerdauernde Stehen und Gehen und ohne Einnahme von 

Zwangshaltungen des Rumpfes empfohlen sei. Zudem erkannte er eine um 20 % 

reduzierte Leistungsfähigkeit wegen des vermehrten Pausenbedarfs (IV-act. 222-42). 

Unter Berücksichtigung des vermehrten Pausenbedarfs ist nicht ersichtlich, inwiefern 

die Tätigkeit als Sozialpädagoge nicht den Adaptionskriterien entsprechen sollte, zumal 

der Arbeitgeber bestätigte, dass die Tätigkeit teilweise sitzend, stehend und gehend 

ausgeführt werden konnte (vgl. IV-act. 12-4). Dass der Beschwerdeführer nicht 

jederzeit frei wählen durfte, wann er Sitzen, Gehen oder Stehen konnte, ist dabei von 

untergeordneter Bedeutung, zumal diesem Umstand mit dem vermehrten 

Pausenbedarf von 20 %, d.h. etwas mehr als eineinhalb Stunden pro Arbeitstag von 

8.4 Stunden, genügend Rechnung getragen wird.

2.4. 

Nach dem Gesagten erscheinen die Kritikpunkte des Beschwerdeführers nicht 

geeignet, das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Der Sachverhalt ist somit spruchreif 

abgeklärt, weshalb sich keine weiteren Abklärungen aufdrängen.

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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sowie der geringen medizinischen Einschränkungen durfte die Beschwerdegegnerin 

auf die Haushaltsabklärung in antizipierter Beweiswürdigung verzichten. Die Vorbringen 

des Beschwerdeführers in der Beschwerde ändern an dieser Einschätzung nichts, 

zumal bei Familien bzw. Mitbewohnern nicht aussergewöhnlich, ja sogar zu erwarten, 

ist, dass sich diese die Arbeiten im gemeinsamen Haushalt aufteilen. Auch kommt es 

bei Gesunden nicht selten vor, dass sie nach einem anstrengenden Arbeitstag die 

Haushaltstätigkeiten auf einen anderen Tag verschieben müssen und entsprechend 

Tagesschwankungen auftreten.

4.  

Zu prüfen bleiben der Einkommensvergleich und damit die erwerblichen 

Auswirkungen des Gesundheitszustands. Dabei bemängelt der Beschwerdeführer 

einzig die Festsetzung des Invalideneinkommens. Das Valideneinkommen wird nicht 

beanstandet. Mängel an der Berechnung des Valideneinkommens sind sodann auch 

nicht ersichtlich, weshalb auf die Berechnung der Beschwerdegegnerin abgestellt 

werden kann (Berechnung Valideneinkommen; IV-act. 286-3 f.).

4.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität 

eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Bundesgericht die Tabellenlöhne 

der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden 

(BGE 143 V 296 E. 2.2 und 135 V 297 E. 5.2; Urteile des Bundesgerichts vom 

3. Oktober 2022, 8C_72/2022, E. 7.1, und vom 10. August 2018, 8C_313/2018, E. 6.2 

f.).

4.2. 

Da beim Beschwerdeführer gemäss dem als beweiskräftig erachteten Gutachten 

sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 

von 80 % besteht (vgl. insbesondere vorstehende E. 2.3.5), schöpft der 

Beschwerdeführer mit seinem aktuell geleisteten Pensum von rund 60 % seine 

Arbeitsfähigkeit nicht voll aus. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens kann 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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5.

Was die Retrospektive betrifft, hielten die Gutachter fest, dass nach dem operativen 

Eingriff vom 9. Januar 2020 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten 

von maximal sechs Monaten bestätigt werden könne. Für die übrige Zeit gebe es keine 

Hinweise, dass die Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte Tätigkeit, wie sie die 

angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers darstelle, über längere Zeit höhergradig 

eingeschränkt gewesen sei (IV-act. 222-8). Selbst wenn die Arbeitsunfähigkeit bis zur 

Operation noch etwas zugenommen haben dürfte, erfüllte der Beschwerdeführer zwar 

das sogenannte Wartejahr (durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 %) nach Art. 28 

Abs. 1 lit. b IVG, doch bestand anschliessend keine Invalidität von mindestens 40 % 

(vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], 

Rz. 2220). Die Zusprache einer zeitlich befristeten Rente fällt damit ausser Betracht.

6.  

daher nicht auf das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden. Die 

Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht einen Einkommensvergleich vorgenommen 

bzw. in der Beschwerdeantwort dargetan, dass bei einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in 

angestammter Tätigkeit ein Prozentvergleich zum Tragen kommt. Betreffend die von 

ihm geltend gemachten zuweilen notwendigen langen Präsenzzeiten sowie Schicht- 

und Wochenenddienste haben die Gutachter keine Einschränkungen festgestellt (vgl. 

vorstehende E. 2.4). Solche sind somit nach wie vor möglich. Es ist in diesem 

Zusammenhang nicht einzusehen, weshalb die somatischen Einschränkungen sich 

nachts oder am Wochenende anders oder stärker manifestieren sollen. Ein Abzug vom 

Invalideneinkommen ist in der vorliegenden Konstellation ebenfalls nicht angezeigt, 

zumal sich eine Tätigkeit, die ganztags mit vermehrtem Pausenbedarf (insgesamt 

20%ige Einschränkung) erbracht werden kann, nicht lohnmindernd auswirkt.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran 

angerechnet.

6.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den Beschwerdeführer im Sinne der 

Erwägungen für den Arztbericht von Dr. J.___ mit Fr. 600.-- zu entschädigen.

Dem Verfahrensausgang entsprechend besteht kein Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

6.3. 

Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich die Kosten von Fr. 600.-- für die 

Ausarbeitung der Stellungnahme von Dr. J.___ vom 25. Mai 2023 der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Er beruft sich dabei auf Art. 45 Abs. 1 ATSG, 

wonach der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung übernimmt, soweit er die 

Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er 

deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs 

unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 

Vorliegend gab es bereits im Zeitpunkt der Begutachtung Anhaltspunkte dafür, dass 

der Beschwerdeführer in psychiatrischer Behandlung steht. Der psychiatrische 

Gutachter führte diesbezüglich aus, dass eine psychiatrisch-psychotherapeutische 

Behandlung bestehe. In den Akten fänden sich jedoch keine fachärztlichen 

psychiatrischen Beurteilungen (IV-act. 222-26 und 30 f.). Trotz dieses Hinweises hat es 

die Beschwerdegegnerin unterlassen, einen Arztbericht einzuverlangen und dies 

obwohl der Beschwerdeführer im Einwandverfahren nochmals Bezug auf seinen 

Psychiater genommen hat. Die Beschwerdegegnerin hat es denn auch unterlassen 

auszuführen, weshalb die Einholung eines psychiatrischen Arztberichts in der 

vorliegenden Fallkostellation nicht angezeigt war. In Beachtung des 

Untersuchungsgrundsatzes und unter Berücksichtigung von Art. 45 Abs. 1 ATSG sind 

der Beschwerdegegnerin die Kosten für die Stellungnahme aufzuerlegen (vgl. BGE 137 

V 210 E. 4.4.2).

6.4. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2023
	Art. 28 IVG, Art. 45 Abs. 1 ATSG: Rentenanspruch. Beweiskraft eines polydisziplinären Gutachtens und spruchreif erstellter Sachverhalt bejaht. Kostenverteilung nach Art. 45 Abs. 1 ATSG. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2023, IV 2022/96).

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