# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 888d2117-dc63-50ee-aa17-b5c4a42c69fa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.01.2022 725 20 472/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-472-20_2022-01-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Januar 2022 (725 20 472 / 20) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung der Angelegenheit an den Unfallversicherer zur weiteren Abklärung des 

Sachverhalts 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Anouck Zehntner, Ad-
vokatin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1968, arbeitete als Sachbearbeiterin bei der B.____ GmbH mit Sitz in 
Z.____ und war bei der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 10. August 2013 war sie 
als Beifahrerin eines Personenwagens in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und erlitt eine 
Ellbogenluxationsfraktur rechts, die mehrere Operationen notwendig machte. Die Suva erbrachte 
die gesetzlichen Leistungen. Am 9. April 2014 zog sie sich bei einem Treppensturz eine proximale 

 

 
 
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Humerusfraktur rechts zu, die ebenfalls einen operativen Eingriff erforderlich machte. Auch für 
dieses Unfallereignis richtete die Suva die gesetzlichen Leistungen aus. Aus organisatorischen 
Gründen löste die B.____ GmbH das Arbeitsverhältnis per Ende Februar 2015 auf. Am 1. Februar 
2017 begann die Versicherte erneut als Sachbearbeiterin bei der B.____ GmbH zu arbeiten. Auf-
grund der Arbeitsaufnahme stellte die Suva ihre Leistungen ein und verneinte mit Verfügung vom 
9. Mai 2017 gestützt auf die Ergebnisse einer kreisärztlichen Untersuchung vom 23. Juni 2015 
einen Rentenanspruch mangels unfallbedingter Erwerbseinbusse und sprach der Versicherten 
bei einer Integritätseinbusse von 35 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 44'100.-- zu. Diese 
Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
Am 23. Oktober 2017 liess A.____ der Suva unter Hinweis auf erneute Schulter-/Ellbogenbe-
schwerden rechts einen Rückfall melden (act. 237). Die Suva anerkannte in der Folge die Rück-
fallkausalität der geltend gemachten Beschwerden. Im weiteren Verlauf wurden bei der Versi-
cherten eine Erschöpfungsdepression bzw. ein mittelschweres depressives Zustandsbild diag-
nostiziert. Schliesslich wurden am 10. Dezember 2018 bei posttraumatischer Omarthrose der 
rechten Schulter sowie partieller Humeruskopfnekrose eine inverse Schulterprothese rechts so-
wie eine partielle Osteosynthesematerialentfernung am rechten Ellbogen vorgenommen. Nach 
Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse sprach die Suva A.____ mit Verfü-
gung vom 21. April 2020 ab 1. Mai 2020 bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 76'287.-
- eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 51 % zu. Eine Erhöhung der 
Integritätsentschädigung lehnte sie ab. Dagegen erhob die Versicherte am 6. Mai 2020 Einspra-
che und beantragte die Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Entscheid 
vom 5. November 2020 wies die Suva die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Anouck 
Zehntner, mit Eingabe vom 10. Dezember 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und liess unter o/e-Kostenfolge be-
antragen, es sei der Einspracheentscheid vom 5. November 2020 insofern abzuändern, als die 
Beschwerdegegnerin dazu zu verpflichten sei, ihr eine Invalidenrente im Umfang von 100 % und 
eine Integritätsentschädigung für den psychischen Gesundheitsschaden auszurichten sowie die 
Kosten für die Heilbehandlung (Psychotherapie) zu übernehmen. In der Begründung wurde aus-
geführt, dass der Invaliditätsgrad durch die Beschwerdegegnerin nicht korrekt bemessen worden 
sei. Einerseits sei sie von einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen, andererseits stütze 
sie sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und damit bei der Ermittlung des Invalidenein-
kommens auf einen kreisärztlichen Bericht, der nachträglich heimlich abgeändert worden sei, so-
dass diesem von vornherein kein Beweiswert zukomme. Darüber hinaus leide die Beschwerde-
führerin aufgrund des Unfalles an einer schweren komplexen posttraumatischen Belastungsstö-
rung sowie an einer schweren Depression mit psychotischen Inhalten. Die damit verbundene Ar-
beitsunfähigkeit und der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung sowie die Vergütung der 
Kosten der Heilbehandlung seien von der Beschwerdegegnerin zu Unrecht verneint worden. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. 
November 2020. 

 

 
 
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D. Nach Beizug der IV-Akten und der Akten des Krankentaggeldversicherers Schweizeri-
sche Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG wurde die Angelegenheit mit Verfügung des instru-
ierenden Präsidenten vom 11. März 2021 der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
E. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 12. August 2021 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass der medizinische Sachverhalt unvollständig abgeklärt und der Beschwerdeführerin 
vor der Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und der Rückweisung der Angele-
genheit an die Beschwerdegegnerin Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde zu geben sei. In 
der Folge ersuchte es die Beschwerdeführerin um Mitteilung, ob sie ihre Beschwerde zurückziehe 
oder ob sie an dieser festhalte. Gleichzeitig wies es darauf hin, dass ein allfälliges Urteil gemäss 
§ 1 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 im Zirkularverfahren ergehen würde (vgl. Beschluss vom 12. Au-
gust 2021 mit Hinweis auf BGE 137 V 314).  
 
F. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2021 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an der 
Beschwerde festhalte.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 10. Dezember 2020 ist einzutreten. Wie bereits im Ausstellungsbe-
schluss vom 12. August 2021 festgehalten, ergeht das nachfolgende Urteil im Zirkulationsverfah-
ren gemäss § 1 Abs. 4 VPO. 
 
2.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt. Da der 
vorliegend zu beurteilenden Streitigkeit zwei Ereignisse aus den Jahren 2013 und 2014 zugrunde 
liegen, finden nachfolgend die bis 31. Dezember 2016 massgebenden Bestimmungen Anwen-
dung. 
 
2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Okto-
ber 2000), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf 
eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

 

 
 
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Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG An-
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente fest-
gesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung 
gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Für diese Leistungen hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur 
unter der Voraussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem ein-
getretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürli-
cher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. 
 
2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige In-
tegrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weg-
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 5b) zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1). 
 
2.4 Ursachen im Sinn des adäquaten Kausalzusammenhangs sind diejenigen Ereignisse, 
die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet 
sind, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint. Der Voraussetzung des adäquaten Kau-
salzusammenhangs kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.2 
f.). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Er-
eignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate Kau-
salzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickel-
ten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 30 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 
Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kau-
salzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier 
die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 
E. 5b/bb). Stehen hingegen psychische Unfallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine beson-
dere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusam-
menhangs im Einzelfall erforderlich, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Ent-
stehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse 
Schwere aufweist bzw. ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7). 
 
2.5 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 

 

 
 
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namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu verste-
hen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 
der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3). Trifft dies nicht mehr zu, ist 
der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des An-
spruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Art. 19 
Abs. 1 UVG). Die Prüfung der Adäquanz, d.h. der Fallabschluss, ist bei Anwendung der Praxis 
gemäss BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf 
die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1, 144 V 354 E. 4.2). Ob 
der Fallabschluss rechtzeitig erfolgt ist, kann erst geprüft werden, wenn der medizinische Sach-
verhalt rechtsgenüglich erstellt ist (Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2015, 
8C_170/2015, E. 4.2). 
 
2.6 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – ist 
die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen ange-
wiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c 
ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 
zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 
objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die 
Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). Schliesslich bleibt darauf 
hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversi-
cherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) 
beherrscht sind. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsa-
che nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 

 

 
 
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3. Zwischen den Parteien nicht umstritten sind der Zeitpunkt des Fallabschlusses aus so-
matischer Sicht und die damit verbundene Prüfung der Adäquanz der psychischen Beschwerden, 
die Höhe des versicherten Verdienstes sowie die Höhe der Entschädigung für die Schädigung 
der körperlichen Integrität der Beschwerdeführerin durch die beiden Unfallereignisse. Streitig ist 
hingegen, ob der angefochtene Entscheid auf einer genügenden medizinischen Aktenlage ba-
siert, ob die Berechnung des Validen- und des Invalideneinkommens in korrekter Weise vorge-
nommen wurde und ob die Leistungseinstellung per Ende April 2020 zu Recht ohne Berücksich-
tigung der Auswirkungen der psychischen Beeinträchtigungen auf die Erwerbsfähigkeit und die 
Integrität der Beschwerdeführerin erfolgte. 
 
4.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet zunächst die von der Beschwerdegegnerin festge-
setzte Höhe des Invalideneinkommens. 
 
4.2.1 In diesem Zusammenhang stellt sie die ungenügende Abklärung des somatischen und 
des psychiatrischen Sachverhalts durch die Beschwerdegegnerin fest und moniert den Beweis-
wert der kreisärztlichen Einschätzung von Dr. med. C.____, Facharzt für Chirurgie und Kreisarzt 
der Suva. 
 
4.2.2 Dr. C.____ untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. Januar 2020 (act. 348). Im glei-
chentags erstellten kreisärztlichen Bericht hielt er die folgenden Diagnosen fest: 
 

• offene Luxationstrümmerfraktur des linken Ellbogens Typ Monteggia am 10. August 2013 mit/bei 

o Status nach offener Reposition und Osteosynthese am 10. August 2013 

o Status nach Revision im Bereich des Radiusköpfchens wegen erneuter Luxation und tem-

porärer Transfixation des Radiusköpfchens am 13. August 2013 

o Status nach Entfernung des transfixierenden Spickdrahtes am 13. September 2013 

o Status nach Metallentfernung am Olecranon, Korrektur der verkürzten Ulna mit Se-

questrektomie, Spongiosaplastik und tricorticalem Beckenspan sowie Reposition des Ra-

diusköpfchens und modifizierte Ligamentum anulare-Plastik sowie Reosteosynthese am 

25. November 2013 

• 4-Part proximale Humerusfraktur rechts am 9. April 2014 mit/bei 

o Status nach offener Reposition der proximalen Humerusfraktur und Osteosynthese mittels 

Philosplatte und zusätzlicher 6-Loch-Viertelrohrplatte am 16. April 2014 

o Status nach Arthroskopie der rechten Schulter mit partieller Synovektomie anterior sowie 

Osteosynthesematerialentfernung durch den deltoideopectoralen Zugang 

o Status nach partieller Humeruskopfnekrose rechts 

o Status nach Implantation einer inversen Schulterprothese rechts und partieller Osteosyn-

thesematerialentfernung an der Ulna rechts am 10. Dezember 2018 

 

In der Beurteilung verwies Dr. C.____ auf einen äusserst protrahierten Verlauf mit deutlicher 
Schmerzproblematik nach der Humeruskopfnekrose rechts und Funktionseinschränkungen be-
züglich der rechten Schulter und des rechten Ellbogens und dem seit 2015 zusätzlichen Auftreten 
eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS). Nach der Implantation der inversen 
Schulterprothese rechts mit partieller Osteosynthesematerialentfernung an der rechten Ulna habe 

 

 
 
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sich zwar der Bewegungsumfang bezüglich der rechten Schulter verbessern lassen können, es 
persistiere jedoch ein ausgeprägtes chronisches Schmerzsyndrom mit zunehmend auch Schmer-
zen und Beschwerden bezüglich der linken oberen Extremität im Sinne einer Überlastungsreak-
tion. Wie auch vom behandelnden Arzt festgestellt, könnten durch weitere operative Eingriffe 
keine namhaften Verbesserungen des Gesundheitszustands mehr bewirkt werden, auch bezüg-
lich Schmerztherapie seien die Möglichkeiten ausgeschöpft. Er empfehle einen Therapieversuch 
mit traditioneller chinesischer Medizin. Die Physiotherapie müsse zwingend im Sinne einer Erhal-
tungstherapie fortgeführt werden. Aufgrund des ausgeprägten Funktionsverlusts der rechten obe-
ren Extremität und zunehmend auch durch eine durch Kompensation bedingte Überlastung der 
linken Extremität sei ein alleiniges Heimprogramm sicher nicht zielführend. Es müsse deshalb 
überwiegend wahrscheinlich damit gerechnet werden, dass sich der Gesundheitszustand der 
Versicherten durch das Weglassen der Physiotherapie im Sinne einer weiteren Funktionsein-
schränkung bzw. einer Zunahme der Schmerzen bezüglich beider oberen Extremitäten ver-
schlechtern würde. In Zusammenhang mit dem Belastbarkeitsprofil äusserte er sich folgender-
massen: Bezüglich des rechten Armes bestehe schmerzbedingt praktisch eine Funktionslosig-
keit. Der rechte Arm könne nur kurzzeitig für wenige Minuten als Zu- 
dienhand benutzt werden. Das Aufstützen auf einer Unterfläche, wie es zum Beispiel für Büroar-
beiten notwendig sei, sei aufgrund der ausgeprägten Allodynie des proximalen Unterarmes rechts 
nicht möglich. Zudem seien Überkopfarbeiten rechts gar nicht, links nur kurzzeitig möglich. Das 
Heben von bereits sehr leichten Gegenständen führe rechts zu einer deutlichen Schmerzprogre-
dienz, sodass eine Belastbarkeit des rechten Armes nicht möglich sei. Zudem seien repetitive 
Umwendbewegungen der rechten Hand nicht möglich. Aufgrund der deutlich eingeschränkten 
Halte- und Greiffunktion rechts seien keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten oder Tätigkeiten, 
die eine funktionierende Greif- oder Haltefunktion voraussetzen würden, möglich. Eine Ausset-
zung gegenüber Kälte, Vibrationen oder Schlägen sei nicht möglich. Aufgrund der kompensato-
rischen Überlastungsreaktion mit einer Epicondylitis humeri radialis und ulnaris und einer deutli-
chen muskulären Problematik sei zunehmend auch die linke obere Extremität nicht mehr belast-
bar. 
 
Mit Datum vom 26. März 2020 änderte Dr. C.____ seinen Bericht vom 28. Januar 2020 ab. Nach 
dem Satz "Aufgrund der kompensatorischen Überlastungsreaktion mit einer Epicondylitis humeri 
ulnaris und radialis und einer deutlichen muskulären Problematik ist zunehmend auch die linke 
obere Extremität nicht mehr belastbar." fügte er die folgenden zwei Sätze in den Bericht ein: "Dies 
ist aber nicht als direkte Unfallfolge zu sehen. Unter Berücksichtigung der genannten Einschrän-
kungen (funktionelle Einhändigkeit) wäre aus unfallkausaler Sicht grundsätzlich eine ganztägige 
Tätigkeit möglich.". 
 
4.2.3 Dr. C.____ erklärte im Bericht nicht, was ihn zu dieser nachträglichen Korrektur bewogen 
hatte. Er hob die Abänderung der Passage weder optisch hervor noch wies er an anderer Stelle 
auf die Gründe für die Änderung der Zumutbarkeitsbeurteilung hin. Die Beschwerdegegnerin ging 
in ihrer Verfügung vom 21. April 2020 und im Einspracheentscheid vom 5. November 2020 auch 
mit keinem Wort auf die Änderung des Zumutbarkeitsprofils ein, obwohl die zuständige Sachbe-
arbeiterin der Beschwerdegegnerin mit Aktennotiz vom 28. Januar 2020 festgehalten hatte, Dr. 

 

 
 
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C.____ habe der Versicherten im Anschluss an die Untersuchung mitgeteilt, sie sei faktisch ein-
armig und es sei keine Tätigkeit mehr zumutbar. Es findet sich damit keine Erklärung, weshalb 
die am 28. Januar 2020 festgehaltene Formulierung, wonach keine Tätigkeit mehr zumutbar sei, 
zwei Monate später nicht mehr hätte gelten sollen. Eine derartig einschneidende Abänderung der 
Zumutbarkeitsbeurteilung ist aber nachvollziehbar zu erklären; fehlt diese, ist die Aussage- und 
damit die Beweiskraft des Berichts stark in Zweifel zu ziehen. 
 
Weitere Zweifel an der Verlässlichkeit der Beurteilung vom 26. März 2020 werden durch den 
Umstand geweckt, dass RAD-Ärztin Dr. med. D.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabi-
litative Medizin, im Rahmen der Prüfung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin ge-
genüber der Schweizerischen Invalidenversicherung den ursprünglichen kreisärztlichen Bericht 
vom 28. Januar 2020 würdigte und zum Schluss gelangte, dass angesichts der kreisärztlich er-
hobenen Befunde aktuell keine verwertbare Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt bestehe. Die 
Einschränkungen seien auf die somatischen Unfallfolgen zurückzuführen. Dr. D.____ hielt weiter 
fest, dass in einer angepassten Tätigkeit ab 28. September 2017 bis auf Weiteres eine Arbeits-
fähigkeit von 0 % vorliege (Stellungnahme vom 7. Februar 2020). Bei Dr. D.____ handelt es sich 
um eine langjährige erfahrene Mitarbeiterin des RAD der IV-Stelle Basel-Landschaft. Sie stellte 
die Beurteilung von Dr. C.____ in keinerlei Hinsicht in Frage. Dieser Umstand sowie die kommen-
tarlose Abänderung des Profils wecken starke Zweifel an der Zuverlässigkeit des Berichts vom 
26. März 2020, weshalb zur Beurteilung der unfallbedingten somatischen gesundheitlichen Be-
schwerden, des Grads der Arbeitsfähigkeit und des Zumutbarkeitsprofils nicht auf die kreisärztli-
che Beurteilung von Dr. C.____ abgestellt werden kann. Andere medizinische Berichte, die diese 
Fragen beantworten würden, liegen nicht vor. Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei 
aufgrund des ursprünglichen Berichts von Dr. C.____ von einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit 
auszugehen, kann ihr indessen nicht gefolgt werden. Der Widerspruch, der durch die Vorgehens-
weise von Dr. C.____ entstanden ist, lässt sich nicht zugunsten des ersten Berichts auflösen, 
weshalb von der Beschwerdegegnerin in somatischer Hinsicht weitere medizinische Abklärungen 
zu treffen sind, bevor über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin, insbesondere über die 
Höhe des Invalideneinkommens, entschieden werden kann. 
 
4.3 Hinzu kommt und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht moniert, dass es die Be-
schwerdegegnerin versäumte, die psychischen Leiden der Beschwerdeführerin zum – aus soma-
tischer Sicht richtig gewählten und unbestritten gebliebenen – Zeitpunkt des Fallabschlusses me-
dizinisch abklären zu lassen und deren Unfallkausalität rechtsgenüglich unter Beizug der Praxis 
des Bundesgerichts gemäss BGE 115 V 133 zu prüfen. Die beiden Unfallereignisse zeigen sich 
unter Einbezug des schwierigen Heilungsprozesses auf den ersten Blick nicht als derart banal, 
dass ihnen von vorneweg eine massgebende Bedeutung an der Entstehung einer psychisch be-
dingten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit abgesprochen werden könnte. Aus diesem Grund kann 
auch nicht auf die Prüfung der natürlichen Kausalität der psychischen Beschwerden verzichtet 
werden. Gemäss Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.____, Facharzt Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 3. Dezember 2019 bestand ein massiv verschlechtertes Zustandsbild 
im Sinne einer mittelschweren Depression. Auch Dr. C.____ erwähnte im Bericht vom 28. Januar 
2020, eine Fortführung der psychiatrischen Therapie durch Dr. E.____ sei sicher empfehlenswert, 
da nebst den funktionellen Einschränkungen und der Schmerzproblematik bei der Untersuchung 

 

 
 
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vor allem auch die sehr gedrückte Stimmung und eine relevante Belastung auffallen würden. 
Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 20. April 2020 ohne weitere Begründung 
festhielt, die psychogenen Störungen würden nicht in einem adäquaten Zusammenhang mit dem 
erlittenen Ereignis stehen, weshalb diesbezügliche Leistungen entfallen würden, kann ihr somit 
nicht gefolgt werden. Eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist erst möglich, wenn 
klar ist, um welche psychischen Beschwerden es sich letztlich genau handelt. Hier besteht eben-
falls weiterer Abklärungsbedarf, bevor über den Rentenanspruch, die Integritätsentschädigung 
für allfällige psychische Unfallfolgen und die Übernahme der Kosten für eine Heilbehandlung in 
Form einer Psychotherapie entschieden werden kann.  
 
4.4 Der Beschwerdeführerin ist somit darin zuzustimmen, dass der angefochtene Entscheid 
der Beschwerdegegnerin in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 43 ATSG 
zustande gekommen ist. Nach pflichtgemässer Würdigung der vorhandenen ärztlichen Unterla-
gen ergibt sich insgesamt kein hinreichend nachvollziehbares Bild über den Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Zur Klärung dieser 
Frage bedarf es einer fachärztlichen Expertise. Im Rahmen eines verwaltungsexternen Gutach-
tens gemäss Art. 44 ATSG wird die Beschwerdegegnerin bidisziplinär psychiatrisch und schul-
terorthopädisch abzuklären haben, inwiefern die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer somatischen 
und psychischen Beschwerden in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Dabei wird auch die 
Frage gutachterlich zu klären sein, inwiefern die physischen und psychischen Beschwerden na-
türlich unfallkausal sind. 
 
4.5 In Anbetracht der Tatsache, dass der medizinische Sachverhalt derzeit nicht genügend 
abgeklärt ist, erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den Rügen der Beschwerdeführerin be-
treffend die Berechnung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin (Kompetenz-
niveau 1 oder 2, Höhe des leidensbedingten Abzugs).  
 
5.1 Zwischen den Parteien ist sodann die Höhe des Valideneinkommens umstritten. Da die-
ses nicht von den von der Beschwerdeführerin aufgrund der Unfallereignisse erlittenen gesund-
heitlichen Einschränkungen abhängig ist und sich beide Parteien in ihren Rechtsschriften dazu 
geäussert haben, ist diese Frage spruchreif. 
 
5.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-gen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Regel 
am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Ge-sundheits-
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Ein zuletzt bezogener (hoher) 
Verdienst ist nur dann als Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit feststeht, dass er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der Stellenverlust aus in-
validitätsfremden Gründen, ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2020, 8C_234/2020, E. 3 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.3 Die Beschwerdegegnerin geht von einem Valideneinkommen von Fr. 105'600.-- 
(Fr. 8'800.-- x 12) aus. Gemäss Arbeitsvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der B.____ 
GmbH vom 30. Januar 2017 wurde jedoch ein Jahreslohn von Fr. 114'400.-- (Fr. 8'800.-- x 13) 
vereinbart. Die Begründung der Beschwerdegegnerin, der Vertrag sei am 27. März 2017 noch 
nicht unterschrieben gewesen, greift ins Leere. Die Beschwerdeführerin weist zu Recht darauf 
hin, dass ein Einzelarbeitsvertrag gemäss Art. 320 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die 
Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Fünfter Teil: Obligationenrecht (OR) vom 30. 
März 1911 keiner besonderen Form bedürfe und die Unterzeichnung des Vertrages keine zwin-
gende Voraussetzung für die Gültigkeit desselben sei. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin 
sodann, im Jahr 2020 wäre es zu einer Anpassung des Arbeitsvertrages mit einer Lohnkürzung 
(kein 13. Monatslohn mehr) gekommen, da die Arbeitgeberin immer wieder mit wirtschaftlichen 
Problemen zu kämpfen gehabt habe, ist nicht belegt. Damit ist davon auszugehen, dass das 
Valideneinkommen im Zeitpunkt der frühestmöglichen Rentenzusprache im Mai 2020 
Fr. 114'400.-- betragen hätte. 
 
6. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass eine abschliessende Beurteilung 
der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich ist. Der 
angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist zur Ver-
vollständigung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
Anschliessend wird diese gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungs-
anspruch der Beschwerdeführerin neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in 
diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 22. März 2021 für das vorliegende Verfahren ei-
nen Zeitaufwand von 14 Stunden und 15 Minuten geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich 
in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle 
zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstan-
den sind sodann die geltend gemachten Auslagen von Fr. 53.60. Der Beschwerdeführerin ist 
deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'894.50 (14 Stunden und 15 Minuten à 
Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 53.60 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin zuzusprechen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 

 

 
 
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– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 
das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefoch-
tene Einspracheentscheid vom 5. November 2020 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 3'894.50 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
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