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**Case Identifier:** d4fd19b1-1319-57d6-96a3-b89170ddc4ce
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.01.2022 200 2021 317
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-317_2022-01-17.pdf

## Full Text

200 21 317 UV
KOJ/BRO/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Januar 2022

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. März 2021 (…) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 31. Dezember 2018 bei der 
C.________ AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen versichert (Akten der Suva [act. II und act. IIA] act. 
II 1, 153 S. 2), als er am 1. Juli 2017 als Beifahrer einen Autounfall erlitt 
(act. II 1). Im Spital D.________ wurde eine Deckplattenimpressionsfraktur 
AO A1, eine Thoraxkontusion sowie eine Contusio capitis diagnostiziert. 
Die Fraktur wurde konservativ mit einem Korsett behandelt (act. II 24). In 
der Folge erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen in Form von 
Heilbehandlung und Taggeld (act. II 25, 42). Aufgrund persistierender 
Schmerzen am thorakolumbalen Übergang erfolgte am 3. Januar 2018 eine 
dorsolaterale Stabilisation BWK12 und LWK1 (act. II 90 f.). Sodann wurde 
am 17. Juli 2019 eine Osteosynthesemate-rialentfernung durchgeführt (act. 
II 214 f.). Im Rahmen der erwerblichen und medizinischen Erhebungen 
holte die Suva unter anderem eine Evaluation der funktionellen Leistungs-
fähigkeit (EFL) durch die Rehaklinik E.________ (Bericht vom 2. April 
2020; act. IIA 282) sowie kreisärztliche Beurteilungen durch Dr. med. 
F.________, Facharzt für Chirurgie (Berichte vom 16. April 2020; 
act. IIA 287 f.), ein. Gestützt darauf teilte sie mit Schreiben vom 22. April 
2020 (act. IIA 296 S. 1 ff.) mit, trotz einer Restbeschwerdesymptomatik sei 
von einem Endzustand auszugehen. Die Taggelder würden noch bis zum 
31. Juli 2020 ausgerichtet (S. 1). Mit Schreiben vom 22. Mai 2020 (act. IIA 
303 S. 1) verlangte der Versicherte eine anfechtbare Verfügung. Diesem 
Ersuchen kam die Suva mit Verfügung vom 26. Mai 2020 (act. IIA 305 S. 1 
ff.) nach. Nachdem der Versicherte dagegen Einsprache erhoben hatte 
(act. IIA 310 S. 1 ff.), nahm die Suva die Verfügung vom 26. Mai 2020 (act. 
IIA 305 S. 1 ff.) zurück und teilte mit, dass am Fallabschluss festgehalten 
werde. Es werde eine Rentenverfügung erlassen, im Rahmen derer der 
Fallabschluss angefochten werden könne (act. IIA 323). Mit Verfügung vom 
18. September 2020 (act. IIA 332) sprach die Suva dem Versicherten eine 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 20 % zu und 

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verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Hiergegen erhob der 
Versicherte am 26. Oktober 2020 Einsprache (act. IIA 333), woraufhin die 
Suva weitere Abklärungen tätigte und insbesondere das durch die IV-Stelle 
Bern veranlasste polydisziplinäre Gutachten in den Fachbereichen Neuro-
logie, Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Kardiologie sowie Psychia-
trie und Psychotherapie (MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2020 [Ver-
sanddatum; act. IIA 344 S. 3 ff.]) edierte. Mit Entscheid vom 18. März 2021 
(act. IIA 363 S. 1 ff.) hiess die Suva die Einsprache teilweise gut, indem sie 
dem Versicherten eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 11 % 
zusprach (S. 13). 

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 3. Mai 2021 Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin sei insofern aufzu-
heben, als die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) an-
zuweisen sei, dem Beschwerdeführer eine ganze UV-Invalidenrente, 
eventualiter eine halbe UV-Invalidenrente zuzusprechen sowie ihm ei-
ne Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 74'100.-- (50 %) zu 
bezahlen. 

2. Eventualiter sei die Verfügung (recte: der Einspracheentscheid) aufzu-
heben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Es sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren die umfassende unentgeltliche Rechtspflege, unter Beiordnung des 
Unterzeichnenden als unentgeltlichen Rechtsbeistand, zu gewähren. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin, vorbehalten der Bestimmungen über die unentgeltliche 
Rechtspflege. 

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 25. August 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere Beweismittel 
und eine Stellungnahme zu den Akten. 

Mit Verfügung vom 27. August 2021 hiess der Instruktionsrichter das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt gut. 

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Am 16. September 2021 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellung-
nahme ein. 

Am 30. September 2021 ging eine weitere Eingabe inkl. Beilagen des Be-
schwerdeführers beim Gericht ein, zu welcher die Beschwerdegegnerin mit 
Eingabe vom 13. Oktober 2021 Stellung nahm. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. März 
2021 (act. IIA 363 S. 1 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine (höhere) Invalidenrente der Unfallversicherung 
und eine Integritätsentschädigung, eventuell die Rückweisung der Sache 
an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen und neuer Verfü-
gung.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 

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S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleu-
dertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie 
Schädel-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und 
psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; 
SVR 2018 UV Nr. 29 S. 101 E. 2.2). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es 
ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleu-
dertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente 
Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) 
oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV 
Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann 
Anwendung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden 
Beschwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestie-
ren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verlet-
zungen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfäl-
le mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung.

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2.4.3 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei 
– ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei 
entwickelnden Kräften – eine Katalogisierung der Unfälle in leichte (bana-
le), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzunehmen ist. 
Die erlittenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die 
sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten. Abhängig von der Unfall-
schwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubezie-
hen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 5.1 S. 359, 129 V 177 E. 4.1 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 21 
S. 76 E. 4.2, 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Ein-
drücklichkeit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Ver-
letzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psy-
chische Fehlentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-

schlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 

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kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle Ar-
beits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezogenen 
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.1). Handelt es sich um einen mittelschwe-
ren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Beja-
hung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2018 UV Nr. 29 
S. 102 E. 4.2.2). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objekti-
ven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 
117 V 359 E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 
U 272 S. 174 E. 4b).

2.5 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

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2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass es sich beim 
Ereignis vom 1. Juli 2017 um einen Unfall im Rechtssinne handelt (vgl. 
E. 2.1 hiervor). Weiter ausgewiesen ist die Kausalität (vgl. E. 2.2 ff. hiervor) 
zwischen dem Unfall vom 1. Juli 2017 und den objektivierbaren Beschwer-
den im Bereich der thorakolumbalen Wirbelsäule. Die Beschwerdegegnerin 
erbrachte denn auch vorübergehende Versicherungsleistungen (act. II 25, 
42, 83, 208). 

Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem 
Endzustand ausging und in diesem Zusammenhang auch, ob der Be-
schwerdeführer auch an psychischen Unfallfolgen leidet sowie die Höhe 
der Invalidenrente. 

3.2 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen: 

3.2.1 Nach dem Autounfall vom 1. Juli 2017 war der Beschwerdeführer 
vom 1. bis 8. Juli 2017 im Spital D.________ hospitalisiert. Die Ärzte dia-
gnostizierten eine Deckplattenimpressionsfraktur AO A1, eine Thoraxkon-
tusion sowie eine Contusio capitis. Die Fraktur wurde konservativ mit einem 
Korsett behandelt (act. II 24).

Im Bericht vom 9. Januar 2018 (act. II 90) führten die Ärzte des Spitals 
D.________ aus, aufgrund persistierender Schmerzen am thorakolumbalen 
Übergang sei am 3. Januar 2018 eine dorsolaterale Stabilisation BWK12 

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auf LWK1 und eine Beckenkammspongiosaentnahme links dorsal durchge-
führt worden (S. 1). 

Im Bericht des Spitals D.________ vom 24. Juni 2019 (act. II 202) legte Dr. 
med. G.________, Facharzt für Neurochirurgie, dar, auch 18 Monate nach 
der Operation berichte der Patient über Rückenschmerzen im Bereich der 
Narbe und der Schraubenköpfe. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit (S. 1). Der Patient wünsche eine Osteosynthesemateri-
alentfernung (S. 2). Eine solche wurde am 17. Juli 2019 denn auch durch-
geführt (Bericht vom 23. Juli 2019; act. II 215). 

3.2.2 Vom 2. bis 25. Oktober 2019 war der Beschwerdeführer in der Re-
haklinik E.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 31. Oktober 
2019 (act. II 244) erwähnten die Ärzte der Klinik, beim Patienten sei eine 
erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden. Es sei davon auszu-
gehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werden könn-
te als bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm gezeigt. Infol-
ge Selbstlimitierung hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich 
Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht werden können. Die Resultate der 
physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutba-
ren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der 
demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objekti-
vierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bild-
gebenden Abklärungen sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. 
Die Beurteilung des Zumutbarkeitsprofils stütze sich wesentlich auf medizi-
nisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtun-
gen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Die Tätigkeit 
als … in einer … sei dem Patienten nicht mehr zumutbar. In einer lei-
densadaptierten Arbeit (leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätig-
keit ohne längerdauernde Zwangshaltung, Schläge sowie Vibrationsbelas-
tung) könne der Patient ganztags tätig sein (S. 2 f.). 

Am 24. und 25. März 2020 wurde in der Rehaklinik E.________ sodann 
eine EFL durchgeführt. Im Bericht vom 2. April 2020 (act. IIA 282) hielten 
Dr. med. H.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on, und I.________, Dipl. Physiotherapeutin, fest, trotz beobachteter mäs-
siger Symptomausweitung habe sich der Patient weitgehend bis zum funk-

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tionellen Limit belasten lassen. Damit seien die Resultate der physischen 
Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit verwertbar. 
Die berufliche Tätigkeit als … in einer … sei ihm nicht mehr zumutbar. Zu-
mutbar sei ihm jedoch eine ganztägige leichte bis mittelschwere Arbeit, 
ohne Tätigkeiten in verdrehter und/oder länger dauernder vorgeneigter 
Rumpfposition (S. 6). Aus therapeutischer Sicht sei von passiven Behand-
lungen keine Besserung zu erwarten. Allenfalls wäre die Aufnahme eines 
selbstständigen Trainings an Geräten ins Auge zu fassen (S. 7). 

3.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. F.________ führte in seiner Beurteilung vom 
16. April 2020 (act. IIA 287) aus, bei der vorliegenden Restbeschwerde-
symptomatik sei ein Endzustand erreicht. Mit einer Besserung des Ge-
sundheitszustandes sei nicht mehr zu rechnen. Zur Evaluation der Leis-
tungsfähigkeit sei eine Vorstellung in der Rehaklinik E.________ erfolgt. 
Das dort entwickelte Zumutbarkeitsprofil könne weitgehend übernommen 
werden. Demnach könne der Beschwerdeführer leichte bis mittelschwere 
Tätigkeiten ausführen. Das Heben und Tragen von Gegenständen bis Be-
ckenhöhe sei bis maximal 15 kg möglich. Arbeiten mit Belastungen in Vor-
halteposition auf Thoraxhöhe, mit Zwangshaltung der Wirbelsäule sowie 
mit permanentem Rumpfbeugen sollten vermieden werden. Sodann sollten 
Vibrationen und Stossbelastungen unterbleiben. Bei Einhaltung dieser Kri-
terien sei eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Einsetzbar-
keit gegeben (S. 5). Im Übrigen sei zum Erhalt der muskulären Funktion 
eine Fortführung der Physiotherapie mit maximal 3 x 9 Einheiten pro Jahr 
zunächst für ein Jahr zu erwägen (S. 5 unten). Ob zum Erhalt der Arbeits-
fähigkeit eine dauerhafte Behandlung erforderlich werde, könne zum jetzi-
gen Zeitpunkt noch nicht entschieden werden. Bei positivem Verlauf seien 
nach Beendigung der noch durchzuführenden Physiotherapie gegebenen-
falls keine weiteren Massnahmen erforderlich (S. 6). 

3.2.4 Im MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2020 (act. IIA 344 S. 3 ff.) 
stellten die Experten in interdisziplinärer Gesamtbeurteilung die folgenden 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7 Ziff. 4.2.1): 

• Keilwirbeldeformation LWK1 (18°) bei St. n. LWK1-Fraktur, nach 
primär konservativer Therapie mit 3-Punkte-Korsett, nach dorsolatera-
ler Stabilisation BWK12 auf LWK1, Beckenkammspongiosaentnahme 
links dorsal, nach kompletter Metallentfernung S32.01 M40.16

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• Arterielle Hypertonie
• Hinweise auf diastolische Relaxationsstörung 
• noch keine linksventrikuläre Hypertrophie 
• gute links- und rechtsventrikuläre Funktion (LVEF 65 %)
• kein Hinweis auf Belastungskoronarinsuffizienz bis 83 W.
• minime Mitralklappeninsuffizienz 

In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führten sie sodann aus, gemäss dem Be-
schrieb des Exploranden handle es sich bei der bisherigen Tätigkeit in ei-
ner … um eine sehr schwere Arbeit. In dieser bestehe keine Arbeitsfähig-
keit mehr (S. 8 Ziff. 4.7). In einer angepassten Tätigkeit bestehe bei einer 
ganztätigen Anwesenheit eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. Die Tätigkeit soll-
te wechselbelastend, vorwiegend sitzend, sein. Der Explorand sollte die 
Möglichkeit haben, nach ca. 45 Minuten aufzustehen und etwas umherzu-
gehen. Das nicht repetitive Heben von Gegenständen vom Boden auf 
Tischhöhe und das Tragen von Gegenständen auf Beckenhöhe sei bis zu 
einem Gewicht von maximal 12 kg möglich. Zu unterlassen seien Arbeiten 
in Zwangshaltungen der Wirbelsäule, permanentes Rumpfbeugen sowie 
Vibrationen und Stossbelastungen (S. 8 Ziff. 4.8). Die Arbeitsunfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit sei sowohl durch die orthopädischen als auch 
die kardiologischen Funktionsstörungen bestimmt. In angepassten Tätigkei-
ten ergäben sich einzig orthopädische Einschränkungen. Auf neurologi-
schem, allgemein-internistischem und psychiatrischem Gebiet lägen keine 
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit vor (S. 8 Ziff. 4.9). 

Im orthopädischen Teilgutachten vom 15. September 2020 (S. 28 ff.) legte 
Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, unter anderem dar, der Explorand klage 
weiterhin über ausgeprägte Schmerzen. Diese bestünden vor allem beim 
Stehen, bereits nach wenigen Minuten. Mit einem neuen MRI der LWS und 
BWS habe eine Neurokompression ausgeschlossen werden können. Das 
SPECT/CT zeige leichte Anreicherungen in den Facettengelenken BWK12, 
BWK11/12 links etwas mehr als rechts. Dies sei mit einer aktivierten Ar-
throse vereinbar. Ansonsten zeigten sich keine szintigraphische Pathologi-
en an der Wirbelsäule. Gemäss Aussage des Exploranden seien die 
Schmerzen an der Wirbelsäule vor und nach den Operationen in etwa 
gleichgeblieben. Zusätzlich habe er jedoch Schmerzen und Missempfin-
dungen an der Beckenkammspongiosaentnahmestelle (S. 34 Ziff. 7.2). Als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 13

medizinische Massnahmen seien nur aufbauende Übungen für die Rü-
ckenmuskulatur sinnvoll. Von weiteren invasiven Massnahmen sei keine 
Schmerzlinderung zu erwarten und solche sollten daher gut überlegt wer-
den. Die bisherigen invasiven Massnahmen hätten für den Versicherten 
subjektiv zu einer Schmerzverstärkung geführt (S. 35 Ziff. 8.3). 

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 17. September 2020 (S. 45 ff.) führte 
med. pract. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, 
der Explorand habe angegeben, noch nie in einer ambulanten psychiatri-
schen oder psychologischen Behandlung gewesen zu sein. Eine solche sei 
diesem auch noch nie empfohlen worden (S. 48 Ziff. 3.2.11). In der Reha-
klinik E.________ sei eine Symptomausweitung festgestellt worden (vgl. 
act. II 244 S. 2 und 4). Demnach wäre eine geringe psychische Ursache für 
die Schmerzen möglich. Es seien jedoch keine psychiatrischen Diagnosen 
gestellt worden. Zudem seien die Schmerzen gemäss den somatischen 
Gutachtern (vgl. act. IIA 344 S. 28 ff.) ausreichend somatisch erklärbar. 
Damit hätten die Schmerzen keine psychische Ursache und er „möchte 
deshalb für die Schmerzen keine psychiatrischen Diagnosen stellen.“ Hin-
sichtlich der Diagnose einer depressiven Episode gemäss ICD-10 erfülle 
der Explorand keines der drei Hauptkriterien und von den weiteren Kriterien 
nur dasjenige von Ein- und Durchschlafstörungen. Diese seien jedoch nicht 
durch depressive Symptome, sondern durch die Schmerzen verursacht 
worden. Demnach könne auch nicht die Diagnose einer depressiven Epi-
sode gestellt werden. Weiter fehlten Hinweise auf eine frühere depressive 
Episode. Die Diagnose einer depressiven Episode, gegenwärtig remittiert, 
könne demnach auch nicht gestellt werden. Im Übrigen reagiere der Explo-
rand nicht besonders emotional, wenn er vom Unfall berichte, und er fahre 
wieder Auto, wenn auch nur kurze Strecken von 15 bis 20 Minuten. Diese 
Tatsachen sprächen gegen eine posttraumatische Belastungsstörung. Eine 
solche Diagnose werde überdies in den Akten nicht beschrieben. Letztlich 
bestünden keine Hinweise auf Konzentrationsstörungen (S. 50 f. Ziff. 6.1 
und S. 54 Ziff. 7.3). Demnach bestehe beim Exploranden insgesamt keine 
psychische Erkrankung (S. 53 Ziff. 7.1). 

3.2.5 Prof. Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 1. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 14

Februar 2021 (act. IIA 361 S. 2) unter anderem aus, weitergehende Mass-
nahmen seien von chirurgischer Seite nicht geplant. Aufgrund einer CT-
Untersuchung der LWS vom 5. März 2019 (vgl. act. II 178) könne festge-
halten werden, dass im Bereich der stabilisierten Fraktur eine sichere ossä-
re Konsolidation der Spondylodese bestehe (act. IIA 361 S. 2). 

3.2.6 Dr. med. M.________, Facharzt für Anästhesiologie, hielt im Bericht 
vom 17. März 2021 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5 S. 6 f.) fest, der 
Patient werde seit Anfang 2020 im Spital N.________ beraten und behan-
delt. Trotz intensivem Einsatz der therapeutischen Möglichkeiten mit allen 
zur Verfügung stehenden Medikamenten sowie Cryolaser-Therapie und 
intensiver physiotherapeutischer Betreuung sei es nicht gelungen, dem 
Patienten eine Verbesserung seiner Beschwerden angedeihen zu lassen. 
Die facettären Infiltrationen hätten nur für wenige Stunden eine signifikante 
Schmerzlinderung gebracht. Die paravertebrale Muskulatur sei nach wie 
vor bretthart und lasse sich kaum therapeutisch lockern. Der Patient sei 
massiv eingeschränkt in seinen Bewegungen und zeige sich massiv lei-
dend. Er ergebe sich in seinen Beschwerden (S. 6). 

3.2.7 Im Sprechstundenbericht vom 23. Juni 2021 (act. I 5 S. 4 f.) führte 
Dr. med. O.________, Facharzt für Anästhesiologie, an, es seien schon 
verschiedenste Analgetika und Co-Analgetika eingesetzt worden, mit nur 
mässiger oder gar keiner Wirkung oder Auftreten von Nebenwirkungen. 
Auch die verschiedensten Infiltrationen von Facettengelenken hätten keine 
klare Linderung gebracht. Die schmerztherapeutischen Möglichkeiten seien 
sehr limitiert. Er habe den Eindruck, der Patient sei in einem ziemlichen 
Teufelskreis von Schmerzen und (Existenz-)Ängsten gefangen und verfüge 
über spärliche Coping-Mechanismen. Eine psychosomatische Beurteilung 
wäre sinnvoll. 

3.2.8 Dr. med. M.________ hielt im Bericht vom 13. September 2021 (act. 
I 6) fest, die immer wieder geschilderten Beschwerden träten unter Belas-
tung auf und seien in Ruhe kaum prominent. Die bei der letzten Kontrolle 
festgestellte Gehfähigkeit betrage maximal 20 Minuten. Wärme vermöge 
die Beschwerden etwas zu lindern. Bei kleinsten Bewegungen der thorako-
lumbalen Wirbelsäule träten die Schmerzen für den Patienten invalidisie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 15

rend auf, so dass er sich sofort wieder hinlegen müsse, um die Schmerzen 
zu lindern (S. 2). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 16

gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). 

3.3.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. März 2021 (act. IIA 363 
S. 1 ff.) im Wesentlichen auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. 
F.________ vom 16. April 2020 (act. IIA 287) sowie das MEDAS-Gutachten 
vom 21. Oktober 2020 (act. IIA 344 S. 3 ff.). Sowohl die kreisärztliche Beur-
teilung als auch das Gutachten erfüllen die Anforderungen der Rechtspre-
chung an den Beweiswert medizinischer Beurteilungen (vgl. E. 3.3.1 ff.), 
weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt. So beruhen die Feststellungen 
der Gutachter auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind für die streitigen Belange umfassend 
und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden 
nachvollziehbar und einleuchtend begründet. Auch die Einschätzung des 
Kreisarztes, wonach trotz Restbeschwerdesymptomatik ein Endzustand 
erreicht sei (act. IIA 287 S. 5), ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage 
überzeugend. Allein der Umstand, dass er den Beschwerdeführer nicht 
persönlich untersuchte, vermag seine Beurteilung nicht in Zweifel zu zie-
hen, denn die Akten ergeben ein vollständiges Bild über Anamnese, Ver-
lauf sowie gegenwärtigen Status und enthalten insbesondere auch die Er-
gebnisse von bildgebenden Untersuchungen (vgl. act. IIA 287 S. 1 ff.). Mit 
anderen Worten lag in Bezug auf die Frage des Endzustandes ein festste-
hender medizinischer Sachverhalt vor, bei dem die direkte ärztliche Befas-
sung mit dem Beschwerdeführer in den Hintergrund rückte (vgl. E. 3.3.4 
hiervor). 

3.4.1 Bezüglich des geltend gemachten psychischen Gesundheitsscha-
dens (Beschwerde S. 5 f. BS 3 lit. d; Eingaben des Beschwerdeführers vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 17

25. August und vom 29. September 2021) wies die Beschwerdegegnerin zu 
Recht darauf hin (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 4.3), dass gemäss dem 
psychiatrischen Teilgutachten keine psychiatrische Diagnose gestellt wer-
den kann (act. IIA 344 S. 50 ff. Ziff. 6 ff.). Der Psychiater begründete diese 
Schlussfolgerung schlüssig und nachvollziehbar. Die Behauptung des Be-
schwerdeführers, im psychiatrischen Teilgutachten sei lediglich das Vorlie-
gen einer depressiven Episode untersucht worden (Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 25. August 2021 S. 2 oben), ist nicht zutreffend. So 
prüfte med. pract. K.________ zunächst, ob die Schmerzen eine psychi-
sche Mitursache haben könnten, was er verneinte. Erst im Anschluss daran 
nahm er zu einer allfälligen depressiven Episode und zu einer etwaigen 
posttraumatischen Belastungsstörung sowie möglichen Konzentrations-
störungen Stellung und kam zum Schluss, es liege keine psychiatrische 
Diagnose vor (act. IIA 344 S. 50 f. Ziff. 6.1 und S. 53 Ziff. 7.1). Aus den 
medizinischen Akten ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte, die gegen die 
Zuverlässigkeit dieser Expertise sprechen (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Hervorzu-
heben ist hierbei, dass vor der Begutachtung keiner der behandelnden Ärz-
te je eine psychiatrische oder psychologische Behandlung auch nur thema-
tisierte (act. IIA 344 S. 48 Ziff. 3.2.11 und S. 50 Ziff. 6.1), weshalb sich die 
im vorliegenden Verfahren erstmals vorgetragene Behauptung des Be-
schwerdeführers, seit mehreren Jahren in psychiatrischer Behandlung zu 
sein (Eingabe des Beschwerdeführers vom 25. August 2021 S. 3 Mitte), als 
aktenwidrig erweist. Der Umstand allein, dass er sich nach der Begutach-
tung ab Dezember 2020 vorübergehend in ambulante psychiatrische Be-
handlung begab (act. I 5 S. 1 ff.; act. IIA 353 S. 1), ändert nichts an der 
Zuverlässigkeit der Expertise, denn keiner der behandelnden Ärzte legte 
Aspekte dar, die vom psychiatrischen Gutachter unerkannt oder ungewür-
digt geblieben worden wären und eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes ist weder ersichtlich noch wird eine solche geltend gemacht. 
Dass der Schmerztherapeut Dr. med. O.________ in seinem nach dem 
angefochtenen Einspracheentscheid (vgl. hierzu SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 
E. 3.4) ergangenen Bericht vom 23. Juni 2021 (act. I 5 S. 4 f.) eine psycho-
somatische Beurteilung empfahl (S. 5 oben), vermag die psychiatrische 
Expertise schon deshalb nicht in Zweifel zu ziehen, weil Dr. med. 
O.________ nicht psychiatrischer Facharzt ist und es ihm daher an der hier 
gefragten fachlichen Qualifikation fehlt. Im Übrigen wird im genannten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 18

Sprechstundenbericht ausdrücklich auf psychosozial erschwerende Um-
stände hingewiesen, welche vorliegend nicht zu berücksichtigen sind, weil 
die in der Rehaklinik E.________ beobachtete Symptomausweitung bloss 
schwach ausgeprägt war und damit aus psychiatrischer Sicht auch nicht 
eine Diagnose aus dem Bereich der somatoformen Schmerzstörungen zu 
stellen war (act. IIA 344 S. 53). Deshalb erübrigen sich weitere Abklärun-
gen trotz des Aufgebots für einen stationären Aufenthalt des Spitals 
P.________ vom 9. September 2021 (act. I 7). 

Im Übrigen würde selbst die Annahme eines psychischen Gesundheits-
schadens am Ergebnis nichts ändern, da ein solcher zumindest nicht 
adäquat kausale Folge des Unfalls vom 1. Juli 2017 (act. II 1) wäre (vgl. E. 
4 hiernach).

3.4.2 Der Kreisarzt Dr. med. F.________ legte in der Beurteilung vom 
16. April 2020 (act. IIA 287) dar, trotz einer Restbeschwerdesymptomatik 
sei ein medizinischer Endzustand erreicht. Mit einer Besserung sei nicht 
mehr zu rechnen (S. 5). Diese Beurteilung findet ihren Rückhalt in der in-
soweit kohärenten und widerspruchsfreien medizinischen Aktenlage. So 
werden von den behandelnden Ärzten keine weiteren möglichen chirurgi-
schen Eingriffe genannt (vgl. auch IIA 361 S. 2) und gemäss Dr. med. 
O.________ sind die schmerztherapeutischen Möglichkeiten sehr limitiert 
(act. I 5 S. 4 unten). Die bis anhin intensiv eingesetzten Therapien (Analge-
tika, Co-Analgetika sowie Infiltrationen) führten denn auch zu keiner (nam-
haften) Besserung der Schmerzen (vgl. act. I 5 S. 4 ff.) respektive gemäss 
MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2020 (act. IIA 344 S. 3 ff.) gar zu einer 
subjektiven Schmerzverstärkung (S. 8 Ziff. 4.10). Im Gutachten wird über-
dies ausgeführt, als medizinische Massnahmen seien nur aufbauende 
Übungen für die Rückenmuskulatur sinnvoll. Von weiteren invasiven Mass-
nahmen sei keine Schmerzlinderung zu erwarten und solche sollten daher 
gut überlegt werden. Sonstige medizinische Massnahmen seien nicht not-
wendig (S. 8 Ziff. 4.10). 

Was der Beschwerdeführer vorbringt, vermag keine Zweifel an der 
kreisärztlichen Beurteilung zu wecken. Der blosse Umstand, dass er auch 
später noch in physiotherapeutischer Behandlung war und Infiltrationen 
durchgeführt wurden (Beschwerde S. 5 BS 3 lit. d), ist nicht entscheidend. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 19

Die Möglichkeit von Physiotherapie zu profitieren genügt praxisgemäss 
nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern (Entscheid des BGer vom 
3. Dezember 2019, 8C_674/2019, E. 4.3 mit Hinweis) und von weiteren 
Infiltrationen war im Zeitpunkt des Fallabschlusses prospektiv keine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Auch 
spricht die in der Beschwerde (S. 6 BS 3 lit. d) erwähnte psychiatrische 
Behandlung nicht gegen den Fallabschluss, denn beim Beschwerdeführer 
wurde kein psychischer Gesundheitsschaden diagnostiziert und selbst un-
ter Annahme eines solchen wäre die adäquate Kausalität zu verneinen (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor und E. 4 hiernach).

Nach dem Gesagten ist mit Blick auf die Aktenlage nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen über den 
31. Juli 2020 hinaus (act. IIA 363 S. 4 E. 2.6) prospektiv eine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes mit einer Steigerung der Arbeits-
fähigkeit zu erwarten gewesen wäre.

3.4.3 Betreffend die Frage des Zumutbarkeitsprofils stützte sich die Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (act. IIA 363 
S. 1 ff.) auf das MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2020 (act. IIA 344 
S. 3 ff.), wonach der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit nicht 
mehr arbeitsfähig ist und in einer angepassten Tätigkeit (wechselbelasten-
de, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit, nach ca. 45 Minuten 
aufzustehen und etwas umherzugehen; nicht repetitives Heben von Ge-
genständen vom Boden auf Tischhöhe und Tragen von Gegenständen auf 
Beckenhöhe bis zu einem Gewicht von maximal 12 kg; keine Zwangshal-
tungen der Wirbelsäule, kein permanentes Rumpfbeugen und keine Vibra-
tionen und Stossbelastungen) bei einer ganztägigen Anwesenheit eine Ar-
beitsfähigkeit von 75 % besteht (S. 8 Ziff. 4.7 f.). Die Einschätzung der 
Gutachter ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage nachvollziehbar und 
überzeugt. Insbesondere steht das gutachterliche Zumutbarkeitsprofil wei-
testgehend in Einklang mit der EFL der Rehaklinik E.________ vom 2. April 
2020 (act. IIA 282), wonach dem Beschwerdeführer eine ganztägige leichte 
bis mittelschwere Tätigkeit ohne verdrehter oder länger dauernder vorge-
neigter Rumpfposition zumutbar ist (S. 6 unten). Aus den Berichten der 
behandelnden Ärzte ergeben sich keine Anhaltspunkte, die Zweifel an der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 20

Schlüssigkeit des gutachterlichen Zumutbarkeitsprofils zu wecken ver-
möchten. So haben die Behandler keine Aspekte dargelegt, die von den 
Gutachtern unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Soweit die be-
handelnden Ärzte von einer 100%igen respektive 80%igen Arbeitsunfähig-
keit ausgehen (act. I 4, 5 S. 3; act. II 255 S. 2, 260 S. 2), korreliert dies mit 
der im Gutachten festgestellten Arbeitsfähigkeit von 0 % in der bisherigen 
Tätigkeit (act. IIA 344 S. 8 Ziff. 4.7). Dies ist nicht mit der Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gleichzusetzen. Weiter wird 
die Behauptung des Beschwerdeführers, ihm sei es nicht möglich, 45 Minu-
ten zu sitzen (Beschwerde S. 8 BS 4 lit. b), durch keinen ärztlichen Bericht 
bestätigt. Ausserdem sei wiederholt, dass nicht nur im Gutachten, sondern 
auch in der EFL der Rehaklinik E.________ eine ganztägige Arbeit für zu-
mutbar gehalten wurde (act. IIA 282 S. 6 unten).

Was schliesslich die beantragte Indikatorenprüfung betrifft (Eingabe des 
Beschwerdeführers vom 25. August 2021 S. 4), erübrigt sich hier eine sol-
che schon mangels einer psychiatrischen Diagnose (vgl. E. 3.4.1 hiervor). 
Zudem ist bei einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 0 % und 
voll beweiskräftigem Gutachten ein strukturiertes Beweisverfahren ohnehin 
entbehrlich (BGE 143 V 418 E. 7.1 S. 429; SVR 2019 IV Nr. 41 E. 6.2.1).

3.4.4 Zusammenfassend können keine Zweifel an der Beurteilung der 
Gutachter und des Kreisarztes ausgemacht werden, sodass auf weitere 
Abklärungen zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Demnach ist erstellt, dass von weiteren medi-
zinischen Massnahmen über den 31. Juli 2020 hinaus prospektiv eine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes nicht 
mehr zu erwarten war. Bei dieser Ausgangslage erfolgte der Fallabschluss 
per 31. Juli 2020 zu Recht. Zudem ist ausgewiesen, dass der Beschwerde-
führer in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist und in 
einer angepassten Tätigkeit (wechselbelastende, vorwiegend sitzende 
Tätigkeit mit der Möglichkeit, nach ca. 45 Minuten aufzustehen und etwas 
umherzugehen; nicht repetitives Heben von Gegenständen vom Boden auf 
Tischhöhe und Tragen von Gegenständen auf Beckenhöhe bis zu einem 
Gewicht von maximal 12 kg; keine Zwangshaltungen der Wirbelsäule, kein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 21

permanentes Rumpfbeugen und keine Vibrationen und Stossbelastungen) 
bei einer ganztägigen Anwesenheit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 75 % besteht. 

4.

An diesem Ergebnis (vgl. E. 3.4.4 hiervor) würde sich, wie nachfolgend 
aufzuzeigen ist, selbst bei Vorliegen bzw. unter Annahme eines psychi-
schen Gesundheitsschadens nichts ändern; diesfalls hätte die Prüfung der 
Adäquanz unbestrittenermassen nach der Praxis gemäss BGE 115 V 133 
(sog. Psychopraxis; vgl. E. 2.4.2 f. hiervor) zu erfolgen. 

4.1 Der Unfallhergang ist unbestritten. Das Unfallfahrzeug fuhr mit einer 
Geschwindigkeit von ca. 120 km/h auf der Autobahn, als der Fahrzeuglen-
ker einen Sekundenschlaf erlitt. Dadurch kam das Fahrzeug rechts ab der 
Fahrbahn, kollidierte mit der Randleitplanke, durchbrach den Wildschutz-
zaun und geriet ins Wiesland, wo es bei einem Grenzweg abhob und mit 
der gegenüberliegenden Strassenböschung kollidierte (vgl. act. II 39 S. 7; 
act. IIA 363 S. 8 f. E. 6.3; Beschwerde S. 6 BS 3 lit. g). Die Beschwerde-
gegnerin ordnete diesen Unfall den mittleren Unfällen im engeren Sinne zu 
(act. IIA 363 S. 9 E. 6.4). Soweit der Beschwerdeführer für eine Qualifikati-
on des Ereignisses als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren 
Unfällen plädiert (Beschwerde S. 7 BS 3 lit. i), ist ihm nicht zu folgen, denn 
beim genannten Unfallhergang waren nicht höhere Krafteinwirkungen ver-
bunden als bei zahlreichen anderen Unfallereignissen, welche von der 
Rechtsprechung als im engeren Sinne mittelschwer beurteilt wurden. Der 
Unfall entspricht weitgehend demjenigen im Entscheid des BGer vom 
11. Juni 2010, 8C_9/2010. Dort geriet das von der versicherten Person auf 
der Autobahn mit ca. 130 km/h gelenkte Fahrzeug durch das Platzen des 
linken hinteren Reifens ins Schleudern, drehte sich um die eigene Achse, 
wobei es einen Schutzzaun durchbrach und anschliessend nach der Über-
querung mehrerer Wassergräben auf einem Acker neben der Fahrbahn 
zum Stehen kam (E. 3.5). Auch dieser Unfall wurde als im engeren Sinne 
mittelschwerer Unfall qualifiziert (E. 3.6). Zu erwähnen sind auch Ereignis-
se, bei welchen das Fahrzeug mit der versicherten Person ins Schleudern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 22

geriet, von der Strasse abkam, sich über eine Grasböschung seitlich über-
schlug und auf dem Dach zum Stillstand kam; bei einem Überholmanöver 
mit ca. 100 km/h abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, 
gegen einen Strassenwall prallte, sich überschlug und auf der Fahrerseite 
zu liegen kam; sich bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h auf einer 
Autobahn über eine Mittelleitplanke hinweg überschlug – wobei die versi-
cherte Person hinausgeschleudert wurde – und mit Totalschaden auf der 
Gegenfahrbahn auf dem Dach zu liegen kam; mit einer Fahrgeschwindig-
keit von 110 km/h auf den Fahrstreifen für den Gegenverkehr, dann auf das 
linksseitige Strassenbankett und schliesslich in den Strassengraben geriet, 
wobei es sich mehrere Male überschlug; bei einer Fahrgeschwindigkeit von 
ca. 80 km/h mit einem Drahtgitterzaun abseits der Strasse kollidierte, sich 
seitlich überschlug und auf dem Dach liegend im angrenzenden Wiesland 
zum Stillstand kam (Entscheid des BGer vom 21. August 2019, 
8C_212/2019, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Die dargelegte Kasuistik macht 
deutlich, dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 1. Juli 2017 zu 
Recht als mittelschweren Unfall im engeren Sinne qualifizierte. Aus der von 
ihm zitierten Rechtsprechung (Beschwerde S. 7 BS 3 lit. i) kann der Be-
schwerdeführer schon daher nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil es 
dabei um Kollisionen von Personenwagen bzw. um einen Motorradunfall 
ging. 

4.2 Ausgehend von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich 
könnte die Adäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben 
Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt wären oder eines besonders 
ausgeprägt vorläge (vgl. E. 2.4.3 hiervor). 

4.2.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 8 
BS 3 lit. j) ist das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände 
oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls bei objektiver Betrachtung 
des Unfallhergangs nicht erfüllt. Auch das Bundesgericht verneinte im be-
reits erwähnten (vgl. E. 4.1 hiervor) vergleichbaren Fall, bei dem ein Auto 
mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h von der Autobahn abkam, die be-
sonders dramatischen Begleitumstände (BGer 8C_9/2010, E. 3.7.1). Spe-
zielle Umstände, welche dem Unfallereignis eine besondere Eindrücklich-
keit verliehen hätten, sind nicht ersichtlich und werden vom Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 23

führer denn auch nicht vorgetragen. In diesem Zusammenhang gilt zu be-
achten, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein-
drücklichkeit eigen ist (Entscheid des BGer vom 11. November 2019, 
8C_473/2019, E. 5.2 mit Hinweis).

4.2.2 Der Beschwerdeführer zog sich beim Autounfall eine Deckplatten-
impressionsfraktur AO A1, eine Thoraxkontusion sowie eine Contusio capi-
tis zu, wobei die Fraktur zunächst konservativ behandelt wurde (act. II 24). 
Die Beschwerdegegnerin führte aus, das Kriterium der Schwere oder be-
sonderen Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre erfahrungs-
gemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen (act. IIA 363 
S. 9 E. 6.5), sei vorliegend nicht erfüllt, was vom Beschwerdeführer zu 
Recht nicht bestritten wird. 

4.2.3 Hinsichtlich des Kriteriums der ungewöhnlich langen Dauer der ärzt-
lichen Behandlung ist vorab in Erinnerung zu rufen, dass allfällige psychi-
sche Beschwerden und deren Behandlung im Rahmen der Adäquanzbeur-
teilung ausser Acht zu bleiben haben (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Betreffend die 
somatischen Verletzungen ist sodann darauf hinzuweisen, dass nicht allein 
die zeitliche Dauer von Bedeutung ist, sondern auch die Art und Intensität 
der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des 
Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, 
eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von un-
gewöhnlich langer Dauer gegeben sein (Entscheid des BGer vom 
10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 10.1 mit Hinweis). Direkt nach dem Unfal-
lereignis war der Beschwerdeführer vom 1. bis 8. Juli 2017 hospitalisiert, 
wobei die Fraktur konservativ mit einem Korsett behandelt wurde 
(act. II 24). Am 3. Januar 2018 erfolgte eine dorsolaterale Stabilisation 
BWK12 und LWK1 (act. II 91) sowie am 17. Juli 2019 eine Osteosynthe-
sematerialentfernung (act. II 215). Sodann war er vom 2. bis 25. Oktober 
2020 in der Rehaklinik E.________ hospitalisiert (act. II 244). Zudem er-
folgten schmerztherapeutische Therapien ohne (namhafte) Besserung der 
Schmerzen (vgl. act. I 5 S. 4 ff.) und Physiotherapie (vgl. act. I 5 S. 6). Ins-
gesamt betrachtet ist mit der Beschwerdegegnerin nicht von einer unge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 24

wöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung im Sinne der Rechtspre-
chung auszugehen. 

4.2.4 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, ist nicht aktenkundig und wird auch nicht geltend ge-
macht. 

4.2.5 Für die Annahme eines schwierigen Heilungsverlaufs und/oder er-
heblicher Komplikationen bedarf es besonderer Umstände, welche die Hei-
lung beeinträchtigt haben, während aus der blossen Dauer der ärztlichen 
Behandlung und der geklagten Beschwerden nicht schon auf einen schwie-
rigen Heilungsverlauf geschlossen werden darf (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 
S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 85 E. 8.5, 
2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Solche besonderen Umstände sind hier nicht 
aktenkundig. Auch dieses Kriterium ist daher nicht erfüllt, was vom Be-
schwerdeführer nicht in Zweifel gezogen wird. 

4.2.6 Selbst wenn die beiden Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen 
sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 
gegeben wären, träfe dies jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Wei-
se zu. Der Beschwerdeführer begründet denn auch nicht substantiiert, 
weshalb das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen besonders aus-
geprägt erfüllt sein sollte (vgl. Beschwerde S. 7 BS 3 lit. j). 

4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den sieben 
Adäquanzkriterien keines in ausgeprägter Weise vorliegt und höchstens 
zwei in einfacher Form erfüllt sind. Demzufolge wäre ein adäquater Kausal-
zusammenhang zwischen dem Unfall vom 1. Juli 2017 und einem allfälli-
gen psychischen Gesundheitsschaden (vgl. jedoch E. 3.4.1 hiervor) zu ver-
neinen. 

5.

5.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern 
sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 25

(Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invali-
ditätsgrades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abwei-
chen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

5.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

5.1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.1.3 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

5.1.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 26

Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 
Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 
S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkun-
gen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein-
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts 
führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

5.1.5 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen 
(z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde 
Deutschkenntnisse) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist 
diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rech-
nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich 
aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnü-
gen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invali-
ditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder 
überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig 
zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann pra-
xisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 27

sprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch 
Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalidenein-
kommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wer-
tes erfolgen (BGE 141 V 1 E. 5.4 S. 3, 135 V 58 E. 3.1 S. 59; SVR 2018 UV 
Nr. 33 S. 115 E. 2.2).

Weicht der tatsächlich erzielte Verdienst mindestens 5 % vom branchenüb-
lichen LSE-Tabellenlohn ab, ist er im Sinne der Rechtsprechung deutlich 
unterdurchschnittlich und kann – bei Erfüllung der übrigen Voraussetzun-
gen – eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen rechtfertigen. Es ist 
allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentua-
le Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt (BGE 
135 V 297 E. 6.1.2 S. 303 und E. 6.1.3 S. 304). Daneben bleibt zusätzlich 
die Vornahme eines Abzugs vom anhand statistischer Durchschnittswerte 
ermittelten Invalideneinkommen möglich, wobei zu beachten ist, dass allfäl-
lige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverant-
wortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Lei-
densabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen. Der Abzug wird 
sich daher in der Regel auf leidensbedingte Faktoren beschränken und 
nicht mehr die maximal zulässigen 25 % für sämtliche invaliditätsfremden 
und invaliditätsbedingten Merkmale ausschöpfen (BGE 135 V 297 E. 5.3 
S. 302 und E. 6.2 S. 305, 134 V 322 E. 5.2 S. 328 und 6.2 S. 329).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung er-
gibt sich der massgebliche Zeitpunkt aus Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG, wo-
nach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 143 V 148 E. 3.1.1 
S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Der frühest mögliche Rentenbeginn fällt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 28

demnach unter Berücksichtigung des Fallabschlusses per 31. Juli 2020 
(act. IIA 363 S. 4 f. E. 2.6) auf den 1. August 2020.

5.3 Der Beschwerdeführer wäre ohne Gesundheitsschaden unbestritte-
nermassen weiterhin in seiner angestammten Tätigkeit als … bei derselben 
Arbeitgeberin beschäftigt. Gemäss deren Angaben hätte das hypothetische 
Valideneinkommen im Jahr 2020 Fr. 50'700.-- (Fr. 3'900.-- x 13) betragen 
(act. IIA 307 S. 2). Hierauf ist abzustellen, was denn auch nicht bestritten 
wird. 

Dieser Lohn liegt unter dem branchenspezifischen Wert von Fr. 61’612.70 
(Fr. 4'805.-- [LSE 2018, Tabelle TA1, Ziff. 10-11: Herstellung von …; …, 
Kompetenzniveau 1, Männer] x 12 [Monate] / 40 [Wochenarbeitsstunden] x 
42.2 [Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung, Ziff. 10-12: 
Herstellung von … und …] / 101.2 x 102.5 [Tabelle T1.1.15, Nominal-
lohnindex, Männer, 2016-2020, Ziff. 10-33: … / …, Indices 2018 bzw. 
2020]), was einer Unterdurchschnittlichkeit des effektiven Lohnes gegenü-
ber dem branchenüblichen Tabellenlohn von 17.71 % ([Fr. 61’612.70 ./. 
Fr. 50'700.--] / Fr. 61’612.70 x 100) entspricht. Da sich aus den Akten kei-
nerlei Anhaltspunkte ergeben, dass sich der Beschwerdeführer aus freien 
Stücken mit dem tiefen Einkommen begnügen wollte, ist die Unterdurch-
schnittlichkeit über 5 % hinaus, mithin im Umfang von 12.71 %, zu berück-
sichtigen (vgl. E. 5.1.5 hiervor) und das Invalideneinkommen dementspre-
chend herabzusetzen (vgl. E. 5.4 hiernach). 

5.4 Da dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit nicht mehr zu-
mutbar ist (vgl. E. 3.4.4 hiervor) und er keine Verweistätigkeit aufnahm, 
berechnete die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen zu Recht 
(Entscheid des BGer vom 2. Juli 2020, 8C_260/2020, E. 4.2.1 mit Hinwei-
sen) anhand des Tabellenlohns gemäss LSE 2018, Tabelle TA1, Total, 
Kompetenzniveau 1, Männer (act. IIA 363 S. 10 E. 7.4), was vom Be-
schwerdeführer denn auch nicht in Zweifel gezogen wird. 

Soweit der Beschwerdeführer neben der Parallelisierung des Invalidenein-
kommens (vgl. E. 5.3 in fine hiervor) einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. 
E. 5.1.4 hiervor) beantragt (Beschwerde S. 9 f. BS 4 lit. d ff.), kann ihm 
nicht gefolgt werden. Der fehlenden beruflichen Ausbildung sowie den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 29

mangelnden Deutschkenntnissen wird bereits im Rahmen der Parallelisie-
rung Rechnung getragen (vgl. E. 5.1.5 hiervor). Im Übrigen erkannte die 
Beschwerdegegnerin zu Recht, dass Hilfsarbeiten des Kompetenzni-
veaus 1 altersunabhängig nachgefragt sind und gemäss höchstrichterlicher 
Rechtsprechung weder gute Kenntnisse der deutschen Sprache noch eine 
Ausbildung erfordern (Entscheid des BGer vom 19. Februar 2020, 
9C_550/2019, E. 4.3 mit Hinweis). Der Schmerzsituation des Beschwerde-
führers wird ausserdem bereits im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils (vgl. 
E. 3.4.4 hiervor) hinlänglich Rechnung getragen. Im Übrigen sind psychi-
sche Beschwerden nicht ausgewiesen und wären – falls vorhanden – nicht 
unfallkausal (vgl. E. 3.4.1 und E. 4 hiervor). 

Nach dem Gesagten ergibt sich unter Berücksichtigung der wöchentlichen 
Normalarbeitszeit, der Indexierung auf das Jahr 2020, der Parallelisierung 
im Umfang von 12.71 % sowie der leistungsmässigen Einschränkung von 
25 % ein Invalideneinkommen von Fr. 45'108.20 (Fr. 5'417.-- [LSE 2018, 
Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer] x 12 [Monate] / 40 [Wo-
chenarbeitsstunden] x 41.7 [Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsab-
teilungen, Total] / 101.5 x 103.2 [Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Män-
ner, 2016-2020, Total, Indices 2018 bzw. 2020] x 0.8729 [Parallelisierung 
im Umfang von 12.71 %; vgl. E. 5.3 in fine hiervor] x 0.75 [leistungsmässige 
Einschränkung von 25 %; vgl. E. 3.4.4 hiervor]). 

5.5 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV 
Nr. 61 S. 198 E. 7.1) Invaliditätsgrad von 11 % ([Fr. 50'700.-- ./. 
Fr. 45'108.20] / Fr. 50'700.-- x 100). 

6.

Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritäts-
entschädigung. 

6.1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 30

6.1.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

6.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung 
vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritäts-
schaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen 
Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 
gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des 
Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, 
nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der 
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 
116 V 156 E. 3a S. 157).

6.1.3 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35).

6.2 Die Beschwerdegegnerin gewährte eine Integritätsentschädigung 
nach Massgabe einer Integritätseinbusse von 20 % (act. IIA 332 S. 3, 363 
S. 12 E. 9.5). Sie stützte sich dabei auf die Beurteilungen des Kreisarztes 
Dr. med. F.________ (act. IIA 288 S. 1, 313). Zur Begründung führte dieser 
im Bericht vom 16. April 2020 (act. IIA 288 S. 1) aus, der Beschwerdeführer 
habe einen Unfall erlitten, wobei es zu einer Sinterungsfraktur des LWK1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 31

mit einer Höhenminderung ventral von 19° gekommen sei, die sekundär zu 
einer Spondylodese BWK12/LWK1 geführt habe. Dabei sei die Wirbelsäule 
insgesamt durch die Spondylodese aufgerichtet. Der Kyphosewinkel des 
LWK1 sei jedoch mit diesem Ausmass zu berechnen, so dass bei geringem 
Dauerschmerz und bei Belastung zunehmender Schmerzhaftigkeit (++) 
eine 20%ige Integritätseinbusse bestehe (S. 1). Diese Einschätzung 
bestätigte der Kreisarzt sodann in seiner Beurteilung vom 18. Juni 2020 
(act. IIA 313) und legte dar, in der Einsprache werde über die grossflächige 
Instabilität der Wirbelsäule berichtet, ohne dass hierzu ein medizinischer 
Bericht vorgelegt werde. Anhand der vorliegenden Untersuchungsergeb-
nisse und der ausführlich durchgeführten Diagnostik sei eine solche Insta-
bilität nicht gegeben. Die Festlegung der Integritätsentschädigung richte 
sich nach der Tabelle 7 zum UVG. Zur Bewertung der Höhe seien sowohl 
die klinischen Untersuchungsergebnisse, das MRT, die Röntgenbilder und 
die Szintigrafie bewertet worden. Die daraufhin festgelegte Integritätsein-
busse in der Höhe von 20 % entspreche der angegebenen Beschwerde-
symptomatik und bedürfe keiner Korrektur. Die geforderte Integritätsein-
busse in der Höhe von 50 % entbehre jeder medizinischen Grundlage und 
lasse sich anhand der Tabelle nicht ableiten (S. 2). 

Diese Beurteilung, welche dem erhobenen Befund und der Suva Tabelle 7 
(Ziff. 1 [Frakturen: LWS/BWS/HWS inkl. Spondylodese, Kyphose oder Sko-
liose]; Schmerzfunktionsskala ++ [geringe Dauerschmerzen, bei Belastung 
verstärkt, auch in Ruhe]) entspricht, ist nachvollziehbar und medizinisch 
überzeugend begründet. Namentlich wurde dabei die Schmerzsituation 
genügend berücksichtigt. Keiner der behandelnden Ärzte äusserte sich zur 
Höhe einer Integritätsentschädigung und in den Akten finden sich keine 
medizinischen Berichte, die auch nur geringe Zweifel an der kreisärztlichen 
Beurteilung zu wecken vermögen. Im Übrigen berechtigten allfällige psy-
chische Gesundheitsschäden (vgl. jedoch E. 3.4.1 hiervor) bereits mangels 
eines adäquaten Kausalzusammenhangs zum Unfall vom 1. Juli 2017 (vgl. 
E. 4 hiervor) nicht zu einer höheren Integritätsentschädigung (zur diesbe-
züglichen Rüge: Beschwerde S. 10 BS 4 lit. g).

Damit bleibt es bei einer Integritätsentschädigung basierend auf einem In-
tegritätsschaden von 20 %. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 32

7.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
18. März 2021 (act. IIA 363 S. 1 ff.) nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen. 

8.

8.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

8.3 Aufgrund der mit Verfügung vom 27. August 2021 gewährten un-
entgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt bleibt dessen amtliches Honorar festzule-
gen. 

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 33

amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 29. Oktober 2021 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Zeitaufwand von 15.91 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 3'977.50 
(15.91 h x Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 107.40 sowie die Mehr-
wertsteuer von Fr. 314.55 (7.7 % auf Fr. 4'084.90), insgesamt somit 
Fr. 4'399.45 geltend. Davon ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 
Fr. 3'182.-- (15.91 h x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 107.40 und 
Mehrwertsteuer von Fr. 253.30 (7.7 % von Fr. 3'289.40), total somit eine 
Entschädigung von Fr. 3'542.70, auszurichten. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern 
entsprechend den Voraussetzungen von Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4'399.45 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'542.70 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 34

- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2022, UV/21/317, Seite 35

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.