# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f367d69-67ba-5a2c-b94d-603ac3be956a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 29.03.2021 UV 2020/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-11_2021-03-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/11

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.09.2021

Entscheiddatum: 29.03.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 29.03.2021
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Revision einer Invalidenrente. Bejahung einer 
gesundheitlichen Verbesserung mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit. 
Die Einstellung der Rente erfolgte zu Recht. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. März 
2021, UV 2020/11).

Entscheid vom 29. März 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/11

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

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Branchen Versicherung Genossenschaft, Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gilles Benedick, LL.M., Benedick

Studio legale e notarile, Via Ariosto 6, P.O. Box 5251, 6901 Lugano,

Gegenstand

Invalidenrente (Einstellung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit September 1994 zu 100 % als 

Hilfsmetzger bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei den Metzger-Versicherungen 

(Rechtsnachfolgerin: Branchen Versicherung Genossenschaft; nachfolgend: Branchen 

Versicherung) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 17. Mai 1995 erlitt er bei 

der Arbeit einen Unfall. Gemäss Unfallmeldung vom gleichen Tag war der Versicherte 

beim Reinigen des Kutters vermutlich durch Fehlmanipulation mit der rechten Hand an 

das auslaufende Blitzmesser gelangt (act. K1). Gleichentags wurde er im Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie, bei Amputation der distalen 

Phalanx der Finger II und III rechts operiert (Stumpfversorgung Finger II und III rechts, 

Wundnaht distale Phalanx Finger IV; act. M2). Die Metzger-Versicherungen erbrachte 

als zuständige Unfallversicherung die Versicherungsleistungen.

A.a. 

Am 20. August 1998 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle St. Gallen im 

KSSG von Prof. Dr. med. C.___, leitender Arzt der Handchirurgie, und Dr. med. D.___, 

Assistenzarzt Handchirurgie, Facharzt FMH Chirurgie, begutachtet. Mit Beurteilung 

vom 5. Oktober 1998 führten die Fachärzte aus, dass es mittlerweile zu einer 

ausgeprägten Symptomausweitung mit Schmerzen bis in den Unterarm, die Schulter 

und den Nacken gekommen sei. Der Versicherte sei in der aktuellen Situation praktisch 

als einhändig zu betrachten und in seinem bisherigen Beruf könne er nicht mehr 

eingesetzt werden. Für leichtere Arbeit mit der linken Hand bestehe eine 50%-ige 

A.b. 

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Arbeitsfähigkeit (act. M36). Gestützt darauf sprach die IV-Stelle St. Gallen dem 

Versicherten mit Wirkung ab Mai 1996 bei einem Invaliditätsgrad von 54 % eine halbe 

Invalidenrente zu (act. K62). Die Metzger-Versicherungen folgte dieser Einschätzung 

und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Januar 1999 mit Wirkung ab 1. 

Januar 1999 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 54 % zu (act. K72). 

Die Verfügung blieb in Bezug auf den Rentenanspruch unangefochten.

Am 20. Mai 2013 erlitt der Versicherte bei einem Motorradunfall einen linksseitigen 

Oberschenkelbruch (act. M43 S. 4; vgl. ergänzend lit. A.b im Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. April 2019 [IV 2016/304]). 

Dieses Ereignis war nicht bei den Metzger-Versicherungen versichert.

A.c. 

Anlässlich eines Revisionsverfahrens beauftragte die IV-Stelle St. Gallen am 24. 

August 2015 die Neurologie Toggenburg AG, Polydisziplinäre Begutachtungsstelle, 

MEDAS, Wattwil (nachfolgend: MEDAS Wattwil), mit der Begutachtung des 

Versicherten (in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie und 

Psychiatrie). Der orthopädische Experte diagnostizierte als Leiden mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit einen Status nach traumatischer Teilamputation der Finger II und III 

rechts sowie eine Hypersensibilität des Amputationsstumpfes und als solches ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere einen Status nach 

Oberschenkelschaftschrägfraktur links mit verzögerter Heilung. Die 

Mindergebrauchsfähigkeit der rechten Hand verunmögliche eine Rückkehr in die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit als Hilfsmetzger. Die frühere Einschätzung einer funktionellen 

Einhändigkeit sei aber nicht nachvollziehbar. Für Tätigkeiten, in denen die grobe Kraft 

und die geringen Einschränkungen in der Greiffunktion nicht entscheidend seien, 

begründe die Gesundheitsbeeinträchtigung an der rechten Hand keine 

Arbeitsunfähigkeit. Die Hypersensibilität könnte durch das Tragen von speziellen 

Arbeitshandschuhen entscheidend positiv beeinflusst werden. Das negative 

Fähigkeitsprofil stelle sich zusammenfassend wie folgt dar: Körperlich schwere und 

überwiegend körperlich schwere Tätigkeiten könnten mit der rechten Hand nicht 

ausgeführt werden; Arbeiten ausschliesslich oder überwiegend stehend und gehend 

könnten nur mit einer Einschränkung des Arbeitspensums auf 50 % durchgeführt 

werden; Arbeiten mit häufigem oder auch nur gelegentlichem Bücken oder Knien oder 

Arbeiten im Hocken seien nicht möglich; das Tragen und Heben von Lasten über fünf 

A.d. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 24. Februar 2016 hatte der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, Muolen, am 14. März 2016 Einsprache erhoben und 

beantragt, es sei ihm die Invalidenrente weiterhin auszurichten (UV-act. K110). In der 

Folge wartete die Branchen Versicherung den Entscheid des Versicherungsgerichts 

vom 16. April 2019 im IV-Verfahren (IV 2016/304) sowie nach Weiterzug das Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. September 2019 (8C_289/2019), in dem die Renteneinstellung 

bestätigt wurde, ab, ehe es die Einsprache mit Entscheid vom 30. Januar 2020 abwies 

(UV-act. K120).

C.  

Kilogramm sei rechts nicht möglich; Arbeiten mit mehr als nur gelegentlichem 

Treppensteigen sollten unterbleiben; Arbeiten im Freien mit Nässe und Kälteeinwirkung 

oder unter Zugluft seien nur bis 10 % der Arbeitszeit zumutbar (UV-act. M43 S. 29 ff.).

Am 24. Februar 2016 verfügte der Unfallversicherer gestützt auf die Beurteilung 

der Gutachter der MEDAS Wattwil die revisionsweise Renteneinstellung ab 1. März 

2016 (UV-act. K103). Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 hob die IV-Stelle St. Gallen mit 

Wirkung ab 1. September 2016 die Rente der Invalidenversicherung auf (UV-act. K118).

A.e. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 30. Januar 2020 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Glavas, am 

12. Februar 2020, ergänzt am 12. Juni 2020, Beschwerde erheben (act. G 1 und 10). 

Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer die 

bisherige Rente weiterhin auszurichten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer zulasten der Branchen Versicherung (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin). Das Verfahren sei zu sistieren, da eine IV-Neuanmeldung initiiert 

werde.

C.a. 

Am 10. März 2020 reichte die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt 

Dr. G. Benedick, Lugano, eine Stellungnahme zum Sistierungsantrag ein und 

beantragte dessen Abweisung (act. G 3). Mit Schreiben vom 16. März 2020 wies die 

verfahrensleitende Richterin den Sistierungsantrag ab (act. G 4).

C.b. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der von der Beschwerdegegnerin angeordneten Einstellung der Rente.

2.  

In der Beschwerdeantwort vom 31. August 2020 beantragte der Rechtsvertreter 

der Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 12).

C.c. 

Mit Replik vom 22. September 2020 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an den Anträgen gemäss Beschwerde fest (act. G 14). 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 19. Oktober 2010 

ebenfalls an seinem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G 16).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Eine Leistungspflicht 

des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 

129 V 181 f. E. 3.1 f.). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum 

Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 

16 ATSG).

2.1. 

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Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 

Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine Veränderung der gesundheitlichen 

Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in 

seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat 

(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2). Dagegen stellt die 

bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen 

unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein 

genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Oktober 2013, 8C_211/2013, E. 2.2). Im Bereich der 

obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der 

Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 

140 V 87 E. 4.3).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das Gericht die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 

und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3.a).

2.3. 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/042b0d3b-5456-43fd-b41a-c0571c3f6493/45e08215-537c-4e51-8f58-d8b382198d48?source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/c4deb209-705e-435e-b41d-9ca2aa29635e?citationId=12329e78-8853-4edb-ab86-9ac540659092&source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/042b0d3b-5456-43fd-b41a-c0571c3f6493/45e08215-537c-4e51-8f58-d8b382198d48?source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs

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3.  

Zunächst ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund im Sinne einer wesentlichen 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vorliegt. Diese Frage beurteilt sich durch 

Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung 

bestanden hat (bzw. der letzten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen 

Prüfung des Rentenanspruchs beruht), mit demjenigen zur Zeit der streitigen 

Revisionsverfügung (BGE 134 V 132 f. E. 3). Die letzte rechtskräftige Verfügung mit 

Zusprache einer Rente datiert vom 21. Januar 1999 (UV-act. K72), die streitige 

Revisionsverfügung wurde am 24. Februar 2016 erlassen (UV-act. K103). Zu prüfen ist 

damit, ob eine in E. 2.2 beschriebene wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen zwischen Januar 1999 und Februar 2016 vorliegt, womit ein 

Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG gegeben wäre. Auszuklammern ist dabei der 

Motorradunfall mit linksseitigem Oberschenkelbruch vom 20. Mai 2013. Diesbezüglich 

besteht zwischen den Parteien kein Versicherungsverhältnis.

3.1. 

Der Beschwerdeführer lässt eine wesentliche Änderung bestreiten und trägt im 

Wesentlichen vor, dass im Zeitpunkt der Renteneinstellungsverfügung im Februar 2016 

in Bezug auf die Folgen aus dem Unfall vom 17. Mai 1995 in etwa der gleiche 

Gesundheitszustand vorgelegen habe wie im Zeitpunkt der Rentenzusprache im Januar 

1999, womit kein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliege. Sollte dem nicht 

gefolgt werden, werde eine weitere Begutachtung beantragt.

3.2. 

Ausgangspunkt für die Beurteilung des gesundheitlichen Verlaufs bildete im 

vorliegenden Revisionsverfahren – wie erwähnt – die ursprüngliche Rentenzusprache 

vom 21. Januar 1999 (UV-act. K72). Jene Verfügung basierte in medizinischer Hinsicht 

auf der vom KSSG durchgeführten Begutachtung vom 20. August 1998, beauftragt 

durch die IV-Stelle St. Gallen (UV-act. M36). Damals gab der Beschwerdeführer an, in 

den Fingern II und III immer ein Brennen und Druckgefühl zu verspüren. Zudem seien 

seit September 1997 auch Schmerzen im Unterarm, in der rechten Schulter und im 

Nacken aufgetreten. Die Schmerzintensität liege bei fünf und sechs, an schlechten 

Tagen bis zu zehn (UV-act. M36-2). Zusammengefasst kamen die Gutachter Prof. 

C.___ und Dr. D.___ nach klinischer Untersuchung und in Würdigung des Verlaufs seit 

dem Unfall vom 17. Mai 1995 zum Schluss, dass es zu einer ausgeprägten 

Symptomausweitung mit Schmerzen bis in den Unterarm, die Schulter und den Nacken 

gekommen sei. Der Beschwerdeführer sei praktisch als einhändig zu betrachten und 

psychisch irritiert. In seinem bisherigen Beruf könne er nicht mehr eingesetzt werden. 

In adaptierter Tätigkeit (leichtere Arbeit mit der linken Hand) bestehe eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit (act. M36 S. 5). Gestützt darauf erhielt der Beschwerdeführer eine 

3.3. 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/ababa0a2-8593-41ed-92e9-ba19312ad9e6?citationId=06de9d85-fd22-4a5f-ac71-aa1be8f63d95&source=document-link&SP=5|2zkqfs

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Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 54 % mit Wirkung ab 1. Januar 1999 

(act. K72).

Als Basis für die Aufhebung der Rente diente der Beschwerdegegnerin das 

polydisziplinäre Gutachten der MEDAS Wattwil vom 9. November 2015, wiederum 

veranlasst durch die IV-Stelle St. Gallen (act. M40 ff.). Anlässlich der orthopädischen 

Untersuchung berichtete der Beschwerdeführer über seit dem Motorradunfall vom 20. 

Mai 2013 bestehende Schmerzen im linken Bein und insbesondere im linken Knie. 

Weitere orthopädische Beschwerden wurden nicht geltend gemacht (act. M43 S. 17). 

Der orthopädische Gutachter führte aus, dass aufgrund der Teilamputation der Finger II 

und III rechts wenig distal der PIP-Gelenke ein Substanzdefekt der Fingerend- und 

überwiegender Teile der Fingermittelglieder von Zeigefinger und Mittelfinger bestehe. 

Feinmotorische Tätigkeiten seien nur eingeschränkt möglich, da beide Stümpfe trotz 

vorhandener Grund-und Mittelgelenke nicht vollständig in den Faustschluss gebracht 

werden könnten und der Daumen nur bis einen Zentimeter Abstand gegen die beiden 

Stümpfe opponiert werden könne, was insbesondere beim Festhalten dünner 

Werkzeuge oder Arbeitsmaterialien Schwierigkeiten verursache. Es bestehe ein 

unangenehmes Gefühl bei der oberflächlichen Berührung der Fingerstümpfe. Es sei 

aber nur schwierig nachvollziehbar, dass dieser Befund vorgängig als funktionelle 

Einhändigkeit bezeichnet worden sei. Anhand der Erhebungen zur Tagesstruktur und 

des Umstandes, dass nicht unerhebliche Teile des Jahres in E.___ verbracht werden 

könnten und Flugreisen dorthin auch bewältigbar seien, könne keine konkrete 

Einschränkung gesehen werden, wie ein funktionell Einhändiger sie hätte. Dafür würde 

auch sprechen, dass die Nutzung einer Anziehhilfe nicht bekannt sei, eine Greifzange 

nicht benötigt werde, ein Umlernen des Schreibens auf die linke Hand nicht erfolgt sei 

und weiterhin mit rechts geschrieben werde. Die orthopädische Prognose in Bezug auf 

die rechte Hand sei günstig. Die Schulter- und Ellbogenproblematik, welche in den 

Jahren 1998/1999 thematisiert worden sei, habe sich im Verlauf positiv entwickelt. 

Auch von einem lokalen Schmerzsyndrom oder einer Algodystrophie sei keine Rede 

mehr. Anhand einschlägiger gutachterlicher Erfahrung insbesondere bei 

Handverletzungen mit Fingerteilamputationen müsse davon ausgegangen werden, 

dass durch Gewöhnung und Anpassung eine faktische und funktionelle Verbesserung 

über die Zeit bis 2013 eingetreten sei, die in leidensangepasster Tätigkeit eine 100%-

ige Arbeitsfähigkeit zumutbar mache (act. M43 S. 29 ff.).

3.4. 

In Bezug auf den Gesundheitszustand an der rechten Hand lassen die Gutachter 

zwar durchblicken, dass sie, anders als die Experten des KSSG, bereits im Zeitpunkt 

der Rentenzusprache im Januar 1999 allenfalls zu einer höheren 

3.5. 

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Arbeitsfähigkeitsschätzung gelangt wären, was darauf hindeutet, dass es sich bei ihrer 

Einschätzung bloss um eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen Sachverhalts 

handeln könnte, welche keinen Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG darstellen 

würde. So führen sie aus, dass es nur schwierig nachvollziehbar sei, dass der 

Beschwerdeführer als funktionell Einhändiger bezeichnet worden sei (act. M43 S. 30). 

Auch attestieren sie dem Beschwerdeführer in leidensangepasster Tätigkeit aus rein 

orthopädischer Sicht bereits seit dem 18. Juni 1998 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 

(act. M43 S. 33). Zum anderen werden im Gutachten aber auch gewichtige Punkte 

aufgezählt, welche für eine relevante Verbesserung der Problematik sprechen. So 

führen die Experten aus, dass sich die Schulter- und Ellbogenproblematik aus den 

Jahren 1998/1999 günstig entwickelt habe und von einem lokalen Schmerzsyndrom 

oder einer Algodystrophie keine Rede mehr sei. Auch müsse davon ausgegangen 

werden, dass bei Handverletzungen mit Fingerteilamputationen durch Gewöhnung und 

Anpassung eine faktische und funktionelle Verbesserung eintrete (act. M43 S. 36). Dass 

eine Gewöhnung und Anpassung seit dem Jahr 1999 stattgefunden hat, leuchtet ohne 

weiteres ein. Als Indiz dafür ist auch zu werten, dass der Beschwerdeführer anlässlich 

der Begutachtung bei der MEDAS Wattwil die Schmerzen im linken Bein und 

insbesondere im linken Knie, resultierend aus dem Unfall vom 20. Mai 2013, in den 

Fokus rückte und weitere orthopädische Beschwerden nicht mehr geltend machte (act. 

M43 S. 17). Das bedeutet zwar nicht, dass bezüglich der rechten Hand keine 

Beschwerden mehr bestehen; diese sind indes offensichtlich in ihrer Intensität bzw. im 

Empfinden des Beschwerdeführers deutlich zurückgegangen. Damit ist durch das 

Gutachten der MEDAS Wattwil, selbst wenn deren Experten in quantitativer Hinsicht 

bereits im Jahr 1998/1999 von keiner eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen 

wären und die Einschätzungen des KSSG für nicht hinreichend nachvollziehbar halten, 

genügend erstellt, dass es zufolge Gewöhnung bzw. Anpassung bezüglich der 

Beschwerden an der rechten Hand, aber auch aufgrund nicht mehr relevant 

bestehender Beschwerden in der rechten Schulter und am rechten Ellbogen zu einer 

revisionsrechtlich relevanten Verbesserung des unfallkausalen Gesundheitszustandes 

(in Bezug auf den Unfall vom 17. Mai 1995) gekommen ist. Ein Revisionsgrund nach 

Art. 17 Abs. 1 ATSG liegt somit vor (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts vom 

18. September 2019, 8C_289/2019, E. 5.1) und der Rentenanspruch ist in tatsächlicher 

und rechtlicher Hinsicht allseitig und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen 

(BGE 143 V 94 E. 4.2, vgl. auch BGE 141 V 11 E. 2.3).

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4.  

Wie bereits im Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (IV 

2016/304) vom 16. April 2019, E. 3.1, festgehalten und vom Bundesgericht mit 

Entscheid vom 18. September 2019 (8C_289/2019) nicht in Frage gestellt wurde, kann 

in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit vollumfänglich auf das überzeugende Gutachten der 

MEDAS Wattwil abgestellt werden. Die Experten haben die Vorakten eingehend 

gewürdigt, den Beschwerdeführer umfassend persönlich untersucht und sich mit den 

objektiven klinischen Befunden, den Angaben in den Vorakten und den subjektiven 

Klagen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Sie haben die Diagnosen und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugend begründet. Die Einwände des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers sind nicht stichhaltig. Der Umstand, dass das 

Gutachten im Auftrag der IV-Stelle St. Gallen verfasst wurde, ändert nichts an der 

Beweiskraft im vorliegenden unfallversicherungsrechtlichen Verfahren. Die sich 

stellenden Fragen (Veränderung des unfallkausalen Gesundheitszustands, 

Arbeitsfähigkeit aufgrund der unfallkausalen Beeinträchtigungen [herrührend aus dem 

Unfall vom 17. Mai 1995]) lassen sich damit rechtsgenüglich beantworten, weshalb 

keine weitere Begutachtung notwendig ist. Damit ist gestützt auf das Gutachten der 

MEDAS Wattwil mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung und auch im Zeitpunkt der 

Renteneinstellung Ende Februar 2016 in adaptierter Tätigkeit (vgl. zum positiven 

orthopädischen Belastungsprofil act. M43 S. 34 f. und zum negativen act. M43 S. 31 

bzw. vorstehende lit. A.d) ein Vollpensum zumutbar war.

4.1. 

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. dazu 

vorstehende E. 2.1).

4.2. 

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden 

Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_414/2011, E. 2.2). Bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Der Beschwerdeführer hätte bei seiner 

letzten Tätigkeit als Hilfsmetzger für die B.___ AG im Jahr 1998 ein Einkommen von Fr. 

43'420.-- erzielt (Fr. 3'340.-- x 13; CD-IV bei den UV-Akten hinter M1 S. 62). Im Jahr 

4.3. 

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2016 hätte das Einkommen nominallohnindexiert Fr. 53'066.-- betragen (Fr. 43'420.-- / 

1832 x 2239; Nominallohnindex 1998 - 2016). Dieses Einkommen ist mit Verweis auf 

die LSE 2016 (Tabelle TA1, privater Sektor, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art], Totalwert) unterdurchschnittlich. Jenes 

Durchschnittseinkommen betrug im Jahr 2016 Fr. 66'803.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Fr. 53'066.-- liegt 

damit 20.6 % unter jenem Durchschnittseinkommen, weshalb eine Parallelisierung bis 

5 % zu erfolgen hat (vgl. BGE 135 V 302 ff. E. 6). Entsprechend ist von einem 

Valideneinkommen von aufgerundet Fr. 63'462.85 (Fr. 66'803.-- x 0.95) auszugehen.

 4.4. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden.

4.4.1. 

Der Beschwerdeführer geht seit seiner letzten Tätigkeit als Hilfsmetzger bei der 

B.___ AG keiner Arbeitstätigkeit mehr nach (act. M43 S. 17). Für die Festsetzung des 

Invalidenlohns sind damit die LSE-Tabellenlöhne beizuziehen. Gestützt auf das 

Belastungsprofil sind dem Beschwerdeführer als Verweistätigkeiten leidensangepasste 

Hilfsarbeitertätigkeiten zuzumuten. Der LSE-Hilfsarbeiterlohn hat im Jahr 2016 Fr. 

66'803.-- betragen (vgl. vorstehende E. 4.3). Zu prüfen bleibt, ob von diesem 

Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

4.4.2. 

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5.  

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu beanstanden 

und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das 

vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Einzig die qualitativen Einschränkungen (vgl. zum 

positiven orthopädischen Belastungsprofil act. M43 S. 34 f. und zum negativen act. 

M43 S. 31) rechtfertigen vorliegend einen Abzug vom Tabellenlohn. Zu beachten ist 

auch, dass nicht (mehr) von einer funktionellen Einhändigkeit auszugehen ist, womit 

allenfalls ein höherer Abzug gerechtfertigt wäre (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 

vom 11. Dezember 2019, 8C_495/2019, E. 4.2.2). Auch die lange Abwesenheit vom 

Arbeitsmarkt wirkt sich bei Tätigkeiten mit Kompetenzniveau 1 nur geringfügig aus 

(Urteil des Bundesgerichts vom 14. August 2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2). In 

Würdigung aller Umstände erscheint ein Abzug von maximal 10 % als angemessen. 

Entsprechend resultiert ein Invalideneinkommen von aufgerundet Fr. 60'122.70 (Fr. 

66'803.-- x 0.9).

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 63'462.85 und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 60'122.70 resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 5.3 % 

(Erwerbseinbusse Fr. 3'340.15 / Fr. 63'462.85 x 100). Es ist damit nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Rente per 1. März 2016 eingestellt hat. 

Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.5. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.03.2021
	Art. 17 Abs. 1 ATSG. Revision einer Invalidenrente. Bejahung einer gesundheitlichen Verbesserung mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit. Die Einstellung der Rente erfolgte zu Recht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. März 2021, UV 2020/11).

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