# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b6197d1-601a-5672-bb6d-de4f8f9bbfb9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.09.2016 200 2016 381
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-381_2016-09-23.pdf

## Full Text

200 16 381 IV
SCJ/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. September 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. März 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Mai 2004 unter Hinweis auf eine Arthrose im Daumenbal-
lengelenk sowie ein Rückenleiden bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 19, 21). In der Folge holte die IVB diverse erwerbliche und medizini-
sche Unterlagen ein – insbesondere ein Gutachten der Klinik C.________ 
vom 12. Juli 2005 (AB 31). Mit Verfügung vom 30. August 2005 gewährte 
die IVB ab dem 1. September 2004 eine Viertelsrente und ab dem 1. De-
zember 2004 eine halbe Rente (AB 37). 

Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen machte die Versicherte im 
Mai 2006 eine Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes infolge einer 
Knieoperation (Prothese links) geltend (AB 40). Die IVB tätigte verschiede-
ne Abklärungen - unter anderem veranlasste sie einen Abklärungsbericht 
Haushalt vom 11. September 2006 (AB 44) - und verfügte am 31. Oktober 
2006 die Herabsetzung auf eine Viertelsrente (AB 47). Mit Verfügung vom 
13. März 2009 wurde der Anspruch auf eine Viertelsrente revisionsweise 
bestätigt (AB 62).

Anlässlich einer weiteren Revision von Amtes wegen machte die Versicher-
te im Juni 2013 wiederum eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustan-
des aufgrund starker Schmerzen im Rücken, den Händen und im Knie gel-
tend (AB 64). In der Folge holte die IVB verschiedene Verlaufsberichte von 
Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH 
(AB 68, 75 f., 83), einen Fragebogen für Arbeitgebende vom 30. August 
2013 (AB 71) und einen Abklärungsbericht Haushalt vom 10. Februar 2015 
(AB 88) ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 89) gewährte 
die IVB mit Verfügung vom 20. April 2015 ab April 2014 eine ganze Rente 
und ab August 2014 eine Viertelsrente (AB 91).

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B. Im August 2015 wurde der Versicherten aus gesundheitlichen 
Gründen das Anstellungsverhältnis per 31. Dezember 2015 gekündigt 
(AB 92, S. 3).

Mit Eingabe vom 1. September 2015 machte die Versicherte eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend (AB 92). Im Rahmen 
dieser Revision gab sie am 21. September 2015 an, es sei eine Ver-
schlechterung aufgrund der Zunahme der Schmerzen eingetreten (AB 93). 
In der Folge holte die IVB unter anderem einen Bericht von Dr. med. 
D.________ vom 22. November 2015 (AB 101) und einen Bericht des Re-
gionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 12. Januar 2016 ein (AB 104). 
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 105) verfügte die IVB am 
21. März 2016 die Abweisung des Erhöhungsgesuches (AB 108).

C.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 15. April 2016 beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde und beantragte die Auf-
hebung der Verfügung vom 21. März 2016 bzw. eine Rentenerhöhung 
sowie unentgeltliche Rechtspflege. Zur Begründung brachte sie im Wesent-
lichen vor, dass sich ihr Gesundheitszustand in den letzten Monaten konti-
nuierlich verschlechtert habe. Dazu komme eine starke Depression, her-
vorgerufen durch die körperlichen Schmerzen. Mit Eingab vom 18. Mai 
2016 ergänzte die Beschwerdeführerin, neu vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, ihre Beschwerde und beantragte die Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Beschwer-
degegnerin zur weiteren Abklärung. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege zog sie zurück.

Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Mai 2016 wurde das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege wegen Rückzugs als erledigt vom Protokoll 
abgeschrieben. 

Am 1. Juni 2016 reichte die Beschwerdeführerin die in Aussicht gestellten 
medizinischen Unterlagen zu den Akten. Mit Eingabe vom 2. Juni 2016 
teilte Rechtsanwältin B.________ dem Gericht mit, dass die Beschwerde-

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führerin aufgrund einer schweren Infektion am Knie operiert werden musste 
und eine weitere Operation in Aussicht stehe. Am 15. Juni 2016 reichte 
Rechtsanwältin B.________ dazu medizinische Unterlagen ein.

Mit Eingabe vom 1. Juli 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 
Beschwerdeantwort und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 21. März 2016, mit welcher das 
Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente abgewiesen worden ist (AB 108). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbesondere, ob 

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ein Revisionsgrund vorliegt, welcher gegebenenfalls zu einer Erhöhung der 
laufenden Viertelsrente führt.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 

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Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

3. Zu prüfen ist vorab, ob im Zeitraum zwischen der letzten rechtskräf-
tigen Verfügung vom 20. April 2015 (AB 91), mit welcher nach einer mate-
riellen Überprüfung die ab April 2014 zugesprochene ganze Rente per 
Ende Juli 2014 auf eine Viertelsrente herabgesetzt wurde, und der ange-
fochtenen Verfügung vom 21. März 2016 eine wesentliche Veränderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor). Erst wenn das Vorliegen eines Revisionsgrundes erstellt 
ist, ist der Rentenanspruch allseitig und frei zu prüfen (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

3.1 Der letzten rechtskräftigen Verfügung vom 20. April 2015 lag in me-
dizinischer Hinsicht im Wesentlichen der Verlaufsbericht von Dr. med. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 8

D.________ vom 4. Juli 2014 zugrunde. Darin diagnostizierte Dr. med. 
D.________ mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bilaterale Lumboischialgi-
en, Knieschmerzen links, einen Status nach Implantation einer Femoropa-
tellarprothese rechts am 26. April 2007, einen Status nach einer Redukti-
ons-Arthroplastik Daumensattelgelenke rechts im Juni 1998 und links im 
März 2003 sowie eine Depression. Vom 6. Januar bis am 15. April 2014 
wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 83, S. 1). Die bishe-
rige Tätigkeit in der ... sei zur Zeit in einem Pensum von 30% bis 40% zu-
mutbar. Das ... wie auch ... und das längere Stehen am selben Ort bereite 
der Beschwerdeführerin massive Probleme. Ideal wäre eine gemischt sit-
zende, stehende und gehende Tätigkeit halbtags (AB 83, S. 3). 

3.2 Bezüglich der Situation im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 21. März 2016 (AB 108) lassen sich den Akten in medizini-
scher Hinsicht im Wesentlichen die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 9. September 2015 diagnostizierten die Ärzte der 
Klinik F.________ unklare ventro-mediale Knieschmerzen links zehn Jahre 
nach Implantation einer femoropatellären Knieprothese, Differentialdiagno-
se: beginnende mediale Gonarthrose, Chondrokalzinose, Innenmeniskus-
vorderhornläsion (AB 99, S. 5). Die Ursache der Beschwerden sei nicht 
eindeutig (AB 99, S. 6). 

Am 14. September 2015 unterzog sich die Beschwerdeführerin einer weite-
ren Knieoperation (Infiltration des linken Kniegelenkes; AB 99, S. 4).

Im Bericht vom 15. September 2015 diagnostizierten die Ärzte der Klinik 
F.________ eine Epicondylitis humeri radialis links, adominant (AB 101, 
S. 4). Es wurden (weitere) konservative Massnahmen empfohlen (Manual-
therapie; AB 101, S. 5).

3.2.2 Im Bericht vom 22. November 2015 machte Dr. med. D.________ 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aufgrund fortschreiten-
der Knieschmerzen, einer chronischen Epicondylitis lateralis links und me-
dial links sowie chronisch-fortschreitender Rückenschmerzen geltend. Er 
diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Knieschmerzen links 
ventromedial, einen Status nach Implantation einer Femoropatellarprothese 
rechts am 26. April 2007, ein chronisches lumbosacrogluteales Schmerz-

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syndrom beidseits mit Ischialgie beidseits, eine chronische Epi-condylitis 
medialis und lateralis links, einen Status nach Reduktions-Arthroplastik 
Daumensattelgelenk rechts im Juni 1998 und links im März 2003, eine De-
pression und COPD (chronic obstructive pulmonary disease) bei Nikotin mit 
chronischem Husten (AB 101, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizi-
nischer Sicht nicht mehr zumutbar (AB 101, S. 2). Zumutbar seien körper-
lich nicht belastende Tätigkeiten mit gemischt stehender, gehender und 
sitzender Tätigkeit zwei bis drei Stunden täglich. Dabei sollten der linke 
Ellenbogen nicht zu stark belastet (repetitive Arbeiten mit dem linken Arm 
seien nicht möglich) und keine knienden Arbeiten oder Überkopfarbeiten 
ausgeführt werden (AB 101, S. 3; vgl. auch AB 92, S. 2).

3.2.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 12. Januar 2016 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status 
nach Implantation einer Femoropatellarprothese links am 8. Dezember 
2005 und rechts am 26. April 2007, einen Status nach ALIF (anterior lum-
bar interbody fusion) am 21. Januar 2014 bei Foraminalstenose L5/S1 
rechts bei erosiver Osteochondrose L5/S1, eine chronische Epicondylitis 
medialis und lateralis links und einen Status nach Reduktions-Arthroplastik 
Daumensattelgelenk rechts im Juni 1998 und links im März 2003 bei Rhi-
zarthrosen beidseits (AB 104, S. 4). Aus spezialärztlicher Sicht sei die an-
gestammte Tätigkeit als ... wegen der diversen orthopädischen Einschrän-
kungen nach Knieendoprothese beidseits, Operation beider Daumen bei 
Rhizarthrose und Stabilisierungsoperation der Wirbelsäule nur noch zu 
50% zumutbar. In einer angepassten wechselbelastenden, vorwiegend 
sitzenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von mittelschweren und 
schweren Lasten, ohne Zwangshaltungen wie Bücken, Knien oder Kauern, 
ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, Kälte oder Nässe, ohne absturzgefähr-
detes Arbeiten und Steigen auf Gerüsten, Leitern und Dächern, ohne allzu 
grosse mechanische Belastung der Hände, ohne repetitive Rumpfrotation 
im Sitzen/Stehen und ohne ständiges Begehen von Treppen bestehe eine 
90%-ige Arbeitsfähigkeit. Die Leistungsminderung bestehe aufgrund eines 
erhöhten Pausenbedarfs. Der Gesundheitszustand habe sich mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit seit der Verfü-
gung vom 20. April 2015 nicht verändert, insbesondere habe keine objekti-
ve Verschlechterung stattgefunden (AB 104, S. 5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 10

3.2.4 Im Ärztlichen Zeugnis vom 27. Mai 2016 führten die Ärzte der Klinik 
F.________ aus, aufgrund der beidseitigen Knieteilprothese (Femoropatel-
largelenksprothesen) mit beidseitiger symptomatischer Chondrokalzinose 
der Kniegelenke sei längerfristig, im Hinblick auf die Knieproblematik, mit 
einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit und einem maximalen Heben von 10 kg für 
einen stehenden Beruf als ... zu rechnen (Beschwerdebeilage [BB] 24).

Die Ärzte der Klinik F.________ diagnostizierten im Bericht vom 31. Mai 
2016 eine Wundheilungsstörung laterales Portal Knie rechts drei Wochen 
nach Kniegelenksarthroskopie rechts mit Débridement medialer und latera-
ler Teilmeniskektomie am 11. Mai 2016. Seit der Operation am 11. Mai 
2016 (vgl. BB 2) bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (BB 23, S. 1).

Im Juni 2016 unterzog sich die Beschwerdeführerin zwei Operationen am 
rechten Knie (BB 21 f.).

3.3 Zu prüfen ist zunächst ein medizinischer Revisionsgrund.

Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 12. Januar 
2016 schlüssig und nachvollziehbar aus, dass sich der Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin objektiv nicht verschlechtert hat (AB 104, 
S. 5). Zwar haben die neu geltend gemachten Beschwerden im Bereich 
des Ellenbogens sowie die zunehmenden Knie- und Rückenschmerzen 
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als ... in 
der E.________ und wohl zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 
31. Dezember 2015 beigetragen (vgl. AB 92, S. 3). Allerdings entspricht 
diese Tätigkeit nicht dem Zumutbarkeitsprofil einer angepassten Tätigkeit, 
weshalb eine diesbezügliche Einschränkung revisionsrechtlich nicht rele-
vant ist. So führte Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 22. Novem-
ber 2015 nicht näher aus, inwiefern die geltend gemachten neuen bzw. 
fortschreitenden Beschwerden eine zusätzliche Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit begründen, zumal er bereits im Juli 
2014 aufgrund der Rücken- und Knieschmerzen links eine gemischt sitzen-
de, stehende und gehende Tätigkeit als angepasst erachtete (AB 83, S. 3). 
Vielmehr legte er - genau wie im Bericht vom November 2015 - dar, dass 
die Schmerzen lumbal nach drei Stunden Arbeit in der E.________ akzen-
tuiert und beim Sitzen nach einer Stunde auftreten (AB 83, S. 3; 101, S. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 11

Auch die neu hinzugetretenen Ellenbogenschmerzen haben lediglich eine 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zur 
Folge, führte Dr. med. D.________ im November 2015 doch aus, dass das 
Tragen von ... und die Arbeit in der E.________ zu therapieresistenten 
Schmerzen im linken Ellenbogen mit Schmerzausstrahlung in den linken 
Vorderarm führt (AB 101, S. 2). Nach dem Gesagten ist davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführerin trotz der neu bzw. vermehrt aufgetrete-
nen Beschwerden eine angepasste Tätigkeit weiterhin halbtags zumutbar 
ist, da die funktionelle Leistungsfähigkeit in einer wechselbelastenden 
Tätigkeit durch diese Einschränkungen - der linke Ellenbogen darf nicht zu 
stark belastet werden und die Beschwerdeführerin sollte keine knienden 
Arbeiten oder Überkopfarbeiten ausführen (AB 101, S. 3) - nicht berührt 
wird. Dies gilt umso mehr, als dem Bericht der Klinik F.________ vom 
9. September 2015 zu entnehmen ist, dass die Ursachen für den geltend 
gemachten Knieschmerz links nicht eindeutig sind (AB 99, S. 6). Im ärztli-
chen Zeugnis vom 27. Mai 2016 haben die Ärzte der Klinik F.________ 
aufgrund der Knieproblematik längerfristig eine Arbeitsfähigkeit im bisheri-
gen Beruf als ... von immerhin 50% für möglich erachtet (BB 24). Für die 
Behandlung der Beschwerden im Bereich des linken Ellenbogens („Tennis-
ellenbogen“) haben die Ärzte der Klinik F.________ im Bericht vom 
15. September 2015 weitere konservative Therapien empfohlen, weshalb 
diesbezüglich noch kein stabiler Endzustand vorliegt (AB 101, S. 5).

Weiter ist festzuhalten, dass auch die von Dr. med. G.________ attestierte 
90%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit keinen Revisions-
grund darstellt. So handelt es sich bei dieser Einschätzung um eine revisi-
onsrechtlich unbeachtliche unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli-
chen unveränderten Sachverhalts (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2014 
UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2), führte die RAD-Ärztin doch selber aus, dass sich 
keine Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ergeben hat (AB 104, S. 5).

Schliesslich vermögen auch die weiter vorgebrachten Leiden keinen Revi-
sionsgrund zu begründen. Die im Anschluss an die Kniegelenksarthrosko-
pie vom 11. Mai 2016 aufgetretene Wundheilungsstörung, welche in der 
Folge zu mehreren Operationen führte (vgl. BB 21 f.), ist vorliegend nicht 

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mehr zu berücksichtigen, da sie nach der hier massgeblichen Verfügung 
vom 21. März 2016 entstand (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 
E. 2.1 S. 140). Soweit die Beschwerdeführerin eine Verschlechterung ihres 
Gesundheitszustandes aufgrund einer Blasenproblematik geltend macht, 
sind den medizinischen Akten diesbezüglich keine Anhaltspunkte zu ent-
nehmen. Auch für das Vorliegen einer Depression fehlen fachärztliche me-
dizinische Unterlagen. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass das 
geschilderte psychische Leiden wohl auf psychosozialen Faktoren 
(Schmerzen und Beziehungsprobleme mit dem Ehemann; AB 101, S. 2) 
beruht und nicht invalidisierend ist (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 
2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2).

Somit ist erstellt, dass in medizinischer Hinsicht seit der Verfügung vom 
20. April 2015 keine wesentliche Änderung der erheblichen Tatsachen ein-
getreten ist, weshalb kein (medizinischer) Revisionsgrund vorliegt. Der me-
dizinische Sachverhalt ist hinsichtlich der (vorerst) einzig zu prüfenden Fra-
ge des Vorliegens eines Revisionsgrundes hinreichend erstellt, weshalb auf 
weitere Beweiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; 
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 In erwerblicher Hinsicht liegt ebenfalls kein Revisionsgrund vor. 
Zwar wurde der Beschwerdeführerin per 31. Dezember 2015 aus gesund-
heitlichen Gründen ihre Arbeitsstelle bei der E.________ gekündigt (AB 92, 
S. 3). Die Kündigung der Arbeitsstelle allein stellt jedoch keinen Revisions-
grund dar. Vorliegend wurde das Invalideneinkommen bereits im Zusam-
menhang mit der Verfügung vom 20. April 2015 gestützt auf Tabellenlöhne 
ermittelt (vgl. AB 88, S. 6; 91) und nicht auf der Grundlage des bei der 
E.________ tatsächlich erzielten Einkommens (wie noch anlässlich der 
Haushaltsabklärungen im September 2006 und Januar 2009; vgl. AB 44, 
S. 5; 60, S. 5). Insoweit hat der Verlust der langjährigen Anstellung allein 
keine Änderung der Berechnung des Invalideneinkommens zur Folge.

3.5 Schliesslich sind gestützt auf die Akten auch keine Anhaltspunkte 
für einen Statuswechsel (80% Erwerb und 20% Haushalt; AB 88, S. 4) er-
sichtlich. Dies wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend 
gemacht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 13

3.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass kein Revisionsgrund vor-
liegt. Damit ist die Beschwerde abzuweisen und die Beschwerdeführerin 
hat weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Ein Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung besteht 
nicht (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Sept. 2016, IV/16/381, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.