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**Case Identifier:** bf58e158-510e-50e9-9280-db3319c74405
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.09.2023 720 20 376 / 199 (720 2020 376 / 199)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-376---199_2023-09-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. September 2023 (720 20 376 / 199) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf Invalidenrente nach Einholung eines Gerichtsgutachtens bejaht 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Melina Tzikas, Rechts-
anwältin, schadenanwaelte AG, Postfach 1007, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1982 geborene A.____ war bis Ende März 2008 für den Verband B.____ in X.____ 
als Betriebspraktiker tätig. Seither ging er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Am 19. April 2016 
meldete er sich unter Hinweis auf neurologische und neuropsychologische Beschwerden bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab, wobei sie 
den Versicherten bei der PMEDA AG Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen (PMEDA) po-
lydisziplinär begutachten liess (Expertise vom 29. Dezember 2017; ergänzende Ausführungen 
vom 4. Februar 2019). Gestützt auf die Abklärungsergebnisse ging sie davon aus, dass der 

 

 
 
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Beschwerdeführer keine krankheitsbedingte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit aufweise 
(Verfügung vom 28. August 2020). 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Thibaut Meyer, am 28. September 
2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zuzu-
sprechen. Es sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen. Eventualiter sei die Angelegenheit zwecks 
Neubegutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung 
und der unentgeltlichen Verbeiständung mit Advokat Thibaut Meyer als Rechtsvertreter. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichen-
den medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2020 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advo-
kat Thibaut Meyer als Rechtsvertreter bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Oktober 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung des RAD-Arztes 
Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin, vom 
14. Oktober 2020 bei. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 11. März 2021 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass der psychiatrischen Beurteilung im Gutachten der PMEDA vom 29. Dezember 
2017 und dessen Ergänzung vom 4. Februar 2019 keine ausschlaggebende Beweiskraft zu-
komme. Es stellte deshalb den Fall aus und ordnete ein psychiatrisches Gerichtsgutachten an. 
Als Gutachter bestimmte es Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Nachdem 
dieser die Begutachtung aus persönlichen Gründen abgebrochen hatte, betraute das Kantons-
gericht die dipl. Ärztin E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung. Die 
Expertise wurde am 29. September 2022 erstattet, deren Ergänzung am 3. Februar 2023. 
 
F. Zum Gutachten und zu allfälligen Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den 
Leistungsanspruch liessen sich die Beschwerdegegnerin am 8. November 2022 [inkl. RAD-
Bericht vom 2. November 2022] und am 16. Februar 2023 [inkl. RAD-Bericht vom 15. Februar 
2023] und der Beschwerdeführer am 2. Dezember 2022 und am 20. Februar 2023 vernehmen. 
Zu den Eingaben der IV-Stelle vom 8. November 2022 und 16. Februar 2023 nahm der Be-
schwerdeführer am 6. März 2023 Stellung. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 18. April 
2023 auf eine weitere Stellungnahme. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
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1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde der Versicherten vom 28. September 2020 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen 
Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 
129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der 
bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 
23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-
dergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2020 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 

 

 
 
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zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 
E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht 
ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss 
eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und 
grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Ent-
scheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es 
der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 
E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankun-
gen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklä-
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die 
ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf 
Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
3.4 Gemäss Art. 28 Abs.  2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die rechtsanwendende Behörde re-
gelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet wer-
den können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Bei Gerichtsgutachten 
weicht das Gericht indessen nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizini-
schen Expertinnen und Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichts-
barkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. 
Ein allfälliger Grund für ein Abweichen kann dann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise wider-
sprüchlich ist, oder wenn gegensätzliche Meinungen anderer Fachexperten dem Gericht als 
triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen 
(BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2020 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutach-
ten der PMEDA vom 29. Dezember 2017 und deren ergänzenden Ausführungen vom 
4. Februar 2019. Diesem Gutachten mass das Kantonsgericht keine ausschlaggebende Be-
weiskraft zu (vgl. Beschluss vom 11. März 2021). Es stellte fest, dass das Erfordernis einer ein-
wandfrei festgestellten resp. für die Rechtsanwendenden nachvollziehbar begründeten Diag-
nostik aufgrund klassifikatorischer Vorgaben nicht erfüllt sei. Zudem bestünden erhebliche 
Zweifel, ob der psychische Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers im Rahmen der Begutachtung zutreffend erfasst worden seien. Da auch die übrigen Akten 

 

 
 
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keine verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlage bildeten, ordnete das Kantonsgericht 
ein psychiatrisches Gerichtsgutachten an. 
 
5.2 Am 29. September 2022 diagnostizierte dipl. Ärztin E.____ eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit histrionischen, narzisstischen und emotional instabilen Zügen (ICD-10 F61) 
und ein Fehlgebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13x) unklaren Ausmasses, aktenanam-
nestisch ein Status nach leichter depressiver Episode (ICD-10 F32.0), differenzialdiagnostisch 
eine Anpassungsstörung und ein Status nach dissoziativer Störung (Konversionsstörung; ICD-
10 F44). Das Bewusstsein des Versicherten sei quantitativ und qualitativ unauffällig. Er sei all-
seits orientiert und die Aufmerksamkeit sei während der Dauer des gesamten Gesprächs erhal-
ten gewesen. Hinweise auf Konzentrationsstörungen bestünden nicht. In Bezug auf die Ge-
dächtnisfunktion würde eine leichtgradige Zeitgitterstörung vorliegen, hinsichtlich biographisch-
sozialer Aspekte seien deutliche Diskrepanzen festzustellen. Im formalen Gedankengang zeige 
sich der Explorand im Wesentlichen ungestört und kohärent. Hinweise auf Phobien oder eine 
Zwangssymptomatik würden sich nicht zeigen. Affektiv präsentiere sich der Explorand in eu-
thymer Stimmung bei erhaltener Schwingungsfähigkeit. Der Antrieb sei augenscheinlich unauf-
fällig. Ein Fremd- oder autoaggressives Verhalten werde seitens des Versicherten bejaht. Ein 
solches zeige sich jedoch während der Exploration nicht. Der Explorand sei durch ein hohes 
Mitteilungsbedürfnis aufgefallen. Sein Verhalten mute phasenweise histrion-theatralisch an. 
Sein Sprachstil sei dramatisierend und impressionistisch. Zudem seien narzisstische Züge er-
kennbar, in welchen der Versicherte sein Wissen zum Thema "Satanismus" präsentiere, ohne 
dazu befragt worden zu sein. Er habe bereits in der Jugend Verhaltens- und Persönlichkeitsauf-
fälligkeiten gezeigt. In den Bereichen "Leistung" und "Soziales" hätte ein dysfunktionaler Um-
gang bestanden. Die Symptomatik sei damals nicht derart schwer eingeschätzt worden, dass 
eine stationäre Behandlung erforderlich gewesen wäre. Es sei aber eine ambulante Behandlung 
notwendig gewesen, mit der Folge, dass der Versicherte beruflich zunächst eine geschützte 
Werkstätte besucht hätte, um eine ausreichende "Lehrreife" zu erreichen. Schliesslich sei es 
ihm dann gelungen, eine Lehre zu absolvieren und mehrere Jahre in seinem erlernten Beruf zu 
arbeiten. Ab 2008 hätten sich berufliche Schwierigkeiten gezeigt. Der Versicherte berichte von 
Burnout und zum Teil von Depressionen. Dass er bis 2011 keine psychiat-
risch/psychotherapeutische Behandlung wahrgenommen habe, könne eventuell daran gelegen 
haben, dass er Taggelder erhalten habe. Ab 2015 sei er zunächst bei Verdacht auf eine soma-
tische Grunderkrankung behandelt worden. Danach sei eine psychiatrische Behandlung erfolgt. 
Die Involvierung der IV-Stelle habe nicht zu einer Entlastung und einer Neuorientierung des 
Versicherten geführt. Der Versuch einer Reintegration sei gescheitert aufgrund emotionaler Be-
lastungen und der Angaben des Beschwerdeführers, er würde am liebsten nur schlafen. Auf-
grund der Persönlichkeitsstörung hätten sich beim Versicherten seit der Kindheit/Jugend 
Schwierigkeiten im Umgang mit Interaktionen und in der Belastbarkeit gezeigt. Dadurch seien 
die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptung und die Gruppenfähigkeit be-
einträchtigt. Dies führe zu einem dysfunktionalen Umgang (Entwickeln von körperlichen Symp-
tomen, depressive Verstimmungen, Vermeidungsverhalten). Andererseits würden sich deutliche 
Ressourcen zeigen, insbesondere dann, wenn der Versicherte auf "wohlwollende" vorgesetzte 
Personen treffe. Für die angestammte Tätigkeit als Vorarbeiter Betriebsunterhalt bestehe eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Diese Tätigkeit erfordere einen selbstbewussten und zwi-

 

 
 
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schenmenschlich anspruchsvollen Umgang mit Angestellten, eine entsprechende Selbstbe-
hauptungsfähigkeit und eine Flexibilität im Umgang mit Angestellten und Vorgesetzten. Zudem 
erfordere diese Arbeit ein hohes Mass an Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sowie eine fle-
xible Anpassung an die jeweiligen Anforderungen des Tagesgeschäfts. Bedingt durch die Per-
sönlichkeitsstörung und die damit einhergehenden Einschränkungen in der zwischenmenschli-
chen Beziehungsgestaltung sei der Versicherte nicht in der Lage, die Anforderungen des Vor-
arbeiters für Betriebsunterhalt zu erfüllen. Als Fachmann Betriebsunterhalt mit einem klar abge-
grenzten Verantwortungsbereich in einem kleinen wohlwollenden Team bestünde eine Arbeits-
fähigkeit von 50 %. Gelegentlicher Kundenkontakt wäre ideal, da der Explorand bezüglich Kon-
versation und Kontaktfähigkeit zu Dritten Ressourcen aufweise. Zu intensiver Kundenkontakt 
oder eine "Vorarbeiterrolle" würden den Versicherten aber überfordern. Dem Versicherten 
müssten Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Aufgrund der erhöhten Erschöpfbarkeit 
sollten zudem regelmässige Pausen möglich sein. 
 
Am 3. Februar 2023 präzisierte die Gerichtsgutachterin den zeitlichen Verlauf der gesundheitli-
chen Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit, wobei sie festhielt, dass von Dezember 2015 
bis Januar 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Ab Februar 2016 sei der 
Versicherte in der angepassten Tätigkeit als Fachmann Betriebsunterhalt zu 50 % arbeitsfähig. 
 
5.3 In seiner Stellungnahme vom 2. Dezember 2022 erachtete der Beschwerdeführer die 
Gerichtsexpertise als beweistaugliche Entscheidgrundlage und beantragte gestützt darauf die 
Ausrichtung einer Dreiviertelsrente. Demgegenüber stellte sich die IV-Stelle in ihrer Eingabe 
vom 8. November 2022 unter Hinweis auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. C.____ vom 
2. November 2022 auf den Standpunkt, dass auf die Gerichtsexpertise nicht abgestellt werden 
könne und ein Rentenanspruch zu verneinen sei. Begründend machte sie geltend, die Gutach-
terin scheine vom Äusseren des Beschwerdeführers ziemlich beeindruckt gewesen zu sein. 
Das Thema "Satanismus" nehme einen hohen Stellenwert ein, es bleibe aber unklar, weshalb 
dieses einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Betriebsprakti-
ker haben soll. Es falle auf, dass die medizinischen Befunde im Vergleich zum Umfang des 
Gutachtens vergleichsweise kurz seien und letztlich wenig Pathologien erkennbar seien. So 
seien im kognitiven Bereich keine Einbussen festgestellt worden, das Verhalten des Versicher-
ten während der Exploration sei angepasst, die Schilderungen seiner "Traumatisierungen" seien 
kohärent und flüssig. Die Stimmung sei euthym gewesen und es hätten sich weder Wahnsymp-
tome noch Anhaltspunkte für ein fremd- oder autoaggressives Verhalten gezeigt. Auffallend sei, 
dass der Beschwerdeführer die Medikamente, die er einzunehmen vorgebe, gar nicht einneh-
me. Völlig untypisch für die im Gerichtsgutachten erhobene Diagnose sei die soziale Achse. Mit 
der vollständig erhaltenen Beziehungsfähigkeit und mangels schwerer sozialer Folgeschäden 
fehle es an einem wichtigen Kardinalskriterium einer Persönlichkeitsstörung. Der Beschwerde-
führer habe nachweislich von 2005 bis 2007 ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen 
erzielen können. Die von der Gutachterin attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit stütze sich 
in erheblichem Masse auf das äussere Erscheinungsbild und die subjektiven Schilderungen des 
Beschwerdeführers. Für den Abbruch der Arbeitstätigkeit und das Scheitern beruflicher Mass-
nahmen seien nicht vorwiegend medizinische, sondern mehrheitlich invaliditätsfremde Faktoren 
verantwortlich. 

 

 
 
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6.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten oder Expertinnen 
ab. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse des 
Gerichtsgutachtens vom 29. September 2022 (inkl. Ergänzung vom 3. Februar 2023) in Frage 
zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten die 
rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in 
jeder Hinsicht erfüllt. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, ist – wie dies vom 
Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht 
auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis 
der Vorakten abgegeben worden. Zudem leitete die Gutachterin die psychiatrischen Diagnosen 
sehr detailliert und überzeugend her, wobei sie auf abweichende medizinische Beurteilungen 
einging. Die vorgenommenen Testungen wurden offengelegt und die Standardindikatoren the-
matisiert. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild über die Persönlichkeit des Versicherten. 
Die Beurteilung der Gerichtsgutachterin leuchtet sodann in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Triftige Gründe, die die 
Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage stellten können, sind nicht ersichtlich. Nachdem 
bis zum Erlass des Gerichtsgutachtens nach Lage der zuvor vorhandenen Akten Widersprüche 
und Unklarheiten bestanden hatten (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 11. März 2021), 
ist nunmehr gemäss den ebenso profunden wie umfangreichen Erläuterungen im Gerichtsgut-
achten erstellt, dass dem Versicherten die Tätigkeit als Fachmann Betriebsunterhalt, welche 
von der Gutachterin als "angepasst" bezeichnet wurde, seit Februar 2016 aus psychischen 
Gründen noch zu 50 % zumutbar ist. Das Gutachten von dipl. Ärztin E.____ ist sowohl formal 
als auch inhaltlich nicht zu beanstanden. 
 
6.2 Daran vermag die Kritik der Beschwerdegegnerin am Gerichtsgutachten nichts zu än-
dern. Die wenig griffige und lediglich punktuelle Kritik des RAD-Arztes Dr. C.____ am Gerichts-
gutachten ist nicht geeignet, Zweifel an dessen Beweiskraft zu wecken. Falls er vermutet, dass 
sich die Gutachterin vom Erscheinungsbild des Versicherten leiten liess, entbehrt dies einer 
nachvollziehbaren Grundlage. Gesicherte Hinweise dafür, dass die psychiatrische Begutach-
tung nicht lege artis erfolgt wäre oder sich die Gerichtsgutachterin bei der Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit auf die subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers gestützt hätte, sind 
weder ersichtlich noch von der Beschwerdegegnerin nachvollziehbar dargetan. Die Tatsache, 
dass die Gutachterin anlässlich der Exploration nur geringe pathologische Auffälligkeiten beo-
bachtete (vgl. Seiten 37 bis 40 des Gutachtens), lässt noch keine Zweifel an der Expertise auf-
kommen. Zu beachten ist, dass sich ihre Beurteilung nicht nur auf die persönliche Untersu-
chung und die verschiedenen standardisierten Tests stützte. Vielmehr standen ihr darüber hin-
aus diverse Berichte der behandelnden Ärzte zur Verfügung, die es ihr ermöglichten, sämtliche 
für die Beurteilung relevanten Aspekte hinreichend zu erfassen. Gegen eine mangelhafte Be-
funderhebung spricht sodann die Tatsache, dass die Gutachterin die psychiatrischen Diagno-
sen sehr detailliert und überzeugend herleitete. Wenn Dr. C.____ die diagnostizierte Persön-
lichkeitsstörung unter Hinweis auf die vollständig erhaltene Beziehungsfähigkeit und die Er-
werbsfähigkeit in den Jahren 2005 bis 2007 in Frage stellt, ist dem entgegenzuhalten, dass sich 
beim Beschwerdeführer – wie sich aus dem Gutachten deutlich ergibt – aufgrund der Persön-

 

 
 
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lichkeitsstörung seit der Kindheit/Jugend Schwierigkeiten im Umgang mit Interaktionen und in 
der Belastbarkeit zeigten. So besuchte er zunächst eine geschützte Werkstätte, um eine aus-
reichende "Lehrreife" zu erreichen und es zeigten sich bereits in den ersten Jahren nach Auf-
nahme der Erwerbstätigkeit berufliche Schwierigkeiten. Insgesamt vermögen die Vorbringen der 
Beschwerdegegnerin nicht in Frage zu stellen, dass der Beschwerdeführer ein erheblich aus-
geprägtes und die Leistungsfähigkeit einschränkendes Leiden aufweist. Sodann zeigen die 
Ausführungen im Gerichtsgutachten, wonach der Beschwerdeführer vor dem Computer sitze, 
fernsehe, selten zeichne und keinen Freundeskreis habe (vgl. S. 35 f. des Gerichtsgutachtens), 
eine soziale Zurückgezogenheit und ein eher tiefes Aktivitätsniveau deutlich auf. Anzumerken 
bleibt, dass eine Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. 
Dem oder der medizinischen Sachverständigen eröffnet sich deshalb praktisch immer ein ge-
wisser Spielraum, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im 
Rahmen einer Exploration lege artis zu respektieren sind. Genau darin kann der Grund für den 
Beizug eines Gerichtsgutachtens liegen, welches gewährleistet, dass das medizinische Ermes-
sen mit optimaler Sachkenntnis und vor allem optimaler Unabhängigkeit ausgeübt wird. Darin 
liegt auch die innere Berechtigung dafür, dass den Gerichtsgutachten rechtsprechungsgemäss 
hohes Gewicht zukommt und das Gericht nicht ohne zwingende Gründe davon abweicht. Bei 
dieser Sachlage und der Tatsache, dass es der Gerichtsgutachterin möglich war, die Leistungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers zuverlässig zu beantworten, kann in antizipierter Beweiswür-
digung (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf zusätzliche Abklärungen verzich-
tet und davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer von Dezember 2015 bis Ja-
nuar 2016 vollständig arbeitsunfähig war und ab Februar 2016 in der angepassten Tätigkeit als 
Fachmann Betriebsunterhalt zu 50 % arbeitsfähig ist. 
 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.5 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht 
grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzu-
stellen (BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG auf den 1. Okto-
ber 2016 zu liegen kommt (Beginn des Wartejahrs im Jahr 2015; Anmeldung zum Leistungsbe-
zug am 21. April 2016). Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommensvergleich sind 
demnach die in diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 
 
7.2.1 Bei der Ermittlung des hypothetisch erzielbaren Valideneinkommens ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten 
und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ver-
dient hätte. Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beein-
trächtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, darf auf statistische 
Werte wie die vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 
zurückgegriffen werden, sofern dabei die für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönli-
chen und beruflichen Faktoren mitberücksichtigt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Urteil des 
Bundesgerichts vom 5. November 2019, 8C_595/2019, E. 6.2). 
 

 

 
 
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7.2.2 Da der Beschwerdeführer bereits viele Jahre vor der Anmeldung bei der IV keiner Er-
werbstätigkeit mehr nachging, lässt sich sein Valideneinkommen aufgrund der tatsächlichen 
Verhältnisse nicht hinreichend genügend beziffern. Folglich ist dieses anhand des Totalwerts 
der LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen. Zu prüfen ist, welches Kompetenzniveau einschlägig ist. 
Der Beschwerdeführer erwarb zwar mit dem erlangten Abschluss als Fachmann Betriebsunter-
halt eine nennenswerte bereichsspezifische formale Qualifikation, was grundsätzlich die An-
wendung des Kompetenzniveaus 2 rechtfertigen würde. Zu beachten ist aber, dass er diesen 
Beruf lediglich in den Jahren 2004 bis 2008 ausübte. Da er seither – wie sich aus dem IK-
Auszug (vgl. act. 11) ergibt – über Jahre hinweg keiner regelmässigen beruflichen Tätigkeit 
mehr nachging, rechtfertigt es sich, das Kompetenzniveau 1 anzuwenden. Dass er ohne Ge-
sundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein höheres Erwerbseinkommen er-
zielt hätte als ein solches gemäss Kompetenzniveau 1, ist weder ersichtlich noch substantiiert 
dargetan. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer vom 7. bis 11. April 2014 am "Kaderkurs 
für Chefs Logistische Koordination" teilnahm (vgl. act. 3), vermag daran nichts zu ändern. Ge-
mäss der LSE 2016, Tabelle TA1_triage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, beträgt 
das Einkommen monatlich Fr. 5'340.-- und jährlich Fr. 64'080.--. Angepasst an die betriebsübli-
che durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ergibt dies ein Validenein-
kommen von Fr. 66'803.40. 
 
7.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 143 V 295 
E. 2.2). 
 
7.3.2 Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbs-
tätigkeit aufnahm, ist auch das Invalideneinkommen aufgrund der LSE zu bemessen, wobei 
vom gleichen Tabellenwert auszugehen ist wie das Valideneinkommen. Bei einem zumutbaren 
Pensum von 50 % resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 33'401.70 (Fr. 66'803.40 x 50 %). 
 
7.3.3 Der Beschwerdeführer verlangt aufgrund der Teilarbeitsfähigkeit und seiner psychischen 
Einschränkungen, der schwer kalkulierbaren Absenzen, der begrenzen Auswahl an Verweistä-
tigkeiten und der geringen Berufserfahrung eine Reduktion des Invalideneinkommens um 25 %.  
 
7.3.4 Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rechnung ge-
tragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinde-
rung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad 
Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person 

 

 
 
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deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2; Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. Juli 2017, 8C_114/2017, E. 3.1). Der Abzug soll aber nicht automatisch 
erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 
E. 5.2).  
 
7.3.5 Aus der Gerichtsexpertise vom 29. September 2022 ergibt sich, dass der Beschwerde-
führer in einem klar abgegrenzten Verantwortungsbereich, ohne zu intensiven Kundenkontakt, 
in einem kleinen wohlwollenden Team und bei Pausen- und Rückzugsmöglichkeiten zu 50 % 
arbeitsfähig ist. Zu beachten ist, dass er aufgrund der beträchtlichen psychischen Einschrän-
kungen verglichen mit einem gesunden Mitbewerber oder einer gesunden Mitbewerberin nur 
bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen auf eine Anstellung hat (Urteil des Bun-
desgerichts vom 7. November 2012, 9C_955/2011, E. 5.3). Indessen kann nach der Gerichts-
praxis eine psychisch bedingte verstärkte Rücksichtnahme seitens vorgesetzter Personen so-
wie Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen in der Regel nicht als eigenständiger Abzugsgrund 
anerkannt werden (SZS 2015 S. 561, 9C_366/2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Dies gilt vorliegend 
umso mehr, als der Beschwerdeführer bei der Arbeit nicht angeleitet werden muss. Zudem 
wurden den leidensbedingten Einschränkungen im Sinne einer verminderten Leistungsfähigkeit, 
einer reduzierten Belastbarkeit, Pausen- und Rückzugsmöglichkeiten mit der auf 50 % festge-
setzten Arbeitsfähigkeit bereits Rechnung getragen, so dass ein zusätzlicher Abzug hierfür aus-
ser Betracht fällt, weil sonst derselbe Aspekt doppelt berücksichtigt würde (Urteil des Bundes-
gerichts vom 19. Dezember 2017, 9C_233/2017, E. 3.4). Dass dem Beschwerdeführer beim 
zumutbaren Belastungsprofil nur noch eine sehr begrenzte Auswahl von Verweistätigkeiten zur 
Verfügung stehen sollen, ist nicht ersichtlich. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
findet der neurechtliche Art. 26bis Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) 
vom 17. Januar 1961, wonach vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezo-
gen werden, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktio-
nellen Leistungsfähigkeit nach Artikel 49 Absatz 1bis von 50 % oder weniger tätig sein kann, 
vorliegend keine Anwendung (vgl. E. 1.2 hiervor). Zu beachten ist aber die Tatsache, dass ge-
mäss Tabelle T18 der LSE 2016 Teilzeitarbeit bei Männern niedriger entlöhnt wird als Vollzeit-
arbeit. Weitere Gründe (Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad), die für einen leidensbedingten Abzug sprechen, sind nicht ersichtlich. Bei 
gesamthafter Betrachtung ist der Abzug auf maximal 15 % festzusetzen. Damit beträgt das 
massgebende Invalideneinkommen Fr. 28'391.45 (Fr. 33'401.70 x 85 %). 
 
7.4 Aus einer Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 66'803.40 und des Invali-
deneinkommens von Fr. 28'391.45 resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 57 % (vgl. zur 
Rundungspraxis BGE 130 V 121), was unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG und der 
Anmeldung zum Leistungsbezug am 21. April 2016 ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf eine hal-
be Rente gibt. Demgemäss ist die gegen die Verfügung vom 28. August 2020 erhobene Be-
schwerde teilweise gutzuheissen. 
 

 

 
 
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8.1 Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Ist aufgrund einer Gerichtsexpertise ein überdurchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bun-
desrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 1’000.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend dringt der Beschwerdeführer mit seinem Rechtsbegehren insofern durch, als 
ihm mit Wirkung ab 1. Oktober 2016 eine halbe Rente zugesprochen wird. Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens ist es angemessen, der IV-Stelle die gesamten Verfahrenskosten aufzuerlegen. 
 
8.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrens-
fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung dem 
Versicherer aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung 
von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Vorliegend gelangte 
das Gericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 11. März 2021 zum Ergebnis, dass ein 
Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich 
sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur weiteren Klärung des medizinischen 
Sachverhalts ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Wie sich anlässlich 
der heutigen Urteilsberatung zeigte, war das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von 
dipl. Ärztin E.____ vom 29. September 2022 für eine abschliessende Beurteilung des medizini-
schen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung sind demnach die Kosten der Begutachtung der IV-Stelle aufzuerlegen. Diese Kosten 
belaufen sich insgesamt auf Fr. 9'506.80; sie setzen sich zusammen aus den Honorarrechnun-
gen vom 14. Oktober 2022 und 3. Februar 2023 im Betrag von insgesamt Fr. 8'451.-- für die 
Erstellung des Gutachtens, den Kosten für die Laboruntersuchung in der Höhe von Fr. 605.80 
(Rechnungen vom 21. September 2022 und 5. Oktober 2022) und den Aufwand für die Fahr-
dienste von insgesamt Fr. 450.-- (Rechnungen vom 14. und 16. Februar 2022).  
 
8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Fraglich ist, ob die Parteientschädigung allenfalls wegen bloss teil-
weisen Obsiegens zu reduzieren ist. In diesem Zusammenhang ist vorab klarzustellen, dass es 
bundesrechtswidrig wäre, die Parteientschädigung ausschliesslich nach dem anteilsmässigen 
Prozesserfolg zu bemessen. Mit einem solchen Vorgehen würde in unzulässiger Weise von den 
bundesrechtlichen Bemessungskriterien der „Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 
des Prozesses“ (Art. 61 lit. g Satz 2 ATSG) abgewichen (BGE 117 V 407 E. 2c). Gegen eine 
Reduktion der Parteientschädigung wegen bloss teilweisen Obsiegens sprechen zudem folgen-

 

 
 
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de Überlegungen: Der Beschwerdeführer hätte sich damit begnügen können, in seinem 
Rechtsbegehren die Zusprechung einer Rente zu verlangen (BGE 101 V 223 E. 4). In diesem 
Fall wäre der Prozesserfolg nicht anteilsmässig quantifizierbar und dem Beschwerdeführer wür-
de wegen Obsiegens eine volle Parteientschädigung zugesprochen (BGE 117 V 406 E. 2b). Zu 
beachten ist sodann, dass praxisgemäss selbst dann eine volle Parteientschädigung ausgerich-
tet wird, wenn das kantonale Gericht in einem Rentenverfahren keinen materiellen Entscheid 
trifft, sondern die Sache zu ergänzender Abklärung und anschliessender Neubeurteilung an den 
Versicherungsträger zurückweist (BGE 117 V 406 E. 2b mit Hinweisen). Berücksichtigt man 
diese Überlegungen, so rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfah-
ren eine volle und nicht eine wegen bloss teilweisen Obsiegens reduzierte Parteientschädigung 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 2. Mai 2023 einen Zeitaufwand von 38 Stunden geltend ge-
macht. Darin enthalten ist jedoch ein Aufwand von 3 Stunden für die Teilnahme an der Urteils-
beratung vom 11. März 2021. Da die Teilnahme an der Urteilsberatung fakultativ ist und ein 
Fernbleiben keinerlei Rechtsnachteile nach sich zieht, wird der Aufwand für eine solche Teil-
nahme im Rahmen der Parteientschädigung praxisgemäss nicht entschädigt. Der geltend ge-
machte Aufwand ist folglich um 3 Stunden zu kürzen. Unter Berücksichtigung, dass im vorlie-
genden Verfahren eine Gerichtsbegutachtung durchgeführt wurde, die Parteien mehrfach zu 
Stellungnahmen aufgefordert wurden und der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ei-
nen erhöhten Aufwand bei der Mandatsführung verursachte, erscheint für das vorliegende Ver-
fahren ein Aufwand von 35 Stunden angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialver-
sicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwäl-
tinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Nicht zu beanstanden ist die in der Honorarnote 
geltend gemachte Auslagenpauschale von 3 % auf den ausgewiesenen Aufwand. Somit ist dem 
Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 9'706.45 (35 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 262.50 zuzüglich 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 
28. August 2020 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Be-
schwerdeführer ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf eine halbe Rente 
hat. 

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von insge-
samt Fr. 9'506.80 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1’000.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 

 
 
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 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 9'706.45 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
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