# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70012533-029b-5875-938a-207425283e08
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.10.2016 S 2016 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-11_2016-10-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 11

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 11. Oktober 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____, ist als Geschäftsführer der B._____ AG bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) obligatorisch 

unfallversichert. Am 9. Oktober 2013 stürzte er auf der Jagd ab und zog 

sich dabei diverse Verletzungen am Oberkörper zu. Bei der 

Erstbehandlung im Spital wurde eine instabile Berstungsfraktur BWK 7 

und 8 (Vorder- und Hinterkante), ein Hämatothorax mit apikalem Pneu 

rechtsseitig (ca. 2-3 Finger breit), eine Rippenfraktur 5 und 6 rechts sowie 

eine fragliche Schädelfraktur rechts temporookzipital diagnostiziert. Die 

bildgebenden Abklärungen vom 10. Oktober 2013 ergaben keine 

Frakturhinweise des Neurokraniums oder der Schädelbasis und auch 

keine Hinweise für eine frische ossäre Läsion im Bereich der HWS. Am 

10. Oktober 2013 wurde am Kantonsspital Graubünden eine dorsale 

Aufrichtespondylodese TH5-10 mit Eigenknochen vorgenommen. Am 21. 

November 2013 wurde ein regelrechter Verlauf sechs Wochen nach der 

Frakturversorgung festgestellt. Die SUVA anerkannte ihre 

Leistungspflicht, kam für die notwendigen Behandlungsmassnahmen auf 

und leistete Taggelder.

2. Am 7. Januar 2014 berichtete Dr. med. C._____ vom Kantonsspital 

Graubünden von einem regelrechten Verlauf. Er hielt einen 

Arbeitsversuch zu 25 % ab dem 27. Januar 2014 in Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeit als Sanitär mit einer Steigerung je nach Verlauf für 

möglich.

3. Am 21. Februar 2014 teilte der Hausarzt Dr. med. D._____ mit, dass es 

dem Patienten besser gehe. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % vom 

10. Oktober bis zum 2. Februar 2014, ab dem 3. Februar 2014 sei ein 

Arbeitsversuch zu 25 % eingeleitet worden.

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4. Am 10. April 2014 hielt Dr. med. C._____ fest, dass der Patient einen 

prolongierten Heilungsverlauf zeige. Dieser sei ermutigt worden, die 

Arbeitsunfähigkeit auf 50 % per 14. April 2014 zu senken. 

5. Vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2014 befand sich A._____ in stationärer 

Behandlung in der Klinik Valens. Im Austrittsbericht vom 5. August 2014 

wurde festgehalten, dass für reine Bürotätigkeiten eine ganztägige 

Arbeitsfähigkeit bestehe, wenn Wechselbelastungen möglich seien. Für 

die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. 

6. Dr. med. C._____ hielt am 16. September 2014 fest, dass eine 

Steigerung der Belastbarkeit aus Sicht des Kantonsspitals Graubünden 

kaum zu erwarten sei. Ob eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im 

Bürobereich mit eventuellen Arbeitsplatzanpassungen und möglicher 

Wechselbelastung möglich sei, könne nur ein entsprechender 

Arbeitsversuch zeigen. 

7. Am 30. September 2014 berichtete der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. 

E._____, dass die Arbeitsfähigkeit von 50 % für Büroarbeiten adäquat sei. 

Wahrscheinlich sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 75 % ab 

anfangs 2015 möglich. A._____ eigne sich nicht mehr für eine manuelle 

Arbeit, die mit Lastentragen und Tätigkeiten in Zwangshaltungen 

einhergehe.

8. Dr. med. D._____ berichtete am 16. Dezember 2014 über den Heilverlauf 

und die Physiotherapiemassnahmen. Die Arbeitsfähigkeit sei insgesamt 

bei 50 % belassen worden.

9. Am 22. Januar 2015 fand eine Besprechung zwischen den Mitarbeitern 

der SUVA und A._____ in seinem Betrieb statt. 

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10. Am 18. März 2015 berichtete Dr. med. D._____, dass der Verlauf 

insgesamt stationär sei. Bei Wetterwechsel verspüre der Patient deutlich 

mehr Schmerzen. Die Physiotherapie werde weitergeführt zusätzlich 

unternehme er ein regelmässiges Krafttraining und Übungen zu Hause. 

Die Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Büroarbeiten stelle für den Patienten ein 

Maximum dar. 

11. Am 8. April 2015 berichtete Dr. med. F._____ der Schulthess Klinik 

(Muskulo-Skelettal Zentrum, Neurologie), wo sich A._____ für eine 

Zweitmeinung bezüglich der Problematik im Bereich BWS und HWS 

gemeldet hatte, dass die Arbeitsfähigkeit von 50 % im bisherigen Beruf 

des Patienten realistisch sei, wobei sich seine Tätigkeit auf überwiegend 

administrative Tätigkeiten beschränken müsse.

12. In der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 31. August 2015 

berichtete Dr. med. E._____, dass A._____ in der früheren Tätigkeit als 

Geschäftsinhaber nur noch zu 50 % arbeitsfähig (40 % administrative 

Arbeiten, 10 % Unterstützung der Mitarbeiter vor Ort) sei. Weitere 

praktische Arbeiten mehrheitlich in gebückter Haltung, zum Teil mit 

Heben und Tragen von grösseren Gewichten seien ihm nicht mehr 

zumutbar. Ganztags zumutbar sei ihm eine leichte bis mittelschwere 

Arbeit (Gewichtslimite 10-15 kg) in Wechselbelastung, ohne Tätigkeiten in 

gebückter Körperhaltung, ohne Belastungen körperfern. Für die 

dauernden und erheblichen Restfolgen aus dem Unfallereignis schätzte 

er einen Integritätsschaden von 10 %. 

13. Nachdem die SUVA ab dem 30. September 2015 die Heilkosten- und 

Taggeldleistungen eingestellt hatte, sprach sie A._____ mit Verfügung 

vom 2. November 2015 eine Invalidenrente ab dem 1. Oktober 2015 

aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 35 % und ausgehend von einem 

Valideneinkommen als Geschäftsführer von Fr. 105'000.-- sowie einem 

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zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 68'361.-- zu. Zudem wurde ihm 

eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- bei einer 

Integritätseinbusse von 10 % gewährt. 

14. Mit Einspracheentscheid vom 28. Dezember 2015 wurde die Einsprache 

vom 26. November 2015 teilweise gutgeheissen und die Verfügung vom 

2. November 2015 in dem Sinne abgeändert, dass A._____ ab dem 1. 

Oktober 2015 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 

38 % (nachdem vom ermittelten Tabellenlohn nun 10 % anstatt 5 % 

leidensbedingt infolge der Einschränkung an der Wirbelsäule 

berücksichtigt wurden) ausgerichtet werde. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen ausgeführt, dass A._____ ohne Weiteres zumutbar sei, 

eine angepasste Tätigkeit noch vollzeitlich auszuüben.

15. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 1. Februar 

2016 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

dem Antrag, die Verfügung und der Einspracheentscheidseien 

aufzuheben und ihm sei eine Rente auf der Grundlage eines 

Invaliditätsgrades von wenigstens 50 % zuzusprechen. Eventualiter sei 

der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur 

Ergänzung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur 

Begründung führte er insbesondere aus, nach dem Unfall könne er noch 

zu 50 % in seinem Unternehmen tätig sein. Es sei somit von einem 

Invalideneinkommen in seinem Unternehmen von Fr. 52'500.-- 

auszugehen. Der Kreisarzt (Dr. med. E._____) gehe zunächst zu Recht 

davon aus, dass er seine Arbeitsfähigkeit in seiner Tätigkeit als Inhaber 

und Angestellter seines Unternehmens voll ausschöpfe. Der Kreisarzt 

umschreibe diese Tätigkeit zutreffend mit 40 % administrativer Tätigkeit 

und 10 % Unterstützung der Mitarbeiter vor Ort. Die "Unterstützung der 

Mitarbeiter vor Ort" bestehe nicht in handwerklicher Arbeit, sondern in der 

Anweisung, Kontrolle und Beratung der Mitarbeiter auf der Baustelle. Er 

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selbst sei nicht mehr in der Lage, handwerkliche Arbeiten auszuführen. Er 

schöpfe seine Arbeitsfähigkeit nicht nur aus, vielmehr tendiere er 

offensichtlich dazu, sich zu überfordern, worauf in mehreren Arztberichten 

hingewiesen werde. Wie bereits in der Einsprache sinngemäss 

vorgetragen sei ihm nicht zumutbar, seine selbständige Erwerbstätigkeit, 

die er noch zu 50 % ausüben könne, zugunsten einer vollzeitlichen 

unselbständigen Erwerbstätigkeit aufzugeben. Der Beurteilung von Dr. 

med. E._____ fehle es an einer nachvollziehbaren Begründung, weshalb 

der Beschwerdeführer die von sämtlichen Ärzten als Limite angesehene 

50%ige Arbeitsfähigkeit als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen 

nicht ausreichend umsetzen solle. Der kreisärztliche Bericht erfülle die 

Anforderungen des Bundesgerichts an ein Gutachten nicht. Dass die 

Tätigkeit des Beschwerdeführers in seinem Unternehmen mit der 

theoretischen Verweistätigkeit vergleichbar sein solle, werde zwar 

unterstellt, aber nicht begründet und sei auch nicht nachvollziehbar. Wenn 

dem Beschwerdeführer keine körperliche Arbeit zumutbar sei, dann 

könne ihm folglich auch jene leichte bis mittelschwere in der theoretischen 

Tätigkeit nicht zumutbar sein. Es dränge sich eine berufliche Abklärung 

auf. Erst anhand einer BEFAS-Abklärung könnte die Belastung und die 

tatsächliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers abgeklärt werden. 

Der Verweis im Einspracheentscheid auf BGE 138 V 457 sei sachfremd. 

Hier gehe es nicht um Schadensminderungspflicht, sondern in erster Linie 

um eine widersprüchliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den 

Kreisarzt. 

16. Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2016 beantragte die SUVA 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie 

führte im Wesentlichen aus, dass die Auffassung des Beschwerdeführers, 

"50%ige Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit = 50%ige Rente" nicht 

gefolgt werden könne. Gemäss medizinischen Beurteilungen sei eine 

angepasste Tätigkeit ganztags möglich. Entgegen den 

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beschwerdeführerischen Behauptungen seien die Schlussfolgerungen im 

kreisärztlichen Bericht vom 31. August 2015 gut nachvollziehbar. Diese 

würden sich auch gut mit den übrigen medizinischen Beurteilungen 

decken. Von weiteren Abklärungen könne somit abgesehen werden. Die 

Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet, BEFAS-Abklärungen 

durchzuführen. Unzutreffend sei, dass der Kreisarzt die Zumutbarkeit 

widersprüchlich festgelegt habe. Dem Beschwerdeführer obliege eine 

Schadenminderungspflicht. Diese nehme er nicht wahr, wenn er in seiner 

angestammten Tätigkeit zu 50 % arbeite und eine andere Tätigkeit 

verweigere. 

17. In seiner Replik vom 20. April 2016 vertiefte der Beschwerdeführer seinen 

Standpunkt. Insbesondere betonte er, dass es ihm vor dem Hintergrund 

der Rechtsprechung zur Schadenminderungspflicht gestützt auf seine 

Teilarbeitsunfähigkeit nicht zuzumuten sei, sein selbständiges 

Unternehmen aufzugeben, in welchem er 50 % tätig sein könne. Es wäre 

unverhältnismässig, von ihm eine vollzeitliche Verweistätigkeit mit 

erheblichen, wenn auch nicht genau bestimmbaren sozialen Folgen zu 

verlangen und die bisherige selbständige Tätigkeit aufzugeben, die er zu 

50 % ausüben könne. Die Einsparung der SUVA durch die Ausrichtung 

einer Rente auf der Basis von 38% statt von 50 % sei im Vergleich mit 

den Nachteilen des Beschwerdeführers – der Aufgabe des Betriebs und 

den übrigen sozialen Folgen – nicht wesentlich, was den angefochtenen 

Einspracheentscheid als unverhältnismässig erscheinen lasse. 

18. Mit Duplik vom 26. April 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Standpunkt fest. 

19. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 28. Dezember 2015. Gegen solche 

Entscheide kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die 

versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der 

Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt in 

Graubünden, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts für die Beurteilung des vorliegenden Streitfalls 

zu bejahen. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. Hier streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 

eine höhere Invalidenrente hat. Dabei ist die Berechnung des 

Invaliditätsgrades streitig, der gemäss der Beschwerdegegnerin 38 %, 

dem Beschwerdeführer zufolge 50 % betragen soll. Unbestritten ist 

hingegen der medizinisch diagnostizierte Gesundheitsschaden des 

Beschwerdeführers. Nicht streitig sind auch das ermittelte 

Valideneinkommen von Fr. 105'000.-- sowie die zugesprochene 

Integritätsentschädigung. In dieser Hinsicht (Integritätsentschädigung) ist 

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der vorinstanzliche Einspracheentscheid in Teilrechtskraft erwachsen (vgl. 

BGE 119 V 347). 

3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes be-

stimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat 

der Versicherte in Form von kurzfristigen Versicherungsleistungen 

Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) 

und Taggelder, welche den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung 

erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der 

Versicherte infolge des Unfalls zu 10 % invalid, so kann er eine 

Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 

Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei erwerbstätigen 

Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird zunächst das 

Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

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zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat 

in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 mit weiteren Hinweisen).

4. a) Zunächst ist die umstrittene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 

beurteilen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 6 ATSG ist 

Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 

Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 

zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 

anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Zur Feststellung der 

diesbezüglich massgeblichen medizinischen Verhältnisse ist die 

rechtsanwendende Behörde auf medizinische Unterlagen angewiesen, in 

denen der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ermittelt und, 

wenn nötig, seine Entwicklung im Laufe der Zeit beschrieben wird, d.h. 

mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter 

Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde erhoben und 

gestützt darauf eine Diagnose gestellt wird. Auf dieser Grundlage nimmt 

die Arztperson zur Arbeitsfähigkeit, mithin zu jenen Tätigkeiten, die dem 

Versicherten aufgrund seiner gesundheitlichen Stellung noch zumutbar 

sind, Stellung (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_850/2013 vom 12. Juni 

2014 E.3.2). Arztberichte unterliegen − wie sämtliche Beweismittel in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren − der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

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allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darstellung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es 

die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 

Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 

So kommt den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte 

Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 

ihre Zuverlässigkeit sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 

in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E.3b/ee). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). In Bezug auf 

Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit Hinweisen).

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b) Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

28. Dezember 2015 aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med.  

E._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, vom 31. August 2015 festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer in der früheren Tätigkeit als Geschäftsinhaber nur noch 

zu 50 % (40 % administrative Arbeiten, 10 % Unterstützung der 

Mitarbeiter vor Ort) arbeitsfähig sei. Weitere praktische Arbeiten 

mehrheitlich in gebückter Haltung, zum Teil mit Heben und Tragen von 

grösseren Gewichten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. 

Sodann geht die Beschwerdegegnerin stets gestützt auf die Beurteilung 

von Dr. med. E._____ davon aus, dass dem Beschwerdeführer 

zuzumuten sei, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine ganztägige 

Tätigkeit, wechselbelastend, leicht bis mittelschwer auszuüben. 

Nachfolgend ist somit zu klären, ob die Beschwerdegegnerin für die 

Ermittlung der umstrittenen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

zu Recht auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._____ vom 31. 

August 2015 abstellte oder weitere Abklärungen erforderlich sind.

c) Der Beschwerdeführer wendet ein, dass er mit der Tätigkeit in seinem 

Betrieb seine Restarbeitsfähigkeit ausschöpfe. Er wendet weiter ein, dass 

die Beurteilung von Dr. med. E._____ nicht nachvollziehbar und 

widersprüchlich sei. Er begründe insbesondere nicht, wie die konkrete 

50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit mit einer ganztägig 

zumutbaren leichten bis mittelschweren Arbeit mit Einschränkungen 

gleichsetzt werden könne. Es fehle an einer nachvollziehbaren 

Begründung, weshalb der Beschwerdeführer die von sämtlichen Ärzten 

und vom Kreisarzt selber als Limite angesehene 50%ige Arbeitsfähigkeit 

als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen nicht ausreichend 

umsetzen soll.

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d) Der Kreisarzt Dr. med. E._____ untersuchte den Beschwerdeführer 

erstmals am 29. September 2014, d.h. etwa ein Jahr nach dem 

Unfallereignis vom 9. Oktober 2013. Bei jener Untersuchung sei gemäss 

Dr. med. E._____ einerseits die Muskelschwäche aufgefallen, 

andererseits die ausgeprägte thoracale Kyphosebildung mit vollständiger 

Versteifung. Bei der vornüber geneigten Körperhaltung seien 

Belastungsschmerzen lumbal und cervical durchaus verständlich 

gewesen. Gemäss dem Kreisarzt habe der Beschwerdeführer einer 

intensiven Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur benötigt, weshalb 

er den Hausarzt bat, den Beschwerdeführer zu einer medizinischen 

Trainingstherapie (MTT) zweimal wöchentlich anzumelden. Damals 

beurteilte Dr. med. E._____ den Beschwerdeführer noch nur zu 50 % 

allein für Bürotätigkeiten als arbeitsfähig. Er ging davon aus, dass mit 

zunehmender Muskelkräftigung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 

75 % ab anfangs 2015 möglich, dagegen eine weitere wesentliche 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich nicht realisierbar gewesen 

sei. Zudem hielt er fest, dass sich der Beschwerdeführer nicht mehr für 

eine manuelle Arbeit, die mit Lasten Tragen und Tätigkeiten in 

Zwangshaltungen einhergehe, eigne (vgl. beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 86). Sodann kam Dr. med. E._____ nach erneuter persönlichen 

Untersuchung des Beschwerdeführers, in Anbetracht der verbleibenden 

Unfallfolgen am Rücken, in seiner kreisärztlichen Abschlussuntersuchung 

vom 31. August 2015 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der 

früheren Tätigkeit als Geschäftsinhaber noch zu 50 % arbeitsfähig sei 

(40 % administrative Arbeiten, 10 % Unterstützung der Mitarbeiter vor 

Ort). Weitere praktische Arbeiten mehrheitlich in gebückter Haltung, zum 

Teil mit Heben und Tragen von grösseren Gewichten seien nicht mehr 

zumutbar. Ganztags zumutbar sei dagegen eine leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit (Gewichtslimite 10-15 kg) in Wechselbelastung, ohne Tätigkeiten 

in gebückter Körperhaltung, ohne Belastungen körperfern (vgl. 

Abschlussuntersuchung vom 31. August 2015, Bg-act. 140). Dr. med. 

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E._____ äussert sich dabei zu den Unfallfolgen dahin, dass diese den 

Endzustand erreicht hätten. Sie seien dauernd und erheblich. Es würden 

sich keine verbessernden Massnahmen mehr anbieten. Es zeige sich ein 

gemischtes Beschwerdebild von Unfallfolgen und einer degenerativen, 

unfallfremden HWS-Problematik. 

Dieses von Dr. med. E._____ in seiner Abschlussuntersuchung vom 31. 

August 2015 dargestellte Zumutbarkeitsprofil deckt sich mit der ein Jahr 

zuvor erfolgten Beurteilung der Klinik Valens (Klinik für Rheumatologie 

und internistische Rehabilitation), wo sich der Beschwerdeführer 

zwischen dem 19. Juni 2014 und dem 17. Juli 2014 stationär aufhielt. 

Nach Erstellung unter anderem eines Job Match (Bg-act. 73) von der 

Abteilung Ergonomie wurde im Austrittsbericht von Dr. med. G._____, 

Abteilungsärztin, und Dr. med. H._____, Oberärztin mbF Rheumatologie, 

vom 5. August 2014 (Bg-act. 68) festgehalten, dass die beobachtete 

Belastbarkeit einer wechselbelastenden mittelschweren Tätigkeit 

ganztags (Hantieren von horizontalen Lasten selten bis max. 25 kg) 

entsprochen habe. Sämtliche Zwangshaltungen mit 

Rotationsbewegungen oder vorgeneigte Haltungen hätten nie vorkommen 

sollen. Die beobachtete Belastbarkeit habe unter den 

Belastungsanforderungen der bisherigen Arbeit gelegen. Die 

untersuchenden Ärzten kamen schon damals zum Schluss, dass für die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (wobei sogar 

eine Verbesserung im Laufe der Zeit nicht ausgeschlossen wurde) und für 

reine Bürotätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit, wenn 

Wechselbelastungen möglich seien, bestanden habe.

Seit dieser Beurteilung seitens der Klinik Valens ist aus den 

medizinischen Akten keine Verschlechterung der gesundheitlichen 

Situation des Beschwerdeführers erkennbar, auch nicht aus dem Bericht 

von Dr. med. F._____, Facharzt Neurologie FMH, vom 8. April 2015 (Bg-

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act. 112), bei welchem der Beschwerdeführer eine Zweitmeinung 

einholte. Dr. med. F._____ hält nämlich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % im 

jetzigen Beruf für realistisch, wobei sich die Arbeit auf überwiegend 

administrative Tätigkeiten beschränken müsse, äussert sich aber nicht zur 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (vgl. Bg-act. 112).

Abweichend zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit äussert sich 

lediglich der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. D._____, 

Facharzt Allgemeinmedizin FMH, in seinem Kurzbericht vom 18. März 

2015. Darin hält er fest, dass die Arbeitsfähigkeit von 50 % mit 

Büroarbeiten für den Patienten ein Maximum darstelle (vgl. Bg-act. 106 S. 

2). 

e) Das von Dr. med. E._____ in der Abschlussuntersuchung vom 31. August 

2015 dargestellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich insgesamt als schlüssig 

und zuverlässig. Es beruht auf einer persönlichen Untersuchung des 

Beschwerdeführers und wurde in Kenntnis der Vorgeschichte gemäss 

den Akten erstellt. Die geklagten Beschwerden werden berücksichtigt und 

die Beurteilung der medizinischen Situation leuchtet ein. Das Gutachten 

entspricht somit den bundesgerichtlichen Voraussetzungen, welche an 

medizinische Beweismittel hinsichtlich des Beweiswertes gestellt werden 

(vgl. vorne E.4a). Die vom Hausarzt des Beschwerdeführers Dr. med. 

D._____ abgegebene Beurteilung vom 18. März 2015 ist aufgrund der 

wenig fundierten Ausführungen nicht geeignet, Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. med. 

E._____ zu wecken. Auf die Erkenntnisse von Dr. med. E._____, 

namentlich auf dessen Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit des Beschwerdeführers, kann hier somit abgestellt werden, 

zumal auch, abgesehen vom nicht massgebenden Kurzbericht des 

Hausarztes vom 18. März 2015, keine dieser Beurteilung 

widersprechenden Arztberichte bestehen. 

- 16 -

f) Der Sachverhalt ist genügend abgeklärt und die medizinischen Berichte 

lassen eine ausreichende Aussage über den Gesundheitszustand und 

dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu. 

Demnach ist es in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung nicht 

erforderlich, weitere fachärztliche Abklärungen zu treffen, sodass auf die 

vom Beschwerdeführer beantragte Einholung einer beruflichen Abklärung 

verzichtet werden kann (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b, 

122 II 464 E.4a). Es kann somit von einer ganztägigen, zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Rahmen einer adaptierten 

Tätigkeit ausserhalb des Betriebs des Beschwerdeführers ausgegangen 

werden, wie Dr. med. E._____ in seiner nachvollziehbaren Beurteilung 

feststellt (vgl. vorne E.4d). 

5. a) Zu prüfen bleibt die Frage des Invalideneinkommens. Art. 16 ATSG 

bestimmt, dass für den Grad der Invalidität einer versicherten Person 

jenes Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 

mit demjenigen Erwerbseinkommen verglichen wird, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Aus 

der Schadenminderungspflicht folgt, dass sich der Beschwerdeführer im 

Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen zu lassen 

hat, welche er bei Aufnahme einer leidensangepassten unselbständigen 

Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.2).

b) Vorliegend stellt sich somit die Frage, ob dem Beschwerdeführer, welcher 

auch nach dem Unfall weiterhin in seiner eigenen Unternehmung im 

Rahmen von 50 % tätig blieb, wo er aber seine 100 % 

- 17 -

Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit nicht vollausschöpft, ein 

Berufswechsel in eine unselbständige angepasste Tätigkeit zuzumuten 

ist. Bei der Frage der Zumutbarkeit der Aufgabe einer selbständigen 

Erwerbstätigkeit sind praxisgemäss die gesamten subjektiven und 

objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im 

Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene 

Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie das 

Alter, die berufliche Stellung und die Verwurzelung am Wohnort. Bei den 

objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.2.2 m.w.H. 

insbesondere auf das Urteil I 15/05 des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 18. Juli 2005 E.6.1.2). Als zu prüfende 

Kriterien kommen noch beispielsweise die Sprachkenntnisse, der 

Arbeitsweg, die Ausbildung oder die soziale Deklassierung hinzu. Steht 

ein Wechsel von einer selbstständigen zu einer unselbstständigen 

Tätigkeit in Frage, nennt das Bundesgericht (zusätzlich zu den 

allgemeinen Prüfungskriterien) eine weitere Voraussetzung: Einer 

vormals selbstständig erwerbenden versicherten Person ist die Aufnahme 

einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit nur dann zuzumuten, wenn 

hiervon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet 

werden kann (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 

643/03 vom 17. August 2004 E.3.2 und I 116/03 vom 10. November 2003 

E.3.1). Bei den Anforderungen, welche unter dem Titel der 

Schadenminderung an den Versicherten gestellt werden, darf sich die 

Verwaltung nicht einseitig vom öffentlichen Interesse an einer sparsamen 

und wirtschaftlichen Versicherungspraxis leiten lassen, sondern sie hat 

auch die grundrechtlich geschützten Betätigungsmöglichkeiten des 

Leistungsansprechers in seiner Lebensgestaltung angemessen zu 

berücksichtigen. Welchem Interesse der Vorrang zukommt, kann nicht 

generell entschieden werden. Als Richtschnur gilt, dass die 

- 18 -

Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort 

strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der 

Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn 

der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen 

auslösen oder zu einer grundlegend neuen Eingliederung Anlass geben 

würde (BGE 113 V 22 E.4d). 

c) Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass er sein 

Unternehmen nicht aufgeben möchte. Der Rentenanspruch würde durch 

Erhaltung der selbständigen Erwerbstätigkeit nicht "ausgelöst"; die UV-

Rente wäre allein um 12 % höher. Dies rechtfertige nicht, dass er seine 

gesamte bisherige Lebensgestaltung verändern müsse. Gewichtige 

Gründe, die für die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit zugunsten 

einer unselbständigen Tätigkeit sprechen würden, lägen nicht vor. Auch 

die persönlichen Verhältnisse würden die Aufgabe der selbständigen 

Erwerbstätigkeit nicht zu rechtfertigen vermögen. Eine Aufgabe des 

Geschäfts und allenfalls sogar ein Wohnortwechsel seien nicht zumutbar. 

Sein Alter spreche zwar nicht von vornherein gegen einen Berufswechsel, 

jedoch hätte er mit erheblichen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu 

rechnen. Er sei gelernter Sanitärinstallateur, könne Offerten ausarbeiten 

und Rechnungen stellen; für die übrigen administrativen Arbeiten sei er 

aber weder ausgebildet noch habe er sich je damit befasst. Er wohne in 

der Wohngemeinde, wo er aufgewachsen sowie sozial und politisch 

engagiert und integriert sei. Bei einem Berufswechsel müsste er 

andernorts arbeiten, was nicht schlechthin unzumutbar sei, dennoch ins 

Gewicht falle. Denn er würde in der näheren Umgebung seines Wohnorts 

als ehemaliger selbständiger Unternehmer und Geschäftsinhaber keine 

Arbeitsstelle finden. Die Beschwerdegegnerin setze sich damit nicht 

auseinander. Sodann sei es unverhältnismässig, ihm wegen einer 

Teilarbeitsunfähigkeit von 50 % die Aufgabe seines Betriebs, seiner 

beruflichen Existenz zuzumuten. Wenn ihm nun zugemutet werde, eine 

- 19 -

Verweistätigkeit aufzunehmen, würde ihm die Liquidation oder der 

Verkauf seines Betriebs zugemutet, was zu einem sozialen Abstieg aus 

einer interessanten selbständigen Tätigkeit in eine einfache und repetitive 

berufliche Arbeit führe. Vergleiche man diese Nachteile mit der Differenz 

von 12 % der UV-Rente, werde dem Beschwerdeführer mehr zugemutet, 

als die Versicherungsleistung der Beschwerdegegnerin ausmache. 

d) Für die Zumutbarkeit der Aufgabe des eigenen Betriebs spricht hier erst 

einmal das Alter des Beschwerdeführers. Er wurde am 19. Mai 1966 

geboren und war im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids vom 28. 

Dezember 2015 somit 49 Jahre alt, weshalb ihm noch eine relativ lange 

Aktivitätsdauer verbleibt. Das Alter steht somit – wovon auch der 

Beschwerdeführer ausgeht – einem Berufswechsel nicht im Wege. Nicht 

ersichtlich ist, weshalb er, der in 23 Jahren ein intaktes Unternehmen 

aufgebaut hat (gemäss Handelsregister besteht seine zuerst in Form 

eines Einzelunternehmens und ab 2002 als AG geführte Firma seit 1993), 

Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben sollte. Dass der 

Beschwerdeführer als ehemaliger Unternehmer ausserhalb seiner 

jetzigen Umgebung arbeiten müsste, wird von ihm behauptet, ist aber 

nicht belegt und stellt nur eine mögliche aber nicht überwiegend 

wahrscheinliche Prognose dar. Selbst unter Annahme des Eintritts dieser 

Behauptung wird jedoch aus der Schadensminderungspflicht abgeleitet, 

dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit an einem anderen Wohnort zu verwerten hat. Denn es wird zwar 

nicht bezweifelt, dass er am seinen Wohnort und Sitz seiner Firma unter 

anderem aufgrund des angeblich während mehrerer Jahre bis 2012 

innegehabten Amts im Gemeinderat und der früheren Teilnahme an 

verschiedenen Sportvereinen (vgl. Bg-act. 20) stark integriert ist. Einem 

Wohnortwechsel steht gemäss Rechtsprechung indessen selbst eine 

starke Verwurzelung am Wohnsitzort nicht entgegen (vgl. zum Ganzen 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 15/05 vom 18. Juli 

- 20 -

2005 E.6.3). Des Weiteren ist auch aufgrund des stabilen 

Gesundheitsverlaufs (vgl. Bg-act. 140 S. 4) davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit mit Wechselbelastungen besser 

verwerten könnte, als in seinem eigenen Betrieb. Die übrigen von ihm 

geltend gemachten Gründe erscheinen letztlich wenig stichhaltig und 

vermögen ebenfalls nicht gegen die Verwertung seiner 

Restarbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu sprechen. 

Insbesondere überzeugt das Argument nicht, dass die Nachteile auf 

Seiten des Beschwerdeführers bei einem Berufswechsel weitaus höher 

wiegen würden als die 12%-Differenz zwischen der zugesprochenen 

(38 %) und der vom Beschwerdeführer verlangten (50 %) UV-Rente. Bei 

der Invalidenrente der Unfallversicherung handelt es sich erstens um eine 

Dauerleistung, die erst mit der gänzlichen Abfindung, mit dem Auskauf 

der Rente oder dem Tod des Versicherten erlischt (Art. 19 Abs. 2 UVG). 

Bei einem versicherten Verdienst von monatlich Fr. 7'497.-- (vgl. Bg-act. 

154) ergibt sich eine Differenz von monatlich Fr. 899.64 (12 % von 

Fr. 7'497.--), was Fr. 10'795.65 pro Jahr entspricht. Diese Differenz ist 

somit erheblich, weshalb die Auffassung des Beschwerdeführers bereits 

von daher nicht stichhaltig ist. Sodann kann diesbezüglich die 

Rechtsprechung hinsichtlich einer Rentenrevision der Unfallversicherung 

(Art. 17 ATSG) vergleichsweise herangezogen werden. Danach bejaht 

das Bundesgericht die Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung, welche 

Voraussetzung für eine Revision der Rente der Unfallversicherung nach 

Art. 17 Abs. 1 ATSG ist, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 

Prozentpunkte ändert (BGE 140 V 85 E.4.3 m.H.). Sinngemäss gilt für 

den vorliegenden Fall, dass die Differenz von 12 % zwischen der 

zugesprochenen und der verlangten Rente mehr als das Doppelte der 

massgebenden Prozentpunkte gemäss oberwähnter Rechtsprechung 

beträgt und deshalb erheblich ist. Die Zumutbarkeit eines Berufswechsels 

von der aktuellen selbständigen Tätigkeit zu einer unselbständigen 

- 21 -

adaptierten Tätigkeit ist demnach mit der Beschwerdegegnerin zu 

bejahen.

6. Übt eine versicherte Person nach Eintritt eines unfallbedingten 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aus, so dass bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens nicht von dem mit der aktuellen erwerblichen 

Betätigung erzielten Verdienst ausgegangen werden kann, sind nach der 

Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung entweder Tabellenlöhne 

gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der SUVA-internen 

Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) heranzuziehen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_448/2014 vom 29. Dezember 2014 E.5.1 mit Hinweis 

auf BGE 139 V 592 E.2.3). Die Beschwerdeführerin hat sich für die erste 

Variante entschieden. Dagegen lässt sich dem Grundsatz nach nichts 

einwenden. Die eigentliche Bemessung des Invalideneinkommens nach 

LSE wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht gerügt. Somit ist den 

von der Beschwerdegegnerin ermittelten Invaliditätsgrad von 38 % 

ausgehend von einem Valideneinkommen des Beschwerdeführers als 

Geschäftsführer von Fr. 105'000.-- sowie einem zumutbaren 

Invalideneinkommen von Fr. 68'361.-- (Jahreseinkommen gemäss den 

LSE von 2012, Tabelle A1, Kompetenzniveau 2, aufgewertet mit dem 

Nominallohnindex und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 

10 %) nicht zu beanstanden. 

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer einen 

Berufswechsel in eine adaptierte Tätigkeit zuzumuten ist. Faktisch wird er 

damit zwar nicht gezwungen, seine bisherige selbständige Tätigkeit 

aufzugeben. Dennoch hat er sich bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades 

das zumutbare Invalideneinkommen in der adaptierten Tätigkeit gemäss 

der massgebenden LSE-Tabelle (Fr. 68'361.--, vgl. vorstehende 

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- 22 -

Erwägung) zurechnen zu lassen. Der angefochtene Einspracheentscheid 

erweist sich somit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

8. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden in Anwendung von 

Art. 61 lit. a ATSG keine Verfahrenskosten erhoben. Als unterliegende 

Partei kann der Beschwerdeführer, dessen Beschwerde sowohl im Haupt- 

als auch im Eventualantrag abgewiesen wurde, keine aussergerichtliche 

Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG). Die 

Beschwerdegegnerin, die in ihrer Eigenschaft als zuständige 

Sozialversicherungsträgerin obsiegt hat, kann ebenfalls keine 

Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 14. 

September 2017 abgewiesen (8C_77/2017).