# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cb253be-b95c-5c42-af1b-1b67421a55a0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.11.2008 D-6780/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6780-2008_2008-11-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6780/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 
Richterin Emilia Antonioni, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren [...],
Äthiopien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
23. September 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6780/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. September 2008 – eröffnet am 
24. September 2008  –  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
14. Februar 2006 abgewiesen und die Wegweisung sowie den Vollzug 
angeordnet hat,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Oktober 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde  erhoben  und  sinngemäss  um  Wiederherstellung  der  Be-
schwerdefrist gemäss Art. 24 VwVG ersucht hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen seit Eröffnung der Verfü-
gung einzureichen ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG),

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Be-
hörde einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post 
zu übergeben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG),

dass die angefochtene Verfügung gemäss Rückschein am 24. Septem-
ber 2008 eröffnet wurde,

dass somit die 30-tägige Beschwerdefrist am 24. Oktober 2008 abge-
laufen ist  (Art. 20 VwVG) und demnach die Beschwerdeeingabe vom 
27. Oktober 2008 (Poststempel) verspätet eingereicht wurde,  weshalb 
zu prüfen ist,  ob entschuldbare Gründe im Sinne von Art. 24 Abs. 1 
VwVG vorliegen,  welche eine Wiederherstellung der  Beschwerdefrist 
rechtfertigen würden,

dass gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG Voraussetzung für die Wiederher-
stellung  der  Beschwerdefrist  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  unver-
schuldet davon abgehalten worden ist, innert der Frist zu handeln und 

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D-6780/2008

dass er binnen 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses die versäumte 
Rechtshandlung vornimmt,

dass gemäss Lehre und Rechtsprechung zu Art. 24 Abs. 1 VwVG ein 
Fristversäumnis  nur  dann  unverschuldet  ist,  wenn  der  Partei  keine 
Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann und objektive Gründe vorlie-
gen (vgl. Alfred Kölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwal-
tungsrechtsprechung  des  Bundes,  2.  Aufl.  Zürich  1998,  Rz.  345,  S. 
124f.; BGE 112 V 255, BGE 108 V 109; Verwaltungspraxis der Bundes-
behörden [VPB] 60.39, S. 367),

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Gesuchs im We-
sentlichen geltend machte, seine Rechtsvertreterin habe das Mandat 
niedergelegt und er habe innert  kurzer Zeit keinen neuen Rechtsver-
treter finden können, weshalb er die Beschwerde selber habe schrei-
ben müssen,

dass sich daraus indessen kein Hindernis ableiten lässt,  die erstins-
tanzliche Verfügung fristgerecht anzufechten,

dass nämlich die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das Man-
dat bereits am 10. Oktober 2008 niedergelegt hat und dem Beschwer-
deführer somit noch genügend Zeit geblieben wäre, um die Beschwer-
de fristgerecht einzureichen,

dass  aufgrund  dieser  Nachlässigkeit  das  Fristversäumnis  des  Be-
schwerdeführers nicht als unverschuldet bezeichnet werden kann, wo-
mit  es an einer der kumulativ erforderlichen Voraussetzungen für die 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist fehlt,

dass das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist  somit – 
unabhängig von der Frage der rechtzeitig nachgeholten Rechtshand-
lung – abzuweisen ist,

dass  bei  dieser  Sachlage  gleichzeitig  auf  die  verspätet  eingereichte 
Beschwerde gegen die Verfügung des BFM vom 23. September 2008 
nicht einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), angesichts des ge-
ringen Aufwandes jedoch angemessen zu reduzieren sind.
(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das  Gesuch  um  Wiederherstellung  der  Beschwerdefrist  wird  abge-
lehnt.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen ab  Versand  des Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

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