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**Case Identifier:** 990f1c0a-818b-5839-90e4-37aa5a9feb6c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.06.2018 PQ180014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ180014_2018-06-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ180014-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger 

Beschluss und Urteil vom 7. Juni 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Obhut und Besuchsrecht in der Beistandschaft nach Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer I des Bezirksrates Zürich vom 
1. Februar 2018 i.S. C._____, geb. tt.mm.2008; VO.2017.15 (Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich) 

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Erwägungen: 

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. C._____ (Jg. 2008) ist die gemeinsame Tochter der unverheirateten Eltern 

A._____ (Beschwerdeführerin) und B._____ (Beschwerdegegner). Nebst C._____ 

hat die Beschwerdeführerin drei weitere Kinder, die Halbgeschwister von C._____ 

sind, nämlich D._____ (Jg. 1997), E._____ (Jg. 2000) und F._____ (Jg. 2011).  

2. Seit Januar 2010 besteht für C._____ gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 

ZGB eine Beistandschaft zur Unterstützung der Eltern in ihrer Sorge, der Umset-

zung des Besuchsrechts und später zur Klärung der sich im Zusammenhang mit 

der Platzierung beim Beschwerdegegner stellenden Fragen.  

3. Im Mai 2015 wurde der Beschwerdeführerin das Aufenthaltsbestimmungs-

recht über C._____ entzogen und C._____ beim Beschwerdegegner unterge-

bracht (act. 9/80). Seither lebt C._____ beim Beschwerdegegner in G._____ und 

sah die Beschwerdeführerin – mit einem längeren Unterbruch – im Rahmen von 

begleiteten Besuchen.  

4. Mit Eingabe vom 29. September 2015 stellte der Beschwerdegegner bei der 

KESB der Stadt Zürich den Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge über 

C._____. Die Beschwerdeführerin beantragte die Belassung der alleinigen elterli-

chen Sorge bei ihr. In der Folge holte die KESB beim Kinder- und Jugendpsychi-

atrischen Dienst des Kantons Zürich, Frau H._____, am 18. Februar 2016 ein um-

fassendes Gutachten ein (act. 9/288). Die Gutachterin H._____ erstattete ihr Gut-

achten am 7. September 2016 und äusserte sich darin zur gemeinsamen elterli-

chen Sorge, zur Obhut und zum Kontaktrecht (act. 9/315). In der Stellungnahme 

zum Gutachten hielt der Beschwerdegegner an seinem Antrag auf gemeinsame 

elterliche Sorge fest und verlangte, dass C._____ unter seine alleinige Obhut zu 

stellen sei, wobei ein angemessenes – vorerst begleitetes – Besuchsrecht für die 

Beschwerdeführerin und C._____ vorzusehen sei; die Beistandschaft sei aufrecht 

zu erhalten (act. 9/323). Die Beschwerdeführerin beantragte die Anordnung einer 

alternierenden Obhut mit stufenweisem Aufbau der Betreuungsanteile sowie die 

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Aufhebung der Beistandschaft, eventualiter die Entlassung der amtierenden Bei-

ständin (act. 9/326). Mit Zirkulationsbeschluss vom 30. Januar 2017 entschied die 

KESB der Stadt Zürich wie folgt (act. 9/350 [Akten KESB] =  

act. 8/2/1 [Akten Bezirksrat]): 

"1. Das Kind C._____, geb. tt.mm.2008, wird unter die gemeinsame 
elterliche Sorge der Eltern, Frau A._____ und Herrn B._____, ge-
stellt. 

2. Das Kind C._____ wird unter die Obhut des Vaters, Herrn 
B._____, gestellt und der Antrag von Frau A._____, das Kind 
C._____ unter die alternierende Obhut der Eltern, Frau A._____ 
und Herrn B._____, zu stellen, wird abgewiesen. 

3. Es ist davon Vormerk zu nehmen, dass die mit Beschluss vom 
18. Juni 2015 und berichtigtem Beschluss vom 22. Juni 2015, 
Dispositiv Ziff. 2, vorsorglich angeordnete Besuchsregelung bis 
31. Juli 2017 bzw. längstens bis zur rechtskräftigen Anordnung 
einer definitiven Kontaktregelung weitergeführt wird. 

[4.-8.] 
9. Die Erziehungsgutschriften werden für die Berechnung künftiger 

AHV-/IV-Renten ausschliesslich dem Vater angerechnet. Es ist 
Aufgabe der Eltern, die betroffenen Ausgleichskassen dannzumal 
über diese Regelung zu informieren. 

[10.-12.]" 

5. Am 3. März 2017 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde an den Be-

zirksrat und stellte folgende Anträge (act. 8/1): 

"1. In Abänderung von Dispositivziffer 2 des Zirkulationsbeschlusses 
Nr. 567 vom 30. Januar 2017 der KESB Stadt Zürich sei das  
gemeinsame Kind der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2008, unter 
die alternierende Obhut der Parteien zu stellen. 

2. In Abänderung von Dispositivziffer 3 des Zirkulationsbeschlusses 
Nr. 567 vom 30. Januar 2017 der KESB Stadt Zürich sei die Be-
schwerdeführerin für berechtigt zu erklären, C._____, geb. 
tt.mm.2008, wie folgt zu betreuen: 

 1. Phase… 
 2. Phase… 
3. In Abänderung von Dispositivziffer 9 des Zirkulationsbeschlusses 

Nr. 567 vom 30. Januar 2017 der KESB Stadt Zürich seien die 
Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-
Renten hälftig beiden Parteien anzurechnen. 

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4. Eventualantrag für den Fall, dass der Bezirksrat die Angelegen-
heit nicht als spruchreif erachtet, sei die Angelegenheit zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% Mehr-
wertsteuer) zu Lasten des Beschwerdegegners." 

Mit Urteil vom 1. Februar 2018 entschied der Bezirksrat Zürich wie folgt (act. 7): 

I. Es wird davon Vormerk genommen, dass Dispositiv-Ziffern 1, 4, 7 
und 8 des angefochtenen Beschlusses Nr. 567 der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 30. Januar 
2017 nicht angefochten wurden und in der Zwischenzeit in 
Rechtskraft erwachsen sind. 

II. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Beschluss Nr. 567 der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 
30. Januar 2017 bestätigt. 

III. [Entscheidgebühr] 
IV. [Kosten der Kindervertretung] 
V. [Parteientschädigung] 
VI. [Rechtsmittelbelehrung] 
VII. [Mitteilung]. 

6. Am 9. März 2018 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde ans Oberge-

richt und stellte folgende Anträge (act. 2): 

"1. Der Beschluss Nr. 567 der Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde Stadt Zürich, Kammer I, vom 30. Januar 2017 betreffend 
C._____, geb. tt.mm.2008, sei bezüglich Dispositivziffer 2, 3, 9 
vollumfänglich aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Stadt Zürich zurückzuweisen. 

2. Eventualantrag für den Fall, dass das Obergericht die Angele-
genheit als spruchreif erachtet, sei in Abänderung von Dispositiv-
ziffer 2 des Zirkulationsbeschlusses Nr. 567 vom 30. Januar 2017 
der KESB Stadt Zürich das gemeinsame Kind der Parteien, 
C._____, geb. tt.mm.2008, unter die alternierende Obhut der 
Parteien zu stellen. 

3. Eventualantrag für den Fall, dass das Obergericht die Angele-
genheit als spruchreif erachtet, sei in Abänderung von Dispositiv-
ziffer 3 des Zirkulationsbeschlusses Nr. 567 vom 30. Januar 2017 
der KESB Stadt Zürich die Beschwerdeführerin für berechtigt zu 
erklären, C._____, geb. tt.mm.2008, an mindestens 2 Tagen pro 
Woche jeweils in den geraden Kalenderwochen von Freitag 
Schulschluss bis Montagmorgen Schulbeginn sowie die Hälfte der 
Schulferien und der gesetzlichen Feiertage zu betreuen. 

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4. Eventualantrag für den Fall, dass das Obergericht die Angele-
genheit als spruchreif erachtet, sei[en] in Abänderung von Dispo-
sitivziffer 9 des Zirkulationsbeschlusses Nr. 567 vom 30. Januar 
2017 der KESB Stadt Zürich […] die Erziehungsgutschriften für 
die Berechnung künftiger AHV-/IV-Renten hälftig beiden Parteien 
anzurechnen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% Mehr-
wertsteuer) zu Lasten des Beschwerdegegners.  

In prozessualer Hinsicht stellte die Beschwerdeführerin den Antrag, ihr sei die un-

entgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechtsanwältin 

X._____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. 

7. Mit Beschluss vom 22. März 2018 wies der Bezirksrat Zürich das Gesuch 

der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ab und 

auferlegte ihr die Kosten für das Verfahren vor Bezirksrat (act. 13). Mit Eingabe 

vom 23. April 2018 nahm die Beschwerdeführerin Stellung zur Abweisung des 

Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege durch den Bezirksrat Zürich (act. 17 und 

act. 18/1-37). 

8. Die Akten der KESB Zürich (act. 9/1-440) und des Bezirksrates Zürich 

(act. 8/1-56) wurden beigezogen. Eine Beschwerdeantwort wurde nicht eingeholt. 

Die Sache ist spruchreif. 

II. Zur Beschwerde im Einzelnen 

1. Prozessuales 

1.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im 

EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZGB). Der Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten 

Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Beschwer-

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deinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite das 

Obergericht. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können 

nur Entscheide des Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der KESB. 

1.2. In der vorliegenden Beschwerde ans Obergericht verlangt die Beschwerde-

führerin im Hauptantrag die Aufhebung der Dispositivziffern 2, 3, 9 des Beschlus-

ses Nr. 567 der KESB der Stadt Zürich vom 30. Januar 2017 und die Rückwei-

sung zur Neubeurteilung an die KESB sowie in den Eventualanträgen die Abän-

derung der Dispositivziffern 2, 3, 9 des Beschlusses Nr. 567 der KESB der Stadt 

Zürich vom 30. Januar 2017. Da sich die Beschwerde ans Obergericht nur gegen 

einen Entscheid des Bezirksrates richten kann, sind diese Anträge grundsätzlich 

nicht zulässig. Der Entscheid der KESB ist nicht Anfechtungsobjekt.  

1.3. Die KESB der Stadt Zürich regelte im Zirkulationsbeschluss im Wesentlichen 

drei Punkte. Erstens entsprach die KESB dem Antrag des Beschwerdegegners, 

C._____ unter die gemeinsame Sorge der Eltern zu stellen (act. 8/2/1, Dispositiv-

Ziff. 1); die gemeinsame elterliche Sorge ist unterdessen unbestritten und nicht 

mehr Gegenstand des Verfahrens. Zweitens stellte die KESB C._____ unter die 

alleinige Obhut des Beschwerdegegners und lehnte den Antrag der Beschwerde-

führerin ab, C._____ unter die alternierende Obhut der Eltern zu stellen 

(act. 8/2/1, Dispositiv-Ziff. 2). Drittens nahm die KESB Vormerk, dass die in ihren 

Beschlüssen vom 18. bzw. 22. Juni 2015 angeordnete vorsorgliche (begleitete) 

Besuchsregelung von wöchentlich drei bis fünf Stunden (act. 9/133 und 

act. 9/143) bis zur definitiven Kontaktregelung weitergeführt werde; im Ergebnis 

verzichtete die KESB somit trotz der Unterstellung von C._____ unter die alleinige 

Obhut des Beschwerdegegners auf die definitive Regelung eines Besuchsrechtes 

zwischen der Beschwerdeführerin und C._____ (act. 8/2/1, Dispositiv-Ziff. 3). 

 In ihrer Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss der KESB vom 

30. Januar 2017 (act. 8/1) beantragte die Beschwerdeführerin dem Bezirksrat 

ausschliesslich die Anordnung der alternierenden Obhut (Rechtsbegehren Ziff. 1), 

die Festsetzung ihrer Betreuungsanteile (Rechtsbegehren Ziff. 2) und die hälftige 

Zuteilung der Erziehungsgutschriften an die Eltern (Rechtsbegehren Ziff. 3). 

Demgegenüber unterliess es die Beschwerdeführerin, für den Fall, dass der Be-

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zirksrat die von der KESB angeordnete alleinige Obhut des Beschwerdegegners 

über C._____ bestätigen sollte, zu beantragen, dass anstelle des vorsorglich an-

geordneten Besuchsrecht ein weitergehendes Besuchsrecht hätte angeordnet 

werden müssen. Dem Bezirksrat lag somit – abgesehen von der Frage der Erzie-

hungsgutschriften – ein reiner "Obhutsstreit" und kein "Obhuts- und Besuchs-

rechtsstreit" vor. Der Bezirksrat hielt denn auch zutreffend und unangefochten 

fest, dass über das Kontaktrecht nicht zu entscheiden sei, weil einerseits die 

KESB zu dieser Thematik keinen anfechtbaren Entscheid getroffen und weil an-

derseits die Beschwerdeführerin die Kontaktregelung nebst ihrem Begehren auf 

alternierende Obhut nicht angefochten habe (act. 7 S. 27 E. 5.4).  

 Wenn sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren in erster Linie 

daran stört, dass nur die Frage der Obhutszuteilung geregelt worden sei, während 

die Frage der Besuchs- bzw. Betreuungszeiten immer noch erstinstanzlich bei der 

KESB hängig sei, weshalb der Beschluss der KESB vom 30. Januar 2017 vollum-

fänglich aufzuheben und zur Neubeurteilung an die KESB zurückzuweisen sei 

(act. 2 S. 5 Rz. 8 ff. und S. 11 f. Rz. 27 ff.), hätte sie dies im Verfahren vor Be-

zirksrat geltend machen müssen. Soweit die Beschwerdeführerin im Beschwerde-

verfahren vor Obergericht eine neue Thematik aufgreift, die nicht Gegenstand des 

Beschwerdeverfahrens vor Bezirksrat war, kann auf ihre Beschwerde nicht einge-

treten werden.  

1.4. Hingegen kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren das eigentliche Pro-

zessthema im Verfahren vor dem Bezirksrat – nämlich die Frage der alternieren-

den Obhut – überprüft werden. Daran ändert insbesondere der Umstand nichts, 

dass sich die Beschwerdeführerin in ihren Rechtsbegehren Ziff. 2, Ziff. 3 und 

Ziff. 4 gegen den Zirkulationsbeschluss Nr. 567 der KESB vom 30. Januar 2017 

und nicht gegen Dispositiv Ziffer. II des Urteils des Bezirksrates vom 1. Februar 

2018 wendet. Weil aus der Beschwerdebegründung (act. 2 S. 11 ff. Rz. 27 ff.) klar 

wird, dass die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren die Anord-

nung einer alternierenden Obhut mit bestimmten Betreuungszeiten verlangt. In-

soweit ist auf die Beschwerde einzutreten.  

 

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2. Materielles 

2.1. In Bezug auf die Obhutsregelung kommt die Zuteilung der alleinigen Obhut 

an einen Elternteil verbunden mit der Regelung der persönlichen Verkehrs des 

andern Elternteils oder die Anordnung einer alternierenden Obhut mit einer Rege-

lung der Betreuungsanteile beider Elternteile in Frage (Art. 298b Abs. 3bis und 

Abs. 3ter ZGB). Nach der Rechtsprechung muss das Gericht im Einzelfall gestützt 

auf eine sachverhaltsbasierte Prognose prüfen, ob eine alternierende Obhut vor-

aussichtlich dem Wohl des Kindes entspricht (BGE 142 III 612 E. 2 S. 614 f.). Da-

bei hat die Rechtsprechung die einzelnen Kriterien definiert, die für diese Beurtei-

lung massgebend sind. Zunächst ist die Erziehungsfähigkeit beider Eltern zu prü-

fen, und zwar in dem Sinn, dass die alternierende Obhut grundsätzlich nur in Fra-

ge kommt, wenn beide Eltern erziehungsfähig sind. Weiter erfordert die alternie-

rende Obhut organisatorische Massnahmen und gegenseitige Information; inso-

fern setzt die praktische Umsetzung einer alternierdenen Obhut die Fähigkeit der 

Eltern zu Kooperation und Kommunikation in Kinderbelangen voraus; allein aus 

dem Umstand, dass ein Elternteil sich einer alternierenden Betreuungsregelung 

widersetzt, kann jedoch nicht ohne Weiteres auf eine fehlende Kooperationsfähig-

keit der Eltern geschlossen werden; ein derartiger Schluss könnte nur dort in Be-

tracht fallen, wenn eine alternierende Obhut aufgrund gravierender Elternkonflikte 

offensichtlich den Interessen des Kindes zuwiderliefe. Zu berücksichtigen ist fer-

ner die geographische Situation, namentlich die Distanz zwischen den Wohnun-

gen der beiden Eltern und die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen 

Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem Sinn fällt die al-

ternierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor der Tren-

nung abwechselnd betreuten. Weitere Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der 

persönlichen Betreuung des Kindes, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu 

(Halb- oder Stief-)Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales 

Umfeld (BGE 142 III 612 E. 4.3 S. 615 f. mit Hinweis auf nicht amtl. publ. Ent-

scheide). 

2.3.1. Zum weitaus wichtigsten Entscheidkriterium – der Erziehungsfähigkeit 
beider Elternteile – hielt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid fest, dass der 

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Beschwerdegegner gestützt auf das Gutachten von H._____ erziehungsfähig sei 

(act. 7 E. 5.2 lit. a S. 18). Daran ändert auch der Hinweis der Beschwerdeführerin 

im vorliegenden Verfahren nichts, die Bindungstoleranz des Beschwerdegegners 

lasse aufhorchen, weil er nach dem Kontaktabbruch zwischen C._____ und der 

Beschwerdeführerin im Oktober 2017 auf keine Vorschläge der Beschwerdeführe-

rin zur Wiederaufnahme der Kontakte mit C._____ eingegangen sei (act. 2 S. 17 

Rz. 47). Dieser Einwand ist schon deshalb unbegründet, weil es aufgrund der für 

C._____ bestehenden Beistandschaft Sache der Beiständin ist, die notwendigen 

Anordnungen zum Besuchsrecht zu treffen (Dispositiv Ziffer 6d des Beschlusses 

der KESB vom 30. Januar 2017). In Bezug auf die Erziehungsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin wies die Vorinstanz im Wesentlichen darauf hin, dass der be-

handelnde Psychiater Dr. med. I._____ bei der Beschwerdeführerin eine histrio-

nisch-instabile Persönlichkeitsakzentuierung, eine atypische Essstörung sowie ei-

nen Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert habe (act. 7  

E. 5.2 lit. a S. 18, vgl. act. 9/315 S. 78). Gemäss der Gutachterin H._____ sei die 

Erziehungsfähigkeit der Mutter nicht ohne Weiteres gegeben; vielmehr hänge die-

se von verschiedenen Faktoren ab, über welche sie – die Gutachterin – keine kla-

re Prognose abgebe; vielmehr empfehle sie – die Gutachterin – eine weitere Be-

gleitung und Überwachung des zu intensivierenden Mutter-Kind-Kontaktes, um 

basierend auf den dabei gewonnenen Erfahrungen einen weiteren Entscheid be-

treffend Kontaktregelung zu treffen. Daraus schloss die Vorinstanz, dass eine al-

ternierende Obhut ohne vorgängige Intensivierung des Kontaktes zwischen der 

Beschwerdeführerin und C._____ und ohne vorgängige erprobte unbegleitete Be-

suche nicht angezeigt sei (act. 7 E. 5.2 lit. a S. 20). Schliesslich wies die Vo-

rinstanz ergänzend darauf hin, dass die älteste Tochter der Beschwerdeführerin 

und Halbschwester von C._____, D._____ (Jg. 1997), Bedenken hinsichtlich der 

Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin geäussert habe (act. 7 E. 5.2  

lit. a S. 20 f. mit Hinweis auf act. 9/11 S. 11 f. [Äusserungen vom 22. Februar 

2017] und act. 8/414 [Äusserungen vom 26. September 2017]). Die Beschwerde-

führerin weist zwar zutreffend darauf hin, dass aufgrund dieser Umstände (Ein-

schätzung des behandelnden Psychiaters Dr. med. I._____, der Gutachterin 

H._____ und der Äusserungen von D._____) die Erziehungsfähigkeit der Be-

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schwerdeführerin nicht grundsätzlich verneint werden könne (act. 2 S. 17 f. Rz. 48 

ff.). Da die Beschwerdeführerin seit der Unterbringung von C._____ beim Be-

schwerdegegner nur im Rahmen von begleiteten Besuchen Kontakt zu ihrer 

Tochter hatte und auch diese Besuchskontakte während längerer Zeit unterbro-

chen waren, empfiehlt sich ein schrittweiser Auf- und Ausbau des Kontaktes von 

C._____ zur Beschwerdeführerin, um zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin 

der Erziehungsaufgabe gewachsen ist. Demgegenüber steht die Erziehungsfä-

higkeit des Beschwerdegegners ausser Frage, da C._____ seit 2015 ununterbro-

chen beim Beschwerdegegner platziert ist, sich ihr Zustand innert Kürze stabili-

siert hat und sie sich seither gut entwickelt hat. Aufgrund dieser Umstände ist die 

alleinige elterliche Obhut beim Beschwerdegegner angezeigt. 

2.3.2. Ergänzend führt der Bezirksrat aus, dass es auch an einer Kooperations-
bereitschaft der Eltern fehle, die für eine alternierende Obhut erforderlich wäre 
(act. 7 E. 5.2 lit. b). Auch die Beschwerdeführerin geht davon aus, dass in der ge-

gebenen Situation die Kooperationsbereitschaft der Eltern naturgemäss erschwert 

sei (act. 2 S. 19 Rz. 53). Zu Recht und unangefochten wies die Vorinstanz ferner 

darauf hin, dass anlässlich der Besuchskontakte Schwierigkeiten bei der Überga-

be von C._____ aufgetreten seien und dass eine alternierende Obhut nicht ange-

zeigt sei, wenn bereits eine konfliktfreie Übergabe von C._____ anlässlich der 

Besuchskontakte nicht funktioniere (act. 7 E. 5.2 lit. b). 

2.3.3. Weiter äusserte die Vorinstanz auch Zweifel in Bezug auf eine alternieren-

de Obhut wegen der geographischen Distanz zwischen der Wohnung des Be-
schwerdegegners und der Schule in G._____ sowie der Wohnung der Beschwer-

deführerin in J._____ (act. 7 E. 5.2 lit. c). Wenn die Beschwerdeführerin die Dis-

tanz zwischen G._____ und J._____ für vernachlässigbar hält und auf ihr Angebot 

verweist, C._____ nach G._____ und zum Beschwerdeführer zu bringen (act. 2 

Rz. 57), übersieht sie, dass diese Wechsel jedenfalls für ein 9-jähriges Mädchen 

eine Zusatzbelastung darstellen könnten. Unwidersprochen ist denn auch die Auf-

fassung der Vorinstanz geblieben, dass nicht absehbar sei, wie sich zwei Wohn-

orte in unterschiedlichen Gemeinden auf das soziale Umfeld von C._____ (Kon-

takt zu Freundinnen) auswirken würde (act. 7 E. 5.2 lit. c). 

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2.3.4. Sodann hielt der Bezirksrat zutreffend fest, dass der Kontakt zwischen 
C._____ und ihren Halbgeschwistern (insbesondere mit ihrer jüngeren Halb-
schwester F._____) mit dem bisherigen Betreuungsmodell – d.h. der alleinigen 

Obhut des Beschwerdegegners und Besuchszeit bei der Beschwerdeführerin – 

gut gewährleistet sei (act. 7 E. 5.2 lit. d mit Hinweis auf act. 9/424).  

2.3.5. In Bezug auf die Möglichkeit der persönlichen Betreuung von C._____ 
hielt die Vorinstanz fest, dass diesem Kriterium nur geringe Bedeutung zukomme, 

da C._____ in den Schulalltag eingebunden sei und da die Beschwerdeführerin 

wie der Beschwerdegegner mit einem 100%-Pensum arbeite. Im Übrigen sei auch 

die von der Beschwerdeführerin hervorgehobene berufliche Flexibiliät zu relativie-

ren, nachdem sie selbst angegeben habe, sie könne ab September 2017 C._____ 

aus beruflichen Gründen nicht mehr am Montag, sondern nur noch am Mittwoch 

betreuen (act. 7 E. 5.2 lit. e). 

2.3.6. Schliesslich wies die Vorinstanz zutreffend auch darauf hin, dass der 

Wunsch von C._____, bei beiden Eltern zu wohnen, zwar nachvollziehbar und 
verständlich sei. Dies deckt sich mit der Darstellung der Beschwerdeführerin, 

dass C._____ offenbar seit einiger Zeit immer wieder den telefonischen Kontakt 

zu ihr sucht (act. 2 S. 10 f.). Allerdings ändert dies nichts an der zutreffenden Auf-

fassung des Bezirksrates, dass die erst knapp 10-jährige C._____ die Konse-

quenzen einer alternierenden Obhut mit zwei Wohnsitzen in verschiedenen Ge-

meinden und die Auswirkungen von nicht erprobten Betreuungsverhältnissen 

nicht abschätzen könne (act. 7 E. 5.2 lit. f.).  

2.4. Insgesamt ist entscheidend, dass sich C._____ seit der Unterbringung beim 

Beschwerdegegner im Jahr 2015 positiv entwickelt und sich ihre Situation stabili-

siert hat. C._____ hat sich beim Beschwerdegegner gut eingelebt und ist sowohl 

in der Schule als auch in ihrem sozialen Umfeld gut integriert. Die Beschwerde-

führerin ist für C._____ zwar eine wichtige Bindungsperson. Die Gutachterin 

H._____ empfiehlt den stufenweisen Auf - und Ausbau des Kontaktes von 

C._____ zur Beschwerdeführerin mit dem Ziel, dass eine Stabilität und Kontinuität 

in der Mutter-Kind-Beziehung entstehen kann. Für eine alternierende Obhut sind 

die Voraussetzungen aus den dargelegten Gründen jedoch nicht gegeben. Der 

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Bezirksrat stellte C._____ zu Recht unter die alleinige elterliche Obhut des Be-

schwerdegegners. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.  

2.5. Wenn C._____ unter der alleinigen Obhut des Beschwerdegegners steht, ist 

die von der Beschwerdeführerin verlangte Aufteilung der Erziehungsgutschriften 

nicht angebracht. Auch diesbezüglich ist die Beschwerde abzuweisen. 

3. Unentgeltliche Rechtspflege; Kosten- und Entschädigungsregelung 

3.1. Der Beschwerdeführerin beantragt die Bewilligung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Rechtsverbeiständung. Gemäss Art. 117 ZPO hat eine Partei 

Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie bedürftig ist und wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO).  

a. Als mittellos gilt eine Person, welche die erforderlichen Prozesskosten nur 

erbringen kann, wenn sie die Mittel angreift, deren sie zur Deckung des Grundbe-

darfs für sich und seine Familie bedarf. Zur Prüfung der Mittellosigkeit sind nicht 

nur die Einkünfte, sondern auch die Vermögenssituation der betreffenden Partei 

massgebend (BGE 132 I 221 E. 5.a S. 223; 120 Ia 179 E. 3a S. 181; je mit Hin-

weisen). Grundsätzlich obliegt es der gesuchstellenden Partei, ihre Einkommens- 

und Vermögensverhältnisse umfassend darzustellen und soweit möglich auch zu 

belegen. Dabei werden umso höhere Anforderungn an eine umfassende und kla-

re Darstellung der finanziellen Situation durch die gesuchstellende Partei gestellt, 

je komplexer die Verhältnisse sind. Wenn die gesuchstellende Partei ihrer Mitwir-

kungspflicht nicht nachkommt, kann die unentgeltliche Rechtspflege verweigert 

werden (BGE 120 Ia 179 E. 3a S. 181 f.). Im vorliegenden Fall erhielt die Be-

schwerdeführerin nach dem Tod ihres Vaters ein Erbe von CHF 311'061.10. Un-

ter Berücksichtigung einer Abtretung an die Gemeinde J._____ im Betrag von 

CHF 56'161.15 wurde der Beschwerdeführerin am 5. April 2018 CHF 254'899.85 

gutgeschrieben (act. 17 S. 1). Gemäss der Darstellung der Beschwerdeführerin 

soll dieser Betrag praktisch vollständig zur Schuldentilgung verwendet worden 

sein (act. 17 S. 2 ff.). In Bezug auf verschiedene Zahlungen ist nicht glaubhaft 

gemacht, dass die betreffenden Beträge effektiv geschuldet sind. Zu erwähnen 

sind zunächst das Darlehen von K._____ (vgl. act. 17 Rz. 4; Darlehen  

- 13 - 

über CHF 2'000.00), das Darlehen der Arbeitgeberin L._____ GmbH, vertreten 

durch M._____ (vgl. act. 17 Rz. 6; Darlehen über CHF 21'074.00) und das Darle-

hen von M._____ persönlich (vgl. act. 17 Rz. 9; Darlehen über Fr. 5'200.00). 

M._____ ist der Lebenspartner der Beschwerdeführerin (act. 7 S. 15, act. 9/389, 

act. 9/414 S. 3), weshalb allein aufgrund der blossen Behauptung der Beschwer-

deführerin, ihr Lebenspartner, dessen Gesellschaft und eine weitere nahestehen-

de Person hätten Darlehen in der Höhe von gut CHF 28'000.00 gewährt, das ef-

fektive Bestehen dieser Darlehen nicht glaubhaft gemacht ist. Sodann sind die 

Forderungen von N._____ in der Höhe von CHF 10'000.00 nicht glaubhaft ge-

macht; als Grund für diese Schuld gibt die Beschwerdeführerin an, sie schulde 

N._____ diesen Betrag, weil er ihr ein Kundenportfolio überlassen habe und sie 

einmal in der Woche im Showroom ihres Arbeitgebers (der L._____ GmbH) wei-

terbilde bzw. coache (act. 17 Rz. 18); da die Beschwerdeführerin bei der L._____ 

GmbH Arbeitnehmerin mit einem 100%-Pensum ist, ist nicht glaubhaft gemacht, 

weshalb sie persönlich – und nicht die L._____ GmbH – für das angebliche Über-

lassen eines Kundenportfolio und für das Erbringen von Coaching-Dienstleistung 

CHF 10'000.00 an N._____ bezahlen müsste. Schliesslich ist zu berücksichtigen, 

dass die Beschwerdeführerin nach der Gutschrift ihres Erbanteils von 

CHF 254'899.85 am 5. April 2018 mehrmals Beträge auf das Konto CH… über-

wies (CHF 5'000.00 am 05.04.18, CHF 5'000.00 am 06.04.18, CHF 2'200.00 am 

09.04.18 und CHF 4'900.00 am 09.04.18), wobei weder der Grund für diese 

Überweisungen noch die Person des Berechtigten am genannten Konto bekannt 

ist, so dass nicht glaubhaft gemacht ist, dass diese Beträge in der Höhe von 

CHF 17'100.00 nicht mehr verfügbar sind. Da die angeblichen Darlehen des Le-

benspartners der Beschwerdeführerin bzw. der L._____ GmbH oder einer nahe-

stehenden Person nicht glaubhaft gemacht sind (insgesamt gut CHF 28'000.00), 

da das Bestehen einer Schuld gegenüber N._____ ebenfalls nicht glaubhaft ge-

macht ist (CHF 10'000.00) und da die Unterlagen unkommentierte Überweisun-

gen auf ein unbekanntes Konto ausweisen (CHF 17'100.00), bestehen in Bezug 

auf einen erheblichen Betrag des namhaften Erbes Unklarheiten, weshalb die Be-

schwerdeführerin nicht als bedürftig gelten kann.  

- 14 - 

 b. Überdies erweisen sich die Begehren der Beschwerdeführerin auch als 

aussichtslos. Als aussichtslos gilt ein Begehren, bei dem die Gewinnaussichten 

beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernst-

haft bezeichnet werden können; dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, 

wenn sich die Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten 

oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die 

über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftigen Überlegungen zu einem Pro-

zess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene 

Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil 

er sie zumindest vorläufig nichts kostet. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaus-

sichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen 

Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einrei-

chung des Gesuchs massgebend sind (BGE 142 III 138 E. 5.1 mit weiteren Hin-

weisen). Im vorliegenden Fall erweist sich die Beschwerde einerseits als aus-

sichtslos,  weil auf die Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss der KESB 

vom 30. Januar 2017 nicht einzutreten war. Andrerseits erweist sich auch der an 

sich zulässige Teil der Beschwerde, mit welchem die Beschwerdeführerin die al-

leinige Obhut des Beschwerdegegners kritisiert, als aussichtslos, weil die Erzie-

hungsfähigkeit des Beschwerdegegners ausser Frage steht und sich C._____ seit 

ihrer Platzierung beim Beschwerdegegner im Jahr 2015 gut entwickelt hat, wäh-

rend die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht abschliessend beurteilt 

werden kann, weil Besuchskontakte seit der Platzierung von C._____ beim Be-

schwerdegegner längere Zeit gänzlich unterbrochen waren und im Übrigen nur im 

Rahmen von begleiteten Besuchen stattfanden, weshalb eine alternierende Obhut 

bei den gegebenen Verhältnissen nicht in Frage kommen kann. 

2. Da die Beschwerdeführerin unterliegt, wird sie kostenpflichtig (Art. 106 

ZPO). Eine Entschädigungspflicht entfällt, weil dem Beschwerdegegner kein Auf-

wand entstanden ist, der zu entschädigen wäre.  

- 15 - 

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewie-

sen. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt und der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an den Beschwerdegeg-

ner unter Beilage einer Kopie von act. 2 und 17, an die Kindes- und Erwach-

senenschutzbehörde sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – 

an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

- 16 - 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 
 

	Beschluss und Urteil vom 7. Juni 2018
	Erwägungen:
	II. Zur Beschwerde im Einzelnen
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an den Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie von act. 2 und 17, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je geg...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...