# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7d80497-08da-5442-9524-d949391dd4b3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 D-6267/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6267-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6267/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richterin Giulia Marelli;  

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.  

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 12. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6267/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 21. Juli 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank 

ergab, dass er am 27. März 2025 bereits in Griechenland um Asyl nachge-

sucht hatte und ihm dort am (…) 2025 Schutz gewährt worden war. 

B.  

Am 25. Juli 2025 mandatierte er die ihm zugewiesene Rechtsvertretung 

des zuständigen Bundesasylzentrum (BAZ). 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Ab-

kommen zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung 

der Hellenischen Republik vom 28. August 2006 über die Rückübernahme 

von Personen mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) ersuchte das 

SEM die griechischen Behörden am 29. Juli 2025 um Rückübernahme des 

Beschwerdeführers.  

Die griechischen Behörden stimmten diesem Ersuchen am 1. August 2025 

zu. Gleichzeitig bestätigten sie den Flüchtlingsstatus des Beschwerdefüh-

rers und die Gültigkeit seiner Aufenthaltsbewilligung bis zum 11. Juni 2028. 

D.  

Der Beschwerdeführer machte in seiner Stellungnahme vom 30. Juli 2025 

zum rechtlichen Gehör betreffend den beabsichtigen Nichteintretensent-

scheid und die Wegweisung nach Griechenland geltend, es sei bereits bei 

der Ankunft in Griechenland sein Ziel gewesen, in die Schweiz weiterzurei-

sen. Er habe sich jedoch gezwungen gefühlt, dort ein Asylgesuch zu stel-

len, weil ihm andernfalls ein Push-back B._______ gedroht hätte. Er habe 

nach der Schutzgewährung in Griechenland das Camp verlassen müssen. 

Danach sei er etwa eine Woche obdachlos gewesen. Er habe in einem 

öffentlichen Park in C._______ übernachtet und weder Unterkunft, noch 

Geld, noch Essen gehabt und keine staatliche oder sonstige Unterstützung 

erhalten. Hinzu komme, dass er an wiederkehrenden (…) und (…) leide; er 

sei deswegen bereits in Afghanistan operiert worden. Aktuell könne er kei-

nen Urin lösen und leide unter starken Blasenproblemen. In Griechenland 

habe er keine medizinische Versorgung erhalten, weshalb er in die 

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Seite 3 

Schweiz weitergereist sei. Er spreche ausschliesslich Persisch und sei 

nicht in der Lage gewesen, bei Behörden oder Organisationen um Hilfe zu 

ersuchen. Es habe während des rund einwöchigen Aufenthalts im Park kei-

nerlei Kontakt zu staatlichen Stellen oder NGOs gegeben, auch keine Hilfs-

organisation sei vor Ort gewesen. Es sei ihm nicht gelungen, Arbeit zu fin-

den. Ausserdem gehöre er der ethnischen Minderheit der Hazara an, wes-

halb er sich durch die in Griechenland präsente paschtunische Mehrheit 

bedroht gefühlt habe. Schliesslich habe er Griechenland am (…) 2025 ver-

lassen.  

E.  

Es wurden ein ärztlicher Kurzbericht vom 28. Juli 2025, ein Bericht der Ra-

diologie vom 31. Juli 2025, ein Austrittsbericht des (…) vom 4. August 2025 

(notfallmässige stationäre Aufnahme zur […]) und eine Mitteilung des Me-

dic Help vom 7. August 2025 betreffend einen allgemeinärztlichen Termin 

vom 20. August 2025 zur Besprechung des Therapieverlaufs zu den Akten 

gereicht.  

F.  

Mit Eingabe vom 11. August 2025 nahm der Beschwerdeführer zum Ent-

scheidentwurf des SEM Stellung. Er führte aus, er leide nach wie vor an 

starken Schmerzen wegen der (…) und der (…). Der medizinische Sach-

verhalt sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht erstellt, es müsse der Kontrollter-

min vom 20. August 2025 vor der Entscheidfällung abgewartet werden. Er 

sei eine verletzliche Person, ohne dass in Griechenland begünstigende 

Umstände vorliegen würden.  

G.  

Mit Verfügung vom 12. August 2025 – gleichentags eröffnet – trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete seine Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. 

H.  

Ebenfalls am 12. August 2025 teilte die Rechtsvertretung dem SEM die 

Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

I.  

Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 19. August 2025 beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragte die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung, die Anweisung an das SEM, es sei auf das 

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Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzufüh-

ren und (eventuell) die Unzulässigkeit respektive Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuord-

nen, eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Sachverhaltsabklärun-

gen an das SEM zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht er-

suchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, um Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung und – sinngemäss – Erlass eines Vollzugsstopps. 

Beigelegt waren ein Rezept des (…) vom 4. August 2025, ein ärztliches 

Zeugnis vom 4. August 2025, bereits im vorinstanzlichen Verfahren einge-

reichte Berichte (ärztlicher Kurzbericht vom 28. Juli 2025, Bericht der Ra-

diologie vom 31. Juli 2025, Austrittsbericht des […] vom 4. August 2025) 

und die angefochtene Verfügung.  

J.  

Die Instruktionsrichterin teilte dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfü-

gung vom 9. September 2025 mit, er dürfe den Ausgang des Beschwerde-

verfahrens (von Gesetzes wegen) in der Schweiz abwarten, trat auf die 

Gesuche um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und Erlass eines 

Vollzugsstopps nicht ein und forderte den Beschwerdeführer auf, bis zum 

24. September 2025 einen aktuellen Arztbericht einzureichen. 

K.  

Mit Eingabe vom 18. September 2025 reichte der Beschwerdeführer einen 

Austrittsbericht und ein Rezept des (…), beides vom 3. September 2025, 

zu den Akten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch hier – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Das Verfahren richtet 

sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde legitimiert. 

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(Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Die Beschwerde erweist sich – wie nachstehend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-

digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) zu behandeln und das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels wurde verzichtet (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

3.2 Die Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung ge-

mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG (vgl. nachfolgend E. 11.2) und damit die Beur-

teilung der Beschwerde als nicht aussichtslos zum Zeitpunkt der Einrei-

chung des Gesuchs steht einer Behandlung der Beschwerde im Verfahren 

nach Art. 111 Bst. e AsylG in bestimmten Konstellationen nicht entgegen. 

Namentlich ist dies der Fall, wenn sich die Beschwerde aufgrund neuer 

Erkenntnisse oder einer geänderten Rechtsauffassung während des Be-

schwerdeverfahrens als offensichtlich unbegründet erweist (vgl. Urteil des 

BVGer E-4707/2017 vom 16. April 2019 E. 3.2). Zwar decken sich die Be-

griffe der Aussichtslosigkeit (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und der offensichtlichen 

Unbegründetheit (Art. 111 Bst. e AsylG) materiell weitgehend. Für die Prü-

fung der offensichtlichen Unbegründetheit (Art. 111 Bst. e AsylG) ist jedoch 

der Urteilszeitpunkt massgebend, während für die Beurteilung der Aus-

sichtslosigkeit der Rechtsbegehren (Art. 65 Abs. 1 VwVG) auf den Zeit-

punkt der Beschwerdeerhebung abzustellen ist (BGE 133 III 614 E. 5). In-

sofern ist nicht ausgeschlossen, dass eine als nicht aussichtslos beurteilte 

Beschwerde als offensichtlich unbegründet abgewiesen wird, wie dies vor-

liegend aufgrund der am 1. September 2025 erfolgreich durchgeführten 

Operation (vgl. nachfolgend E. 9.3.3) der Fall ist. 

4.  

4.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs.1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

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zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

4.2 Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem 

Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt. 

5.  

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsat-

zes. Er macht geltend, das SEM habe es unterlassen, seine konkrete Situ-

ation vor Ort in Griechenland rechtsgenüglich zu analysieren und seine 

Aussagen zu würdigen. Hierbei handelt es sich um ein bloss pauschales 

Vorbingen und im Kern um eine Uneinigkeit in Bezug auf die materielle 

Würdigung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. Die formelle 

Rüge erweist sich damit als unbegründet. Eine Rückweisung an die Vorin-

stanz kommt nicht in Betracht, der Eventualantrag ist abzuweisen. 

6.  

In der Sache selbst macht der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene 

geltend, er sei bei einer Rückführung nach Griechenland von den notorisch 

unzumutbaren Mängeln des dortigen Asyl- und Flüchtlingswesens als Gan-

zes betroffen. Ein Leben ohne Obdach, angemessene Nahrung, medizini-

sche und psychologische Betreuung entspreche einer unmenschlichen 

und erniedrigenden Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK. Aufgrund der 

hohen Arbeitslosigkeit in Griechenland gebe es für ihn keine Perspektive, 

eine dauerhafte Arbeitsstelle zu finden und seine grundlegendsten Bedürf-

nisse zu befriedigen. Er habe in Griechenland keine gesundheitliche Ver-

sorgung erhalten und auch nicht selbst dafür aufkommen können. Er sei 

gesundheitlich stark angeschlagen, leide an wiederkehrenden gravieren-

den (…); eine weitere Operation müsse vorgenommen werden. Deshalb 

sei davon auszugehen, dass ihn die drohende Obdachlosigkeit in eine ge-

sundheitliche Notlage bringe. Er habe in C._______ auf der Strasse gelebt, 

keinerlei Hilfe erhalten und sich in einer äusserst prekären Lage befunden. 

Den Schutzberechtigten würden die Rechte aus der Qualifikationsrichtlinie 

zwar in der Theorie gewährt, nicht aber in der Praxis. Ein Grund dafür seien 

die zahlreichen administrativen Hürden, die kaum zu überwinden seien. Es 

bestünden Sprachbarrieren und es fehle am Zugang zu Übersetzung. Ver-

schiedene Berichte würden bestätigen, dass Schutzberechtigten in Grie-

chenland weiterhin zwangsläufig die Verelendung drohe. Ausserdem sei zu 

berücksichtigen, dass andere europäische Länder aufgrund der gravieren-

den Situation für Schutzberechtigte von einer Rückführung nach Griechen-

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land absehen würden. Der Wegweisungsvollzug nach Griechenland sei un-

zulässig, da er zwingendem internationalem Recht widerspreche, und auch 

unzumutbar, weil er (Beschwerdeführer) dadurch in eine existenzielle Not-

lage geraten würde. Aufgrund seiner Vulnerabilität seien gegebenenfalls 

individuelle Garantien von den griechischen Behörden einzuholen, dass er 

in Griechenland umgehend Obdach, Nahrung sowie eine nahtlose, adä-

quate und regelmässige Behandlung erhalte. Vor dem Hintergrund, dass 

Personen mit internationalem Schutzstatus meist von deckungsgleichen 

Missständen betroffen seien wie Asylsuchende in einem laufenden Verfah-

ren, sei die Praxis zu Dublin-Überstellungen nach Griechenland vorliegend 

analog zu berücksichtigen. 

7.  

7.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in welchem 

sie sich vorher aufgehalten hat. 

7.2 Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen nach seinen Feststellun-

gen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 

besteht, als sichere Drittstaaten (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Durch den 

Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007 wurden sämtliche 

Länder der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandels-

assoziation (EFTA) als sichere Drittstaaten bezeichnet. Diese Bezeichnung 

gilt nach wie vor auch für Griechenland. 

7.3 Die Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, 

dass es sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat im Sinne von 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt. Den vorinstanzlichen Akten ist sodann 

zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer in Griechenland internationa-

ler Schutz gewährt worden ist und die griechischen Behörden am 1. August 

2025 seiner Rückübernahme ausdrücklich zugestimmt haben. Das SEM ist 

demnach zu Recht gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf sein Asyl-

gesuch nicht eingetreten. 

8.  

Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. 

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Seite 8 

Seine Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den ge-

setzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingsei-

genschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis mög-

lich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) ei-

ner Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

 

9.2.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich der 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland in Beachtung der genannten 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig. Bei Griechen-

land handelt es sich um einen sicheren Drittstaat, in welchem der Be-

schwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 

AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK 

und der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen grundsätzlich nach. Zwar anerkennt das Bundesverwaltungs-

gericht, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für dort anerkannte 

Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens schwierig 

sind und sich die Alltagsbewältigung beschwerlich gestaltet. Gemäss koor-

dinierter Praxis ist aber nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder 

Person mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende Behand-

lung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. etwa 

das Urteil des BVGer E-4964/2025 vom 10. Juli 2025 E. 8.2, mit Hinweis 

auf das Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 

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28. März 2022 E. 11.2). Die Argumentation des Beschwerdeführers bei der 

Vorinstanz und in der Beschwerde sowie die darin zitierten Berichte und 

der Verweis auf die europäische Praxis zum Umgang mit Schutzberechtig-

ten in Griechenland, die den der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-

gerichts zugrundeliegenden Informationen zur Situation in Griechenland 

keine neue Dimension hinzufügen, vermögen an dieser Einschätzung 

nichts zu ändern. Dem Beschwerdeführer wurde in Griechenland die 

Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Er kann sich somit – wie auch die Vor-

instanz in ihrer Verfügung zu Recht aufgezeigt hat – auf die Garantien der 

Qualifikationsrichtlinie berufen (insbesondere die Regeln betreffend den 

Zugang zu Beschäftigung [Art. 26], zu Bildung [Art. 27], zu Sozialhilfeleis-

tungen [Art. 29], zu medizinischer Versorgung [Art. 30] und zu Wohnraum 

[Art. 32]), auf die sich Griechenland als EU-Mitgliedstaat behaften lassen 

muss. Es ist unbestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland 

schwierig sind; dennoch ist nicht von einem «real risk» auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Griechenland einer men-

schenrechtswidrigen Behandlung ausgesetzt wäre. Es obliegt ihm, bei den 

zuständigen Stellen seine Rechte einzufordern, nötigenfalls zusätzlich mit-

hilfe einer der in Griechenland zahlreich vorhandenen Hilfsorganisationen.  

9.2.3 Aus den Akten ergeben sich keine konkreten Hinweise dafür, dass 

der Vollzug der Wegweisung den völkerrechtlichen Verpflichtungen der 

Schweiz entgegenstünde. Sollte er als ethnischer Hazara in Griechenland 

rassistischem Verhalten ausgesetzt sein, kann er sich an die zuständigen 

staatlichen Stellen wenden; diese sind ohne Weiteres als schutzfähig und 

-willig zu erachten (vgl. Urteil des BVGer D-4555/2024 vom 29. Juli 2024 

E. 10.3 m.H.). Der Beschwerdeführer hat sich nach der Anerkennung als 

Flüchtling lediglich einen Monat lang in Griechenland aufgehalten (vgl. 

SEM-act. 18, Ziff. 5). Dieser Umstand lässt übereinstimmend mit dem SEM 

darauf schliessen, dass er nie die Absicht hatte, ernsthafte Bemühungen 

zur Bestreitung des Lebensunterhalts in Griechenland zu unternehmen. Er 

gab denn auch an, bereits bei der Ankunft in Griechenland sei sein Ziel 

gewesen, in die Schweiz weiterzureisen (vgl. a.a.O., Ziff. 2). 

9.2.4 Ferner lassen auch die gesundheitlichen Probleme (vgl. dazu aus-

führlich E. 9.3.3) nicht befürchten, dass er bei einer Überstellung nach Grie-

chenland eine ernsthafte, rapide und irreversible Verschlechterung seiner 

Lage, verbunden mit übermässigem Leiden oder einer bedeutenden Ver-

kürzung der Lebenserwartung, zu erwarten hätte (vgl. Urteil des EGMR 

Paposhvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 

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Seite 10 

Nr. 41738/10, §§ 183 ff.; bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen 

Dänemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, Nr. 57467, §§ 124 ff.). 

9.2.5 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach als zulässig zu qualifizie-

ren. 

9.3  

9.3.1 Beim Vollzug von Wegweisungen in Mitgliedstaaten der EU besteht 

sodann die Vermutung der Zumutbarkeit (Art. 83 Abs. 5 Satz 2 AIG). Diese 

Legalvermutung gilt mit Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch für vul-

nerable Personen wie beispielsweise Menschen, welche an gesundheitli-

chen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzu-

stufen sind; hingegen erachtet das Gericht den Vollzug der Wegweisung 

von äussert vulnerablen schutzberechtigten Personen grundsätzlich als 

unzumutbar, ausser, es bestünden besonders begünstigende Umstände, 

aufgrund derer ausnahmsweise vom Gegenteil ausgegangen werden kann 

(vgl. zum Ganzen das Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.5.1 

und E. 11.5.3). Besteht die Legalvermutung der Zumutbarkeit, hat die be-

troffene Person die Möglichkeit, diese umzustossen. Dazu hat sie jedoch 

ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland auf-

grund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesund-

heitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. 

E. 11.4). 

 

9.3.2 Nach Durchsicht der Akten und unter Berücksichtigung der Be-

schwerdevorbringen liegen keine Hinweise für die Annahme vor, der Be-

schwerdeführer wäre nach einer Rückkehr einer existenziellen Notlage 

ausgesetzt. Aufgrund seines Schutzstatus hat er grundsätzlich Zugang zu 

Sozialleistungen, zum griechischen Arbeitsmarkt und auch zur Gesund-

heitsversorgung. Er kann sich als anerkannter Flüchtling auf die Qualifika-

tionsrichtlinie berufen (vgl. bereits E. 9.2.2). Aus seinen Ausführungen er-

geben sich keine begründeten Hinweise darauf, dass ihm in Griechenland 

bisher Zugang zu den ihm aus der Qualifikationsrichtlinie zustehenden 

Leistungen verweigert worden wäre.  

9.3.3 Gemäss dem Austrittsbericht des (…) vom 3. September 2025 wurde 

der Beschwerdeführer am 1. September 2025 zwecks (…) operiert. Der 

peri- und postoperative Verlauf sei komplikationslos gewesen und der Pa-

tient habe in einem guten Allgemeinzustand entlassen werden können. Als 

Procedere wurde eine Wiedervorstellung ein bis zwei Wochen nach der 

Operation zur (…) Verlaufskontrolle inklusive (…) und Besprechung der 

(…) aufgeführt. Vor dem Hintergrund, dass im Rahmen der Operation keine 

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Seite 11 

Komplikationen aufgetreten sind und der Beschwerdeführer das Spital in 

gutem Allgemeinzustand verlassen konnte, ist davon auszugehen, dass 

die entsprechende Nachkontrolle keine neuen Erkenntnisse oder Tatsa-

chen respektive keine neuen schwerwiegenden Diagnosen hervorbringen 

und die Prüfung der Vollzugshindernisse zu keinem anderen Ergebnis füh-

ren würde. In antizipierter Beweiswürdigung kann deshalb auf die Einho-

lung weiterer Beweismittel verzichtet werden, zumal es dem Beschwerde-

führer gestützt auf seine Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 8 AsylG ob-

liegen würde, entsprechende medizinische Unterlagen einzureichen. Nach 

dem Gesagten handelt es sich bei ihm nicht um eine äusserst vulnerable 

Person im Sinne des Referenzurteils E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.5.3, 

für welche sich der Vollzug der Wegweisung grundsätzlich als unzumutbar 

erweisen würde. Sollte er in Griechenland medizinische Versorgung benö-

tigen, wird er dazu aufgrund seines Schutzstatus entsprechenden Zugang 

haben (vgl. oben E. 9.2.2). Ohnehin haben in lebensbedrohlichen Situatio-

nen alle Personen, unabhängig von ihrem rechtlichen Status, in Griechen-

land Zugang zu Notfallstationen (vgl. Referenzurteil E. 9.8.2). 

9.3.4 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung indivi-

dueller Garantien bei den griechischen Behörden (vgl. Urteil des BVGer 

D-2590/2025 vom 11. September 2025 [zur Publikation als Referenzurteil 

vorgesehen] E. 9.10 m.H.). Ebenso wenig rechtfertigt es sich, die Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts betreffend Dublin-Verfahren 

Griechenland beizuziehen, zumal entsprechende Urteile ausschliesslich 

die Situation von Asylsuchenden im Rahmen des Zuständigkeitsverfahrens 

gemäss Dublin-III-Verordnung betreffen. 

9.3.5 In Anbetracht der Umstände vermag der Beschwerdeführer die Ver-

mutung, der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland sei auch in sei-

nem Fall zumutbar, nicht umzustossen. 

9.4 Es ist auch ohne Weiteres von der Möglichkeit des Wegweisungsvoll-

zugs auszugehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), da die griechischen Behörden einer 

Rückübernahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben 

und er über eine bis zum 11. Juni 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung ver-

fügt. 

9.5 Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus der Anwesenheit 

seines Cousins in der Schweiz (vgl. SEM-act. 18, Ziff. 1) nichts für sich 

ableiten, zumal es grundsätzlich nicht Sache der betroffenen Person ist, 

nach Gewährung eines Schutzstatus den ihr beliebenden «Aufenthalts»-

D-6267/2025 

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Staat selber zu wählen. Abgesehen davon wurde in der angefochtenen 

Verfügung zu Recht festgestellt, dass keine Hinweise auf ein besonderes 

Abhängigkeitsverhältnis vorliegen. 

9.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 

vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

11.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

 

11.2 Die Erfolgsaussichten respektive die Aussichtslosigkeit einer Be-

schwerde (gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist mit Bezug auf den Zeitpunkt 

der Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege zu beurtei-

len (vgl. BGE 128 I 225 E. 2.5.3 und EMARK 2000 Nr. 6 E. 9, je m.w.H.). 

Zu diesem Zeitpunkt war die Beschwerde nicht aussichtslos. Das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist daher gutzuheis-

sen, zumal aufgrund der Akten auch von der Bedürftigkeit des Beschwer-

deführers auszugehen ist. Demzufolge sind keine Verfahrenskosten zu er-

heben. 

(Dispositiv nächste Seite)   

D-6267/2025 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Karin Schnidrig 

 

 

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