# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d7f9d13-9e5f-5eba-bc0e-ab9e201384fa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.03.2014 200 2013 1021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1021_2014-03-04.pdf

## Full Text

200 13 1021 IV
SCJ/PRN/BRL/MAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. März 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/1021, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 20. Dezember 2011 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 1). In 
der Folge holte die IVB diverse medizinische und erwerbliche Unterlagen 
ein. Insbesondere veranlasste sie einen Bericht durch einen Arzt des Regi-
onalen Ärztlichen Dienstes (RAD), pract. med. C.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Dezember 2012 (act. II 27, S. 3). 
Mit Schreiben vom 19. Dezember 2012 (act. II 28) forderte die IVB die Ver-
sicherte auf, sich im Sinne der Schadenminderungspflicht bezüglich der 
Schmerztherapie mit ihrem Orthopäden in Verbindung zu setzen und die 
Möglichkeiten der vorgeschlagenen Massnahmen (Physiotherapie, Medika-
tion oder Operation) zu evaluieren. Zudem wurde sie aufgefordert, sich 
einer Psychotherapie bei einer ausgewiesenen Fachperson inklusive Psy-
chopharmaka zu unterziehen. Daraufhin teilte die Versicherte der IVB am 
8. Januar 2013 telefonisch mit, bei welchen Ärzten sie sich in Behandlung 
befinde (act. II 29). Nach Einholung der Berichte der behandelnden Ärzte 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 
10. Mai 2013 (act. II 35), Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 17. Mai 
2013 (act. II 36) sowie Dr. med F.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 1. Juni 2013 (act. II 37), veranlasste die IVB 
einen Abklärungsbericht Haushalt vom 15. August 2013 (act. II 41). Nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 43 f.) verfügte die IVB am 18. 
Oktober 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 13% die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens (act. II 46). 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, mit Ein-

gabe vom 8. November 2013 Beschwerde und beantragte sinngemäss die 

Aufhebung der Verfügung vom 18. Oktober 2013, da wie durch die Berichte 

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der Dres. med. D.________ und F.________ belegt sei, eine Arbeitsun-

fähigkeit bestehe.

Am 4. Dezember 2013 stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege und reichte am 12. Dezember 2013 die entspre-
chenden Unterlagen nach (Gesuchsbeilage [act. IA] 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2013 beantragte die IVB die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 
aus, eine angepasste Tätigkeit sei uneingeschränkt zumutbar, so dass kein 
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe.

Die Beschwerdeführerin machte mit Schreiben vom 14. Januar 2014 gel-
tend, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung wäre sie zu 100% und nicht 
wie von der IVB angenommen nur zu 60% erwerbstätig.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

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i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 18. Oktober 2013 (act. II 46). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer an-
haltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich 

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(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkann-
ten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282). Wie 
jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine dia-
gnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch kei-
ne Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme 
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstren-
gung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewälti-
gung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den 
Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann 
nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressour-
cen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein-
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststel-
lung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung 
und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chroni-
sche körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter 
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne 
länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innersee-
lischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit“); 
das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder statio-
nären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) 
trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriteri-
en zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstel-
len, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zu-
mutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67, 136 
V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354). 
Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende Gerichtspraxis ist 
weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend (SVR 2008 IV Nr. 62 
S. 204 E. 4.2) noch basiert sie - mit Blick auf die rechtliche Natur des Krite-
rienkataloges - auf medizinwissenschaftlich unhaltbaren Annahmen (SVR 
2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 

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Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkun-
gen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störungen 
und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger 
stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krank-
heitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.1.1 Der RAD-Arzt pract. med. C.________ führte in seinem Bericht vom 
5. Dezember 2012 (act. II 27, S. 3) aus, im bisherigen Beruf als Mitarbeite-
rin in der … bestünden deutliche Einschränkungen infolge der Knie-
Arthrose. Tendenziell dürfe die Arbeit als nicht mehr zumutbar bezeichnet 
werden. Allerdings sei ein künstlicher Kniegelenksersatz möglich. Auch 
dann sei eine Verweistätigkeit mit wechselnd sitzender und stehender 
Tätigkeit zu empfehlen. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte eine Arbeit 
ohne Heben von schweren Lasten (nicht mehr als 10 kg), keine Arbeit mit 
regelmässigem Leitern besteigen, kein tägliches Arbeiten auf den Knien 
und in der Hocke, kein stundenlanges Stehen und schnelles Gehen (wie 
z.B. im Service). Zumutbar seien sitzende Tätigkeiten mit gelegentlichem 
Stehen oder kürzerem Gehen. Medizinische Massnahmen wie Physiothe-
rapie, entzündungshemmende Medikation oder Operation seien geeignet, 
die Schmerzen wesentlich zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit zumindest 
in einer Verweistätigkeit zu verbessern. Bezüglich der psychischen Pro-
bleme sei eine regelmässige psychiatrische Therapie mit Einbezug von 
Psychopharmaka nötig.

3.1.2 Die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. D.________, dia-
gnostizierte im Bericht vom 10. Mai 2013 (act. II 35) mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit eine mediale und retropatellare Gonarthrose im linken 

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Kniegelenk mit Status nach Meniskusoperation vor Jahren sowie eine De-
konditionierung bei psychosozialer Belastungssituation und konsekutiver 
Depression (S. 1). Aufgrund dieser gesundheitlichen Beschwerden sei die 
Beschwerdeführerin seit Monaten zu 100% arbeitsunfähig (S. 2). Unter 
Verbesserung der aktuellen gesundheitlichen Situation sei eine Arbeits-
fähigkeit in der bisherigen Erwerbstätigkeit zu 50% zumutbar. Hinsichtlich 
einer angepassten Tätigkeit seien das Heben und Tragen schwerer Ge-
wichte und eine längere Steh- sowie Sitzdauer nicht indiziert bei chroni-
schem Rückenleiden. Das Absolvieren längerer Gehstrecken sei aufgrund 
der Kniebeschwerden nicht zumutbar. Das Arbeitstempo sei verlangsamt 
und längere Pausen müssten eingesetzt werden (S. 3).

3.1.3 Im Bericht vom 14. Mai 2013 (act. II 36, S. 1) verwies Dr. med. 
E.________ betreffend Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
auf die Berichte von Dr. med. D.________ (vgl. E. 3.1.2 hiervor). Weiter 
bestehe eine mediale und retropatellare Gonarthrose des linken Kniege-
lenks ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Zum Ausmass der Ar-
beitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin machte Dr. med. E.________ kei-
ne Angaben (vgl. act. II 36, S. 2 f.).

3.1.4 Der behandelnde Psychiater, Dr. med. F.________, diagnostizierte 
im Bericht vom 1. Juni 2013 (act. II 37, S. 2) mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Dysthymie (ICD-10: F34.1), eine Neigung zu psychoso-
matischen Beschwerden (ICD-10: F45.) und eine schwierige finanzielle und 
soziale Lage (ICD-10: Z59, Z73). In der bisherigen Tätigkeit in der … be-
stehe seit Januar 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 80% (S. 3 f.). Mit der Wie-
deraufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der Einsatzfähigkeit 
könne nicht gerechnet werden, da massgebliche krankheitsfremde Um-
stände vorlägen.

3.1.5 Mit Eingabe vom 1. November 2013 (Beschwerdebeilage [act. I] 7) 
teilte Dr. med. F.________ mit, seit einigen Monaten habe sich eine Ver-
schlimmerung eingestellt, indem die Befunde, welche der Störung „Angst 
und depressive Störung, gemischt“ (ICD-10: F41.2) entsprächen, stärker 
geworden seien.

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3.1.6 Im Schreiben vom 7. November 2013 (act. I 6) stellte Dr. med. 
D.________ fest, in der Zwischenzeit habe sich der somatische und psy-
chische Zustand der Patientin deutlich verschlechtert, eine berufliche Inte-
gration sehe sie als nicht sinnvoll. Die Patientin leide zunehmend unter 
einer chronifizierten Depression mit Isolationstendenz, Angstzuständen und 
Panikgefühlen. Zudem würden ihr die Schmerzen der chronischen Lumbo-
vertebralveränderungen (Osteoarthrose, Spondylarthrose) zunehmend Be-
schwerden beim Ausführen schwerer Arbeiten machen.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 18. Oktober 2013 in somatischer Hinsicht massgeblich auf den 
Bericht des RAD-Arztes pract. med. C.________ vom 5. Dezember 2012 
(act. II 27, S. 3) und dabei insbesondere auf das von ihm formulierte Zu-
mutbarkeitsprofil gestützt. Dieser ist in der Darlegung der Befunde, der 
Diagnosen und der Arbeits- und Leistungsfähigkeit widerspruchsfrei und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/1021, Seite 10

nachvollziehbar begründet und erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes gestell-
ten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb er vollen Beweis erbringt 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

Pract. med. C.________ führte in seinem Bericht vom 5. Dezember 2012 
(act. II 27, S. 3) schlüssig und nachvollziehbar aus, eine angepasste Tätig-
keit beinhalte eine Arbeit ohne Heben von schweren Lasten, keine Arbeit 
mit regelmässigem Leitern besteigen, kein tägliches Arbeiten auf den Knien 
und in der Hocke, kein stundenlanges Stehen und schnelles Gehen. Zu-
mutbar sind gemäss dem RAD-Arzt sitzende Tätigkeiten mit gelegentli-
chem Stehen oder kürzerem Gehen.

Die nach der Beurteilung durch pract. med. C.________ eingegangenen 
Berichte von Dr. med. D.________ vom 10. Mai 2013 (act. II 35) sowie Dr. 
med. E.________ vom 14. Mai 2013 (act. II 36) vermögen das Zumutbar-
keitsprofil in somatischer Hinsicht nicht in Frage zu stellen. Der behandeln-
de Orthopäde Dr. med. E.________ äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit 
in der zuletzt ausgeübten bzw. in einer angepassten Tätigkeit. Die Aus-
führungen von Dr. med. D.________ betreffend zumutbare Tätigkeiten de-
cken sich weitestgehend mit der Auffassung des RAD-Arztes. Sie führte 
aus, das Heben und Tragen schwerer Gewichte sowie längere Steh- und 
Sitzdauer seien nicht indiziert. Weiter sei das Absolvieren längerer Geh-
strecken nicht zumutbar (act. II 35, S. 3). So hat die behandelnde Ärztin 
denn auch keine neuen Befunde erhoben und den Gesundheitszustand als 
stationär bezeichnet (act. II 35, S. 1). Soweit im Beschwerdeverfahren ein 
weiterer Bericht von Dr. med. D.________ vom 7. November 2013 (act. I 6) 
eingereicht wurde, in welchem eine deutliche Verschlechterung des soma-
tischen (und psychischen) Gesundheitszustands diagnostiziert wird, ver-
mag dies an der Annahme einer vollen Erwerbstätigkeit für eine angepass-
te Tätigkeit nichts zu ändern, da darin explizit nur von einer zunehmenden 
Beeinträchtigung bei schwereren Arbeiten gesprochen wird, welche im Zu-
mutbarkeitsprofil von pract. med. C.________ (act. II 27, S. 3) berücksich-
tigt worden ist.

3.4 Betreffend die psychischen Probleme der Beschwerdeführerin emp-
fahl der RAD-Arzt pract. med. C.________ am 5. Dezember 2012 (act. II 

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27) die Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen Therapie mit Ein-
bezug von Psychopharmaka. Seit dem 7. Januar 2013 steht die Beschwer-
deführerin in Behandlung bei Dr. med. F.________ (act. II 37, S. 2).

Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht vom 1. Juni 2013 (act. II 
37, S. 2) eine Dysthymie (ICD-10: F34.1), eine Neigung zu psychosomati-
schen Beschwerden (ICD-10: F45.) sowie eine schwierige finanzielle und 
soziale Lage (ICD-10: Z59, Z73) und konstatierte eine 20%-ige Arbeitsun-
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (S. 3). 

Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt es eine von der 
Verwaltung bzw. vom Gericht zu prüfende Rechtsfrage dar, ob ein ärztli-
cherseits diagnostiziertes Leiden den Rechtsbegriff der invalidisierenden 
Krankheit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG erfüllt (Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 29. Juni 2011, 9C_176/2011, E. 4.1). Die nachvollziehba-
re psychiatrische Diagnosestellung im Bericht von Dr. med. F.________ 
(act. II 37, S. 2) bedeutet deshalb nicht ohne weiteres, dass der Einschät-
zung der attestierten Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit (von 80%) gefolgt wer-
den kann. 

Eine Dysthymie (ICD-10: F34.1), welche nicht zusammen mit anderen Be-
funden wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung auftritt, kommt 
nach der Rechtsprechung nicht einem Gesundheitsschaden im Sinne des 
Gesetzes gleich; sie ist allein somit regelmässig nicht invalidisierend (SVR 
2011 IV Nr. 17 S. 45 E. 2.2.2). Vorliegend wurden keine Befunde diagnosti-
ziert, welche im Zusammenhang mit der Dysthymie zu einem invalidisie-
renden Gesundheitsschaden führen würden.

Weiter diagnostizierte Dr. med. F.________ eine Neigung zu psychosoma-
tischen Beschwerden (act. II 37, S. 2). Dabei ist anzumerken, dass er der 
erwähnten Diagnose den ICD-Code F45. anfügt, welcher einer somatofor-
men Störung entspricht. Einer somatoformen Störung kommt gemäss stän-
diger bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wie grundsätzlich sämtlichen 
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne 
nachweisbare organische Grundlage, nur ausnahmsweise invalidisierender 
Charakter zu. Entscheidend ist, ob die betroffene Person aus psychischer 
Sicht objektiv die Möglichkeit hat, trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen 

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einer Arbeit nachzugehen (vgl. E. 2.2 hiervor). Vorliegend wurde keine psy-
chische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer 
festgestellt (vgl. obige Ausführungen zur Dysthymie). Auch sind die übrigen 
Kriterien, die eine Unüberwindbarkeit der Schmerzstörung begründen 
könnten, nicht in ausreichendem Mass erfüllt. Insbesondere ist aufgrund 
der Akten nicht ersichtlich, dass ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens oder ein primärer Krankheitsgewinn besteht. Weiter liegt auch kein 
Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten Behandlung vor. 
So diagnostizierte Dr. med. F.________ denn auch eine Neigung zu psy-
chosomatischen Beschwerden (schwierige finanzielle und soziale Lage; 
ICD-10: Z59, Z73), welche nicht invalidisierend sind, bzw. führte aus, dass 
massgebliche krankheitsfremde Umstände vorliegen (act. II 37, S. 4). 

Der nicht näher begründete Bericht desselben Arztes vom 1. November 
2013 (act. I 7) vermag daran nichts zu ändern. Soweit der behandelnde 
Psychiater von einer Verschlimmerung des Gesundheitszustandes aus-
geht, bzw. ausführt, dass die Befunde, welche der Störung „Angst und de-
pressive Störung, gemischt“ (ICD-10: F41.2) entsprechen, stärker gewor-
den sind, ist festzuhalten, dass auch bei dieser Diagnose keine psychische 
Komorbidität gegeben ist. So attestiert Dr. med. F.________ denn auch 
ausdrücklich keine Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin verweist in 
der Beschwerdeantwort zu Recht auf die Rechtsprechung, wonach die er-
wähnte Diagnose im Grenzbereich dessen liegt, was überhaupt als krank-
heitswertig gelten kann (Entscheid des BGer 8C_437/2011 vom 13. Juli 
2011, E. 3.2.3).

Aus dem Gesagten folgt, dass die von Dr. med. F.________ gestellten 
Diagnosen nicht auf invalidisierende Gesundheitsschäden zurückzuführen 
bzw. überwindbar sind und die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20% (act. 
II 37, S. 3) nicht berücksichtigt werden kann. 

3.5 Zusammenfassend ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in einer 
angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist.

4. Bei diesem Ausgang muss über den Status der Beschwerdeführerin 
nicht abschliessend befunden werden. Dennoch bleibt darauf hinzuweisen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/1021, Seite 13

dass die Annahme einer lediglich 60%-igen Erwerbstätigkeit im Gesund-
heitsfall trotz entsprechender Äusserung anlässlich der Erhebung vom 
30. Juli 2013 (act. II 41, S. 3 f.) gewisse Zweifel erweckt, da die Beschwer-
deführerin bis zum Jahr 2003 Einkünfte erzielte, welche auf ein volles Pen-
sum schliessen lassen (vgl. act. II 7, S. 5). Im Schreiben vom 14. Januar 
2014 machte sie denn auch geltend, ohne Gesundheitsbeeinträchtigung 
wäre sie zu 100% erwerbstätig. Die Frage, weshalb die Beschwerdeführe-
rin nach dem Ausscheiden aus der kantonalen Verwaltung per Ende Fe-
bruar 2003 nie mehr ein vollzeitliches Arbeitspensum aufgenommen hat, 
bzw. ob die Beschwerdeführerin zu 60% oder zu 100% arbeiten würde, 
kann vorliegend aber offen gelassen werden, da sowohl bei einer Teiler-
werbstätigkeit von 60% (vgl. sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 
E. 2a S. 150) wie auch bei Annahme einer 100%-igen Erwerbstätigkeit (vgl. 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 
BGE 104 V 135 E. 2b S. 136) kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 
resultiert.

5. Die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 2013 (act. II 46) ist 
somit gesamthaft nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei ihre Prozessbedürftigkeit nach den Vorschriften der Zivil-
prozessordnung nachweist und das Verfahren nicht von vornherein aus-
sichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG). 

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist mit dem Sozialhilfebudget 
ausgewiesen (act. IA 1). Des weitern kann das Verfahren nicht von vorn-
herein als aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ist somit gutzuheissen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/1021, Seite 14

6.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird die Beschwerdeführerin - unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) - jedoch von der Zahlungspflicht befreit 
(Art. 113 VRPG).

6.3 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird im Sinne der Erwä-
gungen gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO - jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/1021, Seite 15

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 
  3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.