# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c902a9d0-4220-5d95-bf84-4210eb8e3a3b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2018 III 2017 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-158_2018-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 158

Entscheid vom 26. Januar 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________,
3. C.________,

Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. Z.________

gegen

1. Amt für Landwirtschaft, Hirschistrasse 15, Postfach 5182, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. E.________,
Beschwerdegegner,

Gegenstand Umweltschutzrecht (Lärmimmissionen von Viehglocken)

2

Sachverhalt:

A. Die in der Wohnzone W2 in Altendorf gelegenen Grundstücke KTN 
F.________ von A.________ und KTN G.________ von C.________ befinden 
sich unmittelbar, und das Grundstück KTN H.________ von B.________ um eine 
Häuserreihe zurückversetzt, nördlich der in der Landwirtschaftszone gelegenen 
Grundstücke KTN I.________ (0.28 ha) und KTN J.________ (4.47 ha), welche 
von E.________ landwirtschaftlich genutzt werden. 

B. Mit Eingaben vom 20. Oktober 2016 und vom 10. November 2016 liessen 
A.________, B.________ sowie C.________ beim Amt für Landwirtschaft 
(nachfolgend: AfL) beantragen, es sei E.________ zu verbieten, seine Tiere auf 
den Grundstücken KTN J.________ und KTN I.________ sowie im und neben 
dem Stallgebäude Nr. D.________ mit Glocken weiden zu lassen (Vi-act. II-02 
Bel. 1 und 2). 

C. Das AfL verfügte am 28. März 2017 was folgt (Vi-act. II-02 Bel. 6): 

3.1.1 Für das Tragen von Glocken auf den Weiden KTN J.________ und KTN 
I.________ während des Tages (07.00 - 20.00 Uhr) gibt es keine 
Einschränkungen.

3.1.2 Das Tragen von Glocken auf den Weiden KTN J.________ und KTN 
I.________ während der Nacht (20.00 - 07.00 Uhr) ist grundsätzlich 
verboten. Die Ausnahme gemäss Ziff. 3.1.4 hiervor bleibt vorbehalten.

3.1.3 Das Tragen von Glocken im Stall (Gebäude Nr. D.________) und im Auslauf 
ist grundsätzlich verboten. Die Ausnahme gemäss Ziff. 3.1.4 hiervor bleibt 
vorbehalten.

3.1.4 Im Frühjahr, während 14 Tagen vor der Alpauffahrt, ist das Tragen von 
Glocken, zur Angewöhnung der Tiere an die bevorstehende 
Sömmerungszeit, auf den Weiden KTN J.________ und KTN I.________ 
und im Stall (Gebäude Nr. D.________) sowie im Auslauf auch während der 
Nacht (20.00 - 07.00 Uhr) zugelassen.

3.2-3.5 (Strafandrohung, Rechtsmittelbelehrung, Zufertigung).

D. Dagegen liessen A.________, B.________ sowie C.________ mit Eingabe 
vom 21. April 2017 Beschwerde beim Regierungsrat erheben (Vi-act. I-01). 

E. Der Regierungsrat entschied mit RRB Nr. K.________ am 16. August 2017 
(versandt am 22. August 2017) wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt. (…). 

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

3

F. Dagegen lassen A.________, B.________ sowie C.________ fristgerecht 
am 8. September 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht einreichen und 
beantragen:

1. Es seien der Entscheid des Regierungsrats vom 16. August 2017 und Dis-
positiv Ziffer 3.1.1 der Verfügung des Landwirtschaftsamts vom 28.3.2017 
aufzuheben und es sei Herrn E.________ ab sofort zu verbieten, tagsüber 
zwischen 7 und 20 Uhr auf den Weiden Kat. Nr. J.________ und I.________ 
Tiere mit Glocken weiden zu lassen. Eventualiter sei ihm dies mindestens an 
den Samstagen, Sonn- und Feiertagen zu verbieten. 

2. Es sei der Entscheid des Regierungsrats vom 16. August 2017 aufzuheben 
und die Ausnahmebestimmung Dispositiv Ziffer 3.1.4. des Entscheids des 
Landwirtschaftsamts vom 28.3.2017 aufzuheben

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuz. MWSt, zu Lasten des Be-
schwerdegegners.

Zudem stelle ich ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit den 
Anträgen:

Es seien für die Dauer des Verfahrens die Dispositiv Ziffern 3.1.2., 3.1.3., 3.1.4. 
und 3.2. des Entscheids des Landwirtschaftsamts vom 28.3.2017 vorsorglich in 
Kraft zu setzen (Ziffer 3.1.4 nur für die Dauer des Verfahrens), unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen, zuz. MWST, zu Lasten des Beschwerdegegners. 

G. Das instruierende Justizdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 
15. September 2017 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten 
der Beschwerdeführer. Mit Vernehmlassung vom 26. September 2017 ersucht 
das AfL um Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner beantragt am 
27. September 2017 die Beschwerde sei abzuweisen; unter Kostenfolge zu 
Lasten der Beschwerdeführer. Zugleich hält er fest, er werde im Sinne eines 
Entgegenkommens ab sofort die Bedingungen gemäss den Dispositiv-Ziffern 
3.1.1, 3.1.2, 3.1.3 und 3.1.4 der Verfügung des AfL vom 28. März 2017 einhalten, 
obschon diese Verfügung noch nicht rechtskräftig sei. Die Beschwerdeführer 
lassen mit Eingabe vom 6. Oktober 2017 an ihren Ausführungen in der 
Beschwerde vom 8. September 2017 festhalten. Der Beschwerdegegner werde 
darauf behaftet, dass er bereit sei, in der Nacht sowie im Stall und im Auslauf 
tags und nachts (mit Ausnahme von 14 Tagen vor der Alpzeit) auf Glocken zu 
verzichten. Tatsächlich seien die Tiere des Beschwerdegegners nach der Alpzeit 
2017 bis dato nicht auf die Grundstücke zurückgekehrt, um die es in diesem 
Verfahren gehe.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Nachdem sich der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 27. September 
2017 bereit erklärt hat, ungeachtet der fehlenden Rechtskraft der Verfügung des 

4

AfL vom 28. März 2017, die Bedingungen gemäss den Dispositiv-Ziffern 3.1.1, 
3.1.2, 3.1.3 und 3.1.4 einzuhalten und die Beschwerdeführer am 6. Oktober 2017 
ausführen liessen, dass die Tiere des Beschwerdegegners nach der Alpzeit 2017 
bis zu diesem Datum nicht auf die verfahrensrelevanten Grundstücke 
zurückgekehrt seien (vgl. Ingress lit. F hiervor), liegt in casu kein dringlicher Fall 
im Sinne von § 23 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 234.110; 
VRP) vom 6. Juni 1974 vor, welcher es geboten hätte, die Dispositiv-Ziffern 
3.1.2, 3.1.3, 3.1.4. und 3.2 der Verfügung des AfL vom 28. März 2017 für die 
Dauer des Verfahrens vorsorglich in Kraft zu setzen, bzw. Gesuch um Erlass 
vorsorglicher Massnahmen zu behandeln.

2.1 Das Lärmschutzrecht des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (SR 
814.01; USG) vom 7. Oktober 1983 und der Lärmschutzverordnung (SR 814.41; 
LSV) vom 15. Dezember 1986 erfasst hauptsächlich den Lärm, der durch den 
Bau und den Betrieb von Anlagen hervorgerufen wird. Für den Vollzug der 
Lärmschutzverordnung bei landwirtschaftlichen Bauten und Anlagen im Kantons 
Schwyz ist gemäss § 30 der Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz zum 
Umweltschutzgesetz (VVzUSG, SRSZ 711.111) vom 3. Juli 2001 das Amt für 
Landwirtschaft zuständig (vgl. auch EGV-SZ 2008 B 8.11 Erw. 2.4 S. 13). 

Der Anlagebegriff des Lärmschutzrechtes wird weit ausgelegt (Art. 7 Abs. 7 USG; 
Art. 2 Abs. 1 LSV). Über diesen technischen Lärm hinaus werden vom Umwelt-
schutzrecht alle einem Betrieb zurechenbaren Lärmemissionen erfasst, d.h. alle 
Geräusche, die durch die bestimmungsgemässe und zonenkonforme Nutzung ei-
ner Anlage durch Menschen, Maschinen oder Tiere verursacht werden, unab-
hängig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb einer Anlage bzw. des Anlagebe-
triebs entstehen. Erfasst werden mit anderen Worten all jene Lärmemissionen, 
auf welche der Anlageinhaber bzw. -betreiber mit technischen oder organisatori-
schen Massnahmen reagieren kann. Insofern muss auch der Alltagslärm, wie er 
durch Menschen oder Tiere bei Benützung von Anlagen verursacht wird, einbe-
zogen werden (vgl. Jäger/Bühler, Schweizerisches Umweltrecht, 2015, Rz. 302 f. 
mit weiteren Hinweisen). Kuhglocken bzw. Weiden mit Kühen sind im Grundsatz 
nicht zu den Anlagen zu zählen. Gemäss USG sind jedoch insbesondere auch 
diejenigen Geräte den Anlagen gleichgestellt, die ausserhalb von ortsfesten 
Anlagen zum Einsatz kommen oder kommen können und gleichzeitig von einer 
gewissen umweltschutzrechtlichen Bedeutung sind. Im Hinblick auf die 
Lärmimmissionen stellen Kuhglocken Geräte im Sinne des USG dar. Wenn die 
Kühe unmittelbar beim Bauernhof weiden und so als Bestandteil des Lärms des 
Bauernbetriebs wahrgenommen werden, ist der Lärm der Glocken dem 
gesamten Betriebslärm zuzurechnen und nach den Vorschriften über ortsfeste 

5

Anlagen zu begrenzen (vgl. BAFU [HrsG.], Beurteilung Alltagslärm, Vollzugshilfe 
im Umgang mit Alltagslärm, 2014, [nachfolgend: BAFU-Vollzugshilfe], S. 31, mit 
Hinweis auf Keller, in: Kommentar zum USG, Art. 7 N 36 ff. sowie auf Art. 4 Abs. 
4 LSV, wonach die Emissionen von Geräten und Maschinen, die dem Betrieb 
einer ortsfesten Anlage dienen, nach den Vorschriften über ortsfeste Anlagen 
begrenzt werden). Der von Kuh- und anderen Tierglocken ausgehende Lärm 
steht auch dann im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb, wenn 
die Tiere sich nicht unmittelbar auf dem Hofgelände, sondern ausserhalb auf der 
Weide befinden. Auch das bewirtschaftete Land gehört zum Betrieb und das 
USG ist auf Lärm anwendbar, der vom Betrieb der Weiden ausgeht (vgl. Kölz-Ott, 
Die Anwendbarkeit der bundesrechtlichen Lärmschutzvorschriften auf 
menschlichen Alltagslärm und verwandte Lärmarten, URP 1993 S. 397). 

2.2 Gemäss Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge, 
unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung, so weit zu begrenzen, als 
dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Wenn 
feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der 
bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden, sind die 
Emissionsbegrenzungen zu verschärfen (Art. 11 Abs. 3 USG). Solche 
Begrenzungen werden gemäss Art. 12 Abs. 2 USG durch Verordnungen oder, 
soweit diese nichts vorsehen, durch unmittelbar auf das Umweltschutzgesetz 
abgestützte Verfügungen vorgeschrieben. Schutzmassnahmen nach Art. 12 Abs. 
2 USG sind nicht erst zu ergreifen, wenn die Umweltbelastung schädlich oder 
lästig wird, sondern es müssen gestützt auf das Vorsorgeprinzip die unnötigen 
Emissionen vermieden werden. Diese Grundsätze sind allerdings nicht so zu 
verstehen, dass jeder im strengen Sinne unnötige Lärm völlig untersagt werden 
müsste und die Betroffenen überhaupt keine Belastungen hinzunehmen hätten. 
Es gibt keinen absoluten Anspruch auf Ruhe. Das Vorsorgeprinzip hat nach der 
Konzeption des USG nur einen emissionsbegrenzenden, nicht jedoch einen 
emissionseliminierenden Charakter. Wohnzonen bieten keinen umfassenden 
Schutz vor aussen liegenden Immissionen. Geringfügige, nicht erhebliche 
Störungen sind hinzunehmen (Art. 15 USG; Wagner Pfeifer, Umweltrecht. 
Allgemeine Grundlagen, 2017 N 53 und N 486; Urteil des Bundesgerichts 
1C_297/2009 vom 18.1.2010 Erw. 2.1, mit weiteren Hinweisen u.a. auf BGE 133 
II 169 Erw. 3.1 f., vgl. auch Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umwelt-
schutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 168; EGV-SZ 2008 B 8.11 Erw. 3.4 S. 133). § 19 
Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes (SRSZ 400.100; PBG) vom 2. Dezember 
1997 und Art. 49 Abs. 2 des Baureglements der Gemeinde Altendorf (BauR) sta-
tuieren, dass Immissionen aus der üblichen landwirtschaftlichen Nutzung in be-
nachbarten Bauzonen hinzunehmen sind. 

6

2.3 Belastungsgrenzwerte sind Immissionsgrenzwerte, Planungswerte und 
Alarmwerte. Sie werden nach der Lärmart, der Tageszeit und der 
Lärmempfindlichkeit der zu schützenden Gebäude und Gebiete festgelegt (Art. 2 
Abs. 5 LSV). Nach Art. 38 Abs. 1 LSV werden die Lärmimmissionen als 
Beurteilungspegel Lr oder als Maximalpegel Lmax anhand von Berechnungen 
oder Messungen ermittelt. Gemäss Art. 40 Abs. 1 LSV beurteilt die 
Vollzugsbehörde die ermittelten Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen 
anhand der Belastungsgrenzwerte nach den Anhängen 3 ff. Laut Art. 11 Abs. 1 
Satz 1 BauR werden in den Zonenvorschriften Empfindlichkeitsstufen (ES) 
gemäss den Lärmvorschriften der Lärmschutzverordnung (Art. 43 LSV) zugeord-
net. In der Wohnzone W2 gilt die ES II (= nicht störende Betriebe) (Art. 48 BauR; 
Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV) und in der Landwirtschaftszone die ES III (= mässig 
störende Betriebe) (Art. 49 Abs. 1 BauR, Art. 43 Abs. 1 lit. c LSV). Art. 40 Abs. 1 
LSV i.V.m. den Anhängen 3 ff. schreiben für Strassenverkehrs- und Eisenbahn-
lärm sowie für Industrie- und Gewerbelärm (Anhänge 3, 4 und 6) in der ES II ei-
nen Immissionsgrenzwert (Lr) für den Tag von 60 dB(A) und für die Nacht von 50 
dB(A) vor und in der ES III 
einen Immissionsgrenzwert für den Tag von 65 dB(A) und für die Nacht von 
55 dB(A).

Fehlen für eine bestimmte Art lärmverursachender Anlagen Grenzwerte, so kann 
deshalb nicht einfach ein anderer Anhang der LSV sinngemäss herangezogen 
werden. Die in den Anhängen 3 - 9 LSV festgelegten Grenzwerte stellen in die-
sem Sinne nicht rein objektive Messgrössen dar, sondern beinhalten ein Wertur-
teil über die subjektiv wahrgenommene Lärmbelästigung (vgl. Wagner Pfeifer, 
a.a.O., N 465; Urteil des Bundesgerichts 1C.299/2009 vom 12.1.2010; BGE 133 
II 292 Erw. 3.3; 123 II 325 Erw. 4d/bb). 

2.4 Geräusche, welche den eigentlichen Zweck einer bestimmten Aktivität aus-
machen (wie beispielsweise das Läuten von Kirchen- oder Kuhglocken, das Mu-
sizieren sowie das Halten von Reden mit Lautverstärkern an Anlässen in der Öf-
fentlichkeit) können nicht völlig vermieden und in der Regel auch nicht in der 
Lautstärke wesentlich reduziert werden, ohne dass zugleich der Zweck der sie 
verursachenden Tätigkeit vereitelt würde. Derartige Lärmemissionen als unnötig 
und unzulässig zu qualifizieren, würde implizieren, die betreffende Tätigkeit ge-
nerell als unnötig zu betrachten. Für solchen untechnischen Alltagslärm enthält 
das LSV keine Belastungsgrenzwerte. Die Rechtsprechung hat derartige Emissi-
onen im Allgemeinen zwar aufgrund des Umweltschutzgesetzes nach Art. 15 USG 
(unter Berücksichtigung der Art. 19 und 23 USG) beurteilt, diese unter Beachtung 
des Interesses an der Lärm verursachenden Tätigkeit aber nicht völlig verboten, 

7

sondern bloss einschränkenden Massnahmen unterworfen, welche in der Regel 
nicht in einer Reduktion des Schallpegels, sondern in einer Einschränkung der 
Betriebszeiten bestehen (BGE 126 II 366 Erw. 2d; 126 II 300 Erw. 4c/cc; 119 Ib 
463 Erw. 4-6; 118 Ib 234 Erw. 2b; Wagner Pfeifer, a.a.O., N 496; Schradel/Lore-
tan, Kommentar zum USG, Art. 12 N 29; Jäger/Bühler, a.a.O., Rz. 308; BGE 140 
II 33 Erw. 6.2; BAFU-Vollzugshilfe S. 12). Dabei ist eine Interessenabwägung vor-
zunehmen zwischen dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung und dem Interesse an 
der lärmverursachenden Tätigkeit. Zu beachten sind insbesondere der Charakter 
des Lärms, Zeitpunkt, Dauer und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärm-
empfindlichkeit bzw. -vorbelastung der betroffenen Zone (vgl. Art. 40 Abs. 3 LSV 
mit Verweis auf Art. 15, 19 und 23 USG; Hänni, a.a.O. S. 382 f. mit Hinweisen in 
Fn 37; URP 2011 S. 143; Jäger/Bühler, a.a.O. Rz. 331; Walker, Umweltrechtliche 
Beurteilung von Alltags- und Freizeitlärm, in: URP 2009 S. 65 und 82 f.; EGV-SZ 
2008 B 8.11 Erw. 3.6 S. 133 f. mit weiteren Hinweisen u.a. auf BGE 126 II 300 
Erw. 4c/aa; 126 II 366 Erw. 2c und das Urteil 1A.195/2006 vom 17.7.2007 [BGE 
133 II 292] Erw. 3.3). Dabei ist nicht auf das subjektive Lärmempfinden einzelner 
Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter 
Berücksichtigung von Personen mit erhöhter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) 
vorzunehmen (vgl. BGE 133 II 292 Erw. 3.3 mit Hinweisen; EGV-SZ 2008 B 8.11 
Erw. 3.6 S. 134). Geht es um lokale Traditionen, so steht den Behörden bei der 
Abwägung zwischen Ruhebedürfnissen der Bevölkerung und dem Interesse an 
der lärmverursachenden Tätigkeit ein gewisser Beurteilungsspielraum zu (Wag-
ner Pfeifer, a.a.O. N 482 mit div. Hinweisen in Fn 167; Urteil des Bundesgerichts 
1C_297/2009 vom 18.1.2010 Erw. 2; BGE 126 II 300 Erw. 4c/dd, 126 II 366 
Erw. 2d).

2.5 Laut Artikel 15 USG sind die IGW für den Lärm so festzulegen, dass nach 
dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser 
Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören. Wo es für 
eine bestimmte Lärmquelle in der LSV keinen Immissionsgrenzwert gibt, prüft die 
Vollzugsbehörde im Einzelfall direkt anhand der Kriterien des Art. 15 USG, ob 
übermässige Einwirkungen vorliegen (Art. 40 Abs. 3 LSV). Die "sinngemässe" 
Anwendung von Grenzwerten, namentlich der Grenzwerte für Industrie- und 
Gewerbelärm hierfür beurteilt das Bundesgericht als grundsätzlich problematisch 
(vgl. BGE 133 II 292 Erw. 3.3; 123 II 325 Erw. 4d/bb; Wagner Pfeifer, a.a.O. 
N 497; Erw. 2.3 i.f. hiervor). 

Nach der BAFU-Vollzugshilfe (S. 16) erfolgt die Quantifizierung der Störwirkung 
von Lärmimmissionen durch verbale Beschreibungen, welche einen direkten Zu-
sammenhang mit der Beschreibung der Planwerte (PW), der 

8

Immissionsgrenzwerte (IGW) und der Alarmwerte (AW) haben. Als höchstens 
geringfügig störend gelten Lärmimmissionen wenn sie die PW einhalten 
(Störungskategorie 0), lediglich als störend im Bereich zwischen den PW und 
den IGW (Störungskategorie 1). Lärmimmissionen, welche die IGW überschrei-
ten gelten als erheblich störend (Störungskategorie 2). Als sehr stark störend 
werden Lärmimmissionen bezeichnet, welche die AW − die in der Regel um 5 bis 
15 dB(A) über den IGW liegen − überschreiten (Störungskategorie 3). 

Bei der Beurteilung der Störung einer Lärmimmission sind sowohl Quellen- als 
auch Empfängercharakteristiken zu berücksichtigen. Zu den Quellencharakteris-
tiken gehören der Zeitpunkt der Lärmimmissionen (Tag, sensible Zeiten wie mor-
gens, mittags, abends, nachts, Wochenende); die Wahrnehmbarkeit des Lärms; 
die Häufigkeit der Lärmereignisse; sowie der Charakter des Lärms (zeitliche Va-
riation, Ton-/Impuls-/Informationsgehalt, Frequenzaspekte). Zu den Empfänger-
charakteristiken gehören die Lärmempfindlichkeit der betroffenen Gebiete (ES 
gemäss Art. 43 LSV); speziell betroffene Personengruppen (sensible Bevölke-
rungsgruppen wie Betagte, Kinder, Jugendliche, Kranke oder Schwangere); so-
wie die Lärmvorbelastung der betroffenen Nutzungszonen (normaler Hinter-
grundpegel, sehr ruhiges Gebiet) (vgl. BAFU-Vollzugshilfe S. 16).

3.1 Vorliegend streitig ist das Tragen von Glocken auf den Weiden KTN 
J.________ und KTN I.________ während des Tages (07.00 - 20.00 Uhr) sowie 
das Tragen von Glocken während 14 Tagen vor der Alpauffahrt zur Angewöh-
nung der Tiere an die bevorstehende Sömmerungszeit, auf den Weiden KTN 
J.________ und KTN I.________, im Stall (Gebäude Nr. D.________) und im 
Auslauf auch während der Nacht (20.00 - 7.00 Uhr) (vgl. Verfügung des AfL vom 
28.3.2017 Dispositiv-Ziffern 3.1.1, 3.1.2 je Satz 2, 3.1.3 Satz 2 und 3.1.4). 
Demgegenüber ist das grundsätzliche Verbot des Tragens von Glocken auf den 
Weiden KTN J.________ und KTN I.________ während der Nacht (20.00 - 07.00 
Uhr) sowie im Stall (Gebäude Nr. D.________) und im Auslauf (Dispositiv-Ziffern 
3.1.2 und 3.1.3 je Satz 1) unangefochten geblieben. 

3.2 Für das Läuten von Kuhglocken bestehen keine Belastungsgrenzwerte. 
Nach Lehre, Rechtsprechung und auch der BAFU-Richtlinie (S. 12 und S. 31) 
handelt es sich dabei um Geräusche, welche den eigentlichen Zweck einer be-
stimmten Aktivität ausmachen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer ist 
anhand einer Interessenabwägung zwischen dem Ruhebedürfnis der Bevölke-
rung und dem Interesse an der lärmverursachenden Tätigkeit zu beurteilen, ob 
und wieweit solche Geräusche eingeschränkt werden können oder müssen. Da-
bei sind insbesondere der Charakter des Lärms, Zeitpunkt, Dauer und Häufigkeit 

9

seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. -vorbelastung der betroffe-
nen Zone zu beachten (vgl. Erw. 2.4 hiervor). 

Die BAFU-Vollzugshilfe konkretisiert unbestimmte Rechtsbegriffe von Gesetzen 
und Verordnungen und soll eine einheitliche Vollzugspraxis fördern. Sie be-
schreibt einen gangbaren Weg zur Beurteilung der Störwirkung von Alltagslärm-
situationen mit dem Ziel, aufgrund weniger Beschreibungsmerkmale der Lärmsi-
tuationen eine Quantifizierung der Störwirkung zu ermitteln. Auch andere Lösun-
gen sind zulässig, sofern sie rechtskonform sind (vgl. BAFU-Vollzugshilfe S. 2 
und S. 54). Die BAFU-Vollzugshilfe beschreibt mithin ein mögliches Vorgehen 
zur Ermittlung und Beurteilung der Lärmbelastung. Es besteht indessen weder 
eine Verpflichtung zu deren Anwendung durch die Vollzugsbehörden, noch 
verletzt deren Nichtanwendung per se Bundesrecht. 

4.1 In der Verfügung vom 28. März 2017 (Vi-act. II-02 Bel. 6) hat das AfL 
ausgeführt, das Grundstück KTN J.________ werde im Frühjahr und im Herbst 
jeweils für ca. je 6 Wochen mit Glocken tragendem Jungvieh beweidet 
(Sachverhalt Ziff. 1.2) und in der Dispositiv-Ziffer 3.1.1 festgelegt, für das Tragen 
von Glocken auf den Weiden KTN J.________ und KTN I.________ während 
des Tages (07.00 - 20.00 Uhr) gebe es keine Einschränkungen. In der Dispositiv-
Ziffer 3.1.3 (Satz 1) hat das AfL statuiert, das Tragen von Glocken im Stall 
(Gebäude Nr. D.________) und im Auslauf sei grundsätzlich verboten. Eine 
eigentliche Abgrenzung der Begriffe "auf den Weiden" und "im Auslauf" enthält 
die Verfügung vom 28. März 2017 nicht. 

Dagegen hat das AfL in seiner Vernehmlassung im vorinstanzlichen Verwal-
tungsverfahren vom 23. Mai 2017 eine entsprechende Differenzierung vorge-
nommen. Danach ernähren sich Tiere "auf den Weiden" ausschliesslich vom 
Gras auf dem Wiesland. Diese Haltung der Tiere "auf den Weiden" dauert 
gemäss AfL bei den vorliegenden Verhältnissen im Frühling und im Herbst je-
weils ca. 6 Wochen vor und nach der Sömmerung (vom 20. Mai bis 14. Septem-
ber) auf der Alp. Demgegenüber werden Tiere "im Auslauf" wie auch "im erwei-
terten Auslauf" mit Heu zugefüttert. Während sich Tiere "im Auslauf" lediglich 
draussen auf dem Auslaufplatz beim Stall befinden, um sich bewegen zu können, 
werden die Tiere "im erweiterten Auslauf" zur grösseren Bewegung zusätzlich 
zum Auslaufplatz beim Stall auch auf die Weide geschickt. Das Anziehen von 
Glocken ist weder "im Auslauf" noch "im erweiterten Auslauf" nötig und es kann 
darauf verzichtet werden. Hier hat der Beschwerdegegner aus Sicht des AfL den 
Beschwerdeführern entgegen zu kommen, soweit er dies nicht bereits schon 
praktiziert hat. Die Verfügung des AfL vom 28. März 2017 zielt dahin, dass das 
Tragen der Glocken "auf der Weide" am Tag erlaubt ist (vgl. Vi-act. II-03, Vorbe-

10

merkungen S. 2 oben; ad. I.1 S. 2 f.). Es geht für das AfL danach nur noch um 
die Beurteilung von Lärmemissionen von 6 Wochen Frühlingsweide und 6 Wo-
chen Herbstweide. Im Dezember wird es gemäss seiner Verfügung keinen Lärm 
von Viehglocken mehr geben (vgl. Vi-act. II-03, ad V.6 S. 4).

In seiner zweiten Stellungnahme im vorinstanzlichen Verwaltungsverfahren vom 
23. Juni 2017 hat das AfL weiter präzisiert, dass die Weidezeit des Beschwerde-
gegners nur 6 Wochen dauern kann, da das Gras irgendwann abgefressen ist. 
"Im erweiterten Auslauf" werde das Vieh die Glocken gemäss Ziff. 3.1.3 der Ver-
fügung vom 28. März 2017 grundsätzlich nicht tragen können (Vi-act. II-04, ad. 
Vorbemerkungen S. 1). In der Vernehmlassung vom 26. September 2017 im 
vorliegenden Verfahren (S. 1) bekräftigt das AfL dieses Begriffsverständnis. 

4.2 Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen RRB Nr. K.________ vom 
16. August 2017 ebenfalls zur Dauer der Beweidung geäussert und anhand 
meteorologischer Überlegungen und der Aufzählung von weiteren (möglichen) 
Faktoren einen Durchschnittswert von ca. 6 Wochen als realistisch erachtet, 
wobei das Weiden bei günstigen Umständen auch über einen längeren Zeitraum 
möglich sei. Im Weiteren hält er es für fraglich, inwiefern es für die Beschwerde-
führer überhaupt von Bedeutung sei, ob die Tiere über Mitte Oktober hinaus noch 
weiden, zumal Garten bzw. Sitzplatz auf diesem Zeitraum temperaturbedingt oh-
nehin oft nur noch eingeschränkt nutzbar seien. In Bezug auf Zeitpunkt und 
Häufigkeit anerkennt der Regierungsrat zwar, dass der Lärm von Kuhglocken 
unregelmässig und auch an Wochenenden oder Feiertagen ertönen könne. 
Indessen würden sich die Tiere witterungsbedingt nicht täglich auf der Weide 
befinden. Die Zeit, in welcher das Vieh weide bzw. es zu einem Konflikt mit dem 
Ruhebedürfnis der Beschwerdeführer komme, sei somit sehr beschränkt (RRB 
Nr. K.________ Ziff. 2.2 S. 3 und 4.3 S. 5).

4.3 Hinsichtlich der zeitlichen Dauer der Lärmimmission kann es nicht zum 
Vornherein ohne Bedeutung sein, ob das Vieh des Beschwerdegegners 
ausschliesslich während der eigentlichen Weidehaltung ca. 6 Wochen im 
Frühling vor der Alpsömmerung und während ca. 6 Wochen im Herbst nach 
Ende der Alpsömmerung Glocken tragen darf, oder ob sich diese Dauer − je 
nach den Umständen − um einen zeitlich unbestimmten Zeitraum verlängern, im 
Herbst allenfalls gar mehr als verdoppeln darf. Soweit der Regierungsrat die 
Möglichkeit der verlängerten Haltung von Vieh auf der Weide mit günstigen 
meteorologischen Verhältnissen begründet, scheint es überdies nicht abwegig, 
dass entsprechend günstige Verhältnisse zumindest teilweise auch eine 
verlängerte Nutzung der Aussenräume der Beschwerdeführer gestatten würden. 

11

4.4 In der Verfügung vom 28. März 2017 hat es das AfL noch versäumt, die 
Beweidung mit Glocken tragenden Tieren von jeweils ca. je 6 Wochen im 
Frühjahr und im Herbst als zeitlich abschliessenden Rahmen klar vom 
(erweiterten) Auslauf abzugrenzen. Dagegen hat sich das AfL in seinen Ver-
nehmlassungen im vorinstanzlichen Verfahren vom 23. Mai 2017 und vom 23. 
Juni 2017 sowie im vorliegenden Verfahren vom 26. September 2017 nachdrück-
lich darauf festgelegt, die Verfügung ziele dahin, dass das Tragen der Glocken 
"auf der Weide" am Tag erlaubt sei, "im erweiterten Auslauf" könne das Vieh die 
Glocken gemäss Dispositiv-Ziffer 3.1.3 der Verfügung vom 28. März 2017 dage-
gen nicht mehr tragen (vgl. Erw. 4.1 hiervor). 

Der Beschwerdegegner hat gegen dieses Verständnis des AfL der Begriffe "auf 
den Weiden" und "im (erweiterten) Auslauf" der Dispositiv-Ziffern 3.1.1 und 3.1.3 
der Verfügung vom 28. März 2017 weder im vorinstanzlichen noch im vorliegen-
den Verfahren opponiert. Dagegen ist der Vernehmlassung des AfL im vorin-
stanzlichen Verfahren vom 23. Mai 2017 zu entnehmen, dass der 
Beschwerdegegner gegenüber dem AfL kundgetan hat, er habe am 24. Oktober 
2016 (knapp 6 Wochen nach dem Ende der Sömmerung vom 14. September) die 
Tiere eingestallt. Ab diesem Datum seien die Tiere gefüttert und ihnen die Glo-
cken ausgezogen worden. Auch danach hätten sich die Tiere − im Rahmen des 
erweiterten Auslaufs − auf der Weide befunden, aber ohne Glocken (vgl. Vi-act. 
II-03, ad I.2 S. 3). 

Auch wenn seitens der Beschwerdeführer bestritten wird, dass die Tiere des 
Beschwerdegegners ab dem 24. Oktober 2016 keine Glocken mehr getragen 
haben, ergibt sich aus diesen Auskünften des Beschwerdegegners gegenüber 
dem AfL gleichwohl, dass der Beschwerdegegner − welchem das Verständnis 
der Begriffe "auf der Weide" und "im Auslauf" als Fachmann geläufig sein dürfte 
− die Dispositiv-Ziffer 3.1.3 der Verfügung vom 28. März 2017 ebenfalls so 
verstanden hat, dass sein Vieh nach der Herbstweide, "im erweiterten Auslauf" 
keine Glocken mehr tragen darf. 

Es ist daher entsprechend der dargelegten Absicht des AfL sowie dem offenbar 
übereinstimmenden Verständnis des AfL und des Beschwerdegegners davon 
auszugehen, dass das Verbot des Tragens von Glocken im Stall und "im Auslauf" 
gemäss der Dispositiv-Ziffer 3.1.3 (Satz 1) der Verfügung des AfL vom 28. März 
2017 das Verbot des Tragens von Glocken "im erweiterten Auslauf" mitumfasst. 

4.5 Bei dieser Sachlage zielt der Vorhalt der Beschwerdeführer in der Verwal-
tungsbeschwerde vom 21. April 2017 (Vi-act. I-01 Ziff. I.2 S. 5) und in der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 8. September 2017 (Ziff. IV.1 S. 7), 
wonach die Immissionen am Tag im Durchschnitt während eines viel längeren 

12

Zeitraums vorkämen und deshalb ihr Interesse an der Lärmreduktion viel grösser 
sei, als von den Vorinstanzen angenommen, ins Leere. 

Soweit die Beschwerdeführer in Bezug auf Zeitpunkt und Häufigkeit festhalten, 
dass der Lärm zu jedem Zeitpunkt, auch an Wochenenden oder Feiertagen 
ertöne (Beschwerdeschrift V.4 S. 10), kann der Einschätzung des 
Regierungsrates gefolgt werden, wonach sich das Vieh auch während der jeweils 
ca. 6 Wochen dauernden Frühlings- und Herbstweide witterungsbedingt nicht 
täglich auf der Weide befindet und die Zeit, in welcher sich die Tiere des 
Beschwerdegegners auf den Weiden befinden und es zu einem Konflikt mit dem 
Ruhebedürfnis der Beschwerdeführer kommt, durchaus beschränkt ist. Die Tiere 
weiden überdies naturgemäss auf dem gesamten ca. 4.5 ha grossen Weidland 
und halten sich folglich nicht dauernd in der Nähe der Grundstücksgrenze zu den 
Beschwerdeführern auf. Mit zunehmendem Abstand reduziert sich auch der 
Lärmpegel (vgl. Wolf, Kommentar zum USG, Vorbem. zu Art. 19-25 N 14). 

5.1 Hinsichtlich des Interesses an der Lärm verursachenden Tätigkeit hat das 
AfL in der Verfügung vom 28. März 2017 (Vi-act. II-02 Bel. 6) und in der vorin-
stanzlichen Vernehmlassung vom 23. Mai 2017 (Vi-act. II-03) im Wesentlichen 
ausgeführt, der Beschwerdegegner habe ein Interesse an einer traditionsgemäs-
sen und tiergerechten Haltung. Als ländlich geprägter Kanton mit grosser 
Sömmerungsaktivität sei die Kuhglocke im Kanton Schwyz traditionell verankert. 
Aufgrund der vorherrschend ländlich ausgeprägten Lage der betroffenen Parzel-
len und der lokalen Tradition sei eine Einschränkung für das Tragen von Glocken 
während der Tageszeit (07.00 - 20.00 Uhr) auf der Weide nicht gerechtfertigt. 
Nur Tiere auf der Weide, die sich ausschliesslich vom Gras auf dem Wiesland 
ernährten, würden Glocken tragen. Da sie nicht zugefüttert würden, würden die 
Tiere jungen Gräsern nachgehen, weshalb es häufig vorkomme, dass sie auf der 
Suche nach schmackhafterem Futter die Umzäunung durchbrechen und weglau-
fen würden, was im Siedlungsgebiet zu Schäden in fremden Gärten, auf fremden 
Weiden oder im Strassenverkehr führen könne, für welche der Tierhalter hafte. 
Oftmals werde das Vieh auch von spazierenden Hunden getrieben, so dass es 
durchbreche. Mit dem Tragen von Glocken in der Nähe des Siedlungsgebiets 
könnten die Tiere nicht nur geortet werden, sondern es könne auch rasch festge-
stellt werden, wenn sich das Vieh nicht mehr auf der Weide befinde. Ein GPS-
Sender vermöge gegenüber diesen Vorteilen der Glocke nicht mitzuhalten.

Demgegenüber habe das Vieh während der Nacht nicht denselben Fresstrieb 
wie am Tag. Es ruhe oftmals, und breche bedeutend weniger aus. Auch sei das 
Schadenspotential während der Nacht aufgrund der geringeren Verkehrsdichte 
weniger hoch. Wenn sich Tiere im erweiterten Auslauf befinden würden (also zu-

13

gefüttert und zur grösseren Bewegung zusätzlich zum Auslaufplatz auch auf die 
Weide geschickt würden), gierten sie ebenfalls nicht mehr derart nach Gras, wo-
mit die Ausbruchsgefahr nicht gross sei.

Die Viehwirtschaft mit Alpsömmerung werde im Kanton Schwyz nach wie vor in 
überwiegender Mehrheit praktiziert. Auch der Beschwerdegegner sömmere sein 
Vieh. Dabei würden die Älpler von mehreren Bauern Vieh zur Sömmerung an-
nehmen. Auf der Alp sei eine Glocke nach wie vor die effizienteste und preis-
günstigste Art, ein entlaufenes Tier zu lokalisieren und wieder zur Herde zu 
führen. Auch könne man von den Älplern nicht erwarten, dass diese eine EDV-
Infrastruktur anschaffen und die angenommenen Tiere mit GPS-Systemen über-
wachen würden. Die regelmässige Beweidung der landwirtschaftlichen Nutz-
flächen mit Glocken tragendem Rindvieh zähle zur Schwyzer Tradition. Für die 
Sömmerung müsse das Vieh an das Tragen der Glocken gewöhnt werden.

5.2 Der Regierungsrat hat dazu u.a. festgehalten, der Gemeinde Altendorf 
könne trotz beträchtlicher Entwicklung in der Vergangenheit eine ländliche Prä-
gung nicht abgesprochen werden. Die Bauzonen in Altendorf würden über weite 
Strecken an landwirtschaftlich genutztes Land angrenzen und auch Wohnzonen 
würden sich am Siedlungsrand zur Landwirtschaftszone befinden. Entsprechend 
stelle auch Tierglockengeläut ein nach wie vor durchaus ortsübliches Geräusch 
dar. Auch wenn es dem Beschwerdegegner technisch und betrieblich möglich 
wäre, auch tagsüber auf das Glockentragen seines Viehs zu verzichten, stellte 
das Tragen von Viehglocken im schwyzerischen Voralpengebiet eine Tradition 
dar, was es zu berücksichtigen gelte (vgl. angefochtener RRB Nr. K.________ 
Ziff. 4.2 S. 5; Ziff. 5.2.1 S. 6).

5.3 Die Beschwerdeführer halten im Wesentlichen dafür, dass der Verzicht auf 
die Viehglocken am Tag technisch, wirtschaftlich und betrieblich ohne Weiteres 
möglich und problemlos machbar sei. Gegen das Entlaufen von Tieren bestehe 
ein Elektrozaun und die Weide befinde sich nicht in einem abgelegenen Gebiet. 
Ein allenfalls entlaufenes Tier könnte leicht aufgefunden werden. Es gebe auch 
die Möglichkeit, dem Vieh einen GPS-Sender anzulegen, um es beim allfälligen 
Entlaufen leichter zu finden, ohne dass Lärm entstehe (Vi-act. II-02 Bel. 1 S. 3). 
Mit den Viehglocken werde in unnötiger und störender Weise den Anwohnern die 
Anwesenheit und der Standort der Tiere bekannt gegeben (vgl. Beschwerde-
schrift vom 8.9.2017 Ziff. V.4 S. 10).

5.4 Das Interesse des Beschwerdegegners seinen Tieren tagsüber "auf der 
Weide" Glocken anzulegen, ist im Sinne der Ausführungen des AfL ausgewiesen. 
Das AfL hat sich dabei einerseits auf die ortsübliche Tradition des Haltens von 

14

Vieh mit Glocken in Altendorf sowie auf die im Kanton Schwyz verbreitete Al-
psömmerung in entlegenem, weitläufigem Berggebiet gestützt, wo eine Glocke 
nach wie vor die effizienteste und preisgünstigste Art ist, ein entlaufenes Tier zu 
lokalisieren und wieder zur Herde zu führen. Andererseits gestattet das Tragen 
von Glocken frühzeitig zu erkennen, dass überhaupt Vieh entlaufen ist, was wie-
derum ein rasches Eingreifen ermöglicht. Darin manifestiert sich auch der Sinn 
der dem Tierglockengeläut inhärenten Information bezüglich des Standorts der 
Tiere. Da nicht angenommen werden kann, ein aus einer siedlungsnahen Land-
wirtschaftsparzelle in eine angrenzende (Quartier)Strasse entlaufenes, und da-
durch verstörtes Tier werde an Ort und Stelle verharren, erscheint ein rasch mög-
liches Eingreifen zur Schadensabwehr durchaus geboten. Das AfL hat anhand 
verschiedener Szenarien auch nachvollziehbar aufgezeigt, dass die Gefahr des 
Entlaufens als solche, trotz Elektrozäunen nicht per se auszuschliessen, sondern 
realistisch ist. Damit liegen objektive Gründe vor, welche auch in siedlungsnahen 
Parzellen für das Tragen von Glocken als Mittel zur Schadenseindämmung durch 
entlaufenes Vieh sprechen. 

5.5 Soweit die Beschwerdeführer die Ortsüblichkeit von Tierglockengeläut bei 
der Siedlung M.________ bestreiten, ist darauf hinzuweisen, dass sie selber aus-
führen, das alte Bauernhaus auf KTN J.________ (Gebäude Nr. L.________) sei 
vor etlichen Jahren abgebrochen worden. Geblieben sei nur der Stall. Diesen 
Stall sowie den 'Umlauf' habe der Beschwerdegegner für sein Baugeschäft ge-
nutzt. Er habe damals lediglich ca. 2 Kälber mit Glocken auf der Weide gehalten 
(Beschwerdeschrift vom 8.9.2017 Ziff. IV.3 S. 8). Unabhängig vom (hier nicht in-
teressierenden) genauen Datum des Abbruches des besagten Bauernhauses, 
welcher gemäss den auf www.swisstopo.admin.ch öffentlich einsehbaren Luftbil-
dern im Zeitraum nach dem 16. September 2002 − als die Überbauung 
M.________ am Siedlungsrand zur Landwirtschaftszone im Entstehen war − (vgl. 
Bild-Nr. N.________) und vor dem 14. Juli 2007 (vgl. Bild-Nr. O.________) er-
folgt sein muss, lässt sich aus den Ausführungen der Beschwerdeführer folgern, 
dass bei Entstehung der Überbauung M.________ unmittelbar daran angren-
zend, auf der Liegenschaft KTN J.________ Landwirtschaft betrieben wurde, und 
auch nach dem Abbruch des alten Wohnhauses weiterhin zumindest "ca. zwei 
Kälber mit Glocken auf der Weide" gehalten wurden, womit die Ortsüblichkeit von 
Tierglockengeläut in der an die Überbauung M.________ unmittelbar angren-
zenden Landwirtschaftszone grundsätzlich zu bejahen ist. Der Umstand, dass ein 
benachbarter Bauer, dessen Betrieb nicht unmittelbar an die Überbauung 
M.________ angrenzt, seinen Milchkühen keine Glocken anhängt, vermag daran 
nichts zu ändern. 

15

6.1 Bezüglich des Charakters des Lärms hat das AfL in der Verfügung vom 
28. März 2017 (Vi-act. II-02 Bel. 6) ausgeführt, beim Lärm von Kuhglocken 
handle es sich um ein eher helles Geräusch, welches sich vom Alltagsbrummen 
in Bezug auf die Höhe abhebe. Aufgrund der Bewegungen der Kühe sei der 
Lärm unregelmässig, so dass eine Gewöhnung daran schwieriger sei, als wenn 
es sich um ein monotones Geräusch handle. Da es sich vorliegend um ein 
verhältnismässig grosses Grundstück handle, sei die Intensität des Lärms stark 
vom Standort der Tiere abhängig und werde nicht zu jeder Zeit gleich gravierend 
empfunden. Das Klingeln der Kuhglocken werde von vielen Menschen im 
ländlich geprägten Dorf als ortsübliches Geräusch geschätzt. Mehr Glocken wür-
den nicht erheblich mehr Lärm verursachen.

Der Beschwerdegegner habe dem Vieh seit Frühling 2017 kleinere Schellen 
(faustgrosse Glöcklein) umgehängt und nicht alle Tiere, sondern nur die Leittiere 
damit ausgerüstet. Dadurch habe sich der Lärm sicherlich etwas reduziert und 
trage weniger weit (Vi-act. II-04). 

6.2 Der Regierungsrat hält mit Verweis auf VGE III 2008 13 vom 2. April 2008 
(EGV-SZ 2008 B 8.11 Erw. 4.1) fest, dass Tierglockengeläut tagsüber in einem 
ländlich geprägten Dorf, welches praktisch vollständig von Landwirtschaftszonen 
umgeben sei, ein durchaus ortsübliches Geräusch darstelle, das von vielen Men-
schen geschätzt, aber kaum je als Störung empfunden werde. Das Glocken-
geläut habe für die meisten Menschen einen Wohlklang und werde von ihnen 
zumindest tagsüber nicht als störend empfunden. Das Tierglockengeläut stelle in 
Altendorf nach wie vor ein ortsübliches und von vielen Menschen geschätztes 
Geräusch dar (vgl. angefochtener RRB Nr. K.________ Ziff. 4.2 S. 4 f.; Erw. 5.2 
hiervor). 

6.3 Die Beschwerdeführer halten fest, dass ihre Wohnhäuser in der Wohnzone 
W2 mit der Empfindlichkeitsstufe ES II liegen. Die Fassaden der Gebäude auf 
den Liegenschaften der Grundstücke KTN F.________ und KTN G.________ der 
Beschwerdeführer 1 und 3 seien lediglich 10 Meter von der Weide des Be-
schwerdegegners auf KTN J.________ entfernt und die Fassade des Gebäudes 
auf der Liegenschaft des Grundstückes KTN H.________ der Beschwerdeführer 
2 sei 45 Meter von dieser Weide entfernt. Bei allen drei Wohnhäusern seien die 
Schlafzimmer sowie die Terrassen und Gärten auf die Weide ausgerichtet. Die 
Tiere würden auf der Weide herumlaufen und bis zur Grundstückgrenze der Be-
schwerdeführer kommen. Sie würden fressen, wiederkäuen und sich an den zwei 
Bäumchen unmittelbar vor der Grundstückgrenze der Beschwerdeführer kratzen. 
Die Bewegungen der Tiere und damit der Glocken würden erheblichen Lärm ver-
ursachen. Die Weide sei zunächst flach und steige allmählich an. Der Lärm sei 

16

am lautesten, wenn sich die Tiere diesseits des Weges, gleich bei den Wohnhäu-
sern oder neben dem Stall Geb.Nr. D.________ aufhalten würden, sowie im Be-
reich des ansteigenden Geländes. Dann seien die Beschwerdeführer gezwun-
gen, Terrassen und Gärten zu verlassen, sich ins Hausinnere zu begeben und 
Türen und Fenster zu schliessen (vgl. Beschwerdeschrift vom 8.9.2017 Ziff. I S. 2 
ff.).

Bei den Viehglocken handle es sich um ein metallisches und teilweise schrilles, 
stark ton- oder impulshaltiges Geräusch, welches die anderen Geräusche 
übertöne. Der Lärm ertöne zu jedem Zeitpunkt, auch in empfindlichen Zeiten wie 
dem Wochenende. Bei 8 Tieren ertöne der Lärm sehr häufig (vgl. Beschwerde-
schrift vom 8.9.2017 Ziff. V.4 S. 10). Die Lärmmessung der Firma P.________ 
Engineering GmbH vom Oktober 2015 (nachfolgend: P.________-
Lärmmessbericht) habe (bei 2 bis 3 Tieren) einen massgebenden ½ h-Mittelwert 
des Geräuschpegels in der Nacht von 60 bis 70 dB(A) ergeben, mit Lärmspitzen 
von 75 bis 82 dB(A) (Vi-act. II-02 Bel. 1 Anhang 4). Die Lärmwerte würden damit 
um 10 bis 22 dB(A) über dem gemäss Lärmschutzverordnung in der ES II erlaub-
ten Niveau von 60 dB(A) am Tag liegen. Als der Beschwerdegegner im Herbst 
2016 8 Kälber mit Glocken auf der Weide gehalten habe, seien die Werte noch 
massiv höher gewesen. Die Immissionen der Tiere seien am Tag nicht anders als 
jene in der Nacht (Vi-act.   I-01 Bel. 1). Am Tag würden lediglich noch weitere 
Immissionen dazukommen, die für den Tag typisch seien. Die Anpassung der ro-
hen Werte in einem Berechnungsschema sei praxisgemäss (Bel. 2 S. 5; Be-
schwerdeschrift vom 8.9.2017 Ziff. IV.2 S. 7 f.). 

In Anwendung der BAFU-Vollzugshilfe im Umgang mit Alltagslärm (S. 54 f.) seien 
bei den Quellencharakteristiken für die Wahrnehmbarkeit 3 Punkte einzusetzen 
(sehr laut), für die Häufigkeit mind. 2 Punkte (sehr häufig), für den Charakter des 
Lärms 2 Punkte (sehr stark ton- oder impulshaltig) und für sensible Tageszeiten 
1 Punkt (morgens, mittags, abends, Wochenende). Bei den Empfängercharakte-
ristiken (Empfindlichkeitsstufe des betroffenen Gebiete, Spezielle Personengrup-
pen, bzw. sensible Bevölkerungsgruppen, Örtliche Gegebenheiten, Lärmvorbe-
lastung) seien 0 Punkte einzusetzen. Dies ergebe ein Total von 2.66 Punkte 
(8 Punkte / 3). Damit liege die Störung am Tag zwischen erheblich störend (zwi-
schen IGW und AW = Störungskategorie 2) und sehr stark störend (über AW = 
Störungskategorie 3) (vgl. BAFU-Vollzugshilfe S. 16 und S. 54). Es seien 
Massnahmen zu prüfen (BAFU-Vollzugshilfe S. 18), mit welchen die Immissionen 
mindestens unter den IGW gesenkt würden. Zusätzlich sei das Vorsorgeprinzip 
anzuwenden (Vi-act. II-02 Bel. 1 S. 7).

17

6.4 Das AfL hat eingeräumt, beim Lärm von Kuhglocken handle es sich um ein 
sich vom Alltagsbrummen in Bezug auf die Höhe abhebendes Geräusch, 
welches aufgrund der Bewegung der Tiere unregelmässig erfolge, was eine 
Gewöhnung daran erschwere, wobei die Intensität des Lärms jeweils stark vom 
Standort der Tiere auf der knapp 4.5 ha grossen Weide abhängig sei (vgl. Erw. 
6.1 hiervor). Dies korrespondiert mit den Ausführungen der Beschwerdeführer 
insofern, als diese den Lärm der Glocken als umso störender empfinden, je 
näher sich die Tiere an der Grundstücksgrenze zu ihren Liegenschaften befinden 
und je mehr sie sich bewegen, wie beispielsweise beim Kratzen an Bäumchen 
(vgl. Erw. 6.3 hiervor). Es handelt sich mithin unbestreitbar um ein ton- und im-
pulshaltiges Geräusch, dessen Intensität sowohl vom Standort als auch der 
Aktivität der Tiere abhängig ist. Auch bei einer etwas höheren Anzahl als zwei bis 
drei weidenden Tieren ist aufgrund dauernder Ortswechsel der Tiere (vgl. dazu 
auch P.________-Lärmmessbericht S. 5) nicht unbesehen auf eine häufigere 
oder erheblich intensivere Lärmeinwirkung zu schliessen, zumal sich auch der 
Lärmpegel mit zunehmendem Abstand reduziert (vgl. Wolf, Kommentar zum 
USG, Vorbem. zu Art. 19 - 25 N 14; Erw. 4.5 hiervor). Die Beschreibung des 
Tons von Glocken als hell (AfL) oder als metallisch schrill (Beschwerdeführer) 
widerspiegelt weitgehend eine (eher gewogene resp. eine ablehnende) Haltung 
gegenüber diesem Geräusch; für den Charakter des Lärms sind diese subjektiv 
gefärbten Beschreibungen dagegen von geringer Aussagekraft. 

Nachdem die Ortsüblichkeit von Tierglockengeläut in der unmittelbarer an die 
Überbauung M.________ angrenzenden Landwirtschaftszone erstellt ist (vgl. 
Erw. 5.5 hiervor), gehört das Klingeln von Kuhglocken mit zur (quartier)üblichen 
Geräuschkulisse. Solche Geräusche stören grundsätzlich wenig und werden von 
vielen Menschen im ländlichen geprägten Dorf als ortsübliches Geräusch 
geschätzt, wie der Regierungsrat zutreffend festgehalten hat (vgl. Erw. 6.2 
hiervor; EGV-SZ 2008 B 8.11 Erw. 4.1). Störend werden solche Geräusche erst 
dann, wenn sie eine besondere Lautstärke annehmen oder während der Nacht 
erzeugt werden (vgl. URP 2008 S. 82). 

6.5 Die Beschwerdeführer gehen anhand des P.________-Lärmmessberichtes 
(Vi-act. II-02 Bel. 1 Anhang 4 und Vi-act. I-01 Bel. 1) i.V.m. ihrer Ermittlung der 
Störwirkung von Alltagslärmsituationen im Sinne der BAFU-Beurteilungshilfe (S. 
54 f.) (Vi-act. II-02 Bel. 1 S. 7; Erw. 6.3 hiervor) von einer Störung am Tag aus, 
welche zwischen erheblich störend und sehr stark störend liege. 

Die Ermittlung des Beurteilungspegels anhand der (sinngemässen Übernahme) 
der Vorgaben des Anhangs 6 zur LSV im P.________-Lärmmessbericht (Vi-act. 
II-02 Bel. 1 Anhang 4) vermag jedoch weder für sich alleine zu überzeugen, noch 

18

in Verbindung mit der anschliessend von den Beschwerdeführern anhand der 
BAFU-Beurteilungshilfe vorgenommenen Bestimmung der Störwirkung von All-
tagslärmsituationen.

6.5.1  Die P.________ Engineering GmbH hat einen ½ h-Mittelwert des 
Geräusch-pegels von 50 dB(A) bis 60 dB(A) gemessen. Dieser Pegel muss infol-
ge der angewandten Methode der Messung vor geschlossenem Fenster um -5 
(dB) korrigiert werden (vgl. BAFU [HrsG.], Methode zur Ermittlung der 
Aussenlärm-Immissionen bei geschlossenem Fenster, Vollzugshilfe zur 
Lärmschutzverordnung, 2015), wovon auch der P.________-Lärmmessbericht 
selber ausgeht (S. 4). Daraus resultiert ein ½ h-Mittelwert des Geräuschpegels 
von 45 dB(A) bis 55 dB(A), welcher jedenfalls die für den Strassenverkehrs- und 
Eisenbahnlärm oder für Industrie- und Gewerbelärm geltenden Immissions-
grenzwerte in der Zone ES II für den Tag von 60 dB(A) (vgl. Erw. 2.3 erster Ab-
satz hiervor) deutlich unterschreitet. 

6.5.2  Obschon bei Fehlen von Grenzwerten für eine bestimmte Art lärmverursa-
chender Anlagen nicht einfach ein anderer Anhang der LSV sinngemäss heran-
gezogen werden kann (vgl. Erw. 2.3 letzter Absatz sowie Erw. 2.5 erster Absatz 
hiervor), wurden im P.________-Lärmmessbericht diese Werte durch eine 
(sinngemässe) Heranziehung der Pegelkorrekturen K1 (um 5 dB für Anlagen der 
Landwirtschaft), K2 (um 6 dB für stark hörbarem Tongehalt) und K3 (um 4 dB für 
stark hörbarem Impulsgehalt) gemäss Ziff. 33 Abs. 1 lit. a, Abs. 2 lit. d und Abs. 3 
lit. c des Anhangs 6 zur LSV auf einen Beurteilungspegel von 60 dB(A) bis 70 
dB(A) angehoben, ohne dass dieses Vorgehen erläutert worden wäre. 

Betreffend die Anwendung der Pegelkorrektur K1 (um 5 dB für Anlagen der 
Landwirtschaft) in Analogie zu Ziff. 33 Abs. 1 lit. a Anhang 6 zur LSV ist festzu-
halten, dass zu den Lärmimmissionen von Landwirtschaftsbetrieben vorwiegend 
der technische Lärm von Maschinen und Fahrzeugen gehört, während für den 
Lärm von Tieren, welche sich innerhalb des Betriebes oder in unmittelbarer Nähe 
aufhalten, eine Beurteilung gemäss Industrie- und Gewerbelärm nicht störungs-
gerecht ist und eine Einzelbeurteilung der Störung aufgrund der Kriterien von Art. 
15 USG erfolgen muss (vgl. BAFU [HrsG.], Grundlagen Industrie- und 
Gewerbelärm, 2008, S. 28). Vorliegend steht die Immission eines singulären 
Geräusches (des Tierglockengeläutes) in Frage, welches − auch von den Be-
schwerdeführern − nicht als Bestandteil des vorwiegend technischen Lärms von 
Maschinen und Fahrzeugen eines Landwirtschaftsbetriebes wahrgenommen 
wird. Die Anwendung der kommentarlos vorgenommenen Pegelkorrektur K1 um 
5 dB in Analogie zu Ziff. 33 Abs. 1 lit. a Anhang 6 zur LSV erscheint daher in ca-
su nicht sachgerecht. 

19

6.5.3  Die weiter erfolgten Pegelkorrekturen K2 (um 6 dB für stark hörbarem Ton-
gehalt) und K3 (um 4 dB für stark hörbarem Impulsgehalt) führten zusammen mit 
der vorerwähnten Pegelkorrektur K1 (um 5 dB) zur Erhöhung des gemessenen 
(und aufgrund der gewählten Messmethode um - 5 dB korrigierten) Beurteilungs-
pegel von 45 dB(A) bis 55 dB(A) um 15 dB auf 60 dB(A) bis 70 dB(A). 

Das Bestehen einer Praxis für eine derartige Anpassung bei Alltagslärm ist nicht 
ersichtlich, und wurde von den Beschwerdeführern zwar behauptet (Beschwer-
deschrift vom 8.9.2017 S. 8), nicht aber belegt. Es gilt im Grundsatz vielmehr, 
dass die Bestimmungen der LSV über die Ermittlung und Beurteilung von Lärm-
immissionen nicht übernommen, sondern nur beschränkt (als Wertungshilfen) 
herangezogen werden können (vgl. Erw. 2.5 hiervor; URP 2008 S. 612). Gemäss 
der LSV ergibt sich die Störungswirkung des Lärms nicht nur aus dem 
gemessenen Schallpegel, sondern es sind zusätzlich eine oder mehrere 
Pegelkorrekturen K zu berücksichtigen, welche die relative Lästigkeit der 
fraglichen Geräusche kennzeichnen (vgl. URP 2009 S. 92). Für Glockengeläut 
sieht das Gesetz dagegen keine − sinngemäss anzuwendende − Pegelkorrektu-
ren zur Ermittlung der spezifischen Störungswirkung vor. 

Die Beschwerdeführer haben die Störwirkung anhand der "Praktische[n] Methode 
zur Ermittlung der Störwirkung von Alltagslärmsituationen" im Sinne der BAFU-
Beurteilungshilfe (S. 54 f.) in einem zweiten Schritt (nochmals) bewertet (Vi-act. 
II-02 Bel. 1 S. 7; Erw. 5.3 letzter Absatz hiervor). Dabei haben sie den (aufgrund 
der erfolgten Pegelkorrekturen u.a. wegen stark hörbarem Impuls- und Tonge-
halt) auf 60 dB(A) bis 70 dB(A) erhöhten Beurteilungspegel bei der Quellencha-
rakteristik 'Wahrnehmbarkeit' mit 3 Punkten (für sehr laut) gewichtet und darüber 
hinaus den Impuls- und Tongehalt bei der Quellencharakteristik 'Charakter des 
Lärms' mit 2 Punkten (sehr stark ton- oder impulshaltig) ein weiteres Mal berück-
sichtigt (vgl. Erw. 6.3 letzter Absatz hiervor).

6.6 Die derart ermittelte Störwirkung der Tierglocken beruht mithin auf einer 
mehrfachen Gewichtung des Ton- und Impulsgehalts des Glockengeräusches 
und erweist sich damit als offensichtlich mangelbehaftet, weswegen sich diese 
Beurteilung nicht unbesehen übernehmen lässt. 

Geht man in Anwendung der Methode der BAFU-Beurteilungshilfe dagegen von 
einem nicht bewerteten ½ h-Mittelwert des gemessenen (und aufgrund der ge-
wählten Messmethode um - 5 dB korrigierten) Geräuschpegels von 45 dB(A) bis 
55 dB(A) aus (vgl. Erw. 6.5.1 hiervor), welcher die für den Strassenverkehrs- und 
Eisenbahnlärm oder für Industrie- und Gewerbelärm geltenden Immissionsgrenz-
werte in der Zone ES II (= nicht störende Betriebe) für den Tag von 60 dB(A) 
deutlich unterschreitet, ist die Quellencharakteristik 'Wahrnehmbarkeit' bei 2 bis 3 

20

weidenden Jungtieren mit 0 Punkten (gering) oder − unter der Annahme von bis 
zu 8 weidendem Jungvieh − mit maximal 1 Punkt (Mittel) zu berücksichtigen. 
Aufgrund der in vorstehender Erw. 4.5 erreichten Feststellung, wonach der 
Zeitraum durchaus beschränkt ist, in welchem sich die Tiere des 
Beschwerdegegners mit Glocken auf KTN J.________ und KTN I.________ 
aufhalten dürfen, und es zu einem Konflikt mit dem Ruhebedürfnis der 
Beschwerdeführer kommt, ist die Quellen-charakteristik 'Häufigkeit' nicht mit 'sehr 
häufig', sondern mit maximal 'häufig' d.h. mit maximal 1 Punkt zu berücksichti-
gen. Unter Addition von 2 Punkten bei der Quellencharakteristik 'Charakter des 
Lärms' (sehr stark ton- oder impulshaltig) sowie 1 Punkt bei der Quellencharakte-
ristik 'Sensible Tageszeiten' (Morgens, mittags, abends, Wochenende) wie sie 
die Beschwerdeführer in ihrer Ermittlung berücksichtigt haben, resultieren 5 
Punkte / 3 = 1,66 Punkte, was einer Störung entspricht, welche den Wert von 2 
Punkten für erheblich störend klar nicht erreicht (vgl. BAFU-Beurteilungshilfe 
S. 16 und S. 54, Erw. 2.5 zweiter Absatz hiervor). 

6.7 Zusammenfassend kann bei einer Beweidung von Tieren mit Glocken 
tagsüber, während zweimal ca. sechs Wochen im Jahr auf KTN J.________ und 
KTN I.________ nicht von einer erheblichen Störung der Bevölkerung in ihrem 
Wohlbefinden durch das Tierglockengeläut gesprochen werden, welches im 
Gebiet der Überbauung M.________ am Siedlungsrand zur Landwirtschaftszone 
ein ortsübliches Geräusch darstellt und im ländlich geprägten Dorf von vielen 
Menschen geschätzt wird. Mit den verbindlichen Einschränkungen, dass das 
Tragen von Glocken auf den Weiden KTN J.________ und auf KTN I.________ 
tagsüber lediglich während je ca. 6 Wochen vor und nach der Alpsömmerung ge-
stattet, während der Nacht sowie im Stall und im Auslauf − auch im erweiterten 
Auslauf (vgl. insb. Erw. 4.4 letzter Absatz hierfür) − dagegen grundsätzlich 
verboten ist, wurde die Häufigkeit des Auftretens von Viehglockenlärm wirksam 
beschränkt. Das Ruhe- und Erholungsbedürfnis der Beschwerdeführer und auch 
die erhöhte Lärmempfindlichkeit der Beschwerdeführerin Ziff. 1 (vgl. Bf-act. 6) 
wurden dabei gebührend, während der Nacht gar umfassend berücksichtigt. 
Hinzu kommt, dass sich die Tiere auch während dieser beschränkten Zeitdauer 
einerseits nicht andauernd vor den Grundstücken der Beschwerdeführer aufhal-
ten, sondern auf dem gesamten ca. 4.5 ha grossen Weidland grasen, wobei sich 
der Geräuschpegel mit zunehmendem Abstand reduziert (vgl. Erw. 4.5 hiervor) 
und sich das Vieh andererseits witterungsbedingt auch nicht täglich auf der Wei-
de befindet. Vor diesem Hintergrund haben die Vorinstanzen den ihnen zuste-
henden Beurteilungsspielraum nicht verletzt, indem sie keine zusätzlichen Wo-
chenend- oder Feiertags-Beschränkungen der Beweidung auf KTN J.________ 
und KTN I.________ durch Tieren mit Glocken während des Tages angeordnet 

21

haben. Die Möglichkeit der Verwendung von kleineren Glocken wurde von den 
Beschwerdeführern grundsätzlich verworfen, weil diese nach ihrem Dafürhalten 
keine geringere Störung verursachen würden (vgl. Vi-act. I-04 S. 2).

Andererseits wurde korrekterweise auch das sachlich dargelegte Interesse des 
Beschwerdegegners, seinen Tieren während der zeitlich eng umrissenen Weide-
haltung ohne Zufütterung Glocken anzulegen − als probatestes Mittel zur Scha-
densbeschränkung −, berücksichtigt und damit auch die entsprechende ortsübli-
che Tradition angemessen gewichtet (vgl. Erw. 5.4 f. hiervor). Entgegen der An-
sicht der Beschwerdeführer ist es bei der Interessenabwägung nicht unzulässig, 
die Bestimmungen von § 19 Abs. 3 PBG und Art. 49 Abs. 2 BauR (Erw. 2.2 i.f. 
hiervor) miteinzubeziehen, soweit es im Rahmen des der Vollzugsbehörde 
zustehenden Beurteilungsspielraums darum geht, emissionsbegrenzende 
Massnah-men zu ergreifen. Diese kantonalen und kommunalen Bestimmungen 
stipulieren denn auch ein gewisses öffentliches Interesse an der üblichen 
(traditionellen) landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, auch wenn Bauzonen ans 
Landwirtschaftsland angrenzen (vgl. BGE 126 II 366 Erw. 4a; Erw. 2.4 i.f. 
hiervor). Anzufügen ist, dass mit den angeordneten zeitlichen Einschränkungen 
des Tragens von Tierglocken das Vorsorgeprinzip nicht verletzt wurde. Das 
Vorsorgeprinzip hat nur einen emmissionsbegrenzenden, nicht jedoch einen 
emissionseliminierenden Charakter, und Wohnzonen bieten auch keinen umfas-
senden Schutz vor aussen liegenden Immissionen (vgl. Erw. 2.2 hiervor). Eine 
Verletzung von Art. 6, 8 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(SR 0.101; EMRK) vom 4. No-vember 1950 ist nicht erkennbar. 

7.1 Betreffend die Ausnahme von Dispositiv-Ziff. 3.1.4 der Verfügung vom 
28. März 2017, während 14 Tagen vor der Alpauffahrt das Tragen von Glocken, 
zur Angewöhnung der Tieren an die bevorstehende Sömmerungszeit, auf den 
Weiden, im Stall sowie im Auslauf auch während der Nacht zuzulassen, hat das 
AfL in der vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 23. Mai 2017 (Vi-act. II-03) auf 
die speziell während der Sömmerung wichtige (Überwachungs)Funktion der Glo-
cken hingewiesen (vgl. dazu Erw. 5.1 letzter Absatz hiervor). Für die Sömmerung 
müsse das Vieh an das Tragen der Glocken gewöhnt werden. Die Glocken könn-
ten nicht von einem Tag auf den anderen umgehängt werden. Eine Umstellung 
vom Talgebiet auf die Alp (Tragen von Glocken, Höhenunterschied, fremde Her-
de, Rangkämpfe, anderes Futterangebot) bedeute für die Tiere Stress. Von die-
sen Faktoren könne einzig die Angewöhnung an die Glocke simuliert werden, so 
dass sich wenigstens in dieser Hinsicht der Stress reduzieren lasse. Die hierfür 
benötigte Ausnahmeregelung des Glockentragens daure lediglich zwei Wochen 
im Jahr. Auch handle es sich nicht um eine permanente Störung der Nachtruhe, 

22

sondern es könne zu Aufwachreaktionen kommen. Die Tiere würden sich auch 
nicht dauernd vor dem Schlafzimmerfenster der Beschwerdeführer aufhalten, 
sondern sich auf der grossen Weide von knapp 4.5 ha bewegen (Vi-act. II-03 
S. 4 f.). 

Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. K.________ vom 16. August 
2017 das Interesse des Beschwerdegegners an einer Angewöhnung an das 
Glockentragen vor der Alpsömmerung anerkannt und ist zum Ergebnis gelangt, 
dass es aus betrieblichen Gründen nicht möglich sei, zumindest zur 
Angewöhnung auf das uneingeschränkte Anlegen von Glocken während zwei 
Wochen vor der Sömmerung zu verzichten (Erw. 5.4 S. 7). 

7.2 Den Vorinstanzen ist zuzustimmen, dass bei der Alpsömmerung das Tra-
gen von Glocken einerseits einer langen Tradition im Kanton Schwyz entspricht, 
welche auch von den (Berg)Touristen geschätzt wird und andererseits nach wie 
vor die effizienteste und preisgünstigste Art ist, um ein entlaufenes Tier im entle-
genen Gebiet zu lokalisieren und wieder zur Herde zu führen. Von den Älplern, 
welche von verschiedenen Bauern Vieh zur Sömmerung annehmen, kann mithin 
nicht erwartet werden, dass sie die angenommenen Tiere mit GPS-Systemen 
überwachen (vgl. Erw. 5.1 letzter Absatz hiervor). Dass das Vieh eine Angewöh-
nungsphase an das ununterbrochene Glockentragen benötigt, wird implizit auch 
von den Beschwerdeführern zugestanden (vgl. Beschwerde vom 8.9.2017 Ziff. VI 
S. 13). Entgegen ihrer Ansicht bestehen indessen sachliche Gründe dafür, dass 
diese Angewöhnung vor der Alpsömmerung erfolgt, insbesondere weil der Be-
ginn der Alpsömmerung für die Tiere mit verschiedenen, stresshaltigen Umstel-
lungen verbunden ist, welche durch eine Angewöhnung an das ununterbrochene 
Glockentragen erst zu Beginn der Sömmerung zusätzlich verstärkt würden (vgl. 
dazu Erw. 7.1 hiervor). 

Es besteht somit ein ernsthaftes Interesse, den Tieren zur Angewöhnung an die 
Alpsömmerung, während eines Zeitraumes von zwei Wochen im Frühjahr 
Glocken uneingeschränkt anzulegen. Diesem Interesse steht hauptsächlich das 
Nachtruhebedürfnis der Beschwerdeführer gegenüber (vgl. Beschwerde vom 
8.9.2017 Ziff. VI S. 13). Bei der Interessenabwägung fällt einerseits der 
beschränkte Zeitraum der Ausnahme von lediglich zwei Wochen ins Gewicht. 
Andererseits müssen die Fenster einer Wohnung in aller Regel nicht ständig 
bzw. nicht vollständig offen stehen, wodurch der im Inneren der Räume 
wahrgenommene Lärm reduziert werden kann (vgl. Wagner Pfeifer N. 497). Im 
Ergebnis liegt die fragliche Ausnahme in einem Toleranzspielraum, in welchem 
die kurzzeitige, durch das Interesse des Beschwerdegegners begründete 
Störung von den Beschwerdeführern hinzunehmen ist. Anzufügen ist, dass der 

23

Geräuschpegel im Innern der Schlafzimmer nochmals kleiner ist als der gemes-
sene (vgl. Vi-act. II-02 Bel. 1 Anhang 4 S. 5 Fn. 1) und sich dieser durch das 
Schliessen der Fenster während der Nacht − was während zwei Wochen durch-
aus zumutbar ist − weiter reduzieren lässt.

Die Ausnahmeregelung von Dispositiv-Ziff. 3.1.4 der Verfügung vom 28. März 
2017 erscheint nach dem Gesagten ausgewogen und angemessen im Sinne von 
Art. 15 USG. Sie hält auch vor dem Vorsorgeprinzip stand (vgl. dazu Erw. 2.2 
hiervor).

8. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen (§ 74 Abs. 2 Satz 1 
VRP).

24

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden den Beschwerdeführern auferlegt. Nachdem diese 
am 14. September 2017 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- einbezahlt 
haben, ist die Rechnung ausgeglichen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (4/R)
- den Beschwerdegegner (R)
- das Amt für Landwirtschaft
- den Regierungsrat
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst

Schwyz, 26. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. Februar 2018