# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d164081-72b5-5082-8268-7830fa6965c3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2025 F-7457/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7457-2025_2025-10-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7457/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Genner;   

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (...), 

Afghanistan, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 25. September 2025 / (…). 

 

 

 

F-7457/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am (...) in der Schweiz um Asyl nach. 

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

ergab, dass er am 25. August 2025 bereits in Kroatien um Asyl ersucht 

hatte. 

A.b Am 3. September 2025 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behör-

den um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO). 

A.c Am 11. September 2025 fand das persönliche Gespräch mit dem Be-

schwerdeführer statt gemäss Art. 5 Dublin-III-VO. Dabei wurde ihm das 

rechtliche Gehör zur allfälligen Zuständigkeit Kroatiens für die Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gewährt und er wurde zu sei-

nem Gesundheitszustand befragt. 

Der Beschwerdeführer gab diesbezüglich an, er sei von B._______ nach 

Kroatien eingereist und dort aufgegriffen worden. Unter Zwang habe er 

Blätter unterschreiben müssen, deren Inhalt er in Ermangelung eines Dol-

metschers nicht verstanden habe. Seines Wissens habe er keinen Asylan-

trag in Kroatien gestellt. Er habe weder Familie in der Schweiz noch ver-

füge er über einen Aufenthaltstitel eines anderen europäischen Landes. Er 

sei bei seinem ersten Versuch, nach Kroatien zu gelangen, am (...) von den 

kroatischen Behörden an der Grenze weggewiesen worden. Dabei seien 

ihm das Handy sowie seine Kleider, Essen und anderes Hab und Gut weg-

genommen worden; zudem hätten die Beamten das Handy kaputt ge-

macht. Sein (Nennung Verwandter) sei bei der Ankunft in Kroatien verletzt 

gewesen, was jedoch den Behörden egal gewesen sei. Dieser habe keinen 

Arzt sehen dürfen. Er habe zudem kein Essen oder Trinken erhalten und 

wenn er Fragen gestellt habe, sei er umgehend geschlagen worden. In der 

Folge sei er auf einer Strasse ausgesetzt und zum Verlassen des Landes 

aufgefordert worden. Er habe die Nacht dann auf der Strasse verbracht, 

was er nicht noch einmal erleben möchte. Es sei sehr unmenschlich, res-

pektlos und unbarmherzig gewesen. Ausserdem würden die Behörden die 

Menschenrechte nicht beachten.  

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Seite 3 

Zu seinem Gesundheitszustand führte er aus, es gehe ihm körperlich gut. 

Er habe jedoch (Nennung Leiden), weshalb er jeweils die ganze Nacht 

wachliege. Diese Probleme habe er seit seiner Ausreise aus Afghanistan. 

Er nehme zurzeit keine Medikamente. 

A.d Kroatien stimmte einer Wiederaufnahme des Beschwerdeführers ge-

mäss Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO am 12. September 2025 zu. 

B.  

Mit Verfügung vom 25. September 2025 – gleichentags eröffnet – trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegweisung 

nach Kroatien an, forderte ihn auf, die Schweiz spätestens am Tag nach 

Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen und stellte fest, einer allfälligen 

Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. Ferner händigte es 

ihm die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus und beauf-

tragte den zuständigen Kanton (…) mit dem Vollzug seiner Wegweisung. 

C.  

Mit Eingabe vom 29. September 2025 (Poststempel) erhob der Beschwer-

deführer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, es 

sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und sein Asylgesuch in der 

Schweiz zu prüfen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung, um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses unter Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistandes. 

D.  

Mit Verfügung vom 30. September 2025 setzte der Instruktionsrichter den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

F-7457/2025 

Seite 4 

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

3.   

3.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird. Gemäss Eurodac-Treffer hat der Be-

schwerdeführer in Kroatien um Asyl ersucht und die kroatischen Behörden 

haben seiner Aufnahme gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO vorbehalt-

los zugestimmt. Die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens ist gegeben.  

3.2 Die Abnahme von Fingerabdrücken von asylsuchenden Personen 

stützt sich auf die Verordnung (EU) Nr. 603/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 (Eurodac-Verordnung). Deren Ab-

nahme erweist sich damit ungeachtet eines fehlenden Willens, ein Asylge-

such stellen zu wollen, als zuständigkeitsbegründend beziehungsweise  

-relevant, zumal die Dublin-III-VO kein Recht einräumt, den für die Durch-

führung des Asylverfahrens zuständigen Staat selber auszuwählen (vgl. 

BVGE 2010/45 E. 8.3). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz kam vorliegend mit zutreffender Begründung und unter 

Verweis auf die ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

zum korrekten Schluss, dass keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse 

nach Art. 3 EMRK (oder einer anderen die Schweiz bindenden völkerrecht-

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Seite 5 

lichen Bestimmung) bestehen, woraus sich zwingende Gründe für einen 

Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ergeben würden. Das kroa-

tische Asylsystem weist rechtsprechungsgemäss keine systemischen 

Mängel auf, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO auf die Schweiz übergehen würde (vgl. Referenzurteil  

E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 8 und E. 9.5). Aus einem allfälligen 

Fehlverhalten einzelner Mitarbeitender der kroatischen Sicherheitskräfte 

oder der Behörden im Zusammenhang mit der geltend gemachten illegalen 

Einreise des Beschwerdeführers lässt sich – auch vor dem Hintergrund der 

Abklärungen der Schweizer Botschaft zu den vom Beschwerdeführer kriti-

sierten Push-Backs (vgl. SEM act. 25/pag. 3 f.) – keine systematische An-

wendung von Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten ableiten. Mögli-

che Übergriffe oder ein allenfalls inkorrekt durchgeführtes Asylverfahren 

können bei den Behörden entsprechend zur Anzeige gebracht werden.

  

Mit der Vorinstanz ist weiter davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer bei einer Überstellung keinen gravierenden Menschenrechtsverletzun-

gen im Sinne von Art. 3 EMRK und 4 EU-Grundrechtecharta ausgesetzt 

oder ohne Prüfung seines Asylgesuchs und unter Verletzung des Non-Re-

foulement-Gebots in seinen Heimatsstaat überstellt würde (vgl. Urteil des 

Gerichtshofs der Europäischen Union [EuGH] vom 30. November 2023, 

Rs. C-228/21, C-254/21, C-297/21, C-315/21 und C-328/21, § 103 ff.; Urteil 

E-1488/2020 E. 9 sowie insbesondere E. 9.4.2 m.H. auf die Rechtspre-

chung anderer Dublin-Staaten). Zudem liegen keine konkreten Hinweise 

dafür vor, dass er bei einer Rückkehr nach Kroatien in eine existenzielle 

Notlage geraten würde. Schliesslich ist festzuhalten, dass allfällige psychi-

sche Probleme des Beschwerdeführers angesichts der geltend gemachten 

unangenehmen Ereignisse anlässlich des ersten Grenzübertritts in Kroa-

tien zwar – soweit zutreffend – nicht überraschen, jedoch keine Hinweise 

auf unverzüglich behandlungsbedürftige Beeinträchtigungen ersichtlich 

sind (vgl. nachstehend E. 4.2). 

4.2 Mit Blick auf die Prüfung eines möglichen Verstosses gegen Art. 3 

EMRK macht der Beschwerdeführer geltend, es gehe ihm körperlich gut, 

er leide hingegen an (Nennung Leiden) (vgl. SEM act. 19/pag. 2). Diese 

gesundheitlichen Beschwerden sind aufgrund der Aktenlage nicht derart 

schwerwiegend, dass davon ausgegangen werden müsste, sie könnten 

nicht auch in Kroatien adäquat (weiter-)behandelt werden, wo grundsätz-

lich eine durchaus ausreichende medizinische Infrastruktur zur Verfügung 

steht (vgl. insbes. Urteil E-1488/2020 E. 10.2, statt vieler das Urteil BVGer 

E-2952/2023 vom 31. Mai 2023 E. 7.3, je m.w.H.). Nebst den staatlichen 

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Seite 6 

Einrichtungen bestehen ebenfalls Angebote von Nichtregierungsorganisa-

tionen für die psychische Betreuung. Es kann davon ausgegangen werden, 

dass dem Beschwerdeführer eine angemessene medizinische Versorgung 

und eine allenfalls benötigte psychologische Therapie zur Verfügung ste-

hen wird (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-663/2023 vom 17. Januar 

2024 E. 4.3 m.w.H.). Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass ihm dort nach 

einer Überstellung eine allenfalls erforderliche medizinische Behandlung 

verweigert würde, zumal die Mitgliedstaaten zur Erbringung medizinischer 

Leistungen verpflichtet sind (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). Der medizini-

sche Sachverhalt ist als genügend abgeklärt zu beurteilen und steht einer 

Überstellung nach Kroatien nicht entgegen. 

4.3 Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des 

ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zukom-

menden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abge-

sehen. Bei dieser Sachlage enthält sich das Gericht weiterer Äusserungen 

in diesem Zusammenhang. 

5.  

Die Vorinstanz ist demnach zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-

führers nicht eingetreten und hat die Wegweisung nach Kroatien angeord-

net. 

6.  

Die Beschwerde ist abzuweisen und die Verfügung des SEM ist zu bestä-

tigen. 

7.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses gegenstandslos geworden. 

Der am 30. September 2025 verfügte einstweilige Vollzugsstopp fällt mit 

dem vorliegenden Urteil dahin. 

8.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistandes sind abzuweisen, da die Be-

gehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als von vornherein aus-

sichtslos zu bezeichnen waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind 

die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 

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Seite 7 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt 

ausgangsgemäss ausser Betracht (Art. 111ater Abs. 1 Satz 2 AsylG i.V.m. 

Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

9.  

Das vorliegende Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Basil Cupa Stefan Weber 

 

 

 

Versand: