# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 320cb854-69d9-581c-8b92-c1037abe0f38
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2010 C-5449/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5449-2008_2010-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5449/2008/mes/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 15. Juli 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5449/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1951  geborene,  in  Ungarn  wohnhafte  Schweizer  Bürger 
X._______  (im  Folgenden: Versicherter  oder  Beschwerdeführer)  ist 
seit dem 1. Februar 1997 Bezüger einer halben Rente der Invaliden-
versicherung  (IV;  Invaliditätsgrad:  50 %)  samt  Zusatz-  und 
Kinderrenten (Vorakten [im Folgenden: act.]  1 bis  6). Die monatliche 
Rente betrug zuletzt Fr. 867.-.

B.
Am 2. April  2008 (Eingangsstempel: 21./22. April  2008) meldete sich 
die  1945  geborene  Ehefrau  des  Versicherten,  A._______,  zum 
(Vor-)Bezug  einer  Altersrente  der  Alters-  und  Hinterlassenen-
versicherung (AHV) an (act. 9). Nach Durchführung der für den Leis-
tungsanspruch massgeblichen Abklärungen (act. 10 bis 17) erliess die 
Schweizerische  Ausgleichskasse  (SAK)  am  15.  Juli  2008  eine  Ver-
fügung, mit welcher der Ehefrau mit Wirkung ab dem 1. August 2008 
eine  ordentliche  Altersrente  –  infolge  Vorbezugs  gekürzt  um  3.4 % 
(act. 16  S. 13)  –  im Betrag von Fr. 1'009.-  monatlich  zugesprochen 
wurde (act. 18). Diese Verfügung trat  – soweit  ersichtlich – unange-
fochten in Rechtskraft.

C.
Mit Datum vom 15. Juli 2008 erliess auch die IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz) als Folge des An-
spruchs  der  Ehefrau  auf  eine  Altersrente  eine  weitere,  den  Ver-
sicherten selbst betreffende Verfügung, mit welcher der monatliche IV-
Rentenbetrag neu auf Fr. 811.- festgesetzt und somit im Vergleich zur 
bisherigen Rente um Fr. 56.- vermindert wurde (act. 17 und 19).

D.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. Juli 2008 beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  und  beantragte,  es  sei  ihm 
weiterhin eine Rente im Betrag von monatlich Fr. 867.- auszurichten 
(Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1).

Zur  Begründung  führte  er  im  Wesentlichen  aus,  die  errechnete 
Monatsrente  von Fr. 811.-  könne  nicht  stimmen,  da sich  der  Betrag 
erneut und zu seinen Ungunsten vermindert habe. Mit dem Geld, das 
er  noch  erhalte,  könne  niemand  zu  zweit  menschenwürdig  leben. 

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Wenn  er  und  seine  Frau  in  die  Schweiz  zurückkehren  würden, 
müssten ein paar Institutionen "etwas tiefer in die Tasche greifen", um 
den  Unterhalt  zu  finanzieren.  Dies  käme  teurer  zu  stehen  als  der 
Verzicht auf die Reduktion der Rente um Fr. 56.-. Er lebe zusammen 
mit seiner Frau unter dem Existenzminimum.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 29. Oktober  2008  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde (B-act. 3).

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es bestehe aufgrund 
der  gesetzlichen  Bestimmungen  keine  Möglichkeit,  bei  der  Fest-
setzung  des  monatlichen  Rentenbetrags  die  aktuelle  wirtschaftliche 
Situation  und  den  Bedarf  des  Versicherten  zu  berücksichtigen.  Da 
mittlerweile beide Ehegatten rentenberechtigt seien, sei in Anwendung 
von Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1946  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG;  SR 
831.10)  eine  Neuberechnung  der  Rente  unter  Berücksichtigung  der 
Teilung der Einkommen aus der aktuellen Ehe nötig gewesen. Das die 
Jahre 1988 bis 1996 betreffende Einkommenssplitting habe beim Ver-
sicherten zu einem Einkommensabfluss von Fr. 125'167.- geführt. Dies 
wiederum habe eine Abnahme des massgebenden durchschnittlichen 
Jahreseinkommens von Fr. 43'758.- auf Fr. 37'128.- bewirkt. Bei einem 
massgebenden Durchschnittsjahreseinkommen in dieser Höhe betrage 
die monatliche halbe IV-Rente gemäss den Rententabellen 2007 nur 
noch Fr. 811.-.

F.
Mit  Zwischenverfügung  vom  4.  November  2008  wurde  der  Be-
schwerdeführer  vom Instruktionsrichter  unter  Hinweis  auf  die  Säum-
nisfolgen aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.- zu leisten 
(B-act. 4). 

G.
Nachdem der Beschwerdeführer in  seiner Replik  vom 16. November 
2008 weitere Ausführungen gemacht und um Erteilung des Rechts auf 
unentgeltliche  Rechtspflege  ersucht  hatte  (B-act.  7a),  wurde  er  mit 
Zwischenverfügung vom 2. Dezember 2008 aufgefordert, das Formular 
"Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  ausgefüllt  und  mit  den 
nötigen Beweismitteln  versehen beim Bundesverwaltungsgericht  ein-
zureichen (B-act. 7). Die einverlangten Unterlagen gingen am 13. Ja-
nuar 2009 ein.

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H.
In  der  Duplik  vom 4.  Dezember  2008  hielt  die  Vorinstanz  an  ihren 
Anträgen fest und führte aus, angesichts der klaren Sach- und Rechts-
lage  ergäben  sich  aus  der  Replik  keine  neuen  Aspekte.  Der  Be-
schwerdeführer  verkenne,  dass  die  im  Rahmen  des  Einkommens-
splittings  bei  ihm  abgeflossenen  Einkommen  vollumfänglich  seiner 
Ehefrau gutgeschrieben worden seien und dementsprechend bei ihr zu 
einer höheren Altersrente geführt hätten (B-act. 8).

I.
Mit  prozessleitender Verfügung vom 10. Dezember 2008 schloss der 
Instruktionsrichter den Schriftenwechsel (act. 9).

J.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien  ist  –  soweit  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden  Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, 
die zu den Vorinstanzen des Bundesverwaltungsgerichts gehört  (Art. 
33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b  des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet  angeht,  ist  in  casu nicht  ge-
geben (Art. 32 VGG).

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt  (vgl. 
Art. 37  VGG).  Gemäss  Art.  3  Bst.  dbis VwVG  bleiben  in  sozialver-
sicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss 
Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundes-
gesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn  und 

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soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze es  vorsehen. Nach 
Art.  1  IVG  sind  die  Bestimmungen  des  ATSG  auf  die  Invaliden-
versicherung  anwendbar  (Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-
sätzlich diejenigen Vorschriften Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen 
Verfügung vom 15. Juli 2008 ist der Beschwerdeführer berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung 
(vgl. Art.  59  ATSG).  Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  sämtliche 
Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind,  weshalb  auf  die  Beschwerde 
einzutreten ist.

1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 15. Juli 
2008,  mit  welcher  dem  Versicherten  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
50 %  eine  halbe  IV-Rente  mit  Wirkung  ab  1.  August  2008  zu-
gesprochen  wurde.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  die  (Neu-)Berechnung 
dieser Rente zufolge des Anspruchs der Ehegattin auf eine Altersrente 
ab 1. August 2008 (vgl. Verfügung vom 15. Juli 2008 [act. 18]). Dabei 
stellt  sich  insbesondere  die  Frage,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  die 
Einkommen,  welche  die  Ehegatten  in  den  Kalenderjahren  1988  bis 
1996 erzielt haben, gesplittet hat. Nicht streitig und zu prüfen ist hin-
gegen die Bemessung der Invalidität als solche.

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.

2.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälliger 
Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund 
der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 

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prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren 
finden  demnach grundsätzlich  jene  Vorschriften  Anwendung,  die  bei 
Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  vom  15.  Juli  2008  in  Kraft 
standen (insb. das IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 
5129; 5. IV-Revision] und die IVV in der entsprechenden Fassung der 
5. IV-Revision [AS 2007 5155]).

Am 1. Januar 1997 ist die 10. AHV-Revision in Kraft getreten. Gemäss 
Bst. c Abs. 1 der Schlussbestimmungen des AHVG zu dieser Revision 
gelten die neuen Bestimmungen für alle Renten, auf die der Anspruch 
nach  dem  31.  Dezember  1996  entsteht.  Da  vorliegend  der  Be-
schwerdeführer  seit  Februar  1997  eine  IV-Rente  bezieht  und  seine 
Ehefrau  ab  1. August  2008  einen  Anspruch  auf  eine  um 3.4 % ge-
kürzte  ordentliche  Altersrente  erwarb,  gelten im Zusammenhang mit 
der  Berechnung  der  IV-Rente  des  Beschwerdeführers  die  neuen 
Normen.

2.2 Gemäss Art. 36 Abs. 2 erster Satz IVG sind für  die Berechnung 
der ordentlichen Renten der Invalidenversicherung die Bestimmungen 
des  AHVG sinngemäss  anwendbar  (Fassung  gemäss  Bundesgesetz 
vom 7. Oktober 1994 [10. AHV-Revision]).

2.3 Die Versicherten sind beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbs-
tätigkeit ausüben (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 AHVG). Gemäss Art. 6 Abs. 1 
der  Verordnung  vom 31.  Oktober  1947  über  die  Alters-  und  Hinter-
lassenenversicherung  (AHVV; SR  831.101)  gehört  zum  Erwerbsein-
kommen, soweit nicht in den nachfolgenden Bestimmungen ausdrück-
lich Ausnahmen vorgesehen sind, das im In- und Ausland erzielte Bar- 
oder  Naturaleinkommen  aus  einer  Tätigkeit  einschliesslich  der 
Nebenbezüge. Nicht zum Erwerbseinkommen gehören unter anderem 
Versicherungsleistungen  bei  Unfall,  Krankheit  oder  Invalidität,  aus-
genommen die Taggelder nach Art. 25 IVG (Art. 6 Abs. 2 Bst. b AHVV).

2.4 Die  Art.  29bis bis  33ter AHVG  enthalten  gemäss  Überschrift  die 
"Grundlagen der Berechnung der ordentlichen Renten" der Alters- und 
Hinterlassenenversicherung. Nach Art. 29bis Abs. 1 AHVG werden für 
die Berechnung der ordentlichen Renten u.a. Erwerbseinkommen der 
rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung 
des  20.  Altersjahres  und  dem  31.  Dezember  vor  Eintritt  des  Ver-
sicherungsfalles  (Rentenalter  oder  Tod)  berücksichtigt.  Gemäss 
Art. 29ter AHVG ist  die  Beitragsdauer  vollständig,  wenn  eine  Person 
gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Abs. 1). Als Bei-

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tragsjahre gelten die Zeiten, in welchen eine Person Beiträge geleistet 
hat  (Abs. 2  Bst.  a),  in  welchen  der  Ehegatte  gemäss  Art.  3  Abs. 3 
AHVG mindestens den doppelten Mindestbetrag entrichtet hat (Abs. 2 
Bst.  b)  oder  für  die  Erziehungs-  und  Betreuungsgutschriften  an-
gerechnet  werden  können  (Abs.  2  Bst.  c).  Die  ordentlichen  Renten 
werden  ausgerichtet  als  Vollrenten  für  Versicherte  mit  vollständiger 
Beitragsdauer  und  als  Teilrenten  für  Versicherte  mit  unvollständiger 
Beitragsdauer (Art. 29 Abs. 2 AHVG).

2.5 Bei  verheirateten  Personen  gilt  eine  besondere  Regelung.  Ge-
mäss  Art.  29quinquies Abs.  3  AHVG  werden  Einkommen,  welche  die 
Ehegatten während der  Kalenderjahre  der  gemeinsamen Ehe erzielt 
haben,  geteilt  und  je  zur  Hälfte  den  beiden  Ehegatten  angerechnet 
("Splitting").  Die  Einkommensteilung  wird  unter  anderem  dann  vor-
genommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind (Bst. a). Der 
Teilung  und  der  gegenseitigen  Anrechnung  unterliegen  nach 
Art. 29quinquies Abs. 4 Bst. a AHVG jedoch nur Einkommen aus der Zeit 
zwischen  dem 1.  Januar  nach  Vollendung  des  20.  Altersjahres  und 
dem  31.  Dezember  vor  Eintritt  des  Versicherungsfalles  beim  Ehe-
gatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird. In seinem Urteil BGE 127 
V 361 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Ja-
nuar 2007: Bundesgericht) entschieden, dass der Splitting-Tatbestand 
des Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a AHVG auch erfüllt  ist, wenn ein Ehe-
gatte  Anspruch auf  eine Altersrente,  der  andere auf  eine Rente  der 
Invalidenversicherung  hat.  Dabei  ist  in  den  Fällen,  in  welchen  der 
Ehegatte  der  ins  Rentenalter  tretenden  Person  eine  Rente  der  In-
validenversicherung bezieht,  das Splitting bis zum 31. Dezember vor 
dem  Versicherungsfall  Alter  vorzunehmen.  Mit  anderen  Worten  ist 
unter rentenberechtigt im Sinne des Art. 29quinquies Abs. 4 Bst. a AHVG 
auch bei dieser Konstellation altersrentenberechtigt zu verstehen.

3.

3.1 Den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde-
führer  von  1969  bis  und  mit  1996  Sozialversicherungsbeiträge  ge-
leistet  hatte  (act.  15). Ab 1997  war  er  nicht  mehr  erwerbstätig  bzw. 
erwarb  im  Februar  1997  den  Anspruch  auf  eine  IV-Rente  (act.  6), 
weshalb in Anwendung von Art. 3 Abs. 1 Satz 1 AHVG in Verbindung 
mit Art. 6 Abs. 2 Bst. b AHVV seine Beitragspflicht erlosch (vgl. E. 2.3 
hiervor). Weiter geht aus den Akten hervor, dass seine heutige Ehe-

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frau in den Jahren 1963 bis und mit 1995 Sozialversicherungsbei träge 
entrichtet hatte (act. 14).

3.2 Im  vorliegenden  Fall,  in  welchem  dem  Beschwerdeführer  seit 
Februar 1997 eine IV-Rente ausgerichtet wird und dessen Ehefrau am 
1. August 2008 den Anspruch auf eine Altersrente erworben hatte, ist 
das  Splitting  bis  zum 31.  Dezember  des  Jahres  vor  dem  Versiche-
rungsfall  Alter  –  das  heisst  bis  zum  31.  Dezember  2007  –  vorzu-
nehmen (vgl. E. 2.5 hiervor). 

Mit Blick auf die Umstände, dass der Beschwerdeführer am 9. Oktober 
1987  seine  heutige  Ehefrau  geheiratet  (act.  1)  und  die  Eheleute 
X./A._______  –  soweit  aus  den  Akten  ersichtlich  –  während  der 
gemeinsamen Ehe nur bis und mit dem Jahre 1996 Einkommen erzielt 
resp.  darauf  Sozialversicherungsbeiträge  geleistet  hatten,  lässt  sich 
nicht beanstanden, dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 3 Abs. 
1 Satz 1 AHVG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 Bst. b und Art. 29 quinquies 

Abs.  3  AHVG  für  die  Ermittlung  des  durchschnittlichen 
Jahreseinkommens  als  ein  Faktor  der  Rentenberechnung  die  Ein-
kommen der  Ehegatten in  den  Kalenderjahren  1988 (Jahr  nach der 
Heirat)  bis  1996  (letztes  beitragspflichtiges  Jahr  des  Beschwerde-
führers  vor  seiner  IV-Berentung  resp.  Jahr  vor  dem  Eintritt  des 
Versicherungsfalls  Alter)  geteilt  und ihnen je  zur  Hälfte  angerechnet 
hat. Dies, nachdem beide Ehegatten rentenberechtigt geworden sind 
(vgl. Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a AHVG).

3.3 Der Beschwerdeführer erzielte in den hier massgeblichen Jahren 
1988  bis  1996  Einkünfte  in  der  Höhe  von  insgesamt  Fr.  307'838.-.  
Nach Vornahme des Einkommenssplittings für die Jahre 1988 bis 1996 
verblieb  noch  ein  Betrag  von  Fr.  182'671.-  resp.  hatte  der  Be-
schwerdeführer  einen  Abfluss  von  Einkommen  in  der  Höhe  von 
Fr. 125'167.-  zu  verzeichnen  (act.  16  S.  10).  Dieser  Einkommens-
abfluss  führte  –  im Vergleich  zum früheren,  ohne  Splitting  resp. vor 
dem Rentenanspruch  der  Ehegattin  im  August  2008  massgeblichen 
durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 43'758.- (act. 17 S. 2) – 
zu  einem um Fr. 6'630.-  verminderten  Durchschnittseinkommen  von 
Fr. 37'128.- pro Jahr (act. 16 S. 11). 

3.4 Mit  Blick  auf  die  vom  Beschwerdeführer  lückenlos  erfüllte  Bei -
tragszeit  wurde  die  von  der  Vorinstanz  zur  Anwendung  gebrachte 
Rentenskala 44 zu Recht nicht beanstandet. Gemäss Rentenskala 44 
des Jahres 2007 beträgt die monatliche ganze Alters- und Invaliden-

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rente bei einem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen 
von  Fr.  37'128.-  (und  mehr  bis  Fr.  38'454.-)  Fr. 1'622.-  (vgl.  www. 
bsv.admin.ch  >  Praxis  >  Vollzug  >  AHV >  Grundlagen  AHV >  Wei-
sungen  Renten  >  Rententabellen  [Details],  Rententabellen  2007, 
S. 18;  zuletzt  besucht  am 12.  Juli  2010;  betreffend  die  anwendbare 
Rentenskala vgl. auch die Jahrgangstabelle [S. 7] sowie den Skalen-
wähler  [S.  10]  der  Rententabellen  2007).  Da  der  Beschwerdeführer 
Bezüger  einer  halben  IV-Rente  ist,  errechnete  die  Vorinstanz  in 
korrekter Weise ein monatliches Rentenbetreffnis von neu Fr. 811.- ab 
dem 1. August 2008 (vgl. Rententabellen 2007, S. 19).

3.5 Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz im Rahmen 
der Ermittlung des eintrittsabhängigen pauschalen Aufwertungsfaktors 
– aufgrund der vollständigen Beitragsdauer – als erstes Beitragsjahr 
das  Jahr  1972  (Jahr  nach  Vollendung  des  20.  Altersjahrs  des  am 
22. Januar  1951  geborenen  Beschwerdeführers)  definiert  (vgl.  Weg-
leitung über die Renten [RWL] in der Eidgenössischen Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2003 [Stand 
1. Januar 2010],  Rz. 5302 S. 118; vgl. auch Urteil  der Eidg. Rekurs-
kommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung IV 
21200  vom  14.  Februar  1983)  und  somit  in  korrekter  Weise  einen 
Faktor von 1.267 ermittelt hatte (vgl. Rententabellen 2007, S. 15). Zu 
keinen Beanstandungen Anlass geben schliesslich auch die weiteren 
Faktoren zur Berechnung der IV-Rente (Beitragsdauer von 25 Jahren, 
eine Erziehungsgutschrift; act. 16 S. 11).

4.
Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend  fest-
zuhalten, dass sich die angefochtene Verfügung vom 15. Juli 2008 als 
rechtens  erweist,  weshalb  die  dagegen  erhobene  Beschwerde  vom 
24. Juli  2008  als  unbegründet  abzuweisen  ist.  Zwar  sind  die  Aus-
führungen  des  Beschwerdeführers  hinsichtlich  seiner  finanziellen 
Situation  durchaus  nachvollziehbar  und  verständlich.  Sie  vermögen 
jedoch zufolge der massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen sowie 
der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  am  Ergebnis  nichts  zu  än-
dern.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. In diesem Zusammenhang ist auch das Gesuch 

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des  Beschwerdeführers  um Erteilung  des  Rechts  auf  unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung eines Anwaltes zu prüfen.

5.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos 
erscheint, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit 
werden. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung kann der Partei  ein Anwalt 
bestellt werden, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist.

5.1.1 Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die 
Prozesskosten  aufzukommen,  ohne  dass  sie  Mittel  beanspruchen 
müsste,  die  zur  Deckung des Grundbedarfs  für  sie und ihre  Familie 
notwendig  sind  (BGE 127  I  202  E.  3b).  Aufgrund  der  eingereichten 
Unterlagen  (B-act.  10)  ist  die  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers 
ausgewiesen, da er ohne Beeinträchtigung des für ihn nötigen Unter-
halts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten. 

5.1.2 Prozessbegehren  sind  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundes-
gerichts als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten (ex 
ante betrachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, 122 I 5 E. 4a) beträchtlich gerin -
ger sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft  be-
zeichnet  werden  können.  Dagegen  gilt  ein  Begehren  nicht  als  aus-
sichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 
die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass-
gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zur Einlegung des Rechtsmittel entschliessen 
oder aber davon absehen würde, soll doch eine Partei einen Prozess, 
den sie  auf  eigene  Rechnung  und Gefahr  nicht  führen  würde,  nicht 
deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 
E. 2.3.1 mit Hinweis).

Das Begehren des Beschwerdeführers muss vor diesem Hintergrund 
als aussichtslos bezeichnet werden. Er hat nichts vorbringen können, 
was die gesetzeskonforme Rentenberechnung durch die Vorinstanz in 
Frage  stellen  könnte  und  musste  sich  bereits  bei  der  Beschwerde-
einreichung im Klaren sein, dass die ihm zustehende halbe IV-Rente 
keine  Sozialhilfeleistung  darstellt  und  nicht  existenzsichernd  sein 
kann,  sondern  als  Versicherungsleistung  nach  den  gesetzlichen 
Regeln zu berechnen ist. Unter diesen Umständen ist das Gesuch um 
Erteilung  des  Rechts  auf  unentgeltliche  Rechtspflege  unter  Beiord-
nung eines Anwaltes abzuweisen.

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C-5449/2008

5.2 Als unterliegende Partei  hat der Beschwerdeführer grundsätzlich 
die  Verfahrenskosten  zu  tragen.  Angesichts  seiner  finanziellen  Ver-
hältnisse ist allerdings in Anwendung von Art. 6 Bst. b des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) von der Auflage von 
Verfahrenskosten abzusehen.

5.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerde-
führer  keinen Anspruch auf  eine Parteientschädigung. Auch die Vor-
instanz als  obsiegende Partei  hat  keinen solchen Anspruch (Art. 64 
Abs. 1 VwVG [e contrario] i.V.m. Art. 7 Abs. 1 [e contrario] und Abs. 3 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde vom 24. Juli 2008 wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  unter 
Beiordnung eines Anwaltes wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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C-5449/2008

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern, Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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