# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0424b526-8f96-5dce-b4ed-244881c8bdf6
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.10.2023 BE.2023.12
**Docket/Reference:** BE.2023.12
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BE-2023-12_2023-10-24

## Full Text

Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR);;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR);;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR);;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR)

Beschluss vom 24. Oktober 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Miriam Forni,   

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, 

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

A., vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Getzmann, 

Gesuchsgegner 

 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2023.12 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Am 16. Juni 2023 führte die Kantonspolizei Schwyz am Wohnort von A. an 

der […]-Strasse in Z. eine Hausdurchsuchung im Rahmen einer gegen A. 

eröffneten Strafuntersuchung wegen mehrfacher Veruntreuung (Art. 138 

StGB) durch (Verfahrensnummer SU A3 2023 2649; act. 1.1). Anlässlich die-

ser Hausdurchsuchung wurden von der Kantonspolizei Schwyz im Garage-

unterstand drei Geldspielautomaten mit mutmasslichem Zugang zu illegalen 

Geldspielen aufgefunden. Gemäss Aktennotiz der Staatsanwaltschaft des 

Kantons Schwyz vom 16. Juni 2023 habe der an der Hausdurchsuchung an-

wesende polizeiliche Sachbearbeiter und die zuständige Staatsanwältin B. 

erklärt, dass es sich hierbei um einen Zufallsfund wegen Widerhandlung ge-

gen das Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz; BGS; SR 935.51) 

handle (act. 1.1 A). In der Folge stellte die Kantonspolizei Schwyz mit Bezug 

auf den Zufallsfund diverse Gegenstände sicher. A. liess noch gleichentags 

durch seinen Rechtsvertreter die Siegelung der sichergestellten Gegen-

stände verlangen (vgl. act. 1.4). Die Eidgenössische Spielbankenkommis-

sion (ESBK) wurde ebenfalls am 16. Juni 2023 durch die Kantonspolizei 

Schwyz über den Zufallsfund informiert (vgl. act. 1.2). 

 

 

B. Mit Verfügung vom 7. Juli 2023 beschlagnahmte die ESBK die von der Kan-

tonspolizei Schwyz am 16. Juni 2023 sichergestellten Gegenstände und Da-

tenträger und teilte A. mit, dass das Sekretariat der ESBK gegen ihn unter 

der Verfahrensnummer 62-2023-051 ein Verwaltungsstrafverfahren wegen 

des Verdachts auf Widerhandlung gegen Art. 130 Abs. 1 lit. a BSG eröffnet 

habe (act. 6.2).   

 

 

C. Mit Gesuch vom 10. Juli 2023 gelangte das Sekretariat der ESBK an die 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts. Es beantragt, es sei zu er-

mächtigen, die am 16. Juni 2023 durch die Kantonspolizei Schwyz bei A. als 

Zufallsfunde sichergestellten Gegenstände zu entsiegeln und zu durchsu-

chen (act. 1, S. 2). 

 

 

D. A. lässt in seiner Gesuchsantwort vom 9. August 2023 durch seinen Rechts-

vertreter die Abweisung des Entsiegelungsgesuch sowie die Feststellung, 

dass die Beschlagnahmeverfügung vom 7. Juli 2023 nichtig sei, beantragen. 

In prozessualer Hinsicht lässt er die einstweilige Sistierung des Entsieg-

lungsverfahren beantragen, bis das Zwangsmassnahmengericht Schwyz 

- 3 - 

 

 

über die Zulässigkeit der Hausdurchsuchung vom 16. Juni 2023 entschieden 

habe (act. 6, S. 2). 

 

 

E. Das Sekretariat der ESBK beantragt in ihrer Gesuchsreplik vom 18. Au-

gust 2023 die Abweisung der Anträge von A. (act. 8, S. 2).  

 

 

F. In seiner Gesuchsduplik vom 1. September 2023 lässt A. mit Ausnahme des 

prozessualen Antrags an seinen in der Gesuchsantwort gestellten Anträgen 

festhalten. Den prozessualen Antrag auf Sistierung des Entsiegelungsver-

fahrens lässt er ausdrücklich fallen (act. 10, S. 2). Die Gesuchsduplik ist der 

ESBK am 4. September 2023 zur Kenntnis gebracht worden (act. 11). 

 

 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1 Am 1. Januar 2019 ist das Geldspielgesetz in Kraft getreten. Nach Art. 134 

Abs. 1 BGS ist bei Widerhandlungen im Zusammenhang mit Spielbanken-

spielen das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstraf-

recht (VStrR; SR 313.0) anwendbar. Verfolgende Behörde im Sinne von 

Art. 20 Abs. 1 VStrR ist das Sekretariat der ESBK (Art. 134 Abs. 2, Art. 104 

Abs. 5 BGS). Das Sekretariat vertritt die ESBK vor eidgenössischen und kan-

tonalen Gerichten (Art. 104 Abs. 5 BGS). Die Verfolgung von Straftaten mit 

den anderen Geldspielen obliegt den Kantonen (Art. 135 Abs. 1 BGS). 

 

1.2 Die Bestimmungen der Eidgenössischen Strafprozessordnung (StPO; SR 

312.0) sind insoweit ergänzend oder sinngemäss anwendbar, als das VStrR 

dies ausdrücklich festlegt (vgl. Art. 22, Art. 30 Abs. 2–3, Art. 31 Abs. 2, Art. 41 

Abs. 2, Art. 43 Abs. 2, Art. 58 Abs. 3, Art. 60 Abs. 2, Art. 80 Abs. 1, Art. 82, 

Art. 89 und Art. 97 Abs. 1 VStrR). Soweit das VStrR einzelne Fragen nicht 

abschliessend regelt, sind die Bestimmungen der StPO grundsätzlich analog 

anwendbar (BGE 139 IV 246 E. 1.2, E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 

1B_210/2017 vom 23. Oktober 2017 E. 1.1; 1B_91/2016 vom 4. August 2016 

E. 4.1; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 1B_433/2017 vom 

21. März 2018 E. 1.1). Die allgemeinen strafprozessualen und verfassungs-

rechtlichen Grundsätze sind jedenfalls auch im Verwaltungsstrafverfahren zu 

- 4 - 

 

 

berücksichtigen (BGE 139 IV 246 E. 1.2 und E. 3.2; TPF 2018 162 E. 3; TPF 

2017 107 E. 1.2 und E. 1.3; TPF 2016 55 E. 2.3).  

 

 

2. 

2.1 Die Durchsuchung von «Papieren» (bzw. von Aufzeichnungen und Gegen-

ständen oder Datenträgern, s. BGE 139 IV 246 E. 3.2, Urteil des Bundesge-

richts 1B_461/2021 vom 20. Dezember 2021 E. 3.2) hat mit grösster Scho-

nung der Privatgeheimnisse zu erfolgen; insbesondere sollen Papiere nur 

dann durchsucht werden, wenn anzunehmen ist, dass sich Schriften darun-

ter befinden, die für die Untersuchung von Bedeutung sind (Art. 50 Abs. 1 

VStrR). Bei der Durchsuchung sind das Amtsgeheimnis sowie Geheimnisse, 

die Geistlichen, Rechtsanwälten, Notaren, Ärzten, Apothekern, Hebammen 

und ihren beruflichen Gehilfen in ihrem Amte oder Beruf anvertraut wurden, 

zu wahren (Art. 50 Abs. 2 VStrR). Gemäss Art. 50 Abs. 3 VStrR ist dem 

Inhaber der Papiere wenn immer möglich Gelegenheit zu geben, sich vor der 

Durchsuchung über ihren Inhalt auszusprechen. Erhebt er gegen die Durch-

suchung Einsprache, so werden die Papiere versiegelt und verwahrt. Dabei 

führt die Siegelung rechtlich zu einem (einstweiligen) Durchsuchungsverbot 

(JEKER, Basler Kommentar, 2020, N. 52 zu Art. 50 VStrR). Die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts entscheidet über die Zulässigkeit der 

Durchsuchung (Art. 50 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 VStrR und Art. 37 Abs. 2 

lit. b StBOG). Die betroffene Verwaltungsbehörde hat beim Stellen von Ent-

siegelungsgesuchen dem Beschleunigungsgebot ausreichend Rechnung zu 

tragen (Art. 29 Abs. 1 BV; BGE 139 IV 246 E. 3.2).  

 

 Das Entsiegelungsverfahren ist mithin immer dann durchzuführen, wenn ent-

siegelungsrelevante (d.h. zu durchsuchende und grundsätzlich dem Ge-

heimnisschutz zugängliche) Unterlagen, Aufzeichnungen und Datenträger 

betroffen sind. Offensichtlich nicht dem Geheimnisschutz unterliegende, 

nicht durchsuchungs- und entsiegelungsrelevante Gegenstände, wie z.B. 

Drogen oder Bargeld, dürfen von der Siegelung ausgenommen und der 

Staatsanwaltschaft (ohne materiellen Entsiegelungsentscheid) zur weiteren 

Verwendung überlassen werden (BGE 144 IV 74 E. 2.5-2.7). 

 

2.2 

2.2.1 Der Gesuchsgegner moniert zunächst, dass die Gesuchstellerin, bevor sie 

das Entsiegelungsgesuch bei der Beschwerdekammer gestellt habe, die zu-

vor gesiegelten Gegenstände beschlagnahmt habe. Zu durchsuchende ge-

siegelte Beweismittel dürften jedoch erst nach erfolgter Entsiegelung und 

Durchsuchung beschlagnahmt werden. Die Beschlagnahmeverfügung vom 

7. Juli 2023 sei daher nichtig (act. 1, S. 7 f.). 

- 5 - 

 

 

2.2.2 Tatsächlich hat die Gesuchstellerin die «Beschlagnahme» der sichergestell-

ten und gesiegelten Gegenstände drei Tage bevor sie bei der Beschwerde-

kammer das Entsiegelungsgesuch gestellt hat, verfügt (act. 6.2). Die Staats-

anwaltschaft, die gesiegelte Gegenstände durchsuchen und beschlagnah-

men will, hat zuerst beim zuständigen Gericht ein Entsiegelungsgesuch zu 

stellen (BGE 143 IV 210 E. 4.6; 140 IV 181 E. 2.3), denn – wie bereits er-

wähnt (vgl. supra E. 2.1) –, führt die Siegelung zu einem (einstweiligen) 

Durchsuchungsverbot. Das bedeutet, dass die gesiegelten Gegenstände vor 

einem allfälligen Entsiegelungsentscheid von den Strafbehörden weder ein-

gesehen noch verwendet werden dürfen (Urteil des Bundesgerichts 

1B_65/2014 vom 22. August 2014 E. 2.2). Der fraglichen Verfügung vom 

7. Juli 2023 ist allerdings zu entnehmen, dass die von der Gesuchstellerin 

«beschlagnahmten» Gegenstände offenbar noch gar nicht durchsucht wor-

den sind. So stellt die Gesuchstellerin lediglich Mutmassungen zu möglichen 

Inhalten der von ihr «beschlagnahmten» Gegenstände an. Dies rührt daher, 

dass bis zur Entsiegelung die Gesuchstellerin mangels Einsicht in die Unter-

lagen bzw. inhaltlicher Durchsuchung gar nicht beurteilen kann, was Gegen-

stand der Beschlagnahme bilden soll. Vor dem Entscheid über die Zulässig-

keit der Durchsuchung kann lediglich die vorläufige Sicherstellung erfolgen; 

mit anderen Worten weisen «Beschlagnahmungen» von erst noch zu durch-

suchenden Unterlagen keine Beschlagnahmewirkung auf (Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BV.2019.8-12 vom 13. August 2019 E. 3.2.3.1). Daraus 

erhellt, dass die Verfügung vom 7. Juli 2023 inhaltlich keine Beschlagnah-

meverfügung bildet, sondern lediglich die bereits zuvor angeordnete Sicher-

stellung der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 16. Juni 2023 aufgefun-

denen Zufallsfunde wiederholt. Ein Nichtigkeitsgrund liegt jedoch nach dem 

Gesagten nicht vor.  

 

2.3  

2.3.1 Soweit es sich sodann bei den vorliegend sichergestellten und gesiegelten 

Gegenständen um Abrechnungen (U40383 [ZKK 1]), Kunden-Verträge 

(U40384 [ZKK 2]), Unterlagen in einem Plastikablagefach (U40390 [ZKK 8]), 

Ausdrucke «Langzeit Zähler» (U40393-97 [ZKK 11-18]), drei Laptops der 

Marke Lenovo (U40399-401 [ZKK 17-19]) und einen Dongle «ScanDisk» 

rot/schwarz (U40391 [ZKK 9]) handelt, können diese durchsucht werden, 

und sie sind grundsätzlich auch dem Geheimnisschutz zugänglich. Es han-

delt sich somit nicht um offensichtlich nicht siegelungsrelevante Unterlagen 

und Datenträger.  

 

2.3.2 Demgegenüber können Spielautomaten zwar grundsätzlich durchsucht wer-

den, es ist aber nicht ansatzweise zu erkennen, inwiefern solche dem Ge-

heimnisschutz zugänglich sein sollten (vgl. supra E. 2.1 in fine). Die vier 

- 6 - 

 

 

Spielautomaten (U40402-5 [ZKK 20-23]) sind daher von vornherein nicht sie-

gelungsrelevant. Auch bei den diversen sichergestellten Schlüsseln, inkl. 

RS232-Dongle (U40385-90 [ZKK 3-7] und U40398 [ZKK 16]) sowie dem 

Adapter (U40392 [ZKK 10]) handelt es sich um nicht siegelungsrelevante 

Gegenstände; diese können weder durchsucht werden, noch ist ersichtlich, 

inwiefern diese dem Geheimnisschutz zugänglich sein sollten. Hinsichtlich 

dieser Gegenstände (Spielautomaten, Schlüssel, inkl. Dongle und Adapter) 

ist auf das Entsiegelungsbegehren nicht einzutreten. 

 

2.4 

2.4.1 Bezüglich der Rechtzeitigkeit des Entsiegelungsgesuchs ist der Gesuchs-

gegner der Ansicht, das Entsiegelungsgesuch sei zu spät gestellt worden. 

Das Bundesgericht erachte seit seinem Urteil 1B_432/2021 vom 28. Feb-

ruar 2022 die 20-tägige Frist von Art. 248 Abs. 2 StPO auch in Verwaltungs-

strafverfahren als massgebend (act. 10, S. 5 f.).  

 

2.4.2 Verfahren und Voraussetzungen zur Durchsuchung von Papieren im Bereich 

des Verwaltungsstrafrechts richten sich primär nach Art. 50 VStrR. Eine 

förmliche (Verwirkungs-)Frist zur Einreichung des Entsiegelungsgesuchs 

analog dem Art. 248 Abs. 2 StPO ist den Bestimmungen des VStrR nicht zu 

entnehmen. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 1B_641/2012 vom 

8. Mai 2013 (teilweise publiziert in BGE 139 IV 246, bestätigt mit Urteil des 

Bundesgerichts 1B_91/2016 vom 4. August 2016) festgehalten, dass der 

Gesetzgeber bei Erlass der StPO per 1. Januar 2011 keine Anpassung von 

Art. 50 VStrR an Art. 248 Abs. 2 StPO (20-Tages-Frist für Entsiegelungsge-

suche) vorgenommen habe. Lediglich die Fristen im gerichtlichen Verfahren 

würden sich nach der StPO (Art. 31 Abs. 2 und Art. 82 VStrR, in der Fassung 

gemäss Anhang 1 Ziff. II/11 zur StPO) richten. Das gerichtliche Verfahren 

nach VStrR sei im Dritten Abschnitt des Dritten Titels (Art. 73-82 VStrR) ge-

regelt. Das Entsiegelungsverfahren vor der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts falle nicht darunter. Die untersuchende Verwaltungsbe-

hörde habe allerdings – gerade bei Entsiegelungsgesuchen – dem Be-

schleunigungsgebot in Strafsachen ausreichend Rechnung zu tragen 

(Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 5 Abs. 1 StPO). Im konkreten Fall beurteilte das Bun-

desgericht ein Entsiegelungsgesuch, das knapp anderthalb Monate nach der 

Hausdurchsuchung und Siegelung gestellt worden war, als mit dem Be-

schleunigungsgebot in Strafsachen vereinbar (E. 3.2 und 3.3). Die Be-

schwerdekammer hat ihrerseits gestützt auf die Rechtsprechung des Bun-

desgerichts auch Fristen von rund zwei Monaten wiederholt als mit dem Be-

schleunigungsgebot vereinbar angesehen, wobei innerhalb dieser zwei Mo-

nate jeweils noch Abklärungen bezüglich des Festhaltens an der Einsprache 

bzw. bezüglich des Umfangs der Einsprache erfolgten (siehe die Beschlüsse 

- 7 - 

 

 

des Bundesstrafgerichts BE.2018.8 vom 22. November 2018 E. 1.3; 

BE.2013.4 vom 14. Oktober 2014 E. 1.3.3; BE.2013.7 vom 6. Novem-

ber 2013 E. 1.3.3; BE.2013.6 vom 29. Oktober 2013 E. 1.3.3; BE.2013.5 vom 

16. Oktober 2013 E. 1.3.3). Sie erkannte aber eine Verletzung des Beschleu-

nigungsgebots in einem Fall, in welchem das Gesuch ohne erkennbaren 

Grund erst zweieinhalb Monate nach der Hausdurchsuchung und Siegelung 

erfolgte (Beschluss des Bundestrafgerichts BE.2013.8 vom 5. Dezem-

ber 2013 E. 1.4.3).  

 

2.4.3 An dieser Rechtsprechung ist nach wie vor festzuhalten, daran ändert, ent-

gegen der Ansicht des Gesuchsgegners, das von ihm zitierte Urteil des Bun-

desgerichts 1B_432/2021 vom 28. Februar 2022 nichts. Im betreffenden Ur-

teil setzte sich das Bundesgericht mit dem damaligen Ablauf der Datensiche-

rung (Datenspiegelung) bei bestehendem Antrag auf Siegelung von Daten-

trägern auseinander. Zusammengefasst bemängelte es die damalige Praxis, 

wonach die von der Verwaltungsbehörde sichergestellten Datenträger erst 

nach Abschluss der Datenspiegelung versiegelt wurden und sich bis dahin 

unversiegelt in der Hand der Untersuchungsbehörde bzw. des von ihr beauf-

tragten und daher weisungsgebundenen Bundesamt für Polizei (fedpol) be-

fanden. Das Bundesgericht kam zum Schluss, ein solches Vorgehen sei un-

zulässig. Vielmehr habe die Untersuchungsbehörde die Daten unverzüglich 

zu siegeln und ein Spiegelungsgesuch beim Gericht zu stellen. In E. 3.3 hielt 

das Bundesgericht mit Hinweis auf Art. 248 Abs. 2 StPO darüber hinaus fest, 

ein sachgerechter Ablauf lege nahe, dass ein Entsiegelungsantrag nicht vor 

der Siegelung erfolge, wie es in jenem Verfahren geschehen war. Dort lag 

im Zeitpunkt des Entsiegelungsgesuchs zwar ein Siegelungsantrag vor, die 

Siegelung war indessen noch nicht erfolgt. In den Erwägungen im Zusam-

menhang mit Art. 248 Abs. 2 StPO legte das Bundesgericht im Wesentlichen 

dar, dass für die Bestimmung der bis zum Entsiegelungsgesuch vergange-

nen Zeit, der Zeitpunkt der Siegelung massgebend ist. Mit der mit Urteil 

1B_641/2012 vom 8. Mai 2013 festgelegten und in der Folge bestätigten 

Rechtsprechung, wonach für Entsiegelungsgesuche im Rahmen des VStrR 

nicht auf die Frist von Art. 248 Abs. 2 StPO abzustellen ist, hat es sich nicht 

auseinandergesetzt, und es ergibt sich nicht, dass das Bundesgericht eine 

Abkehr von seiner Rechtsprechung beabsichtigte.  

. 

2.4.4 Vorliegend wurden die Akten und Datenträger am 16. Juni 2023 gesiegelt. 

Das Entsiegelungsgesuch vom 10. Juli 2023 erfolgte 24 Tage nach der Sie-

gelung. Angesichts der oben geschilderten Praxis ist diese Frist mit Blick auf 

das Beschleunigungsgebot ohne Weiteres vertretbar, weshalb das Entsie-

gelungsgebot als fristgerecht erhoben gilt.  

 

- 8 - 

 

 

2.5 Zusammenfassend ist auf das Entsiegelungsgesuch im dargelegten Umfang 

(vgl. supra E. 2.3) einzutreten.  

 

 

3. 

3.1 Bei Entsiegelungsgesuchen wird in einem ersten Schritt geprüft, ob die 

Durchsuchung im Grundsatz zulässig ist, und – bejahendenfalls – in einem 

zweiten Schritt, ob die Voraussetzungen für eine Entsiegelung erfüllt sind 

(TPF 2007 96 E. 2). Von einer Durchsuchung von Papieren, bei der es sich 

um eine strafprozessuale Zwangsmassnahme handelt, wird gesprochen, 

wenn Schriftstücke oder Datenträger im Hinblick auf ihren Inhalt oder ihre 

Beschaffenheit durchgelesen bzw. besichtigt werden, um ihre Beweiseig-

nung festzustellen und sie allenfalls mittels später erfolgender Beschlag-

nahme zu den Akten zu nehmen. Eine derartige Durchsuchung ist nur zuläs-

sig, wenn ein hinreichender Tatverdacht besteht, anzunehmen ist, dass sich 

unter den sichergestellten Papieren Schriften befinden, die für die Untersu-

chung von Bedeutung sind (Art. 50 Abs. 1 VStrR) und der Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit respektiert wird. Daraus folgt, dass auch allgemeine 

Einwände gegen die Durchsuchung einen Grund zur Siegelung darstellen 

können, mithin die Siegelung auch aus Gründen mangelnden Tatverdachts 

sowie wegen fehlender Beweisrelevanz verlangt werden kann, sofern es 

dem Berechtigten im Ergebnis darum geht, die Einsichtnahme der Untersu-

chungsbehörde in die sichergestellten Unterlagen und deren Verwertung zu 

verhindern (Urteil des Bundesgerichts 1B_117/2012 vom 26. März 2012 

E. 3.2 f.).  

 

3.2 Gemäss Art. 130 Abs. 1 BGS wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe  

oder mit Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich ohne die dafür nötigen Konzes-

sionen oder Bewilligungen Spielbankenspiele durchführt, organisiert oder 

zur Verfügung stellt (lit. a) oder im Wissen um den geplanten Verwendungs-

zweck die technischen Mittel zur Veranstaltung von Spielbanken-  

oder Grossspielen Personen zur Verfügung stellt (lit. b). Wird die Tat ge-

werbs- oder bandenmässig begangen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu 

fünf Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen (Art. 130 Abs. 2 

BGS). Spielbankenspiele sind Geldspiele, die einer eng begrenzten Anzahl 

Personen offenstehen; ausgenommen sind die Sportwetten, die Geschick-

lichkeitsspiele und die Kleinspiele (Art. 3 lit. g BGS).  

 

3.3 Der hinreichende Tatverdacht ist gestützt auf die bisherigen Ermittlungser-

gebnisse zu bejahen. Die Kantonspolizei Schwyz hielt im Rapport vom 

3. Juli 2023 unter anderem fest, dass anlässlich der Hausdurchsuchung im 

Unterstand, hinter dem Auto BMW X5, Kennzeichen 1, Spielautomaten 

- 9 - 

 

 

aufgefunden worden seien. Bei einem dieser Automaten habe der Schlüssel 

zum Öffnen des Gerätes gesteckt. Beim Öffnen habe festgestellt werden 

können, dass sich im Innern des Automaten zwei Fernbedienungen befun-

den hätten, wobei einer der beiden mit «Remote» beschriftet gewesen sei. 

Dies habe den Verdacht geschürt, dass es sich dabei um illegale Geldspiel-

automaten gehandelt habe. Bei der Sichtung des iPhone des Gesuchsgeg-

ners, der ausdrücklich auf eine Siegelung desselben verzichtet habe, seien 

mehrere Fotos von Geldspielautomaten, respektive deren Buchhaltungszah-

len gefunden worden. Die Fotoaufnahmen hätten über Geo- respektive 

Standortdaten verfügt, so dass die fotografierten Geldspielautomaten den 

Gastronomiebetrieben Bar C. resp. Bar D. in Y., […]-Strasse, Restaurant E. 

resp. F. in Z., […]-Strasse, sowie Kontaktbar G. in X., […]-Strasse, hätten 

zugeordnet werden können (act. 1.2). Die Gesuchstellerin führte sodann in 

ihrem Gesuch aus, die Kantonspolizei Schwyz habe am 16. Juni 2023 in den 

genannten Gastronomiebetrieben Hausdurchsuchungen durchgeführt. Da-

bei hätten im Pub D., […]-Strasse in Y. ein Standardautomat «H.» und ein/e 

Tischautomat/«Internet Station» sichergestellt werden können. Die Inhabe-

rin des Lokals, J., habe angegeben, dass die Automaten vom «Unternehmen 

K.» und «Herrn A.» aufgestellt worden seien und dass u.a ein «Cherry Wal-

zenspiel» gespielt werden könne. Die Gewinne an die Spieler müssten durch 

sie aus der «Kasse vom Geschäft» bezahlt werden bzw. wenn sie zu wenig 

Geld habe, bringe es der Gesuchsgegner. Auch im Restaurant E., […]-

Strasse in Z., sei ein Tischautomat sichergestellt worden, welcher gemäss 

Lokalinhaber L. vom Gesuchsgegner aufgestellt worden sei. Schliesslich sei 

auch in der Kontaktbar G., […]-Strasse in X., ein Standautomat sichergestellt 

worden. Der Lokalinhaber M. habe sich jedoch nicht zum Aufsteller des Ge-

rätes äussern wollen. Aus den beschriebenen Feststellungen geht ein hin-

reichender Anfangstatverdacht in Bezug auf eine Widerhandlung gegen 

Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS hervor, welcher auch den Einsatz von Zwangsmas-

snahmen wie Durchsuchungen und Sicherstellungen erlaubt. Daran vermag 

der Umstand nichts zu ändern, dass es sich bei sämtlichen sichergestellten 

Automaten, Unterlagen und Datenträgern um Zufallsfunde handelt. Die Be-

schwerdekammer bejaht in konstanter Rechtsprechung die Verwertbarkeit 

von Zufallsfunden auch ohne eine gesetzliche Grundlage im Verwaltungs-

strafrecht. Vorausgesetzt wird, dass die Zwangsmassnahme, anlässlich de-

ren der Zufallsfund gemacht wurde, zulässig war und diese auch für den 

neuen Tatverdacht hätte angeordnet werden können, mithin keine besonde-

ren Umstände wie Berufsgeheimnis oder Aussageverweigerungsrecht vorla-

gen (vgl. zum Ganzen TPF 2013 182 E. 2.2; Beschlüsse des Bundesstraf-

gerichts BV.2020.1 vom 27. März 2020 E. 4.2; BV.2016.17 vom 13. Dezem-

ber 2016 E. 4.4.1; BV.2016.19 vom 12. Dezember 2016 E. 5.2; BE.2013.8 

vom 5. Dezember 2013 E. 2.2). Das Zwangsmassnahmengericht Schwyz 

http://links.weblaw.ch/TPF_2013_182

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hat mit Verfügung vom 10. August 2023 betreffend Entsiegelung im Verfah-

ren SU A3 2023 2649 (vgl. supra lit. A) festgestellt, dass die Staatsanwalt-

schaft das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts (bezüglich des ur-

sprünglichen Vorwurfs der Veruntreuung) mit vertretbaren Gründen habe an-

nehmen dürfen und dass sich die Hausdurchsuchung (anlässlich welcher die 

Zufallsfunde erfolgten) nicht als rechtswidrig qualifizieren lasse (E. 16 und 

17). Dass gegen die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts Schwyz 

Beschwerde ans Bundesgericht erhoben worden wäre, ergibt sich nicht aus 

den Akten und wird vom Gesuchsgegner auch nicht geltend gemacht. Es ist 

davon auszugehen, dass die Zwangsmassnahme, anlässlich welcher die Zu-

fallsfunde gemacht worden sind, zulässig war. Somit hätte die Hausdurch-

suchung vom 16. Juni 2023 auch wegen des Verdachts der Widerhandlung 

gegen das Geldspielgesetz angeordnet werden können.  

 

3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass – entgegen der Ansicht des Ge-

suchsgegners – die Hausdurchsuchung den gesetzlichen Anforderungen ge-

nügt.  

 

 

4. 

4.1 Weiter ist zu prüfen, ob anzunehmen ist, dass sich unter den zu durchsu-

chenden Papieren Schriften bzw. Datenträgern Dateien befinden, die für die 

Untersuchung von Bedeutung sind (Art. 50 Abs. 1 VStrR). Die Untersu-

chungsbehörden müssen hierbei im Rahmen des Entsiegelungsgesuchs 

noch nicht darlegen, inwiefern ein konkreter Sachzusammenhang zwischen 

den Ermittlungen und einzelnen noch versiegelten Dokumenten besteht. Es 

genügt, wenn sie aufzeigen, inwiefern die versiegelten Unterlagen grund-

sätzlich verfahrenserheblich sind (sog. «potenzielle Erheblichkeit», vgl. BGE 

132 IV 63 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 1B_336/2018 vom 8. Novem-

ber 2018 E. 4.3). Betroffene Inhaber von Aufzeichnungen und Gegenstän-

den, welche die Versiegelung beantragen bzw. Durchsuchungshindernisse 

geltend machen, haben ihrerseits die prozessuale Obliegenheit, jene Gegen-

stände zu benennen, die ihrer Ansicht nach offensichtlich keinen Sachzu-

sammenhang mit der Strafuntersuchung aufweisen. Dies gilt besonders, 

wenn sie die Versiegelung von sehr umfangreichen bzw. komplexen Doku-

menten oder Dateien verlangt haben (Urteile des Bundesgerichts 

1B_525/2017 vom 4. Mai 2018 E. 3.1; 1B_637/2012 vom 8. Mai 2013 

E. 3.8.1 in fine; siehe zur StPO auch BGE 138 IV 225 E. 7.1; 137 IV 189 

E. 4.2, 5.1.1, 5.3.3; Urteil des Bundesgerichts 1B_98/2018 vom 29. Mai 2018 

E. 3.3). Stellt die Verwaltungsstrafbehörde beim zuständigen Entsiegelungs-

richter den Antrag, die versiegelten Unterlagen seien zu entsiegeln, prüft der 

Entsiegelungsrichter im Untersuchungsverfahren, ob die Geheimnisschutz-

- 11 - 

 

 

interessen (oder andere gesetzliche Entsiegelungshindernisse), welche vom 

Inhaber oder der Inhaberin der versiegelten Aufzeichnungen und Gegen-

stände angerufen werden, einer Durchsuchung seitens der Verwaltungs-

strafbehörde entgegenstehen (Art. 50 Abs. 2–3 VStrR; Art. 248 Abs. 1 und 

Abs. 3 StPO; BGE 141 IV 77 E. 4.1; 137 IV 189 E. 4; Urteile des Bundesge-

richts 1B_210/2017 vom 23. Oktober 2017 E. 3.4; 1B_433/2017 vom 

21. März 2018 E. 3.3). 

 

4.2 Gestützt auf die bisherigen Ermittlungsergebnisse besteht der Verdacht, 

dass sich zumindest auf einem Spielautomaten, der vom Gesuchsgegner im 

Pub D. in Y. aufgestellt worden sei, die Spielplattform «Cherry» installiert ist 

und damit Geldgewinne erzielt werden können. Dass das Spiel «Cherry» als 

ein Spielbankenspiel gilt, das konzessionspflichtig ist (vgl. 5 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 3 lit. a BSG), wird vom Gesuchsgegner zu Recht nicht in Frage gestellt. 

Die Gesuchstellerin führt aus, dass sich im jetzigen Verfahrensstadium ins-

besondere die Fragen stellen würden, seit wann, in welchen weiteren Loka-

len und mit wem zusammen der Gesuchsgegner Spielbankenspiele durch-

führe, organisiere oder zur Verfügung stelle und welche Gewinne erzielt wür-

den. Vor diesem Hintergrund kann die Durchsuchung der sichergestellten 

Abrechnungen, Quittungen, Laptops und Spielautomaten bei den Ermittlun-

gen ohne Weiteres von Nutzen sein.  

 

4.3 Der anwaltlich vertretene Gesuchsgegner gab weder anlässlich der Siege-

lung noch im vorliegenden Verfahren an, welche Geheimnisschutzinteressen 

der Entsiegelung der obgenannten Gegenstände entgegenstünden. Solche 

sind gestützt auf die vorliegenden Akten auch nicht ersichtlich. Die Durchsu-

chung der betreffenden Gegenstände ist in Anbetracht des zu untersuchen-

den Vergehens gegen das Geldspielgesetz zudem verhältnismässig.  

 

 

5. Nach dem Gesagten ist das Entsiegelungsgesuch gutzuheissen, soweit da-

rauf einzutreten ist. Die ESBK ist zu ermächtigen, die sichergestellten und 

gesiegelten Unterlagen und Gegenstände gemäss E. 2.3 zu entsiegeln und 

zu durchsuchen.  

 

 

6. Die Gerichtskosten sind bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Gesuchs-

gegner aufzuerlegen (vgl. Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG 

analog; TPF 2011 25 E. 3). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'000.-- festzuset-

zen (vgl. Art. 5 sowie Art. 8 Abs. 1 BStKR).  

 

  

- 12 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Gesuch um Entsiegelung wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten 

ist.  

 

2. Die Gesuchstellerin wird ermächtigt, die sichergestellten Unterlagen und Ge-

genstände gemäss E. 2.3 zu entsiegeln und zu durchsuchen.  

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Gesuchsgegner auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 25. Oktober 2023 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Spielbankenkommission 

- Rechtsanwalt Andreas Getzmann 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 

- 13 - 

 

 

(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).