# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80fe39be-ab41-594c-9e16-9cd4d949aedc
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-28
**Language:** de
**Title:** Geklagte Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ und nicht unfallbedingt; keine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes erstellt.
**Docket/Reference:** UV.2013.00132
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00132.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00132
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Onyetube
Urteil
vom
28. November 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Reto
Caflisch
Fankhauser Rechtsanwälte
Rennweg 10, 8022 Zürich
gegen
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Direktion Bern
Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer
Stampfenbachstrasse
42, 8006 Zürich
Sachverhalt:
1.
Der 1967 geborene
X.___
ist seit dem 15. April 2010 bei der
Y.___
im Verkauf/Marketing tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft
(Mobiliar)
gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 9/M1). Am 6. März 2011 zog er sich bei einem Skiunfall eine Seitenbandzerrung beider Knie zu (Urk. 9/M2).
Die
Mobiliar trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 17. Februar 2012
stellte sie die Leistungen rückwirkend per
15. Dezember 2011
ein
(Urk. 9/17.1).
Mit Schreiben vom 16. Mai 2012 (Urk. 9/26) zog die Krankenkasse maxi.ch Versicherungen AG ihre vorsorgliche Einsprache (Urk. 9/21) zurück.
Nachdem die Mobiliar den Bericht ihres
beratenden Arztes Dr. med.
Z.___
,
Facharzt für Chirurgie, vom 8. Februar 2013 (Urk. 9/M17)
eingeholt hatte,
wies sie die Einsprache des Versicherten
vom 5. März und 15. Oktober 2012
(Urk. 9/13, Urk. 9/35)
mit
Entscheid
vom 19. April 2013 ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 22. Mai 2013 Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere seien die notwendigen Leistungen auch über den 15. Dezember 2011 hinaus zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwerde
antwort
vom 26. Juni 2013 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer am 28. Juni 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheidfin
dung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfall
ereignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
licher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kau
salzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142
S.
76).
1.3
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) und der
Beweis
würdigung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun
gen des Experten begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den Berichten
versiche
rungsinterner
Ärztinnen und Ärzten kommt rechtsprechungsgemäss zwar nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 2
8.
Oktober 2009 E. 4.7).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen dem Skiunfall vom 6. März 2011 und den vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden links auch über den 15. Dezember 2011 hinaus ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht und die Beschwerdegegnerin daher weiterhin Leistungen zu erbringen hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte zusammengefasst geltend, das mediale
Seiten
band
, welches beim Unfall geschädigt worden sei, habe sich in der Zwischenzeit repariert, weshalb keine unfallkausale Schädigung mehr gegeben sei. Der Zustand des linken Knies sei ausschliesslich degenerativ bedingt (Urk. 2 S. 9).
2.3
Dem hielt der Beschwerde
führer
im Wesentlichen entgegen, der
status
quo ante sei bis zur Einstellung der Versicherungsleistungen nicht erreicht worden. Gemäss behandelndem Arzt habe sich die traumatisierte Knorpelproblematik erst durch die beim Skiunfall erlittenen beidseitigen
Valgationstraumata
erge
ben. Auch die Einrisse im medialen Meniskus rechts seien erst im MRI nach dem Unfall dokumentiert. Die Beschwerdegegnerin bleibe den Beweis schuldig, dass die beschriebenen Defekte nicht traumatisch bedingt seien bzw. mittlerweile der
status
quo sine erreicht worden sei (Urk. 1 S. 6).
3.
3.1
In der Unfallmeldung vom 7. März 2011 vermerkte der Beschwerdeführer, er habe sich am 6. März 2011 beim Skifahren bei einem Sturz beim Verlassen des Sessellifts beide Knie verletzt (Urk. 9/M1).
3.2
Der erstbehandelnde Dr. med.
A.___
,
Facharzt für Innere Medizin, diagnosti
zierte im Rahmen der Konsultation vom 7. März 2011 eine
Seiten
bandzerrung
beider Knie und rechnete mit einem Behandlungsabschluss in voraussichtlich vier bis sechs Wochen (vgl. Arztzeugnis UVG vom 16. März 2011, Urk. 9/M2).
3.3
Das MRI des rechten Knies vo
m 26. Juli 2011 von Dr. med.
B.___
,
Insti
tut Radiologie, Spital
C.___
,
zeigte eine Me
n
iskusdegeneration sowie kleine Ein
risse an der Oberfläche ohne Dislokation am
Hinterhon
medial (Läsion Grad II) sowie eine
Chondropathia
femoro-tibiale
Grad II-III und eine
Chondropathie
femoro
-patellare Grad II-III (Urk. 9/M4).
3.4
Am 28. September 2011 hielt Dr.
A.___
im ärztlichen Zwischenbericht einen Status nach Kniedistorsion am 6. März 2011 mit beidseitiger medialer
Seiten
bandläsion
fest (Urk. 9/M3). Im Verlauf sei eine Besserung der Schmerzen ein
getreten, jedoch persistierten nach vier Monaten noch beidseits
anterior
und bilateral betonte Druckschmerzen. Rechts sei eine vordere Instabilität fraglich. Ob im Heilungsverlauf unfallfremde Faktoren eine Rolle spielten, sei unklar, da das MRI nebst Meniskuseinrissen auch degenerative Schädigungen zeige.
3.5
Mit Schreiben vom 9. November 2011 überwies Dr.
A.___
den Beschwerdefüh
rer an Dr. med.
D.___
,
Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, weil sich die Beschwerden nach dem Unfall zwar deutlich besserten und vor allem links nur noch Schmerzen bei kalter Witterung vorhanden waren, der Beschwerdeführer jedoch rechts weiterhin auch Schmerzen beim Strecken im Kniegelenk verspürte (Urk. 9/M5).
3.6
Laut Dr
.
D.___
fand
sich im MRI eine kleine Alteration des medialen
Hinterhor
nes
ohne sekundäre Dislokation. Klinisch habe der Beschwerdeführer keinerlei Meniskusbeschwerden. Er habe ihm einerseits eine Physiotherapie und ande
rerseits die Weiterführung der begonnenen
Condrosulf
-Medikation
empfohlen
. Bei Persistenz der Beschwerde
n
nach der Physiotherapie werde er dem Beschwerdeführer eine
Kenacort
-Infiltration vorschlagen (Bericht vom 3. Dezember 2011, Urk. 9/M7).
3.7
Im MRI des linken Knies vom 24
. Januar 2012 ersah Dr. med.
E.___
,
Institut Radiologie, Spital
C.___
,
Zeichen einer einsetzenden medialen Arthrose mit fehlendem Knorpel und geringem
subchondralem
Ödem in Lokalisation des
fehlenden, medialen
Meniscusanteils
sowie einen geringen Gelenkserguss und ein
periartikuläres
Ödem. Falls der mediale
Meniscus
nicht teilreseziert sei, fehle er in der medialen Zirkumferenz vollständig und sei im
Hinterhorn
ausgeprägt eingekürzt, wie wenn ein Zustand nach
Teilmeniskektomie
bestehe (Urk. 9/M10).
3.8
Am 31. Januar 2012 berichtete Dr.
D.___
,
dass sich zwischenzeitlich die Situa
tion im Bereiche des rechten Kniegelenks etwas gebessert habe, hingegen die Beschwerden auf der linken Seite intensiver geworden seien. Im MRI finde sich eine zunehmende Knorpelproblematik im medialen Kompartiment bei ansonsten unauffälliger Situation des vor drei Jahren partiell resezierten medialen Menis
kus. Auf der linken Seite könne sicherlich von einer traumatisierten beginnen
den
Gonarthroseproblematik
gesprochen werden. Im Moment sei der Beschwer
deführer deutlich übergewichtig, was sicherlich die Situation im Bereiche der Kniegelenke nicht eben vereinfache. Entsprechend habe er ihm geraten, ein intensives Abmagerungsprogramm an die Hand zu nehmen, womit bereits eine Besserung der Problematik eintrete
n dürfte
(Urk. 9/M9).
3.9
Der beratende Arzt der
Beschwerdegegnerin, Dr. med.
Z.___
,
Facharzt für Chirurgie, kam in seiner Stellungnahme anlässlich der Besprechung vom 8. Februar 2012 zum Schluss, Dr.
A.___
sei korrekt von einer Zerrung der medialen Seitenbänder beidseits ausgegangen. Im MRI des rechten Knies vom 26. Juli 2011 hätten sich keine unfallbedingten Folgen mehr von Seiten der Seitenbänder gezeigt. Unfallunabhängig seien ausgedehnte ausschliesslich degenerativ bedingte Veränderungen nachgewiesen worden, so auch
Knorpel
schäden
und Meniskusdegenerationen, für die aber nach dem Unfall keine Kli
nik bestanden habe. Das Seitenband liege ausserhalb des Gelenks und sei aus
geheilt gewesen. Dass die zum Teil erheblichen degenerativ bedingten Verän
derungen vor allem auch witterungsbedingte Beschwerden verursachten, trete unfallunabhängig auf. Es sei auch nicht von einer aktivierten
Gonarthrose
aus
zugehen, da es mit dem Sturz zu einem
Valgustrauma
gekommen sei mit ent
sprechender Zerrung des medialen Bandes. Die innerhalb des Kniegelenks lie
genden Strukturen seien durch das Ereignis nicht beschädigt worden. So fehlten im MRI Knochenmarksödeme und auch
zum Beispiel ein Erguss. Links s
ei knapp ein Jahr nach dem Unfall mittels MRI ein wei
t
gehend fehlender medialer Meniskus nachgewiesen worden. Aufgrund des fehlenden „Stossdämpfers“ bzw. des fehlenden Meniskus sei es zum Knorpelverschleiss und zu
Reizerscheinun
gen
der darunterliegenden Strukturen gekommen. Das mediale Seitenband, das primär geschädigt worden sei, habe sich repariert. Auch die vorliegenden nach
gewiesenen Schäden links bestünden unfallunabhängig und liessen sich nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis beziehen (Urk. 9/M13.2).
3.10
Dr.
D.___
führte im Bericht vom 2. Oktober 2012 (Urk. 9/M16) aus, der Beschwer
deführer sei vor dem Unfall von Seiten beider Kniegelenke völlig beschwerdefrei und sportfähig gewesen. Durch das Unfallereignis habe sich eine entscheidende Wende im Zustand seiner Kniegelenke vor allem links eingestellt. Dass in den knapp fünf Monate respektive elf Monate nach dem Unfall durch
geführten MRI keine Knochenmarksödeme gefunden worden seien, sei logisch, da diese normalerweise während zwei bis vier Monaten nachweisbar seien. Aus den fehlenden Knochenmarksödemen könne nicht geschlossen werden, dass die Beschwerden nicht auf das Unfallereignis zurückzuführen seien. Dass das
Sei
tenband
ausserhalb des Kniegelenks liege, sei anatomisch nicht nachvollziehbar. Das mediale Seitenband sei mit dem medialen Meniskus verbunden. Bei Läsio
nen der tieferen Schicht des medialen Seitenbandes fänden sich durch Mitzer
reissen der medialen Kapsel intraartikuläre Hämatome. Diese hätten in einem fünf Monate später durchgeführten MRI natürlich nicht mehr gefunden werden können.
3.11
In der ärztlichen Beurteilung vom 8. Februar 2013 (Urk. 9/M17) kam Dr.
Z.___
zum Schluss, dass zwischen den beidseitigen Knorpelschäden und dem linkssei
tig festgestellten Meniskusriss kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzu
sammenhang mit dem Unfallereignis bestehe. Die erheblichen Knorpelschäden vor allem auf der Seite des erheblich teilresezierten Meniskus medial links seien unfallunabhängig. Auch spreche der Verlauf mit „neu“ aufgetretenen Sch
mer
zen Monate nach dem Ereignis
eindeutig gegen eine unfallbedingte Aktivierung der Knorpelschäden (Urk. 9/M17 S. 9).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in erster Linie auf die ärztliche
Aktenbeurtei
lung
von Dr.
Z.___
,
welcher sie vollen Beweiswert zuerkannte. Dies ist nicht zu beanstanden, erfüllt doch der erwähnte Bericht die von der Recht
sprechung aufgestellten Anforderungen an eine beweistaugliche und beweis
kräftige Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, vgl. E. 1.4). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit dieses Berichts sprechen, sind nicht gegeben. Dr.
Z.___
stimmte mit den übrigen medizinischen Akten darin überein, dass beim Beschwerdeführer beidseitige Knorpelschäden und linksseitig ein Menis
kusriss bestehen. Gestützt auf die
medizinischen Akten
kam er zum überzeu
genden Schluss, dass die Schäden an den Knien degenerativ und nicht
unfallbe
dingt
seien.
4
.2
Die Vorbringen des Beschwerdeführers
vermögen nicht zu einer anderen
Beurtei
lung zu führen.
Wie
die
Bes
chwerdegegnerin zu Recht
darauf
hin
wies
,
lässt sich
allein aus dem Umstand, dass
sich im MRI vom 6. April 2010 noch keine Einrisse im medialen Meniskus rechts fanden, hingegen solche im MRI vom 26. Juli 2011 dokumentiert wurden, noch keine Unfallkausalität herleiten. So begründete Dr.
Z.___
in der ärztlichen Beurteilung vom 8. Februar 2013
ausführlich und
nachvollziehbar, weshalb weder
der linksseitig festgestellte Meniskusriss noch die beidseitigen Knorpelschäden in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehe
n. Der Versicherte sei stark übergewichtig. Linksseitig sei 2008 eine erhebliche
Teil
meniskektomie
durchgeführt worden, sowohl des
Hinterhorns
wie auch des Korpus. Damit seien bereits 2008 die Weichen gestellt worden für die Entwick
lung einer
Gonarthrose
. Es sei unbestritten, dass sich bei einer derartigen Kons
tellation Knorpelschäden
entwickelten. Diese seien im MRI vom 24. Januar 2012 nachgewiesen. Genau im Bereich der teilresezierten Meniskusanteile sei der Knorpel erheblich geschädigt gewesen und fehle weitgehend. Dementsprechend habe aufgrund der fehlenden Pufferfunktion des Meniskus und auch des Knor
pels bereits der
subchondrale
Knorpelknochenbereich mit einem reaktiven Ödem
reagiert
. Diese Situation bestehe absolut unfallunabhängig und könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Verbindung gebracht werden mit dem
Valgisationstrauma
vom 6. März 201
1.
Gehe man
,
wie Dr.
D.___
auch doku
mentiert habe, von einem
Valgisationstrauma
aus, komme es zudem zur mögli
chen Überbelastung des lateralen Kniegelenkskompartimentes. Hier seien aber keine Knorpeldefekte festgestellt worden. Mit dem
Valgisationstrauma
sei es zu einer leichten Traumatisierung der Innenbänder gekommen. Dieser Bereich sei zwar
druckdolent
. Es habe ein Schaden Grad I mit einer geringfügigen Zerrung bestanden, ohne Hinweise für eine Instabilität. Meniskuszeichen seien nicht
vorgelegen und seien auch von Dr.
D.___
nicht gesehen worden. Dass es
,
wie vom Hausarzt und auch primär von Dr.
D.___
angenommen
,
nur zu einer leichten Innenbandzerrung gekommen sei ohne Kontinuitätsdurchtrennung von Fasern, ergebe sich aus dem MRI des rechten Knies,
welches fünf Monate
nach dem Ereignis durchgeführt worden sei. Hier seien bereits keine
Signalalteratio
nen
des medialen Seitenbandes mehr vorgelegen. Eine Ruptur sei a priori aus
geschlossen, da es damit zu einer massiven Klinik gekommen wäre. Der Hinweis von Dr.
D.___
,
dass er fälschlicherweise mit der Bandzerrung ausschliesslich von einem
extraartikulären
Schaden ausgegangen sei, wobei durchaus aufgrund der Verbindung des Innenbandes mit dem Meniskus auch eine Meniskusruptur hätte entstehen können, sei im vorliegenden Fall nicht haltbar, da sich kein Hinweis dafür ergebe, dass es zu einer kompletten
Ruptur
des Innenbandes
gekommen sei. Nur mit einer Ruptur des Seitenbandes und dem Riss auch der tiefen Anteile wäre eine mediale Meniskusläsion zu begründen. Im vorliegenden Fall lägen dagegen klassische Hinweise für einen degenerativ bedingten Menis
kusschaden rechts vor. Es liege rechts genau der gleiche Schaden vor, der bereits link
s
2008 ebenfalls unfallunabhängig bestanden habe. Erlaubt sei auch der Hinweis, dass es mit einer
traumabedingten
Meniskusruptur zu einem in der Regel am nächsten Tag zu erwartenden Erguss gekommen wäre und zu einer Blockierung des Kniegelenks. Beides habe bei der Erstabklärung nicht vorgele
gen. Auch spreche der Verlauf mit „neu“ aufgetretenen Schmerzen, dies mona
telang nach dem Ereignis, eindeutig gegen eine unfallbedingte Aktivierung der Knorpelschäden (Urk. 9/M17 S. 8 f.). Diesen Ausführungen von Dr.
Z.___
ver
mochte auch der Beschwerdeführer nichts Stichhaltiges
zu entgegnen. Die Stel
lungnahme von Dr.
D.___
vom 2. Oktober 2012 zur ärztlichen Beurteilung von Dr.
Z.___
erschöpft sich im Wesentlichen in der Argumentation, der Beschwer
deführer sei vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen, weshalb die nun vorhan
denen Beschwerden unfallkausal sein müssten. Ausführungen von
Dr.
D.___
zur bereits 2008 durchgeführten
Teilmeniskektomie
und zum starken Übergewicht als Ursache des ab Dezember 2011 vordergründigen
Beschwerdebildes
finden sich jedoch keine.
Im Übrigen ist festzuhalten, dass selbst unter Annahme, der degenerative Vorzustand sei durch das Unfallereignis symptomatisch geworden und mithin sei der Unfall als beschwerdeauslösend zu betrachten, keine
Unfall
kausalität
der ausgelösten Beschwerden ohne zeitliche Beschränkung bejaht werden könnte. Vielmehr genügt es für die Beendigung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, dass der Status quo ante
vel
sine mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit eingetreten ist. Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen
hangs muss dabei nicht durch Nachweis unfallfremder Ursa
chen erbracht wer
den. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des
Gesund
heitsschadens
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteile des Bundesgerichts 8C_847/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2 und 8C_126/2008 vom 11. November 2008 E. 2.3, je mit Hinweisen).
Genau dies ist hier der Fall. Wie Dr.
Z.___
ebenfalls ausführte, spricht auch der Verlauf der Beschwerden gegen eine Unfallkausalität. Noch im September und November 2011 standen vor allem die Beschwerden im rechten Kniegelenk im Vordergrund (vgl. E. 3.4 und 3.5). Erst im Januar 2012 berichtete Dr.
D.___
von verstärkten Schmerzen im
linken
Kniegelenk (vgl. E. 3.8).
Auch aus dem Hin
weis auf Art. 9
Abs.
2
lit
. c UVV vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, hatte doch das Unfallereignis keinen Meniskusriss zur Folge
und legte zudem Dr.
Z.___
schlüssig dar, dass der linksseitige Meniskusriss ein
deutig degenerativ bedingt ist.
4
.3
Zusammenfassend ist
die Mobiliar
nach zutreffender Würdigung der medizini
schen Aktenlage im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, dass über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 2011 hinaus fortdau
ernde Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen wer
den können, weshalb sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen zu Recht verneinte.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Reto
Caflisch
-
Fürsprecher René W. Schleifer
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstOnyetube