# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ce94ed4-b17f-5cde-9733-493ae22370f9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2008 D-3878/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3878-2006_2008-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3878/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 0 8  

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 
Richter Robert Galliker, Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren _______, 
B._______, geboren _______, und die Kinder 
C._______, geboren _______, und 
D._______, geboren _______,
Jemen,
alle vertreten durch Barbara Tschopp, ELISA, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt 
für Flüchtlinge (BFF), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFF vom 25. No-
vember 2004 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3878/2006

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführer  – Staatsangehörige  von Jemen,  welche eige-
nen  Angaben  zufolge  seit  1988  (der  Beschwerdeführer)  respektive 
1994 (die Beschwerdeführerin) in den Vereinigten Arabischen Emira-
ten (VAE) wohnhaft waren und ihre frühere Heimat nur selten besuch-
ten –  reisten  am 21. Juli  2004 legal  über  den  Flughafen von Genf-
Cointrin in die Schweiz ein. 

Am 25. Juli 2004 reichten sie in der Empfangsstelle des BFF in Vallor-
be (heute: Empfangs-  und Verfahrenszentrum des BFM)  ein  Asylge-
such ein. Am 30. Juli 2004 wurden sie vom BFF im Transitzentrum von 
Altstätten kurz zu ihrem Reiseweg und ihren Gesuchsgründen befragt. 
Am 18. August 2004 fand in _______ die einlässlich Anhörung zu den 
Gesuchsgründen durch die zuständige kantonale Behörde statt. 

Anlässlich der Befragungen führte der Beschwerdeführer im Wesentli-
chen aus, er habe in den VAE, in Abu Dhabi, während Jahren eine An-
stellung beim Innenministerium gehabt und sei  beim Zivilschutz res-
pektive der Feuerwehr als Schichtleiter tätig gewesen. Seiner Familie 
sei es finanziell gut gegangen. Er habe mit seiner Familie die VAE ver-
lassen, weil sein Sohn C._______ zwar begabt, aber krank und behin-
dert  sei, besonderer Pflege bedürfe und eine Sonderschule brauche. 
In  diesem  Zusammenhang  führte  er  zur  Hauptsache  das  Folgende 
aus: Er habe 1991 in Jemen geheiratet und sein Sohn E._______ sei 
Ende  1993  in  Aden  geboren.  Im  Verlauf  der  Geburt  sei  seine  Frau 
während mehreren Stunden nicht betreut worden, weshalb E._______ 
während der Geburt  zuwenig Sauerstoff  erhalten habe und handica-
piert auf die Welt gekommen sei. Er habe sich daraufhin entschieden, 
seine  Frau  und  seinen  Sohn  nach  Abu  Dhabi  zu  nehmen,  um 
E._______ dort behandeln zu lassen. E._______ sei zwar von einem 
Spezialisten,  jedoch mit  einem falschen Medikament  behandelt  wor-
den,  was  seinen  Zustand  nur  noch  verschlimmert  habe.  Von  den 
spezialisierten  staatlichen  Spitälern  sei  E._______  nicht  behandelt 
worden,  da  sie  Ausländer  seien,  obwohl  er  jahrelang  für  den  Zivil-
schutz  der  VAE  gearbeitet  habe.  Seine  Frau  habe  die  Pflege  von 
E._______ ganz alleine übernehmen müssen, was für sie überaus be-
lastend  gewesen  sei.  Im  Alter  von  8  Jahren,  am 27. Mai  2002,  sei 
E._______ gestorben; nicht in einem Spital, sondern zuhause, da ihm 
der Zutritt zu den staatlichen Spitälern verwehrt geblieben sei. Nach-

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dem der Beschwerdeführer von seiner Frau über den Tod seines Soh-
nes informiert worden sei, habe er sofort von seiner Arbeit an seinen 
250km entfernten Wohnort  zurückkehren wollen. Dies sei ihm jedoch 
von seinem Vorgesetzten nicht erlaubt worden. Er sei dann trotzdem 
nach Hause gefahren, worauf es damals zu einem Administrativverfah-
ren gegen ihn gekommen sei. Sein Sohn C._______, geboren 1995, 
welcher  wie  schon sein  Bruder  an  einer  angeborenen Stoffwechsel-
krankheit  (G6PD) leide, sei  ebenfalls behindert. Er sei vier oder fünf 
Tage nach seiner Geburt ganz gelb geworden. Sie seien mit dem Kind 
sofort ins Spital gegangen, wo der zuständige Arzt jedoch die Behand-
lung verzögert habe. Erst nach der Überweisung in ein anderes Spital 
sei C._______ behandelt worden, zufolge Verspätung der Behandlung 
der akuten Gelbsucht sei es jedoch zu Komplikationen gekommen. Der 
Beschwerdeführer  sei  nach  diesem Vorfall  gegen  den  Arzt  und  das 
Spital vorgegangen; er sei mit dem Dossier bis vor den Gesundheits-
minister gelangt, eine Klage hätte aber nichts gebracht. Von einem Mit-
arbeiter  des  Ministeriums  sei  ihm vorgeschlagen worden,  die  Affäre 
einvernehmlich  zu  regeln,  der  Staat  werde  für  die  Therapien  von 
C._______ aufkommen. In der Folge sei er jedoch immer wieder auf 
später vertröstet worden und die Unterstützungsbeteuerungen hätten 
sich  als  leere  Versprechen  erwiesen.  Die  bescheidenen  Fähigkeiten 
seines Sohnes habe er ihm selbst beibringen müssen. Sein Sohn, wel-
cher motorisch, beim Hören und Sprechen behindert sei, habe durch-
aus geistige Fähigkeiten, beispielsweise mit Computern; er sei sehr in-
telligent, er brauche aber spezielle Förderung und der Beschwerdefüh-
rer könne nicht akzeptieren, dass er keine Schule besuchen dürfe. In 
den VAE habe sein Sohn nicht einmal eine von ihm benötigte zahnme-
dizinische Operation erhalten, und selbst für eine kleine Zahnbehand-
lung  habe  der  Beschwerdeführer  das  Spital  anflehen  müssen.  Ab-
schliessend führte der Beschwerdeführer aus, er  habe in Abu Dhabi 
eine Anstellung und ein Auskommen gehabt, nach langer Überlegung 
jedoch alles wegen seines Sohnes aufgegeben und alles verkauft, um 
in die Schweiz kommen zu können, wo es Spezial-Schulen gebe. Die 
VAE, welchen er 15 Jahre lang gedient und wo er viel Verantwortung 
getragen habe, hätten ihm die Aufnahme seines Sohnes in einer Son-
derschule  versprochen,  es  sei  jedoch alles  nur  eine  Lüge gewesen. 
Auf Nachfrage nach einer Behandlung in Jemen führte der Beschwer-
deführer aus, dort hätten Leute nicht einmal genug zu essen und Son-
derschulen gebe es dort nicht. 

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Die Beschwerdeführerin bestätigte anlässlich der Anhörungen die Ge-
suchsgründe ihres Ehemannes. Sie gab an, sie habe die VAE wegen 
ihres Sohnes E._______ verlassen, und zur Hauptsache, weil ihr Sohn 
C._______ in den VAE nicht adäquat versorgt werde. Da er behindert 
sei,  sei  er in keiner normalen Schule aufgenommen worden, und da 
sie keine Bürger der VAE seien, habe er auch keine Sonderschule be-
suchen können. Auf Nachfrage hin führte sie aus, ihr Sohn C._______ 
werde  nur  mit  einem  Medikament  behandelt,  und  sie  glaube  nicht, 
dass seine Krankheit in Jemen behandelbar wäre. 

Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführer diverse Arztzeugnisse 
sowie  eine  Todesurkunde  betreffend  das  Kind  E._______,  diverse 
Arztzeugnisse betreffend das Kind C._______ und verschiedene Iden-
titätsausweise zu den Akten (vgl. dazu im Einzelnen act. A13, S. 2 und 
13, sowie act. A1 [Beweismittelumschlag]) 

B.
Mit  Schreiben  vom  25.  Oktober  2004  reichte  Dr.  med.  X._______, 
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, einen Bericht über das Kind 
C._______ zu den Akten. In ihrem Bericht führte sie nach Verweis auf 
den exakten Diagnosebefund aus (vgl. act. A15), bei C._______ liege 
eine Schädigung des Hirns vor, die nach der Geburt  entstanden sei, 
durch  seine  angeborene  Stoffwechselstörung  (Glucose-6-Phosphat-
Dehydrogenase-Mangel  [G6PD]). Bei einer solchen Schädigung wür-
den in der Regel hauptsächlich die motorischen Areale des Hirns be-
fallen; häufig sei die Intelligenz normal. Bis heute habe das Kind kei-
nerlei Therapie erhalten, wohl weil in seiner Heimat keine Therapeuten 
verfügbar seien. In der Schweiz würde ein solches Kind intensiv geför-
dert, beispielsweise mit Physio-/Ergotherapie und Kommunikationsför-
derung durch pädagogische Massnahmen. Aufgrund seiner unwillkürli-
chen Bewegungen könne sich das Kind nicht mittels einer Körperspra-
che ausdrücken. Die Athestose (unwillkürliche, langsam sich abspie-
lende, ausfahrende Bewegungen von Händen oder Füßen) habe eine 
eher gute Prognose mit Besserung unter Therapie. Es sei ferner abso-
lut  möglich,  dass  der  Knabe über  normale  intellektuelle  Fähigkeiten 
verfüge, eine diesbezügliche Beurteilung sei aber noch nicht möglich 
gewesen. Falls  das Kind in  der  Schweiz verbleiben würde,  sollte  es 
Physiotherapie erhalten und es müsste eine Gehörabklärung stattfin-
den.  Bei  entsprechenden  normalen  intellektuellen  Fähigkeiten  wäre 
eine Einschulung in einem Schulheim für Körperbehinderte ideal. Mit 
medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Massnahmen könnte 

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die Zukunft des Knaben wesentlich verbessert werden; gegebenenfalls 
sei dadurch eine Eingliederung ins Erwerbsleben möglich. 

C.
Mit Verfügung vom 25. November 2004 – eröffnet am folgenden Tag – 
wies das BFF die Asylgesuche der Beschwerdeführer ab und ordnete 
deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug 
an. Dabei führte das BFF zur Hauptsache aus, die Beschwerdeführer 
seien in den VAE keiner flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung aus-
gesetzt gewesen, sondern hätten das Land einzig verlassen, um ihrem 
kranken Kind eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ihre Ausreise sei 
somit einzig vor dem Hintergrund der in den VAE herrschenden sozia-
len und medizinischen Gegebenheiten erfolgt,  womit die Anforderun-
gen an die Flüchtlingeigenschaft und für eine Asylgewährung nicht er-
füllt seien. Den Vollzug der Wegweisung erkannte das BFF als zuläs-
sig, zumutbar und möglich. Dabei führte es zur Frage der Zumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzuges  aus,  eine  vorläufige  Aufnahme aufgrund 
gesundheitlicher Probleme sei nur in Ausnahmefällen anzuordnen, na-
mentlich wenn durch den Wegweisungsvollzug das Leben des Betrof-
fenen in Gefahr gebracht würde. Der Nachweis, dass eine Erkrankung 
in der Schweiz besser behandelt würde, als in der Heimat, genüge da-
her nicht. Gemäss den Akten leide das Kind C._______ an einer Hirn-
schädigung, ausgelöst nach seiner Geburt  durch eine nicht erkannte 
Stoffwechselkrankheit.  Das  Kind  habe  ein  vermindertes  Gehör  und 
eingeschränkte motorische Fähigkeiten. Aufgrund der vorgelegten Be-
weismittel sei indes davon auszugehen, dass die Erkrankungslage von 
C._______ und auch von E._______ in den VAE erkannt  und ange-
messen  behandelt  worden  sei.  Da  alle  Beschwerdeführer  über  eine 
„medical card“ verfügen, sei nicht davon auszugehen, C._______ hätte 
keinen  Zugang  zu  adäquaten  Versorgungseinrichtungen  gehabt.  Zu-
dem habe gemäss Auskunft  der Beschwerdeführer die Einnahme ei-
nes Medikaments genügt, um die Hyperaktivität des Kindes einzudäm-
men und seine Konzentration zu fördern. Zwar hätten die Beschwerde-
führer geltend gemacht,  C._______ habe in den VAE keinen Zugang 
zu einer Spezialschule. Vor dem sozial-beruflichen Hintergrund der Fa-
milie  sei  jedoch  nicht  davon  auszugehen,  dass  das  Leben  von 
C._______ im Falle seiner Rückkehr in sein Herkunftsland oder seinen 
Heimatstaat gefährdet wäre. 

D.
Am 21. Dezember 2004 (Poststempel) erhoben die Beschwerdeführer 

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gegen den Entscheid des BFF bei der damals zuständigen Schweizeri-
schen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde. In ihrer Eingabe er-
suchten sie um die Gewährung von Asyl, eventualiter um eine vorläufi-
ge Aufnahme wegen Unzumutbarkeit einer Rückkehr nach Jemen oder 
in die VAE. Unter Vorlage einer Fürsorgebestätigung ersuchten sie fer-
ner sinngemäss um Erlass der Verfahrenskosten. 

In ihrer Eingabe bekräftigten die Beschwerdeführer, dass ihr zweites 
Kind C._______ – wie schon sein älterer Bruder E._______ – an der 
(Stoffwechsel-) Krankheit G6PD leide. Nur ihr jüngstes Kind habe die-
se Krankheit nicht. Es handle sich dabei um eine vererbliche und un-
heilbare  Enzymmangelkrankheit.  Werde  sie  nicht  richtig  behandelt, 
könne  sie  gefährlich  und  sogar  lebensbedrohlich  werden.  Bei 
E._______ habe die Krankheit  dazu geführt,  dass er bei der Geburt 
zuwenig Luft bekommen habe und deshalb behindert zur Welt gekom-
men  sei.  Bei  C._______  liege  eine  Schädigung  des  Hirns  vor,  die 
durch  die  Stoffwechselkrankheit  hervorgerufen  worden  sei.  Diese 
Schädigung sei  für  seine spastische infantile  Cerebralparese verant-
wortlich.  In  diesem  Zusammenhang  machten  die  Beschwerdeführer 
geltend, in den VAE fänden sie als Ausländer keinen Zugang zum öf-
fentlichen medizinischen System; die vorgelegten „medical cards“ wür-
den lediglich einer Grundversorgung dienen. Eine private Behandlung 
andererseits sei nicht finanzierbar. Ihr ältestes Kind E._______ sei in 
den VAE behandelt  worden,  jedoch mit  einem falschen Medikament. 
Die  Beschwerdeführerin  habe  ihn  nachher  zuhause  alleine  pflegen 
müssen  und  er  sei  mit  acht  Jahren  zuhause  gestorben. Ihr  zweites 
Kind C._______ sei nach seiner Geburt nicht richtig behandelt worden, 
obwohl schon festgestanden habe, dass er an G6PD leide. Die zufolge 
verspäteter Behandlung entstandenen Schäden wären vermeidbar ge-
wesen. Der Besuch einer Spezialschule sei C._______ verwehrt wor-
den und der Besuch einer privaten Schule wäre nicht finanzierbar ge-
wesen. Vor diesem Hintergrund schlossen die Beschwerdeführer, dass 
sie  in  den  VAE massive  Benachteiligungen  erlitten  hätten,  aufgrund 
welcher ihr ältestes Kind verstorben sei und ihr zweites Kind, mangels 
Behandlung einer Gelbsucht, heute an Hör-, Sprech- und Gehproble-
men leide. Mit  der Nichtzulassung zu einer Spezialschule habe man 
dem  Kind  C._______  zudem  alle  Zukunftsperspektiven  genommen. 
Zwar hätten in den VAE keine aktiven Übergriffe gegen sie stattgefun-
den, die Vernachlässigung sei jedoch als passiver Übergriff  mit  nicht 
weniger schlimmem Ausgang zu werten. Der Staat und seine Organe 
seien für die Vernachlässigung verantwortlich, mithin sie diese im all-

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gemeinen Wissen um die Diskriminierung von Ausländern hingenom-
men hätten. Den vom BFF angeordneten Wegweisungsvollzug erkann-
ten die Beschwerdeführer als  unzumutbar,  da der Knabe C._______ 
gemäss dem ärztlichen Bericht vom 25. Oktober 2004 gefördert wer-
den könnte,  in  den VAE jedoch keine Förderung erhalten würde. Im 
Falle  einer  Ausweisung  würde  er  keine  Entwicklungschancen  haben 
und  immer  eine  Last  für  die  Familie  bleiben,  wogegen  er  in  der 
Schweiz  durch  spezifische  Massnahmen  zu  einer  normalen  Person 
werden  könnte. Sollten  schliesslich  aufgrund  der  Stoffwechselkrank-
heit  Komplikationen auftreten,  so wäre das Leben von C._______ in 
den VAE in Gefahr; er könnte wie sein älterer Bruder sterben, weil man 
ihn  nicht  im  Spital  aufnehmen  würde.  Eine  Rückkehr  nach  Jemen 
schlossen die Beschwerdeführer aus, da Jemen ein armes Land sei 
und  die  Erkrankung  dort  überhaupt  nicht  behandelt  werden  könne. 
C._______ würde dort als abnormales Kind und später als abnormaler 
Erwachsener betrachtet. Im Falle von Komplikationen wäre sein Leben 
in Gefahr, da er keine adäquate medizinische Betreuung erhalten wür-
de. Im Übrigen verwiesen die Beschwerdeführer auf einen schlechten 
psychischen  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin.  Als  Be-
weismittel reichten Sie einen kurzen Bericht aus dem Internet über die 
Krankheit G6PD ein. 

E.
Mit  Zwischenverfügung der ARK vom 28. Dezember 2004 wurde auf 
das  Erheben  eines  Kostenvorschusses  verzichtet  und  für  den  Ent-
scheid über das sinngemässe Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten 
auf den Endentscheid verwiesen (vgl. dazu Art. 63 Abs. 4 und Art. 65 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). 

F.
In seiner Vernehmlassung vom 3. Februar 2005 hielt das BFM an der 
angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Be-
schwerde. Dabei führte das BFM zur Hauptsache aus, aufgrund des 
auf die Einnahme eines Medikamentes beschränkten Behandlungsbe-
darfs  sowie  unter  Berücksichtigung,  dass  die  Eltern  des  Kindes 
C._______ über die Erkrankung und die zu beachtenden Ernährungs-
regeln genau informiert seien, sei zu schliessen, dass sein Leben im 
Falle einer Rückkehr nach Jemen nicht in Gefahr wäre. Der Wegwei-
sungsvollzug sei  daher  als  zumutbar  zu  erkennen. Im Übrigen habe 
der Gesundheitszustand des Kindes vor der Gesucheinreichung in der 

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Schweiz einem Leben der Beschwerdeführer in Jemen nicht entgegen 
gestanden. 

G.
In ihrer Stellungnahme vom 14. Februar 2005 (Poststempel) hielten die 
Beschwerdeführer  fest,  dass sie vor ihrer  Einreise in  die Schweiz in 
den VAE und nicht  in  Jemen gelebt  hätten. Unter  Vorlage eines Be-
richts des CP-Zentrum, Zentrum für Entwicklungspädiatrie in _______, 
vom 27. Januar 2007, gerichtet an das Schulheim für körperbehinderte 
Kinder in _______ (vgl. dazu Beschwerdeakten, act. 5),  machten sie 
ferner geltend, dem Bericht sei eindeutig zu entnehmen, dass die Be-
treuung in einem Schulheim für Körperbehinderte, mit Physio- und Er-
gotherapie, für das Kind wichtig wäre. 

H.
Am 10. November  2005 reichte  das  Schulheim für  körperbehinderte 
Kinder  in  _______ zwei  Berichte  betreffend das Kind C._______ zu 
den Akten. Im Bericht der Schulischen Heilpädagogin vom 8. Novem-
ber 2005 wird zur Hauptsache berichtet, das Kind C._______ sei ein 
aufmerksamer und wissbegieriger Junge, welcher seit Schulbeginn im 
August grosses Interesse und Motivation gezeigt und erste Fortschritte 
gemacht habe. Es zeige sich, dass er über viele Möglichkeiten verfü-
ge, erfolgreich beschult zu werden. Im Bericht von Dr. med. Y._______, 
Spezialarzt für Kinder und Jugendliche am Schulheim für körperbehin-
derte Kinder in _______, vom 8. November 2005 wird über das exakte 
Erkrankungsbild  des  Kindes C._______  sowie  die  Behandlungsmög-
lichkeiten berichtet. Von Seiten des Arztes wurde geschlossen,  dass 
die Zukunftsaussichten für C._______ ohne Behandlung katastrophal 
wären, da seine schwere Beeinträchtigung der Motorik mit seinen in-
tellektuellen Fähigkeiten gleichgesetzt würde. 

I.
Am 18. Oktober 2006 (Poststempel) reichte die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführer eine Vertretungsvollmacht zu den Akten und setzte 
die ARK über ihre Mandatsübernahme in Kenntnis. Gleichzeitig reichte 
sie einen ergänzenden Bericht von Dr. med. Y._______, Spezialarzt für 
Kinder und Jugendliche am Schulheim für körperbehinderte Kinder in 
_______,  vom 26. November 2006 nach. Darin wird ausgeführt,  seit 
seinem Eintritt  ins Schulheim, dem Erhalt  von pädagogischen Mass-
nahmen, Physio- und Ergotherapie und Logopädie, sowie der Anpas-
sung und Optimierung seiner Hörgeräte, sei der Erfolg der Rehabilitati-

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on von C._______ sehr gross. Seine körperlichen und schulischen Fä-
higkeiten hätten massiv zugenommen; es gelinge zunehmend, das Po-
tenzial  des  Kindes  auszuschöpfen. Die  Behinderung  von C._______ 
bedürfe einer regelmässigen Kontrolle und Optimierung des Rehabili-
tationsprozesses um die Fortschritte zu halten und auszubauen; das 
Kind sei auf diese Rehabilitationsmassnahmen entscheidend angewie-
sen. In dessen Herkunftsland könnten diese leider in  keiner Art  und 
Weise durchgeführt werden. 

Von  Seiten  der  Rechtsvertreterin  wurde  dazu  ausgeführt,  das  Kind 
C._______ sei  intelligent,  jedoch motorisch handicapiert,  und es sei 
daher  auf  die  laufende  Behandlung  angewiesen,  welche  ihm  eine 
Integration in ein normales Erwachsenenleben ermögliche. Unter Ver-
weis  auf  die  publizierte  Praxis  der  ARK zur  Kinderrechtskonvention 
(Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylerkurs-
kommission [EMARK] 2005 Nr. 6 E 6.1 und 6.2) machte sie geltend, im 
Falle des Kindes C._______ bestehe ein überwiegendes Interesse an 
der  Fortentwicklung  seiner  Fähigkeiten,  damit  C._______  später  ein 
normales Leben führen könne. Zurzeit befinde er sich in einer entspre-
chenden Institution, wogegen in seiner Heimat keine solchen vorhan-
den seien. 

J.
Nachdem  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Beschwerdeverfahren 
per 1. Januar 2007 von der ARK übernommen hatte, wurde den Be-
schwerdeführern mit Schreiben vom 29. Mai 2007 die für die Behand-
lung ihrer Beschwerde zuständig Abteilung bekannt gegeben. 

K.
Am 5. Juni 2008 reichten die Beschwerdeführer – handelnd durch ihre 
Rechtsvertreterin – als Beweismittel ein Bestätigungsschreiben des je-
menitischen Gesundheitsministeriums vom 9. März 2008 (inkl. Über-
setzung), ein persönliches Schreiben des Beschwerdeführers vom 16. 
April 2008 sowie einen Zeitungsartikel aus den VAE vom 9. Dezember 
2007 (inkl. Übersetzung) zu den Akten. Zusätzlich reichten sie die Ge-
burtsurkunde von C._______ aus den VAE, seine Impfkarte aus den 
VAE sowie ein medizinisches Testblatt aus den VAE nach. Dabei führte 
die Rechtsvertreterin aus, dank der Pflege in der Schweiz habe das 
Kind C._______ Fortschritte gemacht und sei jetzt im dritten Primar-
schuljahr. In den VAE habe er dagegen kein Recht auf die vorhandene 

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Behandlungsmöglichkeiten,  und  in  seinem  Heimatstaat  Jemen 
bestehe kein Behandlungsangebot für ihn. 

Im Schreiben des jemenitischen Gesundheitsministeriums wird – unter 
Bezugnahme  auf  ärztliche  Berichte  aus  der  Schweiz  vom  27.  Juni 
2005 und 26. Dezember  2007,  sowie 11. Oktober 2004 und 30. No-
vember 2004 – vom Gesundheitszustand von C._______ Kenntnis ge-
nommen  und  diesbezüglich  ausgeführt,  die  benötigten  Therapien 
könnten in  der  jemenitischen Republik  nicht  ausgeführt  werden,  aus 
Mangel an der notwendigen Infrastruktur und qualifiziertem Personal. 
Im Zeitungsartikel aus den VAE wird (gemäss Übersetzung) über eine 
Institution für behinderte Kinder berichtet, wobei ausgeführt wird, dass 
nur Personen aus den VAE aufgenommen würden, welche bei ihrem 
Eintritt nicht älter als 4 Jahre sein dürften. In seinem persönlichen Sch-
reiben bekräftige der Beschwerdeführer das Vorbringen, seinem Sohn 
sei in den VAE eine Aufnahme an einer Institution für Behinderte ver-
weigert worden, weil sie Ausländer seien, obwohl er dort während 15 
Jahren für das Zivilschutzamt tätig gewesen sei. In seiner Heimat Je-
men sei die Situation prekär und es herrsche Mangel in allen Berei-
chen. Sein Sohn sei nun im dritten Schuljahr, und er habe aus ärztli-
cher und institutioneller Sicht grosse Fortschritte gemacht. Er bitte dar-
um, dass seinem Sohn eine Bewilligung zu erteilen sei, damit er ein 
Recht auf eine angepasste Schulung und Bildung erhalte, damit er ein 
aktiver Teil der Gesellschaft werden könne. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig  über  Be-
schwerden  gegen Verfügungen  des BFM auf  dem Gebiet  des  Asyls 
(Art.  105  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31] 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung  der  am  31.  Dezember  2006  bei  der  ARK  hängig  gewesenen 
Rechtsmittel  übernommen. Es gelangt  das neue Verfahrensrecht  zur 
Anwendung (Art. 53 Abs. 2 VGG).

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1.3 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.4
Die Beschwerdeführer  sind legitimiert;  auf  die  frist-  und formgerecht 
eingereichte  Beschwerde  ist  einzutreten  (Art.  6  AsylG  i.V.m. Art.  48 
Abs. 1 sowie Art. 50 und 52 VwVG).

2.

2.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt,  wenn  sie  in  ihrem Heimatstaat  oder  im  Land,  wo sie  zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn 
die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen,  die  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

2.2 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer seit 1988 und die Beschwerdeführerin seit 1994 in den VAE leb-
ten, wo der Beschwerdeführer eine feste Anstellung beim Staat inne 
hatte und die Familie ein gutes Auskommen fand. Die Beschwerdefüh-
rer machen geltend, ihre Kinder seien über weite Strecken vom norma-
len Gesundheitssystem der VAE ausgeschlossen gewesen und hätten 
notwendige  Behandlungen  nicht  erhalten.  Aufgrund  der  diesbezügli-
chen  Schilderungen  ist  zu  schliessen,  dass  dem  ältestes  Kind 
E._______  in  den VAE eine weniger  gute  medizinische  Behandlung 
und Betreuung zuteil wurde, als jene, auf welche namentlich die Bür-

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ger der VAE Anspruch erheben können. Nach Ansicht der Beschwer-
deführer führte mithin diese Ungleichbehandlung zum frühen Tod des 
Kindes E._______. Aufgrund der Schilderungen ist ferner davon aus-
zugehen, dass die Schädigungen des Kindes C._______ – bei Beach-
tung der Grundregeln – vermeidbar gewesen wäre. Das an einer Gelb-
sucht erkrankte Kind wurde, trotz frühzeitiger Einlieferung durch die El-
tern, erst mit einer grossen Verzögerung behandelt, woraus die Schä-
digung des Kindes resultierte. Die Beschwerdeführer lasten das Ver-
halten der beteiligten Mediziner den VAE an und erblicken darin, sowie 
im weiteren Verhalten der VAE, eine Form von Verfolgung (durch Ver-
nachlässigung), welche sie einzig deshalb erlitten hätten, da sie in den 
VAE Ausländer gewesen seien. 

2.3 Aufgrund der vorliegenden Sachlage – die Beschwerdeführer sind 
Staatsangehörige von Jemen – ist festzustellen, dass eine Asylgewäh-
rung  aus  den  vorgebrachten  Gründen  (Ereignisse  in  den  VAE)  von 
vornherein  ausser  Betracht  fällt.  Da  die  Beschwerdeführer  in  Bezug 
auf  ihren  Heimatstaat  keinerlei  Verfolgungsmassnahmen  geltend 
machten, bedarf es keiner asylrechtlichen Schutzgewährung durch die 
Schweiz. Zwar machen die Beschwerdeführer geltend, die Verhältnisse 
in Jemen seien in Bezug auf die medizinische Versorgung und die Bil-
dungsmöglichkeiten prekär. Damit  wird  aber  keine asylrechtlich rele-
vante Verfolgung geltend gemacht. 

Der  Vollständigkeit  halber  ist  ferner  das  Folgende  festzuhalten:  Die 
Schilderungen der Beschwerdeführer betreffend die Ereignisse in den 
VAE lassen auf  mehrfach tragische Umstände sowie  einen teilweise 
verzweifelten Kampf der Beschwerdeführer um das Wohl ihrer zwei äl-
teren,  kranken  Kinder  schliessen.  Ein  flüchtlingsrechtlich  relevanter 
Sachverhalt  wird indes – wie von der Vorinstanz zu Recht erkannt  – 
nicht ersichtlich gemacht. Aufgrund der Gesuchsvorbringen, welche in 
den wesentlichen Punkten als glaubhaft erscheinen (Art. 7 AsylG), be-
steht kein hinreichender Anlass zur Annahme, die Beschwerdeführer 
seien in den VAE aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG abschliessend 
aufgezählten Gründe (wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zuge-
hörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politi-
schen  Anschauungen)  persönlich  gezielt  verfolgt  respektive  gezielt 
ernsthaften Nachteilen ausgesetzt worden. Alleine aus dem Umstand, 
dass  die  VAE ihren  eigenen  Staatsbürgern  eine  bessere  respektive 
umfassendere medizinische Versorgung anbieten als Ausländern, kann 
nicht  auf  eine  flüchtlingsrechtlich  relevante  Verfolgungssituation  ge-

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schlossen werden. Soweit  es beim Kind C._______ aufgrund der zu 
spät  behandelten  Gelbsucht  zu  einer  erheblichen  Schädigung  des 
Hirns gekommen ist, muss vorab auf ein ärztliches Versagen geschlos-
sen werden. Dass der Arzt eine Behandlung bewusst hinausgezögert 
hätte, ist kaum denkbar. Auch dass es in der Folge sinngemäss zu ei-
ner Abwehr von Ersatzansprüchen aus diesem Vorfall gekommen sein 
soll, ist nicht einer Verfolgungsmassnahme im Sinne von Art. 3 AsylG 
gleichzusetzen. 

2.4 Die Abweisung der Asylgesuche ist nach diesen Erwägungen zu 
Recht erfolgt. 

3.
Da die Ablehnung der  Asylgesuche zu Recht  erfolgt  ist  und die Be-
schwerdeführer  –  abgesehen  vom  bisherigen  Asylbewerberstatus  – 
keinen  ausländerrechtlichen  Aufenthaltstitel  besitzen  oder  beanspru-
chen können, ist auch die Anordnung der Wegweisung zu bestätigen 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

4.
Nachdem die Anordnung der Wegweisung zu bestätigen ist, verbleibt 
im Folgenden zu prüfen, ob auch der Wegweisungsvollzug zu bestäti-
gen ist. Dabei ist insbesondere der Grundsatz der Einheit der Familie 
zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG [am Ende]): 

4.1 Zunächst stellt sich die Frage, ob der Wegweisungsvollzug in Be-
zug auf den Heimatstaat Jemen oder den Herkunftsstaat VAE zu prü-
fen ist. Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung den Weg-
weisungsvollzug in die VAE geprüft,  während sie in der Vernehmlas-
sung Ausführungen zu einer Wegweisung nach Jemen machte. Auf die 
Frage, inwiefern die jemenitischen Staatsangehörigen die Möglichkeit 
haben, sich in der VAE niederzulassen wurde nicht weiter eingegan-
gen. Der Vollzug der Wegweisung in einen Drittstaat unterliegt praxis-
gemäss strengen Anforderungen. Es bedarf dazu einer Garantie des 
Drittstaates, dass die Einreise erlaubt und der Aufenthalt bewilligt wird 
(vgl. EMARK 1997 Nr. 24). Es ist dabei an den Behörden, die Möglich-
keit  der  Drittstaatenwegweisung zu beweisen (vgl. EMARK 1995 Nr. 
22). Im vorliegenden Fall gelingt ein solcher Beweis nicht, obwohl die 
Beschwerdeführer  vor ihrer  Einreise  in  die Schweiz jahrelang in  der 
VAE gelebt  haben. Es liegen heute keine Hinweise darauf  vor, dass 
der Beschwerdeführer und seine Familie sich wieder legal in der VAE 
niederlassen könnten, zumal der Beschwerdeführer seine Arbeitsstel-

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le, die ihm wohl ursprünglich den Aufenthalt in diesem Land ermöglich-
te, aufgab und sich seither jahrelang ausser Landes aufhielt. Die Ein-
reise und Niederlassung von Ausländern unterliegen in der VAE strik-
ten Regelungen. Allein die theoretische Möglichkeit, der Beschwerde-
führer könnte wieder eine Arbeitsstelle  finden und dadurch allenfalls 
eine Aufenthaltsbewilligung erlangen, genügt jedenfalls nicht, um eine 
Drittstaatenwegweisung als zulässig erscheinen zu lassen. Daran ver-
mag auch nichts zu ändern, dass offenbar eine Schwester Staatsan-
gehörige  der  VAE ist.  Die  Beschwerdeführer  sind  Staatsangehörige 
von Jemen und ausser einer Schwester haben sie aus heutiger Sicht 
keine weiteren Verbindungen mehr zur VAE. Unter diesen Umständen 
kann nicht mit genügender Sicherheit davon ausgegangen werden, sie 
könnten in die VAE zurückkehren und sich dort legal aufhalten. Dem-
nach ist im Folgenden der Vollzug der Wegweisung in den Jemen zu 
prüfen.

4.2 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder 
nicht zumutbar, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG, SR 142.20]).

Der Vollzug ist nicht möglich, wenn der Ausländer weder in den Her-
kunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht wer-
den kann. Er ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in seinen Heimat-, Her-
kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann insbe-
sondere nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine konkrete 
Gefährdung darstellt (Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG).

4.3 Gemäss  Rechtsprechung  der  ARK,  welche  das  Bundesverwal-
tungsgericht weiterführt,  sind die Bedingungen für einen Verzicht auf 
den Vollzug der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmög-
lichkeit) alternativer Natur. Sobald eine der Bedingungen erfüllt ist, ist 
der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die 
weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über 
die vorläufige Aufnahme zu regeln  (vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 6  E. 
4.2. S. 54 f., wobei zu berücksichtigen ist, dass die dort zitierte Bestim-
mung  über  die  vorläufige  Aufnahme  zufolge  einer  schwerwiegenden 
persönlichen Notlage i.S. von Art. 44 Abs. 3 AsylG per 1. Januar 2007 

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aufgehoben worden ist). Gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufi-
gen  Aufnahme  steht  dem weggewiesenen  Asylsuchenden  wiederum 
die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht offen (vgl. Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG). In diesem Verfahren wäre dann der 
Wegweisungsvollzug vor dem Hintergrund sämtlicher  Vollzugshinder-
nisse von Amtes wegen nach Massgabe der in diesem Zeitpunkt herr-
schenden Verhältnisse zu prüfen.

4.4 Der  Vollzug der  Wegweisung kann insbesondere  nicht  zumutbar 
sein, wenn er für die ausländische Person eine konkrete Gefährdung 
darstellt (vgl. dazu Art. 83 Abs. 4 AuG). Damit wird zum Ausdruck ge-
bracht, dass aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtli-
cher  Pflichten  der  Schweiz,  insbesondere  dann  auf  den  Vollzug der 
Wegweisung zu verzichten ist, wenn die Rückkehr in den Heimat- oder 
Herkunftsstaat  für  die  betroffene  Person  angesichts  der  dort  herr-
schenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürger-
krieg oder durch eine Situation allgemeiner Gewalt kennzeichnet, eine 
konkrete Gefährdung darstellt (EMARK 1998 Nr. 25 E. 3d S. 223; Bot-
schaft zum AVB, BBl 1990 II 668). Neben einer konkreten Gefährdung 
können indes auch andere Umstände im Heimat- oder Herkunftsstaat 
dazu führen, dass der Vollzug der Wegweisung im Einzelfall – aus hu-
manitären Überlegungen – als nicht zumutbar erscheint. Entsprechend 
kommt den Asylbehörden im Rahmen der Anwendung von Art. 83 Abs. 
4 AuG ein Ermessensspielraum zu (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6b S. 
123 m.w.H., wobei zu berücksichtigen ist, dass die dort zitierte Bestim-
mung von Art. 14a Abs. 4 ANAG in das heute geltende AuG überführt 
wurde). 

4.5 Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder  betroffen, 
so  bildet  –  wie  von  der  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführer  zu 
Recht erwähnt – bei der Zumutbarkeitsprüfung das Kindeswohl einen 
Gesichtspunkt  von gewichtiger Bedeutung. Dies ergibt  sich nicht  zu-
letzt  aus  einer  völkerrechtskonformen  Auslegung  von  Art. 83  Abs. 4 
AuG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechte 
des  Kindes;  Kinderrechtskonvention  (KRK,  SR  0.107;  vgl.  dazu 
EMARK 2005 Nr. 6 E. 6 S. 57 f.). 

In  diesem  Zusammenhang  ist  festzuhalten,  dass  unter  dem  Aspekt 
des Kindeswohls sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen 
sind,  die  im  Hinblick  auf  einen  Wegweisungsvollzug  wesentlich  er-
scheinen (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e/aa). Der Persönlichkeit  des 

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Kindes und seinen Lebensumständen ist umfassend Rechnung zu tra-
gen. Dabei  können bei  dieser  gesamtheitlichen Beurteilung folgende 
Kriterien von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, 
Intensität,  Tragfähigkeit)  seiner  Beziehungen,  Eigenschaften  seiner 
Bezugspersonen (insbesondere Unterstützungsbereitschaft und -fähig-
keit), Stand und Prognose bezüglich Entwicklung und Ausbildung, so-
wie der Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in 
der Schweiz.

4.6 Zunächst  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Beschwerdeführer 
schon vor ihrer Einreise in die Schweiz seit Jahren nicht mehr in Je-
men ansässig waren. Der Beschwerdeführer war ab dem Jahre 1988 
in  den VAE arbeitstätig  und seine Ehefrau folgte ihm im Jahre 1994 
nach Abu Dhabi. Zwar  war  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben 
zufolge in  den VAE in verantwortungsvoller  Position beim nationalen 
Zivilschutz respektive im Bereich Rettungswesen/Feuerwehr tätig. Auf-
grund seiner langen Landesabwesenheit würde es dem Beschwerde-
führer aber zweifellos nicht leicht fallen, in Jemen, wo die wirtschaftli-
che und sozialpolitische Situation als prekär einzustufen ist – es zählt 
zu den ärmsten Ländern der Welt, eine Existenzgrundlage für sich und 
seine  Familie  zu  schaffen.  Solche  Schwierigkeiten  vermögen  in  der 
Regel noch nicht zur Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu 
führen, sie bilden jedoch ein Beurteilungselement, welches in die vor-
zunehmende Interessenabwägung einbezogen werden muss und zu-
sammen mit weiteren humanitären Aspekten zur Feststellung der Un-
zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  führen  kann  (vgl.  EMARK 
2003 Nr. 24 E. 5a in fine und 5b S. 157 f.).

4.7 Die medizinische Versorgung in Jemen beschränkt sich auf die nö-
tigste  Grundversorgung.  Das  Gesundheitssystem  leidet  an  unzurei-
chenden  personellen  und  finanziellen  Ressourcen  und  die  Situation 
wird  verschlimmert  durch unhygienische Wasserversorgung  und ver-
schiedene  Krankheiten  epidemischen  Ausmasses.  Der  Sohn 
C._______  leidet  nach  wie  vor  an  einem  schweren  G6PD-Mangel. 
Zwar hat diese im Alltag nur wenig Auswirkungen, solange jedenfalls, 
als sich der Patient an strenge Ernährungsregeln hält. Sollte es jedoch 
zu einer hämolytischen Krise kommen, weil der Patient ein unverträgli-
ches Nahrungsmittel oder ein problematisches Medikament eingenom-
men hat, kann eine solche ohne sofortige medizinische Hilfe zum Tod 
führen. Die Beschwerderführer wurden in der Schweiz offenbar gut in-
formiert,  auch über  unverträgliche Medikamente,  und das BFM wies 

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darauf  hin,  dass  dadurch  die  Gefahr  einer  solchen  Krise  bei  ihrem 
Sohn  gebannt  scheine.  Tatsächlich  ist  davon  auszugehen,  dass  die 
Beschwerdeführer  erfolgreich  darum  bemüht  sind,  sich  an  die 
vorgegebene Diät zu halten und damit die Gefahr einer hämolytischen 
Krise  des  Jungen  eher  klein  ist.  Eine  solche  kann  jedoch  nie  ganz 
ausgeschlossen werden,  gerade wenn eine Betreuung und Beratung 
zu Medikamenten und Nahrungsmitteln in Zukunft wegfällt. Angesichts 
dieser  kleinen  aber  dennoch  bestehenden  Gefahr  und  vor  dem 
Hintergrund  der  bisherigen Erlebnisse  der  Beschwerdeführer,  haben 
sie doch bereits ein Kind, das an der gleichen Krankheit litt, verloren, 
ist es mehr als nachvollziehbar, dass sie die medizinische Betreuung 
im  Jemen  als  nicht  genügend  erachten.  Bereits  aus  dieser  Sicht, 
erscheint  die  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  im 
vorliegenden Fall als fraglich.

4.8 Die  Vorinstanz  führt  schliesslich  aus,  dass  allein  die  besseren 
Therapiemöglichkeiten des körperlich behinderten Kindes nicht genü-
gen  können,  um von  der  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
auszugehen.  Praxisgemäss  sind  bessere  Behandlungsmöglichkeiten 
jedoch dann beachtlich,  wenn sie die Möglichkeit  des Aufbaus einer 
menschenwürdigen Existenz entscheidend beeinflussen (vgl. EMARK 
2003 Nr. 24, E 5b). Hinsichtlich der Situation des Kindes C._______ 
ergibt sich zunächst, dass dieser noch nie in Jemen ansässig war und 
demzufolge zu seiner Heimat keine Beziehung aufbauen konnte. Der 
mittlerweile 12-jährige Knabe lebt gemäss den Akten seit Anfang Au-
gust 2005 in einem Heim für körperlich behinderte Kinder, wo er in ei-
nem geschützten Umfeld eine intensive persönliche Betreuung durch 
fachlich geschultes Personal und spezialisierte Ärzte geniesst. Da der 
Spracherwerb des Kindes gemäss den Akten erst in dieser Institution 
erfolgreich angelaufen ist, verfügt er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch 
über  keine nennenswerte  heimatliche Sprachkenntnisse. Der  schwer 
körperlich behinderte intellektuell aber bildungsfähige Junge hätte da-
mit  kaum reelle Chancen,  in Jemen eine menschenwürdige Existenz 
zu aufzubauen, vielmehr wäre er wohl dazu verurteilt, in vollständiger 
Abhängigkeit  seiner  Eltern  oder  anderer  Verwandter  zu  leben.  Die 
Situation  behinderter  Menschen  ist  in  Jemen  besonders  schwierig, 
nicht selten sind sie schwerwiegender Diskriminierung ausgesetzt (vgl. 
PETER HUNZIKER,  Schweizerische Flüchtlingshilfe,  Jemen –  Rechtssys-
tem im Wandel, Bern, Juni 2003). Aufgrund der Ausführungen von spe-
zialärztlicher Seite über erhebliche Fortschritte des Kindes ist demge-
genüber  davon  auszugehen,  dass  er  zentrale  Entwicklungschritte  in 

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dem speziell geschützten Umfeld der Schule für körperbehinderte Kin-
der  in  _______  machen  konnte.  Dass  ein  spezieller  Therapiebedarf 
des Kindes besteht, der ihm in Jemen nicht gewährt  werden könnte, 
und das Kind – wenn er die benötigten Therapien erhält  – ein selb-
ständiges Mitglied der Gesellschaft  werden kann bis hin zum Eintritt 
ins Erwerbsleben, scheint aufgrund der Akten als unbestritten. Dem-
nach geht es nicht nur wie die Vorinstanz ausführte um eine bessere 
Entwicklungsmöglichkeit in der Schweiz, sondern um die Möglichkeit, 
überhaupt ein mehr oder weniger selbständiges Leben führen zu kön-
nen und eine menschenwürdige Existenz aufzubauen.

4.9 In  einer  Gesamtwürdigung  aller  Umstände,  insbesondere  unter 
Berücksichtigung der Situation des Kindes C._______ und unter  Be-
achtung der Kinderrechtskonvention, gelangt das Bundesverwaltungs-
gericht zum Schluss, dass der Vollzug der Wegweisung für C._______ 
unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG und er in der Schweiz 
vorläufig aufzunehmen ist. Aufgrund des Anspruchs auf Einheit der Fa-
milie sind demzufolge auch seine Eltern und sein jüngerer Bruder  in 
der Schweiz vorläufig aufzunehmen. 

4.10 Aus den Akten ergeben sich im Übrigen keine Hinweise darauf, 
dass im vorliegenden Fall die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme 
nach Art. 83 Abs. 4 AuG aufgrund von Art. 83 Abs. 7 Bst. a-c AuG aus-
zuschliessen wäre. 

5.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen ist, 
soweit  sie  die  Frage  des  Wegweisungsvollzuges  betrifft.  Die  vorins-
tanzliche Verfügung vom 25. November 2004 wird demnach – soweit 
die Frage des Wegweisungsvollzuges betreffend – aufgehoben und die 
Vorinstanz wird angewiesen, die Beschwerdeführer in der Schweiz we-
gen  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  aufzuneh-
men. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  –  zufolge  Unterliegens  im 
Asylpunkt – wären den Beschwerdeführern praxisgemäss um die Hälf-
te reduzierte Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 2 und 3 des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]  i.V.m. 
Art. 16  Abs. 1  Bst. a  VGG). Von einer  Kostenauflage ist  jedoch –  in 

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Gutheissung des Gesuches um Erlass der Verfahrenskosten im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG – abzusehen. 

6.2 Nachdem die Beschwerdeführer teilweise – hinsichtlich der Frage 
des  Wegweisungsvollzuges  –  mit  ihrer  Beschwerde durchgedrungen 
sind, ist  den vertretenen Beschwerdeführern für die ihnen erwachse-
nen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  eine  um  die 
Hälfte  reduzierte  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 37 VGG; Art. 7 ff. VGKE). Von der Rechtsvertreterin 
wurde keine Kostennote eingereicht, der Vertretungsaufwand lässt sich 
jedoch  zuverlässig  abschätzen,  zumal  sich  die  Verfahrensteilnahme 
der Rechtsvertreterin auf zwei kurze Eingaben im Umfang von je einer 
Seite  sowie das Nachreichen von Beweismitteln  beschränkt  hat. Vor 
diesem Hintergrund ist zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 200.-- zuzusprechen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Anordnung einer vor-
läufigen  Aufnahme beantragt  wird. Im Übrigen wird  die  Beschwerde 
abgewiesen. 

2.
Die Verfügung des BFF vom 25. November 2004 wird – soweit die Fra-
ge des Wegweisungsvollzuges betreffend – aufgehoben und das BFM 
wird angewiesen, die Beschwerdeführer in der Schweiz vorläufig auf-
zunehmen. 

3.
Den Beschwerdeführern werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.
Das  BFM  wird  verpflichtet,  den  Beschwerdeführern  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 200.-- auszurichten. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand:

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