# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4191917a-0615-5678-85e3-50c87d2c0f2f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 19.01.2022 UV 2021/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2021-23_2022-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.05.2022

Entscheiddatum: 19.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2022
Art. 18 ff. UVG und Art. 24 f. UVG. Höhe der von der Suva ermittelten 
Invalidenrente und Integritätsentschädigung bestätigt. Art. 99 Abs. 2 VRP 
i.V.m. Art. 117 lit. a ZPO. Mangels Mittellosigkeit ist das Gesuch des 
Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2022, UV 2021/23). Bestätigt durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_112/2022.

Entscheid vom 19. Januar 2022

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2021/23

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ arbeitete seit 15. Mai 1995 als B.___ für die C.___ AG, Zweigniederlassung 

D.___, und war dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und 

Berufskrankheiten versichert. Am 12. Juli 2012 klemmte die vom Versicherten im 

Rahmen der Erwerbstätigkeit bediente Bohrmaschine plötzlich ein, wodurch sich sein 

rechter Unterarm verdrehte (Unfallmeldung vom 20. September 2012, UV-act. I.1). Am 

17. Dezember 2012 stürzte der Versicherte eine Treppe hinab (siehe Schadenmeldung 

der Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2012, worin fälschlicherweise eine Verletzung des 

rechten Unterarms angegeben wurde, UV-act. II.1) und schlug sich das Kinn, die linke 

Rippenseite und den linken Ellbogen an der Treppe auf. Der rechte Ellbogen blieb vom 

Sturz unberührt, schmerzte aber noch infolge des Unfalls vom 12. Juli 2012 (Rapport 

vom 5. Mai 2017, UV-act. I.24-1 unten; zum Versehen in der Schadenmeldung vom 

21. Dezember 2012 siehe auch die Ausführungen des Versicherten in act. G 1, Rz 25). 

Die Suva erbrachte für beide Unfälle Taggelder und übernahm die Kosten der 

Heilbehandlungen (UV-act. I.2 und UV-act. II.3). Eine MRT-Abklärung vom 

4. September 2012 hatte eine Epicondylitis lateralis rechts mit partieller Ruptur der 

tendinösen Strukturen ergeben (UV-act. I.17; vgl. auch den Bericht der Klinik für Hand-, 

Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 

4. Januar 2013, UV-act. I.4). Am 22. Januar 2013 wurde der Versicherte vor dem 

Hintergrund der Diagnosen «Epikondylitis humeri radialis rechts posttraumatisch» und 

«Synovialitis am Ellbogen rechts posttraumatisch» von Dr. med. E.___, Fachärztin für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, operiert 

A.a. 

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(modifizierte Operation nach Hohmann rechts und Synovialektomie im Ellbogengelenk 

rechts; UV-act. I.3; siehe auch den Untersuchungsbericht vom 18. Januar 2013, UV-

act. I.5-4 f.). Ab dem 7. März 2013 bescheinigte sie dem Versicherten wieder eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit (Bericht vom 12. März 2013, UV-act. I.7).

Am 17. März 2017 meldete die Arbeitgeberin einen am 9. März 2017 eingetretenen 

Rückfall (den sie fälschlicherweise in Bezug zum Sturzereignis vom 17. Dezember 2012 

setzte; UV-act. I.8). Der Versicherte gab zum Hintergrund der Rückfallmeldung an, 

anfangs März 2017 habe er auf einer Baustelle eine ca. 30 kg schwere Tür aushängen 

müssen. Er habe sie in beide Hände genommen, aus der Angel gehoben und nach 

rechts gekippt, um sie besser tragen zu können. Als er den rechten Arm geöffnet bzw. 

durgestreckt habe, habe er einen starken «Stich» oben am rechten Ellbogen in der 

Mitte verspürt. Den Ellbogen habe er nicht angeschlagen. Von Tag zu Tag hätten sich 

die Ellbogenschmerzen verschlechtert. Ab dem 9. März 2017 habe er die Arbeit 

niederlegen müssen. Die Schmerzen seien nun etwas stärker geworden als jene, die er 

schon seit Jahren gehabt habe (UV-act. I.24). Der Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vertrat in der 

auf den Akten basierenden Stellungnahme vom 14. Juni 2017 die Auffassung, 4 Jahre 

nach dem Distorsionstrauma könne von einer geheilten Situation bezüglich des rechten 

Ellbogens ausgegangen werden. Die Arbeit, vor allem bei intensiver Tätigkeit, habe 

ohne Unfallereignis zur Überlastung geführt. Epicondylitiden seien für Rezidive bei 

Überlastung bekannt. Die entsprechenden Heilbehandlungskosten gingen zulasten der 

Krankenkasse (UV-act. I.26). Gestützt auf diese Einschätzung verfügte die Suva am 

15. Juni 2017 mangels Unfallkausalität die Abweisung des Gesuchs des Versicherten 

um Leistungen für den von ihm geltend gemachten Gesundheitsschaden (UV-act. I.27).

A.b. 

Der an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates am KSSG behandelnde Dr. med. G.___ teilte der Suva am 

26. Januar 2018 mit, es sei bei einer am 17. Oktober 2017 durchgeführten MRI-

Untersuchung (siehe hierzu den gleichentags erstellten Bericht der Klinik für Radiologie 

und Nuklearmedizin am KSSG, UV-act. I.41) eine Ruptur festgestellt worden. Diese 

könne nur entweder von einem Unfall oder einem Durchschnitt herrühren. Somit könne 

die Ruptur eine Unfallfolge oder eine Folge der Operation vom 22. Januar 2013 sein, 

bei der die Sehne durchtrennt worden sei. Er bitte um eine neuerliche Prüfung des 

A.c. 

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Leistungsanspruchs des Versicherten (UV-act. I.32; siehe auch den 

Untersuchungsbericht vom 26. Januar 2018, UV-act. I.33, sowie zur am 27. Oktober 

2017 im KSSG durchgeführten LUCL-Rekonstruktion bei postero-lateraler 

Rotationsinstabilität am rechten Ellbogen bei LUCL-Ruptur nach Trauma vom «Herbst 

2012» UV-act. I.36). Der Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, gelangte am 13. Februar 2018 nach 

einer Würdigung der neuen medizinischen Unterlagen zur Auffassung, dass es sich 

beim Leiden am Ellbogen um einen Rückfall zum Ereignis vom «17.12.2012» handle 

(UV-act. II.51-2; richtig: vom 12. Juli 2012, siehe UV-act. I.24-1 und act. G 1, Rz 18 und 

Rz 25 f.). Daraufhin hob die Suva am 15. Februar 2018 die Verfügung vom 15. Juni 

2017 auf und erbrachte rückwirkend Versicherungsleistungen (Übernahme der Kosten 

für Heilbehandlung und Ausrichtung von Taggeldern, UV-act. I.43-5 f.).

Anlässlich der Besprechung mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva vom 

1. März 2018 erwähnte der Versicherte, dass er am 19. Februar 2018 die Arbeit wieder 

zu 100 % aufgenommen habe. Leider sei er gleichentags ausgerutscht und habe sich 

am linken Handgelenk verletzt (mehrfragmentäre, nicht dislozierte intraartikuläre 

Processus styloideus Radiusfraktur, die gut heilte; siehe hierzu sowie zur 

wiedererlangten 100%igen Arbeitsfähigkeit den Bericht von Dr. G.___ vom 24. Mai 

2018, UV-act. II.75-2 f.; siehe auch den Bericht von Dr. H.___ vom 6. April 2018, UV-

act. II.69). Im Moment sei er im rechten Ellbogen komplett schmerzfrei. Die Operation 

vom 27. Oktober 2017 habe eine deutliche Verbesserung gebracht (UV-act. II.62).

A.d. 

Am 24. April 2018 suchte der Versicherte Dr. G.___ auf, da er 6 Wochen zuvor 

einen Pack Wasserflaschen (9 kg; siehe hierzu die vom Versicherten am 23. Mai 2018 

gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der Suva gemachten Angaben in UV-act. I.

77-1 unten) mit dem rechten Arm gehoben habe und seither Schmerzen am rechten 

Ellbogen verspüre. Dr. G.___ ging klinisch und anamnestisch am ehesten von 

Beschwerden im Sinn eines Sulcus ulnaris Syndroms aus (Bericht vom 1. Mai 2018, 

UV-act. II.72-3 f.). Prof. Dr. I.___, Facharzt für Neurologie, Leiter J.___ am KSSG, hielt 

im Bericht vom 6. Juli 2018 fest, beim Versicherten lägen zwei Beschwerdekomplexe 

vor. Einerseits leide er unter belastungsabhängigen, andererseits auch nächtlichen 

Schmerzen im Bereich des rechten Ellbogens mit klinisch deutlich schmerzbedingt 

eingeschränkter Pro- und Supinationsbewegung sowie an einer Druckdolenz über dem 

A.e. 

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Epicondylus radialis humeri. Ursächlich hierfür sei wahrscheinlich eine lokale 

Tendinopathie, sodass möglicherweise eine lokale Infiltration mit Steroiden erfolgreich 

sein könnte. Betreffend das ebenfalls beklagte intermittierende Taubheitsgefühl des 

dritten bis fünften Fingers der rechten Hand fänden sich weder klinisch noch 

elektrophysiologisch Hinweise auf eine Schädigung des Nervus ulnaris im Bereich des 

Sulcus. Auch hätten sich elektrophysiologisch keine Hinweise auf eine Schädigung des 

Ramus superficialis des Nervus radialis bei dorsal lokalisierten schmerzhaften 

Missempfindungen der Hände und Unterarme finden lassen (UV-act. II.85). Der 

Kreisarzt med. pract. K.___, Facharzt für Chirurgie, hielt die verschiedenen 

Beurteilungen des KSSG in der Stellungnahme vom 24. Juli 2018 für widersprüchlich. 

Einerseits werde eine Läsion des Nervus ulnaris am Ellbogen vermutet, d.h. medial-

dorsal gelegen, und eine Operation empfohlen. Andererseits werde eine Epicondylitis 

radialis humeri diagnostiziert, d.h. radial-lateral gelegen, ohne eine Läsion des Nervus 

ulnaris. Bei so unklarer Diagnosebeurteilung seien weitere medizinische Abklärungen 

erforderlich (UV-act. II.87).

Die medizinischen Fachpersonen der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie am KSSG berichteten am 20. August 2018, es bestünden 

am rechten Ellbogen diffuse Druckdolenzen lateral und im Bereich des Olecranon (UV-

act. II.90-2 f.). Eine am 14. September 2018 am rechten Ellbogen durchgeführte MRI-

Untersuchung ergab eine zwischenzeitlich erfolgte Rekonstruktion des LUCL mit 

intaktem Autograft und regelrechten Artikulationsverhältnissen sowie eine geringe 

Arthrose in allen Kompartimenten (UV-act. II.100). Am 4. Oktober 2018 teilte die Suva 

dem Versicherten mit, gemäss (nicht in den Akten dokumentierter) kreisärztlicher 

Einschätzung weise alles darauf hin, dass die persistierende Schmerzsymptomatik zum 

einen auf eine Knorpelschädigung im Bereich des Radiusköpfchens und im 

Allgemeinen auf eine leichte Arthrose des gesamten Ellbogengelenks zurückzuführen 

sei. Aufgrund dessen werde eine Injektionstherapie empfohlen (UV-act. II.103). Der 

Versicherte äusserte am 23. Oktober 2018, dass er weiterhin trotz der Schmerzen zu 

100 % arbeite. Er wisse nicht, wie lange er es noch aushalten werde (UV-act. II.104). 

Am 19. Dezember 2018 erfolgte im KSSG eine radio-humerale Infiltration am Ellbogen 

rechts (UV-act. II.117). Eine Verbesserung der Beschwerden wurde dadurch nicht 

erzielt (siehe die telefonische Angabe des Versicherten vom 16. Januar 2019, UV-act. II.

A.f. 

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119). Dr. H.___ berichtete am 25. Januar 2019, der Versicherte klage über heftigste 

belastungsabhängige rechtsseitige Armschmerzen. Er habe ihn wegen erneuter 

Exazerbation per 25. Januar 2019 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. II.

124-5 f.; vgl. auch den Bericht vom 29. November 2019, UV-act. II.144). Der Kreisarzt 

Dr. H.___ hielt die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bis Ende Februar 2019 für 

ausgewiesen und eine erfolgreiche Reintegration in die angestammte Tätigkeit für 

fraglich. Er empfahl, sich Gedanken über eine Umschulung in eine weniger belastende 

Tätigkeit zu machen (Stellungnahme vom 30. Januar 2019, UV-act. II.123).

Im Auftrag der Suva wurde am 5. und 6. Dezember 2019 in der ergonomicsystems 

ag eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchgeführt. Zudem 

wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von Dr. med. L.___, Facharzt für 

Rheumatologie sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, Amriswil, am 

5. Dezember 2019 begutachtet. Dr. L.___ diagnostizierte: 1. eine symptomatische 

Ellbogenarthrose rechts bei/mit anamnestisch Status nach akzidenteller forcierter 

Supination 07/2012, Status nach modifizierter Operation nach Hohmann am 22. Januar 

2013, Status nach LUCL-Rekonstruktion mit Palmaris longus-Autograft am 

27. Dezember 2017 und degenerativen Veränderungen tricompartimental im MRT vom 

14. September 2019 und 2. ein sekundäres myofasziales Syndrom am Ellbogen- und 

Schultergelenk rechts. Die vom Versicherten beklagten Beschwerden bzw. 

demonstrierten Funktionseinschränkungen seien weitgehend konsistent und aus 

medizinischer Sicht angesichts der bekannten strukturellen Veränderungen im rechten 

Ellbogengelenk nachvollziehbar. Das myofasziale Syndrom im Bereich der rechten 

Schulter weise darauf hin, dass der Versicherte diese Region schmerzreflektorisch 

durch unphysiologische Ausweichbewegungen aufgrund von Ellbogenschmerzen 

konsequent, vor allem im beruflichen Kontext, fehl- und überbelaste. Bei beklagten 

Dysästhesien in den Fingern 3 bis 5 bestünden keine klaren Hinweise auf eine 

neuropathische Genese. Die aktuelle Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr 

zumutbar. Zumutbar seien ihm leichte bis mittelschwere leidensangepasste Tätigkeiten 

(Gutachten vom 17. Dezember 2019, UV-act. II.146; zum EFL-Bericht vom 

16. Dezember 2019 siehe UV-act. II.147).

A.g. 

Zur «Zumutbarkeitsbeurteilung mit Therapieziel» befand sich der Versicherte vom 

28. April bis 20. Mai 2020 in der Rehaklinik M.___. Die dort behandelnden 

A.h. 

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B.

Dagegen erhob der Versicherte am 20. November 2020 Einsprache und beantragte die 

Zusprache einer 44%igen Invalidenrente und einer 15%igen Integritätsentschädigung 

(UV-act. II.235). Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom 25. Februar 2021 ab 

(UV-act. II.249).

C.  

medizinischen Fachpersonen beurteilten den Versicherten für eine Tätigkeit als B.___ 

vollständig arbeitsunfähig. Eine leichte leidensangepasste Tätigkeit hielten sie für ihn 

ganztags zumutbar. Der Versicherte habe sich von Beginn an sehr schmerzfokussiert 

gezeigt. Das Training habe er durchzuführen versucht, sich jedoch unter 

Schmerzangaben selbst limitiert. Physiotherapeutische Inputs seien nur wenig oder 

nicht umgesetzt worden. Die Rehabilitation sei wegen verminderten Therapiezugangs 

frühzeitig beendet worden. Als Probleme bei Austritt nannten sie belastungsabhängige 

Schmerzen am rechten Ellbogen, eine reduzierte Kraft am rechten Arm und 

Parästhesien «Dig IV und V» der rechten Hand (UV-act. II.177). Der Kreisarzt Dr. H.___ 

beurteilte am 7. Juli 2020 den Integritätsschaden und führte aus, unter 

Berücksichtigung einer zu erwartenden leichten posttraumatischen Arthrose des 

rechten Ellbogengelenks bei persistierender Instabilität und Bewegungs- und 

Belastungsschmerzen sowie Bewegungslimitierung erscheine ein unfallbedingter 

Integritätsschaden von 12,5 % angemessen. Die persistierende Rotationsinstabilität 

werde mit 5 %, die zu erwartende leichte Arthrose des Ellbogengelenks bei 

Einzelbetrachtung mit 7,5 % taxiert (UV-act. II.183). Mit Verfügung vom 22. Oktober 

2020 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2021 eine 

Invalidenrente bei einem 20%igen Invaliditätsgrad und eine Entschädigung für eine 

12,5%ige Integritätseinbusse zu (UV-act. II.218; zur bereits am 15. September 2020 

mitgeteilten Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen auf den 

31. Dezember 2020 [bzw. auf den 31. Januar 2021, UV-act. II.211-1 und UV-act. II.224 

f.] siehe UV-act. II.202).

Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Februar 2021 erhob der 

Beschwerdeführer am 30. März 2021 Beschwerde. Er beantragte: 1. Der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben. 2. Es sei ihm eine höhere Invalidenrente 

C.a. 

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zuzusprechen. 3. Es sei ein gerichtliches polydisziplinäres medizinisches Gutachten in 

Auftrag zu geben. 4. Die Integritätsentschädigung sei zu erhöhen und 5. Es sei ihm die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das «Verwaltungsverfahren» zu gewähren; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung brachte er im 

Wesentlichen vor, dass die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten um 20 % 

vermindert sei. Falls die Beschwerdegegnerin dieser Einschätzung nicht folgen wolle, 

werde eine neutrale polydisziplinäre Begutachtung (insbesondere unter Einbezug der 

neurologischen und psychiatrischen Disziplin) beantragt. Zudem rügte der 

Beschwerdeführer die Höhe der von der Beschwerdegegnerin ermittelten 

Vergleichseinkommen. Bei der Bemessung der Integritätsentschädigung sei eine 

teilweise Ulnarislähmung zu berücksichtigen, womit Anspruch auf eine 20%ige 

Integritätsentschädigung bestehe (act. G 1). Der Beschwerdeführer reichte u.a. 

Berichte von Dr. H.___ vom 23. Februar (act. G 1.5) und 16. März 2021 ein (act. G 1.3). 

Auf Aufforderung durch das Gericht (Schreiben vom 7. April 2021, act. G 2) sandte er 

ein ausgefülltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (für das Beschwerdeverfahren) 

samt Beilagen ein (act. G 4).

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2021 

die Abweisung der Beschwerde. Sie hielt an der von ihr vorgenommenen Bemessung 

der Invalidität und des Integritätsschadens fest und erachtete den Sachverhalt als 

spruchreif abgeklärt (act. G 5).

C.b. 

Das Versicherungsgericht teilte dem Beschwerdeführer am 17. Mai 2021 mit, 

aufgrund der von ihm gemachten Angaben sei von einem monatlichen Überschuss an 

Einkommen von Fr. 1'225.90 auszugehen, weshalb es ihm möglich sei, die Kosten der 

Rechtsvertretung innert einigen Monaten zu bezahlen (act. G 6). Hierauf erwiderte der 

Beschwerdeführer, dass er seine inzwischen in Portugal lebende Familie mit 

durchschnittlich monatlich Fr. 983.73 unterstütze und sich der Überschuss 

entsprechend vermindere (act. G 7). Das Versicherungsgericht beschied dem 

Beschwerdeführer am 3. Juni 2021, dass sich die Beurteilung der Prozessarmut nach 

sozialhilferechtlichen Kriterien richte und bei der Bedarfsrechnung nur behördlich 

geregelte Ehegatten- und/oder Kinderunterhaltsbeiträge berücksichtigt werden 

könnten. Falls solche Verpflichtungen bestünden, so seien die entsprechenden 

Unterlagen bis 23. Juni 2021 einzureichen. Bei unbenütztem Ablauf der Frist werde 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ausschliesslich die 

Höhe der Ansprüche des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung.

2.

In einem ersten Schritt wird die Höhe des Rentenanspruchs geprüft.

davon ausgegangen, dass am Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht 

festgehalten werde. Andernfalls werde das Gericht mit dem Endurteil über die 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung entscheiden (act. G 8). Am 

4. Juni 2021 machte der Beschwerdeführer geltend, die monatlichen Zahlungen 

ergingen in Erfüllung der ihm obliegenden Unterstützungspflicht, weshalb er am 

Gesuch festhalte (act. G 9).

In der Replik vom 7. Juli 2021 hielt der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 11; zur Ergänzung, dass allenfalls ein «Schmerzgutachten» 

einzuholen sei, siehe Antrag 3 der Replik).

C.d. 

Die Beschwerdegegnerin teilte am 13. September 2021 den Verzicht auf eine 

umfassende Duplik mit und verwies auf die Begründung in der Beschwerdeantwort 

vom 11. Mai 2021 und im angefochtenen Einspracheentscheid (act. G 13).

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als Invalidität gilt laut 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/19

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Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die medizinische und gegebenenfalls auch andere Fachleute 

zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachpersonen ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, 

ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Anzufügen ist, dass die Rechtsprechung auch 

den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen stets Beweiswert 

zuerkennt, sofern keine auch nur geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit bestehen 

(BGE 139 V 225 E. 5.2). Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 % des 

versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 

Abs. 1 UVG).

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Zunächst ist zu beurteilen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif 

abgeklärt wurde. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Entscheidfindung im 

Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. L.___ vom 17. Dezember 2019 (UV-act. II.146) 

sowie auf den Austrittsbericht der Rehaklinik M.___ vom 17. Juni 2020 (UV-act. II.177). 

Zudem wies sie darauf hin, dass auch der zuständige RAD-Arzt von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausging (act. G 5, Rz 7.2 mit Hinweis 

auf act. G 1.6, Eintrag vom 7. Februar 2020). Bezüglich dieses Vorgehens wiederholt 

der Beschwerdeführer hauptsächlich die bereits im invalidenversicherungsrechtlichen 

Verfahren vorgebrachte Kritik (vgl. dazu den im invalidenversicherungsrechtlichen 

Verfahren ergangenen Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, 

IV 2021/23, Sachverhalt B.a).

2.2. 

Der Beschwerdeführer bemängelt, dass es an einer psychiatrischen und neurolo­

gischen Beurteilung fehle (act. G 1, Rz 43 f.; siehe auch act. G 11, Rz 13 ff.). Für die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheint eine zusätzliche fachneurologische Abklärung 

nicht erforderlich. Die neurologischen Sachverständigen des Muskelzentrums am 

KSSG führten bereits im Bericht vom 6. Juli 2018 aus, dass sich an der rechten Hand 

weder klinisch noch elektrophysiologisch Hinweise auf eine Schädigung fänden (UV-

act. II.85; zur Berücksichtigung dieser Erkenntnisse durch Dr. L.___ siehe UV-act. II.

146-2 und UV-act. II.146-6, worin er klare Hinweise auf eine neuropathische Genese 

verneinte). Der Beschwerdeführer legt denn auch gar nicht dar, welcher zusätzlichen 

fachneurologischen Abklärungen es noch bedurft hätte. Vorliegend kommt hinzu, dass 

der RAD-Arzt Dr. med. N.___ über eine neurochirurgische Fachausbildung verfügt und 

deshalb als Sachverständiger für das medizinische Feld zwischen den Fachbereichen 

Chirurgie und Neurologie zu betrachten ist. Aus seiner Stellungnahme geht ebenfalls 

kein fachneurologischer Abklärungsbedarf hervor (siehe hierzu den im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.6). Gegen einen 

psychiatrischen Abklärungsbedarf spricht, dass der Beschwerdeführer – jedenfalls bis 

zum für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des 

Einspracheentscheids (siehe hierzu das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2011, 

8C_1011/2010, E. 4) – keiner fachpsychiatrischen Behandlung bedurfte. Vielmehr 

äusserte er gegenüber den medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M.___, es gehe 

ihm aktuell psychisch weitgehend gut (UV-act. II.177-7 unten mit Hinweis auf eine im 

März 2019 erfolgte einmalige Behandlung bei einem Psychologen). Zu ergänzen ist, 

dass erstmals mit der Replik (lediglich) eine psychologische Behandlung in Portugal, 

die aktuell via Skype erfolge, erwähnt wird, bei der im Übrigen eine emotionale 

2.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/19

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Reaktion auf den Arbeitsplatzverlust im Vordergrund steht und die damit der 

Verarbeitung psychosozialer bzw. sozioökonomischer Belastungen dient (act. G 1, 

Rz 44). Ein davon unabhängiges krankheitswertiges Leiden ist nicht erkennbar. Ins 

Gewicht fällt zudem, dass auch die medizinischen Fachpersonen des 

Schmerzzentrums am KSSG im Bericht vom 29. März 2019 weder neurologische noch 

psychiatrische Abklärungen für erforderlich hielten (siehe hierzu den im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.6). Vor diesem 

Hintergrund kann offenbleiben, ob ein allfälliges psychisches Leiden überhaupt in 

einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit einem bei der Suva 

versicherten Ereignis stehen würde.

Des Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer am Gutachten von Dr. L.___, es 

stelle keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit dar. So ergebe sich aus 

der Vorbemerkung (UV-act. II.146-1), dass die gutachterliche Untersuchung eine 

ausführliche medizinische Begutachtung nicht ersetzen könne (act. G 1, Rz 47, und act. 

G 11, Rz 21). Dieser Vorbehalt schmälert die Aussagekraft des Gutachtens von 

Dr. L.___ nicht, denn weder aus den Akten noch aus den Ausführungen des 

Beschwerdeführers ergeben sich konkrete objektiv relevante Gesichtspunkte, die im 

Rahmen der gutachterlichen Beurteilung ausser Acht geblieben wären. Der 

Beschwerdeführer legt auch nicht – jedenfalls nicht substanziiert – dar und es ist auch 

nicht ersichtlich, dass die Untersuchungen von Dr. L.___ unvollständig gewesen wären. 

Hinzu kommt, dass sich das Gutachten u.a. auf die schlüssigen Ergebnisse einer EFL 

stützt und von den medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M.___ im Wesentlichen 

bestätigt wurde.

2.2.2. 

Die Beurteilung der Rehaklinik M.___ zieht der Beschwerdeführer mit der 

Begründung in Zweifel, diese stelle kein Gutachten dar. Zudem stehe die 

Leistungsbeurteilung im Widerspruch zu den im Zusammenhang mit den geschilderten 

Schmerzen anzunehmenden Beeinträchtigungen (act. G 1, Rz 48, und act. G 11, 

Rz 22). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Austrittsbericht der Rehaklinik M.___ 

vom 17. Juni 2020 beruht auf einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt, klinischen 

sowie zusätzlichen bildgebenden Untersuchungen (siehe den radiologischen Bericht 

vom 30. April 2020, UV-act. II.177-12). Die relevanten medizinischen Vorakten wurden 

berücksichtigt. Die Beurteilung ist ausführlich und überzeugend begründet worden. Sie 

enthält zudem die Erkenntnisse von zahlreichen Leistungstests (UV-act. II.177) und 

erfüllt demnach die Voraussetzungen für eine beweiskräftige medizinische Expertise 

(siehe vorstehende E. 2.1 am Schluss). Entgegen der Sichtweise des 

2.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/19

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Beschwerdeführers ist es auch nicht als widersprüchlich zu bezeichnen, dass die 

medizinischen Fachpersonen zur Auffassung gelangten, die konstant vorhandenen 

Schmerzen würden sich bei Belastung verstärken (UV-act. II.177-7). Vielmehr erscheint 

es nachvollziehbar, dass die Schmerzen zunehmen, wenn die betroffenen Körperteile 

unter Belastung stehen. Zudem deckt sich diese Beurteilung mit den Schmerzangaben 

des Beschwerdeführers (siehe hierzu etwa dessen ausführliche Auskunft gegenüber 

dem Suva-Aussendienstmitarbeiter vom 23. Oktober 2018, UV-act. II.104-1; zum 

belastungsabhängigen Charakter der Schmerzen siehe etwa auch den Bericht von 

Dr. H.___ vom 29. November 2019, UV-act. II.144-2). Im Übrigen erfordern die vom 

Beschwerdeführer beklagten konstanten Schmerzen lediglich einer analgetischen 

Bedarfsmedikation (siehe UV-act. II.177-2 und UV-act. II.177-8 je Mitte). Dies bzw. der 

damit anzunehmende begrenzte Leidensdruck vermag eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

für leidensangepasste Tätigkeiten nicht in Zweifel zu ziehen.

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 11, Rz 12) gehen aus 

den Beurteilungen von Dr. H.___, namentlich aus derjenigen vom 23. Februar 2021 (act. 

G 11.2), keine objektiven, für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf 

leidensangepasste Tätigkeiten relevanten Gesichtspunkte hervor, welche Dr. L.___ 

oder die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M.___ ausser Acht gelassen 

hätten. Seine Berichte enthalten ausserdem keine näher begründete 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für leidensangepasste Tätigkeiten (vgl. act. G 11.2 oder act. 

G 1.3). Nichts anderes gilt bezüglich des (psychologischen) Berichts des 

Schmerzzentrums am KSSG vom 29. März 2019, auf den Dr. H.___ verweist. Dieser 

Bericht über eine psychologische Abklärung enthält denn auch keine Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit, sondern äussert sich im Wesentlichen zur Stimmungslage des 

Beschwerdeführers, ohne dass daraus relevante Beeinträchtigungen der 

Arbeitsfähigkeit hervorgehen. Vielmehr ergeben sich mehrere Hinweise darauf, dass 

einer erfolgreichen Verwertung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 

Tätigkeit hauptsächlich sozioökonomische Überlegungen (Verdienstreduktion), 

motivationale Aspekte und dysfunktionale Coping-Strategien entgegenstehen (siehe 

hierzu den im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.5; vgl. auch die Angaben 

im Rahmen der beruflichen Standortbestimmung in der Rehaklinik M.___ vom 26. Mai 

2020, UV-act. II.175-4). Weder die Berichte von Dr. H.___ noch der Bericht des 

Schmerzzentrums am KSSG sind demnach geeignet, die gutachterliche Einschätzung 

und die Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik M.___ vom 17. Juni 2020 in 

Zweifel zu ziehen.

2.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

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Sowohl die vorstehend geprüften sowie die weiteren Vorbringen des 

Beschwerdeführers zur Begründung der fehlenden Spruchreife gehen hauptsächlich in 

einer Wiederholung der im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vorgebrachten 

Argumente (act. G 11, Rz 7 ff.) auf, weshalb hierzu auf den im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.1 ff., insbesondere 

E. 2.1 f. und E. 2.7, verwiesen werden kann. Darin gelangte das Versicherungsgericht 

zum Schluss, dass ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf bezüglich der 

Restarbeitsfähigkeit zu verneinen und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.

2.2.5. 

Auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten ist nachfolgend die Invalidität des Beschwerdeführers zu ermitteln. Für den 

hierfür vorzunehmenden Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) sind die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Rentenbeginns, vorliegend 1. Februar 2021 (UV-act. II.218; vgl. zum 

Rentenbeginn auch UV-act. II.224 f.), massgebend. Validen- und Invalideneinkommen 

sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen 

der Vergleichseinkommen sind bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen (siehe 

etwa Urteil des Bundesgerichts vom 23. März 2018, 8C_61/2018, E. 6.2 mit Hinweis 

u.a. auf BGE 128 V 174).

2.3. 

Das Valideneinkommen ist die monetäre Bemessung der Erwerbsfähigkeit der 

Versicherten im Sinn von Art. 7 und Art. 16 ATSG. Daraus folgt, dass für dessen 

Ermittlung nur Einkommensbestandteile zu berücksichtigen sind, die Ausdruck der 

Erwerbsfähigkeit bzw. der Erwerbsmöglichkeiten der Versicherten sind. Kinder- und 

Familienzulagen werden rein aus sozialpolitischen Gründen gewährt und sagen nichts 

über die Erwerbsfähigkeit von Versicherten aus, weshalb sie bei der Ermittlung des 

Valideneinkommens ausser Acht zu lassen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

19. März 2010, 8C_569/2009, E. 2.1.2, sowie Christoph Frey/Nathalie Lang, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg.], Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts, Basler Kommentar, 2019, N 37 zu Art. 16). Soweit der 

Beschwerdeführer für die Bemessung des Valideneinkommens auf Art. 15 Abs. 2 UVG 

abstellt (act. G 1, Rz 33), übersieht er, dass diese Bestimmung nicht das 

Valideneinkommen bzw. den Invaliditätsgrad beschlägt, sondern die Bemessung des 

versicherten Verdienstes, der ausschliesslich der betragsmässigen Festsetzung der 

Rentenleistung für eine Invalidität dient. Allein schon deshalb kann nicht auf die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Valideneinkommen abgestellt werden. Wie sich 

2.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

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aus dem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergibt, sind die im individuellen 

Konto gutgeschriebenen, dem Jahr des Unfalls (2012) vorangegangen 

Jahreseinkommen erheblich schwankend (2008: Fr. 72'688.--, 2009: Fr. 77'528.--, 

2010: Fr. 67'413.-- und 2011: Fr. 81'501.--; siehe den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 3.2). Deshalb erscheint für 

die Bemessung des Valideneinkommens die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin, der 

Beschwerdeführer hätte im Jahr 2020 einen Lohn von Fr. 82'160.-- verdienen können 

(UV-act. II.180), aussagekräftiger, zumal der Beschwerdeführer in den Jahren 2016 und 

2017 noch tiefere Einkommen erzielt hatte (2016: Fr. 79'402.-- und 2017: Fr. 80'715.--, 

IV-act. 7). Angepasst an die bis zum Rentenbeginn (1. Februar 2021) eingetretene 

Nominallohnentwicklung von + 0,8 % (siehe Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, 

Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2020, 

Männer) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 82'817.-- (Fr. 82'160.-- x 1,008). Es 

bestehen keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer als Gesunder bezogen 

auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG 

dauerhaft über davon abweichende Erwerbsmöglichkeiten verfügt hätte. Deshalb kann 

zur Bestimmung des Valideneinkommens auf die an die Nominallohnentwicklung 

angepasste Lohnangabe der ehemaligen Arbeitgeberin abgestellt werden.

Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten (vgl. act. G 1, Rz 35), dass das 

Invalideneinkommen auf der Grundlage des Medianlohns für Hilfsarbeiter gemäss der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung zu bestimmen ist. Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung ermittelte die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2020 einen 

Medianlohn für Hilfsarbeiter von Fr. 68'991.96 bzw. von aufgerundet Fr. 68'992.--. Für 

das vorliegend massgebende Jahr 2021 resultiert nominallohnangepasst ein Betrag 

von aufgerundet Fr. 69'544.-- (Fr. 68'992.-- x 1,008). Zusätzlich gewährte die 

Beschwerdegegnerin einen 5%igen Tabellenlohnabzug, womit das 

Invalideneinkommen bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten aufgerundet Fr. 66'067.-- (Fr. 69'544.-- x 0,95) beträgt. Der 

Beschwerdeführer legte weder in der Beschwerde vom 30. März 2021 (act. G 1) noch 

in der Replik vom 7. Juli 2021 (act. G 11, noch in der miteingereichten im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren verfassten Replik vom 28. Juni 2021, act. 

G 11.1) substanziiert Gründe dar, die eine Korrektur des von der Beschwerdegegnerin 

gewährten Tabellenlohnabzugs zu rechtfertigen vermögen. Dem noch nicht im 

fortgeschrittenen Erwerbsalter stehenden Beschwerdeführer stehen gemäss 

überzeugender Beurteilung der Rehaklinik M.___ noch (körperlich) leichte Arbeiten 

offen, die weder mit längerdauernden Tätigkeiten im Zusammenhang mit Krafteinsatz 

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

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beider Arme noch mit Vibrationen oder repetitiven Umwendbewegungen verbunden 

sind (UV-act. II.177-2). Diese qualitativen Anforderungen schränken zwar das Segment 

(körperlich) leichter Arbeiten zusätzlich ein, allerdings nicht in einem Mass, das auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt stark einschränkende Lohneinbussen erwarten 

liesse. Ferner geht weder aus den Akten hervor noch ist erkennbar, dass der 

Beschwerdeführer allgemein die rechte Hand für Tätigkeiten mit Schaltern, Hebeln oder 

Steuerknüppeln (Joysticks) bzw. Schaltgeräten nicht mehr einsetzen könnte. Dies gilt 

erst recht mit Bezug auf die linke Hand. Lediglich bei einer rechtshändigen 

Joystickbedienung, die mit einer erhöhten Sensitivität verbunden ist, stellt sich die 

Frage einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Anzufügen bleibt, dass die 

medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M.___ die von der damaligen Arbeitgeberin 

angebotene Tätigkeit als Kranführer hauptsächlich deshalb nicht für zumutbar hielten, 

da der Beschwerdeführer hierfür einen Hochkran hätte besteigen und somit den auch 

in seiner Beweglichkeit eingeschränkten Ellbogen rechts immer wieder hätte belasten 

müssen (UV-act. II.177-3). Hinzu kamen aber auch die Höhenangst des 

Beschwerdeführers und die Bedenken bezüglich der grossen Verantwortung (siehe 

hierzu den Inhalt der in den Akten der Beschwerdegegnerin nicht enthaltenen, im 

Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.1 

wiedergegebenen E-Mails des Suva-Case Managers vom 21. April 2020; siehe ferner 

die telefonische Auskunft der mit der beruflichen Abklärung betrauten Mitarbeiterin der 

Rehaklinik M.___ vom 11. Mai 2020, wonach der Beschwerdeführer «unabhängig von 

der medizinischen Einschätzung vom Typ her nicht in der Lage [sei,] die Tätigkeit als 

Kranführer ausüben zu können», UV-act. II.170). Die an der rechten Hand bzw. an den 

dortigen Fingern vom Beschwerdeführer beklagten Leiden sprachen offenbar nicht 

gegen eine solche Tätigkeit. Im Übrigen verfügt der Beschwerdeführer über ein Auto 

(act. G 4.1); Hinweise auf eine Fahrunfähigkeit bestehen nicht. Damit hat es beim von 

der Beschwerdegegnerin gewährten Tabellenlohnabzug von 5 % bzw. bei einem 

Invalideneinkommen von Fr. 66'067.-- sein Bewenden.

Bei einem Valideneinkommen von Fr. Fr. 82'817.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 66'067.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 20 % 

([Fr. 82'817.-- - Fr. 66'067.--] / Fr. 82'817.--).

2.3.3. 

Bezüglich des für den Rentenbetrag massgebenden versicherten Verdienstes ist 

unbestritten, dass Art. 24 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 

SR 832.202) vorliegend zur Anwendung gelangt. In Nachachtung der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 127 V 173 E. 3b; siehe auch Doris 

Vollenweider/Andreas Brunner, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt 

2.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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3.

Nachfolgend wird die Höhe der Integritätsentschädigung geprüft.

Pärli, Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N 95 zu Art. 15) 

berücksichtigte die Beschwerdegegnerin die Nominallohnentwicklung bis und mit dem 

Jahr 2020 (UV-act. II.208). Bei einem 20%igen Invaliditätsgrad und einem versicherten 

Verdienst von Fr. 89'262.-- beträgt die monatliche Invalidenrente, wie von der 

Beschwerdegegnerin berechnet, Fr. 1'190.15 ([89'262.-- x 0,8 x 0,2] / 12).

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 

(Art. 24 Abs. 2 UVG). Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG 

entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei einem gleichen 

medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird 

abstrakt und egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person 

bleiben dabei unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c und BGE 113 V 221 E. 4b). Die 

Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische 

Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei 

subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 

Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 

zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht 

abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in 

Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten 

Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 

soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

3.1. 

Der Kreisarzt Dr. H.___ hat den von ihm auf 12,5 % eingeschätzten 

Integritätsschaden in der Beurteilung vom 7. Juli 2020 nachvollziehbar und umfassend 

begründet, worauf verwiesen wird (UV-act. II.183-1). Was der Beschwerdeführer 

dagegen vorbringt (act. G 1, Rz 53 ff.), verfängt nicht. So berücksichtigte der Dr. H.___ 

bereits u.a. Bewegungs- und Belastungsschmerzen sowie eine Bewegungslimitierung. 

Darüber hinaus finden die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Lähmungen 

keine Stütze in den Akten, wie bereits die Beschwerdegegnerin schlüssig darlegte und 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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4.  

5.

Zu prüfen bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. Im Fall des Obsiegens wäre vorliegend 

(lediglich) eine Parteientschädigung von höchstens pauschal Fr. 3'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) in Betracht gefallen, da ein Grossteil 

der Bemühungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in einer Übernahme 

bzw. Wiederholung der wenige Wochen zuvor bereits im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vorgebrachten Begründung bestand. Dort 

stellten sich denn auch im Wesentlichen – abgesehen von der Höhe der 

Integritätsentschädigung – dieselben Streitfragen in tatsächlicher und rechtlicher 

Hinsicht, wobei die dortigen Bemühungen im Übrigen durch eine 

Rechtsschutzversicherung gedeckt zu sein scheinen. Hinzu kommt, dass die 

worauf ebenfalls verwiesen wird (UV-act. II.249-12 E. 8d). Die Symptomatik präsentiert 

sich denn auch nicht in einer relevanten Lähmungserscheinung (teilweises Einschlafen 

mehrerer Finger an der rechten Hand in der Nacht; UV-act. II.90-2 unten), die eine 

Erhöhung der Integritätsentschädigung zu rechtfertigen vermag. Hinzu kommt, dass 

sich im Rahmen der EFL weder bei der Kraft noch bei der Koordination relevante 

Defizite an der rechten Hand zeigten (UV-act. II.147-4, UV-act. II.147-10 und UV-act. II.

147-11 unten; zu den schwankenden, von den Ellbogenschmerzen geprägten 

Ergebnissen der Kraftprüfung während der Abklärung in der Rehaklinik M.___ siehe 

UV-act. II.177-11 oben). Die Beweglichkeit des Handgelenks ist im Übrigen nicht 

eingeschränkt (UV-act. II.177-9 oben) und die Handbeschwielung zeigte sich nicht 

auffällig («beidseits vorhanden», UV-act. II.177-8 unten). Damit kann offenbleiben, ob 

die geklagten Leiden an den Fingern der rechten Hand (zu den divergierenden Angaben 

der betroffenen Finger siehe UV-act. II.90-2 unten [Finger 2 bis 4], UV-act. II.146-3 

oben [Finger 3 bis 5] und UV-act. 177-8 unten [Finger 4 und 5]) überhaupt in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit einem bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Ereignis stehen.

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vollumfänglich 

abzuweisen.

4.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f  ATSG).4.2. bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

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Beschwerdegegnerin auf eine (näher) begründete Duplik verzichtete (act. G 13). Zu 

berücksichtigen ist ausserdem der vom Beschwerdeführer bereits geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- (act. G 4). Selbst wenn die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachte, nicht näher substanziierte zusätzliche finanzielle Unterstützung für 

die Familie von monatlich Fr. 983.73 (act. G 7) vollumfänglich berücksichtigt würde, 

resultierte immer noch ein Überschuss von monatlich Fr. 242.17 (Fr. 1'225.90 -

 Fr. 983.73). Damit ist der Beschwerdeführer in der Lage, die nach Abzug des 

geleisteten Vorschusses verbliebene Parteientschädigung von maximal Fr. 2'000.-- 

innert rund 9 Monaten ratenweise zu begleichen. Damit fehlt es so oder anders an der 

für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung erforderlichen 

Mittellosigkeit (Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1] i.V.m. Art. 117 lit. a der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; 

SR 272]; siehe hierzu auch die vom Versicherungsgericht analog angewandten 

Richtlinien des Kantonsgerichts St. Gallen zur unentgeltlichen Rechtspflege im 

Zivilprozess und für die Privatklägerschaft im Strafprozess, Mai 2011, Ziff. 2.2).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2022
	Art. 18 ff. UVG und Art. 24 f. UVG. Höhe der von der Suva ermittelten Invalidenrente und Integritätsentschädigung bestätigt. Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 117 lit. a ZPO. Mangels Mittellosigkeit ist das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2022, UV 2021/23). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_112/2022.

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