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**Case Identifier:** c93900ee-7f15-5984-952f-1ef8eb5b85a3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.09.2023 200 2023 198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-198_2023-09-07.pdf

## Full Text

200 23 198 IV
LOU/IMD/LEA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. September 2023

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Februar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2023, IV/23/198, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1991 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Januar 2021 unter Hinweis auf seit Mai 2020 bestehende 
starke Beschwerden im Bauchraum bei der Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen; 
insbesondere beauftragte sie die D.________ (MEDAS) mit einer polydis-
ziplinären Begutachtung (Gutachten vom 26. März 2022 [act. II 58.1-58.9]) 
und ihren Abklärungsdienst mit einer Haushaltsabklärung (Abklärungsbe-
richt Haushalt/Erwerb vom 19. Dezember 2022 [act. II 74 S. 2 ff.]). Mit Vor-
bescheid vom 21. Dezember 2022 (act. II 75) stellte sie die Verneinung 
eines Rentenanspruchs bei einem Erwerbsstatus von 100 % Erwerbstätig-
keit (act. II 74 S. 5 Ziff. 4.2) und einem rentenausschliessenden Invali-
ditätsgrad in Aussicht. Nach dagegen vorgebrachten Einwänden (act. II 77, 
79) verfügte die IVB am 14. Februar 2023 (act. II 80) wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsan-
walt C.________, mit Eingabe vom 20. März 2023 Beschwerde mit den 
folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 14. Februar 2023 sei 
aufzuheben.

2. Der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Eventualiter sei ein neues psychiatrisches Gutachten einzuholen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzli-
chen Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2023 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingaben vom 25. Mai bzw. vom 15. Juni 2023 nahmen die Parteien 
abschliessend Stellung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2023, IV/23/198, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Februar 2023 
(act. II 80). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 14. Februar 2023 
(act. II 80), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. 
Juni 2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potenti-
ellen Entstehung eines Rentenanspruchs mit Blick auf die im Januar 2021 
erfolgte Anmeldung (act. II 1) vor dem 1. Januar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 1 
IVG), weshalb die diesbezüglichen Bestimmungen des IVG in der bis 
31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind 
(Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 144 V 195 E. 4.2 S. 198).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-

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sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist 
(BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). 

2.4 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

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3.1.1 Im Bericht des Spitals E.________ vom 19. Dezember 2019 (act. II 
29 S. 10 f.) wurden eine unerwünschte Arzneimittelwirkung nach Olanza-
pineinnahme am 18. Dezember 2019 und Panikstörung und Agoraphobie 
gemischt (ICD-10 F40.01) diagnostiziert. Die Patientin sei mit dem Ret-
tungsdienst bei Somnolenz nach erstmaliger Olanzapineinnahme zugewie-
sen worden. Sie sei wegen der bekannten Panikstörung zuletzt am Vortag 
beim Psychiater vorstellig geworden. Dieser habe ihr das Medikament ver-
suchsweise verschrieben. Die Beschwerden seien bei Eintritt bereits deut-
lich und während der weiteren Überwachung vollständig regredient gewe-
sen. Die Patientin habe gleichentags in gebessertem Allgemeinzustand 
wieder nach Hause entlassen werden können.

3.1.2 Aus dem Bericht des Spitals F.________ vom 31. Juli 2020 (act. II 
10 S. 2 ff.) geht hervor, dass am 28. Juli 2020 ein chirurgischer Eingriff mit 
Zystoskopie mit IC-Test, LSC-Resektion einer Paratubarzyste links sowie 
Mirenaeinlage durchgeführt wurde (vgl. act. II 11 S. 22 f.). Der initiale Ver-
dacht auf Endometriose bei chronischen Unterbauchschmerzen habe intra-
operativ nicht bestätigt werden können.

3.1.3 Im Bericht vom 19. März 2021 (act. II 27) führten die Ärzte des 
Spitals F.________ aus, der Patientin sei Physiotherapie zur Deblockierung 
des Iliosakralgelenks auf der rechten Seite verordnet worden. Die Blockie-
rung sei möglicherweise durch die Beckenbodenverspannung bedingt. Ra-
diologisch habe sich im MRI keine Nervenwurzelirritation gezeigt, welche 
die Schmerzen erklären könnte. Eine andere Erklärung für die Beschwer-
den könnte auch eine Reizung der Nerven entlang des Beckenbodens sein.

3.1.4 Dem Bericht von Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 22. April 2021 (act. II 29 S. 3 ff.) sind die Diagno-
sen Panikstörung (ICD-10 F41.0), generalisierte Angststörung, rezidivie-
rende depressive Störung (ICD-10 F33.4), aktuell remittiert, und chronische 
Unterleibsschmerzen zu entnehmen. Es habe eine sehr schwierige Kind-
heitssituation bestanden, die Patientin sei in ... aufgewachsen. Sie leide 
unter einer "massivsten" Panikstörung, seit April 2020 habe sich diese 
deutlich gebessert. Wiederkehrend bestünden dissoziative Zustände, mit 
denen sie nun besser umgehen könne. Aktuell bestehe anhaltend eine af-
fektive Störung mit Melancholie und Ängsten, erdrückt zu werden. Eine 

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Arbeitsunfähigkeit sei nie bestätigt worden, da die Patientin Sozialhilfeleis-
tungen bezogen habe. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 % sei denkbar. Es 
träten aber immer noch Phasen mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit auf; 
zwischen Mai und November 2018 sowie von Dezember 2019 bis April 
2020 habe retrospektiv eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden.

3.1.5 Die Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, führte im Bericht vom 28. April 2021 (act. II 31 S. 2) aus, 
die Patientin werde seit längerer Zeit vom behandelnden Psychiater zu 
100 % arbeitsunfähig geschrieben. Aus somatischer Sicht gehe sie davon 
aus, dass aufgrund der chronischen Schmerzsymptomatik höchstens ein 
reduziertes und angepasstes Arbeitspensum möglich wäre. Dies sei jedoch 
aktuell sehr schwierig einzuschätzen, da keine Arbeitsversuche hätten 
stattfinden können. 

3.1.6 Im Bericht des Spitals F.________ vom 5. Mai 2021 (act. II 38 S. 2 
f.) wurde festgehalten, die Patientin leide unter einem Chronic pelvic pain 
Syndrom mit zum Teil neuropathischen und muskulären Schmerzanteilen. 
Zusätzlich komme es zu brennenden und krampfartigen Schmerzen der 
Blase, vor allem bei Miktion. Die Kombination aus medikamentösen und 
konservativen Therapieelementen habe eine leichte Schmerzverbesserung 
erzielt und sollte weiter ausgebaut werden.

3.1.7 Dr. med. I.________, Fachärztin für Urologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 4. Juni 2021 (act. II 35) ein Blasenschmerzsyndrom, einen 
Verdacht auf Endometriose und eine Hypermenorrhoe mit anämisierenden 
Blutungen. Die Patientin beklage Harndrang, Blasenschmerzen und Be-
ckenschmerzen bis ins linke Bein ziehend. Zur Arbeitsfähigkeit könnten 
keine Angaben gemacht werden.

3.1.8 Im Bericht des Spitals F.________ vom 14. September 2021 (act. 
II 41) wurde ausgeführt, die Patientin habe eine chronische Migräne mit 
visueller Aura. Im durchgeführten Schädel-MRI seien keine Hinweise für 
einen sekundären Kopfschmerz zu objektivieren gewesen. Es werde eine 
Basistherapie mit Gabapentin empfohlen.

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3.1.9 Dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 26. März 2022 sind 
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu ent-
nehmen (act. II 58.1 S. 8 Ziff. 4.3 lit. b):

1. Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus 
(ICD-10 F60.31)

2. Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)
- Polyarthralgien mit Betonung der Hände anamnestisch bei mode-

rater Hypermobilität (Beighton-Score 4/9) (ICD-10 M35.7)
- Mischkopfschmerz (ICD-10 G44.8 mit Migräne-, Schmerzmittelü-

bergebrauchs- und funktioneller Komponente)
- episodische vaginale Schmerzen rechts bei anamnestischem Ver-

dacht auf Neuralgie des Nervus pudendus rechts ohne anatomi-
sches Korrelat

3. Painful bladder Syndrom (interstitielle Zystitis) (ICD-10 N30.1).

Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt im all-
gemein-internistischen Teilgutachten fest, die Patientin mache keine spezi-
fischen Beschwerden durch allgemeininternistische Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit geltend (act. II 58.3 S. 3 Ziff. 3.2.1). Auch re-
trospektiv fänden sich keine Hinweise für eine langandauernde Arbeitsun-
fähigkeit das Fachgebiet betreffend (act. II 58.3 S. 5 Ziff. 7.1).

In psychiatrischer Hinsicht führte K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, aus, die vom behandelnden Psychiater als dissoziativ be-
schriebenen Zustände seien nicht als solche, sondern als Depersonalisati-
ons- und Derealisationserleben zu werten. Die Explorandin habe angege-
ben, in solchen Situationen nicht handlungsfähig zu sein und alles um sich 
herum mitzubekommen, wenngleich auch in einer veränderten Weise. Zu-
stände, an welche sie sich nicht habe erinnern können, bzw. in denen sie 
handlungsunfähig gewesen sei, seien nicht beschrieben worden. Die Dia-
gnosen einer Panikstörung und einer generalisierten Angststörung seien 
entsprechend nicht zu stellen. Die Explorandin habe zwar angegeben, stre-
ckenweise Unruhezustände zu verspüren und unter Ängsten zu leiden. 
Diese Symptome rechtfertigten jedoch kriteriengeleitet nicht das Stellen der 
entsprechenden Diagnosen. Aus den vom behandelnden Psychiater ge-
stellten Diagnosen einer Panikstörung, einer generalisierten Angststörung 
sowie einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell remittiert, sei ge-
samthaft keine vollständige Arbeitsunfähigkeit abzuleiten. Der Bericht vom 
22. April 2021 enthalte darüber hinaus keinen verwertbaren psychopatho-

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logischen Befund gemäss AMDP (act. II 58.4 S. 6 f. Ziff. 6.2.3). In der Ge-
samtschau der biographischen Entwicklung vor allem in den ersten zehn 
Lebensjahren sei nicht davon auszugehen, dass die Explorandin in dieser 
Zeit eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht habe. Dia-
gnostisch sei zunächst vom Bestehen einer emotional-instabilen Persön-
lichkeitsstörung vom Borderline Typus (ICD-10 F60.31) auszugehen. Die 
beschriebenen Stimmungsschwankungen seien in diesem Störungsbild 
inkludiert mit Gefühlen häufiger Anspannung bis hin zu Depersonalisations- 
und Derealisationserleben. Die beschriebenen depressiven Phasen seien 
nicht als ein eigenständiges Krankheitsbild anzusehen, die depressiven 
Einbrüche seien vielmehr als im Rahmen der in der Persönlichkeitsstörung 
inkludierten Stimmungsschwankungen anzusehen. Bezüglich der körperli-
chen Beschwerden hätten keine diese in ihrer Ausprägung und Lokalisation 
hinreichend erklärbaren pathoanatomischen Befunde erhoben werden kön-
nen, was insbesondere die Rückenschmerzen und die chronischen Kopf-
schmerzen betreffe. Diagnostisch sei somit von einer Somatisierungs-
störung (ICD-10 F45.0) auszugehen. Weitere Diagnosen aus dem Spek-
trum der psychischen Erkrankungen seien nicht zu stellen (act. II 58.4 S. 7 
Ziff. 6.3 lit. a). Die Explorandin sei in der Lage, ihren Haushalt über den Tag 
bis auf körperlich anstrengende Tätigkeiten angemessen zu gestalten, 
ebenso ihre beiden Kinder zu versorgen. Es würden soziale Kontakte ge-
pflegt, die Explorandin gehe mehreren erfüllenden Freizeitaktivitäten nach. 
Sie sehe sich jedoch aufgrund ihrer körperlichen Beschwerden und der von 
ihr als dissoziativ vermittelten Zustände nicht in der Lage, einen Beruf aus-
zuüben. Die Explorandin habe derzeit keine ausreichenden persönlichen 
Ressourcen, um vor allem mit ihren emotionalen Schwankungen angemes-
sen umgehen zu können, es bestünden auch deutliche Insuffizienzgefühle 
(act. II 58.4 S. 8 Ziff. 7.2). In einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit 
sei die Explorandin zu einer Anwesenheit von sieben Stunden am Tag an 
fünf Tagen in der Woche in der Lage. Eine den Beschwerden angepasste 
Tätigkeit sollte davon geprägt sein, dass es der Explorandin möglich sei, 
ihre Zeit in einem akzeptablen Rahmen selber einzuteilen, in einem wohl-
wollenden Umfeld, durch welches sich die Explorandin nicht unter Druck 
gesetzt fühle. Sie sollte darüber hinaus die Möglichkeit haben, einem ge-
gebenenfalls erhöhten Pausenbedarf nachgehen zu können. Aus psychia-

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trischer Sicht bestehe in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit 
eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (act. II 58.4 S. 9 Ziff. 8.2).

Dem von Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
sowie für Rheumatologie, erstellten rheumatologischen Teilgutachten ist zu 
entnehmen, dass keine hochgradige Pathologie am Bewegungsapparat 
fassbar sei. Die klinischen Befunde im Bereich der Wirbelsäule begründe-
ten durchaus intermittierende Lumbalschmerzen. Intermittierende Arthralgi-
en und/oder Periarthropathien könnten auf die moderate Hypermobilität 
zurückgeführt werden. Eine Behinderung im Beruf oder im Alltag lasse sich 
jedoch aus rheumatologischer Sicht nicht durch objektivierbare Befunde im 
Bereich des Bewegungsapparates begründen (act. II 58.5 S. 6 Ziff. 6.1). 
Die ausserordentlich hohe Schmerzintensität, welche anamnestisch ge-
schildert werde, könne aus somatisch-rheumatologischer Sicht nicht erklärt 
werden (act. II 58.5 S. 6 Ziff. 6.2.2).

Dr. med. M.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Neurologie, gab 
im neurologischen Teilgutachten an, die geklagten Beschwerden seien 
organisch-neurologisch nicht hinreichend erklärbar, die Arbeitsfähigkeit sei 
gegeben (act. II 58.6 S. 5 f. Ziff. 6.2.1, 6.2.3). Betreffs der Kopfschmerzen 
sei ein sekundärer Kopfschmerz ausgeschlossen worden. Wenn jetzt von 
einem Mischkopfschmerz gesprochen werde, so sei hierbei neben der Mi-
gräne, welche sich auf die langjährige Anamnese stütze, auch der 
Schmerzmittelüberkonsum und die funktionelle Komponente zu berücksich-
tigen. Die angegebenen Schmerzen im Bereich der Scheide und der 
Schamlippen könnten neurologisch-organisch nicht hinreichend geklärt 
werden (act. II 58.6 S. 6 Ziff. 6.3 lit. a).

Betreffend die urologische Untersuchung hielt Dr. med. N.________, Fach-
arzt für Urologie, fest, die Problematik mit Schmerzen im Blasenbereich sei 
nachvollziehbar und mit einer interstitiellen Zystitis vereinbar (act. II 58.7 
S. 4 Ziff. 6.2.2). Es bestehe die Problematik der Nykturie, der Pollakisurie, 
der Drangsymptomatik und der Harnblasenkrämpfe. Diese seien belastend 
und sicherlich nicht förderlich für die psychische Situation der Explorandin. 
Aus urologischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in ange-
passter Tätigkeit; eine Toilette sollte in direkter Erreichbarkeit am Arbeits-

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platz vorhanden sein. Die Einschränkung von 20 % bestehe seit Mai 2020 
(act. II 58.7 S. 5 f. Ziff. 8.2).

Dr. med. O.________, Facharzt für Gynäkologie, legte dar, es habe keine 
spezifisch gynäkologische Pathologie festgestellt werden können (act. II 
58.8 S. 5 Ziff. 6.3 lit. a).

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, aus 
psychiatrischer Sicht beeinflussten die emotional instabile Persönlichkeitss-
törung vom Boderline-Typus und die Somatisierungsstörung die Arbeits-
fähigkeit der Explorandin. In der angestammten Tätigkeit als ... könne aus 
psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert werden. In 
einer besser angepassten, adaptierten Verweistätigkeit bestehe eine Ar-
beitsfähigkeit von 70 %. Aus urologischer Sicht schränke das Painful blad-
der Syndrom die Arbeitsfähigkeit leicht ein. Aufgrund der genannten Dia-
gnose könne aus urologischer Sicht eine um 20 % verminderte Arbeits-
fähigkeit in sämtlichen Erwerbstätigkeiten attestiert werden. Weder aus 
neurologischer, aus rheumatologischer, aus gynäkologischer noch aus all-
gemeininternistischer Sicht könne eine weitere Diagnose mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Insgesamt bestehe somit aktuell aus 
polydisziplinärer Sicht einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der angestamm-
ten Tätigkeit als ... und eine Arbeits- resp. Leistungsfähigkeit von 70 % in 
besser angepassten, adaptierten Verweistätigkeiten (act. II 58.1 S. 8 Ziff. 
4.3 lit. a). Nach vorangehend ungenügend dokumentierter Situation mit 
nicht nachgewiesener länger andauernder höhergradiger Arbeitsunfähigkeit 
könne die aktuelle Arbeitsfähigkeit seit dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung im 
November 2020 (richtig: Januar 2021 [act. II 1]) angenommen werden (act. 
II 58.1 S. 19 Ziff. 4.6.4).

3.1.10 Im Schreiben vom 29. November 2022 (act. II 70 S. 2 ff.) hielt Dr. 
med. G.________ fest, die vom psychiatrischen Gutachter K.________ 
gestellte Diagnose einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom 
Borderline-Typ sei eindeutig falsch, hierfür seien die Diagnosekriterien nicht 
erfüllt. Gleichzeitig werde das Vorliegen einer Panikstörung, einer generali-
sierten Angststörung und einer depressiven Störung verneint, was einer 
Negation seiner eigenen Beurteilung entspreche. Nicht zur Diskussion sei 
die Diagnose einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung ge-

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kommen. Er habe diese Diagnose bisher nicht gestellt, sie sollte aber ganz 
sicher diskutiert werden. Die gutachterlichen Überlegungen zur Arbeits-
fähigkeit halte er für willkürlich und nicht begründet. Zwar bestehe auf theo-
retischer Ebene durchaus eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit, diese könne 
aber nicht dauerhaft verwertet werden.

3.1.11 Dr. phil. P.________, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, führte 
im Bericht vom 27. Januar 2023 (act. II 79 S. 4) aus, die Patientin sei für 
die Abklärung einer Borderlinestörung zugewiesen worden. Für die Ab-
klärung sei das halbstrukturierte Interview International Personality Disor-
der Examination (IPDE) eingesetzt worden. Damit die Diagnose einer Bor-
derlinestörung gestellt werden könne, müssten mindestens fünf der neun 
möglichen Kriterien erfüllt sein. Die Patientin erfülle keines der neun Kriteri-
en. Dies bedeute, dass weder eine Borderlinestörung noch eine Borderli-
neakzentuierung vorliege. 

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 26. März 2022 (act. II 
58.1-58.9) – basierend auf einer allgemein-internistischen, psychiatrischen, 
rheumatologischen, neurologischen, urologischen und gynäkologischen 
Untersuchung – erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2.2 f. hiervor). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf 
eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berück-
sichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführun-
gen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuch-
tend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand 
werden nachvollziehbar, umfassend und einlässlich begründet. Die Beurtei-
lung des Gesundheitszustandes erfolgte unter Einbezug sämtlicher hier 
relevanten medizinischen Fachdisziplinen und beruht auf kongruenten Ein-
schätzungen anlässlich der interdisziplinären Konsensbeurteilung (vgl. act. 
II 58.1 S. 7 ff.). Das von den Gutachtern erstellte Zumutbarkeitsprofil (act. II 
58.1 S. 10 Ziff. 4.7) trägt sowohl den körperlichen als auch den psychi-
schen Einschränkungen der Beschwerdeführerin vollumfassend Rechnung. 
Dem Gutachten (inkl. Teilgutachten) kommt somit voller Beweiswert zu. 
Daran ändert die von der Beschwerdeführerin (einzig) am psychiatrischen 
Teilgutachten geäusserte Kritik nichts.

3.3.1 Praxisgemäss ist im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung 
die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese entscheidend. Eine 
Fremdanamnese und (schriftliche oder mündliche) Auskünfte der behan-
delnden Arztpersonen sind häufig wünschenswert, aber nicht zwingend 

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erforderlich. Anfragen beim behandelnden Arzt oder bei der behandelnden 
Ärztin sind u.a. wertvoll, wenn sie erweiterte Auskünfte über Persönlichkeit 
und Compliance der zu explorierenden versicherten Person erwarten las-
sen. Die Notwendigkeit der Einholung solcher Fremdanamnesen ist in ers-
ter Linie eine Frage des medizinischen Ermessens. Auch aus den Qua-
litätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser 
Hinsicht nichts anderes (SVR 2019 IV Nr. 41 S. 134 E. 5.2.2.1). Insofern 
schmälert die fehlende Rücksprache des psychiatrischen Gutachters 
K.________ mit dem behandelnden Psychiater Dr. med. G.________ (vgl. 
Beschwerde, S. 4 Ziff. 4) den Beweiswert des Gutachtens nicht. Die Be-
schwerdeführerin legte denn auch nicht dar und es ist nicht ersichtlich, wel-
che weiteren Erkenntnisse mit einer Fremdanamnese hätten gewonnen 
werden können bzw. welche Aspekte diesbezüglich unberücksichtigt ge-
blieben sind. Aus der Tatsache allein, dass die gutachterliche diagnosti-
sche Einschätzung von derjenigen des behandelnden Facharztes abweicht, 
lässt sich keine Notwendigkeit einer Rücksprache ableiten.

3.3.2 Der Gutachter hat sich mit den von Dr. med. G.________ gestell-
ten Diagnosen auseinandergesetzt und begründet, weshalb er dessen Ein-
schätzung nicht teilt (act. II 58.4 S. 6 f. Ziff. 6.2). Was die Diagnose einer 
komplexen Trauma-Folgestörung angeht, trifft zwar zu, dass der Gutachter 
diese während der Untersuchung erwähnte, sodann im Gutachten jedoch 
nicht darauf einging (Beschwerde S. 5, Ziff. 6). Allerdings führte er gegenü-
ber der Beschwerdeführerin im Gespräch aus, dass sich die Symptome 
dieser Störung häufig mit denjenigen der von ihm diagnostizierten Persön-
lichkeitsstörung überschneiden würden (ab Minute 81 der Tonaufnahmen 
[Akten der Beschwerdegegnerin {act. IIA}]). Anders als in der Beschwerde 
vorgebracht (S. 5 Ziff. 6) flossen auch die von der Beschwerdeführerin 
während der Untersuchung erwähnten Flashbacks in das Gutachten ein 
(act. II 58.4 S. 2 Ziff. 3.2); eine Unterbrechung der diesbezüglichen Schilde-
rungen der Beschwerdeführerin durch den Gutachter bzw. ein schneller 
Themenwechsel ist nicht auszumachen (ab Minuten 40 und 53 der Tonauf-
nahmen [act. IIA]). Entgegen der Darstellung des behandelnden Psychia-
ters (act. II 70 S. 5) und den Vorbringen in der Beschwerde (S. 6 Ziff. 7 
2. Absatz) ist ein dissoziatives Erleben nicht zu diagnostizieren, verneinte 

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die Beschwerdeführerin dies doch explizit gegenüber dem Gutachter, 
nachdem dieser ihr den Unterschied zwischen dissoziativem Erleben und 
einem Derealisations- und Depersonalisationserleben erläutert hatte (ab 
Minute 14 der Tonaufnahmen [act. IIA]).

3.3.3 Der behandelnde Psychiater vermochte im Schreiben vom 29. No-
vember 2022 (act. II 70 S. 2 ff.) insgesamt keine Aspekte zu benennen, die 
im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind. 
Allein der Umstand, dass er zu anderslautenden Einschätzungen gelangte, 
ist aufgrund der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des the-
rapeutisch tätigen Facharztes einerseits und Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht geeignet, 
die Schlüssigkeit des Gutachtens in Zweifel zu ziehen (vgl. SVR 2021 IV 
Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3). Darüber hinaus ist bezüg-
lich der Ausführungen von Dr. med. G.________ der Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patien-
ten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 
E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 
sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den 
schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensver-
hältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungs-
los zu akzeptieren (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute Bundesgericht {BGer}] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 
Soweit er im Schreiben vom 31. Januar 2023 (act. II 79 S. 2 f.) zur Begrün-
dung, dass keine "Borderlinestörung" vorliege, auf die Einschätzung von 
Dr. phil. P.________ vom 27. Januar 2023 (act. II 79 S. 4) verwies, vermag 
deren kurzer Bericht bereits deshalb kein Indiz darzustellen, welches gegen 
die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens sprechen würde, 
weil sie nicht über die massgebende fachärztliche Qualifikation verfügt (vgl. 
dazu Entscheid des BGer vom 6. Oktober 2014, 9C_139/2014, E. 5.2). Im 
Weiteren kommt Testverfahren im Rahmen psychiatrischer Begutachtun-
gen höchstens ergänzende Funktion zu; entscheidend sind klinische Unter-
suchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbe-
obachtung (Entscheid des BGer vom 1. Juni 2022, E. 4.1.3).

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3.3.4 Ohnehin kommt es invalidenversicherungsrechtlich regelmässig 
nicht auf die genaue Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen 
eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (statt vieler: Entscheid des BGer 
vom 28. Mai 2019, 9C_867/2018, E. 5.2.1). Hierzu nahm der Gutachter 
denn auch fundiert Stellung. Er führte aus, die Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit sei einerseits auf die psychosomatischen Anteile der beklag-
ten körperlichen Beschwerden und andererseits auf die emotionale Instabi-
lität bei Überforderungserleben bis hin zu Depersonalisations- und Dereali-
sationserleben zurückzuführen. Daneben sei auch der Umstand miteinzu-
beziehen, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, bis auf schwere 
körperliche Tätigkeiten ihren Haushalt und die Kinder fast vollumfänglich 
alleine versorgen zu können (act. II 58.4 S. 9 Ziff. 8.1.2 und 8.2.3). Die gut-
achterlichen Ausführungen zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit sind schliess-
lich auch mit Blick auf die Vorgaben des strukturierten normativen Prü-
fungsrasters gemäss BGE 141 V 281 schlüssig begründet, sodass von 
einer vertieften gerichtlichen Prüfung der Standardindikatoren abgesehen 
werden kann (BGE 145 V 361 E. 4.3 S. 368 f.), wobei diese Frage letztlich 
offen bleiben kann, da aus einer Indikatorenprüfung keine höhere als die 
gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit resultieren kann (Urteil des BGer 
vom 10. August 2021, 8C_153/2021, E. 5.4.2) und so oder anders ein ren-
tenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 4.4 hiernach).

3.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Sach-
verhalt genügend abgeklärt. Von zusätzlichen medizinischen Sachver-
haltserhebungen sind keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb 
darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 
124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 
E. 4) verzichtet werden kann. Auszugehen ist damit von einer medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 70 % in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit ab (spätestens) Januar 2021.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
das (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 

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Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Aufgrund der im Januar 2021 erfolgten Anmeldung 
zum Rentenbezug (act. II 1) ist der (hypothetische) Beginn des Rentenan-
spruchs auf Juli 2021 festzusetzen (Art. 29 Abs. 1 IVG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf 
sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberück-
sichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten 
persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 
E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 71 E. 4.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss LSE herangezogen werden Dabei wird in der Regel der Totalwert 
angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen 
Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte 
Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 

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sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

4.4 Die Beschwerdeführerin besuchte ..., aufgrund ... absolvierte sie 
die ... jedoch nicht. Eine Berufslehre schloss sie ebenfalls nicht ab (act. II 1 
S. 5 Ziff. 5; 58.4 S. 3). Gemäss eigener Aussage besuchte sie 2011 eine 
fünfmonatige Ausbildung als ... (act. II 58.4 S. 3; 74 S. 4 Ziff. 3.1), wozu in 
den Akten allerdings keine weiteren Angaben zu finden sind. Unter diesen 
Umständen rechtfertigt es sich, das Valideneinkommen gestützt auf den 
Tabellenlohn gemäss LSE 2020, TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, 
zu bemessen. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren 
nicht mehr erwerbstätig ist (vgl. act. II 9 S. 2) und die ihr (noch) zumutbare 
medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) nicht verwer-
tet, ist das Invalideneinkommen gestützt auf denselben Tabellenlohn zu 
bestimmen.

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (Entscheid des BGer 
vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021 [zur Publikation vorgesehen], E. 6.2). 

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Gründe für einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.3 hiervor) sind keine 
ersichtlich und werden von der Beschwerdeführerin denn auch nicht gel-
tend gemacht. Dementsprechend resultiert bei einer gutachterlich bestimm-
ten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (act. II 58.1 S. 10 
Ziff. 4.7.4) ein Invaliditätsgrad in gleicher Höhe. Dies berechtigt nicht zu 
einer Invalidenrente (vgl. E. 2.4 hiervor).

4.5 Nach dem Dargelegten wies die Beschwerdegegnerin das Ren-
tenbegehren der Beschwerdeführerin zu Recht ab. Die gegen die Verfü-
gung vom 14. Februar 2023 (act. II 80) erhobene Beschwerde ist abzuwei-
sen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.