# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13e2e655-0449-5f63-ac8b-62eb16b603ce
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.04.2016 BG.2015.50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2015-50_2016-04-22.pdf

## Full Text

Beschluss vom 22. April 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Roy Garré, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
Parteien  KANTON NIDWALDEN, Staatsanwaltschaft,  

Gesuchsteller 

 

 

 gegen 

   

1. KANTON LUZERN, Oberstaatsanwaltschaft,  

 

2. KANTON OBWALDEN, Staatsanwaltschaft,  

Gesuchsgegner 1 + 2 

  

Gegenstand  Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO) 

 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2015.50 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Gestützt auf eine Anzeige des Betreibungs- und Konkursamtes Nidwalden 

vom 8. Mai 2014 eröffnete die Staatsanwaltschaft Nidwalden am 

23. Mai  2014 gegen A. eine Strafuntersuchung wegen Konkursdelikte 

(Art. 163 – 169 StGB)  / Widerrechtliche Verfügung über gepfändetes Ein-

kommen. 

 

 

B. Mit Schreiben vom 28. September 2014 erfolgte bei der Staatsanwaltschaft 

Nidwalden eine weitere Strafanzeige, unter anderem gegen A., diesmal 

durch B., namens der C. AG in Z. (OW), worin unter anderem beschrieben 

wird, wie A. und ihr Ehemann, D., der C. AG erhebliche Geldbeträge und 

Medikamente entzogen und sich selbst bereichert hätten (Staatsanwalt-

schaft Nidwalden Ordner 1, pag. 1.12 – 15). Nachdem die Staatsanwalt-

schaft Nidwalden spezifische Erkundigungen eingeholt hatte, eröffnete sie 

am 21. November 2014 eine (ergänzende) Strafuntersuchung gegen A. un-

ter anderem wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 StGB (Staatsanwaltschaft Nidwalden Ordner 1, pag. 2.18).  

 

 

C. Eine weitere Strafanzeige im gleichen Zusammenhang erfolgte am 24. Feb-

ruar 2015 durch die Ausgleichskasse IV Obwalden an die Kantonspolizei 

Obwalden, unter anderem gegen A. wegen AHVG-Widerhandlungen und 

strafbaren Handlungen gemäss Art. 325 StGB (vgl. Staatsanwaltschaft 

Nidwalden, "act. 5 [Akten der Staatsanwaltschaft Obwalden]").  

 

 

D. Am 25. Juni 2015 richtete der Kanton Obwalden eine Gerichtsstandsanfrage 

an den Kanton Nidwalden wegen der AHV-Delikte etc. gemäss lit. C (Staats-

anwaltschaft Nidwalden, "act. 5 [Akten der Staatsanwaltschaft Obwalden]", 

pag. 1). Diese Anfrage wurde vom Kanton Nidwalden – zumindest soweit 

aus den Akten ersichtlich ist – nie beantwortet.  

 

 

E. Am 18. August 2015 richtete der Kanton Nidwalden eine Gerichtsstandsan-

frage an den Kanton Luzern, unter Einbezug der Delikte gemäss lit. C. In 

dieser Anfrage waren die Verfahren gegen A., D. und B. zusammengefasst 

(Staatsanwaltschaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichtsstandsakten]", pag. 4).  

 

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F. Der Kanton Luzern lehnte die Verfahrensübernahme erstmals mit Schreiben 

vom 27. August 2015 ab (Staatsanwaltschaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichts-

standsakten]", pag. 6). 

 

 

G. Am 14. September 2015 erfolgte im gleichen Zusammenhang eine Strafan-

zeige durch Dr. med. E. gegen B. wegen Missbrauch von Lohnabzügen, 

Konkursverbrechen und Misswirtschaft an die Staatsanwaltschaft Obwalden 

(Staatsanwaltschaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichtsstandsakten]", pag. 2). 

 

 

H. In Unkenntnis dieser Strafanzeige gelangte der Kanton Nidwalden mit 

Schreiben vom 16. August (recte: September) 2015 erneut an den Kanton 

Luzern und bat um Verfahrensübernahme, was mit Schreiben des Kantons 

Luzern vom 21. September 2015 wiederum abgelehnt wurde (Staatsanwalt-

schaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichtsstandsakten]", pag. 8-12). 

 

 

I. Ein weiteres Mal gelangte der Kanton Nidwalden mit Schreiben vom 29. Sep-

tember an den Kanton Luzern, jetzt unter Einbezug der neuen Erkenntnisse 

aus der Strafanzeige gemäss lit. G.; ein letztes Mal lehnte der Kanton Luzern 

das Ersuchen mit Schreiben vom 11. November 2015 ab (Staatsanwalt-

schaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichtsstandsakten]", pag. 13-18). 

 

 

J. Schliesslich richtete der Kanton Nidwalden am 20. November 2015 eine Ge-

richtsstandsanfrage an den Kanton Obwalden, welche mit Schreiben des 

Kantons Obwalden vom 7. Dezember 2015 abschlägig beschieden wurde 

(Staatsanwaltschaft Nidwalden, "act. 1 [Gerichtsstandsakten]", pag. 19-21). 

 

 

K. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2015 machte der Kanton Nidwalden die 

Angelegenheit am hiesigen Gericht gegen die Kantone Luzern und Obwal-

den anhängig, beantragte allerdings einzig die Übernahme des Verfahrens 

durch den Kanton Luzern (act. 1), nicht aber (auch nicht eventualiter) durch 

den Kanton Obwalden. Am 6. Januar 2016 ging die Antwort des Kantons 

Luzern ein, mit welcher die Verfahrensführung durch den Kanton Nidwalden 

beantragt wurde (act. 3). Der Kanton Obwalden reichte keine Antwort ein. 

Davon und von der Antwort des Kantons Luzern wurde der Kanton Nidwal-

den am 13. Januar 2016 in Kenntnis gesetzt (act. 5). 

 

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Auf die eingereichten Akten und die Eingaben der Parteien wird - soweit not-

wendig – in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Die Strafbehörden prüfen ihre Zuständigkeit von Amtes wegen und leiten ei-

nen Fall wenn nötig der zuständigen Stelle weiter (Art. 39 Abs. 1 StPO). Er-

scheinen mehrere Strafbehörden als örtlich zuständig, so informieren sich 

die beteiligten Staatsanwaltschaften unverzüglich über die wesentlichen Ele-

mente des Falles und bemühen sich um eine möglichst rasche Einigung 

(Art. 39 Abs. 2 StPO). Können sich die Strafverfolgungsbehörden verschie-

dener Kantone über den Gerichtsstand nicht einigen, so unterbreitet die 

Staatsanwaltschaft des Kantons, der zuerst mit der Sache befasst war, die 

Frage unverzüglich, in jedem Fall vor der Anklageerhebung, der Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts zum Entscheid (Art. 40 Abs. 2 StPO 

i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG). Hinsichtlich der Frist, innerhalb welcher die er-

suchende Behörde ihr Gesuch einzureichen hat, ist im Normalfall die Frist 

von zehn Tagen gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO analog anzuwenden (vgl. 

hierzu u. a. TPF 2011 94 E. 2.2 S. 96). Die Behörden, welche berechtigt sind, 

ihren Kanton im Meinungsaustausch und im Verfahren vor der Beschwerde-

kammer zu vertreten, bestimmen sich nach dem jeweiligen kantonalen Recht 

(Art. 14 Abs. 4 StPO). 

 

1.2 Die Zuständigkeit des Oberstaatsanwaltes des Kantons Nidwalden, der Be-

sonderen Staatsanwältin des Kantons Luzern und der Oberstaatsanwältin 

des Kantons Obwalden zur Vertretung in Gerichtsstandsangelegenheiten ist 

unbestritten.  

 

1.3 Das gerichtsstandsablehnende Schreiben des Kantons Obwalden ging beim 

Kanton Nidwalden am 11. Dezember 2015 ein. Damit wurde der Meinungs-

austausch abgeschlossen. Das Gesuch des Kantons Nidwalden vom 21. De-

zember 2015 ist deshalb im Sinne der obgenannten Rechtsprechung recht-

zeitig eingereicht worden. Auf das Gesuch ist einzutreten. 

 

2. 

2.1 Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden 

des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen 

worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere 

Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und 

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Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die 

mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher 

Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfol-

gungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Bege-

hen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen mehrere 

Delikte, so sind Art. 33 Abs. 2 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu 

kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt wer-

den, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt 

worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichts-

stand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo zuerst Verfolgungshandlungen 

vorgenommen worden sind (vgl. hierzu u. a. die Beschlüsse des Bun-

desstrafgerichts BG.2011.49 vom 19. Januar 2012, E. 2.1; BG 2011.33 vom 

28. September 2011, E. 2.2.1; BG.2011.4 vom 10. August 2011, E. 2.2.2).  

 

2.2 Die Beschwerdekammer kann (wie die beteiligten Staatsanwaltschaften un-

tereinander auch) einen andern als den in den Art. 31 – 37 StPO vorgesehe-

nen Gerichtsstand festlegen, wenn der Schwerpunkt der deliktischen Tätig-

keit oder die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten Person es erfor-

dern oder andere triftige Gründe vorliegen (Art. 40 Abs. 3 StPO). Ein solches 

Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand soll indes die Ausnahme blei-

ben. Eine Vereinbarung bzw. der Beschluss, einen gesetzlich nicht zustän-

digen Kanton mit der Verfolgung zu betrauen, setzt triftige Gründe voraus; 

dies kann aus Zweckmässigkeits-, Wirtschaftlichkeits- oder prozessökono-

mischen Gründen gerechtfertigt sein (BGE 129 IV 202 E. 2 S. 203; Be-

schluss des Bundesstrafgerichts BG.2014.8 vom 9. April 2014 E. 2.1 

m.w.H.). Ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand ist u. a. möglich, 

sofern ein Kanton das Verfahren konkludent anerkannt hat.  

 

Art. 39 Abs. 1 StPO verpflichtet die Strafbehörden von Amtes wegen ihre 

Zuständigkeit summarisch und beschleunigt zu prüfen. Die mit der Prüfung 

befasste Behörde muss alle für die Festlegung des Gerichtsstandes wesent-

lichen Tatsachen erforschen und die dazu notwendigen Erhebungen durch-

führen. Betrachtet sich die Behörde als unzuständig, so leitet sie den Fall 

rasch an die zuständige Stelle weiter (vgl. Beschluss des Bundesstrafge-

richts BB.2013.31 vom 28. Januar 2014 E. 2.2). Wartet sie mit der Gerichts-

standsanfrage zu lange zu bzw. unterlässt sie diese, so ist von einer konklu-

denten Anerkennung auszugehen (GUIDON/BÄNZIGER, Die aktuelle Recht-

sprechung des Bundesstrafgerichts zum interkantonalen Gerichtsstand in 

Strafsachen, in: Jusletter 21. Mai 2007 [Rz 6]; vgl. auch sinngemäss KUHN, 

Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 39 StPO N. 7). Mit Beschluss 

BB.2013.31 vom 28. Januar 2014 hielt dieses Gericht fest, dass das Ver-

streichen von 3,5 Monaten nach der letzten Ermittlungshandlung bis zum 

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Übernahmeersuchen noch nicht genüge, um eine konkludente Anerkennung 

annehmen zu können. Die verstrichene Zeit liege jedoch an der oberen 

Grenze (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2013.31 vom 28. Januar 

2014 E. 2.3).  

 

 

3. 

3.1 Der Gesuchsteller führt gegen die Eheleute A. und D. eine Strafuntersu-

chung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 3 StGB und Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Al-

ters- und Hinterlassenenversicherung (Art. 87 und 88 AHVG), gegen A. zu-

sätzlich noch wegen Widerhandlung gegen Art. 169 StGB (Verfügung über 

mit Beschlag belegte Vermögenswerte) sowie gegen B. wegen Widerhand-

lungen gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversi-

cherung (Art. 87 und 88 AHVG). Das schwerste, den Gerichtsstand bestim-

mende Delikt ist die ungetreue Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 3 StGB.  

 

3.2 Der Gesuchsteller stellt sich auf den Standpunkt, der Verdacht auf eine qua-

lifizierte ungetreue Geschäftsführung, also auf eine Bereicherungsabsicht 

von A., habe sich erstmals aus den Akten, welche er am 28. Juni 2015 vom 

Kanton Obwalden (siehe oben lit. D.) erhalten habe, ergeben. Der Kanton 

Luzern (nachfolgend "Gesuchsgegner 1") seinerseits weist darauf hin, dass 

sich bereits zum Zeitpunkt der Anzeigeerstattung durch B., also im Septem-

ber/Oktober 2014, die Klärung der Gerichtsstandfrage, und insbesondere die 

Einvernahme von B. aufgedrängt hätten. Dies sei jedoch nicht erfolgt, der 

Gesuchsteller habe jedoch die Untersuchung ohne Klärung der Gerichts-

standsfrage weitergeführt und damit den Gerichtsstand konkludent aner-

kannt (act. 3). 

3.3 Zu prüfen ist damit, ob die Anzeige von B. vom 28. September 2014 und 

deren Ergänzungen Anhaltspunkte enthalten, welche einerseits auf einen 

Handlungsort im Kanton Luzern, und andererseits auf eine Bereicherungs-

absicht von A. und D. hinweisen. Dies ist zweifellos der Fall, wird doch in der 

Anzeige und den Ergänzungen – die in keiner Art und Weise unglaubwürdig 

erscheinen – verschiedenenorts darauf hingewiesen, dass A. und D. in der 

Arztpraxis in Y. (LU) gearbeitet hätten, dass sie der C. AG unberechtigt er-

hebliche Geldbeträge entzogen und sich daran selbst bereichert hätten. Der 

deutlichste Hinweis, dass in der Arztpraxis in Y. (LU) delinquiert wurde, ergibt 

sich aus dem Vorwurf, der ebenfalls in der Anzeige enthalten ist und gemäss 

welchem auch Bareinnahmen und Medikamente unterschlagen worden 

seien. Es liegt nahe, dass diese Handlungen in der Arztpraxis erfolgt sind. 

Bereits seit der Anzeige vom 28. September 2014 lagen damit glaubwürdige 

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und konkrete Anhaltspunkte sowohl bezüglich des Handlungsortes als auch 

bezüglich der Bereicherungsabsicht von A. vor. Weshalb sich nach Ansicht 

des Gesuchstellers erst im Zusammenhang mit der Gerichtsstandsanfrage 

des Kantons Obwalden vom 25. Juni 2015 der Verdacht auf ungetreue Ge-

schäftsbesorgung mit Bereicherungsabsicht ergeben haben soll, ist nicht 

nachvollziehbar.  

3.4 Die vorbehaltlose Weiterführung der Untersuchung über einen Zeitraum von 

fast 11 Monaten, nämlich bis zum 18. August 2015, dem Tag, an welchem 

der Gesuchsteller die Akten zur Prüfung des Gerichtsstandes an den Ge-

suchsgegner 1 weiterleitete, kann nur als Anerkennung des Gerichtsstandes 

durch den Gesuchsteller im Sinne der zitierten Rechtsprechung zu dieser 

Frage interpretiert werden. Mit anderen Worten hat der Gesuchsteller den 

Gerichtsstand durch diese Weiterführung der Untersuchung konkludent an-

erkannt. Anknüpfungspunkte für einen Gerichtsstand im Kanton Nidwalden 

ergeben sich aus den Akten genügende – insbesondere der Wohnsitz der 

Beschuldigten. Aus diesem Grunde kann im heutigen Zeitpunkt auch offen 

bleiben, wo effektiv der Handlungsort lag: Durch die konkludente Anerken-

nung bleibt der Gerichtsstand beim Gesuchsteller. 

Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Nidwalden sind damit berechtigt 

und verpflichtet zu erklären, die A., D. und B. zur Last gelegten Straftaten zu 

verfolgen und zu beurteilen. 

 

 

4. Es sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 423 Abs. 1 StPO). 

 

 

 

  

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Strafbehörden des Kantons Nidwalden sind berechtigt und verpflichtet, die 

A., D. und B. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. 

 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

 

Bellinzona, 25. April 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Nidwalden 

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.