# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6c596ca-aaa7-5c6d-b061-2cc9b761f8d0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.10.2022 730 21 320/237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-21-320-237_2022-10-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Oktober 2022 (730 21 320 / 237) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

Zahnbehandlung; Extraktions- und Implantationsindikation fraglich. Rückweisung zur er-

gänzenden Abklärung der medizinischen Verhältnisse. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Assura-Basis AG, Case postale 7, 1052 Le Mont-sur-Lausanne, Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Assura-Basis SA, z.H. L. Scha-
walder, Jurist, Chemin de Budron A1, Case postale 7, 1052 Le Mont-
sur-Lausanne 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. A.____ ist bei der Assura-Basis AG (Assura) obligatorisch krankenpflege- und unfallver-
sichert. Am 7. September 2019 erlitt er bei einem Sturz unter anderem eine Kontusion diverser 
Zähne. Am 24. Januar 2020 reichte seine behandelnde Zahnärztin Dr. med. dent. B.____ bei der 
Assura ein Zahnschadenformular inklusive Kostenvoranschlag vom 14. Januar 2020 in der Höhe 
von Fr. 2'502.55 samt Laborkosten im Umfang von Fr. 891.45 für die Versorgung des Zahnes 12 
mittels einer MVK-Krone ein. Mit Schreiben vom 3. Februar 2020 teilte die Assura der Zahnärztin 

 

 
 
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mit, dass sie sich nach Prüfung der Unterlagen durch ihren Vertrauensarzt lediglich an den Kos-
ten für eine Wurzelbehandlung beteiligen könne. Da für die Herstellung einer Krone zum jetzigen 
Zeitpunkt keine medizinische Indikation erkennbar sei, sei die vorgeschlagene Behandlung nicht 
wirtschaftlich. 
 
B. Am 10. Juni 2020 und am 26. Juni 2020 gingen bei der Assura zwei weitere Gesuche um 
Kostenübernahme für die Folgebehandlung in Form einer Extraktion und eines Implantats des 
betroffenen Zahnes 12 durch Dr. med. med. dent. C.____ im Umfang von Fr. 2'169.85 und einer 
anschliessenden Implantatkronenversorgung durch Dr. B.____ in der Höhe von Fr. 2'409.05 ein. 
Auf Nachfrage vom 18. Juni 2022 stellte Dr. B.____ der Assura in der Folge die originalen Rönt-
genbilder samt Markierung einer vermuteten Wurzelfraktur im apikalen Bereich des Zahnes 12 
zu. Nach Einsicht in die ihr zur Verfügung gestellten Röntgenbilder bat die Assura mit Schreiben 
vom 27. Juli 2020 um Erläuterung, worin die zahnmedizinische Indikation für die Extraktion des 
betroffenen Zahnes bestehe. Am 22. September 2020 teilte Dr. B.____ der Assura mit, dass die 
Extraktion des betroffenen Zahnes durch eine apikale Aufhellung nach erfolgter Wurzelbehand-
lung indiziert gewesen sei. Bei persistierenden Beschwerden und leichter apikaler Aufhellung 
handle es auch gemäss der Beurteilung durch Dr. C.____ um die beste Lösung. Am 8. Oktober 
2020 teilte die Assura der behandelnden Zahnärztin mit, dass die Voraussetzungen für eine Kos-
tengutsprache hinsichtlich der geltend gemachten Unfallfolgebehandlung mangels ausreichender 
medizinischer Indikation nicht erfüllt seien. 
 
C. Am 19. Oktober 2020 ersuchte Dr. B.____ um Wiedererwägung des ablehnenden Ent-
scheids mit der Begründung, dass aufgrund der im Röntgenbild nachgewiesenen Fraktur unver-
ständlich sei, weshalb keine Kostengutsprache erfolge. Zwecks erneuter Prüfung ihrer Leistungs-
pflicht bat die Assura am 20. Oktober 2020 um Zustellung der Krankengeschichte des Versicher-
ten. Am 7. Januar 2021 teilte die Assura mit, dass nach eingehender Prüfung der Angelegenheit 
durch ihren Vertrauensarzt keine neuen Erkenntnisse vorlägen, welche ein Neubeurteilung recht-
fertigen würden. Für die Extraktion und eine Implantation des Zahnes 12 bestünde nach wie vor 
keine medizinische Indikation. Die Wurzelbehandlung sei etwas kurz ausgefallen; zudem weise 
der Zahn eine Parodontitis apikalis mit periradikulärer Osteolyse auf. Als Therapiemassnahme 
werde eine Wurzelspitzenresektion für sinnvoll erachtet. An dieser Auffassung hielt sie in der 
Folge fest und lehnte mit Verfügung 28. April 2021 eine Kostenübernahme für die bereits durch-
geführte Extraktion und Implantation des betroffenen Zahnes unter Hinweis auf eine erneute Stel-
lungnahme ihres Vertrauensarztes Dr. med. dent. D.____ vom 18. April 2021 ab. Eine unter Hin-
weis auf eine Stellungnahme von Dr. C.____ vom 8. Juni 2021 erhobene Einsprache des Versi-
cherten vom 31. Mai 2021 wies sie nach Einholung von zwei weiteren vertrauensärztlichen Stel-
lungnahmen vom 30. Juli 2021 und vom 27. August 2021 mit Einspracheentscheid vom 1. Sep-
tember 2021 ab. 
 
D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 
4. Oktober 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Übernahme der Kosten für die 
durchgeführte Extraktion und Implantation des Zahnes 12. Zur Begründung brachte er zusam-
menfassend vor, dass Dr. C.____ nachvollziehbar begründet habe, weshalb der betroffene Zahn 

 

 
 
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extrahiert und eine Implantatversorgung habe vorgenommen werden müssen. Die hiergegen er-
hobenen Einwände der Vertrauensärzte der Beschwerdegegnerin seien nicht stichhaltig, da sie 
auf einer ex post erfolgten Beurteilung beruhen würden.  

 
E. Mit Vernehmlassung vom 11. November 2021 schloss die Assura unter Hinweis auf eine 
erneute Stellungnahme ihres Vertrauensarztes vom 19. Oktober 2021 auf Abweisung der Be-
schwerde.  

 
F. Mit Replik vom 27. Januar 2022 und Duplik vom 16. Februar 2022 hielten die Parteien an 
ihren bereits dargelegten Standpunkten fest. Nachdem die Angelegenheit am 18. Februar 2022 
ein erstes Mal dem Präsidium des Kantonsgerichts zur Beurteilung überwiesen worden war, er-
suchte der Beschwerdeführer am 23. Februar 2022 um Einreichung einer weiteren Stellung-
nahme. Diese erging am 27. April 2022 unter Verweis auf eine erneute Beurteilung seines be-
handelnden Zahnarztes vom 31. März 2022. Die Beschwerdegegnerin hielt am 19. Mai 2022 
unter Hinweis auf die Stellungnahme ihres Vertrauensarztes vom 12. Mai 2022 weiterhin an ihrem 
Abweisungsantrag fest. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 5. Juli 200 wurde die Angelegen-
heit dem Präsidium erneut zur Beurteilung überwiesen. 

 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n   E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung 
mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 20. März 1981 
kann gegen Einspracheentscheide der Krankenversicherer Beschwerde erhoben werden. Zu-
ständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person ihren 
Wohnsitz hat (vgl. Art. 58 ATSG). Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 4. Oktober 2021 ist daher einzutreten.  
 
1.2 Strittig zwischen den Parteien ist der Anspruch des Versicherten auf Leistungen der As-
sura für den ursprünglich am 7. September 2019 erlittenen Schaden am Zahn 12 und dabei ins-
besondere der Umfang der Versorgung des daraus resultierenden Folgeschadens in Form einer 
von den behandelnden Zahnärzten vorgenommenen Extraktion und Implantation. Gemäss § 55 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantons-
gerichts über Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.—. Im vorliegenden Fall unter-
schreiten die Kosten für die umstrittene Extraktion und Implantation gemäss den von Dr. B.____ 
und Dr. C.____ eingereichten Kostenvoranschlägen vom 29. Mai 2020 und vom 22. Juni 2020 
(Beilagen 9 und 10 zur Vernehmlassung) den Grenzbetrag von Fr. 20'000.—. Die Angelegenheit 
ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 

 

 
 
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2.1 Gemäss Art. 31 Abs. 2 lit. b KVG übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung die Kosten der Behandlung von Schäden des Kausystems, die durch einen Unfall verursacht 
worden sind, soweit dafür keine Unfallversicherung aufkommt. Unbestritten ist, dass das erlittene 
Ereignis vom 7. September 2019 die Voraussetzungen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG 
erfüllt und dass die resultierenden Beschwerden und Schäden am Zahn 12 des Versicherten auf 
den erlittenen Unfall zurückzuführen sind (Stellungnahme von Dr. D.____ vom 18. April 2021, 
Beilage 23 zur Vernehmlassung; Verfügung der Assura vom 28. April 2021, S. 1, letzter Absatz, 
Beilage 24 zur Vernehmlassung). Umstritten ist jedoch der Umfang der daraus resultierenden 
Behandlungsfolgekosten und dabei insbesondere, ob der Versicherte Anspruch auf eine Kosten-
gutsprache für die von den behandelnden Zahnärzten vorgenommene Extraktion und Implanta-
tion des betroffenen Zahnes besitzt. 
 
2.2 Nach Art. 32 Abs. 1 KVG müssen die Leistungen nach den Art. 25 – 31 KVG wirksam, 
zweckmässig und wirtschaftlich sein. Zweckmässigkeit und Wirksamkeit (als Teilgehalt der 
Zweckmässigkeit; vgl. ALFRED MAURER, Das neue Krankenversicherungsrecht, Basel und Frank-
furt am Main 1996, S. 51 f.) setzen voraus, dass die Massnahme geeignet ist, das angestrebte 
Ziel zu erreichen. Die Wirksamkeit muss nach wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein 
(Satz 2). Die Wirksamkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen wer-
den periodisch überprüft (Abs. 2). Welche von mehreren in Betracht fallenden Massnahmen als 
geeignet erscheint, ist im Rahmen dieser Voraussetzungen nicht entscheidend. Nach der gesetz-
lichen Regelung genügt es, dass die vom Arzt oder der Ärztin angeordnete Massnahme zweck-
mässig ist. Sind gleichzeitig mehrere Leistungen als zweckmässig zu qualifizieren, beurteilt sich 
die Leistungspflicht des Krankenversicherers unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit 
(Art. 56 KVG). Nach dieser Vorschrift haben die Krankenversicherer die Leistungen auf jenes 
Mass zu beschränken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den Behandlungszweck 
erforderlich ist (Abs. 1). Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Vergütung 
verweigert werden (Abs. 2). Indem das Gesetz auf das Interesse der Versicherten Bezug nimmt, 
wird zum Ausdruck gebracht, dass der Begriff der Wirtschaftlichkeit der Behandlung nicht eng 
auszulegen ist (vgl. RKUV 1999 Nr. KV 64 S. 67 f. E. 3a mit Hinweis). Bei vergleichbarem medi-
zinischem Nutzen ist jedoch stets die kostengünstigste Variante beziehungsweise diejenige mit 
dem besten Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu wählen. Von zwei gleichermassen zweckmässigen Be-
handlungsalternativen gilt daher grundsätzlich nur die kostengünstigere Variante als notwendig 
und wirtschaftlich (BGE 128 V 66 E. 6 mit Hinweisen). Dies gilt namentlich auch in Bezug auf 
Zahnschäden. Demnach besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Versorgung mittels eines 
Implantats, wenn eine Behandlung der Oberkieferfront auf zweckmässige und kostengünsti-
gere Weise mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wiederhergestellt werden 
kann (Urteil des Bundesgerichts vom 28. März 2019, 9C_637/2018, E. 4.4, mit Verweis auf 
BGE 128 V 54 E. 3c).  
 
3.1 Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Personen notwendi-
gen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrund-
satz die verfügende wie auch die eine Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht von 
Amtes wegen vorzunehmen. Sowohl die Krankenkasse wie auch das Sozialversicherungsgericht 

 

 
 
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haben demnach von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und vollstän-
dige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren 
Vorliegen es abhängt, in welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten Person zu 
entscheiden ist. Dabei sind gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in denen medizinische Sach-
verhalte zu klären sind, sowohl die Verwaltung als auch die Justiz zur Beurteilung der sich stel-
lenden Rechtsfragen auf Unterlagen angewiesen, die eine Ärztin bzw. ein Arzt und gegebenen-
falls andere Fachpersonen zur Verfügung zu stellen haben (THOMAS LOCHER, Grundriss des So-
zialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70, N 2 f. und 8 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2.1 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 
469 f. E. 4.4 und 4.5). Solche ärztlichen Stellungnahmen sind, wie alle Beweise im Sozialversi-
cherungsprozess, von der rechtsanwendenden Behörde frei sowie umfassend und pflichtgemäss 
zu würdigen (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, S. 278). Dabei ist für den 
Beweiswert grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels, noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt ausschlaggebend. Letztendlich ist entscheidend, ob der fragliche Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, 
und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a und 122 
V 160 E. 1c mit weiteren Hinweisen; ALFRED BÜHLER, Versicherungsinterne Gutachten und Pri-
vatgutachten in: Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. 
Gallen 1997, S. 179 ff.). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten soll und darf das Gericht 
dabei der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten 
aussagen. 
 
3.2.2 Andererseits sind Krankenversicherungen oder ihre Verbände gemäss Art. 57 Abs. 1 
KVG verpflichtet, nach Rücksprache mit den kantonalen Ärztegesellschaften Vertrauensärzte 
bzw. Vertrauensärztinnen zu bestellen. Diese wiederum haben die Krankenversicherungen ge-
mäss Art. 57 Abs. 4 und 5 KVG in medizinischen Fachfragen zu beraten und insbesondere die 
Voraussetzungen der Leistungspflicht zu überprüfen. Sie sind in ihrem Urteil unabhängig und 
weder die Krankenversicherung noch die Leistungserbringer können ihnen Weisungen erteilen. 
Berichte und Gutachten der Vertrauensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht jedoch den glei-
chen Stellenwert wie verwaltungsinterne Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer 
(GEBHARD EUGSTER, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Basel/Genf/München 
2007, Krankenversicherung, N 209 ff.). Solchen Berichten kommt deshalb nicht derselbe Beweis-
wert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen 
oder gar einem Gerichtsgutachten zu. Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als keine geringen 
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 

 

 
 
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3.3 Das Sozialversicherungsgericht darf eine rechtserhebliche Tatsache erst dann als be-
wiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Dabei hat es seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (LOCHER, 
a.a.O., § 70, N 58). 
 
4. Zur Beurteilung der vorliegend strittigen Leistungspflicht sind nachfolgende zahnärztli-
che Berichte und Stellungnahmen zu berücksichtigen: 
 
4.1 Der Stellungnahme von Dr. B.____ vom 27. Juli 2020 ist zu entnehmen, dass eine Ex-
traktion des Zahnes 12 durch eine apikale Aufhellung nach erfolgter Wurzelbehandlung indiziert 
sei. Bei weiter persistierenden Schmerzen und leichter apikaler Aufhellung sei dies auch gemäss 
der Beurteilung des mitbehandelnden Zahnarztes Dr. C.____ die beste Lösung (Beilage 15 zur 
Vernehmlassung). 
 
4.2 Der Mitteilung von Dr. B.____ vom 19. Oktober 2020 zufolge habe der Versicherte am 
Zahn 12 ein Trauma erlitten, welches zu einer Wurzelbehandlung geführt habe, da der Patient 
starke Schmerzen angegeben habe. Bei persistierenden Schmerzen sei ein neues Röntgen an-
gefertigt worden, worauf ganz klar eine Fraktur zu sehen gewesen sei, weshalb der Zahn extra-
hiert und ein Implantat eingesetzt worden sei (Beilage 17 zur Vernehmlassung). 
 
4.3 Dem Eintrag in der Krankengeschichte des Versicherten vom 9. Dezember 2019 ist zu 
entnehmen, dass im Röntgen eine apikale Aufhellung zu sehen sei. Aus dem Eintrag vom 18. De-
zember 2019 geht indessen hervor, dass der Zahn noch vital gewesen sei und geblutet habe 
(Beilage 19 zur Vernehmlassung).  
 
4.4 Gemäss vertrauensärztlicher Stellungnahme von Dr. D.____ vom 18. April 2021 würden 
die Röntgenaufnahmen eine Frakturlinie im apikalen Bereich der Wurzel rund zwei Millimeter vom 
Apex entfernt bestätigen. Die zweckmässige und wirtschaftliche Therapiemassnahme zur Be-
handlung der Fraktur im Bereich der Wurzelspitze sei die Resektion des apikalen Wurzelfrag-
ments. Für einen Ersatz des Zahns mit einem Implantat liege keine ausreichende medizinische 
Indikation vor, da mit der Wurzelspitzenresektion eine ebenso zweckmässige und deutlich wirt-
schaftlichere Therapiemassnahme zur Verfügung stehe (Beilage 23 zur Vernehmlassung).  
 
4.5 Dem Bericht von Dr. C.____ vom 8. Juni 2021 kann entnommen werden, dass ihm der 
Patient wegen des stark schmerzhaften und wahrscheinlich gebrochenen Zahnes 12 zugewiesen 
worden sei. Da die Frakturbeurteilung schwierig sein könne, habe er die behandelnde Zahnärztin 
angewiesen, eine weitere Bildgebung anzufertigen, um die Rissbildung aus einem anderen Win-
kel besser beurteilen zu können. Darauf habe sich der Verdacht einer Fraktur bildgebend bestä-
tigt. Der Zahn sei ausserdem stark druck- und berührungsempfindlich gewesen. Die Extraktion 
und gleichzeitige Implantation sei in der Folge unter anderem wegen des Leidensdrucks kurzfris-

 

 
 
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tig geplant worden. Anlässlich der Operation am 8. Juni 2020 habe sich schliesslich herausge-
stellt, dass der Zahn nicht frakturiert gewesen sei, was zwar etwas überraschend gewesen sei, 
aufgrund von Artefakten im Röntgenbild aber vorkommen könne. Indessen sei die Indikation für 
die Extraktion bereits aufgrund der Symptomatik gegeben gewesen. Die von der Versicherung 
vorgeschlagene Wurzelspitzenresektion sei unsinnig, da der Schmerzreiz entlang der Zahnwur-
zel entstehe und eine Wurzelspitzenresektion deshalb nichts bringe, nachdem eine Wurzelbe-
handlung bereits im Vorfeld durchgeführt worden sei (Beilage 27 zur Vernehmlassung).  
 
4.6 Gemäss Stellungnahme von Dr. D.____ vom 30. Juli 2021 sei eine Wurzelspitzenresek-
tion bei einer vertikalen Zahnfraktur, bei der der Riss entlang der Zahnwurzel verlaufe, tatsächlich 
ein sinnloses Unterfangen ohne Erfolgschance. Er sei jedoch von einer Fraktur im Bereich der 
Wurzelspitze des Zahnes ausgegangen, da die vorgelegten Röntgen keine Anzeichen einer ver-
tikalen Fraktur gezeigt hätten. Bei klarer klinischer Symptomatik hätte erwartet werden müssen, 
dass sich der Infekt entlang der Wurzel radiologisch in Form einer Osteoloyse dargestellt hätte. 
Ausserdem habe Dr. B.____ auf Nachfrage den vermuteten Frakturbereich in das entsprechende 
Röntgenbild eingezeichnet. Der eingezeichnete Kreis zeige die vermutete Frakturlinie im Bereich 
der Wurzelspitze und nicht als vertikale Wurzelfraktur. Dieser vermutete Frakturbereich sei gera-
dezu exemplarisch geeignet, um mit einer Resektion des apikalen Teils therapiert zu werden. 
Damit werde zugleich auch der Vorwurf von Dr. C.____ entkräftet, die von der Versicherung vor-
geschlagene Therapiemassnahme sei unsinnig. Widersprochen werden müsse ausserdem der 
Behauptung, dass die Indikation für eine Extraktion des Zahnes bereits aufgrund der Symptoma-
tik gegeben gewesen sei. Die Behandlungsrelevanz ergebe sich nämlich daraus, dass je nach 
Frakturverlauf unterschiedliche Therapiemassnahmen geeignet seien. Dies äussere sich auch in 
den Kosten. Die Wurzelspitzenresektion wäre geschätzt zehn Mal günstiger gekommen als der 
Zahnersatz mit einem Implantat. Zudem gelte in der Zahnmedizin keinesfalls der Grundsatz, dass 
ein schmerzhafter Zahn einfach extrahiert werde. Damit würde ein massive Überbehandlung 
stattfinden, da Zähne, die sehr starke Schmerzen bereiten, sehr wohl zahnerhaltend behandelt 
werden könnten. Dr. C.____ habe sich vorliegend nicht für die wirtschaftlichere Massnahme in 
Form einer Wurzelspitzenresektion, sondern für eine wirtschaftlich erheblich aufwendigere Ex-
traktion mit einem anschliessenden Implantat entschieden (Beilage 28 zur Vernehmlassung). 
 
4.7 Gemäss Aktenbeurteilung von Dr. med. dent. E.____, Vertrauensarzt der Assura, vom 
27. August 2021 würden einige Unstimmigkeiten auffallen. Im Eintrag der Krankengeschichte 
vom 9. Dezember 2019 stehe, dass im Röntgen eine apikale Aufhellung zu sehen sei. Im Eintrag 
vom 18. Dezember 2019 werde dann aber von einer vitalen Pulpa gesprochen. Diese Aussagen 
widersprächen sich gegenseitig, weil ein vitaler Zahn keine apikale Aufhellung aufweisen könne. 
Leider fehle zu diesem Zeitpunkt der Behandlung sowohl ein Vitalitätstest als auch eine Aussage 
über den parodontalen Zustand des Zahnes, was elementar gewesen wäre. Ein zweiter Wider-
spruch sei die Geschichte mit der apikalen Wurzelfraktur. Nach der Extraktion des Zahnes sei 
das Vorhandensein einer solchen Wurzelfraktur verneint worden. Die Interpretation der zuvor an-
gefertigten Röntgenbilder sei somit falsch gewesen. Dies könne zwar passieren. Weshalb aber 
dann im Wissen darum, dass keine Wurzelfraktur vorgelegen habe, dennoch eine Extraktion 
durchgeführt worden sei, erschliesse sich nicht. Sollte tatsächlich ein apikales Geschehen vorge-
legen haben, wäre die Wurzelspitzenresektion oder allenfalls eine erneute Wurzelbehandlung 

 

 
 
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zielführend gewesen, der Zahn noch immer verortet gewesen und kein Implantat notwendig ge-
worden. Insofern liege unbesehen des Aspekts der Wirtschaftlichkeit bereits alleine mangels ei-
ner adäquaten Diagnose keine medizinische Indikation für eine Extraktion vor. Dies bedeute, 
dass die zahnerhaltenden Möglichkeiten einer Wurzelspitzenresektion nicht ausgeschöpft wor-
den seien, und die Extraktion aufgrund einer falschen Diagnose erfolgt sei. Fakt sei, dass keine 
Wurzelfraktur vorgelegen habe und somit die medizinische Diagnose für eine Extraktion nicht 
gegeben gewesen sei. Mit der Wurzelspitzenresektion hätte die Möglichkeit bestanden, das auf 
den Röntgenbildern diagnostizierte apikale Geschehen zahnerhaltend anzugehen. Diese Chance 
sei mit der voreiligen Extraktion verpasst worden. Ein weiterer Grund, der für die Wirksamkeit 
einer Wurzelspitzenresektion gesprochen habe, sei die radiologisch zu kurz erscheinende Wur-
zelbehandlung. Im Endeffekt wäre im Gegensatz zur Extraktion die medizinische Indikation für 
eine Wurzelspitzenresektion gegeben gewesen, welche zudem deutlich kostengünstiger ausge-
fallen wäre als der von den behandelnden Zahnärzten eingeschlagene Weg einer Extraktion und 
eines anschliessenden Implantats mit einer Krone (Beilage 29 zur Vernehmlassung).  
 
4.8 In der Stellungnahme von Dr. C.____ vom 4. Oktober 2021 legte der behandelnde Zahn-
arzt dar, dass er nicht von einer Faktur im Bereich der Wurzelspitze ausgegangen sei. Dort sei 
nichts zu sehen. Für ihn habe die schräg verlaufende und hakenförmige Verschattung nahe der 
Knochengrenze eine mögliche Fraktur dargestellt, welche in vier verschiedenen Röntgenbildern 
sichtbar gewesen sei. Diese Annahme habe sich bei der Extraktion allerdings nicht bewahrheitet. 
Der Zahn habe also schliesslich weder eine Fraktur noch eine apikale Beherdung aufgewiesen. 
Eine Wurzelspitzenresektion wäre weder fachlich korrekt noch zielführend oder wirtschaftlich ge-
wesen. Der Zahn habe dem Patienten unheimlich weh getan, was mit der Extraktion ein für alle 
Male gelöst worden sei. Fazit sei, dass ein vorausgehender Unfall zu einem Zahnverlust geführt 
habe (Beilage 2 zur Beschwerdebegründung).  
 
4.9 Der vertrauensärztlichen Stellungnahme von Dr. E.____ vom 19. Oktober 2021 zufolge 
stelle sich die generelle Frage, ob der Zahn hätte erhalten können werden oder nicht. Der Zahn-
erhalt müsse immer im Vordergrund des zahnärztlichen Tuns stehen. Ein Implantat komme erst 
zum Einsatz, wenn alle zahnerhaltenden Massnahmen ausgeschöpft seien. Der Krankenge-
schichte zufolge sei die Wurzelbehandlung am 18. Dezember 2019 begonnen und am 13. Januar 
2020 abgeschlossen worden. Betrachte man das dazumal angefertigte Röntgenbild, so könne 
man eine leicht zu kurze Wurzelfüllung erkennen, was spätere Probleme in Form einer Parodon-
titis apikalis begünstige. Nach erneuten Schmerzen sei im Mai 2020 ein neues Röntgenbild an-
gefertigt und dabei von einem frakturierten apikalen Wurzelstück gesprochen worden. Nachdem 
die behandelnde Zahnärztin dieses Röntgenbild mit einer Kennzeichnung im apikalen Wurzelbe-
reich zurückgesandt habe, müsse man davon ausgehen, dass zu diesem Zeitpunkt das Problem 
in Form einer Wurzelfraktur im apikalen Wurzelbereich des Zahnes gewesen zu sein schien. Mit 
der von Dr. D.____ in der Folge vorgeschlagenen Wurzelspitzenresektion hätte ein allenfalls frak-
turiertes apikales Wurzelstück entfernt und gleichzeitig eine leicht undichte Wurzelfüllung von 
apikal her abgedichtet werden können. Da diese Wurzelspitzenresektion nicht kostenintensiv sei, 
wäre damit auch den Kriterien der Wirtschaftlichkeit Folge geleistet worden. Weil die in der Folge 
aufgetretenen Schmerzen aber nicht von einer Wurzelfraktur stammen konnten, bleibe nur ein 
apikales Geschehen in Form einer Parodontitis apikalis. Mit einer Wurzelspitzenresektion wäre 

 

 
 
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es ebenfalls möglich gewesen, diese Schmerzen zu beheben. Der Aussage von Dr. C.____, wo-
nach die Assura ihre Leistungspflicht umgehen wolle, sei klar entgegen zu treten. Die Möglichkeit, 
mittels Wurzelspitzenresektion den durch den Unfall geschädigten Zahn zu therapieren und mög-
lichst zu erhalten, sei mit dessen Extraktion vergeben worden. Es gehe folglich nicht um einen 
Lückenschluss nach Zahnverlust, sondern um die voreilige Extraktion des Zahnes an sich. Mit 
der Durchführung einer Wurzelspitzenresektion hätte die Möglichkeit bestanden, die Beschwer-
den des Patienten anzugehen und den Zahn zu erhalten. Dies sei mit der Extraktion verpasst 
worden, weshalb sie zum damaligen Zeitpunkt als falsch zu bezeichnen sei (Beilage 31 zur Ver-
nehmlassung).  
 
4.10 Gemäss vertrauensärztlicher Stellungnahme von Dr. E.____ vom 2. Februar 2022 hätten 
die von Dr. B.____ und Dr. C.____ erhobenen Diagnosen der Parodontitis apikalis und der Wur-
zelfraktur im apikalen Bereich für eine Wurzelspitzenresektion gesprochen. Die Durchführung ei-
ner solchen Behandlung sei mitnichten belastender als eine Implantation. Hätte man nach erfolg-
ter Extraktion den Fall möglichst ohne Belastung und ohne Nebenwirkungen lösen wollen, wäre 
daher die Versorgung mittels einer Extensionsbrücke auf dem bestehenden Implantat 11 der 
sinnvollste Weg gewesen (Einzelbeilage zur Duplik).  
 
4.11 Gemäss Stellungnahme von Dr. C.____ vom 31. März 2022 sei das Insistieren auf einer 
Wurzelspitzenresektion als Behandlungsmassnahme für die Fraktur der Zahnwurzel tendenziös, 
irreführend und fachlich unhaltbar. Tendenziös deshalb, weil es bei der Behandlung nicht um die 
apikale Parodontitis gegangen sei, sondern um eine Zahnfraktur. Irreführend, weil die Möglichkeit 
einer Behandlung dieser Fraktur durch eine Wurzelspitzenresektion diskutiert werde, und 
schliesslich fachlich unhaltbar, da die Fraktur nicht apikal, sondern unweit der Krone vermutet 
worden sei. Eine Fraktur in diesem Bereich bedeute unweigerlich den Zahnverlust. Erwähnens-
wert sei, dass der Vertrauensarzt in der Lage sei, auf einem Röntgenbild die Diagnose einer 
Pulpitis zu stellen, während er gleichzeitig einen äusserst klaren MRI-Befund mit einer Osteomy-
elitis als unwesentlich betrachte. Eine Pulpitis sei auf dem Röntgenbild nicht sichtbar. Wegen der 
offensichtlichen Osteomyelitis sei gar ein notfallmässiger Kontakt durch die beurteilende Radio-
login erfolgt. Es grenze an Betrug, wenn belegte und behandlungswürdige Diagnosen aus dem 
Wind geschlagen würden (Einzelbeilage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. April 
2022). 
 
4.12 Der vertrauensärztlichen Stellungnahme von Dr. E.____ vom 12. Mai 2022 zufolge sei 
aufgrund der Einträge in der Krankengeschichte des Patienten davon auszugehen, dass 
Dr. B.____ nicht von einer Wurzelfraktur unweit unter der Krone, sondern im apikalen Bereich 
ausgegangen sei. Insofern würden die von Dr. C.____ in seiner neuerlichen Stellungnahme vom 
31. März 2022 erfolgten Aussagen erstaunen. Selbst wenn eine Wurzelfraktur unweit der Krone 
bestanden hätte, hätte dies mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit mit einem lokalen parodontalen 
Einbruch entlang der Wurzelfraktur klinisch diagnostiziert werden können. Mangels entsprechen-
der Hinweise in den Akten würden die fehlenden klinischen Angaben, das Röntgenbild und die 
Aussage von Dr. C.____ einer unweit der Krone vermuteten Wurzelfraktur nicht zusammenpas-
sen (Einzelbeilage zur Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2022).  
 

 

 
 
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5. Der Beschwerdeführer wendet ein, dass der fragliche Zahn in Tat und Wahrheit zwar 
nicht gebrochen gewesen sei. Den behandelnden Zahnärzten könne dabei kein Diagnosefehler 
vorgeworfen werden, da eine Fehlinterpretation von Röntgenbildern möglich sei. Soweit den Be-
handlern nunmehr vorgeworfen werde, den betroffenen Zahn voreilig entfernt zu haben, seien die 
vertrauensärztlichen Einwände ex post und mit dem Wissen erfolgt, dass eben keine Fraktur vor-
gelegen habe. Die Beurteilung, ob die vorgenommene Extraktion indiziert gewesen sei, müsse 
jedoch ex ante vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang habe Dr. C.____ nachvollzieh-
bar begründet, weshalb er den Zahn extrahiert und ein Implantat habe einsetzen müssen. Auch 
die Vertrauensärzte seien ursprünglich davon ausgegangen, dass eine Fraktur der Wurzelspitze 
bzw. ein apikales Geschehen vorgelegen habe, was mit einer Wurzelresektion zu behandeln ge-
wesen wäre. Da letztlich aber keiner dieser beiden Befunde vorgelegen habe, könne nicht auf 
deren Stellungnahmen abgestellt werden. Die behandelnden Zahnärzte seien ihrerseits davon 
ausgegangen, dass ein derart frakturierter Zahn vorgelegen habe, so dass eine Wurzelspitzen-
resektion als Behandlungsmöglichkeit ausgeschlossen gewesen sei. Ex ante betrachtet hätten 
die Extraktion und die Implantatversorgung deshalb die einzige Behandlungsmöglichkeit darge-
stellt und damit auch den Wirtschaftlichkeitskriterien entsprochen. Demgegenüber vertritt die Be-
schwerdegegnerin die Auffassung, dass die Beurteilung durch ihre Vertrauensärzte nicht ex post 
erfolgt sei. Bereits nach Erhalt des Röntgenbilds mit der Kennzeichnung einer potentiellen Schä-
digung im apikalen Wurzelbereich seien auch die Vertrauensärzte davon ausgegangen, dass das 
Problem in Form einer Wurzelfraktur im apikalen Wurzelbereich liegen würde. Die anschliessend 
bereits dazumal vorgeschlagene Massnahme der Wurzelspitzenresektion wäre aber eine adä-
quate Therapiewahl gewesen, da mit ihr und mit Blick auf den vermuteten Befund der Erhalt des 
betroffenen Zahnes hätte realisiert werden können. Aufgrund der voreiligen Extraktion hätten es 
die behandelnden Zahnärzte verpasst, die zahnerhaltenden Massnahmen auszuschöpfen, wel-
che im Vergleich zur vorgenommenen Extraktion und Implantation zudem erheblich wirtschaftli-
cher ausgefallen wären.  
 
5.1.1 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass sich der anfänglich auf den Röntgen vermutete Ver-
dacht sowohl einer möglichen Zahnfraktur als auch einer apikalen Parodontitis letztlich nicht be-
wahrheitet hat (oben, Erwägungen 4.5 und 4.8). Nachdem namentlich die im Röntgen ursprüng-
lich als apikale Aufhellung interpretierte Schädigung (oben, Erwägungen 4.1 f.). anlässlich der 
Extraktion des betroffenen Zahnes nicht objektiviert werden konnte (oben, Erwägung 4.8), ist da-
mit zugleich gesagt, dass mit Blick auf diese Verdachtsdiagnosen ex post betrachtet keine Indi-
kation für eine Extraktion des betroffenen Zahnes vorgelegen hat, welche die umstrittene Kosten-
gutsprache nachträglich rechtfertigen würde. Klarzustellen ist in diesem Zusammenhang jedoch 
auch, dass den behandelnden Zahnärzten nicht vorgeworfen werden kann, eine Fehldiagnose 
erhoben zu haben. Hintergrund bildet der Umstand, dass eine unzutreffende Interpretation zuvor 
angefertigter Röntgenbilder aufgrund von Artefakten im Röntgenbild generell nicht ausgeschlos-
sen werden kann (oben, Erwägungen 4.5 und 4.7). Es kann in diesem Zusammenhang auf die 
Stellungnahme von Dr. D.____ vom 18. April 2021 verwiesen werden, wonach auch der Vertrau-
ensarzt eine Frakturlinie im apikalen Bereich der Wurzel des betroffenen Zahnes in den Röntgen-
aufnahmen ursprünglich bestätigt hatte (oben, Erwägung 4.4).  
 

 

 
 
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5.1.2 Obschon sich der anfänglich bildgebende Verdacht einer Fraktur nicht bewahrheitet hat, 
begründet der behandelnde Zahnarzt die Indikation für eine Extraktion des Zahnes in erster Linie 
mit der Symptomatik und demnach damit, dass der Zahn grosse Schmerzen bereitet habe. Dies 
habe mit der Extraktion ein für alle Male gelöst werden können (oben, Erwägungen 4.5 und 4.8). 
Dieser Auffassung ist entgegen zu halten, dass Schmerzen alleine noch keine medizinische In-
dikation für eine bestimmte Behandlung begründen können. Es ist zwar ausgewiesen, dass der 
Versicherte im Nachgang zu seiner Erstbehandlung offenbar an starken Schmerzen gelitten hat 
(oben, Erwägungen 4.2 und 4.5 sowie 4.9; ebenso Krankengeschichte des Patienten, Beilage 19 
zur Vernehmlassung, ad Eintrag vom 9. April 2020). Die Relevanz für eine bestimmte Behand-
lungsmethode und vor allem auch für deren Kostengutsprache ergibt sich aber daraus, dass je 
nach Befund und Diagnose unterschiedliche Therapiemassnahmen resultieren. Hintergrund bil-
det die Bestimmung von Art. 56 Abs. 1 KVG, wonach die Krankenversicherer ihre Leistungen auf 
jenes Mass zu beschränken haben, welches nebst dem Interesse des Versicherten insbesondere 
für den Behandlungszweck erforderlich ist. Schmerzen alleine stellen aber noch keine Diagnose 
dar. Soweit der behandelnde Zahnarzt die Extraktion des betroffenen Zahnes und dessen Im-
plantatversorgung nunmehr im Wissen darum, dass sich der anfänglich auf den Röntgen ausge-
wiesene Verdacht sowohl einer möglichen Zahnfraktur als auch einer apikalen Parodontitis letzt-
lich nicht bewahrheitet hat (oben, Erwägungen 4.5 und 4.8), nachträglich mit den geklagten Be-
schwerden des Versicherten begründet, vermag diese Auffassung alleine mithin nicht zu über-
zeugen. 
 
5.2 Fraglich ist jedoch, wie es sich bei einer ex ante vorgenommenen Betrachtungsweise 
verhält. Hintergrund bildet der Umstand, dass den behandelnden Zahnärzten nicht vorgeworfen 
werden kann, eine Fehldiagnose erhoben zu haben (oben, Erwägung 5.1.1). Auch wenn sich der 
Befund weder einer Fraktur noch einer apikalen Beherdung bewahrheitet hat, verbleibt somit zu 
klären, ob die Behandler auf der Basis ihrer Interpretation der angefertigten Röntgenbilder zu 
Recht davon ausgegangen sind, dass der betroffene Zahn extrahiert werden muss. Dr. C.____ 
hat die Extraktion des betroffenen Zahnes in seiner Stellungnahme vom 31. März 2022 auch 
damit begründet, dass die Fraktur nicht apikal, sondern unweit der Krone vermutet worden sei, 
und eine Fraktur in diesem Bereich unweigerlich den Zahnverlust nach sich ziehe (oben, Erwä-
gung 4.11). Dabei ist ihm zwar entgegen zu halten, dass aufgrund der zuvor ergangenen Akten 
die Fraktur ursprünglich im apikalen Bereich vermutet worden war. Namentlich der von 
Dr. B.____ im Röntgenbild eingezeichnete Kreis zeigt eine vermutete Frakturlinie im Bereich der 
Wurzelspitze von Zahn 12 (oben, Erwägung 4.4). Dass Dr. C.____ ex ante betrachtet jedoch 
berechtigterweise von einer Fraktur im Bereich der Krone ausgegangen ist, der unweigerlich ei-
nen Zahnverlust nach sich zieht, lässt sich damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
ausschliessen. Hintergrund bildet der Umstand, dass eine unzutreffende Interpretation zuvor an-
gefertigter Röntgenbilder aufgrund von Artefakten im Röntgenbild generell nicht ausgeschlossen 
werden kann (oben, Erwägungen 4.5 und 4.7). Dies muss auch für eine allenfalls im Kronenbe-
reich des betroffenen Zahnes vermutete Fraktur gelten. Aus welchen Gründen Dr. C.____ letzt-
lich von einer dergestalt lokalisierten Fraktur ausgegangen ist, erweist sich angesichts der offen-
bar nicht einfach zu beurteilenden Bildgebung im hier vorliegenden Fall mithin von Relevanz, 
bleibt aber ungeklärt. Der Verweis des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin vom 12. Mai 
2022, dass die Aussagen von Dr. C.____ erstaunen würden, reicht in diesem Zusammenhang 

 

 
 
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alleine nicht aus, um eine allfällige Indikation für eine Extraktion des betroffenen Zahnes auszu-
schliessen (oben, Erwägung 4.12).  Ob die von den Vertrauensärzten der Beschwerdegegnerin 
bereits schon früh vorgeschlagene Massnahme einer Wurzelspitzenresektion die adäquate The-
rapiewahl gewesen wäre, mit welcher ex ante betrachtet der Erhalt des betroffenen Zahnes hätte 
realisiert werden können, lässt sich mithin nicht abschliessend beantworten. Hinzu tritt ein Wei-
teres: In seiner Stellungnahme vom 31. März 2022 begründet der behandelnde Zahnarzt die Ex-
traktion des Zahnes nämlich auch damit, dass eine Osteomyelitis vorgelegen habe. Wegen dieser 
offensichtlichen Osteomyelitis sei gar ein notfallmässiger Kontakt durch die beurteilende Radio-
login erfolgt (oben, Erwägung 4.11). In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die von der 
Beschwerdegegnerin als zweckmässig und wirtschaftlich vertretene Behandlung einer Wurzel-
spitzenresektion nicht in allen Fällen angemessen ist. Gegenindikationen liegen namentlich dann 
vor, wenn der Allgemeinzustand des Patienten einen solchen Eingriff nicht zulässt oder bereits 
eine weitreichende Zerstörung des Zahnhalteapparates eingetreten ist. In diesen Fällen ist viel-
mehr just eine Extraktion die geeignete Therapiemassnahme (vgl. Patienteninformation der Kas-
senzahnärztlichen Bundesvereinigung KZBV, www.kzbv.de). Gestützt auf die Stellungnahme von 
Dr. C.____ ist nun aber nicht auszuschliessen, dass eine allfällige Entzündung des Kieferkno-
chens eine Extraktion des betroffenen Zahnes nahegelegt hat. Den vertrauensärztlichen Stel-
lungnahmen kann in diesem Zusammenhang jedenfalls nichts entnommen werden. Damit bleibt 
unter dem Aspekt der Zweckmässigkeitskriterien gemäss Art. 56 Abs. 1 KVG letztlich ungeklärt, 
ob die Extraktion und anschliessende Implantatversorgung ex ante betrachtet die einzige Be-
handlungsmöglichkeit dargestellt hat. Dies gilt umso mehr, weil Dr. C.____ bereits am 4. Oktober 
2021 dargelegt hat, dass für ihn eine schräg verlaufende und hakenförmige Verschattung nahe 
der Knochengrenze eine mögliche Fraktur dargestellt habe (oben, Erwägung 4.8). Daran vermag 
nichts zu ändern, dass in der Krankengeschichte des Versicherten am 18. Dezember 2019 ver-
merkt worden ist, dass der betroffene Zahn vital sei (oben, Erwägungen 4.5 und 4.7), weil diese 
Einschätzung noch deutlich vor der Operation durch Dr. C.____ am 8. Juni 2020 und der erst im 
Mai 2020 befundeten Bildgebungen erfolgt ist (Beilage 19 zur Vernehmlassung).  
 
5.3 Zusammenfassend verbleiben zumindest geringe Zweifel an den vertrauensärztlichen 
Einschätzungen. Namentlich bleibt unklar, ob ex ante betrachtet sowohl der von Dr. C.____ ge-
äusserte Verdacht einer Fraktur im Kronenbereich als auch eine allfällige Osteomyelitis die Ex-
traktion des betroffenen Zahnes zu rechtfertigen vermögen. Angesichts der in diesen Punkten 
unvollständigen und sich generell diametral widersprechenden Aussagen der zahnmedizinischen 
Experten erweist sich eine erneute Beurteilung der Angelegenheit mittels eines externen Verwal-
tungsgutachtens als unerlässlich (oben, Erwägung 3.2.2). Dies führt im Ergebnis in Gutheissung 
der Beschwerde zur Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zu ergänzenden Abklä-
rung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Das KVG sieht keine Kostenpflicht vor, weshalb im vorliegenden Fall keine Kosten zu erheben 
sind.  
 

 

 
 
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6.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer 
deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in seiner Honorarnote vom 20. Juli 2022 einen 
Aufwand von acht Stunden und 40 Minuten à Fr. 250.— zuzüglich Spesen von Fr. 65.— geltend, 
was in Anbetracht der Vielzahl an zahnmedizinischen Stellungnahmen nicht zu beanstanden ist. 
Die Beschwerdegegnerin hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers somit ein Honorar von 
Fr. 2'403.50 (inkl. Auslagen in Höhe von Fr. 65.-- und 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG.  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenent-
scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vorausset-
zungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Zu ergänzen bleibt, dass nach 
bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungsentscheid getroffene Entschädigungsre-
gelung - wie die Rückweisung im Hauptpunkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 
BGG) darstellt, der in der Regel keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten wer-
den kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet 
die Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der 
Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei-
sungsentscheid direkt innerhalb der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids 
mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, 
bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4). 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der Assura-Basis AG vom 1. September 2021 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur erneuten Prüfung des Sachverhalts im Sinne 
der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'403.50 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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