# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92d30116-005b-5baa-891f-0f81a258991e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.03.2010 UV 2009/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-20_2010-03-23.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 23.03.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2010
Art. 3 ATSG. Art. 9 UVG. Abklärung des Vorliegens einer Berufskrankheit im 
Fall einer Versicherten, bei welcher anlässlich ihrer beruflichen Tätigkeit als 
Dentalhygienikerin Armbeschwerden auftraten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2010, UV 
2009/20). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_323/2010

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 23. März 2010

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Grand, Oberer Graben 26, 

9000 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   M.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Mitarbeiterin in der Praxis von Dr. med. 

dent. A.___ berufstätig und dadurch bei der Genfer Allgemeine Versicherungs-

Gesellschaft (nachfolgend: Genfer Versicherungen; heute: Zürich Versicherungs-

Gesellschaft, nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als ihr Arbeitgeber am 10. März 

1993 einen sie betreffenden Unfall vom 7. März 1993 mit der folgenden 

Sachverhaltsschilderung meldete: "Als ich beim Tennisspielen einen Ball holen wollte, 

bin ich ausgerutscht und zu Boden gefallen. Ich prallte mit dem ganzen Körpergewicht 

auf den rechten Unterarm. Dabei verletzte ich die Sehnen des Ellbogens". Als Art der 

Schädigung wurde eine Sehnenentzündung vermerkt (UV-act. k1). Die medizinische 

Erstabklärung in der Chirurgie St. Leonhard, St. Gallen, ergab die Diagnose einer 

beginnenden Tendovaginitis (UV-act. m1). Dr. med. B.___, Spezialarzt für Physikalische 

Medizin FMH, bescheinigte ab 8. März 1993 eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 

m12). Nachdem die Genfer Versicherungen ihre Leistungspflicht vorerst anerkannt 

hatten (UV-act. k4), verneinten sie nach Durchführung von weiteren medizinischen 

Abklärungen (UV-act. m15) mit Schreiben vom 16. November 1993 und 22. März 1994 

das Vorliegen einer Berufskrankheit (UV-act. k7, k12).

A.b   Am 11. Oktober 1994 meldete die Versicherte den Genfer Versicherungen einen 

Auffahrunfall vom 3. Oktober 1994 (UV-act. k24). Nach einer Erstbehandlung durch Dr. 

med. C.___ (UV-act. m30, zm29) wurde im Bericht des Schweizer Paraplegiker-

Zentrums, Nottwil, vom 20. Oktober 1994 die Diagnose eines HWS-Schleudertraumas 

gestellt (UV-act. m27, m31). Die Genfer Versicherungen anerkannten ihre 

Leistungspflicht für dieses Ereignis (UV-act. k28). Nach Vornahme von Abklärungen 

eröffneten sie der Versicherten am 20. Mai 1996 verfügungsweise die Einstellung der 

Versicherungsleistungen auf den 1. Mai 1996. Zur Begründung wurde ausgeführt, es 

liege keine Berufskrankheit vor, und es fehle im Weiteren an der natürlichen Kausalität 

zwischen den bestehenden Beschwerden und dem Auffahrunfall vom 3. Oktober 1994 

(UV-act. k83). Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte Einsprache (UV-act. k88, 

k95, k97, k99, k101). Nach Verfügungserlass wurden weitere medizinische Abklärungen 

vorgenommen (UV-act. m49, m50, m52, m54, m55). Gemäss Mitteilung vom 16. 

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September 1997 stellte die Invalidenversicherung bei der Versicherten einen 

Invaliditätsgrad von 100 % ab 15. März 1994 und einen solchen von 50 % ab 1. Juli 

1995 fest (UV-act. k137; vgl. auch UV-act. k162).

A.c   Am 3. April 2000 erlitt die Versicherte einen weiteren Auffahrunfall, für welchen die 

Genfer Versicherungen bzw. die Zürich nicht mehr zuständig waren (UV-act. k163), 

nachdem die Versicherte zwischenzeitlich einen neuen Arbeitsvertrag mit einem 

Pensum von 50 % eingegangen war (vgl. UV-act. k59, k161, k164, k185 Beilagen, k196 

S. 2). Im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB), Basel, wurden in den Jahren 

2003 und 2007 Begutachtungen durchgeführt (UV-act. m57, m58). Mit Schreiben vom 

7. Juni 2006 hatte die Zürich der Versicherten rückwirkend eine Korrektur-

Taggeldabrechnung auf der Basis einer durchgehenden Arbeitsfähigkeit von 50 % 

unterbreitet. Auf die Rückforderung zuviel ausgerichteter Leistungen werde verzichtet. 

Hingegen würden die Leistungen auf den 31. Mai 2006 eingestellt (UV-act. k187). Mit 

Schreiben vom 19. Dezember 2007 schlug die Zürich dem Rechtsvertreter der 

Versicherten eine erneute Begutachtung vor. Diesbezüglich kam jedoch zwischen den 

Parteien keine Einigung zustande (UV-act. k192f). Am 21. Mai 2008 erhob der 

Rechtsvertreter der Versicherten eine Rechtsverzögerungsbeschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (UV-act. k198). Mit Entscheid vom 24. Juli 

2008 schrieb das Gericht das Verfahren als gegenstandslos ab, da die Zürich 

zwischenzeitlich eine arbeitsmedizinische Abklärung bei der Suva veranlasst hatte (UV-

act. k207). Nach Vorliegen der entsprechenden Abklärungsergebnisse (UV-act. m59, 

m60) und Einräumung des rechtlichen Gehörs (vgl. UV-act. k209f, k217f, k221, k222) 

stellte die Zürich dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Schreiben vom 11. 

November 2008 in Aussicht, dass das Vorliegen einer Berufskrankheit rückwirkend auf 

das Datum der Verfügung vom 20. Mai 1996 verneint werde (UV-act. k217). Mit 

Einspracheentscheid vom 29. Januar 2009 wies die Zürich die Einsprache (gegen die 

Verfügung vom 20. Mai 1996) ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Ch. Grand, St. Gallen, 

für die Versicherte mit Eingabe vom 18. Februar 2009 Beschwerde mit den Anträgen, 

der Entscheid sei aufzuheben; die Beklagte sei zu verpflichten, ab 1. Juni 2006 

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monatliche Taggeldzahlungen in gleicher Höhe wie früher zuzüglich etwaige 

Teuerungszulagen nebst 5 % Zins ab jeweiliger Fälligkeit zu bezahlen, unter 

Kostenfolge. Zur Begründung hielt der Rechtsvertreter unter anderem fest, die 

Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an einer chronischen Epicondylitis am 

rechten Arm, die auf ihre berufliche Tätigkeit als Dentalhygienikerin zurückzuführen sei. 

Bis Ende Mai 2006 seien ihr die vertraglich zugesicherten Taggelder nach Massgabe 

der ärztlich festgestellten Erwerbsfähigkeit ausbezahlt worden. Mit Wirkung ab 1. Juni 

2006 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen ohne Begründung eingestellt. 

Streitig sei ausschliesslich die Frage, ob die chronische Epicondylitis der Klägerin als 

Berufskrankheit zu gelten habe oder nicht. Wohl hätten die Genfer-Versicherungen eine 

Berufskrankheit nie explizit anerkannt. Jedoch seien die Taggelder während zehn 

Jahren vorbehaltlos bezahlt worden. Demzufolge müsse die Kontroverse zwangsläufig 

als res iudicata bezeichnet werden. Solange die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeite, 

könne sie ihren Beruf als Dentalhygienikerin ausüben. Versuche sie indessen, ihr 

Pensum zu erhöhen, werde der Arm blau, die Hand kraftlos, die Schmerzen 

unerträglich. Die Beklagte berufe sich auf die Suva, die unentwegt behaupte, die 

Epicondylitis sei gewissermassen per definitionem keine Berufskrankheit. Für die 

obersten Richter sei es keineswegs ausgeschlossen, dass eine Epicondylitis als 

Berufskrankheit anerkannt werde. Dabei seien die konkreten Umstände des Einzelfalles 

zu berücksichtigen. Die Beschwerden, die die Beschwerdeführerin in jungen Jahren 

erlitten habe, seien im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Dentalhygienikerin 

aufgetreten. Sollte das Gericht wider Erwarten nicht vom Standpunkt der 

Beschwerdeführerin überzeugt sein, stelle sich die Frage, wie es weiter gehen solle. Die 

Klägerin zweifle daran, dass eine weitere arbeitsmedizinische Expertise wesentliche 

neue Erkenntnisse bringen werde. Die Einholung eines solchen Gutachtens werde 

demzufolge lediglich als Eventualantrag postuliert. Seit Mai 2006 habe die 

Beschwerdegegnerin mit Ausnahme einer Akontozahlung von Fr. 15'000.-- nichts mehr 

bezahlt. Es stelle sich die Frage, warum nicht bereits 2006 ein arbeitsmedizinisches 

Gutachten in Auftrag gegeben worden sei. Die Beschwerdegegnerin habe dies erst 

getan, als sie dazu (mit Rechtsverzögerungsbeschwerde) gezwungen worden sei. Für 

die Beschwerdeführerin seien die letzten Jahre zermürbend gewesen. Der anwaltliche 

Aufwand sei enorm gewesen. Diesen Umständen sei bei der Regelung der Kostenfrage 

Rechnung zu tragen.

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B.b   In der Beschwerdeantwort vom 26. März 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, die 

rechtsseitigen Armbeschwerden der Beschwerdeführerin seien durch die früheren 

Genfer Versicherungen vor Verfügungserlass sehr sorgfältig abgeklärt worden. Die 

Beschwerdegegnerin habe sodann hinsichtlich der diagnostizierten Epicondylitis die 

von der Rechtsprechung verlangte Einzelfallabklärung vorgenommen. Ein qualifizierter 

Kausalzusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin und 

den letztlich diffus gebliebenen Armbeschwerden rechts sei nicht rechtsgenüglich 

erstellt. Die Folgen der Beweislosigkeit habe die Beschwerdeführerin zu tragen. Das 

vorliegende Einspracheverfahren habe zwölf Jahre gedauert. Diese unüblich lange 

Verfahrensdauer habe der Beschwerdeführerin jedoch nie zum Nachteil gereicht. Sie 

habe über die ganzen Jahre Akontoleistungen unter dem Titel Taggeld bezogen. 

Bedenke man, dass allfällige (Dauer-)Leistungen bei zeitgerechter Behandlung und 

Gutheissung der Einsprache infolge Erreichens des Endzustandes und angesichts der 

ausgewiesenen 80 %igen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit massiv 

tiefer ausgefallen wären, gereiche die lange Verfahrensdauer der Beschwerdeführerin 

gar zum Vorteil. Aus der Leistungsausrichtung nach Verfügungserlass könne die 

Beschwerdeführerin keine Rechte für die Zukunft ableiten.

B.c   Mit Replik vom 28. April 2009 (act. G 8; mit weiteren Akten) und Duplik vom 8. Mai 

2009 (act. G 12) hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist vorliegend ausschliesslich, ob hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme 

der Beschwerdeführerin im rechten Arm eine Berufskrankheit zu bejahen ist (vgl. dazu 

act. G 1 S. 4). Allfällige Folgen der erlittenen Unfälle 1993 und 1994 stehen nicht zur 

Diskussion bzw. werden von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Für eine 

ganzheitliche Würdigung erscheint es dennoch sachgerecht, den komplexen 

medizinischen Sachverhalt umfassend darzulegen (vgl. nachstehend Erw. 2). - Als 

Berufskrankheiten gelten Krankheiten (Art. 3 ATSG, SR 830.1), die bei der beruflichen 

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Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte 

Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und 

Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Nach der 

Rechtsprechung müssen der schädigende Listenstoff oder die krankmachende Arbeit 

im gesamten Ursachenspektrum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen Anteil 

von mehr als 50% ausmachen (BGE 119 V 200 Erw. 2a). Als Berufskrankheiten gelten 

auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder 

stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 

UVG). Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % 

durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist (BGE 119 V 201 Erw. 2b).

2.        

2.1    Dr. med. D.___, Spezialarzt für Innere Medizin, stellte bei der Beschwerdeführerin 

im Bericht vom 14. April 1993 nach einer angiographischen Untersuchung ein 

Schulterkompressionsphänomen und einen Verdacht auf Sudecksche Dystrophie fest 

(UV-act. m4). Am 4. Mai 1993 berichtete Dr. med. E.___, Neurologie FMH, über eine 

regrediente Algodystrophie der rechten oberen Extremität als Folge 

überlastungsbedingter Tendomyalgien (UV-act. m6). In einer ersten Stellungnahme 17. 

Juni 1993 bejahte der beratende Arzt der früheren Genfer Versicherungen, Dr. med. 

F.___, Spezialarzt für Chirurgie FMH, bezüglich der Diagnose einer Tendinitis bzw. 

Tendovaginitis das Vorliegen einer Berufskrankheit (UV-act. m8). Gestützt auf 

ergänzende Abklärungen gelangte der Arzt jedoch im Bericht vom 29. Oktober 1993 zu 

einem gegenteiligen Schluss. Aufgrund der spezialärztlichen Berichte liege keine 

genaue Diagnose der Vorderarm-Handrückenstauung vor. Man habe dann eine 

Algodystrophie angenommen. Bewiesen sei diese Diagnose in keiner Weise. Der 

Nachweis eines doppelseitigen costoclaviculären Kompressionssydroms sei weit 

ausreichende Ursache dafür, dass das berufsbedingte Ursachenbündel von 75 % nicht 

erreicht werde. Das costoclaviculäre Syndrom spiele im ganzen Krankheitsgeschehen 

eindeutig eine grössere Rolle als 25 % (UV-act. m15). Am 13. Januar 1994 wurde auch 

von Seiten des Röntgeninstituts G.___ ein mehrdeutiger Befund im rechten 

Ellbogengelenk bescheinigt (UV-act. m16). Dr. med. H.___, FMH für Innere Medizin, 

kam im Bericht vom 14. Februar 1994 zum Schluss, die Schwellungen und Hämatome 

seien rein artifiziell bzw. selbst zugefügt; es liege ein klassisches Münchhausen-

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Syndrom vor (UV-act. m18). Im Gutachten vom 7. März 1994 diagnostizierte auch Dr. 

F.___ gestützt auf eine Untersuchung der Beschwerdeführerin und nach eingehender 

Diskussion möglicher Differentialdiagnosen ein Münchhausen-Syndrom. Zur 

Begründung führte er unter anderem aus, die Beschwerdeführerin könne durchaus an 

einer Tendomyose, an einer Insertionstendinopathie oder an einer Fibromyalgie im 

Bereich des rechten Armes gelitten haben. Sekundär sei es zu einem Münchhausen-

Syndrom gekommen. Der Beruf (Dentalhygienikerin) spiele initial eine gewisse Rolle, 

aber nicht zu 75 %. Es sei durchaus bekannt, dass Tendomyopathien vorwiegend 

psychogen entstehen und im Prinzip eine psychosomatische Krankheit darstellen 

würden. Hinzu komme dann sekundär das Münchhausen-Syndrom aus irgendwelchen 

Gründen bei gestörter Persönlichkeitsstruktur (UV-act. m19). Mit Schreiben vom 7. Juli 

1994 bejahte Dr. med. I.___, Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil, das Vorliegen 

einer Berufskrankheit. Mit einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit als 

Dentalhygienikerin oder in einem anderen Beruf, in dem die Arme stark beansprucht 

würden, sei nicht zu rechnen (UV-act. m23; vgl. auch UV-act. m51). Dr. med. J.___, 

Spezialärztin für Neurologie FMH, verneinte demgegenüber im Bericht vom 8. Juli 1994 

das Vorliegen einer Berufskrankheit. Es sei unmöglich, von einer solchen zu sprechen, 

da überhaupt eine genaue Diagnose fehle (UV-act. m24). Auch Dr. med. K.___, 

Spezialarzt für Handchirurgie, schloss das Bestehen einer Berufskrankheit in der 

Stellungnahme vom 29. September 1994 aus mit dem Hinweis, dass nur eine vage 

Diagnose ("brachialgie de l'avant-bras droit d'origine indéterminée avec oedème 

récidivant et suspicion de syndrome de Münchhausen, en présence d'un syndrom de 

compression du défilé thoracique bilatéral préexistant") formuliert werden könne (UV-

act. m25). Seinen im Gutachten vom 7. März 1994 dargelegten Standpunkt bestätigte 

Dr. F.___ im Bericht vom 11. Januar 1996; dies wiederum mit dem Hinweis, dass 

berufsfremde Faktoren im Umfang von mehr als 25 % eine Rolle spielen würden (UV-

act. m41).

2.2    Betreffend die Folgen des Auffahrunfalls 1994 hatten Prof. Dr. med. L.___ und Dr. 

med. N.___, Neurologische Klinik am Universitätsspital Zürich, im Gutachten vom 29. 

Mai 1995 ein leichtes Schleudertrauma nach Auffahrunfall mit leichtem 

Zervikalsyndrom ohne neurologische Ausfälle, ein chronisches tendomyotisches 

Schmerzsyndrom des rechten Armes sowie ein leichtes linksbetontes vaskuläres 

Thoracic-outlet-Syndrom bei Verdacht auf artifiziell bedingte Komplikationen 

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(Münchhausen) diagnostiziert. Den Status quo ante erachteten die Gutachter - bis auf 

die iatrogene Hypästhesie im Versorgungsgebiet des Nervus occipitalis major rechts - 

als wieder erreicht. Sie empfahlen den Beizug eines Psychosomatikers und die 

schrittweise Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit (UV-act. m35). Das Schweizer 

Paraplegiker-Zentrum berichtete am 27. Juni 1995 über eine Verbesserung im HWS-

Bereich. Hinsichtlich des Vorderarms sei der Status quo ante erreicht (UV-act. m38). 

Seit 1. Juli 1995 arbeitete die Beschwerdeführerin zu 50 % als Dentalhygienikerin in 

einer Zahnarztpraxis (UV-act. k59). Im psychiatrischen Gutachten vom 13. November 

1995 diagnostizierte Dr. med. O.___ eine somatoforme Schmerzstörung geringer 

Ausprägung. Diese Störung habe bereits vor dem Auffahrunfall im Zusammenhang mit 

dem Schmerzsyndrom des rechten Armes bestanden. Der Gutachter verneinte eine 

natürliche Kausalität zwischen Autounfall und psychischer Störung. Trotz der 

somatoformen Schmerzstörung sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

ihre Arbeitsfähigkeit wieder werde erreichen können. Dieser Arzt sah keinen Anlass, 

eine Artefaktkrankheit zu diagnostizieren (UV-act. m39). Dr. med. P.___, FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, stimmte am 19. März 1996 diesem 

Begutachtungsergebnis zu (UV-act. UV-act. m45). Am 24. Januar 1996 hatte die 

Beschwerdeführerin mitgeteilt, sie habe eine Buchhalter-Ausbildung begonnen, da sie 

(nach deren Abschluss) zu 100 % arbeiten wolle. Sie könne neben dem Studium zu 50 

% arbeiten; die verbleibenden 50 % stünden für die Ausbildung zur Verfügung (UV-act. 

k79). Die Behandlung im Schweizer Paraplegiker-Zentrum richtete sich gemäss Bericht 

vom 6. Mai 1996 auf das Schmerzsyndrom im Vorderarm rechts, wobei eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % bescheinigt wurde (UV-act. m46-m48). Im Bericht vom 25. 

Juni 1996 bejahte der Handchirurge Dr. med. Q.___ das Vorliegen einer Berufskrankheit 

mit der Begründung, dass die Beschwerdeführerin am Morgen oder an Feiertagen 

keine Schmerzen von Bedeutung habe, womit die Schmerzen voll auf die Ausübung 

des Berufs zurückzuführen seien. Als Diagnosen führte der Arzt eine Neuralgie des 

radialis Nervs am Ellbogen rechts, beruflich bedingt, eine Zervikalgie primärer (Status 

Schleudertrauma) und sekundärer Natur (Kettensymptomatik), eine 

Ansatztendinopathie der Muskulatur radialseits am Ellbogen rechts, beruflich bedingt, 

und eine Epikondyalgie ulnarseits am Ellbogen rechts auf (UV-act. m49). Die 

Neurologin Dr. J.___ hielt nach Vorlage des Berichts von Dr. Q.___ am 10. Juli 1996 an 

ihrem Standpunkt, wonach eine Berufskrankheit zu verneinen sei, fest. Es sei 

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einleuchtend, dass Beschwerden am rechten Arm durch eine Tätigkeit als 

Dentalhygienikerin verschlimmert werden könnten. Dies berechtige jedoch nicht ohne 

weiteres, von einer Berufskrankheit zu sprechen (UV-act. m50). Prof. Dr. med. R.___, 

FMH Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Innere Medizin, Kantonales Spital 

Heiden, diskutierte in den Schreiben vom 2. und vom 25. September 1996 ein Syndrom 

der oberen Thoraxaperatur (Thoracic-outlet-Syndrom) sowie das Vorliegen einer "wie 

auch immer gearteten" Stenose bzw. einer arteriellen Durchblutungsstörung. 

Betreffend Berufsbedingtheit des Leidens kam er zum Schluss, unter Berücksichtigung 

der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bei der Arbeit kein Ultraschallgerät benütze 

und dadurch eine höhere Kraftanspannung nötig sei, sei er nicht so sicher, ob nicht 

doch eine Entschädigungspflicht der Genfer-Versicherungen gegeben sei (UV-act. 

m52, m54). Dr. med. S.___, Chirurgie FMH, diagnostizierte anlässlich seiner 

Untersuchung vom 13. November 1996 unklare Armbeschwerden rechts ohne 

costoclavikuläre Kompression der Gefässe. Die Unfallkausalität könne von ihm nicht 

beantwortet werden (UV-act. m55).

2.3    Am 30. Januar 2003 erstattete das Zentrum für Medizinische Begutachtung 

(ZMB), Basel, zuhanden der Winterthur Versicherungen ein Gutachten. Die 

Beschwerdeführerin bestätigte gegenüber den Gutachtern, dass sie seit 1995 zu 50 % 

berufstätig sei. Im Jahr 1993 seien (gemäss ihren eigenen Angaben wegen 120 % 

Überzeit) ein Zervikalsyndrom und Parästhesien im rechten Arm aufgetreten. Sie 

nehme (ausser bei einem Migräneanfall) keine Medikamente. Die Physiotherapie habe 

sie sistiert; sie erfahre dadurch keine weitere Besserung (UV-act. m57 S. 20-23). Die 

Gutachter diagnostizierten einen Status nach zweimaligen Distorsionstraumen der 

HWS mit möglicher commotio cerebri am 3. April 2000, persistierendem 

zervikocephalem Schmerzsyndrom ohne radikuläre Irritations- oder Ausfallsymptomatik 

und ohne somatisch objektivierbare Symptome, eine somatoforme Störung, 

histrionisch akzentuierte Persönlichkeitszüge, migräne Kopfschmerzen seit Kindheit, 

einen Status nach längerdauernden Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie mit 

Thermoausschaltung des Nervus occipitalis major beidseits 1994 mit persistierendem 

sensiblem Ausfallsyndrom im entsprechenden Hautareal sowie einen Status nach 

Neurolyse oder Neurektomie des Nervus saphenus rechts auf Kniegelenkshöhe medial 

zirka 1985 mit persistierendem Ausfallsyndrom im Innervationsareal des Nervus 

saphenus rechts. Die Gutachter hielten unter anderem fest, es lägen auf der 

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somatischen Ebene keine überwiegend wahrscheinlichen Folgen des Unfalls vom 

7. März 1993 mehr vor. Da sich heute im somatischen Bereich keine relevanten 

Befunde erheben lassen würden, sei eine Abgrenzung der Unfallereignisse (vom 7. 

März 1993, vom 3. Oktober 1994 und vom 3. April 2000) nicht möglich. Der Status quo 

ante bzw. Status quo sine sei erreicht. Somatisch könne keine Arbeitsunfähigkeit in der 

Tätigkeit als Dentalhygienikerin oder einer anderen zumutbare Tätigkeit begründet 

werden. Behandlungsversuche hätten keine Besserung erbracht; da rein somatisch ein 

Substrat zu den geklagten Beschwerden fehle, sei auch eine somatische Behandlung 

nicht vorzuschlagen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehe eine 

psychosomatische Entwicklung. Die Beschwerdeführerin habe alle Unfälle psychisch 

bzw. psychosomatisch in einer sehr prolongierten und auffälligen Art verarbeitet. Es 

habe eine Persistenz von Symptomen seit dem ersten Unfall von 1993 bestanden, bei 

denen immer wieder von verschiedenen Ärzten darauf hingewiesen worden sei, dass 

eine organische Erklärung der Symptomatik nicht möglich sei und wahrscheinlich eine 

psychosomatische Problematik vorliege. Dieser Entwicklung müsse ein gewisser 

Krankheitswert zugesprochen werden. Insgesamt werde die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auf 20 % geschätzt. Wünschenswert wäre 

eine psychotherapeutische Betreuung. Allerdings erlebe die Beschwerdeführerin ihre 

Problematik auf somatischer Ebene, so dass dieser Schritt schwierig zu vollziehen sein 

werde. Die Beschwerdeführerin fühle sich höchstens zu 50 % arbeitsfähig (UV-act. 

m57 S. 39-51).

2.4    Im Frühjahr 2007 erfolgte eine weitere Begutachtung im ZMB, diesmal im Auftrag 

der IV. Im Gutachten vom 16. August 2007 wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine chronische laterale Epicondylitis rechts, ein chronisches 

zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei Status nach zweimaligem Autounfall, ein 

leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts, ein Verdacht auf Radialtunnelsyndrom rechts, 

Narbenschmerzen Unterschenkel rechts medial bei Status nach 

Kompartementspaltung 10/2005 bei Phlegmonen sowie eine somatoforme Störung und 

Migräne mit Aura aufgeführt. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde 

unter anderem eine Sensibilitätsstörung occipital nach Thermokoagulation des Nervus 

occipitalis major beidseits 1994 angeführt. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

in ihrer angestammten Tätigkeit als Dentalhygienikerin werde heute nach wie vor und 

vor allem aufgrund der chronischen Epicondylitis im Bereich des rechten Ellbogens und 

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die mit der Zwangshaltung der HWS verbundene Schmerzhaftigkeit eingeschränkt. Die 

seit 1995 bis heute ausgeübte 50 %-Tätigkeit der Beschwerdeführerin in diesem Beruf 

sei als adäquat anzusehen; eine höhere Arbeitsfähigkeit bestehe hier nicht. Die übrigen 

diagnostizierten somatischen wie auch psychischen Leiden hätten hier einen 

untergeordneten Einfluss. Medizinische Massnahmen, welche zu einer wesentlichen 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führen würden, 

könnten heute nicht angegeben werden. In Anbetracht der langjährigen Pathologie 

werde die Chance einer effektiven Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund 

operativer Massnahmen als sehr gering eingeschätzt. Im Bereich des rechten 

Unterschenkels seien Abklärungen bezüglich operativer Massnahmen noch hängig. 

Eine hier durchgeführte operative Massnahme solle eine deutliche Besserung der heute 

bestehenden Schmerzen bringen. Neben der heute ausgeübten Tätigkeit werde die 

Beschwerdeführerin in einer erweiterten Tätigkeit (Lehr- oder Schulungstätigkeit im 

angestammten Beruf) als insgesamt zu mindestens 80 % arbeitsfähig erachtet (UV-act. 

m58).

2.5    Suva-Arzt Dr. med. T.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, klärte im Auftrag 

der Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Berufskrankheit bezüglich der vom ZMB 

gestellten Diagnosen betreffend Armbeschwerden rechts ab. In der Beurteilung vom 

11. September 2008 kam er mit ausführlicher Begründung zum Schluss, dass sowohl 

bezüglich der chronischen Epicondylitis radialis humeri rechts als auch bezüglich des 

Radialistunnelsyndroms und des Karpaltunnelsyndroms rechts keine Berufskrankheit 

vorliege. Die Ursache der Epicondylitis sei multifaktoriell, wobei die Überanstrengung 

der Streckmuskulatur am radialen Epicondylus lediglich eine Facette des Problems 

darstelle. Der "Tennisellbogen" entspreche dem degenerativen Prozess, der am 

häufigsten im 4. und 5. Lebensdezennium symptomatisch werde, wobei sich die 

Beschwerden durch bestimmte Tätigkeiten, aber auch ohne ersichtlichen Grund, 

bemerkbar machen könnten. Es lasse sich kein Hinweis dafür finden, dass 

Dentalhygienikerinnen besonders oft an Epicondylitis erkranken würden. Bezüglich des 

(lediglich vermuteten) Radialistunnelsyndroms führte Dr. T.___ aus, der Überblick zur 

Diagnostik und Symptomatik zeige einerseits, dass eine anatomische Normvariante 

das Auftreten der Neuropathie sehr oft begünstige, und falls eine berufliche 

Verursachung postuliert werden sollte, diese mit gehäuften Pro- und 

Supinationsbewegungen des Vorderarms einhergehen müsste, was bei der Tätigkeit 

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einer Dentalhygienikerin nicht zutreffe. Eine Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 

UVG (Kompressionsneuropathien von Nerven) liege nicht vor. Im Weiteren sei ein 

deutliches Überwiegen des Karpaltunnelsyndroms bei Dentalhygienikerinnen im 

Vergleich zur Allgemeinbevölkerung nicht erwiesen (UV-act. m59). Im Bericht vom 29. 

Oktober 2008 nahm Dr. T.___ ergänzend Stellung (UV-act. m60). Im Schreiben vom 

18. November 2008 hielt Dr. T.___ auf einen Einwand des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin fest, er habe vom Bericht des Handchirurgen Dr. Q.___ vom 25. 

Juni 1996 Kenntnis genommen. Seine Behauptung, wonach die damals geschilderten 

Beschwerden allesamt berufsbedingt gewesen seien, habe Dr. Q.___ nicht begründet 

(UV-act. k222).  

3.        

3.1    Aufgrund der dargelegten medizinischen Akten kann als erstellt gelten, dass die 

bei der Beschwerdeführerin bestehenden gesundheitlichen Probleme im rechten Arm 

bzw. die Vielzahl der in diesem Zusammenhang im Verlauf der Jahre ab 1993 (zum Teil 

vermutungsweise) gestellten Diagnosen nicht unter eine Listenkrankheit im Sinn von 

Art. 9 Abs. 1 UVG und des entsprechenden Anhangs 1 zur UVV (Art. 14 UVV) 

subsumiert werden können. Abzuklären ist demgemäss, ob die gesundheitlichen 

Probleme unter Art. 9 Abs. 2 UVG einzuordnen sind. Gemäss BGE 117 V 354 Erw. 4c 

findet bei Art. 9 Abs. 2 UVG keine Beschränkung der gefährdenden Stoffe oder 

Krankheiten statt. Grundsätzlich ist jede Einwirkung am Arbeitsplatz als Ursache für 

eine Berufskrankheit anerkannt, unter der Bedingung, dass der ursächliche 

Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und der Krankheit "stark 

überwiegend" ist, d.h. wenn der Verursachungsanteil der Berufsarbeit an einer 

Krankheit - wie bereits erwähnt (vorne Erw. 1) - mindestens 75% beträgt, und dies mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 114 V 109; 116 V 142 Erw. 

5a; 119 V 200 Erw. 2b). Nach der Rechtsprechung stellt die Anerkennung einer 

Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG primär eine Beweisfrage im Einzelfall dar. 

Wenn aber auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür 

besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten Leidens von seiner Natur 

her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den Beweis auf qualifizierte 

Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfallaus (BGE 126 V 183 Erw. 4c). 

Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten (Anteil von mindestens 

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75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet 

werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung, 

welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person zumindest viermal häufiger von 

einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die 

Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. RKUV 1999, S. 106 Erw. 3 am Schluss). Sind 

anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen 

Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine 

bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks 

Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall (vgl. BGE 126 V 

183 Erw. 4c mit Hinweisen).

3.2    Nachdem er vorerst eine Berufskrankheit bejaht hatte, verneinte Dr. F.___ nach 

erneuter eingehender Prüfung der medizinisch mehrdeutigen Sachlage (vgl. UV-act. 

m4, m6, m15, m16, m18) eine solche im Gutachten vom 7. März 1994 (UV-act. m19). 

Dr. I.___, Schweizer Paraplegiker-Zentrum, kam zwar am 7. Juli 1994 zu einem 

gegenteiligen Schluss. Seinem Bericht lässt sich jedoch keine Begründung entnehmen, 

aufgrund derer die gesetzlichen Anforderungen des Art. 9 Abs. 2 UVG auch nur 

ansatzweise als erfüllt gelten könnten (UV-act. m23). Das Nichtvorliegen einer 

Berufskrankheit ergibt sich auch einlässlich aus den später erfolgten Stellungnahmen 

von Dr. J.___ und insbesondere derjenigen von Dr. K.___ (UV-act. m24, m41, m50). 

Offensichtlich nicht zureichend zum Nachweis einer Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 

Abs. 2 UVG erscheint die Begründung von Dr. Q.___ im Bericht vom 25. Juni 1996, 

wonach die Beschwerdeführerin am Morgen oder an Feiertagen keine Schmerzen von 

Bedeutung habe, womit die Schmerzen voll auf die Ausübung des Berufs 

zurückzuführen seien (UV-act. m49). Eine weitergehendere Begründung kann bezüglich 

der hier streitigen Frage auch dem Schreiben von Dr. Q.___ vom 4. Februar 2009 nicht 

entnommen werden (act. G 1.1/19). Was die von ihm erwähnte Diagnose einer Irritation 

des Nervus. radialis betrifft, ist festzuhalten, dass Dr. Q.___ nicht Neurologe ist. Die 

diesbezüglichen Feststellungen basierten denn auch nicht auf neurologischen 

Untersuchungen, sondern auf Beschwerdeangaben der Patientin (vgl. UV-act. m49 S. 1 

und act. G 1.1/19). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass Dr. Q.___ 

noch im Dezember 1999 hinsichtlich der Armbeschwerden die Differentialdiagnose 

eines Weichteilrheumas gestellt hatte (Bericht zitiert im ZMB-Gutachten 2003 [UV-

act. m57] S. 11). Eine überwiegend wahrscheinlich berufsbedingte Verursachung im 

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Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG ist sodann auch aus den Berichten von Prof. R.___ nicht 

ersichtlich, zumal dort eine solche sinngemäss lediglich vermutet wurde (UV-act. m52, 

m54). Von Bedeutung ist mit Blick auf die erwähnten Feststellungen von Dr. Q.___ 

auch, dass die Neurologin PD Dr. med. U.___, Chefärztin am Kantonsspital St. Gallen, 

im Bericht vom 20. November 2001 einen pathologischen Befund im Bereich der 

oberen Extremitäten verneinte (Bericht zitiert in ZMB-Gutachten 2003 S. 14f). Aufgrund 

der multifaktoriellen Genese des Leidens der Beschwerdeführerin mit einer Vielzahl von 

diskutierten bzw. in Betracht kommenden Diagnosen erscheint mit Blick auf die 

ausführlich begründeten Darlegungen von Dr. T.___ - welche diejenigen von Dr. F.___ 

im Ergebnis vollumfänglich bestätigten - eine (teilweise) berufsbedingte Verursachung 

bzw. Beeinflussung der Armschmerzen zwar denkbar bzw. möglich. Der Beweis einer 

stark überwiegenden Ursächlichkeit im erwähnten Sinn kann jedoch offensichtlich nicht 

als erbracht gelten. Im Übrigen wies Dr. F.___ bereits am 7. März 1994 auf das - später 

anlässlich der ZMB-Begutachtungen bestätigte - Bestehen von psychosomatischen 

Faktoren und auf Aspekte der Persönlichkeitsstruktur hin (UV-act. m19), welche eine 

überwiegend berufliche Verursachung der Beschwerden jedenfalls nicht 

wahrscheinlicher machen. Die ZMB-Begutachtung 2003 ergab unter anderem die 

Diagnose von längerdauernden Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie; die Gutachter 

konnten weder aus neurologischer noch aus orthopädischer Sicht erhebliche Befunde 

eruieren. Auf der somatischen Ebene verneinten sie das überwiegend wahrscheinliche 

Bestehen von gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 7. März 1993 und bejahten 

(soweit ersichtlich in Bezug auf die Unfallereignisse von 1993, 1994 und 2000) die 

Erreichung des Status quo sine bzw. ante (UV-act. m57 S. 39ff).

3.3    Dem vom Rechtsvertreter eingereichten Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2008: sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts) vom 17. September 2004 [U 341/03 = SVR-UV 2005 Nr. 6, 17] lag ein 

Sachverhalt zugrunde, gemäss welchem eine Dentalhygienikerin dem Unfallversicherer 

nach 26jähriger Berufstätigkeit (1975-2001) eine Epicondylitis als Berufskrankheit 

melden liess. Die Angelegenheit wurde vom Gericht - nicht zuletzt mit Hinweis auf die 

wesentliche Expositionsdauer (vgl. Urteil, a.a.O., Erw. 3.3) - zur Durchführung einer 

arbeitsmedizinischen Abklärung an den Unfallversicherer zurückgewiesen (act. G 

1.1/13). Im hier streitigen Fall liegt eine solche arbeitsmedizinische Abklärung bereits 

vor. Den ärztlichen Stellungnahmen von Dr. T.___ liegen die von den ZMB-Gutachtern 

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im Jahr 2007 bezüglich der Armschmerzen rechts gestellten Diagnosen zugrunde, d.h. 

eine chronische laterale Epicondylitis, ein leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts sowie 

ein Verdacht auf Radialtunnelsyndrom. Diese Diagnosen wurden im erwähnten 

Gutachten erstmals gestellt, nachdem die zuvor begutachtenden und behandelnden 

Ärzte neurologische Ursachen für das geltend gemachte Beschwerdebild verneint oder 

die Befunde als geringfügig bezeichnet hatten (vgl. UV-act. m6, m35, m57). Eine 

chronische Epicondylitis bestand somit im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 

nicht schon seit vielen Jahren (vgl. act. G 1 S. 2 unten). Nach den schlüssigen 

Ausführungen von Dr. T.___ handelt es sich beim Karpaltunnelsyndrom, welches sich 

nach Art. 9 Abs. 1 UVG (vgl. Anhang I zur UVV) beurteilt, um ein multifaktorielles 

Leiden, dessen Hauptursache meist nicht feststellbar ist und für welches ein deutliches 

Überwiegen im Beruf der Beschwerdeführerin im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 

nicht erwiesen ist (UV-act. m59 S. 6ff). Für das Radialistunnelsyndrom, welches im 

Übrigen lediglich als Vermutungsdiagnose zur Diskussion steht, gilt Entsprechendes 

(UV-act. m59 S. 5f). Im Weiteren liegen bei der Beschwerdeführerin berufsfremde 

(psychische und durch die Schulterkompression bedingte) Faktoren vor. Hinsichtlich 

der Epicondylitis verneinte Dr. T.___ im Rahmen einer Einzelfallprüfung eine 

Berufskrankheit gestützt auf Art. 9 Abs. 2 UVG mit einlässlicher und plausibler 

Begründung (UV-act. m59 S. 2-5). Im Bericht vom 29. Oktober 2008 wies Dr. T.___ 

sodann darauf hin, dass für die 1993 von der Beschwerdeführerin geklagten 

Armschmerzen rechts etliche diagnostische Hypothesen entwickelt worden seien. 

Anlässlich der ZMB-Begutachtung sei ein Status nach länger dauernden 

Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie aufgeführt worden; dies bei Fehlen von 

somatischen Befunden an der rechten oberen Extremität. Die Epicondylitis radialis 

müsse sich damit zwangsläufig nach 2003 entwickelt haben, wobei die 

Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt sich in einem Alter befunden habe, in 

welchem sich die Epicondylitis bevorzugt manifestiere (UV-act. m60). Den bereits 

erwähnten Ausführungen von Dr. Q.___ vom 4. Februar 2009 (act. G 1.1/19) lassen sich 

keine Anhaltspunkte entnehmen, aufgrund welcher diese Feststellungen in Zweifel zu 

ziehen wären. Solche ergeben sich auch nicht aus dem vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eingereichten Auszug aus der Schweiz. Monatsschrift 

Zahnmedizin 7/2008 (act. G 1.1/14).

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3.4    Angesichts dieser Gegebenheiten kann nicht beanstandet werden, dass die 

Genfer-Versicherungen das Vorliegen einer Berufskrankheit am 20. Mai 1996 

verfügungsweise verneinten. Von einer solchen konnte weder im damaligen Zeitpunkt 

noch im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 29. Januar 2009 ausgegangen 

werden. Was ihren Eventualantrag betrifft, vertritt auch die Beschwerdeführerin selbst 

nicht die Auffassung, dass eine erneute arbeitsmedizinische Abklärung zu weiteren 

Erkenntnissen führen würde. Im Übrigen ist explizit darauf hinzuweisen, dass mit 

diesem Ergebnis weder die ausgewiesenen erheblichen gesundheitlichen Probleme der 

Beschwerdeführerin (act. G 1.1/19, 1.1/20) im rechten Arm in Frage gestellt noch die 

Möglichkeit einer Beeinflussung der Beschwerden durch ihren Beruf in Abrede gestellt 

werden. Dies allein genügt jedoch wie dargelegt nicht für eine Bejahung der 

Voraussetzungen nach Art. 9 UVG.

4.        

Am 20. Mai 1996 verfügten die Genfer-Versicherungen die Leistungseinstellung auf den 

1. Mai 1996 (UV-act. k83). Trotzdem erbrachten sie weiterhin Taggeldleistungen (vgl. 

UV-act. k150f, k160, k168, k171, k174f, k178, k197). Den Leistungsübersichten kann 

entnommen werden, dass die Zahlungen ab 1996 als Akonto-Zahlungen "ohne 

Präjudiz" geleistet worden waren (act. G 5.1; UV-act. k144, k159, k206) und insofern ihr 

nicht definitiver Charakter zum Ausdruck kam. Eine "faktische Verfügung" von nicht 

rückwirkend anpassbaren Dauerleistungen bzw. eine diesbezügliche "res iudicata" (act. 

G 1 S. 5) lag damit nicht vor. Eine solche ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, 

dass die Genfer-Versicherungen die Taggelder zuweilen (wohl irrtümlich) als 

"Rente" (UV-act. k180, k191) bezeichneten, zumal nach Lage der Akten diese Art von 

Leistungen nie abgeklärt oder zugesprochen worden waren. Aus der Tatsache, dass 

die Beschwerdegegnerin während Jahren Leistungen erbrachte, lässt sich nicht 

ableiten, dass ein Anspruch auch für die Zukunft ausgewiesen ist. Spätestens mit dem 

Vorliegen des Resultats der Abklärung von Dr. T.___ war von einem 

Wiedererwägungsgrund (Art. 53 Abs. 2 ATSG) auszugehen. Die Beschwerdegegnerin 

stellte die Leistungen am 7. Juni 2006 zwar auf den 31. Mai 2006 ein (UV-act. k187), 

leistete später jedoch noch eine Akontozahlung von Fr. 15'000.-- und verzichtete auf 

eine Rückforderung (UV-act. k187 S. 2 unten; act. G 5 S. 7). Bei diesem Sachverhalt 

stellen sich - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält - keine 

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Vertrauensschutzfragen. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Frage der 

Berufskrankheit nicht bereits in einem früheren Zeitpunkt abschliessend prüfte, kann 

nicht die Unmöglichkeit einer Leistungseinstellung zur Folge haben. Soweit der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Darlegungen im Zusammenhang mit der 

bereits früher beurteilten Rechtsverzögerungsbeschwerde macht (act. G 1 S. 10f), ist 

hierauf nicht mehr einzugehen.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 29. Januar 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

Art. 3 ATSG. Art. 9 UVG. Abklärung des Vorliegens einer Berufskrankheit im Fall 

einer Versicherten, bei welcher anlässlich ihrer beruflichen Tätigkeit als 

Dentalhygienikerin Armbeschwerden auftraten (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2010, UV 2009/20).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 23. März 2010

in Sachen

M.___,

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Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Grand, Oberer Graben 26, 

9000 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   M.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Mitarbeiterin in der Praxis von Dr. med. 

dent. A.___ berufstätig und dadurch bei der Genfer Allgemeine Versicherungs-

Gesellschaft (nachfolgend: Genfer Versicherungen; heute: Zürich Versicherungs-

Gesellschaft, nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als ihr Arbeitgeber am 10. März 

1993 einen sie betreffenden Unfall vom 7. März 1993 mit der folgenden 

Sachverhaltsschilderung meldete: "Als ich beim Tennisspielen einen Ball holen wollte, 

bin ich ausgerutscht und zu Boden gefallen. Ich prallte mit dem ganzen Körpergewicht 

auf den rechten Unterarm. Dabei verletzte ich die Sehnen des Ellbogens". Als Art der 

Schädigung wurde eine Sehnenentzündung vermerkt (UV-act. k1). Die medizinische 

Erstabklärung in der Chirurgie St. Leonhard, St. Gallen, ergab die Diagnose einer 

beginnenden Tendovaginitis (UV-act. m1). Dr. med. B.___, Spezialarzt für Physikalische 

Medizin FMH, bescheinigte ab 8. März 1993 eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 

m12). Nachdem die Genfer Versicherungen ihre Leistungspflicht vorerst anerkannt 

hatten (UV-act. k4), verneinten sie nach Durchführung von weiteren medizinischen 

Abklärungen (UV-act. m15) mit Schreiben vom 16. November 1993 und 22. März 1994 

das Vorliegen einer Berufskrankheit (UV-act. k7, k12).

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A.b   Am 11. Oktober 1994 meldete die Versicherte den Genfer Versicherungen einen 

Auffahrunfall vom 3. Oktober 1994 (UV-act. k24). Nach einer Erstbehandlung durch Dr. 

med. C.___ (UV-act. m30, zm29) wurde im Bericht des Schweizer Paraplegiker-

Zentrums, Nottwil, vom 20. Oktober 1994 die Diagnose eines HWS-Schleudertraumas 

gestellt (UV-act. m27, m31). Die Genfer Versicherungen anerkannten ihre 

Leistungspflicht für dieses Ereignis (UV-act. k28). Nach Vornahme von Abklärungen 

eröffneten sie der Versicherten am 20. Mai 1996 verfügungsweise die Einstellung der 

Versicherungsleistungen auf den 1. Mai 1996. Zur Begründung wurde ausgeführt, es 

liege keine Berufskrankheit vor, und es fehle im Weiteren an der natürlichen Kausalität 

zwischen den bestehenden Beschwerden und dem Auffahrunfall vom 3. Oktober 1994 

(UV-act. k83). Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte Einsprache (UV-act. k88, 

k95, k97, k99, k101). Nach Verfügungserlass wurden weitere medizinische Abklärungen 

vorgenommen (UV-act. m49, m50, m52, m54, m55). Gemäss Mitteilung vom 16. 

September 1997 stellte die Invalidenversicherung bei der Versicherten einen 

Invaliditätsgrad von 100 % ab 15. März 1994 und einen solchen von 50 % ab 1. Juli 

1995 fest (UV-act. k137; vgl. auch UV-act. k162).

A.c   Am 3. April 2000 erlitt die Versicherte einen weiteren Auffahrunfall, für welchen die 

Genfer Versicherungen bzw. die Zürich nicht mehr zuständig waren (UV-act. k163), 

nachdem die Versicherte zwischenzeitlich einen neuen Arbeitsvertrag mit einem 

Pensum von 50 % eingegangen war (vgl. UV-act. k59, k161, k164, k185 Beilagen, k196 

S. 2). Im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB), Basel, wurden in den Jahren 

2003 und 2007 Begutachtungen durchgeführt (UV-act. m57, m58). Mit Schreiben vom 

7. Juni 2006 hatte die Zürich der Versicherten rückwirkend eine Korrektur-

Taggeldabrechnung auf der Basis einer durchgehenden Arbeitsfähigkeit von 50 % 

unterbreitet. Auf die Rückforderung zuviel ausgerichteter Leistungen werde verzichtet. 

Hingegen würden die Leistungen auf den 31. Mai 2006 eingestellt (UV-act. k187). Mit 

Schreiben vom 19. Dezember 2007 schlug die Zürich dem Rechtsvertreter der 

Versicherten eine erneute Begutachtung vor. Diesbezüglich kam jedoch zwischen den 

Parteien keine Einigung zustande (UV-act. k192f). Am 21. Mai 2008 erhob der 

Rechtsvertreter der Versicherten eine Rechtsverzögerungsbeschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (UV-act. k198). Mit Entscheid vom 24. Juli 

2008 schrieb das Gericht das Verfahren als gegenstandslos ab, da die Zürich 

zwischenzeitlich eine arbeitsmedizinische Abklärung bei der Suva veranlasst hatte (UV-

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act. k207). Nach Vorliegen der entsprechenden Abklärungsergebnisse (UV-act. m59, 

m60) und Einräumung des rechtlichen Gehörs (vgl. UV-act. k209f, k217f, k221, k222) 

stellte die Zürich dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Schreiben vom 11. 

November 2008 in Aussicht, dass das Vorliegen einer Berufskrankheit rückwirkend auf 

das Datum der Verfügung vom 20. Mai 1996 verneint werde (UV-act. k217). Mit 

Einspracheentscheid vom 29. Januar 2009 wies die Zürich die Einsprache (gegen die 

Verfügung vom 20. Mai 1996) ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Ch. Grand, St. Gallen, 

für die Versicherte mit Eingabe vom 18. Februar 2009 Beschwerde mit den Anträgen, 

der Entscheid sei aufzuheben; die Beklagte sei zu verpflichten, ab 1. Juni 2006 

monatliche Taggeldzahlungen in gleicher Höhe wie früher zuzüglich etwaige 

Teuerungszulagen nebst 5 % Zins ab jeweiliger Fälligkeit zu bezahlen, unter 

Kostenfolge. Zur Begründung hielt der Rechtsvertreter unter anderem fest, die 

Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an einer chronischen Epicondylitis am 

rechten Arm, die auf ihre berufliche Tätigkeit als Dentalhygienikerin zurückzuführen sei. 

Bis Ende Mai 2006 seien ihr die vertraglich zugesicherten Taggelder nach Massgabe 

der ärztlich festgestellten Erwerbsfähigkeit ausbezahlt worden. Mit Wirkung ab 1. Juni 

2006 habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen ohne Begründung eingestellt. 

Streitig sei ausschliesslich die Frage, ob die chronische Epicondylitis der Klägerin als 

Berufskrankheit zu gelten habe oder nicht. Wohl hätten die Genfer-Versicherungen eine 

Berufskrankheit nie explizit anerkannt. Jedoch seien die Taggelder während zehn 

Jahren vorbehaltlos bezahlt worden. Demzufolge müsse die Kontroverse zwangsläufig 

als res iudicata bezeichnet werden. Solange die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeite, 

könne sie ihren Beruf als Dentalhygienikerin ausüben. Versuche sie indessen, ihr 

Pensum zu erhöhen, werde der Arm blau, die Hand kraftlos, die Schmerzen 

unerträglich. Die Beklagte berufe sich auf die Suva, die unentwegt behaupte, die 

Epicondylitis sei gewissermassen per definitionem keine Berufskrankheit. Für die 

obersten Richter sei es keineswegs ausgeschlossen, dass eine Epicondylitis als 

Berufskrankheit anerkannt werde. Dabei seien die konkreten Umstände des Einzelfalles 

zu berücksichtigen. Die Beschwerden, die die Beschwerdeführerin in jungen Jahren 

erlitten habe, seien im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Dentalhygienikerin 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/33

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aufgetreten. Sollte das Gericht wider Erwarten nicht vom Standpunkt der 

Beschwerdeführerin überzeugt sein, stelle sich die Frage, wie es weiter gehen solle. Die 

Klägerin zweifle daran, dass eine weitere arbeitsmedizinische Expertise wesentliche 

neue Erkenntnisse bringen werde. Die Einholung eines solchen Gutachtens werde 

demzufolge lediglich als Eventualantrag postuliert. Seit Mai 2006 habe die 

Beschwerdegegnerin mit Ausnahme einer Akontozahlung von Fr. 15'000.-- nichts mehr 

bezahlt. Es stelle sich die Frage, warum nicht bereits 2006 ein arbeitsmedizinisches 

Gutachten in Auftrag gegeben worden sei. Die Beschwerdegegnerin habe dies erst 

getan, als sie dazu (mit Rechtsverzögerungsbeschwerde) gezwungen worden sei. Für 

die Beschwerdeführerin seien die letzten Jahre zermürbend gewesen. Der anwaltliche 

Aufwand sei enorm gewesen. Diesen Umständen sei bei der Regelung der Kostenfrage 

Rechnung zu tragen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 26. März 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, die 

rechtsseitigen Armbeschwerden der Beschwerdeführerin seien durch die früheren 

Genfer Versicherungen vor Verfügungserlass sehr sorgfältig abgeklärt worden. Die 

Beschwerdegegnerin habe sodann hinsichtlich der diagnostizierten Epicondylitis die 

von der Rechtsprechung verlangte Einzelfallabklärung vorgenommen. Ein qualifizierter 

Kausalzusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin und 

den letztlich diffus gebliebenen Armbeschwerden rechts sei nicht rechtsgenüglich 

erstellt. Die Folgen der Beweislosigkeit habe die Beschwerdeführerin zu tragen. Das 

vorliegende Einspracheverfahren habe zwölf Jahre gedauert. Diese unüblich lange 

Verfahrensdauer habe der Beschwerdeführerin jedoch nie zum Nachteil gereicht. Sie 

habe über die ganzen Jahre Akontoleistungen unter dem Titel Taggeld bezogen. 

Bedenke man, dass allfällige (Dauer-)Leistungen bei zeitgerechter Behandlung und 

Gutheissung der Einsprache infolge Erreichens des Endzustandes und angesichts der 

ausgewiesenen 80 %igen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit massiv 

tiefer ausgefallen wären, gereiche die lange Verfahrensdauer der Beschwerdeführerin 

gar zum Vorteil. Aus der Leistungsausrichtung nach Verfügungserlass könne die 

Beschwerdeführerin keine Rechte für die Zukunft ableiten.

B.c   Mit Replik vom 28. April 2009 (act. G 8; mit weiteren Akten) und Duplik vom 8. Mai 

2009 (act. G 12) hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/33

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Erwägungen:

1.        

Streitig ist vorliegend ausschliesslich, ob hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme 

der Beschwerdeführerin im rechten Arm eine Berufskrankheit zu bejahen ist (vgl. dazu 

act. G 1 S. 4). Allfällige Folgen der erlittenen Unfälle 1993 und 1994 stehen nicht zur 

Diskussion bzw. werden von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Für eine 

ganzheitliche Würdigung erscheint es dennoch sachgerecht, den komplexen 

medizinischen Sachverhalt umfassend darzulegen (vgl. nachstehend Erw. 2). - Als 

Berufskrankheiten gelten Krankheiten (Art. 3 ATSG, SR 830.1), die bei der beruflichen 

Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte 

Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und 

Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Nach der 

Rechtsprechung müssen der schädigende Listenstoff oder die krankmachende Arbeit 

im gesamten Ursachenspektrum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen Anteil 

von mehr als 50% ausmachen (BGE 119 V 200 Erw. 2a). Als Berufskrankheiten gelten 

auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder 

stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 

UVG). Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % 

durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist (BGE 119 V 201 Erw. 2b).

2.        

2.1    Dr. med. D.___, Spezialarzt für Innere Medizin, stellte bei der Beschwerdeführerin 

im Bericht vom 14. April 1993 nach einer angiographischen Untersuchung ein 

Schulterkompressionsphänomen und einen Verdacht auf Sudecksche Dystrophie fest 

(UV-act. m4). Am 4. Mai 1993 berichtete Dr. med. E.___, Neurologie FMH, über eine 

regrediente Algodystrophie der rechten oberen Extremität als Folge 

überlastungsbedingter Tendomyalgien (UV-act. m6). In einer ersten Stellungnahme 17. 

Juni 1993 bejahte der beratende Arzt der früheren Genfer Versicherungen, Dr. med. 

F.___, Spezialarzt für Chirurgie FMH, bezüglich der Diagnose einer Tendinitis bzw. 

Tendovaginitis das Vorliegen einer Berufskrankheit (UV-act. m8). Gestützt auf 

ergänzende Abklärungen gelangte der Arzt jedoch im Bericht vom 29. Oktober 1993 zu 

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einem gegenteiligen Schluss. Aufgrund der spezialärztlichen Berichte liege keine 

genaue Diagnose der Vorderarm-Handrückenstauung vor. Man habe dann eine 

Algodystrophie angenommen. Bewiesen sei diese Diagnose in keiner Weise. Der 

Nachweis eines doppelseitigen costoclaviculären Kompressionssydroms sei weit 

ausreichende Ursache dafür, dass das berufsbedingte Ursachenbündel von 75 % nicht 

erreicht werde. Das costoclaviculäre Syndrom spiele im ganzen Krankheitsgeschehen 

eindeutig eine grössere Rolle als 25 % (UV-act. m15). Am 13. Januar 1994 wurde auch 

von Seiten des Röntgeninstituts G.___ ein mehrdeutiger Befund im rechten 

Ellbogengelenk bescheinigt (UV-act. m16). Dr. med. H.___, FMH für Innere Medizin, 

kam im Bericht vom 14. Februar 1994 zum Schluss, die Schwellungen und Hämatome 

seien rein artifiziell bzw. selbst zugefügt; es liege ein klassisches Münchhausen-

Syndrom vor (UV-act. m18). Im Gutachten vom 7. März 1994 diagnostizierte auch Dr. 

F.___ gestützt auf eine Untersuchung der Beschwerdeführerin und nach eingehender 

Diskussion möglicher Differentialdiagnosen ein Münchhausen-Syndrom. Zur 

Begründung führte er unter anderem aus, die Beschwerdeführerin könne durchaus an 

einer Tendomyose, an einer Insertionstendinopathie oder an einer Fibromyalgie im 

Bereich des rechten Armes gelitten haben. Sekundär sei es zu einem Münchhausen-

Syndrom gekommen. Der Beruf (Dentalhygienikerin) spiele initial eine gewisse Rolle, 

aber nicht zu 75 %. Es sei durchaus bekannt, dass Tendomyopathien vorwiegend 

psychogen entstehen und im Prinzip eine psychosomatische Krankheit darstellen 

würden. Hinzu komme dann sekundär das Münchhausen-Syndrom aus irgendwelchen 

Gründen bei gestörter Persönlichkeitsstruktur (UV-act. m19). Mit Schreiben vom 7. Juli 

1994 bejahte Dr. med. I.___, Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil, das Vorliegen 

einer Berufskrankheit. Mit einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit als 

Dentalhygienikerin oder in einem anderen Beruf, in dem die Arme stark beansprucht 

würden, sei nicht zu rechnen (UV-act. m23; vgl. auch UV-act. m51). Dr. med. J.___, 

Spezialärztin für Neurologie FMH, verneinte demgegenüber im Bericht vom 8. Juli 1994 

das Vorliegen einer Berufskrankheit. Es sei unmöglich, von einer solchen zu sprechen, 

da überhaupt eine genaue Diagnose fehle (UV-act. m24). Auch Dr. med. K.___, 

Spezialarzt für Handchirurgie, schloss das Bestehen einer Berufskrankheit in der 

Stellungnahme vom 29. September 1994 aus mit dem Hinweis, dass nur eine vage 

Diagnose ("brachialgie de l'avant-bras droit d'origine indéterminée avec oedème 

récidivant et suspicion de syndrome de Münchhausen, en présence d'un syndrom de 

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compression du défilé thoracique bilatéral préexistant") formuliert werden könne (UV-

act. m25). Seinen im Gutachten vom 7. März 1994 dargelegten Standpunkt bestätigte 

Dr. F.___ im Bericht vom 11. Januar 1996; dies wiederum mit dem Hinweis, dass 

berufsfremde Faktoren im Umfang von mehr als 25 % eine Rolle spielen würden (UV-

act. m41).

2.2    Betreffend die Folgen des Auffahrunfalls 1994 hatten Prof. Dr. med. L.___ und Dr. 

med. N.___, Neurologische Klinik am Universitätsspital Zürich, im Gutachten vom 29. 

Mai 1995 ein leichtes Schleudertrauma nach Auffahrunfall mit leichtem 

Zervikalsyndrom ohne neurologische Ausfälle, ein chronisches tendomyotisches 

Schmerzsyndrom des rechten Armes sowie ein leichtes linksbetontes vaskuläres 

Thoracic-outlet-Syndrom bei Verdacht auf artifiziell bedingte Komplikationen 

(Münchhausen) diagnostiziert. Den Status quo ante erachteten die Gutachter - bis auf 

die iatrogene Hypästhesie im Versorgungsgebiet des Nervus occipitalis major rechts - 

als wieder erreicht. Sie empfahlen den Beizug eines Psychosomatikers und die 

schrittweise Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit (UV-act. m35). Das Schweizer 

Paraplegiker-Zentrum berichtete am 27. Juni 1995 über eine Verbesserung im HWS-

Bereich. Hinsichtlich des Vorderarms sei der Status quo ante erreicht (UV-act. m38). 

Seit 1. Juli 1995 arbeitete die Beschwerdeführerin zu 50 % als Dentalhygienikerin in 

einer Zahnarztpraxis (UV-act. k59). Im psychiatrischen Gutachten vom 13. November 

1995 diagnostizierte Dr. med. O.___ eine somatoforme Schmerzstörung geringer 

Ausprägung. Diese Störung habe bereits vor dem Auffahrunfall im Zusammenhang mit 

dem Schmerzsyndrom des rechten Armes bestanden. Der Gutachter verneinte eine 

natürliche Kausalität zwischen Autounfall und psychischer Störung. Trotz der 

somatoformen Schmerzstörung sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

ihre Arbeitsfähigkeit wieder werde erreichen können. Dieser Arzt sah keinen Anlass, 

eine Artefaktkrankheit zu diagnostizieren (UV-act. m39). Dr. med. P.___, FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, stimmte am 19. März 1996 diesem 

Begutachtungsergebnis zu (UV-act. UV-act. m45). Am 24. Januar 1996 hatte die 

Beschwerdeführerin mitgeteilt, sie habe eine Buchhalter-Ausbildung begonnen, da sie 

(nach deren Abschluss) zu 100 % arbeiten wolle. Sie könne neben dem Studium zu 50 

% arbeiten; die verbleibenden 50 % stünden für die Ausbildung zur Verfügung (UV-act. 

k79). Die Behandlung im Schweizer Paraplegiker-Zentrum richtete sich gemäss Bericht 

vom 6. Mai 1996 auf das Schmerzsyndrom im Vorderarm rechts, wobei eine 

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Arbeitsfähigkeit von 50 % bescheinigt wurde (UV-act. m46-m48). Im Bericht vom 25. 

Juni 1996 bejahte der Handchirurge Dr. med. Q.___ das Vorliegen einer Berufskrankheit 

mit der Begründung, dass die Beschwerdeführerin am Morgen oder an Feiertagen 

keine Schmerzen von Bedeutung habe, womit die Schmerzen voll auf die Ausübung 

des Berufs zurückzuführen seien. Als Diagnosen führte der Arzt eine Neuralgie des 

radialis Nervs am Ellbogen rechts, beruflich bedingt, eine Zervikalgie primärer (Status 

Schleudertrauma) und sekundärer Natur (Kettensymptomatik), eine 

Ansatztendinopathie der Muskulatur radialseits am Ellbogen rechts, beruflich bedingt, 

und eine Epikondyalgie ulnarseits am Ellbogen rechts auf (UV-act. m49). Die 

Neurologin Dr. J.___ hielt nach Vorlage des Berichts von Dr. Q.___ am 10. Juli 1996 an 

ihrem Standpunkt, wonach eine Berufskrankheit zu verneinen sei, fest. Es sei 

einleuchtend, dass Beschwerden am rechten Arm durch eine Tätigkeit als 

Dentalhygienikerin verschlimmert werden könnten. Dies berechtige jedoch nicht ohne 

weiteres, von einer Berufskrankheit zu sprechen (UV-act. m50). Prof. Dr. med. R.___, 

FMH Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Innere Medizin, Kantonales Spital 

Heiden, diskutierte in den Schreiben vom 2. und vom 25. September 1996 ein Syndrom 

der oberen Thoraxaperatur (Thoracic-outlet-Syndrom) sowie das Vorliegen einer "wie 

auch immer gearteten" Stenose bzw. einer arteriellen Durchblutungsstörung. 

Betreffend Berufsbedingtheit des Leidens kam er zum Schluss, unter Berücksichtigung 

der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bei der Arbeit kein Ultraschallgerät benütze 

und dadurch eine höhere Kraftanspannung nötig sei, sei er nicht so sicher, ob nicht 

doch eine Entschädigungspflicht der Genfer-Versicherungen gegeben sei (UV-act. 

m52, m54). Dr. med. S.___, Chirurgie FMH, diagnostizierte anlässlich seiner 

Untersuchung vom 13. November 1996 unklare Armbeschwerden rechts ohne 

costoclavikuläre Kompression der Gefässe. Die Unfallkausalität könne von ihm nicht 

beantwortet werden (UV-act. m55).

2.3    Am 30. Januar 2003 erstattete das Zentrum für Medizinische Begutachtung 

(ZMB), Basel, zuhanden der Winterthur Versicherungen ein Gutachten. Die 

Beschwerdeführerin bestätigte gegenüber den Gutachtern, dass sie seit 1995 zu 50 % 

berufstätig sei. Im Jahr 1993 seien (gemäss ihren eigenen Angaben wegen 120 % 

Überzeit) ein Zervikalsyndrom und Parästhesien im rechten Arm aufgetreten. Sie 

nehme (ausser bei einem Migräneanfall) keine Medikamente. Die Physiotherapie habe 

sie sistiert; sie erfahre dadurch keine weitere Besserung (UV-act. m57 S. 20-23). Die 

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Gutachter diagnostizierten einen Status nach zweimaligen Distorsionstraumen der 

HWS mit möglicher commotio cerebri am 3. April 2000, persistierendem 

zervikocephalem Schmerzsyndrom ohne radikuläre Irritations- oder Ausfallsymptomatik 

und ohne somatisch objektivierbare Symptome, eine somatoforme Störung, 

histrionisch akzentuierte Persönlichkeitszüge, migräne Kopfschmerzen seit Kindheit, 

einen Status nach längerdauernden Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie mit 

Thermoausschaltung des Nervus occipitalis major beidseits 1994 mit persistierendem 

sensiblem Ausfallsyndrom im entsprechenden Hautareal sowie einen Status nach 

Neurolyse oder Neurektomie des Nervus saphenus rechts auf Kniegelenkshöhe medial 

zirka 1985 mit persistierendem Ausfallsyndrom im Innervationsareal des Nervus 

saphenus rechts. Die Gutachter hielten unter anderem fest, es lägen auf der 

somatischen Ebene keine überwiegend wahrscheinlichen Folgen des Unfalls vom 

7. März 1993 mehr vor. Da sich heute im somatischen Bereich keine relevanten 

Befunde erheben lassen würden, sei eine Abgrenzung der Unfallereignisse (vom 7. 

März 1993, vom 3. Oktober 1994 und vom 3. April 2000) nicht möglich. Der Status quo 

ante bzw. Status quo sine sei erreicht. Somatisch könne keine Arbeitsunfähigkeit in der 

Tätigkeit als Dentalhygienikerin oder einer anderen zumutbare Tätigkeit begründet 

werden. Behandlungsversuche hätten keine Besserung erbracht; da rein somatisch ein 

Substrat zu den geklagten Beschwerden fehle, sei auch eine somatische Behandlung 

nicht vorzuschlagen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehe eine 

psychosomatische Entwicklung. Die Beschwerdeführerin habe alle Unfälle psychisch 

bzw. psychosomatisch in einer sehr prolongierten und auffälligen Art verarbeitet. Es 

habe eine Persistenz von Symptomen seit dem ersten Unfall von 1993 bestanden, bei 

denen immer wieder von verschiedenen Ärzten darauf hingewiesen worden sei, dass 

eine organische Erklärung der Symptomatik nicht möglich sei und wahrscheinlich eine 

psychosomatische Problematik vorliege. Dieser Entwicklung müsse ein gewisser 

Krankheitswert zugesprochen werden. Insgesamt werde die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auf 20 % geschätzt. Wünschenswert wäre 

eine psychotherapeutische Betreuung. Allerdings erlebe die Beschwerdeführerin ihre 

Problematik auf somatischer Ebene, so dass dieser Schritt schwierig zu vollziehen sein 

werde. Die Beschwerdeführerin fühle sich höchstens zu 50 % arbeitsfähig (UV-act. 

m57 S. 39-51).

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2.4    Im Frühjahr 2007 erfolgte eine weitere Begutachtung im ZMB, diesmal im Auftrag 

der IV. Im Gutachten vom 16. August 2007 wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine chronische laterale Epicondylitis rechts, ein chronisches 

zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei Status nach zweimaligem Autounfall, ein 

leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts, ein Verdacht auf Radialtunnelsyndrom rechts, 

Narbenschmerzen Unterschenkel rechts medial bei Status nach 

Kompartementspaltung 10/2005 bei Phlegmonen sowie eine somatoforme Störung und 

Migräne mit Aura aufgeführt. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde 

unter anderem eine Sensibilitätsstörung occipital nach Thermokoagulation des Nervus 

occipitalis major beidseits 1994 angeführt. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

in ihrer angestammten Tätigkeit als Dentalhygienikerin werde heute nach wie vor und 

vor allem aufgrund der chronischen Epicondylitis im Bereich des rechten Ellbogens und 

die mit der Zwangshaltung der HWS verbundene Schmerzhaftigkeit eingeschränkt. Die 

seit 1995 bis heute ausgeübte 50 %-Tätigkeit der Beschwerdeführerin in diesem Beruf 

sei als adäquat anzusehen; eine höhere Arbeitsfähigkeit bestehe hier nicht. Die übrigen 

diagnostizierten somatischen wie auch psychischen Leiden hätten hier einen 

untergeordneten Einfluss. Medizinische Massnahmen, welche zu einer wesentlichen 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führen würden, 

könnten heute nicht angegeben werden. In Anbetracht der langjährigen Pathologie 

werde die Chance einer effektiven Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund 

operativer Massnahmen als sehr gering eingeschätzt. Im Bereich des rechten 

Unterschenkels seien Abklärungen bezüglich operativer Massnahmen noch hängig. 

Eine hier durchgeführte operative Massnahme solle eine deutliche Besserung der heute 

bestehenden Schmerzen bringen. Neben der heute ausgeübten Tätigkeit werde die 

Beschwerdeführerin in einer erweiterten Tätigkeit (Lehr- oder Schulungstätigkeit im 

angestammten Beruf) als insgesamt zu mindestens 80 % arbeitsfähig erachtet (UV-act. 

m58).

2.5    Suva-Arzt Dr. med. T.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, klärte im Auftrag 

der Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Berufskrankheit bezüglich der vom ZMB 

gestellten Diagnosen betreffend Armbeschwerden rechts ab. In der Beurteilung vom 

11. September 2008 kam er mit ausführlicher Begründung zum Schluss, dass sowohl 

bezüglich der chronischen Epicondylitis radialis humeri rechts als auch bezüglich des 

Radialistunnelsyndroms und des Karpaltunnelsyndroms rechts keine Berufskrankheit 

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vorliege. Die Ursache der Epicondylitis sei multifaktoriell, wobei die Überanstrengung 

der Streckmuskulatur am radialen Epicondylus lediglich eine Facette des Problems 

darstelle. Der "Tennisellbogen" entspreche dem degenerativen Prozess, der am 

häufigsten im 4. und 5. Lebensdezennium symptomatisch werde, wobei sich die 

Beschwerden durch bestimmte Tätigkeiten, aber auch ohne ersichtlichen Grund, 

bemerkbar machen könnten. Es lasse sich kein Hinweis dafür finden, dass 

Dentalhygienikerinnen besonders oft an Epicondylitis erkranken würden. Bezüglich des 

(lediglich vermuteten) Radialistunnelsyndroms führte Dr. T.___ aus, der Überblick zur 

Diagnostik und Symptomatik zeige einerseits, dass eine anatomische Normvariante 

das Auftreten der Neuropathie sehr oft begünstige, und falls eine berufliche 

Verursachung postuliert werden sollte, diese mit gehäuften Pro- und 

Supinationsbewegungen des Vorderarms einhergehen müsste, was bei der Tätigkeit 

einer Dentalhygienikerin nicht zutreffe. Eine Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 

UVG (Kompressionsneuropathien von Nerven) liege nicht vor. Im Weiteren sei ein 

deutliches Überwiegen des Karpaltunnelsyndroms bei Dentalhygienikerinnen im 

Vergleich zur Allgemeinbevölkerung nicht erwiesen (UV-act. m59). Im Bericht vom 29. 

Oktober 2008 nahm Dr. T.___ ergänzend Stellung (UV-act. m60). Im Schreiben vom 

18. November 2008 hielt Dr. T.___ auf einen Einwand des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin fest, er habe vom Bericht des Handchirurgen Dr. Q.___ vom 25. 

Juni 1996 Kenntnis genommen. Seine Behauptung, wonach die damals geschilderten 

Beschwerden allesamt berufsbedingt gewesen seien, habe Dr. Q.___ nicht begründet 

(UV-act. k222).  

3.        

3.1    Aufgrund der dargelegten medizinischen Akten kann als erstellt gelten, dass die 

bei der Beschwerdeführerin bestehenden gesundheitlichen Probleme im rechten Arm 

bzw. die Vielzahl der in diesem Zusammenhang im Verlauf der Jahre ab 1993 (zum Teil 

vermutungsweise) gestellten Diagnosen nicht unter eine Listenkrankheit im Sinn von 

Art. 9 Abs. 1 UVG und des entsprechenden Anhangs 1 zur UVV (Art. 14 UVV) 

subsumiert werden können. Abzuklären ist demgemäss, ob die gesundheitlichen 

Probleme unter Art. 9 Abs. 2 UVG einzuordnen sind. Gemäss BGE 117 V 354 Erw. 4c 

findet bei Art. 9 Abs. 2 UVG keine Beschränkung der gefährdenden Stoffe oder 

Krankheiten statt. Grundsätzlich ist jede Einwirkung am Arbeitsplatz als Ursache für 

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eine Berufskrankheit anerkannt, unter der Bedingung, dass der ursächliche 

Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und der Krankheit "stark 

überwiegend" ist, d.h. wenn der Verursachungsanteil der Berufsarbeit an einer 

Krankheit - wie bereits erwähnt (vorne Erw. 1) - mindestens 75% beträgt, und dies mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 114 V 109; 116 V 142 Erw. 

5a; 119 V 200 Erw. 2b). Nach der Rechtsprechung stellt die Anerkennung einer 

Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG primär eine Beweisfrage im Einzelfall dar. 

Wenn aber auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür 

besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten Leidens von seiner Natur 

her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den Beweis auf qualifizierte 

Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfallaus (BGE 126 V 183 Erw. 4c). 

Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten (Anteil von mindestens 

75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet 

werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung, 

welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person zumindest viermal häufiger von 

einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die 

Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. RKUV 1999, S. 106 Erw. 3 am Schluss). Sind 

anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen 

Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine 

bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks 

Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall (vgl. BGE 126 V 

183 Erw. 4c mit Hinweisen).

3.2    Nachdem er vorerst eine Berufskrankheit bejaht hatte, verneinte Dr. F.___ nach 

erneuter eingehender Prüfung der medizinisch mehrdeutigen Sachlage (vgl. UV-act. 

m4, m6, m15, m16, m18) eine solche im Gutachten vom 7. März 1994 (UV-act. m19). 

Dr. I.___, Schweizer Paraplegiker-Zentrum, kam zwar am 7. Juli 1994 zu einem 

gegenteiligen Schluss. Seinem Bericht lässt sich jedoch keine Begründung entnehmen, 

aufgrund derer die gesetzlichen Anforderungen des Art. 9 Abs. 2 UVG auch nur 

ansatzweise als erfüllt gelten könnten (UV-act. m23). Das Nichtvorliegen einer 

Berufskrankheit ergibt sich auch einlässlich aus den später erfolgten Stellungnahmen 

von Dr. J.___ und insbesondere derjenigen von Dr. K.___ (UV-act. m24, m41, m50). 

Offensichtlich nicht zureichend zum Nachweis einer Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 

Abs. 2 UVG erscheint die Begründung von Dr. Q.___ im Bericht vom 25. Juni 1996, 

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wonach die Beschwerdeführerin am Morgen oder an Feiertagen keine Schmerzen von 

Bedeutung habe, womit die Schmerzen voll auf die Ausübung des Berufs 

zurückzuführen seien (UV-act. m49). Eine weitergehendere Begründung kann bezüglich 

der hier streitigen Frage auch dem Schreiben von Dr. Q.___ vom 4. Februar 2009 nicht 

entnommen werden (act. G 1.1/19). Was die von ihm erwähnte Diagnose einer Irritation 

des Nervus. radialis betrifft, ist festzuhalten, dass Dr. Q.___ nicht Neurologe ist. Die 

diesbezüglichen Feststellungen basierten denn auch nicht auf neurologischen 

Untersuchungen, sondern auf Beschwerdeangaben der Patientin (vgl. UV-act. m49 S. 1 

und act. G 1.1/19). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass Dr. Q.___ 

noch im Dezember 1999 hinsichtlich der Armbeschwerden die Differentialdiagnose 

eines Weichteilrheumas gestellt hatte (Bericht zitiert im ZMB-Gutachten 2003 [UV-

act. m57] S. 11). Eine überwiegend wahrscheinlich berufsbedingte Verursachung im 

Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG ist sodann auch aus den Berichten von Prof. R.___ nicht 

ersichtlich, zumal dort eine solche sinngemäss lediglich vermutet wurde (UV-act. m52, 

m54). Von Bedeutung ist mit Blick auf die erwähnten Feststellungen von Dr. Q.___ 

auch, dass die Neurologin PD Dr. med. U.___, Chefärztin am Kantonsspital St. Gallen, 

im Bericht vom 20. November 2001 einen pathologischen Befund im Bereich der 

oberen Extremitäten verneinte (Bericht zitiert in ZMB-Gutachten 2003 S. 14f). Aufgrund 

der multifaktoriellen Genese des Leidens der Beschwerdeführerin mit einer Vielzahl von 

diskutierten bzw. in Betracht kommenden Diagnosen erscheint mit Blick auf die 

ausführlich begründeten Darlegungen von Dr. T.___ - welche diejenigen von Dr. F.___ 

im Ergebnis vollumfänglich bestätigten - eine (teilweise) berufsbedingte Verursachung 

bzw. Beeinflussung der Armschmerzen zwar denkbar bzw. möglich. Der Beweis einer 

stark überwiegenden Ursächlichkeit im erwähnten Sinn kann jedoch offensichtlich nicht 

als erbracht gelten. Im Übrigen wies Dr. F.___ bereits am 7. März 1994 auf das - später 

anlässlich der ZMB-Begutachtungen bestätigte - Bestehen von psychosomatischen 

Faktoren und auf Aspekte der Persönlichkeitsstruktur hin (UV-act. m19), welche eine 

überwiegend berufliche Verursachung der Beschwerden jedenfalls nicht 

wahrscheinlicher machen. Die ZMB-Begutachtung 2003 ergab unter anderem die 

Diagnose von längerdauernden Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie; die Gutachter 

konnten weder aus neurologischer noch aus orthopädischer Sicht erhebliche Befunde 

eruieren. Auf der somatischen Ebene verneinten sie das überwiegend wahrscheinliche 

Bestehen von gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 7. März 1993 und bejahten 

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(soweit ersichtlich in Bezug auf die Unfallereignisse von 1993, 1994 und 2000) die 

Erreichung des Status quo sine bzw. ante (UV-act. m57 S. 39ff).

3.3    Dem vom Rechtsvertreter eingereichten Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2008: sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts) vom 17. September 2004 [U 341/03 = SVR-UV 2005 Nr. 6, 17] lag ein 

Sachverhalt zugrunde, gemäss welchem eine Dentalhygienikerin dem Unfallversicherer 

nach 26jähriger Berufstätigkeit (1975-2001) eine Epicondylitis als Berufskrankheit 

melden liess. Die Angelegenheit wurde vom Gericht - nicht zuletzt mit Hinweis auf die 

wesentliche Expositionsdauer (vgl. Urteil, a.a.O., Erw. 3.3) - zur Durchführung einer 

arbeitsmedizinischen Abklärung an den Unfallversicherer zurückgewiesen (act. G 

1.1/13). Im hier streitigen Fall liegt eine solche arbeitsmedizinische Abklärung bereits 

vor. Den ärztlichen Stellungnahmen von Dr. T.___ liegen die von den ZMB-Gutachtern 

im Jahr 2007 bezüglich der Armschmerzen rechts gestellten Diagnosen zugrunde, d.h. 

eine chronische laterale Epicondylitis, ein leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts sowie 

ein Verdacht auf Radialtunnelsyndrom. Diese Diagnosen wurden im erwähnten 

Gutachten erstmals gestellt, nachdem die zuvor begutachtenden und behandelnden 

Ärzte neurologische Ursachen für das geltend gemachte Beschwerdebild verneint oder 

die Befunde als geringfügig bezeichnet hatten (vgl. UV-act. m6, m35, m57). Eine 

chronische Epicondylitis bestand somit im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 

nicht schon seit vielen Jahren (vgl. act. G 1 S. 2 unten). Nach den schlüssigen 

Ausführungen von Dr. T.___ handelt es sich beim Karpaltunnelsyndrom, welches sich 

nach Art. 9 Abs. 1 UVG (vgl. Anhang I zur UVV) beurteilt, um ein multifaktorielles 

Leiden, dessen Hauptursache meist nicht feststellbar ist und für welches ein deutliches 

Überwiegen im Beruf der Beschwerdeführerin im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 

nicht erwiesen ist (UV-act. m59 S. 6ff). Für das Radialistunnelsyndrom, welches im 

Übrigen lediglich als Vermutungsdiagnose zur Diskussion steht, gilt Entsprechendes 

(UV-act. m59 S. 5f). Im Weiteren liegen bei der Beschwerdeführerin berufsfremde 

(psychische und durch die Schulterkompression bedingte) Faktoren vor. Hinsichtlich 

der Epicondylitis verneinte Dr. T.___ im Rahmen einer Einzelfallprüfung eine 

Berufskrankheit gestützt auf Art. 9 Abs. 2 UVG mit einlässlicher und plausibler 

Begründung (UV-act. m59 S. 2-5). Im Bericht vom 29. Oktober 2008 wies Dr. T.___ 

sodann darauf hin, dass für die 1993 von der Beschwerdeführerin geklagten 

Armschmerzen rechts etliche diagnostische Hypothesen entwickelt worden seien. 

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Anlässlich der ZMB-Begutachtung sei ein Status nach länger dauernden 

Armschmerzen rechts unklarer Ätiologie aufgeführt worden; dies bei Fehlen von 

somatischen Befunden an der rechten oberen Extremität. Die Epicondylitis radialis 

müsse sich damit zwangsläufig nach 2003 entwickelt haben, wobei die 

Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt sich in einem Alter befunden habe, in 

welchem sich die Epicondylitis bevorzugt manifestiere (UV-act. m60). Den bereits 

erwähnten Ausführungen von Dr. Q.___ vom 4. Februar 2009 (act. G 1.1/19) lassen sich 

keine Anhaltspunkte entnehmen, aufgrund welcher diese Feststellungen in Zweifel zu 

ziehen wären. Solche ergeben sich auch nicht aus dem vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eingereichten Auszug aus der Schweiz. Monatsschrift 

Zahnmedizin 7/2008 (act. G 1.1/14).

3.4    Angesichts dieser Gegebenheiten kann nicht beanstandet werden, dass die 

Genfer-Versicherungen das Vorliegen einer Berufskrankheit am 20. Mai 1996 

verfügungsweise verneinten. Von einer solchen konnte weder im damaligen Zeitpunkt 

noch im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 29. Januar 2009 ausgegangen 

werden. Was ihren Eventualantrag betrifft, vertritt auch die Beschwerdeführerin selbst 

nicht die Auffassung, dass eine erneute arbeitsmedizinische Abklärung zu weiteren 

Erkenntnissen führen würde. Im Übrigen ist explizit darauf hinzuweisen, dass mit 

diesem Ergebnis weder die ausgewiesenen erheblichen gesundheitlichen Probleme der 

Beschwerdeführerin (act. G 1.1/19, 1.1/20) im rechten Arm in Frage gestellt noch die 

Möglichkeit einer Beeinflussung der Beschwerden durch ihren Beruf in Abrede gestellt 

werden. Dies allein genügt jedoch wie dargelegt nicht für eine Bejahung der 

Voraussetzungen nach Art. 9 UVG.

4.        

Am 20. Mai 1996 verfügten die Genfer-Versicherungen die Leistungseinstellung auf den 

1. Mai 1996 (UV-act. k83). Trotzdem erbrachten sie weiterhin Taggeldleistungen (vgl. 

UV-act. k150f, k160, k168, k171, k174f, k178, k197). Den Leistungsübersichten kann 

entnommen werden, dass die Zahlungen ab 1996 als Akonto-Zahlungen "ohne 

Präjudiz" geleistet worden waren (act. G 5.1; UV-act. k144, k159, k206) und insofern ihr 

nicht definitiver Charakter zum Ausdruck kam. Eine "faktische Verfügung" von nicht 

rückwirkend anpassbaren Dauerleistungen bzw. eine diesbezügliche "res iudicata" (act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 33/33

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G 1 S. 5) lag damit nicht vor. Eine solche ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, 

dass die Genfer-Versicherungen die Taggelder zuweilen (wohl irrtümlich) als 

"Rente" (UV-act. k180, k191) bezeichneten, zumal nach Lage der Akten diese Art von 

Leistungen nie abgeklärt oder zugesprochen worden waren. Aus der Tatsache, dass 

die Beschwerdegegnerin während Jahren Leistungen erbrachte, lässt sich nicht 

ableiten, dass ein Anspruch auch für die Zukunft ausgewiesen ist. Spätestens mit dem 

Vorliegen des Resultats der Abklärung von Dr. T.___ war von einem 

Wiedererwägungsgrund (Art. 53 Abs. 2 ATSG) auszugehen. Die Beschwerdegegnerin 

stellte die Leistungen am 7. Juni 2006 zwar auf den 31. Mai 2006 ein (UV-act. k187), 

leistete später jedoch noch eine Akontozahlung von Fr. 15'000.-- und verzichtete auf 

eine Rückforderung (UV-act. k187 S. 2 unten; act. G 5 S. 7). Bei diesem Sachverhalt 

stellen sich - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält - keine 

Vertrauensschutzfragen. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Frage der 

Berufskrankheit nicht bereits in einem früheren Zeitpunkt abschliessend prüfte, kann 

nicht die Unmöglichkeit einer Leistungseinstellung zur Folge haben. Soweit der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Darlegungen im Zusammenhang mit der 

bereits früher beurteilten Rechtsverzögerungsbeschwerde macht (act. G 1 S. 10f), ist 

hierauf nicht mehr einzugehen.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 29. Januar 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2010
	Art. 3 ATSG. Art. 9 UVG. Abklärung des Vorliegens einer Berufskrankheit im Fall einer Versicherten, bei welcher anlässlich ihrer beruflichen Tätigkeit als Dentalhygienikerin Armbeschwerden auftraten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2010, UV 2009/20). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_323/2010

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