# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fcc1b0e6-3237-5455-b5ae-c112da585239
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2009 D-5020/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5020-2009_2009-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5020/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
Guinea,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 5. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5020/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Guinea am 24. Juni 2009 auf dem Luftweg von D._______ Richtung 
E._______ verliess, wo er sich während zweier Tage aufhielt, 

dass  er  dort  die  Zeit  mit  Kollegen  in  einer  Disco  in  F._______  ver-
bracht habe, worauf er beim Wechsel in eine andere Disco von der Po-
lizei kontrolliert und daktyloskopisch erfasst worden sei, 

dass  er  anschliessend in  die  Disco zurückgekehrt  sei,  sich  dort  bei 
Landsleuten erkundigt habe, wo man Asyl beantragen könne, da man 
ihm soeben die Fingerabdrücke genommen habe,

dass  ihm ein  Kollege Fr. 50.--  geschenkt  habe,  womit  er  sich  seine 
Weiterreise finanziert  habe, und er am 27. Juni 2009 in die Schweiz 
gelangte, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere abgab,

dass er am 16. Juli  2009 im G._______ befragt und ihm gleichzeitig 
das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Rückführung nach E._______ 
gewährt wurde,

dass er am 24. Juli 2009 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt 
zu den Asylgründen angehört wurde,

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte, sein Vater habe nicht akzeptieren können, dass er Sän-
ger sei, 

dass sein  Vater  Imam in der  Moschee gewesen sei  und ihm erklärt 
habe, es sei nicht haltbar, als Imam einen Sohn zu haben, der Sänger 
sei, und ihm in der Folge ein Hausverbot auferlegt habe,

dass er zunächst bei seinen Musikerfreunden gelebt habe, worauf sein 
Vater seinen Freunden mit "Problemen" gedroht habe, falls ihn diese 
weiter  beherbergen  würden,  weshalb  er  fortan  bei  einem  Onkel  in 
H._______ gewohnt habe,

Seite 2

D-5020/2009

dass sein Vater ihn auch bei seinem Onkel aufgesucht und auch die-
sem mit "Problemen" gedroht habe, falls sein Sohn weiterhin bei ihm 
wohnen würde,

dass seine Mutter entschieden habe, dass es besser für ihn sei, das 
Land zu verlassen, weshalb sie die Ausreise für ihn organisiert habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. August 2009 - eröffnet am glei-
chen Tag - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass  seine  Angaben,  wonach  er  nur  einen  Schülerausweise  gehabt 
habe, diesen jedoch nicht habe mitnehmen können, weil ihn sein Vater 
nicht mehr nach Hause gelassen habe, realitätsfremd und deshalb un-
glaubhaft seien, zumal seine Mutter, welche ihm zur Ausreise verhol-
fen habe, sehr wohl Zugang zu dem Ausweis gehabt hätte,

dass auch realitätsfremd sei, dass er vor der Ausreise keine anderen 
Dokumente beantragt habe, weil er nicht gewusst habe, dass diese so 
wichtig seien, zumal in Guinea die Pflicht bestehe, Identitätskarten auf 
sich zu tragen, die auf Verlangen an Checkpoints vorzuweisen seien, 
und zudem davon ausgegangen werden könne,  eine  volljährige  und 
ausreisewillige Person sei sich durchaus der Wichtigkeit von Ausweis-
papieren - insbesondere im Ausland - bewusst,

dass es dem Beschwerdeführer ein Leichtes gewesen wäre, sich ent-
sprechende  Dokumente  zu  beschaffen,  da  ihm dafür  genügend  Zeit 
zur Verfügung gestanden hätte,

dass  der  Erklärungsversuch,  er  könne keinerlei  Dokumente  nachrei-
chen, da es an seinem Wohnort  keine Adressen oder Telefone gebe 
und er  auch sonst  keinerlei  Kontaktmöglichkeiten  habe,  als  behelfs-
mässig zu qualifizieren sei und ihm zudem nicht geglaubt werden kön-
ne, dass eine Kontaktaufnahme mittels Briefpost oder Telefon zu sei-
nen Bezugspersonen in D._______ nicht möglich sei,

Seite 3

D-5020/2009

dass auch seine Angaben bezüglich der Reiseumstände oberflächlich 
und unglaubhaft seien, so habe er weder Angaben zu Reiseorganisati-
on oder -kosten machen können, ebenso wenig sei ihm der Name der 
Fluglinie bekannt gewesen, obschon von dem gemäss eigenen Anga-
ben "etwas" I._______ sprechenden Beschwerdeführer mit  mehreren 
Jahren Schulbildung zu erwarten wäre, dass er diese grundlegenden 
Reiseinformationen  mitbekommen  hätte  (Check-in,  Durchsagen  im 
Flugzeug, etc.),

dass seine Aussagen als stereotype Standardvorbringen zu qualifizie-
ren seien, wie sie viele Gesuchsteller verwenden würden, die nicht be-
reit seien, ihre Identität mittels Dokumenten zu belegen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers darauf schliessen würden, 
dass er nicht nur beabsichtige, die wahren Umstände zu seinem Rei-
seweg zu verheimlichen, sondern auch nicht offenlegen wolle, mit wel-
chen Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem Be-
schwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu-
reichen,

dass das BFM bezüglich der Aussagen des Beschwerdeführers zu den 
asylbegründenden Vorbringen festhält, dieser sei nicht auf die Hilfe ei-
nes Drittstaates angewiesen, da er gemäss eigenen Aussagen ledig-
lich einmal als 15-Jähriger wegen einer Schlägerei Ärger mit der Poli-
zei gehabt habe, dies jedoch keinerlei negative Konsequenzen für ihn 
gehabt habe und somit das erwähnte Problem mit seinem Vater den 
einzigen Ausreisegrund darstelle,

dass der Tatsache, dass er von seinem Vater nicht mehr ins Haus ge-
lassen worden sei und dieser seinen Freunden und seinem Onkel ver-
bal gedroht habe, keine Asylrelevanz zukomme, 

dass es sich in casu um eine volljährige Person mit  Berufserfahrung 
handle,  welche nicht  auf  die  Unterstützung ihres  Vaters angewiesen 
sei und der Beschwerdeführer ohne Weiteres an einem anderen Ort in 
Guinea eine Bleibe hätte finden und weiter arbeiten können,

dass  sich  aus  den Vorbringen des Beschwerdeführers  keinerlei  Hin-
weise darauf ergeben würden, ihm wären bei einem fortgesetzten Auf-
enthalt in Guinea ernsthafte Nachteile entstanden,

Seite 4

D-5020/2009

dass seine Vermutung, die Polizei hätte seine Freunde und seinen On-
kel verhaften können, falls sein Vater die Ordnungshüter dafür bezahlt 
hätte, eine Mutmassung darstelle und rein hypothetisch sei,

dass die summarische Prüfung der Vorbringen insgesamt zum Ergeb-
nis führe, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft offen-
sichtlich nicht erfülle, womit aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklä-
rungen zur Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft oder von Wegwei-
sungsvollzugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 6. August  2009 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

Seite 5

D-5020/2009

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

Seite 6

D-5020/2009

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente  vorbrachte,  er  habe  in  seinem Heimatland  nur  einen 
Schulausweis besessen (vgl. A 10/12, S. 3), 

dass er die Grenzkontrollen mit einem auf J._______ lautenden Pass 
mit einem Visum für E._______ passiert habe (vgl. A 1/11, S. 7),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und über-
zeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass auf  Beschwerdeebene die Einreichung von Ausweispapieren in 
Aussicht gestellt und angeführt wird, der Beschwerdeführer würde von 
jetzt an versuchen, Kontakt herzustellen,

dass es bei  der Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG darum 
geht, dass die für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere innert 
48 Stunden nach Einreichen des Gesuches abzugeben sind, nicht je-
doch um die nachträgliche Beschaffung neuer Papiere (vgl. die weiter-
hin massgebliche Praxis der ARK in EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa),

dass sich demzufolge an der vorinstanzlichen Beurteilung auch mit der 
nachträglichen  Einreichung  von  Identitätsausweisen  nichts  ändern 
würde, 

dass ergänzend anzuführen ist, dass die Angaben in der Rechtsmittel-
eingabe, wonach er den Schulausweis - seinen einzigen Ausweis - zu 
Hause vergessen habe und nicht wisse, ob sich dieser noch dort befin-
de, nicht in Übereinstimmung mit seiner anlässlich der Direktbefragung 
gemachten Aussage steht,  wonach er als Erklärung, weshalb er den 

Seite 7

D-5020/2009

Schülerausweis nicht mitgenommen habe, vorbrachte, seit dem Verlas-
sen seines Elternhauses sei er nicht wieder in das Haus zurückgekehrt 
(vgl. A 10/12, S. 3),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
auf  die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass es der  Beschwerdeführer  unterlässt,  sich mit  den Erwägungen 
der Vorinstanz auseinanderzusetzen, sondern lediglich den bereits ak-
tenkundigen Sachverhalt wiederholt und in unsubstanziierter Weise an 
der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen festhält, weshalb die Vorbringen 
in der Beschwerdeschrift insgesamt nicht geeignet sind, zu einer ande-
ren Beurteilung zu führen,

dass er lediglich ergänzend anführt,  es sei  nicht  seine Absicht,  sein 
ganzes Leben hier in der Schweiz zu verbringen, denn sobald "alles 
ruhig gehe", würde er zurückfahren, dieses Vorbringen an der vorins-
tanzlichen Würdigung des Sachverhalts indessen nichts ändert,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass  bei  dieser  Sachlage  kein  Anlass  besteht,  die  Sache  an  die 
Vorinstanz zur materiellen Prüfung zurückzuweisen, weshalb der dies-
bezügliche Antrag abzuweisen ist,

Seite 8

D-5020/2009

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Guinea droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuel-
le  Gründe auf  eine  konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal der junge und - soweit 
aktenkundig  -  gesunde  Beschwerdeführer  nebst  seiner  Passion  als 
Sänger über Berufserfahrung als Maler verfügt und in seinem Heimat-
land ein familiäres und soziales Beziehungsnetz hat,

Seite 9

D-5020/2009

dass  deshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers 
nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Guinea 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 10

D-5020/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  G._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, G._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das K._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

Seite 11