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**Case Identifier:** 65c860cb-688b-5b2e-bd56-46772959dc5d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.12.2008 UV 2007/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-117_2008-12-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/117

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 10.12.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2008
Art. 6, 15, 16, 18, 19 UVG: Verletzungen in Folge Tätlichkeit an Kopf und 
Schultern. Unfallkausalität Schulter nicht bestritten, hingegen werden die 
Kopfschmerzen durch Persönlichkeitsstörung ohne Krankheitswert sowie 
Entschädigungserwartung unterhalten, so dass ohne diese unfallfremden 
Elemente der status quo sine zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
eingetreten wäre (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 10. Dezember 2008, UV 2007/117). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_83/2009.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 10. Dezember 2008

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hardy Landolt, Abläschstrasse 88, Postfach 551, 

8750 Glarus,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan-Str. 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1947 geborene P.___ war als Serviceangestellter für die A.___ tätig und 

dadurch bei der AXA Versicherungen AG, Winterthur (nachfolgend AXA Winterthur) 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 17. August 2001 

hatte er im B.___, welcher dem A.___ angegliedert war, für Ordnung zu sorgen. Dabei 

wurde er von einem Gast tätlich angegriffen und verletzt (UV act. A1). Im Spital 

Wetzikon wurden eine Commotio cerebri, eine Rissquetschwunde links und rechts 

parietal, eine Rippenfraktur rechts lateral auf der 10. und 11. Rippe, eine nicht 

dislozierte Nasenbeinfraktur sowie multiple Prellungen am Rücken diagnostiziert. 

Posttraumatische Läsionen im Schädelinnern konnten nicht festgestellt werden. Der 

Versicherte wurde zur Überwachung bis am 22. August 2001 im Spital behalten und 

danach mit medikamentös gut eingestellten Schmerzen nach Hause entlassen (UV act. 

M1). In der Folge bestanden Schulter- und Kopfschmerzen fort. Der Hausarzt Dr. med. 

C.___ attestierte mit Arztbericht vom 7. Dezember 2001 seit der Entlassung aus dem 

Spital eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV act. M6). Die AXA Winterthur erbrachte die 

gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).

A.b   Der Hausarzt veranlasste auf Grund der andauernden Schulter- und 

Kopfschmerzen neurologische und orthopädische Untersuchungen. Im Schreiben vom 

18. Oktober 2001 an Dr. med. D.___, FMH Neurologie, teilte er diesem mit, dass 

anamnestisch u.a. ein Cervikalsyndrom vorbestehend und seit 1998 ein chronisches 

Lumbovertebralsyndrom bekannt seien, wobei letzteres offenbar zu einer Teilinvalidität 

geführt habe. Dadurch sei die Tätigkeit im A.___ jedoch nicht beeinträchtigt gewesen 

(UV act. M5). Der Versicherte hatte sich auf Grund dieser Rückenprobleme bereits am 

25. November 1999 bei der eidgenössischen Invalidenversicherung angemeldet (UV 

act. IV3). Die orthopädische Untersuchung der Schulter ergab am 3. Dezember 2001 

den Befund einer vernarbten Partialruptur der rechten anteromedialen 

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Supraspinatussehne sowie einer deutlich verdickten und entzündlich-ödematös 

gereizten Bursa subacrominalis (UV act. M9). Diese Schädigung wurde vorerst 

konservativ mit Infiltrationen behandelt (UV act. M12, M19). Die Kopfschmerzen 

konnten neurologisch nicht objektiviert werden und wurden mit Medikamenten und 

Entspannungstherapien behandelt (UV act. M7). Der Hausarzt attestierte eine 50% 

Arbeitsfähigkeit ab 20. März 2002, welche durch eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 18. 

bis 28. April 2002 unterbrochen wurde (UV act. IV11, M17). Die AXA Winterthur stellte 

nach einer ersten Begutachtung vom 28. Februar 2002 die Einstellung des Taggelds 

auf den 30. April 2002 in Aussicht (Schreiben vom 26. April 2002 [UV act. 17]). Auf 

Grund der Einwände des damaligen Rechtsanwalts des Versicherten, Dr. iur. J. Knus, 

Jona, stellte die AXA Winterthur die Taggeldeinstellung nach interner Überprüfung auf 

den 30. Juni 2002 in Aussicht (Schreiben vom 18. Juli 2002 [UV act. 23]). Weil Dr. med. 

E.___, Orthopädische Chirurgie FMH, mit Arztbericht vom 15. Juli 2002 eine Operation 

der Schulter zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit als indiziert betrachtete, wurde an der 

Taggeldeinstellung nicht festgehalten (UV act. M19). Die Schulterarthroskopie erfolgte 

am 12. August 2002 mit Débridement Subskapularis und Supraspinatus sowie 

subacrominale Dekompression und Bursektomie, was eine 100% Arbeitsunfähigkeit 

zur Folge hatte (UV act. M20). Mit Schreiben vom 23. Juli 2002 kündigte die 

Arbeitgeberin dem Versicherten das Arbeitsverhältnis (UV act. 31). Trotz der Operation 

dauerten die Schulterbeschwerden an. Zu den chronischen Kopfschmerzen kamen 

psychische Beschwerden, Augenprobleme sowie Schlafstörungen hinzu, weshalb 

weitere Abklärungen, Behandlungen und Begutachtungen vorgenommen wurden. Die 

Arbeitsunfähigkeit betrug ab dem 11. November 2002 wieder 50% (UV act. M22) und 

ab dem 1. Oktober 2003 70% (UV act. M34).

A.c    Die IV-Stelle beauftragte am 22. Mai 2003 Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH Innere 

Medizin, Spezialarzt FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation speziell 

Rheumaerkrankungen, mit einer medizinischen Begutachtung des Versicherten. Dieser 

nahm die Untersuchung am 5. November 2004 vor und stellte das Gutachten am 3. 

Februar 2005 der IV-Stelle zu. Er kam darin zum Schluss, dass die im Rahmen der 

erlittenen Contusio capitis und Commotio cerebri als Langzeitfolgen beschriebenen 

Kopfschmerzen sowie neurokognitiven Beschwerden im Sinn von Vergesslichkeit, 

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sich allein auf verbliebene, wenig 

strukturierte, semiologisch mehrheitlich unspezifische Kopfschmerzklagen reduzierten. 

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Im Hinblick auf die Schulterbeschwerden sei ein unbehinderter Einsatz des rechten 

Oberarms im Überkopfbereich beobachtet worden, was ein relativ sicheres Indiz gegen 

ein fortdauerndes relevantes Impingement oder anderweitig relevantes 

Krankheitsleiden der Schulter sei. Als Diagnose führte er eine leichtgradige Periarthritis 

humeroscapularis rechts (Tenosynovitis bicipalis) bei Status nach arthroskopischer 

Defiléeerweiterung (12. August 2002) wegen posttraumatischen Impingements (17. 

August 2001) auf. Dem Versicherten sei deshalb bis auf beidhändig über den Kopf zu 

verrichtende Arbeiten eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit (maximale gelegentliche 

Hebebelastung bis 15 kg) uneingeschränkt zumutbar (UV act. M45). Die psychiatrische 

Beurteilung wurde durch Dr. med. G.___, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vorgenommen. Diese fand gemäss ihrem Gutachten vom 18. Juli 2005 

kein psychiatrisches Krankheitsbild entsprechend ICD-10, weshalb auch die 

Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt sei. Sie stellte fest, dass sich die 

Emotionen und Gedanken des Versicherten weniger um den Täter, sondern vielmehr 

um den seither subjektiv als miserabel erlebten Gesundheitszustand sowie die 

versicherungsmässig schleppende Erledigung der Angelegenheit drehe (UV act. 

M45/1). Die IV-Stelle liess diese Gutachten sowohl der AXA Winterthur als auch dem 

Versicherten zukommen. Auf Nachfrage der AXA Winterthur bejahte Dr. F.___ einen 

möglichen Kausalzusammenhang der Befunde zum Unfallereignis (UV act. M46).

A.d   Die AXA Winterthur stellte auf Grund des Gutachtens von Dr. F.___ mit Schreiben 

vom 29. September 2005 die Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 1. Oktober 

2005 in Aussicht (UV act. 86). Dagegen wurde vorerst nicht opponiert. Mit Schreiben 

vom 1. Februar 2006 gewährte die AXA Winterthur dem Rechtsanwalt des Versicherten 

das rechtliche Gehör, und zeigte ihm an, dass die Leistungen aus obligatorischer 

Unfallversicherung auf den 30. September 2005 eingestellt würden, weil gemäss dem 

Gutachten von Dr. F.___ die Befunde nur möglicherweise in einem kausalen 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 17. August 2001 stünden, was gemäss 

dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit für eine Weiterausrichtung von Leistungen nicht ausreiche (UV act. 

92). Auf Grund der Stellungnahme des Versicherten, in welcher er den Gutachter als 

befangen bezeichnete und auf Widersprüche zu früheren ärztlichen Einschätzungen 

hinwies (UV act. 93), beauftragte die AXA Winterthur die Rehaklinik Bellikon mit der 

Erstellung eines weiteren Gutachtens. Im Gutachten vom 21. Juli 2006 gelangten Prof. 

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Dr. H.___, MBA, Facharzt für Neurologie, Dr. med. I.___, Spezialarzt FMH für 

Physikalische Medizin, sowie Dr. med. J.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 

zum Schluss, dass die vom Versicherten als erheblich beeinträchtigend erlebte 

Kopfschmerzproblematik mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zunächst durch das 

Unfallereignis ausgelöst worden sei. Aktuell werde diese Kopfschmerzproblematik in 

wesentlichem Ausmass jedoch von anderen Faktoren wie der 

Entschädigungserwartung oder der speziellen Persönlichkeitsstruktur des Versicherten 

unterhalten. Diese sei nicht durch eine primäre somatisch-organische Unfallfolge 

erklärbar. Der status quo ante wäre ohne diese speziellen Faktoren des Versicherten 

deshalb wieder eingetreten. Eine relevante psychopathologische Störung könne nicht 

nachgewiesen werden. Auch bestehe keine schwere somatoforme Störung, die sich 

mit genügender Wahrscheinlichkeit ausweisen lasse. Ebenso wenig leide der 

Versicherte an einer Persönlichkeitsveränderung, die relevant genug wäre, um ihm 

leichte anspruchslose Arbeiten im Kundenkontakt in einem Nachtlokal nicht zumuten 

zu können. In diesem Sinn sei er für einen Arbeitgeber auch nicht unzumutbar. Seitens 

der Psychiatrie bestehe deshalb keine relevante Einschränkung der Zumutbarkeit. Die 

Verletzungen im Bereich der linken (richtig: rechten) Schulter stünden hingegen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfall vom 17. August 2001. Im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 

fest, dass bei zumutbarer Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen davon 

auszugehen sei, dass der Versicherte zeitlich vollschichtig die Tätigkeit als 

Geschäftsführer in einem A.___ ausüben könne. Allenfalls bedinge die 

Schmerzsymptomatik, dass die Leistungsfähigkeit gegenüber einer gesunden 

Versicherten um maximal 20% reduziert sei. Nicht zumutbar seien Überkopfarbeiten 

und das Tragen und Heben von Lasten über 10 kg. Schliesslich sei eine weitere 

Heilbehandlung nicht geeignet, das Zustandsbild zu verändern. Bezüglich der 

Schulterproblematik rechts ergebe sich gemäss Anhang 3 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) eine Integritätseinbusse in der Höhe von 10% 

(UV act. M47).

B.      

Nach Einräumung des rechtlichen Gehörs verfügte die AXA Winterthur am 3. Mai 2007 

den Fallabschluss auf den 31. Juli 2006 bzw. die Einstellung der Taggelder per 

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30. September 2005. Bezüglich der Kopfschmerzen sei der status quo ante 

eingetreten. Eine weitere Heilbehandlung sei nicht geeignet, die Schulterproblematik zu 

verändern. Sodann verfügte sie die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von 

10% für die bleibende Beeinträchtigung der Schulter (UV act. 143). Die dagegen 

erhobene Einsprache vom 24. Mai 2007 wies die AXA Winterthur mit Entscheid vom 23. 

Oktober 2007 ab (UV act. 145, 154).

C.        

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde vom 23. November 2007 mit 

den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2007 sei aufzuheben und es 

sei nochmals ein polydisziplinäres Gutachten betreffend Unfallfolgen/Kausalität und 

Arbeitsunfähigkeit zu erstellen. Weiter sei demzufolge die Beschwerdegegnerin zu den 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, IV-Rente, etc.) zu verpflichten; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der Begründung bringt der 

Beschwerdeführer vor, dass er weiterhin an Schulter- und Kopfschmerzen leide, 

welche unfallkausal seien. Die früheren Beschwerden seien durch den Unfall verstärkt 

worden. Auf das Gutachten der Rehaklinik Bellikon könne nicht abgestellt werden, weil 

die Ärzte den Beschwerdeführer auch in der am 27. Juni 2007 durchgeführten 

Besprechung lediglich ambulant und mittels Gesprächen untersucht hätten, was nicht 

ausreichend sei. Deshalb werde eine erneute Untersuchung beantragt (G act. 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Weil in der Zwischenzeit die IV-Stelle mit Vorbescheid 

vom 13. Dezember 2007 dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. August 2002 bis 

28. Februar 2003 eine befristete ganze Invalidenrente in Aussicht gestellt habe, seien 

die IV-Akten zu edieren. Die IV-Stelle erachtete ab 11. November 2002 die Tätigkeit als 

Geschäftsführer/Serviceangestellter wie auch jegliche adaptierte Tätigkeit zu 80% als 

zumutbar. Der vorzunehmende Einkommensvergleich führe zu einem Invaliditätsgrad 

von 17.61%, welcher nicht zu einer IV-Rente berechtige (UV act. 162). In der 

Begründung führt die Beschwerdegegnerin auf, dass die medizinische Beurteilung 

genügend umfassend erfolgt sei, um den Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis und den Schulter- und Kopfbeschwerden zu beurteilen. So sei bei der 

Kopfschmerzproblematik richtigerweise von einem status quo ante auszugehen. Eine 

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relevante psychische Störung läge nicht vor. Was die teilweise ebenfalls geklagten 

Rückenschmerzen, Augenbeschwerden sowie die angegebenen neurokognitiven 

Beschwerden anbelange, so sei klar festzuhalten, dass diese Beeinträchtigungen von 

den Ärzten übereinstimmend und klar als nicht – bzw. im massgebenden Zeitpunkt der 

Beurteilung im Jahr 2005/2006 – nicht mehr unfallkausal betrachtet worden seien. 

Schliesslich sei der Zeitpunkt der Rentenprüfung zu Recht nicht beanstandet worden. 

Das Valideneinkommen als Geschäftsführer/Serciveangestellter im A.___ würde bei 

einem Vollpensum im Jahr 2006 Fr. 57'688.-- betragen. Das Invalideneinkommen sei 

auf Grund der Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 zu 

ermitteln. Entgegen der Verfügung vom 12. März 2007 sei von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 59'197.-- auszugehen. Die teilweise Leistungseinbusse 

des Beschwerdeführers sei als leidensbedingter Abzug von 10% zu berücksichtigen, 

weshalb insgesamt ein Invalideneinkommen von Fr. 53'277.-- resultiere. Aus der 

Gegenüberstellung dieser beiden Einkommensgrössen ergebe sich eine Invalidität von 

knapp 8%, welche nicht zu einer UVG-Rente berechtige. Die Beschwerdegegnerin hält 

an der Integritätsentschädigung in der Höhe von 10% fest (G act. 7).

C.c   Mit Schreiben vom 7. Mai 2008 ersucht der Beschwerdeführer, neu vertreten 

durch Rechtsanwalt PD Dr. iur. H. Landolt, LL.M., Glarus, um unentgeltliche 

Rechtspflege- und -verbeiständung rückwirkend ab Verfahrensbeginn (G act. 11). Mit 

Replik vom 9. Juni 2008 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Er 

begründet dies damit, dass der Vorzustand seine Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt des 

Unfalls nicht eingeschränkt habe. Die Schulter- und Kopfbeschwerden, sowie Rücken-, 

Augen- und neurokognitiven Beschwerden seien vielmehr eine natürliche und adäquate 

Folge des Unfallereignisses. Sodann handle es sich beim Gutachten von Dr. F.___ und 

demjenigen der Rehaklinik Bellikon um eigentliche Parteigutachten, weil sie von der IV-

Stelle bzw. der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben worden seien, womit von einer 

objektiven Befangenheit auszugehen sei. Am Antrag einer neutralen Begutachtung 

werde deshalb festgehalten. Insbesondere deshalb, weil die von den Gutachtern 

beurteilte Arbeitsunfähigkeit den Einschätzungen des Hausarztes bzw. der 

behandelnden Fachärzte widerspreche und keine Leistungsfähigkeitsbeurteilung 

durchgeführt worden sei. So habe die Rehaklinik Bellikon ohne entsprechende Tests 

die Hebe- und Tragfähigkeit des Beschwerdeführers auf 10 kg festgesetzt. Auf das 

psychiatrische Gutachten der Rehaklinik Bellikon könne sodann nicht abgestellt 

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werden, weil es widersprüchlich sei. So werde eine psychiatrische Krankheit im Sinn 

der ICD-Diagnostik verneint und gleichzeitig eine Persönlichkeitsstörung im Sinne einer 

Anfälligkeit auf Kränkungserlebnisse bejaht. Ein erneutes psychiatrisches Gutachten 

habe die offensichtlich vorliegenden psychischen Beschwerden sowie den Vorwurf 

einer ausgeprägten "Rentenneurose" zu beurteilen. Was die Taggeldeinstellung 

betreffe, so sei eine Einstellung verfrüht erfolgt, da im neurologischen Gutachten der 

Rehaklinik Bellikon eine 20% Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit weiterhin 

bestätigt werde. Zudem sei auf Grund der längerdauernden Arbeitsunfähigkeit auch auf 

zumutbare Verweisungsberufe abzustellen. Diesbezüglich sei von einer 

durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 70% auszugehen, weshalb ein 

entsprechendes Taggeld über den 1. Oktober 2005 hinaus beantragt werde. Sodann 

sei von einer Invalidität von mindestens 20 bzw. 50% auszugehen, weshalb eine Rente 

geschuldet sei. Die Arbeit im A.___ sei ein Ausnahmefall gewesen, weshalb die 

Erwerbsunfähigkeit in Bezug auf die Tätigkeiten im Bau- und Industriegewerbe 

festzulegen sei, weil der Beschwerdeführer zuvor in diesen Wirtschaftszweigen tätig 

gewesen sei. Die Erwerbsunfähigkeit betrage diesbezüglich 50%. Auch das Validen- 

und Invalideneinkommen sei im Hinblick auf die frühere Tätigkeit festzulegen. Sodann 

sei der maximale leidensbedingte Abzug von 25% zu berücksichtigen. Richtigerweise 

sei die Invaliditätsschätzung anhand der sogenannten DAP-Lohnvergleiche 

vorzunehmen. Schliesslich seien die Bejahung von unfallbedingten 

Gesundheitsschäden bzw. einer Invalidität von 8% und die Weigerung, weitere 

Heilungskosten zu übernehmen, widersprüchlich. Die Beschwerdegegnerin habe 

weiterhin die Heilungskosten für die Schulter- und Kopfbeschwerden sowie übrigen 

Beschwerden zu übernehmen (G act. 15). Mit dieser Eingabe beantragte Rechtsanwalt 

Landolt vorsorglich die Durchführung einer mündlichen Verhandlung, anlässlich 

welcher ihm Gelegenheit zu gewähren sei, zum Beweisergebnis Stellung zu nehmen.

C.d Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 11. Juli 2008 an ihrem Standpunkt 

fest (G act. 20). Auf ihre Ausführungen wird, soweit entscheidrelevant, in den 

Erwägungen eingegangen.

D.      

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Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung wurde, nachdem der Nachweis 

für das Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erbracht war, mit 

Zwischenentscheid vom 1. September 2008 entsprochen (G act. 23).

Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt war, die 

Taggeldleistungen auf den 30. September 2005 bzw. die Übernahme der Heilkosten 

auf den 31. Juli 2006 zu beenden. Bejahendenfalls ist sodann zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin die zufolge der verbliebenen unfallkausalen Schulterbeschwerden 

resultierende Invalidität beim Beschwerdeführer mit 8% richtig berechnet hat. Nicht 

mehr umstritten ist die Höhe der Integritätsentschädigung von 10%.

2.         

2.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt voraus, dass 

zwischen einem versicherten Unfall und dem eingetretenen Gesundheitsschaden ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen dem 

schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des Leistungsanspruchs nicht (BGE 

129 V 177 E. 3.1; 123 V 43 E. 2a, je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann 

nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen, wobei für die 

Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive Voraussehbarkeit des 

eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Adäquat ist der 

Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den eingetretenen Erfolg 

zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht zu denken ist (BGE 

117 V 359 und 112 V 30). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a). 

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Nicht jeder natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher Hinsicht 

adäquat. Der adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum 

naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität 

übernommen wurde, aber der Einschränkung bedarf, um für die rechtliche 

Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige Begrenzung der Haftung zu 

ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 110 E. 3a).

2.2    Wenn nun die Beschwerdegegnerin geltend macht, ab dem 1. Oktober 2005 bzw. 

1. August 2006 seien keine Unfallfolgen mehr vorhanden, so ist darauf hinzuweisen, 

dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 

46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen 

erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 

3b in fine). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis 

zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des Bundesgerichts vom 18. Dezember 

2003 i/S Z. [U 258/02], vom 25. Oktober 2002 i/S L. [U 143/02] und vom 31. August 

2001 i/S O. [U 285/00]).

2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

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stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) oder UVG-Privatversicherer 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be richt 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweis).

3.         

3.1    Der Beschwerdeführer rügt in formeller sowie materieller Hinsicht die 

Verwertbarkeit der Gutachten von Dr. F.___ vom 3. Februar 2005 sowie der Rehaklinik 

Bellikon vom 21. Juli 2007. Diese Rüge ist vorab zu beurteilen.

3.2    Das Gutachten von Dr. F.___ wurde von der IV-Stelle in Auftrag gegeben und 

dem Beschwerdeführer sowie der Beschwerdegegnerin vor der Taggeldeinstellung 

zugesandt. Allein auf Grund dieses Auftragsverhältnisses kann nicht von einer 

objektiven Befangenheit ausgegangen werden. Diesem Gutachten kommt vielmehr 

voller Beweiswert zu, es sei denn, es seien konkrete Indizien vorhanden, welche gegen 

die Zuverlässigkeit der Expertise sprächen (BGE 125 V 351 E. 3a). Solche Indizien sind 

hier nicht ersichtlich. Der Gutachter zitierte den Beschwerdeführer zum Teil wörtlich, 

um seine Schlussfolgerungen zu begründen und beschrieb genau, wie sich der 

Beschwerdeführer verhalten und auf Vorhalte geantwortet hat. Damit hat er seine 

Beobachtungen wiedergegeben, wozu er auch verpflichtet ist. Das stellt kein Verhalten 

dar, welches auf eine Befangenheit des Gutachters schliessen liesse. Sodann stützt 

sich die Einschätzung des Gutachters auf die Akten und auf eine vollständige 

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Untersuchung der physischen Befindlichkeit des Beschwerdeführers und ist in seinem 

Ergebnis schlüssig. Dem Gutachten von Dr. F.___ ist deshalb an sich voller Beweiswert 

zuzuerkennen. Im Übrigen steht das Gutachten von Dr. F.___ auch gar nicht im 

Vordergrund, hat doch die Unfallversicherung wegen der durch Rechtsanwalt Knus 

dagegen erhobenen Einwände eine ergänzende interdisziplinäre Begutachtung durch 

die Rehaklinik Bellikon in Auftrag gegeben (vgl. UV act. 93 und 97).

3.3    Was das Gutachten der Rehaklinik Bellikon betrifft, gelten die Gutachter nicht 

allein auf Grund des Begutachtungsauftrages durch die Beschwerdegegnerin als 

befangen. Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon haben den Beschwerdeführer neurologisch, 

rheumatologisch und psychiatrisch umfassend - auch körperlich - untersucht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und ihre Beurteilung in Kenntnis der Vorakten 

bzw. Anamnese abgegeben. Die Darstellung der medizinischen Zusammenhänge ist 

einleuchtend und die Schlussfolgerungen ausführlich begründet. Auf das Gutachten 

kann deshalb abgestellt werden. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die 

Einschätzung der Hebe- und Tragfähigkeit sei gar nicht untersucht worden, ist nicht 

begründet. Aus dem Gutachten ist ersichtlich, dass die Handkraft sowie die 

Schulterbeweglichkeit untersucht worden ist und der Beschwerdeführer aussagte, dass 

er mit dem rechten Arm maximal einige wenige Male 5-10 kg heben könne. Damit 

wurde die Beschränkung der Hebe- und Tragfähigkeit genügend abgeklärt. Was 

schliesslich das psychiatrische Gutachten betrifft, so ist in der Einschätzung einer 

Persönlichkeitsveränderung ohne psychopathologischen Krankheitswert noch kein 

Widerspruch zu erblicken. Diese Einschätzungen stimmen insbesondere mit der bereits 

von Dr. G.___ in ihrem Gutachten vom 18. Juli 2005 zuhanden der IV-Stelle gemachten 

Beobachtungen überein. Objektiv erkennbare Gesichtspunkte, welche im Rahmen der 

psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet wären, zu einer 

abweichenden Beurteilung zu führen, sind nicht ersichtlich. Eine Gedankendynamik, 

welche sich um Entschädigung und Benachteiligung dreht, stellt auch noch keine 

Diagnose einer Rentenneurose dar, weshalb auch diesbezüglich keine weitere 

psychiatrische Begutachtung erforderlich ist. Auf das psychiatrische Gutachten kann 

deshalb abgestellt werden.

3.4    Die Beschwerdegegnerin verlangt auf Grund des Vorbescheids der IV-Stelle an 

den Beschwerdeführer die Edition der IV-Akten. Dieser Vorbescheid ist nach dem 

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Einspracheentscheid ergangen. Dem Gutachten von Dr. F.___ ist - wie gezeigt – 

grundsätzlich voller Beweiswert zuzumessen. Zur Beurteilung der Kausalität liegt 

sodann das zusätzlich beigezogene interdisziplinäre Gutachten der Rehaklinik Bellikon 

vor. Unter diesen Umständen kann auf die Edition der IV-Akten verzichtet werden 

(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 E. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 E. 

3.4).

4.         

4.1    Zu prüfen ist nun, ob die geklagten Beschwerden über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung hinaus in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis stehen.

4.2    Aus den medizinischen Akten ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer durch 

den Unfall  eine Commotio cerebri, eine Rissquetschwunde links und rechts parietal, 

eine Rippenfraktur rechts lateral auf der 10. und 11. Rippe, eine nicht dislozierte 

Nasenbeinfraktur sowie multiple Prellungen am Rücken erlitten hat (Kurzaustrittsbericht 

des Spitals Wetzikon vom 21. August 2001 [UV act. M1]).

4.2.1             Die seit dem Unfall als erheblich geklagten, andauernden 

Kopfwehbeschwerden konnten in mehreren computertomographischen 

Untersuchungen nicht objektiviert werden (UV act. M1, M13, M38/1). Sodann ist 

aktenkundig, dass ein Cervikalsyndrom seit 20 Jahren bekannt ist und dass der 

Beschwerdeführer vor dem Unfall ca. 3-4x jährlich an diffusen druckartigen 

Kopfschmerzen ohne Begleiterscheinungen gelitten hat (UV act. M5, M7). Die 

Kopfschmerzen seien vor dem Unfall jedoch im Nacken aufgetreten (UV act. M34). Dr. 

F.___ kam zum Schluss, dass die im Rahmen der erlittenen Contusio capitis und 

Commotio cerebri als Langzeitfolgen beschriebenen Kopfschmerzen sowie 

neurokognitiven Beschwerden im Sinne von Vergesslichkeit, Aufmerksamkeits- und 

Konzentrationsstörungen sich zum Untersuchungszeitpunkt allein auf verbliebene, 

wenig strukturierte, semiologisch mehrheitlich unspezifische Kopfschmerzklagen 

reduziert hätten (UV act. M45). Diese stünden in einem möglichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallgeschehen (UV act. M46). Die Fachärzte des 

Universitätsspitals Zürich sowie der Rehaklinik Bellikon gehen übereinstimmend davon 

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aus, dass die Kopfwehbeschwerden zunächst durch das Unfallereignis ausgelöst 

worden seien (UV act. M34 S. 5, M47 S. 17). Gemäss Gutachten der Rehaklinik 

Bellikon handle es sich entsprechend den Kriterien der Internationalen 

Kopfschmerzgesellschaft um einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz nach 

leichter traumatischer Hirnverletzung. Pathophysiologisch sei allerdings kein 

offensichtlicher Zusammenhang zwischen Beschwerdeerleben und Unfallereignis 

ersichtlich. Das spezielle Persönlichkeitsprofil des Beschwerdeführers, welches keiner 

psychopathologischen Störung entspreche, unterhalte die als belastend empfundene 

Schmerzsymptomatik mit. Zusätzlich spiele eine offensichtlich nicht unerhebliche 

Entschädigungserwartung eine nicht unbedeutende Rolle. Bei normalem 

Heilungsverlauf wäre jedoch davon auszugehen, dass die Kopfschmerzproblematik 

sich mittlerweise ganz wesentlich zurückgebildet hätte und der status quo ante wieder 

eingetreten wäre (UV act. M47 S. 15ff.). Aktuelle neurokognitive Beschwerden wurden 

bei dieser Begutachtung nicht geltend gemacht und sind auch nicht festgestellt 

worden. Sodann ist ein Vorzustand aktenkundig. Auch wenn nicht abschliessend 

beurteilt werden kann, ob das Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die 

Kopfschmerzen ausgelöst hat, gehen die Ärzte übereinstimmend davon aus, dass zum 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den 

Kopfschmerzen und dem Unfallereignis nicht mehr mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gegeben ist.

4.2.2             Bezüglich der geklagten Rückenbeschwerden ist seit 1998 ein 

chronisches Lumbovertebralsyndrom bekannt (UV act. M5, M7). Gemäss dem 

Arztbericht von Dr. med. K.___, Innere Medizin, speziell Rheumatologie, zuhanden der 

IV-Stelle vom 31. Dezember 1999, konnte beim Beschwerdeführer eine paramediane 

Diskushernie L4/5 rechts mit Wurzelkompression L5 festgestellt werden. Eine 

konservative Behandlung führte zur Besserung der Beschwerden (UV act. IV13). Der 

Beschwerdeführer erlitt durch das Unfallereignis Prellungen am Rücken (UV act. M1). 

Erstmals nach der Schulteroperation beklagte der Beschwerdeführer am 19. 

September 2002 auch Rückenschmerzen, welche ausstrahlten (UV act. M21). Davor 

standen die Schulter- und Kopfschmerzen im Vordergrund. Dr. F.___ erachtet 

angesichts der kaum wesentlich über das Altersphysiologische hinausgehenden 

degenerativen Wirbelsäulen-Veränderungen das Unfallereignis als nicht geeignet, den 

Rücken nachhaltig und irreversibel dekompensieren zu lassen (UV act. M45). 

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Angesichts des unbestrittenermassen seit 1998 bekannten degenerativen 

Wirbelsäulenleidens und der darin übereinstimmenden Ärztebeurteilungen, fehlt es am 

Nachweis, dass die Rückenbeschwerden - soweit noch vorhanden - in einem 

überwiegend wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis 

stehen. Bei der Untersuchung an der Rehaklinik Bellikon waren diese Beschwerden gar 

kein Thema; sensible Störungen wurden keine angegeben (UV act. M47 S. 11).

4.2.3             Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, er leide seit dem Unfall 

auch an Augenbeschwerden. Diese stehen nach übereinstimmender Beurteilung der 

Ärzte nicht in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis (UV act. M31, M42, M45).

4.2.4             Die auch nach der Operation vom 12. August 2002 weiterhin bestehenden 

Schulterbeschwerden wurden von der Beschwerdegegnerin hingegen als unfallkausal 

anerkannt und dem Beschwerdeführer wurde für die bleibende Beeinträchtigung eine 

Integritätsentschädigung von 10% zugesprochen (UV act. 154).

4.2.5             Nach dem Gesagten steht fest, dass ausser den Schulterschmerzen die 

geltend gemachten Beschwerden zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht in 

einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen bzw. der Nachweis 

des natürlichen Kausalzusammenhangs fehlt.

4.3    Was die Einstellung des Taggeldes bzw. der Heilbehandlung betrifft, kann auf die 

Gutachten von Dr. F.___ und der Rehaklinik Bellikon abgestellt werden. In diesen 

Gutachten wird übereinstimmend eine erhebliche Einschränkung des Schultergelenks 

verneint. Überkopfarbeiten seien eingeschränkt. Die Hebebelastung wird von den 

Ärzten der Rehaklinik Bellikon geringer angegeben als noch durch Dr. F.___ (UV act. 

M45, M47). Dieser Unterschied lässt sich aus dem Zeitablauf erklären. Der Hausarzt 

berichtet in seinem Arztbericht vom 8. März 2007, dass sich der Beschwerdeführer seit 

dem 22. November 2005 bis zum 8. Februar 2007 nicht mehr gemeldet habe, nachdem 

er diesem in Kenntnis des Gutachtens von Dr. F.___ mitgeteilt habe, dass er nun zu 

100% arbeitsfähig sei. Zwei Wochen vor der Untersuchung vom 8. Februar 2007 sei es 

ohne neues Ereignis zu einer Zunahme der Schulterschmerzen gekommen. Dr. C.___ 

konnte ein geringgradiges Impingement beim Supraspinatus-Test bei ansonsten freier 

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Beweglichkeit feststellen. Ihm fiel auf, dass die subjektiven Beschwerden mit dem 

objektiven Befund kontrastierten (UV act. M48). Mithin muss angenommen werden, 

dass die von den Ärzten der Rehaklinik Bellikon attestierte Leistungseinschränkung von 

20% bei der Begutachtung durch Dr. F.___ am 5. November 2004 nicht feststellbar 

war. Dies ist jedoch insofern ohne Belang, als erst anlässlich der Begutachtung durch 

die Rehaklinik Bellikon festgestellt wurde, dass eine weitere Heilbehandlung das 

Zustandsbild nicht mehr zu verändern vermöchte (UV act. M47 S. 16, 18; M47/2). Diese 

Einschätzung deckt sich im Ergebnis mit der Tatsache, dass trotz der konservativen 

Therapie und der Operation vom 12. August 2002 keine Besserung der Beschwerden 

erreicht werden konnte.

4.4    Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Taggeldeinstellung auf 

den 30. September 2005 sowie die Einstellung der Leistungen für Heilbehandlung auf 

den 31. Juli 2006 nicht zu beanstanden sind.

5.         

5.1    Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, im Rahmen der 

Invaliditätsbemessung seien beim Einkommensvergleich Tätigkeiten im Bau- und 

Industriegewerbe zu berücksichtigen, wobei die Arbeitsunfähigkeit jedoch bei 70% 

liege. Die Arbeit im A.___ sei ein Zufall gewesen. Zur Ermittlung des 

Invaliditätseinkommens seien die DAP-Zahlen zu verwenden. Sodann sei der maximale 

Leidensabzug von 25% zugewähren.

5.2    Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gelten nach Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1), wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei sind die Verhältnisse 

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im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns massgebend; Validen- und 

Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einsprache-

Entscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174).

5.3    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die 

versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134, 114 V 314).

5.4    Zur Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist von jenem Lohn 

auszugehen, den der Versicherte auf Grund seiner beruflichen Fähigkeiten und 

persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte. Wenn dabei in der Regel beim 

zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft wird, beruht dies auf der empirischen Feststellung, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Invalidität in der Regel weitergeführt worden wäre. 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Entscheidend 

ist letztlich immer, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Invalidität tatsächlich 

verdienen würde (BGE 129 V222 E. 4.3.1 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 568 S. 66 E. 

2).

5.5    Aus der Anamnese des Gutachtens von Dr. F.___ und des psychiatrischen 

Gutachtens der Rehaklinik Bellikon geht hervor, dass der Beschwerdeführer seinen 

Maurerberuf auf Grund eines komplizierten Unterschenkelbruchs aufgeben musste. 

Weiter ist aktenkundig, dass er seine langjährige Tätigkeit als Schichtarbeiter bei der 

Ems Chemie auf Grund persönlicher Gründe aufgegeben hatte und kurzzeitig nach 

Tschechien gezogen war. Die damalig aufgetretenen Rückenbeschwerden hatten dort 

zu einem längeren Spitalaufenthalt geführt. Nach wiedererlangter Transportfähigkeit 

kehrte der Beschwerdeführer in die Schweiz zurück. Danach hatte er in einem 

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"Cabaret" Arbeit gefunden. Nachdem diese Stelle gestrichen wurde, begann er im Juni 

2001 im A.___ zu arbeiten (UV act. M45 S. 3, M47/1 S 7). Schliesslich arbeitete der 

Beschwerdeführer von September 2003 bis Januar 2004 12 bis 14 Stunden monatlich 

und zum Zeitpunkt der Begutachtung in der Rehaklinik Bellikon zu 30% wieder im 

A.___ bzw. im angegliederten Night-Club (UV act. 68, M47/1 S. 6). Daraus folgt, dass 

der Beschwerdeführer ohne Invalidität seine bisherige Tätigkeit im A.___ weitergeführt 

hätte. Hinweise dafür, dass er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder ins 

Baugewerbe oder in die Industrie zurückgekehrt wäre, fehlen. Auf das von der 

Beschwerdegegnerin für das Jahr 2006 ermittelte, der Teuerung angepasste 

Valideneinkommen von Fr. 57'688.-- kann deshalb abgestellt werden.

5.6    In ihrer Zumutbarkeitsbeurteilung gehen die Ärzte der Rehaklinik Bellikon davon 

aus, dass bei zumutbarer Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen davon 

auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer vollschichtig die bisherige Tätigkeit als 

Geschäftsführer im A.___ ausüben könnte. Allenfalls bedinge die Schmerzproblematik, 

dass die Leistungsfähigkeit gegenüber einem gesunden Versicherten um maximal 20% 

reduziert sei, d.h. auf 80% der Leistungsfähigkeit eines Gesunden. In einer anderen, 

den Unfallfolgen angepassten Tätigkeit, könnten noch Lasten von maximal 10 kg 

gehoben und getragen werden und länger dauernde Überkopfarbeiten seien nicht 

zumutbar. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen sei bei zumutbarer 

Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen eine vollschichtige Präsenzzeit 

möglich, ohne dass Pausen nötig seien (UV act. M47 S. 18).

5.7    Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die 

Beschwerdegegnerin gemäss ihrer Beschwerdeantwort neu statt auf die 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 auf die LSE 2006 Tabelle TA 1 (Privater Sektor), 

Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), Total, für Männer bzw. auf ein 

Monatssalär von Fr. 4'732.-- ab. Das hieraus errechnete Jahressalär von Fr. 56'784.-- 

basiert auf 40 Wochenstunden und war auf die betriebsübliche durchschnittliche 

Arbeitszeit 2006 von 41.7 Stunden aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 

59'197.-- ergab. Davon wurde ein leidensbedingter Abzug von 10% vorgenommen. Die 

Beschwerdegegnerin erachtet einen Abzug wegen Teilzeitbeschäftigung als unzulässig, 

weil der Beschwerdeführer nach ärztlicher Einschätzung (zeitmässig) voll einsatzfähig 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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sei. Zu berücksichtigen sei weiter, dass eine vergleichbare Einschränkung bereits vor 

dem Unfall vorgelegen und dokumentiert sei (G act. 7).

5.7.1             Mit dem Abstellen auf die Tabellenlöhne berücksichtigte die 

Beschwerdegegnerin die Leistungseinschränkung in der bisherigen Tätigkeit nicht, 

sondern berechnete das Invalideneinkommen auf Grund der Erwerbsmöglichkeiten in 

einer leidensangepassten Tätigkeit. Das ist nicht zu beanstanden. Was die Anwendung 

der Tabellenlöhne gemäss LSE oder der DAP-Zahlen betrifft, so ist nach der 

Rechtsprechung keine Variante der anderen vorzuziehen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Wie 

bereits festgestellt, ist die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf 

Vergleichstätigkeiten im allgemeinen Arbeitsmarkt sachgerecht, weil eine Tätigkeit 

allein im Bau- oder Industriegewerbe nicht überwiegend wahrscheinlich wäre. Die 

Verwendung der LSE 2006 Tabelle TA 1, Niveau 4, Total für Männer für eine 

vollschichtige Tätigkeit ohne Leistungsabzug ist nicht zu beanstanden.

5.7.2             Hinsichtlich des leidensbedingten Abzuges ist festzuhalten, dass nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts beim Einkommensvergleich unter Verwendung 

statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen ist, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Die Frage, ob und 

in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls abhängig. Der 

Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen 

ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweis).

5.7.3             Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte beim Beschwerdeführer einen 

Abzug vom statistischen Tabellenlohn von 10%. Im vorliegenden Fall sind die 

Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug grundsätzlich erfüllt, weil zufolge 

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der Schulterbeschwerden die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auch im 

Rahmen einer geeigneten Tätigkeit beeinträchtigt ist und er deshalb voraussichtlich nur 

einen geringeren Lohn erzielen kann (vgl. ZAK 1989 S. 458 E. 3b; BGE 124 V 321 E. 3b/

bb). Hingegen besteht kein Anlass zu einem Abzug wegen des Alters oder der 

Nationalität des 1947 geborenen italienischen Beschwerdeführers. Hilfsarbeiten 

werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG) grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt. Zudem wirkt sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch 

nicht lohnsenkend aus. Die Nationalität kann angesichts der Tatsache, dass die 

statistischen Löhne auf Grund der Einkommen der schweizerischen und der 

ausländischen Wohnbevölkerung erfasst werden, vernachlässigt werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. Juli 2004 i/S. D [I 39/04] E. 2.4). Ein Abzug von 10% vom 

Tabellenlohn, wie ihn die Beschwerdegegnerin vorgenommen hat, erscheint daher 

unter Berücksichtigung aller Umstände als angemessen.

5.8    Die von der Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Invaliditätsgrades 

verwendeten Validen- und Invalideneinkommen sowie der daraus errechnete 

Invaliditätsgrad von 8% sind somit nicht zu beanstanden.

6.       

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2007 abzuweisen. Dieser Entscheid war ohne 

die beantragten Beweismassnahmen möglich. Unter diesen Umständen kann auf die 

Durchführung der ausschliesslich zwecks Stellungnahme zum Beweisergebnis 

provisorisch beantragten mündlichen Verhandlung verzichtet werden. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.       

Dem Beschwerdeführer wurde die - von Rechtsanwalt Landolt rückwirkend ab 

Verfahrensbeginn beantragte - unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung 

am 1. September 2008 bewilligt. Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, 

kann er jedoch zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet 

werden (Art. 288 Abs. 1 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Der Staat ist zufolge der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, 

dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar 

zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Angesichts der 

gesamten konkreten Umstände rechtfertigt es sich, dieses - wie in vergleichbaren 

Fällen üblich - auf pauschal Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen und je hälftig auf die beteiligten Rechtsvertreter 

Rechtsanwalt Knus und Rechtsanwalt Landolt aufzuteilen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Der Staat hat die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Knus 

und Rechtsanwalt Landolt, mit je Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2008
	Art. 6, 15, 16, 18, 19 UVG: Verletzungen in Folge Tätlichkeit an Kopf und Schultern. Unfallkausalität Schulter nicht bestritten, hingegen werden die Kopfschmerzen durch Persönlichkeitsstörung ohne Krankheitswert sowie Entschädigungserwartung unterhalten, so dass ohne diese unfallfremden Elemente der status quo sine zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung eingetreten wäre (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Dezember 2008, UV 2007/117). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_83/2009.

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