# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a825a508-ffbf-5ce0-b2e1-6f60de38e25d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.08.2015 S 2014 156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-156_2015-08-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 156

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Racioppi, Audétat 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 18. August 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG (versicherter Verdienst)

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1. A._____ arbeitet seit dem 1. September 2006 bei der Kantonsschule 

C._____ als Mittelschullehrer. Daneben war er bei der Universität 

X._____, der D._____ GmbH sowie seit dem 1. September 2010 bei der 

kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (Kantonsschule E._____) 

tätig. Aufgrund seiner Tätigkeit als Mittelschullehrer bei der Kantonsschu-

le C._____ war er bei der B._____ AG obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. 

2. Am 6. Februar 2011 wurde A._____ von zwei Unbekannten angegriffen 

und verletzt. Die B._____ anerkannte, für die Folgen dieses Nichtberufs-

unfalls leistungspflichtig zu sein und erbrachte zunächst die begehrten 

Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2013 entschied sie, die Leistungen für die 

auf den Nichtberufsunfall vom 6. Februar 2011 zurückzuführenden soma-

tischen Beschwerden per 18. Oktober 2012 einzustellen und ihre Leis-

tungspflicht für die darüber hinausgehend von A._____ geltend gemach-

ten psychischen / neuropsychologischen Leiden zu verneinen. Die gegen 

diese Verfügung eingereichte Einsprache wies die B._____ mit Entscheid 

vom 7. März 2014 ab. Dagegen reichte A._____ am 28. März 2014 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. Diese 

Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

Urteil S 14 41 vom 3. März 2015 ab. 

3. Mit Schreiben vom 31. März 2014 ersuchte A._____ die B._____, den für 

die Taggeldberechnung massgeblichen versicherten Verdienst zu bezif-

fern. Mit Verfügung vom 8. April 2014 gab die B._____ diesem Begehren 

statt und stellte fest, der versicherte Verdienst von A._____ betrage 

Fr. 115'341.15. Die dagegen erhobene Einsprache wies die B._____ mit 

Entscheid vom 29. September 2014 ab. 

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4. Gegen diese abschlägige Entscheidung reichte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 29. Oktober 2014 Beschwerde beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden ein. Darin beantragte er, der Einspra-

cheentscheid der B._____ vom 29. September 2014 sei aufzuheben. Für 

die Berechnung des versicherten Verdienstes seien die Arbeitsverhältnis-

se bei der Kantonsschule E._____, der Universität X._____ und der 

D._____ GmbH mit einzubeziehen. Der versicherte Verdienst sei infolge-

dessen auf Fr. 126'000.-- festzulegen und die B._____ sei zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer den entsprechenden Rest des Taggeldes zuzüg-

lich Zins zu 5 % gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG nachzuzahlen. In formeller 

Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege. 

5. Die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) begehrte in ihrer Be-

schwerdeantwort vom 10. Dezember 2014 die Abweisung der Beschwer-

de. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, der Beschwerdefüh-

rer sei zum Zeitpunkt des Unfallereignisses bei der Kantonsschule 

C._____ zu einem Pensum von 93.48 %, bei der Kantonsschule E._____ 

zu einem Pensum von 13.04 %, bei der Universität X._____ zu einem 

Pensum von 10 % und bei der D._____ GmbH zu einem Pensum von 

10 % beschäftigt gewesen. In Anbetracht dieser Arbeitspensen sei die be-

rufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Universität X._____ und 

der D._____ GmbH nicht obligatorisch gegen die Folgen eines Nichtbe-

rufsunfalls versichert gewesen. Die entsprechenden Verdienste müssten 

daher bei der Bemessung des versicherten Verdiensts ausser Betracht 

bleiben. Dagegen habe sich die Beschwerdegegnerin auf Zusehens hin 

und unter Vorbehalt einer vertieften Prüfung bereit erklärt, für die Arbeits-

tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Kantonsschule E._____ Taggel-

der zu erbringen, da der Kanton X._____ den Lohn für diese Tätigkeit zu-

sammen mit dem vom Beschwerdeführer bei der Kantonsschule C._____ 

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erzielten Verdienst abgerechnet und dafür pauschal einen NBU-Prämien-

Abzug vorgenommen habe. Daraus resultiere ein versicherter Verdienst, 

einschliesslich Kinderzulagen, von Fr. 115'341.15. 

6. Zu diesen Ausführungen nahm der Beschwerdeführer unter Erneuerung 

seiner Anträge in der Replik vom 30. Januar 2015 Stellung. Darin führte 

er ergänzend aus, mit dem Rektor der Kantonsschule C._____ vereinbart 

zu haben, dass ihm die Lektionen, die er im Herbstsemester 2010/2011 

zu viel gearbeitet habe, auf das Stundenkontokorrent gutgeschrieben 

würden. Dies habe in Bezug auf die Beschäftigung des Beschwerdefüh-

rers bei der Kantonsschule E._____ zur Folge, dass von einem Beschäf-

tigungsgrad von 21.73 % auszugehen sei, was im Einklang mit der An-

stellungsverfügung betreffend die Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Mittelschullehrer bei der Kantonsschule E._____ stehe. Hinsichtlich die-

ses Arbeitsverhältnisses sei somit von einem versicherten Verdienst im 

Betrag von Fr. 23'121.15 auszugehen. Im Übrigen sei zu beachten, dass 

die Kantonsschule C._____, die Kantonsschule E._____ und die Univer-

sität X._____ vom Kanton X._____ geführt würden. Deshalb müssten 

zumindest die Einkünfte, die der Beschwerdeführer bei diesen drei Bil-

dungsinstituten erzielt habe, als versicherter Verdienst angesehen wer-

den. 

7. In der Duplik vom 16. März 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

Ausführungen fest und nahm zur Argumentation des Beschwerdeführers 

Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die einge-

reichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 29. September 2014. Gegen solche sozial-

versicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim Versiche-

rungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der Versicherte 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Be-

schwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden. Demzufolge erweist sich 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde als örtlich zuständig. Dessen sachliche und 

funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungs-

gericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der Be-

schwerde unterliegen. Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als Adressat 

des angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von 

der angefochtenen Entscheidung ausserdem berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

damit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

2. a) Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den 

versicherten Verdienst für die Taggeldberechnung korrekt bemessen hat. 

Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich zunächst vor, gemäss Art. 23 

Abs. 5 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

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sei bei der Taggeldberechnung vom versicherten Gesamtlohn auszuge-

hen, den der mehrfachbeschäftigte Arbeitnehmer erzielt habe. Diese Be-

stimmung bezwecke eine Benachteiligung mehrfachbeschäftigter Teilzeit-

arbeitnehmer gegenüber den bei einem einzigen Arbeitgeber beschäftig-

ten zu vermeiden. Denn nur wenn in diesen Fällen für die Bemessung der 

Taggelder der in allen Arbeitsverhältnissen erzielte Verdienst (Gesamt-

lohn) herangezogen werde, bestehe ein vollständiger Versicherungs-

schutz. Diesen Grundsatz habe die Beschwerdegegnerin im vorliegenden 

Fall missachtet, indem sie den Lohn des Beschwerdeführers bei der Uni-

versität X._____ sowie der D._____ GmbH bei der Bemessung des versi-

cherten Verdiensts ausser Betracht gelassen und den bei der Kantons-

schule E._____ nur teilweise mit einbezogen habe. Massgebend dürfe 

auch nicht sein, ob die Arbeitgeber Unfallversicherungsprämien erbracht 

hätten oder nicht. Gegebenenfalls müssten die fraglichen Prämien nach-

bezahlt werden.

b) Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung seien bei Arbeitnehmern, die bei mehreren Arbeit-

gebern beschäftigt seien, nur diejenigen Löhne zu berücksichtigen, wel-

che der Arbeitnehmer in seiner Funktion als Versicherter erhalten habe. 

Folglich seien nur Löhne, von denen Prämien abgezogen worden seien, 

Teil des für die Taggelder massgebenden Lohnes. Der Vorschlag des Be-

schwerdeführers, die Unfallversicherungsprämien, welche nicht bezahlt 

worden seien, jetzt nachträglich abzurechnen, sei nicht haltbar. So basie-

re jede Versicherungslösung darauf, dass im Sinne des Äquivalenzprin-

zips Prämien vor dem Eintritt des Schadensfalls im Hinblick auf ein 

zukünftiges Ereignis zu leisten seien und nicht nachträglich erbracht wür-

den. Auch eine Verrechnung aller Arbeitsverhältnisse über den Hauptar-

beitgeber, den Kanton X._____, sei deshalb nicht vorstellbar.

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c) Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles (Art. 4 ATSG) voll oder 

teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gestützt auf Art. 16 

Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld, welches gemäss Art. 17 Abs. 1 

UVG bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes be-

trägt und bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit entsprechend gekürzt wird. Als 

versicherter Verdienst gilt der letzte vor dem Unfallereignis bezogene 

Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Nach Art. 15 Abs. 3 UVG erlässt der Bundes-

rat Bestimmungen über den versicherten Verdienst in Sonderfällen. Ge-

stützt auf diese Delegation wird in Art. 23 Abs. 5 UVV für Versicherte, die 

vor dem Unfall bei mehr als einem Arbeitgeber tätig waren, der Gesamt-

lohn als versicherter Verdienst bezeichnet. Dies gilt auch dann, wenn die 

Tätigkeiten bei unterschiedlichen Versicherungsträgern versichert sind. 

Indessen gehören nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur 

Löhne, auf welchen Beiträge zur Finanzierung des versicherten Risikos 

erhoben wurden, zum massgebenden Lohn (BGE 126 V 26 E.3c; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_434/2014 vom 19. Dezember 2014 E.4.1). Be-

deutsam ist diese Einschränkung vor allem bei Teilzeitbeschäftigten, die 

nur dann obligatorisch gegen Nichtberufsunfälle versichert sind, wenn sie 

mehr als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber tätig sind (Art. 7 

Abs. 1 und 2 UVG i.V.m. Art. 13 UVV). Bei Nichtberufsunfällen ist folglich 

nur jenes Einkommen bei der Bestimmung des versicherten Verdienstes 

zu beachten, das der Versicherte mit einer unselbständigen Erwerbstätig-

keit von über acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber erzielt hat 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_434/2014 vom 19. Dezember 2014 E.4.1, 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 266/06 vom 28. De-

zember 2006 E.3.4; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversiche-

rungsrecht, Bern 1985, S. 328 FN 811; ANDRÉ PIERRE HOLZER, Der versi-

cherte Verdienst in der obligatorischen Unfallversicherung, in: SZS 2010 

S. 218). Maximal ist ein Lohn von Fr. 126'000.-- im Jahr bzw. Fr. 346.-- 

pro Tag versichert (Art. 22 Abs. 1 UVV). 

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d) Im vorliegenden Fall ist unbestritten und aufgrund der Akten ausgewie-

sen, dass es sich beim tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 um einen 

Nichtberufsunfall im Sinne von Art. 8 Abs. 1 UVG handelt. Unter diesen 

Umständen sind nach dem vorangehend Ausgeführten bei der Bemes-

sung des versicherten Verdiensts nur jene Einkünfte des Beschwerdefüh-

rers zu berücksichtigen, die dieser vor dem interessierenden Unfallereig-

nis mit einer unselbständigen Erwerbstätigkeit bei einem Arbeitgeber er-

zielt hat, für den er mindestens acht Stunden pro Woche tätig gewesen 

ist. Soweit dieses Vorgehen, wie vom Beschwerdeführer behauptet, zu 

einer ungerechtfertigten Schlechterstellung führen sollte, die als Verstoss 

gegen das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundes-

verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) anzu-

sehen wäre, wäre diese Rechtsungleichheit zwischen mehrfachbeschäf-

tigten Arbeitnehmern und solchen, die nur für einen Arbeitgeber tätig sind, 

vom Gesetzgeber zu korrigieren, welcher die Versicherungsdeckung für 

Nichtberufsunfällen davon abhängig gemacht hat, dass ein Arbeitnehmer 

während acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber beschäftigt ist. 

Davon ausgehend hat die Beschwerdegegnerin bei der Bemessung des 

versicherten Verdiensts des Beschwerdeführers zu Recht nur den Lohn 

beachtet, den der Beschwerdeführer mit einer unselbständigen Erwerbs-

tätigkeit bei einem Arbeitgeber mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 

mindestens acht Stunden erzielt hat. Diesbezüglich sind sich die Parteien 

insofern einig, als der Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfal-

lereignis bei der Kantonsschule C._____ mit einem Pensum von über 

acht Stunden pro Woche angestellt war. Fraglich ist dagegen sein dama-

liges Erwerbspensum bei der Universität X._____, der D._____ GmbH 

sowie der Kantonsschule E._____. Nachfolgend ist deshalb zunächst zu 

prüfen, ob der Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfallereignis 

für die fraglichen Arbeitgeberinnen mit einem Pensum von mindestens 

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acht Stunden pro Woche tätig und damit obligatorisch gegen Nichtberufs-

unfälle versichert war. Ist diese Frage und damit das Vorliegen einer Ver-

sicherungsdeckung für den Nichtberufsunfall vom 6. Februar 2011 zu be-

jahen, so wird in einem weiteren Schritt unter Einbezug der dadurch er-

zielten Löhne die Höhe des versicherten Gesamtlohns zu bestimmen 

sein.

3. a) In Bezug auf die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bei der Univer-

sität X._____ sowie der D._____ GmbH ging die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid von einer wöchentlichen Arbeitszeit 

von jeweils 4.2 Stunden, mithin einem Pensum von 10 % aus. Für die 

fraglichen Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer folglich nicht obligato-

risch gegen die Folgen von Nichtberufsunfällen versichert. Dementspre-

chend habe weder die Universität X._____ noch die D._____ GmbH vom 

Lohn des Beschwerdeführers NBU-Prämien in Abzug gebracht. Der Be-

schwerdeführer hält dieser Auffassung entgegen, die Universität X._____ 

habe es zwar unterlassen, NBU-Prämien zu erheben. Hierbei handle es 

sich jedoch um ein Versehen, welches durch die nachträgliche Erhebung 

der geschuldeten Versicherungsprämien zu korrigieren sei. Dies müsse 

umso mehr gelten, als hinter der Universität X._____ der Kanton X._____ 

stehe, der ebenfalls die Kantonsschule C._____ betreibe, bei welcher der 

Beschwerdeführer haupterwerblich erwerbstätig und damit gegen die Fol-

gen von Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert sei. Die D._____ 

GmbH habe auf der Unfallmeldung vom 21. Februar 2011 im Übrigen an-

gegeben, den Beschwerdeführer an einem Tag pro Woche zu beschäfti-

gen, womit der für die Versicherungsdeckung erforderliche Beschäfti-

gungsumfang von acht Stunden pro Woche erreicht sei.

b) Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer am 5. März 2012 in 

Anwesenheit seines Rechtsvertreters zu Art und Umfang der von ihm vor 

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dem Unfallereignis vom 6. Februar 2011 ausgeübten Erwerbstätigkeiten 

befragt (Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 1 sowie Akten der Be-

schwerdegegnerin [Bg-act.] A26). Anlässlich dieses Gesprächs gab der 

Beschwerdeführer an, seit ungefähr 2005 für die Universität X._____ zu 

arbeiten. Er sei als IT-Verantwortlicher für die Hard- und Software und auf 

Abruf für Probleme in deren Anwendung verantwortlich gewesen. Nach-

dem die zuständige Professorin emeritiert sei, habe die Universität 

X._____ seinen Arbeitsbereich reorganisiert, indem sie die Hälfte seiner 

Tätigkeit an die D._____ GmbH ausgelagert habe. Diese habe ihn über-

nommen und ihm fortan den Lohn ausbezahlt. Für das restliche Pensum 

sei er weiterhin bei der Universität X._____ angestellt gewesen und von 

dieser entlöhnt worden. An der Arbeit selbst sowie am zu leistenden Pen-

sum von total 20 % habe diese Reorganisation nichts geändert. In Bezug 

auf den im Rahmen dieser Arbeitsverhältnisse erzielten Lohn steht auf-

grund der eingereichten Lohnabrechnungen alsdann fest, dass die Uni-

versität X._____ dem Beschwerdeführer im Januar 2011 einen monatli-

chen Bruttolohn von Fr. 678.50 ausbezahlt hat (Bf-act. 13). Die D._____ 

GmbH wies in der Lohnabrechnung Januar 2011 für denselben Zeitraum 

einen dem Beschwerdeführer ausbezahlten Bruttolohn von Fr. 721.-- aus 

(Bf-act. 12). In der Unfallmeldung vom 21. Februar 2011 gab sie im Übri-

gen an, den Beschwerdeführer unregelmässig an einem Tag pro Woche 

während je 8.24 Stunden zu beschäftigen und ihn für diese Tätigkeit mo-

natlich mit Fr. 1'398.--, mithin mit Fr. 18'169.-- pro Jahr, zu entlöhnen (Bf-

act. 11). Weder für die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Univer-

sität X._____ noch für jene bei der D._____ GmbH liegt ein schriftlicher 

Arbeitsvertrag vor.

c) In Würdigung dieser Unterlagen gelangte die Beschwerdegegnerin zum 

Schluss, dass der Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfaller-

eignis sowohl für die Universität X._____ als auch die D._____ GmbH mit 

einem Pensum von je 4.2 Stunden als Arbeitnehmer tätig gewesen ist. 

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Diese Annahme stützte sie in erster Linie auf die Angaben des Be-

schwerdeführers anlässlich der Befragung vom 5. März 2012, in welcher 

er angab, als IT-Verantwortlicher in einem Pensum von total 20 % für die 

Universität X._____ und die D._____ GmbH gearbeitet zu haben. Diese 

spontane Aussage der ersten Stunde ist zuverlässiger als spätere Dar-

stellungen des Beschwerdeführers, die bewusst oder unbewusst von 

nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 

beeinflusst sein können (vgl. BGE 115 V 143 E.8c, 121 V 47 E.2a), zumal 

der Beschwerdeführer nie geltend gemacht hat, bei der Universität 

X._____ sowie der D._____ GmbH durchschnittlich je acht Stunden pro 

Woche gearbeitet zu haben. Mit den Angaben des Beschwerdeführers 

vom 5. März 2012 steht ausserdem im Einklang, dass weder die Univer-

sität X._____ noch die D._____ GmbH auf dem Lohn des Beschwerde-

führers NBU-Prämien erhoben haben. Soweit die D._____ GmbH in der 

Unfallmeldung vom 21. Februar 2011 in scheinbarem Widerspruch dazu 

ein wöchentliches Arbeitspensum des Beschwerdeführers von 8.24 Stun-

den ausweist, ist darauf hinzuweisen, dass sie diese Aussage dahinge-

hend relativiert hat, dass der Beschwerdeführer für sie in diesem Umfang 

unregelmässig tätig sei. Dass er dieses Erwerbspensum im Januar 2011, 

mithin in dem interessierenden Unfallereignis unmittelbar vorangegange-

nen Monat, erreicht hat, kann im Übrigen aufgrund des damaligen Ver-

diensts des Beschwerdeführers ausgeschlossen werden, der mit Fr. 721.-

- (Bf-act. 12) nur rund die Hälfte des in der Unfallmeldung vom 21. Febru-

ar 2011 angegebenen Bruttolohns von Fr. 1'398.-- betrug (Bf-act. 11). Un-

ter diesen Umständen ist für das Gericht nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer bei der D._____ GmbH 

mit einem Pensum von mindestens acht Stunden pro Woche beschäftigt 

war. Dasselbe gilt für seine Tätigkeit bei der Universität X._____. Dies hat 

zur Folge, dass er durch diese Arbeitsverhältnisse für die Folgen von 

Nichtberufsunfällen nicht obligatorisch versichert war. Unter diesen Um-

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ständen hat die Beschwerdegegnerin die vom Beschwerdeführer bei der 

Universität X._____ und der D._____ GmbH erzielten Bruttoeinkommen 

bei der Bemessung des versicherten Verdiensts zu Recht ausser Acht ge-

lassen.

4. a) Hinsichtlich der Tätigkeit als Lehrer für die Kantonsschule E._____ macht 

der Beschwerdeführer geltend, ab dem 1. September 2010 bis zum inter-

essierenden Unfallereignis durchgängig mit einem Pensum von 21.74 % 

bzw. im Umfang von fünf Lektionen pro Woche als Lehrperson für Wirt-

schaft und Recht für die Kantonsschule E._____ tätig gewesen zu sein. 

Freilich habe ihm die Kantonsschule E._____  für den Zeitraum vom 

1. September 2010 bis zum 28. Februar 2011 nur einen Lohn für ein Ar-

beitspensum von 13.04 % ausgerichtet. Sie habe ihn anschliessend in-

dessen vom 1. März bis zum 31. August 2011 für ein Arbeitspensum von 

30.43 % entlöhnt, obgleich er weiterhin mit einem Pensum von 21.74 %, 

mithin im Umfang von fünf Lektionen pro Woche, unterrichtet habe. Diese 

überschiessende Lohnzahlung sei als Lohnnachzahlung zu qualifizieren 

und bei der Bemessung des versicherten Verdiensts zu berücksichtigen, 

womit bei der Bemessung des versicherten Verdienstes von einem Jah-

reslohn von Fr. 23'121.15 auszugehen sei. Der Rektor der Kantonsschule 

C._____ habe ihm mit Schreiben vom 16. Januar 2015 denn auch aus-

drücklich bestätigt, dass ihm die Lektionen, die er im Herbstsemester 

2010/2011 zu viel unterrichtet habe, auf sein Stundenkontokorrent gutge-

schrieben worden seien und er sich die fraglichen Lektionen jederzeit hät-

te auszahlen lassen können. Die Beschwerdegegnerin sei im angefochte-

nen Einspracheentscheid in Bezug auf seine Lehrtätigkeit bei der Kan-

tonsschule E._____ folglich zu Unrecht von einem Beschäftigungsgrad 

13.04 % und einem Jahreslohn von Fr. 13'874.90 ausgegangen.

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b) Gegen diese Argumentation wendet die Beschwerdegegnerin ein, vor 

Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids eingehend abgeklärt zu 

haben, in welchem Umfang der Beschwerdeführer für die Kantonsschule 

E._____ tätig gewesen sei. Aufgrund dieser Abklärungen sei sie zur 

Überzeugung gelangt, der Beschwerdeführer habe vor dem interessie-

renden Unfallereignis mit einem Pensum von 13.04 % für die Kantons-

schule E._____ gearbeitet. Dies gelte, obwohl die Kantonsschule E._____ 

gegenüber dem Beschwerdeführer im E-Mail vom 24. Oktober 2014 eine 

Lohnnachzahlung bestätigt habe. Denn die in der Folge vorgenommenen 

Abklärungen bei der Bildungsdirektion des Kantons X._____ hätten erge-

ben, dass der Beschwerdeführer zum Unfallzeitpunkt bei der Kantons-

schule C._____ zwar zu einem Beschäftigungsgrad von 93.48 % entlöhnt 

worden sei, aber dort nur mit einem Pensum von 91.3 % gearbeitet habe. 

Im Gegenzug sei er für die Kantonsschule C._____ anstelle des ausbe-

zahlten Pensums von 13.04 % mit einem Pensum von 21.74 % tätig ge-

wesen. In den darauffolgenden Semestern hätte dieses Missverhältnis 

zwischen der geleisteten und der effektiv bezahlten Arbeitszeit ausgegli-

chen werden sollen. Hierbei handle es sich um ein gesetzlich vorgesehe-

nes Kompensationssystem, welches den Schulen eine gewisse Flexibilität 

biete, ohne Lehrpersonen dauerhaft mit einem Pensum von über 100 % 

zu beschäftigen. Unter diesen Umständen erscheine es gerechtfertigt, für 

die Berechnung des versicherten Verdiensts von den effektiven Lohnzah-

lungen im Unfallzeitpunkt und nicht den tatsächlich erbrachten Arbeitsleis-

tungen auszugehen. 

5. Die Kantonsschule E._____ stellte den Beschwerdeführer mit Verfügung 

vom 16. Juni 2010 ab dem 1. September 2010 bis zum 31. August 2012 

als Lehrbeauftragten für Wirtschaft und Recht an, wobei sie ihm einen 

Beschäftigungsgrad von 21.74 % (5 / 23 Lektionen/Woche) zusicherte 

und ihn in die Lohnstufe 24 / Klasse 20 / Stufe 4 (jährlicher Bruttolohn un-

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ter Einschluss eines 13. Monatslohns von Fr. 106'086.--) einreihte (Bg-

act. 35 S. 3). Nahezu zeitgleich verlängerte die Kantonsschule C._____ 

die Anstellung des Beschwerdeführers als Lehrperson für Wirtschafts-

fächer mit einem zugesicherten Beschäftigungsgrad von 69.57 % (Anstel-

lungsverfügung vom 14. Juni 2010 [Bg-act. 35 S. 4]). In Bezug auf diese 

beiden Arbeitsverhältnisse gehen die Parteien im Grundsatz überein-

stimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer vor dem interessieren-

den Unfallereignis mehr als acht Stunden pro Woche gearbeitet hat. Die-

se Auffassung stützt sich einerseits auf die telefonische Auskunft der Kan-

tonsschule E._____ vom 8. Dezember 2014, wonach der Beschwerdefüh-

rer im Herbstsemesser 2010/2011 (1. September 2010 bis 28. Februar 

2011) während fünf Lektionen pro Woche, mithin im Umfang von 21.74 %, 

bei der Kantonsschule E._____ unterrichtet habe (Bg-act. 165 S. 1). An-

dererseits teilte die Kantonsschule C._____ der Beschwerdegegnerin am 

8. Dezember 2014 mit, der Beschwerdeführer sei im Herbstsemester 

2010/2011 während 21 Lektionen pro Woche, entsprechend einem Be-

schäftigungsgrad von 91.36 %, als Lehrperson für Wirtschaft & Recht für 

sie tätig gewesen (Bg-act. 165 S. 2). Damit ist ausgewiesen, dass der Be-

schwerdeführer vor dem Unfall vom 6. Februar 2011 für die Kantonsschu-

le E._____ und die Kantonsschule C._____ mit einem Arbeitspensum von 

mehr als acht Stunden pro Woche tätig war. Aufgrund dieser Anstellun-

gen war er demnach im Zeitpunkt des interessierenden Unfallereignisses 

obligatorisch gegen die Folgen von Nichtberufsunfällen versichert. Der 

Kanton X._____ als Träger der fraglichen Bildungsinstitute hat dieses Ri-

siko bei der Beschwerdegegnerin versichert. Diese hat denn auch von 

Anfang an anerkannt, als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft leis-

tungspflichtig zu sein und hat bis zum 18. Oktober 2012 die Versiche-

rungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern erbracht, 

wobei sie bei der Berechnung des versicherten Verdiensts sowohl den 

vom Beschwerdeführer bei der Kantonsschule C._____ als auch der Kan-

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tonsschule E._____ erzielten Lohn berücksichtigt hat. Im vorliegenden 

Verfahren ist diesbezüglich strittig, ob die Beschwerdegegnerin den versi-

cherten Verdienst korrekt bemessen hat.

6. a) Durch die Taggelder soll der konkrete Erwerbsausfall, den ein Versicher-

ter durch einen Unfall in der Heilungsphase erleidet, ausgeglichen wer-

den. Gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG ist das Taggeld in der obligatorischen 

Unfallversicherung indessen nach der abstrakten Methode zu berechnen, 

das heisst der Taggeldanspruch ist grundsätzlich unabhängig vom effekti-

ven Erwerbsausfall während der Zeitspanne der Arbeitsunfähigkeit zu be-

rechnen. Das vormalige System im Kranken- und Unfallversicherungsge-

setzes, zur Bemessung des versicherten Verdiensts jeweils vom tatsäch-

lichen Erwerbsausfall auszugehen, wurde bei der Einführung des Unfall-

versicherungsgesetzes preisgegeben. Damit hat der Gesetzgeber keine 

Änderung in der Zwecksetzung der Taggelder angestrebt. Vielmehr soll-

ten die Unfallversicherer vom unverhältnismässigen administrativen Auf-

wand entlastet werden, für jeden Versicherten und jeden einzelnen Tag 

abzuklären, wie hoch der zu erwartende Erwerbsausfall in der Heilungs-

phase mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewesen wäre (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_17/2009 vom 25. Juni 2009 E.4.2; Kreisschreiben des 

Bundesamts für Gesundheit vom 15. Februar 2006). Als versicherter Ver-

dienst gilt deshalb seither – wie im Grundsatz beim Rentenanspruch 

(Art. 20 UVG und Art. 24 UVV) – das unmittelbar vor dem Unfall tatsäch-

lich erzielte Einkommen. Besondere Probleme stellen sich dabei bei Jah-

resarbeitszeit oder anderen Bandbreitenmodellen. Das diesbezügliche 

Vorgehen hängt davon ab, ob die konkret gearbeitete Arbeitszeit oder der 

Durchschnittslohn ausbezahlt wird (ULLIN STREIFF / ADRIAN VON KAENEL / 

ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 

7. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, art. 324a/b N. 9). Trifft letzteres zu, so 

bietet es sich an, bei der Bestimmung des versicherten Verdiensts auf 

- 16 -

den tatsächlich ausbezahlten Lohn abzustellen. Andernfalls dürfte es im 

Allgemeinen gerechtfertigt sein, den Lohn für die tatsächlich vor dem Un-

fall erbrachte Arbeitszeit als versicherten Verdienst anzusehen.

b) In tatsächlicher Hinsicht ist hinsichtlich der dem Beschwerdeführer für 

seine Lehrtätigkeit bei der Kantonsschule E._____ und der Kantonsschule 

C._____ bezahlten Löhne vorab darauf hinzuweisen, dass der Kanton 

X._____ dem Beschwerdeführer die Löhne für diese Tätigkeiten jeweils 

gesamthaft überwies, verbunden mit einer Lohnabrechnung, in welcher 

die vom Beschwerdeführer bei der der Kantonsschule E._____ und der 

Kantonschule C._____ erzielten Löhne zunächst separat ausgewiesen, in 

der Folge zusammengezählt wurden und auf diesem als Bruttolohn be-

zeichneten Gesamtlohn die geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge, 

einschliesslich des NBU-Beitrags, in Abzug gebracht wurden (vgl. die 

Lohnabrechnungen Dezember 2010, November 2010, Januar 2011, Fe-

bruar 2011 [Bg-act. 35, Bg-act. A 152]). Laut den fraglichen Lohnabrech-

nungen bezahlte der Kanton X._____ dem Beschwerdeführer für seine 

Tätigkeit als Lehrperson bei der Kantonsschule E._____ im Herbstsemes-

ter 2010/2011 ausgehend von einem Beschäftigungsgrad von 13.04 % 

zunächst monatlich Fr. 1'064.10, alsdann ab Januar 2011 Fr. 1'067.30. Im 

Sommersemester 2011 (Zeitraum vom 1. März 2011 bis zum 31. August 

2011) wurde der Beschwerdeführer für seine Tätigkeit bei der Kantons-

schule E._____, basierend auf einem Beschäftigungsgrad von 30.43 %, 

mit Fr. 2'646.85 pro Monat entlöhnt (Bg-act. 35; Bf-act. 10). Derweil erhielt 

er für seine Tätigkeit als Mittelschullehrer bei der Kantonsschule C._____ 

im Herbstsemester 2010/2011 auf der Grundlage eines Beschäftigungs-

grads von 93.48 % vorderhand ein monatliches Bruttoeinkommen von 

Fr. 7'628.40, ab Januar 2011 ein solches von Fr. 7'561.25, während er im 

Sommersemester 2011, basierend auf einem Beschäftigungsgrad von 

69.57 %, mit Fr. 6'051.30 pro Monat entlöhnt wurde (vgl. Bg-act. 35, Bg-

act. A152; Bf-act. 10). Seit Januar 2011 richtete der Kanton X._____ dem 

- 17 -

Beschwerdeführer zusätzlich eine Kinderzulage von Fr. 200.-- aus (vgl. 

Bg-act. A152 B1). 

c) Diesbezüglich ist zu beachten, dass der Lohn des Beschwerdeführers in 

den fraglichen Lohnabrechnungen jeweils in Abhängigkeit zu einem aus-

gewiesenen Arbeitspensum festgelegt wurde. Da die fraglichen Arbeits-

pensen (13.04 % [Kantonsschule E._____], 30.43 % [Kantonsschule 

E._____], 93.48 % [Kantonsschule C._____] 69.57 % [Kantonsschule 

C._____]) nicht mit den in den Anstellungsverfügungen zugesicherten 

Beschäftigungsgraden (21.74 % [Kantonsschule E._____, Bg-act. 35 

S. 3], 69.75 % [Kantonsschule C._____, Bg-act. 35 S. 4]) übereinstim-

men, liegt der Schluss nahe, dass die entlöhnten Arbeitspensen den ef-

fektiv gearbeiteten entsprechen. Diese Annahme trifft jedoch, wie den 

vorangehenden Ausführungen entnommen werden kann (E.5 hiervor), 

nicht zu. So hat der Beschwerdeführer laut der telefonischen Auskunft der 

Kantonsschule E._____ vom 8. Dezember 2014 im Herbstsemester 

2010/2011 wie auch im Sommersemester 2011, soweit er dazu gesund-

heitlich in der Lage war, während fünf Lektionen pro Woche, mithin im 

Umfang von 21.74 %, bei der Kantonsschule E._____ unterrichtet (Bg-

act. 165 S. 1). Bei der Kantonsschule C._____ arbeitete er laut telefoni-

scher Auskunft vom 11. Dezember 2014 im Herbstsemester 2010 

während 21 Lektionen pro Woche anstelle der entlöhnten 21.5 Lektionen 

pro Woche, wobei die 0.5 Lektionen vom vorherigen Semester mitge-

nommen und insofern kompensiert wurden (Bg-act. 165 S. 2; vgl. auch 

E.5 hiervor). Ob und inwieweit der dem Beschwerdeführer für das Som-

mersemester 2011 ausbezahlte Lohn im Gesundheitsfall seinem effekti-

ven Arbeitspensum entsprochen hätte, ist nicht bekannt (vgl. Bg-act. 165 

S. 2). Die dem Beschwerdeführer im Herbstsemester 2010/2011 vergüte-

ten Arbeitspensen stimmen somit weder mit den in den Anstellungsverfü-

gungen zugesicherten Beschäftigungsgraden noch mit der vom Be-

- 18 -

schwerdeführer in der fraglichen Zeitspanne geleisteten Arbeitszeit übe-

rein.

d) Der Beschwerdeführer geht vor diesem Hintergrund davon aus, der Kan-

ton X._____ habe im Sommersemester 2011 eine Lohnnachzahlung ver-

anlasst, indem er ihm für seine Lehrtätigkeit bei der Kantonsschule 

E._____ einen Beschäftigungsgrad von 30.43 % und damit einen monatli-

chen Bruttolohn von Fr. 2'646.85 zugestanden habe, obgleich er im Ge-

sundheitsfall weiterhin während fünf Wochenlektionen hätte unterrichten 

müssen. Die Bildungsdirektion des Kantons X._____ verneinte am 

9. September 2014 auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegne-

rin hin telefonisch, im Sommersemester 2011 für die Tätigkeit des Be-

schwerdeführers bei der Kantonsschule E._____ Lohn nachgezahlt zu 

haben (Bg-act. A151). Diese Aussage bestätigte sie gleichentags per E-

Mail (Bg-act. A152). Dabei wies sie darauf hin, nicht ausschliessen zu 

können, dass der Beschwerdeführer mit den involvierten Schulen ohne 

Einbezug der kantonalen Personal- und Lohndienste eine anderslautende 

Abmachung getroffen habe. Um diese Möglichkeit abzuklären, wandte 

sich die Beschwerdegegnerin am 9. September 2014 an die Personalbe-

reiterin der Mittelschulen (Bg-act. 153). Diese teilte der Beschwerdegeg-

nerin daraufhin mit, die Kantonsschule E._____ habe für den interessie-

renden Zeitraum keine Lohnnachzahlung an den Beschwerdeführer ver-

anlasst. Die Lehrpersonen würden indessen ein Stundenkonto besitzen. 

Es könne vorkommen, dass bei einem Abbau des Stundenkontos der Be-

schäftigungsgrad erhöht werde. Ob eine solche "Nachzahlung" in Form 

einer Erhöhung des Beschäftigungsgrads erfolgt sei, könne nur die Schu-

le beantworten (Bg-act. A154). Danach befragt, ob sie dem Beschwerde-

führer in dieser Form Lohn nachbezahlt habe, verneinte die Kantonsschu-

le E._____ dies anlässlich des Telefonats vom 18. September 2014 aus-

drücklich (Bg-act. A155). Erläuternd führte sie aus, im Hinblick auf die in 

- 19 -

Frage stehenden Teilzeittätigkeiten des Beschwerdeführers bei der Kan-

tonsschule E._____ und der Kantonsschule C._____ sei zu beachten, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund der bestehenden gesetzlichen Re-

gelung von den kantonalen Schulen maximal zu einem Pensum von 

100 % beschäftigt werden dürfe. Allfällige darüber hinausgehend geleiste-

te Arbeitszeiten würden auf ein Langzeitkonto gehen und je nach den Be-

dürfnissen der Schulen zur Kompensation freigegeben bzw. vergütet. Im 

Falle des Beschwerdeführers hätten sie keine Vergütung von solchen Ar-

beitszeiten veranlasst (Bg-act. A155). Diese telefonische Auskunft 

bestätigte die Kantonsschule E._____ gegenüber der Beschwerdegegne-

rin mit E-Mail vom 18. September 2014 (Bg-act. A156). Im E-Mail vom 

26. Oktober 2014 teilte sie dem Beschwerdeführer dagegen mit, vom 

1. März 2011 bis zum 31. August 2011 Lohn für eine Beschäftigungsgrad 

von 30.43 % ausbezahlt zu haben (effektiv erteilte Lektionen = 5 Lektio-

nen zuzüglich 8.71 % Nachzahlung vom 1. September 2010 bis 28. Fe-

bruar 2011 [Bf-act. 9, Bg-act.163 B1]). Auf diese Auskunft und die darin 

ausgewiesene Nachzahlung hingewiesen, erklärte die Bildungsdirektion 

des Kantons X._____ der Beschwerdegegnerin am 9. Dezember 2014, 

diese Aussage müsse vor dem Hintergrund des bestehenden Kompensa-

tionssystems verstanden werden. Der Beschwerdeführer habe im Herbst-

semester 2010/2011 immer 5 Lektionen pro Woche bei der Kantonsschu-

le E._____ unterrichtet. Ausbezahlt worden sei ihm jedoch nur der ver-

traglich vereinbarte Lohn von 13.04 %, das heisst drei Lektionen pro Wo-

che. Grundsätzlich dürften Lehrer im Kanton X._____ nicht mehr als 100 

% arbeiten. In Ausnahmefällen (z.B. bei Lehrermangel) würde indes ein 

Pensum von bis zu 120 % akzeptiert. Deshalb seien die Schulen bemüht, 

den Beschäftigungsgrad stets um 100 % zu halten, wie auch im Falle des 

Beschwerdeführers. Im vorliegenden Fall hätte der Beschwerdeführer – 

ohne Unfall – im Sommersemester 2011 nur fünf Lektionen pro Woche 

bei der Kantonsschule E._____ unterrichten müssen und hätte aber sie-

- 20 -

ben Lektionen pro Woche (entsprechend einem Beschäftigungsgrad von 

30.43 %) vergütet erhalten. Im Gegenzug wäre sein Pensum bei der Kan-

tonsschule C._____ während des Sommersemesters 2011 von 93.48 % 

auf 69.57 % reduziert worden. Das Lohnbüro gehe jeweils von den ver-

traglich vereinbarten Pensen und nicht von den effektiv gearbeiteten Ar-

beitsstunden aus. Den Koordinationsausgleich nähmen die involvierten 

Schulen über die Kompensation der zu viel bzw. zu wenig erbrachten Ar-

beitsstunden vor (Bg-act. A165). Die Kantonsschule C._____ hatte der 

Beschwerdegegnerin im Hinblick auf eine allfällige Lohnnachzahlung be-

reits am 18. September 2014 zunächst telefonisch (Bg-act. A 157), als-

dann per E-Mail mitgeteilt, dem Beschwerdeführer für das Herbstsemes-

ter 2010/2011 keinen Lohn nachbezahlt zu haben (Bg-act. A 158).

e) Bei der Einordung dieser Auskünfte gilt es zu beachten, dass sowohl das 

Anstellungsverhältnis des Beschwerdeführers bei der Kantonsschule 

E._____ als auch jenes bei der Kantonsschule C._____ öffentlich-

rechtlicher Natur ist. Ob die vom Kanton X._____ im Herbstsemester 

2010/2011 sowie Sommersemester 2011 praktizierte Lohnauszahlung 

zulässig ist und ob erbrachte Lohnzahlungen, wie vom Beschwerdeführer 

geltend gemacht, als Nachzahlungen zu qualifizieren sind, ist daher nach 

dem Personalgesetzes des Kantons X._____ (LS 177.10) und den ge-

stützt darauf vom Regierungsrat des Kantons X._____ für Lehrpersonen 

an Mittelschulen erlassenen Verordnungen, insbesondere der Mittel- und 

Berufsschullehrerverordnung (MBVV; LS 413.111) und der Mittel- und Be-

rufsschullehrervollzugsverordnung (MBVVO; LS 413.112), zu beurteilen. 

Danach hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den vereinbarten Lohn zu 

bezahlen. Die Höhe des Lohnes ist grundsätzlich in der Anstellungsverfü-

gung festzulegen, wobei der Regierungsrat die Entlöhnung der Angestell-

ten, die Teuerungs- und Familienzulagen und dienstliche Auslagen in der 

Mittelschul- und Berufsschullehrerverordnung näher geregelt hat (vgl. § 

- 21 -

40-42 Personalgesetz, vgl. auch § 6 ff. MBVV). Die Arbeitszeit von Lehr-

personen richtet sich nicht nach einer fixen Anzahl zu leistenden Wo-

chenstunden, sondern nach Pflichtlektionen, die § 14 Abs. 1 MBVVO in 

Form von Normal- und Kurzlektionen bestimmt, welche eine vollbeschäf-

tigte Lehrperson im Rahmen ihres Berufsauftrags zu erteilen hat. Gemäss 

§ 17 MBVVO sind Lektionen, die während eines Semesters gegenüber 

dem entlöhnten Pensum fehlten oder zu einem vollen Pensum zugewie-

sen wurden, mittelfristig auszugleichen (Abs. 1). Zu Beginn jedes Schul-

jahres erstellt die Schulleitung eine Bilanz der Stundenkonti des vergan-

genen Schuljahres (Abs. 2). In besonderen Fällen, insbesondere bei der 

Auflösung des Arbeitsverhältnisses, sind die zusätzlichen oder fehlenden 

Stunden zu vergüten oder der Lohn ist entsprechend zu kürzen (Abs. 3). 

Die Schulleitung kann einer unbefristet angestellten Lehrperson mit einem 

Teilpensum mit deren Einwilligung jeweils auf Semesterbeginn Zusatzlek-

tionen bis zum vollen Pensum des betreffenden Faches zuteilen (§ 18 

MBVVO).

f) Diese Gesetzesordnung lässt den Mittelschulen des Kantons X._____ 

einen erheblichen Gestaltungsspielraum bei der Festlegung der Arbeits-

pensen der Lehrpersonen und des gestützt darauf geschuldeten Lohns. In 

den interessierenden Anstellungsverfügungen betreffend die Kantons-

schule C._____ und die Kantonsschule E._____ wird dieser Handlungs-

spielraum nur insofern eingeschränkt, als dem Beschwerdeführer Mini-

malpensen (69.57 % [Kantonsschule C._____] sowie 21.74 % [Kantons-

schule E._____]) zugesichert wurden, die durch die Anzahl der zu unter-

richtenden Lektionen pro Woche festgelegt wurden (Bg-act. 35 S. 3 und 

4). Wird der geschuldete Lohn auf der Grundlage dieser Anstellungsbe-

dingungen bestimmt, so wäre in Ermangelung einer anderslautenden ge-

setzlichen Regelung anzunehmen, dass sich dieser nach den zugesicher-

ten Beschäftigungsgraden richtet, welche die Bildungsdirektion des Kan-

- 22 -

tons X._____ als vereinbarte Arbeitszeit bezeichnet (vorerwähnte telefo-

nische Auskunft der Bildungsdirektion des Kantons X._____ vom 9. De-

zember 2014 [Bg-act. 165 S. 1]). Davon ausgehend stünde dem Be-

schwerdeführer im Herbstsemester 2010/2011 für seine Lehrtätigkeit an 

der Kantonsschule E._____ basierend auf dem in der Anstellungsverfü-

gung vom 16. Juni 2010 festgelegten Bruttojahreslohn für eine vollzeitli-

che Erwerbstätigkeit von Fr. 106'086.-- (Bg-act. 35 S. 3) und einem zuge-

sicherten/vereinbarten Beschäftigungsgrad von 21.74 % ein Jahreslohn 

von Fr. 23'063.10 (21.74 % von Fr. 106'086.--), mithin Fr. 1'774.10 monat-

lich (Fr. 23'063.10 : 13), zu. Für die Lehrtätigkeit bei der Kantonsschule 

C._____ könnte er auf der Grundlage eines Pensums von 69.57 % einen 

Bruttojahreslohn von Fr. 73'804.-- (69.57 % von Fr. 106'086.--), mithin 

Fr. 5'677.20 pro Monat (Fr. 73'804.-- : 13), beanspruchen. Ausgehend von 

den massgeblichen Anstellungsverträgen hätte der Beschwerdeführer 

folglich im Herbstsemester 2010/2011 monatlich Fr. 7'451.35 verdient 

(Fr. 1'774.10 [Kantonsschule E._____] + Fr. 5'677.20 [Kantonsschule 

C._____]). 

g) Daran ändert die Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Herbstsemes-

ter 2010/2011 anstelle der in der Anstellungsverfügung vom 14. Juni 2010 

zugesicherten 16 Wochenlektionen 21 Wochenlektionen bei der Kantons-

schule C._____ unterrichtet hat, solange nichts, als diese Mehrarbeit im 

Umfang von fünf Wochenlektionen mittelfristig über die Kompensation der 

zu viel oder zu wenig erbrachten Lektionen hätte ausgeglichen werden 

können (vgl. § 17 Abs. 2 MBVVO). Nur wenn ein solcher mittelfristiger 

Ausgleich infolge besonderer Umstände – etwa bei vorzeitiger Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses – nicht möglich gewesen wäre, wären die zu viel 

erteilten Lektionen in Form einer Lohnnachzahlung zu vergüten gewesen 

(§ 17 Abs. 3 MBVVO). Dass dies vorliegend der Fall gewesen wäre, 

macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend. In den Akten deutet 

- 23 -

aber nichts darauf hin, dass eine Kompensation der im Herbstsemester 

2010/2011 bei der Kantonsschule C._____ im Vergleich zum zugesicher-

ten Beschäftigungsgrad zu viel gearbeiteten fünf Lektionen pro Woche 

mittelfristig nicht möglich gewesen und der Kanton X._____ verpflichtet 

gewesen wäre, dem Beschwerdeführer die zu viel erbrachten Arbeits-

stunden zu vergüten. Aufgrund der massgeblichen Anstellungsverfügun-

gen hätte der Beschwerdeführer für seine Lehrtätigkeit bei der Kantons-

schule E._____ und der Kantonsschule C._____ somit einen monatlichen 

Bruttolohn von Fr. 7'541.30 erzielt. Zuzüglich Kinderzulagen von Fr. 200.-- 

(Art. 22 Abs. 2 lit. b UVV) ergäbe dies einen versicherten Jahresverdienst 

von Fr. 99'266.90 (Fr. 96'866.90 [Fr. 7'541.30 x 13] + Fr. 2'400.-- [12 x 

Fr. 200.--]).

h) Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Bemessung des versicherten 

Verdiensts nicht an den massgeblichen Anstellungsbedingungen, sondern 

an den effektiv erbrachten Lohnzahlungen orientiert. Dieses Vorgehen 

führt zu einem versicherten Verdienst von Fr. 115'341.15 (Bf-act. 3), der 

Fr. 6'855.15.-- über dem in den massgeblichen Anstellungsverfügungen 

festgelegten Bruttojahreslohn für eine vollzeitliche Tätigkeit von 

Fr. 106'086.-- liegt, den der Kanton X._____ in § 18 MBVVO als 

grundsätzlich nicht zu überschreitendende Lohnobergrenze festgelegt hat 

(Fr. 112'941.15 [Fr. 115'341.15 – Fr. 2'400.-- (Kinderzulagen)] – 

Fr. 106'086.--, vgl. E.5 und 6 hiervor). Damit erweist sich die Berech-

nungsweise der Beschwerdegegnerin für den Beschwerdeführer im Er-

gebnis als deutlich günstiger als die konsequente Umsetzung der mass-

geblichen Anstellungsbedingungen, woraus jährliche Lohnzahlungen von 

total Fr. 96'866.90 und ein versicherter Jahresverdienst von Fr. 99'266.90 

resultieren würden (vgl. E.6g hiervor). Es besteht daher kein Anlass, kor-

rigierend in die Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin einzugreifen, 

zumal sowohl die Kantonsschule E._____ als auch die Kantonsschule 

- 24 -

C._____ mehrfach bestätigt haben, die vom Beschwerdeführer im 

Herbstsemester 2010/2011 über die vergüteten Arbeitsstunden hinaus 

geleistete Arbeitszeit im Sommersemester 2011 kompensiert und nicht 

über eine Lohnnachzahlung vergütet zu haben (vgl. E.6d hiervor). Der 

Beschwerdeführer hätte es im Übrigen seit der ersten vom Kanton 

X._____ Ende September 2010 veranlassten Lohnauszahlung in der 

Hand gehabt, sich gegen den gewählten Lohnauszahlungsmodus zur 

Wehr zu setzen und eine den massgeblichen Anstellungsbedingungen 

entsprechende Lohnzahlung zu erwirken. Wenn er das entsprechende 

Vorgehen nunmehr beanstandet und für seine Lehrtätigkeit im Herbstse-

mester 2010/2011 unter Berufung auf die effektiv erbrachten Arbeitsstun-

den einen höheren Lohn fordert, so ist ihm dies unbenommen. In diesem 

Fall wäre jedoch der gewählte Auszahlungsmodus gesamthaft in Frage zu 

stellen und der geschuldete Lohn aufgrund der massgeblichen Anstel-

lungsbedingungen zu bestimmen. Dies würde unter Ausschöpfung des 

den betroffenen Kantonsschulen diesbezüglich zukommenden Hand-

lungsspielraums, wie vorangehend dargelegt, zu einem versicherten Ver-

dienst führen, der Fr. 16'074.25 (Fr. 115'341.15  – Fr. 99'266.40 [vgl. E.6g 

hiervor]) unter dem von der Beschwerdegegnerin angenommenen läge. 

Dass die Beschwerdegegnerin bei diesem Ergebnis davon abgesehen 

hat, den versicherten Lohn aufgrund der massgeblichen Anstellungsbe-

dingungen festzulegen und diesen stattdessen auf der Grundlage der ef-

fektiv erfolgten Lohnzahlungen bestimmt hat, ist nicht zu beanstanden, 

umso weniger als sie ansonsten einen Teil der aufgrund der effektiv er-

folgten Lohnzahlungen erbrachten NBU-Prämien hätte zurückzahlen 

müssen.

7. Daraus ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den versicherten Ver-

dienst für die Taggeldbemessung im angefochtenen Einspracheentscheid 

korrekt festgelegt hat. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich 

- 25 -

demnach als unbegründet, was zur Bestätigung des angefochtenen Ent-

scheids und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

8. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist, abgesehen 

von vorliegend ausser Betracht fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 

lit. a ATSG). Folglich sind im vorliegenden Fall keine Kosten zu erheben. 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden Beschwer-

degegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

9. Es bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozess-

führung mit Rechtsvertretung durch Rechtanwalt lic. iur. Thomas Laube 

zu prüfen. 

a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Die unentgeltliche Rechtspflege bezweckt, der bedürfti-

gen Partei den Zugang zum Gericht und die Wahrung ihrer Parteirechte 

zu ermöglichen. Sie soll sicherstellen, dass jedermann unabhängig von 

seinen finanziellen Verhältnissen nicht aussichtslose Streitsachen zur ge-

richtlichen Entscheidung bringen und sich überdies im Prozess, sofern es 

sachlich geboten ist, durch einen Anwalt vertreten lassen kann (BGE 135 

I 1 E.7.1). Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgeltliche 

Rechtspflege explizit. Dabei erweist sich eine Person als bedürftig, wenn 

sie nicht über die Mittel verfügt, um den prozessualen Notbedarf zu de-

cken (SVR 2007 AHV Nr. 7 E.4.1.2.1). Aussichtslos ist ein Prozess, des-

sen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und 

kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hingegen darf nicht von 

- 26 -

Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich Gewinnaussichten 

und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig gerin-

ger sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen 

Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entsch-

liessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-

nung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein deshalb anstrengen kön-

nen, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1; 122 

I 267 E.2b; KIESER, a.a.O., Art. 61 N. 102). Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und 

summarischen Prüfung, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einrei-

chung des Gesuchs massgebend sind (BGE 129 I 129 E.2.3.1; ANDREAS 

TRAUB, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Si-

cherheit, a.a.O., N. 5.202).

b) Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid ei-

nerseits die Versicherungsdeckung für den vom Beschwerdeführer bei 

der Universität X._____ und der D._____ GmbH erzielten Lohn verneint, 

andererseits den versicherten Verdienst für die Lehrtätigkeit des Be-

schwerdeführers bei der Kantonsschule E._____ und der Kantonsschule 

C._____ aufgrund der effektiv erbrachten Lohnzahlungen mit 

Fr. 115'341.15 beziffert. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen 

Einwände erweisen sich nicht von vornherein als vollkommen unbegrün-

det, weshalb die mit der vorliegenden Beschwerde verbundenen Gewinn-

chancen nicht von Anfang an als beträchtlich geringer einzustufen waren 

als die mit der vorliegenden Beschwerde verbundene Verlustgefahr. Zu-

dem erscheint die Vertretung durch einen Rechtsanwalt angesichts der 

Schwierigkeit der zu beurteilenden Sach- und Rechtsfragen und der feh-

lenden Rechtskenntnisse des Beschwerdeführers durchaus als geboten. 

Schliesslich ist die Bedürftigkeit des teilzeitlich erwerbstätigen Beschwer-

deführers, der seiner Ehefrau und seinem Sohn monatlich Unterhaltsbei-

- 27 -

träge von total Fr. 3'000.--, einschliesslich Kinderzulagen, bezahlt, auf-

grund der eingereichten Unterlagen ausgewiesen (vgl. Urteil eines Be-

zirksgerichts vom 1. Dezember 2011; Mietvertrag vom 18. April 2012, 

Lohnausweis 2013, Lohnabrechnung März 2013, Steuererklärung vom 

29. April 2013). Demzufolge ist dem Gesuch des Beschwerdeführers um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung mit Rechtsvertre-

tung durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube stattzugeben.

c) Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube hat mit Honorarnote vom 23. März 

2015 Kosten von Fr. 2'558.--, bestehend aus einem Honorar von 

Fr. 2'300.-- (10 x Fr. 320.--), Barauslagen von Fr. 69.-- (3 % von 

Fr. 2'300.--) sowie der Mehrwertsteuer von Fr. 189.--, geltend gemacht. 

Diese Aufwendungen erscheinen dem Gericht ohne weiteres als ange-

messen. In diesem Zusammenhang gilt es jedoch zu beachten, dass ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand im Kanton Graubünden gemäss Art. 5 

Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsan-

wältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) lediglich ein Honorar von 

Fr. 200.-- pro Stunde beanspruchen kann. Wird die geforderte Entschädi-

gung in dieser Beziehung berichtigt, so beträgt die dem Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers für das vorliegende Verfahren zuzusprechende 

Entschädigung Fr. 2'224.80 (Honorar Fr. 2'000.-- [10 x Fr. 200.--] + 3 % 

Barauslagen Fr. 60.-- [3 % von Fr. 2'000.--] + 8 % Mehrwertsteuer 

Fr. 164.80 [8 % x 2'060.--]). In diesem Umfang ist der unentgeltliche 

Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur. Thomas 

Laube, folglich durch die Gerichtskasse zu entschädigen.

d) Es gilt der Vorbehalt von Art. 77 VRG, wonach die Kosten der Rechtsver-

tretung zu erstatten sind, wenn sich die Einkommens- oder Vermögens-

verhältnisse des Beschwerdeführers dereinst verbessern und er dazu fi-

nanziell in der Lage ist.

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. a) A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube ein 

Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die Ge-

richtskasse mit Fr. 2'224.80 (inkl. MWST und Barauslagen) entschädigt. 

b) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er die übernommenen 

Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]