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**Case Identifier:** 1f1fc008-5329-514e-95d2-b568ae211812
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2015 100 2013 357
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-357_2015-03-24.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 1. April 2016 abgewiesen, soweit 
es darauf eingetreten ist (BGer 2C_403/2015).

100.2013.357U
HAT/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Büchi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 1

und

Einwohnergemeinde B.________
handelnd durch den Gemeinderat
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2008 (Entscheid der 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 17. September 2013; 100 11 878) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. 1957) ist seit rund 25 Jahren für die C.________ bzw. deren 
schweizerische Tochtergesellschaften tätig, wobei sie seit Ende 1993 am Sitz der 
D.________ AG in E.________ (ZG) arbeitet. Ab April 1994 hat sie in Zug eine 1-
Zimmer-Wohnung gemietet und dort ihre Schriften hinterlegt. Die Wochenenden 
verbringt sie in der Regel zusammen mit ihrem Ehemann in B.________, wo dieser 
Anfang 1994 ein Eigenheim erworben hat.

B.

Einem Antrag der Einwohnergemeinde B.________ folgend, stellte die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern am 11. September 2009 fest, der steuerrechtliche 
Wohnsitz von A.________ befinde sich für das Jahr 2008 in B.________. Hiergegen 
erhob A.________ erfolglos Einsprache (Entscheid vom 3.10.2011).

C.

Am 2. November 2011 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern (StRK), die ihren Rekurs mit Entscheid vom 17. September 2013 abwies.

D.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. Oktober 2013 beantragt A.________, es 
sei festzustellen, dass sich ihr steuerrechtlicher Wohnsitz im Steuerjahr 2008 in Zug 
befinde.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung vom 24. Oktober 
2013 bzw. Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2013 je auf Abweisung der 
Beschwerde. Die Einwohnergemeinde B.________ hat auf Stellungnahme verzichtet 
und die Gemeinde Zug hat sich nicht vernehmen lassen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 
Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11]). Die 
Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf ihre form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund persönlicher 
Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren steuerrechtlichen 
Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton Bern hat eine 
Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält oder wenn 
ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 
Abs. 2 StG). Der steuerrechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der 
Mittelpunkt der persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet 
(vgl. BVR 2001 S. 1 E. 2b, 1999 S. 152 E. 2a; BGE 125 I 54 E. 2, 123 I 289 E. 2a; 
Bauer-Balmelli/Omlin, in Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, I/2a, 2. Aufl. 2008, Art. 3 DBG N. 4). Im Verhältnis zu andern Kantonen ist 
insoweit die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot der interkantonalen 
Doppelbesteuerung zu beachten (Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]). 

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 
Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), bestimmt sich nach 
der Gesamtheit der objektiven äusseren Umstände und nicht nach den bloss erklärten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 4

Wünschen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger Verbundenheit mit 
einem bestimmten Ort; der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar 
(BVR 2001 S. 1 E. 2c; BGE 132 I 29 E. 4.1, 125 I 54 E. 2a, 123 I 289 E. 2b). Dem 
polizeilichen Domizil, an dem die Schriften hinterlegt sind oder die politischen Rechte 
ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich dabei 
bloss um ein äusseres Merkmal, das gemeinsam mit dem übrigen Verhalten der 
steuerpflichtigen Person ein Indiz für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2001 S. 1 
E. 2b und c; BGE 132 I 29 E. 4.1). Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei 
Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf 
abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BVR 2001 S. 1 
E. 2c; BGE 131 I 145 E. 4.2, 125 I 458 E. 2d). Dies beurteilt sich jeweils aufgrund der 
Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls (BGE 123 I 289 E. 2a und b; zum Ganzen 
BVR 1999 S. 152 E. 2c), wobei die Verhältnisse am Ende der betroffenen 
Steuerperiode massgebend sind (Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 68 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] in der bis Ende 2013 
geltenden Fassung vom 15.12.2000 [AS 2001 1052]). 

2.3 Das Hauptsteuerdomizil von ledigen unselbständig erwerbstätigen Personen 
liegt grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufenthalt 
nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist doch der 
Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 E. 2d; BGE 132 I 29 
E. 4.2, 125 I 54 E. 2b; zuletzt etwa BGer 2C_469/2014 vom 9.12.2014, E. 3.2). Anders 
verhält es sich nach ständiger Rechtsprechung bei verheirateten Steuerpflichtigen, die 
täglich (Pendlerin bzw. Pendler) oder regelmässig an den Wochenenden 
(Wochenaufenthalterin bzw. Wochenaufenthalter) zu ihrer Familie zurückkehren: Die 
durch persönliche und familiäre Bande begründeten Beziehungen werden für stärker 
erachtet als jene zum Arbeitsort. Deshalb sind diese Steuerpflichtigen in der Regel am 
Aufenthaltsort der Familie zu besteuern; anders kann es sich dann verhalten, wenn sie 
in leitender Stellung tätig sind und nicht täglich an den Familienort zurückkehren (BVR 
1999 S. 152 E. 3, S. 364 E. 4b/aa; BGE 132 I 29 E. 4 und 5, 125 I 54 E. 2b/aa, 121 I 14 
E. 4a) oder wenn sie nicht regelmässig an den Familienort zurückkehren und damit – 
trotz Weiterbestehens der Ehe – einen eigenen (separaten) Wohnsitz und ein eigenes 
Hauptsteuerdomizil begründen (BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 S. 420, 
E. 2.4; vgl. zum Ganzen auch Zweifel/Hunziker, in Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach 
[Hrsg.], Interkantonales Steuerrecht, 2011, § 6 Rz. 29 f.). 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=2&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Schriften+Indiz+Steuerdomizil&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-I-29%3Ade&number_of_ranks=0#page29

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 5

3.

3.1 Die StRK hat mit Blick auf die Wohnsituation und die familiären Verhältnisse der 
Beschwerdeführerin festgestellt, deren Lebensmittelpunkt liege am Familienort in 
B.________, wo mithin auch der steuerliche Wohnsitz liege (angefochtener Entscheid, 
E. 5). Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, allein der 
Lebensmittelpunkt ihres Ehemanns befinde sich in B.________, ihr eigener liege in 
Zug, weshalb sich ihr Hauptsteuerdomizil dort befinde. Es liege eine Ausnahme vom 
Grundsatz vor, dass verheiratete Steuerpflichtige ihr Steuerdomizil am Familienort 
hätten. Sie pflege enge persönliche und wirtschaftliche Beziehungen in Zug und im 
Raum Zürich, während sie zu B.________ nur über eine mittelbare Beziehung durch 
ihren Ehemann verfüge. Sie führt diesbezüglich insbesondere an, Mitglied von Zuger 
Sportvereinen zu sein, ihre Arztbesuche in Zug zu tätigen und zudem Zeit in Solothurn 
zu verbringen, von wo sowohl ihr Ehemann als auch sie selber stammten. Ferner 
betont sie den Komfort ihrer Mietwohnung in der Zuger Altstadt und die Bedeutung 
ihrer Tätigkeit für die D.________ AG.

3.2 Die Beschwerdeführerin ist seit 1988 mit ihrem Ehemann verheiratet und lebt 
mit diesem in ungetrennter Ehe. Beide Eheleute sind in Solothurn aufgewachsen und 
wohnten zunächst gemeinsam in Zürich (1975-1988), dann in Solothurn und 
anschliessend in F.________ im Kanton Aargau. Seit April 1994 mietet die 
Beschwerdeführerin eine (unmöblierte) 1-Zimmer-Wohnung, die sich in einer 
Entfernung von rund 2,5 km von ihrem Arbeitsort in E.________ in der Altstadt von Zug 
befindet. Ihr Ehemann arbeitet offenbar in Bern und erwarb am 28. Januar 1994 im 
rund 35 km entfernten B.________ ein Zweifamilienhaus, das er zu einem Einfami-
lienhaus umbauen liess. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin sich zwar 
unter der Woche am Arbeitsort in Zug aufhält, aber die Wochenenden (in der Regel) 
mit ihrem Ehemann in B.________ verbringt, das bei diesen Gegebenheiten als 
Familienort erscheint (Beschwerde, S. 15 f.; vgl. auch Protokoll des Parteiverhörs vom 
11.6.2013, S. 3 [act. 3A, pag. 67]; «Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt» 
vom 22.5.2007, Vorakten Steuerverwaltung [in act. 3A], pag. 4). Da die Eheleute eine 
intakte Ehe führen, verfügen sie grundsätzlich über ein gemeinsames Steuerdomizil 
am Familienort (vgl. etwa BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 S. 420, E. 2.4.1). 
Es ist im Folgenden zu prüfen, ob der Mittelpunkt der Lebensinteressen der 
Beschwerdeführerin dennoch in Zug und nicht in B.________ liegt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 6

3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, vom Grundsatz, dass das 
Steuerdomizil einer verheirateten Wochenaufenthalterin am Familienort liege, müsse 
es auch Ausnahmen geben. Obschon sie verheiratet sei und die Wochenenden mit 
ihrem Ehemann verbringe, liege ihr Lebensmittelpunkt an ihrem Arbeitsort in Zug. Bei 
«Doppelverdiener-Ehepaaren» ohne Kinder komme dem Familienort nicht die gleiche 
Bedeutung zu, wie bei einem Haushalt mit Kindern. Sie begründet dies damit, dass bei 
finanziell unabhängigen, kinderlosen Ehepaaren das «Eheband» kaum gewichte. Mit 
dieser Argumentation übersieht die Beschwerdeführerin, dass die Anknüpfung am Ort 
der Familienniederlassung nicht in erster Linie auf wirtschaftlichen Gesichtspunkten 
(wie der Gemeinschaftlichkeit der Mittel), sondern auf persönlichen Umständen bzw. 
den durch persönliche und familiäre Bande begründeten Beziehungen beruht (vgl. 
BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 S. 420, E. 2.4.2). Deshalb genügt selbst bei 
weitgehendem Getrenntleben der Eheleute der Wille zur Fortführung der Gemeinschaft 
dafür, dass die Ehegattenbesteuerung weitergilt (BGer 2C_523/2007 vom 5.2.2008, in 
StR 63/2008 S. 364, E. 2.3). Diese gesetzliche Behandlung der Verheirateten als 
steuerliche Einheit unter gemeinsamer Besteuerung am Familienort würde durch die 
Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin grundsätzlich in Frage gestellt. Folgt man 
ihrer Auffassung sind bei kinderlosen Eheleuten mit einem auswärtigen 
Wochenaufenthalt auch bei einer regelmässigen Rückkehr an den Familienort – 
zumindest ab einer gewissen Dauer des Auseinanderfallens von Arbeits- und 
Familienort – stets getrennte Steuerdomizile anzunehmen, was dem System der Fami-
lienbesteuerung widersprechen würde. Soweit ersichtlich haben denn auch weder das 
Verwaltungsgericht noch das Bundesgericht je auf ein vom Familienort abweichendes 
Hauptsteuerdomizil am Ort des Wochenaufenthalts entschieden, falls die Eheleute 
erstens eine intakte Ehe führten und zweitens eine regelmässige Rückkehr an den 
Familienort gegeben war; wenn auf zwei getrennte Hauptsteuerdomizile entschieden 
wurde, fehlte es zumindest am einen der beiden Elemente (vgl. etwa BGE 121 I 14 
E. 5a oder BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 S. 420, E. 3.2.1). Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin ist in der Rechtsprechung sodann keine Tendenz 
erkennbar, das Gewicht der Familienbande zugunsten rein wirtschaftlicher Kriterien zu 
relativieren. Das Bundesgericht hat erst kürzlich seine ständige Praxis bekräftigt, die 
bei Ehepaaren mit auseinanderfallendem Arbeits- und Familienort die persönlichen und 
familiären Kontakte zum Ort, wo sich die Familie aufhält, stärker gewichtet (BGer 
2C_934/2013 und 2C_935/2013 vom 18.6.2014, E. 3.2). Diese Rechtsprechung kann 
nicht so verstanden werden, dass von einer «Familie» nur dann auszugehen wäre, 
wenn die Eheleute Kinder haben. Soweit der Begriff der Familie teils durch den Zusatz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 7

«Ehegatte und Kinder» ergänzt wird, soll damit vorab die Gruppe der Steuerpflichtigen 
mit eigener Familie von jener der Unverheirateten, welche die Wochenenden bei der 
elterlichen Familie verbringen und für die andere Grundsätze gelten (vgl. hierzu etwa 
VGE 2012/244 vom 13.11.2013, E. 2.3), abgegrenzt werden.

3.4 Weiter erscheinen die Beziehungen der Beschwerdeführerin zum Arbeitsort 
nicht aussergewöhnlicher Natur; ein vom Familienort in B.________ abweichender 
Lebensmittelpunkt in Zug lässt sich daraus nicht ableiten:

3.4.1 Die Beschwerdeführerin hat zwar angesichts ihres langjährigen Wo-
chenaufenthalts in Zug, wo sie auch in Sportvereinen engagiert ist und über etliche 
persönliche Bekanntschaften verfügt, sicherlich enge Beziehungen geknüpft (vgl. 
Beschwerdeschrift, S. 4 f.). Es dürfte sich jedoch in B.________, wo sie sich seit gleich 
langer Zeit regelmässig an den Wochenenden (von Freitagabend bis Montagmorgen) 
aufhält, kaum anders verhalten. Sie bestreitet denn auch nicht, am Familienort 
ebenfalls Kontakte zu Nachbarinnen und Nachbarn sowie Freundinnen und Freunden 
und Verwandten zu pflegen (vgl. auch Protokoll des Parteiverhörs vom 11.6.2013, S. 2 
[act. 3A, pag. 68]). Es kann insoweit nicht ausschlaggebend sein, ob der Anstoss zur 
Pflege der betreffenden Kontakte vorab durch ihren Ehemann erfolgt ist. Zudem 
verbringen jeweils im Sommer Verwandte ihres Ehemanns längere Zeit in einem 
Ferienhaus in B.________, was die Beziehungen zum Familienort weiter verstärkt. 
Demgegenüber erscheint selbstverständlich, dass die Beschwerdeführerin ihre 
Arztbesuche in Zug und nicht in B.________ tätigt, da sie sich während den 
Sprechstundenzeiten dort aufhält. Mit Blick auf ihre regelmässige Rückkehr nach 
B.________ zum Ehemann ist nicht ersichtlich, weshalb die gesellschaftlichen 
Beziehungen der Beschwerdeführerin für einen Lebensmittelpunkt in Zug sprechen 
sollten. Dies umso weniger, als die familiären Beziehungen erfahrungsgemäss – mehr 
als alle anderen – zu einer engen Verbundenheit mit einem Ort führen (vgl. BGer 
2C_646/2007 vom 7.5.2008, E. 3.3.2). 

3.4.2 Ein Vergleich der Wohnsituationen in Zug und B.________ spricht klar dafür, 
dass der Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführerin im Kanton Bern liegt: Auch wenn 
die Wohnung in Zug hübsch eingerichtet sein und den Komfortvorstellungen der 
Beschwerdeführerin genügen mag (vgl. das Fotodossier in den Vorakten der 
Steuerverwaltung [in act. 3A], pag. 25-20), handelt es sich dabei um eine einfache 1-
Zimmer-Wohnung für einen monatlichen Bruttomietzins von Fr. 940.-- (Vorakten 
Steuerverwaltung [in act. 3A], pag. 39). In B.________ wohnt die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 8

demgegenüber in einem grosszügigen Einfamilienhaus, das im (Allein-)Eigentum ihres 
Ehemanns steht und über Umschwung sowie ein Schwimmbecken verfügt. Es liegt 
also eine Wohnsituationen vor, wie sie für eine Wochenaufenthalterin typisch ist und 
bei der zur Hauptwohnung der Familie eine kleinere und einfachere Zweitwohnung am 
Arbeitsort hinzukommt. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass die 
Schilderung der Umstände, die zur Miete der Zweitwohnung in Zug geführt haben 
sollen, nicht überzeugen: Die Beschwerdeführerin macht insoweit geltend, die Eheleute 
hätten die gemeinsame Wohnung in F.________ darum aufgegeben, weil die 
D.________ AG ihre Büroräumlichkeiten von Zürich nach E.________ verschoben 
habe. Sie sei 1994 von F.________ nach Zug in eine eigene Wohnung gezogen, 
während ihr Ehemann für sich das Haus in B.________ erworben habe. Deshalb 
handle es sich bei der Liegenschaft in B.________ nicht um ihre Erst- und bei der 
Mietwohnung in Zug nicht um eine (blosse) Zweitwohnung. Die Umstände sprechen 
indes dafür, dass die Eheleute ihre Familienwohnung von F.________ nach 
B.________ verschoben haben, so dass die Beschwerdeführerin – angesichts einer 
Distanz von knapp 150 km zwischen B.________ und E.________ – eine Unterkunft 
am Arbeitsort benötigte. Der Wechsel des Arbeitsorts der Beschwerdeführerin hat 
kaum Anlass zur Aufgabe der gemeinsamen Wohnung in F.________ gegeben, zumal 
die Entfernung zwischen F.________ und Zürich einerseits und F.________ und 
E.________ anderseits praktisch gleich gross ist (je rund 35 km), so dass die Be-
schwerdeführerin weiterhin problemlos von F.________ aus zur Arbeit hätte fahren 
können.

3.4.3 Ferner ist die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe nur eine mittelbare 
und keine eigene Beziehung zu B.________ unrichtig: Zwar mag das Wohnhaus im 
Alleineigentum des Ehemanns stehen, die Beschwerdeführerin verfügt jedoch selber 
auch über Grundeigentum am Familienort. Ihr gehört bereits seit dem Frühjahr 1998 
mit ihrem Ehemann zusammen je die Hälfte zweier Rebberge im Halt von 786 m2 bzw. 
212 m2 (B.________ Gbbl. Nrn. 412 und 411). Weiter fällt auf, dass der Telefonan-
schluss der Liegenschaft in B.________, obschon es sich dabei um den alleinigen 
Wohnsitz des Ehemanns handeln soll, sowohl auf <www.local.ch> als auch auf 
<www.tel.search.ch> auf beide Eheleute eingetragen ist (Eintrag: «…»). Sodann pflegt 
die Beschwerdeführerin auch den Kontakt zu ihrer eigenen Verwandtschaft, die 
offenbar – wie jene ihres Ehemanns – überwiegend im Raum Solothurn wohnt, 
zumindest teilweise vom wesentlich näher gelegenen B.________ aus (vgl. auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 9

Protokoll des Parteiverhörs vom 11.6.2013, S. 2 und 3 [act. 3A, pag. 68-67]), was 
ebenfalls gegen einen bloss mittelbaren Bezug zum Familienort spricht.

3.5 Nach dem Gesagten liegen zwar zum Arbeitsort in Zug enge Bindungen vor, es 
besteht jedoch auch nach einer Gesamtwürdigung der Lebensumstände der Eheleute 
kein Anlass, trotz regelmässiger Rückkehr der Beschwerdeführerin an den Familienort 
einen abweichenden Lebensmittelpunkt am Arbeitsort anzunehmen. Vorbehältlich 
einer unselbständigen Erwerbstätigkeit in leitender Stellung (dazu sogleich E. 4) be-
gründet die regelmässige Rückkehr an den Familienort – der allgemeinen Regel 
entsprechend (vgl. vorne E. 2.3) – auch bei ihr eine ausschliessliche Steuerhoheit des 
Kantons, in dem sich der Familienort befindet (BGE 132 I 29 E. 4.2; Zweifel/Hunziker, 
a.a.O., § 6 Rz. 29 mit zahlreichen Hinweisen). 

4.

Nach dem Gesagten liegt das Steuerdomizil der Beschwerdeführerin nur dann in Zug, 
wenn ihre Beziehungen zum Arbeitsort diejenigen zum Familienort darum überwiegen, 
weil sie in leitender Stellung für die D.________ AG tätig ist. 

4.1 Die StRK hat verneint, dass die Beschwerdeführerin besondere Verantwortung 
trage, wie sie mit einer leitenden Stellung nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
verbunden sei. Hiefür müsse die steuerpflichtige Person zwingend die alleinige und 
direkte Leitung eines Unternehmens (oder von Teilen davon) innehaben, was bei der 
Beschwerdeführerin nicht der Fall sei. Sie habe als Verwaltungsrätin stets einem 
Gremium angehört und dabei nicht (alleine) spezifisch geschäftsleitende Funktionen 
wahrgenommen. Sie habe über keine direktionsähnliche Stellung verfügt, sondern die 
Dossiers zusammen mit andern Verwaltungsratsmitgliedern betreut und sei auch nie 
einzelzeichnungsberechtigt gewesen. Hinzu komme, dass sie zum massgebenden 
Zeitpunkt nur im Umfang von 40 % als Verwaltungsrätin tätig gewesen sei und 
überwiegend als Leiterin des Rechtsdiensts mit bloss einigen wenigen Untergebenen 
gewirkt habe. Weiter komme dem einzelnen Verwaltungsratsmitglied keine 
Weisungsbefugnis zu, da der Verwaltungsrat seine Beschlüsse als Organ fälle. 
Deshalb könne nicht von einer (indirekten) Unterstellung der rund 150 Mitarbeitenden 
der D.________ AG ausgegangen werden. Als Leiterin des Rechtsdiensts sei sie nur 
gerade gegenüber drei juristischen Mitarbeitenden direkt weisungsbefugt gewesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 10

Mithin habe die Beschwerdeführerin zwar eine durchaus verantwortungsvolle Position 
inne, sei aber nicht in leitender Stellung im Sinn der einschlägigen Rechtsprechung 
tätig (angefochtener Entscheid, E. 6). 

4.2 Was die Beschwerdeführerin gegen diese Erwägungen der StRK vorbringt, ist 
nicht stichhaltig: 

4.2.1 Im angefochtenen Entscheid wird zu Recht betont, dass das Bundesgericht 
eine leitende Stellung und damit eine engere Bindung zum Arbeits- als zum Familienort 
nur sehr restriktiv bejaht. Eine solche liegt nur dann vor, wenn die berufliche Tätigkeit 
die steuerpflichtige Person derart intensiv beansprucht, dass die familiären und 
sozialen Beziehungen in den Hintergrund treten. Verlangt wird deshalb, dass die 
steuerpflichtige Person eine wirtschaftlich bedeutende Unternehmung leitet, also eine 
besonders grosse Verantwortung wahrnimmt und eine beachtliche Zahl von Angestell-
ten führt (BGE 132 I 29 E. 4.2 f.; BGer 2C_934/2013 und 2C_935/2013 vom 18.6.2014, 
E. 3.2, 2C_753/2011 vom 14.3.2012, E. 4.3.1). Bejaht wurde das Erfüllen dieser 
Voraussetzungen beim Direktor einer Maschinenfabrik, dem die Sanierung des 
Unternehmens anvertraut worden war, beim Stellvertreter des Chefingenieurs einer 
Kohlenmine, der zahlreiche Angestellte zu führen hatte, beim Geschäftsführer eines 
Bergwerks, dem zeitweise 400 Personen unterstanden, bei einem der Aufsicht des 
Verwaltungsrats unterstellten technischen Direktor mit 130-140 Untergebenen sowie 
beim Präsidenten der Generaldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen. Hingegen 
verneinte das Bundesgericht eine leitende Stellung beim Direktor einer 
Kollektivgesellschaft mit 6 bis 8 Mitarbeitenden, bei einem Richter des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts, beim Hauptaktionär und gleichzeitigen 
Präsidenten und Delegierten des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft mit 40 
Mitarbeitenden, beim Sektionschef einer kantonalen Verwaltung sowie bei einem 
Direktor einer öffentlichen Anstalt, der 70 Angestellte führte (zum Ganzen BGE 132 I 
29 E. 4.3 mit Hinweisen; BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 S. 420, E. 2.3). 

4.2.2 Vor dem Hintergrund dieser Kasuistik ist nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz zum Schluss kommt, die Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin erfülle 
die einschlägigen Voraussetzungen für eine leitende Stellung nicht. Die 
Beschwerdeführerin ist für ihre Arbeitgeberin überwiegend als Leiterin des 
Rechtsdiensts mit bloss zwei bzw. drei direkt Unterstellten in einer typischen 
Stabsfunktion tätig, die offensichtlich nicht den Charakter einer leitenden Stellung im 
dargestellten Sinn aufweist. Daran ändert nichts, dass sie zudem Mitglied des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 11

Verwaltungsrats der D.________ AG und mehrerer Tochtergesellschaften bzw. des 
Stiftungsrats des Pensionsfonds der D.________ ist und zudem auch Teil des 
«Country Coordination Teams (CCT)» der D.________ AG bildet. Sie mag zwar in 
diesen Funktionen an Entscheiden beteiligt sein, die zur eigentlichen Geschäftsführung 
zählen (vgl. Ziff. 6 des Organisationsreglements der D.________ AG; act. 3A pag. 12-
10). Sie bestimmt aber nicht allein über die Geschicke der Schweizer D.-
Gesellschaften und führt auch deren Mitarbeitende nicht direkt. Dies wäre nach dem 
Gesagten jedoch Voraussetzung, damit eine leitende Stellung im Sinn der einschlägi-
gen Rechtsprechung vorliegen würde. 

4.2.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erscheint unproblematisch, 
dass gemäss einem solchen Rechtsverständnis bei Unternehmungen, die von einem 
Kollektiv ohne starke Delegierte oder Delegierten geführt werden, keine (Einzel-
)Person mehr eine leitende Stellung innehat. Die mit einer solchen einhergehende 
Teilung der Steuerhoheit wurde für ausgesprochene Ausnahmesituationen geschaffen 
(BGer 2C_112/2007 vom 11.9.2007, E. 3.2; vgl. auch BGE 132 I 29 E. 5.3, 125 I 458 
E. 2d), weshalb keineswegs zwingend bei jeder (wirtschaftlich bedeutenden) Unter-
nehmung eine leitende Stellung im entsprechenden Sinn gegeben sein muss. Auch 
wenn der Verwaltungsrat grundsätzlich die Geschäfte der Aktiengesellschaft führt, 
soweit er die Geschäftsführung nicht delegiert hat (vgl. Art. 716 Abs. 2 des 
Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]), ist mit einem 
Verwaltungsratsmandat in der Regel keine besonders intensive berufliche 
Beanspruchung verbunden. Eine solche ist auch im Fall der Beschwerdeführerin nicht 
ersichtlich, obschon diese vorbringt, die Geschäftsführung werde bei allen 
Gesellschaften, in deren Verwaltungsrat sie Einsitz nehme, vom Rat selber besorgt. 
Die Beschwerdeführerin behauptet selber nicht, täglich mit Verwaltungsratsgeschäften 
befasst zu sein, sondern erwähnt insoweit bloss (mindestens) monatliche Sitzungen 
des CCT (zuzüglich «mehrtägiger Offsite-Meetings»; Beschwerde, S. 20 f.). Hinzu 
kommen Sitzungen der Verwaltungsräte von drei Tochtergesellschaften der 
D.________ AG, die offenbar in ähnlicher Anzahl stattfinden (angefochtener Entscheid, 
S. 6; Protokoll des Parteiverhörs vom 11.6.2013, S. 1 [act. 3A, pag. 69]), sowie 
«jährlich mehrere Sitzungen» des Stiftungsrats des Pensionsfonds (Beschwerde, 
S. 21). Mit diesen Verwaltungsratsmandaten ist folglich auch nach den eigenen 
Darstellungen der Beschwerdeführerin keine berufliche Beanspruchung verbunden, die 
familiäre und soziale Beziehungen zum Familienort geradezu in den Hintergrund 
drängen würden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 12

4.3 Geht die Beschwerdeführerin mithin in Zug keiner Erwerbstätigkeit in leitender 
Stellung nach, bleibt es nach dem Gesagten beim Steuerdomizil am Familienort in 
B.________ und der alleinigen Steuerhoheit des Kantons Bern.

5.

Die Beschwerdeführerin beruft sich schliesslich noch auf den Umstand, dass die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern ihr Steuerdomizil in Zug während Jahren 
akzeptiert hat (Beschwerde, S. 22 f.). Sie ist sich allerdings bewusst, dass jede 
Veranlagung ein eigenes, von früheren Veranlagungen weitgehend unabhängiges 
Verfahren darstellt (vgl. etwa BVR 2013 S. 506 E. 4.3; VGE 23007 vom 26.5.2008 in 
NStP 2008 S. 120, E. 3.6; BGer 2P.153/2002 und 2A.358/2002 vom 29.11.2002, in StE 
2003 B 72.14.2 Nr. 31, E. 4.2). Deshalb ist unerheblich, dass die Frage des 
Steuerdomizils von der Steuerverwaltung – trotz grundsätzlich gleich gebliebener 
Gegebenheiten – während langer Zeit anders beurteilt worden ist. Soweit die 
Beschwerdeführerin den Behörden in diesem Zusammenhang auch vorwirft, einer 
«Ehefrau» kein vom Ehemann getrenntes Steuerdomizil zugestehen zu wollen, sich 
also letztlich auf eine geschlechtsbedingte Benachteiligung beruft (ähnlich auch 
Beschwerde, S. 19), sind ihre Ausführungen verfehlt: Zum einen wurde die restriktive 
Rechtsprechung zum eigenen Hauptsteuerdomizil am Arbeitsort anhand von 
Sachverhalten entwickelt, bei denen sich der Ehemann als Wochenaufenthalter vom 
Familienort entfernte. Diese vom Bundesgericht entwickelten und vom 
Verwaltungsgericht übernommenen Grundsätze hat die Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid ohne irgendwelche Rückgriffe auf ein geschlechterbezogenes Rollen-
verständnis zur Anwendung gebracht. Zum andern lassen sich aus dem Umstand, 
dass die Steuerbehörden der Beschwerdeführerin während Jahren (fälschlicherweise) 
ein eigenes Hauptsteuerdomizil am auswärtigen Arbeitsort zugestanden haben, keine 
Rückschlüsse auf die behördliche Sichtweise der Stellung von Ehefrauen ziehen; 
jedenfalls ist nicht ersichtlich, weshalb ein Wechsel des rechtlichen Standpunkts mit 
dem Geschlecht der Beschwerdeführerin in Zusammenhang stehen sollte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 13

6.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei diesem 
Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde B.________
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung
und mitzuteilen:
- der Gemeinde Zug

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2015, Nr. 100.2013.357U, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.