# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8167443-3009-5a19-b34a-e8d73c9fe86c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.07.2019 100 2018 444
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-444_2019-07-10.pdf

## Full Text

100.2018.444U
MUT/SPA/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juli 2019

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiber Spring 

1. A.________
2. B.________

wohnhaft in Nordmazedonien, gesetzlich vertreten durch seinen Vater 
A.________

vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Thun
Abteilung Sicherheit, Migrationsdienst, Hofstettenstrasse 14, 
Postfach 145, 3602 Thun

betreffend Familiennachzug; nachträglicher Nachzug des Sohnes 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
9. November 2018; 2018.POM.181)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2019, Nr. 100.2018.444U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 29. Juni 2016 ersuchte der noch minderjährige B.________ (geb. ... 
2004) bei der Schweizer Vertretung in Pristina um Erteilung eines Visums 
für den langfristigen Aufenthalt zwecks Verbleibs bei seinem Vater 
A.________. Dieser stammt aus Nordmazedonien (geb. ... 1975) und hat 
aus der bis 2006 dauernden Beziehung zur Landsfrau C.________ neben 
B.________ noch zwei weitere, volljährige Kinder. Nach seiner Über-
siedlung in die Schweiz war A.________ vom 10. Oktober 2008 bis zum 
8. Dezember 2016 mit einer hier aufenthaltsberechtigten Slowakin ver-
heiratet. Aktuell lebt er mit der Schweizerin D.________ in einer partner-
schaftlichen Beziehung. A.________ erhielt zunächst eine Aufenthalts-
bewilligung; seit dem 7. Februar 2017 verfügt er über eine Niederlassungs-
bewilligung. 

Mit Gesuch vom 13. Juli 2016 beantragte A.________ den Familien-
nachzug für seinen Sohn, welches die Einwohnergemeinde (EG) Thun, Ab-
teilung Sicherheit (Migrationsdienst), am 4. April 2017 formlos und am 
26. Januar 2018 mit Verfügung abwies. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 28. Februar 2018 Be-
schwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit 
Entscheid vom 9. November 2018 wies die POM die Beschwerde ab. 

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 12. Dezember 2018 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt die Aufhebung des 
Entscheids der POM und die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung für 
B.________ im Rahmen des Familiennachzugs.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2019, Nr. 100.2018.444U, 
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Die EG Thun hat am 8. Januar 2019 auf eine Stellungnahme verzichtet. Die 
POM schliesst mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2019 auf Abweisung der 
Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 22. Januar 2019 hat sich A.________ nochmals zur 
Sache geäussert und an der Beschwerde festgehalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die im Übrigen form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Am Verfahren vor der EG Thun und am erstinstanzlichen Beschwer-
deverfahren war allein der Beschwerdeführer 1 beteiligt, der dabei als ge-
setzlicher Vertreter die Rechte seines Sohnes wahrnehmen konnte. Vom 
Ausgang des Nachzugsverfahrens hängt ab, ob der Beschwerdeführer 1 
seinen Sohn in die Schweiz nachziehen kann. Der Sohn ist demnach durch 
die Massnahme wie der Beschwerdeführer 1 direkt betroffen und als not-
wendige Partei ins verwaltungsgerichtliche Verfahren einzubeziehen (vgl. 
BVR 2018 S. 43 E. 2.2; betreffend Nachzug VGE 2010/218 vom 22.2.2012 
E. 2.2).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, die POM habe ihre Be-
gründungspflicht verletzt. Sie habe es durch die mehrheitlich «blosse 
Wiedergabe der Beschwerdeschrift in indirekter Form» unterlassen, sich 
eingehend mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen (vgl. Beschwerde 
S. 3). – Die POM hat ausgeführt, unter welchen Voraussetzungen ein nach-
träglicher Familiennachzug allgemein bewilligt werden kann (angefochtener 
Entscheid E. 2). In der Folge ist sie auf die konkreten Sachumstände einge-
gangen, die für und gegen einen nachträglichen Familiennachzug sprechen 
und hat im Ergebnis das Vorliegen von wichtigen Gründen nach Art. 47 
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslände-
rinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG; SR 142.20) verneint (ange-
fochtener Entscheid E. 3 ff.). Die für diese Beurteilung massgebenden Ge-
sichtspunkte ergeben sich aus diesen Erwägungen. Gestützt darauf war es 
den Beschwerdeführern ohne weiteres möglich, den Entscheid der POM 
sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht, einem 
wesentlichen Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101), Art. 26 Abs. 2 der Ver-
fassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und Art. 21 Abs. 1 VRPG (vgl. 
statt vieler BGE 142 II 49 E. 9.2; BVR 2016 S. 529 E. 4.3), ist demnach zu 
verneinen.

3.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

3.1 Aus der bis 2006 dauernden Beziehung des nordmazedonischen 
Beschwerdeführers 1 (geb. ... 1975) mit der Landsfrau C.________ gingen 
drei Kinder hervor: … (geb. ... 1992), … (geb. ... 1996) und B.________ 
(geb. ... 2004), der Beschwerdeführer 2. Über Italien reiste der Beschwer-
deführer 1 am 26. November 2008 in die Schweiz ein (Akten EG Thun 4B 
pag. 1, 35). Vom 10. Oktober 2008 bis zum 8. Dezember 2016 war er mit 
einer Slowakin, die über eine Aufenthaltsbewilligung verfügte, verheiratet 
(Akten EG Thun 4B pag. 7). Aktuell lebt er mit der Schweizerin D.________ 

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in einer partnerschaftlichen Beziehung. Der Beschwerdeführer 1 erhielt 
zunächst eine Aufenthaltsbewilligung (Akten EG Thun 4B pag. 35); am 
7. Februar 2017 erhielt er die Niederlassungsbewilligung (Akten EG Thun 
4B pag. 227). Die Mutter des Beschwerdeführers 2 erklärte sich am 
5. Januar 2016 mit der Übersiedlung ihres Sohnes zu seinem Vater in die 
Schweiz einverstanden (Akten EG Thun 4C pag. 311). Nachdem der 
Beschwerdeführer 1 am 10. August 2016 als Vormund seines Sohnes 
eingetragen worden war (Akten EG Thun 4C pag. 320), übertrug ihm ein 
nordmazedonisches Gericht am 6. September 2017 zusätzlich das alleinige 
Sorgerecht (Akten EG Thun 4C pag. 261 f.). 

3.2 Der Beschwerdeführer 2 wurde in …/Nordmazedonien geboren 
(Akten EG Thun 4C pag. 21). Er lebt in E.________ bei seinen Grosseltern 
väterlicherseits (Akten EG Thun 4C pag. 189). Unklar ist, ob seine Mutter in 
der gleichen Wohnung lebt. Vertreter der Schweizer Botschaft in Pristina 
gingen nach einem Besuch vor Ort im Sommer 2017 von einem «Familien-
bund mit Mutter und Grosseltern» aus (Akten EG Thun 4C pag. 189). Diese 
Ansicht teilte anfangs auch die Klassenlehrerin an B.________'s Grund-
schule, die von einem grossen Engagement der Mutter sprach (Akten EG 
Thun 4C pag. 187). Sie relativierte jedoch später ihre Aussage (Akten EG 
Thun 4C pag. 212). Gemäss Angaben des Beschwerdeführers 2 lebt seine 
Mutter rund eine Autostunde von ihm entfernt (Akten EG Thun 4C pag. 22). 
Laut dem Beschwerdeführer 1 wohnt die Mutter wieder in ihrem Elternhaus 
in E.________ (Akten EG Thun 4C pag. 110). Die Mutter gab vor dem 
Amtsgericht E.________ (Sorgerechtsübertragung) ferner an, dass sie 
gegenwärtig mit einem Mann zusammenlebe (Akten EG Thun 4C 
pag. 323). Die Betreuung des Beschwerdeführers 2 werde seit 2005 haupt-
sächlich von seinen Grosseltern gewährleistet, da die Mutter damit über-
fordert gewesen sei und abgesehen von Spontanbesuchen wenig Interesse 
an ihrem Sohn zeige (Akten EG Thun 4C pag. 109 f., 257; Vorakten POM 
pag. 38). Sein Bruder und seine Schwester arbeiten bzw. studieren in … 
und haben dort ihren Lebensmittelpunkt (Akten EG Thun 4C pag. 124, 188 
f.; Beschwerde S. 6 f.). Sie besuchen ihren Bruder sporadisch bei den 
gemeinsamen Grosseltern (Akten EG Thun 4C pag. 124).

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3.3 Im Schuljahr 2015/2016 absolvierte der Beschwerdeführer 2 die 
sechste Klasse der Grundschule in E.________ (Akten EG Thun 4B 
pag. 19). Dort sei er gut integriert und ein «beispielhafter Schüler» 
(Akten EG Thun 4C pag. 187 ff., 212). Er verfüge über Grundkenntnisse 
der deutschen Sprache (Akten EG Thun 4C pag. 335). In Zukunft werde er 
entweder auf das Gymnasium in Nordmazedonien gehen oder ein Sprach- 
und Integrationsjahr in der Schweiz machen (Eingabe vom 18.5.2019, 
act. 9). Der Beschwerdeführer 2 wird von seinem Vater mehrmals jährlich 
in Nordmazedonien besucht. Nachgewiesen sind zudem zwei Aufenthalte 
bei seinem Vater in der Schweiz (Beschwerdebeilage [BB] 3 ff.; vgl. Be-
schwerde S. 8). Der Vater unterstützte bisher seinen Sohn auch finanziell 
(Akten EG Thun 4C pag. 257). Der Sohn erklärte im vorinstanzlichen Ver-
fahren schriftlich, dass er mit seinem Vater zusammenleben möchte, der 
ihn und seine Wünsche besser verstehe als seine Grosseltern (Vorakten 
POM pag. 38). 

4.

Auf den 1. Januar 2019 ist eine Teilrevision des AuG in Kraft getreten, die 
auch den Gesetzestitel und die offizielle Abkürzung ändert. Der Erlass 
heisst neu Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über 
die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG). Mit der Teil-
revision sind die Anforderungen an den Familiennachzug erhöht worden. 
Das vorliegende Verfahren wurde jedoch vor Inkrafttreten dieser Gesetzes-
änderung eingeleitet, weswegen das alte Recht (AuG und Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; 
SR 142.201] je in der bis zum 31.12.2018 gültigen Fassung [AS 2007 
S. 5437 bzw. AS 2007 S. 5497]) anwendbar bleibt (Art. 126 Abs. 1 AuG; 
vgl. VGE 2018/252 vom 11.3.2019 E. 4 mit Hinweisen).

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5.

5.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 des hier noch anwendbaren AuG (vgl. E. 4 
hiervor) haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren 
von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammen-
wohnen. Nach Art. 47 Abs. 1 AuG muss dieser Anspruch auf Familiennach-
zug innerhalb von fünf Jahren geltend gemacht werden (Satz 1); Kinder 
über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen 
werden (Satz 2). Die Fristen beginnen bei Familienangehörigen von Aus-
länderinnen und Ausländern mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Nieder-
lassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverhältnisses 
(Art. 47 Abs. 3 Bst. b AuG). Sie beginnen allerdings erst mit dem Inkraft-
treten des AuG am 1. Januar 2008, sofern vor diesem Zeitpunkt die Ein-
reise erfolgt oder das Familienverhältnis entstanden ist (Art. 126 Abs. 3 
AuG). Wurde der Nachzug innert der Fristen von Art. 47 Abs. 1 AuG bean-
tragt, so ist er zu bewilligen, wenn gemäss Art. 51 Abs. 2 AuG kein Rechts-
missbrauch und keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AuG gegeben 
sind, die nachziehenden Eltern das Sorgerecht haben und das Kindeswohl 
dem Nachzug nicht entgegensteht (vgl. BGE 136 II 78 E. 4.7 f. 
[Pra 99/2010 Nr. 70]; BGer 2C_767/2015 vom 19.2.2016 E. 3). Ein nach-
träglicher Familiennachzug wird hingegen nur bewilligt, wenn wichtige 
familiäre Gründe geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG).

5.2 Es ist unbestritten, dass mit dem Gesuch vom 13. Juli 2016 die 
Fristen gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG nicht eingehalten worden sind und des-
halb einzig ein nachträglicher Familiennachzug im Sinn von Art. 47 Abs. 4 
AuG zur Diskussion steht (vgl. Beschwerde S. 4; zur Fristberechnung etwa 
BGE 137 II 393 E. 3.3 [Pra 101/2012 Nr. 26]; BGer 2C_767/2015 vom 
19.2.2016 E. 4.2). Der Beschwerdeführer 1 ist indes der Ansicht, die POM 
habe zu Unrecht das Vorliegen wichtiger familiärer Gründe verneint (vgl. 
Beschwerde S. 4 ff.). ‒ Wichtige familiäre Gründe für die Bewilligung des 
nachträglichen Nachzugs nach Art. 47 Abs. 4 AuG liegen vor, wenn das 
Kindeswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann 
(Art. 75 VZAE). Entgegen dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung ist 
nach der Rechtsprechung jedoch nicht ausschliesslich auf das Kindeswohl 

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abzustellen; es bedarf vielmehr der Würdigung aller erheblichen Umstände 
im Einzelfall. Dabei ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dem 
vom Gesetzgeber beabsichtigten Zweck der Fristenregelung Rechnung zu 
tragen, welche die Integration der Kinder erleichtern will, indem diese durch 
einen frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine möglichst um-
fassende Schulbildung in der Schweiz geniessen sollen (vgl. 
BGer 2C_634/2017 vom 14.8.2018 E. 3.4.2, 2C_38/2017 vom 23.6.2017 
E. 4.2; zu den im Einzelfall zu berücksichtigenden Elementen vgl. etwa 
BGer 2C_132/2016 vom 7.7.2016 E. 2.3.3). Zudem geht es darum, Nach-
zugsgesuchen entgegenzuwirken, die erst kurz vor Erreichen des erwerbs-
fähigen Alters gestellt werden, wobei die erleichterte Zulassung zur Er-
werbstätigkeit und nicht (mehr) die Bildung einer echten Familien-
gemeinschaft im Vordergrund steht. Die Bewilligung des Nachzugs nach 
Ablauf der Frist muss nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme 
bleiben; dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG aber so zu handhaben, dass 
der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. nach Art. 13 BV im 
Rahmen der erforderlichen Interessenabwägung gewahrt bleibt (vgl. etwa 
BGer 2C_802/2017 vom 10.6.2018 E. 4.1, 2C_1/2017 vom 22.5.2017 
E. 4.1.3, je mit weiteren Hinweisen). Im Einzelfall ist sorgfältig zu prüfen, ob 
dem Kindeswohl durch eine Kontinuität der bisherigen Betreuung oder 
durch einen Umzug in die (unvertraute) neue Umgebung besser ent-
sprochen werden kann (BGer 2C_182/2016 vom 11.11.2016 E. 2.2, u.a. 
mit Hinweis auf BGer 2C_303/2014 vom 20.2.2015 E. 6.1). Ein wichtiger 
Grund liegt etwa vor, wenn die weiterhin notwendige Betreuung der Kinder 
im Herkunftsland beispielsweise wegen des Todes oder der Krankheit der 
betreuenden Person nicht mehr gewährleistet ist. Praxisgemäss liegen in-
des keine wichtigen familiären Gründe vor, wenn im Heimatland alternative 
Pflegemöglichkeiten bestehen, die dem Kindeswohl besser entsprechen, 
weil dadurch vermieden werden kann, dass die Kinder aus ihrer bisherigen 
Umgebung und dem ihnen vertrauten Beziehungsnetz gerissen werden 
(vgl. BGer 2C_550/2018 vom 21.12.2018 E. 2.2, 2C_591/2017 vom 
16.4.2018 E. 2.2.2; zum Ganzen VGE 2018/252 vom 11.3.2019 E. 5.2).

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5.3 Zu prüfen ist somit, ob bzw. inwieweit eine Änderung der Be-
treuungs- und Erziehungsmöglichkeiten eingetreten ist, die eine Übersied-
lung des Beschwerdeführers 2 in die Schweiz notwendig erscheinen lässt, 
und keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten bestehen, die dessen Be-
dürfnissen besser entsprechen als ein Umzug in die Schweiz (vgl. zum 
Prüfprogramm auch VGE 2017/137 vom 2.2.2018 E. 3.5). Es obliegt im 
Rahmen ihrer prozessualen Mitwirkungspflicht der um den Nachzug er-
suchenden Person, die entsprechenden Umstände nicht nur zu behaupten, 
sondern auch zu belegen (vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AuG; 
BGer 2C_1154/2016 vom 25.8.2017 E. 3.1, 2C_1/2017 vom 22.5.2017 
E. 4.1.4). An den Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit im 
Heimatland stellt die Rechtsprechung umso höhere Anforderungen, je älter 
das nachzuziehende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten 
erscheinen, die ihm hier drohen (BGE 137 I 284 E. 2.2; BGer 2C_550/2018 
vom 21.12.2018 E. 2.2, 2C_340/2017 vom 15.6.2018 E. 2.3). Dabei geht es 
inhaltlich nicht darum, dass alternative Betreuungsmöglichkeiten im 
Heimatland überhaupt fehlen; d.h. es ist nach der Rechtsprechung mit 
Art. 8 EMRK nicht vereinbar, einen Familiennachzug erst dann zuzulassen, 
wenn keine einzige andere Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem 
Heimatland zur Verfügung steht. Eine solche Alternative muss aber dann 
ernsthaft in Betracht gezogen und sorgfältig geprüft werden, wenn das Kind 
bereits älter ist, sich seine Integration schwieriger gestalten dürfte und die 
zum in der Schweiz lebenden Elternteil aufgenommene Beziehung noch 
nicht allzu eng erscheint (BGer 2C_591/2017 vom 16.4.2018 E. 2.2.2, 
2C_467/2016 vom 13.2.2017 E. 3.1.3, je mit Hinweis auf BGE 133 II 6 
E. 3.1.2 [Pra 96/2007 Nr. 124]; zum Ganzen VGE 2018/252 vom 11.3.2019 
E. 5.3).

6.

6.1 Es ist vorgebracht, dass die Grosseltern des Beschwerdeführers 2 
aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht mehr in der Lage seien, den 
Enkel zu betreuen (Beschwerde S. 5). Es fehle ihnen die nötige Energie 
und Autorität, um sich gegen das pubertierende Grosskind durchzusetzen 
(Beschwerde S. 6). Als Beleg hat der Beschwerdeführer 1 (bereits vor der 

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Vorinstanz) mehrere übersetzte Arztberichte ins Recht gelegt (vgl. Akten 
POM act. 4A1). Danach wurde bei der Grossmutter am 6. Dezember 2010 
eine Harnblasenentzündung («Cystitis»), am 30. August 2012 Rücken-
probleme («St. Post Fraktur Vertebre Cervicalis et Sacralis») und am 2. De-
zember 2015 Demenz diagnostiziert. Gemäss einem Arztbericht vom 
17. Februar 2017 sei sie «nicht stabil» und in einer schlechten «psycho-
physische[n] Lage». Als Folge einer Operation habe sie oft Rücken-
schmerzen (Akten EG Thun 4C pag. 302). Die Arztberichte vom 20. Febru-
ar 2018 bestätigen die Diagnosen und bezeichnen den gegenwärtigen 
psychophysischen Zustand der Grossmutter – neben gewissen Rücken-
beschwerden und «Vergesslichkeit, Unruhe [und] Schlaflosigkeit» – als 
«stabil und gut» (Akten EG Thun 4C pag. 305 f.). Beim Grossvater wurden 
laut Arztbericht vom 21. Februar 2017 Bluthochdruck, ein hoher Chole-
sterinspiegel, partielle Demenz, ein grüner Star («Glaucoma») sowie «para-
plegische Beine» diagnostiziert (Akten EG Thun 4C pag. 307). Ein Arzt-
bericht vom 20. Februar 2018 bestätigt die Diagnosen und verweist zudem 
auf Herzinfarktepisoden am 3. März 2017 sowie verschiedene Venen-
entzündungen und Arthrose. Der Patient habe «Schwierigkeiten beim 
Gehen», sei zu vergesslich, um «für sich selbst zu sorgen» und habe eine 
«vollständige Blindheit auf einem Auge» (Akten EG Thun 4C pag. 310).

6.2 Während die ins Recht gelegten Arztberichte beim 71-jährigen 
Grossvater von einem gewissen Betreuungsbedarf sprechen, äussern sie 
sich nur in allgemeiner Weise zum Gesundheitszustand der mittlerweile 68-
jährigen Grossmutter. Insbesondere lässt sich den Berichten nicht ent-
nehmen, inwieweit die (nur stichwortartig festgehaltenen) Diagnosen aus 
medizinischer Sicht zu einer Beeinträchtigung ihrer Betreuungsfähigkeit 
führen. Insgesamt muss aufgrund der kurzen, nicht näher begründeten 
Arztberichte zwar davon ausgegangen werden, dass auch die Grossmutter 
gesundheitlich angeschlagen ist und keine umfassende Betreuung ihres 
Enkels (mehr) wahrnehmen kann. Dass der Beschwerdeführer 2 gar nicht 
(mehr) im Haus der Grosseltern unter deren Aufsicht wohnen könnte, ver-
mögen die Arztberichte indes nicht zu belegen. Weder vorgebracht noch 
ersichtlich ist, dass die Grosseltern etwas dagegen hätten, ihren Enkel 
weiterhin bei sich wohnen zu lassen. Zudem erweckten die Grosseltern 
beim Besuch der Vertreter der Schweizer Botschaft vom 9. Juni 2017 

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«einen verhältnismässig rüstigen Eindruck», ohne offensichtliche Ge-
brechen (Akten EG Thun 4C pag. 189). Dies deckt sich mit der Erklärung 
der Mutter des Beschwerdeführers 2 vom 3. August 2018, wonach sich die 
Grossmutter vollständig um die Betreuung kümmere (Akten EG Thun 4C 
pag. 314). Damit darf mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass 
dem Beschwerdeführer 2 jedenfalls die bisherige Unterkunft zur Verfügung 
steht und zumindest die Grossmutter in der Lage ist, ihn über die lebens-
praktischen Angelegenheiten (Essen, Wäsche etc.) hinausgehend punk-
tuell zu unterstützen. 

6.3 Es kann somit höchstens insofern von einer veränderten Betreu-
ungssituation ausgegangen werden, als die Grosseltern keine umfassende 
Betreuung mehr wahrnehmen können. Mit Blick auf das Alter des Be-
schwerdeführers 2 liegt darin für sich allein indes kein wichtiger Grund. Bei 
Gesuchseinreichung am 13. Juli 2016 stand er kurz vor seinem zwölften 
Geburtstag; mittlerweile ist er beinahe 15 Jahre alt. Wie der Beschwerde-
führer 1 selber anerkennt (Beschwerde S. 9), ist in diesem Alter der Ab-
lösungsprozess vom Elternhaus regelmässig weit fortgeschritten und es 
besteht eine gewisse Selbständigkeit. Dass der Beschwerdeführer 2 eine 
vom Normalfall abweichende Entwicklung aufwiese und besonderer Be-
treuung bedürfte, ist weder geltend gemacht noch ersichtlich. Es kann da-
von ausgegangen werden, dass er – wie bei Jugendlichen in seinem Alter 
üblich – in der Lage ist, tägliche Verrichtungen selbständig wahrzunehmen 
und regelmässig die Schule zu besuchen, so dass nur noch punktuelle Be-
treuungsmassnahmen erforderlich sind (vgl. etwa BGer 2C_449/2015 vom 
4.8.2015 E. 4.3; VGE 2018/252 vom 11.3.2019 E. 6.3). 

6.4 Entgegen der Vorbringen in der Beschwerde (S. 6 f., 11) ist mit der 
POM weiter davon auszugehen, dass in der Heimat des Beschwerde-
führers 2 genügend Bezugspersonen leben, welche die noch nötige alters-
gerechte Betreuung gewährleisten können: So wohnen seine Geschwister 
nur rund 45 Kilometer von ihm entfernt. Von «erheblichen Anstrengungen» 
für die Ausübung von Besuchen kann nicht die Rede sein (Beschwerde 
S. 7). Damit stehen diese ihrem Bruder nach wie vor als Ansprechpersonen 
zur Verfügung und können ihn unterstützen, wenn dafür Bedarf besteht. So 
haben sie ihm bisher beispielsweise in gewissen schulischen Belangen 

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Hilfe geleistet (Akten EG Thun 4C pag. 318). Zudem scheint aufgrund der 
widersprüchlichen Aktenlage (vgl. vorne E. 3.2) nicht ausgeschlossen, dass 
seine Mutter eine wichtigere Betreuungsrolle innehat, als dies der Be-
schwerdeführer 1 angibt (vgl. Beschwerde S. 7). Dass das Sorgerecht kürz-
lich dem Vater zugewiesen wurde, vermag nichts daran zu ändern, dass 
auch sie als Betreuungsperson des Beschwerdeführers 2 zu gelten hat, zu-
mal sie – wenn auch offenbar mit einem neuen Partner zusammen – in der 
Nähe ihres Sohnes wohnt. Ferner kann die Grossmutter trotz ihrer körper-
lichen Beschwerden nach wie vor als Bezugsperson berücksichtigt werden, 
die jedenfalls noch moralisch Unterstützung anzubieten vermag und bei der 
der Beschwerdeführer 2 auch wohnen kann (vgl. vorne E. 6.2).

6.5 Soweit der Beschwerdeführer 1 vorbringt, gerade in der Pubertät sei 
eine Betreuung und Erziehung durch den Vater unerlässlich (Beschwerde 
S. 9 f.), ist festzustellen, dass er auch von der Schweiz aus einen Teil der 
Erziehungs- und Betreuungsaufgaben wahrnehmen und seinen Sohn ins-
besondere in schwierigen Lebenssituationen unterstützen kann. Bereits in 
der Vergangenheit reiste der Beschwerdeführer 1 regelmässig in seine 
Heimat (vgl. vorne E. 3.3). Nebst Besuchen stehen weiter die herkömm-
lichen Kommunikationsmittel zur Verfügung, mittels dieser sich auf einfache 
Weise Kontakt pflegen lässt. In finanzieller Hinsicht kann der Beschwerde-
führer 1 seinen Sohn wie bisher von der Schweiz aus unterstützen. Der 
Schluss der Vorinstanz, dass trotz des Gesundheitszustands der Gross-
eltern eine adäquate Betreuung des Beschwerdeführers 2 in Nord-
mazedonien aufrechterhalten werden kann, ist somit nicht zu beanstanden: 
Insgesamt besteht ein ausreichendes, stabiles Beziehungsnetz naher An-
gehöriger.

6.6 Der Beschwerdeführer 1 hat sein Heimatland bereits vier Jahre 
nach der Geburt seines jüngsten Sohnes verlassen und lebt seit mehr als 
zehn Jahren in der Schweiz (vgl. vorne E. 3.1 f.). Er hat die örtliche Tren-
nung von seinem Sohn bewusst in Kauf genommen, was namentlich auch 
unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV von Bedeutung 
ist (vgl. zu einer ähnlichen Konstellation BGer 2C_132/2016 vom 7.7.2016 
E. 2.3.5; VGE 2017/137 vom 2.2.2018 E. 5.7). Soweit ersichtlich, hat der 
Beschwerdeführer 1 seit der Übersiedlung in die Schweiz kaum je eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2019, Nr. 100.2018.444U, 
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längere Zeitspanne mit seinem Sohn verbracht. Dies lässt den Schluss zu, 
dass die affektive Beziehung zwischen Vater und Sohn nicht besonders 
eng ist (vgl. auch BGer 2C_771/2015 vom 5.10.2015 E. 2.2.1 in Bezug auf 
einen 17-jährigen Sohn, der hauptsächlich bei seinem Grossvater aufge-
wachsen ist). Dass dem Sohn verunmöglicht wird, mit seinem Vater in der 
Schweiz zusammenzuleben, fällt daher mit Blick auf das Kindeswohl nicht 
massgeblich ins Gewicht, auch wenn der Beschwerdeführer 1 ihn wohl 
besser unterstützen könnte, wenn dieser in der Schweiz leben würde (vgl. 
Beschwerde S. 10).

6.7 Mit der Vorinstanz ist weiter darin einig zu gehen, dass ein Nachzug 
des Beschwerdeführers 2 mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten ver-
bunden wäre. Dieser ist in Nordmazedonien aufgewachsen, hat dort seine 
bisherige Schulzeit durchlaufen und ist vollumfänglich in seiner Heimat 
sozialisiert worden. Zur Schweiz hat er demgegenüber – ausser zu seinem 
Vater und zu gewissen Verwandten väterlicherseits – keine Verbindung. Mit 
höchstens rudimentären Deutschkenntnissen und zwei Ferienbesuchen ist 
er mit den hiesigen kulturellen Verhältnissen nicht vertraut (vgl. vorne 
E. 3.3). Zusätzlich fällt sein Alter ins Gewicht: Nach bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung stellt gerade für Jugendliche über 13 Jahre die Über-
siedlung in ein anderes Land einen bedeutenden Eingriff dar, weil dies zu 
einer empfindlichen Entwurzelung und erheblichen Integrationsschwierig-
keiten führen kann (BGer 2C_781/2015 vom 1.4.2016 E. 4.2, 2C_29/2014 
vom 10.11.2014 E. 3.3). Der Beschwerdeführer 1 räumt denn auch selbst 
ein, dass eine (endgültige) Übersiedlung seines Sohnes in die Schweiz zu 
einer gewissen Entwurzelung führen würde (Beschwerde S. 10). Das Kin-
deswohl kann bei dieser Konstellation gegen einen Nachzug bzw. für die 
Beibehaltung der bisherigen Situation sprechen. Dass der Beschwerde-
führer 2 in der Schweiz erfolgreich eine Ausbildung absolvieren und sich 
hier problemlos integrieren könnte, erscheint unter diesen Umständen 
kaum realistisch. Hingegen verfügt er als «beispielhafter Schüler» (vorne 
E. 3.3) über gute Voraussetzungen, um nach dem geplanten Besuch des 
Gymnasiums ein Studium oder eine berufliche Ausbildung in seiner Heimat 
aufzunehmen, womit die Berufschancen in Nordmazedonien jedenfalls 
nicht schlechter als in der Schweiz stehen (vgl. für eine solche Beurteilung 
auch BGer 2C_771/2015 vom 5.10.2015 E. 2.2.1, 2C_29/2014 vom 

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10.11.2014 E. 3.3). Auch wenn der Beschwerdeführer 1 sich bezüglich der 
Integration seines Sohnes motiviert zeigt und sich auf ein gut funktionie-
rendes soziales Netzwerk beruft (Beschwerde S. 10 f.), sind mit der Vor-
instanz nicht zu vernachlässigende Schwierigkeiten zu erwarten.

7.

Zusammenfassend ergibt sich Folgendes: Der Wunsch des Beschwerde-
führers 1, seinen Sohn in die Schweiz nachzuziehen und in die hiesige 
Familiengemeinschaft aufzunehmen und ihm gegebenenfalls eine bessere 
wirtschaftliche Zukunft zu ermöglichen, ist verständlich. Der Gesetzgeber 
verlangt für den nachträglichen Familiennachzug indes wichtige Gründe, 
die vorliegend nicht erstellt sind: Dem Beschwerdeführer 2 stehen in Nord-
mazedonien seinem fortgeschrittenen jugendlichen Alter entsprechende 
Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Er ist in einem Alter, das es ihm 
erlaubt, mit der Unterstützung, welche die Grossmutter, die Mutter und die 
Geschwister insgesamt leisten können, selbständig in Nordmazedonien zu 
leben. Weiter kann er auf Unterstützung seines Vaters von der Schweiz 
aus zählen. Der Beschwerdeführer 2 ist in seinem Heimatland sozialisiert 
worden und hat dort seine gesamte bisherige Schulzeit durchlaufen; hin-
gegen kennt er die hiesigen Verhältnisse nicht und verfügt nur über rudi-
mentäre Deutschkenntnisse. Seine Integration wäre daher mit erheblichen 
Schwierigkeiten verbunden. Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, 
dass die POM den Familiennachzug – auch mit Blick auf das Kindeswohl – 
als nicht erforderlich beurteilt und verweigert hat. 

8.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2019, Nr. 100.2018.444U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführern 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführern
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Thun
- dem Staatssekretariat für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.