# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32edc189-664e-5383-8860-5b14bb9b96fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.07.2009 E-4307/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4307-2009_2009-07-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4307/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______, Serbien,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4307/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 3. Februar 2009 verliess und über Ungarn und Österreich am 4. 
Februar 2009 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz ein-
reiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 9. Februar 2009 im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum (EVZ) Basel  die Personalien des Beschwerdeführers erhob und 
ihn zum Reiseweg sowie - summarisch - zu seinen Asylgründen be-
fragte,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
zur Volksgruppe der C._______ zu gehören,

dass  die  heimatlichen  Behörden  am (...)  2009  mit  der  Rekrutierung 
von  Männern  begonnen  und  diese  an  der  Grenze  zum  Kosovo 
eingesetzt hätten,

dass er sich deshalb am Abend des 22. Januar 2009 bei (...) versteckt 
habe,

dass er gesucht worden sei und (...) Nachbarn festgenommen worden 
seien,

dass er anlässlich der Präsidentschaftswahlen vom Jahr 2008 von ver-
schiedenen Seiten bedrängt worden sei, für oder gegen den Präsiden-
ten zu stimmen, ansonsten er aus der Gegend zu vertreiben sei,

dass bezüglich  weiterer  Einzelheiten  auf  das Protokoll  zu verweisen 
ist,

dass ihn das BFM mit Zwischenverfügung vom 13. Februar 2009 für 
die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton Zürich zuwies, 

dass  daktyloskopische  Abklärungen  des  BFM  ergeben  haben,  dass 
der Beschwerdeführer wegen abgelehnter Asylanträge (rechtskräftige 
Entscheide  seit  [...])  im  Schengener  Informationssystem  (SIS) 
verzeichnet und er mit einem unbefristeten Einreiseverbot nach Art. 96 
SDÜ (Deutschland) belegt ist,

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dass er von Deutschland insgesamt dreimal – (...) 2005, (...) 2006 und 
(...) 2009 – abgeschoben  worden ist,

dass gemäss SIS der Beschwerdeführer in Schweden verzeichnet ist, 
wo dieser eigenen Angaben zufolge (...) 2004 ein Asylgesuch gestellt 
habe,

dass  deshalb  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mit  an  dessen  den 
Behörden  bekannte  Adresse  (Durchgangszentrum  D._______) 
gerichtetem Schreiben vom 3. April  2009 zu einer  auf  den 21. April 
2009  terminierten  Direktanhörung  gestützt  auf  Art.  29  Abs.  1  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) einlud,

dass dieses Schreiben von der Post mit dem Vermerk „Nicht abgeholt” 
an  das  BFM retourniert  wurde  (Eingangsstempelung  BFM: 20. April 
2009),

dass der Beschwerdeführer zur Anhörung vom 21. April 2009 nicht er-
schien,  und  eine  telefonische  Rückfrage  des  BFM  beim  Durch-
gangszentrum D._______  ergeben hat,  dass  dem Beschwerdeführer 
die Abholaufforderung der Post ausgehändigt und erklärt worden sei, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mit an dieselbe Adresse (Durch-
gangszentrum D._______) gerichtetem Schreiben vom 22. April 2009 
aufforderte, sich zu den Gründen seines Nichterscheinens zur Direk-
tanhörung bis zum 21. April 2009 innert Frist zu äussern,

dass die  Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 28. April  2009 
datiert,

dass  dieser  sich  entschuldigte  und  dabei  geltend  machte,  (...)  in 
F._______  besucht  zu  haben,  ohne  etwas  von  einer  angesetzten 
Anhörung  oder  einer  Postzustellung  gewusst  zu  haben,  und  um 
Ansetzung eines Anhörungstermins nachsuchte,

dass  das  BFM  mit  Telefonat  vom  3.  Juni  2009  beim  Durchgangs-
zentrum D._______ in Erfahrung brachte, dass täglich für die Asylbe-
werber eine Postliste erstellt werde, die Betroffenen über eingetroffene 
Postsendungen  informiert  und  ihnen  die  Post  ausgehändigt  werde, 
wobei  die  Betroffenen  bei  eingeschriebenen  Sendungen  mit  dem 
ausgehändigten Abholschein ihre persönliche Post bei  der Poststelle 
selber abholen müssen,

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dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 19. Juni 200, - eröffnet am 29. Juni 2009 - gestützt auf Art. 
32  Abs.  2  Bst.  c  AsylG  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte,  der Beschwerdeführer  sei  trotz  korrekt  zugestellter  Vorladung 
zur Anhörung vom 21. April 2009 nicht erschienen und habe in seiner 
Stellungnahme vom 28. April  2009 keine überzeugenden Begründun-
gen  nachgeliefert,  weshalb  er  seine  Mitwirkungspflicht  schuldhaft  in 
grober Weise verletzt habe und ihm das erforderliche Rechtsschutzin-
teresse an der Fortführung des Verfahrens abzusprechen sei,

dass die Folge eines Nichteintretens auf das Asylgesuch in der Regel 
die Wegweisung aus der Schweiz sei,  vorliegend der  Grundsatz der 
Nichtrückschiebung  gemäss  Art.  5  Abs.  1  AsylG  keine  Anwendung 
finde,  und  sich  aus  den  Akten  keine  Gründe  ergeben  würden,  die 
gegen  die  Durchführung  eines  Wegweisungsvollzugs  sprechen 
könnten,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juli 2009 (Datum des 
Poststempels; die Eingabe ist irrtümlich datiert auf den 16. Juni 2009) 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob  und  beantragte,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  der 
Vorinstanz aufzuheben und die Sache zur korrekten und vollständigen 
materiellen  Abklärung  der  Asylgründe  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) und um Erlass des Kostenvorschusses ersuchte,

dass mit der Eingabe vom 3. Juli 2009 eine Vollmacht vom 2. Juli 2009 
im  Original,  Kopien  der  angefochtenen  Verfügung,  eines 
Ausländerausweises  des  Beschwerdeführers,  der  Vorladung  vom  3. 
April  2009,  eines  Couvertsumschlags  und  eines  Auszugs 
(Track&Trace) der Post vom 1. Juli 2009 eingereicht wurden,

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 VwVG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen  in  gültiger  Form  eingereicht  wurde,  weshalb  auf  die  form-  und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 108 Abs. 
2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen  ist  (Art. 111a  Abs. 2  AsylG),  und  gestützt  auf  Art. 111a 
Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Weise verletzen, ohne 
dass ein Anwendungsfall von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und b AsylG vorliegt 
(Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG),

dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeich-
nen ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert 
werden (vgl. die nach wie vor gültige Praxis in EMARK 2003 Nr. 21 und 
2003 Nr. 22), und das Asylgesetz für  einen Nichteintretensentscheid 
wegen  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  im  Übrigen  keinen  Vorsatz 
voraussetzt (vgl. EMARK 2000 Nr. 8),

dass der Beschwerdeführer der Vorladung des BFM vom 3. April 2009 
auf den 21. April  2009 zur Anhörung nach Art. 29 AsylG unbestritte-
nermassen keine Folge geleistet hat,

dass ihm das BFM das rechtliche Gehör in korrekter Weise gewährt 
hat,

dass  er  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  geltend  machte,  von  einer 
schuldhaft  groben  Verletzung  seiner  Mitwirkungspflicht  könne  aus 
folgenden Gründen keine Rede sein, 

dass er sich nach der Entlassung aus der Empfangsstelle (recte EVZ) 
im Durchgangszentrum D._______ vorschriftsgemäss gemeldet habe, 
wo ihm später gegen nachstehende zwei Auflagen erlaubt worden sei, 
sich inskünftig am G._______ aufzuhalten (vgl. Beschwerde, S. 2),

dass er bei der Zentrumsleitung D._______ seine Natelnummer habe 
hinterlegen  und  sich  verpflichten  müssen,  sich  im  besagten 
Durchgangszentrum wöchentlich zu melden (vgl. Beschwerde S. 3),

dass  nicht  nur  die  Anschrift  (G._______)  im  Ausländerausweis 
vermerkt  sei,  wo  (...)  schon  jahrelang  gewohnt  habe,  sondern  ihm 

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auch  die  angefochtene  Verfügung  dort  zugestellt  worden  sei  (vgl. 
Beschwerde S. 3),

dass er somit sinngemäss geltend machte, der Zustellversuch der Vor-
ladung  für  die  Anhörung  vom 21. April  2009  sei  an  eine  unrichtige 
Adresse  (Durchgangszentrum  D._______)  erfolgt,  und  die  dortigen 
Mitarbeiter  hätten  ihn  zudem  über  den  Eingang  des  betreffenden 
Schreibens orientieren sollen, was sie nicht getan hätten, und er sei 
weiterhin  an  der  Fortsetzung  des  Verfahrens  und  einer  Befragung 
interessiert,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Auffassungen des Beschwer-
deführers aus folgenden Gründen nicht teilt,

dass eine behördliche Zustellung oder Mitteilung an die letzte, den Be-
hörden  bekannte  Adresse  des  Asylsuchenden  oder  seines  Bevoll-
mächtigten  erfolgt  und  nach  Ablauf  der  siebentägigen  Abholfrist 
rechtsgültig ist, auch wenn der Betroffene aufgrund einer besonderen 
Vereinbarung  mit  der  Schweizerischen  Post  erst  zu  einem späteren 
Zeitpunkt davon Kenntnis erhalten oder wenn die Sendung als unzu-
stellbar zurückkommen würde (vgl. 12 Abs. 1 AsylG),

dass  dem  Adressenmeldesystem  (Zentrales  Migrationssystem 
[ZEMIS]) zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer vom 19. Feb-
ruar  2009  bis  und  mit  dem  1.  Juni  2009  einzig  unter  der  Anschrift 
“Durchgangszentrum  D._______,  und  vom  2.  Juni  2009  bis  heute 
einzig unter der Adresse G._______ behördlich gemeldet war,

dass das BFM die Vorladung vom 3. April 2009 somit an die korrekte 
Anschrift  gesandt  hat  –  wie  denn  auch  der  Beschwerdeführer  das 
Schreiben  des  BFM  vom 22.  April  2009  betreffend  Gewährung  des 
rechtlichen  Gehörs  an  dieser  Adresse  erhalten  hat  –  und  der 
Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  in  Art.  8  AsylG  statuierten 
Mitwirkungspflicht verpflichtet gewesen wäre, dieses Schreiben an der 
gemeldeten Anschrift entgegen zu nehmen,

dass  der  im  Beschwerdeverfahren  in  Kopie  eingereichte 
Ausländerausweis N mit  der Adressangabe G._______ hieran nichts 
ändert, wurde er doch gemäss ZEMIS erst am 23. Juni 2009, also erst 
nach  dem  per  2.  Juni  2009  erfolgten  Adresswechsel  des 
Beschwerdeführers ausgestellt,

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dass  das  Schreiben  des  BFM  vom  3.  April  2009  gemäss  Auszug 
Track&Trace  am  6.  April  2009  beim  Durchgangszentrum  D._______ 
eintraf und zur Abholung gemeldet war und aufgrund der Zustellfiktion 
(siebentägige Abholfrist)  dieses am 14. April  2009 (vgl. dazu Art. 12 
Abs. 1 AsylG und 20 Abs. 3 VwVG) als gehörig eröffnet gilt,

dass der Beschwerdeführer nicht die Abklärungsergebnisse des BFM 
bestritt, wonach das Zentrum D._______ seine Bewohner täglich über 
eingegangene  oder  abzuholende  postalische  Sendungen  persönlich 
orientiere,  und  aufgrund  zweier  telefonischer  Abklärungen  des  BFM 
mit  der  Zentrumsleitung  D._______  vielmehr  davon  auszugehen  ist, 
dass er - entgegen seiner Auffassung - damals orientiert wurde,

dass  er  den  Gegenbeweis  somit  schuldig  blieb,  wonach  er  im 
Zeitpunkt  der  Zustellung der  Vorladung nicht  im Durchgangszentrum 
D._______  die  behördlich  gemeldete  Anschrift  verzeichnet  gehabt 
habe,  beziehungsweise  wonach  das  Durchgangszentrum  ihn  nicht 
korrekt über eine abzuholende Postsendung orientiert habe,

dass  er  durch  sein  Nichterscheinen an der  Anhörung  vom 21. April 
2009  damit  den  Fortgang  des  Verfahrens  schuldhaft  und  in  grober 
Weise  massgeblich  behindert  hat,  was  praxisgemäss  eine  grobe 
Verletzung der Mitwirkungspflicht darstellt (vgl. EMARK 2003 Nr. 22),

dass  nach  dem  Gesagten  das  BFM  zu  Recht  in  Anwendung  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in 
Beachtung  dieser  massgeblichen  völker-  und  landesrechtlichen 
Bestimmungen  zu  Recht  als  zulässig  gewürdigt  hat,  nachdem  der 
Beschwerdeführer  mit  seiner  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  das 
Desinteresse  an  der  Fortsetzung  des  Verfahrens  bekundet  habe, 
weshalb  kein  Grund  zur  Annahme  allfälliger  Hinweise  auf  die 
Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Wegweisungshindernisse bestehe,

dass  es  sodann  festzuhalten  gilt,  dass  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  angeblich  im  Heimatland  am  22.  Januar  2009 
zwecks (...) gesucht worden zu sein, kaum zu vereinbaren sind mit der 
aktenkundigen  Tatsache,  dass  er  vielmehr  ebenfalls  am  22.  Januar 
2009 von Deutschland abgeschoben worden ist,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Serbien keine Situation der allgemeinen Gewalt im Sinne von 
Art. 83 Abs. 4 AuG herrscht und eine solche auch für Angehörige der 
Ethnie der C._______ nicht  generell  zu bejahen ist,  und dass somit 
weder  diese  allgemeine  Lage  im  Heimat-  bzw.  Herkunftsstaat  des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung nach Serbien nicht unzumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mangels  Einreichung  von  Attesten 
offenbar  gesund  ist  und  gemäss  eigenen  Aussagen  verschiedene 
Berufe ausgeübt hat, die er nach seiner Rückkehr wieder aufnehmen 
können wird, und (...) im Heimatland hat,

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dass somit weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat 
des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine glaubhafte 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  weiterer  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG), falls die eingereichte Identitätskarte nicht für den Voll-
zug der Wegweisung reichen sollte,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des Entscheids in der Hauptsache gegenstands-
los geworden ist,

dass  das  Gesuch,  dem  Beschwerdeführer  sei  die  unentgeltliche 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren, zufolge 
Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Christa Luterbacher Thomas Hardegger

Versand: 

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