# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47f6f50b-5bbb-59f4-b500-31726559cf75
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.09.2025 200 2025 180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-180_2025-09-17.pdf

## Full Text

IV 200 2025 180 und
IV 200 2025 346 (2)
SCI/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. September 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 11. Februar und 23. April 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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Sachverhalt:

A.

Die 2005 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) wurde im November 2018 von ihren Eltern, C.________, unter 
Hinweis auf einen Entwicklungsrückstand bei der Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug angemeldet (Akten der IV-Stelle Bern [nachfol-
gend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin] in den Verfahren IV 200 2025 180 
bzw. IV 200 2025 346 [act. II] 1). Am 30. November 2018 (act. II 4) vernein-
te die IVB einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, da 
vorläufig keine Unterstützungsmassnahmen angezeigt seien. Am Ende der 
7. bzw. zu Beginn der 8. Klasse könne sich die Versicherte wieder für be-
rufliche Massnahmen anmelden. Im März 2020 erfolgte sinngemäss eine 
Neuanmeldung zum Leistungsbezug bei der IV (act. II 5, 7). Die IVB tätigte 
medizinische Abklärungen (act. II 9), führte ein Assessment durch (act. II 
10) und holte eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) ein (act. II 16). In der Folge gewährte die IVB verschiedene berufli-
che Massnahmen wie Berufsberatung (act. II 22), berufliche Abklärung und 
Begleitung bei D.________ (act. II 33), ein Coaching zur Vorbereitung auf 
eine Ausbildung (act. II 40), einen Beitrag an den Arbeitgeber von Fr. 50.-- 
pro Arbeitstag (act. II 50), eine gezielte Vorbereitung auf eine erstmalige 
berufliche Ausbildung (Vorlehre zur ... EBA [Eidgenössisches Berufsattest; 
act. II 51]), eine erstmalige berufliche Ausbildung (berufliche Grundbildung 
nach dem Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Berufsbildung 
[Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10]/Lehre zur ... EBA [act. II 52, 85, 
92]) und eine Coaching-Leistung (act. II 54, 74), wobei die Versicherte 
während der Ausbildung zur ... EBA den Lehrbetrieb wechselte (act. II 81 
ff.). Im Februar 2024 erfolgte (aufforderungsgemäss) die IV-Anmeldung für 
Erwachsene (act. II 88, 94). Im Juni 2024 schloss die Versicherte die Aus-
bildung zur ... EBA erfolgreich ab (act. II 104, 107/2, 114). 

Im November 2024 wurde die IVB ersucht, die Versicherte (bzw. den Lehr-
betrieb) bei der im August 2024 begonnenen Ausbildung zur ... EFZ (Eid-
genössisches Fähigkeitszeugnis) zu unterstützen (act. II 111). 

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Mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2024 (act. II 118) stellte die IVB die 
Abweisung des Antrags auf Unterstützung der Lehre EFZ in Aussicht. Mit 
Vorbescheid vom 12. Dezember 2024 (act. II 116) stellte sie weiter bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 24 % die Verneinung des Rentenanspruchs in 
Aussicht. Die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, er-
hob mit Eingabe vom 27. Januar 2025 (act. II 125) Einwände betreffend 
den Entscheid über die Rente und mit Eingabe vom 3. Februar 2025 (act. II 
128) Einwände betreffend den Entscheid über die beruflichen Massnah-
men. 

Mit Verfügung vom 11. Februar 2025 (act. II 130) schloss die IVB die beruf-
lichen Eingliederungsmassnahmen ab, die IVB erbringe im Zusammenhang 
mit der Ausbildung zur ... EFZ keine Leistungen. 

Mit Verfügung vom 23. April 2025 (act. II 137) verneinte die IVB weiter wie 
vorbescheidweise angekündigt bei einem Invaliditätsgrad von 24 % den 
Anspruch auf eine Rente. 

B.

Gegen die Verfügung vom 11. Februar 2025 (act. II 130) betreffend Ab-
schluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen erhob die Versicherte, 
weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 13. März 2025 
Beschwerde (Verfahren IV 200 2025 180). Sie stellt die folgenden Rechts-
begehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 2025 sei auf-
zuheben.

2. Die Sache sei durch die Beschwerdegegnerin erneut zu beurteilen.
3. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlich geschuldeten Leistun-

gen auszurichten.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Eingabe vom 2. April 2025 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine 
Beschwerdeantwort und beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

Gegen die Verfügung vom 23. April 2025 (act. II 130) betreffend Rentenan-
spruch erhob die Versicherten, ebenfalls vertreten durch Rechtsanwalt 

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B.________, am 27. Mai 2025 Beschwerde (Verfahren IV 200 2025 346). 
Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren:

1. Das vorliegende Beschwerdeverfahren betreffend Invalidenrente sei bis 
zum Vorliegen eines rechtsgültigen Entscheids des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Bern im Beschwerdeverfahren IV 200 2025 180 betreffend 
berufliche Eingliederungsmassnahmen zu sistieren.

2. Sollte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern im Beschwerdeverfah-
ren IV 200 2025 180 wider Erwarten zum Schluss gelangen, die Be-
schwerdeführerin habe keinen Anspruch auf eine berufliche Weiteraus-
bildung im Sinne einer Weiterführung der erstmaligen beruflichen 
Ausbildung auf einem höheren Ausbildungsniveau gemäss Art. 16 
Abs. 3 lit. b IVG i.V.m. Art. 5 Abs. 3 IVV sei im vorliegenden Beschwer-
deverfahren betreffend Invalidenrente ein zweiter Schriftenwechsel 
durchzuführen.

3. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 23. April 2025 sei aufzu-
heben.

4. Die Sache sei durch die Beschwerdegegnerin erneut zu beurteilen.
5. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlich geschuldeten Leistun-

gen auszurichten. 
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Juni 2025 zog der Instruktionsrich-
ter im Verfahren IV 200 2025 346 als Beweismassnahme die Akten des 
Verfahrens IV 200 2025 180 bei. Der Beschwerdegegnerin wurde Gele-
genheit gegeben, eine Beschwerdeantwort einzureichen und sie wurde 
aufgefordert, die inzwischen neu entstandenen sowie allfällig erhaltene 
Akten einzureichen. 

Am 18. Juni 2025 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine ausführli-
che Beschwerdeantwort im Verfahren IV 200 2025 346. Sie beantragt die 
Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Juni 2025 wies der Instruktions-
richter den Antrag auf Sistierung des Verfahrens IV 200 2025 346 ab und 
vereinigte das Verfahren mit dem Verfahren IV 200 2025 180. Gleichzeitig 
wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben, bis zum 18. Juli 2025 
Schlussbemerkungen einzureichen.

Die Beschwerdeführerin bestätigte mit Schlussbemerkungen vom 17. Juli 
2025 die gestellten Rechtsbegehren. Diese Eingabe wurde der Beschwer-

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degegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 18. Juli 2025 zur Kennt-
nisnahme zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist in den vorinstanzlichen Verfahren mit ihren An-
trägen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
den einzutreten. 

1.2 Angefochten sind die Verfügungen vom 11. Februar und 23. April 
2025 (act. II 130, 137). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Unterstützung für die Ausbildung zur ... EFZ sowie 
der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG haben nur jene Versicherten An-
spruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Eine 
Rente wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliede-
rung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art 28 
Abs. 1bis IVG).

Mit Blick auf diesen Grundsatz – Eingliederung statt Rente – ist vorliegend 
zuerst der Anspruch auf berufliche Massnahmen und danach – sollte ein 
solcher zu verneinen sein – der Anspruch auf eine Rente zu prüfen.

2.2 Zur Beurteilung der Leistungsansprüche der Versicherten ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

2.3 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

2.3.1 Im Bericht des Zentrums E.________ (Zentrum E.________) vom 7. 
Juni 2012 (act. II 9/8 ff.) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt: 

Allgemeine Entwicklungsstörung (K-ABC IQ 71) mit/bei:
 unausgeglichenem Profil (WP 3-9, SW 66-74)

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 Teilleistungsschwächen (Merkspanne, Sprachverständnis, komplexere 
Visuo-Konstruktion)

 klinisch Trennungsängstlichkeit, regredientes Verhalten bei Überforde-
rung

 im 2. Kindergartenjahr mit/bei Abwesenheitsmomenten, Überforderung 
bei mehrstufigen Aufträgen, Rückzug bei Überforderung

 unter Logopädie (Frau F.________) bei Spracherwerbsproblemen seit 
Frühling 2011, Fortschritte

 Hinweisen auf perinatale Asphyxie, aktuell keine Hinweise für cerebrale 
Bewegungsstörung

 St. n. unauffälligem EEG 11/07 bei V. a. Absenzenepilepsie
 St. n. unauffälliger Audiometrie
 intermittierender Strabismus, unter regelmässigen augenärztlichen Kon-

trollen 
 St. n. Kinesiologie ohne durchschlagenden Erfolg

Die 6 7/12-jährige Beschwerdeführerin scheine nicht nur im sprachlichen 
Entwicklungsbereich Auffälligkeiten zu zeigen, sondern auch in sprachfer-
nen Entwicklungsfeldern einen Rückstand aufzuzeigen, wodurch sich letzt-
endlich eine allgemeine Entwicklungsstörung objektivieren lasse. Es bleibe 
offen, wie stark die Testbefunde durch das rasch vermeidende Lösungs-
verhalten des Mädchens beeinträchtigt würden. Die Entwicklungsstörung 
dürfte erklären, weswegen die Beschwerdeführerin im Rahmen des Regel-
kindergartens als verlangsamt und rasch überfordert wahrgenommen wer-
de und im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen mehr Schwierigkeiten zeige. 
Ätiologisch sei bezüglich der Entwicklungsproblematik anhand der vorlie-
genden Informationen am ehesten an die perinatale Asphyxie zu denken.

2.3.2 Im Bericht des Spitals G.________ vom 27. Dezember 2015 (act. II 
9/4 f.) zu der am 22. Dezember 2015 auf Verlangen des Zentrums 
E.________ durchgeführten EEG-Untersuchung wurde die folgende Beur-
teilung festgehalten: Normales EEG im Wachzustand abgeleitet: 1. Norma-
le altersentsprechende Grundaktivität. 2. Keine epileptiformen Potentiale. 3. 
Keine fokale Verlangsamung. Aufgrund der Anamnese und des normalen 
EEG bestünden zurzeit keine Anhaltspunkte für eine Epilepsie, insbeson-
dere nicht für eine Absenzenepilepsie.

Im Bericht des Zentrums E.________ vom 27. Januar 2016 (act. II 9/2 f.) 
wurde als Nachtrag zur Verlaufsuntersuchung vom 27. November 2015 

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festgehalten, am 27. Januar 2016 sei der Mutter das Ergebnis des EEG 
telefonisch mitgeteilt worden. Es bestünden keine Hinweise für eine Ab-
senzenepilepsie. Somit handle es sich bei diesen "Momenten" eher um 
Phasen von "Verträumtheit"/"Stand by". Betreffend der weiteren Betreuung 
der schulischen Situation und des Integrationsprojektes sei die H.________ 
zuständig. Am Zentrum E.________ seien keine weiteren Verkaufskontrol-
len abgemacht.

2.3.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.________, Fachärztin für Kinder- und 
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 
27. August 2020 (act. II 16) die Diagnose einer leichten Intelligenzminde-
rung ICD-10: F70.0 (IQ 68) auf. Körperlich scheine die Beschwerdeführerin 
gesund zu sein und nicht unter Einschränkungen zu leiden. Sie zeige aber 
gemäss Schulbericht Schwankungen in der Konzentration. Die beschriebe-
nen Leistungen in der Mathematik entsprächen dem IQ, welcher 2014 er-
hoben worden sei. Man müsse davon ausgehen, dass die 
Beschwerdeführerin zum Erlernen neuer Fähigkeiten mehr Zeit und Unter-
stützung benötige als andere Jugendliche ihres Alters. Sie werde bezüglich 
ihres Ausbildungsplatzes auf ein angepasstes, wohlwollendes Umfeld und 
eine ausreichende Begleitung angewiesen sein.

2.3.4 Im Bericht des Spitals G.________ vom 5. Juli 2022 (act. II 64) wur-
den gestützt auf eine am 14. und 21. Juni 2022 durchgeführte neuropsy-
chologische Untersuchung die folgenden Diagnosen aufgeführt: 

Leichte Intelligenzminderung (ICD-10: F70) mit/bei:
 Unausgeglichenem Leistungsprofil: SV Index 70, WLD Index 67, AG In-

dex 69, VG Index 86
 Einschränkungen in schulischen Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rech-

nen)
 Einschränkungen in attentionalen, exekutiven und mnestischen Funktio-

nen

Bei der Beschwerdeführerin liege insgesamt ein weit unterdurchschnittli-
ches Intelligenzniveau im Rahmen einer leichten Intelligenzminderung vor 
(WAIS-IV IQ 67, 95 % Vertrauensintervall: 64-72). Unter Einbezug der 
anamnestischen Angaben, der erhobenen Vorbefunde (Zentrum 
E.________) sowie der schulischen Laufbahn der Beschwerdeführerin be-

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stehe die Intelligenzminderung seit der Kindheit. Die Intelligenzminderung 
sei nicht Folge von Schulbildungslücken oder Sonderbeschulung. Auch mit 
Förderung und Lerntechniken könne das Leistungsvermögen nicht mass-
geblich verbessert werden. Die weiteren objektivierten Leistungs-
schwächen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen, 
Gedächtnis und Lesen/Schreiben seien im Rahmen der geringen intellek-
tuellen Ressourcen interpretierbar. Die Diagnosekriterien für eine Rechen-
störung würden gemäss ICD-10 sowie der S3-Leitlinien nicht erfüllt. Die 
objektivierten Schwierigkeiten im Bereich Zahlenverarbeitung und Rechnen 
seien in der Zusammenschau der Befunde (Diskrepanzanalyse rechneri-
sches Denken, Diskrepanzanalyse Rechnen vs. allgemeine kognitive Leis-
tungsfähigkeit, Vorbefunde z.B. Schulzeugnisse) ebenfalls im Rahmen der 
geringen intellektuellen Leistungsfähigkeit interpretierbar. Aufgrund der 
geringen kognitiven Ressourcen sei die berufliche Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin deutlich eingeschränkt. Sie sei auf eine Arbeitsstelle 
angewiesen, wo sie eine engmaschige Betreuung durch Vorgesetzte und 
Mitarbeitende erhalte. Es sei notwendig, dass sie Arbeitstätigkeiten unter 
weitgehender Abwesenheit von Zeitdruck ausführen könne. Am ehesten 
kämen ihr Hilfs- und Routinetätigkeiten entgegen. Bei Aufgaben mit höhe-
ren kognitiven Anforderungen und/oder im Umgang mit Stresssituationen 
sei sie wahrscheinlich überfordert. Aus neuropsychologischer Sicht werde 
deshalb – insbesondere auch um einer möglichen psychischen Dekompen-
sation vorzubeugen – empfohlen, zunächst eine Praktische Ausbildung 
(PrA) zu absolvieren. Die Praktische Ausbildung nach INSOS (nationaler 
Branchenverband der Dienstleister für Menschen mit Behinderung) sei an-
gepasst an die individuellen Fähigkeiten von Jugendlichen, welche der 
zweijährigen Attestausbildung (EBA) wegen einer Lern- oder Leistungsbe-
einträchtigung nicht – oder noch nicht – gewachsen seien. Ziel der Ausbil-
dung nach PrA sei es, den Auszubildenden eine Zukunftsperspektive zu 
eröffnen und ihre Integrationschancen im Arbeitsmarkt zu verbessern. In 
einem zweiten Schritt könnte gegebenenfalls eine zweijährige Attestausbil-
dung (EBA) folgen.

2.3.5 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, hielt in der Stellungnahme vom 26. Februar 2025 (act. II 
131) fest, bei der Beschwerdeführerin sei neuropsychologisch eine leichte 

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Intelligenzminderung (ICD-10: F70) mit unausgeglichenem Leistungsprofil, 
Einschränkungen in schulischen Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen) 
und Einschränkungen in attentionalen, exekutiven und mnestischen Funkti-
onen festgestellt worden. Insofern seien der Beschwerdeführerin aussch-
liesslich Tätigkeiten zumutbar, welche mit diesen Einschränkungen 
vereinbar seien. Die Ausbildung zur ... EBA habe gezeigt, dass sie in einer 
solchen Tätigkeit in entsprechenden Arbeitsbereichen zu 80 % bis 90 % 
arbeitsfähig sei. Aufgrund der kognitiven Beeinträchtigungen sei aus RAD-
ärztlicher Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass eine EFZ-Ausbildung unter regulären Bedingungen nicht erfolgreich 
abgeschlossen werden könne.

In der Aktennotiz vom 19. März 2025 (act. II 133) hielt der RAD-Arzt 
Dr. med. J.________ weiter fest, wie bereits in der RAD-Ärztlichen Stel-
lungnahme vom 26. Februar 2025 festgestellt worden sei, seien der Be-
schwerdeführerin aus RAD-ärztlicher Sicht ausschliesslich Tätigkeiten 
zumutbar, welche ihren intellektuellen Fähigkeiten angepasst seien und 
welche mit ihren Einschränkungen in schulischen Fertigkeiten (Lesen, 
Schreiben, Rechnen) und jenen in attentionalen, exekutiven und mnesti-
schen Funktionen vereinbar seien. Die Ausbildung habe gezeigt, dass die 
Beschwerdeführerin für alle Tätigkeiten und alle Arbeitsbereiche als ... EBA 
geeignet gewesen sei und dass sie mit Unterstützung bei einem Pensum 
von 100 % eine Leistungsfähigkeit von 80 % bis 90 % habe erreichen kön-
nen. Insofern sei aus RAD-ärztlicher Sicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit in einer intellektuell angepassten Tätigkeit ohne besondere 
kognitive Anforderungen und unter der Voraussetzung einer ausreichenden 
Unterstützung bei einem Arbeitszeitpensum von 100 % von einer Leis-
tungsfähigkeit von 80 % bis 90 % auszugehen. Aufgrund der umfassenden 
neuropsychologischen Abklärung durch die Neuropsychologie/Neurologie 
des Spitals G.________ vom Juni 2022 (Bericht vom 5. Juli 2022 [act. II 
64]) sei die Indikation für eine nochmalige "aktuelle" Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes nicht gegeben, da es sich um einen andauernden Ge-
sundheitsschaden handle und somit keine neuen relevanten medizinischen 
Erkenntnisse zu erwarten wären.

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3.

3.1

3.1.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.1.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2 In medizinischer Hinsicht macht die Beschwerdeführerin hauptsäch-
lich geltend (Beschwerde im Verfahren IV 200 2025 346 S. 4 III./Ziff. 2; 
Schlussbemerkungen S. 3 f.), die von der Beschwerdegegnerin vorge-
nommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erschliesse sich ihr nicht. Es sei 
nicht ersichtlich, auf welche medizinischen Abklärungen sich die Be-
schwerdegegnerin konkret abstütze. Es liege keine aktuelle medizinische 
Abklärung der Gesundheitssituation der Beschwerdeführerin vor, die letzte 
RAD-Stellungnahme datiere aus dem Jahr 2020.

Nach dem Erlass der Verfügung vom 11. Februar 2025 (act. II 130) betref-
fend den Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen nahm der 
RAD am 26. Februar 2025 (act. II 131) Stellung und erstellte am 19. März 

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2025 (act. II 133) eine Aktennotiz. Als Gesundheitsschaden liegt gemäss 
dieser Beurteilung eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10: F70) mit ei-
nem IQ von 67 und einem unausgeglichenen Leistungsprofil, Einschrän-
kungen in schulischen Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen) und 
Einschränkungen in attentionalen, exekutiven und mnestischen Funktionen 
vor (act. II 64). Diese Beurteilung stimmt mit den Akten überein. Weitere 
Gesundheitsschäden werden weder geltend gemacht noch bestehen Hin-
weise für solche. Der RAD hat unter Verweis auf die neuropsychologische 
Abklärung vom Juni 2022 (act. II 64) sowie unter Berücksichtigung der 
während der Ausbildung zur ... EBA gemachten praktischen Feststellungen 
nachvollziehbar und überzeugend zum Leistungsprofil der Beschwerdefüh-
rerin Stellung genommen. Schlüssig hat er schliesslich eine nochmalige 
"aktuelle" Beurteilung des Gesundheitszustandes für nicht erforderlich be-
urteilt, da es sich um einen andauernden Gesundheitsschaden handle und 
somit keine neuen relevanten medizinischen Erkenntnisse zu erwarten 
wären (act. II 133).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, was 
im vorliegenden Fall erfüllt ist, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch 
in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste 
(SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). Auf die RAD-
Einschätzung ist abzustellen, stimmt diese doch mit den übrigen Akten 
überein und es liegen keine ärztlichen Berichte vor, die dies begründet in 
Frage stellen würden. Die Beschwerdeführerin ist somit in einer intellektuell 
angepassten Tätigkeit ohne besondere kognitive Anforderungen bzw. in 
der Tätigkeit als ... EBA und unter der Voraussetzung einer ausreichenden 
Unterstützung bei einem Arbeitspensum von 100 % mit einer Leistungs-
fähigkeit von 80 % bis 90 % arbeitsfähig (act. II 133).

Nach der Rechtsprechung werden Intelligenzminderungen nach dem heute 
zur Anwendung gelangenden Klassifikationssystem ICD-10 in leichte 
(IQ 69 bis 50), mittelgradige (IQ 49 bis 35), schwere (IQ 34 bis 20) und 
schwerste (IQ weniger als 20) Fälle eingeteilt (ICD-10: F70 bis F73). Nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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konstanter Rechtsprechung wird heute bei einem IQ von 70 und mehr ein 
invalidenversicherungsrechtlich massgeblicher Gesundheitsschaden ver-
neint. Demgegenüber führt ein IQ unterhalb dieses Werts in der Regel zu 
einer relevanten verminderten Arbeitsfähigkeit. Auch diesfalls ist jedoch 
gemäss ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung stets eine objektive 
Beschreibung der Auswirkungen der festgestellten Intelligenzminderung 
der versicherten Person auf ihr Verhalten, die berufliche Tätigkeit, die nor-
malen Verrichtungen des täglichen Lebens und das soziale Umfeld erfor-
derlich (Urteile des Bundesgerichts [BGer] 8C_543/2023 vom 20. März 
2024 E. 4.4.2 und 9C_413/2022 vom 30. Mai 2023 E. 2.3.2.1).

Der bei der Beschwerdeführerin ermittelten IQ von 67 liegt unter der mass-
geblichen Schwelle von 70, womit ein invalidisierender Gesundheitsscha-
den nicht zum vornherein ausgeschlossen werden kann. Wie eben 
erwähnt, ist die Beschwerdeführerin in ihrer EBA-Tätigkeit in der Lage, im 
Umfang von 100 % Präsenz eine Leistung von 85 % zu erbringen. Folglich 
ist in einem ersten Schritt (vgl. E. 2.1 hiervor) der Anspruch auf berufliche 
Massnahmen zu prüfen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der 
Massnahmen sind insbesondere das Alter (lit. a), der Entwicklungsstand 
(lit. b), die Fähigkeiten der versicherten Person (lit. c) und die zu erwarten-
de Dauer des Erwerbslebens (lit. d) zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis 
IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in Massnahmen be-
ruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). 

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4.2 Die versicherte Person hat in der Regel nur Anspruch auf die dem 
jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnah-
men, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen 
Vorkehren (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG). Das Gesetz will die Eingliederung ledig-
lich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch 
genügend ist (BGE 142 V 523 E. 6.3 S. 535).

Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz keinen 
Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen gewährt 
werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmassnahmen 
unterliegen jedoch den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 
Abs. 1 IVG. Eine Eingliederungsmassnahme hat somit neben den dort 
ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendig-
keit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im enge-
ren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu 
genügen. Danach muss sie unter Berücksichtigung der gesamten tatsächli-
chen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen 
Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Hinsichtlich der 
Angemessenheit lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, nämlich die 
sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Angemessen-
heit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes Mass an 
Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet sein, 
dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer gewis-
sen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem ver-
nünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungs-
massnahme stehen; schliesslich muss die Massnahme dem Betroffenen 
auch zumutbar sein (BGE 142 V 523 E. 2.3 S. 526).

4.3

4.3.1 Versicherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, die noch nicht 
erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen berufli-
chen Ausbildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, 
haben Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren 
Fähigkeiten entspricht (Art. 16 Abs. 1 IVG). Die erstmalige berufliche Aus-
bildung soll sich nach Möglichkeit an der beruflichen Eingliederung im ers-
ten Arbeitsmarkt orientieren und bereits dort erfolgen (Art. 16 Abs. 2 IVG). 

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Gemäss Art. 16 Abs. 3 lit. b IVG sind der erstmaligen beruflichen Ausbil-
dung gleichgestellt die berufliche Weiterausbildung im bisherigen oder in 
einem anderen Berufsfeld, sofern sie geeignet und angemessen ist und 
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert wer-
den kann, ausgenommen sind Weiterausbildungen, die von Organisationen 
nach Art. 74 IVG angeboten werden; in begründeten, vom Bundesamt für 
Sozialversicherungen (BSV) umschriebenen Fällen kann von dieser Aus-
nahme abgewichen werden.

4.3.2 Die erstmalige berufliche Ausbildung nach Art. 16 IVG trägt dem 
Entwicklungsstand, dem Alter und den Fähigkeiten der versicherten Person 
gemäss Art. 8 Abs. 1bis IVG Rechnung, um deren Eingliederungsfähigkeit in 
den ersten Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern. Insbesondere ist zu ver-
hindern, dass die versicherte Person mittels verschiedener Unterstützungs-
leistungen (wie beispielsweise parallele Coaching-Leistungen) in einem 
unverhältnismässigen Ausmass durch die Ausbildung getragen wird und 
dadurch einen Ausbildungsabschluss erlangt, der nicht ihren tatsächlichen 
Fähigkeiten und Fertigkeiten entspricht (Rz. 1326 des Kreisschreibens des 
BSV über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung [KSBEM]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. 
BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 
82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228, 132 V 121 E. 4.4 S. 125).

4.3.3 Eine versicherte Person hat auch dann Anspruch auf eine berufliche 
Weiterausbildung, wenn keine invaliditätsbedingte Notwendigkeit für die 
Durchführung der Weiterausbildung besteht, und sie bereits über qualifi-
zierte Fachkenntnisse im Berufsleben (wie An-/Ungelernte) oder einen 
Ausbildungsabschluss verfügt und eingegliedert ist, sich aber beruflich wei-
ter entwickeln möchte. Die Gründe hierfür können vielfältig sein, wie z.B. 
das Auffrischen von Fachkenntnissen, das Erlernen neuer Technologien, 
bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, interessantere Tätigkeit oder 
grössere Verdienstmöglichkeiten (Rz. 1307 KSBEM).

4.4

4.4.1 Gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) gilt als erstmalige berufliche 

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Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit: (lit. a) die berufli-
che Grundbildung nach dem BBG; (lit. b) der Besuch einer Mittel-, Fach- 
oder Hochschule; (lit. c) die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit 
oder auf eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte.

Gemäss Art. 5 Abs. 3 lit. a IVV kann die erstmalige berufliche Ausbildung 
im Einzelfall u.a. als nicht abgeschlossen gelten nach Abschluss einer be-
ruflichen Grundbildung nach dem BBG im zweiten Arbeitsmarkt, sofern die 
Fähigkeiten der versicherten Person eine berufliche Grundbildung nach 
dem BBG auf einem höheren Ausbildungsniveau im ersten Arbeitsmarkt 
zulassen.

4.4.2 Um die Erfolgsaussichten einer nachhaltigen und rentenausschlies-
senden Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen, wird die Mög-
lichkeit eingeräumt, dass eine versicherte Person ihre Ausbildung auf 
einem höheren Ausbildungsniveau und im ersten Arbeitsmarkt weiterführen 
kann, wenn diese ihrem Entwicklungsstand, ihrem Alter und ihren invali-
ditätsbedingten Einschränkungen und Ressourcen entspricht (Art. 8 Abs. 
1bis IVG und Art. 5 Abs. 3 IVV [Rz. 1332 KSBEM]).

Die IV-Stelle entscheidet im Einzelfall, ob eine Weiterführung der erstmali-
gen beruflichen Ausbildung angezeigt ist. Eine erstmalige berufliche Aus-
bildung gilt nach Art. 5 Abs. 3 IVV in folgenden Fällen als nicht 
abgeschlossen: u.a. nach Abschluss einer beruflichen Grundausbildung 
nach BBG im zweiten Arbeitsmarkt, sofern die Fähigkeiten der versicherten 
Person eine berufliche Grundbildung nach BBG auf einem höheren Ausbil-
dungsniveau im ersten Arbeitsmarkt zulassen. Beispiel: Wechsel von eid-
genössischem Berufsattest EBA zu eidgenössischem Fähigkeitszeugnis 
EFZ im ersten Arbeitsmarkt oder Wechsel von einer Ausbildung nach BBG 
im geschützten Rahmen zu einer Ausbildung nach BBG im ersten Arbeits-
markt auf einem höheren Ausbildungsniveau (Rz. 1333 KSBEM).

Folgende Kriterien müssen für die Weiterführung der erstmaligen berufli-
chen Ausbildung zusätzlich zu den Anspruchsvoraussetzungen von Art. 16 
IVG kumulativ erfüllt sein (Rz. 1334 KSBEM):

 Die versicherte Person ist motiviert.

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 Die versicherte Person verfügt über ausreichende Ressourcen, die wei-
terführende Ausbildung erfolgreich abschliessen zu können.

 Die versicherte Person wird nach Abschluss der weiterführenden Aus-
bildung mit grosser Wahrscheinlichkeit rentenreduzierend oder renten-
ausschliessend eingegliedert werden können. 

 Die weiterführende Ausbildung erfolgt zwingend im Rahmen einer be-
ruflichen Grundbildung nach Art. 17 BBG (eidgenössisches Berufsattest 
EBA oder eidgenössisches Fähigkeitsausweis EFZ); eine weiterführen-
de Ausbildung in eine allgemeinbildende Schule oder auf Tertiärstufe ist 
nicht möglich.

 Grundsätzlich hat die weiterführende Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt 
bzw. in der öffentlichen Berufsschule zu erfolgen. In begründeten Fällen 
ist die schulische Ausbildung im geschützten Rahmen möglich (z.B. ei-
ne versicherte Person mit einer Sinneseinschränkung besucht eine 
spezialisierte Berufsschule, die praktische Ausbildung erfolgt aber im 
ersten Arbeitsmarkt).

4.5

4.5.1 Die Beschwerdegegnerin lehnte die Unterstützung der Ausbildung 
zur ... EFZ mit der Begründung ab (act. II 130), eine weitere Unterstützung 
der Ausbildung durch die Beschwerdegegnerin auf Niveau EFZ könne er-
folgen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem erfolgrei-
chen Abschluss ausgegangen werden könne und eine durchschnittliche 
Note 5 beim EBA-Abschluss erreicht worden sei. Die medizinische Beurtei-
lung, der bisherige Verlauf, der Multicheck sowie auch die EBA-
Abschlussnoten erfüllten diese Kriterien zur weiteren Unterstützung nicht. 
Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin mit den schuli-
schen Anforderungen der EFZ-Ausbildung spätestens ab dem zweiten 
EFZ-Ausbildungsjahr (das erste Jahr EFZ entspreche den Anforderungen 
EBA) überfordert sein würde, da bereits die schulischen Anforderungen an 
die EBA-Ausbildung, auch mit diversen Unterstützungsmassnahmen, nur 
mit genügend bis genügend-gut hätten erfüllt werden können.

4.5.2 Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 
geltend (Beschwerde S. 6 ff. III./Ziff. 11 ff.), den Entscheid zur Weiter-
führung ihrer Ausbildung zur ... EFZ sei von ihr eigenständig, selbstbe-

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stimmt und somit intrinsisch motiviert getroffen worden. Die Arbeitgeberin 
der Beschwerdeführerin unterstütze die Beschwerdeführerin betreffend 
ihren Wunsch zur Absolvierung der EFZ-Ausbildung zur ... vollumfänglich 
und sie sei davon überzeugt, dass die Beschwerdeführerin über die nötigen 
Voraussetzungen zur erfolgreichen Absolvierung der EFZ-Ausbildung ver-
füge. Zudem attestiere die Ausbildnerin der Beschwerdeführerin einen 
grossen Einsatz, eine starke Willenskraft sowie ein ausgeprägtes Durchhal-
tevermögen. Weiter nehme die Beschwerdeführerin einmal wöchentlich an 
durch die Berufsschule organisierten Stützkursen teil. Sodann könne die 
Beschwerdeführerin bereits auf einige Jahre Berufserfahrung zurückgrei-
fen. Zudem habe während der EBA-Ausbildung nur einmal pro Woche ein 
Coaching stattgefunden, so dass sich der Umfang der zusätzlichen Unter-
stützungsmassnahmen in Grenzen gehalten habe. Die in der EBA-
Ausbildung erzielten (Abschluss-)Noten und der Leistungsnachweis seien 
für den Anspruch auf Weiterausbildung in keiner Weise, wie von der Be-
schwerdegegnerin fälschlicherweise festgehalten, relevant. Relevant sei 
einzig die Aussicht auf eine erfolgreiche Beendigung der Weiterausbildung. 
Die Resultate des Multichecks seien zu relativieren bzw. es könne nicht 
hauptsächlich darauf abgestellt werden, da für die Ausbildung zur ... EFZ 
kein Multicheck existiere; absolviert worden sei der branchenfremde Multi-
check für .... Zusammenfassend seien die Anspruchsvoraussetzungen von 
Art. 5 Abs. 3 IVV und Art. 16 Abs. 3 lit. b IVG erfüllt.

4.6 Nachdem im RAD-Bericht vom 27. August 2020 (act. II 16) auf der 
Basis der damals vorhandenen Unterlagen festgehalten worden war, dass 
von einer Intelligenzminderung auszugehen sei, wurde der Anspruch auf 
eine erstmalige berufliche Ausbildung bejaht (act. II 17; vgl. auch act. II 22). 
Es erfolgte eine Beratung im BIZ (Berufsberatungs- und Informationszen-
tren; act. II 23/2, 37/2 f.), anlässlich welcher grundsätzlich eine Ausbildung 
INSOS Pra empfohlen wurde.

Die Beschwerdeführerin und ihre Eltern organisierten eine EBA-Ausbildung 
zur ... ab Juni 2022. Seitens der Berufsberatung wurde festgehalten, dass, 
sollte das Ziel "EBA in der Privatwirtschaft" nicht erreicht werden, empfoh-
len werde, dass die IV die Beschwerdeführerin weiter unterstütze und allen-
falls neue Wege suche, die Ausbildung auf Stufe INSOS Pra fortzusetzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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(act. II 37/2 f.). Bei dieser Einschätzung stützte sich die Berufsberatung auf 
praktische Abklärungen, die allesamt zum gleichen Schluss geführt hatten 
(Abklärung K.________ [act. II 28]; Abklärung L.________ [act. II 29 insbe-
sondere act. II 29/5]) sowie einen Multicheck vom 1. November 2021, wo 
ein nicht ausreichendes Resultat für die Ausbildung zur ... EBA erhoben 
worden war (act. II 35). 

4.6.1 Das Bemühen, direkt die Lehre auf EBA-Niveau zu absolvieren, 
wurde von der IV umfassend unterstützt. So wurden ein Coaching bewilligt 
(act. II 40, 54, 74 [mit Beschränkung auf die EBA-Ausbildung {act. II 79}]), 
der Lehrlingslohn (im Rahmen des Taggelds) übernommen (act. II 52, 57, 
59, 92, 99) und eine Entschädigung wegen des Mehraufwands pro Anwe-
senheitstag von Fr. 50.-- pro Arbeitstag an den Lehrbetrieb ausgerichtet 
(act. II 45, 50). Das notwendige Coaching war entgegen der Darstellung 
der Beschwerdeführerin intensiv. Mit der Beschwerdeführerin wurde 
wöchentlich intensiv für die Prüfungen gelernt (vgl. act. II 106). Dabei ergab 
sich, wie dem nachvollziehbaren und überzeugenden Bericht vom 23. Juli 
2024 (act. II 105) zum Coaching zu entnehmen ist, dass die zunehmend 
gestiegenen Anforderungen die Beschwerdeführerin (trotz Nachteilsaus-
gleichs) zusehends an ihre Leistungsgrenzen führten bzw. überforderten. 
Im (neuen Lehrbetrieb) wurde am Schluss hinsichtlich der Leistung eine 
Quantität von 80 % bis 90 % bei guter Qualität festgestellt, wobei das Coa-
ching auf 18 Stunden pro Monat erhöht worden war. Schliesslich war dabei 
gar Diskussionspunkt, ob eine schriftliche Arbeit von der Coachin verfasst 
werden soll (vgl. Protokoll der Beschwerdegegnerin per 2. April 2025 [im 
Gerichtsdossier; nachfolgend: Protokoll], S. 20 Eintrag vom 19. Februar 
2024). Wie weit diese Arbeit schliesslich eigenständig von der Beschwerde-
führerin verfasst wurde, bleibt unklar (vgl. Protokoll S. 21 Eintrag vom 
18. März 2024).

Im Verlauf der Ausbildung war das (erste) EBA-Lehrverhältnis aufgelöst 
worden (act. II 81 [Konflikt zwischen den Vertragsparteien]; Protokoll S. 17 
ff. Einträge vom 2., 10., 22., 29. November 2023 und 3. Januar 2024). Dank 
grosser Unterstützung seitens des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes 
(MBA) und des Coachings konnte eine Fortsetzung und der Abschluss der 
EBA-Ausbildung in einem neuen Lehrbetrieb ermöglicht werden (act. II 85, 

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107). Der (zweite) Lehrbetrieb führte anlässlich des Abschlusses aus 
(act. II 108), die Beschwerdeführerin sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht 
fähig, im Arbeitsmarkt voll integriert zu werden. Er würde der Beschwerde-
führerin die Möglichkeit bieten, in einem weiteren Jahr (EFZ oder Prakti-
kum) ihr Wissen und ihre Fähigkeiten bestmöglich zu vervollständigen. Im 
Abschlussbericht vom 23. Juli 2024 (act. II 105/9 Ziff. 6.1) wurde seitens 
des Coachings empfohlen, für die EFZ-Lehre ein Coaching oder Nachhilfe-
unterricht zu bewilligen. Wie realistisch ein EFZ-Abschluss wäre, wurde 
vom Coaching nicht beurteilt. 

Im August 2024 hat die Beschwerdeführerin die Ausbildung zur ... EFZ be-
gonnen (act. II 105/9 Ziff. 6.2). Da sie mit einem Notendurchschnitt von 4.3 
in der EBA-Ausbildung (act. II 113) nicht berechtigt war, direkt im zweiten 
Lehrjahr einzusteigen, begann sie die EFZ-Ausbildung im ersten Lehrjahr 
(act. II 105/4 Ziff. 2.1). 

4.6.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin die Lehre 
EBA nur mit erheblicher Unterstützung abschliessen konnte und dabei an 
die Grenzen ihrer neuropsychologisch nachvollziehbar und überzeugend 
erhobenen Möglichkeiten (vgl. E. 3 hiervor) gelangt ist (act. II 89). Sowohl 
aus den neuropsychologischen Abklärungen als auch den praktischen Er-
fahrungen (act. II 89, 91, 96, 105) ergibt sich, dass das Bestehen einer 
Lehre EFZ mit der hierfür (im Vergleich zur Ausbildung EBA) geforderten 
zusätzlichen Selbstständigkeit und erhöhten schulischen und fachlichen 
Anforderungen weit überwiegend wahrscheinlich (vgl. BGE 144 V 427 
E. 3.2 S. 429; SVR 2022 UV Nr. 41 S. 161, 8C_457/2021 E. 3.3) nicht rea-
listisch ist. Es bestehen keine Anzeichen dafür (und dies wird von der Be-
schwerdeführerin weder geltend gemacht noch belegt), dass die neuropsy-
chologische Einschätzung mit einer invalidenversicherungsrechtlich 
massgeblichen Intelligenzminderung (vgl. E. 3.2 hiervor) keine Gültigkeit 
mehr hätte. Der RAD-Arzt hat diesbezüglich nachvollziehbar und überzeu-
gend dargelegt, dass es sich um einen feststehenden und nicht mehr bes-
serbaren Gesundheitsschaden handelt. Diese gesundheitlichen Einschrän-
kungen werden eine Ausbildung auf dem Niveau EFZ mit aller Wahrschein-
lichkeit nicht erlauben. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die 

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Beschwerdegegnerin (auch auf der Basis der RAD-ärztlichen Zusammen-
fassung [act. II 131/4]) die Unterstützung hierfür versagte. 

4.6.3 Diese Einschätzung ist entgegen der Annahme der Beschwerdefüh-
rerin (Beschwerde S. 18 III./Ziff. 18) auch aus rechtlicher Sicht nicht zu be-
anstanden. Art. 16 Abs. 1 IVG besagt zur erstmaligen beruflichen 
Ausbildung eindeutig, dass Kosten nur übernommen werden, wenn die 
(angestrebte) Ausbildung den Fähigkeiten der Versicherten entspricht. Dies 
ist vorliegend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung zur 
... EFZ nicht der Fall. Insoweit bedarf es keiner weiteren Auslegung von Art. 
16 Abs. 3 lit. b IVG. Die von der Beschwerdeführerin angestrebte Weiter-
ausbildung könnte nur bewilligt werden, wenn sie aus medizinischer Sicht 
den Fähigkeiten der Beschwerdeführerin entspräche (MEYER/REICHMUTH, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 16 N. 6). 
Nichts an dieser bereits von Gesetzes wegen geltenden Schranke ändern 
die Bestimmungen der IVV und die Ausführungen im KSBEM (vgl. E. 4.3 
und 4.4 hiervor). Vielmehr bestätigen auch diese, dass ohne hinreichend 
sicher erhobene Eignung keine Leistung zugesprochen werden kann. 

Bei allem Verständnis für das Anliegen der Beschwerdeführerin, für den 
Start ins Berufsleben eine bestmögliche Qualifikation zu erhalten, kann ihr 
hinsichtlich ihres Anliegens nicht gefolgt werden. Zwar dürfen mit Blick auf 
die einer Prognose inhärente Unsicherheit an den Beweis der Eignung und 
Erfolgsaussicht nicht übermässige Anforderungen gestellt werden (vgl. 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 16 N. 1) und eine Leistungsverweigerung 
ist nicht bereits dann angezeigt, wenn die Erfolgsaussichten leicht kleiner 
sind als die Annahme, die Ausbildung werde misslingen. Mit Blick darauf, 
dass Versicherte wie die Beschwerdeführerin am Anfang ihrer beruflichen 
und noch langjährigen Karriere stehen, wird im Zweifelsfall in aller Regel 
eher zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden und die Ausbildung zu 
wagen sein. Ein solcher Fall liegt hier jedoch nicht vor. Die auf Dauer be-
stehenden erheblichen Leistungsgrenzen wurden neuropsychologisch 
nachvollziehbar erhoben und die tatsächlichen Fähigkeiten und Grenzen 
mussten bereits während der EBA-Ausbildung beobachtet werden. Damit 
kann vorliegend nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerde-
führerin mit verhältnismässiger Unterstützung durch die Beschwerdegegne-

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rin bzw. einer von dieser bewilligten Unterstützungsmassnahme, wie insbe-
sondere einem Coaching, die Lehre auf Niveau EFZ wird hinreichend 
selbstständig abschliessen können. Die Leistungsverweigerung ist nicht zu 
beanstanden. Nicht zu beurteilen ist, weil nicht Streitgegenstand und von 
der Beschwerdeführerin auch nicht verlangt, die Frage, ob die Beschwer-
degegnerin im Zusammenhang mit dem vom Ausbildungsbetrieb ebenfalls 
zur Diskussion gestellten Praktikum zwecks Erlangung von Sicherheit, hät-
te Leistungen bewilligen können. 

Nichts daran ändert die zwischen den Parteien umstrittene Frage betref-
fend die Absolvierung eines Multicheck-Tests. Die Beschwerdeführerin 
stellte im November 2024 einen solchen Test, datiert auf den 24. August 
2024, für ... EFZ zu (act. II 111), weil zwar ein Test für ... EBA, nicht jedoch 
für ... EFZ zur Verfügung steht (act. II 111/3 f.). Die Beschwerdegegnerin 
hat festgehalten, dass der entsprechende Test bei ihrem Entscheid nicht 
alleinentscheidend gewesen sei (act. II 111/1). 

4.7 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde im Verfahren IV 200 
2025 180 abzuweisen. 

5.

Es bleibt der Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen (vgl. E. 2.1 hier-
vor).

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 

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bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn 
sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres oh-
ne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente nach Abs. 1 
wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im 
Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis 
IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ent-
steht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

5.2 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. 

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Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 62, 
9C_63/2018 E. 4.4.2).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 
V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die sta-
tistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

-25-

5.3

5.3.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität 
erzielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

Tritt die Invalidität ein, nachdem die versicherte Person eine berufliche 
Ausbildung geplant oder begonnen hat, so wird das Einkommen ohne Inva-
lidität nach dem statistischen Wert nach Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt, den 
die versicherte Person nach Beendigung der Ausbildung erreicht hätte 
(Art. 26 Abs. 5 IVV). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität 
keine berufliche Ausbildung beginnen oder abschliessen, so wird das Ein-
kommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV 
bestimmt. In Abweichung von dieser Bestimmung sind geschlechtsunab-
hängige Werte zu verwenden (Art. 26 Abs. 6 IVV). 

5.3.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbs-
einkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen 
Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen 
nach Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV ge-
schlechtsunabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom 
statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

-26-

die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktio-
nellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger 
tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig 
(Art. 26bis Abs. 3 IVV). 

5.4 Die Beschwerdeführerin bezog im Zusammenhang mit der Ausbil-
dung zur ... EBA bis zum 31. Juli 2024 ein IV-Taggeld (act. II 93), so dass 
ein allfälliger Rentenanspruch erst per 1. August 2024 hätte entstehen kön-
nen (vgl. E. 5.1 hiervor). Auf diesen Zeitpunkt hin ist ein Einkommensver-
gleich vorzunehmen. 

5.5

5.5.1 Bezüglich des Valideneinkommens ist zu beachten, dass die Be-
schwerdeführerin bereits vor der Berufswahl über den Gesundheitsschaden 
verfügte. Es war ihr jedoch unbesehen dessen möglich, eine Berufswahl zu 
treffen und unterstützt durch Leistungen der Beschwerdegegnerin die Aus-
bildung auf EBA-Stufe abzuschliessen. Die Leistungsfähigkeit bei 100 % 
Anwesenheit wurde vom Einsatzbetrieb auf 80 % bis 90 % festgelegt. Der 
RAD-Arzt hat diese Einschätzung aus medizinischer Sicht nachvollziehbar 
und überzeugend bestätigt. 

Im erläuternden Bericht (nach Vernehmlassung) vom 3. November 2021 zu 
den Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV [nachfolgend: erläu-
ternder Bericht], abrufbar unter <https://www.newsd.admin.ch/newsd/ mes-
sage/attachments/69808.pdf>) wird zu Art. 26 Abs. 6 IVV ausgeführt 
(S. 51), diese Bestimmung betreffe Versicherte, die bereits zum Zeitpunkt 
der Berufswahl respektive Berufsausbildung einen Gesundheitsschaden 
aufwiesen und invaliditätsbedingt nicht die Chance hätten, eine Berufsaus-
bildung nach dem Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Berufs-
bildung (Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10) oder eine Ausbildung an 
einer allgemeinbildenden Schule zu absolvieren. Die Beschwerdeführerin 
hat als ... EBA eine solche Ausbildung absolviert (vgl. Art. 17 Abs. 2 und 
Art. 37 BBG). Zwar kann die Beschwerdeführerin die Ausbildung wegen 
ihrer Invalidität auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht in gleicher Wei-
se "ummünzen" wie nicht behinderte Personen mit derselben Ausbildung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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Doch die diesbezügliche bisherige Rechtsprechung (SVR 2022 IV Nr. 47 S. 
151 E. 2.2), wonach das Valideneinkommen in einer solchen Konstellation 
nach aArt. 26 Abs. 1 IVV, in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 
(Geburts- und Frühinvalidität), zu bestimmen war, gilt nach neuem Recht 
nicht mehr. Im erläuternden Bericht wird zu Art. 26 Abs. 4 IVV ausgeführt 
(S. 51), versicherte Personen mit einem EBA oder einem EFZ fielen, wenn 
kein tatsächliches Einkommen angerechnet werden könne, immer unter 
Art. 26 Abs. 4 IVV. Das Bundesgericht habe in diesen Fällen teilweise den 
Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnisse verneint, wenn die versi-
cherten Personen trotz ihrem erlangten Berufsattest oder Fähigkeitszeug-
nis im ersten Arbeitsmarkt nicht richtig habe Fuss fassen können. Diese 
Rechtsprechung stehe nicht im Einklang mit den Grundsätzen des BBG, 
das die Anforderungen für das EBA oder das EFZ ausführlich regle. Da die 
starke Standardisierung der Berufsausbildung sicherstelle, dass eine Per-
son mit einem Berufsattest oder Fähigkeitszeugnis über die entsprechen-
den Kenntnisse und Fähigkeiten verfüge, sei eine Ungleichbehandlung von 
Personen mit oder ohne Gesundheitsschaden nicht möglich. Die allenfalls 
herabgesetzte Verwertbarkeit des entsprechenden Berufsabschlusses sei 
bei der Festlegung des Einkommens mit Invalidität zu berücksichtigen. 

Mit Blick auf diese Ausführungen ist das Valideneinkommen vorliegend 
gemäss Art. 26 Abs. 4 IVV zu bestimmen (vgl. zum Ganzen Rz. 3329 f. des 
Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversi-
cherung [KSIR]). Dass die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen 
gestützt auf die LSE Tabelle TA1, Wirtschaftszweig 94 - 96 (Erbringung von 
sonstigen Dienstleistungen; vgl. BFS, NOGA 2025, Allgemeine Systematik 
der Wirtschaftszweige, Erläuterungen, S. 490), Total Frauen, Kompetenz-
niveau 1, ermittelt hat (act. II 137), ist nicht zu beanstanden.

5.5.2 Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin 
das Invalideneinkommen auf der gleichen Basis berechnet hat wie das Va-
lideneinkommen (act. II 137). Gestützt auf Art. 26bis Abs. 3 IVV (vgl. E. 5.3.2 
hiervor) ist beim auf statistischer Basis zu berechnenden Invalideneinkom-
men ein Abzug von 10 % vorzunehmen. 

5.5.3 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen – so wie im vorliegenden Fall –, erübrigt sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

-28-

deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 
Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 
8C_104/2021 vom 27. Juni 2022). Die Beschwerdegegnerin hat somit bei 
einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 85 % und einem Abzug vom Ta-
bellenlohn von 10 % zutreffend einen aufgerundeten Invaliditätsgrad von 
24 % errechnet (100 - [100 x 0.85 x 0.9] = 23.5 %; zu den Rundungsregeln 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 
8C_575/2018 E. 7.1), was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente be-
gründet (vgl. E. 5.1 hiervor). 

5.6 Nach dem Dargelegten ist auch die Beschwerde im Verfahren 
IV 200 2025 346 abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Auch bei vereinigten Verfahren sind die Kosten so zu verlegen, wie 
wenn die verschiedenen Eingaben getrennt behandelt worden wären, wo-
bei einem allfälligen geringeren Bearbeitungsaufwand bei der Festsetzung 
der Verfahrenskosten Rechnung zu tragen ist (MICHEL DAUM, in: HER-
ZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechts-
pflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 17 N. 10).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt für beide Verfahren auf total 
Fr. 1'000.--, sind entsprechend dem Ausgang der Verfahren der Beschwer-
deführerin zur Bezahlung aufzuerlegen und den für beide Verfahren geleis-
teten Kostenvorschüssen von insgesamt Fr. 1'600.-- zu entnehmen. Die 
Restanz von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft des 
Urteils zurückzuerstatten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde im Verfahren IV 200 2025 180 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde im Verfahren IV 200 2025 346 wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten für beide Verfahren von total Fr. 1'000.-- werden 
der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt und den für beide 
Verfahren geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt Fr. 1'600.-- 
entnommen. Die Restanz von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 
nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2025 180

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.