# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52588e3e-6960-5c56-8dcb-9a06e0490fe8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.08.2021 S 2021 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-106_2021-08-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 30. August 2021 [rechtskräftig]
Gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, RA lic. iur.
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Entschädigung unentgeltliche Rechtsverbeiständung)

S 2021 106 (S 2019 168)

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Urteil S 2021 106

A. a) Die Versicherte, B.________, Jahrgang 1966, musste 1991 ihren erlernten 
Beruf als Coiffeuse wegen einer seropositiven chronischen Polyarthritis Stadium I 
aufgeben. Im September gleichen Jahres ersuchte sie die IV-Stelle Zug um Umschulung 
(IV-act. 1 S. 1 ff.). Es folgten von der Invalidenversicherung finanzierte 
Umschulungsmassnahmen zur Naturheilpraktikerin, welche die Versicherte indes abbrach 
und stattdessen (eigenständig) eine Ausbildung zur Akupunkteurin erfolgreich abschloss. 
Daraufhin liess die IV-Stelle die Versicherte polydisziplinär begutachten. Gestützt auf das 
MEDAS-Gutachten vom 10. März 2003 (IV-act. 1 S. 326 ff.) sprach die IV-Stelle der 
Versicherten mit Verfügung vom 9. Januar 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 48 % mit 
Wirkung ab 1. November 2000 eine halbe Rente (Härtefallrente) zu (IV-act. 1 S. 377 f.). Im 
Rahmen der in den Jahren 2005, 2011 und 2015 durchgeführten Rentenrevisionen wurde 
der Rentenanspruch jeweils bestätigt (IV-act. 19, 27 und 34). Im September 2017 ersuchte 
die Versicherte um Erhöhung ihrer seit November 2000 ausgerichteten halben 
Invalidenrente (IV-act. 35). Die IV-Stelle ihrerseits trat auf das Revisionsgesuch ein, holte 
einen Bericht beim Psychotherapeuten ein, legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) vor und wies das Erhöhungsgesuch schliesslich mit Vorbescheid vom 
21. März 2018 mangels einer wesentlichen und leistungsrelevanten Veränderung des 
Gesundheitszustandes ab (IV-act. 52). Dagegen liess die Versicherte am 4. April 2018 
Einwand erheben (IV-act. 54), woraufhin die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung 
bei der SMAB AG in Auftrag gab. Gestützt auf das Gutachten der SMAB AG vom 24. Mai 
2019 (IV-act. 78) erhöhte die IV-Stelle die bisher bezogene halbe Rente auf eine ganze, 
aber nur für den Zeitraum vom 1. September 2017 bis 31. März 2018. Mit Wirkung ab 
1. April 2018 wurde die Invalidenrente wiederum auf eine halbe herabgesetzt. Gleichzeitig 
setzte sie die der Rechtsvertreterin für das Verwaltungsverfahren im Rahmen der 
unentgeltlichen Verbeiständung zustehende Entschädigung auf Fr. 1'100.– fest 
(Verfügungen vom 23. Juli 2019; IV-act. 83 ff.). 

b) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. Dezember 2019 wurde beantragt, es 
sei der Versicherten in Abänderung der Verfügung vom 23. Juli 2019 auch ab 1. April 2018 
eine ganze Rente zuzusprechen und die Unterzeichnende sei für ihre Bemühungen als 
unentgeltliche Rechtsvertreterin im IV-Vorverfahren mit Fr. 3'437.35 zu entschädigen. 
Eventualiter sei die Nichtigkeit der Verfügung vom 23. Juli 2019 festzustellen und das 
Verfahren an die IV-Stelle zwecks Durchführung eines neuen Vorbescheidverfahrens 
zurück zu weisen. In prozessualer Hinsicht wurde die unentgeltliche Prozessführung und 
in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin sowie 
vorsorglich die Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist für die Verfügung vom 23. Juli 2019 

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verlangt. In materieller Hinsicht wurde im Wesentlichen die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit und der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich 
sowie die der Rechtsvertreterin zugesprochene Entschädigung in Höhe von Fr. 1'100.– 
gerügt.

c) Mit Verfügung vom 6. Januar 2020 bewilligte der Vorsitzende der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch der 
Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihr für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht in der Person von RA lic. iur. A.________ eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bei.

d) Mit Urteil S 2019 168 vom 30. März 2020 trat das Verwaltungsgericht wegen 
Fristversäumnisses auf die Beschwerde nicht ein.

e) Eine gegen dieses Verwaltungsgerichtsurteil durch die Versicherte erhobene 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht mit Urteil 
9C_266/2020 vom 24. November 2020 gut. Das Bundesgericht hob den kantonalen 
Nichteintretensentscheid auf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, damit über die 
Beschwerde materiell entschieden werde. 

B. Daraufhin eröffnete das Verwaltungsgericht unter der Verfahrensnummer S 2020 
161 ein neues Dossier.

C. Mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2021 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

D. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
und Begründungen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

E. Mit Schreiben vom 9. Juli 2021 teilte das Gericht RA A.________ mit, dass bei 
Auseinandersetzungen über die Höhe der Entschädigung nur die Rechtsvertreterin im 
eigenen Namen beschwerdelegitimiert sei, weshalb beabsichtigt werde, diesen Antrag in 
einem separaten noch zu eröffnenden Verfahren zu beurteilen. 

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Urteil S 2021 106

F. Innert erstreckter Frist teilte RA A.________ mit, dass sie mit dem Seitens des 
Gerichts vorgeschlagenen Vorgehen einverstanden sei, woraufhin unter der Verfahrens-
nummer S 2021 106 ein neues Dossier betreffend "Entschädigung unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung" eröffnet wurde.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
23. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 10. Dezember 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
– Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos gegeben. Wie das Bundesgericht mit Urteil 
9C_266/2020 vom 24. November 2020 entschieden hat, erfolgte die Beschwerde zudem 
fristgerecht. Weiter ist die beschwerdeführende Rechtsvertreterin in der vorliegenden 
Auseinandersetzung über die Höhe der Entschädigung im eigenen Namen 

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rechtsmittelbefugt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 37 N 50 und 52). Die 
Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen 
Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3. Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren die Höhe der Entschädigung 
der unentgeltlichen Rechtsbeiständin im Verwaltungsverfahren.

4. Im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren wird der 
gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse 
es erfordern (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Gemäss Art. 12a der Verordnung über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) sind auf die 
Entschädigung des Rechtsbeistands die Art. 8–13 des Reglements vom 11. Dezember 
2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (AS 2006 
5305) sinngemäss anwendbar. Das Reglement vom 11. Dezember 2006 wurde am 1. Juni 
2008 durch das Reglement über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE; SR 173.320.2) ersetzt (Art. 22 
und 23 VGKE). Gemäss Art. 9 Abs. 1 VGKE umfassen die Kosten der Vertretung das 
Anwaltshonorar (lit. a), die Auslagen, namentlich die Kosten für das Kopieren von 
Schriftstücken, die Reise-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten, die Porti und die 
Telefonspesen (lit. b) sowie die allenfalls geschuldete Mehrwertsteuer (lit. c). Das 
Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der 
Vertreterin bemessen, wobei der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen mindestens 
Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– (exklusive Mehrwertsteuer) beträgt (Art. 10 Abs. 1 und 
2 VGKE).

5. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres rechtlichen 
Gehörs, habe die IV-Stelle die Entschädigung doch festgesetzt, ohne ihr vorgängig die 
Möglichkeit zu geben, eine detaillierte Honorarnote mit ihren Bemühungen einzureichen. 

5.1 Diesbezüglich ist zunächst darauf hinzuweisen, dass das Einreichen einer 
Kostennote zu den Mitwirkungspflichten einer Beschwerde führenden Partei gehört. Da die 
Tarife bei der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung in der Regel unter den üblichen 
Anwaltstarifen liegen, verpflichtet die Sorgfaltspflicht des unentgeltlichen 
Rechtsbeistandes diesen erst recht, der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht Beachtung zu 

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schenken. Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht ist allerdings erst dann zu sehen, wenn 
der Partei der Abschluss des Verfahrens – explizit oder implizit – angezeigt wurde. 
Unterbleibt das Einreichen einer Kostennote, ist die Entschädigung aufgrund der Akten 
festzusetzen (vgl. zum Ganzen VGer ZG S 2013 133 vom 27. Februar 2014 E. 2.3 mit 
Hinweisen auf Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, Rz. 
549; Kayser/Altmann, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 
VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 65 N 91). 

5.2 Sodann ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen, wonach eine 
kantonale Instanz bei der Bemessung der Parteientschädigung von Bundesrechts wegen 
nicht an die geltend gemachten Honoraransprüche gebunden sei. Das Bundesgericht 
stellte fest, dass Art. 29 Abs. 2 BV grundsätzlich nicht verletzt werde, wenn vor Erlass des 
Entscheides explizit keine Möglichkeit eingeräumt werde, eine Honorarnote einzureichen. 
Ein Parteikostenentscheid ist sodann nur dann zu begründen, wenn sich das Gericht nicht 
an vorgegebene Tarife oder gesetzliche Regelungen hält, sofern von einer Partei 
aussergewöhnliche Umstände geltend gemacht werden oder wenn es die 
Parteientschädigung abweichend von der allenfalls unaufgefordert eingereichten 
Kostennote auf einen bestimmten nicht der Praxis entsprechenden Betrag festsetzt (BGer 
9C_787/2014 vom 7. Juli 2015 E. 7). In BGE 134 I 159 Erwägung 2.1.1 präzisierte das 
Bundesgericht überdies, es gebe keinen verfassungsmässigen Anspruch, vor einer 
Honorarkürzung angehört zu werden.

5.3 Aktenkundig ist, dass die Rechtsvertreterin vor Abschluss des 
Verwaltungsverfahrens keine Kostennote einreichte. Zum Zeitpunkt, als die 
Beschwerdegegnerin die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin zusprach – 
die Verfügung datiert vom 23. Juli 2019 (IV-act. 83 f.) –, lag ihr mithin die Kostennote der 
beschwerdeführenden Anwältin vom 9. Dezember 2019 (Bf-act. 6) gerade nicht vor. 
Insofern ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Entschädigung 
ermessensweise festsetzte. Angesichts der soeben dargelegten Rechtsprechung ist weiter 
nicht ersichtlich, inwiefern die Vorgehensweise der Verwaltung gegen den Anspruch auf 
rechtliches Gehör verstossen soll. Nachdem das Verwaltungsgericht den Anspruch auf 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren bejaht hatte (VGer ZG S 
2018 138 vom 28. Februar 2019 [IV-act. 73]), wäre von der Rechtsvertreterin in Anbetracht 
ihrer Mitwirkungspflicht zu erwarten gewesen, dass sie der IV-Stelle von sich aus und 
ohne besondere Aufforderung ihre Kostennote einreicht. Bei allfälligen, zu einem späteren 
Zeitpunkt notwendig gewordenen Aufwendungen wäre es ihr freigestanden, die bereits 

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eingereichte Kostennote zu ergänzen. Spätestens zum Zeitpunkt (28. Mai 2019) aber, als 
ihr das Gutachten der SMAB AG zur Stellungnahme zugestellt wurde, verbunden mit dem 
Hinweis, im Anschluss daran werde über den Anspruch ihrer Mandantin entschieden (IV-
act. 79), hätte der Rechtsvertreterin bewusst sein müssen, dass das Verwaltungsverfahren 
demnächst zu einem Abschluss kommt. In der Folge hätte die Beschwerdeführerin 
genügend Gelegenheit gehabt – z.B. im Zusammenhang mit ihrer Stellungnahme zum 
Gutachten vom 7. Juni 2019 (IV-act. 80) –, ihren anwaltlichen Aufwand geltend zu 
machen, erging die Verfügung, mit welcher unter anderem auch ihre Entschädigung als 
unentgeltliche Rechtsvertreterin festgesetzt wurde, doch erst knapp zwei Monate später 
am 23. Juli 2019. Das Verfahren wurde daher nicht in überraschender Weise bzw. 
unerwartet schnell erledigt. Blieb die Kostennote dennoch aus, ist die Entschädigung 
aufgrund der Akten festzusetzen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt somit nicht 
vor.

6.
6.1 Was die Höhe der Entschädigung anbelangt, ist im Sinne einer Vorbemerkung 
festzuhalten, dass die bei Gericht eingereichte Honorarnote vom 9. Dezember 2019 in der 
Höhe über Fr. 3'437.35 grundsätzlich nicht zu beachten ist, lag diese der IV-Stelle zum 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung als Beurteilungsgrundlage doch gerade nicht vor. 
Des Weiteren ist zu betonen, dass die Höhe der Entschädigung des unentgeltlichen 
Rechtsbeistands im Verwaltungsverfahren eine Ermessensfrage betrifft (BGer 
8C_676/2010 vom 11. Februar 2011 E. 3) und das Sozialversicherungsgericht sein 
Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 
123 V 150 E. 2). 

6.2 Die IV-Stelle setzte die der Rechtsvertreterin für das Verwaltungsverfahren im 
Rahmen der unentgeltlichen Verbeiständung zustehende Entschädigung auf Fr. 1'100.– 
fest. Dabei berücksichtigte sie einen notwendigen Aufwand von fünf Stunden. Soweit die 
Beschwerdeführerin demgegenüber einen Aufwand von mehr als 14 Arbeitsstunden 
geltend macht, scheint sie zu verkennen, dass das Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
mit Urteil vom 28. Februar 2019 (S 2018 138) betreffend Anspruch auf unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren entschieden hat, die IV-Stelle werde 
angewiesen, der Beschwerdeführerin für die Zeit nach Einreichung des Einwands vom 
4. April 2018 in der Person von RA A.________ eine unentgeltliche Rechtsbeständin 
beizustellen und diese zu gegebener Zeit angemessen zu entschädigen (Ziff. 1 des 
Urteilsdispositivs, vgl. zur Begründung auch E. 7.4 des genannten Urteils [IV-act. 73]). Wie 

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die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zutreffend darauf hingewiesen hat, reichte die 
Rechtsvertreterin nach dem Einwand im Wesentlichen die Stellungnahme zum Gutachten 
vom 7. Juni 2019 ein (IV-act. 80), die effektiv lediglich drei Seiten umfasst. Zudem 
berücksichtigte die IV-Stelle den Aufwand für das Studium des effektiv 75-seitigen 
Gutachtens sowie des angefochtenen Entscheids. Geht die Beschwerdegegnerin für die 
soeben dargelegten Aufwendungen von einem Gesamtaufwand von fünf Stunden aus, 
erscheint dies angemessen. Dabei darf insbesondere nicht unberücksichtigt bleiben, dass 
die Rechtsvertreterin bereits über gewisse Aktenkenntnis verfügte. Darüber hinaus ist 
anzumerken, dass Weiterleitungen an die Klientin zur Kenntnisnahme in der Regel mit 
Formularbrief erfolgen und vom Sekretariat weitgehend selbständig erledigt werden 
können, so dass hier kein grösserer anwaltlicher Zeitaufwand anfällt. Dies hat 
insbesondere auch für Schreiben betreffend den Verfahrensstand, wie z.B. dasjenige vom 
12. November 2018 zu gelten (IV-act. 58). Für Besprechungen respektive Telefonate mit 
der Klientin gilt es schliesslich zu bedenken, dass Anwälte diese entsprechend zu lenken 
und einem zu weitschweifigen Mitteilungsbedürfnis des Klienten Einhalt zu gebieten 
haben, jedenfalls dann wenn sie den Aufwand einer staatlichen Stelle überbinden 
möchten. Ohnehin ist in diesem Zusammenhang noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass 
sich eine anwaltliche Mitwirkung im Verwaltungsverfahren nur in Ausnahmefällen 
aufdrängt, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig 
erscheinen lassen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Dementsprechend sind auch nur notwendige, 
nicht hingegen lediglich nützliche beziehungsweise für eine bestmögliche 
Rechtsvertretung wünschenswerte anwaltliche Aufwendungen zu entschädigen. Mit Blick 
darauf, dass im Verwaltungsverfahren nur ausnahmsweise ein unentgeltlicher 
Rechtsvertreter bestellt wird, ist der Aufwand eines Rechtsvertreters im 
Verwaltungsverfahren begrenzt zu halten. Auf jeden Fall ist der im Rahmen der 
unentgeltlichen Rechtsvertretung getätigte Aufwand nur soweit zu entschädigen, als er 
sich in einem vernünftigen Rahmen bewegt (SVGer ZH IV.2014.00680 vom 14. Oktober 
2014 E. 4.1). Im von der IV-Stelle angenommenen Gesamtaufwand von fünf Stunden kann 
nach dem soeben Ausgeführten daher weder ein Ermessensmissbrauch noch eine 
Ermessenüber- oder -unterschreitung erblickt werden. Ein Einschreiten des Gerichts 
rechtfertigt sich jedenfalls nicht. 

6.3 Schliesslich stellt sich die Frage nach dem anwendbaren Stundenansatz. 
Während die Beschwerdegegnerin die Entschädigung gestützt auf einen Stundenansatz 
von Fr. 200.– festsetzte (Fr. 1'100.– / 1.107 [Auslagen und MWST] / 5 h = gerundet 
Fr. 200.– pro Stunde), macht die Beschwerdeführerin gemäss ihrer Kostennote einen 

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solchen von Fr. 220.– geltend. Auch wenn das Verwaltungsgericht des Kantons Zug für 
unentgeltliche Rechtsvertretungen seit mehreren Jahren eine Abgeltung von Fr. 220.– pro 
Stunde leistet, ist es nicht Sache des Sozialversicherungsrichters, die 
sozialversicherungsrechtliche Durchführungsstelle für das Verwaltungsverfahren zur 
Übernahme des für das hiesige Gericht geltenden Ansatzes zu verpflichten. Der von der 
IV-Stelle angenommene Stundenansatz von Fr. 200.– liegt innerhalb der von Art. 10 
Abs. 2 VGKE vorgesehenen Bandbreite von Fr. 200.– bis Fr. 400.–. Sodann lässt sich 
nicht feststellen, dass es sich um einen Fall handelt, welcher aufgrund der Bedeutung der 
Streitsache und der Komplexität einen höheren Ansatz rechtfertigen würde. Auch wenn die 
Beschwerdegegnerin vom Minimalansatz ausgegangen ist, kann daraus nicht geschlossen 
werden, es handle sich um eine Streitsache mit unterdurchschnittlicher Komplexität, 
müsste in einem solchen Fall doch bereits die sachliche Notwendigkeit einer 
Verbeiständung verneint werden (BGer 8C_676/2010 vom 11. Februar 2011 E. 4.3.2). 
Schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen sich in solchen Fällen gerade 
immer, weshalb dies alleine noch keinen höheren Stundenansatz rechtfertigt. Darüber 
hinaus bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, was zu einer Abweichung des von der IV-
Stelle angenommenen Stundenansatzes von Fr. 200.– führen könnte bzw. müsste. 
Dementsprechend bleibt es beim besagten Stundenansatz. 

6.4 Unter Einrechnung eines Auslagenersatzes in der Höhe von 3 % zuzüglich 
Mehrwertsteuer (7.7 %) erweist sich die von der Beschwerdegegnerin ermessensweise 
auf Fr. 1'100.– festgesetzte Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertreterin als 
angemessen. Triftige Gründe um davon abzuweichen, sind nicht ersichtlich. Die 
Beschwerde ist folglich abzuweisen. 

7. Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen 
geht, kommt Art. 69 Abs. 1bis IVG nicht zum Tragen und das Verfahren ist gemäss Art. 61 
lit. a ATSG kostenlos. Der vollumfänglich unterliegenden Beschwerdeführerin ist nach der 
konstanten Praxis des Verwaltungsgerichts und in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g 
ATSG keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die IV-Stelle Zug und an das Bundesamt 
für Sozialversicherungen, Bern. 

Zug, 30. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am