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**Case Identifier:** b500a340-5534-5072-bd3d-e4f530ba61d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.07.2014 200 2013 1056
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1056_2014-07-02.pdf

## Full Text

200 13 1056 IV
ACT/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juli 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Scheidegger 
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, IV/13/1056, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 10. März 2010 ging bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Be-
schwerdegegnerin) eine Anmeldung zur Früherfassung betreffend die 1959 
geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
ein, dies unter Hinweis auf eine Migräne, Absenzen, eine Hypertonie, de-
pressive Episoden sowie eine seit dem 6. November 2009 bestehende 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). 

Im weiteren Verlauf meldete sich die Versicherte am 20. April 2010 zum 
Leistungsbezug an (AB 4). Daraufhin führte die IVB erwerbliche und medi-
zinische Erhebungen durch. Dabei liess sie die Versicherte insbesondere 
am 24. September 2010 durch Dr. med. C.________, Fachärztin für Anäs-
thesiologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) untersuchen (AB 32) und am 10. August 2011 
durch die Universitätsklinik D.________ begutachten (AB 40). Am 4. Janu-
ar 2012 wurde sie von der IVB zu einer psychosomatischen Behandlung 
aufgefordert (AB 42), welche vom 8. März bis zum 5. April 2012 stationär 
durchgeführt wurde (AB 46/2). Weiter erfolgte am 19. September 2012 eine 
bidisziplinäre Begutachtung durch Dr. med. E.________, Facharzt für Neu-
rologie FMH, und Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH (AB 56.2). Ferner fand am 19. März 2013 durch den Ab-
klärungsdienst der IVB eine Haushaltsabklärung statt (AB 62). 

Mit Vorbescheid vom 4. April 2013 (AB 65) stellte die IVB bei einem in An-
wendung der gemischten Methode (80% Erwerb und 20% Haushalt) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 81% die Zusprache einer vom 1. November 2010 
bis am 31. Dezember 2012 befristeten ganzen Rente in Aussicht. Dagegen 
liess die Versicherte am 16. April (AB 66) und am 27. Mai 2013 (AB 68) 
Einwände erheben. Nach Einholung einer Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes vom 22. Juli 2013 (AB 73) verfügte die IVB am 30. Oktober 2013 
(AB 75) wie im Vorbescheid angekündigt.

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B.

Hiergegen liess die Versicherte am 27. November 2013 Beschwerde erhe-
ben mit folgendem Rechtsbegehren:

Die Verfügung vom 30. Oktober 2013 sei aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin sei zu verurteilen, der Beschwerdeführerin eine 
teilweise IV-Rente ab 1. Januar 2013 zu bezahlen.

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 
2014 auf Abweisung der Beschwerde.

Am 2. Juli 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 

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ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 30. Oktober 2013 
(AB 75). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente. 

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

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zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 
Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 
V 146 E. 2a S. 150). Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirk-
lichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum 
sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen 
Verhältnissen, erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.3.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 
3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonde-
ren entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Er-
werbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbs-
tätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheitsfall mit 
Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig oder im 
Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen sind sämt-

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liche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen, wie all-
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, 
die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei-
gungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 125 V 146 E. 2c S. 
150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete Situation und die 
Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Le-
benserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195). Die Frage nach 
der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhält-
nissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung (vgl. BGE 
129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hypothetische An-
nahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil) Erwerbstätigkeit der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 
3b S. 195).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter 
Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der 
Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 
199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.1).

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Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 
831.201]). 

2.4.2 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und andererseits 
der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzuset-
zende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massge-
benden Vergleichszeitpunkte (Entscheid des BGer vom 16. Juni 2009, 
8C_87/2009, E. 2.2).

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand betrifft, zeigen die Akten im Wesent-
lichen folgendes Bild:

3.1.1 Im Bericht der Universitätsklinik G.________ vom 28. Dezember 
2009 (AB 22.4/2) wurden rezidivierende depressive Episoden, derzeit mit-
telgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom, migräniforme 
Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen, rezidivierende Absenzen 
unklarer Ätiologie sowie eine essentielle arterielle Hypertonie diagnostiziert. 
Am 6. November 2009 habe die Beschwerdeführerin eine unklare Absenz 
erlitten. Am 4. Dezember 2009 sei es im Rahmen einer schweren Migräne-
attacke zu einer psychischen Entgleisung gekommen. Sie stehe bereits seit 
Sommer 2009 wegen der depressiven Episoden in psychiatrischer Ge-
sprächs- und medikamentöser Therapie. Es wurde eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit ab dem 6. November 2009 bis auf Weiteres attestiert 
(S. 1). Federführend für die derzeitige Arbeitsunfähigkeit seien die rezidivie-
renden depressiven Episoden (S. 2).

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3.1.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, stellte in seinem Bericht vom 12. Juli 2010 (AB 23) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit neben rezidivierenden depressiven Episoden, aktu-
ell mittelgradig (ICD-10 F32.1), und einer chronifizierten Schmerzstörung 
mit psychischen und somatischen Ursachen (ICD-10 F45.41) die Diagnose 
eines Status nach Schädelfraktur mit zwölf Jahren, seither Migräne (ICD-10 
G43.9) und Spannungskopfschmerzen (S. 2 Ziff. 1.1). Der Arzt führte aus, 
die Beschwerdeführerin leide seit Jahren an chronischer Migräne und rezi-
divierenden Depressionen bei phasenweiser Suizidalität. Ihre dependente 
Persönlichkeitsstruktur habe sich vor allem in missbräuchlichen abhängi-
gen partnerschaftlichen Beziehungen geäussert. Ebenfalls bestehe seit 
langer Zeit eine enorme Arbeitsbelastung beim Arbeitgeber. Die chroni-
schen Schmerzen habe sie mit erhöhter Willensanstrengung kompensiert, 
dies aus Angst, ihr werde gekündigt. Die Beschwerdeführerin habe die 
überfordernden Arbeitsverhältnisse unter anderem mit ihrer dependenten 
Struktur lange ausgehalten, ohne ihren schmerzbedingten und psychischen 
Einschränkungen Rücksicht zu tragen. Dann habe sich ein Zusammen-
bruch ereignet und sie sei ab November 2009 zu 100% arbeitsunfähig ge-
worden (S. 3 Ziff. 1.4). Sie sei überfordert und könne die geforderte Leis-
tung am angestammten Arbeitsplatz aufgrund der Schmerzsymptomatik 
nicht mehr erbringen. Laut den Ausführungen des Arztes sei die bisherige 
Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Durch Anpassung 
des Arbeitsumfeldes und der Anforderungen in einer anderen Tätigkeit so-
wie den medizinischen Massnahmen könne sich die Arbeitsfähigkeit wieder 
erhöhen (S. 5 Ziff. 1.7 und 1.8).

3.1.3 Anlässlich der Untersuchung vom 24. September 2010 beim RAD 
(AB 32) diagnostizierte Dr. med. C.________ eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit vorwiegend histrionischen und auch Borderlineanteilen 
(ICD-10 F61.0), eine Abhängigkeit von Relpax und Schmerzmitteln sowie 
ein damit im Zusammenhang stehender medikamenteninduzierter Kopf-
schmerz und eine Adipositas permagna (S. 6). Dass die Beschwerdeführe-
rin unter den psychosozialen Belastungen mit ihren Kindern überfordert 
(gewesen) sei und es sich um etwas „wie burnout“ handle, könne nachvoll-
zogen werden. Deswegen habe sie sich auch unter der Entlastung 
während der Hospitalisation erholt und blühte auf. Der Auslöser für diese 

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Burnout-Symptomatik sei die psychosoziale Belastung, keine eigenständi-
ge affektive psychiatrische Erkrankung, welche auch ohne diese psychoso-
ziale Belastung vorhanden wäre (S. 8). Die Persönlichkeitsstörung inkludie-
re Verhaltensweisen, wodurch die Beschwerdeführerin sich unbewusst 
stabilisieren wolle, die aber letztlich destruktiv seien, wenn die Umgebung 
darauf reinfalle, weil die Beschwerdeführerin letztlich sozial abstürzen wer-
de und dadurch genau das, was psychodynamisch ihre Persönlichkeitss-
törung bewirke, nur noch verstärkt werde. Sie habe mit dieser Persönlich-
keitsstörung bis Anfang 2010 gearbeitet und ursprünglich auch eine Lehre 
abgeschlossen. Dabei sei anzufügen, dass histrionische Persönlichkeitss-
törungen sehr oft erst im Erwachsenenalter dekompensieren und auffallen 
würden, hier aber auch deutliche Hinweise bestünden, dass sie auch schon 
früher zu sehen gewesen seien. Die Persönlichkeitsstörung schränke die 
Arbeitsfähigkeit nicht in einem Ausmass von 100% für sämtliche Tätigkei-
ten ein und dies auf Dauer. Das definitive Zumutbarkeitsprofil sei erst defi-
nierbar, wenn die Kopfschmerzproblematik und damit die zusammenhän-
gende Suchtproblematik in einer Kopfschmerzsprechstunde abgeklärt sei 
mit der Frage, ob hier medizinische Massnahmen eine Verbesserung 
brächten (z.B. Medikamentenentzug; S. 8).

3.1.4 Im Gutachten der Universitätsklinik D.________ vom 10. August 
2011 (AB 40) wurden aus neurologischer Sicht chronische Kopfschmerzen, 
möglicherweise im Rahmen eines Medikamentenübergebrauchskopfwehs, 
und eine Migräne mit Aura diagnostiziert (S. 6). Die Gutachter führten aus, 
die chronischen Schmerzen seien dazu geeignet, die bisherige Tätigkeit zu 
beeinträchtigen. Die Frage der verbleibenden Funktion und Belastbarkeit 
könne aus neurologischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden, da 
die vorliegenden Beschwerden nicht durchwegs neurologischer Natur sei-
en. Grundsätzlich bestehe für Migränepatienten im beschwerdefreien Inter-
vall keine regelhafte Einschränkung der Belastbarkeit. Falls typische an-
fallsauslösende Faktoren eruiert werden könnten, so seien diese in der 
beruflichen Tätigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden. Hier liessen sich sol-
che Faktoren nicht eruieren, leide die Beschwerdeführerin doch beinahe 
täglich unter Kopfschmerzen (S. 8 Ziff. 2 und 3). Bei der Frage der zeitli-
chen Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit kann dem Gutachten entnom-
men werden, dass die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bei Migränepa-

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tienten auf dem tageweisen vollständigen Ausfall mit zwischenzeitlich nor-
maler Arbeitsfähigkeit im Intervall beruhe. Hier träten täglich Kopfschmer-
zen auf, was nicht nur durch neurologische Beschwerden erklärt werden 
könne. Der Anteil der neurologischen Beschwerden könne nicht sicher 
quantifiziert werden. Zudem sei es so, dass die Schmerzintensität per se 
ebenfalls nicht objektiviert werden könne, weil der Schmerz nicht gemes-
sen werden könne. Die Einschränkung, welche sich aus der Intensität der 
Schmerzen ergebe, beruhe damit einerseits auf Erfahrungswerten, ande-
rerseits auf den Angaben des Patienten. Hier, wo eine psychische Teil-
komponente wahrscheinlich sei, könne die Glaubwürdigkeit der anamnesti-
schen Angaben nicht sicher eingeschätzt werden (S. 8 f. Ziff. 4). Eine Ver-
weistätigkeit im Vergleich zur angestammten Tätigkeit sei nicht besser ge-
eignet, da die hier vorliegende Symptomatik nicht streng belastungsabhän-
gig sei (S. 10 Ziff. 10). 

3.1.5 Nach Aufforderung zu einer stationären psychosomatischen Be-
handlung (AB 42) unterzog sich die Beschwerdeführerin dieser vom 
8. März bis zum 5. April 2012 (AB 46). Im gestützt darauf verfassten Bericht 
der Universitätsklinik G.________ vom 27. April 2012 wurden insbesondere 
eine chronifizierte Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Ur-
sachen (ICD-10 F45.41) sowie eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell leichte Episode (ICD-10 F33.0; S. 1), diagnostiziert. Beim Eintritt 
habe die Beschwerdeführerin über den häufigen und chronifizierten Migrä-
neschmerz geklagt. Das Fentanyl habe gut reduziert werden können. Sie 
habe gelernt, gut mit der Migräne umzugehen (S. 2).

3.1.6 Im bidisziplinären Gutachten der Dres. med. E.________ und 
F.________ vom 21. September 2012 (AB 56.2) wurden aus neurologi-
scher Sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit neben einer Migräne mit 
Aura Spannungskopfschmerzen diagnostiziert; ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine leicht ausgeprägte Polyneuropathie bei Diabetes melli-
tus Typ II sowie rezidivierende Synkopen, organisch nicht zuordenbar (S. 7 
Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin gebe an, seit einer im 12. Lebensjahr erlit-
tenen Schädelfraktur mit danach mehrere Monate anhaltendem Koma bis 
heute ununterbrochen unter Migräne zu leiden. Dr. med. E.________ führte 
aus, dass es fraglich erscheine, ob ein derart schweres Schädelhirntrauma 

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damals stattgefunden habe, zumal sich weder elektroencephalographische 
Residuen noch Residuen in einer 2009 durchgeführten MRI-Untersuchung 
nachweisen liessen. Dieser Umstand weise zusammen mit der Anamnese 
und dem zusätzlich dringenden Verdacht auf eine dissoziative Störung mit 
rezidivierenden synkopalen Zuständen auf wesentliche seelische Begleit-
faktoren hin, welche die Wertung der erlittenen Beeinträchtigung durch die 
Beschwerdeführerin erheblich mitpräge. Bei jahrzehntelanger Migräne sei 
es auch schwer nachvollziehbar, dass ab 2010 die Häufigkeit und Be-
schwerdeintensität sich derart auf organische Basis verändert haben soll, 
dass seither keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Insgesamt sei anhand 
der Datenlage sowie der Anamnese und der erhobenen Befunde davon 
auszugehen, dass die seelischen Beschwerden im Vordergrund stünden. 
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus rein neurologischer Sicht sei im 
vorliegenden Fall nicht möglich. Die Beurteilung werde gemeinsam mit Dr. 
med. F.________ im Rahmen der Konsensbesprechung erfolgen (S. 8 f. 
Ziff. 5). 

Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierte Dr. med. F.________ eine ana-
mnestisch rezidivierend depressive Störung, zurzeit remittiert unter antide-
pressiver Behandlung (ICD-10 F33.4), eine anhaltend somatoforme 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.4) sowie eine Persönlichkeitsstörung vom kindlich vermeidenden, nar-
zisstisch selbstunsicheren, aggressionsgehemmten, zu Somatisierung nei-
genden, histrionischen und zur Selbstverletzung neigenden Typ (ICD-10 
F61.0; AB 56.2/12 Ziff. 5). Es müsse festgestellt werden, dass die depres-
sive Störung unter antidepressiver Medikation und stationärer Psychothe-
rapie abgeklungen sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die 
Beschwerdeführerin sicherlich eine schwankende, instabile Affektivität ha-
be. Es sei durchaus möglich, dass es auch zu hypomanen Phasen komme. 
Insofern sei differentialdiagnostisch an eine bipolare Störung zu denken. Es 
müsse zudem eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert 
werden. Die Schmerzen seien alleine mit einem somatischen Befund nicht 
erklärbar, hielten sich nicht an anatomische Gesetze und seien therapiere-
fraktär. Es müsse von einem doch deutlichen sozialen Rückzug ausgegan-
gen werden, wenn auch nicht in allen Belangen des Lebens. Der therapeu-
tische Verlauf sei missglückt und es sei zu einer entlastenden Konfliktbe-

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wältigung gekommen, wie auch die Persönlichkeitsproblematik zeige, wel-
che erheblich sei und mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits in der Kindheit 
begonnen habe. Als psychosoziale Belastungsfaktoren würden das Alter, 
die soziale Integration und der bisherige berufliche Werdegang resp. die 
lange Zeit der Absenz vom Arbeitsmarkt gelten. Die Beschwerdeführerin 
sei in ihren sozialen, beruflichen und privaten Funktionsbereichen deutlich 
eingeschränkt. Aus rein psychiatrischer Sicht sei sie aufgrund der erhobe-
nen Diagnosen und der damit im Zusammenhang stehenden Symptome in 
ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu 50% eingeschränkt. Eine 50%-ige 
Tätigkeit könne die Beschwerdeführerin verrichten und es sei ihr dies zu-
mutbar. Sie könne sich grundsätzlich an Routinevorgaben anpassen, aber 
nur beschränkt planen und strukturieren, sei eher wenig flexibel und um-
stellungsunfähig. Die Entscheidungsfähigkeit sei aufgrund ihrer Selbstunsi-
cherheit beeinträchtigt. Sie habe wenig Durchhaltefähigkeit, brauche viele 
Pausen und eine verlängerte Erholungszeit. Zudem seien die Selbstbe-
hauptung, die Kontakt- und Gruppenfähigkeit aufgrund der Persönlich-
keitsstörung beeinträchtigt (S. 14 Ziff. 6). 

Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Dres. med. F.________ 
und E.________ zum Schluss, dass aus gesamtmedizinischer Sicht von 
einer 50%-igen Beeinträchtigung auszugehen sei. Ungeeignet seien Tätig-
keiten mit unregelmässigem Arbeitsrhythmus (S. 15).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.3 Vorliegend erfüllt das Gutachten der Dres. med. E.________ und 
F.________ vom 21. September 2012 (AB 56.2) die Anforderungen der 
Rechtsprechung an Expertisen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Die begutachtenden Fachärzte für Neurologie sowie Psychiatrie und 
Psychotherapie haben ihre Einschätzungen gestützt auf ihre Untersuchun-
gen sowie die Akten in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dargelegt. 
Zudem haben sie sich mit den medizinischen Vorakten ausführlich ausein-
andergesetzt. Ihre Einschätzungen sind überzeugend, stehen nicht im Wi-
derspruch zu den vorliegenden medizinischen Akten und werden zudem 
von den Parteien nicht bestritten. Daher ist auf das Gutachten abzustellen. 
Die attestierte Einschränkung in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit resultiert 
im Wesentlichen aus der Persönlichkeitsstörung (AB 56.2 S. 14); der Frage 
der allfälligen Überwindbarkeit der Auswirkungen der ebenfalls diagnosti-
zierten somatoformen Schmerzstörung (AB 56.2 S. 12) ist deshalb nicht 
nachzugehen.

Damit ist ab dem Zeitpunkt der Begutachtung am 19. September 2012 (AB 
56.2/1) eine Arbeitsfähigkeit von 50% erstellt, wobei Tätigkeiten mit unre-
gelmässigem Arbeitsrhythmus ungeeignet sind (AB 56.2/15). Dies ist denn 
von den Parteien auch nicht bestritten. Für die Zeit vor der Exploration ist 
dagegen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen, was sowohl 
Dr. med. J.________  als auch das Spital I.________ attestieren 

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(AB 22.4/1 f., 22.4/4 ff., 23/3 f., 27/4, 28/10). Es liegen denn auch keine 
Arztberichte in den Akten, die dem widersprechen, sondern vielmehr die 
Frage nach der Arbeitsfähigkeit nicht beantworten können (z.B. Berichte 
des Spitals I.________ vom Juli 2010 [AB 20/3 ff.], des RAD vom 24. No-
vember 2010 [AB 32/8] und 25. November 2011 [AB 41/2] sowie das Gut-
achten der Universitätsklinik  D.________ vom 10. August 2011 [AB 40/8 
ff.]).

4.

Bei der Invaliditätsbemessung ist vorab zu prüfen, welche Invaliditätsbe-
messungsmethode (vgl. E. 2.3.1 hiervor) anzuwenden ist. Die Beschwer-
degegnerin ging in ihrer Verfügung vom 30. Oktober 2013 (AB 75) von ei-
nem Status 80% Erwerb und 20% Haushalt aus und wendete deshalb die 
gemischte Methode (vgl. E. 2.3.1 hiervor) an. Damit zeigte sich die Be-
schwerdeführerin nicht einverstanden (Beschwerde S. 3 ff.).

Die Beschwerdeführerin hat im Verwaltungsverfahren mehrfach angege-
ben, sie wäre im Gesundheitsfall zu 100% im Erwerbsbereich tätig. Einer-
seits äusserte sie diese Absicht im Erstgespräch vom 9. Juni 2010 
(AB 24/1 Ziff. C5) und andererseits während der Haushaltsabklärung vom 
19. März 2013 (AB 62/3 Ziff. 3.5). Diese Aussage lässt sich mit den Akten 
in Einklang bringen: Die beiden Töchter sind längst volljährig (AB 6/3) und 
es fallen keine Betreuungsaufgaben mehr an. Hinzu kommt, dass sie vom 
geschiedenen Ehemann nicht finanziell unterstützt wird (AB 62/4 Ziff. 3.6), 
sondern Sozialhilfe bezieht. Zudem führt sie keinen arbeitsintensiven 
Haushalt. Gegen die Annahme einer Vollerwerbstätigkeit im Validitätsfall 
spricht nicht (anders als es die Beschwerdegegnerin annimmt; AB 73/3), 
dass vor Eintritt des Gesundheitsschadens allein Teilzeitpensen geleistet 
worden sind, denn die Beschwerdeführerin fühlte sich aus gesundheitlichen 
Gründen nicht in der Lage, ihr Pensum zu steigern (vgl. AB 56.2/4 und 
AB 28/2 unten).

Nach dem Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall im Umfang 
eines 100%-igen Arbeitspensums berufstätig wäre. Der IV-Grad ist dem-

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entsprechend nicht nach der gemischten Methode zu bemessen, sondern 
aufgrund eines Einkommensvergleichs (vgl. 2.3.1 hiervor).

5.

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 

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5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1). Für die Bestimmung des 
Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellek-
tuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom 
durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen 
bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszuge-
hen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor 
massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc). 

5.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). 
Frühest möglicher Rentenbeginn ist im vorliegenden Fall November 2010, 
erfolgte die Anmeldung zum Leistungsbezug doch im Mai 2010 (AB 4), 
während die am 10. März 2010 eingegangene Meldung zur Früherfassung 
(AB 1) keine Anmeldung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG darstellt. Das 
Wartejahr war im November 2010 ebenfalls erfüllt, ist die Arbeitsunfähigkeit 
doch ab 6. November 2009 ausgewiesen (Bericht der Universitätsklinik 
G.________ vom 28. Dezember 2009; AB 22.4/2). 

5.4 Bei einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeits-
bereichen (vgl. E. 3.3 hiervor) resultiert ab dem 1. November 2010 von 
vornherein ein Anspruch auf eine ganze Rente.

5.5 Die auf September 2012 hin festgestellte Verbesserung der Arbeits- 
bzw. Erwerbsfähigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) stellt einen Revisionsgrund dar, 
der eine erneute Invaliditätsbemessung zur Folge hat (vgl. 2.4.1 hiervor). 
Für die Berechnung des Valideneinkommens ist nicht der zuletzt erzielte 
bezogene Lohn massgebend, da dieser (zumindest subjektiv) gesundheits-
bedingt beeinflusst gewesen ist (vgl. E. 4.2 hiervor). Ebenfalls nicht mass-
gebend ist das Einkommen als …, wurde der von den Eltern offenbar ver-
sprochene … doch verkauft (AB 27/13 f. und 56.2/11). Damit ist das Vali-
deneinkommen aufgrund statistischer Zahlen zu bestimmen. Massgebend 
ist hierbei Tabelle TA1, Niveau 4, Total, Frauen, der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE). Diese Zahl spiegelt eine breite Palette mögli-

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cher Tätigkeiten wieder. Der gleiche Wert ist für das Invalideneinkommen 
heranzuziehen, da die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, obwohl ihr dies zumut-
bar wäre (vgl. E. 3.3 hiervor). Sind Validen- und Invalideneinkommen aus-
gehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren ge-
naue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Ar-
beitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn 
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Hier beruhen beide Vergleichseinkom-
men auf statistischen Grössen, weshalb invaliditätsfremde Gründe (Alter, 
Dienstjahr, Nationalität / Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei 
beiden Einkommen zu berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. 
Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5), während den behinderungsbedingten 
Einschränkungen bereits mit der reduzierten Arbeitsfähigkeit von 50% (vgl. 
E. 3.3 hiervor) genügend Rechnung getragen wurde, so dass kein Abzug 
vom Tabellenlohn vorzunehmen ist.

Damit ergibt sich, dass im vorliegenden Fall ab Mitte September 2012 ein 
Invaliditätsgrad von 50% resultiert. Unter Berücksichtigung des Art. 88a 
Abs. 1 IVV ist die ganze Rente deshalb in Anwendung der Dreimonatsfrist 
auf Anfang Januar 2013 hin auf eine halbe Rente herabzusetzen. 

6.

Nach dem Dargelegten ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochte-
ne Verfügung vom 30. Oktober 2013 (AB 75) soweit den Zeitraum ab Ja-
nuar 2013 betreffend aufzuheben und der Beschwerdeführerin ab Januar 
2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens ist auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Be-
schwerde, S. 3 Art. 2) nicht einzugehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, IV/13/1056, Seite 18

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). 

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 24. Januar 2014 wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 1‘500.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 130.-- und Mehrwertsteuer von 
Fr. 130.40, somit auf total Fr. 1‘760.40, festgesetzt. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 30. Oktober 2013 soweit den Zeitraum ab 
Januar 2013 betreffend aufgehoben und der Beschwerdeführerin ab 
Januar 2013 eine halbe Invalidenrente zugesprochen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘760.40 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.