# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9028a55-2f88-5570-8e8c-014f03cbbcfd
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-11
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 11.02.2022 60/2021/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_60-2021-22_2022-02-11.pdf

## Full Text

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Schulwesen, Zuteilung in die Einschulungsklasse nach dem Kindergarten, 
rechtliches Gehör, Begründungspflicht, Aktenführungspflicht, vorsorgliche 
Zuteilung bei Rückweisung zum Neuentscheid an die Schulbehörde – Art. 29 
Abs. 2 BV; Art. 41 Abs. 1 VRG; § 7 Abs.1 Sonderklassenverordnung.  

Das Replikrecht gilt auch im verwaltungsinternen Rekursverfahren (E. 2.2 f.). 

Entscheide über die Zuteilung in die Einschulungsklasse sind zumindest dort, wo 
die Betroffenen ersichtlich nicht einverstanden sind, hinreichend zu begründen 
(E. 3.2 f.). 

Hebt das Obergericht den Entscheid über die Zuteilung in die Einschulungsklasse 
während des laufenden Schuljahres auf und weist es die Sache zum neuen Ent-
scheid an die Schulbehörde zurück, hat es die Zuteilung vorsorglich zu regeln (E. 6 
bis E. 6.2). 

OGE 60/2021/22 vom 11. Februar 2022 

Keine Veröffentlichung im Amtsbericht 

Aus den Erwägungen 

2. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
(Art. 29 Abs. 2 BV) bzw. Replikrechts durch den Erziehungsrat. 

2.1. Sie machen geltend, der Erziehungsrat hätte ihnen zwingend die Möglich-
keit geben müssen, zur Rekursantwort des Stadtschulrats Stellung nehmen zu 
können. Die Rekursantwort sei ihnen nie zugestellt worden. 

2.2. Die Parteien eines verwaltungsinternen Rekursverfahrens haben nach Pra-
xis des Obergerichts das Recht, von allen bei der Rekursinstanz eingereichten 
Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu können, unabhän-
gig davon, ob die Eingaben neue und/oder wesentliche Vorbringen enthalten (vgl. 
OGE 60/2021/2 vom 16. März 2021 E. 3; Nina Dajcar, in: Meyer/Herrmann/Bilger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schaffhauser Verwaltungsrechtspflege, 2021, Art. 24 VRG 
N. 25, S. 243, je mit Verweis auf OGE 60/2009/68 vom 29. Dezember 2011 E. 2b f., 
Amtsbericht 2011, S. 90 ff.). Es ist Sache der Parteien zu beurteilen, ob eine Ent-
gegnung erforderlich ist oder nicht. Zur Wahrung des Replikrechts genügt es, dass 
den Parteien die Eingaben zur Information (Kenntnisnahme, Orientierung) zuge-
stellt werden, wenn von ihnen, namentlich von anwaltlich Vertretenen oder von 
Rechtskundigen, erwartet werden kann, dass sie unaufgefordert Stellung nehmen. 
Die Rekursinstanz ist ferner nach einer Zustellung zur Kenntnisnahme gehalten, 

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während einer angemessenen Zeitspanne mit dem Entscheid zuzuwarten. Vor Ab-
lauf von zehn Tagen darf sie im Allgemeinen nicht von einem Verzicht auf das 
Replikrecht ausgehen, hingegen nach zwanzig Tagen schon (vgl. zum Replikrecht 
im Allgemeinen BGer 9C_547/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 2.2 sowie Gerold 
Steinmann, in: Ehrenzeller/ Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kom-
mentar zur Bundesverfassung, 3. A., Zürich/St. Gallen 2014, Art. 29 N. 47, S. 664, 
je mit Hinweisen). 

2.3. Die Rüge des verletzten Replikrechts erweist sich als begründet. Der Er-
ziehungsrat hätte vor seinem Entscheid die Rekursantwort des Stadtschulrats vom 
26. Juli 2021 an die Beschwerdeführer zustellen und ihnen Gelegenheit geben 
müssen, sich dazu zu äussern. Soweit der Erziehungsrat offenbar aus Dringlich-
keitsgründen darauf verzichtete, weil er vor Start des Schuljahres die Zuteilung A.s 
in die EK 1 [Einschulungsklasse 1] des Schulhauses X. regeln wollte, hätte er eine 
solche Zuteilung auch vorsorglich anordnen und den Beschwerdeführern sodann 
das Replikrecht gewähren können (vgl. Art. 4 VRG; zum Ganzen Oliver Herrmann, 
in: Meyer/Herrmann/Bilger [Hrsg.], Kommentar zur Schaffhauser Verwaltungs-
rechtspflege, 2021, Art. 4 VRG N. 1 ff., S. 83 ff.). Ob die Replikrechtsverletzung als 
geheilt gelten könnte, braucht angesichts der untenstehenden Erwägung 3.3 nicht 
geprüft zu werden. 

3. Die Beschwerdeführer rügen weiter eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
durch den Stadtschulrat. 

3.1. Sie machen geltend, sie seien von der Zuteilung A.s in die EK 1 völlig über-
rascht worden, da keine formelle Anhörung stattgefunden habe. Der SAB-Bericht 
2021 sei B. [Vater von A.] lediglich mündlich erläutert und mit diesem besprochen 
worden. Letzterer habe sich zum Bericht und zur Zuteilung in die EK 1 ablehnend 
geäussert. Der Bericht sei aber weder vor noch nach dem Gespräch verschickt 
worden. C. [Mutter von A.] habe am Gespräch nicht teilgenommen und sei nicht 
angehört worden. Die Aktenführung des Stadtschulrats sei katastrophal. Anlässlich 
der Akteneinsicht vom 7. Juli 2021 habe das neueste Aktenstück vom 19. Novem-
ber 2020 datiert. Weder der SAB-Bericht 2021 noch die Verfügungen des Stadt-
schulrats hätten sich in den Akten befunden. Eine Begründung des Stadtschulrats 
zur Zuteilung A.s in die EK 1 fehle schliesslich vollkommen. Insbesondere sei der 
SAB-Bericht 2021 unerwähnt geblieben. Lediglich zur Frage der Schulhauszutei-
lung habe der Entscheid einige, jedoch den Begründungsanforderungen nicht ge-
nügende Ausführungen enthalten. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs wiege 
derart stark, dass eine Heilung nicht infrage komme, sodass der Erziehungsrat den 
Entscheid des Stadtschulrats zwingend hätte aufheben müssen. 

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Der angefochtene Rekursentscheid führt in E. 7 aus, es sei korrekt, dass die Ver-
fügung des Stadtschulrats keine nähere Begründung enthalte, was die Vorausset-
zungen für eine Zuteilung A.s in die EK 1 betreffe. Daraus könne aber nicht abge-
leitet werden, dass sich der Stadtschulrat nicht eingehend mit dieser Frage ausei-
nandergesetzt habe und die Zuteilung nicht auf einer fundierten Entscheidfindung 
gründe. 

3.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör wird eine allgemeine Aktenfüh-
rungspflicht der Behörden abgeleitet, als Gegenstück zum Akteneinsichts- und Be-
weisführungsrecht der Parteien. Die Behörde ist verpflichtet, ein vollständiges Ak-
tendossier über das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ordnungsgemäss Ak-
teneinsicht gewähren (vgl. Art. 6 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwal-
tungssachen vom 20. September 1971 [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, 
SHR 172.200]) und bei einem Weiterzug diese Unterlagen an die Rechtsmitte-
linstanz weiterleiten zu können. Die Behörde hat alles in den Akten festzuhalten, 
was zur Sache gehört. Der verfassungsmässige Anspruch auf eine geordnete und 
übersichtliche Aktenführung verpflichtet die Behörden und Gerichte, die Vollstän-
digkeit der im Verfahren eingebrachten und erstellten Akten sicherzustellen (vgl. 
zum Ganzen BGE 138 V 218 E. 8.1.2 S. 223 mit Hinweisen). 

Es ist unbestritten, dass anlässlich der Akteneinsicht vom 7. Juli 2021 das letzte 
Aktenstück vom 19. November 2020 datierte. Die Akten waren zu diesem Zeitpunkt 
folglich offensichtlich unvollständig. Ob dies darauf zurückzuführen ist, dass der 
Fall "gerade in Bearbeitung" war, ist unerheblich, denn zu einer geordneten und 
übersichtlichen Aktenführung gehört auch, dass bei der Akteneinsicht nachvollzo-
gen werden kann, wenn sich Aktenstücke vorübergehend nicht physisch im Dos-
sier befinden. Indem bei der Akteneinsicht unvollständige Akten vorgelegt wurden, 
hat der Stadtschulrat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt. Ob 
diese Gehörsverletzung "geheilt" werden könnte, braucht angesichts der nachfol-
genden Erwägung 3.3 nicht geprüft zu werden. 

3.3. Gemäss § 7 Abs. 1 der Verordnung des Erziehungsrates über die Sonder-
klassen vom 8. September 1983 (Sonderklassenverordnung, SHR 411.121) sind 
die Zuteilungsentscheide den Erziehungsberechtigten schriftlich mitzuteilen, zu be-
gründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen. Die Begründungspflicht 
verlangt im Lichte von Art. 29 Abs. 2 BV nicht, dass sich die Behörde mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 
ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Punkte beschränken. Die Begründung muss jedoch so abgefasst sein, dass 

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sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und 
ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In 
diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. 
BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f. mit Hinweisen). Das Begründungserfordernis ist Aus-
druck des Respekts gegenüber den Beteiligten. Es steht im Dienste der Akzeptanz 
der getroffenen Entscheidung, verhindert, dass sich die Behörde von unsachlichen 
Motiven leiten lässt und ermöglicht erst eine sachgerechte Anfechtung (vgl. Stein-
mann, Art. 29 N. 49, S. 665 mit Hinweisen). 

Die Zuteilungsverfügung vom 14. Juni 2021 gibt lediglich an, die Zuteilung A.s in 
die EK 1 erfolge auf Antrag der SAB und mit dem Einverständnis von B. und C. 
Wäre das Einverständnis B.s und C.s vorgelegen, hätte dies wohl zur Begründung 
genügt, zumal es sich bei den Klassen- und Schulhauszuteilungen um Massenge-
schäfte handelt (vgl. auch Art. 8 Abs. 3 VRG). Indes ist davon auszugehen, dass 
dieses Einverständnis nicht vorlag (vgl. insbesondere SAB-Bericht 2021, S. 2: "Der 
Vater ist mit der Empfehlung nicht einverstanden"; Stellungnahme SAB vom 22. 
Juli 2021: "…hat die SAB in diesem Fall gegen den Willen der Eltern einen Antrag 
zur Zuweisung in die Einschulungsklasse gestellt"). Ungeachtet dessen fehlt auch 
im stadtschulrätlichen Entscheid vom 5. Juli 2021, der aufgrund der von B. bean-
tragten Wiedererwägung (vgl. § 7 Abs. 2 Sonderklassenverordnung) erging, eine 
Begründung für die Zuteilung in die EK 1. Der Stadtschulrat hält dazu lediglich fest, 
er könne "basierend auf den ihm vorliegenden Unterlagen" dem Wunsch auf Zu-
teilung A.s in eine Regelklasse nicht stattgeben. Weder führt der Entscheid aus, 
auf welche Unterlagen sich der Stadtschulrat stützt, noch legt er dar, auf welche 
rechtlichen Grundlagen sich der Stadtschulrat beruft und weshalb die Vorausset-
zungen für die Zuteilung in die EK 1 erfüllt sind (vgl. § 11 Sonderklassenverord-
nung). Der Verweis des Stadtschulrats auf den "Antrag des SAB auf Einteilung" in 
seiner Stellungnahme vom 26. Juli 2021 bildet keine hinreichende Begründung der 
Zuteilung. Sinn der Begründungspflicht ist es auch, nachvollzieh- und überprüfbar 
zu machen, ob sich der Stadtschulrat, dem vorliegend die Entscheidungshoheit 
zukam, mit dem Bericht inhaltlich effektiv auseinandergesetzt hat. Das ist mit ei-
nem blossen Verweis nicht möglich. Es handelt sich um eine schwere Verletzung 
der Begründungspflicht. Sodann reichte der Stadtschulrat weder im Rekurs- noch 
im Beschwerdeverfahren eine Begründung für die Zuteilung in die EK 1 nach. Mit 
Stellungnahme vom 26. Juli 2021 teilte er lediglich mit, er unterstütze den Antrag 
der Abteilung SAB auf Zuteilung A.s in eine Einschulungsklasse; dort werde der 
Junge die optimale Förderung erfahren und seine Schulkarriere in angemessenem 

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Tempo beginnen können. Die fehlende Begründung rechtfertigt es, den Rekurs-
entscheid aufzuheben und die Sache zum neuen Entscheid an den Stadtschulrat 
zurückzuweisen. Die Rückweisung an den Stadtschulrat stellt keinen prozessualen 
Leerlauf (vgl. dazu BGE 147 IV 340 E. 4.11.3 S. 358 mit Hinweisen) dar, denn 
dieser wird namentlich die aktuelle schulische Entwicklung A.s ebenso wie die im 
Rekurs- und im Beschwerdeverfahren eingereichten Stellungnahmen der Be-
schwerdeführer bei seiner Beurteilung zu berücksichtigen haben. Damit ist zu-
gleich gesagt, dass die Rüge der Beschwerdeführer, es habe vor dem Stadtschul-
rat keine formelle Anhörung stattgefunden und es sei ihr Recht gehört zu werden 
verletzt worden, nicht weiter zu behandeln ist. 

4. Die Beschwerdeführer rügen weiter eine Verletzung der Pflicht zur Sach-
verhaltsabklärung von Amtes wegen durch den Stadtschulrat. 

4.1. Sie machen geltend, dem Entscheid des Stadtschulrats liessen sich keine 
Angaben zum Sachverhalt entnehmen. Diese seien auch nicht im Dossier des 
Stadtschulrats enthalten. Es wäre die Aufgabe des Stadtschulrats gewesen, durch 
seinen Entscheid aufzuzeigen, dass ihm die entsprechenden Urkunden vorgelegen 
hätten. Der Umstand, dass sich der SAB-Bericht 2021 nachweislich nicht in den 
Akten befunden habe, habe ausreichend Zweifel daran geweckt, dass der Stadt-
schulrat darüber verfüge. Die Behauptung des Stadtschulrats, der Bericht habe am 
Tag der Akteneinsicht in den Akten gefehlt, weil der Fall gerade in Bearbeitung 
gewesen sei, sei nicht glaubhaft. Die Akteneinsicht habe nach Erlass des Ent-
scheids aber vor Einreichung des Rekurses stattgefunden; es habe zu diesem Zeit-
punkt kein Anlass bestanden, den Fall zu bearbeiten. Der Umstand, dass ein Mit-
glied des Stadtschulrats Kenntnis vom Bericht gehabt habe, ändere nichts, da die 
Kenntnis eines Mitglieds nicht mit der Kenntnis des Stadtschulrats gleichzusetzen 
sei. 

Der angefochtene Rekursentscheid führt in E. 7 aus, die Behauptung, der Sach-
verhalt sei unvollständig festgestellt worden, gründe einzig darauf, dass im Rah-
men der Akteneinsicht durch den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer der SAB-
Bericht 2021 nicht ausgehändigt worden sei und auf der daraus entstandenen An-
nahme, der fragliche Bericht habe dem Stadtschulrat zu keinem Zeitpunkt vorge-
legen. Der Stadtschulrat habe in seiner Stellungnahme vom 26. Juli 2021 jedoch 
glaubhaft dargelegt, dass der Bericht an diesem Tag in den Akten gefehlt habe, da 
der Fall gerade in Bearbeitung gewesen sei. Dies habe die anwesende Sachbear-
beiterin anscheinend nicht gewusst, womit es zu diesem unglücklichen Fehler ge-
kommen sei. Es bestünden keine Hinweise darauf, wonach der Bericht dem Stadt-
schulrat im Zeitpunkt seiner Beschlussfassung nicht vorgelegen haben soll, zumal 

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ein Mitglied des Stadtschulrats am Elterngespräch vom 15. April 2021 anwesend 
gewesen sei und zweifellos Kenntnis vom Bericht gehabt habe. 

4.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 VRG untersucht die Verwaltungsbehörde den Sach-
verhalt von Amtes wegen durch Befragung der Beteiligten und von Auskunftsper-
sonen, durch Augenschein, Beizug von Sachverständigen, Urkunden und Amtsbe-
richten oder auf andere Weise. Es ist unbestritten, dass der SAB-Bericht 2021 vom 
22. April 2021 vor Erlass des Zuteilungsentscheids eingeholt wurde. Die Einholung 
des Berichts stellt eine Sachverhaltsabklärung dar. Selbst wenn der Bericht wie 
von den Beschwerdeführern bestritten dem Stadtschulrat vorlag, bleibt strittig, in-
wiefern der Stadtschulrat den Bericht in seinem Entscheid effektiv berücksichtigte 
und sich mit diesem inhaltlich auseinandersetzte (vgl. auch E. 3.3 oben). Mangels 
Begründung des Stadtschulrats kann das Gericht dies nicht überprüfen. Der Stadt-
schulrat wird sich bei seinem neuen Entscheid (vgl. zur Rückweisung ebenfalls 
E. 3.3 oben) mit dem SAB-Bericht 2021 auseinanderzusetzen haben. 

5. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als begründet. Eine Aus-
einandersetzung mit den weiteren Vorbringen erübrigt sich. Bezüglich der gerügten 
Verletzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 
1989 (Kinderrechtskonvention, KRK, SR 0.107) ist lediglich anzufügen, dass 
Art. 12 KRK keine mündliche Anhörung des Kindes verlangt, sondern es genügen 
lässt, wenn sich das Kind bei gleichlaufenden Interessen wie vorliegend durch 
seine gesetzlichen Vertreter bzw. durch seinen Rechtsanwalt, der auch im Namen 
A.s Rekurs führte, äussern kann (vgl. BGE 147 I 149 E. 3.2 S. 151 f. mit Hinwei-
sen). Der angefochtene Rekursentscheid ist in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde aufzuheben und die Sache ist zum neuen Entscheid an den Stadtschul-
rat zurückzuweisen. 

6. Mit der Aufhebung des angefochtenen Rekursentscheids und der Rückwei-
sung der Sache zum neuen Entscheid an den Stadtschulrat ist es notwendig, die 
Schul- und Klassenzuteilung A.s vorsorglich zu regeln (vgl. Art. 41 Abs. 1 Satz 3 
VRG), da mit der Aufhebung und Rückweisung für die streitgegenständliche Frage 
der definitiven Zuteilung A.s nichts gewonnen ist. 

6.1. Vorsorgliche Massnahmen können für die Dauer des Verfahrens angeord-
net werden und fallen grundsätzlich dahin, sobald der (End-)Entscheid in der 
Hauptsache in Rechtskraft erwächst (vgl. Art. 268 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 50 Abs. 
1 VRG). Im Falle eines Rückweisungsentscheids kann das Obergericht vorsorgli-
che Massnahmen über die formelle Rechtskraft des Entscheids hinaus anordnen 
(vgl. Regina Kiener, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechts-
pflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich/Basel/Genf 2014, § 6 N. 29, 

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S. 135). Zu beachten bleibt in diesem Zusammenhang, dass gegen den vorliegen-
den Rückweisungs- bzw. Zwischenentscheid grundsätzlich die Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht offensteht; ob die Be-
schwerde angesichts der gesetzlichen Erschwernisse bei Zwischenentscheiden 
(vgl. Art. 93 BGG,) auch tatsächlich zulässig ist, hat das Bundesgericht zu ent-
scheiden. Das Bundesgericht qualifiziert die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten – anders als die Beschwerde in Zivilsachen (vgl. dazu BGE 146 
III 284) – in ständiger Praxis als ordentliches Rechtsmittel, womit der verwaltungs-
gerichtliche Rückweisungsentscheid des Obergerichts erst mit unbenutztem Ab-
lauf der Beschwerdefrist in Rechtskraft erwüchse (vgl. BGE 138 II 169 E. 3.3 S. 
171). Würde Beschwerde ans Bundesgericht erhoben, ginge die funktionelle Zu-
ständigkeit zur Abänderung der vorsorglichen Massnahmen auf das Bundesgericht 
über (Art. 104 BGG; vgl. BGer 2D_3/2020 vom 10. Januar 2020 E. 2.2). 

6.2. Die Beschwerdeführer haben einen Antrag auf vorsorgliche Zuteilung A.s 
in eine Regelklasse des Schulhauses Y. gestellt. Für den Verbleib A.s in der EK 1 
im Schulhaus X. spricht indes, dass die Kontinuität der jetzigen Verhältnisse dem 
Kindeswohl zuträglicher erscheint als ein Wechsel in eine neue, anforderungsrei-
chere schulische Umgebung. Bei einem Wechsel in eine Regelklasse bestünde 
zum einen das Risiko einer schulischen Überforderung, zumal die Beschwerdefüh-
rer die fachlichen Kompetenzen der Abteilung SAB nicht in Frage stellen und die 
im SAB-Bericht 2021 festgehaltenen Schlussfolgerungen nicht offensichtlich unbe-
gründet erscheinen. Die Beschwerdeführer bemängeln denn auch in erster Linie 
die Nachvollziehbarkeit der Schlussfolgerungen und beanstanden den SAB-Be-
richt 2021 in formeller Hinsicht. Zum anderen bestünde das Risiko, dass A. bei 
einem für ihn negativen Verfahrensausgang wieder in die EK 1 zurückwechseln 
müsste. Ein vorsorglicher Verbleib A.s in der EK 1 präjudiziert den Verfahrensaus-
gang sodann nicht, denn ein Wechsel in eine Regelklasse bleibt zumindest aus-
nahmsweise weiterhin möglich (vgl. namentlich § 12 Abs. 1 Sonderklassenverord-
nung). Zur Zumutbarkeit des Schulwegs ins Schulhaus X. haben die Beschwerde-
führer schliesslich auf Ausführungen verzichtet. Gemäss angefochtenem Rekurs-
entscheid beträgt der Schulweg A.s ins Schulhaus X. unbestritten 1.2 km. Die 
Schlussfolgerung, dieser Weg sei bezüglich Länge und verkehrstechnischer Aus-
gestaltung für A. machbar und zumutbar, erscheint zumindest nicht offensichtlich 
unrichtig. Für einen vorsorglichen Verbleib A.s in der EK 1 des Schulhauses X. 
spricht, dass nach unbestritten gebliebener Darstellung die EK 1 des näher gele-
genen Schulhauses Y. mit 13 Kindern bereits voll ist. Die vorsorgliche Zuteilung ins 
Schulhaus X. stellt ferner die Kontinuität der Situation sicher, was dem Kindeswohl 
zuträglich ist. Insgesamt überwiegen die Gründe für einen vorsorglichen Verbleib 

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A.s in der EK 1 des Schulhauses X. diejenigen für eine vorsorgliche Zuteilung A.s 
in eine Regelklasse des Schulhauses Y. Entsprechend ist anzuordnen, dass A. 
vorbehältlich eines anderslautenden Entscheids der zuständigen verfahrensfüh-
renden Behörde bis zum rechtskräftigen Zuteilungsentscheid vorsorglich in der EK 
1 des Schulhauses X. verbleibt. 

	Schulwesen, Zuteilung in die Einschulungsklasse nach dem Kindergarten, rechtliches Gehör, Begründungspflicht, Aktenführungspflicht, vorsorgliche Zuteilung bei Rückweisung zum Neuentscheid an die Schulbehörde – Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 41 Abs. 1 VRG; § ...