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**Case Identifier:** 5c483d6c-05dc-5ac6-a0ee-d2d79163d949
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.05.2018 IV 2016/122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-122_2018-05-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/122

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 25.05.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 25.05.2018
Art. 28 IVG. Das polydisziplinäre Gutachten ist voll beweiskräftig, weshalb 
auf es abgestellt werden kann. Valideneinkommen: Das zuletzt erzielte 
Erwerbseinkommen als in Teilzeit tätige Reinigungskraft in einem 
Privathaushalt kann nicht für die Berechnung des Valideneinkommens 
herangezogen werden, da es sich um einen Soziallohn gehandelt hat. Hinzu 
kommt, dass es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um eine 
Teilzeitarbeit gehandelt hat. Da angenommen wird, dass die Versicherte im 
Gesundheitsfall ein 100 %-Pensum ausgeübt hätte, hätte sie entweder 
weitere Teilzeitarbeitsstellen oder eine Festanstellung suchen müssen. Dass 
andere Arbeitgeber ihr auch einen Stundenlohn von Fr. 35.-- bezahlt hätten, 
ist angesichts des durchschnittlichen Stundelohnes einer Hilfsarbeiterin im 
Jahr 2014 von ca. Fr. 25.-- gemäss der LSE unrealistisch. Das 
Valideneinkommen ist daher anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Da die 
Erwerbseinbusse trotz einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 
20-30 % in einer körperlich adaptierten Tätigkeit unter 40 % liegt, hat die 
Versicherte keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Mai 
2018, IV 2016/122).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.  

IV 2016/122

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Pia Trutmann Rüesch,

Unterer Graben 1, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 2. Juli 2014 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Sie gab, an einem cervicospondylogenen 

Schmerzsyndrom links bei ausgeprägten degenerativen Veränderungen, an einer 

Epicondylopathia humeri ulnaris und radialis bds., an einem chronischen, beidseitigen, 

linksbetonten Carpaltunnelsyndrom und (seit der Geburt des Sohnes 19__) an einer 

Depression zu leiden. Seit dem 1. Juni 2013 arbeite sie zu 40 % als Putzfrau in einem 

Privathaushalt.

A.b  B.___ berichtete der IV-Stelle am 21. Juli 2014 (IV-act. 14), dass sie die Versicherte 

seit dem 1. Juni 2013 für Putzarbeiten im Haushalt beschäftige. Der Stundenlohn 

betrage Fr. 35.--. Ursprünglich sollte die Versicherte wöchentlich ca. 7-8 Stunden bei 

ihr arbeiten. Die gesundheitlichen Probleme der Versicherten hätten eine solche 

Belastung jedoch nicht zugelassen. Die Versicherte arbeite, wenn es ihre Verfassung 

zulasse.

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A.c  Am 29. Juli 2014 (IV-act. 17) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, da sie mehrheitlich als 

Hausfrau zu qualifizieren sei.

A.d  Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt Innere Medizin, gab in 

seinem Bericht vom Februar 2015 (IV-act. 22) als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine depressive Entwicklung und eine Panikstörung an. Bezüglich der 

somatischen Diagnosen verwies er auf die beigelegten Berichte. Als Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Colon irritabile (Reizdarmsyndrom), 

eine Adipositas und ein Hautekzem. Der Hausarzt erklärte weiter, dass die Versicherte 

an belastungs- und wetterabhängigen Schmerzen im Bereich der HWS, beider Arme 

und der LWS leide. Es bestünden eine schnelle Ermüdbarkeit und eine verminderte 

Belastbarkeit/Ausdauer. Er schätzte die Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten auf 

durchschnittlich etwa 50 % (6 Stunden mit reduzierter Leistung und häufigen Pausen). 

Dr. med. D.___, Psychiatrie-Zentrum E.___, hatte dem Hausarzt am 21. Februar 2014 

über eine ambulante Untersuchung vom 3. und 21. Februar 2014 berichtet (IV-act. 22-8 

ff.). Dr. D.___ hatte als Diagnosen eine Panikstörung (ICD-10: F41.0, episodisch 

paroxysmale Angst), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode (F33.10), eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1) und eine 

Nikotinabhängigkeit angegeben. Dr. med. F.___, Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, hatte dem Hausarzt am 6. Juni 2014 berichtet (IV-act. 22-5 ff.), dass die 

Versicherte an einem cervicospondylogenen Schmerzsyndrom links bei ausgeprägten 

degenerativen Veränderungen (siehe MRI vom 4.6.2014) und muskulärer Dysbalance, 

an einer Epicondylopathia humeri ulnaris und radialis bds. und an einem Verdacht auf 

eine Retropatellararthrose bds. leide. Eine entzündliche rheumatische Erkrankung sei 

ausgeschlossen worden.

A.e  Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt vom 9. 

März 2015 gab die Versicherte an (IV-act. 28), dass sie bis Juni 2013 Hausfrau und 

Mutter gewesen sei. Eine Berufsausbildung habe sie nicht. Sie habe lediglich einen 

SRK-Kurs absolviert. Seit 2011 lebe sie getrennt von ihrem Ehemann. Wenn sie gesund 

wäre, ginge sie zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nach. Derzeit lebe sie in einem Zimmer 

im Haus ihrer Arbeitgeberin. Sie sei auf Wohnungssuche. Lic. phil. G.___, Psychologin, 

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und H.___, Ärztin, Psychiatrie-Zentrum E.___, gaben in ihrem Bericht vom März 2015 

die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an:

•  Agoraphobie mit Panikstörung (F41.01, seit 1982)

•  rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.10, 

mindestens seit 1982)

•  akzentuierte Persönlichkeit mit abhängigen und vermeidenden Zügen

•  Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe

•  cervicospondylogenes Schmerzsyndrom links bei ausgeprägten degenerativen 

Veränderungen

•  chronisches beidseitiges, linksbetontes Carpaltunnelsyndrom.

Sie erklärten, dass sich die Versicherte seit Oktober 2014 in ambulanter 

psychologischer Behandlung befinde. Vom 25. Februar bis 11. August 2014 habe eine 

tagesklinische Behandlung stattgefunden. In der Tätigkeit als Raumpflegerin sei die 

Versicherte vom 3. Februar bis 12. Mai 2014 zu 50 % und vom 13. Mai bis 11. August 

2014 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 12. August 2014 bestehe wieder eine 

50 %ige Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte leide an einer verminderten psychischen 

Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit und an einer geringen Stress- und 

Frustrationstoleranz, sodass eine normale Arbeitsbelastung mit Überforderung und 

Dekompensationsgefahr verbunden sei. Wegen der durch das Reizdarmsyndrom 

bedingten Diarrhö komme es immer wieder zu tageweisen Absenzen bei der Arbeit. Die 

Schmerzen in den Armen und Händen erschwerten das Halten und Greifen von 

Gegenständen sowie das Beugen der Arme. Die Schwankungen in der 

Schmerzintensität beeinflussten die Konzentration, die Stimmung sowie die 

Leistungsfähigkeit der Versicherten.

A.f  Am 28. Mai 2015 unterzog sich die Versicherte wegen einer chronischen Synovitis 

mit CTS links (Druckschmerzhaftigkeit in der Hohlhand) einer Synovektomie 

Carpalkanal mit Carpaltunnelspaltung (IV-act. 36).

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A.g  Im November 2015 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle polydisziplinär 

(internistisch, psychiatrisch, orthopädisch und neurologisch) durch die SMAB AG 

begutachtet (Gutachten vom 14. Dezember 2015, IV-act. 47). Die Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:

•  Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F33.0)

•  Agoraphobie mit Panikstörung (F41.01)

•  somatoforme autonome Funktionsstörung unteres Verdauungssystem (Colon 

irritabile, F45.32)

•  chronisches cervicospondylogenes Schmerzsyndrom bei bekannter intraforaminaler 

Bandscheibenhernierung C6 links, aktuell ohne Zeichen einer radikulären 

Defizitsymptomatik

•  Impingementsyndrom linke Schulter mit leichtgradiger Funktionseinschränkung.

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter:

•  Selbstunsichere Persönlichkeitsakzentuierung (Z72)

•  Colon irritabile

•  Sodbrennen und gastroösophagealer Reflux

•  Hypercholesterinämie (familiär)

•  Übergewicht

•  Nikotinabusus

•  Status nach Hysterektomie, Cholezystektomie, Appendektomie

•  Status nach Carpaltunnelspaltung links am 28. Mai 2015

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•  Arthralgien beider Ellenbogengelenke ohne Nachweis einer Funktionseinschränkung, 

Entzündung, Deformierung oder Arthrose

•  Insertionstendopathie Plantarfaszie/Fersensporn links

•  Arthralgie rechtes Daumensattelgelenk (DD: Arthritis).

Dr. med. I.___, Facharzt für Innere Medizin, hielt fest, dass die Versicherte aus 

internistischer Sicht altersentsprechend normal belastungsfähig sei. Eine Ausnahme 

davon gelte für die Perioden der unvorhersehbaren und plötzlich einsetzenden 

Darmkrämpfe. In diesen Phasen, die einige Stunden dauern könnten, sei die 

Versicherte nicht arbeitsfähig. Eine Toilette müsse in der Nähe zur Verfügung stehen. 

Ein Versuch zur besseren Einstellung der Problematik des Colon irritabile sei 

wünschenswert und erfolgversprechend. Dr. med. J.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, erklärte, dass die depressive Störung und die Angsterkrankung in der 

Vergangenheit überwiegend leicht ausgeprägt gewesen seien. Dies sei auch aktuell der 

Fall. Aus psychiatrischer Sicht bestünden Fähigkeitsstörungen in den Bereichen 

Durchhaltefähigkeit, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie emotionale 

Belastbarkeit. Es liege sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft als auch in 

einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70-80 % vor. Die Arbeitsfähigkeit 

sei in der ersten Jahreshälfte 2014 vorübergehend stärker eingeschränkt gewesen; das 

Ausmass könne im Nachhinein allerdings nicht mehr genau quantifiziert werden. K.___, 

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte aus, dass 

seitens der beklagten Beschwerden die linksbetonten Cervicobrachialgien im 

Vordergrund gestanden hätten. Zweifelsohne liege ein Diskusprolaps in Höhe C5/6, 

nach intraforaminal reichend, vor. Die Epicondylopathien humeri ulnaris und radialis 

hätten zum Untersuchungszeitpunkt klinisch nicht mehr im Vordergrund gestanden. 

Zeichen einer fortgeschrittenen degenerativen Veränderung der HWS im Sinne einer 

Facettengelenksarthrose oder einer fortgeschrittenen Unkarthrose lägen nicht vor; 

radiologisch handle es sich um einen altersentsprechenden Befund. Die degenerativen 

Veränderungen der HWS liessen die demonstrierten Funktionseinschränkungen nicht 

gänzlich erklären. Aufgrund der cervicalen Bandscheibenherniation mit Affektion der 

Wurzel C6 links (Juni 2014) sei der Versicherten die Tätigkeit als Reinigungskraft nicht 

mehr zumutbar. Körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten 

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mit Heben und Tragen von Lasten bis maximal 15 kg könne die Versicherte aus 

orthopädischer Sicht jedoch weiterhin ausüben. Tätigkeiten in Zwangshaltungen 

(Vorneige-/Überkopfarbeiten) und Tätigkeiten unter extremen 

Temperaturschwankungen (Hitze, Kälte, Nässe, Zug) seien zu vermeiden. Dr. med. 

L.___, Facharzt für Neurologie, erklärte, dass sich aktuell keine Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit ergeben hätten. In polydisziplinärer Hinsicht schätzten die Gutachter 

die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft auf 0 % und in einer 

adaptierten Tätigkeit auf 70-80 %. RAD-Psychiater Dr. med. M.___ notierte am 11. 

Januar 2016 (IV-act. 48), dass das Gutachten der SMAB AG die 

versicherungsmedizinischen Anforderungen erfülle, weshalb auf es abgestellt werden 

könne.

A.h  Mit Vorbescheid vom 12. Januar 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten bei 

einem IV-Grad von 25 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 50). 

Zur Begründung hielt sie fest, dass in der angestammten Tätigkeit eine 

ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Februar 2014 ausgewiesen sei. Ohne 

Behinderung hätte die Versicherte in einem 100 %-Pensum gemäss der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ein Jahreseinkommen von 

Fr. 51'444.-- erzielen können. Mit Behinderung seien ihr adaptierte Tätigkeiten 

weiterhin zu 75 % zumutbar. Die Versicherte könne somit ein Jahreseinkommen von Fr. 

38'583.-- erzielen. Dagegen liess die Versicherte am 5. Februar/7. März 2016 

einwenden (IV-act. 53), dass die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung zwar 

nachvollziehbar sei. Das Valideneinkommen entspreche jedoch nicht den Tatsachen. 

Die Versicherte erhalte an ihrer aktuellen Arbeitsstelle als Reinigungsangestellte in 

einem Privathaushalt einen Stundenlohn von Fr. 35.--. Ohne Gesundheitsschaden 

würde sie zu 100 % als Reinigungsangestellte arbeiten. Ausgehend von 261 

Arbeitstagen im Jahr und 42 Arbeitswochen (8.4 Stunden pro Arbeitstag) ergebe dies 

jährlich 2'192.4 bezahlte Arbeitsstunden und damit einen Jahreslohn in der Höhe von 

Fr. 76'701.70. Unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 38'583.-- 

resultiere ein IV-Grad von 50 %. Unter Berücksichtigung der erhöhten 

Wahrscheinlichkeit von krankheitsbedingten Absenzen, des Alters der Versicherten, der 

Tatsache, dass sie lange Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, und weil ihr 

nur eine Teilzeittätigkeit zuzumuten sei, müsse ein "Leidensabzug" von mindestens 20 

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% vorgenommen werden. Der Invaliditätsgrad betrage folglich 60 %. Die Versicherte 

habe also Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

A.i Mit Verfügung vom 9. März 2016 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt bei einem IV-Grad von 25 % ab (IV-act. 59). Zum Einwand hielt sie fest, 

dass die Versicherte keine Berufsausbildung absolviert habe und bis zur Trennung vom 

Ehemann Hausfrau gewesen sei. Sie verfüge also über keine Berufserfahrung. 

Hilfsarbeiterinnen in einer Teilzeitanstellung verdienten proportional mehr im Verhältnis 

zu einer Vollbeschäftigung. Deshalb werde beim Valideneinkommen weiterhin auf den 

LSE-Tabellenlohn abgestützt. Ein Teilzeitabzug beim Invalideneinkommen sei nicht 

angezeigt.

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

am 15. April 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin beantragte die 

Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Rente. In der 

Beschwerdeergänzung vom 30. Mai 2016 (act. G 6) machte sie erneut geltend, dass 

das Valideneinkommen auf Fr. 76'701.70 festzusetzen sei. Eine Teilzeitbeschäftigung 

wirke sich gemäss dem Bundesgericht nur bei einem Pensum zwischen 25 und 49 % 

im Vergleich zu einer Vollzeitbeschäftigung proportional lohnerhöhend aus. Aufgrund 

ihres Alters (53 Jahre), der Darmerkrankung, dem von den Gutachtern aufgestellten 

Belastungsprofil und weil ihr lediglich noch eine Teilzeitarbeit zumutbar sei und sie 

lange Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, sei die Beschwerdeführerin auf 

dem Arbeitsmarkt benachteiligt, was sich auf das Lohnniveau auswirke. Es sei ihr 

daher ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren. Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 6'391.80 pro Monat und einem Invalideneinkommen von Fr. 

2'348.90 pro Monat resultiere ein Invaliditätsgrad von 63 %. Die Beschwerdeführerin 

habe somit Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

B.b  Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 14. Juli 2016 die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 9). Zur Begründung hielt sie fest, dass die 

Beschwerdeführerin gemäss dem IK-Auszug seit ihrer Einreise in die Schweiz (1989) 

keine nennenswerten Einkünfte erzielt habe. Sie sei auch keiner geregelten 

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Erwerbstätigkeit nachgegangen, als ihre Kinder das Erwachsenenalter erreicht hätten. 

Die Argumentation der Beschwerdeführerin, dass sie ohne die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen zu 100 % als Reinigungsangestellte tätig wäre und dabei einen 

Lohn erzielen würde, der um 32 % höher wäre als das durchschnittliche Einkommen 

einer Hilfsarbeiterin gemäss der LSE, sei daher nicht nachvollziehbar bzw. 

widersprüchlich. Das Valideneinkommen sei folglich zu Recht anhand des LSE-

Tabellenlohnes ermittelt worden und habe im Jahr 2012 Fr. 52'282.-- betragen. Gründe 

für einen Tabellenlohnabzug seien keine ersichtlich, weshalb das Invalideneinkommen 

auf Fr. 39'212.-- festzusetzen sei. Der IV-Grad betrage folglich 25 %. Selbst wenn ein 

Tabellenlohnabzug von 15 % gewährt würde, würde ein rentenausschliessender IV-

Grad von rund 36 % resultieren.

B.c  In ihrer Replik vom 13. September 2016 (act. G 11) beantragte die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eventualiter die Rückweisung der Sache an 

die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen, insbesondere zu einer neuen 

Begutachtung. Sie machte geltend, dass der Bericht von Dr. F.___ vom 5. September 

2016 der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung entgegenstehe. Des Weiteren 

seien die MRI-Befunde vom 22. August 2014 (LWS?) und vom 21. Januar 2016 (Knie 

rechts) im Gutachten nicht berücksichtigt worden. Das Gutachten sei somit nicht in 

Kenntnis der vollständigen Vorakten ergangen und habe nicht sämtliche beklagten 

Beschwerden berücksichtigt. Auf das Gutachten könne folglich nicht abgestellt 

werden. Bezüglich des Valideneinkommens hielt die Rechtsvertreterin fest, die 

Tatsache, dass die Beschwerdeführerin vor Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung 

einen Stundenlohn von Fr. 35.-- erzielt habe, zeige, dass die Arbeitgeber bereit wären, 

die Beschwerdeführerin in diesem Umfang zu entschädigen. Dr. F.___ hatte in ihrem 

Bericht vom 5. September 2016 (act. G 11.1.1) als neue Diagnosen ein 

Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen (siehe MRI vom 22.8.2014), 

eine Gonarthrose mit Bakerzyste und Meniskusriss rechts (siehe MRI vom 21.1.2016), 

eine Tarsalgie (Fersenschmerzen) bds. bei Fersensporn links, Überlastung Muskel-

Sehnen-Apparat und eine phlebolymphodynamische Insuffizienz beider Beine 

angegeben. Sie hatte erklärt, dass aktuell weiterhin die lumbalen Rückenschmerzen im 

Vordergrund stünden. Die Schmerzen in den Knien seien weniger stark. Um 

Überbelastungen zu vermeiden und eine ausreichende Erholungszeit zu haben, 

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bestehe für adaptierte Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von maximal drei bis vier 

Stunden täglich mit einer Pause von 30 Minuten nach zwei Stunden.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 12 f.).

Erwägungen

1. 

Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 

Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung 

vom 9. März 2016 ist der damaligen Vertreterin der Beschwerdeführerin am 11. März 

2016 zugestellt worden. Die Beschwerdefrist hat also tags darauf, am 12. März 2016, 

zu laufen begonnen. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen oder 

Monaten bestimmt sind, stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten 

Tag nach Ostern still (Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Der Ostersonntag ist im Jahr 2016 auf 

den 27. März gefallen, d.h. die Frist hat vom Sonntag, 20. März bis Sonntag, 3. April 

stillgestanden. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat am 15. April 2016, 

d.h. am 20. Tag der Frist und somit rechtzeitig Beschwerde erhoben. Auf die 

Beschwerde ist deshalb einzutreten.

2. 

2.1  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 25 % verneint. Strittig 

ist demnach, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

3. 

3.1  Um das Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen.

3.2  In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere die Berichte von Dr. F.___ vom 6. 

Juni 2014 (IV-act. 22-5 f.) und vom 5. September 2016 (act. G 11.1.1), der Bericht des 

Psychiatrie-Zentrums E.___ vom März 2015 (IV-act. 29) und das polydisziplinäre 

Gutachten der SMAB AG vom 14. Dezember 2015 (IV-act. 47) im Recht.

3.3  Unbestritten und aufgrund der cervicalen Bandscheibenherniation mit Affektion der 

Wurzel C6 links ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit als Reinigungskraft spätestens seit Juni 2014 (MRI-Befund, IV-act. 22-7) nicht 

mehr zumutbar ist. Umstritten ist demgegenüber die Arbeitsfähigkeit in einer körperlich 

adaptierten Tätigkeit. Der orthopädische Gutachter der SMAB AG, Dr. K.___, hat als 

orthopädische Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches cervico-

spondylogenes Schmerzsyndrom und ein Impingementsyndrom der linken Schulter mit 

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einer leichtgradigen Funktionseinschränkung angegeben. Die Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit hat 

er als zu 100 % zumutbar erachtet. Dahingegen hat die behandelnde Ärztin Dr. F.___, 

Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, der Beschwerdeführerin in 

ihrem Bericht vom 5. September 2016 lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von maximal 

drei bis vier Stunden täglich mit einer Pause von 30 Minuten nach zwei Stunden 

attestiert, was ca. einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 30-45 % entspricht. Im 

vorliegenden Verfahren ist der Gesundheitszustand respektive die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin bis und mit Verfügungserlass, d.h. bis 9. März 2016, relevant. 

Zwar hat Dr. F.___ ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung erst ein halbes Jahr nach dem 

Erlass der Verfügung abgegeben. Sie stützt sich dabei jedoch unter anderem auf zwei 

MRI-Befunde aus einer Zeit vor Verfügungserlass, was eine Auseinandersetzung mit 

ihrer Beurteilung vom September 2016 notwendig macht. Dr. F.___ hat als neue 

Diagnose ein Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen angegeben 

und auf ein MRI vom 22. August 2014 verwiesen. Die zweite neue Diagnose ist eine 

Gonarthrose mit Bakerzyste und Meniskusriss rechts gewesen. Das MRI (wohl der 

LWS) vom 22. August 2014 ist im Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung im 

November 2015 über ein Jahr alt gewesen. Zwar hat den Gutachtern dieser MRI-

Befund nicht vorgelegen. Bildgebende Befunde sagen für sich allein jedoch auch nichts 

über die Arbeitsfähigkeit aus. Die Beschwerdeführerin hat gegenüber dem 

orthopädischen Gutachter nicht über Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, sondern 

über Nacken-Schulter-Arm-Schmerzen, über Schmerzen im Bereich der rechten Hand 

und über Schmerzen in beiden Füssen geklagt (IV-act. 47-47). Die klinische 

Untersuchung der LWS ist nicht auffällig gewesen (IV-act. 47-50). Dr. F.___ hat in ihrem 

Bericht vom 5. September 2016 angegeben, dass aktuell weiterhin die lumbalen 

Rückenschmerzen im Vordergrund stünden. Da sie diesen Bericht erst Monate nach 

dem Verfügungserlass (9. März 2016) erstellt hat, ist davon auszugehen, dass eine 

allfällige Veränderung der gesundheitlichen Situation erst nach Verfügungserlass 

eingetreten wäre. Bezüglich der Diagnose einer Gonarthrose mit Bakerzyste und 

Meniskusriss rechts ist darauf hinzuweisen, dass Dr. F.___ die − im Vergleich zu den 

anderen körperlichen Beschwerden − als weniger stark bezeichneten Schmerzen in 

beiden Knien bereits in ihrem Bericht vom 6. Juni 2014 erwähnt und einen Verdacht auf 

eine Retropatellararthrose beidseits geäussert hatte (IV-act. 22-5 f.). Trotzdem hat die 

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Beschwerdeführerin anlässlich der gutachterlichen Untersuchung im November 2015 

gegenüber dem orthopädischen Gutachter keine Knieschmerzen erwähnt. Auch der 

klinische Untersuch ist unauffällig gewesen (IV-act. 47-50). Da die Beschwerdeführerin 

gegenüber den Gutachtern keine Knieschmerzen erwähnt hat, haben diese keine 

bildgebenden Befunde anfertigen lassen. Auch liegen keine bildgebenden Befunde der 

Knie von der Zeit vor der Begutachtung vor. Daher ist nicht nachgewiesen, dass sich 

die Kniebeschwerden rechts (im kurzen Zeitraum) zwischen der Begutachtung im 

November 2015 und dem Verfügungserlass im März 2016 verschlimmert haben. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Bericht von Dr. F.___ vom 5. September 

2016 keine Zweifel an der Arbeitsfähigkeitsschätzung des orthopädischen Gutachters 

der SMAB AG zu wecken vermag. Auf die Beurteilung des orthopädischen Gutachters 

Dr. K.___ kann daher vollumfänglich abgestellt werden.

3.4  Der internistische Gutachter der SMAB, Dr. I.___, hat erklärt, dass die 

Beschwerdeführerin in Perioden der unvorhersehbaren und plötzlich einsetzenden 

Darmkrämpfe, die einige Stunden dauern könnten, nicht arbeitsfähig sei. Er hat jedoch 

auch darauf hingewiesen, dass ein Versuch zur besseren Einstellung der Problematik 

des Colon irritabile wünschenswert und erfolgsversprechend sei. Bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung handelt es sich um eine langfristige Prognose. Da die 

Darmbeschwerden behandelbar sind, hat Dr. I.___ eine im Verfügungszeitpunkt 

allenfalls noch bestehende Arbeitsunfähigkeit in zeitlicher Hinsicht in seiner Beurteilung 

zu Recht unberücksichtigt gelassen.

3.5  Demnach steht fest, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungskraft zu 100 % arbeitsunfähig ist. In einer 

körperlich adaptierten Tätigkeit hingegen ist sie im entscheidrelevanten Zeitraum aus 

somatischer Sicht nie längerdauernd in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen.

3.6  In psychiatrischer Hinsicht hat der psychiatrische Gutachter der SMAB, Dr. J.___, 

der Beschwerdeführerin insbesondere eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte Episode, und eine Agoraphobie mit Panikstörung, diagnostiziert. Er 

hat die Arbeitsfähigkeit für die angestammte wie auch für adaptierte Tätigkeiten auf 

70-80 % geschätzt. Er hat ausserdem erklärt, dass die Arbeitsfähigkeit in der ersten 

Jahreshälfte 2014 vorübergehend stärker eingeschränkt gewesen sei. Das Ausmass 

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könne im Nachhinein jedoch nicht mehr genau quantifiziert werden. Die 

Beschwerdeführerin hat sich im Februar 2014 in psychiatrische Behandlung begeben 

(s. IV-act. 22-8 und 29-2). Ab diesem Zeitpunkt hat sie auch eine Arbeitsunfähigkeit 

geltend gemacht. In antizipierender Beweiswürdigung ist daher davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin bis und mit Januar 2014 aus psychiatrischer Sicht noch 

nicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen ist. Unter Berücksichtigung des 

Wartejahres könnte somit frühestens am 1. Februar 2015 ein Rentenanspruch 

entstehen. Eine allfällig höhere Arbeitsunfähigkeit im ersten Halbjahr 2014 ist somit 

nicht entscheidrelevant, zumal das Wartejahr bereits bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad 

von 20 % eröffnet wird (AHI 1998 S. 124, I 411/96 E. 3c; Urteile des Bundesgerichts 

vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013 und 8C_178/2013 E. 3.2). Ob im ersten Halbjahr 

2014 aus psychiatrischer Sicht eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, 

kann somit offen bleiben. Die behandelnde Psychologin und die Oberärztin des 

Psychiatrie-Zentrums E.___ haben der Beschwerdeführerin in ihrem Bericht vom März 

2015 für die Zeit ab dem 12. August 2014 eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. 

Allerdings haben sie nicht nur die psychiatrischen, sondern auch die somatischen 

Diagnosen, die nicht zu ihrem Fachgebiet gehören, in ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung 

einfliessen lassen. Auf ihre Beurteilung kann bereits aus diesem Grund nicht abgestellt 

werden. Ob die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit zwischen 2014 und November 

2015 zeitweise höher als 20-30 % gewesen ist, lässt sich (in antizipierender 

Beweiswürdigung) retrospektiv nicht mehr belegen. Den Nachteil der Beweislosigkeit 

hat die Beschwerdeführerin zu tragen (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b). Dr. J.___ hat seine 

Einschätzung des psychiatrischen Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin nachvollziehbar und widerspruchsfrei begründet. Auch der RAD-

Psychiater Dr. M.___ hat die Beurteilung von Dr. J.___ als plausibel erachtet. Auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters Dr. J.___ kann daher 

abgestellt werden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für die Zeit ab Februar 

2014 von einer 20-30 %igen Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen 

ist.

4. 

4.1  Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Beschwerdegegnerin hat das Validen- wie 

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auch das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen bestimmt. Die 

Beschwerdeführerin hat keinen Beruf erlernt und ist seit Juni 2013 als Reinigungsfrau in 

einem Privathaushalt tätig gewesen. Davor war sie 24 Jahre lang Hausfrau und Mutter 

gewesen. Im Jahr 2006/2008 hatte sie an einer Kosmetikschule Kurse in der 

Fusspflege (max. 12 Tage), in der Nagelmodellage (max. 1 Tag), in der Massage (max. 

10 Tage) und in der Fussreflexzonenmassage (max. 3 Tage) absolviert. Im Jahr 2011 

hatte sie sich in einem 18-tägigen Kurs zur SRK-Pflegehelferin ausbilden lassen (IV-act. 

9-3). Die Beschwerdeführerin hatte bis Juni 2013 jedoch nur in einem Monat ein 

beitragsrelevantes Erwerbseinkommen erzielt, nämlich im März 2012 (IV-act. 12-1). Die 

damalige Arbeitsstelle in einem Pflegewohnheim hatte sie noch während der Probezeit 

verloren (IV-act. 47-24). Weder mit einer Tätigkeit im Kosmetikbereich (ohne 

eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) noch als Pflegehelferin hätte die 

Beschwerdeführerin als Gesunde ein höheres Erwerbseinkommen erzielen können als 

mit der ab 1. Juni 2013 ausgeübten Reinigungstätigkeit oder mit einer anderen 

Hilfsarbeit, da die Löhne in diesen Tätigkeitsbereichen erfahrungsgemäss tief sind. Der 

Lohn der Beschwerdeführerin für die ab 1. Juni 2013 ausgeübte Tätigkeit als 

Reinigungsfrau in einem Privathaushalt ist mit Fr. 35.-- pro Stunde überdurchschnittlich 

hoch gewesen. Da die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Anstellung über keine 

Berufserfahrung verfügt hat, kann dieser hohe Lohn nicht mit einer 

überdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit erklärt werden. Die Beschwerdeführerin hat 

ein freundschaftliches Verhältnis zu ihrer Arbeitgeberin gepflegt; anders ist es nicht zu 

erklären, dass sie vorübergehend im Haus ihrer Arbeitgeberin gewohnt hat (IV-act. 

28-2). Aufgrund der gesamten Umstände muss daher davon ausgegangen werden, 

dass es sich bei dem von der Arbeitgeberin bezahlten Stundenlohn von Fr. 35.-- für die 

Reinigung ihres Privathaushalts um einen Soziallohn gehandelt hat. Hinzu kommt, dass 

die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine Teilzeitarbeit von 7-8 Stunden pro Woche (ca. 20 

%) gewesen ist. Da angenommen wird, dass die Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall ein 100 %-Pensum ausgeübt hätte, hätte sie entweder weitere 

Teilzeitarbeitsstellen oder eine Festanstellung suchen müssen. Dass andere 

Arbeitgeber ihr auch einen Stundenlohn von Fr. 35.-- bezahlt hätten, ist angesichts des 

durchschnittlichen Stundelohnes einer Hilfsarbeiterin im Jahr 2014 von ca. Fr. 25.-- 

gemäss der LSE unrealistisch (Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/

IV, Ausgabe 2018; [Fr. 4'300.-- / 4.3333 Wochen] / 40 Stunden). Die 

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Beschwerdegegnerin hat somit für die Ermittlung des Valideneinkommens zu Recht auf 

Tabellenlöhne abgestellt. Auch als Invalidenkarriere kommt lediglich eine Hilfsarbeit in 

Betracht. Das Validen- und das Invalideneinkommen müssen daher ziffernmässig nicht 

festgelegt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2017, 9C_675/2016 E. 

3.1 und 3.2).

4.2  Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat einen maximalen 

Tabellenlohnabzug von 25 % gefordert. Die Beschwerdeführerin ist im 

Verfügungszeitpunkt 53-jährig gewesen. Bis zum ordentlichen Pensionsalter ist ihr also 

noch eine Restaktivitätsdauer von immerhin fast 11 Jahren verblieben. Hinzu kommt, 

dass die Einarbeitungszeit bei Hilfsarbeiten kurz ist und das Alter der Arbeitnehmer 

daher keine Rolle spielt. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass depressive Störungen 

erfahrungsgemäss Schwankungen unterworfen sind. Arbeitgeber müssen sich auf eine 

konstante Arbeitsleistung ihrer Arbeitnehmer verlassen können. Zum Ausgleich des 

Risikos einer schwankenden Arbeitsleistung und vermehrter krankheitsbedingter 

Arbeitsausfälle wird ein Arbeitgeber die Beschwerdeführerin nur zu einem tieferen Lohn 

anstellen als eine gesunde Arbeitnehmerin. Angesichts der lediglich leichtgradig 

ausgeprägten depressiven Symptomatik ist ein Tabellenlohnabzug von 10 % 

gerechtfertigt. Die Restarbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten liegt bei 70-80 %. Gibt 

ein medizinischer Sachverständiger bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung eine Bandbreite 

(hier: 20-30 % arbeitsunfähig) an, ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

der Mittelwert heranzuziehen, welcher von den beiden Extremwerten am wenigsten 

abweicht (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 21. April 2005, I 

822/04 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Dezem¬ber 2007, 9C_626/2007 

E. 3.2). Dem Einkommensvergleich ist also eine Arbeitsfähigkeit von 75 % zugrunde zu 

legen. Der IV-Grad beträgt folglich 32.5 % (25 % + [75 % x 0.1]). Da der IV-Grad unter 

40 % liegt, hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine IV-Rente.

5. 

5.1  Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Die Beschwerdeführerin hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.05.2018
	Art. 28 IVG. Das polydisziplinäre Gutachten ist voll beweiskräftig, weshalb auf es abgestellt werden kann. Valideneinkommen: Das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen als in Teilzeit tätige Reinigungskraft in einem Privathaushalt kann nicht für die Berechnung des Valideneinkommens herangezogen werden, da es sich um einen Soziallohn gehandelt hat. Hinzu kommt, dass es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um eine Teilzeitarbeit gehandelt hat. Da angenommen wird, dass die Versicherte im Gesundheitsfall ein 100 %-Pensum ausgeübt hätte, hätte sie entweder weitere Teilzeitarbeitsstellen oder eine Festanstellung suchen müssen. Dass andere Arbeitgeber ihr auch einen Stundenlohn von Fr. 35.-- bezahlt hätten, ist angesichts des durchschnittlichen Stundelohnes einer Hilfsarbeiterin im Jahr 2014 von ca. Fr. 25.-- gemäss der LSE unrealistisch. Das Valideneinkommen ist daher anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Da die Erwerbseinbusse trotz einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 20-30 % in einer körperlich adaptierten Tätigkeit unter 40 % liegt, hat die Versicherte keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Mai 2018, IV 2016/122).

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