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**Case Identifier:** 3d8d7fd3-77c0-518c-a384-9170e85a7ee1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 25.08.2015 460 15 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-15-158_2015-08-25.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom     

25. August 2015 (460 15 158) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafrecht 

 

 

Gewerbsmässiger Diebstahl / Gewerbsmässigkeit bei ausschliesslich versuchten Dieb-

stählen / Verschulden bei Einbruchdiebstählen 

 

 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Stephan Gass (Ref.), Richterin 

Susanne Afheldt; Gerichtsschreiberin i.V. Isabel Boissonnas 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 

4132 Muttenz,  

Anklagebehörde und Berufungsklägerin 

 

Privatklägerschaft,  

 

  

gegen 

 

 A.____, 

vertreten durch Advokat Reto Gantner, Fischmarkt 3, Postfach 593, 

4410 Liestal,  

Beschuldigter 

 

 

Gegenstand Gewerbsmässiger Diebstahl, etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 19. Mai 2015 

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A. Mit Urteil der Dreierkammer des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafge-

richt) vom 19. Mai 2015 wurde A.____ des versuchten gewerbsmässigen Diebstahls, der mehr-

fachen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig erklärt und zu 

einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, davon 7 Monate unbedingt, bei 

einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, verurteilt, unter Anrechnung der 

vom 30. September 2014 bis zum 21. Januar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 

113 Tagen (Ziff. 1 des Urteildispositivs). Es wurde des Weiteren festgestellt, dass sich der Beur-

teilte seit dem 21. Januar 2015 im vorzeitigen Strafvollzug befindet (Ziff. 2 des Urteilsdisposi-

tivs). Zudem wurde der Beurteilte bei seiner Anerkennung folgender Zivilforderungen behaftet: 

Fr. 874.80 Schadenersatz zugunsten von B.____, Fr. 200.-- Schadenersatz zugunsten von 

C.____, Fr. 2‘327.20 Schadenersatz zugunsten der D.____ und Fr. 200.-- Schadenersatz zu-

gunsten von E.____ (Ziff. 3 des Urteilsdispositivs). Die Verfahrenskosten, bestehend aus den 

Kosten des Vorverfahrens von Fr. 9‘833.--, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von 

Fr. 1‘100.-- und der Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.--, wurden dem Beurteilten auferlegt (Ziff. 4 

des Urteilsdispositivs). Schliesslich wurde dem amtlichen Verteidiger, Reto Gantner, ein Hono-

rar von Fr. 5‘895. 70 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zugesprochen, welches, unter 

Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten nach Art. 135 Abs. 4 StPO, aus der 

Gerichtskasse entrichtet wurde (Ziff. 5 des Urteilsdispositivs). 

 

Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Parteianträge wird, soweit erforder-

lich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

B. Gegen das Urteil des Strafgerichts meldeten die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

(nachfolgend: Staatsanwaltschaft) mit Eingabe vom 20. Mai 2015 und der Beschuldigte mit Ver-

lautbarung vom 1. Juni 2015 die Berufung an, woran dieser jedoch im weiteren Verlauf des Ver-

fahrens nicht mehr festhielt. Mit Eingabe vom 26. Juni 2015 reichte die Staatsanwaltschaft die 

Berufungserklärung ein und beantragte unter teilweiser Abänderung von Ziff. 1 des Urteils des 

Strafgerichts vom 19. Mai 2015 die Verurteilung des Beschuldigten wegen gewerbsmässigen 

Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer 

unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten. 

 

C. Mit Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Straf-

recht, vom 29. Juli 2015 wurde festgestellt, dass die übrigen Parteien weder einen Antrag auf 

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Nichteintreten gestellt noch Anschlussberufung erklärt haben und es wurden der Beschuldigte 

sowie die Staatsanwaltschaft zur kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung geladen. 

 

D. Anlässlich der Hauptverhandlung erscheinen der Beschuldigte mit seinem Verteidiger, 

Advokat Reto Gantner, sowie die Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte wird sowohl zur Person 

als auch zur Sache einvernommen. Die Staatsanwaltschaft wiederholt ihre Anträge gemäss der 

schriftlichen Eingabe. Der Verteidiger des Beschuldigten beantragt die vollumfängliche Abwei-

sung der Berufung und die Bestätigung des Urteils des Strafgerichts vom 19. Mai 2015; unter 

o/e-Kostenfolge. 

 

 

Erwägungen 

 
I. Formelles 

Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, 

mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Gemäss Art. 398 Abs. 

3 StPO können mit der Berufung gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-

schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. 

a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie Unangemes-

senheit (lit. c), wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfas-

send überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 StPO). Nach Art. 399 Abs. 1 und 3 StPO ist die Berufung 

zunächst dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich 

oder mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustel-

lung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Aus den Akten 

(act.1689) ergibt sich, dass das Urteilsdispositiv des Strafgerichts vom 19. Mai 2015 am 21. Mai 

2015 der Staatsanwaltschaft zugestellt worden ist. Mit ihrer Berufungsanmeldung vom 20. Mai 

2015 hat sie die 10-tägige Frist gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO eingehalten. Auch die Frist zur 

Berufungserklärung gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO wurde vorliegend gewahrt: Das begründete 

Urteil des Strafgerichts vom 19. Mai 2015 wurde der Staatsanwaltschaft am 24. Juni 2015 zu-

gestellt (vgl. act. 1690/59) und mit Datum vom 26. Juni 2015 reichte diese die Berufungserklä-

rung ein. Was die Form betrifft, so erfüllt die Eingabe der Staatsanwaltschaft die Anforderungen 

gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abtei-

lung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt sich aus 

Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO. Schliesslich wird die Legitimation der 

Staatsanwaltschaft zur Ergreifung des Rechtsmittels in Art. 382 Abs. 1 StPO normiert. Nach-

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dem das angefochtene Urteil ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt, die Staatsanwaltschaft 

eine zulässige Rüge erhebt, die Rechtsmittelfrist gewahrt hat sowie der Erklärungspflicht nach-

gekommen ist, sind alle Formalien erfüllt, weshalb auf die Berufung einzutreten ist. 

 

II. Gegenstand der Berufung 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen die seitens des Strafgerichts erfolgte 

rechtliche Würdigung der vom Beschuldigten begangenen fünf versuchten Diebstähle als ver-

suchten gewerbsmässigen Diebstahl. Zudem beanstandet die Staatsanwaltschaft die durch die 

Vorinstanz ausgesprochene teilbedingt vollziehbare Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Sie bean-

tragt einen Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Diebstahls und eine unbedingt vollziehbare 

Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Demgegenüber bilden die Sachverhaltsfeststellungen der fünf 

versuchten Diebstähle, der mehrfachen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfrie-

denbruchs, die rechtliche Würdigung dieser Delikte sowie alle übrigen Punkte des Strafge-

richtsurteils (Ziff. 2-5 des Urteilsdispositivs) nicht Gegenstand des kantonsgerichtlichen Verfah-

rens. 

 

III. Die angefochtenen Punkte im Einzelnen 

1. Rechtliche Würdigung der fünf versuchten Diebstähle 

1.1 Das Strafgericht sprach den Beschuldigten gestützt auf die nachfolgende Begründung des 

versuchten gewerbsmässigen Diebstahls schuldig: Die Annahme der Gewerbsmässigkeit erfas-

se als sogenanntes Sammel- oder Kollektivdelikt verschiedene Diebstähle als eine (gewerbs-

mässige) Tat. Diese umfasse auch Einzelfälle ohne Erwerbsabsicht und bloss versuchte Taten, 

wobei die versuchten Delikte im vollendeten gewerbsmässigen Delikt aufgingen. Die Anwen-

dung von Art. 49 Abs. 1 StGB sei in der Folge ausgeschlossen. Es frage sich im vorliegenden 

Fall, ob bei fünf versuchten Diebstählen der Beschuldigte wegen (vollendeten) gewerbsmässi-

gen Diebstahls zu verurteilen sei, denn es sei unklar, ob die versuchten Diebstähle im vollende-

ten gewerbsmässigen Diebstahl aufgehen könnten, da es in keinem einzigen Fall zu einem 

vollendeten Diebstahl gekommen sei. Zwar erscheine es sachgerecht, dass der gewerbsmässig 

handelnde Täter, der ausschliesslich versuchte Diebstähle begeht, sich nebst der Strafschär-

fung aufgrund der Qualifikation der Gewerbsmässigkeit nicht auch eine Strafschärfung gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB wegen mehrfacher Tatbegehung zurechnen lassen müsse. Die mehrfache 

Tatbegehung gehe vielmehr in der Gewerbsmässigkeit auf. Hingegen erscheine fraglich, wes-

halb der fakultative Strafmilderungsgrund des Versuchs gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB im Rah-

men des Kollektivdelikts ausgeschlossen sein sollte, solange nicht eine einzige vollendete Tat 

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vorliege. Die Literatur verweise in Bezug auf die Ausführungen zur Gewerbsmässigkeit als Kol-

lektivdelikt bzw. juristische Handlungseinheit auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (ins-

besondere BGE 123 IV 113), aus welcher klar hervorginge, dass neben versuchten Taten auch 

vollendete Taten begangen werden müssten, damit die versuchten Taten im vollendeten ge-

werbsmässigen Delikt aufgingen. Hinter diesem Rechtsmechanismus stehe die Überlegung, 

dass wenn ein Täter neben der (vollendeten) gewerbsmässigen Tatbegehung auch zur ver-

suchten Tatbegehung verurteilt werden müsste, dies gleichzeitig zur Folge hätte, dass wiede-

rum Art. 49 Abs. 1 StGB zu einer Strafschärfung führen würde. Das Rechtsinstitut der versuch-

ten Tatbegehung sollte sich aber allein strafmildernd auswirken und nicht gleichzeitig zulasten 

des Täters. Hieraus ergebe sich, dass die Berücksichtigung des Versuchs erst dann entfallen 

sollte, wenn der Täter ohnehin bereits wegen eines vollendeten (gewerbsmässigen) Delikts zu 

verurteilen sei. Da der Beschuldigte keinen einzigen vollendeten, sondern nur versuchte Dieb-

stähle begangen habe, könne folglich der Versuch nicht im vollendeten gewerbsmässigen Delikt 

aufgehen. Solle aus diesem Grund nicht die Gewerbsmässigkeit an sich verneint werden, so sei 

von einem versuchten gewerbsmässigen Diebstahl auszugehen. Deshalb sei der Beschuldigte 

des versuchten gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB in Ver-

bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen (vgl. S. 13 f. des angefochtenen Urteils). 

 

1.2 Demgegenüber ist die Staatsanwaltschaft der Ansicht, das Strafgericht habe in casu zwar 

richtigerweise die Voraussetzungen einer gewerbsmässigen Tatbegehung bejaht, entgegen 

dem Strafgericht handle es sich aber trotz Vorliegens von zugegebenermassen „nur“ fünf ver-

suchten (Einbruchs-)Diebstählen nicht um einen „versuchten“ gewerbsmässigen und auch nicht 

gewerbsmässig versuchten Diebstahl, sondern einfach um einen gewerbsmässigen Diebstahl, 

da sämtliche versuchten Delikte im Kollektivdelikt des gewerbsmässigen Diebstahls aufgingen. 

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liege Gewerbsmässigkeit dann vor, wenn aus den 

gesamten Umständen geschlossen werden müsse, dass sich der Beschuldigte darauf einge-

richtet habe, durch Diebstähle Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten 

zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellten. Dafür müsse er mehrfach delinquiert ha-

ben, mit der Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erlangen, und es müsse daraus zu schliessen 

sein, dass er zu einer Vielzahl weiterer Diebstähle bereit gewesen sei. Rein definitionsgemäss 

komme es für die Annahme eines gewerbsmässigen Vorgehens somit explizit nicht auf die tat-

sächlich erzielten Einkünfte, sondern nur auf die entsprechende Absicht des Täters an. Da die 

Absicht zur Erfüllung bzw. Vollendung des Kollektivdelikts ausreiche, bleibe kein Platz mehr für 

eine zusätzliche Unterscheidung des gewerbsmässigen Delikts in die Kategorien Versuch bzw. 

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Vollendung bzw. die Annahme einer versuchten Gewerbsmässigkeit. Dies sei sachgerecht und 

entspreche gerade der ratio legis des strafschärfenden Merkmals der Gewerbsmässigkeit, wel-

ches in ihrer besonderen Sozialgefährlichkeit zu suchen sei. Es wäre demgemäss geradezu 

stossend, wenn ein Täter durch die Annahme eines „versuchten“ gewerbsmässigen Diebstahls 

vom fakultativen Strafmilderungsgrund gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB profitieren sollte, zumal fünf 

versuchte Einbruchsdiebstähle zumindest aus Sicht der potentiellen Geschädigten hinsichtlich 

ihrer Sozialgefährlichkeit wohl nicht erheblich weniger schädlich seien als fünf vollendete (vgl. 

S. 2 der Berufungserklärung). 

 

1.3 Der Vertreter des Beschuldigten führt anlässlich der Hauptverhandlung aus, die Frage ob 

versuchter gewerbsmässiger Diebstahl existiere, sei eher akademischer Natur. Klarheit herr-

sche darüber, dass die Gewerbsmässigkeit nur einmal berücksichtigt werden dürfe. Daher sei 

es unerheblich, ob versuchter gewerbsmässiger Diebstahl oder versuchte Diebstähle mit höher 

zu gewichtender Tatkomponente der Deliktsvielzahl und der Absichten des Beschuldigten vor-

lägen. Des Weiteren sei die Vorinstanz richtigerweise vom gewerbsmässigen Diebstahlversuch 

ausgegangen und habe Art. 22 Abs. 1 StGB angewendet, weil der Versuch gemäss bundesge-

richtlicher Rechtsprechung nur im vollendeten Kollektivdelikt untergehe. Im vorliegenden Fall 

liege kein vollendeter Einbruchsdiebstahl vor, weshalb alle Delikte gleich zu behandeln seien 

(vgl. S. 13 des Protokolls der Hauptverhandlung des Kantonsgerichts). 

 

1.4 Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass ausschliesslich versuchte Diebstähle nicht 

im vollendeten gewerbsmässigen Diebstahl aufgehen können. Das Bundesgericht wendet die-

sen Rechtsmechanismus deshalb an, weil ansonsten bei einer Verurteilung zu einer (vollende-

ten) gewerbsmässigen und versuchten Tatbegehungen die versuchte Tat zu einer Strafschär-

fung führen würde, obwohl sich diese strafmildernd auswirken sollte. Diesbezüglich ist auf die 

dogmatischen Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Urteil (S. 13 f.) zu verweisen. 

 

Entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft ist bei Bejahung von gewerbsmässigem Diebstahl 

bei Vorliegen ausschliesslich versuchter Diebstähle bei der Strafzumessung sehr wohl zu be-

rücksichtigen, ob die einzelnen Diebstähle im Versuchsstadium geblieben sind oder nicht, 

macht es doch einen Unterschied, ob es – wie zum Teil in casu – bei einer Sachbeschädigung 

geblieben ist oder ob die Täterschaft in eine Liegenschaft eindringt, diese nach Wertgegenstän-

den durchsucht und falls fündig einen (vollendeten) Diebstahl begeht. Die Bezeichnung „ver-

suchter gewebsmässiger Diebstahl“ ist unzutreffend, da ansonsten angenommen werden könn-

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te, es liege der Versuch eines gewerbsmässigen Diebstahls vor, obwohl – wie in casu – die 

Qualifikation des gewerbsmässigen Diebstahls zu bejahen ist. Auch die Formulierung „ge-

werbsmässiger versuchter Diebstahl“ trifft die tatsächlichen Gegebenheiten nicht, hat sich doch 

der Beschuldigte, wie das Strafgericht ebenfalls ausführt, nicht darauf spezialisiert, versuchte 

Diebstähle zu begehen. Zudem ist der gewerbsmässige Diebstahl ein dem Gesetz zu entneh-

mender bestehender Begriff, der nicht durch einen Einschub ergänzt werden darf. Wie bereits 

dargelegt, ist für die Strafzumessung von Relevanz, ob ausschliesslich versuchte Diebstähle 

Grundlage für die Bejahung des gewerbsmässigen Diebstahls bilden, weshalb dies im Disposi-

tiv in einer Klammerbemerkung festzustellen ist. 

 

Der Beschuldigte ist folglich des gewerbsmässigen Diebstahls (die einzelnen Diebstähle be-

gangen in der Form des Versuchs) gemäss Art. 139 Ziff. 1 (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) und Ziff. 

2 StGB schuldig zu sprechen.  

 

2. Strafzumessung 

2.1 Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten wegen versuchten gewerbsmässigen Dieb-

stahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer teilbe-

dingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Sie ging dabei von einem nicht ganz uner-

heblichen Tatverschulden aus. Da sie die Legalprognose nicht eindeutig als positiv bewerten 

konnte, wurden 7 der 14 Monate Freiheitsstrafe unbedingt ausgesprochen, bei einer Probezeit 

von 3 Jahren für den bedingten Teil der Strafe (vgl. S. 13 des angefochtenen Urteils). 

 

2.2 Die Staatsanwaltschaft bringt vor, die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 14 Monaten 

entspreche nicht der Schwere des vorliegenden Delikts. Erfahrungsgemäss seien Einbruchs-

diebstähle insbesondere in Wohnliegenschaften geeignet, das Sicherheitsgefühl der betroffe-

nen Bewohner erheblich zu beeinträchtigen. Auszugehen sei in Übereinstimmung mit der Vo-

rinstanz von einem Strafrahmen von bis zu maximal 15 Jahren Freiheitsstrafe. Angesichts des 

erheblichen Verschuldens des Beschuldigten sei nach Auffassung der Staatsanwaltschaft eine 

unbedingte Freiheitsstrafe in der Höhe von mindestens 18 Monaten angezeigt (vgl. S. 4 der 

Berufungserklärung). 

 

Des Weiteren macht die Staatsanwaltschaft geltend, die Freiheitsstrafe sei unbedingt zu voll-

ziehen, weil mangels begründeter Aussicht auf Bewährung dem Beschuldigten durch das Straf-

gericht keine teilbedingte Strafe hätte gewährt werden dürfen bzw. bei der vorliegenden 

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Schlechtprognose auch der teilweise Aufschub der Strafe nicht gerechtfertigt sei. Das Gericht 

schiebe den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 

Jahren auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheine, um den Täter von der Be-

gehung weiterer Verbrechen abzuhalten. Das Strafgericht leite einzig aus dem Umstand der 

Geringfügigkeit und der angeblich fehlenden Einschlägigkeit der Vorstrafen eine gute Prognose 

ab. Jedoch seien diverse Gründe für eine schlechte Prognose augenscheinlich gewesen: Beim 

Beschuldigten handle es sich zweifellos um einen sogenannten Kriminaltouristen, der im Jahr 

2014 einzig und allein zur Begehung von Einbrüchen in die Schweiz eingereist sei. Der Be-

schuldigte habe betreffend den Grund für seine Anwesenheit nur offensichtliche Schutzbehaup-

tungen vorgebracht. Er sei nur in den Fällen geständig gewesen, bei denen er mittels DNA ein-

deutig habe überführt werden können, was gegen die Annahme einer ernstgemeinten Einsicht 

oder Reue spreche. Es liege zudem mit fünf angeklagten und eingestandenen Fällen während 

eines Zeitraums von April 2014 bis Ende 2014 eine eigentliche Deliktsserie vor, was für eine 

gewisse Planung und Hartnäckigkeit spreche. Der Beschuldigte habe zudem aus wirtschaftli-

chen Motiven gehandelt. Die Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls spreche gegen 

das Vorliegen einer guten Legalprognose. Schliesslich sei es offensichtlich, dass der praktisch 

in flagranti angehaltene Beschuldigte weiter delinquiert hätte, wäre er nicht durch die Polizei 

daran gehindert worden (vgl. S. 3 der Berufungserklärung). 

 

2.3 Demgegenüber führt der Beschuldigte aus, es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Ausfüh-

rungen der Vorinstanz unrichtig seien, weshalb diesen vollumfänglich zu folgen sei. Bei der Tat-

komponente sei zu berücksichtigen, dass ausschliesslich versuchte Diebstähle vorlägen. Die 

kriminelle Energie sei mit Blick auf die Anzahl Delikte und die Reisekosten, die der Beschuldigte 

auf sich genommen habe, als relativ hoch einzustufen. Jedoch sei zu berücksichtigen, dass der 

Beschuldigte dilettantisch vorgegangen sei und sich von einfachsten Hindernissen habe abhal-

ten und zum Abbruch bewegen lassen, die ein „Profi“ ohne Weiteres hätte überwinden können. 

Die Vorinstanz habe zudem zu Recht die Umstände, die bereits Grundlage der Annahme der 

Gewerbsmässigkeit gewesen seien, nicht zusätzlich strafschärfend verwertet. Bezüglich der 

Täterkomponente legt der Beschuldigte dar, bei den drei vorhandenen Vorstrafen handle es 

sich um Kleinigkeiten, was sich aus den ausgesprochenen Strafen ergebe, weshalb sie nicht als 

einschlägig zu beurteilen seien. Zudem liege keine Verurteilung wegen Einbruchsdiebstahls vor. 

Schliesslich sei sein Meinungsumschwung hinsichtlich seiner Rückkehr nach Spanien positiv zu 

werten (vgl. S. 13 des Protokolls der Hauptverhandlung des Kantonsgerichts). 

 

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Auch betreffend die Frage der Gewährung des teilbedingten Vollzugs habe die Vorinstanz alles 

richtig gemacht. Der Beschuldigte sei kein Einbruchsprofi und entstamme nicht einem krimino-

genen Milieu. Zudem habe er Zukunftsperspektiven aufgezeigt, die glaubwürdig seien (vgl. S. 

13 f. des Protokolls der Hauptverhandlung des Kantonsgerichts). 

 

2.4.1 Gemäss Art. 408 StPO fällt die Berufungsinstanz ein neues Urteil, welches das erstin-

stanzliche ersetzt. Dabei hat sie die Strafe nach ihrem eigenen Ermessen festzusetzen und 

muss sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren 

gewichtet hat (vgl. BGer 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014 E. 6.2). Nach Art. 47 StGB misst 

das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben 

und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters 

(Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des be-

troffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen 

des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Um-

ständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2). Hat der Täter 

durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen 

erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie ange-

messen (Art. 49 Abs. 1 StGB). Der Richter darf dem Ausmass eines qualifizierenden Tatum-

standes bei der Strafzumessung Rechnung tragen, ohne dabei gegen das Doppelverwertungs-

verbot zu verstossen (vgl. BGE 118 IV 342). 

 

2.4.2 Das Gericht hat das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Gesamteinschätzung 

des Tatverschuldens gestützt auf Art. 50 StGB im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von 

einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, 

schwer, sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Ver-

schulden entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. Die 

so ermittelte Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher 

Täterkomponenten verändert werden (BGE 136 IV 55 E. 5.7). Die tat- und täterangemessene 

Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwen-

denden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr 

weit gefasst worden, um sämtlichen konkreten Umständen Rechnung zu tragen, weshalb der 

ordentliche Rahmen nur dann zu verlassen ist, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen 

und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart beziehungsweise zu 

milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8). Auch das Bundesgericht drängt in seiner Rechtspre-

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chung vermehrt darauf, dass die Formulierung des Verschuldens und die Festsetzung des 

Strafmasses begrifflich in Einklang zu stehen haben (vgl. BGer 6B_1096/2010 vom 7. Juli 2011 

E. 4.2; BGer 6B_859/2013 vom 2. Oktober 2014 E. 4.2 f.). 

 

2.4.3 Die Strafzumessung der Vorinstanz entspricht teilweise nicht den vom Bundesgericht 

entwickelten Grundsätzen zur Strafzumessung und den an sie gestellten Begründungsanforde-

rungen (vgl. BGE 136 IV 55). Sie legt zwar ausführlich dar, welche Tat- und Täterkomponenten 

sie berücksichtigt, zeigt jedoch nicht auf, in welchem Umfang (leicht, stark etc.) sie die jeweili-

gen Kriterien gewichtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_899/2014 vom 7. Mai 2015, E. 2.3). 

Da diese Gewichtung der Strafzumessungsfaktoren weitgehend fehlt, ist es dem Kantonsgericht 

nicht möglich die Strafzumessung der Vorinstanz nachzuvollziehen. 

 

2.4.4 Bezüglich der Sanktionsart ist den unbestrittenen Ausführungen des Strafgerichts zu fol-

gen (vgl. S. 15 des angefochtenen Urteils), weshalb sowohl für den gewerbsmässigen Diebstahl 

als auch die Sachbeschädigung sowie den Hausfriedensbruch eine Freiheitsstrafe auszuspre-

chen ist. Ergänzend ist anzumerken, dass für die Sachbeschädigung und den Hausfriedens-

bruch die Verhängung einer Geldstrafe aufgrund der jeweiligen abstrakten Strafandrohung zwar 

möglich wäre, angesichts der an den Tag gelegten kriminellen Energie des Beschuldigten und 

des engen zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhangs der einzelnen Taten untereinander so-

wie der Berücksichtigung des Umstandes, wonach bei der Wahl der Sanktion auf die Zweck-

mässigkeit, die Auswirkung auf den Beschuldigten sowie die präventive Effizienz zu achten ist, 

im zu beurteilenden Fall augenscheinlich nur die Ausfällung einer Freiheitsstrafe in Frage 

kommt. Ferner ist betreffend den Strafrahmen unter Hinweis auf die vorgenannte Rechtspre-

chung festzustellen, dass die dem Verschulden angemessene Strafe zunächst innerhalb des 

ordentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwendenden Strafbestimmung festzulegen ist. 

Demzufolge ist hier für die Festlegung der Strafe der Strafrahmen des gewerbsmässigen Dieb-

stahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB bis zu 10 Jahren massgebend und somit nicht der nach Art. 

49 Abs. 1 StGB erweiterte Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren, zumal keine 

aussergewöhnlichen Umstände vorliegen, welche ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens 

rechtfertigen würden. 

 

2.4.5 Auf der Seite der objektiven Tatkomponenten ist, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt 

(vgl. S. 15 des angefochtenen Urteils), zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte ausschliess-

lich in bewohnte Privatliegenschaften einbrechen wollte, weshalb jederzeit mit einer Konfronta-

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tion mit der Bewohnerschaft zu rechnen war. Zudem verletzen Einbrüche in bewohnte Privatlie-

genschaften – im Gegensatz zu Einbrüchen in leerstehende bzw. unbewohnte Gebäude – die 

Rechtssphäre der Geschädigten besonders schwer, da diese das Sicherheitsempfinden der 

Betroffenen erheblich tangieren und nachhaltig beeinträchtigen. Diese Umstände wirken sich 

bedeutend verschuldenserhöhend aus. Leicht zu Gunsten des Beschuldigten ist zu berücksich-

tigen, dass er keinen Diebstahl vollenden und somit keinen Deliktsbetrag erzielen konnte, auch 

wenn dies allein auf äussere Umstände (Alarmanlage; Nachbar, der ihn bemerkte) zurückzufüh-

ren ist. Bei den subjektiven Tatkomponenten fällt beachtlich negativ ins Gewicht, dass der Be-

schuldigte eine offenbar nicht unerhebliche kriminelle Energie an den Tag legte, indem er mehr-

fach ausschliesslich zur Begehung von Einbrüchen mit dem Flugzeug aus Spanien resp. Alican-

te in die Schweiz einreiste. Hierfür nahm er entsprechende Auslagen in Kauf, obwohl er nicht 

nachweislich einer geregelten Erwerbstätigkeit in Spanien nachging. Hinzu kommt, dass der 

Beschuldigte trotz mehrerer Fehlversuche sein Ziel hartnäckig weiterverfolgte und insgesamt 

fünf versuchte Einbrüche verübte. Jedoch sind diese Umstände auch teilweise Grundlage der 

Annahme der Gewerbsmässigkeit, weshalb sie sich nicht zusätzlich strafschärfend auswirken. 

 

2.4.6 Hinsichtlich der Täterkomponenten wird betreffend das Vorleben des Beschuldigten auf 

die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (vgl. S. 16 des angefochtenen Urteils). Der Be-

schuldigte gibt anlässlich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht an, er habe zuletzt ein hal-

bes Jahr alleine in Spanien gelebt. Er sei dorthin gegangen, weil ihm das Klima zugesagt habe 

und er ins Plastikgranulatgeschäft habe einsteigen wollen. Seine Arbeit soll lediglich aus dem 

Abwägen von Granulat und der Notierung, wann die Container abgefertigt wurden, bestanden 

haben, wofür er ein- bis zweimal im Monat abgerufen sein soll. Für diese offenbar wenigen Ar-

beitsstunden im Monat soll er – was weder belegt noch ansatzweise als glaubhaft dasteht – im 

Durchschnitt monatlich EUR 1‘500.-- Lohn erhalten haben. Dass der Beschuldigte zum ersten 

Mal vor den Schranken des Kantonsgerichts angibt, nach seiner Entlassung aus dem Strafvoll-

zug nach Litauen gehen zu wollen, obwohl er dort nicht über eine Arbeitsstelle verfügt, unter-

mauert seine Unglaubwürdigkeit betreffend die tatsächliche Erwerbs- und Einkommenssituation 

in Spanien. Der Beschuldigte führt weiter aus, es sei kein Problem, in Litauen eine Arbeitsstelle 

zu finden, da er dort über gute Kontakte verfüge, nachdem er gemäss Urteil des Strafgerichts 

(S. 16) Litauen verlassen hatte, weil er dort keine berufliche Zukunft gesehen hatte. Er wolle 

nicht zurück nach Spanien, weil es dort zu heiss sei und ihm der Lebensstil der Spanier nicht 

mehr zusage. Allenfalls reise er, nachdem er 3 Monate in Litauen verbracht habe, weiter nach 

England. 

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Seite 12  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Der Beschuldigte war zwar geständig, jedoch nur in den Fällen, bei welchen er mittels DNA ein-

deutig überführt werden konnte. Vor Kantonsgericht führt er aus, er bereue was er getan habe. 

Diese Äusserung vermag ebenso nicht zu überzeugen, da sie augenscheinlich ohne erkennba-

re echte Reue und Einsicht in das begangene Unrecht bekundet wurde. Sein Aussageverhalten 

ist neutral zu werten. Der Beschuldigte weist drei Vorstrafen wegen geringfügiger Diebstähle 

auf, die im Einklang mit der Argumentation der Vorinstanz als nicht einschlägig zu bezeichnen 

sind (vgl. S. 17 f. des angefochtenen Urteils). Dies wirkt sich minimal straferhöhend aus. 

 

2.4.7 Das Kantonsgericht geht aufgrund des gewerbsmässigen Diebstahls von einem nicht 

mehr leichten Verschulden aus. Unter Einbezug der Delikte der Sachbeschädigung sowie des 

Hausfriedensbruchs liegt schliesslich gesamthaft – entgegen der Ansicht des Strafgerichts – 

nicht nur ein „nicht ganz unerhebliches Verschulden“, sondern ein mittelschweres Verschulden 

im unteren Bereich vor. Die hypothetische Einsatzstrafe für das Hauptdelikt ist im unteren Be-

reich des ersten Drittels und die Strafe für das Hauptdelikt und die Nebendelikte schliesslich im 

mittleren Bereich des ersten Drittels des ordentlichen Strafrahmens festzusetzen. Die Täter-

komponenten wirken sich in casu weder strafmindernd noch beachtlich -erhöhend aus. Eine 

weitere Korrektur der Strafe entfällt. Im Ergebnis ist somit eine tat- und täterangemessene Stra-

fe von 17 Monaten Freiheitsstrafe auszusprechen.  

 

2.4.8 Schliesslich gilt es noch zu bestimmen, ob die Freiheitsstrafe bedingt, teilbedingt oder 

unbedingt auszusprechen ist. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug 

einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel 

auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung 

weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Nach Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht 

den Vollzug von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren auch nur teilweise auf-

schieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügen Rechnung zu 

tragen. Dies bedeutet, dass vom Strafaufschub nur bei ungünstiger Legalprognose abgewichen 

werden darf, wobei die Voraussetzung der fehlenden ungünstigen Prognose auch für die Ge-

währung des teilbedingten Vollzugs gilt (vgl. ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kom-

mentar StGB, 3. Aufl., 2013, Art. 42 N 38, Art. 43 N 11 f.). Die Frage, ob eine unbedingte Strafe 

nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten, muss 

aufgrund einer Gesamtwürdigung beantwortet werden. In die Beurteilung sind neben den Tat-

umständen das Vorleben und der Leumund, die aktuellen persönlichen und familiären Verhält-

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nisse sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die 

Aussichten seiner Bewährung zulassen, miteinzubeziehen (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, 

a.a.O., N 46). 

 

Die Staatsanwaltschaft wendet hierzu richtigerweise ein, dass alleine aus der Geringfügigkeit 

der Vorstrafen keine gute Legalprognose abgeleitet werden kann, sondern eine Gesamtbeurtei-

lung vorzunehmen ist. Die drei vorhandenen Vorstrafen sind zwar nicht einschlägig, jedoch zei-

gen sie auf, dass der Beschuldigte in der Vergangenheit Straftaten gegen das Vermögen be-

gangen hat. In casu ist der Beschuldigte einzig zur Begehung von Einbruchsdiebstählen mit 

dem Flugzeug in die Schweiz eingereist und sein gewerbsmässiges Vorgehen war auf zukünfti-

ge Delikte ausgerichtet. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte seine Ein-

reisen zum Zwecke des Delinquierens in der Schweiz aufgegeben hätte, wäre er nicht von der 

Polizei angehalten und festgenommen worden. Das bisherige Leben des Beschuldigten zeigt 

keinerlei Beständigkeit auf. Er liess sich zwar in verschiedenen Ländern für einige Jahre nieder, 

baute sich jedoch nie eine Existenz auf. Der Beschuldigte scheint über ein beschränktes sozia-

les Umfeld zu verfügen, da er bei der Befragung vor Kantonsgericht angibt, lediglich ab und zu 

mit seiner Mutter Kontakt zu haben. Auch seine Arbeitssituation ist ungewiss, denn obwohl der 

Beschuldigte angeblich wieder seine Arbeit in Spanien aufnehmen könnte und der Inhaber des 

Plastikgranulatgeschäfts wegen hoher Arbeitsauslastung auf ihn wartet, zieht der Beschuldigte 

es vor, nach Litauen zurückzukehren, wo seine berufliche Zukunft ungewiss ist. Der Beschuldig-

te gibt an, es sei ein Leichtes in Litauen eine Arbeit zu finden, nachdem er Litauen verlassen 

hatte, weil er dort keine berufliche Zukunft gesehen hatte (Urteil des Strafgerichts S. 16). Sollte 

er keine Stelle in Litauen finden, werde er nach England gehen. Der Beschuldigte zeigt vor Kan-

tonsgericht bezüglich seiner Taten eine gewisse Gleichgültigkeit und augenscheinlich keinerlei 

Reue. Aufgrund der daraus zu ziehenden Schlüsse in Bezug auf den Charakter des Beschuldig-

ten und seine Aussichten auf Bewährung besteht für das Kantonsgericht keinerlei Raum zur 

Gewährung eines vollumfänglichen oder auch nur teilweisen Aufschubs der auszusprechenden 

Freiheitsstrafe. Es kann dem Beschuldigten klarerweise keine günstige Legalprognose gestellt 

werden. Um ihn von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten, ist die Freiheitsstrafe von 17 

Monaten daher unbedingt auszusprechen. 

 

2.4.9 Die vom 30. September 2014 bis zum 21. Januar 2015 ausgestandene Untersuchungs-

haft von 113 Tagen ist gemäss Art. 51 StGB an die ausgesprochene Strafe anzurechnen. Der 

Beschuldigte befindet sich seit dem 21. Januar 2015 im vorzeitigen Strafvollzug (act. 1721). 

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IV. Kosten 

1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des Verfah-

rens, mithin der teilweisen Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft, gehen die Kosten 

des Berufungsverfahrens in der Höhe von Fr. 6‘100.--, beinhaltend eine Gerichtsgebühr von Fr. 

6‘000.-- und Auslagen von Fr. 100.--, zu 3/4 (= Fr. 4‘575.--) zu Lasten des Beschuldigten und zu 

1/4 (= Fr. 1‘525.--) zu Lasten des Staates. 

 

2. Im Weiteren ist dem amtlichen Verteidiger eine Entschädigung für das kantonsgerichtliche 

Verfahren auszurichten. Anlässlich der Hauptverhandlung reichte der Rechtsvertreter seine 

Honorarnote vom 25. August 2015 ein, welche einen Aufwand von 9 Stunden à Fr. 200.-- (§ 3 

Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte, TO, SGS, 178.112) ausweist, der 

nicht zu beanstanden ist und zu welchem ein Aufwand von 2.5 Stunden für die Berufungsver-

handlung und Fr. 130.75 für Auslagen hinzuzurechnen sind. Rechtsanwalt Reto Gantner ist 

somit ein Honorar von insgesamt Fr. 2‘625.20 (inkl. Auslagen und 8 % MWST von Fr. 194.45) 

aus der Gerichtskasse zu entrichten. 

  

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Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 19. Mai 2015, 

auszugsweise lautend: 

 

„1. A.____ wird des versuchten gewerbsmässigen Diebstahls, der 

mehrfachen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Haus-

friedensbruchs schuldig erklärt und zu 

 

 einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, 

davon 7 Monate unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für 

den bedingten Teil der Strafe, verurteilt, 

 

 unter Anrechnung der vom 30. September 2014 bis zum 

21. Januar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 113 

Tagen, 

 

 in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB (i.V.m. Art. 

22 Abs. 1 StGB), Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 186 StGB, Art. 43 

StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 48a Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 

StGB sowie Art. 51 StGB. 

 

2. Es wird festgestellt, dass sich der Beurteilte seit dem 21. Januar 

2015 im vorzeitigen Strafvollzug befindet (Art. 236 StPO). 

 

3. Der Beurteilte wird bei seiner Anerkennung der nachfolgend 

genannten Zivilforderungen behaftet: 

 - Fr. 874.80 Schadenersatz zugunsten von B.____; 

 - Fr. 200.-- Schadenersatz zugunsten von C.____; 

 - Fr. 2‘327.20 Schadenersatz zugunsten der D.____; 

 - Fr. 200.-- Schadenersatz zugunsten von E.____. 

 

4. Der Beurteilte trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die 

Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfah-

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rens von Fr. 9‘833.--, den Kosten des Zwangsmassnahmenge-

richts von Fr. 1‘100.- und der Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.--. 

 

 Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil 

verlangt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr 

auf Fr. 1‘500.-- ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT). 

 

5. Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 

Fr. 5‘895.70 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) wird, unter 

Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO, aus der Gerichtskasse entrichtet.“ 

 

wird in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft in Ziff. 1 wie folgt abgeändert: 

 

„1. A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls (die einzelnen 

Diebstähle begangen in der Form des Versuchs), der mehrfa-

chen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedens-

bruchs schuldigt erklärt und zu 

 

 einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten verurteilt, 

 

 unter Anrechnung der vom 30. September 2014 bis zum 

21. Januar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 113 

Tagen, 

 

 in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) 

und Ziff. 2 StGB, Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 186 StGB, Art. 40 

StGB, Art. 48a Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB sowie Art. 51 

StGB.“ 

 

Im Übrigen wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 19. Mai 2015 bestätigt. 

 

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Seite 17  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

 II. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von Fr. 6‘100.--, 

beinhaltend eine Gerichtsgebühr von Fr. 6‘000.-- und Auslagen von 

Fr. 100.--, gehen zu 3/4 (Fr. 4‘575.--) zu Lasten des Beschuldigten 

und zu 1/4 (Fr. 1‘525.--) zu Lasten des Staates. 

 

Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung wird dem Vertreter 

des Beschuldigten, Advokat Reto Gantner, für seine Bemühungen 

im Berufungsverfahren ein Honorar von Fr. 2‘430.75 (inkl. Auslagen) 

zuzüglich 8 % MWST (Fr. 194.45), somit insgesamt Fr. 2‘625.20, zu 

Lasten des Staates bezahlt. 

 

Der Beschuldigte ist verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung 

zurückzuzahlen und der Verteidigung die Differenz zwischen der 

amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zurückzuerstat-

ten, sobald seine wirtschaftlichen Verhältnisse es erlauben (Art. 135 

Abs. 4 lit. a und b StPO). 

 

   

   

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
Isabel Boissonnas 

 

 

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