# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9f0a2ad-f85b-585a-a3f2-764f284e2ffb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.11.2011 D-5329/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5329-2011_2011-11-18.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5329/2011

U r t e i l   v om   1 8 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;  
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
dessen Ehefrau B._______, geboren (…),
und deren Kinder C._______, geboren (…),
D._______, geboren (…),
Republik Kosovo,
vertreten durch Urs Bertschinger, Rechtsanwalt,
(…),
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 24. August 2011 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
A.a.  Der  Beschwerdeführer  (Ehemann)  –  ein  Staatsangehöriger  der 
Republik  Kosovo  –  reichte  am  9.  Juli  2002  in  der  Schweiz  ein  erstes 
Asylgesuch  ein.  Mit  Verfügung  vom  12.  September  2002  stellte  das 
vormals  zuständige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  fest,  er  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Diese 
Verfügung  wuchs  am  15.  Oktober  2002  unangefochten  in  Rechtskraft, 
worauf  der  Beschwerdeführer  am  19.  November  2002  in  seine  Heimat 
zurückkehrte.

A.b.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  den 
Heimatstaat erneut am 26. März 2011 zusammen mit seiner Ehefrau und 
den  gemeinsamen  Kindern  E._______  (Verfahren  D­5328/2011), 
C._______  und  D._______,  ebenfalls  Staatsangehörige  der  Republik 
Kosovo.  Über  ein  ihnen  unbekanntes  Land  gelangten  sie  am  28.  März 
2011  illegal  in  die  Schweiz,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum F._______ um Asyl nachsuchten. Am 31. März 2011 
fanden die Befragungen zur Person statt und am 26. Juli 2011 wurden die 
Beschwerdeführenden zu ihren Asylgründen angehört.

Der  Beschwerdeführer  (Ehemann)  machte  dabei  im  Wesentlichen 
geltend, er gehöre der Volksgruppe der Roma an und sei in G._______ in 
der Gemeinde H._______ wohnhaft  gewesen. Nach  seiner Rückkehr  in 
den  Kosovo  im  Jahr  2002  habe  er  keinerlei  Probleme  gehabt.  In  der 
Nacht des 12. März 2011 seien  jedoch zwei unbekannte maskierte und 
albanischsprechende Männer ins Haus eingedrungen. Zu jener Zeit habe 
es einen Stromausfall  gegeben. Man habe  ihn mit einer Pistole bedroht 
und gefesselt. Die Männer hätten ihm zwecks Geldzahlung eine Frist von 
zwei Wochen angesetzt und gedroht, falls er nicht bezahlen würde, werde 
er  und  die  ganze  Familie  getötet.  Während  einer  der  Männer  seine 
Ehefrau ins Badezimmer gebracht habe, sei er vom anderen bewacht und 
mit dem Tod bedroht worden, sollte er bei der Polizei Anzeige erstatten. 
Aufgrund dieses Vorfalls  hätten er  und  seine Ehefrau  sich  zur Ausreise 
entschlossen.

Zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  erklärte  die  Beschwerdeführerin 
(Ehefrau)  insbesondere,  sie  gehöre  der  Volksgruppe  der  Roma  an.  Als 
die  beiden  Männer  ins  Haus  eingedrungen  seien,  habe  einer  ihr  die 

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Augen  verbunden,  ein  Stück  Stoff  in  den  Mund  gestopft  und  sie  ins 
Badezimmer geführt, wo er sie vergewaltigt habe. Sie habe jedoch vorher 
das Bewusstsein verloren. Als sie wieder zu sich gekommen sei, hätten 
die Männer das Haus bereits verlassen. Sie habe deshalb ihren Ehemann 
von den Fesseln befreien können.

Sohn  C._______  führte  im  Wesentlichen  aus,  er  sei  in  der  Schule 
beleidigt worden, weil er ein Roma sei. Er habe sich dann entschlossen, 
nicht mehr zur Schule zu gehen. Weshalb seine Eltern aus dem Kosovo 
ausgereist seien, wisse er nicht. Sie hätten ihm lediglich gesagt, dass die 
Familie sich ins Ausland begeben würde.

A.c.  Als  Beweismittel  reichte  der  Beschwerdeführer  (Ehemann)  einen 
ärztlichen Bericht vom 12. Juli 2011 zu den Akten.

B. 
Mit  Verfügung  vom  24.  August  2011  –  eröffnet  am  29.  August  2011 – 
stellte  das  BFM  fest,  die  Beschwerdeführenden  erfüllten  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, wies deren Asylgesuche vom 28. März 2011 
ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug an.

C. 
Mit Eingabe vom 26. September 2011 liessen die Beschwerdeführenden 
gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erheben  und  in  materieller  Hinsicht  beantragen,  die  angefochtene 
Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Feststellung  des 
vollständigen  und  richtigen  Sachverhalts  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,  eventualiter  sei  die  angefochtene  Verfügung 
aufzuheben,  ihre  Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und  ihnen 
dementsprechend  Asyl  zu  gewähren,
subeventualiter  sei  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  sie 
seien  vorläufig  aufzunehmen.  In  prozessualer  Hinsicht  sei  ihnen  die 
unentgeltliche Rechtspflege für die Verfahrenskosten zu gewähren.

Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit entscheidrelevant – in den 
Erwägungen eingegangen.

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  10.  Oktober  2011  stellte  der 
Instruktionsrichter  fest,  die  Beschwerdeführenden  dürften  den  Ausgang 

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des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten,  wies  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,
SR 172.021) ab und forderte die Beschwerdeführenden unter Hinweis auf 
die Säumnisfolge auf, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 600.­ zu 
leisten.

E. 
Der Kostenvorschuss wurde am 25. Oktober 2011 fristgerecht einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 
ist einzutreten.

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2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden 
(Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich 
vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 
4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den 
frauenspezifischen Fluchtgründen  ist Rechnung zu  tragen  (Art. 3 Abs. 2 
AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 
5.1. Hinsichtlich der beschwerdeführenden Eheleute ging das BFM in der 
angefochtenen  Verfügung  davon  aus,  ihre  Vorbringen  hielten  wegen 
widersprüchlicher  Aussagen  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 

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gemäss Art. 7 AsylG nicht stand, weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft 
werden  müsse.  Die  Vorbringen  von  Sohn  C._______  seien  nicht 
asylrelevant.

Der Vollzug der Wegweisung wurde als zulässig, zumutbar und möglich 
erachtet.

5.2. In der Rechtsmitteleingabe wird bestritten, dass sich die Eheleute in 
zahlreichen  Punkten  widersprochen  hätten.  Diesbezüglich  wird  im 
Wesentlichen  gerügt,  insoweit  die  Aussagen  divergierten,  so  sei  dies 
wohl  auch  auf  die  teilweise  unvollständige  und  unrichtige  Übersetzung 
zurückzuführen. Insbesondere sei die Behauptung unzutreffend, dass die 
Beschwerdeführenden nach der Rückkehr des Beschwerdeführers in den 
Kosovo  im Jahr 2002 keinerlei Probleme gehabt  hätten. Vielmehr  seien 
sie  praktisch  täglich  Opfer  von  tätlichen  Übergriffen  und 
Diskriminierungen  durch  Albaner  geworden.  Weshalb  diese 
Ausführungen  im  Befragungsprotokoll  nirgends  Erwähnung  gefunden 
hätten,  bleibe  schleierhaft.  Ganz  offensichtlich  sei  die  zuständige 
Dolmetscherin  nicht  in  der  Lage  gewesen,  korrekt  und  detailliert  zu 
übersetzen. Augenfällig sei jedenfalls, dass die Dolmetscherin nicht unter 
Strafandrohung  zur  richtigen  Übersetzung  ermahnt  worden  sei.  Im 
Zusammenhang mit der Korrektheit der Übersetzung verstosse es in casu 
auch  gegen  das  Gebot  der  Fairness  im  Sinne  von  Art.  29  Abs.  1  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  (BV,  SR  101),  wenn  die  Beschwerdeführenden  nicht  darauf 
hingewiesen  worden  seien,  sich  zur  Anhörung  von  einem  Dolmetscher 
eigener Wahl begleiten zu  lassen (vgl. Art. 29 Abs. 2 AsylG). Der  in der 
Schweiz  seit  mehr  als  20  Jahren  wohnhafte  Bruder  des 
Beschwerdeführers  hätte  die  Korrektheit  der  Übersetzung  einwandfrei 
feststellen  können. Unter  den  gegebenen Umständen  sei  die  Anhörung 
nach  Art.  29  Abs.  1  AsylG  nochmals  durchzuführen,  damit  die 
Beschwerdeführenden  auch  tatsächlich  in  den  Genuss  eines  fairen 
Verfahrens kämen.

5.3. 
5.3.1. Vorliegend gilt es zunächst  in  formeller Hinsicht zu prüfen, ob die 
von den Beschwerdeführenden erhobene Rüge, die Dolmetscherin habe 
teilweise unvollständig und unrichtig übersetzt, begründet ist.

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5.3.1.1  Angesichts  dessen,  dass  die  Beschwerdeführenden  bei  der 
Befragung  und  der  Anhörung  einerseits  angaben,  sie  verstünden  die 
Dolmetscherin gut beziehungsweise sehr gut, und andererseits mit  ihrer 
Unterschrift  bestätigten,  das  Protokoll  sei  ihnen  in  eine  ihnen 
verständliche  Sprache  übersetzt  worden,  sei  wahrheitsgetreu  und 
entspreche  ihren Äusserungen  (vgl. Befragungsprotokolle  vom 31. März 
2011, B3 S. 6/7, B4 S. 6, B12 und B13 S. 1/14), muss der Vorwurf der 
fehlerhaften Übersetzung als unbehelfliche Schutzbehauptung qualifiziert 
werden. Dies  umso mehr,  als  die  der Anhörung  ebenfalls  beiwohnende 
Hilfswerksvertreterin  zum  Protokoll  keinerlei  Einwände  anbrachte  (vgl. 
B12 und B13 S. 15). Im Übrigen ist davon auszugehen, dass es sich bei 
der  in Frage  stehenden Dolmetscherin  um eine berufserfahrene Person 
handelt.  Vor  diesem  Hintergrund  und  in  Anbetracht  der  Erklärung  des 
Beschwerdeführers, dass es zwischen dem Jahr 2002 und dem 12. März 
2011  keine  beziehungsweise  keine  gravierenden  Probleme  gegeben 
habe  (vgl.  B3
S.  5,  B12  S.  3  F18),  ist  das  zusätzlich  geltend  gemachte  Vorbringen, 
wonach  die  Beschwerdeführenden  praktisch  täglich  Opfer  von  tätlichen 
Übergriffen  und Diskriminierungen  seitens  der Albaner  geworden  seien, 
als  nachgeschoben,  mithin  unglaubhaft  zu  bewerten.  Aus  dem  Vorhalt, 
dass bereits die Übersetzung der im Jahr 2002 durchgeführten Befragung 
mangelhaft gewesen sei, vermag der Beschwerdeführer ebenso wenig zu 
seinen  Gunsten  abzuleiten,  zumal  er  auch  damals  unterschriftlich 
bestätigte, das Protokoll entspreche seinen Ausführungen (vgl. Akten A1 
S.  6  und  A7  S.  11).  Demnach  kann  auf  eine  in  der  Beschwerde 
gewünschte  Feststellung  der  Familienverhältnisse  anhand  amtlicher 
Dokumente  verzichtet  werden.  Schliesslich  ist  zu  bemerken,  dass  das 
BFM  die  Beschwerdeführenden mit  Vorladung  vom  13.  Juli  2011  unter 
anderem  über  die  Möglichkeit  informierte,  sich  auf  eigene  Kosten  von 
einem Beistand und allenfalls einem Dolmetscher ihrer Wahl begleiten zu 
lassen (vgl. Akte B11), so dass vorliegend – entgegen dem Vorhalt in der 
Beschwerde  –  keine  Verletzung  der  in  Art.  29  Abs.  1  BV  statuierten 
Verfahrensgarantie  ersichtlich  ist.  Nach  dem  Gesagten  kann  davon 
ausgegangen  werden,  dass  die  Beschwerdeführenden  bereits  in  den 
Genuss  eines  fairen  Verfahrens  gekommen  sind,  weshalb  es  sich 
erübrigt,  nochmals  eine  Anhörung  im  Sinne  von  Art.  29  Abs.  1  AsylG 
durchzuführen.  Somit  kann  auch  darauf  verzichtet  werden,  das 
angebliche  Verwandtschaftsverhältnis  der  Beschwerdeführenden  zu 
I._______ (Bruder des Beschwerdeführers) amtlich festzustellen.

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5.3.1.2 Den vorstehenden Ausführungen zufolge ist die Übersetzung und 
damit  die  Ermittlung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  nicht  zu 
beanstanden,  weshalb  der  Antrag,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben  und  die  Sache  sei  zur  Feststellung  des  vollständigen  und 
richtigen  Sachverhalts  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  abgewiesen 
wird.

5.3.2.  Im  Weiteren  ist  abzuklären,  ob  die  Beschwerdeführenden  die 
Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  beziehungsweise  in  Kosovo  eine 
asylrelevante Verfolgung zu befürchten haben.

5.3.2.1  Bei  der  Anhörung  zu  den  Asylgründen  verstrickten  sich  die 
beschwerdeführenden Eheleute in zahlreiche Widersprüche, weshalb die 
Glaubhaftigkeit  ihrer Vorbringen insgesamt zu bezweifeln ist. So gab der 
Beschwerdeführer  namentlich  an,  er  habe  seiner Ehefrau,  nachdem sie 
ihm von der Vergewaltigung erzählt  habe, gesagt,  das mache  ja nichts; 
sie  hätten  drei  gemeinsame  Kinder  (vgl.  B12  S.  9  F88).  Im Gegensatz 
dazu  führte die Beschwerdeführerin aus, er habe gesagt, wenn er diese 
Leute  ausfindig machen  könnte, würde er  sie  umbringen  (vgl. B13 S.  7 
F56).  Im  Weiteren  mutet  es  vor  dem  Hintergrund,  wonach  die 
Beschwerdeführenden  mit  dem  Tod  bedroht  worden  seien,  äusserst 
merkwürdig  an,  dass  sie  die  ihnen  angeblich  zwecks  Geldübergabe 
angesetzte Frist von zwei Wochen bei der summarischen Befragung mit 
keinem  Wort  erwähnten.  Die  entsprechende  Begründung  des 
Beschwerdeführers,  er  habe gedacht,  bei  der Anhörung Gelegenheit  zu 
haben,  über  alles  zu  sprechen,  was  er  bei  der  Befragung  ausser  Acht 
gelassen  habe  (vgl.  B12  S.  7  F59)  muss  daher  als  unbehelfliche 
Schutzbehauptung  qualifiziert  werden.  Es  ist  vielmehr  davon 
auszugehen,  die  Beschwerdeführenden  hätten  diesen  zentralen  Punkt 
bereits  im  Rahmen  der  Befragung  zur  Sprache  gebracht,  wären  sie 
tatsächlich  zu  einer  Geldzahlung  aufgefordert  worden.  Angesichts 
dessen, dass es  in der Nacht des Überfalls einen Stromausfall gegeben 
haben  soll  (vgl.  B3 S.  4,  B4 S.  5),  ist  es  nicht  nachvollziehbar, wie  die 
Männer  in  der  Lage  sein  konnten,  sich  im  Haus  der 
Beschwerdeführenden  zurechtzufinden.  Es  dürfte  ihnen  schwerlich 
möglich gewesen  sein,  die Beschwerdeführerin  in  einem  ihnen  fremden 
Haus  ohne  Licht  ins  Badezimmer  zu  bringen  (vgl.  B13  S.  5  F42).  Des 
Weiteren  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass  die 
Beschwerdeführenden  mit  der  Ausreise  nicht  noch  zwei  Wochen 
zugewartet  hätten,  wären  sie  tatsächlich  in  der  vorgebrachten  Weise 
überfallen  worden,  umso  weniger  als  sie  vor  einem  erneuten  Überfall 

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Angst  gehabt  (vgl.  B12  S.  8  F77)  und  die  Verbindung  in  die  Schweiz 
bereits etwa vier oder fünf Tage nach dem Vorfall gefunden haben wollen 
(vgl.  B12  S.  10  F97).  Schliesslich  vermag  auch  der  angeblich  ganz 
schlechte  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführenden  die  beim 
Sachvortrag  festgestellten  Unglaubhaftigkeitselemente  nicht  zu 
beseitigen.  Infolgedessen  besteht weder  Anlass,  aktuelle  psychiatrische 
Gutachten  einzuholen,  um  Rückschlüsse  auf  die  Glaubhaftigkeit  zu 
ziehen, noch eine Befragung des zuständigen Betreuers durchzuführen.

5.3.2.2 Der von der angefochtenen Verfügung ebenfalls betroffene Sohn 
C._______ machte als persönliche Probleme einzig geltend, er sei in der 
Schule wegen seiner Roma­Zugehörigkeit von Albanern beleidigt worden; 
körperlich  hätten  sie  ihn  nicht  angegriffen  (vgl.  Anhörungsprotokoll  vom 
26.  Juli  2011,  B14  S.  2).  Diesbezüglich  kann  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen  vollumfänglich  auf  die  als  zutreffend  erachteten 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden, wonach 
keine asylrelevante Verfolgung vorliegt.

5.3.2.3  In  Anbetracht  dieser  Umstände  ergibt  sich  zusammenfassend, 
dass  die  Vorbringen  der  beschwerdeführenden  Eheleute  den 
Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht 
standhalten,  während  diejenigen  des  Sohnes  C._______  als  nicht 
asylrelevant  zu  beurteilen  sind.  Auf  die  weiteren  Ausführungen  in  der 
Beschwerde  braucht  nicht  eingegangen  zu  werden,  da  dies  zu  keiner 
anderen  Einschätzung  führen  würde.

Nach  dem  Gesagten  hat  das  BFM  die  Asylgesuche  der 
Beschwerdeführenden zu Recht abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2.  Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine 
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 
Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 S. 733).

7. 

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7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
gilt  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Peter  Uebersax/Beat  Rudin/Thomas  Hugi 
Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.]  Ausländerrecht,  Handbücher  für  die 
Anwaltspraxis, Band VIII, 2. Auflage, Basel 2009, S. 568 Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG). 

7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  BV,  Art. 3  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der 
Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand 
der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder 
Behandlung unterworfen werden.

7.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 
Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 

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AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  der  Beschwerde­
führenden  in den Heimatstaat  ist demnach unter dem Aspekt  von Art. 5 
AsylG rechtmässig.

7.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der 
Beschwerdeführenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie 
für den Fall einer Ausschaffung  in den Heimatstaat dort mit beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des UN­Anti­Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihnen  im  Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche 
Behandlung  drohen würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen 
Italien,  Urteil  vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06, 
§§ 124 – 127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine 
Menschenrechtssituation  in  Kosovo  lässt  den Wegweisungsvollzug  zum 
heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten 
ist der Vollzug der Wegweisung sowohl  im Sinne der asyl­ als auch der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.3.1.  Angesichts  des  Umstands,  dass  in  Kosovo  derzeit  weder  Krieg, 
Bürgerkrieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,  sind keine 
Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Beschwerdeführenden bei einer 
Rückkehr dorthin konkret gefährdet wären.

7.3.2. Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  in  seiner  Praxis  davon  aus, 
dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  von  albanischsprachigen  Roma, 
Ashkali  und  Ägyptern  nach  Kosovo  in  der  Regel  zumutbar  ist,  sofern 
aufgrund einer Einzelfallabklärung  (insbesondere durch Untersuchungen 
vor  Ort;  heute  über  die  Schweizerische  Botschaft,  früher  via  das 
sogenannte  Verbindungsbüro)  feststeht,  dass  bestimmte 
Reintegrationskriterien – wie berufliche Ausbildung, Gesundheitszustand, 

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Alter, ausreichende wirtschaftliche Lebensgrundlage und Beziehungsnetz 
in  Kosovo  –  erfüllt  sind  (vgl.  BVGE  2007/10).  Damit  wird  die 
Rechtsprechung  der  ehemaligen  Asylrekurskommission  fortgeführt  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 10 und 11).

7.3.3.  In  der  angefochtenen  Verfügung  wurde  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs bejaht, ohne dass eine Einzelfallabklärung vor Ort 
vorgenommen  worden  wäre.  Das  Urteil  BVGE  2007/10  verlangt  zwar 
nicht  in  jedem  Fall  zwingend  –  etwa  als  formelle  und  materielle 
Bedingung  einer  hinreichenden  Erstellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  –  eine  Einzelfallabklärung  vor  Ort.  Es  kann  auch  ohne 
Einzelfallabklärung  vor  Ort  der  wesentliche  Sachverhalt,  der  für  die 
Beurteilung der Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzugs relevant ist, als 
hinreichend erstellt erachtet werden, wenn alle von der Rechtsprechung 
verlangten Integrationskriterien hinreichend substanziiert eruiert sind.

7.3.4.  Vorliegend  ist  der  für  die  Beurteilung  der  Zumutbarkeit  eines 
Wegweisungsvollzugs  relevante  Sachverhalt  als  hinreichend  erstellt  zu 
erachten,  weshalb  das  BFM  auf  eine  Einzelfallabklärung  vor  Ort 
verzichten  konnte.  Zunächst  muss  festgehalten  werden,  dass  die  im 
ärztlichen Bericht vom 13. August 2011 beziehungsweise Vertreterschein 
vom  12.  Juli  2011  (vgl.  Akte  B16)  diagnostizierten  gesundheitlichen 
Probleme  des  Ehemannes  (psychosoziale  Belastungssituation  mit 
chronischen  Spannungskopfschmerzen,  arterieller  Hypertonie, 
dyspeptischen Beschwerden und Schlafmangel) sowie die zugegebenen 
psychischen  Beschwerden  der  Ehefrau  keine 
Wegweisungsvollzugshindernisse  darstellen,  weil  gemäss  den 
Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  eine  Behandlung  und 
entsprechende Medikation auch  in Kosovo möglich sind. Angesichts der 
Arbeitserfahrung  des  Ehemannes  (vgl.  B12  S.  9  F84)  ist  im  Weiteren 
davon  auszugehen,  es werde  ihm  trotz  seiner  im  Jahr  2010  verlorenen 
Arbeitsstelle  (vgl.  a.a.O.,  F85)  und  ungeachtet  allfälliger 
Zugangsschwierigkeiten  gelingen,  in  der  Heimat  eine  neue  Stelle  zu 
finden, um den familiären Unterhalt bestreiten zu können. Zudem haben 
die  Beschwerdeführenden  in  Kosovo  sowohl  eine  Wohnmöglichkeit  als 
auch  ein  soziales  Beziehungsnetz,  da  sie  dort  ein  Haus  besitzen  (vgl. 
B12  S.  2  F6,  B13  S.  2  F12)  und mehrere  ihrer  Verwandten  dort  leben 
(vgl.  B12  S.  3  F16­17,  B13  S.  2  F7  ff.).  Sodann  sind  keine  weiteren 
persönlichen  Gründe  ersichtlich,  aufgrund  derer  geschlossen  werden 
könnte, die Beschwerdeführenden gerieten im Falle der Rückkehr in eine 

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existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung – in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz – als zumutbar zu bewerten ist.

7.4.  Schliesslich  obliegt  es  den  Beschwerdeführenden,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art. 8 Abs. 4 AsylG,  dazu 
auch  BVGE 2008/34  E. 12  S. 513 – 515),  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  den 
Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  auf 
insgesamt  Fr. 600.­  festzusetzen  (Art. 1  –  3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und mit  dem  am  25. 
Oktober  2011  in  gleicher  Höhe  einbezahlten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag wird mit  dem am 25. Oktober  2011 geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

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