# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 819eb26f-4a92-54a6-93fe-415087a68e9f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 2001 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-2001-6_0000-00-00.pdf

## Full Text

2 PKG 2001

6 – Ausseramtliche Kosten (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Dass eine Par- tei 
mit Wohnsitz im Ausland in der Schweiz klagen muss
und die Gerichtssprache des Bezirksgerichts nicht ver- 
steht, ist bei der Verteilung der ausseramtlichen Kosten 
unerheblich. Die Parteien haben die ihnen mit der Über- 
setzung von Gerichtskorrespondenzen anfallenden Kosten 
selber zu tragen.

Aus den Erwägungen:
3.d) Vorerst ist festzuhalten, dass vor der Vorinstanz einzig die Modalitäten 
des Besuchsrechts zur Diskussion standen. Die Zusprechung eines Besuchs- 
rechts wurde von beiden Parteien im Grundsatz anerkannt. Lediglich dessen 
Umfang war streitig. Die Modalitäten eines Besuchsrecht bieten aber als üb- 
liche Nebenfolge einer Scheidung keine besonderen rechtlichen Schwierig- 
keiten, zumal die genaue Regelung aufgrund der Umstände ohnehin im Er- 
messen des Gerichtes steht. Damit ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die 
Streitsache auf Seiten des Berufungsklägers im Vergleich zum Aufwand des 
Rechtsvertreters der Berufungsbeklagten einen Mehraufwand verursacht 
hat. Soweit der Berufungskläger geltend macht, er wohne in den USA, 
müsse in der Schweiz klagen und verstehe die Gerichtssprache des Bezirks- 
gerichts M. nicht, kann er daraus nichts für sich ableiten. Es kann der Beru- 
fungsbeklagten nicht zum Nachteil gereichen, dass dem Berufungskläger ein 
Mehraufwand aufgrund ihres Wohnorts und der Gerichtssprache entsteht. 
Vielmehr war es grundsätzlich die Sache des Berufungsklägers, seine Ein- 
gaben in der Gerichtssprache des Bezirksgerichts M. abzufassen und sich die 
Korrespondenzen des Gerichts übersetzen zu lassen. Er hat die in diesem 
Zusammenhang entstandenen Kosten selbst zu tragen (vgl. auch ZR 63 1964 
Nr. 26; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozess- 
ordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N. 5 zu § 56). Wenn er des Weiteren geltend 
macht, es hätten verschiedene englischsprachige Urkunden gesichtet wer- 
den müssen, so ist ihm zu entgegnen, dass diese, soweit sie für die Regelung 
der Modalitäten des – ansonsten im Grundsatz anerkannten – Besuchsrechts 
überhaupt relevant sind und in den Akten liegen, dem Rechtsvertreter der 
Berufungsbeklagten gleichermassen einen Mehraufwand verursacht haben. 
Folglich ist aus den Vorbringen des Berufungsklägers kein Grund ersicht- 
lich, welcher zu einer von der grundsätzlichen Wettschlagung der ausser- 
amtlichen Kosten abweichenden Verteilung Anlass gäbe.
…
ZF 00 84 Urteil vom 29. Januar 2001

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