# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eac9730f-581b-56d4-ab1e-6b8593ee61ec
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.09.2006 ZF 2006 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-5_2006-09-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 18. September 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 5

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident  Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Tomaschett-Murer, Vital und Hubert
Aktuar ad hoc Walder

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

der X .  A G , Klägerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte, vertre-
ten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gieri Caviezel, Vazerolgasse 2, Chur,

gegen

das Urteil des  Bezirksgerichts Surselva vom 5. Juli 2005, mitgeteilt am 13. Dezem-
ber 2005, in Sachen der X. AG , gegen Z., Beklagten, Berufungsbeklagten und An-
schlussberufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, 
Masanserstrasse 35, Chur,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

2

A. 1. Die am 18. August 2000 gegründete X. AG mit Sitz in AF. bezweckt 
die Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und den Verkauf von Sportgeräten aller 
Art mit Einschluss von Zubehör und den Produkten dienenden Artikeln sowie das 
Erbringen von Dienstleistungen aller Art. Präsident des Verwaltungsrates der mit 
einem Aktienkapital von 200'000 Franken dotierten Gesellschaft ist A., der bei der 
Gründung 100 Inhaberaktien zu 1'000 Franken zeichnete und in bar liberierte. Wei-
tere Verwaltungsräte sind B. und C., welche je 50 Aktien übernahmen, wobei der 
letztere für 28 Aktien eine Sacheinlage leistete.

Z. ist Skilehrer-Experte, Skientwickler und –designer. Er ist im Bereiche Ski-
sport in verschiedenen Bereichen tätig und betreibt in T. die Einzelfirma Z.’s AG. I..

A. und Z. lernten sich anfangs der Neunzigerjahre im Rahmen ihrer Skisport-
tätigkeiten kennen. Während einer gewissen Zeit waren beide beim Skihersteller 
AE. angestellt. Ungefähr im Jahre 2000 verliess A., der sich als einer der Erfinder 
und Initianten der Carving-Bewegung bezeichnet, diese Firma und gründete zusam-
men mit seinen zwei Partnern die X. AG.

2. Im Frühjahr 2001 kam es zwischen dem Verwaltungsratspräsidenten 
der X. AG und Z. zu ersten Gesprächen über eine allfällige Zusammenarbeit, und 
ab Herbst des gleichen Jahres erbrachte Z. Leistungen für die Firma. Klare Abma-
chungen über die Art der Zusammenarbeit wurden keine getroffen. Nach der Dar-
stellung der X. AG sollte Z. Gelegenheit geboten worden sein, sich an der Firma zu 
beteiligen, wobei ihm A. die Hälfte seines Aktienpaketes angeboten habe. Der Be-
klagte sei an dieser Beteiligung zwar interessiert gewesen, hingegen sei er damals 
nicht in der Lage gewesen, den Kaufpreis von 50'000 Franken aufzubringen. Es sei 
ihm daher der Vorschlag gemacht worden, den Aktienkaufpreis zu einem späteren 
Zeitpunkt aus allfälligen Gewinnen zu zahlen. Voraussetzung für dieses Angebot 
sei allerdings gewesen, dass Z. sich der Gesellschaft für zwei bis drei Monate un-
entgeltlich zur Verfügung stelle und die ihm zugewiesenen Arbeiten ausführe; dies 
sei auch der Eintrittspreis der übrigen Partner gewesen. – Z. bestreitet diese Dar-
stellung und stellt in Abrede, dass davon gesprochen worden sei, dass er Aktien für 
50'000 Franken sollte erwerben können; eine solche Absicht habe er nie gehabt und 
es sei auch nie zur Diskussion gestanden, dass er seine Arbeitskraft unentgeltlich 
hätte zur Verfügung stellen sollen. Er macht sodann geltend, selbst wenn eine glei-
che Regelung wie bei den anderen Aktionären angestrebt worden wäre, so wäre 
die Konsequenz doch ein Arbeitsverhältnis gewesen. Wenn es nicht zum Abschluss 
eines solchen gekommen sei, so liege doch mindestens ein Auftragsverhältnis vor. 

3

Sein substantiiert ausgewiesener Aufwand, den er im Auftrage der X. AG professi-
onell für diese betrieben habe, mache sodann auch deutlich, dass Entgeltlichkeit 
üblich sei und es sich bei seinen Leistungen um mehrere entgeltliche Aufträge ge-
handelt habe.

3. Im Laufe des Winters 2002/2003 verschlechterten sich die Beziehun-
gen zwischen Verwaltungsratspräsident A. und Z.. In einem Scheiben vom 11. März 
2003 gab der letztere zu erkennen, dass er seine Arbeit für die Firma zu beenden 
beabsichtige. Er hielt fest, leider habe es immer dringendere Themen zu diskutieren 
gegeben, als über Lohn und Verträge zu sprechen. Trotzdem hoffe er, dass man 
über offene Geschäftsfragen mit Anstand sprechen werde und die Rechnung für 
bezogenes Material und seine erbrachten Leistungen in Einklang bringen könne. An 
einer Beteiligung an der X. AG sei er nicht interessiert, und sein geleisteter Aufwand 
soll somit mit der Rechnung für bezogene Skier verrechnet werden. Er listete darauf 
seine für die Klägerin erbrachten Leistungen und Auslagen auf und gelangte dabei 
für die Zeit von Herbst 2001 bis März 2003 auf eine Forderung von insgesamt Fr. 
199'019.--. Die X. AG reagierte nicht auf dieses Schreiben, hingegen sandte sie Z. 
für Warenlieferungen (Skier und Zubehör) am 24. April 2003 vier Rechnungen für 
Fr. 3'697.15, Fr. 39'403.10, Fr. 9'365.85 und Fr. 13'099.20, was nach dem Abzug 
einer Gutschrift vom 22. April 2003 von Fr. 3'292.55 für zurückgenommene Skier 
eine gesamte Forderung von Fr. 62'272.75 ergab. Nachdem seitens von Z. keine 
Zahlung eingegangen war, schrieb ihm die X. AG am 5. Juni 2003, bei den gefor-
derten Beträgen handle es sich um Rechnungen für unbeanstandete Lieferungen; 
man ersuche um Bezahlung innert zehn Tagen, andernfalls ohne weitere Abmah-
nung rechtliche Schritte eingeleitet würden. Dies geschah am 8. Juli 2003 durch die 
Zustellung eines Zahlungsbefehls, gegen den der Betriebene gleichentags Rechts-
vorschlag erhob.

B. Die Parteien vermochten sich in der Folge nicht zu einigen. Die X. AG 
meldete daher die Streitsache am 16. September 2003 beim Kreisamt Cadi zur Ver-
mittlung an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 28. Oktober 2003 
bezog sie den Leitschein und prosequierte die Klage durch Prozesseingabe vom 
28. November 2003 an das Bezirksgericht Surselva. Sie stellte folgendes Rechts-
begehren:

„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 
62'272.75 zuzüglich 5 % Zins seit 27. Mai 2003 zu bezahlen.

 2. Es sei der in der Betreibung Nr. 2030638 des Betreibungsamtes T. er-
hobene Rechtsvorschlag zu beseitigen.

4

 3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.“

Während der Beklagte anlässlich der Sühneverhandlung noch Widerklage 
mit dem Rechtsbegehren erhoben hatte, die Klägerin sei zu verpflichten, ihm Fr. 
25'907.25 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. April 2003 zu bezahlen, liess er dieses 
Begehren in seiner Prozessantwort vom 9. Februar 2004 fallen und beantragte le-
diglich noch die kostenfällige Abweisung der Klage. Er stellte der klägerischen For-
derung hingegen verrechnungsweise eigene Ansprüche für in der Zeit von Herbst 
2001 bis Winter 2003 erbrachte Leistungen im Gesamtbetrage von Fr. 111'791.10 
entgegen. In der Replik vom 19. April 2004 und der Duplik vom 14. Juni 2004 be-
harrten die Parteien auf ihren Standpunkten. 

C. Mit Urteil vom 5. Juli 2005, mitgeteilt am 13. Dezember 2005, erkannte 
das Bezirksgericht Surselva:

„1.a) Die Klage wird abgewiesen.

b) Die Widerklage wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.

 2.  Die Kosten des Verfahrens von CHF 8'000.00 (Gerichtsgebühr CHF 
6'760.70, Schreibgebühr CHF 800.00, Barauslagen CHF 439.30) ge-
hen zu Lasten der Klägerin.

Die Klägerin hat den Beklagten überdies mit CHF 30'000.00 ausser-
amtlich zu entschädigen.

 3. Mitteilung an ….“

Das Gericht kam zum Schluss, die von der Klägerin in Rechnung gestellten 
Forderungen seien im Umfange von Fr. 54'900.30 ausgewiesen und es sei der X. 
AG folglich dieser Betrag zuzusprechen. Auf der anderen Seite erachtete sie von Z. 
erhobene Gegenforderungen von insgesamt Fr. 66'339.40 für berechtigt, so dass 
der gutgeheissene Verrechungsanspruch die Hauptforderung überstieg, was zur 
Abweisung der Klage führte.

D. Gegen dieses Urteil liess die X. AG am 18. Januar 2006 die Berufung 
an das Kantonsgericht von Graubünden erklären, wobei sie die Aufhebung des an-
gefochtenen Urteils und die Gutheissung der Klage im ursprünglich geltend ge-
machten Betrage von Fr. 62'272.75 beantragte. Der Beklagte reichte am 23. Januar 
2006 eine Anschlussberufung ein. Er stellte das Rechtsbegehren, es sei die Beru-
fung der Klägerin abzuweisen, Ziff. 2 Abs. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Sur-
selva aufzuheben und die X. AG zu verpflichten, ihm für das Verfahren vor dem 
Bezirksgericht Surselva eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 43'706.45 (inkl. 

5

7,6 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Er beantragte sodann, es seien für den Fall, 
dass das Kantonsgericht zum Schluss gelangen sollte, er schulde der Klägerin eine 
Geldzahlung und die von ihm zur Verrechnung gebrachte Gegenforderung sei noch 
nicht vollständig ausgewiesen, sieben weitere, bereits in den Rechtsschriften auf-
gerufene Zeugen einzuvernehmen.

Das Bezirksgericht Surselva überwies die Akten am 1. Februar 2006 an das 
Kantonsgericht von Graubünden. Mit Verfügung vom 9. Februar 2006 ordnete das 
Kantonsgerichtspräsidium das schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO 
an. Gleichzeitig wurde den Parteien Frist zur Einreichung der schriftlichen Beru-
fungs- beziehungsweise Anschlussberufungsbegründung angesetzt. Der Rechts-
vertreter von Z. reichte seine Rechtsschrift darauf am 2. März 2006 und der Vertre-
ter der X. AG die Berufungsbegründung innert der ihm erstreckten Frist am 22. März 
2006 ein. In der letzteren reduzierte die Klägerin ihre Forderung auf den ihr vom 
Bezirksgericht zugesprochenen Betrag von Fr. 54'900.30 nebst 5 % Zins ab 5. Juni 
2003,  während der Anschlussberufungskläger seinerseits eine Reduktion der für 
das erstinstanzliche Verfahren geforderten aussergerichtlichen Entschädigung auf 
Fr. 42'870.60 vornahm. In den Antworten zu den Rechtsbegehren der jeweiligen 
Gegenpartei wurden die eigenen Anträge bestätigt und die Abweisung der gegneri-
schen Begehren beantragt. Die Klägerin widersetzte sich sodann der Einvernahme 
zusätzlicher Zeugen. – Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften zur Begrün-
dung der gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegan-
gen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

I. 1. Die X. AG hat in der Berufungsbegründung ihr in der Klage und später 
auch in der Berufungserklärung formuliertes Rechtsbegehren insoweit reduziert, als 
sie sich auf die Geltendmachung des ihr von der Vorinstanz für die behaupteten 
Materiallieferungen zugestandenen Betrages von Fr. 54'900.30 beschränkte. Sie 
fordert von Z. die Bezahlung dieser Summe, indem sie dessen verrechnungsweise 
geltend gemachten Forderungen für erbrachte Dienstleistungen, welche die Vorin-
stanz – was zur Abweisung der Klage führte - im Umfange von Fr. 66'339.40 für 
berechtigt gehalten hat, bestreitet. Es stellt sich die Frage, ob der Entscheid des 
Bezirksgerichts, soweit er die Materiallieferungen der Klägerin betrifft, auch Gegen-
stand des Berufungsverfahrens bilden kann, obwohl die Berufungsklägerin die von 
der Vorinstanz vorgenommene Kürzung ihrer Forderung von Fr. 62'272.75  auf den 

6

Betrag von Fr. 54'900.30,  den sie heute noch vom Beklagten fordert, nicht ange-
fochten hat. Die Frage ist zu bejahen, hat die X. AG doch die vollumfängliche Auf-
hebung des angefochtenen Urteils verlangt. Damit steht auch die Berechtigung der 
mit Materiallieferungen begründeten Forderung der Klägerin wieder zur Diskussion, 
und es bleibt folglich das Berufungsverfahren nicht nur auf die Überprüfung der Ver-
rechungsforderung des Beklagten und Anschlussberufungsklägers beschränkt; die-
ser ist seinerseits in der Begründung seines Antrags auf Abweisung der Klage frei.

2. Z. hat anlässlich der Vermittlungsverhandlung eine Widerklage über 
Fr. 25'907.25 erhoben, diese aber nicht prosequiert, sondern im weiteren Verlauf 
des Verfahrens der Klage der X. AG im Sinne einer Verrechungseinrede Gegenfor-
derungen im Gesamtbetrage von Fr. 111'791.10 entgegengestellt. Die Vorinstanz 
hat sämtliche geltend gemachten Positionen überprüft und ist zum Schluss gekom-
men, die Ansprüche des Beklagten seien im Betrage von Fr. 66'339.40 ausgewie-
sen. Z. hält dies für ungenügend; er macht im Berufungsverfahren geltend, seine 
Verrechnungsforderung sei zu Unrecht gekürzt worden und geht in der Berufungs-
antwort nochmals detailliert auf alle Positionen ein. Da diese indessen im Rahmen 
einer Einrede und nicht als Widerklage geltend gemacht wurden, ist dieses Vorge-
hen im vorliegenden Verfahren nicht möglich. Der Verrechnungseinwand fällt nur 
soweit in Rechtskraft, als er auch tatsächlich zur Verrechnung verwendet wurde. Ist 
die Verrechnungsforderung höher als die Hauptforderung, geht sie bis zur deren 
Höhe unter und erlangt insoweit ebenfalls Rechtskraft. Der darüber hinausgehende 
Verrechungsbetrag kann und muss hingegen in einem späteren Prozess geltend 
gemacht werden (vgl. Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, S. 369; Wal-
der, Zivilprozessrecht, 4. Auflage, Zürich 1996, N. 23 S. 255). Sollte sich im vorlie-
genden Verfahren bestätigen, dass die Forderung der Klägerin aus Materiallieferun-
gen ausgewiesen ist, so brauchen die Berechtigung der verrechnungsweise geltend 
gemachten Gegenforderungen des Beklagten somit nur bis zur Höhe der gutgeheis-
senen Hauptforderung überprüft zu werden. Soweit es also um die materiellrechtli-
che Frage geht, ob Z. der Klägerin etwas zu zahlen hat, braucht sich somit das 
Kantonsgericht nicht mit der vom Anschlussberufungskläger vorgebrachten Be-
hauptung auseinanderzusetzen, die Vorinstanz habe zu Unrecht weitere von ihm 
zur Verrechnung gebrachte Positionen als nicht ausgewiesen verworfen; sein 
Rechtsschutzinteresse an der Feststellung der Begründetheit seiner Gegenforde-
rungen kann nur bis zur Höhe der der Klägerin zuerkannten Forderung reichen. Vor-
behalten bleibt jedoch die Überprüfung der weiteren Positionen im Zusammenhang 
mit dem Entscheid über die Kostenfolge. 

7

II. 1. Der Berufungsbeklagte bestreitet auch vor Kantonsgericht noch die 
Aktivlegitimation der X. AG. Er macht geltend, zur Begründung der Aktivlegitimation 
reiche es nicht, dass die Klägerin den Beweis dafür führe, dass sie das zur Diskus-
sion stehende Material produziert habe und dieses darauf in das Sportgeschäft von 
A. auf der F. gelangt sei. Es müsse vielmehr bewiesen werden, dass die angeblich 
gelieferten Produkte im Zeitpunkt der Lieferung noch im Eigentum der X. AG ge-
standen hätten. Die Umstände sprächen aber dafür, dass die „Intersport A.“ und 
nicht die Klägerin Verkäuferin beziehungsweise Lieferantin der Materialen gewesen 
sei. Dieser Argumentation kann insofern zugestimmt werden, als es für die Frage, 
ob bei den zur Frage stehenden Materiallieferungen die X. AG oder die Einzelfirma 
A.s als Vertragspartnerin des Beklagten anzusehen ist, nicht von Bedeutung sein 
kann, wer das fragliche Material produziert hat. Die Vorinstanz hat die Aktivlegitima-
tion der Klägerin aber auch nicht allein auf diesen Umstand, sondern auch auf die 
Aussagen verschiedener Zeugen sowie die Tatsache abgestützt, dass Z. die Skier 
zu Händlerpreisen erwerben konnte. So stellte sie zutreffend fest, dass der Beklagte 
die Depositionen der Zeugin E. nicht zu seinen Gunsten verwenden könne. Zwar 
arbeitete diese Angestellte seit ihrer Lehrzeit im Sportgeschäft von A., und sie schil-
derte, wie bei in diesem Geschäft eingehende Bestellungen erledigt wurden, woraus 
der Berufungsbeklagte ableitet, durch die Bestellungen angesprochen sei dieses 
Sportgeschäft und nicht die X. AG gewesen. Die Zeugin bejahte aber auch klar die 
Frage, ob in diesem Betrieb auch für die X. AG verpackt worden sei und dass die 
von dieser Firma produzierten Skier immer zunächst auf die F. gelangt und von dort 
aus versandt worden seien. Daraus darf ohne weiteres gefolgert werden, dass auch 
Skier, die auf Rechnung der X. AG an den Beklagten verkauft wurden, in der Regel 
über das Geschäft Bürchers ausgeliefert wurden. Wenn dies nach den Aussagen 
der Zeugin E. stets der Fall war, was nach den Depositionen von C. und einer Rech-
nung vom 24. April 2003 offenbar nicht zutraf, so tut dies der Glaubwürdigkeit der 
Aussagen von E. keinen Abbruch, war es doch durchaus möglich, dass gewisse 
Lieferungen direkt ab L. erfolgten, von denen sie gar keine Kenntnis erhielt. Dass 
Skier zwar von der F. aus, aber auf Rechnung der X. AG versandt wurden, darf auf 
Grund der Darstellung dieser Zeugin aber ohne weiteres angenommen werden. 
Dass dies auch im Falle von Z. zutraf, ist nahe liegend, stand dieser doch in einer 
vertraglichen Bindung zur X. AG in L., während er zur „Intersport A.“ keinerlei ge-
schäftliche Beziehungen unterhielt. Der Bezug des Materials erfolgte denn auch al-
lein im Zusammenhang mit der Verbindung zur Klägerin, welche somit klarerweise 
als Lieferantin und folglich auch als Gläubigerin der sich daraus ergebenden Forde-
rung erscheint. Nur aufgrund dieser Konstellation ist es auch erklärlich, dass über 
einen langen Zeitraum Lieferungen an den Beklagten erfolgten, ohne dass dafür 

8

Rechnung gestellt wurde. Hätte Z. das Material beim Sportgeschäft von A. bezogen, 
wären den Lieferungen bestimmt kurz danach die Rechnungen gefolgt. Solche hat 
der Beklagte aber von A. nie erhalten, vielmehr sind ihm erst Monate nach der Lie-
ferung Rechnungen der X. AG zugestellt worden. Diese Umstände legen die An-
nahme nahe, dass das Sportgeschäft auf der F. den Beklagten im ausdrücklichen 
oder stillschweigenden Auftrag der Klägerin mit Skiern und anderem Material belie-
ferte, ohne dass das Eigentum an diesem Material bei dieser Abwicklung der Aus-
lieferung an die „Intersport A.“ übergegangen wäre; dieses verblieb vielmehr bis 
zum Erwerb durch Z. bei der Klägerin. Auch das vom Beklagten zur Stützung seines 
Standpunkts angerufene Argument, A. habe die Skier der X. AG als Zwischenhänd-
ler erworben und dafür einerseits einen Kaufpreis zu Händlerkonditionen bezahlt 
und andererseits der Lieferantin Betriebskapital zur Verfügung gestellt, spricht nicht 
für, sondern gerade gegen die Version des Beklagten. Dass A. die Skier, die er in 
seinem Sportgeschäft verkaufte oder an auswärtige Kunden versandte, zu diesen 
Bedingungen erwarb, mag durchaus stimmen. Er gab dieses Material aber bestimmt 
nicht zu Händlerpreisen, sondern sicher zu den offiziellen Verkaufspreisen an seine 
Kunden weiter. Nun steht aufgrund von Zeugenaussagen aber fest, dass Z. Material 
aus der Produktion der X. AG zu Händlerpreisen beziehen konnte. So erklärte der 
Zeuge C., es treffe ganz klar zu, dass Z. für das bezogene Material Händlerpreise 
habe zahlen müssen, es seien mit ihm keine Spezialkonditionen vereinbart worden; 
es hätten die gleichen Bedingungen gegolten, wie dies innerhalb der Firma gehand-
habt worden sei. Die gleiche Auskunft gab auch B., und auch Verwaltungsratsprä-
sident A. bestätigte, dass die interne Abmachung bestanden habe, wonach Z. die 
Skier zu Händlerkonditionen habe erwerben können; auch er selbst als Hauptaktio-
när habe auf dieser Basis abgerechnet. Es wäre nun aber sehr ungewöhnlich, wenn 
A. Material, das er für sein Sportgeschäft erwarb und das er dadurch bezahlte, dass 
er einerseits Händlerpreise entrichtete und andererseits zusätzlich der X. AG Be-
triebskapital zur Verfügung stellte, trotz seiner mit dieser Lieferung verbundenen 
Aufwendungen dem Beklagten zu den nämlichen Preisen weitergegeben hätte, die 
er selbst zu bezahlen hatte. Die Belieferung des Beklagten mit Material, das er vor-
her bei der X. AG käuflich hätte erwerben müssen, wäre für A. also offensichtlich 
ein Verlustgeschäft und damit völlig uninteressant gewesen. Wenn also Skier und 
anderes Material von der F. aus an den Beklagten ausgeliefert wurde, so kann dies 
nur auf die Weise geschehen sein, dass die „Intersport A.“ diese Dienstleistung im 
Auftrage der X. AG erbrachte. Das Skigeschäft auf der F. führte diese Lieferungen 
also offensichtlich nicht auf eigene Rechnung aus, sondern leitete nur das von der 
Klägerin an Z. verkaufte Material an diesen weiter. Es erwarb daran also nie Eigen-
tum und konnte damit auch nie Gläubigerin des Verkaufspreises werden. Eine ver-

9

tragliche Bindung bestand allein zwischen Z. und der X. AG, welche folglich zur 
Geltendmachung der Kaufpreisforderung aktivlegitimiert ist.

2. a) Das vorliegende Verfahren geht zurück auf vier Rechnungen, welche 
die X. AG am 24. April 2003 für nach ihrer Darstellung dem Beklagten in den Jahren 
2001 bis 2003 erfolgte Lieferungen von Skiern, Skibindungen und anderer Sportar-
tikel zugestellt hat. Diese Rechnungen belaufen sich nach Abzug einer Gutschrift 
vom 22. April 2003 von Fr. 3'292.55 für zurückgenommenes Material auf insgesamt 
Fr. 62'272.75. Eine erste Rechnung über Fr. 39'403.10 führt unter Angabe der 
Menge, des Skityps (Länge), des Einheitspreises und des Empfängers jeweils eine 
Reihe von Nummern an, welche sich auf eine von der Klägerin als Produktions- und 
Weiterleitungsliste für das Jahr 2002/2003 bezeichnete Liste mit dem Titel „I. X. Ski 
Finish“ beziehen. Die auf dieser Liste Z. zugeordneten Nummern stimmen mit den 
auf der Rechnung erwähnten Artikeln überein. Die Vorinstanz hat diese Liste zu 
Recht als Beweis für die erfolgte Lieferung der in Rechnung gestellten 67 Paar Ski 
betrachtet (für ein weiteres Paar, das zurückgenommen wurde, erfolgte eine Gut-
schrift von 560 Franken). Die Zeugin E., die seinerzeit im Sportgeschäft von A. ge-
arbeitet hatte, schon im Zeitpunkt ihrer Befragung aber nicht mehr bei diesem an-
gestellt war und folglich als durchaus unverdächtig erscheint, legte eingehend dar, 
wie bei Bestellungen und Auslieferungen von Sportartikeln verfahren wurde. Ihre 
Schilderungen erlauben es, sich ein zuverlässiges Bild darüber zu machen, wie die 
zum Beweis erfolgter Lieferungen bestimmten und von der Klägerin eingereichten 
Listen zustande kamen. Das Kantonsgericht sieht keinen Grund, nicht auf dieses 
Dokument abzustellen. Die darin enthaltenen Angaben werden auch von Gerda A. 
bestätigt, bei der es sich zwar um die Ehefrau des Verwaltungsratspräsidenten der 
Klägerin handelt, deren Aussagen aber mit jenen der Zeugin E. übereinstimmen, 
und die somit ohne weiteres auch als glaubhaft betrachtet werden können. Der in 
dieser ersten Rechnung aufgeführte Rechnungsbetrag darf daher als ausgewiesen 
angenommen werden (die Mehrwertsteuer von Fr. 2'783.10 wurde von der Vorin-
stanz nicht anerkannt, weil deren Übernahme durch den Beklagten nicht vereinbart 
worden sei; dies wurde von der Klägerin im Berufungsverfahren nicht gerügt). Dabei 
zeigt ein Vergleich der in der Rechnung enthaltenen Preise mit den in der bei den 
Akten liegenden Preisliste enthaltenen Einkaufs- und Verkaufspreise, dass dem Be-
klagten Händlerpreise verrechnet wurden, wie sich dies auch auf Grund der bereits 
oben vorgenommenen Beweiswürdigung ergab. Dass den Z. in Rechnung gestell-
ten Beträgen Händlerpreise zugrunde lagen, ist im Übrigen auch daraus ersichtlich, 
dass A. ihm in einer E-Mail-Mitteilung vom 7. November 2002 die für die verschie-
denen Modelle gültigen Einkaufs- und Verkaufspreise angab, und der Beklagte in 

10

einem Mail vom 15. November 2002 einem Interessenten lediglich die letzteren be-
kannt gab. Es ist unverständlich, wie der Beklagte aus diesen beiden Mails den 
Schluss ableiten kann, er habe für die Skier über den Händlerpreisen liegende 
Preise zahlen müssen. Auch das Schreiben D. vom 9. Juni 2003 vermag dessen 
Behauptung nicht zu stützen, wird doch in dieser nicht präzisiert, inwiefern mit der 
Rechnungsstellung Abmachungen verletzt worden sein sollen. Gerade auf Grund 
der Gegenüberstellung der im Mail vom 7. November 2002 erwähnten Einkaufs- 
und Verkaufspreise mit den ihm selbst belasteten Preisen musste dem Beklagten 
bewusst sein, dass ihm die Skier von der X. AG zu den vorteilhaften firmenintern 
verrechneten Preisen abgegeben wurden, und er diese zu den offiziellen Verkaufs-
preisen weiter veräussern konnte. 

b) Die zweite Rechnung vom 24. April 2003 umfasste die Lieferung von 
Skiern und Bindungen im Winter 2002 für Fr. 10'904.30, was nach Abzug zweier 
Gutschriften von zusammen Fr. 2'200. — einen Gesamtbetrag von Fr. 8'704.30 be-
ziehungsweise nach Aufrechnung der Mehrwertsteuer von 7,6 % einen solchen von 
Fr. 9'365.85 ergab. Diese Rechnung umfasste nach Abzug von vier Rücknahmen 
noch die Lieferung von 13 Paar Skiern, elf AE.-Bindungen sowie vier Bindungsstop-
pern. Die Vorinstanz anerkannte den erstgenannten Betrag und stützte sich dabei 
einerseits auf eine E-Mail-Nachricht Z.s vom 9. September 2002, in welcher dieser 
den Bezug von 16 Paar Skiern unterschiedlicher Modelle sowie von acht Bindungen 
S 810 bestätigte, und andererseits auf einige lose Zettel, welche die Klägerin als 
Lieferscheine und die Vorinstanz als Karteikarten bezeichnet. Es handelt sich in 
Wirklichkeit um handschriftliche Aufzeichnungen, denen aber gerade deshalb eine 
gewisse Glaubwürdigkeit nicht abgesprochen werden kann, weil sie in ihrer zum 
Teil etwas chaotischen Erscheinung nicht den Eindruck erwecken, nachträglich er-
stellt worden zu sein. Die Lieferung von 13 Paar Skiern (gegenüber dem von Be-
klagten anerkannten Bezug von 16 Paaren) ist anhand dieser Aufzeichnungen aus-
gewiesen. Geliefert wurden auf Grund der Zettel wie von Z. anerkannt auch acht 
AE.-Bindungen vom Typ S 810 (es wurden lediglich deren sieben in Rechnung ge-
stellt) und es darf davon ausgegangen werden, dass auch die auf dem gleichen 
Zettel zusammen mit zwei Bindungen dieses Typs erwähnten übrigen vier Bindun-
gen sowie die vier Bindungsstopper vom Beklagten bezogen wurden. Der vom Be-
zirksgericht zugesprochene Betrag von Fr. 8'704.30 darf daher als ausgewiesen be-
trachtet werden.

c) In einer dritten Rechnung über diverse Zusatzlieferungen werden von 
Z. einschliesslich Mehrwertsteuer Fr. 3'697.15 gefordert. Die Vorinstanz anerkannte 

11

von dieser Rechnung lediglich zwei Positionen, nämlich zwei Bindungen AE. 810 
SC für zusammen Fr. 222.-- sowie zwei Hangl F1 Carving für Fr. 240.--, welche vier 
Artikel dem Beklagten in Oberwald übergeben worden seien. Für die Lieferung der 
in dieser Rechnung aufgeführten Artikel kann die Klägerin keine Belege vorweisen. 
Sie stützt sich daher auf die Aussagen verschiedener Zeugen, welche bestätigen 
könnten, dass Z. dieses Material auch wirklich bezogen habe. Das Bezirksgericht 
stellte zutreffend fest, dass durch die Zeugen C. und B. bestätigt worden sei, dass 
dem Beklagten in Oberwald verschiedenes Material wie Skier, Platten und Bindun-
gen übergeben worden seien. Da auf der fraglichen Rechnung keine Skier enthalten 
sind und als Ort der Auslieferung nur in den oben erwähnten beiden Fällen von 
Oberwald die Rede ist, betrachtete die Vorinstanz lediglich die Lieferung der vier 
erwähnten Artikel für ausgewiesen. Die Übergabe dieses Materials durfte das Be-
zirksgericht auf Grund der Zeugenaussagen sicher als erwiesen betrachten. Die Be-
rufungsklägerin hat sich mit dem entsprechenden Entscheid abgefunden und diese 
Position nicht zum Gegenstand ihrer Berufung gemacht. Damit hat es beim zuge-
sprochenen Betrag von Fr. 462.-- sein Bewenden.

d) Ein vierte Rechnung vom 24. April 2003 lautet auf Fr. 13'099.20. Sie 
umfasst die Lieferung von 17 Paar Skiern, welcher der Beklagte nach Darstellung 
der Klägerin für einen Kurs in AH. persönlich auf der F. abgeholt habe und die ihm 
dort von Gerda A. und B. ausgehändigt worden seien. Die Klägerin stützt ihre For-
derung auf eine mit „Simon, AH.“ überschriebene Karteikarte vom 19. Oktober 2002, 
welche alle die in der Rechnung aufgeführten Skier enthält. Die Zeugin Gerda A. 
bestätigte, dass Z. diese Skier persönlich abgeholt habe. Der Beklagte äussert sich 
in seinen Rechtsschriften nicht zu dieser Rechnung. Sie wurde von der Vorinstanz 
zu Recht in dem um die Mehrwertsteuer von Fr. 925.20 reduzierten Betrag von Fr. 
12'174.-- anerkannt. Auch wenn es nicht leicht verständlich ist, dass man sich den 
Bezug des Materials anlässlich dessen Abholung durch Z. nicht schriftlich bestäti-
gen liess, so kann die Lieferung doch anhand der Aussagen der Zeugin A., vor allem 
aber auf Grund der Karteikarte, als erfolgt betrachtet werden. Die handgeschriebene 
Karteikarte enthält alle 17 Paar Skier, die der Beklagte offenbar am 19. Oktober 
2002 abgeholt hat. Fünf Paare dieser Skier wurden nachträglich auf der Karte wie-
der gestrichen; es handelt sich um jene Exemplare, welche vom Beklagten offenbar 
wieder zurückgebracht wurden, und für die ihm die X. AG am 22. April 2003 unter 
dem Titel „Retour v. AH.“ eine Gutschrift über Fr. 3'292.55 ausstellte. Angesichts 
dieser Beweislage ist das Kantonsgericht der Auffassung, dass die sich auf diesen 
Handel beziehende Forderung der Klägerin berechtigt und von der Vorinstanz zu 
Recht zugesprochen worden ist.

12

e) Die Überprüfung der vier dem Beklagten am 24. April 2003 zugestellten 
Rechnungen und der am 22. April erfolgten Gutschrift ergibt somit, dass die vom 
Bezirksgericht im Umfange von Fr. 54'900.30 geschützte Forderung der X. AG als 
ausgewiesen zu betrachten ist. Das vorinstanzliche Urteil ist damit in diesem Punkt 
zu bestätigen.

3. a) Das Bezirksgericht ist davon ausgegangen, dass zwischen der X. AG 
und Z. ein Auftragsverhältnis bestanden hat. Die Klägerin bestritt bereits in der Re-
plik das Zustandekommen eines solchen Vertrages und machte geltend, die einzige 
Abmachung habe darin bestanden, dass sich der Beklagte der Klägerin für die 
Dauer von zwei Monaten unentgeltlich zu Verfügung stellen sollte. Als unbestritten 
darf nach der Aktenlage angenommen werden, dass die Initiative für eine Zusam-
menarbeit zwischen Z. und der X. AG vom ersteren ausgegangen ist und dass zur 
Besprechung einer solchen im Herbst 2001 eine erste Begegnung zwischen den 
Parteien stattgefunden hat. Offenbar ging man anfänglich tatsächlich davon aus, 
dass Z. während einer gewissen Zeit Leistungen erbringen sollte, ohne dafür be-
zahlt zu werden, und es wurde ihm als Gegenleistung in Aussicht gestellt, dass er 
von Hauptaktionär A. Aktien im Betrage von 50'000 Franken sollte übernehmen kön-
nen. A. bestätigte als Zeuge, dass es die Absicht gewesen sei und vor allem auch 
die Partner und Mitaktionäre C. und B. verlangt hätten, dass Z. wie sie einen Einsatz 
dieser Art leisten und sich an der Gesellschaft beteiligen sollte, so dass alle vier 
Partner das finanzielle Risiko zu gleichen Teilen zu tragen und auch gleich viel zu 
sagen gehabt hätten. Auch B., der Schwager von A., sagte als Zeuge aus, die drei 
ursprünglichen Aktionäre, A., C. und er selbst, hätten anfangs zum Nulltarif gear-
beitet, und es sei Z. erklärt worden, dass er ebenfalls während zweier Monate un-
entgeltlich für die Firma zu arbeiten hätte, falls er in die AG einsteigen wolle. 
Schliesslich bestätigte auch C., dass als Bedingung für den Einstieg Z. verlangt wor-
den sei, dass dieser während zwei bis drei Monaten unentgeltlich für die Gesell-
schaft Leistungen zu erbringen habe. Z. habe allerdings erklärt, dass er zurzeit nicht 
in der Lage sei, Aktien für 50'000 Franken zu übernehmen; es sei daher auch die 
Rede davon gewesen, dass er die Aktien mit zukünftigen Gewinnen sollte bezahlen 
können. Aus diesen Depositionen der Aktionäre der Klägerin ergibt sich, dass die 
Frage der unentgeltlichen Arbeitsleistungen während einer gewissen Zeit mit jener 
einer allfälligen Beteiligung des Beklagten an der X. AG gekoppelt war. Es war also 
sicher nicht die Meinung der Parteien, dass Z. unabhängig davon, ob er gleichbe-
rechtigter Partner der drei Firmengründer werden konnte, vorerst einmal während 
einiger Monate unentgeltlich für die Firma arbeiten sollte. Sich in dieser Weise zu 
verpflichten, bestand für Z. nicht die geringste Veranlassung, und es würde eine 

13

solche Annahme auch gegen jede Lebenserfahrung sprechen. Die Berufungskläge-
rin behauptet denn schliesslich auch gar nicht, dass Z. sich verpflichtet hätte, für sie 
tätig zu werden, ohne sich dafür bezahlen zu lassen. Ihre Argumentation geht viel-
mehr dahin, dass sie sich auf den Standpunkt stellt, es habe zwischen ihr und Z. 
überhaupt kein Vertragsverhältnis bestanden, und es sei ganz sicher kein Auftrag 
durch Willenseinigung zustande gekommen. Es bestünden auf Grund des Beweis-
materials auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Berufungsbeklagte unter den 
gegebenen Umständen nach Treu und Glauben und in Beachtung der Verkehrssitte 
auf einen Rechtsbindungswillen der Berufungsklägerin hätte vertrauen dürfen, was 
aber Voraussetzung dafür wäre, dass ein Auftrag durch konkludente Willensbetäti-
gung hätte zustande kommen können. Es lägen auch keine Beweise dafür vor, dass 
sich die Berufungsklägerin und Z.  über die Art der von einem Beauftragten zu be-
sorgenden Geschäfte oder Dienste geeinigt hätten.

b) Die zuletzt geschilderte Sachdarstellung der Berufungsklägerin lässt 
sich nicht halten, und es ist die Vorinstanz nach Auffassung des Kantonsgerichts 
mit guten Gründen vom Bestehen eines Auftragsverhältnisses ausgegangen. Es ist 
vorweg zu betonen, dass es nicht einfach darum geht, ob Z. bereit war, für die Klä-
gerin zwei bis drei Monate unentgeltlich zu arbeiten. Wenn dies der Fall war, so 
wäre dies ganz eindeutig nur im Hinblick auf eine ihm in Aussicht gestellte Beteili-
gung geschehen, zu der es dann ja allerdings nicht kam. Hingegen begann im 
Herbst 2001 unabhängig von dieser Variante eine zumindest stillschweigend ver-
einbarte Zusammenarbeit zwischen den Parteien, welche sich immerhin über an-
derthalb Jahre hinzog und recht intensiv war. Dabei kann es nicht entscheidend 
sein, ob sich Z. gegenüber Dritten stets als Beauftragter der X. AG ausgab und von 
diesen auch als solcher erkannt wurde. Wesentlich ist vielmehr, ob sich der Be-
klagte selbst aufgrund des Verhaltens der Klägerin beziehungsweise deren Expo-
nenten als Beauftragter betrachten durfte. Diesbezüglich können auch nach der 
Überzeugung des Kantonsgerichts keine Zweifel bestehen. Auch wenn die Initiative 
für eine Zusammenarbeit offenbar vom Beklagten ausgegangen war, so bestand 
doch unbestreitbar auch seitens der X. AG ein Interesse an einer solchen, andern-
falls man sich nicht auf Verhandlungen eingelassen hätte. Es mag auch sein, dass 
man anfänglich an eine Beteiligung im oben erwähnten Sinne gedacht hat und man 
dabei von Z. erwartete, dass er während der ersten zwei bis drei Monate unentgelt-
lich für die Firma tätig sein würde. Nach dem diese Zeit abgelaufen war und sich 
herausstellte, dass eine Beteiligung nicht in Frage kam, wurden die Beziehungen 
zwischen den Parteien aber nicht abgebrochen, vielmehr erbrachte der Beklagte 
weiterhin Leistungen für die X. AG, welche von dieser auch nicht etwa zurückge-

14

wiesen wurden. Verwaltungsratspräsident A. sagte selbst aus, dass man an eine 
längerfristige Zusammenarbeit gedacht habe; man habe auch von der Variante ge-
sprochen, dass Z. ein Firmenmitglied werden könnte, wobei er wie die anderen drei 
Aktionäre zunächst auf unentgeltlicher Basis seine Ideen hätte einbringen müssen. 
Der Zeuge räumte auch ein, dass der Beklagte gewisse Arbeiten, vor allem im Be-
reich des Skidesign, übernommen und Tätigkeiten wie Auftritte im Fernsehen aus-
geführt habe, doch sei ihm kein konkreter Auftrag erteilt worden. Die X. AG nahm 
nach diesen Aussagen also Leistungen des Beklagten entgegen und akzeptierte, 
dass dieser für ihre Produkte warb oder diese zumindest in seine publizistischen 
und beruflichen Aktivitäten als Skisport-Spezialist aufnahm. Dass er als solcher an-
erkannt ist, kann aufgrund des eingereichten Beweismaterials nicht bestritten wer-
den. Es liegt aber auch auf der Hand, dass Z. als Fachmann im Bereiche der Skient-
wicklung und Skierprobung seine Kenntnisse auf diesem Spezialgebiet, das seine 
berufliche und damit auch wirtschaftliche Grundlage bildet, nicht während langer 
Zeit – und nicht nur während einer im Hinblick auf eine allfällige Beteiligung kurzen 
Anfangsphase - für eine in dieser Branche im Wettbewerb stehende Firma tätig ist, 
ohne dass er Gründe hat, die ihn zur Annahme berechtigen, dass er im Auftrage 
und gegen Entgelt für diese arbeitet. Eine andere Betrachtungsweise müsste als 
wirklichkeitsfremd erscheinen und würde der Sachlage sicher nicht gerecht. Dass 
Z. mit Bezug auf die Gestaltung des „I.-Skis“ einen klaren Auftrag hatte, erklärte der 
Zeuge C. unmissverständlich, und er bestätigte auch, dass sich der Beklagte um T-
Shirts gekümmert habe, wobei der Zeuge allerdings nicht sagen konnte, ob dies 
aufgrund eines Auftrages geschehen sei. Offenbar betrachtete aber der Beklagte 
die Gestaltung von T-Shirts ebenfalls als Gegenstand seines Auftrages. Er tat dies 
bestimmt im Einvernehmen mit der Klägerin, wäre doch nicht einzusehen, weshalb 
er seine Zeit mit solchen Werbeaktivitäten hätte versäumen sollen, wenn er die ent-
sprechende Arbeit nicht als Teil seines Auftrages hätte verstehen können. Er selbst 
trug denn auch T-Shirts mit dem Aufdruck X. anlässlich von Fernsehauftritten. Auch 
dazu hätte er keinen Grund gehabt, wenn er sich nicht als Werbeträger der Firma 
betrachtet hätte, und die Klägerin selbst gab ihm nie zu verstehen, sie sei nicht damit 
einverstanden, dass er mit ihren Produkten auf diese Weise Werbung betreibe. Sie 
nahm es offenbar im Gegenteil gerne entgegen, dass der in Wintersportkreisen 
wohlbekannte Z. mit ihren Produkten Werbung betrieb und damit einen grösseren 
potentiellen Kundenkreis auf diese aufmerksam machte. Schliesslich ist auch zu 
bemerken, dass A., der Verwaltungsratspräsident der Klägerin, verschiedentlich mit 
dem Beklagten zusammenarbeitete und sich auch gemeinsam mit diesem bei der 
Fabrikation von Skiern filmen liess. Dass eine recht intensive Zusammenarbeit zwi-
schen den Parteien stattgefunden hat, bestätigte in überzeugender Weise auch der 

15

Zeuge G., der aussagte, Z. habe ein neues Design und auch einen Tiefschneeski 
entwickelt, habe viele Tests gemacht, am Bau einer neuen Fräsmaschine mitge-
wirkt, für X. ein Camp auf dem Stilfserjoch durchgeführt und er (G.) habe vor einem 
Test auf der Zugspitze auf Anweisung von A. im Wallis Skier abgeholt und diese 
nach Deutschland zu Z. gebracht. Dass A. im Betrieb von J. eng mit dem Beklagten 
bei der Entwicklung einer Fräsmaschine und bei Arbeiten mit dieser zusammenge-
arbeitet hat, ist aufgrund der Zeugenaussagen von J. und Erwin Z. sowie der diese 
bestätigenden Bilder klar ausgewiesen, und es ist geradezu unverständlich, dass 
angesichts einer so klaren Beweislage seitens von A. behauptet werden kann, Z. 
habe ohne jeglichen Auftrag gehandelt. Es ist schwer vorstellbar, aus welchen 
Gründen der Beklagte die zahlreichen beschriebenen Aktivitäten, die alle in einem 
Zusammenhang mit der X. AG standen und für diese sicher nicht ohne Nutzen wa-
ren, an den Tag gelegt haben sollte, hätte er nicht davon ausgehen dürfen, im aus-
drücklichen oder zumindest stillschweigenden Auftrage der Klägerin zu handeln und 
für seine Bemühungen angemessen entschädigt zu werden.

c) Ist auf Grund des Gesagten als erwiesen zu betrachten, dass zwi-
schen Z. und der Klägerin ein Auftragsverhältnis bestanden hat, so wird dies entge-
gen der Sachdarstellung der Klägerin auch durch gewisse näher umschriebene 
Tätigkeiten bestätigt. So lässt sich die von der X. AG in ihrer Berufungsbegründung 
aufgestellte Behauptung, es treffe nicht zu, dass der Beklagte in ihrem Auftrage 
Bindungsplatten entwickelt habe, offensichtlich nicht halten. Gerade in diesem 
Punkt ist die Beweislage völlig klar, wie dies oben schon angedeutet wurde. Es ist 
nicht verständlich, wie die Klägerin aus den Depositionen der erwähnten sowie wei-
terer Zeugen den gegenteiligen Schluss ziehen kann. Wenn argumentiert wird, A. 
habe mit Bezug auf die Entwicklung von Bindungsplatten ausgesagt, dieses Produkt 
habe eigentlich nichts mit der X. AG zu tun, und daraus abgeleitet wird, es seien 
von der Berufungsklägerin nie Aufträge an Z. erteilt worden, so fragt man sich, wes-
halb Verwaltungsratspräsident A. denn zusammen mit dem Beklagten und J. im Fa-
brikationsbetrieb des letzteren an der Entwicklung von Bindungsplatten mitgewirkt 
und nach seinen Aussagen sogar die entsprechenden Kosten übernommen haben 
sollte. Es ist ganz offensichtlich, dass diese Arbeiten im Zusammenhang mit der 
Entwicklung von X.-Skiern ausgeführt wurden, ist doch allgemein bekannt, dass das 
Fahrverhalten eines Skis nicht unwesentlich auch von den Bindungsplatten ab-
hängt. Auch die von der Klägerin selbst zitierten Aussagen des Zeugen J. sprechen 
nicht gegen, sondern klar für die Annahme, dass der Beklagte im Auftrage der X. 
AG an dieser Entwicklung mitgearbeitet hat, hatte der Zeuge doch den Eindruck 
gewonnen, es handle sich um ein gemeinsames Projekt zwischen ihm, dem Beru-

16

fungsbeklagten und A.. Auch G. bestätigte die Zusammenarbeit zwischen diesen 
drei Personen im Hinblick auf die Entwicklung einer Skiplatte; ob er selbst von einem 
Auftragsverhältnis zwischen den Parteien etwas mitbekommen hatte oder nicht, ist 
völlig belanglos, gingen ihn doch die internen Beziehungen zwischen der X. AG und 
Z. nichts an, so dass kein Grund bestand, in seiner Anwesenheit darüber zu disku-
tieren, aufgrund welcher Rechtsbeziehung Z. für die Klägerin arbeitete. Dasselbe 
gilt auch für die Aussagen anderer Zeugen. Q., der bei der Erstellung von Prototy-
pen nach Anweisungen von A. und Z. die handwerklichen Arbeiten verrichtete und 
damit die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Personen bestätigte, war vom 
Beklagten engagiert und bezahlt worden. Seine Aussagen lassen ebenfalls darauf 
schliessen, dass A. und Z. gemeinsam am gleichen Projekt arbeiteten; das Innen-
verhältnis brauchte ihn nicht zu interessieren. Wenn er von Z. beigezogen worden 
war, so spricht dies dafür, dass dieser seinerseits aufgrund eines Auftrages an der 
Entwicklung der Bindungsplatten mitarbeitete, wäre doch nicht einzusehen, wes-
halb er sich zeitlich und finanziell hätte engagieren sollen, produzierte er selbst doch 
keine Skier. Wenn andere von der Berufungsklägerin erwähnte Zeugen wie AN. (ge-
nannt Johny) S. oder N. im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit Z. nicht auf eine 
Beziehung zwischen diesem und der X. AG schlossen, so spricht dies nicht gegen 
eine solche. Massgebend für die Annahme eines Auftragsverhältnisses zwischen 
den Parteien war nicht, ob dieses für Aussenstehende erkennbar war, sondern ob 
der Beklagte auf Grund der Umstände davon ausgehen durfte, dass ein solches 
bestand. Auf Grund der Tatsache, dass erwiesen ist, dass Z. einen erheblichen Auf-
wand bezüglich der Entwicklung einer neuen Bindungsplatte trieb, dabei erwiese-
nermassen aktiv mit A. als dem Exponenten der X. AG zusammenarbeitete und 
dieser seine Dienste annahm, durfte der Beklagte entgegen der Argumentation der 
Klägerin davon ausgehen, dass er seine Dienste auf Grund eines entgeltlichen Auf-
tragsverhältnisses erbrachte.

d) Die Einwände, welche die Klägerin gegen diese Annahme erhebt, kön-
nen nicht gehört werden. Wenn geltend gemacht wird, der Beklagte habe unter den 
gegebenen Umständen nach Treu und Glauben und in Beachtung der Verkehrssitte 
nicht auf einen Rechtsbindungswillen der Berufungsklägerin zählen dürfen, so trifft 
dies gerade nicht zu. Die X. AG stellt nicht in Abrede, von den umfangreichen Tätig-
keiten Z. Kenntnis gehabt zu haben; angesichts der schon geschilderten Beweis-
lage wäre eine solche Behauptung denn auch völlig abwegig. Verwaltungsratsprä-
sident A. wusste um die Entwicklung neuer Bindungsplatten und war selbst zusam-
men mit dem Beklagten im Betrieb von J. dabei, als am entsprechenden Projekt 
gearbeitet wurde. Er wusste, dass sich Z. in Fernsehauftritten mit X.-Produkten in 

17

Verbindung bringen liess und im M.-Katalog auf X.-Skiern abgebildet war. Die Klä-
gerin hat nie dagegen remonstriert, dass der Beklagte auf diese Weise für ihre Pro-
dukte Reklame machte, sondern war mit dieser Publizität sicher nicht unzufrieden. 
Selbst wenn die X. AG für diese Aktivitäten des Beklagten keinen Auftrag erteilt 
haben sollte, ist unter den geschilderten Umständen von einer nachträglichen Billi-
gung auszugehen, so dass gemäss Art. 424 OR die Vorschriften über den Auftrag 
zur Anwendung gelangen. Dies gilt auch für verschiedene andere Tätigkeiten des 
Beklagten. So wurde A. durch E-Mail-Kopien über die Bemühungen Z. bei der Ge-
staltung der Skioberflächen auf dem laufenden gehalten und er wurde auch über 
die Beschaffung von T-Shirts orientiert und angefragt, ob man bei der Absicht 
bleibe, beim Kauf von Skiern ein T-Shirt zu verschenken. Angesichts derart klarer 
Beweise für das Bestehen eines Zusammenhangs zwischen diesen beiden Produk-
ten mutet es schon sonderbar an, wenn die Klägerin schlechtweg bestreitet, dass 
sie mit der Produktion von T-Shirts überhaupt etwas zu tun gehabt habe, sondern 
dass der Beklagte solche allein in seinem Interesse habe herstellen lassen. Auch in 
diesem Falle muss aufgrund der Aktenlage davon ausgegangen werden, dass – 
falls kein entsprechender Auftrag erteilt worden sein sollte - das Vorgehen Z., für 
dessen alleiniges Interesse am Aufdruck des Logos X. auf dem Werbeträger T-Shirt 
nun wirklich nichts spricht, von A. zumindest nachträglich genehmigt worden ist. 
Schliesslich gilt es auch mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass die X. AG auf das 
Schreiben des Beklagten vom 11. März 2003, mit welchem dieser seine Ansprüche 
aus seiner Tätigkeit für die Klägerin angemeldet hatte, während mehrerer Wochen 
überhaupt nicht reagiert hat, sondern Z. erst am 24. April 2003 ihrerseits vier Rech-
nungen für bezogenes Material zustellte, ohne dabei aber zu bestreiten, dass ein 
Vertragsverhältnis bestanden hatte, aus welchem dem Beklagten ihr gegenüber 
eine Forderung zustehen konnte; auf diesen Standpunkt hat sie sich erst im Rah-
men des Prozesses gestellt. In diesem Umstand sieht das Kantonsgericht ein ge-
wichtiges Argument dafür, dass auch die Klägerin bis im Frühjahr 2003 davon aus-
ging, dass zwischen ihr und Z. ein Vertragsverhältnis bestanden hatte, das durch 
den Beklagten mit dem Schreiben vom 11. März 2003 gekündigt wurde.

4. Nachdem auch für das Kantonsgericht feststeht, dass der Beklagte im 
Auftrage der X. AG gearbeitet und seine Leistungen nicht unentgeltlich erbracht hat, 
ist weiter zu überprüfen, ob die in Rechnung gestellten Arbeiten auch ihrem Um-
fange nach ausgewiesen sind. Die Vorinstanz hat bei der Beurteilung der Verrech-
nungsforderung der Aufstellung des Beklagten entsprechend den geltend gemach-
ten Aufwand in mehrere Zeitabschnitte von Herbst 2001 bis Winter 2003 unterteilt 
und jeweils den in Tagen ausgedrückten Arbeitsleistungen den nach ihrer Auffas-

18

sung aufgrund der vorliegenden Beweise ausgewiesenen Zeitaufwand entgegen-
gesetzt. Sie erachtete einen Aufwand von 61 Stunden für erstellt und hat bei der 
Bemessung des dem Beklagten zustehenden Honorars einen Tagesansatz von 
1'000 Franken zur Anwendung gebracht. Sie gelangte damit unter zusätzlicher 
Berücksichtigung von Spesen im Betrage von Fr. 5'339.40 zu einem Z. von der X. 
AG geschuldeten Betrag von Fr. 66'339.40, was angesichts der der Klägerin zuge-
standenen Forderung von Fr. 54'900.30 zur Abweisung der Klage führen musste. 
Das Kantonsgericht könnte sich grundsätzlich auf die Überprüfung des dem Beklag-
ten zugesprochenen Betrages beschränken und die Frage offen lassen, ob dem 
Beklagten – wie in der Berufungsantwort geltend gemacht wird – noch weitere Ver-
rechnungsforderungen zustehen, da bereits der von der Vorinstanz anerkannte Be-
trag ausreicht, um die Klage der X. AG als durch Verrechnung getilgt abzuweisen. 
Da aber der Beklagte in seiner Berufungsantwort auch wesentliche, von der Vorin-
stanz nicht anerkannte Teile seiner Verrechungsforderung wieder zur Diskussion 
stellte und behauptete, diese sei zumindest im Umfang von 87 Arbeitstagen ausge-
wiesen, sind im Hinblick auf die Kostenfolge auch die über die von der Vorinstanz 
hinaus anerkannten Positionen bis zur Höhe der auch im Berufungsverfahren noch 
geltend gemachten Verrechnungsforderung zu überprüfen.

a) Die von der Vorinstanz unter Tätigkeiten im Herbst 2001 zusammen-
gefassten Aktivitäten des Beklagten umfassen fünf Positionen. Die erste betrifft eine 
Besprechung in L., bei welcher es um die Mitarbeit des Beklagten bei der X. AG 
gegangen sein soll. Z. hatte in seinem Schreiben vom 11. März 2003 drei Tage 
verrechnet, von denen ihm die Vorinstanz einen Tag zugestanden hat, was vom 
Berufungsbeklagten akzeptiert wurde. Dass diese Besprechung stattgefunden hat, 
wird auch von der Klägerin nicht bestritten,  sie wendet aber ein, dass nicht bewie-
sen sei, dass dieser Anlass in ihrem Auftrage erfolgt sei. Dies ist ein haltloser Ein-
wand, ist doch nicht einzusehen, aus welchen anderen Gründen als im Hinblick auf 
die zukünftige Zusammenarbeit Z. sich zu einer Besprechung nach L. hätte bege-
ben und sich mit Exponenten der Klägerin hätte treffen sollen. Der Entscheid des 
Bezirksgerichts ist daher nicht zu beanstanden.

Für die Besprechung neuer Bindungsplatten stellte Z. einen Arbeitstag in 
Rechnung, was ihm von der Vorinstanz zugestanden wurde. Die Berufungsklägerin 
wendet ein, diese Besprechung könne nicht als Tätigkeit in ihrem Auftrage aner-
kannt werden und verweist auf ihre Ausführungen, mit welchen sie das Zustande-
kommen eines Auftragsverhältnisses bestritt. Es wurde oben ausführlich dargelegt, 
dass die diesbezüglichen Bestreitungen der Klägerin sich aufgrund der Aktenlage 

19

nicht halten lassen, sondern dass die Bemühungen Z. mit Bezug auf die Entwick-
lung neuer Bindungsplatten aufgrund eines Auftrages seitens der X. AG erfolgten. 
Nachdem der geltend gemachte zeitliche Aufwand von einem Tag nicht ausdrück-
lich bestritten wird, die Arbeit aber im Rahmen eines Auftrages seitens der Klägerin 
geleistet wurde, ist Z. dieser Arbeitstag zu vergüten.

Mit Bezug auf den von der Vorinstanz ebenfalls anerkannten Arbeitstag für 
das Erstellen von Skizzen für neue Bindungsplatten bestreitet die Berufungsklägerin 
ebenfalls nicht die im deutschen K. geleistete Arbeitszeit, sondern sie verweist wie-
derum darauf, dass diese Arbeiten nicht in ihrem Auftrage erfolgt seien. Wie mehr-
fach erwähnt, kann dieser Einwand nicht gehört werden, das Kantonsgericht kam 
vielmehr zum Schluss, dass Z. seine Leistungen aufgrund eines Auftragsverhältnis-
ses erbrachte. Der Entscheid der Vorinstanz ist zu bestätigen.

Für die Präsentation von Produkteneuheiten im Mittagsmagazin des Fernse-
hens DRS sowie Interviews mit X.-Skiern oder Logos stellte Z. einen Arbeitstag in 
Rechnung. Die Berufungsklägerin macht geltend, das Beweisergebnis bestätige, 
dass der Beklagte keine Aufträge im Hinblick auf solche Auftritte erhalten, sondern 
für sich gearbeitet habe; wenn er bei diesen Gelegenheiten mit X.-Produkten auf-
getreten sei, habe er dies freiwillig getan. Auch mit Bezug auf diese Aktivitäten ist 
davon auszugehen, dass zwischen den Parteien ein Auftragsverhältnis bestand, in 
dessen Rahmen der Beklagte in verschiedener Weise für die X. AG tätig war, wobei 
es der umfassende Inhalt des zumindest durch stillschweigende Einwilligung der 
Klägerin zustande gekommenen Auftrags mit sich brachte, dass nicht jede einzelne 
Tätigkeit des Beklagten einer ausdrücklichen Weisung seitens der X. AG bedurfte, 
sondern dass es in vertretbarem Masse dem Beklagten anheim gestellt war, welche 
für die Klägerin nützlichen Aktivitäten er verrichten wollte. Die Fernsehauftritte und 
Präsentationen unter Zurschaustellung von Produkten der X. AG gehörten sicher zu 
den werbewirksamen Tätigkeiten, welche Z. im Rahmen seiner Marketingaufgaben 
im Interesse seiner Vertragspartnerin auszuführen legitimiert war, so dass es nur 
recht und billig ist, wenn er für diese Tätigkeiten entschädigt wird. Der in Rechnung 
gestellte Aufwand von einem Tag wird nicht ausdrücklich bestritten und ist für die 
mannigfachen Auftritte sicher gerechtfertigt.

Ähnliches gilt mit Bezug auf die Entschädigung von einem Arbeitstag, die Z. 
für Werbeaufnahmen für den M.-Katalog fordert. Wie eben erwähnt, hatte der Be-
klagte im Rahmen seines umfassenden Auftrags erhebliche Freiheiten mit Bezug 
auf den Entscheid, welche Werbemassnahmen er für tunlich erachtete. Dabei mag 

20

die Feststellung der Klägerin durchaus zutreffen, wonach es für den Beklagten kei-
nen grossen Aufwand bedeutete, wenn er bei den Werbeaufnahmen für den M.-
Katalog mit X.-Produkten auftrat und man dies eher als eine Gefälligkeit anzusehen 
habe. Mit dieser Aussage verkennt die Klägerin aber das Wesen von Aktivitäten 
einer auf einem bestimmten Gebiet bekannten Persönlichkeit als Werbeträger eines 
spezifischen Produkts. Es geht in einem solchen Fall nicht so sehr darum, welchen 
zeitlichen Aufwand der Beauftragte zu erbringen hatte, sondern um die Vermarktung 
seines Namens. Aufgrund des Beweismaterials steht fest, dass Z. in Skisportkreisen 
eine international anerkannte Persönlichkeit ist und von ihm präsentierte Produkte 
folglich von seiner Werbewirksamkeit profitieren. Wenn M. als Fachmann für Skiar-
tikel den Werbegegenwert des zur Diskussion stehenden Auftritts des Beklagten auf 
3'000 bis 5'000 Euro schätzt, so ist dies doch ein gewichtiges Indiz dafür, dass es 
für die Klägerin von einiger Bedeutung war, wenn eine Person vom Bekanntheits-
grad des Beklagten in von breiteren Kreisen beachteten Publikationen mit ihren Pro-
dukten auftrat. Es darf also ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass Z. im 
Interesse seiner Vertragspartnerin handelte, wenn er bei den Werbeaufnahmen für 
den M.-Katalog sich mit deren Skiern zeigte. Da solche Werbeauftritte für den Klä-
ger eine Einnahmequelle bedeuten, kann auch nicht davon gesprochen werden, 
dass er aus reiner Gefälligkeit die Produkte der Klägerin zur Schau stellte. Er durfte 
vielmehr davon ausgehen, dass er diese Werbeleistung entgeltlich im Rahmen sei-
nes Auftrags erbrachte. Wenn er seinen Beitrag dem Zeitaufwand für einen Arbeits-
tag gleichsetzte, so war dies angesichts der Aussagen des Zeugen M. sicher nicht 
unangemessen. Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Berufungsklägerin mit 
dem Hinweis, der Zeuge habe erklärt, solange er Geschäftsführer sei, habe man 
nie entsprechende Vereinbarungen mit Skiherstellern getroffen. Es geht im vorlie-
genden Fall ja nicht um eine Vereinbarung zwischen der Firma M. und der Klägerin, 
sondern um die Bewertung einer von Z. für die letztere erbrachte Werbetätigkeit.

b) Die von ihm im Dezember 2001 für die Klägerin erbrachten Leistungen 
fasste der Beklagte in seinem Schreiben vom 11. März 2001 in vier Positionen zu-
sammen, von denen die Vorinstanz die mit T. und München umschriebenen Positi-
onen als nicht ausgewiesen verwarf, wozu sich Z. in seinen Bemerkungen zu dieser 
Position nicht mehr äusserte. Das Bezirksgericht anerkannte hingegen die für das 
in K. erfolgte Fräsen erster Prototypen geltend gemachten sieben Arbeitstage, was 
von der Berufungsklägerin gerügt wird. Sie macht geltend, der Zeuge J. habe weder 
Zeitpunkt noch Zeitdauer der Tätigkeiten von Z. bestätigen können, und es sei ent-
gegen der teilweisen Annahme der Vorinstanz nicht um den Bau einer CNC-Fräs-
maschine, sondern um das Fräsen von Bindungsplatten gegangen. Dies ist richtig, 

21

doch lässt sich der in Rechnung gestellte Zeitaufwand nach Auffassung des Kan-
tonsgerichts ohne weiteres mit der letztgenannten Tätigkeit begründen. Dass der 
Beklagte eine Zeitlang in der Firma von J. in Deutschland gearbeitet hat, ist nicht 
bestritten. Der Zeuge G. spricht davon, dass Z. in K. am Bau einer neuen Fräsma-
schine für die Herstellung von Skiern mitgearbeitet habe, wobei die Maschine von 
J. entwickelt worden sei und Z. beim Zusammenbau mitgeholfen habe. Nach seiner 
Schätzung war der Beklagte etwa 15 Tage im Betrieb von J. beschäftigt. Diese Aus-
sagen stehen der Annahme der Vorinstanz, wonach die für das Fräsen von Proto-
typen geltend gemachten sieben Tage als ausgewiesen betrachtet werden können, 
nicht entgegen. Dass die zur Frage stehenden Arbeiten Teil der Entwicklung von 
Bindungsplatten waren, wie sie unter anderem Gegenstand des Auftragsverhältnis-
ses war, ist offenkundig und dass solche Arbeiten in K. ausgeführt wurden, kann 
auch A. nicht bestreiten, war er doch zeitweise selbst an diesen Arbeiten zusammen 
mit dem Beklagten und J. beteiligt. Es kann also nur darum gehen, ob der geltend 
gemachte Zeitaufwand von sieben Tagen gerechtfertigt ist. J. bestätigte, dass der 
Beklagte längere Zeit, ja eher öfter als von diesem geltend gemacht, in K. war. Die 
Annahme von G., wonach sich Z. etwa 15 Tage dort aufgehalten habe, mag also 
durchaus zutreffen. Wenn der Zeuge aussagte, der Beklagte habe beim Zusam-
menbau der CNC-Maschine mitgeholfen, so schliesst dies nicht aus, dass er auch 
mit dem Fräsen von Prototypen beschäftigt war. Etwas anderes wird übrigens auch 
von A., der ja zeitweise anwesend war, nicht behauptet. Dazu kommt, dass G. seine 
Aussagen nicht aufgrund eigener Wahrnehmungen in Deutschland machte, und 
dass auch er Fräsarbeiten nicht ausschloss. Ob Z. die sieben ihm von der Vorin-
stanz zugestandenen Arbeitstage ausschliesslich mit Fräsen verbracht oder ob er 
während seiner Anwesenheit im Betrieb von J. auch bei der Konstruktion der Fräs-
maschine mitgewirkt hat, ist im Übrigen von untergeordneter Bedeutung, handelte 
es sich doch bei dieser Maschine um ein speziell für die Klägerin angefertigtes Ex-
emplar zur Vereinfachung der Skiherstellung, welches nach den Bedürfnissen der 
Bestellerin erstellt wurde. Wenn also sowohl der Beklagte als auch A. selbst bei der 
Konstruktion dieser Maschine dabei waren und damit mithalfen, dass diese ihren 
Anforderungen entsprechend gebaut wurde, so standen diese Arbeiten im Zusam-
menhang mit der Entwicklung neuer Produkte der Klägerin, so dass von Z. auch für 
diesbezügliche Arbeiten aufgewendete Zeit letztlich im Interesse der X. AG verwen-
det wurde. Das Kantonsgericht sieht daher keinen Grund, die vom Beklagten ver-
rechneten sieben Arbeitstage nicht anzuerkennen.

Mit Bezug auf den Auftritt des Beklagten im Rahmen des Kassensturzes, für 
den er einen Arbeitstag in Rechnung stellte, verhält es sich im Wesentlichen gleich 

22

wie mit den oben behandelten Marketingaktivitäten. Wenn Z. bei dieser Gelegenheit 
für die Klägerin Reklame machte, indem er einen Pullover mit dem Logo der X. AG 
trug, handelte er in deren Interesse und im Rahmen seines auch das Marketing 
umfassenden Auftrages. Sicher stand es im Ermessen des Berufungsbeklagten, ob 
er von der sich ihm bei diesem Anlass ergebenden Möglichkeit, durch die Wahl sei-
ner Bekleidung auf die Produkte der Klägerin aufmerksam zu machen, Gebrauch 
machen wollte; wenn er dies tat, geschah es sicher zum Nutzen der Klägerin, und 
es wäre ihm von seiner Vertragspartnerin zu Recht übel genommen worden, hätte 
er nicht für sie, sondern für eine andere Skiherstellerin Reklame gemacht. Abgese-
hen davon, dass der geltend gemachte zeitliche Aufwand von einem Tag für ein 
Interview in Zürich mit An- und Abreise durchaus im Rahmen ist, gilt auch in diesem 
Punkt das oben Gesagte, wonach für Auftritte eines bekannten Werbeträgers nicht 
ausschliesslich auf den zeitlichen Aufwand abgestellt werden kann. Auch in diesem 
Punkt besteht somit kein Anlass, vom Entscheid der Vorinstanz abzuweichen.

c) Die im Winter 2002 für die X. AG geleistete Arbeit fasste der Beklagte 
in dreizehn Positionen zusammen, für welche er insgesamt eine Arbeitszeit von 27 
Stunden einsetzte, von denen ihm die Vorinstanz lediglich sieben Stunden aner-
kannte. – Z. machte für Plattentests auf der F. einen Zeitaufwand von zwei Tagen 
geltend. Das Bezirksgericht hielt diese Position nicht für hinreichend begründet, 
während der Beklagte unter Hinweis auf sein Schreiben vom 11. März 2003, das 
seitens der Klägerin vorprozessual nie bestritten worden sei, auf ihrer Anerkennung 
besteht. Die Tatsache, dass der erwähnten Auflistung der für die X. AG nach Auf-
fassung des Beklagten geleisteten Arbeit von der Klägerin im Frühjahr 2003 nicht 
ausdrücklich widersprochen wurde, sondern sie darauf mit ihren vier Rechnungen 
vom 24. April 2003 für bezogenes Material antwortete, bildet zwar ein gewichtiges 
Argument dafür, dass ein Auftragsverhältnis zwischen den Parteien bestand, doch 
kann nach Auffassung des Kantonsgerichts darin zwar ein Indiz, aber ohne diese 
stützende weitere Anzeichen noch keine hinreichende Begründung dafür gesehen 
werden, dass die einzelnen Leistungen auch tatsächlich erbracht wurden. Solche 
zusätzlichen Anhaltspunkte vermag der Berufungsbeklagte nicht vorzuweisen, so 
dass die Vorinstanz diese Position zu Recht nicht anerkannt hat.

Für Bindungstests mit N. in Adelboden/Lenk mit vorgängigem Abholen der 
Platten in K. verrechnete der Beklagte der X. AG zwei Arbeitstage und für weitere 
Tests in AK. weitere zwei Tage, jeweils zusätzlich Fahrspesen. Die Vorinstanz hat 
diese beiden Positionen als nicht ausgewiesen betrachtet, weil der Beklagte ge-
genüber der Testperson nicht im Namen der Klägerin aufgetreten sei. Diese Argu-

23

mentation ist nicht stichhaltig. Es steht nach den mehrfach gemachten Ausführun-
gen fest, dass in dem zwischen den Parteien bestehenden Auftragsverhältnis auch 
die Entwicklung von Bindungsplatten enthalten war, bildet doch das möglichst ge-
naue Abstimmen der Bindungsplatten mit einem bestimmten Skityp ein wesentli-
ches Element für die Qualität des Schlussprodukts. Zur Entwicklung geeigneter Bin-
dungsplatten sind Fahrtests unerlässlich, und es ist auf Grund der Aussagen des 
Zeugen N. auch erwiesen, dass solche Tests im Winter 2002 in Lenk und in AK. 
stattgefunden haben, wobei der Zeuge erklärte, dass die fraglichen Tätigkeiten etwa 
fünf oder sechs Tage in Anspruch genommen hätten. Damit ist der vom Beklagten 
geltend gemachte Zeitaufwand von zwei mal zwei Tagen zweifellos ausgewiesen. 
Unerheblich ist, ob Z. ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es sich 
um Platten der X. AG gehandelt hatte, ja es wäre ohne weiteres denkbar, dass er 
zur Wahrung von Geschäftsgeheimnissen Gründe gehabt haben könnte, über die 
Identität seiner Auftraggeberin Stillschweigen zu bewahren. Falls es für N. wirklich 
von Bedeutung gewesen wäre zu wissen, für wen der Beklagte die Tests durchzu-
führen hatte, so hätte er diesbezüglich sicher eine klare Antwort verlangt, was of-
fenbar nicht geschehen ist. Immerhin lässt der Zeuge die Möglichkeit offen, dass 
anlässlich der Tests in AK. auch A. anwesend war. War dies der Fall, hätte einer-
seits der Zeuge auf die vertraglichen Beziehungen zwischen dem Beklagten und 
der X. AG schliessen können, und andererseits wäre die Anwesenheit A.s ein wei-
teres Indiz dafür, dass dieser die Bindungsplattentests als Teil des Z. erteilten Auf-
trages betrachtet hatte. Wie dem auch sei, es steht fest, dass die fraglichen Tests 
stattfanden, dass diese im Interesse der Klägerin lagen, folglich als auftrags-
gemässe Leistungen des Beklagten zu betrachten sind und dass der zeitliche Auf-
wand von insgesamt vier Arbeitstagen durch die Aussagen des Zeugen N. belegt 
ist. Das erstinstanzliche Urteil ist somit in diesem Punkt zu korrigieren.

Es ist erwiesen, dass Z. in Y. bei der Erstellung eines Fernsehberichts mit 
dem Thema Carvingski und Rennsport mitwirkte und dabei mit dem Logo der Klä-
gerin auftrat. Wie schon oben bei ähnlichen Aktivitäten festgehalten wurde, erfolgten 
solche Auftritte, bei denen der in Fachkreisen bekannte Werbeträger Z. durch die 
Präsentation der Marke X. für diese Reklame machte, im Interesse der Auftragge-
berin und sie sind folglich als honorarberechtigte Tätigkeiten im Rahmen des gene-
rellen Auftrages anzusehen. Die Vorinstanz hat dem Beklagten den geltend ge-
machten Arbeitstag demnach zu Recht zugesprochen.

Mit Bezug auf die drei Arbeitstage, die der Beklagte für die Präsentation von 
X.-Skiern an der ISPO in München in Rechnung stellte, vermag sich Z. nur auf sein 

24

Schreiben vom 11. März 2003 zu stützen, das vorprozessual unbestritten geblieben 
sei. Dies reicht nach den oben gemachten Ausführungen nicht aus, um die Forde-
rung überzeugend zu beweisen. Zusätzliche Indizien dafür, dass die fragliche Prä-
sentation wirklich stattfand, finden sich nicht, nachdem sich der zu diesem Punkt 
aufgerufene Zeuge M. an einen entsprechenden Auftritt nicht zu erinnern vermag. 
Die Vorinstanz hat folglich die fragliche Position zu Recht nicht anerkannt. Gleiches 
gilt für den Händlertest und die Besprechung in AK., für welchen Anlass der Be-
klagte einen Arbeitstag entschädigt haben will, die Plattenbesprechung an der 
SWISSPO in AI., für die Spesen verrechnet wurden, sowie für den zweitägigen Ski-
test mit dem schwäbisch-badischen Skilehrerverband in AJ.. Für alle diese Tätig-
keiten liegen keine die Sachdarstellung des Beklagten stützenden, über die Zusam-
menstellung vom 11. März 2003 hinausgehenden Indizien vor.

Für die Teilnahme an der Sportmesse SWISSPO in Zürich verrechnete der 
Beklagte einen Arbeitstag, den ihm die Vorinstanz zugestanden hat. Der Zeuge O. 
bestätigte, dass Z. an diesem Anlass teilgenommen hat und dass man sich damals 
auch mit C. getroffen habe. Die Klägerin bestreitet diese Zeugenaussagen nicht, sie 
macht aber geltend, damit sei nicht bewiesen, dass der Beklagte für sie oder gar in 
ihrem Auftrag an dieser Messe teilgenommen habe. Dass sich Z. und C. an einer 
Sportartikelmesse getroffen hätten, sei weiter nicht ungewöhnlich, beweise aber 
nicht, dass sie für die gleiche Firma dort gewesen seien. Der Berufungsbeklagte 
hält dem entgegen, dass das Marketing zu seinem Aufgabenbereich gehört habe 
und die Teilnahme an einer solchen Messe eben auch ein Marketinginstrument dar-
stelle, weshalb ihm der entsprechende Aufwand zu vergüten sei. Diese Argumen-
tation überzeugt nicht. Anders als in jenen Fällen, in denen es um Bindungsplatten-
tests ging, die Anwesenheit des Beklagten an den entsprechenden Anlässen also 
schon aufgrund seines Entwicklungsauftrags notwendig war, anders aber auch als 
bei den Public-Relations-Auftritten, bei denen Artikel oder wenigstens das Logo der 
Klägerin einem breiteren Publikum präsentiert wurden und die folglich als eigentli-
che Marketingaktivitäten anerkannt werden können, kann die Teilnahme des Ski-
sportspezialisten Z. an einer Sportartikelmesse nicht zwingend mit seiner Tätigkeit 
für die X. AG in Zusammenhang gebracht werden; er konnte sich vielmehr auch aus 
rein persönlichem Interesse an einen solchen Anlass begeben haben. Dass er dabei 
auch andere auf dem Gebiet der Sportartikel tätige Personen wie etwa C. antraf, 
war tatsächlich nichts Ungewöhnliches und damit noch kein Beweis dafür, dass er 
zusammen mit diesem die Klägerin vertrat. Ein entsprechendes Zusammenwirken 
hätte durch diesbezügliche Befragung des Zeugen C. unter Beweis gestellt werden 
können, was indessen nicht geschah. Damit erweist sich das Beweisfundament für 

25

diese Forderung als zu dürftig, so dass dem Beklagten der geltend gemachte Ar-
beitstag nicht zuerkannt werden kann.

Für die Entwicklung von Prototypen mit Tests in T. und Saas Fee verrechnete 
der Beklagte fünf sowie für Fernsehaufnahmen in L. und T. weitere zwei Arbeits-
tage. Die erstgenannten fünf Tage wurden von der Vorinstanz mangels schlüssiger 
Beweise nicht anerkannt, was in der Berufungsantwort nicht kommentiert wurde. 
Hingegen rügt die Berufungsklägerin, dass die zwei für Fernsehaufnahmen in Rech-
nung gestellten Tage vom Bezirksgericht akzeptiert wurden. Das Kantonsgericht 
geht mit dem Berufungsbeklagten einig, dass die fraglichen, durch das Videoband 
des Fernsehens DRS belegten Aktivitäten als mit den Marketingaufgaben des Be-
klagten in Zusammenhang stehend betrachtet werden können, wurden bei den ent-
sprechenden Sendungen doch verschiedentlich Produkte oder das Logo der Kläge-
rin dem Publikum zur Kenntnis gebracht. Es war daher gerechtfertigt, dem Beklag-
ten die beiden für diese Tätigkeit aufgewendeten Tage anzurechnen.

Der Beklagte nahm im Winter 2002 in AK. an Skischuhtests mit dem Orthopä-
die-Schuhmacher P. und an Besprechungen im Hinblick auf eine allfällige Zusam-
menarbeit mit Leuten vom Patentpool teil. Er stellte dafür zwei Arbeitstage in Rech-
nung, wovon ihm die Vorinstanz einen Tag zugestand, was seitens des Berufungs-
beklagten unangefochten blieb. Die Klägerin bestreitet angesichts der Aussagen 
der Zeugen Erwin Z., P. und N. nicht, dass solche Aktivitäten stattgefunden haben, 
stellt sich aber auf den Standpunkt, dass den Depositionen der Zeugen nicht ent-
nommen werden könne, dass diese Tests in ihrem Auftrage erfolgt seien. Die Aus-
sagen des Zeugen von N. sind in diesem Punkt nicht aufschlussreich, und auch der 
Zeuge Erwin Z. kann lediglich bestätigen, dass er an Skischuhtests mit P. teilge-
nommen habe (er spricht allerdings von T. und nicht von AK.) und diese einen Tag 
gedauert hätten. Bedeutsamer sind indessen die Aussagen des Zeugen P., der er-
klärte, er habe in einem Fall Z. und A. seine Werkstatt zur Verfügung gestellt, wobei 
die beiden Bindungsplatten montiert hätten; der Zeitaufwand habe allerdings nicht 
zwei Tage betragen; bei einem zweiten Mal habe er (P.) zusammen mit dem Be-
klagten beim Testen der Schuhe mitgewirkt. Bei der Besprechung im Hinblick auf 
eine allfällige Zusammenarbeit mit Patentpool sei die Rede von einer Systemtrilogie 
(Ski, Platte und Schuh) gewesen, worüber schon früher mit dem Beklagten und A. 
gesprochen worden sei. An diesen Aussagen ist bemerkenswert, dass sie bezeu-
gen, dass zur fraglichen Zeit zumindest während eines Tages auch A. bei den Ar-
beiten in AK. anwesend war, so dass die Klägerin schwerlich behaupten kann, es 
bestehe kein Zusammenhang zwischen den an diesen Tagen ausgeführten Arbei-

26

ten und einem vom Beklagten behaupteten Auftrag. Wenn das Bezirksgericht an-
gesichts dieser Beweislage zum Schluss kam, dass der Beklagte Anspruch auf die 
Vergütung eines Arbeitstages habe, so hat sie eine Beweiswürdigung vorgenom-
men, die nicht zu beanstanden ist.

Nach der Darstellung des Beklagten nahm er an einem Tag an Skitests mit 
einem belgischen Skieinkäufer auf dem AL. teil. Sein Bruder D. sagte dazu aus, er 
habe von solchen Tests gehört. Die Vorinstanz stellte sich auf den Standpunkt, nach 
der allgemeinen Lebenserfahrung könne mangels weiterer Angaben ein Aufwand 
von einem Tag angenommen werden. Das Kantonsgericht kann sich dieser Beweis-
würdigung nicht anschliessen. Der Beklagte vermag offenbar nicht zu sagen, mit 
wem diese Tests durchgeführt wurden; der angebliche Belgier hätte immerhin näher 
definiert und allenfalls als Zeuge befragt werden müssen. Es steht auf Grund der 
vorhandenen Unterlagen nicht einmal fest, ob es wirklich um Tests mit Skiern der 
Klägerin gegangen ist. Die Aussagen des Bruders des Beklagten bringen auch nicht 
mehr Klarheit, will der Zeuge doch lediglich von solchen Tests gehört haben, ver-
mag aber keine genaueren Angaben zu machen und er kann insbesondere nichts 
aus eigener Wahrnehmung berichten. Die fragliche Position wurde dem Beklagten 
angesichts dieser dürftigen Beweislage zu Unrecht zugestanden.

Im Zusammenhang mit Freerideaufnahmen mit amerikanischen Journalisten 
will der Beklagte im Interesse der Klägerin drei Arbeitstage aufgewendet haben; die 
Vorinstanz kam zum Schluss, über die Dauer des Events lägen keine näheren An-
haltspunkte vor, so dass höchstens ein Tag als ausgewiesen betrachtet werden 
könne. Die Klägerin bestreitet, dass die Aufnahmen in irgendeinem Zusammenhang 
mit ihr gestanden hätten oder von ihr in Auftrag gegeben worden seien. In der Be-
rufungsantwort wird dem entgegengehalten, der Zeuge R. habe ausgesagt, die 
Tätigkeit von Z. an diesen Tagen habe zur Hauptsache darin bestanden, die Skier 
von X. herauszugeben und die Leute zu beraten. Dieses Zitat ist zwar richtig, doch 
steht es nach Auffassung des Kantonsgerichts unmissverständlich im Zusammen-
hang mit dem weiter unten zu behandelnden Pfingstskifahren. Mit Bezug auf die 
hier zu beurteilende Position gibt die Zeugenaussage hingegen nichts her. Das Be-
zirksgericht bezog sich denn bei ihrem Entscheid, dem Beklagten einen Arbeitstag 
zuzugestehen, auch nicht auf den zitierten Passus der Aussagen von R., sondern 
stellte lediglich fest, dieser habe angegeben, Z. sei mit Journalisten in seinem Sport-
geschäft vorbeigekommen. Mit dieser nichtssagenden Deposition lässt sich ein Ho-
noraranspruch des Beklagten nicht begründen. Es ist in der Tat nicht einzusehen, 
inwiefern durch die Feststellung, Z. sei mit Journalisten im Geschäft von R. vorbei-

27

gekommen, ein Bezug zur Berufungsklägerin hergestellt werden könnte. Das erst-
instanzliche Urteil ist daher in diesem Punkt zu korrigieren.

Zusammenfassend ergibt sich nach dem Gesagten, dass gegenüber dem 
Urteil des Bezirksgerichts Surselva dem Beklagten vier zusätzliche Tage für die 
Plattentests in Adelboden/Lenk und in AK. zuzugestehen sind, dass aber auf der 
anderen Seite drei ihm von der Vorinstanz zuerkannte Arbeitstage als nicht ausrei-
chend begründet wegfallen. Per Saldo ergibt sich damit aus der Position Winter 
2002 eine Abweichung von einem Tag zu Gunsten des Beklagten, das heisst, dass 
ihm ein ausgewiesener Aufwand von acht Tagen gutzuschreiben ist. 

d) Das Bezirksgericht erachtete von dem von Z. für den Zeitraum Früh-
ling 2002 geltend gemachten Aufwand von elf Tagen einen solchen von sechs Ta-
gen als ausgewiesen. Die Berufungsklägerin stellt sich auf den Standpunkt, es seien 
für diese Zeit keine anrechenbaren Tätigkeiten ausgewiesen worden. Der Beru-
fungsbeklagte glaubt hingegen, dass ihm sämtliche in Rechnung gestellten Akti-
vitäten hätten gutgeschrieben werden müssen.

Der Beklagte macht vorerst geltend, er habe während zweier Tage auf der 
Zugspitze Konsumententests für die X. AG durchgeführt. Die Vorinstanz hat ihm 
den Aufwand für die zwei Tage zuerkannt und konnte sich dabei auf überzeugende 
Beweise stützen. Die Einwände der Berufungsklägerin vermögen dagegen nicht 
aufzukommen. Der Zeuge G. sagte aus, er habe an dem fraglichen Test in Deutsch-
land teilgenommen. Vorgängig sei er ins Wallis gefahren und habe dort C. und A. 
getroffen, habe die benötigten Skier entgegengenommen und diese auf Anweisung 
von A. nach Deutschland gebracht. Schon diese völlig unverdächtige Aussage lässt 
die Behauptung A.s, der Beklagte habe ohne Auftrag der Klägerin gehandelt, in ei-
nem sonderbaren Lichte erscheinen. Wäre Z. nicht davon überzeugt gewesen, dass 
er im Interesse der X. AG und im Rahmen seines Auftragsverhältnisses handeln 
würde, hätte er keinen Anlass gehabt, G. zu bemühen, im Wallis Skier abzuholen 
und diese auf die Zugspitze zu bringen. Er hätte beim fraglichen Anlass mit wesent-
lich geringerem Aufwand Material anderer Produzenten verwenden können, was 
ihm aber von der Klägerin bestimmt als unfreundlicher Akt ihr gegenüber angekrei-
det worden wäre. Dass dank dem Beklagten anlässlich der Trendshow vom 1. Mai 
2002 auch X.-Skier dem Publikum vorgestellt werden konnten, ergibt sich mit aller 
Klarheit aus dem E-Mail von U.. Ohne die Initiative des  Beklagten wäre die Firma 
X. AG an dem Anlass, an dem ein grosses Publikum teilnahm, sicher nicht vertreten 
gewesen. Z. handelte also offensichtlich im ureigensten Interesse der Klägerin, 

28

wenn er sich zur Vorführung von Skiern der Klägerin zu diesem Anlass begab. Die 
zwei geltend gemachten Arbeitstage sind dem Beklagten daher mit guten Gründen 
zuerkannt worden.

Unter dem Titel Pfingstskifahren kombiniert mit X. Skitests (Freeride Test) 
macht der Beklagte einen Arbeitsaufwand von vier Tagen geltend, von denen ihm 
das Bezirksgericht deren drei anerkannt hat. Die Berufungsklägerin führt aus, es 
könne als erwiesen betrachtet werden, dass der Berufungsbeklagte an diesem 
Pfingstskifahren teilgenommen habe, doch lasse das Beweisverfahren nicht den 
Schluss zu, dass er dies in ihrem Auftrage getan habe; die Aussagen des Zeugen 
O. zeigten klar, dass Z. nicht erkennbar als Vertreter der X. AG aufgetreten sei. 
Dieser Schluss drängt sich aufgrund der Aussagen des Zeugen O. keineswegs auf. 
Dieser antwortete auf die Frage, welchen Zusammenhang zwischen dem Pfingst-
skifahren und der X. AG bestanden habe, er sei davon ausgegangen, dass es sich 
um Tests für einen Tiefschneeski gehandelt und Z. Aussagen darüber gewünscht 
habe, wie sich diese Skier fahren liessen und welches die Eindrücke der Testper-
sonen seien. Er habe angenommen, dass Z. in seiner Funktion als Verantwortlicher 
für die Entwicklung eines Tiefschneeskis gehandelt habe. Aus diesen Depositionen 
ergibt sich im klaren Gegensatz zu der Behauptung der Berufungsklägerin, dass der 
Beklagte beim fraglichen Anlass in seiner Eigenschaft als Mitarbeiter der Klägerin 
teilnahm und in deren Interesse Tests durchführte. Dies gehörte denn auch eindeu-
tig zu seinem Aufgabenbereich, so dass nicht einzusehen ist, weshalb er für diese 
Tätigkeit von der Klägerin nicht entschädigt werden sollte. Dass es um X.-Skier ging, 
ergibt sich klar aus den Depositionen von R., der aussagte, Z. habe an diesen Tagen 
die Skier von X. herausgegeben und die Leute beraten. Angesichts dieser Beweis-
lage ist dem Berufungsbeklagten zuzustimmen, dass es sich bei seiner Teilnahme 
an den Pfingstskifahrten um eine zu seinen Aufgaben gehörende Marketingtätigkeit 
gehandelt hat, für die ihm ein entsprechendes Honorar zusteht. Präzise Angaben 
zur Dauer der zur Diskussion stehenden Testfahrten liegen nicht vor. Wenn die Vor-
instanz annahm, dass der Anlass über das ganze Pfingstwochenende, also von 
Samstag bis Montag, stattgefunden haben dürfte, so kann das Kantonsgericht die-
ser Auffassung folgen. Die Berufungsklägerin hat sich zu dieser Frage nicht geäus-
sert, und in der Berufungsantwort wird ausgeführt, die Vorinstanz habe zu Recht 
einen Aufwand von drei Tagen anerkannt. Z. scheint sich also damit abzufinden, 
dass nicht die geltend gemachten vier, sondern eben nur drei Tage als ausgewiesen 
betrachtet wurden. Der Berufungsbeklagte setzt sich damit zwar in Widerspruch zu 
seiner zusammenfassenden Äusserung zu den Aktivitäten im Frühjahr 2002, in wel-
cher er feststellte, nebst den sechs ihm von der Vorinstanz zugestandenen Arbeits-

29

tagen sei ein Aufwand von weiteren sechs Tagen, insgesamt also ein solcher von 
zwölf Tagen ausgewiesen. Er übersieht dabei, dass er selbst gesamthaft nur elf 
Tage geltend gemacht hat (in der Prozessantwort ist sogar aufgrund einer offen-
sichtlich falschen Addition nur von neun Tagen die Rede), von denen ihm die Vor-
instanz deren sechs anerkannt hat. Wenn er erklärt, das Bezirksgericht habe für das 
Pfingstskifahren zu Recht drei Tage als Aufwand anerkannt, könnte er unter der 
ganzen Position Frühling 2002 also höchstens auf einen gesamten Aufwand von 
zehn Tagen gelangen, falls bei den vier weiteren strittigen Einzelpositionen zu sei-
nen Gunsten zu entscheiden sein sollte.

Z. will für eine Besprechung der Planung Herbst/Winter 2002 in L. sowie für 
eine Besprechung des Designdeckblattes bei der Firma V. in W. je einen Arbeitstag 
verrechnen. Die Vorinstanz hat diese beide Forderungen als unbewiesen betrach-
tet, was der Berufungsbeklagte unter Hinweis auf sein Schreiben vom 11. März 
2003 beanstandet. Wie schon mehrfach dargelegt, kann allein auf Grund des Um-
standes, dass die Klägerin nicht gegen dieses Schreiben remonstrierte, kein genü-
gender Beweis für die Richtigkeit seines Inhaltes gesehen werden; die Besprechung 
in L. ist folglich nicht genügend ausgewiesen. Mit Bezug auf die Besprechung in W. 
weist der Beklagte sodann darauf hin, dass die von ihm als Zeugin aufgerufene, 
aber nicht angehörte AC. das fragliche Treffen bestätigen könnte. Bezüglich des 
Designs für das Deckblatt von Skiern ergebe sich sodann schon auf Grund der Aus-
sagen der Zeugen A. und C., dass diesbezüglich ein klarer Auftrag bestanden habe. 
Dass sich Z. mit dem Design von Skiern zu befassen hatte, erachtet auch das Kan-
tonsgericht als ausgewiesen, doch genügt dies nicht, um einen Zusammenhang mit 
einer Firma V. herzustellen. In der Prozessantwort wird mit keinem Wort erwähnt, 
was es mit dieser Firma für eine Bewandtnis hat, und zwar weder unter der Position 
Frühling 2002, noch unter Sommer 2002, wo von der Auswertung von Folien in W. 
die Rede ist. Eine Verbindung zur X. AG ist aufgrund der in den Rechtsschriften 
enthaltenen Sachdarstellung nicht ersichtlich, so dass mangels ausreichender Tat-
sachenbehauptungen verständlich ist, dass auf die Zeugin AC. verzichtet wurde. 
Wenn in der Berufungsantwort geltend gemacht wird, dass der Beklagte bei Bespre-
chungen in W. zweimal von C. begleitet gewesen sei, so will damit offenbar der 
bisher in keiner Weise dargelegte Zusammenhang zwischen der X. AG und der 
Firma in Italien hergestellt werden, doch handelt es sich dabei um eine neue Be-
hauptung, die nicht mehr gehört werden kann. Dass der an dieser Stelle geltend 
gemachte Aufwand beweismässig auf schwachen Füssen steht, ergibt sich auch 
aus dem Umstand, dass in der Berufungsantwort bei der folgenden Position (Som-
mer 2002), in welcher die Vorinstanz dem Beklagten ebenfalls den für eine Reise 

30

nach W. geltend gemachten Tag nicht zugestand, mit keinem Wort auf den Fall V. 
zurückgekommen wird.

Mit Bezug auf den von der Vorinstanz anerkannten Arbeitstag für die Erstel-
lung von Designentwürfen gesteht die Berufungsklägerin ein, dass die Arbeiten von 
Z. stammen, doch wird behauptet, es sei nicht erwiesen, dass seitens der X. AG ein 
entsprechender Auftrag erteilt worden sei. Dass ein Auftragsverhältnis zwischen 
den Parteien bestanden und dieses auch das Design beinhaltet hat, wurde schon 
hinlänglich dargelegt, so dass auf den Einwand unter Hinweis auf schon Gesagtes 
nicht mehr näher eingegangen werden muss.

Nicht anerkannt wurden vom Bezirksgericht je ein Tag Aufwand für die Be-
sprechung eines Werbekonzepts in Zürich und in Y.. Bezüglich dieser beiden Un-
terpositionen beruft sich der Beklagte wiederum ausschliesslich auf sein Schreiben 
vom 11. März 2003, welches – wie schon mehrfach erwähnt – für sich allein auch 
vom Kantonsgericht nicht als genügender Beweis dafür angesehen werden kann, 
dass die geltend gemachten Arbeitsleistungen auch tatsächlich erbracht wurden. 
Mangels zusätzlicher Indizien dafür, dass die behaupteten Besprechungen wirklich 
stattfanden und sie im Interesse der Auftraggeberin gelegen haben, konnte die Vor-
instanz dem Beklagten die beiden Arbeitstage nicht zusprechen. Es bleibt damit 
unter der Position Frühling 2002 gesamthaft bei den vom Bezirksgericht als ausge-
wiesen anerkannten sechs Tagen.

e) Für im Sommer 2002 erbrachte Leistungen macht der Beklagte unter 
neun Unterpositionen einen gesamten Arbeitsaufwand von 26 Tagen geltend, wo-
von ihm die Vorinstanz deren 23 anerkannt hat; sie kürzte ihm seinen Anspruch also 
um drei Tage und nicht wie in der Berufungsantwort erwähnt um fünf Tage. Es han-
delt sich dabei um eine behauptete Aussprache über die Zukunft der X.  in Ober-
wald, um eine Besprechung mit C. und A. in L. sowie um einen Tag für die Auswer-
tung von Folien in W.. Zum letzten Punkt nimmt der Beklagte in seiner Berufungs-
antwort nicht Stellung, so dass dazu – auch unter Hinweis auf das bereits oben 
bezüglich der Beziehung zur Firma V. Gesagte – nicht weiter eingegangen werden 
muss. Als Beweis für die beiden erstgenannten Besprechungen verweist der Beru-
fungsbeklagten einmal mehr ausschliesslich auf sein von der Klägerin vorprozes-
sual nicht bestrittenes Schreiben vom 11. März 2003. Wie schon mehrfach festge-
halten wurde, kann dieses Dokument für sich allein nicht als hinreichender Beweis 
für die erbrachten Leistungen anerkannt werden, es bedürfte dafür zusätzlicher 

31

stichhaltiger Anhaltspunkte. Der Entscheid der Vorinstanz, diese Positionen nicht 
anzuerkennen, ist demnach nicht zu beanstanden.

Für eine Besprechung in Zug über die ihm zu entrichtende Entschädigung 
wird vom Beklagten ein Arbeitstag in Rechnung gestellt. Die Vorinstanz hielt diese 
Forderung für berechtigt, während sie von der Berufungsklägerin mit dem Hinweis 
bestritten wird, aufgrund der Einvernahme von O. sei zwar bewiesen, dass die frag-
liche Besprechung stattgefunden habe, hingegen ergebe sich daraus nicht, dass 
die Sitzung im Rahmen eines Auftrages der X. AG gestanden habe. Es sei vielmehr 
um die Zukunftsplanung der X. AG gegangen und nicht um eine Auftragserfüllung 
in ihrem Namen. Mit diesem Hinweis liefert die Berufungsklägerin ein zusätzliches, 
für die Anerkennung der Forderung sprechendes Argument. Während man sich fra-
gen könnte, ob eine Besprechung, die lediglich die Frage der Entschädigung des 
Beklagten zum Inhalt hatte, diesem als Arbeitsaufwand angerechnet werden 
könnte, so war eine Sitzung unter Teilnahme von Z., welche die Zukunftsgestaltung 
der X. AG zum Gegenstand hatte, jedenfalls im Sommer 2002, als zwischen den 
Parteien noch ein ungetrübtes Einvernehmen herrschte, sicher für alle Beteiligten 
von erheblicher Bedeutung. Der Beklagte war damals ein wichtiger Mitarbeiter der 
Firma, so dass seine Anwesenheit für die Beurteilung der Zukunftsaussichten sicher 
geboten war. Es ist daher nicht einzusehen, weshalb er für den dabei entstandenen 
Zeitaufwand nicht zu entschädigen sein sollte.

Unter dem Titel „Arbeit an CNC-Fräse“ machte der Beklagte in der Prozes-
santwort geltend, er habe während drei Wochen Arbeit in K. geleistet. Die Vorin-
stanz anerkannte einen Aufwand von 15 Tagen und stützte sich dabei auf die Aus-
sagen von J. und G.. Die Berufungsklägerin stellt sich auf den Standpunkt, es lägen 
keine Beweise dafür vor, dass die Arbeit an der CNC-Fräse in ihrem Auftrage erfolgt 
sei. Erwin Z. könne nicht aus eigener Wahrnehmung bestätigen, dass sein Bruder 
einen konkreten Auftrag zur Herstellung der Fräse erhalten habe. Wenn J. aussage, 
dass der Beklagte eher länger in Deutschland gearbeitet habe als von ihm angege-
ben worden sei, so sei zu beachten, dass darin auch die Zeit enthalten sei, welche 
der Entwicklung der Platten gedient habe. Die Aussagen von G. seien kritisch zu 
würdigen, da dieser nur bis Herbst 2001 bei der X. AG gearbeitet habe, also zur 
fraglichen Zeit im Sommer 2002 nicht mehr dort angestellt gewesen sei. – Zu die-
sem Punkt kann im Wesentlichen darauf verwiesen werden, was oben bei der Prü-
fung der Frage, ob zwischen den Parteien ein Auftragsverhältnis bestand, gesagt 
wurde. Ist vom Bestehen eines solchen Vertrages auszugehen, lässt sich nicht be-
streiten, dass die an der fraglichen Fräse ausgeführten Arbeiten im Interesse der 

32

Klägerin vorgenommen wurden. Die von der X. AG bestellte Maschine diente der 
Vereinfachung der Skiherstellung; J. bestätigte, dass seitens der Klägerin diverse 
Bindungsplatten und eben eine solche CNC-Fräsmaschine bestellt worden seien. 
Die Bindungsplatten seien von ihm, A. und Z. zusammen entwickelt worden. Da in 
den Aufgabenbereich des Beklagten auch die Entwicklung von Bindungsplatten 
gehörte, trifft der Einwand der Klägerin, in der von J. angegebenen Zeit sei auch der 
Aufwand für die Entwicklung der Platten enthalten, ins Leere. Wenn der Beklagte 
sein Know-how beim Bau der von der Klägerin bestellten, für die Herstellung von 
Skiern bestimmten CNC-Fräsmaschine einbrachte und dabei zusammen mit A. 
dafür besorgt war, dass die Konstruktion den Anforderungen der Bestellerin ent-
sprechend erfolgte und wenn er auf der anderen Seite im Betriebe von J. an der 
Entwicklung von Bindungsplatten mitwirkte, so arbeitete er im Rahmen seines Auf-
trages im Interesse der X. AG. Es liegt daher auf der Hand, dass er für seine Mitar-
beit von der Klägerin zu entschädigen ist; für das Vorliegen eines Auftragsverhält-
nisses zwischen J. und dem Beklagten liegen überhaupt keine Anhaltspunkte vor. 
Der zeitliche Aufwand erscheint aufgrund der Aussagen der Zeugen J. und G. hin-
reichend ausgewiesen, zumal nach den Feststellungen des Zeugen J. drei bis vier 
Wochen allein an der Herstellung der Fräsmaschine gearbeitet wurde und die tägli-
che Arbeitszeit dabei zwölf bis fünfzehn Stunden betragen hatte. Wenn in der Beru-
fungsantwort dem Einwand der Berufungs-klägerin, wonach die Aussagen von G. 
mit Vorsicht zu würdigen seien, weil dieser nur bis im Herbst  2001 für die X. AG 
gearbeitet habe, mit dem Argument begegnet wird, der Zeuge müsse sich bei der 
Angabe seiner Arbeitszeit bei der Klägerin um ein Jahr geirrt haben, so ist dies ein-
leuchtend. In der Tat begann Z. seine Tätigkeit bei der X. AG erst im Herbst 2001, 
so dass die Aussage G.s, er habe im Frühjahr 2001 den Beklagten angefragt, ob es 
für ihn allenfalls bei der X. AG auch eine Arbeit hätte, nicht möglich ist. Dass G. 
seine Arbeit  bei der Klägerin erst im Frühjahr 2002 aufnahm ist umso wahrschein-
licher, als er ja auch bei den Skitests auf der Zugspitze teilnahm, welche am 1. Mai 
2002 stattfanden. Die Aussage des Zeugen G., wonach er schätze, dass Z. etwa 15 
Tage bei J. in Deutschland gearbeitet habe, hat also durchaus Beweiswert. Gesamt-
haft gesehen gelangt das Kantonsgericht damit zum Schluss, dass es durchaus 
dem Beweisergebnis entspricht, wenn die Vorinstanz annahm, der Berufungsbe-
klagte habe im fraglichen Zeitraum tatsächlich während 15 Tagen für die Klägerin 
in K. gearbeitet.

Dass das Design von T-Shirts, welche sicher wirksame Werbeprodukte dar-
stellten, von dem zwischen den Parteien bestehenden Auftragsverhältnis erfasst 
war, wurde oben klar festgehalten; die gegenteilige Behauptung der Berufungsklä-

33

gerin erscheint angesichts der Tatsache, dass mit A. diesbezüglich E-Mails ausge-
tauscht wurden, geradezu abwegig. Wenn Z. nicht aufgrund eines ausdrücklichen 
speziellen Auftrages, sondern aus eigener Initiative gehandelt haben sollte, so 
stünde dies der Annahme, er habe dies im Interesse der Klägerin getan, nicht ent-
gegen, vielmehr wäre es ein Beweis dafür, dass er sich auch mit eigenen Ideen voll 
für seine Arbeitgeberin einsetzte. Dass der von der Vorinstanz aufgrund der Aussa-
gen der Zeugen B. und G. sowie der Lebenserfahrung anerkannte Zeitaufwand von 
drei Tagen angemessen ist, wird von der Berufungsklägerin nicht in Abrede gestellt. 
Der erstinstanzliche Entscheid ist daher zu bestätigen.

Der vom Berufungsbeklagten geltend gemachte und von der Vorinstanz an-
erkannte zusätzliche Zeitaufwand von einmal einem und zwei weiteren Tagen für in 
K. geleistete Arbeit wird von der Berufungsklägerin unter Hinweis auf das nach ihrer 
Auffassung fehlende Auftragsverhältnis bestritten. Da sich die entsprechenden Aus-
führungen als unbegründet erwiesen haben, kann auch der an dieser Stelle wie-
derum erhobene Einwand nicht gehört werden. Zum zeitlichen Aufwand äussert sich 
die Berufungsklägerin nicht, so das kein Anlass besteht, von der vom Bezirksgericht 
vorgenommenen Beurteilung abzuweichen.

Die Vorinstanz anerkannte unter der Position Sommer 2002 schliesslich ei-
nen Arbeitstag für eine nach der Darstellung des Beklagten in Zürich abgehaltene 
Vorbesprechung mit einer Firma AA.. Aus der vom Beklagten eingereichten Korre-
spondenz zu diesem Thema ergibt sich, dass X.-Skier für die Detroit Motor Show 
geliefert wurden. Darüber wurde zwischen Z. und einer für AA. tätigen AD. korre-
spondiert, und es wurde seitens des Beklagten auch A. über diesen Kontakt infor-
miert. Ferner liegt ein Mail von einem AB. vor, der sich auf eine Besprechung im 
September 2002 bezieht. Auch wenn nicht mit letzter Sicherheit feststeht, ob es sich 
dabei um die vom Beklagten erwähnte Sitzung in Zürich handelt, so sind aufgrund 
der vorliegenden schriftlichen Dokumente doch wesentliche Aktivitäten von Z. mit 
der Firma AA. nachgewiesen, so dass das Bezirksgericht dem Beklagten mit guten 
Gründen einen Arbeitstag zugestehen konnte, ohne dass es dazu noch der Einver-
nahme von AD. als Zeugin bedurft hätte. Der Entscheid der Vorinstanz ist daher zu 
bestätigen, womit die insgesamt 23 Arbeitstage für die im Sommer 2002 erbrachten 
Leistungen als ausgewiesen betrachtet werden können.

f) Für Aktivitäten zu Gunsten der X. AG im Herbst 2002 will Z. total 18 
Arbeitstage aufgewendet haben; die Vorinstanz gestand ihm 12 Arbeitstage zu. Sie 
lehnte eine erste Unterposition, bei der es um die Abklärung der Produktion von 

34

Kunststoffteilen und um Wasserstrahlen gegangen sein soll, mit der Begründung 
ab, von solchen Tätigkeiten sei in den Zeugenaussagen und in den übrigen Beweis-
mitteln nirgends die Rede. Das Kantonsgericht schliesst sich dieser Auffassung an. 
In der Tat ist in keiner Weise dargelegt, inwiefern es sich – wie vom Beklagten be-
hauptet – um Arbeiten im Zusammenhang mit Aufgaben geht, welche Z. im Auftrage 
der X. AG ausgeführt hat. – Abgelehnt hat das Bezirksgericht auch den in Rechnung 
gestellten Aufwand von einem Tag für eine Besprechung mit einem Fotografen be-
züglich X.-Produkte in Basel sowie für das Abholen von Holzkernen beim Lieferan-
ten in K.. Auch in diesem Punkt geht das Kantonsgericht mit der Vorinstanz einig, 
dass kein ausreichender Beweis für diese Tätigkeiten vorliegt. Das Schreiben vom 
11. März 2003 vermag allein keinen rechtsgenüglichen Beweis zu erbringen, und 
die Aussagen des Zeugen J. können nach Auffassung des Gerichts nicht so weit 
interpretiert werden, dass selbst nicht näher umschriebene Verrichtungen als da-
durch ausgewiesen betrachtet werden, nur weil sie mit dem Ort K. in Verbindung 
gebracht werden. Wenn behauptet wird, C. habe Z. bei den fraglichen Reisen be-
gleitet, so ist nicht einzusehen, weshalb der Zeuge dazu nicht befragt worden ist. – 
Den geltend gemachten Aufwand von einem Tag für einen Vortrag in AM. hat das 
Bezirksgericht mangels Beweisen nicht anerkannt. Tatsächlich vermag der Be-
klagte ausser seinem Hinweis auf sein Schreiben vom 11. März 2003 nichts vorzu-
bringen, was den behaupteten Einsatz für die X. AG zu beweisen vermöchte. Der 
Entscheid der Vorinstanz ist folglich zu bestätigen.

Der Beklagte machte in der Prozessantwort (neben den bereits oben behan-
delten Arbeiten betreffend Kunststoffteile und Wasserstrahlen) einen Aufwand von 
sieben Tagen für Arbeiten für die Plattenproduktion in K. geltend. Die Vorinstanz 
anerkannte davon sechs Tage (nicht acht Tage, wie in den Rechtsschriften des Be-
rufungsverfahrens zu lesen ist); sie hielt den Beweis dafür, dass Z. eine Kopierfräse 
nach L. transportiert hat, wofür ein weiterer Tag in Rechnung gestellt wurde, als 
nicht erbracht. Der Berufungsbeklagte kommt auf diese letzte Position in seiner Be-
rufungsantwort nicht zurück, hingegen besteht er auf dem von der Berufungskläge-
rin bestrittenen Aufwand für Fräsarbeiten in K.. Dies sicher zu Recht, beschränkt 
sich doch die Klägerin darauf, den entsprechenden Aufwand mit dem stereotypen 
Hinweis auf das nach ihrer Auffassung mangelnde Auftragsverhältnis zu bestreiten. 
Dass dieser Einwand unbegründet ist, wurde mehrfach dargelegt und braucht nicht 
mehr näher kommentiert zu werden. Zu der Anzahl der vom Beklagten geltend ge-
machten Arbeitstage äussert sich die Berufungsklägerin nicht. Die Vorinstanz hielt 
die sechs Tage an der Fräsmaschine auf Grund der Aussagen des Zeugen J. für 
ausgewiesen. Das Kantonsgericht kann sich dieser Beurteilung anschliessen. Der 

35

Zeuge bestätigte, dass die Tätigkeiten, welche auf der ihm vorgelegten Aufstellung 
mit der Ortsangabe „K.“ aufgeführt sind, auch tatsächlich geleistet wurden, ja er 
sagte aus, nach seinem Gefühl sei Z. eher häufiger in K. gewesen als in der Zusam-
menstellung seines Aufwandes geltend gemacht werde. Es besteht kein Anlass, 
diesen Aussagen zu misstrauen, so dass die sechs im Herbst 2002 für Fräsarbeiten 
ausgewiesenen Tage anerkannt werden können.

Für Plattentests und die Durchführung verschiedener Versuche in Saas Fee 
wird vom Beklagten ein Zeitaufwand von zwei Arbeitstagen geltend gemacht. Die 
Vorinstanz anerkannte diesen Aufwand, wobei sie feststellte, der Zeuge Erwin Z. 
habe bestätigt, dass zwei Mal Plattentests auf dem Gletscher in Saas Fee stattge-
funden hätten. Die Berufungsklägerin weist darauf hin, dass der Zeuge ausgesagt 
habe, er selbst sei an zwei Testtagen dabei gewesen, sein Bruder aber nur an einem 
Tag. In der Berufungsantwort wird dazu ausgeführt, es sei nie behauptet worden, 
dass diese Versuche auf dem Gletscher stattgefunden hätten. Die geltend gemach-
ten zwei Tage seien im Bestätigungsschreiben vom 11. März 2003 erwähnt gewe-
sen und nie bestritten worden. Dazu ist einmal mehr darauf hinzuweisen, dass die-
ses Dokument allein zum Beweis nicht ausreicht. Wenn der Beklagte und mit ihm 
die Vorinstanz die beiden Testtage in Saas Fee daneben aber nur auf die Depositi-
onen des Zeugen Erwin Z. stützen, so ist tatsächlich festzustellen, dass dieser nur 
die Anwesenheit seines Bruders an einem Tag bestätigt hat. Ob die fraglichen Ver-
suche auf dem Gletscher oder sonst wo im Gebiet von Saas Fee durchgeführt wur-
den, ist ohne Belang, ja wenn der Berufungsbeklagte erwähnt, von Gletschern sei 
nicht die Rede gewesen, sein Bruder aber mit Bezug auf beide Tage annimmt, die 
Versuche hätten auf dem Gletscher stattgefunden, so müsste man sich fragen, ob 
ein Plattentest in Saas Fee überhaupt ausgewiesen ist. Nur der Umstand, dass der 
Zeuge nur mit Bezug auf einen Versuch mit Sicherheit sagen konnte, er hätte auf 
dem Gletscher stattgefunden, bezüglich des zweiten Versuchs aber nicht mehr si-
cher ist, erlaubt es angesichts der Bemerkung des Beklagten, diesem immerhin ei-
nen Tag gutzuschreiben; ein zweiter Tag ist allerdings nicht ausgewiesen.

Mit Bezug auf eine Besprechung in Turin mit Designern von AA., für welche 
Begegnung der Beklagte einen Arbeitstag geltend macht und von der Vorinstanz 
zugesprochen erhielt, führt die Berufungsklägerin aus, eine solche Besprechung sei 
nicht ausgewiesen, A. habe nie ein Resultat einer solchen Sitzung gesehen und 
falls sie als bewiesen betrachtet würde, fehlte es an einem Zusammenhang zwi-
schen diesem Anlass und der X. AG. In der Berufungsantwort wird auf der Anerken-
nung dieses Arbeitsaufwandes bestanden und im Zweifelsfalle AD. als Zeugin auf-

36

gerufen. Das Kantonsgericht hält den geltend gemachten Aufwand für die fragliche 
Besprechung als erwiesen, auch ohne dass es einer zusätzlichen Zeugenbefragung 
bedürfte. Dass im Hinblick auf eine Autoausstellung Kontakte zwischen dem Be-
klagten und der AA. bestanden, ist durch die schon oben erwähnte Korrespondenz 
mit verschiedenen Exponenten dieser Firma erwiesen, und die Tatsache, dass die 
Kontakte zur Lieferung von X.-Skiern führten, bezeugt klar einen Zusammenhang 
zwischen der ausgewiesenen Tätigkeit des Beklagten bei diesem Projekt und der 
X. AG. Dass A. in diese Aktivitäten eingeweiht war, ergibt sich aus an ihn gerichteten 
E-Mails, wobei durch jenes vom 9. September 2002 auch belegt wird, dass er darü-
ber informiert wurde, dass der Beklagte zusammen mit C. zu einer Besprechung in 
dieser Sache nach Italien führen würde. Das Kantonsgericht hält damit den gelten-
den gemachten Arbeitstag in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als ausgewiesen.

Unter dem Titel „Montage für Testski für Sölden, AH.“ macht der Beklagte 
einen Aufwand von einem Tag geltend. Die Vorinstanz hielt diesen Aufwand ge-
stützt auf die Aussagen von Erwin Z. als ausgewiesen, während die Berufungsklä-
gerin glaubt, dass den Zeugenaussagen nicht zweifelsfrei entnommen werden 
könne, dass Z. an diesen Tests auf der F. teilgenommen hatte. Dies ist eine offen-
sichtlich haltlose Bemerkung. Die Depositionen D.s könnten nur zu Zweifeln Anlass 
geben, wenn sie aus