# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3aaf9cba-085f-557d-a720-52ba4c270516
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.05.2021 S 2020 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-123_2021-05-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 25. Mai 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch B.________ und C.________, diese wiederum vertreten 
durch RA Dr. iur. D.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Hilfsmittel)

S 2020 123

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Urteil S 2020 123

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1989, leidet seit seiner Geburt an einer 
cerebralen Bewegungsstörung, weshalb die Invalidenversicherung von Geburt an die 
gesetzlichen Leistungen (Rente, Hilflosenentschädigung und Hilfsmittel aller Art) erbringt 
(vgl. IV-act. 1 und 83). Unter anderem vergütete die IV-Stelle mit Mitteilung vom 11. Mai 
2001 die invaliditätsbedingten Abänderungen am elterlichen Motorfahrzeug Mitsubishi 
L400 für den Rollstuhltransport in Form des Rollstuhl-Sicherheits-Rückhaltesystems 
"Safetrans" inkl. Montage der Arretierschienen sowie einer Euro-Auffahrrampe Typ AMF 
im Betrag von Fr. 8'984.60 (IV-act. 1 S. 316). Im Jahre 2004 erlitt die Mutter des 
Versicherten unverschuldet einen Verkehrsunfall, was zu einem Wechsel des Mitsubishi 
L400 auf einen VW Bus führte (IV-act. 23). Mit Verfügung vom 20. Juni 2005 übernahm 
die IV-Stelle auch die invaliditätsbedingten Umbaukosten des VW Busses (abzüglich des 
Anteils der Haftpflichtversicherung [IV-act. 35]). Ein altersbedingter Fahrzeugwechsel war 
schliesslich Anfang des Jahres 2020 notwendig, weshalb die Eltern des Versicherten mit 
Leistungsbegehren vom 3. Februar 2020 die IV-Stelle Zug wiederum um 
Kostenübernahme für die invaliditätsbedingten Abänderungen am neuen Motorfahrzeug 
VW T6 im Umfang von Fr. 9'728.55 gemäss Rechnung der E.________ AG vom 18. März 
2020 ersuchten (IV-act. 221 und 227). Mit Verfügung vom 17. August 2020 lehnte die IV-
Stelle das Leistungsbegehren ab mit der Begründung, der Versicherte lebe im Heim 
F.________ in G.________ SZ, wo die medizinische und pflegerische Versorgung sowie 
die Pflege der sozialen Kontakte auch ohne Hilfe eines Fahrzeuges gewährleistet seien. 
Da er in einem Heim wohne, beschränkten sich die Transportfahrten zur Familie oder zu 
den gelegentlichen Arztbesuchen auf ein paar Male pro Monat. Das Fahrzeug werde 
entsprechend nicht für den täglichen Transport gebraucht und sei für die gelegentlichen 
Familien- und Arztbesuche denn auch nicht notwendig im Sinne der Rechtsprechung. 
Alternativ stünde für die Transporte der öffentliche Verkehr zur Verfügung, was wiederum 
gegen die Notwendigkeit des Fahrzeugs spreche, auch wenn dieses eine gewisse 
Erleichterung bringen würde (IV-act. 234). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 16. September 2020 (Datum des 
Poststempels 17. September 2020) liess A.________ die Aufhebung der Verfügung vom 
17. August 2020 und die Kostenübernahme für die invaliditätsbedingte Abänderung am 
Motorfahrzeug beantragen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung in der Person von RA 
Dr. iur. D.________. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die 
Beschwerdeführerin [recte: Beschwerdegegnerin] habe den Umbau des Motorfahrzeuges 

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Urteil S 2020 123

in der Vergangenheit bereits zweimal anstandslos und mit blossen Mitteilungen (ohne 
Begründung) bewilligt. Zum damaligen Zeitpunkt sei er 12- bzw. 15-jährig gewesen und 
habe (nur) auf dem Gebiet des Kantons Zug in die Sonderschule gefahren werden 
müssen. Heute lebe er zum Teil im Heim F.________ in G.________ SZ und zum Teil bei 
seinen Eltern in H.________ ZG. Sowohl in G.________ wie auch in H.________ hätte er 
mit seinem Rollstuhl grössere Strecken zum oder vom Bahnhof zurückzulegen. Seine 
Sozialkontakte mit Familie und Freunden, ja mit seiner Umwelt, wären faktisch 
unterbunden. Er sei deshalb auf Transporte mit dem privaten PW seiner Eltern 
angewiesen. Aufgrund des während 19 Jahren aufgebauten Vertrauens zwischen den 
Parteien wäre es missbräuchlich, ihm dieses Hilfsmittel heute nun nicht mehr zur 
Verfügung zu stellen. 

C. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2020 zog der Beschwerdeführer das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege zurück.

D. Der daraufhin mit Verfügung vom 23. Oktober 2020 verlangte Kostenvorschuss 
von Fr. 800.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt.

E. Mit Vernehmlassung vom 2. Dezember 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, frühere Kostengutsprachen stünden dem ablehnenden Entscheid gemäss 
vorliegend angefochtener Verfügung nicht entgegen. Damals habe der Beschwerdeführer 
noch zu Hause gewohnt. Nun lebe er seit Jahren in einem Heim. Der Schwerpunkt der 
Versorgung liege deshalb nicht mehr bei den Eltern. Spezielle persönliche Bedürfnisse, 
die den beantragten invaliditätsbedingten Autoumbau rechtfertigen könnten, seien nicht 
ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe sodann keinen Anspruch auf die im Einzelfall 
bestmögliche Versorgung. 

F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.

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Urteil S 2020 123

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu 
17. August 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 17. September 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 17. August 2020. In Anwendung 
von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 17. September 2020 
der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

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Urteil S 2020 123

3.
3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte 
Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und 
geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Zu den 
Eingliederungsmassnahmen zählt dabei u.a. auch die Abgabe von Hilfsmitteln zu 
Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung (siehe dazu Art. 8 
Abs. 3 lit. d sowie Art. 21 Abs. 3 IVG). Nach Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG hat ein Versicherter 
im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, 
deren er für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur 
Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und 
Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Hat ein 
Versicherter infolge seiner Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des 
Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge Bedarf an kostspieligen Geräten, 
besteht im Rahmen der vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die 
Erwerbsfähigkeit Anspruch auf ein Hilfsmittel (Art. 21 Abs. 2 IVG). Der Bundesrat hat die 
ihm übertragene Kompetenz zur Bezeichnung der im Rahmen von Art. 21 IVG 
abzugebenden Hilfsmittel in Art. 14 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) an das Eidgenössische Departement des Innern 
subdelegiert, welches seinerseits die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch 
die Invalidenversicherung (HVI; SR 831.232.51) erlassen hat. Im Anhang zur HVI werden 
die Hilfsmittel aufgezählt. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten 
Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des 
Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf 
die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die 
Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des 
Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2).

3.2 Als Eingliederungsmassnahme unterliegt die Hilfsmittelversorgung den 
allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 8 Abs. 1 IVG. Sie hat somit neben den 
dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendigkeit auch 
denjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) als drittem 
Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu genügen. Die Abgabe eines 
Hilfsmittels muss demnach unter Berücksichtigung der gesamten tatsächlichen und 

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rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen Verhältnis zum 
angestrebten Eingliederungsziel stehen. Unter anderem muss der zu erwartende Erfolg in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmassnahme 
stehen. Das Erfordernis der finanziellen Angemessenheit wird im Hilfsmittelrecht durch 
Art. 21 Abs. 3 IVG und Art. 2 Abs. 4 HVI zum Ausdruck gebracht, wonach nur Anspruch 
auf Hilfsmittel in einfacher und zweckmässiger Ausführung besteht; durch eine andere 
Ausführung verursachte Kosten hat der Versicherte selbst zu tragen. Die versicherte 
Person hat demnach nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck 
angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen 
Umständen bestmöglichen Vorkehren (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG). Denn das Gesetz will die 
Eingliederung soweit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend 
ist (BGer 9C_408/2020 vom 20. August 2020 E. 2.1 f.). 

3.3 Als Hilfsmittel gelten laut Ziff. 10.05 HVI-Anhang auch die invaliditätsbedingten 
Abänderungen von Motorfahrzeugen. Eine erwerbliche Ausrichtung ist für einen 
diesbezüglichen Anspruch nicht vorausgesetzt, sondern es genügt, dass eine Abänderung 
für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder die Selbstsorge 
notwendig ist (Art. 21 Abs. 2 IVG; Art. 2 Abs. 1 und 2 HVI; BGer 8C_256/2016 vom 22. Juli 
2016 E. 2.2.2). Im Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über 
die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI, Stand 1. Januar 2020) 
ist vorgesehen, dass eine versicherte Person Anspruch auf die Vergütung der Kosten hat, 
welche infolge des Gebrechens durch invaliditätsbedingte Abänderungen entstehen. Jeder 
Antrag muss von der neutralen Fachstelle (SHAB) geprüft werden (Rz. 2095). 
Abänderungskosten an Neuwagen werden höchstens alle zehn Jahre oder alle 200‘000 
Kilometer, an Occasionsfahrzeugen höchstens alle sechs Jahre einmal übernommen. 
Erfolgt der Fahrzeugwechsel vor Ablauf dieser Frist, so hat jeweils auf dem ursprünglichen 
Rechnungsbetrag ein pro rata-Abzug zu erfolgen (Rz. 2096). Bei Abänderungskosten von 
mehr als Fr. 25‘000.– kann in der Regel nicht mehr von einer einfachen und 
zweckmässigen Versorgung ausgegangen werden (Rz. 2098).

4. Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG wird nebst der Invalidenrente jede andere formell 
rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt 
nachträglich erheblich verändert hat.

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5. Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf Übernahme der Kosten für die 
behinderungsbedingten Änderungen am privaten Motorfahrzeug der Eltern des 
Beschwerdeführers. 

5.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten für den Umbau des 
privaten Personenwagens der Eltern des Beschwerdeführers in der Vergangenheit bereits 
zweimal übernommen hat (vgl. IV-act. 1 S. 316 und IV-act. 35). Will die 
Beschwerdegegnerin nun 15 Jahre später die Folgeversorgung mit einem invalidengerecht 
abgeänderten Motorfahrzeug ablehnen, ist dies nicht voraussetzungslos möglich. Zu 
berücksichtigen ist, dass bei der Zusprechung eines Hilfsmittels grundsätzlich von einer 
Dauerleistung auszugehen ist (vgl. BGE 113 V 22 E. 3b; offengelassen in BGer 
9C_767/2009 vom 10. Februar 2010 E. 5.2; Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, 
Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 17 N 90; Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 17 N 81). Nach der Rechtsprechung kommt es für die 
Unterscheidung zwischen Dauerleistungen und anderen Leistungen jedenfalls nicht auf 
die periodische Erbringung darauf an, sondern ob die Leistung vorübergehenden 
Charakter hat oder nicht (BGE 133 V 57 E. 6.7). Dabei werden Hilfsmittel nach der 
Rechtsprechung nicht als Leistungen qualifiziert, die typischerweise bloss 
vorübergehenden Charakter haben (BGE 143 V 148 E. 6.2). Was den vorliegenden Fall 
anbelangt, erscheint die Kostenübernahme der invaliditätsbedingten Abänderungen an 
einem Motorfahrzeug auf den ersten Blick zwar als einmalige und damit vorübergehende 
Leistung, die keinen Dauercharakter hat. Weil vorliegend im Zeitpunkt der erstmaligen 
Leistungszusprache im Jahr 2001 aber damit zu rechnen war, dass der 
leistungsauslösende Sachverhalt (Bedarf an invaliditätsbedingten Abänderungen am 
Motorfahrzeug) voraussichtlich auf unbestimmte Zeit bestehen wird bzw. sein Ende 
zumindest nicht absehbar war, ist von einer Dauerleistung auszugehen. Gerade im 
Hinblick auf Hilfsmittel mit kürzerer Lebensdauer würde es einen unnötigen 
administrativen Aufwand verursachen, wenn jedes der erstmaligen Leistungszusprache 
folgende Gesuch umfassend geprüft werden müsste, obwohl sich die tatsächlichen 
Verhältnisse zwischenzeitlich offensichtlich nicht verändert hätten. Sodann erscheint die 
Qualifikation der Zusprache eines Hilfsmittels als Dauerleistung auch unter dem Aspekt 
der Rechtssicherheit die sachgerechte Lösung: Eine versicherte Person soll darauf 
vertrauen können, dass sie bei unveränderten Verhältnissen auch zukünftig weiterhin 
Anspruch auf ein ihr zugesprochenes Hilfsmittel hat (vgl. Versicherungsgericht St. Gallen 
IV 2015/142 vom 23. Juni 2016 E. 2.2 sowie IV 2009/194 vom 11. August 2010 E. 3.3 und 
Kantonsgericht Basel-Landschaft 720 11 369 vom 24. Mai 2012 E. 2.5). Auch das 

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Bundesgericht hat bereits entschieden, dass die Revisionsbestimmungen auf 
Eingliederungsmassnahmen wie Hilfsmittel jedenfalls analog anwendbar sind (BGE 135 I 
161 E. 4.2 und 113 V 22 E. 3b; vgl. auch 105 V 173 E. a und 109 V 119 E. 3a). 

5.2 Es stellt sich somit die Frage, ob eine erhebliche Sachverhaltsänderung seit der 
letzten Kostengutsprache eingetreten ist, gestützt worauf die Beschwerdegegnerin die 
Folgeversorgung mit einem invaliditätsbedingt abgeänderten Motorfahrzeug zu Recht 
verweigert hat. Diese Frage ist entgegen der sinngemässen Auffassung der 
Beschwerdegegnerin zu verneinen. Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer zum 
Zeitpunkt der leistungsablehnenden angefochtenen Verfügung im Heim F.________ in 
G.________ wohnte. Wie sich aus den Akten indes ergibt, wohnt der Beschwerdeführer 
unter der Woche bereits seit August 2000 nicht mehr zu Hause bei seinen Eltern in 
H.________, sondern in einem Internat/Heim. Mit dem Beschwerdeführer ist somit einig zu 
gehen, dass er seinen Lebensmittelpunkt schon zum Zeitpunkt der letzten 
Kostengutsprache im Jahre 2005 auswärts hatte. Dies hatte im Übrigen bereits zum 
Zeitpunkt der erstmaligen Leistungszusprache 2001 zu gelten. Sowohl 2001 als auch 2005 
wohnte der Beschwerdeführer von Montagmorgen bis Freitagabend im Internat 
I.________ in J.________ und war nur am Wochenende und während den Ferien zu 
Hause bei seinen Eltern in H.________ (vgl. z.B. IV-act. 1 S. 350, IV-act. 11 S. 2 und IV-
act. 74 S. 1). Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer inzwischen das Heim 
gewechselt hat, hat sich an dieser Tatsache bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 
nichts Wesentliches verändert, verbringt der Beschwerdeführer doch weiterhin die 
Wochenenden und die Ferien zu Hause bei seinen Eltern, während er die restliche Zeit im 
Heim F.________ in G.________ lebt (vgl. IV-act. 231 S. 2 und 4 f.). Im Unterschied zu 
den vorangegangenen Leistungszusprachen – der Transport zur Schule und nach Hause 
erfolgte mit dem Schulbus des Internats I.________  (vgl. act. 10) – wird der 
Beschwerdeführer heute mit dem Personenwagen seiner Eltern zwischen dem Heim und 
dem Wohnort seiner Eltern transportiert. Zudem übernimmt der Vater des 
Beschwerdeführers sämtliche Transporte zu den Arzt- und Therapiebesuchen (vgl. IV-
act. 231 S. 2 und 4 f.). Auch wenn der Beschwerdeführer im vorliegend relevanten 
Zeitpunkt bereits 31-jährig war – die vorangegangenen Leistungszusprachen erfolgten als 
12- bzw. 16-Jähriger –, wird der Beschwerdeführer nach dem soeben Dargelegten somit 
weiterhin zu einem erheblichen Teil von seinen Eltern versorgt. Nach Auffassung des 
Gerichts kann jedenfalls keine Rede davon sein, dass sich der Schwerpunkt der 
Versorgung seit den vorangegangenen Leistungszusprachen verschoben hätte. Nachdem 
sich der den vorangegangenen Hilfsmittelzusprachen zu Grunde liegende Sachverhalt 

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somit nicht erheblich verändert hat und auch keine Anhaltspunkte vorliegen, dass die 
ursprüngliche Kostengutsprache von Beginn weg an einem qualifizierten Mangel gelitten 
hätte, der zu einer sogenannt prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder zu einer 
Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) zwingen würde, besteht auch Anspruch auf 
Folgeversorgung. Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin auch die Kosten der 
invaliditätsbedingten Abänderung am VW T6, dessen Anschaffung altersbedingt 
notwendig wurde, zu übernehmen. Gemäss Rechnung der E.________ AG vom 18. März 
2020 beliefen sich die Kosten des Fahrzeugumbaus auf Fr. 9'728.55 (vgl. IV-act. 227). 
Nachdem die in Rz. 2098 KHMI festgesetzte Kostenlimite bei weitem nicht überschritten 
und folglich eingehalten ist und es keine Anhaltspunkte gibt, wonach die in der Rechnung 
aufgeführten und bereits durchgeführten Abänderungen nicht einfach und zweckmässig 
gewesen wären, gehen die Kosten im Gesamtbetrag von Fr. 9'728.55 zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. Die angefochtene Verfügung ist somit in Gutheissung der 
Beschwerde aufzuheben mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf 
Kostengutsprache bzw. -vergütung für den bereits durchgeführten Fahrzeugumbau im 
Betrag von total Fr. 9'728.55 hat.

5.3 Wie die nachfolgenden Überlegungen zeigen, würde sich an diesem Ergebnis 
selbst dann nichts ändern, wenn von keiner Dauerleistung ausgegangen würde und eine 
Anspruchsprüfung somit voraussetzungslos möglich wäre. Es steht fest und ist 
unbestritten, dass eine erwerbliche Ausrichtung für den Anspruch auf invaliditätsbedingte 
Abänderungen von Motorfahrzeugen gemäss Ziff. 10.05 HVI-Anhang nicht vorausgesetzt 
ist und es vielmehr genügt, dass eine Abänderung für die Fortbewegung, die Herstellung 
des Kontaktes mit der Umwelt oder die Selbstsorge notwendig ist (vgl. E. 3.3 vorstehend). 
Soweit die Beschwerdegegnerin die Ablehnung der Kostenübernahme damit begründet, 
dass sich die Transportfahrten der Eltern des Beschwerdeführers auf ein paar Male pro 
Monat beschränken würden, kann ihr nicht gefolgt werden. Aufgrund der medizinischen 
Akten ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer seit Geburt sowohl körperlich als auch 
geistig schwer beeinträchtigt ist – schwere beinbetonte spastische Tetraparese mit/bei 
spongiöser polarer Dysmyelinisierung und subkortikaler Zyste, globalem 
psychomotorischem Entwicklungsrückstand, schwerer Dysarthrie und ausgeprägten 
Kniegelenkskontrakturen und Hackenfussdeformität beidseits (vgl. z.B. IV-act. 91 S. 1) – 
und er sich nur mit einem Rollstuhl fortbewegen kann. Mit Blick auf die glaubwürdigen und 
nachvollziehbaren Ausführungen des Beschwerdeführers ist sodann ersichtlich, dass die 
Eltern des Beschwerdeführers ihr Fahrzeug weit öfters einsetzen, als dies die 
Beschwerdegegnerin erwog. So wird der Beschwerdeführer dreimal pro Monat am 

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Freitagabend von seinem Vater mit dem Auto abgeholt und am Montagmorgen wieder 
zurück ins Heim gebracht. Ebenfalls verbringt der Beschwerdeführer fünf bis sieben 
Wochen Ferien pro Jahr zu Hause bei seiner Familie, während dessen Ausflüge 
unternommen und Verwandte sowie Freunde besucht werden. Zu guter Letzt wird der 
Beschwerdeführer von seinem Vater auch zu den zahlreichen Arzt-, Klinik- und 
Therapiebesuchen transportiert, wobei aufgrund eines Augenleidens insbesondere auch 
regelmässige Besuche in der Augenklinik in K.________ notwendig sind (vgl. zum Ganzen 
insbesondere IV-act. 231). Es ist somit aktenkundig, dass der Beschwerdeführer mit dem 
Auto seiner Eltern nicht nur vom Heim zu ihrem Wohnort transportiert wird, sondern dass 
das Auto auch für diverse Arzt- und Therapiebesuche, Ferien sowie Ausflüge und 
Besuche der Familienangehörigen und Freunde benötigt wird. Angesichts der 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers ist sodann ein Bedürfnis für 
einen behinderungsbedingten Umbau des Fahrzeuges ausgewiesen. Aufgrund der 
Ausprägung der Behinderung des Beschwerdeführers und den diesbezüglichen 
Ausführungen in den Akten ist es des Weiteren überwiegend wahrscheinlich, dass er bei 
der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel auf eine Begleitperson angewiesen wäre. 
Das selbständige Absolvieren sowohl der Strecke zwischen dem Behindertenheim und 
dem Wohnort seiner Eltern als auch der Strecke zwischen dem Behindertenheim und der 
Augenklinik des Kantonsspitals K.________ dürfte dem Beschwerdeführer jedenfalls nicht 
möglich sein. Hinzukommt, dass sich die Institution, in der der Beschwerdeführer wohnt – 
F.________ in G.________ (vgl. z.B. IV-act. 197 S. 1) –, nicht direkt an einer 
Bushaltestelle befindet. Vom Heim wäre zunächst eine Distanz von ca. 500 m bis zur 
nächsten Bushaltestelle zurückzulegen, von wo aus der Bus an den Bahnhof in 
G.________ fährt. Anschliessend müsste sich der Beschwerdeführer zum Zug begeben 
und damit bzw. anschliessend noch mit dem Bus weiter nach H.________ zu seinen 
Eltern respektive nach K.________ in die Augenklinik fahren. Zu guter Letzt wären sowohl 
in H.________ als auch in K.________ noch einige hundert Meter zu Fuss bis zum 
Endziel zurückzulegen. Zumindest im Falle eines Arztbesuches in K.________ müsste der 
Beschwerdeführer und seine Begleitperson im Nachhinein zudem die gesamte Distanz 
und den damit verbundenen Zeitaufwand für die Rückreise noch einmal auf sich nehmen. 
Die gesamte Reisezeit für hin und zurück würde rund drei Stunden in Anspruch nehmen. 
Dies im Unterschied zur Reise mit dem Auto von ungefähr 70 Minuten. Auch die 
regelmässigen Fahrten zu seinen Eltern würden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mehr 
als doppelt so lange dauern (vgl. zum Ganzen Google Maps sowie Online Fahrplan der 
SBB). Gesamthaft betrachtet lassen nicht nur die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
bei beiden Strecken mehrfach umsteigen müsste, sondern insbesondere auch der 

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Umstand, dass der damit verbundene Zeitaufwand um einiges grösser wäre als mit dem 
Auto, zumal der Vater des Beschwerdeführers zunächst ebenfalls mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln nach G.________ zu seinem Sohn reisen müsste und letztlich noch 
Abokosten der SBB sowohl für den Beschwerdeführer selbst wie auch für seinen Vater 
hinzukämen, diese Transportmöglichkeit nicht als adäquate Vergleichslösung erscheinen. 
Auch wenn der Beschwerdeführer unbestrittenermassen keinen Anspruch auf die 
bestmögliche Versorgung hat, vermag der Nutzen eines umgebauten Autos unter den 
gegebenen Umständen die damit zusammenhängenden Kosten von lediglich Fr. 9'728.55, 
die weit unter der behördlichen Preislimite von Fr. 25'000.– liegen, zu rechtfertigen. 

6. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Dem 
Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– vollumfänglich 
zurückzuerstatten und es ist ihm zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, welche ermessensweise auf 
Fr. 2'000.– (inkl. Barauslagen und MWST) festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 17. August 
2020 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer Anspruch 
auf Übernahme der Fahrzeugumbaukosten im Sinne der Erwägungen hat. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der 
Beschwerdegegnerin auferlegt wird. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in K.________ Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 25. Mai 2021
Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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