# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e0ba88f-f01f-58aa-9900-95d0eaca67db
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 28.08.2018 603 2018 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2018-57_2018-08-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2018 57

Urteil vom 28. August 2018

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher 

Susanne Fankhauser
Gerichtsschreiber-Praktikant: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Elias Moussa    

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz    

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Führerausweisentzug infolge schwerer Verkehrsregelverletzung

Beschwerde vom 7. Mai 2018 gegen den Entscheid vom 29. März 2018

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Sachverhalt

A. Der 1996 geborene A.________ ist seit dem 3. Dezember 2014 im Besitz des Führeraus-
weises auf Probe für die Kategorien B, B1 und F; der Führerausweis für die Spezialkategorien G 
und M wurde ihm bereits ab 3. Mai 2010 erteilt. 

Am 13. Oktober 2017 fuhr A.________ – wie sich dem Rapport der Kantonspolizei Freiburg vom 
28. November 2017 resp. dem Einvernahmeprotokoll vom 13. Oktober 2017 entnehmen lässt – 
gegen 01.45 Uhr mit erhöhter Geschwindigkeit von B.________ Richtung C.________. Der 
Aufforderung der Polizei anzuhalten (via LED-Matrix «Stop-Polizei») kam er nicht nach, sondern 
beschleunigte so, dass er vom Polizeiwagen nicht eingeholt werden konnte. An seinem Wohnort in 
D.________ versteckte er sich in der Tiefgarage und kam auch der Aufforderung der Polizei, die 
Türe zu öffnen, nicht nach. Erst nachdem eine Drittperson der Polizei den Zutritt zum Haus 
gewährt hatte, konnte er auf den Polizeiposten gebracht und einvernommen werden. Der 
Führerausweis wurde ihm provisorisch abgenommen.

B. Die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr (KAM bzw. Vorinstanz) 
informierte A.________ mit Schreiben vom 17. Oktober 2017, dass aufgrund des Ereignisses vom 
13. Oktober 2017 ein Administrativverfahren gegen ihn eröffnet werde, und gab ihm Gelegenheit 
zur Stellungnahme. Weiter teilte sie ihm mit, die KAM habe beschlossen, den Führerausweis 
einstweilen – bis zum Vorliegen sämtlicher Unterlagen – nicht zurückzugeben. 

A.________ liess in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2017 namentlich beantragen, es sei 
ihm das Führen eines Traktors weiterhin zu erlauben, da er als Landwirt darauf angewiesen sei. 
Mit Schreiben vom 18. Dezember 2017 teilte die KAM A.________ mit, das Verfahren werde bis 
zum Vorliegen des rechtskräftigen Strafurteils sistiert und das Recht zum Führen von 
Motorfahrzeugen provisorisch zurückgegeben. Da jedoch der Führerausweis auf Probe seit dem 
3. Dezember 2017 nicht mehr gültig sei, müsse er zuerst die obligatorischen Weiterbildungstage 
absolvieren, um seinen unbefristeten Führerausweis zu erhalten. Am 28. Dezember 2017 stellte 
die KAM fest, dass A.________ die obligatorischen Weiterbildungstage erfolgreich absolviert habe, 
und stellte ihm den unbefristeten Führerausweis zu.

Mit Strafbefehl vom 6. März 2018 hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg A.________ 
der groben Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit 
um mindestens 40 km/h innerorts und ausserorts), Verletzung der Verkehrsregeln (Nichtbeachten 
der Weisungen der Polizei), Führen eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges sowie Hinderung 
einer Amtshandlung für schuldig befunden. Er wurde zu einer (bedingten) Geldstrafe von 
180 Tagessätzen (à CHF 90.-) und einer Busse von CHF 4'000.- verurteilt.

A.________ informierte die KAM am 15. März 2018, dass er den Strafbefehl nicht anfechten 
werde, weshalb das sistierte Verfahren wieder aufgenommen werden könne. Zudem ergänzte er 
seine Stellungnahme vom 26. Oktober 2017.

C. Mit Verfügung vom 29. März 2018 entzog die KAM A.________ den Führerausweis (ausser 
für die Kategorien G und M) für die Dauer von sechs Monaten, unter Anrechnung der Hinter-
legungsdauer von 68 Tagen. Zur Begründung verwies sie insbesondere auf den Strafbefehl vom 
6. März 2018, wonach er unter anderem wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (Über-
schreiten der Geschwindigkeit, Nichtbeachten der Weisungen der Polizei) gemäss Art. 90 Abs. 1 

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und Abs. 2 SVG für schuldig befunden worden sei. Sodann wird auf Art. 17 Abs. 1 SVG betreffend 
vorzeitige Wiedererteilung des Führerausweises hingewiesen.

D. Mit Eingabe vom 7. Mai 2018 lässt A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht erheben. 
Er beantragt insbesondere, die angefochtene Verfügung sei – unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zu Lasten des Staates – aufzuheben und der Führerausweis sei ihm für längstens drei 
Monate zu entziehen; eventualiter sei die Angelegenheit zu neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

Zur Begründung macht der Beschwerdeführer namentlich geltend, die Vorinstanz habe den 
rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt und sei ihrer Verpflichtung, die konkreten 
Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen, nicht nachgekommen. Sie habe sich allein auf den 
im Strafbefehl festgestellten Sachverhalt gestützt, das Einvernahmeprotokoll jedoch nicht 
berücksichtigt. Die verfügte Entzugsdauer von sechs Monaten verstosse gegen das Verhältnis-
mässigkeitsprinzip sowie Art. 16c Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 des Bundes-
gesetzes über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01). Da der 
Beschwerdeführer beschleunigt habe, weil ihm die Polizei gefolgt sei und ihn zum Anhalten 
aufgefordert habe, liege eine natürliche Handlungseinheit vor, die keine Erhöhung der Mindest-
entzugsdauer rechtfertige.

E. Die Vorinstanz schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2018 auf Abweisung der 
Beschwerde.

F. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen 
Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den 
Strassenverkehr [AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der 
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Auf die frist- und 
formgerecht erhobene Beschwerde (vgl. Art. 79 Abs. 1 i.V.m. Art. 30 Abs. 1 lit. a und Art. 80 f. 
VRG) ist, nachdem auch der Kostenvorschuss (Art. 128 VRG) rechtzeitig geleistet wurde, 
einzutreten. 

1.2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts 
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der 
Unangemessenheit ist vorliegend ausgeschlossen (vgl. Art. 77 f. VRG).

2.

2.1. Nach der Rechtsprechung darf die Verwaltungsbehörde von den tatsächlichen Fest-
stellungen im Strafurteil nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid 

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zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, oder wenn sie zusätzliche Beweise erhebt, 
sowie wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht sämtliche 
Rechtsfragen abgeklärt hat (vgl. BGE 137 I 363 E. 2.3.2 S. 368; 136 II 447 E. 3.1; Urteil KG FR 
603 2017 58 vom 7. April 2017 E. 5.b mit Hinweisen). Die Verwaltungsbehörde ist unter 
bestimmten Umständen auch an die sachverhaltlichen Feststellungen des Strafentscheids 
gebunden, der im Strafbefehlsverfahren ergangen ist, selbst wenn er ausschliesslich auf einem 
Polizeibericht beruht. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Betroffene weiss oder wissen muss, 
dass neben dem Strafverfahren ein Administrativverfahren eröffnet wird. Nach dem Grundsatz von 
Treu und Glauben muss der Betroffene allfällige Verteidigungsrechte und Beweisanträge im 
Strafverfahren vorbringen und dort die nötigen Rechtsmittel ergreifen (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; 121 
II 214 E. 3a; Urteile BGer 1C_539/2016 vom 20. Februar 2017 E. 2.2; 1C_476/2014 vom 29. Mai 
2015 E. 2.3; je mit Hinweisen).

2.2. Der Beschwerdeführer hat den Strafbefehl vom 6. März 2018 nicht angefochten, weshalb 
dieser in Rechtskraft erwachsen ist. Zuvor wurde er von der Vorinstanz in ihrem Schreiben vom 
17. Oktober 2017 darauf hingewiesen, dass neben dem Strafverfahren ein Administrativverfahren 
eröffnet werde und er seine Verteidigungsrechte im Strafverfahren wahrzunehmen habe, da die 
Administrativmassnahmenbehörde nicht von den Tatsachenfeststellungen im rechtskräftigen 
Strafurteil abweichen dürfe. In ihrem Schreiben vom 18. Dezember 2017 erneuerte sie diesen 
Hinweis. Die Vorinstanz hat demnach der angefochtenen Verfügung zu Recht den im Strafbefehl 
etablierten Sachverhalt zugrunde gelegt, wonach der Beschwerdeführer die zulässige Höchst-
geschwindigkeit sowohl innerorts als auch ausserorts um mindestens 40 km/h überschritten und 
die Weisung der Polizei anzuhalten missachtet hat.

2.3 Daher ist auch im Administrativmassnahmeverfahren von einer Verletzung des Art. 27 
Abs. 1 SVG auszugehen, welcher bestimmt, dass die Signalisation sowie die Weisungen der 
Polizei zu befolgen sind. Zudem liegt ein Verstoss gegen Art. 32 Abs. 2 SVG in Verbindung mit 
Art. 4a Abs. 1 lit. a und lit. b der Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11) vor, wonach die 
allgemeine Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge unter günstigen Strassen-, Verkehrs- und 
Sichtverhältnissen in Ortschaften 50 km/h und ausserhalb von Ortschaften (ausgenommen auf 
Autostrassen und Autobahnen) 80 km/h beträgt.

3.

Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei 
denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 741.03) ausge-
schlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. 

3.1. Das Gesetz unterscheidet im Zusammenhang mit dem administrativen Führerausweis-
entzug zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung (Art. 16a-c SVG). 
Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von 
Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein 
leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Die fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vorange-
gangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmass-
nahme verfügt wurde (Abs. 3). Laut Art. 16b SVG begeht eine mittelschwere Widerhandlung, wer 
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf 
nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der Führerausweis für 
mindestens einen Monat entzogen (Abs. 2 lit. a) bzw. für mindestens vier Monate, wenn in den 
vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis bereits einmal wegen einer schweren oder mittel-

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schweren Widerhandlung entzogen war (Abs. 2 lit. b). Gemäss Art. 16c SVG begeht eine schwere 
Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die 
Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer schweren Wider-
handlung wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Abs. 2 lit. a).

Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qualifizierte objektive 
Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. In objektiver Hinsicht wird verlangt, dass die 
Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet wurde. Dabei genügt nach der Rechtsprechung eine 
erhöhte abstrakte Gefährdung, die vorliegt, wenn in Anbetracht der jeweiligen Verhältnisse des 
Einzelfalls der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar einer Verletzung nahe liegt. Subjektiv 
erfordert der Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung ein rücksichtsloses oder sonst 
schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, bei fahrlässiger 
Begehung grobe Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteil BGer 1C_50/2017 vom 16. Mai 
2017 E. 4.1 mit Hinweis). Eine schwere Widerhandlung gemäss Art. 16c SVG entspricht einer 
groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG (BGE 141 II 220 E. 3.3.3; 132 II 
234 E. 3). 

In der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts – namentlich auch des Verschuldens – ist die 
Verwaltungsbehörde grundsätzlich frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt stark von der 
Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, etwa weil er den Beschuldigten 
persönlich einvernommen hat. Die Behörde hat jedoch den Grundsatz, widersprüchliche 
Entscheidungen zu vermeiden, gebührend zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 II 447 E. 3.1; 124 II 
103 E. 1c/bb; Urteil BGer 1C_26/2018 vom 15. Juni 2018 E. 2.4 und E. 6.6; Urteil KG FR 603 2017 
38 vom 27. März 2017 E. 3.b).

Aus Gründen der Rechtsgleichheit hat das Bundesgericht für die Beurteilung von Geschwin-
digkeitsüberschreitungen präzise Regeln aufgestellt. Unabhängig von den konkreten Umständen 
liegt ein objektiv schwerer Fall unter anderem dann vor, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung 
25 km/h innerorts, 30 km/h ausserorts oder 35 km/h auf einer Autobahn übersteigt (BGE 132 II 234 
E. 3). Diese aus Gründen der Rechtsgleichheit zwingende Schematisierung entbindet die 
Entzugsbehörde allerdings nicht, den Umständen des Einzelfalles Rechnung zu tragen (Urteil 
BGer 1C_87/2016 vom 13. Juni 2016 E. 2.1.2 mit Hinweisen).

3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass er am 13. Oktober 2017 die zulässige 
Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts und diejenige von 80 km/h ausserorts je um 
mindestens 40 km/h überschritten hat und der Führerausweis daher gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a 
SVG für mindestens drei Monate zu entziehen ist. Es liegt zweifellos ein objektiv schwerer Fall im 
Sinne der dargelegten Rechtsprechung vor und es sind keine besonderen Umstände ersichtlich, 
welche die Annahme einer lediglich mittelschweren Verletzung begründen könnten.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung wurde von der Staatsanwaltschaft ebenfalls als grobe 
Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG bewertet. Das Nichtbeachten der 
Weisungen der Polizei wurde hingegen als Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 
Abs. 1 SVG qualifiziert. 

Nach dem Gesagten ist der Führerausweis in Anwendung von Art. 16c SVG zu entziehen.

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4.

4.1 Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände 
des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das 
Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motor-
fahrzeug zu führen; die Mindestentzugsdauer darf jedoch, von einer hier nicht interessierenden 
Ausnahme abgesehen, nicht unterschritten werden.

Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu 
würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme 
beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung 
der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (WEISSEN-
BERGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.; Urteil KG FR 603 
2015 94 vom 17. Juli 2015 E. 4.b).

Da bei der Festsetzung der Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, 
die Mindestentzugsdauer jedoch nicht unterschritten werden darf (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG), kann 
nicht die Mindestentzugsdauer als Regel und eine über diesem Minimum liegende Entzugsdauer 
als besonders begründungspflichtige Ausnahme gelten. Andernfalls hätte die Administrativmass-
nahmenbehörde keine Möglichkeit mehr, den einzelfallspezifischen Umständen, welche für eine 
Reduktion der Entzugsdauer sprechen, Rechnung zu tragen (vgl. Urteile KG FR 603 2018 69 vom 
27. Juli 2018 E. 4.1; 603 2017 166 vom 6. November 2017 E. 5.a, je mit Hinweis). 

Bei der Verwirklichung mehrerer Entzugsgründe durch eine oder mehrere Handlungen sind die 
Konkurrenzbestimmungen nach Art. 49 StGB sinngemäss anwendbar. Die Dauer für die schwerste 
Administrativmassnahme ist angemessen zu erhöhen (BGE 122 II 180 E. 5b). Bei der analogen 
Anwendung von Art. 49 StGB gilt es zu beachten, dass gemäss Art. 49 Abs. 1 Satz 2 StGB das 
Höchstmass der angedrohten Strafe um nicht mehr als die Hälfte erhöht werden darf, die 
bundesrechtlichen Bestimmungen zum Führerausweisentzug aber keine maximale, sondern 
lediglich eine minimale Entzugsdauer vorsehen (vgl. Urteil BGer 1C_710/2013 vom 7. Januar 2014 
E. 3.3).

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz hätte unter Berücksichtigung der 
konkreten Umstände lediglich die Mindestentzugsdauer von drei Monaten anordnen dürfen. 

Wie er bei der polizeilichen Einvernahme erklärt habe, habe er damals beschleunigt, als er das 
hinter ihm herfahrende Patrouillen-Fahrzeug gesehen habe. Er habe davor Angst gehabt, von der 
Polizei kontrolliert zu werden, weil er im Verlaufe des Abends zwei Bier getrunken habe. Er sei in 
Panik geraten und ab diesem Moment nicht mehr bei Verstand gewesen. Während der Fahrt habe 
er nicht auf die Geschwindigkeitsangabe des Fahrzeugs geschaut, sondern sich auf die Strasse – 
welche er gut kenne – konzentriert. Auf der Fahrt nach Hause habe er keine weiteren Verkehrs-
teilnehmer gesehen; die später durchgeführte Atemalkoholkontrolle sei negativ ausgefallen und er 
habe auch keine Medikamente oder Drogen genommen. Das Verschulden des Beschwerdeführers 
sei als gering einzustufen. Überdies seien seine Verstösse (Geschwindigkeitsüberschreitung und 
Nichtbeachten der Weisungen der Polizei) als natürliche Handlungseinheit zu qualifizieren, welche 
– in analoger Anwendung von Art. 49 StGB – keine Erhöhung der Mindestentzugsdauer 
rechtfertige. 

Eine übersetzte Geschwindigkeit stellt gerade innerorts eine erhebliche Gefahr dar, sind doch 
innerorts viele schwache Verkehrsteilnehmer vorhanden (Fussgänger, Velofahrer), die einem 

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besonderen Risiko ausgesetzt sind. Darüber hinaus besteht eine erhöhte Gefahr von Seiten-
kollisionen. Die anderen Verkehrsteilnehmer dürfen sich, auch soweit sie wartepflichtig sind, auf 
den Vertrauensgrundsatz berufen. Sie müssen sich nicht darauf einstellen, dass ein Fahrzeug 
innerorts mit einer übersetzten Geschwindigkeit herannaht (Urteil BGer 1C_144/2011 vom 
26. Oktober 2011 E. 3.3). Auch wenn der Beschwerdeführer nachts um 01.45 Uhr keine weiteren 
Verkehrsteilnehmer sah, durfte er sich nicht darauf verlassen, alleine auf den Strassen zu sein. Die 
festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 40 km/h innerorts (d.h. eine 
Geschwindigkeit von über 90 km/h) ist als besonders schwerwiegende Gefährdung der Verkehrs-
sicherheit zu werten. Sie liegt weit über dem Grenzwert von 25 km/h, welche die Rechtsprechung 
für objektiv schwere Fälle festgelegt hat (vgl. oben E. 4.1), und wesentlich näher beim Grenzwert 
von 50 km/h für eine besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im 
Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. abis in Verbindung mit Art. 90 Abs. 4 lit. b SVG, die einen 
Führerausweisentzug von mindestens zwei Jahren zur Folge hat. Offensichtlich hat auch der 
Staatsanwalt das Verschulden des Beschwerdeführers als schwer erachtet, hat er diesen doch zu 
einer (bedingten) Geldstrafe von 180 Tagessätzen (à CHF 90.-) und einer Busse von CHF 4'000.- 
verurteilt. Eine deutliche Erhöhung der Mindestentzugsdauer rechtfertigt sich bereits angesichts 
der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung.

Aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach mehrere Einzelhandlungen im Sinne einer 
natürlichen Handlungseinheit zusammengefasst werden können, wenn sie auf einem einheitlichen 
Willensakt beruhen und wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs bei 
objektiver Betrachtung noch als ein einheitliches Geschehen erscheinen (z.B. eine "Tracht 
Prügel"), kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zunächst ist darauf 
hinzuweisen, dass eine natürliche Handlungseinheit nach der Rechtsprechung nur mit Zurück-
haltung angenommen werden kann (BGE 133 IV 256 E. 4.5.3). Dass der Staatsanwalt gemäss 
Strafbefehl keine solche angenommen hat, erscheint bei objektiver Betrachtung durchaus 
nachvollziehbar, zumal der Beschwerdeführer bereits mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs 
war, bevor ihn die Polizei zum Anhalten aufforderte. Die Geschwindigkeitsüberschreitung wurde 
von der Staatsanwaltschaft als grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 
SVG, das Nichtbeachten der Weisungen der Polizei als Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne 
von Art. 90 Abs. 1 SVG qualifiziert. Damit geht auch das Kantonsgericht von der Verletzung 
mehrerer Verkehrsregeln aus, was in analoger Anwendung von Art. 49 StGB wiederum eine 
Erhöhung der Entzugsdauer rechtfertigt.

Der Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich in Panik verfiel, weil ihn die Polizei 
kontrollieren wollte und er am Abend Bier getrunken hatte, ändert am Verschulden nichts. Signale 
und Markierungen sowie die Weisungen der Polizei sind zu befolgen; die Weisungen der Polizei 
gehen den allgemeinen Regeln, Signalen und Markierungen vor (vgl. Art. 27 Abs. 1 SVG). Weiter 
ist auf Art. 16c Abs. 1 lit. d SVG hinzuweisen, wonach eine schwere Widerhandlung begeht, wer 
sich vorsätzlich einer Blutprobe, einer Atemalkoholprobe oder einer anderen vom Bundesrat 
geregelten Voruntersuchung, die angeordnet wurde oder mit deren Anordnung gerechnet werden 
muss, oder einer zusätzlichen ärztlichen Untersuchung widersetzt oder entzieht oder den Zweck 
dieser Massnahmen vereitelt. Sodann ist Inhabern eines Führerausweises auf Probe das Fahren 
unter Alkoholeinfluss ganz verboten (vgl. Art. 31 Abs. 2bis lit. f SVG i.V.m. Art. 2a Abs. 1 lit. h VRV). 
Der Versuch, sich einer Alkoholprobe zu entziehen, kann daher keinesfalls eine Geschwin-
digkeitsüberschreitung rechtfertigen. Wenn der Beschwerdeführer bereits deshalb in Panik verfällt 
und anschliessend "nicht mehr bei Verstand ist", weil ihn die Polizei zum Anhalten auffordert, stellt 

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sich vielmehr die von der Vorinstanz zu Recht aufgeworfene Frage, ob grundsätzlich die Fahr-
eignung gegeben ist. 

Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer auch aus der Tatsache, dass er 
andere Verkehrsregeln (wie z.B. das Tragen von Sicherheitsgurten [Art. 57 Abs. 1 SVG i.V.m. 
Art. 3a VRV]) eingehalten hat und den Führerausweis noch nicht lange besitzt. Zur Tatzeit verfügte 
er wie erwähnt lediglich über den Führerausweis auf Probe gemäss Art. 15a SVG. Dieses auf den 
1. Dezember 2005 neu eingeführte administrativmassnahmenrechtliche Instrument dient 
(ergänzend zur Verschärfung der Warnungsentzüge) der strengeren Ahndung und Prävention von 
SVG-Widerhandlungen durch Neulenker und damit der Erhöhung der Verkehrssicherheit (BGE 
136 I 345 E. 6.1; 136 II 447 E. 5.1; Urteil BGer 1C_310/2014 vom 5. Februar 2015 E. 4.4, je mit 
Hinweisen). Neulenker sollen sich während einer dreijährigen Probezeit in der Fahrpraxis 
bewähren, bevor ihnen der (unbefristete) Führerausweis definitiv erteilt wird. Während der Probe-
zeit sollen sie sich durch einwandfreies und klagloses Fahrverhalten im Verkehr ausweisen (BGE 
136 I 345 E. 6.1).

Erst im Beschwerdeverfahren macht der Beschwerdeführer zudem geltend, er sei – als Landwirt – 
auf ein Motorfahrzeug angewiesen, begründet dies jedoch nicht weiter. In seiner Stellungnahme 
vom 26. Oktober 2017 an die Vorinstanz hatte er noch ausgeführt, er sei beruflich nicht auf das 
Motorfahrzeug, jedoch auf den Traktor angewiesen. Der Führerausweis für die Kategorien G und 
M wurde ihm denn auch nicht entzogen. Dass er beruflich auf ein Motorfahrzeug angewiesen ist, 
kann nicht als erstellt gelten.

4.3 Die von der Vorinstanz vorliegend angeordnete Entzugsdauer von sechs Monaten erweist 
sich unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht als unverhältnismässig. Eine Über-
schreitung oder ein Missbrauch des Ermessens liegt nicht vor. Die angefochtene Verfügung 
verstösst auch nicht gegen das Strassenverkehrsrecht. 

5.

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

Die Verfahrenskosten, die auf CHF 600.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz; TarifVJ; SGF 150.12).

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf nächster Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 28. August 2018/sfa

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber-Praktikant: