# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25e93a84-8fe8-588c-87ce-4fb28a94ac0d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 18.01.2023 S 2021 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-14_2023-01-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Diana Oswald 
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 18. Januar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________, 

Beschwerdeführer

gegen

WAS Wirtschaft Arbeit Soziales, Ausgleichskasse Luzern, Rechtsdienst, 
Würzenbachstrasse 8, Postfach, 6000 Luzern 15
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2021 14

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Urteil S 2021 14

A.
A.a Die C.________ GmbH, D.________, war im Bausektor tätig und der 
Ausgleichskasse Luzern (fortan: AKL) angeschlossen. Sie wurde per 10. März 2015 in die 
E.________ GmbH, F.________, überführt (BF-act. 4, 9). Ausgehend von einer Meldung 
der Dienststelle für Wirtschaft und Arbeit (wira) bezüglich Schwarzarbeit im Jahr 2014 
nahm die Suva eine Arbeitgeberkontrolle bei der damaligen C.________ GmbH vor. 
Gestützt auf die erhaltenen (unvollständigen) Buchhaltungsunterlagen sowie den wira-
Bericht über die Jahre 2011–2013 (AKL-act. 16) ermittelte der Suva-Revisor eine 
beitragspflichtige Differenzlohnsumme von Fr. 3'095'335.– (Revisionsbericht vom 17. Juni 
2015, AKL-act. 27/8). 

A.b. Über die E.________ GmbH wurde am xx.xx.2015 der Konkurs eröffnet. Mit 
Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom xx.xx.2016 wurde das 
Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft am xx.xx.2016 im 
Handelsregister gelöscht (BF-act. 9). 

A.c. Die AKL setzte mit Nachtragsverfügung vom 25. Juni 2015 die Beiträge der 
ehemaligen C.________ GmbH bzw. ihrer Rechtsnachfolgerin E.________ GmbH für die 
Jahre 2011 bis 2013 fest (AKL-act. 27/6). Mit Verfügung vom 16. Mai 2017 machte sie 
gegenüber dem vom 21. Januar 2009 bis 28. November 2013 als Gesellschafter und 
Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der C.________ GmbH eingetragenen A.________ 
eine Schadenersatzforderung für unbezahlte Lohnbeiträge, Verwaltungskosten, Beiträge 
an die Arbeitslosenversicherung und Familienausgleichskasse sowie Verzugszinsen für 
die Beitragsjahre 2009 bis 2013 in der Höhe von Fr. 481'255.40.– geltend (AKL-act. 27/3 
und BF-act. 4). Die Schadenssumme bestand aus Teilbeträgen von Fr. 14'665.65 
betreffend den Zeitraum vom 21. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 (gemäss 
Nachtragsverfügung vom 4. Oktober 2013 bzw. Einspracheentscheid vom 11. April 2014, 
bestätigt mit Urteil des Kantonsgerichts Luzern 5V 14 253 vom 9. Juli 2015, AKL-act. 27/7, 
27/9) sowie Fr. 466'589.75 für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 28. November 2013 
(gemäss Nachtragsverfügung vom 25. Juni 2015 bzw. – unangefochten in Rechtskraft 
erwachsenem – Einspracheentscheid vom 31. August 2015, mit anteilsmässiger Kürzung 
für das Jahr 2013 auf die Periode bis zum 28. November 2013, AKL-act. 27/6, 25/38). 
Daran hielt die AKL mit Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2017 fest (AKL-act. 27). 

A.d. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wies die dagegen erhobene 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab, soweit den Forderungsteilbetrag von Fr. 14'665.65 für 

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Urteil S 2021 14

den Zeitraum vom 21. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 betreffend. Hingegen wies es 
die Sache hinsichtlich der Beitragsjahre 2011 bis 2013 an die AKL zurück zur 
Neufestsetzung des Schadens in masslicher Hinsicht (VGer ZG S 2018 118 vom 
29. August 2019 Dispositiv-Ziffer 1). 

B. Nach Vornahme weiterer Abklärungen verfügte die AKL am 9. Juli 2020 
gegenüber A.________ erneut eine Schadenersatzforderung in Höhe von Fr. 466'589.75 
für unbezahlte Lohnbeiträge, Verwaltungskosten, Beiträge an die 
Arbeitslosenversicherung und Familienausgleichskasse sowie Verzugszinsen für die 
Beitragsjahre 2011 bis 2013 (AKL-act. 5). Sie hielt fest, die aufgrund der nachgeführten 
Buchhaltung neu festgestellte Lohnsumme liege über der ursprünglich festgehaltenen 
Lohnsumme. Indes sei das Recht, höhere als die bereits verfügten Beiträge festzusetzen, 
verwirkt. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2020 fest (AKL-act. 
2).

C. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 1. Februar 2021 beantragt A.________, 
es sei der Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2020 aufzuheben; eventualiter sei 
festzustellen, dass ein Nachforderungsanspruch lediglich basierend auf einer Lohnsumme 
von Fr. 41'861.95 bestehe (act. 1).

D. Die AKL schliesst mit Vernehmlassung vom 22. April 2021 auf Abweisung der 
Beschwerde im Hauptbegehren; eventualiter auf Anerkennung des Eventualantrags (act. 
6). 

E. Mit Eingaben vom 4. Mai 2021 (Beschwerdeführer, act. 8) bzw. vom 12. Mai 2021 
(Beschwerdegegnerin, act. 10) nahmen die Parteien abschliessend Stellung. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (hier: 
17. Dezember 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). In 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 

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Urteil S 2021 14

Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen).

1.1 Im Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) sind am 1. Januar 2021 die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, 
geänderten Bestimmungen in Kraft getreten sowie am 1. Januar 2022 die Änderungen 
vom 19. Juni 2020. Materiellrechtliche Bestimmungen des ATSG sind (wo es – wie hier – 
nicht um Dauersachverhalte geht, wie sie in BGE 148 V 162 E. 3.2.1 sowie 147 V 278 
E. 2.1 zu beurteilen waren) in der Fassung anwendbar, die bei Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatte (BGE 134 V 109 E. 2.2; 130 V 1 
E. 3.2). Sofort anwendbar sind geänderte allgemeine Verfahrensbestimmungen des ATSG 
(BGE 130 V 1 E. 3.2). Soweit vorliegend materiellrechtliche Bestimmungen des ATSG zur 
Anwendung gelangen, ist demnach die vor dem 1. Januar 2021 geltende 
Gesetzesfassung beizuziehen. Reine Verfahrensbestimmungen gelangten im 
vorinstanzlichen Verfahren (das vor dem 1. Januar 2021 seinen Abschluss fand) ebenfalls 
in der bis zum 31. Dezember 2020 geltenden Fassung zur Anwendung; im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren sind die seit 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen 
anwendbar. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den Übergangsbestimmungen in 
Art. 82 und 82a ATSG.

1.2 Artikel 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG; SR 831.10) erfuhr am 17. Juni 2011 eine Änderung mit Inkrafttreten per 1. Januar 
2012. Damit wurde insbesondere die – rechtsprechungsgemäss bereits zuvor bestehende 
(vgl. etwa BGE 129 V 11) – subsidiäre Haftung der Organe juristischer Personen explizit 
ins Gesetz aufgenommen. Nachdem sich mithin an der materiellen Rechtslage nichts 
geändert hat, sondern im Wesentlichen die bisherige Rechtsprechung im Gesetz 
abgebildet wurde, wird im Folgenden lediglich auf die seit 1. Januar 2012 geltende 
Fassung von Art. 52 AHVG verwiesen. Soweit die Verfügungsbefugnis der 
Ausgleichskasse weiter von altrechtlich Abs. 2 neu in Abs. 4 von Art. 52 AHVG 
verschoben wurde, ist diese neue Bestimmung als Verfahrensvorschrift ohnehin auch 
bezüglich der Periode 2011 in der ab 1. Januar 2012 geltenden Fassung unmittelbar 
anwendbar (BGE 141 V 487 E. 2.1 i.f.). 

2.

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2.1 Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 AHVG kann ein Betroffener 
gemäss Art. 52 Abs. 1 ATSG Einsprache erheben. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in 
Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des 
Arbeitgebers, bei einer juristischen Person am Sitz, konkret am letzten Sitz der 
Gesellschaft, zu erheben. Das gleiche Procedere gilt sinngemäss für die 
Invalidenversicherung (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]), für die Erwerbsersatzordnung (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den 
Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft [EOG; SR 834.1]), für die 
Arbeitslosenversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) sowie für 
Beiträge nach dem seit 2009 in Kraft stehenden Bundesgesetz über die Familienzulagen 
(FamZG; SR 836.2; Art. 25 lit. c FamZG). 

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz 
Beschwerden und Klagen aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für 
welche das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 und § 82 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Die E.________ GmbH als 
Rechtsnachfolgerin der C.________ GmbH hatte ihren letzten Sitz in der Gemeinde 
F.________, im Kanton Zug. Somit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug für die 
Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig.

2.2. Der Einspracheentscheid der AKL datiert vom 17. Dezember 2020 (AKL-act. 2). 
Die am 1. Februar 2021 der Post übergebene Beschwerde ist, unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstands vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar (Art. 38 Abs. 4 lit. c i.V.m. 
Art. 60 Abs. 2 ATSG), rechtzeitig innert der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG eingereicht worden. Die Beschwerdeschrift entspricht den formellen 
Anforderungen und der Beschwerdeführer ist als direkt Betroffener beschwerdelegitimiert. 
Somit ist die Beschwerde zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Strittig ist die Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers gemäss Art. 52 AHVG 
für entgangene Sozialversicherungsbeiträge der Jahre 2011–2013 der ehemaligen 
C.________ GmbH. 

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3.1 Nach Art. 52 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder 
grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der 
Ausgleichskasse zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, so können 
subsidiär gegebenenfalls die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(Art. 52 Abs. 1 und 2 AHVG; BGer 9C_313/2021 vom 8. November 2021 E. 3.1). 
Voraussetzung für die subsidiäre Organhaftung sind rechtsprechungsgemäss das 
Vorhandensein eines Schadens, die Widerrechtlichkeit, ein Verschulden und ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem vorwerfbaren Verhalten und dem 
eingetretenen Schaden (vgl. nur BGer 9C_275/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2.1). 

3.2 Bezüglich der Beitragsjahre 2011 bis 2013 wurde die zugrundeliegende 
Beitragsforderung erst nach Ausscheiden des Beschwerdeführers als Gesellschafter und 
Geschäftsführer (per Ende November 2013, act. 1 S. 5) verfügt. Er muss deshalb als von 
einer Schadenersatzforderung betroffene Person auf Grund der Rechtsweggarantie die 
Möglichkeit haben, Bestand und Mass der Beitragsforderungen, für die er haftbar gemacht 
wird, zumindest einmal bei einer Gerichtsinstanz bestreiten zu können, die den 
Sachverhalt frei prüft (BGE 136 V 268 E. 2.5; 134 V 401 E. 5.4). Dies ändert indes nichts 
daran, dass – bei bereits rechtskräftig festgesetzter Beitragsforderung – der Beweis für 
deren Bestand grundsätzlich als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erbracht gilt, und 
nunmehr die Beweislast für ihre Unrichtigkeit (wobei wiederum überwiegende 
Wahrscheinlichkeit genügt) den Schadenersatzpflichtigen trifft, der hieraus Rechte ableiten 
will. Hierauf wurde der Beschwerdeführer bereits mit Urteil vom 29. August 2019 
hingewiesen (VGer ZG S 2018 118 vom 29. August 2019 E. 8). Die Beweisregel greift 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2; 142 V 389 E. 3.3; 138 V 218 E. 6). 

3.3 Im Sozialversicherungsrecht gilt nach dem Gesagten der Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 141 V 37 E. 2.2; Ueli Kieser, Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], 4. Aufl. 
2020, Art. 43 N 53). Demnach genügt nicht die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts, sondern das Gericht hat derjenigen Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die 
es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 
V 218 E. 6 mit Hinweisen). Die Wahrscheinlichkeit ist überwiegend, wenn der begründeten 
Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (BGer 8C_448/2020 vom 
3. März 2021 E. 2.4.1; Kieser, a.a.O., Art. 43 N 59). 

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4. Einzugehen ist zunächst auf die Rügen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs 
(act. 1 Ziff. 17) sowie einer unzulässigen Reformatio in peius mittels Einspracheentscheid 
vom 17. Dezember 2020 (act. 1 Ziff. 16). 

4.1 Hinsichtlich der geltend gemachten Reformatio in peius (Schadenersatzforderung 
von Fr. 487'044.35 gemäss Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2020 anstelle der mit 
Schadenersatzverfügung vom 9. Juli 2020 festgesetzten Fr. 466'589.75) ist festzuhalten, 
dass es sich hierbei offensichtlich um ein Versehen handelt, wie auch die 
Beschwerdegegnerin anerkennt (act. 6 S. 3). Dieses ist unschädlich, nachdem im – einzig 
in Rechtskraft erwachsenden – Dispositiv lediglich die Abweisung der Einsprache 
festgehalten wird (Dispositiv-Ziff. 1) und es mithin bei der mit Verfügung vom 9. Juli 2020 
festgesetzten Betrag von Fr. 466'589.75 für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 
28. November 2013 sein Bewenden hat. 

4.2 Soweit der Beschwerdeführer sodann rügt, die Vorinstanz habe sein rechtliches 
Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie ihm keine Gelegenheit gegeben habe, zum 
Schreiben der Suva vom 17. Dezember 2020 vor Erlass des Einspracheentscheids vom 
selben Datum Stellung zu nehmen, verkennt er, dass dieses Schreiben nicht über eine 
Zusammenfassung der bereits bisher verfassten Stellungnahmen der Suva hinausgeht 
und keine neuen Tatsachen enthält. Eine erneute Stellungnahme des Beschwerdeführers 
war demnach entbehrlich, umso mehr, als die Suva im Schadenersatzverfahren selber 
auch nicht Partei ist bzw. war, sondern lediglich die Vorinstanz unterstützt hat. Diese hat 
die Argumentation der Suva in ihrem Einspracheentscheid übernommen, den das hiesige 
Gericht mit umfassender Kognition überprüfen kann. Eine allfällige Gehörsverletzung – die 
verneint wird – wäre aus diesem Grund im verwaltungsgerichtlichen Verfahren geheilt.

5.
5.1 Das hiesige Gericht würdigte in seinem Rückweisungsentscheid die Akten und 
gelangte zur Auffassung, es sei dem Beschwerdeführer gelungen, mittels (nachträglicher) 
Auflage von Belegen über eingekaufte Fremdarbeiten nicht unerhebliche Zweifel an der 
Berechnung der Schadenssumme durch die Suva zu wecken. Entsprechend wies es die 
Sache zur Ermittlung der korrekten Schadenssumme und neuer Verfügung an die AKL 
zurück (VGer ZG S 2018 118 vom 29. August 2019 E. 5.4).

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5.2 Gemäss dem in der Folge erlassenen (und hier angefochtenen) 
Einspracheentscheid der AKL vom 17. Dezember 2020 (AKL-act. 2) wurden in den Jahren 
2011 bis 2013 jeweils hohe Barzahlungen getätigt (im Jahr 2011: Fr. 1'165'460.67; im Jahr 
2012: Fr. 1'390'348.80 sowie im Jahr 2013: Fr. 1'302'665.38; vgl. auch tabellarische 
Aufstellung in AKL-act. 5). Die Vorinstanz ging – wie bereits die Suva, und in Würdigung 
des Geschäftsmodells, der Verbuchung in der Finanzbuchhaltung, der Angaben auf den 
nachträglich eingereichten Belegen und der Erfahrungswerte aus der Branche – davon 
aus, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seien diese Barzahlungen an unselbständige 
Arbeitnehmer ausgerichtet worden. Dies werde untermauert durch die 
Schwarzarbeitsmeldung der Dienststelle Wirtschaft und Arbeit. Dieser zufolge seien bei 
einer Polizeikontrolle Arbeitsrapporte gefunden worden, welche für vier Mitarbeiter die 
(Schwarz-)Anstellung bei der C.________ GmbH über längere Zeit festhalten würden. 
Diese Arbeitsrapporte würden den Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2013 und 30. Juni 
2014 betreffen. Für die fragliche Zeitperiode (2013) sei demnach nachgewiesen, dass die 
C.________ GmbH über längere Zeit und im grösseren Umfang Personen beschäftigt 
habe, die weder bei den Sozialversicherungen deklariert noch anderweitig dokumentiert 
wurden. Sie hätten gar nicht anders als bar vergütet werden können. Auf diesen 
Barzahlungen seien weder von der C.________ GmbH noch von den angeblichen 
Subunternehmen AHV-Beiträge entrichtet worden (AKL-act. 2, S. 6 f.). 

5.3 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die strittigen 
Barauszahlungen seien nicht als Löhne an unselbständige Arbeitnehmer erfolgt, sondern 
es habe sich um Werklohn gehandelt, der an juristische Personen als Subunternehmer 
bezahlt worden sei (act. 1 Ziff. 19.4). Ein koordiniertes Vorgehen über 
Scheingesellschaften zwecks Umgehung der Sozialversicherungsbeiträge bestreitet er 
(act. 1 Ziff. 19.2, 19.4, 22.2). Im Übrigen weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass er 
im Zeitpunkt der Betriebsrevision sowie der Schadenersatzverfügung weder 
Gesellschafter noch Organ der E.________ GmbH gewesen sei, weshalb ihm prozessuale 
Versäumnisse des damaligen Gesellschafters nicht angelastet werden könnten (act. 1 Ziff. 
22.1, 23.1 f.). 

6.
6.1 Der Revisor der Suva hielt in seinem Bericht vom 17. Juni 2015 zuhanden der 
AKL fest, es habe gemäss wira-Bericht nachgewiesene Schwarzarbeit im Umfang von 
mindestens 7'039 Stunden in den Jahren 2013/2014 vorgelegen. Weitere Schwarzarbeit 
sei naheliegend, da in den Jahren 2011 bis 2013 über das Buchhaltungskonto Nr. 4400 

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ausserordentlich viele Bargeldtransaktionen verbucht worden seien (vgl. AKL-act. 27/8). 
Insgesamt ermittelte der Suva-Revisor mit Blick u.a. auf die fehlenden Unterlagen über die 
verbuchten Fremdarbeiten, die Kassentransaktionen sowie Auszahlungen an andere 
Büros eine Differenzlohnsumme von insgesamt Fr. 3'095'335.– für die Jahre 2011 bis und 
mit 2013 (AKL-act. 27/8). Mit Stellungnahme vom 21. Februar 2020 zuhanden der AKL 
hielt die Suva auch angesichts der neu durch die G.________ AG teilweise rekonstruierten 
Buchhaltung der C.________ GmbH für die Jahre 2011 bis 2013 an ihrer Qualifikation 
fest. Dabei strich sie hervor, die rekonstruierte Buchhaltung würde weiterhin sehr hohe 
Barzahlungen ausweisen, während im Gegensatz dazu diverse Kleinstbeträge über die 
Bank bezahlt worden seien. An der Echtheit der eingereichten Belege bestünden 
erhebliche Zweifel; zudem seien nach wie vor keine sachdienlichen Erklärungen 
hinsichtlich der festgestellten Schwarzarbeit abgegeben worden (AKL-act. 6).

6.2 Mit dem Beschwerdeführer trifft es zwar zu, dass aktenmässig nur für die Jahre 
2013 und 2014 ausgewiesen ist, dass die C.________ GmbH Arbeitnehmer beschäftigt 
hat, ohne für diese die geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten (act. 1 Ziff. 
19.2). In diesem Zusammenhang ist der Beschwerdeführer denn auch mit Strafbefehl vom 
21. November 2014 verurteilt worden wegen mehrfacher Beschäftigung von 
Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung sowie wegen mehrfacher Förderung 
des rechtswidrigen Aufenthalts (AKL-act. 36). Aus dem Fehlen von aktenmässigen 
Belegen über bereits früher veranlasste Schwarzarbeit kann er indes nichts für sich 
ableiten. Allgemeinnotorisch ist es dem Wesen der Schwarzarbeit gerade inhärent, dass 
sie sich – zumal Jahre im Nachhinein – oft kaum oder nur durch Indizien belegen lässt und 
ein lückenloser Nachweis kaum zu führen ist. Insofern erstaunt nicht, dass im Rahmen von 
Arbeitgeberkontrollen im Jahr 2014 keine Dokumente sichergestellt wurden, die 
Schwarzarbeit in den Jahren 2011 und 2012 aktenmässig klar ausweisen würden. 
Immerhin legt der Bericht der wira vom 9. Dezember 2015 dar, die C.________ GmbH 
habe bereits im April 2011 versucht, für fünf kosovarische Staatsangehörige (Arbeits-
)Bewilligungen zu erhalten; nachdem diese nicht genehmigt worden seien, seien die 
betreffenden sowie andere Arbeitnehmer in verschiedenen Kantonen bei Kontrollen 
angetroffen und ausgewiesen worden (AKL-act. 16). Bereits mit Blick darauf erscheint als 
wahrscheinlichste aller möglichen Geschehensabläufe, dass die C.________ GmbH 
bereits (spätestens) im Jahr 2011 Arbeitnehmer schwarz beschäftigt hat und deshalb ihr 
Geschäftsmodell auch auf einer lückenhaften Dokumentation und Barabwicklung 
aufgebaut hat. 

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Urteil S 2021 14

6.3
6.3.1 Ohne jeden Zweifel steht fest, dass der Beschwerdeführer im 
streitgegenständlichen Zeitraum Gesellschafter und Geschäftsführer der C.________ 
GmbH war und als solcher seiner Pflicht nicht nachgekommen ist, für eine 
ordnungsgemässe Buchführung (im Sinne der Art. 958 ff. OR) zu sorgen (zur 
unübertragbaren Pflicht des Geschäftsführers zur Ausgestaltung des Rechnungswesens 
und der Finanzkontrolle vgl. Art. 810 Abs. 2 Ziff. 3 OR; weiter etwa BGer 9C_906/2017 
vom 21. Juni 2018 E. 4.1 mit Hinweisen). Indem er stattdessen veranlasst hat, dass weite 
Teile der Geschäftstätigkeit in bar, ohne echtzeitliche buchhalterische Verbuchung und 
belegmässige Dokumentation, abgewickelt wurden, ist ihm mindestens grobfahrlässiges 
Handeln vorzuwerfen (vgl. bereits VGer ZG S 2018 118 vom 29. August 2019 E. 6.4 ff.). 
Durch dieses Vorgehen hat er nämlich aktiv – und wohl auch gezielt – darauf hingewirkt, 
dass sich weder die Beschwerdegegnerin noch andere Sozialversicherungsträger anhand 
seiner Geschäftsbücher einen zuverlässigen Überblick über die Geschäftstätigkeit der 
C.________ GmbH verschaffen konnten. 

6.3.2 Das schuldhafte Versäumnis des Beschwerdeführers ist ohne Weiteres auch 
adäquat kausal für den der Ausgleichskasse entstandenen Schaden, hat es doch dazu 
geführt, dass die zugrundeliegende Beitragsforderung erst verspätet überhaupt geltend 
gemacht werden konnte, in einem Zeitpunkt, in dem die beitragspflichtige Gesellschaft 
bereits kurz vor dem Konkurs stand. 

6.4
6.4.1 Was das Massliche der Schadenersatzforderung betrifft, so vermochte der 
Beschwerdeführer im Vorverfahren S 2018 118 immerhin einzelne Belege beizubringen, 
die das Gericht zur Annahme veranlassten, die Schadenssumme könnte sich nachträglich 
noch verringern. Infolgedessen wurde ihm Gelegenheit gegeben, im Rahmen einer 
Rückweisung an die Vorinstanz seinen Mitwirkungspflichten nachzukommen und eine 
aufbereitete Buchhaltung zur Verfügung zu stellen (VGer ZG S 2018 118 vom 29. August 
2019 E. 8). 

6.4.2 Dieser Pflicht ist der Beschwerdeführer nicht nachgekommen: Vor Vorinstanz 
reichte er zwar ausgewählte (nachträglich aufbereitete) Kontenblätter und Belege ein, 
darunter insbesondere auch Bankkontoauszüge (AKL-act. 9). Damit besteht zumindest 
eine Übersicht über die erfolgten Barbezüge vom Geschäftskonto sowie über die als 
Fremdleistungen verbuchten Posten (AKL-act. 9/1, 4, 7; Übersicht über die 

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Fremdleistungen jeweils auf dem hintersten Blatt). Hieraus haben Suva und Vorinstanz 
diejenigen Leistungen ausgesondert, die klar durch dritte, als juristische Personen 
organisierte, Unternehmen erbracht, ordnungsgemäss in Rechnung gestellt und per 
Banküberweisung bezahlt wurden, wobei sich allerdings keine Reduktion der Aufrechnung 
ergab, sondern im Gegenteil eine höhere aufzurechnende Lohnsumme von total 
(mindestens) Fr. 3'885'665.– statt der vormals festgehaltenen Aufrechnungssumme von 
total Fr. 3'095'335.– (AKL-act. 5). Entsprechend hält die Vorinstanz (unter Berufung auf die 
in ihrem Auftrag vorgenommene Prüfung durch die Suva) weiterhin daran fest, dass es 
sich bei den als Barzahlungen an die Unternehmen H.________ GmbH, I.________ 
GmbH, J.________ GmbH sowie K.________ GmbH in Wahrheit um Lohnzahlungen an 
unselbständige Arbeitnehmer der C.________ GmbH handelt, auf denen die 
Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind (AKL-act. 5 und 6). 

6.5 In Würdigung der nun vorliegenden (sowie der nach wie vor gerade nicht 
beigebrachten) Akten steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nicht nur fest, dass bei der C.________ GmbH in den 
streitgegenständlichen Jahren 2011 bis 2013 Arbeitnehmer schwarz beschäftigt und bar 
entlöhnt wurden (vgl. bereits oben E. 6.2), sondern auch, in welchem Umfang dies 
(mindestens) der Fall war. Dokumentiert sind insbesondere in den Jahren 2011 bis 2013 
die einzelnen Bargeldbezüge sowie die behaupteten Fremdleistungen der H.________ 
GmbH, I.________ GmbH, J.________ GmbH sowie K.________ GmbH, wobei das 
beauftragte Treuhandunternehmen offenbar versucht hat, die Barbezüge nachträglich in 
Bezug zu setzen zu den Rechnungen der letzteren. 

6.5.1 Zunächst ist – entgegen dem Beschwerdeführer – festzuhalten, dass es in den 
hier fraglichen Jahren 2011–2013 auch auf dem Bau keineswegs mehr üblich war, unter 
juristischen Personen Leistungen in bar zu begleichen; schon gar nicht bei Rechnungen 
zwischen mehreren Fr. 10'000.– bis teilweise fast Fr. 200'000.–, wie sie hier behauptet 
werden. Dieser Schluss drängt sich auch aus der – nach wie vor unvollständigen – 
Buchhaltung der C.________ GmbH selbst auf, die zahlreiche Rechnungen von 
Drittunternehmen enthält. Diese waren allesamt per Banküberweisung zu zahlen und 
wurden offenbar auch solcherart beglichen (etwa: AKL-act 28/46, 49 f., 54, etc.; AKL-act. 
9/1, 4, 7, je i.f.). 

6.5.2 Mit der Darstellung des Beschwerdeführers, wonach bei den vier oben genannten 
Unternehmen als Sub-Subunternehmen Fremdleistungen eingekauft und bar bezahlt 

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worden seien, lässt sich denn auch nicht erklären, weshalb die zur Bezahlung nötigen 
flüssigen Mittel jeweils gestückelt bezogen wurden (z.T. mit mehreren Bezügen am selben 
Tag), und nicht in einer einzigen Tranche am Bankschalter nach Erhalt der jeweiligen 
Rechnungen im Hinblick auf deren Begleichung. Hinzu kommt, dass die ursprünglich 
vorgelegte Buchhaltung Akontozahlungen ausweist (mit fast durchwegs runden Beträgen, 
aber ebenfalls nicht übereinstimmend mit den Barbezügen; vgl. AKL-act. 10 jeweils Konto 
4400), während mit den eingereichten Belegen jeweils die Barzahlungen von Rechnungen 
bescheinigt wird, ohne dass Akontozahlungen ausgewiesen oder abgezogen würden 
(AKL-act. 28). Ohnehin bestehen – mit Vorinstanz und Suva – erhebliche Zweifel an der 
Echtheit der eingelegten Belege bzw. überhaupt der Geschäftstätigkeit der vier genannten 
Geschäftspartner. So scheinen etwa im Belegdossier bezüglich der Fremdarbeiten 2011 
(AKL-act. 9/3) die handschriftlichen Daten auf den Rechnungen der I.________ GmbH 
sowie der J.________ GmbH durch die gleiche Person angebracht worden zu sein; 
bezüglich der Rechnungen der J.________ GmbH fällt ausserdem auf, dass die 
Rechnungsnummern nicht fortlaufend chronologisch vergeben wurden, wie dies bei 
echten Rechnungen allgemeinnotorisch üblich ist, sondern augenscheinlich am 
Rechnungsdatum angeknüpft wurde (Rechnungsnummern 28051 am 27. Mai 2011, 11071 
am 11. Juli 2011, 23081 am 23. August 2011, 19091 am 19. September 2011, etc.). 
Solches würde wenig Sinn machen bei einem echten Unternehmen mit einer eigenen 
Geschäftstätigkeit, das je Rechnungslauf vermutungsweise nicht nur eine Rechnung zu 
stellen hat. Unglaubwürdig ist sodann, wenn der Beschwerdeführer etwa gegenüber der 
K.________ GmbH regelmässig Beträge über Fr. 100'000.– bar übergeben haben will, 
ohne zu wissen (oder angeben zu wollen), welche Person diese Beträge 
entgegengenommen und quittiert haben soll (act. 1 Ziff. 21.2 f.). Dies frappiert umso mehr, 
als es – nur beispielhaft bei der K.________ GmbH bezüglich des Jahres 2012 – immerhin 
um einen Betrag von total Fr. 1'390'348.80 geht (AKL-act. 5), wobei die vom 
Beschwerdeführer eingereichten Belege hierzu sämtliche denselben Stempel und 
dasselbe Visum tragen, die Übergabe also zumindest nach seiner Darstellung immer an 
dieselbe Person erfolgt ist (AKL-act. 9/6). Nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 
allgemeinen Lebenserfahrung liegt es aber ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit, dass im 
Geschäftsverkehr eine Summe von total über Fr. 1,3 Millionen in Bargeld übergeben wird 
ohne Kenntnis der Person, welche die Zahlungen namens des Geschäftspartners 
entgegennimmt. 

6.6 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer nach wie vor weder eine 
vollständige, nachvollziehbare Buchhaltung vorgelegt noch eine Sachverhaltsdarstellung 

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präsentiert, welche wahrscheinlicher erscheint als diejenige, von der die Vorinstanz 
ausgegangen ist. Deren Darstellung hat er auch keine begründeten Einwände 
entgegenzustellen vermocht, sondern lediglich eine Vielzahl vager Bestreitungen. 
Demzufolge hat die Ausgleichskasse zu Recht auch im Schadenersatzprozess – wie 
bereits mit rechtskräftigem Einspracheentscheid vom 31. August 2015 (bezüglich der 
Beitragsforderung) – als überwiegend wahrscheinlich zugrunde gelegt, dass es sich bei 
den als Barzahlungen an die Unternehmen H.________ GmbH, I.________ GmbH, 
J.________ GmbH sowie K.________ GmbH ausgewiesenen Beträgen in Wahrheit um 
Lohnzahlungen an unselbständige Arbeitnehmer der C.________ GmbH 
(vermutungsweise: ausländische Akkordmaurer und Handlanger) handelte (AKL-act. 2 E. 
3.2), und mithin eine ähnliche Konstellation vorlag, wie sie dem Urteil des Kantonsgerichts 
Luzern vom 9. Juli 2015 (AKL-act. 27/9) zugrunde lag. 

In antizipierter Beweiswürdigung durfte sie auf eine Parteibefragung des 
Beschwerdeführers sowie die Befragung allfälliger Zeugen und die Ausforschung weiterer 
Beweise verzichten: Dem Beschwerdeführer wurden bereits unzählige Gelegenheiten 
geboten, sich zu äussern. Sodann ist es nicht Sache der Ausgleichskasse – oder im 
Beschwerdefall des Gerichts – extensive Nachforschungen anzustellen, um allfällige 
Mängel bezüglich des Quantitativen einer rechtskräftigen Nachtragsverfügung zu belegen, 
wenn die diesbezüglichen Unsicherheiten dadurch geschaffen wurden, dass der 
haftpflichtrechtlich ins Auge gefasste Geschäftsführer seiner Buchführungspflicht 
seinerzeit nicht nachgekommen ist und auch im Verwaltungsverfahren seiner 
Mitwirkungspflicht nur höchst ungenügend nachgelebt hat (Art. 43 ATSG; lediglich der 
Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass im Falle vollständig verweigerter Mitwirkung auch 
eine womöglich noch unvorteilhaftere Aufrechnung aufgrund abstrakter Erfahrungswerte in 
Betracht gefallen wäre, was der Beschwerdeführer verkennt, wenn er beklagt, aufgrund 
der erfolgten Mitwirkung schlechter gestellt zu sein als eine Person, die gar nicht 
mitgewirkt hätte, vgl. act. 1 Ziff. 22.3 i.f.). Von einer Befragung der seinerzeitigen 
Geschäftspartner des Beschwerdeführers waren zum vornherein keine weiteren 
Erkenntnisse zu erwarten, zumal jedenfalls aktenkundig ist, dass diese selber auch nicht 
die Sozialversicherungsbeiträge für die betroffenen Arbeitnehmer abgerechnet haben 
(AKL-act. 2 S. 7) und sie sich mithin potenziell selber einem Haftungsrisiko und/oder dem 
Risiko strafrechtlicher Verfolgung aussetzen müssten. 

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6.7 Selbst wenn indes – mit dem Beschwerdeführer – von Beweislosigkeit 
auszugehen wäre, ginge diese nach dem oben in Erwägung 3.2 i.f. Ausgeführten zu 
Lasten des Beschwerdeführers. 

6.8 Nach dem Gesagten ist nunmehr auch das Massliche des durch die AKL erlittenen 
Schadens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen bzw. ist es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen, aufzuzeigen, dass der Schaden überwiegend 
wahrscheinlich tiefer liegt als mit Einspracheentscheid vom 31. August 2015 festgesetzt. 
Die übrigen Voraussetzungen der subsidiären Organhaftung sind zudem nach dem 
Ausgeführten weiterhin erfüllt. Die Beschwerde ist demnach als unbegründet abzuweisen. 

Unschädlich ist dabei, dass – zumindest im aktuellen Zeitpunkt – die Personalien der 
konkret betroffenen Arbeitnehmer noch unbekannt sind (und diese deshalb auch im 
Nachtragsverfahren nicht begrüsst werden konnten und mussten, vgl. etwa BGer 
9C_252/2019 vom 30. Juli 2019 E. 1.3). Mit der vorsorglichen Erhebung der 
Sozialversicherungsbeiträge auf den ausbezahlten Löhnen wird zu Gunsten der 
Lohnempfänger eine spätere Eintragung der gesetzlichen Beiträge im jeweiligen 
individuellen Konto sichergestellt, sofern eine Arbeitstätigkeit für die C.________ GmbH im 
Zeitraum zwischen 2011–2013 nachgewiesen werden kann. Ohne diese Beitragserhebung 
vorerst noch zu Gunsten nicht namentlich bekannter Personen stünde einer späteren 
Gutschrift voraussichtlich Art. 30ter Abs. 2 AHVG entgegen (vgl. dazu etwa BGer 
9C_49/2021 vom 27. Oktober 2021 E. 4 mit Hinweisen), und würde der Beschwerdeführer 
mithin unzulässigerweise profitieren zulasten der sozialen Absicherung der betroffenen 
Arbeitnehmer. 

7. Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen 
geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts über die Verfahrenskosten 
anwendbar (Art. 61 Ingress i.V.m. lit. fbis ATSG). Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG sind die 
Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei mit Blick auf die 
umfangreichen Akten, den verursachten Aufwand, den Streitwert von Fr. 466'589.75, die 
Bedeutung der Sache für die Parteien, jedoch auch das Parallelverfahren S 2021 13, das 
den weitgehend gleichen Sachverhalt betrifft und mit dem Synergien bestanden, eine 
Spruchgebühr von Fr. 5'000.– als angemessen erscheint. Eine Parteientschädigung nach 
Art. 61 lit. g ATSG ist dem unterliegenden Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 5'000.– auferlegt, an 
welche der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.- angerechnet wird. Der 
Restbetrag von Fr. 4'000.– wird in Rechnung gestellt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel, Rechnung 
erfolgt nach Rechtskraft des Urteils), die Ausgleichskasse Luzern, das Bundesamt 
für Sozialversicherungen, Bern, sowie zum Vollzug von Ziff. 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 18. Januar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am