# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa20c8a3-62b5-5e37-90bd-cc5f905e1216
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.12.2008 D-7597/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7597-2008_2008-12-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7597/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 19. November 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7597/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria im Mai 
2008 verliess, und am 4. Juni 2008 unter Umgehung der Grenzkontrol-
le in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte,

dass der - gemäss eigenen Angaben - minderjährige Beschwerdefüh-
rer  am  19.  Juni  2008  für  die  Dauer  des  Verfahrens  dem  Kanton 
C._______ zugewiesen wurde und die kantonalen Behörden ihm am 
20. Juni 2008 eine Vertrauensperson beiordneten,

dass er am 16. Juni 2008 im EVZ B._______ befragt (Erstbefragung) 
sowie  am  3.  November  2008  in  Bern-Wabern  angehört  wurde 
(Bundesanhörung), 

dass die Vertrauensperson des Beschwerdeführers zur Bundesanhö-
rung unentschuldigt nicht erschien, worauf die Anhörung mit Einwilli-
gung des Beschwerdeführers ohne Anwesenheit der Vertrauensperson 
durchgeführt wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen geltend machte, er stamme aus D._______ (E._______) 
und  habe  seit  seinem  dreizehnten  Lebensjahr  bei  seinem  Chef  in 
F._______  gelebt,  in  dessen  Firma  er  auch  eine  Lehre  als 
Computerfachmann absolviert habe, 

dass er ungefähr am 15. April 2008 von seinem Chef nach G._______ 
geschickt worden sei, um dort  den Computer eines Mannes zu repa-
rieren, 

dass der Mann nach Abschluss der Reparaturarbeiten gesagt habe, er 
werde ihn - den Beschwerdeführer - mit seinem Auto nach Hause fah-
ren, 

dass der Mann jedoch mit ihm zu einer Lagerhalle bei einem Dorf im 
Distrikt  H._______  gefahren  sei,  unter  dem  Vorwand,  er  wolle  dort 
noch schnell jemanden besuchen, 

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dass er  bei  der  Lagerhalle  von ein paar  Männern  gefesselt  und an-
schliessend in einen Raum in der Lagerhalle gebracht worden sei, wo 
schon ein anderer Junge gefangen gehalten worden sei, 

dass nach einer Woche Gefangenschaft dieser andere Junge wegge-
bracht und bei einer rituellen Opferung getötet worden sei, 

dass er selbst sich nach einer weiteren Woche tot gestellt habe, wes-
halb er von den Männern, die ihn gefangen gehalten hätten, aus der 
Lagerhalle hinausgetragen worden sei, 

dass er - nachdem die Männer in die Lagerhalle zurückgekehrt seien - 
in den Kofferraum eines Autos gestiegen sei, 

dass er in I._______ unbemerkt den Kofferraum habe verlassen und 
die Flucht ergreifen können, 

dass  er  zu  seinem Cousin  J._______ nach Lagos geflohen sei,  der 
ihm  einen  seiner  Freunde  vorgestellt  habe,  mit  dessen  Hilfe  er  mit 
einem Schiff  an einen unbekannten Ort  gefahren sei,  von wo er mit 
dem Zug in die Schweiz gereist sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuches im 
EVZ B._______ schriftlich aufgefordert worden ist, innert 48 Stunden 
ein Reise- oder Identitätspapier einzureichen, 

dass der  Beschwerdeführer  am 30. Juli  2008 sowie  am 11. Oktober 
2008  wegen  Verdachts  auf  Widerhandlung  gegen  das  Betäubungs-
mittelgesetz vom 3. Oktober 1951 (BetmG, SR 812.121) von der Kan-
tonspolizei C._______ kurzzeitig festgenommen wurde, 

dass das BFM mit Entscheid vom 19. November 2008 - eröffnet am 21. 
November 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asyl-
gesuch vom 4. Juni  2008 nicht  eintrat  und die Wegweisung des Be-
schwerdeführers  anordnete,  wobei  dieser  die  Schweiz  am Tag nach 
Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe,

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dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen ausführte,  die  Vorbringen  des Beschwerdeführers,  er  habe die 
ganze Reise von Nigeria in die Schweiz ohne irgendwelche Reisepa-
piere zurückgelegt, könnten nicht gehört werden, 

dass er beispielsweise nicht gewusst habe, wie das Schiff, mit dem er 
nach Europa gereist sei, geheissen und in welcher Hafenstadt und in 
welchem Land er dieses Schiff wieder verlassen habe, 

dass  seine  Schilderungen  bezüglich  seiner  Zugreise  in  die  Schweiz 
ebenso unglaubhaft seien, 

dass nach einer solch langen Reise jedoch eine differenzierte Reise-
beschreibung zu erwarten sei, welche der Beschwerdeführer aber of-
fensichtlich nicht zu liefern imstande sei, weshalb die stereotypen, un-
substanziierten und realitätsfremden Aussagen des Gesuchstellers zu 
seiner Reise in die Schweiz als unglaubhaft gewertet werden müssten, 

dass die Aussage des Beschwerdeführers, er habe keine Reisepapiere 
besessen,  im vorliegenden  Zusammenhang  als  bekannte  stereotype 
Behauptung bezeichnet  werden müsse,  welche für  sich alleine  nicht 
als entschuldbarer Grund für das Fehlen von Identitätspapieren anzu-
erkennen sei, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
dem Beschwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  dem BFM Reise-  oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass  die  Sachverhaltsdarstellungen  des  Beschwerdeführers  zudem 
weitgehend unsubstanziiert, widersprüchlich und realitätsfremd seien, 

dass der Beschwerdeführer beispielsweise bei der Erstbefragung aus-
gesagt habe, er habe die Entführer erst gesehen, als er in die Lager-
halle eingetreten sei und sie ihn dort gefesselt hätten, wohingegen er 
bei der Bundesanhörung geltend gemacht habe, er sei von den Män-
nern bereits draussen gefesselt worden, 

dass  seine  Aussagen  jegliche  Differenzierung  und  detaillierte  Be-
schreibung vermissen lassen würden, 

dass seine Vorbringen daher eindeutig Kennzeichen einer konstruier-
ten Verfolgungsgeschichte aufweisen und insgesamt den Eindruck er-

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wecken würden,  er  habe bei  seinen Schilderungen nicht  auf  Erinne-
rungen an tatsächliche Begebenheiten zurückgreifen können, sondern 
lediglich versucht, seine angebliche Verfolgung in allgemein bekannte 
Umstände in Nigeria einzubetten, ohne tatsächlich davon betroffen ge-
wesen zu sein, weshalb seinen Schilderungen nicht geglaubt werden 
könne, 

dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  unter  dem Aspekt  des 
Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 
[KRK, SR 0.107] als zulässig erweise,

dass zudem nichts gegen die Zumutbarkeit der Rückführung des Be-
schwerdeführers spreche und auch der Wegweisungsvollzug möglich 
und durchführbar sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  27.  November  2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung der Vor-
instanz  sei  vollumfänglich  aufzuheben  und  sein  Asylgesuch  vom  4. 
Juni  2008  sei  gutzuheissen,  eventualiter  sei  die  Wegweisungsverfü-
gung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

dass er in prozessualer Hinsicht ferner um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Dezember 2008 beim Instrukti-
onsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 
AsylG),

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass mit Bezug auf das hängige Asylverfahren von der Prozessfähig-
keit  des  Beschwerdeführers  auszugehen  ist,  zumal  sie  in  der  Be-
schwerde nicht bestritten wird (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 3 S. 19 
ff.),

dass einer urteilsfähigen, unbegleiteten und nicht vertretenen minder-
jährigen Person für die Dauer des Asylverfahrens eine rechtskundige 
Vertrauensperson beizuordnen ist,  bevor  die  erste  Anhörung zu den 
Asylgründen durchgeführt wird (vgl. Art. 17 Abs. 3 AsylG; Art. 7 Abs. 3 
und 5 AsylV 1; EMARK 1998 Nr. 13; 1999 Nr. 18; 2003 Nr. 1),

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung seines Asylgesuches 
in  der  Empfangsstelle  am 4. Juni  2008  angab,  er  sei  am 4.  Januar 
1991 geboren und damit minderjährig, 

dass für den Beschwerdeführer von der Fachstelle UMA des Amtes für 
soziale Sicherheit des Kantons Solothurn vor der Anhörung am 3. No-
vember 2008 eine Vertrauensperson ernannt wurde, womit den oben 
genannten gesetzlichen Voraussetzungen und der Rechtsprechung ge-
nügend Rechnung getragen wurde, 

dass an dieser Beurteilung auch die Tatsache nichts ändert, dass die 
dem Beschwerdeführer zugewiesene Vertrauensperson zur Bundesan-
hörung am 3. November 2008 unentschuldigt nicht erschienen ist, da 
sich der kurz vor der Volljährigkeit stehende Beschwerdeführer mit der 
Durchführung der Anhörung ohne Anwesenheit der Vertrauensperson 
einverstanden erklärt hat (act. A 14/16, S. 3),

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dass der urteilsfähige Beschwerdeführer aufgrund der Höchstpersön-
lichkeit  des Asylverfahrens rechtsgültig auf die Anwesenheit  der Ver-
trauensperson verzichten konnte (vgl. EMARK 1996 Nr. 3 E. 2c S. 20 
ff.),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert  ist  (Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 48  Abs. 1  VwVG),  weshalb  auf  die 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - unter Vorbehalt der 
nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG so-
wie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (EMARK 2004 Nr. 34 
E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass jedoch auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin be-
antragt  wird,  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  sei  gutzu-
heissen, 

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den nach Einreichung seines Asylgesuches keine Papiere eingereicht 
hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung nachvollziehbar und - 
nach  Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsge-
richts - überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 
weshalb  zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich  auf 
die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

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dass vorab die diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen zu be-
stätigen sind, 

dass - nach Prüfung der Akten - festzustellen ist, dass die Asylgründe 
vom Beschwerdeführer widersprüchlich, unsubstanziiert  und realitäts-
fremd vorgetragen worden sind und somit den Versuch darstellen, sei-
ne angebliche Verfolgungssituation in allgemein bekannte Umstände in 
Nigeria einzubetten, ohne persönlich davon betroffen gewesen zu sein,

dass die Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, zumal der Be-
schwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanziel-
les  entgegenhält  und  im  Wesentlichen  lediglich  am  Wahrheitsgehalt 
der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen fest-
hält, 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass bezüglich der allgemeinen Lage in Nigeria auf die Ausführungen 
der Vorinstanz verwiesen werden kann, zumal in Nigeria weder Krieg 
noch eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und sich die politische 
sowie wirtschaftliche Situation in letzter Zeit stabilisiert beziehungswei-
se teilweise sogar leicht verbessert hat, womit eine Rückführung nicht 
als generell unzumutbar erscheint, 

dass der Minderjährigkeit bei der Prüfung des Asylgesuches zentrale 
Bedeutung  zukommt,  da  nach  weiterhin  gültiger  Praxis  (vgl.  dazu 
EMARK 1998 Nr. 13; Grundsatzurteil) im Falle von unbegleiteten Min-
derjährigen das Kindeswohl im Rahmen der Prüfung der Zumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzuges  mitzuberücksichtigen  ist  (vgl.  a.a.O.,  E. 
5e.aa),  woraus  sich  gleichzeitig  die  Verpflichtung  ergibt,  von  Amtes 

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wegen  die  spezifisch  mit  der  Minderjährigkeit  verbundenen  Aspekte 
des Wegweisungsvollzuges abzuklären (vgl. a.a.O., E. 5e.bb),

dass es dem Gericht im vorliegenden Fall jedoch nicht möglich ist, sich 
in  voller  Kenntnis  der  tatsächlichen persönlichen und familiären Ver-
hältnisse  des  Beschwerdeführers  zur  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  der 
Wegeweisung -  auch in  Bezug auf  die im Rahmen des Kindeswohls 
spezifisch  zu  berücksichtigenden Aspekte  -  zu  äussern,  da  er  -  wie 
oben dargelegt -  gegenüber den Asylbehörden bezüglich seiner per-
sönlichen Verhältnisse unglaubhafte Angaben gemacht hat, 

dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden zudem keine Identitäts-
papiere  abgegeben  hat,  weshalb  seine  Identität  und  seine  genaue 
Herkunft  nicht  zweifelsfrei  feststehen,  was aber  für  die  Überprüfung 
von Vollzugshindernissen grundsätzlich Voraussetzung ist, 

dass Wegweisungshindernisse zwar grundsätzlich von Amtes wegen 
zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der Asylbehörden 
sein  kann,  nach allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen zu for-
schen, 

dass demnach auch -  unter  einzelfallgerechter  Berücksichtigung des 
jeweiligen Alters - der unbegleitete Minderjährige die Pflicht hat, an der 
Feststellung des erheblichen Sachverhaltes mitzuwirken und nach der 
Bestimmung von Art.  8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom 
10. Dezember  1907  (ZGB,  SR 210)  bei  pflichtwidriger  Unterlassung 
der  zumutbaren Mitwirkung die  Folgen der  Beweislosigkeit  in  Bezug 
auf die unter dem Aspekt des Kindeswohls gegebenenfalls zu berück-
sichtigenden Tatsachen zu tragen hat, 

dass im vorliegenden Fall angesichts der vorstehenden Ausführungen 
und insbesondere auch der Tatsache, dass der Beschwerdeführer kurz 
vor seiner Volljährigkeit steht und kein kindliches Verhalten an den Tag 
legt, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass er sich offensichtlich in der 
Drogenszene  aufhält  (act.  A  12/2),  davon  auszugehen  ist,  der  Be-
schwerdeführer habe es pflichtwidrig unterlassen, bei der Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes mitzuwirken,

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dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren persönlichen Ver-
hältnisse  zu  tragen  hat,  indem vermutungsweise  davon  auszugehen 
ist,  es  würden  vorliegend  auch  keine  individuellen  Gründe  auf  eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Nigeria schliessen 
lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass daher unter Würdigung aller Umstände des vorliegenden Falles 
der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach  Nigeria 
auch unter Berücksichtigung des Kindeswohls als zumutbar zu erach-
ten  ist,  und  es  nicht  Sache  der  schweizerischen  Asylbehörden  ist, 
nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, zumal sich aus 
den Akten auch sonst keine individuellen Anhaltspunkte für eine kon-
krete Gefährdung in seinem Heimatland ergeben, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren - wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt  -  als  aussichtslos  zu bezeichnen sind,  weshalb  die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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