# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d152e33d-adc9-51f2-89b7-561f2460e9e4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.05.2021 100 2019 404
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-404_2021-05-19.pdf

## Full Text

100.2019.404U
HER/BTA/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Mai 2021

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Bader-Gnägi

1. A.________
zzt. Justizvollzugsanstalt Thorberg, 3326 Krauchthal

2. B.________
beide vertreten durch Fürsprecher …

Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3001 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung infolge Straffälligkeit 
bzw. Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
30. Oktober 2019; 2019.POMGS.515)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der nordmazedonische Staatsangehörige A.________ wurde 1992 in der 
Schweiz geboren. Seit 2003 verfügt er über die Niederlassungsbewilligung. 
Am 31. März 2015 heiratete er in Nordmazedonien die kosovarische Staats-
angehörige B.________ (Jg. 1996). Diese reiste am 30. August 2015 ohne 
Bewilligung in die Schweiz ein und meldete sich vorerst nicht an. Auf Gesuch 
vom 20. März 2017 hin erteilten die Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwoh-
nerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), ihr am 20. September 
2017 eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibs beim Ehemann. Die Be-
willigung wurde zuletzt bis zum 29. August 2019 verlängert. Die 2016 in Bern 
geborene gemeinsame Tochter C.________ erhielt abgeleitet vom Vater 
eine Niederlassungsbewilligung. 

Am 2. März 2018 verurteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland 
A.________ wegen versuchter schwerer Körperverletzung (mehrfach 
begangen), qualifizierter grober Verkehrsregelverletzung, Widerhandlungen 
gegen das Strassenverkehrsgesetz (mehrfach begangen), einfacher 
Verkehrsregelverletzung und Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten und schob 
den Vollzug der Strafe zugunsten einer ambulanten therapeutischen 
Behandlung gemäss Art. 63 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; 
SR 311.0) auf. 

Mit Verfügung vom 8. Juli 2019 widerrief die EG Bern die Niederlassungs-
bewilligung von A.________, ordnete an, dass die Aufenthaltsbewilligung 
von B.________ nicht verlängert werde, und wies beide unter Ansetzung 
einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Hiergegen erhoben A.________ und B.________ am 8. August 2019 
Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM; 
heute: Sicherheitsdirektion [SID]). Diese wies die Beschwerde am 30. Okto-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 3

ber 2019 ab, verzichtete aber angesichts des laufenden Massnahmen- bzw. 
Strafvollzugs darauf, den beiden eine bestimmte Ausreisefrist anzusetzen.

C.

Gegen diesen Entscheid haben A.________ und B.________, weiterhin 
vertreten durch Rechtsanwalt …, am 5. Dezember 2019 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit folgenden Anträgen:

«1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
30. Oktober 2019 […] sei aufzuheben.

2. Die dem Beschwerdeführer 1 erteilte Niederlassungsbewilligung sei 
nicht zu widerrufen resp. diese sei zu verlängern und es sei weiter-
gehend auf eine Wegweisung zu verzichten; der Beschwerdeführer 
1 sei jedoch ausdrücklich zu verwarnen.

3. Die der Beschwerdeführerin 2 erteilte Aufenthaltsbewilligung sei nicht 
zu widerrufen resp. diese sei zu verlängern und es sei weitergehend 
auf eine Wegweisung zu verzichten»

Die EG Bern hat mit Stellungnahme vom 7. Januar 2020 beantragt, die Be-
schwerde sei abzuweisen. Zudem hat sie Unterlagen eingereicht, welche 
eine Inhaftierung (Sicherheitshaft) des Beschwerdeführers dokumentieren. 
Die SID hat mit Vernehmlassung vom 10. Januar 2020 ebenfalls die Abwei-
sung der Beschwerde beantragt. Am 30. Juli und 4. August 2020 hat die In-
struktionsrichterin die Strafvollzugsakten zusammen mit weiteren durch die 
Bewährungs- und Vollzugsdienste (BVD) des Amtes für Justizvollzug über-
mittelten Dokumenten zu den Akten erkannt und den Verfahrensbeteiligten 
Gelegenheit gegeben, sich im Licht der ergänzten Akten zu äussern. Am 
24. August 2020 hat sie vom angezeigten Anwaltswechsel Kenntnis genom-
men und gegeben und die angesetzte Frist antragsgemäss erstreckt. Die 
SID hat mit Stellungnahme vom 14. September 2020 am Antrag auf Abwei-
sung der Beschwerde festgehalten. Auf weitere Fristerstreckung unter Zu-
stellung der Eingabe der SID und einer jüngsten Einweisungsverfügung der 
BVD hin haben die Beschwerdeführenden am 12. Oktober 2020 Schlussbe-
merkungen erstattet und an ihren bisherigen Rechtsbegehren festgehalten. 
Mit Eingabe vom 17. Oktober 2020 haben sie weitere Unterlagen zu den 
Akten gereicht.

Erwägungen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 4

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Auf den 1. Januar 2019 ist eine Teilrevision des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländer-
gesetz, AuG; SR 142.20) in Kraft getreten, die auch den Gesetzestitel und 
die offizielle Abkürzung ändert. Der Erlass heisst neu Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und 
Integrationsgesetz, AIG). Die Verfahren betreffend die Aufenthaltsbeendi-
gung der Beschwerdeführenden wurden im März 2019 eingeleitet (Akten 
EMF [act. 4C] pag. 422 bzw. [act. 4D] pag. 82), womit integral das AIG an-
wendbar ist.

3.

Umstritten sind vorab der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 AIG). Sie kann namentlich widerrufen werden, wenn die 
Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 5

urteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG). Unter 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe ist eine solche von mehr als einem Jahr 
zu verstehen, wobei unerheblich ist, ob diese (teil)bedingt ausgesprochen 
wurde (BGE 139 I 145 E. 2.1, 139 I 31 E. 2.1; BGer 2C_99/2019 vom 
28.5.2019 E. 4.2). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2015 S. 391 E. 3.1, 2013 S. 543 E. 3.1). Der Widerrufs-
grund der längerfristigen Freiheitsstrafe ist auch bei Ausländerinnen und 
Ausländern mit Niederlassungsbewilligungen anwendbar, die sich – so der 
Beschwerdeführer – seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungs-
gemäss in der Schweiz aufgehalten haben (Art. 63 AIG; ebenso Art. 63 
Abs. 2 AuG in der bis 31.12.2018 geltenden Fassung [AS 2016 S. 1249, 
1263]; vgl. BGE 139 I 16 E. 2.1, 139 I 31 E. 2.1; BGer 2C_305/2018 vom 
18.11.2019 E. 3.2).

3.2 Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte den Beschwerde-
führer am 2. März 2018 wegen mehrfach begangener versuchter schwerer 
Körperverletzung (Tatbegehung 2013 und 2014), qualifizierter grober 
Verkehrsregelverletzung, sog. «Raserdelikt» (begangen 2016), mehrfach 
begangener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz 
(Tatbegehung 2014, 2014 und 2016), einfacher Verkehrsregelverletzung 
(begangen 2016) und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(begangen 2016) zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten; den Vollzug der 
Strafe schob es zugunsten einer ambulanten therapeutischen Behandlung 
auf und ordnete während der ambulanten Behandlung Bewährungshilfe an. 
Gleichzeitig widerrief das Regionalgericht den mit Urteil der 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 15. Oktober 2013 für eine 
Geldstrafe von 150 Tagessätzen (à Fr. 100) gewährten bedingten Vollzug 
und ordnete den Vollzug dieser Strafe an (Akten EMF [act. 4B] pag. 98 ff.). 
Das Strafurteil ist rechtskräftig (vgl. auch Verfügung des Amtes für 
Justizvollzug [BVD] vom 11.5.2018 über die Aufnahme der ambulanten 
Behandlung, Akten EMF [act. 4B] pag. 109 ff.). Damit hat der 
Beschwerdeführer den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe 
unbestrittenermassen gesetzt, auch wenn der Strafvollzug zugunsten einer 
ambulanten Massnahme aufgeschoben wurde (vgl. etwa BGer 2C_204/2018 
vom 9.9.2018 E. 5.4; VGE 2015/113 vom 3.12.2015). Unbestritten blieb 
ebenfalls, dass der Beschwerdeführer mit den Körperverletzungsdelikten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 6

zusätzlich den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AIG erfüllt habe 
(erheblicher Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung; 
angefochtener Entscheid E. 2b). In der Rechtsprechung ist nicht vollends 
geklärt, unter welchen Voraussetzungen diesem Widerrufsgrund bei 
(schuldhafter) Delinquenz eigenständige Bedeutung zukommt (vgl. etwa 
BGE 139 I 31 E. 2.2 [kumulative Betrachtung], 135 II 377 E. 4.2 am Ende 
[Subsidiarität]). Dies kann freilich dahingestellt bleiben. Schwere der Rechts-
gutverletzung oder Gefährdungspotenzial der vorgenannten Delikte sind 
auch in der Interessenabwägung im Fall von Art. 63 Abs. 1 Bst. a AIG 
beachtlich.

3.3 Die Beschwerdeführenden rügen die Entfernungsmassnahme als 
unverhältnismässig. Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung und die 
Wegweisung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, 
wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung 
als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101] und Art. 96 AIG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen 
Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen 
Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen Person 
am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berück-
sichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall 
(vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hinweisen). 
Beeinträchtigt die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Be-
ziehungen oder das Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschen-
rechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage 
dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (BGE 144 II 1 
E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Hat die betroffene Person 
minderjährige Kinder, sind in diese Prüfung ausserdem die nach dem Über-
einkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; 
SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen im Zusammen-
hang mit dem Kindeswohl einzubeziehen (BGE 143 I 21 E. 5.5.1). Wird 
jemand weggewiesen, der wie hier zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 
verurteilt wurde, muss ausserdem die Frage der Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs Teil der umfassenden bewilligungsrechtlichen Interessen-
abwägung bilden (vgl. BGE 135 II 110 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 7

4.

Das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
der Wegweisung richtet sich nach der Schwere des Verschuldens, dem Ver-
halten gegenüber der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Allgemeinen 
und der Rückfallgefahr.

4.1 Zum Verschulden des Beschwerdeführers ist Folgendes festzu-
halten:

4.1.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfris-
tigen Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung 
des öffentlichen Interesses. Die Schwere des Verschuldens bemisst sich 
regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe 
(BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.2). 
Praxisgemäss sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres 
Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend eingestuft werden, 
dass der vollständige Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und 
mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremden-
polizeilicher Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 
mehr als zwei Jahren in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss 
gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 
3.4, 135 II 377 E. 4.4, je zur hier infolge langer Aufenthaltsdauer zwar nicht 
anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Ver-
schuldens sind die Erwägungen dennoch massgeblich).

4.1.2 Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte den Beschwerde-
führer am 2. März 2018 wegen versuchter schwerer Körperverletzung (mehr-
fach begangen), qualifizierter grober Verkehrsregelverletzung («Raser-
delikt»), mehrfacher Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie 
wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Frei-
heitsstrafe von 48 Monaten (vgl. vorne E. 3.2). Die Vorinstanz beurteilt die 
Freiheitsstrafe von 48 Monaten als hoch und sein Verschulden demgemäss 
als schwer bis sehr schwer (angefochtener Entscheid E. 4a/bb). Dies ist 
grundsätzlich nicht zu beanstanden, übersteigt dieses Strafmass doch die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 8

massgebliche Grenze, ab welcher – unabhängig von den jeweiligen Delikten 
– von einem sehr schweren Verstoss gegen die Rechtsordnung auszugehen 
ist, um das Doppelte (vgl. vorne E. 4.1.1; aus der Kasuistik etwa VGE 
2019/223 vom 27.2.2020 E. 4.1, 2018/194 vom 16.4.2019 E. 8.2 [bestätigt 
durch BGer 2D_21/2019 vom 3.6.2019]; BGer 2C_826/2018 vom 30.1.2019 
E. 8.2.1, 2C_881/2018 vom 14.12.2018 E. 4.2.1). 

4.1.3 Keine andere Einschätzung des Verschuldens ergibt sich aufgrund 
der konkreten Tatumstände: Das Strafgericht beurteilte 2014 versuchte 
schwere Körperverletzung als sehr gravierend und durch nichts zu 
entschuldigen. Der Beschwerdeführer trat wuchtig gegen den Kopf des zuvor 
mit einem Faustschlag zu Boden gestreckten X., «als würde er einen Penalty 
schiessen». Die Verletzungen von X. seien erheblich gewesen und es hätte 
noch schlimmer kommen können (vgl. Akten EMF [act. 4B] pag. 114 ff., 
140 f.). Ebenfalls die andere, 2013 versuchte schwere Körperverletzung zum 
Nachteil der Brüder Y. sei durch nichts zu entschuldigen. Auch wenn der 
Beschwerdeführer tatsächlich, wie er geltend macht (Beschwerde S. 8), 
vorgängig selber durch eines dieser Opfer attackiert worden sein sollte, hat 
nach den Feststellungen des Strafgerichts er die Brüder Y. provoziert und 
hätte die daraus resultierende Schlägerei, welche auf beiden Seiten 
Verletzungen zur Folge hatte, ohne Weiteres vermieden werden können (vgl. 
Akten EMF [act. 4B] pag. 114 ff., 143 f.). Nach Einschätzung des 
Strafgerichts lag weder ein laufender Angriff noch eine unmittelbare 
Bedrohung mit einem Angriff und damit keine Notwehrsituation vor (vgl. 
Akten EMF [act. 4B] pag. 114 ff., 123 f.). Ausserdem habe er ausser sich vor 
Wut, aggressiv und unter starkem Alkoholeinfluss mit einem Gürtel unkon-
trolliert auf die beiden eingeschlagen. Wäre ein Auge getroffen worden, hätte 
das zu irreversiblen Schäden führen können (Akten EMF [act. 4B] 
pag. 114 ff., 123). Das «Raserdelikt» 2016, welches in einem Selbstunfall 
endete (qualifizierte grobe Verkehrsregelverletzung), beging er vorsätzlich 
und überschritt die signalisierten Tempi 80 bzw. 60 um 80 km/h, wobei er 
eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,89 Promille aufwies und 
eine geringfügige Menge Kokaingemisch intus hatte (Akten EMF [act. 4B] 
pag. 114 ff., 131, 133 und 136). Am 31. August 2014 führte er 
direktvorsätzlich einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand (Wider-
handlung gegen das Strassenverkehrsgesetz) mit einer Blutalkoholkon-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 9

zentration von mindestens 1,50 Promille (Akten EMF [act. 4B] pag. 114 ff., 
128 f.). – Bei der Festsetzung des Strafmasses berücksichtigte das Strafge-
richt eine leichte bis mittlere Minderung der Schuldfähigkeit und trug dem 
Umstand Rechnung, dass der Beschwerdeführer die versuchten schweren 
Körperverletzungen nicht direktvorsätzlich, sondern eventualvorsätzlich be-
gangen hat; allerdings schätzte es die schwerste Tat nicht weit weg von 
direktem Vorsatz ein (vgl. Akten EMF [act. 4B] pag. 114 ff., 126, 141 f., 144; 
vgl. zur Schuldfähigkeit auch Akten BVD [act. 10A] pag. 308 ff., 338 ff.). 
Dass die schweren Körperverletzungen nur versucht und nicht vollendet 
wurden, fiel nach der strafrichterlichen Beurteilung nicht stark ins Gewicht, 
weil dies «mehr dem Zufall zu verdanken» sei (vgl. Akten EMF [act. 4B] 
pag. 114 ff., 143). Das Strafgericht berücksichtigte mithin auch die 
entlastenden Umstände und verurteilte den Beschwerdeführer dennoch zur 
hohen Gesamtstrafe von 48 Monaten. Im ausländerrechtlichen Verfahren 
bleibt in der Regel kein Raum, die strafrichterliche Beurteilung in Bezug auf 
das Verschulden zu relativeren (BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3; VGE 2019/338 
vom 6.4.2020 E. 3.2; BGer 2C_1062/2019 vom 5.5.2020 E. 5.3.2). Dazu 
besteht auch vorliegend kein Anlass. 

4.1.4 Der Beschwerdeführer macht aber geltend, die abgeurteilten Stras-
senverkehrsdelikte hätten für sich genommen kaum zu einem Entzug der 
Niederlassungsbewilligung geführt, womit die (in der Urteilsbegründung) für 
die versuchten Körperverletzungen veranschlagte Freiheitsstrafe von 
32 Monaten den «Schwellenwert zum sehr schwerwiegenden Verstoss 
gegen die schweizerische Rechtsordnung zwar überschreiten [würde], aber 
nicht derart deutlich wie von der Vorinstanz angenommen» (Beschwerde 
S. 9). Daraus lässt sich freilich nichts zu seinen Gunsten ableiten, wäre es 
doch verfehlt, Teile der bei Mehrfachdelinquenz in einem Urteil gesamthaft 
ausgefällten Freiheitsstrafe auszuklammern. Im Gegenteil spricht allein 
schon die Strafe wegen der Körperverletzungen im Licht der Rechtspre-
chung für ein schweres Verschulden (vgl. vorne E. 4.1.1). Auch sein Vor-
bringen, die Taten noch als «junger Erwachsener» begangen zu haben 
(vgl. dazu hinten E. 4.3.2), rechtfertigt keine andere Einschätzung des Ver-
schuldens. Schliesslich ist zu beachten, dass es sich bei schweren Körper-
verletzungen um Anlasstaten handelt, die auch als Versuch gestützt auf 
Art. 66a Abs. 1 Bst. b StGB zu einer Landesverweisung führen können (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 10

BGE 146 IV 105 E. 3.4.1, 144 IV 168 E. 1.4.1). Zwar findet diese Regelung 
nicht rückwirkend auf den Beschwerdeführer Anwendung; dennoch darf bei 
der Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Gesetzgeber 
schwere Körperverletzungen auch im Versuch als besonders verwerflich 
erachtet (vgl. BGer 2C_573/2018 vom 1.2.2019 E. 3.1; VGE 2019/338 vom 
6.4.2020 E. 3.2). Es bleibt mithin dabei, dass unter ausländerrechtlichen 
Gesichtspunkten mit der Vorinstanz auf ein schweres bis sehr schweres Ver-
schulden zu schliessen ist.

4.2 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Allgemeinen.

4.2.1 Bei Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert ha-
ben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheits-
polizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betref-
fende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum 
Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechts-
ordnung zu halten (BGE 139 I 145 E. 3.8; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hin-
weisen).

4.2.2 Der Beschwerdeführer hat mit den am 2. März 2018 abgeurteilten 
Delikten wiederholt und über einen gemessen an seinem Alter langen Zeit-
raum delinquiert (2013-2016). Schon zuvor war er zudem vielfach strafrecht-
lich auffällig geworden:

– Mit Strafbefehlen vom 11. Juli 2012 und 15. Oktober 2013 wurde der 
Beschwerdeführer wegen einfachen Körperverletzungen verurteilt, 
welche er in den Jahren 2011 und 2012 begangen hatte (vgl. Akten 
EMF [act. 4C] pag. 413 ff., 410 ff.). Während der dabei angeordneten 
Probezeit von drei Jahren verübte er weitere Delikte, insbesondere 
eine versuchte schwere Körperverletzung (2014) und die qualifizierte 
grobe Verkehrsregelverletzung («Raserdelikt»; 2016), welche nebst 
anderen Delikten vorliegend Anlasstaten bilden.

– Weiter ergingen knapp 40 weitere Strafbefehle mit Geldstrafen und 
Bussen gegen ihn, unter anderem wegen Sachbeschädigung, Unge-
horsams in einem Betreibungsverfahren, Widerhandlungen gegen das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 11

Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit 
durch Verletzung der Mitwirkungspflicht, Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz durch Kauf von Kokain, sowie mehrfache 
Parkvergehen und Geschwindigkeitsüberschreitungen (vgl. Akten 
EMF [act. 4C] pag. 323-414).

– Unwidersprochen blieb schliesslich die Feststellung der Vorinstanz, 
dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch im 
Jugendalter versuchte, bei seinem damaligen Arbeitgeber einzu-
brechen. Jenes Strafverfahren wurde wegen Verjährung eingestellt 
(vgl. Akten EMF [act. 4C] pag. 419 f.).

Aus der erheblichen Anzahl Verurteilungen ist zu schliessen, dass der 
Beschwerdeführer beträchtliche Mühe hat, die schweizerische Rechtsord-
nung zu beachten. Auch wenn die vorgenannten Delikte weniger schwer wie-
gen als die Anlasstaten, zeigen sie doch, dass er uneinsichtig und unbe-
lehrbar ist und sich nicht an die geltende Rechtsordnung halten kann. Seine 
Unbelehrbarkeit wird dadurch verdeutlicht, dass weder die Verurteilungen 
noch die angeordnete Probezeit ihn von weiteren Straftaten abhalten konn-
ten. Nicht nur das: Die Schwere der Delinquenz in vergleichbaren Delikts-
kategorien hat er noch deutlich gesteigert. Bei dieser Sachlage stimmt das 
Verwaltungsgericht der vorinstanzlichen Einschätzung zu (angefochtener 
Entscheid E. 4b), dass das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit dem sicherheitspolitischen Interesse 
am Widerruf der Niederlassungsbewilligung zusätzliches Gewicht verleiht.

4.3 Weiter ist die Rückfallgefahr zu beurteilen.

4.3.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso 
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische 
Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, wozu insbesondere Gewalt-
delikte zählen, muss ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfall-
risiko nicht hingenommen werden, da von solchen Straftaten potentiell eine 
Gefahr für die Gesellschaft ausgeht (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 
E. 2.3.2; BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1). Da Art. 5 Anhang I des Freizügigkeits-
abkommens (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht anwendbar ist, bildet zudem 
das Vorliegen einer konkreten gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 12

für eine Entfernungsmassnahme. Vielmehr dürfen nach ständiger Recht-
sprechung auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden 
(vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2 im Umkehrschluss; BGer 2C_19/2019 vom 
11.6.2020 E. 4.1.3). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und 
somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Straf-
rechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Inte-
ressenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände 
geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 
E. 4.4.1 je mit Hinweisen).

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat insbesondere Körperverletzungsdelikte 
begangen, also Gewaltdelikte. Diese Taten richteten sich gegen ein hoch-
wertiges Rechtsgut, weshalb bereits eine geringe Rückfallgefahr ein ge-
steigertes öffentliches Interesse an der Beendigung seines Aufenthalts 
begründet. Mit den massiven Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit 
in fahrunfähigem Zustand auf der Autobahn («Raserdelikt») hat der Be-
schwerdeführer sodann nicht nur sich selber, sondern auch Leib und Leben 
der anderen Verkehrsteilnehmenden und des Beifahrers gefährdet durch 
besonders verwerfliches und rücksichtsloses Verhalten (Strafurteil, Akten 
EMF [act. 4B] pag. 134-136; qualifizierte grobe Verkehrsregelverletzung 
nach Art. 90 Abs. 3 und 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 
1958 [SVG; SR 741.01]; vgl. auch BGE 138 IV 258 E. 3.3.2). Wohl trifft zu, 
dass junge Erwachsene sich in ihrer Entwicklung regelmässig noch wesent-
lich beeinflussen lassen, was grundsätzlich gerade bei Ausländern der zwei-
ten Generation für eine stärkere Berücksichtigung ihres Wohlverhaltens seit 
der Tatbegehung spricht (vgl. BGer 2C_71/2020 vom 28.4.2020 E. 5.2.1, 
2C_114/2019 vom 11.11.2019 E. 5.2.3, 2C_1121/2018 vom 3.10.2019 
E. 2.5.2; VGE 2018/289 vom 4.5.2020 E. 4.4.3). Der 1992 hier geborene 
Beschwerdeführer, Ausländer der zweiten Generation, war im Zeitpunkt der 
zuletzt abgeurteilten Delikte 21 bis 24 Jahre alt. Von jugendlicher Delinquenz 
lässt sich jedenfalls nicht mehr sprechen (vgl. für diese Würdigung bei Aus-
ländern zweiter Generation etwa BGE 139 I 31 E. 3.1 [Betäubungsmittel-
delinquenz eines knapp 20-Jährigen]; VGE 2017/138 vom 31.7.2018 
E. 4.1.3 [versuchte schwere Körperverletzung durch 23-Jährigen, bestätigt 
durch BGer 2C_642/2016 vom 20.7.2017 E. 3.3]); das eine Körperver-
letzungsdelikt beging er mit immerhin 22 Jahren, das «Raserdelikt» bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 13

24-jährig. Zudem zählen zu den Anlassdelikten Gewaltdelikte; bei dieser 
Sachlage ist die privilegierende Rechtsprechung zu den «Frühdelinquenten» 
von vornherein bloss beschränkt anwendbar (vgl. BGer 2C_952/2019 vom 
8.5.2020 E. 3.4). Schliesslich ist fraglich, ob sich der Beschwerdeführer seit 
der Verurteilung nichts mehr zuschulden hat kommen lassen. So ist eine 
Strafuntersuchung wegen Beihilfe zu Raub (besondere Gefährlichkeit) und 
versuchter Erpressung gegen ihn hängig (vgl. Akten BVD pag. 1100, Akten 
EMF [act. 4B] pag. 161 ff.). Zutreffend ist, dass diesbezüglich die Unschulds-
vermutung gilt (vgl. Beschwerde S. 6 f.). Dieser Untersuchung kommt aber 
insoweit eine gewisse Bedeutung zu, als sie aufzeigt, dass sich die Strafver-
folgungsbehörden (erneut) mit dem Beschwerdeführer befassen müssen. 
Diesem Umstand darf im Rahmen der Rückfallprognose – wenn auch mit 
Zurückhaltung – Rechnung getragen werden (vgl. VGE 2014/155 vom 
2.2.2015 E. 4.3.3 [bestätigt durch BGer 2C_205/2015 vom 24.11.2015]; 
BGer 2C_845/2009 vom 17.8.2010 E. 5). Die letzte aktenkundige Verurtei-
lung betrifft Ungehorsam in einem Betreibungsverfahren, begangen am 
26. Februar 2018, also kurz vor der Verurteilung vom 2. März 2018 wegen 
der Anlasstaten (vgl. Akten EMF [act. 4C] pag. 438 f.). Sollte er seither 
deliktsfrei gelebt haben, wäre dieses Wohlverhalten angesichts der drohen-
den ausländerrechtlichen Entfernungsmassnahme und der Tatsache zu 
relativieren, dass er sich seit dem 9. November 2019 in Unfreiheit befindet, 
zunächst in vollzugsrechtlicher Sicherheitshaft und alsdann (seit Juni 2020) 
im Strafvollzug gemäss der Anordnung des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
vom 25. Juni 2020, wonach die Freiheitsstrafe von 48 Monaten gestützt auf 
Art. 63b Abs. 3 StGB zu vollziehen sei (vgl. dazu E. 4.3.3 f. hiernach). Eine 
Rückfallgefahr ist allein gestützt auf diese Umstände zu bejahen.

4.3.3 Die Rückfallgefahr bleibt ausserdem konkret, weil der Beschwerde-
führer weiterhin Drogen konsumiert. Neben Kokain scheint er im Jahr 2019 
auch Crystal Meth eingenommen zu haben (vgl. Akten BVD pag. 551 ff., 
639 ff., 644). Die BVD hielten diesbezüglich fest, dass sich der Beschwerde-
führer seit Beginn der ambulanten Massnahme nie glaubhaft und länger-
fristig vom Konsum illegaler und aggressionsfördernder Stimulantien (zum 
Teil im Mischkonsum mit Alkohol) habe distanzieren können. Im Gegenteil 
scheine sich dieser Konsum im Verlauf der Massnahme eher noch gesteigert 
zu haben, was bei seinem ohnehin schon bestehenden Hang zu Impulsivität 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 14

umso unheilvoller erscheinen müsse (vgl. Akten BVD pag. 740 ff., 745). 
Nach Einschätzung seines Therapeuten könne der Konsum von Alkohol und 
Drogen im Zusammenhang mit seinem Persönlichkeitsprofil mögliche 
Gewalttaten stark begünstigen (vgl. Akten BVD pag. 562). Der Alkohol- und 
Drogenkonsum des Beschwerdeführers bleibt damit für die Beurteilung der 
Rückfallgefahr umso relevanter, zumal er auch an einer Aufmerksamkeits-
defizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit zusätzlichen kognitiven Teil-
leistungsschwächen (u.a. im Sinn einer Minderintelligenz) leidet, was eine 
ungünstige Verbindung ergibt (vgl. Akten BVD pag. 1158 ff.; s. auch E. 4.3.4 
hiernach). Nicht absehbar ist, dass er sein Konsumverhalten in Zukunft in 
den Griff bekommen könnte – sei es nach Vollendung des Strafvollzugs 
(ordentliches Strafende: 7.11.2023 [act 11A]) oder im Rahmen der ambulan-
ten therapeutischen Massnahme, sollte das Obergericht seine gegen die 
Anordnung des Vollzugs der Freiheitsstrafe gerichtete Beschwerde vom 
9. Juli 2020 gutheissen (vgl. Akten BVD pag. 1207 ff. sowie E. 4.3.4 hier-
nach). Dass die Vorinstanz im Zeitpunkt ihres Entscheids von einem erheb-
lichen Risiko weiterer Straftaten ausging, ist nach dem Erwogenen nicht zu 
beanstanden.

4.3.4 Die Rückfallgefahr hat sich seit dem Strafurteil vom 2. März 2018 und 
insbesondere seit Ergehen des angefochtenen Entscheids am 30. Oktober 
2019 sodann noch weiter zugespitzt. So stellte sich die Ausgangslage zu 
Beginn der ambulanten therapeutischen Massnahme wie folgt dar: Im Rah-
men der von den BVD in Auftrag gegebenen Risikoabklärung vom 14. Juni 
2018 wurde das Delinquenzrisiko des Beschwerdeführers im Hinblick auf 
Gewaltdelikte als mittel bis hoch und das Risikopotential als sehr hoch ein-
gestuft (Akten BVD pag. 396 ff., 421). Die BVD selber schätzten den Be-
schwerdeführer als «Hochrisiko» ein und ordneten ihn dem Bereich «BVD 3» 
zu (Fälle mit sehr hohem Risikopotential im Bereich von Gewalt- und Sexu-
aldelikten; vgl. Akten BVD pag. 617 ff., 619, 1119 ff., 1155). Zwar stellten sie 
im Verlauf der Massnahme zunächst noch therapeutische Fortschritte wie 
verbesserte Emotionsregulation und verbesserte Inanspruchnahme von 
Unterstützung fest (Überprüfung der Massnahme vom 28. Mai 2019, vgl. 
Akten BVD pag. 617 ff., 620). Jedoch hielt der behandelnde Therapeut be-
reits im August 2019 fest, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers zu 
destabilisieren scheine und das aktuelle ambulante Setting als kritisch zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 15

beurteilen sei (vgl. Akten BVD pag. 653 f.). Am 31. Oktober 2019 hob er aus-
serdem hervor, dass von einer latenten Gefahr für weitere schwere Gewalt-
delikte ausgegangen werden müsse (vgl. Akten BVD pag. 706 f.). Aus den 
Akten ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit straffällig 
geworden wäre, die Situation eskalierte jedoch derart, dass die BVD am 
8. November 2019 beim Regionalgericht Bern-Mittelland den Vollzug der 
Freiheitsstrafe unter Fortsetzung der ambulanten Massnahme beantragten 
und einen Haftbefehl gegen den Beschwerdeführer erliessen. Die Vollzugs-
behörde begründete diese Schritte mit einem insgesamt ungünstigen Verlauf 
der ambulanten Massnahme. Sie hielt fest, «dass sich die Bearbeitung der 
mannigfaltigen Problembereiche des [Beschwerdeführers], seien diese sei-
ner Persönlichkeit inhärent (ADHS, Impulsivität, Drogen und/oder Alkohol-
konsum) oder seinem Umfeld zuzuordnen (Arbeitslosigkeit, finanzielle 
Prekarität, Konflikte in der Familie und mit der Ehefrau, mangelhafte Abgren-
zung zu Personen aus dem kriminellen Milieu, Umgang mit der drohenden 
Ausweisung) durch die Therapiestelle und die Bewährungshilfe zusehends 
schwierig gestaltete bzw. durch sein eigenes Verhalten unterminiert wurde. 
[…]». Sie geht «von einer aktuell akuten Rückfallgefahr für Gewaltdelikte i.S. 
der Anlasstaten als auch einer akuten Gefährdung Dritter […] und damit der 
Öffentlichkeit aus» (Akten BVD pag. 740 ff., 745 [Hervorhebungen durch das 
Gericht]). Gemäss Art. 63b Abs. 3 StGB wird die aufgeschobene Freiheits-
strafe vollzogen und die ambulante Behandlung während des Vollzugs der 
Freiheitsstrafe durchgeführt, wenn die in Freiheit durchgeführte ambulante 
Massnahme für Dritte als gefährlich erscheint. Das für die Invollzugsetzung 
der Freiheitsstrafe zuständige Regionalgericht Bern-Mittelland befand mit 
Urteil vom 25. Juni 2020 die Voraussetzung dazu für gegeben und hielt fest, 
dass «spätestens ab Frühjahr 2019 […] mehrere Alarmzeichen in Bezug auf 
eine zunehmende Gefahr für Dritte» vorgelegen hätten. Die hineinspie-
lenden Faktoren seien zum Urteilszeitpunkt am 2. März 2018 noch als güns-
tig beurteilt worden, hätten sich nun aber teils massiv verschlechtert (Akten 
BVD pag. 1158 ff., 1194). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es könne 
nicht auf die dabei festgestellten Sachumstände abgestellt werden (Eingabe 
vom 12.10.2020 [act. 19]), ist ihm insoweit beizupflichten, als dieser Ent-
scheid (nach dem Kenntnisstand des Verwaltungsgerichts) noch nicht 
rechtskräftig ist. Die Akten der BVD jedoch sind zur Beurteilung der auslän-
derrechtlich relevanten Rückfallgefahr durchaus beizuziehen. Im Übrigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 16

schloss sich schon am 13. November 2019 das kantonale Zwangsmass-
nahmengericht (ZMG) der Einschätzung der BVD an, dass der Beschwerde-
führer eine Gefahr darstelle, und bejahte bei der Überprüfung der Sicher-
heitshaft den Haftgrund der Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 
Bst. c der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 
(StPO, SR 312.0; vgl. Akten BVD pag. 764 ff., 767, 769). Das Obergericht 
wies die gegen die Sicherheitshaft erhobene Beschwerde ab (Akten BVD 
pag. 997 ff., 1006); dieser Entscheid ist rechtskräftig. – In Anbetracht all 
dieser Umstände ist zu schliessen, dass vom Beschwerdeführer eine grosse 
Gefahr weiterer Gewaltdelikte ausgeht, die ausländerrechtlich nicht hinzu-
nehmen ist.

4.4 Zusammenfassend besteht aufgrund des schweren bis sehr schwe-
ren Verschuldens und der grossen Rückfallgefahr ein sehr gewichtiges 
öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Be-
schwerdeführers und an dessen Wegweisung aus der Schweiz.

5.

Bei den privaten Interessen, die der Entfernungsmassnahme entgegen-
stehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration in der 
Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen drohen-
den Nachteilen zu berücksichtigen.

5.1 Je länger eine Ausländerin oder ein Ausländer in der Schweiz anwe-
send war, desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anord-
nung eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Zu berück-
sichtigten ist auch, in welchem Alter die ausländische Person in die Schweiz 
eingereist ist. Die Anwesenheitsbewilligung einer ausländischen Person, die 
sich schon sehr lange in der Schweiz aufhält, soll nur mit besonderer Zurück-
haltung widerrufen werden; allerdings ist dies bei wiederholter bzw. schwerer 
Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren ist 
und ihr ganzes Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländerin oder Aus-
länder der «zweiten Generation»; BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1). 
Der Bewilligungswiderruf ist auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 17

eher zulässig, wenn die ausländische Person in der Schweiz nicht integriert 
ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 3.2; BVR 2015 S. 487 [VGE 2014/339 vom 
23.3.2015] nicht publ. E. 4.1; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1). – Der 
heute 28-jährige Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren und ver-
brachte die prägenden Abschnitte seiner Kindheit und Jugend in der 
Schweiz. Mitte 2019 erliess die Ausländerbehörde die hier strittige Entfer-
nungsmassnahme; vom 9. November 2019 bis zum 25. Juni 2020 befand 
sich der Beschwerdeführer in Sicherheitshaft und ist seither im Strafvollzug 
(vgl. Akten BVD pag. 1158 ff., 1200; vorne E. 4.3.4). Der Dauer des Aufent-
halts im Massnahmen- bzw. Strafvollzug und des Aufenthalts, der aufgrund 
der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels lediglich toleriert wird, ist 
kein besonderes Gewicht beizumessen (BGE 137 II 1 E. 4.3; 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 5.1). Dessen ungeachtet fällt die 
hier massgebende Aufenthaltsdauer immer noch sehr lang aus. 

5.2 Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Integration des Beschwer-
deführers insgesamt nicht zufriedenstellend verlaufen bzw. höchstens in 
bescheidenen Ansätzen gelungen sei (angefochtener Entscheid E. 5c). So 
habe er zwar die obligatorische Schulzeit beendet, danach aber keine 
Berufsausbildung absolviert. Vielmehr habe er in diversen Stellen im Stun-
denlohn gearbeitet. Eigenen Angaben zufolge sei er in den verschiedenen 
Anstellungen immer wieder überfordert gewesen (vgl. Akten BVD pag. 
396 ff., 405 f.). Er und seine Familie seien zwischenzeitlich von der Sozial-
hilfe unterstützt worden und hoch verschuldet. Diesen zutreffenden Erwä-
gungen der Vorinstanz hält der Beschwerdeführer einzig entgegen, es könne 
ihm vor dem Hintergrund der seit Kindheit bestehenden ADHS nicht (allzu) 
negativ angelastet werden, dass ihm die wirtschaftliche Integration bislang 
(noch) nicht besser gelungen sei. – Aktenkundig wurde im Strafverfahren 
eine unterdurchschnittliche geistige Leistungsfähigkeit des Beschwerde-
führers, ADHS in der Kindheit und im Erwachsenenalter und eine Störung 
des Sozialverhaltens in der Kindheit und Adoleszenz festgestellt (vgl. auch 
vorne E. 4.3.3). Er sei rasch überfordert, dann gerate er unter Druck, handle 
unüberlegt und impulsiv. Er arbeite mit hoher Fehlerquote, sei gestresst und 
habe eine Frustrationsintoleranz. Trotz beträchtlicher Intelligenzminderung 
schlossen die Gutachter indes auf eine ausreichende Funktionsfähigkeit im 
(Berufs-)Alltag und darauf, dass die kognitive Minderleistung keine Beein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 18

trächtigung der Steuerungsfähigkeit und der Einsichtsfähigkeit begründen 
könnten (forensisch-psychiatrisches Gutachten vom 9.8.2017, in Akten BVD 
pag. 308 ff., 320 [Rückseite] und 338). In diesem Sinn hat die Vorinstanz 
seinen bisherigen Bemühungen durchaus Rechnung getragen, ging sie doch 
nicht davon aus, dass seine Integration vollkommen gescheitert ist. Sie 
anerkannte bescheidene Ansätze zum Gelingen der wirtschaftlichen Inte-
gration, wenn sie deren Verlauf insgesamt auch zu Recht nicht als zufrieden-
stellend bewertete. Gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen wäre der 
Beschwerdeführer denn auch trotz seiner erschwerten persönlichen Voraus-
setzungen in der Lage, Arbeitsstellen länger zu halten und für seinen Unter-
halt zu sorgen. Insofern lässt sich die höchstens bescheidene beruflich-
wirtschaftliche Integration nicht allein auf seine ADHS oder den Drogen-
konsum zurückführen. Eine Änderung der Arbeitssituation erscheint zum 
aktuellen Zeitpunkt nicht realistisch. Angesichts des bisherigen beruflichen 
Werdegangs und der ungünstigen Entwicklung im ambulanten Massnah-
menvollzug (vgl. vorne E. 4.3.4) ist zudem nicht davon auszugehen, dass er 
sich dereinst erfolgreich und dauerhaft in den Schweizer Arbeitsmarkt wird 
integrieren können. Auch seine Schuldensituation hat sich nicht verbessert, 
so bestanden am 16. April 2020 gegen den Beschwerdeführer offene Ver-
lustscheine in der Höhe von insgesamt Fr. 103ꞌ585.64 (vgl. Akten BVD 
pag. 1011 ff.). In Bezug auf seine soziale Integration belegt der Beschwer-
deführer trotz seiner Mitwirkungspflicht auch vor dem Verwaltungsgericht 
keine in besonderem Mass gefestigten Kontakte und Freundschaften zur 
einheimischen Bevölkerung, deren Abbruch ihn besonders hart treffen würde 
(vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AIG; BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BGer 
2C_511/2019 vom 28.11.2019 E. 4.2.1; BVR 2015 S. 391 E. 5.5). Aus die-
sem Grund ist davon auszugehen, dass er keine solchen Beziehungen hat. 
Der deutschen Sprache ist der Beschwerdeführer mächtig, worin aber keine 
besondere Integrationsleistung liegt, wenn man bedenkt, dass er seit Geburt 
hier lebt. Schliesslich ist die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung 
ein zentraler Aspekt jeglicher Integration (Art. 58a Abs. 1 Bst. a AIG). Folg-
lich spricht auch gegen eine erfolgreiche Integration, dass der Beschwerde-
führer über einen langen Zeitraum delinquiert hat (vgl. vorne E. 4.1.2 f. und 
4.2.2). Der Schluss der Vorinstanz überzeugt, dass sich der Beschwerde-
führer nicht zufriedenstellend hat integrieren können.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 19

5.3 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen An-
gehörigen durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile. 

5.3.1 Hinsichtlich der Rückkehr nach Nordmazedonien geht die Vorinstanz 
von intakten Rückkehr- und Integrationsmöglichkeiten aus. Es sei aufgrund 
der Umstände (insb. Kennenlernen seiner Ehefrau an der Hochzeitsfeier 
gemeinsamer Bekannter in einem albanischsprachigen Teil von Kosovo, 
besuchsweise Reisen zu ihr, Eheschluss 2015 in Nordmazedonien nahe der 
Grenze zu Kosovo, Ferien in Nordmazedonien und Kosovo vom 21.12.2017 
bis 17.1.2018) davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zumindest 
über mündliche Grundlagen in der mazedonischen bzw. albanischen Spra-
che verfügt, zumal er sich mit seiner Ehefrau in der albanischen Sprache 
verständige. Als arbeitsfähiger junger Mann bringe er die Grundvorausset-
zungen mit, um mit der nötigen Anstrengung in seinem Heimatland beruflich 
und sozial wieder Fuss zu fassen. Im Bedarfsfall könnten seine in der 
Schweiz lebenden Verwandten ihn von hier aus psychisch und auch finan-
ziell unterstützen. Schliesslich würden hinreichende Garantien dafür beste-
hen, dass eine psychotherapeutische bzw. psychopharmakologische 
Behandlung in genügendem Mass auch in Nordmazedoniern aufrechterhal-
ten werden könnte (vgl. angefochtener Entscheid E. 5d). – Der Beschwerde-
führer gibt Albanisch als Muttersprache an (vgl. Akten BVD pag. 323); eine 
(gewisse) kulturelle Verbundenheit stellt er vor Verwaltungsgericht ebenfalls 
nicht substanziiert in Frage. Er wendet aber ein, dass es sich für ihn um einen 
Neuanfang handeln würde, bei dem er nicht auf Beziehungen vor Ort greifen 
könnte (Beschwerde S. 13 f.). Mit der Vorinstanz und der EG Bern (EMF) ist 
davon auszugehen, dass eine Eingliederung in Nordmazedonien für den Be-
schwerdeführer durchaus eine grosse Herausforderung darstellte, er aber 
mit den sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten 
seines Heimatlandes nach wie vor vertraut ist. Sollte zutreffen, dass er dort 
über keine vertieften Beziehungen bzw. kein eigentliches Beziehungsnetz 
verfügt, das ihm beim Aufbau einer neuen Existenz behilflich sein könnte, 
wäre er in seinem Alter in der Lage, neue Kontakte zu knüpfen und sich ein 
Beziehungsnetz aufzubauen; ergänzend könnten ihn seine Familienange-
hörigen von der Schweiz aus unterstützen (vgl. für diese Würdigung etwa 
BGer 2C_450/2019 vom 5.9.2019 E. 4.3). Es fällt zudem gegebenenfalls 
auch die Rückkehr der Familie ins Heimatland der Ehefrau (Kosovo) in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 20

Betracht (vgl. E. 5.3.2 hiernach). Seine vielseitigen Arbeitserfahrungen in 
unterschiedlichen Branchen dürften ihm die berufliche Eingliederung effektiv 
erleichtern (vgl. angefochtener Entscheid E. 5c). Der allgemeine Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers steht seiner Ausreise nicht entgegen. 
Soweit er im Zeitpunkt der Ausreise weiterhin einer psychiatrischen oder 
psychologischen Behandlung bedürfte, könnte er eine solche auch im Hei-
matland in Anspruch nehmen. In Nordmazedonien sind, wenn auch auf tie-
ferem Niveau als in der Schweiz, Behandlungsmöglichkeiten für psychische 
Erkrankungen vorhanden. Die obligatorische Krankenversicherung basiert in 
Nordmazedonien auf dem Prinzip der Universalität, d.h. der Deckung aller 
Bürgerinnen und Bürger, psychiatrische Behandlungen eingeschlossen. Die 
medizinische Behandlung im Heimatland ist somit gewährleistet (vgl. VGE 
2017/10 vom 21.9.2017 E. 5.4; BVGer D-2693/2018 vom 25.5.2018 S. 10; 
Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe «Mazedonien: Medizinische 
Pflege und Krankenversicherung für körperlich Behinderte» vom 23.8.2012, 
S. 4 ff., einsehbar unter: <http://www.fluechtlingshilfe.ch>, Rubriken «Publi-
kationen/Herkunftsländerberichte»). Insgesamt kann ausgeschlossen wer-
den, dass der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr nach Nordmazedonien 
in eine seine Existenz bedrohende Situation geraten würde. Auch wenn der 
Neuanfang für den Beschwerdeführer sicher eine Herausforderung darstellt, 
ist er ihm grundsätzlich zumutbar.

5.3.2 In familiärer Hinsicht sind die Beziehungen des Beschwerdeführers 
zu seiner Ehefrau und seiner Tochter zu würdigen. Seine Frau (Beschwer-
deführerin) ist kosovarische Staatsangehörige und verfügt über eine von ihm 
abgeleitete Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz (vgl. hinten E. 7.1). Die 
gemeinsame Tochter hat abgeleitet vom Beschwerdeführer eine Nieder-
lassungsbewilligung. Obwohl die Ehefrau selber aus dem Kosovo und nicht 
aus Nordmazedonien stammt, wäre es ihr und der Tochter durchaus zumut-
bar, dem Beschwerdeführer in sein Heimatland zu folgen, wie die Vorinstanz 
zutreffend und unwidersprochen festgehalten hat (angefochtener Entscheid 
E. 5e; vgl. auch hinten E. 7.3). Alternativ fiele für die Familie möglicherweise 
die Ausreise in die Heimat der Ehefrau in Betracht, wo diese bis zur Über-
siedlung in die Schweiz gelebt hat. Zwar war vor der Vorinstanz noch pau-
schal geltend gemacht, die Familie der Ehefrau habe diese verstossen, weil 
das Paar nicht wie erwünscht traditionell geheiratet habe (vgl. Akten POM 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 21

pag. 10 ff., 12). Jedoch bleibt unerklärt (vgl. act. 19 S. 3), ob dies Jahre 
später und trotz der Geburt einer Enkelin unverändert gilt, hielten sich die 
Beschwerdeführenden um die Jahreswende 2017/18 doch ferienhalber auch 
in Kosovo auf. Auch wenn aber zutreffen sollte, dass sie in Kosovo nicht auf 
das familiäre Beziehungsnetz der Beschwerdeführerin zurückgreifen könn-
ten, stünde es ihnen offen, sich selbständig in jenem Land niederzulassen. 
Das noch junge Paar wäre durchaus fähig, sich auch im Heimatland der Ehe-
frau ein Beziehungsnetz selber zu schaffen (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Die min-
derjährige Tochter wächst mit der in der Familie gesprochenen Mutter-
sprache Albanisch auf (E. 5.3.1 hiervor). Sie hat grundsätzlich ihren Eltern 
zu folgen. Das Ehepaar lebt in ungetrennter Ehe, die örtliche Trennung von 
einem Elternteil steht nicht in Frage (vgl. zum Ganzen hinten E. 7). Auch 
wenn die heute 5-Jährige seit August 2020 den Kindergarten in der Schweiz 
besucht (act. 21A), befindet sie sich noch einige Jahre in einem anpassungs-
fähigen Alter, weshalb ihr zugemutet werden kann, ihren Eltern ins Ausland 
zu folgen (vgl. BGE 143 I 21 E. 6.3.6). 

5.4 Insgesamt sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am 
Verbleib in der Schweiz mit Blick darauf, dass er hier geboren und aufge-
wachsen ist, von beträchtlichem Gewicht. Er konnte sich in der Schweiz aber 
nicht erfolgreich integrieren. Der Neuanfang in Nordmazedonien (oder Ko-
sovo) stellt für den Beschwerdeführer zwar sicher eine Herausforderung dar, 
ist ihm aber zumutbar, zumal mit Unterstützung seiner Ehefrau. In familiärer 
Hinsicht ergibt sich, dass die Ausreise ihr und der Tochter ohne weiteres 
zugemutet werden kann; damit würde es zu keiner Trennung der Familie 
kommen (vgl. hinten E. 7).

6.

6.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Inte-
ressen ergibt Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde wegen mehrfach 
begangener versuchter schwerer Körperverletzungen, qualifizierter grober 
Verkehrsregelverletzung («Raserdelikt»), mehrfach begangener Widerhand-
lungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, einfacher Verkehrsregelver-
letzung und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 22

Freiheitsstrafe von 48 Monaten verurteilt. Bereits zuvor hatte er mehrfach 
gegen die Rechtsordnung verstossen. Sein Verschulden wiegt schwer bis 
sehr schwer. Verbunden mit der sich in den letzten Jahren noch akzentuier-
ten grossen Rückfallgefahr begründet dies ein sehr gewichtiges öffentliches 
Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Die privaten Inte-
ressen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz haben da-
gegen zurückzustehen. Zwar ist er in der Schweiz geboren und fällt seine 
anrechenbare Aufenthaltsdauer als Ausländer der zweiten Generation sehr 
lang aus. Es ist ihm aber nicht gelungen, sich erfolgreich in die hiesigen Ver-
hältnisse zu integrieren. Die Eingliederung in Nordmazedonien dürfte ihm 
nicht leichtfallen, ist ihm jedoch zumutbar. Zu einer Trennung von Frau und 
Kind kommt es nicht, weil diesen die Ausreise ohne weiteres zugemutet wer-
den kann. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz erweisen sich insgesamt als ver-
hältnismässig und den Umständen angemessen.

6.2 Der Beschwerdeführer beantragt jedoch, er sei stattdessen gemäss 
Art. 96 Abs. 2 AIG zu verwarnen (Rechtsbegehren 2; Beschwerde S. 13). – 
In der Tat ist nicht aktenkundig, dass der Beschwerdeführer aus Anlass der 
Verurteilung wegen seiner ersten Körperverletzungsdelikte in den Jahren 
2011/12 (vgl. vorne E. 4.2.2) förmlich verwarnt worden ist, obschon sich dies 
im Sinn des beschwerdeweise angeführten BGer 2C_94/2016 vom 2. No-
vember 2016 E. 3.4 in der Rückschau möglicherweise empfohlen hätte. 
Gemäss ständiger Rechtsprechung ist es indes grundsätzlich gerechtfertigt, 
die Niederlassungsbewilligung (auch) einer ausländischen Person zweiter 
Generation ohne Verwarnung zu widerrufen, wenn sich die aufenthaltsbe-
endende Massnahme als verhältnismässig und den Umständen ange-
messen erweist (BGer 2C_952/2019 vom 8.5.2020 E. 4.3 [betreffend VGE 
2018/389 vom 1.10.2019]; VGE 2019/209 vom 7.4.2020 E. 5 mit Hinweisen 
[bestätigt durch BGer 2C_355/2020 vom 12.8.2020]). Nichts anderes lässt 
sich aus dem weiteren mit Beschwerde angeführten Entscheid ableiten; laut 
diesem tendiert die Rechtsprechung dahin, bei einem langfristigen Aufent-
halt eher zu verlangen, dass der Ausländer vorab verwarnt wird, sofern es 
nicht um schwere Delinquenz geht (BGer 2C_446/2014 vom 5.3.2016 
E. 4.1). Ein jüngstes Erkenntnis hält daran fest, dass es Fälle gibt, in denen 
sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines Ausländers zweiter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 23

Generation und dessen Wegweisung ohne vorgängige ausländerrechtliche 
Verwarnung rechtfertigen kann (BGer 2C_657/2020 vom 16.3.2021 E. 3.2). 
Die vorliegend strittige Aufenthaltsbeendigung erweist sich jedenfalls den 
Umständen angemessen, auch wenn die Ausländerbehörde den Beschwer-
deführer offenbar nie förmlich verwarnt hat. Sein Fall lässt sich namentlich 
nicht mit jenem vergleichen, in dem das Bundesgericht schloss, dass einem 
Ausländer zweiter Generation die Niederlassungsbewilligung nicht zu wider-
rufen und stattdessen eine Verwarnung auszusprechen sei. So belief sich 
etwa die Freiheitsstrafe für die Anlasstaten jenes Ausländers auf «nur» 
16 Monate (mit später ausgefällter Zusatzstrafe von 8 Monaten), beurteilte 
das Gericht es nicht als erwiesen, dass er keine Lehren aus den verhängten 
Strafen gezogen habe (BGer 2C_657/2020 vom 16.3.2021 E. 3.2), und hatte 
der Betreffende eine Berufsausbildung aufgenommen. Vorliegend kommt 
dem öffentlichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung insbesondere 
unter dem Aspekt des Verschuldens und der Rückfallgefahr deutlich grösse-
res Gewicht zu (vgl. vorne E. 4). Dem Beschwerdeführer musste zudem seit 
der Eröffnung der Strafuntersuchung am 5. August 2013 betreffend die 
Körperverletzung zum Nachteil der Brüder Y. (Akten EMF [act. 4B] 
pag. 114 ff., 115; vorne E. 4.1.3) bewusst gewesen sein, dass er sich künftig 
wohl zu verhalten hatte, wollte er sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz nicht 
gefährden; eine dahingehende Massnahme wurde gegen seinen leiblichen 
Vater verfügt (deponiert in der forensisch-psychiatrischen Begutachtung, 
Akten BVD pag. 323). Er delinquierte dennoch jahrelang weiter (vgl. vorne 
E. 4.3.2). Eine blosse Androhung des Bewilligungswiderrufs würde mit Blick 
auf die schwere bis sehr schwere Delinquenz und die grosse Rückfallgefahr 
den öffentlichen Interessen im vorliegenden Fall nicht gerecht.

6.3 Die Beschwerde gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung erweist sich demnach als 
unbegründet. Wie sich aus dem Erwogenen ergibt, lässt die beantragte Par-
teibefragung in den entscheiderheblichen Punkten keine zusätzlichen 
Erkenntnisse erwarten, weshalb weitere Sachverhaltsabklärungen unter-
bleiben können (vgl. zur sog. antizipierten Beweiswürdigung statt vieler 
BVR 2017 S. 556 E. 7.4; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 18 N. 27 f.). Auch hängt die Beur-
teilung der Sache unter den gegebenen Umständen nicht vom persönlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 24

Eindruck ab, der in einem Parteiverhör vom Beschwerdeführer gewonnen 
werden könnte. Der entsprechende Beweisantrag wird daher abgewiesen 
(vgl. Beschwerde, passim, und act. 1C). Den Editionsanträgen (vgl. act. 1C) 
wurde mit Einholung der entsprechenden Akten Rechnung getragen. 

6.4 Nach Art. 70 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zu-
lassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) bleibt die Nie-
derlassungsbewilligung des Beschwerdeführers bis zu seiner Entlassung 
aus dem ambulanten Massnahmenvollzug bzw. aus dem Vollzug seiner Frei-
heitsstrafe gültig (ordentliches Strafende: 7.11.2023 [act 11A]; vgl. 
BGE 137 II 233 E. 5.2.3; BGer 2C_231/2019 vom 23.5.2019 E. 1.2). Sein 
Aufenthalt in der Schweiz ist bis zu diesem Zeitpunkt rechtens (vgl. BGer 
2C_432/2016 vom 26.1.2018 E. 4.3.4).

7.

Weiter ist umstritten, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
der Beschwerdeführerin und die damit verbundene Wegweisung recht-
mässig sind: 

7.1 Die Beschwerdeführerin ist kosovarische Staatsangehörige. Sie 
wurde 1996 in Kosovo geboren und wuchs in ihrer Heimat auf. Am 31. März 
2015 heiratete sie den Beschwerdeführer in Nordmazedonien (Akten EMF 
[act. 4D] pag. 11, 36). Am 30. August 2015 reiste sie ohne Bewilligung in die 
Schweiz ein. Auf Gesuch vom 20. März 2017 hin erhielt sie am 20. Septem-
ber 2017 eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibs beim Ehemann 
(Akten EMF [act. 4D] pag. 2, 20, 54, 76). Ihre Integration in die hiesigen Ver-
hältnisse erscheint mangelhaft. Ein sie betreffender Betreibungsregister-
auszug vom 16. Juli 2018 weist Verlustscheine von Fr. 4ꞌ231.90 aus (Akten 
EMF [act. 4D] pag. 72-74). Zudem wurden sie und ihre Familie zwischenzeit-
lich von der Sozialhilfe unterstützt (vgl. vorne E. 5.2). Positiv zu werten ist, 
dass sie seit Februar 2019 im Stundenlohn als Hotelreinigerin arbeitet (Akten 
EMF [act. 4D] pag. 130 f.). Angesichts des vereinbarten Pensums von in der 
Regel 10 Stunden/Woche ist freilich nicht zu erwarten, dass sie für sich und 
ihr Kind ohne wirtschaftliche Hilfe auskommt, seit der Ehemann in Sicher-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 25

heitshaft bzw. im Strafvollzug ist; die im Dezember 2019 in Aussicht gestellte 
Bescheinigung, dass die Familie keine Sozialhilfe bezieht (vgl. Beschwerde 
S. 10 f.), ging im weiteren Verfahrensverlauf denn auch nicht ein. Vom Re-
gionalgericht Bern-Mittelland nach ihren Deutschkenntnissen befragt, ant-
wortete sie noch im Jahr 2020: «ein bisschen» (Befragung verdolmetscht; 
Akten BVD pag. 1132). Die Beschwerdeführerin lebt in ungetrennter Ehe mit 
ihrem Ehemann (vgl. hinten E. 7.3.2) und besucht ihn mit der gemeinsamen 
Tochter regelmässig, seit er sich in Sicherheitshaft bzw. im Strafvollzug 
befindet (act. 19A, 21A).

7.2 Die Vorinstanz bestätigte die von der EG Bern (EMF) verfügte Nicht-
verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung. Sie verzichtete 
jedoch darauf, eine bestimmte Ausreisefrist festzulegen. Es sei Sache der 
zuständigen Ausländerbehörde, den Zeitpunkt der Ausreise zu bestimmen, 
wenn die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz aus Sicht der 
Strafbehörden nicht mehr erforderlich sei (angefochtener Entscheid E. 5h 
und 6). Demnach würde die Beschwerdeführerin bei einer Abweisung der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht mehr über ein Aufenthaltsrecht ver-
fügen, würde aber faktisch in der Schweiz geduldet, bis die Straf(voll-
zugs)behörden des Beschwerdeführers nicht mehr bedürfen. Unter Umstän-
den könnte sich die Beschwerdeführerin somit noch mehr als zwei Jahre 
ohne Bewilligung in der Schweiz aufhalten, da das ordentliche Strafende des 
Beschwerdeführers auf den 7. November 2023 fällt (act 11A). Die Tochter 
verfügt zwar über eine Niederlassungsbewilligung, die vom Widerruf derje-
nigen des Vaters nicht berührt wird (vgl. etwa BGer 2C_332/2018 vom 
17.1.2019 E. 3.1). Während er sich im Strafvollzug befindet, steht sie jedoch 
faktisch unter der Obhut ihrer Mutter. Minderjährige haben grundsätzlich der 
Inhaberin bzw. dem Inhaber der elterlichen Sorge und der faktischen Obhut 
zu folgen. Das ausländische unmündige Kind teilt schon aus familienrecht-
lichen Gründen (vgl. Art. 25 Abs. 1, Art. 301 Abs. 3 sowie Art. 301a des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR210]) regelmässig das auslän-
derrechtliche Schicksal des sorge- bzw. betreuungsberechtigten Elternteils 
(vgl. VGE 2020/87 vom 23.3.2021 E. 9.4; BGE 143 I 21 E. 5.4; vgl. vorne 
E. 5.3.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 26

7.3 Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass das Aufenthaltsrecht der 
Beschwerdeführerin von jenem ihres Ehemannes abhängig ist. Ein eigen-
ständiger Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz ist nicht erkennbar und 
bringt sie auch nicht vor. Der Beschwerdeführerin ist unter den gegebenen 
Umständen ohne weiteres zumutbar, mit ihrem Mann und dem Kind in 
dessen (oder ihre) Heimat zurückzukehren (vgl. vorne E. 5.3.1 f.). Soweit 
sich die beantragte Parteibefragung überhaupt auf die Beschwerdeführerin 
bezieht (vgl. vorne E. 6.3), sind keine zusätzlichen Erkenntnisse erwarten, 
die entscheiderheblich wären; der Beweisantrag wird daher auch hinsichtlich 
der Beschwerdeführerin abgewiesen. Zu prüfen bleibt allerdings, ob die Auf-
enthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu verlängern ist, bis sie die 
Schweiz verlassen muss (vgl. act. 19 S. 3). 

7.3.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG haben u.a. ausländische Ehegattinnen 
sowie ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit Niederlassungs-
bewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des 
Zusammenwohnens nach Art. 43 Abs. 1 Bst. a AIG besteht nicht, wenn für 
getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die 
Familiengemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AIG). Wichtige Gründe können 
insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorüber-
gehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen 
(Art. 76 VZAE). Ein solcher Grund muss objektivierbar sein und ein gewisses 
Gewicht aufweisen. Er ist umso eher zu bejahen, je weniger das Paar auf 
die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen kann, ohne einen grossen 
Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_375/2020 vom 24.7.2020 
E. 2.2.1; VGE 2019/354 vom 21.10.2020 E. 3.3). Der Ehewille muss jedoch 
fortbestehen.

7.3.2 Bis zu seiner Entlassung aus dem Massnahmen- bzw. Strafvollzug 
bleibt die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers gültig (vgl. 
vorne E. 6.4). Er gilt daher auch während des Vollzugs als Person mit Nie-
derlassungsbewilligung im Sinn von Art. 43 Abs. 1 AIG, sodass sich die 
Beschwerdeführerin grundsätzlich auf diese Bestimmung berufen kann (vgl. 
BGer 2C_432/2016 vom 26.1.2018 E. 5.2). Die Eheleute wohnen seit der 
Inhaftierung und Versetzung des Beschwerdeführers in den Vollzug der Frei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 27

heitsstrafe nicht mehr zusammen. Das Zusammenwohnen haben sie inso-
fern nicht freiwillig aufgegeben. Auf die Situation des Getrenntlebens hatte 
jedenfalls die Ehefrau keinen Einfluss. Zwar hatte der Ehemann die versuch-
ten schweren Körperverletzungen im Zeitpunkt des Eheschlusses bereits 
begangen; es ist jedoch fraglich, ob ihr sein deliktische Verhalten damals 
bereits bekannt gewesen ist (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 6 und 8 [act. 1C]). 
Jedenfalls haben die Eheleute eine nahe und echte familiäre Beziehung im 
Sinn von Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK in der Schweiz bereits 
gelebt, als der Beschwerdeführer am 2. März 2018 zur in Frage stehenden 
Freiheitsstrafe verurteilt wurde, und sie wohnten auch während des ambu-
lanten Massnahmenvollzugs zusammen. Die gemeinsame Tochter kam 
ebenfalls vor der Verurteilung zur Welt. Trennungsabsichten bestanden 
gemäss dem Beschwerdeführer zu keiner Zeit (vgl. BB 8). Vor diesem Hin-
tergrund ist auf die Würdigung der Vorinstanz abzustellen, die von einer 
intakten Familiengemeinschaft ausgeht, welche ununterbrochen fortbe-
standen habe (angefochtener Entscheid E. 5h). Die Einschätzung des Re-
gionalgerichts Bern-Mittelland, dass es seitens des Beschwerdeführers 
spätestens ab Sommer oder Herbst 2019 zu häuslicher Gewalt gegen seine 
Ehefrau gekommen sei, hat diese vehement bestritten (vgl. Akten BVD 
pag. 1158 ff., 1193 sowie pag. 896, 1119 ff., 1136 f.). Würde Art. 49 AIG im 
vorliegenden Fall nicht zur Anwendung kommen, hätte die Ehefrau keinen 
gesetzlichen Anspruch auf (vorläufig) weiteren Aufenthalt in der Schweiz. 
Die Anwesenheit der Tochter hinge von der faktischen Duldung der Mutter 
ab (vgl. vorne E. 7.2). 

7.4 Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte kann im konkreten 
Fall von einem wichtigen Grund für eine Ausnahme vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens ausgegangen werden (vgl. auch BGer 2C_723/2010 
vom 14.2.2011 E. 4.2). Folglich ist gestützt auf Art. 43 Abs. 1 AIG i.V.m. 
Art. 70 VZAE und Art. 49 AIG auf einen Anspruch auf Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu erkennen, solange sich – bei 
fortbestehendem Ehewille – der Beschwerdeführer im Massnahmen- bzw. 
Strafvollzug befindet, längstens aber bis zum Ablauf der Gültigkeit seiner 
Niederlassungsbewilligung (begründeter Einzelfall, der eine Ausnahme nach 
Art. 58 Abs. 1 VZAE rechtfertigt; vgl. BGer 2C_332/2018 vom 17.1.2019 
E. 2.2.2). Vorbehalten sind Widerrufsgründe, welche die Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 28

rerin selber setzt. Zweckmässigerweise wird die EG Bern (EMF) die Aufent-
haltsbewilligung der Beschwerdeführerin jährlich überprüfen. Im Sinn dieser 
Erwägungen ist die EG Bern anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin befristet zu verlängern.

8.

8.1 Nach dem Erwogenen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit sie 
den Beschwerdeführer betrifft (E. 4-6). Hingegen ist sie betreffend die Be-
schwerdeführerin teilweise dahin gutzuheissen, dass deren Aufenthaltsbe-
willigung befristet im Sinn der Erwägung E. 7.4 zu verlängern ist.

8.2 Angesichts des laufenden Massnahmen- bzw. Strafvollzugs des Be-
schwerdeführers verzichtet das Verwaltungsgericht darauf, eine bestimmte 
Ausreisefrist festzulegen (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 8; VGE 2018/194 vom 
16.4.2019 E. 8.9 [bestätigt durch BGer 2D_21/2019 vom 3.6.2019]). Es wird 
Sache der zuständigen Migrationsbehörde sein, den Beschwerdeführenden 
eine konkrete Ausreisefrist anzusetzen, wenn aus Sicht der Straf- bzw. Straf-
vollzugsbehörden die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz 
nicht mehr erforderlich ist.

9.

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens dringen die Beschwerdeführen-
den mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise durch. Das Obsiegen 
ist unter den konkreten Umständen auf einen Sechstel zu bestimmen.

9.1.1 Im Umfang des Unterliegens (fünf Sechstel) sind den Beschwerde-
führenden die Verfahrenskosten aufzuerlegen; die verbleibenden Verfah-
renskosten sind nicht zu erheben (Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). 

9.1.2 Der Kanton Bern (SID) hat den Beschwerdeführenden im Umfang 
des Obsiegens die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 
Abs. 1 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 29

Die Kostennote von Rechtsanwalt … vom 24. November 2020 (act. 23B) gibt 
zu keinen Bemerkungen Anlass. Entsprechend ist der tarifmässige 
Parteikostenersatz auf Fr. 2'565.--, zuzüglich Fr. 60.-- Auslagen und 
Fr. 202.15 Mehrwertsteuer (7,7 % von Fr. 2'625.--), insgesamt Fr. 2'827.15, 
festzusetzen. 

Die Kostennote von Rechtsanwalt … vom 17. Oktober 2020 (act. 21A/5) für 
seine Leistungen ab August 2020 (vgl. vorne Bst. C) weist ein Honorar von 
Fr. 2ꞌ700.-- (ohne Auslagen und Mehrwertsteuer) aus. Dies gibt zu folgenden 
Bemerkungen Anlass: Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen 
Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Partei-
kostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das 
Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11ꞌ800.-- pro Instanz zuzüg-
lich allfälliger Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 i.V.m. Art. 9 PKV, 
wobei sich der Parteikostenersatz innerhalb dieses Rahmentarifs nach dem 
in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und 
der Schwierigkeit des Prozesses bemisst (Art. 41 Abs. 3 KAG). Das geltend 
gemachte Honorar erscheint im Licht der massgebenden Kriterien als über-
höht. Anwaltswechsel berechtigen grundsätzlich nicht zu einer (deutlichen) 
Erhöhung des Honorars. Die Beschwerde hat Rechtsanwalt … verfasst. 
Rechtsanwalt … hat dem Verwaltungsgericht die Mandatsübernahme 
angezeigt, um nochmalige Fristverlängerung ersucht und die 
Schlussbemerkungen (3 Seiten) erstattet unter Nachreichen angekündigter 
Unterlagen (act. 13, 17, 19 und 21). Der für die prozessrechtlichen Vor-
kehren im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren veranschlagte 
Zeitaufwand erscheint damit als übersetzt, zumal die in den Vollzugsakten 
dokumentierten rechtserheblichen Sachverhaltsentwicklungen bereits im 
Beweisverfahren erhoben worden sind. Der Fall war zudem rechtlich nicht 
besonders schwierig, im Wesentlichen ging es um abschliessende 
Würdigung der Sachumstände und das Beibringen letzter Unterlagen. Mit 
Rücksicht auch auf die Bedeutung der Sache erscheint ein Honorar für 
Rechtsanwalt … von pauschal Fr. 2ꞌ000.-- angemessen. Zuzüglich Fr. 60.30 
Auslagen und Fr. 158.65 Mehrwertsteuer (7,7 % von Fr. 2'060.30) ist der 
Parteikostenersatz auf insgesamt Fr. 2ꞌ218.95 festzusetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 30

Im Total beläuft sich der Parteikostenersatz (inkl. Auslagen und MWSt) auf 
Fr. 5ꞌ046.10. Davon hat der Kanton Bern (SID) den Beschwerdeführenden 
einen Sechstel, ausmachend Fr. 841.--, zu ersetzen. Soweit die Beschwer-
deführenden unterliegen, haben sie die Verfahrens- und Parteikosten selber 
zu tragen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG).

9.2 Die Verfahrens- und Parteikosten des vorinstanzlichen Verfahrens 
sind entsprechend dem Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens 
neu zu verlegen. Die auf Fr. 1ꞌ600.-- bestimmten Verfahrenskosten sind den 
Beschwerdeführenden somit zu fünf Sechsteln, ausmachend Fr. 1ꞌ333.35, 
aufzuerlegen, die verbleibenden Kosten sind nicht zu erheben. Hinsichtlich 
der Parteikosten gibt die Kostennote von Rechtsanwalt … vom 
24. November 2020 (act. 23A) zu keinen Bemerkungen Anlass. Entspre-
chend ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 1'960.--, zuzüglich 
Fr. 49.-- Auslagen und Fr. 154.70 Mehrwertsteuer (7,7 % von Fr. 2'009.--), 
insgesamt Fr. 2'163.70, festzusetzen. Davon hat der Kanton Bern (SID) den 
Beschwerdeführenden einen Sechstel, ausmachend Fr. 360.60, zu erset-
zen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird soweit B.________ betreffend teilweise gutge-
heissen und der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons 
Bern vom 30. Oktober 2019 wird insoweit aufgehoben. Die Einwohner-
gemeinde Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, wird 
angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung von B.________ im Sinn der 
Erwägungen befristet zu verlängern, längstens bis zum Ablauf der Gültig-
keit der Niederlassungsbewilligung von A.________. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 31

2. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ꞌ000.--, werden den Beschwerdefüh-
renden zu fünf Sechsteln, ausmachend Fr. 2ꞌ500.--, auferlegt.

b) Der Kanton Bern (Sicherheitsdirektion) hat den Beschwerdeführenden 
die Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 
bestimmt auf Fr. 5'046.10, zu einem Sechstel, ausmachend Fr. 841.--, 
zu ersetzen.

3. a) Die Kosten des Verfahrens vor der Polizei- und Militärdirektion von 
Fr. 1ꞌ600.-- werden den Beschwerdeführenden zu fünf Sechsteln, aus-
machend Fr. 1ꞌ333.35, auferlegt. Die verbleibenden Kosten werden 
nicht erhoben.

b) Der Kanton Bern (Sicherheitsdirektion) hat den Beschwerdeführenden 
die Parteikosten für das Verfahren vor der Polizei- und Militärdirektion, 
bestimmt auf Fr. 2'163.70, zu einem Sechstel, ausmachend 
Fr. 360.60, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern (EMF)
- Staatssekretariat für Migration
- Rechtsanwalt … (nur E. 9 und Dispositiv)

und mitzuteilen:
- Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Bern

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2019.404U, 
Seite 32

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.