# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0051d3e1-50df-5a10-a8dc-f1b8105da110
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.06.2021 SB200228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200228_2021-06-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200228-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, lic. iur. Stiefel und  

Oberrichterin lic. iur. Bertschi sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw Baechler 

 

Urteil vom 15. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Erstberufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. W1._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. Kauf,  

Anklägerin und Zweitberufungsklägerin 

 

sowie 

 

1. B._____ AG,  
2. C._____ AG,  
3. D._____,  
Privatkläger 

4. E._____,  
5. F._____,  
6. G._____,  
Privatkläger und Drittberufungskläger 

-   2   - 

 

1 vertreten durch H._____ 

2 vertreten durch I._____ GmbH 

3 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

4, 5, 6 unentgeltlich vertreten durch Fürsprecher Y._____ 

 

sowie 

 

J._____ GmbH,  
andere Verfahrensbeteilige und Viertberufungsklägerin 

 

vertreten durch MLaw Rechtsanwalt Z._____ 

 

betreffend Mord etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung, vom 
13. Dezember 2019 (DG190010) 
 

 

-   3   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Februar 

2019 ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Gehilfenschaft zu Mord im Sinne von Art. 112 StGB i.V.m. Art. 25 
StGB (Dossier 1) 

− des mehrfachen qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 
Abs. 1, Ziff. 3 Abs. 3 und Ziff. 4 StGB (Dossier 1) sowie im Sinne von 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 und Ziff. 2 StGB (Dossier 2) 

− der versuchten qualifizierten Erpressung im Sinne von Art. 156 Ziff. 1 
und Ziff. 3 StGB i.V.m. Art. 140 Ziff. 2 StGB und i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB (Dossier 2) 

− der Freiheitsberaubung und Entführung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 
Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Dossier 2) 

− des versuchten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (Dossi-
er 4) 

− der Gehilfenschaft zu versuchtem Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 
StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 5) 

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB (Dossier 2, Dossier 4) 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 
StGB (Dossier 2) 

− der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB (Dossier 4) 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von 
Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a WG und Art. 27 WG 
(Dossier 1, Dossier 2) 

− des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 
SVG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 SVG (Dossier 1). 

2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen von den Vorwür-

fen  

− des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 
Abs. 2 StGB (Dossier 2) 

-   4   - 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 1) 
− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB (Dossier 1).  

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

1'286 Tage durch Haft erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

5. Februar 2019 beschlagnahmten Gegenstände 

− Luftpistole Marke Hämmerli, Mod. D Kal. 4.5/177, Nr. 1 (A009'368'416) 
− Gewehr Marke Savage, MK II, Kaliber .22 longrifle, Nr. 2, ohne Maga-

zin, mit Zielfernrohr (A009'368'438) 
− Pistole Marke SIG SAUER, P 226, Nr. 3, Kaliber 9mm Para, in Holster 

mit Waffenkoffer, mit separatem Magazin in Waffenkoffer, Magazin voll 
mit 9 mm-Patronen (A009'368'461) 

− Waffenkoffer mit 1 Handschelle, Pack mit 5 Patronen, Schrotmunition 
9mm, 2 Schachtel mit 9mm Vollmantel-Patronen (A009'368'472) 

− 1 Metall-Munitionskiste mit diverser Munition, verschiedene Kaliber so-
wie 1 Strafregisterauszug für A:_____, dat. 20.05.2015 sowie zwei 
Kaufverträge für Waffen vom 21. und 22.05.2015 (A009'368'574) 

− 1 Pistolenmagazin SIG Sauer, abgefüllt mit 2 Schrot-Patronen und 1 
Vollmantel-Patrone (A009'374'623) 

− 1 Gewehrmagazin mit drei Kleinkaliber-Patronen (Kal. 22) mit zwei Pa-
ckungen Munition Kal. 22 LongRifle (1 50er-Packung angebraucht - 
4 fehlen, 1 Pack 50 Stück voll) (A009'374'645) 

− diverse leere Fahrzeugkaufverträge (A009'379'162) 

werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. zur 

gutscheinenden Verwendung überlassen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

5. Februar 2019 beschlagnahmten Gegenstände 

− Festplatte (A009'616'062) 
− C4-Couvert verschlossen, Anwaltspost und 1 Schreibblock enthaltend 

(A011'132'200) 
− Mobiltelefon Huawei (A009'368'734) 
− diverse Verträge und Reparaturunterlagen (A009'379'231) 

-   5   - 

− diverse Belege (A009'379'446) 
− 2 Paar Arbeitshandschuhe (A009'379'515) 
− 2 Kaufverträge und 1 Auftrag und 1 Auftragsblatt (A009'447'669, 

A009'447'670, A009'447'681, A009'447'705) 
− Apple iPhone 6 silberfarben, schwarze Bookstyle-Hülle (A009'538'038) 
− 5 Festplatten (A009'769'839, A009'769'862, A009'769'931, 

A009'769'975, A009'776'618) 
− opt. Datenträger aus Laufwerk (A009'776'685) 
− Drucker Epson WF 2530, Model C471B, Serien-Nummer 4 

(A010'207'848) 
− Drucker Samsung SCX-3200, Laser Printer, Serien-Nummer 5 

(A010'207'860) 
− div. Unterlagen ab Schreibtisch (A009'713'386) 

werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteiles her-

ausgegeben. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

5. Februar 2019 beschlagnahmten Gegenstände 

− diverse Quittungen und Handnotizen ab Mittelkonsole, offener Bereich 
(A009'371'522) 

− 1 Kaufvertrag 2 Seiten (Anhängerkauf) dat. 29.04.2016 sowie 1 unda-
tierte Quittung für Ford Mustang Jg. 1980 ab Platz (A009'374'714) 

− diverse Papierschnipsel (A009'379'059) 
− 1 Vermittlungsauftrag Fahrzeugverkauf vom 06.06.2016 zwischen 

A._____ und K._____ (A009'379'264) 
− Kaufquittung L._____, 3. Juni 2016 (A009'538'970) 
− Handelsrechnung, Auftrag Fahrzeugverkauf, 3 ausgedruckte Fotos 

vom Anhänger BS 110'653, 1 Notizblatt mit Notizen über Anhängerauf-
rüstung, 1 leeres Couvert (A009'592'192) 

− diverse offene Papiere, Rechnungen, Quittungen etc. sowie ein Bun-
desordner blau (A009'708'616) 

werden zu den Akten genommen. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I vom 5. Februar 2019 beschlag-

nahmte Barschaft von Fr. 6'489.35 wird zur Deckung der Verfahrenskosten 

verwendet. 

-   6   - 

9. Die sichergestellte Barschaft von Fr. 14'575.47 (PostFinance Konto-Nr. 6, 

lautend auf die J._____ GmbH), abzüglich allfälliger Kontoführungsgebüh-

ren, wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

10. Die Zivilklage der Privatklägerin 2 wird auf den Zivilweg verwiesen. 

11. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit dem Mitbeschuldigten 

K._____ (Geschäfts-Nr. DG190009-C) und der Mitbeschuldigten M._____ 

(DG190008-C) verpflichtet, der Privatklägerin 3 Fr. 40'000.– zuzüglich 5% 

Zins ab 3. Juni 2016 als Genugtuung zu bezahlen. Davon entfallen im In-

nenverhältnis Fr. 10'000.– zuzüglich 5% Zins ab 3. Juni 2016 auf den Be-

schuldigten, Fr. 10'000.– zuzüglich 5% Zins ab 3. Juni 2016 auf die Mitbe-

schuldigte M._____ (DG190008-C) und Fr. 20'000.– zuzüglich 5% Zins ab 3. 

Juni 2016 auf den Mitbeschuldigten K._____ (DG190009-C). 

12. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsansprüche der 

Privatkläger 4 bis 6 im Umfang von je Fr. 333.33 anerkannt hat. Im Mehrbe-

trag werden die Zivilklagen der Privatkläger 4 bis 6 abgewiesen. 

13. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 3 für das gesamte Ver-

fahren eine Prozessentschädigung von Fr. 7'500.– inkl. MWST zu bezahlen. 

-   7   - 

14. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 40'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 30'000.–  Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 11'994.65  Kosten Kantonspolizei Zürich 

Fr. 40'968.70  Gutachten/Expertisen etc. 

Fr. 648.35  Zeugenentschädigung 

Fr. 24'130.20  Auslagen Untersuchung 

Fr. 1'003.35  Diverse Kosten 

Fr. 3'327.65  Ausserkantonale Untersuchungskosten 

Fr. 91'327.25  Amtliche Verteidigungskosten inkl. MWST vormalige   Verteidigung (RA lic. iur. W2._____)  

Fr.  110'535.95 
 Amtliche Verteidigungskosten inkl. MWST (RA lic. iur. 
W1._____), wovon Fr. 66'000.– inkl. MWST bereits ausbezahlt,  
 somit verbleibend Fr. 44'535.95 inkl. MWST 

 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

15. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtli-

chen Verteidigungen, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von 

Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden.  

Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._____:  

(Urk. 197 S. 1 f.) 

1. Der Beschuldigte sei wegen Freiheitsberaubung und Raubes schuldig 

zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei von allen anderen Vorwürfen freizusprechen, so-

weit überhaupt darauf einzutreten ist. 

-   8   - 

3. Der Beschuldigte sei angemessen zu bestrafen. 

4. Der Beschuldigte sei für die allenfalls unrechtmässig erstandene Haft 

(seit 6. Juni 2016) angemessen zu entschädigen. 

5. Die Zivilansprüche seien abzuweisen, soweit überhaupt darauf einzu-

treten sei. 

6. Die Kosten des Untersuchungsverfahrens und erstinstanzlichen Ge-

richtsverfahrens seien dem Beschuldigten zu 1/15 aufzuerlegen, die 

Kosten der amtlichen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren 

seien dem Beschuldigten zu 1/5 aufzuerlegen. Die Kosten des oberge-

richtlichen Verfahrens inkl. derjenigen der amtlichen Verteidigung seien 

vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen. 

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich:  

(Urk. 194 S. 36, Original im Verfahren SB200226) 

1. Dispositivziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 

13.12.2019, Spiegelstrich 1, seien aufzuheben und der Beschuldigte 

sei des Mordes (in Mittäterschaft) im Sinne von Art. 112 StGB (Dossier 

1) schuldig zu sprechen. 

2. Dispositivziffer 3 sei aufzuheben, und der Beschuldigte sei mit einer le-

benslänglichen Freiheitsstrafe zu bestrafen. 

3. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen. 

-   9   - 

c) Der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatkläger E._____, F._____ und 

G._____:  

(Urk. 196 S. 16 ff., Original im Verfahren SB200226) 

E._____ / gegen A._____ 

1. (im Strafpunkt) 

Das Urteil betreffend Ziffer 1 des Urteilsdispositivs sei aufzuheben, und 

die Strafsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen; dies unter Anordnung, dass die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft 

verbindlich die Weisung erteilt, deren Anklageschrift aufgrund einer 

Neubeurteilung der Strafuntersuchung, ob der Beschuldigte sich u.a. 

auch wegen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB als Mittäter, eventuell: 

als Gehilfe, z.N. von N._____ sel. allenfalls strafbar gemacht hat, ge-

gebenenfalls zu ergänzen (Art. 329 Abs. 2 StPO). Weiter sei die Ankla-

geschrift zur Ergänzung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen. 

2. (im Zivilpunkt) 

Das Urteil betreffend Ziffer 12 des Urteilsdispositivs sei aufzuheben, 

und der Beschuldigte sei zu verurteilen, dem Privatkläger adhäsions-

weise eine Genugtuungssumme von Fr. 25'000.– zu bezahlen; eventu-

ell: die zu zahlende Genugtuungssumme sei nach richterlichem Er-

messen festzulegen. 

3. Das Berufungsverfahren sei so weit zu sistieren. 

4. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

5. Die amtliche Entschädigung des Anwalts des Privatklägers für die un-

entgeltliche Rechtspflege sei für das Berufungsverfahren gemäss ein-

gereichter Honorarnote festzulegen. 

-   10   - 

F._____ / gegen A._____ 

1. (im Strafpunkt) 

Das Urteil betreffend Ziffer 1 des Urteilsdispositivs sei aufzuheben, und 

die Strafsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen; dies unter Anordnung, dass die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft 

verbindlich die Weisung erteilt, deren Anklageschrift aufgrund einer 

Neubeurteilung der Strafuntersuchung, ob der Beschuldigte sich u.a. 

auch wegen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB als Mittäter, eventuell: 

als Gehilfe, z.N. von N._____ sel. allenfalls strafbar gemacht hat, ge-

gebenenfalls zu ergänzen (Art. 329 Abs. 2 StPO). Weiter sei die Ankla-

geschrift zur Ergänzung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen. 

2. (im Zivilpunkt) 

Das Urteil betreffend die Ziffer 12 des Urteilsdispositivs sei aufzuhe-

ben, und der Beschuldigte sei zu verurteilen, der Privatklägerin adhäsi-

onsweise eine Genugtuungssumme von Fr. 25'000.– zu bezahlen; 

eventuell: die zu zahlende Genugtuungssumme sei nach richterlichem 

Ermessen festzulegen. 

3. Das Berufungsverfahren sei so weit zu sistieren. 

4. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

5. Die amtliche Entschädigung des Anwalts der Privatklägerin für die un-

entgeltliche Rechtspflege sei für das Berufungsverfahren gemäss ein-

gereichter Honorarnote festzulegen. 

G._____ / gegen A._____ 

1. (im Strafpunkt) 

Das Urteil betreffend Ziffer 1 des Urteilsdispositivs sei aufzuheben, und 

die Strafsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

-   11   - 

sen; dies unter Anordnung, dass die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft 

verbindlich die Weisung erteilt, deren Anklageschrift aufgrund einer 

Neubeurteilung der Strafuntersuchung, ob der Beschuldigte sich u.a. 

auch wegen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB als Mittäter, eventuell: 

als Gehilfe, z.N. von N._____ sel. allenfalls strafbar gemacht hat, ge-

gebenenfalls zu ergänzen (Art. 329 Abs. 2 StPO). Weiter sei die Ankla-

geschrift zur Ergänzung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen. 

2. (im Zivilpunkt) 

Das Urteil betreffend die Ziffer 12 des Urteilsdispositivs sei aufzuhe-

ben, und der Beschuldigte sei zu verurteilen, dem Privatkläger eine 

Genugtuungssumme von Fr. 12'500.– zu bezahlen; eventuell: die zu 

zahlende Genugtuungssumme sei nach richterlichem Ermessen festzu-

legen. 

3. Das Berufungsverfahren sei so weit zu sistieren. 

4. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

5. Die amtliche Entschädigung des Anwalts des Privatklägers für die un-

entgeltliche Rechtspflege sei für das Berufungsverfahren gemäss ein-

gereichter Honorarnote festzulegen. 

 

-   12   - 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

Mit Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung, vom 13. Dezember 2019 

wurde der Beschuldigte wie folgt schuldig gesprochen: der Gehilfenschaft zu 

Mord, des mehrfachen qualifizierten Raubes, der versuchten qualifizierten Er-

pressung, der Freiheitsberaubung und Entführung, des versuchten Betruges, der 

Gehilfenschaft zu versuchtem Betrug, der mehrfachen Veruntreuung, der Urkun-

denfälschung, der Irreführung der Rechtspflege, der mehrfachen Widerhandlung 

gegen das Waffengesetz und des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung. Freige-

sprochen wurde er von den Vorwürfen des gewerbsmässigen Betruges (Dossier 

2), der Urkundenfälschung (Dossier 1) und der einfachen Körperverletzung. Er 

wurde bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe. Es wurde über die Verwendung be-

schlagnahmter Gegenstände und beschlagnahmter Barschaft sowie die Zivilforde-

rungen der Privatkläger entschieden (Urk. 147). 

Der Beschuldigte hat gegen das Urteil Berufung angemeldet. In der Berufungser-

klärung vom 8. Mai 2020 (Urk. 149) beantragt er die Aufhebung von Dispositiv-

Ziffer 1 Spiegelstriche 1, 2, 3, 6, 7 teilweise (Dossier 4) und 10, Dispositiv-Ziffern 

3, 4, 11, 13 und 15. Er beantragt Schuldigsprechung der Freiheitsberaubung und 

der Gehilfenschaft zu Raub (Dossier 1), Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 

5 Jahren und Abweisung der Zivilforderungen, soweit überhaupt darauf einzutre-

ten ist. 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen Dispositiv-Ziffern 1 Spie-

gelstrich 1 und Dispositiv-Ziffer 3. Sie beantragt Schuldigsprechung des Mordes 

(Mittäterschaft) und Bestrafung mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe, im Üb-

rigen Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 154). 

Die Berufung der Privatkläger 4 - 6 richtet sich gegen Dispositiv-Ziffer 1 Spiegel-

strich 1 und Dispositiv-Ziffer 12. Sie beantragen in ihren Berufungserklärungen 

-   13   - 

vom 13. Mai 2020 (Urk. 155 - 157) Schuldigsprechung des Mordes (Mittäter-

schaft) und Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung einer Genugtuung von 

je Fr. 25'000.– an die Privatkläger 4 und 5 bzw. Fr. 12'500.– an den Privatkläger 

6. 

Auf die Berufungen der Privatkläger 4 bis 6 wurde mit Beschluss vom 8. Juni 

2021 bezüglich des beantragten Schuldspruchs des Beschuldigten A._____ we-

gen Mordes (ev. Gehilfenschaft dazu) nicht eingetreten (Prot. II S. 19; Urk. 198). 

Dieser Beschluss wurde mündlich eröffnet und schriftlich begründet mitgeteilt. 

Gegenstand der Prüfung im vorliegenden Entscheid bilden demzufolge einzig die 

von den Privatklägern 4 bis 6 gegenüber dem Beschuldigten A._____ geltend 

gemachten Zivilforderungen. 

Ferner ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Dispositiv-Ziffer 9 die sichergestellte 

Barschaft von Fr. 14'575.47 (PostFinance Konto-Nr. 6, lautend auf J._____ 

GmbH), abzüglich allfälliger Kontoführungsgebühren, zur Deckung der Verfah-

renskosten verwendet wird. Gegen diese Anordnung hat Rechtsanwalt Z._____ 

mit Eingabe vom 23. Dezember 2019 namens der J._____ GmbH Berufung an-

gemeldet (Urk. 135). Nach Zustellung des begründeten Urteils am 29. April 2020 

(Urk. 142) wurde seitens der J._____ GmbH keine Berufungserklärung einge-

reicht. Mit Beschluss vom 16. April 2021 wurde auf die Berufung der J._____ 

GmbH nicht eingetreten (Urk. 181). 

Aus den vorstehenden Ausführungen geht hervor, dass das vorinstanzliche Urteil 

bezüglich Dispositiv-Ziffer 1 Spiegelstriche 4, 5, 7 teilweise (Dossier 2), 8, 9 und 

11, Dispositiv-Ziffern 2, 5, 6-10 und 14 in Rechtskraft erwachsen ist, was vorweg 

mit Beschluss festzustellen ist. 

2. Spezialitätsprinzip bei Auslieferung 

Der Beschuldigte A._____ war am 6. Juni 2016 zusammen mit K._____ in 

Deutschland verhaftet worden als sie dort den Lastwagen von O._____ sel. ver-

kaufen wollten. Beide Beschuldigten wurden in der Folge an die Schweiz ausge-

liefert. Der Verteidiger des Beschuldigten A._____ hat mit Eingabe vom 4. Juni 

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2021, welche am 7. Juni 2021, am Tag vor Beginn der Berufungsverhandlung, 

beim Gericht einging (Urk. 190), geltend gemacht, bezüglich der Delikte, welche 

nicht im Zusammenhang mit O._____ sel. stehen, seien die Prozessvorausset-

zungen nicht erfüllt. Da die Auslieferung nur für die Delikte im Zusammenhang mit 

O._____ sel. erfolgt sei, stehe das Spezialitätsprinzip der Auslieferung einer Ver-

folgung und Verurteilung der weiteren Delikte entgegen. Es sei auf keinen der 

Tatvorwürfe mit Ausnahme der Tötung von O._____ sel. einzutreten, sämtliche 

Akten mit Ausnahme derjenigen, die das Tötungsdelikt O._____ sel. betreffen, 

seien unverwertbar und aus den Akten zu entfernen. An diesen Anträgen hielt die 

Verteidigung von A._____ im Rahmen der Vorfragen in der Berufungsverhand-

lung fest (Prot. II S. 19 ff.; Urk. 192 und Urk. 193).  

Aus den Rechtshilfeakten geht hervor, dass das Bundesland Baden-Württemberg 

mit Schreiben an das Bundesamt für Justiz am 20. Juni 2016 die Einwilligung für 

die Auslieferung von A._____ erteilt hat. Es wird im entsprechenden Schreiben 

festgehalten, dass A._____ sich mit der vereinfachten Auslieferung einverstanden 

erklärt hat und auf die Einhaltung des Spezialitätsprinzips nicht verzichtet hat 

(Ordner 32 Urk. D1/13/10). Damit sind die Prozessvoraussetzungen für eine Ver-

folgung der Delikte im Zusammenhang mit O._____ sel. erfüllt. Im Zusammen-

hang mit den Delikten zum Nachteil von N._____ sel. wurde der Beschuldigte in 

der polizeilichen Einvernahme vom 14. Juli 2016 darauf hingewiesen, dass eine 

Nachtragsauslieferung bei der Bundesrepublik Deutschland beantragt werden 

müsse, falls er sich nicht mit der uneingeschränkten Strafverfolgung betreffend 

das Delikt zum Nachteil von N._____ sel. einverstanden erkläre. Der Beschuldigte 

gab keine entsprechende Verzichtserklärung ab (Urk. D1/03/03 S. 3). Die Staats-

anwaltschaft stellte darauf mit Schreiben vom 8. August 2016 ein Gesuch um 

Nachtragsauslieferung des Beschuldigten A._____ beim Justizministerium Baden-

Württemberg bezüglich Mord und Raub zum Nachteil von N._____ sel. (Urk. 

D1/30/01/13 i.V. mit Urk. D1/30/01/10). Das Justizministerium Baden-

Württemberg bewilligte mit Schreiben vom 16. August 2016 auch bezüglich dieser 

Delikte zum Nachteil von N._____ sel. die Auslieferung von A._____ (Urk. 

D1/30/01/18). Sowohl bezüglich der Delikte im Zusammenhang mit dem Tötungs-

delikt zum Nachteil von O._____ sel. wie auch im Zusammenhang mit dem Tö-

-   15   - 

tungsdelikt zum Nachteil von N._____ sel. liegen demzufolge eine Auslieferung 

seitens von Deutschland, bzw. eine Zustimmung des ausliefernden Staates vor.  

Für alle weiteren A._____ vorgeworfenen Delikte, welche nicht in einem Zusam-

menhang mit diesen Delikten gemäss Dossiers 1 und 2 stehen, bedarf es für de-

ren Verfolgung entweder der Zustimmung des ausliefernden Staates gestützt auf 

Art. 14 Ziff. 1 AEÜ (SR 0.353.1) oder gestützt auf Art. VI Abs. 2 des Vertrags zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutsch-

land über die Ergänzung des AEÜ des Einverständnisses des Verfolgten, mit wel-

chem sich dieser nach Belehrung über die Rechtswirkungen mit der uneinge-

schränkten Strafverfolgung oder Strafvollstreckung einverstanden erklärt. Eine 

Zustimmung des ausliefernden Staates liegt diesbezüglich nicht vor. A._____ 

wurde jedoch in der Einvernahme vom 28. Juni 2018 (Urk. D1/06/18) von der 

Staatsanwältin darauf hingewiesen, dass er bezüglich der beiden Tötungsdelikte 

in die Schweiz ausgeliefert worden sei, bezüglich der weiteren Betrugsdelikte 

müsse die Zustimmung von Deutschland noch eingeholt werden, wenn er nicht 

auf die Spezialitätswirkung seiner Auslieferung verzichte. Der anwaltlich vertrete-

ne Beschuldigte erklärte nach dieser Belehrung zu Protokoll, dass er kooperieren 

wolle und auf die Spezialitätswirkung verzichte (Urk. D1/06/18 S. 47). Damit liegt 

ein Einverständnis des Verfolgten im Sinne von Art. VI Abs. 2 des Vertrags zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutsch-

land über die Ergänzung des AEÜ vor.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Spezialitätswirkung der Auslieferung 

bezüglich keines der angeklagten Delikte einer Strafverfolgung in der Schweiz 

entgegensteht, da bezüglich der Delikte gemäss Dossiers 1 und 2 eine Ausliefe-

rung bzw. die Einwilligung des ausliefernden Staates vorliegt und bezüglich der 

weiteren Delikte (Dossiers 4 und 5) eine Einwilligung des Verfolgten. Die Pro-

zessvoraussetzungen sind daher erfüllt. Auf die Anklage ist in allen Punkten ein-

zutreten. 

  

-   16   - 

3. Beweisanträge 

Die Privatkläger 4 bis 6 stellten im Berufungsverfahren diverse Beweisanträge 

(Urk. 155 S. 4 ff.; Urk. 156 S. 4 ff. und Urk. 157 S. 4 ff.). Da mit diesen lediglich 

die Edition von Unterlagen beantragt wird, welche sich bereits bei den Akten be-

finden, ist auf die Beweisanträge nicht weiter einzugehen. 

II. Sachverhalt 

1. Zu erstellender Sachverhalt 

1.1. Dossier 2 

Mit der Vorinstanz ist bei der Erstellung des Sachverhalts chronologisch vorzuge-

hen, da die Ergebnisse der Sachverhaltserstellung betreffend Dossier 2 für die 

Sachverhaltserstellung betreffend Dossier 1 von Bedeutung sind. 

Der Beschuldigte anerkannte in der Einvernahme vor Vorinstanz den Anklagesa-

chverhalt betreffend Dossier 2 über weite Teile. Er bestritt jedoch, dass er mit 

K._____ und M._____ übereingekommen sei, N._____ unter einem Vorwand an 

den Wohnort von K._____ zu locken. Er machte geltend, das sei die Idee von 

K._____ gewesen. Er habe K._____ behilflich sein wollen, dass dieser wieder zu 

seinem Geld komme. Er habe gewusst, dass K._____ eine Forderung gegenüber 

N._____ gehabt habe. Die Höhe der Forderung habe er nicht gekannt. Er habe 

nicht gewusst, dass K._____ N._____ an seinem Wohnort überwältigen, fesseln 

und gefangen halten werde, räumte aber ein, bei der Fesselung mitgewirkt zu ha-

ben. Er habe nicht damit gerechnet, dass N._____ durch Gewaltanwendung ver-

letzt werde, lediglich, dass Pfefferspray eingesetzt werden könnte. Ferner treffe 

nicht zu, dass er die von N._____ an der Poststelle bezogenen Fr. 400.– erhalten 

habe. Er habe nicht gewusst, dass K._____ sich das Fahrzeug Mercedes aneig-

nen werde, vielmehr habe K._____ ihm gesagt, N._____ benötige den Mercedes, 

um nach Serbien zu fahren. Von der Tötung von N._____ habe er entgegen dem 

Anklagevorwurf, wonach er am 28. April 2016 zwischen 8.00 Uhr und ca. 10.00 

Uhr davon erfahren habe (eventualiter vor seinem Telefongespräch mit G._____ 

-   17   - 

am 30. April 2016), erst am 6. Juni 2016 kurz vor seiner Verhaftung in AD._____ 

erfahren. 

Betreffend Dossier 2 ist der Schuldspruch betreffend Urkundenfälschung und der 

Freispruch betreffend gewerbsmässigen Betrug in Rechtskraft erwachsen, wes-

halb diesbezüglich keine Sachverhaltserstellung vorzunehmen ist. 

Zusammenfassend ist bestritten und zu erstellen, 

- dass A._____ mit K._____ und M._____ übereingekommen ist, N._____ sel. 

unter einem Vorwand an den Wohnort von K._____ zu locken, 

- dass A._____ von Anfang an wusste, dass K._____ N._____ sel. an seinem 

Wohnort überwältigen, fesseln und gefangen halten werde, 

- dass A._____ wusste, dass K._____ N._____ sel. das Fahrzeug BMW M3 

entwenden werde, 

- dass A._____ beabsichtigte, das Fahrzeug Mercedes zu entwenden und für 

eigene Zwecke zu verwenden 

- dass A._____ am 28. April 2016, eventualiter vor dem 30. April 2016, von 

K._____ über die Tötung von N._____ sel. orientiert wurde. 

1.2. Dossier 1 

Betreffend den Fall O._____ sagte der Beschuldigte vor Vorinstanz aus, K._____ 

habe schätzungsweise eine Woche vor dem 3. Juni 2016 erzählt, dass er plane, 

einen Lastwagen zu stehlen. Er habe ihm von seiner Masche erzählt, die er bei 

P._____ angewendet habe, den Lastwagen zu nehmen und einfach nie zu bezah-

len. Er habe das Fahrzeug auf Rechnung mitgenommen und dann behauptet, 

dass er die Rechnung bezahlt habe (Prot. I S. 238). Er habe gedacht, dass es 

auch so gemacht werde. K._____ habe gesagt, dass sie es in diesem Stil machen 

(Prot. I S. 239). Er habe nicht gewusst, dass K._____ eine Schusswaffe mitge-

nommen habe. Das Thema Waffe sei nie besprochen worden (Prot. I S. 241). Er 

habe nicht mit Gewaltanwendung gerechnet. K._____ habe ihm vom Gewinn Fr. 

10'000.– versprochen dafür, dass er einen Abnehmer für den Lastwagen bringe 

und das Fahrzeug überführe (Prot. I S. 243). Es treffe zu, dass er vor dem Vorfall 

-   18   - 

Kabelbinder, Einsatzhandschuhe und ein Klappmesser gekauft habe, aber er ha-

be diese Sachen nicht für eine Fesselung gekauft (Prot. I S. 244). Diese Hand-

schuhe habe er gekauft, weil man die Fingerspitzen zurückklappen konnte. Er ha-

be keine Handschuhe dabei gehabt, als die SMS gekommen sei und habe nicht 

umkehren und solche zu Hause holen wollen. Die Kabelbinder habe er gekauft, 

um das Nummernschild zu befestigen (Prot. I S. 245). Das Messer habe ihm ge-

fallen, und er sei ohne seinen Sohn unterwegs gewesen, der damit hätte spielen 

können, daher habe er es zu diesem Zeitpunkt gekauft (Prot. I S. 246). Als sie im 

Lastwagen gesessen seien und O._____ gezeigt habe, wie alles funktioniere, ha-

be K._____ die Pistole unter der Mappe hervorgezogen und habe gesagt "keine 

Mätzli machen", habe ihm die Handschellen gegeben und ihn aufgefordert, 

O._____ die Handschellen anzulegen. Er habe gesagt, das könne er nicht ma-

chen, und wofür. K._____ habe erwidert, er solle machen, was er ihm sage (Prot. 

I S. 253). Er habe das gemacht, sei aber ziemlich überfordert gewesen und sei 

aus dem Lastwagen ausgestiegen. Kurz nachher sei es weitergegangen, er sei 

aufgefordert worden, ihm einfach nachzufahren. Die Knie und Füsse von O._____ 

habe er nicht mit dem Klebeband umwickelt. Er sei überrascht gewesen, als 

K._____ plötzlich die Pistole hervorgenommen habe. Es sei total gegen die Ab-

machung gewesen, dass es so ablaufen solle wie bei P._____ (Prot. I S. 252). Er 

habe nicht gewusst, dass M._____ das Mobiltelefon von O._____ dabei gehabt 

habe. Er habe nicht mitbekommen, dass zwischen K._____ und M._____ in 

Q._____/R._____ Mobiltelefone getauscht worden seien (Prot. I S. 267) und habe 

auch nicht mitbekommen, dass K._____ mit ihr telefoniert habe (Prot. I S. 258 f.). 

K._____ habe gesagt, er nehme O._____ nach Hause, schüchtere ihn ein, den 

Vertrag unterschreiben zu lassen und bringe ihn dann nach Zürich zurück. Sie 

würden dann alle drei sagen, dass sie den Lastwagen gekauft hätten. Er habe 

nicht damit gerechnet, dass er ihn töten würde. Er habe in Deutschland kurz vor 

der Verhaftung erfahren, dass O._____ getötet worden sei (Prot. I S. 262). Er ha-

be sich nicht vorgestellt, wie K._____ O._____ einschüchtern werde, habe ge-

dacht, er werde verbal eingeschüchtert (Prot. I S. 273). 

Er habe nicht mitgewirkt als O._____ in den Anhänger gebracht worden sei, habe 

ihn nicht gestützt und habe keine Pistole in den Händen gehabt (Prot. I S. 263). Er 

-   19   - 

habe K._____ schon früh signalisiert, dass er nicht einverstanden gewesen sei. 

Es sei um Betrug und Diebstahl gegangen, aber nicht um eine Geiselnahme und 

noch viel weniger um eine Tötung (Prot. I S. 265). 

Zusammenfassend ist betreffend diesen Anklagepunkt zu erstellen, 

- dass A._____ mit K._____ und M._____ Ende Mai/Anfang Juni 2016, spä-

testens am Vormittag des 3. Juni 2016, übereinkam, sich an der Überwältigung, 

Fesselung und Entführung von O._____ sel. unter Einsatz einer Schusswaffe so-

wie dem Entwenden des Lastwagens zu beteiligen, 

- dass A._____ bereits im Zeitpunkt der Tatplanung mit der Tötung von 

O._____ sel. durch K._____ rechnete, eventualiter den späteren Tod von 

O._____ sel. in Kauf nahm, 

- dass vorgängig geplant war, dass K._____ eine geladene, gesicherte Pistole 

"Beretta" mitnimmt, 

- dass A._____ die Knie und Füsse von O._____ sel. mit Klebeband umwi-

ckelte, 

- dass A._____ wusste, dass K._____ das Mobiltelefon von O._____ sel. 

M._____ übergab und sie anwies, dieses bei der Einstellhalle in S._____ zu de-

ponieren, 

- dass A._____ mit M._____ telefonierte, als diese bei der Einstellhalle in 

S._____ angekommen war, und ihr mitteilte, wo sich die Einstellhalle befinde und 

wo sie das Telefon von O._____ sel. deponieren solle, 

- dass A._____ Schmiere stand und dabei die ihm von K._____ übergebene 

Pistole "Beretta" in Händen hielt, als K._____ den gefesselten O._____ sel. vom 

Lastwagen in den Anhänger verbrachte. 

1.3. Dossier 4 

Der Beschuldigte anerkannte, das Fahrzeug K._____ übergeben zu haben, damit 

dieser es in Serbien verschwinden lasse und es wahrheitswidrig gegenüber der 

Polizei und der Versicherung als gestohlen gemeldet zu haben (Prot. I S. 222 f.). 

Entsprechend ist der Schuldspruch des versuchten Betruges in Rechtskraft er-

wachsen. Angefochten ist betreffend diesen Anklagepunkt der vorinstanzliche 

-   20   - 

Schuldspruch betreffend Veruntreuung. Darauf ist im Rahmen der rechtlichen 

Würdigung zurückzukommen. Der diesbezügliche Sachverhalt lautet dahinge-

hend, dass der Beschuldigte den Lieferwagen TATA von der C._____ AG geleast 

habe und durch das Vortäuschen des Diebstahls habe frühzeitig aus dem Lea-

singvertrag aussteigen können. Der Beschuldigte anerkannte, das Fahrzeug ge-

least zu haben (Prot. I S. 224), dass er das Fahrzeug habe loshaben wollen und 

die Leasinggebühren von Fr. 460.– monatlich gespart hätte (Prot. I S. 226). 

1.4. Dossier 5 

Betreffend Dossier 5 sagte der Beschuldigte aus, er habe keine Ahnung davon 

gehabt, dass K._____ den Diebstahl bei der Versicherung gemeldet habe oder 

melden werde. Er habe einfach die Rechnungen für die Reparaturen, die er auf 

die Firma habe ausstellen müssen, damit er es von den Steuern habe abziehen 

können, umschreiben müssen auf den Halter des Fahrzeugs. K._____ habe ein-

mal gesagt, das Zündschloss funktioniere nicht immer. Er (A._____) habe dann 

ein neues Zündschloss bestellt, und K._____ habe es bar bezahlt (Prot. I S. 228). 

Die Reparaturen gemäss den Rechnungen seien gemacht worden, die Waren be-

stellt und verbaut worden. Die Rechnungen seien betragsmässig richtig gewesen 

(Prot. I S. 230). Der einzige Fehler, den er gemacht habe, sei eine Antriebswelle 

gewesen, die K._____ als Occasion gebracht habe, er aber als Original aufge-

nommen habe. K._____ habe ihm gesagt, das Auto sei verschwunden. Er habe 

sich gesagt, dass dies wieder ein solches K._____-geschäft sein müsste, das Au-

to einfach irgendwie weg müsse. Sie hätten einen halben Abend telefoniert. 

K._____ habe ihm gesagt, dass er ihm Rechnungen machen müsse (Prot. I S. 

231). K._____ habe das Auto angezündet, er habe im Vorfeld nichts davon ge-

wusst (Prot. I S. 232).  

Zusammenfassend ist zu erstellen 

- dass A._____ bewusst wahrheitswidrige Reparaturrechnungen ausstellte, 

- dass A._____ versuchte, ein neues Zündschloss in den VW Passat einzu-

bauen, 

-   21   - 

- dass A._____ und K._____ den VW Passat am 28. Januar 2016 absichtlich 

in Brand steckten 

2. Beweismittel 

2.1. Vorbemerkungen 

Als Beweismittel bei der Sachverhaltserstellung dienen in erster Linie die Aussa-

gen des Beschuldigten sowie der Mitbeschuldigten K._____ und M._____ sowie 

der Inhalt der Kurzmitteilungen/Chats und Telefonprotokolle betreffend Antennen-

standorte. 

Da den Aussagen der Beteiligten besonderes Gewicht zukommt, werden diese 

nachfolgend kurz zusammengefasst. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die 

A._____ belastenden Aussagen der Mitbeschuldigten nur soweit verwertbar sind, 

als die Teilnahmerechte von A._____ an den entsprechenden Einvernahmen ge-

wahrt wurden. Jedoch ist der Verlauf des Aussageverhaltens betreffend die Be-

lastungen von A._____ gerade bei K._____ für die Würdigung seiner Aussagen 

(zugunsten von A._____) unerlässlich, weshalb die Aussagen auch in jenen Ein-

vernahmen kurz zusammengefasst werden, in welchen die Teilnahmerechte von 

A._____ nicht gewahrt wurden. Dasselbe gilt auch für die Aussagen von M._____. 

2.2. Aussagen des Beschuldigten 

2.2.1. Hafteinvernahme vom 24. Juni 2016 (Urk. D1/03/01) 

Der Beschuldigte berief sich auf sein Aussageverweigerungsrecht. 

2.2.2. Staatsanwaltschaftliche Einvernahme vom 30. Juni 2016 

(Urk. D1/03/02) 

Der Beschuldigte erklärte, er habe mit dem Tod von O._____ nichts zu tun. Er sei 

am 3. Juni 2016 von K._____ benachrichtigt worden, einen Lastwagen anzu-

schauen, den er schon am Vortag angeschaut habe und für den er eine Anzah-

lung geleistet habe. Da seine Frau gearbeitet habe, habe er seinen Sohn zu sei-

ner Mutter gebracht und sei nach T._____ gefahren, wo er K._____ getroffen ha-

-   22   - 

be. K._____ habe ihm auf der Fahrt Richtung Zürich gesagt, dass er den Lastwa-

gen gewinnbringend verkaufen wolle. Er (A._____) habe diverse Händler ange-

schrieben und habe die U._____ gefunden, welche den von K._____ angegebe-

nen Mindestpreis von Fr. 40'000.– habe bezahlen wollen (Urk. D1/03/02 S. 2). 

Bei der Halle von O._____ hätten sie den Lastwagen angeschaut. K._____ habe 

die vorläufige Verkehrseinlösung mit Versicherung mitgenommen. Er habe auch 

einen Kaufvertrag gesehen. Dieser habe auf die Firma V._____ gelautet. Das 

heisse, er habe den Lastwagen schon gekauft (Urk. D1/03/02 S. 3). Zuerst sei er 

mit O._____ im Lastwagen gefahren, K._____ sei mit dem Ranger gefolgt. Nach 

dem ersten Halt auf einem Parkplatz, wo O._____ den Nebenantrieb, das Aufkip-

pen gezeigt habe, und sie die Chassis des Aufliegers angeschaut hätten, sei 

K._____ mit O._____ im Lastwagen Richtung U._____ in AA._____ gefahren. Er 

sei im Ranger gefolgt, auch M._____ sei hinterher gefahren. Auf einem Aldi oder 

Lidl-Parkplatz hätten sie sich nochmals getroffen. Er habe den Lastwagen über-

nommen, K._____ habe den Ford Ranger mit dem Anhänger genommen und 

M._____ habe sie wieder verlassen. Danach seien sie zur U._____ gefahren. Er 

habe dort den Lastwagen abgestellt und sei zu K._____ in den Ford Ranger ge-

stiegen. Sie seien Richtung AB._____ nach Hause gefahren. Bei der Autobahn-

ausfahrt Q._____ seien sie ab der Autobahn gefahren, um zu tanken. M._____ 

sei auch wieder zu ihnen gestossen. Er habe gemerkt, dass er das Nummern-

schild am Lastwagen gelassen habe. K._____ habe diese am Samstag ge-

braucht. Daher sei er im Fahrzeug von M._____ nach T._____ gefahren, wo er in 

sein Auto gestiegen und nach AA._____ gefahren sei, um die Nummernschilder 

zu holen. Von dort aus sei er nach Hause gefahren (Urk. D1/03/02 S. 4). Am 

nächsten Tag habe er einen Anruf von AC._____ aus AD._____ betreffend den 

Kauf des Lastwagens bekommen. Er habe mit diesem einen Preis von Fr. 

43'000.– vereinbart, wobei Herr AE._____ den Lastwagen noch habe sehen wol-

len. Es sei mit ihm abgemacht worden, dass sie den Lastwagen nach AD._____ 

bringen. Das habe K._____ mit M._____ gemacht. Am Montag habe Herr 

AE._____ mitgeteilt, dass er für den Lastwagen Fr. 43'000.– bezahle. Sie hätten 

abgemacht, dass er um 19 Uhr in AD._____ sei und man die ganze Abwicklung 

machen könne. Er sei mit K._____ nach AD._____ gefahren (Urk. D1/03/02 S. 6). 

-   23   - 

Er habe einen Anruf von Herrn AE._____ bekommen, dass etwas mit dem Fahr-

zeug nicht stimme, dieses als gestohlen gemeldet worden sei. K._____ habe 

dann M._____ angerufen, sie solle die Verträge schicken, damit man beweisen 

könne, dass K._____ den Lastwagen gekauft habe. Gleichzeitig habe K._____ ihn 

angewiesen, M._____ die Fahrzeugpapiere zu schicken. Er habe zu AE._____ 

gesagt, er solle die Polizei rufen, das Fahrzeug sei gekauft, er habe den Kaufver-

trag gesehen. Dann sei die Polizei gekommen und habe ihnen die Haft eröffnet 

(Urk. D1/03/02 S. 7). 

K._____ habe ihm für die Vermittlung eines Abnehmers Fr. 200.– als Provision 

versprochen. K._____ sei bei den LKW-Händlern nicht so beliebt gewesen, daher 

habe er das übernommen (Urk. D1/03/02 S. 11). Gemäss dem Vertrag, den er 

gesehen habe, sei der Lastwagen schon gekauft gewesen. Er habe den Vertrag 

in S._____ gesehen. Er habe O._____ Transport als Verkäufer und die Firma 

V._____ als Käufer im Vertrag gesehen, den Kaufpreis von Fr. 38'000.– sowie 

zwei Unterschriften. Es sei ein Standard-Kaufvertrag von Autoscout gewesen 

(Urk. D1/03/02 S. 11). Auf die Frage, weshalb man denn noch eine Probefahrt 

gemacht habe, antwortete er, er gehe davon aus, dass er mit O._____ noch ein 

Schlupfloch abgemacht habe, dass er noch zurücktreten könnte, wenn etwas 

nicht in Ordnung wäre (Urk. D1/03/02 S. 13). 

Er habe O._____ letztmals gesehen als er mit K._____ im Lastwagen gefahren 

sei, von dort an nicht mehr. Zwischendurch habe er den Anschluss zum Konvoi 

verloren (Urk. D1/03/02 S. 15). Auf dem Aldi/Lidl-Parkplatz sei der Anhänger am 

Fahrzeug von M._____ gewesen, dann habe er den Anhänger auf Geheiss von 

K._____ an den Ranger angehängt. Er habe das nicht hinterfragt (Urk. D1/03/02 

S. 16). 

Die ihm vorgehaltenen Kaufverträge bezeichnete er als Fälschungen 

(Urk. D1/03/02 S. 23). 

Den BMW von N._____ habe er diesem zusammen mit K._____ abgekauft. Er 

wisse nichts über das Verschwinden von N._____ (Urk. D1/03/02 S. 31). 

-   24   - 

Auf Vorhalt des Kaufbelegs für ein Klappmesser, Einsatzhandschuhe und Kabel-

binder vom 3. Juni 2016 erklärte er, die Handschuhe habe er gekauft, weil sie 

praktisch seien, weil man vorne die Finger umlegen könne, wenn man etwas 

schrauben wolle. Das Messer habe er gekauft, weil es ihm gefallen habe, er habe 

mehrere davon zu Hause. Die Kabelbinder brauche er für die Garage, sie seien in 

jenem Geschäft einfach günstig (Urk. D1/03/02 S. 32/33). 

2.2.3. Polizeiliche Einvernahme vom 14. Juli 2016 (Urk. D1/03/03) 

Der Beschuldigte verweigerte die Aussage. 

2.2.4. Polizeiliche Einvernahme vom 20. Oktober 2016 (Urk. D1/03/04) 

Der Beschuldigte verweigerte die Aussage betreffend den Fall O._____ sel.. 

2.2.5. Polizeiliche Einvernahme vom 20. Oktober 2016 (Urk. D1/03/05) 

Der Beschuldigte verweigerte die Aussage betreffend den Fall N._____ sel.. 

2.2.6. Polizeiliche Einvernahme vom 6. April 2017 (Urk. D1/03/06) 

Diese Einvernahme befasst sich mit dem Vorwurf des Versicherungsbetruges 

zum Nachteil der AL._____ Versicherung. Der Beschuldigte verweigerte die Aus-

sage. 

2.2.7. Polizeiliche Einvernahme vom 27. Juni 2017 (Urk. D1/03/07) 

Es handelt sich um eine Einvernahme zur Person. 

2.2.8. Schriftliche Stellungnahme vom 20. November 2017 (Urk. D1/03/08) 

Fall N._____ sel.: 

Er sei von N._____ gebeten worden, ihm bei Problemen mit dem BMW zu helfen. 

Das Fahrzeug hätte zu einem Kollegen von K._____ namens P._____ gebracht 

werden sollen, der für die Reparatur ca. Fr. 900.– und einen Vorschuss von Fr. 

400.– verlangt habe. K._____ habe diesen Preis abgeklärt, und er (A._____) habe 

ihn N._____ mitgeteilt. Er habe den BMW aufgeladen und sei mit N._____ losge-

-   25   - 

fahren. Auf der Fahrt habe er N._____ gesagt, dass K._____ noch mit ihm spre-

chen wolle und bei der Überführung des BMW dabei sein werde. N._____ sei ein-

verstanden damit gewesen. Bei K._____ zu Hause hätten sie sich in der Küche 

zusammengesetzt und etwas getrunken. K._____ habe ihm gesagt, dass er den 

BMW nicht mehr an diesem Abend nach AW._____ bringen müsse, er werde das 

Fahrzeug am folgenden Tag dorthin bringen. K._____ habe M._____ und ihn ge-

beten, den Mercedes von N._____ holen zu gehen, damit N._____ wieder mobil 

sei und er und N._____ etwas unter vier Augen besprechen könnten. Er sei mit 

M._____ nach AB._____ gefahren, um den Mercedes zu holen und von dort aus 

nach Hause gefahren. Seines Wissens sei M._____ zurück nach AF._____ gefah-

ren. Am nächsten Tag habe K._____ ihn kontaktiert und ihm gesagt, dass er den 

BMW im Tausch für geschuldetes Geld übernommen habe, sie aber einen Ver-

trag auf ihn (A._____) gemacht hätten, damit das Fahrzeug nicht in die Konkurs-

masse falle (Urk. D1/03/08 S. 3). K._____ habe das Fahrzeug umlösen wollen 

und habe ihm gesagt, der Fahrzeugausweis sei noch bei N._____ und dieser sei 

nach Serbien gefahren. Er habe versucht, N._____ telefonisch zu erreichen, was 

ihm nicht gelungen sei, es sei immer die Combox gekommen. Er habe bei 

N._____ zu Hause angerufen und habe den Bruder von N._____ gebeten, ihm 

den Fahrzeugausweis zu geben. Als Beweis habe er dem Bruder den Kaufvertrag 

gesendet, den er von K._____ per SMS erhalten habe. K._____ habe M._____ 

geschickt, um den Fahrzeugausweis zu holen. Der Bruder von N._____ sei auf 

der Suche nach seinem Bruder gewesen und habe ihn angerufen. Er habe ihm 

nur sagen können, dass er N._____ letztmals bei K._____ gesehen habe. 

K._____ habe ihm gesagt, dass N._____ an jenem Abend noch nach Serbien ge-

fahren sei, um Ware abzuholen. Der Bruder von N._____ sei bei ihm vorbeige-

kommen und habe ihm Vorwürfe gemacht, er habe seinen Bruder umgebracht. Er 

habe ihm gesagt, er habe N._____ letztmals bei K._____ gesehen und er sei an-

schliessend nach Serbien gefahren. Der Bruder von N._____ sei auch einmal bei 

ihm vorbeigekommen und habe ihn bedroht. Er habe mit K._____ telefoniert, der 

die Polizei gerufen habe. Die Polizei sei vorbeikommen und habe G._____ vom 

Grundstück gewiesen. Anschliessend habe er nichts mehr von der Familie 

-   26   - 

N._____ gehört und habe angenommen, dass N._____ wieder da sei 

(Urk. D1/03/08 S. 4). 

Fall O._____ sel.: 

Ende Mai/anfangs Juni habe ihm K._____ von der Masche erzählt, welche er bei 

der Firma U._____, P._____ und AG._____ abgezogen habe. Diese Unterschla-

gungen habe er alleine gemacht. Er habe ihm das Angebot gemacht, dass er Fr. 

10'000.– bekomme, wenn er bei der Unterschlagung gegenüber O._____ mitma-

che. Er müsse die Fahrzeugkombination auf seinen Namen (A._____) verkaufen, 

da er (K._____) bei den bekannten Händlern nicht so beliebt sei, weil er schon 

viele betrogen habe. Er habe leider zugestimmt. Am 3. Juni hätten sie sich bei der 

Autobahnausfahrt T._____ getroffen. Er habe die Handschuhe vergessen und 

habe solche nebst Kabelbindern und einem Messer im L._____ in … gekauft. Die 

Kabelbinder habe er für das Befestigen der Nummernschilder am LKW gebraucht 

und das Messer für das Entfernen der Kabelbinder. In T._____ sei er zu K._____ 

ins Auto gestiegen. K._____ habe ihm auf der Fahrt gesagt, dass M._____ auch 

mitkomme, er habe nicht gesagt, weshalb. Bei der Einstellhalle von O._____ habe 

er die Nummernschilder montiert und habe O._____ die von K._____ mitgebrach-

ten vorläufigen Immatrikulationspapiere und seinen Führerschein gezeigt. Er sei 

mit O._____ im Lastwagen losgefahren, K._____ sei im Ford Ranger gefolgt. Auf 

einem grossen Parkplatz hätten sie das Aufkippen der Mulde ausprobiert und den 

LKW auch innen angeschaut. K._____ habe ihm gesagt, dass er kurz mit 

O._____ allein sein wolle. Er sei zum Ford Ranger gegangen und habe eine Ziga-

rette geraucht. Als K._____ ihn wieder zum LKW gerufen habe, habe er gesehen, 

dass O._____ mit Handschellen und Klebeband gefesselt auf dem Bett gelegen 

habe. Er habe K._____ gefragt, was das solle. Er habe geantwortet, er habe ei-

nen anderen neuen Plan als vorab ausgemacht und habe ihn nicht darüber infor-

mieren wollen, was er vorhabe. Er müsse einfach mitmachen und einen Käufer 

finden, er wolle noch am heutigen Tag Bargeld haben. Er sei geschockt und mit 

der Situation überfordert gewesen und habe einfach gemacht, was K._____ ge-

sagt habe. Auf dem Rastplatz BA._____ hätten sie nochmals angehalten. 

K._____ habe sich nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen und habe nicht 

-   27   - 

sagen wollen, was er vorhabe. Auf der Weiterfahrt Richtung AQ._____ habe er 

von der Sache Abstand nehmen und abhauen wollen. Er habe sich vom Convoy 

zurückfallen lassen und habe eine Autobahnausfahrt nicht genommen. K._____ 

habe ihn angerufen und ihn gezwungen zurückzukehren, da er ihm helfen müsse, 

den LKW zu U._____ zu bringen. Auf diesen Zwang hin habe er gewendet und 

sei zu K._____ gefahren. Auf einem grösseren Platz hätten sie angehalten und 

hätten ziemlich Streit gehabt. Er habe von K._____ wissen wollen, was er nun 

vorhabe. Er habe gesagt, O._____ komme mit ihm nach Hause, werde einen Ver-

trag unterschreiben, dass der LKW bar bezahlt worden sei, werde eingeschüch-

tert und wieder nach S._____ gebracht. Er sei geschockt gewesen und habe 

Angst gehabt, dass es nicht klappe und O._____ zur Polizei gehe, jedoch hätten 

drei Personen bezeugen können, dass O._____ den Betrag in bar erhalten habe 

(Urk. D1/03/08 S. 8). K._____ habe O._____ aus dem LKW aussteigen und auf 

den Anhänger steigen lassen. Er habe gesagt, O._____ gehöre nicht auf den An-

hänger, worauf K._____ gesagt habe, das sei seine Angelegenheit. Er könne 

nicht sagen, ob M._____ an diesem Ort angerufen habe, um zu fragen, wo sie 

das Natel von O._____ deponieren solle, er wisse nur, dass er ihr diese Anwei-

sung nicht gegeben habe. Wenn das Telefon bei ihm eingegangen sei, habe er es 

an K._____ weitergereicht, der sich in S._____ ausgekannt habe. Auf dem Weg 

von AA._____ nach AB._____ habe er K._____ gefragt, was los sei. Dieser habe 

gesagt, er halte ihn heraus, er werde O._____ einschüchtern, sodass er nichts 

sage. Er habe irgendwie Angst gehabt, dass K._____ alles auf ihn abwälze 

(Urk. D1/03/08 S. 8). Herr AE._____ habe ihm auf dem Platz eine Email von Be-

kannten von O._____ vorgelesen, auf welcher gestanden habe, dass O._____ 

umgebracht worden sei. K._____ habe ihn aufgefordert, die Fahrzeugpapiere an 

M._____ zu schicken und habe gesagt, er werde versuchen, zu richten, was noch 

gehe und habe ihn angewiesen, nichts zu sagen. Bevor die Polizei eingetroffen 

sei, habe ihm K._____ gesagt, dass er O._____ und N._____ erstickt habe (Urk. 

D1/03/08 S. 9). 

-   28   - 

Vorfall TATA: 

Er sei mit dem geleasten Fahrzeug nicht mehr zufrieden gewesen und habe das 

Leasing beenden wollen. Dies sei aber nicht möglich gewesen. K._____ habe die 

Idee mit dem Versicherungsbetrug gehabt. Er habe gesagt, er kenne in Serbien 

Leute, die sich darauf spezialisiert hätten, die VIN-Nummer zu ersetzen und das 

Fahrzeug weiter zu verkaufen. Er habe eingewilligt und habe K._____ für das 

Verschwindenlassen Fr. 1'000.– bezahlen müssen. Er wisse nur, dass ein Ver-

wandter von N._____ in Serbien das Fahrzeug abgenommen habe. Er habe das 

Fahrzeug der Polizei wahrheitswidrig als gestohlen angezeigt und der Versiche-

rung gemeldet (Urk. D1/03/08 S. 11). 

Vorfall Passat: 

K._____ habe ihn angerufen und mitgeteilt, dass sein Passat in Deutschland ge-

stohlen worden sei. Er habe sofort gewusst, dass es ein Versicherungsbetrug sein 

werde, weil sie es beim TATA auch versucht hätten. Da er im Vorfeld die Rech-

nungen für Reparaturen beim Passat in andere Rechnungen von AI._____ GmbH 

verpackt habe, habe er diese auf ausdrücklichen Wunsch von K._____ in Rech-

nungen lautend auf AV._____ ändern müssen. Alle auf AV._____ geschriebenen 

Rechnungen wie auch Stunden seien effektiv geleistet und ausgeführt worden. 

Einzig die Antriebswelle habe er als Occasion erhalten und habe sie als neue Wa-

re verrechnet. Bezüglich des Zündschlosses habe er K._____ auf dessen Anfrage 

erklärt, dass ein Occasionsschloss von einem anderen Passat nicht passe. Da 

K._____ dennoch ein Zündschloss haben wollte, habe er für ihn eines organisiert, 

welches K._____ bar bezahlt habe (Urk. D1/03/08 S. 12). Er habe nichts mit dem 

Fahrzeugbrand zu tun. Er könne sich nicht vorstellen, warum der Passat habe 

verschwinden müssen, da das Fahrzeug neu geprüft gewesen sei und auch di-

verse Reparaturen gemacht worden seien (Urk. D1/03/08 S. 13). 

Er habe für K._____ Schwarzarbeit verrichtet. Damit habe er ihn erpresst, wenn 

er ihm bei der Betrügerei O._____ nicht helfen werde, werde er ihn verzeigen 

(Urk. D1/03/08 S. 16 f.). 

-   29   - 

2.2.9. Staatsanwaltschaftliche Einvernahme vom 23. November 2017 

(Urk. D1/03/09) 

K._____ habe ihm gesagt, dass N._____ nach Serbien gefahren sei, um etwas zu 

holen, was ihm und N._____ gehört habe. Er schätzte, K._____ habe das gesagt, 

einen Tag nachdem er mit N._____ bei ihm gewesen sei (Urk. D1/03/09 S. 6). 

Er habe am 27. April 2016 bei N._____ zuhause in AB._____ den BMW aufgela-

den. Dann seien sie in Richtung von K._____ gefahren und hätten noch ei-

nen Zwischenhalt an einer Post gemacht. N._____ habe das Geld für die Voraus-

zahlung der Reparatur abgehoben. Er habe kein Geld von N._____ bekommen 

(Urk. D1/03/09 S. 9). Sie seien dann zu K._____ nach Hause gefahren. Dort seien 

sie in der Küche gesessen und hätten etwas zusammen getrunken. Sie hätten 

über ganz normale Sachen gesprochen. Als das Gespräch auf die Indoor-Anlage 

gekommen sei, sei er rausgegangen. Auf die Frage, ob auch Thema gewesen sei, 

dass N._____ K._____ noch Geld schulde, erklärte er, dieses Thema sei immer 

irgendwie herumgegeistert. Es sei für ihn aber nie klar gewesen, was stimmte. 

K._____ habe ja Konkurs angemeldet. Er habe vor den Mitarbeitern das Gesicht 

nicht verlieren wollen und habe deshalb gesagt, dass N._____ seine Finger mit 

drin habe. Er könne sich vorstellen, dass N._____ seine Finger im Spiel gehabt 

habe, dies sei aber nur eine Mutmassung. Er habe gehört, dass N._____ in Dro-

gen drin sei, ebenfalls das Geld von K._____. Er wisse nicht, ob das stimme (Urk. 

D1/03/09 S. 22). Er wisse nicht mehr hundertprozentig, ob M._____ bei diesem 

Gespräch auch dabei gewesen sei. Glaublich sei sie am Anfang dabei gewesen, 

aber er mutmasse nur, er könne es nicht sagen (Urk. D1/03/09 S. 21). Dann habe 

K._____ M._____ und ihn gebeten, den Mercedes in AB._____ zu holen, was sie 

gemacht hätten. M._____ habe ihn in AB._____ ausgeladen. Sie sei mit dem 

Mercedes nach Hause gefahren, er zu sich nach AR._____. N._____ sei nicht 

einfach nach AB._____ mitgefahren und dann weiter, weil K._____ mit N._____ 

unter vier Augen habe reden wollen. Irgendwann sei der Bruder von N._____ ge-

kommen und habe gesagt, man habe N._____ umgebracht. Er habe bei K._____ 

nachgefragt, was gelaufen sei und wo N._____ sein könnte. Er habe ihm gesagt, 

-   30   - 

dass N._____ mit dem Mercedes nach Serbien gefahren sei (Urk. D1/03/09 S. 8). 

Die Reparatur des BMW hätte um die Fr. 900.– gekostet. 

Er sei einverstanden gewesen, dass der Vertrag betreffend den BMW auf ihn lau-

te, da K._____ mit seiner Firma Konkurs gegangen sei und der BMW in die Kon-

kursmasse gefallen wäre, wenn der Vertrag auf ihn gelautet hätte (Urk. D1/03/09 

S. 14). Am 28. April 2016 habe ihm K._____ geschrieben, ob er den Fahrzeug-

ausweis des BMW habe. Er habe diesen nicht gehabt und habe versucht, 

N._____ anzurufen. 

Was er mit seiner Mitteilung "viel Spass" an K._____ gemeint habe, konnte der 

Beschuldigte nicht mehr sagen. Es sei nie die Rede davon gewesen, dass 

K._____ N._____ etwas antun sollte und es sei ausgeschlossen, dass das einen 

Zusammenhang mit dem gehabt habe, was später passiert sei (Urk. D1/03/09 S. 

19). 

2.2.10. Staatsanwaltschaftliche Einvernahme vom 9. Januar 2018 

(Urk. D1/03/11) 

Der Beschuldigte schilderte, dass K._____ ihm Ende Mai 2016 erzählt habe, wie 

er Betrüge mache und zu Geld komme. Er habe das mit dem Verkauf des Last-

wagens von AG._____ und mit dem Volvo erzählt. Es sei die Idee aufgekommen, 

dass er ihm helfen könne, das auch bei O._____ zu machen. Er habe ihm für die 

Hilfe bei O._____ Fr. 10'000.– geboten. Das sei für ihn ein verlockendes Angebot 

gewesen, und er habe die Bilder des Lastwagens an diverse Händler geschickt, 

um Preisangebote zu erhalten. Er sei nach T._____ gefahren, habe vorher noch 

ein paar Handschuhe und ein Messer gekauft und habe K._____ getroffen. Un-

terwegs hätten sie noch M._____ getroffen. K._____ und er seien zur Einstellhalle 

gegangen und hätten O._____ die Ausweise und vorläufigen Immatrikulationspa-

piere gezeigt. Er habe die Nummernschilder an den Lastwagen gemacht. Er sei 

als Fahrer, O._____ als Beifahrer im Lastwagen gefahren, K._____ sei mit dem 

Ranger gefolgt. Auf einem Kiesplatz habe O._____ gezeigt, wie man den Lastwa-

gen aufkippe und wie es von innen aussehe. K._____ habe gesagt, er solle 

schnell aus dem Lastwagen gehen, was er getan habe und eine Zigarette rau-

-   31   - 

chen gegangen sei. Als er fertig gewesen sei, habe K._____ ihn wieder zu sich 

gerufen und er habe gesehen, dass K._____ O._____ mit Handschellen fesselte. 

Er habe gefragt, was das solle, das hätten sie so nicht abgemacht. Er habe ge-

antwortet, er solle das seine Sache sein lassen, es würde schon gut kommen. 

Dann seien sie weiter gefahren, K._____ mit O._____ im Lastwagen, er im Ran-

ger. Nach einem Halt an der Raststätte AH._____ und einem weiteren Halt auf ei-

nem Lidl Parkplatz habe er die Anweisung bekommen, den Anhänger vom Suba-

ru an den Ranger umzuhängen. M._____ sei dann weggefahren. Sie seien weiter 

gefahren. Auf einem grösseren Platz habe K._____ O._____ vom Lastwagen in 

den Anhänger umgeladen. Er habe nochmals versucht, mit K._____ zu reden und 

habe gefragt, was das solle und was mit O._____ passiere. K._____ habe gesagt, 

er nehme ihn mit nach Hause und schüchtere ihn ein. Dann werde er ihn den Ver-

trag unterschreiben lassen, dass er das Geld erhalten habe und ihn nach S._____ 

zurückbringen. Bei der Polizei würden sie alle dasselbe aussagen, das sei dann 

schon glaubhaft (Urk. D1/03/10 S. 3). Er sei überfordert gewesen und sei mit dem 

Lastwagen zur U._____ gefahren, wo er den Lastwagen abgestellt habe und ins 

Auto zu K._____ gestiegen sei. Sie seien nach R._____ gefahren, wo sie 

M._____ getroffen hätten. Er habe gemerkt, dass er die Nummernschilder am 

Lastwagen gelassen habe und sei mit M._____ bis nach T._____ gefahren. Von 

dort aus sei er mit seinem Auto zurück zur U._____ gefahren, um die Nummern-

schilder zu holen. Am Montag sei er mit K._____ nach Deutschland zu AE._____ 

gefahren, um den Weiterverkauf des Lastwagens zu machen. AE._____ habe ihm 

gesagt, mit dem Lastwagen stimme etwas nicht, dieser sei gestohlen worden. 

AE._____ habe ihm ein Mail vorgelesen, in welchem gestanden habe, dass der 

Besitzer des Lastwagens umgebracht worden sei und er die Polizei anrufen müs-

se. K._____ habe M._____ angerufen, dass sie den Vertrag schicken solle, damit 

sie beweisen könnten, dass sie den Lastwagen gekauft hätten. Es sei ziemlich 

lange gegangen, bis die Polizei gekommen sei. Er habe K._____ gefragt, was das 

mit dem E-Mail auf sich habe. Er habe ihm dann erzählt, dass er O._____ mit 

Klebeband erstickt habe und in den Wald geworfen habe (Urk. D1/03/10 S. 5). 

Dann habe er gefragt, was mit N._____ passiert sei. Er habe gesagt, dass er 

auch ihn umgebracht habe (Urk. D1/03/10 S. 6). Er sei geschockt gewesen und 

-   32   - 

habe es erst gar nicht glauben können. K._____ habe am 3. Juni 2016 gesagt, 

dass man bei der Polizei dasselbe aussagen solle, dass der LKW gekauft und be-

zahlt sei. K._____ hätte dann den Part vom Reden übernommen, ihn rausgehal-

ten und nicht erwähnt (Urk. D1/03/10 S. 9). Bei O._____ sei die Adresse und Te-

lefonnummer von K._____ hinterlegt gewesen, seine Angaben nicht (Urk. 

D1/03/10 S. 10). Man habe schon darüber gesprochen, was man der Polizei im 

Falle einer Anzeige von O._____ sagen werde, was ganz genau abgemacht ge-

wesen sei, wisse er nicht mehr (Urk. D1/03/10 S. 10). Es sei nie geplant gewesen, 

dass es eine Probefahrt geben werde. Er habe gedacht, man würde dorthin ge-

hen, den LKW holen und wieder gehen. Am Anfang habe er nicht gewusst, dass 

M._____ auch mitkomme, darum hätte es ihn gebraucht, um den Ranger oder 

den LKW zu fahren (Urk. D1/03/10 S. 11). Für ihn sei klar gewesen, dass K._____ 

mit O._____ abgemacht habe, dass sie den LKW mitnehmen zum Gebrauch und 

dass man ihn statt gebraucht einfach verkauft hätte. Das wäre dann ein Betrug 

gewesen, damit hätte er leben können (Urk. D1/03/10 S. 10). Wie K._____ bei 

P._____ vorgegangen sei, wisse er nicht, er habe ihm nur gesagt, dass er den 

LKW dort geholt habe, ohne zu bezahlen (Urk. D1/03/10 S. 11). Er habe nicht hin-

terfragt, wofür man überhaupt einen Anhänger bauche, er glaube, er habe 

K._____ nicht gefragt (Urk. D1/03/10 S. 12). Er vermute, dass K._____ M._____ 

eingeweiht habe, dass es sich um einen Betrug handle (Urk. D1/03/10 S. 13). Als 

er wieder in den LKW gestiegen sei, habe er die Pistole bei der Mittelkonsole lie-

gen gesehen. Er nehme an, K._____ habe diese gebraucht, um O._____ gefügig 

zu machen und ihm die Handschellen anzulegen (Urk. D1/03/10 S. 13). Er habe 

keine Fragen gestellt, als er die Pistole gesehen habe, da er mit der Situation 

überfordert gewesen sei. 

Der Beschuldigte bestätigte, dass er die Telefone immer auf sich getragen habe 

oder vorübergehend im Auto gelassen habe. Er habe garantiert nie das Telefon 

mit jemand anderem getauscht. Er wolle nicht, dass andere Leute seine privaten 

Sachen anschauen (Urk. D1/03/10 S. 15). 

Er sei bei der Überwältigung von O._____ nicht dabei gewesen. Er wisse nicht, 

weshalb K._____ ihn in diesem Punkt zu Unrecht belaste (Urk. D1/03/10 S. 16). 

-   33   - 

Als er nicht mehr habe mitmachen wollen und nicht von der Autobahn gefahren 

sei, habe K._____ ihn angerufen und habe gesagt, er sei mitgekommen und habe 

den Lastwagen angeboten, jetzt müsse er einfach mitmachen. Das habe er als 

Zwang empfunden. Bedroht oder negative Konsequenzen angedroht habe 

K._____ nicht. Er habe aus früherer Erfahrung gewusst, dass er am Schluss das 

Arschloch gewesen sei, er wolle darauf aber nicht eingehen, das seien alte Ge-

schichten (Urk. D1/03/10 S. 16). 

Es treffe nicht zu, dass er M._____ am Telefon gesagt habe, wo sie das Telefon 

deponieren solle, er sei ja erst einmal in S._____ gewesen (Urk. D1/03/10 S. 19). 

Auf die Frage, was er von der Aussage von K._____ betreffend die serbische Ma-

fia halte, erklärte er, er mache keine Aussagen zu dieser Frage (Urk. D1/03/10 S. 

22). 

Er habe K._____ nicht gefragt, was mit O._____ passiere, da dieser gesagt habe, 

er solle es seine Sache sein lassen. Er habe nicht gedacht, dass er im Stande sei, 

jemanden zu töten, sonst hätte er nicht mitgemacht (Urk. D1/03/10 S. 25). In der 

Zeit vom 4. Juni 2016 bis in AD._____ habe K._____ auf seine Frage, was mit 

O._____ passiert sei, gesagt, er habe ihn eingeschüchtert und nach S._____ ge-

bracht.  

K._____ und N._____ hätten zu jener Zeit, als K._____ für die Firma AI._____ 

Konkurs angemeldet habe, eine Auseinandersetzung gehabt wegen Geld, das 

verschwunden sei. Er wisse nicht, ob es um Bargeld oder um Drogen gegangen 

sei. Die beiden hätten nicht mehr miteinander gesprochen (Urk. D1/03/10 S. 27). 

Das sei dann wieder besser geworden, und sie hätten wieder miteinander ge-

sprochen (Urk. D1/03/10 S. 28). 

Bei der Einvernahme von Herrn und Frau E._____/F._____ im Sommer hätten 

M._____, K._____ und er die Möglichkeit zur Kollusion gehabt. K._____ habe ihm 

gesagt, er solle seine Aussagen denjenigen von K._____ anpassen. Bis zu jenem 

Tag sei er der Meinung gewesen, dass etwas mit der serbischen Mafia los sei, 

weil einige Male Fahrzeuge mit serbischen Kennzeichen bei ihm zuhause herum 

-   34   - 

gewesen seien. Er habe K._____ gefragt, ob er etwas zu befürchten habe, er ha-

be gesagt, er und M._____ hätten nichts zu befürchten, die würden nur ihn 

(K._____) wollen (Urk. D1/03/10 S. 29). Er habe ihn gefragt, wann er N._____ ge-

tötet habe. K._____ habe geantwortet, das sei gewesen als M._____ und er den 

Mercedes holen gegangen seien. Er denke, dass K._____ mit der Drogenge-

schichte eine grosse Menge Geld verloren gegangen sei. Nach seiner Ansicht sei 

es Rache gewesen. Bei O._____ sei es ums Geld gegangen. Es habe niemand 

wegen der Mafia sterben müssen, sondern man habe den Lebensstandard nicht 

mehr finanzieren können. Wenn er von N._____ gewusst hätte, wäre er bei 

O._____ gar nicht mitgegangen (Urk. D1/03/10 S. 30). 

Am 23. Juni 2017 bei der Konfrontation habe ihm K._____ all das gesagt, was auf 

dem schriftlich abgefassten Anhang zur Einvernahme stehe. Die Klimaanlage sei 

gelaufen und die Polizistin habe nicht gehört, dass sie miteinander gesprochen 

hätten. K._____ habe ihm klar gemacht, dass er M._____ nicht belasten dürfe. Er 

habe erzählt, dass er N._____ getötet habe in der Zeit als er mit M._____ weg-

gewesen sei um den Mercedes zu holen. K._____ habe gesagt, M._____ habe 

geholfen, die Leiche zu verschieben und zu begraben. 

K._____ habe ihm gesagt, dass er den BMW für sich behalten habe, N._____ 

schulde ihm noch genug Geld. Er habe K._____ gesagt, sie bräuchten den Fahr-

zeugausweis, um das Auto weiter zu verkaufen. K._____ habe gesagt, wenn 

N._____ aus Serbien zurückkomme, werde er den Fahrzeugausweis erhalten. Er 

habe versucht, N._____ telefonisch zu erreichen. K._____ habe gemeint, 

N._____ sei in Serbien und habe dort wohl keinen Empfang (Urk. D1/03/11 S. 

36). 

Auf die Frage, warum K._____ das für den Kauf eines Anhängers investierte Geld 

von Fr. 2'000.– bzw. Fr. 3'000.– nicht der serbischen Mafia gegeben habe, ant-

wortete der Beschuldigte: "Hören Sie doch auf mit dieser serbischen Mafia! Das 

ist alles Scheisse! Das gibt es doch nicht! Das hat er doch in den eigenen Sack 

getan! Ich weiss nicht, was er mit dem Geld gemacht hat. Ich habe für mein Geld 

gearbeitet. Ich kann das Wort Mafia nicht mehr hören. Den Bullshit gibt es sicher 

nicht" (Urk. D1/03/11 S. 45). 

-   35   - 

M._____ habe O._____ in seiner Gegenwart nie gefesselt gesehen. Er habe beim 

Fesseln nicht geholfen (Urk. D1/03/11 S. 47). 

2.2.11. Polizeiliche Einvernahme vom 6. Februar 2018 (Urk. D1/03/12) 

Nach dem Aufladen des Fahrzeugs habe er N._____ gesagt, dass sie noch bei 

K._____ vorbeigehen würden. Als sie bei K._____ angekommen seien, sei 

N._____ ein erstes Mal überwältigt worden. Sie seien dann in die Küche gegan-

gen und hätten ihn dort wieder entfesselt und hätten mit ihm geredet. Es sei zum 

Teil etwas lauter geworden, aber es seien nie die Fetzen geflogen. Bei der Über-

wältigung sei K._____ herausgekommen und habe N._____ befohlen, die Hände 

in die Höhe zu halten und habe ihm Handschellen in die Hände gedrückt, welche 

er N._____ angezogen habe. M._____ habe die Sache mitbekommen. Er könne 

nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob sie bei der Fesselung mitgeholfen habe. 

K._____ und M._____ hätten N._____ in seiner Abwesenheit, als er den Anhä-

nger in AT._____ geholt habe, noch ein zweites Mal gefesselt. K._____ habe ihm 

erzählt, dass sie beim zweiten Mal dabei gewesen sei (Urk. D1/03/12 S. 8). 

K._____ habe ihm gesagt, dass er mit N._____ reden wolle. Er habe ihm vorge-

schlagen, dass er das Auto von N._____ auflade, P._____ schreibe und dann zu-

sammen mit N._____ zu ihm komme (Urk. D1/03/12 S. 10). Er habe von K._____ 

am Telefon die Instruktionen bekommen. Es stimme nicht, dass er bei der Tötung 

von N._____ dabei gewesen sei. Auch treffe nicht zu, dass er bei der Serbenge-

schichte finanziell mitgemischt habe. Das Einzige, was er mit Serben zu tun ge-

habt habe, sei das Verschwindenlassen des Fahrzeugs TATA, welches nach Ser-

bien gebracht worden sei. Er habe keine Gelder in Drogenhandel investiert. Er 

habe gewusst, dass gewisse Sachen laufen mit Drogen mit den Transporten, wel-

che ankommen. K._____ habe ihm einmal gesagt, er könne die Paletten nur so 

günstig verkaufen, weil noch andere Ware mit raufkomme (Urk. D1/03/12 S. 16). 

Er habe angenommen, dass es um Drogen gehe, K._____ habe ihm das nie be-

stätigt (Urk. D1/03/12 S. 17). N._____ habe ihm kein Geld geschuldet (Urk. 

D1/03/12 S. 17). Er habe N._____ zu K._____ geführt, um K._____ zu helfen, an 

das Auto ran zu kommen. Er hätte keinen Vorteil daraus gezogen. K._____ sei es 

-   36   - 

nicht um das Fahrzeug gegangen, jedoch um den Inhalt des Fahrzeugs. Er habe 

vermutet, dass Drogen darin seien (Urk. D1/03/12 S. 18). 

Beim Gespräch mit N._____ in der Küche habe sich M._____ nicht beteiligt. Sie 

habe aber mitbekommen, um was es gegangen sei (Urk. D1/03/12 S. 33). 

Nachdem er den Anhänger mit dem BMW auf den Platz gefahren habe, sei 

M._____ zu ihm gekommen und habe gesagt, dass sie noch den Mercedes in 

AB._____ holen müssten. Er habe nicht nachgefragt, wer den Auftrag gegeben 

habe (Urk. D1/03/12 S. 35). 

Dass sie zu K._____ fahren würden, habe er N._____ erst gesagt nach dem 

Geldbezug bei der Post. Er habe nichts dagegen gehabt (Urk. D1/03/12 S. 35). Er 

habe N._____ gesagt, er wolle für den Transport etwas haben, er sei nicht mehr 

sicher, ob er Fr. 300.– oder Fr. 400.– gesagt habe (Urk. D1/03/12 S. 36). 

Entgegen seinen früheren Aussagen treffe es auch zu, dass er bei der Überwälti-

gung und Fesselung von O._____ mitgeholfen habe (Urk. D1/03/12 S. 37). Er sei 

in der Führerkabine gewesen, als K._____ überraschenderweise die Waffe gezo-

gen habe und ihm befohlen habe, O._____ die Handschellen anzuziehen. Er ha-

be gar nicht gewusst, dass K._____ eine Waffe dabei gehabt habe. Er habe 

K._____ fragen wollen, warum er den Plan geändert habe. Dieser habe geantwor-

tet, er solle einfach tun, was er sage und ihm mit dem Ranger hinterherfahren. 

M._____ habe sich nicht blicken lassen, weder bei der Einstellhalle noch beim 

Platz. Sie sei erst wieder dazu gekommen, als er schon überwältigt gewesen sei. 

Von K._____ habe er am 23. Juni 2017 erfahren, dass sie den Plan gewusst ha-

be. Er könne nicht sagen, ob sie gewusst habe, dass O._____ sterben müsse. In 

seiner Gegenwart habe M._____ O._____ nicht gefesselt gesehen. Soviel es ihm 

sei, habe er die Waffe an diesem Tag nicht in der Hand gehalten. Er sei davon 

ausgegangen, dass K._____ O._____ einschüchtern und dann wieder zurück 

nach Zürich bringen würde (Urk. D1/03/12 S. 39). Er bleibe dabei, dass er Kabel-

binder für die Fixierung des Kontrollschilds gekauft habe, Handschuhe weil sie 

praktisch für die Arbeit gewesen seien und das Messer, weil es ihm gefallen habe 

(Urk. D1/03/12 S. 40). Er habe nicht gewusst, dass man vorgehabt habe, O._____ 

-   37   - 

zu überwältigen, und es stimme nicht, dass er vor der Fahrt nach S._____ ge-

wusst habe, dass O._____ am Ende sterben werde (Urk. D1/03/12 S. 40). Auf 

Vorhalt, K._____ habe gesagt, er sei dabei gewesen, als die Serben ihm befohlen 

hätten, dass er O._____ töten müsse, erklärte der Beschuldigte, das Serben Ma-

fia Zeugs gehe ihm immer noch nicht auf. K._____ habe ihm klar dargelegt, dass 

diese Geschichte bestehen bleiben müsse, es habe Auswirkungen auf das Straf-

mass. Für ihn sehe das so aus, dass man mit jedem Mittel versuche, Druck auf 

ihn auszuüben, dass er bestätige, was er nie gesehen und erfahren habe (Urk. 

D1/03/12 S. 40). 

Er habe nicht mitbekommen, dass K._____ M._____ gesagt habe, sie solle das 

Mobiltelefon von O._____ in S._____ deponieren (Urk. D1/03/12 S. 41). 

2.2.12. Polizeiliche Befragung vom 12. März 2018 (Urk. D1/03/14) 

Der Beschuldigte sagte aus, er habe N._____ gesagt, er werde ihm helfen, die 

Hanf-Indooranlage, welche bei K._____ gewesen sei, wieder zu beschaffen. 

N._____ habe ihm gesagt, dass er mit K._____ nicht mehr sprechen wolle. Die 

beiden seien nicht mehr gut aufeinander zu sprechen gewesen. Er habe gesagt, 

K._____ sei diese Woche in den Ferien. Sie hätten abgemacht, dass sie zu 

K._____ fahren würden, um die Anlage zu holen. N._____ habe ihn zudem ge-

fragt, ob er jemanden kenne, der seinen BMW flicken könne. K._____ habe zu 

ihm gesagt, er solle den BMW einfach aufladen und sagen, dass er ihn zu jeman-

dem zum Flicken bringe. K._____ habe gesagt, er wolle den BMW. Damit es 

glaubwürdiger ausgesehen habe, habe er N._____ gesagt, dass er einen Vor-

schuss leisten müsse. N._____ habe den entsprechenden Betrag abgehoben 

(Urk. D1/03/14 S. 3). Es habe das Gerücht im Raum gestanden, dass N._____ 

K._____ Geld schulde und dass noch Ware in Serbien sein solle, an die K._____ 

mit Hilfe von N._____ rankomme. Abgemacht gewesen sei, dass es einen Über-

raschungseffekt gebe, K._____ zu Hause sei und mit ihm sprechen wolle. Es sei 

die Rede davon gewesen, dass N._____ an diesem Abend noch Richtung Serbi-

en gehe, darum habe er nachher zusammen mit M._____ den Mercedes noch 

abgeholt (Urk. D1/03/14 S. 6). K._____ habe ihm am folgenden Tag gesagt, eine 

Vertrauensperson von K._____ sei mit N._____ nach Serbien gegangen. Das 

-   38   - 

Schlimmste, was er sich habe vorstellen können, sei gewesen, dass sich die bei-

den prügeln würden und N._____ Pfefferspray abbekomme. Es wäre ihm nie im 

Traum in den Sinn gekommen, dass es so ausgehen würde (Urk. D1/03/14 S. 7). 

Vor dem Eintreffen bei K._____ sei nicht darüber gesprochen worden, dass 

N._____ gefesselt werde (Urk. D1/03/14 S. 7). 

Dem Polizisten, welcher am 17. Mai 206 mit ihm telefoniert und ihn danach ge-

fragt habe, wann er N._____ das letzte Mal gesehen habe, habe er gesagt, er ha-

be ihn das letzte Mal am 27. April 2016 gesehen, als er den BMW bei K._____ 

abgeladen habe und N._____ von dort noch nach AJ._____ gefahren habe. Das 

habe er so gesagt, weil K._____ ihm gesagt habe, er solle sagen, dass N._____ 

nach AJ._____ gegangen sei (Urk. D1/03/14 S. 7).  

K._____ habe nie von Mafia gesprochen, er habe immer nur gesagt, er habe ei-

nen Investor in Serbien. Er wisse nicht, mit was für Leuten er Geschäfte gemacht 

habe. Er (A._____) habe nicht mit diesen Leuten Geschäfte gemacht, habe kein 

Geld in irgendwelche zweifelhafte oder illegale Geschäfte von K._____ oder 

N._____ investiert (Urk. D1/03/14 S. 10).  

M._____ sei bei dieser Geschichte einfach zu Hause gewesen und habe in der 

Zeit, in welcher er da gewesen sei, nicht gross mitgeholfen. Bei der Überwältigung 

von N._____ sei sie nicht dabei gewesen, sei in der Stube gewesen, sei erst dazu 

gekommen, als sie drinnen gewesen seien mit N._____. Er wisse nicht mehr, was 

sie dort noch gesagt oder gemacht habe (Urk. D1/03/14 S. 12). Bei der Kollusion 

habe er mitbekommen, dass sie am iPad in der Stube gesessen sei und alles 

über die Videokamera mitbekommen habe (Urk. D1/03/14 S. 13). Bei der Bespre-

chung sei es um Ware, irgendwelche Drogengeschäfte und Geld gegangen und 

darum, dass N._____ helfen solle, es wieder zu beschaffen. Er glaube nicht, dass 

M._____ bei dieser Besprechung dabei gewesen sei (Urk. D1/03/14 S. 13). 

K._____ habe bei der Überwältigung von N._____ eine Pfefferpistole in der Hand 

gehalten (Urk. D1/03/14 S. 12).  

-   39   - 

N._____ sei in die Küche gebracht worden, nicht in den Estrich. Es sei darum ge-

gangen, dass N._____ sich mit der Ware aus dem Staub gemacht habe. Er habe 

gesagt, das stimme nicht, er sei erwischt worden. Es sei um einen Geldbetrag von 

Fr. 20'000.– gestritten worden (Urk. D1/03/14 S. 25). Bevor oder nachdem er den 

BMW geholt habe, habe er noch mit M._____ die Fahrzeuge Subaru und Ford 

Ranger geholt, die K._____ in AF._____ verteilt habe, damit N._____ wirklich das 

Gefühl habe, es sei niemand zu Hause (Urk. D1/03/14 S. 26). 

Betreffend G._____ habe K._____ gesagt, er solle ihm nichts erzählen, er würde 

das schon klären (Urk. D1/03/14 S. 30). 

2.2.13. Polizeiliche Einvernahme vom 9. April 2018 (Urk. D1/03/15) 

Der Beschuldigte erklärte, er habe bei der Sache mit N._____ mitgemacht, damit 

K._____ wieder zu seinem Geld komme. Er erneuerte seine Aussage, dass 

N._____ zu K._____ mitgekommen sei, weil er ihm gesagt habe, dass dort die 

Hanf-Indooranlage sei und K._____ in den Ferien sei. K._____ habe N._____ zu-

sammen mit seinem Auto haben wollen. Es treffe zu, dass er zusammen mit 

N._____ bei der Poststelle AK._____ Geld als Anzahlung für die Reparatur des 

Autos abgehoben habe, es seien glaublich Fr. 400.– gewesen. Er wisse nicht, 

was mit dem Geld passiert sei. Er habe N._____ gesagt, sie würden das Auto je-

mandem zur Reparatur bringen, daher habe er das Geld bei sich behalten. Es 

habe sich um den in seiner SMS erwähnten fingierten "P._____" gehandelt. Die 

SMS an P._____ habe er geschrieben für den Fall, dass N._____ dies hätte se-

hen wollen (Urk. D1/03/115 S. 6). Der Beschuldigte hielt daran fest, dass sie mit 

N._____ nach dem Anlegen der Handschellen in die Küche gegangen seien. Er 

habe das Mobiltelefon von N._____ nicht ausgeschaltet und wisse nicht, wer das 

getan habe (Urk. D1/03/15 S. 8).  

M._____ sei ab und zu als sie mit ihm diskutiert hätten, auch wieder dazu ge-

kommen, mehr oder weniger anständig und laut. Was ihre Handlungen genau 

gewesen seien, wisse er nicht. Sie habe auch mitgeredet, weil es ja um gemein-

sames Geld gegangen sei (Urk. D1/03/15 S. 8 f.). Es sei immer um das Geld und 

die Drogen gegangen, die verschwunden seien. Sie habe die Diskussion mitbe-

-   40   - 

kommen und habe sich eingemischt, dass N._____ sie um viel Geld oder Ware 

betrogen habe und dass man zumindest das Geld wieder haben wolle. Sie habe 

den gefesselten N._____ gesehen. N._____ habe immer beteuert, dass sie ihn 

erwischt oder "gefickt" hätten (Urk. D1/03/15 S. 9). Sie habe gesagt, dass er doch 

belegen solle, dass sie ihn erwischt hätten, dass es doch eine Anzeige geben 

müsste (Urk. D1/03/15 S. 9). 

Als der Polizist ihn am 17. Mai 2016 telefonisch kontaktiert habe, habe er gesagt, 

dass er N._____ nach AJ._____ gefahren habe. Dies habe er auf Anweisung von 

K._____ so gesagt, der erklärt habe, er werde das Gleiche sagen. Er habe ja 

nicht von der Überwältigung und den Drogen erzählen können, habe deswegen 

keine Probleme bekommen wollen (Urk. D1/03/15 S. 10). 

Er habe von der Tötung von N._____ erst vor der Verhaftung in AD._____ erfah-

ren (Urk. D1/03/15 S. 10). 

Wegen der Mordvorwürfe von G._____ habe er sich eigentlich keine Sorgen ge-

macht. K._____ habe ja Geld und Ware von ihm gewollt, da passe es nicht ins 

Bild, dass man jemanden umbringe. Er sei davon ausgegangen, dass N._____ 

mit einer Vertrauensperson nach Serbien gegangen sei und habe immer wieder 

versucht, N._____ anzurufen (Urk. D1/03/15 S. 12). Er habe nichts gewusst von 

der Tötung von N._____, als ihm K._____ die Screenshots der Mordvorwürfe von 

G._____ geschickt habe, das habe er erst kurz vor der Verhaftung in Deutschland 

erfahren (Urk. D1/03/15 S. 14). 

Es treffe bezüglich des Versicherungsbetrugs zum Nachteil der AL._____ Versi-

cherung nicht zu, dass er den VW Passat angezündet habe (Urk. D1/03/15 S. 20). 

2.2.14. Polizeiliche Einvernahme vom 10. April 2018 (Urk. D1/03/16) 

K._____ habe ihm gesagt, dass N._____ Geld gestohlen habe und dass er sich 

mit Drogen aus dem Staub gemacht habe. Er wolle nun das wieder zurück und 

wolle deswegen mit ihm reden. Er habe K._____ geholfen, dass er wieder zu sei-

nem Geld und zu seiner Ware gekommen sei (Urk. D1/03/16 S. 3). Er habe nicht 

-   41   - 

gewusst, um wieviel Geld es gehe und um welche Drogen. K._____ habe immer 

gesagt, je weniger er wisse, desto besser sei es (Urk. D1/03/16 S. 4). 

Beim Treffen mit AG._____ und AM._____ beim … in AN._____ habe K._____ 

gesagt, dass N._____ eine Konventionalstrafe in Serbien eingefahren habe und 

dass K._____ deshalb sein Geschäft habe aufgeben müssen (Urk. D1/03/16 S. 

5). Bei der Kollusion habe K._____ auf seine Frage, warum er N._____ getötet 

habe, geantwortet, dass N._____ sein Leben zerstört habe, weil er sein Geld ge-

nommen habe (Urk. D1/03/16 S. 6). 

Beim Gespräch in der Küche habe M._____ auch auf N._____ eingeredet. Sie 

habe eine bestimmende Art gehabt, sei emotional, vorwurfsvoll gewesen. Sie ha-

be ihren Senf auch dazu gegeben (Urk. D1/03/16 S. 8). Beim Gespräch mit 

N._____ in der Küche sei es laut und ein Durcheinander gewesen. K._____ habe 

geschrien, dann habe M._____ wieder dazwischen gesprochen. Er habe ver-

sucht, zu schlichten (Urk. D1/03/16 S. 9). 

Der Beschuldigte hielt daran fest, dass er erst kurz vor der Verhaftung in 

AD._____ erfahren habe, dass K._____ N._____ und O._____ getötet habe (Urk. 

D1/03/16 S. 14). 

Der Betrug zum Nachteil von O._____ sei so geplant gewesen, dass man den 

Lastwagen von O._____ hole und einfach verkaufe. Er hätte Fr. 10'000.– als Pro-

vision für einen Verkauf zu einem guten Preis bekommen. K._____ habe ihm ge-

sagt, er habe alles geplant und mit O._____ besprochen. Sie hätten den Lastwa-

gen an dem Tag einfach abholen sollen. Dann sei in S._____ plötzlich die Rede 

gewesen von einer Probefahrt (Urk. D1/03/16 S. 16). 

Die Handschuhe habe er gekauft, weil er am 3. Juni 2020 keine im Auto gehabt 

habe. Das Messer habe er gekauft, weil es ihm gefallen habe und es nützlich ge-

wesen sei zum Wegschneiden von Kabelbindern (Urk. D1/03/16 S. 18). Kabelbin-

der habe er gekauft für die Befestigung der Nummernschilder (Urk. D1/03/16 

S. 19). 

-   42   - 

Als er K._____ gefragt habe, warum M._____ mitkomme, habe er gesagt, sie 

müsse noch etwas abholen (Urk. D1/03/16 S. 20). So wie K._____ ihm bei der 

Kollusion gesagt habe, sei M._____ in den Plan eingeweiht gewesen. Bei der 

Überwältigung und Fesselung sei sie nicht dabei gewesen (Urk. D1/03/16 S. 21). 

K._____ habe O._____ im Lastwagen überwältigt, indem er eine Pistole unter 

seiner Mappe hervorgeholt habe, sie auf O._____ gerichtet habe und gesagt habe 

"Hände hoch". Er habe K._____ gefragt, was dieser Scheiss solle, worauf dieser 

gesagt habe, er solle einfach machen, was er ihm sage. Dann habe er ihm die 

Handschellen gegeben und er habe sie O._____ angezogen (Urk. D1/03/16 S. 

21). Er sei aus der Sache nicht ausgestiegen, da er schwarz für K._____ gearbei-

tet habe, den Fehler mit dem TATA gemacht habe und K._____ ihn damit unter 

Druck gesetzt habe (Urk. D1/03/16 S. 23). 

Er habe nicht mitbekommen, dass M._____ mit dem Natel nach S._____ gefah-

ren sei und habe ihr keine Anweisungen gegeben, wo sie das Natel deponieren 

müsse (Urk. D1/03/16 S. 24). 

2.2.15. Konfrontationseinvernahme vom 22. Mai 2018 (Urk. D1/06/14) 

A._____ sagte bezüglich N._____ sel. aus, es sei geplant gewesen, dass er mit 

N._____ zu K._____ nach Hause gehe und die beiden dort miteinander sprechen 

würden. Er habe gewusst, dass K._____ von N._____ betrogen worden sei (Urk. 

D1/06/14). K._____ habe vorgeschlagen, er solle sagen, K._____ sei nicht zu 

Hause. Er habe N._____ gesagt, sie würden die Indooranlage holen, die bei 

K._____ stehe. K._____ habe ihm gesagt, er wolle das Geld von N._____ zu-

rückerhalten, er wolle mit N._____ reden und würde alles andere selbst regeln. Er 

sei davon ausgegangen, es könnte ein Handgemenge geben oder eine verbale 

Auseinandersetzung. Er habe nichts zu tun haben wollen mit den Geschäften, die 

die beiden miteinander hatten (Urk. D1/06/14 S. 4). Als er K._____ gesagt habe, 

dass das Auto von N._____ kaputt sei, habe er gesagt, das sei gut, er wolle das 

Auto auch haben und er solle dafür sorgen, dass es zusammen mit N._____ zu 

ihm komme. Er habe mit M._____ nicht über die Angelegenheit gesprochen. 

M._____ habe gewusst, um wieviel Geld es gehe, mit dem N._____ betrogen ha-

-   43   - 

be. Was sie sonst wusste, das wisse er nicht (Urk. D1/06/14 S. 7). Er habe 

N._____ gesagt, er kenne jemanden, der den BMW flicke. Auf der Fahrt an den 

Wohnort von K._____ seien sie an der Post vorbeigefahren, da habe N._____ 

Geld abgehoben. Er habe ihm gesagt, er brauche einen Vorschuss. Bei K._____ 

angekommen habe dieser "Hände hoch" gerufen, und sie sollten sich auf den Bo-

den legen. K._____ habe ihm Handschellen gegeben, die er N._____ angelegt 

habe. Dann seien sie in die Küche gegangen (Urk. D1/06/14 S. 8). Er habe ge-

dacht, sie könnten miteinander reden, dass es schlimmstenfalls ein Handgemen-

ge gebe. Er habe K._____ gefragt, ob er einen Pfefferspray habe, das wäre die 

letzte Option gewesen (Urk. D1/06/14 S. 10). Er habe ein bisschen Kenntnis da-

von gehabt, dass es um illegale Aktivitäten gegangen sei, da würde ja keiner heu-

lend zur Polizei rennen (Urk. D1/06/14 S. 11). Beim Gespräch in der Küche sei es 

zwischen den beiden laut geworden. Zwischenzeitlich sei auch M._____ hinzuge-

kommen und habe sich beteiligt. Es sei darum gegangen, dass K._____ sein Geld 

und seine Ware wolle. N._____ habe gesagt, er sei verarscht worden, sie hätten 

ihn gefickt. M._____ habe gesagt, es gehe ja nicht gerade um wenig, er solle die 

Ware herausrücken. Als die Situation sich entspannt habe, habe er den BMW ge-

holt. Nachdem er zurückgekommen sei, habe K._____ M._____ und ihm befoh-

len, den Mercedes in AB._____ zu holen. Dies hätten sie getan. Von AB._____ 

aus sei er nach Hause gefahren, M._____ mit dem Mercedes nach AF._____ 

(Urk. D1/06/14 S. 12). Am nächsten Tag habe K._____ erzählt, dass es gut ge-

gangen sei und dass N._____ mit einer Vertrauensperson von K._____ nach Ser-

bien gefahren sei, um die Ware abzuholen. Der Fahrzeugausweis für den BMW 

sei nicht vorhanden gewesen. K._____ habe gesagt, er solle G._____ sagen, 

dass sie das Auto von N._____ gekauft hätten und den Fahrzeugausweis bräuch-

ten. Er habe G._____ angerufen, welcher einen Vertrag habe sehen wollen. 

K._____ habe ihn gefragt nach ein paar Daten, die er in den Vertrag hineinschrei-

ben könne, dann habe er (A._____) den Vertrag G._____ geschickt. K._____ ha-

be M._____ geschickt, den Fahrzeugausweis abzuholen. Später sei G._____ 

zwei Mal bei ihm vorbeigekommen, habe nach dem Verbleib von N._____ gefragt 

und Vorwürfe gemacht, man habe N._____ umgebracht (Urk. D1/06/14 S. 13). 

K._____ habe die Polizei gerufen, diese sei gekommen und habe G._____s Per-

-   44   - 

sonalien kontrolliert. Danach habe er nichts mehr von G._____ gehört und sei da-

von ausgegangen, dass N._____ sich gemeldet habe und alles wieder gut sei. Er 

habe G._____ nicht gesagt, dass N._____ in Serbien sei, da er dann über die ille-

galen Sachen hätte sprechen müssen, über die er nicht Bescheid wisse und da 

K._____ zu ihm gesagt habe, er solle G._____ nicht zu viel erzählen (Urk. 

D1/06/14 S. 14). 

A._____ sagte aus, es müsste so gewesen sein, dass der Kaufvertrag betreffend 

den BMW am nächsten Tag erstellt worden sei, zu einer Zeit, als N._____ schon 

in Serbien hätte sein müssen. Er sei davon ausgegangen, dass die Originalunter-

schrift von N._____ auf dem Vertrag sei, N._____ den Vertrag ohne die vollstän-

digen Fahrzeugangaben unterschrieben habe (Urk. D1/06/14 S. 15). Ausserdem 

hätten die von K._____ erfragten Fahrzeugdaten auch für die Inserate sein kön-

nen, die K._____ geschaltet habe (Urk. D1/06/14 S. 16). 

Die Nachricht an K._____ mit der Anrede "Lieber P._____ …" habe er geschickt, 

damit er diese N._____ hätte zeigen können, falls dieser etwas hätte sehen wol-

len (Urk. D1/06/14 S. 17). 

Beim Gespräch in der Küche habe meistens K._____ gesprochen, M._____ habe 

sehr wenig gesagt, und er habe sich ziemlich rausgehalten, da er nicht 100 % 

gewusst habe, worum es gegangen sei (Urk. D1/06/14 S. 22). K._____ habe zu 

N._____ gesagt, wegen ihm gehe alles kaputt, er wolle die Ware, das Geld zu-

rück, er habe ihn um viel Geld gebracht. M._____ habe gesagt, er solle sagen, wo 

das Geld sei, er solle das zurückgeben. Er (A._____) habe ein Stück weit ver-

sucht, zu vermitteln, habe gesagt, sie sollten doch das Problem lösen (Urk. 

D1/06/14 S. 22). M._____ sei nur kurze Zeit in der Küche gewesen. Sie sei kurz 

hereingekommen, habe ein paar Fragen gestellt und sei zurück ins Wohnzimmer 

gegangen (Urk. D1/06/14 S. 23).  

Er habe bei dieser Angelegenheit mitgemacht, weil er K._____ habe helfen wol-

len, zu seinem Geld zu kommen. Er selber hätte nicht davon profitiert 

(Urk. D1/06/14 S. 24 f.).  

-   45   - 

Er habe sich vorstellen können, dass N._____ eins aufs Maul bekomme und habe 

mitgemacht, damit K._____ das Geld zurückerhalte. Bei der Kollusion habe 

K._____ gesagt, N._____ habe sein Leben zerstört (Urk. D1/06/14 S. 27). 

Er wisse nicht, ob N._____ den Schlüssel des Mercedes freiwillig gegeben habe, 

denn er sei nicht dabei gewesen (Urk. D1/06/14 S. 33). K._____ habe gesagt, 

man hole den Mercedes, damit N._____ wieder mobil sei (Urk. D1/06/14 S. 33). 

Er habe nicht gewusst, dass K._____ den Mercedes verkauft habe. K._____ habe 

an jenem Abend nur N._____ und den BMW gewollt. 

Dass M._____ beim Vergraben der Leiche geholfen habe, habe er erst bei der 

mündlichen Kollusion von K._____ erfahren. M._____ habe ihm in dieser Kollusi-

on gesagt, sie habe helfen müssen, es habe auf ihn den Eindruck gemacht, dass 

er sie dazu gezwungen habe (Urk. D1/06/14 S. 35). 

Auf Vorhalt, dass ihm K._____ am 7. Mai 2016 Screenshots aus der Kommunika-

tion mit G._____ geschickt habe, in welcher G._____ ihm vorwerfe, dass er 

N._____ ermordet habe, erklärte A._____, es könne sein, dass er K._____ darauf 

angesprochen habe, was das solle. Er habe K._____ nicht zugetraut, dass er fä-

hig sei, jemanden umzubringen (Urk. D1/06/14 S. 41). Im Telefongespräch mit 

K._____ im Anschluss an die Zustellung der Mitteilung betreffend die Vorwürfe 

von G._____ habe er K._____ gefragt, ob das stimme oder nicht. Es sei ziemlich 

naheliegend, dass er geantwortet habe, dass er niemanden umgebracht habe. Er 

könne sich nicht an das Telefonat erinnern, aber K._____ habe ihm nie gesagt, 

dass er jemanden umgebracht habe. Wenn es so gewesen wäre, hätte er die Po-

lizei kontaktiert oder den Kontakt zu K._____ abgebrochen. Als G._____ wieder 

bei ihm (A._____) gewesen sei, habe K._____ die Polizei gerufen. Auch die erfah-

renen Beamten hätten gesagt, es sei nur blabla, deshalb habe auch er nicht ge-

dacht, dass an diesen Vorwürfen etwas dran sei (Urk. D1/06/14 S. 42). Er habe 

versucht, N._____ anzurufen, es sei aber immer die Combox gekommen. Nach-

dem es ruhig geworden sei, G._____ nicht mehr gekommen sei, habe er gedacht, 

N._____ sei wieder aufgetaucht (Urk. D1/06/14 S. 43).  

-   46   - 

Bevor der Polizist ihn angerufen habe, habe ihn K._____ informiert, dass die Poli-

zei ihn kontaktieren werde. Er solle sagen, dass er mit ihm zusammen gewesen 

sei, sie den BMW zusammen gekauft hätten und N._____ nach AJ._____ gefah-

ren sei (Urk. D1/06/14 S. 44). 

Auf die Frage, was er von der Geschichte von K._____ halte, dass er die Tö-

tungsdelikte habe begehen müssen wegen Drohungen der serbischen Mafia, 

lachte A._____ und erklärte, das sei realitätsfern, er denke, diese Aussagen seien 

zustande gekommen, damit er als Person im Mittelpunkt stehe und nicht als Ne-

benrolle dastehe, im Gefängnis sagen könne, er habe das tun müssen, besser 

dastehe vor seinen Mitgefangenen und nicht grundlos jemanden umgebracht ha-

be (Urk. D1/06/14 S. 48). 

2.2.16. Konfrontationseinvernahme vom 28. Juni 2018 (Urk. D1/06/18) 

A._____ verwies in dieser Einvernahme betreffend das Delikt zum Nachteil von 

O._____ sel. vorab auf seine Aussagen bei der Polizei (Urk. D1/06/18 S. 31 ff.). 

Dann bestritt er die Darstellung von K._____ und hielt daran fest, dass er erst in 

Deutschland bei der Verhaftung vom Tod von N._____ erfahren habe. Wenn er 

Handschuhe, Kabelbinder und Messer für einen Überfall auf O._____ gekauft hät-

te, hätte er sicher nicht die Quittung aufbewahrt und mit seiner Postkarte bezahlt 

(Urk. D1/06/18 S. 42). Bezüglich des Betrugs zum Nachteil der B._____, Liefer-

wagen TATA, verwies A._____ auf seine Aussagen bei der Polizei und seine Stel-

lungnahme (Urk. D1/06/18 S. 42 ff.). Er bestätigte, dass er habe aus dem Lea-

singvertrag aussteigen und verhindern wollen, dass seine GmbH das Fahrzeug 

kaufen müsse und K._____ auf die Idee gekommen sei mit dem Versicherungs-

betrug. Er habe das Fahrzeug und Fr. 1'000.– K._____ übergeben, der das Fahr-

zeug in Serbien abgeliefert habe (Urk. D1/06/18 S. 44). K._____ bestätigte die 

Darstellung von A._____ und sagte aus, er habe das Auto an AO._____ überge-

ben als Anzahlung an seine Schulden. Die Fr. 1'000.–, die er von A._____ be-

kommen habe, hätten gerade für Diesel und Mautgebühren gereicht 

(Urk. D1/06/18 S. 46). 

-   47   - 

2.2.17. Schlusseinvernahme vom 8. Oktober 2018 (Urk. D1/03/17) 

Der Beschuldigte hielt daran fest, dass er nie gewusst, nie damit gerechnet und 

nicht in Kauf genommen habe, dass O._____ sterben werde (Urk. D1/03/17 

S. 10). Er habe nicht gewusst, dass der Anhänger für den Weitertransport von 

O._____ sei und habe nichts vom Natel-Tausch von K._____ und M._____ mitbe-

kommen. Die Fr. 10'000.– seien für das Mitwirken an einem Betrug gewesen (Urk. 

D1/03/17 S. 10). Betreffend den Vorwurf der Urkundenfälschung sagte er aus, er 

habe nicht sein Einverständnis dazu gegeben, dass sein Name für den Vertrag 

verwendet werde und wisse nicht, ob K._____ den Vertrag gegenüber Herrn 

AE._____ vorgewiesen habe (Urk. D1/03/17 S. 14). 

Betreffend den Anklagevorwurf zum Nachteil von N._____ bestritt der Beschuldig-

te, dass N._____ ihm die Fr. 400.– übergeben habe (Urk. D1/03/17 S. 21). Es 

treffe nicht zu, dass K._____ ihn am 28. April 2016, eventualiter am 30. April 

2016, orientiert habe, dass er N._____ getötet habe (Urk. D1/03/17 S. 22). Er sei 

nie davon ausgegangen, dass K._____ N._____ töten würde, das hätte ja auch 

keinen Sinn ergeben, weil er ja noch Geld oder Ware von ihm gewollt habe. Das 

Schlimmste, was er sich vorgestellt habe, sei, dass N._____ eventuell einen 

Schlag bekomme (Urk. D1/03/17 S. 22). 

Bezüglich Dossier 2 ist der vorinstanzliche Schuldspruch betreffend Urkundenfäl-

schung und der vorinstanzliche Freispruch betreffend gewerbsmässigen Betrug in 

Rechtskraft erwachsen, weshalb auf eine Zusammenfassung der Aussagen zu 

verzichten ist.  

Bezüglich Dossier 4 ist der Schuldspruch betreffend Irreführung der Rechtspflege 

und versuchten Betrug in Rechtskraft erwachsen. Angefochten ist der Schuld-

spruch betreffend mehrfache Veruntreuung. Der Beschuldigte machte geltend, es 

sei ihm nicht bekannt gewesen, dass das Fahrzeug in Serbien verkauft worden 

sei (Urk. D1/03/17 S. 26). 

-   48   - 

Bezüglich Dossier 5 ist der Schuldspruch der Gehilfenschaft zu versuchtem Be-

trug angefochten. Der Beschuldigte verwies in der Schlusseinvernahme auf seine 

bisherigen Aussagen (Urk. D1/03/17 S. 28). 

2.2.18. Aussagen vor Vorinstanz am 9. September 2019 (Prot. I S. 170 ff.) 

Der Beschuldigte sagte aus, wenn man wie sie Scheisse gemacht habe, sollte 

man nachher dazu stehen. Es beschäftige ihn, dass die Angehörigen, die Fami-

lien O._____ und N._____, immer mit dieser Mafiageschichte konfrontiert seien, 

obwohl dies weltfremd sei (Prot. I S. 173). 

Betreffend die Delikte zum Nachteil von N._____ sel. sagte der Beschuldigte aus, 

er sei von K._____ kontaktiert worden. Dieser habe ihm gesagt, er habe offene 

Pendenzen mit N._____. Ob er nicht schauen könne, dass N._____ zu ihm 

(K._____) komme. K._____ habe die Idee mit der Hanf-Indooranlage gehabt. Als 

N._____ sich bei ihm (A._____) gemeldet habe und ihn gefragt habe, ob er den 

defekten BMW reparieren könne und er dies K._____ erzählt habe, habe dieser 

erklärt, er solle das Auto von N._____ aufladen und irgendwie fiktiv jemandem 

sagen, was es bei ihm zu reparieren gäbe (Prot. I S. 175). Er habe nicht im Detail 

gewusst, worum es bei den Differenzen zwischen N._____ und K._____ gegan-

gen sei. K._____ habe ihn einmal angerufen und gesagt, er sei in Luzern mit 

N._____ wegen Material oder Ware, welche verschwunden sei. Wenn er sich bis 

zu einem gewissen Zeitpunkt nicht melde, solle er die Polizei anrufen, er habe zu 

Hause alles hinterlegt. Dann habe K._____ sich gemeldet und die Sache sei vor-

bei gewesen (Prot. I S. 176). Er habe bei K._____ nachgefragt, um was es bei 

diesem Streit mit N._____ gehe. K._____ habe gesagt, er solle dies seine Sorge 

sein lassen, er wolle ihn nicht in die Sache hineinziehen (Prot. I S. 176). Ihm sei 

bekannt gewesen, dass K._____ und N._____ eine Auseinandersetzung gehabt 

hätten. K._____ habe, als er die Angestellten im Zusammenhang mit der Kon-

kurseröffnung eingeladen habe, gesagt, dass N._____ in Serbien "Scheissdreck" 

gebaut habe und die Firma AI._____ GmbH deshalb Konkurs eröffne. N._____ 

sei der Sündenbock gewesen und habe dies auch mitbekommen (Prot. I S. 177). 

Er habe gewusst, dass K._____ gegenüber N._____ eine Forderung gehabt ha-

be, aber er habe nicht gewusst, in welcher Höhe (Prot. I S. 178). Er habe K._____ 

-   49   - 

im Hinblick auf das Treffen gefragt, ob er Pfefferspray habe, da N._____ rund 1,9 

Meter gross, breit und kräftig gewesen sei und dies eine Lösung gewesen wäre, 

wenn N._____ aggressiv geworden wäre (Prot. I S. 178/179). K._____ habe sie 

beide überrascht, indem er auf sie zugekommen sei und "Hände hoch" gesagt 

habe und sie aufgefordert habe, sich auf den Boden zu legen (Prot. I S. 184). Sie 

seien beide auf dem Boden gelegen. K._____ habe ihm danach die Handschellen 

gegeben, welche er N._____ angelegt habe (Prot. I S. 180). Er sei überrascht 

gewesen, dass man N._____ gefesselt habe. Es sei nicht um legale Geschäfte 

gegangen, deshalb habe er gedacht, dass keiner zur Polizei rennen werde (Prot. I 

S. 185). Er habe bezüglich möglicher Gewaltanwendung gegenüber N._____ ma-

ximal mit Pfefferspray gerechnet (Prot. I S. 181). Mit seiner Mitteilung, dass er 

K._____ viel Spass wünsche, habe er gemeint, dass er das überhaupt noch be-

komme, denn N._____ habe alles in Abrede gestellt und geltend gemacht, er sei 

gelinkt worden (Prot. I S. 181). K._____ habe unbedingt den BMW von N._____ 

gewollt. Er habe K._____ einen Gefallen machen wollen, damit er zum Geld 

komme. Selber habe er keinen Vorteil daraus gezogen. Die Fr. 400.–, welche 

N._____ an der Poststelle AK._____ bezogen habe, habe er nicht erhalten (Prot. I 

S. 184). N._____ sei in die Küche geführt worden, wo die Diskussion um die Ware 

begonnen habe. N._____ habe immer geantwortet, er sei "gefickt" worden, die 

Ware sei weg. M._____ sei einmal oder zweimal kurz dabei gewesen und habe 

auch gesagt, dass sie das Geld zurück möchten, er solle sagen, wo das Geld sei. 

Sie habe sehr wenig mitdiskutiert (Prot. I S. 186). M._____ habe sich ansonsten 

mehrheitlich ins Wohnzimmer zurückgezogen (Prot. I S. 187). 

K._____ habe ihm und M._____ gesagt, sie sollten in AB._____ den Mercedes 

holen, da N._____ am Abend noch mit einer Vertrauensperson von K._____ nach 

Serbien gehen würde. Er habe nicht gewusst, dass K._____ den Mercedes behal-

ten wollte (Prot. I S. 188). Am nächsten Tag habe K._____ ihm gesagt, dass er 

nach Serbien gegangen sei (Prot. I S. 193). 

K._____ habe ihm vor der Verhaftung in AD._____ erzählt, dass er O._____ und 

N._____ umgebracht habe (Prot. I S. 192). Er sei am 6. Juni 2016 bei der Verhaf-

-   50   - 

tung in Deutschland von der Tötung von N._____ informiert worden (Prot. I S. 

205). 

Es treffe zu, dass er G._____ bewusst wahrheitswidrig gesagt habe, dass er 

N._____ den BMW abgekauft habe, er jedoch den Fahrzeugausweis benötige 

(Prot. I S. 206). Er habe nicht mitbekommen, dass K._____ einen Vertrag erstellt 

habe. Er habe K._____ auf dessen Anfrage lediglich die Daten über das Fahrzeug 

geschickt. Er sei davon ausgegangen, dass K._____ diese Angaben auf die Onli-

neplattform hochladen würde. Er habe der Erstellung des Kaufvertrages auf sei-

nen Namen als Käufer nie zugestimmt und habe nicht gewusst, dass K._____ die 

Unterschrift von N._____ gefälscht habe (Prot. I S. 208). Er habe angenommen, 

dass N._____ den Vertrag unter Umständen noch unterschrieben habe (Prot. I S. 

211). Das sei zu der Zeit gewesen, als K._____ seine Firma habe Konkurs gehen 

lassen und ihm gesagt habe, dass er seinen Namen eingetragen habe, damit das 

Auto nicht in die Konkursmasse falle (Prot. I S. 211). 

K._____ habe ihm ziemlich vorgegeben, was er G._____ sagen sollte und habe 

gesagt, G._____ sei gefährlich, er solle bei ihm vorsichtig sein (Prot. I S. 193). Ein 

Standard-Spruch von K._____ sei gewesen, je weniger er wisse, desto besser sei 

es. Am Anfang habe er auch nicht wissen dürfen, für wie viel er seine Paletten 

einkaufte und verkaufte. Als M._____ ihm einmal Abrechnungen habe zukommen 

lassen, habe er von K._____ einen ziemlichen Zusammenschiss bekommen, 

dass ihn das nichts angehe und es sein Geschäft sei (Prot. I S. 195). Als G._____ 

N._____ gesucht habe, sei er davon ausgegangen, dass N._____ mit einer Ver-

trauensperson in Serbien sei und die Ware suche. Er habe nicht in Betracht ge-

zogen, dass N._____ tot sein könnte (Prot. I S. 196). G._____ habe ihm ein biss-

chen Eindruck gemacht, deshalb habe er auch eine Überwachungskamera auf-

gehängt. Zudem seien bei ihm ums Haus immer Sachen gestohlen worden (Prot. 

I S. 198). 

Er habe später versucht, N._____ telefonisch zu erreichen. Er sei in der Annahme 

gewesen, dass er in Serbien sei. Er habe drei Mal innert drei Tagen versucht, 

N._____ zu erreichen. Danach hätten sie auch von G._____ nichts mehr gehört, 

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deshalb sei er davon ausgegangen, dass N._____ sich wieder gemeldet habe 

und aufgetaucht sei (Prot. I S. 201 f.). 

Betreffend Dossier 4 ist der Schuldspruch in R