# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2c586aa-1ca2-5568-a86f-ec5c7b148d43
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2025 IV 2025/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-5_2025-08-27.pdf

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© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 18.09.2025

Entscheiddatum: 27.08.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2025
Art. 17 Abs. 1 analog, Art. 44 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 
IVV. Eintreten auf eine Neuanmeldung zum Leistungsbezug und Bestätigung 
des Rentenentscheids der Beschwerdegegnerin. Das polydisziplinäre 
Gutachten und die Teilgutachten beruhen auf einem umfassenden 
Aktenstudium sowie auf ausführlichen Befragungen und umfangreichen 
klinischen Untersuchungen. Auf das polydisziplinäre Gutachten darf daher 
abgestellt werden. Auch die vom RAD vorgenommene Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit erweist sich als nachvollziehbar, zumal eine 
Dekonditionierung (aufgrund von Arbeitslosigkeit) keinen invalidisierenden 
Gesundheitsschaden darstellt und andere Gründe, die gegen eine direkte 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sprechen würden, nicht ersichtlich 
sind. Die Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 lit. b und c UVG sind nicht 
erfüllt; der Beschwerdeführer hat demnach keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 27. August 2025, IV 
2025/5).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 27. August 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; 
Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/5 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Günes Kaya, Teichmann  
International (Schweiz) AG, Dufourstrasse 124, 9000 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter), Logistikassistent EFZ, meldete sich erstmals am 20. Januar 
2020 unter Angabe von Hyperhidrosis, Bromhidrosis und Persönlichkeitsstörung bei der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) 

an (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 9. Juni 2020 lehnte die IV-Stelle – entsprechend dem Vorbescheid 

vom 20. April 2020 (IV-act. 20) – das Gesuch des Versicherten betreffend berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen ab, da keine gesundheitliche Beeinträchtigung festgestellt worden sei, welche zu 
anhaltenden Funktionseinschränkungen führe und eine Arbeitsunfähigkeit begründen würde (IV-act. 

21). 

A.b Mit Schreiben vom 29. September 2022 (Postaufgabedatum unbekannt; Eingangsdatum: 7. 
Oktober 2022; vgl. dazu auch Anmeldung mit Formular vom 26. Oktober 2022) meldete sich der 

Versicherte, seit 1. Januar 2019 Sozialhilfebezüger (IV-act. 52-2), erneut bei der IV-Stelle zum Bezug 

von Leistungen an, da sich sein Gesundheitszustand seit dem letzten IV-Entscheid vom 9. Juni 2020 

verschlechtert habe. Mittels Unterstützung durch das Sozialamt B.___ seien mehrere 

Eingliederungsversuche gestartet worden, welche jedoch aus gesundheitlichen Gründen hätten 

abgebrochen werden müssen (IV-act. 37). Med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, Psychiatriezentrum D.___, Psychiatrie-Dienste E.___ bestätigte mit Begleitschreiben 

vom 4. Oktober 2022, dass sich der psychische Zustand des Versicherten seit dem IV-Verfahren 2020 

in erheblichem Masse verschlechtert habe, und teilte mit, es hätten neue Erkenntnisse bezüglich des 

Gesundheitszustands (Entstehung und Entwicklung der psychischen Störung) in Erfahrung gebracht 

werden können. Als Diagnosen führt er auf: Asperger-Syndrom (ICD-10: F84.5), posttraumatische 
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), generalisierte Hyperhidrose (ICD-10: R61.1) und soziale Phobien 

(ICD-10: F40.1). Aufgrund der körperlichen (Hyperhidrosis) und psychiatrischen Komorbiditäten würden 

sich erhebliche Funktionseinschränkungen ergeben, welche die Integration im Arbeitsmarkt verhindern 

würden (IV-act. 38-1 f.). Dem Schreiben legte er einen Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.___ 

vom 29. Januar 2010 (IV-act. 38-15 ff.), einen Austrittsbericht des Spitals G.___ vom 7. November 2018 

(IV-act. 38-13 f.) und einen Bericht der von Januar bis August 2022 im Psychiatriezentrum D.___ 

durchgeführten psychodiagnostischen Untersuchung (IV-act. 38-4 ff.) bei. 

A.c Auf Empfehlung der zuständigen Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie des Regionalen 
Ärztlichen Diensts (RAD; IV-act. 48) holte die IV-Stelle beim Sozialamt B.___ einen Bericht zu den 

Eingliederungsversuchen ein. Darin bestätigte das Sozialamt, den Versicherten seit 1. Januar 2019 

finanziell zu unterstützen. Es führte aus, dass es seit September 2021 nahtlos 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse zu 100 % erhalte. 2019 bis 2020 seien alle Integrationsversuche 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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fehlgeschlagen. Im Februar 2019 sei dem Versicherten aufgrund unentschuldigter Abwesenheit bei der 

H.___ GmbH der Grundbedarf gekürzt worden (IV-act. 52-2). Daraufhin hielt die RAD-Ärztin am 6. 

Februar 2023 fest, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht die beschriebenen 

Funktionseinschränkungen nicht so schwer wiegen würden, dass auf dem freien Markt keine 

Leistungsfähigkeit bestehen könne. Aus Sicht des RAD stelle sich die Frage, ob allein medizinische 
bzw. gesundheitliche Gründe für die beschriebene Unzuverlässigkeit verantwortlich seien oder ob noch 

andere Faktoren eine Rolle spielen würden. Da der Versicherte seit zwölf Jahren keine Arbeitsstelle 

mehr gehabt habe, könne eine Dekonditionierung angenommen werden, weshalb ein Aufbautraining 

ohne Leistungserwartung mit langsamer Steigerung der Präsenzzeit erfolgsversprechend erscheine 

(IV-act. 58).  

A.d Mit Schreiben vom 5. Mai 2023 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie die Kosten für 
ein Aufbautraining ab 24. April 2023 bis 20. Oktober 2023 bei der Stiftung I.___ übernehme (IV-act. 69; 

vgl. hierzu auch die Zielvereinbarung in IV-act. 65). Das Aufbautraining wurde jedoch per 21. Juni 2023 

auf Wunsch des Versicherten abgebrochen, da er sich «insgesamt überfordert und von den 

Rahmenbedingungen geplagt» gefühlt habe (IV-act. 73, 79-2 Ziff. 5). Am 18. Juli 2023 informierte die 

IV-Stelle den Versicherten darüber, dass die Mitteilung vom 5. Mai 2023 per 21. Juni 2023 aufgehoben, 

das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen und der Versicherte später eine 

separate Rentenverfügung erhalten werde (IV-act. 77). 

A.e Im Bericht vom 18. Dezember 2023 zuhanden der IV-Stelle gab Dr. med. J.___, Fachärztin FMH 
für Allgemeine Innere Medizin, an, den Versicherten letztmals im Juli 2022 gesehen zu haben. 

Anamnestisch sei damals die Hyperhidrose nicht mehr vorhanden, jedoch das Griffverhalten 

beeinträchtigt gewesen (IV-act. 90). 

A.f Die RAD-Ärztin kam am 2. Februar 2024 zum Schluss, dass zur abschliessenden Beurteilung der 
Frage, ob ein dauerhafter Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, eine 

vertiefte, polydisziplinäre medizinische Abklärung erforderlich sei (IV-act. 95). 

A.g Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Gutachterstelle Neurologie Toggenburg AG am 22. August 
2024 (Explorationsdaten: 2. Juni 2024, 2. Juli 2024 und 10. Juli 2024) ein polydisziplinäres Gutachten 

in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Dermatologie, Neuropsychologie und Psychiatrie. 

Die Gutachterin und Gutachter hielten fest, dass eine generalisierte Hyperhidrose (ICD-10: R61.1) und 

eine vorübergehende neuropsychologische Störung Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten hätten (IV-act. 117-8 Ziff. 4.3.1). Die Gutachterin und Gutachter kamen zum Schluss, dass 

in der angestammten Tätigkeit dermatologischerseits eine Einschränkung von 10 % bestehe. Dabei sei 
zu berücksichtigen, dass diese für die angestammte Tätigkeit überwiegend reversibel sei. Für eine 

angepasste Tätigkeit bestehe dermatologischerseits keine Einschränkung (IV-act. 117-12 Ziff. 4.7). Aus 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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psychiatrischer Sicht erfülle die angestammte Tätigkeit die Adaptionskriterien ausreichend, sodass 

letztlich unter Einbezug der neuropsychologischen Untersuchungsbefunde die gleichen Angaben gelten 

würden (IV-act. 117-10 Ziff. 4.6). Damit bestehe psychiatrischerseits unter Einbezug der 

neuropsychologischen Befunde aufgrund einer verminderten Verarbeitungsgeschwindigkeit, die 

überwiegend wahrscheinlich auf die lange Abstinenz vom allgemeinen Arbeitsmarkt zurückzuführen 
und reversibel sei, sowohl angestammt als auch adaptiert eine Leistungseinschränkung von derzeit 

50 % (IV-act. 117-12 Ziff. 4.7).  

A.h Die RAD-Ärztin qualifizierte das Gutachten am 22. Oktober 2024 als plausibel und 
nachvollziehbar, weshalb auf dieses abgestellt werden könne. Aus versicherungsmedizinischer Sicht 

betrage die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 90 % (bei voller Präsenz) und in der 

angestammten Tätigkeit 100 %, da die festgestellte vorübergehende neuropsychologische Störung 

nicht durch eine Erkrankung erklärt werden könne, sondern ausschliesslich auf eine langjährige 

Abstinenz vom Arbeitsmarkt zurückzuführen und reversibel sei (IV-act. 119-1, 119-4; vgl. auch IV-act. 

121). 

A.i Mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2024 informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, dass 
sie bei einem Invaliditätsgrad von 5 % die Abweisung des Leistungsbegehrens vorsehe (IV-act. 122). 

A.j Dem Vorbescheid entsprechend verfügte die IV-Stelle am 9. Dezember 2024 die Abweisung des 
Leistungsbegehrens (IV-act. 123). 

B.  

B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 
Rechtsanwältin MLaw G. Kaya, am 9. Januar 2025 Beschwerde und liess folgende Rechtsbegehren 

stellen (act. G1):  

1. «Es sei die Verfügung der SVA St. Gallen vom 9. Dezember 2024 vollumfänglich aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.  

2. Eventualiter sei eine neue medizinische Begutachtung betreffend den Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers durchzuführen.  

3. Subeventualiter sei der Sachverhalt zwecks weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  

4. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege sowie Rechtsverbeiständung per 12. Dezember 

2024 durch die unterzeichnende Rechtsanwältin zu gewähren.  

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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B.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2025 beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G3). 

B.c Das Versicherungsgericht entsprach mit Schreiben vom 27. Februar 2025 dem Gesuch um 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwältin Kaya; act. G4). 

B.d In der Replik vom 28. März 2025 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisherigen 
Rechtsbegehren fest (act. G6). 

B.e Mit Schreiben vom 8. April 2025 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Begehren auf 
Abweisung der Beschwerde fest und verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G8). 

B.f Am 10. Juni 2025 reichte die Rechtsanwältin des Beschwerdeführers eine Kostennote in Höhe 
von Fr. 4'037.95 (inkl. MwSt.) samt Leistungsverzeichnis ein (act. G10). 

B.g Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 
(medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.   

1.1 Wurde – wie vorliegend mit rechtskräftig gewordener Verfügung vom 9. Juni 2020 (IV-act. 21) – 
eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird bei einer Neuanmeldung 

nach Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) 

zunächst geprüft, ob die versicherte Person glaubhaft gemacht hat, dass sich der Invaliditätsgrad in 

anspruchserheblicher Weise geändert hat. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin auf das neue 

Gesuch von Anfang Oktober 2022 eingetreten und hat ein Gutachten in Auftrag gegeben.  

1.2 Tritt die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein, so klärt sie die Sache materiell ab und vergewissert 
sich, ob die glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. 

Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad nach Erlass der früheren rechtskräftigen Ablehnungsverfügung 

unverändert ist, so weist sie das Gesuch ab. Andernfalls prüft sie zunächst, ob die festgestellte 

Veränderung genügt, um eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und beschliesst danach 

über den Anspruch. Im Beschwerdefall obliegt dieselbe materielle Prüfungspflicht dem Gericht (Urteil 

des Bundesgerichts vom 21. November 2018, 9C_496/2018, E. 4.1 mit Hinweisen).  

1.3 Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108, 130 V 71). Der Vergleichszeitraum für die 

Frage, ob eine rentenrelevante Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist – bzw. nach dem Eintreten, 

ob eine rentenrelevante Veränderung des Sachverhaltes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegt 

–, erstreckt sich grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs, d.h. bis zum Erlass der 

Verfügung betreffend die Neuanmeldung (BGE 130 V 71 E. 2.3 und E. 3.2.4, 130 V 64 E. 2 und E. 3). 
Zu prüfen ist demnach vorliegend, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der in 

Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 9. Juni 2020 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

vom 9. Dezember 2024 in der Weise geändert hat, dass ein Rentenanspruch entstanden ist.  

1.4 Da ein Rentenanspruch mit rechtskräftig gewordener Verfügung vom 9. Juni 2020 abgewiesen 
wurde (IV-act. 21), besteht ein allfälliger Rentenanspruch aufgrund der Neuanmeldung mit Postaufgabe 

im Oktober 2022 frühestens ab 1. April 2023 bzw. nach Ablauf des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 

lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20; Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG; 

BGE 142 V 547 E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). In 

der rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 9. Juni 2020 hielt die Beschwerdegegnerin fest, es sei 

keine gesundheitliche Beeinträchtigung festgestellt worden, welche zu anhaltenden 

Funktionseinschränkungen geführt und eine Arbeitsunfähigkeit begründet hätte. Im Gutachten vom 22. 

August 2024 gelangten die Sachverständigen zum Schluss, dass sich der Zustand des 

Beschwerdeführers mindestens seit der letzten Psychodiagnostik im Jahr 2022 nicht verändert und der 
gleiche Zustand möglicherweise auch schon 2020 bestanden habe. Sofern dies der Fall sein sollte, 

mithin das Gutachten den rechtsprechungsgemässen Anforderungen Stand hält, so würde es bereits 

an einer rechtsrelevanten Veränderung (erhebliche gesundheitliche Verschlechterung) fehlen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 4. Dezember 2013, 9C_520/2022, E. 4). Nachfolgend ist demnach die 

Beweistauglichkeit des Gutachtens zu prüfen. 

2.  

2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach 

Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

2.2 Um den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. 

der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Bei der Würdigung der Einschätzungen der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte ist darüber hinaus der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 

wonach solche nicht nur in der Funktion als Hausärzte und Hausärztinnen, sondern auch als 

spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. September 2017, 8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren Verweisen). Da sie sich 

zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den 

Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven 

Beurteilung des Gesundheitszustands (BGE 135 V 465 E. 4.5). Auf Berichte von versicherungsinternen 

medizinischen Sachverständigen wie des RADs kann dagegen generell abgestellt werden, sofern nicht 

Zweifel an deren Überzeugungskraft bestehen, wobei jedoch bereits geringe Zweifel genügen (BGE 

135 V 465 E. 4.6). Von einem Administrativgutachten eines versicherungsexternen medizinischen 

Sachverständigen darf demgegenüber nur abgewichen werden, wenn konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

2.3 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 bzw. Art. 61 lit. c 
ATSG). Verwaltung und Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von 

deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In 
diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 

sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (MIRIAM LENDFERS, N 87 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ff. zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024).  

2.4 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. 

BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 

3.   

Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das polydisziplinäre 

Gutachten der Neurologie Toggenburg AG vom 22. August 2024 (IV-act. 117) und die Stellungnahme 

des RAD vom 22. Oktober 2024 (IV-act. 119) versicherungsmedizinisch von einer 90%igen 

Arbeitsfähigkeit bei 100%iger Präsenzzeit in der angestammten Tätigkeit und von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus. Bei einem Invaliditätsgrad von 5 % lehnte sie den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf Rentenleistungen ab (IV-act. 121, 123). 

3.1 Nachfolgend zu prüfen ist, ob das polydisziplinäre Gutachten für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachpersonen begründet sind. 

3.2 Die Gutachter und die Gutachterin stellten in der interdisziplinären Beurteilung (Allgemeine Innere 
Medizin [IV-act. 117-52 ff.], Dermatologie [IV-act. 117-71 ff.], Neuropsychologie [IV-act. 117-88 ff.], 

Psychiatrie [IV-act. 117-18 ff.]) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 

generalisierte Hyperhidrose (ICD-10: R61.1) und eine vorübergehende neuropsychologische Störung 

fest (IV-act. 117-8 Ziff. 4.3.1). Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (bezogen auf ein 100%-

Pensum) hielten sie konsensuell eine Arbeitsfähigkeit von 45 % fest («Allgemeininternistisch 100 %, 

dermatologisch 90 %, psychiatrisch unter Einbezug der neuropsychologischen Befunde und 

konsensuell 45 %»; IV-act. 117-10). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf 

dem freien Arbeitsmarkt (bezogen auf ein 100%-Pensum) bewerteten sie die Arbeitsfähigkeit 

konsensuell mit 50 % («Allgemeininternistischer- und dermatologischerseits besteht keine 

Einschränkung, psychiatrischerseits unter Einbezug der neuropsychologischen Befunde besteht eine 

50%ige Leistungsminderung durch eine noch vorhandene Verminderung der 

Verarbeitungsgeschwindigkeit. Konsensuelle Leistungsfähigkeit 50 %»; IV-act. 117-11). Nachfolgend 

ist auf die einzelnen Teilgutachten einzugehen. 

3.2.1 Dr. med. K.___, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt fachspezifisch klinisch fest, 
dass das T-Shirt des Beschwerdeführers durchgeschwitzt gewesen sei mit Schweissfleckenbildung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vornehmlich am Rücken und Abdomen. Die Füsse seien schwitzig und die Socken feucht gewesen (IV-

act. 117-64). Laborchemisch hätten sich allgemein-internistischerseits keine Auffälligkeiten gezeigt. Es 

hätten sich keine Inkonsistenzen ergeben. Eine Diagnose mit einer dauerhaften Auswirkung auf die 

Belastbarkeit oder das Aktivitätsniveau habe nicht gestellt werden können (IV-act. 117-66). Die 

Funktionsfähigkeit des Beschwerdeführers sei nicht durch eine allgemein-internistische Erkrankung 
eingeschränkt. Die Anamnese spreche zudem für eine mehrheitlich erhaltene Alltagsselbständigkeit, 

Selbstversorgung und Aktivität (IV-act. 117-67). Fachspezifisch würden sich weder aktuell noch 

retrospektiv Diagnosen mit einem dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit als Logistikassistent oder eine vergleichbare Arbeit ergeben. Zusammenfassend betrage die 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit allgemein-internistischerseits 100 % (bezogen auf ein 100%-

Pensum; IV-act. 117-68). 

3.2.2 In dermatologischer Hinsicht schilderte Dr. med. L.___, Facharzt FMH für Dermatologie und 
Venerologie, dass sich die Handinnenflächen ebenso wie die Arme trocken präsentierten. Die Haut im 

Brustbereich sowie im Bereich der hinteren Schweissrinne, der Flanken und an den Oberschenkeln 

palpierte sich leicht feucht (IV-act. 117-81). Im vorliegenden Fall sei aufgrund der charakteristischen 

Anamnese und den unauffälligen Laborbefunden von einer primären (idiopathischen; im Gegensatz zu 

einer bei Vorliegen internistischer Erkrankungen oder externen Ursachen) Hyperhidrose auszugehen, 

die anfänglich in lokalisierter Form axillär und palmo-plantar beidseits in Erscheinung getreten sei. 
Diese habe sich nach der thorakoskopischen Sympathektomie beidseits im Januar 2010 sehr 

wahrscheinlich in eine generalisierte Form gewandelt, da ein sogenanntes kompensatorisches 

Schwitzen häufig infolge eines solchen Eingriffs auftreten könne. Das derzeit beim Beschwerdeführer 

bestehende generalisierte Schwitzen sei als leichtgradig und zudem als aktuell nicht therapiert 

einzustufen. Differentialdiagnostisch bzw. als zusätzliche, das Schwitzen fördernde Faktoren müssten 

sodann das Zigarettenrauchen, der Alkoholkonsum sowie die psychiatrische Erkrankung mitbedacht 

werden. Insofern sollten aus therapeutischer Sicht das Rauchen beendet, der Alkoholkonsum deutlich 

gesenkt und die derzeit nicht behandelte psychiatrische Erkrankung therapiert werden (IV-act. 117-82). 

Innerhalb eines halben Jahres nach Beenden des Zigarettenrauchens, Reduktion des Alkoholkonsums 

sowie Besserung der psychiatrischen Erkrankung sollte sich eine Verbesserung der Hyperhidrose 

einstellen. Im gegenteiligen Fall seien zur Behandlung der generalisierten Hyperhidrose die 

Anticholinergika Methantheliniumbromide (Vagantin®) und Bornaprin (Sormodren®) nachweislich 

wirksam (IV-act. 117-82 f., 117-86; vgl. auch IV-act. 117-84). Vor dem Hintergrund, dass das 

generalisierte Schwitzen schon über zehn Jahre bestehe, aber in dieser Zeit kein Therapieversuch 
unternommen worden sei, sei aus gutachterlicher Sicht kein so grosser Leidensdruck erkennbar, 

welcher die Lebensqualität übermässig einschränken könne. Zusammenfassend finde sich eine 

leichtgradige generalisierte Hyperhidrose (ICD-10: R61.1), die sicherlich als subjektiv sehr störend 

empfunden werde, jedoch nur wenig die Arbeitsfähigkeit einschränke. Sämtliche Tätigkeiten als 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Logistiker seien durchführbar. Aufgrund der Hyperhidrose bestehe jedoch ein erhöhter Bedarf an 

Hygienemassnahmen in Form von Waschen/Duschen und Kleiderwechsel. In der bisherigen Tätigkeit 

bestehe demnach eine rein zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % eines vollen 

Arbeitstages für zusätzliche Hygienemassnahmen (Waschen, Duschen und Kleidungswechsel), womit 

eine Arbeitsfähigkeit von 90 % resultiere, welche innerhalb eines Jahres auf 100 % steigerungsfähig 
sein sollte. In einer angepassten Tätigkeit (leichte Tätigkeiten jeglicher Art in adäquat klimatisierten 

Räumlichkeiten) betrage die Arbeitsfähigkeit 100 % (IV-act. 117-83 ff.). 

3.2.3 Dr. phil. M.___, eidgenössisch anerkannter Neuropsychologe PVK, beurteilte die neurokognitive 
Funktionstüchtigkeit des Beschwerdeführers als alters- und ausbildungsgerecht ausgeprägt. Die 

deutlich verminderte Verarbeitungsgeschwindigkeit bzw. die knapp altersentsprechend ausgeprägte 

Reaktionsgeschwindigkeit könnten als durch die lange Absenz vom Arbeitsmarkt bedingt beurteilt 

werden (IV-act. 117-120). Dementsprechend sei aus rein neuropsychologischer Sicht davon 

auszugehen, dass sowohl die verminderte Verarbeitungsgeschwindigkeit als auch die «bloss» knapp 

altersentsprechend ausgeprägte Reaktionsgeschwindigkeit durch eine stufenweise Eingliederung in 

den ersten Arbeitsmarkt deutlich verbessert würden (IV-act. 117-122). Aus rein neuropsychologischer 

Sicht könne keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestellt 

werden (IV act. 117-120). Es sei davon auszugehen, dass die Abklärungsergebnisse aus dem Jahr 

2020 nicht dem damaligen intellektuellen Potenzial des Beschwerdeführers entsprochen hätten, zumal 
der Beschwerdeführer gerade im Rahmen der zweiten Abklärung im Jahr 2022 deutlich bessere, und 

mit den aktuell vorliegenden neuropsychologischen Testergebnissen durchaus vergleichbare Werte 

erzielt habe. Erstaunlich sei, dass der Beschwerdeführer aktuell trotz geltend gemachten 

Schlafschwierigkeiten keinerlei Schlafmedikation einnehme, von Massnahmen zur Schlafhygiene 

offenbar keine Vorstellung habe und diesbezüglich auch nicht psychiatrisch-psychotherapeutisch 

betreut werde (IV-act. 117-121). Hervorzuheben sind die von Dr. M.___ identifizierten 

Belastungsfaktoren mangelnde Finanzen, verminderte Eingliederungsmotivation, Unverständnis der 

sozialen Umwelt bezüglich des übermässigen Schwitzens und eine aktuell gänzlich fehlende 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung (IV-act. 117-123). In der bisherigen Tätigkeit sei der 

Beschwerdeführer aus rein neuropsychologischer Sicht (bei einer zumutbaren Präsenzzeit von 100 %) 

aufgrund verminderter Verarbeitungsgeschwindigkeit und «bloss» knapp altersentsprechend 

ausgeprägter Reaktionsgeschwindigkeit um 50 % vermindert leistungsfähig. Prospektiv bestünde 

hingegen keine Einschränkung, da im vorliegenden Fall mit Sicherheit davon auszugehen sei, dass sich 

die Verarbeitungsgeschwindigkeit nach einer dreimonatigen Einarbeitungszeit auf ein mindestens 
knapp altersentsprechendes Niveau erhöhen werde. Ebenso sei mit Sicherheit davon auszugehen, 

dass sich die aktuell «bloss» altersentsprechend ausgeprägte Reaktionsgeschwindigkeit nach einer 

dreimonatigen Einarbeitungszeit verbessern werde, und zwar auf ein altersentsprechendes Niveau. 

Prospektiv bestehe also eine 100 % Leistungsfähigkeit (IV-act. 117-123 f., 117-129). Auch im Rahmen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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einer aus rein neuropsychologischer Sicht ideal-angepassten Erwerbstätigkeit (auf dem ersten 

Arbeitsmarkt; Erwerbstätigkeit ohne grosse Anforderung an die Fähigkeit, sich kognitiv flexibel an eine 

sich rasch verändernde Anforderungssituation anpassen zu können; Erwerbstätigkeit ohne grosse 

Anforderung an das Langzeitgedächtnis) sei dem Beschwerdeführer fachspezifisch eine 100%ige 

Präsenzzeit mit einer dreimonatigen verminderten Leistungsfähigkeit um 50 % zumutbar (IV-act. 117-
125 f.). Rein neuropsychologisch betrachtet, könnten keine Faktoren identifiziert werden, die das 

Scheitern der Eingliederungsmassnahme erklären könnten (IV-act. 117-128). 

3.2.4 Dr. med. N.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, beschrieb den 
Beschwerdeführer als affektiv weitstreckig adäquat, phasenweise aber auch diskret ängstlich und 

verunsichert. Das Insuffizienzerleben sei ausgeprägt vorhanden (IV-act. 117-34). Der 

Beschwerdeführer habe ausgeführt, dass seine Stimmung meistens angemessen und nur bei 

Belastungen herabgestimmt sei. Er habe über die ab seinem 12. oder 13. Lebensjahr eingetretene 

Hyperhidrose, durch welche er sich beeinträchtigt gefühlt habe, den ab seinem 13. oder 14. Lebensjahr 

erfolgten (jedoch bald wieder eingestellten) Alkohol- und THC-Konsum, um sich besser zu fühlen, und 

den Umstand, sich aufgrund von Selbsthass und Selbstverachtung an den Armen geritzt zu haben, 

berichtet. Seit der Hyperhidrose sei er immer wieder mal depressiv gewesen, sein Selbstvertrauen habe 

gelitten und er habe eine Angst vor sozialer Zurückweisung entwickelt. Depressiv sei er erstmalig 2007 

oder 2008 gewesen, habe sich damals zu Hause zurückgezogen, sich nicht mehr versorgt und gepflegt, 
wobei der Arbeitgeber schliesslich die Polizei alarmiert habe, welche dann den Amtsarzt hinzugezogen 

habe. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik F.___ habe er keine Bleibe 

und keine Einkünfte mehr gehabt, sich mit allem überfordert gefühlt und sei schliesslich in O.___ in 

einem Heim für Nicht-Sesshafte gelandet, wo er Gewalt durch den Mitbewohner erlitten habe. Zudem 

habe er aufgrund unentschuldigter Abwesenheit vom Zivildienst einige Zeit in Untersuchungshaft 

verbracht. Er sei schliesslich nach P.___ gezogen und habe sich dort beim Sozialamt B.___ angemeldet 

(IV-act. 117-35 ff.). Gemäss Dr. N.___ werde aus dem Bericht über die Integrationsmassnahme vom 4. 

April bis 20. Juni 2023 deutlich, dass der Beschwerdeführer auf seine eigenen Interessen zentriert sei, 

sich wenig bemühe und wenig Leistungsbereitschaft gezeigt habe. Dem Ganzen müsse zugrunde 

gelegt werden, dass der Beschwerdeführer früher einmal zu Erwerbstätigkeiten in der Lage gewesen 

sei. Dementsprechend seien die Verlangsamung und die Einschränkungen, welche er im Rahmen der 

Massnahme bei nur sehr geringen Anforderungen demonstriert habe, nicht nachvollziehbar, 

insbesondere auch nicht als Folge einer allfälligen psychischen Erkrankung (IV-act. 117-42). Aus dem 

Bericht von med. pract. C.___ vom 15. Dezember 2022 (vgl. IV-act. 85-1 ff.) gehe hervor, dass der 
Beschwerdeführer Intensivierungen der Behandlung jeweils abgelehnt habe, so eine regelmässige 

Medikation, eine längerfristige tagesklinische Behandlung und eine allfällige Traumatherapie. 

Ausserdem werde dargelegt, dass der Versicherte selbst bei einem monatlichen Therapieintervall 

Termine versäumt habe. Diese Tatsachen stünden einem namhaften Leidensdruck entgegen, weshalb 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sich insgesamt Zweifel am tatsächlichen Leidensdruck des Beschwerdeführers und an dessen 

Therapiemotivation ergeben würden (IV-act. 117-43). Nachvollziehbar seien die aus den vielfältigen 

dermatologischen therapeutischen Massnahmen, welche frustran verlaufen seien, resultierenden 

Beeinträchtigungen des Selbstwertgefühls im Sinne einer ängstlich-vermeidenden 

Persönlichkeitsakzentuierung. Das Ausmass einer Persönlichkeitsstörung sei aber nicht evaluierbar 
und werde auch aktenkundig nicht plausibilisiert. Vor dem Hintergrund der Schamgefühle und der 

erlebten negativen Reaktionen Dritter während der Schulzeit sei auch die Entwicklung einer 

sozialphobischen Symptomatik nachvollziehbar. Deutlich werde jedoch auch, dass der 

Beschwerdeführer die Ängste überwinden könne, er in der Lage gewesen sei, eine Zeit lang einer 

Erwerbstätigkeit nachzugehen, und er imstande sei, seinen Haushalt zu verlassen. Zu diagnostizieren 

sei somit eine soziale Phobie mittleren Ausmasses mit geringem Vermeidungsverhalten, wobei diese 

psychiatrischerseits die Funktionsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht beeinträchtige. Die Diagnose 

einer Autismus-Spektrum-Störung könne nicht bestätigt werden (IV-act. 117-43 f., 117-40 f.; vgl. auch 

die Aussagen in IV-act. 117-32, wonach der Beschwerdeführer die Gefühlszustände anderer Menschen 

gut aufspüren könne und keine Schwierigkeiten mit Augenkontakt habe, die Schilderung, dass er als 

Kind einen umfangreichen Freundeskreis gehabt habe und kein Sonderling gewesen sei, und die 

Tatsache, dass er keine Rituale beschrieben habe). Auch sei weder im Schreiben von med. pract. C.___ 

vom 4. Oktober 2022 (vgl. IV-act. 38-1 f.) noch in der psychodiagnostischen Abklärung vom 22. August 
2022 (vgl. IV-act. 38-4 ff.) eine Begründung der Autismus-Spektrum-Störung erfolgt (IV-act. 117-40 f.). 

Des Weiteren würden sich keine Anhaltspunkte für eine posttraumatische Belastungsstörung ergeben, 

zumal der Beschwerdeführer weder aktuell noch retrospektiv Symptome einer solchen berichte (keine 

Flashbacks, kein Hyperarousal, keine Intrusionen, keine bestehenden traumabezogenen Albträume, 

kein trauma-bezogenes Vermeidungsverhalten und kein Misstrauen gegenüber anderen Menschen 

bezogen auf erlebte potenziell traumatisierende Ereignisse evaluierbar), wobei eine posttraumatische 

Symptomatik möglicherweise in der Vergangenheit vorübergehend vorhanden gewesen sei (IV-act. 

117-41, 117-44). Schliesslich fänden sich keine Hinweise für eine depressive Störung (fehlende 

Achsensymptome; IV-act. 117-44). Anzumerken sei diesbezüglich auch, dass die Diagnosestellung 

einer Depression nur auf Basis eines Tests oder überhaupt Diagnosestellungen vorwiegend durch 

psychodiagnostische Testverfahren ohne ausreichende klinische Grundlagen eher als zweifelhaft zu 

beurteilen sei bzw. seien (IV-act. 117-41). Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer lediglich 

dann Stimmungsschwankungen beschreibe, wenn er sich subjektiv unter Druck gesetzt fühle, dies im 

Zusammenhang mit externen Anforderungen, werde deutlich, dass er durch die nun sehr lange 
Abwesenheit vom Arbeitsmarkt vollkommen dekonditioniert sei, sich an sein derzeitiges Leben 

offensichtlich sehr gut adaptiert habe und damit zufrieden zu sein scheine, solange keine Ansprüche 

Dritter gestellt würden. Eine adäquate Veränderungsmotivation sei nicht erkennbar, was sich auch aus 

dem Verlaufsbericht über die Integrationsmassnahme ergebe (IV-act. 117-45). Mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit sei zusammenfassend einzig eine vorübergehende neuropsychologische Störung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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festzustellen (IV-act. 117-46). Dr. N.___ beurteilte die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der 

angestammten Tätigkeit gleich wie Dr. M.___ (IV-act. 117-47; vgl. vorstehende E. 3.2.3). Er hielt zudem 

fest, dass die angestammte Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht die Kriterien einer optimalen Tätigkeit 

(keine grossen Anforderungen an die Fähigkeit, sich kognitiv flexibel an sich rasch verändernde 

Anforderungssituationen anpassen zu müssen, keine grossen Anforderungen an das 
Langzeitgedächtnis) erfülle, sodass letztlich unter Einbezug der neuropsychologischen 

Untersuchungsbefunde die gleichen Angaben gelten würden (IV-act. 117-48). 

3.3 Der Beschwerdeführer erachtet das polydisziplinäre medizinische Gutachten als unvollständig, 
pauschalisierend und nicht nachvollziehbar (act. G1-15 Ziff. 21, G6-7 Ziff. III.8). Die tatsächlichen 

leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren seien nicht korrekt eingeschätzt worden, da die 

Intensität sowohl seiner psychischen als auch seiner physischen Krankheit nicht ausreichend gewürdigt 

worden sei. Insbesondere kritisiert er, dass es nicht nachvollziehbar sei, weshalb im Gutachten leidglich 

eine leichtgradige generalisierte Hyperhidrose (vgl. IV-act. 117-82) diagnostiziert und der Leidensdruck 

– mit Hinweis auf fehlende Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe – als gering ausgeprägt eingestuft werde 

(vgl. IV-act. 117-82). Dies zeige, dass sich der Dermatologe nicht mit den Vorakten auseinandergesetzt 

habe (act. G6-4 Ziff. III.4). Die Hyperhidrose sei nicht reversibel (act. G1-6 Ziff. 7, G6-3 Ziff. III.1). 

Unlogisch sei zudem die Behauptung, dass eine Verbesserung der Hyperhidrose durch eine Besserung 

der psychischen Erkrankung herbeigeführt werden könne, zumal Letztere gerade aufgrund der 
Hyperhidrose entstanden sei, und nicht umgekehrt (act. G1-15 Ziff. 22). Des Weiteren greife es zu kurz, 

einzig mit der behaupteten Dekonditionierung das Scheitern der Eingliederungsmassnahmen zu 

erklären. Die Eingliederungsmassnahmen seien aus gesundheitlichen Gründen und nicht aus 

Gemütlichkeit abgebrochen worden (act. G1-17 Ziff. 24, G6-6 Ziff. III.6; vgl. auch act. G6-5 Ziff. III.4). 

Zusammenfassend sei er zu 100 % arbeitsunfähig und habe daher einen Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente (act. G1-12 Ziff. 17, G1-18 Ziff. 27). 

3.4 Die Gutachter und Gutachterin haben den Beschwerdeführer persönlich untersucht. Vorliegend 
massgebend sind insbesondere das dermatologische, das neuropsychologische und das 

psychiatrische Teilgutachten.  

3.4.1 Der Dermatologe diagnostizierte bei der Untersuchung eine leichtgradige generalisierte 
Hyperhidrose und präsentierte dabei auch Behandlungsansätze. Den aktenkundigen Berichten der 

behandelnden Ärzte sind in Bezug auf den aktuellen Gesundheitszustand keine Angaben zu 

entnehmen, die konkrete Zweifel an dieser Einschätzung zu erwecken vermögen. Dr. J.___ führte in 

ihrem Bericht vom 18. Dezember 2023 sogar aus, dass die Hyperhidrose im Juli 2022 nicht mehr 
«vorhanden» gewesen sei, wies jedoch auf Probleme im Griffverhalten hin (IV-act. 90). Die weiteren 

aktenkundigen Berichte zur Hyperhidrose betreffen die Zeit vor der Operation (thorakoskopische 

Sympathektomie) im Jahre 2010. Sofern der Beschwerdeführer geltend macht, dermatologischerseits 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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seien die Vorakten nicht berücksichtigt worden, weil Dr. L.___ ansonsten nicht behauptet hätte, in den 

über zehn Jahren des Bestehens der Hyperhidrose sei keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen 

worden (act. G1-6 Ziff. 7, act. G6-4 Ziff. III.4), so ist darauf hinzuweisen, dass Dr. L.___ explizit von der 

«generalisierten» Hyperhidrose (und nicht der lokalen, wie sie beim Beschwerdeführer im Kindes- und 

Jugendalter bestand [axillär und palmoplantar; IV-act. 24-14 ff.]; vgl. auch IV-act. 117-82 [«Weiterhin 
muss angemerkt werden, dass das generalisierte Schwitzen schon über 10 Jahre besteht, aber in dieser 

Zeit kein Therapieversuch unternommen wurde»]) spricht und damit wohl die Zeit nach der Operation 

2010 gemeint ist (vgl. auch IV-act. 117-81 f.). In Bezug auf die Zeit vor der Operation ist unbestritten, 

dass der Beschwerdeführer verschiedene Therapiemöglichkeiten ausschöpfte (vgl. IV-act. 24-14 ff. 

[1994, 2001, 2004, 2006, 2007]). Indes ist nicht aktenkundig, dass etwas zur Besserung des 

generalisierten Schwitzens unternommen worden ist, zumal aus dem Bericht von Dr. J.___ hervorgeht, 

dass der Beschwerdeführer nur ein einziges Mal, nämlich im Juli 2022, bei ihr gewesen sei (vgl. IV-act. 

90-2). Zwar weist der Beschwerdeführer zu Recht darauf hin (vgl. act. G1-16 f. Ziff. 24), dass im 

Gutachten dermatologischerseits (und auch in der Gesamtbeurteilung; IV-act. 117-8, 117-82) eine 

Besserung der Hyperhidrose bei Besserung der psychischen Erkrankung prognostiziert, das Bestehen 

einer solchen aber im selben Gutachten (und auch in der Gesamtbeurteilung) verneint wurde (IV-act. 

117-14, 117-49). Doch ändert dies nichts an der Einschätzung der 10%igen Leistungseinschränkung 

aus dermatologischer Sicht in angestammter Tätigkeit, dies insbesondere vor dem Hintergrund der von 
Dr. L.___ konkret angegebenen Behandlungsmöglichkeiten. Hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit ist 

sodann einleuchtend, dass mit dem diesbezüglich formulierten Zumutbarkeitsprofil (Tätigkeit in adäquat 

klimatisierten Räumen; IV-act. 117-11) einer Leistungseinschränkung begegnet werden kann. Es 

bestehen folglich keine genügend konkreten Indizien, die es erlauben würden, das Teilgutachten von 

Dr. L.___ in Frage zu stellen. 

3.4.2 Das neuropsychologische Teilgutachten ging von einer alters- und ausbildungsgerecht 
ausgeprägten neurokognitiven Funktionstüchtigkeit des Beschwerdeführers aus. Dr. M.___ setzte sich 

sowohl mit den neuropsychologischen Tests aus dem Jahr 2020 (vgl. IV-act. 17-2 ff.) als auch mit 

denjenigen aus dem Jahr 2022 (vgl. IV-act. 38-4 ff.) auseinander und zeigte auf, dass die Ergebnisse 

aus dem Jahr 2020 nicht plausibel seien, zumal diejenigen aus dem Jahr 2022 vergleichbar mit den im 

Rahmen der Begutachtung erhobenen Resultaten seien (vgl. IV-act. 117-120 f.). Hiergegen lässt sich 

nichts vorbringen. Die vom Neuropsychologen erhobene und auf die lange Absenz vom Arbeitsmarkt 

zurückgeführte deutlich verminderte Verarbeitungsgeschwindigkeit (bzw. knapp altersentsprechend 

ausgeprägte Reaktionsgeschwindigkeit) ist vor dem Hintergrund, dass weder neuropsychologisch (vgl. 
IV-act. 117-119) noch psychiatrischerseits eine Beeinträchtigung erhoben werden konnte (vgl. 

vorstehende E. 3.2.4), nachvollziehbar. Insofern ist auch die Einschätzung von Dr. M.___, dass diese 

mit Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt deutlich verbessert würden, einleuchtend, was auch die 

zeitliche Einschränkung der neuropsychologisch festgelegten Leistungseinschränkung um 50 % für die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Dauer von drei Monaten (vgl. IV-act. 117-123 f., 117-125 f., 117-129) nahelegt. Dem ist ebenfalls nichts 

entgegenzuhalten. Der neurokognitiven Funktionstüchtigkeit des Beschwerdeführers wurde schliesslich 

bei der Erstellung des Zumutbarkeitsprofils Rechnung getragen (Erwerbstätigkeit ohne grosse 

Anforderung an die Fähigkeit, sich kognitiv flexibel an eine sich rasch verändernde 

Anforderungssituation anpassen zu können; Erwerbstätigkeit ohne grosse Anforderung an das 
Langzeitgedächtnis). Insofern ist auch das neuropsychologische Gutachten nicht zu beanstanden. 

3.4.3 Psychiatrischerseits ist vorerst darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der psychodiagnostischen 
Untersuchung an fünf Terminen im Jahr 2022 zwar Symptome eines Asperger-Syndroms (ICD-10: 

F84.5) erhoben wurden (IV-act. 38-11 f.), das Asperger-Syndrom jedoch im Begleitschreiben von med. 

pract. C.___ vom 4. Oktober 2022 (IV-act. 38-1 f.) und im Bericht vom 15. Dezember 2023 (IV-act. 86) 

zwar bei den Diagnosen aufgeführt, jedoch nicht weiter beschrieben wurde. In den (psychiatrischen) 

Berichten vor dem Jahr 2022 wurden zudem nie Symptome eines Asperger-Syndroms thematisiert (vgl. 

in chronologischer Reihenfolge IV-act. 38-15 ff., 11, 17-5 ff., 88). Vor dem Hintergrund, dass das 

Asperger-Syndrom gemäss ICD-10 ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit beginnt und den 

(psychiatrischen) Berichten vor (und nach) 2022 keine Hinweise dafür zu entnehmen sind, scheint die 

Aussage von Dr. N.___, der sich über zwei Stunden mit dem Beschwerdeführer unterhielt, dass die 

Autismus-Spektrum-Störung nicht habe bestätigt werden können (IV-act. 117-44, 117-40 f.), 

nachvollziehbar. Sodann bestritt Dr. N.___ auch nicht die Entwicklung einer sozialphobischen 
Symptomatik, führte jedoch aus, dass der Beschwerdeführer durchaus in der Lage gewesen sei, eine 

Zeit lang Erwerbstätigkeiten nachzugehen. Er bestätigte daher die Diagnose einer sozialen Phobie 

(ICD-10: F40.1) mittleren Ausmasses mit geringem Vermeidungsverhalten, wobei er 

psychiatrischerseits eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit des Beschwerdeführers verneinte 

(vgl. IV-act. 117-44), was in Anbetracht des massiv verbesserten dermatologischen Zustands 

(Umwandlung der ausgeprägten Hyperhidrose im Jugendalter in eine leichtgradige generalisierte 

Hyperhidrose) plausibel erscheint. Festzuhalten ist, dass – wie Dr. N.___ ausführte (IV-act. 117-43) – 

der behauptete psychische Leidensdruck (auch in Bezug auf die von med. pract. C.___ diagnostizierte 

posttraumatische Belastungsstörung bzw. des geäusserten Verdachts auf eine solche) sich nicht 

anhand der in Anspruch genommenen Behandlung bestätigen lässt (keine Medikation; tiefe 

Therapiefrequenz [einmal im Monat; IV-act. 117-32, 117-46]; Abbruch der tagesklinischen Behandlung 

etc.). Einleuchtend scheinen auch die Ausführungen von Dr. N.___, dass möglicherweise in der 

Vergangenheit vorübergehend eine posttraumatische Symptomatik vorhanden gewesen sei (IV-act. 

117-41, 117-44), sich jedoch derzeit keine Anhaltspunkte dafür ergeben würden, zumal der 
Beschwerdeführer aktuell keine Symptome einer solchen berichte (IV-act. 117-40). Entsprechend ist 

auch im aktuellsten aktenkundigen psychiatrischen Bericht von med. pract. C.___ vom 15. Dezember 

2023 nunmehr von einem Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-19: F43.1) die 

Rede und differentialdiagnostisch von einer Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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F62.0), was jedoch erneut unbegründet blieb (vgl. IV-act. 85) und wobei keine der beiden Diagnosen 

tatsächlich bestätigt werden konnte. Sodann wurde eine aktuelle depressive Störung einzig im Bericht 

zur psychodiagnostischen Untersuchung erwähnt, jedoch nicht weiter durch med. pract. C.___ 

thematisiert, weshalb auch die von Dr. N.___ diesbezüglich geäusserten Zweifel verständlich sind (vgl. 

IV-act. 117-41; vgl. auch die Ausführungen des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung in IV-
act. 117-28). Schliesslich erscheint auch die Aussage von Dr. N.___, es liege eine Dekonditionierung 

vor, nachvollziehbar, zumal der Beschwerdeführer seit Längerem vom Arbeitsmarkt abwesend 

gewesen ist, sein Tagesablauf sich in dieser Zeit diesem Umstand angepasst hat (vgl. Beschreibung in 

IV-act. 117-31) und er sich – wie etwa die Pünktlichkeitsproblematik während der 

Eingliederungsmassnahme (vgl. IV-act. 79-1 Ziff. 2.3, 79-2 Ziff. 3.2) gezeigt hat – offensichtlich daran 

gewöhnt hat. Damit erweist sich die Einschätzung von Dr. N.___, mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit sei einzig eine vorübergehende neuropsychologische Störung festzustellen (IV-act. 

117-46), als nachvollziehbar. 

3.4.4 Die Expertise in der Gesamtbeurteilung und ihre Teilgutachten beruhen auf einem umfassenden 
Aktenstudium sowie auf ausführlichen Befragungen und umfangreichen klinischen Untersuchungen. 

Die Gutachter und Gutachterin setzten sich mit den bisherigen fachärztlichen Berichten auseinander, 

begründeten divergierende Einschätzungen schlüssig und beantworteten eingehend und 

nachvollziehbar die von der IV-Stelle gestellten Fragen. Es erfolgte eine Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 

Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens. 

Insbesondere äusserten sie sich auch zum Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch 

ausgewiesenen Leidensdruck (vgl. BGE 141 V 281). Bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit wurde 

den sich aus den dermatologischen Erhebungen ergebenden Einschränkungen Rechnung getragen. 

Die Beurteilungen im Konsens und in den Teilgutachten erfüllen vollends die praxisgemässen 

Voraussetzungen und bilden eine beweistaugliche Grundlage für die Beurteilung der streitigen Belange; 

ihnen kommt volle Beweiskraft zu. Es bestehen keine konkreten Indizien gegen deren Zuverlässigkeit. 

Dementsprechend durfte sich auch die RAD-Ärztin in ihrer Beurteilung vom 22. Oktober 2024 (IV-act. 

119) vollumfänglich auf diese abstützen.  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer bemängelt sodann die Stellungnahmen des RAD. So bestreite die RAD-
Ärztin die von med. pract. C.___ und der Psychotherapeutin gestellte Diagnose eines Asperger-

Syndroms, wobei sie sich hierzu einzig auf die vom Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung 
durch die Neurologie Toggenburg AG gemachten Aussagen bezüglich Kindheit und Jugend stütze, 

ohne die negativen Kindheitserlebnisse (Distanz zu den Eltern, Hänseleien in der Schule, 

Minderwertigkeitsgefühl) und die bereits damals bestehenden Auffälligkeiten zu berücksichtigen (act. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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G1-9 f. Ziff. 12). Zudem kritisiere die RAD-Ärztin, dass eine Wahnstimmung in den ärztlichen Berichten 

vom 7. April 2022 (vgl. IV-act. 17-5 ff.) vermutet, jedoch in der Diagnose des Asperger-Syndroms nicht 

berücksichtigt worden sei. Dies sei aber widersprüchlich, zumal Menschen mit Asperger-Syndrom nicht 

selten unter einer Wahnstimmung als Begleitsymptom leiden würden (act. G1-10 Ziff. 13). Des Weiteren 

bestreite (richtig: behaupte) die RAD-Ärztin ohne jegliche substantiierte Grundlage und in ihrer 
Argumentation pauschalisiert, dass die Ausprägung der sozialen Phobien nur noch sehr moderate 

Wirkung auf den Alltag des Beschwerdeführers und seine Arbeitsfähigkeit hätten, was die Tatsache, 

dass die soziale Phobie in ihrer Wirkung beim Beschwerdeführer sehr ausgeprägt sei (vgl. IV-act. 38), 

ignoriere und die Komplexität der psychosozialen Beeinträchtigung verkenne (act. G1-19 Ziff. 14). 

4.2 Wie erwähnt (vgl. vorstehende E. 3.4.4), durfte die RAD-Ärztin auf das medizinische Gutachten 
der Neurologie Toggenburg AG abstellen. Sofern sie dies getan hat, ist ihr Vorgehen nicht zu 

beanstanden. Es fällt auf, dass die RAD-Ärztin die dreimonatige reduzierte Leistungsfähigkeit durch die 

verminderte Verarbeitungs- und Reaktionsgeschwindigkeit nicht in die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit miteinbezog, da sich diese weder psychiatrisch noch neuropsychologisch begründen 

lasse (IV-act. 119-3). Sie führte aus, dass die festgestellte vorübergehende neuropsychologische 

Störung nicht durch eine Erkrankung erklärt werden könne, sondern ausschliesslich auf eine langjährige 

Abstinenz vom Arbeitsmarkt zurückzuführen sei. Sie sei reversibel und daher aus versicherungs-

medizinischer Sicht nicht relevant (IV-act. 119-5). Damit sprach die RAD-Ärztin die von den Gutachtern 
und der Gutachterin thematisierte Dekonditionierung an. Gemäss Bundesgericht stellt eine 

Dekonditionierung (aufgrund von Arbeitslosigkeit) keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden im 

Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 7 Abs. 2 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts vom 8. März 2021, 

9C_755/2020, E. 5.1). Zwar ist die Frage, ob eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit tatsächlich 

ohne Weiteres umsetzbar ist, von der versicherungsrechtlich unbeachtlichen Dekonditionierung 

abzugrenzen (Urteil des Bundesgerichts vom 8. März 2021, 9C_755/2020, E. 5.2 mit Hinweisen). Doch 

sind im vorliegenden Fall keine anderen Gründe als die Dekonditionierung ersichtlich, die gegen eine 

direkte Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sprechen (vgl. auch das polydisziplinäre Gutachten [IV-

act. 117-13]: «Von psychiatrischer Seite ist das Scheitern nicht durch das Vorhandensein einer 

psychischen Erkrankung erklärbar. Vielmehr ergibt sich, dass beim Versicherten ein 

Maladaptationsprozess/eine Dekonditionierung nach langjähriger Arbeitsabstinenz besteht, der 

Versicherte offensichtlich sich in seine derzeitigen Lebensverhältnisse gut eingefunden hat, seinen 

Tagesrhythmus entsprechend gestaltet, lediglich, bei Ansprüchen Dritter, äusseren Druck verspüre, 

sich dann psychisch subjektiv beeinträchtigt fühle, ansonsten nicht. Deutlich wird, dass der Versicherte 
im Rahmen seiner Maladaptation kaum noch eine ausreichende Motivation aufbringen kann, um übliche 

gesellschaftliche Anforderungen zu akzeptieren und eine ausgewogene Relation zwischen externen 

gesellschaftlichen Anforderungen und eigenen Forderungen gegenüber der Gesellschaft 

auszubilden»). Eine arbeitsfähigkeitsrelevante psychiatrische (vgl. IV-act. 117-8, 117-49) oder 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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neuropsychologische Diagnose (vgl. IV-act. 117-8, 117-120) konnte dementsprechend nicht gestellt 

werden (vgl. auch die Bezeichnung als vorübergehende neuropsychologische Störung).  

4.3 Zusammenfassend erweist sich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den RAD als 
nachvollziehbar und begründet. Sie ist nicht zu beanstanden. 

5.   

Vor dem Hintergrund des Dargelegten ist die Einschätzung der Gutachterin und Gutachter, wonach 

keine im Vergleich zur Situation im Jahr 2022 anspruchsrelevante Veränderung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten sei, nachvollziehbar. Gestützt auf das 

Gutachten vom 22. August 2024 und die RAD-Stellungnahme vom 22. Oktober 2024 ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Logistikassistent 

spätestens seit der Exploration, überwiegend wahrscheinlich schon seit 2022, über eine 90%ige und in 

leidensangepassten Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Demnach sind die 

Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG vorliegend offensichtlich nicht erfüllt: Der 

Beschwerdeführer war weder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (lit. b) noch ist er es nach Ablauf dieses Jahres (lit. c). Ein Anspruch 

auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht demnach nicht, sodass eine konkrete Bemessung 

des Invaliditätsgrades unterbleiben kann.  

6.  

6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.– erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. 

6.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung 
des Beschwerdeführers. Die Entschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 

1'500.– bis Fr. 15'000.–. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

vergleichbare Fälle sowie unter Berücksichtigung der eingereichten Honorarnote (vgl. act. G10.1) eine 

pauschale Entschädigung von Fr. 4'000.– angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Abs. 3 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'200.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen. 

6.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, 
sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272] i.V.m. Art. 
99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1]). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.– zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege befreit. 

3.  
Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2025
	Art. 17 Abs. 1 analog, Art. 44 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV. Eintreten auf eine Neuanmeldung zum Leistungsbezug und Bestätigung des Rentenentscheids der Beschwerdegegnerin. Das polydisziplinäre Gutachten und die Teilgutachten beruhen auf einem umfassenden Aktenstudium sowie auf ausführlichen Befragungen und umfangreichen klinischen Untersuchungen. Auf das polydisziplinäre Gutachten darf daher abgestellt werden. Auch die vom RAD vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erweist sich als nachvollziehbar, zumal eine Dekonditionierung (aufgrund von Arbeitslosigkeit) keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellt und andere Gründe, die gegen eine direkte Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sprechen würden, nicht ersichtlich sind. Die Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 lit. b und c UVG sind nicht erfüllt; der Beschwerdeführer hat demnach keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 27. August 2025, IV 2025/5).

		2026-01-28T04:10:43+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen