# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 257352a8-3ebc-55ca-b150-a3fc29b5041c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 27.06.2024 STK 2023 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2023-26_2024-06-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 27. Juni 2024
STK 2023 26

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Walter Züger, Reto Fedrizzi,
Bettina Krienbühl und Stephan Zurfluh,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 
Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

2. D.________,
Privatkläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

3. F.________ AG,
Privatklägerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend versuchte vorsätzliche Tötung, Sachbeschädigung, Fälschung von Auswei-
sen, Landesverweisung

Kantonsgericht Schwyz 2

(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts vom 2. Februar 2023, SGO 2022 
41);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 3

nachdem sich ergeben

A. Die Anklagebehörde erhob am 26. Oktober 2022 beim Strafgericht An-
klage gegen den Beschuldigten wegen versuchter vorsätzlicher Tötung 
(Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. 
Abs. 3 StGB) und Fälschung von Ausweisen (Art. 252 StGB). Dem Beschuldig-
ten wird folgender Sachverhalt zur Last gelegt (Vi-act. 1):

1. versuchte vorsätzliche Tötung

Am Dienstag, 22. März 2022, um ca. 16.00 Uhr, begab sich A.________ 
mit einem 93.98 Zentimeter langen Golfschläger aus Stahl der Marke Co-
bra King F6 Tecflo mit einem Schlägerkopfgewicht von ca. 260 Gramm 
und einem Schaft mit einem Gewicht von 161 Gramm zum Industriege-
bäude an der G.________strasse xx, wo sein vormaliger Arbeitgeber, 
D.________ (F.________ AG), eine Baustelle unterhielt. Im Gebäude an-
gekommen, traf der sichtlich aufgebrachte A.________ im 3. Stock auf die 
beiden Mitarbeiter von D.________, H.________ und I.________ und er-
kundigte sich bei ihnen nach dem Verbleib von D.________. Dabei er-
wähnte er, dass er D.________ “alle Knochen brechen” bzw. er ihn “viel-
leicht töten” werde. D.________, welcher sich zu diesem Zeitpunkt in sei-
nem provisorischen Baubüro im 4. Stock befand und eine laute Konversa-
tion zwischen seinen beiden Mitarbeitern wahrnahm, begab sich mit dem 
Aufzug in den 3. Stock um nachzusehen, ob alles in Ordnung sei. Als 
A.________ den aus dem Auszug heraustretenden ca. 2.5 Meter entfern-
ten D.________ erblickte, machte A.________, ausser sich vor Wut, 
ca. zwei Schritte in Richtung von D.________, sagte ihm in kroatischer 
Sprache “da bist du D.________, ich bringe dich um” und holte, den mas-
siven Golfschläger in beiden Händen haltend, aus, indem er den Schläger-
kopf vertikal von hinter seinem Rücken über seinen Kopf führte und ziel-
gerichtet und mit voller Wucht gegen den Kopf von D.________ eine 
Schlagbewegung ausführte. Da es D.________ gelang, seine Unterarme 
kreuzweise schützend vor seinen Kopf zu halten und der danebenste-
hende H.________ mit einer Hand an den Schaft des Golfschlägers griff, 
wurde der Schlag von A.________ abgefedert und D.________ am linken 
Unterarm getroffen. D.________ erlitt dabei eine oberflächliche Schürf-
wunde am linken Unterarm. Da I.________ A.________ zu Boden führen 
konnte während H.________ ihm den Golfschläger abnahm, konnte 
D.________ in den Aufzug flüchten und in den 4. Stock fahren, wo er die 
Polizei alarmierte. Um ca. 16.16 Uhr konnte A.________ von der Kantons-
polizei Schwyz ohne Widerstand zu leisten verhaftet werden.

A.________ schlug mit dem massiven Golfschläger zielgerichtet gegen 
den Kopf von D.________ und sagte zu diesem, dass er ihn umbringe. 
Dass ein mit voller Wucht auf den Kopf geschlagener Golfschläger zum 

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Tod von D.________ hätte führen können, wusste der Beschuldigte und 
nahm dies zumindest in Kauf.

2. Sachbeschädigung

Am Dienstag, 22. März 2022, um ca. 16.00 Uhr, beschädigte A.________ 
den an der G.________strasse xx parkierten Firmenbus der F.________ 
AG mit den Kontrollschildern SZ yy wissentlich und willentlich, indem er 
daraus Werkzeuge (insb. ein Akkuschrauber und eine Bohrmaschine) und 
eine Leiter behändigte und diese mehrmals gegen den Firmenbus warf 
bzw. mit dem Akkuschrauber die Karosserie beschädigte, wodurch er ei-
nen Sachschaden in Höhe von CHF 13’208.10 zum Nachteil der 
F.________ AG verursachte. Er machte dies, obschon er wusste, dass er 
dadurch fremdes Eigentum beschädigte.

3. Fälschung von Ausweisen

Zu einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt nach dem 8. August 
2013 erstellte A.________ an einem nicht näher bekannten Ort in der 
Schweiz wissentlich und willentlich ein gefälschtes eidgenössisches Fähig-
keitszeugnis “Sanitärinstallateur EFZ”. Dabei versah er das Dokument mit 
dem Titel “Fähigkeitszeugnis” und der Unterschrift des Leiters des Amtes 
für Berufsbildung des Kantons St. Gallen mit seinen Personalien. Das auf 
diese Art und Weise erstellte Zeugnis vom 8. August 2013, worin 
A.________ ein Abschluss einer Ausbildung zum Sanitärinstallateur EFZ 
bescheinigt wird, entspricht nicht dem Willen des aus der Urkunde auf-
scheinenden Ausstellers, da A.________ nie eine Ausbildung zum Sa-
nitärinstallateur EFZ abschloss. In der Absicht, sich auf dem Arbeitsmarkt 
bessere Chancen zu verschaffen, bewarb sich A.________ mit diesem ge-
fälschten Fähigkeitszeugnis wissentlich und willentlich bei zukünftigen Ar-
beitgebern, so auch im Sommer 2020 beim Unternehmen F.________ AG 
mit Sitz in J.________, und täuschte die verantwortliche Person dabei wis-
sentlich und willentlich über die Tatsache, dass er über keine abgeschlos-
sene Lehre als Sanitärinstallateur EFZ verfügte.

An der Hauptverhandlung vom 2. Februar 2023 befragte die Vorsitzende der 
Erstinstanz den Beschuldigten (Vi-act. 27). Daraufhin stellten die Parteien fol-
gende Anträge:

Anträge Anklagebehörde

1. A.________ sei im Sinne der Anklageschrift schuldig zu sprechen.

2. A.________ sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 48 Mona-
ten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft und des vorzeitigen 
Strafvollzugs.

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3. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen.

4. A.________ sei für 10 Jahre des Landes zu verweisen.

5. Der mit Beschlagnahmebefehl vom 7. April 2022 beschlagnahmte 
Golfschläger (LNr. zz) sei nach Rechtskraft des Verfahrens zu ver-
nichten.

6. Die Verfahrenskosten seien A.________ aufzuerlegen.

Anträge Privatklägerschaft

1. Es sei A.________ zu verurteilen der F.________ AG (Fir-
menNr.  Schadenersatz in der Höhe von CHF 5’857.05 samt 5% 
Zins p.a. seit dem 22.03.2022 zu bezahlen.

2. Es sei A.________ zu verurteilen D.________ eine Genugtuung in 
der Höhe von CHF 3’000.00 samt 5% Zins p.a. seit dem 22.03.2022 
zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MWST zu Lasten des 
Beklagten.

Anträge Verteidiger

1. Der Beschuldigte sei wegen einfacher Körperverletzung mit einem 
gefährlichen Gegenstand gemäss Art. 123 Abs. 2 StGB, Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB und Fäl-
schung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB schuldig zu 
sprechen.

2. Der Beschuldigte sei dafür angemessen zu bestrafen, höchstens 
aber mit einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten unter Anrechnung der 
bereits verbüssten Haft an die Strafe.

3. Auf einen Landesverweis gemäss Art. 66abis StGB sei infolge Här-
tefalls zu verzichten.

4. Der sichergestellte und aufbewahrte Golfschläger der Marke Cobra 
sei dem Beschuldigten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Ver-
langen herauszugeben.

5. Die von den Privatklägern gestellten Schadenersatz- und Genugtu-
ungsforderungen seien vollumfänglich abzuweisen und auf den Zi-
vilweg zu verweisen.

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6. Die Kosten des gesamten Verfahrens, einschliesslich die Kosten der 
amtlichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen. All-
fällige dem Beschuldigten auferlegten Kosten seien ihm wegen Un-
einbringlichkeit zu erlassen.

Mit Urteil vom 2. Februar 2023 erkannte das Strafgericht Folgendes (Vi-act. 38):

1. A.________ wird schuldig gesprochen

a) der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 
StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von 
D.________, begangen am 22. März 2022;

b) der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 i.V.m. 
Abs. 3 StGB zum Nachteil der F.________ AG, begangen am 
22. März 2022;

c) der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB, 
begangen im Sommer 2020.

2. A.________ wird mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, unter An-
rechnung von 317 Tagen Haft (58 Tage Untersuchungshaft und 259 
Tage vorzeitiger Strafvollzug), und einer Geldstrafe von 50 Tages-
sätzen zu Fr. 30.-- bestraft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 3 Jahren 
aufgeschoben.

4. Auf den Widerruf der von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons 
Zürich am 19. Oktober 2016 ausgefällten und bei einer Probezeit 
von 3 Jahren bedingt aufgeschobenen und mit Urteil des Untersu-
chungsamtes Uznach vom 26. Februar 2019 um 1 Jahr und 6 Mo-
nate für die Geldstrafe verlängerten Probezeit wird verzichtet.

5. A.________ wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. a StGB für die 
Dauer von 10 Jahren aus der Schweiz verwiesen.

6. Zivilforderungen:

a) Die Schadenersatzforderung der F.________ AG im Betrag 
von Fr. 5’857.05 zzgl. 5 % Zins seit dem 22. März 2022 wird 
in einem Betrag von Fr. 2’717.05 zzgl. 5 % Zins seit dem 
22. März 2022 gutgeheissen und A.________ wird verpflich-
tet, der F.________ AG diesen Betrag zu bezahlen. Im Übri-
gen wird die Schadenersatzforderung auf den Zivilweg ver-
wiesen.

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b) Die Genugtuungsforderung von D.________ im Betrag von 
Fr. 3’000.-- zzgl. 5 % Zins seit dem 22. März 2022 wird auf 
den Zivilweg verwiesen.

7. Der mit Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft vom 7. April 
2022 beschlagnahmte Golfschläger Marke Cobra, lagernd bei der 
Kantonspolizei Schwyz unter der Lager-Nr. zz, wird eingezogen und 
der Kantonspolizei Schwyz zur Vernichtung / gutscheinenden Ver-
wendung überlassen.

8. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus
den Untersuchungs- und Anklagekosten      25’119.65
den Gerichtskosten (inkl. Gerichtsgebühr)        8’619.60
den Kosten des Anwalts der ersten Stunde           919.75
den Kosten der amtlichen Verteidigung      14’997.65
Total Fr. 49’456.65

werden A.________ auferlegt. Bezüglich der Kosten für die amtliche 
Verteidigung und den Anwalt der ersten Stunde bleibt Ziff. 10 vorbe-
halten.

9. Die unbezifferte und unbelegte Entschädigungsforderung der Pri-
vatklägerschaft wird auf den Zivilweg verwiesen.

10. Amtliche Verteidigung

a) Es wird Vormerk genommen, dass RA K.________ als Anwalt 
der ersten Stunde bereits mit Fr. 919.75 entschädigt worden 
ist.

b) Der amtliche Verteidiger RA K.________ wird aus der Straf-
gerichtskasse mit Fr. 14’997.65 (inkl. Auslagen und MwSt.; 
Fr. 180.-- Stundenansatz) entschädigt.

c) Die Kosten für die amtliche Verteidigung und den Anwalt der 
ersten Stunde werden aufgrund der wirtschaftlichen Verhält-
nisse von A.________ einstweilen auf die Staatskasse ge-
nommen.

d) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

B. Der Beschuldigte meldete am 7. Februar 2023 Berufung an (Vi-act. 33) 
und reichte am 24. April 2023 die Berufungserklärung ein (KG-act. 3). An der 
Berufungsverhandlung vom 26. Juni 2024 wurden der Privatkläger D.________ 

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sowie der Beschuldigte befragt (KG-act. 47). Die Parteien stellten folgende An-
träge:

Anträge Verteidiger

1. Es sei festzustellen, dass die Dispositivziffern 1b (Schuldspruch we-
gen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 
StGB), 1c (Schuldspruch wegen Fälschung von Ausweisen im Sinne 
von Art. 252 StGB), 3 (Verzicht auf Widerruf), 5a (Beurteilung der 
Schadenersatzforderung), 6 (Einziehung) und 9 (amtliche Verteidi-
gung) des Urteils des Strafgerichts Schwyz vom 2. Februar 2023 be-
reits in Rechtskraft erwachsen sind.

2. Es sei Ziffer 1a des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben und der 
Beschuldigte sei wegen versuchter einfacher Körperverletzung mit 
einem gefährlichen Gegenstand gemäss Art. 123 Ziff. 2 StGB i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

3. Es sei Ziffer 2 (bzw. 2.1) des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben 
und der Beschuldigte sei zu bestrafen:

a) mit einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 8 Monaten, wobei 
festzustellen sei, dass die gesamte Freiheitsstrafe durch An-
rechnung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft verbüsst 
ist;

b) mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 30.00 un-
ter Gewährung des bedingten Strafvollzugs für eine Probezeit 
von 3 Jahren, wovon 150 Tagessätze als durch Untersu-
chungs- und Sicherheitshaft geleistet gelten.

4. Es sei Ziffer 4 des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben und auf eine 
Landesverweisung sei in jedem Fall zu verzichten.

5. Es sei Ziffer 5b des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben und die Ge-
nugtuungsforderung von D.________ sei vollumfänglich abzuwei-
sen.

6. Es sei Ziffer 7 des erstinstanzlichen Urteils teilweise aufzuheben 
und dem Beschuldigten seien die Verfahrenskosten zu 8/10 aufzu-
erlegen.

7. Es sei Ziffer 8 des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben und auf die 
Entschädigungsforderung der Privatklägerschaft sei nicht einzutre-
ten.

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8. Der Beschuldigte sei spätestens mit der Urteilsfällung in Freiheit zu 
entlassen und es sei ihm für die erstandene Überhaft eine angemes-
sene Entschädigung und Genugtuung zuzusprechen.

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu 
nehmen und der amtliche Verteidiger sei gemäss Honorarnote aus 
der Staatskasse zu entschädigen (Stundenansatz CHF 180.00).

Anträge der Privatklägerschaft

1. Es seien die Berufungsanträge des Beschuldigten abzuweisen und 
das Urteil des Strafgerichts des Kantons Schwyz SGO 2022 41 vom 
2. Februar 2023 zu bestätigen;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MWST zu Lasten des 
Beschuldigten.

Die Anklagebehörde stellte keine Anträge und stimmte den Ausführungen der 
Vorinstanz zum Schuld- und Strafpunkt zu (vgl. KG-act. 47/3). Der Verteidiger 
ergänzte im zweiten Vortrag, die Privatklägerschaft habe sich je nach Ausgang 
des Verfahrens an den Kosten zu beteiligen und dem Beschuldigten eine Ent-
schädigung auszurichten (KG-act. 47, S. 16).

und in Erwägung:

1. Der Beschuldigte soll sich der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig 
gemacht haben, indem er einen Golfschläger vertikal von hinter seinem Rücken 
über seinen Kopf führte und zielgerichtet mit voller Wucht gegen den Kopf des 
Privatklägers eine Schlagbewegung ausgeführt habe (Anklageziffer 1). Der Be-
schuldigte bestreitet nicht, dass er am 22. März 2022 um ca. 16:00 Uhr mit ei-
nem Golfschläger zur Liegenschaft an der G.________strasse xx ging, den Pri-
vatkläger aufsuchte, im dritten Stockwerk auf zwei Mitarbeiter des Privatklägers 

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traf, auf den Privatkläger losging als dieser erschien, mit dem Golfschläger aus-
holte und den Privatkläger damit zu schlagen versuchte (Plädoyer Verteidiger, 
Vi-act. 27, Beilage, S. 8). 

a) In tatsächlicher Hinsicht ist zunächst umstritten, in welcher Richtung der 
Beschuldigte mit dem Golfschläger ausholte und auf welche Körperstelle des 
Privatklägers er zielte.

Die Vorinstanz zitierte zunächst die Aussagen des Vaters des Beschuldigten, 
des Arbeitgebers des Beschuldigten, der Zeugen I.________ und H.________, 
des Privatklägers, der Polizisten L.________ und M.________ sowie der 
Oberärztin Dr. med. N.________ von der Klinik Zugersee (angef. Urteil, 
E. II.1.2). Laut Vorinstanz ist erstellt, dass der Beschuldigte den Ausdruck 
„ubicu ga“ verwendet, als Tatwaffe einen Golfschläger aus Stahl benutzt, sich 
auf einen längeren Gefängnisaufenthalt vorbereitet und I.________ vorgängig 
informiert habe, dass dieser sich einen neuen Job suchen solle, weil es die 
F.________ AG bald nicht mehr so geben werde, sowie dass sich der Beschul-
digte in seiner Ehre verletzt gefühlt habe. Selbst wenn der Begriff „ubicu ga“ 
verschiedene Bedeutungen haben könne, habe der Beschuldigte gegenüber 
weiteren Personen geäussert, dass er den Privatkläger habe umbringen wollen. 
Insbesondere aufgrund zahlreicher übereinstimmender Aussagen sei davon 
auszugehen, dass der Beschuldigte den Privatkläger nicht nur schlagen, son-
dern habe umbringen wollen. Die Behauptung des Beschuldigten, er habe den 
Privatkläger in die Seite schlagen wollen, werde durch glaubhafte Zeugenaus-
sagen sowie das Verletzungsbild des Privatklägers widerlegt. Unter den gege-
benen Umständen sei davon auszugehen, dass der Beschuldigte den Golf-
schläger vertikal gegen den Privatkläger geführt und damit auf dessen Kopf ge-
zielt habe (angef. Urteil, E. II.1.3).

Der Beschuldigte bestreitet, dass er insbesondere gegenüber der Polizei und 
Dr. med. N.________ mehrfach auf Deutsch eine Tötungsabsicht bekundet 

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habe. Seine Äusserungen gegenüber Drittpersonen seien in einer aufgelade-
nen Atmosphäre ergangen und dürften nicht zum Nennwert genommen werden. 
Zudem seien nicht die Absichten und Äusserungen im Vorfeld oder im Nach-
gang der Auseinandersetzung massgebend, sondern was er im Zeitpunkt der 
Tat beabsichtigt habe. Er habe stets geäussert, er habe den Privatkläger nicht 
umbringen, sondern nur verletzen wollen. Den Golfschläger habe er nicht verti-
kal über seinen Kopf gegen den Kopf des Privatklägers geführt, sondern hori-
zontal ausgeholt und den Privatkläger seitlich am Rumpf treffen wollen. Bei ei-
nem derartigen Schlag liege der Todeseintritt nicht schlechterdings auf der 
Hand (KG-act. 47/1, S. 3-7).

b) Der Beschuldigte gab zu, dass er mit einem Golfschläger auf den Privat-
kläger losging, damit ausholte und diesen mit dem Golfschläger treffen wollte 
(Vi-act. 27, Fragen 29-31; vgl. KG-act. 47, Frage 70). Der Golfschläger ist 93.98 
cm lang, der Stahl-Schaft hat ein Gewicht von 161 Gramm und der Kopf wiegt 
260 Gramm (U-act. 8.1.007; vgl. Fotos U-act. 8.1.002, S. 2 und 3). Der Privat-
kläger erlitt eine kleine Schürfung an der Aussenseite des linken Unterarms und 
eine längliche Schürfung auf dem rechten Handrücken (Fotos, U-act. 8.1.002, 
S. 8 und 9; Bestätigung des Privatklägers: U-act. 10.2.004, Rz. 251). Der Be-
schuldigte behauptet, er habe seitlich ausgeholt, nicht über dem Kopf (Vi-
act. 27, Frage 47), und er habe nicht auf den Kopf des Privatklägers gezielt (Vi-
act. 27, Fragen 29 und 54), sondern ihn am Rumpf, auf Bauchnabelhöhe, tref-
fen wollen (Vi-act. 27, Frage 35; vgl. KG-act. 47, Frage 63). Als direkte Beweis-
mittel für die Ausführung des Schlags sind die Aussagen des Privatklägers so-
wie der Zeugen H.________ und I.________ vorhanden.

c) Der Privatkläger sagte bei der polizeilichen Einvernahme am 22. März 
2022 (U-act. 10.1.001), der Beschuldigte habe mit dem Golfschläger ausgeholt 
und ihm diesen mit voller Wucht über den Kopf ziehen wollen. Im letzten Mo-
ment habe er seine Arme schützend über seinen Kopf halten können. Dabei 

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habe er ihn am Unterarm getroffen (Frage 5). Der Beschuldigte sei frontal vor 
ihm gestanden und habe den Golfschläger voll aufgezogen (Frage 6).

Dem Staatsanwalt erklärte der Privatkläger am 5. April 2022 (U-act. 10.2.004), 
der Beschuldigte habe mit dem Golfschläger über den Kopf ausgeholt, sei auf 
ihn zugegangen und habe zuschlagen wollen. Die beiden Mitarbeiter hätten ihn 
abfedern können und er (der Privatkläger) habe als Reaktion seine Unterarme 
vor seinen Kopf gehalten, sodass er mit dem Golfschläger am Unterarm getrof-
fen worden sei (Rz. 79 ff.). Der Beschuldigte sei frontal auf ihn zugekommen 
und seine beiden Mitarbeiter hätten auf beiden Seiten gestanden (Rz. 142 f.). 
Er habe auf seinen Kopf gezielt (Rz. 208). I.________ habe den Beschuldigten 
gepackt und sie seien zusammen zu Boden gegangen. H.________ habe dem 
Beschuldigten den Golfschläger entrissen und diesen versteckt (Rz. 286 f.). Der 
Privatkläger zeigte das Ausholen mit einer beidhändigen Bewegung vertikal 
vom Hinterkopf nach vorne (Rz. 137 f. und Rz. 145 f.).

Vor dem Kantonsgericht schilderte der Privatkläger am 25. Juni 2024 (KG-
act. 47), der Beschuldigte habe sofort mit dem Schläger ausgeholt. Die Mitar-
beiter hätten ihn abwehren können. Er habe die Hände über den Kopf gehalten, 
den Lift(knopf) gedrückt und sei sofort wieder hinaufgegangen (Frage 23). Den 
Schlag zeigte der Privatkläger mit einer beidhändigen Ausholbewegung über 
den Kopf (vgl. Frage 24).

Der Zeuge H.________ sagte an seiner polizeilichen Einvernahme vom 
27. April 2022 (U-act. 10.2.008), als der Privatkläger aus dem Lift gekommen 
sei, sei der Beschuldigte mit dem Schläger auf diesen zugegangen. Er 
(H.________) habe den Moment, als der Beschuldigte den Privatkläger ge-
schlagen habe, nicht gesehen. Sofort habe I.________ den Beschuldigten 
vorne gehalten und er habe den Beschuldigten mit einer Hand von hinten an 
der Schulter gehalten. Mit der zweiten Hand habe er den Golfschläger festge-

Kantonsgericht Schwyz 13

halten und an sich genommen. In diesem Moment sei I.________ mit dem Be-
schuldigten zu Boden gefallen, woraufhin er mit dem Golfschläger in einen an-
deren Raum gegangen sei und diesen versteckt habe (Frage 2).

I.________ erklärte an seiner polizeilichen Einvernahme vom 27. April 2022 (U-
act. 10.2.009), der Beschuldigte habe den Privatkläger angreifen wollen. Er und 
H.________ hätten ihn zurückgehalten, damit nichts passiere (Frage 2). Der 
Beschuldigte habe einen Golfschläger dabeigehabt und Anlauf genommen. Sie 
seien sofort dazwischen gegangen, hätten ihn festgehalten und probiert, ihn zu 
beruhigen (Frage 4). Das Ausholen zeigte er mit beiden Händen geschlossen 
an der rechten Schulter (Frage 5).

d) Der Privatkläger schilderte den Tatablauf stets gleichbleibend: Der Be-
schuldigte habe ihm gesagt, „D.________, ubicu te“, sei frontal auf ihn zuge-
kommen, habe mit dem Golfschläger über den Kopf ausgeholt und auf seinen 
Kopf gezielt, worauf der Privatkläger seine Unterarme schützend vor seinen 
Kopf gehalten habe. Die beiden Mitarbeiter, die rechts und links vom Privatklä-
ger gestanden hätten, hätten den Beschuldigten zurückgehalten, worauf er mit 
dem Lift nach oben gegangen sei. Die Aussagen des Privatklägers sind nicht 
nur betreffend die Tathandlungen, sondern auch in ihrem Detailierungsgrad 
konstant (siehe die vorhergehend zitierten Aussagen). Der Privatkläger schil-
derte die Aggressivität, die der Beschuldigte beim Vorfall zeigte (U-
act. 10.2.004, Rz. 228 ff., 330 f.). Sogar dessen Stimme sei verändert gewesen 
(U-act. 10.2.004, Rz. 331). Die Schilderung psychischer Vorgänge der beschul-
digten Person ist ein Kennzeichen der Glaubhaftigkeit von Aussagen (Lu-
dewig/Baumer/Tavor, Einführung in die Aussagepsychologie, in: Ludewig/Bau-
mer/Tavor, Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, Zürich/ St. Gallen 2017, 
S. 17 ff., S. 50). Sodann werden die Aussagen des Privatklägers insofern von 
H.________ bestätigt, als auch dieser erwähnte, er habe dem Beschuldigten 
den Golfschläger abgenommen (U-act. 10.2.008, Frage 2).

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Die Fotos, welche die Verletzungen des Privatklägers dokumentieren (Fotos, 
U-act. 8.1.002, S. 8 und 9), entstanden anlässlich der Spurensicherung vor Ort 
(U-act. 8.1.001, S. 5). Etwa eineinhalb Stunden nach dem Vorfall sagte der Pri-
vatkläger bei seiner polizeilichen Einvernahme, er sei beim Angriff mit dem Golf-
schläger am Unterarm verletzt worden (U-act. 10.1.001, Frage 10). Zudem un-
terschrieb er am Tattag, um 17:15 Uhr, die Entbindung vom Arztgeheimnis der 
behandelnden Ärzte in der O.________ (U-act. 3.1.002). Als Sachverhalt wurde 
darin festgehalten, dass der Geschädigte am 22. März 2022, ca. um 16:00 Uhr, 
mit einem Golfschläger an der G.________strasse tätlich angegangen worden 
sei. Aufgrund der Polizeifotos am Tatort, der Aussage des Privatklägers und der 
Entbindung vom Arztgeheimnis inklusive Sachverhaltsschilderung ist erstellt, 
dass die Verletzungen (entgegen der Behauptung des Verteidigers: KG-
act. 47/1, S. 6) vom Golfschlag durch den Beschuldigten stammen. Das Verle-
tzungsbild des Privatklägers – eine kleine Schürfung an der Aussenseite des 
linken Unterarms und eine längere Schürfung auf dem rechten Handrücken (Fo-
tos, U-act. 8.1.002, S. 8 und 9) – ist mit seiner konstanten Aussage vereinbar, 
wonach er seine Arme überkreuzt schützend vor seinen Kopf gehalten habe. 
Diese reflexartige Bewegung macht nur dann Sinn, wenn der Beschuldigte mit 
dem Golfschläger auf den Kopf des Privatklägers zielte. Hätte er wie von ihm 
behauptet seitlich ausgeholt und die Rumpfseite des Privatklägers treffen wol-
len, hätte dieser die Arme vor seinen Rumpf gehalten. Bei der schützenden 
Armbewegung, die der Privatkläger an der Berufungsverhandlung vorführte 
(KG-act. 47, Frage 24), zeigten die Aussenseiten seiner Unterarme nach vorne, 
was – entgegen der Behauptung des Verteidigers (KG-act. 47/1, S. 6) – einer 
reflexartigen Reaktion entspricht. Weil der Privatkläger die Arme überkreuzt 
hielt, ist auch die Verletzung des linken Unterarms und des rechten Handrü-
ckens gleichzeitig mit einem einzigen schwungvollen Golfschlägerschlag mög-
lich.

Der Zeuge H.________ konnte den Schlag mit dem Golfschläger nicht schil-
dern, weil er diesen nicht sah. Der Zeuge I.________ zeigte zwar ein Ausholen 

Kantonsgericht Schwyz 15

an der rechten Schulter, beschrieb den Schlag aber ebenso wenig. Ein Ausho-
len über der rechten Schulter, wie dies der Zeuge I.________ vorführte, wäre 
auch mit einem vertikalen Schlag Richtung Kopf des Privatklägers vereinbar. 
Der Beschuldigte ist zwar gemäss Angabe des Privatklägers etwas kleiner als 
er (U-act. 10.2.004, Rz. 218). Allerdings ist der Golfschläger 93.98 cm lang (U-
act. 8.1.007). Hinzu kommt die Armlänge des Beschuldigten. Das Auftreffen des 
Golfschlägerkopfes auf dem Kopf des Privatklägers ist damit auch bei einem 
(vertikalen) Ausholen über die Schulter möglich. Ein vertikales Ausholen mit 
dem Ziel, den Kopf des Privatklägers zu treffen, ist daher mit den Aussagen 
beider Zeugen vereinbar.

e) Damit ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass der Beschuldigte mit dem 
Golfschläger vertikal über seinen Kopf ausholte und auf den Kopf des Privatklä-
gers zielte. Die beiden Zeugen hielten den Beschuldigten zurück und der Pri-
vatkläger hielt seine Arme schützend vor den Kopf. Durch das Auftreffen des 
Golfschlägerkopfes erlitt der Privatkläger Schürfwunden am linken Unterarm 
und am rechten Handrücken.

2. Des Weiteren ist in tatsächlicher Hinsicht umstritten, ob der Beschuldigte 
den Privatkläger töten oder verletzen wollte. Was der Täter weiss, will und in 
Kauf nimmt, betrifft sog. innere Tatsachen, die als solche kaum je einem direk-
ten Beweis zugänglich sind. Sie können regelmässig erst anhand einer Verbin-
dung verschiedener Indizien ermittelt werden. Beim Indizienbeweis wird aus be-
stimmten Tatsachen, die nicht unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind 
(Indizien), auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache ge-
schlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, die für sich allein betrachtet nur mit einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft 
hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild 
erzeugen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat 
oder Täterschaft erlaubt (BGer 6B_536/2021 vom 2. November 2022 E.2.3.3 
m.H. auf: BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.4; Urteile 6B_173/2022 vom 27. April 2022 

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Kantonsgericht Schwyz 16

E. 1.1; 6B_295/2021 vom 31. März 2022 E. 3.3.3; 6B_1302/2020 vom 3. Fe-
bruar 2021 E. 1.2.3, nicht publ. in: BGE 147 IV 176; je mit Hinweisen).

a) Der Beschuldigte sagte aus, er habe den Privatkläger nicht umbringen 
wollen (z.B. U-act. 10.2.001, Frage 9; 10.2.033, Rz. 136; vgl. Vi-act. 27, Frage 
31; KG-act. 47, Frage 72). Er habe ihn „kaputt schlagen“ (U-act. 10.2.001, 
Frage 7), „ihm eine Lektion erteilen“ (U-act. 10.2.001, Frage 8; 10.2.033, 
Rz. 136; KG-act. 47, Frage 72), „ihn richtig zusammenschlagen“ wollen (U-
act. 10.2.003, Rz. 99). Auf die Frage, ob er den Privatkläger krankenhausreif 
habe schlagen wollen, antwortete der Beschuldigte „ja, einfach paar dreinfet-
zen“ (U-act. 10.2.003, Rz. 186). Sodann erklärte er, es könne sein, dass er viel-
leicht drei, vier Mal zugeschlagen hätte, vielleicht nur einmal (KG-act. 47, Frage 
72). Der Beschuldigte gab demnach zu, dass er mit dem Golfschläger mehrmals 
auf den Privatkläger einschlagen wollte. Soweit er seine Aussage vor dem Kan-
tonsgericht mit der Angabe „vielleicht nur einmal“ ergänzt, ist von einer Schutz-
behauptung auszugehen, zumal die zuvor erwähnten Ausdrücke mehrfache 
heftige Schläge implizieren.

b) Gemäss konstanter Aussage des Privatklägers sagte der Beschuldigte zu 
ihm unmittelbar vor dem Schlag auf Kroatisch seinen Namen und „ich bringe 
dich um“ (U-act. 10.1.001, Frage 5; U-act. 10.2.004, Rz. 79, 164, 282), d.h. 
„D.________, ubicu te“ (KG-act. 47, Fragen 23 und 32). Er habe noch nie eine 
Person so hässig gesehen wie den Beschuldigten (U-act. 10.2.004, Rz. 228). 
Der Beschuldigte sei sehr aggressiv gewesen. Er habe noch nie einen Men-
schen so aggressiv gesehen. Er sei ausser sich gewesen (U-act. 10.2.004, 
Rz. 330 f.). Der Zeuge H.________ schilderte, dass der Beschuldigte (vor Er-
scheinen des Privatklägers) sehr wütend gewesen sei. Er habe ihm gesagt, er 
wolle dem Privatkläger alle Knochen brechen. Vielleicht töte er ihn (U-
act. 10.2.008, Frage 2). Auch der Zeuge I.________ erwähnte, der Beschul-
digte sei wütend gewesen (U-act. 10.2.009, Frage 3), so wütend habe er ihn 

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Kantonsgericht Schwyz 17

noch nie erlebt. Deshalb sei er schockiert gewesen, wie der Beschuldigte rea-
giert habe (Frage 16). Darauf angesprochen, dass der Beschuldigte möglicher-
weise gesagt habe, er werde dem Privatkläger „alle Knochen brechen“ und 
„vielleicht töte“ er ihn, antwortete I.________, ja, das könne schon möglich sein. 
Das sei alles so schnell passiert. Er wolle auch nichts Falsches sagen. Es könne 
sein. Wortwörtlich wisse er es nicht mehr (Frage 8).

c) Der Beschuldigte gab zu, dass der Ausdruck „ubicu te“ wortwörtlich über-
setzt „ich bringe dich um“ bedeute (KG-act. 47, Frage 93, 94). In Kroatien sage 
man das oft, es passiere aber nie etwas. Der Ausdruck habe sozusagen meh-
rere Begriffe (KG-act. 47, Frage 83). Man sage es, aber man mache es nicht 
(KG-act. 47, Frage 94). Der zertifizierte Übersetzer P.________ bestätigte im 
Schreiben vom 18. Januar 2023, dass der erwähnte Ausdruck übersetzt „ich 
bringe dich um“ oder „ich töte dich“ bedeute. „Ubicu te“ habe aber noch weitere 
Bedeutungen, z.B. „dafür wirst du mir noch büssen“, dass sich Jugendliche oder 
Männer prügeln werden oder dass man den Kontrahenten so richtig verprügeln 
wolle. Er zieht eine Parallele zur Redewendung „ich drehe dir den Hals um“, die 
in der Schweiz oft verwendet werde, ohne das Gegenüber gleich umzubringen 
(Vi-act. 23, Beilage). Ob der Beschuldigte den Ausdruck „ubicu te“ wörtlich 
meinte und in die Tat umsetzen, d.h. den Privatkläger töten wollte oder dessen 
Tod mindestens in Kauf nahm, ist im Zusammenhang mit den weiteren Umstän-
den zu beurteilen.

d) Zunächst ist auf die Umstände vor der Tat einzugehen.

aa) Der Beschuldigte gab an, dass es insbesondere deshalb zum Vorfall ge-
kommen sei, weil der Privatkläger seinen neuen Chef, Q.________, und seinen 
Vater telefonisch über seine Spiel- bzw. Geldschulden informiert habe (Vi-
act. 27, Frage 37). Gemäss Aussage an der Berufungsverhandlung sei er auf 
den Privatkläger losgegangen, weil dieser seinen Arbeitgeber angerufen habe. 

Kantonsgericht Schwyz 18

Das Telefonat mit seinem Vater sei weniger schlimm gewesen (KG-act. 47, Fra-
gen 66 f.).

Das Unternehmen des Privatklägers (vgl. U-act. 10.2.004, Rz. 54), die 
F.________ AG, gewährte dem Beschuldigten am 5. November 2020 ein Dar-
lehen von Fr. 20’000.00, das ab Januar 2021 in monatlichen Raten von 
Fr. 800.00 zurückzuzahlen war (U-act. 10.2.004, S. 29). Nachdem der Beschul-
digte insgesamt Fr. 5’000.00 zurückgezahlt hatte, erfolgten keine Ratenzahlun-
gen mehr (Aussage Privatkläger: U-act. 10.1.001, Frage 17; U-act. 10.2.004, 
Rz. 411 f.). Der Privatkläger versuchte den Beschuldigten „oft“ zu erreichen, 
jedoch erfolglos (U-act. 10.2.004, Rz. 412), weshalb er ihn betrieb (Pfändungs-
urkunde: U-act. 10.2.004, S. 22; Fortsetzungsbegehren: 16. Februar 2022; 
Aussage Privatkläger: U-act. 10.2.004, Rz. 413).

Der Privatkläger sagte aus, er habe ein paar Tage (zwei, drei Tage) vor dem 
Vorfall – bzw. am 16. März 2022, um 17:14 Uhr (U-act. 10.2.004, Rz. 466 f.) –
mit dem Vater des Beschuldigten telefoniert, diesem vom Darlehen erzählt und 
mit ihm eine Lösung finden wollen (U-act. 10.1.001, Frage 18; U-act. 10.2.004, 
Rz. 419 f.). Der Beschuldigte habe noch während des Telefonats gesagt, er 
bringe ihn (den Privatkläger) um (U-act. 10.1.001, Frage 18; U-act. 10.2.004, 
Rz. 425 f., vgl. Rz. 454; KG-act. 47, Frage 19). Der Beschuldigte habe auf den 
Anruf sehr aggressiv reagiert (KG-act. 47, Frage 19). Der Vater des Beschul-
digten sagte ebenfalls aus, dass der Privatkläger ihn drei Tage vor dem Vorfall 
anrief und ihm erzählte, dass sein Sohn ihm Fr. 15’000.00 schulde (U-
act. 10.2.011, Rz. 54 ff.). Der Beschuldigte sei zwei, drei Meter danebengestan-
den und habe das Telefonat gehört. Er habe gesagt, er wolle „erschlagen, tot“. 
Im Kroatischen sei das Wort schlagen und töten praktisch das gleiche Wort (U-
act. 10.2.011, Rz. 62 ff.). Vom Staatsanwalt dazu aufgefordert, aufzuschreiben, 
was der Beschuldigte gesagt habe, schrieb der Vater „ubit“ oder „udericu te“ (U-
act. 10.2.011, Rz. 65 f.; Niederschrift: U-act. 10.2.011, S. 10). Der Beschuldigte 
sei wütend gewesen (U-act. 10.2.011, Rz. 104).

Kantonsgericht Schwyz 19

Am 21. März 2022, um 14:28 Uhr, schickte der Privatkläger dem Beschuldigten 
einen Screenshot, wonach er während 11 Minuten mit Q.________, dem neuen 
Arbeitgeber des Beschuldigten, telefoniert habe (Aussage Beschuldigter: U-
act. 10.2.003, Rz. 111 ff.; Zugabe Privatkläger: U-act. 10.2.004, Rz. 580). 
Gemäss Aussage von Q.________ erzählte ihm der Privatkläger bei diesem 
Telefonat viele schlechte Dinge über den Beschuldigten. Unter anderem, dass 
dieser die LAP nicht geschafft habe (U-act. 10.2.007, Rz. 65 f.). Von einem Mit-
arbeiter habe er gehört, dass der Privatkläger dem Beschuldigten einen Screen-
shot zu diesem Telefonat geschickt habe (Rz. 71 f.). Dabei habe er Geldschul-
den, ein Darlehen, erwähnt (Rz. 293, 295 f., 298).

Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschuldigte sehr wütend war, weil 
der Privatkläger seinem Vater und seinem neuen Arbeitgeber telefonisch von 
seinen Geldschulden gegenüber dem Privatkläger erzählte. Sodann sagte er, 
dass er den Privatkläger töten wolle.

bb) Gemäss Aussage von Q.________ sagte der Beschuldigte ihm gegenü-
ber am Morgen des Tattages, ca. zwischen 07:05 Uhr und 07:20 Uhr (U-
act. 10.2.007, Rz. 136), „der Typ bringe ich um, den will ich kaputtmachen“ 
(Rz. 78). Er habe auf Serbokroatisch gesagt, dass er ihn umbringe (Rz. 122), 
d.h. „ubicu ga“ (Rz. 128; U-act. 10.2.007, S. 13). Der Beschuldigte sei total aus-
ser sich gewesen (Rz. 130). Anlässlich eines Telefongesprächs mit einem Po-
lizisten sagte Q.________, der Beschuldigte sei ausser sich gewesen und habe 
etwas herumgeschrien wie „Das Arschloch! Ich bring ihn um!“ oder so etwas 
derart. Er sei sicherlich neben sich gewesen (U-act. 8.1.005). Demnach war der 
Beschuldigte bereits am frühen Morgen des Tattages sehr aufgewühlt und 
sprach davon, den Privatkläger umbringen zu wollen.

cc) Der Beschuldigte deponierte im Bus seines Arbeitgebers einen Koffer und 
eine Sporttasche (Aussage Q.________: U-act. 10.2.007, Rz. 204 und 209; Fo-

Kantonsgericht Schwyz 20

todokumentation des Koffers: U-act. 5.1.005). Der Beschuldigte gab zu, die Kof-
fer gepackt zu haben (Vi-act. 27, Frage 41). Er habe die Tragetasche für die U-
Haft mitgeführt (U-act. 10.2.003, Rz. 179). Der Koffer war voll mit Kleidern (Po-
lizist L.________: U-act. 10.2.005, Rz. 130) bzw. mit Kleidern und Schuhen 
(Polizist M.________: U-act. 10.2.006, Rz. 201). Zudem befanden sich ein La-
degerät, Medikamente und das Nécessaire im Koffer (Polizist M.________: U-
act. 10.2.006, Rz. 203 f.). Die Sporttasche enthielt Kleider, Schuhe, Adiletten 
(Polizist M.________: U-act. 10.2.006, Rz. 205). Als der Polizist L.________ 
den Koffer sah, habe er gedacht, dass da schon gewisse Vorbereitungshand-
lungen getätigt worden seien, dass er das Ganze wirklich geplant habe (Rz. 302 
f.). Der Polizist M.________ dachte beim Anblick der Gepäckstücke, dass es 
der Beschuldigte ernst meinte. Dies seien in dem Sinne Vorbereitungshandlun-
gen gewesen. Er habe wirklich alles dabeigehabt (U-act. 10.2.006, Rz. 211 f.). 
Gemäss Aussage des Polizisten L.________ habe der Beschuldigte gesagt, er 
habe das alles vorbereitet, weil er gewusst habe, dass, wenn er den Privatklä-
ger umbringe, für einige Jahre in Haft müsse (U-act. 10.2.005, Rz. 118 ff.). Auch 
der Polizist M.________ sagte aus, der Beschuldigte habe gesagt, er habe den 
Koffer gepackt, weil er damit gerechnet habe, dass er für einige Jahr wegge-
sperrt würde, wenn er das durchgezogen hätte (U-act. 10.2.006 Rz. 148 f.).

dd) Sodann sagte der Beschuldigte dem Polizisten M.________, er habe ein 
neues Mobiltelefon gekauft, damit er dieses ins Gefängnis mitnehmen könne 
(U-act. 10.2.006, Rz. 213 f.), was der Beschuldigte bestätigte (KG-act. 47, 
Frage 77). Q.________ erwähnte, er habe gehört, dass der Beschuldigte am 
Tattag sein Auto verkauft habe (U-act. 10.2.007, Rz. 340), was der Beschul-
digte ebenfalls bestätigte (KG-act. 47, Frage 78). 

ee) Am Morgen des Tattages erschien der Beschuldigte am Arbeitsort in Ar-
beitskleidern (Q.________: U-act. 10.2.007, Rz. 340). Um 10:00 Uhr teilte ein 
Mitarbeiter Q.________ mit, dass der Beschuldigte weggegangen sei (U-
act.10.2.007, Rz. 108 f.), ohne einen Grund anzugeben (U-act. 10.2.007, 

Kantonsgericht Schwyz 21

Rz. 118). Q.________ sah ihn dann wieder zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr 
(U-act. 10.2.007, Rz. 112), wobei er Zivilkleider trug (U-act. 10.2.007, Rz. 344). 
Auch der Privatkläger erwähnte, dass der Beschuldigte ohne Arbeitskleidung 
am Tatort erschienen sei (U-act. 10.2.004, Rz. 555 f.).

e) Auch dem Nachtatverhalten des Beschuldigten sind Indizien zu seinem 
Tatwillen zu entnehmen.

aa) Bereits anlässlich der Festnahme vor Ort sagte der Beschuldigte, dass er 
ein Problem mit seinem Ex-Chef, D.________, habe. Man müsse ihn inhaftie-
ren, unbedingt, sonst werde er D.________ umbringen oder ihm etwas antun 
(Aussage Polizist M.________: U-act. 10.2.006, Rz. 77 ff.; vgl. Aussage Polizist 
L.________: U-act. 10.2.005, Rz. 248). Im Abstandszimmer auf dem Polizei-
posten habe der Beschuldigte gesagt, dass er, wenn er den Privatkläger das 
nächste Mal sehe, das ganze Waffenmagazin leeren würde (Aussage Polizist 
L.________: U-act. 10.2.005, Rz. 208 f.; Aussage Polizist M.________: U-
act. 10.2.006, Rz. 123 f.). Während der Fahrt nach Oberwil habe der Beschul-
digte wiederum mehrmals gesagt, dass er den Privatkläger umbringen, ihn tot-
schlagen und ihm alle Knochen brechen werde (Aussage Polizist L.________: 
U-act. 10.2.005, Rz. 138 f.). Der Beschuldigte habe während des ganzen Ein-
satzes mehrmals gesagt, dass er den Privatkläger umbringen werde (Aussage 
Polizist L.________: U-act. 10.2.005, Rz. 260 f.). Letztere Aussage bestätigte 
der Polizist M.________ (U-act. 10.2.006, Rz. 298). Er fügte jedoch an, an den 
Wortlaut „umbringen“ könne er sich nicht erinnern. Das mit dem „Knochen bre-
chen“ habe der Beschuldigte mehrmals wiederholt. Dass er Gewalttaten ausü-
ben würde (U-act. 10.2.006, Rz. 300 ff.). Der Beschuldigte habe gesagt, dass 
man ihn einsperren müsse. Wenn er rauskäme, würde er auf den Privatkläger 
losgehen und ihm alle Knochen brechen (U-act. 10.2.006, Rz. 166 f.).

Kantonsgericht Schwyz 22

bb) Dr. med. N.________ sagte aus, der Beschuldigte habe am Vormittag, 
ca. um 10:00 Uhr gesagt, er habe versucht, seinen ehemaligen Chef umzubrin-
gen, was aber nicht funktioniert habe, da mehrere Leute dazwischen gegangen 
seien (U-act. 10.2.010, Rz. 68 f.). Wenn er rauskommen werde, werde er ihn 
auf jeden Fall versuchen umzubringen (Rz. 84 f.). Der Beschuldigte habe mehr-
fach auf Nachfrage bestätigt, dass er seinen Ex-Chef umbringen werde, wenn 
er rauskäme (Rz. 103 f.). Dr. med. N.________ bestätigte, dass sie die Drohun-
gen ernst genommen habe (Rz. 109). Der Beschuldigte habe das Wort umbrin-
gen mehrfach erwähnt (Rz. 129).

Dem zuständigen Staatsanwalt sagte Dr. med. N.________ am 23. März 2022 
telefonisch, der Beschuldigte habe gegenüber dem Ärztepersonal mehrfach 
geäussert, dass er seinen ehemaligen Arbeitgeber, den Privatkläger, umbrin-
gen werde, sobald er die Möglichkeit dazu habe. Er habe sich in keiner Weise 
von seinen Mordfantasien distanziert und sei ihrer Ansicht nach für den Privat-
kläger bei einer Haftentlassung sehr gefährlich (U-act. 4.1.002). Gestützt auf 
dieses Telefonat wurde der Beschuldigte am 23. März 2022 vorläufig festge-
nommen (U-act. 4.1.003, S. 2; Vorführungsbefehl: U-act. 4.1.006).

Auf Ersuchen des Staatsanwaltes um eine vorläufige Risikobeurteilung erklärte 
R.________ vom Kompetenznetzwerk Forensische Psychiatrie am 24. März 
2022 telefonisch, eine Haftentlassung sei nicht zu verantworten, das Rückfallri-
siko bzw. die Ausführungsgefahr sei sehr hoch und eine Begutachtung sei an-
gezeigt (U-act. 4.1.010). In der Folge ordnete der Einzelrichter am Zwangs-
massnahmengericht auf Antrag des Staatsanwalts (U-act. 4.1.011) mit Verfü-
gung vom 25. März 2022 vorläufig bis am 22. Juni 2022 Untersuchungshaft an 
(U-act. 4.1.0112). Das Haftentlassungsgesuch vom 10. August 2022 (U-
act. 4.1.018) wies der Einzelrichter am Zwangsmassnahmengericht mit Verfü-
gung vom 29. August 2022 aufgrund der nach wie vor bestehenden Aus-
führungsgefahr ab (U-act. 4.1.022, E. 10 und Dispositivziffer 1).

Kantonsgericht Schwyz 23

cc) Nach dem Erwähnten äusserte der Beschuldigte sowohl gegenüber den 
beiden Polizeibeamten als auch dem Klinikpersonal mehrfach, den Privatkläger 
umbringen bzw. töten zu wollen. Weshalb diese Fachpersonen den Beschul-
digten zu Unrecht mit dieser Aussage belasten sollten, ist nicht ersichtlich. Die 
Angaben sind vielmehr konstant und damit glaubhaft.

f) Zusammengefasst war der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 
sehr wütend, weil dieser seinen Vater und seinen Arbeitgeber über seine Geld-
schulden informierte. Bereits vor der Tat äusserte er mehrfach gegenüber ver-
schiedenen Personen, den Privatkläger umbringen zu wollen. Auch am frühen 
Morgen des Tattages sagte er, er bringe den Privatkläger um. Einige Stunden 
später bereitete er sich auf einen langen Haftaufenthalt vor. Den Golfschläger 
besorgte er sich extra für die Tat (KG-act. 47, Fragen 74-76). Ebenso weist das 
Nachtatverhalten auf den Tötungsvorsatz hin: Sowohl gegenüber den beiden 
Polizeibeamten als auch gegenüber Dr. med. N.________ äusserte der Be-
schuldigte, den Privatkläger töten zu wollen. Letzterer sagte er sogar, er habe 
den Privatkläger bei der Tat umbringen wollen. Es ist in keinerlei Hinsicht er-
sichtlich, weshalb diese Personen den Beschuldigten fälschlicherweise mit ei-
nem Tötungwillen belasten sollten. Ihre Aussagen sind vielmehr übereinstim-
mend und damit glaubhaft. Aufgrund sämtlicher genannten Umstände ist er-
stellt, dass der Beschuldigte den Privatkläger umbringen wollte.

3. Auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zum Tatbestand der vor-
sätzlichen Tötung (Art. 111 StGB; angef. Urteil, E. II.1.4.1) kann verwiesen wer-
den. In objektiver Hinsicht ist das Tötungsdelikt vollendet, wenn durch die Tat-
handlung der Tod des Opfers eintritt (Schwarzenegger, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 111 StGB N 5), was 
vorliegend nicht der Fall ist. Zu prüfen ist demnach die versuchte Tatbegehung 
(Art. 22 Abs. 1 StGB). Auf die entsprechenden rechtlichen Erwägungen im an-
gefochtenen Urteil (E. II.1.4.1) kann ebenfalls verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 
StPO). Demnach ist in subjektiver Hinsicht massgebend, ob der Beschuldigte 

Kantonsgericht Schwyz 24

mindestens eventualvorsätzlich den Tod des Privatklägers herbeiführen wollte 
(vgl. angef. Urteil, E. II.1.3.1; Schwarzenegger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 111 StGB N 7).

a) Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen 
und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat 
für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Nach ständiger Recht-
sprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn die beschuldigte Person den 
Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung für möglich 
hält, aber dennoch handelt, weil sie den Erfolg für den Fall seines Eintritts in 
Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihr auch unerwünscht sein (BGE 137 
IV 1 E. 4.2.3; 134 IV 26 E. 3.2.2; 133 IV 9 E. 4.1; je mit Hinweisen). Nicht erfor-
derlich ist, dass sie den Erfolg "billigt" (BGE 133 IV 9 E. 4.1 mit Hinweisen).

Für den Nachweis des Vorsatzes darf das Gericht vom Wissen der beschuldig-
ten Person auf deren Willen schliessen, wenn sich ihr die Verwirklichung der 
Gefahr als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, sie als Folge 
hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt 
werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis). Je grösser die Wahrschein-
lichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutverlet-
zung wiegt, desto näher liegt die Schlussfolgerung, die beschuldigte Person 
habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 
E. 2.3.2 f.; 133 IV 222 E. 5.3). Eventualvorsatz kann indessen auch vorliegen, 
wenn der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs nicht in diesem Sinne sehr 
wahrscheinlich, sondern bloss möglich war. Doch darf nicht allein aus dem Wis-
sen der beschuldigten Person um die Möglichkeit des Erfolgseintritts auf dessen 
Inkaufnahme geschlossen werden. Vielmehr müssen weitere Umstände hinzu-
kommen (BGE 133 IV 9 E. 4.1, 1 E. 4.5; je mit Hinweisen). Solche Umstände 
liegen namentlich vor, wenn die beschuldigte Person das ihr bekannte Risiko 
nicht kalkulieren und dosieren kann und das Opfer keine Abwehrchancen hat 
(BGE 133 IV 1 E. 4.5; 131 IV 1 E. 2.2). Überlässt die beschuldigte Person es 

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Kantonsgericht Schwyz 25

dem Zufall, ob sich die von ihr geschaffene Lebensgefahr verwirklicht oder 
nicht, liegt bereits eine (versuchte) eventualvorsätzliche Tötung vor (Urteile 
6B_818/2015 vom 8. Februar 2016 E. 3.3 und 6B_617/2013 vom 4. April 2014 
E. 2.4; je mit Hinweisen).

b) Wie bereits erwähnt, suchte der Beschuldigte den Privatkläger im Tatzeit-
punkt mit dem Willen auf, ihn umzubringen, d.h. dessen Tod herbeizuführen. 
Sodann weist auch die Tathandlung auf einen Tötungsvorsatz hin: Gemäss 
Bundesgericht entspricht es der allgemeinen Lebenserfahrung, dass ein zielge-
richteter und heftiger, schwungvoller Schlag mit einem massiven, hölzernen Ge-
genstand (Baseballschläger) gegen den Kopf des Opfers zum Tod eines Men-
schen führen kann (BGer 6B_521/2022 vom 7. November 2022 E. 3.2.1; 
vgl. BGer 6B_823/2010 E. 3.3: kräftiger und gezielter Schlag mit einem Ham-
mer auf den Kopf des Opfers). Dies muss umso mehr gelten, wenn ein Golf-
schläger verwendet wird, dessen Kopf 260 Gramm wiegt. Die Folgen eines hef-
tigen Schlages mit einem Golfschlägerkopf gegen den Kopf eines Menschen 
sind kaum kalkulierbar. Der Beschuldigte nahm somit die sehr nahe Todesge-
fahr als Folge seiner Tathandlung mindestens in Kauf, weshalb er mindestens 
eventualvorsätzlich handelte. Der Tatentschluss manifestierte sich, als der Be-
schuldigte mit dem Golfschläger in der Hand auf den Privatkläger zuging, aus-
holte und in Richtung des Kopfes des Privatklägers schlug. Mit der Ausführung 
des Schlages unternahm er alles, was zur Herbeiführung des Taterfolgs not-
wendig war. Dessen Nichteintreten ist einzig dem Eingreifen der beiden Zeugen 
zu verdanken. Damit ist die Tathandlung als Versuch der Tötung zu qualifizie-
ren.

c) Zusammenfassend machte sich der Beschuldigte der versuchten eventu-
alvorsätzlichen Tötung nach Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig.

4. Die Anklagebehörde beantragte die Bestrafung des Beschuldigten mit ei-
ner Freiheitsstrafe von 48 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft 

Kantonsgericht Schwyz 26

und des vorzeitigen Strafvollzugs (Plädoyer, Beilage zu Vi-act. 27, S. 1). Die 
Vorinstanz sprach für die versuchte vorsätzliche Tötung (Art. 111 i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 StGB) und die Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB) eine Freiheits-
strafe von fünf Jahren, unter Anrechnung von 317 Tagen Haft, sowie für die 
Fälschung von Ausweisen (Art. 252 StGB) eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen 
zu Fr. 30.00 aus (angef. Urteil, Dispositivziffer 2).

a) Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden der verurteilten Per-
son zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie 
die Wirkung der Strafe auf deren Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden 
wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 
Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und 
Zielen der verurteilten Person sowie danach bestimmt, wie weit sie nach den 
inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Ver-
letzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB).

Erfüllt die schuldige Person durch eine oder mehrere Handlungen die Voraus-
setzungen für mehrere gleichartige Strafen, so verurteilt das Gericht sie zu einer 
Gesamtstrafe (vgl. Art. 49 Abs. 1 StGB; Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 2. 
A. 2019, Rz. 480). Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 
StGB ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Geldstrafe und Freiheitsstrafe 
sind keine gleichartigen Strafen. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu ver-
hängen (BGer 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022, E. 2.4.2). Die Frage, ob eine 
Geld- oder Freiheitsstrafe auszusprechen ist, beurteilt sich in Auslegung von 
Art. 47 StGB nach dem Ausmass des (Einzeltat-)Verschuldens, wobei die 
Geldstrafe gegenüber der Freiheitsstrafe als mildere Sanktion gilt. Das Gericht 
berücksichtigt bei der Wahl der Strafart neben dem Verschulden der verurteilten 
Person, der Zweckmässigkeit der Strafe, ihren Auswirkungen auf die Täter-
schaft und auf ihr soziales Umfeld ihre Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel 
der Prävention. Dabei soll bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsicht-

Kantonsgericht Schwyz 27

lich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige ge-
wählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit der betroffenen Per-
son eingreift bzw. die sie am wenigsten hart trifft (BGer 6B_382/2021 vom 
25. Juli 2022 E. 2.6 m.H.).

b) Der Strafrahmen für die vorsätzliche Tötung beträgt Freiheitsstrafe von 5 
bis 20 Jahren (Art 111 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Bleibt es bei einer versuchten 
Tat, so kann das Gericht die Strafe mildern (Art. 22 Abs. 1 StGB). Mildert das 
Gericht die Strafe, ist es nicht an die angedrohte Mindeststrafe gebunden 
(Art. 48a Abs. 1 StGB). Es kann auf eine andere als die angedrohte Strafart 
erkennen, ist aber an das gesetzliche Höchst- und Mindestmass der Strafart 
gebunden (Art. 48a Abs. 2 StGB). Demnach erweitert sich der Strafrahmen in-
sofern, als die Mindestdauer der Freiheitsstrafe 3 Tage beträgt (Art. 40 Abs. 1 
StGB) und auch die Ausfällung einer Geldstrafe von drei bis 180 Tagessätzen 
(Art. 34 Abs. 1 StGB) möglich wäre. Der Strafregisterauszug des Beschuldigten 
vom 21. Mai 2024 weist zwei nicht einschlägige Vorstrafen auf (KG-act. 38). Die 
mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 19. Oktober 
2016 auferlegte bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen und die unbedingt 
vollziehbare Geldstrafe von 90 Tagessätzen gemäss Strafbefehl des Untersu-
chungsamts Uznach vom 26. Februar 2019 konnten den Beschuldigten ebenso 
wenig von der erneuten Delinquenz abhalten wie die Haft von 2 Tagen im ersten 
Verfahren und von 3 Tagen im zweiten Verfahren. Bereits deshalb scheint es 
geboten, auf eine Freiheitsstrafe zu erkennen, um den Beschuldigten von der 
Begehung weiterer Delikte abzuhalten (Art. 41 Abs. 1 lit. a StGB). Sodann er-
zielt der sich im vorzeitigen Strafvollzug befindende Beschuldigte kein Einkom-
men (vgl. Vi-act. 27, Frage 6; KG-act. 47, Frage 47) und hat mehr als 
Fr. 25’000.00 Schulden (KG-act. 47, Frage 48). Er wäre somit kaum in der 
Lage, nebst der unangefochten gebliebenen Geldstrafe für die Fälschung von 
Ausweisen (s.u.) eine Geldstrafe vor der auszusprechenden Landesverweisung 
(s.u., E. 4) zu begleichen (BGE 134 IV 60 E. 8.3). Der Beschuldigte hat keine 

Kantonsgericht Schwyz 28

eigene Familie und seine Anstellung verlor er bereits zu Beginn des Strafver-
fahrens (U-act. 10.2.007, Rz. 179 f.), sodass sich eine Freiheitsstrafe auf seine 
familiäre und berufliche Situation nicht in besonderem Ausmass auswirkt. Zu-
dem ist das Verschulden – wie noch festzustellen sein wird (s.u.) – nicht mehr 
leicht. Die Ausfällung einer Freiheitsstrafe erscheint deshalb sowohl im Hinblick 
auf das Tatverschulden verhältnismässig als auch spezialpräventiv notwendig.

Der Strafrahmen für die im Berufungsverfahren bereits rechtskräftige Verurtei-
lung für die Sachbeschädigung beträgt grundsätzlich Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe (Art. 144 Abs. 1 StGB). Die Strafschärfung bei Verursa-
chung eines grossen Schadens im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB ist fakultativ 
(Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht II, 4. A. 2019, Art. 144 StGB N 98; vgl. BGE 136 IV 117 E. 4.3.1 und 
4.3.3.2). Seit dem 1. Juli 2023 beträgt der Strafrahmen dieser Schärfung Frei-
heitsstrafe bis fünf Jahre oder Geldstrafe; zuvor lag dieser bei Freiheitsstrafe 
von einem bis zu fünf Jahren. Weil die Mindestdauer der Freiheitsstrafe nach 
der Begehung der Tat, aber vor deren Beurteilung wegfiel, ist der neue Straf-
rahmen als milderes Recht im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB anzuwenden. Wie 
noch festzustellen sein wird (s.u.), ist das Tatverschulden im Rahmen des qua-
lifizierten Tatbestandes zwar nicht schwer. Eine Geldstrafe fällt aber bereits 
ausser Betracht, weil eine solche aufgrund der prekären finanziellen Verhält-
nisse des Beschuldigten (fehlendes Einkommen zufolge Haftaufenthalt) nicht 
vollzogen werden könnte (Art. 41 Abs. 1 lit. b StGB). Zudem konnten, wie be-
reits erwähnt, die beiden Vorstrafen in Form von Geldstrafen den Beschuldigten 
nicht von weiteren Delikten abhalten, sodass eine Freiheitsstrafe auch aus die-
sem Grund notwendig erscheint.

Der Strafrahmen für die Fälschung von Ausweisen (Art. 252 StGB) beträgt 
ebenfalls Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Indessen ist die von 
der Vorinstanz ausgefällte Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 30.00 (angef. 
Urteil, Dispositivziffer 2) nicht angefochten. Im Übrigen wären die gewählte 

Kantonsgericht Schwyz 29

Strafart und deren Höhe mit Verweis auf die vorinstanzlichen Ausführungen 
auch nach eigener Prüfung der Strafkammer angemessen (Art. 82 Abs. 4 
StPO).

c) Demzufolge ist für beide Delikte eine Gesamtstrafe in der Form einer Frei-
heitsstrafe auszufällen. Zunächst ist die Einsatzstrafe für das versuchte 
Tötungsdelikt festzulegen.

In objektiver Hinsicht griff der Beschuldigte mit dem Golfschläger weniger direkt 
in den Körper des Privatklägers ein als dies beispielsweise bei der Verwendung 
eines Messers oder beim Würgen mit blossen Händen der Fall wäre. Allerdings 
sind (auch) die Folgen eines mit Wucht ausgeführten Golfschlages, insbeson-
dere wenn auf den Kopf des Opfers gezielt wird, nicht kontrollierbar. Wie oft der 
Beschuldigte hätte zuschlagen wollen, wenn er nicht von den Zeugen daran 
gehindert worden wäre, steht zwar nicht definitiv fest. Weil der Beschuldigte 
aussagte, er habe den Privatkläger „kaputt schlagen“ (U-act. 10.2.001, Frage7), 
„ihn richtig zusammenschlagen“ (U-act. 10.2.003, Rz. 99), „einfach paar drein-
fetzen“ (U-act. 10.2.003, Rz. 186) wollen, bestehen nur theoretische Zweifel, 
dass er nicht mehrere Schläge ausgeführt hätte. Damit ist von einer erheblichen 
Gewalteinwirkung auszugehen. Bei Gewaltdelikten wirkt sich ein mehrmaliges 
Zustechen oder Zuschlagen erschwerend auf den Tatvorwurf aus (Mathys, Leit-
faden Strafzumessung, 2. A. 2019, N 93), was schwerer wiegt als etwa ein ein-
zelner Schuss mit einer Waffe oder die heimliche Verabreichung eines Giftes.

In subjektiver Hinsicht beging der Beschuldigte den Tötungsversuch im Wesent-
lichen, weil der Privatkläger seinen ehemaligen Arbeitgeber und seinen Vater 
über seine Geldschulden informierte (vgl. Vi-act. 27, Frage 37, vgl. Frage 39; 
KG-act. 47, Fragen 66 f.; vgl. U-act. 10.2.003, Rz. 175. i.V.m. Rz. 114 ff.), wes-
halb er sich in seiner Ehre gekränkt fühlte (Aussage Dr. med. N.________: U-
act. 10.2.010, Rz. 76 f.; Aussage Beschuldigter: Vi-act. 27, Frage 39). Dieser 
geringfügige Anlass steht in keinem Verhältnis zum bedrohten Rechtsgut des 

Kantonsgericht Schwyz 30

Lebens, zumal er den Privatkläger auch verbal hätte zur Rede stellen können. 
Erschwerend wirkt sich aus, dass der Beschuldigte fokussiert und zielgerichtet 
handelte (vgl. U-act. 11.2.015, S. 33 und 31): Am Tattag verliess er seinen Ar-
beitsort, zog sich um (vgl. U-act. 10.2.007, Rz. 344; U-act. 10.2.004, Rz. 555 f.), 
deponierte im Bus seines Arbeitgebers einen Koffer und eine Sporttasche mit 
Kleidern (vgl. bspw. Vi-act. 27, Frage 41), kaufte ein neues Mobiltelefon (U-
act. 10.2.006, Rz. 213 f.; KG-act. 47, Frage 77) und verkaufte sein Auto (U-
act. 10.2.007, Rz. 340; KG-act. 47, Frage 78). Somit verfolgte er sein Vorhaben 
mindestens über einige Stunden hinweg, d.h. seit Verlassen des Arbeitsortes 
am Tattag. Zudem äusserte der Beschuldigte bereits einige Tage vor dem Vor-
fall seinen Tötungswillen (U-act. 10.1.001, Frage 18; U-act. 10.2.004, Rz. 425 
f.; KG-act. 47, Frage 19) und hielt selbst nach der Tat daran fest, dass er den 
Privatkläger umbringen werde, falls er aus der Haft entlassen würde (bspw. U-
act. 10.2.005, Rz. 208 f.; U-act. 10.2.010, Rz. 68 f.; U-act. 4.1.002). Der Privat-
kläger erlitt nur sehr geringe Verletzungen, was leicht strafmindernd berücksich-
tigt werden kann. Die Tat blieb jedoch allein aufgrund des Eingreifens der bei-
den Zeugen im Versuchsstadium. Der Beschuldigte unternahm seinerseits al-
les, was zur Vollendung des Delikts notwendig gewesen wäre. Die für die Tat 
aufgewandte kriminelle Energie ist allerdings nicht aussergewöhnlich gross. 
Zwar beschaffte sich der Beschuldigte den Golfschläger extra für die Tat (KG-
act. 47, Frage, 74 und 76), weitere unmittelbare Vorbereitungshandlungen 
tätigte er aber nicht. Das erwähnte Packen und Bereitstellen des Koffers, der 
Verkauf des Autos und die Beschaffung des Mobiltelefons erfolgten nicht als 
Vorbereitung der eigentlichen Tat, sondern zur Organisation der absehbaren 
Inhaftierung. Insgesamt betrachtet wirkt sich der Versuch nur leicht verschul-
densmindernd aus.

Bezüglich der Täterkomponente sind die beiden Vorstrafen wegen Verletzung 
des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und Nötigung (began-
gen am 26./27. September 2015) sowie wegen Diebstahls (begangen am 7. No-

Kantonsgericht Schwyz 31

vember 2018) zu berücksichtigen (U-act. KG-act. 38). Diese sind zwar nicht ein-
schlägig, zeugen aber vom mangelhaften Willen des Beschuldigten, sich an die 
Rechtsordnung zu halten (so auch U-act. 11.2.015, S. 33: „Insgesamt handelt 
es sich um Verhaltensweisen, die […] nicht stark dissozial sind, aber auf ein 
punktuell schlecht verankertes Werte- und Normengefüge hindeuten“). Mit dem 
vorliegenden Vorfall wollte der Beschuldigte dem Privatkläger „eine Lektion er-
teilen“ (U-act. 10.2.003, Rz. 198 f.; Vi-act. 27, Frage 31; KG-act. 47, Frage 72). 
Als Erklärung erwähnte er die Bestrafung eines Kindes mit einer Ohrfeige (Vi-
act. 27, Frage 39). Dabei verkennt er den Unterschied zwischen dem in sehr 
begrenztem Umfang wohl straflosen Züchtigungsrecht der Erziehungsberech-
tigten (vgl. Roth/Keshelava, Schwarzenegger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 126 StGB N 11 f.) und einer im 
Sinne von Art. 122 ff. StGB strafbaren Körperverletzung oder gar einem 
Tötungsdelikt nach Art. 111 fff. StGB. Seine Aussagen erwecken insgesamt den 
Eindruck, dass er den Privatkläger für dessen angeblich falsches Verhalten 
massregeln wollte, wobei er sich bewusst war, dass er sich dadurch strafbar 
machte und „ins Gefängnis“ komme (vgl. Vi-act. 27, Frage 104). Dies wird da-
durch erhärtet, dass der Beschuldigte betreffend das ihm vom Privatkläger ge-
währte Darlehen selber aussagte, er habe Selbstjustiz ausgeübt, indem er den 
Rest des Darlehens nicht zurückgezahlt, sondern als Abgeltung der angeblich 
geleisteten Überstunden erachtet habe (Vi-act. 27, Frage 77). Das negative Le-
galverhalten wirkt sich verschuldenserhöhend aus.

Insgesamt erweist sich das Verschulden als nicht mehr leicht. In Berücksichti-
gung sämtlicher genannten Kriterien ist die Strafe im unteren Bereich des Straf-
rahmens festzulegen, jedoch nicht wesentlich tiefer als die Mindeststrafe für ein 
vollendetes Tötungsdelikt. Angemessen erscheint eine Einsatzstrafe von 54 
Monaten.

d) Sodann ist die Straferhöhung für die Sachbeschädigung zu bestimmen.

Kantonsgericht Schwyz 32

Der Beschuldigte wird wegen qualifizierter Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 
StGB) verurteilt. Ein grosser Schaden liegt bei einem Betrag ab Fr. 10’000.00 
vor (BGE 136 IV 117 E. 4.3.1). Die Reparaturkosten am Bus der F.________ 
AG betrugen Fr. 14‘925.15 (U-act. 3.2.003, Beilage), was zwar betragsmässig 
im untersten Bereich eines grossen Schadens im Sinne von Art. 144 Abs. 3 
StGB liegt. Allerdings zeugen die Schäden (Fotodokumentation: U-act. 8.1.002, 
S. 4 ff.) von einer massiven Gewalteinwirkung und zahlreichen Schlägen, wes-
halb die Tathandlung schwer wiegt. Eine der beiden Vorstrafen (Diebstahl, be-
gangen am 7. November 2018) betrifft ebenfalls ein Delikt gegen fremdes Ei-
gentum (KG-act. 38). Demnach scheint der Beschuldigte fremdes Eigentum nur 
bedingt zu respektieren, was sich verschuldenserhöhend auswirkt. Die krimi-
nelle Energie, die der Beschuldigte aufwandte, um das Delikt zu begehen, be-
stand namentlich darin, den Golfschläger an den Tatort mitzunehmen, auch 
wenn er danach stattdessen gemäss eigenen Aussagen eine Leiter zur Beschä-
digung des Fahrzeugs benutzte (Vi-act. 27, Frage 59). Der Beschuldigte zeigte 
keinerlei Einsicht in das Unrecht seiner Tat oder Reue, weshalb das Geständnis 
(vgl. Vi-act. 27, Frage 59; KG-act. 47, Fragen 72, 76) nicht strafmindernd 
berücksichtigt werden kann. Insgesamt ist das Verschulden als nicht mehr leicht 
zu beurteilen. Die Sachbeschädigung (Eigentum) betrifft zwar nicht dasselbe 
Rechtsgut wie der Tötungsversuch (Leib und Leben). Der Beschuldigte beschä-
digte aber den Firmenbus, der sich vor dem Gebäude des Tatortes befand 
(vgl. U-act. 8.1.001, S. 5), im Anschluss an den Tötungsversuch (vgl. U-
act. 10.2.004, Rz. 271 f.; 10.2.008, Frage 18), sodass ein enger sachlicher und 
zeitlicher Zusammenhang zwischen den Delikten besteht, weshalb die Strafer-
höhung für die Sachbeschädigung im Rahmen der Asperation etwas geringer 
zu veranschlagen ist (vgl. Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 2019, 
N 500). In Berücksichtigung sämtlicher Kriterien ist die Strafe im unteren Be-
reich des Strafrahmens festzulegen. Aufgrund der massiven Gewaltanwendung 
sowie der genannten Vorstrafe erscheint aber eine merkliche Strafe in spezial-
präventiver Hinsicht notwendig. Insgesamt erweist sich eine Straferhöhung von 
6 Monaten als angemessen.

Kantonsgericht Schwyz 33

e) Folglich ist der Beschuldigte für den Tötungsversuch (Art. 111 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB) und die qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 
StGB) mit einer Freiheitsstrafe von 60 Monaten zu bestrafen. Ein (teil-)bedingter 
Vollzug kommt aufgrund der Dauer der Freiheitsstrafe nicht infrage (Art. 42 
Abs. 1 und Art. 43 Abs. 1 StGB). Die erstandene Haft von 828 Tagen (58 Tage 
Untersuchungshaft und 770 Tage vorzeitiger Strafvollzug) ist an die Freiheits-
strafe anzurechnen (Art. 51 StGB).

4. Der Beschuldigte focht die von der Vorinstanz ausgesprochene Landes-
verweisung an (angef. Urteil, Dispositivziffer 5).

a) Das Gericht verweist einen Ausländer insbesondere dann für 5-15 Jahre 
des Landes, wenn er wegen vorsätzlicher Tötung (Art. 111 StGB) verurteilt wird 
(Art. 66a Abs. 1 lit. a StGB). Die Landesverweisung ist bei einer der in Art. 66a 
Abs. 1 StGB aufgelisteten Straftaten obligatorisch. Sie greift grundsätzlich un-
geachtet der konkreten Tatschwere (BGE 144 IV 332 E. 3.1.3) und muss unab-
hängig davon ausgesprochen werden, ob die Strafe bedingt, unbedingt oder 
teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1, m.H.). Auch bei versuchter De-
liktsbegehung ist die Landesverweisung auszusprechen (Botschaft 2013, 
6020 f.; Trechsel-Kommentar Art. 66a StGB N 5; BSK Art. 66a StGB N 3).

Der Beschuldigte ist kroatischer Staatsangehöriger (KG-act. 38), d.h. Auslän-
der, und wird wegen versuchter vorsätzlicher Tötung nach Art. 111 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB (s.o., E. 2.g) verurteilt. Die Voraussetzungen für eine obli-
gatorische Landesverweisung sind demnach gegeben.

b) Von der Anordnung der Landesverweisung kann laut Art. 66a Abs. 2 
StGB ausnahmsweise unter den kumulativen Voraussetzungen abgesehen 
werden, dass sie einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und 
die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten 

Kantonsgericht Schwyz 34

Interessen der ausländischen Person am Verbleib in der Schweiz nicht über-
wiegen. Dabei ist der besonderen Situation von Personen Rechnung zu tragen, 
die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind. Diese sog. Härtefallklau-
sel dient der Umsetzung des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 BV; 
BGE 146 IV 105 E. 3.4.2; 144 IV 332 E. 3.1.2 und E. 3.3.1) und ist restriktiv 
anzuwenden (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2; 144 IV 332 E. 3.3.1 mit Hinweis). Zu 
berücksichtigen sind namentlich der Grad der persönlichen und wirtschaftlichen 
Integration, einschliesslich familiärer Bindungen in der Schweiz und in der Hei-
mat, Aufenthaltsdauer und Resozialisierungschancen. Ebenso ist der Rückfall-
gefahr und wiederholter Delinquenz Rechnung zu tragen. Das Gericht darf auch 
vor dem Inkrafttreten von Art. 66a StGB begangene Straftaten berücksichtigen 
(BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.3.2; 6B_149/2021 vom 3. Februar 
2022 E. 2.3.2 mit Hinweis; zum Ganzen: BGer 6B_304/2021 vom 2. Juni 2022 
E. 2.3.2 f.). Ein schwerer persönlicher Härtefall liegt insbesondere vor, wenn die 
Landesverweisung eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Bezie-
hung zur Kernfamilie (Ehegatten mit minderjährigen Kindern) beeinträchtigt, 
ohne dass es der schuldigen Person möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Famili-
enleben andernorts zu pflegen (BGer 6B_304/2021 vom 2. Juni 2022 E. 2.3.3 
mit Hinw.). Ferner liegt ein Härtefall vor, wenn eine gesundheitlich angeschla-
gene Person für den Fall der Landesverweisung aufgrund fehlender angemes-
sener Behandlungsmöglichkeiten oder fehlenden Zugangs zu Behandlungen 
einer ernsthaften, rapiden und irreversiblen Verschlechterung des Gesundheits-
zustands ausgesetzt wird, die intensives Leiden oder eine wesentliche Verrin-
gerung der Lebenserwartung nach sich zieht (BGer 6B_304/2021 vom 2. Juni 
2022 E. 2.3.3 mit Hinw.).

c) Der Beschuldigte ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen und ver-
fügt über eine Niederlassungsbewilligung C (vgl. KG-act. 38), was gemäss dem 
vorstehend Erwähnten besonders zu beachten ist. Er ist ledig (U-act. 1.1.001) 
und hat keine Kinder (vgl. KG-act. 38). Eine nahe, tatsächlich gelebte Bezie-
hung zu einer eigenen Kernfamilie weist der Beschuldigte demnach nicht auf 

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Kantonsgericht Schwyz 35

(zur erweiterten Familie und Freunden s.u.). Die Ausbildung zum Sanitärinstal-
lateur brach er ab (vgl. U-act. 8.2.001; Vi-act. 27, Frage 3 f.). Gemäss eigenen 
Angaben habe er immer gearbeitet (U-act. 11.2.015, S. 19; Vi-act. 27, Frage 
12). Im Jahr 2021 belief sich das steuerbare Einkommen auf Fr. 47’900.00 (U-
act. 1.1.015, S. 2). Das dem Beschuldigten im Jahr 2022 angerechnete steuer-
bare Einkommen von Fr. 15’400.00 beruhte mangels Einreichung einer Steu-
ererklärung auf einer Schätzung (KG-act. 30/1). Gemäss Führungsbericht der 
Kantonspolizei St. Gallen vom 3. August 2022 bestand seit dem Jahr 2015 eine 
Einkommenspfändung (U-act. 1.1.015, S. 2). Seine finanziellen Verhältnisse 
waren demnach bereits seit ca. sieben Jahren sehr angespannt. Der Beschul-
digte sagte denn auch erstinstanzlich aus, er sei “Konkurs” und habe 
ca. Fr. 25’000.00 Schulden (Vi-act. 27, Fragen 6 und 8). Bei der zweitinstanzli-
chen Befragung gab er an, die Schulden hätten sich erhöht und er sei jetzt beim 
Sozialamt angemeldet (KG-act. 47, Fragen 47 f.). Den Gutachtern sagte er, er 
habe Sportwetten gemacht, wodurch er im Jahr Fr. 10’000.00 bis Fr. 15’000.00 
verloren habe (U-act. 11.2.015, S. 18). Seine wirtschaftliche Situation ist damit 
seit längerem ungenügend. Der Strafregisterauszug weist drei Vorstrafen auf 
(U-act. 1.1.001): Mit Strafbefehl des Untersuchungsamts Altstätten vom 
12. April 2012 wurde der Beschuldigte wegen grober Verkehrsregelverletzung 
(Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit), Entwendung eines Personenwa-
gens zum Gebrauch und Führen eines Personenwagens ohne Führerausweis 
zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen und einer Busse von 
Fr. 1’000.00 bestraft (U-act. 1.1.013). Dieses Delikt wurde zwar im Strafregister 
inzwischen gelöscht (vgl. KG-act. 38), darf aber für die Beurteilung des Sozial-
verhaltens im Hinblick auf die Landesverweisung berücksichtigt werden 
(vgl. BGer 6B_1358/2021 vom 21. Juni 2023 E. 3.4). Sodann bestrafte die 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich den Beschuldigten mit Strafbefehl 
vom 19. Oktober 2016 wegen Nötigung und Verletzung des Geheim- und Pri-
vatbereichs durch Aufnahmegeräte mit einer bedingten Geldstrafe von 120 Ta-
gessätzen (U-act. 1.1.003). Mit Strafbefehl vom 26. Februar 2019 verhängte 
das Untersuchungsamt Uznach für einen Diebstahl eine unbedingte Geldstrafe 

Kantonsgericht Schwyz 36

von 90 Tagessätzen (U-act. 1.1.014). Zudem ist der Beschuldigte bei der Kan-
tonspolizei St. Gallen als beschuldigte Person weiterer Ereignisse verzeichnet 
(U-act. 1.1.015, S. 2): wegen Drohungen gegenüber einem anderen Hotelgast 
(2013), in einem Ermittlungsverfahren wegen Einbruchdiebstahls (2014), we-
gen Hochdrehen des Motors (2014 und 2019) und wegen Einbruchdiebstahls 
(2018). Der Beschuldigte wurde als problematische Person eingestuft. Alle 
Einsätze rund um den Beschuldigten werden durch das Bedrohungs- und Risi-
komanagement der Kantonspolizei St. Gallen überwacht (U-act. 1.1.015, S. 2). 
Der Leumund des Beschuldigten ist demnach schlecht, was Zweifel an seinem 
zukünftigen Legalverhalten hinterlässt.

Der Beschuldigte wohnte bis zu seiner Verhaftung bei seinen Eltern (vgl. U-
act. 1.1.015, S. 1), wo er zusammen mit seinem älteren Bruder aufwuchs 
(vgl. U-act. 11.2.015, S. 18). Im Vollzugsbericht der Justizvollzugsanstalt 
Grosshof vom 23. Januar 2023 wird zwar erwähnt, der Beschuldigte verfüge 
über ein tragfähiges Beziehungsnetz und werde regelmässig von Personen aus 
seinem familiären Umfeld und von Bekannten besucht (Vi-act. 21, S. 2). Bei der 
erstinstanzlichen Befragung sagte der Beschuldigte, seine Eltern seien ihn nicht 
besuchen gekommen, weil er das nicht gewollt habe. Er telefoniere mit ihnen 
etwa zweimal pro Woche (Vi-act. 27, Frage 17 f.). Der Bruder habe ihn einmal 
im Gefängnis besucht (Vi-act. 27, Frage 24). An der zweitinstanzlichen Befra-
gung gab er an, er telefoniere jede Woche mehrmals mit den Eltern und diese 
würden ihn auch besuchen. Mit seinem Bruder habe er auch Kontakt (KG-
act. 47, Fragen 54-56). Kollegen kämen zu Besuch oder würden telefonieren 
(KG-act. 47, Frage 91). Auf die Frage nach den Namen seiner Kollegen ant-
wortete der Beschuldigte jedoch bloss, es gäbe viele, hauptsächlich 
S.________ (KG-act. 47, Frage 92). Gegenüber den Gutachtern sagte der Be-
schuldigte, die Familien seiner Freunde kämen alle ursprünglich aus den Bal-
kanstaaten. Sie sprächen allerdings untereinander Deutsch (U-act. 11.2.015, 
S. 18). Aus diesen Angaben kann geschlossen werden, dass der Beschuldigte 
vor der Inhaftierung einen regelmässigen Kontakt zu seinen Eltern und seinem 

Kantonsgericht Schwyz 37

Bruder pflegte. Darüber hinaus gehende Bemühungen oder ein besonders en-
ges Verhältnis zu den Eltern scheinen mangels anderer Hinweise jedoch nicht 
zu bestehen. Der Beschuldigte sagte denn auch nie, dass eine räumliche Tren-
nung von seinen Eltern und seinem Bruder im Zusammenhang mit einer Lan-
desverweisung für ihn schwierig wäre. Darüber hinaus scheint er sich vorwie-
gend unter Landsleuten aufzuhalten, was seine Integration in die Schweizer Ge-
sellschaft fraglich erscheinen lässt. Schliesslich ist eine besonders enge Bezie-
hung zu Freunden nicht erstellt. In sozialer Hinsicht besteht somit keine schüt-
zenswerte, besonders enge gelebte Beziehung zu Personen in der Schweiz. 
Auch der Gesundheitszustand des Beschuldigten steht einer Landesverwei-
sung nicht entgegen: Er leidet zwar an einer rheumatischen Wirbelsäulener-
krankung (Morbus Bechterew; vgl. U-act. 16.1.003, S. 2), aktuell wird ihm aber 
lediglich alle zwei Wochen ein Medikament gespritzt. Auf weitere Behandlungen 
ist er nicht angewiesen (KG-act. 47, Fragen 51-53). Dass er die derzeitige Be-
handlung in seinem Heimatland nicht erhalten würde, macht er nicht geltend.

Eine Verbindung zu Kroatien hat der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben 
nicht (Vi-act. 27, Frage 13). Er spricht aber kroatisch. Auf die drohende Landes-
verweisung angesprochen antwortete der Beschuldigte, wenn man ihn aus-
schaffen müsse, könne man das gerne tun, das akzeptiere er. Wenn nicht, sei 
es ihm auch recht. Er sei Baustellenarbeiter, ein guter Installateur, und könne 
überall in Europa arbeiten. Die Entscheidung überlasse er dem Gericht. Er 
werde immer arbeiten, es sei ihm egal wo, den Rest müsse das Gericht ent-
scheiden (Vi-act. 27, Frage 12; vgl. ähnlich: KG-act. 47, Frage 89). Folglich 
dürfte ihm die berufliche und soziale Integration in Kroatien (oder einem ande-
ren europäischen Land) keine besonderen Schwierigkeiten bereiten.

d) Aus den vorstehenden Gründen liegt kein Härtefall im Sinne von Art. 66a 
Abs. 2 StGB vor. Folglich muss auch keine Interessenabwägung erfolgen 
(BGer 6B_541/2021 vom 3. Oktober 2021 E. 4.4).

Kantonsgericht Schwyz 38

5. Der Privatkläger beantragte erstinstanzlich die Verpflichtung des Beschul-
digten zur Bezahlung einer Genugtuung von Fr. 3’000.00 zzgl. Zins von 5 % seit 
22. März 2022 (Vi-act. 27, Beilage Plädoyer, S. 2, Rechtsbegehren Ziffer 2). Die 
Vorinstanz erwog, dass der Privatkläger die Behauptung des Beschuldigten, 
wonach dieser bereits vor dem Vorfall an den als immaterielle Unbill geltend 
gemachten Panikattacken gelitten habe, bestätigt habe. Es sei demnach nicht 
erstellt, inwieweit diese und/oder deren allfällige Verschlechterung auf das Er-
eignis vom 22. März 2022 zurückzuführen seien, weshalb die Genugtuungsfor-
derung auf den Zivilweg zu verweisen sei. Der Beschuldigte beantragt mit der 
Berufung die vollumfängliche Abweisung der Genugtuungsforderung des Pri-
vatklägers. Der Privatkläger habe die Forderung beziffert und begründet, wes-
halb die Vorinstanz über diese hätte entscheiden müssen (KG-act. 47/1, 
Rechtsbegehren Ziffer 5 und S. 12 f.).

a) Die Zivilklage ist zu beziffern und schriftlich zu begründen (Art. 123 ZPO). 
Vorliegend hatte dies spätestens im erstinstanzlichen Parteivortrag zu erfolgen 
(Art. 123 Abs. 2 StPO; seit dem 1. Januar 2024: innert der Frist nach Art. 331 
Abs. 2 StPO). Das Strafgericht entscheidet über die Zivilklage, wenn es die be-
schuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). Bei einem 
Schuldspruch ist der Entscheid über die anhängig gemachte Zivilklage, soweit 
sie hinreichend begründet und beziffert ist, demnach zwingend. Dies gilt auch, 
wenn der Sachverhalt nicht spruchreif ist. Das Gericht hat in diesem Fall nöti-
genfalls ein Beweisverfahren durchzuführen (BGE 146 IV 211 E. 3.1; 
BGer 7B_135/2022 vom 9. Januar 2024 E. 7.2.2). Die Zivilklage wird auf den 
Zivilweg verwiesen, wenn die Privatklägerschaft ihre Klage nicht hinreichend 
begründet oder beziffert hat (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO). Wird jedoch für die 
bezifferte und substanziierte Klage der Beweis nicht oder nicht vollständig er-
bracht, ist die Klage im unbewiesen gebliebenen Umfang abzuweisen (Dolge, 
in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Straf-
prozessordnung, 3. A. 2023, Art. 126 StPO N 38). Bis zum Abschluss der 

Kantonsgericht Schwyz 39

Hauptverhandlung unbewiesen gebliebene Zivilklagen dürfen nicht auf den Zi-
vilweg gewiesen werden. Bleibt die Zivilpartei den Beweis ihrer Forderung 
schuldig und ergibt sich dieser auch nicht bereits aus dem Strafverfahren, ist 
die Klage abzuweisen (Dolge, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 126 StPO N 39).

Im vorinstanzlichen Plädoyer bezifferte der Privatkläger seine Forderungen (Vi-
act. 27, Beilage, Anträge) und begründete sämtliche Voraussetzungen der Ge-
nugtuungsforderung (Aktiv-/Passivlegitimation, immaterielle Unbill, Widerrecht-
lichkeit, Kausalzusammenhang, Schwere der Persönlichkeitsverletzung, Höhe 
der Genugtuung; Vi-act. 27, Beilage, S. 9 ff.). Der Tatsachenvortrag ist schlüs-
sig und erweist sich als spruchreif, weshalb die Zivilforderung nicht auf den Zi-
vilweg verwiesen werden darf, sondern darüber im Strafverfahren zu entschei-
den ist.

b) Zwischen der Straftat und dem Schaden, welcher der Zivilforderung zu-
grunde liegt, muss ein Kausalzusammenhang bestehen. Dies bedeutet, dass 
der Sachverhalt, auf dem die Zivilklage beruht, derselbe sein muss, der Anlass 
zur Strafverfolgung gab (Lieber, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 122 
StPO N 5). Als in diesem Sinne zulässige Ansprüche gelten insbesondere 
Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche aus unerlaubter Handlung 
gemäss Art. 41 ff. OR (Dolge, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. A. 2014, Art. 122 StPO N 66). 
Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, hat Anspruch auf Leis-
tung einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung dies 
sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht (Empfinden der betroffenen 
Person) rechtfertigt und diese nicht anders wiedergutgemacht wurde (Art. 49 
Abs. 1 OR). Die Genugtuung bezweckt den Ausgleich für erlittene seelische Un-
bill. Massstab für die Schwere der Verletzung ist, wie der zu beurteilende Ein-
griff auf eine weder besonders sensible noch besonders widerstandsfähige 

Kantonsgericht Schwyz 40

Durchschnittsperson gewirkt hätte. Im Weiteren muss die Persönlichkeitsverlet-
zung widerrechtlich und adäquat kausal auf die Handlung des Haftpflichtigen 
zurückzuführen sein (Kessler, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Obligationenrecht I, 7. A. 2020, Art. 49 OR N 11-15). Die Bemessung 
der Genugtuung ist eine Billigkeitsentscheidung (BGE 132 II 117, E. 2.2.3).

Der Privatkläger machte als seelische Unbill psychische Beeinträchtigungen in 
der Form von Schlafproblemen und Panikattacken geltend. Er müsse seit dem 
Angriff starke Beruhigungstabletten nehmen, wache pro Nacht mindestens fünf 
Mal auf und habe fünf bis zehn Mal pro Tag Panikattacken. Zudem hätte er bei 
einer Entlassung des Beschuldigten Angst um sich und seine ganze Familie (Vi-
act. 27, Beilage Plädoyer, S. 9). Zum Beweis für die Beeinträchtigungen ver-
wies er lediglich auf seine Aussagen anlässlich der polizeilichen Befragung (U-
act. 10.2.004, Rz. 713-715, 731 f., 733 f.). Es sind keine weiteren Beweismittel 
wie beispielsweise ein Arztbericht, ein Medikamentenrezept oder Zeugenaus-
sagen zu den Panikattacken vorhanden noch stellte er entsprechende Beweis-
anträge. Die Zivilklage unterliegt den zivilprozessualen Grundsätzen, insbeson-
dere dem Verhandlungsgrundsatz nach Art. 55 Abs. 1 ZPO. Die Privatkläger-
schaft kann zwar auf die Ergebnisse des Strafverfahrens verweisen. Ihr obliegt 
aber die Behauptungs-, Substanziierungs- und Beweisführungslast für diejeni-
gen Voraussetzungen der Genugtuung, die sich nicht bereits aus dem Strafver-
fahren ergeben. Dies gilt insbesondere für die Schwere der Persönlichkeitsver-
letzung und die Höhe des Schadens (Dolge, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, 
Art. 122 StPO N 23). Das Gericht darf im Rahmen des Verhandlungsgrundsat-
zes grundsätzlich nur diejenigen Beweise abnehmen, die von den Parteien be-
antragt wurden (Oberhammer/Weber, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], 
Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 55 ZPO 
N 11). Mangels Beweisanträgen konnte vorliegend somit kein Beweisverfahren 
durchgeführt werden. Der Beschuldigte bestritt das Bestehen einer psychischen 
Belastung des Privatklägers (vgl. Vi-act. 27, S. 31). Der Privatkläger bewies die 

Kantonsgericht Schwyz 41

bestrittene Behauptung der psychischen Beeinträchtigungen nicht, sodass die 
geltend gemachte immaterielle Unbill als Voraussetzung des Genugtuungsan-
spruchs nicht nachgewiesen ist. Die Forderung ist demzufolge mangels Beweis 
abzuweisen.

6. Schliesslich beantragt der Beschuldigte, die erstinstanzlichen Kosten 
seien ihm nur zu 8/10 aufzuerlegen (KG-act. 47/1, Rechtsbegehren Ziffer 6).

a) Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt 
wird. Davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung (unter 
Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO; Art. 426 Abs. 1 StPO). Der angefochtene 
Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung (angef. Urteil, Dispositiv-
ziffer 1.a) wird bestätigt, sodass es bei der vollumfänglichen Verurteilung des 
Beschuldigten gemäss Anklage bleibt. Der Beschuldigte hat somit die Kosten 
für den strafrechtlichen Teil des Entscheids (inkl. Landesverweisung und Be-
schlagnahme) zu tragen. Im Hinblick auf den schweren Tatvorwurf der versuch-
ten vorsätzlichen Tötung, der Verurteilung für drei Delikte inklusive Strafzumes-
sung und Beurteilung der Landesverweisung sowie der Gutheissung einer von 
zwei Zivilforderungen erscheint das Obsiegen des Beschuldigten betreffend die 
Genugtuungsforderung des Privatklägers als sehr gering. Angemessen ist da-
her die Kostenauflage zulasten des Beschuldigten im Umfang von 9/10.

b) Der Privatklägerschaft können die Verfahrenskosten, die durch ihre An-
träge zum Zivilpunkt verursacht wurden, auferlegt werden, wenn die Zivilklage 
abgewiesen wird (Art. 427 Abs. 1 lit. c StPO). Die Kostentragungspflicht der Pri-
vatklägerschaft ist einerseits beschränkt auf diejenigen Verfahrenskosten, die 
durch ihre Anträge zum Zivilpunkt (vgl. Art. 122 – 126) kausal verursacht wur-
den. Unter Berücksichtigung der Grundtendenz von Art. 427 StPO soll die Pri-
vatklägerschaft nur für diejenigen beantragten Verfahrenshandlungen kosten-
pflichtig werden, die alleine oder überwiegend mit ihrer Zivilklage in Zusammen-
hang stehen. Die Kosten für Verfahrenshandlungen, die von Amtes wegen oder 

Kantonsgericht Schwyz 42

überwiegend im Hinblick auf den Schuldpunkt erfolgten, sollen demgegenüber 
nicht der Privatklägerschaft auferlegt werden. Die Kostenauflage nach Art. 427 
Abs. 1 StPO ist dispositiver Natur. Insbesondere bei Opfern kann Zurückhaltung 
angebracht sein (Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 427 StPO N 4 
und 7). Die Genugtuungforderung verursachte weder im Untersuchungs- noch 
im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren einen nennenswerten Aufwand, wes-
halb es sich rechtfertigt, auf eine Kostenauflage zu verzichten. Stattdessen sind 
die Verfahrenskosten im Umfang von 1/10 vom Staat zu tragen.

c) Die obsiegende beschuldigte Person hat gegenüber der Privatkläger-
schaft Anspruch auf angemessene Entschädigung für die durch die Anträge 
zum Zivilpunkt verursachten Aufwendungen (Art. 432 Abs. 1 StPO). Der Be-
schuldigte obsiegte betreffend die Genugtuungsforderung des Privatklägers. 
Die Ausführungen des Verteidigers zur Genugtuung umfassen allerdings nur 
rund eine von zwanzig Seiten des erstinstanzlichen Plädoyers (Vi-act. 27, Bei-
lage, S. 19). Der Aufwand war somit vernachlässigbar gering, weshalb es sich 
rechtfertigt, auf eine Entschädigung zulasten des Privatklägers zu verzichten.

d) Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch 
auf angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, 
wenn sie obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Die Privatklägerschaft hat ihre 
Entschädigungsforderung zu beziffern und zu belegen. Dabei ist der Antrag “un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin” al-
leine nicht ausreichend (Wehrenberg/Frank in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 433 
StPO N 22). Kommt sie dieser Pflicht nicht nach, so tritt die Strafbehörde auf 
den Antrag nicht ein (Art. 433 Abs. 2 StPO). Der Privatkläger stellte nur den 
Antrag „unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MWST zu Lasten des Be-
klagten.“ (Plädoyer, Antrag Ziffer 3). Der Begründung sind keine Ausführungen 

Kantonsgericht Schwyz 43

zu einer allfälligen Entschädigung zu entnehmen und er reichte keine Kosten-
note ein, weshalb auf den Entschädigungsantrag nicht einzutreten ist.

7. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Mass-
gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

a) Der Beschuldigte unterliegt mit dem Antrag, er sei wegen versuchter ein-
facher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand (Art. 123 Ziff. 2 
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) anstatt wegen versuchter vorsätzlicher Tötung 
(Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig zu sprechen (KG-act. 1, Rechts-
begehren Ziffer 2). Zudem unterliegt er betreffend die beantragte Strafreduktion 
(KG-act. 1, Rechtsbegehren Ziffer 3), den Verzicht auf die Landesverweisung 
(KG-act. 1, Rechtsbegehren Ziffer 4) und die Haftentlassung (KG-act. 1, 
Rechtsbegehren Ziffer 8). Er obsiegt mit der Abweisung der Genugtuung (KG-
act. 1, Rechtsbegehren Ziffer 5) in vernachlässigbar geringem Umfang betref-
fend die erstinstanzlichen Kosten (KG-act. 1, Rechtsbegehren Ziffer 6) und mit 
der Abweisung der Entschädigung der Privatklägerschaft (anstatt Verweis auf 
Zivilweg; KG-act. 1, Rechtsbegehren Ziffer 7). Das Unterliegen überwiegt mas-
siv, der Antrag im Schuld- und Strafpunkt (inkl. Landesverweisung) ist wesent-
lich schwerer zu gewichten als die Zivilklage und die Entschädigung. Insgesamt 
unterliegt der Beschuldigte zu 4/5, weshalb ihm die Kosten des Berufungsver-
fahrens in diesem Umfang aufzuerlegen sind.

b) Die Privatklägerschaft beantragte die Abweisung der Berufungsanträge, 
weshalb sie sich mit dem angefochtenen Urteil identifizierte. Sie nahm zu allen 
Berufungsanträgen des Beschuldigten (inklusive Schuld- und Strafpunkt) Stel-
lung. Sie unterliegt somit im Umfang des Obsiegens des Beschuldigten, d.h. zu 
1/5, weshalb ihr die Kosten des Berufungsverfahrens zu 1/5 aufzuerlegen sind. 
Sind mehrere beteiligte Personen kostenpflichtig, so werden die Kosten anteils-
mässig auferlegt (Art. 418 Abs. 1 StPO). Die Kosten soll diejenige Person tra-

Kantonsgericht Schwyz 44

gen, die Anlass dazu gab (Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 418 
StPO N 3). Die Strafbehörde kann für gemeinsam verursachte Kosten eine so-
lidarische Haftung der kostenpflichtigen Personen anordnen (Art. 418 Abs. 2 
StPO). Eine solidarische Haftung kann auch dann angemessen erscheinen, 
wenn mehrere miteinander verbundene Privatkläger gemeinsam ein Rechtsmit-
tel ergriffen und unterlagen (Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 418 
StPO N 6). Grundsätzlich wäre der Aufwand für die Genugtuungsforderung nur 
D.________ (nicht auch der F.________ AG) aufzuerlegen. Das Plädoyer (KG-
act. 47/4) und die Kostennote (KG-act. 47, Beilage) erfolgten jedoch für beide 
Privatkläger gemeinsam. Insofern kann der Aufwand nicht ausgeschieden wer-
den. Demzufolge rechtfertigt es sich, die solidarische Haftung der Privatkläger-
schaft anzuordnen.

c) Die amtliche Verteidigung ist einstweilen aus der Kantonsgerichtskasse 
zu entschädigen (vgl. Art. 135 Abs. 1 StPO). Im Berufungsverfahren beträgt 
das Honorar Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Der vormalige 
amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt K.________, reichte eine Kostennote über 
total Fr. 1’229.70 (inkl. MWST) ein (KG-act. 32/1, 32/2). Für die Berufungsan-
meldung (KG-act. 2), die rund dreiseitige Berufungserklärung (KG-act. 3) und 
fünf Kurzschreiben (KG-act. 8, 14, 16, 18, 25) erscheint das geltend gemachte 
Honorar angemessen. Der neue amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt 
B.________, reichte eine Kostennote über total Fr. 6’714.00 ein (inkl. Auslagen 
und MWST) ein (KG-act. 47/2). Darin enthalten ist ein Aufwand von drei Stun-
den für die Berufungsverhandlung, die jedoch nur knapp zwei Stunden dauerte. 
Das geltend gemachte Honorar erscheint für ein Standardschreiben (KG-
act. 34) und das rund vierzehn Seiten umfassende Plädoyer (KG-act. 47/1) so-
wie die Teilnahme an der Berufungsverhandlung zuzüglich Auslagen etwas zu 
hoch. Angemessen ist eine Entschädigung von Fr. 6’000.00 (inkl. Auslagen und 

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MWST). Der Beschuldigte ist im Umfang seines Unterliegens (9/10) rückzah-
lungspflichtig (Art. 135 Abs. 4 StPO).

d) Die obsiegende beschuldigte Person hat grundsätzlich gegenüber der Pri-
vatklägerschaft Anspruch auf angemessene Entschädigung für die durch die 
Anträge zum Zivilpunkt verursachten Aufwendungen (Art. 432 Abs. 1 StPO). 
Der Beschuldigte obsiegt betreffend die Genugtuungsforderung des Privatklä-
gers, in sehr geringem Umfang betreffend die erstinstanzlichen Kosten und mit 
der Abweisung der Entschädigung der Privatklägerschaft anstatt deren Verweis 
auf den Zivilweg. Der Verteidiger stellte keinen Entschädigungsantrag zulasten 
der Privatklägerschaft, sondern zu Lasten des Staates. Im Plädoyer befasst sich 
der Verteidiger auf nur etwa einer von fünfzehn Seiten mit der Zivilforderung 
und der Entschädigung, was ein sehr geringer Zusatzaufwand war, sodass es 
sich rechtfertigt, auf eine Entschädigung zu verzichten.

e) Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch 
auf angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen, wenn sie ob-
siegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Die eingereichte Kostennote (KG-act. 47/4, 
Beilage) über total Fr. 7’070.30 (inkl. Auslagen und MWST) enthält einen Auf-
wand von 8,5 Stunden für die Berufungsverhandlung, die jedoch nur rund zwei 
Stunden dauerte (vgl. KG-act. 47). Zudem ist das Plädoyer im Strafpunkt sehr 
ausführlich, was im Hinblick auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 StPO) 
nicht in diesem Masse notwendig gewesen wäre. Das geltend gemachte Hono-
rar erscheint folglich für ein Dispensationsgesuch (KG-act. 41), das rund vier-
zehn Seiten umfassende Plädoyer (KG-act. 47/4) und die Teilnahme an der 
zweistündigen Berufungsverhandlung (KG-act. 47), insbesondere auch im Ver-
gleich zum Honorar des Verteidigers, als zu hoch. Angemessen ist eine Ent-
schädigung von Fr. 3’000.00 (inkl. Auslagen und MWST). Die Privatkläger-
schaft unterliegt im Zivilpunkt, weshalb hierfür keine Entschädigung geschuldet 
ist. Der Berufungsgegenstand betraf überwiegend den Strafpunkt, weshalb das 
Unterliegen der Privatklägerschaft ermessensweise mit rund 1/4 zu gewichten 

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ist. Der Beschuldigte hat die Privatklägerschaft somit zu 3/4 mit Fr. 2’250.00 zu 
entschädigen;-

erkannt:

1. A.________ wird schuldig gesprochen

a) der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB, begangen am 22. März 2022;

b) der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 
StGB, begangen am 22. März 2022;

c) der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB, began-
gen im Sommer 2020.

2. a) A.________ wird für die Verbrechen gemäss Ziff. 1 lit. a und lit. b 
mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren bestraft, unter Anrechnung 
von 828 Tagen Haft (58 Tage Untersuchungshaft und 770 Tage vor-
zeitiger Strafvollzug).

b) A.________ wird für das Vergehen gemäss Ziff. 1 lit. c mit einer 
Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 30.00 bestraft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 3 Jahren aufge-
schoben.

4. Auf den Widerruf der von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
am 19. Oktober 2016 bedingt ausgefällten Geldstrafe von 120 Tagessät-
zen zu Fr. 80.00 bei einer Probezeit von 3 Jahr