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**Case Identifier:** 2752da11-9b29-5b70-bf6c-5c80ed5f51e7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.07.2019 725 19 59 / 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-59---176_2019-07-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Juli 2019 (725 19 59 / 176) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Heilbehandlungskosten  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat, 
Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, 4002 Basel, Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advo-
kat, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1943 geborene A.____ war seit 1. März 1990 bei der B.____ AG angestellt und 
aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei Basler Versicherung AG obligatorisch gegen die Fol-
gen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 21. September 2000 erlitt A.____ in den 
Ferien in Spanien beim Beachvolleyballspielen eine Achillessehnen-Zerrung. Nach Eingang der 
Unfallmeldung erbrachte die Basler Versicherung AG die gesetzlichen Leistungen für die Fol-
gen dieses Ereignisses. Am 6. Februar 2002 zog sich A.____ zudem beim Volleyballspielen 
eine Mittelfussdistorsion rechts zu. Auch dafür erbrachte die Basler Versicherung AG die ge-

 

 
 
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setzlichen Versicherungsleistungen. Da es A.____ jedoch unterlassen hatte, für das Ereignis 
vom 6. Februar 2002 wiederum eine Unfallmeldung einzureichen, wurden auch die für das 
zweite Ereignis erbrachten Leistungen administrativ unter der Schadennummer des ersten Un-
falls vom 26. September 2000 abgewickelt.  
 
Nachdem die Basler Versicherung AG ab Sommer 2004 jährlich für die Kosten eines jeweils 
knapp dreiwöchigen Kuraufenthalts des Versicherten in Tschechien aufgekommen war, teilte 
sie diesem im Frühjahr 2016 mit, man müsse näher prüfen, ob er auch weiterhin Anspruch auf 
Übernahme der Kosten dieses jährlichen Kuraufenthalts habe. Nach Vornahme medizinischer 
Abklärungen erliess die Basler Versicherung AG am 31. Mai 2017 eine Verfügung, mit welcher 
sie „die Leistungen gemäss UVG“ für das Ereignis vom 26. September 2000 per 1. April 2017 
einstellte. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
Am 24. August 2017 erliess die Basler Versicherung AG eine weitere Verfügung, mit welcher 
sie „die Leistungen gemäss UVG“ auch für das Ereignis vom 6. Februar 2002 per 1. April 2017 
einstellte. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, die Beschwerden des Versi-
cherten am rechten Fuss seien nicht mit dem in der Sozialversicherung erforderlichen Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 6. Februar 2002 zurückzufüh-
ren. Daran hielt die Basler Versicherung AG auf Einsprache des Versicherten hin mit Ein-
spracheentscheid vom 18. Januar 2019 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Marco Alb-
recht, am 20. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid auf-
zuheben und es sei festzustellen, dass er weiterhin Anspruch auf die bisherigen Heilungskosten 
habe; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2019 beantragte die Basler Versicherung AG, 
vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-

 

 
 
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gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 20. Februar 2019 ist demnach 
einzutreten.  
 
1.2 Wie eingangs geschildert erliess die Beschwerdegegnerin am 31. Mai 2017 und am 
24. August 2017 je eine Verfügung, mit denen sie „die Leistungen gemäss UVG“ per 1. April 
2017 einstellte. Die erste Verfügung bezog sich auf die Leistungen für das Ereignis vom 
26. September 2000 und die zweite auf die Leistungen für das Ereignis vom 6. Februar 2002. 
Während die Verfügung vom 31. Mai 2017 unangefochten in Rechtskraft erwuchs, focht der 
Versicherte die Leistungseinstellung für das Ereignis vom 6. Februar 2002 vorerst mit Einspra-
che und nach Erhalt des abschlägigen Einspracheentscheids mit der vorliegenden Beschwerde 
an. Streitgegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bildet demnach einzig die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für den Unfall vom 6. Februar 2002 zu Recht per 1. April 
2017 eingestellt hat. Auf die Leistungseinstellung für das Ereignis vom 26. September 2000 
hingegen ist, da sie unangefochten blieb, nicht mehr einzugehen. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für 
Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht ge-
währt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird.  
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Zu dieser vom Unfallversicherer zu übernehmenden Heilbehandlung gehören unter ande-
rem die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (Art. 10 Abs. 1 lit. d UVG). 
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 
Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

 

 
 
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Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 
(status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten so-
wohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten 
massgebend (Urteil A. des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit 
Hinweisen). 
 
4.3 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

 

 
 
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und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 

5.1 Die Beschwerdegegnerin holte zur Beurteilung der Frage, ob die beim Versicherten 
aktuell bestehenden Fussbeschwerden unfallkausal seien, ein fachärztliches Gutachten bei 
Dr. med. D.____, Orthopädische Chirurgie FMH, ein. In diesem am 5. Mai 2017 erstatteten 
Gutachten hielt der Experte beim Versicherten folgende Diagnosen fest: (1) Knicksenkfüsse 
beidseits, rechts mehr als links, mit beginnender Arthrose Lisfranc TMT 1, TMT 2 und TMT 3 
rechts mit Os tibiale Externum rechts; (2) eine beginnende Hammerzehen-Deformität Dig 4 
rechts; (3) eine Neuralgie des intermetatarsalen plantaren Nervs 3/4 rechts (nicht symptoma-
tisch); (4) eine Einlagenversorgung seit Jahren, 3/4 Einlagen, bettend, leicht stabilisierend, nicht 
korrigierend; (5) einen Status nach Mittelfussdistorsion rechts (06.02.2002); (6) einen Status 
nach Achillessehnenzerrung links (mit Thrombose, folgenlos abgeheilt, 26.09.2000); (7) einen 
Status nach Hüft-TEP-Implantation links (05/2012); (8) rezidivierende Lumbalgien; (9) eine Go-
narthrose. In seiner Beurteilung führte Dr. D.____ zur Unfallkausalität der heute noch beste-
henden Beschwerden aus, diese seien durch die ausgeprägte Knicksenkfüssigkeit mit einge-
schränkter Rückfussbeweglichkeit und der beginnenden Arthrose im Mittelfussbereich bedingt. 
Eine solche Arthrose könne aufgrund der Knicksenkfüssigkeit entstehen; sie könnte auch nach 
einer Mittelfussdistorsion auftreten, sicherlich wäre eine Arthrose im Mittelfussbereich zu be-
gründen nach einer Bandverletzung, einer Fraktur im Gelenksbereich oder einer Luxation. Beim 
Patienten habe lediglich ein leichter Bone-Bruise mit fraglicher kortikaler Infraktion (d.h. Quet-
schung des Knochens), jedoch keine Fraktur oder Abscherfraktur, keine Luxation oder Subluxa-
tion und auch keine Bandläsion nachgewiesen werden können. Es sei deshalb nicht anzuneh-
men, dass die erlittene Mittelfussdistorsion zu einer schweren Arthrose führe. Es sei eher davon 
auszugehen, dass sich die vorbestehende, bereits teilweise fixierte Knicksenkfüssigkeit über die 
Jahre zu einer zunehmenden Einschränkung der Rückfussbeweglichkeit mit Mittelfussarthrose 
entwickelt habe. Die geltend gemachten Beschwerden über all die Jahre könnten als Brücken-
symptome gewertet werden, es fehle jedoch der unfallkausale Schaden (keine Fraktur, keine 
Luxation, keine Bandverletzung, keine Sehnenbandverletzung) In diesem Zusammenhang sei 
zu beachten, dass drei Wochen nach erfolgter Verletzung eine MRI-Untersuchung durchgeführt 
worden sei, welche eine derartige Verletzung hätte zeigen müssen. Eine Unfallkausalität der 
heutigen Beschwerden könne deshalb nur als möglich, allenfalls wahrscheinlich, jedoch nicht 
als überwiegend wahrscheinlich und nicht als sicher angesehen werden. Die unfallbedingte 
Übernahme der jetzigen Beschwerden sei deshalb abzulehnen. Selbstverständlich seien weite-
re Behandlungen der Knicksenkfüssigkeit und der beginnenden Arthrose notwendig und mög-
lich (insbesondere Einlagenversorgung, Schuhversorgung, Entzündungshemmer oder Analgeti-
ka, Infiltrationen, intensive Heilbehandlungen). Allenfalls seien auch operative Massnahmen 
notwendig, resp. könnten in Zukunft notwendig werden. Diese Behandlungen würden zum Teil 

 

 
 
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durch die Krankenkasse übernommen. Abschliessend beantwortete Dr. D.____ die Frage der 
Beschwerdegegnerin, zwischen welchen Befunden sicher, überwiegend wahrscheinlich oder 
nur möglicherwiese ein natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfallereignis gegeben sei, da-
hingehend, dass keine der vom Patienten angegebenen Beschwerden oder Befunde in einem 
kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis stünden.  
 
5.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf das Gutachten von Dr. D.____ 
vom 5. Mai 2017. Sie gelangte demzufolge zum Ergebnis, dass beim Versicherten im Zeitpunkt 
der strittigen Leistungseinstellung (1. April 2017) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 
Unfallfolgen mehr vorlagen. Somit sei die Einstellung sämtlicher Heilungskosten per 1. April 
2017 zu Recht erfolgt. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie 
oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Fachärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Dr. D.____ vom 5. Mai 2017 
weist diesbezüglich weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesge-
richt verlangt wird (vgl. E. 4.3 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf all-
seitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der 
Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein und es ist in den Schlussfolge-
rungen überzeugend. Insbesondere nimmt es eine in jeder Hinsicht schlüssige Kausalitätsbeur-
teilung vor. Dazu kommt, dass sich in den medizinischen Akten des vorliegenden Falls kein 
Arztbericht findet, in welchem ein kausaler Zusammenhang zwischen den im Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung bestehenden Fussbeschwerden und dem Unfallereignis vom 6: Februar 2002, 
bei dem sich der Versicherte eine Mittelfussdistorsion rechts zugezogen hatte, bejaht würde. 
 
5.3 Was der Versicherte vorbringt, führt zu keiner anderen Beurteilung der strittigen Kausa-
litätsfrage.  
 
5.3.1 Der Beschwerdeführer rügt als erstes, die plötzliche Verweigerung der Leistungen sei 
nicht erklärbar, nachdem er unbestrittenermassen die beiden Unfälle erlitten habe und weiterhin 
an deren Folgen leide. Mit diesem Einwand kann der Versicherte vorliegend nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Die Beschwerdegegnerin hält ihm in ihrer Vernehmlassung zu Recht entge-
gen, dass es dem Unfallversicherer als Leistungserbringer freisteht, seine Leistungspflicht (pe-
riodisch) zu überprüfen und die Leistungen gegebenenfalls einzustellen, falls keine Unfallfolgen 
mehr vorliegen. Dieser Grundsatz behält seine Richtigkeit auch dann, wenn die Leistungen - 
wie hier - über einen längeren Zeitraum erbracht wurden.  
 
5.3.2 In medizinischer Hinsicht bringt der Beschwerdeführer nichts gegen die Schlüssigkeit 
der gutachterlichen Kausalitätsbeurteilung vor, er rügt vielmehr Fehler, welche die Beschwer-
degegnerin im Zusammenhang mit der Auftragserteilung an den Gutachter gemacht habe. Laut 

 

 
 
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Auftrag hätte der Experte die Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden in Bezug auf das 
Ereignis vom 26. September 2000 beurteilen sollen. Hinsichtlich des Unfalls vom 6. Februar 
2002 sei dagegen kein entsprechender Auftrag erteilt worden. Soweit sich der Experte unge-
fragt zur Kausalität zwischen den Beschwerden und dem zweiten Unfall geäussert habe, liege 
deshalb eine Geschäftsführung ohne Auftrag zugunsten der Beschwerdegegnerin vor, was wie-
derum massive Zweifel an der Unabhängigkeit des Gutachters aufkommen lasse. Somit beste-
he keine Grundlage für die Verweigerung der Leistungen für den zweiten Unfall, da danach gar 
nie gefragt worden sei. Diese Einwände des Beschwerdeführers müssen als weit hergeholt be-
zeichnet werden und sie sind offensichtlich unbegründet. Es trifft zwar zu, dass die Beschwer-
degegnerin in ihrer Auftragserteilung und in ihrer Fragestellung lediglich das Ereignis vom 
26. September 2000 angeführt hatte, dies dürfte aber in erster Linie darauf zurückzuführen sein, 
dass es der Versicherte damals unterlassen hatte, der Beschwerdegegnerin für das Ereignis 
vom 6. Februar 2002 eine neue Unfallmeldung zu erstatten. Dies hatte zur Folge, dass die Leis-
tungen für das zweite Ereignis administrativ ebenfalls unter der Schadennummer des ersten 
Ereignisses abgewickelt wurden. Vor diesem Hintergrund ist es daher verständlich und nach-
vollziehbar - und letztlich mitunter eben auch auf diese Unterlassung des Versicherten zurück-
zuführen -, dass die Sachbearbeitung der Beschwerdegegnerin bei der Auftragserteilung formell 
lediglich auf diese Schadennummer und das ihr zugrunde liegende erste Ereignis Bezug nahm. 
Aus dem Inhalt des Gutachtens ergibt sich dann jedoch - und dies ist von wesentlicherer Be-
deutung - klarerweise, dass die Begutachtung bei Dr. D.____ im Hinblick auf die Beurteilung der 
Frage erfolgte, ob die aktuell bestehenden Fussbeschwerden des Versicherten in einem natürli-
chen Kausalzusammenhang zum zweiten Ereignis vom 6. Februar 2002 stehen, bei dem sich 
dieser eine Mittelfussdistorsion rechts zugezogen hatte. Dessen war sich zweifellos auch der 
Beschwerdeführer bewusst, gab er doch dem Gutachter gegenüber im Rahmen der Anamnese 
selber explizit an, in Bezug auf die beim ersten Ereignis im Jahr 2000 erlittene Achillessehnen-
Zerrung würden weder Beschwerden bestehen noch liege eine Symptomatik vor, die Behand-
lung sei denn auch schon lange abgeschlossen. Weitere, im Zusammenhang mit dem ersten 
Ereignis und der dabei erlittenen Verletzung stehende Abklärungen hätten unter diesen Um-
ständen wohl kaum Sinn gemacht. Die Untersuchungen des Experten und seine anschliessen-
de Beurteilung bezogen sich denn auch folgerichtig auf die Frage, ob die aktuell bestehenden 
Fussbeschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 6. Februar 
2002 stehen, bei dem sich der Beschwerdeführer eine Mittelfussdistorsion rechts zugezogen 
hatte. Nachdem sich der Versicherte - soweit ersichtlich - vorbehaltlos den entsprechenden Un-
tersuchungen des Gutachters unterzogen hat, erstaunt es doch ein Stück weit, wenn er nun 
nachträglich - in Kenntnis der Ergebnisse des Gutachtens - dem Experten „eine Geschäftsfüh-
rung ohne Auftrag zugunsten der Beschwerdegegnerin“ vorwirft und daraus sogar auf dessen 
Befangenheit schliessen will.  
 
5.3.3 Als unbegründet erweist sich schliesslich der weitere Einwand des Beschwerdeführers, 
im Gutachten fehle die naheliegende, vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Unfäl-
le für die bestehende Arthrose verantwortlich seien. Entgegen der Darstellung des Versicherten 
hat sich der Gutachter im letzten Abschnitt seiner Beurteilung (S. 7 des Gutachtens) in zweifel-
los ausreichendem Masse mit dieser Frage befasst und schlüssig und überzeugend aufgezeigt, 
dass die beginnende Arthrose - wie die übrigen bestehenden Beschwerden - lediglich möglich-

 

 
 
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erweise in einem Zusammenhang zum Unfallereignis vom 6. Februar 2002 stehen. Diesen gut-
achterlichen Ausführungen, auf die vollumfänglich verwiesen werden kann, bleibt nichts beizu-
fügen. 
 
5.4 Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 6. Februar 2002 per 1. April 
2017 eingestellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 18. Januar 2019 
erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen; die obsiegende Beschwerde-
gegnerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Par-
teientschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 23. September 2019 Beschwerde 
beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_639/2017) erhoben. 
 
 
 
 
 
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