# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 011701e1-8851-55f3-91f6-62245b423ac4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.08.2021 100 2021 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-109_2021-08-31.pdf

## Full Text

100.2021.109U publiziert in BVR 2021 S. 501
BUC/FLN/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 31. August 2021

Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Flückiger

Verein A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Sicherheitsdirektion, Kramgasse 20, 3011 Bern 
Beschwerdegegner

betreffend Beitrag aus dem Sportfonds an die Nachwuchsförderung; 
Nichteintreten auf das Beitragsgesuch (Verfügung der Sicherheitsdirektion 
des Kantons Bern vom 18. März 2021; 825'558)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2021, Nr. 100.2021.109U, 
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Sachverhalt und Erwägungen:

1.

1.1 Der als Verein konstituierte A.________ bezweckt statutengemäss 
die Pflege und Förderung des …sports. Am 1. Februar 2021 stellte er bei der 
Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID) ein Gesuch um Zusicherung 
eines Beitrags aus dem Sportfonds an die Nachwuchsförderung Breitensport 
für das Jahr 2021. Mit Verfügung vom 18. März 2021 trat die SID auf das 
Beitragsgesuch nicht ein. 

1.2 Gegen diese Verfügung hat der Verein am 16. April 2021 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, die Verfügung sei aufzuhe-
ben und die Sache sei zur materiellen Behandlung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. 

1.3 Die SID schliesst mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2021 auf Ab-
weisung der Beschwerde. 

2.

2.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 77 Abs. 1 des Kantonalen Geldspielgesetzes vom 
10. Juni 2020 [KGSG; BSG 935.52]). Der Beschwerdeführer hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfü-
gung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über 
Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

2.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2021, Nr. 100.2021.109U, 
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2.3 Die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide 
fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes 
vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

3.

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet das Gesuch des Beschwer-
deführers um Gewährung eines Beitrags aus dem Sportfonds für das Jahr 
2021. 

3.1 Am 1. Januar bzw. 1. Juli 2019 ist das Bundesgesetz vom 29. Sep-
tember 2017 über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS; SR 935.51) in Kraft 
getreten, mit dem der Gesetzgeber den von Volk und Ständen am 11. März 
2012 angenommenen neuen Verfassungsartikel über die Geldspiele 
(Art. 106 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) umgesetzt und das Bundes-
gesetz vom 8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen 
Wetten (AS 39 353 und BS 10 255) sowie das Spielbankengesetz vom 
18. Dezember 1998 (AS 2000 677) abgelöst hat (vgl. Anhang BGS). Das 
BGS verpflichtet die Kantone, ihre Gesetzgebung innert zwei Jahren an die 
neuen organisations- und verfahrensrechtlichen Vorgaben anzupassen 
(Art. 145 BGS). Der Kanton Bern ist dieser Verpflichtung mit dem Erlass des 
KGSG und der Kantonalen Geldspielverordnung vom 2. Dezember 2020 
(KGSV; BSG 935.520) nachgekommen. Das KGSG und die KGSV sind am 
1. Januar 2021 in Kraft getreten (Art. 81 KGSG; Art. 101 KGSV) und gelan-
gen damit auf das hier mit Gesuch vom 1. Februar 2021 (vgl. vorne E. 1.1) 
anhängig gemachte Verfahren zur Anwendung (vgl. Art. 16 Abs. 1 VRPG; 
BVR 2018 S. 497 E. 2.3). 

3.2 Die Reingewinne aus Lotterien und Sportwetten sind vollumfänglich 
für gemeinnützige Zwecke namentlich in den Bereichen Kultur, Soziales und 
Sport zu verwenden (Art. 125 Abs. 1 BGS; Art. 26 Abs. 1 KGSG; vgl. auch 
Art. 2 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung vom 20. Mai 2019 betreffend 
die gemeinsame Durchführung von Geldspielen [IKV 2020; BSG 945.3], wel-
cher der Kanton Bern mit Grossratsbeschluss vom 10.3.2020 beigetreten 

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ist). Die Mittelverwendung erfolgt über den Lotteriefonds, den Sportfonds 
und den Kulturförderungsfonds (Art. 40 Abs. 1 KGSG). Die dem Kanton zu-
fliessenden Reingewinne gemäss Art. 125 Abs. 1 BGS fallen in den Lotterie-
fonds (Art. 40 Abs. 2 KGSG). Die Mittel aus dem Lotteriefonds werden einer-
seits (direkt) für die in Art. 43 KGSG aufgeführten Zwecke verwendet, 
namentlich für Kultur, Denkmalpflege, Natur und Umweltschutz, Entwick-
lungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe, Gesellschaft, Erhalt und 
Pflege von nationalen Baudenkmälern sowie für weitere gemeinnützige 
Grossprojekte und Vorhaben (vgl. auch Art. 44 ff. KGSV); andererseits wer-
den aus ihnen der Sportfonds und der Kulturförderungsfonds gemäss Kul-
turförderungsgesetzgebung gespeist (Art. 40 Abs. 3 und Art. 41 KGSG). 
Jeder Beitrag aus dem Lotterie- und dem Sportfonds setzt eine Rechtsgrund-
lage, hinreichende Fondsmittel und einen Beschluss des finanzkompetenten 
Organs voraus (Art. 127 Abs. 1 BGS i.V.m. Art. 48 KGSG; vgl. zu dem mit 
diesen Regelungen inhaltlich weitgehend übereinstimmenden alten Recht 
BVR 2013 S. 183 E. 2.1; VGE 2018/399 vom 17.12.2019 E. 2.1, 2018/219 
vom 17.12.2019 E. 2.1). 

3.3 Der Sportfonds wird von der SID verwaltet (Art. 47 Abs. 1 KGSG; 
Art. 93 Abs. 1 KGSV). Diese beschliesst über die Ablehnung von Gesuchen 
sowie im Rahmen ihrer Finanzkompetenz über die Bewilligung von Beiträgen 
(vgl. Art. 56 Abs. 1 KGSG i.V.m. Art. 90 und 92 KGSV). Nimmt sie einen Bei-
trag in Aussicht, für den ihr die Finanzkompetenz fehlt, leitet sie das Gesuch 
an das finanzkompetente Organ weiter (Art. 56 Abs. 2 KGSG). Die Mittel aus 
dem Sportfonds sind für den Bau und die Instandsetzung von Sportbauten 
und Sportanlagen, Sportmaterial, Vereins- und Verbandsförderung sowie die 
übrige Sportförderung zu verwenden (Art. 44 KGSG). Im Übrigen richtet sich 
die Mittelverwendung nach Art. 69 bis 89 KGSV, wobei Beiträge unter ande-
rem zur Unterstützung des Nachwuchs-Breitensports gewährt werden kön-
nen (vgl. 69 Abs. 1 Bst. a, Art. 78 Abs. 1 Bst. a und Art. 79 KGSV).

3.4 Zur Gewährleistung einer möglichst einheitlichen, gleichmässigen 
und sachgerechten Umsetzung des Geldspielrechts sowie zum Schutz der 
Rechtssicherheit hat die SID gestützt auf Art. 34 KGSV die Grundzüge ihrer 
Praxis bei der Mittelverwendung unter anderem im Praxisleitfaden zum 
Sportfonds konkretisiert (einsehbar unter <https://www.pom.be.ch>, Rubri-

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ken «Lotterie- und Sportfonds/Rechtliche Grundlagen» [nachfolgend: Praxis-
leitfaden Sportfonds]; zur Tragweite statt vieler BVR 2018 S. 139 E. 2.3, 
2017 S. 7 E. 4.1 f.; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 66 N. 41). Dieser enthält insbesondere 
Erläuterungen zum Gesuchsverfahren, zu den Beitragsvoraussetzungen, 
Berechnungsgrundlagen und Beitragssätzen sowie Beitragsobergrenzen 
und -ausschlüssen.

3.5 Auf die Gewährung bzw. Zusicherung von Beiträgen aus dem Sport-
fonds besteht kein Rechtsanspruch (Art. 127 Abs. 4 BGS; Art. 34 KGSG). 
Sind die Voraussetzungen für eine Beitragsgewährung im Einzelfall erfüllt, 
entscheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen, ob 
und wenn ja in welcher Höhe ein Beitrag aus dem Sportfonds ausgerichtet 
wird (sog. Entschliessungs- und Rahmenausfüllungsermessen). Die mass-
gebenden Rechtsnormen legen mithin nur bestimmte, für die Gesuchsbeur-
teilung bedeutsame Kriterien und Gesichtspunkte fest, ohne dass eine be-
hördliche Verpflichtung besteht, bei Erfüllung dieser Anforderungen dem 
Gesuch zu entsprechen (vgl. zum [auch] insofern mit dem revidierten Recht 
übereinstimmen alten Recht BVR 2013 S. 183 E. 2.1, 2012 S. 109 E. 2.4, 
2012 S. 121 E. 3.6, je mit Hinweisen). 

4.

Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer sein Beitragsgesuch für 
das Jahr 2021 rechtzeitig eingereicht hat. 

4.1 Das Gesuch des Beschwerdeführers um Zusicherung eines Beitrags 
aus dem Sportfonds ist unbestrittenermassen am 1. Februar 2021 über die 
hierfür vorgesehene elektronische Plattform eingereicht worden (vgl. vorne 
E. 1.1). Die SID ist hierauf mit der Begründung nicht eingetreten, Gesuche 
in der Beitragskategorie Nachwuchs-Breitensport müssten gemäss An-
hang 3 KGSV bis zum 31. Januar des laufenden Kalenderjahrs gestellt wer-
den. Es handle sich um eine gesetzliche Frist, die weder erstreckt noch 
wiederhergestellt werden könne. – Der Beschwerdeführer macht geltend, 
der 31. Januar 2021 sei ein Sonntag gewesen, womit sich der Fristenlauf 

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gemäss dem entweder direkt oder analog anwendbaren Art. 41 Abs. 2 
VPRG auf den nächstfolgenden Werktag verlängert habe. Überdies handle 
es sich bei dieser Regelung um einen allgemein gültigen Verfahrensgrund-
satz. – Dem hält die SID mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2021 entgegen, 
die KGSV sehe für das Einreichen der Gesuche nicht eine Frist, sondern 
einen Termin vor, womit Art. 41 Abs. 2 VRPG nicht einschlägig sei. Darüber 
hinaus sei diese Regelung auf postalische Eingaben zugeschnitten. Sie 
trage dem Umstand Rechnung, dass eingeschriebene Sendungen an Wo-
chenenden und Feiertagen nur erschwert oder gar nicht aufgegeben werden 
könnten, was faktisch zu Fristverkürzungen führe. Diese Schwierigkeiten be-
stünden hier aber nicht, da die Gesuchseinreichung elektronisch erfolge. 

4.2 Das VRPG bildet die zentrale Verfahrensordnung für die Verwal-
tungsrechtspflege im Kanton und in den Gemeinden und gelangt vorbehält-
lich abweichender Bestimmungen auch im Bereich des Geldspielrechts zur 
Anwendung, soweit das KGSG keine abweichende Regelung vorsieht (vgl. 
Art. 77 Abs. 1 KGSG; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 1 N. 4 auch zum Folgenden). Es 
erfasst dabei nicht nur das auf Streitentscheidung ausgerichtete, sog. strei-
tige Verfahren (Art. 60-94 VRPG), sondern auch das nichtstreitige Verfah-
ren, wenn dieses – wie hier – auf Erlass einer Verfügung zielt (sog. Verwal-
tungsverfahren; Art. 49-59 VRPG; vgl. BVR 2009 S. 49 E. 4.3.2; Michel 
Daum, a.a.O., Art. 1 N. 1 f.). Für das Gesuchsverfahren für Beiträge aus dem 
Sportfonds enthalten das KGSG und die KGSV mitsamt ihren Anhängen 
spezifische Regeln (vgl. Art. 54 ff. KGSG; Art. 39 ff. KGSV), die im Praxis-
leitfaden Sportfonds weiter konkretisiert werden (vgl. Ziff. 4 f.): Gemäss 
Art. 39 Abs. 1 KGSV sind Beitragsgesuche rechtzeitig mit den erforderlichen 
Unterlagen mittels des vollständig ausgefüllten Formulars elektronisch beim 
Generalsekretariat der SID einzureichen. Die hierbei zu beachtenden Ter-
mine und Fristen der jeweiligen Zuwendungsbereiche und Beitragskatego-
rien richten sich nach Anhang 3 der KGSV (Art. 40 Abs. 1 KGSV). Dabei sind 
Beitragsgesuche zur Vereins- und Verbandsförderung in der Bereichskate-
gorie des Nachwuchs-Breitensports gemäss Art. 79 KGSV bis zum 31. Ja-
nuar des laufenden Kalenderjahrs einzureichen (Anhang 3 Art. A3-1 Abs. 2 
Bst. c KGSV). Das für die Gesuchseinreichung vorgesehene Onlineformular 
«Nachwuchs-Breitensport» (vgl. Art. 39 Abs. 1 KGSV) sowie die notwendi-

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gen Unterlagen sind jeweils ab dem 1. Januar auf der Webseite des Sport-
fonds verfügbar (vgl. Praxisleitfaden Sportfonds Ziff. 5.2.3.1). Für die Einhal-
tung der Termine und Fristen ist die Erfassung in der elektronischen 
Geschäftsverwaltung massgebend (Art. 40 Abs. 2 KGSV). Auf zu spät ein-
gereichte Gesuche wird nicht eingetreten (Art. 40 Abs. 3 KGSV). Die Fristen 
und Termine nach Art. 40 KGSV sind damit grundsätzlich als gesetzliche 
Verwirkungsfristen ausgestaltet. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie 
nicht erstreckt werden können (Art. 43 Abs. 1 VRPG [Umkehrschluss]) und 
mit ihrem unbenutzten Ablauf vorbehältlich der Fristwiederherstellung 
(Art. 43 Abs. 2 VRPG) das Recht zur Vornahme der entsprechenden Verfah-
renshandlung erlischt. Im Gegensatz dazu stehen die gesetzlichen Ord-
nungsfristen, deren Nichteinhaltung keine Verwirkungsfolge nach sich zieht; 
Ordnungsfristen können zwar nicht erstreckt werden, doch kann die Verfah-
renshandlung auch nach Fristablauf vorgenommen werden, soweit und so-
lange der geordnete Verfahrensgang dies erlaubt (vgl. jüngst etwa 
VGE 2020/106 vom 26.5.2021 E. 4.1; BVGer A-637/2020 vom 5.2.2021 
E. 4.4.2, A-3454/2010 vom 19.08.2011 E. 2.3.1, je mit Hinweisen; Markus 
Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 3. Aufl. 2021, S. 96 inkl. 
Fn. 173; Michel Daum, a.a.O., Art. 43 N. 1 f.).

4.3 Keine Regelungen finden sich im KGSG bzw. der KGSV zur Fristbe-
rechnung; insoweit gelangt demnach grundsätzlich das VRPG zur Anwen-
dung. Zu berücksichtigen ist ferner das Europäische Übereinkommen vom 
16. Mai 1972 über die Berechnung von Fristen (SR 0.221.122.3 [nachfol-
gend: FrÜb]), das für die Schweiz am 28. April 1983 in Kraft getreten und 
insbesondere auch auf gesetzliche und behördlich angesetzte Fristen im Be-
reich des Verwaltungsrechts direkt anzuwenden ist (Art. 1 Abs. 1 Bst. a 
FrÜb; vgl. BGE 124 II 527 E. 2b; BGer 9C_396/2018 vom 20.12.2018 
E. 2.2). Gemäss Art. 41 Abs. 2 VRPG endet die Frist, deren letzter Tag ein 
Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder kantonalen Recht an-
erkannter Feiertag ist, am nächstfolgenden Werktag (vgl. auch Art. 5 FrÜb; 
Art. 1 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1963 über den Fristenlauf an Sams-
tagen [SR 173.110.3]). Das VRPG stimmt insofern mit zahlreichen bundes-
rechtlichen Erlassen überein (vgl. etwa Art. 45 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110]; Art. 20 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

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über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021]; Art. 90 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 
5. Oktober 2007 [Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0]; Art. 142 Abs. 3 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272], der im Übrigen auch in Bezug auf das Bundes-
gesetz vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; 
SR 281.1] zur Anwendung gelangt [vgl. Art. 31 SchKG]; Art. 78 Abs. 1 des 
Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]). Art. 41 Abs. 2 VRPG ist 
sowohl auf gesetzliche als auch auf behördliche Fristen anwendbar (vgl. 
Michel Daum, a.a.O., Art. 41 N. 1) und seinem Wortlaut entsprechend – 
anders etwa als Art. 20 und Art. 22a VwVG – nicht auf nach Tagen 
berechnete Fristen beschränkt (so auch Art. 45 Abs. 1 BGG; Art. 90 Abs. 2 
StPO; Art. 142 Abs. 3 ZPO; vgl. ausserdem Art. 5 FrÜb). Die Fristerstre-
ckung auf den nächsten Werktag gilt vielmehr auch für Fristen, die sich nach 
Wochen, Monaten oder Jahren, nach Arbeits- oder Werktagen oder nach 
Kalendermonaten berechnen, sowie für Fristen, deren Ende auf ein be-
stimmtes Kalenderdatum hin angesetzt ist, wie dies etwa – jedoch nicht aus-
schliesslich – bei gerichtlich oder behördlich angesetzten Fristen möglich ist 
(vgl. Amstutz/Arnold, in Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 45 BGG N. 4; 
Urs Peter Cavelti, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 
2. Aufl. 2019, Art. 20 N. 47, 49 sowie – zu den verschiedenen Arten von Fris-
ten – Vor Art. 20-24 N. 5 ff.; Patricia Egli, in Waldmann/Weissenberger 
[Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, 
Art. 20 N. 59; bei nach Stunden berechneten Fristen kommt der Grundsatz 
hingegen in aller Regel nicht zum Tragen; vgl. Amstutz/Arnold, a.a.O., Art. 45 
BGG N. 2 Fn. 4 mit Hinweisen). Die Fristerstreckung auf den nächsten Werk-
tag stellt einen allgemein gültigen Rechtsgrundsatz dar, der über das Pro-
zessrecht hinaus von Bedeutung ist und bspw. auch für materiell-rechtliche 
Fristen (vgl. etwa Art. 78 Abs. 1 und Art. 1081 Abs. 2 OR) gilt (vgl. BGE 
136 II 132 [BGer 1C_275/2009 vom 1.10.2009] nicht publ. E. 3.3.2, 
83 IV 185 S. 186; BGer 1B_63/2009 vom 1.9.2009 E. 2.3; Amstutz/Arnold, 
a.a.O., Art. 45 BGG N. 2; Jurij Benn, in Basler Kommentar, 3. Aufl. 2017, 
Art. 142 ZPO N. 18, je mit weiteren Hinweisen). Es ist zwar nicht ausge-
schlossen, dass von diesem Grundsatz spezialgesetzlich abgewichen wird; 
eine entsprechende Ausnahme bedarf jedoch einer klaren gesetzlichen 

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Grundlage (vgl. BGer 1B_63/2009 vom 1.9.2009 E. 2.3 mit Verweis auf BGE 
83 IV 185 S. 186; Amstutz/Arnold, a.a.O., Art. 45 BGG N. 2 Fn. 3).

4.4 Der Auffassung der SID, wonach Art. 41 Abs. 2 VRPG im vorliegen-
den Fall von vornherein nicht zum Tragen komme, da es um die Wahrung 
eines Termins (und nicht einer Frist) gehe, kann nicht gefolgt werden: Ter-
mine unterscheiden sich von Fristen insofern, als sie einen konkreten Zeit-
punkt festlegen, an dem eine Verfahrenshandlung zu erfolgen hat (so etwa 
eine mündliche Verhandlung oder die Anhörung von Zeugen und Parteien; 
vgl. Rhinow/Koller/Kiss/Thurnherr/Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 
2. Aufl. 2014, Rz. 894; Urs Peter Cavelti, a.a.O., Vor Art. 20-24 N. 8; Patricia 
Egli, a.a.O., Art. 20 N. 1 auch zum Folgenden). Demgegenüber bestimmen 
Fristen einen Zeitraum, in dem eine Rechtshandlung gültig vorgenommen 
werden kann oder muss, um rechtswirksam zu sein (vgl. Michel Daum, 
a.a.O., Art. 41 N. 1; Rhinow/Koller/Kiss/Thurnherr/Brühl-Moser, a.a.O., 
Rz. 893; Urs Peter Cavelti, a.a.O., Vor Art. 20-24 N. 4). Anhang 3 Art. A3-1 
Abs. 2 Bst. c KGSV bezeichnet zwar im Passus «bis 31. Januar des laufen-
den Kalenderjahres» ein bestimmtes Datum; dieses markiert jedoch nicht (im 
Sinn eines Termins) den Zeitpunkt, an dem eine Verfahrenshandlung zu er-
folgen hätte oder stattfinden müsste, sondern gibt das Ende einer Zeitspanne 
an, wie bereits das Wort «bis» erkennen lässt. Beitragsgesuche können un-
strittig auch vor dem 31. Januar gestellt werden – sobald die elektronische 
Übermittlung möglich ist. Als fristauslösendes Ereignis (dies a quo) ist damit 
das Aufschalten des gesetzlich hierfür vorgesehenen Formulars (vgl. Art. 39 
Abs. 1 KGSV) zu qualifizieren, mithin jeweils der 1. Januar des fraglichen 
Jahres (vgl. vorne E. 4.2). Der 31. Januar markiert demnach das Ende eines 
Zeitraums (dies ad quem) und eben nicht einen bestimmten Zeitpunkt bzw. 
einen Termin. Dies entspricht im Übrigen auch dem Wortlaut der Bestim-
mung, wonach für Beitragsgesuche im Bereich des Sportfonds die festge-
legten «Eingabefristen» gelten (vgl. den Einleitungssatz von Anhang 3 
Art. A3-1 Abs. 2 KGSV [Hervorhebung durch das Gericht]). Gegen die An-
wendung von Art. 41 Abs. 2 VRPG spricht – entgegen der Auffassung der 
SID (vgl. Beschwerdeantwort S. 1) – auch nicht der Umstand, dass die 
Gesuchseinreichung gemäss Art. 39 Abs. 1 KGSV ausschliesslich elektro-
nisch erfolgen kann. So existieren für den elektronischen Verkehr zwar mit-
unter spezielle Vorschriften zur Zustellung bzw. zur Fristwahrung (vgl. etwa 

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Art. 21a VwVG; Art. 48 Abs. 2 BGG; Art. 143 Abs. 2 ZPO), grundsätzlich 
nicht jedoch zur hier interessierenden Frage, wann eine Frist endet, wenn 
deren letzter Tag ein Samstag, ein Sonntag oder ein anerkannter Feiertag 
ist. Entsprechend gelangt jedenfalls der Grundsatz der Fristerstreckung auf 
den nächsten Werktag auch bei elektronischen Eingaben ohne weiteres zur 
Anwendung (vgl. Rhinow/Koller/Kiss/Thurnherr/Brühl-Moser, a.a.O., Rz. 900 
auch zum Folgenden). Dies erscheint schon deshalb angebracht, weil diese 
Regelung nicht nur den an Wochenenden und Feiertagen eingeschränkten 
Möglichkeiten der Postaufgabe Rechnung trägt, sondern ebenso dem 
Schutz der allgemeinen Sonn- und Feiertagsruhe dient (vgl. Ulrich G. 
Schroeter, in Basler Kommentar, 7. Aufl. 2019, Art. 78 OR N. 1 f.; vgl. auch 
Botschaft des Bundesrats zum Entwurf eines Bundesgesetzes über den 
Fristenlauf an Samstagen vom 19.10.1962, BBl 1962 S. 981 ff., 982). Dieser 
Zweck kann indes (insbesondere mit zunehmender Digitalisierung) nur er-
reicht werden, wenn die Regelung auch für elektronische Eingaben gilt. Zwar 
ist es möglich, von allgemein gültigen Rechtsgrundsätzen abzuweichen, wie 
die SID korrekt ausführt (vgl. Beschwerdeantwort S. 2). Dies bedarf jedoch 
einer (klaren) formell-gesetzlichen Grundlage und ist somit dem ordentlichen 
Gesetzgeber vorbehalten (vgl. E. 4.3 hiervor). Eine solche Ausnahmerege-
lung lässt sich weder dem BSG noch dem KGSG entnehmen und ist im Übri-
gen auch nicht in Anhang 3 Art. A3-1 KGSV enthalten (ganz abgesehen da-
von, dass es sich bei dieser Bestimmung ohnehin nicht um eine formell-
gesetzliche Grundlage handeln würde). 

4.5 Nach dem Gesagten definiert Anhang 3 Art. A3-1 Abs. 2 Bst. c KGSV 
eine am 31. Januar des betroffenen Kalenderjahrs endende Frist (und nicht 
einen Termin), auf die der in Art. 41 Abs. 2 VRPG festgeschriebene, allge-
mein gültige Rechtsgrundsatz der Fristerstreckung auf den nächsten Werk-
tag Anwendung findet. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, weshalb sich 
dies im vorliegenden Fall anders verhalten sollte. Da der 31. Januar 2021 
auf einen Sonntag fiel, endete die Frist für die elektronische Gesuchseinrei-
chung somit am nächstfolgenden Werktag, d.h. am Montag, 1. Februar 
2021. Der Beschwerdeführer hat demnach sein Beitragsgesuch entgegen 
der angefochtenen Verfügung rechtzeitig eingereicht.

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5.

5.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als begründet und 
ist gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung der SID ist aufzuheben und 
die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese – sofern auch 
die übrigen formellen Voraussetzungen gegeben sind – materiell über das 
Beitragsgesuch entscheide. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als 
vollständig obsiegend und es sind ihm für das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht keine Kosten aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). Der 
anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz seiner Par-
teikosten (Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG). Der Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers macht für das Verfahren vor Verwaltungsgericht 
(ohne Angabe des Zeitaufwands) ein Honorar von Fr. 2'340.65 geltend (inkl. 
Auslagen und MWSt; vgl. Kostennote vom 26.8.2021, act. 6), was zu folgen-
den Bemerkungen Anlass gibt: Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen An-
waltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 
der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostener-
satzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in 
Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälliger 
Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 i.V.m. Art. 9 PKV, wobei sich der 
Parteikostenersatz innerhalb dieses Rahmentarifs nach dem in der Sache 
gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig-
keit des Prozesses bemisst (Art. 41 Abs. 3 KAG). Das geltend gemachte 
Honorar erscheint im Licht dieser Kriterien als überhöht. Die Bedeutung der 
Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses sind mit dem Beschwerde-
führer als unterdurchschnittlich einzustufen. Zudem wurde lediglich ein ein-
facher Schriftenwechsel durchgeführt und es stand bei äusserst bescheide-
nem Aktenumfang eine einzige, eingeschränkte Fragestellung von geringer 
Komplexität zur Diskussion. Damit ist insgesamt von einem geringen Zeit-
aufwand auszugehen und erscheint ein Honorar von Fr. 1'500.-- ange-
messen, zzgl. Auslagen von Fr. 63.30 und MWSt von Fr. 120.35, aus-
machend Fr. 1'683.65.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2021, Nr. 100.2021.109U, 
Seite 12

6.

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des BGG in der Regel 
als Zwischenentscheide, die nur unter den (zusätzlichen) Voraussetzungen 
von Art. 93 Abs. 1 BGG mit dem in der Hauptsache offenstehenden Rechts-
mittel selbständig angefochten werden können (BGE 144 V 280 E. 1.2, 
142 II 20 E. 1.2, je mit Hinweisen). Nach Art. 83 Bst. k BGG ist die Be-
schwerde an das Bundesgericht zudem unzulässig gegen Entscheide betref-
fend Subventionen, auf die kein Anspruch besteht. Der strittige Beitrag stellt 
wohl keine Anspruchssubvention im Sinn dieser Bestimmung dar (vorne 
E. 3.5; vgl. etwa BGer 2C_174/2019 vom 9.7.2019 E. 1, 2C_1000/2014 vom 
7.7.2015 E. 1.1 f.). Gegen den vorliegenden Entscheid dürfte somit lediglich 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offenstehen, weshalb in der Rechts-
mittelbelehrung auf diese verwiesen wird. Mit der subsidiären Verfassungs-
beschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt 
werden (vgl. Art. 116 BGG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Sicherheitsdirek-
tion des Kantons Bern vom 18. März 2021 wird aufgehoben und die Akten 
werden zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinn der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Verfahrens-
kosten erhoben.

3. Der Kanton Bern (Sicherheitsdirektion) hat dem Beschwerdeführer die 
Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 1'683.65 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2021, Nr. 100.2021.109U, 
Seite 13

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegner

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) geführt werden.