# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c67db151-2265-53c5-b8cc-e6ac898c1de3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-11
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 11.09.2020 SK 2018 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2018-59_2020-09-11.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 18 59

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 11. September 2020 

Besetzung Obergerichtssuppleantin Schwendener (Präsidentin i.V.), 
Oberrichter Gerber, Oberrichter Guéra
Gerichtsschreiberin Volknandt

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________
privat verteidigt durch Rechtsanwalt C.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 15. November 2017 (PEN 16 477)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Einzelgericht; nachfolgend: Vorinstanz) er-
kannte gegen A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) mit Urteil vom 15. Novem-
ber 2017 im Wesentlichen Folgendes (pag. 11818 ff.; auszugsweise Wiedergabe):

I.

A.________ wird freigesprochen:

von der Anschuldigung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach und 
mengenmässig qualifiziert sowie gewerbsmässig, angeblich begangen durch Anbieten, Einfuhr, öf-
fentliches Bekanntgeben einer Gelegenheit zum Erwerb, Verkauf/Verschaffen, Abgabe und Versand 
einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilocybe und Panaeolus

1. in der Zeit von März 2004 bis zum 10. März 2005 an Abnehmer in Deutschland

2. in der Zeit von März 2004 bis zum 8. Juni 2006 an Abnehmer in Österreich, Schweden, Norwegen 
und den Vereinigten Staaten von Amerika und anderswo.

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten von ¼ (vgl. hierzu Ziff. II. Urteil 2.), sich 
zusammensetzend aus Gebühren von CHF 5‘557.50 und Auslagen von CHF 4‘296.00, insgesamt be-
stimmt auf CHF 9‘853.50, an den Kanton Bern.

unter Ausrichtung einer anteilsmässigen Entschädigung an A.________ für die angemessene Ausü-
bung seiner Verfahrensrechte durch die private Verteidigung durch Rechtsanwalt C.________.

Für die amtliche Verteidigung von A.________ wird Rechtsanwalt B.________ eine anteilsmässige 
Entschädigung für die anwaltliche Vertretung ausgerichtet.

Die Bezifferung der anteilsmässigen Entschädigung für die angemessene Ausübung der Verfahrens-
rechte sowie der anteilsmässigen Entschädigung für die amtliche Verteidigung werden zu einem späte-
ren Zeitpunkt verfügt. 

II.

A.________ wird schuldig erklärt:

der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach und mengenmässig quali-
fiziert sowie gewerbsmässig, begangen

1. in der Zeit von März 2004 bis zum 8. Juni 2006 in D.________, E.________, F.________ und 
anderswo sowie in der Zeit vom 10. März 2005 bis zum 8. Juni 2006 in Deutschland durch

1.1 Anbieten einer nicht eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilocybe und 
Panaeolus

1.2 Einfuhr einer nicht eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilocybe und 
Panaeolus

1.3 Ausfuhr einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilo-
cybe und Panaeolus

3

1.4. Besitz einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilocybe 
und Panaeolus

1.5 öffentliches Bekanntgeben einer Gelegenheit zum Erwerb halluzinogener Pilze der Gattun-
gen Psilocybe und Panaeolus

1.6 Verkauf/Verschaffen einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gat-
tungen Psilocybe und Panaeolus

1.7 Abgabe einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilo-
cybe und Panaeolus

1.8 Versand einer nicht genau eruierbaren Menge halluzinogener Pilze der Gattungen Psilo-
cybe und Panaeolus 

2. am 23./24. April 2004, 9., 21. und 28. September und 23. Dezember 2004, 11. und 14. Januar 
2005 durch versuchte Einfuhr von gesamthaft 13.95 kg halluzinogener Pilze der Gattung Psilo-
cybe 

und in Anwendung der Art. 40, 42 Abs. 1, 44, 47, 49 und 51 StGB, Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4, 5, 6 und 8, 
Ziff. 2 lit. a und c alt BetmG, Anhang a und d BetmV-Swissmedic, Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

Die Untersuchungshaft von 429 Tagen wird auf die Freiheitsstrafe angerechnet.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu den auf die Schuldsprüche entfallenden Verfahrenskosten (¾ der gesamten Verfahrens-
kosten), sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 16‘672.50 und Auslagen von 
CHF 12‘888.00, insgesamt bestimmt auf CHF 29‘560.50 (ohne Kosten für die amtliche Verteidi-
gung). Wird eine schriftliche Begründung verlangt, erhöht sich die Gebühr um CHF 1‘000.00.

[…]

Die gesamten Verfahrenskosten betragen damit CHF 39‘414.00 (ohne Kosten für die amtliche 
Verteidigung).

III.

Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar von Rechtsanwalt B.________ werden zu einem 
späteren Zeitpunkt bestimmt.

IV.

Weiter wird verfügt:

[…]

Alsdann wurde mit Verfügung vom 27. November 2017 betreffend die Kostennoten 
des amtlichen und des privaten Verteidigers deren Honorare festgelegt (pag. 11898 
ff.). 

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2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger, 
Rechtsanwalt B.________, am 23. November 2017 fristgerecht die Berufung an 
(pag. 11895). Die erstinstanzliche Urteilsbegründung datiert vom 13. Februar 2018 
(pag. 11826 ff.) und wurde sowohl Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Verteidi-
ger (pag. 11935) als auch Rechtsanwalt C.________ als privater Verteidiger (pag. 
11933) mit Verfügung vom 13. Februar 2018 zugestellt (pag. 11925 f.). Mit Eingabe 
vom 12. März 2018 reichte Rechtsanwalt B.________ namens des Beschuldigten 
form- und fristgerecht seine Berufungserklärung ein und stellte zur Sache die folgen-
den Anträge (pag. 11938 f.): 

1. Das Urteil sei aufzuheben und das Verfahren gegen den Beschuldigten sei einzustellen. 

Eventualiter: Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen.

2. Für die ausgestandene Untersuchungshaft sei dem Beschuldigten pro Tag Freiheitsentzug eine 
Genugtuung in der Höhe von Fr. 300.-- auszurichten.

3. Die Verfahrenskosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen.

4. Die beschlagnahmten Gelder seien freizugeben.

Weiter stellte er betreffend das Urteilsdispositiv die folgenden Anträge (pag. 11939): 

1. Aufhebung infolge Einstellung des Verfahrens, eventualiter Bestätigung von Ziff. I. (Freispruch)

2. Aufhebung von Ziffer II. (Schuldspruch)

3. Aufhebung von Urteilsdispositiv-Ziffer 1 (Urteil S. 63)

4. Aufhebung von Urteilsdispositiv-Ziffer 2 (Urteil S. 63)

5. Bestätigung von Ziff. IV.1., 2.3, 2.6, 3. und 4

6. Aufhebung von Urteilsdispositiv-Ziffer IV. 2.1, Ziff. IV. 2.2, 2.4 und 2.5 (Urteil S. 65 f.).

Mit Schreiben vom 27. März 2018 teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass sie 
weder Anschlussberufung erkläre noch Nichteintreten auf die Berufung beantrage 
(pag. 11947 f.). 

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit der Berufungserklärung vom 12. März 2018 beantragte Rechtsanwalt 
B.________, es seien Prof. Dr. G.________ der H.________ und Prof. Dr. 
I.________ der J.________ als Experten zur Frage des psychischen Abhängigkeits-
potenzials der halluzinogenen Pilze sowie Prof. Dr. K.________ als Experte zur 
Frage der Strafbarkeit der dem Beschuldigten vorgeworfenen Handlungen zur 
Hauptverhandlung vorzuladen (pag. 11939).

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 27. März 2018 die Ab-
weisung der seitens des Beschuldigten gestellten Beweisanträge. Zur Begründung 
führte sie aus, dass sich die 1. Strafkammer zur Frage des psychischen Abhängig-
keitspotenzials der halluzinogenen Pilze auf einschlägige Fachliteratur, das Gutach-
ten vom 16. März 2007 und das Urteil des Bundesgerichts 6S.101/2002 vom 10. Mai 
2002 stützen könne. Eine Befragung von Prof. Dr. G.________ und Prof. Dr. 

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I.________ sei nicht notwendig. Ebenfalls könne auf eine Befragung von Prof. Dr. 
K.________ verzichtet werden, denn die Frage der Strafbarkeit der dem Beschuldig-
ten vorgeworfenen Handlungen sei durch die 1. Strafkammer zu entscheiden (pag. 
11948).

Die Kammer wies die Beweisanträge auf Einvernahme der Professoren Dr. 
G.________, Dr. I.________ und Dr. K.________ mit Beschluss vom 16. Mai 2018 
ab (pag. 11952). Stattdessen wurde in Aussicht genommen, beim Institut für Rechts-
medizin der Universität Bern (IRM), Prof. Dr. L.________, die Erstellung eines aktu-
ellen Gutachtens zur Frage des psychischen Abhängigkeitspotenzials halluzinoge-
ner Pilze (Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia) in Auftrag zu 
geben sowie bei Swissmedic, Abteilung Betäubungsmittel, einen Bericht betreffend 
die Frage des Abhängigkeitspotenzials einzuholen. Zur Begründung kann auf den 
Beschluss vom 16. Mai 2018 verwiesen werden (pag. 11954 f.). Rechtsanwalt 
B.________ hielt sodann in seiner Berufungsbegründung an den Beweisanträgen 
vom 12. März 2018 fest (pag. 12341). Diese sind erneut abzuweisen. Zur Begrün-
dung kann auf die Ausführungen im Beschluss vom 16. Mai 2018 verwiesen werden, 
an welchen festzuhalten ist.

In demselben Beschluss stellte die Kammer fest, dass sich das Rechtsgutachten von 
PD Dr. M.________ vom 19. Juni 1998 weder in den Akten noch im anlässlich der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung seitens von Rechtsanwalt C.________ abgege-
benen blauen Beilagenordner befindet (pag. 11952). In der Folge reichte Rechtsan-
walt B.________ das von PD Dr. M.________ zuhanden des Bundesamtes für Ge-
sundheit (BAG) im Sommer 1998 erstellte Rechtsgutachten mit Eingabe vom 30. Mai 
2018 ein (pag. 11960 ff.). Mit Verfügung vom 1. Juni 2018 erkannte die Verfahrens-
leitung dieses Rechtsgutachten sowie den von Rechtsanwalt C.________ anlässlich 
der erstinstanzlichen Hauptverhandlung abgegebenen blauen Ordner zu den Akten 
(pag. 11986).

Mit Beschluss vom 27. August 2018 beschloss die Kammer einerseits beim IRM, 
Prof. Dr. L.________ (Abteilung O.________) und bei Prof. Dr. N.________ (Abtei-
lung P.________), ein aktualisiertes toxikologisch-chemisch-psychiatrisches Gut-
achten und andererseits bei Swissmedic, Abteilung Betäubungsmittel, einen Bericht 
betreffend Entstehungsgeschichte der entsprechenden Rechtsbestimmungen und 
Begriffe sowie betreffend Abhängigkeitspotenzial halluzinogener Pilze der Gattun-
gen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia einzuholen (pag. 11990). Das 
Gutachten des IRM (pag. 12004 ff.) wie auch der Bericht von Swissmedic 
(pag. 12015 ff.) datieren vom 31. Oktober 2018. Sowohl der Beschuldigte 
(pag. 12073) als auch die Generalstaatsanwaltschaft (pag. 12071) verzichteten auf 
Ergänzungsfragen. Hingegen ersuchte die Generalstaatsanwaltschaft darum, die 
von der Swissmedic erwähnten Unterlagen, die eine Listung der psychotropen Sub-
stanzen (Psilocybin und Psilocin) begründen und rechtfertigen, beim BAG einzuho-
len (pag. 12071). Mit Verfügung vom 19. Dezember 2018 gab die Verfahrensleitung 
diesem Ersuchen statt und holte beim BAG, Abteilung Recht, einen Bericht betref-
fend Entstehungsgeschichte der entsprechenden Rechtsbestimmungen und Begriffe 
sowie betreffend Abhängigkeitspotenzial halluzinogener Pilze der Gattungen Cono-
cybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia ein (pag. 12075 f.). Dieser Bericht ging 

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am 13. März 2019 bei der Kammer ein (pag. 12092 ff.). Mit Verfügung vom 25. Juni 
2019 stellte die Verfahrensleitung eine am 24. Juni 2019 seitens des Beschuldigten 
an die beiden Verteidiger sowie das Obergericht geschickte E-Mail (pag. 12152) der 
Generalstaatsanwaltschaft zu (pag. 12154 f.). Mit E-Mail vom 14. Juli 2019 (pag. 
12169 f.) beanstandete der Beschuldigte, dass diese E-Mail vom 24. Juni 2019 ohne 
jeden Zweifel als persönliche E-Mail an seine Anwälte erkennbar gewesen sei. Diese 
sei weder für das Gericht noch die Staatsanwaltschaft gedacht gewesen – ein Fehler 
den die Kammer hätte erkennen können. Diese E-Mail wurde der Generalstaatsan-
waltschaft der Vollständigkeit halber mit Verfügung vom 18. Juli 2019 ebenfalls zu-
gestellt (pag. 12171). 

Sodann reichte Rechtsanwalt C.________ der Kammer am 4. März 2020 im Hinblick 
auf die damals geplante Verhandlung vom 12./13. März 2020 die Beilagen der Ver-
teidigung ein (pag. 12194 ff.), welche mit Verfügung vom 5. März 2020 der General-
staatsanwaltschaft zugestellt und sodann zu den Akten genommen wurden (pag. 
12318 f.). 

Von Amtes wegen wurde ein aktueller Strafregisterauszug vom 25. Februar 2020 
über den Beschuldigten eingeholt (pag. 12192). 

4. (Amtliche) Verteidigung 

Mit Verfügung vom 16. März 2018 (pag. 11941 f.) wurden die beiden Verteidiger um 
Mitteilung ersucht, ob der Beschuldigte nach wie vor durch Rechtsanwalt 
C.________ privat verteidigt werde. Dies unter Hinweis darauf, es werde in Aussicht 
genommen, das amtliche Mandat von Rechtsanwalt B.________ für den Fall zu sis-
tieren, dass der Beschuldigte weiterhin durch Rechtsanwalt C.________ privat ver-
teidigt werde. In der Folge teilte Rechtsanwalt C.________ mit Eingabe vom 8. April 
2018 (pag. 11949) mit, dass er – wie in erster Instanz – weiterhin ergänzend an der 
Seite des Hauptverteidigers mit klar definiertem Fokus auf das Gefährdungs- und 
Suchtpotenzial von psilocin- und psilocybinhaltigen Pilzen der Gattungen Conocybe, 
Panaeolus, Psilocybe und Stropharia als Verteidiger des Beschuldigten engagiert 
sei. Alsdann ersuchte er um Einsetzung als amtlicher Verteidiger für den klar um-
schriebenen Themenbereich. Mit Beschluss vom 16. Mai 2018 (pag. 11951 ff.) wurde 
das Gesuch von Rechtsanwalt C.________ um (zusätzliche) Einsetzung als amtli-
cher Verteidiger abgewiesen. Zur Begründung kann auf die Ausführungen im Be-
schluss vom 16. Mai 2018 verwiesen werden (pag. 11953 f.). 

5. Gang des Verfahrens – Durchführung eines schriftlichen Verfahrens

Mit Verfügung vom 13. März 2019 wurde die Durchführung eines schriftlichen Ver-
fahrens in Aussicht genommen (pag. 12135). Während sich die Generalstaatsan-
waltschaft damit einverstanden erklärte (pag. 12139), wünschte der Beschuldigte mit 
Eingabe vom 3. April 2018 [recte: 3. April 2019] die Durchführung eines mündlichen 
Verfahrens; zudem seien die Voraussetzungen von Art. 406 Abs. 1 StPO nicht erfüllt 
(pag. 12140). Daraufhin wurde mit Verfügung vom 4. April 2019 festgestellt, dass die 
Grundvoraussetzungen von Art. 406 Abs. 2 StPO nicht erfüllt sind (pag. 12142) und 
von der Durchführung eines rein schriftlichen Verfahrens abgesehen.

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Die oberinstanzliche Verhandlung war für den 12./13. März 2020 vorgesehen. Zu-
folge Aufenthalts in einem Corona-Risikogebiet seitens der Verteidigung wurde die 
Verhandlung mit Verfügung vom 9. März 2020 abgesetzt und erneut ein schriftliches 
Verfahren in Aussicht genommen (pag. 12323 f.). Am 10. März 2020 teilte die Ge-
neralstaatsanwaltschaft mit, dass sie mit der Durchführung des schriftlichen Verfah-
rens einverstanden sei (pag. 12330). Am 19. März 2020 erklärte Rechtsanwalt 
C.________ namens des Beschuldigten sein Einverständnis zum schriftlichen Ver-
fahren (pag. 12332). Mit Schreiben vom 18. März 2020 teilte auch Rechtsanwalt 
B.________ mit, dass der Beschuldigte mit der Durchführung des schriftlichen Ver-
fahrens einverstanden sei (pag. 12334). Mit Verfügung vom 20. März 2020 ordnete 
die Verfahrensleitung sodann die Durchführung des schriftlichen Verfahrens an (pag. 
12336 f.). Am 16. April 2020 reichte Rechtsanwalt B.________ seine Berufungsbe-
gründung ein (pag. 12340 ff.). Mit Eingabe vom 24. April 2020 nahm die General-
staatsanwaltschaft zur Berufungsbegründung des Beschuldigten Stellung (pag. 
12366 ff.). Mit Schreiben vom 23. April 2020 teilte Rechtsanwalt C.________ na-
mens des Beschuldigten mit, dass er sich der schriftlichen Begründung von Rechts-
anwalt B.________ vollumfänglich anschliessen könne und mit dieser vorbehaltlos 
einverstanden sei (pag. 12377). Mit Eingabe vom 6. Mai 2020 replizierte Rechtsan-
walt B.________ namens des Beschuldigten (pag. 12386 ff.), wobei sich Rechtsan-
walt C.________ diesen Ausführungen mit Schreiben vom 6. Mai 2020 wiederum 
vollumfänglich anschloss und erklärte, dass er vorbehaltlos einverstanden sei (pag. 
12383). Die Duplik der Generalstaatsanwaltschaft datiert vom 15. Mai 2020 (pag. 
12397 f.). 

6. Anträge der Parteien

Rechtsanwalt B.________ stellte namens des Beschuldigten mit Berufungsbegrün-
dung vom 16. April 2020 folgende Anträge (pag. 12340 ff.): 

1. Das Urteil sei aufzuheben und das Verfahren gegen den Beschuldigten sei einzustellen, resp. 
dieser sei freizusprechen

2. Für die ausgestandene Untersuchungshaft sei dem Beschuldigten pro Tag Freiheitsentzug eine 
Genugtuung in der Höhe von FR. 300.-- auszurichten

3. Die Verfahrenskosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen

4. Die Kosten der amtlichen Verteidigung (erst- und zweitinstanzlich) seien auf die Staatskasse zu 
nehmen.

5. Die Kosten der Privatverteidigung gemäss den Honorarnoten vom 15. November 2017 und 
14. April 2020 abz. die von der Vorinstanz zugesprochene Entschädigung seien auf die Staats-
kasse zu nehmen und RA C.________ direkt zuzusprechen 

6. Die beschlagnahmten Gelder seien freizugeben. 

Die Generalstaatsanwaltschaft stellte ihrerseits in ihrer Stellungnahme vom 24. April 
2020 die folgenden Anträge (pag. 12366 ff.):

I.

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Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelge-
richt) vom 15. November 2017 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich des Freispruchs gemäss Ziff. 
I. erstinstanzliches Urteilsdispositivs, unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten von ¼ 
der gesamten Verfahrenskosten an den Kanton Bern und unter Ausrichtung einer anteilsmässigen Ent-
schädigung. 

II.

A.________ sei schuldig zu erklären wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mehrfach und mengenmässig qualifiziert sowie gewerbsmässig begangen gemäss Ziff. II./1.1-1.8 + 2 
erstinstanzliches Urteilsdispositiv. 

III.

A.________ sei in Anwendung von Art. 40, 42 Abs. 1, 44, 47, 49 und 51 StGB; Art. 19 Ziff. 3, 4, 5, 6 
und 8, Ziff. 2 lit. a und c BetmG; Anhang a und b BetmV-Swissmedic; Art. 426 ff. StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe 18 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft 
von 429 Tagen und unter Gewährung des bedingten Vollzugs bei einer Probezeit von 2 Jahren;

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten von ¾ der gesamten 
Verfahrenskosten sowie der gesamten oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine ange-
messene Gebühr gemäss Art. 21 VKD). 

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen: 

1. Betreffend beschlagnahmte Gegenstände

1.1. Die beschlagnahmten psilocybin- und psilocinhaltigen Trocken- und Frischpilze sowie Sporen und 
die Drogen- und Zuchtutensilien sowie das Verpackungsmaterial seien einzuziehen;

1.2. die beschlagnahmte CD sowie Festplatte seien mit den amtlichen Akten abzulegen;

1.3. die beschlagnahmten Ordner, Mappen, Aktenhefter, Unterlagen, Bankkarten, Mobiltelefon, 52 CD 
und DVD, 3 Laptops, externe Harddisk, Speicherkarte und USB-Stick seien A.________ nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzugeben;

1.4. die beschlagnahmten Ordner, Archivschachteln, CD, Mappe der Q.________ GmbH seien dieser 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzugeben;

1.5. die beschlagnahmten 2 grauen Ordner mit Bankunterlagen und 1 schwarzer Ordner Korrespon-
denz seien R.________ nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzugeben;

1.6. die beschlagnahmten 5 roten Ordner mit Bankunterlagen seien S.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzugeben. 

2. Betreffend beschlagnahmte Vermögenswerte

2.1. der auf dem Konto der T.________ beschlagnahmte Betrag sei einzuziehen;

2.2. die auf den Konti der U.________ beschlagnahmten Beträge seien einzuziehen;

2.3. die Beschlagnahme der Austrittsleistung bei der V.________ (Versicherung) sei aufzuheben;

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2.4. die eingezogenen Vermögenswerte bei der U.________ und der T.________ sowie der beschlag-
nahmte Bargeldbetrag von CHF 1'635.05 seien an die Verfahrenskosten anzurechnen;

2.5. die U.________ und die T.________ seien anzuweisen, die genannten Beträge der 1. Strafkam-
mer des Obergerichts des Kantons Bern, nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu überwei-
sen;

2.6. die Kontosperren seien aufzuheben. 

3. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO). 

4. Dem zuständigen Bundesamt sei die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-
Nr. .________) zu erteilen (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG). 

5. Dem für die Führung des AFIS zuständigen Dienst sei die Zustimmung zur Löschung der erhobe-
nen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist zu erteilen 
(Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erken-
nungsdienstlicher Daten). 

6. Das Urteil sei dem Amt für Migrations- und Personenstand und dem Staatssekretariat für Migration 
mitzuteilen. 

7. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Der Hauptantrag des Beschuldigten lautet auf Einstellung des Strafverfahrens zu-
folge Straflosigkeit seines Verhaltens. Insoweit ist an sich vom Wortlaut der Beru-
fungserklärung her sowie der Anträge das gesamte erstinstanzliche Urteil angefoch-
ten. Demgegenüber ist festzustellen, dass der Beschuldigte durch die unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten des Kantons Bern ergangenen Teilfreisprüche 
nicht beschwert ist. Denn zur Beschwerde befugt ist jede Partei, die ein rechtlich 
geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat (Art. 
382 Abs. 1 StPO). Nur soweit das Dispositiv belastende Feststellungen oder Anord-
nungen enthält, besteht eine Beschwer (LIEBER, in: Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 8 zu Art. 382). Daraus folgt, dass die beschul-
digte Person ein freisprechendes Urteil ebenso wie eine Einstellungsverfügung, 
selbst wenn sie eine für sie nachteilige Begründung enthalten, mangels Beschwer 
nicht anfechten kann (ZIEGLER/KELLER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Straf-
prozessordnung, N. 1 zu Art. 381). Vorliegend erfolgte ein teilweiser Freispruch von 
der Anschuldigung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehr-
fach und mengenmässig qualifiziert sowie gewerbsmässig begangen (vgl. Ziff. I. des 
erstinstanzlichen Dispositivs). Der Beschuldigte beantragt nun insofern die Aufhe-
bung des Urteils, als dass das Verfahren einzustellen bzw. er freizusprechen sei. 
Festzuhalten ist, dass definitive Verfahrenseinstellungen die rechtlichen Wirkungen 
eines gerichtlichen Freispruchs haben (siehe Art. 320 Abs. 4 StPO). Die Einstellung 
(oder der Freispruch) «mangels Beweises» oder wegen eines materiellen gesetzli-
chen Strafbefreiungsgrunds führt nicht zu einem «Freispruch zweiter Klasse». Die 
Verfahrenserledigung zieht grundsätzlich die gleichen Rechtskraftwirkungen nach 
sich wie die Einstellung (oder der Freispruch) mangels erfüllten Tatbestands oder 
wegen Nachweises der Unschuld (Urteil 1B_3/2011 vom 20. April 2011 E. 2.3 mit 
Hinweisen). Gleiches gilt, wenn die beschuldigte Person mangels Schuldfähigkeit 

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freigesprochen oder das Verfahren eingestellt wird (Urteil des Bundesgerichts 
6B_155/2014 vom 21. Juli 2014 E. 1.1).

Daher ist festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 15. 
November 2017 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als der Beschuldigte von der 
Anschuldigung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach 
und mengenmässig qualifiziert sowie gewerbsmässig, angeblich begangen durch 
Anbieten, Einfuhr, öffentliches Bekanntgeben einer Gelegenheit zum Erwerb, Ver-
kauf/Verschaffen, Abgabe und Versand einer nicht genau eruierbaren Menge hallu-
zinogener Pilze der Gattungen Psilocybe und Panaeolus a) in der Zeit von März 2004 
bis zum 10. März 2005 an Abnehmer in Deutschland und b) in der Zeit von März 
2004 bis 8. Juni 2006 an Abnehmer in Österreich, Schweden, Norwegen und den 
Vereinigten Staaten von Amerika und anderswo, unter Auferlegung der anteilsmäs-
sigen Verfahrenskosten von ¼, insgesamt bestimmt auf CHF 9‘853.50, an den Kan-
ton Bern sowie unter Ausrichtung einer anteilsmässigen Entschädigung an den Be-
schuldigten freigesprochen wurde (vgl. Ziff. I. des erstinstanzlichen Dispositivs). 
Rechtskräftig sind auch die Verfügungen gemäss Ziff. IV.1. betreffend die beschlag-
nahmten Gegenstände und Ziff. IV.2.3. betreffend die Aufhebung der Beschlag-
nahme (Kontosperre) der Austrittsleistung bei der V.________ (Versicherung) 
(Vertrag-Nr. .________). Nicht in Rechtskraft erwachsen ist dagegen die Aufhebung 
der Kontosperren gemäss Ziffer IV.2.6 des erstinstanzlichen Dispositivs, obwohl 
diese Ziffer nicht Gegenstand der Berufung des Beschuldigten bildet. Weil er aber 
die Einziehung der auf dem Konto der T.________ und auf den Konten der 
U.________ beschlagnahmten Gegenstände angefochten hat, muss diese Ziffer mit-
überprüft werden. 

Im Übrigen hat die Kammer das Urteil vollumfänglich zu überprüfen. Sie verfügt da-
bei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO), ist aber aufgrund der alleinigen Be-
rufung des Beschuldigten an das Verschlechterungsverbot (Verbot der reformatio in 
peius) gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden, d.h. sie darf das Urteil nicht zu Un-
gunsten der beschuldigten Person abändern. 

II. Gesetzliche Grundlage (nulla poena sine lege) und Abhängigkeitserzeugung 

8. Vorwurf gemäss Anklageschrift 

Vorab ist festzuhalten, dass mit Anklage vom 8. Juni 2016 ursprünglich beim Kolle-
gialgericht in Dreierbesetzung Anklage erhoben worden ist (pag. 11507). Am 8. De-
zember 2016 erfolgte eine Anklageänderung dahingehend, als dass die Anklage 
beim Einzelgericht eingereicht wurde (pag. 11633). Materiell blieben die angeklagten 
Sachverhalte (vgl. nachfolgend) unangetastet.

In der Anklageschrift vom 8. Juni 2016 (Änderungen vom 14. bzw. 15. November 
2017 [pag. 11677, 11684] werden durch die Kammer kursiv und unterstrichen wie-
dergegeben) wird dem Beschuldigten unter Ziffer I auf 120 Seiten Folgendes vorge-
worfen (pag. 11507 ff.):

11

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach und mengenmässig qualifiziert 
sowie gewerbsmässig, begangen durch Handel (Anbieten, Einfuhr, Ausfuhr, Besitz, öffentliches Ge-
legenheit geben zum Erwerb von Betäubungsmitteln, Verkaufen resp. Veräussern, Abgeben, Versen-
den), mit einer nicht genau eruierbaren Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Frischpilze vor allem der 
Gattung Stropharia (in Rechnungen, Mails etc. insbesondere bezeichnet als „SC_30“), vereinzelt aber 
auch der Gattungen Psilocybe und Panaeolus sowie mit Zuchtkisten (Aufzuchtsets, Growsets, vgl. Be-
schrieb p. 9446, enthaltend Myzelium/Sporen) für solche Pilze, vor allem der Gattung Stropharia in der 
Zeit von ca. März 2004 bis ca. Ende Dezember 2005 als in der Schweiz wohnhafter alleiniger Gesell-
schafter und Geschäftsführer der W.________ GmbH mit Sitz in D.________, vgl. lit. A nachfolgend, 
sowie mit einer nicht genau eruierbaren Menge psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen vor allem 
der Gattung Stropharia, teilweise auch der Gattungen Psilocybe und Panaeolus in der Zeit von Anfang 
2005 bis Juni 2006, in E.________, Hotel X.________ und anderswo, indem er unter dem Deckmantel 
der „Y.________“ (Y.________), als deren Präsident, verantwortliche Person und auftretend als selbst-
ernannter Pastor, von der Schweiz aus einen Versandhandel mit getrockneten psilocybin- und psilocin-
haltigen Pilzen, über die von ihm von der Schweiz aus betriebene Internetsite Z.________ tätigte (vgl. 
lit. B. nachfolgend). Der Beschuldigte betrieb den Handel mit solchen Pilzen sowie Zuchtkisten für sol-
che Pilze, sei es als Geschäftsführer der W.________ GmbH, sei es als verantwortliche Person der 
„Y.________“ hauptberuflich und finanzierte dadurch seinen Lebensunterhalt, den Unterhalt seiner Fa-
milie sowie ab 01.12.2005 den Betrieb des Hotel X.________, E.________, wobei sämtliche Erlöse der 
W.________ GmbH sowie der „Y.________“ entweder auf Konten flossen, über welche er alleine ver-
fügungsberechtigt war resp. ihm die Erlöse der Y.________ teilweise in bar zukamen. Im Einzelnen 
handelt es sich um die nachfolgend (lit. A und B) aufgeführten Handlungen:

A. Als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der W.________ GmbH, mit Sitz in 
D.________: mengenmässig qualifizierter und gewerbsmässiger Handel (Einfuhr, Versand, Ver-
kauf/Veräusserung und teilweise Anstalten treffen dazu) betreffend einer unbestimmten Menge 
psilocybin- und psilocinhaltigen Frischpilzen vor allem der Gattung Stropharia, vereinzelt aber 
auch der Gattungen Psilocybe und Panaeolus sowie einer unbestimmten Menge Zuchtkisten (Auf-
zuchtsets, Growsets, enthaltend Myzelium/Sporen) für solche Pilze, v.a. der Gattung Stropharia, 
in der Zeit von ca. März 2004 bis ca. Ende Dezember 2005, begangen in F.________, 
E.________, Grenze CH/D, sowie den Wohnorten der Käufer. Der mindestens ab September 
2004 in der Schweiz wohnhafte und sich grösstenteils in der Schweiz aufhaltende Beschuldigte 
organisierte in der Zeit von September 2004 bis ca. Ende Dezember 2005 über die W.________ 
GmbH von der Schweiz aus via Internet über diverse e-Mailadressen (AA.________, 
AB.________, AC.________, AD.________), den Versand solcher Frischpilze resp. Aufzuchtsets 
von Holland in die Schweiz und damit die Einfuhr in die Schweiz, sei es direkt an ihn zwecks 
Weiterverkauf an in der Schweiz wohnhafte Abnehmer, sei es direkt an Abnehmer in der Schweiz. 
Mindestens führte er die an die nachfolgend unter Ziff. 1 aufgeführten Abnehmer in der Schweiz 
verkauften Mengen ein. Über den Zoll Basel-Flughafen wurden zudem allein in der Zeit vom 
12.10.2004 bis 14.12.2004 insgesamt 29,25 kg solcher Frischpilze eingeführt. Der Beschuldigte 
nahm über die vorerwähnten e-Mailadressen Bestellungen entgegen, kontrollierte die Geschäfts-
abwicklung via Internet, insbesondere den Eingang der für den Versand/Verkauf an die Abnehmer 
erforderlichen Vorauszahlungen, liess von der Schweiz aus über die Sekretärinnen (Damen 
S.________ und R.________) der W.________ GmbH den Käufern von solchen Frischpilzen oder 
solcher Zuchtkisten Rechnung stellen und die Verkaufserlöse in der Buchhaltung der W.________ 
GmbH (kurz mit W.________ bezeichnet) erfassen, und er verkaufte/versandte eine unbestimmte 
Menge solcher Frischpilze sowie Zuchtkisten für solche Pilze, sei es, dass er diese an seine 

12

Adresse liefern liess und von dort aus weiterversandte, sei es, dass er diese von Holland aus 
direkt an die Käufer senden liess, wobei er diese an eine unbestimmte Vielzahl von Abnehmern 
in der Schweiz verkaufte (veräusserte)/versandte und der Versand/Verkauf oder teilweise auch 
Anstalten treffen zum Verkauf insbesondere an die nachfolgend aufgeführten Abnehmer erfolgte, 
nämlich

Abnehmer in der Schweiz mit einem Erlös von insgesamt mindestens CHF 9‘921.00 (Ziff. 1-52):

… (pag. 11509 – 11526) in 52 Fällen

sowie

53. versuchte Einfuhr von 13,95 kg psilocybin- und psilocinhaltiger Frischpilze der Gattung 
Stropharia cubensis (geändert: Psilocybe), indem er Lieferungen solcher Pilze sowie Auf-
zuchtsets für solche Pilze von Holland in die Schweiz veranlasste, diese jedoch am Zoll in 
Basel-Weil resp. Basel-Flughafen sichergestellt wurden, nämlich:

… (pag. 11527) in 7 Fällen

B. Als Präsident und verantwortliche Person der Y.________ „Y.________“, mit Sitz am jewei-
ligen Wohnort des Präsidenten:
Mengenmässig qualifizierter und gewerbsmässiger Handel (Anbieten resp. öffentliches Bekannt-
geben einer Gelegenheit Betäubungsmittel zu erwerben, Einfuhr, Ausfuhr, Besitz, Verkaufen/Ver-
schaffen resp. Veräussern, Abgeben, Versenden), mit einer nicht genau zu bestimmenden Menge 
psilocybin- und psilocinhaltiger Pilze, begangen in der Zeit von ca. Anfang Januar 2005 bis 08. 
Juni 2006, in E.________ und anderswo, indem er unter dem Deckmantel der „Y.________“ als 
deren verantwortliche Person und als selbsternannter Pastor von der Schweiz aus auftretend und 
handelnd einen Versandhandel mit psilocybin- und psilocinhaltigen Pilzen über die von der 
Schweiz aus gehostete Internetsite Z.________ betrieb. Dabei bot er zum Preis von CHF 120.00 
die entgeltliche Mitgliedschaft in der von ihm geführten „Y.________“ an, wobei Mitglieder wie 
auch Nichtmitglieder gegen Leistung von sogenannten „Spendengeldern“ psilocybin- und psilo-
cinhaltige Pilze vorwiegend der Gattung Stropharia cubensis (geändert: Psilocybe), aber auch der 
Gattungen Psilocybe (tampanenis, azurescens, mexicana) als sogenanntes „Sakrament“ erwer-
ben konnten. Personen, welche über die Internetsite das „Sakrament“ bestellten, wurden in der 
elektronischen, von A.________ geführten Anfrageverwaltung/Buchhaltung erfasst und aufgefor-
dert, eine Spende auf Konti der „Y.________“ resp. von A.________ oder per Post an die 
„Y.________“ resp. A.________ zu senden, wobei den Interessenten eine Anfrage- (Bestellnum-
mer) zugewiesen wurde. Zudem wurden die Personen aufgefordert, Mails in verschlüsselter Form 
mit PGP-Code zu verfassen. Auch A.________ versandte seine e-Mails (AE.________) mit einem 
solchen Code. Nach Eingang von Spendengeldern veranlasste A.________, dass den „Spendern“ 
die ihrer „Spende“ entsprechende Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze per Post 
zugestellt wurde. In der Zeit vom 27.01.2005 bis 07.07.2006 flossen auf schweizerische 
(U.________, AF.________) und deutsche Konti (AG.________, AH.________, AI.________, 
T.________) der „Y.________“, der W.________ GmbH sowie von A.________ (vgl. p. 450 f so-
wie nachfolgende Angaben betreffend Eingänge auf Konti) Spenden- und Mitgliederbeiträge im 
Betrag von mindestens CHF 305‘157.77, wobei es sich aufgrund des Vermerks „Spende“  zuzüg-
lich meistens auch der Anfrage-/Bestellnummer und/oder aufgrund des Betrags zum grössten Teil 
um „Spenden“ resp. das Entgelt/ die Vorauszahlung im Hinblick auf den Verkauf/Verschaffen und 
das Versenden von psilocybin- und psilocinhaltigen Pilzen vor allem der Gattung Stropharia cu-
bensis (geändert: Psilocybe) aber auch der Gattung Panaeolus und Psilocbye durch die 

13

„Y.________“ resp. A.________ handelte. Darüber hinaus flossen der „Y.________“ resp. 
A.________ „Spendengelder“ resp. als Erlös für den Verkauf/Verschaffen und das Versenden von 
solchen Pilzen Gelder per Post, in Kuverts verpackt, zu und erfolgten Einzahlungen, welche via 
AJ.________ oder AK.________ eingingen. Gestützt auf das Kassajournal der „Y.________“, wel-
ches für die Zeit von Februar 2005 bis Dezember 2005 Spenden- und Mitgliederbeiträge im Ge-
samtbetrag von CHF 16‘650.00 aufweist und im Zusammenhang mit AK.________ den Erhalt von 
mindestens CHF 9‘700.00 belegt und den gemäss Anzeige (S. 147 f, p. 452 f) erfolgten weiteren 
Bareinzahlungen auf die Konti bei der AL.________ im Betrag von insgesamt CHF 35‘689.05 so-
wie Einzahlungen in die Kasse von CHF 38‘510.33 ergibt sich aus dem Handel mit psilocybin- und 
psilocinhaltigen Pilzen in der Zeit von Januar 2005 bis Juni 2006 ein Verkaufserlös im Bereich von 
insgesamt gegen ca. CHF 400‘000.00.

Im Einzelnen liegen folgende Tathandlungen vor:

1. Einfuhr einer unbestimmten Menge psilocybin/psilocinhaltiger Pilze der Gattungen Stropharia, Psi-
locybe und Panaeolus, teils in frischem, teils in getrocknetem Zustand, in der Zeit von anfangs 
2005 bis 08.06.2006 in F.________, E.________, Grenze CH/D und ev. anderswo zwecks Ab-
gabe/Verkauf/Verschaffen an Dritte, u.a. namentlich Einfuhr von mindestens 200g getrockneten 
Pilzen der Gattung Stropharia, die ihm von BX.________ welcher am Zuchtprogramm der 
„Y.________“, teilnahm, an sein Domizil in E.________ zugesandt wurden; 

2. in der Zeit von anfangs 2005 bis 08.06.2014 in E.________, Hotel X.________, Abgabe einer 
unbestimmten Menge psilocybin/ psilocinhaltiger Pilze der Gattungen Stropharia, Psilocybe und 
Panaeolus, teils in frischem, teils in getrocknetem Zustand, anlässlich von Parties im Hotel 
X.________ in E.________ an ca. 300 namentlich nicht bekannte Personen (gemäss Aussage 
von A.________ p. 1714 f handelt es sich um insgesamt ca. 300 Personen, welche jeweils 10-60 
g frische Pilze erhalten hätten), ausgehend vom Durchschnitt von 30 g, insgesamt somit ca. 9 kg 
sowie eine unbestimmte Menge an Hotel- und Restaurantgäste (vgl. dazu p. 394); 

3. Besitz, Lagerung der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 08.06.2006 im Hotel X.________, 
E.________, sichergestellten psilocybin/psilocinhaltigen getrockneten Pilzen (teilweise in Pulver-
form) der Gattungen Stropharia, Psilocybe, Panaeolus, welche teilweise für den Verkauf/Verschaf-
fen, teilweise für die sonstige Abgabe an Dritte sowie zu einem geringen Teil für den Eigenkonsum 
bestimmt waren, insgesamt 5,510 kg 

4. Besitz, Lagerung der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 08.06.2006 im Hotel X.________, 
E.________, sichergestellten Zuchtsäcke in unterschiedlichem Wachstumszustand, teils enthal-
tend psilocybin- und psilocinhaltige Pilze der vorerwähnten Gattungen, teils enthaltend Myze-
lium/Sporen solcher Pilze, welche der Aufzucht von psilocybin/psilocinhaltigen Pilzen der vorer-
wähnten Gattungen dienten, dies hauptsächlich im Hinblick auf den Verkauf/Verschaffen oder teil-
weise auch sonstige Abgabe der geernteten und hauptsächlich getrockneten Pilze an Dritte, teil-
weise im Hinblick auf den Verkauf/Abgabe/Verschaffen der Zuchtsäcke an Dritte, welche im Rah-
men des Zuchtprogramms für die „Y.________“ Pilze aufzogen, trockneten und A.________ her-
nach zum Verkauf/Abgabe/Verschaffen an Dritte zur Verfügung stellten, insgesamt 155 Stück 

5. in der Zeit von Januar 2005 bis 08.06.2006 in F.________, E.________ und anderswo in der 
Schweiz, Deutschland, EU, USA durch Verkauf/Verschaffen/Versand/teilweise Ausfuhr einer un-
bestimmten Menge getrockneter psilocybin- und psilocinhaltiger Pilze, vorwiegend der Gattung 

14

Stropharia cubensis (geändert: Psilocybe), teilweise auch der Gattungen Psilocybe und Panaeo-
lus, welche er als "Sakrament" (vgl. den bereits erwähnten Bestellvorgang) von E.________-
X.________ aus an eine unbestimmte Vielzahl von Abnehmern in der Schweiz, sowie teilweise 
von der Schweiz aus, teilweise vom Ausland, insbesondere Deutschland aus mithilfe von unbe-
kannten für ihn dort tätigten Personen an eine unbestimmte Vielzahl von Abnehmer, v.a. in 
Deutschland, der EU und USA ausführte, versandte, verkaufte, namentlich wie folgt und mindes-
tens an die folgenden Personen:

a) Personen in der Schweiz (p. 1754-4060):

... (pag. 11531 – 11555) in 82 Fällen

(total Verkäufe gemäss Ziff. 5.1.-5.82 für CHF 22‘748.90; die Zahlungen dieser Abnehmer 
auf die Konti bei der U.________ Nr. .________ sowie AF.________ .________ sind in den 
nachfolgenden aufgeführten Zusammenstellungen/Total betreffend Abnehmer, welche auf 
das vorerwähnte U.________ resp. AF.________-Konto einzahlten, miterfasst)

b) Abnehmer in der Schweiz, Deutschland etc., welche „Spendengelder“ auf das 
AF.________ Konto der Y.________ Nr. .________ (Beilageordner p. 1243 ff) tätigten

Verkauf/Verschaffen/Versand einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht genau bestimmten 
Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, Psilocybe und Pa-
naeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, welche vorwiegend 
aus der Schweiz, teilweise aus Deutschland, vereinzelt aus anderen europäischen Ländern stam-
men, wobei die Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der 
Y.________, mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene 
„Spendenzahlungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-
Mail eine Anfragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem 
Vermerk „Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte 
Konto der Y.________ bei der AF.________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung 
Lieferungen von psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen er-
hielten, was von A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungspro-
gramm koordiniert und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz 
aus zustellte, sei es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht bekannte Ge-
hilfen aus Deutschland veranlasste, wobei es sich um den Verkauf/Versand gestützt auf die in den 
Kontenauszügen der AF.________ (p. 1246-1410) aufgeführten Spendengelder im Betrag von 
insgesamt CHF 52‘270.61 für die Zeit vom 27.01.2005 bis 10.05.2006 handelt. 

c) Abnehmer in der Schweiz, Deutschland etc., welche „Spendengelder“ auf das Konto der 
Y.________ bei der U.________ Konto Nr. .________ (Beilageordner, p. 1943-1983, 2057-
2138) tätigten

Verkauf/Verschaffen/Versand einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht genau bestimmten 
Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, Psilocybe und Pa-
naeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, welche vorwiegend 
aus der Schweiz, teilweise aus Deutschland, vereinzelt aus anderen europäischen Ländern stam-
men, wobei die Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der 
Y.________, mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene 
„Spendenzahlungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-

15

Mail eine Anfragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem 
Vermerk „Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte 
Konto der Y.________ bei der U.________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung Lie-
ferungen von psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen erhiel-
ten, was von A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungsprogramm 
koordiniert und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz aus 
zustellte, sei es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht bekannte Gehilfen 
aus Deutschland veranlasste, wobei es sich um den Verkauf/Verschaffen/Versand gestützt auf 
die in den Kontenauszügen der U.________ (p. 1246-1410) aufgeführten, eingegangen  Spen-
dengelder im Betrag von insgesamt CHF 24‘259.31  für die Zeit vom 29.10.2005 bis 08.06.2006 
handelt. 

d) Abnehmer in Deutschland, Österreich, Schweden, Norwegen etc., welche „Spendengel-
der“ auf das Konto von A.________ bei der T.________ Konto Nr. .________ (p. 10535-
10568) tätigten

Verkauf/Verschaffen/Versand, teilweise Ausfuhr einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht 
genau bestimmten Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, 
Psilocybe und Panaeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, 
welche vorwiegend aus Deutschland, vereinzelt aus anderen europäischen Ländern stammen, 
wobei die Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der 
Y.________, mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene 
„Spendenzahlungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-
Mail eine Anfragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem 
Vermerk „Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte 
Konto der Y.________ bei der U.________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung Lie-
ferungen von psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen erhiel-
ten, was von A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungsprogramm 
koordiniert und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz aus 
zustellte, sei es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht bekannte Gehilfen 
aus Deutschland veranlasste, wobei es sich um Verkauf/Verschaffen/Versand, teilweise Ausfuhr 
gestützt auf die in den Kontenauszügen der T.________ (p. 10535 ff) aufgeführten  Spendengel-
der im Betrag von insgesamt Euro 19‘342.20 resp. CHF 30‘560.70 (zum Kurs 1.58) für die Zeit 
vom 04.05.2006 bis 07.06.2006 handelt, 

... (pag. 11557 – 11577) in 274 Fällen (Ziff. 5.86 – 5.360)

total Euro 19‘342.20 resp. zum Kurs von 1,58 CHF 30‘560.70

e) Abnehmer in Deutschland, Österreich, Schweden, Norwegen etc., welche „Spendengel-
der“ auf das Konto von A.________ bei der AI.________ Nr. .________ (p. 10451 ff) tätigten 

Verkauf/Verschaffen/Versand, teilweise Ausfuhr einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht 
genau bestimmten Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, 
Psilocybe und Panaeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, 
welche vorwiegend aus Deutschland, vereinzelt aus anderen europäischen Ländern stammen, 
wobei die Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der 
Y.________, mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene 
„Spendenzahlungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-

16

Mail eine Anfragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem 
Vermerk „Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte 
Konto der Y.________ bei der BJ.________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung 
Lieferungen von psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen er-
hielten, was von A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungspro-
gramm koordiniert und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz 
aus zustellte/ausführte, sei es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht be-
kannte Gehilfen aus Deutschland veranlasste, wobei es sich um Verkauf/Verschaffen/Versand 
gestützt auf die in den Kontenauszügen der BJ.________ bank (p. 10451 ff) aufgeführten  Spen-
dengelder im Betrag von insgesamt EUR 46‘188.60 resp. zum Kurs 1.58 CHF 72‘978.00 für die 
Zeit vom 22.11.2005 bis 23.05.2006  handelt, nämlich

... (pag. 11578 – 11620) in 582 Fällen (Ziff. 5.361 – 5.942)

f) Abnehmer in Deutschland, ev. auch EU, welche „Spendengelder“ auf das Konto der 
W.________ GmbH bei der AG.________ AM.________ (p. 10830-10888) leisteten resp. 
gemäss Buchhaltungs-Konti .________ (Gegenkonto .________) der W.________ GmbH 
(Beilageordner p. 3306 ff, 3339 ff)

Verkauf/Verschaffen/Versand einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht genau bestimmten 
Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, Psilocybe und Pa-
naeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, welche vorwiegend 
aus Deutschland, vereinzelt eventuell aus anderen europäischen Ländern stammen, wobei die 
Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der Y.________, 
mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene „Spendenzah-
lungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-Mail eine An-
fragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem Vermerk 
„Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte Konto der 
W.________ GmbH bei der AG.________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung Lie-
ferungen von psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen erhiel-
ten, was von A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungsprogramm 
koordiniert und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz aus 
zustellte, sei es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht bekannte Gehilfen 
aus Deutschland veranlasste, wobei es sich um Verkauf/Verschaffen/Versand gemäss den in (p. 
10830-10888) ff aufgeführten Überweisungen mit dem Vermerk „Spende“ (resp. dem Zusatz 
Y.________) oder einer entsprechenden Auftragsnummer handelt, nämlich für die Zeit vom 
07.04.2005 bis 08.12.2005 um Spenden in EUR, welche bei der W.________ GmbH unter dem 
Konto .________ Kto.-Korrent Y.________ mit insgesamt CHF 138‘559.90 verbucht wurden (Bei-
lageordner, p. 3339-3366), 

g) Abnehmer in Deutschland, ev. auch EU, welche „Spendengelder“ auf das Konto von 
A.________ bei der AH.________, Konto Nr. .________ (Beilageordner p. 2471-2486) leiste-
ten

Verkauf/Verschaffen/Versand einer im Einzelnen wie im Gesamten nicht genau bestimmten 
Menge psilocybin- und psilocinhaltiger Trockenpilze der Gattungen Stropharia, Psilocybe und Pa-
naeolus an die in den Bankauszügen dieses Kontos aufgeführten Abnehmer, welche vorwiegend 
aus Deutschland, vereinzelt eventuell aus anderen europäischen Ländern stammen, wobei die 
Käufer über die von A.________ von der Schweiz aus betriebene Internet-Site der Y.________, 

17

mit welcher A.________ die vorerwähnten Pilze als „Sakrament“ für eingegangene „Spendenzah-
lungen“ anbot, per e-Mail Spendenzahlungen ankündigten, von A.________ per e-Mail eine An-
fragenummer übermittelt erhielten, die Abnehmer hierauf Überweisungen mit dem Vermerk 
„Spende“ inkl. die ihnen zugeteilte individuelle Anfragenummer auf das oben erwähnte Konto von 
A.________ bei der ________ tätigten und nach erfolgtem Eingang der Zahlung Lieferungen von 
psilocybin- und psilocinhaltigen Trockenpilzen der vorerwähnten Gattungen erhielten, was von 
A.________ über sein elektronisches Anfrageverwaltungs-/Buchhaltungsprogramm koordiniert 
und ausgelöst wurde, sei es, dass er den Abnehmern die Pilze von der Schweiz aus zustellte, sei 
es, dass er diese Lieferungen selber oder durch namentlich nicht bekannte Gehilfen aus Deutsch-
land veranlasste, wobei es sich um Verkauf/Verschaffen/Versand gestützt auf die im Beilageord-
ner p. 2471-2486 farbig markierten Überweisungen handelt, nämlich für die Zeit vom 11.11.2005 
bis 02.12.2005 um Spenden im Betrag von insgesamt EUR 4‘900.00, umgerechnet zum Kurs 1,58 
somit CHF 7‘742

h) Abnehmer in den USA, welche „Spendengelder“ via AJ.________, AK.________, per 
Briefpost zahlten 

[bereits rechtskräftig freigesprochen gemäss Ziffer I.1.2 des erstinstanzlichen Urteils.]

… (pag. 11622 – 11626) in 16 Fällen (Ziff. 5.943 – 5.958)

Total: USD 2‘786.00 zum Kurs 1.3, CHF 3‘621.8, zuzüglich EUR 96.00 zum Kurs 1.58, 
CHF 151.70, insgesamt somit CHF 3‘773.50
Total der Sachverhalte gemäss lit. B a, d-h: CHF 330‘144.12

Mit Verweis auf Ziffer 7 hiervor ist an dieser Stelle nochmals festzuhalten, dass von 
den angeklagten Sachverhalten die erstinstanzlichen Freisprüche von der Anschul-
digung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich began-
gen in der Zeit von März 2004 bis zum 10. März 2005 betreffend Abnehmer in 
Deutschland und in der Zeit von März 2004 bis 8. Juni 2006 betreffend Abnehmer in 
Österreich, Schweden, Norwegen und den Vereinigten Staaten von Amerika (und 
anderswo) gemäss Ziffer I. des erstinstanzlichen Urteils vom 15. November 2017 
nicht mehr Verfahrensgegenstand sind. 

9. Erste Aussagen des Beschuldigten 

Nachdem im September 2004 diverse Zollinspektorate Sendungen mit Stropharia-
Pilzen sichergestellt hatten, welche an den Beschuldigten adressiert waren, wurde 
dieser erstmals am 5. Januar 2005 polizeilich befragt (pag. 8 ff.). Gleich zu Beginn 
gab er zu Protokoll: Ich habe die Pilze für mich bestellt. Ich habe die Pilze per Post bestellt, da ich 
nicht akzeptieren kann, dass beim Autobahngrenzübergang Weil – Lörrach bei Basel, im April 2004 
eine deklarierte Sendung Stropharia Cubensis Pilze widerrechtlich sichergestellt wurden. […] Zum ers-
ten habe ich die Pilze per Post bestellt, da ich es nicht wollte, dass erneut viel Geld ausgegeben wird 
und mir die Pilze am Zoll wieder weggenommen werden, meine Mitarbeiter misshandelt werden, und 
meine Anstrengungen zu Nichte gemacht werden. Darum fing ich an, die Pilze mit der Post zu bestellen, 
da das viel kostengünstiger ist, als einen Kühlwagen zu mieten. Zum zweiten habe ich die Pilze bestellt, 
um sie hier in der Schweiz weiter zu verkaufen und oder einen Prozess zu provozieren, indem ich die 
Pilze als heiliges Sakrament und Lebensmittel bestätigt zu bekommen, resp. damit die Einfuhr der Pilze 
als legal anerkannt wird. Bevor ich die Bestellung aufgab, habe ich mich mit meinem Anwalt Herrn 

18

B.________ [recte: B.________] von AN.________ abgesprochen. Herr B.________ [recte: 
B.________] erklärte mir, dass die Swissmedic ihre Kompetenzen betr. dem Deklarieren der Pilze als 
Betäubungsmittel überschritten hat (pag. 8). In die gleiche Richtung äusserte sich der Be-
schuldigte anlässlich der Verhandlung vor dem Haftgericht III Bern-Mittelland am 12. 
Juni 2006 (pag. 33 ff.): Als erstes möchte ich sagen, dass die Pilze nicht unter das Betäubungs-
mittelgesetz fallen – weder jenes der Schweiz noch jenes in Deutschland. Gemäss dem UNO-Abkom-
men von 1971 sind die Pilze nicht auf einer Liste aufgenommen und können auch nicht von der Schweiz 
ins Gesetz aufgenommen werden. […] Das Wiener Suchtstoffabkommen (1988) verbietet den Ländern 
in welchen die Pilze wachsen, diese Pilze zu verbieten. Die Schweiz hat dieses Abkommen unterschrie-
ben und somit kein Recht die Pilze zu verbieten. Ich kenne die Swissmedicverordnung und ich finde 
den Begriff «Halluzinogene Pilze» nicht verständlich. Es gibt eine Studie der Universität die belegt, dass 
diese Pilze nicht schädlich sind. […] Die Schweizer Richter haben 2001 auch gesagt, dass man die 
Pilze nicht dem Gesetz unterstellen kann. Für mich ist deshalb nicht verständlich, warum Swissmedic 
die Pilze als illegal bezeichnet (pag. 33 f.). Die Verteidigung des Beschuldigten führte in 
der Eingabe vom 4. Juli 2006 betreffend den dringenden Tatverdacht entsprechend 
Folgendes aus (pag. 41): Bez. des dringenden Tatverdachtes habe ich mich beim Haftrichter 
ausgiebig ausgelassen. Sie kennen unseren Standpunkt, wonach die fraglichen Pilze nicht vom Betäu-
bungsmittelgesetz erfasst werden. Davon ist Herr A.________ in den letzten zwei Jahren immer aus-
gegangen. Es ist Ihnen weiter bekannt, dass er dies gegenüber den Untersuchungsbehörden schon im 
Dezember 2004 sowie im Januar 2005 (bei der Kantonspolizei des Kantons Bern in Nidau) umfassend 
und ausführlich freiwillig und ohne Druck dargestellt hat. Den Behörden, insbesondere der Kantonspo-
lizei Bern, ist also seit über zwei Jahren zur Genüge bekannt, dass die fraglichen Pilze für Herrn 
A.________ Lebensmittel und / oder heilige Sakramente sind, und er davon ausgeht, dass es sich bei 
diesen nicht um Betäubungsmittel handelt. Es wird sich weisen, ob dieser Standpunkt richtig ist; die 
Frage wird wohl letztinstanzlich vom Bundesgericht zu entscheiden sein.

Schliesslich geht das Interesse des Beschuldigten aus einer E-Mail vom 6. Januar 
2005 an dessen Verteidigung hervor (pag. 11269 f.): Mein Glaubensbekenntnis (pdf anbei) 
habe ich ihm [scil. Pol AO.________] dagelassen und klar gemacht, dass ich meine Existenz und die 
meiner Familie ausschliesslich aus Heiligen Pilzen, vom direkten Verkauf bis zur Seelsorge mit den 
Informationen von ihnen, über Bücher CDs usf. bestritten wird […] Habe den Polizisten auch gesagt, 
dass es mit Zauberpilzfreunden so ähnlich ist, wie mit Petrus aus der Bibel: bevor der Hahn kräht, 
verleugnen sie die Zauberpilze wenigstens dreimal […] es braucht schon jemanden, der bereit ist, als 
[recte: ans] Kreuz geschlagen zu werden: und da bin ich! 

10. Ausführungen der Verteidigung 

In ihrer Berufungsbegründung verwies die Verteidigung auf ihre anlässlich der erst-
instanzlichen Hauptverhandlung gemachten mündlichen Ausführungen vom 15. No-
vember 2017, welche sie zum integrierenden Bestandteil der Berufungsbegründung 
erklärte. Darauf kann verwiesen werden (pag. 11755 ff.).

Sodann hielt die Verteidigung nochmals fest, laut Bundesgericht (Entscheid des Kas-
sationshofes vom 4. Juli 2001 – 6S.261/2001) falle der Handel mit halluzinogen Pil-
zen der Gattung Conocybe, Panaelous, Psilocybe und Stropharia bis Ende 2001 
nicht unter das alte Betäubungsmittelgesetz. Dem Urteil des Bundesgerichts vom 4. 
Juli 2001 sei ein Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 14. Dezember 

19

2000 zugrunde gelegen, in welchem festgehalten worden sei, «dass zwar die Wirk-
stoffe Psilocin und Psilocybin in der Verordnung des BAG über die Betäubungsmittel 
und psychotropen Stoffe vom 12. Dezember 1996 aufgeführt» seien (Betäubungs-
mittelverordnung BAG, BetmV-BAG, SR 812.121.2, Anhang a und d, «nicht aber die 
wildwachsenden Pilze, welche diese Wirkstoffe enthalten» würden. Trotz ihres Ge-
haltes an verbotenen Stoffen würde es aber dem Legalitätsprinzip von Art. 1 StGB 
widersprechen, «die Pilze selber als Stoff im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes 
zu betrachten» (BG 6S.261/2001, E.2.b), mit dem weiteren Hinweis, es könne sich 
bei Pilzen auch nicht um «ein Präparat im Sinne von Art. 1 Abs. 3 lit. e aBetmG» 
handeln (pag. 12 342). Das Bundesgericht habe diese Rechtseinschätzung in BGE 
124 IV 286 bestätigt und ausgeführt, das BAG habe «im Rahmen seiner Zuständig-
keit die nicht abschliessende Aufzählung des Betäubungsmittelgesetzes vervollstän-
digt und die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin sowohl in die Liste der Betäubungs-
mittel wie in diejenige der verbotenen Stoffe aufgenommen, ohne aber die Pilze sel-
ber zu erwähnen.» (Anhänge a und d BetmV-BAG, gemäss Liste I/Art. 7 des Übe-
reinkommens über psychotrope Stoffe vom 21. Februar 1971 [SR 0.812.121.02]). 
Sodann habe das Bundesgericht festgehalten, dass eine generelle Unterstellung psi-
locybinhaltiger Pilze unter das Betäubungsmittelgesetz angesichts der zahlreichen, 
zum Teil schwer zu unterscheidenden Pilzsorten mit unterschiedlichem Gehalt der 
Wirkstoffe Gefahr liefe, über das Ziel hinauszuschiessen. Eine qualifizierte Unterstel-
lung nach dem Verwendungszweck könne sich im Fall von psilocybinhaltigen Pilzen 
nicht auf Grenzwerte an psychoaktiven Substanzen und einem Katalog zugelasse-
ner Sorten wie beim Hanf abstützen (Urteil des Bundesgerichts 6S.261/2001 vom 
10. Mai 2002 E.3a/bb, 2. Absatz). Unter diesen Umständen stelle das Fehlen der 
wirkstoffhaltigen Pilze in den Listen der BetmV-BAG keine einfache Unschärfe dar, 
welche der Richter nach Art. 7 EMRK und Art. 1 StGB präzisieren könne. Das Bun-
desgericht habe mithin im Jahr 2001 erkannt, dass trotz ihres Gehaltes an verbote-
nen Stoffen es dem Legalitätsprinzip von Art. 1 StGB widersprechen würde, die Pilze 
selber als Stoff im Sinne des damaligen Betäubungsmittelgesetzes zu betrachten 
(pag. 12343 f.). Die Vorinstanz habe zunächst zu Recht festgestellt, dass der Begriff 
des Stoffs im Gesetz keine Legaldefinition finde. Alsdann komme sie dann aber nach 
eigener Auslegung von Art. 1a BetmG zum Schluss, dass der Gesetzgeber – entge-
gen der Argumentation der Verteidigung – unter Stoffen auch Rohmaterialien und 
somit Naturprodukte wie den Mohnstroh, das Kokablatt oder das Hanfkraut verstan-
den habe. Die Pilze würden deshalb unter die Definition von Art. 1 des damaligen 
BetmG fallen. Dagegen wendete die Verteidigung ein, der Kassationshof des Bun-
desgerichts habe am 4. Juli 2001 mit aller Deutlichkeit festgehalten, dass die zur 
Diskussion stehenden Pilze nicht ohne Verletzung des Legalitätsverbotes [gemeint 
wohl Legalitätsprinzips] als Stoff im Sinne des BetmG hätten betrachtet werden dür-
fen. Daran vermöge auch die Einschätzung von Dr. iur. M.________ im Gutachten 
vom 19. Juni 1998 nichts zu ändern (pag. 12345). 

Am 9. November 2001 seien die halluzinogenen Pilze im Verzeichnis der BetmV-
Swissmedic aufgenommen worden. Die Hintergründe seien nicht wirklich klar 
(pag. 12345 f.). Mit der BetmG-Revision vom 20. März 2008, in Kraft seit dem 1. Juli 
2011, sei eine Legaldefinition des Begriffes «Stoff» eingefügt worden. Demnach 

20

seien Stoffe «Rohmaterialien wie Pflanzen und Pilze oder Teile davon sowie chemi-
sch hergestellte Verbindungen» (Art. 2 lit. c BetmG). Die Vorinstanz und die Kom-
mission für soziale Sicherheit und Gesundheit würden behaupten, Art. 2 lit. c BetmG 
diene rein der besseren Verständlichkeit der bisher geltenden Bestimmungen. Auch 
das BAG habe diese Behauptung mit Schreiben vom 12. März 2019 an die 1. Straf-
kammer des Obergerichts des Kantons Bern verbreitet und aus der Botschaft über 
die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001 zitiert «Schon heute 
werden Pilze unter dem gesetzlichen Begriff Pflanzen subsumiert.». Die Verteidi-
gung hielt nochmals fest, dass Pflanzen keine Pilze seien und verwies erneut auf 
das Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2001, wonach diese Sondervorschrift (ge-
meint sei Art. 5 BetmV) nicht bewirke, dass psilocybinhaltige Pilze generell unter die 
Definition von Art. 1 Abs. 3 BetmG fallen würden (pag. 12348). Die Verteidigung kam 
sodann zum Schluss, dass die Pilze nicht unter Art. 1 aBetmG hätten subsumiert 
werden dürfen und können (pag. 12349). 

Darum laute die zentrale Frage nach Ansicht der Verteidigung, ob die Psilopilze als 
Stoffe im Sinne des BetmG zu betrachten seien resp. unter die Definition von Art. 1 
Abs. 3 BetmG fallen würden, was das Bundesgericht klar verneint habe. Fielen die 
Pilze nicht unter Art. 1 Abs. 2 und 3 aBetmG, habe das Legalitätsprinzip die Auf-
nahme in das Verzeichnis verboten. Die Verwaltungsbehörde sei gestützt auf die 
Vorgaben des Gesetzgebers nicht befugt gewesen, die Pilze unter Strafe zu stellen, 
da Pilze keine Stoffe im Sinne von Art. 1 a BetmG seien und die Delegationsnorm 
gemäss Art. 1 Abs. 4 aBetmG dem Schweizerischen Heilmittelinstitut einzig die Kom-
petenz erteilt habe, Stoffe und Präparate im Sinne der Abs. 2 und 3 in das Verzeich-
nis aufzunehmen und damit unter Strafe zu stellen. Es fehle vorliegend an einer 
Strafbarkeitsvoraussetzung und es liege kein rechtsgültiger Straftatbestand vor (pag. 
12350). 

Zur Frage der Abhängigkeitserzeugung äusserte sich die Verteidigung alsdann fol-
gendermassen: Die Pilze wie die Psilocybe cubensis, Panaeolus cyanescens, Psilo-
cybe semilanceata oder Psilocybe coanescens würden nicht abhängig machen. Die 
Einnahme von psychotropen Pilzen in frischem oder getrocknetem Zustand wirke 
erheblich vielschichtiger als die reinen Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin. Dadurch 
allein verdeutliche sich, dass von der Auswirkung der Stoffe Psilocybin und Psilocin 
nicht direkt auf die Wirkung des Konsums der Pilze selbst geschlossen werden 
könne (pag. 12352). Genau diese gravierenden Unterschiede im Konsum von Wirk-
stoff Psilocybin und dem Pilz als Lebewesen an sich seien es denn auch, welche 
entscheidend dafür verantwortlich seien, dass die Pilze bis heute nicht in die Liste 
der zu kontrollierenden Stoffe der Internationalen Übereinkunft über die psychotro-
pen Stoffe aufgenommen worden seien (pag. 12352 f.). 

Die Aufnahme der psychoaktiven Pilze, den sog. Paddys, in die Schweizer Liste sei 
ohne jeden internationalen Zwang und ohne wissenschaftlich seriös fundierte Not-
wendigkeit erfolgt und sei umso verblüffender, als Prof. M.________ in seinem Gut-
achten von 1998 hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz von psychotropen Pilzen 
selbst klar Zweifel angemeldet und explizit darauf hingewiesen habe, dass das Bun-
desgericht bezüglich der Strafbarkeit des Umgangs mit Pflanzen und Pilzen, die sel-
ber nicht im Verzeichnis enthalten seien, aber einen Wirkstoff enthalten würden, der 

21

im Verzeichnis enthalten sei, durchaus zu einer gegenteiligen Auffassung gelangen 
könnte, worauf auch das Gutachten des BAG unmissverständlich hinweise 
(pag. 12354). Aus der klinischen, therapeutischen und medizinischen Praxis würde 
nicht der geringste brauchbare Hinweis vorliegen, wonach der Konsum von Pilzen 
effektiv psychisch abhängig machend sein könnte (pag. 12355). Ihr Konsum sei we-
der in physischer noch in psychischer Hinsicht suchtbildend und sei auch nicht in 
dem Masse gefährlich, dass ein Verbot im Sinne von Art. 38 und Art. 4 in Verbindung 
mit dem Recht auf Freiheit, der spirituellen Lebensgestaltung und der Religionsfrei-
heit gemäss Art. 10 in Verbindung mit Art. 13 und 15 BV verfassungskonform wäre 
(pag. 12359). 

Mit Schreiben vom 23. April 2020 schloss sich Rechtsanwalt C.________ diesen 
Ausführungen von Rechtsanwalt B.________ vollumfänglich an (pag. 12377). 

Mit Eingabe vom 6. Mai 2020 nahm Rechtsanwalt B.________ zu den Ausführungen 
der Generalstaatsanwaltschaft (vgl. Ziff. 11 hiernach) Stellung. Er führte aus, dass 
es gemäss Art. 1 BetmG einerseits Betäubungsmittel und andererseits psychotrope 
Stoffe gebe, welche auch zu den Betäubungsmitteln gehören würden. Psilocin und 
Psilocybin seien keine Betäubungsmittel im engeren Sinne, sondern psychotrope 
Stoffe im Sinne von Art. 1 Abs. 3 aBetmG (pag. 12387). Das Gesetz habe zwischen 
zwei Sorten von Halluzinogenen unterschieden; die ausdrücklich genannten und die 
nicht genannten. Für letztere Gruppe habe es sich bei Art. 1 Abs. 3 und 4 in Verbin-
dung mit Art. 19 aBetmG um eine Blankettstrafnorm in Form einer Gesetzesdelega-
tion an die Exekutive gehandelt. Mehr besage Art. 1 aBetmG nicht, und es könne 
aus der Blankettstrafnorm insbesondere nicht abgeleitet werden, das Verzeichnis 
habe konstitutive Wirkung. Solches ergebe sich auch nicht aus dem bundesgericht-
lichen Entscheid vom 4. Juli 2001 oder dem Gutachten M.________ (pag. 12388). 
Eine beauftragte Behörde dürfe die Blankettstrafnorm nur soweit ausführen, als die 
Gesetzesdelegation reiche und die Ausführung eine Konkretisierung darstelle und 
keine neuen Straftatbestände schaffe. Eine allgemeine Kompetenz zum Erlass von 
Ausführungsbestimmungen liege bei Art. 1 Abs. 4 aBetmG nicht vor. Die Ermächti-
gung beschränke sich auf Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe mit ähnlicher 
Wirkung. Mit ihrem Hoheitsakt vom 9. November 2001 habe die Swissmedic einen 
neuen Straftatbestand geschaffen: Die Pilze seien trotz des Gehalts an verbotenen 
Stoffen keine «Stoffe» im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gewesen, also keine 
Betäubungsmittel, so das Bundesgericht im Entscheid vom 4. Juli 2001. Sodann 
habe sich das Bundesgericht im Urteil 6S.101/2002 vom 10. Mai 2002 mit keinem 
Wort mit der Frage der konstitutiven Wirkung auseinandergesetzt, geschweige denn 
mit dem verfassungsrechtlichen Problemkomplexen rund um Blankettstrafnormen im 
Allgemeinen und im Konkreten (pag. 12389).

Sodann widersprach die Verteidigung den Ausführungen der Generalstaatsanwalt-
schaft zur abhängigkeitserzeugenden Wirkung der Pilze. Die Frage der Abhängig-
keitswirkung sei bei der Aufnahme der psychotropen Pilze in die BetmV-Swissmedic-
Liste wissenschaftlich gar nicht sorgfältig geprüft und nur in willkürlicher Weise sup-
poniert worden. Den Strafbehörden gelinge es nicht, die abhängigmachende Wir-
kung von psychotropen Pilzen rechtlich ausreichend fundiert zu beweisen. Im Ge-
genteil, alles spreche dafür, dass der Konsum von psychotropen Pilzen in keiner 

22

Hinsicht abhängig mache (pag. 12390). Auch diesen Ausführungen schloss sich 
Rechtsanwalt C.________ am 6. Mai 2020 vollumfänglich an (pag. 12383). 

11. Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft 

Demgegenüber äusserte sich die Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme 
vom 24. April 2020 zur gesetzlichen Grundlage wie folgt: Die Ausführungen im Urteil 
des Bundesgerichts 6S.261/2001 vom 4. Juli 2001 hätten nur solange gegolten, als 
die Pilze nicht ins Verzeichnis der BetmV-Swissmedic aufgenommen worden seien. 
Das Bundesgericht habe nämlich abschliessend festgehalten, die psilocybinhaltigen 
Pilze unterstünden dem Betäubungsmittelgesetz nicht, mit Ausnahme der Verarbei-
tung zu Präparaten im Sinne von Art. 1 Abs. 2 lit. d BetmG, da sie in der massge-
benden Verordnung nicht erwähnt worden seien. Die Liste von Anhang a der BetmV-
Swissmedic habe konstitutive Wirkung. Das Bundesamt für Gesundheit habe im 
Rahmen seiner Zuständigkeit die nicht abschliessende Aufzählung des Betäubungs-
mittelgesetzes vervollständigt und die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin sowohl in 
die Liste der Betäubungsmittel wie in diejenige der verbotenen Stoffe aufgenommen, 
ohne aber die Pilze selber zu erwähnen. Die verschiedenen halluzinogenen Wirk-
stoffe würden einzeln beurteilt. Nach dem Vorschlag des Bundesrates sollten auf-
grund des Entwurfs zur Änderung des BetmG «Rohmaterialien wie Pflanzen, Pilze 
und Teile davon» als «Stoffe» im Sinne des Gesetzes gelten. Massgebend solle aber 
auch in Zukunft eine vom Eidgenössischen Departement des Innern zu erstellende 
Liste sein (pag. 12369). Nach der Änderung der BetmV-Swissmedic vom 15. No-
vember 2001 habe das Bundesgericht deshalb am 10. Mai 2002 (6S.101/2002 E. 
2.1) festgehalten, dass neu auch halluzinogene Pilze der Gattungen Conocybe, Pa-
naeolus, Psilocybe und Stropharia als verbotene Stoffe aufgefasst würden und der 
Handel mit diesen Pilzen gemäss Art. 19 BetmG unter Strafe gestellt werde (pag. 
12370). 

Aufgrund der fehlenden Definition des Begriffs «Stoff» in der alten Betäubungsmit-
telgesetzgebung nahm die Generalstaatsanwaltschaft eine Auslegung dieses Be-
griffs vor. Der Wortlaut «Stoff» sei im deutschen Sprachgebrauch sehr breit und 
werde für alle Arten von Materien verwendet, weshalb auch organische Naturpro-
dukte wie etwa Pilze mitumfasst würden. Zur systematischen Auslegung nahm die 
Generalstaatsanwaltschaft auf das Gutachten von PD Dr. iur. M.________ Bezug. 
Dieser halte fest, dass alle Betäubungsmittel entweder Stoffe oder Präparate seien. 
Aus der Systematik von Art. 1 Abs. 2 BetmG ergebe sich, dass der Begriff der 
«Stoffe» alle diejenigen Betäubungsmittel umfasse, welche nicht «Präparate» seien. 
Somit seien die in den Bestimmungen a-c genannten Substanzen als «Stoffe» zu 
betrachten. Auch die in Bst. a genannten Rohmaterialien würden also als Stoffe gel-
ten. Pflanzen könnten also, sofern sie im entsprechenden Verzeichnis des BAG ent-
halten seien, ein Stoff im Sinne von Art. 7 aBetmG sein. Dasselbe müsse nun aber 
auch bereits damals für halluzinogene Pilze (als biologische Träger) der psychoakti-
ven Substanzen Psilocybin und Psilocin gelten (pag. 12370). Das deutsche Bundes-
verfassungsgericht habe in seinem Entscheid vom 4. September 2009 denn auch 
festgehalten, dass der Begriff der Pflanze im herkömmlichen Sprachverständnis 
auch die Pilze umfasse. Nach dem Sprachgebrauch des Jahres 2004 sei jedoch für 
die Normadressaten noch hinreichend erkennbar gewesen, dass im Hinblick auf den 

23

Umgang mit betäubungsmittelhaltigen Pilzen jedenfalls ein Strafbarkeitsrisiko be-
standen habe. Die systematische Auslegung zeige also, dass Pilze damals noch als 
Pflanzen zu den «Stoffen» gehört hätten (pag. 12371). Dasselbe ergebe die teleolo-
gische Auslegung. Das Betäubungsmittelgesetz gehe vom Abstinenzgedanken aus 
und wolle die Volksgesundheit schützen. Die Betäubungsmittelgesetzgebung solle 
deshalb nach dem Willen des Gesetzgebers den Umgang mit Betäubungsmitteln 
möglichst lückenlos erfassen. Die Legaldefinition des Betäubungsmittels sei bewusst 
offen und zukunftsorientiert gehalten worden. Es würden folgende Formen von Hal-
luzinogenen existieren: 1) biologische Stoffe u.a. Magic Mushrooms bzw. Psilos, 2) 
halbsynthetische Stoffe u.a. LSD-25 und 3) synthetische Stoffe u.a. MDE, MDA, 
MDMA, GHB. Auch im Rechtsgutachten von PD Dr. iur. M.________ stehe, dass in 
systematischer und teleologischer Hinsicht unter dem Begriff «Stoff» auch Pilze sub-
sumiert würden. Halluzinogen wirkende Pilze hätten deshalb in das Verzeichnis der 
Betäubungsmittel aufgenommen werden dürfen (pag. 123712 f.). Auch die entste-
hungsgeschichtliche Auslegung führe zu keinem anderen Ergebnis. Der Begriff 
«Pflanzen» umfasse nach Ansicht des offiziellen UNO-Kommentars zum Psychotropen-
Übereinkommen vom 21. Februar 1971 auch die Pilze. Im Rechtsgutachten 
M.________ sei des Weiteren zu lesen, dass zurzeit das Psychotropenabkommen 
die Pilze zwar nicht erfasse. Dies schliesse eine Aufnahme in die Verbotsliste jedoch 
nicht aus (pag. 12372). Die Auslegung ergebe demnach, dass Pilze bereits im Zeit-
raum von 2004 bis 2008 als «Stoffe» gegolten hätten. Das Bundesgericht habe in 
seinem Urteil 6B_1067/2013 vom 15. Juli 2014 in Erwägung 1.4.2 festgehalten, dass 
die Definition der Begriffe in der geltenden Fassung des BetmG inhaltlich aArt. 1 und 
aArt. 3 BetmG entsprochen habe. Sie seien übersichtlicher und verständlicher for-
muliert worden. Gleichermassen habe das Bundesgericht festgestellt, dass seit der 
Änderung der BetmV-Swissmedic vom 15. November 2001 neu auch halluzinogene 
Pilze der Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia als verbotene 
Stoffe aufgefasst würden und der Handel mit diesen Pilzen gemäss Art. 19 BetmG 
unter Strafe gestellt werde. Als Fazit könne deshalb festgehalten werden, dass die 
Psilopilze bereits vor der BetmG-Revision vom 20. März 2008 als Stoffe erfasst und 
somit durch die Swissmedic unter Wahrung des Legalitätsprinzips in die aaBetmV- 
bzw. aBetmV-Swissmedic aufgenommen worden seien (pag. 12373). 

Zur Frage, ob die Pilze abhängigkeitserzeugend seien, führte die Generalstaatsan-
waltschaft aus, dass das Abhängigkeitspotenzial sicher nicht gross sei. Es werde in 
der einschlägigen Fachliteratur auf eine mögliche psychische Abhängigkeit hinge-
wiesen. Auch die vom Beschuldigten eingereichte CAM Studie vom Februar 2000 
besage, dass eine geistige Abhängigkeit bei Gebrauch von Psilocybin selten, aber 
möglich sei. Auch das in oberer Instanz eingeholte IRM-Gutachten vom 31. Oktober 
2018 erwähne ein geringes psychisches Abhängigkeitspotenzial, was genüge. 
Werde die bis zum 30. Juni 1996 geltende Fassung von Art. 1 Abs. 3 Bst. a BetmG 
(Risiko einer Abhängigkeit sei nicht erforderlich gewesen) mit der seit dem 1. Juli 
1996 geltenden Fassung von Abs. 3 (abhängigkeitserzeugend) verglichen, sei nach 
wie vor davon auszugehen, dass bereits die Gefährlichkeit von Einzeldosen genüge, 
um den Stoff als Betäubungsmittel zu bezeichnen (pag. 12374). 

Die Generalstaatsanwaltschaft ergänzte ihrerseits am 15. Mai 2020 auf die Replik 
der Verteidigung hin, dass das Bundesgericht die Strafbarkeit im Urteil 6S.261/2001 

24

vom 4. Juli 2001 nur deshalb verneint habe, da die Pilze damals nicht in der mass-
gebenden Verordnung erwähnt worden seien. Das Bundesgericht habe gleichzeitig 
festgehalten, massgebend für die Unterstellung unter das Betäubungsmittelgesetz 
bzw. die Strafbarkeit sei die vom Eidgenössischen Departement des Innern zu er-
stellende Liste. Die Liste habe demnach konstitutive Wirkung. Dies habe das Bun-
desgericht im Urteil 6S.101/2002 E. 2.1 bestätigt, indem es festgehalten habe, nach 
der Änderung der BetmV-Swissmedic vom 15. November 2001 würden neu auch 
halluzinogene Pilze der Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia 
als verbotene Stoffe aufgefasst und der Handel mit diesen Pilzen werde gemäss Art. 
19 BetmG unter Strafe gestellt. Zur Frage der abhängigkeitserzeugenden Wirkung 
ergänzte die Generalstaatsanwaltschaft, dass der Richter und auch die Staatsan-
waltschaft – entgegen den Ausführungen der Verteidigung in ihrer Replik – an den 
Entscheid des Gesetzgebers gebunden seien, was zu den Betäubungsmitteln und 
zu den diesen gleichgestellten Stoffen gehöre. Der Beweis, dass ein aufgelisteter 
Stoff Abhängigkeit erzeugen könne, brauche nicht erbracht zu werden. Die statuier-
ten Verbote und die daran anknüpfenden Strafbestimmungen seien für den Richter 
verbindlich (pag. 12398). 

12. Ausführungen der Vorinstanz 

Die Vorinstanz erwog unter dem Titel „nulla poena sine lege“ unter anderem Folgen-
des (pag. 11839 ff., S. 14 ff. Urteilsbegründung):

Der Beschuldigte stellte sich bereits im Untersuchungsverfahren sowie zu Beginn des Hauptverfahrens 
auf den Standpunkt, der Umgang mit halluzinogenen Pilzen sei nicht von den Strafbestimmungen des 
BetmG erfasst. Gleichermassen beabsichtigte der amtliche Verteidiger des Beschuldigten die Frage 
der Strafbarkeit des Umgangs mit halluzinogenen Pilzen zu Beginn der Hauptverhandlung vorfrage-
weise zu behandeln. So stand insbesondere diese Frage im Fokus der Verteidigung. Aus diesem Grund 
ist auf die diesem Verfahren zugrundeliegende zentrale Frage der Strafbarkeit des Umgangs mit hallu-
zinogenen Pilzen der Gattungen Psilocybe und Panaeolus gesondert und vorab einzugehen. 

Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten machte anlässlich der Hauptverhandlung vom 15. Novem-
ber 2017 vorfrageweise geltend, der dem Beschuldigten in der Anklageschrift zur Last gelegte Sach-
verhalt sei nicht strafbar, weshalb das Strafverfahren einzustellen sei. In seinem Plädoyer führte der 
Verteidiger aus, im aBetmG werde zwischen Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen unterschie-
den. Psilocin und Psilocybin seien keine Betäubungsmittel im engeren Sinne, es handle sich vielmehr 
um psychotrope Stoffe i.S.v. Art. 1 Abs. 3 aBetmG. Da die verbotenen Substanzen im Gesetz nicht 
abschliessend aufgezählt würden, hätten sie in einem Verzeichnis konkretisiert werden müssen. Damit 
sei das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic beauftragt worden. Die Delegationsnorm be-
stimme den Strafrahmen, der Tatbestand hingegen werde den ausfüllenden Normen des Verordnungs-
rechts entnommen. Die beauftragte Behörde dürfe die Blankettstrafnorm nur soweit ausführen, als die 
Gesetzesdelegation reicht und die Ausführung eine Konkretisierung darstellt und keine neuen Straftat-
bestände schafft. Eine allgemeine Kompetenz zum Erlass von Ausführungsvorschriften liege bei Art. 1 
Abs. 4 aBetmG nicht vor. Die Ermächtigung beschränke sich auf Betäubungsmittel und psychotrope 
Stoffe mit ähnlicher Wirkung. Es stelle sich somit die Frage, ob Pilze als Stoffe aufgefasst werden kön-
nen, was nach Auffassung der Verteidigung nicht der Fall sei. Weiter werde auch das Bestimmtheits-
gebot und damit das Legalitätsprinzip verletzt, indem die Aufnahme der Pilze in das Verzeichnis unter 
dem Begriff Stoffe gemäss Art. 1 Abs. 4 aBetmG eine nicht zulässige Analogie zwischen den reinen 

25

Wirkstoffen Psilocin und Psilocybin einerseits und dem Naturprodukt der Pilze andererseits herstelle. 
Weil aus dem Begriff «Stoffe» in der Delegationsnorm des BetmG nicht ersichtlich sei, dass damit auch 
Pilze gemeint seien, werde das Bestimmtheitsgebot klar verletzt. Dass eine Strafbarkeitslücke bestehe, 
werde dadurch klar ersichtlich, dass der Gesetzgeber in der letzten Revision des BetmG den Begriff 
«Stoff» definiert habe. Weiter komme dazu, dass der gemäss Art. 2 lit. a BetmG definierte Stoff bzw. 
das Präparat abhängigkeitserzeugend sein müsse, also physische oder psychische Abhängigkeit er-
zeugen könne. Da die Abhängigkeitserzeugung bei Zauberpilzen nicht nachgewiesen sei, könne die 
Aufnahme in das Verzeichnis keine Konkretisierung der Legaldefinition der psychotropen Stoffe 
gemäss Art. 1 Abs. 3 aStGB [richtigerweise wohl aBetmG] darstellen. Die Delegationsnorm decke die 
Aufnahme von Zauberpilzen ohne abhängigkeitserzeugende Wirkung in das Verzeichnis nicht ab.

Die dem Beschuldigten zur Last gelegten strafbaren Handlungen sollen sich im Zeitraum von ca. März 
2004 bis ca. Ende Dezember 2005 sowie in der Zeit von Anfang 2005 bis Juni 2006 ereignet haben. 
Anwendbar sind somit das aaBetmG und das aBetmG, ausser das aktuelle BetmG stellt das mildere 
Gesetz dar (Art. 26 BetmG i.V.m. Art. 2 StGB). Es ist auch seitens der Verteidigung unbestritten, dass 
der Handel mit halluzinogenen Pilzen gemäss geltendem BetmG strafbar ist. Mit Blick auf die Frage 
des milderen Rechts sind im Folgenden deshalb ausschliesslich die dem aaBetmG und dem a BetmG 
unterstellten Straftatbestände auf ihre Konformität mit dem Legalitätsprinzip hin zu prüfen. 

Der Legalitätsgrundsatz («nulla poena sine lege») ist in Art. 1 StGB verankert. Er gilt dann als verletzt, 
wenn jemand wegen eines Verhaltens strafrechtlich verfolgt wird, welches im Gesetz überhaupt nicht 
als strafbar bezeichnet wird; wenn das Gericht ein Verhalten unter eine Strafnorm subsumiert, unter 
welche es auch bei weitestgehender Auslegung der Bestimmung nach den massgebenden Grundsät-
zen nicht subsumiert werden kann; oder wenn jemand in Anwendung einer Strafbestimmung verfolgt 
wird, die rechtlich keinen Bestand hat. Dieser Grundsatz gilt für das gesamte Strafrecht (BGE 138 IV 
13, E. 4.1). 

Gemäss Art. 19 aaBetmG und aBetmG sind zahlreiche Verhaltensweisen wie das unbefugte Anbieten, 
Einführen, Ausführen, Besitzen, öffentliches Gelegenheit geben zum Erwerb, Verkaufen, Veräussern, 
Abgeben, Versenden, Herstellen, Lagern, Befördern und Einführen von Betäubungsmitteln unter Strafe 
gestellt. Der Begriff der Betäubungsmittel wird in Art. 1 aaBetmG und aBetmG umschrieben. Den Betäu-
bungsmitteln von aaBetmG und aBetmG gleichgestellt sind gemäss Art. 1 Ziff. 3 aaBetmG sowie 
aBetmG abhängigkeitserzeugende psychotrope Stoffe, unter anderem Halluzinogene wie Lysergid und 
Mescalin. Im Verzeichnis der Stoffe und Präparate des Schweizerischen Heilmittelinstituts wurden die 
einzelnen Stoffe und Präparate i.S.v. Art. 1 Ziff. 2 und 3 aaBetmG bzw. aBetmG festgelegt. Halluzino-
gene Pilze der Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia wurden sowohl in der Betäu-
bungsmittelverordnung Swissmedic vom 18. Dezember 2001 (aaBetmV) als auch in jener vom 15. No-
vember 2005 (aBetmV) als Betäubungsmittel bzw. abhängigkeitserzeugende psychotrope Stoffe i.S.v. 
Art. 1 Ziff. 1-3 aaBetmG bzw. aBetmG bezeichnet (Art. 1 lit. a aaBetmV- bzw. aBetmV-Swissmedic). 

Dass es sich bei Psilocybin und Psilocin um psychotrope Wirkstoffe handelt, ist im Wesentlichen unbe-
stritten (vgl. hierzu Gutachten vom 16. März 2007 von Dr. AP.________, pag. 872 ff.; Gutachten von 
Dr. AQ.________ vom 7. August 2007, S. 2). In Frage gestellt wird primär, dass es sich bei den psilo-
cybin- und psilocinhaltigen Pilzen um Stoffe i.S.v. Art. 1 Ziff. 3 aaBetmG bzw. aBetmG handelt und dass 
diese Stoffe eine abhängigkeitserzeugende Wirkung entfalten können.

Der Begriff des Stoffs findet im Gesetz (aaBetmG, aBetmG) keine Legaldefinition. Zur Eruierung des 
Willens des Gesetzgebers hinsichtlich der Begrifflichkeit des Stoffs hat deshalb eine Auslegung des 
Gesetzes stattzufinden. In erster Linie hat das Gesetz aus sich selbst heraus, das heisst nach Wortlaut, 

26

Sinn und Zweck, den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständ-
nismethode ausgelegt zu werden. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Auslegungselemente kei-
ner hierarchischen Prioritätsordnung unterstehen (BGE 124 IV 106 E. 3a). Als Auslegungsmethode ist 
im Rahmen der Auslegung auch der Analogieschluss, wie der Umkehrschluss, zulässig (BGE 116 IV 
134 E. 2a). 

Gemäss dem Wörterbuch des Dudenverlags wird Stoff als „in chemischer einheitlicher Form vorlie-
gende, durch charakteristische physikalische und chemische Eigenschaften gekennzeichnete Materie; 
Substanz“ definiert. Die Brockhaus-Enzyklopädie definiert den Begriff Stoff (Chemie) als „jede in che-
misch mehr oder weniger einheitlicher Form vorliegende Erscheinungsart der Materie, gekennzeichnet 
durch ihre unabhängig von der äusseren Gestalt charakteristischen und physikalischen und chemi-
schen Eigenschaften und Stoffkonstanten.“ Im deutschen Sprachgebrauch wird der Wortlaut „Stoff“ da-
mit sehr breit und für alle Arten von Materie verwendet und umfasst offensichtlich auch organische 
Naturprodukte wie etwa Pilze. Im BetmG selbst findet sich der Begriff des Stoffs nebst der Nennung 
unter Art. 1 Ziff. 3 BetmG auch in weiteren Gesetzesartikeln. Art. 1 Ziff. 1 BetmG definiert Betäubungs-
mittel etwa als „abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain 
und Cannabis“. Art. 1 Ziff. 2 lit. c BetmG nennt als Betäubungsmittel nebst Rohmaterialien (lit. a) und 
Wirkstoffen (lit. b) weitere Stoffe. Dass hier der Begriff „weitere“ gebraucht wird, legt den Schluss nahe, 
dass sich der Begriff des Stoffs gemäss dem Willen des Gesetzgebers auch auf Rohmaterialien und 
Wirkstoffe ausdehnt. Unter den Rohmaterialien i.S.v. Art. 1 Ziff. 2 lit. a BetmG werden Opium, Mohn-
stroh, Kokablatt und Hanfkraut erfasst. Dadurch wird klar, dass der Gesetzgeber – entgegen der Argu-
mentation der Verteidigung – unter Stoffen auch Rohmaterialien und somit Naturprodukte wie den 
Mohnstroh, das Kokablatt oder das Hanfkraut versteht. Gleichermassen hat das Bundesgericht im 
Sinne eines obiter dictum festgestellt, dass seit der Änderung der BetmV-Swissmedic vom 15. Novem-
ber 2001 neu auch halluzinogene Pilze der Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia 
als verbotene Stoffe aufgefasst werden und der Handel mit diesen Pilzen gemäss Art. 19 BetmG unter 
Strafe gestellt wird (Urteil des Bundesgerichts 6S.101/2002 vom 10. Mai 2002, E. 2.1). Zum gleichen 
Schluss ist das Obergericht des Kantons Bern im Haftverfahren gegen den Beschuldigten mit Verweis 
auf zitiertes Bundesgerichtsurteil gekommen (Beschluss des Obergerichts vom 15. Dezember 2006, 
pag. 161). Bei diesen Feststellungen handelt es sich auch nicht, wie von der Verteidigung vorgebracht, 
um einen unerlaubten Analogieschluss oder eine Verletzung des Legalitätsprinzips. Der Unterstellung 
der in der aaBetmV- bzw. aBetmV-Swissmedic genannten Pilze unter Art. 1 Ziff. 2 aaBetmG bzw. 
aBetmG liegt nicht eine Analogie zugrunde, sondern eine Auslegung der betreffenden Gesetzesbestim-
mung. Gegen eine solche Auslegung spricht nicht, dass mit der BetmG-Revision vom 20. März 2008, 
in Kraft seit dem 1. Juli 2011, eine Legaldefinition des Begriffs „Stoffe“ in das Gesetz aufgenommen 
wurde, welche als Stoffe Rohmaterialien wie Pflanzen und Pilze definiert (Art. 2 lit. c BetmG). Wie er-
läutert waren bereits vor der erwähnten Gesetzesrevision Rohmaterialien wie Pilze als Stoffe erfasst. 
Dass die neuen definitorischen Bestimmungen nicht neu eine erweiterte Anwendbarkeit des BetmG zur 
Folge hatten, sondern rein der besseren Verständlichkeit der bisher geltenden Bestimmungen dienten, 
kann auch dem Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit zur Teilrevision des 
BetmG vom 4. Mai 2006 entnommen werden. Dieser hält fest, dass die Definitionen und Begriffe inhalt-
lich Art. 1 und 3 aBetmG entsprechen, diese mit der Revision jedoch übersichtlicher gegliedert und 
verständlicher formuliert worden sind (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit 
zur Teilrevision des BetmG vom 4. Mai 2006, Ziff. 3.1.4, S. 8593). Aus dem Gesagten ergibt sich des-
halb, dass entsprechend einer Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen Pilze bereits vor der BetmG-
Revision vom 20. März 2008 als Stoffe erfasst und somit durch die Swissmedic unter Wahrung des 
Legalitätsprinzips in die aaBetmV- bzw. aBetmV-Swissmedic aufgenommen worden sind.

27

Damit ein Stoff als Betäubungsmittel i.S. des BetmG erfasst wird, muss er gemäss Art. 1 Ziff. 3 aaBetmG 
bzw. aBetmG zudem abhängigkeitserzeugend wirken. Entscheidendes Charakteristikum einer Abhän-
gigkeit ist der oft starke, gelegentlich übermächtige physische oder psychische Wunsch, Stoffe zu kon-
sumieren (FINGERHUTH ET AL, BetmG-Kommentar, Art. 2 Rz. 3). Es kommt somit sowohl die psychi-
sche wie auch die physische Abhängigkeit in Frage. Unbestritten ist, dass psilocin- und psilocybinhaltige 
Pilze keine physische Abhängigkeit hervorrufen. Dass der Konsum halluzinogener Pilze eine psychi-
sche Abhängigkeit zur Folge haben kann, wird durch die Verteidigung zwar bestritten, ist gemäss der 
einschlägigen Fachliteratur (BOVENS/HANSJAKOB, Zeitschrift für Kriminalistik 7/02, S. 471 ff, 475) 
und dem Gutachten vom 16. März 2007 (pag. 874) jedoch keinesfalls auszuschliessen. Selbst die Fest-
stellung des Gutachters im Parteigutachten, dass der Pilzwirkstoff noch vor dem LSD von allen geprüf-
ten Substanzen der ungiftigste Stoff, gepaart mit dem niedrigsten Abhängigkeitspotenzial sei, schliesst 
eine mögliche Abhängigkeit von halluzinogenen Pilzen nicht aus, sondern bestätigt im Gegenteil ein 
(wenn auch geringes) Abhängigkeitspotenzial der Pilze (Parteigutachten von Dr. AR.________, S. 10, 
in den Beilagen zum Plädoyer der Verteidigung). Auch das Obergericht des Kantons Bern hat im Be-
schluss vom 15. Dezember 2006 festgestellt, dass ein Abhängigkeitspotential im Sinne einer psychi-
schen Abhängigkeit von halluzinogenen Pilzen bestehe, und verwies dabei auf die implizite Anerken-
nung der Abhängigkeitserzeugung durch das Bundesgericht im Urteil 6S.101/2002 (pag. 161). 

Die von der aaBetmV- bzw. aBetmV-Swissmedic erfassten halluzinogenen Pilze der Gattungen Cono-
cybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia sind somit als psychotrope Stoffe zu verstehen, welchen 
ein Abhängigkeitspotential zukommt und damit von Art. 1 Ziff. 3 lit. d aaBetmG bzw. aBetmG klar erfasst 
werden. Eine Verletzung des Legalitätsprinzips liegt deshalb nicht vor. 

28

13. Würdigung durch die Kammer 

13.1 Übersicht über die Rechtsgrundlagen (Hervorhebungen durch die Kammer)

1. aBetmG 
(in Kraft bis 30. Juni 2011)

BetmV 
(in Kraft seit dem 1. Januar 2002 bis 30. 
Juni 2011)

Art. 1

1 Betäubungsmittel im Sinne dieses Gesetzes 
sind abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präpa-
rate der Wirkungstypen Morphin, Kokain, Canna-
bis.

2 Zu den Betäubungsmitteln im Sinne von Absatz 
1 gehören insbesondere:

a. Rohmaterialien

1. Opium,

2. Mohnstroh, das zur Herstellung von Stof-
fen oder Präparaten dient, die unter die 
Gruppen b 1, c oder d dieses Absatzes fal-
len,

3. Kokablatt,

4. Hanfkraut;

b. Wirkstoffe

1. die Phenantren-Alkaloide des Opiums so-
wie ihre Derivate und Salze, die zur Abhän-
gigkeit (Toxikomanie) führen,

2. Ekgonin sowie seine Derivate und Salze, 
die zur Abhängigkeit führen,

3. das Harz der Drüsenhaare des Hanfkrau-
tes;

c. Weitere Stoffe,

die eine ähnliche Wirkung haben wie die 
Stoffe der Gruppen a oder b dieses Absat-
zes;

d. Präparate,

die Stoffe der Gruppen a, b oder c dieses 
Absatzes enthalten.

3 Den Betäubungsmitteln im Sinne dieses Geset-
zes sind abhängigkeitserzeugende psychotrope 
Stoffe gleichgestellt. Darunter fallen:

Art. 1 Gegenstand

Diese Verordnung regelt die Kontrolle von 
Betäubungsmitteln und Stoffen im Sinne 
von Artikel 1, 3, 7 und 8 BetmG.

…

Art. 3 Verzeichnisse

Das Institut veröffentlicht die Verzeichnisse:

a. aller Betäubungsmittel (Art. 1 BetmG) 
mit den ihnen zugeordneten Nummerie-
rungen nach dem Produkte-Identifikati-
onssystem „European Article Numer In-
ternational“ (EAN-N);

[…]

d. der verbotenen Stoffe (Art. 8 Abs. 1 
und 3 BetmG);

[…]

29

a. Halluzinogene wie Lysergid und Mescalin;

b. zentrale Stimulantien vom Wirkungstyp des 
Amphetamins;

c. zentral dämpfende Stoffe vom Wirkungstyp 
der Barbiturate oder Benzodiazepine;

d. weitere Stoffe, die eine den Stoffen der 
Gruppe a–c dieses Absatzes ähnliche Wirkung 
haben;

e. Präparate, die Stoffe der Gruppe a–d dieses 
Absatzes enthalten.

4 Das Schweizerisches Heilmittelinstitut (In-
stitut)1 erstellt das Verzeichnis der Stoffe und 
Präparate im Sinne der Absätze 2 und 3.

[…]

Art. 8

1 Die folgenden Betäubungsmittel dürfen nicht 
angebaut, eingeführt, hergestellt oder in Verkehr 
gebracht werden:

a. Rauchopium und die bei seiner Herstellung 
oder seinem Gebrauch entstehenden 
Rückstände;

b. Diazetylmorphin und seine Salze;

c. Halluzinogene wie Lysergid (LSD 25);

d. Hanfkraut zur Betäubungsmittelgewinnung 
und das Harz seiner Drüsenhaare (Haschisch).

…

1 Begriff gemäss Anhang Ziff. II 3 des Heilmittelgesetzes vom 15. Dez. 2000*, in Kraft seit 1. Jan. 
2002 (SR 812.21). Diese Änd. ist im ganzen Erlass berücksichtigt.

30

3. BetmV-Swissmedic 
(in Kraft seit 1. Januar 2002 bis zum 30. Juni 2011)

Art. 1 Betäubungsmittel

1 Betäubungsmittel nach Artikel 1 Absätze 1–3 des Betäubungsmittelgesetzes vom 3. Okto-
ber 1951 (BetmG) und nach Artikel 3 Buchstabe a BetmV sind:

a. die im Anhang a aufgeführten Stoffe;

b. deren Salze, Ester, Ether und optischen Isomere;

c. die Salze, Ester und Ether der optischen Isomere; und

2. BetmV-BAG
(in Kraft seit 1. Februar 1997 bis 21. Dezember 2001)

Art. 1 Betäubungsmittel

1 Betäubungsmittel nach Artikel 1 Absätze 1-3 BetmG und nach Artikel 3 Buchstabe a BetmV 
sind:

a. die im Anhang a aufgeführten Stoffe;

b. deren Salze, Ester, Ether und optischen Isomere;

c. die Salze, Ester und Ether der optischen Isomere; und

d. Präparate, welche diese Stoffe enthalten.

Anhang a (Verzeichnis aller Betäubungsmittel) und d (Verzeichnis der verbotenen Stoffe) 
BetmV-BAG

…

LSD siehe unter Lysergsäurediethylamid

LSD-25 siehe unter Lysergsäurediethylamid

Lysergid siehe unter Lysergsäurediethylamid

Lysergidtartrat

Lysergsäurediethylamid (LSD-25)

[…]

Meskalin

Meskalin-HCl

[…]

Psilocin

Psilocybin

[…]

31

d. Präparate, welche diese Stoffe enthalten. 

[…]

Art. 4 Verbotene Stoffe 

1 Verbotene Stoffe im Sinne von Artikel 8 Absätze 1 und 3 BetmG sind die zusätzlich im 
Anhang d aufgeführten Betäubungsmittel. 

…

Anhang a (Verzeichnis aller Betäubungsmittel) und d (Verzeichnis der verbotenen Betäu-
bungsmittel) BetmV-Swissmedic (Fassung i.K. seit 01.01.2002)

[…]

Halluzinogene Pilze der Gattungen Conocybe, Panaeolus, Psilocybe und Stropharia

[…]

LSD siehe unter Lysergsäurediethylamid

LSD-25 siehe unter Lysergsäurediethylamid

Lysergid siehe unter Lysergsäurediethylamid

Lysergsäurediethylamid (LSD-25)

[…]

Meskalin

[…]

Psilocin

Psilocybe siehe unter Halluzinogene Pilze

Psilocybin

[…]

4. BetmG 
(in Kraft seit dem 1. Juli 2011)

BetmVV-EDI 
(in Kraft seit 1. Juli 2011)

BetmG (gültig ab 01.07.2011)

Art. 1 Zweck

Dieses Gesetz soll:

a. dem unbefugten Konsum von Betäu-
bungsmitteln und psychotropen Stoffen 
vorbeugen, namentlich durch Förderung 
der Abstinenz;

Anhang 1 (Gesamtverzeichnis der kon-
trollierten Substanzen der Verzeichnisse 
a – d) und Anhang 5 (Verzeichnis d)

[…]

Halluzinogene Pilze der Gattungen Co-
nocybe, Panaeolus, Psilocybe und 
Stropharia

[…]

LSD siehe unter Lysergsäurediethylamid

LSD-25 siehe unter Lysergsäurediethylamid

32

b. die Verfügbarkeit von Betäubungsmit-
teln und psychotropen Stoffen zu medizi-
nischen und wissenschaftlichen Zwecken 
regeln; 

c. Personen vor den negativen gesund-
heitlichen und sozialen Folgen suchtbe-
dingter Störungen der Psyche und des 
Verhaltens schützen; 

d. die öffentliche Ordnung und Sicherheit 
vor den Gefahren schützen, die von 
Betäubungsmitteln und psychotropen 
Stoffen ausgehen;

e. kriminelle Handlungen bekämpfen, die 
in engem Zusammenhang mit Betäu-
bungsmitteln und psychotropen Stoffen 
stehen. 

…

Art. 2 Begriffe

Nach diesem Gesetz gelten als: 

a. Betäubungsmittel: abhängigkeitserzeu-
gende Stoffe und Präparate der Wirkungs-
typen Morphin, Kokain oder Cannabis, so-
wie Stoffe und Präparate, die auf deren 
Grundlage hergestellt werden oder eine 
ähnliche Wirkung wie diese haben; 

b. psychotrope Stoffe: abhängigkeitser-
zeugende Stoffe und Präparate, welche 
Amphetamine, Barbiturate, Benzodiaze-
pine oder Halluzinogene wie Lysergid 
oder Mescalin enthalten oder eine ähnli-
che Wirkung wie diese haben; 

c. Stoffe: Rohmaterialien wie Pflanzen 
und Pilze oder Teile davon sowie chemi-
sch hergestellte Verbindungen;

d. Präparate: verwendungsfertige Betäu-
bungsmittel und psychotrope Stoffe; 

e. Vorläuferstoffe: Stoffe, die keine Ab-
hängigkeit erzeugen, die aber in Betäu-
bungsmittel oder psychotrope Stoffe über-
führt werden können; 

Lysergid siehe unter Lysergsäurediethylamid

Lysergsäurediethylamid (LSD-25)

[…]

Meskalin

[…]

Psilocin

Psilocybe siehe unter Halluzinogene Pilze

Psilocybin

[…]

33

f. Hilfschemikalien: Stoffe, die der Herstel-
lung von Betäubungsmitteln und psycho-
tropen Stoffen dienen. 

Art. 2a Verzeichnis

Das Eidgenössische Departement des In-
nern führt ein Verzeichnis der Betäubungs-
mittel, der psychotropen Stoffe sowie der 
Vorläuferstoffe und der Hilfschemikalien. Es 
stützt sich hierbei in der Regel auf die Emp-
fehlungen der zuständigen internationalen 
Organisationen.

14. Ausführungen im Rechtsgutachten von PD Dr. iur. M.________ vom 19. Juni 
1998

PD Dr. iur. M.________ erstellte zuhanden des Bundesamts für Gesundheit (BAG) 
ein Rechtsgutachten betreffend Psilopilze (halluzinogene Pilze). Dabei ging es 
primär um die betäubungsmittelrechtliche Behandlung dieser Pilze und anderer Na-
turprodukte, welche Wirkstoffe enthalten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fal-
len. 

PD Dr. iur. M.________ hielt in seinem Gutachten fest, dass die Begriffe «Betäu-
bungsmittel» (Art. 1 BetmG) sowie «Stoffe und Präparate, von denen vermutet wer-
den muss, dass sie ähnlich wirken» (Art. 7 BetmG) unmittelbar strafbarkeitsbegrün-
dend seien (pag. 11964). Es sei mithin von erheblicher Konsequenz, ob ein Stoff als 
Betäubungsmittel zu betrachten sei oder nicht. Um dem strafrechtlichen Legalitäts-
prinzip (Art. 1 StGB) und der Rechtssicherheit Genüge zu tun, müsse also der Begriff 
möglichst eindeutig definiert sein (pag. 11965). Ob ein bestimmter Stoff als Betäu-
bungsmittel gelte, beurteile sich deshalb nicht nach seiner Wirkung, sondern danach, 
ob er im Gesetz aufgenommen sei. Erst die Aufnahme ins Gesetz mache einen Stoff 
zum Betäubungsmittel bzw. zu einem diesen gleichgestellten Stoff. Das Gesetz ent-
halte eine Legaldefinition der Betäubungsmittel (Art. 1 BetmG). Es handle sich bei 
«abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Ko-
kain, Cannabis» um einen relativ unbestimmten Begriff. Die Aufzählung in Art. 1 Abs. 
2 BetmG sei nicht abschliessend. Es könnten somit auch weitere Stoffe unter den 
Begriff der Betäubungsmittel fallen (pag. 11965). Noch unbestimmter sei die Legal-
definition der den Betäubungsmitteln gleichgestellten Stoffe in Art. 1 Abs. 3 BetmG. 
Manche legalen, teilweise auch natürlich vorkommenden Produkte würden gewisse 
halluzinogene oder stimulierende Wirkungen (z.B. Muskatnuss, Fliegenpilze, Mutter-
korn, Ginster, diverse Nachtschattengewächse, Petersilie, Winden) aufweisen. Es 
wäre rechtsstaatlich unhaltbar, den Umgang mit so unpräzis definierten Stoffen mit 
der (z.T. sehr hohen) Strafdrohung des Betäubungsmittelgesetzes zu pönalisieren. 
Noch viel mehr gelte das bezüglich Bst. d «weitere Stoffe, die eine den Stoffen der 
Gruppe a-c dieses Absatzes ähnliche Wirkung haben». Eine derart unbestimmte 
Formulierung dürfe im Lichte des strafrechtlichen Legalitätsprinzips nicht unmittelbar 
strafbarkeitsbegründend sein. Der gesetzliche Betäubungsmittelbegriff solle einer-
seits dem Legalitätsprinzip Genüge tun und trotzdem genügend flexibel gehalten 

34

werden, damit auch neu auftauchende Wirkstoffe rasch erfasst werden könnten, 
ohne jedes Mal das aufwendige Gesetzgebungsverfahren in die Wege leiten zu müs-
sen. Um diesen beiden gegensätzlichen Zielsetzungen zu genügen, habe das Ge-
setz das BAG beauftragt, Verzeichnisse der Stoffe und Präparate zu erstellen, die 
unter das Gesetz fallen würden (pag. 11966). Weiter ist dem Gutachten von PD Dr. 
iur. M.________ zu entnehmen, dass die Verzeichnisse des BAG konstitutive Wir-
kung hätten (pag. 11969). 

Sodann führte PD Dr. iur. M.________ aus, dass im Anhang a BetmV-BAG nur die 
halluzinogenen Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin aufgeführt seien, nicht aber die 
Pilze als solche, weshalb sich die Frage stelle, ob die Pilze als solche als Betäu-
bungsmittel zu betrachten seien (pag. 11969). PD Dr. iur. M.________ kam zum 
Schluss, dass ein natürlich wachsender Pilz kein «Präparat» im Sinne der Betäu-
bungsmittelgesetzgebung sei (pag. 11970). Sodann sei auch ein getrockneter Pilz 
noch kein «Präparat» im Sinne von Art. 1 Abs. 1 Bst. d BetmV-BAG, da ein natürli-
ches T