# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f16826c-60d7-5d1d-a2b0-9d0e7d05b66e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2025 B-1214/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1214-2025_2025-09-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1214/2025 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richter Christoph Errass, Richter Pietro Angeli-Busi, 

Gerichtsschreiber Roger Mallepell. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

 

Beschwerdeführer,  
 

 
gegen 

 
 

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion,  

Vorinstanz,  

 

Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern 

(LANAT), 

Erstinstanz.   
 

 
 

 
Gegenstand 

 Schlussabrechnung Direktzahlungen 2023 

(…). 

B-1214/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Ganzjahresbe-

trieb in der Gemeinde (...). 

A.b Am 4. Dezember 2023 eröffnete das Amt für Landwirtschaft und Natur 

des Kantons Bern (Abteilung Direktzahlungen) A._______ die Schlussab-

rechnung für das Beitragsjahr 2023. Aufgrund von verschiedenen festge-

stellten Mängeln wurden die Direktzahlungen 2023 um Fr. 2'020.– gekürzt.  

A.c Am 13. Dezember 2023 erhob A._______ beim Amt für Landwirtschaft 

und Natur des Kantons Bern Einsprache gegen diese Direktzahlungskür-

zung. 

A.d Mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 wies das Amt für Landwirt-

schaft und Natur des Kantons Bern die Einsprache ab. Gleichzeitig erhöhte 

es den Kürzungsbetrag auf Fr. 3'260.–. Das Amt beurteilte die Kritik von 

A._______ an der Direktzahlungskürzung als unbegründet. Im Übrigen 

habe es bei der Prüfung der Einsprache festgestellt, dass es den 

A._______ im Bereich des (…) vorgeworfenen Mangel in der Schlussab-

rechnung vom 4. Dezember 2023 irrtümlich nicht berücksichtigt habe. Zu-

dem habe die Schlussabrechnung eine Beanstandung im Bereich des (…) 

versehentlich nicht als Wiederholungsfall behandelt. Wegen diesen beiden 

nicht ordnungsgemäss erfolgten Kürzungen sei der Kürzungsbetrag in der 

Schlussabrechnung um Fr. 1'240.- zu tief ausgefallen. A._______ sei mit 

Informationsschreiben vom 23. April 2024 entsprechend vororientiert wor-

den. Dabei habe ihm das Amt angeboten, die Einsprache zurück zu ziehen. 

Am 10. Mai 2024 habe A._______ schriftlich mitgeteilt, an der Einsprache 

festzuhalten. 

A.e Der Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 wurde A._______ ge-

mäss den vorliegenden Akten am 2. Juli 2024 am Postschalter zugestellt. 

Die Rechtsmittelbelehrung am Ende des Einspracheentscheids weist da-

rauf hin, dass eine Beschwerde dagegen innert 30 Tagen seit Zustellung 

geführt werden kann. 

  

B-1214/2025 

Seite 3 

B.  

B.a Am 14. August 2024 (Datum der Postübergabe) erhob A._______ bei 

der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern Be-

schwerde gegen den Einspracheentscheid des Amts für Landwirtschaft 

und Natur vom 24. Juni 2024. 

A._______ wies einleitend darauf hin, dass er sich für die Verspätung ent-

schuldige. Sie seien auf der Alp und hätten das Datum verpasst. 

Weiter betonte A._______, dass er die Erhöhung der Direktzahlungskür-

zung nicht korrekt finde. Auch seien die Tiere nicht so stark verschmutzt 

gewesen. Vielleicht seien sie unten am Bauch ein bisschen schmutzig ge-

wesen. Im vergangenen Jahr sei A._______ im (Spital) und danach in der 

Reha in (...) gewesen. Er wolle mit der vorliegenden Eingabe auch eine 

Beschwerde gegen B._______ (…) anhängig machen. Dieser habe "alles 

geplant", wisse schon lange "was oben läuft", mache aber nichts. Das sei 

Betrug und Diebstahl. 

B.b Mit Instruktionsverfügung vom 22. August 2024 wies die Wirtschafts-, 

Energie- und Umweltdirektion A._______ darauf hin, dass fristgebundene 

Eingaben gemäss Art. 42 Abs. 2 des Bernischen Gesetzes vom 23. Mai 

1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG-BE; BSG 155.21) vor Ab-

lauf der Frist der Behörde, der schweizerischen Post oder einer schweize-

rischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden 

müssten. Es handle sich um eine gesetzliche Verwirkungsfrist, die ein Ein-

treten bei Verspätung nur unter Vorbehalt der Fristwiederherstellung er-

laube. Dass A._______ auf der Alp gewesen sei, sei kein Grund für eine 

Wiedereinsetzung gemäss Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE. In der Beilage über-

mittelte die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion A._______ eine 

vorbereitete Rückzugserklärung und gab ihm Gelegenheit, die Be-

schwerde durch die Unterzeichnung derselben bis am 12. September 2024 

zurückzuziehen. 

  

B-1214/2025 

Seite 4 

B.c Weiter qualifizierte die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion die 

Vorwürfe von A._______ gegen B._______ (vgl. unter Bst. B.a) in der In-

struktionsverfügung vom 22. August 2024 als aufsichtsrechtlicher Natur. 

Diese Vorwürfe seien unabhängig von einer Frist entgegenzunehmen und 

von der zuständigen Aufsichtsbehörde zu behandeln. Die Wirtschafts-, 

Energie- und Umweltdirektion leitete die Eingabe von A._______ vom 

14. August 2024 daher diesbezüglich zur Behandlung als aufsichtsrechtli-

che Anzeige an das zuständige Amt für Landwirtschaft und Natur weiter 

(Dispositiv-Ziffer 3 der Instruktionsverfügung vom 22. August 2024).  

Dieses teilte A._______ mit Schreiben vom 22. Oktober 2024 mit, dass der 

aufsichtsrechtlichen Anzeige keine weitere Folge gegeben werde. Die Auf-

sichtsbehörde sei zum Schluss gekommen, dass die von A._______ bean-

standete telefonische Aussage des B._______, wonach es bei einem 

Rückzug der Einsprache vom 13. Dezember 2023 keine Direktzahlungs-

kürzung gebe, korrekt gewesen sei. Auch bestünden keine Anhaltspunkte 

dafür, dass B._______ von einem "Landhandel auf (…)" gewusst habe 

oder gar in diesen involviert gewesen sei. 

B.d Mit Schreiben vom 17. September 2024 teilte A._______ der Wirt-

schafts-, Energie- und Umweltdirektion mit, dass er die Rückzugserklärung 

(vgl. unter Bst. B.b) nicht unterschreibe. Er habe nichts verpasst, da er ei-

nen Unfall habe. Als Beilage übermittelte A._______ der Wirtschafts-, 

Energie- und Umweltdirektion drei Arztzeugnisse (vgl. im Einzelnen nach-

folgend unter E. 5.11). 

B.e Mit Instruktionsverfügung vom 11. Oktober 2024 forderte die Wirt-

schafts-, Energie- und Umweltdirektion A._______ auf, ihr bis am 1. No-

vember 2024 detaillierte Arztzeugnisse einzureichen, welche darlegen, 

weshalb es ihm unmöglich gewesen sei, die Beschwerdefrist einzuhalten. 

B.f Darauf reichte A._______ der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirek-

tion mit Schreiben vom 31. Oktober 2024 einerseits die drei am 17. Sep-

tember 2024 bereits eingereichten Arztzeugnisse erneut ein. Andererseits 

legte er dem Schreiben drei weitere Arztzeugnisse bei (vgl. im Einzelnen 

nachfolgend unter E. 5.8).  

  

B-1214/2025 

Seite 5 

B.g Am 17. Januar 2025 fällte die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirek-

tion den Beschwerdeentscheid. Das Dispositiv lautet wie folgt: 

"1. Das sinngemässe Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-

chen. 

4. [Eröffnung]." 

C.  

C.a Am 24. Februar 2025 (Datum Poststempel) erhebt A._______ (nach-

folgend: Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den Beschwerdeent-

scheid der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern 

(nachfolgend: Vorinstanz) vom 17. Januar 2025 an das Bundesverwal-

tungsgericht.  

Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, dass der angefochtene Ent-

scheid ohne Auferlegung von Verfahrenskosten zu seinen Lasten aufgeho-

ben und die Vorinstanz verpflichtet werde, auf die Beschwerde vom 14. Au-

gust 2024 gegen den Einspracheentscheid des Amts für Landwirtschaft 

und Natur des Kantons Bern (nachfolgend: Erstinstanz) vom 24. Juni 2024 

einzutreten (vgl. unter Bst. A.d, B.a). Ob der Beschwerdeführer darüber 

hinaus auch eine inhaltliche Überprüfung der Direktzahlungskürzung 2023 

durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt, ist unklar. 

Der Beschwerdeführer bringt sein Unverständnis über den angefochtenen 

Entscheid zum Ausdruck, habe er doch Beweise dazugelegt bzw. später 

eingereicht. Er könne nichts dafür, sei in der Rehaklinik gewesen und habe 

weder (…) noch (…) können. Für (…) habe er verschiedene Therapien be-

kommen.  

Weiter bezieht sich der Beschwerdeführer auf verschiedene Beilagen, wel-

che er zusammen mit der Beschwerde einreicht (darunter einen notariell 

beurkundeten […]) und äussert sich zu den Eigentumsverhältnissen des 

Grundstücks "auf der Alp". Er könne beweisen, dass dieses Grundstück 

ihm gehöre und B._______ ihn die ganze Zeit belogen habe. Der Be-

schwerdeführer habe "so viele Jahre den (…)" verloren und auch (…) erlit-

ten. 

B-1214/2025 

Seite 6 

C.b Die Erstinstanz und die Vorinstanz beantragen am 14. März 2025 und 

1. April 2025 die Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz verweist zur 

Begründung auf den angefochtenen Entscheid. Aus der Beschwerde gin-

gen ihres Erachtens keine neuen Erkenntnisse hervor. 

C.c Mit abschliessender Stellungnahme vom 23. April 2025 hält der Be-

schwerdeführer an seiner Darstellung fest und betont, dass er von ver-

schiedenen Gerichten, Anwälten und Behörden nicht korrekt behandelt 

worden sei.  

C.d Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten sowie die 

eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägun-

gen Bezug genommen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt unter anderem Beschwerden 

gegen Verfügungen letzter kantonaler Instanzen, soweit ein Bundesgesetz 

dies vorsieht (Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. i des Bundesgesetzes vom 17. Juni 

2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, 

VGG; SR 173.32] i.V.m. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021]). 

1.2 Gemäss Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 

1998 (LwG, SR 910.1) kann gegen Verfügungen letzter kantonaler Instan-

zen, die in Anwendung des LwG und seiner Ausführungsbestimmungen er-

gangen sind, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben wer-

den. Beim angefochtenen Entscheid der Vorinstanz vom 17. Januar 2025 

handelt es sich um einen solchen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid, 

dem die Landwirtschaftsgesetzgebung und damit öffentliches Recht des 

Bundes zu Grunde liegt und der eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 

VwVG darstellt (Art. 62 i.V.m. Art. 64 Bst. b und Art. 76 Abs. 3 VRPG-BE 

[zitiert unter Bst. B.b]). Eine Ausnahme gemäss Art. 166 Abs. 2 LwG liegt 

hier nicht vor.  

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Behandlung der vorliegen-

den Streitsache zuständig. 

B-1214/2025 

Seite 7 

1.4 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men und ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt. Er hat 

zudem ein als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an dessen Aufhe-

bung oder Änderung, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). 

1.5 Der angefochtene Entscheid begrenzt den möglichen Streitgegen-

stand. Vor dem Bundesverwaltungsgericht kann nur streitig sein, was die 

Vorinstanz überhaupt entschieden hat bzw. zu entscheiden gehabt hätte. 

Streitgegenstand in einem Beschwerdeverfahren gegen einen Nichteintre-

tensentscheid ist somit grundsätzlich einzig die Frage, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf die bei ihr erhobene Beschwerde nicht eingetreten ist. Alles 

andere liegt ausserhalb des Streitgegenstandes (zum Ganzen: BGE 135 II 

38 E. 1.2; BGE 133 II 35 E. 2; Urteil des BGer 2C_11/2025 vom 10. Januar 

2025 E. 3.3; Urteil des BGer 9C_619/2023 vom 11. Oktober 2023 E. 3.1). 

1.5.1 Vorliegend hat die Vorinstanz das sinngemässe Gesuch des Be-

schwerdeführers um Wiederherstellung der Beschwerdefrist abgewiesen, 

soweit sie darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Ent-

scheids). Gestützt darauf ist die Vorinstanz auf die Beschwerde des Be-

schwerdeführers gegen den Einspracheentscheid der Erstinstanz vom 

24. Juni 2024 nicht eingetreten (Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Ent-

scheids). Verfahrenskosten hat die Vorinstanz keine erhoben. Auch sprach 

sie keine Parteikosten zu (Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Ent-

scheids). 

1.5.2 Da die Vorinstanz auf die Beschwerde des Beschwerdeführers nicht 

eingetreten ist, hat sie die Direktzahlungskürzung 2023 sowie die Mängel, 

auf welchen diese Direktzahlungskürzung beruht, nicht inhaltlich überprüft. 

Auch die Vorwürfe des Beschwerdeführers gegenüber B._______ bilden 

nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Denn die Vorinstanz hat 

auch diese Vorwürfe nicht geprüft, sondern bereits am 22. August 2024 zur 

Behandlung als aufsichtsrechtliche Anzeige an die Aufsichtsbehörde wei-

tergeleitet (vgl. unter Bst. B.c).  

  

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Seite 8 

1.5.3 Sollte der Beschwerdeführer mit der vorliegenden Beschwerde nicht 

nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung der 

Angelegenheit zum inhaltlichen Entscheid an die Vorinstanz beantragen, 

sondernd darüber hinaus auch eine inhaltliche Überprüfung der Direktzah-

lungskürzung 2023 durch das Bundesverwaltungsgericht, geht sein Antrag 

über den Streitgegenstand hinaus. Diesbezüglich kann auf die Be-

schwerde nicht eingetreten werden. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Vor-

bringen des Beschwerdeführers zu den offenbar strittigen Eigentumsver-

hältnissen des Grundstücks "auf der Alp". Nicht Gegenstand des vorlie-

gend angefochtenen Entscheids bilden auch die Vorwürfe, welche der Be-

schwerdeführer gegenüber B._______ sowie gegenüber anderen Perso-

nen und Behörden zum Ausdruck bringt. Auch darauf kann nachfolgend 

nicht weiter eingegangen werden. 

1.6 Der angefochtene Entscheid vom 17. Januar 2025 wurde dem Be-

schwerdeführer gemäss seinen unbestritten Angaben am 27. Januar 2024 

zugestellt. Er hat die Beschwerde vom 24. Februar 2024 somit fristgerecht 

erhoben. Die Beschwerde erfolgte formgerecht und der Kostenvorschuss 

wurde rechtzeitig geleistet (Art. 50, Art. 52 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher – unter dem Vorbehalt der zuvor erwähnten 

Einschränkungen (E. 1.5.3) – einzutreten. 

2.  

2.1 Mit der Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) – einschliesslich Überschrei-

tung oder Missbrauch des Ermessens – sowie die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b 

VwVG) gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist unzulässig, 

wenn – wie vorliegend – eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz 

verfügt hat (Art. 49 Bst. c VwVG).  

2.2 Der Begriff des Bundesrechts umfasst die von den Bundesorganen er-

lassenen Rechtsnormen aller Erlassstufen, insbesondere die Bundesver-

fassung, die Bundesgesetze sowie die verschiedenen Arten von Verord-

nungen (BGE 133 I 201 E. 1). Indessen kann das Bundesverwaltungsge-

richt mangels entsprechender Kognition grundsätzlich nicht überprüfen, ob 

kantonales Recht richtig angewandt worden ist oder nicht. 

  

B-1214/2025 

Seite 9 

2.3 Ausnahmsweise kann jedoch auch die Verletzung von kantonalem 

(Verfahrens-)Recht gerügt werden, nämlich dann, wenn dieses im Zusam-

menhang mit der Anwendung von Bundesrecht verfassungswidrig in Ver-

letzung des Willkürverbots (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999; BV, SR 101) angewandt wor-

den ist. Prüfungsmassstab bleibt aber das Bundesrecht (BVGE 2016/8 

E. 5.3, Urteil des BVGer B-1767/2024 vom 7. Juli 2025 E. 3.1, m.w.H.). 

3.  

3.1 Es ist unbestritten und durch die vorliegenden Akten belegt, dass der 

Einspracheentscheid der Erstinstanz vom 24. Juni 2024 dem Beschwerde-

führer am 2. Juli 2024 zugestellt wurde. Darauf hat der Beschwerdeführer 

die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid nach übereinstimmen-

den Angaben am 14. August 2024 der Post übergeben. Neben der Vor-

instanz geht auch der Beschwerdeführer selbst davon aus, dass die Be-

schwerde an die Vorinstanz somit verspätet war (vgl. unter Bst. B.a). 

3.2 Anhaltpunkte für eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung oder 

Rechtsfehler der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Berechnung des 

Fristenlaufs bestehen nicht. Insbesondere sehen die allgemeinen Bestim-

mungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Bern im Un-

terschied zur bundesrechtlichen Regelung keinen Fristenstillstand vom 

15. Juli bis und mit 15. August in Form von "Gerichtsferien" vor (vgl. MICHEL 

DAUM, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwal-

tungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 41 N. 8; Art. 46 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 

[Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] und Art. 22a Bst. b VwVG so-

wie das Urteil des BGer 9C_685/2023 vom 23. April 2024 E. 2.2.4.3, m.H.). 

Auch ein Eröffnungsmangel ist nicht ersichtlich. Namentlich hat die Erstin-

stanz den Beschwerdeführer in der Rechtsmittelbelehrung des Ein-

spracheentscheids korrekt auf die Beschwerdefrist von 30 Tagen seit der 

Zustellung aufmerksam gemacht. 

3.3 Im Folgenden ist daher mit den Verfahrensbeteiligten davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer die gesetzliche Frist von 30 Tagen zur 

Einreichung einer Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Erst-

instanz vom 24. Juni 2024 versäumt hat. 

  

B-1214/2025 

Seite 10 

4.  

4.1 Für das Verfahren vor der Vorinstanz ist die Wiederherstellung einer 

versäumten Frist in Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE (zitiert unter Bst. B.b) geregelt. 

Nach dieser kantonalen Bestimmung wird eine versäumte Frist wiederher-

gestellt, wenn eine Partei unverschuldeterweise abgehalten worden ist, 

fristgerecht zu handeln, und sie unter Angabe des Grunds innert 30 Tagen 

nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht sowie die versäumte 

Rechtshandlung nachholt.  

4.2 Der Beschwerdeführer erachtet diese Voraussetzungen sinngemäss 

als erfüllt. Damit macht er eine unrichtige Anwendung kantonalen Verfah-

rensrechts geltend, welche das Bundesverwaltungsgericht vorliegend nur 

auf Willkür hin überprüfen kann (E. 2.3). 

4.3 Die Vorinstanz begründet die Abweisung des sinngemässen Gesuchs 

des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der Beschwerdefrist im an-

gefochtenen Entscheid vom 17. Januar 2025 zusammenfassend wie folgt:  

Der vom Beschwerdeführer ursprünglich angerufene Umstand, dass er 

"auf der Alp" gewesen sei, sei kein Grund für eine Wiedereinsetzung ge-

mäss Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE. Dafür genügten auch Arztzeugnisse, wel-

che lediglich allgemein über den Gesundheitszustand informieren, nicht. 

Ein Arztzeugnis müsse zwingend darlegen, weshalb und inwiefern die Per-

son die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen Gründen nicht habe 

vornehmen und auch nicht jemand anderen damit habe betrauen können 

(m.H. auf VGE 100.2017.297U vom 1. November 2017 E. 3.1, BVR 2005 

S. 281 E. 2.3). Mit der Bescheinigung einer vollständigen Arbeitsunfähig-

keit sei das Hindernis noch nicht nachgewiesen (m.H. auf das Urteil des 

BGer 6B_28/2017 vom 23. Januar 2018 E. 1.3).  

Keines der vom Beschwerdeführer eingereichten Arztzeugnisse lege dar, 

weshalb und inwiefern er die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen 

Gründen nicht hätte vornehmen und auch nicht jemand anderes damit 

hätte betrauen können. Stattdessen informierten diese Arztzeugnisse le-

diglich allgemein über den Gesundheitszustand. Dies genüge den Anfor-

derungen von Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE an eine Wiederherstellung der Be-

schwerdefrist nicht.  

Konkret würden die drei Arztzeugnisse, welche der Beschwerdeführer am 

17. September 2024 eingereicht habe, dem Beschwerdeführer ohne Er-

wähnung von weiteren Details eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 

B-1214/2025 

Seite 11 

(...) Juli 2024 bis zum (...) Oktober 2024 wegen Unfall attestieren. Die vom 

Beschwerdeführer am 31. Oktober 2024 zusätzlich eingereichten Arzt-

zeugnisse attestierten ihm eine vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen 

Krankheit vom (...) Juni 2023 bis zum (...) August 2023. In diesem Zeitraum 

sei die Beschwerdefrist aber noch gar nicht gelaufen. Die am 31. Oktober 

2024 zusätzlich eingereichten Arztzeugnisse seien deshalb vorliegend 

nicht von Bedeutung.  

Der Beschwerdeführer habe die Beschwerde vom 14. August 2024 daher 

verspätet eingereicht. Auf die Beschwerde sei somit nicht einzutreten. Dies 

gelte unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer die 30-tägige Frist, in-

nert welcher Gesuche um Fristwiederherstellung gemäss Art. 43 Abs. 2 

VRPG-BE einzureichen seien, eingehalten habe. 

5.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das sinngemässe Gesuch des 

Beschwerdeführers um Wiederherstellung der Beschwerdefrist in Verlet-

zung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und damit verfassungswidrig abgewie-

sen hat. 

5.1 Willkür in der Rechtsanwendung liegt vor, wenn der angefochtene Ent-

scheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem 

Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz 

krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zu-

widerläuft (BGE 138 I 305 E. 4.3). Dass eine andere Lösung ebenfalls als 

vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 144 I 113 

E. 7.1 m.H.).  

5.2 Die von der Vorinstanz zur Anwendung gebrachte kantonale Bestim-

mung (Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE) entspricht grundsätzlich der bundesrecht-

lichen Regelung für die Wiederherstellung einer versäumten Frist. So setzt 

auch eine Fristwiederherstellung gemäss dem Bundesrecht voraus, dass 

die betroffene Partei unverschuldeterweise abgehalten worden ist, fristge-

recht zu handeln, und sie unter Angabe des Grunds innert 30 Tagen nach 

Wegfall des Hindernisses darum ersucht sowie die versäumte Rechtshand-

lung nachholt (Art. 50 Abs. 1 BGG und Art. 24 Abs. 1 VwVG). Für die nach-

folgende Willkürprüfung kann daher die einschlägige Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Bundesrecht herangezogen werden. 

  

B-1214/2025 

Seite 12 

5.3 Gemäss dieser Rechtsprechung ist die Wiederherstellung einer Frist 

gestützt auf Art. 24 Abs. 1 VwVG nur bei klarer Schuldlosigkeit der betroffe-

nen Prozesspartei und ihrer Vertretung zu gewähren, das heisst, wenn die 

Partei oder ihr Vertreter auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht rechtzei-

tig hätten handeln können (BGE 149 IV 97 E. 2.1; Urteile des BGer 

2C_1011/2021 vom 31. Oktober 2022 E. 4.4; 2C_177/2019 vom 22. Juli 

2019 E. 4.2.1; 2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3.2). In Frage kommt 

objektive Unmöglichkeit zeitgerechten Handelns wie beispielsweise bei 

Naturkatastrophen, Militärdienst oder schwerwiegender Erkrankung, oder 

subjektive Unmöglichkeit, wenn zwar die Vornahme einer Handlung, objek-

tiv betrachtet, möglich gewesen wäre, die betroffene Person aber durch 

besondere Umstände, die sie nicht zu vertreten hat, am Handeln gehindert 

worden ist. In Betracht kommen hier insbesondere unverschuldete Irrtums-

fälle (Urteile des BGer 2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1; 

2C_1096/2013 vom 19. Juli 2014 E. 4.1; 2C_699/2012 vom 22. Oktober 

2012 E. 3.2).  

5.4 Praxisgemäss ist ein strenger Massstab anzuwenden. Ein auf Unacht-

samkeit zurückzuführendes Versehen stellt kein unverschuldetes Hinder-

nis dar (Urteile des BGer 2C_1011/2021 vom 31. Oktober 2022 E. 4.4; 

2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1; vgl. auch BGE 143 V 312 E. 

5.4.1). Die entschuldigenden Umstände sind vom Gesuchsteller zu bewei-

sen (Urteil des BGer 2C_722/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 3.4.2; STEFAN 

VOGEL, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 24 N. 18; RENÉ 

WIEDERKEHR/CHRISTIAN MEYER/ANNA BÖHME, VwVG Kommentar, Bundes-

gesetz über das Verwaltungsverfahren und weiteren Erlassen, 2022, 

Art. 24 N. 4; ANDRÉ MOSER, et al., Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 3. Aufl. 2022, S. 99 Rz. 2.140). 

5.5 Im Urteil 6B_28/2017 vom 23. Januar 2018, auf welches sich die Vor-

instanz beruft (E. 4.3), hat das Bundesgericht in der Erwägung 1.3 zudem 

bestätigt, dass Krankheit gemäss der Rechtsprechung ein unverschuldetes 

Hindernis nach Art. 50 Abs. 1 BGG darstellen kann, "sofern sie derart ist, 

dass sie den Rechtssuchenden davon abhält, innert Frist zu handeln oder 

dafür einen Vertreter beizuziehen." Weiter hat das Bundesgericht erwogen, 

dass die Erkrankung den Rechtssuchenden davon abhalten muss, selber 

innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Pro-

zesshandlung zu betrauen. Dass es sich so verhält, muss mit einschlägi-

gen Arztzeugnissen belegt werden, "wobei die blosse Bestätigung eines 

Krankheitszustandes und regelmässig selbst einer vollständigen Arbeits-

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Seite 13 

unfähigkeit zur Anerkennung eines Hindernisses im Sinne von Art. 50 

Abs. 1 BGG nicht genügt" (Urteil des BGer 6B_28/2017 vom 23. Januar 

2018 E. 1.3 m.w.H.; so kürzlich etwa auch das Urteil des BGer 

6B_176/2025 vom 24. März 2025 E. 3.2). 

5.6 Mit Blick auf diese höchstrichterliche Rechtsprechung geht die Vor- 

instanz zunächst ohne Weiteres zu Recht davon aus, dass der Beschwer-

deführer mit seinem ursprünglichen Hinweis, er sei "auf der Alp" gewesen, 

die hohen Anforderungen an eine Fristwiederherstellung nicht erfüllt hat. 

Indem die Vorinstanz in dieser Erklärung kein unverschuldetes Hindernis 

erblickt hat, die Beschwerde fristgerecht einzureichen, ist die Vorinstanz 

nicht in Willkür verfallen. 

5.7 Der Beschwerdeführer beruft sich im Übrigen auf die Arztzeugnisse, 

welche er der Vorinstanz am 17. September 2024 ein- und am 31. Oktober 

2024 aufforderungsgemäss nachgereicht hat (vgl. unter Bst. B.d, B.f). Mit 

diesen Arztzeugnissen habe er die nötigen Beweise vorgelegt. 

5.8 Bei den am 31. Oktober 2024 nachgereichten Arztzeugnissen handelt 

es sich um folgende: 

– Arztzeugnis des Spitals (...) vom (…) Juni 2023. Es bescheinigt dem 

Beschwerdeführer einen Untersuch in diesem Spital am (...) sowie eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% infolge Krankheit ab dem (...) Juni 2023 

bis am (...) Juli 2023.  

– Arztzeugnis des Spitals (...) vom (…) Juli 2023. Dieses bestätigt, dass 

der Beschwerdeführer am (…) in diesem Spital untersucht wurde und 

attestiert ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100% infolge Krankheit ab 

dem (...) Juni 2023 bis am (...) Juli 2023. 

– Arztzeugnis des Spitals (...) vom (...) August 2023. Damit wird eine Un-

tersuchung des Beschwerdeführers am (...) sowie eine Arbeitsunfähig-

keit von 100% infolge Krankheit ab dem (...) August 2023 bis am (...) 

August 2023 bestätigt. 

  

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Seite 14 

5.9 Die Vorinstanz weist somit zutreffend darauf hin, dass die am 31. Ok-

tober 2024 nachgereichten Arztzeugnisse dem Beschwerdeführer eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit vom (...) Juni 2023 bis am 

(...) August 2023 attestieren. Ausgehend davon folgerte die Vorinstanz will-

kürfrei, dass die 30-tägige Beschwerdefrist gegen den Einspracheent-

scheid vom 24. Juni 2024 während dieser Phase der Arbeitsunfähigkeit 

des Beschwerdeführers noch gar nicht gelaufen ist. Daher kann der Be-

schwerdeführer mit diesen Arztzeugnissen nicht beweisen, dass er unver-

schuldeterweise abgehalten worden ist, die Beschwerdefrist einzuhalten. 

Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2023 im Spital (...) war, 

ist hierfür offensichtlich nicht von Belang.  

5.10 Die Vorinstanz hat den am 31. Oktober 2024 nachgereichten Arzt-

zeugnissen demnach zu Recht keine Bedeutung als Beweismittel für das 

sinngemässe Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist zuer-

kannt. 

5.11 Die am 17. September 2024 eingereichten Arztzeugnisse haben den 

folgenden Inhalt: 

– Arztzeugnis der (Name Arztpraxis) vom (...) August 2024. Es beschei-

nigt dem Beschwerdeführer eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 

100% während (...) Tagen ab dem (...) Juli 2024 bis am (...) August 

2024. 

– Arztzeugnis der (Name Arztpraxis) vom (...) August 2024. Es attestiert 

dem Beschwerdeführer eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 

100% von (...) Tagen ab dem (...) August 2024 bis am (...) September 

2024. Dieses Arztzeugnis ist nicht unterschrieben.  

– Arztzeugnis der (Name Arztpraxis) vom (...) September 2024. Es be-

scheinigt dem Beschwerdeführer eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit 

von 100% von (...) Tagen ab dem (...) September 2024 bis am (...) Ok-

tober 2024.  

  

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Seite 15 

5.12 Die Vorinstanz geht somit übereinstimmend mit der tatsächlichen Si-

tuation willkürfrei davon aus, dass (auch) diese Arztzeugnisse lediglich all-

gemein über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers informie-

ren. Auskunft darüber, weshalb und inwiefern es dem Beschwerdeführer 

aus gesundheitlichen Gründen unmöglich gewesen sein soll, die Be-

schwerde selbst fristwahrend einzureichen oder zumindest eine Drittper-

son damit zu betrauen, geben sie nicht. Insbesondere ist den Arztzeugnis-

sen nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer während der Be-

schwerdefrist, wie von ihm behauptet (vgl. unter Bst. C.a), weder (…) noch 

(…) konnte. 

5.13 Für die Beurteilung eines Wiederherstellungsgesuchs kommt es ge-

mäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts in besonderem Masse auf 

Art und Umfang einer gesundheitsbedingten Verhinderung an, so dass sich 

der Rechtsuchende nicht darauf beschränken kann, den Behörden – wie 

vorliegend – ein unbegründetes Arztzeugnis einzureichen. Vielmehr ist 

"zwingend erforderlich, dass im Zeugnis dargelegt wird, weshalb und in-

wiefern der Betroffene die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen 

Gründen nicht vornehmen und auch nicht jemand anderen damit betrauen 

konnte" (Urteil des BGer 2A.429/2004 vom 3. August 2004 E. 2; vgl. in die-

sem Sinne auch die Urteile des BGer 5A_118/2022 vom 15. März 2022 

E. 2, 5A_39/2022 vom 28. Januar 2022 E. 2 und 6B_230/2010 vom 15. Juli 

2010 E. 2.2).  

5.14 Dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer unter diesen Umständen 

mit der Instruktionsverfügung vom 11. Oktober 2024 aufgefordert hat, de-

taillierte Arztzeugnisse nachzureichen, welche belegen, weshalb es ihm 

unmöglich gewesen sei, die Beschwerdefrist einzuhalten (vgl. unter 

Bst. B.e), ist folgerichtig. Damit hat sich die Vorinstanz in Übereinstimmung 

mit der vorstehend beschriebenen Rechtsprechung zu Recht auf den 

Standpunkt gestellt, dass die vom Beschwerdeführer eingereichten Arzt-

zeugnisse zu pauschal gehalten sind, um als Nachweis für ein unverschul-

detes Nichteinhalten der Beschwerdefrist zu genügen. Ein willkürliches 

Verhalten ist im Vorgehen der Vorinstanz nicht zu erkennen. 

  

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Seite 16 

5.15 Im Übrigen fällt auf, dass die am 17. September 2024 eingereichten 

Arztzeugnisse den Beschwerdeführer erst ab dem (...) Juli 2024 für voll-

ständig arbeitsunfähig erklären (E. 5.11). Der Einspracheentscheid der 

Erstinstanz wurde dem Beschwerdeführer aber bereits am 2. Juli 2024 zu-

gestellt (E. 3.1), worauf die 30-tägige Beschwerdefrist zu laufen begann. 

Da die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Arbeitsunfähigkeit somit nur 

während einem Teil der Beschwerdefrist bestand, lässt sich aus den vorlie-

genden unbegründeten Arztzeugnissen erst recht kein unverschuldetes 

Hindernis ableiten. 

5.16 Insgesamt besteht kein Grund zur Annahme, dass die Vorinstanz 

Art. 43 Abs. 2 VRPG-BE krass verletzt und das kantonale Verfahrensrecht 

somit verfassungswidrig in Verletzung des Willkürverbots angewandt hat. 

Die Abweisung des sinngemässen Gesuchs des Beschwerdeführers um 

Wiederherstellung der Beschwerdefrist durch die Vorinstanz ist insofern 

nicht zu beanstanden.  

6.  

Somit bleibt es dabei, dass der Beschwerdeführer die Beschwerde vom 

14. August 2024 gegen den Einspracheentscheid der Erstinstanz vom 

24. Juni 2024 verspätet eingereicht hat. Die Beschwerde des Beschwerde-

führers erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf 

sie eingetreten werden kann. 

7.  

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer als un-

terliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Die Gerichtsgebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der 

Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien 

(Art. 63 Abs. 4bis VwVG; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im vorliegenden Fall ist die Gerichtsgebühr 

auf Fr. 1’000.– festzusetzen. Zur Bezahlung der Verfahrenskosten wird 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der geleistete Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe verwendet. 

7.2 Der Beschwerdeführer hat als unterliegende Partei keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

Vorinstanzen sind in der Regel nicht entschädigungsberechtigt (Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

B-1214/2025 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, die Erstin-

stanz, das Bundesamt für Landwirtschaft BLW und an das Eidgenössische 

Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Kathrin Dietrich Roger Mallepell 

 

  

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Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 1. Oktober 2025 

 

  

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Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Landwirtschaft BLW (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft,  

Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)