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**Case Identifier:** 0367705e-02be-5fdb-8ceb-683469bdc3c5
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-16
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013
**Docket/Reference:** DB.2015.54
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2015_54_lm.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2015.54 
1 ST.2015.71 

Entscheid 

16. Juli 2015 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Anton Tobler und Gerichtsschreiberin Andrea Schmid 

A ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,   

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist bei der B AG in der Gemeinde C als Ver-

käufer mit einem jährlichen Bruttolohn von Fr. 114'200.- beschäftigt und gleichzeitig in 

der Betriebsfeuerwehr tätig. Gemäss Lohnausweis 2013 erhielt er für letztere Tätigkeit 

eine  Entschädigung  von  Fr.  3'360.-.  In  der  Steuererklärung  2013  deklarierte  er  diese 

Entschädigung als solche aus einer Nebenerwerbstätigkeit und zog davon den ganzen 

Betrag als Berufsauslagen ab. 

Mit  Entscheiden  vom  5.  Januar  2015  veranlagte  der  Steuerkommissär  den 

Pflichtigen für  die  direkte  Bundessteuer  2013  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr.  134'600.-  bzw.  schätzte  ihn  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2013  mit  einem 

solchen von Fr. 133'700.- ein. Dabei rechnete er die Entschädigung für die Tätigkeit bei 

der  Betriebsfeuerwehr  dem  Haupterwerb  zu  und  strich  den  gleich  hohen  Abzug  für 

Berufsauslagen.  Das  steuerbare  Vermögen  setzte  er  gemäss  Steuererklärung  auf  

Fr. 1'144'000.- fest. 

B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 3./4. Februar 2015 Einsprache mit dem 

Antrag,  den  Abzug  für  Berufsauslagen  der  Feuerwehrtätigkeit  von  Fr.  3'360.-  zu  ge-

währen. Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 23. Februar 2015 ab. 

C.  Mit  Beschwerde  bzw.  Rekurs  vom  17./19.  März  2015  wiederholte  der 

Pflichtige  sinngemäss  den  Einspracheantrag.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  

16. April 2015 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

liess sich nicht vernehmen. 

Auf  Auflage  reichte  der  Pflichtige  am  15.  Juni  2015  eine  detaillierte  Be-

scheinigung  der  B  AG  über  die  ausgerichtete  Feuerwehrentschädigung  ein.  Das kan-

tonale Steueramt liess sich dazu nicht vernehmen. 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  a)  Gemäss  Art.  17  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundes-

steuer  vom  14.  Dezember  1990  (DBG)  bzw.  §  17  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  

8. Juni 1997 (StG) sind alle Einkünfte aus privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem 

Arbeitsverhältnis  steuerbar  mit  Einschluss  der  Nebeneinkünfte  wie  Entschädigungen 

für  Sonderleistungen,  Provisionen,  Zulagen,  Dienstalters-  und  Jubiläumsgeschenke, 

Gratifikationen,  Trinkgelder,  Tantiemen,  geldwerte  Vorteile  aus  Mitarbeiterbeteiligun-

gen und andere geldwerte Vorteile. 

Steuerbar ist das Arbeitsentgelt, das der steuerpflichtigen Person unmittelbar 

zufliesst, samt allen Nebeneinkünften. Der Charakter der Tätigkeit und die Ausgestal-

tung  des  Arbeitsverhältnisses  sind  unmassgeblich,  namentlich  ob  das  Entgelt für  den 

Haupterwerb  oder  eine  Nebentätigkeit  der  steuerpflichtigen  Person  ausgerichtet  wird, 

wie es benannt wird und in welcher Form die Entschädigung für die erbrachte Leistung 

erfolgt.  Es  genügt,  wenn  zwischen  der  unselbstständigen  Erwerbstätigkeit  und  den 

daraus fliessenden Einkünften ein kausaler Zusammenhang besteht. Der Zusammen-

hang  muss  in  der  Weise  wirtschaftlicher  Natur  sein,  dass  die  Leistung,  welche  die 

steuerpflichtige  Person  erhält,  eine  Folge  ihrer  Tätigkeit  darstellt  und  diese  Tätigkeit 

gestützt  auf  ein  Arbeitsverhältnis  ausgeübt  wird  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 17 N 28 f. DBG und Kommentar zum Zür-

cher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 17 N 28 f. StG, je mit zahlreichen Hinweisen). 

b) Der Pflichtige erhielt von seiner Arbeitgeberin, der B AG, im Jahr 2013 eine 

Entschädigung für seine Tätigkeit in der Betriebsfeuerwehr. Diese Entschädigung übte 

er  als  Angestellter  der  Arbeitgeberin  bzw.  vor  dem  Hintergrund  des  diesbezüglichen 

Arbeitsverhältnisses  aus,  sodass  der  geforderte  wirtschaftliche  Zusammenhang  zwi-

schen  der  Entschädigung  und  der  unselbstständigen  Erwerbstätigkeit  des  Pflichtigen 

ohne weiteres gegeben ist. Ob die Tätigkeit neben der Haupttätigkeit ausgeübt wurde, 

spielt  dabei  keine  Rolle.  Mithin  hat  das  kantonale  Steueramt  die  fragliche  Entschädi-

gung von Fr. 3'360.- an sich korrekt der Einkommensbesteuerung nach Art. 17 Abs. 1 

DBG bzw. § 17 Abs. 1 StG unterworfen. 

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Allerdings ist zu prüfen, ob sich daran etwas ändert, weil es sich bei der Ent-

schädigung um ein Entgelt für die Tätigkeit in einer Feuerwehr handelt. 

2. a) Im Recht der direkten Bundessteuer ist der Sold der Milizfeuerwehrleute 

bis  zum  Betrag  von  jährlich  Fr.  5'000.-  ab  der  Steuerperiode  2013  neu  steuerfrei,  so-

fern er für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erfüllung der Kernaufgaben der 

Feuerwehr (Übungen, Pikettdienste, Kurse, Inspektionen und Ernstfalleinsätze zur Ret-

tung,  Brandbekämpfung,  allgemeinen  Schadenwehr,  Elementarschadenbewältigung 
und dergleichen) ausgerichtet wird (Art. 24 lit. fbis 1. Halbsatz DBG, in der Fassung vom 

17. Juni 2011, in Kraft seit 1. Januar 2013). Ausgenommen und der Einkommenssteuer 

nach  wie  vor  unterworfen  sind  Pauschalzulagen  für  Kader,  Funktionszulagen  sowie 

Entschädigungen für administrative Arbeiten und für Dienstleistungen, welche die Feu-

erwehr freiwillig erbringt (2. Halbsatz). 

b)  Diese  neue  Bestimmung  entspricht  der  identischen  Vorschrift  von  Art.  7 
Abs. 4 lit. hbis des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990/17. Juni 2011 (StHG), welche eben-

falls auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt wurde. Die Kantone haben ihre Gesetzge-

bung der Vorschrift innert zwei Jahren anzupassen (Art. 72n StHG). Der Kanton Zürich 

hat dies mit einer Neufassung von § 24 lit. g StG bewerkstelligt, jedoch erst mit Geset-

zesnovelle vom 28. Oktober 2013 und mit in Kraftsetzung per 1. Januar 2015. Mithin ist 

bei den Staats- und Gemeindesteuern der Sold der Milizfeuerwehrleute anders als bei 

der direkten Bundessteuer erst ab der Steuerperiode 2015 steuerbefreit. In der vorlie-

gend  streitbetroffenen  Periode  2013  unterliegt  er  daher  gestützt  auf  §  17  Abs.  1  StG 

noch der Einkommenssteuer. 

Der Kanton Zürich hat die Besteuerung der Feuerwehrentschädigungen aller-

dings  stark  gemildert,  indem  die  Finanzdirektion  mit  Verfügung  vom  1.  Oktober  1998 

(ZStB  I  Nr.  13/140)  grosszügige  Abzüge  für  Berufsauslagen  festgesetzt  hat.  Gemäss 

Ziff.  II  dieser  Verfügung  können  nämlich  als  Berufsauslagen  von  den  ausgerichteten 

Feuerwehrentschädigungen  ohne  besonderen  Nachweis  die  ersten  Fr.  5'000.-  und 

darüber zusätzlich 20% der Entschädigungen abgezogen werden. 

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3. a) Bei der direkten Bundessteuer 2013 unterliegt somit vorliegend die dem 

Pflichtigen ausgerichtete Entschädigung für die Tätigkeit in der Betriebsfeuerwehr der 

B  AG  trotz  der  Qualifikation  als  Einkunft  aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  nicht 

der  Einkommenssteuer.  Voraussetzung  bildet  allerdings,  dass  sie  als  "Sold  der  Miliz-
feuerwehrleute"  gemäss  Art.  24  lit.  fbis  1.  Halbsatz  DBG  gilt.  Zudem  darf  sie  nicht  als 

sonstige (Pauschal-)Vergütung für die Feuerwehrtätigkeit qualifizieren. 

Art. 24 lit. fbis 1. Halbsatz DBG erwähnt zwar nur den Sold der Milizfeuerwehr-

leute und nicht den Sold der Angehörigen von Betriebsfeuerwehren. Indessen kann der 

Sold von Letzteren – unabhängig davon, ob er als solcher bezeichnet wird – demjeni-

gen  von  Milizfeuerwehrleuten  (z.B.  einer  Ortsfeuerwehr)  gleichgesetzt  werden.  So 

handelt es sich bei den im Milizsystem tätigen Feuerwehrpersonen um solche, welche 

diese Tätigkeit nicht berufsmässig bzw. nicht im Sinn einer Haupterwerbstätigkeit, son-

dern  bloss  neben  einer  solchen  ausüben,  und  verhält  es  sich  in  der  Regel  gleich  bei 

Angehörigen  von  Betriebsfeuerwehren.  Diese  Angehörigen  üben  im  Betrieb  ebenfalls 

eine  bestimmte,  ihrer  Berufsausbildung  entsprechende  (Haupt-)Erwerbstätigkeit  aus 

und versehen den Dienst in der Betriebsfeuerwehr nur nebenbei. Bei beiden Arten von 

Feuerwehren  ist  die  Zugehörigkeit  zudem  in  der  Regel  freiwilliger  Natur,  so  auch  bei 

der Betriebsfeuerwehr der B AG, welche ihre Übungen in der Freizeit nach Feierabend 

abhält (vgl. Internet-Ausdruck der Betriebsfeuerwehr der B AG). Die für den jeweiligen 

Feuerwehrdienst  ausgerichtete  Entschädigung  ist  dementsprechend  gering  und  nicht 

mit  dem  Salär  der  Haupterwerbstätigkeit  vergleichbar.  Milizfeuerwehren  im  Sinn  von 
Art. 24 lit. fbis 1. Halbsatz DBG sind denn auch vor allem als Gegensatz zu den Berufs-

feuerwehren zu verstehen. 

Betriebsfeuerwehren  unterstehen  zudem  der  gleichen  Gesetzgebung  wie  die 

von den Gemeinden meist im Milizsystem geführten freiwilligen Ortsfeuerwehren, d.h. 

dem Gesetz über die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen vom 24. September 1978 

(FFG, LS 861.1). Dabei sind die Betriebsfeuerwehren ab einer gewissen Betriebsgrös-

se obligatorisch aufzustellen und nicht nur für das Feuerwehrwesen im Betrieb zustän-

dig,  sondern  haben  vorschriftsgemäss  auch  Hilfe  ausserhalb  des  Betriebsareals  zu 

leisten (§ 21 Abs. 1 FFG). Sie müssen sich sodann gleich wie die Ortsfeuerwehren so 

organisieren,  dass  die  Einsatzbereitschaft  gemäss  Leistungsvorgaben  der  Gebäude-

versicherungsanstalt  gewährleistet  ist  (§  22  FFG),  und  werden  vom  Statthalter  gleich 

wie die andern Feuerwehren mindestens alle drei Jahre unter Beizug von Feuerwehr-

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experten  inspiziert  (§  23  Abs.  2  FFG).  Die  Betriebsfeuerwehr  der  B  AG  stellt  zudem 

eine  gemäss  §  21  Abs.  2  FFG  selbstständige  Feuerwehr  dar,  hat  einen  Mindestbe-

stand  von  55  Feuerwehrleuten  und  verfügt  über  ein  von  der  kantonalen  Feuerwehr 

genehmigtes Pflichtenheft. Als solche Feuerwehr erhält sie gleich wie die andern Feu-

erwehren  von  der  Gebäudeversicherungsanstalt  auch  Subventionen  für  Bauten  und 

Anschaffungen (§ 31 Abs. 1 FFG sowie Ziff. 5 des Reglements). Betriebsfeuerwehren 

unterscheiden sich dergestalt nicht massgeblich von Ortsfeuerwehren. 

Damit  ist  die  dem  Pflichtigen  von  seiner  Arbeitgeberin  für  den  Betriebsfeuer-
wehrdienst ausgerichtete Entschädigung gleich wie die in Art. 24 lit. fbis DBG erwähnten 

Entgelte (Sold, Pauschal-/Funktionszulagen etc.) zu behandeln. 

b) aa) Von der Einkommenssteuer befreit ist gemäss letzterer Bestimmung – 

wie erwähnt – nur der Sold, soweit mit ihm die Erfüllung der Kernaufgaben der Feuer-

wehr  abgegolten  wird.  Einkommenssteuerpflichtig  sind  dagegen  weiterhin  die  Pau-

schalzulagen für Kader sowie Funktionszulagen und Entschädigungen für administrati-

ve Arbeiten und Dienstleistungen, welche die Feuerwehr freiwillig erbringt.  

bb)  Welcher  Art  die  dem  Pflichtigen  ausgerichtete  Entschädigung  von  

Fr. 3'360.- ist, ergibt sich aus dem Zusatzblatt zum Lohnausweis 2013 nicht. Zwar glie-

dern sich dort die Fr. 3'360.- in eine "Feuerwehr Entschädigung" von Fr. 600.- sowie in 

eine  "Feuerwehrentschädigung  netto"  von  Fr.  2'760.-,  jedoch  erschliesst  sich  daraus 

nicht,  ob  es  sich  dabei  allenfalls  auch  um  Zulagen  der  fraglichen,  von  der  Einkom-

mensbesteuerung nicht befreiten Art handelt.  

cc)  Auf  Auflage  hin  reichte  der  Pflichtige  eine  Bescheinigung  der  B  AG  ein, 

wonach  die  "Feuerwehrentschädigung  netto"  im  Umfang  von  Fr.  1'710.-  für  Übungen 

und  von  Fr.  1'050.-  für  Einsätze  (Pikett,  Pflichtfahrtraining  intern,  Brandschutzkurse) 

ausgerichtet wurde. Mithin liegen insofern Entschädigungen für die Erfüllung der Kern-

aufgaben der Feuerwehr vor, sodass diese von der Einkommenssteuer auszunehmen 

sind.  

Demgegenüber  erhielt  der  Pflichtige  die  weiteren  Fr.  600.-  "Feuerwehr  Ent-

schädigung"  gemäss  Bescheinigung  als  Kaderpauschale  bzw.  Funktionszulage,  wes-
halb diese nach Art. 24 lit. fbis 2. Halbsatz DBG der Einkommenssteuer unterliegt. 

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c)  Der  somit  allein  der  Einkommenssteuer  zu  unterwerfende  Betrag  von  

Fr. 600.- ist noch um allfällige Berufsauslagen zu kürzen. Dabei stellt sich die Frage, ob 

die Tätigkeit bei der Feuerwehr der Haupterwerbstätigkeit des Pflichtigen bei der B AG 

zuzuordnen ist mit der Folge, dass als Berufsauslagen nur 3% der Entschädigung ab-

gezogen werden kann, oder ob es sich um eine Nebenbeschäftigung handelt, bei wel-

cher der ganze Betrag von Fr. 600.- abzugsfähig ist (vgl. hierzu Art. 3, 7 und Anhang 

der  Verordnung  des  EFD  über  den  Abzug  von  Berufskosten  der  unselbstständigen 

Erwerbstätigkeit  bei  der  direkten  Bundessteuer  vom  10.  Februar  1993  [Berufskosten-

verordnung], SR 642.118.1). 

Nebenerwerb ist ein Erwerb, der in zeitlicher und finanzieller Hinsicht von un-

tergeordneter Bedeutung ist, in der Regel – aber nicht zwingend – neben einer Haupt-

beschäftigung ausgeübt wird und bei dem die steuerpflichtige Person ihren Lebensun-

terhalt zur Hauptsache aus andern Quellen bestreitet (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Art.  17  N  14  DBG,  auch  zum  Folgenden).  Eine  Nebenbeschäftigung kann  auch  beim 

gleichen  Arbeitgeber  wie  demjenigen  der  Haupttätigkeit  ausgeübt  werden,  sofern  sie 

ausserhalb  des  Aufgabenbereichs  der  Hauptbeschäftigung  liegt  und  z.B.  mit  einem 

andern  Arbeitsort,  der  Benutzung  anderer  Hilfsmittel  oder  besonderer  Berufskleider 

etc. verbunden ist. 

Diese  Voraussetzungen  sind  beim  Pflichtigen  hinsichtlich  seiner  Tätigkeit  bei 

der  Betriebsfeuerwehr  ganz  offenkundig  erfüllt,  auch  wenn  die  entsprechende  Ent-

schädigung  vom  Arbeitgeber  der  Haupterwerbstätigkeit  stammt.  So  ist  der  Pflichtige 

bei  der  B  AG  hauptberuflich  als  Verkäufer,  d.h.  in  einem  völlig  andern  Berufsumfeld, 

tätig  und  in  keiner  Art  in  der  Lage,  mit  der  geringen  Feuerwehrentschädigung  seinen 

Lebensunterhalt zur Hauptsache zu bestreiten. Demnach kann er für Berufslagen der 

Feuerwehrtätigkeit als Nebenbeschäftigung den Abzug in Höhe der ganzen Entschädi-

gung  von  Fr.  600.-  geltend  machen,  da  diese  den  zulässigen  Mindestabzug  bei  Ne-

benbeschäftigung von Fr. 800.- nicht erreicht. 

d) Damit ergibt sich das steuerbare Einkommen neu wie folgt: 

Einkünfte 

Fr. 

Fr. 

Fr. 

Gemäss Veranlagung  

./. Feuerwehrentschädigung 

155'519.- 

    2'760.- 

152'759.- 

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Abzüge 

Gemäss Veranlagung 

Korrektur übrige Berufsauslagen: 

3% von Fr. 114'283.- 

Abzug Nebenerwerb 

Total 

20'889.- 

3'429.- 

   600.- 

4'029.- 

Statt Total gemäss Veranlagung 

3'530.- 

     499.- 

  21'388.- 

Steuerbares Einkommen 

Steuerbares Einkommen gerundet 

131'371.- 

131'300.-. 

4.  a)  Bei  den  Staats-  und  Gemeindesteuern  2013  unterliegt  die  dem  Pflichti-

gen ausgerichtete Entschädigung von total Fr. 3'360.- in Anwendung von § 17 Abs. 1 

StG zwar (noch) vollumfänglich der Einkommenssteuer, jedoch wird sie durch den Ab-

zug  von  Berufsauslagen  in  gleicher  Höhe  gestützt  auf  die  erwähnte  separate  Verfü-

gung der Finanzdirektion vollständig kompensiert.  

Dass  die  Entschädigung  vom  Arbeitgeber  stammt  und  daher  als  Einkommen 

aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit gilt, ändert hieran nichts, da die spezielle Rege-

lung  über  die  erhöhten Berufsauslagen  von  Feuerwehrleuten  auch für  den  Pflichtigen 

als Angehörigen einer Betriebsfeuerwehr gilt. So ist die Verfügung der Finanzdirektion 

gemäss ihrem Wortlaut auf alle Angehörigen von Feuerwehren anwendbar und daher – 

entgegen der Auffassung des kantonalen Steueramts im Einspracheentscheid – auch 

auf  solche  von  Betriebsfeuerwehren.  Eine  Einschränkung  für  Angehörige  einer  be-
stimmten Art von Feuerwehr wie sie Art. 24 lit. fbis 1. Halbsatz DBG für Milizfeuerweh-

ren aufweist, enthält die Verfügung nicht. Selbst wenn sie aber nur für Milizfeuerweh-

ren  bzw.  freiwillige  (Orts-)Feuerwehren  vorgesehen  wäre  (vgl.  Einspracheentscheid  

S.  4),  könnten  Angehörige  von  Betriebsfeuerwehren  die  entsprechenden  Abzüge  aus 

Gründen der Gleichbehandlung nach dem Gesagten gleichwohl beanspruchen, da sie 

– wie erwähnt – im Wesentlichen gleich funktionieren, auf Freiwilligkeit ihrer Angehöri-

gen basieren und keine Berufsfeuerwehr bilden. 

Dergestalt spielt der Umstand, dass die Angehörigen einer Betriebsfeuerwehr 

beim gleichen Arbeitgeber regelmässig einer (Haupt-)Erwerbstätigkeit nachgehen und 

von  diesem  für  die  Feuerwehrtätigkeit  eine  (separate)  Entschädigung  erhalten,  keine 

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Rolle. Mithin müssen sich diese entgegen der Auffassung des kantonalen Steueramts 

nicht mit dem Berufsauslagenabzug im Umfang der allgemeinen Pauschale für die üb-

rigen Berufsauslagen gemäss Verfügung der Finanzdirektion über die Pauschalierung 

von  Berufsauslagen  Unselbstständigerwerbender  bei  der  Steuereinschätzung  vom  

27. Oktober 2008 von 3% des Nettolohns (ZStB I Nr. 17/203) begnügen. 

b) Demnach ist das steuerbare Einkommen neu wie folgt festzusetzen:  

Fr. 

Fr. 

Fr. 

155'519.- 

Einkünfte 

Gemäss Einschätzung 

Abzüge 

Gemäss Einschätzung 

Berufsauslagen: 

Pauschale für Feuerwehr 

Korrektur übrige Berufsauslagen 

3% von Fr. 114'283.- 

3'429.- 

21'789.- 

3'360.- 

Statt: Abzug gemäss Einschätzung 

3'530.- 

   - 101.- 

  25'048.- 

Steuerbares Einkommen 

Steuerbares Einkommen gerundet 

130'471.- 

130'400.-. 

5. Diese Erwägungen führen zur Gutheissung der Rechtsmittel. Ausgangsge-

mäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  dem  kantonalen  Steueramt  aufzuerlegen  

(Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). Eine Parteientschädigung ist dem Pflichtigen 

nicht zuzusprechen, da er keine solche verlangt hat bzw. ihm mangels Vertretung kei-

ne  erheblichen  Auslagen  entstanden  sind (Art. 144  Abs.  4  DBG  i.V.m. Art.  64  Abs.  1 

des  Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  sowie  

§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 

6. September 1987). 

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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Der  Beschwerdeführer  wird  für  die  direkte 

Bundessteuer,  Steuerperiode  2013,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  

Fr. 131'300.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 1 DBG; Alleinstehendentarif). 

2.  Der Rekurs wird gutgeheissen. Der Rekurrent wird für die Staats- und Gemeinde-

steuern, Steuerperiode 2013, mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 130'400.- 

und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr.  1'144'000.-  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  

§ 35 Abs. 1 bzw. § 47 Abs. 1 StG; Grundtarif). 

[…] 

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