# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b26edf63-091b-5204-906d-ccaf4251b080
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.05.2018 UV 2017/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-18_2018-05-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/18

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.05.2018

Entscheiddatum: 24.05.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2018
Art. 4 ATSG: Bejahung eines Unfallereignisses in Bezug auf ein Ausgleiten 
bzw. einen Fehltritt beim Verlassen einer Fahrerkabine eines LKWs. 
Überschreiten der physiologischen Bewegungsgrenze. Die Bejahung eines 
Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG darf allgemein nicht von der Schwere der 
dabei erlittenen Verletzung abhängig gemacht werden. Wird der natürliche 
Ablauf durch ein besonderes Vorkommnis, d.h. eine Programmwidrigkeit, 
gestört, ist für die Annahme eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG lediglich 
gefordert, dass das Vorkommnis schädigend auf den Körper der 
versicherten Person eingewirkt und dadurch eine kausale Beeinträchtigung 
ihrer Gesundheit zur Folge gehabt hat. Genauso wie es für die Prüfung der 
Ungewöhnlichkeit ohne Belang ist, dass der äussere Faktor allenfalls 
schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat, kann nicht 
entscheidend sein, dass die Folgen nur leicht ausgefallen sind (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2018, UV 
2017/18).

Entscheid vom 24. Mai 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Daniel Furrer           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

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UV 2017/18          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN

Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Chauffeur beim Lohnunternehmen B.___ 

Milchtransporte angestellt und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: 

Helsana) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 18. Mai 2016 durch die 

Arbeitgeberin melden liess, er habe sich am 15. Mai 2016 das linke Knie verletzt, als er 

beim Aussteigen aus der LKW-Kabine vom untersten Trittbrett auf den Boden getreten 

sei und das Knie abgedreht habe (act. G 4.2/1). Der Versicherte hatte am 17. Mai 2016 

Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, konsultiert, welcher als Befunde eine leichte 

Schwellung am Knie, eine Druckdolenz praepatellar, eine Dolenz im medialen 

Gelenkspalt sowie einen positiven Lachmann erhoben und den Verdacht auf eine 

Läsion des vordere Kreuzbandes (VKB) geäussert hatte (act. G 1.4, act. G 4.1/1, act. G 

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4.2/10a). Neben weiteren Untersuchungen durch Dr. C.___ folgten sodann am 18. Mai 

2016 eine MRI-Untersuchung des linken Knies in der Radiologie D.___, 

Diagnosezentrum E.___, durchgeführt durch Dr. med. F.___, und am 14. Juli 2016 eine 

Untersuchung durch Dr. med. G.___, Arzt Orthopädie, Spital H.___ (act. G 1.4, act. G 

4.1/2, act. G 4.1/4).

A.b  Nachdem der Versicherte am 7. August 2016 gegenüber der Helsana einen 

Fragebogen betreffend Unfallhergang beantwortet (act. G 4.2/7) und der beratende 

Arzt der Helsana, Prof. Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, am 18. und 25. August 2018 einen 

möglichen Kausalzusammenhang zwischen den erhobenen Diagnosen und dem 

Ereignis vom 15. Mai 2016 nur als möglich beurteilt (act. G 4.1/5) bzw. das Vorliegen 

einer unfallähnlichen Körperschädigung verneint hatte (act. G 4.1/6), lehnte die Helsana 

mit Verfügung vom 31. August 2016 einen Anspruch des Versicherten auf 

Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung mit der 

Begründung ab, es liege weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung 

vor (act. G 4.2/9).

B.   

B.a  Mit Eingabe vom 12. September 2016 widersprach Dr. C.___ der verfügten 

Leistungsablehnung (act. G 4.2/12). Auf Aufforderung der Helsana unterzeichnete der 

Versicherte die Eingabe am 21. September 2016 als Einspracheberechtigter (act. G 

4.2/13 f.).

B.b  Am 29. September 2016 reichte Rechtsanwalt lic. rer. publ. HSG M. Graf, St. 

Gallen, für den Versicherten eine erweiterte Einspracheschrift sowie ergänzende 

Unterlagen ein (act. G 4.2/15). Am 21. Dezember 2016 folgte eine 

Einspracheergänzung (act. G 4.2/18).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 10. Januar 2017 wies die Helsana die Einsprache 

gegen die Verfügung vom 31. August 2016 ab (act. G 4.2/19).

C.  

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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Graf für den 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) eingereichte Beschwerde vom 13. 

Februar 2017 mit dem Antrag, der Einspracheentscheid der Helsana (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 10. Januar 2017 und die diesem zu Grunde liegende 

Verfügung vom 31. August 2016 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer für das Ereignis vom 15. April 2016 die 

gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere Heilbehandlung, Kosten und 

Taggeld, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 17. März 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

des Beschwerdeführers (act. G 4).

C.c Mit Schreiben vom 24. März 2017 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Einreichung einer Replik (act. G 6).

Erwägungen

1.   

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf das Ereignis vom 

15. Mai 2016 zu Recht ihre Leistungspflicht verneint hat.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Debatte steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

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3.1  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. 

E. 1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 

199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 

Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994 

Nr. U 180 S. 38 E. 2; SVR 1999 UV Nr. 9 S. 28 E. 3c/bb; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/

ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 41) bestehen.

3.2  Der Bundesrat kann sodann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls 

ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Art. 6 Abs. 2 UVG). In Art. 9 Abs. 2 lit. a - 

h UVV hat er von dieser Kompetenz in einer abschliessenden Aufzählung (vgl. dazu 

BGE 114 V 302 E. 3d; RKUV 1990 Nr. U 112 S. 374 E. 2b) Gebrauch gemacht. Als so 

genannte unfallähnliche Körperschädigungen gelten Knochenbrüche, Verrenkungen 

von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und 

Trommelfellverletzungen.

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3.3  Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die Person, die 

Leistungen verlangt, gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Kommt sie dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 

305 E. 5b). Wenn eine versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, 

kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grössere 

Bedeutung zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers 

(MAURER, a.a.O., S. 263; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 5; BGE 115 V 143 E. 8c 

mit Hinweisen). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher 

Sachverhalt ermittelt werden kann (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 56 f.; BGE 114 V 305 f. E. 

5b).

4.   

4.1  Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer am 15. Mai 2016 

einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Dazu ist insbesondere zu 

untersuchen, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf seinen Körper eingewirkt hat. 

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann - wie gesagt (vgl. Erwägung 

3.1 hiervor) - in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Der ungewöhnliche äussere 

Faktor liegt in solchen Fällen darin, dass die natürliche körperliche Bewegung durch 

einen in der Aussenwelt begründeten Umstand "programmwidrig" gestört wird. Bei 

einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist 

wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 

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130 V 117 E. 2.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Oktober 2003, 

U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit 

Hinweisen). Von einer programmwidrigen Störung der körperlichen Bewegung ist 

beispielsweise dann auszugehen, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder 

sich an einem Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, 

eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht. Beschränkt 

sich die Schädigung auf das Körperinnere und kann sie erfahrungsgemäss auch als 

alleinige Folge von Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines 

Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten, muss die 

unkoordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders 

sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b).

4.2  Unumstritten ist, dass der Beschwerdeführer am 15. Mai 2016 - wie in der 

Schadenmeldung UVG von dessen Arbeitgeberin am 18. Mai 2016 gemeldet - die 

Führerkabine seines LKWs - eines Milch-Lastwagens - verlassen hat und dabei vom 

untersten Trittbrett auf den Boden abgestiegen ist. Nicht in Frage gestellt wird 

ausserdem, dass dieser Vorgang generell, aber insbesondere im Rahmen der 

beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Chauffeur eines LKWs, einen 

normalen, alltäglichen Bewegungsablauf darstellt, der mit dem Körper ohne Weiteres 

ausgeübt werden kann. Dies belegt auch die Angabe im Bericht von Dr. C.___ vom 6. 

Juli 2016, wonach der Beschwerdeführer mehrmals pro Tag ein- und aussteigt (act. G 

4.1/3). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer laut Ausführungen in der Einsprache 

vom 29. September 2016 (act. G 4.2/15) und der Beschwerde vom 13. Februar 2017 

(act. G 1) im damaligen Zeitpunkt am Entladen war, der LKW deshalb vorne angehoben 

war, damit die Milch besser nach hinten fliessen konnte, und dadurch die Entfernung 

von der Führerkabine zum Boden vergrössert war, ändert nichts an dieser Beurteilung. 

Zwar wird die Distanz zwischen Trittbrett und Boden in gehobenem Zustand 

tatsächlich grösser (angeblich 55 cm) gewesen sein als die Stufenhöhe einer normalen 

Treppe (19 cm). Das Aussteigen aus einer Führerkabine bei einem angehobenem LKW 

muss jedoch auch eine Person mit einer Körpergrösse von 165 cm ohne Weiteres 

bewältigen können. Dies belegt der Beschwerdeführer im Übrigen mit seinen Angaben 

im Fragebogen vom 7. August 2016, dass das Ereignis bei einer für ihn gewohnten 

Tätigkeit passiert und unter normalen äusseren Bedingungen verlaufen sei (act. G 

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4.2/7). Ebenfalls kein ungewöhnlicher äusserer Faktor kann darin erblickt werden, dass 

sich das Knie abgedreht hat. So ist es nicht ungewöhnlich, dass das Knie beim 

Hinuntersteigen vom Trittbrett auf den Boden zusätzlich eine Drehung vollzieht. Eine 

Drehbewegung mit dem Kniegelenk stellt ebenfalls eine normale Bewegung dar, 

welche mit dem Körper ausgeführt werden kann (BGE 129 V 466 E. 4.1; vgl. aber 

nachfolgende Erwägung 4.4.1). Von einem ungewöhnlichen äusseren Faktor und damit 

von einem Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG kann nur dann ausgegangen werden, wenn 

die obgenannten normalen Bewegungsabläufe durch ein besonderes Vorkommnis 

respektive eine relevante Programmwidrigkeit gestört worden sind und dieser 

hinzutretende ungewöhnliche Umstand eine schädigende Einwirkung auf den Körper 

zur Folge hat. Nachfolgend ist zu prüfen, ob diese Voraussetzungen gegeben sind.

4.3 

4.3.1      Laut Verlaufseintrag von Dr. C.___ bezüglich dessen Erstbehandlung des 

Beschwerdeführers am 17. Mai 2016 ist dieser beim "Aufsteigen auf den LKW" (richtig: 

Aussteigen aus dem LKW) "ausgeglitten" und hat auf dem linken Knie eine 

Drehbewegung gemacht (act. G 1.4). Denselben Sachverhalt bzw. dieselbe Anamnese 

wiederholte Dr. C.___ in seinen Berichten vom 6. Juli und 8. August 2016 (act. G 4.1/1, 

act. G 4.1/3).

4.3.2      Am 28. Juli 2016 stellte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 

einen Fragebogen betreffend Unfallhergang zu (act. G 4.2/6 f.). Dieser dient der 

Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse bei der 

leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund stehen entsprechend Fragen 

betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden 

Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen 

Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner Verpflichtung zur 

richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

grundsätzlich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; vgl. Erwägung 3.3) und es 

überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person einen 

bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als Schadensursache erst nach 

der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung vorbringt bzw. bis zum 

Einspracheentscheid unerwähnt lässt. Der Unfallversicherer ist nicht gehalten, die 

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versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur weiteren 

Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (Urteil des EVG vom 26. 

Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und vom 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2b). In dem am 

7. August 2016 persönlich vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogen schrieb 

dieser auf Anweisung, den Unfall ausführlich zu schildern, er habe beim Verlassen der 

Fahrerkabine des LKWs einen "Fehltritt" gemacht, wodurch das Knie abgedreht 

worden sei. Die Frage 3 des Fragebogens "Passierte etwas Besonderes, 

Unvorhergesehenes (z.B. Ausrutschen, Sturz, Anstossen usw.)?" verneinte er und fügte 

entsprechend keine konkrete Beschreibung an. Den "Fehltritt" wiederholte der 

Beschwerdeführer sodann auch im Zusammenhang mit der Frage, wann sich welche 

Beschwerden erstmals bemerkbar gemacht hätten. Die Beschwerden beschrieb er als 

Schmerzen im Knie und eine Schwellung am Abend (act. G 4.2/7).

4.3.3      Der Begriff des Fehltritts kann nach dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht 

als Widerspruch zum Begriff des Ausgleitens verstanden werden. Insofern kann von 

einem wiederholt übereinstimmend vorliegenden Sachverhaltselement gesprochen 

werden. Dass ein Ausgleiten bzw. Fehltritt stattgefunden hat, erscheint glaubhaft. 

Anders als die Sachverhaltsschilderung des Beschwerdeführers im Fragebogen wurde 

der Verlaufseintrag vom 17. Mai 2016 von Dr. C.___ abgefasst und formuliert. Die 

Rubrik "Subjektiv", unter welcher ein Ausgleiten ("ausgeglitten") aufgeführt ist, lässt 

jedoch davon ausgehen, dass der Eintrag auf einer Sachverhaltsschilderung des 

Beschwerdeführers basiert. Anders hätte der Eintrag wohl nicht zustande kommen 

können. Die unterschiedliche, jedenfalls aber übereinstimmende Wortwahl, kann den 

verschiedenen Verfassern zugeschrieben werden. Die Echtzeitlichkeit des 

Verlaufseintrags erhöht die Glaubwürdigkeit des entsprechenden Sachverhalts 

zusätzlich. Die übereinstimmenden Sachverhaltsschilderungen im Verlaufseintrag und 

im Fragebogen sind insbesondere auch deshalb nicht anzuzweifeln, weil eine 

Beeinflussung der darin verwendeten Formulierungen durch nachträgliche 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art ausgeschlossen werden kann. 

Sie erfolgten nicht im Wissen um die leistungsablehnende Verfügung vom 31. August 

2016 (act. G 4.2/9). Die Verneinung der Frage 3 des Fragebogens, welche 

insbesondere ein Ausrutschen als mögliche Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf 

anführt, vermag den vom Beschwerdeführer im selben Dokument ausdrücklich und 

wiederholt festgehaltenen Fehltritt nicht ungeschehen zu machen. Vielmehr muss 

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angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer das konkrete 

Sachverhaltselement "Fehltritt" erwähnt hat, davon ausgegangen werden, dass er den 

Gehalt der Frage 3 nicht richtig verstanden hat oder aber zum Ausdruck bringen wollte, 

dass er nach dem "Fehltritt" nicht auch noch gestürzt oder ausgerutscht oder sich 

irgendwo angestossen habe. Wie bereits die Schadenmeldung UVG vom 18. Mai 2016 

(act. G 4.2/1) enthalten sodann der Verlaufseintrag und der Fragebogen das 

Sachverhaltselement einer durch das Ausgleiten bzw. den Fehltritt bewirkten 

Drehbewegung des linken Knies. Auch bezüglich dieses Sachverhaltselements 

bestehen keinerlei Hinweise, welche es als unglaubwürdig erscheinen liessen.

4.3.4      Angesichts der vorangehenden Darlegungen ist im Folgenden mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem Sachverhalt 

auszugehen, wonach der Beschwerdeführer am 15. Mai 2016 beim Verlassen der 

Fahrerkabine des LKWs ausgeglitten ist bzw. einen Fehltritt gemacht hat, wodurch das 

linke Knie abgedreht worden ist.

4.4 

4.4.1      Für die Bejahung eines Unfallereignisses ist nicht vorausgesetzt, dass es 

tatsächlich zu einem Sturz kommt. Entsprechend ist die Aufzählung der 

Bewegungsabläufe in der Frage 3 des Fragebogens, aber vor allem auch in der 

Rechtsprechung (SVR 1999 UV Nr. 9 S. 28 e. 3c/aa; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 

2d, 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b, 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c) und Literatur (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 40; MAURER, a.a.O., S. 176) nur beispielgebend ("z.B.", 

"beispielsweise"; "wie"). Dennoch muss im Einzelfall ein programmwidriger 

Bewegungsablauf vergleichbar mit einem Sturz passiert sein. Allgemein handelt es sich 

- wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 4.2) - bei einer Drehbewegung, Rotation bzw. bei 

einem Abdrehen des Knies um eine normale Bewegung, die mit dem Körper ausgeführt 

werden kann (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.1; vgl. dazu auch ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 1025). Es ist eine 

Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf Verdrehungen oder ein 

gewisser Zug auf Sehnen, Muskeln, Bänder und Gelenke nichts Aussergewöhnliches 

darstellen, sondern die genannten beweglichen Körperteile gerade ein normales und 

verletzungsfreies Funktionieren im täglichen Leben bzw. verschiedenste Bewegungen 

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und Drehungen und dergleichen mehr gewährleisten. Eine Drehbewegung des Knies im 

Zusammenhang mit einem Ausgleiten bzw. Fehltritt, in dessen Gefolge typische 

Beschwerden auftreten und kennzeichnende Befunde erhoben werden, kann jedoch 

nicht mehr in diesem normalen Rahmen gesehen und als ungewöhnliche Einwirkung 

auf das Kniegelenk und dessen Bänder aufgefasst werden. So vermag der zusätzliche 

Faktor des Ausgleitens bzw. Fehltritts den Rahmen einer normalen Drehbewegung und 

somit eines programmmässigen Aussteigens aus der LKW-Fahrerkabine zu sprengen 

und das Ereignis zu einem unphysiologischen werden zu lassen. Demgemäss ist auch 

im konkreten Fall von einem Überschreiten der physiologischen Bewegungsgrenze 

auszugehen. Die Bejahung eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG darf allgemein nicht 

von der Schwere der dabei erlittenen Verletzung abhängig gemacht werden. Wird der 

natürliche Ablauf durch ein besonderes Vorkommnis, d.h. eine Programmwidrigkeit, 

gestört, ist für die Annahme eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG lediglich gefordert, 

dass das Vorkommnis schädigend auf den Körper der versicherten Person eingewirkt 

und dadurch eine kausale Beeinträchtigung ihrer Gesundheit zur Folge gehabt hat. 

Genauso wie es für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ohne Belang ist, dass der 

äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat, 

kann nicht entscheidend sein, dass die Folgen nur leicht ausgefallen sind.

4.4.2      Anlässlich der Erstbehandlung durch Dr. C.___ vom 17. Mai 2016 beschrieb 

der Beschwerdeführer das Auftreten sofortiger Schmerzen nach dem Ereignis vom 15. 

Mai 2016. Dr. C.___ zeigte sich eine leichte Schwellung des Knies sowie ein positiver 

Lachmann. Er erhob den Verdacht auf eine Läsion des VKB und veranlasste eine MRI-

Untersuchung des linken Knies, welche am 18. Mai 2016 durch Dr. F.___ durchgeführt 

wurde (act. G 4.1/2). Die Beurteilung von Prof. I.___ vom 18. August 2016 zum MRI-

Untersuchungsergebnis - der unterschiedlich beschriebene Unfallmechanismus habe 

zu keinen wesentlichen strukturellen Läsionen am linken Kniegelenk geführt; die 

zeitnahe MRI-Untersuchung habe eine wesentliche Gonarthrose aufgedeckt (act. G 

4.1/5) - ist nicht nachvollziehbar. So liess sich laut Untersuchungsbericht von Dr. F.___ 

bei der MRI-Untersuchung zwar keine VKB-Läsion nachweisen, hingegen eine 

deutliche Zerrung des medialen Seitenbandes, ein mittelgradiger Kniegelenkserguss 

sowie eine deutliche Zerrung der poplitealen Gelenkskapsel. Inwiefern die im Regelfall 

traumatisch bedingte Zerrung des medialen Seitenbandes, welche laut medizinischer 

Literatur im Zusammenhang mit einer Zerrung der Gelenkskapsel auftritt und zur 

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Bildung von Gelenkflüssigkeit führen kann (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 635, 

1090, 1092 f., 1096 f.; PSCHYREMBEL. Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/

Boston 2017, S. 420; vgl. auch Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/1999), im 

konkreten Fall keine solche sein soll, ist mit der Beurteilung von Prof. I.___ nicht 

geklärt. Dies zumal Prof. I.___ entgegen den Ausführungen in Erwägung 4.3 von 

unterschiedlich beschriebenen Unfallmechanismen spricht und sich diesbezüglich 

überhaupt zu einer rechtlichen und nicht medizinischen Frage äussert. Die radiologisch 

ebenfalls erhobene mediale Gonarthrose stellt zwar unbestrittenermassen eine 

degenerative Gesundheitsschädigung dar (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 1068 ff.; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 689; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 

134). Aufgrund der Tatsache, dass sie von Prof. I.___ als wesentlich bzw. 

fortgeschritten eingestuft wurde, obwohl im MRI-Untersuchungsbericht von einer 

beginnenden Gonarthrose gesprochen wird, sind zusätzlich Zweifel angebracht. Die 

unbestrittenermassen unfallfremde Gonarthrose bildet für ihn offensichtlich die zentrale 

Begründung für die Verneinung traumatisch bedingter Verletzungsfolgen. Diese 

Schlussfolgerung erscheint jedoch insofern zu begrenzt, als das Bestehen einer 

Gonarthrose das Auftreten einer davon unabhängigen Verletzung im Kniegelenk 

erfahrungsgemäss nicht ausschliesst. In Folge der MRI-Untersuchung notierte Dr. 

C.___ bezüglich einer Konsultation des Beschwerdeführers vom 23. Mai 2016 

übereinstimmend mit dem radiologischen Untersuchungsergebnis eine 

Seitenbanddistorsion medial und verordnete dem Beschwerdeführer als Therapie die in 

der medizinischen Literatur bei Distorsionen beschriebene stabilisierende Bandage 

bzw. Orthese (act. G 4.1/1, act. G 4.1/3, act. G 1.4; vgl. dazu PSCHYREMBEL, a.a.O., 

S. 420; DEBRUNNER, a.a.O., S. 1097, 1120). In den nachfolgenden Verlaufseinträgen 

zu Konsultationen vom 1., 11. und 22. Juni 2016 bestätigte Dr. C.___ seine Diagnose 

(act. G 1.4).

4.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unter Berücksichtigung der in den 

Erwägungen 4.3 und 4.4 dargelegten Umstände mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass ein ungewöhnliches 

äusseres Ereignis mit Beeinträchtigung der körperlichen Gesundheit des 

Beschwerdeführers, d.h. ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG, vorliegt. Entsprechend ist 

die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 15. 

Mai 2016 grundsätzlich gegeben. Eine Prüfung der Frage, ob es sich bei der Verletzung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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des Beschwerdeführers um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinn von Art. 9 

Abs. 2 UVV handelt, kann bei diesem Ergebnis unterbleiben.

5.   

Nachdem die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht bezüglich des Ereignisses 

vom 15. Mai 2016 mit der Begründung, es liege kein Unfallereignis vor, von Grund auf 

abgelehnt hat, hat sie zum Vorliegen der kausalen Unfallfolgen (vgl. dazu BGE 129 V 

181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen), der im gegebenen Fall dadurch notwendig gewordenen 

Heilbehandlungen und eingetretenen Arbeitsunfähigkeiten noch nicht verfügt. Dies wird 

sie nun angesichts des Vorliegens eines Unfallereignisses nachzuholen haben.

6.   

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 13. Februar 2017 

unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 10. Januar 2017 

gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für das Ereignis vom 15. 

Juli 2016 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die Streitsache ist zur Prüfung des 

Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers und zum Erlass einer entsprechenden 

anfechtbaren Verfügung an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.

6.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

hingegen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Angesichts der Schwierigkeit des 

Falles sowie der Art und des Umfangs der Bemühungen erscheint eine 

Parteientschädigung, wie in vergleichbaren Fällen üblich (einfacher Schriftenwechsel, 

keine umfangreichen Akten), von pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 10. Januar 2017 

aufgehoben und die Streitsache zur Prüfung des Anspruchs des Beschwerdeführers 

auf die gesetzlichen Leistungen und zum Erlass einer entsprechenden anfechtbaren 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin überwiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2018
	Art. 4 ATSG: Bejahung eines Unfallereignisses in Bezug auf ein Ausgleiten bzw. einen Fehltritt beim Verlassen einer Fahrerkabine eines LKWs. Überschreiten der physiologischen Bewegungsgrenze. Die Bejahung eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG darf allgemein nicht von der Schwere der dabei erlittenen Verletzung abhängig gemacht werden. Wird der natürliche Ablauf durch ein besonderes Vorkommnis, d.h. eine Programmwidrigkeit, gestört, ist für die Annahme eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG lediglich gefordert, dass das Vorkommnis schädigend auf den Körper der versicherten Person eingewirkt und dadurch eine kausale Beeinträchtigung ihrer Gesundheit zur Folge gehabt hat. Genauso wie es für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ohne Belang ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat, kann nicht entscheidend sein, dass die Folgen nur leicht ausgefallen sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2018, UV 2017/18).

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