# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fdb8bb6-953d-5e9b-9884-ddda9e081b63
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-02-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.02.2011 RR.2010.134
**Docket/Reference:** RR.2010.134
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2010-134_2011-02-03

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).

Entscheid vom 3. Februar 2011 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller  und  Joséphine Contu ,     
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A. LTD., vertreten durch Rechtsanwalt Michel Wehrli,  

Beschwerdeführerin  
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin  
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
Kontosperre (Art. 33a IRSV) 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2010.134 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Staatsanwaltschaft Erfurt (Deutschland) führt gegen den deutschen 
Staatsangehörigen B. sowie gegen C., wohnhaft in Kasachstan und kasa-
chischer Staatsangehöriger, ein Strafverfahren wegen Bestechung im ge-
schäftlichen Verkehr. Zusammengefasst wird den beiden Angeschuldigten 
folgender Sachverhalt vorgeworfen: B. habe als Industrieberater in der Zeit 
von 2005 bis 2008 die Interessen verschiedener Unternehmen in Kasachs-
tan und anderen zentralasiatischen Republiken sowie der deutschen Ge-
sellschaften D. GmbH und E. GmbH betreut. B. habe sich dabei um die 
Akquisition von Aufträgen bemüht und Beratungs- und Dienstleistungen er-
bracht. In diesem Zusammenhang soll B. auch an den stellvertretenden 
Bürgermeister der Stadt Z. in Kasachstan, C., Zuwendungen im Gesamt-
umfang von EUR 470'000.-- geleistet haben, damit C. die deutschen Unter-
nehmen E. GmbH und D. GmbH für die Lieferung von Rohren bzw. Reno-
vierungsarbeiten der Wärmenetze der Stadt Z. berücksichtigen würde. Die-
se Zuwendungen habe B. zugunsten von C. auf das extra für diese Beste-
chungszwecke gegründete Konto der Gesellschaft A. Ltd. bei der 
Bank F. AG in Zürich mit der IBAN 1 einbezahlt.  

 
B. In diesem Zusammenhang gelangte die Staatsanwaltschaft Erfurt mit ei-

nem ersten Rechtshilfeersuchen vom 19. Januar 2010 an die Staatsan-
waltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend “Staatsanwaltschaft“). Darin 
ersuchte sie die Staatsanwaltschaft u.a. um Vornahme von Bankermittlun-
gen bei der Bank F. AG hinsichtlich der A. Ltd. sowie hinsichtlich der Kun-
denbeziehung, welcher die Kontonummer IBAN 1 zugrunde liegt bzw. lag 
(Verfahrensakten Staatsanwaltschaft, Urk. 1). Mit Eintretensverfügung vom 
26. Januar 2010 ist die Staatsanwaltschaft auf das Rechtshilfeersuchen 
eingetreten und hat die Bank F. AG verpflichtet, die entsprechenden Bank-
unterlagen einzureichen (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft, Urk. 6/1). 
Mit Schreiben vom 16. Februar 2010 teilte das betreffende Bankinstitut mit, 
dass zur A. Ltd. fünf (zwei davon bereits saldierte) Bankbeziehungen be-
stehen würden, und reichte die angeforderten Unterlagen ein (Verfahrens-
akten Staatsanwaltschaft, Urk. 7/2 bzw. Urk. 7/1-8). 

 
C. Mit einem ergänzenden Rechtshilfeersuchen vom 18. Februar 2010 er-

suchte die Staatsanwaltschaft Erfurt um Sperrung der Vermögenswerte der 
A. Ltd. bei der Bank F. AG im Umfang von EUR 470'000.-- (Verfahrensak-
ten Staatsanwaltschaft, Urk. 3). Die Staatanwaltschaft ist mit Eintretens- 
und Zwischenverfügung vom 18. Februar 2010 darauf eingetreten und hat 
die beantragte Kontosperre verfügt (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft, 
Urk. 6/4). 

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D. Mit Schreiben vom 24. Februar 2010 konstituierte sich der Rechtsvertreter 

der A. Ltd. bei der ausführenden Behörde, welcher am 2. März 2010 ein 
erstes Mal Einsicht in die Rechtshilfeakten nahm (Verfahrensakten der 
Staatsanwaltschaft, Urk. 10/1, 10/3, 10/5). Die Staatsanwaltschaft lud mit 
Schreiben vom 29. April 2010 den Rechtsvertreter der A. Ltd. zur Eini-
gungsverhandlung ein (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft, Urk. 8/1). Die-
ser nahm zunächst am 19. Mai 2010 ein weiteres Mal Einsicht in die 
Rechtshilfeakten. Mit Schreiben vom 31. Mai 2010 reichte er seine ab-
schliessende Stellungnahme zum Rechtshilfeersuchen sowie den edierten 
Bankunterlagen ein und verweigerte die Zustimmung zu einer vereinfach-
ten Ausführung i.S.v. Art. 80c IRSG (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft, 
Urk. 8/3). 

 
E. Daraufhin entsprach die Staatsanwaltschaft mit Schlussverfügung vom 

7. Juni 2010 dem Rechtshilfeersuchen vom 19. Januar 2010 und dessen 
Ergänzung vom 18. Februar 2010 im nachfolgenden Sinne (Verfahrensak-
ten Staatsanwaltschaft, Urk. 11): Sie ordnete zum einen die rechtshilfewei-
se Herausgabe der Bankunterlagen betreffend die Kundenbeziehung mit 
Nr. 1, lautend auf die A. Ltd., bei der Bank F. AG. Zum anderen verfügte sie 
die Aufrechterhaltung der mit Verfügung vom 18. Februar 2010 angeordne-
ten Kontosperre hinsichtlich der vorgenannten Kundenbeziehung (a.a.O.).  

 
F. Mit Eingabe vom 12. Juli 2010 lässt die A. Ltd. durch ihren Rechtsvertreter 

bei der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde gegen 
die Schlussverfügung vom 7. Juni 2010 erheben und beantragen, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 1).  

 
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme unter Hinweis 
auf ihre Begründung in der angefochtenen Schlussverfügung (act. 6). Das 
Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) beantragt in seiner Vernehmlas-
sung vom 3. August 2010 die Abweisung der Beschwerde (act. 7). Darüber 
wurde die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. August 2010 in 
Kenntnis gesetzt (act. 8). 

 
G. Mit Schreiben vom 13. September 2010 beantragt die Beschwerdeführerin, 

es sei von der Einstellung des Strafverfahrens gegen C. Vormerk zu neh-
men, und hält darüber hinaus im Wesentlichen an den ursprünglich gestell-
ten Anträgen fest (act. 9).   

 

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Mit Schreiben vom 1. und 4. Oktober 2010 nahmen das BJ und die Be-
schwerdegegnerin diesbezüglich Stellung (act. 11 und 12). Dabei teilte die 
Beschwerdegegnerin den Rückzug des ergänzenden Rechtshilfeersuchens 
vom 18. Februar 2010 mit und reichte u.a. ihre Verfügung vom 
4. Oktober 2010 ein, mit welcher sie per sofort die Schlussverfügung vom 
7. Juni 2010 hinsichtlich der Kontosperre aufgehoben hat (act. 12 und 
12.4). Diese Eingaben wurden der Beschwerdeführerin und dem BJ mit 
Schreiben vom 7. Oktober 2010 zur Kenntnis gebracht (act. 13 und 14). 

  
H. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.   
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Deutschland und der Schweiz sind in erster 

Linie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 
vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), dem beide Staaten beigetreten 
sind, der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. Novem-
ber 1969 (ZV-D/EUeR; SR 0.351.913.1), sowie die Bestimmungen der 
Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des 
Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durch-
führungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, 
S. 19 - 62) massgebend. Zusätzlich kann das von beiden Ländern ratifizier-
te Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Er-
mittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten 
(GwUe; SR 0.311.53) zur Anwendung gelangen. Ebenso ist das  
OECD Übereinkommen vom 17. Dezember 1997 über die Bekämpfung der 
Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr  
(OECD Bestechungs-Übereinkommen; SR 0.311.21) anwendbar (s. auch 
Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2008.264 vom 9. Juli 2009, E.1.3).  

1.2 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-
gelt, gelangen das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Straf-
sachen vom 20. März 1981 (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung über in-
ternationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 24. Februar 1982 (IRSV; 
SR 351.11) zur Anwendung (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 130 II 337 E. 1 
S. 339; 128 II 355 E. 1 S. 357; 124 II 180 E. 1a S. 181). Das innerstaatliche 
Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere 
Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 129 II 462 E. 1.1 S. 464, mit 
weiteren Hinweisen). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte 
(BGE 123 II 595 E. 7c; Urteile des Bundesgerichts 1A.172/2006 und 
1A.206/2006 vom 7. November 2006, E. 1.3). 

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2.  
2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden kantonalen Behörde, welche zusammen mit den voran-
gehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die II. Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG; Art. 37 
Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation 
der Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; 
SR 173.71] in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 des Organisationsreglements 
für das Bundesstrafgericht vom 31. August 2010 [Organisationsreglement 
BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]). Die Beschwerde gegen die 
Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft vom 7. Juni 2010 wurde rechtzei-
tig im Sinne von Art. 80k IRSG erhoben.  

2.2 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 
Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Personen, ge-
gen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, sind unter denselben 
Bedingungen beschwerdelegitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG). Als persönlich 
und direkt betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 3 und Art. 80h IRSG gilt bei 
der Erhebung von Kontoinformationen der Kontoinhaber (Art. 9a IRSV; 
BGE 118 Ib 547 E. 1d; TPF 2007 79 E. 1.6).   

Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin des Kontos, auf welches sich die strit-
tigen Rechtshilfemassnahmen beziehen. Damit ist ihre Beschwerdelegiti-
mation im Sinne der oben erläuterten Bestimmungen gegeben, weshalb auf 
ihre Beschwerde einzutreten ist.  

 
3. Die II. Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebun-

den (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die Rechtshilfevoraussetzungen grund-
sätzlich mit freier Kognition, befasst sich jedoch in ständiger Rechtspre-
chung nur mit Tat- und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der Beschwer-
de bilden (vgl. BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4, je m.w.H.; Entschei-
de des Bundesstrafgerichts RR.2007.34 vom 29. März 2007, E. 3 und 
RR.2007.27 vom 10. April 2007, E. 2.3). Ebenso wenig muss sich die urtei-
lende Instanz nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit allen Par-
teistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbrin-
gen ausdrücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid we-
sentlichen Punkte beschränken und es genügt, wenn die Behörde we-
nigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und 
auf welche sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 
vom 16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen). 

 

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4.   
4.1 Die deutschen Behörden zogen am 23. September 2010 ihr ergänzendes 

Rechtshilfeersuchen vom 18. Februar 2010 zurück, mit welchem sie die 
Sperre des Kontos der Beschwerdeführerin bei der Bank F. AG anbegehrt 
hatten. Diesen Rückzug begründeten sie damit, dass das Strafverfahren 
gegen C. mangels örtlicher Strafverfolgungszuständigkeit eingestellt wor-
den sei (act. 12.2). In der Folge hob die Staatsanwaltschaft mit Verfügung 
vom 4. Oktober 2010 die angefochtene Schlussverfügung vom 7. Juni 2010 
hinsichtlich der Kontosperre per sofort auf (act. 12.4). Folglich fehlt es in 
diesem Punkt an einem Anfechtungsobjekt, weshalb die Beschwerde dies-
bezüglich als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Davon unbe-
rührt bleibt die Beschwerde gegen die Herausgabe der Bankunterlagen; in 
diesem Zusammenhang hat die Beschwerdeführerin nach wie vor ein Inte-
resse an der Behandlung ihrer Beschwerde. 

  
4.2 Nach konstanter Praxis gelangt im Beschwerdeverfahren vor dem Bundes-

strafgericht für den Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen 
bei Gegenstandslosigkeit Art. 72 des Bundesgesetzes vom 4. Dezem-
ber 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP; SR 273) sinngemäss zur An-
wendung (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.91 vom 4. Sep-
tember 2007; RR.2008.133 vom 3. September 2008; RR.2008.173 vom 
20. April 2009). Gemäss Art. 72 BZP entscheidet das Gericht mit summari-
scher Begründung über die Prozesskosten auf Grund der Sachlage vor 
Eintritt des Erledigungsgrundes. Vorliegend bezieht sich die Beschwerde-
begründung allerdings zur Hauptsache gegen die Herausgabe der Bankun-
terlagen (act. 1). Rügen, welche sich ausschliesslich gegen die Aufrechter-
haltung der Kontosperre richten würden, brachte die Beschwerdeführerin 
nicht vor. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die Kostenauflage 
für das ganze Beschwerdeverfahren nach dem Ausgang der Beschwerde 
gegen die Herausgabe der Bankunterlagen zu bestimmen (s. nachfolgend 
Ziff. 9 bzw. 10).  

 
 
5.  
5.1 Unter Geltendmachung von Noven stellt die Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 13. September 2010 den Antrag, es sei von der Einstellung 
des Strafverfahrens gegen C. Vormerk zu nehmen (act. 9 S. 2). Vielmehr 
als einen prozessualen Antrag scheint die Beschwerdeführerin mit ihren 
Ausführungen allerdings ein Rechtshilfehindernis begründen zu wollen. So 
bringt sie im Wesentlichen vor, dass die noch bestehende Strafuntersu-
chung gegen B. nicht ausreiche, um die Schlussverfügung vom 7. Ju-
ni 2010 zu rechtfertigen (act. 1 S. 4).  

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5.2 Die internationale Rechtshilfe in Strafsachen kann nur gewährt werden, 

wenn dies der strafrechtlichen Verfolgung im ersuchenden Staat dient 
(vgl. dazu Art. 1 Ziff. 1 EUeR; ebenso Art. 1 Abs. 3 IRSG; ROBERT ZIMMER-
MANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 3. Aufl., 
2009, S. 509 N. 559; Urteil des Bundesgerichts 1A.149/2006 vom 27. No-
vember 2006, E. 3.2). Es braucht mit anderen Worten ein eröffnetes Straf-
verfahren im ersuchenden Staat (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 
1A.32/2000 vom 19. Juni 2000, E. 7; 1A.149/2006 vom 27. Novem-
ber 2006, E. 3.2).  

 
5.3 Ist in der Schweiz ein gültiges Rechtshilfeersuchen eingegangen, so hat 

sich die ersuchte Behörde grundsätzlich nicht zu den zwischenzeitlich im 
ersuchenden Staat ergangenen Entscheiden zu äussern. Solange die er-
suchende Behörde an ihrem Rechtshilfeersuchen festhält und nicht dessen 
Rückzug erklärt, ist auf der Grundlage des Rechtshilfeersuchens Rechtshil-
fe zu erteilen (Urteil des Bundesgerichts 1A.218/2003 vom 17. Dezem-
ber 2003, E. 3.5; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2009.259 vom 
12. Januar 2010, E. 4.2; RR.2007.99+111 vom 10. September 2007, E. 5; 
RR.2007.145 vom 15. April 2008, E. 4.3; ZIMMERMANN, a.a.O., S. 287 
N. 307). 

 
5.4 Der gegen B. erhobene Sachverhaltsvorwurf betreffend aktive Bestechung 

ist zwar eng mit dem Vorwurf der passiven Bestechung gegen C. verknüpft. 
Vorliegend wurde das Strafverfahren gegen C. freilich nicht aus materiell-
rechtlichen Gründen, sondern mangels Zuständigkeit der deutschen Straf-
verfolgungsbehörden eingestellt (act. 12.1). Sodann ist festzuhalten, dass 
das gegen B. eröffnete Strafverfahren in Deutschland nach wie vor pendent 
ist und das erste Rechtshilfeersuchen vom 19. Januar 2010 nicht zurück 
gezogen, sondern vielmehr ausdrücklich daran festgehalten wurde 
(act. 12.3). Soweit die weiteren Rechtshilfevoraussetzungen gegeben sind, 
ist demnach gemäss der vorstehend zitierten Rechtsprechung Rechtshilfe 
zu erteilen. Die Einstellung des Strafverfahrens gegenüber C. vermag dem-
zufolge in verschiedener Hinsicht nicht, ein Rechtshilfehindernis zu be-
gründen.  

 
6.  
6.1 In der Beschwerde rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des recht-

lichen Gehörs, u.a. des Rechts auf Akteneinsicht (act. 1 S. 4 ff.).  

Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, der angefochtenen 
Schlussverfügung würden angebliche Vorgänge und Tatsachen zu Grunde 
gelegt, die weit über die Sachverhaltsdarstellung in den Rechtshilfeersu-

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chen der Staatsanwaltschaft Erfurt und den Beschlüssen des Amtsgerichts 
Erfurt hinausgehen würden. Sie seien für die Beschwerdeführerin völlig neu 
und sie habe davon auch bei der von ihr vorgenommenen Akteneinsicht nie 
Kenntnis nehmen können, geschweige denn, dass ihr die den neuen Sach-
verhaltsdarstellungen zu Grunde liegenden Dokumente vorgehalten und sie 
zur Stellungnahme aufgefordert worden wäre (act. 1 S. 6). Da ihr diese 
„Detailbelege“ weder zur Stellungnahme vorgehalten worden seien noch 
sie diese bei der von ihr vorgenommenen Akteneinsicht habe gewärtigen 
können, müsse sie mithin bestreiten, dass diese Belege bei der entspre-
chenden Akteneinsicht überhaupt vorgelegen hätten. Indem in der 
Schlussverfügung dennoch auf diese Transaktionen und die dazugehörigen 
Detailbelege abgestützt werde, sei das rechtliche Gehör der Beschwerde-
führerin verletzt worden, weshalb der angefochtene Entscheid aufzuheben 
sei (act. 1 S. 6).  

6.2 Vorab ist auf den in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruch auf rechtliches 
Gehör hinzuweisen, welcher im Bereich der internationalen Rechtshilfe in 
Art. 12 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 29 ff. VwVG konkretisiert wird. Das Akten-
einsichtsrecht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs wird in Art. 80b IRSG 
und ergänzend in Art. 26 ff. VwVG konkretisiert. Diese Bestimmungen 
kommen sowohl in Verfahren vor den Bundesbehörden als auch vor kanto-
nalen Behörden zur Anwendung (ZIMMERMANN, a.a.O., S. 437 N. 472). 
 
Laut Art. 80b IRSG können die Berechtigten Einsicht in die Akten nehmen, 
soweit dies für die Wahrung ihrer Interessen notwendig ist. Berechtigt im 
Sinne von Art. 80b Abs. 1 IRSG ist, wer Parteistellung hat, mithin, wer im 
Sinne von Art. 80h lit. b IRSG beschwerdeberechtigt ist. Das Aktenein-
sichtsrecht umfasst alle Unterlagen, welche für den Entscheid relevant sein 
können, nicht nur die im Zuge der Durchführung des Ersuchens erhobenen 
Akten, sondern auch diejenigen des Rechtshilfeverfahrens i.e.S., insbe-
sondere das Begehren und weitere Unterlagen des ersuchenden Staates 
(PETER POPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, 
S. 315 N. 463). 

 
Bezieht sich das Rechtshilfeersuchen – wie vorliegend – auf die Herausga-
be von Bankunterlagen, muss die ausführende Behörde dem gemäss 
Art. 80h lit. b IRSG und Art. 9a IRSV Berechtigten vorgängig an den Erlass 
der Schlussverfügung die Gelegenheit geben, sich zum Rechtshilfeersu-
chen zu äussern und unter Angabe der Gründe geltend zu machen, welche 
Unterlagen etwa in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips nicht he-
rauszugeben sind (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG; BGE 130 II 14 E. 4.3 S. 16; 
126 II 258 E. 9b/aa S. 262; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.24 
vom 8. Mai 2007, E. 3.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt aber 

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nicht, dass eine Partei die Gelegenheit erhalten muss, sich zu jedem mög-
lichen Ergebnis, das von der entscheidenden Behörde ins Auge gefasst 
wird, zu äussern (BGE 132 II 485 E. 3.4). Die Behörde hat in diesem Sinne 
nicht ihre Begründung den Parteien vorweg zur Stellungnahme zu unter-
breiten. Es genügt, dass sich die Parteien zu den Grundlagen des Ent-
scheids, insbesondere zum Sachverhalt sowie zu den anwendbaren 
Rechtsnormen, vorweg äussern und ihre Standpunkte einbringen können 
(BGE 132 II 257 E. 4.2 S. 267).  

6.3 Die Beschwerdeführerin hat vom Rechtshilfeersuchen der deutschen Be-
hörden sowie von den edierten Bankunterlagen zweimal vor Erlass der 
Schlussverfügung vom 7. Juni 2010 Kenntnis nehmen können (Verfah-
rensakten Staatsanwaltschaft, Urk. 10/1, 10/3, 10/5, 8/3; s. Ausführungen 
supra lit. D). In den Akten finden sich keine Hinweise, dass der Beschwer-
deführerin die von ihr genannten Belege bei der entsprechenden Aktenein-
sicht nicht vorgelegen hätten.  

Die gerügten Ausführungen der Staatsanwaltschaft hatten entgegen der 
Darstellung der Beschwerdeführerin nicht zum Ziel, neue Sachverhaltsvor-
würfe zu formulieren. Sie waren, vielmehr sind dazu bestimmt, die Verhält-
nismässigkeit der angeordneten Rechtshilfemassnahme zu begründen. 
Nach der vorstehend zitierten Rechtsprechung hatte die ausführende Be-
hörde ihre Begründung nicht der Beschwerdeführerin vorweg zur Stellung-
nahme zu unterbreiten. Da sich die Beschwerdeführerin zu den Grundlagen 
des Entscheids, insbesondere zum Sachverhalt sowie zu den anwendba-
ren Rechtsnormen, vorweg äussern und ihre Standpunkte hat einbringen 
können, ist auch unter diesem Titel keine Gehörsverletzung auszumachen.  

Zusammenfassend steht fest, dass beide Rügen fehl gehen und sich die 
Beschwerde diesbezüglich als unbegründet erweist. 

7. Die Beschwerdeführerin wendet verschiedentlich ein, dass die über ihre 
Konten abgewickelten Zahlungen nichts mit den illegalen Handlungen von 
C. oder B. zu tun hätten (so in act. 1 S. 10). Soweit die Beschwerdeführerin 
mit ihren Sachverhaltsbestreitungen beiläufig eine entsprechende Rüge er-
heben will, verkennt sie, dass der Rechtshilferichter weder Tat- noch 
Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung 
vorzunehmen hat. Dieser ist vielmehr an die Sachdarstellung im Ersuchen 
gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Wi-
dersprüche sofort entkräftet wird (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85; Entscheid 
des Bundesstrafgerichts RR.2007.16 vom 16. Mai 2007 E. 4.1, je m.w.H.). 
Eine offensichtlich unrichtige, lückenhafte oder widersprüchliche Sachdar-
stellung hat die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen nicht dargetan. 

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Solche Mängel sind auch nicht ersichtlich, weshalb die Rüge nicht zu hören 
ist.  

 
8.   
8.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet eine Verletzung des Grundsatzes der 

Verhältnismässigkeit und des Übermassverbots (act. 1 S. 8 ff.).  
 

Sie bringt zunächst vor, dass die im Rechtshilfeersuchen behaupteten Zah-
lungen anhand der zu übermittelnden Kontounterlagen sich nicht verifizie-
ren liessen. Einzig bei einer im Rechtshilfeersuchen geschilderten Zahlung 
bestehe anscheinend eine Identität zu einem Zahlungseingang auf Seiten 
des Kontos der Beschwerdeführerin (act. 1 S. 10). Es handle sich dabei 
aber um eine Transaktion im Zusammenhang mit einem legalen Geschäft 
und es sei namentlich nie zu einer Weiterleitung in irgend einer Form an C. 
gekommen (act. 1 S. 10). Die Beschwerdeführerin hält sodann fest, dass 
kein sachgerechter Zusammenhang zwischen den im Rechtshilfeersuchen 
geschilderten Vorwürfen und den Geschäften sowie den über die Konten 
der Beschwerdeführerin abgewickelten Zahlungen bestehe (act. 1 S. 10).  

 
 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sämtliche im Rechtshilfeer-

suchen beschriebene Transaktionen seien in Euro vorgenommen worden, 
weshalb Transaktionen in einer anderen Währung fürs Strafverfahren in 
Deutschland nicht relevant seien. Die den Verdacht einer strafbaren Hand-
lung begründenden Gutschriften in Euro seien aber nie auf die Konten der 
Beschwerdeführerin weitertransferiert worden. Inwiefern diese Kontounter-
lagen nützlich fürs Strafverfahren seien, sei nicht zu erkennen. Der Zu-
sammenhang zwischen den Konten der Beschwerdeführerin und der Straf-
untersuchung sei nicht erkennbar (act. 1. S. 10 f.). 

 
8.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismäs-

sigkeit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., S. 513 f. N. 475 mit Verweisen 
auf die Rechtsprechung; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.64 
vom 3. September 2007, E. 3.2). Die akzessorische Rechtshilfe ist nur zu-
lässig, soweit sie für ein Verfahren in strafrechtlichen Angelegenheiten im 
Ausland erforderlich erscheint oder dem Beibringen der Beute dient 
(vgl. Art. 63 Abs. 1 IRSG). Die internationale Zusammenarbeit kann nur 
abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolgten Straf-
tat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, 
die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand 
für eine unzulässige Beweisausforschung (“fishing expedition“) erscheint. 
Da der ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es 
ihm erlauben würden, sich über die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise 

- 11 - 

 

 

im ausländischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit die Würdigung 
der mit der Untersuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu 
ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Akten-
stücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten 
Sachverhalt beziehen können (sog. potentielle Erheblichkeit). Nicht zuläs-
sig ist es, den ausländischen Behörden nur diejenigen Unterlagen zu über-
lassen, die den im Rechtshilfeersuchen festgestellten Sachverhalt mit Si-
cherheit beweisen (zum Ganzen BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 241 
E. 3a S. 242 f.; Urteile des Bundesgerichts 1A.115/2000 vom 16. Juni 2000 
E. 2a; 1A.182/2001 vom 26. März 2002 E. 4.2; 1A.234/2005 vom 31. Janu-
ar 2006 E. 3.2; 1A.270/2006 vom 13. März 2007, E. 3; Entscheide des 
Bundesstrafgerichts RR.2007.24 vom 8. Mai 2007, E. 4.1; RR.2007.90 vom 
26. September 2007, E. 7.2). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermitt-
lung ab, auf welchem Weg Geldmittel strafbarer Herkunft verschoben wor-
den sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich  
über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über 
Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind 
(BGE 121 II 241; Urteil des Bundesgerichts 1A.7/2007 vom 3. Juli 2007, 
E. 7.2 m.w.H.; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 478-1). 

 
Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss aufzeigen, dass zwischen den von 
der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Strafun-
tersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht und diejenigen 
Akten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist 
(BGE 122 II 367 E. 2c S. 371). Der von der Rechtshilfemassnahme Betrof-
fene hat allerdings die Obliegenheit, schon im Stadium der Ausführung des 
Ersuchens (bzw. der erstinstanzlichen Rechtshilfeverfügung) an der sach-
gerechten Ausscheidung beschlagnahmter Dokumente nötigenfalls mitzu-
wirken, allfällige Einwände gegen die Weiterleitung einzelner Aktenstücke 
(bzw. Passagen daraus), welche für die Strafuntersuchung offensichtlich 
entbehrlich sind, im Rahmen seiner Parteirechte gegenüber der ausführen-
den Behörde rechtzeitig und konkret darzulegen und diese Einwände auch 
ausreichend zu begründen. Dies gilt besonders bei einer komplexen Unter-
suchung mit zahlreichen Akten. Die Beschwerdeinstanz forscht nicht von  
sich aus nach Aktenstücken, die im ausländischen Verfahren (mit Sicher-
heit) nicht erheblich sein könnten (BGE 130 II 14 E. 4.3 S. 16; 126 II 258 
E. 9b/aa S. 262; Urteile des Bundesgerichts 1A.223/2006 vom 2. Ap-
ril 2007, E. 4.1 sowie 1A.184/2004 vom 22. April 2005, E. 3.1).  

Ob die Beschwerdeführerin dieser Obliegenheit nachgekommen ist, kann 
vorliegend offen bleiben, da sich ihre Rüge in der Sache als unbegründet 
erweist. 

- 12 - 

 

 

8.3 Gemäss der Sachverhaltsdarstellung der ersuchenden Behörde soll B. die 
fraglichen Zuwendungen zugunsten von C. auf das extra für diese Beste-
chungszwecke gegründete Konto der Beschwerdeführerin bei der Bank 
F. AG in Zürich einbezahlt haben. Die ersuchende Behörde hat ausdrück-
lich um Übermittlung der Bankunterlagen betreffend dieses Konto verlangt. 
Ein Sachzusammenhang zwischen der Strafuntersuchung im Ausland und 
dem in Rechtshilfeersuchen bezeichneten Konto der Beschwerdeführerin 
bzw. den betreffenden Bankunterlagen ist damit ausreichend dargetan. Un-
ter den gegebenen Umständen kann von einer „fishing expedition“ keine 
Rede sein. Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, diese Kontounterla-
gen seien in keiner Weise geeignet, den geltend gemachten Tatverdacht zu 
stützen, verkennt sie, dass es nicht zulässig ist, den ausländischen Behör-
den nur diejenige Unterlagen zu überlassen, die den im Rechtshilfeersu-
chen festgestellten Sachverhalt mit Sicherheit beweisen. Die zu übermit-
telnden Unterlagen sind auch dann als potentiell relevant zu bezeichnen, 
wenn sie Rückschlüsse entlastender Natur über das dem Beschuldigten 
angelastete Verhalten erlauben sollten. Da die Beschwerdeführerin in den 
zu untersuchenden Sachverhaltsvorwurf mutmasslich direkt involviert ist, 
sind die Strafverfolgungsbehörden des ersuchenden Staates grundsätzlich 
auch über die weiteren Kontoverbindungen der Beschwerdeführerin beim 
selben Bankinstitut zu informieren. Die ausführende Behörde hat in ihrer 
Schlussverfügung mögliche Zusammenhänge zwischen den weiteren Kon-
tenbeziehungen und den Beschuldigten aufgezeigt. Die Einwände der Be-
schwerdeführerin lassen demgegenüber die weiteren zu übermittelnden 
Kontounterlagen nicht als offensichtlich ungeeignet erscheinen, die Strafun-
tersuchung voranzutreiben. Die Herausgabe der Bankunterlagen ist nach 
dem Gesagten im verfügten Umfang zulässig.  
 

9. Nach dem Gesagten erweisen sich alle Rügen der Beschwerdeführerin 
hinsichtlich der Beweismittelherausgabe und damit auch hinsichtlich der 
Kontosperre (s. supra Ziff. 4.2) als unbegründet. Die Beschwerde gegen 
die Herausgabe der Kontounterlagen ist demnach abzuweisen. 

  
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin auch un-

ter Berücksichtigung des Teilrückzugs des Rechtshilfeersuchens (s. supra 
Ziff. 4.2) gesamthaft kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 
Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühr gelangt das 
Reglement des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Ent-
schädigungen in Bundesstrafverfahren vom 31. August 2010 (BStKR; 
SR 173.713.162) i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG und Art. 73 Abs. 1 StBOG zur 
Anwendung. Die Gerichtsgebühr ist vorliegend auf Fr. 5'000.-- festzusetzen 

- 13 - 

 

 

(vgl. Art. 8 Abs. 3 des Reglements), unter Anrechnung des geleisteten Kos-
tenvorschusses in der gleichen Höhe. 
 

- 14 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos ge-

worden abgeschrieben wird.  
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 
 
 

Bellinzona, 4. Februar 2011 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:      Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Michel Wehrli 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).