# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98045d9c-ce78-5e95-8d7c-b1775e7495c6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 E-7243/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7243-2010_2011-12-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­7243/2010

U r t e i l   v om   1 5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker,   
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
C._______, geboren am (…),
D._______, geboren am (…),
E._______, geboren am (…),
F._______, geboren am (…),
Syrien,  
alle vertreten durch Edith Hofmann, Freiplatzaktion Zürich, 
Rechtshilfe Asyl und Migration, (…) 
Beschwerdeführende, 

Gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. September 2010 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden,  yezidische  Kurden,  ihren  Heimatstaat 
eigenen  Angaben  zufolge  am  28. Juni  2010  verliessen  und  am  31. Juli 
2010  in  die  Schweiz  einreisten,  wo  sie  am  3.  August  2010  um  Asyl 
nachsuchten, 

dass  die  Beschwerdeführenden  A._______,  B._______  und  C._______ 
anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ)  G._______  vom  6. August  2010  und  die  Beschwerdeführenden 
A._______  und  B._______  in  der  Anhörung  vom  16. August  2010  zur 
Begründung  der  Asylgesuche  im  Wesentlichen  geltend  machten,  sie 
seien  Ehefrau  und  Kinder  von  H._______  (E­6468/2009),  der  zu  jener 
Zeit in der Schweiz bereits ein Asylgesuch gestellt habe,

dass  sie  zu  Hause  wegen  ihres  Ehemannes  beziehungsweise  Vaters 
Probleme mit den syrischen Behörden bekommen hätten,

dass jener 2006 zuerst nach Damaskus untergetaucht sei und das Land 
schliesslich verlassen habe,

dass  sie  ihm  2007  nachgereist,  in  Rom  aber  festgenommen  und  nach 
Syrien ausgeschafft worden seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  A._______  in  Syrien  von  den 
Sicherheitskräften  festgenommen  und  drei  bis  vier  Tage  festgehalten 
worden sei, wobei sie eingeschüchtert worden sei,

dass seither Sicherheitsbeamte zu ihr nach Hause gekommen seien und 
sich nach dem Verbleib ihres Ehemannes erkundigt hätten,

dass  ihr  Sohn  B._______  in  der  Schule  wegen  seiner 
Religionszugehörigkeit von Arabern beschimpft worden sei,

dass  die  Familie  generell  an  der  Ausübung  ihres  Glaubens  behindert 
werde,

dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung 
vom 7. September 2010 – eröffnet am 8. September 2010 – ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  dass  die 
Beschwerdeführerin  A._______  bezüglich  der Dauer  ihrer Probleme mit 
den  syrischen  Sicherheitsbehörden  widersprüchliche  Angaben  gemacht 
habe,  indem  sie  bei  der  Kurzbefragung  angegeben  habe,  im  Sommer 
2009  von  Beamten  des  politischen  Sicherheitsdienstes  auf  den  Posten 
mitgenommen  worden  zu  sein,  während  sie  bei  der  Anhörung  auf 
Nachfrage  erklärt  habe,  im  Jahre  2007  letztmals  mit  den  Behörden 
Kontakt gehabt zu haben, wobei sie sich auf Vorhalt hin unmittelbar mit 
der Aussage widersprochen habe, die Behörden seien bis kurz vor  ihrer 
Ausreise immer wieder zu ihr gekommen,

dass von  ihr erwartet werden könne, sich genau zu erinnern, ob sie bis 
2007 oder aber bis  kurz  vor der Ausreise  von Problemen mit Behörden 
betroffen  gewesen  und  im  Sommer  2009  sogar  einmal  auf  den  Posten 
mitgenommen worden sei, 

dass  ihre  Schilderungen  ausserdem  keine  Realitätskennzeichen 
enthielten,  sondern  ausgesprochen  vage  und  detailarm  ausgefallen 
seien,

dass  das  BFM  ferner  darauf  hinwies,  dass  das  Asylgesuch  des 
Ehemannes als unglaubhaft abgewiesen worden sei,

dass das Vorbringen von A._______, sie sei nach einer Rückführung aus 
Italien  im  Jahre  2007  in  Syrien  drei  bis  vier  Tage  im  Gefängnis 
festgehalten  worden,  deshalb  unglaubhaft  sei,  weil  ihr  Ehemann  erst 
wesentlich  später  ein  Asylgesuch  eingereicht  habe,  so  dass  nicht 
nachvollziehbar  sei,  warum  die  Familie  bereits  damals  hätte  Syrien 
verlassen  sollen,  um  zu  ihrem  Ehemann  beziehungsweise  Vater  zu 
reisen, 

dass  die  vage  Schilderung  des  Reisewegs  und  die  Gesamtwürdigung 
aller  Ungereimtheiten  ausserdem  darauf  schliessen  liessen,  die 
Beschwerdeführenden seien legal und kontrolliert aus Syrien ausgereist,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe  ihrer Rechtsvertreterin vom 
7. Oktober  2010  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundes­
verwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  dabei  beantragten,  die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihnen sei Asyl zu gewähren, 
eventualiter  sei  wegen  Unzulässigkeit  des  Vollzugs  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen, 

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dass sie in prozessualer Hinsicht beantragten, ihr Rekurs sei gemeinsam 
mit demjenigen ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters zu behandeln, 
der  Vollzug  der  Wegweisung  sei  aufzuschieben  und  auf  die  Erhebung 
eines Kostenvorschusses sei zu verzichten,

dass dieser Eingabe zahlreiche Beweismittel beilagen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
15. Oktober  2010  unter  Abweisung  des  entsprechenden 
Verzichtsgesuchs einen Kostenvorschuss erhob, welcher am 30. Oktober 
2010  fristgerecht geleistet wurde,

dass  das  BFM  in  Anwendung  von  Art.  58  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
mit  Verfügung  vom  14.  September  2011  die  angefochtene  Verfügung 
teilweise  in  Wiedererwägung  zog,  die  Beschwerdeführenden  infolge 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  gemäss  Art. 83  Abs.  4  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  vorläufig  aufnahm  und  entsprechend  die 
Dispositivziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung aufhob,

dass  den  Beschwerdeführenden  zusammen  mit  ihrem  Ehemann 
beziehungsweise  Vater  (E­6468/2009)  mit  Verfügung  der  zuständigen 
Instruktionsrichterin  vom  21.  September  2011  Gelegenheit  geboten 
wurde,  ihre Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sei, 
zurückzuziehen,  wobei  der  Verzicht  auf  die  Auferlegung  von 
Verfahrenskosten in Aussicht gestellt wurde,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe  ihrer Rechtsvertreterin vom 
14. Oktober 2011 erklärten, an der Beschwerde festhalten zu wollen, und 
ein  ergänzendes  Dokument  zur  Stützung  ihrer  Begehren  zu  den  Akten 
des Dossiers E­6468/2009 reichten,

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. 

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Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind,  im  Verlaufe  des  Verfahrens  ausgewechselt  oder  unbegründet 
nachgeschoben  werden,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden,

dass  es  für  die Glaubhaftmachung  nicht  ausreicht,  wenn  der  Inhalt  der 
Vorbringen  zwar möglich  ist,  aber  in Würdigung  der  gesamten Aspekte 
wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Darstellung des Sachverhalts sprechen,

dass  im  Sinne  einer  Gesamtwürdigung  entscheidend  ist,  ob  die  für  die 
Richtigkeit  des  dargelegten  Sachverhalts  sprechenden  Gründe 
überwiegen  oder  nicht;  wobei  auf  eine  objektivierte  Sichtweise 
abzustellen ist,

dass  dem  BFM  darin  zuzustimmen  ist,  dass  die  widersprüchlichen 
Angaben bezüglich der Dauer der Probleme mit den syrischen Behörden 
schwerwiegen,  da  erwartet  werden  kann,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin genau daran erinnert, ob sie  lediglich bis 2007 oder 
aber  bis  kurz  vor  der  Ausreise  Kontakt mit  den  Behörden  gehabt  habe 
und im Sommer 2009 sogar auf den Posten mitgenommen worden sei,

dass die Vorinstanz zudem die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu 
Recht als zu vage und zu detailarm erachtet hat,

dass die Beschwerdeführenden auf Beschwerdeebene nichts vorbringen, 
was  geeignet  ist,  diese  Einschätzung  umzustossen,  so  dass  es  sich 
erübrigt,  auf  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  näher 
einzugehen,

dass  nämlich  die  auf  Beschwerdeebene  angebotene  Erklärung  für  die 
Widersprüche bei den Zeitangaben, wonach sich die Beschwerdeführerin 
A._______  zeitlich  schlecht  orientiere  und  sich  bezüglich  der  ersten 
Ausreise und der Rückschaffung aus Italien  im Kalenderjahr geirrt habe, 
nicht  begreiflich  zu  machen  vermag,  warum  sie  sich  nicht  mehr  genau 
erinnern  kann,  ob  sie  bis  kurz  vor  der  zweiten  Ausreise  von  den 

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Sicherheitsbehörden  belästigt  worden  ist  oder  ob  dies  bereits  deutlich 
früher aufgehört hat,

dass  die  Beschwerdeführenden  im Übrigen  eine  reine Reflexverfolgung 
geltend machen, die allein deshalb nicht geglaubt werden kann, weil die 
Asylgründe  ihres  Ehemannes  beziehungsweise  Vaters,  auf  die  sie  sich 
bezieht, unglaubhaft sind,

dass  zusammenfassend  die  Vorbringen  in  der  Gesamtwürdigung  aller 
Ungereimtheiten  und  im  Lichte  der  mit  heutigem  Datum  abgewiesenen 
Beschwerde  ihres  Ehemannes  beziehungsweise  Vaters  den 
Anforderungen von Art. 7 AsylG nicht standhalten,

dass  zudem  allein  die  Tatsache,  kurdische  Yeziden  zu  sein,  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen vermag,

dass  zwar  einzuräumen  ist,  dass  Angehörige  der  yezidischen 
Religionsgemeinschaft und der kurdischen Minderheit in Syrien in der Tat 
in  gewissen  Fällen  von  verschiedenen  Formen  der Diskriminierung  und 
von Verletzung ihrer Menschenrechte bedroht sind, 

dass  indes  nicht  von  einer  generellen Verfolgung  der Yeziden  oder  der 
Kurden  gesprochen  werden  kann  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­1624/2009 vom 1. Juli 2010 E. 4.4),

dass somit konkrete und glaubhafte Hinweise bestehen müssen, um eine 
entsprechende Gefährdung im Einzelfall anzunehmen,

dass  die  Beschwerdeführenden  aber,  wie  die  vorangehenden 
Erwägungen  gezeigt  haben,  keinerlei  asylrelevante 
Verfolgungsmassnahmen glaubhaft zu machen vermochten, 

dass  für  ein  besonderes  Verfolgungsrisiko  aufgrund  der  ethnischen 
Zugehörigkeit zur kurdischen Minderheit oder der religiösen Zugehörigkeit 
zur yezidischen Glaubensgemeinschaft keine spezifischen Anhaltspunkte 
vorliegen,

dass  vielmehr  festzustellen  ist,  dass  die  Beschwerdeführenden 
offensichtlich  nicht  zu  jenen  Yeziden  gehören,  welchen  aufgrund  ihrer 
Religionszugehörigkeit die syrische Staatsbürgerschaft verweigert wird,

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dass  entsprechend  auch  kein Grund  zur  Annahme  besteht,  sie  würden 
nach  ihrer  Rückkehr  nach  Syrien  auf  Grund  ihrer  Religions­  oder 
ethnischen  Zugehörigkeit  einer  konkreten  asylrechtlich  relevanten 
Gefährdung ausgesetzt sein,

dass  es  somit  den  Nachteilen,  die  die  Beschwerdeführenden  mit  den 
zahlreichen Berichten zur Situation von Kurden und Yeziden in Syrien zu 
beweisen  suchen,  an  der  Gezieltheit  und  Intensität  fehlt,  um  die 
Flüchtlingseigenschaft zu begründen,

dass die Beschwerdeführenden auf Beschwerdeebene selber einräumen, 
sie  würden  nicht  "schwer"  verfolgt,  sondern  wollten  in  erster  Linie  mit 
ihrem Ehemann beziehungsweise Vater vereint sein,

dass  es  ihnen  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das 
Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  AuG)  und 
vorliegend  wegen  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  wiedererwägungsweise 
die vorläufige Aufnahme angeordnet hat,

dass gegen eine allfällige  spätere Aufhebung der  vorläufigen Aufnahme 
den  Beschwerdeführenden  wieder  die  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht offensteht (vgl. Art. 112 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 
84  AuG),  wobei  in  einem  Aufhebungsverfahren  von  Amtes  wegen  alle 
Vollzugshindernisse  nach  Massgabe  der  zu  jenem  Zeitpunkt 
herrschenden Verhältnisse erneut zu prüfen wären,

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dass es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung,  soweit  sie  durch  das  BFM  nicht 
wiedererwägungsweise aufgehoben worden ist, Bundesrecht verletzt, den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens den Beschwerdeführenden im 
Umfang  ihres Unterliegens die Kosten aufzuerlegen sind  (Art. 63 Abs. 1 
VwVG), 

dass  diese  angesichts  des  praxisgemäss  als  hälftig  zu  wertenden 
Unterliegens um die Hälfte zu kürzen und auf Fr. 300.­ festzusetzen sind,

dass,  soweit  die  Beschwerde  betreffend  die  Anordnung  des 
Wegweisungsvollzuges gegenstandslos geworden ist, gemäss Art. 5 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2) keine Kosten 
aufzuerlegen sind,

dass der Betrag von Fr. 300.­ mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 600.­  zu verrechnen ist,

dass entsprechend ein Betrag von Fr. 300.­ zurückzuerstatten ist,

dass  den  rechtlich  vertretenen  Beschwerdeführenden,  nachdem  sie  im 
Ergebnis mit ihrer Beschwerde hälftig durchgedrungen sind, für die ihnen 
erwachsenen,  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten 
grundsätzlich eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche um die 
Hälfte der tatsächlichen Kosten zu kürzen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. 
Art. 37 VGG; Art. 7 ff. VGKE),

dass die Rechtsvertreterin keine Kostennote eingereicht hat, 

dass  auf  deren  nachträgliche  Einholung  zu  verzichten  und  der 
Vertretungsaufwand vom Gericht einzuschätzen ist, 

dass,  gestützt  auf  die  massgeblichen  Bemessungsfaktoren  (Art. 9  –  13 
VGKE),  das  Gericht  die  relevanten  Kosten  auf  insgesamt  Fr.  800.­ 
einschätzt,

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dass  die  um  die  Hälfte  gekürzte,  vom  BFM  zu  entrichtende 
Parteienschädigung  folglich  auf  Fr.  400.­  (inkl.  aller  Auslagen) 
festzusetzen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag wird mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.­ verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 300.­ wird zurückerstattet.

3. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführenden  eine 
Parteientschädigung im Betrag von Fr. 400.­ auszurichten.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer