# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cde43884-061b-5233-ac72-04bf1026717d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.03.2007 ZB 2006 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2006-30_2007-03-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 07. März 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 06 30

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz und Hubert
Aktuar Engler

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In der zivilrechtlichen Beschwerde

des Z., Kläger, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,
gegen

das Kostendekret des Kreispräsidenten R a m o s c h  vom 4. Oktober 2006, mit-
geteilt am 4. Oktober 2006, in Sachen der Y., Beklagte, Gesuchstellerin und Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Schöbi, Erlen-
weg 15, Postfach 538, 9450 Altstätten SG, gegen den Gesuchsgegner und Be-
schwerdeführer,

betreffend gerichtliche und aussergerichtliche Kosten,

hat sich ergeben:

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A. In einer von Y. gegen Z. angestrengten Betreibung wurde der Gläu-
bigerin mit Entscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Inn vom 23. Januar 2006, 
mitgeteilt am 08. Februar 2006, für einen Betrag von Fr. 15'000.00 nebst Zins die 
provisorische Rechtsöffnung erteilt. In der Folge machte der Schuldner am 17. 
Februar 2006 beim Kreispräsidenten Ramosch als Vermittler eine Aberkennungs-
klage anhängig.

Am 15. März 2006 wurden die Parteien auf den 29. Mai 2006 zur Sühne-
verhandlung nach Ramosch vorgeladen, an welcher lediglich Rechtsanwalt Mi-
chael Schöbi als Vertreter von Y. teilnahm. Wohnhaft ist er in Au SG, während er 
seine Praxis in Altstätten SG hat. Z. blieb der Verhandlung ohne Begründung fern.

Am 31. Mai 2006 erfolgte eine neue Vorladung, dieses Mal auf den 22. Juni 
2006. Z. erschien persönlich, während sich Y. wiederum durch Rechtsanwalt Mi-
chael Schöbi vertreten liess. Eine Einigung gelang nicht.

Am 29. Juni 2006 wurde der Leitschein ausgestellt. Der Kläger unterliess 
es jedoch in der Folge, die Streitsache mit einer Prozesseingabe dem zuständigen 
Bezirksgericht Inn zu unterbreiten.

B. Mit Eingabe vom 06. September 2006 ersuchte der Rechtsvertreter 
von Y. den Kreispräsidenten Ramosch um Erlass eines Kostenentscheides im 
Sinne von Art. 77 ZPO. Die vermittleramtlichen Kosten (gemäss Leitschein Fr. 
300.00) müssten Z. überbunden werden. Ausserdem sei der Kläger zu verpflich-
ten, der Beklagten eine Umtriebsentschädigung in der Höhe von Fr. 2810.70 zu 
bezahlen.

Der geltend gemachte Betrag umfasst ein Honorar nach Zeitaufwand von 
Fr. 1900.00 (zehn Stunden zu Fr. 190.00, wovon vier mal zwei Stunden fünfzehn Minuten 
Reisezeit und zwei mal dreissig Minuten für den Vortritt vor dem Kreispräsidenten), weiter 
Spesen in der Höhe von Fr. 712.20 (Fr. 633.20 Kilometerentschädigung für die vier 
mal 158,3 km zwischen Au und Ramosch, vier mal Fr. 12.75 für die Benützung des Arl-
bergtunnels sowie zwei mal Fr. 14.00 für die Autobahnvignette Österreich) und schliess-
lich die Mehrwertsteuer von Fr. 198.50 (7,6 % auf dem Zwischentotal von Fr. 2612.20).

In seiner Vernehmlassung hierzu vom 22. September 2006 beantragte Z., 
es sei das Entschädigungsbegehren der Beklagten abzuweisen. Da die Vermitt-

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lungsverhandlungen in Ramosch stattgefunden hätten, wäre es ihr zuzumuten ge-
wesen, einen ortsansässigen Anwalt beizuziehen. Ausserdem führte er an, es 
dürfe ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass eine zweite Vermittlungsver-
handlung nötig geworden sei. Ein Migräneanfall habe ihn daran gehindert, den 
ursprünglichen Termin wahrzunehmen.

C. Mit Kostendekret vom 04. Oktober 2006, mitgeteilt am gleichen 
Tage, erkannte der Kreispräsident Ramosch:

„1. Der Gesuchsgegner hat die Gesuchstellerin ausseramtlich mit Fr. 
2358.90 zuzüglich 7,6 % Mehrwertsteuer, d. h. total mit Fr. 2538.20 zu 
entschädigen.

 2. Die Kosten dieses Verfahrens, bestehend aus (einer) Gerichtsgebühr 
(von) Fr. 100.00 (sowie) Schreibgebühren und Kopien (von) Fr. 30.00, 
total Fr. 130.00, gehen zu Lasten des Gesuchsgegners und sind innert 
30 Tagen an das Kreisamt Ramosch zu bezahlen.

Die Kosten des Vermittlungsverfahrens gehen ebenfalls zu seinen 
Lasten. Diese wurden mit der geleisteten Vertröstung verrechnet und 
sind ausgeglichen.

 3. (Rechtsmittelbelehrung).

 4. Mitteilung an: …“

Der Kreispräsident erachtete die von Y. geltend gemachten Teilbeträge 
weitgehend als gerechtfertigt. Er nahm lediglich bei den Reisespesen eine Korrek-
tur vor; insoweit nämlich, als er pro Kilometer statt eines Franken einen Betrag von 
sechzig Rappen einsetzte.

D. Am 23. Oktober 2006 legte Z. gegen den Kostenentscheid beim Kan-
tonsgerichtsausschuss von Graubünden Beschwerde ein, wobei er wiederum gel-
tend machte, dass Y. keinen Anspruch auf Ausrichtung einer Umtriebsentschädi-
gung besitze. Er berief sich hierfür auf die gleichen Gründe, welche er bereits ge-
genüber dem Kreispräsidenten Ramosch vorgebracht hatte.

In ihrer Vernehmlassung hierzu vom 15. November 2006 liess Y. die Ab-
weisung der Beschwerde beantragen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten von Z.. Sie berief sich dabei auf ihr Recht, selbst dann einen in der Nähe 
ihres Wohnortes tätigen Anwalt beizuziehen, wenn es um die Interessenwahrung 
in einem Nachbarkanton gehe; vor allem, wenn zu ihm bereits ein Vertrauensver-
hältnis bestehe.

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Am 07. November 2006 hatte auch der Kreispräsident Ramosch das Be-
gehren gestellt, es sei die Beschwerde abzuweisen. Er wies insbesondere darauf 
hin, dass die Verpflichtung eines in Graubünden ansässigen Anwaltes die ent-
schädigungspflichtige Gegenpartei nicht wesentlich entlastet hätte.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung:

1. Wird der Prozess nach Ausstellung des Leitscheins nicht weiter ver-
folgt, befindet der Kreispräsident auf Antrag der Beklagten und nach Anhörung 
des Klägers darüber, wem die vermittleramtlichen Kosten zu überbinden sind und 
ob der einen Partei zulasten der anderen eine Umtriebsentschädigung zuzuspre-
chen ist (Art. 77 ZPO).

Gegen solche selbständigen Kostenentscheide, wie hier einer durch den 
Kreispräsidenten Ramosch erlassen wurde, kann gestützt auf Art. 232 Ziff. 7 ZPO 
beim Kantonsgerichtsausschuss Beschwerde eingereicht werden. Da Z. das 
Rechtsmittel innert Frist ergriffen hat und da seine Eingabe überdies den gesetz-
lichen Formerfordernissen entspricht (Art. 233 Abs. 1 und 2 ZPO) kann darauf 
grundsätzlich eingetreten werden.

2. Im zivilrechtlichen Beschwerdeverfahren ist dem Kantonsgerichts-
ausschuss ein Eingreifen nur bei Rechtsverletzungen und willkürlichen Tatsachen-
feststellungen erlaubt (Art. 235 Abs. 1 und 2 ZPO). Für jene Bereiche, in welchen 
dem Richter oder der Richterin ein Ermessensspielraum zusteht, bedeutet dies, 
dass eine Rechtsverletzung nur dann vorliegt, wenn sich die Ausübung des Er-
messens als missbräuchlich erweist oder wenn es überschritten wird, das heisst, 
wenn sich ein Ermessensentscheid nicht auf sachlich vertretbare Gründe abstüt-
zen lässt oder er in stossender Weise dem Gerechtigkeitsempfinden zuwiderläuft 
(vgl. PKG 1987-17-71 f.).

3. Der in Art. 77 ZPO geregelte Sonderfall ist – besondere Umstände 
vorbehalten – einem Klagerückzug gleichzusetzen (vgl. die Urteile des Kantons-
gerichtsausschusses vom 01.05.2001 [ZB 01 7] und vom 24.10.2000 [ZB 00 40]), 
was in aller Regel nach Art. 114 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 

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ZPO bedeutet, dass der Kläger als unterliegende Partei zu behandeln und er damit 
verpflichtet ist, nicht nur die vor dem Kreispräsidenten als Vermittler aufgelaufenen 
Kosten zu tragen, sondern darüber hinaus der obsiegenden Gegenpartei die ihr 
durch den Rechtsstreit erwachsenen notwendigen Kosten zu ersetzen (vgl. PKG 
1987-25-86). Abzugelten ist dabei insbesondere der sich aus der Verpflichtung 
eines Anwaltes oder eine Anwältin ergebende Aufwand, und zwar nach den je-
weils gültigen Honoraransätzen des Bündnerischen Anwaltsverbandes (vgl. PKG 
1990-32-117). In der hier interessierenden Zeitspanne (Mai/Juni 2006) durfte or-
dentlicherweise ein Honorar zwischen Fr. 190.00 und Fr. 250.00 pro Stunde in 
Rechnung gestellt werden, wobei sich der normale Stundenansatz auf Fr. 220.00 
belief.

In einem in PKG 1975-17-67 ff. veröffentlichten Urteil hatte der Kantonsge-
richtsausschuss noch festgehalten, dass die durch den Beizug eines ausserhalb 
des Kantons Graubünden wohnhaften Anwalts entstandenen Mehrkosten – der 
grössere Zeitaufwand für die Anreise und die zusätzlich anfallenden Reisespesen 
– nicht zu den notwendigen Auslagen gehörten, welche die unterliegende Partei 
zu ersetzen habe. Konkret ging es um die Teilnahme eines in Basel ansässigen 
Anwaltes an der Sühneverhandlung in Mon und später an einer Vorverhandlung 
ebenfalls in Mon, wofür er vier mal 260 Kilometer zurückzulegen hatte. Im Gegen-
satz zur Vorinstanz, die diesen Aufwand noch als gerechtfertigt und damit der Ent-
schädigungspflicht unterliegend ansah, vertrat der Kantonsgerichtsausschuss die 
Auffassung, dass auf die Gegenpartei nur jene Kosten abgewälzt werden dürften, 
die auch bei einem von Chur aus tätigen Anwalt aufgelaufen wären.

Keinen Grund zum Eingreifen sah der Kantonsgerichtsausschuss hingegen 
in einem Urteil vom 19. November 1996 (ZB 96 52). Dort ging es um einen Fall, in 
welchem der Rechtsvertreter des Klägers von St. Gallen aus an einer Zeugenein-
vernahme in Landquart und dann wiederum in Landquart noch an der Hauptver-
handlung teilgenommen hatte, was vier Fahrten zu rund 100 Kilometern mit sich 
brachte. Der unterliegende Beklagte wurde durch den erstinstanzlichen Richter 
verpflichtet, dem Kläger den sich daraus ergebenden Aufwand abzugelten. Die 
Weiterzugsinstanz, die darin keine Ermessensüberschreitung zu erkennen ver-
mochte, betonte stärker als im Entscheid von 1975, dass die Interessen einer aus-
serkantonalen Partei, am eigenen Wohnort einen ihr bekannten, möglicherweise 
bereits für sie tätig gewesenen und über das nötige Vertrauen verfügenden Anwalt 
beizuziehen, nicht von vornherein geringer eingestuft werden dürften als ihre Ver-

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pflichtung, alles Zumutbare zur Kostenminderung zu unternehmen. Insbesondere 
dürfe von ihr nicht mehr verlangt werden als von einer in Graubünden ansässigen 
Partei, der es, ohne dass sie mit der Kürzung ihres Entschädigungsanspruchs 
rechnen müsse, unbenommen sei, selbst dann einen Anwalt ihres Vertrauens zu 
verpflichten, wenn er ihre Interessen in einem entfernteren Teil des Kantons wahr-
zunehmen habe.

4. Z. unterliess es, die von ihm anhängig gemachte Aberkennungs-
klage nach der Ausstellung des Leitscheins dem zuständigen Sachrichter zur Wei-
terbehandlung und zur endgültigen Beurteilung zu unterbreiten. Dass ihn Y. durch 
ein Verhalten, welches als Klageanerkennung einzustufen sei, veranlasst habe, 
die Angelegenheit nicht länger zu verfolgen, macht der Kläger zu Recht selber 
nicht geltend. Damit ist er nach dem Gesagten grundsätzlich gehalten, einerseits 
die beim Kreispräsidenten Ramosch als Vermittler aufgelaufenen Verfahrenskos-
ten zu übernehmen und andererseits der auf rechtlichen Beistand angewiesenen 
Gegenpartei den in diesem Prozessabschnitt erwachsenen notwendigen Aufwand 
zu ersetzen. Dabei erfasst diese Verpflichtung nicht nur die Aufwendungen in Zu-
sammenhang mit der Sühneverhandlung vom 22. Juni 2006, sondern auch jene, 
die sich daraus ergaben, dass Z. zur Vermittlungsverhandlung vom 29. Mai 2006 
ohne Entschuldigung nicht erschienen war. Monate später – mit Schreiben vom 
22. September 2006 – machte er dann zwar geltend, dass er aus gesundheitlichen 
Gründen an der Reise ins Engadin verhindert gewesen sei. Er versuchte aber gar 
nicht erst, dies auch nur einigermassen glaubhaft zu machen, so dass er damit 
nicht zu hören ist.

Dass der Kreispräsident Ramosch in Missachtung der massgeblichen Be-
messungsgrundsätze für seine Bemühungen übertrieben hohe Gerichtsgebühren 
in Rechnung gestellt und sich dabei insbesondere nicht an den gesetzlich vorge-
gebenen Rahmen gehalten habe, behauptet der Beschwerdeführer selber nicht. 
Es liegt denn auch nichts vor, was in diesem Bereich Anlass für Beanstandungen 
und ein Einschreiten des Kantonsgerichtsausschusses bieten würde.

Zu prüfen bleibt damit einzig noch, ob dem Kreispräsidenten Ramosch auch 
insoweit keine Ermessensüberschreitung vorzuhalten ist, als er Y. im angefochte-
nen Entscheid eine Umtriebsentschädigung einschliesslich Mehrwertsteuer in der 
Höhe von Fr. 2538.20 zugesprochen hat. Mit Ausnahme der unbeanstandet ge-
bliebenen Kürzung des Kilometergeldes von einem Franken auf sechzig Rappen 

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und der dadurch notwendigen Anpassung bei der Ermittlung der Mehrwertsteuer 
schützte er durchwegs die vom Rechtsvertreter der Beklagten geforderten Teilbe-
träge.

Indem der Anwalt von Y. bei der Berechnung der nach Zeitaufwand ge-
schuldeten Entschädigung einen Stundenansatz von Fr. 190.00 verwendete, blieb 
er am untersten Rand des für sein Tätigwerden in den Monaten Mai und Juni 2006 
geltenden Honorarrahmens von Fr. 190.00 bis Fr. 250.00. Für den Kreispräsiden-
ten Ramosch bestand hier von vornherein kein Grund, den bereits tiefen Wert 
noch zu unterschreiten. – Zum genannten Ansatz von Fr. 190.00 wurden von 
Rechtsanwalt Schöbi Bemühungen im Umfang von insgesamt zehn Stunden gel-
tend gemacht, was also einen Betrag von Fr. 1900.00 ergibt. Hiervon ohne weite-
res zu entschädigen sind die zwei mal dreissig Minuten für die Teilnahme des 
Rechtsvertreters der Beklagten an den Vermittlungsverhandlungen vom 29. Mai 
2006 und vom 22. Juni 2006. Die verbleibenden neun Stunden umfassen vier mal 
zwei Stunden fünfzehn Minuten für die Hin- und Rückreisen des in Au SG wohn-
haften Anwaltes zur Wahrung der beiden Termine vor Kreisamt Ramosch. Dieser 
Zeitaufwand darf nun nicht einfach mit dem Hinweis als teilweise nicht notwendig 
abgetan werden, dass es Y. zuzumuten gewesen wäre, einen in Graubünden oder 
gar im Unterengadin ansässigen Rechtsanwalt mit ihrer Vertretung zu betrauen. 
Hierzu ist vorab einmal festzuhalten, dass dem von Z. angestrengten Aberken-
nungsprozess ein Rechtsöffnungsverfahren vorangegangen ist. Wie den bereits 
dem Kreispräsidenten Ramosch vorgelegten und damit von dem im Beschwerde-
verfahren geltenden Novenverbot nicht erfassten Akten entnommen werden kann, 
wurde Y. schon damals durch Rechtsanwalt Schöbi vertreten. Es lag deshalb auf 
der Hand, dass sie die mit der Angelegenheit vertraute rechtskundige Person auch 
für den ordentlichen Prozess verpflichtete, und es wäre stossend, wenn sie hierfür 
trotz Obsiegens durch Kürzung ihres Entschädigungsanspruchs bestraft würde. 
Hinzu kommt, dass Rechtsanwalt Schöbi für seine Fahrten ins Unterengadin nicht 
die öffentlichen Verkehrsmittel, sondern den eigenen Wagen benützte, was pro 
Wegstrecke mit einer Zeitersparnis von über einer Stunde verbunden war. Auf 
diese Weise trug er bereits wesentlich zur Kostenminderung bei. Zudem darf auch 
nicht verkannt werden, dass Reisezeiten von rund zwei Stunden für Bündner An-
wälte angesichts der Weitläufigkeit des Kantons nicht völlig aussergewöhnlich 
sind. Zu denken ist etwa an einen in Ilanz tätigen Anwalt, der für einen Klienten 
mit dem Auto zu einer Verhandlung ins Unterengadin unterwegs ist, an Churer 
Anwälte, die sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin begeben, oder an einen 

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Anwalt aus dem Puschlav, der in Nordbünden auftritt. In solchen Fällen wird der 
betreffenden Partei nie vorgehalten, dass sie sich durch einen in der Nähe des 
Verhandlungsortes ansässigen Anwalt vertreten lassen müsse, wenn sie verhin-
dern wolle, dass sie die sich daraus ergebenden Auslagen unbesehen des Pro-
zessausganges in reduziertem Umfang stets selber bestreiten müsse. Dann aber 
musste die Verpflichtung eines im St. Galler Rheintal tätigen Anwalts den 
Kreispräsidenten Ramosch noch nicht veranlassen, dessen Honorarforderung al-
lein wegen der Distanz zwischen Au SG und Ramosch nur teilweise zu schützen. 
– In Bezug auf den Spesenersatz bedeutet das Gesagte, dass bei der Kilomete-
rentschädigung von den vier mal 158,3 km à Fr. 00.60 auszugehen ist (Fr. 379.90). 
Hinzu kommen noch die von vornherein nicht zu beanstandenden vier mal Fr. 
12.75 für die Benützung des Arlbergtunnels (Fr. 51.00) sowie die zwei mal Fr. 
14.00 für die Autobahnvignette Österreich (Fr. 28.00). Zusammen mit der genann-
ten, nach der Dauer der anwaltlichen Tätigkeit berechneten Abgeltung von Fr. 
1900.00 und der auf dem Zwischentotal von Fr. 2358.90 zu erhebenden Mehr-
wertsteuer von 7,6 % (Fr. 179.30) ergeben sich die Fr. 2538.20, welche der 
Kreispräsident Ramosch als entschädigungspflichtigen (weil notwendigen) Auf-
wand behandelt hat.

Dies führt zur Abweisung der Beschwerde und zur Bestätigung des ange-
fochtenen Entscheides.

5. Da Z. mit seinem Rechtsmittel keinen Erfolg zu erzielen vermochte, 
gehen die Kosten des Verfahrens vor Kantonsgerichtsausschuss, bestehend aus 
der auf Fr. 1500.00 anzusetzenden Gerichtsgebühr (Art. 2 des Kostentarifs im Zi-
vilverfahren) sowie einer Schreibgebühr von Fr. 160.00 (Art. 8 Abs. 1 lit. a des 
Kostentarifs im Zivilverfahren), total somit Fr. 1660.00, vollumfänglich zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

Als unterliegende Partei ist Z. überdies verpflichtet, Y. für deren Umtriebe 
im Verfahren vor Kantonsgerichtsausschuss eine angemessene aussergerichtli-
che Entschädigung zu bezahlen. Sie ist dem mutmasslichen notwendigen Auf-
wand entsprechend auf Fr. 800.00 festzulegen, die Mehrwertsteuer eingeschlos-
sen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1660.00 (Gerichtsgebühr 
Fr. 1500.00, Schreibgebühr Fr. 160.00) gehen zu Lasten von Z., welcher 
überdies verpflichtet wird, Y. für das Verfahren vor Kantonsgerichtsaus-
schuss eine Umtriebsentschädigung in der Höhe von Fr. 800.00 zu bezah-
len, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 113 des Bundesgerichtsge-
setzes (BGG) subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entschei-
dung einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Verfassungsbeschwerde 
gelten die Art. 113-119 BGG.

4. Mitteilung an:

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Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident Der Aktuar