# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b603e7d-683a-5688-90a2-b1c65ca6eb83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.07.2018 200 2017 941
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-941_2018-07-09.pdf

## Full Text

200 17 941 IV
FUR/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Juli 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1985 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 3. Oktober 2013 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen an (Dossier der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 2). Die IVB holte die üblichen Unterlagen, u.a. Berichte 
der behandelnden Ärzte (AB 10, 18, 20, 38 ff., 45 ff.,), ein und veranlasste 
eine Begutachtung durch die Begutachtungsstelle B.________ (interdiszi-
plinäres Gutachten vom 16. Dezember 2015 [AB 70.1]). Die IVB holte wei-
ter Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. 
April 2016 (AB 73 S. 4 ff.) und 27. September 2016 (AB 80 S. 5 f.) sowie 
der Begutachtungsstelle B.________ vom 5. Juli 2016 (AB 78) ein. Danach 
veranlasste sie eine Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (AMA) vom 
27. März bis 21. April 2017 (AMA-Bericht vom 10. Mai 2017 [AB 94]). Mit 
Vorbescheid vom 2. Juni 2017 stellte die IVB die Ablehnung einer Rente in 
Aussicht (AB 96). Hiergegen erhob die Versicherte Einwände (AB 99). 
Nach einer Stellungnahme des RAD vom 25. September 2017 (AB 103 S. 
3 f.) lehnte die IVB mit Verfügung vom 28. September 2017 die Zuspre-
chung von Leistungen ab mangels eines Gesundheitsschadens mit invali-
disierender Wirkung im Rechtssinne (AB 104).

B.

Am 26. Oktober 2017 erhob die Versicherte beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde. Sie beantragt sinngemäss eine Rente der Inva-
lidenversicherung, eventuell eine weitere Abklärung des medizinischen 
Sachverhaltes, und beanstandet, die Beschwerdegegnerin stelle aussch-
liesslich auf die Beurteilung der AMA ab. Der RAD-Arzt, welcher sie nicht 
untersucht habe, lasse die im interdisziplinären Gutachten vom 16. De-
zember 2015 gestellten invalidisierenden Leiden ausser Acht. Ebenso sei 
die lange Dauer der Einschränkung nicht berücksichtigt worden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2017 beantragt die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

In den Stellungnahmen vom 5. April 2018 und vom 23. April 2018 hielten 
die Parteien an ihren Anträgen fest und äusserten sich zu den Auswirkun-
gen der Leitentscheide BGE 143 V 409 und 418 auf den vorliegenden Fall.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
26. September 2017 (AB 104), mit welcher mangels invalidisierenden Ge-
sundheitsschadens ein Anspruch auf Leistungen der IV verneint und das 
Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Streitig ist der Anspruch auf eine 
Rente der Invalidenversicherung. 

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-
heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).  

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 

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(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

2.1.2 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle Be-
weislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6 
S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.1.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 6

Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

2.1.4 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
„funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versi-
cherte Person zu tragen (E. 6 S. 308).

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 28. September 2017 (AB 104) vornehmlich auf den – durch den 
Psychiater begleiteten – Abklärungsbericht der AMA vom 10. Mai 2017 ab 
(AB 94). Die AMA wurde vom 27. März bis 21. April 2017 in der Ab-
klärungsstelle C.________ durchgeführt. Sie wurde veranlasst, nachdem 
die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des zuvor angeordneten 
interdisziplinären Gutachtens bei der Begutachtungsstelle B.________ vom 
16. Dezember 2015 (AB 70.1) sowie auch nach deren Stellungnahme vom 
5. Juli 2016 (AB 78) schliesslich die Beschwerdegegnerin nicht zu über-

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zeugen vermochte (vgl. Stellungnahmen des RAD vom 21. April 2016 [AB 
73 S. 5 f.] und 27. September 2016 [AB 80 S. 5 f.]).

Der AMA-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Neur-
asthenie (ICD-10 F48.0) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Agoraphobie mit (remittierter) Panikstörung (ICD-10 F40.01) sowie eine 
Aufmerksamkeits-Defizitstörung vom unaufmerksamen Typus (DSM IV 
314.00; AB 94 S. 20). Er hielt fest, die Beschwerdeführerin habe (während 
der Abklärung) gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Ihre Grundarbeits-
fähigkeiten, wie Motivation, Kooperation, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, so-
wie ein gepflegtes Auftreten seien absolut intakt. Ihre kognitiven Fähigkei-
ten, inklusive Auffassung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Planungsver-
mögen seien überdurchschnittlich erhalten. Die Beschwerdeführerin erbrin-
ge sowohl im angestammten administrativen Bereich, wie auch im Bereich 
Empfang/Verkauf, Service, sowie im handwerklich-kreativen Bereich gute 
Leistungen, welche quantitativ bei 80 % lägen (AB 94 S. 21). Die nach wie 
vor vorhandene Agoraphobie wirke sich limitierend auf die Länge des Ar-
beitsweges, nicht jedoch auf die Arbeitsfähigkeit als solche aus. Während 
der Arbeit sei die Angstproblematik nicht vorhanden. Die ohnehin eher 
marginale ADS-Problematik habe sich während der Abklärung nicht 
störend bemerkbar gemacht. Auffällig sei jedoch die raschere Ermüdbarkeit 
gewesen, welche sich ab einem 80 % Pensum störend bemerkbar gemacht 
habe. Sie entspreche diagnostisch am ehesten einer seit Kindheit nach-
weisbaren Neurasthenie. Die Symptomatik sei zu wenig ausgeprägt und 
stabil, um die Diagnose einer spezifischen Persönlichkeitsstörung zu recht-
fertigen. Auch eine rezidivierende depressive Störung und/oder eine 
schwerwiegende Angststörung lägen nicht vor (AB 94 S. 21). Zum medizi-
nischen Zumutbarkeitsprofil führte Dr. med. D.________ aus, der Be-
schwerdeführerin sei eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt zu einem Pen-
sum von maximal 70 bis 80 % zumutbar. In Frage kämen …, …, Tätigkei-
ten …, prinzipiell auch Tätigkeiten im … Die Beschwerdeführerin sei nicht 
geeignet für Schichtarbeit sowie begrenzt geeignet für Führungsaufgaben 
(AB 94 S. 22).

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3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4

3.4.1 In psychiatrischer Hinsicht ist vorab auf die Ausführungen von 
Dr. med. D.________ abzustellen; der medizinische Teil des AMA-Berichts 
erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an medizinische Berichte 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm grundsätzlich Beweiswert zukommt. 
Gemäss den diagnostischen Leitlinien der ICD-10 liegt eine Neurasthenie 
(ICD-10 F48.0) vor bei: Anhaltenden und quälenden Klagen entweder über 
gesteigerte Ermüdbarkeit nach geistiger Anstrengung oder über körperliche 
Schwäche und Erschöpfung nach geringsten Anstrengungen. Bei mindes-
tens zwei der folgenden Empfindungen: Muskelschmerzen und –
beschwerden, Schwindelgefühlen, Spannungskopfschmerzen, 
Schlafstörungen, Unfähigkeit zu entspannen, Reizbarkeit, Dyspepsie. Die 
vorliegenden autonomen oder depressiven Symptome sind nicht anhaltend 
und schwer genug, um die Kriterien für eine der spezifischeren Störungen 

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in der dieser Klassifikation zu erfüllen (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Interna-
tionale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapital V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10., überarb. Aufl., S. 236). Dass bei der Be-
schwerdeführerin mit Blick auf die Befunde eine Neurasthenie vorliegt, ist 
schlüssig. Dr. med. D.________ setzte sich auch mit weiteren – in den Be-
richten der behandelnden Ärzte und dem Gutachten genannten – Diagno-
sen überzeugend auseinander. Die medizinische Beurteilung stellte er auf 
die Akten (AB 91 S. 18) und die Ergebnisse der mehrwöchigen Abklärung 
ab, d.h. er – wie auch die AMA-Fachleute – schilderte schlüssig, was die 
Beschwerdeführerin während der Abklärung zu leisten vermochte. Die 
Schätzung des AMA-Arztes, die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
liege bei 70 bis 80 %, wobei eine Vielzahl von Tätigkeiten, auch wie die 
zuletzt ausgeübte …. Tätigkeit in Frage kommen (AB 94 S. 21 f.), ist somit 
nachvollziehbar. 

3.4.2 Nicht gefolgt werden kann der Auffassung der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 3), es sei aus psychiatrischer Sicht auf das interdisziplinä-
re Gutachten vom 16. Dezember 2015 (AB 70.1) abzustellen: Die Gutach-
ter gingen zwar von einer komplexen psychosomatischen Störung aus, 
danach nannten sie jedoch ein adultes Aufmerksamkeitssyndrom mit Kon-
zentrationsmangel, Impulsanfälligkeit und Reizüberflutung, sowie die immer 
noch ausgeprägten Angststörungen für die Einschätzung der Beeinträchti-
gung von komplexen Funktionen als relevant (AB 70.1 S. 43). Die Frage, 
welche Diagnosen eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben, wurde 
von den Gutachtern weder im interdisziplinären Gutachten (vgl. auch AB 73 
S. 5 Ziff. 1 und 2) noch in der Stellungnahme vom 5. Juli 2016 (AB 78 S. 1) 
schlüssig beantwortet. Gestützt auf eine Arbeitsplatzbegehung (AB 70.6 
S. 2) hielten die Gutachter zur ausgeübten Tätigkeit fest, sie erfolge in einer 
beschützenden Arbeitsumgebung mit deutlicher sozialer Lohnkomponente, 
wobei gegenwärtig ein erhöhter, erheblich flukturierender Erholungsbedarf 
von im Mittel mindestens 50 % eines Arbeitstages bestehe (AB 70.1 S. 44). 
Die angegebene Arbeitsfähigkeit in einer angepassten mittelschweren (ste-
hend, gehend, sitzend) Tätigkeit von täglich drei bis unter sechs Stunden 
(AB 70.1 S. 45), was auch mit der Stellungnahme vom 5. Juli 2016 
bestätigt wurde (AB 78 S. 2 Ziff. 3), ist als Einschätzung ungenau (vgl. 
AB 73 S. 5 Ziff. 4) und überzeugt nicht. Zur Frage der verminderten Leis-

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tungsfähigkeit wurde in der Stellungnahme vom 5. Juli 2016 ausgeführt, im 
Abgleich mit den Belastungsvorgaben der Tätigkeit als … in einem … be-
trage diese 0 % (AB 78 S. 2). Diese Beurteilung wie auch die Einschätzung 
der Gutachter, dass ebenfalls in einer anderen angepassten Tätigkeit die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit im selben erheblichen Ausmass einge-
schränkt wäre (AB 78 S. 2), ist mit Blick auf die Ergebnisse der AMA, wo-
nach bei Arbeiten in administrativen, handwerklichen, manuellen und logis-
tischen Bereich eine durchschnittlich quantitative Leistung von 80 %, bei 
einer verwertbaren bis vollwertigen Qualität, möglich war (AB 94 S. 22 un-
ten), ebenfalls nicht überzeugend.

3.4.3 Auch auf die Berichte der behandelnden Fachärzte kann nicht ab-
gestellt werden: Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, welche die Beschwerdeführerin seit … 2015 behandelt, stellte 
im Bericht vom 4. Juli 2017 die Problematik einer Angstsymptomatik, wo-
nach es der Beschwerdeführerin nur unter grossem Aufwand möglich sei, 
sich selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen oder öffentliche Ver-
kehrsmittel zu benutzen, in den Vordergrund und sah die Gefühle der Er-
schöpfung als Ausdruck der Anpassungsleistungen; zur Arbeitsfähigkeit 
äusserte sie sich nicht (AB 101). Demgegenüber war in der AMA-Abklärung 
überzeugend festgehalten worden, dass die vorhandene Agoraphobie sich 
auf die Länge des Arbeitsweges, nicht jedoch auf die Arbeitsfähigkeit als 
solche auswirkt (vgl. AB 94 S. 21). Dr. med. dipl. psych. F.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht 
vom 2. Oktober 2014 eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung 
ADHS (ICD-10 F90) seit Kindheit, ein postmengingopostencephalitischer 
Residualzustand bei Zustand nach Kleinhirnabszess und operativem Ein-
griff im … Lebensjahr sowie eine Agoraphobie (ICD-10 F40.0; AB 51 S. 1) 
und stellte fest, dass die Beschwerdeführerin im Betrieb des …. tätig sei, 
wobei es sich quasi um einen geschützten Arbeitsplatz handle. Bei der Be-
schreibung der Einschränkung am Arbeitsplatz übernahm der behandelnde 
Psychiater die Angaben der Beschwerdeführerin (Arbeitsstil, Unpünktlich-
keit, chaotische Struktur, Selektion der Arbeiten nach eigenen Interessen 
und nicht nach innerbetrieblicher Dringlichkeit; AB 51 S. 2, S. 3 Ziff. 1.7 und 
S. 4 Ziff. 1.11) und begründete seine Beurteilung, dass dies auf dem ersten 
Arbeitsmarkt einer Tätigkeit von 40 % entsprechen würde (AB 51 S. 3), 

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nicht weiter. Die Hausärztin Dr. med. G.________ ging im Bericht vom 8. 
September 2014 von einem stationären Gesundheitszustand aus und dia-
gnostizierte eine Hypersomnie, Neurasthenie und ein ADHS. Die Arbeitsun-
fähigkeit von 40 % begründete sie lediglich mit dem Hinweis, dass die Be-
schwerdeführerin über die Jahre mit einem 60 % Pensum funktioniert habe 
(AB 41). Die Ärzte der Klinik H.________, in welcher die Beschwerdeführe-
rin sich vom 30. September bis 6. Dezember 2013 stationär aufhielt, attes-
tierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % lediglich bis Ende Dezember 
2013 (AB 51 S. 16) und im Bericht vom 22. November 2013 empfahlen sie 
einen Wiedereinstieg zu 30 % und hielten fest, es sei mit einer Erhöhung 
zu rechnen, wobei sie den Umfang und den Zeitpunkt nicht abschätzen 
konnten (AB 18 S. 4). 

3.5 In somatischer Hinsicht – diesbezüglich erfolgten während Jahren 
immer wieder Abklärungen (AB 43 S. 8, 46 S. 2 ff., 7 ff., 12, 47 S. 2 ff.) – 
liegen keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit vor. Auch im interdiszi-
plinären Gutachten der Gutachtenstelle …. vom 16. Dezember 2015 
(AB 70.1) wurde einzig die Kondition erwähnt, welche ein unterdurch-
schnittliches Leistungsniveau ergeben habe, was jedoch trainierbar sei. 
Klinisch-neurologisch wurden keine Auffälligkeiten festgestellt (AB 70.1 
S. 43).

3.6 Damit ist der medizinische Sachverhalt umfassend abgeklärt. Ob 
die ärztliche Einschätzung, die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Neur-
asthenie funktionell zu 20 bis 30 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, zu 
einer rentenbegründenden Invalidität führt, ist nachfolgend zu prüfen (vgl. 
E. 2.1.2 ff. hiervor):

Zum Komplex „Gesundheitsschädigung“ ist festzuhalten, dass als Diagno-
se mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Neurasthenie (ICD-10 
F48.0) vorliegt, wobei die Befunde nicht ausgeprägt sind (AB 94 S. 21). 
Eine Behandlungsresistenz liegt nicht vor, vielmehr finden wöchentliche 
psychiatrische Behandlungen statt, wobei Ziel der Behandlung die Verbes-
serung und Stabilisierung der psychischen Befindlichkeit und Belastbarkeit 
ist. Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. E.________ hat denn auch in 
ersten Ansätzen Copingstrategien in Bezug auf die hohe Erregtheit und auf 
die Selbstunsicherheit erarbeiten können; die Panikattacken würden weni-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 13

ger oft auftreten (AB 101). Es liegen keine relevanten Komorbiditäten vor; 
weder die Agoraphobie noch die marginale ADS-Problematik wirkten sich 
auf die Arbeitsfähigkeit aus. Es besteht auch keine Persönlichkeitsstörung 
mit ressourcenhemmender Wirkung (AB 94 S. 21). Bezüglich des sozialen 
Kontextes ist zu bemerken, dass ein gutes Verhältnis zur Familie besteht 
(AB 94 S. 8). Die Beschwerdeführerin ist in der Firma des …. tätig, wobei 
er nicht ihr direkter Vorgesetzter ist (vgl. auch AB 99 S. 6). Von 2007 bis 
2010 arbeitete sie zwar lediglich zu 40 %, dabei absolvierte sie jedoch auch 
berufsbegleitend eine Handelsschule (Abschluss Handelsdiplom im ….; 
AB 70.1 S. 14, 94 S. 7). Lediglich im Jahr 2013 – nach einem Vorgesetz-
tenwechsel – verschlechterte sich vorübergehend die Situation (AB 94 S. 
19) und es erfolgten stationäre Behandlungen vom 14. September bis 
6. Dezember 2013 (AB 18 S. 6, 20 S. 1). Die Beschwerdeführerin ist wei-
terhin zu einem Pensum von 60 % tätig und zur Frage nach der beruflichen 
Zukunft gab sie an, für die Durchführung eines …-…-Kurses angefragt 
worden zu sein (AB 94 S. 18), was sie interessieren würde. Ein krankheits-
bedingter Rückzug liegt auch bezüglich der Freizeitgestaltung nicht vor: Die 
Beschwerdeführerin hat eine regelmässige Tagesstruktur (vgl. auch AB 
70.1 S. 13), sie bäckt gerne Kuchen, hat die … als Hobby und hilft sogar 
ihrem Freund bei der … (AB 94 S. 8). Dies weist auf keine grosse Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus hin. 

Nach dem Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass die Neurasthenie 
die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im attestierten 
Ausmass von 20 bis 30 % einschränkt. Es liegt somit kein invalidisierender 
Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes vor. 

3.7 Die Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Rente der 
Invalidenversicherung. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
28. September 2017 erweist sich als korrekt und die Beschwerde ist abzu-
weisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 14

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 2018, IV/17/941, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.