# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 696b36d1-e9d7-506c-b561-63f59ea2249d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 06.10.2010 SK2 2010 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2010-39_2010-10-06.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 06. Oktober 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 10 39 [nicht/mündlich eröffnet]

Entscheid
II. Strafkammer

Vorsitz Bochsler
Richter Schlenker und Hubert
Redaktion Aktuar Pers

In der verwaltungsstrafrechtlichen Berufung

des A., Einsprecher und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16, 7002 Chur, 

gegen

die Verfügung des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit vom 24. 
Juni 2010, mitgeteilt am 2. Juli 2010, in Sachen des Einsprechers und 
Berufungsklägers,

betreffend Entzug des Führerausweises und Anordnung einer Verkehrstherapie,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Am 26. November 2005 um 21.10 Uhr fuhr A. mit einem Personenwagen 
auf der Südspur der Autostrasse A13 in Richtung Z.. Nach der Überführung Y. 
geriet er mit dem Fahrzeug zu weit nach rechts und kollidierte mit der Leitplanke. 
In der Folge schleuderte der Wagen nach links gegen die Mittelleitplanke, wo es 
zu einer weiteren Kollision kam. Nach dem Unfall lenkte er den stark beschädigten 
und nicht betriebssicheren Personenwagen an drei Ausstellplätzen vorbei und 
verliess die Autostrasse bei der Ausfahrt X.. Mit Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein vom 26. Juni 2007 wurde A. der 
Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 7 Abs. 2 VRV 
in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG, gemäss Art. 51 Abs. 1 und Abs. 3 SVG und 
Art. 54 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG sowie gemäss Art. 29 
SVG in Verbindung mit Art. 93 Ziff. 2 Abs. 1 SVG schuldig gesprochen und mit 
einer Busse von Fr. 500.-- bestraft.

2. Am 2. Januar 2006 um 02.50 Uhr lenkte A. seinen Personenwagen mit 
einem Blutalkoholgehalt von 0.9‰. Mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses 
Plessur vom 13. November 2007 wurde A. des Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe 
von 60 Tagessätzen à Fr. 60.-- bestraft. In teilweiser Gutheissung der Berufung 
reduzierte das Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 21. Mai 2008 die 
Geldstrafe auf 60 Tagessätze à Fr. 50.--.

3. Am 24. Januar 2006 um 20.48 Uhr überschritt A. auf der Autobahn A1 bei 
W. mit einem Lieferwagen die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Anhängerzüge 
von 80 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge um rechtlich relevante 32 km/h. 
Hierfür wurde er mit Strafmandat des Bezirksamts Baden vom 10. Februar 2006 
zu einer Busse von Fr. 700.-- verurteilt. Mit revidiertem Strafbefehl vom 5. Juli 
2007 wurde die Busse auf Fr. 510.-- reduziert. Die nochmalige Betrachtung des 
Videos der Geschwindigkeitsmessung habe ergeben, dass das Polizeifahrzeug 
während der Nachfahrmessung den Abstand zunächst konstant gehalten, im 
Verlauf der Nachfahrt aber leicht verringert habe. Dem sei bei der Berechnung der 
Durchschnittsgeschwindigkeit und des gewährten Toleranzabzugs entsprechend 
Rechnung zu tragen, wobei sich aufgrund der gesamten Umstände ein Abzug von 
15 % rechtfertige. Daraus resultiere eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 
rechtlich relevanten 24 km/h. In der Folge liess das Departement für Justiz, 
Sicherheit und Gesundheit Graubünden (DJSG) beim Bundesamt für Meteorologie 
(METAS) ein Gutachten über die Nachfahrmessung erstellen. Dieses stellte mit 

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Gutachten vom 28. April 2008 fest, dass eine Erhöhung der Sicherheitsmarge von 
8 % auf 15 % - wie vom Bezirksamt Baden entschieden - nicht gerechtfertigt sei, 
weshalb von den Feststellungen des Strafrichters abzuweichen sei. Gestützt auf 
das Gutachten sei somit von einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 32 km/h 
auszugehen.

B. Mit Verfügung vom 31. Mai 2006 verpflichtete das Strassenverkehrsamt 
Graubünden (nachfolgend Strassenverkehrsamt) A., sich zur Abklärung der 
Fahreignung beim Psychiatrischen Dienst Graubünden (PDGR) 
verkehrspsychologisch untersuchen zu lassen. Damit sollte abgeklärt werden, ob 
A. aufgrund seines bisherigen Verhaltens Gewähr biete, dass er künftig beim 
Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen 
Rücksicht nehmen würde (charakterliche Eignung). A. habe innerhalb von nur 
zwei Monaten gleich zwei mittelschwere Widerhandlungen sowie eine schwere 
Widerhandlung begangen. Er sei seit April 1997 im Besitz des Führerausweises 
und die vorliegend zu beurteilenden Vorfälle stellten seit dem Jahre 2004 bereits 
die dritte Administrativmassnahme dar. Zuvor hatte das Strassenverkehrsamt A. 
den Führerausweis mit Verfügung vom 28. Dezember 2004 für die Dauer von 
einem Monat (Überschreitung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit um 49 
km/h) sowie mit Verfügung vom 6. Juli 2005 für die Dauer von sechs Monaten 
(Fahren in fahrunfähigem Zustand mit einem Blutalkoholgehalt von mindestens 
0.91‰ sowie Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 26 km/h) 
entzogen. Aufgrund der gesamten Sachlage bestünden ernsthafte Zweifel an 
seiner Fahreignung, weshalb eine diesbezügliche verkehrspsychologische 
Abklärung unumgänglich sei.

C. Gegen diese Verfügung liess A. mit Eingabe vom 16. Juni 2006 
Beschwerde beim Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG 
[damaliges Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement]) einreichen. Mit 
prozessleitender Verfügung vom 20. Juni 2006 sistierte das Departement das 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss der 
Strafverfahren. Gleichzeitig wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
erteilt. Nach Abschluss der Strafverfahren wies das DJSG die Beschwerde mit 
Verfügung vom 21. April 2009 ab, woraufhin die Verfügung des 
Strassenverkehrsamts vom 31. Mai 2006 unangefochten in Rechtskraft erwuchs.

D.1. Am 25. August 2009 wurde A. - wie mit Verfügung des 
Strassenverkehrsamts vom 31. Mai 2006 angeordnet - vom PDGR einer 
testpsychologischen Untersuchung zur Überprüfung seiner charakterlichen 

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Eignung unterzogen. Das Gutachten des PDGR vom 30. September 2009 kam 
zum Schluss, dass die Fahreignung von A. nur mit Auflagen (Verkehrstherapie) 
gegeben sei, da eine unsichere charakterliche Fähigkeit zur Verkehrsanpassung 
festgestellt worden sei.

2. Mit Verfügung vom 10. Februar 2010 entzog das Strassenverkehrsamt A. 
den Führerausweis für die Dauer von 12 Monaten im Rahmen eines 
Warnungsentzugs. Er habe innerhalb von zwei Monaten gleich zwei mittelschwere 
Widerhandlungen sowie eine schwere Widerhandlung gegen die 
Strassenverkehrsordnung begangen. Ferner ordnete das Strassenverkehrsamt 
gestützt auf das Gutachten des PDGR vom 30. September 2009 mit einer zweiten 
Verfügung vom 10. Februar 2010 gegen A. verkehrstherapeutische Massnahmen 
an.

E. Gegen diese Verfügungen liess A. mit Eingabe vom 5. März 2010 je eine 
separate Beschwerde gegen den ausgesprochenen Warnungsentzug sowie 
gegen die angeordnete Verkehrstherapie beim DJSG erheben. Mit Verfügung vom 
24. Juni 2010, mitgeteilt am 2. Juli 2010, vereinigte das DJSG die beiden 
Verfahren und wies die Beschwerden ab. 

F. Mit Eingabe vom 16. Juli 2010 reichte A. gegen die abweisende Verfügung 
des DJSG Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem 
Rechtsbegehren ein:

„I. Rechtsbegehren

1. Ziff. 2 bis 6 des Dispositivs der Departementsverfügung vom 24. Juni 
2010, mitgeteilt 02. Juli 2010, sowie die Verfügungen des 
Strassenverkehrsamtes des Kantons Graubünden vom 10. Februar 
2010 betreffend Verkehrstherapie und betreffend Warnungsentzug 
seien vollumfänglich aufzuheben.

2. Warnungsentzug

Es sei gerichtlich anzuordnen, dass von einem Warnungsentzug 
abzusehen ist.

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das 
Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden, subeventualiter an 
das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit des Kantons 
Graubünden zurückzuweisen.

Subeventualiter sei die Dauer des Warnungsentzuges auf 6 Monate zu 
reduzieren.

Subsubeventualiter sei festzustellen, dass der Anspruch des 
Berufungsklägers auf Beurteilung innert angemessener Frist verletzt 
worden ist.

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3. Verkehrstherapie

Es sei gerichtlich anzuordnen, dass von einer Verkehrstherapie 
abzusehen ist.

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das 
Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden, subeventualiter an 
das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit des Kantons 
Graubünden zurückzuweisen.

4. Die Kosten des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens seien auf die 
Staatskasse zu nehmen und dem Berufungskläger sei für seine 
anwaltlichen Aufwendungen in den Beschwerdeverfahren VB 10/20-
9481 und VB 10/21-9482 eine Parteientschädigung im Betrage von Fr. 
2'024.50 sowie Fr. 3'448.50, Total Fr. 5'473.00, zu Lasten des Kantons 
(Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit 
Graubünden/Strassenverkehrsamt) zuzusprechen.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für das 
Berufungsverfahren zu Lasten des Kantons (Departement für Justiz, 
Sicherheit und Gesundheit Graubünden/Strassenverkehrsamt).

II. Prozessuale Anträge

Es sei eine öffentliche Berufungsverhandlung durchzuführen.“

Das DJSG beantragt mit Vernehmlassung vom 3. August 2010 die vollumfängliche 
Abweisung der Berufung unter Kostenfolge zu Lasten des Berufungsklägers.

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2010 setzte der Rechtsvertreter von A. den 
Vorsitzenden der II. Strafkammer in Kenntnis, dass unter Hinweis auf die 
Eingaben im Beschwerdeverfahren (recte: Berufungsverfahren) auf die 
Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung verzichtet werde.

Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gegen Entscheide des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit 
in Administrativmassnahmen im Strassenverkehr kann der Betroffene gestützt auf 
Art. 21 des kantonalen Einführungsgesetzes zum SVG (EGzSVG; BR 870.100) 
beim Kantonsgericht Berufung gemäss Art. 141 ff. des kantonalen Gesetzes über 
die Strafrechtspflege (StPO; BR 350.000) einlegen. Diese ist innert 20 Tagen seit 
der schriftlichen Eröffnung der Verfügung beim Kantonsgericht einzureichen. Sie 
ist zu begründen und hat darzutun, welche Mängel des vorinstanzlichen 

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Entscheids oder Verfahrens gerügt werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Auf die 
vorliegend frist- und formgerecht eingereichte Berufung vom 16. Juli 2010 ist somit 
einzutreten.

2. Dem Antrag des Berufungsklägers auf Durchführung einer mündlichen 
Verhandlung wurde mit prozessleitender Verfügung vom 30. August 2010 
stattgegeben und die Hauptverhandlung auf den 6. Oktober 2010 angesetzt. Mit 
Schreiben des Rechtsvertreters des Berufungsklägers vom 5. Oktober 2010 wurde 
in der Folge darauf verzichtet, womit dieser Antrag gegenstandslos geworden ist. 
Aufgrund der klaren Aktenlage ist die persönliche Befragung des 
Berufungsklägers für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache ohnehin nicht 
als notwendig angezeigt (Art. 144 Abs. 1 StPO).

3.a. Gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. b des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 
741.01) begeht eine schwere Widerhandlung, wer in angetrunkenem Zustand mit 
einer qualifizierten Blutalkoholkonzentration ein Motorfahrzeug führt. Gestützt auf 
Art. 55 Abs. 6 SVG hat die Bundesversammlung die Verordnung über 
Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr (SR 741.13) erlassen. Laut Art. 1 Abs. 
2 dieser Verordnung gilt eine Blutalkoholkonzentration von 0.8‰ oder mehr als 
qualifiziert. Diese Verordnung trat am 1. Januar 2005 in Kraft. Eine solche 
Widerhandlung hat gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG einen Führerausweisentzug 
von mindestens zwölf Monaten zur Folge, wenn in den vorangegangenen fünf 
Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal 
wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen worden war. Der 
Warnungsentzug bezweckt, den Fahrzeuglenker, der schuldhaft Verkehrsregeln 
verletzt hat, zu mehr Sorgfalt und Verantwortung zu erziehen und ihn dadurch von 
weiteren Verkehrsdelikten abzuhalten (BGE 130 II 25 E. 3.1 S. 28; 129 II 92 E. 2.1 
S. 94; 128 II 173 E. 3.b S. 175).

b. Das Strassenverkehrsamt sah sich aufgrund folgender drei Vorfälle zum 
Erlass der Verfügung betreffend Warnungsentzug vom 10. Februar 2010 
veranlasst: Der erste Vorfall betrifft den Selbstunfall des Berufungsklägers vom 26. 
November 2005, nach welchem er sich nicht pflichtgemäss verhalten und dadurch 
eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften 
begangen hat; der zweite Vorfall betrifft die Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 
mit 0.9 Gewichtspromille, wobei es sich um eine schwere Widerhandlung handelt, 
und der dritte massgebliche Vorfall war die Überschreitung der 
Höchstgeschwindigkeit, begangen am 24. Januar 2006, um 32 km/h, was 
ebenfalls eine mittelschwere Widerhandlung darstellt (vgl. SK2 10 30, act. 110).

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c. Das DJSG hat mit der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2010 den 
vom Strassenverkehrsamt ausgesprochenen Warnungsentzug sowie dessen 
Dauer bestätigt. Abgewichen ist es einzig von der Begründung des 
Strassenverkehrsamts, was aufgrund der ihm zustehenden Kognitionsbefugnis 
zulässig ist. Das DJSG kann den angefochtenen Entscheid zu Gunsten oder zu 
Ungunsten der beschwerdeführenden Partei ändern und verfügt mithin über volle 
Kognitionsbefugnis (Art. 31 und Art. 37 des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]).

c/aa. Der erste Fall, auf den sich das DJSG in der angefochtenen Verfügung 
abgestützt hat, betrifft das Fahren in angetrunkenem Zustand, begangen am 5. 
Mai 2005, mit einem Blutalkoholgehalt von mindestens 0.91‰. Am 14. Juni 2005 
verurteilte die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, den 
Berufungskläger deswegen sowie wegen der zugleich begangenen 
Geschwindigkeitsüberschreitung um 26 km/h zu 30 Tagen Gefängnis sowie einer 
Busse von Fr. 800.--., wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer 
Probezeit von vier Jahren aufgeschoben wurde (SK2 10 30, act. 47). Aufgrund 
dieses Vorfalls wurde dem Berufungskläger mit Verfügung des 
Strassenverkehrsamts vom 6. Juli 2005 der Führerausweis für die Dauer von 
sechs Monaten entzogen (SK2 10 30, act. 16 und 20). Dieser Fall ist längst 
rechtskräftig und wird im vorliegenden Berufungsverfahren denn auch zu Recht 
nicht bestritten.

c/bb. Der zweite Fall betrifft eine erneute Trunkenheitsfahrt des Berufungsklägers 
mit einem Blutalkoholgehalt von 0.9‰, begangen am 2. Januar 2006. Das 
Kantonsgericht von Graubünden setzte mit Urteil vom 21. Mai 2008 in teilweiser 
Gutheissung der Berufung das Strafmass herab, bestätigte aber den 
Schuldspruch der Vorinstanz. Diese befand den Berufungskläger des Fahrens in 
angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG für schuldig, legte ihm 
allerdings bloss eine fahrlässige Begangenschaft zur Last (vgl. Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses vom 13. November 2007, E. 4.d.ee, S. 16 [SK2 10 
30, act. 48]; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 21. Mai 2008, E. 4.c, 
S. 16 [SK2 10 30, act. 59]). Auch dieser Fall ist in Rechtskraft erwachsen.

c/cc. Der Berufungskläger hat sich somit - allein im Hinblick auf die beiden 
vorgenannten Fälle - seit dem 1. Januar 2005 zweimal des Fahrens in 
angetrunkenem Zustand schuldig gemacht. Dabei wies er jeweils eine qualifizierte 
Blutalkoholkonzentration auf, womit er zwei schwere Widerhandlungen gegen die 
Strassenverkehrordnung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG beging. Gestützt 

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auf Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG musste ihm der Führerausweis - nachdem ihm dieser 
bereits wegen der am 5. Mai 2005 begangenen schweren Widerhandlung 
entzogen worden war - nach der Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 zwingend 
für die Dauer von zwölf Monaten entzogen werden. Sowohl das 
Strassenverkehrsamt als auch das DJSG liessen es bei dieser gesetzlichen 
Mindestentzugsdauer bewenden.

c/dd. Bildete der Selbstunfall des Berufungsklägers vom 26. November 2005 
nach dem Gesagten bei der hier zu beurteilenden Verfügung des DJSG gar keine 
Entscheidgrundlage, erübrigt sich auch der vom Berufungskläger beantragte 
Beizug der diesbezüglichen Strafakten. Dieser Antrag ist mithin abzuweisen.

4. Der Berufungskläger ist der Auffassung, dass der Konzeption von Art. 16c 
Abs. 1 lit. b SVG die vorsätzliche Tatbegehung zugrunde liege. An die Problematik 
der äusserst seltenen Fälle der fahrlässigen Tatbegehung habe der Gesetzgeber 
nicht gedacht, so dass insofern von einer Gesetzeslücke ausgegangen werden 
müsse. Was die Trunkenheitsfahrt vom 2. Januar 2006 anbelange, habe das 
Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 21. Mai 2008 erkannt, dass von 
fahrlässiger Tatbegehung auszugehen sei. Daher sei Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG im 
vorliegenden Fall nicht anwendbar, womit auch keine Bindung an die gesetzliche 
Mindestentzugsdauer bestehe.

Diese Auffassung geht fehl. Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG trifft keine Unterscheidung in 
vorsätzliches und fahrlässiges Fahren in angetrunkenem Zustand, weshalb unter 
den entsprechenden Voraussetzungen von Gesetzes wegen ein 
Führerausweisentzug zu erfolgen hat. Eine Massnahme wegen Fahrens in 
angetrunkenem Zustand setzt zwar stets ein Verschulden voraus, jedoch genügt 
dabei jede Art von Verschulden. Vorsatz oder Fährlässigkeit beziehen sich dabei 
auf die Angetrunkenheit bei Antritt der Fahrt. Der Fahrzeugführer handelt 
vorsätzlich, wenn er die Fahrt antritt, obwohl er weiss oder mit der Möglichkeit 
rechnen muss, dass er angetrunken ist. Fahrlässig handelt er, wenn er im 
Zeitpunkt des Antritts der Fahrt aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt, 
dass er angetrunken ist oder sein könnte. Sowohl bei Vorsatz als auch bei 
Fahrlässigkeit hat ein Warnungsentzug zu erfolgen. Erleichterungen sind 
höchstens bei der Bemessung der Entzugsdauer zu gewähren (Schaffhauser, 
Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die 
Administrativmassnahmen, Bern 1995, N 2393 mit Hinweisen und N 2430; BGE 
128 II 182 E. 3.b S. 185). Nachdem vorliegend bereits die gesetzliche 

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Mindestentzugsdauer von 12 Monaten verfügt wurde, bleibt für eine weitere 
Reduktion kein Raum. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.

5.a. Der Berufungskläger rügt, dass die Verfehlungen, welche Gegenstand des 
Massnahmeverfahrens bildeten (Übertretungstatbestand vom 26. November 2005, 
Vergehenstatbestand vom 2. Januar 2006, Geschwindigkeitsüberschreitung vom 
24. Januar 2006) bereits 4 ½ Jahre zurücklägen. Diese Verfahrensdauer könne 
ihm nicht angelastet werden. Die Sistierung des Beschwerdeverfahrens VB 06/47-
6299 mit Verfügung vom 20. Juni 2006 habe in den damals nicht 
abgeschlossenen Strafverfahren gegründet, deren Ausgang das DJSG aus 
nachvollziehbaren Gründen habe abwarten wollen. Vor diesem Hintergrund sei es 
unverständlich und in sich widersprüchlich, dass das DJSG ohne nachvollziehbare 
Begründung nicht auf den Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 7. Juli 2007 
(recte: 5. Juli 2007) abgestellt und eigene Abklärungen durch das METAS 
veranlasst habe. Es sei nicht ersichtlich, aus welchem Grund ihm verwehrt sein 
sollte, sich auf das Beschleunigungsgebot zu berufen, weil sich entsprechende 
Verzögerungen in den Strafverfahren ergeben hätten. Die Verfahrenssistierung sei 
zwar von ihm beantragt, jedoch vom DJSG verfügt worden. Zwischen den 
erstinstanzlichen Verfügungen und dem angefochtenen Beschwerdeentscheid 
seien wiederum fünf Monate verstrichen, in denen die Vorinstanz mit allen 
möglichen und unmöglichen Mitteln versucht habe, das offensichtlich unter 
schweren Verfahrensfehlern leidende erstinstanzliche Verfahren nachträglich zu 
legalisieren. Die Sache müsste zur Durchführung eines ordnungsgemässen 
Verfahrens an das Strassenverkehrsamt zurückgewiesen werden, womit 
wiederum ein beträchtlicher Zeitverlust verbunden wäre. Dabei sei angemerkt, 
dass nicht nur im vorliegenden Administrativverfahren qualifizierte 
Verfahrensfehler geschehen seien; auch in den Beschwerdeverfahren VB 09/40-
8838 und VB 06/47-6299 hätten qualifizierte Gehörsverletzungen vorgelegen. 
Unter diesen Umständen erscheine als einzige sachgerechte Konsequenz, auf 
jedwelche Administrativmassnahmen im Sinne eines Warnungsentzugs zu 
verzichten. Zumindest  aber wäre die verfügte Entzugsdauer angemessen um 
mindestens sechs Monate zu reduzieren. Als letzte Variante wäre allenfalls im 
Dispositiv festzustellen, dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden sei.

b/aa. Der Berufungskläger scheint zunächst zu verkennen, dass mit Ausnahme 
des Fahrens in angetrunkenem Zustand vom 2. Januar 2006 die von ihm 
erwähnten Fälle gar nicht Gegenstand des vorliegenden Warnungsentzugs sind, 
insbesondere auch nicht die Geschwindigkeitsüberschreitung vom 24. Januar 
2006 auf der Autobahn A1 bei W. und das in diesem Zusammenhang vom DJSG 

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eingeholte METAS-Gutachten. Des Weiteren sind bezüglich des vorliegend zu 
beurteilenden Warnungsentzugs die gerügten und angeblich qualifizierten 
Verfahrensfehler in den Beschwerdeverfahren VB 09/40-8838 sowie VB 06/47-
6299 ohne Belang. Denn das Beschwerdeverfahren VB 09/40-8838 betrifft den 
vorsorglichen Sicherungsentzug (SK2 10 30, act. 119) und das 
Beschwerdeverfahren VB 06/47-6299 die Anordnung einer 
verkehrspsychologischen Begutachtung (VB 06/47-6299, act. 39). Auf letztere ist 
an anderer Stelle einzugehen, zumal diese umstrittene Begutachtung ohnehin 
keine Auswirkungen auf den verfügten Warnungsentzug zu zeitigen vermag.

b/bb. Dem Beschwerdeverfahren VB 06/47-6299, das sich gegen die 
verkehrspsychologische Begutachtung richtete, liegt die entsprechende Verfügung 
des Strassenverkehrsamts vom 31. Mai 2006 zugrunde (SK2 10 30, act. 34). 
Anlass für diese Begutachtung gaben die bereits an anderer Stelle erwähnten 
Vorfälle vom 26. November 2005 (Selbstunfall auf der Autobahn A13 in Richtung 
Z.), vom 2. Januar 2006 (Fahren in angetrunkenem Zustand mit 0.9‰) und vom 
24. Januar 2006 (Geschwindigkeitsüberschreitung auf der A1 bei W.) sowie die 
beiden im ADMAS-Register eingetragenen schweren Fälle betreffend 
Geschwindigkeitsüberschreitung um 49 km/h (1. September 2004) und Fahren in 
angetrunkenem Zustand mit mindestens 0.91‰ (5. Mai 2005).

Da das Strafverfahren in allen drei Fällen noch nicht rechtskräftig abgeschlossen 
war, ersuchte der Rechtsvertreter des Berufungsklägers das DJSG, das 
Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss der drei Strafverfahren 
zu sistieren. Diesem Begehren kam das DJSG mit Verfügung vom 20. Juni 2006 
nach (VB 06/47-6299, act. 1 und 3).

b/cc. Was den ausgesprochenen Warnungsentzug anbelangt, erging die 
Verfügung des Strassenverkehrsamts erst am 10. Februar 2010 (SK2 10 30, act. 
110). Der Grund hierfür lag darin, dass das Strassenverkehrsamt wegen der 
vorgenannten Fälle vor der Frage stand, ob ein Warnungs- oder ein 
Sicherungsentzug zu verfügen sei, wobei es für letzteren zwingend einer 
Begutachtung bedurfte. Nachdem jedoch gegen die vom Strassenverkehrsamt am 
31. Mai 2006 verfügte Begutachtung Beschwerde an das DJSG erhoben und das 
Administrativverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss der verschiedenen 
Strafverfahren sistiert worden war, konnte das Strassenverkehrsamt den 
Gutachterauftrag an den PDGR auch erst im Nachgang dazu in Auftrag geben.

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b/dd. Das erste Strafverfahren, welches den Selbstunfall des Berufungsklägers 
vom 26. November 2005 zum Gegenstand hatte, wurde mit Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein vom 26. Juni 2007, mitgeteilt am 28. 
August 2007, rechtskräftig entschieden (SK2 10 30, act. 46). Das zweite 
Strafverfahren betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand wurde nach 
erhobener Berufung erst mit Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 21. 
Mai 2008, mitgeteilt am 7. Oktober 2008, entschieden. Dessen Rechtskraft trat 
somit erst nach Ablauf der 30-tägigen Rechtsmittelfrist ans Bundesgericht ein 
(SK2 10 30, act. 59). Das dritte Strafverfahren betraf die 
Geschwindigkeitsüberschreitung auf der A1 bei W. und war mit revidiertem 
Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 5. Juli 2007 beendet (SK2 10 30, act. 47). 
Das DJSG sah sich in diesem Fall veranlasst, beim METAS ein Gutachten 
betreffend die Geschwindigkeitsüberschreitung anlässlich einer Nachfahrmessung 
der Kantonspolizei Aargau einzuholen. Dieses Gutachten lag am 28. April 2008 
vor (VB 06/47-6299, act. 21 und 23).

Damit ist erstellt, dass das zweite Strafverfahren, welches die Trunkenheitsfahrt 
des Berufungsklägers vom 2. Januar 2006 zum Gegenstand hatte, bis zur 
rechtskräftigen Verurteilung durch das Kantonsgericht von Graubünden am 
längsten gedauert hat. Zwischen der Rechtskraft dieses Urteils (7. November 
2008) und der Verfügung des DJSG vom 21. April 2009 (SK2 10 30, act. 71) 
vergingen erneut rund 5 ½ Monate. Doch auch hierfür findet sich in den Akten 
ohne weiteres eine Erklärung. Nach rechtskräftigem Abschluss der Strafverfahren 
gelangte das DJSG betreffend die pendente Beschwerde gegen die Anordnung 
eines verkehrspsychologischen Gutachtens mit Schreiben vom 6. Januar 2009 an 
den Rechtsvertreter des Berufungsklägers und räumte ihm die Gelegenheit zur 
Stellungnahme bis zum 26. Januar 2009 ein (SK2 10 30, act. 60). Dieser verlangte 
daraufhin Akteneinsicht und am 3. Februar 2009 eine Fristerstreckung, die ihm bis 
zum 10. März 2009 gewährt wurde (SK2 10 30, act. 61 und 66). Mit Verfügung 
vom 21. April 2009 wies das DJSG die Beschwerde schliesslich ab (SK2 10 30, 
act. 71). Am 6. Oktober 2009 ging alsdann das Gutachten des PDGR beim 
Strassenverkehrsamt ein (SK2 10 30, act. 86), woraufhin dieses dem 
Berufungskläger mit zwei gesonderten Schreiben vom 8. Oktober 2009 mitteilte, 
dass es aufgrund der vorliegenden Akten verpflichtet sei, gegen ihn ein 
Administrativverfahren durchzuführen. Es würden eine Verkehrstherapie sowie - 
unabhängig davon - ein Warnungsentzug für die Dauer von 12 Monaten ins Auge 
gefasst. Vor Erlass der jeweiligen Verfügungen wurde dem Berufungskläger 
Gelegenheit gegeben, sich innert 15 Tagen schriftlich dazu zu äussern (SK2 10 

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30, act. 88 und 89). Auf jeweilige Gesuche des Rechtsvertreters des 
Berufungklägers hin wurde diesem die Frist dreimal - zuletzt bis zum 5. Januar 
2010 - erstreckt (SK2 10 30, act. 91 und 93), bevor am 4. Januar 2010 seine 
Stellungnahme einging (SK2 10 30, act. 98). In der Folge verfügte das 
Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 10. Februar 2010 einen 
Warnungsentzug für die Dauer von 12 Monaten und ordnete mit separater 
Verfügung gleichen Datums eine Verkehrstherapie an (SK2 10 30, act. 110 und 
111).

b/ee. Der Vorfall betreffend Geschwindigkeitsüberschreitung auf der A1 bei W. 
und der damit einhergehende Strafbefehl des Bezirksamts Baden sowie das in 
diesem Zusammenhang vom DJSG eingeholte METAS-Gutachten sind sodann für 
den vorliegend zu beurteilenden Warnungsentzug irrelevant. Wie bereits an 
anderer Stelle ausgeführt, stellte das DJSG in seiner Verfügung - anders als zuvor 
das Strassenverkehrsamt - einzig auf die beiden Trunkenheitsfahrten mit 
qualifizierter Blutalkoholkonzentration vom 5. Mai 2005 bzw. 2. Januar 2006 ab. 
Aus diesem Grund braucht auf sämtliche im Zusammenhang mit dem Strafbefehl 
des Bezirksamts Baden und dem METAS-Gutachten vom Berufungskläger 
gerügten Verletzungen des Gehörsanspruchs sowie Missachtungen der 
Aktenvollständigkeit und der Dokumentationspflicht nicht näher eingegangen zu 
werden. Dies gilt umso mehr, als beide keinen Einfluss auf die gerügte 
Verfahrensdauer hatten, lagen doch sowohl der Strafbefehl des Bezirksamts 
Baden vom 5. Juli 2007 als auch das METAS-Gutachten vom 28. April 2008 
bereits vor der Rechtskraft des Strafurteils des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 21. Mai 2008 (Rechtskraft: 7. November 2008) vor.

c. Im Lichte der vorangegangenen Ausführungen erscheinen die vom 
Berufungskläger gerügte Verletzung des Beschleunigungsgebots und die daraus 
gezogene Konsequenz, wonach auf jedwelche Administrativmassnahme im Sinne 
eines Warnungsentzugs zu verzichten sei, nicht nachvollziehbar. Wie oben 
aufgezeigt, haben sowohl das Strassenverkehrsamt als auch das DJSG nach 
Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen ohne nennenswerte Verzögerung 
gehandelt bzw. verfügt. Dass bis zum heutigen Zeitpunkt rund 4 ½ Jahre 
verstrichen sind, haben sie nicht zu vertreten. Vielmehr lag der Grund hierfür 
einerseits in der Aburteilung der verschiedenen Strafverfahren und der damit 
verbundenen längeren Sistierung des Administrativverfahrens, andererseits aber 
auch in den mehrfach ersuchten - und auch bewilligten - 
Fristerstreckungsgesuchen des berufungsklägerischen Rechtsvertreters. Es mag 
wohl zutreffen, dass diese als praxisüblich bezeichnet werden können, einer 

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rascheren Verfahrenserledigung waren sie indessen auch nicht zuträglich. Im 
Übrigen kann diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen des DJSG in der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden (E. 11.a-c, S. 22 ff.), welchen 
vollumfänglich beizupflichten ist. Nachgerade mutwillig ist die in diesem 
Zusammenhang selbst noch in der Berufung aufgestellte Behauptung, wonach 
sich der Berufungskläger seit Januar 2006 keine verkehrsrechtlich relevanten 
Delikte mehr habe zu Schulden kommen lassen. Damit habe er den Tatbeweis 
erbracht, aus den begangenen Straftaten und Verurteilungen die erforderlichen 
Konsequenzen gezogen zu haben. Mit seiner Trunkenheitsfahrt in V., vom 22. 
März 2008 mit einem Blutalkoholgehalt von 1.69‰ hat er vielmehr genau das 
Gegenteil unter Beweis gestellt, wobei anzumerken bleibt, dass er im 
diesbezüglichen Verfahren SK2 10 30 in der Berufungsschrift selbst eingestanden 
hat, alkoholisiert ein Fahrzeug gelenkt zu haben.

Aus dem Gesagten erhellt, dass vorliegend weder das Beschleunigungsgebot 
noch der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sind, weshalb die 
Berufung in diesem Punkt unbegründet ist.

6. Erziehung und Besserung des Täters - so der Berufungskläger weiter - 
setzten voraus, dass die Massnahmen in einem angemessenen zeitlichen 
Zusammenhang mit den sanktionierten Regelverletzungen stünden. Dies sei 
vorliegend nicht der Fall. Die dem Urteil des Bezirksgerichtsausschusses 
Hinterrhein und dem Strafbefehl des Bezirksamts Baden zugrunde liegenden 
Sachverhalte wären als Übertretungen zum heutigen Zeitpunkt strafrechtlich 
verjährt. Das Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 21. Dezember 2006 
habe im vorliegenden Fall ausser Betracht zu bleiben; ungeachtet dessen wäre 
auch diese    Übertretung verjährt. Einzig für den Tatbestand des Fahrens in 
fahrunfähigem Zustand gelte im Grundsatz eine Verjährungsfrist von sieben 
Jahren. Selbstverständlich habe sodann bei der Prüfung des Warnungsentzugs 
die Verurteilung in V. entgegen der Auffassung der Vorinstanz gänzlich 
ausgeblendet zu bleiben. Abgesehen davon, dass die rechtsgültige Zustellung des 
Urteils sowie Tatbestand und Rechtswidrigkeit der inkriminierten Trunkenheitsfahrt 
bestritten würden, beinhalte das schweizerische Strassenverkehrsrecht keine 
ausreichende gesetzliche Grundlage für die Berücksichtigung von Auslandtaten im 
Warnungsentzugsverfahren.

Wie bereits mehrfach erwähnt, hat das DJSG den Warnungsentzug nicht mit den 
gleichen Verfehlungen des Berufungsklägers begründet, wie sie zuvor das 
Strassenverkehrsamt in seiner Verfügung angeführt hatte. Das DJSG hat 

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ausschliesslich auf die beiden Fälle betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand 
vom 5. Mai 2005 und 2. Januar 2006 abgestellt. Der Berufungskläger übergeht 
dies einmal mehr auch an dieser Stelle und bezieht sich auf die in der Verfügung 
des Strassenverkehrsamts vom 10. Februar 2010 genannten Fälle. Waren 
indessen gemäss Verfügung des DJSG einzig die beiden vorgenannten 
Trunkenheitsfahrten Grund für den ausgesprochenen Warnungsentzug, so 
braucht auf die Einwände des Berufungsklägers bezüglich Strafmandat des 
Kreispräsidenten Chur vom 21. Dezember 2006 sowie des Vorfalls in V. nicht 
näher eingegangen zu werden. Die Berufung erweist sich somit auch in diesem 
Punkt als unbehelflich.

7.a. In Bezug auf die angeordnete Verkehrstherapie rügt der Berufungskläger, 
dass sich die Vorinstanz mit seiner Argumentation in keiner Weise 
auseinandergesetzt habe. Die Therapie sei faktisch einzig mit der Begründung 
angeordnet worden, das Gutachten erscheine in sich schlüssig und 
widerspruchsfrei, weswegen auf die Einwände des Berufungsklägers nicht weiter 
einzugehen sei. Dies stelle im Ergebnis eine Rechtsverweigerung dar und die 
Begründung des Entscheids vermöge minimalen rechtsstaatlichen Anforderungen 
im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) nicht zu genügen.

a/aa. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass eine Behörde die 
Vorbringen des vom Entscheid Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und 
ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die 
grundsätzliche Pflicht, einen Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid sachgerecht anfechten kann; 
ein Anspruch auf eine ausführliche schriftliche Begründung besteht nicht (BGE 
124 II 146 E. 2.a S. 149; 123 I 31 E. 2.c S. 34).

a/bb. Basierend auf den Angaben des Berufungsklägers zu den einzelnen 
Vorfällen sowie auf dem durchgeführten Wiener Testsystem WTS kam die 
Gutachterin B., dipl. Psychologin, in ihrem Gutachten vom 30. September 2009 
zum Schluss, dass die kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit beim 
Berufungskläger gegeben sei. Bezüglich der Bereitschaft und vor allem der 
Fähigkeit zur Verkehrsanpassung sei die Prognose wegen der 
Bagatellisierungstendenz bzw. der Selbstüberschätzung des Berufungsklägers 
noch ungünstig. Aus diesem Grund sei seine Fahreignung aus 
verkehrspsychologischer Sicht im Moment nur mit Auflagen gegeben. Es scheine 
zwar eine Einstellungsänderung stattgefunden zu haben, jedoch sei es fraglich, 

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inwieweit diese fest verankert und jederzeit verhaltenswirksam sei. Aus diesem 
Grund wurden 12 themenzentrierte Sitzungen bei einem Verkehrstherapeuten 
empfohlen, mit dem Ziel einer besseren Selbstreflektion sowie 
Selbsteinschätzung.

a/cc. Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass vorliegend keine Umstände 
ersichtlich seien, die ein Abweichen vom erstellten Gutachten zu rechtfertigen 
vermögen; zudem erscheine es in sich schlüssig und widerspruchsfrei. Dieser 
Auffassung ist beizupflichten. Ein Abweichen vom Gutachten in Fachfragen fällt 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann in Betracht, wenn triftige 
Gründe vorliegen, d.h. wenn es nicht schlüssig ist, an unauflösbaren 
Widersprüchen leidet und das Ergebnis daher nicht nachvollziehbar ist. Zudem 
müssen Abweichungen begründen werden (BGE 130 I 337 E. 5.4.2 S. 345; 129 I 
49 E. 4 S. 57; 128 I 81 E. 2 S. 86). Daraus erhellt aber auch, dass die Behörde 
nicht auf alle dagegen vorgebrachten Einwände einzugehen braucht, sondern nur 
soweit, als es sich um wesentliche und das Ergebnis möglicherweise 
beeinflussende handelt. Davon kann bei den Einwänden im Beschwerdeverfahren 
- gleich wie im vorliegenden Berufungsverfahren - indessen keine Rede sein. Der 
Berufungskläger vermag nicht aufzuzeigen, aus welchem Grund ein Abweichen 
vom vorliegenden Gutachten angezeigt wäre. Sodann lassen sich der 
angefochtenen Verfügung die wesentlichen Gründe entnehmen, weshalb die 
Vorinstanz die Voraussetzungen für die Anordnung einer Verkehrstherapie als 
erfüllt erachtete. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Entscheidbegründung es 
dem Berufungskläger geradezu verunmöglicht hätte, den Rechtsweg zu 
bestreiten. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist folglich zu verneinen; 
dasselbe gilt bezüglich der behaupteten Rechtsverweigerung. Die Berufung ist in 
diesem Punkt unbegründet.

b. Der Berufungskläger rügt weiter, ihm sei die Ergänzung des Gutachtens 
vom 21. Januar 2010 vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zur 
Stellungnahme unterbreitet worden. Dies stelle eine qualifizierte Gehörsverletzung 
dar. Auch diese Auffassung geht fehl.

Es trifft zwar zu, dass das Strassenverkehrsamt nach Einholung der Ergänzung 
des Gutachtens dieses dem Berufungskläger vor Erlass der Verfügung nicht zur 
Stellungnahme unterbreitet hat. Soweit der Berufungskläger noch immer 
wiederholt rügt, er habe sich nicht vollständig zur Sache äussern können, verkennt 
er indessen den Charakter des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Dieser verlangt 
nicht, dass die verfahrensbeteiligte Partei die Gelegenheit erhalten muss, sich zu 

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jedem möglichen Ergebnis, das von der entscheidenden Behörde ins Auge 
gefasst wird, zu äussern. Die Behörde hat in diesem Sinne nicht ihre Begründung 
den Parteien vorweg zur Stellungnahme zu unterbreiten. Es genügt, dass sich die 
Parteien zu den Grundlagen des Entscheids vorweg äussern und ihre 
Standpunkte einbringen können (BGE 132 II 257 E. 4.2 S. 267). Über diese 
Gelegenheit hat der Berufungskläger im vorliegenden Verfahren vollumfänglich 
verfügt. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, hatte er Einsicht in die 
entscheidrelevanten Akten und die sachlichen und rechtlichen Grundlagen waren 
ihm zur Genüge bekannt, so dass er seinen Standpunkt rechtsgenüglich 
einbringen konnte. Es ist in der Tat nicht ersichtlich, inwieweit dem 
Berufungskläger zusätzlich die Möglichkeit zur Akteneinsicht und Stellungnahme 
hätte gewährt werden müssen, zumal der Ergänzung des Gutachtens im Vergleich 
zum Gutachten selbst keine neuen wesentlichen bzw. entscheidrelevanten 
Erkenntnisse zu entnehmen sind, welche dem Berufungskläger nicht bereits 
hinlänglich bekannt waren. Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Ergänzung 
des Gutachtens bei der Entscheidfindung des Strassenverkehrsamts von 
wesentlicher Bedeutung gewesen wäre oder einen Meinungsumschwung der 
entscheidenden Behörde zu Ungunsten des Berufungsklägers bewirkt hätte. Wie 
die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ging es lediglich darum, den Inhalt des 
Gutachtens zu erläutern, damit es richtig verstanden werde, nachdem seitens des 
Berufungsklägers im Vorfeld Mängel am Gutachten geltend gemacht worden 
seien. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich demnach als unbehelflich.

c. Der Berufungskläger macht geltend, im Gutachten sei unzulässigerweise 
der Vorfall in V. thematisiert worden. Es sei unhaltbar, der Gutachterin 
belastendes Aktenmaterial zur Verfügung zu stellen, obschon die erfolgte 
Verurteilung in V. im vorliegenden Verfahren keine Rolle spielen dürfe. Selbst 
wenn die Gutachterin diesen Sachverhalt nicht direkt in die Begutachtung habe 
einfliessen lassen, sei sie dadurch mittelbar bei der mit Wertungen behafteten 
Beurteilung der Notwendigkeit verkehrspsychologischer Massnahmen beeinflusst 
worden. Ein Abstellen auf diesen Vorfall verletzte im Ergebnis auch die 
Unschuldsvermutung von Art. 32 Abs. 1 BV.

Auch dieser Einwand ist unbegründet. Selbstverständlich war die Gutachterin 
befugt, bei der Erstellung eines verkehrspsychologischen Gutachtens zur 
Abklärung der Fahreignung des Berufungsklägers zwischenzeitlich eingetretene, 
verkehrsrechtlich relevante Vorfälle wie jenen in V. mit zu berücksichtigen. Dies 
umso mehr, als der Berufungskläger bereits persönlich gegenüber C. vom 
Strassenverkehrsamt geschildert hatte, in V. alkoholisiert ein Fahrzeug gelenkt zu 

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haben (vgl. SK2 10 30, Berufung vom 29. Mai 2010, S. 15 und 23). Aus welchem 
Grund eine erneute Fahrt in alkoholisiertem Zustand mit einer qualifizierten 
Blutalkoholkonzentration nicht in die Beurteilung der Fahreignung einfliessen, 
sondern stattdessen - wie vom Berufungskläger gefordert - gänzlich ausgeblendet 
werden sollte, vermag nicht einzuleuchten. Im Hinblick darauf, dass er bereits vor 
besagtem Vorfall zweimal mit mehr als 0.8‰ ein Fahrzeug geführt hat, war es 
geradezu unerlässlich, anlässlich der Begutachtung auch diesen Vorfall zu 
thematisieren. Die gegenteilige Auffassung des Berufungsklägers ist nicht 
nachvollziehbar. - Als offensichtlich unbegründet erweist sich sodann die Rüge der 
Verletzung der Unschuldsvermutung. Dem Berufungskläger wird in der 
angefochtenen Verfügung weder ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht, noch eine 
strafrechtliche Sanktion ausgefällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. März 
2010, 1C_459/2009, E. 5). Ebenso wenig ist dies im Gutachten geschehen.

d. Der Berufungskläger rügt sodann, die Gutachterin habe sich auf ein 
Strafmandat des Kreispräsidiums Chur vom 21. Dezember 2006 gestützt und 
daraus negative Schlüsse zu seinem Nachteil gezogen. Dieses Strafmandat 
befinde sich nicht in den Akten der Vorinstanz und könne damit nicht 
Beurteilungsgrundlage für die angeordnete Verkehrstherapie sein.

Dieser Argumentation ist bereits die Vorinstanz entgegengetreten, indem sie 
ausgeführt hat, dass der Gutachterin die Verfahrensakten des 
Strassenverkehrsamts zur Verfügung gestanden seien (vgl. angefochtene 
Verfügung, E. 12.b, S. 26). Auf Seite 1 des Gutachtens wird unter Quellenangabe 
festgehalten: „Ihre uns zur Verfügung gestellten Akten Ref. 23227“. Diese 
Referenznummer figuriert in den Akten des Berufungsverfahrens SK2 10 30 
sowohl unter dem Jahr 2006 als auch dem Jahr 2005 und bildet mithin eine 
Einheit. Das Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 21. Dezember 2006 
befindet in den Akten des Jahres 2006 unter act. 44. Dieses Strafmandat wird 
denn auch auf S. 1 f. des Gutachtens unter Aktenauswertung zuletzt aufgeführt 
(SK2 10 30, act. 86). Damit steht zweifelsohne fest, dass der Gutachterin das 
besagte Strafmandat entgegen der Auffassung des Berufungsklägers sehr wohl 
zur Verfügung stand, weshalb sich der Einwand als unbegründet erweist. Dass die 
Gutachterin dieses Strafmandat sodann in ihre Beurteilung hinsichtlich der 
Abklärung der Fahreignung des Berufungsklägers mit einzubeziehen hatte, 
versteht sich von selbst und bedarf keiner weiteren Begründung.

e. Der Berufungskläger macht geltend, er habe sich seit Januar 2006 keine 
verkehrsrechtlich relevanten Delikte mehr zu Schulden kommen lassen. Damit 

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habe er den Tatbeweis erbracht, dass er aus den begangenen Straftaten und den 
erfolgten Verurteilungen die erforderlichen Konsequenzen gezogen habe, was die 
Gutachterin nur unzureichend berücksichtigt habe. Sie habe denn auch mit 
keinem Wort begründet, ob und inwieweit vier Jahre nach den relevanten 
Straftaten das mit der verkehrstherapeutischen Massnahme angestrebte Ziel mit 
den verfügten Gesprächstherapien überhaupt noch erreicht werden könne. Diese 
Anordnung komme verspätet und verletze den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit.

Der Berufungskläger scheint in seiner Argumentation zu verkennen, dass die 
tatsächlichen Gegebenheiten seinen diesbezüglichen Vorbringen in krasser Weise 
widersprechen. Mit seiner Trunkenheitsfahrt vom 22. März 2008 in V. hat er 
vielmehr den gegenteiligen Tatbeweis erbracht, nämlich, dass er trotz mehrfacher 
Verurteilung und Führerausweisentzügen eben gerade nicht in der Lage ist, 
daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Unter diesen Umständen 
erweist sich auch der Einwand, wonach verkehrstherapeutische Massnahmen 
nach den Vorfällen in den Jahren 2005 und 2006 aufgrund der zwischenzeitlich 
rund 4-jährigen Verfahrensdauer keinen Sinn mehr machten, als unbehelflich. Die 
Berufung ist somit auch in diesem Punkt unbegründet.

f. Weiter beanstandet der Berufungskläger seine von der Gutachterin 
auszugsweise wiedergegebenen Aussagen hinsichtlich der Trunkenheitsfahrt vom 
2. Januar 2006, welche wie folgt festgehalten wurden: „Die Situation sei schwierig 
gewesen; er wisse zwar um alternative Handlungsmöglichkeiten, habe sich aber 
dann doch entschlossen, selbst dorthin zu fahren. Er habe nicht gedacht, dass er 
noch zu viel Alkohol im Blut gehabt habe, er habe sich fahrtüchtig gefühlt“ (vgl. 
Gutachten, S. 3 [SK2 10 30, act. 86]). Diese Aussage habe er so nicht getätigt; 
vielmehr habe er darauf hingewiesen, dass ihm seitens des Gerichts alternative 
Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt worden seien. Hätte er sich tatsächlich wie im 
Gutachten geäussert, bestünde ohnehin ein unauflösbarer Widerspruch. 
Alternative Handlungsmöglichkeiten könnten nur dann in Betracht gezogen 
werden, wenn der Betroffene davon ausgehen müsse oder hätte ausgehen 
müssen, zu viel Alkohol im Blut gehabt zu haben. Genau das habe er aber nicht in 
Betracht gezogen, weshalb er denn auch des fahrlässigen Fahrens in 
angetrunkenem Zustand schuldig gesprochen worden sei.

Inwiefern hier ein unauflösbarer Widerspruch zum fahrlässigen Fahren in 
angetrunkenem Zustand vorliegen soll, ist nicht ersichtlich. Die zitierte Aussage ist 
offensichtlich derart zu verstehen, dass der Berufungskläger sehr wohl um 

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alternative Handlungsmöglichkeiten wusste, er jedoch in der konkreten Situation 
dazu gar keinen Anlass sah, weil er eben der Meinung war, nicht mehr zu viel 
Alkohol im Blut zu haben und folglich fahrtüchtig zu sein. Der Einwand ist somit 
unbehelflich.

g. Der Berufungskläger hält sodann der Gutachterin vor, unzutreffend 
festgehalten zu haben, er sei bei der Geschwindigkeitsüberschreitung vom 24. 
Januar 2006 für die D. unterwegs gewesen. Dies könne offensichtlich nicht 
zutreffen, da die D. damals noch nicht Auftraggeberin gewesen sei.

Was der Berufungskläger daraus zu seinen Gunsten ableiten zu können glaubt, ist 
weder ersichtlich noch nachvollziehbar. Ob er bei der erwähnten 
Geschwindigkeitsüberschreitung für die D., für einen anderen Auftraggeber oder 
privat unterwegs war, ist für die begangene Verkehrsregelverletzung selbstredend 
irrelevant. - Dasselbe gilt auch für den Selbstunfall des Berufungsklägers vom 26. 
November 2005. Ob dieser mit Anhänger oder mit einem Personenwagen 
geschah, ist ebenfalls nicht von Relevanz. Massgebend ist einzig, dass er sich 
auch hier der Verkehrsregelverletzung schuldig gemacht hat. Im Übrigen sei 
darauf hingewiesen, dass die Gutachterin lediglich zu Beginn des Gutachtens 
versehentlich festgehalten hat, es habe sich um einen Selbstunfall mit Anhänger 
gehandelt. Als der Berufungskläger an anderer Stelle die Möglichkeit hatte, sich zu 
den einzelnen Vorfällen zu äussern, geht aus dem Gutachten klar hervor, dass er 
bei besagtem Selbstunfall mit einem „Volvo-Combi“ unterwegs war (vgl. 
Gutachten, S. 3, Absatz 3 und 6 [SK2 10 30, act. 86]).

Für die in diesem Zusammenhang beantragte Edition sämtlicher Unterlagen der 
Exploration besteht kein Grund, zumal - wie bereits ausgeführt - die Einwände des 
Berufungsklägers an der Sache vorbeigehen und höchstens weitere 
Verfahrensverzögerungen die Folge wären. Dieser Antrag ist somit abzuweisen.

h. Der Berufungskläger beanstandet des Weiteren, dass der Gutachterin die 
Strafakten mit den Befragungsprotokollen nicht zur Verfügung gestanden hätten. 
Diesen Akten sei zu entnehmen, ob und welche Art von Auffälligkeit beim 
Probanden vorliege und wie er sich zu den konkreten Vorwürfen echtzeitlich 
geäussert habe. Das Gutachten stütze sich folglich nicht auf eine umfassende 
Beurteilung der relevanten Akten, so dass auch insoweit nicht darauf abgestellt 
werden könne.

Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers war die Gutachterin auch ohne 
Beizug der Strafakten hinreichend dokumentiert, um die Frage der Fahreignung 

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abzuklären. Welche Art von Auffälligkeiten bei ihm vorliegen, hat sie ohnehin 
durch ihre eigenen Untersuchungsbefunde zu ermitteln und nicht aus den 
Strafakten zu entnehmen. Nicht massgebend ist sodann, wie sich der 
Berufungskläger in den Strafverfahren zu den konkreten Vorwürfen echtzeitlich 
geäussert hat. Vielmehr ist mit Blick auf die Prüfung der Fahreignung bzw. 
Therapiebedürftigkeit zu prüfen, wie er zum heutigen Zeitpunkt zu den damaligen 
Vorfällen steht. In diesem Zusammenhang hat bereits die Vorinstanz zu Recht auf 
die widersprüchliche Argumentation des Berufungsklägers hingewiesen. Einerseits 
wird gerügt, der Gutachterin hätte für die Beurteilung der Fahreignung Einsicht in 
sämtliche Strafakten gewährt werden müssen, andererseits wird die Auffassung 
vertreten, das Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 21. Dezember sowie 
die Trunkenheitsfahrt vom 22. März 2008 in V. seien gänzlich auszublenden 
gewesen (vgl. angefochtene Verfügung, E. 12.b, S. 26). Im Rahmen der 
Beurteilung der charakterlichen Eignung kann es selbstredend nicht angehen, den 
Berufungskläger belastende Vorfälle ausser Acht zu lassen und gleichzeitig bei 
den entscheidrelevanten Vorfällen die seiner Ansicht nach spezifischen 
Tatumstände zu seinen Gunsten zu berücksichtigen.

i. Soweit der Berufungskläger weiter vorbringt, er habe fundamentale 
Veränderungen in seiner Grundhaltung vorgenommen und den Tatbeweis dadurch 
erbracht, dass er sich seit Januar 2006 klaglos verhalten habe, ist er nicht zu 
hören. Die Trunkenheitsfahrt in V. vom 22. März 2008 belegt das Gegenteil, 
weshalb sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen.

j. Weiter - so der Berufungskläger - sei nicht nachzuvollziehen, woraus die 
Expertin ableite, dass seine Einstellungsänderung nicht zureichend verankert sei. 
Vielmehr habe die Gutachterin diese Frage lediglich aufgeworfen, ohne konkrete 
Gründe nennen zu können, weshalb sie letztlich zur verfügten 
Therapieempfehlung gelangt sei.

Entgegen den Behauptungen des Berufungsklägers wird im Gutachten sehr wohl 
aufgezeigt, aus welchen Gründen die Gutachterin eine Therapieempfehlung 
abgab. So hat sie darin ausgeführt, bezüglich der Bereitschaft und vor allem der 
Fähigkeit zur Verkehrsanpassung sei die Prognose wegen der 
Bagatellisierungstendenz bzw. Selbstüberschätzung des Berufungsklägers noch 
ungünstig. 12 themenzentrierte Sitzungen bei einem Verkehrstherapeuten könnten 
die Verkehrssicherheitsprognose verbessern. Ziel wäre eine bessere 
Selbstreflektion sowie Selbsteinschätzung, wobei folgende Themen vertieft 
behandelt werden sollten: Selbstverantwortlichkeit, persönliches Verhalten und 

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Verkehrssicherheit, eigene Anteile an den eigenen Widerhandlungen, 
Verhaltensänderung und Strategien, Umgang mit kritischen Situationen und 
Rückfällen sowie Rückfallprophylaxe (vgl. Gutachten, S. 9 [SK2 10 30, act. 86]). 
Die Gutachterin hat somit nachvollziehbar und schlüssig aufgezeigt, weshalb die 
Prognose noch ungünstig ist und wie die Verkehrssicherheitsprognose verbessert 
werden kann bzw. könnte. Inwiefern diese Schlussfolgerungen nicht zutreffend 
sein sollten, legt der Berufungskläger nicht substantiiert dar, weshalb die Berufung 
auch in diesem Punkt unbegründet ist.

k. Nach Auffassung des Berufungsklägers lasse sich sodann nicht 
abschliessend beurteilen, inwieweit das Wiener Testverfahren zuverlässige 
Rückschlüsse auf eine Massnahmebedürftigkeit zulasse. Es sei faktisch nicht 
plausibel möglich, Testantworten, die der Berufungskläger aus seiner heutigen 
Optik und Wertehaltung gebe, mit den aktenkundigen Vorgängen auf ihre 
Plausibilität hin zu überprüfen. Die Gutachterin stelle die an sich positiven Werte 
im Wesentlichen mit den aktenmässig ausgewiesenen Widersprüchen in Frage, 
was angesichts der zeitlichen Differenz problematisch sei. In diesem 
Zusammenhang kritisiert der Berufungskläger auch die von der Gutachterin 
angesprochenen Dissimulationshinweise als nicht ausreichend substantiiert. Sie 
spreche von Hinweisen auf Dissimulation und verweise auf den „recht“ hohen 
Wert im Bereich „Soziale Erwünschtheit“; konkrete Dissimulationstendenzen 
würden von einer nicht nachvollziehbaren Ausnahme im Gutachten dagegen nicht 
aufgezeigt.

Vorab gilt es festzuhalten, dass das Wiener Testverfahren lediglich ein Teilbereich 
der Fahreignung tangiert. Hinzu kommt, was vorliegend insbesondere Gegenstand 
der Abklärung war, die charakterliche Eignung des Berufungsklägers. 
Diesbezüglich hat die Gutachterin in ihrem Gutachten denn auch festgehalten, 
dass der Berufungskläger in den durchgeführten Leistungstests durchwegs 
genügende Resultate erreicht habe, was für eine ausreichende 
kraftfahrspezifische Leistungsfähigkeit spreche. Insoweit ist die Auffassung des 
Berufungsklägers, wonach sämtliche Leistungstests Prozentränge (PR) im oder 
über dem Normbereich ergeben hätten, zutreffend. Was die als unzureichend 
substantiierten Dissimulationshinweise anbelangt, kann dem Berufungskläger 
hingegen nicht gefolgt werden. Die Gutachterin hat diesbezüglich festgehalten, 
dass sich im Fragebogen „Aggressives Verhalten im Strassenverkehr“ (AVIS) 
durchgehend Normwerte resp. zum Teil sehr niedrige Werte (PR) gezeigt hätten, 
was für niedrige Ausprägungen der mit den Skalen beschriebenen Eigenschaften 
spreche. Es gebe jedoch Hinweise auf Dissimulation bei diesem Verfahren, da der 

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Wert im Bereich „Soziale Erwünschtheit“ mit einem PR von 87 (Normalbedingung) 
bzw. mit einem PR von 94 (Stressbedingung) recht hoch sei. Gemäss 
Testhandbuch deute ein hoher Wert in dieser Skala auf eine Dissimulation des 
Probanden hin, d.h. es bestünde die Möglichkeit, dass er sozial erwünscht 
geantwortet habe, um sich selbst in möglichst günstigem Licht zu zeigen. 
Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers hat die Gutachterin die von ihr 
festgehaltenen Dissimulationstendenzen durchaus auch begründet. So führte sie 
aus, dass die extrem niedrigen Eigenschaftsausprägungen unter dem Item 
„Instrumentelle Aggression“ (Normalbedingung: PR 9; Stressbedingung: PR 1) - 
hierbei seien vor allem Verhaltensweisen gemeint, die primär dem eigenen 
schnellen Fortkommen im Strassenverkehr dienten - in Widerspruch zu den 
Informationen aus den Akten stünden. Dies ist im Hinblick darauf, dass sich der 
Berufungskläger bereits mehrmals wegen teils massiven 
Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verantworten hatte, durchaus 
nachvollziehbar. Ebenso sei im „Fragebogen zum funktionalen Trinken“ (FFT) im 
Bereich Normausnutzendes Hintergrundtrinken der Normbereich unterschritten 
worden, was für eine geringe Ausprägung dieser Eigenschaft spreche. Auch dies 
widerspreche den aktenkundigen Unterlagen. Angesichts dessen, dass der 
Berufungskläger bereits dreimal mit einem qualifizierten Blutalkoholwert ein 
Fahrzeug geführt hat, ist auch diese Schlussfolgerung nicht zu beanstanden. 
Schliesslich weist die Gutachterin noch auf den Fragebogen „Inventar 
verkehrsrelevanter Persönlichkeitseigenschaften“ (IVPE) hin, in welchem der 
Berufungskläger im Item Verantwortungsbewusstsein 96 Prozentränge erzielt 
habe. In natürlichen Zahlen ausgedrückt, würde dies bedeuten, dass sich der 
Berufungskläger von 100 getesteten Personen unter die vier 
Verantwortungsbewusstesten einreihe. Dagegen spreche allerdings, dass 
während eines laufenden Verfahrens bereits ein neues Strafmandat - dasjenige 
des Kreispräsidenten Chur vom 21. Dezember 2006 - hinzugekommen sei. Diese 
Einschätzung ist mitunter auch unter Würdigung des gesamten verkehrsrechtlich 
relevanten Verhaltens des Berufungsklägers durchaus vertretbar (vgl. zum 
Ganzen Gutachten, S. 6. ff. [SK2 10 30, act. 86]). Nach dem Gesagten ist für das 
Gericht das Vorliegen einer Dissimulationstendenz offenkundig und hinreichend 
dargetan. Wenn auch an dieser Stelle zum wiederholten Male behauptet wird, der 
Berufungskläger habe sich während vier Jahren nichts mehr zu Schulden kommen 
lassen und auch altersbedingt einen Reifeprozess durchgemacht, so steht dies - 
wie bereits mehrfach erwähnt - in krassem Widerspruch zur aktenmässig 
ausgewiesenen Trunkenheitsfahrt vom 22. März 2008 in V., anlässlich derer der 
Berufungskläger mit einer Blutalkoholkonzentration von 1.69‰ ein Fahrzeug 

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geführt hat. Die Einwände des Berufungsklägers erweisen sich somit auch 
diesbezüglich als unbegründet.

8.a. Schliesslich macht der Berufungskläger geltend, infolge der qualifizierten 
Verfahrensfehler und Gehörsverletzungen sei die Beschwerdeinstanz 
verfassungsrechtlich verpflichtet, abgesehen von den Kosten des 
Beschwerdeverfahrens auch die anwaltlichen Aufwendungen des Betroffenen - 
vorliegend in Höhe von Fr. 5'473.-- - vollumfänglich zu entschädigen.

b. Der Berufungskläger beruft sich hierfür auf das Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Februar 2008 (1C_233/2007). Das Bundesgericht hielt darin fest, dass die 
Rechtsmittelinstanz demjenigen, der gezwungen sei, ein Rechtsmittel zu ergreifen, 
um sich erstmals Gehör verschaffen und seinen Standpunkt in das Verfahren 
einbringen zu können,- unter Vorbehalt der Trölerei und des Rechtsmissbrauchs - 
auch bei Abweisung keine Kosten auferlegen dürfe. Dieser Umstand spreche nicht 
nur für den Verzicht auf die Erhebung von Kosten, sondern ebenso für die 
Ausrichtung einer Parteientschädigung. Der Anspruch auf rechtliches Gehör diene 
nicht nur der Sachaufklärung, sondern sei ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht des Einzelnen beim Erlass eines in seine Rechtsstellung 
eingreifenden Entscheids. Dieses Recht sei nur wirksam, wenn sich der Bürger in 
einer ihn betreffenden Sache, in welcher ein Verwaltungsverfahren ohne seinen 
Willen eröffnet worden sei, frei von Kostenrisiken äussern könne. Wäre dem nicht 
so, würde die Wahrnehmung seiner Rechte erschwert. (Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Februar 2008, 1C_233/2007, E. 2.1.3; vgl. auch BGE 122 II 274 E. 6 S. 
285 ff.).

c. Im Gegensatz zur vorgenannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung war 
der Berufungskläger im vorliegenden Fall jedoch nicht gezwungen, ein 
Rechtsmittel zu ergreifen, um sich erstmals Gehör zu verschaffen; es war ihm 
vielmehr bereits im Verfahren vor dem Strassenverkehrsamt möglich, sich 
umfassend zu den ins Auge gefassten Massnahmen zu äussern und seinen 
Standpunkt rechtsgenüglich einzubringen. Hinsichtlich der geltend gemachten 
Gehörsverletzung betreffend die Ergänzung des Gutachtens vom 21. Januar 2010 
kann auf E. 7.b hiervor verwiesen werden. Auch was die mehrfach vorgebrachte 
Gehörsverletzung hinsichtlich des METAS-Gutachtens, welches dem 
Berufungskläger nicht zur Stellungnahme unterbreitet worden sein soll, anbelangt, 
bestand für den Berufungskläger durchaus die Möglichkeit, diesbezügliche 
Einwände bereits im Verfahren vor dem Strassenverkehrsamt geltend zu machen. 
So wurde dem Berufungskläger mit Schreiben des DJSG vom 6. Januar 2009 - 

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nach rechtskräftigem Abschluss der jeweiligen Strafverfahren und Sistierung des 
Beschwerdeverfahrens VB 06/47-6299 betreffend Anordnung einer 
verkehrspsychologischen Begutachtung der Fahreignung - Gelegenheit zur 
Stellungnahme eingeräumt. Spätestens mit diesem Schreiben erhielt der 
Rechtsvertreter des Berufungsklägers Kenntnis davon, dass das DJSG ein 
Gutachten beim METAS hatte erstellen lassen (vgl. SK2 10 30, act. 60, S. 2). Dies 
ist sodann auch dem Antwortschreiben des berufungsklägerischen 
Rechtsvertreters vom 9. Januar 2010 an das DJSG zu entnehmen, in welchem er 
festhielt, dass die Gutachtenserstellung unter Missachtung des Gehörsanspruchs 
des Betroffenen erfolgt sei (vgl. SK2 10 30, act. 61). Es wäre ihm daher ohne 
weiteres möglich gewesen, Einwände gegen die Erstellung des METAS-
Gutachtens bereits in seiner Stellungnahme an das Strassenverkehrsamt vom 4. 
Januar 2010 vorzubringen (SK2 10 30, act. 98). Weshalb er dies unterlassen hat, 
ist weder ersichtlich noch von Bedeutung. Daraus erhellt aber, dass im Verfahren 
vor dem Strassenverkehrsamt - entgegen der Auffassung des Berufungsklägers - 
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorlag, aufgrund welcher er gezwungen 
gewesen wäre, ein Rechtmittel einzulegen, um sich erstmals Gehör verschaffen 
zu können. Folglich war das DJSG auch nicht verpflichtet, dem Berufungskläger 
die Verfahrenskosten zu erlassen und eine ausseramtliche Entschädigung 
zuzusprechen. Die Berufung ist auch in diesem Punkt unbegründet.

9.a. Zusammenfassend kann somit festgehalten, dass sowohl der vom 
Strassenverkehrsamt verfügte Warnungsentzug für die Dauer von 12 Monaten als 
auch die Anordnung verkehrstherapeutischer Massnahmen rechtmässig und unter 
den konkreten Umständen sogar zwingend waren. Auch an dieser Stelle sei noch 
einmal erwähnt, dass es das Strassenverkehrsamt zu Gunsten des 
Berufungsklägers bei der gesetzlichen Mindestentzugsdauer belassen hat. 
Sodann wurde diese Verfügung vom DJSG - wenn auch mit anderer Begründung - 
zu Recht bestätigt. Die vom Berufungskläger vorgebrachten Einwände haben sich 
allesamt als unbegründet erwiesen, weshalb die Berufung abzuweisen ist.

b. Wer ohne Erfolg ein Rechtsmittel eingelegt hat oder dieses zurückzieht, 
trägt in der Regel die Kosten des Rechtsmittelverfahrens (Art. 160 Abs. 1 StPO). 
Da die Berufung vollumfänglich abzuweisen ist, sind die Kosten des 
Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- dem Berufungskläger aufzuerlegen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 82 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, 
innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
82 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: