# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6179af0-dc34-598c-acb6-ab1cbfff3a60
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.02.2015 RH.2015.4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RH-2015-4_2015-02-23.pdf

## Full Text

Entscheid vom 23. Februar 2015   
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Cornelia Cova, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja 

   
Parteien  A., vertreten durch Rechtsanwalt Antonius Falkner, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung,  

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland 

 

Abweisung Haftentlassungsgesuch (Art. 50 Abs. 3 

i.V.m. Art. 48 Abs. 2 IRSG); unentgeltliche Rechts-

pflege (Art. 65 VwVG) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RH.2015.4 + RP.2015.8 

 

 

 

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Sachverhalt: 

 

 Mit Schreiben vom 5. Januar 2015 ersuchte das Bayerische Staatsministe-

rium der Justiz die Schweiz gestützt auf den Haftbefehl des Amtsgerichts 

Landshut vom 18. September 2014 um Auslieferung des deutschen Staats-

angehörigen A. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte (act. 3.1). 

 

 

 Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") erliess am 7. Januar 2015 ge-

gen A. einen Auslieferungshaftbefehl (act. 3.2). A. konnte am 13. Ja-

nuar 2015 im Kanton St. Gallen festgenommen werden. Im Rahmen seiner 

gleichentags durchgeführten Einvernahme erklärte er, mit der Auslieferung 

an Deutschland nicht einverstanden zu sein (act. 3.3). Der Auslieferungs-

haftbefehl blieb unangefochten. 

 

 

C. Mit Schreiben vom 26. Januar 2015 nahm A. zum deutschen Auslieferungs-

ersuchen Stellung und beantragte gleichzeitig die Haftentlassung (act. 3.4). 

Das BJ verfügte am 29. Januar 2015 die Auslieferung von A. an Deutschland 

für die dem Auslieferungsersuchen vom 5. Januar 2015 zugrunde liegenden 

Straftaten und lehnte das Haftentlassungsgesuch von A. ab (act. 3.8).  

 

 

D. Gegen die Ablehnung des Haftentlassungsgesuchs gelangt A. mit Be-

schwerde vom 5. Februar 2015 an die Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts und beantragt die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2 des Ausliefe-

rungsentscheides und die Entlassung von A. aus der Haft (act. 1 S. 2).  

 

 

E. Das BJ beantragt in seiner Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2015 die 

Abweisung der Beschwerde (act. 3). A. hält in der Replik vom 19. Feb-

ruar 2015 an den in der Beschwerde gemachten Ausführungen fest, was 

dem BJ am 20. Februar 2015 zur Kenntnis gebracht wird (act. 4 und 5).  

 

 Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

 

 

  

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für den Auslieferungsverkehr und die Auslieferungshaft zwischen der 

Schweiz und Deutschland sind primär das Europäische Auslieferungs-

übereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe, SR 0.353.1), das hierzu 

ergangene zweite Zusatzprotokoll vom 17. März 1978 (2. ZP EAUe, 

SR 0.353.12), welchem beide Staaten beigetreten sind, sowie der Vertrag 

vom 13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EAUe und die 

Erleichterung seiner Anwendung (ZV EAUe, SR 0.353.913.61) massgebend. 

Ausserdem gelangen die Bestimmungen der Art. 59 ff. des Übereinkommens 

vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen 

vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; 

Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) zur Anwendung (BGE 136 

IV 88 E. 3.1 S. 89), wobei die zwischen den Vertragsparteien geltenden wei-

tergehenden Bestimmungen aufgrund bilateraler Abkommen unberührt blei-

ben (Art. 59 Abs. 2 SDÜ). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

findet auf das Verfahren der Auslieferung und der vorläufigen Auslieferungs-

haft ausschliesslich das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 

EAUe), vorliegend also das Rechtshilfegesetz und die Verordnung vom 

24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshil-

feverordnung, IRSV; SR 351.11). Dies gilt auch im Verhältnis zum SDÜ 

(Art. 1 Abs. 1 lit. a IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Güns-

tigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses geringere Anforde-

rungen an die Auslieferung stellt (BGE 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.; 136 IV 82 

E. 3.1; 122 II 140 E. 2 S. 142). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Men-

schenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 616). 

 

 

2.  

2.1 Gegen die Abweisung des Haftentlassungsgesuchs durch das BJ kann der 

Verfolgte innert zehn Tagen ab der schriftlichen Eröffnung Beschwerde bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen. (Art. 50 Abs. 3 

i.V.m. Art. 48 Abs. 2 IRSG). Für das Beschwerdeverfahren gelten die 

Art. 379–397 StPO sinngemäss (Art. 48 Abs. 2 i.V.m. Art. 47 IRSG). Im Üb-

rigen gelten die allgemeinen Bestimmungen des IRSG und des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwal-

tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. 

Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG). 

 

http://links.weblaw.ch/BGE-122-I-139
http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

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2.2 Der angefochtene Haftentlassungsentscheid vom 29. Januar 2015 wurde 

dem Beschwerdeführer eigenen Angaben gemäss noch gleichentags eröff-

net. Seine Beschwerde vom 5. Februar 2015 ist damit fristgerecht einge-

reicht worden. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben keinen Anlass 

zu weiteren Bemerkungen. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist bei ihrem Entscheid weder an die Anträge noch 

an die Begründungen der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 lit. a und b 

StPO i.V.m. Art. 48 Abs. 2 IRSG). Sie prüft die Auslieferungshaftvorausset-

zungen mit freier Kognition, befasst sich jedoch nur mit Tat- und Rechtsfra-

gen, die Streitgegenstand der Beschwerde bilden (Entscheide des Bun-

desstrafgerichts RH.2012.10 vom 7. September 2012, E. 3; RH.2012.9 vom 

23. August 2012, E. 3; jeweils m.w.H.). Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung muss sich die urteilende Instanz sodann nicht mit allen Partei-

standpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesen-

tlichen Punkte beschränken. Es genügt, wenn die Behörde wenigstens kurz 

die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche 

sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 

16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen).  

 

 

4. 

4.1 Die Verhaftung des Beschuldigten während des ganzen Auslieferungsver-

fahrens bildet die Regel (BGE 136 IV 20 E. 2.2 S. 23; 130 II 306 E. 2.2 

S. 309). Eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls sowie eine Haftent-

lassung rechtfertigen sich nur ausnahmsweise, wenn der Beschuldigte sich 

voraussichtlich der Auslieferung nicht entzieht und die Strafuntersuchung 

nicht gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG), wenn er den sogenannten Alibi-

beweis erbringen und ohne Verzug nachweisen kann, dass er zur Zeit der 

Tat nicht am Tatort war (Art. 47 Abs. 1 lit. b IRSG), wenn er nicht hafterste-

hungsfähig ist oder andere Gründe vorliegen, welche eine weniger ein-

schneidende Massnahme rechtfertigen (Art. 47 Abs. 2 IRSG), oder wenn 

sich die Auslieferung als offensichtlich unzulässig erweist (Art. 51 Abs. 1 

IRSG). Diese Aufzählung ist nicht abschliessend (BGE 130 II 306 E. 2.1; 

117 IV 359 E. 2a S. 361; vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RH.2014.5 

vom 7. Mai 2014, E. 2.1; RH.2013.2 vom 13. März 2013, E. 3; RH.2012.16 

vom 21. Dezember 2012, E. 2.1). Im Übrigen sind Vorbringen gegen die Aus-

lieferung als solche oder gegen die Begründetheit des Auslieferungsbegeh-

rens nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren, sondern im eigentlichen 

Auslieferungsverfahren zu prüfen (vgl. LAURENT MOREILLON/MICHEL DU-

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PUIS/MIRIAM MAZOV, La pratique judiciaire du Tribunal pénal fédéral, in Jour-

nal des Tribunaux 2009 IV 111 Nr. 190 und 2008 IV 66 Nr. 322 je m.w.H. auf 

die Rechtsprechung). Diese Regelung soll es der Schweiz ermöglichen, ih-

ren staatsvertraglichen Auslieferungspflichten nachzukommen. Die aus-

nahmsweise zu gewährende Haftentlassung ist deshalb an strengere Vo-

raussetzungen gebunden als der Verzicht auf die gewöhnliche Untersu-

chungshaft in einem Strafverfahren oder die Entlassung aus einer solchen 

(BGE 130 II 306 E. 2.2 und 2.3; 111 IV 108 E. 2). 

 

4.2 Die Bestimmung von Art. 50 Abs. 3 IRSG (wonach die Auslieferungshaft "in 

jedem Stande des Verfahrens ausnahmsweise aufgehoben" werden kann, 

"wenn dies nach den Umständen angezeigt erscheint") enthält keinen selb-

ständigen Haftentlassungsgrund. Art. 50 Abs. 3 IRSG stellt eine allgemeine 

Verfahrensvorschrift dar, wonach jederzeit ein Haftentlassungsgesuch ge-

stellt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.283/2000 vom 20. No-

vember 2000, E. 2; BGE 117 IV 359 E. 2a S. 361 f.). Dieser Anspruch des 

Beschuldigten ändert nichts am Ausnahmecharakter der Entlassung aus der 

Auslieferungshaft. Auch in einem solchen Fall bleibt die Haftentlassung eine 

Ausnahme, welche gemäss Art. 50 Abs. 3 IRSG durch die Umstände ge-

rechtfertigt sein muss (BGE 117 IV 359 E. 2a). 

 

 

5. 

5.1 Das BJ begründet die Ablehnung des Haftentlassungsgesuchs damit, dass 

Fluchtgefahr bestehe. Der Beschwerdeführer befinde sich erst seit einem 

Jahr in der Schweiz und habe hier keine besonders engen Beziehungen, 

welche eine Flucht völlig ausschliessen können. Die Fluchtgefahr dürfe sich 

durch den Erlass der Auslieferungsverfügung zudem noch erhöht haben 

(act. 1.2 und act. 3).  

 

5.2 Eine Haftentlassung rechtfertigt sich – wie bereits ausgeführt – ausnahms-

weise unter anderem dann, wenn der Beschuldigte sich voraussichtlich der 

Auslieferung nicht entzieht und die Strafuntersuchung nicht gefährdet 

(Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG). Die Rechtsprechung des Bundesgerichts ist hin-

sichtlich der Verneinung von Fluchtgefahr beispielsweise aus familiären 

Gründen überaus restriktiv und misst der Erfüllung der staatsvertraglichen 

Auslieferungspflichten im Vergleich zu den Interessen des Verfolgten aus-

serordentlich grosses Gewicht bei (vgl. BGE 130 II 306 E. 2 S. 310 ff. m.w.H.; 

TPF 2008 61 E. 7; Entscheide des Bundesstrafgerichts BH.2005.45 vom 

20. Dezember 2005, E. 2.2.2; BH.2005.8 vom 7. April 2005, E. 2.3; 

RR.2008.214 vom 16. September 2008, E. 3.2, RR.2007.174 vom 27. No-

vember 2007, E. 5.2, RR.2007.72 vom 29. Mai 2007, E. 4.2 und 4.3). Bei 

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drohenden, hohen Freiheitsstrafen ist eine Fluchtgefahr gemäss der Recht-

sprechung in der Regel trotz Niederlassungsbewilligung und familiären Bin-

dungen in der Schweiz gegeben.  

 

 Unter Berücksichtigung dieser restriktiven Praxis ist die Fluchtgefahr vorlie-

gend ohne Weiteres zu bejahen. Der Beschwerdeführer hält sich erst seit 

Kurzem in der Schweiz auf und hat keine familiären Bindungen in der 

Schweiz. In Deutschland droht ihm sodann eine Freiheitsstrafe von bis zu 

drei Jahren. Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach er zu jeder 

Zeit in der Schweiz ordentlich gemeldet gewesen und in ständigem Kontakt 

mit den deutschen Behörden und der Justiz gestanden sei, vermögen unter 

diesen Umständen nicht durchzudringen, zumal dem Beschwerdeführer bis 

zum Zeitpunkt seiner Verhaftung die Existenz des deutschen Auslieferungs-

ersuchens gar nicht bekannt war. Auch die Tatsache, dass der Beschwerde-

führer unbestrittenermassen der Vorladung zu einem Termin vom 18. Sep-

tember 2014 ohne Angabe von Gründen nicht Folge geleistet hat, obwohl 

ihm die Vorladung zugestellt werden konnte, lässt darauf schliessen, dass er 

sich dem Strafverfahren in Deutschland entziehen will. Daran vermag der 

Einwand des Beschwerdeführers, es bestehe keine gesetzliche Verpflich-

tung, an einer Verhandlung in Deutschland teilzunehmen, nichts zu ändern. 

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer in Deutschland mehrfach vorbe-

straft ist und gemäss den deutschen Behörden bereits bei Anzeigenauf-

nahme einen der Polizeibeamten umzubringen drohte, sollte er wieder ins 

Gefängnis müssen (act. 3.1). Der vorhandenen Fluchtgefahr kann auch nicht 

dadurch begegnet werden, dass der Beschwerdeführer seine Reisedoku-

mente abgibt und sich in regelmässigen Abständen bei der Polizei meldet, 

wie von ihm vorgeschlagen. In konstanter Rechtsprechung werden die Ab-

gabe der Reisedokumente, Schriftensperre und Meldepflicht nur in Kombi-

nation mit einer sehr substantiellen Sicherheitsleistung als überhaupt geeig-

net erachtet, die Fluchtgefahr ausreichend zu bannen. Gleiches gilt im Falle 

eines Electronic Monitoring (Entscheide des Bundesstrafgerichts RH.2014.9 

vom 13. Juni 2014, E. 5.4; RR.2009.329 vom 24. November 2009, E. 6.4.2; 

RR.2012.1 vom 17. Februar 2012, E. 2.2; RR.2014.230 vom 29. Septem-

ber 2014, E. 7.4.3). Der Beschwerdeführer äussert sich nicht zur Höhe einer 

allfälligen Sicherheitsleistung, er macht vielmehr das Fehlen jeglicher Ver-

mögenswerte geltend. Eine Ersatzmassnahme, welche die Fluchtgefahr zu 

reduzieren vermöchte, ist nicht erkennbar.  

 

 

6. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss geltend machen will, 

die Schweiz habe die stellvertretende Strafverfolgung (im Sinne von Art. 85 

Abs. 2 IRSG) zu übernehmen (vgl. act. 4 S. 3), betreffen diese Ausführungen 

die Auslieferung selbst und sind im vorliegenden Verfahren nicht zu hören. 

  

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7. Zusammenfassend ergibt sich, dass vorliegend die Voraussetzungen für 

eine Haftentlassung nicht gegeben sind. Die Beschwerde ist daher abzuwei-

sen.  

 

 

8.  

8.1 Der Beschwerdeführer stellt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

und Rechtsvertretung (RP.2015.8).  

 

8.2 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 

ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 

Abs. 2 lit. b StBOG) und bestellt dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung 

ihrer Rechte notwendig ist (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b 

StBOG). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Prozessbe-

gehren als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich 

geringer erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren 

nicht aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren unge-

fähr die Waage halten oder eine nur wenig geringer sind als diese (BGE 129 

I 129 E. 2.3.1; 128 I 225 E. 2.5.3; 124 I 30 E. 2c). 

 

8.3 Den vorstehenden Erwägungen ist zu entnehmen, dass sich die Beschwerde 

als aussichtslos erweist. Folglich ist das Begehren des Beschwerdeführers 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsvertretung be-

reits aus diesem Grunde abzuweisen.  

 

 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b 

StBOG). Der womöglich schwierigen wirtschaftlichen Situation, in der sich 

der Beschwerdeführer schon aufgrund seiner Inhaftierung befindet, kann mit 

einer reduzierten Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- Rechnung getragen wer-

den (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG und Art. 73 

StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR). 

 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung im Be-

schwerdeverfahren wird abgewiesen. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

 

Bellinzona, 24. Februar 2015 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Antonius Falkner 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 

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bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die 
betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, 
soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).