# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7551716-7c61-5efe-81a9-048537d1d8d5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.09.2016 UE150356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE150356_2016-09-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE150356-O/U/KIE 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Meier, Präsidentin i.V., die Ersatzoberrichter 

Dr. iur. T. Graf  und lic. iur. Th. Vesely sowie Gerichtsschreiber lic. 

iur. Ch. Zuppinger 

 

Beschluss vom 22. September 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. Unbekannt,  

2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

Beschwerdegegnerinnen 

 
betreffend Nichtanhandnahme   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Zürich-Limmat vom 14. Dezember 2015, CAST3/2015/10039399 

 

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Erwägungen: 

I. 

  1. Mit Schreiben vom 6. November 2015 erstattete A._____ (Beschwer-

deführerin) Strafanzeige gegen unbekannte Täterschaft betreffend Urkundenfäl-

schung. In ihrem Schreiben bringt sie vor, beim Abholen ihrer Einlegerakten beim 

Anwaltsbüro B._____ sei ihr eine Vollmacht ausgehändigt worden. Sie habe die-

sem Anwaltsbüro jedoch nie eine Vollmacht gegeben. Die Unterschrift auf diesem 

Dokument stamme nicht von ihr (Urk. 12/1).  

 2. Nachdem die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (Staatsanwaltschaft) 

bei der Beschwerdeführerin eine Entbindungserklärung vom Berufsgeheimnis für 

die Mitarbeitenden des Anwaltsbüros B._____ eingeholt hatte, ersuchte die 

Staatsanwaltschaft die Mitarbeitenden des Anwaltsbüros B._____ um Stellung-

nahme, insbesondere zur Frage, ob ein Mandatsverhältnis bestanden habe und 

wenn ja, ob und von wem eine entsprechende Vollmacht unterschrieben worden 

sei. Allenfalls seien Belege einzureichen (Urk. 12/2-4). Am 4. Dezember 2015 

reichte Rechtsanwältin Dr. iur. C._____ vom Anwaltsbüro B._____ bei der Staats-

anwaltschaft eine Stellungnahme samt Belegen ein (Urk. 12/5).  

  3. Am 14. Dezember 2015 verfügte die Staatsanwaltschaft gestützt auf 

Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO die Nichtanhandnahme eines Strafverfahrens betref-

fend Urkundenfälschung (Urk. 12/6).  

  4. Gegen diesen der Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2015 zuge-

stellten Entscheid (Urk. 3/1, Urk. 6A, Urk. 12/7) erhob die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 28. Dezember 2015 fristgemäss Beschwerde bei der hiesigen 

Kammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Urk. 2, Urk. 5) mit den folgenden 

Anträgen: 

" Es sei der Straftatbestand der Urkundenfälschung zu untersuchen. 
 Gemäss Art. 7 StPO verlange ich die Verfolgung und Bestrafung der 

für die Straftat (Urkundenfälschung, Art. 251 StGB) verantwortlichen 
Person. 

- 3 - 

  Dies unter Kosten- und eventualiter Entschädigungs- und Genugtu-
ungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin bzw. der beschuldigten 
Person." 

  5. Die mit Verfügung vom 6. Januar 2016 der Beschwerdeführerin aufer-

legte Prozesskaution von Fr. 1'500.– leistete diese rechtzeitig (Urk. 7, Urk. 9).  

  6. Die Staatsanwaltschaft verzichtete in der Folge innert ihr gesetzter Frist 

auf Einreichung einer Stellungnahme zur Beschwerde der Beschwerdeführerin 

(Urk. 10, Urk. 13).  

 7. Dieser Beschluss ergeht aufgrund der Neukonstituierung der Kammer 

sowie der Ferienabwesenheit des Kammerpräsidenten nicht in der den Parteien 

angekündigten Besetzung (Urk. 7). 

II. 

 1. Die Staatsanwaltschaft verfügt nach Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO die 

Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports 

feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt sind. Eine 

Nichtanhandnahme darf nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen er-

gehen. Es muss sicher feststehen, dass der Sachverhalt unter keinen Straftatbe-

stand fällt. Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröffnen (BGE 137 IV 285 

E. 2.3 m.H.; Urteil 6B_615/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2). Eine Nichtanhand-

nahme kann auch bei Fehlen eines zureichenden Verdachts erlassen werden. Die 

fraglichen Tatbestände können als eindeutig nicht erfüllt erachtet werden, wenn 

gar nie ein Verdacht hätte geschöpft werden dürfen oder der zu Beginn der Straf-

verfolgung vorhandene Anfangsverdacht sich vollständig entkräftet hat. Die 

Staatsanwaltschaft eröffnet hingegen eine Untersuchung, wenn sich aus den In-

formationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eige-

nen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a 

StPO). Für eine Untersuchungseröffnung werden deliktsrelevante Anhaltspunkte 

vorausgesetzt. Dabei müssen die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforder-

lichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung erheblich und konkre-

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ter Natur sein. Blosse pauschale Schuldzuweisungen ohne Hinweis auf einen 

spezifischen Sachverhalt, Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht. Der An-

fangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die 

konkrete Möglichkeit der Begehung einer Straftat ergibt (Urteil 6B_830/2013 vom 

10. Dezember 2013 E. 1.4; Urteil 6B_560/2014 vom 3. November 2014 E. 2.4.1). 

Die Staatsanwaltschaft kann vor Erlass der Eröffnungsverfügung nicht nur der Po-

lizei Aufträge zur Vornahme ergänzender Abklärungen erteilen (Art. 307 Abs. 2 

Satz 1 StPO; Art. 309 Abs. 2 StPO), sondern auch Abklärungen selber vorneh-

men (Landshut/Bosshard, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur StPO, 

2. Aufl., Zürich 2014, Art. 299 N. 19, Art. 309 N. 8, 41 und Art. 310 N. 1; vgl.; 

Brunner/Heimgartner, Ouverture, Gedanken zum Zeitpunkt der Untersuchungser-

öffnung gemäss Art. 309 StPO, in: Liber amicorum für Andreas Donatsch, Zürich 

2012, S. 272 f.).  

 2.1. Da die Staatsanwaltschaft vom Anwaltsbüro B._____ eine Stellung-

nahme einholte, stellt die Beschwerdeführerin in Frage, ob damit das Verfahren 

nicht bereits eröffnet worden sei. Sie führt aus, der Ermessensspielraum für die 

Überprüfung einer Strafanzeige sei von der Staatsanwaltschaft überschritten wor-

den, indem teilweise bereits Untersuchungen vorgenommen worden seien (Urk. 2 

Ziff. 2 u. Ziff. 3.3 Abs. 1). Die Beschwerdeführerin rügt namentlich, die Staatsan-

waltschaft habe ihr keine Gelegenheit gegeben, zu den Aussagen der Sekretärin 

Frau D._____ des Anwaltsbüros B._____ - mit "Aussagen" meint die Beschwer-

deführerin offensichtlich diejenigen Angaben von Frau D._____, welche in der von 

Rechtsanwältin Dr. iur. C._____ verfassten Stellungnahme wiedergegeben wur-

den (Urk. 12/5 S. 1 f.) - Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeführerin macht gel-

tend, dadurch sei ihr rechtliches Gehör verletzt worden (Urk. 2 Ziff. 3.3 S. 3 unten 

u. S. 4 Abs. 2). 

  2.2. In der Literatur wird unter Hinweis auf Art. 196 StPO die Auffassung 

vertreten, dass Vorladungen und nicht mit Zwangsmitteln durchgeführte Einver-

nahmen von beschuldigten Personen noch nicht als für die Eröffnung relevante 

Zwangsmassnahme zu werten seien (Brunner/Heimgartner, a.a.O., S. 279 f. und 

S. 284; siehe auch Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 309 N. 8, 10b, 29). Lands-

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hut/Bosshard erachten es sodann insbesondere als zulässig, wenn die Staatsan-

waltschaft vor einer Untersuchungseröffnung eigene Abklärungen vornimmt, na-

mentlich schriftliche Berichte im Sinne von Art. 145 StPO einholt (Lands-

hut/Bosshard, a.a.O., Art. 310 N. 1; ebenso Urteil 1B_368/2012 vom 13. Mai 2013 

E. 2.). Nach Einholen einer (informellen) Stellungnahme des Anwaltsbüros 

B._____ war eine Nichtanhandnahme des Strafverfahrens somit nicht ausge-

schlossen.  

Vor Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung sind die Betroffenen - anders als 

im Hinblick auf eine Einstellung der Strafuntersuchung nach deren Eröffnung - 

nicht im Sinne von Art. 318 Abs. 1 StPO anzuhören. Dies hat jedenfalls solange 

zu gelten, als die vorläufigen Ermittlungen keinen unüblichen Umfang angenom-

men haben (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 310 N. 11 m.w.H.). Dies ist vorlie-

gend bei Einholung einer einfachen kurzen Stellungnahme nicht der Fall. Da sich 

auch aufgrund der eingeholten Stellungnahme keinerlei konkrete Anhaltspunkte 

für eine Urkundenfälschung ergaben (vgl. dazu unten Ziff. 3), erübrigten sich Wei-

terungen. Demzufolge war der Beschwerdeführerin auch nicht Gelegenheit einzu-

räumen, zu "Aussagen" der Anwaltssekretärin Frau D._____ des Anwaltsbüros 

B._____ Stellung zu nehmen.   

 3.1.1. Die Staatsanwaltschaft verweist zur Begründung der Nichtanhand-

nahme eines Strafverfahrens zunächst auf die von Rechtsanwältin Dr. iur. 

C._____ der Rechtsanwaltskanzlei B._____ verfasste Stellungnahme. Gemäss 

dieser erschien die Beschwerdeführerin am 21. Juli 2015 zu einem Bespre-

chungstermin. Rechtsanwältin Dr. iur. C._____ gab hierzu an, standardmässig 

würden neue Klienten durch das Sekretariat zunächst ersucht, ein Klientenblatt 

auszufüllen und zu unterzeichnen, ebenso würden sie gebeten, ein Vollmachts-

formular zu unterschreiben. Die Sekretärin D._____ habe das Klientenblatt wie 

auch das Vollmachtsformular durch die Beschwerdeführerin unterzeichnen las-

sen. Im Rahmen des nachfolgenden Klientengesprächs sei vereinbart worden, 

dass Rechtsanwältin Dr. iur. C._____ für die Beschwerdeführerin Akten beim 

Obergericht des Kantons Zürich bestelle. Dies sei mit Schreiben vom 27. Juli 

2015 unter Vorlage der unterzeichneten Vollmachtskopie auch geschehen. Die-

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ses Schreiben sei in Kopie der Beschwerdeführerin zugestellt worden, womit die-

se somit über die Verwendung der durch sie unterschriebenen Vollmacht in 

Kenntnis gesetzt worden sei (Urk. 12/5 S. 1 f.; Urk. 4 Erw. 3).  

Davon ausgehend erwägt die Staatsanwaltschaft,  das der Stellungnahme beige-

legte Akteneinsichtsgesuch an das Obergericht des Kantons Zürich belege, dass 

die Einsichtnahme in jene Akten nur unter Vorweisung einer Vollmacht möglich 

gewesen sei. Ohne die unterschriebene Vollmacht hätte Rechtsanwältin Dr. iur. 

C._____ für die Beschwerdeführerin gar nie in diesem Sinne tätig werden können. 

Zudem belege das Schreiben der Rechtsvertreterin an die Beschwerdeführerin 

vom 27. Juli 2015, dass letztere über das Akteneinsichtsgesuch beim Obergericht 

informiert worden sei, womit sich die Beschwerdeführerin offensichtlich einver-

standen erklärt habe. Zudem lasse sich das Schriftbild der Unterschrift nicht per 

se von der Unterschrift der Beschwerdeführerin an die Staatsanwaltschaft unter-

scheiden. Schliesslich sei weder eine Schädigungs- noch eine Vorteilsabsicht er-

kennbar  (Urk. 4 Erw. 4; Urk. 12/5 Beil. 3 u. 4).  

 3.1.2. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, für das An-

waltsbüro B._____ nie eine Vollmacht unterzeichnet zu haben (Urk. 12/1; Urk. 2 

Ziff. 3.1, Ziff. 3.3 S. 4 Abs. 1). Das Schriftbild der Unterschrift auf der Vollmacht 

sei eindeutig nicht dasselbe wie dasjenige der von ihr getätigten Unterschrift auf 

dem Klientenblatt. Es handle sich um eine schlechte Fälschung (Urk. 2 Ziff. 3.4 

Abs. 1; Urk. 3/9 = 12/5 Beil. 1; Urk. 3/10 = Urk. 12/1 [Vollmacht angehängt]).  Da-

rauf und auf ihre weiteren Vorbringen ist nachstehend einzugehen. 

 3.2. Eine Urkundenfälschung begeht, wer in der Absicht, jemandem am 

Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem anderen 

einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder ver-

fälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines anderen zur 

Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsa-

che unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt oder eine Urkunde dieser Art zur  

Täuschung gebraucht (Art. 251 Ziff. 1 StGB; vgl. Stratenwerth/Wohlers, Schwei-

zerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 3. Aufl., 2013, Art. 251 N. 6, 13, 15) 

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 3.3. Was die Beschwerdeführerin zur Begründung der Fälschung ihrer Un-

terschrift vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Aus ihren Darlegungen ergeben 

sich keine konkreten deliktsrelevanten Anhaltspunkte: 

  3.3.1. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind erhebliche Ab-

weichungen im Schriftbild der genannten Unterschriften, die auf eine Fälschung 

hindeuten könnten, nicht ersichtlich. Es ist nicht erkennbar und wurde von der Be-

schwerdeführerin auch nicht dargetan, worin die schlechte Fälschung bestehen 

soll. Kleinere Abweichungen im Schriftbild sind bei eigenhändigen Unterschriften 

normal. Gleiches gilt hinsichtlich des von der Staatsanwaltschaft in ihrer Einstel-

lungsverfügung vorgenommenen Vergleichs zwischen der Unterschrift auf der 

fraglichen Vollmacht und derjenigen auf den Schreiben der Beschwerdeführerin 

an die Staatsanwaltschaft (Urk. 12/1 [Vollmacht angehängt]; Urk. 12/1, Urk. 12/3 

S. 2), bei welchem die Staatsanwaltschaft zutreffend feststellte, die Schriftbilder 

seien nicht per se zu unterscheiden (Urk. 4 Erw. 4). 

 3.3.2. Dass die Beschwerdeführerin, wie von Rechtsanwältin Dr. iur. 

C._____ in ihrer Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft ausgeführt, über das 

Akteneinsichtsgesuch beim Obergericht informiert wurde, bestreitet sie ebenso 

wenig wie eine entsprechende vorgängige Vereinbarung dieses Aktenbeizugs 

(vgl. Urk.  12/5 S. 2). Ohnehin erscheint es evident, dass für die Beurteilung einer 

möglichen Beschwerde ans Bundesgericht durch Rechtsanwältin Dr. iur. C._____ 

die Akten beim Obergericht beigezogen werden mussten, wofür selbstredend eine 

Vollmacht der Beschwerdeführerin notwendig war. Daran ändert nichts, dass die 

Beschwerdeführerin  anlässlich des Termins vom 21. Juli 2015 die vollständigen 

Aktenkopien ausgehändigt haben will (Urk. 2 Ziff. 3.3 S. 4 Abs. 1). Weshalb sie 

keine entsprechende Vollmacht erteilt haben sollte, obwohl sie das Anwaltsbüro 

unstrittig damit beauftragt hatte, die Möglichkeit einer Bundesgerichtsbeschwerde 

zu prüfen (Urk. 3/8 S. 1 f.; Urk. 3/9 = Urk. 12/5 Beil. 1 [Klientenblatt mit dem Be-

treff "Beschwerde Bundesgericht"]),  leuchtet denn auch nicht ein.  

 3.3.3. Schliesslich erscheint es ohne weiteres nachvollziehbar, dass es sich 

bei der Aufforderung um (Blanko-)Unterzeichnung einer Vollmacht zusammen mit 

dem Ausfüllen des Klientenblattes durch das Sekretariat um ein standardisiertes 

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Vorgehen des Anwaltsbüros B._____ bei neuen Klienten handelt (Urk. 2 Ziff. 3.3 

S. 4 Abs. 3, Urk. 12/5 S. 1 f.). Weshalb es sich vorliegend anders verhalten haben 

sollte, ist nicht ersichtlich. Daraus, dass das Vollmachtsformular nicht  wie das 

Klientenblatt auf den Betreff "Beschwerde ans Bundesgericht" (Urk. 12/5 Beil. 1) 

eingeschränkt ist, kann die Beschwerdeführerin deshalb nichts Konkretes für eine 

Fälschung der Unterschrift ableiten. Die Erteilung einer Blankovollmacht ist denn 

auch grundsätzlich zulässig. Wo eine Blankovollmacht besteht, erhält der Vertre-

ter nur eine Vollmacht in dem Umfang, von dem er nach Vertrauensprinzip aus-

gehen durfte. Er darf die Urkunde in diesem Rahmen komplettieren bzw. fehlende 

Angaben ergänzen (Watter, in: Honsell/Vogt/Wiegand (Hrsg.), Basler Kommentar, 

Obligationenrecht, 6. Aufl., Basel 2015, Art. 33 N. 18; Zäch/Künzler, in: Berner 

Kommentar, Obligationenrecht, 2. Aufl., Bern 2014, Art. 33 N. 59 u. Art. 36 N. 9; 

BGE 78 II 372 E. 2a).  

  3.3.4. Schliesslich geht aus den Darlegungen der Beschwerdeführerin 

auch nicht hervor, worin die für eine Urkundenfälschung erforderliche Schädi-

gungs- bzw. Vorteilsabsicht vorliegend bestehen sollte. Die Beschwerdeführerin 

gibt vielmehr selbst an, nicht zu wissen, für welche missbräuchlichen Handlungen 

die angeblich gefälschte Vollmacht verwendet worden sein soll bzw. künftig ver-

wendet werden soll (Urk. 2 Ziff. 3.4). Anhaltspunkte für entsprechende Absichten 

ergeben sich weder im Zusammenhang mit der Einholung der Verfahrensakten 

beim Obergericht noch anderweitig aus den Akten.   

  4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass kein hinreichender 

Verdacht einer Urkundenfälschung nach Art. 251 StGB vorhanden ist. Deshalb 

bestand für die Staatsanwaltschaft auch kein Anlass, die Unterschrift auf dem 

Vollmachtsformular durch einen Fachspezialisten untersuchen zu lassen, wie dies 

die Beschwerdeführerin offenbar forderte (Urk. 2 Ziff. 3.4 Abs. 2, Ziff. 4 S. 6). Die 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme des Verfahrens ist abzuweisen.  

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III. 

  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Kosten des Beschwerde-

verfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts von Bedeutung und 

Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts ist die Gerichtsge-

bühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 800.– festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 

StPO sowie § 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG). Die von der Beschwerdeführe-

rin geleistete Sicherheit ist in diesem Umfang zur Deckung der Gerichtskosten zu 

verwenden und im Restbetrag – vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche 

des Staates – an die Beschwerdeführerin zurückzubezahlen. Für das Beschwer-

deverfahren werden keine Entschädigungen zugesprochen. 
 
 

Es wird beschlossen: 
 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.  

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution bezogen. Im Restbe-

trag wird die Prozesskaution der Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt all-

fälliger Verrechnungsansprüche des Staates – zurückerstattet. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat, ad CAST3/2015/10039399 

(gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

- 10 - 

− die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat, ad CAST3/2015/10039399, un-
ter Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 12) (gegen Empfangs-
bestätigung) 

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)  
 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in 

der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 22. September 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsidentin i.V.: 
 
 
 

lic. iur. A. Meier 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Zuppinger 
 
 
 

	Beschluss vom 22. September 2016
	
	Erwägungen:
	I.

	II.
	III.
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution bezogen. Im Restbetrag wird die Prozesskaution der Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des...
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat, ad CAST3/2015/10039399 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat, ad CAST3/2015/10039399, unter Rücksendung der eingereichten Akten (Urk. 12) (gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes...