# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ace2cae5-bc69-54fd-94ee-acc6f9fe8543
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 26.04.2024 A 2023 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2023-49_2024-04-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 23 49

4. Kammer 

Einzelrichter Righetti

Aktuarin Schupp

URTEIL

vom 26. April 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Direkte Bundessteuer 2021 und Kantons- und Gemeindesteu-
ern 2021

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I. Sachverhalt:

1. In der Steuererklärung 2021, welche am 7. Juni 2023 bei der Steuerver-

waltung des Kantons Graubünden (hiernach Steuerverwaltung) eingegan-

gen ist, machte A._____ als selbständig erwerbende Übersetzerin mit 

Büro in ihrem Einfamilienhaus in B._____ Abzüge für Geschäftsunkosten 

von u.a. CHF 4'800.00 für den Mietwert für Geschäftsräume, CHF 2'325.00 

für Heizung, Strom und Reinigung geltend. Dann zog sie jeweils noch als 

Privatanteil der Geschäftsunkosten CHF 983.00 für Hausdienstarbeiten 

und CHF 140.00 für Sozialleistungen Hausdienstarbeiten (total der Positi-

onen ohne Mietwert: CHF 3'448.00).

2. Am 26. Juli 2023 wurden die Veranlagungen für die Kantons-, Gemeinde- 

und direkte Bundessteuer 2021 eröffnet. Die Geschäftsunkosten wurden 

in reduziertem Umfang berücksichtigt: Eigenmiete/Mietwert CHF 4'800.00 

und Heiz- und Stromkosten sowie Hausdienstarbeiten CHF 720.00. 

3. Am 23. August 2023 erhob A._____ Einsprache gegen die Veranlagungs-

verfügung für die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bun-

dessteuer und ersuchte um vollumfängliche Berücksichtigung der dekla-

rierten Heiz-, Strom- und Hausdienstarbeitskosten im Umfang von CHF 

3'448.00. Zudem sei ihre Steuerlast um 20% zu reduzieren, wegen Aus-

schluss aus dem öffentlichen Leben (Coronapandemie).

4. Mit Einspracheentscheide vom 25. Oktober 2023 wurde die Einsprache 

bzgl. den Kantons- und Gemeindesteuern sowie der direkten Bundes-

steuer 2021 teilweise gutgeheissen. Der Abzug für die Heiz- und Strom-

kosten sowie Hausdienstarbeiten wurde auf CHF 1'646.00 korrigiert bzw. 

anerkannt. Die Steuerverwaltung hielt fest, dass Lehre und Praxis sich 

darüber einig seien, dass zur Hauptsache nach betriebswirtschaftlichen 

Gesichtspunkten bestimmt werden müsse, ob und inwieweit die von einem 

Selbständigerwerbenden verbuchten oder geltend gemachten Kosten ge-

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schäftsmässig begründet und damit abzugsfähig seien. Die Aufwendun-

gen müssten mit dem erzielten Einkommen in einem unmittelbaren Zu-

sammenhang stehen und in Erwartung einer wirtschaftlichen Gegenleis-

tung erbracht worden sein. Die systemgerechte Abgrenzung der Gewin-

nungs- von den Lebenshaltungskosten sei nur möglich, wenn bloss jene 

Auslagen zu den Gewinnungskosten gerechnet werden, welche direkt 

oder unmittelbar für die Erzielung des Einkommens aufgewendet werden. 

Zum Geschäftsaufwand gehörten Raumkosten, die für die geschäftliche 

Benützung von Liegenschaften oder/und Betriebseinrichtungen zu leisten 

seien. Stünden Teilen davon der privaten Benützung zur Verfügung, so sei 

der Mietwert dieser Teile dem Privatkonto zu belasten. Es dürften nur die 

Raumkosten für das ausschliesslich dem Geschäft dienende Arbeitszim-

mer als Geschäftsunkosten belastet werden. Hier sei ein Abzug für ein 

Arbeitszimmer geschäftsmässig begründet. Der Mietwertanteil von CHF 

4'800.00 oder 23,53% des Gesamtmietwertes für die teilweise geschäftli-

che Benützung des privaten Einfamilienhauses sei unbestritten. Für das 

ganze Einfamilienhaus würden Nebenkosten von CHF 6'583.15 (100%) 

anfallen. Für den geschäftlich genutzten Teil des Einfamilienhauses werde 

auf die gesamte Heizung-, Elektrizität und Hausdienstarbeit ein Abzug von 

CHF 1'646.00 (25%, aufgrund der Mietzinsrelation 23.53%) anerkannt. Zu 

der Reduzierung der Steuerlast für 2021 meinte die Steuerverwaltung, 

dass Aufwendungen dann in Abzug gebracht werden könnten, wenn diese 

nachweislich geschäftsmässig begründet und auch belegmässig nachge-

wiesen werden könnten. Der Nachweis für steuerliche Abzüge fehle und 

somit werde die Einsprache in diesem Punkt abgewiesen. 

5. Am 25. November 2023 erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführerin) 

Beschwerde gegen die beiden Einspracheentscheide. Sie forderte die voll-

umfängliche Zulassung der deklarierten Heiz- und Stromkosten sowie 

50% der Hausdienstarbeiten im Betrag von CHF 3'448.00 (Rechtsbegeh-

ren 1) und die Reduzierung der Steuerlast um 20%, da sie ab dem 15. 

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September 2021 aus dem öffentlichen Leben wegen der Coronapandemie 

(Rechtsbegehren 2) ausgeschlossen worden sei.  

6. Mit Vernehmlassung vom 3. Januar 2024 beantragte die Steuerverwaltung 

(hiernach Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Be-

schwerde. 

7. Der Instruktionsrichter hat am 5. Januar 2024 der Beschwerdeführerin u.a. 

mitgeteilt, dass ein weiterer Schriftenwechsel nicht angeordnet werde. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden die 

Einspracheentscheide vom 25. Oktober 2023 betreffend Kantons- und Ge-

meindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2021. Solche Entscheide kön-

nen gemäss Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bun-

dessteuer (DBG; SR 642.11) und Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden 

(StHG; SR 642.14) i.V.m. Art. 139 Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kan-

ton Graubünden (StG; BR 720.000) bzw. Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über 

die Gemeinde- und Kirchensteuern (GKStG; BR 720.200) mit Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten werden. 

Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus 

Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG, 

BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Ent-

scheide von Dienststellen der kantonalen Verwaltung und von unselbst-

ständigen Anstalten des kantonalen Rechts beurteilt, soweit das kantonale 

Recht den direkten Weiterzug vorsieht, was vorliegend der Fall ist. Die 

Beschwerdeführerin ist als formelle und materielle Adressatin der ange-

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fochtenen Einspracheentscheide berührt und weist ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. Art. 50 VRG). Auf 

die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit ein-

zutreten.

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.00 nicht 

überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der 

Streitwert unbestrittenermassen unter CHF 5'000.00 liegt (vgl. Vernehm-

lassung S. 4 und nachstehend E.3) und die vorliegende Angelegenheit 

auch nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRG), 

ist die Zuständigkeit des Einzelrichters gegeben.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die deklarierten Heiz- und Stromkos-

ten sowie Haushaltdienstarbeiten vollumfänglich, daher im Umfang von 

CHF 3'448.00 anstatt CHF 1'646.00, als abzugsfähig anzuerkennen sind. 

Sodann ist umstritten, ob die Steuerlast der Beschwerdeführerin aufgrund 

der Coronapandemie um 20% zu reduzieren ist.

2.1. Die Beschwerdeführerin meint zum ersten Rechtsbegehren, dass noch 

weitere Nebenkosten für das ganze Einfamilienhaus bestehen würden: 

Stückholz CHF 715.00, Kaminfeger CHF 272.20, Wasser und Abwasser 

CHF 352.00 und Hausratversicherung CHF 552.60. Die Pelletskosten wür-

den nur für den Büroraum anfallen, aber bei den Kaminfegerkosten seien 

auch Kosten für den Pelletsofen enthalten, welche sie nie abgezogen 

habe. Sie benutze während der Arbeitszeit Wasser und die Sanitäranla-

gen, daher könne auch ein Teil dieser Kosten in Abzug gebracht werden, 

was nie gemacht wurde. Durch die Hausratsversicherung seien auch Mö-

bel sowie Arbeitsmittel für die Arbeit versichert, auch diese Kosten wurden 

nie abgezogen. Von den Stromaufwendungen habe sie 50% der Totalkos-

ten als Geschäftskosten aufgeführt. Aufgrund ihrer Tätigkeit, benötige sie 

den ganzen Tag (manchmal auch nachts und am Wochenende je nach 

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Arbeitslast) Licht und Strom für die elektronischen Geräte. Sie verbrauche 

Strom für das Mittagessen und im Winter für den Pelletsofen. Ihre Einzel-

firma beschäftige eine Hausdienstarbeiterin, welche jede zweite Woche 

drei Stunden vorbeikomme. Eigentlich müsste der ganze Betrag, nicht nur 

die Hälfte, abzugsfähig sein. Wegen ihrer Tätigkeit zu Hause (siehe "wel-

lenweise Überlastung" nachts und am Wochenende), garantiere ihr diese 

Hilfe, dass sie in einem sauberen Umfeld arbeiten könne. 

Zum zweiten Rechtsbegehren meint die Beschwerdeführerin, dass wegen 

der ab dem 15. September 2021 geltenden schweizweite Zertifikatspflicht 

[Coronapandemie] und weil sie keine PCR-Tests oder Impfungen gemacht 

habe, sie während dreieinhalb Monaten aus dem öffentlichen Leben aus-

geschlossen worden sei und die "mit Steuergeldern subventionierten 

Dienstleistungen", z.B. Theater, usw., nicht habe benutzen können. Sie sei 

zudem gezwungen gewesen, über ihre Krankenkassenprämien die Be-

handlung der unzähligen Impfschäden mitzufinanzieren. 

2.2. Gemäss der Beschwerdegegnerin sei bei gemischten Aufwendungen eine 

Aufteilung in einen Gewinnungskosten- und einen Privatanteil vorzuneh-

men. Bestünden bei gemischt genutzten Vermögenswerten keine objekti-

ven Aufteilungskriterien, sei der Privatanteil zu schätzen. Diese Schätzung 

stelle eine Ermessensbetätigung der Steuerbehörde dar. Ein Abzug für ein 

Arbeitszimmer sei hier geschäftsmässig begründet. Die Beschwerdefüh-

rerin mache CHF 4'800.00 oder 23,41% des gesamten Mietwertes (CHF 

20'500.00) für das Arbeitszimmer im Einfamilienhaus geltend. Gemäss der 

grundsätzlich massgebenden Formel der kantonalen Praxisfestlegung 

entspreche der geschäftliche Mietwert nur 10,54% d.h. CHF 2'160.00 des 

Gesamtmietwertes. Somit wären auch nur 10,54% der im Beschwerdever-

fahren geltend gemachten Gesamtkosten von CHF 8'474.95 (CHF 

6'583.15 + CHF 1891.80) – d.h. CHF 893.00 – zulässig. Auch mit den gel-

tend gemachten zusätzlichen Nebenkosten von CHF 1'891.80, ändere 

sich nichts am anerkannten Abzug. Mit dem Abzug von CHF 4'800.00 

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seien der Mietwert und auch die daran gekoppelten Nebenkosten gross-

zügig berücksichtigt worden. Bzgl. des geltend gemachten Abzugs für 

Hausdienstarbeiten von CHF 1'123.00 (50% der Gesamtkosten) seien 

nicht sämtliche Kosten geschäftsmässig begründet. Nämlich entspreche 

ein Aufwand von drei monatliche Stunden pro Arbeitszimmer bzw. einein-

halb Stunden pro Besuch nicht der Realität. 

In Bezug auf den zweiten Antrag sehe weder das StG noch das DBG einen 

Pauschalabzug bzw. eine Reduktion der Steuerlast vor.   

3.1. Abzugsfähigkeit der Nebenkosten

3.1.1. Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen 

Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. Art. 16 Abs. 1 StG). Steuerbar sind 

alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forst-

wirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit (Art. 18 Abs. 1 DBG bzw. Art. 18 Abs. 1 

StG). 

3.1.2. Gemäss Art. 25 DBG werden zur Ermittlung des Reineinkommens von den 

gesamten steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und allgemeinen 

Abzüge nach den Artikeln 26–33a abgezogen. 

Gemäss ständiger Praxis zu den Gewinnungskosten nach Art. 25 DBG 

wird nicht verlangt, dass das Erwerbseinkommen ohne die streitige Auf-

wendung überhaupt nicht hätte erzielt werden können oder dass eine 

rechtliche Pflicht zur Bezahlung der entsprechenden Aufwendungen 

bestünde (vgl. BGE 142 II 293 E.3.2; Urteile des Bundesgerichts 

9C_732/2022 [zur Publikation vorgesehen] vom 18. Dezember 2023 E.4.1; 

2C_1001/2012 vom 1. Mai 2013 E.2.1.2). Als Gewinnungskosten gelten 

vielmehr diejenigen Aufwendungen, deren Vermeidung der steuerpflichti-

gen Person nicht zumutbar ist und die wesentlich durch die Erzielung von 

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steuerbarem Einkommen verursacht bzw. veranlasst sind. Es handelt sich 

um Aufwendungen, die für die Erzielung des Einkommens nützlich sind 

und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des Üblichen liegen (vgl. 

BGE 149 II 19 E.6.2; 142 II 293 E.3.2; 124 II 29 E.3a m.w.H.; Urteile des 

Bundesgerichts 9C_732/2022 [zur Publikation vorgesehen] vom 18. De-

zember 2023 E.4.1; 2C_179/2019 vom 2. Oktober 2019 E.4.2; 

2C_877/2018 vom 7. Mai 2019 E.4.2; 2C_1058/2017 vom 5. Februar 2019 

E.4.2; REICH/HUNZIKER in: ZWEIFEL/BEUSCH (Hrsg.), Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht: Bundesgesetz über die direkte Bundes-

steuer, 4. Aufl., Basel 2022, Art. 25 Rz. 9). Es ist jeweils im Rahmen einer 

Gesamtbetrachtung der konkreten Umstände zu prüfen, ob zwischen den 

geltend gemachten Aufwendungen und dem steuerbaren Einkommen ein 

genügend enger Zusammenhang besteht (vgl. BGE 149 II 19 E.6.2; 142 II 

293 E.3.2; Urteile des Bundesgerichts 9C_732/2022 vom 18. Dezember 

2023 E.4.1; 2C_179/2019 vom 2. Oktober 2019 E.4.2; 2C_877/2018 vom 

7. Mai 2019 E.4.2). Es muss sich um eine Aufwendung handeln, die in 

einem direkten und engen Zusammenhang mit dem betreffenden steuer-

baren Einkommen steht. Die Lehre spricht von einem "qualifiziert enge[n] 

Konnex zwischen den getätigten Ausgaben und den erzielten Einkünften". 

Es sind Aufwendungen die unmittelbar zur Erzielung des Einkommens ge-

macht werden (vgl. BGE 149 II 19 E.6.2 m.w.H.; 143 II 8 E.3; 142 II 293 

E.3.2 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2022 vom 18. Dezember 

2023 E.4.1 m.w.H; REICH/HUNZIKER, a.a.O., Art. 25 Rz. 7 ff.; REICH/VON AH/ 

BRAWAND, in: ZWEIFEL/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 

Steuerrecht: Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern 

der Kantone und Gemeinden, 4. Aufl., Basel 2022, Art. 9 Rz. 8). 

3.1.3. Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmäs-

sig begründeten Kosten abgezogen (Art. 27 Abs. 1 DBG bzw. Art. 32 Abs. 

1 StG). Als selbständig erwerbend gilt eine natürliche Person, wenn sie 

durch Einsatz von Arbeitsleistung und Kapital in frei bestimmter Selbstor-

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ganisation planmässig, anhaltend und nach aussen sichtbar zum Zweck 

der Gewinnerzielung am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt (statt vieler vgl. 

BGE 125 II 113 E. 5b m.w.H.; Entscheid des Steuerrekursgerichts des 

Kantons Zürich 2 DB.2022.85 und ST.2022.112 vom 8. November 2022 

E.2.a); was auf die Beschwerdeführerin zutrifft.

Ob ein steuerlicher Aufwand vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_374/2014 vom 30. Juli 2015 E.2.2.1 

m.w.H.). Aufwendungen sind dann geschäftsmässig begründet, wenn sie 

mit dem erzielten Erwerb unternehmungswirtschaftlich in einem unmittel-

baren und direkten (organischen) Zusammenhang stehen. Somit muss al-

les, was nach kaufmännischer Auffassung in guten Treuen zum Kreis der 

Unkosten gerechnet werden kann, steuerlich als geschäftsmässig begrün-

det anerkannt werden (vgl. BGE 124 II 29 E.3.c; 113 Ib 114 E.2c; Urteile 

des Bundesgerichts 2C_153/2021 vom 25. August 2021 E.3.2.2; 

2C_987/2020 vom 22. Juni 2021 E.3.2 m.w.H.; 2C_717/2018 vom 24. Ja-

nuar 2020 E.5.2 m.w.H.; LOCHER, Kommentar zum Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer – Band I, 2. Aufl., Basel 2019, Art. 27 Rz. 6). 

Bei Aufwendungen, die teils geschäftlich, teils privat veranlasst sind, ist 

eine Aufteilung in einen Gewinnungskosten- und einen Privatanteil vorzu-

nehmen (vgl. Urteile des Bundegerichts 2C_509/2019 vom 3. Oktober 

2019 E.4.3 m.w.H.; 2C_683/2019 vom 3. Oktober 2019 E.5.3 m.w.H.). 

Sonst verzichtet das Geschäft im Umfang, in dem die Ausgabe privaten 

Zwecken dient, auf Ertrag. Bestehen bei gemischt genutzten Vermögens-

werten keine objektiven Aufteilungskriterien, ist der Privatanteil zu schät-

zen. Diese Schätzung stellt eine Ermessensbetätigung der Steuerbehörde 

dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_484/2019 vom 6. November 2019 

E.7.1; 2C_374/2014 vom 30. Juli 2015 E.2.3 m.w.H.; 2C_21/2013 vom 5. 

Juli 2013 E.4.2).

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3.1.4. Zu den steuerlich abziehbaren Gewinnungskosten gemäss Art. 27 Abs. 1 

DBG gehören auch Mietkosten, soweit sie geschäfts- oder berufsmässig 

begründet sind. Nämlich die Mietzinsen bzw. Mietwerten der Räumlichkei-

ten (inkl. Ausgaben für Reinigung, Beleuchtung und Heizung), die der Be-

rufstätigkeit dienen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_1046/2015 vom 

10. August 2016 E.3; 2C_374/2014 vom 30. Juli 2015 E.2.2; Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern A 08 113 und A 08 114 vom 19. 

Januar 2009 E.2bb; LOCHER, a.a.O., Art. 27 Rz. 32). Dabei sollte in der 

Fragestellung an sich kein wesentlicher Unterschied gegenüber den un-

selbständig erwerbenden Personen bestehen (vgl. LOCHER, a.a.O., Art. 27 

Rz. 32). Auch bilden weitere Raumkosten Geschäftsaufwand, nämlich Ne-

benkosten wie Abgaben und Gebühren (Wasser-, Kanalisations-, Keh-

richtgebühren usw.), Versicherungsprämien (insb. Gebäude- und Haft-

pflichtversicherung), effektive Unterhalts-, Betriebs- und Verwaltungskos-

ten sowie Auslagen für Gas usw. Ausgangsbasis für die Ermittlung der 

Geschäftsmiete bildet in der Regel der Eigenmietwert. Befinden sich ef-

fektiv geschäftlichen Zwecken dienende und entsprechend eingerichtete 

Arbeitsräume in der Privatwohnung, so sind die entsprechenden Aufwen-

dungen unabhängig von ihrer Höhe oder Notwendigkeit abzugsberechtigt. 

Die Geschäftsmiete berechnet sich nach dem der geschäftlichen Nutzung 

entsprechenden anteiligen Eigenmietwert zuzüglich der Nebenkosten (vgl. 

REICH/ZÜGER/BERTSCHART, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht: Bundesgesetz über die direkte Bundes-

steuer, 4. Aufl., Zürich 2022, Art. 27 Rz. 24-26 m.w.H.; RICHNER/FREI/KAUF-

MANN/MEUTER, a.a.O., Art. 27 Rz. 9). 

3.1.5. In Bezug auf die unselbständige Tätigkeit (vgl. Art. 26 DBG bzw. Art. 31 

StG) ist Folgendes zu berücksichtigen. Gemäss Art. 7 Abs. 1 der Verord-

nung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) über den Abzug 

der Berufskosten unselbstständig Erwerbstätiger bei der direkten Bundes-

steuer (Berufskostenverordnung, BKV; SR 642.118.1, gestützt auf Art. 26 

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DBG) können als übrige Berufskosten insbesondere (auch) die für die Be-

rufsausübung erforderlichen Auslagen des privaten Arbeitszimmers abge-

zogen werden. Der erläuternde Bericht zur Verordnung (vgl. Ziff. 1.3.3. 

m.w.H., abrufbar unter https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fed-

lex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/113/cons_1/doc_4/de/pdf-a/fedlex-

data-admin-ch-eli-dl-proj-2021-113-cons_1-doc_4-de-pdf-a.pdf [letztmals 

besucht am 26. April 2024]), hält ergänzend fest, dass die bundesgericht-

liche Praxis den ganzen oder teilweisen Abzug der tatsächlichen Auslagen 

(anteilsmässiger Mietzins, Heizung, Elektrizität und Reinigung) für das Ar-

beitszimmer erlaubt (so auch SUTER/MEIER, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht: Bundesgesetz über die di-

rekte Bundessteuer, 4. Aufl., Zürich 2022, Art. 26 Rz. 43). Dabei wird fol-

gende anteilsmässige Berechnung erwähnt: (jährliche) Mietkosten bzw. 

Eigenmietwert / (Anzahl Zimmer + 2 [bei Einfamilienhäusern]). Zu diesem 

Wert sind noch allenfalls anteilige Kosten für Heizung, Beleuchtung und 

Reinigung hinzuzuzählen (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., 

Art. 26 Rz. 35-36). Diese Berechnung findet auch in mehreren Kantonen 

Anwendung (Zürich, vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/ROHNER, Kommentar 

zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl. Bern 2021, Art. 26 Rz. 43-44; Wallis 

und Tessin, vgl. LOCHER, a.a.O., Art. 26 Rz. 47 m.w.H.), darunter auch im 

Kanton Graubünden (vgl. Praxisfestlegung der Steuerverwaltung des Kan-

tons Graubünden [bezogen auf Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG bzw. Art. 31 StG] 

abrufbar unter https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/do-

kumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-c-01.pdf [letzt-

mals besucht am 26. April 2024] Ziff. 1, 4). Das Steuergericht des Kantons 

Baselland wendet diese Berechnung auch bei Vorliegen einer selbständi-

gen Tätigkeit an (vgl. Entscheid des Steuergerichts Basel-Landschaft 

(BLStPra) 520 2011 20 vom 2. Dezember 2011 E.3). 

https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/113/cons_1/doc_4/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-dl-proj-2021-113-cons_1-doc_4-de-pdf-a.pdf
https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/113/cons_1/doc_4/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-dl-proj-2021-113-cons_1-doc_4-de-pdf-a.pdf
https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/113/cons_1/doc_4/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-dl-proj-2021-113-cons_1-doc_4-de-pdf-a.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-c-01.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-c-01.pdf

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3.1.6. Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, gilt im Steuerverfahren in ana-

loger Anwendung, der in Art. 8 des schweizerischen Zivilgesetzbuches 

(ZGB; SR 210) enthaltenen Grundsatz, dass derjenige das Vorhandensein 

einer behaupteten Tatsache zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet. 

Die Veranlagungsbehörde trägt demzufolge die Beweislast für Tatsachen, 

welche die Steuerschuld begründen oder erhöhen, der Steuerpflichtige für 

Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (vgl. BGE 

148 II 285 E.3.1.3; 144 II 427 E.8.3.1; Urteile des Bundesgerichts 

9C_154/2023 vom 3. Januar 2024 E.2.3.6 m.w.H.; 2C_112/2014 vom 15. 

September 2014 E.4.1; Urteil des Spezialverwaltungsgerichts Aargau 3-

RV.2018.202 vom 27. Mai 2021 E.6.3.1 m.w.H.; WALTHER in: KLÖTI-WE-

BER/SIEGRIST/WEBER, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3.Aufl., 

Muri/Bern 2015, Art. 174 Rz. 28; LOCHER, a.a.O., Art. 27 Rz. 3). Gewin-

nungskosten sind als von den steuerbaren Einkünften abziehbare Aufwen-

dungen somit grundsätzlich vom Steuerpflichtigen zu beweisen. Kann 

nicht der absolute Beweis erbracht werden, so liegt es im Ermessen der 

Steuerbehörde, den Abzug entsprechend der Gegebenheiten des Einzel-

falls zu würdigen und gegebenenfalls nur teilweise anzuerkennen. Die nur 

teilweise Ankerkennung des Abzugs (bzw. die Aufrechnung eines Privat-

anteils) ist somit Ergebnis der Beweiswürdigung durch die Steuerbehörde. 

Zu einer Umkehr der Beweislast führt dieser Vorgang nicht, auch dann 

nicht, wenn sich die Aufrechnung des Privatanteils im Ergebnis steuerer-

höhend auswirkt (vgl. Urteil des Spezialverwaltungsgerichts Aargau 3-

RV.2018.202 vom 27. Mai 2021 E.6.3.2).

3.1.7. Gemäss Bundesgericht ist es in der Rechtsprechung wohl anerkannt, dass 

ein Gericht bei der Auslegung und Anwendung unbestimmter Rechtsbe-

griffe in ausgesprochenen Fachfragen eine gewisse Zurückhaltung üben 

und der Fachbehörde einen gewissen Beurteilungsspielraum belassen 

soll, falls die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und 

die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt 

- 13 -

worden sind (vgl. BGE 139 II 185 E.9.3; 136 I 184 E.2.2.1; 131 II 680 

E.2.3.2, Urteil des Bundesgerichts 2C_844/2018 vom 12. Juni 2020 

E.5.6.1; VGU A 23 25 vom 16. April 2024 E.4.5). In diesem Ermessen der 

Vorinstanz greift das Gericht nicht ohne Not ein, wenn sich diese durch 

besonderen Sachverstand und Fachwissen auszeichnet und wenn sie 

über einen gewissen Handlungsspielraum verfügen muss (vgl. BGE 139 II 

185 E.9.3; BVGer A-6121/2007 vom 3. April 2008 E.5.2; vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts 5D_158/2013 vom 24. September 2013 E.4.2; VGU 

A 23 25 vom 16. April 2024 E.4.5; Steuerpraxis des Steuergerichts des 

Kantons Basel-Landschaft (BLStPra) 1/2023 16-20 Entscheid vom 16. 

September 2022 E.2.7; HÄFELIN/MÜLLER/ UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 419, 442 ff.).

3.1.8. Es ist unbestritten und erstellt, dass die Beschwerdegegnerin in der Steu-

erveranlagung vom 25. Oktober 2023 (und auch schon in der ersten Fas-

sung vom 26. Juli 2023, vgl. Bg-act. 4), die von der Beschwerdeführerin 

deklarierte CHF 4'800.00 als Mietwert für Geschäftsräume und daher als 

abzugsfähige Kosten im Sinne von Art. 32 StG berücksichtigt hat (vgl. Bg-

act. 1, 7). Die Beschwerdegegnerin hatte somit die Kosten für Heizung, 

Elektrizität und Hausdienst von CHF 3448.00 (zuvor auf CHF 720.00, Bg-

act. 4) dann auf CHF 1'646.00 reduziert bzw. korrigiert. Auch ist unbestrit-

ten, dass der anerkannte Mietwertanteil von CHF 4'800.00 umgerechnet 

23,53% (aufgerundet auf 25%) des Gesamtmietwerts des Einfamilienhau-

ses beträgt (vgl. Bg-act. 4, 7, 8). Sodann ist für den Einzelrichter erstellt, 

dass die Anwendung der unter E. 3.1.5 erwähnten Praxis bzw. Formel, 

welche gemäss der Beschwerdegegnerin grundsätzlich zur Anwendung 

kommt, für die Beschwerdeführerin im konkreten Fall ungünstiger ausfal-

len würde. 

In diesem Zusammenhang ist zudem erneut festzuhalten, dass ein Gericht 

bei der Auslegung und Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe in aus-

gesprochenen Fachfragen eine gewisse Zurückhaltung übt und der Fach-

- 14 -

behörde einen gewissen Beurteilungsspielraum belassen soll, falls die für 

den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen 

Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt worden sind. Dies ist 

hier der Fall. Die Steuerbehörde hat sich mit dem vorliegenden Sachver-

halt auseinandergesetzt und mit ihren Einspracheentscheiden die prozen-

tuale Berechnung des Mietwerts und der Nebenkosten einander angegli-

chen. Ihr Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Dementsprechend ist die Be-

urteilung der Beschwerdegegnerin als Vorinstanz und Fachbehörde zu 

schützen. 

Davon abgesehen ist der Einwand der Beschwerdeführerin, sie habe die 

Hälfte der Strom- und Hausdienstkosten für ihre geschäftliche Tätigkeit 

aufgewendet, von ihr nicht bewiesen (siehe E. 3.1.6). Diese Rüge läuft 

daher ins Leere. Es ist darüber hinaus festzustellen, dass die zusätzlichen 

Nebenkosten für Stückholz, Kaminfeger, Wasser und Abwasser wie auch 

die Kosten für die Hausratversicherung für einen Gesamtbetrag von CHF 

1'891.60 (vgl. auch Bf-act. 7-13) erst im Rahmen des Beschwerdeverfah-

rens geltend gemacht worden sind. Selbst wenn man sämtliche Positionen 

der geltend gemachten Kosten als nachgewiesen betrachten und dem-

nach berücksichtigen würde, dann nur im obenerwähnten Verhältnis von 

max. 25% (CHF 472.90). Da die Berechnung der Beschwerdegegnerin – 

und daher die von ihr anerkannten Abzügen – im Vergleich zu ihrer 

grundsätzlichen Praxis (siehe E. 3.1.5) allerdings grosszügig und dement-

sprechend zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausgefallen ist, gebietet 

sich hier ein noch grösserer Abzug ohnehin nicht. Die Frage, ob ein allfäl-

liger Abzug des Betrages von CHF 472.90 überhaupt zu einer Reduktion 

der Steuerlast führen würde, kann demnach offen gelassen werden.

Die Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich nach dem Gesagten als 

unbegründet.

- 15 -

3.2. Das zweite Rechtsbegehren ist offensichtlich unbegründet. Wie die Be-

schwerdegegnerin zurecht ausführt, existiert keine steuerrechtliche 

Rechtsgrundlage für eine pauschale Ermässigung aufgrund einer Pande-

miesituationen. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich auf eine pau-

schale und appellatorische Kritik betreffend die Kosten der Corona-Pan-

demie, ohne sich konkret mit dem Gesetz auseinanderzusetzen (vgl. dazu 

Urteile des Bundesgerichts 2C_212/2023 vom 24. Juli 2023 E.5.4; siehe 

auch 2C_188/2022 vom 28. Februar 2022 E.2.2 f.). Eine solche Rüge, so-

weit sie überhaupt hinreichend dargetan ist, ist hier nicht zu hören.

3.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Besteuerung der Heiz- und 

Stromkosten sowie der Haushaltsdienstarbeiten unter der Anwendung von 

Art. 27 DBG bzw. 32 StG gesetzeskonform erfolgt ist. Somit erweisen sich 

die angefochtene Einspracheentscheide vom 25. Oktober 2023 als rech-

tens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde – ohne Abnahme von 

weiteren Beweismitteln – abzuweisen ist.

4.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr beträgt höchs-

tens CHF 20'000.00; sie richtet sich nach dem Umfang und der Schwierig-

keit der Sache sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen Leis-

tungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2 VRG). Vorliegend er-

scheint eine Staatsgebühr von CHF 1'500.00 als angemessen. Sie ist zu-

sammen mit den Kanzleiauslagen der unterliegenden Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. 

4.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung zu-

gesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 

Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, wes-

halb der obsiegenden Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung 

zusteht. 

- 16 -

III. Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'500.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 338.00

zusammen CHF 1'838.00

gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]