# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76b69aff-2a4d-542e-afcb-b58c43e02985
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2025 100 2023 231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-231_2025-11-14.pdf

## Full Text

100.2023.231U
STN/CSA/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Stohner, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Cotting

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________
Beschwerdeführende 4 und 5 gesetzlich vertreten durch ihre Eltern (Be-
schwerdeführende 1 und 2)
alle vertreten durch Rechtsanwalt F.________
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Biel
Öffentliche Sicherheit, Einwohner- und Spezialdienste, Bereich Migration, 
Neuengasse 28, Postfach 1120, 2501 Biel/Bienne

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Verschweigens wesentlicher Tatsachen (Entscheid der 
Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 3. August 2023; 
2023.SIDGS.73) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.11.2025, Nr. 100.2023.231U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ (Jg. 1983) und B.________ (Jg. 1987) reisten am 13. Mai 2019 
zusammen mit ihren gemeinsamen Kindern C.________ (Jg. 2007), 
D.________ (Jg. 2008) und E.________ (Jg. 2011) in die Schweiz ein, wo 
sie am Folgetag ein Asylgesuch stellten und angaben, sie seien afghanische 
Staatsangehörige. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) anerkannte 
B.________ am 20. August 2019 als Flüchtling und gewährte ihr Asyl. Die 
Kinder wurden in ihre Flüchtlingseigenschaft einbezogen und es wurde ihnen 
Familienasyl gewährt. Mit separater Verfügung des SEM vom gleichen Tag 
wurde die originäre Flüchtlingseigenschaft von A.________ nicht anerkannt, 
jedoch wurde er in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau einbezogen 
und es wurde ihm Familienasyl gewährt. Am 17. September (A.________) 
bzw. 29. Oktober 2019 (Ehefrau und Kinder) erteilte die Einwohnergemeinde 
(EG) Biel ihnen Aufenthaltsbewilligungen.

Am 27. November 2019 wurde bei den Betroffenen anlässlich einer Polizei-
kontrolle Kopien von auf sie lautenden serbischen Reisepässen sicherge-
stellt. Daraufhin leitete das SEM ein Verfahren um Widerruf des Asyls und 
Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft ein. A.________ und B.________ 
führten in ihrer Stellungnahme aus, sie und ihre Kinder hätten im Sommer 
2018 serbische Ehrenpässe erhalten, weil C.________ mit dem Erlös aus 
dem Verkauf von eigenen Kunstwerken ein serbisches Kind finanziell unter-
stützt habe. Das SEM verfügte am 20. Februar 2020 aufgrund Verschwei-
gens der serbischen Staatsbürgerschaft die Aberkennung der Flüchtlingsei-
genschaft der Familie und den Widerruf des ihnen gewährten Asyls. Die da-
gegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 
vom 21. Dezember 2021 (E-1689/2020) ab, soweit es darauf eintrat.

Mit Schreiben vom 21. März 2022 gewährte die EG Biel den Betroffenen das 
rechtliche Gehör zur beabsichtigten Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbe-
willigungen und ihrer Wegweisung aus der Schweiz.

Am 1. April 2022 reichte die EG Biel bei der Staatsanwaltschaft Berner Jura-
Seeland gegen A.________ und B.________ Strafanzeige wegen Täu-

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schung der Behörden und Falschangaben im Asylverfahren ein. Die Staats-
anwaltschaft eröffnete daraufhin zwei Strafverfahren.

Mit Verfügung vom 14. Dezember 2022 verweigerte die EG Biel die Verlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligungen von A.________ und B.________ so-
wie der drei Kinder und wies sie alle unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus 
der Schweiz weg.

B.

Dagegen erhoben A.________ und B.________ sowie ihre Kinder am 
16. Januar 2023 Beschwerde bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern 
(SID). Mit Entscheid vom 3. August 2023 wies die SID die Beschwerde, so-
weit sie darauf eintrat, ab und setzte den Genannten eine neuen Ausreisefrist 
auf den 3. November 2023. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
hiess sie gut, soweit es nicht gegenstandslos geworden war, und ordnete 
der Familie deren Rechtsvertreter amtlich bei.

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ sowie ihre Kinder am 4. Sep-
tember 2023 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und folgende 
Rechtsbegehren gestellt: 

«1. Der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 3. August 2023 sei aufzu-
heben und die Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführenden 
seien zu verlängern;

2. Eventualiter zu Ziffer 1 sei der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 
3. August 2023 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen;

3. Subeventualiter zu Ziffer 1 sei der Entscheid der Sicherheitsdirektion 
vom 3. August 2023 aufzuheben und die Beschwerdeführenden vorläu-
fig aufzunehmen;

4. Das vorliegende Beschwerdeverfahren sei bis zum Abschluss der 
Strafverfahren BJS 22 9019 und BJS 22 9020 zu sistieren.»

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Gleichzeitig ersuchen sie um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
ihres Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt. Am 12. September 2023 haben 
sie weitere Unterlagen eingereicht.

Mit Vernehmlassung vom 25. September 2023 beantragt die SID die Abwei-
sung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, sowie die Abweisung 
des Sistierungsgesuchs. Die EG Biel verzichtet mit Eingabe vom gleichen 
Tag auf eine Stellungnahme und verweist auf ihre Verfügung, ihre Vernehm-
lassung an die SID und den angefochtenen Entscheid.

Am 6. Oktober 2023, 23. Januar 2024, 2. August 2024, 29. April 2025 und 
17. Juli 2025 haben A.________ und B.________ sowie ihre Kinder Stellung 
genommen und weitere Unterlagen eingereicht.

Die SID bzw. die EG Biel haben sich am 12. Mai, 14. Mai und 4. August 2025 
geäussert. Die Beschwerdeführenden haben am 21. August 2025 nochmals 
Stellung genommen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist un-
ter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen subeventuell, sie seien vor-
läufig aufzunehmen (Rechtsbegehren 3; vorne Bst. C). – Die vorläufige Auf-

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nahme wird vom SEM (und nicht vom Verwaltungsgericht) verfügt (Art. 83 
Abs. 1 AIG). Nach Art. 83 Abs. 6 AIG kann nur die kantonale Behörde einen 
entsprechenden Antrag beim SEM stellen, nicht aber die betroffene auslän-
dische Person; sie ist vom direkten Zugang zum Verfahren auf vorläufige 
Aufnahme ausgeschlossen (BGE 141 I 49 E. 3.5.3 [Pra 104/2015 Nr. 82], 
137 II 305 E. 3.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 7.1, 2015 S. 105 E. 4 f. 
[zusammengefasst]). Soweit die Beschwerdeführenden die vorläufige Auf-
nahme beantragen, ist das Verwaltungsgericht sachlich nicht zuständig, 
weshalb der Antrag unzulässig ist (vgl. VGE 2020/295 vom 11.7.2023 E. 8). 
Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. aber hinten E. 5). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Be-
schwerdeführenden und deren Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die SID schloss im angefochtenen Entscheid auf den Widerrufsgrund 
nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- 
und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20). Die Beschwerdeführenden hätten 
sich durch Verschweigen ihrer serbischen Staatsbürgerschaft das Asyl und 
die Flüchtlingseigenschaft und dadurch gleichzeitig die Aufenthaltsbewilli-
gungen erschlichen (angefochtener Entscheid E. 3.7 f.). Die Beschwerde-
führenden rügen, es sei kein Widerrufsgrund erfüllt. Es gäbe keine Beweise 
für die serbische Staatsbürgerschaft; es könne nicht festgestellt werden, ob 
es sich bei den Pässen um Originale oder Fälschungen handle (Beschwerde 
Rz. 5, 7). Des Weiteren seien sie alle sehr gut integriert (Beschwerde 
Rz. 9 ff., 42 f.). Ihre Sozialhilfeabhängigkeit vermöge daran nichts zu ändern, 
da diese unverschuldet sei; den Eltern sei es aufgrund des unsicheren Auf-
enthaltsstatus praktisch unmöglich, sich von der Sozialhilfe abzulösen. Im 
Übrigen sei eine Rückkehr nach Serbien weder zulässig noch zumutbar (Be-
schwerde Rz. 32 ff., 48 f., 54 f.). 

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2.2 Personen, denen Asyl gewährt wurde, haben gemäss Art. 60 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) Anspruch auf eine Auf-
enthaltsbewilligung im Kanton, in dem sie sich rechtmässig aufhalten. Die 
Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn keine 
Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen (Art. 33 Abs. 3 AIG).

2.3 Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG folgt aus der 
Wahrheits- und Offenbarungspflicht gemäss Art. 90 Bst. a AIG (materielle 
Mitwirkungspflicht). Danach sind ausländische Personen verpflichtet, an der 
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken und zutreffende sowie vollstän-
dige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tat-
sachen zu machen (VGE 2022/29 vom 28.11.2023 E. 3.1 mit Hinweis auf 
Michael Spring, Der Bewilligungswiderruf im schweizerischen Ausländer-
recht, Diss. Bern 2021, Rz. 420). Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht, die 
zum Widerruf der Bewilligung führen kann, liegt vor, wenn die ausländische 
Person im Bewilligungsverfahren durch falsche Angaben oder Verschweigen 
wesentlicher Tatsachen bei den Behörden einen falschen Anschein über 
Tatsachen erweckt oder aufrechterhält. Eine Tatsache ist wesentlich, wenn 
der Anspruch auf eine Bewilligung bei korrekter Information ernsthaft in 
Frage gestellt gewesen wäre. Für den Widerruf nicht erforderlich ist, dass die 
Bewilligung bei richtigen oder vollständigen Angaben mit Sicherheit verwei-
gert worden wäre (BGE 142 II 265 E. 3.1 [Pra 106/2017 Nr. 10]; BGer 
2C_860/2020 vom 23.2.2021 E. 4.2; Michael Spring, a.a.O., Rz. 43 mit 
Fn. 142, Rz. 443; VGE 2022/29 vom 28.11.2023 E. 3.2). In beiden Tatbe-
standsvarianten muss bei der ausländischen Person eine Täuschungsab-
sicht vorliegen. Stellt die Behörde Fragen, muss die ausländische Person 
diese wahrheitsgetreu beantworten. Falsche Angaben, welche für die Ertei-
lung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung wesentlich sind, 
führen nach der Rechtsprechung zu Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG grundsätzlich 
zum Widerruf der Bewilligung; Täuschungsabsicht liegt diesfalls ohne weite-
res vor. Wesentlich sind nicht nur Tatsachen, nach denen die Ausländer-
behörde bei der Erteilung der Bewilligung ausdrücklich fragt. Beim Ver-
schweigen wesentlicher Tatsachen ist eine Täuschungsabsicht daher na-
mentlich zu bejahen, wenn die ausländische Person einen falschen An-
schein über Tatsachen erweckt hat oder aufrechterhält, von denen sie ver-
nünftigerweise wissen musste, dass sie für den Bewilligungsentscheid von 

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Bedeutung sein könnten (vgl. BGE 142 II 265 E. 3.1 [Pra 106/2017 Nr. 10], 
135 II 1 E. 4.1; BGer 2C_29/2024 vom 6.9.2024 E. 3.1 [betrifft VGE 2022/29 
vom 28.11.2023], 2C_889/2021 vom 24.2.2022 E. 4.1.1 [betrifft VGE 
2021/120 vom 6.10.2021]; Michael Spring, a.a.O., Rz. 436, 444 f., 447). Dies 
ist bei fehlenden bzw. falschen Angaben zur Staatsangehörigkeit ohne wei-
teres der Fall.

2.4 Grundsätzlich muss der Widerrufsgrund bei der betroffenen Person 
selber erfüllt sein. Der Widerruf oder die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung von Eltern führt nicht zum Widerruf oder zur Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung ihrer Kinder. Da jedoch der Widerrufsgrund von 
Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG ausdrücklich auch falsche Angaben bzw. das Ver-
schweigen von Tatsachen durch den Vertreter (bzw. die Vertreterin) nennt, 
müssen sich minderjährige Kinder das Verhalten ihrer gesetzlichen Vertre-
tung anrechnen lassen, so dass das elterliche Verhalten auch zum Widerruf 
oder zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Kinder führen 
kann (BGer 2C_789/2018 vom 30.1.2019 E. 3.1, 2C_359/2014 vom 
1.12.2014 E. 4.4, beide betreffend Niederlassungsbewilligung). 

2.5 Mit (rechtskräftigem) Urteil vom 21. Dezember 2021 hat das Bundes-
verwaltungsgericht den Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft 
aberkannt und ihr Asyl widerrufen (Urteil E-1689/2020 vom 21.12.2021; Ak-
ten EG Biel 6B pag. 50-62). Das Gericht erwog, die Beschwerdeführenden 
seien zum Zeitpunkt der Einleitung ihrer Asylverfahren im Jahr 2019 unbe-
strittenermassen im Besitz der serbischen Staatsbürgerschaft gewesen, wel-
che ihnen im Jahr 2018 erteilt worden sei. Sie hätten aber weder zu ihrem 
Aufenthalt in Serbien noch zu ihrer serbischen Staatsangehörigkeit irgend-
welche Angaben gemacht. Für das Gericht ging klar hervor, dass die Be-
schwerdeführenden in gegenseitiger Absprache sowohl ihren Aufenthalt in 
Serbien als auch die dort erhaltene Staatsbürgerschaft anlässlich der meh-
reren Befragungen bewusst verschwiegen haben (E. 9.2). Das Gericht kam 
zum Schluss, die Beschwerdeführenden hätten mit dem Nichtoffenlegen der 
serbischen Staatsbürgerschaft eine wesentliche Tatsache verschwiegen und 
sich dadurch das Asyl und die Flüchtlingseigenschaft erschlichen (E. 9.5).

2.6 Die Vorinstanz erwog, es sei erwiesen, dass die Beschwerdeführen-
den zum Zeitpunkt der Einleitung ihrer Asylverfahren im Jahr 2019 im Besitz 

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der serbischen Staatsbürgerschaft gewesen seien (angefochtener Entscheid 
E. 3.3-3.7). Die von den Beschwerdeführenden im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren dagegen vorgebrachten Argumente vermögen nicht zu überzeu-
gen; so wiederholen sie in den wesentlichen Punkten ihre Argumentation im 
vorinstanzlichen Verfahren und monieren, dass es keine «handfesten Be-
weise» für die Echtheit der serbischen Pässe gebe (Beschwerde Rz. 36). 
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden (vgl. Beschwerde Rz. 39) 
ist insoweit ausländerrechtlich kein Raum für eine Unschuldsvermutung wie 
im Strafrecht. Bei Reisepässen darf die Echtheit grundsätzlich vermutet wer-
den. Aufgrund der den Beschwerdeführenden obliegenden weitreichenden 
Mitwirkungspflicht wäre es an ihnen, die allfällige «Unechtheit» ihrer serbi-
schen Pässe konkret darzutun und sachdienlich zu belegen (Art. 20 Abs. 3 
VRPG i.V.m. Art. 90 AIG und dazu etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; allgemein 
zur Mitwirkungspflicht BVR 2015 S. 391 E. 5.5), beispielsweise durch eine 
Bestätigung der serbischen Botschaft, dass es sich bei den entsprechenden 
Reisepässen um Fälschungen handelt, weil die Personen, auf deren Namen 
sie ausgestellt sind, gar nicht serbische Staatsangehörige sind (so auch be-
reits die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid E. 3.7). Die «Unechtheit» 
der Pässe ist somit nicht erstellt. Demnach waren die Beschwerdeführenden 
im Besitz von serbischen Pässen, was sie gegenüber den Migrationsbehör-
den verschwiegen haben. Bei den Beschwerdeführenden lag ferner eine 
Täuschungsabsicht vor, da davon auszugehen ist, dass sie bzw. vorab die 
Eltern (Beschwerdeführende 1 und 2) in gegenseitiger Absprache sowohl die 
serbische Staatsbürgerschaft als auch ihren dortigen Aufenthalt anlässlich 
ihrer (mehreren) Befragungen bewusst verschwiegen haben (vgl. vorne 
E. 2.3 und 2.4 sowie BVGer E-1689/2020 vom 21.12.2021 E. 9.2 letzter Ab-
schnitt). Nebst den unvollständigen Angaben im Asylverfahren haben sie na-
mentlich in dem von den Eltern ausgefüllten und unterzeichneten Anmelde-
formular der EG Biel («Formulaire d’annonce pour les ressortissants étran-
gers», Akten EG Biel 6B pag. 30-32) unter dem Titel «Nationalité(s)» nur die 
afghanische Staatsangehörigkeit angegeben. Dadurch haben sie die Behör-
den wissentlich getäuscht. 

2.7 Die Beschwerdeführenden 1 und 2 wurden mit Urteil vom 1. April 
2025 des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland (PEN 24 426/427) im Rah-
men des Einspracheverfahrens gegen die sie betreffenden Strafbefehle vom 

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Vorwurf der Täuschung der Behörden nach Art. 118 AIG freigesprochen. 
Aus diesem Freispruch können die Beschwerdeführenden für das vorlie-
gende Verfahren jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten: So ist für den Wi-
derrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG nicht vorausgesetzt, dass die 
Täuschung der Behörden zu einer strafrechtlichen Verurteilung geführt hat 
(Silvia Hunziker, in Caroni/Thurnherr [Hrsg.], Kommentar zum AIG, 2. Aufl. 
2024, Art. 62 N. 24). Sodann erfolgte der Freispruch gemäss dem Strafurteil 
gestützt auf die vom Strafgericht vertretene Feststellung, dass Art. 118 AIG 
nicht einschlägig sei, da die falschen Angaben bzw. das Verschweigen von 
Tatsachen nicht gegenüber «den mit dem Vollzug des [AIG] betrauten 
Behörden», sondern im Rahmen des Asylverfahrens gemacht worden seien, 
welches ausschliesslich durch das AsylG geregelt sei (vgl. Urteilsbegrün-
dung vom 4.6.2025, insb. S. 2 und 6 f., Beschwerdebeilage [BB] 52, 
act. 29B). Ein allfälliges strafbares Verhalten gestützt auf die analoge Straf-
bestimmung im AsylG (Art. 115) bildete gestützt auf den Anklagegrundsatz 
hingegen nicht Gegenstand des Strafverfahrens vor dem Regionalgericht. 
Im Übrigen stellte das Strafgericht – trotz Freispruchs – erwägungsweise 
fest, es mache den Anschein, dass den Beschwerdeführenden bewusst ge-
wesen sei, dass die Tatsachen des vorherigen Aufenthalts in Serbien und 
des Besitzes der serbischen Pässe von Relevanz gewesen seien und sie 
dies bewusst verschwiegen hätten; dies obwohl es nachvollziehbar sei, dass 
sie an der Echtheit der Pässe gezweifelt hätten, da sie diese unter sehr be-
sonderen Umständen erhalten hätten (vgl. Urteilsbegründung S. 7). Die von 
der Staatsanwaltschaft gegen das Strafurteil des Regionalgerichts Berner 
Jura-Seeland angemeldete Berufung wurde zurückgezogen, womit das Ur-
teil in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. BB 53, act. 29B).

2.8 Die Beschwerdeführenden 1 und 2 haben durch das Verschweigen 
der serbischen Staatsangehörigkeit und des früheren Aufenthalts der Familie 
in Serbien gegenüber den Behörden im Asylverfahren und im ausländer-
rechtlichen Bewilligungsverfahren den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 
Bst. a AIG gesetzt, der einer Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ent-
gegensteht (Art. 33 Abs. 3 AIG; vgl. vorne E. 2.5 und 2.6). Die Beschwerde-
führenden 3-5 waren zum Zeitpunkt der falschen Angaben und damit zum 
Zeitpunkt, als der Widerrufsgrund gesetzt wurde, alle minderjährig und müs-
sen sich das Verhalten ihrer gesetzlichen Vertreter anrechnen lassen (vgl. 

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vorne E. 2.4). Die Ausländerbehörde hätte bei Kenntnis der gesamten Um-
stände (serbische Staatsangehörigkeit und Aufenthalt in Serbien) den Be-
schwerdeführenden 1 und 2 die Aufenthaltsbewilligung nicht erteilt. Folglich 
wäre auch den Beschwerdeführenden 3-5 keine Aufenthaltsbewilligung er-
teilt worden (vgl. für eine vergleichbare Würdigung etwa BGer 2C_483/2017 
vom 6.2.2018 E. 4.6 mit Hinweisen).

3.

Zu prüfen ist sodann die Verhältnismässigkeit der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligungen.

3.1 Die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung und die Wegwei-
sung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie 
aufgrund einer Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AIG). Beeinträchtigt 
die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen oder 
das Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
[EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage dieser Interessen-
abwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (BGE 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 
E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1).

3.2 Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die öffentli-
chen Interessen an der Entfernungsmassnahme und die privaten Interessen 
der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hinweisen). In diese Prüfung sind ausserdem 
die nach der Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 (KRK; 
SR 0.107) zu berücksichtigenden Interessen der minderjährigen Kinder (hier 
Beschwerdeführer 4 und 5) einzubeziehen (BGE 143 I 21 E. 5.5.1, 135 I 153 
E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1; VGE 2021/46 vom 17.1.2023 E. 5 
[bestätigt durch BGer 2C_113/2023 vom 27.9.2023]). 

3.3 Zurecht berufen sich die Beschwerdeführenden vor Verwaltungsge-
richt nicht auf Art. 8 EMRK. Da die gesamte Familie von der Entfernungs-

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massnahme betroffen ist, ist – wie die Vorinstanz korrekt feststellt – der 
Schutz des Familienlebens nicht betroffen. Die Beschwerdeführenden reis-
ten sodann im Mai 2019, also vor rund sechs Jahren, in die Schweiz ein. Um 
sich auf den Privatlebensschutz berufen zu können, bildet eine rechtmässige 
Aufenthaltsdauer von 10 Jahren den Richtwert (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9). 
Diese Aufenthaltsdauer erreichen die Beschwerdeführenden nicht; im Übri-
gen sind besonders intensive Beziehungen, die über eine normale Integra-
tion hinausgehen, nicht ersichtlich (vgl. hinten E. 3.5.2).

3.4 Das dem Widerrufsgrund der Behördentäuschung zugrunde liegende 
öffentliche Interesse ist das Interesse an der Durchsetzung des materiellen 
Ausländerrechts und an der richtigen Entscheidfindung in Bewilligungsver-
fahren gestützt auf richtige und vollständige Angaben gemäss der Wahr-
heits- und Offenbarungspflicht (vgl. vorne E. 2.3). Dieses Interesse ist aner-
kanntermassen erheblich (vgl. VGE 2022/29 vom 28.11.2023 E. 9.2 
[bestätigt durch BGer 2C_29/2024 vom 6.9.2024]; BGer 2C_467/2022 vom 
12.12.2022 E. 3.2, 2C_66/2016 vom 12.10.2016 E. 5.1; Michael Spring, 
a.a.O., Rz. 27 und 465). Von entsprechendem Gewicht ist – wie die Vor-
instanz zu Recht ausgeführt hat (angefochtener Entscheid E. 5, 7) – das In-
teresse an der strittigen Entfernungsmassnahme.

3.5 Bei den privaten Interessen der Beschwerdeführenden sind nament-
lich deren Aufenthaltsdauer, die Integration sowie die ihnen und ihren An-
gehörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen.

3.5.1 Die Beschwerdeführenden reisten im Mai 2019 in die Schweiz ein; im 
September bzw. Oktober 2019 wurden ihnen Aufenthaltsbewilligungen erteilt 
(vgl. vorne Bst. A). Sie halten sich somit seit sechs Jahren in der Schweiz 
auf, ihre Aufenthaltsdauer in der Schweiz kann daher nicht als lang bezeich-
net werden. Dem Aufenthalt von sechs Jahren kommt im Übrigen nur unter-
geordnete Bedeutung zu, weil er von Anfang an mit Falschangaben erschli-
chen worden ist (für eine vergleichbare Würdigung BGer 2C_467/2022 vom 
12.12.2022 E. 3.1 m.w.H.).

3.5.2 Zur Integration der Beschwerdeführenden ist Folgendes festzuhalten: 
Weder der Beschwerdeführer 1 noch die Beschwerdeführerin 2 haben sich 
in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich integriert. Zwar hat der Beschwerde-

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führer 1 im Herbst 2023 ein dreimonatiges Praktikum als «Gipser und Maler 
Helfer» absolviert (BB 42, act. 4A) und die Beschwerdeführerin 2 ist seit Juni 
2024 drei Stunden pro Woche als Reinigungsmitarbeiterin tätig (BB 47, 
act. 19A). Die Familie ist jedoch weiterhin von der Sozialhilfe abhängig (vgl. 
Akten EG Biel 6B pag. 93; Bestätigung Sozialdienst vom 9.2.2023 in Akten 
SID 6A1 BB 15), was die Beschwerdeführenden auch einräumen. Intensive 
soziale Bindungen zur einheimischen Bevölkerung, deren Abbruch die Be-
schwerdeführenden besonders hart treffen würde, sind sodann nicht ersicht-
lich. Die vielen «Empfehlungsschreiben», die sie im verwaltungsgerichtli-
chen Verfahren eingereicht haben, vermögen dies jedenfalls nicht zu bele-
gen, handelt es sich doch grösstenteils um Briefe von Lehrpersonen 
BB 14-20, 29-35), Sprachkursleiterinnen (BB 10, 11) oder Trainern des 
Sportvereins (BB 37, 38). Auch wenn sich die Beschwerdeführenden darum 
bemüht haben, sich in sprachlicher Hinsicht zu integrieren (vgl. bspw. BB 8 
und 9, act. 1C), sind ihre Integrationsleistungen erheblich zu relativieren, da 
sie sich mit der Erfüllung des Widerrufsgrunds nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG 
von Anfang an gar nie rechtmässig in der Schweiz aufgehalten haben (für 
eine vergleichbare Würdigung vgl. BGer 2C_467/2022 vom 12.12.2022 
E. 3.1). 

3.5.3 Schliesslich ist zu prüfen, ob die Rückkehr nach Serbien zumutbar 
erscheint; dabei ist auch das Kindeswohl gemäss Art. 3 KRK zu berücksich-
tigen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die Zumutbarkeit der 
Rückkehr nach Serbien insbesondere auch unter dem Aspekt des Kindes-
wohls ausführlich begründet (angefochtener Entscheid E. 6.3-6.6). Sie hat 
namentlich dargelegt, dass die Beschwerdeführenden als serbische Staats-
angehörige in Serbien (nach ihrer Anmeldung) krankenversichert sind und 
kostenlosen Zugang zu medizinischen Einrichtungen haben (angefochtener 
Entscheid E. 6.5). Auch die psychologische und psychiatrische Gesundheits-
versorgung ist in Serbien praktisch flächendeckend für alle gängigen Be-
handlungen vorhanden (angefochtener Entscheid E. 8.3.4). Zudem haben 
die Beschwerdeführenden in Serbien Anspruch auf Sozialhilfe, auch wenn 
sich die staatlichen Sozialleistungen auf sehr niedrigem Niveau bewegen 
(angefochtener Entscheid E. 6.5). Die Beschwerdeführenden 4 und 5 kön-
nen kostenlos die öffentliche Schule besuchen (angefochtener Entscheid 
E. 6.6). Die Vorbringen der Beschwerdeführenden im verwaltungsgerichtli-

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chen Verfahren vermögen diese Feststellungen nicht in Frage zu stellen. So-
weit die Beschwerdeführenden geltend machen, dass Migrantinnen und Mi-
granten und Asylsuchende in Serbien einen «schwierigen Stand» hätten und 
«von Polizisten regelmässig erpresst und misshandelt» würden (Be-
schwerde Rz. 32, sowie BB 23-27, act. 1C), ist auf ihre serbische Staatsan-
gehörigkeit hinzuweisen.

3.6 In der Gesamtabwägung ergibt sich, dass die Vorinstanz das öffent-
liche Interesse an der Entfernungsmassnahme zu Recht als überwiegend 
beurteilt hat: Dem privaten Interesse am Verbleib in der Schweiz steht das 
gewichtige öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Bewilligungen 
entgegen, die durch Verschweigen von wesentlichen Tatsachen erlangt wor-
den sind. Dieses öffentliche Interesse überwiegt im vorliegenden Fall (für 
eine vergleichbare Würdigung BGer 2C_29/2024 vom 6.9.2024 E. 7.4 mit 
weiteren Hinweisen [betrifft VGE 2022/29 vom 28.11.2023]). Die Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung erweisen sich als 
verhältnismässig. Art. 3 KRK ist ebenfalls nicht verletzt.

4.

Die Beschwerdeführenden beantragen sodann vor Verwaltungsgericht erst-
mals die Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG. 
Sie begründen diesen Antrag mit ihren Integrationsleistungen. Die Vor-
instanz beantragt die Abweisung der Beschwerde (auch im Punkt der Härte-
fallbewilligung) und bringt somit zum Ausdruck, dass sie auch ermessens-
weise keine Bewilligung erteilen würde. Die Vorinstanz hat im angefochtenen 
Entscheid im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung die massgebenden 
Gesichtspunkte und Interessen in Einklang mit der publizierten Praxis des 
Verwaltungsgerichts (vgl. zu den strengen Anforderungen BVR 2019 S. 314 
E. 6.5) vollständig einbezogen und zutreffend gewichtet, eingeschlossen die 
Aufenthaltsdauer, die Integration und die Zumutbarkeit der Rückkehr nach 
Serbien (vgl. angefochtener Entscheid E. 6 und 7). Auch unter diesem Ge-
sichtspunkt ist schliesslich zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführen-
den ihren Aufenthalt durch Erfüllung des Widerrufsgrunds nach Art. 62 

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Abs. 1 Bst. a AIG erschlichen haben und daher aus ihren Integrationsleis-
tungen nichts Entscheidendes zu ihren Gunsten ableiten können.

5.

Soweit die Beschwerdeführenden die vorläufige Aufnahme durch das Ver-
waltungsgericht beantragen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vorne 
E. 1.2). Gleichwohl dürfen Vollzugshindernisse, die zu einer vorläufigen Auf-
nahme führen könnten, vor jeder wegweisenden Behörde geltend gemacht 
werden. Diese prüft nach pflichtgemässem Ermessen, ob es die geltend ge-
machten Umstände rechtfertigen, eine Beurteilung der Vollzugssituation 
bzw. eine allfällige vorläufige Aufnahme beim sachlich zuständigen SEM im 
Sinn von Art. 83 Abs. 6 AIG zu beantragen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 7.1; 
VGE 2020/295 vom 11.7.2023 E. 8). Das Verwaltungsgericht hat dargelegt, 
weshalb es die Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Serbien als zu-
mutbar erachtet (vorne E. 3.5.3). Weitere Gründe, welche den Wegwei-
sungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen, sind nicht ersichtlich. Ein 
Antrag auf vorläufige Aufnahme beim SEM fällt damit ausser Betracht.

6.

Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2). Der Antrag auf Sistierung des 
Verfahrens bis zum Abschluss des Strafverfahrens ist als gegenstandslos 
geworden abzuschreiben, da das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlos-
sen ist (vgl. vorne Bst. C und E. 2.7).

Konsequenz der Beschwerdeabweisung ist die Wegweisung (Art. 64 Abs. 1 
Bst. c AIG). Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen 
ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; vgl. BVR 
2019 S. 314 E. 7). Mit einer Frist bis zum 31. Januar 2026 ist gewährleistet, 
dass die Beschwerdeführenden 4 und 5 das erste Semester des Schuljahrs 
2025/26 in der Schweiz abschliessen können.

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7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführen-
den grundsätzlich kostenpflichtig und haben ihre Parteikosten selber zu tra-
gen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Sie haben indes für das verwaltungsge-
richtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihres 
Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

7.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 
Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aus-
sichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst, 
wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage hal-
ten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach 
der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzuse-
hen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Ver-
lustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. 
Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber da-
von absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-
nung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil 
er sie nichts kostet (BVR 2019 S. 128 E. 4.1; BGE 142 III 138 E. 5.1).

7.3 Aufgrund der Akten ist von der Prozessbedürftigkeit der Beschwer-
deführenden auszugehen (vgl. vorne E. 3.5.2) Die Beschwerde kann zudem 
nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Verhältnisse 
rechtfertigen schliesslich den Beizug einer Rechtsvertreterin oder eines 
Rechtsvertreters. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher gut-
zuheissen und den Beschwerdeführenden ist für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren ihr Rechtsvertreter als amtlicher Anwalt beizuordnen.

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7.4 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht der Beschwerdeführenden vorläufig vom Kanton Bern zu tragen 
(Art. 113 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO). Für den Entscheid über das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sind keine Kosten zu erheben 
(Art. 112 Abs. 1 VRPG).

7.5 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 
17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (PKV; 
BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 
Fr. 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälliger Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 
und Art. 16 i.V.m. Art. 9 PKV. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich 
der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der 
Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 
Abs. 3 KAG). – Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden macht für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein Honorar von Fr. 6'000.--, zuzüg-
lich Auslagen in der Höhe von Fr. 472.95 und MWSt von Fr. 510.85, total 
Fr. 6'983.80, geltend (Kostennote vom 20.10.2025, act. 38B). Die Kosten-
note gibt insbesondere zu folgenden Bemerkungen Anlass: Der Rechtsver-
treter verrechnet die «Kenntnisnahme Urteil Verwaltungsgericht, weiterleiten 
an Klientschaft, Nachbesprechung mit Klientschaft» zweimal mit je einer 
Stunde. Weiter fällt auf, dass der Rechtsvertreter für die Kenntnisnahme und 
Weiterleitung von Verfügungen des Verwaltungsgerichts, mit denen einzig 
seine Eingaben den übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt werden, jeweils 
eine Viertelstunde verrechnet. Dies scheint klar überhöht. Nach den vorge-
nannten Kriterien erscheint das geltend gemachte Honorar zudem generell 
als überhöht. Der Rechtsvertreter war mit der Sache und den sich stellenden 
Rechtsfragen bereits aufgrund des vorinstanzlichen Verfahrens vertraut. 
Zwar hat er eine umfangreiche Beschwerde und in mehreren Eingaben wei-
tere Dokumente eingereicht. Die Aktenergänzungen erfolgten indes überwie-
gend mit Kurzbriefen oder kurzen Stellungnahmen. Unter Berücksichtigung 
aller Umstände erscheint ein Honorar von pauschal Fr. 5'500.-- (inkl. Ausla-
gen und MWSt) angemessen. Da die Kostennote auf einem Stundenansatz 
von Fr. 200.-- beruht, entspricht die amtliche Entschädigung dem tarifmässi-
gen Parteikostenersatz und ist gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. 
Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Ent-

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schädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) 
ebenfalls auf Fr. 5'500.00 festzusetzen. Die Beschwerdeführenden sind ge-
genüber dem Kanton zur Nachzahlung verpflichtet, sobald diese dazu in der 
Lage sind (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO). 
Eine Nachzahlungspflicht gegenüber dem Rechtsvertreter besteht nicht an-
gesichts dessen, dass Parteikostenersatz und amtliche Entschädigung 
gleich hoch sind.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Der Antrag auf Sistierung des Verfahrens wird als gegenstandlos gewor-
den abgeschrieben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Den 
Beschwerdeführenden wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 
31. Januar 2026.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

4. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführenden.

5. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird den Beschwerde-
führenden Rechtsanwalt F.________, als amtlicher Anwalt beigeordnet. 
Der tarifmässige Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf 
Fr. 5'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Rechtsanwalt 
F.________ wird aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von 
Fr. 5'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) vergütet. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführenden gegenüber dem Kanton 
Bern.

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6. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Biel
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.