# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08e0f7fa-a40c-54b7-90d9-3b6f8e1cb12b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 17.03.2010 KSK 2009 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2009-80_2010-03-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. März 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 09 80

Urteil
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Präsident Brunner und Kantonsrichter Hubert
Redaktion Aktuarin ad hoc Ambühl

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des A., Schuldner und Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Inn vom 3. November 2009, 
mitgeteilt am 30. November 2009, in Sachen des Schuldners und 
Beschwerdeführers gegen die B . , Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend provisorische Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit dem am 11. August 2009 ausgestellten Zahlungsbefehl mit der 
Betreibungsnummer 2009305 wurde A. vom Betreibungsamt Sur Tasna 
aufgefordert, die Forderung in der Höhe von Fr. 231.35 nebst Zins zu 8% seit dem 
3. Januar 2009 zu begleichen. Als Forderungsgrund wurden nebst dem 
Arbeitsrapport vom 27. November 2008 die Rechnung vom 4. Dezember 2008, die 
Zahlungserinnerung vom 6. Februar 2009, die erste Mahnung vom 13. März 2009 
sowie eine zweite Mahnungen vom 6. Juni 2009, welche allerdings nicht abgeholt 
wurde, angegeben. Der Zahlungsbefehl wurde A. am 17. August 2009 zugestellt, 
welcher gleichentags Rechtsvorschlag erhob.

B. Mit Schreiben vom 14. September 2009 gelangte die B. an das 
Bezirksgericht Inn und ersuchte um Rechtsöffnung für den in Betreibung gesetzten 
Betrag.

C. Sowohl die B. wie auch A. machten von der Möglichkeit, sich schriftlich 
vernehmen zu lassen, Gebrauch. Der Vertreter der B., C., führte in seiner Eingabe 
vom 20. Oktober 2009 aus, A. habe weder auf die Rechnung, noch auf die 
Zahlungserinnerung, noch auf die Mahnungen reagiert. Das Unternehmen sei 
zwar bestrebt, ihren Kunden entgegenzukommen und auch gegenüber 
Abzahlungsvorschlägen sei man grundsätzlich nicht abgeneigt, die Anfrage müsse 
aber vom Kunden kommen. A. machte in seiner Eingabe vom 1. November 2009 
im Wesentlichen geltend, die B. habe die ihnen aufgetragenen Arbeiten am Toyota 
Landcruiser nicht zu seiner Zufriedenheit beziehungsweise überhaupt nicht 
ausgeführt, weshalb er sein Auto an eine offizielle Toyotagarage nach Visp 
gebracht habe, welche die gewünschten Arbeiten zu seiner vollsten Zufriedenheit 
erledigt hätte. Er sehe keinen Grund, für nicht erledigte Arbeiten auch noch etwas 
bezahlen zu müssen. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 3. November 2009 
nahmen keine der beiden Parteien teil.

D. Das Bezirksgerichtspräsidium Inn verfügte mit Rechtsöffnungsentscheid 
vom 3. November 2009 in Sachen der B. gegen A., mitgeteilt am 30. November 
2009, wie folgt:

„1. In Gutheissung des Rechtsöffnungsgesuches in der 
Betreibung Nr. 2009305 des BA Sur Tasna wird der von A. 
erhobene Rechtsvorschlag beseitigt und der Gesuchstellerin 
die provisorische Rechtsöffnung erteilt für den Betrag von Fr. 
231.35 nebst Zins zu 5% seit 03.01.2009.

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2. Die Gebühren des Bezirksamtes Inn im Betrage von Fr. 
150.00 werden bei der Gesuchstellerin erhoben unter der 
Einräumung des vollen Regressrechts gegenüber dem 
Gesuchsgegner. Sie sind innert 30 Tagen auf das Konto des 
Bezirksgerichtes Inn zu überweisen.

3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin 
eine ausseramtliche Entschädigung über Fr. 50.00 zu 
bezahlen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

Begründet wurde dieser Entscheid insbesondere damit, der eingereichte 
und unterzeichnete Lieferschein, der genau beziffert sei, gelte als schriftliche 
Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG. Demzufolge werde für 
den Betrag von Fr 231.35 nebst Zinsen die provisorische Rechtsöffnung erteilt.

E. Gegen diesen Entscheid erhob A. am 22. Dezember 2009 (Poststempel: 
23. Dezember 2009) Beschwerde beim Kantonsgericht Graubünden mit dem 
sinngemässen Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Rechtsöffnungsentscheid sei 
aufzuheben. Dabei führt er insbesondere aus, er habe weder einen Lieferschein 
noch eine Rechnung der B. jemals unterschrieben.

F. In der Vernehmlassung vom 8. Februar 2010 führte der Vertreter der B. 
aus, die Beschwerde von Herrn A. sei erst am 23. Dezember 2009 der Post 
übergeben worden, also nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist. Des 
Weiteren wird geltend gemacht, die auf dem Lieferschein und den Rechnungen 
ersichtlichen Arbeiten seien ordnungsgemäss ausgeführt worden. Das Fahrzeug 
sei mit einem Ersatzschlüssel von A. an einem Samstag (das Geschäft sei 
geschlossen gewesen) abgeholt worden. Der Vater von A. habe den 
Fahrzeugschlüssel am 27. November 2008 abgeholt und bei dieser Gelegenheit 
sei der Arbeitsrapport mit den aufgelisteten Leistungen bestätigt und 
unterschrieben worden. Aus diesen Gründen sei die Beschwerde, soweit darauf 
überhaupt einzutreten sei, abzuweisen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.a) Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidiums in Rechtsöffnungssachen 
(Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG; BR 220.100]) kann gemäss 
Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 
320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 und Art. 24 GVV zum SchKG 
innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbeschwerde an 
das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Für das 
Beschwerdeverfahren in Rechtsöffnungssachen gelten die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung (Art. 24 GVV zum SchKG, Art. 236 Abs. 3 ZPO). Die 
Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei mit kurzer Begründung anzugeben 
ist, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen 
beantragt werden (Art. 233 Abs. 2 ZPO).

b) Der Rechtsöffnungsentscheid der Vorinstanz vom 3. November 2009 wurde 
A. am 30. November 2009 mitgeteilt. Dieser holte die Postsendung jedoch nicht 
ab, weshalb diese gemäss Auszug aus dem Track&Trace am 14. Dezember 2009 
an den Absender retourniert wurde. Gemäss der Auskunft der Poststelle Ardez 
könne die genaue Avisierung des Einschreibens an Herrn A. nicht digital 
aufgeführt werden, man sei allerdings der Ansicht, die Avisierung sei am 2. oder 3. 
Dezember 2009 erfolgt. Der Beschwerdegegner führt in seiner Vernehmlassung 
vom 8. Februar 2010 aus, Herr A. habe die Beschwerde erst am 23. Dezember 
2009 der Post übergeben, also erst nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist. 
Eine eingeschriebene Postsendung gilt grundsätzlich in dem Zeitpunkt als 
zugestellt, in welchem der Adressat sie tatsächlich in Empfang nimmt. Wird der 
Adressat nicht angetroffen und wird daher eine Abholungseinladung in seinen 
Briefkasten oder sein Postfach gelegt oder liegt ein Zurückbehaltungsauftrag vor 
(vgl. BGE 123 III 492), so gilt die Sendung in jenem Zeitpunkt als zugestellt, in 
welchem sie auf der Post abgeholt wird; geschieht dies nicht innert der Abholfrist 
von sieben Tagen, so gilt die Sendung als am letzten Tag dieser Frist zugestellt, 
sofern der Adressat mit der Zustellung hatte rechnen müssen (vgl. BGE 130 III 
396, 127 I 31 E. 2a/aa, 123 III 492 E.1). Wird diese Abholfrist aufgrund einer 
Vereinbarung zwischen Post und Kundin über 7 Tage hinaus verlängert, so hat 
dies keinerlei fristrechtliche Relevanz (vgl. Michael Schöll, Postlagersendung und 
Rückbehalteauftrag, SJZ 97 [2001], S. 421f.; BGE 123 III 492 E.1). Personen, die 
in ein gerichtliches oder behördliches Verfahren involviert sind und demnach 
behördliche Post zu erwarten haben, müssen dafür besorgt sein, dass die Post sie 
innerhalb der 7-tägigen Abholfrist erreicht. Diese Grundsätze gelten auch im 

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Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren (vgl. BGE 117 III 4). Der 
Beschwerdeführer hatte in einem Betreibungsverfahren Rechtsvorschlag erhoben; 
er hatte demnach eine Weiterung des Verfahrens (Rechtsöffnungsverfahren) zu 
erwarten. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer am 1. November 2009 mit 
einer Stellungnahme an das Bezirksgericht Inn gelangte und sich in diesem 
Zusammenhang auch für das Fernbleiben von der auf den 3. November 2009 
angesetzten Verhandlung entschuldigte. Der Beschwerdeführer musste somit 
davon ausgehen, dass er zeitnah einen entsprechenden Entscheid des 
Bezirksgerichtes Inn erhalten wird. Es bestand deshalb für ihn nach Treu und 
Glauben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass ihm Gerichtsurkunden zugestellt 
werden können (vgl. BGE 116 Ia 90 E. 2a). Im vorliegenden Fall wird man 
zugunsten von A. davon ausgehen müssen, dass die Avisierung am 3. Dezember 
2009 erfolgte. Die 7-tägige Abholfrist endete demnach am 10. Dezember 2009. 
Die Sendung gilt am letzten Tag dieser Frist als zugestellt.

c) Die Frist für die Erhebung der Rechtsöffnungsbeschwerde beträgt 10 Tage 
(Art. 236 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 31 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.10) und Art. 59 Abs. 3 ZPO wird 
bei der Berechnung der Frist der Tag, an welchem die den Fristenlauf auslösende 
Tatsache stattfindet, nicht mitgezählt. Die Rechtsmittelfrist hat folglich am 11. 
Dezember 2009 zu laufen begonnen. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen 
Samstag, einen Sonntag oder einen staatlich anerkannten Feiertag, so endigt sie 
am nachfolgenden Werktag (Art. 31 Abs. 3 SchKG in Verbindung mit Art. 59 Abs. 
4 ZPO). Vorliegend endete die 10-tägige Rechtsmittelfrist am 20. Dezember 2009, 
beziehungsweise, da dieser Tag auf einen Sonntag fiel, am 21. Dezember 2009. 
Gemäss Art. 62 Abs. 2 Ziff. 4 ZPO gelten die Gerichtsferien unter anderem nicht 
für Streitigkeiten, für welche durch Gesetz oder Verordnung ein summarisches 
Verfahren vorgeschrieben ist, wie es gemäss Art. 137 Ziff. 2 ZPO auch für die 
Rechtsöffnung normiert wird. Allerdings gehen dieser Regelung die 
bundesrechtlichen Normen vor. Gemäss Art. 56 Ziff. 2 SchKG dürfen während den 
Betreibungsferien, so unter anderem sieben Tage vor und sieben Tage nach 
Weihnachten, keine Betreibungshandlungen vorgenommen werden. Die Erteilung 
der definitiven oder provisorischen Rechtsöffnung bildet eine 
Betreibungshandlung. Dies gilt sowohl für den Entscheid des 
Rechtsöffnungsrichters als auch für jenen der Rechtsmittelinstanz. Während den 
Betreibungsferien darf deshalb eine Rechtsöffnungsverhandlung nicht 
durchgeführt und eine Rechtsöffnung nicht ausgesprochen werden 
(Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über 

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Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, Basel/Genf/München 1998, N 30 zu Art. 
56 SchKG). Art. 63 SchKG regelt die Wirkungen der Betreibungsferien und des 
Rechtsstillstandes auf den Fristenlauf. Art. 63 Satz 1 SchKG regelt den Fall, dass 
in die Zeitspanne eines Fristenlaufes Betreibungsferien (Art. 56 Ziff. 2 SchKG) 
oder Rechtsstillstand (Art. 56 Ziff. 3 SchKG) fallen und ordnet an, dass diese 
Sperrzeiten den Lauf der Fristen nicht hemmen. Fällt das Ende einer Frist jedoch 
in die Sperrzeit, kommt diesen Sperrzeiten gemäss Art. 63 Satz 2 SchKG eine 
Verlängerungswirkung zu. Für diesen Fall ordnet Art. 63 Satz 2 SchKG an, dass 
sich die Frist bis zum dritten Tag nach Ablauf von Betreibungsferien und 
Rechtsstillstand verlängert. Weiter hält Art. 63 Satz 3 SchKG fest, dass Samstage, 
Sonntage und staatlich anerkannte Feiertage bei der dreitägigen Frist nicht 
mitgezählt werden (Staehelin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N 3 ff. zu Art. 63 SchKG).

d) Im vorliegenden Fall wurde die Betreibungshandlung – die Zustellung des 
Rechtsöffnungsentscheides – nicht während den Betreibungsferien 
vorgenommen. Allerdings fiel das Ende der an diese Betreibungshandlung 
anzuknüpfende Rechtsmittelfrist in die Zeit der Betreibungsferien. Gemäss Art. 63 
SchKG wird demnach die Frist bis zum dritten Tag nach deren Ende verlängert. 
Die Betreibungsferien dauerten vom 18. Dezember 2009 bis zum 1. Januar 2010, 
wobei Betreibungsferien auch an Sonn- und Feiertagen enden können (vgl. 
Staehelin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N 26 zu Art. 31 SchKG). Bei der Berechnung 
der Frist von drei Tagen im Sinne von Art. 63 SchKG werden Samstag und 
Sonntag sowie staatlich anerkannte Feiertage allerdings nicht mitgezählt. Für den 
vorliegenden Fall ergibt sich damit folgende Fristberechnung: der letzte Tag der 
Betreibungsferien war ein Freitag (1. Januar 2010), womit der erste Tag der 
Verlängerung der Montag (4. Januar 2010) und die dreitägige Verlängerung 
folglich am Mittwoch (6. Januar 2010) endete (vgl. Staehelin/Bauer/Staehelin, 
a.a.O., N 4 zu Art. 63 SchKG). Die Betreibungsferien beeinflussen nicht nur die 
Zulässigkeit der Betreibungshandlungen, sondern sind darüber hinaus auch für 
den Ablauf aller Fristen bedeutsam, ohne dass es dabei auf die Fragen ankommt, 
ob eine Betreibungshandlung überhaupt vorliegt. Die Verlängerung gilt auch für 
Rechtsmittelfristen, etwa die sich nach kantonaler ZPO richtenden Frist einer 
Beschwerde gegen Rechtsöffnungsentscheide (vgl. Staehelin/Bauer/Staehelin, 
a.a.O., N 8 zu Art. 63 SchKG). Zusammenfassend ergibt sich, dass die von A. am 
22. bzw. 23. Dezember 2009 erhobene Beschwerde offensichtlich fristgerecht 
eingereicht worden ist, weshalb darauf einzutreten ist.

2.a) Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens gemäss Art. 80 ff. SchKG bildet 
ausschliesslich die Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein 

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Rechtstitel besteht, der die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlags zu 
beseitigen vermag. Das Rechtsöffnungsverfahren hat ausschliesslich 
betreibungsrechtlichen Charakter. Es wird darüber entschieden, ob die Betreibung 
weitergeführt werden kann oder ob der Gläubiger auf den ordentlichen 
Prozessweg verwiesen wird. Dagegen hat der Rechtsöffnungsrichter über die 
materiellrechtliche Frage des Bestehens der entsprechenden Forderung nicht zu 
befinden. Die Prüfung der materiellen Begründetheit der Forderung ist dem 
ordentlichen Gericht vorbehalten (vgl. Amonn/ Walther, Grundriss des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl., Bern 2008, § 19 N. 22; 
Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, 3. 
Aufl., Zürich 1984, Bd. I, § 18 Rz. 22).

b) Nach Art. 82 Abs. 1 und 2 SchKG kann der Richter die provisorische 
Rechtsöffnung erteilen, wenn die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde 
festgestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht und 
diese durch Einwendungen des Betriebenen nicht entkräftet wird. Wer somit 
provisorische Rechtsöffnung begehrt, muss als Titel eine derartige 
Schuldanerkennung vorlegen. Als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 
SchKG gilt unter anderem auch die Privaturkunde, die den vollen und liquiden 
Beweis für die in Betreibung gesetzte Forderung erbringt, das heisst, die neben 
der Person des Schuldners auch diejenige des Gläubigers nennt, die sich über die 
Höhe der Forderung und deren Fälligkeit äussert und aus der sich der klare Wille 
des Schuldners zur Zahlung seiner Schuld ergibt (vgl. Panchaud/Caprez, Die 
Rechtsöffnung, Zürich 1980, § 1 N. 1). Als Privaturkunde im erwähnten Sinne des 
Art. 82 Abs. 1 SchKG gelten alle von den Parteien privat aufgesetzten 
Schriftstücke wie Briefe, Verträge, Schuldscheine, Wechsel, Checks und 
dergleichen, welche zur Bekräftigung der anerkannten Schuld die Unterschrift des 
Schuldners tragen (Staehelin/Bauer/ Staehelin, a.a.O., N. 13 zu Art. 82 SchKG; 
Amonn/Walther, a.a.O.,§ 19 N. 74). Nachfolgend ist zu prüfen, ob der 
unterzeichnete Lieferschein vom 27. November 2008 bezüglich der von der B. 
ausgeführten Arbeiten überhaupt eine Schuldanerkennung im Sinne des Gesetzes 
darstellt.

3.a) Geht die Schuldanerkennung aus einer Privaturkunde hervor, eignet sich 
diese als provisorischer Rechtsöffnungstitel nur, wenn sie unterzeichnet ist. 
Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann die Urkunde die Unterschrift des 
Schuldners oder seines Vertreters tragen. Ist die Urkunde durch einen Vertreter 
des Schuldners unterzeichnet, muss das Vertretungsverhältnis auch urkundlich 
nachgewiesen werden oder zumindest liquid ausgewiesen sein (vgl. Stücheli, Die 

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Rechtsöffnung, Zürich 2000, S. 334 f.; BGE 112 III 88; PKG 1989 Nr. 32; PKG 
1991 Nr. 29). Fehlt es an einer das Vertretungsverhältnis belegenden Urkunde 
und ist das Vertretungsverhältnis auch nicht gerichtsnotorisch, so besteht kein 
Rechtsöffnungstitel, was von Amtes wegen zu beachten ist (vgl. 
Staehelin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N. 57 zu Art. 82 SchKG).

b) Der Lieferschein vom 27. November 2008 stellt nicht eine öffentliche 
Urkunde, sondern eine Privaturkunde dar. Die eigenhändige Unterschrift des 
Schuldners oder seines Vertreters auf der Privaturkunde ist Voraussetzung, um 
als provisorischer Rechtsöffnungstitel anerkannt zu werden. Mit anderen Worten 
müssen der Schuldner oder sein Vertreter die Urkunde selber unterzeichnet 
haben. Es fällt auf, dass die sich auf dem Lieferschein befindende Unterschrift 
eine völlig andere ist, als diejenigen Unterschriften, welche sich beispielsweise auf 
dem Zahlungsbefehl vom 11. August 2009, der Stellungnahme an das 
Bezirksgericht Inn vom 1. November 2009 sowie der Beschwerde an das 
Kantonsgericht Graubünden vom 22. bzw. 23. Dezember 2009 befinden und 
allesamt die Unterschrift von A. darstellen. Es ist somit festzustellen, dass der 
Unterzeichner des Lieferscheins mit dem Beschwerdeführer nicht identisch ist. Die 
B. führt in ihrer Stellungnahme an das Kantonsgericht Graubünden vom 8. 
Februar 2010 denn auch aus, der Vater des Beschwerdeführers habe den 
Fahrzeugschlüssel am 27. November 2008 abgeholt und bei dieser Gelegenheit 
den Arbeitsrapport mit den aufgelisteten Leistungen bestätigt und unterschrieben. 
Das Auto sei bereits vorgängig von A. mit einem Ersatzschlüssel abgeholt worden. 
Der Vater von Herrn A. habe im Namen und Auftrag seines Sohnes gehandelt, 
weshalb der Arbeitsrapport unterzeichnet sei und als Schulanerkennung zu gelten 
habe. Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Beschwerde vom 22. bzw. 23. 
Dezember 2009 an das Kantonsgericht Graubünden, jemals einen Lieferschein 
oder eine Rechnung der B. unterschrieben zu haben. Nachfolgend ist demnach zu 
prüfen, ob die Firma B. zu Recht davon ausgehen durfte, dass zwischen dem 
Beschwerdeführer und dessen Vater ein Vertretungsverhältnis bestand und 
letztgenannter demnach auch zur Unterzeichnung des Lieferscheins befugt war.

c) Grundsätzlich kann gegen den Vertretenen aufgrund einer vom Vertreter 
unterzeichneten Schuldanerkennung provisorische Rechtsöffnung erteilt werden. 
Umstritten ist, wie eine gewillkürte Vertretungsmacht nachgewiesen werden muss. 
Nach der einen Auffassung muss die Vertretungsmacht urkundlich nachgewiesen 
werden oder zumindest notorisch sein, während nach der anderen Auffassung, die 
vom Bundesgericht als nicht willkürlich bezeichnet wurde (BGE 112 III 89), die 
Vollmacht auch durch ein konkludentes Handeln des Schuldners nachgewiesen 

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werden kann. Hierbei muss unterschieden werden zwischen den Fragen, wann 
zivilrechtlich ein Vertretungsverhältnis vorliegt und welche Beweismittel im 
Rechtsöffnungsverfahren zugelassen sind. Die Vollmacht kann zivilrechtlich auch 
in einem konkludenten Handeln gründen, dieses muss jedoch durch die im 
summarischen Verfahren zulässigen Beweismittel nachgewiesen werden, was 
meist nur durch Urkunden möglich ist. Diese Urkunden müssen das 
Vertretungsverhältnis in klarer und liquider Weise nachweisen. Ausnahmsweise 
dürfte Gerichtsnotorietät bezüglich des Vertretungsverhältnisses genügen (vgl. 
Staehelin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N. 57 zu Art. 82 SchKG). Als Beweis müssen 
insbesondere auch ein Handelsregisterauszug des Schuldners oder Dokumente 
genügen, die belegen, dass er den Anschein des Bestehens einer Vollmacht 
erweckt hat (vgl. Stücheli, a.a.O., S. 335). Urkunden, welche die 
Vertretungsbefugnis des Vaters von A. nachweisen, liegen im vorliegenden Fall 
keine vor. Es stellt sich somit die Frage, ob anderweitige Dokumente existieren, 
welche den Anschein des Bestehens einer Vollmacht erweckt haben oder eine 
Vollmacht durch konkludentes Handeln des Schuldners nachgewiesen werden 
kann. Gemäss den Ausführungen der B. hat der Vater von A. den Arbeitsrapport 
unterschrieben, als er die Fahrzeugschlüssel abholte. Des Weiteren wird in der 
Stellungnahme vom 8. Februar 2010 an das Kantonsgericht Graubünden 
ausgeführt, A. habe sich weder darüber beklagt, dass die verrechneten Arbeiten 
ausgeführt, noch dass seinem Vater die Schlüssel ausgehändigt worden seien. 
Damit stellt sich die Frage, ob es sich vorliegend allenfalls um eine 
Anscheinsvollmacht handelt, deren Wirksamkeit im Aussenverhältnis des guten 
Glaubens des Dritten bedarf. Bestand und Umfang einer Anscheinsvollmacht sind 
oftmals bestritten und daher sorgsam abzuklären (vgl. PKG 2001 Nr. 21 S: 107). 
Das Vertretungsverhältnis kann im vorliegenden Fall nicht aufgrund der Akten 
liquid ausgewiesen werden. Auch aufgrund des Verhaltens des 
Beschwerdeführers kann nicht auf das Bestehen einer Vollmacht geschlossen 
werden. Insbesondere ist nicht klar, ob die B. in Bezug auf das 
Vertretungsverhältnis zwischen A. und dessen Vater überhaupt gutgläubig sein 
konnte. Dies vor allem in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer sein 
Auto mit einem Ersatzschlüssel an einem Samstag, als die Garage geschlossen 
war, abgeholt hatte und dessen Vater in der Folge die Garage in der Absicht 
aufsuchte, die Autoschlüssel abzuholen. Nebst dem Bestand einer Vollmacht ist 
darüber hinaus auch unklar, in welchem Umfang eine allfällige Vollmacht erteilt 
wurde beziehungsweise ob sich die Vollmacht lediglich auf das Abholen des 
Autoschlüssels bezieht oder ob auch die Abrechnung mit der Garage einen Teil 
der Vollmacht darstellt. Da es sich beim vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren 

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um ein summarisches Verfahren handelt, in welchem lediglich über die 
Voraussetzungen für eine Vollstreckung auf dem Betreibungsweg befunden wird 
und der Richter über den materiellen Bestand der Forderung nicht zu entscheiden 
hat, würde die Beantwortung dieser Fragen den Rahmen des summarischen 
Rechtsöffnungsverfahrens sprengen. Diese Fragen wären in einem allfälligen 
ordentlichen Prozess zu klären. Da das Vertretungsverhältnis weder urkundlich 
nachgewiesen noch liquide ausgewiesen werden konnte, erfüllen die 
eingereichten Urkunden die Voraussetzungen eines provisorischen 
Rechtsöffnungstitels im Sinne von Art. 82 SchKG nicht, weshalb die provisorische 
Rechtsöffnung nicht erteilt werden kann.

4. Das Kantonsgericht Graubünden kommt aufgrund dieser Ausführungen 
zum Schluss, dass die Beschwerde gutzuheissen ist und die provisorische 
Rechtsöffnung nicht erteilt werden kann. Es sei aber noch bemerkt, dass es der 
Beschwerdegegnerin unbenommen bleibt, eine Klage im ordentlichen Verfahren 
mit allen ihr zur Verfügung stehenden Beweismitteln anzuheben (Art. 79 SchKG). 
Ob sie mit einer solchen Klage durchzudringen vermag, ist an dieser Stelle nicht 
zu beantworten und wird ausdrücklich offen gelassen.

5. Gemäss Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG; SR 281.35) wird für einen 
gerichtlichen Entscheid in betreibungsrechtlichen Summarsachen mit einem 
Streitwert bis zu Fr. 1’000.- eine Spruchgebühr von Fr. 40.- bis Fr. 150.- verlangt. 
Das obere Gericht, an das eine Summarsache weitergezogen wird, kann für 
seinen Entscheid eine Gebühr erheben, die höchstens das Anderthalbfache der 
für die Vorinstanz zulässigen Gebühr beträgt (Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens 
von Fr. 150.- und des Beschwerdeverfahrens von Fr. 200.- zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene 
Rechtsöffnungsentscheid wird aufgehoben.

2. Das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibungsnummer 2009305 des 
Betreibungsamtes Sur Tasna wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von Fr. 150.- gehen zu Lasten 
der B..

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 200.- gehen zu Lasten der 
B..

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

6. Mitteilung an: