# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d2d6e7a-c4ac-5d60-a489-7f39dc432562
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.03.2014 C-2667/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2667-2011_2014-03-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2667/2011 

 

 

  U r t e i l  v o m  7 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Susanne Raas. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______, DE-Z._______  

vertreten durch lic. iur. Claudia Zumtaugwald,  

Rechtsanwältin, Bruchstrasse 5, Postfach 7942,  

6000 Luzern 7, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente (Verfügung vom 11. März 2011). 

 

 

C-2667/2011 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 20. September 1968 geborene deutsche Staatsangehörige 

A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) war seit dem 1. April 2005 

in einer Festanstellung als Bauarbeiter bei der X._______ in der Schweiz 

erwerbstätig. Dort verrichtete er Schaufel- und Pickelarbeiten, Arbeiten 

mit dem Kompressor, Fahrten mit einem Pneulader und half beim Teeren 

mit, wobei er auch schwere Gewichte tragen sowie Böschungen rauf- und 

runterklettern musste (vgl. Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

[im Folgenden: IV-act.] 108 S. 10). Per 29. Februar 2008 wurde das Ar-

beitsverhältnis von der Arbeitgeberin aufgelöst (IV-act. 35). Als Arbeit-

nehmer hat der Beschwerdeführer Beiträge an die schweizerische Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet (vgl. IV-act. 23 und 

34). 

B.  

B.a Am 24. Oktober 2005 hatte der Beschwerdeführer einen Arbeitsunfall. 

Er erlitt am rechten Knie eine Innenmeniskusläsion, eine Ruptur des vor-

deren Kreuzbandes und eine Zerrung des medialen Seitenbandes (IV-

act. 108 S. 2 und 38; vgl. auch Akten der Suva, welche dem Gericht am 

16. Dezember 2013 eingereicht wurden [mit der Dokument-Nr. zitiert; im 

Folgenden: Suva-II-act.] 1061804848 S. 56). 

B.b Im Rahmen eines fremdverschuldeten Autounfalls erlitt der Be-

schwerdeführer am 9. Dezember 2006 eine Halswirbelsäulendistorsion, 

beidseits eine Schulterprellung, eine Thoraxprellung sowie eine Wirbel-

säulenprellung. Zudem wurde das rechte Knie erneut beeinträchtigt 

(vgl. IV-act. 108 S. 2 und 39 f.). 

B.c Im Austrittsbericht der Reha-Klinik Y._______ vom 30. Dezember 

2008 wurde zudem eine schwere Leistungsminderung infolge psychi-

scher Störung mit Krankheitswert diagnostiziert und es wurden eine auf-

fällige Persönlichkeitsstruktur, eine mittelgradige depressive Episode, ein 

Abhängigkeitssyndrom bezüglich Schmerzmittel und anamnestisch auch 

Alkoholabhängigkeit beschrieben (vgl. Akten der Suva, eingereicht am 

9. Mai 2011 [im Folgenden: Suva-I-act.] 145 S. 1; vgl. auch Psychosoma-

tisches Konsilium der Rehaklinik Y._______ vom 27. November 2008, 

Suva-I-act. 144 S. 1). 

  

C-2667/2011 

Seite 3 

C.  

C.a Am 23. Oktober 2006 stellte der Beschwerdeführer bei der IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland (IVSTA; im Folgenden: Vorinstanz) ein Gesuch 

um Zusprechung einer IV-Rente (IV-act. 8,9 und 57).  

C.b Die Deutsche Rentenversicherung informierte am 8. März 2007 die 

Vorinstanz darüber, dass sie mit Entscheid desselben Datums ein Ren-

tengesuch des Beschwerdeführers vom 23. Oktober 2006 abgelehnt ha-

be, weil die Voraussetzungen – insbesondere was die Beitragszeiten 

betreffe – nicht erfüllt seien. Auch wurde festgestellt, dass keine Er-

werbsminderung bestehe (zum Ganzen: IV-act. 18 und 19). 

D.  

Dr. B._______ von der IV-Stelle kam mit medizinischer Stellungnahme 

vom 17. Juni 2009 (IV-act. 78) zum Schluss, aus somatischer Sicht herr-

sche über die gesundheitliche Situation und die Arbeitsfähigkeit Klarheit. 

Es bestehe volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 

bei Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit im Baugewerbe. Es sei jedoch un-

klar, ob sich an der psychischen Situation (vgl. dazu oben Bst. B.c) etwas 

verbessert habe und ob auch aus dieser Sicht wieder Arbeitsfähigkeit ge-

geben sei.  

E.  

Auf Veranlassung von Dr. C._______ von der IV-Stelle ordnete die Vorin-

stanz eine bidisziplinäre orthopädisch-psychiatrische Begutachtung an 

(IV-act. 87). 

E.a  

Dr. med. D._______ schloss in seinem rheumatologischen Gutachten 

vom 8. Februar 2010 (IV-act. 108) bezüglich Arbeitsfähigkeit, dass der 

Beschwerdeführer ab dem Unfalldatum vom 24. Oktober 2005 seine zu-

letzt ausgeübte Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter im Tiefbau nicht mehr aus-

üben könne. Die Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

schätzte er in medizinisch-theoretischer Sicht auf 75 % seit dem 

30. Dezember 2008 (Ganztagestätigkeit mit eingeschränkter Leistung von 

25 %). Zwischen dem 9. Dezember 2006 und dem 30. Dezember 2008 

habe sowohl für die angestammte Tätigkeit als auch für eine dem Leiden 

angepasste Tätigkeit Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 108 S. 45 und 

47).  

C-2667/2011 

Seite 4 

E.b Dr. med. E._______ kam in seinem psychiatrischen Gutachten vom 

6. März 2010 zum Schluss, dass die Art der zumutbaren Arbeit nicht von 

psychischen, sondern von körperlichen Faktoren abhänge. Es liege keine 

Persönlichkeitsstörung vor. Die psychologischen Faktoren würden sich 

nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (IV-act. 113 S. 6-8, insb. 8). 

E.c In der medizinischen Stellungnahme vom 9. Mai 2010 schloss der 

Arzt der IV-Stelle, Dr. C._______, Fachrichtung Psychiatrie, vom psychi-

atrischen Standpunkt aus müsse der IV-Antrag abgelehnt werden (IV-

act. 121). 

E.d Im Schlussbericht des Regionalen Ärztlichen Diensts der Invaliden-

versicherung Rhone (im Folgenden: RAD Rhone) vom 5. Juli 2010 kam 

die RAD-Ärztin Dr. F._______, Fachärztin für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, zum Schluss, dass in der bisherigen Tätigkeit des Be-

schwerdeführers eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit ab dem 24. Okto-

ber 2005 vorliege. In einer angepassten Tätigkeit habe zwischen dem 

24. Oktober 2005 und dem 9. Dezember 2006 keine Arbeitsunfähigkeit 

vorgelegen, zwischen dem 9. Dezember 2006 und dem 30. Dezember 

2008 eine solche von 100 % und ab dem 30. Dezember 2008 wiederum 

keine (IV-act. 123 S. 6). Es sei dem Beschwerdeführer eine ganztägige 

Tätigkeit zumutbar, wobei die Arbeitsposition gewechselt, maximal ein 

Gewicht von 20 kg gehoben werden sollte und schwere Arbeiten sowie 

eine längere kniende Position bei der Arbeit zu vermeiden seien (IV-

act. 123 S. 7). Sie stellte eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers 

von 100 % in der angestammten, dagegen eine Arbeitsfähigkeit von 

100 % in leichter bis mittelschwerer angepasster Tätigkeit fest. Aus rein 

psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen sowie 

in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 123 S. 11). 

In der Beilage zum Schlussbericht wurden verschiedene Tätigkeiten auf-

gezählt, die für den Beschwerdeführer in Frage kämen (IV-act. 123 S. 15 

f.). 

F.  

Die Vorinstanz stellte in ihrem den Vorbescheid bestätigenden Beschluss 

vom 1. Februar 2011 (IV-act. 134) fest, dass es sich im vorliegenden Fall 

um eine Gesundheitsbeeinträchtigung handle, die seit dem 24. Oktober 

2005 eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bau-

arbeiter von 100 % verursache; andere leichtere, dem Gesundheitszu-

stand besser angepasste Tätigkeiten hätten jedoch ausgeübt werden 

können; die Arbeitsunfähigkeit bei der Ausübung einer dieser Tätigkeiten 

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Seite 5 

habe 0 % ab dem 24. Oktober 2005, 100 % ab dem 9. Dezember 2006 

und 0 % ab dem 30. Dezember 2008 betragen mit einer Erwerbseinbusse 

von 9 % ab dem 24. Oktober 2005, von 100 % ab dem 9. Dezember 2006 

und von 14 % ab dem 30. Dezember 2008. Für die Bemessung des Inva-

liditätsgrades sei es unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich 

ausgeübt werde; bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, sei die anspruchsbeein-

flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentlichen 

Unterbruch drei Monate angedauert habe. Die Vorinstanz kam zum 

Schluss, ab dem 1. Dezember 2006 bestünde Anspruch auf eine ganze 

Rente. Weiter wird ausgeführt, ab dem 30. Dezember 2008 sei dem Be-

schwerdeführer eine dem Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit zu-

mutbar, wobei mehr als 60 % jenes Erwerbseinkommens, welches ohne 

Invalidität zu erzielen sei, erreicht werden könne. Nach dem 31. März 

2009 bestünde somit kein Anspruch mehr auf eine Rente. 

G.  

Mit Verfügung vom 11. März 2011 bezifferte die Vorinstanz die dem Be-

schwerdeführer zugesprochene Rente und hielt wiederum fest, die Leis-

tung werde mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2006 bis zum 31. März 

2009 zufolge eines Invaliditätsgrades von 100 % ausgerichtet (IV-

act. 137). Der Beschluss vom 1. Februar 2011 wurde dem Beschwerde-

führer offenbar zusammen mit dieser Verfügung eröffnet. 

H.  

Gegen diese beiden Entscheide erhob der Beschwerdeführer am 9. Mai 

2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er liess beantragen, 

die Verfügung der Vorinstanz vom 11. März 2011 sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben und ihm sei rückwirkend ab dem 

1. November 2005 bis zum 1. Juli 2011 eine ganze Rente zuzusprechen; 

danach habe eine Neubeurteilung stattzufinden. In prozessualer Hinsicht 

ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 

Einsetzung von Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Zumtaugwald als unent-

geltliche Rechtsbeiständin. 

I.  

I.a Aufgrund der vom Beschwerdeführer eingereichten, neuen medizini-

schen Unterlagen holte die Vorinstanz eine erneute Stellungnahme beim 

RAD Rhone ein (IV-act. 140). 

C-2667/2011 

Seite 6 

I.b Der von Dr. med. F._______ konsultierte Spezialarzt des RAD Rohne 

(IV-act. 141), Dr. med. G._______, kam in der internen Stellungnahme 

vom 13. Oktober 2011 (IV-act. 141) betreffend die psychischen Faktoren 

zum Schluss, das beim Beschwerdeführer vorliegende Störungsbild sei 

am ehesten als Anpassungsstörung zu klassifizieren. Dabei handle es 

sich allenfalls um eine leichte depressive Störung, die «keine invaliditäts-

begründende Berentung» rechtfertigen könne. Es ergäben sich aus psy-

chiatrischer Sicht keine gravierenden Unterschiede zwischen dem neu 

eingereichten Gutachten von Dr. med. H._______ (Beschwerdebeilage 

[im Folgenden: BB] 8) gegenüber der Beurteilung von Dr. med. 

E._______ vom 6. März 2010 (vgl. oben Bst. E.b). 

I.c Dr. med. F._______ stellte in ihrer anschliessenden Stellungnahme 

vom 14. Oktober 2011 fest (IV-act. 141), in der bisherigen Tätigkeit sowie 

für eine angepasste Tätigkeit hätten folgende Arbeitsunfähigkeiten vorge-

legen: 

Beginn Ende Arbeitsunfähigkeit 

angestammte Tätig-

keit 

Arbeitsunfähigkeit 

angepasste Tätigkeit 

24.10.2005 31.01.2006 100 % 100 % 

01.02.2006 26.03.2006 0 % 0 % 

27.03.2006 26.04.2006 100 % 100 % 

27.04.2006 08.12.2006 0 % 0 % 

09.12.2006 08.01.2007 100 % 100 % 

09.01.2007 24.04.2007 0 % 0 % 

25.04.2007 24.05.2007 100 % 100 % 

25.05.2007 03.02.2010 0 % 0 % 

04.02.2010 28.04.2011 100 % 100 % 

29.04.2011  0 % 0 % 

J.  

Gestützt auf diese ärztlichen Beurteilungen hielt die Vorinstanz in ihrer 

Vernehmlassung vom 25. Oktober 2011 fest, der zweitbeurteilende Psy-

chiater sei zur Bestätigung gelangt, dass nie ein schwerwiegendes psy-

chisches Leiden bestanden habe, welches eine Arbeitsunfähigkeit verur-

sache. Was die körperlichen (orthopädischen) Leiden betreffe, sei die be-

urteilende Ärztin zu einer differenzierteren Beurteilung in Bezug auf die 

Arbeitsunfähigkeit gelangt. Sie habe mehrere sich abwechselnde Phasen 

von voller Arbeitsunfähigkeit bzw. von voller Arbeitsfähigkeit festgestellt. 

Da zwischen dem 24. Oktober 2005 und dem 3. Februar 2010 immer nur 

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Seite 7 

kürzere Phasen der Arbeitsunfähigkeit bestanden hätten, könne in die-

sem Zeitraum kein Versicherungsfall eingetreten sein. Erst ab dem 

4. Februar 2010 stelle der ärztliche Dienst nun eine mindestens ein Jahr 

anhaltende Phase der Arbeitsunfähigkeit fest. Folglich sei am 4. Februar 

2011 ein Versicherungsfall für eine ganze IV-Rente eingetreten. Die vom 

ärztlichen Dienst ab dem 29. April 2011 festgestellte volle Arbeitsfähigkeit 

in Beruf und Verweisungstätigkeiten führe dazu, dass der Rentenan-

spruch am 31. Juli 2011 wieder geendet habe. Die Vorinstanz beantragte 

gestützt auf ihre Ausführungen, die angefochtene Verfügung sei dahinge-

hend abzuändern, dass nur vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Juli 2011 

ein Rentenanspruch (ganze Rente) bestanden habe. 

K.  

In seiner Replik vom 2. Dezember 2011 führte der Beschwerdeführer zu-

sammengefasst aus, das neue Gutachten sei nicht fundiert und erlaube 

keine reformatio in peius. Er hielt an seinen Anträgen in der Beschwerde 

fest und ersuchte um Ablehnung der Verfügung vom 25. Oktober 2011 

(recte: Abweisung des Antrags in der Vernehmlassung vom 25. Oktober 

2011). 

L.  

Mit Duplik vom 20. Januar 2012 hielt die Vorinstanz gestützt auf eine wei-

tere Stellungnahme der RAD-Ärztin, Dr. F._______, vom 17. Januar 2012 

an ihrem Antrag fest. In dieser Stellungnahme wurde ergänzend ausge-

führt, dass gemäss den Untersuchungen der Beschwerdeführer aufgrund 

der unfallbedingten Verletzungen und Vorerkrankungen nicht arbeitsunfä-

hig sei und auch vom psychiatrischen Standpunkt aus keine Arbeitsunfä-

higkeit vorliege. Die vom behandelnden Arzt, Dr. I._______, festgestellte 

Arbeitsunfähigkeit vom 4. Februar 2010 bis zum 29. April 2011 sei nach-

vollziehbar. Ab dem 29. April 2011 sei in der bisherigen sowie in einer an-

gepassten Tätigkeit von einer 100-prozentigen Arbeitsfähigkeit auszuge-

hen. 

M.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften wird – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

  

C-2667/2011 

Seite 8 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, 

SR 172.021), soweit das Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsge-

richt vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Auf Verfahren in Sozialversiche-

rungssachen findet das VwVG jedoch keine Anwendung, soweit das 

Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-

alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. d
bis

 

VwVG). Das ist hier gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) der Fall, 

soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.  

1.2 Nach Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerden gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im 

Sinn von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

demnach für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Da der Be-

schwerdeführer als Adressat des angefochtenen Entscheids vom 

11. März 2011 beschwerdelegitimiert ist (Art. 59 ATSG), ist auf die frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3  

1.3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohn-

sitz in Deutschland. Deshalb ist das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mit-

gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 

0.142.112.681) zu beachten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage 

des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bilden-

den (Art. 15 FZA) Anhangs II («Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit») des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wen-

den die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung 

(EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der 

Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige so-

wie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und 

abwandern (SR 0.831.109.268.1) und die Verordnung Nr. 574/72 oder 

C-2667/2011 

Seite 9 

gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 29. April zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durch-

führung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der 

Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst worden. 

1.3.2 Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, haben Personen, 

für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund 

der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen 

dieses Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als 

«Mitgliedstaat» im Sinn dieser Koordinierungsverordnungen zu betrach-

ten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

1.4 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden dieje-

nigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwer-

debeurteilung in Kraft stehen (BGE 132 V 368 E. 2.1, BGE 130 V 1 

E. 3.2). In materieller Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangs-

rechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massge-

bend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfol-

gen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; 

statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6213/2012 vom 

18. Dezember 2013 E. 2.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die 

Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den dann in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata 

temporis; vgl. BGE 130 V 445). Es finden demnach grundsätzlich jene 

Vorschriften Anwendung, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-

nen Verfügung in Kraft standen; Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt be-

reits ausser Kraft gesetzt waren, sind insoweit massgebend, als sie für 

die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Anspruchs von Be-

lang sind (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-4897/2012 vom 

20. Dezember 2013 E. 2.7, C-6410/2012 vom 18. Dezember 2013 

E. 2.3). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung 

über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (SR 831.201, IVV) 

ist demnach im vorliegenden Fall auf die Fassung gemäss den am 

1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; IVG in 

der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837] und IVV in der Fassung 

vom 21. Mai 2003 [AS 2003 3859]) abzustellen. Soweit ein Rentenan-

spruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5. IV-

Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen 

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Seite 10 

zu beachten (IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129], 

IVV in der Fassung vom 28. September 2007 [AS 2007 5155]). Soweit im 

Folgenden andere Fassungen massgebend sind, wird auf diese verwie-

sen. 

1.5 Die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Bundesgerichts stellt 

bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit-

punkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 11. März 

2011) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsa-

chen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall 

Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 

E. 1b; statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6213/2012 

vom 18. Dezember 2013 E. 2.1). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen 

anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Es hat dabei 

das Recht von Amtes wegen anzuwenden. Es ist nicht an die Begrün-

dung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es 

kann die Beschwerde aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.197). Das Bundesverwaltungsge-

richt ist auch nicht an die Anträge der Parteien gebunden. Weicht es von 

ihnen ab, darf es den Streitgegenstand jedoch nicht erweitern (MADELEI-

NE CAMPRUBI, in: Auer/Müller/Schindler, Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Art. 62 

N. 2 ff., insb. N. 5). Selbst übereinstimmenden Anträgen muss es dem-

nach keine Folge leisten, wenn diese nicht mit dem geltenden Recht ver-

einbar sind. 

2.2  

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die 

Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Die soeben genannte Erwerbsunfähigkeit ist der 

C-2667/2011 

Seite 11 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähig-

keit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-

gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

Die Arbeitsunfähigkeit wird zunächst definiert als die durch eine Beein-

trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be-

dingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-

benbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). 

2.2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 

Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 

und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-

schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 

Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu 

verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei 

weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; 

SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es 

der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 

die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Ge-

sellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten 

Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). 

2.3 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 

eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei min-

destens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf ei-

ne ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der derzeit geltenden bzw. Art. 28 

Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung). Mit 

anderen Worten besteht bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % kein An-

spruch auf eine Rente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem 

Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versi-

cherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt 

(Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Ver-

einbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Aus-

nahme, wie sie seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mit-

gliedstaates der EU und der Schweiz gilt, sofern sie in einem Mitglied-

C-2667/2011 

Seite 12 

staat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), ist vorlie-

gend gegeben. Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versi-

cherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht) stellt diese 

Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine beson-

dere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

2.4 Der Grad der Invalidität wird nach Art. 16 ATSG bemessen. Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Be-

schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungs-

träger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bin-

dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist 

entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfas-

send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwer-

den berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der unter-

suchten Person auseinandersetzt – was vor allem bei psychischen Fehl-

entwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Ausei-

nandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob 

es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in 

einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prü-

fend nachvollziehen kann (BGE 125 V 351 E. 3a). 

2.4.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durch-

führungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach 

dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die 

Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 

ATSG; SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sach-

verständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-

Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, 

Bern 2010, S. 411 ff., 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung 

obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) Invalidenversicherungs-

stelle (IV-Stelle; Art. 54-56 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 IVG). Was den für die In-

validitätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen me-

dizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür auf den 

Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD; Art. 59 Abs. 2 und 2
bis

 

IVG [bzw. Art. 59 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 gelten-

C-2667/2011 

Seite 13 

den Fassung]), die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 

(Art. 28 Abs. 3 ATSG) oder auf externe medizinische Sachverständige wie 

die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) stützen (Art. 59 Abs. 3 

IVG). 

2.4.2 Ständiger und damit wichtigster medizinischer Ansprechpartner in 

der täglichen Arbeit sind für die IV-Stellen die RAD, welche ihnen nach 

Art. 59 Abs. 2
bis

 IVG zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen 

des Leistungsanspruches zur Verfügung stehen (Satz 1); die RAD setzen 

die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio-

nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstä-

tigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben (Satz 2); sie sind in 

ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Satz 3; vgl. 

auch die Ausführungsbestimmungen in den Art. 47-49 IVV [SR 831.201], 

insbesondere die Anforderung, wonach die RAD von den IV-Stellen in 

personeller Hinsicht getrennt sein müssen). Der Beweiswert von RAD-

Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem von externen medizini-

schen Sachverständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353) ver-

gleichbar, sofern sie den von der Rechtsprechung umschriebenen Anfor-

derungen an ein ärztliches Gutachten genügen (SVR 2009 IV Nr. 56 

S. 174, 9C_323/2009 E. 4.3.2). Die IV-Stellen werden aber stets externe 

(meist polydisziplinäre) Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt inter-

disziplinäre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, 

wenn der RAD nicht über die fachlichen Ressourcen verfügt, um eine sich 

stellende Frage beantworten zu können, sowie wenn zwischen RAD-

Bericht und allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz 

besteht, welche nicht offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungs-

medizinischen Prämissen (vgl. SVR 2007 IV Nr. 33 S. 117, I 738/05 

E. 5.2) beruht (zum Ganzen: BGE 137 V 210 E. 1.2.1). 

3.  

Im Folgenden wird zunächst auf die massgeblichen Gutachten und ärztli-

chen Berichte eingegangen, bevor dann (in E. 4) die Anträge der Parteien 

behandelt werden. 

3.1  

3.1.1 Im rheumatischen Gutachten vom 8. Februar 2010 (IV-act. 108; 

Sachverhalt Bst. E.a) kommt Dr. D._______ zusammengefasst zum 

Schluss, dass das rechte Knie des Beschwerdeführers bei beiden Unfäl-

len beeinträchtigt worden sei. Objektivierbar sei ein femoropatelläres 

Schmerzsyndrom rechts bei Patella-Dysplasie Typ II/III nach Wyberg, ei-

https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2014&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page351

C-2667/2011 

Seite 14 

ne leichte Flexionseinschränkung des rechten Kniegelenkes und es be-

stehe zudem Verdacht auf ein Narbenneurom. Das Ausmass der geklag-

ten Beschwerde mit Instabilitätsgefühl und chronischen, durch nichts zu 

beeinflussenden Dauerschmerzen wechselnder Intensität könne durch 

die objektiven Befunde nicht hinreichend erklärt werden. Die Beschwer-

den am linken Kniegelenk stellten wahrscheinlich überlastungsbedingte 

Beschwerden infolge Schonung des rechten Kniegelenkes dar (IV-

act. 108 S. 43). Hinsichtlich der Beschwerden im Nacken-Schulter-

Bereich hielt der Gutachter fest, er habe zur Hauptsache einen Weichteil-

befund im Sinn eines ausgeprägten myofaszialen Reizzustandes mit se-

kundärem, muskulär bedingtem, oberem thorakalem Enpasssyndrom bei 

gleichzeitiger Haltungsinsuffizienz mit Kopfpropulsion und Schul-

terprotraktion rechts betont gefunden. Die vom Beschwerdeführer präsen-

tierte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit wie auch die angedeutet 

positiven Schulter-Resistiv-Tests und die Druckdolenzen im Bereich des 

Akromioklavikular-Glenkes beidseits, über den Processus coracoidei und 

im Bereich der langen Bizepssehnen sowie über dem Tuberculum majus 

humeri beidseits könne er aufgrund der objektivierbaren, bildgebenden 

Befunde nicht hinreichend erklären. Er interpretiere sie ebenfalls als 

Weichteilbeschwerden im Rahmen der Haltungsinsuffizienz und der 

muskulären Dysbalance (IV-act. 108 S. 44). 

Dem Gutachter fielen zwischen den geschilderten Beschwerden sowie 

dem Verhalten des Beschwerdeführers und den Befunden Diskrepanzen 

auf. Eine eigentliche Aggravation konnte er nicht feststellen und die vor-

getragenen Beschwerden und Funktionseinschränkungen erachtete er 

als bewusstseinsfern. Es sei beim Beschwerdeführer ein starker Leidens-

druck zu spüren gewesen und die psychosoziale Anamneseerhebung ha-

be Hinweise für eine anhaltende Stresssituation ergeben, die sich un-

günstig auf die Beschwerdesymptomatik und die weitere Heilung auswir-

ken dürfte (IV-act. 108 S. 44). Seitens des rechten Kniegelenks und bei-

der Schultergelenke wie auch der Nackenbeschwerden sei der Endzu-

stand nach Ansicht des Gutachters erreicht und prognostisch könne mit-

tels körperzentrierten medizinischen Massnahmen kaum eine Verbesse-

rung der Beschwerden erreicht werden (IV-act. 108 S. 45). 

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit kommt der Gutachter zum Schluss, dass 

der Beschwerdeführer ab dem Unfalldatum vom 24. Oktober 2005 seine 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter im Tiefbau nicht mehr 

ausüben könne (IV-act. 108 S. 45 und 47). Die Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit mit körperlich leichten, wechselbelastenden 

C-2667/2011 

Seite 15 

Arbeiten mit einem höheren Sitzanteil, welche keine häufigen Verrichtun-

gen in rückenbelastenden Arbeitspositionen, keine Arbeitspositionen im 

Knien oder Kauern, keine Arbeiten auf vibrierenden Maschinen, Dächern 

oder Gerüsten sowie auch keine häufigen Verrichtungen mit den Armen 

an bzw. über der Schulterhorizontalen erlaubten, schätzt er in medizi-

nisch-theoretischer Sicht auf 75 % ein. Es habe zwischen dem zweiten 

Unfall vom 9. Dezember 2006 bis zum Austrittsbericht der Rehaklinik 

Y._______ vom 30. Dezember 2008 sowohl für die angestammte Tätig-

keit als auch für eine dem Leiden angepasste Tätigkeit Arbeitsunfähigkeit 

bestanden. Ab diesem Datum schätzt der Gutachter die Arbeitsfähigkeit 

hinsichtlich einer der Behinderung angepassten Tätigkeit auf 75 % (Ganz-

tagestätigkeit mit eingeschränkter Leistung von 25 %; IV-act. 108 S. 45 

und 47). Zum Schluss empfiehlt der Experte eine erneute Begutachtung 

in einem bis anderthalb Jahren (IV-act. 108 S. 48). 

3.1.2 Das Gutachten erfüllt die an den vollen Beweiswert eines ärztlichen 

Gutachtens gestellten Kriterien (E. 2.4). Insbesondere ist es für die strei-

tigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, be-

rücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorak-

ten (Anamnese) abgegeben. Es ist zudem in der Darlegung der medizini-

schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion für die hier interessierenden Fragen einleuchtend und in den 

Schlussfolgerungen begründet, so dass darauf abgestellt werden kann. 

3.2  

3.2.1 Im psychiatrischen Gutachten vom 6. März 2010 (IV-act. 113, Sach-

verhalt Bst. E.b) kommt Dr. E._______ zum Befund, Auffassungsgabe, 

Gedächtnis und Konzentration des Beschwerdeführers hätten beim Ge-

spräch unauffällig gewirkt. Der Beschwerdeführer sei in seinem Denken 

kohärent. Dieses sei inhaltlich fokussiert auf seine spezielle Lebenssitua-

tion und den fremdverschuldeten Autounfall. Der Beschwerdeführer wirke 

affektiv schwingungsfähig, sei verärgert über den Unfallverursacher sowie 

über Versicherungen, die ihm Geldleistungen vorenthielten. In seiner Be-

findlichkeit sei er eher negativistisch, unzufrieden darüber, dass er für die 

Familie nicht genügend sorgen könne und ohne berufliche Perspektiven 

sei. Er mache einen intellektuell durchschnittlichen Eindruck. Seine Be-

fürchtungen beträfen vor allem die berufliche Zukunft. Er fühle sich in sei-

ner Opferrolle gefangen. Diagnostisch liege keine Persönlichkeitsstörung 

vor. Ob eine akzentuierte Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen, im-

pulsiven und instabilen Verhaltensmustern vorliege, könne er (der Gut-

achter) weder bestätigen noch ausschliessen. Doch wäre eine solche Di-

C-2667/2011 

Seite 16 

agnose ohnehin nicht krankheitswertig. Es bestünden hingegen beim Be-

schwerdeführer deutliche Hinweise für das frühere Vorliegen einer An-

passungsstörung infolge belastender Lebensereignisse. Dr. E._______ 

stellt eine Diagnose nach ICD-10 F 54 (Psychologische Faktoren und 

Verhaltensfaktoren bei anderorts klassifizierten Krankheiten) und hält fest, 

dass diese Diagnose keine Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit habe. 

Bei den anderorts klassifizierten Krankheiten handle es sich um rheuma-

tologische Faktoren, welche in den Akten und im Teilgutachten 

D._______ ausführlich beschrieben seien. Die Prognosekriterien lägen 

nicht allzu ungünstig und rechtfertigten aus psychiatrischer Sicht keine 

Invalidität. Die Gründe für eine verminderte Arbeitsfähigkeit lägen im so-

matischen Bereich. Das durch somatische Faktoren begründete psy-

chisch auffällige Verhalten sollte sich bei gelungener somatischer Rehabi-

litation nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (IV-act. 113 S. 5-8). 

3.2.2 Auch dieses Gutachten erfüllt die an den vollen Beweiswert eines 

ärztlichen Gutachtens gestellten Kriterien (E. 2.4). 

3.3  

3.3.1 Der Beschwerdeführer selber legt ein nervenärztliches Gutachten 

von Dr. med. H._______ vom 2. Dezember 2010 zu den Akten (BB 8). In 

diesem Gutachten lautet der psychische Befund, der Beschwerdeführer 

wirke nicht im engeren Sinn depressiv, sondern eher gereizt, angespannt 

und unzufrieden. Das Denken sei formal geordnet. Inhaltlich drehe es 

sich um seine Beschwerden. Die intellektuelle Leistungsfähigkeit liege im 

Durchschnittsbereich, Hinweise für psychotische Störungen finde er (der 

Gutachter) nicht. Zum Untersuchungszeitpunkt sei eine belangvolle de-

pressive Symptomatik nicht zu erkennen (BB 8 S. 11, 13 und 15 f.). Ge-

mäss einem Selbstauskunftsfragebogen durchlaufe der Beschwerdefüh-

rer eine mittelschwere depressive Episode. Das Ergebnis kontrastiere al-

lerdings recht deutlich mit dem klinischen Eindruck (BB 8 S. 13). 

Der Gutachter hält fest, insgesamt könne nicht ganz von der Hand gewie-

sen werden, dass es durch den Unfall vom 9. Dezember 2006 und durch 

die dadurch eingetretenen Gesundheitsstörungen, welche schliesslich 

zum Verlust des Arbeitsplatzes geführt hätten, zu einer reaktiven depres-

siven Verstimmung gekommen sei. Berücksichtigt werden müsse aber 

auch, dass der Beschwerdeführer schon vor dem Unfall vom 

9. Dezember 2006 mehr als ein Jahr wegen der Folgen des Arbeitsunfal-

les vom Oktober 2005 arbeitsunfähig gewesen sei und sich bereits da-

mals in einer schwierigen psychosozialen Situation befunden habe. Nach 

C-2667/2011 

Seite 17 

allgemeinärztlicher Erfahrung sollte unter entsprechender nervenärztli-

cher und psychotherapeutischer Behandlung die auf den Unfall vom 

9. Dezember 2006 zu beziehende depressive Reaktion nach etwa ein bis 

eineinhalb Jahren abgeklungen sein. Derzeit liege eine belangvolle de-

pressive Störung nicht mehr vor, sondern es bestehe eine Anpassungs-

störung an die gegebene Situation mit erheblicher emotionaler Instabilität. 

Der Beschwerdeführer komme mit der gegebenen Situation nach dem 

Unfallereignis und dem Verlust des Arbeitsplatzes nicht zurecht und kön-

ne keine neuen Perspektiven entwickeln (BB 8 S. 16 f.). Insgesamt sei 

glaubhaft und nachvollziehbar, dass für ca. eineinhalb Jahre eine reaktiv 

motivierte depressive Verstimmung nach dem Unfall vom 9. Dezember 

2006 eingetreten sei. Nach entsprechender Behandlung, welche aller-

dings nicht im ausreichenden Masse durchgeführt worden sei, sei davon 

auszugehen, dass sich die depressive Symptomatik nach etwa ein bis 

eineinhalb Jahren hätte bessern müssen. Jetzt handle es sich um eine 

Anpassungsstörung mit erheblicher emotionaler Instabilität und es beste-

he ein deutlicher Entschädigungswunsch (BB 8 S. 15 und 17 f.). Zu einer 

allfälligen Arbeitsunfähigkeit äussert sich der Gutachter nicht. 

3.3.2 Der Träger eines Mitgliedstaats (wozu in diesem Sinn auch die 

Schweiz gehört, E. 1.3.2) hat gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EG) 

Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 die 

von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztlichen Unter-

lagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte ebenso zu 

berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mitgliedstaat erstellt 

worden. Jeder Träger behält indessen die Möglichkeit, die antragstellen-

de Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu 

lassen. Es besteht jedoch keine Pflicht zur Durchführung einer solchen 

Untersuchung. 

3.3.3 Das zitierte Gutachten wurde im Zusammenhang mit dem Prozess 

des Beschwerdeführers gegen den Verursacher des Autounfalls vom 

9. Dezember 2006 von einem deutschen Gutachter erstellt (dazu: BB 9 

S. 63). Gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 bzw. 

nach Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 ist es im vorliegenden 

Verfahren zu berücksichtigen.  

3.3.4 Zu beachten ist der Zweck, für welchen das Gutachten erstellt wur-

de, bei dem es weniger um die Frage einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit 

ging, sondern darum, ob sich die depressive Erkrankung des Beschwer-

deführers aufgrund des Unfalls vom 09. Dezember 2006 erheblich ver-

C-2667/2011 

Seite 18 

stärkt bzw. verschlechtert hat (vgl. BB 8 S. 2). Das Gutachten erfüllt für 

den vorliegenden Fall nur teilweise die an den vollen Beweiswert eines 

ärztlichen Gutachtens gestellten Kriterien. Was die streitigen Belange an-

geht, werden insbesondere zur Arbeitsfähigkeit, die im vorliegenden Ver-

fahren im Zentrum steht, keine klaren Ausführungen gemacht. Es beruht 

jedoch auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Be-

schwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. 

Die dem Gutachter aufgegebene Fragestellung (ob sich die depressive 

Erkrankung des Klägers aufgrund des Unfalls vom 09. Dezember 2006 

erheblich verstärkt bzw. verschlechtert habe; BB 8 S. 2) erweist sich als 

suggestiv, wird doch von einer vorbestehenden depressiven Erkrankung 

ausgegangen. Da der Gutachter jedoch zum Schluss kommt, eine allfälli-

ge relevante depressive Stimmung sei spätestens anderthalb Jahre nach 

dem Unfall vom 9. Dezember 2006 abgeklungen (also Mitte 2008), ist 

dies für das vorliegende Verfahren nicht relevant, da gemäss angefochte-

ner Verfügung für den in Frage stehenden Zeitraum dem Beschwerdefüh-

rer ohnehin ein ganze Rente zugesprochen wurde, was das Bundesver-

waltungsgericht bestätigen wird (E. 4.2 ff.). 

3.4  

3.4.1 Des Weiteren reichte der Beschwerdeführer ein Gutachten von 

Dr. med. J._______ vom 16. November 2010 zu den Akten. Nach der 

ausführlichen Anamnese folgt der ebenfalls ausführliche Untersuchungs-

bericht. In seiner Zusammenfassung und Beurteilung (BB 9 S. 63 ff.) hält 

der Gutachter im Wesentlichen fest, dass beim Beschwerdeführer bereits 

2006 eine Steilfehlhaltung bei geringen Spondylochondrosen C 5/6 und 

C 6/7 mit minimalen Protrusionen zu finden sei. Solche Veränderungen 

seien degenerativ und benötigten zur Entstehung einen mehrmonatigen, 

wenn nicht mehrjährigen Verlauf (BB 9 S. 65, auch S. 66). Diese Verän-

derungen würden die derzeitige subjektive Beschwerdesymptomatik des 

Beschwerdeführers erklären (BB 9 S. 68).  

3.4.2 Da sich das Gutachten nur über die Folgen des Unfalls vom 

9. Dezember 2006 zu äussern hatte (dazu nachfolgend E. 3.4.3), ging der 

Gutachter nicht auf die Frage ein, woher diese (leichten) Verletzungen al-

lenfalls stammen könnten bzw. ob sie dem normalen Alterungsprozess 

entsprächen. Insbesondere aufgrund der vom Beschwerdeführer be-

schriebenen Symptome kommt der Gutachter zum Schluss, dass dieser 

sich beim Unfall am 9. Dezember 2006 eine leichte Halswirbelsäulen-

distorsion ohne strukturelle Verletzung der Halswirbelsäule zugezogen 

habe. Nach seiner Auffassung heilten solche Verletzungen in der Regel 

C-2667/2011 

Seite 19 

binnen eines Zeitraumes von maximal zwei bis vier Wochen gänzlich aus 

(BB 9 S. 68). 

Weiter führt der Gutachter aus, ein kernspintomographischer Befund vom 

6. April 2010 spiegle eine Degeneration im mittleren Brustwirbelsäulenab-

schnitt wieder, wobei dieser Befund offensichtlich bereits vor dem Unfall 

vom 9. Dezember 2006 vorgelegen habe, da 1999 eine entsprechende 

Beschwerdesymptomatik vom Beschwerdeführer selbst angegeben wor-

den und diesbezüglich auch ein dreiwöchiger stationärer Aufenthalt mit 

konservativer Behandlung erforderlich geworden sei (BB 9 S. 71). Auf-

grund der Dokumentation sei beim Unfall ausschliesslich eine Prellung 

des Brustkorbes erfolgt, wobei eine solche Prellung in der Regel einen 

maximalen Ausheilungszeitraum von vier Wochen in Anspruch nehme 

(BB 9 S. 71). Der Beschwerdeführer habe lediglich beim Zurücknehmen 

der Schultern ein «Kribbeln» zwischen den Schulterblättern mit Verspan-

nung dieser Region angegeben (BB 9 S. 72). 

Am linken Schultereckgelenk sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

eine leichte Instabilität aufgetreten, wobei diese durch eine Kapselband-

verletzung des Schultereckgelenkes verursacht worden sei. Eine hö-

hergradige Instabilität bzw. eine höhergradige Schultereckgelenksverlet-

zung könne nicht mit der ausreichenden Wahrscheinlichkeit angenommen 

werden. Auch die Diagnose eines Subacromialsyndroms (Engpasssyn-

droms) des linken Schultergelenkes könne aufgrund der gutachterlichen 

Untersuchung nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit als Unfall-

folge gedeutet werden. Nachvollziehbar sei, dass aufgrund der Instabilität 

des Schultereckgelenkes dort lokale subjektive Beschwerden bestünden, 

so dass insgesamt die vom Kläger benannte Belastungsstörung und das 

aufgezeigte endgradige Bewegungsdefizit als Unfallfolge gewertet wer-

den könne (BB 9 S. 81). 

Betreffend die rechte Schulter führt der Gutachter aus, aufgrund der Do-

kumentation sowie der eigens durchgeführten Untersuchung könne retro-

spektiv mit ausreichender Wahrscheinlichkeit von einer Schultergelenks-

prellung rechts ausgegangen werden. Aufgrund der derzeitigen Befundla-

ge sei davon auszugehen, dass eine Zerrung bzw. Dehnung der Band-

strukturen am Schultergelenk ohne auftretende Instabilität vorgelegen 

habe. In der Regel heile eine solche Verletzung nach maximal sechs Wo-

chen folgenlos aus. Die geklagten Beschwerden könnten nicht mit der er-

forderlichen Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge gewertet werden, da eine 

C-2667/2011 

Seite 20 

strukturelle Schädigung des linken Schultergelenkes unter Einschluss des 

linken Schultereckgelenkes nicht zu befunden sei (BB 9 S. 83 f.). 

Zum Kniegelenk rechts wird festgehalten, vor dem Unfall (vom 

9. Dezember 2006), nämlich am 5. Dezember 2006, sei eine deutliche In-

stabilität des betroffenen Kniegelenkes festgestellt worden. Damit habe 

vor dem Unfall eine deutliche Teilinstabilität des rechten Kniegelenkes 

vorgelegen und die durchgeführte Kreuzbandersatzoperation habe nicht 

zu einer vollständigen Rekompensation der vorhandenen Instabilität am 

rechten Kniegelenk geführt (BB 9 S. 90 f., s.a. S. 96). Die nach dem Un-

fall diagnostizierten Veränderungen des vorderen Kreuzbandtransplanta-

tes am rechten Kniegelenk könnten nicht mit der erforderlichen Wahr-

scheinlichkeit als durch den Unfall verursacht gewertet werden, sondern 

seien wohl unfallunabhängig hervorgerufen worden (BB 9 S. 91 und 94). 

Zusammenfassend hält der Gutachter fest, es sei von einer vollständigen 

Ausheilung der unfallbedingten Beschwerden auszugehen (BB 9 S. 94 f.). 

In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit kommt der Gutachter deshalb zum 

Schluss, dass unter Berücksichtigung der unfallunabhängigen Vorerkran-

kungen des Beschwerdeführers keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Auch 

unter zusätzlicher Berücksichtigung der unfallbedingten Erkrankungen 

bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (BB 9 S. 97). 

3.4.3 Dieses Gutachten wurde – wie schon das Gutachten H._______ 

(E. 3.3) – im Zusammenhang mit dem Prozess des Beschwerdeführers 

gegen den Verursacher des Autounfalls vom 9. Dezember 2006 durch ei-

nen deutschen Gutachter erstellt. In Aufbau und Inhalt erfüllt es – wie 

schon die Gutachten D._______ und E._______ – die Anforderungen an 

ein Gutachten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung. Neben der 

Anamnese geht das Gutachten auch auf die Vorbringen der Parteien im 

damaligen Prozess ein. Es ist demnach im vorliegenden Verfahren ver-

wendbar (vgl. E. 3.3.2 und 2.4). Zu beachten bleibt aber wiederum der 

Zweck, für welchen das Gutachten erstellt wurde, bei dem es weniger um 

die Frage einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit ging, sondern darum, ob der 

Unfall Beschwerden des Beschwerdeführers auslöste oder verstärkte 

bzw. verschlechterte (vgl. BB 9 S. 2 f.). 

3.5 In den Akten der Suva, welche dem Gericht am 16. Dezember 2013 

eingereicht wurden, findet sich ein von der Suva in Auftrag gegebenes 

C-2667/2011 

Seite 21 

fachorthopädisches Gutachten von Prof. Dr. med. Dr. h.c. K._______ vom 

4. März 2013 (Suva-II-act. 1061804848). 

3.5.1 Darin beschreibt der Gutachter den Beschwerdeführer als einen 

bewusstseinsklaren, zeitlich und örtlich voll orientierten Probanden ohne 

formale oder inhaltliche Denkstörungen in adäquater Stimmungslage 

(Suva-II-act. 1061804848 S. 29). Während der gesamten Untersuchung 

sei der Beschwerdeführer äusserst unruhig gewesen, sei häufig aufge-

standen und im Untersuchungszimmer auf und ab gegangen (S. 31 f. und 

58). Die Beschwerden am rechten Kniegelenk liessen sich als Folgeer-

scheinungen auf das Unfallereignis vom 24. Oktober 2005 zurückführen, 

Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks auf den Unfall vom 

9. Dezember 2006. Die weiteren, oft wechselnden, diffusen Beschwerden 

an beiden Schultern, im Nacken und an der Lendenwirbelsäule liessen 

sich keinem der beiden Unfallereignisse anlasten (S. 58 f. und 72). Der 

Schaden am linken Kniegelenk in Form einer Innenmeniskusläsion, wel-

che nach histologischem Befund von 2009 mit einer frischen, traumati-

schen Genese zu vereinbaren sei, könne nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit einem der beiden Unfälle vom 14. Oktober 2005 und 

9. Dezember 2006 angelastet werden. Ein Zusammenhang mit letzterem 

Unfall sei zwar möglich, doch betrage die Latenzzeit zwischen Unfall und 

Arthroskopie fast drei Jahre und der Meniskusriss sei als histologisch 

frisch gewertet worden. Andere Ursachen oder Traumata könnten nicht 

ausgeschlossen werden (S. 59 f. und 72). 

Der Gutachter kommt zum Schluss, von weiteren medizinischen Mass-

nahmen sei keine gravierende Erhöhung der Arbeitsfähigkeit aus ortho-

pädischer Sicht zu erwarten. Unter Berücksichtigung der objektivierbaren 

physischen Unfallfolgen könnten dem Beschwerdeführer leichte bis mit-

telschwere körperliche Tätigkeiten ganztags zugemutet werden. Zu mei-

den seien Arbeiten in Zwangshaltungen, überwiegend im Knien oder 

Kauern, überwiegende Überkopfarbeiten sowie Arbeiten an Böschungen, 

Dächern oder Gerüsten. Unter Berücksichtigung dieser Punkte bestehe 

nach Adaptation der Tätigkeit aus orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähig-

keit zu 100 %. Weiter empfiehlt der Gutachter die Durchführung eines 

psychiatrisch-psychologischen Fachgutachtens (S. 73 f.). 

3.5.2 Dieses Gutachten wurde in Deutschland erstellt und erfüllt alle An-

forderungen, die an ein Gutachten gestellt werden, damit ihm volle Be-

weiskraft zukommt (E. 2.4 und 3.3.2). Zu berücksichtigen ist einzig, dass 

C-2667/2011 

Seite 22 

es insbesondere um die Frage ging, ob Verletzungen des Beschwerde-

führers den beiden erwähnten Unfällen zugerechnet werden könnten. 

3.5.3 Das Gutachten wurde zudem nach entsprechender Aufforderung 

durch die Suva vom Gutachter am 1. Juli 2013 dahingehend ergänzt, 

dass die noch zumutbare Arbeit Heben und Tragen von Lasten bis 15 kg 

oder Hantierungen, welche den gleichen Kraftaufwand erforderten, be-

inhalte. Das Handhaben leichter Werkstücke und Handwerkzeuge sei 

ebenso uneingeschränkt möglich wie das Bedienen leichtgehender Steu-

erhebel und Kontroller oder ähnlicher mechanischer Einrichtungen. Hin-

gegen dürften mittelschwere Tätigkeiten maximal bis zu 50 % der Tätig-

keit ausmachen (Suva-II-act. 1064409173 S. 1 f.). 

3.6 Weiter liegt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom 8. April 2011, 

ausgestellt von Dr. med. I._______, dem behandelnden Arzt, in den Akten 

(BB 5). Darin wird eine fortdauernde Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich bis 

zum 29. April 2011 bescheinigt. Zwei fachärztliche Atteste desselben Arz-

tes, eines vom 11. Mai 2009 (BB 6) und das andere vom 27. August 2009 

(BB 7), wurden der Beschwerde ebenfalls beigelegt. Bei diesen letzteren 

Unterlagen handelt es sich nicht um eigentliche Gutachten, sondern um 

Behandlungsberichte. So fehlt beispielsweise die Anamnese. Wann der 

letzte Patientenkontakt bestand, geht ebenfalls nicht hervor. Es gilt vorlie-

gend auch zu beachten, dass der Behandlungsauftrag einerseits und der 

Gutachtensauftrag andererseits, wesensmässig zwei verschiedene Dinge 

sind, die miteinander in Konflikt geraten können. Die Pflichten eines 

Sachverständigen lassen sich nicht mit dem besonderen Vertrauensver-

hältnis, das dem Behandlungsvertrag mit dem Patienten eigentümlich ist, 

vereinbaren (vgl. Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001 E. 2b mit 

Hinweis). 

4.  

4.1  

4.1.1 Der Beschwerdeführer beantragt insbesondere gestützt auf das 

Gutachten H._______ (E. 3.3) eine ganze IV-Rente rückwirkend ab dem 

1. November 2005. Die Vorinstanz sprach eine solche erst ab dem 

1. Dezember 2006 zu. 

In der Vernehmlassung beantragt die Vorinstanz nunmehr eine reformatio 

in peius in dem Sinn, dass die mit Verfügung vom 11. März 2011 zuge-

sprochenen Rente vom 1. Dezember 2006 bis zum 31. März 2009 zu 

streichen sei. Darüber ist vorab zu entscheiden. Auf den weiteren Antrag 

C-2667/2011 

Seite 23 

in der Vernehmlassung der Vorinstanz ist weiter unten (E. 4.5.1) einzuge-

hen. 

4.1.2 Beabsichtigt eine Behörde, auf ein Rechtsmittel hin zu einer refor-

matio in peius (also einer Abänderung der angefochtenen Verfügung zu-

lasten der Beschwerde führenden Partei) zu schreiten, hat sie die betrof-

fene Partei vorgängig darauf aufmerksam zu machen und ihr Gelegenheit 

zu einer Stellungnahme einzuräumen. Dieser in Art. 62 Abs. 3 VwVG sta-

tuierte Grundsatz fliesst auch direkt aus der verfassungsrechtlichen Ga-

rantie des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, 

SR 101). Er eröffnet dem von einer Verschlechterung bedrohten Be-

schwerdeführer die Möglichkeit, sein Rechtsmittel zurückzuziehen und 

damit den in Aussicht stehenden ungünstigen Entscheid abzuwenden 

(vgl. betreffend Einspracheentscheid: Art. 12 Abs. 2 der Verordnung vom 

11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts [ATSV, SR 830.11]; vgl. auch BGE 129 II 385 E. 4.4.2; BGE 122 V 

166 E. 2a). 

4.1.3 Eine solche Änderung der angefochtenen Verfügung zuungunsten 

einer Partei ist zwar zulässig, wenn die angefochtene Verfügung Bundes-

recht verletzt oder auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung 

des Sachverhalts beruht (Art. 62 Abs. 2 VwVG). Die reformatio in peius 

sollte jedoch mit Zurückhaltung angewendet werden (ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.200). In der Praxis wird 

von der Möglichkeit einer reformatio in peius in Beschwerdeverfahren nur 

Gebrauch gemacht, wenn der betreffende Entscheid offensichtlich unrich-

tig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (vgl. BGE 108 Ib 227 

E. 1b; Urteil des Bundesgerichts 2A.19/2002 vom 3. Dezember 2002 E. 4; 

Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-4758/2008 vom 14. Dezember 

2009 E. 1.7.1, A-1348/2006 vom 30. Mai 2007 E. 6.4). 

4.1.4 Vorliegend wurde der Beschwerdeführer nicht auf eine drohende re-

formatio in peius und die Möglichkeit eines Beschwerderückzugs hinge-

wiesen. Da das Bundesverwaltungsgericht aber – wie nachfolgend zu 

zeigen ist – keine reformatio in peius vornimmt, konnte auf die entspre-

chenden Hinweise verzichtet werden. Zudem äusserte sich die Rechts-

vertreterin des Beschwerdeführers in der Replik vom 2. Dezember 2011 

von sich aus zur beantragten reformatio in peius. 

C-2667/2011 

Seite 24 

4.1.5 Der Antrag einer reformatio in peius stützt sich soweit ersichtlich 

(ausschliesslich) auf die Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. F._______ 

vom 14. Oktober 2011 bzw. 17. Januar 2012 (Sachverhalt Bst. I.c und L.) 

ab. Eine nachvollziehbare Begründung für ihre Einschätzung ist für das 

Bundesverwaltungsgericht nicht ersichtlich. Es wird lediglich aus dem 

Gutachten J._______ (dazu E. 3.4) zitiert. Wie die Ärztin aus diesem 

Gutachten, das sich vorwiegend zu den Folgen des Unfalls vom 

9. Dezember 2006 äussert (E. 3.4.3), auf die von ihr genannten Perioden 

der Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit kommt, bleibt ohne jegliche 

Erklärung.  

Anzumerken ist, dass sich der von der RAD-Ärztin beigezogene 

Dr. med. G._______ (vgl. Sachverhalt Bst. I.b) einzig mit der psychiatri-

schen Begutachtung auseinandersetzte. Er kommt – für das Bundesver-

waltungsgericht nachvollziehbar – zum Schluss, zwischen dem Gutach-

ten H._______ und dem Gutachten E._______ bestünden keine gravie-

renden Unterschiede. Demnach bestand aus psychiatrischer Sicht (zu-

mindest im Zeitpunkt der Begutachtung) keine Arbeitsunfähigkeit. Diese 

Sichtweise kann aber nicht unbesehen auch für die somatische Begut-

achtung übernommen werden. Die in der Stellungnahme von 

Dr. F._______ genannten Zeitperioden können sich im Übrigen nicht auf 

die psychiatrischen Gutachten stützen, weil darin solche Perioden weder 

genannt noch zu erkennen sind. 

Weiter fällt auf, dass die Ansicht der beurteilenden Ärztin, was die Arbeits-

fähigkeit in der angestammten Tätigkeit anbelangt, von den weiteren Gut-

achten abweicht; erstmals kommt sie nämlich in der Stellungnahme vom 

14. Oktober 2011 zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit in der ange-

stammten Tätigkeit (wohl auch aus orthopädischer Sicht) gleich ist wie die 

in einer leichteren Verweisungstätigkeit, während die anderen Gutachter 

– soweit sie sich dazu äusserten – zum Schluss kamen, aus orthopädi-

scher Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit andauernde Arbeits-

unfähigkeit (Sachverhalt Bst. D [Dr. B._______], E. 3.1.1 am Ende 

[Dr. D._______], E. 3.5.1 am Ende und E. 3.5.3 [Dr. K._______], vgl. 

auch Schlussbericht von Dr. F._______ [Sachverhalt Bst. E.d]). Eine Be-

gründung für diesen abweichenden Befund bleibt die RAD-Ärztin jedoch 

schuldig. Die entsprechende Folgerung ist – wie gerade zuvor ausgeführt 

– für das Gericht nicht nachvollziehbar. Die Stellungnahme vermag damit 

die Gutachten nicht in Frage zu stellen. 

C-2667/2011 

Seite 25 

Die zusätzliche Begründung in der Stellungnahme vom 17. Januar 2012 

(Sachverhalt Bst. L) erscheint noch weniger nachvollziehbar. Dort wird 

nämlich festgehalten, dass die Gutachten H._______ und J._______ kei-

ne Arbeitsunfähigkeit attestierten (darauf, dass es sich um diese Gutach-

ten handelt, lässt sich nur anhand der genannten Daten und der äusserst 

knappen inhaltlichen Angaben schliessen). Daraus scheint dann der 

Schluss gezogen zu werden, die von Dr. I._______ festgestellte Arbeits-

unfähigkeit vom 4. Februar 2010 bis zum 29. April 2011 sei nachvollzieh-

bar. Weshalb dies der Fall sein sollte, bleibt völlig unklar, da auf die Be-

handlungsberichte dieses Arztes (E. 3.6) gar nicht eingegangen wird. Ge-

nannt wird einzig eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dieses Arztes. 

Jedoch wird auch darauf nicht weiter eingegangen. Diese Arbeitsunfähig-

keitsbescheinigung wird zudem vom behandelnden Arzt ausdrücklich als 

Folgebescheinigung bezeichnet, woraus sich leicht ablesen lässt, dass 

der Beschwerdeführer nach Meinung dieses Arztes bereits zuvor arbeits-

unfähig war. Auch darauf geht Dr. F._______ nicht ein. 

4.1.6 Der im unerklärt gebliebenen Widerspruch zu den Gutachten ste-

henden, zudem in sich selbst widersprüchlichen und damit nicht nachvoll-

ziehbaren Stellungnahme kommt nach dem Gesagten kein Beweiswert 

zu (E. 2.4), weshalb der Antrag der Vorinstanz auf eine reformatio in pei-

us ist abzuweisen.  

4.2 Ferner ist zu beurteilen, ab wann dem Beschwerdeführer eine ganze 

IV-Rente zuzusprechen ist. Er selbst beantragt eine solche ab dem 

1. November 2005. 

4.2.1 Gemäss Art. 29 IVG in der vorliegend anwendbaren Fassung vom 

9. Oktober 1986 entsteht der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG frühes-

tens in dem Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer entweder mindes-

tens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist oder während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 

40 % arbeitsunfähig gewesen war (zu den Begriffen Erwerbs- und Ar-

beitsunfähigkeit s. E. 2.2.1). Gemäss Art. 29
ter

 IVV (in der Fassung vom 

11. Oktober 1972 [in Kraft seit 1. Januar 1973; gültig bis 1. Januar 2008]) 

liegt ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von 

Art. 29 Abs. 1 IVG vor, wenn der Versicherte an mindestens 30 aufeinan-

derfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war. Während der einjährigen War-

tezeit wird auf die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf oder Aufga-

benbereich abgestellt (BGE 105 V 159; MARTIN BOLTSHAUSER, Die Invali-

ditätsbemessung in der Zeit bis zur feststehenden Dauerinvalidität, in: 

C-2667/2011 

Seite 26 

Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozial-

versicherung, St. Gallen 1999, S. 125 ff., 134). Die sechsmonatige Ka-

renzfrist für einen Leistungsbezug nach der Anmeldung wurde erst am 

1. Januar 2008 ins Gesetz eingeführt (Art. 29 Abs. 1 IVG in der derzeit 

geltenden Fassung) und ist damit vorliegend nicht relevant. Die Rente 

wird – soweit vorliegend relevant – vom Beginn des Monats an ausgerich-

tet, in dem der Anspruch entsteht.  

4.2.2 Was nun den Beginn der Rentenzahlungen anbelangt, liegt hier kein 

Fall von Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gel-

tenden Fassung) vor. Dort wird nämlich bleibende Erwerbsunfähigkeit 

(E. 2.2.1) verlangt. Hingegen war der Beschwerdeführer nach dem ersten 

Unfall vom 24. Oktober 2005 in seinem bisherigen Beruf – auf den abzu-

stellen ist (E. 4.2.1) – arbeitsunfähig. Gemäss dem Gutachten von 

Dr. D._______ vom 8. Februar 2010 war der Beschwerdeführer hingegen 

in leidensadaptierten Tätigkeiten bis zum zweiten Unfall vom 

9. Dezember 2006 zu 75 % arbeitsfähig. Damit liegt ein Fall von Art. 29 

Abs. 1 Bst. b IVG vor. Somit konnte der Anspruch auf eine Rente frühes-

tens nach Ablauf des Wartejahres auf Anfang Monat, also ab dem 

1. Oktober 2006 entstehen. 

Der Antrag auf Zusprechung einer IV-Rente wurde am 23. Oktober 2006 

gestellt. Unter dem Gesichtspunkt der damals gültigen Rechtslage – bei 

der es keine Karenzfrist nach der Anmeldung gab und eine Rente grund-

sätzlich rückwirkend bis zwölf Monate vor der Anmeldung beantragt wer-

den konnte (Art. 48 Abs. 1 und Abs. 2 erster Satz IVG in der bis zum 

31. Dezember 2007 geltenden Fassung i.V.m. Art. 24 Abs. 1 ATSG) – ist 

demnach eine Rente ab dem 1. Oktober 2006 zuzusprechen (E. 4.2.1). 

Soweit der Beschwerdeführer eine weiter zurückreichende Rente bean-

tragt, kann dem nicht entsprochen werden. 

4.3 Weiter beantragt der Beschwerdeführer, die Rente sei ihm bis zum 

1. Juli 2011 zu entrichten. Die ursprüngliche Verfügung der Vorinstanz 

sah eine Rentenzahlung bis zum 31. März 2009 vor, während die Vorin-

stanz in ihrer Vernehmlassung nunmehr eine Rentenzahlung (aus-

schliesslich) vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Juli 2011 beantragt. 

4.3.1 Im Gutachten D._______ wird festgestellt, dass der Beschwerde-

führer mit dem Austritt aus der Rehaklinik Y._______ am 23. Dezember 

2008 in Bezug auf eine der Behinderung angepasste Tätigkeit zu 75 % 

arbeitsfähig ist (E. 3.1.1). Gleichzeitig liegen die Gründe für eine vermin-

C-2667/2011 

Seite 27 

derte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss dem Gutachten 

E._______ im somatischen Bereich (und gerade nicht im psychischen; 

E. 3.2.1). Wie zuvor festgehalten, kommt den beiden Gutachten voller 

Beweiswert zu (E. 3.1.2 und 3.2.2). Dies umso mehr, als die weiteren 

Gutachten und Atteste diese Gutachten nicht (grundsätzlich) in Frage 

stellen. 

Was der Beschwerdeführer gegen das Gutachten E._______ vorbringt, 

überzeugt nicht. Er stützt sich bei seinen Ausführungen einerseits auf den 

Austrittsbericht der Rehaklinik Y._______ und andererseits auf seine sub-

jektive Empfindung. Der genannte Austrittsbricht wurde jedoch vom Gut-

achter E._______ gewürdigt (IV-act. 113 S. 1 f., 7 [Zusammenfassung 

des Austrittsberichts sowie des psychosomatischen Konsiliums] und S. 7 

f. [Würdigung und eigene Diagnose]). Die subjektive Empfindung des Be-

schwerdeführers wurde im Gutachten ebenfalls gewürdigt (IV-act. 113 

S. 5-8). Es bleibt somit dabei, dass auf die nachvollziehbar begründete, 

breit abgestützte Ansicht des Gutachters E._______ abzustellen ist. 

4.3.2 Der Beschwerdeführer schliesst aus dem Gutachten D._______, 

der Gutachter sei der Ansicht, hinsichtlich des linken Knies könne mittels 

stationärem Rehabilitationsaufenthalts und orthopädischer Verlaufskon-

trolle eine Verbesserung erreicht werden. Daher seien der Suva entspre-

chende Therapien beantragt worden. 

Aus seinen bei der Suva gestellten Anträgen kann der Beschwerdeführer 

nichts ableiten. Dass blossen Anträgen kein Beweiswert zukommen kann, 

muss nicht weiter ausgeführt werden. Hingegen ergibt sich nunmehr aus 

dem Gutachten K._______ (E. 3.5), dass tatsächlich eine Beeinträchti-

gung des linken Knies vorliegt bzw. vorlag. Darauf wird zurückzukommen 

sein (E. 4.5.2 ff.). 

4.4 Art. 88a Abs. 1 IVV (in der Fassung vom 28. Januar 2004; in Kraft 

vom 1. März 2004 bis 1. Januar 2012) hält fest, dass für die Herabset-

zung oder Aufhebung der (Renten-)Leistung eine Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

oder eine Verminderung der Hilflosigkeit oder des invaliditätsbedingten 

Betreuungsaufwandes von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in 

dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit 

dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich 

weiterhin andauern wird. 

C-2667/2011 

Seite 28 

4.4.1 Der Gutachter Dr. D._______ legt nachvollziehbar dar, dass der Be-

schwerdeführer zumindest bis zum 30. Dezember 2008 arbeitsunfähig 

war (E. 3.1.1 am Ende). Die Vorinstanz hat zugunsten des Beschwerde-

führers die dreimonatige Frist nach dem 30. Dezember 2008 abgewartet 

und ihm bis zum 31. März 2009 eine ganze Rente zugesprochen. Dies ist 

nachvollziehbar und soweit zu bestätigen. 

4.4.2 Eine länger dauernde Phase der Arbeitsunfähigkeit ergibt sich je-

doch weder eindeutig aus dem gerade genannten Gutachten von 

Dr. D._______ noch aus dem Gutachten von Dr. H._______. Dieser Gut-

achter geht von einer depressiven Verstimmung für ca. anderthalb Jahre 

nach dem Unfall vom 9. Dezember 2006, also bis ca. Mitte 2008, aus. 

Zum Zeitpunkt der eigenen Untersuchung stellt er lediglich eine Anpas-

sungsstörung mit erheblicher emotionaler Instabilität und einen deutlichen 

Entschädigungswunsch fest (E. 3.3.1). Er äussert sich aber nicht dazu, 

ob sich dieser Zustand überhaupt auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, und 

wenn ja, wie. Gemäss der Stellungnahme von Dr. G._______ bestehen 

aber zwischen den Gutachten E._______ und H._______ keine gravie-

renden Unterschiede (vgl. Sachverhalt Bst. I.b), weshalb davon auszuge-

hen ist, dass sich die von Dr. H._______ gestellte Diagnose nicht auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirkt. 

4.5  

4.5.1 Was die Zeit vom 1. Februar 2011 bis zum 1. Juli 2011 betrifft, stel-

len die Parteien übereinstimmende Anträge auf Zusprechung einer gan-

zen IV-Rente. Die Vorinstanz geht von einer Arbeitsunfähigkeit seit dem 

4. Februar 2010 aus, weshalb nach Ablauf des Wartejahres ab dem 

1. Februar 2011 bis zum 31. Juli 2011 eine Rente auszurichten sei. Weil 

vorne festgestellt wurde, dass der Beschwerdeführer schon vorher An-

spruch auf eine Rente hat (E. 4.2.3), wäre das Wartejahr nicht mehr ein-

zuberechnen. Wie es sich damit genau verhält muss hier indes nicht be-

antwortet werden. Die Vorinstanz stützt ihren diesbezüglichen Antrag 

nämlich auf die nicht nachvollziehbare Stellungnahme von Dr. F._______ 

(siehe dazu E. 4.1.5). Darüber hinaus ist nicht klar, weshalb der Be-

schwerdeführer nach den Unfällen nur während kurzer Phasen arbeitsun-

fähig und ansonsten vollständig arbeitsfähig gewesen sein soll (was zu-

vor widerlegt wurde; E. 4.4.1 f.) und mehrere Jahre später unvermittelt 

vollständig arbeitsunfähig geworden sein soll. Auch wird zweifelhaft, wie 

es sich mit der Arbeitsfähigkeit in der Zwischenphase zwischen der nun-

mehr bestätigten Rente bis zum 31. März 2009 und dem Beginn der neu-

en Rente (1. Februar 2011 bzw. nach dem soeben Ausgeführten 

C-2667/2011 

Seite 29 

1. Februar 2010) verhält. Wie oben erwähnt (E. 4.1.5), ist die Arbeitsun-

fähigkeitsbescheinigung, auf die Dr. F._______ sich mutmasslich abstützt, 

als «Folgebescheinigung» bezeichnet. Nach Auffassung des Bundesver-

waltungsgerichts ist der von der Vorinstanz in der Vernehmlassung ge-

stellte Antrag für eine Rentenzusprache vom 1. Februar 2011 bis zum 

31. Juli 2011 nicht liquid und stellt auch die in der angefochtenen Verfü-

gung vorgenommene Befristung der Rente per 31. März 2009 in Frage.  

4.5.2 Weiter ist nicht zu übersehen, dass die genannten Gutachten zu ei-

nem Grossteil davon ausgehen, dass eine Besserung – insbesondere der 

psychischen Situation des Beschwerdeführers – eintreten wird, wenn be-

stimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So empfiehlt Dr. D._______ eine 

erneute Begutachtung in einem bis anderthalb Jahren (E. 3.1.1 am En-

de). Dr. E._______ hält fest, dass das psychisch auffällige Verhalten sich 

nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollte, soweit die somatische Re-

habilitation gelingt (E. 3.2.1 am Ende). Dr. H._______ weist auf die Not-

wendigkeit einer nervenärztlichen und psychotherapeutischen Behand-

lung hin, welche nicht im ausreichenden Masse durchgeführt worden sei 

(E. 3.3.1 am Ende). Schliesslich liegt das (erwähnte) als Folgebescheini-

gung bezeichnete Arbeitsunfähigkeitszeugnis des behandelnden Arztes 

Dr. I._______ in den Akten. Es handelt sich dabei in keiner Weise um ein 

Gutachten (E. 3.6), doch stützt sich die Vorinstanz offenbar darauf ab 

(E. 4.1.5). Schliesslich liegt inzwischen das neue Gutachten von 

Dr. K._______ vor, in dem zum ersten Mal unmissverständlich eine Ver-

letzung des linken Knies festgestellt wird (E. 3.5.1).  

4.5.3 Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zeitigt bei Gut-

heissung grundsätzlich reformatorische Wirkung. Mit anderen Worten 

entscheidet das Gericht diesfalls in der Regel selbst, statt die Sache zu 

neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 

VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.191). Das Gericht 

kann sich aber auch auf die Kassation der angefochtenen Verfügung be-

schränken und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückweisen. Dies 

ist unter anderem unumgänglich, wenn die Vorinstanz den Sachverhalt 

unrichtig oder unvollständig abgeklärt hat. Erweist sich das Verfahren 

nicht als urteilsreif, weist das Bundesverwaltungsgericht die Sache mit 

verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (vgl. MOSER/BEUSCH/ 

KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.194 f.). 

4.5.4 Was den Zeitraum nach der Rentenbefristung per 31. März 2009 

bzw. in medizinischer Hinsicht nach dem 30. Dezember 2008 betrifft, er-

C-2667/2011 

Seite 30 

weist sich der Sachverhalt als unklar und unvollständig abgeklärt. Die Sa-

che ist daher an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung und Erlass einer 

neuen Verfügung zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird dabei auch die in-

zwischen erstellten Gutachten zu berücksichtigen haben (vgl. E. 1.5), 

insbesondere was die Verletzung am linken Knie betrifft. Obwohl für die 

Zeit vom 1. Februar 2011 bis 1. Juli 2011 übereinstimmende Anträge vor-

liegen (E. 2.1), kann aus den erwähnten Gründen diesen Anträgen nicht 

stattgegeben werden.  

4.5.5 Die Vorinstanz berechnete den Invaliditätsgrad von 14 % für die von 

der Rückweisung betroffenen Zeit ab 1. April 2009 aufgrund eines Valide-

neinkommens, das ihrer Ansicht nach vom Beschwerdeführer bei Aus-

übung in einem Vollpensum erzielbar wäre, da sie in den Verweistätigkei-

ten eine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit annahm (IV-act. 124). Der Be-

schwerdeführer bringt zu Recht vor, im Gutachten D._______ – welches 

von der Vorinstanz selber in Auftrag gegeben worden ist – sei ab diesem 

Zeitpunkt eine Einschränkung somatischer Natur von 25 % festgestellt 

worden. Aufgrund der Rückweisung ist auf diese weitere unerklärte Dis-

krepanz in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

nicht weiter einzugehen. Die Vorinstanz wird aber bei Erlass einer neuen 

Verfügung – sofern sie aufgrund einer erneuten Abklärung zu keiner (wei-

tergehenden) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab 30. Dezember 2010 

gelangen sollte – auch dieser berechtigten Rüge Beachtung schenken 

müssen. 

5.  

Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass dem reformatorischen An-

trag der Vorinstanz, dem Beschwerdeführer – entgegen der Verfügung 

vom 11. März 2011 – vom 1. Dezember 2006 bis zum 31. März 2009 kei-

ne Rente zuzusprechen, abzuweisen ist. Gutzuheissen ist die Beschwer-

de insoweit, als der Rentenbeginn auf den 1. Oktober 2006 festzusetzen 

ist. Was einen früheren Beginn der Rentenzahlungen anbelangt, ist sie 

abzuweisen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, die entsprechende Verfü-

gung zu erlassen, die entsprechenden Rentenbetreffnisse zu berechnen 

und diese unter Berücksichtigung von Art. 26 ATSG rückwirkend auszu-

richten. Im Übrigen ist die Sache, soweit es die Zeit ab 31. März 2009 be-

trifft, zu weiteren Abklärungen des medizinischen Sachverhalts und zum 

Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

C-2667/2011 

Seite 31 

6.  

Zu befinden ist noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei-

entschädigung.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine 

Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Der Vorinstanz können keine Verfahrens-

kosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Demnach sind keine Ver-

fahrenskosten zu erheben. 

6.2 Der weitgehend obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Partei-

entschädigung zu Lasten der Verwaltung. Eine Kürzung des Honoraran-

spruchs ist vorliegend nicht angezeigt, da der Beschwerdeführer nur be-

züglich des Rentenbeginns unterlegen ist und die Vorinstanz mit ihrem re-

formatorischen Antrag, der zu einer erheblichen Weiterung des Be-

schwerdeverfahrens führte, vollständig unterlegen ist.  

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 10. Februar 

2012 eine Kostennote über insgesamt Fr. 5'235.90 (inklusive Auslagen 

und Mehrwertsteuer) ein. Darin sind die Kosten detailliert und nachvoll-

ziehbar aufgelistet. Unter Berücksichtigung des gebotenen und akten-

kundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 

des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens sowie in Anbetracht der in 

vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschädigungen erweist sich die 

Entschädigung als angemessen. Der Stundenansatz bewegt sich im ge-

setzlichen Rahmen (Art. 8 ff. VGKE).  

6.3 Bei dieser Kostenfolge braucht das Gesuch des Beschwerdeführers 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung 

nicht mehr geprüft zu werden. 

 

  

C-2667/2011 

Seite 32 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, als dass der Beginn des 

Anspruchs auf eine ganze Rente auf 1. Oktober 2006 festgesetzt wird. 

Die Vorinstanz wird angewiesen, die entsprechende Verfügung zu erlas-

sen. Im Weiteren wird die Sache zur Prüfung eines Rentenanspruchs ab 

31. März 2009 im Sinn der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 

Vorinstanz zurückgewiesen. Das weitergehende Rechtsbegehren des 

Beschwerdeführers und das reformatorische Rechtsbegehren der Vorin-

stanz werden abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung von Fr. 5'235.90 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuge-

sprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Maurizio Greppi Susanne Raas 

 

  

C-2667/2011 

Seite 33 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

von Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-

tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdefüh-

rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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