# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65a9c50b-6710-54c9-9897-1c3f75ff72d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2020 200 2020 264
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-264_2020-09-01.pdf

## Full Text

200 20 264 IV
SCI/SVE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2020

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), …, 
meldete sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) erstmals 
im April 2016 zur Früherfassung (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1) und im Mai 2016 unter Hinweis 
auf Schulteroperationen und -schmerzen zum Leistungsbezug (AB 7) an. 
Die IVB tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen. 
Insbesondere veranlasste sie eine Abklärung an Ort und Stelle (Ab-
klärungsbericht … vom 6. Dezember 2016 [AB 28]). Im Auftrag der Kran-
kentaggeldversicherung erfolgte ein orthopädisches Assessment bei der 
MEDAS C.________ (AB 27). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
(AB 29) verneinte die IVB mit Verfügung vom 6. Februar 2017 (AB 30) bei 
einem Invaliditätsgrad von 29 % einen Rentenanspruch. Diese Verfügung 
blieb unangefochten.

B.

Im November 2017 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Schuler- 
und Rückenbeschwerden sowie psychische Probleme erneut bei der IVB 
zum Leistungsbezug an (AB 32), woraufhin die IVB wiederum medizinische 
und erwerbliche Abklärungen tätigte. Insbesondere veranlasste sie eine 
Begutachtung bei der MEDAS D.________ (MEDAS-Gutachten vom 
22. Oktober 2018 [AB 89]) sowie eine Abklärung an Ort und Stelle (Ab-
klärungsbericht … vom 20. März 2019 [AB 92]). Am 22. Februar 2019 teilte 
die IVB dem Versicherten mit, dass keine Eingliederungsmassnahmen an-
gezeigt seien (AB 91) und stellte mit Vorbescheid vom 21. März 2019 
(AB 93) in Aussicht, den Anspruch auf eine Rente bei einem Invaliditäts-
grad von 29 % zu verneinen. Nach dagegen eingereichtem Einwand 
(AB 95, 98) erhob der Bereich Abklärungen die Sachlage vor Ort und er-
stellte einen neuen Abklärungsbericht … (AB 116 f.). Zudem holte die IVB 
bei Dr. med.  E.________ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Stel-
lungnahme vom 25. Juni 2019 [AB 106]) sowie bei der MEDAS 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 3

D.________ (Stellungnahme vom 23. September 2019 [AB 115]) Stellung-
nahmen ein. Mit neuem Vorbescheid vom 3. Dezember 2019 (AB 118) 
stellte die IVB in Aussicht, einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad 
von 35 % zu verneinen. Nach hiergegen erhobenem Einwand (AB 119, 
121) holte die IVB erneut eine Stellungnahme beim Bereich Abklärungen 
(Stellungnahme vom 26. Februar 2020 [AB 123]) ein und verfügte schliess-
lich am 2. März 2020 dem Vorbescheid entsprechend (AB 124).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 1. April 2020 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 2. März 2020 sei vollum-
fänglich aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine 
Invalidenrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von mind. 50 % 
zu entrichten.

3. Eventualiter sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen mit der Verpflichtung, eine polydisziplinäre Begutachtung des 
Versicherten zu initiieren und einen nochmaligen … Abklärungsbericht zu 
initiieren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 30. April 
2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Die Parteien hielten in ihren Schlussbemerkungen vom 13. Mai und 25. Ju-
ni 2020 an den gestellten Anträgen fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. März 2020 (AB 124). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 5

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, 
so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 6

den kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 
112).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 7

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom November 
2017 (AB 32) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft. 
Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das Gericht daher nicht zu be-
urteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für den 
Leistungsanspruch potentiell relevante Veränderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, wobei der Sachverhalt im Zeitpunkt der ren-
tenablehnenden Verfügung vom 6. Februar 2017 (AB 30) mit demjenigen 
im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2. März 2020 (AB 124) zu 
vergleichen ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte die rentenverneinende Verfügung 
vom 6. Februar 2017 (AB 30) auf die RAD-ärztliche Besprechung von 
Dr. med.  F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 
23. August 2016 (AB 24), das Assessment Orthopädie vom 11. November 
2016 (AB 27) und den basierend darauf erstellten Abklärungsbericht … 
vom 3. Dezember 2016 (AB 28). Im Assessment Orthopädie (AB 27) war 
dabei festgehalten worden, es bestehe eine erhebliche Minderung der sta-
tischen Belastbarkeit und in der Krafteinsatzfähigkeit der linken Schulter 
und somit der gesamten linken oberen Extremität (S. 5 Ziff. 1). Das Heben, 
Tragen und Bewegen von Lasten mit der geschädigten Schulter und des 
ganzen linken Armes sei auf fünf Kilogramm und beidarmig auf zehn Kilo-
gramm limitiert (Ziff. 2). Die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
betrage 25 %, wobei von einer Besserung dauerhaft nicht mehr auszuge-
hen sei (Ziff. 3). Geeignet wäre eine Tätigkeit, welche nur einen minimen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 8

Einsatz der linken Schulter voraussetzen würde, z.B. Kontroll- oder Verwal-
tungsaufgaben (S. 7 Ziff. 4). Dr. med. F.________ erachtete die Einschrän-
kung als deutlich geringer, da nur wenige Aktivitäten tatsächlich betroffen 
seien. Nicht mehr zumutbar seien sehr hohe Überkopfarbeiten, bei denen 
die Arme wirklich gestreckt werden müssten, schwere Überkopfarbeiten 
(über 15 Kilogramm) und Tätigkeiten, bei welchen etwas stark bzw. mit 
Kraft nahe am Körper (ca. zehn Zentimeter oder näher, wenn sich der Ge-
genstand auf Brusthöhe oder darüber befinde) von oben hinuntergedrückt 
werden müsse. Diese Tätigkeiten machten nur einen sehr kleinen Teil aus, 
womit die Einschränkung bei ca. 5 % bis maximal 10 % läge. Die übrigen 
Tätigkeiten seien zumutbar (AB 24 S. 3). In erwerblicher Hinsicht wurde im 
Abklärungsbericht … vom 6. Dezember 2016 (AB 28) festgestellt, der Zeit-
bedarf im Gesamtbetrieb betrage 5'491.9 Arbeitskraftstunden (AKh; S. 5 
Ziff. 5; vgl. auch S. 3 f. Ziff. 3). Neben dem Beschwerdeführer arbeiteten 
dessen Ehefrau zu 30 % und der Schwiegervater zu 70 % im Betrieb 
(Ziff. 4.1). Der Beschwerdeführer arbeite 3'000 AKh auf dem …. Infolge der 
gesundheitlichen Beschwerden sei die Leistungsfähigkeit reduziert und 
betrage 71 %, was einer zeitlichen Leistungsfähigkeit von 2'130 AKh (71 % 
von 3'000 AKh) entspreche. Die Arbeitsunfähigkeit betrage demnach 29 % 
(S. 5 f. Ziff. 5).

3.3 Was den seitherigen Gesundheitszustand bzw. die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers betrifft, ergibt sich aus den Ak-
ten im Wesentlichen das Folgende: 

3.3.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, führte im Bericht 
vom 21. März 2017 (AB 64 S. 10) folgende Diagnosen auf:

• lumbales Schmerzsyndrom mit leichtem radikulärem Reizsyndrom S1 
rechts bei:
o MR-tomographisch Torsionsskoliose und neuroforaminal-diskogener 

Einengung L5/S1 mit Affektion der Radix S1 rechts;
• rechtskonvexe Torsionsskoliose der Lendenwirbelsäule, mehrsegmen-

tal mässige Diskopathien;
o geringe Einengung der Neuroforamina rechts LWK 4/5, 

LWK5/SWK1 ohne relevante Neurokompression;
o keine Hinweise auf ISG Arthritis;

• vaskuläre Risikokonstellation mit arterieller Hypertonie, chronischem 
Nikotinkonsum und Hypercholesterinämie;

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 9

• Schulterpathologie mit
o formal irreparabler Subscapularis Re-Ruptur links und 80%iger 

Partialruptur der langen Bizepssehne;
o kombinierte Subscapularis- und Supraspinatusruptur rechts;
o Status nach diagnostischer Laparoskopie, offener Rotatoren-

manschette und Re-Insertion am 12. Februar 2009.

Die Schmerzsymptomatik mit lumbalen Rückenschmerzen mit neu einer 
abstrahlenden Komponente sei aufgrund einer Hypästhesie im Fussaus-
senrist insgesamt der Radix S1 zuzuordnen. Sensible oder motorische 
Ausfälle, welche über genannte Auffälligkeit hinausgingen, fänden sich we-
der klinisch noch elektrophysiologisch. Eine unterliegende Neuropathie 
(Polyneuropathie) sei ausgeschlossen. MR-tomographisch zeige sich auf 
Höhe L5/S1 eine Diskusprotrusion mit einer neuroforaminalen Einengung, 
wo eine Radikulopathie S1 entstehen könne. Hier sei diese Einengung aber 
nicht so hochgradig, dass direkter Interventionsbedarf bestehe. Der Be-
schwerdeführer habe eine skoliotische Fehlhaltung. Er betreibe einen … 
mit zwei Standorten und müsse das Futter für die Kühe von Hand ausräu-
men. Sehr viel manuelle Arbeit falle auch in dem Sinne an, als dass der 
eine Stall ausgemistet werden müsse. Diese mechanische Belastung wer-
de der Rücken nicht mehr fünfzehn Jahre durchhalten (S. 11).

3.3.2 Im Bericht des Spitals H.________ vom 11. September 2017 (AB 64 
S. 14) führte Dr. med.  I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
und Intensivmedizin, aus, nach einer Notfallkonsultation am 9. September 
2017 habe der Beschwerdeführer freiwillig in das Zentrum J.________ ver-
legt werden können (S. 15).

3.3.3 Dr. med.  K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt im Austrittsbericht vom 28. September 2017 (AB 53 S. 2) über den 
Aufenthalt vom 9. bis 26. September 2017 im Zentrum J.________ folgen-
de Diagnosen fest:

1. Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung verschiedener Gefühle bei 
Überbelastung auf dem … und chronischem Konflikt/Streit mit dem 
Schwiegervater (ICD-10 F43.23);

2. schädlicher Alkoholkonsum;
3. chronische Schmerzproblematik im Rücken und in der Schulter (Status 

nach drei Operationen);
4. Status nach Suizidversuch am 4. Februar 2006.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 10

Betreffend den Psychostatus beim Austritt wurde ausgeführt, der Be-
schwerdeführer sei ausreichend von der initialen Belastungssituation di-
stanziert (S. 4).

3.3.4 Im Bericht über die Konsultation vom 12. Oktober 2017 (AB 36) hielt 
Prof. Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, als Diagnose eine irreparable 
Subscapularis-Insuffizienz bzw. -ruptur links fest. Des Weiteren bestehe ein 
hartnäckiges lumbales Schmerzsyndrom rechts. Der Druck von Seiten des 
Berufes und der Familie habe zu einem hospitalisationsbedürftigen Burnout 
geführt (S. 1). Es werde empfohlen, sich mit der funktionellen Einschrän-
kung abzufinden und die berufliche Beanspruchung nachhaltig zu reduzie-
ren. Des Weiteren müsste in Anbetracht der psychologischen Verfassung 
und der zusätzlichen lumbovertebralen Pathologie eine Reevaluation bei 
der IV erfolgen, dies im Hinblick auf eine mögliche 50%ige IV-Berentung 
(S. 2).

3.3.5 Dr. med.  M.________, Facharzt für Rheumatologie, führte im Be-
richt vom 12. Dezember 2017 (AB 58) folgende Diagnosen auf:

1. lumbales Schmerzsyndrom mit leichtem radikulärem Reizsyndrom S1;
2. irreparable Subscapularis-Re-Ruptur links und 80%iger Partialruptur der 

langen Bizepssehne;
3. kombinierte Subscapularis- und Supraspinatusruptur rechts.

Die bisherige Arbeitstätigkeit sei kaum mehr machbar (S. 3 Ziff. 1.6). In 
seiner Arbeit als … sei der Beschwerdeführer körperlich schwer tätig, was 
zu starken Schmerzen in der linken Schulter sowie auch auf Niveau des 
Rückens bei deutlichen degenerativen Veränderungen führe. Er könne so 
keine Lasten heben, kaum Zwangshaltungen einnehmen und keine Über-
kopfarbeit leisten. Insgesamt komme es auf die Details der Arbeiten an 
(Ziff. 1.7).

3.3.6 Med. pract.  N.________ und die Psychologin M. Sc. O.________ 
hielten im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste P.________ vom 
23. Februar 2018 (AB 70 S. 2) betreffend die stationäre Behandlung vom 
16. November bis 22. Dezember 2017 folgende psychiatrischen Diagnosen 
fest:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 11

• rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwe-
re depressive Episode (ICD-10 F33.2);

• schädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1);
• Status nach Suizidversuch 2006.

Der Beschwerdeführer habe beim Eintrittsgespräch berichtet, die Auslöser 
für seinen momentanen psychischen Zustand seien die angespannte Situa-
tion zu Hause, der seit längerer Zeit bestehende Konflikt mit dem Schwie-
gervater und die Schmerzen. Der Beschwerdeführer sei in gut stabilisier-
tem psychischen Zustand nach Hause entlassen worden (S. 5).

3.3.7 Im Austrittsbericht der Klinik Q.________ vom 18. April 2018 (AB 84 
S. 2) über den Aufenthalt vom 19. März bis 6. April 2018 hielten 
Prof. Dr. med.  R.________, Facharzt für Neurologie und Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, und S.________, Facharzt für Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, folgende Diagnosen fest:

• lumbales Schmerzsyndrom mit leichtem radikulärem Reizsyndrom S1 
rechts;

• formal irreparable Subscapularis Re-Ruptur links und 80%ige Partialrup-
tur der langen Bizepssehne;

• kombinierte Subscapularis- und Supraspinatusruptur rechts;
• rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwere 

depressive Episode;
o aufgrund multipler psychosozialer Belastungsfaktoren;
o Status nach Suizidversuch 2006;
o schädlicher Gebrauch von Alkohol;

• arterielle Hypertonie;
• chronischer Nikotinabusus;
• Hypercholesterinämie;
• Vitamin D-Mangel.

Der Beschwerdeführer sei zur stationären muskuloskelettalen Rehabilitati-
on zugewiesen worden. In der klinischen Untersuchung sei ein depressiver 
Allgemeinzustand im Rahmen der Schmerzsituation sowie leicht kachekti-
schem Ernährungszustand ersichtlich gewesen. Die Beweglichkeit des 
Schultergelenks sei beidseits deutlich eingeschränkt gewesen, ohne neuro-
logische Defizite. Der Beschwerdeführer habe vom durchgeführten Thera-
pieprogramm gut profitieren können, wobei bei Austritt jedoch weiterhin 
eine Kraftminderung der oberen linken Extremität bestanden habe (S. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 12

3.3.8 Im Gutachten der MEDAS D.________ vom 22. Oktober 2018 
(AB 89.1) führten die Dres. med.  T.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und U.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit folgende Diagnosen auf (S. 6 Ziff. 4.2 lit. a):

1. chronische, vorwiegend belastungsabhängige Schulterschmerzen links 
(ICD-10 M79.61);
- chronische Subskapularis-Insuffizienz (ICD-M75.1);
- Status nach Arthroskopie mit offener Bizepstenotomie und Tenodese 

sowie Re-Reinsertion der Subskapularis-Narbenplatte am 12. De-
zember 2015 (ICD-10 Z98.8);

- Status nach offener Subskapularis-Reinsertion wegen traumatischen 
Abrissen etwa 2006 (ICD-10 Z98.8);

2. chronisch rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne ra-
dikuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5);
- aktenanamnestisch leichte degenerative Veränderungen vor allem der 

kaudalen Lendenwirbelsäule, klinisch und bildgebend ohne erkennba-
re Kompromittierung neuraler Strukturen (ICD-10 M47.86/M51.2);

- Beckenschiefstand bei Beinlängenverkürzung rechts von etwa zwei 
Zentimetern (klinisch) mit konsekutiver Verkrümmung der thorakolum-
balen Wirbelsäule (ICD-10 M21.75/M41.55);

- leichte Insuffizienz der Rumpfmuskulatur.

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie die folgenden Diagnosen 
auf (S. 7 Ziff. 4.2 lit. b):

1. rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4);
2. Verdacht auf schädlichen Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.10);
3. Status nach Arthroskopie sowie offener Rekonstruktion von Subskapularis- 

und Supraspinatussehne etwa 2011 (ICD-10 Z98.8);
- seit Jahren anamnestisch bestehende Beschwerdefreiheit, aktuell un-

auffälliger klinischer Befund.

Im orthopädischen Teilgutachten (AB 89.2) führte Dr. med. T.________ 
aus, zusammenfassend zeigten sich anlässlich der orthopädischen Unter-
suchung pathologische Befunde vor allem in der linken Schulter im Sinne 
einer chronischen Subskapularisinsuffizienz. Die vom Beschwerdeführer 
angegebenen, vorwiegend belastungsassoziierten Schmerzen liessen sich 
dadurch plausibel gut erklären. Im Weiteren bestünden aktenanamnestisch 
gewisse degenerative Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule, wo-
bei hier zu berücksichtigen sei, dass wahrscheinlich ein nicht unwesentli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 13

cher Teil der Beschwerden durch die verkrümmte Körperhaltung im Zu-
sammenhang mit der ungleichen Beinlänge entstehe und zudem eine nicht 
optimal konditionierte Rumpfmuskulatur vorliege. An der rechten Schulter 
liege formal zwar ebenfalls ein pathologischer Zustand vor, indem hier eine 
Rotatorenmanschetten-Läsion offen habe rekonstruiert werden müssen. 
Funktionell und auch bezüglich der Beschwerden ergäben sich hier aller-
dings keine Einschränkungen (S. 8 Ziff. 7.2). An die objektivierbaren Ein-
schränkungen des Beschwerdeführers im Bereich des Bewegungsappara-
tes angepasst seien Aktivitäten, bei denen die linke Schulter nicht mit ho-
hem Krafteinsatz beansprucht werde, beispielsweise durch das körperferne 
Tragen von grösseren Lasten oder durch repetitive Bewegungen oberhalb 
der Horizontalen. Im Zusammenhang mit den leichten degenerativen Ver-
änderungen der Lendenwirbelsäule wäre es zudem wünschenswert, wenn 
allgemein keine Gewichte von mehr als 20 Kilogramm gehoben oder getra-
gen werden müssten (S. 9 Ziff. 7.4). Welchen prozentualen Anteil die Ein-
schränkungen für Tätigkeiten mit übermässiger Beanspruchung der linken 
Schulter in der bisherigen Tätigkeit ausmachten, müsste vor Ort auf dem … 
evaluiert werden (S. 9 Ziff. 8.1.2). In körperlich adaptierten Tätigkeiten, bei 
denen die linke Schulter nur noch reduziert belastet werden müsste, 
bestünden keine Einschränkungen (S. 10 Ziff. 8.2.1 ff.). Hinsichtlich berufli-
cher Massnahmen stünden wahrscheinlich nur betriebliche Anpassungen 
zur Diskussion, wodurch die körperliche Belastung reduziert würde. Eine 
Alternative wäre der Wechsel in eine körperlich weniger belastende Tätig-
keit, in der der Beschwerdeführer ab sofort zu 100 % arbeiten könnte (S. 10 
Ziff. 8.4).

Im psychiatrischen Teilgutachten (AB 89.3) führte Dr. med. U.________ 
aus, bei der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert, 
handle es sich nicht um eine eigenständige depressive Erkrankung. Viel-
mehr seien die depressiven Krisen jeweils durch heftige Auseinanderset-
zungen mit dem Schwiegervater ausgelöst worden. 2006 habe der Be-
schwerdeführer nach einer Auseinandersetzung gar einen Suizidversuch 
unternommen. Anlässlich der Untersuchung hätten keine psychopathologi-
schen Befunde erhoben werden können. Es bestehe der Verdacht auf ei-
nen schädlichen Konsum von Alkohol (S. 5 f. Ziff. 6.3). Der Beschwerdefüh-
rer befinde sich in ambulanter psychologischer Behandlung und werde an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 14

tidepressiv behandelt. Unter der Therapie habe sich die durch die sozialen 
Belastungen ausgelöste Depression zurückgebildet. Die Behandlung sei 
adäquat und die Prognose günstig. Allerdings sei es notwendig, dass sich 
der Beschwerdeführer körperlich vermehrt schonen könne und allenfalls 
auch eine Lösung für die schwierige Zusammenarbeit mit dem Schwieger-
vater finde (S. 6 Ziff. 7.2). Aus psychiatrischer Sicht bestehe, ausser 
während den psychiatrischen Hospitalisationen, keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit (S. 7 Ziff. 8.1.1 ff.).

3.3.9 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte zwei durch ihn 
eingeholte Berichte ein. 

So hielten Dr. med.  V.________, Praktische Ärztin, der Psychologe Chris-
tian Lekic und die Psychologin W.________ der psychiatrischen Dienste 
P.________ im Bericht vom 30. April 2019 (AB 98 S. 6) zu Handen des 
Rechtsvertreters fest, es sei davon auszugehen, dass auch bei einer ange-
passten Tätigkeit eine depressive Störung aufgrund der bestehenden kör-
perlichen Einschränkungen durch die somatischen Beschwerden vorliegen 
werde. Ebenfalls zeige sich das Familiensystem als belastet, was wieder-
um zur Aufrechterhaltung einer depressiven Störung beitragen könne. Erst 
wenn Veränderungen/Entlastungen bei der Arbeit als … erreicht würden, 
könnte mit der eigentlichen Therapie der depressiven Störung begonnen 
werden (S. 7 Ziff. 4). Der Beschwerdeführer gehe zwar täglich seiner Arbeit 
als … nach und versuche diese zu bewältigen. Es stelle für ihn aber eine 
deutliche tägliche Überforderung dar, was zur Verschlechterung und Chro-
nifizierung der Erkrankung beigetragen habe. Deshalb hielten kurzzeitige 
Verbesserungen nach stationärem Aufenthalt auch nur über kurze Zeit an. 
Sobald er wieder mit der alltäglichen Situation konfrontiert werde, komme 
es schleichend wieder zu einer Zustandsverschlechterung (S. 8 Ziff. 5).

Dr. med.  X.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte im 
Bericht vom 18. Mai 2019 (AB 98 S. 4) ebenfalls zu Handen des Rechtsver-
treters aus, die Arbeitsfähigkeit betrage aufgrund der Funktionseinschrän-
kung im Schulter- und Rückenbereich nach seiner Einschätzung im bishe-
rigen Tätigkeitsbereich als … mit … und … 40 bis 50 % (Ziff. 3). Für eine 
Bürotätigkeit oder eine ähnliche Tätigkeit mit leichter körperlicher Arbeit 
wäre der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig (Ziff. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 15

3.3.10 In der Stellungnahme vom 23. September 2019 (AB 115) hielten die 
Gutachter der MEDAS D.________ fest, bezüglich der Belastungsfähigkeit 
der linken Schulter zwischen dem Bericht über das Assessment Orthopädie 
der MEDAS C.________ vom 11. November 2016 (AB 27) und dem Gut-
achten der MEDAS D.________ (AB 89) bestehe eine gute Übereinstim-
mung, doch sei beim Assessment der MEDAS C.________ die uneinge-
schränkte Funktionalität des rechten, dominanten Armes zu wenig beachtet 
worden. Dieser sei stärker belastbar als der linke. In Zusammenschau mit 
den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers erscheine deshalb 
eine gesamte extrinsische Belastbarkeit des Körpers von 20 Kilogramm 
realistisch. Sie hätten ihr Gutachten nach eingehender Anamneseerhebung 
und Untersuchung des Beschwerdeführers verfasst (S. 3 Ziff. 1). Unter der 
Voraussetzung, dass sich die anlässlich einer Sonographie im Mai 2017 
geäusserte Verdachtsdiagnose einer partiellen Supraspinatus-
Sehnenruptur auch in einer Arthro-MR-Tomographie bestätigen liesse, 
müsste rein morphologisch von einer Veränderung der orthopädischen Si-
tuation zwischen 2015 und 2017 ausgegangen werden. Dies bedeute aber 
keineswegs eine Verschlechterung der Gesamtfunktion der linken Schulter, 
die schon allein aufgrund der Subskapularis-Sehnenläsion deutlich einge-
schränkt gewesen sei, worauf im Gutachten der MEDAS D.________ aus-
drücklich hingewiesen worden sei (Ziff. 2). Abschliessend wiesen sie 
nochmals darauf hin, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten 
Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig wäre, falls aufgrund der bestehen-
den Probleme an der linken Schulter und am Rücken auch nach Ausschöp-
fung aller technischen Hilfsmittel eine weitere Tätigkeit in der … nicht mehr 
in lukrativem Umfang möglich wäre (Ziff. 3).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 16

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Das Gutachten der MEDAS D.________ vom 22. Oktober 2018 
(AB 89) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen 
(vgl. E. 3.4 hiervor). Die Feststellungen der Gutachter beruhen auf eigenen 
spezialärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend 
begründet, weshalb darauf abgestellt werden kann. 

3.5.1 Die Gutachter kamen nachvollziehbar und überzeugend zum 
Schluss, dass der Beschwerdeführer am Bewegungsapparat, vor allem an 
den Schultergelenken, bei der Tätigkeit als … behindert ist (AB 89.1 S. 7 
Ziff. 4.3). Neben den chronischen, vorwiegend belastungsabhängigen 
Schulterschmerzen wurde ein chronisch-rezidivierendes lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen und Beinlängenver-
kürzung festgestellt, wodurch die Belastbarkeit des Bewegungsapparates 
vermindert ist. Dies stimmt denn auch mit den Angaben der behandelnden 
Ärzte überein, und es wäre nicht ersichtlich, inwieweit die Gutachter die 
Schulterbeschwerden ausser Acht gelassen hätten bzw. auf Nachfrage hin 
nachgebessert hätten. In neurologischer Hinsicht hatte der vom Beschwer-
deführer konsultierte Dr. med. G.________ eine Polyneuropathie ausge-
schlossen und keine Hinweise für eine motorische Affektion der Radix S1 
gefunden. Weder klinisch noch elektrophysiologisch waren motorische Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 17

fälle festzustellen. Ebenso wurde eine unterliegende Neuropathie ausge-
schlossen (AB 64 S. 10). Folglich überzeugt denn auch, dass der RAD ba-
sierend auf dieser medizinischen Ausgangslage lediglich eine bidisziplinäre 
(und keine polydisziplinäre) Begutachtung als notwendig erachtete (vgl. 
AB 74 S. 5; vgl. auch E. 3.5.2 nachfolgend). So hat denn auch keiner der 
behandelnden Ärzte, wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeant-
wort (S. 3 Ziff. 5.2, 5.4) zutreffend vorbringt, aus somatischer Sicht in einer 
adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Vielmehr hat 
Dr. med. X.________ auf Anfrage des Rechtsvertreters eine angepasste 
Tätigkeit gar für zumutbar erklärt (vgl. AB 98 S. 4 Ziff. 4). 

Hinsichtlich des psychiatrischen Gutachtens (AB 89.3) besteht, werden 
allein schon die sorgfältig dargelegten Evaluationen anlässlich der Unter-
suchung betrachtet, kein Zweifel, dass der Gutachter sich die notwendige 
Zeit (gemäss Gutachten 60 Minuten) genommen hat, den Beschwerdefüh-
rer zu untersuchen (vgl. Beschwerde S. 21 Ziff. 13; vgl. dazu auch SVR 
2017 IV Nr. 75 S. 232 E. 4.3, 2016 IV Nr. 35 S. 110 E. 3.2.2). Es ist gera-
dezu unvorstellbar, dass die durch den Psychiater dokumentierten Erhe-
bungen in den vom Beschwerdeführer geltend gemachten 15 Minuten hät-
ten erhoben werden können. Dem Gutachter waren zudem die Medikation 
und die Behandlung bekannt. Nicht ausser Acht zu lassen ist schliesslich 
auch, dass ein Gutachter sowohl vor als auch nach der Untersuchung 
selbst weitere wesentliche Arbeiten in Abwesenheit des zu untersuchenden 
Beschwerdeführers vornimmt und damit die Güte seines Gutachtens her-
stellt. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Gutachter die Arbeiten 
nicht lege artis verrichtet hätte. Der psychiatrische Gutachter erhob un-
auffällige Befunde und stellte eine remittierte Störung fest. Zwar wurde ein 
Alkoholüberkonsum festgestellt, wobei ein Verzicht jedoch für möglich und 
zumutbar erachtet wurde. Allfällige negative Auswirkungen des Alkohol-
konsums können deshalb vermieden werden. Übereinstimmend mit den 
behandelnden Ärzten stellte der Gutachter die Diagnose der Depression. 
Gleichermassen hat er in Übereinstimmung mit den Berichten der behan-
delnden Ärzte überzeugend festgehalten, dass die psychiatrische Behand-
lung zur Remission geführt hat und die zuweilen auftretenden Dekompen-
sationen Folgen des psychosozialen Belastungsfaktors «Schwiegervater» 
und der beruflichen Überlastung ist. Dass der Gutachter aus psychiatri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 18

scher Sicht unter Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren 
(die im Übrigen bereits auch mit der aus somatischen Gründen gebotenen 
Aufgabe der … wegfallen würden) keine massgebliche psychiatrische 
Störung erheben konnte, überzeugt.

Überzeugend und nachvollziehbar haben die Gutachter schliesslich für eine 
angepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestätigt. Tatsächlich ha-
ben sie mit Blick auf die … Tätigkeit eine genaue Quantifizierung der Ein-
schränkung nicht angegeben, weil auf dem … verschiedene Tätigkeiten 
anfallen (vgl. Beschwerde S. 30 Ziff. 17). Eine solche Stellungnahme zeugt 
jedoch nicht von Mängeln in der medizinischen Begutachtung. Vielmehr 
legten die Mediziner offen, dass sie zu wenig von der konkreten Tätigkeit 
des Beschwerdeführers wissen, um zu den erwerblichen Auswirkungen in 
der Tätigkeit als … Stellung nehmen zu können. Insoweit sind die überzeu-
genden medizinisch-theoretischen Ausführungen zur Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit im Rahmen der erwerblichen Einschätzung von der Verwal-
tung, insbesondere vom fachlich versierten Abklärungsdienst …, zu würdi-
gen. In dieser Hinsicht haben die Gutachter denn auch nachvollziehbar 
dargelegt, dass eine … Tätigkeit möglich wäre, sofern die schweren Tätig-
keiten ausgelassen werden. Ob damit eine … Tätigkeit auf dem … des 
Beschwerdeführers noch möglich ist, hat die Verwaltung zu prüfen (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 5.2). Was schwere Tätigkeiten sind, ergibt 
sich ohne weiteres aus dem orthopädischen Teilgutachten (AB 89.1 S. 8) 
selbst, werden doch konkret Tätigkeiten mit einer Lastenhandhabung über 
20 Kilogramm als unzumutbar erklärt (vgl. auch AB 89.2 S. 9 Ziff. 7.4). Dies 
stimmt denn auch mit der Wegleitung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
resp. zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätigkeit nach Unfall und bei 
Krankheit der Swiss Insurance Medicine (SIM), Interessengemeinschaft 
Versicherungsmedizin Schweiz, S. 10 (abrufbar unter www.swiss-
insurance-medicine.ch), überein. 

3.5.2 Die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten vorgebrachten 
Einwände vermögen nicht durchzudringen. 

So rügt er zunächst, die Beschwerden an der linken Schulter hätten sich 
derart verschlechtert, dass er sich im Oktober 2017 erneut zu 
Prof. Dr. med. L.________ in die Behandlung begeben habe (Beschwerde 

http://www.swiss-insurance-medicine.ch
http://www.swiss-insurance-medicine.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 19

S. 15 Ziff. 9). Der behandelnde Orthopäde erhob jedoch keine Befunde, 
welche eine massgebliche Verschlechterung im Bereich der Schulter beleg-
ten. Zusätzlich wurde einzig ein lumbales Schmerzsyndrom rechts erwähnt, 
ohne dass diesbezüglich organische Befunde erwähnt worden wären, wel-
che eine damit begründete Einschränkung der Leistungsfähigkeit erklären. 
Im Übrigen wurde ausgeführt, der Druck seitens des Berufs und der Familie 
habe zu einem Burnout geführt (AB 36). Prof. Dr. med. L.________ hielt 
schliesslich im Oktober 2017 fest, es sei im Hinblick auf eine mögliche 
50%ige IV-Berentung eine Reevaluation vorzunehmen (AB 36 S. 2). Mit 
dieser – eher advokatorischen als medizinischen – Stellungnahme verliess 
er jedoch sein Zuständigkeitsgebiet, wie es auch die Gutachter der MEDAS 
D.________ zutreffend festhielten (AB 89.2 S. 9 Ziff. 7.3.3; vgl. Beschwer-
deantwort S. 3 Ziff. 5.2). Die daraufhin erstellten ärztlichen Berichte betref-
fend die somatische Gesundheit bestätigten zwar die Schulterproblematik, 
ergaben jedoch keine einschlägigen Anhaltspunkte für eine massgebliche 
organische Grundlage hinsichtlich der geklagten lumbalen Beschwerden. 
So hielt Dr. med. M.________ zwar ein leichtes radikuläres Reizsyndrom 
fest (AB 58 S. 2 Ziff. 1; 69 S. 23; vgl. Beschwerde S. 15 Ziff. 9), wobei die-
ses deutlich zurückgegangen sei und nicht mehr im Vordergrund stehe 
(AB 69 S. 24). Hinsichtlich der Schulterbeschwerden erachtete 
Prof. Dr. med. L.________ eine Operation als nicht indiziert (AB 36 S. 1). 
Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers liegt ein sorgfältig er-
stelltes orthopädisches Teilgutachten (AB 89.2) vor und der Gutachter hat 
unter Würdigung der bildgebenden Abklärungen und offensichtlich in 
Kenntnis der entsprechenden Bilder (vgl. Beschwerde S. 18 Ziff. 12; 
Schlussbemerkungen S. 6 Ziff. 24) überzeugend auf eine bis anhin von den 
behandelnden Ärzten nie diskutierte Komponente, nämlich eine Beinlän-
gendifferenz mit entsprechenden Auswirkungen, hingewiesen. Es besteht 
kein Anlass, an der gutachterlichen Einschätzung zu zweifeln. 

Weiter moniert der Beschwerdeführer, es lägen diverse Berichte vor, die 
durchgehend eine mittelgradige bis schwere Depression im Rahmen einer 
rezidivierenden Störung diagnostizierten (Beschwerde S. 15 f. Ziff. 9). Aus 
den nach der Neuanmeldung eingeholten Akten ergab sich, dass der Be-
schwerdeführer bereits im Mai 2006 nach einem Suizidversuch in psychia-
trischer Behandlung war. Als Ursache des Suizidversuchs wurde eine mas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 20

sive psychosoziale Belastung aufgeführt (vgl. AB 53 S. 5). Diese war an-
lässlich der ersten Rentenprüfung nicht von Bedeutung, denn es bestanden 
absolut keine Anhaltspunkte für eine psychische Störung, womit in der 
Rückschau von einem damals remittierten Zustand auszugehen ist. Die 
nun erneuten, mehr als zehn Jahre späteren Hospitalisationen erfolgten 
aufgrund einer Anpassungsstörung zufolge Überlastung auf dem … bei 
chronischem Konflikt mit dem Schwiegervater, schädlichem Alkoholkonsum 
sowie chronischer Schmerzproblematik (AB 53). Die diesbezüglichen Er-
läuterungen der behandelnden Ärzte belegen, dass nicht zuletzt der Rück-
gang der Kräfte des Schwiegervaters neben dessen schwierigem Charak-
ter zu einer Belastung mit psychischer Dekompensation führte, weil nun der 
Beschwerdeführer trotz nach wie vor bestehenden körperlichen Einschrän-
kungen auch ungeeignete Arbeiten übernehmen musste. Anlässlich der 
psychiatrischen Behandlung gingen die depressiven Symptome zufolge der 
Distanz zu den psychosozialen Belastungsfaktoren rasch zurück. Das 
psychiatrische Ambulatorium bestätigte schliesslich grundsätzlich denn 
auch uneingeschränkte Ressourcen. Aus den Berichten der behandelnden 
Ärzte ergibt sich unzweifelhaft, dass das Führen des … mit den entspre-
chend hohen Anforderungen in körperlicher wie geistiger Hinsicht, so ist 
der Beschwerdeführer auch für zahlreiche Tiere verantwortlich, zusammen 
mit der negativen Wirkung der massiven Belastung durch das Verhalten 
des Schwiegervaters als letztlich psychosozialen Faktoren (zu) schwer auf 
seinen Schultern lasten. So hatte der Beschwerdeführer selbst schon be-
absichtigt, die Pacht bei seinem Schwiegervater zu künden (AB 64 S. 7). 
Ohne diese psychosozialen Belastungen wäre der die psychischen Be-
schwerden auslösende Faktor aufgehoben und mit den Gutachtern ist da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer diesfalls aus psychischer 
Sicht uneingeschränkt arbeitsfähig wäre. Im Dezember 2017 wurde die 
stationäre psychiatrische Behandlung denn auch bei gut stabilisiertem psy-
chischem Zustand abgeschlossen (AB 64 S. 34). 

Wenn der Beschwerdeführer nun rügt, auf das Gutachten könne nicht ab-
gestellt werden, weil keine neurologische Abklärung erfolgte, ist zu beach-
ten, dass auch der von ihm zugezogene Neurologe keine massgebliche 
speziell sein Fachgebiet betreffende Störung erheben konnte (AB 64 S. 10; 
vgl. auch E. 3.5.1 vorstehend). Neurologische Abklärungen oder Behand-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 21

lungen waren auch seitens der behandelnden Ärzte nie (mehr) ein Thema. 
Dass die Gutachter in der Folge ebenfalls keine solche ergänzende Ab-
klärung verlangt haben, ist nicht zu beanstanden und schmälert den Be-
weiswert des Gutachtens nicht. Weiter wird in der Beschwerde (S. 13 
Ziff. 8; vgl. Schlussbemerkungen S. 3 Ziff. 23) vorgebracht, die Beschwer-
degegnerin habe auf eine neurologische Abklärung verzichtet, um das Zu-
fallsverfahren zu umgehen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegne-
rin, welche von einer verspätet vorgebrachten Rüge ausgeht (Beschwerde-
antwort S. 2 Ziff. 5.1), handelt es sich hierbei nicht um einen formellen Ein-
wand. Vielmehr wird damit sinngemäss geltend gemacht, der Sachverhalt 
sei nicht ausreichend abgeklärt worden. Ein solcher Einwand kann nicht 
verwirken und bis mindestens zum Abschluss des Verfahrens vor der letz-
ten mit voller Kognition ausgestatteten Instanz, mithin dem kantonalen Ver-
sicherungsgericht, vorgebracht werden. Unabhängig vom Vorbringen einer 
solchen Rüge hätte das Gericht einen solchen Mangel denn auch von Am-
tes wegen zu berücksichtigen, mit der Folge, dass bei ungenügender 
Sachverhaltsabklärung nicht auf das entsprechende Gutachten abgestellt 
werden könnte. Wie vorgängig ausgeführt, waren vorliegend jedoch keine 
Anhaltspunkte ersichtlich, die eine neurologische Begutachtung notwendig 
gemacht hätten, weswegen der Sachverhalt mit dem in Auftrag gegebenen 
Gutachten umfassend abgeklärt wurde. 

3.6 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer ent-
sprechend dem von den Gutachtern der MEDAS D.________ formulierten 
Zumutbarkeitsprofil (AB 89.1 S. 8) im angestammten Beruf als … bei 
schweren Tätigkeiten eingeschränkt ist, wobei die Arbeitsfähigkeit durch 
eine individuelle Abklärung vor Ort zu bestimmen ist (Ziff. 4.6). In einer kör-
perlich angepassten Tätigkeit ohne starke Belastung der linken Schulter 
und bei einer körperlichen Belastung von weniger als 20 Kilogramm besteht 
jedoch keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (Ziff. 4.7). 

Die Frage, ob vorliegend überhaupt von einer wesentlichen Veränderung in 
den Verhältnissen auszugehen ist (vgl. Schlussbemerkungen S. 10 Ziff. 29; 
Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 6), kann offengelassen werde, da, wie nach-
folgend aufzuzeigen sein wird, auch bei einer vollumfänglich freien Prüfung 
die Beschwerde abzuweisen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 22

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit 
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand 
ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 
322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 
konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 23

Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten 
ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen 
Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen 
(SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.2 Bevor eine versicherte Person Leistungen der Sozialversicherung 
verlangt, hat sie aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht alles ihr Zumut-
bare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu min-
dern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Einglie-
derungsmassnahmen – nötigenfalls mit einem Berufswechsel – zumutbare-
rweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu 
erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutba-
ren Tätigkeit sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten 
des Einzelfalles zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn es um den Wech-
sel von einer seit Jahren ausgeübten Erwerbstätigkeit zu einer bei der be-
stehenden körperlichen Beeinträchtigung unter Umständen besser geeig-
neten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder gar um die 
Aufgabe einer als selbständig Erwerbender ausgeübten Betätigung mit 
eigenem Betrieb geht. Im Vordergrund stehen bei den zu berücksichtigen-
den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie weite-
re persönliche Merkmale wie etwa das Alter, die berufliche Stellung oder 
eine enge Verbundenheit mit dem bisherigen Wohnort. Bei den objektiven 
Umständen sind insbesondere die Verhältnisse auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich 
(SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 E. 4.2, 2017 UV Nr. 45 S. 156 E. 3.3.1). Eine 
Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und 
es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung 
aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von 
einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 
E. 4.2, Nr. 16 S. 49 E. 3.1.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 24

4.3 Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort (S. 4 
Ziff. 7) unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend 
ausführt, ist es selbständigerwerbenden … unter bestimmten Vorausset-
zungen aufgrund der ihnen obliegenden Schadenminderungspflicht zumut-
bar, ihren … aufzugeben. Dies insbesondere, wenn von der Aufnahme ei-
ner unselbständigen (Haupt-) Erwerbstätigkeit eine bessere erwerbliche 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche 
Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände – wie bei einem 
anderweit selbständig erwerbenden Versicherten – als zumutbar erscheint 
(Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 7. April 2015, 9C_357/2014 
und 9C_364/2014, E. 2.3.2). Mit Blick auf die noch lange Erwerbskarriere 
(Alter von 53 Jahren) ist angesichts der für den Beruf des … bestehenden 
massiven körperlichen Einschränkungen sowie unter Berücksichtigung der 
durch die konkrete Situation im eigenen Betrieb bedingten psychosozialen 
Belastungsfaktoren ein Berufswechsel des Beschwerdeführers mit Blick auf 
die Schadenminderungspflicht dringend indiziert (vgl. E. 4.2 hiervor). Dies 
umso mehr, als dass durch die Aufgabe des … Betriebes und die Aufnah-
me einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit resultiert, womit 
das Feld möglicher Tätigkeitsgebiete keinen starken Eingrenzungen unter-
liegt (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 7). Der relevante hypothetisch 
ausgeglichene – und nicht der effektive – Arbeitsmarkt (vgl. hierzu BGE 
138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2) umfasst denn 
auch verschiedenartige Stellen, wobei Hilfsarbeiten grundsätzlich 
altersunabhängig nachgefragt werden (vgl. Entscheid des BGer vom 
29. Juni 2018, 9C_862/2017, E. 3.3.3). Hinzu kommt, dass der Beschwer-
deführer bis 2009 zumindest teilweise neben der Tätigkeit als … auch einer 
unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist (vgl. AB 48), womit er 
berufliche Erfahrung ausserhalb seines eigenen Betriebes aufweist. Es 
ergibt sich denn auch aus den Akten, dass er selbst bereits die Kündigung 
der Pacht beabsichtigt hatte (AB 64 S. 7). Selbst bei subjektiv gegebenen 
Schwierigkeiten der Aufgabe des … sind in Gesamtbetrachtung der objek-
tiven Kriterien (vgl. E. 4.2 hiervor) die strengen Voraussetzungen für die 
ausnahmsweise Annahme der Unzumutbarkeit der Betriebsaufgabe vorlie-
gend nicht erfüllt (vgl. Beschwerde S. 12 Ziff. 7). Mit der zumutbaren Auf-
nahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit erübrigen sich Ausführun-
gen zu den konkreten Einschränkungen des Beschwerdeführers auf dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 25

… resp. zum diesbezüglichen Beweiswert des Abklärungsberichts … vom 
29. November 2019 (AB 117; vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 4). 

4.4 Es bleibt nachstehend ein Einkommensvergleich unter Berücksich-
tigung einer unselbständigen Tätigkeit des Beschwerdeführers vorzuneh-
men.

4.4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). 

Mit der Neuanmeldung vom November 2017 wäre der frühestmögliche 
Rentenbeginn vorliegend Mai 2018 (Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG, 
wobei das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG noch unberücksichtigt 
ist).

4.4.2 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer bei guter 
Gesundheit seine selbständige Erwerbstätigkeit als … weitergeführt hätte. 
Anlässlich der Früherfassung im April 2016 machte er ein Valideneinkom-
men von Fr. 59'064.-- geltend (AB 1 S. 2 Ziff. 3). Die Beschwerdegegnerin 
ging in der Verfügung jedoch von einem tieferen Valideneinkommen in der 
Höhe von Fr. 33'974.-- aus. Dies ist nicht zu beanstanden und wurde vom 
Beschwerdeführer denn auch nicht gerügt, handelt es sich doch beim an-
gegebenen Betrag um den steuerbaren Erfolg des gesamten Betriebes. 
Dieser entsprach nicht allein der Arbeitsleistung des Beschwerdeführers, 
sondern basierte auch wesentlich auf der Mitarbeit der Ehefrau (30 %) und 
des Schwiegervaters (70 %) im Betrieb (AB 28 S. 5). Angesichts der veran-
schlagten Arbeitsstunden für den Betrieb ist diese Angabe auch des Be-
schwerdeführers plausibel, bedürfen die entsprechenden Stunden doch 
nachvollziehbar etwa zweier Vollzeitpensen. Das Valideneinkommen wurde 
unter Ausscheidung des Anteils der übrigen Familienmitglieder in nicht zu 
beanstandender Weise auf Fr. 33'974.-- festgelegt (AB 28 S. 8; vgl. E. 4.1.1 
hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 26

Das von der Beschwerdegegnerin in der in Rechtskraft erwachsenen Ver-
fügung vom 6. Februar 2017 (AB 30) festgelegte Valideneinkommen ist 
damit auch bei freier Prüfung weiterhin massgebend, müsste indessen auf 
das Jahr 2018 indexiert werden. Angesichts des eindeutigen Ergebnisses 
(vgl. E. 4.4.3 nachfolgend) kann darauf jedoch verzichtet werden. 

4.4.3 Weil der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit aufgrund 
seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr ausführen kann und 
er nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine ihm an sich zumutbare 
Verweistätigkeit aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen aufgrund 
von Tabellenlöhnen zu bestimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Gestützt auf die 
LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, Total, Fr. 5'340.--, 
aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die betriebsübliche wöchentliche 
Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche (Totalwert der Tabelle «Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche» 
des Bundesamtes für Statistik) und indexiert auf das Jahr 2018 (gemäss 
Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 2016-2019, Total [2016: 
100.6, 2018: 101.5]) resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 67‘401.-- 
(Fr. 5‘340.-- x 12 / 40 x 41.7 / 100.6 x 101.5).

4.4.4 Werden das Valideneinkommen von Fr. 33‘974.-- und das 
hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 67‘401.-- einander 
gegenübergestellt, so fehlt es offensichtlich an einer Erwerbseinbusse und 
besteht damit kein massgeblicher Invaliditätsgrad. Dasselbe gälte selbst, 
wenn zusätzlich der – nicht ausgewiesene – maximale Tabellenlohnabzug 
von 25 % gewährt würde (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 2. März 2020 
(AB 124) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 27

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende 
Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.-- 
zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG ([Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic.iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2020, IV/20/264, Seite 28

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.