# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6dec64f-66e1-5b6a-884d-efb616d9fc02
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-17
**Language:** de
**Title:** Würdigung RAD-Untersuchung und Austrittsbericht Bellikon, befristete Rente
**Docket/Reference:** IV.2013.01031
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.01031.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.01031
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Geiger
Urteil
vom
17. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.
1
Die 1952 geborene
X.___
arbeitete von 2001 bis 2009 mit jeweils befris
teten Saisonarbeitsverträgen
im
Golfclub
Y.___
als Küchenhilfe bei einem 50%-Pensum und trat nach kurzzeitiger Arbeitslosigkeit am 1. Juni 2010 bei der
Z.___
GmbH eine neue 50%-Stelle als Küchenhilfe an (Urk. 9/6 und Urk. 9/15).
Am 6. Juni 2010 stürzte die Versicherte
mit dem Velo,
zog sich dabei Verletzungen
am
linken Knie zu
.
A
m 10. Oktober 2010
stolperte sie
und fiel
erneut
auf ihr
linkes
Knie (Urk. 9/13-14)
.
Am 14. Oktober
2010 wurde die Versicherte von der Unfallversicherung
Vaudoise
Versicherungs-Gesellschaft AG bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur
Früh
erfassung
gemeldet (Urk. 9/2).
Vom 18. Oktober
bis am 14. November 2010 war die Versicherte in der
A.___
zur stationären Rehabilitation hospitalisiert (
Urk.
9/25).
Am 2. Dezember 2010 meldete sich
X.___
auf entsprechende Aufforderung hin (Urk. 9/4) wegen Kniebeschwerden bei der IV
Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 9/6). In der Folge traf die IV-Stelle medi
zinische und erwerbliche Abklärungen (Urk. 9/10, Urk. 9/13-15
, Urk. 9/22, Urk. 9/25-26). Am 12. Juli 2011
führte
Dr.
med.
B.___
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), ein
e orthopädische Untersuchung der
Versicherten durch (Untersu
chungsbericht
und ergänzende Stellungnahme
vom 15. Juli 2011, Urk. 9/29
und
Urk.
9/52/4-5
).
Am 18. Juli 2011 teilte die IV-Stelle
X.___
mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/30).
Auch am 16. Dezember 2011 wurde keine Eingliederungsberatung aufgenom
men, da sich die Versicherte vollständig arbeitsunfähig fühlte (Urk. 9/38). Nach
dem
X.___
am 20. Januar 2012 erneut
auf das linke Knie stürzte, holte die IV-Stelle aktuelle Arztberichte ein (Urk.
9/41-43
).
Vom 15. Mai bis 12. Juni 2012 absolvierte die Versicherte in der
C.___
stationär ein umfassendes Ergonomie-Trainingsprogramm (ERT, Urk. 9/45/5
-22
). Daraufhin wurde am 13. Februar 2013 eine Haushaltsabklärung durchgeführt (
Abklä
rungsbericht
vom 25. Februar 2013, Urk. 9/50). Mit Vorbescheid vom 3. April 2013 (Urk. 9/54) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Zusprechung einer vom 1. April bis 30. September 2012 befristeten Dreiviertels-Rente in Aussicht
. Dagegen erhob
X.___
am
6. Juni
2013 Einwand (Urk. 9/6
2
). Mit Ver
fügung vom 26. September 2013
sprach die IV-Stelle
X.___
die
vor
beschiedene
befristete
Dreiviertels-Rente zu (Urk. 9/70 und Urk. 9/67 = Urk. 2).
Die Invaliditätsbemessung basierte auf der gemischten Methode (je zu 50 % Erwerbs- und Haushaltstätigkeit).
2.
Hiergegen erhob
X.___
am 28. Oktober 2013 Beschwerde und bean
tragte
sinngemäss
,
es sei ihr eine unbefristete
ganze
Invalidenrente zuzuspre
chen, eventuell sei ein Gutachten einzuholen
(Urk. 1 und Urk. 3-5). Die Beschwerdegegnerin schloss mit
Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2013 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 9/1-76), was der Beschwerdeführerin am 17. Januar 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird - soweit erfor
derlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen nachgegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung
des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berück
sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraus
sichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozi
alversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lich
keit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge
mutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin
ab Juni 2011 (nach Ablauf der Wartefrist)
Anspruch
auf eine unbefristete, über den 30. September 2012 hinausgehende sowie
ganze
Invalidenrente hat.
Unbestritten geblieben
ist dage
gen die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Qualifikation
(Erwerb 50 % und Haushalt 50 %).
2.2
Die Beschwerde
gegnerin begründet die angefochtene Verfügung
im Wesentli
chen damit, dass der
Beschwerdeführerin
die angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe zwar nicht mehr möglich sei, ihr hingegen eine ausschliesslich sitzende Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- oder Tragebelastungen über 5 Kilo
gramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppen
steigen, ohne häufige wirbelsäulen- und kniegelenksbelastende
Zwangshaltun
gen
und Tätigkeiten
(Bücken, Hocken, Knien), ohne A
rbeiten in Armvorhalte oder über Kopf, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände zu 50 % zumutbar sei. D
i
e
Invaliditätsbemessung
ergebe - unter Anwendung der gemischten Methode und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %
zum Zeit
punkt des Ablaufs des Wartejahres am
6.
Juni 2011
einen
Invalidi
tätsgrad
von 10 % (Urk. 2).
Aufgrund des erneuten Unfalls am 20. Januar 2012 habe sich der Gesund
heitszu
stand der Beschwerdeführerin wieder verschlechtert, weshalb eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit
bestehe
. Der
Einkommensver
gleich
ergebe
ab diesem Zeitpunkt
einen Invaliditätsgrad von 60 %.
Gemäss der medizinischen Beurteilung sei seit dem 13. Juni 2012 wiederum von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen: der Beschwerde
führerin sei eine körperlich leichte, bis gelegentlich mittelschwere, wechsel
belastende Tätigkeit wieder voll zumutbar.
Die Invaliditätsbemessung ergebe dann wieder
einen Invaliditätsgrad von 10
%
(
Urk.
2).
2.3
Die Beschwerdeführerin
hält dem entgegen, dass sich ihr Gesundheitszustand massiv verschlechtert habe und sämtliche Arztberichte nicht richtig gewürdigt worden
seien
. Überdies sei die Erstellung eines Gutachtens als Grundlage zur genauen Berechnung des Invaliditätsgrades unterlassen worden, was nun nach
zuholen sei
(Urk. 1/1)
.
3.
3.1
Das Spital
D.___
diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Januar 2011 (Urk. 9/13) zuhanden der Beschwerdegegnerin eine nicht dislozierte
und kon
servativ behandelte
Tibiaplateau
-Fraktur links (seit dem Velo-Sturz am 6. Juni 2010
). Da die Beschwerdeführerin nur mit zwei Stöcken mobil sei, sei eine Rehabilitation zu empfehlen.
Aufgrund chronischer Knieschmerzen sei die Beschwerdeführerin nur vermindert leistungsfähig und erschöpft. Diese Ein
schränkungen liessen sich durch eine (nochmalige) statio
näre Rehabilitation in der
A.___
vermindern.
3.2
Dr.
med.
E.___
, FMH für Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 7. Januar 2011 (Urk. 9/14) zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine nicht dislozierte laterale
Tibiapla
teau-Fraktur
Knie links fest (seit dem 6. Juni 2010, konservativ behandelt
)
. Als
D
iagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte sie eine arterielle Hypertonie, Adipositas, chronisch rezidivierende Rückenschmerzen und chro
nisch rezidivierende
epigastrische
Schmerzen.
Kurz vor dem stationären
Reha
bilitationsantritt
in der
A.___
vom 18. Oktober bis 14. November 2010
sei die Beschwerdeführerin nochmals gestürzt und habe dabei eine erneute Kniekontusion erlitten. Die Beschwerdeführerin klage über Schmerzen im Bereich des linken Knies mit Ausstrahlungen gegen den Oberschenkel bis zur Leiste, weshalb eine stark eingeschränkte Beweglichkeit sowie eine steife
Knie
haltung
bestehe. Aufgrund der Verletzungsart und der steten Fortschritte erscheine die Prognose günstig. Der Rehabilitationsverlauf sei jedoch protrahiert und vor allem durch die ängstliche, eher vermeidende Persönlichkeit der Beschwerdeführerin erschwert.
Die Beschwerdeführerin sei nur an zwei Stöcken
gehfähig
und erleide eine Schmerzzunahme bei längerem Stehen und Sitzen. Für die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe seit dem 6. Juni 2010 bis auf
Weiteres
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Die Rehabilitation werde noch mehrere Monate dauern, da nur kleine, jedoch stetige Fortschritte erfolgten. Die Arbeitsaufnahme werde schrittweise erfolgen müssen. Im Laufe des Jahres 2011 sollte die Beschwerdeführerin die ursprüngliche volle Arbeitsfähigkeit wieder erreichen. Die physischen Einschränkungen liessen sich durch Physiotherapie, eventuell eine nochmalige stationäre Rehabilitation verminder
n
und
würden
zu einer Schmerzreduktion sowie einer Kräftigung
führen
.
3.3
Mit Schreiben vom 17. März 2011 richtete sich
Dr.
med.
F.___
, Ortho
pädi
sche Chirurgie FMH,
Vertrauensarzt der
Vaudoise
-Unfallversicherung
,
an
Dr.
E.___
(Urk. 9/22/7) und hielt fest, dass die nicht-dislozierte,
ganzparti
elle
dorso
-laterale
Tibiakopf
-Fraktur, die konservativ behandelt wor
den sei, nach vier bis maximal sechs Monaten gehe
ilt sein sollte. Bereits se
it Anfang Januar 2011 sollte die Beschwerdeführerin demnach wieder voll arbeitsfähig sein, umso mehr, als sie fast einen Monat in der Rehabilitation in der
A.___
gewesen sei. Zudem sei von einem reduzierten
Arbeits
pensum
auszugehen, da die Beschwerdeführerin zwischen 20 bis 30
Stunden pro Woche gearbeitet habe. Unter diesen Bedingungen empfehle er der Unfall
versicherung
,
mit einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab 1. April 2011 zu rechnen.
3.4
Dr.
E.___
nannte in ihrem Bericht vom 30. Mai 2011 zuhanden der
Beschwer
degegnerin
(Urk. 9/26/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
posterolaterale
Tibiaplateau
-Fraktur links nach Velosturz am
6. Juni 2010
-
erneuter Sturz auf linkes Knie am 10. Oktober 2010
-
chronisch rezidivierende
lumbovertebrale
Schmerzen
-
Dekonditionierung
nach langer Immobilisierung
.
Als
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
führte sie Adipositas, arteri
elle Hypertonie,
Rhinokonjunctivitis
allergica
, axiale
Hiatushernie
,
Kardi
oinsuffizienz
und NSAR-Empfindlichkeit auf. Die Beschwerdeführerin weise ein Schonhinken links auf. Die Flexion/Extension im linken Knie betrage 90
º-0°-0º. Ausserdem verspüre die Beschwerdeführerin eine
Druckdolenz
im Gelenkspalt sowie am
Patellarand
.
Die Prognose sei mittel- bis langfristig günstig, da die Beschwerdeführerin seit Anfang 2011 deutliche Fortschritte mache und moti
viert sei, so mache sie regelmässig Physiotherapie und Heimübungen. Als nega
tiver Faktor sei die ängstliche, eher vermeidende Persönlichkeit der Beschwer
deführerin zu erwähnen.
Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe seit dem 6. Juni 2010 weiterhin bis auf
Weiteres
. Der
unphysio
logische
Gang mit zwei Geh-Stöcken wegen den Knieschmerzen links habe nun zu
exazerbierenden
Kreuzschmerzen sowie teils Schulter- und Armschmerzen geführt. In zwei Monaten sei eventuell mit einer Wiederaufnahme der bisheri
gen Tätigkeit als Küchenhilfe zu rechnen, dabei sei eine langsame Steigerung
ausgehend
von einem Pensum von 10-20 % realistisch. Eine nochmalige statio
näre Rehabilitation in der
A.___
könnte zu einer
Schmerzreduk
tion
und zu einem Konditionsaufbau führen.
3.5
Anlässlich der Untersuchung vom 12. Juli 2011 (Urk. 9/29) stellte RAD-Arzt Dr.
B.___
als Hauptdiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Beugeeinschränkung und deutliche mediale Instabilität
des linken
Knie
gelenks
mit resultierender Gangstörung nach zweimaligem Sturzereignis vom Juni und Oktober 2010 und anschliessend kons
erv
ativer Therapie bei zwi
schenzeitlich vollständig ausgeheilter
posterolateraler
Tibiakopf
-Fraktur. Als Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine gering
fügige
Impingement
-Symptomatik
der
linke
n
Schulter ohne
Funktions
einschränkung
, eine muskuläre
Dekonditionierung
, eine Hypertonie sowie (
fremd
anamnestisch
durch
Dr.
E.___
) eine leichte Anämie.
Bei der Untersuchung hätten sich folgende vorliegend relevante Befunde gezeigt: Das Gangbild barfuss sei im Untersuchungsraum ohne Benutzung der
Unterarmgehstützen zwar erheblich verlangsamt, aber zeige kein eigentliches Hinken. Bei genauester Befragung werde der Schmerz im linken Knie haupt
sächlich im Moment des Auftretens (Belastung), weniger beim Bewegen ange
geben und überwiegend auf der medialen Gelenkseite.
Aufgrund der besonders an den Beinen ausgeprägten Adipositas
seien die Beinachsen etwas schwer beurteilbar und
offensichtlich
bestehe ein
leichtes
Genu
varum
links mehr als rechts.
Es zeige sich ein
Beckengeradestand.
Der
Zehen-, Fersen- und
Einbein
-Stand
sei
beidseitig möglich,
sei
dann wegen Schmerzen im linken Knie abge
brochen
worden
.
Das physiologische
Muskelrelief
sei seitengleich
, aufgrund der Adipositas
jedoch
schwer beurteilbar. Die Flexion/Extension des linken Knies
sei
zu 85/90°-0º-0° möglich. Beim linken Knie zeig
t
e
n
sich eine seitengleiche Kontur ohne Kapselschwellung, kein Erguss, eine diskret eingeschränkte
Patellaverschieblichkeit
, negative
Zohlen
, ein leichter Druckschmerz bei der medialen
Patellafacette
, kein Druckschmerz dagegen bei der lateralen
Patellafa
cette
, einen massiven Druckschmerz beim medialen Gelenkspalt und dem lateralen
Tibiaplateau
. Die klassischen Meniskuszeichen seien nicht sicher
beurteil
bar
angesichts der diffusen
,
überwiegend medial empfunden
en
Rota
tions
schmerzhaftigkeit
,
wobei
die Böhler-Zeichen links eindeutig positiv
gewesen seien
(
Varusstressschmerz
im medialen Gelenkspalt). Ein Gelenkreiben gebe es nicht. In Streckung bestehe nur eine angedeutete und in 30º-Beugung eine sehr deutliche mediale Aufklappbarkeit mit entsprechend schmerzhafter Prüfung.
Keine vordere und keine hintere Schublade. Das Lachmannzeichen sei negativ.
Bei der Beschwerdeführerin sei anhand der vorliegenden medizinischen Unterla
gen und der körperlichen Untersuchung vom 12.
Juli 2011 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe seit dem 6. Juni 2010 zunächst bis auf
Weiteres
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei der Gesundheitszustand noch nicht stabil sei und weitere diagnostische sowie eventuell weitere thera
peutische Massnahmen folgen müssten.
In optimal angepasster Tätigkeit (mit körperlich leichter, ausschliesslich sitzender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen- und
knie
gelenksbelastende
Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien), ohne Arbeiten in Armvorhalte oder über Kopf, ohne häufiges Gehen auf unebe
nen Gelände) wäre medizintheoretisch seit dem 5. Mai 2011
(letzte Konsultation
in
der Klinik
G.___
)
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben.
Die von
Haus
ärz
tin
Dr.
E.___
angegeben
e
10-20%
ige
Arbei
tsfähigkeit ab August 2011 sei
vorliegend nur für einen schrittweisen Einstieg in die bisherige, nicht aber für eine angepasste Tätigkeit plausibel.
Aufgrund des eindeutigen klinischen Befundes
einer erheblichen und schmerz
haf
ten medialen Instabilität des linken Kniegelenks sollte unbedingt nochmals eine fachärztlich-orthopädische Abklärung und Prüfung der Indika
tion zu ope
rativen Massnahmen zwecks Stabilisierung des linken Kniegelenkes erfolgen.
3.6
Im Bericht vom 28. September 2011 (Urk. 9/34/1-4) zuhanden der
Beschwerde
geg
nerin
hielt
Dr.
E.___
lediglich
fest, dass sowohl die gesund
heitliche als auch die diagnostische Situation unverändert geblieben seien und das Kon
silium der
Klinik H.___
abzuwarten sei.
3.7
In den Akten befinden sich zahlreiche Verlaufsberichte der
Klinik H.___
, wo sich die Beschwerdeführerin seit dem 13. September 2011 in Behandlung befand (Urk. 9/32 = Urk. 9/39,
Urk.
9/40-43).
Im zeitlich letzten Bericht vom 3. Mai 2012 (Urk. 9/43) zuhanden der Beschwerdegegnerin wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt:
1.
Nicht dislozierte laterale
Tibiaplateau
-Fraktur links mit deutlichem
Knochenmarksödem
-
Kontusion des
Patellaunterpols
mit spongiöser Infraktion,
DD Fissur (MRI des linken Knies vom 3. Februar 2012)
2.
Chronische Knieschmerzen links sowie Beinschwellung links bei
einem Status nach
Tibiaplateau
-Fraktur links nach Velo-Sturz am
6.
Juni 2010 und einem Status nach erneuter Kniekontusion am
1
0.
Oktober 2010
Als
D
iagnose
n
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurde
n
eine
multiseg
mentale
leichte Degeneration
mit Hauptbefund Höhe L5/S1 und bilaterale
Foramenstenose
L5/S1 sowie eine mögliche Stenose im Abgang des
Recessus
S1 rechts (MRI der LWS im November 2011) aufgeführt.
Eine Besserung der Beschwerden sollte nach Abheilen der
ossären
Läsionen des linken Knies eintreten, wobei die Prognose aufgrund aktenanamnestisch schon vorbestehenden chronischen Knieschmerzen links nicht eindeutig zu beurteilen sei. Eine Arbeitsunfähigkeit sei seitens der
Klinik H.___
nicht ausgestellt worden.
3.
8
Der
Austrittsbericht der
C.___
vom 15. Juni 2012 (Urk. 9/45/5-22) zuhanden der
Vaudoise
-Unfallversicherung nennt folgende Diagnosen:
(A)
Unfall vom 6. Juni 2010: nicht dislozierte
posterolaterale
Tibiafraktur
links nach Sturz mit dem Velo (konservative Therapie)
(A1)
Status nach erneutem Sturz am 10. Oktober 2010:
-
Stationäre Rehabilitation vom 18. Oktober bis
14. November 2011 in de
r
A.___
-
intraartikuläre
Synovial
/
Kenacort
-Injektion im Juni 2011,
eventuell Therapie mit
Miacalcic
-Spray diskutiert
-
ausgeprägte Instabilität (
orthopädi
sche Beurtei
lung
im Rahmen
der IV-Untersuchung im Juli 2011 durch
Dr.
B.___
)
(A2)
Status nach erneutem Sturz
am
20. Januar 2012
-
MRI vom 1. Februar 2012: nicht dislozierte
Tibiaplateau
-Fraktur mit deutlichem Knoche
n
marksödem. Deutliche Kon
tu
sion des Patella-Unterpoles mit spongiöser Infraktion
-
MRI vom 29. Mai 2012: abgesenktes dorsales
Tibiaplateau
als Residuum der lateralen
Tibiaplatea
n
-Fraktur, geringe
Chondropathia
trochleae
und
patellae
(B)
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(ICD-10: F45.41)
(C)
Chronisches
Thorakovertebralsyndrom
(D)
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
-
MRI der Lendenwirbelsäule (
LSW) vom 16. N
o
vember 2011:
multisegmentale
leichte Degeneration
mit Hauptbefund auf Höhe
L5/S
1.
Bilaterale
Foramenstenose
L5/S1 mit möglicher Reizung der
Nervenwurzel
n
L5 bilateral. Stenose am Abgang des
Recessus
der
S1-Wurzel rechts mit möglicher Kompression der Nervenwurzel S1
rechts.
Spondy
l
arthrose
L5/S1 bilateral.
(E)
Osteopenie
der Wirbelsäule, grenzwertige
Osteopenie
des
Femur
links
(DXA vom 14. März 2011)
(F)
Adipositas (BMI 34 kg/m
2
)
(G)
Arterielle Hypertonie
(H)
Geringfügige
Impingement
-Symptomatik linke Schulter ohne
Funk
tions
einschränkung
(i)
Chronisch rezidivierende
epigastris
che
Schmerzen, NSAR-induzierte
Magenschmerzen mit
Nausae
Bei Austritt bestünden folgende Probleme: erhebliche Symptomausweitung,
bewe
gungsabhängige
Schmerzen des linken Knies (Gehstrecke von circa 10
Mi
nu
ten), gelegentliches Anschwellen des linken Knies und Unterschenkels sowie Rückenschmerzen, anamnestisch am ehesten durch
unphysiologischen
Gang. Im Rahmen der stationären Rehabilitation habe keine namhafte Verbes
serung erzielt werden können. Ausserdem sei eine erhebliche
Symptomauswei
tung
beobachtet worden. So sei davon auszugehen, dass bei gutem
Effort
eine bessere Leistung hätte erbracht werden können, als bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm
gezeigt worden sei
. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen
Belastbarkeit nicht verwertbar.
Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen
lasse
sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nicht erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich primär auf medizi
nisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Eine weitergehende Ein
schränkung der Belastbarkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begrün
den. Aus psychiatrischer Sicht begründe die festgestellte psychische Störung keine arbeitsrelevante Leistungsminderung.
Für d
ie bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe
bestehe ab dem 13. Juni 2012 noch eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit bis zum 15. Juli 2012, ab 16. Juli 2012 betrage diese noch 0 %, wobei wegen der länger dauernden Arbeitsunfähigkeit ein (schrittweiser) Einstieg über vier Wochen ermöglicht werden solle. Zusätzlich solle eine Stehhilfe zur Verfü
gung gestellt werden, um damit stehende Arbeiten erledigen zu können. Andere behinderungsangepasste Tätigkeiten seien ebenfalls ganztägig möglich, sofern es sich um leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten handle.
Während der Rehabilitation sei eine psychosomatische Abklärung
(Urk. 9/45/8 und Urk. 9/45/19-22)
mit folgendem Resultat erfolgt: Die Beschwerdeführerin mit schlechter Integration in der Schweiz (kaum vorhandene Deutschkenntnisse) habe nach einem Sturz vom Velo mit Tibia-Fraktur links im Juni 2010 noch zwei weitere Folgestürze aufgrund
der Gangunsicherheit erlitten, sodass sich die initiale ängstliche Verunsicherung mit Fixierung auf zwei Gehstöcke noch ver
festigt habe und mit Schonverhalten (vieles Liegen) sowie dysfunktionalen Krankheitsüberzeugungen verbunden sei (Angst vor Verschlimmerung bis hin zu
kanzerophoben
Befürchtungen). Eine Depression von Krankheitswert
sei dagegen nicht auszumachen. Infolge der langen Behandlungsdauer mit regres
siven Verhaltenstendenzen habe sich eine Eigendynamik mit wahrscheinlich definitiver
Chronifizierung
eingestellt, wobei neben den somatischen vor allen auch psychische Faktoren das derzeitige Beschwerdebild und den Verlauf bestimmten. Für eine berufliche Eingliederung bestehe eine schlechte Prognose, zumal die Be
s
chwerdeführerin
ihre langjährige Arbeitsstelle verloren habe, n
u
r über beschränkte Ressourcen verfüge, sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle un
d aufgrund des vorgerückten Al
ters auf dem Arbeitsmarkt
auch objektiv geringe Chancen habe; hinzu komme, dass der Ehemann seinerseits aufgrund von Schmerzen vorzeitig pensioniert worden sei und die in unmittelbarer Umgebung lebendenden vier Söhne eine Erwerbstätigkeit ihrer leidenden Mutter wahrscheinlich als nicht mehr zumutbar erachte
te
n (das Familiensystem dürfte mithin von einer
künftigen Berentung ausgehen).
3.9
Am 4. August 2012 nah
m
RAD-Arzt
Dr.
B.___
nochmals Stellung zu den aktuells
ten Arztberichten
(Urk. 9/52/7-9)
, insbesondere zum Austrittsbericht der
C.___
vom 15. Juni 2012
(Urk. 9/45/5-22). Gemäss d
essen
versi
cherungsmedizinischer
Beurteilung seien bei der Beschwerdeführerin weiterhin verschiedene somatische Gesundheitsschäden einschliesslich der sich daraus ableitenden Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit
vorhanden
: persistierende leistungsabhängige Schmerzen und
ligamentäre
Instabilität im linken Knie nach mehrfachen Sturzereignissen mit massiven Kontusionen, zweimaliger
dorsolateraler
Tibiaplateau
-Fraktur mit konsekutiver Sinterung und einmaliger Infraktion des unteren
Patellapols
, ein chronisches
Thorakover
tebral
syndrom
und ein chronisches
Lumbovertrebralsyndrom
bei erheblichen dege
n
e
r
a
tiven Veränderungen im Segment L5/S1 inklusive
Foraminalstenosen
.
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit für die bisherige wie auch für die angepasste Tätig
keit werde für den Zeitraum bis Januar 2012 auf den RAD
Unter
suchungsbericht vom 15. Juli 2011 (Urk. 9/29
, vgl. E. 3.5
) verwiesen. Durch das erneute Sturzereignis am 20. Januar 2012 habe zunächst wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten bestanden.
Unter Berück
sichtigung langjähriger fachärztlich-orthopädischer
Praxis
erfahrung
äusserte
Dr.
B.___
jedoch
erhebliche Zweifel an der Feststellung der
C.___
, dass ab Juli 2012 von einem möglichen beruflichen Wiedereinstieg, (schritt
weise) sogar
zu 100 %, auszugehen
sei
. Für behinderungsangepasste Tätigkeiten sei ab 13. Juni 2012 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, wobei es sich um körperlich leichte (bis gelegentlich mittelschwere) wechselbelastende Arbeiten handeln sollte und ein
e
Stehhilfe zur Erledigung der stehenden Arbei
ten unbedingt empfohlen werde.
4.
4.1
Streitig und zu prüfen
ist
der Grad der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe bei einem 50%-Pensum und
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit.
Die Beschwerdegegnerin stützt
sich bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit einer
seits auf den RAD-Untersuchungsbericht vom 15. Juli 2011 (Urk. 9/29)
für den Zeitraum ab Juni 2011 (Ablauf der einjährigen Wartezeit) bis Januar 2012 (erneuter Sturz am 2
0.
Januar 2012) -
und andererseits
für
die weitere Phase
auf den Austrittsbericht der
C.___
vom 15. Juni 2012 (Urk. 9/45/5-22)
4.2
4.2.1
Gemäss
Art.
59
Abs.
2 IVG stehen die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungs-anspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Nach
Art.
49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigne
ten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (
Abs.
1). Die Regionalen Ärztlichen Dienste können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schriftlich fest (
Abs.
2).
Sinn und Zweck dieser Bestimmung liegen darin, dass die IV-Stellen zur Beur
tei
lung der medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen
versi
cherungsmedizinischen
Kenntnisse für die Bestimmung der für die Inv
aliden
versicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten verantwortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unzumutbaren Funk
tionen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Scho
nung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektive Festlegung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten ermöglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicherten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht. Auch auf Stellungnahmen des RAD kann indessen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begründen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgericht 9C_904/2009 vom
7.
Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
4.3
4.3.1
Die Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
B.___
, welcher als Facharzt der Orthopädie und Traumatologie
offensichtlich
über die erforderlichen
persönlichen und fach
lichen Qualifikationen verfügt,
beruht auf einer persönlichen orthopädi
schen Untersuchung vom 12. Juli 2011 und entspricht den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht.
Dr.
B.___
stellte schlüssig fest, dass bei der Beschwerdeführerin ein somatischer
Gesundheits
schaden
, der ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtig
t
, ausgewiesen
ist
. Daraus fol
ge
r
nd attestierte er auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe
. Er
führte aber auch schlüssig aus, dass diese festge
stellten Einschränkungen einer behinderungsangepassten Tätigkeit
zu 50 %
ab Juni 2011 (nach Ablauf der einjährigen Wartezeit) bis Januar 2012 (erne
uter Sturz am 20.
Januar 2012)
nicht entgegensteh
en
.
Bezüglich der festgestellten Diagnosen setzte er sich auch nicht in Widerspruch zur Einschätzung der behandelnden
Fachärztin für Innere Medizin
,
Dr.
E.___
,
und erklärte
ein
leuchtend
, dass deren
Beurteilung
, dass ab August 2011 eine 10
20%ige Arbeitsfähigkeit mit schrittweiser Steigerung möglich sei, nur für die bisherige
,
nicht aber für eine angepasste Tätigkeit plausibel
ist
.
4.3
.
2
A
ufgrund
der überzeugenden Feststellungen im RAD-Untersuchungsbericht vom 15. Juli 2011 (Urk. 9/29
)
kann
davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführerin eine behinderungsangepasste Tätigkeit (
mit körperlich leichter, ausschliesslich sitzender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und
Trage
belastungen
über 5
Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen- und kniegelenksbelastende Z
wangshaltungen und Tätigkeiten [
Bücken, Hocken, Knien
]
, ohne Arbeiten in Armvorhalte oder über Kopf, ohne häufiges Gehen auf unebenen Gelände
) ab Mai beziehungsweise Juni 2011 zu 50 % zumutbar
war
.
4.
4
4.
4
.1
Das Bundesgericht hat sich im Urteil 9C_540/2012 vom 1
7.
Dezember 2012 zum Beweiswert eines Berichtes der
C.___
dahingehend geäussert, dass es sich bei dieser Klinik um eine Institution der SUVA und nicht um eine V
er
waltungseinheit der Invaliden
versicherung handle. Der IV-Stelle sei es nic
ht verwehrt, im Rahmen der Sach
verhaltsabklärung von Amtes wegen (
Art.
43 ATSG) Unter
lagen bei Dritten ein
zuholen (
Art.
28
Abs.
3 ATSG). Sie seien in
die Beurteilung des Leistungsan
spruches einzubeziehen, auch wenn bei deren Erstellung Parteirechte gemäss
Art.
44 ATSG allenfalls – etwa mangels Anwend
barkeit dieser Norm – nicht gewahrt worden seien. Dieser Umstand sei indessen bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen.
4.
4
.
2
Der Austrittsbericht der
C.___
vom 15. Juni 2012
(Urk. 9/45/5-22)
beruht auf einem rund einmonatigen Rehabilitationsaufenthalt der Beschwer
deführerin (vom 15. Mai bis 12. Juni 2012). Er basiert auf umfassenden Unter
suchungen
und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Ärzte der
C.___
erhoben
detaillierte Befunde und Diagnosen und
setzten
sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden ausei
nander. Zudem sind die medizinischen Umstände und Zusammenhänge ein
leuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
4.
4
.3
Die Ärzte der
C.___
legten
nachvollziehbar
dar, dass das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen aus somatischer Sicht
sich mit den
objektivierbaren pathologischen Befunde
n
der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen die von der Beschwerde
führerin geklagten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nicht erklären
liess
. Ausserdem sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden. Auch die psychosomatische Abklärung
stützt
e
diese Einschätzung und legt
e
dar, dass die Beschwerdeführerin ängstlich und verunsichert
sei
und
ein übermässi
ges Schonverhalten mit dysfunktionalen Krankheitsüberzeugungen aufzeig
e
. Eine Depression mit Krankheitswert konnte
jedoch nicht ausgemacht werden, sodass aus der festgestellten psychischen Störung keine arbeitsrelevante
Leis
tungsminderung
resultiert
e
.
Die versicherungsmedizinische Beurteilung des RAD-Arztes
Dr.
B.___
vom 4. August 2012 (vgl.
Erw
. 3.9) stützt die im Austrittsbericht dargelegten soma
tischen Gesundheitsschäden einschliesslich der sich daraus ableitenden Ein
schränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit vollumfänglich. Einschrän
kend äussert er sich lediglich hinsichtlich
der Beurteilung der 100%igen Arbeitsfähigkeit
ab Juli 2012
in der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe und stützt sich dabei auf seine langjährige fachärztlich-orthopädische
Praxiserfah
rung
.
Trotz dieses nachvollziehbaren Vorbehalts
seitens
Dr.
B.___
überzeugt der
Aus
trittsbericht
der
C.___
vom 15. Juni 2012 (Urk. 9/45/5-22)
,
und es ist für den Zeitraum ab dem erneuten Stur
z der Beschwerdeführerin am 20.
Januar 2012 darauf abzustellen. Demnach kann ohne
Weiteres
davon aus
gegangen werden, dass sich der Gesundheitszustand der
B
eschwerdeführerin aufgrund des wiederholten Unfalls am 20. Januar 2012 wieder insow
eit ver
schlechtert hat
te
, dass eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestand.
Seit dem 13. Juni 2012 ist der Beschwerdeführerin
hingegen
wiederum eine körperlich leichte, bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätig
keit zu 100 % zumutbar, da sich ihr Gesundheitszustand wieder gebessert hat.
4.
5
Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, es seien weitere Abklärungen, ins
beson
dere die Einholung eines Gutachtens, erforderlich (
Urk.
1), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b. mit
Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeits
fähigkeit sind aufgrund der orthopä
dischen RAD-Untersuchung am 13.
Juli 2011
, des Austrittsberichtes
C.___
vom 15. Juni 2012 (Urk. 9/45/5
22)
und der weiteren medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Unter
suchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
5.
Schliesslich bleibt zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in wirtschaftlicher Hinsicht sowie in ihrer Haushaltsführung - im Zeitverlauf - auswirkte bzw. immer noch auswirkt.
5.1
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Qualifikation der Beschwerde
führerin als 50
%
im Erwerb und 50
%
im Haushalt tätige Versicherte blieb unbestritten. Sie entspricht auch der Aktenlage, war die Beschwerdegegnerin doch während Jahren in einem 50
%
-Pensum erwerbstätig (Urk. 9/6 und
Urk.
9/10).
Ebenso unbestritten blieb der Abklärungsbericht vom 2
5.
Februar 2013 (Urk. 9/50). Da der medizinischen Würdigung der Aktenlage, wie sie durch die Beschwerdegegnerin erfolgt ist, gefolgt werden kann, und sich aus den Akten auch sonst keinerlei Anhaltspunkte ergeben, die an den Schlussfolgerungen in diesem Bericht zweifeln liessen, ist grundsätzlich darauf abzustellen.
5.2
Zu korrigieren ist die angefochtene Verfügung aber in zweierlei Hinsicht:
Erstens dahingehend, dass der Beschwerdeführerin erst ab April 2012 eine befris
tete Rente zugesprochen wurde, obwohl die Beschwerdeführerin bereits seit Juni 2010 in ihrer bisherigen Tätigkeit ununterbrochen vollständig arbeits
unfähig und ab dem 2
0.
Januar 2012 vorübergehend auch in sämtlichen ange
passten Tätigkeiten arbeitsunfähig war. Da
Art.
88a IVV mit „Änderung des Anspruchs“ betitelt ist, setzt die Anwendung von
Art.
88a Abs. 2 IVV nämlich einen bereits laufenden Rentenanspruch voraus. Da es aber um eine erstmalige Rente bzw. darum geht, den Rentenbeginn festzulegen, sind einzig die entspre
chenden Bestimmungen nach Art. 28 IVG (vgl. E. 1.2) anwendbar und entspre
chend ist der Rentenbeginn auf den 2
0.
bzw.
1.
Januar 2012 (
Art.
29
Abs.
3 IVG) - und nicht, wie verfügt, auf den
1.
April 2012 - festzusetzen.
Zweitens kann für den Zeitraum der vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit vom 2
0.
Januar bis 1
3.
Juni 2012 nicht auf den
Abklä
rungsbericht
abgestellt werden, da angenommen werden muss, dass die Ein
schränkung im Haushalt (im Abklärungsbericht mit 19 % angegeben) für diesen Zeitraum um einiges höher ausfällt als im Zeitraum, während welchem die Beschwerdeführerin in leichter, sitzender Tätigkeit in einem Umfang von 50 %
arbeitsfähig eingestuft wird. Da mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit vermutet werden darf, dass diese vorübergehende Erhöhung der Einschränkung im Haushalt - auch bei Anrechnung einer dann weiter gehenden Schadenminderungspflicht der übrigen Haushaltsmitglieder - mindestens 20
%
beträgt, ist für den fraglichen Zeitraum eine ganze Rente zuzusprechen ([Erwerb 50
%
x Einschränkung 100
%
] + [Haushalt 50
%
x Einschränkung mindestens 39 %] = Invaliditätsgrad mindestens 69,5 % bzw. gerundet 70 %).
Im Übrigen hat es bei der ansonsten einen Rentenanspruch klar ausschliessen
den Invaliditätsbemessung durch die Beschwerdegegnerin sein Bewenden.
6.
Zusammenfassend ist die Beschwerde dahingehend teilweise gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung insoweit abgeändert wird, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin vom
1.
Januar bis 3
0.
September 2012 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen (Rentenanspruch ab
1.
Oktober 2012) ist die Beschwerde abzuweisen.
7
.
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 600.-- anzu
setzen.
Da die Beschwerdeführerin nur zu einem kleineren Teil obsiegt, sind ihr die Kosten zu zwei Drittel und der Beschwerdegegnerin zu einem Drittel aufzu
erlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. September 2013 insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Januar bis 30. September 2012 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Im Übrigen (Rentenanspruch ab Oktober 2012) wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin zu zwei Drittel und der Beschwerdegegnerin zu einem Drittel auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden den Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstGeiger