# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d612934-9aca-50ff-ac8b-4fbd3e92db3b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LZ250014-O2
**Docket/Reference:** LZ250014-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LZ250014-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ250014-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. S. Janssen und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw I. Aeberhard

Urteil vom 6. Juni 2025

in Sachen

gegen

A._____, 

Beklagter und Berufungskläger

B._____, 

Kläger und Berufungsbeklagter

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge C._____, 

sowie 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

sowie

C._____, 

Verfahrensbeteiligte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

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betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange (vorsorgliche Massnahmen)

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten 

Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 30. Januar 2025 (FK240064-K)

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Rechtsbegehren:

des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 4/24 S. 2 f.):

"1. B._____ sei unter die alleinige elterliche Obhut der Mutter zu stel-
len. Es sei festzuhalten, dass sich der gesetzliche Wohnsitz des 
Kindes somit bei der Mutter befindet.

2. Es sei folgendes Besuchsrecht des Vaters anzuordnen:

- 6 von einer Fachperson begleitete Besuche (Aufbauphase) in-

nerhalb der nächsten 4 Monate (Aufbauphase)

- Danach jedes Wochenende 1 Besuchstag

3. Den Eltern sei die Weisung zu erteilen, an einem Beratungsange-

bot resp. Gruppenangebot für Eltern in Trennung teilzunehmen, 
z.B. KET-Beratung am MMI oder Elternkurs "D._____".

4. Es sei eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu 
errichten. Die zuständige KESB sei um die unverzügliche Einset-
zung einer Beistandsperson zu ersuchen. Der Beistandsperson 
seien folgende Aufgaben zu erteilen:

- Die Eltern bei der Erziehung und Betreuung ihres gemeinsa-
men Kindes B._____ mit Rat und Tat zu unterstützen, zu be-
gleiten und zu beraten sowie bei Spannungen betreffend die 
Kinderbelange zwischen diesen zu vermitteln

- Die Einhaltung der den Eltern erteilten Weisung zu überprüfen, 
nötigenfalls die Eltern dabei zu unterstützen, die Teilnahme an 
einem geeigneten Kursangebot zu organisieren und für deren 
Finanzierung besorgt zu sein

- Die begleiteten Besuche zu organisieren (Besuchstreff, sozial-
pädagogische Familienbegleitung o.a.) und für deren Finanzie-
rung besorgt zu sein

- Die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zu un-
terstützen, bei Konflikten betreffend den persönlichen Verkehr 
zwischen ihnen zu vermitteln und nötigenfalls unter Einbezug 
der Beteiligten die Modalitäten der Besuche zu regeln

- Nötigenfalls weitere Anträge an die zuständige Behörde zu 
stellen, namentlich auch was den Kontaktaufbau betrifft"

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 4/14 S. 2 f., Urk. 4/27 und Prot. I 

S. 17 f.; sinngemäss):

1. Das Kind B._____, geb. tt.mm 2021, sei für die Dauer des Verfah-
rens unter die alleinige Obhut der weiteren Verfahrensbeteiligten 
zu stellen.

- 4 -

2. Dem Beklagten sei ein persönlicher Verkehr mit dem Kind 

B._____ wie folgt zu erteilen:

 Phase 1: Während der Dauer von maximal sechs Wochen sei 
der Beklagte für berechtigt und verpflichtet zu erklären, den 
Sohn B._____ jedes Wochenende während eines Tages auf 
Besuch zu nehmen. Die ersten zwei Besuche haben an einem 
neutralen Ort stattzufinden, die weiteren vier Besuche finden 
beim Beklagten zu Hause statt. Die Übergaben haben begleitet 
und an einem neutralen Ort stattzufinden. 

 Phase 2: Während der Dauer von vier Wochen sei der Be-
klagte für berechtigt und verpflichtet zu erklären, den Sohn 
B._____ jede Woche einmal für einen Besuch mit Übernach-
tung zu sich nach Hause zu nehmen. Die Übergaben haben an 
einem neutralen Ort stattzufinden.

 Phase 3: Der Beklagte sei für berechtigt und verpflichtet zu er-
klären, den Sohn B._____ jedes zweite Wochenende für einen 
Besuch mit zwei Übernachtungen zu sich zu nehmen. 

 Phase 4: Der Beklagte sei bis zum Ende des Hauptverfahrens 
für berechtigt und verpflichtet zu erklären, den Sohn B._____ 
jedes Wochenende für einen Besuch mit zwei Übernachtungen 
zu sich zu nehmen.

Eventualiter sei der Beklagte – sollte der Anordnung eines 
noch ausgedehnteren Besuchsrechts nichts entgegenstehen – 
für berechtigt und verpflichtet zu erklären, den Sohn B._____ 
jedes Wochenende für einen Besuch mit zwei Übernachtungen 
und zusätzlich für einen Besuch mit einer Übernachtung an ei-
nem weiteren Wochentag zu sich zu nehmen.

3. Der Beklagte sei zur Leistung von angemessenen Kinderunter-

haltsbeiträgen zu verpflichten.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten des 
Klägers. 

der Verfahrensbeteiligten (Prot. I S. 20 f.; sinngemäss):

1. B._____, geb. tt.mm 2021, sei für die Dauer des Verfahrens unter 

die alleinige Obhut der weiteren Verfahrensbeteiligten zu stellen.

2. Dem Beklagten sei ein persönlicher Verkehr mit dem Sohn 

B._____ wie folgt zu erteilen:

 drei Besuche im begleiteten Besuchstreff im Abstand von 

2 Wochen;

 anschliessend ein unbegleiteter Besuch beim Beklagten in Wo-

che sieben;

 anschliessend ein vierter Besuch im begleiteten Besuchstreff;

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 danach wöchentliche unbegleitete Besuche beim Beklagten 

ohne Übernachtung.

3. Der Beklagte sei zu Unterhaltsbeiträgen für den Sohn B._____ in 
Höhe von CHF 1'090.– Barunterhalt und CHF 95.– Betreuungsun-
terhalt ab 1. Februar 2025 zu verpflichten.

Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht 
Winterthur vom 30. Januar 2025:
(Urk. 2 S. 24 ff. = Urk. 4/34 S. 24 ff.)

1.

B._____, geboren am tt.mm 2021, wird für die Dauer des Verfahrens unter 

die alleinige elterliche Obhut der Kindsmutter gestellt.

2.

Für die Dauer des Verfahrens wird folgendes Besuchsrecht des Kindsvaters 

angeordnet:





Phase 1: sechs begleitete Besuche im Besuchstreff E._____ im Ab-
stand von 2 Wochen;

Phase 2: wöchentlich unbegleitete Besuche an einem Wochenendtag.

3.

Es wird für B._____, geboren am tt.mm 2021, vorsorglich eine Besuchs-

rechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB errichtet. 

Der Beistandsperson werden folgende Aufgaben und besondere Befugnisse 

übertragen:













Organisation und Festlegung der Modalitäten der begleiteten Treffen 
zwischen dem Vater und Sohn und Besorgung deren Finanzierung,

Überwachung dieser begleiteten Treffen insofern, als die Beistandsper-
son in regelmässigen Abständen die Einhaltung und die Durchführung 
bei den Mitarbeitenden des Besuchstreffs in Erfahrung bringt,

Festlegung der Modalitäten von unbegleiteten Treffen (Übergabeort, 
-zeit) und Überwachung dieser unbegleiteten Kontakte insofern, als die 
Beistandsperson in regelmässigen Abständen mit den Eltern klärt, wie 
die unbegleiteten Treffen verlaufen sind,

Unterstützung der Eltern mit Rat und Tat die Kinderbelange betreffend,

Vermittlung zwischen den Eltern bei Konflikten die Kinderbelange be-
treffend,

Förderung der Kommunikationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die 
Kinderbelange, z.B. durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen 
mit den Eltern,

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



Überprüfung der Einhaltung der erteilten Weisung gemäss Dispositiv-
Ziffer 5 sowie, falls notwendig, Unterstützung der Eltern bei der Organi-
sation der Teilnahme sowie Besorgung der Finanzierung,

Antragsstellung und Berichterstattung bei der zuständigen Behörde, 
falls sich eine Anpassung der Kindesschutzmassnahmen aufdrängen 
sollte.

4.

Die Kinds- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) der Bezirke Winterthur 

und Andelfingen wird angewiesen, eine Beistandsperson gemäss Dispositiv-

Ziffer 3 zu ernennen.

5.

Den Eltern wird im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB die Weisung erteilt, sich 

am Elternkurs "D._____" auf den nächstmöglichen Termin anzumelden und 

an diesem teilzunehmen.

6.

Der Vater wird verpflichtet, für die Dauer des Verfahrens für den Sohn 

B._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger Familienzulagen) wie 

folgt zu bezahlen:





CHF 920.– (davon CHF 52.– als Betreuungsunterhalt) ab 1. Februar 

2025 bis Ende Juli 2025;

CHF 1'065.– (davon 0.– als Betreuungsunterhalt) ab 1. August 2025 

und für die weitere Dauer des Verfahrens.

Die Kinderunterhaltsbeiträge sowie allfällige Familienzulagen sind an die 

Mutter zahlbar und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, erst-

mals auf den 1. Februar 2025.

Grundlagen der Unterhaltsberechnung:

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen 

separat:

- Kindsmutter: 

CHF 2'800.– 

(bis und mit Juli 2025; AL-Taggelder)

CHF 3'000.– 

(ab August 2025 hypothetisches Ein-

kommen, 50% Pensum)

- Kindsvater:

CHF 4'630.– 

(SUVA-Taggelder)

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- B._____:

die Familienzulage von derzeit CHF 215.–

aktueller familienrechtlicher Bedarf:

- Kindsmutter:

CHF 2'852.–

- Kindsvater:

CHF 3'697.–

- B._____:

CHF 1'082.–

7.

Die von diesem Entscheid abweichenden Anträge der Parteien werden ab-

gewiesen.

8.

Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen bleibt dem Endent-

scheid vorbehalten.

9.

[Schriftliche Mitteilung]

10.

[Rechtsmittel]

Berufungsanträge:

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 1 S. 3):

" • Die vorsorglichen Massnahmen dahingehend zu ändern, dass die 

Obhut vorläufig auf mich übertragen wird.

•  Alternativ: Eine gleichberechtigte Betreuungsregelung (Wechselm-

odell) anzuordnen.

• Ein umfassender Entscheid der aktuellen Situation durch das Ge-
richt, insbesondere im Hinblick auf die psychische Stabilität der 
Mutter und die Entfremdung des Kindes."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.

Der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte (fortan Kindsmutter) sind die unver-

heirateten Eltern des am tt.mm 2021 geborenen Klägers (fortan B._____), der unter 

ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge steht (Urk. 4/1 Rz. 11 und Urk. 2 E. III.1.1).

2.1. Mit  Eingabe  vom  23. Oktober  2024  und  unter  Beilage  der  Klagebewilligung 

des Friedensrichteramtes E._____ vom 4. Oktober 2024 machte B._____ die Klage 

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betreffend  Regelung  der  Kinderbelange  und  Unterhalt  bei  der  Vorinstanz  hängig 

(Urk. 4/1 f.). Der weitere erstinstanzliche Prozessverlauf kann den Erwägungen der 

angefochtenen Verfügung entnommen werden (Urk. 2 E. I.1 ff.), die am 30. Januar 

2025 erging.

2.2. Gegen  die  vorinstanzliche  Verfügung  erhob  der  Beklagte  fristgerecht  Beru-

fung  und  stellte  die  eingangs  wiedergegebenen  Anträge  (Art. 311  Abs. 1  i.V.m. 

Art. 314 Abs. 1 ZPO; Urk. 1 und Urk. 4/35).

2.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 4/1-35). Da sich die Be-

rufung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegründet 

erweist,  kann  auf  weitere  Prozesshandlungen  verzichtet  werden  (Art. 312  Abs. 1 

ZPO).

II. Prozessuales

1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die  Berufungsinstanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). In der Berufungs-

schrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid 

in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der 

genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden 

Eintretensvoraussetzung)  voraus,  dass  der  Berufungskläger  die  vorinstanzlichen 

Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinander-

setzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die 

massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben 

wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund 

ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse 

Wiederholung  genügen  nicht  (BGE 138  III  374  E. 4.3.1;  BGer 5A_751/2014  vom 

28. Mai 2015 E. 2.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 3.2). Was nicht 

oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden 

Weise  beanstandet  wird,  braucht  von  der  Rechtsmittelinstanz  nicht  überprüft  zu 

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werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich 

auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen 

Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden 

(BGE 142  III  413  E. 2.2.4;  BGer 5A_111/2016  vom  6. September  2016  E. 5.3; 

BGer 4A_258/2015  vom  21. Oktober  2015  E. 2.4.3;  BGer  4A_290/2014  vom 

1. September 2014 E. 3.1 und E. 5). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der 

umfassenden Untersuchungsmaxime nach Art. 196 Abs. 2 ZPO (BGE 138 III 374 

E. 4.3.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1).

2.

Für  Kinderbelange  in  familienrechtlichen  Angelegenheiten  –  wie  sie  vorlie-

gend zu beurteilen sind – statuieren Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- 

und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von 

Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Ver-

fahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die 

Parteien  zudem  im  Berufungsverfahren  neue  Tatsachen  und  Beweismittel  unbe-

schränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum Tragen (BGE 147 III 

301 E. 2.2; BGE 144 III 349 E. 4.2.1).

III. Materielles

1.

Beistandschaft und Weisung zur Teilnahme am Kurs "D._____"

Es ist unklar, ob der Beklagte mit seinem Berufungsbegehren um einen umfassen-

den Entscheid die vorinstanzlichen Dispositiv-Ziffern betreffend Errichtung der Bei-

standschaft,  Aufgaben  der  Beistandschaft  und  Weisung  zur  Teilnahme  am  Kurs 

"D._____" (Urk. 2 Dispositiv-Ziffern 3 bis 5) anfechten wollte. Dies kann offenblei-

ben, weil er sich mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 2 E. IV) 

nicht  auseinandersetzt  (Urk. 1),  womit  er  seiner  Rügeobliegenheit  nicht  nachge-

kommen und darauf nicht weiter einzugehen wäre (vgl. E. II.1). 

2. Obhut und Besuchsrecht

2.1. Die Vorinstanz erwog, dass durch die Stadtpolizei Winterthur nach einer Es-

kalation eines Streits zwischen der Kindsmutter und dem Beklagten mit Verfügung 

vom 30. Juli 2024 Schutzmassnahmen, bestehend aus Kontaktverboten des Be-

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klagten zu B._____ und der Kindsmutter, verfügt worden seien. Diese seien in der 

Folge mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts Winterthur bis zum 13. No-

vember 2024 verlängert worden. Seit dem 30. Juli 2024 habe die Kindsmutter damit 

faktisch die alleinige Obhut über B._____ ausgeübt und es habe kein Kontakt zwi-

schen B._____ und dem Beklagten bestanden. Eine alternierende Obhut der Kinds-

mutter und des Beklagten komme nicht in Frage, da die Eltern derzeit nicht in der 

Lage seien, in Kinderbelangen in adäquater Weise miteinander zu kommunizieren, 

und die Situation zwischen ihnen derzeit vielmehr noch stark belastet erscheine. 

Ebenfalls nicht dem Kindswohl würde es entsprechen, dem Beklagten die alleinige 

Obhut  für  B._____  zuzuteilen.  Dies  würde  für  B._____  nach  einer  turbulenten 

Phase und einer allmählichen Beruhigung der Situation einen erneuten Bruch be-

deuten, welcher dem Kindswohl nicht zuträglich wäre. Es sei für B._____ notwen-

dig,  dass  er  stabile  Verhältnisse  habe.  Dass  die  Beruhigung  und  Stabilisierung 

durch den Aufenthalt in der Schutzeinrichtung für B._____ einen positiven Effekt 

gehabt habe, könne auch dem Bericht der Schutzeinrichtung entnommen werden. 

Die Schutzeinrichtung habe die Mutter-/Kind-Beziehung zudem als liebevoll erlebt 

und auch hinsichtlich der Erziehungskompetenzen der Kindsmutter hätten seitens 

der Einrichtung keine Fragezeichen bestanden. Entsprechend sei es angezeigt, die 

alleinige Obhut – wie dies auch durch die Parteien sowie die Kindsmutter beantragt 

worden  sei  –  für  die  Dauer  des  Verfahrens  der  Kindsmutter  zuzuteilen  (Urk. 2 

E. III.2.2). Sowohl die Kindsvertretung, die Kindsmutter als auch der Beklagte wür-

den dafürhalten, dass ein Kontakt von B._____ zum Beklagten so rasch als möglich 

wieder herbeizuführen sei. Zu berücksichtigen gelte es dabei, dass B._____ den 

Beklagten schon seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen habe und der 

letzte Kontakt mit dem Beklagten geprägt gewesen sei von einem heftigen Streit 

der Kindsmutter und dem Beklagten. Die regelmässigen Streitigkeiten zwischen der 

Kindsmutter und dem Beklagten hätten teilweise in Anwesenheit von B._____ statt-

gefunden. Die Auseinandersetzungen seien ihm offensichtlich auch in Erinnerung 

geblieben.  Vor  diesem  Hintergrund  sei  es  deshalb  angezeigt,  dass  die  Kontakte 

von B._____ zum Beklagten behutsam aufgebaut und in einem geschützten Rah-

men in fachkundiger Begleitung stattfinden würden. Es gelte – mit der Kindsvertre-

tung – zu verhindern, dass die ersten Kontakte zum Beklagten nicht gut verlaufen 

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würden,  da  ansonsten  die  Gefahr  bestehe,  dass  sich  bei  B._____  ein  negatives 

Bild des Beklagten etablieren könne und regelmässige Kontakte zwischen dem Be-

klagten  und  B._____  nicht  mehr  durchführbar  wären  (Urk. 2  E.  III.3.3).  Aufgrund 

des Gesagten hätten in einer ersten Phase sechs begleitete Besuche im Besuchs-

treff E._____ im Abstand von zwei Wochen stattzufinden. Danach seien für eine 

zweite Phase wöchentliche unbegleitete Besuche an einem Wochenendtag festzu-

setzen (Urk. 2 E. III.3.4).

2.2. Der Beklagte macht geltend, die Kindsmutter habe nachweislich psychische 

Probleme  und  befinde  sich  derzeit  in  psychologischer  Behandlung.  Die  psychi-

schen Belastungen würden ernsthafte Fragen hinsichtlich ihrer Stabilität und Erzie-

hungsfähigkeit aufwerfen. Ein Kind benötige für seine Entwicklung eine emotional 

stabile Bezugsperson. In der Vergangenheit habe B._____ eine besondere Faszi-

nation für Polizeisirenen gezeigt. Laut einem aktuellen Bericht der Schutzeinrich-

tung zeige er jedoch starke Panikreaktionen, sobald er Sirenen höre. Diese Verhal-

tensveränderung weise auf eine mögliche Traumatisierung und eine negative Ent-

wicklung seines emotionalen Zustands hin, die in der alleinigen Obhut der Kinds-

mutter entstanden seien. Das Gericht verfüge über mehr als 25 Videos, die belegen 

würden, dass die Kindsmutter ihn, den Beklagten, wiederholt tätlich angegriffen, ihn 

entfremdet und somit das Wohl sowie die emotionalen Bedürfnisse von B._____ 

beeinträchtigt habe. In Anwesenheit von B._____ habe sie zudem einfach ein Mes-

ser gezückt. Trotz seiner wiederholten Versuche, B._____ zu schützen, und seiner 

wiederholten Aufforderung, nicht vor B._____ mit solchen Handlungen zu reagie-

ren,  sei  diese  Situation  in  den  Berichterstattungen  verzerrt  und  zugunsten  der 

Kindsmutter dargestellt worden. Es seien unbegründete und parteiische Vorwürfe 

gegen ihn gemacht worden, die nicht nur durch die Rechtsvertreterin der Kindsmut-

ter,  sondern  auch  durch  die  Polizei  und  die  Behörden  unterstützt  worden  seien. 

Diese unfaire Behandlung und das fortwährende, seit acht Monate dauernde Ver-

fahren würde B._____s Wohl erheblich schädigen (Urk. 1 S. 1 f.). B._____ zeige 

mittlerweile deutliche Anzeichen einer Entfremdung, die es vorher nicht gegeben 

habe. Dies lasse vermuten, dass die Kindsmutter aktiv Einfluss auf B._____ nehme, 

um den Kontakt zwischen ihm und B._____ zu erschweren. Durch seine gesund-

heitliche Lage befinde er sich zur Zeit zu Hause und sei in der Lage, sich intensiv 

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und vollständig um B._____ zu kümmern. Die Kindsmutter sei berufsfähig und fi-

nanziell in der Lage, den Unterhalt für B._____ zu leisten. Eine Übertragung der 

Obhut auf ihn wäre daher nicht nur im Sinne des Kindswohls, sondern auch eine 

gerechte Aufteilung der Erziehungsverantwortung (Urk. 1 S. 2). 

2.3. Eine psychologische Behandlung stösst die natürliche Vermutung der Erzie-

hungsfähigkeit  eines  Elternteils  nicht  um  (vgl.  OGer  ZH  LE220048  vom  13. Juli 

2023 E. III.1.4.2.1 m.w.H.). Die Kindsmutter wurde von der Schutzeinrichtung als 

sehr  fürsorgliche  und  liebevolle  Mutter  wahrgenommen,  welche  die  Bedürfnisse 

von  B._____  kenne  und  auf  diese  liebevoll,  geduldig  und  aufmerksam  eingehen 

könne (Urk. 4/21 S. 2). Die negative Reaktion von B._____ auf Sirenen führte die 

Vorinstanz gestützt auf den Bericht der Schutzeinrichtung auf B._____s Erfahrun-

gen  in  der  streitbelasteten  Beziehung  seiner  Eltern  zurück  (Urk. 2  E. III.1.2  und 

Urk. 4/21 S. 4). B._____ musste, nachdem er nach einer Auseinandersetzung zwi-

schen  den  Eltern  vom  Beklagten  mitgenommen  wurde,  gar  von  der  Polizei  zur 

Kindsmutter zurückgeführt werden (Urk. 4/8 f.). Es erweist sich deshalb als plausi-

bel, dass B._____s Angst vor Sirenen auf den polizeilichen Interventionen gründet. 

Die  Sachdarstellung  des  Klägers  findet  in  den  Akten  hingegen  keine  Stütze.  Es 

besteht keine Grund anzunehmen, dass sämtliche involvierten Behörden und Insti-

tutionen wahrheitswidrige und einseitig zu seinen Lasten ausfallende Berichte er-

stattet haben. Die Vorinstanz legte ausführlich, nachvollziehbar und zutreffend dar, 

weshalb eine alleinige Obhut beim Beklagten zur Zeit ausser Frage steht. Die durch 

den  Beklagten  geschilderten  Entfremdungsanzeichen  waren  nach  dem  längeren 

Kontaktabbruch zwischen B._____ und dem Beklagten sowie den heftigen Ausein-

andersetzungen  der  Eltern,  die  teils  auch  vor  dem  Kläger  ausgetragen  wurden 

(Urk. 2 E. III.1.1, Urk. 4/8,  Urk. 4/9/1-2, Urk. 4/15/5, Urk. 4/21), zu erwarten. Das 

behutsam aufbauende,  zu  Beginn  in  geschütztem  Rahmen  mit  fachkundiger  Be-

gleitung stattfindende Besuchsrecht ist als geeignete, erforderliche und zumutbare 

Kindsschutzmassnahme gerechtfertigt. Die Implementierung einer symmetrischen 

alternierenden  Obhut  bzw.  einer  gleichberechtigten  Betreuungsregelung  (Wech-

selmodell), wie sie der Beklagte eventualiter fordert, würde derzeit zur Überforde-

rung von B._____ führen. Vor diesem Hintergrund und auch angesichts der geo-

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grafischen  Distanz  der  Wohnorte  des  Beklagten  und  der  Kindsmutter  wäre  eine 

alternierende Obhut nicht mit dem Kindswohl vereinbar.

2.4. Nach dem Erwogenen ist die Berufung in Bezug auf die Obhut und das Be-

suchsrecht abzuweisen.

3.

Unterhalt

3.1.

Zum Unterhalt führte die Vorinstanz aus, der Beklagte sei nach einem Unfall 

nicht arbeitstätig und beziehe Taggeldleistungen der SUVA in der Höhe von durch-

schnittlich Fr. 4'630.–. Dies sei ihm als Einkommen anzurechnen (Urk. 2 E. V.2.2). 

Für den alleine lebenden Beklagten sei ein Grundbetrag von Fr. 1'200.– einzuset-

zen  (Urk. 2  E.V.2.5.1.1).  Der  Beklagte  mache  für  sich  selber  Wohnkosten  in  der 

Höhe von Fr. 1'372.– geltend. Diese Wohnkosten würden einem grossen Kopf an 

den ausgewiesenen tatsächlichen Mietkosten von Fr. 2'058.– entsprechen. Sicher-

lich sei es angemessen, dem Beklagten nicht die Mietkosten der gesamten Woh-

nung in seinem Bedarf anzurechnen, sei die Wohnung für den Beklagten alleine 

doch zu gross und seien die Wohnkosten aufgrund der Verhältnisse zu hoch. Zu 

rechnen sei mit einem Mietzins für eine Wohnung, welche die Verhältnisse der Par-

teien – Finanzen und Betreuung – berücksichtige. Es erscheine aufgrund dessen 

angemessen, Wohnkosten in der Höhe von Fr. 1'600.– im Bedarf des Beklagten zu 

berücksichtigen (Urk. 2 E. V.2.5.1.2). Beim Beklagten würden ausgewiesene mo-

natliche Kosten für die Krankenkasse (inkl. Unfallversicherung) von Fr. 430.– resul-

tieren (Urk. 2 E. V.2.5.1.3). Der Beklagte gehe in dieser Phase keiner Erwerbstä-

tigkeit nach, weshalb ihm weder Kosten für den Arbeitsweg noch für die auswärtige 

Verpflegung anfallen würden (Urk. 2 E. V.2.5.1.6). Für die Kosten für Telefon/Inter-

net/TV, die Serafe-Gebühren sowie die Haushalt- und Haftpflichtversicherung seien 

die gerichtsüblichen Pauschalen einzusetzen. Demgemäss würden beim Beklagten 

sowie der Kindsmutter je Kosten für die Kommunikation in der Höhe von Fr. 120.–, 

die Serafe-Gebühr von je Fr. 30.– und die Versicherung ebenfalls von je Fr. 30.– 

resultieren (Urk. 2 E. V.2.5.1.7). Von einer Teilung des Überschusses sei aufgrund 

Geringfügigkeit abzusehen. Somit sei der Beklagte zu verpflichten, für die Dauer 

des Verfahrens für den Zeitraum vom 1. Februar 2025 bis Ende Juli 2025 für den 

Sohn B._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger Familienzulagen) in 

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der  Höhe  von  Fr.  920.–  (davon  Fr. 52.–  als  Betreuungsunterhalt)  zu  bezahlen 

(Urk. E. V.2.5.2). In der zweiten Phase seien die Bedarfszahlen im Wesentlichen 

unverändert.  Vor  dem  Hintergrund,  dass  mit  Aufnahme  der  Erwerbstätigkeit  der 

Kindsmutter das Gesamteinkommen den gestiegenen Bedarf nicht zu kompensie-

ren vermöge, könnten die Kommunikationskosten im erweiterten Bedarf nicht mehr 

berücksichtigt werden (Urk. 2 E. V.2.6.1). Die Kindsmutter sei in der zweiten Phase 

in der Lage, ihre Lebenshaltungskosten aus eigener Kraft zu decken. Es sei des-

halb ab August 2025 kein Betreuungsunterhalt mehr geschuldet. Aufgrund der Ein-

kommens-  und  Bedarfsverhältnisse  bei  der  Kindsmutter,  dem  Beklagten  und 

B._____ sei der Beklagte zu verpflichten, für die Dauer des Verfahrens für den Zeit-

raum ab 1. August 2025 für den Sohn B._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (zzgl. 

allfälliger Familienzulagen) in der Höhe von Fr. 1'065.– (davon CHF 0.– als Betreu-

ungsunterhalt) zu bezahlen (Urk. 2 E. V.2.6.2).

3.2. Der Beklagte rügt, dass die Unterhaltszahlungen sehr hoch angesetzt wor-

den seien, obwohl er aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkung und eines 

Einkommens von nur Fr. 4'600.– finanziell stark eingeschränkt sei. Seine 3.5-Zim-

merwohnung koste Fr. 2'058.–, was als angemessen zu betrachten sei. Angesichts 

seiner gesundheitlichen Lage und der zusätzlichen Belastungen, die durch die Un-

terhaltszahlungen  entstehen  würden,  sei  es  äusserst  schwierig,  eine  günstigere 

Wohnung zu finden, die seinen Bedürfnissen als alleinerziehendem Vater gerecht 

würden, zumal B._____ bald bei ihm wohnen werde. Neben den Mietkosten trage 

er  monatliche  Ausgaben  von  etwa  Fr. 430.–  für  seine  Krankenversicherung, 

Fr. 200.– für Internet- und Handykosten sowie Fr. 300.– bis Fr. 500.– für Autoge-

bühren,  Fr. 50.–  für  die  Hausrat-  und  Haftpflichtversicherung  sowie  Lebenshal-

tungskosten  zwischen  Fr. 800.–  bis  Fr. 1'000.–.  Weitere  Kosten  für  die  Freizeit, 

Kleidung und Reparaturen würden sich auf etwa Fr. 200.– bis Fr. 300.– belaufen 

(Urk. 1 S. 2 f.).

3.3. Der Beklagte stellt dem durch die Vorinstanz durchschnittlich berechneten 

Einkommen von Fr. 4'630.– ohne nähere Begründung ein um Fr. 30.– tieferes Ein-

kommen gegenüber, womit er seiner Rügeobliegenheit verletzt (vgl. E. II.1). Ent-

sprechend bleibt es beim vorinstanzlich berechneten Einkommen von Fr. 4'630.–.

- 15 -

3.4. Bei der Bedarfsermittlung bzw. der Ermittlung des gebührenden Unterhalts 

bilden  die  "Richtlinien  der  Konferenz  der  Betreibungs-  und  Konkursbeamten  der 

Schweiz  für  die  Berechnung  des  betreibungsrechtlichen  Existenzminimums"  den 

Ausgangspunkt, wobei in Abweichung davon für jedes Kind ein (bei den Wohnkos-

ten des Obhutsinhabers abzuziehender) Wohnkostenanteil einzusetzen ist und im 

Übrigen auch die Fremdbetreuungskosten zu berücksichtigen sind. Diese beiden 

Positionen sowie die in den Richtlinien genannten Zuschläge (relevant für das Kind: 

Krankenkassenprämien,  Schulkosten,  besondere  Gesundheitskosten)  sind  zum 

Grundbetrag hinzuzurechnen. Bei knappen Verhältnissen muss es für den Barun-

terhalt dabei sein Bewenden haben und auch ein allfälliger Betreuungsunterhalt ist 

auf der Basis des betreibungsrechtlichen Existenzminimums des betreuenden El-

ternteils  zu  bestimmen.  Soweit  es  die  finanziellen  Mittel  zulassen,  ist  jedoch  der 

gebührende Unterhalt zwingend auf das sog. familienrechtliche Existenzminimum 

zu erweitern, auf welches diesfalls Anspruch besteht. Bei den Elternteilen gehören 

hierzu  typischerweise  die  Steuern,  ferner  eine  Kommunikations-  und  Versiche-

rungspauschale,  unumgängliche  Weiterbildungskosten,  den  finanziellen  Verhält-

nissen  entsprechende  statt  am  betreibungsrechtlichen  Existenzminimum  orien-

tierte Wohnkosten, Kosten zur Ausübung des Besuchsrechts und allenfalls ange-

messene  Schuldentilgung;  bei  gehobeneren  Verhältnissen  können  namentlich 

auch über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassen-

prämien und allenfalls private Vorsorgeaufwendungen von Selbständigerwerben-

den im Bedarf berücksichtigt werden. Soweit nach allseitiger Deckung des famili-

enrechtlichen Existenzminimums Ressourcen verbleiben (sog. Überschuss), kann 

der Barbedarf des Kinds bzw. der hierfür zu verwendende Unterhaltsbeitrag durch 

Zuweisung eines Überschussanteils weiter erhöht werden (BGE 147 III 265 E. 7.2).

3.5.

Für Nahrung, Kleidung und Wäsche, einschliesslich deren Instandhaltung, 

Körper-  und  Gesundheitspflege,  Unterhalt  der  Wohnungseinrichtung,  Privatversi-

cherungen, Kulturelles sowie Auslagen für Beleuchtung, Kochstrom und/oder Gas 

etc. ist für einen alleinstehenden Schuldner von einem Grundbetrag von Fr. 1'200.– 

auszugehen  (Konferenz  der  Betreibungs-  und  Konkursbeamten  der  Schweiz, 

Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Not-

bedarf) nach Art. 93 SchKG, 2009 [nachfolgend Richtlinien], S. 1). Die durch den 

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Beklagten angeführten Lebenshaltungskosten zwischen Fr. 800.– und Fr. 1'000.– 

und weiteren Kosten für die Freizeit, Kleidung und Reparaturen von etwa Fr. 200.– 

bis Fr. 300.– sind im Grundbetrag enthalten, wobei die Freizeitkosten aus einem 

allfälligen Überschuss zu decken wären.

3.6. B._____ verbleibt unter der alleinigen Obhut der Kindsmutter. Der Beklagte 

bedarf somit keiner Wohnung, die den Bedürfnissen eines alleinerziehenden Vaters 

gerecht wird. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts der fi-

nanziellen Verhältnisse der Parteien und deren Betreuungsverantwortung die Miet-

kosten des Beklagten auf Fr. 1'600.– herabsetzte.

3.7. Die  Prämien  für  die  Krankenversicherung  von  Fr. 430.–  wurden  von  der 

Vorinstanz in der vom Beklagten angegebenen Höhe berücksichtigt.

3.8. Mobilitätskosten  können  lediglich  als  unumgängliche  Berufskosten  ange-

rechnet werden (Richtlinien, S. 2). Da der Beklagte derzeit keine Erwerbstätigkeit 

ausübt, fallen seine Autogebühren für die Unterhaltsberechnung mangels Kompe-

tenzcharakters des Autos ausser Betracht.

3.9. Die vorinstanzlich festgesetzten Pauschalen für die Serafe, Kommunikation 

sowie  Haushalt-  und  Haftpflichtversicherung  bewegen  sich  im  gerichtsüblichen 

Rahmen (vgl. statt vieler OGer ZH LE230053 vom 15. Februar 2024 E. III.5.2.3). 

Darüberhinausgehende Kosten sind für die Unterhaltsberechnung nicht anzurech-

nen.  Zudem  geht  der  Beklagte  nicht  auf  die  zutreffenden  vorinstanzlichen  Erwä-

gungen ein, dass die finanziellen Mittel der Parteien in der Phase 2 nicht ausrei-

chen, um den Bedarf um die Bedarfsposition der Kommunikationskosten zu erwei-

tern.

3.10. Die durch die Vorinstanz festgelegten Unterhaltsbeiträge erweisen sich als 

den  Verhältnissen  der  Parteien  angemessen,  entsprechend ist  die Berufung  des 

Beklagten abzuweisen.

- 17 -

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Die Vorinstanz hielt fest, dass über die erstinstanzlichen Kosten- und Entschä-

digungsfolgen im Endentscheid befunden werde (Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 11). Dies 

wurde nicht explizit angefochten und ist zu bestätigen (Art. 104 Abs. 3 ZPO).

2.

Die Prozesskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss dem Be-

klagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Entscheidgebühr ist gestützt auf 

§ 12  Abs.  1  und  2  in  Verbindung  mit  §  2,  §  5  und  § 8  GebV  OG  auf  Fr. 3'000.– 

festzusetzen. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen: dem Beklagten in-

folge seines Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mangels Begründung (Art. 95 

Abs. 3 lit. c ZPO; OGer ZH PP220022 vom 8. März 2023 E. III.2.3. m.w.H.), dem 

Kläger und der Kindsmutter mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Die Verfü-

gung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Win-

terthur vom 30. Januar 2025 wird bestätigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten aufer-

legt.

4.

Es werden keine Parteientschädigungen für das Berufungsverfahren zuge-

sprochen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Verfahrensbeteiligte, an den 

Kläger und die Verfahrensbeteiligte unter Beilage von Kopien von Urk. 1 und 

Urk. 3/1-8, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

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1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 6. Juni 2025

versandt am:
jo

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw I. Aeberhard