# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a418f967-0db1-5773-921a-ac432015c725
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.11.2025 SV2 2024 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-102_2025-11-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 7. November 2025
mitgeteilt am 19. November 2025

[Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Das Verfahren ist am 
Bundesgericht hängig (8C_685/2025)]

Referenz SV2 24 102

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Jauch, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Haag

gegen

B.________ AG
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach UVG

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1965, war seit dem 1. Januar 1993 bei der C.________ 
AG, D.________, als Geschäftsführer angestellt und in dieser Funktion bei der 
B.________ AG (nachfolgend: B.________) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Gemäss 
Schadenmeldung vom 13. September 2019 verletzte er sich am 8. September 2019 
an der rechten Schulter, als beim Lösen der Handbremse am 
Sachtransportanhänger der Handbremshebel plötzlich mit einem Ruck 
zurückschlug. Sein Arm wurde mitgerissen und er verspürte schlagartig einen 
Riesenschmerz an der rechten Schulter; der rechte Arm konnte nur noch unter 
Schmerzen bewegt werden. 

B. Die Erstbehandlung erfolgte bei Dr. med. E.________, Facharzt Innere 
Medizin, welcher in seinem ersten Arztzeugnis vom 2. Oktober 2019 folgende 
Diagnose aufführte: "RM-Läsion re (BL, SSP?)". In der Folge tätigte die B.________ 
medizinische Abklärungen und erbrachte die vorübergehenden gesetzlichen 
Versicherungsleistungen. 

C. Aufgrund persistierender Beschwerden suchte A.________ am 
10. Dezember 2019 PD Dr. med. F.________, Leitender Arzt der Universitätsklinik 
G.________, auf. Dieser diagnostizierte eine Ansatzruptur der langen Bizepssehne 
Schulter rechts mit/bei symptomatischer subacromialer Bursitis und Verdacht auf 
einen Subscapularissehnenriss. Am 16. Dezember 2019 erfolgte bei 
Rotatorenmanschettenruptur mit SLAP-Läsion die von PD Dr. med. F.________ 
empfohlene Schulterarthroskopie, wobei eine Rotatorenmanschettenrekonstruktion 
und Bizepstenodese subpektoral rechts vorgenommen wurden. Aufgrund einer 
zunehmenden Verschlechterung und Restbeschwerden erfolgte am 10. September 
2020 ein weiterer operativer Eingriff an der rechten Schulter. 

D. Mit Verfügung vom 29. April 2021 stellte die B.________ die 
Versicherungsleistungen gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes, 
wonach der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
8. September 2019 und den Beschwerden nach dem 8. März 2020 zu verneinen 
sei, per 8. März 2020 ein. Gegen diese Verfügung erhob A.________ Einsprache. 
Aufgrund der vorgebrachten Einwände holte die B.________ in der Folge im 
Rahmen des Einspracheverfahrens ein monodisziplinäres orthopädisches 
Gutachten bei der asim, Universitätsspital Basel (nachfolgend: asim-Gutachten) ein, 
welches am 28. Dezember 2021, nach einer orthopädischen und röntgenologischen 
Untersuchung am 15. Oktober 2021, erstattet wurde. Aufgrund der Erkenntnisse 

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des Gutachters Prof. Dr. med. H.________, Facharzt Orthopädie und 
Unfallchirurgie, wonach von einem medizinischen Endzustand frühestens ca. sechs 
Monate nach der zweiten Schulteroperation vom 10. September 2020, d.h. per 
Ende März 2021, auszugehen sei, wurde die Einsprache von A.________ am 
14. Januar 2022 formlos gutgeheissen und die Verfügung vom 29. April 2021 
aufgehoben. Die B.________ erbrachte in der Folge – über den 8. März 2020 
hinaus – weiterhin die vorübergehenden gesetzlichen Versicherungsleistungen. 

E. Mit Verfügung vom 21. April 2022 stellte die B.________ alsdann die 
Versicherungsleistungen per 31. März 2021 erneut ein, verneinte einen Anspruch 
von A.________ auf eine Invalidenrente und sprach ihm eine 
Integritätsentschädigung von 10 % zu. Gegen diese Verfügung erhob A.________ 
am 22. April 2022 wiederum Einsprache und beantragte eine Invalidenrente bei 
einem Invaliditätsgrad von 48 %. 

F. Am 12. Mai 2022 musste sich A.________ einer erneuten 
Schulterarthroskopie an der rechten Schulter unterziehen. Die B.________ bejahte 
die Rückfallkausalität und erbrachte wiederum die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen ab dem Zeitpunkt des erneuten Eingriffs vom 12. Mai 
2022. 

G. Zur abschliessenden medizinischen Beurteilung holte die B.________ ein 
erneutes orthopädisches asim-Gutachten bei Prof. Dr. med. H.________ ein, 
welches nach der orthopädischen Untersuchung am 29. März 2023 am 1. Juni 2023 
erstattet wurde. 

H. Mit Einspracheentscheid vom 24. Mai 2023 wies die B.________ die 
Einsprache von A.________ gegen die Verfügung vom 21. April 2022 ab. Dagegen 
erhob Letzterer am 5. Juni 2023 Beschwerde beim Versicherungsgericht des 
Kantons Aargau. Mit Verfügung vom 25. September 2023 hob die B.________ den 
Einspracheentscheid vom 24. Mai 2023 auf, da in Anbetracht der neuen Beurteilung 
des asim-Gutachters Prof. Dr. med. H.________ vom 1. Juni 2023 bzw. der 
Ergänzung vom 24. August 2023 die Ansicht, wonach der Endzustand am 31. März 
2021 eingetreten sei, nicht länger haltbar sei. Damit seien die Folgen der Operation 
vom 12. Mai 2022 nicht als Rückfall zu behandeln, sondern unter dem Aspekt des 
Grundfalls zu prüfen. Das Verfahren vor dem Versicherungsgericht des Kantons 
Aargau wurde in der Folge mit Beschluss vom 19. Oktober 2023 infolge 
Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 

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I. Mit Verfügung vom 22. Juni 2023 stellte die B.________ die wiederum 
aufgenommenen Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten gestützt auf das 
asim-Gutachten vom 1. Juni 2023 per 30. Juni 2023 ein und verneinte einen 
Anspruch von A.________ auf eine Invalidenrente. Da es seit der Verfügung vom 
20. (recte: 21.) April 2022, mit welcher eine Integritätsentschädigung von 10 % 
zugesprochen wurde, zu einer Verschlimmerung des Integritätsschadens 
gekommen sei, sprach die B.________ A.________ neu eine 
Integritätsentschädigung von CHF 22'230.00 basierend auf einem 
Integritätsschaden von 15 % und einem Höchstverdienst des versicherten 
Verdiensts von CHF 148'200.00 im Jahr 2019 zu. 

J. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 23. Juni 2023 Einsprache und 
beantragte die Weiterausrichtung der Taggeldleistungen und 
Heilbehandlungskosten sowie die Zusprache einer Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von 62 %. Mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024 wies die 
B.________ die Einsprache ab. 

K. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) am 7. November 2024 Beschwerde beim damaligen 
Verwaltungsgericht bzw. heutigen Obergericht des Kantons Graubünden und 
beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 10. Oktober 2024 
betreffend Rente und Heilungskosten, die Zusprache einer Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von 59 % ab dem 1. Juli 2023 sowie die weitere Bezahlung der 
unfallkausalen Heilbehandlungskosten nach Fallabschluss, somit ab 1. Juli 2023. 
Zur Begründung führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, es sei von 
einem Valideneinkommen von mindestens CHF 131'085.00 auszugehen und auf 
das Kompetenzniveau 4, eventualiter mindestens auf das Kompetenzniveau 3, 
abzustellen. Beim Invalideneinkommen sei sodann aufgrund seines Alters, der 
langjährigen Betriebszugehörigkeit, des funktionellen Rückschritts (vom Chef zum 
Hilfsarbeiter), des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils, des Umstellungsbedarfs 
sowie des nur noch kurzen Zeithorizonts bis zum Erreichen des Referenzalters ein 
leidensbedingter Abzug von gesamthaft 25 % vorzunehmen. Ausgehend von einem 
Valideneinkommen von CHF 131'085.00 resultiere bei einem um den 
Tabellenlohnabzug bereinigten Invalideneinkommen von CHF 53'527.00 eine 
Einbusse von CHF 77'558.00, was einem Invaliditätsgrad von 59 % entspreche. 
Falls vom tieferen Valideneinkommen in Höhe von CHF 76'300.00 ausgegangen 
würde, entspreche der Invaliditätsgrad 30 %. Im Weiteren bestehe auch ohne 
Anspruch auf eine Rente ein Anspruch auf Übernahme weiterer 

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Heilbehandlungskosten, was sich insbesondere aus dem Urteil des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft 725 22 70/112 vom 11. Mai 2023 ergebe. 

L. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2024 beantragte die B.________ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und nahm in 
ablehnender Weise zu den Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung. 

M. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2024 verzichtete der Beschwerdeführer auf 
die Einreichung einer Replik und reichte seine Honorarnote ein. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 10. Oktober 2024 (act. B.2 [= UV-act. 2171; in der Folge 
nicht mehr zitiert]). Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 
Abs. 1 ATSG (SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen 
seit seiner Eröffnung Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons 
erhoben werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer ist im Kanton 
Graubünden wohnhaft, womit die örtliche Zuständigkeit des heutigen Obergerichts 
des Kantons Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 
173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG), gegeben ist. 
Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids, mit dem die Beschwerdegegnerin die 
Einsprache des Beschwerdeführers abwies, ist der Beschwerdeführer von diesem 
berührt, und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher 
Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine Beschwerdelegitimation ist daher zu 
bejahen, und auf die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 
und 3 sowie Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 
1. Juli 2023 Anspruch auf eine Invalidenrente gemäss UVG hat. Umstritten ist dabei 
die Bestimmung von Validen- und Invalideneinkommen. Ebenso sind sich die 
Parteien uneinig, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2023 Anspruch auf 
Bezahlung von Heilbehandlungskosten hat.

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2.2. Nicht mehr strittig ist der medizinische Sachverhalt. Dazu gehören 
namentlich das Erreichen des medizinischen Endzustands per 30. Juni 2023 (mit 
entsprechendem Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns am 1. Juli 2023) und der 
Umstand, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als 
Bogenspanner, in der ursprünglich erlernten Tätigkeit als Schlosser sowie in der 
angestrebten Tätigkeit als Förster nicht (mehr) arbeitsfähig ist, in einer 
leidensangepassten Tätigkeit hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht. 
Betreffend Letztere blieb auch das vom asim-Gutachter Prof. Dr. med. H.________ 
erstellte Zumutbarkeitsprofil unbestritten (vgl. asim-Gutachten vom 1. Juni 2023 
[UV-act. 1069 S. 17 f.]). Die von der Beschwerdegegnerin gewährte 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15 % wurde bereits 
einspracheweise nicht beanstandet und ist somit in Teilrechtskraft erwachsen (vgl. 
BGE 144 V 354 E. 4.3).

3.1. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 
Invalidenrente, wenn er infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 
ATSG) ist. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 
wiederum ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 
ATSG [allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 148 V 174 
E. 6.1]).

4.1. Nachfolgend gilt es zunächst, auf die Ermittlung des Valideneinkommens als 
Teil der Invaliditätsgradbestimmung einzugehen. 

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4.2. Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid von 
einem Valideneinkommen von CHF 76'300.00 (gestützt auf die LSE 2022, TA1, 
Pos. 24-25 [Metallerzeugung; Herstellung von Metallerzeugnissen], 
Kompetenzniveau 2, Männer, aufindexiert auf das Jahr 2023) aus. Demgegenüber 
vertritt der Beschwerdeführer die Ansicht, es sei auf seinen vor der Umschulung der 
Invalidenversicherung im Jahr 1992 erzielten Lohn als "Werkstattchef Stv., Leitung 
Abteilung  Aluminium" von jährlich CHF 74'970.00 abzustellen. Unter 
Berücksichtigung der Nominallohnindexierung in den Jahren 1993 bis 2022 sowie 
einer individuellen Lohnerhöhung von 1 % jährlich während 30 Jahren ergebe sich 
ein Valideneinkommen von CHF 131'085.00. Sofern für das Valideneinkommen auf 
die LSE abgestellt würde, sei vom Kompetenzniveau 4 bzw. mindestens vom 
Kompetenzniveau 3 auszugehen. Aus dem Umstand, dass die 
Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 24. März 2022, mit welchem dem 
Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt wurde, zunächst beim 
Valideneinkommen auf das Kompetenzniveau 3 abstellte und dieses nach 
Stellungnahme des Beschwerdeführers und neuer Informationen in ihrer Verfügung 
vom 21. April 2022 auf das Kompetenzniveau 2 korrigierte, kann der 
Beschwerdeführer – entgegen seiner Ansicht  – nichts zu seinen Gunsten ableiten 
(vgl. UV-act. 2099 S. 3 und UV-act. 2105 S. 4). 

4.3. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der 
Versicherte im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns aufgrund seiner 
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte und 
nicht, was er bestenfalls verdienen könnte (BGE 145 V 141 E. 5.2.1). Dabei wird in 
der Regel am zuletzt vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im angestammten 
Bereich erzielten, allenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Lohn angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige 
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E. 5.3, 134 V 
322 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_49/2024 vom 25. März 2024 E. 4.1.1, 
8C_528/2021 vom 3. Mai 2022 E. 4.2.2 und 8C_557/2019 vom 27. Januar 2020 
E. 6.1). Wenn sich das Valideneinkommen aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse 
nicht hinreichend genau beziffern lässt, etwa weil die versicherte Person als 
Gesunde nicht mehr an der bisherigen Arbeitsstelle tätig wäre, darf auf statistische 
Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebene 
Lohnstrukturerhebung (LSE) zurückgegriffen werden, soweit dabei die für die 
Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
mitberücksichtigt werden (vgl. BGE 144 I 103 E. 5.3; Urteile des Bundesgerichts 

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8C_112/2024 vom 13. März 2025 E. 6.1, 9C_49/2024 vom 25. März 2024 E. 4.1.1 
und 9C_604/2023 vom 26. Februar 2024 E. 2.2). Bei der Ermittlung des 
Valideneinkommens unbedeutend ist das vom Beschwerdeführer sinngemäss 
vorgebrachte Äquivalenzprinzip zwischen Prämien und Leistungen.

4.4. Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer weder im Zeitpunkt 
seines Unfalls vorzeitig pensioniert war noch einen Unfall kurz vor der 
Alterspensionierung erlitt, weshalb die diesbezüglichen Ausführungen des 
Beschwerdeführers ins Leere zielen. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des 
Unfalls vom 8. September 2019 54 Jahre alt und als Geschäftsführer der 
C.________ AG im Vollzeitpensum tätig (vgl. Bagatellunfall-Meldung vom 
13. September 2019 [UV-act. 2001]). Unbestrittenermassen hatte der 
Beschwerdeführer dannzumal jedoch bereits den Verkauf seines Geschäfts an 
seinen Nachfolger per 31. Dezember 2019 geplant und beabsichtigt, eine Tätigkeit 
in seinem ursprünglich erlernten Beruf als Schlosser in einem 
Angestelltenverhältnis aufzunehmen und nebenbei teilweise als Förster auf 
selbständiger Basis als Freelancer zu arbeiten (vgl. Aussendienstbericht vom 
28. Januar 2021 [UV-act. 2055 S. 6 f.]; vgl. auch Beschwerdeschrift [act. A.1 
Ziff. 1.1]). Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer auch ohne den Unfall zum 
frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Juli 2023 nicht mehr als Geschäftsführer bei 
der C.________ AG tätig gewesen wäre. Vielmehr hätte der Beschwerdeführer 
ohne den Unfall seine ursprünglich erlernte Tätigkeit als Schlosser wieder 
aufgenommen, was unter den Parteien unbestritten ist. Uneins sind sich die 
Parteien allerdings, wie dieser Umstand beim Valideneinkommen zu 
berücksichtigen ist. Soweit der Beschwerdeführer der Ansicht ist, dass für das 
Valideneinkommen auf seinen zuletzt erzielten Lohn als "Werkstattchef Stv., 
Leitung Abteilung Aluminium" aus dem Jahr 1992 vor der Umschulung durch die 
Invalidenversicherung wegen eines Geburtsgebrechens abzustellen und zu 
berücksichtigen sei, dass er im Gesundheitsfall – unter Berücksichtigung seines 
Berufsabschlusses im Sommer 1983 – somit rund 40 Jahre Berufserfahrung als 
Schlosser hätte, kann ihm nicht gefolgt werden. Wenngleich Art. 18 Abs. 1 UVG 
uneingeschränkt auf die Invalidität gemäss Art. 8 ATSG verweist, so bleiben 
dennoch zweigspezifische Besonderheiten vorbehalten. So hat die 
Unfallversicherung lediglich die durch einen Unfall verursachte Invalidität – und 
keine krankheitsbedingte Invalidität – zu berücksichtigen (vgl. KIESER, 
Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 2. Aufl. 2016, S. 264). Vorliegend liess 
sich der Beschwerdeführer aus vor dem Unfall vom 8. September 2019 
eingetretenen und daher hier ausser Betracht fallenden gesundheitlichen Gründen 
(Geburtsgebrechen) von der Invalidenversicherung umschulen (Handelsschule, 

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kein Diplom) (vgl. UV-act. 2148, Beschwerdeschrift an das Versicherungsgericht 
des Kantons Aargau, S. 4), womit seine berufliche Entwicklung bereits etliche Jahre 
vor dem Unfallereignis vom 8. September 2019 nicht mehr auf seinen ehemals 
erlernten Beruf als Schlosser, den er im Übrigen nicht im Jahr 1983, sondern 1989 
erlangt hatte (vgl. UV-act. 2148, Lebenslauf und Beilagen), ausgerichtet war. 
Demnach kann der Beschwerdeführer nicht so gestellt werden, als hätte er ohne 
den Unfall durchwegs als Schlosser gearbeitet und in seinem ursprünglich erlernten 
Tätigkeitsbereich Fuss gefasst. Somit kann aber auch nicht auf den damaligen Lohn 
als Ausgangspunkt abgestellt werden, da eine erneute Anstellung mit 
Leitungsfunktion nach derart langer Abwesenheit im damals erlernten Beruf 
unrealistisch ist. Selbst wenn die krankheitsbedingte Invalidität ebenfalls zu 
berücksichtigen wäre – was nicht zutrifft –, würde es an einer repräsentativen Basis 
zur Festlegung des Valideneinkommens fehlen. Rechtsprechungsgemäss hat die 
Ermittlung des Valideneinkommens so konkret wie möglich zu erfolgen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 8C_172/2024 vom 14. August 2024 E. 4.4). Vorliegend ist nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der im Jahr 1992 
erzielte Lohn über all die Jahre entsprechend der Nominallohnentwicklung sowie 
der vom Beschwerdeführer geltend gemachten individuellen Lohnerhöhung von 
jährlich 1 % angepasst worden wäre. Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Valideneinkommens im angefochtenen 
Einspracheentscheid auf statistische Durchschnittswerte der LSE zurückgegriffen 
hat. 

4.5.1. Nach der Rechtsprechung sind im Bereich der Unfallversicherung die im 
Zeitpunkt des Einspracheentscheids aktuellsten veröffentlichten statistischen Daten 
(bezogen auf den Rentenbeginn) zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 
8C_182/2023 vom 17. April 2024 E. 4.3.2.3.2, 8C_166/2023 vom 6. März 2024 
E. 4.2 und 8C_659/2022 vom 2. Mai 2023 E. 4.2.2). Da der Einspracheentscheid 
der Beschwerdegegnerin vom 10. Oktober 2024 datiert und ein allfälliger 
Rentenanspruch per 1. Juli 2023 zu berechnen ist, hat die Beschwerdegegnerin 
vorliegend zu Recht im angefochtenen Einspracheentscheid das 
Invalideneinkommen gestützt auf die statistischen Werte gemäss LSE 2022 
berechnet. Auch die Wahl der Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor) sowie die 
Wahl des Wirtschaftszweigs "Metallerzeugung; Herstellung von 
Metallerzeugnissen" gibt zu keinen Weiterungen Anlass. Indessen ist zu prüfen, ob 
die Beschwerdegegnerin zu Recht das Kompetenzniveau 2 als einschlägig erachtet 
hat.

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4.5.2. Das Kompetenzniveau 1 der LSE 2022 umfasst einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art. Im Kompetenzniveau 2 werden praktische 
Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung, Administration, Bedienen von 
Maschinen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst sowie Fahrdienst 
genannt. Das Kompetenzniveau 3 umfasst komplexe praktische Tätigkeiten, welche 
ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen (insbesondere Techniker, 
Vorgesetzte, Makler oder Pflegepersonal) und das Kompetenzniveau 4 Tätigkeiten 
mit komplexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, welche ein grosses 
Fakten- und theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen (dazu 
gehören beispielsweise Direktoren/Direktorinnen, Führungskräfte und 
Geschäftsführer/Geschäftsführerinnen sowie intellektuelle und wissenschaftliche 
Berufe) (vgl. BGE 150 V 354 E. 6.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_754/2023 vom 
6. Juni 2024 E. 5.2, 9C_728/2023 vom 4. März 2024 E. 4.2, 8C_645/2022 vom 
16. Februar 2023 E. 5 und 8C_226/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.3.3.1). Der 
Schwerpunkt liegt also auf der Art der Aufgaben, die der Versicherte aufgrund seiner 
Qualifikationen übernehmen kann, und nicht auf den Qualifikationen selbst (vgl. 
BGE 150 V 354 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_293/2023 vom 10. August 
2023 E. 4.2). Aus dem Lebenslauf des Beschwerdeführers ergibt sich, dass dieser 
von 1981 bis 1985 eine Lehre als Automechaniker und von 1987 bis 1989 eine 
Zusatzlehre als Metallbauschlosser absolvierte. Von 1989 bis 1991 leitete er bei der 
damaligen Firma die Abteilung Aluminium Zuschneiderei. Alsdann war er vom 
September 1991 bis April 1992 als Metallbauschlosser/Meister-Stellvertreter bei der 
I.________ AG tätig, bevor er im Jahr 1992/1993 im Rahmen einer Umschulung 
durch die Invalidenversicherung an der Handelsschule Luzern die Fächer 
Rechnungswesen, Rechtskunde, Betriebskunde und Informatik/Textverarbeitung 
absolvierte. Danach übernahm er ein Bogensportgeschäft und war bis Ende 
Dezember 2019 Inhaber und Geschäftsführer dieses Geschäfts mit zehn 
Mitarbeitenden, wobei die Aufgabenteilung wie folgt aussah: 
Geschäftsführung/Backoffice/Akquisition ca. 40 %; Arbeiten in Werkstatt/Bögen 
einschiessen ca. 30 %; Beratung/Verkauf ca. 30 %. Überdies absolvierte er in den 
Jahren 1989 und 1990 zwei Kurse des Schweizerischen Verbandes für 
Betriebsorganisation und Fertigungstechnik (SVBF) im Bereich Personalführung 
sowie im Jahr 2013 den Kurs zum Berufsbildner (vgl. Lebenslauf [UV-act. 2148, 
Beilage 7 und 8 zur Beschwerdeschrift an das Versicherungsgericht des Kantons 
Aargau]). Rechtsprechungsgemäss rechtfertigt sich die Anwendung des 
Kompetenzniveaus 2 dann, wenn eine versicherte Person über besondere 
Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, beispielsweise Führungserfahrung, zusätzliche 
formale Weiterbildungen oder andere während der Berufsausübung erworbene 
besondere Qualifikationen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_575/2024 vom 2. Juni 

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2025 E. 5.2). Vorliegend verfügt der Beschwerdeführer über zwei Lehrabschlüsse 
als Automechaniker und Metallbauschlosser. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, 
dass der Beschwerdeführer nie als Automechaniker arbeitete und die Ausbildung 
als Metallbauschlosser vor über 30 Jahren absolvierte, diese damit weit zurückliegt 
und der Beschwerdeführer seit dem Jahr 1992 nicht mehr auf diesem Beruf tätig 
war. Sodann weist der Beschwerdeführer Führungserfahrung als Schlosser und 
Geschäftsführer des Bogensportgeschäfts aus, wobei er in seiner Funktion als 
Schlosser lediglich während weniger Monate (September 1991 bis April 1992) als 
stellvertretender Meister tätig war. Die kurzzeitigen Erfahrungen des 
Beschwerdeführers als Metallbauschlosser vor derart langer Zeit vermögen kein 
grosses Wissen bzw. gar ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen im 
Spezialgebiet als Schlosser im Sinne der zitierten Rechtsprechung zu begründen, 
welche die Anwendung des Kompetenzniveaus 3 bzw. 4 rechtfertigten. Entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegnerin jedoch seine 
während Jahren erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse als Geschäftsführer eines 
Bogensportgeschäfts, namentlich das handwerkliche Geschick sowie seine 
Erfahrungen im Verkauf und der Administration (vgl. Lebenslauf [UV-act. 2148, 
Beilage 7 zur Beschwerdeschrift an das Versicherungsgericht des Kantons 
Aargau]), durchaus berücksichtigt, wenn sie auf das Kompetenzniveau 2 abstellte, 
beinhaltet dieses doch praktische Tätigkeiten wie Verkauf, Administration, Bedienen 
von Maschinen sowie Führungserfahrung. 

4.5.3. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin 
bei der Bestimmung des Valideneinkommens vom Kompetenzniveau 2 ausging. 
Das ohne Unfallfolgen von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 
Einspracheentscheid errechnete Valideneinkommen ist allerdings dahingehend zu 
korrigieren, als dass die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit in der Abteilung 
"Herstellung von Metallerzeugnissen" im Jahr 2023 41.3 Stunden und nicht 41.4 
Stunden betrug. Demnach ergibt sich ein Valideneinkommen gemäss LSE 2022, 
TA1, Pos. 24-25 [Metallerzeugung; Herstellung von Metallerzeugnissen], 
Kompetenzniveau 2, Männer, von CHF 76'116.00 (= CHF 6'017.00 x 12 / 40 x 41.3 
[durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit in der Abteilung "Herstellung von 
Metallerzeugnissen"] x 1.021 [indexiert auf das Jahr 2023]).

5.1. Um das Invalideneinkommen berechnen zu können, muss zuerst die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Gemäss dem asim-
Gutachter Prof. Dr. med. H.________ sei der Beschwerdeführer in seiner 
angestammten Tätigkeit als Bogenspanner, in seiner ursprünglich erlernten 

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Tätigkeit als Schlosser sowie in der angestrebten Tätigkeit als Forstwart zu 100 % 
arbeitsunfähig. Für sehr leichte und leichte körperliche Tätigkeiten sei der 
Beschwerdeführer 100 % (acht Stunden pro Tag bzw. eine betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden) arbeitsfähig, wobei sämtliche 
Tätigkeiten über Schulterniveau/Horizontalen sowie mit grösseren 
Gewichtsbelastungen (5 kg bis max. 10 kg, dies aber nur kurzfristig und selten) nicht 
ausführbar seien. Ebenso dürften keine Stütz- und Hebebelastungen, ruckartigen 
Bewegungen, Erschütterungen, Stossbelastungen sowie Rüttelbewegungen 
ausgeführt werden (vgl. asim-Gutachten vom 1. Juni 2023 [UV-act. 1069 S. 17 ff.] 
sowie Ergänzung vom 24. August 2023 [UV-act. 1072 S. 2 f.]). Auszugehen ist 
demnach von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit, was auch 
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. 

5.2. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bisheriger 
Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der 
die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 
zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 
tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen 
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Rechtsprechung die 
Tabellenlöhne der LSE herangezogen werden. Dabei wird in der Regel der 
Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen 
Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte 
Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, abgestellt wird (BGE 148 V 174 E. 6.2 mit 
zahlreichen Hinweisen).

5.3. Da der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit ausübt, ist folglich auch das 
hypothetische Invalideneinkommen anhand der LSE 2022 zu ermitteln. Der 
Beschwerdeführer wendet sich nicht gegen das im angefochtenen 
Einspracheentscheid (gestützt auf die LSE 2022, Tabelle TA1, Totalwert, 
Kompetenzniveau 2, Männer) ermittelte Invalideneinkommen in der Höhe von 
CHF 71'369.00 (= CHF 5'848.00 x 12 x 1.017 [Arbeitsfähigkeit von 100 % bei 40-
Stunden-Woche]), welches nach geltender Rechtsprechung grundsätzlich korrekt 
berechnet wurde. Allerdings gilt anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin durch 

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die Berücksichtigung einer 40-Stunden-Woche das asim-Gutachten zugunsten des 
Beschwerdeführers ausgelegt hat. So hielt der asim-Gutachter in seinem Gutachten 
vom 1. Juni 2023 zwar fest, dass der Beschwerdeführer lediglich noch 40 Stunden 
pro Woche arbeiten könne (vgl. UV-act. 1069 S. 19). Auf entsprechende Nachfrage 
der Beschwerdegegnerin hin relativierte er diese Aussage jedoch dahingehend, 
dass in einer optimal adaptierten Tätigkeit je nach Wirtschaftszweig auch eine 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden möglich sei (vgl. UV-
act. 1072 S. 3). Vor diesem Hintergrund kommt das berechnete 
Invalideneinkommen dem Beschwerdeführer zugute. 

Der Beschwerdeführer macht alsdann geltend, dass aufgrund persönlicher 
Eigenschaften, namentlich dem Alter, der langjährigen Betriebszugehörigkeit und 
des damit im Zusammenhang stehenden funktionellen Rückschritts (vom Chef zum 
Hilfsarbeiter) und Umstellungsbedarfs, dem eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil 
sowie aufgrund des nur noch kurzen Zeithorizonts bis zum Erreichen des 
Referenzalters, ein Abzug vom Tabellenlohn von insgesamt 25 % vorzunehmen sei. 

5.4. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert 
allenfalls mittels eines Leidensabzugs zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung 
getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass 
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die 
versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch 
erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Ein Abzug vom 
Invalideneinkommen ist insbesondere dann zu gewähren, wenn eine versicherte 
Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen 
aber nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (zum 
Ganzen: BGE 148 V 174 E. 6.3, 146 V 16 E. 4.1, 135 V 297 E. 5.2; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_603/2023 vom 25. September 2024 E. 4.2.2, 8C_829/2023 
vom 12. Juli 2024 E. 5.1.2, 8C_156/2022 vom 29. Juni 2022 E. 6.2). Bestehen 
allerdings über das ärztlich beschriebene Beschäftigungspensum hinaus 
zusätzliche Einschränkungen – wie etwa ein vermindertes Rendement pro 

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Zeiteinheit wegen verlangsamter Arbeitsweise oder ein Bedarf nach 
ausserordentlichen Pausen – oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer 
besonderen Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen vereinbar, wie 
sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen ergeben, kann dies bei der 
Bemessung des leidensbedingten Abzugs vom statistischen Tabellenlohn 
berücksichtigt werden (EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, Grundprobleme der 
Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, Zürich 2021, Rz. 361). 
Nachfolgend gilt es also zu prüfen, ob der Beschwerdeführer auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt verglichen mit anderen Beschäftigten mit einem 
Minderverdienst rechnen müsste.

5.5. Soweit der Beschwerdeführer aufgrund der langjährigen 
Betriebszugehörigkeit bzw. des damit einhergehenden funktionellen Rückschritts 
(vom Chef zum Hilfsarbeiter) und Umstellungsbedarfs sowie des nur noch kurzen 
Zeithorizonts bis zum Erreichen des Referenzalters einen Leidensabzug als 
gerechtfertigt ansieht, ist dem entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer sein 
Geschäft auch ohne den Unfall verkauft hätte und freiwillig wieder als Schlosser 
arbeiten wollte (vgl. Aussendienstbericht vom 28. Januar 2021 [UV-act. 2055 S. 6 
f.]; vgl. auch Beschwerdeschrift [act. A.1 Ziff. 1.1]). Im Übrigen ist eine lange 
Dienstdauer beim gleichen Arbeitgeber auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als 
grundsätzlich positiv zu werten, indem die durch die langjährige Betriebstreue 
ausgewiesene Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sich bei einem anderen Arbeitgeber 
im Anfangslohn niederschlägt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_477/2016 vom 
23. November 2016 E. 4.2). Zudem nimmt die Bedeutung der Dienstjahre im 
privaten Sektor ab, je niedriger das zu berücksichtigende Anforderungsprofil ist (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_615/2022 vom 24. Mai 2023 E. 7.2.4). Soweit der 
Beschwerdeführer diesbezüglich auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2018 
vom 6. Mai 2019 Bezug nimmt, ist festzuhalten, dass sich das Bundesgericht zum 
Kriterium "Betriebszugehörigkeit" nicht eingehend äusserte, da der Umstand vor 
Bundesgericht offenbar nicht strittig war (vgl. E. 4.3.3 des erwähnten Urteils). 
Insbesondere lassen sich dem Urteil keine Einzelheiten zum zugrundeliegenden 
Sachverhalt entnehmen, weshalb dies vorliegend nicht als Vergleichsbasis 
herangezogen werden kann. Somit kann der Beschwerdeführer aus diesen 
Faktoren nichts zu seinen Gunsten ableiten und rechtfertigt sich gestützt darauf kein 
Leidensabzug. Ebenso wurden sämtliche medizinischen Einschränkungen bereits 
in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt, insbesondere auch der Umstand, 
dass dem Beschwerdeführer nur noch eine 40-Stunden-Woche zumutbar ist. 
Hinweise, die auf eine Leistungseinbusse über das ärztlich beschriebene 
Beschäftigungspensum hinaus und damit auf das gemäss LSE erzielbare 

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Einkommen durch den Beschwerdeführer hindeuten würden (ausserordentliche 
Pausen, verlangsamte Arbeitsweise etc.), sind keine erkennbar, zumal das 
Kompetenzniveau 2 einen grossen Fächer an möglichen Tätigkeiten bereitstellt, auf 
deren Ausführung sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des 
Beschwerdeführers nicht auswirken, wie beispielsweise eine Büro- oder 
Administrativtätigkeit. Diesbezüglich verfügt der Beschwerdeführer auch über 
Erfahrungen aufgrund seiner langjährigen Geschäftsführertätigkeit, wobei er zuletzt 
vor Betriebsübergabe denn auch nur noch administrativ – PC-Arbeit, Bürotätigkeit 
– gearbeitet hat (vgl. Aussendienstbericht vom 28. Januar 2021 [UV-act. 2055 
S. 6]). Ein Abzug unter diesem Aspekt lässt sich daher nicht rechtfertigen. Überdies 
wurde der Umstand, dass der Beschwerdeführer nur noch acht Stunden täglich bzw. 
40 Stunden pro Woche arbeiten kann, von der Beschwerdegegnerin bei der 
Berechnung des Invalideneinkommens bereits berücksichtigt, indem diese keine 
Aufrechnung auf die betriebsübliche Arbeitszeit vorgenommen hat. In Bezug auf 
das Kriterium "Alter" ist alsdann festzuhalten, dass das Bundesgericht in seinem 
jüngsten Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 die Rechtsprechung zum Faktor Alter 
in Erinnerung gerufen und darauf hingewiesen hat, dass jedenfalls ein 
Automatismus, wonach ab einer gewissen Altersgrenze ohne Weiteres ein Abzug 
zu gewähren wäre, abgelehnt werde. Entscheidend seien auch im Rahmen dieses 
Kriteriums stets die konkreten Fallumstände, die es in die Beurteilung 
einzubeziehen gelte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_91/2024 vom 
11. November 2024 E. 5.4 mit Verweis auf Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 
E. 9.5.3.4.2). Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde lediglich pauschal 
vor, dass sein fortgeschrittenes Alter Grund für einen leidensbedingten Abzug 
darstellen würde, ohne dies eingehend zu begründen. Hinweise hierfür lassen sich 
nicht erkennen, zumal der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des möglichen 
Rentenbeginns am 1. Juli 2023 erst 57 Jahre alt war. Sofern der Beschwerdeführer 
alsdann in genereller Weise auf den schematischen Tabellenlohnabzug von 10 % 
gemäss IVV (SR 831.201) Bezug nimmt, kann er hieraus ebenfalls nichts zu seinen 
Gunsten ableiten, kennt das UVG doch keinen solchen Pauschalabzug. Ebenso 
wenig kann das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts I 593/98 vom 24. März 1999 berücksichtigt werden, ging es 
dort um einen Handwerker (Gipser) ohne anderweitige Berufserfahrungen, welcher 
zudem ein gegenüber dem Beschwerdeführer eingeschränkteres 
Zumutbarkeitsprofil mit vermehrtem Pausenbedarf aufwies. Aufgrund der 
Gesamtumstände rechtfertigt sich daher kein leidensbedingter Abzug.

6. Stellt man dem ermittelten Valideneinkommen von CHF 76'116.00 das 
Invalideneinkommen von CHF 71'369.00 gegenüber, so resultiert daraus ein nicht 

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rentenbegründender Invaliditätsgrad von 6.23 % bzw. abgerundet 6 % (zu den 
Rundungsregeln: BGE 130 V 121). 

7.1. Ferner beantragt der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin auch 
nach Fallabschluss i.S.v. Art. 19 UVG, die nach Art. 21 UVG unfallkausalen 
Heilbehandlungskosten zu bezahlen habe. Dabei stützt er sich im Wesentlichen auf 
das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 725 22 70/112 vom 11. Mai 2023. 

7.2. Vorliegend ist unbestritten, dass von einer weiteren ärztlichen Behandlung 
keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war und 
der Fallabschluss per 30. Juni 2023 zu Recht erfolgte. Sodann hat die 
Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf 
die vorstehenden Erwägungen zu Recht verneint. Damit ist zu prüfen, ob der 
nichtrentenbeziehende Beschwerdeführer Anspruch auf Übernahme der 
Heilbehandlungskosten durch die Beschwerdegegnerin hat. 

7.3. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht ein Rentenanspruch, wenn von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Satz 
1). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Satz 2). Nach konstanter Rechtsprechung heisst dies, der Versicherer hat – 
sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
abgeschlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu 
gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der unfallbedingten 
Beschwerden noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 
werden kann, mithin der medizinisch-therapeutische Endzustand noch nicht erreicht 
ist. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 
Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und 
auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 140 V 130 E. 2.2, 134 
V 109 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_620/2022 vom 21. September 2023 
E. 3.3.1, 8C_371/2020 vom 7. September 2020 E. 2.2, 8C_834/2018 vom 19. März 
2019 E. 3.4).

7.4. Nahtlos an diese Regelung schliesst sich der Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach 
soll die Heilbehandlung – wie die übrigen Pflegeleistungen und die 
Kostenvergütungen – nach Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur 
unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), 
bei Rückfall oder Spätfolgen, wenn die Erwerbsfähigkeit durch medizinische 
Vorkehren wesentlichen verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt 

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werden kann (lit. b), zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit, wenn die 
versicherte Person dauernd der Behandlung und Pflege bedarf (lit. c) und zur 
wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung 
des Gesundheitszustandes durch medizinische Vorkehren im Falle der 
Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwischenliegenden Bereich, nämlich wenn 
einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und 
anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der 
Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt 
der obligatorische Krankenpflegeversicherer – jedenfalls gemäss der bisherigen 
Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. BGE 140 V 130 E. 2.2, 134 V 109 E. 4.2).

7.5. Diese Rechtsprechung wurde in der Vergangenheit verschiedentlich kritisiert, 
weil sie zu einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Ungleichbehandlung zwischen 
Personen mit und solchen ohne Rentenanspruch führe (vgl. LENDFERS, 
Heilbehandlung und Hilfsmittel nach Fallabschluss, Jahrbuch zum 
Sozialversicherungsrecht (JaSo) 2017 S. 195 ff.; PRIBNOW/EICHENBERGER, in: 
Hürzeler/Kieser (Hrsg.), KOSS - Kommentar zum Schweizerischen 
Sozialversicherungsrecht, UVG, 2018, Art. 21 N. 16 f. m.w.H.; HUNZIKER-BLUM, 
Doch: Langfrist-Heilbehandlungsleistungen gibts auch im UVG, HAVE/REAS Nr. 
2/2014 S. 130 ff.). Das Bundesgericht betonte in seinem Leitentscheid BGE 143 V 
148 aus dem Jahr 2017 erneut, dass der Rentenbeginn im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
Satz 2 UVG gleichsam als Synonym für Fallabschluss stehe, weil die Prüfung eines 
allfälligen Rentenanspruches zusammen mit dem Fallabschluss erfolge (BGE 143 
V 148 E. 5.3.1). Gleichzeitig wies es auf Art. 21 Abs. 1 UVG hin, wonach mit dem 
Fallabschluss gemäss Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG den Bezügern einer 
Invalidenrente auch nach Festsetzung der Rente in bestimmten Fällen (lit. a-d 
dieser Norm) Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (Art. 10-13 UVG) gewährt 
werden (BGE 143 V 148 E. 3.2). Aber es befand nicht abschliessend, ob bei einer 
geltungszeitlichen Auslegung von Art. 21 UVG an der bisherigen Praxis 
festzuhalten sei. In dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft 725 22 70/112 vom 11. Mai 2023 hat sich dieses eingehend mit 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auseinandergesetzt. Dabei kritisiert das 
Kantonsgericht, dass das Bundesgericht in Bezug auf Art. 21 Abs. 1 UVG dem 
klaren Wortlaut folge und die Bestimmung ausschliesslich auf Rentenbezügerinnen 
und Rentenbezüger anwende, während es den Anwendungsbereich von Art. 19 
Abs. 1 Satz 2 UVG entgegen seinem ebenfalls klaren Wortlaut auch auf Fälle ohne 
Rentenzusprache ausdehne. Nach detaillierter Abhandlung kam das 
Kantonsgericht Basel-Landschaft zum Schluss, dass nach dem hinreichend klaren 

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Wortlaut ("Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin") Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG ausschliesslich auf Fälle mit 
Rentenzusprache anwendbar sei und keine triftigen Gründe für die abweichend vom 
Wortlaut vorgenommene Interpretation des Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG durch das 
Bundesgericht ausgemacht werden könnten. Unter geltendem Recht gebe es daher 
keine zeitliche Befristung des Anspruchs auf Heilbehandlung für 
Nichtrentenbezüger, weshalb ein solcher Anspruch gestützt auf Art. 10 UVG auch 
über den Zeitpunkt des sogenannten Fallabschlusses hinaus bestehe. Dieser 
Anspruch stehe unter dem Vorbehalt des Fortbestehens des 
Kausalzusammenhangs sowie der Zweckmässigkeit der zur Diskussion stehenden 
Behandlung (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 725 22 70/112 vom 
11. Mai 2023 E. 6.1 ff.). 

7.6. Auch wenn die Argumentation des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 
Beachtung verdient, kommt das streitberufene Gericht zum Schluss, dass die 
Frage, ob der Heilbehandlungsanspruch mit dem Fallabschluss dahinfallen soll, 
vom Gesetzgeber zu klären ist und die bisherige Praxis nicht mittels 
kantonalgerichtlicher Auslegung geändert werden kann. Vielmehr ist es Aufgabe 
des Gesetzgebers, die aktuelle Ungleichbehandlung zwischen Personen mit und 
ohne Rentenanspruch zu beseitigen. Da dem Beschwerdeführer vorliegend kein 
Rentenanspruch zukommt, hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Übernahme weiterer Heilbehandlungskosten zu Recht 
abgelehnt. 

8. Zusammenfassend ist die Verneinung eines Rentenanspruchs des 
Beschwerdeführers sowie einer Übernahme weiterer Heilbehandlungskosten nicht 
zu beanstanden. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit im 
Ergebnis als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

9.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies 
im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die Sonderbestimmungen zur 
Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine generelle Kostenpflicht vor. 
Damit sind unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 
der Regel weiterhin kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in 
casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende Verfahren sind daher 
keine Kosten zu erheben. 

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9.2. Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu 
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]