# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 195e3554-0a5a-52a1-b624-a55bf0238fae
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2022 I 2021 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-76_2022-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 76

Entscheid vom 14. Januar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. C.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungspflicht aus unfallähnlicher 
Körperschädigung Art. 6 Abs. 2 UVG sowie Berufskrankheit 
Art. 9 Abs. 2 UVG)

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Sachverhalt:

A1. A.________ (Jg. 1966) ist seit dem 1. Oktober 2000 Gesellschafter und 
Geschäftsführer der D.________ GmbH und bei der Suva obligatorisch gegen 
Unfallfolgen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 9. 
Januar 2018 sind bei A.________ am 29. September 2017 (Freitag; Schadenda-
tum gemäss eigenen Angaben unpräzis) beim Ausführen von Malerarbeiten 
Bänder des linken Oberarmes gerissen (Suva-act. 1). Dr.med. E.________ (FMH 
Allgemeine Innere Medizin) attestierte A.________ (am 3.11.2017) ab dem 2. 
Oktober 2017 (Montag) eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2). Im Arztbe-
richt vom 18. Januar 2018 nannte Dr.med. E.________ als Diagnose einen Ver-
dacht auf eine Rotatorenmanschettenruptur sowie eine instabile lange Bizeps-
sehne. Den Vorfall datierte er auf den 19. September 2017 mit Erstbehandlung 
am gleichen Tag (Suva-act. 10). Mit Arztbericht vom 7. Dezember 2017 führte 
Dr.med. F.________ (Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, Facharzt für Chirurgie, speziell Allgemeinchirurgie und Trauma-
tologie), welcher A.________ seit dem 13. November 2017 behandelt, gegenü-
ber dem Kollektiv-Krankentaggeldversicherer die Diagnosen Partial Ruptur der 
Supraspinatussehne links (PASTA-Läsion), SLAP-Typ II, Bizepstendinopathie, 
AC-Arthrose und Diabetes mellitus Typ II auf (Suva-act. 3). Gemäss Mitteilung 
vom 22. Februar 2018 erhielt A.________ von der Suva zunächst Versicherungs-
leistungen (Suva-act. 15), welche sie mit Schreiben vom 16. März 2018 widerrief 
aufgrund weiterer notwendiger Abklärungen (Suva-act. 24). Mit Verfügung vom 
19. April 2018 lehnte die Suva den Anspruch auf Versicherungsleistungen ab, 
weil die Beschwerden weder auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche Kör-
perschädigung zurückzuführen seien (Suva-act. 36). Dagegen liess A.________ 
am 14. Mai 2018 Einsprache erheben (Suva-act. 42), welche die Suva mit Ent-
scheid vom 13. Juli 2018 abwies (Suva-act. 51). Eine dagegen erhobene Be-
schwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit VGE I 2018 86 
vom 7. Februar 2019 insoweit gut, als in Aufhebung des Einspracheentscheides 
die Sache zur weiteren Beurteilung und neuem Entscheid im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde.

A2. Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 informierte die Suva A.________, es sei 
eine Begutachtung bei Dr.med. G.________ (Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates) vorgesehen (Suva-act. 74). 
Am 8. Juli 2019 antwortete A.________ der Suva, er sei mit dem Gutachter nicht 
einverstanden (Suva-act. 76). Mit Zwischenverfügung vom 27. August 2019 hielt 
die Suva an der Begutachtung durch Dr.med. G.________ fest (Suva-act. 79). 
Eine von A.________ am 30. September 2019 dagegen erhobene Beschwerde 

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wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit VGE I 2019 78 vom 13. 
November 2019 ab, soweit darauf eingetreten wurde. 

B. Dr.med. G.________ befragte und untersuchte A.________ am 4. Mai 
2020 und erstattete am 10. Juli 2020 sein Gutachten (Suva-act. 102). Gestützt 
hierauf verneinte die Suva mit Verfügung vom 27. August 2020 einen Anspruch 
von A.________ auf Versicherungsleistungen. Es liege weder ein Unfall noch ei-
ne unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG noch eine 
Berufskrankheit vor (Suva-act. 108). Die von A.________ hiergegen erhobene 
Einsprache (Suva-act. 110) wies die Suva mit Entscheid vom 5. Oktober 2021 ab 
(Suva-act. 118). 

C. Am 5. November 2021 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 5.10.2021 sei aufzuhe-
ben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen zu erbrin-
gen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Die Suva beantragt mit Vernehmlassung vom 29. November 2021 die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass kein Unfallereignis nach-
gewiesen ist und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden der linken 
Schulter nicht auf einen Unfall zurückzuführen sind. Mithin erhebt der Beschwer-
deführer keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen aus Unfall.

1.2 Mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 lehnte die Suva ebenso Leis-
tungen infolge unfallähnlicher Körperschädigung (Art. 6 Abs. 2 UVG) ab. Das 
Verwaltungsgericht hob diese Leistungsverweigerung mit VGE I 2018 86 vom 
7. Februar 2019 auf und wies die Sache zu weiteren Sachverhaltsabklärung und 
neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Suva zurück. In den Erwä-
gungen stellte das Gericht fest, mit der PASTA-Läsion liege eine Listendiagnose 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor (Erw. 6.3.2); die SLAP-Läsion, unabhängig ob sie 
nun vorliege oder nicht, stelle rechtsprechungsgemäss hingegen keine Listen-
diagnose dar (Erw. 6.3.1). Aus den Akten ergebe sich kein initiales Ereignis, das 
die diagnostizierte PASTA-Läsion verursacht haben könnte (Erw. 7.2). Sowohl 
der behandelnde Arzt als auch der Versicherungsmediziner könnten Gründe dar-

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legen, weshalb vorliegend von einer Erkrankung oder Abnützung als Ursache der 
Verletzung auszugehen sei oder eben nicht. Es seien weitere Sachverhaltsab-
klärungen notwendig (Erw. 7.3). Dabei sei auch die Frage zu klären, ob die Vor-
aussetzungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG (Leistungen aus Berufskrankheit) erfüllt 
seien (Erw. 8.3).

1.3.1  Im Gutachten vom 10. Juli 2020 antwortete der Gutachter (Dr.med. 
G.________), es liege eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vor, 
welche vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sei. Eine Berufskrankheit lie-
ge nicht vor (Suva-act. 102). In der Folge verfügte die Suva am 27. August 2020 
(Suva-act. 108):

Wenn wir diese leistungsbegründenden Voraussetzungen mit dem Sachverhalt 
und den medizinischen Feststellungen vergleichen, ergibt sich, dass weder ein Un-
fall noch eine unfallähnliche Körperschädigung noch eine Berufskrankheit vorlie-
gen. Die von Ihnen angefragten Versicherungsleistungen können deshalb nicht er-
bracht werden.

Auf Einsprache hin schützte die Suva diese Verfügung mit Entscheid vom 5. Ok-
tober 2021 (Suva-act. 118).

1.3.2  Vor Verwaltungsgericht bestreitet der Beschwerdeführer den Beweiswert 
des Gutachtens; es sei nicht verwertbar. Zudem sei die PASTA-Läsion eindeutig 
nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen, womit der Suva der Ent-
lastungsbeweis nicht gelinge und sie aus Art. 6 Abs. 2 UVG leistungspflichtig sei. 
Und selbst wenn der Entlastungsbeweis gelingen würde, sei die Suva leistungs-
pflichtig, weil die Veränderungen an der linken Schulter ausschliesslich durch die 
berufliche Tätigkeit als Gipser/Maler hätten verursacht werden können.

1.4 Vorliegend ist damit strittig, ob die Suva das Gutachten vom 10. Juli 2020 
zu Recht als voll beweiswertig berücksichtigt hat und gestützt darauf sowohl ei-
nen Leistungsanspruch aus unfallähnlicher Körperschädigung (Art. 6 Abs. 2 UVG) 
als auch aus Berufskrankheit (Art. 9 UVG) abgelehnt hat.

2.1.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 

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den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

2.1.2  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch 
UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, wel-
che auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). 
Zu beachten ist, dass die SUVA bei der Einholung von solchen Gutachten nach 
Art. 44 ATSG sowie sinngemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilpro-
zesses zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. BZP genannten Mitwir-
kungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 
S. 96 Erw. 5b; BGE 137 V 210 Erw. 3.4; Marco Weiss, Die Mitwirkungsrechte der 
Bundeszivilprozessordnung im Sozialversicherungsrecht, AJP 9/2016, S. 1212), 
was sinngemäss auch für die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversi-
cherer gilt (BGE 120 V 361 Erw. 1c).

2.2.1  Die Suva hat Dr.med. G.________ im Rahmen von Art. 44 ATSG einen 
Gutachtenauftrag erteilt. Bezüglich Auswahl des Gutachters und Miteinbezug des 
Beschwerdeführers kann auf VGE I 2019 78 vom 13. November 2019 verwiesen 
werden. Darin gelangte das Verwaltungsgericht zum Schluss, das rechtliche 
Gehör des Beschwerdeführers sei nicht verletzt worden (Erw. 3) und die Unab-
hängigkeit von Dr.med. G.________ sei gegeben, es lägen keine Ausstands-
gründe vor (Erw. 6 und 7). 

2.2.2  Dieser Entscheid trat in Rechtskraft. In der vorliegenden Beschwerde greift 
der Beschwerdeführer die damaligen Rügen nicht mehr auf. Die Unabhängigkeit 
des Gutachters bleibt unbestritten. Auch die Darstellung des Beschwerdeführers, 
das Gutachten hinterlasse objektiv den Eindruck, der Gutachter äussere sich 
nicht in seiner Funktion als sachlicher und unabhängiger Gutachter, sondern wol-
le den Fall in seinem Sinne erledigt sehen, weil er gleich auch die juristische Be-
urteilung vorwegnehme; er verfalle in die Wortwahl eines Parteivertreters (Be-
schwerde Rz. 20), bleibt letztlich appellatorisch resp. materielle Kritik am Gutach-
ten (worauf noch einzugehen sein wird). Der Beschwerdeführer vermag aber 
nicht aufzuzeigen, dass es dem Gutachter an Unabhängigkeit fehlen würde. Das 

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Gutachten selbst enthält denn auch keine Anhaltspunkte, die diesen Schluss na-
helegen würden. 

2.2.3  Dr.med. F.________ erwähnt wohl in seiner Stellungnahme vom 21. Okto-
ber 2020 (Suva-act. 122), er habe mit dem Gutachter in dessen Funktion als 
Präsidenten der J.________ eine politische Auseinandersetzung gehabt, in wel-
cher dieser nach Ansicht Dr.med. F.________ auf seine Kritik sehr gereizt rea-
giert habe. Dies sei ihm bei den Gutachtenarbeiten womöglich wieder in den Sinn 
gekommen. Der Beschwerdeführer greift dies zu Recht nicht auf. Das Gutachten 
enthält einzig fachliche Argumente in der Auseinandersetzung mit den Berichten 
von Dr.med. F.________. Dass die Begründungen auf Animositäten gründen 
könnten, lässt sich nicht erkennen. Zudem führt Dr.med. F.________ selber aus, 
die frühere Begegnung sei politischer - und damit nicht fachlicher - Art gewesen 
und nicht im Zusammenhang mit Patientenbehandlungen gestanden, sondern 
mit Verbandspolitik. Es besteht daher objektiv kein Grund, die Unabhängigkeit 
des Gutachters in Frage zu stellen.

2.3.1  Der Beschwerdeführer wirft dem Gutachter vor, er prüfe anhand von Bun-
desgerichtsentscheiden, ob die Kausalität gegeben sei und wiederhole aus me-
dizinischer Sicht die Auffassung des Kreisarztes, was indes nicht seine Aufgabe 
gewesen sei, da das Verwaltungsgericht mit VGE I 2018 68 klar festgehalten ha-
be, "dass lediglich noch unklar bleibe, ob vorliegend von einer Bizepstendinopa-
thie und / oder mikrotraumatischen Veränderungen ausgegangen werden könne" 
(Beschwerde Rz. 19; Hervorhebung im Original). Allein schon deshalb sei das 
Gutachten nicht verwertbar.

2.3.2  Die vom Beschwerdeführer gemachte und hervorgehobene Einschränkung 
der Aufgabenstellung ('lediglich') nahm das Verwaltungsgericht im zitierten Ent-
scheid nicht vor. Es stellte fest, beide Parteien würden ärztliche Berichte vorle-
gen, welche für resp. gegen Erkrankung/Abnützung als Ursache sprechen wür-
den. Zudem verwies es auf die Fragen der Bizepstendinopathie und / oder mikro-
traumatischen Veränderungen, die bei den gegensätzlichen Beurteilungen unklar 
bleiben würden. Wenn das Gericht sich noch äusserte, dass die Klärung dieser 
Frage entscheidend sei, dann war dies für einen Gutachter keinesfalls bindend. 
Vielmehr war es sein Auftrag und seine Pflicht, die Gutachtenfragen (zu welchen 
sich der Beschwerdeführer vorgängig äussern konnte; Suva-act. 74) frei und un-
abhängig zu beantworten, basierend auf den umfassenden medizinischen Akten 
und persönlichem Untersuch. Mitnichten stellte das Verwaltungsgericht im zitier-
ten Entscheid fest, die Frage der Ursächlichkeit hänge einzig/lediglich noch von 
einer einzigen Unklarheit ab. 

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2.4.1  Ferner rügt der Beschwerdeführer, der Gutachter nehme unzulässige juris-
tische Ausführungen vor. Dies sei nicht Sache des medizinischen Sachverstän-
digen. Die entsprechenden Ausführungen würden den Beweiswert schmälern. 
Die rechtlichen Ausführungen des Gutachters seien ein klares Zeichen dafür, 
dass der zur Unparteilichkeit verpflichtete Sachverständige seine Kompetenzen 
überschreite und den Anschein erwecke, er wisse nicht um die Grenzen seines 
Auftrags. 

2.4.2  Es trifft zu, dass der Gutachter die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur 
unfallähnlichen Körperschädigung zitiert. Eine Kompetenzüberschreitung kann 
darin jedoch nicht gesehen werden. Für die Frage, wie die Kausalität bei un-
fallähnlichen Körperschädigungen zu analysieren ist, erachtete der Gutachter 
das Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24. September 2019 als massgebend. Dies ist 
nicht zu beanstanden, definierte doch das Bundesgericht in jenem als Leitent-
scheid publizierten Urteil (BGE 146 V 51) seine Rechtsprechung zum neuen Art. 
6 Abs. 2 UVG (dies notabene nach Eröffnung von VGE I 2018 68 vom 7.2.2019). 
So hielt es fest, damit der Entlastungsbeweis gelinge, habe der Unfallversicherer 
gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenver-
letzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei (Erw. 8.6). Ein 'unfallähnliches 
Ereignis' werde zwar nicht verlangt, beim Begriffspaar Abnützung und Erkran-
kung handle es sich aber um das ergänzende Gegenstück zu einem spezifischen 
Ereignis (Erw. 8.2.2.2 und 8.2.3). Die Frage nach einem initialen erinnerlichen 
und benennbaren Ereignis bleibe damit relevant (Erw. 8.6); lasse sich kein initia-
les Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harm-
loser Art, so vereinfache dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis 
des Unfallversicherers. 

Gemäss diesem Leitentscheid ist es damit wesentlich, das gesamte Ursachen-
spektrum zu beleuchten, wozu insbesondere die Anamnese, ein mögliches initia-
les Ereignis, die Umstände des erstmaligen Auftretens und die Befunde zählen. 
Wenn der Gutachter auf diesen Leitentscheid verwies und den Aufbau seines 
Gutachtens resp. die zu klärenden Fragen danach ausrichtete (vgl. Ziff. 7 des 
Gutachtens), so stellt dies keine Kompetenzüberschreitung dar. Der Gutachter 
nahm keine juristische Diskussion vor, sondern legte dar, welche Fragen er als 
medizinischer Sachverständiger gemäss Rechtsprechung für die Verwaltung zu 
beantworten hat, um klären zu können, ob die Listendiagnose vorwiegend auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist oder nicht. Diese Vorgehenswei-
se ist nicht zu beanstanden. 

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2.5 Was die gutachterliche Beurteilung der Berufskrankheit anbelangt (Gutach-
ten Ziff. 7.3), so ist hierauf später einzugehen (vgl. unten Erw. 4).

2.6 Zusammenfassend ist die Rüge des Beschwerdeführers, das Gutachten 
vom 10. Juli 2020 betreffend die Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 2 UVG sei nicht 
verwertbar, unbegründet. 

3. Zunächst gilt es die Leistungspflicht der Suva aus Art. 6 Abs. 2 UVG zu 
prüfen, welche die Suva gestützt auf das Gutachten vom 10. Juli 2020 verneinte.

3.1 Für das Gutachten standen dem Gutachter die umfassenden medizini-
schen Akten zur Verfügung; insbesondere zog er auch die Berichte zur Operation 
vom 24. Januar 2020 bei, nachdem ihn der Beschwerdeführer über diese infor-
miert hatte. Anlässlich des persönlichen Untersuchs erhob er eine Anamnese 
und Befunde und er stellte die Diagnosen einer AC-Gelenksarthrose links und ei-
ner PASTA-Läsion der Supraspinatus-Sehne links (vgl. Gutachten Ziff. 3 bis 6). 
Zu diesem Teil des Gutachtens mit dem aktenmässigen Verlauf und dem Ergeb-
nis des persönlichen Untersuchs äussert sich weder der Beschwerdeführer noch 
der behandelnde Arzt Dr.med. F.________. Es bestehen keine konkreten Indizi-
en, die gegen die Aussagekraft sprechen würden.

Als fehlerhaft gerügt werden die vom Gutachter unter "7. Diskussion" gemachten 
Ausführungen. Der Beschwerdeführer beschränkt sich dabei weitestgehend auf 
die Wiedergabe der Darstellung von Dr.med. F.________ (vgl. Beschwerde Rz. 
21 und ff.; Bericht Dr.med. F.________ vom 21.10.2020, Bf-act. 5).

3.2 Der Gutachter klärt als erstes das Vorliegen eines initialen Ereignisses, 
was entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden ist 
(vgl. BGE 146 V 51 Erw. 8.6 und 9.2). Liegt kein solches vor oder lediglich ein 
solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangs-
läufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers (BGE 146 V 
Erw. 8.6). Der Gutachter kam zum Schluss, ein initiales Ereignis sei bezüglich 
zeitlichem Anknüpfungspunkt unpräzise. Damit erkannte er, was bereits das 
Verwaltungsgericht mit VGE I 2018 86 vom 7. Februar 2019 erkannt hatte, näm-
lich, dass sich aus den Akten kein initiales Ereignis ergibt, das die PASTA-Läsion 
verursacht haben könnte (Erw. 7.2). Durch den Beschwerdeführer selbst werden 
verschiedene Ereignisdaten erwähnt und in den verschiedenen Arztberichten 
wird ein Beschwerdeauftritt zum einen losgelöst von jeglichem Ereignis und zum 
andern ebenfalls bezogen auf verschiedene Ereignisdaten aufgeführt (vgl. VGE 
I 2018 86 vom 7.2.2019 Erw. 7.1). 

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Damit aber steht fest und wurde vom Gutachter zu Recht festgestellt, dass kein 
initiales Ereignis nachgewiesen ist, welches für die geklagten Beschwerden ur-
sächlich sein könnte. Dem stimmt im Übrigen auch Dr.med. F.________ zu. Für 
die Frage, ob die Suva aus Art. 6 Abs. 2 UVG Leistungen zu erbringen hat, ist 
dies eine wesentliche Feststellung (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 8.6).

3.3.1  Zur Klärung der Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 2 UVG sind sodann die 
gesamten Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu be-
leuchten (BGE 146 V 51 Erw. 8.6). In nachvollziehbarer Weise hat der Gutachter 
die vorliegenden Arztberichte daraufhin untersucht, ob sie Anhaltspunkte liefern 
für diese Umstände (Gutachten Ziff. 7.2.2). Er stellte dabei fest, dass in den ers-
ten Berichten die Beschwerden gar keinem Ereignis zugeordnet wurden, später 
dann seien bei Malerarbeiten am linken Oberarm Bänder gerissen resp. habe der 
Beschwerdeführer beim Streichen von Wänden und Decken eine falsche Bewe-
gung gemacht und sofort Schmerzen bekommen. Auch habe er ein 'Reiss-
geräusch' wahrgenommen. Diese Feststellung stimmt so überein mit der Zu-
sammenfassung der Akten in VGE I 2018 86 vom 7. Februar 2019 Erw. 7.1. Da-
gegen wendet der Beschwerdeführer nichts Konkretes ein.

Des Weitern nennt der Gutachter in der Literatur genannte Mechanismen, die zu 
einer Ruptur der Supraspinatussehne führen können, nämlich

- abrupter passiver Zug am Arm nach caudal, medial und ventral,
- abrupte passive Aussen- oder Innendrehung der Schulter bei anliegendem oder 

abgespreiztem Arm
- Sturz mit nach hinten gestrecktem Oberarm, was zu Stauchung des Humerus-

kopfes nach ventral führe und die Supraspinatus-Sehne zerreissen könne.

Der Gutachter kommt aufgrund dieser möglichen Mechanismen und den auf-
grund der verschiedenen Berichte bekannten, ungenauen Begleitumständen zum 
Schluss, eine (ereignisausgelöste) Schädigung der linken Supraspinatussehne 
sei unwahrscheinlich. Dem ist zuzustimmen (vgl. auch VGE I 2018 86 vom 
7.2.2019 Erw. 7.2).

3.3.2  Wenn der Beschwerdeführer dem widerspricht, weil die nach hinten un-
fixierte Überkopfarbeit mit gestrecktem und ausgespreiztem Oberarm gemäss 
obaufgeführten Mechanismen zu einer Supraspinatussehnenruptur führen könne, 
da abrupte passive Aussen- oder Innenbewegungen der Schulter bei der ge-
schilderten Arbeit nicht ungewöhnlich seien, so ist dem entgegen zu halten, dass 
keine abrupten Bewegungen nachgewiesen sind. Die Beschwerden können 
überhaupt keinem erinnerlichen Ereignis, insbesondere keinen abrupten Bewe-
gungen, zugeordnet werden.

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3.3.3  Auch die Ausführungen von Dr.med. F.________ hierzu vermögen die Be-
urteilung des Gutachters nicht umzustossen. Seinerseits betont er, repetitive 
überkopf Bewegungen würden zu einer Schädigung der Sehne führen, die in der 
Folge in ihrer Kontinuität unterbrochen werde. Es sei höchstgradig unwahr-
scheinlich, dass durch das Bedienen einer Malerrolle alleine die Sehne zerreisse, 
ohne dass sie vorgeschädigt gewesen wäre. Die Bewegung an und für sich be-
anspruche aber den Supraspinatus Muskel und sei daher geeignet, eine Zerreis-
sung seiner Sehne herbeizuführen. Zum einen betont er damit die Bedeutung der 
Abnützung, der täglich auftretenden Mikrotraumata, und zum andern vermag er 
damit weiterhin keinen konkreten Umstand zu benennen, der im Sinne eines Er-
eignisses zur Ruptur geführt hätte. Damit aber beschreibt er vielmehr einen letzt-
lich pathologischen Prozess, der nicht als unfallähnliche Körperschädigung nach 
Art. 6 Abs. 2 UVG anerkannt werden kann. Wenn eine Verletzung auf wiederhol-
te, im täglichen Leben laufend auftretende Mikrotraumata zurückzuführen ist, 
welche eine allmähliche Abnützung bewirken und schliesslich zu einem behand-
lungsbedürftigen Gesundheitsschaden führen, ohne dass die Beschwerden 
durch ein erinnerliches Ereignis ausgelöst worden wären, liegt keine unfallähnli-
che Körperschädigung, sondern eine Krankheit vor.

3.4.1  Weiter betrachtete der Gutachter die klinischen Befunde (im Gutachten irr-
tümlich erneut unter Ziff. 7.2.2 anstatt Ziff. 7.2.3 abgehandelt; Suva-act. 102- 
21/28). Er hält fest, der am 19. September 2017 zuerst konsultierte Arzt habe im 
Bericht vom 18. Januar 2018 keine klinischen Befunde dokumentiert. Dr.med. 
H.________ habe nach der Konsultation vom 25. Oktober 2017 eine uneinge-
schränkte Beweglichkeit der linken Schulter, keine Druckdolenz über dem AC-
Gelenk, einen negativen AC-Gelenkstest, hingegen positive Impingement-Tests 
für Supraspinatus sowie Bizepssehnentests aufgeführt. Im Zwischenbericht vom 
16. Januar 2018 beschreibe Dr.med. F.________ die Situation ausführlicher als 
Dr.med. H.________. Die Beweglichkeit der linken Schulter sei leicht einge-
schränkt, die Muskulatur kräftig. Belly Press-, Jobe-, bear hug-Test seien un-
auffällig. Beim Ehipple- und Palm Up-Test sei die Kraft abgeschwächt. Der Yo-
cum-, der Cross Body, der O'Brien- und Full Can-Test seien pathologisch. 
Gemäss dem Gutachter würden die beschriebenen klinischen Zeichen für ein 
subakromiales Impingement, eine Schmerzproblematik der Supraspinatus-Sehne 
und der langen Bizeps-Sehne sprechen.

3.4.2  In seiner Stellungnahme hierzu beurteilt Dr.med. F.________ das vom 
Gutachter notierte Fazit nicht als falsch. Vielmehr hält er fest, die im Fazit ge-
machten Aussagen würden nichts zur Klärung beitragen. Er kritisiert, der Gutach-
ter argumentiere noch immer mit dem Begriff eines subakromialen Impinge-

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ments, der kontrovers diskutiert werde, da es sich um ein Engpass-Syndrom 
handle und nicht eine einzelne Pathologie beschreibe. Die zitierte Schmerzpro-
blematik der Supraspinatus- und der langen Bizepssehne seien natürlich vorhan-
den, aber der Gutachter klammere die Ätiologie aus. Die Ätiologie der Schmer-
zen der Supraspinatussehne sei die unbestrittene PASTA-Läsion. Dabei würden 
einzelne Fasern der Sehne gelenkseitig (auf der Unterfläche) reissen, was die 
Sehne in ihrer Integrität verletze. Da sie weiterhin bei jedem Anheben des Armes 
beansprucht werde, werde sie symptomatisch. Die ätiologischen Ursachen der 
Schmerzen der langen Bizepssehne seien mannigfaltig, repetitive Mikrotraumata 
würden dazuzählen. 

3.4.3  Zum einen widerspricht Dr.med. F.________ damit der gutachterlichen 
Beurteilung der klinischen Befunde nicht. Zum andern äussert er sich zur Ätiolo-
gie, was der Gutachter nicht tat. Dass eine PASTA-Läsion vorliegt ist dabei un-
bestritten. Wie bereits zuvor führt Dr.med. F.________ diese aber nicht auf ein 
Ereignis, sondern wiederkehrende Reizungen zurück; ebenso die ätiologischen 
Ursachen der Schmerzen der Bizepssehne. Dies spricht aber gegen eine un-
fallähnliche Körperschädigung.

3.5.1  In einem nächsten Punkt setzt sich der Gutachter mit den bildgebenden 
Untersuchungen auseinander. Zum einen gibt er die Befunde des MRI vom 
20. Oktober 2017 wieder und zum andern das Sonographie-Protokoll vom 
24. Januar 2018. Zudem nimmt er persönlich Einsicht in die Röntgenbilder vom 
26. September 2017 und das Arthro-MRI vom 11. Januar 2018. Er gelangt dabei 
zum Fazit, die bildgebenden Befunde würden in Übereinstimmung mit der Litera-
tur degenerative Veränderungen des linken AC-Gelenkes, degenerative Verän-
derungen an der Supraspinatus-Sehne, aber keine traumatypische Läsion zei-
gen. Eine SLAP-II-Läsion sei bildgebend nicht zu sehen (Gutachten Ziff. 7.2.3; 
Suva-act. 102 22 ff./28).

3.5.2  Soweit sich Dr.med. F.________ zur SLAP-Läsion äussert und der Beur-
teilung des Gutachters widerspricht, ist dies insoweit irrelevant, als eine SLAP-
Läsion rechtsprechungsgemäss ohnehin keine Listendiagnose nach Art. 6 Abs. 2 
UVG darstellt. Die Frage der Leistungspflicht der Suva stellt sich diesbezüglich 
gar nicht. 

Die Degeneration des AC-Gelenks ist auch laut Dr.med. F.________ unbestrit-
ten. Soweit er ausführt, dies tue jedoch nichts zur Sache, kann ihm insoweit nicht 
gefolgt werden, als für die Beurteilung der Leistungspflicht, die gesamten Um-
stände zu beachten sind und damit alle Veränderungen im Gelenk, können diese 
doch Indizien für oder gegen eine traumatische Veränderung resp. für oder ge-

12

gen Erkrankung/Abnützung abgeben. Gerade wenn kein erinnerliches Ereignis 
feststeht, ist es nicht unbedeutend, wenn degenerative Veränderungen der linken 
Schulter unbestritten sind.

Wenn schliesslich Dr.med. F.________ ausführt, die Veränderung der Supra-
spinatussehne könne nur morphologisch festgestellt werden, über die Ätiologie 
könne keine Aussage gemacht werden, dann vermag dies die gutachterliche Be-
urteilung, wonach die Supraspinatus-Sehne keine traumatypische Läsion zeige, 
nicht umzustossen. 

3.6.1  Schliesslich zieht der Gutachter auch den Operationsbericht vom 24. Ja-
nuar 2020 in seine Beurteilung mit ein (Gutachten Ziff. 7.2.4; Suva-act. 102-24 f. 
/28). Aus diesem gehe hervor, dass nebst der AC-Arthrose auch das Gleno-Hu-
meral-Gelenk eine beginnende Arthrose zeige. Zudem sei eine im ganzen aus-
gedehnte Synovitis synovektomiert worden. Dies seien deutliche Hinweise für ein 
degeneratives Geschehen. Die PASTA-Läsion sei débridiert worden, wobei mit 
dem Verzicht auf eine Rekonstruktion mit Naht und Verankerung dokumentiert 
werde, dass kein mechanisch relevanter Sehnen-Abriss vorgelegen habe. Mit der 
Anfrischung sei offenbar versucht worden, eine Mehrdurchblutung und eine fi-
brinöse Verklebung des Sehnenansatzes zu erzielen, wobei in der Literatur 
mehrfach auf die knappen Durchblutungsverhältnisse hingewiesen werde, wel-
che die Ursache degenerativer Sehnen-Läsionen seien. Die Prozedur an der In-
fraspinatus-Sehe könne in Anbetracht des unauffälligen MRI-Befundes vom 20. 
Oktober 2017 nicht nachvollzogen werden, es sei denn, es hätte sich auch hier 
zwischenzeitlich eine Pathologie entwickelt, was mangels Ereignis wiederum für 
einen degenerativen Prozess spreche. Aufgrund des Operationsberichtes ist für 
den Gutachter die Aussage, es liege eine SLAP-Läsion Typ II vor, nicht nachvoll-
ziehbar; eine Ausfransung des Labrums werde als SLAP-I-Läsion bezeichnet und 
sei degenerativer Natur. Für den Gutachter beschreibt der Operationsbericht ins-
gesamt eine subakromiale Einengung, eine Bursitis subacromialis, AC-Arthrose, 
eine Arthrose des Gleno-Humeral-Gelenkes, eine Synovitis, eine PASTA-Läsion, 
eine degenerative Veränderung an der Infraspinatus-Sehne und eine degenerati-
ve Ausfransung des Glenoides.

3.6.2  Zum Fazit des Gutachters hält Dr.med. F.________ fest, die Ableitung, bei 
den im Operationsbericht beschriebenen Verletzungen handle es sich um dege-
nerative Zustände, bleibe unbegründet und sei aus der Luft gegriffen. Nicht nur 
habe die Operation zweieinhalb Jahre nach Auftreten der Symptome stattgefun-
den, was natürlich die Symptome chronisch erscheinen lasse, sondern alle be-
schriebenen Zustände könnten sowohl traumatisch als auch degenerativ entste-

13

hen. Ausnahme davon bilde nur die AC-Gelenksarthrose, die aber nichts mit den 
vorliegenden Befunden zu tun habe. 

Entgegen dieser Darstellung begründet der Gutachter, warum er die Verände-
rungen als degenerativ beschreibt (vgl. Erw. 3.6.1). Und die Aussage, sämtliche 
Zustände könnten sowohl traumatisch als auch degenerativ sein, stellt kein Indiz 
dar, das gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spricht, zumal Dr.med. 
F.________ seinerseits nicht begründet, inwiefern der Operationsbericht für eine 
traumatische Ursache spricht.

3.7.1  Abschliessend gelangt der Gutachter zum Schluss (Gutachten Ziff. 7.2.5; 
Suva-act. 102-25/28):

Unter Berücksichtigung des unklaren Ereignis-Datums, des ungeeigneten Mecha-
nismus für die Auslösung eines Supraspinatus-Läsion, der Bildgebung und des 
Operationsberichtes mit den Hinweisen auf diverse degenerative Veränderungen 
der linken Schulter, handelt es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um ein 
degeneratives Geschehen.

Hierzu führt Dr.med. F.________ am 21. Oktober 2021 aus (Suva-act. 122- 4/6):

In dieser Form ist diese Schlussfolgerung nicht zulässig. Es ist zwar richtig, dass 
die vorgefundenen Verletzungen am Schultergelenk degenerativer Natur sein kön-
nen, dies ist aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen. Bewiesen 
ist lediglich, dass kein Unfall im Sinne des Gesetzes stattgefunden hat. Das auslö-
sende Ereignis kann aber ausreichend für die Verletzungen gewesen sein, die 
Bildgebung und der Operationsbericht bleiben ätiologisch offen. Ich wiederhole, 
dass der Gutachter die Pathologie und Ätiologie immer wieder vermischt.

3.7.2  Der Kritik von Dr.med. F.________ (welcher sich der Beschwerdeführer 
vor Verwaltungsgericht anschliesst) kann nicht gefolgt werden. 

Es steht fest, dass weder ein Unfall aktenkundig ist, noch dass die Beschwerden 
auf ein erinnerliches Ereignis zurückgeführt werden können. Wenn Dr.med. 
F.________ von einem "auslösenden Ereignis" spricht, so ist ein solches eben 
gerade nicht ausgewiesen (vgl. oben Erw. 3.2). Für die Frage, ob eine Leis-
tungspflicht aus Art. 6 Abs. 2 UVG gegeben ist, ist dies ein wesentliches Kriteri-
um.

Zudem bestreitet Dr.med. F.________ nicht, dass die vorgefundenen Verletzun-
gen am Schultergelenk degenerativer Natur sein können. Seinerseits zeigt er 
aber nicht auf, was denn für eine traumatische Genese spricht. Die Möglichkeit 
eines traumatischen Ursprungs allein reicht nicht aus, wenn ein erinnerliches Er-
eignis nicht ausgewiesen ist. Vielmehr ist es dann, wie vom Gutachter in Berück-
sichtigung der gesamten Umstände festgestellt, überwiegend wahrscheinlich, 
dass die geklagten Beschwerden vorwiegend auf Erkrankung und/oder Abnüt-
zung zurückzuführen sind. Der Beschwerdeführer vermag keine konkreten Indi-

14

zien aufzuzeigen, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen 
würden. Im Gegenteil spricht auch Dr.med. F.________ verschiedentlich von der 
Bedeutung der Mikrotraumata und somit letztlich von einem pathologischen Pro-
zess.

3.8 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Suva gestützt auf 
das Gutachten vom 10. Juli 2020 den Entlastungsbeweis zu erbringen vermag, 
dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Verletzungen an der linken 
Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorwiegend auf Abnützung bzw. 
Erkrankung zurückzuführen sind. Eine Leistungspflicht gestützt auf Art. 6 Abs. 2 
UVG besteht somit nicht. 

4. Gemäss VGE I 2018 86 vom 7. Februar 2019 war zudem die Frage zu 
klären, ob für den Fall, dass die PASTA-Läsion vorwiegend auf Abnützung oder 
Erkrankung zurückzuführen ist, eine Berufskrankheit vorliege. Unbestritten ist 
dabei, dass eine Leistungspflicht nur gestützt auf Art. 9 Abs. 2, nicht jedoch Abs. 
1 UVG in Betracht kommt.

4.1 Dem entsprechend hatte der Gutachter auch die Frage zu beantworten, ob 
der Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers eine Leistungspflicht der Suva 
aus Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG begründen könnte. Er verneinte 
dies, weil der Anteil der Arbeiten, die zu den Beschwerden der linken Schulter 
hätten führen können, weit unter den von der Rechtsprechung geforderten 75% 
der gesamten Arbeitseinsätze liege (Gutachten Ziff. 7.3; Suva-act. 102-26/28). 
Zu diesem Schluss gelangte er, da sich aus den Akten ergebe, dass der Be-
schwerdeführer in seiner Anstellung rund 80% handwerklich arbeite und davon 
etwa die Hälfte der Arbeiten über Brust oder über Kopf stattfinde, wovon rund ein 
Viertel auf der Leiter stehend ausgeführt werden müsse.

4.2 Dem halten der Beschwerdeführer und Dr.med. F.________ entgegen, die 
von der Rechtsprechung für die Anerkennung einer Berufskrankheit geforderten 
75% würden sich auf die Art der Tätigkeiten, die in der Lage seien, eine solche 
Verletzung herbeizuführen, beziehen und nicht auf die Zeit, während derer sie 
ausgeführt werde. Gestützt auf die Begründung des Gutachters könnte auch ge-
sagt werden, Asbest sei bei einem Asbest-Opfer nicht für sein Pleura-Karzi-nom 
verantwortlich, da er weniger als 75% seiner Arbeitszeit der Substanz ausgesetzt 
gewesen sei; dies sei unsinnig. 

Demgegenüber halten sie fest, die repetitiv überkopf durchgeführten Arbeiten 
seien mit mehr als überwiegender Wahrscheinlichkeit die alleinig verantwortli-
chen für die vorliegenden Verletzungen der linken Schulter. 

15

Wenn keine anderen schädigenden Tätigkeiten ausgemacht werden könnten, die 
ausserhalb der beruflichen·Tätigkeit zur festgestellten Schädigung der Schulter 
hätten führen können, müsse die Wahrscheinlichkeit des spontanen Auftretens 
der Läsion im Sinne einer Krankheit betrachtet werden. Je häufiger sie sei, desto 
eher liege sie auch beim Beschwerdeführer als Krankheit vor. 

Weiter verweist Dr.med. F.________ auf die Leitlinien der deutschen Arbeitsge-
meinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., 
gemäss denen die Häufigkeit der unfallbedingten und krankhaften partiellen (un-
vollständigen) Rupturen der Supraspinatus Sehne 13-37% betrage. Weiter führt 
er mit Verweis auf die Literatur aus, in der Altersgruppe 5 Dekade betrage die 
Häufigkeit asymptomatischer Läsionen der Supraspinatus Sehne 13%. Von einer 
überwiegend wahrscheinlich krankheitsbedingten Läsion könne also nicht ge-
sprochen werden. In der äusserst genauen Arbeit von Seidler IAOEH 2011 wer-
de das dosisabhängige Risiko einer (mehrheitlich partiellen) Läsion der Supra-
spinatus Sehne durch überkopf Arbeiten angegeben. Bei einer kumulativen Dosis 
von 3195h sei das Risiko, auf Alter und Geschlecht angepasst verdoppelt. Die 
französische Studie von Roquelaure SJWEH 2011 finde eine Risikoerhöhung im 
Faktor 2.3 bei Arbeiten mit mehr als 90° Arm Abduktion während kumuliert 2h pro 
Arbeitstag. Van Rijn publiziere im selben Journal im Jahr 2010 eine Übersichtsa-
rbeit, die repetitive Tätigkeiten explizit als Risikofaktor benenne und die Bizeps 
Tendinopathie als Begleitkrankheit ebenfalls. Er stelle 2-4-fach erhöhte Risiken 
fest. Aufgrund dieser Daten steht laut Dr.med. F.________ ausser Zweifel fest, 
dass die festgestellten Verletzungen des Patienten mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit durch den ausgeübten Beruf als Maler und Gipser alleine und kau-
sal herbeigeführt worden seien. Eine Berufskrankheit liege seines Erachtens 
zweifelsfrei vor.

4.3.1  Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch Krankheiten, 
von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend 
durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel be-
zweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen können, dass die 
bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädlichen 
Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die 
durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Vorausset-
zung des "stark überwiegenden" Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrank-
heit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist (Ur-
teil BGer 8C_149/2020 vom 1.4.2020 Erw. 1 mit Hinweis auf BGE 126 V 183 
Erw. 2b). Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge An-
forderungen zu stellen. Verlangt wird, dass der Versicherte für eine gewisse 

16

Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige gesundheitliche 
Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die 
Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufs-
tätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 Erw. 2b mit Hinweisen). 

Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber 
Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%ige) bis 
ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 Erw. 4b am 
Ende). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissenschaft 
(BGE 126 V 183 Erw. 4c am Anfang) spielt es gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und 
inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, 
über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Auskunft zu geben oder (noch) 
nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein 
Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines be-
stimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann 
schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Einzelfall 
aus (Urteil EVGer U 71/05 vom 9.8.2006 Erw. 4.3.1). Oder mit anderen Worten: 
Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark überwiegenden [Anteil 
von mindestens 75%]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie 
allgemein nicht geleistet werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer 
Krankheit in der Gesamtbevölkerung, welche es ausschliesst, dass die eine be-
stimmte versicherte Berufstätigkeit ausübende Person zumindest vier Mal häufi-
ger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet 
die Anerkennung im Einzelfall aus (Urteil BGer 8C_620/2018 vom 15.1.2019 
Erw. 2.2). Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem 
gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Ver-
ursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, 
besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks Nachweises des qualifizierten 
Kausalzusammenhanges im Einzelfall (BGE 126 V 183 Erw. 4c; Urteile BGer 
8C_73/2017 vom 6.7.2017 Erw. 2.2; 8C_507/2015 vom 6.1.2016 Erw. 2.2). 

4.3.2  In ihrem Factsheet Berufskrankheiten (Dres.med. Claudia Pletscher und 
Hanspeter Rast, Version August 2018) hält die Suva bezüglich Grundlagen zur 
Anerkennung von Berufskrankheiten fest, als Berufskrankheiten würden gemäss 
Art. 9 Absatz 2 UVG auch (andere) Krankheiten gelten, von denen nachgewiesen 
werde, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätig-
keit verursacht worden seien. Eine stark überwiegende Verursachung werde 
dann angenommen, wenn der berufliche Anteil der Verursachung eines Krank-
heitsbildes über 75% betrage. 

17

Um im Einzelfall zu prüfen, ob die beruflichen Faktoren die ausserberuflichen 
übertreffen, d.h. eine ätiologische Fraktion von über 50% angenommen werden 
könne, müsse das relative Risiko bei der kollektiven Betrachtung exponierter Ar-
beitnehmender gegenüber nicht exponierten in der Mehrzahl der zur Verfügung 
stehenden Untersuchungen respektive in Metaanalysen über 2 betragen. Diese 
Verdoppelung ergebe sich aufgrund der von Miettinen beschriebenen Formel und 
dem gesetzlichen Erfordernis des Vorwiegens des schädigenden Stoffes 
(gemäss Praxis > 50% des Ursachenspektrums). Die Formel laute: (RR -1)/RR = 
EF, wobei RR = relatives Risiko und EF = ätiologische Fraktion bedeuten. Damit 
müsse ein relatives Risiko > 2 gefordert werden, um eine EF von > 50% zu errei-
chen. Für die Kausalitätsbeurteilung nach Art. 9 Abs. 2 UVG müsse die ätiologi-
sche Fraktion über 75% betragen; damit werde ein relatives Risiko der exponier-
ten Arbeitnehmenden gegenüber der nicht exponierten Population von über 4 ge-
fordert, damit eine Berufskrankheit anerkannt werden könne. Die Kausalitätsbe-
urteilung werde im Einzelfall aufgrund der Berücksichtigung der früheren und ak-
tuellen Arbeitsbedingungen sowie der individuellen Faktoren der Person vorge-
nommen. Dabei werde das relative Risiko im Rahmen der Dosis-Wirkungs-Be-
ziehung für die im Einzelfall bestehenden Expositionen für die Beurteilung heran-
gezogen.

4.4.1  Vor dem Hintergrund der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVG wie auch 
der Erläuterungen der Suva zur Anerkennung von Berufskrankheiten ist dem Be-
schwerdeführer beizupflichten, dass die Begründung der Vorinstanz, welche auf 
der Beurteilung des Gutachters beruht, nicht haltbar ist. Nicht der zeitliche Anteil 
an belastender Tätigkeit an der Gesamttätigkeit hat mindestens 75% zu betra-
gen, sondern der berufliche Anteil der Verursachung des Krankheitsbildes muss 
über 75% betragen. Dies ist nicht dann der Fall, wenn die Überkopfarbeiten mehr 
als 75% der Arbeiten des Beschwerdeführers ausmachen, sondern wenn der 
Beschwerdeführer als Maler/Gipser gegenüber der nicht exponierten Population 
ein relatives Risiko von über 4 aufweist. Dieser Frage ging der Gutachter in kei-
ner Weise nach. Das Gutachten ist in diesem Punkte entgegen der Darstellung 
der Vorinstanz nicht verwertbar.

4.4.2  Der Beschwerdeführer resp. Dr.med. F.________ verweist auf verschie-
dene Studien, welche auf eine Signifikanz von Überkopfarbeiten für eine PASTA-
Läsion hindeuten (Suva-act. 122-5/6). In einer weiteren, von ihm nicht genannten 
Dissertation von 2010 gelangte die Autorin zum Schluss, es zeige sich eine sta-
tistisch signifikante Risikoerhöhung durch das Arbeiten auf oder über Schulterni-
veau. Eine Dosis-Antwortbeziehung zeige einen Zusammenhang der Ereignisse. 
Am stärksten sei die Risikoerhöhung bei Patienten, die lebenslang kumulativ 

18

mindestens 3195 Stunden auf oder über Schulterniveau gearbeitet hätten. Weil 
auch andere Faktoren die Entstehung einer Rotatorenmanschettenruptur be-
günstigen würden (wie Alter, Lastentragen/-heben etc.) seien die Daten adjustiert 
worden. Die Ergebnisse der Fall-Kontrollstudie mit 483 Fällen und 300 Kontrollen 
stünden im Einklang mit Ergebnissen früherer Studien, die ebenfalls eine Risi-
koerhöhung für die Entstehung der Rotatorenmanschettenruptur durch Arbeiten 
auf oder über Schulterniveau zeigen würden. Sie plädiert daher dafür, die Ruptur 
der Supraspinatussehne (nach Deutschem Recht) als Berufskrankheit zu aner-
kennen und Betroffenen bei kumulativem Arbeiten von mindestens 3200 Stunden 
auf oder über Schulterniveau zu entschädigen (Magdalena Klupp, Die Ruptur der 
Supraspinatussehne: Arbeiten auf oder über Schulterniveau - Ergebnisse aus ei-
ner Fall-Kontroll-Studie, Frankfurt a.M., 2010, S. 77; darin Verweis auf andere 
Studien S. 66 ff.).

Wenn der Gutachter schätzt, rund die Hälfte der 80% handwerklichen Arbeiten 
des Beschwerdeführers würden über Brust oder über Kopf stattfinden (Gutachten 
S. 25; Suva-act. 102-26/28), dann wird der Beschwerdeführer, der dieses Ge-
schäft seit dem Jahr 2000 führt (und bereits zuvor als Maler/Gipser tätig war) 
kumuliert weit mehr als 3200 Stunden auf oder über Schulterniveau gearbeitet 
haben (42h/Wo * 40% * 40Wo * 17 Jahre = 11'424h). 

Wie es sich mit dem Anteil Arbeiten über Schulterniveau des Beschwerdeführers 
sowie der ätiologischen Fraktion hinsichtlich PASTA-Läsion genau verhält, so 
dass eine Berufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG beurteilt werden könnte, 
kann im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens offenbleiben. Dies wurde seitens 
Vorinstanz bislang nicht geklärt, weshalb die Sache an die Suva zurück zu wei-
sen ist, damit sie die Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit nach Art. 9 
Abs. 2 UVG prüft. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet, 
soweit der Beschwerdeführer Versicherungsleistungen gestützt auf Art. 6 Abs. 2 
UVG geltend macht. Hingegen ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als der 
Einspracheentscheid vom 5. November 2021 Leistungen gestützt auf Art. 9 Abs. 
2 UVG verweigert. Die Sache ist zur Prüfung des Vorliegens einer Berufskrank-
heit nach Art. 9 Abs. 2 UVG und neuem Entscheid an die Suva zurückzuweisen.

6.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

6.2 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 

19

davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 Erw. 
7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 Erw. 6.2, je mit Hinweisen).

Nachdem der beanwaltete Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren obsiegt, 
ist ihm zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 
lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. 
Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in 
§ 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung 
der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festzusetzen.

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 5. November 2021 hinsichtlich Verweigerung von Leistungen aus Art. 
9 Abs. 2 UVG aufgehoben und die Sache zur weiteren Prüfung und neuem 
Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. Im Übrigen wird sie abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- den Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 14. Januar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

21

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Januar 2022