# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc610bf5-2ceb-59eb-83e1-a7964883d6c6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2022 PVG 2022 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2022-4_2022-12-31.pdf

## Full Text

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

47

Grundstückerwerb durch 3
Personen im Ausland
Acquist da bains immobigliars 
tras persunas a l‘exteriur 
Acquisto d‘immobili da parte di 
residenti all‘estero
Bewilligungsgesetz (BewG). Nachträglicher Miterwerb 
eines Betriebsstätte-Grundstücks durch eine konzern- 
mässig verbundene Gesellschaft. Bejahung der Betriebs- 
notwendigkeit von Personalwohnungen für ein Hotel.
– Ein Miterwerb kann auch nach dem Erwerb des Be- 

triebsstätte-Grundstücks noch zugelassen werden 
(E.3).

– Der Miterwerb durch eine mit der Erwerberin des Be- 
triebsstätte-Grundstücks konzernmässig verbundene 
Gesellschaft ist zulässig, wenn damit keine Umgehung 
der Bewilligungspflicht beabsichtigt und ein möglicher 
Missbrauch hinlänglich abgesichert ist (E.3).

– Die Betriebsnotwendigkeit der Personalwohnungen 
für ein Hotel ist im vorliegenden Fall zu bejahen; das 
Grundstück mit den sich darauf befindlichen Personal- 
wohnungen, deren ausschliessliche Nutzung als solche 
mittels öffentlich-rechtlicher, im Grundbuch eingetra- 
gener Eigentumsbeschränkung sichergestellt ist, kann 
somit durch eine Person im Ausland bewilligungsfrei 
miterworben werden (E.4).

Legge sull’autorizzazione (LAFE). Successiva acquisizione 
congiunta di un fondo per lo stabilimento d’impresa att- 
raverso una società legata al gruppo. La necessità per un 
hotel di avere appartamenti per il personale è ammessa.
– Un’acquisizione congiunta può ancora essere consenti- ta, 

anche dopo l’acquisto del fondo per lo stabilimento 
d’impresa (consid. 3).

– L’acquisizione congiunta da parte di una società lega- ta 
al gruppo dell’acquirente del fondo per lo stabili- mento 
d’impresa è consentita, se non si intende elu- dere 
l’obbligo di autorizzazione e un possibile abuso è 
sufficientemente assicurato (consid. 3).

4

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

48

– La necessità per un hotel di avere appartamenti per il 
personale, è in casu ammessa; il fondo su cui sorgono 
gli appartamenti per il personale, il cui uso esclusivo, in 
quanto tale, è garantito da una restrizione del diritto di 
proprietà (basata su diritto pubblico) iscritta nel registro 
fondiario, può quindi essere acquistato da una persona 
residente all’estero senza autorizzazione (consid. 4).

Erwägungen:
3. Laut Zweckvorgabe in Art. 1 BewG beschränkt dieses 

Gesetz den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, 
um die Überfremdung des einheimischen Bodens zu verhindern. 
Art. 2 BewG definiert diesbezüglich die Bewilligungspflicht wie 
folgt: Personen im Ausland bedürfen für den Erwerb von Grund- 
stücken einer Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde 
(Abs. 1). Keiner Bewilligung bedarf der Erwerb [allerdings], wenn 
das Grundstück als ständige Betriebsstätte eines Handels-, Fabri- 
kations- oder eines anderen nach kaufmännischer Art geführten 
Gewerbes, eines Handwerkbetriebes oder eines freien Berufes 
dient (Abs. 2 lit. a).

Als ständige Betriebsstätte i.S.v. Art. 2 Abs. 2 lit. a BewG 
sind nur Grundstücke zu qualifizieren, welche direkt der wirtschaft- 
lichen Tätigkeit eines entsprechenden Unternehmens bzw. freien 
Berufes dienen. Die wirtschaftliche Tätigkeit muss dabei in der Lie- 
genschaft stattfinden (vgl. BGE 147 II 281 E.4.3 m.H.). Grundstücke 
für die Erstellung oder gewerbsmässige Vermietung von Wohn- 
raum, der nicht zu einem Hotel gehört, begründen keine Betriebs- 
stätten (vgl. Art. 3 der Verordnung über den Erwerb von Grund- 
stücken durch Personen im Ausland [BewV; SR 211.412.411]). Dient 
eine Liegenschaft gewöhnlichen Wohnzwecken und ist nicht ein 
gewisser Hotelservice sichergestellt, kann sie mithin nicht als Teil 
einer Hotelbetriebsstätte angesehen werden (vgl. BGE 147 II 281 
E.4.4). Auch Personalwohnungen dienen Wohnzwecken und stellen 
daher keine Betriebsstätte dar (BGE 147 II 281 E.4.7). Wohnungen 
können als Betriebsstätten-Grundstücke jedoch dann miterworben 
werden, wenn sie in Wohnanteilvorschriften vorgeschrieben sind, 
betriebsnotwendig erscheinen, vom Betriebsstätten-Grundstück 
praktisch nicht abgetrennt werden können oder räumlich bzw. dem 
Wert nach von untergeordneter Bedeutung sind (vgl. BGE 147 II 281
E.4.3 m.H.; Urteil des Bundesgerichts 2C_1041/2016 vom 28. Sep- 
tember 2017 E.3.2). Vorliegend ist daher zu prüfen, ob ein Miter- 
werbstatbestand gegeben ist.

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

49

3.1. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, 
dass im vorliegenden Fall kein Wohnraum als Teil einer Betriebsstät- 
te miterworben würde. Die Betriebsstätte - das Hotel D.   – ver- 
bliebe bei der Schwestergesellschaft der Beschwerdegegnerin 2. 
Die Hotelpersonalwohnungen würden tatsächlich an eine Person 
im Ausland verkauft werden, die nicht mit der eigentlichen Betrei- 
berin der Betriebsstätte, des Hotels D.  , identisch sei. Die Kon- 
zernstruktur der beiden Unternehmen ändere daran nichts.

3.2. Der Beschwerdegegner 1 äussert sich nicht ausdrück- 
lich zur Frage des Vorliegens eines Miterwerbstatbestandes. Er hält 
lediglich fest, dass Personalunterkünfte nicht explizit vom (Mit-) 
Erwerb ausgeschlossen seien. Die Beschwerdegegnerin 2 bringt 
vor, dass es sich bei der vorgesehenen Käuferin des Grundstücks 
Nr. F.    (Beschwerdegegnerin 2) zwar nicht um die Betreiberin 
des Hotels D.   (C.   AG) handeln würde. Die Beschwerde- 
gegnerin 2 sei jedoch eine Schwestergesellschaft der C.     AG. 
Die Aktien der Beschwerdegegnerin 2 würden ebenso wie dieje- 
nigen der C.    AG zu 100 % von der B.    AG gehalten, wo- 
bei sämtliche Aktien von dieser von Herrn H.    gehalten wür- 
den. Die Beschwerdegegnerin 2 als vorgesehene Erwerberin des 
Grundstücks Nr. F.    und die C.    AG als Betreiberin des Ho- 
tels D.     seien mithin konzernmässig verbunden. Damit handle 
es sich – im Unterschied zum in BGE 147 II 281 behandelten Fall 
– nicht um einen isolierten Erwerb von neu erstellten Stockwer- 
keinheiten durch einen externen, mit dem Hotelbetrieb in keiner 
Beziehung stehenden Investor, sondern der Liegenschaftserwerb 
erfolge durch die Betreiberin eines bestehenden Hotelbetriebs bzw. 
durch eine konzernmässig verbundene Gesellschaft. Bei der Frage 
des Vorliegens eines Miterwerbstatbestandes dürfe nicht in erster 
Linie darauf abgestellt werden, zu welchem Zeitpunkt die Räum- 
lichkeiten erworben werden. Insbesondere sei ein Miterwerb nicht 
bereits deshalb ausgeschlossen, weil Räumlichkeiten, die mit dem 
Betriebsstätte-Grundstück in einem funktionellen Zusammenhang 
stehen, nachträglich erworben werden, d.h. zu einem Zeitpunkt, 
welcher dem Zeitpunkt des Erwerbs des eigentlichen Betriebsstät- 
te-Grundstückes nachgelagert ist. Eine solche Differenzierung ma- 
che mit Blick auf die Zielsetzung des BewG keinen Sinn. Es leuchte 
nicht ein, weshalb die Zulässigkeit des Erwerbs von Räumlichkei- 
ten bzw. die Frage der Bewilligungspflicht davon abhängen solle, 
zu welchem Zeitpunkt die Räumlichkeiten erworben werden. Mass- 
geblich sei vielmehr das Resultat, welches mit dem Erwerb erzielt 
werde, d.h. ob die Räumlichkeiten zusammen mit dem eigentlichen

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

50

Betriebsstätte-Grundstück eine funktionelle Einheit bilden. Ange- 
sichts der weitgehenden Integrierung der Räumlichkeiten in die 
Betriebsstruktur des Hotels D.   läge im vorliegenden Fall ein 
Miterwerbstatbestand bzw. ein funktioneller Zusammenhang zwi- 
schen den zu erwerbenden Räumlichkeiten und dem Hotelbetrieb 
vor.

3.3. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin 2 ver- 
mag zu überzeugen. Praxisgemäss wird als Miterwerb insbeson- 
dere der Erwerb von Wohnungen zugelassen, welche für den Be- 
trieb des Unternehmens bzw. die Ausübung der wirtschaftlichen 
Aktivität notwendig sind (vgl. BGE 147 II 281 E.4.3). Während der 
Miterwerbstatbestand zwar grundsätzlich voraussetzt, dass der 
Erwerb der Wohnungen durch die Erwerberin des Betriebsstät- 
te-Grundstücks erfolgt, ist kein Grund ersichtlich, weshalb die bei- 
den Erwerbe zwingend gleichzeitig zu erfolgen hätten. Insbeson- 
dere wenn Sachzwänge den Erwerb der Wohnungen für das auf 
dem Betriebsstätte-Grundstück betriebene Gewerbe erst später 
erforderlich machen, kann der Erwerb der Wohnungen auch nach 
dem Erwerb des Betriebsstätte-Grundstücks noch als Miterwerb 
qualifiziert werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.103/2003 
vom 8. Juli 2003). Der Erwerb der Wohnungen ist für die Beschwer- 
degegnerin 2 nachträglich erforderlich geworden, nachdem der 
Mietvertrag mit dem Hotel «I.   » ausgelaufen ist und dringend 
Ersatz beschafft werden muss (vgl. Kopie Schreiben Vermieter- 
schaft I.    vom 13. März 2020, Akten der Beschwerdegegnerin 2 
[Bg2-act. 1 zur Duplik]). Ein Miterwerb kann damit auch nach dem 
Erwerb des Betriebsstätte-Grundstücks noch zugelassen werden. 
In den Augen des streitberufenen Gerichts kann die bei einem Mit- 
erwerbstatbestand zu verlangende Identität zwischen Erwerberin 
des Betriebsstätte-Grundstücks und der Erwerberin der Wohnun- 
gen sodann auch im Verhältnis von Schwestergesellschaften ge- 
geben sein, stellt doch das BewG bei juristischen Personen mit 
statutarischem und tatsächlichem Sitz in der Schweiz auf die be- 
herrschende Stellung von Personen im Ausland ab (vgl. Art. 5 Abs. 1 
lit. c BewG). Im vorliegenden Fall handelt es sich sowohl bei der 
C.   AG als Betreiberin des Hotels D.   als auch bei der Be- 
schwerdegegnerin 2 als Erwerberin des Grundstücks Nr. F.     
um 100%ige Tochtergesellschaften der B.  AG. Mit H.     
als Alleinaktionär der B.     AG werden sämtliche Gesellschaf- 
ten durch dieselbe Person im Ausland beherrscht. Die Identität 
der Erwerber ist damit faktisch gegeben. Die Beschwerdegegne- 
rin 2 bietet in diesem Zusammenhang ausdrücklich an, dass die

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

51

Parzelle Nr. F.    an ihrer statt durch die C.    AG erworben 
würde. Eine Differenzierung der im Konzern verbundenen juristi- 
schen Personen würde damit zu einem formalistischen Leerlauf 
führen, welcher angesichts der vorliegenden Eigentumsverhält- 
nisse nicht gerechtfertigt erscheint. Diese unterscheiden sich in 
massgeblicher Weise von der in BGE 147 II 281 beurteilten Kons- 
tellation, in welcher Personalwohnungen an einen externen Inves- 
tor ohne jede Verbindung mit der Hotelbetreibergesellschaft ver- 
kauft werden sollten. Für einen Miterwerb spricht weiter, dass ein 
funktioneller Zusammenhang zwischen den Wohnungen und dem 
Hotelbetrieb augenscheinlich gegeben ist. Die Nutzung des Perso- 
nalhauses zu Betriebsstätte-Zwecken wurde zudem bereits durch 
öffentlich-rechtliche  Eigentumsbeschränkung  mit  Anmerkung 
im Grundbuch abschliessend und auf Dauer sichergestellt (vgl. 
Baubewilligung des Kleinen Landrats der Gemeinde G.     vom
6. Dezember 2019 [Bg2-act. 8] und Auszug aus dem Grundbuch 
der Gemeinde G.   vom 4. Februar 2020 [Bg2-act. 9]). Das GIHA 
verpflichtet mit der Feststellungsverfügung vom 12. Dezember 
2019 im Sinne einer Auflage die jeweilige Eigentümerschaft des 
Grundstücks Nr. F.   , G.   , die Nutzung des Grundstücks 
als Personalunterkunft dauernd zu gewährleisten und beizubehal- 
ten, wobei allfällige Änderungen in der Nutzung der Bewilligungs- 
behörde vorgängig zur Prüfung zu unterbreiten sind (vgl. Ziffer 2 
des Dispositivs der Feststellungsverfügung vom Grundbuchins- 
pektorat und Handelsregister vom 12. Dezember 2019, Akten des 
Beschwerdeführers [Bf-act. 2]). Damit wird der Gefahr begegnet, 
dass eine Person im Ausland Eigentum an einem Grundstück er- 
langt, welches nachträglich nicht mehr dem Betrieb eines Unter- 
nehmens bzw. der Ausübung der wirtschaftlichen Aktivität eines 
solchen dienen könnte. Dies würde der Zweckbestimmung des 
BewG offenkundig zuwiderlaufen. Selbst wenn indessen die Be- 
treibergesellschaft im vorliegenden Fall Konkurs ginge, würde 
die verfügte Eigentumsbeschränkung am Grundstück Nr. F.   , 
G.  , als dauerhafte Nutzungsbeschränkung bestehen bleiben. 
Damit ist ungeachtet des Umstandes, dass der Erwerb der Woh- 
nungen durch eine Schwestergesellschaft der Betreibergesell- 
schaft erfolgt, sichergestellt, dass das Grundstück effektiv zu dem 
von der Erwerberin geltend gemachten Zweck verwendet wird. 
Bei einer Änderung der Nutzungsverhältnisse kann die Bewilli- 
gungspflicht eintreten, wobei die Bewilligungsbehörde dannzumal 
einen neuen Entscheid zu treffen hätte. Ebenso wäre bei einem 
allfälligen späteren Erwerb des Grundstücks durch eine andere

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

52

Person im Ausland eine Bewilligung der zuständigen kantonalen 
Behörde einzuholen. Damit ist in der gewählten Gestaltung keine 
Missbrauchsgefahr ersichtlich. Hinzu kommt, dass die Mitarbei- 
ter des Hotels D.    jeweils zusammen mit dem Arbeitsvertrag 
einen Beherbergungsvertrag unterzeichnen (vgl. Muster Beher- 
bergungsvertrag [Bg2-act. 11]). Somit ist unter diesen Gesichts- 
punkten der Einwand des Beschwerdeführers nicht nachvollzieh- 
bar, dass die Beschwerdegegnerin 2 mit dem Personalhaus plane, 
gewerbsmässig Wohnraum zu vermieten und damit eine Person 
im Ausland in unzulässiger Weise die Liegenschaft als Kapitalanla- 
ge betreiben würde. Bei dieser Gesamtbetrachtung ist kein Grund 
dafür ersichtlich, weshalb für die Beschwerdegegnerin 2 kein Mit- 
erwerb zugelassen werden sollte, wenn ein Miterwerb durch die 
C.    AG klarerweise möglich wäre. Mit der gesamten Konstruk- 
tion ist jedenfalls keine Umgehung der Bewilligungspflicht ersicht- 
lich. Es erscheint angesichts dieser Verhältnisse sachgerecht, ei- 
nen Miterwerb der Wohnungen durch die Beschwerdegegnerin 2 
anzunehmen, auch wenn das Betriebsstätte-Grundstück durch die 
C.    AG erworben wurde.

4. Es kann damit festgehalten werden, dass vorliegend ein 
Miterwerb vorliegt. Es gilt daher weiter zu untersuchen, ob die Per- 
sonalwohnungen betriebsnotwendig sind, womit ein bewilligungs- 
freier Erwerb der Wohnungen durch eine Person im Ausland mög- 
lich wäre.

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwer- 
degegner 1 resp. die Vorinstanz verkenne durch die Bejahung der 
Betriebsnotwendigkeit, dass in casu die C.    AG ihre wirtschaft- 
liche Tätigkeit nicht auf dem zu erwerbenden Grundstück ausübe. 
Auch durch den Mietvertrag zwischen der Beschwerdegegnerin 2 
und der C.   AG werde das zu erwerbende bebaute Grundstück 
nicht Teil der Betriebsstätte der Letzteren. Vielmehr würde es da- 
rum gehen, gewerbsmässig Wohnraum zu vermieten. An der Be- 
triebsnotwendigkeit des Personalhauses würde es fehlen.

4.2. Dem entgegnet die Beschwerdegegnerin 2, dass es 
in casu nicht um eine Kapitalanlage, sondern nur um die Unter- 
bringung der Mitarbeiter des Hotels D.   gehe. In Bezug auf die 
Betriebsnotwendigkeit führt die Beschwerdegegnerin 2 aus, dass 
der Beschwerdeführer die tatsächlichen Gegebenheiten verkenne. 
In G.   würden grosse saisonale Unterschiede bestehen. Aus- 
serdem würde der Ort sich relativ weit weg von den städtischen 
Zentren befinden, so dass Pendeln keine Option sei. Hinzu würden 
die unregelmässigen Arbeitszeiten im Gastgewerbe kommen.

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

53

Ähnlich äussert sich der Beschwerdegegner 1 und 
macht zusätzlich geltend, dass sich die Hotelzugehörigkeit im vor- 
liegenden Fall aus der langfristigen Miete ergeben würde.

4.3. Dem entgegnet der Beschwerdeführer, dass es sich 
bei den geplanten Personalwohnungen um Wohnraum handle, der 
baulich gesehen in keinem Zusammenhang mit dem Hotel D.   
stehe. Es bleibe ausserdem dabei, dass das Erwerbsobjekt ein ei- 
genständiges Personalhaus werden solle, welches lediglich Ange- 
stellte eines Hotels beherbergen würde.

4.4. In ihrer Duplik vertiefen die beiden Beschwerdegegner 
ihre bisherigen Ausführungen. Die Beschwerdegegnerin 2 weist 
zusätzlich darauf hin, dass, wenn der Erwerb eines Grundstücks 
zum Betrieb eines Hotels durch Personen im Ausland unbestritte- 
nermassen zulässig sei, es auch möglich sein müsse, dieses Hotel 
tatsächlich zu führen, um konkurrenzfähig zu sein. Dies bedinge, 
dass preiswerte Unterkünfte angeboten werden können.

4.5. Dem Beschwerdeführer kann in Bezug auf die Vernei- 
nung der Betriebsnotwendigkeit nicht gefolgt werden. Vielmehr ist 
den Beschwerdegegnern darin beizupflichten, dass eine Betriebs- 
notwendigkeit vorliege. Gemäss Merkblatt des BJ, Stand 12. Mai 
2021, werden als Beispiel für eine Betriebsnotwendigkeit Abwart 
und Techniker aufgeführt, wenn eine ständige oder fast ständige 
Anwesenheit in der Nähe des Betriebs unabdingbar ist. Der Auf- 
fassung der Beschwerdegegnerin 2, dass der Betrieb eines Hotels 
in dieser Grösse und des gehobenen Segments äusserst perso- 
nalintensiv sei, ist zu folgen (vgl. Schreiben von hotelleriesuisse 
vom 5. Oktober 2018, Akten des Beschwerdegegners 1 [Bg1-act. 1], 
[Bf-act. 2 S. 4]). Es ist auch nachvollziehbar, dass Personalunter- 
künfte in G.  während der Saisonzeiten kaum resp. nicht in 
genügendem Mass vorhanden sind, da dort auch Grossveranstal- 
tungen wie das J.   stattfinden. Ebenso handelt es sich beim 
Hotel D.   um einen Saisonbetrieb, der über eine grosse Anzahl 
saisonal angestellter Mitarbeitender verfügt und daher speziell auf 
viele Personalwohnungen angewiesen ist. Auch der Einwand, dass 
die Angestellten den Weg viermal täglich zurücklegen müssen 
(vgl. angefochtene Verfügung vom 12. Dezember 2019 [Bf-act. 2
S. 4] und [Bg2-act. 5 S. 4], Schreiben der Schweizerischen Gesell- 
schaft für Hotelkredit vom 23. April 2020 [Bg2-act. 2]), leuchtet ein, 
da allgemein bekannt ist, dass die Hotelleriebranche von ihren 
Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten erfordert und zwischen den 
einzelnen Einsatzzeiten Zimmerstunden bestehen. Daher muss es 
den Mitarbeitenden auch möglich sein, in dieser Zeit in ihre Zim-

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

54

mer zurückzukehren. Aufgrund des Standorts G.    ist Pendeln 
aus den näheren Städten oder Dörfern kaum möglich, da einerseits 
die Distanz gross ist und andererseits der öffentliche Verkehr kei- 
nen 24-Stunden-Betrieb anbietet. Ausserdem sind für das Personal 
nicht genügend Parkplätze seitens des Hotels D.    vorhanden 
(vgl. Duplik der Beschwerdegegnerin 2 Rz. 9). Auch ist den Ausfüh- 
rungen von hotelleriesuisse zu folgen, dass es für Angestellte in der 
Hotelbranche mit Blick auf die Attraktivität des Arbeitgebers eine 
entscheidende Rolle spiele, ob sie eine Wohnung zur Verfügung 
gestellt bekommen oder nicht (vgl. Schreiben von hotelleriesuisse 
vom 5. Oktober 2018 [Bg1-act. 1], Schreiben der Schweizerischen 
Gesellschaft für Hotelkredit vom 23. April 2020 [Bg2-act. 2]). Die 
Tatsache, dass der Grossteil der befragten Hotels in der Gemeinde 
G.   eigene Personalhäuser unterhält (vgl. Übersicht Personal- 
häuser G.  [Bg2-act. 10]), untermauert diese Argumentation 
zusätzlich und weist deutlich auf den Missstand hin, dass es in der 
Gemeinde G.   anderweitig kaum möglich ist, erschwingliche 
Unterkünfte für das Personal zu finden. Bei Verneinung einer Be- 
triebsnotwendigkeit zwischen dem Hotel D.   und dem Perso- 
nalhaus dürfte die Gefahr gross sein, dass einerseits der Betrieb 
nicht mehr aufrecht erhalten werden könnte und andererseits sich 
das Personal des Hotels D.    von der Konkurrenz anstellen lies- 
se, da diese in aller Regel über Personalhäuser verfügen. Somit 
ist entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers der Wohn- 
raum für die Angestellten des Hotels D.   unabdingbar, da sich 
keine praktikable Alternative bietet. Aufgrund des soeben Darge- 
legten ist eine ständige oder fast ständige Anwesenheit des Perso- 
nals in der Nähe des Betriebs erforderlich. Es ist nicht einleuchtend, 
weshalb diese Umschreibung nur für Abwarte und Techniker − wie 
im Merkblatt des BJ umschrieben − gelten sollte. Die Nähe zum Be- 
trieb kann auch für Küchen-, Service- und Haushaltungspersonal 
unabdingbar sein. Bezüglich des vom Beschwerdeführer erwähn- 
ten Bundesgerichtsentscheids 2A.103/2003 vom 8. Juli 2003 ist mit 
dem Beschwerdegegner 1 einig zu gehen. Im erwähnten Entscheid 
ging es − wie bereits im Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden [VGU] U 18 58 vom 3. Juni 2020 E.3.6. festgehalten − 
um den Erwerb von fünf Mehrfamilienhäusern unmittelbar neben 
der Ölraffinerie durch die Betreiberin der Raffinerie. Dabei hat sich 
das Bundesgericht nicht zur grundsätzlichen Möglichkeit des Er- 
werbs von Personalunterkünften bei gegebener Betriebsnotwen- 
digkeit geäussert; vielmehr hat es dort die Betriebsnotwendigkeit 
für entsprechendes Personal als nicht erwiesen erkannt, und zwar

3/4  Grundstückerwerb durch Personen im Ausland  PVG 2022

55

aufgrund einer ungenügenden und teilweise sogar widersprüch- 
lichen Beweisführung der Raffineriebetreiberin (E.3.3). Deshalb 
lässt sich aus diesem Bundesgerichtsentscheid nichts ableiten, 
was gegen die Betriebsnotwendigkeit der Wohnungen im hier zu 
behandelnden Fall sprechen würde. Daher kann das Personalhaus 
in casu aufgrund der betrieblichen Notwendigkeit und des funktio- 
nalen Zusammenhangs als betriebsnotwendig qualifiziert werden. 

Im vorliegenden Fall ist die Betriebsnotwendigkeit der 
Personalwohnungen für das Hotel D.  mithin zu bejahen. Das 
Grundstück Nr. F.  mit den sich darauf befindlichen Personal- 
wohnungen, deren ausschliessliche Nutzung als solche mittels öf- 
fentlich-rechtlicher, im Grundbuch eingetragener Eingentumsbe- 
schränkung sichergestellt ist, kann durch eine Person im Ausland 
bewilligungsfrei miterworben werden. Der Miterwerb ist hierbei 

auch durch eine mit der Erwerberin des Betriebsstätte-Grund- 
stücks konzernmässig verbundenen Gesellschaft zulässig. Die Be-

schwerde ist damit abzuweisen.
U 20 11 Urteil vom 24. März 2022

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-recht- 
lichen Angelegenheiten ist noch hängig (2C_325/2022).