# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6450b109-a1b8-56dd-89d0-f69f26308285
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.03.2013 RT130041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT130041_2013-03-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT130041-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, lic. iur. M. Spahn und 

Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 7. März 2013 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____ AG,  
Klägerinnen und Beschwerdeführerinnen 

 

gegen 

 

Gemeinde C._____,  
Ergänzungsleistungen AHV/IV,  

Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Horgen vom 30. Januar 2013 (EB130014-F) 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 30. Januar 2013 wies die Vorinstanz das Rechts-

öffnungsbegehren der Klägerinnen in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts 

D._____ (Zahlungsbefehl vom 20. Januar 2012) – für Fr. 400'000.-- nebst Zins zu 

mindestens 5 % seit 20. Januar 2012 zuzüglich Fr. 140'000.-- Quellensteuer zu 

35 % – ab; die Kosten wurden den Klägerinnen auferlegt und der Beklagten wurde 

keine Parteientschädigung zugesprochen (Urk. 8 = Urk. 14). 

b) Hiergegen haben die Klägerinnen anlässlich der Übergabe jenes Ur-

teils am 11. Februar 2013 "vorsorglich" (Urk. 9/2) und am 21. Februar 2013 be-

gründet fristgerecht Beschwerde erhoben und stellen die Beschwerdeanträge 

(Urk. 13 S. 4): 

"1/ Die Beschwerde sei gutzuheissen. 

 2/ Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelge-
richt im summarischen Verfahren, vom 30. Januar 2013 / Erhalt bestä-
tigt 11.2.2013, sei vollumfänglich aufzuheben. 

 3/ Es sei den Klagenden Parteien in der Betreibung Nr. …, Betreibungs-
amt D._____, Zahlungsbefehl vom 20. Januar 2012,  

 für Fr. 400'000.00 nebst Quellensteuer (substituierte Verfahrenskosten 
eines Straf- und Bussverfahrens) von 35% Fr. 140'000.00. zuzüglich 
Zins von 5%, seit 1.1.2010 ev. 6.6.2011, zuzüglich Spruchgebühren, 
zuzüglich Verfahrenskosten, zuzüglich Prozessentschädigung, zuzüg-
lich Folgekosten, zuzüglich Betreibungskosten, zuzüglich Parteient-
schädigung, 

 die Rechtsöffnung definitiv oder provisorisch zu erteilen, mit Kosten und 
Lastenfolge, solidarisch haftend, zu Lasten der Bezirkskasse Horgen, 
bzw. der Politischen Gemeinde C._____, bzw. Gemeindeverwaltung 
C._____, auch um die Lasten nicht einfach dem Kanton aufzubürden, 
sondern nach Verursacherprinzip zuzuordnen. 

 Zusätzlich zu erwähnen ist, der mögliche Haftpflichtfall, musste spätes-
tens nach Vorliegen des Vergleichsvorschlages eingereicht werden. 

 Den Parteien sei eine Parteientschädigung zuzusprechen, weil ihr Leid 
in der finalen Phase einer sterbenden Angehörigen, auch noch eine Nö-
tigung zur Aufgabe der Pflege beinhaltete, so musste zum Beispiel eine 

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Pflegehilfe SRK allein Notfallnächte bestreiten unter dem behandelnden 
Arzt, wie er sagte in Verantwortung und wurde traumatisiert. 

 Die Forderungen aus Betreibung und Zahlungsbefehl … bleiben intakt 
und gelten damit als bisher noch nicht abgegolten." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung ei-

ner Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Klägerinnen machen geltend, das angefochtene Urteil sei der 

Vertreterin der Leistungsbezügerin E._____ nicht zugestellt worden (Urk. 13 S. 1). 

Dies ist unzutreffend, denn E._____ ist am 5. Februar 2012 verstorben und deren 

Erbin (und frühere Vertreterin) ist die Klägerin 1; diese hat das Urteil bei der Vo-

rinstanz persönlich abgeholt und sogleich eine "vorsorgliche Einsprache" erhoben 

(Urk. 9/2). 

b) Ebenso machen die Klägerinnen geltend, das angefochtene Urteil hätte 

noch weiteren Personen zugestellt werden müssen, welche in den Beilagen zum 

Rechtsöffnungsbegehren aufgeführt gewesen seien (Urk. 13 S. 2). Auch dies trifft 

nicht zu. Das Rechtsöffnungsbegehren (und schon die Betreibung) richtete sich 

einzig gegen die Beklagte; klagende Parteien (und Betreibende) waren einzig die 

Klägerinnen (Urk. 1/1). Weitere Parteien waren nicht beteiligt. 

3. a) Die Vorinstanz hat das Rechtsöffnungsbegehren der Klägerinnen 

abgewiesen, weil kein Rechtsöffnungstitel vorliege. Es liege weder ein vollstreck-

barer gerichtlicher Entscheid vor, worin die Beklagte zu einer Leistung an die Klä-

gerinnen verpflichtet worden sei, noch eine entsprechende Schuldanerkennung, 

worin sich die Beklagte zu einer Leistung verpflichtet hätte (Urk. 14 S. 2-3). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip, d.h. die Beschwerde 

führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige 

Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der 

angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet (Sutter-Somm/Hasenböhler/ 

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Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2.A. 

2013, N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, BE-Kommentar, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO). 

Was nicht gerügt wird, hat Bestand. 

c) Die Klägerinnen machen mit ihrer Beschwerde geltend, die Beklagte 

habe E._____ zu deren Lebzeiten jegliche Zahlungen ohne nennenswerte Be-

gründung verweigert, zum lebensbedrohlichen Nachteil von E._____, obwohl das 

Gesuch korrekt eingereicht worden sei. Diese unterlassene Hilfeleistung sei ge-

nügend dargelegt. Das Urteil des Sozialversicherungsgerichts Winterthur vom 27. 

Oktober 2011 beinhalte ein in Rechtskraft erwachsenes Gesuch um Anordnung 

von positiven Massnahmen; das Gericht habe diese angeordnet, im Bewusstsein 

um die hohe Belastung dieser Pflege und der Beteiligten (Urk. 13 S. 2-3). 

d) E._____ war die Mutter der Klägerin 1; sie ist am 5. Februar 2012 ver-

storben und die Klägerin 1 ist deren Alleinerbin (vgl. Urk. 3/1/9). Die Klägerin 1 hat 

offenbar seit Juni 2009 für ihre Mutter Pflegeleistungen erbracht (vgl. Arbeitsver-

trag Urk. 3/1/1 und Lohnabrechnungen bei Urk. 3/1/8).  

Gemäss den Erwägungen der Referentenverfügung des Sozialversiche-

rungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Oktober 2011 war das Gesuch von 

E._____ um Ausrichtung von Zusatzleistungen mit Einspracheentscheid vom 7. 

Juli 2011 abgewiesen und einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzo-

gen worden (Urk. 3/6/1 S. 2); die Verfügung wies sodann das Gesuch von 

E._____ um Aufhebung des Entzugs der aufschiebenden Wirkung sowie Anord-

nung vorsorglicher Massnahmen ab (Urk. 3/6/1 Dispositiv-Ziffer 1). Irgend eine 

Verpflichtung der Beklagten zu einer Leistung an E._____ (oder die Klägerinnen) 

ist in dieser Verfügung nicht enthalten.  

e) Nach dem Gesagten erweist sich die Erwägung im angefochtenen Ur-

teil, dass kein Rechtsöffnungstitel vorliege, als korrekt. Weil ohne einen solchen 

Rechtsöffnungstitel keine Rechtsöffnung erteilt werden kann, ist damit auch die 

Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens zu Recht erfolgt. Die dagegen gerich-

tete Beschwerde der Klägerinnen ist abzuweisen. 

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4. a) Der Streitwert im Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 540'000.--.  

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

den unterliegenden Klägerinnen je zur Hälfte aufzuerlegen, unter solidarischer 

Haftbarkeit (Art. 106 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren haben die Klägerinnen zufolge ihres  

Unterliegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung; der Beklagten erwuchs 

kein erheblicher Aufwand. Demgemäss sind für das Beschwerdeverfahren keine 

Entschädigungen zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Klägerinnen je 

zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer Haftung einer jeden von ihnen für 

den ganzen Betrag.  

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 13, sowie an das Bezirksgericht Horgen, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

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1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 540'000.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 7. März 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: js 
 

	Urteil vom 7. März 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Klägerinnen je zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer Haftung einer jeden von ihnen für den ganzen Betrag.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von Urk. 13, sowie an das Bezirksgericht Horgen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...